Nr. 163 **. 0 Se. Johng, Gohtraver Zeitung Rauxeler Neueste Nachrichten Bladenhorfter Tageblatt für Castrop=Rausel und Umgebung Der Stadtanzeiger erscheint wöchentlich, 7mal. Wochendezugsprets Anzeigenpreio: 1 mmn hoch und 22 mm breit 4 Pfg. Text50 Pfg. Postbestellpreis 2 RM. monatlich. Ersatzansprüche können anzeigen 1 mmn hoch und 72 mm breit 25 Pfg. Nachlaß nach bei Störungen im Erscheinen infolge höherer Gewalt nicht gestellt den vom W. d. D. W. herausgegebenen Richtlinien. 3. Zi. gili werden. Druc und Verlag: Geschw. Schmitz in Caktrop=Rauxel. Preisliste Nr. 2. Für Platzwünsche, auch für die durch Fernsprecher Hauptschriftleiter, verantwortlich für den Textteil: Franz aufgegebenen, sowie für undeutlich geschriebene Aufträge wird Josef Pruns in Castrop=Rauxel. Anzeigenleiter: Wilhelm keine Gewähr übernommen. Schluß der Anzeigen=Annahme 4 Uhr Welter in Castrop=Rauxel. DA. V. 36 1767. Sa.=Nr. 2151 Castrop. nachm. tags zuvor. Erfüllungsort u. Gerichtsstand Castrop=Rauxel. Veröffentlichungsblatt für den Landgerichtsbezirk Dortmund. Allgemeines Kreisblau für den Stadttreis Castrop=Raurel. 1936 Beutsche Pottzer=Einzigdeng in der Went Amtseinführung des Reichsführers Ss himmler durch Reichsminister Dr. Frick onb. Berlin, 18. Juni. Der Reichs= und preuMinister des Innern Dr. Frick führte Donnerstag vormittag in einem feierlichen Staatsakt den durch den Erlaß des Führers und Reichskanzlers vom 17. Juni mit der einheitlichen Zusammenfassung der polizeilichen Aufgaben im Reiche beauftragten Reichsführer SS Himmler in sein Amt ein. Auf dem Hofe des Preußischen Innenministeriums Unter den Linden hatten die Offiziere, Beamten und Angestellten der Polizeiabteilung vor dem Hoheitszeichen des Reiches Aufstellung genommen. Reichsminister Dr. Frick ergriff das Wort zu folgender Ansprache: Der Führer und Reichskanzler habe Mittwoch mittag einen Erlaß vollzogen, durch den er eine geschichtliche Tat vollbracht habe, deren Bedeutung gar nicht überschätzt werden könne. „Es ist das erste Mal in der tausendjährigen Geschichte Deutschlands, daß für das ganze Reich eine einheitliche Polizeileitung eingesetzt wird, ein Führer der gesamten deutschen Polizei, der die Einheitlichkeit der Exekutive in Deutschland verbürgt. Das ist wieder ein gutes Stück Reichsreform, an der wir seit drei Jahren mit Erfolg arbeiten. Es ist eine staatspolitische Notwendigkeit gewesen“, so sagte der Reichsminister,„zu dieser Regelung zu kommen, weil es für ein einheitliches Reich auf die Dauer unerträglich ist, keine einheitliche Exekutive zu besitzen.“ Reichsminister Dr. Frick verlas hierauf den Brief des Führers und Reichskanzlers an General Daluege und richtete darauf folgende Worte an diesen: „Mein lieber Parteigenosse! Es ist mir ein wahres Herzensbedürfnis, mich den ehrenden Worten des Führers und Reichskanzlers anzuschließen. Ich danke Ihnen von Herzen für das, was Sie in diesen drei Jahren für die Schlagkraft der Polizei geleistet haben. Ihre Verdienste sind unvergänglich. Insbesondere wird die Wehrmacht dankbar anerkennen, daß Sie ihr in der Landespolizei einen so gut ausgebildeten Truppenkörper zur Verfügung stellen können.“ Hierauf wandte sich der Reichsminister an Reichsführer SS. Himmler und stellte den versammelten Offizieren, Beamten und Angestellten der Polizeiabteilung den neuen Chef der deutschen Polizei mit folgenden Worten vor: „Ich erwarte von Ihnen allen, daß Sie in treuer Hingebung unter der Leitung Ihres neuen Chefs Ihre volle Pflicht erfüllen. Ich darf bitten, daß Sie die Treue und das Vertrauen, das Sie dem bisherigen Leiter, General Daluege, bewiesen haben, auch dem neuen Chef, Reichsführer SS. Himmler, entgegenbringen.“ Zu Reichsführer SS. Himmler gewandt, fuhr Reichsminister Frick fort:„Ich setze Sie hiermit in Ihren neuen Wirkungskreis als Chef der gesamten deutschen Polizei ein. Es ist eine ungeheuer große und schwere, aber auch schöne und dankbare Aufgabe, die Sie damit übernommen haben. Sie haben von Anfang an dem Führer treu und hingebend gedient, und Sie besitzen sein volles Vertrauen. Sie haben schon bei der nationalen Erhebung im Jahre 1923 ihren Mann gestanden. Sie haben in den letzten drei Jahren seit 1933 als stellvertretender Chef der Geheimen Staatspolizei Preußens und auch als Chef der Politischen Polizei ein Instrument aufgebaut, das die Stabilität der inneren Sicherheit in Deutschland absolut garantiert. Sie werden in Ihrer neuen Stellung noch eine weit höhere Machtfülle haben. Nicht nur die Politische Polizei wie bisher, sondern daneben die gesamte uniformierte Polizei, sowie die Kriminal= und Verwaltungspolizei steht nunmehr unter Ihrem Befehl. Damit ist endlich der Zustand hergestellt, der staatsrechtlich und staatspolitisch auf die Dauer allein möglich ist. Ich bringe Ihnen, lieber Parteigenosse Himmler, mein volles Vertrauen entgegen und bin überzeugt, daß Sie die gesamte deutsche Polizei so formen und führen, daß sie in guten wie in schlimmen Tagen allen Eventualitäten gewachsen ist. Reichsführer SS Himmler richtete hierauf an die Versammlung eine Ansprache, in der er u. a. sagte: „In den Jahren des Kampfes haben wir Nationalsozialisten, insbesondere wir SS=Führer— hier darf ich besonders meinen Freund Daluege nennen— uns viele Gedanken darüber gemacht, wie der Aufbau des Staates vor sich gehen wird. Wir sind nicht, wie es manche Gegner glaubten, planlos an die Arbeit gegangen. Wir waren uns von vornherein darüber klar, daß die Institution der Bewegung, die den Schutz der Bewegung gegenüber ihren Feinden zu gewährleisten, die für das Leben des Führers zu bürgen hatte, die Schutzstaffel, sich auch mit den polizeilichen Dingen im Staate zu befassen haben werde. Im Laufe der vergangenen drei Jahre wurde von verschiedenen Seiten her aufbauend ein Gebäude errichtet, dem lediglich der Schlußstein gefehlt hat. Wir sind ein Land im Herzen Europas, umgeben von offenen Grenzen, umgeben von einer Welt, die sich mehr und mehr bolschewisiert. Wir haben damit zu rechnen, daß der Kampf gegen den alles zerErst am Samstagmorgen Wegen des unbeständigen, kühlen und mit schweren Regenschauern durchsetzten Wetters, das den ganzen Donnerstag über in Newyork herrschte, wurde die Endausscheidung zur Weltmeisterschaft im Schwergewicht zwischen Max Schmeling und Joe Louis auf Freitag verlegt. Der Kampf findet also nach deutscher Zeitrechnung in den frühen Morgenstunden des Samstags im Newyorker Yankee=Stadion statt. Boxsieber in Newyork Schmeling zuversichtlich wie noch nie... Der Boxgroßkampf wirft seine Schatten voraus. In Newyork herrscht Boxfieber. Aus allen Gegenden der Vereinigten Staaten strömen die Boxenthusiasten herbei. Die Jagd nach den Eindnb. London, 18. Juni. In seiner Rede vor dem Unterhaus erklärte Eden, die britische Regierung werde jeden Beschluß loyal durchführen, der auf der kommenden Völkerbundsversammlung in Genf gefaßt werde. Die Regierung beabsichtige, auch diesmal die Führung zu übernehmen. Wenn sich die Frage erhebe, was der Völkerbund solle, so müsse man in erster Linie zugeben, daß der Zweck, zu dem man die Sanktionen auferlegt habe, nicht erreicht worden sei. Nach reiflicher Erwägung sei er zu der Ansicht gekommen, daß die Fortsetzung der Sühnemaßnahmen, um damit einen Druck auf Italien auszuüben, keinerlei Nutzen habe. Der Feldzug der Italiener in Abessinien habe Erfolg gehabt. Daraus ergebe sich eine Lage, die nur durch eine militärische Aktion von außerhalb rückgängig gemacht werden könnte. Er stellte die Frage, ob es irgendein Land gebe, das bereit sei, diese militärische Aktion zu ergreifen, oder ob auch nur ein Teil der öffentlichen Meinung Großbritanniens bereit sei, dies zu tun. Wenn der Völkerbund die Absicht habe, in Abessinien einen Völkerbundsfrieden zu erzwingen, dann müsse der Völkerbund zu einer Handlung schreiten, die unvermeidlich zum störenden Bolschewismus ein Kampf von Menschenaltern sein wird. Darauf ein ganzes Volk einzustellen, und, wie die Wehrmacht zum Schutze nach außen da ist, die Polizei, zusammengeschweißt mit dem Orden der Schutzstaffel, zum Schutze des Reiches nach innen auszubauen, darin sehe ich meine Aufgabe. Ich brauche dazu Ihrer aller Hilfe, vor allem die Hilfe meiner alten Freunde und Mitarbeiter Daluege und Heydrich, die— als Nationalsozialisten— in treuester Kameradschaft mir immer zur Seite standen. Auf die Treue, den Geist und die Pflichterfüllung dieses soldatischen Korps kommt es an, ganz gleich, wo der einzelne steht, eb er Bote ist oder Ministerialrat. Ich weiß, daß Sie diese Treue und diesen Geist haben und daß ich mich in all den Jahren der Zukunft auf Sie verlassen kann. In diesem Sinne übernehme ich die Aufgabe als erster Chef der deutschen Polizei und werde, das darf ich Ihnen, Herr Minister, versprechen, wie bisher meine Pflicht tun.“ General der Polizei Daluege ergriff hierauf das Wort zu einer für die Zutrittskarten ist groß. Auf den Straßen, Plätzen und in den Lokalen gibt es nur ein Thema: Schmeling oder Louis? Schmeling ist zuversichtlich wie noch nie! Er äußerte sich, daß er während seiner Vorbereitungszeit insgesamt 95 Runden mit seinen Sparringspartnern absolviert habe und in der besten Form seines Lebens sei. Den Kampfstil des Negers kenne er und auf seine Tricks würde er nicht hereinfallen. Am Donnerstagmittag wurde in Newyork das Wiegen der Kämpfer vorgenommen. Schmeling brachte 192 englische Pfund, Joe Louis überraschend„nur“ 198 englische Pfund auf die Waage. Der Vertrauensarzt der Staate Athletice=Commission stellte bei beiden eine ausgezeichnete physische Verfassung fest. Max Schmeling kam erst mit halbstündiger Verspätung zum Wiegeraum, da er durch schwere Schauer mit seinem Wagen auf der Fahrt vom Trainingslager Napanach nach Newyork aufgehalten wurde. Kriege im Mittelmeer führe. Niemand könne aber voraussagen, ob ein solcher Krieg auf das Mittelmeer beschränkt bleiben würde. Man könne nicht annehmen, daß der Völkerbund eine solche Entwicklung wolle. Die britische Regierung sei nicht bereit, eine militärische Aktion zu ergreifen. Eine Fortsetzung der Sanktionen würde aber nur zu einem Zusammenbruch der Sanktionsfront führen, so daß sich der Völkerbund in Kürze in einer noch abträglicheren Lage als jetzt befinden würde. Die Zusicherungen auf Beistand im Falle eines Angriffs im Mittelmeer, die Großbritannien gemäß Artikel 16 Abs. 3 gegeben habe, würden während der Dauer der unsicheren Periode aufrechterhalten werden, die notwendigerweise auf die Aufhebung der Sanktionen folgen würde. Angesichts der Erfahrungen der letzten Monate habe die Regierung beschlossen, im Mittelmeer ständig eine Verteidigungsposition aufrechtzuerhalten, die stärker sei als die vor Beginn des Streites. Die Völkerbundsreform müsse bis zur Herbsttagung verschoben werden, weil wohl kein Volk bereit sein würde, diese Frage auf der nächsten Versammlung zu behandeln. kunft der deutschen Polizei bedeutsamen Ansprache, in der er u. a. sagte: „Als ich im Jahre 1933 den Auftrag erhielt, die Leitung der Polizeiabteilung im Preußischen Innenministerium und dann im Reichsinnenministerium zu übernehmen, sah ich eine meiner vornehmsten Aufgaben darin, die Polizei, nachdem sie von den Schlacken der vergangenen roten Zeit gereinigt war, umzustellen, innerlich im nationalsozialistischen Geiste umzubrechen. Wir können stolz darauf sein, daß in diesem Augenblick ein Traum in Erfüllung geht, den ich als SS=Führer seinerzeit vor der Revolution geträumt habe, nämlich zu verbinden die Polizei der Bewegung mit der Polizei des Staates durch die Person des Reichsführers SS Himmler. Es ist nun endlich möglich, zwei Teile, die zusammengehören, zunächst einmal organisatorisch zusammenzufügen, um sie dann auch ideell zu einem Korps nationalsozialistischer Ueberzeugung zusammenzuschweißen. Diese Aufgabe zu erfüllen, dürfen wir stolz sein. Ich darf erwarten, daß, wie Sie mir bis zu diesem Zeitabschnitt gefolgt sind, Sie nun weiter Ihre ganze Kraft dafür einsetzen werden, eine Polizei zu schaffen, die in der Welt einzigartig dasteht. Wenn die Schutzstaffel den Stolz hat, Garde der Bewegung zu sein, so soll die Polizei im Deutschen Reich den Stolz haben, Garde des Staates zu werden.“ General Daluege schloß seine Ansprache mit einem dreifachen Sieg=Heil auf das deutsche Volk und unseren Führer Adolf Hitler. Neuordnung der britischen Luftwaffe dnb. London, 18. Juni. Wie aus einer amtlichen Verlautbarung des Luftministeriums hervorgeht, werden ab nächsten Monat bedeutsame Aenderungen in der Leitung und Befehlsorganisation der englischen Luftstreitkräfte vorgenommen. Der Zweck der neuen Maßnahme besteht darin, die britische Luftwaffe auch zu Friedenszeiten in einem dauernden Zustand der Kriegsbereitschaft zu halten. In der Hauptsache werden drei neue Befehlsstellen geschaffen, nämlich 1. das Bomberkommando, dem sämtliche Bombengeschwader unterstehen; 2. das Kampffliegerkommando, das die Kampfgeschwader einschließlich der Hilfsgeschwader kontrollieren wird; 3. das Küstenkommando, dem die Flugboot=Geschwader und die Ausbildung der Seeflottengeschwader unterstehen werden. Ein weiteres Sonderkommando wird sämtliche Ausbildungseinheiten im Inlande überwachen. Kabinektsrat ohne Blum Annahme von Gesetzesvorlagen und Ermächtigungen dnb. Paris, 18. Juni. In Abwesenheit des Ministerpräsidenten Blum, der in der Senatssitzung am Donnerstagvormittag noch einmal zur Frage der 40=Stunden=Woche das Wort ergriff, war der Kabinettsrat um 10 Uhr unter dem Vorsitz des stellvertretenden Ministerpräsidenten Daladier zusammengetreten. Auf Verlangen des Innenministers Salengre hat der Rat eine Reihe von Gesetzesvorlagen angenommen, die die Auflösung der verschiedenen Kampforganisationen und privater Milizen gemäß dem Gesetz vom 10. Januar 1930 verfügen. Wie verlautet, fallen unter diese neue Bestimmung die Croix de feu, die Jeunesse patriote, die Francisten und die Solidarité francaise. Der Finanzminister wurde bevollmächtigt, Gesetzesvorlagen einzubringen, die für die Verteidigung der Währung und für den Kampf gegen Finanzbetrügereien bestimmt sind. Gleichzeitig wurde Vincent Auriol bevollmächtigt, eine Vorlage einzubringen, die die Satzungen der Bank von Frankreich abändern soll, damit in der Verwaltung der Bank die wirtschaftlichen Interessen des Landes gewährleistet bleiben. Der Arbeitsminister schließlich erhielt die Ermächtigung, eine Gesetzesvorlage in der Kammer einzubringen, die die Trinkgelder abschaffen soll. Paris. Der französische Außenminister hat am Donnerstagvormittag den englischen Botschafter und anschließend den norwegischen Gesandten empfang.n. Eest heule Nacht Schmeling- Louis Das Ende der Sanktionen Eden erkennt an, daß der Zweck, zu dem man die Sanktionen auferlegt habe, nicht erreicht worden sei Die Eden=Reos dor dem unterhaus Gedächtuisfeier für den Kampfflieger Max Immelmann in Dresden Nr. 163 dnb. London, 18. Juni. Das Unterhaus begann am Donnerstag die Aussprache über die Aufhebung der Sanktionen. Das Haus war nur wößig geruht.„: Hirlgmsten und ba, 95. Die Galerien für die Diplomuten und das Publikum waren allerdings bis auf den letzten Platz besetzt. Wenige Minuten vor 16 Uhr erhob sich Außenminister Eden unter ironischen Zurufen der Opposition:„Steh fest!" und begann die angekündigte Erklärung über die Sühnemaßnahmen. Seit Beginn des italienisch=abessinischen Streites, führte Eden aus, habe die Regierung bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt stets ihren vollen Anteil an der Kollektivhandlung übernommen. (Beifall der Regierungsmehrheit und Niederrufe der Opposition.)„Wir werden auch in Zukunft", betonte Eden,„unseren vollen Anteil bei jeder Entscheidung übernehmen, die der Völkerbund auf der Vollversammlung Ende d. M. etwa ergreifen wird. Wir werden voll und loyal im Einklang mit jedem Beschluß handeln, den die Vollversammlung des Völkerbundes faßt.“ Was für eine Ansicht man auch immer über die vom Völkerbund zu ergreifende Maßnahme habe, fuhr Eden fort, in der einen Tatsache herrsche Uebereinstimmung: man müsse zugeben, daß der Zweck, zu dem die Sanktionen auferlegt worden seien, sich nicht verwirklicht habe.(Lauter Beifall der Regierungsmehrheit und Gegenrufe der Opposition.) Man habe sich eben schwer verrechnet. Für den Völkerbund bestanden jedoch gute Gründe, die Sanktionen aufzuerlegen, und auch insbesondere die, von denen man angesichts der unvollständigen Mitgliedschaft des Völkerbundes hätte lassen können, wenn sie wirksam sein würden.(Zurufe eines Arbeiterabgeordneten: Oel!) Eden: Nein, Oelsanktionen hätte man durch eine Völkerbundsaktion allein nicht wirksam gestalten können.„Der italienische Feldzug habe hingegen Erfolg gehabt. Die Hauptstadt und der wichtigste Teil Abessiniens seien von den Italienern militärisch besetzt, und, soweit bekannt, sei keine abessinische Regierung in irgendeinem Teil des Gebietes des Negus bestehen geblieben. Das sei eine Lage, die zu beachten sei.“(Regierungsbeifall.) Eden fuhr dann fort:„Das ist eine Lage, die nicht anders als durch eine militärische Aktion von draußen möglicherweise geändert werden kann. Gibt es irgendein Land, das bereit ist, eine solche militärische Aktion zu ergreifen? Oder ist ein Teil der öffentlichen Meinung dieses Landes bereit, eine solche militärische Handlung zu ergreifen?" Mac Govern(linker Flügel der Arbeiterpartei) ruft darauf:„Die Arbeiterpartei!“ — Konservative Zurufe:„Antworten!“, worauf sich jedoch niemand von den Bänken der Opposition erhob. Eden fortfahrend:„Ich bin der Ansicht, daß diese Tatsachen, obwohl sie unwillkommen sind, uns zu einer endgültigen Schlußfolgerung zwingen: sei der Ansicht, daß es lieber sein würde, wenn die Behandlung dieser Frage bis zur normalen Vollversammlung im September zurückgestellt werden würde. Er sei ferner der Ueberzeugung, daß ein universeller Völkerbund im wesentlichen stark abgerüsteter Staaten die Welt sicher für die Demokratie machen könnte und daß der Völkerbund unter solchen Umständen wirksam sei und zweifellos den Frieden aufrecht erhalten könnte. Leider glaube er jedoch, daß ein solcher Völkerbund niemals existiert habe und daß unter den gegenwärtigen Umständen nicht leicht zu sehen sei, wie ein solcher Völkerbund geschaffen werden könne. Er sage dies, um darauf hinzuweisen, daß Großbritannien einer Frage gegenüberstehe, die gänzlich anders geartet sei als die, die den ursprünglichen Urhebern des Völkerbundes gegenübergestanden habe. Eden wandte sich hierauf Deutschland zu und sagte:„Ich wünsche mich mit den Verhandlungen zu beschäftigen, die die Regierung versucht hat, ständig in Gang zu bringen, seitdem Deutschland das Rheinland im März wiederbesetzt hat. Die Regierung dieses Landes hat sich seit langem für eine Politik eingesetzt, die auf dem Wunsche beruht, gute Beziehungen zwischen Deutschland und den Ländern herzustellen, die seine Gegner im Kriege gewesen sind. Die Mitarbeit Deutschlands ist für den Frieden Europas nicht zu entbehren und wir wünschen nichts Besseres, als mit Deutschland zu diesem Zweck zusammenzuarbeiten. Das ist der Zweck, der dem Vertrag von Locarno zugrundelag. Es war der Zweck, an den aufeinanderfolgende britische Regierungen dachten, als sie über die Krieg im Mittelmeer Reparationsregelung verhandelten, die in dem gänzlichen Verschwinden der Reparationen in Lausanne gipfelte. Er hat eine hervorragende Rolle bei den Verhandlungen der Abrüstungskonferenz gespielt. Nach dem Zusammenbruch dieser Konferenz im Frühjahr 1934 hat die Regierung dieses Landes mit ihren Anstrengungen nicht nachgelassen. Ich wünsche nur auf einen Punkt hinzuweisen: Im Februar letzten Jahres hat die gemeinsame britisch=französische Erklärung, die hier in London erzielt wurde, den Versuch gemacht, eine allgemeine Regelung zum Zwecke der Befriedung Europas zu erzielen. Es handelt sich um ein umfangreiches Uebereinkommen für eine Anzahl europäischer Staaten, einen Luftpakt, ein Uebereinkommen über die Rüstungen, das die Rüstungsklausel des Vertrages von Versailles ersetzen sollte. Sehr bald hiernach führte Deutschland die allgemeine Wehrpflicht ein und die Lage wurde kompliziert, aber wir haben während des ganzen letzten Jahres in unseren Anstrengungen nicht nachgelassen, einen Luftpakt in Westeuropa zu sichern sowie ein Abkommen über die Begrenzung bestimmter Formen der Rüstung. Aus bestimmten Gründen müssen es die Deutschen für richtig halten, ihre Antwort aufzuschieben. Das war die Lage, die ich vorfand, als ich das Auswärtige Amt übernahm. Ich war der Ansicht, daß ich beweisen müsse, wie ernst mein Wunsch sei, freundschaftliche Verhandlungen mit der deutschen Regierung aufzunehmen, die den Zweck haben sollten, funktionierende Abkommen zu sichern, an denen dieses Land teilnehmen könnte. Infolgedessen wies ich unseren Botschafter in Berlin an, dem Reichskanzler zu sagen, daß ich seine Ansicht dnb. Dresden, 18. Juni. Am 20. Todestage des am 18. Juni 1916 auf dem westlichen Kriegsschauplatz gefallenen sächsischen Kampffliegers Max Immelmann, des„Adlers von Lille“, fand auf dem Tolkewitzer Friedhof am Grabe des Fliegerhelden eine Gedächtnisfeier statt. Daran nahmen die Angehörigen des Fliegerhelden, Staatsminister Dr. Fritsch, Vertreter der städtischen Behörden, zahlreiche Offiziere der Wehrmacht, höhere Offiziere des alten Heeres sowie Vertreter der Behörden, der Partei und ihrer Gliederungen teil. Vor dem Gedenkstein hatte ein Unteroffizier=Doppelposten Aufstellung gaommen. Der Kommandant von Dresden, Generalmajor von Kaiser, erinnerte daran, daß Immelmann während seiner ganzen Dienstzeit die Uniform der ruhmreichen sächsischen Armee getragen habe, in der er auch gefallen sei. Namens der Offiziere des IV. Armeekorps legte er einen Kranz nieder. Dann hielt Staatsminister des Innern Dr. Fritsch die Gedächtnisrede, in der er u. a. ausführte: Der Geist Immelmanns war der Geist" eines sächsischen Stammesbruders Johann Gottlieb Fichte, der 100 Jahre zuvor aus starkem Deutschgefühl heraus seine Reden an die deutsche Nation mitten unter französischen Bajonetten hielt. Es war derselbe Berge versetzende Glaube, der einst die Sachsen Ferdinand von Schill und Theo Körner im Glauben an Deutschland sterben ließ. Es war der Glaube, der nach keiner Ueberlegung fragt, der einen Menschen ganz für die Sache seines Herzens leben, aber auch freudig sein Leben dafür hingeben läßt. Mit dem Schwunge solchen stolzen Erbes konnte Immelmann seine Luftsiege erringen und sich zu Lebzeiten an die Spitze des unvergänglichen Dreigestirns Immelmann=Boelcke=Richthofen stellen.— Minister Dr. Fritsch legte im Auftrage des Reichsstatthalters in Sachsen einen Kranz nieder. Moskaus Saat geht auf Schwere Ausschreitungen und Barrikadenkämpfe beim Kownoer Proteststreik dnb. Kowno, 18. Juni. Die Arbeiter sämtlicher privaten Betriebe einschließlich der Zeitungsdruckereien haben am Donnerstagmittag die Arbeit für 24 Stunden niedergelegt. Damit soll ihrem Protest gegen das Verhalten der Polizei bei dem Begräbnis eines Arbeiters am Mittwoch, bei dem es, wie gemeldet, zu blutigen Zusammenstößen gekommen war, Ausdruck gegeben werden. In der Kownoer Innenstadt kam es zu erheblichen Zusammenrottungen der Streikenden, die mit Gartenbänken und Müllkästen Barrikaden errichteten und den gesamten Verkehr unterbanden. Der Autobusverkehr, der zunächst in die Nebenstraßen umgeleitet wurde, mußte später eingestellt werden. Die Polizei ging mit Maschinengewehren, Karabinern und Gummiknüppeln vor. Am Neubau des Offizierkasinos bewarfen die Streikenden die Polizei mit Steinen. Die Polizei nahm ständig Verhaftungen von Rädelsführern vor. Gegen Mittag war es ihr geglückt, die Hauptstraßen zu räumen, doch hörte man gegen 15 Uhr noch immer Schießereien. Die Menge rottete sich immer wieder in den Nebenstraßen zusammen. Bei den Ausschreitungen handelt es sich offensichtlich um kommunistische Einflüsse. Sowjetrussische Zeitungen sind in den letzten Tagen in Kowno sehr stark vertrieben worden. Die überwiegende Mehrzahl der Bevölkerung scheint auf Seiten der Regierung zu stehen. Es ist klar, daß der Völkerbund, wenn er die Absicht hat, in Abessinien einen Frieden zu erzwingen, den er von Rechts wegen billigen könnte, dann zu einer Handlung schreiten muß, die unvermeidlich zum Kriege im Mittelmeer führt. (Beifall der Regierungsmehrheit.) Niemand aber wird sagen können, daß ein solcher Krieg auf das Mittelmeer beschränkt bleiben würde. Ich glaube kaum, daß der Völkerbund eine solche Entwicklung oder eine solche Handlung begünstigt. Im glaube auch nicht, daß dieses Land, das bei einem solchen Krieg die größte Last zu tragen hätte, ihn seinerseits wünscht.“(Beifall.) Die Völkerbundsversammlung werde bei ihrem nächsten Zusammentritt die gesamte Lage zu überprüfen haben, bei der die Sanktionsfrage nur einen Teil darstelle. Die britische Regierung sei auf seinen Ratschlag, den er in seiner Eigenschaft als Außenminister gegeben habe, nach reifer Ueberlegung zu dem Schluß gekommen, daß sie keine Macht habe, noch länger diese Maßnahmen fortzusetzen, um einen Druck auf Italien auszuüben.(Zurufe:„Schande!“ bei der Opposition und Beifall der Regierungsanhänger.) Die Gründe für diese Entscheidung beständen darin, daß nicht erwartet werden könne, daß die Fortführung der bestehenden Sanktionen die Lage Abessiniens wiederherstellen werde, die zerstört worden sei. Die Aufrechterhaltung der Sanktionen würde nur das Ergebnis haben, daß die Sanktionsfront allmählich zusammenbrechen würde, so daß der Völkerbund innerhalb weniger Wochen sich einer Lage gegenübersehen würde, die noch abträglicher sei als die, der er heute gegenüberstehe. Der Völkerbund solle zugeben, daß die Sanktionen ihren Zweck nicht erreicht hätten, und dieser Tatsache ins Auge sehen. Das seien die Gründe, die zu der Entscheidung der Regierung geführt hätten. Er wiederhole jedoch, daß diese Entscheidung letztlich vom Völkerbund getroffen werden müsse und daß die britische Regierung sich jeder Ansicht anschließen werde, die von der Vollversammlung als Ganzes beschlossen werde. Die Neis Jupans in Ehina Entscheidende japanisch=chinesische Verhandlungen in Tientsin dub Peiping, 18. Juni.(Ostasiendienst des DRB.) Die maßgebenden chinesischen und japanischen Politiker in Nordchina haben sich im Laufe des wochs völlig unerwartet, teilweise im Sonderzug, von Peiping nach Tientsin begeben, wo der sofortige Beginn entscheidender Verhandlungen erwartet wird. Es besteht Grund zu der Annahme, daß man auf japanischer Seite versuchen wird, folgende Zugeständnisse von den Chinesen zu erreichen: 1. Militärische Ueberwachung der chinesischen 29. Armee durch japanische Offiziere; 2. maßgebende japanische Einflußnahme auf die Verkehrs= und Wirtschaftspolitik Nordchinas durch eine japanische Anleihe, deren Verwendung scharf überwacht wird; 3. personeller und organisatorischer Umbau des bestehenden Hopei=Tschachar=Regierungsausschusses, der diesen der Aussicht der Nankinger Zentral= regierung entziehen und seine Annäherung an die autonome Ost=Hopei=Regierung herbeiführen soll. Der japanische Wunsch nach beschleunigter Fühlungnahme dürfte wahrscheinlich die Folge von zwei Besuchen sein, die in den letzten Tagen in Peiping erfolgt sind und durch die man die japanischen Pläne gefährdet glaubt. Bei den Besuchern handelt es sich um den General Tschentiaoyan, einen besonderen Vertrauensmann des Marschalls Tschiangkaischek, sowie um Oanitschih, einen Vertrauensmann der augenblicklich gegen Tschiangkaischek und Japan vorgehenden Kwangsi=Führer. Die Lage wird noch erschwert durch die Haltung der Studentenschaft, die an verschiedenen Hochschulen beschlossen hat, den von den Behörden des Hopei=Tschachar=Regierungsausschusses erlassenen Auflösungsbeschluß für alle Studentenvereinigungen nicht zu beachten und in den Streik zu treten, sowie die Offiziere und Soldaten der 29. Armee gegen Japan aufzurufen. Aiederlage der Voikerbundsgeandfahe Eine Betrachtung Vernon Bartleits über den Stand der europäischen Politik Das Verhältnis zu Deutschland Hierauf behandelte Eden die Zukunft des Völkerbundes. Er wünsche klarzustellen, daß nach Ansicht der Regierung der Völkerbund fortgeführt werden müsse. Die Regierung nehme an, daß die anderen Völker auf der Vollversammlung Ende dieses Monats bereit seien, das wichtige Problem der Zukunft des Völkerbundes zu behandeln. Sie dub London, 13. Juni. Im„News Chroniele“ befaßt sich Vernon Bartlett im Zusammenhang mit dem Beschluß, die Sühnemaßnahmen gegen Italien aufzuheben, mit den augenblicklichen politischen Strömungen in England. Wenn Eden sich entschlossen habe, nicht zurückzutreten, so sei das auf seine Ueberzeugung zurückzuführen, daß der Völkerbund dem Zusammenbruch nicht so nahe sei, wie die meisten seiner Kollegen glaubten, vielleicht sogar wünschten. Das bedeute vielleicht, daß Eden der Forderung, Italien wieder als alten Freund begrüßen, Widerstand leisten werde. Diese Forderung würde zum Teil von Leuten gestellt, die glaubten, daß Italien bereit sei, sich an der neuen Einkreisungspelitik zu beteiligen, und daß ein solches Versprechen größeren Wert haben würde als die früheren Versprechen Italiens, die Unabhängigkeit Abessiniens zu wahren. In den gleichen Kreisen der englischen Politik arbeite man aber auch mit dem häßlichen Argument, daß Italien den Engländern mehrere Millionen Pfund schulde, zu deren Rückzahlung es bewogen werden müsse. Eden sei daher einem sehr starken Druck ausgesetzt, um ihn zu einer Politik zu bewegen, die eine noch schlimmere Niederlage der Völkerbundsgrundsätze bedeuten würde. Auch für eine Revision der Völkerbundssatzungen werde man vielleicht weniger dringend eintreten, als viele Leute erwartet hätten, was damit begründet werde, daß man Bedenkzeit brauche. In britischen Kreisen sei man sich über die Schwierigkeiten einer Revision durchaus im klaren, da Frankreich und die Kleine Entente vermutlich England auffordern dürften, genauer zu umreißen, was es an Verpflichtungen auf sich zu nehmen bereit sei. Auf der anderen Seite möchten natürlich die revisionistisch eingestellten Länder, daß alle Gespräche über militärische Maßnahmen zum Schutze des Staates, den sie für ungerecht halten, eingestellt würden. Budapest. Im Laufe der dem zu Ehren des Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht vom Reichsverweser gegebenen Frühstück vorangegangenen Unterhaltung überreichte der Reichsverweser von Horthy Dr. Schacht die Insignien des Ungarischen Verdienstordens 1. Klasse. über die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und Deutschland teile. Die nächste Entwicklung ging am 7. März vor sich, als der deutsche Botschafter in das Auswärtige Amt kam, um mich davon zu unterrichten, daß deutsche Truppen an diesem Morgen in die demilitarisierte Zone hineingegangen waren. Die Plötzlichkeit der Handlung der deutschen Regierung erregte die größte Besorgnis in Belgien und Frankreich sowie in vielen anderen Ländern und in einem großen Teil Europas. Unter diesen Umständen bestand die Politik der Regierung darin, die Besorgnisse zu beschwichtigen, um so eine Lage zu schaffen, in der wohlerwogene Ueberlegungen und sorgfältige Verhandlungen möglich sein sollten. Wir nahmen nicht an, daß die Handlung der deutschen Regierung rückgängig gemacht werden könnte, und haben dies auch nicht verlangt. Wir ersuchten aber die deutsche Regierung, einen freiwilligen Beitrag zur Wiederherstellung des Vertrauens zu leisten. Die deutsche Regierung fühlte sich leider hierzu nicht in der Lage. Wir haben alles getan, was wir konnten, um das Vertrauen wiederherzustellen und Besorgnisse zu beschwichtigen. Das war der Grund, warum wir am 19. März unsere Verpflichtungen und Garantien gemäß dem Locarno=Vertrag erneut bestätigten. Aus diesem Grunde stimmten wir Stabsbesprechungen zu, um die technischen Bedingungen festzulegen, unter denen unsere Verpflichtungen im Falle eines unprovozierten Angriffes durchgeführt werden sollten. Darüber hinaus stellten wir klar, daß wir bereit waren, mit Deutschland, Frankreich und Belgien über neue Nichtangriffspakte und Sicherheitsabkommen in Westeuropa zu verhandeln. Darüber hinaus war für uns und Europa wichtig, dessen versichert zu sein, daß Deutschland glaubt, daß ein Pakt erreicht worden ist, an dem es erklären kann, daß es den politischen Status Europas anerkennt, abgesehen davon natürlich, wie dieser späterhin durch freie Verhandlungen und Uebereinkommen abgeändert wird. Eine offene und beruhigende Antwort auf diese Fragen, dessen bin ich sicher, würde ein Signal für die Rückkehr des Vertrauens sein. Wenn eine Versicherung über diesen Punkt gegeben werden könnte, würden alle Elemente in der gegenwärtigen Lage gegeben sein, die uns gestatten würden, den Versuch zu unternehmen, eine dauerhafte Regelung in Europa abzuschließen, die auf dem Verschwinden der entmilitarisierten Zone beruht. Das war das Hauptziel der Mitteilungen, die der britische Botschafter der deutschen Regierung am 6. Mai übermittelte. Die Ereignisse, die damals der deutschen Regierung gestellt wurden, waren unserer Ansicht nach sehr notwendig. Aus diesem Grunde glaubt die Regierung dazu berechtigt zu sein, eine baldige Antwort der deutschen Regierung zu erwarten, eine Antwort, die, wie wir hoffen, einen Fortschritt der Verhandlungen bedeutet, die wir in erster Linie erfolgreich verwirklicht zu sehen wünschen.“ Eden schloß hierauf mit der Feststellung, daß er sich in seiner Rede auf zwei Gegenstände beschränkt habe. Es gebe aber noch viele andere Fragen. Niemand werde jedoch leugnen, daß der italienisch=abessinische Streit und die Verhandlungen mit Deutschland die gegenwärtige Lage beherrschen. Eden schloß mit der Feststellung, daß der Friede das sei, was der Welt vor allem nottäte.(Beifall der Regierung.) Veelt Vor 70 J Preußen un des spätere schen Stäm aus der Ge Episode die nahme der Preußen w preußische Stade und Als die preußischen rückten, die Oesterrei und die Haltung Ho daß man eine gegen der hannoverschen T befürchten mußte, wu alarmiert, um die Operationen des Gen stützen. Nur eine sel Flottille stand zur 2 Korvette„Nymphe“, nius" und„Prinz A ten. Den Befehl übvettenkapitän Hook, aus dem Mittelmeer Bis Mitte Juni n fregatte„Arminius“ vor Altona eingetri vor der österreichische über die Elbe nach kam jedoch nicht dazi schweigend— weil war— über die El ungehindert von pr den. Kurz darauf tende Abstimmung Berlin bekannt und ständlich als Kriegs noversche Regierung mit diesem Entschlus Nachmittag des näch Vortrupp des Mante schem Boden. Die I Flotte über die El Bewohnern Altonas war es plötzlich klar. macht hatte. Tausende von Zusum der Einschiffung Ufer der Elbe beizu boote nahm 500 Mai drei große Kähne m daß 25000 Mann a Truppen in zwei Fa Elbe befördert werd wiederholte sich das Fast 10000 Mann die Elbe gesetzt. B sich der hannoversche wo angeblich eine g kerer Artillerie ver Blutvergießen zu einen nächtlichen He Hilfe der Flotte a mußte eine Strandl schützen bei Brunsha werden— eine Auf von ihr auch ohne S Hannoveraner hatte ausgestellt. Die Ba und auf einige Ze Ueberrumpelung vo Nacht festgesetzt. Di satzung der Kanonen Erstürmung der Tor Infanterie sollte ihn diesmal fand sich n noveraner hatten u so daß der Matrose sich unbelästigt für d konnten. Die Schi Sicherung liegen. Ein unbli Ein paar hunder hannoverscher KavDie Preußen bemSporen geben ist zu spät! Die prei dem Fuße. Unter trosen, die mit waren, brechen di „Marsch! Marsch! Stürmenden in die gejagte Garnison und Widerstand zu chen. Ein preußi werden verwundet. Stadt in den Händ sche Kommandant ten sich auf Ehren kämpfen; die und in ihre Heimo Durch diesen küh nen Handstreich sie! material im Wertdie Hände, das holsteinischen Arm jetzt auch genauere: schen Armee und Hannover, außer Emsbefestigungen, massen mehr enthä für die Marine. Di genommen, und di Mast hoch. Es b1 Emsbefestigungen. Weser das Kanor Elbe das Kanonen dung detachiert we Ostfriesland gri Bei Emden sollen kämpfen sein und u Nr. 163 Zweites Blatt des„Stadtanzeigers für Castrov=Rauxel und Umgebung“ Freitag, den 19. Juni 1936 Gechhanleelelr aup Ekadeu. Encen Eine vergessene Episode aus dem deutsch=österreichischen Kriege Vor 70 Jahren tobte der Kampf zwischen Preußen und Oesterreich, als Vorstadium des späteren Zusammenschlusses der deutschen Stämme. Nur den wenigsten wird aus der Geschichte bekannt sein, daß eine Episode dieses Kampfes auch die Inbesitznahme der hannoverschen Lande durch Preußen war, und daß sich die damalige preußische Marine bei der Eroberung von Stade und Emden beteiligte. Als die preußischen Truppen 1866 in Holstein einrückten, die Oesterreicher sich nach Altona zurückzogen und die Haltung Hannovers so zweideutig wurde, daß man eine gegen Preußen gerichtete Vereinigung der hannoverschen Truppen mit den Oesterreichern befürchten mußte, wurde auch die preußische Marine alarmiert, um die bevorstehenden kriegerischen Operationen des Generals von Manteuffel zu unterstützen. Nur eine sehr kleine, kurz vorher gebildete Flottille stand zur Verfügung, bestehend aus der Korvette„Nymphe", zwei Panzerfregatten„Arminius" und„Prinz Adalbert“ und fünf Kanonenbooten. Den Befehl über diese Flotte erhielt der Korvettenkapitän Hook, der gerade mit der„Nymphe“ aus dem Mittelmeer zurückerwartet wurde. Bis Mitte Juni waren auch bereits die Panzerfregatte„Arminius“ und ein paar Kanonenboote vor Altona eingetroffen. Ihre Aufgabe war es, vor der österreichischen Brigade aus Altonalden Weg über die Elbe nach Hannover abzuschneiden. Es kam jedoch nicht dazu, da sich die Oesterreicher stillschweigend— weil der Krieg noch nicht erklärt war— über die Elbe zurückzogen. Altona konnte ungehindert von preußischen Truppen besetzt werden. Kurz darauf wurde die für Oesterreich lautende Abstimmung Hannovers am Bundestage in Berlin bekannt und von Preußen, wie selbstverständlich als Kriegserklärung aufgefaßt. Die hannoversche Regierung ahnte damals kaum, daß sie mit diesem Entschluß ihr Schicksal besiegelte., Am Nachmittag des nächsten Tages fand sich bereits der Vortrupp des Manteuffelschen Korps auf hannoverschem Boden. Die Insanterie wurde mit Hilfe der Flotte über die Elbe gesetzt, und den erstannten Bewohnern Altonas, Hamburgs und Harburgs war es plötzlich klar, daß Preußen wirklich Ernst gemacht hatte. Tausende von Zuschauern hatten sich eingefunden. um der Einschiffung der Truppen nach dem anderen Ufer der Elbe beizuwohnen. Jedes der Kanonenboote nahm 500 Mann an Bord und außerdem noch drei große Kähne mit je 100 Mann am Schlepp, so daß 25000 Mann auf einmal und die gesamten Truppen in zwei Fahrten über die dort sehr breite Elbe befördert werden konnten. Nach 24 Stunden wiederholte sich das Schauspiel vom Tage vorher. Fast 10000 Mann wurden in vier Stunden über die Elbe gesetzt. Besonders wichtig schien es jetzt, sich der hannoverschen Festung Stade zu bemächtigen. wo angeblich eine größere Truppenmacht mit stärkerer Artillerie versammelt war. Um unnötiges Blutvergießen zu vermeiden, war beabsichtigt, einen nächtlichen Handstreich von der Elbseite mit Hilfe der Flotte auszuführen. Zu diesem Zweck mußte eine Strandbatterie von acht schweren Geschützen bei Brunshausen zunächst unschädlich gemacht werden— eine Aufgabe, die der Flotte zufiel und von ihr auch ohne Schwierigkeiten gelöst wurde. Die Hannoveraner hatten nicht einmal einen Posten ausgestellt. Die Batterie wurde deshalb vernagelt und auf einige Zeit unbrauchbar gemacht. Die Ueberrumpelung von Stade war auf die nächste Nacht festgesetzt. Dreißig Matrosen von der Besatzung der Kanonenboote stellten sich freiwillig zur Erstürmung der Tore zur Verfügung. Ein Bataillon Infanterie sollte ihnen auf dem=Fuße folgen. Auch diesmal fand sich nirgends Widerstand. Die Hannoveraner hatten wieder keine Posten ausgestellt, so daß der Matrosensturmtrupp und das Bataillon sich unbelästigt für den Angriff von Stade formieren konnten. Die Schiffe blieben auf der Elbe zur Sicherung liegen. Ein unblutiger Sturmangriff Ein paar hundert Meter vor der Stadt hielt ein bannoverscher Kavallerieposten auf der Chaussee. Die Preußen bemerken und seinem Pferde die Sporen geben ist eins— er galoppiert davon— zu spät! Die preußische Infanterie folgt ihm auf dem Fuße. Unter den wuchtigen Schlägen der Matrosen, die mit schweren Werkzeugen ausgerüstet waren, brechen die Eisenstäbe der Tore und mit „Marsch! Marsch!“ und„Hurra!“ dringen die Stürmenden in die Stadt, bevor die aus dem Schlaf gejagte Garnison Zeit gehabt hat, sich zu sammeln und Widerstand zu leisten. Ein paar Schüsse krachen. Ein preußischer Offizier und ein Matrose werden verwundet. Im nächsten Augenblick ist die Stadt in den Händen der Preußen. Der hannoversche Kommandant kapituliert; die Offiziere verpflichten sich auf Ehrenwort nicht weiter gegen Preußen zu kämpfen; die Mannschaften werden entwaffnet und in ihre Heimat entlassen. Durch diesen kühnen und unerwartet gut gelungenen Handstreich fiel den preußischen Truppen Kriegsmaterial im Werte von fast 5 Millionen Talern in die Hände, das zur Bewaffnung einer schleswigholsteinischen Armee bestimmt war. Man erfährt jetzt auch genaueres über den Rückzug der hannoverschen Armee und hört, daß der ganze Norden von Hannover, außer den Besatzungen der Weser= und Emsbefestigungen. keine nennenswerten Truppenmassen mehr enthält. Wieder wird es eine Aufgabe für die Marine. Die Weserforts werden ohne Kampf genommen, und die preußische Flagge steigt am Mast hoch. Es bleibt nur noch die Einnahme der Emsbefestigungen. Wozu am 22. Juni von der Weser das Kanonenboot„Horeley" und von der Elbe das Kanonenboot„Tiger“ nach der Emsmündung detachiert werden. Ostfriesland grüßt den preußischen Adler Bei Emden sollen einige Strandbatterien zu bekampfen sein und unterhalb der Stadt noch andere Befestigungen. Der„Tigex“ trifft zwei Stunden vor der„Loreley“ an der Emsmündung ein, nimmt zunächst die Insel Borkum in Besitz und fährt dann weiter nach der Knocke. Dort steht, wie man weiß, eine Strandbatterie, die noch aus der preußischen Zeit stammte. Sie war während der Freiheitskriege auf Befehl Blüchers gegen die Franzosen angelegt und im ersten dänischen Krieg von Hannover erneuert worden. Da sich auch hier keine Besatzung vorfand, ging die Vernagelung der Geschütze sehr schnell vor sich. Dann ging die Fahrt nach Emden weiter. Durch einen Offizier wurde der hannoversche Kommandant zur Uebergabe der Batterie und der Stadt Emden aufgefordert. Der Bürgermeister von Emden unterstützte dieses Gesuch und bat, unnötiges Blutvergießen zu vermeiden unter Hinweis auf die fast vollendete Besetzung von ganz Hannover durch die Preußen Der Kommandant. der wohl die Zwecklosigkeit eines Widerstandes einsah, kapitulierte und die Besatzung der Batterie durfte ungehindert abziehen, um in Emden die Waffen niederzulegen. Als die hannoversche Flagge heruntergeholt und die preußische Flagge gehißt wurde, begrüßten donnernde Hochrufe der Bevölkerung den preußischen Adler. In den nächsten####en bekannte sich die ganze ostfriesische Bevölkeru#####u Preußen. Zu begeisterten Ovationen kam es# in Emden, wo 22' schwere Geschütze kampflos in Ne Hände der preußischen Marine fielen. Am 27. Juni wurde auch die Insel Norderney für Preußen in Besitz genommen und damit war die Aufgabe der kleinen Nordseeflotte erfüllt. Sie hatte in wenigen Tagen die gesamte hannoversche Küste und damit den Norden des Landes erobert und militärisch besetzt. Ohne Blutvergießen hatte sie acht Festungswerke und Batterien mit 71 Geschützen in Besitz genommen. Noch bevor der deutsch=österreichische Konflikt durch die blutige Schlacht von Königgrätz am 3. Juli seine Lösung fand, war der ganze Nordwesten dem Mutterlande einverleibt worden. Von der Nordsee bis zum Main war das Bewußtsein der deutschen Zusammengehörigkeit erwacht. Dr. h. e. Kurt Mader=Kionne Die vielen guten und herzlichen Wünsche, die vor wenigen Wochen, am 28. April, Bergwerksdirektor a., Bergassessor, Dr. h. c. Karl MüllerKlönne anläßlich der Vollendung des 70. Lebensjahres von nah und fern zum Zeichen steter VerPhoto: Kartoska u. Beerwart. Dr. h. c. Karl Müller=Klönne; ehrung, inniger Dankbarkeit und treuen Gedenkens zuteil wurden, sollten leider nicht in Erfüllung gehen: Am Mittwochabend.30 Uhr Schlossen sich sern von seinem Rubesitz, dem Haus Goldschmieding. in Frankfurt am Main, die Augen des um Castrop= Rauxel so hoch verdienten Mannes zum ewigen Schlummer Wohl niemand von all denen, die dem nunmehr Heimgegangenen zu seinem letzten Geburtstag Glück wünschten, ahnte, daß obald schon und so kurz nacheinander zweimal der Tod Einkehr in der Familie Müller=Klönne halten sollte. Gleich nach seiner Rückkehr von Baden=Baden, wo er seinen Ehrentag, um allen Feiern aus dem Wege zu gehen, verbrachte, machte sich Dr. h. c. MüllerKlönne in bester Verfassung daran. die vielen Hunderte von Glückwünschen zu beantworten. Nach seiner eigenen Aeußerung hat ihm die so überwältigende Bekundung der allgemeinen Anteilnahme an seinem 71. Geburtstage überaus viel Freude bereitet. Wie bei früheren ähnlichen Anlässen seines langen und erfolgreichen Lebens war Dr. h. c. Müller=Klönne bestrebt, nach Möglichkeit jedem Dankschreiben eine persönliche und herzliche Note zu geben. Bei der überaus großen Zahl von Glückwünschen, die ihm von den Verwandten und den vielen Hunderten von Freunden, Bekannten und Mitarbeitern auf den verschiedensten Gebieten, auf denen sich der bis in seine allerletzte Lebenszeit hinein rastlose Geist des teuren Toten im Dienste der Industrie und der Allgemeinheit betätigte, zugingen, mußte diese Arbeit einige Zeit in Anspruch nehmen. Mitten in der Abtragung der Dankesschuld traf Dr. h. c. Müller=Klönne ein harter Schichalsschlag. Der unerbittliche Tod riß ihm am 7. Juni jählings die Gattin von der Seite. Der herbe Verlust traf den mit allen Fasern seines Herzens an der Lebensgefährtin hängenden Mann derartig, daß ihn wenige Stunden später ein schwerer Gehirnschlag auf das Krankenlager warf. Mit aufrichtigem Schmerz vernahmen alle, die in nähere Beziehungen zum Hause Müller=Klönne getreten waren, die doppelte Unglücksbotschaft. Von der großen allgemeinen Anteilnahme zeugte die überaus starke Beteiligung an der Trauerfeier für Frau Maria Müller=Klönne im Hause Goldschmieding und an der Beisetzung in der Familiengruft des Industriegeschlechts der Klönne auf dem Dortmunder Ostfriedhof. Selbst der 90jährige Führer der Rheinisch=Westsälischen Schwerindustrie, Dr. h. c. Kirdort, weilte anläßlich der Beisetzungsfeierlichkeiten mit seiner ebenfalls hochbetagten Gemahlin auf Haus Goldschmieding. Dr. h. c. Müller=Klönne selbst konnte seiner Gattin die letzte Ehre nicht erweisen. Doch glaubte man noch nicht alle Hoffnung aufgeben zu müssen. Aber der Herr über Leben und Tod hat es anders gewollt. Acht Tage nach der Beisetzung seiner Gattin ist er ihr in das Jenseits gefolgt. Anläßlich des 70. Geburtstages des Heimgegangenen haben wir in einem längeren Lebensbilde die Arbeit, die er auf den verschiedensten Gebieten mit großer Energie, reichem Wissen und vielseitigem Können leistete, ausführlich gewürdigt. Nur zwei für das heutige Castrop=Rauxel ganz wesentliche Momente seien nochmals hervorgehoben, da sie es vor allem verdienen, unvergessen zu bleiben. Da ist zunächst das erfolgreiche Bemühen von Dr. h. c. Müller=Klönne, die in den Zeitläuften der Zechenzusammenlegungsbestrebungen auch„Erin“ drohende Stillegung zu verhindern und im Gegenteil eine Modernisierung und damit den weiteren Ausbau dieser Zeche anzubahnen, von der das Wohl und Wehe des gesamten Südbezirks unserer Stadt in so hohem Maße abhängt. Weiter sei auf die unermüdliche Pionierarbeit verwiesen, die Dr. h. c. Müller=Klönne für die Bildung der Mittelstadt Castrop=Rauxel leistete und für die er sich mit all seinem weithin reichenden Einfluß einsetzte. Die Stadt Castrov=Rauxel hat Dr. h. c. MüllerKlönne für diese erfolgreichen Bemühungen durch die Verleihung ihrer Ehrenplakette gedankt. Die allgemeine Verehrung, deren sich der Heimgegangene in allen Kreisen der Bevölkerung zu erfreuen hatte. werden seinen Tod lange. lange überdauern. Dem Namen Karl Müller=Klönne ist für alle Zeiten ein Ehrenplatz in der Chronik unserer Stadt gesichert. Custeop=Kaufel Castrop=Rauxel, 19. Juni 1936 23„Hindenburg“ am Horizont von Castrop=Rauxel gesehen Am gestrigen Tage startete 23„Hindenburg" überraschend dem RWS. einen Besuch ab. Um 10.45 Uhr erschien das Lustschiff über Essen. In geringer Höhe überflag es den Flughafen EssenMülheim, um nach einer großen Schleife über der Stadt und der Kruppschen Fabrik in Richtung Gelsenkirchen abzudrehen. Auf dem Weiterflug. der ins Münsterland führte, wurde 23„Hindenburg“ auch in Castrop=Rauxel von vielen Volksgenossen gesichtet. Er befand sich kurz nach 11 Uhr am nördlichen Horizont. Motorengeräusche waren nicht vernehmbar. Wenn der Schattenriß auch nur klein war, so konnte man doch erkennen, daß es sich um den neuesten Zepp=Typ handelte. Das Schiff fuhr in Richtung Recklinghausen-Suderwich. Besonders freudig begrüßt wurde das plötzliche Auftauchen des Zeppelins in Castrop=Rauxel von den Schülern der Wilhelm=Schule, deren Rektor Schröder, die eilends heraustreten ließ, damit ihnen der bie Augenblick des ersten Besuches des L3„Hindenbulg“ in der Heimat nicht entginge. Rückkehr der Einder aus Kurhessen Die im Rahmen des NS. Wihlswerks„Mutter und Kind“ der NS.=Volkswohljahrt Castrov=Rauxel in den Gau Kurhessen entsandten Kinder kommen heute. Freitag. 19.04 Uhr am Bahnhof Raurel an. Die Eltern werden gebeten, die Kinder dort in Empfang zu nehmen. Ortsgruppe Castrop-Kauxel des Deutschen Luftsportverbandes Der der Ortsgruppe Castrov=Rauxel des Deutschen Lustsportverbandes angehörende Jungsegelflieger Fritz Ubachs, Castrop=Rauxel 1. Dortmunder Straße 130, hat am 12. Juni 1936 in Schüren die =Prüfung geflogen. Eintrittskartenvorverkauf zum Großflugtag in Dortmund am 5. Juli 1936 Am 5. Juli 1936 findet, wie wir bereits wiederholt mitteilten. in Dortmund=Wambel ein VolksGrockflugtag statt, der gemeinsam von der FliegerOrtsgruppe Dortmund des Deutschen LuitsportverAus amll. Bekanntmachungen der Stadt Castrop-Rauxel Nachgenannte Arbeiten und Liejerungen sollen vergeben werden: a) Ausführung von Restarbeiten an der Verbandsstraße NS VIII: b) Lieserung von Zementrohren und Betonpiosten. Entsprechende Angebotsvordrucke sind auf dem Bauverwaltungsamt, Mühlenstraße 4. Zimmer 5/6. gegen Zahlung der Verwaltungsgebühr erhältlich. Die Angebote sind spätestens bis Freitag, den 26. 6. 1936, 10 Uhr, dem Tiefbauamt, Mühlenstraße 4. Zimmer 1/2, in verschlossenem, mit entsprechender Aufschrift versehenen Umschlag einzureichen, woselbst die Oeffnung der Angebote im Beisein etwa erschieneuer Bieter erfolgt Später eingehende Angebote können nicht berücksichtigt werden. Castrop=Rauxel, den 18. Juni 1936. Der Oberbürgermeister. bandes und der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" aufgezogen wird. Für diesen Tag. der ein jliegerisches Ereignis allerersten Ranges zu werden verspricht, sind u. a. verpflichtet: der deutsche Kunstflugmeister Willi Stör, die Europa=Kunstflugmeisterin Liesel Bach, der Dortmunder Kunstflugmeister Paul Förster und der westfälische und holländische Kunstflugmeister Emil Fritsch. Was diese Piloten in der Idealkonkurrenz dem Publikum zeigen werden, dürfte einen Besuch dieser Veranstaltung allein schon lohnend erscheinen lassen. Dazu kommt dann noch die große Reihe der übrigen Darbietungen, aus denen wir vor allem die Fallschirmabsprünge, die Segelflugvorführungen unter Mitwirkung des Horst=Wessel=Geschwaders und das japanische Tagesfeuerwerk hervorheben. Der Beginn der Veranstaltung ist auf 14 Uhr festgesetzt. Eintrittskarten sind zum Preise von 40 Pfg., 1 Mark(Startplatz) und 2 Mark(Tribüne) beim hiesigen Kreisamt der RSG.„Kraft durch Freude", Viktoriastraße 10, im Vorverkauf zu haben. Großes Programm für das KreisSommerfest der Asp. Für das Sommeriest des Kreises Herne—Castrop= Rauxel der Nss.Volkswohljahrt, das am Samstag. dem 4. Juli. im Strickmannschen Saale in Herne stattfindet, ist ein besonders großzügiges Programm ausgestellt worden. U. a. haben auch die„Sechs frohen Sänger“, die sich von ihren mannigjachen heiteren Darbietungen im Reichssender Köln weit und breit der größten Beliebtheit erfreuen, ihre Mitwirkung zugesagt. Auch viele Volzsgenossen aus Castrov=Rauxel werden es gewiß freudig begrüßen. bei dieser Gelegenheit einmal diese Künstler versönlich wirken zu sehen. Es sei nochmals daran erinnert, daß für die Castron=Raureler Festbesucher kostenlose Autobusverbindung zwischen Castrop=Rauxel und dem Festsaal in Herne gestellt wird. Ausflug der Einkaufsgenossenschaft der Bäcker und Konditoren Die Einkaufsgenossenschaft der Bäcker und Konditoren Castrop=Rauxel und Herne=Sodingen machte am letzten Mittwochnachmittag den üblichen Sommerausflug. Da sich diese Veranstaltung ständig steigender Beliebtheit erfreut, mußten diesmal vier große Autobusse gestellt werden, um alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer dem Ziele zuzuführen. Es ging dieses Jahr nach dem inmitten des schönen Volmetales prächtig gelegenen Rummenohl. Hier wurde im schattigen Garten des Hotels Dresen zunächst mit Kaffee und Kuchen aufgewartet, wozu eine Kapelle tonzertierte. Nach Beendigung der „Kaffeeschlacht" machte die Mehrzahl der Ausflugsteilnehmer eine Gruppenwanderung zur Glörtalsverre. Andere wanderten in der näheren Umgebung Rummenohls und, wer ganz bequem war, zog es vor, im Hotelgarten bei einem Kartenspielchen sitzen zu bleiben, bis es Zeit zum Abendessen wurde, das ebenfalls im Hotel Dresen ausgetischt wurde. Im Auftrage des Vorstandes und Aussichtsrats der Genossenschaft hielt Geschäftsführer Esser eine Ansprache, in der er nach einleitenden Begrüßungsworten den Genossenschaftsgedanken als so recht in die heutige Zeit des Volksgemeinschaftsgefühls vassend behandelte. Redner appellierte an alle Zuhörer mit der Aufforderung zum weiteren Zusammenhalten und gemeinschaftlichen Streben, damit der bereits errungene Erfolg auch für die Zukunft gesichert bleibe. Abschließend wünschte er allen Ausflugsteilnehmern einen recht angenehmen Verlauf des Abends. Bei Tanz. Verlosung und gemütlichem Beisammensein vergingen die Stunden im Fluge, so daß vielen noch zu früh schien, als um 11 Uhr energisch zum Antritt der Rückfahrt„gehupt“ wurde. Gaugebietswektschreiben in Witten rückt näher Eifrige Vorbereitungen der Castrop=Rauxeler Stenographen Am Sonntag, dem 5. Juli 1936, findet in Witten das Gaugebietswettschreiben der westfälischen Stenograpbenschaft statt. Aus allen Teilen des weiten Gaugebietes werden die Mitglieder der einzelnen Ortsgruppen innerhalb der Deutschen Stenographenschaft sich in Witten zusammenfinden, um im edlen Wettstreit um die drei ausgesetzten Ehrenpreise zu ringen. Die Deutsche Stenographenschaft. Ortsgruppe Castrov=Rauxel, hat gleich nach Bekanntwerden des Ortes und Termines des diesjährigen Gaugebietswettschreibens unter Leitung ihres Ortsgruppenführers Lehrer Bruno Kreutner mit den Vorbereitungen zur Teilnahme begonnen, die nach Wochen und Monaten intensiver und ausdauernder Arbeit in diesen Tagen zum Abschluß gebracht werden können. Zweck und Ziel alles Schasfens ist, den zweiten Ehrenpreis, der für Ortsgruppen bis zu 100 Mitgliedern bestimmt ist, für Castroo= Rauxel zu erobern. Das Programm für den 5. Juli liegt soweit es die Ortsgruppe Castrov=Rauxel selbst aufzustellen hat. bereits in seinen großen Umrissen fest. In Verbindung mit der NS6.„Kraft durch Freude" sind ewer große Autobusse vorgesehen, die die Castrov=Raureler Stenographen nach Witten bringen. Der Hauptautobus fährt am Sonntag. dem 5. Juli. morgens .15 Uhr. ab Marktplatz Altstadt. Vorher verkehrt ein Autobus vom Norden der Stadt zur Altstadt. Dieser fährt.50 Uhr ab Marktplatz Ickern, 8 Uhr ab Bauernschänke Habinghorst und.05 Uhr ab Bahnhof Rauxel. Der Beginn des Wettschreibens in Witten ist auf.30 Uhr festgesetzt. Bleistifte sowie ein Rot= und Blaustift und eine Schreibunterlage hat jeder Wettschreibteilnehmer mitzubringen. Die Kosten für Hin= und Rückfahrt betragen einschließlich Mittagessen.40 RM.(ohne Mittagessen.20 RM.). Die Kosten für den Eintritt zur großen Abendveranstaltung mit Preisverkündung trägt für jeden Teilnehmer die Ortsgruppe. Am Samstag, 27. Juni. 20 Uhr, findet in der Berufsschule eine letzte wichtige Besprechung statt, zu der jeder Wettschreibteilnehmer unbedingt erscheinen muß. Es ergeht nochmals an alle Stenographen Castrop=Rauxels. ob Mitglied oder Nichtmitglied. der Aufruf. sich am Gaugebietswettschreiben in Witten zu beteiligen: denn der zweite Wander= und Ehrenvreis muß nach Castrop=Rauxel! B. D. Io11 Vvereustrop im= Invertrang Die Jubelfeier am Samstag. Sonntag und Montag im großen Festzelt auf der Karlstraße— Ausstellung von Bildern aus der Vereinsgeschichte und der Sie geszeichen im Blumenhaus Schinke, Münsterstraße Das Spiel um die Deutsche Meisterschaft zwischen Fortuna Düsseldorf und 1. FC. Nürnberg wird im Festzelt und auf der Platzanlage übertragen Friseurlehrling vermißt Seit dem 16. d. M. wird der Friseurlehrling Heinrich Firle, geb am 23. 7. 1915 zu Bövinghausen, wohnhaft in Castrop=Rauxel. vermißt. Der Vermißte ist etwa.50 m groß, schmächtige Gestalt. er hat dunkelblondes Haar und gesunde Gesichtsfarbe. Bekleidet war er mit einem gestreiften Anzug. Er trug ein weißes Einsatzhemd und braune Halbschuhe. Die bunt an der Kas Sie läßt dul kennen, daß a ih Zwei Verkehrsunfälle Auf der Straße Im Osterkotten wurde ein fünfjähriges Kind von einem Radfahrer angejahren. Das Kind erlitt einen Bruch des linken Beines. Beim Ueberholen eines parkenden Pierdefuhrwerks auf der Bahnhofstraße wurde ein zweites Pferdefuhrwerk von einem Motortadfahrer angefahren. Der Motorradjahrer erlitt Verletzungen und mußte dem Krankenhause zugeführt werden. Der Kurszettel der Hausfrau Wenn diese Zeiten in die Hände der Leser gelangen, dann trennen uns nur noch wenig mehr als 24 Stunden vom Beginn der Jubelfeier unseres heimischen Ballspielvereins 1911 Obercastrop. Die Vorbereitungen sind soweit durchgeführt, daß heute schon ein guter und würdiger Verlauf der Jubiläumsfeier vorausgesagt werden kann, zumal der Wettergott endlich ein freundliches Gesicht aufgesetzt hat. eltstadt auf dem„alten Ziegeleiplatz' saße ist im vollen Aufbau begriffen. ihren Umsang heute schon deutlich eres sich wirklich um eine Großveranstaltung handelt, wie sie in diesem Jahre in Castrov=Rauxel=Süd. wahrscheinlich sogar im ganzen Stadtgebiet, nur einmalig sein wird. Neben dem gewaltigen luftigen, jestlich geschmückten und zweckmäßig eingerichteten Festzelt mit großen Tanzflächen ersteht ein„Rummelplatz“ mit 25 der verschiedensten Vergnügungsunternehmungen, so daß alle Gewähr dafür gegeben ist, daß es am Samstag, Sonntag und Montag dort „ordentlich rund gehen" wird. Wie sehr die Mannen des Jubelvereins an alles und jedes gedacht haben, was ihren Gästen den Aufenthalt bei ihnen angenehm machen kann, ersieht man daraus, daß sie eine eigene Rundfunk= und Lautsprecheranlage aufstellen, mit deren Hitfe am Sonntagnachmittag das Endsviel um die Deutsche Meisterschaft übertragen werden soll. das Fortuna Düsseldorf und 1. FC. Nürnberg in Berlin zum Austrag bringen. Die offizielle Jubelfeier beginnt ams Samstagabend um 8 Uhr.: In ihrem Mittelpunkt steht die Ehrung der 30 Jubilare. die dem Verein angehören. Zum Festakt sind all. Sportkameraden von nah und sern. sowie alle Bürger der Stadt recht herzlich willkommen, ebenso zu dem großen Volksfest, Was leistet Deine Zeitung? Nr. 163 Amtlicher Wochenmarktbericht für Castrov=Rauxel Junge Erbsen ½ kg 20—25.. Spitzkohl ½ kg 10 bis 12 J,, Blumenkohl Kopf 40—50 L,. Wirsing ½##g —9). Mohrrüben ½2 kg 10—15 JL.. Stielmus 13 kg 5 J. Salat 1 Kopf—8 C, Zwiebeln ½ kg 14 L, Kohlrabi Stück 5 H. große Gurken 20—30 Schnittbohnen ½ kg 25—30.. Rhabarber.kg 7 H. Zitronen 1 Stück 10.. Apfelsinen 1 Stück—8 H. Aprikosen ½ kg 30 H. Pfirsiche ½ kg 60 H. Tafelävfel ½ kg 50—60 H. Tomaten ½ kg 40—50 J. Bananen kg 35—40 H. Erdbeeren ½ kg 35—40 H. Kirschen(süße) ½ kg 35—55 L,. Kartoffeln 5 kg 47„J. Kartoffeln(frische) 5 kg 1 K. Hühner und Hähne(geschlachtet) ½ kg.10 K. lebende Küken (klein) 1 Stück 40 45 H. Legehühner 1 Stück .50 M. Kaninchen(leb.) 1 Stück—.50. Hühner= eier 1 Stück—10½ L,. Margarine ½ kg 63 Molkereibutter ½ kg.57—.60 M. Landbutter ½#g .42 fl. Holl. Käse ½2 kg—.20 M. Schw Käse ½ kg .30 M. Tils. Käse. ½/2 kg—.20 M. Schellfisch ½ kg 30 Schollen heringeP. 90 H. Kochfleisch####kg 85 H. Schweinefleisch, Keule, Schulter ½ kg 90). Bauchfleisch## kg 90 L,, Kötéletten ½ kg 1 J. Speck(fett) ½ kg.10 M. Schweineschmalz(inl.) ½ kg.10.fl. ausl. ½ kg 90 H. 00 J. Tils. Käse ½2 kg—.20 M. Schellfisch ½ kg H. Kabeljau ½ kg 35 JL. Rotbarsch ½ kg 30 J. hollen ½ kg 60., Filet ½ kg 50—55., Salz= ringe 1 Stück—8 HJ. Rindfleisch. Bratfleisch###g Frist für das„KdF.“-Preisausschreiben läuft ab n dem großen Jahresheft der RS.=Gemeinschaft aft durch Freude", Gau Westfalen=Süd, das r dem Motto:„Wohin 1936“ im März diesee In Krait unter dem Molld:„Wöhln 1000 im Malh dirses Jahres erschienen ist, gelangte ein großes„K. d..“ Preisausschreiben zur Veröffentlichung, dessen Gewinner mit dem Glück einer kostenlosen Urlauberfahrt bedacht werden soll. Wie die Gaupresseabteilung der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude mitteilt, läuft die Einsendefrist am 30. Juni ab. Wer sich also noch an diesem großen Wettbewerb beteiligen will, sende rechtzeitig seine Lösung an die NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Bochum. Wiemelhauser Straße 38/42, unter der Aufschrift„Preisausschreiben“. das am Sonntag geseiert werden soll. Die Obercastroper, die sich mit Recht rühmen können, immer volkstümlich gewein zu sein, bringen dieses auch in ihrem Eintrittsvreise zum Ausdruck. der bei nur 30 Pig. wirklich bescheiden zu nennen ist und von jedem Volksgenossen aufgebracht werden kann. Der Montag bringt dann in der in Castrov=Rauxel von jeher so beliebten Form den Ausklang des Jubelfestes. An allen drei Jubeltagen spielt die bestens bekannte Kavelle Franzrahe auf. und zwar sowohl zum Konzert als auch zum Tanz. Im Schaufenster des Blumenhauses Schinke Münsterstraße, veranstaltet der Jubelverein zur Zeit eine Ausstellung zur Illustrierung seiner Vereinsgeschichte. Wir sehen dort neben den von Vereinsmitgliedern und Vereinsmannschaften im Laufe der 25 Jahre errungenen Ehren= und Siegespreisen interessante Bilder aus der Gründungszeit bis zur Gegenwart. Gar manchem Castrop=Rauxeler dürfte Gelegenheit geboten sein, sich oder einen Bekannten auf dem einen oder anderen Bild als begeisterten Sportler oder Soortanhänger wiederzuerkennen. Deshalb sei die Ausstellungsbesichtigung allen Lesern empfohlen. Dem Jubelverein sind jetzt schon zahlreiche Glückwunschschreiben von Regierungsstellen. vom Reichsbund für Leibesübungen, von einzelnen Fachämtern im RfL und von vielen anderen Sportvereine zugegangen. Man kann daraus ersehen, wie beliebt dieser zwar kleine, aber von großer Tatkraft beseelte Verein der Fußballjünger aus„Castroos Oberstadt“ ist. Kurz und gut, für Samstag. Sonntag und Montag merkt sich jeder Sportfreund und jeder sportfreudige Castrop=Rauxeler Volksgenosse den Besuch der Jubelveranstaltungen des BV. 11 Obercastrop vor. Jeder wird bestimmt auf seine Kosten kommen! BezirrRagung der Schagenvereine Kräftige Aufwärtsbewegung im Schützenwesen des Industriegebietes Denken Sie auch an das Preisausschreiben des „Stadtanzeiger für Castrop=Rauxel u..“? Sie brauchen nur mit schlichten Worten zu schildern, welchen Vorteil Ihnen das Halten unserer Zeitung oder anderen das Nichthalten derselben brachte. Bitte lassen Sie nicht außer acht: Einsendeschluß ist unwiderruflich am 23. Juni 1936. Auch Sie können einen der wertvollen Geld= und Sachvreise gewinnen. Der Verlag des„Stadtanzeiger für Castrop= Rauxel und Umgebung“ des Reichssenders Köln, um 20,00 Uhr eine Uraufführung:„Nibelungenlied“, ein Hörspiel von Oskar Wessel, um 21.00 Uhr aus Cleve„Niederrheinische Bauernhochzeit". Montag, den 22. Juni: Im Vordergrunde des Interesses steht am Montag „Die Plauderstunde“ mit fröhlichen Volksliedern und heiterer Volksmusik aus dem 16 Jahrhundert (16.50 Uhr). Das beliebte Kleine Orchester unter Leitung von Leo Eysoldt bestreitet das Unterhaltungskonzert um 21.00 Uhr.„Das Schatzkästlein“ (22.20 Uhr) birgt wieder einmal kleine Kostbarkeiten: Gedichte von Clemens Brentano. Phantasiestücke von Robert Schumann und Rheinische Lieder von Peter Cornelius. Dienstag, den 23. Juni: Am Morgen um 10.00 Uhr erleben wir einen Besuch beim„Kölner Hänneschen". Nachmittags um 18.30 Uhr erhält der Sportfreund Kenntnis von den „Olympia=Vorbereitungen“.„Alle Mann an Bord“ betitelt sich ein großer Unterhaltungsabend des Reichssenders Köln, der um 20.10 Uhr die beliebten und bekannten Mitwirkenden des Reichssenders Köln vor das Mikrophon bringt. Mittwoch, den 24. Juni: Wer gern Militärmusik hört, schaltet sich um 16.30 Fünf neue Schützenkreise torunter auch Castrop=Rauxel In Dortmund fand die Haupttagung der Schützenvereine des Industriegebietes des Gaues Westfalen im Deutschen Schützenbund unter Vorsitz des Be* Dartmun zirkssportleiters Spier#elo, Vorrmund=Hörde, statt. Der Tagung wohnte auch Gausportleiter Nienhau= sen=Gelsenkirchen bei Nach dem erstatteten Jahresbericht ist der Bezirk„Industriegebiet" um 24 Schützenvereine gewachsen, und zwar von 110 auf 134 Vereine bei einer Gesamtmitgliederzahl von 16000. Die Schützenkreise Herne, Castrop= Rauxel. Soest=Lippstadt, Unna und Bottrop werden neu gebildet. Jum Schriftwart des Bezirksverbandes wurde Boßwinkel=Aplerbeck ernannt. Bezirksschießwart Kempke=Schwerte berichtete über den Stand des Schießsportes im Industriegebiet. Die schießsportliche Tätigkeit habe sich hier besonders gehoben. Der Erfolg beim Opferschießen lag wesentlich höher als im Vorjahre. Bei den Mannschaftswettkämpfen des deutschen Schützenbundes holten sich die nördlichen Dortmunder Schützen sowohl im Großwie Kleinkaliber die Bezirksmeisterschaften und damit die Wanderstandarte des bisherigen Schützengaues Westsalen=West. Es zeigte sich bei allen Schützenvereinen des Industriegebietes das Bestreben, das sportmäßige Schießen auf breitester Grundlage zu betreiben. Die Beteiligung an den Kreisund Bezirksgruppenschießen war recht gut. Aus dem Bericht des Jungschützenwartes HaaseDortmund war festzustellen, daß auch im Industrie= gebiet die Jungschützenbewegung stark einsetzt. In Dortmund. Hattingen, Wattenscheid, Kemminghausen. Gelsenkirchen und an anderen Orten ist eine besonders günstige Entwicklung der Jungschützenbewegung festzustellen. Im Laufe des Jahres 1936 werden mehrere Schießkurse zur Ausbildung der Schießwarte erfolgen. Gausportleiter Nienhausen überreichte dem Bezirksschatzmeister„WortmannHörde die Nadel des westfälischen Schutzenbundes für besondere Verdienste um die Förderung des Schützenwesens. erane Von den diesjährigen Schießveranstattungen ist besonders die Abhaltung der Mannschaftswettkämpfe des Deutschen Schützenbundes zu nennen. Der Bezirk wird sich auch an den 5 Mannschaftskämpfen beteiligen. Geplant ist im Gau Westfalen ein Kreis=, Bezirks= und Gaugruppenschießen. Es wurde wieder darauf hingewiesen, daß die vom Reichssportführer herausgegebenen Einheitssatzungen schnellstens in allen Schützenvereinen angenommen werden müßten. Werde ein dahingehender Beschluß versäumt, so stehe allenfalls die Existenz dieses Schützenvereins in Frage. Gausportleiter Nienhausen stattete der Leitung des Bezirks Industriegebiet Dank ab für vorbildliche organisatorische und schießsportliche Leistung. Uhr ein. Der Reichssender Köln überträgt aus dem Garten des Rheinhotels Dreesen in Bad Godesberg ein Konzert, das von dem Musikkorps der Leibstandarte„Adolf Hitler“ unter Leitung von Musikdirektor Hermann Müller=John geboten wird. Funkkabarett hören wir um 20.45 Uhr unter dem Titel „Noch einige sonnige Kleinwohnungen an dito junge Ehepaare zu vergeben“. Verhinderung von Preissteigerungen im Wohnungsbau Der Reichs= und Preußische Arbeitsminister betont in einem Erlaß die Notwendigkeit, daß bei dem unter seiner Zuständigkeit stehenden Wohnungs= und Kleinsiedlungsbau der augenblickliche Kostenstand unter keinen Umständen überschritten, vielmehr mit allem Nachdruck versucht werde, ungerechtfertigte Preiserhöhungen, wie sie vor allem in den Gebieten mit starker Bautätigkeit eingetreten seien, wieder auf das verantwortbare Maß zurückzuführen, und den Kosten des Sommers 1933 möglichst nahe zu kommen. Besonders die durch öffentliche Mittel geförderte Kleinsiedlung, der Volkswohnung= und der Landarbeiterwohnungsbau könnten nur Erfolg haben, wenn ein tragbarer Preisstand auf lange Zeit gehalten werde und dadurch die Finanzierungsgrundlagen auf die Dauer gesichert blieben. Der Reichswirtschaftsminister habe sich dahin geäußert. daß alle Bestrebungen. die Baukosten niedrig zu halten. nur dann erfolgreich sein könnten, wenn die Vergebung von Bauaufträgen durch gut vorgebildete Beamte erfolge. Darüber hinaus sei es notwendig. die Vergebungsbehörden immer wieder auf die Bedeutung der Baukosten im Rahmen der Gesamtwirtschaft hinzuweisen. Nach dem Erlaß des Reichsarbeitsministers sollen die Vergebungsbehörden alle Beobachtungen über auffällige Preissteigerungen unverzüglich der zuständigen Preisüberwachungsstelle melden oder, sofern die Marktbedeutung der Ware über den örtlichen Rahmen hinausgeht, an den Reichswirtschaftsminister berichten, damit dieser unverzüglich eingreisen kann. ben nicht beantwortet. und oft wird erst nach vielen Monaten ein Versorgungsanwärter gefunden, der für die späte Anstellung zur Verfügung steht, ein Zustand, der mit der Aufrechterhaltung eines geordneten Dienstbetriebes nicht länger vereinbar ist. Von der Ermächtigung. Versorgungsanwärter, die die Vormerkungsbehörden nicht lausend über ihre versönlichen Verhältnisse unterrichten, von den Listen zu streichen, soll lünftig in der Regel Gebrauch gemacht werden. Eine Rückgängigmachung der Streichung soll nur in ganz einwandfrei begründeten Fällen erfolgen. Versorgungsanwärter, die das Einberufungs= schreiben nicht fristgemäß beantworten oder die Ablehnung ihrer Einberufung nicht ausreichend begründen, werden von der Bewerberliste gestrichen. Bei der Prüfung der Ablehnungsgründe soll künftig der schärfste Maßstab angelegt werden. Wenn ein Versorgungsanwärter das Einberufungsschreiben nicht beantwortet oder die Einberujung ablehnt, so soll die Vermerkungsstelle in jedem Falle die für die Uebergangsgebührnisse zuständige Behörde benachrichtigen, damit diese prüft, ob die Uebergangsgebührnisse zu ruhen haben oder ein zwingender Grund für die Ablehnung die Weiterzahlung erlaubt. Versorgungsanwärter die den Vormerkungsstellen ihre Einberufung zum Probedienst mitgeteilt haben, dürfen in andere Stellen nicht mehr einberusen werden, soweit es sich hierbei nicht um Stellen einer höheren Besoldungsgruppe handelt. Handwerks, das für Polsterwaren sich gut bewährt hat, hat nach einer Mitteilung des Reichsstandes des deutschen Handwerks auch der Reichsinnungsverband des Tischlerhandwerks Gütebedingungen fertiggestellt, denen sich jetzt Möbelindustrie und Möbelhandel angeschlossen haben. Die Gütebeding= ungen sind also für Handwerk und Industrie die gleichen, die Gütezeichen dagegen werden für Handwerksbetriebe gesondert ausgegeben. Weitere Gütezeichen sind bei den Korbmachern und bei den Herrenschneidern in Vorbereitung. Donnerstag, den 25. Juni: Die Sendefolge bringt heute ein buntes Gemisch fröhlicher und ernster Darbietungen. Zu den ernsten gehört„Der Baum von Cléry“, eine Erzählung von Joachim von der Goltz, die das Erlebnis an der Somme schildert(17.40 Uhr).„Spielbälle der Fröhlichkeit“ erleben wir um 20.10 Uhr im Rahmen eines bunten Abends aus Stuttgart. Von denen. die schaffen, während wir schlafen, erzählt der „Nachtgesang der Arbeit“, ein Funkbilderbogen aus der Nachtarbeit in Stadt und Land, der um 21.00 Uhr über den Sender geht. Freitag, den 26. Juni: Mit sechs verschiedenen Ausschnitten wartet der „Erzähler" um 16.00 Uhr auf. der zwei Stunden Plauderei und Musik vermittelt. Um 20.10 Uhr gestaltet die SA. der Gruppe Niederrhein einen Abend„Bei der SA.— einst und jetzt".„Das „Schatzkästlein“ enthält ein heiteres Singspiel von Christoph Willibald Gluck:„Der betrogene Kadi“. Samstag, den 28. Juni: Zum ersten Male vermissen heute die Hörer des Reichssenders Köln den„Frohen Samstag=Nachmittag“. An seiner Stelle hören wir von 16.00 bis 18.00 Uhr ein buntes Schallplattenkonzert zum Wochenende und ein„Männerchorkonzert". Zum Feierabend um 19.00 Uhr spricht Josef Lodenstein Gedichte von Mainer Maria Rilke; Erwin Bischoff spielt Klavierwerke von Chopin und Debussy. Militärmusik einbezogen in die neue kommunale Musikpflege Appell an die Versorgungsanwärter Die Klagen der Anstellungsbehörden, daß die Besetzung oifener Beamtenstellen häufig durch das Verhalten der Versorgungsanwärter stark verzögert wird, haben den Reichs= und Preußischen Innenminister zugleich im Namen des Preußischen Staatsministeriums zum Erlaß verschärfter Bestimmungen über die Einberufung von Versorgungsanwärtern veranlaßt. Vieljach werden die EinberufungsschreiDie Pflege des Musiklebens in den deutschen Gemeinden ist als wichtiger Teil der gesamten Kulturarbeit durch die Bestellung von besonderen städtischen Musikbeauftragten wesentlich gefördert worden. Der Reichskriegsminister hat nunmehr auch die Einbeziehung der Militärmuül in diese Neuregelung ermöglicht, indem er bestimmt hat, daß Berufungen von Musilmeistern usw. in die örtlichen Konzertausschüsse durch den Präsidenten der Reichsmusikkammer oder die städtischen Musikbeauftragten stattzugeben ist. In solchen Fällen sind den Musikbeauftragten auch rechtzeitig öffentliche Wehrmachtkonzerte anzuzeigen. Radio=Rundschau Sendungen des Reichssenders Köln, die man hören muß! Sonntag, den 21. Juni: Der 75. Frohe Samstag-Nachmittag Am Samstag. dem 20. Juni. findet der Samstag=Nachmittag zum 75. und letzten Male im Festsaal des Gürzenich mit großem Programm statt. Mitwirkende bei dieser Veranstaltung sind Melitta Wittenbecher, Sopran; Willi Treffner, Tenor, Frankfurt; Hubert Kirsch, Bariton; Lothar Nöhrig, Heiteres. Hamburg; Tante Judela, Pütz=Fricke: Die vier Botze; das große Orchester des Reichssenders Köln. Leitung Otto Julius Kühn; die drei lustigen Gesellen des Reichssenders Köln(Rudi Rauher, Hans Salcher, Karl Wilhelmi) mit ihrer„Laternamagica". In74 Neue Gütezeichen im handwerk. Die Maßnahmen zur Leistungssteigerung im Handwerk werden im Laufe der Zeit dazu führen, daß der Name„Handwerk“ in jedem Fall für Güte bürgt. Für die Zwischenzeit wird den Kunden durch die Einführung von Gütezeichen gute Handwerksarbeit gesichert. Nachdem das erste Gütezeichen des Dieser erste Tag der Woche steht ganz im Zeichen des„Tag des Niederrheins". Der Reichssender Köln hat nach monatelangen Vorbereitungen unter Leitung seines Intendanten, Reichskultursenator Dr. Heinrich Glasmeier, den Niederrhein bereist und stellt an diesem Tage in einem gewaltigen Hörbild die Schönheiten und Eigenarten dieses wenig bekannten Landes heraus. Die Sendefolge umschließt so viele arteigenen und bodengebundenen Sendungen, daß wir nur einige herausgreifen können: Am Morgen um.25 Uhr plaudert Heins Kohlhaas vom Natur= und Heimatschutz am Niederrhein.„Niederrheinische Kammermusik" um.40 Uhr leitet über zu„Stätten religiösen Lebens am Niederrhein“ zusammengestellt vom Domvikar Hubert Leiwering. Aus Wesel hören wir um 10.00 Uhr ein„Militärkonzert vor dem Berliner Tor“ und darin einen „Funkbericht aus der Schill=Kasematte“. Um 11.45 Uhr spricht der Intendant des Reichssenders Köln, Reichskultursenator Dr. Glasmeier, vom alten Rheinturm in Rees über„Deutsches Schicksal in zwei Jahrtausenden niederrheinischer Geschichte". Der Landeshauptmann der Rheinprovinz. Haake. Düsseldorf, richtet um 13.00 Uhr einen„Gruß an das Land“. Am Nachmittag ist vor allen Dingen der Bericht„Schaffende Menschen am Niederrhein“ (14.30 Uhr) und die„Kleine Kunstreise zum Niederrhein“(15.30 Uhr) von Interesse. Weiterhin bringt der„Tag des Niederrheins“ des Reichssenders Köln noch folgende beachtliche Sendungen: Um 19.00 Uhr„Germanen siedeln am Niederrhein“, ein Vortrag von Dr. R. Stampfuß, um 19.20 Uhr„Wassers Segen und Not“, ein Bilderbogen von Willi Schäferdiek mit Schallaufnahmen nor mil mil Das Land der Nibelungen, die schicksalsschwere. eigenartig schöne Landschaft am Niederrhein, spiegelt sich auf zwei Bildseiten des neuen„hör mit mir“=Heftes. Prachtvolle Aufnahmen zeigen. hier so charakteristischen Zusammenklang von Industrie, Landwirtschaft. Schiffahrt und Fischereibetrieb; hoch ragt die Windmühle über das flache Land. recken sich wuchtige Stadttürme empor, streben die die Türme des Tantener Domes in den weiten Himmel. Das Fest der deutschen Jugend erscheint in lebendigen Bildern, die die körperliche Ertüchtigung unserer Jungen und Mädel veranschaulichen. lodern die Flammen der Sonnenwendjeuer, die dem Fest der Jugend den stimmungsmächtigen Ausklang geben. Das„Alte Kölner, Hänneschen=Theater stellt sich in drei lustigen Aufnahmen vor, Bilder von den Römerfestspielen in Frankfurt a. M. und von einem Konzert in dem berühmten Weißen Saal des Berliner Schlosses fesseln den Blick. und zum ersten Mal sieht man eine Aufnahme des nun vollendeten mächtigen Baukomplexes des neuen Luftfahrtministeriums in Berlin. Der Funkdoktor setzt seine interessante Reihe kritischer Empfänger besprechungen fort, während unserer Frauen aus „5 Minuten Schönheitspflege“ allerhand Wichtiges und Beherzigenswertes lernen können. Der neue Roman„Wolf, wo bist Du?“ und eine Kurzgeschichte von Hans Brandenburg vervollständigen den Inhalt des vielseitigen Heftes. Der Zeichenstift Starnbergers aber hält auf einer besonders lustigen Seite fest, was auf einem Juni=Spaziergang durch Berkiner Varietés allos zu sehen und zu hören war. für den Gautag Frei 16.00 Uhr: Empfang Rathaussaal. Dortn Pg. Dr. Psafferott. 20.00 Uhr: Feierstund 1936 im Stadttheat Gauleiter Pg J. 2 Sonna 10.30 Uhr: Feierliche ses. Hindenburgdan Gauleiter Pg. Jose 11.00 Uhr: Tagung 1 zieherschaft in der Gauleiter Josef W der Hauptamtsleitt Bayreuth. 11.45 Uhr: Richtfest Dortmund=Oespel. 12.00 Uhr: Ehrung d Kronenburg. Dortn 16.00 Uhr: Großkund front in der Westja sationsleiter und L4 Pg. Dr. Robert Le walter Stein. 17.00 Uhr: Empfang bürgermeister der nike, im alten Ra Goldene Buch der 20.00 Uhr: Führerta Sprecher: Gauleite 20.30 Uhr: Biwak= u auf der Volkswiese 22.00 Uhr: Beginn d falenhalle versamn antritt der Ehren am Stadttheater D Son .00 Uhr: Großes 2 Sondertagung der .00—11.00 Uhr: Amt für Beamte. Stellenleiter des Erich Moeves. Bei RSBO. Lokal: 2 Gauwalter Pg. St NS.=Frauenschaft. halle). Sprecher: Bayerische Ostmar Amt für Handel u Hof. Sprecher: Ga Arbeitsfront Pg. Heimstättenamt. Der Beauftragte f Ludowici, Berlin. Amt für Kriegs Sprecher: Reichsk ober. Berlin. Amt für Agrarpoli Gauamtsleiter Pg. Presseamt. Lokal presseamtsleiter Pr Rossenvolitisches A dus. Sprecher: Gar Amt für Technik. Reichsamtsleiter fi München. Amt NSD.=Studen schule für Lehrerbi leiter Pg. Dr. Sch Mitglied der Reich Provagandaamt. straße. Sprecher: A raller. Berlin. 10.00 Uhr: Kundge Kampfbahn Rote Gefolgschaftsfahner Baldur r. Schrrach 12.00—13.30 Uhr: St 12.30 Uhr: In Dor Parteigenossen dr Wagner am SA.=( Grupve Westfalen. 12.30 Uhr: In Bochu mal im Gaugebäu durch den Gauinsp 14.30 Uhr: Avvell sä auf der Volkswiese Stadt durch folg Ardenstraße. Märk wall. Burgwall. marsch am Stadttl 20.30 Uhr: Sonnwer Organisations für den G Das Organisation Aufmarschleitung für 19., 20 und 21. Ju 17. Juni. im Hotel Anfragen. die den G Mittwoch an diese Dienststelle zu richte Stellen wie folgt 3 333 93. Aufmarschlei schrift: Stabsleitung 1936. Dortmund. Hi Dortmunder 2 Kultur Westfal Bauernhaus“ Dortmund. Um den Besuch der gro „Germanische Kult ist das Städtische Ostwall am Sonnta Uhr und außerdem öffnet. Die Eintrit stark ermäßigt. D Besichtigung der 20 hauses im Museum Besinnun Herne. Am 17. 6 Stadthasen ein et sinnungslos aufgesu Nr. 163 Deittes Blatt des„Stadtanzeigere für Castrov=Nauzel und Umgebung“ Freitag, den 19. Juni 1836 Das Progrannt für den Gautag Westfalen- Süd der A5DA p. am 19., 20. und 21. Juni in Dorkmund Freitag, 19. Juni: 16.00 Uhr: Empfang der gesamten Presse im alten Rathaussaal. Dortmund. Sprecher: Gauamtsleiter Pg. Dr. Psafferott. 20.00 Uhr: Feierstunde im Rahmen des Gautages 1936 im Stadttheater Dortmund. Begrüßung durch Gauleiter Pg I. Wagner. Sonnabend, 20. Juni: 10.30 Uhr: Feierliche Grundsteinlegung des Gauhauses. Hindenburgdamm Lindemannst raße, durch den Gauleiter Pg. Josef Wagner. 11.00 Uhr: Tagung der gesamten westfälischen Erzieherschaft in der Westfalenhalle. Es sprechen: Gauleiter Josef Wagner und Hauptstellenleiter der Hauptamtsleitung des RSLB., Stricker. Bayreuth. 11.45 Uhr: Richtfest von 116 Siedlungsstellen in Dortmund=Oespel. 12.00 Uhr: Ehrung der Ehrenzeichenträger in der Kronenburg. Dortmund. 16.00 Uhr: Großkundgebung der Deutschen Arbeitsfront in der Westfalenhalle mit dem Reichsorganisationsleiter und Leiter der Deutschen Arbeitsfront Pg. Dr. Robert Ley. Gauleiter Wagner und Gauwalter Stein. 17.00 Uhr: Empfang der Ehrengäste durch den Oberbürgermeister der Stadt Dortmund. Pg. Dr. Banike. im alten Rathaussaal. Eintragung in das Goldene Buch der Stadt Dortmund. 20.00 Uhr: Führertagung in der Westfalenhalle. Sprecher: Gauleiter Pg. Josef Wagner. 20.30 Uhr: Biwak= und Lagerleben im HJ.=Lager auf der Volkswiese. 22.00 Uhr: Beginn des Fackelzuges der in der Westfalenhalle versammelten Führerschaft unter Vorantritt der Ehrenzeichenträger mit Vorbeimarsch am Stadttheater Dortmund. Sonntag, 21. Juni .00 Uhr: Großes Wecken. Sondertagung der Aemter von .00—11.00 Uhr: Amt für Beamte. Lokal: Fredenbaum. Sprecher Stellenleiter des Hauptamtes für Beamte Pa. Erich Moeves. Berlin. RSBO. Lokal: Borse. Steinstraße 35, Sprecher: Gauwalter Pg. Stein. Bochum. NS.=Frauenschaft. Lokal: Goldsaal(Westfalen halle). Sprecher: Gauschulungsleiter des Gaues Bayerische Ostmark. Pg. Dr. Kolb. Bayreuth. Amt für Handel und Handwerk: Lokal: Kölnischer Hof. Sprecher: Gauschulungswalter der Deutschen Arbeitsfront Pg. Dr. Lebrecht. Bochum. Heimstättenamt. Lotal: Kronenburg. Sprecher: Der Beauftragte für das Siedlungswesen Pg. Dr. Ludowici. Berlin. Amt für Kriegsovfer. Lokal: Gewerbeverein. Sprecher: Reichskriegsovserführer Pg. Oberlindober. Berlin. Amt für Aararpolitik. Lokal: Hiltrovhos. Sprecher Gauamtsleiter Pg. Habbes. Afferde. Presseamt. Loka!: Reinoldus. Sprecher: Reichspresseamtsleiter Pg. Sündermann. Berlin. Rassenvolitisches Amt. Lotal: Nebensaal Reinoldus. Sprecher: Gauamtsleiter Pg. Dr. Jeß. Dortm. Amt für Technik. Lokal: Altes Rothaus. Sprecher: Reichsamtsleiter für Technit Parteigen Seebauer. München. Amt NSD.=Studentenbund. Lokal: Festsaal Hochschule für Lehrerbildung. Sprecher: Gauschulungsleiter Pg. Dr. Schwarzschulz. Bochum. und ein Mitglied der Reichestundentenbundführung. Provagandaamt. Lokal: Capitol=Theater. Hansastraße. Sprecher: Reichsamtsleiter Kultur Pg. Moraller. Berlin. 10.00 Uhr: Kundgebung der Hitler=Jugend in der Kampfbahn Rote Erde. Weihe der Fähnlein= und Gefolgschaftsfahnen durch den Jugendführer Pg. Baldur v. Schrrach. Berlin. 12.00—13.30 Uhr: Standkonzerte. 12.30 Uhr: In Dortmund Ehrung der gefallenen Parteigenossen durch den Gaikkeiter Pg. Josef Wagner am SA.=Ehrenmal im Gebäude der SA.= Grupve Westfalen. Dortmund. 12.30 Uhr: In Bochum Kranzniederlegung am Ehrenmal im Gaugebäude im Auftrage des Gauleiters durch den Gauinspelteur Pg. Albert Meister. 14.30 Uhr: Avvell sämtlicher Formationen der Partei auf der Volkswiese. Anschließend Marsch durch die Stadt durch folgende Straßen: Grüner Weg. Ardenstraße. Märkische Straße. Ostwall. Schwanenwall. Burgwall. Burgtor. Hansastraße. Vorbeimarsch am Stadttheater gegen 17.45 Uhr.) 20.30 Uhr: Sonnwendfeier auf der Volkswiese. Organisations- und Aufmarschleitung für den Gaulag Westfalen-Sud Das Organisations= und Quartieramt sowie die Aufmarschleitung für den Gautag Westfalen=Süd am 19., 20 und 21. Juni befinden sich ab Mittwoch. 17. Juni, im Hotel Lindenhof in Dortmund. Alle Anfragen. die den Gautag betreffen, sind deshalb ab Mittwoch an diese für den Gautag eingerichtete Dienststelle zu richten. Telesonisch sind die einzelnen Stellen wie folgt zu erreichen: Organisationsamt 333 93. Aufmarschleitung 376 04. Presse 376 14. Anschrift: Stabsleitung für den Gautag Westjalen=Süd 1936. Dortmund. Hotel Lindenhof. Dortmunder Ausstellung„Germanische Kultur Westfalens“ und„Westfälisches Bauernhaus“ am Sonntag geöffnet Dortmund. Um allen Teilnehmern des Gautages den Besuch der großen vorgeschichtlichen Ausstellung „Germanische Kultur Westfalens" zu ermöglichen, ist das Städtische Kunst= und Gewerbemuseum am Ostwall am Sonntag, dem 21. Juni, von 10 bis 13 Uhr und außerdem abends von 18 bis 20 Uhr geoffnet. Die Eintrittsvreise sind an diesem Tage stark ermäßigt. Die Karten gelten auch für die Besichtigung der 20 Räume des Westfälisch. Bauernhauses im Museum. Besinnungslos aufgefunnden Herne. Am 17. 6. 1936 gegen.10 Uhr wurde am Stadthafen ein etwa 17—18jähriges Mädchen besinnungslos aufgesunden und dem Krankenhaus zu. geführt. Nach den Angaben des Madchens ist sie an dieser Stelle besinnungslos zusammengebrochen Sie vermißt eine goldene Double=Damenarmbanduhr mit schwarzem Ripsband. Der Dieb ist bis jetzt unbekannt. Wer kann der Polizei zu diesen Sachen Angaben machen? Uebermut tut selten gut Hüls. In der Nacht zum 15. Juni wurden einem Landwirt in Hüls 50 Pfähle, die zum Einzäunen der Weide dienten, ausgerissen und beschädigt. Ferner wurde einem Milchhändler ein Dreiradlieferwagen aus der Garage geholt und in den nahegelegenen Bach geschoben, wodurch das Fahrzeug stark beschädigt wurd. Die. Ermittlungen der Kriminalvolizei Hüls führten alsbald zur Feststellung der Täter. Es handelt sich um 3 Männer aus Hüls. die in angetrunkenem Zustande aus vurem Uebermut die sinnlosen Sachbeschädigungen ausgeführt haben. Alle drei werden sich vor Gericht zu verantworten haben. Nutzloser Einbruch in eine kirche Witten. In den spateren Nachmittagsstunden drang ein Dieb in die Sakristei der katholischen Kirche zu Bommern ein. durchwühlte die Schränke. in denen die Schlüssel staten und machte sich auch an einen Ovferstock heran. in dem aber kein Geld war. Ohne Beute mußte der Einbrecher wieder abziehen. Engländer kommen nach Witten Witten. In der Zeit vom 20. bis 28. Juni werden 60 Engländer und Englanderinnen zu Besuch in Wittens Mauern weilen. Der Besuch gilt vor allem der Festigung der freundschaftlichen Bande zwischen beiden Volkern. An Besuchen und Besichtigungen sind vorgesehen: das Bergbaumuseum in Bochum. der Bochumer Verein. Burg Blontenstein und einige andere Orte und Werte von besonderer Bedeutung. kotkehlchenpoar als Kuckucks-Pflegeeltern Buer. Aus der Naturkunde weiß man daß der Kuckuck seine Eier in die Nester anderer Vögel legt und diesen das mühsamere Geschäft des Brütens und Aufziehens der Jungen überläßt. Aber selten hat man Gelegenheit, einen solchen Fall zu beobachten. Und fast eigenartig mutet es an, daß der sonst so scheue Kuckuck den Mut gefunden hat. sein Ei in das Nest eines Rotkehlchenpaares zu legen, das auf der Schachatanlage der Zeche„Westerholt“ sich sein Nest gebaut hatte. Der junge Kuckuck hat die mit ihm ausgeschlüpften Rotkehlchen— wie das ja stets geschieht— einfach aus dem Neste geworfen, wird aber von den Rotkehlcheneltern mit einer Liebe behandelt, als wenn es ihr eigenes Kind sei. hei lebei noch! Gelsenkirchen=Buer. Der vor einigen Tagen als vermißt gemeldete 12jährige Wilhelm Denneburg aus Buer wurde von einem Schutzvolizeibeamten ausgegriffen. Er besand sich als Zuschauer unter der Menge, die sich aus Anlaß eines Verkehrsunfalles in Buer angesammelt hatte. Er wurde seinen Eltern wieder zugeführt. Drei Schwestern 240 Jahre alt und Urgroßmütter Polsum. Hier feierte die Witwe Huser, geborene Tenderich, ihren 80. Geburtstag in Anwesenheit ihrer beiden Schwestern, von denen die in Oberscholven wohnende 83 und die in Gladbeck wohnende 77 Jahre alt ist. Alle drei Schwestern sind nicht wenig stolz darauf. Urgroßmütter zu sein. Führerprinzip beim Siedlungsverband Kuhrkohlenbezirk Essen. Das vreußische Staatsministerium hat ein Gesetz über die weitere Anvasiung der Verbandsordnung für den Siedlungsverband Ruhrtohlenbezirk an die Grundsätze des nationalsozialistischen Staates beschlossen. Danach geht, wie das ND3. meldet. die Zuständigkeit des Verbandsausschusses auf den Verbandsdirektor über. Die Mitglieder des Verbrauchsausschusses beraten den Verbandsdirektor in den Fällen, in denen der Verbandsausschuß bisher zur Beschlußsassung berusen war. Durch Satzung des Verbandes kann bestimmt werden, das an die Stelle der Beratung durch die Mitglieder des Verbandsausschusses für bestimmte Sachgebiete die Beratung durch Beiräte tritt. die der Verbandsdirektor aus der Zahl der Mitglieder und Stellvertreter des Verbandsausschusses beruft. Der Arbeitsminister und der Innenminister berusen gemeinsam 18 Mitglieder des Verbandsausschusses und die gleiche Zahl von Stellvertretern auf die Dauer von sechs Jahren. Die auf Grund der bisherigen Vorschriften im Amte befindlichen Mitglieder und Stellvertretr des Verbandsausschusses gelten vom Zeitvunkt der Uebertragung dieses Amtes an als auf die Dauer von sechs Jahren berusen. Bis zur Neuregelung der Verfassung der Gemeindeverbände werden der Verbandsdirektor und die Beigeordneten des Verbandes vom Arbeitsminister und Innenminister gemeinsam für die Dauer von 12 Jahren berufen. Der wird als tungsgericht erhält verwaltungsgericht. vorschriften werden erlassen. Verbandsrat Beschlußbehörde beseitigt. Als Verwaler die Bezeichnung VerbandsDie notwendigen Ausführungsvon den zuständigen Ministern Aus dem Münsterland Münster hat jetzt eine neue Jugendherberge Münster. Schon seit der ersten Zeit des Jugendwanderns bis in die jüngste Zeit hinein konnte man allgemein Klagen hören, daß es in Münster keine „vernünftige" Jugendherberge gebe, und man muß unumwunden zugeben: Diese Klagen bestanden zu Recht. Jetzt aber hat sich das mit einem Schlage geändert. Denn den unablässigen Bemühungen des Landesverbandsleiters Grimmelt, der als jahrzehntelanger Vorkämpfer für das deutsche Jugendherbergswesen über eine außergewöhnlich reiche Erfahrung auf diesem Gebiete verfügt, ist es unlängst gelungen, für das Gebiet der Stadt Münster eine Jugendherberge zur Verfügung gestellt erhalten zu haben, wie sie wohl kaum eine andere Stadt in Westfalen zu bieten vermag. Es handelte sich dabei um ein um die letzte Jahrhundertwende aus bestem Material in modernisierter Renaissance aus Rohziegeln mit Sandsteingliederung errichtetes herrschaftliches Haus an der Schlageter=(früher Süd=)=Straße(Nr. 81), das vornehmlich von einem höheren Offizier bewohnt wurde und darum auch über große Nebengebäulichkeiten verfügt. Treppenanlage und Flure des Herrenhauses bestehen aus weißem Marmor und sind jetzt mit Kokosläufern belegt. Das Haus ist dem aus Porta stammenden Hausvater Wiese unterstellt. Die Küche, zu der ausreichende Nebenküchen und Vorratsräume gehören, hat einen großen Herd für Kohlen= u. Gasfeuerung. Außerdem liegt im Keller die Zentralheizung, die das ganze Haus versorgt. Im Obergeschoß, wo in absehbarer Zeit noch eine Selbstkochküche eingerichtet werden soll, liegen drei schöne, große. luftige Tagesräume und die Anmeldung. Zwei Stockwerke darüber bieten hinreichende Zimmer für die Aufstellung von 90 Betten, wozu noch auf dem ausbaufähigen Bodenraum 30 Notlager eingerichtet werden können, so daß hier rund 120 Wanderern Uebernachtungsmöglichkeit und Verpflegung geboten werden kann. Der ehemalige Pferdestall wird gegenwärtig umgebaut als Brausebad für Jungen und Mädels. Im Hause selbst sind, selbstverständlich Waschgelegenheiten und Aborte vorhanden, und gerade hier ist alles nach unbedingt hygienischen Gesichtspunkten angelegt, wie denn auch die Türen usw. weiß gestrichen sind. Neben dem Hause liegt ein ausgedehnter Platz für den Frühsport. Die Jugendherberge ist augenblicklich mit einem Lehrgange von 50 Mädeln aus Dortmund, Bochum und Rüthen und hat daneben bereits, obgleich sie erst am 26. Mai in Benutzung genommen wurde, rund 800 Einzelübernachtungen geboten. Sie eignet sich ganz besonders für die Abhaltung von Lehrgängen. Die Jugend, bei der wir uns nach ihrer Ansicht über diese neue Jugendherberge erkundigten, ist von ihr hellauf begeistert und erklärte sie glatt für eine„pfunds“= Jugendherberge. Und wer diesen neuen Ausdruck kennt, weiß, daß es hierüber keinen Superlativ gibt. 93. Versteigerung von Abmelkkühen und kindern Münster. Die von der Westfälischen ProvinzialViehverwertungs=Genossenschaft veranstaltete 93. Versteigerung von Abmelkvieh war vor allem mit Tieren von guten Formen und ausgezeichneter Euterbildung sehr zahlreich beschickt. Bei lebhaftem Verlauf bewegten sich die Preise in angemessenen Rahmen, und darum wurde gut und flott geboten. Während für schwarzbunte Tiere vornehmlich das rheinisch=westfälische Industriegebiet Abnehmer war. herrschte bei den Interessenten aus Süddeutschland besondere Vorliebe für das rotbunte Vieh. Auf der Versteigerung erzielten 18 Kühe einen Preis von mehr als 550 RM. Die beste Kuh kam aus dem Besitze des Bauern Schulze Isfort(Horstmar) und erzielte 660 RM. Für das beste Rind. das aus dem Bestande des Bauern Hovest=Engberding(Hember= gen) kam, wurden sogar 720 RM. bezahlt. Aus dem Weser- und Emsland Todesurteil im Mordprozeß hartenstein Bielefeld. Nach fünftägiger Verhandlung wurde vom Bielefelder Schwurgericht der Angeklagte Wilhelm Hartenstein aus Minden wegen Mordes in Tateinheit mit Verbrechen gegen das Gesetz zur Gewährleistung des Rechtsfriedens zum Tode verurteilt. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden ihm auf Lebenszeit aberkannt. Hartenstein hat am 14. August 1935 die Ehefrau Luise Reck, die in einem Strafverfahren gegen ihn ausgesagt hatte, in Gegenwart ihrer kleinen Kinder durch mehrere Messerstiche ermordet. In der Urteilsbegründung heißt es u.., daß der Angeklagte die Tat mit Vorsatz und Ueberlegung ausgeführt habe. Er habe Frau Reck niedergestochen wegen der von ihr in Erfüllung ihrer Zeugenpflicht gemachten Aussage. Hartenstein habe sich also des Verbrechens und eines Verbrechens gegen das Gesetz zur Gewährleistung des Rechtsfriedens, das die Zeugen unter besonderen Schutz stellt. schuldig gemacht und war mit dem Tode zu bestrafen. Das Gericht mußte auch auf Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit erkennen, da der Angeklagte es fertiggebracht habe, eine wehrlose Frau in Anwesenheit ihrer kleinen Kinder zu tören. Er habe auch keine Reue über seine Tat gezeigt und außerdem noch häßliche Bemerkungen über sein Opfer gemacht.— Der Angeklagte nahm das Urteil ohne Bewegung auf. Autoführer läßt den Verletzten im Stich Dülmen. Dem hiesigen Krankenhause wurde ein Junge in schwerverletztem Zustande eingeliefert. der in dem benachbarten Buldern von einem Auto angefahren worden war. Der Autofahrer ließ den Jungen. der Schädel= und Rippenbrüche erlitten und keine Schuld an dem Unfall hatte, liegen und suchte schleunigst das Weite. Auto und Motorrad stießen zusammen Minden. An der unübersichtlichen Kreuzung am Westfalenring in Minden fuhr in den ersten Nachmittagsstunden ein mit zwei Personen besetztes Motorrad auf einen Personenkraftwagen auf. Der Fahrer des Rades. der Kaufmann Federking. erlitt eine Schädelbruch und starb nach kurzer Zeit. Sein Beifahrer erlitt schwere Verletzungen. Der Kraftwagen, der mit größter Geschwindigkeit fuhr, konnte erst 90 Meter nach dem Unfall zum Stehen gebracht werden. Bismarckfeier an der Porto Porto(Weser). Aehnlich wie auf dem Brocken findet alljahrlich an der Bismarcksäute auf dem Jakobsberge an der Porta um die Sonnwendzeit? eine Bismarckgedenkfeier statt, zu der sich die Mindener Mitglieder des Bismarckbundes mit den Verehrern des Altreichskanzlers aus den benachbarten Städten und dem Land an der Porta treffen. Nach der Eröffnung der Feier, die im Saale der Jakobsburg stattfand, durch Amtsgerichtsrat NahrwoldMinden hielt Major Schröder die Gedächtnisrede und schilderte Bismarck im heiteren und ernsten Urteil des Auslandes. Nach einem Hoch auf das deutsche Vaterland zeigte Amtsgerichtsrat Nahrwold die Brücken, die vom Reiche Bismarcks zur Gegenwart führten und beschloß die Feier mit einem dreifachen„Sieg=Heil“ auf den Führer. Kindesentführung in Bonn Der Täter festgenommen Bonn. Ein aufregender Vorfall spielte sich im Mittelpunkt der Stadt Bonn ab. Das Kind eines Bonner Geschäftsmannes war in den Vormittagsstunden auf eine fein ausgeklügelte Art entführt worden. um von dem Vater des Kindes eine größere Summe Geld als Lösegeld zu erpressen. Der Vater. der brieflich zur Hergabe des Geldes aufgefordert wurde, benachrichtigte sofort die Kriminalpolizei. Raffinierterweise schickte der Entführer des Kindes zunächst einen Jungen zur Abhebung des Geldes vor. Dieser ging dann durch verschiedene Straßen der Stadt und zuletzt in ein größeres Geschäftshaus„immer verfolgt von dem Entführer des Kindes, der eine günstige Gelegenheit zur Entgegennahme des Geldes abwartete. Plötzlich sah sich der Betrüger jedoch von einem Kriminalbeamten beobachtet. Als er zu fliehen versuchte, gab der Beamte einen Schreckschuß auf ihn ab. Erst durch einen Schlag auf den Kopf wurde der Kindesentführer unschädlich gemacht. Das entführte Kind wurde nach dem Geständnis des Verbrechers nach kurzer Zeit von einem Kriminalbeamten in einem Versteck, wo es seit sechs Stunden gelegen hatte, gefesselt vorgefunden. Es wurde sofort in das Elternhaus zurückgebracht. Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen schon mehrfach vorbestraften 32jährigen Mann. der u. a. auch schon wegen Kindesentführung zwei Jahre im Zuchthaus gesessen hat. Der Beamte im nationaisozialistischen Raat Regierungspräsident Dr. Kunte(Arnsberg) sprach in hagen Hagen. In einer vom Reichsbund der deutschen Beamten einberufenen öffentlichen Kundgebung in der Stadthalle, die einen guten Besuch aufwies, hielt heute Regierungspräsident Dr. Runte(Arnsberg) einen mit Beifall ausgenommenen. jesselnden Vortrag über das Wesen des nationalsozialistischen Beamtentums. Dr. Runte, der zum ersten Male in Hagen sprach. schilderte zunächst das Erlebnis der deutschen Revolution und den Siegeslauf des Nationalsozialismus, der auf den Trümmern einer zusammenbrechenden Staats= und Wirtschaftsordnung ein neues Reich schmiedete, in dem der Beamte in einem wesentlich anderen Verhältnis zum Staat stehe als in der früheren Staatsform. In die Arbeit im neuen Staat sei das deutsche Beamtentum in erster Linie eingeschaltet. Das Beamtentum wachse heute aus seinem Eigenleben heraus und werde eingeschaltet in das Leben und Wirken des ganzen Volkes. Der Beamte habe darauf zu achten, daß die Sache des Führers keinen Schaden leide. Heute brauche der Beamte als Diener des Staates nicht mehr ängstlich nach rechts oder links zu sehen und nicht mehr zu befürchten, daß sein Handeln zum Gegenstand von kleinen Anfragen in den Parlamenten gemacht werde. Er setze sich heute mit seiner Verantwortlichkeit und seiner ganzen Persönlichkeit für den Dienst am Staat ein und für den die Regierung repräsentierenden Führer. Das gebe seiner Handlung Festigkeit und innere Begründung. weil seine Arbeit geleistet werde in engster Fühlung mit dem Leben der Nation und in dem Bewußtsein seiner Pflicht, gemäß seinem Eid dem Führer des deutschen Volkes die Treue zu halten. Dieser Eid sei nicht der Schlußstrich unter einen sormellen Vertrag zwischen Dienstberechtigten und Dienstverpflichteten, sondern ein heiliges Gelöbnis. die ganze Kraft dem nationalsozialistischen Staat zu widmen. Die Berufung in ein lebenslängliches Beamtenverhältnis sei nicht ein förmlicher Erwerb auf eine Brotstelle für das eigene Leben, sondern die Verpflichtung an das Volk. repräsentiert durch den Führer. seine ganze Kraft und Lebensarbeit dem Dienst am Volk zu widmen. Dadurch werde er erst Beamter, daß er. dem Ruf des Volkes und dem Besehl des Führers folgend. diene. Nur der könne Beamter des Staates sein. der nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich diesen Staat bejahe. Der Staat müsse verlangen, daß alle seine Beamten Nationalsozialisten seien, daß letztlich alle seine Beamten nicht Opvortunitätsarbeiter, sondern überzeugte Kämpfer für die nationalsozialistische Idee seien. Der Staat sei entschlossen, dieses nationalsozialistische Beamtentum zu einem Begriff werden zu lassen, der die Jahrhunderte überdauere. „Fest wie das Eisen unserer Berge, hart wie der Stahl unserer Hütten, lebensbejahend und fest wurzelnd wie die Eichen unserer Heimat und treu wie die Männer unserer Bewegung, so werden wir deutsche Beamte zu einer Arbeitsgemeinschaft und zu einer Kameradschaft im Kampf. die niemand zu zerbrechen vermag. Wir wollen unserem Führer treueste Gefolgschaft und entschlossene Bannerträger sein, arbeiten und ringen um unsere Heimat für den Führer. für Deutschland. unser Vaterland und für die Heimat unserer Kinder zusammenarbeiten und unserem Führer und Kanzler unsere Treue schenken.“ Begeisterter Beisall dankte dem Vortragenden für seinen eindrucksvollen Avvell an die Hagener Beamtenschaft zur tatkräftigen Mithilfe an dem großen Werk des Führers für Volk und Vaterland. and kiaten Fard muses ung. ROMAN VON HANS HEUER (Nachdruck verboten) 3 Jupp verfolgte die Schnur, die an der Bodenleiste entlang zur Querwand führte und da verschwand. Ein winziges Loch in der Wand nahm sie auf und leitete sie wahrscheinlich in den anschließenden Raum. Sehr raffiniert gemacht! Aber nach John Arlts Erzählung von seinem Besuch in diesem Zimmer war es nicht ausgeschlossen, daß auß jedes andere, hier gesprochene Wort weitergetragen wurde. Jedenfalls wurde John Arlts Unterhaltung mit Sidney Walkers in einem entscheidenden Augenblick gestört durch einen Anruf, der den Anwalt völlig veränderte. Sollte hier irgendwie verborgen ein Mikrophon angebracht sein, das jedes Wort auffing? Jedes Wort und jedes Geräusch? Jupp sah sich um. Schob einen Stuhl heran und kletterte hoch. Konnte einen Blick auf den hohen Bücherschrank werfen und unterdrückte einen Ausruf der Befriedigung: Er hatte sich nicht getäuscht— da wor das Mikrophon! Vorsichtig nahm er es herunter und löste es von der Verbindung. So... jetzt konnten die Burschen im Nebenraum lauschen, soviel sie wollten! Jupp Anders kleterte herab und zerstörte mit ein paar Handgriffen auch den telephonischen „Nebenanschluß". Rief das Mädchen, das zitternd, voll heimlicher Angst, im anderen Zimmer stand und den Manipulationen des Mannes folgte. „Wer wohnt da drüben?“ fragte er sie. „Das... das gehört zum Nebenhause!“ antwortete sie.„Ich weiß nicht, wer dort wohnt!“ Und bevor das Mädchen noch weitere Aufklärungen geben konnte, die doch nichts zur Lösung der Sache beigetragen hätten, jagte Jupp Anders durch den Korridor. Hatte die Straße wieder erreicht und verschwand im Nebenhause. Es war so etwas wie ein Geschäftshaus mit vielen Büroräumen. Eine ganze Anzahl davon war allerdings unbenutzt und zu vermieten. Wahrscheinlich auch bis vor kurzem das Büro, in dem Buck Dymon seine Spione eingesetzt hatte. Jupp stand vor einer Tür mit einem Pappschild, das Beweis war für die improvisorische Einrichtung:„Thomas Shell.“ Jupp Anders hob schon die Hand, um zu läuten. Da fiel ihm etwas anderes ein: Das Büro hier war jetzt ganz nebensächlich. Die Verbindung zu Walkers' Wohnung hatte er zerstört... das würden sie schon bald merken. Vielleicht befanden sich da drinnen einige von Dymons Bande... es würde zu einem Kampf kommen, von dem man nicht wußte, wie er ausging, weil man die Stärke des Gegners nicht kannte. Viel wichtiger war, herauszubekommen, wohin Walkers geflohen war! Ein paar Sekunden später stand Jupp wieder auf der Straße. Und überlegte. Wohin? Und wußte plötzlich: In Walkers' Anwaltsbüro! Dort liefen in den nächsten Stunden die Fäden der ganzen Affäre zusammen! Vielleicht war auch Walkers dort zu finden— falls er sich nicht eines besseren besonnen hatte und sich vor Buck Dymon verborgen hielt, um nicht mehr mitmachen zu müssen. Die Flucht deutete fast so etwas an. Jedenfalls aber... das Anwaltsbüro war ein maßgebender Schauplatz. Es war gut, vor Buck Dymon dort zu sein und einige Minen zu legen, die das ganze Unternehmen vor der Vollendung in die Luft jagten! Jun## Anders hielt eine Taxi an und gab dem Führer die Adresse von Sidney Walkers' Kanzlei. 23. Buck Dymon war in denkbar schlechtester be. ehnt Gegts Süirberaffe Er war es nicht gewoynr, soviel Hindernisse vor sich zu sehen, wenn er etwas unternahm! Früher, in einer besseren Zeit, als Amerika noch unter den Segnungen der Prohibition litt, war das Geschäft bedeutend gefahrloser gewesen. Man hatte zwar damals bedeutende Summen hinausschleudern müssen zur Beruhigung besonders eifriger Polizeibeamter, aber die Verdienste waren auch entsprechend boch gewesen. Heute saßen da zum größten Teil neue Männer in der Polizeizentrale von Chikago, die merkwürdig geschlossene Hände hatten und den Ehrgeiz besaßen, weniger zu„verdienen“, dafür jedoch den armen Gangstern das Leben recht schwer zu machen. Buck Dymon hatte mit den in letzter Zeit so beliebten Entführungen von Kindern reicher Leute nicht viel im Sinn. Es sprang nicht allzuviel dabei heraus. Dafür wehte ihm der Wind dies Millionengeschäft in den Weg. Und ausgerechnet in dieser Sache, deren Erledigung er sich so kinderleicht vorgestellt hatte, türmten sich die Schwierigkeiten!... ger gEr5. Au: Sertschland. Die Hauptgefayr, der Erbe aus Deutschland, war nicht zu packen. Immer entschlüpfte er. Da kam heute früh Tom mit seinen drei Leuten abgehetzt und zerschlagen zurück und erzählte unglaubliche Dinge. Von dem Mann, der John Arlt aus Chikago weglockte und der eigentlich Puck Dymons Berechnungen nach gestern nachmittag schon stumm sein sollte! Der Mann hatte gemeinsam mit Arlt und der Tochter Walkers“ den Verwundeten aus der Klinik fortgeschafft, bevor die sechs nach Ludington geschickten Mitglieder der Bande es verhindern konnten. Zwei hatten ins Gras beißen müssen, vier waren vom Ueberfallkommando gefaßt und ins Gefängnis von Ludington gebracht worden. Buck Dymons Bande war zwar gut erzogen. Die vier Boys bissen sich eher die Zunge ab, als zu verraten, wer ihr Auftraggeber sei... aber unangenehm war die Geschichte doch! Jedenfalls lebte Helmut Hartmann immer noch, hatte sogar neue Verbündete bekommen, die nicht zu unterschätzen waren! Und um das Maß voll zu machen, kommt vorhin noch die Nachricht von Billy, daß Walkers verschwunden sei... Walkers, den man leider noch immer brauchte, um die Sache ins Reine zu bringen! Glücklicherweise hatten Owen und Pat den glänzenden Einfall, den Ausreißer gleich in der einzig möglichen Richtung zu suchen. Sie erwischen ihn noch hundert Meter vor der Polizeistation! Und Owen hatte den Bock, den er schoß, gut gemacht durch einen fabelhaften Kinnhaken. Als sie Sidney Walkers erblickten, hatten sich Owen und Pat blitzschnell zu ihm gesellt und gingen auf einmal neben ihm, bevor er begriff, was geschah. Und als er Lärm schlagen wollte, traf ihn Owens Faust mit so vernichtender Wirkung, daß der Anwalt lautlos zusammenbrach. Nun führten die beiden Gangster eine kleine Komödie auf: Sie schrien nach einem Auto, um den plötzlich bewußtlos gewordenen Begleiter zum nächsten Arzt transportieren zu können. Die Passanten halfen ihnen noch, den armen Menschen ins Auto zu heben. Buck Dymons Geduld war erschöpft. Er wollte endlich zu Ende kommen mit der Sache. Das Testament mußte zur Stelle sein... und ohne Walkers' Beglaubigung konnte„Helmut Hartmann“ seine Eigentumsrechte an den Vermögenswerten nicht geltend machen. Sollte gar keine andere Möglichkeit bleiben, würde er sich mit den sofort greifbaren Werten begnügen, die immerhin ungefähr sieben bis acht Millionen Dollar ausmachten. Walkers hatte die zugesagten zwanzig Prozent sowieso verwirkt, an ihn brauchte man also nicht zu denken. Und Carson würde auch mit bedeutend weniger zufrieden sein, wenn er nur möglichst schnell weg konnte. Lärm schlagen konnte er nicht, denn da war noch so ein kleiner Mord in Newyork, an dessen Aufklärung der Polizei sehr viel lag... Buck Dymon wandte sich wieder an Sidney Walkers, der zusammengebrochen, apathisch vor ihm hockte. „Wir sparen uns die Komödie in Ihrem Büro, Walkers!“ sagte er kurz. Und schob dem Anwalt einen Zettel hin:„Hier, unterschreiben Sie... Ihr Büroleiter soll dem Boten, der diesen Zettel überreicht, den Akt Hartmann mit dem Testament und allem übrigen übergeben! Die Sache wird hier erledigt!“ Sidney Walkers rührte sich nicht. Er hob nicht einmal den Kopf. Alles, was jene paar Minuten der Freiheit aufflammen ließen, war wieder niedergebrannt. Ein hilfloses Wrack saß vor dem Gangster. Ein Mensch, den scheinbar nichts mehr aufzurütteln vermochte. „Walkers, hörst du nicht?“ schrie ihn Buck Dymon an. Walkers hob die rechte Hand so langsam, als bereite ihm die Bewegung ungeheure Mühe. Strich über sein Gesicht. „Ich... unterschreibe... nichts!“ sagte er tonlos. Buck Dymon stieß einen Fluch aus. „Hast du denn vergessen, daß ein paar Millillonen für dich abfallen?" „Ich will keine Millionen mehr! Sagen Sie mir, wo meine Tochter ist!“ Die Mündung eines Brownings richtete sich genau auf Walkers Stirn. „Spiel hier kein Theater! Das Testament muß her und deine Beglaubigung! Dann kannst du meinetwegen hingeben, wo der Pfeffer wächst!" schrie Buck Dymon wütend. Der Browning schien auf Sidney Walkers keinen Eindruck mehr zu machen. „Ich unterschreibe und gebe Ihnen die Vollmachten, Buck Dymon, wenn ich weiß, was mit meiner Tochter geschehen ist!“ „Son of a bitch!“ fluchte Dymon, und seine Stimme überschlug sich vor Zorn.„Was geht mich deine Tochter an! Weiß ich, wo sie ist?“ „Sie haben sie auf dem Michigansee getötet!“ „Ich wollte, ich hätte es... dann wären wir weiter!“ brüllte Dymon. Jetzt sah Walkers den Gangster starr an. „Elinor ist nicht tot?“ „Nein, zum Teufel! Sie und der Deutsche sind entkommen!“ Buck Dymon machte eine kurze Pause und fügte dann, in einem Einfall, hinzu:„Aber ich weiß, wo sie augenblicklich ist. Und wenn du in einer Minute nicht unterschrieben hast, gebe ich meinen Leuten den Befehl...“ Plötzlich richtete sich Walkers auf und umkrallte den Arm des Verbrechers: „Laßt sie hierherkommen... und ich tue alles, was Sie wollen, Dymon!“ „Erst unterschreiben!“ beharrte Dymon. Walkers nahm den Zettel und überflog ihn. Es war eine Anweisung an Mr. Crafton, den Leiter seines Büros, den Akt Hartmann dem Boten zu übergeben. Dann sah er wieder Dymon an: „Und ihr schwört mir, daß Ellinor kommt, wenn ich dies unterschreibe?“ „Ja!“ Walkers riß den Halter förmlich an sich und setzte seinen Namen unter den Zettel. Dymon zog ihn grinsend unter den Fingern Walkers hervor und reichte ihn einem der Männer. „Sofort besorgen... und so schnell als möglich zurück!“ befahl er. Der Mann verschwand. Walkers war wieder in den Sessel zurückgesunken und machte den Eindruck eines Mannes, der für nichts mehr Interesse hatte. Buck Dymon gab den Männern, die noch im Zimmer waren, einen Wink, auf den Advokaten zu achten, und ging ins Nebenzimmer. Jack Carson sprang auf, als er eintrat. „Na, alles in Ordnung, Buck?“ „Walkers ist widerspenstig... aber jetzt kommt das Testament her. Wir erledigen die Sache hier. Sowie Walkers' Tätigkeit beendet ist, machen wir kurzen Prozeß mit ihm. Er wird unbequem... leidet an Väterkomplexen!“ Ein unangenehmes Lachen.„Wir heben heute nachmittag noch die Bargelder von den Banken ab ... sicher ist sicher!“ „Und wenn die Banken Schwierigkeiten machen?" „Dem mit allen Vollmachten versehenen Erben können sie nichs vorenthalten. Du vergißt, daß Walkers vor ein paar Tagen schon, als er noch gefügiger war, in meinem Auftrage die Banken von der für heute vorgesehenen Löschung der Konten unterrichtete. Anders ist es mit den Papieren und den Sachwerten. Aber erst wollen wir mal die eine Sache in Ordnung bringen...“ „Und die andern?" „Welche andern?“ „Hartmann, Arlt und der dritte, der eine so gute Handschrift schreiben soll?“ „Sie müssen in Chikago sein! Ich lasse sie suchen... haben wir ihre Spur, hetze ich die halbe Unterwelt auf sie!“ 24. Auf John Arlts Veranlassung hatte sich Helmut Hartmann im Nebenzimmer niedergelegt, um die Strapazen der nächtlichen Fahrt zu überwinden. Helmut hatte sich zwar dagegen gesträubt und behauptet, er sei nicht im geringsten ermüdet und wolle warten, bis Jupp Anders zurück sei— aber als auch Elinor Walkers ihn bat, ein wenig zu schlafen, man werde ihn wekken wenn Jupp eintreffe, gab er nach. Er lag kaum, da war die Müdigkeit auch schon über ihn gekommen. Der Körper war doch noch nicht im Vollbesitz aller Kräfte und forderte nach der anstrengenden Fahrt Ruhe. John Arlt und Elinor Walkers saßen sich im anderen Zimmer gegenüber. Schweigend rauchte John eine Zigarette nach der anderen. Er hatte auch Elinor eine Zigarette angeboten, aber sie hatte abgelehnt. Sie;rachen kein Wort, doch wußte einer um die Gedanken des andern. ] Würde es Jupp Anders gelingen, den Anwalt hierherzubringen? Oder lief er den Verbrechern in die Arme, die ihn ein zweites Mal nicht so leichten Kaufes davonlassen würden? Elinors Hände lagen im Schoß. Ihr Blick wanderte auf die Straße hinaus. John Arlt sah sie an. Er sah das bleiche, ein wenig abgespannte Gesicht mit den tiefen dunklen Augen, sah den weißen schlanken Hals, der in weichen Linien in den Schultern verlief. Er war ihr nie so nahe gewesen, wie jetzt. Wenn er mit ihrem Vater zu tun hatte, so hatte er ihn meistens in dessen Büro aufgesucht. Ein paarmal war er ihr flüchtig begegnet, ohne Gelegenheit zu haben, ihr näherzutreten. Jetzt saß sie dicht vor ihm... und seine Gedanken irrten ab von Jupp Anders, beschäftigten sich plötzlich und fast ungewollt, mit Elinor Walkers. Er ließ den Blick nicht mehr von ihr. Jeden Zug ihres Gesichtes betrachtete er mit unaufdringlicher Aufmerksamkeit... und auf einmal empfand er, daß er noch nie ein so interessantes schönes Gesicht gesehen hatte, wie das des jungen Mädchens, das schweigend ihm gegenübersaß, zum Fenster hinausschaute und von einer inneren Unruhe gepeinigt zu werden schien. Sie war so ganz und gar unamerikanisch, man könnte sie eher für eine Italienerin halten. Die weiche und doch feste Rundung ihres Gesichts, der weiche Linienfluß ihrer Gestalt, die schmalen, fast langen Hände hatten die Form der Hände, wie man sie auf alten italienischen Meisterbildern sobg,.. 4. u.. 15 Wanig John Arlt hatte sich immer ein wenig lustig gemacht über die gewissermaßen bewußte Typisierung des amerikanischen Mädchens: Eine war so betont schlank wie die andere, eine hatte genau so platinblond gefärbtes Haar wie die andere, alle waren in der gleichen Form zurechtgemacht, jede Individualität war absichtlich verwischt.— Tausend Gesichter sah man— und hätte darauf schwören können, es sei immer dasselbe Gesicht gewesen. Und nun saß da ein Mädchen vor ihm mit— er fand im Augenblick keinen anderen Ausdruck — mit einem eigenen Ich! Ihr Gesicht gehörte zu ihr, wie ihr Haar, wie ihr Mund, wie alles an ihr nicht aus dem Gesamtbilde wegzudenken war. John Arlt sah den schlanken weißen Arm und machte die Entdeckung, daß die Haut dieses Armes wie stumpfer weißer Samt schimmerte. Elinor Walkers wandte den Kopf. Ihre Blicke trafen sich, er fühlte sich in seinen Betrachtungen ertappt und wurde einer leichten Verlegenheit nicht sofort Herr. „Sind Sie nicht müde?“ fragte er, nur, um das Schweigen, das er plötzlich drückend empfand, zu beseitigen. Sie schüttelte den Kopf. „Glauben Sie, das es Anders gelingt, meinen Vater aus den Händen Dymons zu befreien?“ Er beugte sich ein wenig vor. Sein Gesicht war dem ihren nahe. „Wundervolle Augen hat sie!“ dachte John Arlt.„Und wie schön müssen diese Augen sein, wenn der jetzt verborgen in ihnen schimmernde Glanz auf einmal aufleuchtet!“ Laut sagte er:„Ich möchte beinahe behaupten: Ja, es gelingt ihm! Denn dieser junge Deutsche hat den Teufel im Leibe? Es war bewundernswert, mit welcher Ruhe er gestern die ganze Sache in Doktor Leasings Klinik machte...“ „Ich würde mit meinem Vater irgendwohin fahren, wo er nichts mehr von Buck Dymon zu befürchten hat!“ meinte sie nach einer Pause. John Arlt stand auf, zündete sich eine neue Zigarette an und ging ein paarmal auf und ab. „Er könnte bald zurück sein!“ „Wenn ihm nur nichts geschieht...“ Er bemühte sich, ein sorgloses Gesicht zu zeigen. „Ich glaube, leichtsinnig ist er nicht... er überlegt genau. wie er etwas anpacken muß.“ Es waren tote Minuten, die sie durchlebten. Minuten. deren lastende Schwere sie überbrücken versuchten mit irgendwelchen Worten. Es war in diesen Augenblicken ganz gleich, was gesprochen wurde. Nur das Schweigen wollten sie nicht wieder aufkommen lassen, das sie bedrückte, über ihnen lag wie etwas Unbezwingliches. John Arlt setzte sich wieder. Im selben Augenblick schlug draußen die Glocke an. Sie fuhren beide zusammen. Sie hörten, wie eine Angestellte des Boardinghouse die Korridortür öffnete, hörten rasche, feste Schritte näherkommen— und dann wurde die Tür aufgerissen. Jupp Anders stand vor ihnen. Mit hellen Augen, lachendem Gesicht. In der rechten Hand schwang er ein längliches Paket. Elinor Walkers war aufgesprungen. „Wo ist mein Vater?“ fragte sie hastig. Jupp Anders kam näher. „Er ist ausgerückt!“ sagte er.„Der Wächter scheint einen Augenblick lang nicht aufgepaßt zu haben... und diesen Augenblick benutzte Ihr Vater, um zu fliehen. Wo er jetzt ist, weiß ich leider nicht... aber etwas anderes habe ich hier!“ Er warf das Paket auf den Tisch. Oeffnete es. „Was ist das?“ fragte John Arlt interessiert. „Alle Papiere, die mit der Erbschaftssache zusammenhängen. Auch das Testament! Ohne diese Papiere können die Herrschaften nichts anfangen! Die Testamentseröffnung muß verschoben werden!" John Arlt griff hastig zu, schlug die Papiere auf, blätterte in ihnen. Jupp Anders hatte recht. „Woher haben Sie das?“ „Ich war erst in Mister Walkers' Wohnung und erfuhr dort durch das Mädchen, daß er vor ganz kurzer Zeit die Wohnung verlassen hatte. Der Mann, der ihn zu bewachen hatte, ist ebenfalls aufgeregt davon. Ich habe mir erst einmal in Ruhe das Zimmer angesehen und ein kleines Mikrophon gefunden, das jedes in diesem Zimmer gesprochene Wort in einen anderen Raum des Nebenhauses trug, in dem Buck Dymons Kumpane sitzen. Dahin führte außerdem ein geschickt gemachter Nebenanschluß, der ihnen auch jedes Telephongespräch verriet...“ „Und dann?“ „Dann sagte ich mir, daß es das beste wäre, in Mister Walkers' Anwaltsbüro zu fahren. Dort war er natürlich nicht. Aber ich fand einen Mister Crafton, der die Leitung des Büros hatte. Der Mann empfing mich ziemlich mißtrauisch. Ich wußte nicht, ob es richtig sei, ihn zu orientieren... in der Sache kann man ja nicht vorsichtig genug sein. Jedenfalls fragte ich nach Mister Walkers. Ich müßte ihn in einer ungeheuer wichtigen Angelegenheit sprechen. (Fortsetzung folgt.) Der AnenKurt=Iitt 4* Cf- ang 19. Juli in Halberstadt werden die einzelnen Gaue tiges Programm vor, das als mol der Bleher sihre Meister ermittein. Niedersachsen:./9. Preis des Stauzwefs, ein Ausa — in Hildesheim. Westfalen: 24.128. Juni Meter, aufzuweisen hat. om Kal„ er We#e 1. Großer Preis von Ungarn Man muß es dem Königlich Ungarischen Automobil=Club schon lassen: er hat es verstanden, für seinen nach verschiedenen Ansätzen zum ersten Male vor sich gehenden Großen Preis von Ungarn eine überragende Besetzung zusammenzubringen. Keiner, der sich im europäischen Rennsport des letzten Jahres bewährt hat, fehlt und die Sieger der großen Veranstaltungen 1936 sind ohne Ausnahme am Start. Europameister Rudolf Caracciola, der Gewinner des Großen Preises von Monaco und Tunis. Achille Varzi, der sich den Großen Preis von Tripolis sicherte. Tazio Nuvolari. der Held von Barcelona, und der junge Rosemeyer, der überlegene Sieger des Internationalen Eifelrennens. sie alle kommen in das Budapester Volkswäldchen. Ihre Wagen stellen das beste dar. was zurzeit erdacht und verwirklicht ist; der Dreizackstern von Mercedes=Benz. die vier Ringe der Auto=Union, die schwarzen Pferdchen der Ferrari Alfa bürgen dafür. Während die deutschen Werke ihre Vorherrschaft durch je zwei Siege erhärtet haben, ist den Italienern bis jetzt erst ein Sieg geglückt. Mit unverminderter Schärfe tobt daher der erbitterte Kampf zwischen Zwickau=Untertürkheim gegen Modena weiter. Die auf den gepflegten Straßen zusammengestellte 5 Kilometer lange Strecke, die fünfzigmal zu durchfahren ist, ist sehr kurvenreich und weist nur eine einzige Gerade von etwa 700 Meter Länge auf. Der Kurs gleicht zwei vielfach aus= und eingebuchteten Schleifen, die sich an einer Stelle bis auf 20 Meter nähern. Trotz der Kurven ist er ungefährlich, da die Straßenbreite mit durchschnittlich 11 Meter volle Sicherheit für ein einwandfreies Rennen bietet. Nicht etwa, daß die Strecke leicht sei. sie wird sich als eine der schwersten entpuppen, so daß nach John Brighton, einem der hervorragendsten Straßensachverständigen, der Sieger den Titel „ungekrönter Fürst der Rennfahrer“ verotent... g. L Wem 2 Seimar emisest Wem kann diese Wurde zufallen: Keiner zweifelt daran, daß es einer der schon erwähnten Asse von Mercedes=Benz. Auto=Union oder Alfa Romeo sein wird. Gewiß: keiner der Gegner auf vollwertigem Fahrzeug ist zu unterschätzen, nicht Hans Stuck, nicht M. von Brauchitsch, nicht Louis Chiron und nicht Tonio Brivio. Ungarns Meisterfahrer Ladislaus Hartmann startet auf einem Maserati. und sogar Amerikas Farben sind durch den Fordspezial des Rumänen Cristea vertreten. Und nochmals Unentschieden Mittelrhein— Niedersachsen:2(:1) Auf ihrer Westdeutschlandreise erledigten die Niedersachsen am Mittwoch in Düren ihr drittes Gastspiel gegen eine Mittelrhein=Auswahl. Die Gäste erstritten ein verdientes Unentschieden von :2.— Bis 20 Minuten vor Schluß sah es allerdings nach einem Erfolg der Niedersachsen aus, die durch Heidemann in der 13. und Mayer in der 20. Minute der zweiten Halbzeit mit:0 in Führung lagen. Eine schöne Innenkombination des Mittelrheinangriffs führte in der 24. Min. durch Pfeiffer zum:1 und durch Kopfstoß Schlawitzkis in der 26. Min. zum:2.— Dem Treffen wohnten rund 2000 Zuschauer bei. Leichums Doppelerfolg In der Heeressportschule zu Wünsdorf bestritten eine Berliner Auswahl und die besten Leichtathleten der Wehrmacht Einladungskämpfe, bei der es sehr gute Leistungen gab. Im Gesamtergebnis siegten die Wünsdorfer mit 60:57 Punkten. Die beste Leistung vollbrachte der Polizist Hans Woellke, der im Kugelstoßen mit 16,54 Meter(wie kurz schon gemeldet) einen neuen deutschen Rekord aufstellte. Einen Doppelerfolg hatte ferner noch Feldwebel Leichum zu verzeichnen. Im Weitsprung schaffte er 7,13 Meter, und den 100=Meter=Lauf gewann er auf der weichen Bahn noch in der guten Zeit von 10,5 Sekunden.— Ueberraschend schwach war Martens im Hochsprung, denn er schied schon bei 1,80 Meter aus.— Gehmert vom Berliner SC und Augustin=Allianz brachten es auf 1,88 Meter. 19. Juli in Halberstadt werden die einzelnen Gaue ihre Meister ermitteln. Niedersachsen:./5. Juli in Hilbeohlm. Wesrsalen: 27./28. Juni in Bielefeld. Niederrhein:./5. Juli in Leverkusen=Wiesdorf. Mittelrhein: 5. Juli in Brühl. Nordhessen: 12. Juli in Marburg. Südwest:./5. Juli in Bad Dürkheim. Meisterschaft der Deutschen Meere. Die Meisterschaft der Deutschen Meere wird auch in diesem Jahre im Rahmen einer internationalen Veranstaltung in Zoppot durchgeführt. Der Danziger Schwimm=Verein führt den Titelkampf am 11. und 12. Juli durch. Die Meisterschaften werden auf einer 3000 Meter langen Strecke ausgetragen. Die Wettbewerbe sind offen für Männer, Frauen, männliche Jugend. Angehörige der Wehrmacht, Polizei und NS.=Formationen. Meißner(Wasserfreunde Hannover) und Käte Hanicke(SV. Dresden) sind die Titelverteidiger bei den Männern und Frauen. Meldeschluß ist am 1. Juli. Pferdesport Galopprennen in Köln=Merheim Mit acht Rennen setzt der Kölner Rennverein seinen Gästen am Sonntag ein überaus reichhaltiges Programm vor, das als Hauptereignis den Preis des Stavschefs, ein Ausgleich 2 über 1800 Meter, aufzuweisen hat. Im übrigen hat der Rennverein für den ersten Tag seines Juni=Meetings ein ausgezeichnetes Nennungsergebnis gefunden, so daß mit großen Feldern auf der Merheimer Bahn zu rechnen ist. Unsere Voraussagen: 1. Rennen: Mitropa, Debatte; 2. Rennen: Hut ab— Bronceluster; 3. Rennen: Ma Clochette, Gassenjunge; 4. Rennen: Sisaro, Leithirsch; 5. Rennen: Palastherold, Gnom; 6. Rennen: Glanz, Laufpaß; 7. Rennen: Janina, Enthusiast; 8. Rennen: Hagestolz, Lertha. Rennen zu Longchamp: 1. Rennen: 1. Rosetown(Dupuit), 2. Marmone. 3. Scrap. Sieg 34:10, Platz 15. 18. 22:10.— 2. Rennen: 1. Lokma(Bridgland), 2. Le Ner, 3. Fays le Veneurs. Sieg 44:10, Platz 15, 14, 15:10.— 3. Rennen: 1. Tizona(Rabbe), 2. Formor, 3. Cocardier. Sieg 31:10. Platz 18, 32:10.— 4. Rennen: 1. Baron’Urfé, 2. Tra Mek, 3. Intrevide. Sieg 134:10, Platz 51, 61. 69:10.— 5. Rennen: 1. Trapolin(Duforez), 2. Majestic, 3. El Mers. Sieg 61:10. Platz 21, 12:10.— 6. Rennen: 1. Kirfox (Delaurie), 2. Dilemne II. 3. Galonniere. Sieg 72:10, Platz 31, 54, 86:10. Handet und Inldusirle Sport=Spritzer Fußball am Niederrhein. Am Mittwoch kamen im Gau Niederrhein einige Freundschaftsspiele zum Austrag. Turn Düsseldorf besiegte Union Hamborn glatt mit:0(:), während SSV. Elberfeld gegen Duisburg 99 mit:3(:2) unterlag. Hamborn 07 siegte über VfvB. Ruhrort mit•0 (:0) und Duisburg 08 war im Lokaltreffen über Duisburg 1900 sicher mit:0(.0) erfolgreich. Grün=Weiß Viersen verlor gegen Rot=Weiß Oberhausen:4(:). Hans Woellke schaffte 16,54 Meter! Bei einem Leichtathletik=Treffen Brandenburg gegen Wehrmacht in Wünsdorf gelang es dem Berliner Polizisten Hans Woellke in Wünsdorf, einen neuen deutschen Rekord im Kugelstoßen aufzustellen. Er schaffte die ausgezeichnete Meite von 16,54 Meter und übertraf damit seine##te Marke von 16,33 Meter aus dem Vorjahre ganz beträchtlich. Paul Prenzel ausgezeichnet. Auf Grund langjähriger Aufbauarbeit im Dienste des Deutschen Schwimmsports wurde dem Schwimm=Kreisführer Paul Prenzel=Düsseldorf die goldene: Ehrennadel des Deutschen Schwimm=Verbandes verliehen. Heute betreut Paul Prenzel die Düsseldorfer Schwimmer in vorbildlicher Weise. Ueber 30 Jahre ist er Mitglied des SV. Düsseldorf 98, für den er in den Vorkriegsjahren oft erfolgreich war. Gustav Eders dritter Sieg in USA. Der frühere Weltergewichts=Europameister Gustav Eder(Dortmund) konnte auch seinen dritten Kampf in den Vereinigten Staaten zum Siege gestalten. In Newark schlug er den Amerikaner Jay Macedon durch technischen K. o. in der 7. Runde. Gau=Meisterschaften der Schwimmer. Vor den Deutschen Schwimm=Meisterschaften vom 17. bis Bericht der Rheinisch-westfälischen Börse Düsseldorf, 18. Juni. Die Börse zeigte nach dem gestrigen festen Schluß keine einheitliche Kursentwicklung. Die Geschäftstätigkeit hielt sich in engen Grenzen und die Haltung war eher unsicher. Farben lagen zunächst 11/8 Prozent höher im Markt, gaben dann aber meist nach. Goldschmidt wurden 2¼ Prozent höher bezahlt. Von Montanwerten konnten Ver. Stahl und Mannesmann ½ Prozent gewinnen. Hösch gingen und Klöckner 1½ Prozent höher um, dagegen lagen Dahlbusch 1 Prozent und Rheinstahl 1⅜ Prozent billiger im Markt. Zu behaupteten Kursen verkehrten Rhein. Braunkohle und Dtsch. Erdöl. Maschinenaktien nicht einheitlich. Muag konnten den kleinen Anfangsgewinn im Verlaufe nicht ganz behaupten. Rheinmetall gingen zu gestrigen Kursen um. Elektrowerte still. Siemens 4 Prozent höher bezahlt, dagegen Schuckert und Felten 1 Prozent niedriger genannt. RWE. erneut leicht anziehend. Kaliaktien wenig verändert bei kleinem Geschäft in Wintershall. Von Anleihen Altbesitz knapp behauptet gefragt. Hösch leicht gebessert, die übrigen Werte wenig verändert. Reichsbahnvorzüge etwas billiger umgesetzt. Auf dem Kuxenmarkt blieben die Kohlenkuxe bevorzugt, von denen Constantin bei mehrfachen Umsätzen leicht gewinnen konnten. Carolus gingen zunächst behauptet um, wurden dann aber etwas billiger abgegeben. Diergardt gaben bei mehrfachen Umsätzen bis 75 RM. nach. Auch Deutschland konnten sich nur knapp halten. Von Braunkohlenwerten blieben Michel weiter höher gesucht. Von Kalikuxen wurden Einigkeit zu besseren Kursen aus dem Markt genommen. Beienrode gingen mehrfach gut behauptet um. Erhöhte Nachfrage bestand für Siegfried, Maria Glück und Heimboldhausen, während die elsässischen Werte leicht zur Schwäche neigten. Von Kohlenaktien wurden Lothringen erneut lebhafter gehandelt, die bis 2 Prozent höher bezahlt wurden. Auch Ewald lagen gebessert im Markt. Von Kohlenaktien konnten Burbach 1½ Prozent gewinnen. Von Freiverkehrswerten Karstadt 5 Prozent und Gödhardt 3 Prozent gesteigert. Lebhafteres Geschäft entwickelte sich in Dinnendahl und Alexanderwerk bei leicht anziehenden Kursen. Sonst gingen noch Dolorit und Humbold behauptet um. Von Stadtanleihen Hagener behauptet gehandelt. Industrieanleihen behauptet bei kleinen Umsätzen in Farben, Basalt und Harpener. Im Verlaufe ergaben sich leichte Schwankungen, doch blieb die Haltung ziemlich behauptet. Auf dem Kassamarkt konnten Mülheimer Berg 2½ Prozent gewinnen, Cement Heidelberg und Gerresheimer Glas 1 Prozent höher bezahlt. Auch Schieß Defries leicht gebessert gehandelt. Von Brauereiaktien Dortmunder Ritter erneut höher im Markt. Bankaktien gut behauptet, nur Reichsbank 1 Prozent gedrückt. hl. 76=77 Kilo, frei Berlin 220.—; märk Futterweizen 218.—: gesetzlicher Erzeugerpreis für die Preisgebiete W VI 206, W VII 207, W VIII 208. W IX 209. W X 210. W XII 212, W XIV 214: gesetzlicher Mühleneinkaufspreis plus—6 RM.: Stimmung: ruhig.— Roggen(für 1000 Kilo in RM.): Märk. Roggen, Durchschnittsqual.(an Auswuchs. Besatz. Bruch, Schmachtkorn sind zusammen 2% zulässig). Gewicht pro Hektoliter 71=73 Kilo. frei Berlin 183.00: gesetzl. Erzeugervreis für die Preisgebiete R V 169, R VI 170, R VII 171, R VIII 172. R XI 175, R XII 176, R XIII 177; gesetzlicher Mühleneinkaufsvreis plus—6 RM.. Stimmung: ruhig.— Gerste(für 1000 Kilo in RM.): Futtergerste. Gewicht pro hl. 59=62 Kilo. gesetzlicher Erzeugervreis für die Preisgebiete G V 174, G VI 175. G VII 177. G VIII 180. G IX 182. Stimmung: ruhig.— Hafer(für 1000 Kilo in RM.): Märk. Hafer. Durchschnittsqual., Gewicht pro hl. 48=49 Kilo. gesetzt. Erzeugervreis für die Preisgebiete H IV 162, H VII 166. H X 169. H XI 171, H XIII 174, H XIV 176. Stimmung:(—).— Weizenmehl(ohne Ausland). Type 790(Basistype). nach Skala Prof. Mohs(in RM für 100 Kilo brutto einschl. Sack): gesetzl. Erzeugerpreis für die Preisgebiete(Bezirksst. X der.=V. Berlin): II 27.55, III 27.55, V 27.55, VI 28.00. VII (Soldin=Arnswalde) 28.00. VII(Luckau=Calau) 28.15, VIII 28.40, IX 28.40, X 28.40, XII 28.80, XIV 29,10, mit 10% Ausland.50 RM., mit 20% .00 RM. Aufgeld: zuzüglich.50 RM. Frachtausgleich, bei Abnahme von mindestens 10 To. frei Empfangsstation gemäß Anordnungen der WirtMärkte Berliner Metall=Notierungen Berlin, 18. Juni.(Amtlich.) Elektrolytkupfer (wirebars), prompt. cif Hamburg, Bremen oder Rotterdam 52.50: Original=Hütten=Aluminium, 98 bis 99%6. in Blöcken 144; desgl. in Walz= oder Drahtbarren 148; Reinnickel, 98—99%6 269 RM. für 100 Kilo. Silber in Barren, ca. 1000 fein, per Kilo 38—41 RM. Warenmärkte Berliner Getreidegroßmarkt Berlin, 18. Juni.(Zu= u. Abschläge für Weizen. Roggen= und Futtergetreide gemäß Anordnung des Getreidewirtschaftsverhandes„Kurmark“.) Weizen (für 10000 Kilo in Am): Märk. Weizen. Durchschnittsqual.(an Auswuchs. Besatz, Bruch. Schmachtkorn, Rost sind zusammen 3% zulässig). Gewicht pro schaftlichen Vereinigung.— Roggenmehl(in RM. für 100 Kilo brutto einschl. Sack). Type 997(nach Skala Prof. Mohs): gesetzt. Erzeugervreis für die Preisgebiete(Bezirksstelle X der W. V. Berlin): 1 2 1. 1 0, I I 2 1. 2 0. I V 2 1. 4 5. V 2 1. 5 5, V I 2 1. 6 5. V I I 21.80, VIII 21.90, XI 22,25. XII 22.35, XIII(Bln.) 22.45: zuzüglich.50 RM. Frachtausgleich, bei Abnahme von mindestens 10 To. frei Empfangsstation gemäß Anordnungen der Wirtschaftlichen Vereinigung: Type 815+.50 RM., Type 700+.25 RM., Type 610+2 RM.— Kleie: Weizenkleie(in RM. für 100 Kilo brutto einschl. Sack ab Mühle einschl. Verladungskosten das.): ges. Erzeugeror. f. d. Preisgeb.(Bezirksst. X d. W. V. Bln.): II 11.15. III 11.20. V 11.20. V1 11.35, VII(Soldin=Arnswalde) 11.40. VII(Luckau=Calau) 11.10. VIII 11.50. IX 11.55. X 11.60. XII 11.70. XIV 11.85; zuzügl..50 RM. Ausgleichsbetrag für 100 Kilo. Bei Weizenvollkleie kann ein Aufschlag von.50 RM. für 100 Kilo berechnet werden.— Roggenkleie(in RM. für 100 Kilo brutto einschl. Sack ab Mühle einschl. Verladungskosten das.). ges. Erzeugerpreis f. Preisgeb. (Bezirksst. X d. W. V. Bln.): I 10.10, II 10.15. IV 10,30. V.95, VI 10.40. VII 10.45, VIII 10.10. XI 10.30, XII 10.40, XIII(Bln.) 10.45, zuzügl..30 RM. Ausgleichsbetrag für 100 Kilo. Bei Roggenvollkleie kann ein Aufschlag von.00 RM. für 100 Kilo berechnet werden.— Für 100 Kilo in RM. ab Station: Erbsen. Vikt., neue 35—38, feinste Sorten über Notiz: kleine Erbsen 32—35.50: Futtererbsen 24—26; Peluschken 32—35; Ackerbohnen 20—22; Wicken, deutsche 30—31. Ostseewicken 30 bis 31: Futterwicken 17.50—19.50; Luvinen, blaue 18.50—20.00, gelbe 31.00—32.50; Seradella, neue 41—45(Rohware unplombiert): Leinkuchen. Basis 37% ab Hamb. 17.30 inkl..60 MZ.: Erdnußkuchen, Bas. 50% ab Hamb. 16.90 inkl..30 MZ.: Erdnußkuchenmehl, dtsch. Mahlung 18.10; Trockenschnitzel, ab Fabrik 9,50; extrah. Soyabohnenschrot. 45%. ab Hamburg 15.50 inkl..60 MZ., dito ab Stettin 15.90 inkl..60 MZ.: Kartoffelflocken. Parit. wagggonfrei Stolv. Ramslau als Verladestation 18.60. dito Parit. Bln. 19.80 brutto für netto inkl. Paviersack. Großmarkt für Getreide und Futtermittel, e.., zu Dortmund Dortmund, 18. Juni. Erzeugervreise für die Festpreisgebiet der Provinz Westfalen für Juni 1936. Weizen, 76=77 kg: W XVIII 218. W XVI 216. W XIII 213. W XII 212, W IX 209: Roggen, 71=73 kg: R XVIII 183, R XVI 181, R XV 179, R XIII 177, R XI 175; Hafer, 48=49 kg: H XIX 181. HXVIII 180, H XVI 178. H XV 177. H XIV 176. H XIII 174: Futtergerste. 61=62 kg: G XIV 190. G XIII 188. G XII 187. G XI 185. G X 184 RM. Handelsvreise Frachtlage Dortmund. Weizen mit Kontingent=Marken, Mühlenfestpreise nicht angeboten: Roggen mit Kontingent=Marken, Mühlenfestpreise nicht angeboten: Westfälischer Futterhafer nicht angeboten: Westfälische Futtergerste nicht angeboten.— Mehl. Die Grundvreise für Weizenund Roggenmehl. Weizen= und Roggenkleie. Die Zuschläge bzw. Handelsspannen errechnen sich nach den gesetzlichen Bestimmungen. Weizenmehl. Type 790• W XVIII 28.65, W XVI 28.65. W XIII 28.16. W XII 28.15, W IX 28.15: Roggenmehl. Type 997: R XVIII 23.15, R XVI 23.00. R XV 22.95, R XIII 22.75. R XI 22.55; Weizenkleie: W XVIII 12.05. W XVI 11.95. W XIII 11.75, W XII 11.70. W IX 11.55: Roggenkleie: R XVIII 10.80. R XVI 10.70. R XV 10.55, R XIII 10.45, R XI 10.30: Weizenfuttermehl W 18: 14.55 ab Mühle: Roggenfuttermehl R 16: 13.20 ab Mühle. Amtliche Berliner Devisenkurse Berliner Börsenkurse vom 18. Juni 1936 18.6 11 6 II.e u 4 Anleihen: O..-Anl. 27 O..-Inl. v. 29 Banken: Com.- u. Privat-Bk. Otsch. Bk. u. Diskt. Dresdner Bank Reichsbank Rh.-Westf. BodenCred. Verkehrswerte: Reichsbahn.-A. Hapas Nordd. Lloyd Brauereien: Dortm. Aktien Dortm. Ritter Dortm. Union Schlegel-Scharp. Wicküler-Küpper Sonstiges: Aku .E. G. Bemberg I. P. Chem. Ind. Gelsenk. Cont. Cautsch. Daimler Mot. Otsch. Erdöl El. Licht u. Kraft Eschw. Berzw. -Farbenind. Felten-Guillaume Friedrichshütte Gebbard& Co. Gelsenk. Bergw. 101% 93½ 94¾ 95. 196. 126.— 1231 14 ¼ 15½ 186 117% 214. 67.— 36 ¼ 85% 19216 125. 132⅛ 155 17219 134½ 133. 101% 93¼ 94¾ 95.— 197. 125½ 123¼ 14½ 16⅝ 186.— 115½ 313½ 56¼ 36 ½ 86.— 192.— 123% 131¾ 153% 171¾ 134½ 134 Ges. t. el. Unt. Goedh. Gebr. Goldschmidt Harpener Berg Hoesch-Eisen-KölnNeuessen Kall Aschersieben Klöcknerw. Köln Gas u. Elek W. Kreift Kromschröder G. Kronprinz Metall Küppersbusch Lahmeyer Mannesm.-Röhren Mansfeld Maschb.-Untern Mülh. Bergw. Phönix Bergw. Rhein. Braunk. Rh. Elektrizität Rhein-Spiegel Rhein-Stahl Rh.-Westf. Elektr. Rhein-West Kall Roddergrube Salzdetfurth Schött, Herm. Schwelm-Eisen Siemens u. Halske Stolb. Zinkb. Stollwerck Westdtsch. Kaufh. Ver. D. Nickel Ver. Glanzst. Elbt. Ver. Stahlwerke Warstein Gruben Wasserw. Gelsenk, 142 120¼ 115. •9% 110. 133. 10 4½ 78½ 79 109.— 167 127½ 101“ 136¾ 112⅜ 166½ 346½ 891 133. 135 ¼ 204.— 75½ 114.— 138. 95⅞ 73½ 141¾ 121¾ 1123 129½ 109.— 132% 105. 79⅞ 80 110¾ 163. 140. 101 ½ 126 ¼ 110¾ 154— 246 ¼ 138.— 89⅞ 134½ 135% 183.200.77.— 1121 164.— 136.95⅞8 73½ Westeregeln Westdtsch. Kaufbof West-Draht Hamm Westfälische Landesbankanl.: 6% Prov Feing. 25 6% dto. 26 6% dto. 27 R 1 6% Komm. Obl. 28/29—3 75 dto. 30 R 4 6% Goldpfdbr. R 1 Westf. Provinzialanleibe-Auslosg Festverzinsliche Werte: 5% Preuß. Ld.-Br.anstalt R. 19 %5 dto. 4 625 dto. 11 6% dto. 13/15 6% dto. 21 5% dto. Komm 20 %5 dto. 16 %5 dto. 6 %5 dto. 8 5% Pr. Centr.-Bod u. Pfdbr. Fm. 1 625 dto. Komm. Obl. 1 Durchschnittek, der Steuergutscheine 18 6 17 6 166½ 1166 130 46¾ 94.10 94 94 ¼ 93% 93⅜ 95½ 115¼ 97½ 97•5 97 ½ 95. 95 95 95 97.— 94¼ 109 131 7½ 126.— 94¼ 94¼ 94½ 93# 93 ¼ 95½ 115.— 97½ 97½ 97½ 95.— 97.— 94¼ 109½ —+ bedeutet ohne Angebot und Nachtrage Der junteris Sendratstae Streiche eines Hochstaplers— Auf der Suche nach einer Millionenbraut Den Wiener Kriminalbehörden ist es auf die Anzeige eines Büroangestellten hin gelungen, einem gefährlichen, seit längerer Zeit gesuchten Hochstapler das Handwerk zu legen. Der Verbrecher hat bei seinen Abenteuern eine Phantasie entwickelt, die geradezu romanhaft anmutet. Bei seinem zuletzt versuchten Coup trat er sogar als Generalstabsoffizier in großer Uniform auf. Als solcher, und zwar als ein angeblicher Hauptmann Ingenieur Rainer von Peter, erschien er eines Tages, offensichtlich in großer Erregung, in den Räumen eines bekannten Wiener Ehevermittlungsbüros. Er erkundigte sich zunächst, ob ihm völlige Diskretion zugesichert sei und erzählte dann, nachdem man die Frage jaht hatte, daß er Generalstabsoffizier sei, große Schulden gemacht habe und dringend sofort eine reiche Braut brauche. Der auffallend elegant gekleidete Kunde drohte sogar mit Selbstmord auf der Stelle, wenn der Angestellte des Büros, dem er seine Wünsche vorgetragen hatte, nicht umgehend das Entsprechende veranlasse. Die geheimnisvolle Baronin Der junge, noch unerfahrene Angestellte des Büros, der in Abwesenheit seines Chefs den ganzen Betrieb führte, kratzte sich zunächst verlegen hinterm Ohr, meinte dann aber, er selbst habe in Gmünd reiche Verwandte sitzen, die ihrerseits wieder die Tochter eines wohlhabenden Industriellen kannten und diese junge Dame möglicherweise zu der Ehe mit dem Herrn Generalstabsoffizier bewegen würden. Der„Herr Hauptmann“ war restlos begeistert und erklärte, man könne mit seinem Dienstauto sofort die Fahrt nach Gmünd antreten. Noch auf der Fahrt durch die Straßen Wiens scheint es sich der Gauner jedoch anders überlegt zu haben. Er behauptete nun, noch rasch in seine Wohnung ins Theresianum(ehemaliges Adelskollegium) fahren zu müssen, um eine Wechselaffäre in Ordnung zu bringen. Dort im Theresianum wurde dem jungen Angestellten tatsächlich eine Baronin von P. vorgestellt, mit der sich der„Herr Generalstabsoffizier" alsbald zu einer geheimnisvollen Unterredung zurückzog. Ein Blick ins Verbrecheralbum genügte.. Nach vier Tagen Aufenthalt war die Pensionsrechnung bereits auf über 200 Schilling angewachsen. Da der„Herr Hauptmann“ selbstverständlich in der berühmten momentanen Verlegenheit war, veranlaßte er den Angestellten, einen Postsparkassenscheck auf den Namen seiner Firma in Wien auszustellen. Dieser Postscheck wurde in Zahlung gegeben, aber später beanstandet. Die Polizei, an die sich die Pensionsinhaberin gewandt hatte, erklärte, daß der Angestellte keine Unterschriftsberechtigung besäße, sodaß also der Scheck keine Gültigkeit habe. Der„Herr Hauptmann“ verlor aber noch immer nicht seine Kaltblütigkeit. Er schickte den Angestellten sofort nach Wien zurück, wo dieser sich von seinem Chef die entsprechende Vollmacht verschaffen sollte. Aber der Chef war noch immer nicht zurückgekehrt. In seiner Vertrauensseligkeit behob nun der Angestellte des Ehevermittlungsbüros sein Maigehalt, um dem vornehmen Kunden aus der Klemme zu helfen. Irgendwie hat der junge Mann dann aber doch Verdacht geschöpft und ging in Wien auf die Polizei, um sich zu erkundigen. Dort legte man ihm das Verbrecheralbum vor. Ein einziger Blick genügte um den famoser „Hauptmann des Generalstabes“ wiederzuerkennen. Es handelte sich in Wirklichkeit um einen „Deld her oder ich süllege. Den Wagen des Filmschauspielers hans Brausewetter gestohlen Reichsfüh Vor der 17. Großen Strafkammer des Berliner Landgerichts hat soeben ein Prozeß gegen eine der gefährlichsten Autodiebesbanden, die je die Reichshauptstadt unsicher gemacht haben, begonnen. Die Verhandlung, die unter dem Rubrum „Lorentzen und andere“ läuft, richtet sich gegen insgesamt zwölf Angeklagte, denen schwerer Diebstahl, versuchter gemeinschaftlicher schwerer Raub, Urkundenfälschung und Hehlerei zur Last gelegt wird. Die Arbeitsweise der Bande, die sich zum Teil aus alten Berufsverbrechern zusammensetzt, gegen die der Staatsanwalt vermutlich die Sicherungsverwahrung beantragen wird, war stets die gleiche. Nachdem die Kolonne sich zunächst ausschließlich auf den Diebstahl von Kraftwagen gelegt hatte und dabei mit beispiellosem Erfolge arbeitete, stellten sich die Banditen, als die Polizei eines Tages mehrere ihrer Hehlernester aushob, auf Geschäftseinbrüche um. Des Nachts fuhren die Burschen in einem gestohlenen Auto vor irgendeinem Geschäft vor, zertrümmerten die Schaufensterscheibe und rissen aus den Anlagen blitzschnell alles heraus, was sie fassen konnten. Ihre Beute, in der Regel waren es Kleidungsstücke, Lebensmittel, Schreibmaschinen, Schuhe und Stoffe, schafften sie in den Kraftwagen und rasten davon, bevor die Polizei zur Stelle war. Ein tolles Stück leisteten sich einige Mitglieder der Bande am 19. März vorigen Jahres. In den frühen Morgenstunden lauerte das Haupt der Kolonne, der 24 Jahre alte Anton Lorentzen, zusammen mit einem Komplizen einem Hauswirt in der Berliner Straße in Niederschönhausen auf, der gerade von der Bank 1500 Mark abgehoben hatte. Mit dem Rufe:„Geld her oder ich schieße!“ stürzte sich Lorentzen auf den Mann. Dieser setzte sich jedoch so energisch zur Wehr, daß die Räuber von ihrem Opfer ablassen mußten. Sie sprangen in ein bereitstehendes Auto, das sie kurz zuvor gestohlen hatten, und flüchteten. Unter der großen der von der Bande gestohlenen Kraftwagen — Lorentzen allein werden zwölf Diebstähle zur Last gelegt— befindet sich übrigens auch der des Filmschauspielers Hans Brausewetter, der damit zum zweiten Male in einem Moabiter Diebstahlsprozeß eine Rolle spielt. Die Verhandlung dürfte mehrere Wochen in Anspruch nehmen. vielfach vorbestraften Hochstapler namens Peter Herzog. Die Verhaftung des Gauners erfolgte in einem Kaffeehaus in Graz. Der Marhats von=Ehamspbaus In Paris verhaftet— Die abenteuerliche Karriere eines Hochstaplers Das inspizierte Arbeitsdienstlager Als Ergebnis dieser Unterredung wurde der Plan einer Fahrt nach Gmünd vorläufig verschoben. Der„Herr Hauptmann“ erklärte nunmehr, er wolle zunächst nach Bozen reisen, um von seinem Vater, der angeblich in Italien lebte, 10 000 Lire zu erhalten. Am nächsten Morgen, pünktlich zur festgesetzten Stunde, erschien der Hochstapler in einer funkelnagelneuen Uniform und kurz darauf wurde auch mit dem Mietsauto— denn selbstverständlich hat es sich nie um ein Dienstauto gehandelt— die Fahrt nach Bozen angetreten. An diesem Tage kam der„Herr Generalstäbler“ mit seinem Begleiter, dem jungen Angestellten, der inzwischen sein Büro in Wien einfach zugemacht hatte, aber nur bis Reichenau. Hier, in Reichenau, hat der Gauner dann tatsächlich die Frechheit gehabt, mit seiner funkelnagelneuen Uniform das dortige Arbeitsdienstlager zu„inspizieren". Die„Inspektion“ scheint ganz zur Zufriedenheit des„Herrn Generalstabsoffiziers“ ausgefallen zu sein, denn er war bester Laune und machte nun seinem Begleiter den Vorschlag, in einer eleganten Pension in der Nähe Wohnung zu nehmen. Eine gewaltige Sensation bedeutete für Paris die dieser Tage erfolgte Verhaftung des Marquis Frederic Champpaus de Faremont, der in den ersten Kreisen der Hauptstadt Frankreichs als Inhaber hoher fremdländischer Orden und Auszeichnungen, als Gründer des Instituts für Kunst und Literatur, sowie als Präsident der Heraldischen Gesellschaft von Frankreich lange Zeit eine große Rolle gespielt hat, bis er nunmehr als gemeiner Betrüger und Hochstapler entlarvt wurde. Der Marquis Frederic Champpaus de Faremont hat eine wahrlich abenteuerliche Karriere hinter sich. Er wurde im Jahre 1886 in einem kleinen österreichischen Nest als Kind bettelarmer Eltern geboren. Mit 18 Jahren wurde er von einem ungarischen Baron adoptiert, der auf den aufgeweckten Burschen aufmerksam geworden war. Damit war für den jungen Mann das Tor zu der großen Welt geöffnet. Von jenem Augenblick an ging es sprunghaft aufwärts. Der adoptierte, junge ungarische Baron brachte es unter anderem zum persönlichen Ratgeber des Königs Nikita von Montenegro. In jener Zeit nahm er auch den wohlklingenden Titel eines Marquis Champpaus de Faremont an. Schon vor dem Jahre 1914 hat der Marquis von Champpaus durch unsaubere Geschäfte und gelegentliche Betrügereien unliebsam von sich reden gemacht. Alle diese Dinge wurden jedoch mit Ausbruch des Weltkrieges vergessen— die Menschheit hatte damals andere Sorgen. Der Marquis siedelte nach Paris über. Mit den bereits ergaunerten Millionen kaufte er sich zunächst ein prachtvolles Palais, in dem er bald als Grandseigneur Hof hielt. Die Aristokratie, die hohe Politik, Diplomaten, Dichter und Schriftsteller rechneten es sich zur Ehre an, als Gäste in dem Palais des Marquis von Champpaus zu verkehren. Ein Schmuckstück der Einrichtung bildeten die im großen Saal unter Glas ausgestellten Orden und Auszeichnungen. Es war eine wahre Musterkollektion. Merkte der Herr Marquis, daß einer seiner Gäste mit besonders sehnsüchtigen Augen nach den schönen fremdländischen Orden blickte, dann wurde das Geschäft entriert. Für—3000 Goldfranken konnte man jeden Orden erstehen— der Herr Marquis war gar nicht so! Jedenfalls soll das Geschäft geblüht haben. Die Dummen, die sich für ihr gutes Geld irgend so einen völlig wertlosen Orden von dem geschäftstüchtigen Marquis ausschwatzen ließen, wurden nicht alle. Trotzdem scheint der Marquis mit dem Geschäft noch nicht zufrieden gewesen zu sein. Also gründete er eine Zeitung, deren Aquisiteure im Grunde genommen nichts anderes zu tun hatten, als immer neue Opfer heranzuschleppen, die dann für das Blech, das man ihnen anhängte, regelrecht ausgenommen wurden, um so mehr, als inzwischen die Preise für die Orden und Auszeichnungen, die der Herr Marquis vermittelte, natürlich ganz bedeutend heraufgesetzt worden waren. Nachdem dieses Geschäft mit Titeln, Orden und Auszeichnungen genügend abgeworfen hatte, wandte sich der Herr Marquis einer neuen Branche zu. Er erklärte nun plötzlich, er sei Präsident und bevollmächtigter Vertreter eines südamerikanischen Wirtschaftsverbandes, der sich zur Aufgabe gesetzt habe, Industrie und Landwirtschaft in verschiedenen Republiken Südamerikas zu fördern. Selbstverständlich waren alle diese südamerikanischen Republiken gegen entsprechende Abfindung gerne bereit, einen Titel eines Ehrenkonsuls zu vergeben. Diese Titel kosten zwischen 40—100000 Goldfranken, aber die Leute zahlten auch diese Beträge, die dann natürlich alle in der Tasche des Marquis von Champvaus verschwanden, anstandslos. In seinen Mußestunden befaßte sich der Herr Marquis mit Schriftstellerei. Und nun gings wieder ans Geldverdienen. Dieser gerissene Hochstapler entwickelte dabei einen außerordentlichen Instinkt, sich jeweils den Umständen anzupassen. Er roch förmlich die Möglichkeiten, Kapital aus den Dingen zu schlagen. So befaßte er sich in den letzten Jahren hauptsächlich damit, gegen hohe Abfindungssummen ergangene Ausweisungsbefehle wieder rückgängig zu machen. Bei seinen Beziehungen zu den höchsten Stellen und Aemtern fiel ihm dies nicht schwer. Einige Kriminalbeamte schöpften dann aber doch langsam Verdacht. Sie gaben sich als Leute aus, die auch von solchen Ausweisungsbefehlen betroffen worden waren, suchten persönlich das Büro des Herrn Marquis von Champpaus auf und deckten auf diese Weise die Betrügereien auf. Der Herr Marquis sitzt bereits hinter Schloß und Riegel. Damit dürfte die abenteuerliche Laufbahn dieses Hochstaplers ein für allemal ihr Ende gefunden haben. Eine brasilianische Tragödie Missionare von wandernden Indianerstämmen ermordet Zwei englischen Missionaren ist es nach unsäglichen Mühen und Strapazen nunmehr gelungen, eine Tragödie, die sich im Innern Brasiliens abgespielt hat, aufzudecken. Es handelt sich um den mysteriösen Tod von drei anderen Missionaren der englischen evangelischen Feldmission von Para, die vor über einem Jahr in den Busch aufgebrochen waren, um dort ihr Bekehrungswerk zu vollenden. Einige Monate hindurch erhielt die englische evangelische Feldmission noch Nachricht von den drei tapferen Männern, bis dann plötzlich jedes Lebenszeichen ausblieb. So verging Monat um Monat. Als noch immer keine Nachricht von den drei Missionaren eintraf, entschloß man sich, Nachforschungen anzustellen. Zwei Mitglieder der Mission von Para wurden mit dieser schwierigen Aufgabe betraut. Sie fuhren den Yingu=Fluß aufwärts, um ihre Gefährten zu suchen. Nach längerer Zeit stießen sie auf Ueberreste von zwei Booten, die unzweifelhaft den vermißten Missionaren gehört hatten. Schon beim ersten Anblick dieser Ueberreste mußten die Missionare die Feststellung machen, daß die Boote gewaltsam zertrümmert worden waren. Nachfragen bei den dortigen Eingeborenen ergaben schließlich, daß die drei englischen Missionare von wandernden Indianerstämmen getötet und beraubt worden waren. Wohin die Indianer dann ihre Opfer gebracht haben, konnte jedoch nicht mehr ermittelt werden. Der geköpfte Fesselballon Flugzeug durchschnitt die Halteleinen— Ein abenteuerlicher Flug Zu einem merkwürdigen Manöverunfall kam es dieser Tage auf einem Truppenübungsplatz in der Nähe von Versailles. Dort war gegen 5 Uhr abends ein Fesselballon mit zwei Offizieren als Besatzung aufgestiegen, um Beobachtungen anzustellen. Fesselballon schwebte längere Zeit in einer Höhe zwischen 800 bis 1000 Meter. Plötzlich tauchte von irgendwoher ein Flugzeug auf, das in rascher Fahrt über den Truppenübungsplatz dahinflog. Das Flugzeug durchschnitt die Halteleinen des Fesselballons, ohne daß der Pilot scheinbar den Unfall merkte. Der geköpfte Fesselballon erhob sich sofort zu großer Höhe und entschwand allmählich den Blicken der Haltemannschaft, die sich anscheinend zunächst auch nicht erklären konnte, was eigentlich vorgefallen war. Schließlich gab man Alarm. Alle in der Nähe gelegenen Truppenübungsplätze und Fliegerstationen wurden telegraphisch benachrichtigt. Gleichzeitig stiegen mehrere mit Sendestationen ausgerüstete Flugzeuge auf, um dem Fesselballon und seiner Besatzung Hilfe zu bringen. Die beiden Offiziere, die in dem Fesselballon Platz genommen hatten, legten inzwischen eine recht abenteuerliche Fahrt zurück. Sie trieben steuerlos durch die Luft. Endlich gelang es aber doch, den Ballon nach einer unfreiwilligen Luftreise von über 80 Kilometer unversehrt wieder zu Boden zu bringen. Die Landung war ein Meisterstück, denn inzwischen war längst die Nacht hereingebrochen. plötzlich ohne ersichtlichen Grund abgestürzt. Die drei Insassen, der Kaffeehausbesitzer, der das Flugzeug selbst gesteuert hatte, dessen Ehefrau und ein Bekannter der Familie fanden den Tod. Obwohl sich Sachverständige tagelang bemühten, aus den Trümmern der Maschine auf die Ursache des schweren Unglücks zu schließen, ließ sich doch keine Erklärung finden Da Gerüchte aufgetaucht waren, daß ein Verbrechen vorliege, wurde der gesamte schriftliche Nachlaß der drei Verunglückten polizeilich beschlagnahmt. Tatsächlich erbrachte dann auch das Studium der Briefe und der tagebuchartigen Aufzeichnungen des Kaffeehausbesitzers, daß eine Eifersuchtstragödie vorlag. Die Ehefrau des Kaffeehausbesitzers hatte ihren Gatten mit dem Manne, der auch bei dem Absturz tödlich verunglückte, betrogen. Dies hatte der Ehemann bemerkt, und nachdem er sich davon überzeugt hatte, daß er sich unter keinen Umständen täusche, entschloß er sich, Selbstmord zu verüben und die beiden Ehebrecher mit in den Tod zu nehmen. Er lud die beiden Nichtsahnenden zu einem kleinen Rundflug ein, und zwar, wie aus seinem letzten Tagebuchblatt hervorgeht, mit der festen Absicht, seine Frau und deren Geliebten während des Fluges zur Rede zu stellen und danach das Flugzeug abstürzen zu lassen. Welche Szenen sich in dem Flugzeug kurz vor dessen Absturz abspielten, weiß selbstverständlich kein Mensch, denn von den drei Beteiligten hat ja keiner die Katastrophe überlebt. Es ist aber anzunehmen, daß der Kaffeehausbesitzer seinen in dem Tagebuch angekündigten Vorsatz in die Tat umgesetzt hat. Eifersuchtstragödie im Flugzeug Der erste Versuch dieser Art hat kürzlich in einem Militärlager in der Nähe von Moskau stattgefunden. Der Schäferhund, um den es sich dabei handelte, wurde zunächst mit einem Flugzeug in rund 1000 Meter Höhe befördert, dann band man ihm einen Fallschirm um und warf ihn in die Tiefe. Es ist alles gut abgelaufen. Der tapfere Vierbeiner landete glücklich und soll sogar ganz vergnügt mit dem Schweif gewedelt haben. Vermutlich freute sich das Tier eben, daß es seine Knochen noch beisammen hatte. Diese Versuche sollen wiederholt werden. Es besteht angeblich die Absicht, eine ganze Kolonne fliegender Sanitätshunde heranzubilden. Unserer Meinung nach ist das Tierquälerei. Witwe. Er schrieb ihr— vorsichtig wie der Mr. Holmes zu sein scheint— einen Brief, daß ihm ihr Bild recht gut gefallen habe und er ihr den Vorschlag mache, ihm zuerst sechs Monate hindurch die Wirtschaft zu führen. Diese Probezeit muß zur Zufriedenheit beider Teile ausgefallen sein, denn nun hat Mr. Holmes die Witwe geheiratet und sowohl seine Enkel als auch ihre Töchter wohnten der Hochzeit bei, zu der Leute aus den entferntesten Gegenden gekommen waren, die ebenfalls Zeuge des jungen Glücks sein wollten. Kotelekt mit Glasscherben... Der Trick eines Ein„junger“ Ehemann Der betrogene Ehemann läßt die Maschine abstürzen In der Nähe von Rio de Janeiro hat sich vor kurzem eine schwere Flugzeugkatastrophe ereignet. Ein Kabinenflugzeug. das einem wohlhabenden Kaffeehausbesitzer in Rio de Janeiro gehörte, war Der hund am Falischirm Womit man in Moskau Experimente macht Die Russen halten sich bekanntlich für die kühnsten und besten Fallschirmabspringer der Welt und versuchen immer, mit neuen Experimenten aufzuwarten. Jetzt werden sogar schon die Hunde zu Fallschirmabspringern ausgebildet. 92jähriger bekommt 160 Heiratsanträge In keinem Lande der Welt gibt es so viele Männer und Frauen, die in reiferem Alter die Ehe eingehen, wie in England. Soeben hat in einer englischen Stadt ein 92jähriger, Mr. Thomas Holms, ein Gärtner, der sich bei dem steten Aufenthalt in der Natur Gesundheit und Frische bewahren konnte, wieder den Wunsch gefühlt, sich eine Frau zu nehmen. Er ist schon dreimal verheiratet gewesen und hat in diesen Ehen anscheinend so ausgezeichnete Erfahrungen gemacht, daß ihn das Alleinsein nicht mehr freut und er aufs neue vor den Traualter treten will. Er ließ in einer Zeitung ein Inserat erscheinen, in dem er unter wahrheitsgetreuer Angabe seines Alters kund gab, daß er eine Frau haben wolle, die geneigt sei. ihm seinen Lebensabend zu verschönen. Nicht weniger als 160 Antworten liefen ein, und zwar war die jüngste Kandidatin im Wettkampf um Hand und Herz des greisen Freiersmannes 28 Jahre alt. die älteste hatte das biblische Alter überschritten und zählte 88 Lenze Die Wahl war dem alten Manne nicht leicht gemacht. Er entschied sich endlich für eine 34jährige In Lyon erschien vor einigen Tagen in einem dortigen Hotel ein Herr, der sich ein lukullisches Mahl bestellte, sich alles ausgezeichnet schmecken ließ und dann plötzlich zu seinem größten Erstaunen und Aerger entdeckte, daß sich im Essen Glasstücke befanden. Der Geschäftsführer erschien, konstatierte das Vorhandensein der Glassplitter erklärte, daß unter solchen Umständen der Gast das Essen selbstverständlich nicht zu bezahlen brauche. Merkwürdigerweise passierte dem gleichen Gaste dasselbe Mißgeschick in anderen Speisehäusern und immer wieder konnte er das Lokal ohne Zahlung verlassen, nachdem Wirt und Geschäftsführer sich in höflicher Form bei ihm entschuldigt hatten. Als am nächsten Tage der vornehme Gast wieder in einem Restaurant erschien und sich ein gutes Mittagbrot kommen ließ, machte jedoch der Kellner zufällig eine sonderbare Beobachtung. Nachdem der Herr drei Viertel der Mahlzeit verzehrt hatte, zog er verstohlen und vorsichtig seine Geldbörse hervor, entnahm ihr mehrere— Glassplitter und ließ sie in das Essen fallen. Der sofort benachrichtigte Wirt ließ sich die Geldbörse aushändigen und fand in ihr ein Lager von Glassplittern der verschiedensten Größen. am Grabe der vor Danzig dnb. Danzig, 18. friedhof in Danzi nachmittag in An SS. Himmler nahme der Bevölker nistischen Verbrecher Männer Ludwig Kameraden zu Gra Der Reichsführer Fizrers überbracht #n jüngsten Op ernsten Warnruf ar Reichsführer SS „Meine lieben tote Führer, der von tragt, euch seinen und die Kränze vo derzulegen. Und u1 SS. von euch zwe schied und sage ene am Grabe: Ihr w anständig, und hab ihr es im Eid gese eingesetzt. Ihr seid ein Opfer Staates in Europa den Haufen gerani hat das Opfer en und euer Opfer v geleitet worden u Grabe getragen wi einen tiefen Sinn. Ihr habt dazt deutsch bleibt, un Augen zu öffnen lebt. Und nun le und der Kamerad Männer der ES an eurem Grabe als letzten Befehl die dem SS=Mani ab wird der 5. St Namen„Fresso mit verrichten, in in eurem Geist al Von nun ab, lie erste Sturm der Namen„Ludwi den Dienst verric die beiden Helder den von Danzig, Tapferkeit und: wohl! Wir werde anderen Welt.“ Die Worte des den ungezählten Frauen, die sich hatten, mit tiefer Budapest. Reich brachte den Don Reichsverwesers A heute seinen 68. Reichsverweser ge den Vormittagstun gleitung des unga Imredy dorthin. von Mackensen w Kenderes. Paris. In der Mittwochnachmitte ringer Höhe ab. D 3. Klasse (273. Ohne Gewähr Bul jede hohe Gewinne auf die Lose 2 1. Ziehungstag In der heutigen! * Gewinne zu 2 Gewinne zu 6 Gewinne zu 2 Gewinne zu 14 Gewinne zu 201193 224048 18 Gewinne zu 124085 154111 42 Gewinne zu 74835 81501 94 217413 242553 363683 384923 178 Gewinne zu 33884 39780 4 67696 71615 7 97111 101479 114504 114739 153294 153773 182428 211108 224429 226695 245469 257070 280052 293137 299994 30185 326336 334390 342991 344250 358384 364690 393686 396856 In der heutigen 2 Gewinne zu 6 Gewinne zu 16 Gewinne zu 128203 161899 32 Gewinne zu 105459 113014 160879 283431 56 Gewinne zu 44828 71410 167906 172388 238231 252601 312767 315895 166 Gewinne z 82017 33384 50916 52260 79906 85360 109755 11639! 142961 14351: 156803 15705 183330 18343 191990 19314 225913 22596 236170 24902 274709 27538 318548 33715 873092 37926 Reichsführer 5s Himmler am Grabe der von Kommunisten erschossenen Danziger SS.=Männer dnb. Danzig, 18. Juni. Auf dem Garnisonfriedhof in Danzig wurden am Donnerstagnachmittag in Anwesenheit des Reichsführers SS. Himmler und unter ungeheurer Teilnahme der Bevölkerung die beiden von kommunistischen Verbrechern erschossenen Danziger SS.= Männer Ludwig und Fressonke von ihren Kameraden zu Grabe getragen. Der Reichsführer, der zwei große Kränze des Führers überbrachte, richtete am Grabe dieser in jüngsten Opfer des roten Terrors einen ernsten Warnruf an die Welt. Reichsführer SS. Himmler sagte wortlich: „Meine lieben toten Kameraden! Ich bin vom Führer, der von eurem Schicksal weiß, beauftragt, euch seinen letzten Treuegruß zu bringen und die Kränze von ihm an eurem Grabe niederzulegen. Und nun nehme ich als Reichsführer SS. von euch zwei braven SS.=Männern Abschied und sage euch und euren Kameraden hier am Grabe: Ihr wart gute Soldaten, treu und anständig, und habt eure Pflicht getan. So wie ihr es im Eid geschworen, habt Ihr euer Leben eingesetzt. Für alle andere Welt aber sage ich: Ihr seid ein Opfer des unseligen Treibens eines Staates in Europa, der fast einmal Europa über den Haufen gerannt hätte. Das deutsche Volk hat das Opfer eurer Kameraden von der SA. und euer Opfer verstanden. Ihr seid zu Grabe geleitet worden wie früher Fürsten nicht zu Grabe getragen wurden und damit hat euer Tod einen tiefen Sinn. Ihr habt dazu beigetragen, daß„Danzig deutsch bleibt, und tragt dazu bei, auen vie Augen zu öffnen für die Gefahr, in der Europa lebt. Und nun lege ich als Zeichen des Dankes und der Kameradschaft der gesamten 200 000 Männer der SS diesen Kranz der Schutzstaffel an eurem Grabe nieder. Und ich verkünde euch als letzten Befehl des Führers, als höchste Ehre, die dem SS=Mann widerfahren kann: Von nun ab wird der 5. Sturm der Motorstandarte 7 den Namen„Fressonke“ tragen und euren Dienst mit verrichten, in eurem Geist marschieren und in eurem Geist anständige Soldaten sein. Von nun ab, lieber Kamerad Ludwig, wird der erste Sturm der 71. Standarte„Weichsel“ den Namen„Ludwig“ tragen und in deinem Geist den Dienst verrichten. Die beiden Namen und die beiden Heldengräber mahnen euch, Kameraden von Danzig, es den beiden gleichzutun an Tapferkeit und Anständigkeit und damit: lebt wohl! Wir werden uns ja wiedersehen in einer anderen Welt.“ Die Worte des Reichsführers SS wurden von den ungezählten Tausenden von Männern und Frauen, die sich auf dem Friedhof eingefunden hatten, mit tiefer Ergriffenheit ausgenommen. Budapest. Reichsbankpräsident Dr. Schacht verbrachte den Donnerstag, einer Einladung des Reichsverwesers Admiral von Horthy folgend, der heute seinen 68. Geburtstag feiert, auf dem dem Reichsverweser gehörenden Landsitz Kenderes. In den Vormittagstunden begab sich Dr. Schacht in Begleitung des ungarischen Notenbankpräsidenten Dr. Imredy dorthin. Auch das deutsche Gesandtenpaar von Mackensen war Gast des Reichsverwesers in Kenderes. Paris. In der Gegend von Angers stürzte am Mittwochnachmittag ein Militärflugzeugs aus geringer Höhe ab. Die beiden Flieger fanden den Tod. Gewinnauszug 3. Klasse 47. Preußisch=Süddeutsche (273. Preuß.) Klassen=Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Rujgaben der soztaten Geirraung Dr. Ley auf Burg Crössinsee dub Crössinsee(Pommern), 17. Juni. Die Reichstagung der 800 Kreiswalter auf Burg Crössinsee hat durch das Erscheinen des Reichsleiters Dr. Ley ihren Höhepunkt erreicht. Beschäftigte sich Dr. Ley am Dienstagabend in seiner ersten Rede mit der weltanschaulichen Fundamentierung des Schaffens der Deutschen Arbeitsfront, so stellte er am Mittwochvormittag in seiner zweiten Rede die Aufgaben der sozialen Betreuung in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. An den Anfang seiner Rede stellte Dr. Ley den Satz: „Nie wieder darf es möglich sein, daß unser durch Adolf Hitler geeintes Volk je wieder auseinander fällt. Das gesamte Denken und Handeln unseres Volkes muß von dem gleichen starken Glauben erfüllt sein, den unser Führer seit über 15 Jahren dem deutschen Volke vorgelebt hat!“ Dr. Ley betonte, daß niemand dem Einzelnen seinen Kampf abnehmen könne, daß es aber das erste Erfordernis gerade der Kreiswälter der Deutschen Arbeitsfront sei, die deutschen Menschen für diesen Kampf stark zu machen und die deutschen Menschen mit den besten Waffen auszurüsten. Bei der Verfolgung dieses Zieles müsse im Vordergrund die Gesunderhaltung des deutschen Volkes stehen. „Sorgen Sie mir dafür, daß das schaffende deutsche Volk kräftig bleibt“, rief Dr. Ley seinen Hörern zu. Hierbei wies er besonders auf die Tätigkeit der NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ hin und behandelte als eine der hauptsächlichsten Fragen die Urlaubserteilung und=gestaltung für arbeitende deutsche Menschen. Der Urlaub soll Erholung sein, erklärte Dr. Ley. Diese hat ihren Sinn nicht darin, daß nun der Erholungsbedürftige unbedingt den Menschen flieht, denn der Mensch, der in den Urlaub geht, ist ja nicht auf jeden Fall ein Kranker. Der gesunde Urlauber soll die Menschen suchen, dem ist die Gemeinschaft allein schon ein Erlebnis! Wir wollen dem Volke und müssen dem Volke Lebensenergien durch„Kraft durch Freude“ vermitteln. Das ist kein Zugeständnis an die primitive Vergnügungssucht, nein, das ist die Aufgabe reiner, wahrer Freude. Unsere Freude kommt aus unserer ganzen Lebensauffassung, aus unserem Auf jede gezogene Nummer“ sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Rummer in den beiden Abteilungen I und II 1. Ziehungstag 17. Juni 1936 2 Gewinne zu 3000 Nr. 31136“ 129606 6 Gewinne zu 2000 M. 6 Gewinne i. 99726;, 266833 88334 126203 161899„33 7p ,6400 b733 8170 32 Gewinne Iu 1,0gg“ 138060 138123 105459 113014 113038 M 160879 283431 326332 333102 334246 56 Gewinne zu 600 M. 14614 23440 26145 44828 71410 127975 143999 152806 157908 333388 174491 223955 227334 312767 315895 326790 368236037333 33i3 33333 4133 41837 866tz 3813 8905 85360 85510 89304 92159 193333 109756 116397 120544 132876 j64630 33593 16705s 18863s 18916: 183533 91399 1831ch JSzis 31666 3336 226913 22596!#9313 223227 369156 236170 249027 263301 263731 274709 275382 276779 290271 304298 318548 337152 341598 38975] 359489 373092 379269 399315 39006. Blut und unserer Rasse! Zur Erholung gehört, daß wir dem Urlauber seine Sorgen nehmen. Dies soll in weitem Maße in dem neuen Seebad auf Rügen geschehen.... 91. 9aahen g62—h. Dr. Ley erorterte dann die Aufgaben der uorigen KdF.=Aemter. So habe z. B. das Amt „Feierabend“ seine Aufmerksamkeit auf die eigentliche Ausrichtung der Festgestaltung auch im letzten Dorf zu richten Nach einer Darlegung der Ziele von„Schönheit der Arbeit“ und des Zieles des deutschen Volksbildungswerkes behandelte der Reichsorganisationsleiter das Problem der Siedlung. Zunächst gelte es, die Voraussetzung für die Durchführung eines großen, kürzlich auch dem Führer vorgetragenen Siedlungsplanes zu schaffen. Besonders eindrucksvoll schilderte Dr. Ley auch die Berufsausbildung, wie er sie wünsche, und wie sie auch bereits durch seine beauftragten Mitarbeiter in die Wege geleitet sei. Im Vordergrund stehe dabei der Grundsatz, daß Deutschland einst keine ungelernten Arbeiter mehr aufweisen dürfe. Aus der planmäßigen Berufserziehung ergebe sich folgerichtig auch eine planmäßige Arbeitsführung. Dr. Ley schloß seine Rede mit der Aufforderung an die Kreiswalter, ihre ganze Person zur Förderung und Erreichung der von ihm dargelegten Ziele einzusetzen. Dr. Ley kommt nach Bochum rwd. Bochum, 18. Juni. Auf seiner diesjährigen Deutschlandfahrt wird Reichsorganisationsleiter Dr. Ley am kommenden Samstag, dem 20. Juni, auch der Stadt Bochum einen Besuch abstatten. Dr. Ley trifft um.45 Uhr auf dem Flughafen in Dortmund ein, wo er vom Gauwalter der DAF, Pg. Stein, erwartet wird. Um 10.15 Uhr wird der Reichsorganisationsleiter im Rathaus zu Bochum eintreffen. Im Sitzungssaal findet eine kurze Begrüßung statt. Anschließend werden sich Dr. Ley und Oberregierungspräsident Gauleiter Wagner in das Goldene Buch der Stadt Bochum eintragen. Arbeitsdienst, SA, SS, HI und politische Leiter sowie Werkscharen bilden vor dem Rathause eine Ehrenformation, deren Front Dr. Ley abschreiten wird. In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 240 M. gezogen 2 Gewinne zu 25000 M. 329815 2 Gewinne zu 5000 M. 182335 0 6 Gewinne zu 3000 M. 29604 92170 305944 2 Gewinne zu 2000 M. 177710 14 Gewinne zu 1000 M. 103295 134016 186522 201193 224048 285085 381270 18 Gewinne zu 800 M. 62086, 68593, 71314 104828 124085 154111 298471 30054b 361200 42 Gewinne zu 500 M. 6291 33049 33607 74835 81501 94764 97590 116745 177437 209954 217413 942553 262181 298707 314947 353291 363683 384923 397295 399172 178 Gewinne zu 400 M. 6090 11530 13968 16399 33883 39780 40796 47259 54093 SB5 71615 77785 77940 83428 88495 93438 97111 101479 107301 108049 108785 113280 114504 114739 127967 133076 138408 144914 153294 153773 159785 166628 178961 180073 182428 211108 213774 217720 339997 Bz 224429 226695 236124 243154, 3333 2776 933 3isi zösss 296621 2971 386g, 326336 334390 336746 338656 338993 339166 342991 344250 346646 349366 350619 365996 358384 364690 388243 388751 389616 390751 393686 396856 397053 399614 899690 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 240 M. gezogen 141662 45455 97659 140107 339346 27219 155003 230948 288075 383846 22813 60794 75590 108544 137973 155921 172659 189371 216727 235679 273717 306394 370531 Ausklang der Reichstagung der RS.=Kulturgemeinde in München dub. München, 18. Juni. Der letzte Tag der RS.=Kulturgemeinde 1936 in München galt der Betrachtung gestalteter Kulturwerte. Mit einer Morgenfeier des Studentenringes der RSKG. in der Aula der Universität, bei der Herbert Böhmes„Deutsches Gebot“ mit der Musik von Erich Lauer aufgeführt wurde, begann der Tag. In den Mittagstunden wurde die Urkundenund Buchausstellung„Wehrhaftes Deutschland — Kampf um das Reich" im Maximilianeum eröffnet. Diese Ausstellung, die ursprünglich in Berlin unter der Schirmherrschaft von Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg von der Reichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums zusammengestellt und durch eine Reihe deutscher Städte ging, wurde jetzt, wesentlich bereichert durch Bestände der bayerischen Bibliotheken und Archive, des Hauptarchivs der NSDAP. und des Eher=Verlages, zu einer unvergleichlich wertvollen Schau aufgebaut. Die Eröffnungsfeier in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, darunter Reichsleiter Rosenberg und Amtsleiter Dr. Stang, begann mit einem Vortrag des Quartetts der Studierenden an der Akademie der Tonkunst. Der Stellvertreter des Kommandierenden Generals des VII. Armeekorps, Generalleutnant Freiherr von Weichs, dankte allen Stellen des Staates, der Partei, der Stadt München und der Wehrmacht für das Zustandekommen der Ausstellung. Der Nachmittag brachte noch eine heitere Leienspielstunde, bei der„Eine Spitzbubenkomödie“ von Margarethe Cordes unter Leitung von Walter Eckart aufgeführt wurde, ferner eine Aufführung der Hohnsteiner Handpuppenspiele der RS.=Kulturgemeinde mit der„Sage vom Freischütz". Mit einem Empfang der Stadt München und einer Nachtvorstellung des Kabaretts„Die acht Entfesselten“ unter Leitung von Walter Scholz im Schauspielhaus schloß die Reihe der Aufführungen. Das Baugrubenunglück in der Hermann-Göring-Straße onb. Berlin, 18. Juni. Im Berliner Bauunglücksprozeß wurde am Donnerstag die Vernehmung des Baumeisters Rath fortgesetzt. Er schilderte, daß er in der Nacht nach dem Einsturz den stellvertretenden Generaldirektor der Reichsbahn, Kleinmann, durch die Baugrube geführt habe. Dabei habe man auch Weyher getroffen. Auf eine Frage nach den Gründen des Einsturzes habe Weyher erklärt, daß man darüber noch vollkommen im unklaren sei. An der Bauausführung könne es aber nicht liegen, denn noch vorgestern sei er durch die Baugrube gegangen, habe alles durchgeprüft und in Ordnung befunden. Weyher bestreitet diese nächtliche Zusammenkunft und meint, der Zeuge müsse sich irren. Die Klärung dieser Frage ist von großer praktischer Bedeutung, weil sich Weyher bisher damit verteidigt hat, daß er zum letzten Male vor dem am Dienstag erfolgten Einsturz am Freitag auf der Grubensohle und am Sonnabend in der dritten Steifenlage gewesen sei, so daß er garnicht habe bemerken können, daß hinterher tiefer als zulässig ausgeschachtet worden sei. Nach Vernehmung einiger weiterer Zeugen, die aber nichts Wesentliches ergab, wurde die Verhandlung auf Mittwoch nächster Woche vertagt. 400 Verhaftungen in Kowno Abflauen der Unruhen dub. Kowno, 18. Juni. Die Kownoer Arbeiterausschreitungen dauerten Donnerstag bis gegen 19 Uhr an. In den ersten Nachmittagsstunden drohten sie den Charakter einer Revolte anzunehmen. Die meisten Geschäfte hatten geschlossen, weil Ueberfälle zu befürchten waren. Nachdem durch Schreckschüsse und den Gebrauch von Tränengasbomben immer wieder Ansammlungen in den einzelnen Straßen zerstreut wurden rottete sich die Menge sofort wieder an anderen Stellen zusammen. Die Polizei verhaftete über 400 Personen. Die Arbeiterschaft der meisten Betriebe ist in den Streik getreten, so daß es auch keine Zeitungen gibt. Die Stadtverwaltung versuchte, nachmittags einige Wagen für den Verkehr einzusetzen, mußte dies aber aufgeben, da die Streikenden die Wagen mit Steinen bewarfen. Um 18 Uhr ruhte der Autobusverkehr vollständig. Die größte Gefahr für ernstliche Ausschreitungen scheint jedoch im Augenblick behoben zu sein, da es der Polizei gelungen ist, das Zentrum der Stadt abzuriegeln. Das Stadtviertel, in dem sich der Palast des Staatspräsidenten befindet, ist ebenfalls abgeriegelt. Bemerkenswert ist, daß genau zehn Jahre vergangen sind, seitdem sich am 17. Juni 1926 kommunistische Kundgebungen in Kowno abspielten. Während es aber damals zu keinen tätlichen Ausschreitungen gegenüber den Sicherheitsorganen kam, nahm die Menge diesmal eine drohende Haltung an. Bis in die späten Nachmittagsstunden waren fortwährend Schüsse zu hören und Unfallwagen zu sehen, so daß man auf eine neue Anzahl von Verletzten schließen kann. Wer will im trüben sischen? Berlin, 18. Juni. In umfangreichen Ausführungen erörtert der„Temps“ die Lage der euroväischen Politik, wie er sie sieht, mit Deutschland zwischen England und Italien. Schon allein aus dieser Stellung des Themas kann man sich ohne weiteres ein Bild davon machen, zu welchem Ergebnis die Ausführungen kommen: Rom und London werden gewarnt, und zwar vor dem deutschen Versuch. in Form einer listig ausgeklügelten Schaukelvolitik. die eine Macht gegen die andere auszusvielen. Es ist eine alte Erfahrung, daß man andere immer am ersten hinter dem Busch sucht. hinter dem man selber einmal gesessen hat. Man kennt in Paris die Technik einer solchen Schaukelpolitik zu gut, und man hat zu oft von ihr genau in dem angedeuteten Sinne Gebrauch gemacht, als daß man nicht versucht wäre. nun, wo man selber eine solche Politik nicht mehr treiben kann, die gleiche Absicht einem anderen unterzuschieben. Es spricht natürlich auch der Wunsch dabei mit, die Entwicklung der französischen Stellung in der europäischen Politik, die ganz allein eine Folge der verfehlten Einstellung und der Unfähigkeit, diese Einstellung zu ändern, ist, zu entschuldigen und zu beschönigen. Wenn man schon die erste Geige in Europa hat an London abtreten müssen, dann möchte man wenigstens den Eindruck verwischen, daß das schlechte Spiel die Ursache dafür gewesen ist. Daß die Entwicklung seit eineinhalb Jahren mit tödlicher Sicherheit diesem Endergebnis zugesteuert hat, darüber geht man taktvoll hinweg. Wenn aber heute England— gewiß nicht mit ungeteilter Begeisterung — die Führung in Genf übernommen hat, so liegt dies vor allen Dingen daran, daß man es in London leid gewesen ist mit anzusehen, wie das Ansehen des Völkerbundes unter französischer Führung eine Schlappe nach der anderen erlitt. Daß man dies in Paris nicht gern wahrhaben möchte, ist verständlich. Verwunderlicher ist es, daß auch gewisse englische Kreise, die gern noch im letzten Augenblick die Aufrechterhaltung der Sanktionen retten möchten, ebenso blind für die wahren Zusammenhänge zu sein scheinen. Das Erbe, das Englands Staatsmänner in Genf übernommen haben, war ebenso undankbar wie schwierig. Und wenn die englische Diplomatie in der Frage des Abessinienkonfliktes den Völkerbund vor einer verfehlten Stellungnahme nicht hat bewahren können, so ist nicht zuletzt die unglückliche Situation daran schuld, die England vorfand, als es in Genf die Führung übernahm und für die die Epoche verantwortlich ist. Politik zu machen, indem man immer wieder das Wasser trübt und dabei seinen Fischzug zu machen versucht, mag zu gewissen Zeiten und für die Leute, die das nötige Talent und die nötige Bedenkenlosigkeit haben, vielleicht ganz vorteilhaft sein, aber die wahre Kunst des Politikers. des Divlomaten, besteht darin, rechtzeitig zu erkennen, wann die Zeit für die Anwendung einer diplomatischen Taktik vorüber ist und eine neue Zeit anbricht. die auch andere diplomatische Hilfsmittelerfordert. Wenn heute Europa in ein Lager voller Gegensätze und Mißtrauen von Grenze zu Grenze verwandelt worden ist, so liegt dies nicht zuletzt daran, daß man von Paris aus die Taktik des Fischens im trüben lübertrieben hat. Man sollte nun nicht den Versuch machen, nachdem man selbst diese Taktik nicht mehr betreiben kann, sie anderen in die Schuhe zu schieben, die bemüht sind, einen neuen Weg einzuschlagen und gesundere, der Zeit angepaßtere diplomatische Hilfsmittel heranzuziehen. Zum Ueberfall auf MinderheitenDeutsche in Rydultau Senator Wiesner stellt Strafantrag dnb. Kattowitz, 18. Juni. Im Zusammenhang mit dem Ueberfall von Aufständischen auf eine Versammlung von Minderheiten=Deutschen im Mai d. J. in Rydultau, bei dem 60 Minderheiten=Deutsche verletzt wurden, hat der deutsche Senator Wiesner, der Vorsitzende der Jungdeutschen Partei in Polen, bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Rybnik Strafantrag gegen die an dem Ueberfall beteiligten Mitglieder des Aufständischen=Verbandes gestellt. In dem Strafantrag werden außer einer eingehenden Schilderung der Vorkommnisse 20 Namen von bekannten Aufständischen genannt, die als Schuldige in Frage kommen. Der Staatsanwalt wird ersucht, gegen die Schuldigen gerichtliche Schritte zu unternehmen. Dem Strafantrag sind ärztliche Atteste der Verletzten und eidesstattliche Erklärungen der überfallenen Minderheiten=Deutschen beigefügt. Gleichzeitig hat Senator Wiesner den polnischen Ministerpräsidenten General Skladkowski sowie den schlesischen Woiwoden Graczynski von diesem Schritte in Kenntnis gesetzt und ihnen gegenüber die Hoffnung ausgesprochen, daß der Gerechtigkeit Genüge getan werde. Zwischenfälle in Palästina dub. London, 18. Juni. Nach Meldungen aus Jerusalem kam es auch am Mittwoch zu neuen schweren Zwischenfällen in verschiedenen Teilen Palästinas. Auf das Rathaus von Haifa wurde ein Bombenanschlag verübt, durch den das Gelände erheblich beschädigt wurde. Streikende Araber überfielen eine britische Polizeiwache in der Nähe von Jaffa. Nach einem blutigen Gefecht wurden die Araber, von denen einer getötet wurde, in die Flucht geschlagen. Auf ein Kinderheim in der amerikanischen Kolonie in der Scharon=Ebene wurden mehrere Schüsse abgefeuert, die jedoch keine Menschenverluste zur Folge hatten. Der Negus doch in Genf dub. London, 18. Juni. Nach einer Mitteilung der abessinischen Gesandtschaft wird sich der Regus während der Völkerbundstagung Ende Juni in Genf aufhalten; er wird jedoch der Versammlung nicht persönlich beiwohnen. Der Negus reist heute mit seinen beiden Söhnen und seiner Tochter sowie mit dem abessinischen Gesandten nach Schottland, wo er sich einige Tage zur Erholung in einem Schloß in der Nähe von Glasgow aufhalten wird. Ein polnisches Grenzzonengesetz dub Warschau, 18. Juni. Der polnische Seim nahm Mittwoch ein Gesetz„über die Staatsgrenzen“ an, das die bisherigen Befugnisse der Verwaltungsbehörden zur Aussiedlung unerwünschter Personen aus dem Grenzgebiet erweitert. Gegen das Gesetz waren die ukrainischen Abgeordneten, die in ihm eine Gefahr für das ukrainische Volkstum in den südöstlichen Woiwodschaften sehen. Im übrigen war die gestrige Seimsitzung, der die gesamte Regierung beiwohnte, bis in die späten Abendstunden durch die Aussprache über das neue Vollmachtgesetz in Anspruch genommen, die heute fortgesetzt wird. Bei der Aussprache stehen die wirtschaftlichen Aufgaben der neuen Regierung und die Methode zur Erfüllung des von der Regierung angekündigten Planes zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit im Vordergrund. Heute abend.30 Uhr verschied kurz nach Vollendung seines 70. Lebensjahres an den Folgen eines Schlaganfalles, den er am Todestage unserer lieben Mutter erlitt, unser geliebter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Bergwerksdirektor a.., Bergassessor Dr. N. C. Kurtmicher-Kioinie versehen mit den hl. Sterbesakramenten der katholischen Kirche. Karl-August Müller-Klönne Annemarie Tengelmann, geb. Müller-Klönne Eva Aschoff, geb. Müller-Klönne Peter Müller-Klönne Juanita Müller-Klönne, geb. Hoth Wilhelm Tengelmann Hans Aschoff und 3 Enkelkinder. Castrop-Rauxel(Haus Soldschmieding), Bochum(Lessingstr.), Essen-Bredeneg(Haus Trutzeck), Koblenz(Mainzer Straße 22), den 17. Juni 1936. Trauerleier am Sonnabend, dem 20. Juni 1936, vormitlags 11 Uhr, aul Haus Goldschmieding. Anschließend Trauergeleit bis zur Stadtgrenze. Die Beisetzung sindet in aller Stille in Dortmund statt. Das feierliche Levitenseelenamt findet statt am Montag, dem 22. Juni 1936, vormittags 8 Uhr in der St.-Lambertus-Plarrkirche zu Castrop-Rauxel. In Dortmund findet das feierliche Levitenseelenamt am Dienstag, dem 23. Juni 1936, vormittags 9 Uhr in der Propsteikirche statt. In den frühen Abendstunden des gestrigen Tages verschied an den Folgen eines unlängst erlittenen Schlaganfalles Herr Bergwerksdirektor Dr. Kaft Miäher-Kieinie Noch nicht zwei Monate sind vergangen, seit wir ihn zur Vollendung seines 70. Lebensjahres beglückwünschen konnten. Umso schmerzlicher sind wir betroffen von seinem schon so bald darauf erfolgten Hinscheiden. Vor fast 40 Jahren und zwar am 1. März 1897 trat er in die Dienste der damaligen Gelsenkirchener Bergwerks-.-., in deren Vorstand er am 1. April 1900 als stellvertretendes und am 1. Oktober 1912 als ordentliches Mitglied berufen wurde. Nach Gründung der Vereinigte Stahlwerke.-G. übernahm er am 1. Juli 1926 neben der bis dahin bereits innegehabten Leitung der Zeche Erin in Castrop-Rauxel auch die fechnische Oberleitung der bei Alt-Gelsenberg verbliebenen Schachtanlage der Zeche Monopol. Seit dem 1. Mai 1931 im Ruhestand lebend, ist er jetzt in die Ewigkeit abberufen worden, nachdem ihm seine Gattin vor ungefähr zwei Wochen im Tode vorangegangen war Ein stets aufrichtiger, kerndeutscher Mann, der hinter seiner etwas rauhen Schale ein weiches Gemüt barg. ist mit ihm dahingegangen Wir verlieren in ihm einen mit trefflichsten Eigenschaften ausgestatteten langjährigen Mitarbeiter und Preund, dessen Andenken als das eines tatkrättigen und liebenswerten Menschen bei uns nicht verlöschen wird. Der Vorstand der Gelsenkirchener Bergwerks-Aktion-Gesellschaft. Ihre Vermählung zeigen an Willi Wittenbrink Gertrud Wittenbrink geb. Knoben Castrop-Rauxel 1 Herzogenrath Sonntag, den 21. Juni 1936 in größter Auswahl, neueste Modelle, zu Kinderwagen niedrig. Preisen u. günstig. Wino#l- Castrop Zahlungsbeding, nur bei FAITSCI Hunsierst. 21 Zwangsverfteigerung Samstag, den 20 Juni, sollen um 9 Uhr in Castror=Rauxel 1, Marktstraße 14, Wirt Haller. 4 Kaffeebehälter, eiserne Ständer. Käse= und Wurstaufschnittmaschine, Küchenanrichte, Chaiselongue, Dipl.=Schreibtisch mit Stuhl, 3 Schweine, 12 Hühner, Herrenfahrrad. Geldschrank öffentlich, meistbietend geg. Barzahlung zwangsweise versteigert werden.(27 Fleischfreßer, Obergerichtsvollz. Lest uen Staufanzeiger Varteilnast kaufen de unseren vorzüglichen Kaffee: 500g:.-.40.80.-.20 —.75—.80 125 g:.50—.60—.70 Tee Kakao Schokoladen in bekannt guter Qualität. Erfrischungs-Bonbon: Gelee- Arlikel Watfeln, Keks, Gebäck. ½TonnenLieserwagen in tadelloser Beschaffenh. preisgünstig zu verkaufen. St.32 Stahlhacke& Trenczek Automobile Herne, FranzSeldte=Str. 18. Gut erhaltene Selehonele preisw. zu verkaufen. Näheres zu erfragen i. Stadtanzeiger. Malzkaffee, 300 g. 2 Reistliocken, 230g Pek. 2 Weizengrieß, 300„ 2 Haferflocken, 300 g 2 Sago so0 3 Kerloffelmehi, 230g Pek. Meiskernpud. 230 g Pek. 2 Puddingpulver, 811. Puddingpulver, Pak. Puddingpulver, 230g Schok. Fud.-Polv., 230# Götlerspeise, B11. Sossenpulver, Btl. FixfertigKuchenmehl, B1. Backöle, Aromen. Backpulver, Btl. Vanillezucker, B1l. Pflaumen 800g.. Aprikosen 300g.. Korinthen 300 g... Sulleninen 300g.. 34 Pig. Haushaltzwiebck. 250 8 35 Rheinwein, c. Gl., Fl. 80 Moselwein Apfelwein Apfelsaft Samos Tarragona Melage„ Monfana, Rotw. Wermut Bienenhonig, e. Cl. 2308 70 Suppen.... Pek. 10 Bratensosse Pek. 10 Fleischbrühwürf., 4 St. 10 Höhnerbrühwrf., S St. 20 Sprotien i. Oel, Dese 25 Feltheringe, Dose 35 3% Rabatt in Merken: wenige Artikel ausgenommen. CEEE W Werbt für den Stadtanzeiger Drucksachen — für Industrie und Handel Briefbogen Mitteilungen Briefumschläge Rechnungen Postkarten Zirkulare GESCHW. SCHMITT Castrop- Rauzel 1 Fernrut 2151 u. 2152 Dienst= personal meldet sich zahlreich wenn Sie eine kleine Anzeige im StadtanzeiREICHSSENDER Freitag, 19. Juni .45 Morgenlied— anschließend Wetterbericht für d. Bauer .55 Leibesübungen, anschl. Wiederholung der zweiten Abendnachrichten .30 Frühkonzert .00 Nachrichten, anschl.: Morgenlied— Morgenruf .00 Kalenderblatt, anschl.: Zeit. Wetter, Wasserstandsmeldungen .10 Frauenturnen .45 Zeit. Nachrichten, Wasserstandsmeldungen 10.00 Ein Besuch bei einer Kölner Weltfirma 11.30 Bauer merk auf! 12.00 Die Wertpause 13.00 Mittagsmeldungen— Glückwünsche 13.15 Mittagskonzert 14.00 Mittagsmeldungen 14.15 Allerlei von Zwei bis Drei 15.45 Wirtschaftsmeldungen 16.00 Die Plauderstunde 18.00 Unterhaltungskonzert 19.00 Auch kleine Dinge können uns entzücken 19.45 Momentaufnahme 20.00 Erste Abendmeldungen 20.10 Soldaten. Kameraden! Besuch bei einer Fernsprechkompagnie Wo bist du. Kamerad? Das Schatzkästlein Unterhaltungskonzert. 22.30 23.00 Samstag, 20. Juni .45 Morgenlied— anschließend Wetterbericht für d. Bauer .55 Leibesübungen, anschl. Wiederholung der zweiten Abendnachrichten .30 Frühkonzert .00 Nachrichten, anschl.: Morgenlied— Morgenruf .00 Kalenderblatt, anschl.: Zeit, Wetter, Wasserstandsmeldungen .10 Frauenturnen 10.00 Deutsches Schicksal auf rheinischer Straße 10.30 Fröhliches Spiel für die Kleinsten 11.00 Was ist los im Sport? 11.50 Hier spricht der Bauer 12.00 Buntes Wochenende 13.00 Mittagsmeldungen— Glückwünsche 14.00 Mittagsmeldungen 14.15 Wochenendkonzert 15.15 Für unsere Kleinen 15.45 Wirtschaftsmeldungen 16.00 Der frohe SamstagNachmittag 18.00 Gedanken zum Hafentag in Duisburg 18.15 Tanzmusik 19.00 Feuer über Deutschland zur Sonnenwende 19.45 Reichstreffen der deutschen Radfahrer in Bonn 20.00 Erste Abendmeldungen 20.10 Westdeutsche Funkauslese 22.00 Zeit, Wetter, Nachrichten 22.30 Und morgen ist Sonntag 23.45 Feuer spring auf Pin deml nstadlanzeiger aufais Sommerreiser Sie verlieren sonst die Verbindung mit der Heimat! Ausschneiden und ausfüllen!— Deutliche Schrift erbeien!