Far Casnroplauser aiie umge Ser. Johng Loshroder Zesbung Rauxeler Neueste Nachrichten Bladenvorster 4uhet# Amtliches Veröffentlichungsblau für den Landgerichtsbezirk Dortmund. Allgemeines Kreisblau für den Stadttreis Castrop=Rauxel. Sosef Prus, in Caktrov=Kaurel. Anzeigenleiter: Milbeln Welter in Castrop=Rauxel. DA. IV. 36 1797. Sa.=Nr. 2151 Castrop. dn.. zad ais ge Prlig. ige, Raechioß uig Vetalhte Nr..3s, Pestgelgelalg“4 für die brgz, Hezggeredhe nachm tags zuvor Erfülungoort u. Gerichtskand Cekrop=Raprel. Nr. 140 .. Montag, den 25. Mai Die Juhrer der As. horien=Radoif hep Der Stellvertreter des Führers sprach im Reichsführerlager über Aufgabe und Verantwortung der HJ.-Führer d Achtune vor donon ahne steht auf Grund des Führerprinzips und de dub. Braunschweig, 24. Mai. Den Höhepunkt des ersten Reichsführerlagers der Hitler=Jugend bildete am Sonnabend der Besuch des Stellvertreters des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, der zu den aktiven Bann- und Jungbannführern der Hitler=Jugend und des Deutschen Jungvolks über ihre Aufgabe und Verantwortung sprach. Reichsminister Rudolf Heß traf nachmittags gegen 17 Uhr mit dem Flugzeug von München kommend auf dem Flugplatz Broitzem ein. Auf der Fahrt vom Flugplatz in das Reichsführerlager wurde er von der Braunschweiger Bevölkerung herzlich begrüßt. Im Lager waren die HJ=Führer in zwei langen Reihen auf dem Appell=Platz an den Lagerfahnen angetreten. Der Stellvertreter des Führers schritt dann in Begleitung des Stabsführers die Fronten der Gebietsführer, der Bannführer und der Jungbannführer ab. Mit den 50 Fahnen der Jugend sind alle Gebiete des Reiches im Lager vertreten, und die am Mast wehende Lagerfahne ehrte er mit erhobener Rechten. Während die HJ=Führer in den nahegelegenen „Hofjäger“ abrückten, besichtigte der Stellvertreter des Führers mit seiner Begleitung auf einem Rundgang das Reichsführerlager, das sein lebhaftes Interesse fand. Bald darauf traf auch Rudolf Heß im„Hofjäger“ ein, wo die H5=Führer inzwischen versammelt waren. Der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß erklärte in seiner Rede u.., daß der Begriff der Jugend nicht unbedingt an ein junges Alter gebunden sei. Wer einmal jung in seiner Jugend sei, der bleibe jung bis an das Alter heran. Das beste Beispiel dafür sei der Führer selbst, der eigentlich geistig einer der Jüngsten sei. Es wäre ein schwerer Fehler und ein großer Nachteil für die Nation, wollte man die Jungen, die alt an Jahren sind, ausschalten; denn sie hätten bei ihrer geistigen Jugend von vornherein die Erfahrungen des Alters für sich. „Erziehen Sie Ihre Jungen zur Achtung vor den Könnern, gleich welchen Alters, zur Achtung vor der Persönlichkeit", so rief Reichsminister Heß den Jugendführern zu.„Die Persönlichkeit ist einer der Grundpfeiler der Bewegung. Denn Persönlichkeiten waren es, die in den Zeiten des Kampfes uns führten und die uns auch heute noch führen. Persönlichkeiten, die bereit waren, wenn nötig Tod und Teufel zu verjagen, wie unser Kamerad Julius Schreck. Pflanzen Sie Ihren Jungen die Achtung ein vor den Ahnen, die achrung vor denen, ohne die wir nicht existieren würden.“ Der Stellvertreter des Führers wandte sich nun den Aufgaben des Hitler=Jungen-Führers zu.„Die Verantwortung, die Sie tragen“, so sagte er u..,„indem Sie die Jugend unseres Volkes heranbilden, ist une hört schwer und groß. Gerade Sie wirken mit an der geistigen und körperlichen Neugestaltung des kommenden Volkes. Sie müssen daher Ihren jungen Kameraden stets ein Vorbild sein. Sie haben auch zugleich das schönste Amt, denn es ist das Schönste, an unserer Jugend und unserer Zukunft zu arbeiten und zu wirken. Ihre Aufgabe ist deshalb so schön, weil Sie nicht eine Idee im luftleeren Raum predigen, sondern eine Idee, die bereits in der Wirklichkeit sich als richtig erwiesen hat. Denn alles, was heute in Deutschland wirkt und neu entsteht, entsteht ja nur in der grundsätzlichen Durchführung der Idee, die Sie predigen, entsteht, auf Grund des Führerprinzips und der Auslese der Tüchtigen.“ In seinen Schlußworten gedachte Reichsminister Rudolf Heß des Führers.„Wir wollen in allen Lagen treu bei ihm stehen, in der gleichen Selbstverständlichkeit, in der bisher die Führer der Bewegung und der HI zu ihm gestanden haben. Pflanzen Sie in Ihre Jungen diese selbstverständliche Treue ein, dann kann es um unser Volk nicht fehlen. Wir grüßen den Führer, der Deutschland wieder groß gemacht hat, wir grüßen ihn dankbaren und treuen Herzens.“ Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, schloß das Treuebekenntnis zum Führer mit einem dreifachen Sieg=Heil, das bei der HJ=Führerschaft des Reiches ein donnerndes Echo fand. Die feierlichen Klänge des Liedes „Heilig Vaterland“ beschlossen die Tagung. Am brabe Schlageters dnb. Schönau i. Wiesental, 24. Mai. Aus Anlaß der 13. Wiederkehr des Tages, an dem der letzte Soldat des großen Krieges und erste Blutzeuge des Dritten Reiches auf der Golzheimer Heide von französischen Kugeln durchbohrt se Leben aushauchte, fand am Sonnabend eine nächtliche Feierstunde am Grabe Albert Leo Schlageters statt. Aus der näheren und weiteren Umgebung waren tausende Volksgenossen zur Teilnahme erschienen. Ein Fackelspalier der und eine große Zahl von Uniformierten aller Parteigliederungen gaben der nächtlichen Feier, zu der Gruppenführer Ludin und der stellvertretende Gauleiter der Rhön sowie der Gaustab, der RSDAP erschienen waren, einen festlichen Gruppenführer Ludin hielt die Gedenkrede, in der er eine ergreifende Schilderung des heldenhaften Lebens Albert Leo Schlageters gab. Die Schlageter=Feiern, so führte der Redner, weiter aus, haben nichts zu tun mit Haß oder Chauvinismus. Sie bedeuten nur ein gemeinsames Bekenntnis zu Führer und Volk. Alle land seien nur von dem tiefen Wunsch beseelt, daß auch die Nachbarn jenseits des Rheins erkennen mögen, daß das deutsche Volk in Frieden leben will und Kraft sammelt zum Wiederaufbau. Die italienischen Soldaten bleiben Die Beßrnacht bein Winterhüfswperk Richtlinien Grazianis für die Aufbauarbeit in Abessinien dub. Rom, 24. Mai. Für die politische, militärische, wirtschaftliche und verwaltungstechnische Aufbauarbeit in Abessinien hat Marschall Graziani nach einer Stefani=Meldung aus Addis Abeba eine Reihe von Richtlinien ausgegeben. Von besonderem Interesse ist seine Erklärung, daß die starken, in Ostafrika befindlichen italienischen Streitkräfte in vollem Umfange aufrecht erhalten werden sollen. Die Erlaubnis zur Rückkehr wird auf jene Freiwilligen=Gruppen beschränkt, die in Italien politische oder berufsständische Aufgaben haben. Jede weitere Heimbeförderung wird nur für zeitweisen Urlaub zum Besuch der Familie oder zur Eheschließung gewährt. Auf besondere Weisung Mussolinis wird sofort mit dem Bau von modernen und standesgemäßen Wohnungen für Offiziers= und Beamtenfamilien begonnen. Die weitere Besetzung Abessiniens und seine Verwaltung werden nach einem festen Plane durchgeführt, wobei die Truppenbewegungen der Nord= und Südfront aufeinander abgestellt sind. Die größte Sorgfalt wird auf den Ausbau des Straßennetzes unter bevorzugter und beschleunigter Durchführung des Straßenzuges Addis Abeba—Dessie Die votschewislische Wengesahe Der Leiter der Berliner Antikomintern sprach in Belgrad dub. Belgrad, 24. Mai. Der Leiter der Berliner Antikomintern, Dr. Adolf Ehrt, hielt Sonnabend abend im überfüllten Saal des Invalidenheims einen Vortrag über die„Weltgefahr des Bolschewismus und seine Abwehr“. Dem Vortrag wohnten Vertreter der Generalität, zahlreiche bekannte jugoslawische Politiker, Mitglieder der nationalen Verbände, die nationalistische Studentenschaft der Belgrader Universität, der deutsche Gesandte von Heeren mit den Mitgliedern der Gesandtschaft, der Landesgruppenleiter der RSDAP., Oberingenieur Neuhausen, und zahlreiche andere Zuhörer bei. Als Vorsitzender des jugoslawischen antimarxistischen Komitees begrüßte Senator Milan Popowitsch den Vortragenden. Dr. Ehrt ergriff, von der Zuhörerschaft lebhaft begrüßt, das Wort zu seinem über einstündigen Vortrag, in dem er die Ziele und Kampfmethoden des Weltbolschewismus auseinandersetzte. Der Bolschewismus verfüge über eine politische Strategie mit einem unverrückbaren Endziel und über eine Taktik, die biegsam sei. Das Ziel sei die Vernichtung der gesamten bestehenden Ordnung. Dr. Ehrt behandelte insbesondere die von Dimitroff auf dem 7. kommunistischen Parteikongreß im August 1935 proklamierte„Taktik der Einheitsfront“, die, wie Dimitroff selbst gesagt habe, die„Taktik des trojanischen Pferdes“ sein müsse. Nach Schilderung der bolschewistischen Propagandamethoden ging Dr. Ehrt auf das System des bolschewistischen Terrors ein. Die Zahl der Opfer dieses Terrors in den einzelnen Staaten übersteigt, wie er zahlenmäßig nachwies, in der Zeit seit dem Kriege bis heute die Zahl der im Kriege Gefallenen. Der Terror werde bis zum bewaffneten Aufstand gesteigert, dessen Durchführung genau vorgeschrieben sei. Weiter beleuchtete der Vortragende die Organisation und die Ziele der Komintern, deren Hauptziel ihrem Programm zufolge die Eroberung der Macht auf der ganzen Welt ist. Die politische Identität zwischen der Regierung der Sowjetunion und der Führung der Komintern sei eine unbestreitbare Tatsache. Sie gipfele in der Person Stalins. Vom Krieg im Inneren, der über den bewaffneten Aufstand zur„Diktatur des Proletariats“ führe, gebe es für den Bolschewismus eine grade Linie zum Krieg nach außen mit dem Endziel der Weltdiktatur. Zur Sowjetunion gehöre daher wesensnotwendig eine imperialistische politische Zielsetzung.... g. Sart uach Zum Schluß beschäftigle sich Dr. Ehrt noch eingehend mit den Methoden der Abwehr des Kommunismus. Der mit stürmischem Beifall aufgenommene Vortrag schloß mit einem Appell zur Bildung einer Einheitsfront der Antikommunisten. gelegt, um den Lastkraftwagenverkehr der Hauptstadt und den italienischen Stützpunkten am Roten Meer sicherzustellen. Der Regent von Abesinien, Morschgy, gra; ziani, hat in einer Versammlung hoher wertitärs und Verwaltungsbeamten die politischen, maclitärischen, wirtschaftlichen und verwaltungstechnischen Richtlinien dargelegt, die für die Arbeit in Abessinien aufgestellt worden sind. Die territoriale Besetzung des Landes soll in der durchgeführt werden, daß das ganze Lan vom Norden und vom Süden her durch Truppen besetzt wird. Bei dieser Besetzung soll das Hauptaugenmerk auf den Bau von Straßen gelegt werden. Besonders berücksichtigt wird dabei der Ausbau der Autostraße Oessie—Addis Abeba. Die Streitkräfte in Ostafrika werden intakt gehalten werden. Nur ein geringer Teil der Truppen wird heimbefördert werden. Der Negus unterwegs nach London dnb. London, 24. Mai. Der Negus ging am Sonnabend um 20 Uhr in Haifa an Bord des kleinen Kreuzers„Capetown“, der ihn bis nach Gibraltar bringen wird. Von dort aus wird der Negus voraussichtlich die Reise nach London mit einem britischen Handelsschiff fortsetzen. Starkes Interesse erregt in Londoner Kreisen die Frage, ob der Kaiser seinem Range entsprechend in England empfangen werden wird. Wie amtlich mitgeteilt wird, ist eine Entscheidung hierüber noch nicht gefallen. Der diplomatische Reuter=Korrespondent schreibt, die britische Regierung sei durch die Tatsache, daß es zur Zeit zwei Kaiser von Abessinien gebe, in keiner angenehmen Lage, obwohl der Anspruch des neuen Kaisers bisher von England nicht anerkannt worden sei. Die britische Regierung scheine keinen Wert darauf zu legen, daß die Spannung zwischen Großbritannien und Italien in diesem Augenblick verschärft werde. dnb. Berlin, 24. Mai. Die Wehrmacht hat an das Winterhilfswerk 1935=36 an Bar= und Naturalienspenden einen Betrag von 3824 828 RM. abgeführt. Dieser Betrag, der im vergangenen Winterhalbjahr von den drei Wehrmachtteilen, Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe, dem Winterhilfswerk zur Verfügung gestellt wurde, setzt sich zusammen aus Barspenden mit 2227982 RM., Eintopfspenden mit 451 971 RM., Sondersammlungen mit 197793 RM., Konzerten, Veranstaltungen 263 864 Dazu kommt noch ein Betrag von 683 218 RM., der als Gegenwert einzusetzen ist für die von der Wehrmacht an Hilfsbedürftige des Winterhilfswerkes ausgegebenen 1588810 Essenportionen, Brote, Konserven und anderen Lebensmittel. Ferner stellte die Wehrmacht 1554 Feldküchen und 12252 Fahrzeuge dem Winterhilfswerk zur unentgeltlichen Benutzung zur Verfügung, und 25 856 Mannschaften trugen als freiwillige Helfer zum Gelingen dieses sozialen Hilfswerkes für das deutsche Volk bei. Entspannung England— Italien? dnb. London, 24. Mai. Wie der Reutervertreter in Rom berichtet, hat die italienische Haltung gegenüber England eine beträchtliche Entspannung erfahren. Einer der Gründe, worauf das zurückzuführen sei, sei die Tatsache, daß Sir Samuel Hoare voraussichtlich in das britische Kabinett eintreten werde. Die Möglichkeit eines Mittelmeerpaktes zwischen Großbritannien, Frankreich und Italien werde neuerdings in Rom lebhaft erörtert. Eines der Hauptziele eines solchen Paktes würde die Zurückziehung der britischen Flotte aus dem Mittelmeer sein. Als Beleg für seine Ansichten zitiert der Berichterstatter eingehend den Bericht des Londoner Vertreters der„Tribuna“. Einigung mit Holland Abschluß der deutsch=niederländischen Transferverhandlungen dub. Berlin, 24. Mai. Bei den deutsch=niederländischen Verhandlungen, die in Berlin dieser Woche über die Regelung des Transfers der Vermögenserträgnisse von Deutschland nach den Niederlanden stattgefunden haben, ist am Sonnabend zwischen den beiden Delegationen eine grundsätzliche Einigung erzielt worden, die jedoch noch der Zustimmung der beiden Regierungen bedarf. Die Ausarbeitung der Vereinbarungen im einzelnen wird noch einige Tage in Anspruch nehmen. Die Neuregelung soll für die Zeit vom 1. Juli 1936 bis zum 30. Juni 1937 9en, hindung damit wirdan die im 8. In Vervinoung oamit werden die im Juni dieses Jahres ablaufenden Abmachungen über den Reiseverkehr mit kleinen Aenderun gen gleichfalls für ein Jahr erneuert werden. Ausnahmezustand in Nordpalästina Zwei Todesopfer in Rablus dnb. Jerusalem, 24. Mai. In verschiedenen Orten kam es erneut zu blutigen Zusammenstößen zwischen Arabern und Polizei. In Nablus in Samaria wurden am Sonnabendabend zwei Araber von der Polizei getötet. In Akko nördlich von Haifa wurde ein arabischer Polizist verwundet. Auch über Akko ist der Ausnahmezustand verhängt worden. Zwischen 19 Uhr abends und 5 Uhr morgens ist das Betreten der Straßen verboten. Die in Jerusalem angeordnete Verlängerung der Sperrzeit um eine halbe Stunde ist wieder rückgängig gemacht worden. Die Polizei gestattet den Arabern trotz des Ausnahmezustandes ihre Abendgebete in der berühmten Omar=Moschee bis 21 Uhr zu verrichten. Nr. 140 Wieder 34 Kilometer Reichsautobahn serig Das landschaftlich schönste Teilstück der Strecke München—Landesgrenze dem Verkehr übergeben dnb. München, 24. Mai. Am Sonnabendnachmittag wurde als weitere Teilstrecke der Reichsautobahn München—Landesgrenze der 34 Kilometer lange Abschnitt Weyarn—Samerberg dem Verkehr übergeben. Es ist dies das landschaftlich schönste Stück der Strecke. Am Anfangspunkt der neuen Strecke bei Weyarn gab der Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Dr. Todt, den geladenen Gästen Erläuterungen über die Führung des neueröffneten Teilstücks der Kraftfahrbahn. Reichsstatthalter General Ritter von Epp richtete aufmunternde und anerkennende Worte an die Arbeiter, die bei der Herstellung dieses Stückes der Straßen Adolf Hitlers, wohl eines der schönsten Stücke der deutschen Reichsautobahnen überhaupt, beteiligt waren. Hierauf setzte sich die ansehnliche Kraftwagenkolonne zur ersten Fahrt über die neue Bahn in Bewegung. Bei Dettendorf zogen die Belegschaften der Unternehmerfirmen, von den Gästen herzlich begrüßt, auf geschmückten Kraftwagen vorüber. Hinter Samerberg, wo das neue dem Verkehr übergebene Stück endet, konnten die Gäste noch einen weiteren Blick tun in das Werden dieses gewaltigen Werkes. Kurz nach Eröffnung der Strecke durchfuhr auch der Führer diesen Abschnitt und bewunderte die Schönheit der Landschaft, die durch diese Straße der weitesten Oeffentlichkeit erschlossen wird. Erinnerung an den 1. Reichsparteitag Die Jeier des 10. Jahrestages des ersten Reichsparteitages in Weimar Vor zehn Jahren fand der erste Reichsparteitag der NSDAP in Weimar statt, nachdem der Führer im Februar 1925 die Partei nach den Geschehnissen in München vom 9. November 1923 wiedergegründet hatte. Der damalige Parteitag, den der jetzige Reichsstatthalter und Gauleiter von Thüringen, Fritz Sauckel organisiert hatte, war ein erster Versuch, eine Generalprobe über die Kräfte abzuhalten, die nach 1923 in Deutschland positiv für die völkische Idee eintraten. Mit diesem Parteitag wurde gezeigt, daß trotz der staatlichen Macht und trotz aller Widerstände, die die innerpolitische Lage schuf. die Bewegung noch vorhanden war. Damals marschierten 12000 Männer aus dem Reiche in Weimar auf. So ist der Anlaß zu der vom 3. bis 5. Juli d. J. stattfindenden Feier des 10. Jahrestages des ersten Reichsparteitages klar. Die Folge der Veranstaltungen dieser Zehnjahresfeier, die voraussichtlich eine feste Einrichtung für die Zukunft werden wird, ist auf die Gestaltung eines historischen Erinnerungsfestes abgestellt, bei dem sich die Männer, die sich 1926 zum Führer bekannten und auch bis zur Machtergreifung und darüber hinaus ihm die Treue hielten, ein Stelldichein in Weimar geben werden. Mit einem Aufruf des Gauleiters wird soeben das Programm der Feiern veröffentlicht. Es sieht vor: Am Freitag, 3.., einen feierlichen Staatsempfang der Spitzen der Partei und des Staates im Schloß, abends eine Festaufführung von Richard Wagners Tannhäuser im Deutschen NationalPOCater..7, Hnhst Penn Si. bistarish. Am Samstag, 4. Juli, findet dann die historische Tagung im Deutschen Nationaltheater statt. Weiter der historische Propagandamarsch durch Weimar, die historische Massenkundgebung auf dem Marktplatz und abends der Kameradschaftsabend der alten Marschteilnehmer in der Weimarhalle, im Stadthaus und in der Armbrust. Der Sonntag, 5. Juli, bringt den großen Appell der Formationen des Gaues Thüringen und der Ehrenformationen aus dem Reich im Schloßpark zu Tiefurt und am Nachmittag eine große Massenkundgebung der Partei im Stadion. Wohtatzelspfiege wird entenllich Reichszusammenschluß der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege Die Wahlen in Belgien Erfolge der Rex=Bewegung dnb. Brüssel, 24. Mai. In Belgien fanden am Sonntag die Wahlen zu Kammer und Senat statt. Der Wahltag verlief im allgemeinen ruhig. Bis Sonntagabend lagen nur Teilergebnisse vor. Schon jetzt steht aber fest, daß die neue Partei Rex, die zum ersten Male an den Wahlen teilnimmt, und deren Führer Leon Degrelle ist, Erfolge zu verzeichnen hat, die auch die kühnsten Erwartungen übertroffen haben. Besonders stark sind ihre Gewinne in den wallonischen Provinzen Luxemburg und Namur, wo sie an manchen Orten 30 bis 40 v. H. aller abgegebenen Stimmen auf ihre Liste vereinigen konnte. Starke Stimmenverluste hat die Katholische Partei zu verzeichnen. An manchen Orten haben sich diese Wahlen geradezu zu einer Katastrophe für diese Partei gestaltet, die bisher die unbestrittene Führung im Staat hatte. Auch die liberale Partei hat Verluste zu verzeichnen. Die Sozialisten haben ebenfalls ihre Stellungen nicht so halten können, wie sie es erwarteten. Jedenfalls haben sie ihre Positionen nicht verbessern können. Die Verluste, die sie erlitten haben, sind hauptsächlich den Kommunisten zugute gekommen, die in den Industriezentren überall zugenommen haben. In Flandern sind die Erfolge der Rex=Bewegung nicht so stark wie in den wallonischen Provinzen. Hier hat der Nationalflämische Block die Stimmen gewonnen, die die Katholiken in Flandern verloren haben. Der Stimmenzuwachs des Nationalflämischen Blocks ist gleichfalls größer, als vor der Wahl angenommen wurde. dnb. Berlin, 24. Mai. Zur Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen öffentlicher und freier Wohlfahrtspflege und zum weiteren Ausbau der beide Träger der Wohlfahrtspflege gemeinsam interessierenden Fragen haben der Deutsche Gemeindetag und das Hauptamt für Volkswohlfahrt einen Reichszusammenschluß für öffentliche und freie Wohlfahrtspflege und Jugendhilfe errichtet. Zum„Vorsitzenden des Reichszusammenschlusses hat der Reichs= und preußische Minister des Innern den Leiter des Hauptamtes für Volkswohlfahrt in der Reichsleitung der RSDAP., Hauptamtsleiter Hilgenfeldt, berufen. Zu Stellvertretern sind der Vizepräsident des Deutschen Gemeindetages, Dr. Zeitler, und der Leiter des Amtes für Wohlfahrtspflege und Jugendhilfe im Hauptamt für Volkswohlfahrt, Amtsleiter Althaus, ernannt worden. Ausgehend davon, daß der Nationalsozialismus nur eine einheitliche nationalsozialistische Wohlfahrtspflege arbeit an der Volksgemeinschaft zu leisten, erreicht werden, ohne Rücksicht darauf, ob als Träger der Wohlfahrtspflege öffentliche oder freie Verbände in Erscheinung treten. Im Hinblick hierauf gehören dem Reichszusammenschluß neben dem Hauptamt für Volkswohlfahrt und dem Deutschen Gemeindetag, den beiden großen Exponenten der freien und öffentlichen Wohlfahrtspflege, auch diejenigen Reichsverbände für Wohlfahrtspflege oder Jugendhilfe als Mitglieder an, die sowohl Aufgaben der öffentlichen, als auch der freien Wohlfahrtspflege erfüllen. Wenn man zurückblickt in die Zeit der nationalsozialistischen Revolution, in der öffentliche und freie Wohlfahrtspflege ohne Kenntnis und Rücksicht der gegenseitigen Maßnahmen und Absichten ihre Aufgaben zu erfüllen suchten, so erkennt man, daß der Reichszusammenschluß den Anfang eines neuen Abschnittes der Wohlfahrtspflege darstellt. Einer der gemeinsten Verbrecher, den die Prozeßgeschichte kennt, eine Bestie in Menschengestalt, hat am Samstag in Schwerin seine Untaten mit dem Tode gesühnt. Wenn uns durch das Geständnis, das Seefeld nach der Verurteilung den Beamten der Staatspolizei abgelegt hat, die furchtbare Zahl und die Verworfenheit seiner Verbrechen erneut in die Erinnerung zurückgerufen wird, dann sehen wir die unschuldigen Opfer diese Frage erheben: Wie war das möglich? Wie war es möglich, daß einem Verbrecher, der jahrzehntelang hinter den Mauern von Zuchthäusern und Gefängnissen saß, immer wieder der Weg zu neuen Untaten freigegeben wurde. Zu Untaten. die er sicher in seiner brutalen Phantasie während seiner Zuchthauszeit schon projektiert hatte, und die ihm im Sinne lagen mit dem Augenblick, wo sich die Tore hinter ihm schlossen. Ja: wie war es möglich? Es war möglich in einer Zeit, die von keiner Verurteilung ohne Mitleidsproteste hören konnte, und es war möglich unter einer Gesetzgebung, die über abstrakten Paragraphen ihre Hauptaufgabe vergaß: das Volk zu schützen vor denen, die seinen Frieden und sein Leben bedrohen. Die toten Kinder, die Opfer Seefelds. sind die stummen Ankläger jener Zeit und sind die Mahner unserer heutigen Rechtsgestaltung. Denn mit der Frage„Wie war das möglich?“ können wir getrost auch die Feststellung verbinden: solche Fälle gehören der Vergangenheit an. Die Sicherungsverwahrung bildet heute den Schutz des Volkes vor solchem Verbrechertum, und die deutsche Rechtsprechung kennt nur eines: jedem Verbrechen die Strafe, die ihm gebührt. Segelflieger Wolf hirth verunglückt kennt, sieht es der Reichszusammenschluß als seine Aufgabe an, alle, die öffentliche und freie Wohlfahrtspflege gemeinsam angehenden Aufgaben— unbeschadet der gesetzlichen Zuständigkeit der Mitglieder— zu behandeln und somit eine nach einheitlichen nationalsozialistischen Grundsätzen ausgerichtete Fürsorgearbeit sicherzustellen. Nur so kann das gesteckte Durch diese Arbeitsgemeinschaft ist eine Einrichtung geschaffen worden, wie sie bisher nicht bekannt war, die auch in dieser Form einzigdastehend ist. Durch eine planmäßige Gemeinschaftsarbeit gewährleistet der Reichszusammenschluß eine einheitliche nationalsozialistische Wohlfahrtspflege zum Besten der Volksgemeinschaft. dnb. Budapest, 24. Mai. Der deutsche Segelflieger Wolf Hirth stürzte bei einem internationalen Schauflug über dem Flugfeld von Matyasföld aus etwa 10 Meter Höhe ab. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Wie die Aerzte mitteilen, hat Hirth keiner= lei lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Er trug einen leichten Beckenbruch und einen etwas schwereren Fußgelenkbruch davon. Der verletzte Fuß wurde sofort in Gips gelegt. Sein Allgemeinzustand kann als durchaus zufriedenstellend angesehen werden. Die Aerzte hoffen, daß Hirth in zehn bis vierzehn Tagen die Klinik wird wieder verlassen können. Von ausländischer Seite verbreitete Meldungen, nach denen Hirth ein Bein amputiert werden mußte, sind unzutreffend. Bekanntlich hat Wolf Hirth bereits vor mehreren Jahren ein Bein verloren. Chronik der Unglücksfälle Bischoflicher Watstbrum in Nillinlrog Ein hirtenbrief des Bischofs von Brügge zur Wahl Aushebung in Italien Die zehnte faschistische Aushebung der italienischen Jugend dub. Rom, 24. Mai. Ganz Italien feierte am Sonntag die zehnte faschistische Aushebung der italienischen Jugend. 271 000 Jungfaschisten und 47000 jugendliche Italienerinnen aus der Jahresklasse 1914=15 leisteten den feierlichen Schwur auf den Duee und sind damit Volksmitglieder der Partei bezw. der faschistischen Miliz geworden. Berlin, 24. Mai. Der„Völkische Beobachter“ berichtet unterm 23. Mai aus Brüssel: Einen neuen und unerhörten Eingriff in den belgischen Wahlkampf hat sich jetzt auch die katholische Kirchenbehörde geleistet. Diesmal ist es der Bischof von Brügge, der in einem Hirtenbrief die Gläubigen auffordert, für die Katholische Partei zu stimmen. Der Bischof greift in den Wahlkampf von Eupen=Malmedy insofern ein, als er auch die Abgabe von weißen Stimmzetteln rügt. Das„Eupener Grenzecho“, das belgischen Herren dient, veröffentlicht nun diesen Hirtenbrief. So geht der Terror der belgischen Zivilverwaltung parallel dem Gewissensdruck der katholischen Kirchenbehörden. gg.,., Sischafe Wörtlich heißt es in dem Aufruf des Bischofs von Brügge:„Die Stimme, die ihr geheim in der Wahlzelle abgebt, kennt dennoch Gott, und ihr werdet euch eines Tages vor dem höchsten Richter dafür verantworten müssen.“ Der Bischof versucht in seinem Schreiben zuerst eine Begründung für seinen Eingriff in das politische Leben. In einem Ton, der an Bauernfang erinnert, sagt er:„Gewiß sei die Kirche eine göttliche Einrichtung, die über jedes Besonders eindrucksvoll war die Feier in Rom, an der zum ersten Mal auch eine Vertretung aus Libyen mit 1100 jugendlichen Eingeborenen teilnahm. Der Duce hielt eine kurze Ansprache, in der er daran erinnerte, daß der 24. Mai den Gedenktag an den Eintritt Italiens in den Weltkrieg darstelle.„Wir wollen“, so rief er aus,„die jungen Heerscharen der Zukunft für die Verteidigung des Imperiums vorbereiten! Beleel von foichstichen Geit, werden se!). Sche shshel die Seishesins ennete Dum-Dum=Geschosse von den Sowjels? sich, als Mussolini eine Stunde später zum zwei..„ g 97443rischo: Samigtrußland im abessinischon Kanflikt Menschenwerk erhaben sei.“ Trotz der unglaublichen Skandale des Boerenbonds, die eine üble Verquickung zwischen Kirchenpolitik und Finanzen offenbart haben, erklärt der Bischof kühlen Mutes, die Kirche sei in keiner Weise mit sozialen, wirtschaftlichen und politischen Dingen verknüpft. Dann gibt er eine Erklärung, die offenbart, wie die Kirche es sich vorstellt, in„menschliche“, d. h. politische Angelegenheiten einzugreifen:„Die Kirche ist die Hüterin der Wahrheit, der vollen Wahrheit. Sie muß darum auch die Wahrheit verkünden, besonders da, wo es sich um eine Gewissensfrage handelt.“ Der Bischof von Brügge nimmt in seinem Hirtenbrief auch Stellung zu den vielen Skandalen, die im Rahmen der katholischen Kirchenorganisation aufgedeckt worden sind. Hier spricht er aber nur von dem Mangel an christlicher Nächstenliebe, die in diesen Tagen im politischen Kampf zu bemerken sei. Anscheinend empfindet er selbst es als einen Verstoß gegen die christliche Nächstenliebe, wenn man in Belgien dazu übergeht, den Augiasstall der Katholischen Organisation zu reinigen. Schweres Kraftwagenunglück bei Augsburg Drei Tote. Augsburg. Auf der Staatsstraße von Augsburg nach Landsberg am Lech ereignete sich ein schweres Kraftwagenunglück. Ein mit vier Personen besetzter Kraftwagen aus Augsburg geriet auf der schlüpfrigen Straße ins Schleudern und rannte gegen einen Baum. Von den vier Insassen des Wagens wurden der 21jährige Kraftwagenführer und die beiden Schwägerinnen des Autobesitzer: sofort getötet; seine Frau trug schwere Verletzungen. davon. Riesenfeuer in einem polnischen Dorf 17 Verletzte Warschau. In einem Dorfe des ostgalizischer Kreises Zborow vernichtete ein aus unbekannten Ursache entstandenes Feuer binnen einer Stunde 51 Wohngebäude und über 90 Scheunen und Stallungen Bei dem Brande, bei dem die Einwohner nur mit Mühe ihr Leben retten konnten, erlitten sechs Personen schwere und elf leichtere Brandwunden. ten Mal auf dem Balkon erschien, um sich den Frontkämpfern zu zeigen, die zuvor am Grabe des Unbekannten Soldaten und am Mahnmal für die Gefallenen der Revolution Kränze niedergelegt hatten. Er richtete an die Frontkämpfer die mit begeistertem Ja beantwortete Frage, ob er bis jetzt geradenwegs auf das Ziel losgegangen sei.„Am heutigen 24. Mai erkläre ich Euch, daß ich in der Zukunft das gleiche tun werde!" Nach beiden Ansprachen erschien Mussolini, dem Drängen der iubelnden Menge nachgebend, immer wieder auf dem Balkon des Palazzo Venezia. Blum fährt zur Ratstagung nach Genf Das„Echo de Paris“ meldet, daß Leon Blum nach der Regierungsbildung und der Vertrauenserteilung durch die Kammer an der Ratssitzung am 16. Juni in Genf teilnehmen werde. Blum werde dort eine Rede halten, um darin die Ansichten der neuen Regierung über die Frage der Sanktionen darzulegen, sowie über die Rheinlandfrage. dub. London, 24. Mai. Der militärische Mitarbeiter der Sunday Dispatch veröffentlicht einen Artikel, in dem behauptet wird, die DumDum=Geschosse, deren Vorhandensein in Abessinien auch auf englischer Seite nicht bestritten werde, seien in der Hauptsache von Sowjetrußland geliefert worden. Die Sendungen, die sowohl aus Waffen als auch aus Munition bestanden hätten, seien im vorigen Jahr in dem Augenblick auf den Weg gebracht worden, als Moskau die Unvermeidlichkeit des italienisch=abessinischen Krieges erkannt habe. Sie seien von Sowjetrußland aus über Turkestan und Persien nach Häfen des Roten Meeres befördert und von dort aus nach Abessinien verschifft worden. Kisten mit Gewehren, die zu den Beständen der alten zaristischen Armee gehörten und die als unverkäuflich aufgespeichert gewesen seien, hätten neben verschiedenen Ladungen von Dum=Dum=Geschossen den Hauptteil der Sendungen gebildet. [Sowjetrußland im abessinischen Konftitt eine ausgesprochene italienfeindliche Haltung eingenommen habe, nicht etwa aus Liebe zu den Abessiniern, sondern aus Furcht, daß die Platin=Vorräte in Abessinien in italienische Hände fallen könnten. Das Weltplatinmonopol sei praktisch in russischem Besitz. Um die Glaubwürdigkeit der Meldung zu verstärken, ist die Fotografie eines sowjetrussischen Dum=Dum=Geschosses beigefügt, das nach England gesandt worden sei und das das Signum des Herkunftslandes trage. Als Grund für diese Lieferungen führt der Mitarbeiter des Blattes die Tatsache an, daß Die Aufhebung der Sanktionen Der Antrag Chiles am 18. Juni vor dem Völkerbund dnb. London, 24. Mai. Wie aus Genf berichtet wird, dürfte der sogenannte Koordinamueaugschuß des Bällorhundes voranssichtlich tionsausschuß des Völkerbundes voraussichtlich am 18. Juni zusammentreten, um den Antrag Chiles auf Aufhebung der Sanktionen gegen Italien zu beraten. Kurz und bündig Sch. Bc. Es war schon Maienmonat. um Kreis der Köln=Dü zu seiern, den Blick des Rheinstromes. a hat. die seit mehr al Menschen zum unr sind. Das merken d Stimmungen eines Lorelei und Rüdesh dieser Strom nicht auch schwere Lasten die sich tagaus. tag fahrende lange Se Reisenden von eine zumeist wenig wisse erahnt, wenn er, lastentragenden S wirken läßt. So mag denn he dieses großen Last auch nicht eine hur innerung, die dazu erschien die Königl Niederrheini jahrtsgesells wurde. Wie 10 J der Dampsschiffahr Niederrhein die S schiffahrt eine selbs ren und mächtige durch die Gründu jahrt. Sie war genug das Aschenb Schon 17 Jahre der Schleppdampfe sende und Güter „Agrippina“, gem erregt, bei den Shinter sich ein Niederländische De mit diesem„Her immerhin so wei Gütern im Gewich —6 Segelschifse: bis Düsseldorf bei kostspielige Versu der Niederländis Aber die Damvin Jahr mehr durch. reits drei Dampf kam 1838 der Sch Lastkähne mit schleppen vermoch den ersteneise der innerhalb vi von sast 5000 Zei schleppt wurde. Diese für die d der Niederländer bandelsstolz wurde aus den dampfschiffahrtsg Dampfschiff gegründet. die a zwischen Amsterd andererseits aufn standen Dampf Mainz. Man 1845 nahm die## schiffahrtsg führende Bedeut die gleiche Zeit und neben ihr schlevpschiffahrt Mülheim. der verdient eine be Bad Godesberg. Samstag nachmittag trafen in Bad Godesberg Reichsminister Dr. Frick und seine Frau ein. Berlin. Am Sonntag traf der königlich ungarische Kultusminister Dr. Homan auf dem Anhalter Bahnhof ein. Reichsminister Rust begrüßte den Minister aufs herzlichste. Berlin. Staatssekretär Zschintzsch empfing im Reichswissenschaftsministerium sieben italienische Universitätsprofessoren der Medizin. Die italienischen Professoren befinden sich auf Einladung der I. G. Farbenindustrie auf einer Studienreise durch Deutschland. Wien. In den nächsten Tagen beginnen hier Wirtschaftsverhandlungen mit Polen, die sich voraussichtlich sehr schwierig gestalten werden. Oesterreich will den Einfuhrüberschuß im Handelsverkehr mit Polen abbauen. Warschau. Das Blatt der militärischen Kreise, „Polska Zbrojna“ warnt vor der Taktik der Kommunisten, wie sie an dem französischen Beispiel deutlich geworden sei. Budapest. Eine Gruppe von elf ungarischen Reichstagsabgeordneten, sämtlich Mitglieder der Partei der Nationalen Einheit(Regierungspartei), begab sich am Sonntag zu einer zehntägigen Studienreise nach Deutschland. London. Zum Vorsitzenden des Verbandes der Bergarbeiter von Südwales wurde Arthur Horner, ein führender englischer Kommunist, gewählt. Die Wahl eines Kommunisten hat in politischen Kreisen beträchtliches Aufsehen erregt. Kairo. Das neue ägyptische Parlament wurde am Samstag in Anwesenheit des Regentschaftsrates feierlich eröffnet. Die Thronrede gibt der Hoffnung Ausdruck, daß die englisch=ägyptischen Verhandlungen bald zu einem ehrenhaften Abkommen führen mögen. Die Kölner dampfer und 28 Unternehmunge wigshafen entw sozusagen die le Zeit des Gü zu finden. Sie war. Schon in Düsseldorfer Ge 12 eisernen Sch Gesamtladevern Zweifellos und Reeder M Erster in Der schlevnschiffahrt zu haben. Er schiffahrt zustä Freiherrn von Schlepyschiffahr und hat diese verfolgt. Er n nehmen, bedur der Ruhrschiffo vorübergehend stalt vorläufig kommen" dürfdem fertig bre von Aktionär „Mathias Stir zu lassen. ein ihren Dienst Stinnes=Schler waltigen Ko ist, so ist dam erster deutsche ausreichend er Ein Kapitel der alten Se schiffahrten ge eines neuen 848 wandte schiffer" ine Nationalversa dem Kampfe gegen die Gel tei zu ergreif den Gütertraf Nr. 140 Sweites Stett des„Stedtenleidels iür Calteo=Kautel nd Umgebung“ Montag, den 25. Mai 1936 die Prochengestalt. itaten mit as Seefeld er Staats1 und die in die Erin wir die Wie war drecher, der Zuchthäur der Weg u Untaten. ie während hatte. und senblick, wo möglich in ohne Mitar möglich ikten Paraas Volk zu in und sein ds. sind die die Mahner nn mit der wir getrost he Fälle an. Die Schutz des die deutsche Verbrechen ungiüakk tsche Segelinternatioon Matyas= r wurde in keiner etzungen mnbruch und ruch davon. Hips gelegt. haus zufrieAerzte hofTagen die i. Von ausngen, nach rden mußte, Wolf Hirth in verloren. älle Uugsburg on Augsburg ein schweres rsonen besetzriet auf der und rannte Insassen des twagenführer Autobesitzer: Verletzungen n Dorf ostgalizischer unbekannten einer Stunde ten und Stalie Einwohne: inten, erlitten chtere Brandnorg tag trafen in frick und seine iniglich ungaauf dem AnRust begrüßte empfing im n italienische 1. Die italieEinladung der dienreise durch beginnen hier i, die sich vorverden. OesterHandelsverkehr irischen Kreise, aktik der Komsischen Beispiel elf ungarischen Ritglieder der ierungspartei), hntägigen StuVerbandes der Arthur Horner, gewählt. Die olitischen Kreirlament wurde Regentschaftsnrede gibt der lisch=ägyptischen nhaften AbkomVom Khem ars Tastentrager Als die Nliedercheinische Damptschleppschillahrts=Gesellschalt auf den Ilan Stadttreis Tusteop=Kaußet tcat Bc. Es war schon ganz richtig, daß man in diesem Maienmonat, um ein Hundertjahr=Jubiläum ie Kreis der Köln=Düsseldorfer Dampfschiffahrtsgesellzu seiern. den Blick der Welt auf die Schönheit des Rheinstromes, auf die Rheinreisen gelenkt hat, die seit mehr als hundert Jahren Millionen von Menschen zum unvergeßlichen Erlebnis geworden sind. Das merken die Leute, die, hingerissen von den Stimmungen eines Rheindampfers, von Stolzensels. Lorelei und Rüdesheim singen, ganz von selbst, daß dieser Strom nicht nur fröhliche Reisende, sondern auch schwere Lasten zu tragen hat. Die Rauchfahnen, die sich tagaus. tagein über zu Tal oder zu Berg fahrende lange Schleppzüge legen, erzählen den Reisenden von einer Welt der Arbeit, von der sie zumeist wenig wissen, die aber mancher von ihnen erahnt, wenn er den gewaltigen Rhythmus im lastentragenden Strombild nachdenklich auf sich wirken läßt. So mag denn heute ein wenig von der Geschichte dieses großen Lastenträgers die Rede sein. Ist's auch nicht eine hundert=, so doch eine 90jährige Erinnerung. die dazu Anlaß gibt. Am 22. Mai 1846 erschien die Königliche Kabinettsorder, durch die die Niederrheinische Dampfschlevpschifffahrtsgesellschaft in Düsseldorf genehmigt wurde. Wie 10 Jahre vorher durch die Gründung der Dampsschiffahrtsgesellschaft für den Mittel= und Niederrhein die Stadt Düsseldorf in der Personenschiffahrt eine selbständige Rolle gegenüber der alteren und mächtigeren Schwester Köln eroberte, so durch die Gründung von 1846 in der Güterschifffahrt. Sie war auch auf diesem Gebiet lange genug das Aschenbrödel am Rhein gewesen. Schon 17 Jahre früher, im Sommer 1829, hatte der Schleppdampfer„Herkules“ mit seinem für Reisende und Güter bestimmten Trabantenboot, der „Agrippina“, gewaltiges Aufsehen am Niederrhein erregt. bei den Segelschiffern Hohn und Spott, wohinter sich ein panischer: Schrecken verbarg. Die Besitzer der Dampfer als„Pfuscher“ von der Schifffahrt auszuschließen. Es blieb nicht bei solchen Worten. In ihrer Verzweiflung gingen die Schifszieher, die Haliterer(Pferdehalter) und Hafenarbeiter zu Angriffen auf die Dampfschlepper über. Kapitän und Steuerleute mußten sich zum Schutz gegen Schießereien vieljach, so wie die Leute von„Mathias Stinnes I" bei Neuwied, verbarrikadieren. Es war „der Kampf der alten Burgen mit ihren Mannen und Schwertern gegen das Pulver, der Schreiber gegen die Buchdruckereien, der Handarbeiter gegen die Maschinen“. ließ. Indem sich die Segelschiffahrt mehr und mehr der einst verspotteten und so wütend bekämpften Dampfschlevvschifjahrt selbst bediente, konnte sie ihr Dasein noch Jahrzehnte hindurch fristen. Freilich, die Pferde und Menschen, die vormals auf den Leinpjaden an den Rheinufern ihren schweren Dienst getan hatten, wurden überflüssig und mit ihnen die Halfterer. In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts war es mit den alten Beurth= oder Rangfahrten auf dem Rhein zu Ende.„Die Vervollkommnung des menschlichen Geschlechts ist dadurch bedingt, daß Satzung nicht dem Fortschritt des die willkürliche Satzung nicht dem Fe e et! Dampfschlevpschifjahrtsgesellschaften. So gingen sie über Pferdehalsterer, Leinenzieher und Segelschisfer Tragische ist, daß sie recht damit taten. Vor 50 Jahren: Vor 50 Jahren: Die Entscheidung ader den Vortmand=Eis Kunal hinter sich ein vanischer: Schrecken, verbars. Niederländische Dampfschiffahrtsgesellschaft brachte es mit diesem„Herkules" nach einigen Mißerfolgen inmerhin so weit, daß der„higer, p,loden, noch Gu Bc. Im Jahre 1883 hatten Bemühungen des Abgeordneten Dr. Hammacher, des Vorsitzenden des Bergbaulichen Vereins in Essen, um den Bau eines Kanals von Dortmund über Henrichenburg. Münster und Bevergern nach der unteren Ems zwar im Preußischen Abgeordnetenhaus zu einem glänzenden Erfolg geführt, waren dann aber am Widerstand des Herrenhauses gescheitert. Der Ruhrbergbau ließ sich dadurch nicht von seinem großen, seit mehr als zwanzig Jahren verfolgten Ziel der Schaffung einer Verbindungs=Wasserstraße zwischen den norddeutschen Strömen ablenken. Unermüdlich setzten Männer wie Hammacher, Mulvany, der Gründer von„Erin" und „Hibernia", Dr. Natorv. der Geschäftsführer des bergbaulichen Vereins, und andere den Kampf fort. Sie fanden dabei die wertvolle Unterstützung des immerhin so went, daß der Iäntgpver,#####t miz wußstahljabrikanten Lauis Berger in Witten. Gütern im Gewicht von 2000 Zentnern####er.## der als Schwiegersohn Friedrich parkorts im Abge—6 Segelschisse von Rotterdam bis Emmerich,.— ordnetenhaus die verkehrsfreundliche Politik des bis Düsseldorf befördern konnte. Freilich waren das großen Westsalen nach dessen am 6. März 1880 erfolglostspielige Versuche, die nur mit geldlicher Hilfe ten Tode als heiliges Erbe verwaltete. Berger erder Niederländischen Regierung möglich waren. kannte den Miderständen die gerade in der engeren Aber die Dampfmaschine setzte sich doch von Jahr zu Jahr mehr durch, so daß die Niederländer 1837 bereits drei Dampfschleppschisse in Dienst hatten. Dazu kam 1838 der Schlepper„Rhein“, der zwei neuartige Lastkähne mit je 10000 Zentnern an Gütern zu schlepven vermochte. 1841 brachten die Niederländer ersteneisernen Last kahn auf den Rhein, der innerhalb von 38 Stunden mit einer Ladung von sast 5000 Zentern von Rotterdam nach Köln geschleppt wurde. tännte den Wioerstanden, die gerube in der enger Heimat Harkorts. im Hagener Industriebezirk, gegen die Kanalpläne austraten, keine Berechtigung zu. Er hielt die dort gehegte Befürchtung für abwegig. die Ruhrkohle könne durch den Absatz über künstliche Wasserwege für die benachbarte verarbeitende Industrie verteuert werden; denn er war überzeugt, daß jede verstärkte Kräfteentjaltung im Ruhrkohlenbezirk sich befruchtend auch auf die angrenzenden Wirtschaftsgebiete auswirken müsse. Heute würde man von Harkort und Berger sagen, daß ihre vertachtungsweise gegenüber den wirtschaftlichen Diese für die damalige Zeit unerhörten Leistungen Betrachtungswei der Niederländer mobilisierten nun doch endlich die Dingen organisch gewesen sei. handelsstolzen Kölner. Am 6. Mai 18411 91., 98 an.: 1896 teinmuhie wurde aus den Kreisen der Preußischen Rheindampfschifjahrtsgesellschaft die Kölner SchlevpDampsschiffahrts=Aktien=Gesellscha gegründet, die am 26. Juli 1842 den Schlepvdienst zwischen Amsterdam und Rotterdam einerseits. Köln andererseits aufnahm. Diesem Beispiel folgend. entstanden Dampf=Schleopschiffahrts=Gesellschaften, in Mainz. Mannheim und Ludwigshafen. 1845 nahm die Frankfurter Dampfschlevpschiffahrtsgesellschaft, dsg sehr„euen schluß an den Kanal erhalten. führende Bedeutung gewann, ihren Dienst auf. 4# Papenburg statt weiter oberhalb diese die gleiche Zeit griffen eine Ruhrorter Gesellschaft Ems einmündete“, war die Vorlage und neben ihr die Firma Haniel die Dampf= axheblich verbessert worden. Am 25. Mai 1886 triumphierte im Preußischen Abgeordnetenhause das organische Denken in Sachen der westdeutschen Verkehrsentwicklung über die verschiedenartigsten Interessentengruppen. Mit großer Mehrheit stimmte das Haus der Vorlage über den Bau des Dortmund=Ems=Kanals zu. Mit der Maßgabe.„daß nach Herne ein .weigkanal geführt wird, daß die Städte ünster und Dortmund unmittelbaren Anschluß an den Kanal erhalten, daß letzterer bei dieser Stadt in die gegenüber 1883 schleoyschiffahrt auf. Mathias Stinnes in Mülheim. der größte Pionier auf diesem Gebiet, verdient eine besondere Würdigung. Die Kölner besaßen 1845 schon vier Schleppdampfer und 28 Schleppkähne; ähnlich hatten sich die der unteren Unternehmungen in Mainz. Mannheim und Lud=verbinden“, wigshasen entwickelt. So war es also für Düsseldorf sozusagen die letzte Stunde. Anschluß an eine neue Zeit des Güterverkehrs auf dem zu finden. Sie holten nach, was versäumt worden war. Schon im Jahre der Gründung konnte die Düsseldorfer Gesellschaft mit zwei Raddampfern und 12 eisernen Schleypkähnen mit rund 91 Zentnern Gesamtladevermögen auf dem Rhein auftreten. Zweifellos gebührt dem Mülheimer Kaufmann und Reeder Mathias Stinnes der Ruhm, als Erster in Deutschland die Aufgaben der Dampfschlevyschiffahrt mit Energie in Angriff genommen erheplich verbessert worden. Diesmal nahm auch das Herrenhaus das Gesetz an, wonach der Dortmund=Ems=Kanal erbaut werden sollte als Teilstrecke des Schiffahrtskanals. welcher bestimmt ist, den Rhein mit der Ems, mit der unteren und mittleren Weser und Elbe zu Der Baubeginn verzögerte sich infolge der umfangreichen und schwierigen Vorarbeiten bis 1892, und erst 1899 konnte der Kanal dem Betrieb übergeben werden. Seine Länge beträgt 270 km, sein Tiefgang.5 bis 3 m für Fahrzeuge von 800 To. Von Dortmund aus führt er durch das Emschertal nach Henrichenburg, wo er mit Hilfe des Hebewerks von 70 Meter Höhe über dem Meeresspiegel auf 14 Meter hinuntergeführt werden mußte. Bei Henrichenburg zweigt der Seitenkanal nach Herne ab. der später seine Ergänzung im Rhein=HerneKanal sand. Dieses erste große westdeutsche Kanalwerk begegnete nicht geringen Schwierigkeiten. Auf einer Strecke von 106 km mußlen 16 Schleusen gebaut werden: auch war die Wasserzufuhrfrage nicht ohne Einvumpung von Livve=Wasser zu lösen. Der Erfolg des Bauwerkes übertraf alle Erwartungen und entwaffnete die früheren Gegner. Schon im fünften Betriebsjahr überschritt die beer=sförderte Gütermenge die erste Million To. Sie ergeren sreichte 1923 bereits.3 Mill. To., die. in Eisenbahnwaggons zu je 10 To. verladen. 8600 Güterzüge mit je 50 Waggons erfordern würden. Zu Berg fand der Kanal seine Frachten vor allem in schwedischen Erzen. Holz und Getreide, zu Tal ganz überwiegend in der Kohle. Welche Bedeutung die Wassermenge für den Ruhrbergbau gewonnen haben, mag die Tatsache zeigen, daß der Brennstoffversand aus dem Ruhrbezirk auf der Eisenbahn von 50.24 Mill. To. im Jahre 1913 auf 31,4 Mill. To. in 1934 gesunken, der Versand über die Wasserwege aber von 23.15 auf 26.8 Mill. To. gestiegen ist. Vor der großen Krise. im Jahre 1926. erreichte der Versand auf dem Wasserwege mit 39.5 Mill. To. beinahe den Versand mit der Eisenbahn(41.3 Mill. To.) und stand damit um 70 v. H. höher als 1913. während die Eisenbahnversandziffern niemals wieder ihren Vorkriegsstand erreicht haben. Freilich dari bei Betrachtung dieser Ziffern nicht außeracht gelassen werden, daß erst seit 1914 der Rhein Herne=Kanal wirksam geworden ist, auf den heute weit mehr als ein Drittel des Brennstoffversands über die Wasserwege entfällt. Immerhin aber ist, im Gegensatz zu den allgemeinen Ziffern des Brennstoffversands. auch der Brennstoffversand auf dem Dortmund=EmsKanal seit 1913 noch gestiegen. von.63 Mill. To. auf.19 Mill. To. in 1934. Wofür unsere Väter und Großväter mehr als ein Menschenalter gekämpft haben, das ist durch eine segensreiche Entwicklung gerechtfertigt worden. Castrov=Rauxel, den 25. Mai 1936. Mehr Liebe unseren gesiederten Sängern Vom Vogelschutz= und Kanarienzuchtverein„Vogelfreunde" Castrov=Rauxel 3 wird uns geschrieben: Der wunderschöne Mai hat wieder seinen Einzug gehalten und die herrliche Natur bietei uns wieder eine Fülle grünender, dustender und blühender Bäume und Sträucher. Unsere lieblichen kleinen Sänger lassen ihre anmutenden Melodien wieder erklingen und werben um die Gunst einer Gefährtin. Es wird dann alsbald eifrig mit dem Nestbau begonnen, wo der Natur= und Vegelireund wirkliche Kunstbauten beobachten kann. Wenn wir uns nach einiger Zeit diese kleinen kunstvoll hergerichteten Wohnstätten wieder betrachten, so sehen wir, wie die kleinen Sänger besorgt ihr Gelege bebrüten und erwartungsvoll und froh ihre Nachkommen erwarten. Wie unendlich viel Gewürm. Insekten. Käser. Raupen usw. schleppen sie heran, um ihre Jungen groß zu ziehen und welch ungeheuren Vorteil bringt uns die Vogelwelt durch die Vertilgung vorgenannter Schädlinge in unseren Obst= und Gemüsegärten. Bedenken wir doch nur, daß ein Meisenvaar mit seiner Nachkommenschaft nachweislich jährlich Zentner lebende Insekten vertilgt. Welch ungeheuren Schaden würden diese, nur von einem Vogelpaar vernichteten Schmarotzer in unseren Gärten anrichten! Ist es da nicht tief bedauerlich, wenn man beobachten muß, wie rohe Menschen die Nester zerstören. die Eier vernichten, ja sich nicht scheuen, die Jungen aus den Nestern zu nehmen, sie quälen und sogar töten. Es gibt aber leider Menschen, die noch roher sind. die gefühllos mit allen möglichen Schießprügeln die Vögel abschießen, ohne Rücksicht darauf, daß die armen Jungtiere in den Nestern, durch den Abschuß der Alten, jetzt elendig verhungern müssen. Man soll doch nicht gleich wenn man einen Vogel im Garten auf seinem Gemüsebeet sieht, schimpfen und wettern über diese Zerstörer, denn meistens wird doch nur nach Gewürm und Insekten gesucht: und der Aussaat wenig Schaden zugefügt. Selbst wenn auch mal einige Kirschen oder Erdbeeren oder sonst etwas zartes Gemüse„gemopst“ wird. so wiegt doch die Vertilgung der schädlichen Insekten diesen kleinen Verlust tausendfältig wieder auf. Wir richten an alle Eltern sowie die Lehrerschaft die dringende Bitte, ihre Kinder zu ermahnen und aufzuklären, daß sie die Vögel schützen und pflegen. die Schulentlassenen aber warnen wir, von dem viel beobachteten rohen Treiben abzulassen, da wir jeden Sünder der Polizei melden werden. Unsere Polizei bitten wir, unsere so nützlichen Vögel mit in Schutz nehmen zu wollen, denn„Vogelschutz ist Menschenschutz!“ Gan, Kog Honderzage nach Ostpreugen Anmeldungen müssen sofort erfolgen Wer einmal im Lande der Masuren weilte, der weiß, warum jeder Ostvreuße immer wieder von Sehnsucht erfüllt, seinen Urlaub dort verleben will. Natürlich spricht auch der Wunsch mit, seine Ferienzu haben. Er hat schon 1838 mit dem für die Ruhr= tage im Kreise der Verwandten, von denen man ja schiffahrt zuständigen westfälischen Oberpräsidenten so weit entfernt wohnt, zu verbringen. Aber das Freiherrn von Vincke über die Errichtung einer allein führt unsere heimattreuen Ostpreußen nicht Schlepyschiffahrt von Mülheim nach Köln verhandelt und hat dieses Ziel mit unverwüstlicher Tatkraft verfolgt. Er war bereit, alles Risiko selbst zu übernehmen, bedurfte aber eines Darlehns, das ihm von der Ruhrschiffahrts=Kasse nicht gewährt wurde, weil vorübergehend der Gedanke obsiegte, daß„diese Anstalt vorläufig nicht in die Hände von Privaten kommen" dürfe. Wenn es Mathias Stinnes trotzdem fertig brachte, ohne Darlehn und ohne Hilfe von Aktionären seinen ersten großen Schlepper „Mathias Stinnes 1“ 1843 auf dem Rhein erscheinen zu lassen, ein Jahr, nachdem die Kölner Gesellschaft Menschen, die immer im Kampf stehen wie diese, haben eine verschlossene kämpferische Art; denn hier gilt es auch noch um das Selbstverständliche zu kämpfen. nicht nur um Arbeit und Brot— nein. auch um die deutsche Sprache und sein Volkstum. Wie treu hier gerungen wird, das hat Masurens Volk der deutschen Heimat in der Zeit der Abstimmung bewiesen. zu lassen, ein Jahr, nachdem die Kölner Geselsthgit gen, wehrhaft gus der Höbe, erba ihren Dienst ausgenommen hatte, und wenn dieser höfte, Dorfer. die kleinen Städte Stinnes=Schlepper als Eröffner der heute so ge=agge und Bauart Zeugnis ab für waltigen Kohlen=Dampfschlevpschiffahrt anzusehen ist. so ist damit des alten Mathias Bedeutung als erster deutscher Pionier der Dampfschleppschiffahrt ausreichend erwiesen. Ein Kapitel für sich bilden die tragischen Kämpfe der alten Segelschiffahrt, der Beurth= oder Rangschiffahrten gegen das Dampischleopboot als Herold eines neuen technischen Zeitalters. Am 18. April 1848 wandte sich das„Comitee der rheinischen Segelschiffer“ in einem leidenschaftlichen Aufruf an die Nationalversammlung mit der Aufforderung.„in dem Kampfe des arbeitsliebenden Mittelstandes gegen die Geldaristokratie des 19. Jahrhunderts Partei zu ergreisen für die Arbeit gegen das Kapital". den Gütertransport durch Dampfer zu verbieten, die allein führt unsere heimattreuen Ostvreußen alljährlich zu dem Entschluß, auf Reisen nach Bayern an die Nordsee oder sonst wohin zu verzichten und gewohnheitsgemäß nach dem Lande ihrer Kindheit zu fahren. Es ist vielmehr die Gewalt der Sehnsucht, der Ruf dieser ostvreußischen Heimat, den nur Menschen begreisen können, die selbst einmal dieses Land der stillruhenden Seen und Wälder erlebt haben. An die Seen angeschmiegt, in die großen Waldungen eingestreut, in den Bodensenkungen geborgen, wehrhaft auf der Höhe erbaut, liegen die Gehöfte. Dörfer, die kleinen Städte und legen nach Lage und Bauart Zeugnis ab für das harte Dasein ihrer Bewohner und Erbauer. Eine geduckte. trotzige Abwehr ist der Charakter aller Siedlungen in Masuren. Verteidigungswille bestimmte die Anlage der kleinen Städte unter meisterhafter Ausnutzung des Geländes Zumeist auf Seen=Engen oder Höhenzügen das Schloß der Ordensherren. nicht allzu weit ab davon der große weite Marktvlatz. Stätte deutschen Handelsfleißes. Zuflucht deutscher Menschen, wenn die Kriegsfurie das platte Land verwüstete, das sind die hauptsächlichsten Merkmale. Im Mittelalter vorgeschobene Posten von hoher Bedeutung. schlasen sie heute den Dornröschenschlaf Die Entwicklung der Zeit ging über sie hinweg. Ja, ein seltsames Land ist Masuren und voll Eigenart sind auch die, die es bewohnen. Und in dieses Land führt die RS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ des Gaues Westfalen=Süd fünf Sonderzüge im lausenden Reisejahr durch. Wirtschaftliche Gründe schreiben heute einen anderen. aber umso interessanteren Weg vor, den Seeweg über Swinemünde nach Pillau. Von hier aus fährt der Sonderzug zum Eisenbahnknotenpunkt Korschen, wo die Weiterreise in fahrplanmäßigen Zügen bis 75 Prozent Verbilligung innerhalb der 100=Kilometer=Zone erfolgen kann. An Ostvreußenzügen sind vorgesehen: Urlauberzug Nr. 13/36 vom 3. 7.— 18. 7. RM. 31.30 Urlauberzug Nr. 35/36 vom 9. 7.— 25. 7. RM. 31.30 Urlauberzug Nr 50°36 vom 6. 8.— 5. 9. RM. 30.30 Urlauberzug Nr 55/36 vom 9. 8.— 24. 8. RM. 31.30 Urlauberzug Nr. 63/36 vom 11. 8.— 28. 8. RM. 31.30 Der Fahrvreis schließt Eisenbahnfahrt. Schiffstarte, sowie je ein Frühstück an Bord des Dampfers in Eine Ehrenkrone ist das Alter Am Samstag konnte Frau Landwirt Wilhelm Greining. Bladenhorster Straße 246, ihren 79. Geburtstag feiern. Der allverehrten Mitbürgerin wurden aus diesem Anlaß mannigfache Ehrungen zuteil. U. a. brachte ihr auch der Evgl. Frauenverein ein Ständchen dar. über das sich die Geehrte sichtlich freute. Wir schließen uns den vielen guten Wünschen gern nachträglich mit einem herzlichen „Glückauf“ für den ferneren, hofsentlich noch recht langen und recht glücklichen Lebensweg an. „Im gleichen Schritt und Tritl“ Der Film der Kyffhäuser in Castrop=Rauxel Geboren aus fridericianischem Geiste, emvorgetragen von dem Erlebnis der Freiheitskriege, erweitert nach den Kämpfen um die Einheit des Deutschen Reiches und gestählt durch das Fronterlebnis des Weltkrieges steht der Kyffhäuserbund da als ein Bund von Männern, die soldatische Lebensführung und Pflege soldatischen Kameradschaftsgeistes auf ihre Fahne geschrieben haben. Eindringlich führt uns dies der sehr gut zusammengestellte Film der Kyffhäusertreue„Im gleichen Schritt und Tritt“ vor Augen, der in Castrov=Rauxel am Samstagnachmittag in der Lichtburg und am Sonntag im Deli=Palast ausgeführt wurde. Aus dem Schlachtengewühl des Weltkrieges. aus dem Donnern und Blitzen der tod= und verderbenbringenden Geschosse und der Bomben. aus Pulverqualm und Trommeljeuer führt der Weg des Kyffhäuserbundes nach dem Krieg weiter durch die Schrecken der Revolutionszeit und die Wirren der Inslation, durch die Jahre der Verhetzung bis in die Gegenwart. in der die Partei unseres Führers den Aufbruch der Nation herbeigeführt hat und den Kuffhäuserbund als die Pflegestätte des Kameradschaftsgeistes der alten Armee anerkannt und sich mit hineingestellt hat in den Kampf um eine große deutsche Zukunft. Einzigartig sind die Bilder. die der Film uns zeigt. Bilder, die uns immer wieder im Innersten packen und unseren Willen zu freudigem Einsatz stärken. Wir erleben den Aufbruch der Nation, wir hören den Reichspräsidenten bei der Tannenbergfeier sprechen, und den General der Artillerie Horn bei der großen Veranstaltung im Sportvalast in Berlin. Und dann erleben wir den machtvollen Tag des Kyffhäuserbundes in Kassel, wo die alten Soldaten zu Tausenden vor ihrem Bundesführer Oberst a. D. Reinhardt und vor dem Ehrenführer Reichsstatthalter von Epp aufmarschiert sind und im Rauschen der ungezählten Fahnen des Bundes ein Gelöbnis zum Ausdruck kommt: Führer befiehl! Wir folgen dir! So erleben wir den Marsch des Kuffhäuserbundes, wir sehen aber zugleich auch den Aufbau dieser großen Organisation, wir sehen und hören. was wir bisher kaum gewußt und zum mindesten nicht gewürdigt haben. Wir werden hineingeführt auf der Hin= und Rückfahrt ein. Die sehr starke Nachfrage gibt Veranlassung darauf hinzuweisen. daß Anmeldungen sofort bei allen Kreisämtern. Orts= und Betriebswarten der RS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ erfolgen müssen. Nur wer nicht lange wartet, hat die Gewähr, bestimmt teilnehmen zu können. Darum meldet Euch! Ostpreußzen! Die Heimat ruft! die Soldatenheime, die über ganz Deutschland verstreut sind. Dort finden die alten Soldaten mit ihren Familien Erholung. dort verbringen sie mit Kameraden Urlaubstage und lassen die Stätte zu einer Heimat echten Kameradschaftsgeistes werden. Und dieser Geist lebt auch in den Waisenheimen, in denen Kinder der alten Soldaten untergebracht sind. Auch der Wehrmacht und der SA. sind hier Plätze zur Verfügung gestellt. Hier wachsen die Kinder aus, hier erhalten sie ihre Erziehung, hier wird in ihre Herzen der Geist der alten Soldaten gepflanzt. der sie stark macht, später an dem Aufbauwerk unseres Vaterlandes erfolgreich mitzuarbeiten. All diese Einrichtungen hat der Kysshäuserbund geschaffen. und der Opsergeist, der in ihm lebt, erhält sie. Symbol für diesen Geist aber ist das eigenartig schöne Kysfhäuserdenkmal, das sich im Film wie ein Mahnmal über allem erhebt. So wurde der Kyffhäuserfilm für alle Besucher zu einem schönen Erlebnis. Die Aufführungen begannen und schlossen mit dem Ein= und Ausmarsch der Fahnen der KuffhäuserKameradschaften. Vor der Aufführung in der Lichtburg hielt der Kreiskriegerverbandsführer Major a. D. Holfeld eine Ansprache, durch die er in den Film einführte. Nach Schluß der Filmvorführung brachte er ein dreifaches Sieg=Heil auf den Führer und Reichskanzler aus. in das alle Anwesenden begeistert einstimmten. Große Spargelkultur in Castrop-Kauxel Her spricht Gastrop=Kauzeis Fiiegernachwach.. Vier Wochen in der Reichssegelflug bauschule in Wandsbeck bei hamburg Nun ist die Spargelzeit wieder da. Dank der neuen geregelten Bewirtschaftung, die, wie wir bereits vor einiger Zeit berichteten. durch den Ausgleich zwischen anfallender Spargelmenge und gegebener Nachfrage preisregelnd wirkt, ist es nunmehr breiteren Volksschichten möglich, sich den Genuß dieses schmackhaftesten Gemüses, das uns der Frühling beschert, zu verschaffen. Eine weitere Verbilligung des Spargels wird durch den Anbau in Gegenden erwirkt werden, in denen bisher Spargelkulturen in größerem Umsange nicht bestanden. Unter diesen Umständen wird der Castrov= Rauxeler Spargelfreund es freudig begrüßen, daß jetzt auch die heimische Landwirtschaft sich dem Anbau des Spargels in größerem Ausmaße zuwendet. Besonderes Interesse verdient eine neuangelegte gegen—4 Morgen große Spargelplantage, die im Stadtteil Deininghausen entstanden ist. Sie zieht sich am Waldrand unweit der Fückmühle hin. Sie dürfte wohl den ersten Versuch der Spargelkultur in dieser Größe in unserer engsten Heimat darstellen. Wenn auch bis zum Auswechsel der Spargelplanzen bis zur Stechreise und zur Ertragfähigkeit noch ein vaar Jahre vergehen, so hat die hiesige Bevöllerung doch immerhin schon die Aussicht. in absehbarer Zeit in größeren Mengen einheimischen Spargel auf den hiesigen Markt kommen zu sehen. Der Fortfall der Fracht. der bei der jetzigen großen Entfernung der Hauptspargelproduktionsstätten von Castrop=Rauxel nicht unbeträchtlich für die Preisbildung ins Gewicht fällt. wird dann gewiß eine fühlbare Verbilligung bringen, so daß der Spargel dann wirklich Volksgemüse werden kann, was bekanntlich bei dem VitaminReichtum des Spargels erstrebt werden soll. Das Schwergewicht des Spargelanbaues ruht in der Provinz Brandenburg, der Provinz Sachsen. in Hannover und Braunschweig sowie dem Land Hessen. Aber auch eine Reihe anderer Landesteile weisen beträchtliche Spargelanbauflächen auf. so Niederschlesien, Bayern, Sachsen, Baden, Mecklenburg und Anhalt. Nach der letzten Bodenbenutzungserhebung von 1935 betrug die Spargelanbaufläche im Deutschen Reich etwas über 21000 Hektar. wovon rund 2000 Hektar auf noch nicht ertragsfähige Kulturen entfielen. Der Spargelanbau, der unter den Gemüsen die zweitgrößte Fläche— nach Weißkohl— in Anspruch nimmt, hat im Verlauf des letzten Jahrzehnts eine erhebliche Ausweitung erfahren, weil sich der Spargelgenuß immer steigender Beliebtheit erfreut. Jeder Bergmann ein Schwimmer, jeder Schwimmer ein Retter! Unter diesem Leitsatz veranstaltet die Schachtanlage„Erin“ auch in diesem Jahr wie im vorigen wieder Lehrgänge zur Erlangung der Leistungsabzeichens der deutschen Lebensrettungsgesellschaft. Die Durchführung dieser Aufgabe hat jetzt die Sportgemeinschaft Erin übemnommen. Jeder Bergmann, der über genügende schwimmerische Fähigkeiten verfügt(Freischwimmer), ist herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen. Der erste Kursus, der mit den Prüfungen für den Grundschein und den Leistungsschein abschließt, begann am Dienstag, dem 19. Mai, am schönen Schwimmbecken der Schachtanlage„Erin“. Wir setzen heute mit der nachfolgenden Schilderung des Jungsegelfliegers Friedr. Vatterodt von der Luftsportschar II/259 der Ortsgruppe Castrop=Rauxel des Deutschen Luftsportverbandes die Reihe der Erlebnisberichte aus dem Kreise des heimischen Fliegernachwuchses fort. Gerade dieser Aussatz dürfte geeignet sein, den vielen Volksgenossen, die am Samstag und Sonntag die Plakette des Deutschen Luftsportverbandes erwarben, zu zeigen, wie die Losung„Fliegende Jugend— fliegendes Volk“ in die Praxis umgesetzt wird. Ende März dieses Jahres bekam ich vom Deutschen Luftsportverband ein Einberufungsschreiben zu einem vierwöchentlichen Segelfiugbaukursus nach Hamburg. Bald war der Reisetag angebrochen, und mit frischem Mut ging die lange Reise los. Auf der Fahrt gabelte ich schon einige Kameraden auf. die das gleiche Ziel hatten wie ich. Am Nachmittag kamen wir in Hamburg an. Der große Bahnhof und die Stadt selbst übertrafen meine Vorstellung weit. Mit dem Lied:„Kaum in Hamburg angekommen“ zogen wir unserm Lager zu. Wir meldeten uns bei der Wache und wurden von da aus zur Schreibstube gebracht. Nachdem die Einberufung und der Jahrschein abgegeben war. wurden wir auf die Stuben verteilt. Bald war das erste seltsam fremde Gefühl überwunden und wir hatten uns schnell miteinander und mit allen Dingen wertraut gemacht. Am nächsten Morgen waren wir schon wieder früh auf den Beinen. Nach dem Frühsport gab's Morgenkaffee, und nun wurden wir in Arbeitsgruppen eingeteilt. Jeder empfing seinen Werkzeugkasten, und damit nahm die lehrreiche und vielseitige Arbeitszeit ihren Anfang. In den hellen und geräumigen Werkstätten lernten wir schnell unsere Arbeit lieben. Unsere Ausbilder nahmen uns gründlich vor: sie gaben uns praktische Winke und halsen uns beim Lesen von Zeichnungen.„ In den theoretischen Unterrichtsstunden lernten wir die Verwendung und Inanspruchnahme unserer Bauteile kennen, bei denen das saubere. genaue und gewissenhafte Arbeiten eine sehr große Rolle spielt. Durch Beispiele wurde uns klar gemacht, wie oft die kleinsten Fehler das größte Unglück herbeiführen können und wie oft ein Flieger dadurch in Not geriet, weil nur ein Bolzen oder eine Schraube verkehrt angebracht war. So wurden wir in den verschiedensten Gebieten geschult, die zum Flugzeugbau notwendig sind. Unser guter Wehrsvortleiter, übrigens ein Castrov=Rauxeler namens Wilhelm Frese, stellte aber die körverliche Ausbildung nicht in den Hintergrund. Einmal Svort auf der nahegelegenen Wiese, dann„Griffe kloppen", zur Abwechslung „Hinlegen!" und„Aufstehen!" und„Bis an den Zaun marsch, marsch!" Ja, was das bedeutet, das wird ja wohl jedem bekannt sein, der schon einen Lehrgang ähnlicher Art mitgemacht hat. Sonntags ging's dann zum Schießstand. das heißt, wenn wir im Lager waren. Dann wurde geknallt, daß die Zwölser nur so saßen. Wir schossen im allgemeinen gut— und leider(oft genug) haarscharf vorbei! Nach dem Abendessen war immer eine Unterhaltungsstunde angesetzt. Unser SchulVon der Arbeit der Jungsegelflieger„Erin“ führer gab uns dann über alle Fragen, die wir ihm stellten, klaren Bescheid. Außerdem wurden die Fahrten für die nächsten Sonntage besprochen. Es ist wohl verständlich, daß die allgemeine Kameradschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl durch diese Fahrten sehr gefördert wurde Wenn für den Sonntag so eine Fahrt geplant war. klappte alles nochmal so gut. Der Ernst der Arbeit war dann verflogen und mit Musik und Gesang ging's los. Diese schönen erlebnisreichen Tage wird wohl keiner von uns vergessen. Es ist doch etwas Großes. wenn man zum ersten Male am Strand des Meeres steht und in der Ferne das grünschimmernde Wasser mit dem Himmel in gleicher Höhe sieht. Stundenlang kann man nach Muscheln und Seesternen suchen und durch den feuchten Tang am Strande entlanggehen. Immer wieder schaut man nach den Wellen, die mit schäumenden Kämmen eintönig an die Kieselsteine klatschen. Wir waren in Travemünde an der Ostsee, und später in der alten Hansestadt Lübeck und in Hamburg. Wenn der Name Hamburg fällt, ist's als nächstes immer die Reeverbahn, die genannt wird. Wir haben uns natürlich auch einmal diesen Betrieb angesehen. Wir waren geschlossen von Nachmittags bis Abends dort. Wenn bei Anbruch der Dunkelheit die großartige und fesselnde Leuchtreklame beginnt. kann man sich nicht satt sehen an dem bunten Lichterspiel. Eine Hasenrundfahrt endete mit der Besichtigung des Elbtunnels und des Damvfers „Hamburg“. Ein Matrose führte uns durch die Stockwerke des Schiffes und zeigte uns alles. Der Luxus. der auf dem Schiff herrscht, ließ bei uns allen wohl den Wunsch aufkommen, eine Seereise mitzumachen. Aber es fehlte eben an Geld. Einige von uns kamen ja so schon kaum aus. Ein Kamerad schickte eine Karte nach Hause mit folgenden Worten: „Lieber Vater, schicke Geld. Dein Walter.“— Die Antwort lautete:„Lieber Walter, habe keins. Dein Alter!“ So waren unsere Tage von abwechselungsreichen. frohen und lustigen Erlebnissen begleitet. Kurz will ich noch ein Stücklein erzählen, das mir auf der Wache passiert ist. Ich hatte die Streise von Abends 10 bis 12 Uhr bekommen. Es war eine klare Mondnacht. Ich vatroullierte ahnungslos hinter dem Schulgebäude. Da— ganz plötzlich zerriß ein lauter Knall die Luft. In meiner Nähe flammte es hell auf. In ein paar Augenblicken war die Wache zur Stelle. Sie war ohne Aufforderung auf diesen Alarm hin hinausgeeilt. Wir fanden nur noch eine Blechbüchse, in der ein var Karbidstücke zischten. Aber der Wachhabende hatte. als er um die Ecke bog. gesehen, daß jemand nach oben lief. Da wußten wir, um wen es sich handelte. Noch in derselben Nacht sind wir auf die„Stube 4“ geschlichen und haben dem Anstifter des„Bombentattentats“ mit einem Eimer voll Wasser heimgezahlt. Dadurch wurde nun sein Untermieter wach. In der Meinung, sein oberer Kamerad sei„undicht“ geworden, spielte auch er ihm noch einen derben Streich. Am letzten Abend wurde beim frohen Zusammensein die Abschiedszeitung verlesen, in der jeder„sein Fett abbekam". Wie haben wir da über alles Gereimte und Ungereimte gelacht! Dann hieß es Abschied nehmen! Der Schulführer und unsere Ausbilder drückten uns zum letzten Mal die Hand und wünschten uns alles Gute. Wir wären ja alle noch so gern geblieben. Aber die Pflicht rief uns zurück an unsere Arbeitsplätze. Die Vermogenzlage habe auch in den ersten Mone. ten des lausenden Jahres, die gute Ergebnisse brachten, eine weitere Besserung erfahren. Die baldige Erreichung, der Rentabilitätszone liege also durchaus im Bereich der Möglichkeit.— Auf Anfrage wurde noch mitgeteilt, daß ein nicht unbeträchtlicher Teil der Rückstellungen von.11 Mill. RM. als stille Reserven angesehen werden könnte. Lothringen besitze jetzt mehr als die Dreiviertelmehrheit der insgesamt 1000 Graf=SchwerinKure. Im Anschluß an die HV. fand die konstituierende Sitzung des Aussichtsrates statt. in der Rechtsanwalt Schmidt 1 zum Vorsitzenden und Generaldirektor Rostberg zum stellv. Vorsitzenden gewählt wurde. Die neuen Großaktionäre Der Gruppe, die die Mehrheit des LothringenAktienkapitals erworben hat. gehören neben Wintershall die Gewerkschaft Elwerath, Hannover, sowie ein rheinisches Bankhaus an. Die Gruppe besitzt rund 11 Mill. RM. Aktien, also 55 Prozent des Aktienkapitals. Die Käufe der Gruppe erfolgten zum größten Teil an der Rheinisch=Westfälischen Börse, und zwar wurden große Aktienvosten noch vor der Sanierung erworben. Die Aufrundung des Besitzes wurde dadurch erleichtert, daß sich die Besitzer der bei der Sanierung gegen Forderungen verrechneten Aktien meist leicht von diesem Besitz trennten. Wie sich die Aktienmehrheit auf die drei Beteiligten verteilt, läßt sich nicht sagen, offenbar besitzt Wintershall den größten Teil der Aktien, da die Gesellschaft auch wieder stark bei der Gewerkschaft Elwerath beteiligt ist. Der dritte Beteiligte. das rheinische Bankhaus, hat wohl in der Hauptsache die Aktienkäufe durchgeführt. Gewerkschaft des Steinkohlenbergwerks „Graf Schwerin Die Gewerkenversammlung. in der 19 Gewerken 941 Kuxe vertraten, genehmigte den Jahresabschluß und beschloß, den Verlust von 97·045 RM. vom Gesellschaftskapital abzuschreiben, das sich dadurch auf 873900 RM. verringert. Ueber die Geschäftslage wurde mitgeteilt, daß die Ergebnisse in den abgelaufenen 4 Monaten des neuen Geschäftsjahres gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres günstiger waren, sei darauf zurückzuführen, daß sich die Abbauverhältnisse günstiger gestaltet hätten und die Zentralkokerei, die im Vorjahre revariert worden sei. jetzt viel bessere Ergebnisse ausweise. In den ersten 4 Monaten wurde bei Graf Schwerin eine Fördersteigerung um 11.8 Prozent erzielt. Die Kokserzeugung weise eine Steigerung um 21,5 Prozent auf. Weitere 30 Oesen seien auf der Kokerei von Graf Schwerin angesteckt worden, um den Anforderungen der Nachfrage nach Gießereikoks gerecht zu werden. Die Verwaltung hofse, daß die bessere Geschäftslage auch in den weiteren Monaten des lausenden Jahres anhalten werde. Man müsse allerdings berücksichtigen, daß die Gewerkschaft noch erhebliche Schulden abzutragen habe. Die Belastung durch die Erhöhung der Eisenbahnfrachten mache für Graf Schwerin etwa 55000 RM. aus. Hortschreitende Gesandung dei„Tothringen“ Kraftwagen- und Räderzulassung vor Pfingsten Der Polizeivräsident in Bochum teilt mit: Es wird darauf hingewiesen, daß vor den Pfingstfeiertagen bis Samstag, dem 30. 5. 36. 11 Uhr. nur noch die Kraftfahrzeuge abgestemnelt werden können. deren Zulassung mindestens bis Freitag, dem 29. Mai 1936 12 Uhr. schriftlich auf Zimmer 68 bzw. 69 im Polizeipräsidium Bochum für die Stadtkreise Bochum. Wattenscheid und Witten und im Polizeiamt Herne für die Stadtkreise Herne. WanneEickel und Castrop=Rauxel beantragt worden ist. Lokaler Sport Castrop 02— Tub. Mengede:2 Zunahme der Erzeugung u. Besserung der Vermögenslage— Wintershall im Aufsichtsrat Mit Beginn des Frühjahrs traten auch die Eriner Segelflieger wieder an die Oeffentlichkeit. Beschäftigte sich die Wintertätigkeit vorwiegend mit der theoretischen Ausbildung und der praktischen Mitwirkung an dem Bau einer neuen„Kiste“(Type 12Meter=Zögling), so wird gegenwärtig der Hauptwert auf die flugtechnische Ausbildung gelegt. In engster Zusammenarbeit mit der HJ.=Führung und der Ortsgruppe Castrov=Rauxel des Deutschen Luftsportverbandes ist auf der Schlachtanlage„Erin“, eine neue HJ.=Segelfliegerschar ausgestellt worden, die sich zum allergrößten Teil aus Eriner Bergjungleuten zusammensetzt. Die erste Fahrt in die bekannten Borkenberge diente der Besichtigung des Modellwettbewerbs am Sonntag. dem 3. Mai. Für die meisten Teilnehmer bedeutete es ein großes Erlebnis zu sehen, wie die in mühsamer Kleinarbeit hergestellten Modelle den verschiedenen Leistungsprüfungen unterzogen wurden. Außer den verschiedenen Startarten wie Handstarts am Hang. Starts mit der Laufkatze und dem Gummiseil, erregten die schwanzlosen Modelle mit ihren Rekordleistungen besondere Bewunderung. Es war keine Ueberaschung, daß sich nach Schluß der Vorführungen alle diejenigen Bergiungleute, die nur als Zuschauer mitgefahren waren, begeistert über die Segelfliegerei aussprachen und sich sofort bewarben, als aktives Mitglied in der Eriner Segelfliegerschar tätig sein zu können. Bis Pfingsten wird noch die letzte Hand an die alten bewährten und die neu erstellten Kisten gelegt. dann geht es mit hoffnungsfrohen Flugschülern hinaus in das Gelände, wo die Ausbildung von APiloten vor sich gehen wird. Die HV. der Bergbau AG.„Lothringen“. in der 36 Aktionäre ein AK. von 19.09 Mill. RM. vertraten, genehmigte einstimmig den bekannten Abschluß für 1935 und gab dem am 26. November 1935 mit der Gewerkschaft„Graf Schwerin". Bochum. geschlossenen Interessen= und Betriebsführungs=Gemeinschaftsvertrag ihre Zustimmung. Ebenso wurde die im Zusammenhang mit dem Tausch der freien GrafSchwerin=Kuxe gegen Lothringen=Aktien notwendig gewordene Erhöhung des Grundkapitals um 621 000 RM. auf 20.8 Mill. RM. unter Ausschluß des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäte einstimmig beschlossen. Die Erhöhung erfolgte mit 620000 RM. gegen Einbringung von 155 Kuren der Gewerkschaft„Graf Schwerin“ während die restliche Svitze von 1000 RM. gegen Barzahlung ausgegeben wird. Die Veränderungen im Aussichtsrat Im Zusammenhang mit dem Uebergang der Aktienmehrheit der Gesellschaft an die WintershallGruppe wurden Dr. Heinrich Schmidt 1(Hannover). Generaldirektor August Rostberg(Kassel). Direktor Hans Brochhaus(Kassel). Direktor Otto Werthmann (Kassel) und Direktor Kurt Beil(Kassel) neu in den .=R. gewählt. Neu gewählt wurden ferner Konsul Ludwig Kruse(DD=Bank. Essen) und Konsul Hans Harney(Düsseldorf). Der bisherige.=.=Vorsitzende Dr. Karl Kimmich(DD=Bank. Berlin) hat seinen Posten niedergelegt, ferner sind Justizrat Dr. Max Liertz(Düsseldorf). Hüttendirektor Otto Make(Bochum) und Rechtsanwalt Dr. Albert Will(Hamburg) aus dem.=R. ausgeschieden. Wandrer, schone Wald und Flur, Heilig sei dir die Natur Halte Weg und Plätze rein. Laß das Spiel mit Feuer sein Der Vorstand gab noch einen eingehenden Ueberblick über die Entwicklung der Gesellschaft in absatzmäßiger und finanzieller Hinsicht. An Syndikatsumlage habe der Lothringen= Konzern im Jahre 1935 rund.5 Mill. RM. bezahlen müssen. Hierin komme der Preisverfall für Kohle auf dem Weltmarkt zum Ausdruck. Während die Kohle frei Grenze 1932 noch 18 RM. je Tonne gekostet habe, sei 1935 nur noch ein Preis von .42 RM. erzielt worden. Der Konzern erzielte einschließlich der Gewerkschaften Herbede und Schwerin eine Förderungssteigerung von 8 v. H. und eine Zunahme der Koksgewinnung um.2 v. H. Bei den Nebenerzeugnissen sei der Benzolabsatz gut, da der deutsche Kraftstojiverbrauch weiter gestiegen sei Innerhalb der Treibstoffkonvention habe er in den ersten vier Monaten 1936 552 000 Tc. betragen gegen 450000 To. in der gleichen Vorjahrszeit. Die Gesellschaft habe ihre Rohbenzolberstellung um.5 Prozent steigern können, auch die Ammoniakausbeute habe um 9,9 Prozent zugenommen. Die Rohteererzeugung stieg um 12.3 Prozent. Zusammenfassend könne gesagt werden, daß die ersten vier Monate des Jahres wesentlich günstiger verlaufen seien als die gleichen Monate des Vorjahres. auch in ihren Ergebnissen. Die im Zusammenhang mit der Gütertariserhöhung der Reichsbahn vorgenommene Preisumstellung beim Kohlensyndikat bedeute allerdings für den Lothringen=Konzern eine Einbuße von 250000 RM. jährlich oder von 11 Rpfg. je To. Kohle Absatz Trotzdem hoffe man, daß das günstige Ergebnis der ersten vier Monate sich fortsetzen werde.„„ Se 1 Bei der Tochtergesellschaft„Graf Schwerin“ sei die im Vorjahre erwartete Betriebsverbesserung eingetreten. Auch bei den Eisenbetrieben des Konzerns seien die Verhältnisse günstiger als im Vorjahr. Finanzielle Lage weiter gebessert Ueber die finanzielle Entwicklung wurde mitgeteilt, daß im neuen Jahre eine weitere Verringerung der Stillhalteanleihen(12,23 Mill. RM. am Bilanzstichtag) auf 11.8 Mill. RM. eingetreten ist. Auch im lausenden Jahre sei mit der Wiederkehr von außerordentlichen Erträgen in beträchtlicher Höhe zu rechnen. Die viereinhalbjährige Reorganisationsarbeit und die Ende 1933 beschlossene finanzielle Neukonstruktion des Konzerns dürften nach der Ueberzeugung der Verwaltung eine sichere Grundlage für die zukünftige Arbeit geschaffen haben und sich demnächst auch in einer größeren Wirtschaftlichkeit auswirken. Die Lage des Unternehmens dürfte nicht allein nach dem ausgewiesenen gering erscheinenden Gewinn beurteilt werden. Es sei zu berücksichtigen. daß die Jahre des Wiederausstiegs es nicht nur ermöglicht hätten, gewisse alte stille Reserven beizubehalten, sondern auch noch neue zu bilden. Die Verschuldung des Konzerns sei zwar immer noch recht bedeutend. doch dürfe nicht außer acht gelassen werden, daß die bei der Sanierung beteiligten Gläubiger ihre Forderungen bis Ende 1938 gestundet hätten und Zinsen nur aus Gewinnen zu niedrigen Sätzen zu zahlen seien. Die Gesamtschulden nach Abzug der flüssigen Mittel im Konzern einschließlich Schwerin, die vor der Neukonstruktion 72 Mill. RM. betrugen, belaufen sich zur Zeit noch auf 37.6 Mill. RM. Der Abschluß des IG.=Vertrages mit der Gewerkschaft„Graf Schwerin“ gebe der Gesellschaft die Handhabe. weitere bereits in Angriff genommene Maßnahmen durchzuführen, um die Wirtschaftlichkeit des Gesamtunternehmens weiter zu steigern Mit einem verdienten Sieg und vor allem einem schönen und flotten Sviel warteten gestern die alten Castrover auf. Wenn man ehrlich sein will, so muß man sagen, daß man dieser Mannschaft keinen Sieg zugetraut hätte, da infolge von Verletzungen Idkowiak und Broder fehlten. Aber allem zum Trotz zeigte Castrovs Elf einen starken Leistungswillen. Wenn auch dem Linksaußen noch die nötige Erfahrung fehlt, so bot der Sturm doch ein geschlossenes und produktives Stürmerspiel. Die beiden Halbstürmer. vor allem der Halblinke Pölzl. wiesen gutes technisches Können auf. Trotzer in der Mitte und Parzysz auf Rechtsaußen zeigten sich von der besten Seite. In der Läuserreihe war Lewandowsti der Turm in der Schlacht. Castrops Schlußdreieck war in Meisterschaftsform, wobei Schaub seinen Gegenüber bei weitem überragte. Die Gäste spielten wohl wuchtiger, aber trotzdem waren sie ihrem Gastgeber nicht gewachsen. Ihr sonst so erfolgreicher Linksaußen wurde sorgsam bewacht, und so verlor der Sturm von vornherein seine Durchschlagskraft. Die Verteidigung arbeitete ausopfernd: ihr ist es zu verdanken, daß die Niederlage nicht noch höher ausfiel. Von Anfang an steht das Sviel im Zeichen der Castrover. Angriff auf Angriff rollt gegen Mengedes Tor an. Entweder kann in letzter Minute geklärt werden, oder Castrops Sturm findet das Tor nicht. Endlich in der 28. Minute ist der erste Treffer fällig. Castrops Halblinker spielt sich durch, gibt das Leder nach Halbrechts und dieser wieder an Trotzer, der plaziert einschießt. Auch weiter gestaltet sich das Sviel zugunsten der 02er. Parzysz nimmt eine Steilvorlage des Mittelstürmers auf und schießt das zweite Tor. Nach kurz fünf Minuten gelingt Trotzer von der Strafraumlinie aus ein wuchtiger Schuß aufs Tor. und:0 steht die Partie. Bis zur Pause hatte Parzysz noch zweimal Gelegenheit. das Resultat höher zu schrauben: aber er spielte zu sair. denn sonst wäre jedesmal der Hüter Mengedes verletzt worden. Im zweiten Spielabschnitt versuchen die Gäste mit aller Energie dem Spiel eine andere Wendung zu geben. Vorübergehend drängen sie. Im Anschluß an einen Strafstoß erzielen sie den ersten Treffer. Eine Minute später konnte Lewandowsti durch direlten Strafstoß den vierten Trefser für Castrovs Farben verbuchen. Noch geben die Gäste sich nicht geschlagen und gestalten das Spiel offener. ihren Mittelstürmer können sie dann auch auf:2 stellen. Kurz vor Schluß wäre Castrovs Halblinken beinahe der fünfte Treffer geglückt. aber im Schuß wird er abgedrängt, und der Hüter kann den Ball halten. Wie wir hören, steigt kommenden Sonntag schon das Rückspiel gegen Rheine. Nach den gestern gezeigten Leistungen darf man zum ESV. wieder Vertauen haben. Es wäre nur zu begrüßen, wenn er die wieder aufkommenden Hoffnungen erfüllen würde. nich Das zweite End in Leipzig endete a ten Triumph des G zig die Auswahl d gebnis von:0(4: Das Ergebnis ist starken Fußballgau fassen kann. Hochstin Vor einem Vier schen bei der ers Sachsen im Frankft heit nicht ausnutze sich nach zweimalig entschieden von:: die Elf der Sachsei Das Wiederholt Leipzig vor einer von Fußballfreund Die noch in letzter wartete nur wenig und zweckmäßigen lose Gefüge vollst ganz anderen Schl Stürmer scho selbst die Läufer b allgemeinen Tore Die Sachsen erz Minuten durch§ 18. Minute fiel d Zeitweise rafften gemeinten Angrif ergebnislosen Ed Sachsens glänzen 40. 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Aoitel. 90 entrl Po Dieg sichtel Bäussen ven Ponal Der Gau Sachsen Reichsbund-Pokal-Sieger— Südwest wurde mit:0(.0) überfahren Richt zu glauben! Jußball in Westdeutschland Ein Aufstiegspiel in Westfalen Das zweite Endspiel um den Reichsbund=Pokal in Leipzig endete am Sonntag mit einem unerhörten Triumph des Gaues Sachsen, dessen Els in Leipzig die Auswahl des Gaues Südwest mit dem Ergebnis von:0(:0) in Grund und Boden spielte. Das Ergebnis ist so hoch und die Niederlage eines starken Fußballgaues so eklatant, daß man es kaum fassen kann. Hochstimmung in Leipzig Vor einem Vierteljahr hatten die Südwestdeutschen bei der ersten Auseinandersetzung mit den Sachsen im Frankfurter Sportfeld die gute Gelegenheit nicht ausnutzen können. Damals trennte man sich nach zweimaliger Verlängerung mit einem Unentschieden von:2. Um so gründlicher nahm nun die Elf der Sachsen die Möglichkeiten wahr. Das Wiederholungsspiel im Stadion des BfB Leipzig vor einer großen und begeisterten Menge von Fußballfreunden zeigte ein ganz anderes Bild. Die noch in letzter Minute umgestellte Südwest=Elf wartete nur wenige Minuten mit einem planvollen und zweckmäßigen Sviel auf und gar bald riß das lose Gefüge vollständig auseinander. Von einem ganz anderen Schlage waren aber die Sachsen. Die Stürmer schossen aus allen Lagen und selbst die Läufer beteiligten sich zum Schluß an dem allgemeinen Toreschießen. Die Sachsen erzielten noch vor Ablauf der ersten Minuten durch Hähnel das Führungstor, in der 18. Minute fiel durch Helmchen der zweite Treffer. Zeitweise rafften sich die Südwestdeutschen zu gutgemeinten Angriffen auf. es langte jedoch nur zu ergebnislosen Eckbällen. Einen Strafstoß führte Sachsens glänzender Halbrechter aus, der in der 40. Minute den Vorsprung auf:0 erhöhte. Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff war es abermals Helmchen, der den Halbzeitstand auf:0 stellte. Nach Wiederbeginn legten sich die Südwestdeutschen energisch ins Zeug, aber sie fanden Kreß und die beiden Verteidiger auf dem Posten. Nachdem das Strohfeuer der Schwarzweißen wirkungslos vervufft war. spielten die Sachsen wieder ihre große Ueberlegenheit heraus. In der 65. Minute hatte Helmchen dem Mittelstürmer den Weg freigegeben und Hähnel schloß seinen Alleingang auch prompt mit dem fünften Tor ab. In der 70. Min. war es abermals Hähnel, der in wundervoller Weise die zwei Verteidiger umspielt hatte und das halb Dutzend Treffer vollmachte. Zwischendurch tauchte auch Südwest für Augenblicke vor dem Sachsentore auf. aber Gramlich hatte wie zuvor schon Lindemann, Schukert und Heldmann kein Glück. Vielmehr nahm das Schicksal für Südwest unaufhaltsam seinen Weg. In der 79. Minute konnte der weit nach vorn durchgestoßene linke Läufer Rose einen erfolgreichen Torschuß anbringen, zwei Min. später machte der Mittelläufer Habermann scharf an der Strafraumgrenze Hand. Gegen den Gewaltschuß von Helmchen streckte Kersten sich vergebens. Der rechte Läufer Seltmann schloß in der 88. Min. den Torreigen ab. Bombensieg der Norddeutschen Norddeutschland schlägt Nordholland 10:1(:1) Mit einem Rekordergebnis endete das am Sonntag vor über 12000 Zuschauern in der Bremer Kampfbahn durchgeführte traditionelle Repräsentativspiel zwischen den Fußballmannschaften von Norddeutschland und Nordholland. Die norddeutsche Elf, gestellt von den Gauen Niedersachsen und Nordmark, gewann diese 21. Begegnung mit nicht weniger als 10:1, nachdem es bei der Pause noch knapp:1 gelautet hatte. Die Holländer kamen während der gesamten Spielzeit kaum einmal zum Zuge, sie stellten eine körperlich sehr starke Mannschaft, doch an technischem Können mangelte es ihnen sehr. Der Sturm kam bei der glänzenden Abwehr mit Rhode und Hundt kaum einmal richtig und gefährlich durch, die Angriffe wurden schon meist gleich hinter der Mittellinie von den norddeutschen Läufern gestoppt. Das einzige Tor für Holland ergab sich aus einem Handelfmeter, den Rhode verschuldete. Die norddeutsche Mannschaft zeigte ein gutes und technisch reifes Spiel, der Sieg ist vielleicht zahlenmäßig etwas hoch, ergab sich aber zwangsläufig aus der in der zweiten Halbzeit durchschlagskräftigen Stürmerarbeit und der immer schwächer werdenden holländischen Deckung. Mit vier Toren war Maier von Werder Bremen Schützenkönig, drei Treffer buchte der Hamburger Angriffsführer SB Rotthausen erzwingt gegen Borussia Dortmund ein Unentschieden In den westfälischen Aufstiegspielen kam nur eine Begegnung zum Austrag. Im SV Rotthausen und in Borussia Dortmund standen sich zwei Gegner gegenüber, die für eine spätere Betätigung in der höchsten Klasse in Frage kommen. Mit oder 39. Minute Ausgleich durch Malecki, 2 Min.] ohne Lenz, der Gegner stellt sich danach ein. durch Heidemann, 23. Min.:1 durch Maier, 30. russias„Mittelstürmer Lenz wurde vom RotthauSeeler und in den Rest teilten sich Malecki(Hannover) und Meng 3(Hannover). Wie die Tore fielen: 33. Minute:0 für Holland durch Elfmeter von Woltjes(linker Läufer), 39. Minute Ausgleich durch Malecki, 2 Min. Min. 711 durch Seeler, 36. Min. 811 durch Meng, 41. Min.:1 durch Maier und eine Min. später 10:1 durch Maier. Das Eckenverhältnis lautete 12:2 für Norddeutschland. russiag„Mittelstürmer, Lenz. murde vom sener Mittellaufer gut bewacht, so daß er sich nicht so durchsetzen konnte. Das Los entschied über die Vorschlußrunde Der non ins Enlospiel Schalke— Nürnberg in Stuttgart Fortuna— Gleiwitz in Dresden Das große Fälslgten um die Vorschluhrunde, gar Run wird natürlich die Suche nach den MöglichDeutschen Fuhballmeisterschaft 1936 ist bendet. A. Kombinationen ist Klarheit ge tag loste der DesB beim Reichsbund=Pin Leipzig die Besetzung der Vorschlußrunde aus: in Stuttgart: Schalke 04— 1. FE Nürnberg in Dresden: Fortuna Düsseldorf—. Vorwarts=Rasensport Gleiwitz Wieder mit Pörigen SSVa Barmen— FE Schalke 04:5(:0) Zum erstenmal stellte sich die Mannschaft des Deutschmeisters FC Schalke 04 wieder mit dem Mittelstürmer Ernst Pörtgen vor. Die Königsblauen trugen am Sonntag ein Freundschaftsspiel gegen SSVg Barmen in Barmen aus. 8000 Zuschauer sahen einen sehr schönen Kampf und erlebten einen glatten:=Sieg der Schalker. Ueberhaupt hielt sich die Barmer Elf gegen den Deutschen Meister ganz ausgezeichnet und hätte bei etwas Glück auch den einen oder anderen Erfolg verdient gehabt. Der kleine Walter Berg hatte vor der rechter Verteidiger gespielt, nachher Linkseigte ein sehr esmal aus der * hat St ttgart gegen den Cluh sehr Portgen(), Berg(2) und Szeren(1) Schalke hat es in Stutgart gegen den Club sehr Portgen(), schwer, aber auch die Fortuna darf sich in Dresden un die Vorschluhrunde ver I Run wied natitlich die Suche noch den Zr=Zeig Pause regier Verteioget gesoselt, nachher rschaft 1936 ist benoez, uus keiten einseten. Aer wird wen shlosen, stung ausen., Die gesamte Schalter Eis. beit geworden. Am sonn ersten Blick will es so scheinen, al. op„esthent, gutes Zusammenspet, teiner ragte diesmal Reichsbund=Pokal=Endspiel das hessere Los gegenüber dem anderen„Ageitg, Mannschaft besonders hervor. Die Tore is der Vorschlußrunde aus: schen“ gezogen hätte. Sicher: der Deutsche„Mezner##nnur) Berg(2) und Szevan(). schwer, aber auch die Fortung darf sich in Dresden nicht die Spur einer Schwäche gestatten, wenn sie nicht durch den großen Außenseiter Gleiwitz böse überrascht werden will. Die Niederrhein-Aufstiegspiele BfB Hilden und Duisburg 99 setzen sich durch Die Aufstiegsviele zur Gauliga im Niederrhein wurden am Sonntag mit je einer Begegnung in den beiden Gruppen fortgesetzt. In der Gruppe A. die jetzt bereits die Hinspiele erledigt hat, siegte der VfL Hilden 03 knapp mit:2(:1) über Rhenania Würselen, so daß die Hildener immer noch Aussichten für den Aufstieg haben. In der anderen Gruppe mußte Odenkirchen 05=07, das vergangenen — g6g Sesitung 9667, Rec und die Ueberlegzgpbeiß, Vo/, a asetsgengen, bise gelse Resu ue e u ae.#e äg a, besng ee, ae oheche heae ctecsiheche uis iue genaue Ergebnis lautet wie folgt: 1. Reibe interesgeige, Selchalste hzvigeg, ber# g er 65 Schwarzmann=Wünsdorf 117,068 Punkte, 2. der Deutsche###e ichrlagen mit.0 Winter= Frankfurt a. M. 115,833 Pkt., 3. Stadel=Konstanz 115,401 Pkt., 4. Stangl=München 114,367 Pkt., 5. Steffens=Bremen 114,132 Pkt. Die Sihmpin=Larter im Wellnamp Schwarzmann Bester in den Pflichtübungen Das erste der die Olympiakernmannschaft am Sonntag Feierstätte am Heiligen Berg in Heidelberg. Der feierliche Einmarsch, die Flaggenhissung und zündende Ansprachen schafften bei zwar etwas kühlem aber gutem Wetter einen stimmungsvollen Rahmen. 4000 Besucher sahen am Vormittag zunächst die Pflichtübungen, während die Kür am Nachmittag von den zwölf Besten aus der Pflicht geturnt Von den angekündigten 22 Turnern konnten Frey=Kreuznach und Lorenz=Hannover wegen Verletzung nicht antreten. Außerdem fehlte SchneiderRemscheid, an dessen Stelle der Münchener Friedrich turnte. Insgesamt traten also 20 Turner an. Gewertet wurde nach den internationalen Bestimmungen, also Höchstpunktzahl 10. Als bester Turner in den sechs olymvischen Pflichtübungen erwies sich Schwarzmann=Wünsdorf, der 58,401 Punkte erreichte. Schwarzmann vor Winter und Stadel Das Ausscheidungsturnen wurde am Sonntagnachmittag beendet. 6000 Zuschauer wohnten den Kürübungen der 12 Besten bei, die an allen Geräten ganz Hervorragendes zeigten und Beifallsstürme entfesselten. Eine ganze Reihe unserer Spitzenturner konnte diesmal volle Punktzahlen erreichen, so Schwarzmann beim Pferdsprung, Steffens am Querpferd, Volz an den Ringen und Winter am Reck. Schwarzmann erwies sich als bester Kürturner und seine führende Stellung ist unangefochten. Der Frankfurter Winter, der junge Stadel aus Konstanz und Stangl=München konnten ihren Platz verbessern, da Steffens und Volz insgesamt nicht so stark turnten wie am Vormittag. Der Sieger Schwarz= mann erreichte an den einzelnen Geräten folgende Punktzahlen: Pflichtübung: Pferdsprung Neuer Hammerwurfrekord Bei einem Klubkampf auf dem Platz des SC Charlottenburg stellte Hein=St. Georg Hamburg im Hammerwerfen einen neuen deutschen Rekord auf. und zwar mit 52.84 Meter. Es handelt sich um einen offiziellen Versuch, so daß der Anerkennung der Bestleistung nichts im Wege steht. Die bisherige Bestleistung, die noch nicht anerkannt ist, hält der Mannheimer Bernhard Greulich, während der alte Rekord im Besitze des Königsbergers Blask mit 51.66 Meter ist. Ungarns Fußball=Nationalmannschaft soll der nächste Gegner Englands auf britischem Boden sein. Die Engländer haben gegen diesen Gegner etwas gutzumachen, denn die Magyaren vermochten im Vorjahr in Budapest über eine englische Länderelf mit:1 siegreich zu bleiben. Barmen zu Gast und siegte hier überlegen mit:0 (:). Turn Düsseldorf erkämpfte sich gegen den 1. SSV Ulm einen verdienten 311=(:=) Sieg. während Rot=Weiß Oberhausen am Samstag vom BV Altenessen:3(:1) und am Sonntag von Borussia Fulda:2(:0) geschlagen wurde. SchwarzWeiß Essen gewann:0(.0) gegen Harzhoxn, 07. das am Vortage Sus Remscheid:0(:0) benegt hatte. Phönix Köln unterlag dem VfL Benrath Am Mittelrhein siegten in den Aufstiegspielen der VfL. Poll über SpVgg. Eitorf:0, die SpVgg. Andernach über den FC. Wittlich mit:1 und der FV. Engers über den SB. Oberstein mit 622. Die Privatspiele brachten folgende Ergebnisse: Phönix Köln verst.— VfL. Benrath:3, Mülheimer SV.— Vingst 05:2, Union Köln— Blau=Weiß:1, SV. Bayenthal— Kölner BV. :3, Beuel— Sportfreunde Siegen:1. Iweisleinige Biege in Hansbatt Die Gruppenspiele um die handballmeisterschaft beendet Alleihsesteden gegen Eoerton Everlon Liverpool— Deutsche Auswahl:1(:0) Everton Livervool trug das letzte Uebungsspiel gegen eine deutsche Auswahlelf vor 20000 Zuschauern in Nürnberg aus. Der Kampf endete:1 (:0) unentschieden. In unserer Elf arbeitete das Schlußdreieck mit Jakob, Münzenberg und Munkert zufriedenstellend, in der Läuferreihe waren Goldbrunner und Mehl die besseren, aber auch der Schweinfurter Bernard kein Versager. Mehr auszusetzen war beim Angriff, wo Siffling und Eckert ziemlich ausfielen und vor allen Dingen die guten Flügelstürmer Gußner und Urban viel zu wenig eingesetzt wurden. Der Koblenzer Gauchel hat seine Reife auch in diesem Kampf bewiesen. Die Engländer traten zum Abschied mit ihrer stärksten Mannschaft an; alle Spieler zeigten wieder eine ausgezeichnete Ballbehandlung. Weniger angenehm war ihr hartes körperliches Spiel. In der ersten Hälfte hatten die Gäste mehr vom Kampf, da sich die Deutschen erst sehr spät fanden. Einen von Mehl bei einem Straftoß grzielten Treffer erkannte der Schiedsrichter Dr. Kalb nicht an, so daß die ersten 45 Minuten torlos verliefen. Nach dem Wechsel machte der rechte englische Verleidiger bei einen schreidigen Angriff von Gußner Hand. Den Elfmeterball setzte Gauchel selbst für Sagar unhaltbar in die Maschen. Drei Minuten später fiel jedoch der Ausgleich. Leyfield brachte das Kunststück fertig, den Ball von der Eckfahne direkt ins Ziel zu schießen. Klassearmer Länderkampf Schweiz— Belgien:1 Das 8. Länderspiel der Nationalmannschaften der Schweiz und Belgien war für die in Basel erschienenen 12000 Zuschauer eine größere Enttäuschung. Beide Mannschaften zeigten kaum mehr als Durchschnittsleistungen. Beim Stande von:1 trennte man sich nun schon zum vierten Male unentschieden. Die übrigen vier Spiele wurden von den Belgiern gewonnen. Borussia Fulda in Frankreich. Die Fußballmann= schaft der Fuldaer Borussen wurde für die Pfingstfeiertage nach Frankreich verpflichtet. Der Zweite der Gauliga Nordhessen wird am ersten Tage in Le Havre und am Pfirgstmontag in Honfleur gegen starke dortige Mannschaften spielen. Am Sonntag wurden die Gruppenspiele um die Deutsche Handballmeisterschaft zu Ende geführt. Während die Vertreter von Westfalen und Niederrhein— Hindenburg Minden und Rasensport Mülheim mit 19:2 bezw. 19:4 hohe Siege über ihre Gegner feierten und ihre Gruppenmeisterschaft endgültig feststellten, blieb der Vertreter des Mittelrheingaues. TV Obermendig in Fürth gegen die Spielvereinigung knapp mit:8 geschlagen. Gruppensieger sind jetzt: MTSA Leipzig. MSV Magdeburg. Hindenburg Minden und Rasensport Mülheim. Die Vorschlußrunde wird am 7. Juni, das Endspiel am 21. Juni ausgetragen. hindenburg Minden— Altenstadt 92 100. Obwohl die Mindener Pioniere sich schon in überlegener Manier die Teilnahme an der Vorschlußrunde zur Deutschen Handballmeisterschaft gesichert hatten, wohnten dem letzten Gruppenspiel gegen den T# Altenstadt noch mehr als 2000 Zuschauer bei, die einen haushohen Sieg der Mindener erlebten. Das lag in der Hauptsache an dem ziemlich starken Versagen der Elf des Schwabenmeisters, die zwar im Felde recht gut dem Tore der Westfalen aber jede Durchschlagskraft vermissen ließ. Um so energischer und eifriger waren dafür die Soldaten, die von der zweiten Spielminute ab immer wieder ins Schwarze trafen und bei der Pause bereits einen Vorsprung von 10:0 Treffern hatten, der nicht ahnen ließ, daß dem Westfalenmeister im ersten Zusamment=essen mit Altenstadt nur ein knapper:=Sieg gelungen war. Mülheim— Kurhessen Kassel 19:4 Rund 3000 Zuschauer wohnten in MülheimRuhr dem letzten Gruppenspiel des Niederrheinmeisters Rasensport Mülheim bei. Die Mannschaft des Niederrheinmeisters bewies durch einen hohen Sieg, daß er mit Recht unter die vier Auserwählten, die in vierzehn Tagen zur Vorschlußrunde antreten, gekommen. Während Mülheim erwartungsgemäß auch diesmal ohne seinen verletzten Verteidiger Weber antreten mußte, hatte Kassel seinen rechten Läufer und den Linksaußen ersetzen müssen. In den ersten zehn Minuten zeigten die Gäste ein recht gutes Spiel und ließen dabei einen gleichwertigen Gegner vermuten. Dann war es aber plötzlich mit ihrer Kunst vorbei und nach etwa viertelstündigem Spiel war an einem glatten Endsieg der Mülheimer nicht mehr zu zweifeln. Dank ihrer überlegenen Technik hielten die Mülheimer das Heft vollkommen in der Hand und mitunter hatte man den Eindruck eines Klassenunterschiedes. Gewichtheber=Weltrekord Bei einer Schwerathletik=Veranstaltung in Ungarns Hauptstadt Budapest erzielte der österreichische Gewichtheber Rob. Fein im Leichtgewicht eine neue Weltbestleistung. Im beidarmigen Reizen verbesserte er seinen eigenen Weltrekord von 106. Kilo auf 110 Kilo. Im beidarmigen Stoßen erreichte Fein mit 140 Kilo die österreichische Landenböchstleistung. Vidolwuldrennen iKon. Mansfeld(Dkw.) siegt in Tagesbestzeit— Dkw. vor nsu. Knapper„Club“=Sieg in Berlin Tennis=Borussia— 1. FE Nürnberg:3 Tennis=Borussia wartete Samstagabend in dem von 8000 Zuschauern besuchten Polizei=Stadion mit einer ausgezeichneten Leistung auf. Der Gruppensieger 1. FC Nürnberg hatte alle Mühe, sich der beftigen Angriffe der„Veilchen“ zu erwehren, die durch Berndt und Kästner zu zwei verdienten Treffern kamen. Nachdem wenig später Mittelstürmer Friedel einen Erfolg wettmachen konnte, kamen die Nürnberger groß in Fahrt. Bis zur Pause schaffte Uebelein den Ausgleich. Die zweite Hälfte stand ganz im Zeichen der Gäste, die ganz großartige Leistungen boten. Aber Tennis=Borussia war auch in den hinteren Reihen sehr stark und ließ lediglich den Siegestreffer zu. der in der 17. Minute nach einer vorbildlichen Kombination vom Halblinken Schmitt erzielt wurde. Cramm-Lund geschlagen...! Die Ueberraschung der diesjährigen französischen Tennismeisterschaften im Männerdoppel war am Samstag die Niederlage des deutschen Davisvokaldoppels Gottfried von Cramm=Kai Lund gegen die Franzosen Jaques Brugnon=Christian Boussus. Das favorisierte deutsche Paar scheiterte an dem plötzlichen Versagen Cramms. der gegenüber dem Vortag nicht wiederzuerkennen war. Cramm verschlug nicht nur zahlreiche Bälle am Netz. sondern leistete sich auch viele Doppelfehler. Er kam überhaupt nicht ins Sviel und ließ Lund völlig im Stich, der seinerseits sehr gute Spielarbeit leistete. Da auf der Gegenseite Christian Boussus einen sehr guten Tag hatte und bei einem hohen Risiko kaum einen Ball verschlug, wurde das deutsche Paar:6,:9,:2, :6 geschlagen. Weniger überraschend kam der Sieg von Frau Mathien=Lesueur im Gemischten Dopvel über das deutsche Paar Horn=Lund. Der Kieler war nach dem Doppelspiel merklich mitgenommen, kämpfte aber trotzdem noch verbissen, ohne aber den französischen Sieg mit:9,:6,:3 verhindern zu können. 11. Früh-Regatta in Mülheim-Kuhr Kölner Ruderverein von 1877 Sieger im 1. SeniorAchter— Doppelerfolg von Karl Broockmann=Uni Bonn Die erste westdeutsche Regatta in diesem Jahre wurde am Sonntag auf dem Hafenkanal in Mülheim=Ruhr vom Mülheimer Wassersportverein zum 11. Male durchgeführt.— An den Rennen waren insgesamt 29 Vereine aus Rheinland und Westfalen mit über 500 Ruderern beteiligt. Die Hauptrennen am Nachmittag verliefen außerordentlich spannend. Bemerkenswert ist der Doppelsieg von Karl Broockmann von der Universität Bonn, der in sehr gutem Stil den Jungmann=Einer und auch den Junior=Einer in überlegener Manier nach Hause fuhr. Im Ersten Senior=Vierer siegte der Wassersportverein Godesberg in:28.4 vor dem Kölner Ruderverein von 1877, der:30.2 benötigte. Das Hauptereignis war der Erste Senior=Achter, den der Wassersportverein Godesberg zu verteidigen hatte. Diesmal blieb der Kölner Ruderverein von 1877 in der Rekordzeit von:56.8 Min. siegreich.— Der Wassersportverein Krupp war im Zweiten Senior=Vierer(Karl Neuhaus=GedächtnisVierer) in:44 vor WSV Godesberg und Düsseldorfer Ruderverein von 1880 erfolgreich. Im Ersten Jungmann=Vierer(Horst=Wessel=Vierer) konnte der Kölner Ruderverein von 1877 die Ruderriege des Essener Turn= und Fechtklubs überlegen schlagen. Italienischer Frauenrekord Bei den Klubkämpfen der italienischen Leichtathletinnen in Turin um den Pokal der Prinzessin von Piemont wurden einige bemerkenswerte Leistungen erzielt. Der im Gesamtergebnis siegreiche Verein G. u. F. Venchi Unica gewann die 4mal=100=Meter=Staffel in der neuen Rekordzeit von 52,1 Sekunden. Die erfolgreichste Athletin war Claudia Testoni vom genannten Verein, die im Weitsprung mit 5,24 Meter und im 80=MeterHürdenlauf mit 12,6 Sekunden erste Plätze belegte. Die vielmalige Meisterin Ondina Valla gewann den Hochsprung mit 1,56 Meter und Lidia Bongiovanni den 80=Meter=Lauf in 10,3 Sekunden. Kund um die Hainleite Scheller bester Amateur, neuer Sieg von Bautz Das traditionelle Straßenrennen„Rund um die Hainleite“ erhielt in diesem Jahre durch den Start der Berufsfahrer wieder seine alte Bedeutung. Zugleich bestritt die Nationalmannschaft einen weiteren Olympia=Prüfungswettbewerb über die verkürzte Strecke von nur 100,5 Kilometer. Der Nürnberger Scheller hat sich in eine Form hineingefahren, die ihn zu den aussichtsreichsten deutschen Olympia=Kandidaten stempelt. Als schnellster Sxeinter glückte ihm in :49:28 ein leichter Sieg über Schöpflin, Schellhorn und Hackebeil. Das Rennen der Berufsfahrer gab dem Dortmunder Bautz Gelegenheit, zu seinem dritten Sieg in diesem Jahr. Mit vier Minuten Vorsprung, die er in den Bergen erkämpft hatte, traf der Westfale in:37:16 allein am Ziel ein, gefolgt von einer kleinen Gruppe mit Umbenhauer, Roth, Weise und Arens auf den nächsten Plätzen. Nationalmannschaft und=Gruppe, aus der ständig neue Leute für die Olympiakerngruppe geschöpft werden, starteten gemeinsam. Kund um Solingen Moritz=Köln vor Paffrath=Ohligs Auf einer.4 Klm. langen Rundstrecke, die 12mal zu durchfahren war, wurde am Sonntag das Straßenrennen„Rund um Solingen“ erledigt. Der Publikumserfolg war gut: über 300 Fahrer stellten sich dem Starter. In allen Klassen war beste westdeutsche Klasse am Start Der Kölner Josef Moritz unternahm 500 Meter vor dem Ziel einen Ausreißversuch, der ihn 20 Meter vom Feld abbrachte und mit dieiem Vorsprung auch durchs Ziel ging, Das dritte Kölner Stadtwald=Rennen nahm am Sonntag in jeder Beziehung einen glänzenden Verlauf. Als gegen.25 Uhr Obergruppenführer Seydel das Kommando„Heißt Flagge!“ erteilt hatte, waren etwa 70 bis 75000 Zuschauer auf der 2,6 Klm. langen Strecke verteilt. DKW feierte im Rennen der„Kleinen“ einen schönen Triumph. Vom Start weg ging Geiß, W. Winkler und Kluge(alle DKW) in Führung. Geiß behauptete sich und verwies Winkler auf den zweiten Platz und dann folgte Kluge. Ein fesselndes Rennen gab es in der 350er Klasse. Das Rennen endete mit einem großartigen Erfolg der von Oskar Steinbach und Heiner Fleischmann gesteuerten RSU=Maschinen. Die letzte Runde legten Steinbach und Fleischmann dicht hintereinander zurück und passierten mit kaum sichtbarem Vorsprung(20 cm) das Ziel, Fleischmann vor Steinbach. Für beide wurde die gleiche Zeit 54:19.0(116.5 Stdklm.) gestoppt. Ebenfalls vom Pech verfolgt waren im Rennen der Seitenwagenmaschinen nicht über 1000 ccm die Favoriten, besonders Kahrmann auf DKW, der in der 20 Runde noch klar in Führung liegend. infolge Getriebeschadens seinen Gegnern das Feld räumen mußte. Nachdem sich Braun an die Spitze setzen konnte, aber auch in der 27. Runde durch Maschinendefekt das Rennen aufstecken mußte, schob sich Weyres durch eine schnelle Schlußrunde an die Spitze und wiederholte somit seinen Vorjahrssieg. Wie erwartet, kam in der 600er=Seitenwagenklasse der DKW=Fahrer Babl zum Siege. Er fuhr mit einem Stundenmittel von 105 Klm. einen überlegenen Sieg heraus. Einen schönen Kampf gab es im Wettbewerb der 500=ccm=Maschinen. Wie erwartet spitzte sich das Ringen um den Sieg zwischen den Vertretern von DKW und NSU zu. Nachdem NSl in den „Quer durch Bochum“ OSV Hörde vor Hamm und Bochum 48 Nach einjähriger Unterbrechung wurde in Bochum der traditionelle westfälische Staffellauf „Quer durch Bochum" zum zwölften Male durchgeführt; insgesamt 100 Mannschaften waren am Start erschienen. In der Hauptklasse(Turnen und Leichtathletik) siegte der Olymvische SV Hörde mit 35 Meter Vorsprung vor der Spielvgg. Hamm (11:45,6 und 11:53.2) vor dem TV Bochum 48. der 11:59.1 benötigte und damit in der Gruppe Turnen den Sieg errang. Tus Bochum kam in 12:13.6 ein vor der TG Witten in 12:39.8. Das Rennen brachte den erwarteten verbissenen Kampf zwischen dem Verteidiger des Wandervreises. Spielvgg. Hamm, und dem OSV Hörde. Der für Hamm startende bekannte Langstreckenläufer Kolm holte zwar gegen Wegener vom Bochumer TV 48 einen beachtlichen Vorsprung heraus, der bis zum vierten Wechsel auf nahezu 60 Meter ausgedehnt wurde. Auf der Hälfte der Strecke hatte sich aber der Olympische Sport=Verein Hörde, der bis dahin hinter Hamm und Bochum 48 an dritter Stelle lag, gut vorgearbeitet. Zwar konnte bis zur achten Wechselmarke Hamm seine Führung noch behaupten, aber dann lief Glagowski von Hörde zu Hamm auf, um dann auf der Steigung zum Ziel im Tus=Stadion den Hammer glatt abzuschütteln. Mit etwa 30 Meter Vorsprung ging der zweitletzte Mann der Hörder ins Rennen und damit war der Kampf entschieden. Bis ins Ziel änderte sich nichts mehr an der Reihenfolge. Bemerkenswert ist, daß in der Gruppe Wehrmacht und Polizei eine Staffel des AR 16 Hamm an den Start ging. die in dieser Klasse in 12:27 vor zwei Mannschaften des Bochumer Polizei SV einen überlegenen Sieg feiern konnte. Im Handball=Städtespiel am Samstagabend siegte Wanne=Eickel über Bochum mit:7(:). und zwar in der Zeit von:33 vor seinem Landsmann Paffrath. Die Ergebnisse: A. und=Klasse: 104 Klm.: 1. Moritz=Köln:33, 2. Paffrath=Solingen, 3. Odendahl=Köln, 4. E. Schmidt, 5. Pütter, 6. Reuter, 7. Schultenjohann, 8. Seidel(alle Dortmund), 9. Witzel=Köln, 10. Maier=Neuß(alle dicht auf). CKlasse, 50.2 Klm.: 1. Schröder=Solingen:22 Std., 2. Kilikarski=Dortmund, 3. Braun=Köln. Eichenkranzfahrer, 50,2 Klm.: 1. W. Müller=Elberfeld :24. „Rund um Zossen“ Zu einem großen Werbeerfolg gestaltete sich auch die fünfte Zuverlässigkeitsfahrt„Rund um Zossen“, die in diesem Jahre nur über drei Runden der 36,4 Klm. langen Strecke durchgeführt wurde. Die mit zwei Minuten Vorgabe gestarteten=Fahrer behaupteten einen gewissen Vorsprung noch bis in die letzte Runde, erst dann schlossen sieben=Fahrer zu der noch sechs Mann starken Spitze der BGruppe auf. Bei einem Stundenmittel von 40,280 war es den durch Defekte aufgehaltenen Fahrern nicht möglich, wieder Anschluß zu finden. Den Endspurt machten die Brüder Schmidt vom Berliner Post=SV. unter sich aus, von denen Herbert nach einer Fahrezit von:43:48 knapp gewann. Merkens erneut besiegt! Der deutsche Flieger=Amateurweltmeister Toni Merkens(Köln) mußte sich nach den Niederlagen durch Hasselberg(Bochum) in Dudenhofen und Bochum auch am Samstag auf der Bahn in Birmingham geschlagen bekennen. Im Malfahren schied Merkens schon im Vorlauf aus. Den Endlauf dieses Wettbewerbs um den Newberry=Pokal gewann der Engländer Dennis Horn. In der Meisterschaft über eine Meile kam Merkens zwai noch in den Zwischenlauf, konnte sich aber dann nicht mehr placieren. beiden voraufgegangenen Kölner Stadtwald=Rennen erfolgreich abschneiden konnte, siegte diesmal DKW. Mansfeld ging vom Start weg an die Spitze und beendete die 40 Runden(104 Klm.) in der Tagesbestzeit von 51:37 gleich 122,5 Stdklm. nahezu unangesochten vor Fleischmann(NSu) in 51:51(122 Stdllm.). Ein Todesfall bei den Sportwagen Den Beschluß der Stadtwaldrennen bildeten insgesamt vier Sportwagenrennen, die erstmalig in Köln vertreten waren und deren Durchführung sich als etwas problematisch erwiesen haben dürfte. Die Rennen wurden zwar ausnahmslos recht schnell durchgeführt, aber es ergaben sich doch einige Schwierigkeiten, da die Bahn im Stadtwald durchweg zu schmal ist, um in größtem Tempo ein einwandfreies und gefahrloses Ueberholen zu gestatten. Leider ereignete sich auch ein Todesfall. Im Rennen des ersten Sportwagenrennens überschlug sich der Fiat=Wagen des Gelsenkircheners F. Geldlach. Der Fahrer verschied kurz nach dem Unfall an den Folgen eines Schädelbruches im Krankenhaus. Das Rennen der Wagen bis 1100 ccm ohne Kompressor sah den Sieger Brondel=Frankfurt (Fiat) von Beginn an in Führung und mit 93 Klm.=Std. siegreich.— In der Klasse bis 1500 ccm war Röse=Düsseldorf auf BMW nie gefährdet, er holte mit 47:15,6 Min. für die 30 Runden(100,5 Klm.=Std.) die zweitbeste Zeit der Sportwagen heraus.— Die schnellste Zeit der Sportwagen überhaupt fuhr in der Klasse bis 2100 ccm der Frankfurter Schweder auf Adler mit einem Mittel von 105,1 Klm.=Std. heraus, der gleichfalls ohne Gegner war.— Schließlich holte sich der Rheydter Vorster auf Mé mit einem Stundenmittel von 96 Klm. das abschließende Rennen der Wagen mit Kompressor nicht über 1100 ccm. Westfalen-Staffel Hohensyburg— VfL. Ver. Stahlw. Dortmund und MSV Iserlohn siegen Die Westfalenstaffel Hohensyburg—Herdecke, die am Sonntag zum 10. Male durchgeführt wurde, nahm den erwarteten Verlauf, wenn auch in der =Klasse einige Vereine, so u. a. auch Preußen Krefeld, ihre Meldungen nicht erfüllt hatten. Die 8,3 Klm. lange Strecke von Hohensyburg nach Herdecke war besonders an den Wechselstellen dicht von Zuschauern umsäumt und auch am Bleichstein in Herdecke, am Ziel, hatte sich eine große Zuschauermenge eingefunden, die in fast allen Klassen einen spannenden Endkampf der letzten Läufer erlebte. In der=Klasse holte sich der ViL. Ver. Stahlwerke Dortmund mit seiner 1. Mannschaft nach 20:21,4 Minuten, den Sieg vor dem VfL Hagen und der Dortmunder Eintracht. Die gleiche Strecke hatte die Sonderklasse für NS=Formationen und Angehörige der Wehrmacht zu durchlaufen Anfangs behouptete hier die SSStandarte 69 Hagen einen knappen Vorsprung, der aber später vom R. A. D. 205 Dortmund und dem MSV Artillerie Iserlohn aufgeholt wurde. Diese zwei Mannschaften lieferten sich einen spannenden Endkampf. den die Soldaten ganz knapp zu ihren Gunsten entschieden Die Zeit der siegenden Mannschaft mit 20:25 Minuten bleiht nur wenig hinter der Bestzeit der=Klasse zurück In der=Klasse schaffte der SC Rote Erde Iserlohn nach hartnäckiger Gegnerschaft der T6 Friesen=Haspe den Sieg. während in der=Klasse außer Wettbewerb der STV Hörder Verein als Erster einsam— In der Jugendklasse feierte der BfL Vesta Dortmund einen zweiten Erfolg. 4700 Läufer bei der Alsterstaffel Der historische Alster=Staffellauf in Hamburg hatte in diesem Jahre eine Beteiligung von rund 4700 Läufern aufzuweisen, eine Zahl. die die gewohnt hohe Ziffer vergangener Jahre noch erheblich überstieg. Der Favorit, Hamburger AC. konnte den erwarteten Sieg in der Hauptklasse erringen und gewann in 21:36 mit 120 Meter Vorsprung vor dem Hamburger SV. Auf dem dritten Platz endete Viktoria vor der zweiten Staffel des HAC. Eimsbüttel und HSV stellten die Sieger bei den Jugendlichen und in den Knabenklassen. Beste Frauenstaffel war die von St. Georg. TSV 60 siegt in Grünwald=München Dem Jubiläumsstaffellauf Grünwald=München war am Sonntag herrliches Wetter beschieden. Ueber 4500 Läufer und Läuferinnen kämpften in rund 250 Staffeln um den Sieg. Im Wettbewerb der 50 Mann starken Staffeln der Sonderklasse über 17 Kilometer siegte der TSV 1860 München in 39:24 vor dem TSB Jahn 40:37, der SS=Standarte Deutschland 40:52. Post SV 41:02. MTV 1879 41:34, Turnerschaft 41:58 und Eisenbahn SV 42:13. Eintracht=Sieg in der Frankfurter Stadtstaffel In Frankfurt=Main wurde am Sonntag die Stadtstaffel gelaufen. Rund 3000 Läufer machten mit. In der Hauptklasse(11.2 Kilometer) gelang es Eintracht und Sport=Club 1880, die in den letzten fünf Jahren bestehende Vorherrschaft des IGSportvereins zu brechen und die ersten Plätze zu belegen. Die Eintracht siegte in 25:47.3 vor dem SC 80(26:40), während der IG=Sportverein erst auf dem letzten Teil der Strecke den dritten Platz vor dem Post SV retten konnte. Großstaffellaus in Augsburg In Augsburg wurde am Sonntag der Großstaffellauf über 10 Kilometer ausgetragen, in der 12 Mannschaften in der Hauptklasse starteten. Sieger wurde der XV Augsburg 47 in 24:31,2 vor Schwaben Augsburg und dem Flieger SV Lechfeld Bei den Frauen siegte über 1000 Meter der 7B Augsburg 47 in:17.3. „Ilaggenstreil“ und seine Jolgen Auf Grund der tschechoslowakischen Verfassungsurkunde ist der Deutsche Svort=Club Brüx aufgelöst worden. Die Behörde hat das Recht zur Auflösung eines Vereins, wenn durch eine Handlungsweise die Nichtachtung der tschechoslowakischen Staatsflagge als Symbol der Staatsobrigkeit zum Ausdruck gebracht wird. Ein solcher Verstoß wird dem DSC Brür zur Last gelegt. Aber wie war die Sache in Wirklichkeit: Der DSC Brür hatte gegen einen Dresdener Fußballklub zu spielen. Schon frühzeitig war aus diesem Anlaß die tschechoslowakische Staatsflagge auf dem Platz gehißt worden. Die Dresdener erklärten, nur unter der Bedingung spielen zu wollen. wenn neben der tschechoslowakischen Flagge auch die Hakenkreuzfahne gehißt werde. Da nun ein Vereinsmitglied fürchtete, daß bei der heutigen Auffassung der tschechischen Behörden ein„staatsfeindlicher Akt“ erblickt werden könnte, wenn die Hakenkreuzflagge neben der tschechoslowakischen Staatsflagge hing, zog es vor, die Staatsflagge wieder einzuholen. Es war also alles andere als ein staatsfeindliches Vorgehen oder eine Brüskierung der tschechoslowakischen Staatsflagge beabsichtigt. Zudem hat der DSC Brüx in allen Jahren sein staatstreues Verhalten betont, so daß es für die Behörden nicht schwer gewesen sein dürfte, den wahren Sachverhalt dieses„Flaggenstreites“ zu erkennen. Vorläufig scheint man allerdings den. vollständig irreführenden Bericht eines tschechischen Abendblattes als Grund zur Maßnahme der Vereinsauflösung genommen zu haben. Dem DSC Brür steht allerdings der Weg einer Berufung an das tschechoslowakische Innenministerium offen, das die ganze Angelegenheit wohl im richtigen Licht sehen sollte. Auch der Leitmeritzer SK wurde jetzt aufgelöst und das Vereinsvermögen beschlagnahmt. nachdem erst kürzlich die sudetendeutschen Sportler durch Auflösung des Brüxer SK einen schweren Schlag erlitten. Jack Torrance in Olympiaform Kugelstoß von 16.43 Meter Bei einer Veranstaltung in Mepbis(Tennessee) zeigte sich der hervorragende amerikanische Kugelstoßer Jack Torrance bereits von seiner besten Seite. Torrance, der große Favorit für Berlin. erreichte 16.43 Meter. Beim gleichen Sportfest siegte die Weltrekordlerin Helen Stephens über 100 Meter in 11.7 und über 200 Meter in 23.6 Sekunden. Ausgezeichnete Zeiten lief auch die Staffel der Südkalifornischen Universität mit 40.7 Sekunden für 4mal 110 Dards und mit:11.6 Minuten für 4mal 440 Vards heraus. Auf einem Sportfest in Fresno(Kalifornien) holte sich Robert Carventier das Diskuswerfen mit 50.11 Meter. Im Hochsorung siegte Cornelius Johnsson mit.02 Meter vor Marty mit.99 Meter. der Weitsprung fiel mit 7,70 Meter an Bob Clarke und im Stabhochsprung triumphierte Seften mit 4,27 Meter. Ein Trainingslager der Schützen. Sämtliche Schützen, die noch zur Olympia=Kermannschaft im Kleinkaliber=, Scheiben= und Schnellfeuervistolenschießen verblieben sind. werden im Juni zu einem gemeinschaftlichen Training nach Berlin berufen. Die Schützen werden 14 Tage lang im Haus Alsenbrück am Stölpchensee untergebracht. Täglich trainiert eine der drei Mannschaften auf den Ständen der Versuchsanstalt in Wannsee. Die Freizeit wird unter sachkundiger Anleitung mit Ergänzungssport ausgefüllt, wie Schwimmen. Segeln und Wandern. Buenos Aires. In Anwesenheit des deutschen Botschafters und des Landesgruppenleiters der RSDAP fand am Samstag die feierliche Uebergabe der neuen Fahnen des Reichskriegerbundes statt. Die Olympiaausscheidungen in Japan wurden nach dem Marathonlauf mit den Leichtathletikwettbewerben in Tokio fortgesetzt. Ueber 400 Meter siegte Kubota in 50.1 vor Cho 50.8 und Imai 50.9. Den 110=Meter=Hürdenlauf gewann Murakami in 14.7. Im Kugelstoßen belegte Takala mit 13.76 Meter den ersten Platz vor Nishida mit 13.90 Meter und Aona mit 13.15 Meter. Ueber 100 Meter der Frauen siegte Koyima in 12.5 vor Hattori 12.7 und Usui 12.8. Englands Olympia=Teilnahme gesichert. Der Amateur=Athletik=Verband. die Spitzenorganisation aller englischen Amateur=Sportverbände, hielt am Samstag in London eine Sondersitzung ab und beschäftigte sich dabei mit einem Antrag. die zugesagte Beteiligung an den Olymvischen Svielen in Verlin zurückzuziehen. Wie nicht anders zu erwarten. scheiterten die Versuche, die Teilnahme Großbritanniens am Berliner Olympia zu hintertreiben, gründlich. Bei der Abstimmung verfiel der Antrag mit 200:8 Stimmen der Ablehnung. Gute Leistungen in Ungarn. Bei der in Budapest fortgesetzten Olympia=Vorbereitung der ungarischen Leichtathleten gab es einige bemerkenswerte Ergebnisse. So gewann Koltai den Weitsprung mit .29 Meter. Donogan das Diskuswerfen mit 45.26 Meter und Varszeghi das Sveerwerfen mit 62.25 Meter. Einen scharfen Kampf gab es über 3000 Meter, die Szilagyi in:45.6 Minuten knapp vor Kelen in:45,8 Minuten gewann. Der als Dritter einkommende Wiener Fischer stellte mit:46.8 Minuten noch einen neuen österreichischen Rekord auf. Pferdesport Trabrennen in Recklinghausen Preis von Mengede: 1. A. Teßmanns Brooklyn (K. Fischer), 2. Peter., 3. Brillant. Toto: Sieg 117. it. 39. Platz 22, 19. 22:10.— Preis von Bochum: 1. W. D. Palmeks Bajazzo(W. Dahl), 2. Rheinsee, 3. Melanie. Toto: Sieg 22. it. 45. Platz 14. 16. 18:10.— Preis von Bottrov: 1. M. Berns Freda Arworthy(A. Irbach), 2. Mallorca, 3. Peter Breit. Toto: Sieg 101, it. 78. Platz 40. 42. 26:10. — Preis von Gladbeck: 1. E. Speckmanns Duck (Bes.), 2. Hilde., 3. Cito Watts. Toto: Sieg 17. it. 90. Platz 13. 27. 23:10.— Preis von Billerbeck: 1. H. v. Eickens Peter Doolen(E. Jung), 2. Weltruf. 3. Herodias W. Toto: Sieg 70. it. 50. Platz 23. 15, 29:10.— Preis von Coesfeld: 1. E. Speckmanns Circe(Bes.) 2. Baumberger. 3. Herenjunge. Tota: Sieg 15. it. 79. Platz 12, 19. 17•10.— Preis von Reh: 1. O. Hakenbergs Erna Bacon(E. Jung). 2. Maikönig. 3. Vogel. Toto: Sieg 89. it. 59. Platz 20. 27, 20:10. Gieupeneennen abrratt Russelläuse der Leichiatisirten Nim. Roman von Sophie Oehle „Lo,— was hast du?“ „Wann besorgst du mir die Kette?“ „Morgen.“ „Dann bekomme ich sie also erst übermorgen.“ „Ja.“ „Dann verzichte ich.“ „Lo,— sei doch vernünftig.“ „Ach,— laß mich— entweder ich bekomme sie morgen— oder du siehst mich nie mehr wieder.“ „Lo—!“ Sie wollte sich erheben, aber er hielt sie fest, legte den Arm fest um ihren Körper, preßte dann seinen Mund in wilder Leidenschaft auf ihre Liprey,.6 Hi, un nicht ginfallen—.—“ „Du,— das laß dir nur nicht einfallen——“ „Laß mich,— ich bin böse auf dich.“ „Lo,— wilde, süße Lo— von mir gibt es keine Trennung— hörst du?“ „Ja,— aber ich will die Kette haben— morgen schon.„.,..: Gis 8. „Ja,— ich besorge sie dir. Bist du nun zurieden gu,. hist ein gaum ae „Ja, Alex— du bist ein feiner Kerl.“ Wie ein sanftes Echo tönte die Musik vom Hotel herüber. Arm in Arm gingen sie zurück, blieben hin und wieder stehen, wenn sie sich küßten, sahen nicht die hohe Gestalt, die ihr Gespräch belauscht hatte und jetzt auf einem anderen Wege schnell dem Hotel zustrebte.„Satansweib“, flüsterte Hohenberg, denn dieser war es, der jetzt die Halle betrat. In Lo Milani war nur ein Gedanke, der sie nicht zur Ruhe kommen ließ, dadurch entstand die größte Gemeinheit, zu der sie je fähig gewesen war. Immer wieder trieb sie Alex Barindow an, die Baronesse Werentahl zu bestehlen, in der Hoffnung, daß dieser im ungünstigen Augenblick das blonde Weib erschießen würde, dann war ihr Weg wieder frei zu Graf Hohenberg, frei und sie war die Siegerin, denn Alex Barindow wußte zuviel von ihrem bisherigen Leben, doch er liebte sie und würde sie nie verraten. „Wenn sie dir wieder etwas in den Weg legt", flüsterte sie jetzt in sein Ohr,„dann ziele gut, Alex,— je eher sind wir drüben,— im Notfalle kaufe ich die Schiffskarten, denn mein Tanz hat heute mehr eingebracht als du ahnst.“ „Wilde, süße Lo— du bist für den Teufel zu Er küßte sie voll Wildheit, sah aber nicht das grausame Leuchten ihrer schillernden Augen. Sicher würde sie bald nach Amerika fahren, für nächsten Monat war ihr ein Vertrag vorgelegt, aber nicht mit Alex Barindow, und wenn sie ihn selbst aus dem Wege räumen sollte. Rose=Claire stand im Schlafzimmer des Grafen, das direkt an ihren Salon grenzte, was sie seit wenigen Minuten erst wußte. Weshalb hatte sie ihm diesen Wunsch erfüllt? Ihr Vertrauen mußte doch groß sein zu ihm—— eigentlich lächerlich die ganze Sache. Aber war er in Monte Carlo nicht auch besorgt gewesen? Aber woher wußte er— oder woher kam der Verdacht, den er hegte? Stand er vielleicht mit anderen Verbrechern im Bunde? Diese Gedanken und ähnliche andere hegte Rose=Claire, als sie auf die Tür zuging, die zu ihrem Salon führte. Sie war verschlossen und ohne Schlüssel, aber davon mußte doch einer vorbanden sein..„.4 L.Iim.: befargan9 War es nicht besser, sich venselben zu besorgen? Denn daß etwas passieren würde, war sehr leicht annehmbar nach den Worten des Grafen. Um allem aus dem Wege zu gehen, hätte man doch sofort abreisen können, aber das war jetzt wohl zu spät. Schauderhaft war doch diese Jagd. Nirgends bekam sie Ruhe, und das sollte nun eine Erholungsreise sein. Es war ihr unmöglich, sich zur Sie nahm das seidene Abendcape wieder um ihre Schultern und ging noch einmal in die Halle hinunter, gerade als der Graf durch den Pa ausgang eintrat. Karotebe? „Weshalb warnen Sie mich immer, ohne mir zu sagen, um was es sich handelt“, sagte sie wütend,„ich werde in der ganzen Nacht kein Auge 8e**. W a.ch „Welche Frage, Graf— ach, es ist schrealich, diese dauernden Aufregungen.“ „Wir müssen leise sprechen, Baronesse.“ „Graf,— aber jetzt bitte so schnell wie möglich Aufklärung, sonst reise ich auf der Stelle ab, — dann wohl sofort wieder nach Hause, ich ertrage das Ganze nicht mehr.“ Er legte beruhigend seine Hand auf die ihre und blickte bittend in ihre Augen. „Erzählen Sie, Graf.“ Er nickte und begann dann leise. Zuerst von dem Abend in Monte Carlo, wie ein Stück der Kette aus der Hosentasche des Alex Barindow gesehen habe, dann weiter, wie er auf dem Wege nach Nizza kurz vor dem Hotel denselben Mann aus einem Auto steigen sah und im Park des Hotels verschwinden. Wie er ihm nachgeschlichen und dann das Hotel alarmiert habe. „Und Sie irren sich nicht, Graf— war es wirklich dieser Barindow?" „Nein,— ich irre nicht, Baronesse, und dieser Mann säße schon hinter Schloß und Riegel, wenn wir in Monte, im Spielsaal, die Polizei alarmiert hätten. Auf Ihren Wunsch geschah es „Weshalb lassen Sie ihn jetzt nicht festnehmen?" „Mir fehlt da jeder Beweis, Baronesse— man muß ihn auf frischer Tat ertappen, diesen BurDen.„ in 8i55u Racht seschehen?“ „Und das soll in dieser Nacht geschehen?“ „Ja.“ „Und ich bin dieses Opfer, was er immer wieder ucht:... Leig das Si. 2ich fnd „Ja,— weil er weiß, daß Sie reich sind.“ „Schrecklich.„ „Ja,— vor allen Dingen hat er es auf Ihre Kette abgesehen, die er dieser Lo Milani schenen vil. T. Li.s, Frau Gr „Woher kennen Sie diese Frau, Graf?“ „Sie ist eine große Tänzerin— und ich sah sie das erstemal in London, machte dort ihre Bekanntschaft.“ So— o. g. gf.. fabe ic bas 91. „Vor einer Viertelstunde sah ich das Paar in den Park gehen. Ich bin ihnen nachgegangen. Diese Lo hat ihren Geliebten so lange getrieben, durch allerlei Versprechungen, daß er in dieser Nacht schon Ihre Kette stehlen will.“ „Mein Gott— so schlecht ist diese Frau?“ „Ja,— dabei eine hervorragende Künstlerin.“ „Was werden Sie jetzt tun, in dieser Nacht, Graf— ich bin in Sorge.“ „Um mich, Baronesse?“ fragte er weich. „Nun,— ja— es ist doch immerhin für mich, was Sie tun.„„äunte 15 fu. Sig „Ja,— für Sie— alles könnte ich für Sie Eine leichte Röte stieg in ihre Wangen bei seinen Worten und sie ließ es geschehen, daß er heiß ihre Hände küßte, fühlte ein feines Zittern in ihrem Blut, das bis zum Herzen ging. „Wollen— Sie wirklich— in— meinem Zimmer— schlafen, Graf?" Er fühlte, daß sie Angst um ihn hatte, und das machte ihn sehr glücklich..e „Nicht schlafen, Baronesse— nur aufpassen— und wenn möglich den Dieb fassen.“ „Allein?“ „Nein,— mein Diener Jakob wird bei mir „Es ist Wahnsinn— nein— ich dulde es nicht — holen Sie ein paar Kriminalbeamte,— die werden besser mit ihm fertig werden.“ „Nein,— ich muß mich selbst betätigen, schon weil er Ihnen soviel Angst und Schrecken verursacht hat, dieser Lump.“ Sue „Nehmen Sie meinen Diener auch mit, Graf„Gut,— aber jetzt wollen wir von etwas Schönerem plandern— erzählen Sie mir etwas aus — Ihrem Leben.“ „Ach,— da ist nicht viel zu erzählen, das Ihrige wird weit interessanter sein— ich bin auch zu erregt— mir fehlt die Lust.“ „Oder sollen wir tanzen?“ Sie verneinte lächelnd und bat noch um ein Glas Sekt. Ein kurzer Wink, und der Kellner füllte wieder die Gläser. Seine scharfen, klugen Augen studieren ihr Gesicht— sehen die Angst um ihn— und ein lases Glücksgefühl durchströmt ihn, trotzEin feiner, warmer Regen ging draußen nieder und der Duft der Nacht ist voll Würze und Frische. Gierig atmet sie die kühle, feuchte Luft ein, die ihre Gedanken wieder klarer werden läßt. Ein leises, schwaches Geräusch. Wo? Rose=Claire ist heftig zusammengezuckt. Der Atem stockt ihr plötzlich. Es ist ihr kaum möglich, das Fenster wieder zu schließen. Dann steht sie wie leblos und lauscht. Da—— wieder das leichte Rauschen— ein Knistern—— ah, das war ihr bekannt jetzt ein Klirren——— Stille. Entsetzliche Sekunden. Da—— laute Männerstimmen— und dann— ein Schuß. Hart peitscht er durch die Stille der Nacht. Rose-Claire hat aufgeschrien. Mit wenigen Schritten hat sie die Tür erreicht und steht auf dem In diesem Augenblick öffnet sich die Tür ihres Salons. Ein Beamter und der Diener des Grafen führen Barindow gefesselt hinaus. Sein Gesicht ist entstellt vor Wut und Haß. Rose=Claire steht Sekunden leblos, dann stürzt sie in ihren Salon, kniet im nächsten Augenblick vor der leblosen Gestalt des Grafen, der am Boden liegt. In diesem Moment weiß sie, daß sie den Mann liebt. „Oh,— ich— habe es geahnt“, stammelt sie und drückt seine kalte Hand an ihre Wange, „lieber Hans=Joachim.“ Dieser öffnet die Augen und blickt in das liebliche Gesicht, das über ihn gebeugt ist. „Süße— Rose=Claire— ich— liebe— dich.“ „Was— ist denn geschehen?“ „Es ist nicht so schlimm, Baronesse“, sagt jetzt Leo, ihr Diener,„nur ein Streifschuß hier am linken Oberarm.“. g.6 I6 Gu. Jetzt sieht Rose=Claire erst, oaß iyr Diener das Jackett des Grafen zerschnitten und Verbandszeug geholt, um die Wunde zu verbinden. Sie nimmt ihm das Linnen aus der Hand. „Rufen Sie schnell einen Arzt, Leo— ich verbinde den Herrn schon.“ Mas, geim. Mit zarten Händen legt Rose=Claire den Verband um den verwundeten Arm. Hans=Joachim blickt dabei ununterbrochen in ihr Gesicht, mit leuchtenden Augen. „Sind die Schmerzen groß?“ fragt sie weich und leise. „Nein— Roselieb— und wenn— du mir einen— Kuß schenkst— sind sie ganz vorbei.“ „Das glaube ich nicht“, sagt sie mit roten Wangen,„wollen Sie jetzt aufstehen? Ich werde Ihnen behilflich sein.“. „Oh,— es geht schon wieder,— nur im ersten Moment hat es mich umgeworfen,“ lächelt er und erhebt sich schnel.,.„ächsten Sesla Dann taumelt er in den nachsten Sessel, gerade als der Arzt eintritt. Rose=Claire zieht sich zurück..„ I5— fmer 2 Die Glieder waren iyr schwer wie Eisen. Sie sank auf das Bett und war im nächsten Augenblick eingeschlafen. Ich reise sofort ab oder gehe in ein ande namentotes Guungezühl durchströmt ihn, trotzzutun. 3ch reise sofort ab oder gebe in ein um gr ihr gerne diete Duck angenommen hätte. zutun. Ich reise soforr ab oder gehe res Hotel, es ist ja nicht zum Aushalten.“ „Baronesse— verzeihen Sie mir— ich habe nur geschwiegen, um Sie nicht noch mehr zu be„Ach,— Unsinn— ich bin ruhiger, wenn ich Sie mit in die Bar, ich erzähle Ihnen alles.“ „Bitte.“ Er reichte ihr den Arm. In einer Rische der Bar nahmen sie Platz. Blaues Licht, welches aus dem Stuck der bemalten Decke strömt, erfüllt den Raum, spiegelt sich in den Sektgläsern. Hans=Joachims Augen waren voll Leuchten. Diese Stunde hatte er sich nicht träumen lassen, an der Seite dieser herrlichen Tragrg, a# g „Zuerst wollte ich Sie fragen, Graf, ob Sie einen Schlüssel von Ihrem Schlafzimmer zu meinem Salon haben?" „Aber der wird doch zu bekommen sein, bei der Direktion.“ dem er ihr gerne diese Qual abgenommen hätte. Morgen reiste sie mit ihm nach Rom weiter. Welche herrlichen Tage standen ihm noch bevor. Ach, es war schön, um diese wunderbare Frau „Ich— bin— müde“ hauchte Rose=Claire mit blassen Lippen,„und doch möchte ich hier sitzen bleiben— es ist furchtbar.“ „Baronesse,— es ist wirklich nicht so schlimm, und wenn es Sie beruhigt, nehme ich noch einige Männer mit.“ „Ja,— bitte.“ Die Luft im Zimmer war schwül, drückend, aber Rose=Claire wagte nicht das Fenster zu öffnen. Sie preßte die Handflächen gegen die Schläfen, hinter denen es wild pochte. Nahm diese Nacht denn kein Ende?— All ihre Nerven waren zum Zerspringen gespannt. Sie warf sich auf das Ruhebett und lauschte. Als die Luft immer beengender wurde, erhob sie sich wieder und öffnete leise das Fenster. Als Miß Wardfield am nächsten Morgen erwachte, blickte sie erstaunt auf ihre Umgebung und wußte im ersten Moment nicht, wo sie war. Im Traum hatte sie immer wieder mit Jim „fangtan“ gespielt und wahnsinnig viel Geld geDurch die kleinen Fenster sieht sie die blaue See des Südchinesischen Meeres, über das die Morgensonne blitzt. Nebenan bereitet die Zose Ellen ihr Bad, und die Tür öffnet sich, die Stewardeß bringt das erste Frühstück. „Guten Morgen, Miß Wardfield." Marys Augen strahlen, als sie den Gruß erwidert und ist mit einem Satz aus dem Bett, huscht wenige Sekunden später in die Wanne. Als sie später ihre Kabine verläßt, wartet Jim schon auf seine Braut, blickt sich schnell nach allen Seiten um, und als der Gang leer ist, küßt er Mary. Als er wieder aufblickt, steht Mister Wardfield vor ihm und Mary. „Das sind ja nette Ueberraschungen, die ich gleich am frühen Morgen erlebe“, lacht er die beiden an.,.Kn scHham Woisterm ahans „Wir wollten es dir aber schon gestern abend „Ich bitte um die Hand Ihrer Tochter, Mister Wardfield.“ „Gern gebe ich sie dir, mein Junge, werdet glücklich— ihr beiden.“ „Wir danken— lieber Papa.“ Mary hing am Halse des Vaters und dieser drückte die geliebte Tochter an sich. „Wir gehen jetzt schwimmen, Vater,— auf Wiedersehen.“..5 „Auf Wiedersehen— Kinder. Der Lift brachte sie zwei Stockwerke tiefer. Dann gingen sie durch einen langen Gang, der wie eine Straße wirkte, denn auf der einen Seite lagen allerlei Geschäfte. Vor einem Juwelier blieb Jim stehen. „Komm— Liebling.“„.. 4 „Was denn— wir wollen doch schwimmen gehen.“ — gleich.“ Mit einem glücklichen Lächeln ließ sich Mary den kostbaren Ring an den Finger stecken, den Jim gekauft. Doch als sie wieder auf den Gang hinaustraten, begegnete ihnen Marchese de San Boria. Marys Hand griff haltsuchend nach Jims Arm, doch dieser streichelte beruhigend die kleine Hand und erwiderte kurz den Gruß, indem er ruhig mit Mary vorübergeht. „Jim,— jetzt sind wir—— die— ganzen Wochen— mit diesem— Mann auf einem Schiff, stammelt Mary mit blassem Gesicht. „Daran ist nichts zu ändern, mein Lieb— aber du mußt nicht ängstlich sein, ich bin ja bei dir.“ „Ja,— Jim— das ist gut.“ Vor dessen geistigem Auge steht noch immer der lauernde Blick des Marchese, das höhniso Lächeln, die versteckte Feindseligkeit des verlebten Gesichts und er ist lange nicht so ruhig, wie er sich Mary gibt. Dieser Südländer ist zu allem fähig. Er ist in Sorge um Mary und nimmt sich vor, sie keinen Moment allein zu lassen. Dann stehen sie im Schwimmbad der„New Orleans“, das durch künstliche Sonnen nach das Licht der echten verstärkt, das durch die Milchglasscheiben der hohen gewölbten Decke fällt. Lachen, Schreien und Kreischen, dazu das Rauschen des wildbewegten Wassers tönt ihnen entgegen. Marys Züge erhellen sich wieder bei all der Lustigkeit um sie her. „Komm,— Jim— wir ziehen uns schnell um — das wird schön.“ „Ja,— kleine Wassernixe— wie lange dauert „Fünf Minuten,“ lacht sie und huscht davon. Langsam geht Jim zu einer Kabine. Die Begegnung mit diesem Marchese will ihm nicht aus dem Kopf. Wer weiß, welcher Lump sich hinter der eleganten Erscheinung verbirgt? Als er umgekleidet aus der Kabine tritt, hört er schon seinen Namen rufen. Mary steht hoch auf einem Sprungbrett und winkt ihm zu. Seine Augen gleiten über ihren schönen, schlanken Körper, der sich jetzt mit einem Hechtsprung ins Was„Süße— kleine Mary, murmelt er und stürzt sich auch ins Wasser, schwimmt ihr schnell nach. Als sie sich eine halbe Stunde später beim Frühstück gegenübersaßen, betrat Mister Wakdfield den Raum. „Aber Daddy,— was machst du für ein Gesicht?“ fragte Mary und blickte in das mürrische Gesicht ihres Vaters. Auch Jim blickt ihn fra9eno an.. deres Kinder— aher daß „Es ist nichts Besonveres, ninver— aber daß dieser— dieses Subjekt— dieser— na, wie heißt er doch gleich—?“ — daß dieser Marchese de San Borio die Fahrt mitmacht,— kann dir garnicht gefallen, Papa?“ fragte Jim und lächelte ein wenig über Mister Wardfields Wut. „Ja,— mein Junge— das gefällt mir ganz und gar nicht— mein Urteil über diese Art von Menschen war noch immer richtig.— Hoffentlich sehe ich ihn nicht allzu oft.“ „Ach,— laßt uns von etwas anderem reden", sagte jetzt Mary,„wir werden diesem Menschen ganz einfach aus dem Wege gehen oder ihn spöttisch behandeln.“ „Ja, Mary— du hast recht.“ „Sieh, Daddy— wie gefällt dir mein Verlobungsring?“ „Den hast du auch schon?“ „Oh— ja— gefällt er dir?“ Ja,— sehr schön ist er— aber die Verlobung wollen wir erst in der Heimat feiern, nicht wahr?“ 3a, Laddy. g. Eihun nach. 2.ug. „Und was habt iyr beiden nach dem Fruhstück vori“ g; aahen biar st i2 uacht „Wir werden an Dea gehen, hier ist es recht warm.“ Lindur „Dann auf Wiedersehen beim Diner, Kinder.“ „Auf Wiedersehen, Daddy.“ Weit geöffnet sind die Fenster und Verandatüren des großen Speisesaales. Leises Lachen, gedämpftes Stimmengesurr und die weiche Musik einer hervorragenden Kapelle durchzieht den weiten Raum. Weißgekleidete Stewards bedienen Kaum erträglich ist die Hitze und müde löffelt Mary Wardfield ihr Grapefruit. Dann hört sie, wie ihr Vater den Kapitän fragt: „Wann sind wir in Manila, Kommodore Rolandt““,, gigzm Mr941 „Morgen abeno, Mister Wardfield— es gibt dort viel zu sehen— es ist eine alte Stadt— mit uralten Klöstern— eine spanische Festung— und Santa Anna— die——“ „Ist dort nicht auch das große Gefängnis— wie heißt es doch gleich?“ „Bilibid.“ „Richtig. „Dort können Sie prachtvolle Sachen kaufen, Mister Wardfield— es lohnt sich dorthin zu gehen,— aber viel Zeit haben wir dort nicht— nur einen Tag.“ Marys Müdigkeit war verschwunden beim Lauschen dieser Unterhaltung. Sie freute sich jetzt schon auf die Fahrt durch Manila. (Fortsetzung folgt.) "" ne Aenontenuns Von Hans Steinbaelt Hinter dem Film als Kunstwerk steht eine Wirtschaft, in der ungeheure Kapitalien des deutschen Volksvermögens investiert sind. Wer die Bedeutung des Films richtig würdigen will, muß heute zumindest auch eine kleine Ahnung von den schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen des Films haben. Was heißt denn überhaupt: Filmwirtschaft? Ein Meter Rohfilm kostet nur 50 deutsche Reichspfennige— ein Meter fertiger Film verschlingt bei einigermaßen anständiger Leistung rund 150 Mark. Trenker hat z. B. für seinen preisgekrönten Film„Der verlorene Sohn“ rund 120000 Meter Rohfilm verdreht, von denen nachher nur etwa 3000 Meter gespielt werden konnten. Die deutsche Filmproduktion hat im Herstellungsjahr 1934=35 allein rund 40 Millionen Mark investiert, während sie für Reklame noch 25 Millionen Mark ausgab. Zur Zeit werden in der deutschen Filmindustrie nach vorsichtiger Schätzung etwa 50 Millionen investiert. Die Gesamtzahl der deutschen Filmtheater beträgt rund 5200 mit etwa 1,8 Millionen Plätzen. Leider hat der deutsche Filmtheaterbesuch nicht mehr die Rekordzahlen aus dem Jahre 1928 erreicht, in dem 353 Millionen Volksgenossen die damals zahlenmäßig geringeren Filmtheater besuchten. Im Jahre 1934 besuchten 287,9 Millionen deutsche Volksgenossen die Lichtspieltheater, während das diesjährige Jahr wieder eine Steigerung aufweist. Wenn auch im Jahre 1935 der Filmtheater= besuch verhältnismäßig gut gestiegen ist, und zwar im Durchschnitt um rund 10 v.., ist der Deutsche, ganz allgemein betrachtet, noch lange nicht so filmfreudig wie der Filmtheaterbesucher in anderen Ländern. So besuchten beispielsweise wöchentlich von 1000 Einwohnern in England 413, in den Vereinigten Staaten 343,3, in Frankreich 159,5, in Italien 122 und in Deutschland nur 86,3 Personen ein Filmtheater. Wenn auch die Bruttoeinnahmen der deutschen Filmtheater von 178 Millionen Mark 1933 auf 210 Millionen Mark 1934 gestiegen sind, müssen doch noch viel mehr Besucher den Filmtheatern zuströmen, um wenigstens teilweise dem deutschen Film die in den letzten Jahren entgangenen Exporteinnahmen aus dem Inlandgeschäft zu ersetzen. Es ist ja heute nicht mehr unbekannt, daß die deutsche Filmausfuhr nicht nur augenblicklich, sondern schon seit der Machtübernahme mit Schwierigkeiten im gesamten Auslande zu kämpfen hat. Zur Erzielung einer Steigerung des inländischen Theaterbesuchs brauchen wir beste und künstlerisch hochwertige Filme. Mit die wesentlichste Aufgabe des Films ist es, eine lebendige Beziehung zwischen Volk und Kunst herzustellen, der Gesamtheit der Volksgemeinschaft schönste und anregendste Unterhaltung und Belehrung zu geben. Darüber hinaus gilt es, Erziehungsarbeit am charakterlichen Aufbau der Volksgemeinschaft zu leisten. Dazu wollen und müssen wir den jungen Nachwuchs fördern, daß nicht eine spätere Zeit uns den Vorwurf machen kann, wir hätten aus Bequemlichkeit und Sattheit uns nachdrängenden künstlerisch befähigten Menschen verschlossen, und wir wollen und müssen in jeder Weise versuchen, jeder an seinem Platze, das kulturelle Niveau des deutschen Films zu heben, die Filmwirtschaft zu festigen, den Lichtspieltheaterbesitzer in seiner Stellung als Mittler zwischen Film und Volk verantwortungsfreudiger zu machen. Wir wollen und müssen dabei letzten Endes auch abrücken von jeder Ueberspreiztheit und von jedem marktschreierischen Getue. Daß sich so eine Front gegen das Startum auf allen Gebieten wendet, ist nur selbstverständlich. Aber auch selbstverständlich, daß alle Kräfte am Werke sind, den Film in jeder Weise künstlerisch zu fördern. Aber es geht noch nicht von heut auf morgen, daß die künstlerischen Leistungen so hochstehend sind, daß sie in ihrer Gesamtheit völlig den höchsten Ansprüchen genügen. Nach langem Suchen und nach vieler Mühe hat man eine Reihe von bemerkenswerten und künstlerisch gereiften Nachwuchskünstlern für das deutsche Filmschaffen in diesem Jahr herangezogen; daß dieser Nachwuchs natürlich auch Mängel hat, darüber ist sich jeder Einsichtige klar. Menschen, die heute mit einer außerordentlichen Verantwortung und mit dem höchsten Ernst und mit der stärksten Liebe sich um den deutschen Film bemühen, danken wir den langsamen Aufstieg des deutschen Films. Mit einem ungeheuren Ernst, mit einer Verantwortung, die drückt und Tag und Nacht nicht zur Ruhe kommen läßt, mit einem unbeugsamen Willen geht— beauftragt von der Reichsregierung— die Reichsfilmkammer an ihre Arbeit und mit ihr alle im und am deut schen Film Schaffenden. Man hört noch immer in der Produktion den Satz, daß der Publikumsgeschmack die Stoffauswahl bestimme. Wenn der Oeffentlichkeit keine guten Filme vorgesetzt werden, kann sie füglich— weil sie nichts anderes kennt— keine besseren verlangen. Wenn man aber der Oeffentlichkeit wirklich gute Filme zeigt, wird auch die Gesamtheit des filmfreudigen Publikums den guten Film bejahen und den noch besseren verlangen. Es wird dann auch den Film ernster und würdiger nehmen und schließlich einsehen lernen, daß der Film und all das, was mit ihm zusammenhängt, heute von einer ganz anderen Warte betrachtet werden muß. Der Volksgenosse muß dahin kommen, daß er den guten Film als Kunstwerk liebt und achtet; er muß wissen, daß hinter dem Film — auch als Kunstwerk— eine Wirtschaft steht, die unzähligen Volksgenossen Arbeit und Brot gibt, in der ungeheure Werte und Kapitalien investiert sind und die unter der Führung der Reichsfilmkammer und der starken Förderung des Staates dem einen Ziele zustrebt: dem deutschen Volke der künstlerisch hochstehende Film. Masin des Aauusur Richard Wagner hat einmal das Wort geprägt:„Ich kann den Geist der Musik nicht anders fassen als in der Liebe". Dieses kurze Wort charakterisiert am treffendsten den Kern des neuen Ufafilms„Schlußakkord“, der sich nicht der Musik als künstlerischem Attribut der Filmhandlung bedient, sondern die Schicksalsgewalt der Musik, als Heilfaktor der Seele, in den Mittelpunkt des Geschehens stellt. Eines der entscheidenden Momente der künstlerischen Selbstbesinnung des Films war sein Bekenntnis zur Musik, die zu einem integrierenden Bestandteil der Filmkunst wurde, weil man erkannte, daß sie die Sphäre des Bildes klanglich erweiterte und das seelische Erlebnis vertiefte. Im Anfang des Tonfilms geriet die Musik in die Gefahr, Selbstzweck zu werden, und der Mechanismus drohte den Mythos ihrer Kunsttradition zu zerstören. Die Gefahr wurde jedoch rechtzeitig ertannt, und die Majestät der Kunst behauptete sich schließlich gegenüber der Despotie der Technik. Mit dem neuen Ufafilm„Schlußak= kord“ ist ein entscheidender Schritt getan worden, indem hier erstmalig die Musik sonverän als eigener Schicksalsfaktor in die Erscheinung tritt. Sie ist es, die in der Wunderwelt des Aethers, über Kontinente hinweg, zum Impuls des Lebenskreislaufes einzelner Menschen wird, die das Schicksal schließlich, unbekümmert um Zeit und Raum, nach tragischen Konflikten erlösend zusammenführt. Letzten Endes ist es das ewige Mysterium der Liebe, das hier in der Musik seine letzte Verklärung findet. Die Liebe, von der Richard Wagner sagte, daß sie„der Geist der Musik“ sei. In das Chaos eines von materieller Not und menschlicher Verzweiflung fast zerstörten Lebens, das nur noch nach der letzten Loslösung von allem Irdischen dürstet, klingt plötzlich mit übermenschlicher Urgewalt das ekstatische Furioso einer Musik, die in jedem Satz der heroische Imperativ eines leidenschaftlichen Lebensbekenntnisses ist. Beethovens unsterbliche IX. Symphonie. Es zeugt für das starke intuitive Einfühlen der Autoren, daß sie gerade diese Musik des selbst von einem infernalischen Schicksal verfolgten Heroen Beethoven zum Symbol menschlicher Schicksalsgestaltung nahmen. Ihr glauben wir die dämonische Kraft entscheidenden Einflusses, die Gebenedeitheit lin dernder Erlösung und die Ekstase hymnischer Lebensfreude. Diese gigantische Schöpfung erscheint uns wirklich als eine Macht, berufen, der Marter und Qual eines verzweifelten Menschenherzens Einhalt zu gebieten. Wir empfinden die genialische Fülle übermenschlicher Kraft, wie sie sich gerade in dem großen Schlußsatz des Chores„Freude, schöner Götterfunken“ offenbart, als eine Schicksalskraft, die auch den letzten Schrei der Verzweiflung bezwingt und den Menschen aus den Niederungen des Lebens herausreißt zu himmlischer Seelenlust. Der Versuch, diese zu den größten Schöpfungen Beethovens zählende Sinfonie zum Wit„ Phot. 07a WIIIy BIrgel als Generalmusikdirektor Garsenberg in dem Großfilm der Ufa„Schlußakkord“ Produktion Brune Dedar. Regie Detief Sierck Herzschlag lebendiger Schicksalsgestaltung im Film zu machen, ohne der Ehrfurcht vor dem Werk zu nahe zu treten, bedeutet in jeder Hinsicht ein künstlerisches Wagnis. Aber der Geist der Verantwortung, dem jungen deutschen Film neue Wege zu weisen, rechtfertigte es, denn es ist kein Einsatz in der Kunst zu hoch, der aus dem Glauben an die universelle Berufung aller Kunst gewagt wird. Und Beethoven und seine Musik waren und sind, weit über den europäischen Horizont hinaus, Lebensgut der universellen Kulturgemeinschaft der Völker. Somit hat dieser Film in seiner ideellen Fundamentierung von Anfang an einen künstlerischen Spannungsradius, der nur mit dem Maßstab der Welt gemessen werden kann. Mit Willy Birgel, Lil Dagover, Theodor Loos, Maria Kopenhöfer, Maria von Tasnady, einer jungen ungarischen Schauspielerin, Albert Lippert, Hella Graf und dem kleinen Peter Bosse in den tragenden Rollen sind für diesen Film schauspielerische Voraussetzungen geschaffen, die eine packende Darstellung erhoffen lassen. Detlef Sierck als Regisseur, Kettelhut als Architekt, Baberske als Kameramann und Dr. Seidel als Tonmeister stellen einen künstlerischen Stab dar, der Anspruch auf volles Vertrauen erheben darf, und so möchte man zum Besten des deutschen Films hoffen, daß die Gemein schaftsarbeit aller dem großen Werk zum künstlerischen Lobe gereicht. Ein Menscheu##ter Diener des Füms Cart Peoetiell- Der Staatspreieträger des lalires 1936 Pionier heißt Vorkämpfer sein. Mehr als die Hälfte seines Lebens ist Carl Froelich ein solcher Vorkämpfer gewesen. In der Geschichte des deutschen Films steht sein Name in der vordersten Reihe. Die Mitwelt hat die Verdienste des jetzt Sechzigjährigen dadurch anerkannt, daß sie ihn zum Leiter des Gesamtverbandes der Filmherstellung und Filmverwertung, zum Präsidialrat der Reichsfilmkammer und zum Senator der Reichskulturkammer berief. Sein Ruf hat er im wesentlichen durch seine Arbeit als Filmregisseur begründet, und nicht seine geringste Leistung ist es, daß er sich diesen Ruf zu erhalten, ihn immer neu zu bewähren, ja zu steigern verstanden hat. Ihm sind die Wochenschauen zu danken, deren Grundlage er schuf; mehr noch: er legte die Basis für die eigentliche deutsche Filmindustrie. Er, der von der Technik herkam, wurde bald einer der führenden Regisseure — der Aufstieg der Henny Porten ist zum wesentlichen Teile sein Werk: Carl Froelich führte sie zur Höhe. Und noch ein zweiter berühmter Name ist mit dem seinen verbunden: Emil Jannings. Unter Carl Froelichs Spielleitung entstand einer der erfolgreichsten Filme des bedeutenden Menschendarstellers, die erste Verfilmung der„Brüder Karamasow". Das war noch in den schon historisch anmutenden Tagen des stummen Films; seitdem ist die Lichtspielkunst mit Siebenmeilenstiefeln weitergeschritten. Aber erst jetzt haben Carl Froelich und Emil Jannings wieder zueinander gefunden; der Zufall hat die beiden bisher fern voneinander gehalten. Ein wirklicher Dichter ist als Mittler aufgetreten, einer von jenen, die— leider!— erst tot sein müssen, ehe sie die rechte Anerkennung finden. Arno Holz hat im Leben wenig Glück gehabt; er hat in seiner Dachkammer gesessen und Vers an Vers gereiht, Buch um Buch geschrieben, ohne daß die Mitwelt sich groß um ihn gekümmert hätte. In dem neuen Syndikat=Film gleichen Namens hat sein am meisten bekannt gewordenes Bühnenstück„Traumulus“ eine wirkliche Auferstehung erfahren. Der Film, in dem Carl Froelich die Spielleitung und Emil Jannings die Titelrolle übernahm, ist mit Recht vor wenigen Wochen mit der höchsten Auszeichnung — dem Film=Staatspreis für das Jahr 1936 als der stärkste Film dieses Jahres anerkannt worden. Damit hat auch Carl Froelichs Regiearheit und sein Verdienst um den deutschen Film eine neue, würdige Ehrung gefunden. Englische Stimme zur Kolonialfrage dub London, 23. Mai.„Deutschland wünscht seine Kolonien“ lautet die Ueberschrift eines Aufsatzes im„Evening Standard“, in dem R. H. BruceLockart zur Kolonialfrage Stellung nimmt. Der Verfasser geht davon aus, daß der Führer und Reichskanzler in seinem Friedensappell den Wunsch Deutschlands auf Rückgabe seiner Kolonien bereits amtlich zum Ausdruck gebracht habe. Die britischen Einwände gegen diese Forderung stützten sich, auf drei Punkte: Deutschland habe im Vertrag von Versailles auf seine überseeischen Besitzungen und Rechte nicht zugunsten des Völkerbundes, sondern zugunsten der hauptsächlichen alliierten und assoziierten Mächte verzichtet. Trotz der Annahme des Mandatssystems liege die Oberhoheit über die Kolonien bei den alliierten Mächten. Ferner sei das Mandatssystem von England als ein„heiliges Treuepfand“ gegenüber den Eingeborenen angenommen worden und schließlich sei es nicht Englands Brauch, seine Besitzungen abzutreten, denn es halte fest, was es habe. 64—.4 Hirauf. Der Verfasser des Aussatzes bemuht sich hierauf, den deutschen Standpunkt in der Kolonialfrage darzulegen. Nach deutscher Auffassung sei die Eröffnung der Feindseligkeiten in Afrika im Jahre 1914 eine Verletzung des Kongo=Vertrages von 1885 gewesen, der die Ausdehnung eines europäischen Krieges auf die afrikanischen Besitzungen ausdrücklich verbietet. Die Wegnahme der deutschen Kolonien sei aber auch deshalb rechtswidrig, da sie in Widerspruch zum Geist der 14 Punkte Wilsons stehen, die Deutschland beim Waffenstillstand als Grundlage für die Friedensverhandlungen angenommen habe. Zur juristischen Begründung der Fortnahme der Kolonien habe man behauptet, daß Deutschland angeblich ungeeignet sei, überseeische Besitzungen zu verwalten. Wenn Deutschland dieser Behauptung widerspreche, so könne es sich auf die Ausführungen des südafrikanischen Ministerpräsidenten Hertzog berufen, der gesagt habe, daß die Unzuverlässigkeit und Unwürdigkeit dieser Beschuldigung ausreiche, um zusammen mit allen ähnlichen Schreibereien der Kriegszeit vergessen und begraben zu werden. Deutschland, so schreibt Bruce=Lockart weiter, erwidere auf die Behauptung, daß die Mandate ein heiliges Treuepfand seien, das mit dem Zweck, den Eingeborenen eine gute Regierung zu sichern, geübt werde, daß die Eingeborenen niemals um ihre Meinung befragt worden seien, bwohl Liond George im Jahre 1918 eine diesbezügliche feierliche Versicherung abgegeben habe. Zum Beweis der Volkstümlichkeit ihrer Kolonialherrschaft wurde von deutscher Seite die Unterstützung angeführt, die sie während des Krieges von den Eingeborenen erhielten. Zur Frage einer Volksabstimmung habe seinerzeit auch ein britischer Administrator aus Deutsch=Ostafrika berichtet, daß es ein Fehler anzunehmen, die Eingeborenen hätten den Wunsch, die deutsche Herrschaft abzuwerser,, Pationen ein bund zufolge könnten nur diejenigen Aaltonenein Mandat eryalten, die fortgeschritten genug seien. Deutschland lehne aber die Unterstellung ab, daß kein fortgeschritenes Land sei. auf eine etwaige Rücklehr Deutschlands nach Genf verweist der Verfasser in diesem Zusammenhang auch auf die deutsche Forderung nach Gleichberechtigung mit anderen fortgeschrittenen Nationen. Weiter heißt es dann in dem Aufsatz, daß Deutschland zur gegebenen Zeit zur Begründung seiner Ansprüche den Wunsch nach einer Verständigung mit England ausdrücken und erklären werde, daß es keine habsüchtigen Absichten auf irgendeinen Teil des britischen Weltreiches habe. Im Interesse einer friedlichen Zusammenarbeit beim Wiederaufbau Europas werde es der Hoffnung Ausdruck geben, daß England und Frankreich seine moralischen und rechtlichen Ansprüche auf die Rückgabe seiner früheren Kolonien anerkennen werde. Bruce=Lockart wendet sich zum Schluß seiner eingehenden Darstellung der von Deutschland hervorgehobenen wirtschaftlichen Bedeutung des Kolonialbesitzes zu und schließt mit dem Hinweis, daß man sich über die Größe und den Ernst des Problems, das von einem kraftvollen Deutschland vorgebracht werde, keiner Täuschung hingeben dürfe. Revision eines Horst Wessel Mörders verworsen Sicherungsverwahrung für Erwin Rückert dnb. Berlin, 23. Mai. Die Justizpressestelle Berlin teilt mit: Das Reichsgericht hat die Revision des 33jährigen Erwin Rückert gegen das Urteil der 20. Großen Strafkammer des Landgerichts Berlin vom 28. Jan. 1936 als offensichtlich unbegründet verworfen. Rückert ist einer der Mörder Horst Wessels. Er war am 14. Januar 1930 mit dem Moroschutzen, dem berüchtigten Ali Höhler, in das Horst Wessels eingedrungen und dann geflüchtet, nachdem Höhler auf Horst Wessel den Mordschuß abgegeben hatte. Rückert wurde damals bald gefaßt und am 26. September 1930 von dem Schwurgericht bei dem damaligen Landgericht Berlin wegen gemeinschaftlichen Totschlags und wegen unbefugten Waffenbesitzes zu einer Gesamtstrafe von sechs Jahren einem Monat Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. Diese Strafe hatte er am 19. Jan. 1936 verbüßt. Auf Grund seiner zahlreichen schweren Vorstrafen hat ihn dann die 20. Große Strafkammer durch Urteil vom 28. Januar 1936 zu einem gemeingefährlichen Gewohnheitsverbrecher erklärt und gegen ihn die nachträgliche Sicherungsverwahrungangeordnet. Nachdem nunmehr das Reichsgericht die von Rückert gegen dieses Urteil eingelegte Revision verworfen hat, ist die Anordnung der Sicherungsverwahrung de. Rückert rechtskräftig geworden. blutüberströmt in ihren Betten auf. Frau Kehrer lag in einem Nebenzimmer durch Messerstiche getötet. Der Ehemann wurde in völlig geistesabwesendem Zustand, mit einem Kruzifix in der Hand, in der Wohnung angetroffen, Die Ermittlungen ergaben, daß er seine Fra## und die drei Kinder in bestialischer Weise mit einem Messer getötet hatte.— Glücklicherweise entging das vierte Kind, ein Mädchen von elf Jahren, dem Tod durch die Hand des Vaters, weil es seit einigen Tagen bei den Großel wohnte. Nach den Aussagen der Nachbarn dürfte die Tat bereits am Freitagabend geschehen sein, da übereinstimmend angeben wird, daß man gegen 23 Uhr die Kinder kläglich schreien hörte. Seefeld hingerichtet Täfischif,„hindenburg i Jrunnste. Am montag gehk's schon wieder nach Südamerika dub. Frankfurt a.., 23. Mai. Das Luftschiff„Hindenburg“ ist, von seiner zweiten Nordatlantikfahrt heimkehrend, am Samstagfrüh um.14 Uhr auf dem Flughafen Rhein=Main glatt gelandet. Wie die Deutsche Zeppelin=Reederei wird das Luftschiff„Hindenburg“, schon am Montag, 25. Mai, zu einer weiteren Ueberseefahrt starten, und zwar nach Rio de wo es am 29. Mai eintrifft. Dadurch wird dem altbewährten„Graf Zeppelin“ und seiner Besatzung eine wohlverdiente Ruhepause auf der Werft in Friedrichshafen ermöglicht. Auch diese fünfte diesjährige Südamerikafahrt ist bereits fast ausverkauft, ebenso wie angesichts der bisherigen erfolgreichen Fahrten des neuen Luftschiffes die Nachfrage nach Plätzen eine dauernde Am 19. Juni wird das Lustschiff„Hindenburg“ in Frankfurt seine dritte Nordamerikafahrt beginnen. 1 Nagzeagstahrei.„. sinden In kaum 5 Tagen wurden 15 300 Kilometer überbrückt Umfassendes Geständnis dnb. Schwerin, 23. Mai. Der vom Schwurgericht in Schwerin wegen Mordes zum Tode verurteilte Seefeld ist am 23. Mai in Schwerin hingerichtet worden. Da sich bei Seefeld Zweifel aufgetan hatten über seine mögliche Identität mit einem kommunistischen Geheimagenten gleichen Namens, wurde Seefeld acht Tage vor seiner Hinrichtung zu einer Vernehmung der Geheimen Staatspolizei überstellt. 6610 Im Zuge dieser Vernehmung— die in bezug auf seine politische Tätigkeit negativ verlief— legte aber Seefeld ein umfassendes und eingehendes Geständnis ab. Er gestand, außer den bereits gerichtlich festgestellten zwölf Morden eine große Anzahl weiterer Knabenmorde und Verbrechen. Ebenso gestand er, die Tötung der Knaben mit einem ihm selbst zubereiteten Gift vorgenommen zu haben. Er führte unter den Augen der vernehmenden Beamten einige Male im Experiment die Herstellung seines Giftes vor. Nach Abschluß der Vernehmungen wurde Seefeld wieder den Behörden in Schwerin überstellt und dort— wie oben bemerkt— heute hingerichtet. dnb. Travemünde, 23. Mai. Die deutsche Lufthansa gab Pressevertretern Gelegenheit, den dritten schwimmenden Flugstützpunkt für Luftpostdienst Deutschland—Südamerka„Ostmark“, der in wenigen Tagen seinen Dienst vor Bathurst aufnehmen wird, in voller Tätigkeit zu sehen. Das schnittige Schiff ging um 10 von Travemünde aus in See. Während auf der Großflugzeugschleuderanlage die letzten Vorbereitungen getroffen wurden, brachte„Flugkapitän von Engel, begleitet von Oberflugmaschinist Gruschwitz, den Rekordinhaber für Atlantikflüge, den Motor seines Dornier=Wals „Aeolus“ auf Touren. Stärkstes Dröhnen des Motors, gesteigerte Geschwindigkeit der„Ostmark“, Zischen entweichenden Dampfes— und wie ein Blitz schnellte das Flugschiff von den Gleitschienen; bald war es im Dunst verschwunden. Der dritte Flugstützpunkt„Ostmark" ist auf Grund der Erfahrungen von 175 planmäßigen Ozeanflügen innerhalb der letzten 2½ Jahre gebaut worden. Bei diesem einzig in der Welt stehenden Flugbetrieb überbrücken die Flugzeuge der Lufthansa in weniger als 5 Tag etwa 15 300 Kilometer. Mit Hilfe der auf dem schwimmenden Flugstützpunkten eingebauten Heinkel=Großflugzeugschleuderanlange wird der Atlantik in seiner ganzen Bleite uver 3050 lometer ohne Zwischenlandu Der ununterbrochene Flugplan auf dieser von Deutschland bis Chile führenden Luftpoststrecke verlangt eine in regelmäßigen Zwischenräumen notwendig werdende Ueberholung der Stütz: punkte in der Heimat. Um jeweils ein Schi aus dem Dienst zu ziehen, wurde es erforderlich, einen-dritten schwimmenden Stützpunkt zu schaffen. Mit einer Wasserverdrangung von 2000 Tonnen und einer Länge von 75 Meter ist die„Ostmark" wesentlich kleiner als„Westfalen“ und„Schwabenland". Zwei MAN=Diesel=Motoren mit einer Leistung von je 950 PS geben dem Schiff eine Geschwindigkeit von etwa 14 Seemeilen in der Stunde. Die nutionaten anguen lagen dem Judemam ven-Rump, un Ae Geer uer Wmithe Elsen-Rufe für Adolf hitler Volkssenderaktion 1936 Festliche Eröffnung in Trossingen dnb. Trossingen, 23. Mat, In dem kleinen Städtchen Trossingen auf der Baar zwischen Alb und Schwarzwald im Quellgebiet des Reckar, weltbekannt durch seine Musikinstrumentenindustrie, wurde am Samstagvormittag die Volkssenderaktion 1936 für das ganze Reich mit einer Großkundgebung in den Hohner=Werken erAttret. Nach Ansprachen des Betriebsleiters der Hohner=Werke, Direktor Ernst Hohner, und des Betriebszellenobmanns Hauser, verkündete Reichsamtsleiter und Präsident der Reichsrundfunkkammer, Ministerialrat Horst Dreßler=Andreß die Eröffnung der Volkssenderaktion 1936. In seiner Ansprache führte er u. a. aus, fortan gebe es keine Trennung mehr zwischen politischem, wirtschaftlichem und geistigem Leben, sondern der neue Typ des nationalsozialistischen Menschen sei in der harmonischen Ganzheit seiner Persönlichkeit Träger des Wirtschaftlichen, Politischen und Kulturellen zugleich. Die Offenbarung der Arbeit als menschlicher Lebenssinn, die natürliche Betätigungsform und ihre geistige und künstlerische Durchdringung sei der Zweck der heute beginnenden Volkssenderaktion. Reichssendeleiter Hadamowsky betonte u. ., wie der Nationalsozialismus die Massen für die Politik gewonnen habe, so werde es ihm auch gelingen, sie für die großen kulturellen Ziele empfänglich zu machen.... 82 Das Sieg=Heil auf den Führer und der besang der Nationallieder beendeten den eindrucksvollen Festakt. dub. Budapest, 23. Mai. Auf einer vom „Bund der ungarischen Zukunft“ in der alten ungarischen Universitätsstadt Debrecen einberufenen Massenversammlung wandten sich die bekannten nationalen Reichstagsabgeordneten Dr. Franz Rajniß, Stephan Miltay und Dr. kai in scharfen Ausfällen gegen die bisher noch ungebrochene Stellung des Judentums in Ungarn und gaben hierbei offen ihrer Bewunderung für das nationalsozialistische Deutschland und sein Führer Adolf Hitler Ausdruck. Die Ausführungen der Abgeordneten wurden von der zahlreichen Zuhörerschaft, die sich haugtsächsch aus der akademischen Iugend zusammense ge## sonders bei den sich auf Deutschland Worten mit stürmischen minutenlangen EljenRufen aufgenommen. Der Reichstagsabgeordnete Miltay erklärte, mit der allergrößten Anerkennung und Hochachtung blicke das nationale Ungarn auf den Mann, der das deutsche Volk aus der größten Not gerettet und von dem Druck der gleichen Kräfte erlöst habe, gegen die das nationale Ungarn heute kämpfe. Die Versammlung brach bei diesen Worten in starmisch minutenlange Eljen=Rufe auf Hitler aus. Wenn die von Adolf Hitler erklärte Politik eine gesündere Verteilung des Grundbesitzes die Befreiung des Arbeiters von dem jüdischen Kapital, Brot und Hilfe für die Angehörigen der ungarischen Intelligenz bedeute, so mache das nationale Ungarn zweifelllos Politik im Sinne Adolf Hitlers. Das deutsche Volk stände der ungarischen Nation in diesem Kampfe mit Sympathie gegenüber; aber das christliche Ungarntum müsse sein Ziel aus eigener Kraft erreichen. Der Reichstagsabgeordnete Dr. Makkai erklärte, der neue europäische Nationalismus, der bereits in Deutschland und Italien zum Siege gelangt sei, werde auch in Ungarn siegen. Ehrung deutscher Soldatengraber in Mittel-England Der„Fliegende Pater“ schickt einen Blumengruß dnb. London, 23. Mai. Den Einwohnern des englischen Städtchens Kaighley in der Grafschaft York wurde am Freitagabend eine Ueberraschung durch das Luftschiff„Hindenburg“ bereitet, das auf seinem Rückweg von Amerika nach Frankfurt über Mittel=England flog. Als der„Hindenburg“ herannahte, versammelten sich die Einwohner auf den Straßen. Sie beobachteten, wie das Luftschiff über dem nahegelegenen Morton=BanksFriedhof, wo 40 deutsche in der Gefangenschaft gestorbene Offiziere begraben liegen, seinen Bug senkte. Das Luftschiff flog dann langsam in geringer Höhe über das Zentrum der Stadt, wo es ein Paket herunterwarf, das von zwei Knaben aufgenommen wurde. Es enthielt einen Strauß frischer Nelken, dem ein von Johann Schulte, dem„Fliegenden Pater“ unterzeichneter Brief beigefügt war. In dem Schreiben wurde der Finder gebeten, die Blumen auf dem deutschen Soldatengrab in Morton Banks niederzulegen, in dem auch Franz Schulte, der Bruder des Paters, bestattet ist. Die Blumen wurden von den beiden Findern sofort nach dem Friedhof gebracht und auf dem Grabe niedergelegt. Zwei Stunden, nachdem die Blumen vom Luftschiff„Hindenburg“ auf den Friedhof von Morton Banks abgeworfen waren, erhielt der fliegende Pater an Bord des„Hindenburg“ folgendes Telegramm:„Die Blumen sind auf Franz Schultes Grab niedergelegt. Der Herausgeber des Yorkshire Observer Bradford.“ Der Reichstagsabgeordnete Dr. Franz Rajniß betonte, daß er aus grundsätzlichen Erwägungen Judengegner sei. Das kleine Ungarn beherbege fünfmal soviel Juden wie das große England. Diese fremden Ausbeuter hätten sich in Ungarn festgesetzt und sangten das Volk aus. Es sei völlig untragbar, daß ein ungarischer Tagelöhner einen Pengö am Tage verdiente, fremdrassige Einwanderer dagegen tausende an Einkommen hätten. Eisefrau und drel Annder Lemordel 4 Grauenhafte Bluttat in Mindelheim dub. Mindelheim(Schwaben), 23. Mai. Eine entsetzliche Bluttat wurde am Samstagmorgen in Mindelheim entdeckt. In dem in der Landsberger Straße befindlichen Haus des Otto Kehrer fand man seine 32 Jahre Ehefrau und seine drei Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren ermordet auf. Die Tat ist von dem 38 Jahre alten Ehemann Otto Kehrer, wahrscheinlich in einem Anfall von Verfogungswahnsinn verübt worden. Die Tat wurde am Samstagmorgen durch den Schwiegervater des Kehrer entdeckt, der das Haus verschlossen vorfand. Als ihm auf wiederholtes Klingeln nicht geöffnet wurde, schöpfte er Verdacht und ließ die Wohnung durch einen Schlosser öffnen. Den Eintretenden bot sich ein grauenhafter Anblick. Im Schlafzimmer fand man den 6 Jahre alten Rudolf und die beiden und 10 Jahre alten Töchter Lotte und Else Neuordnung des Vortragswesens in der Reichsschrifttumskammer dub. Berlin, 23. Mai. Der der Arbeitsgemeinschaft der literarischen Gesellschaften und Vortragsveranstalter in der Reichsschrifttumskammer angehörende Deutsche Vortrags=Verband hielt am 20. und 21. Mai ds. Is. in Worms seine Jahrestagung, verbunden mit seiner 60=Jahr=Feier ab. Als Vertreter der Reichsschrifttumskammer nahmen Dr. Krieger=Berlin, der Leiter der Arbeitsgemeinschaft der literarischen Gesellschaften und Vortragsveranstalter in der Reichsschrifttumskammer, und der Leiter der Vortragsabteilung der Reichsarbeitsgemeinschaft für deutsche Buchwerbung Dr. Henning, an den Beratungen teil. Im Mittelpunkt stand ein Vortrag von Dr. Krieger, in dem er die Aufgaben und Pläne in der Vortragsabteilung der Reichsarbeitsgemeinschaft für deutsche Buchwerbung darlegte. Im Rahmen der Werbung für das deutsche Buch wird das Vortragswesen künftig an hervorragender Stelle stehen, denn im Vortragswesen verbinden sich die Gedanken der Förderung und der Werbung für das deutsche Schrifttum auf das engste und lebendigste. Die notwendige enge Zusammenarbeit zwischen den literarischen Gesellschaften und Vortragsvereinen und dem Buchhandel ist durch die Errichtung der Vortragsabteilung in der Reichsarbeitsgemeinschaft für deutsche Buchwerbung gewährleistet. Berlin. Reichsminister Dr. Goebbels hat an die Carl=Schurz=Vereinigung zu ihrer zehnten Jahresfeier in Liblar am Rhein ein Telegramm gerichtet, in dem er„K, wellele elstigreiche Arbeit im Inr„für weitere erfolgreiche teresse der Festigung deutsch=amerikanischer politischer und kultureller Gemeinschaft alles Gute“ wünscht. 0 Rus Weslorutschratte Zwei Arbeiter durch Schwefelsäure schwer verbrannt Bochum. Auf einem hiesigen Werke wollten der 29jährige Kontrollwärter Ke. und der 34jährige Arbeiter Ki. Schwefelsäure durch eine Steigerohrleitung abdrücken. Plötzlich trat in den Leitungen zu den Berieselungsbehältern ein Defekt ein, die Säurekomprimierung schnellte zurück, beide Gefolgschaftsmitglieder wurden von der ätzenden Schwefelsäure überschüttet und erlitten schwere Verbrennungen. Doch ist bei keinem von ihnen das Augenlicht gejährdet. Vom fahrenden Lieferaulo abgestürz! Bochum. Auf der Querenburgr Straße wurde der 17jährige Geschäftsgehilfe R. in einer Kurve rücklinks von einem Lieferauto geschleudert, fiel auf den Fahrdamm und mußte mit einem Unterarmbruch wie auch argen Rücken= und Beinfleischwunden ins Elisabethkrankenhaus gebracht werden. Schrecklicher Selbstmord Gelsenkirchen. Ein 31jähriger Mann aus Gelsenkirchen machte in einem Zustand von Geistesgestörtheit auf schreckliche Weise seinem Leben ein Ende. Er übergoß sich mit Petroleum und zündete sich dann an. Der Mann, der schwere Brandwunden erlitt. wurde sofort einem Krankenhaus zugeführt, wo er aber bald starb. Mit 90 Jahren in bester Rüstigkeit Buer. Die im Stadtteil Resse wohnende Witwe Joh. Rohmann geb. Reidick konnte hier im Kreise ihrer von zehn noch lebenden vier Kindern. 37 Enkelkindern und 20 Urenkeln in bester geistiger und körverlicher Frische ihren 91. Geburtstag feiern. Noch jeden Tag macht sie vor Beginn ihrer Arbeit den gewohnten Weg zur Kirche und nimmt an den Tagesereignissen regen Anteil. sechs Morgen heidefläche durch Brand zerstört Erkenschwick. In dem zur Haardt gehörenden Bezirke„Im Jagen 38“ entstand auf einer unlängst abgeholzten Heidefläche ein gefahrdrohender Brand. durch den sechs Morgen zerstört wurden. Die Entstehungsursache ist natürlich vorläufig unbekannt. Der Führer als Ehrenpate Glückwunsch an einen Lüner Arbeiter Lünen. Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hat die Ehrenvatenschaft über die am 3. Mai 1936 als 10. lebendes Kind geborene 6. Tochter Roselies Adolfine des Ofenarbeiters Friedrich Grundmann, Lünen. Am Friedhof 9. übernommen. Gleichzeitig übermittelte der Führer mit den besten Glückwünschen eine Ehrengabe. 60 Jahre Jurist Der älteste Essener Rechtsanwalt Essen. Rechtsanwalt Justizrat Altenburg feierte sein 60jähriges Berufsjubiläum. Der Jubilar, im 82. Lebensjahre stehend. ist der älteste aktive Essener Jurist. Noch täglich geht Justizrat Altenberg seinen Berufsgeschäften nach. In früheren Jahren trat Justizrat Altenberg auch im öffentlichen Leben hervor: er betätigte sich als Stadtverordneter und auf caritativem Gebiet. Ein Weichensteller vom Zuge getötet Mülheim=Ruhr. Der 49 Jahre alte verheiratete Weichensteller Xaver Henke aus Mülheim=Ruhr wurde auf der Bahnstrecke Duisburg=Ruhrort=Mülheim=Eppinghofen, als er mit dem Reinigen einer Weiche beschäftigt war. von einem Personenzug ersaßt, überfahren und auf der Stelle getötet. Der Verunglückte hat offenbar bei seiner Arbeit das Herannahen des Zuges nicht bemerkt. Ein Kind in der Regentonne ertrunken Oberhausen. Hier fiel die drei Jahre alte Annelore Thomas. die bei der Großmutter in Verwahr gegeben worden war. im Garten in eine eingegrabene Tonne, die nur in etwa 30 Zentimeter Höhe mit Wasser gefüllt war. und ertrank. Zwei ködliche Verkehrsunfälle Dorsten. Der Gastwirt Nienhaus aus Essen hatte seine hier wohnenden Eltern besucht, die bereits zwei Söhne durch Unglücksfall verloren hatten. Nienhaus hatte soeben seine Gattin zum Autobus gebracht und wollte auf seinem Fahrrade nach Essen weiterfahren, als er mit einem Lastauto zusammenprallte und infolge schwerer Verletzungen des Schädels auf der Stelle getötet wurde.— In Herverst befuhr ein Lehrling verbotswidrig mit seinem Fahrrade die zur Einbahnstraße erklärte Halterner Straße, stieß mit einem Personenauto zusammen und erlitt so schwere Verletzungen, daß er ihnen schon auf dem Transport zum Krankenhause erlag. Die Nachgrabungen auf der Hohenburg Hamm. In der Nachbargemeinde Nordberringen liegt dicht an der Lipve der sogenannte Humburgs Knapp. ein altes Erdwerk. von dem sich der Volksmund erzählt, daß dort die Hohenburg gestanden habe. Nunmehr haben, wie der Wests. Kur. meldet. Wohlfahrtserwerbslose des Amtes Pelkum unter Aussicht des hiesigen Gustav=Lübte=Museums umfang. reiche Grabungen angestellt, die zu klaren Ergebnissen geführt haben, wenn sich auch übertriebene Erwartungen nicht erfüllt haben. Fest steht jedenfalls. daß die Hohenburg hier gestanden hat, umspült von der Livve. die sich hier ehemals in weiten Windungen hinzog. Man hat hinreichende Spuren gejunden. die auf ein mittelalterliches Bauwerk schließen lassen. Neue Orksbauernführer im Sauerlande Arnsbera. Durch den Landesbauernführer wur den im Gebiete des Sauerlandes drei neue Ortsbauernführer berufen, und zwar für die Ortsbauernschaft Udorf(Kr. Brilon) der Bauer Josef Aßhauer in Udorf. für die Ortsbauernschaft Oesborn(Kr. Iserlohn) der Landwirt Anton Jöhle in Oesborn und für die Ortsbauernschaft Wimbern(Kr. Iserlohn) der Landwirt Franz Korte Gurris in Wimbern. Trauriger Fund Sundern. Große Aufregung verursachte es in der Familie L. und in der Nachbarschaft. als man das zweijährige Söhnchen dieser Famitie vermißte und trotz eifrigsten Suchens nicht finden konnte. Nach langem Suchen fand man es in einer niedrigen Jauchegrube im Stalle. Man war auf das arme Würmchen dadurch aufmerksam geworden, daß die Händchen des erstickten Kleinen aus der Jauchegrube hervorragten. Interessante Grabungen nach der Vielserburg Salzkotten. Südlich unserer Stadt liegt an der Straße zur Weselsburg der sogen. Vielser Berg. ein kleiner Hügel, der nach dem früheren Dorfe Vielsen seinen Namen erhalten hat. Hier wurden jetzt laut Patr. durch den Abteilungsleiter Jordan von der Reichsführerschule der SS. Wewelsburg durch vor sichtige Grabungen allerhand beachtenswerte Funde gemacht. Man sand eine alte Mauer. gut erhaltene Skelette und zahlreiche Scherben, die zu der Vermutung berechtigen, daß hier tatsächlich die Vieserburg gelegen haben kann und neben ihr ein Friedhof bestanden hat. 750 Jahre Rindener Messe Minden. Nach neuerdings ausgenommenen Forschungen wird in diesem Herbste die hier weit und breit im Lande bekannte Mindener Messe das Jubiläum ihres 750jährigen Bestehens seiern können. Die Angehörigen des ambuianten Gewerbes beabsichtigen, in Verbindung mit der Stadtverwaltung und dem Verkehrsverein dieses Jubiläum des Marktrechtes der Stadt Minden. das bekanntlich ein wesentlicher Teil des Stadtrechtes war. ganz groß auszuziehen. Von der Straßenbahn überfahren und gelötel Bielefeld. Als der 36jährige Buchdrucker Erich Horstmann mit seinem Fahrrade die Beckhausstraße entlang fuhr und dann abgestiegen war. um die Straßenbahn vorbeizulassen, wurde er von hinten her durch einen Fernlastzug überfahren und auf der Stelle getötet. Der Kraftwagenführer wurde sofort verhaftet und dem Untersuchungsrichter zugeführt. Todessturz eines Dachdeckers Büderich. Ein 40 Jahre alter Dachdeckermeister aus Oberkassel stürzte in einem Werk aus nicht ganz geklärter Ursache vom Dach. Der Bedauernswerte war sofort tot Tod auf den Schienen Kalkum. Am Montag wurde in der Nähe des Bahnhofs Kalkum eine weibliche Leiche auf den Schienen ausgesunden. Die Tote stand im Alter von 30—40 Jahren. Die Personalien konnten bisher nicht ermittelt werden. Schreckenskat im Jähzorn Die Ehefrau erschossen— Selbstmord des Täters Köln. Ein 32 Jahre alter Ehemann geriet mitten in der Nacht mit seiner 27jährigen Frau in einen heitigen Wortwechsel. Im Verlauf der Auseinandersetzung geriet der Mann in eine derartige Erregung. daß er zu einer Pistole griff und seine junge Frau mit sechs Schüssen zu Boden streckte. Die Frau war in wenigen Minuten tot. Nun erst recht in Verzweiflung geraten, jagte der Mann sich selbst eine Kugel in den Kopf. Inzwischen waren Nachbarn, die den Lärm gehört hatten, herbeigeeilt. Man brach die Wohnung auf und schaffte den Mann. der noch Lebenszeichen von sich gab. ins Krankenhaus, wo er seinen schweren Verletzungen erlegen ist. Das einzige Kind der beiden, eir fünfjähriges Mädchen bleibt als Waise zurück. mit dem Koller in den khein gefahren Koblenz. Das fünfjährige Söhnchen eines Einwohners aus der Hohenzollernstraße stürzte in der### Nähe der Rheinanlagen mit seinem Wivproller in die hochgehenden Fluten und ertrank, ehe Hilfe zur Stelle war. Am Abend konnte die Leiche des Kindes gefunden werden. Uebersichtskarten des Industriebezirks Bekanntlich stellt die Westfälische Berggewersschaftskasse in Bochum auf Grund der in den Grubenbildern der einzelnen Zechen vorhandenen Unterlagen seit Jahrzehnten Flözkarten her, die den Zusammen hang der unterirdischen Gebirgsaufschlüsse veranschau lichen, um dem Fachmann die Klärung der mutmat lichen Ablagerung unverritzter Flöze und deren planmäßige Erschließung sowie die Abschätzung deKohlenvorrates und des Wertes der Grubenfelder zu 5 ermöglichen. Während diese Darstellungen aber nur für den Dienstgebrauch der Bergwerke und der Bera behörde bestimmt sind, haben die gleichzeitig angefertigten und in neuerer Zeit gesondert herausge gebenen Uebersichtskarten der Tagesoberfläche auch in anderen Kreisen Beachtung und Verwendung ge# funden. Der große Maßstab:10000 und die sau bere Ausführung dieser Karten in Kupferstich ge statten die genaue und deutliche Wiedergabe allen Einzelheiten, wie Gebäude. Verkehrsanlagen. Ge## wässer, Kulturarten. Gemeindegrenzen. Grenzen der Bergwerkseigentums usw. Die bisher erschienenen 43 Blätter dieses Kartenwerkes bedecken im rechts rheinischen Industriebezirk ein Gebiet von etwa 2300 akm Größe. Durch regelmäßige Neuheraus gabe der einzelnen Blätter ist auch bei der raschen Aenderung des Landschaftsbildes die Uebereinstim mung der Karte mit der Wirklichkeit in ausreichen dem Maße gewährleistet. Für Sonderzwecke. z. B. als Aktenanlagen bei Entwurfsarbeiten usw., können serner Verkleinerungen der Uebersichtskarte im Maß stab:25000 mit gleichem Inhalt bezogen werden. Die Werbewirkung der Anzeige In einer Betrachtung über die Anzeige in der Werbung des Kaufmanns betont im Pressedienst des Einzelhandels, der von der Wirtschaftsgruppe Ein. zelhandel herausgegeben wird. Divlomkaufmann Stürmer(Nürnberg), daß die Vormachtstellung der Anzeige unter den Werbemitteln des Einzelhan dels trotz aller in den letzten Jahrzehnten neu er standenen Werbemöglichkeiten unbestritten sei. Der verschärfte Wettbewerb. die Notwendigkeit um sangreicherer Werbung im Einzelhandel habe nicht vermocht, das Irserat aus seiner führen den Bedeutung im Werbeetat der Einzelhan delsbetriebe zu verdrängen. Und das mit Recht Im einzelnen bemerkt der Referent noch zur Platz frage, daß es in der Anzeigenwerbung des Einzel handels wirklich weniger darauf ankomme, wo man zum Leser spricht sondern daß man etwas zu sagen habe, nicht nur verständlich, sondern auch werbewirksam. Wer hier und dort ein Inserat aufgebe, könne nicht über Erfolge oder Mitzerfolge der Zeitungswerbung urteilen. In den verschiedenen Zweigen des Einzelhandels habe es sich bereits her umgesprochen, daß zu einer systematischen Werbung in der Tagesvresse vor allen Dingen Regelmäßigkeit und werblich ein wandfreie Gestaltung der Anzeige gehöre. Der liebe Gott nahm am Donnerstag meine liebe Frau, unsere einzige Tochter. Schwiegertochter, Schwester und Schwägerin. die(27 Ehefrau Werklehrer Allloil Weeromant Philomena geb. Stuckenschneider zu sich in die Ewigkeit. Sie starb nach fast 3jähriger. glücklicher Ehe im Alter von 31 Jahren, nachdem sie einem Kinde das Leben schenkte. In tiefer Trauer: Familie Wreesmann u. Stuckenschneider. Lohne i. Oldbg., Castrov=Rauxel, den 23. Mai 1936. Die Beerdigung findet statt am Dienstag, dem 26. Mai 1936 in Oldenburg i. Oldbg. KEICASSEADER KUEN Montag, 25. Mai .45 Wetetrbericht s. den Bauer .55 Leibesübungen .30 Quietschvergnügt am frühen Morgen .00 Nachrichten, anschließend Choral. Morgenruf .10 Frauenturnen .25 Ratschläge für den Küchenzettel der Woche .35 Sendevause 10.00 Troll. der Herr des Berges Aus dem Norwegischen gestaltet von Peter Glas 10.30 Was brachte der Sportsonntag? 11.50 Bauer, merk auf 12.00 Musik am Mittag 13.00 Mittagsmeldungen Glückwünsche 13.15 Schloßkonzert 14.15 Kleine Musik 14.45 Schlachtviehmarktberichte 15.00 Sendepause 15.45 Wirtschaftsmeldungen 16.00 Der Erzähler 18.00 Fröhlicher Alltag 19.00 Alte und neue Tänze 20.00 Die westd. Wochenschau Achlsecs S das Markenrad, von dem jeder weiß, woher es kommt. Beim Fahrradhändler zu haben KFRSUH Hand-, Wasser- u. ElektroWaschmaschinen in allen Preislagen in größter Huswahl Gebrauchter(56 Staubsauger (220 Volt) zu kausen gesucht. Daselbst auch Damenfahrrad gegen Knaben= fahrrad zu tauschen. Schrift! Angebote unter Nr. 662 an den Stadtanz. erb. WN W W Hn F Wn Mieisertrage Steis Vertang Daunendecken Benöt. dr. Bargeld. Stck## 50. 54. bar i. div. Seide m Einschütte u. pa. weißen Gänse daunen gef Eig. Fabrik. Eilang D. Forbrig. Plauen i. V. Postfach 30. Druct Sachei für Industrie und Handel Briefbogen Mitteilungen Briefumschläge Rechnungen Postkarten Zirkulare GESCHW. SCHMITZ Castrop- Rauzel Fernrut 2151 u. 2152 21.00 Chöre mit Orchester 22.20 Aus der Vorbereitungsarbeit der Richard=Wagner= Festwoche Detmold 1936 22.30 Nachtmusik und Tanz Dienstag, 26. Mai .45 Wetterbericht s. den Bauer .55 Leibesübungen .30 Frühkonzert .00 Nachrichten. Choral. Morgenruf .10 Frauenturnen .25 Sendevause 10.00 Albert Leo Schlageter der 1 Soldat des 3. Reiches 10.30 Sendevause 11.50 Hier spricht der Bauer 12.00 Musik am Mittag 13.00 Mettagsweldungen. Glückwünsche 13.15 Mittagskonzert 14.00 Mittagsmeldungen 14.15 Allerlei von Zwei bis Drei 15.00 Sendevause 16.00 Unterhaltungskonzert 17.00 Zum Schlageter=Tag 17.15 Neue Kammermusil 18.00 Musik am Feierabend 18 30 Olumpiahoffnungen— Olnmpia=Vorbereitungen in aller Welt 19.00 Musik am Feierabend 19.15 Momentaufnahme 20.00 Erste Abendmeldungen 20.10 Leuchte. scheine, gold'ne Sonne 21.10 Abendkonzert 22.20 Kurzschriftdiktat 22.30 Englische Unterhaltung 50 Spanische Unterhattung 23.05 Funkstille Eis der Nod Rerplahr sur ihe Hitfswert. Mutter und Kind Kinder=Landverschickung Hitler=Freiplatzspende