Nr. 138 *„ für Castrop=Rauzel und Umgebung Ge. Jochng, Lostroder Zelung Rauxeler Neueste Nachrichten Bladenhorster Tageblatt Der Stadtanzeiger erscheint wöchentlich 7mal. Wochendezugsprets 50 Pfg, Postbestelloreis 2 RM, monatlich. Ersatzansorüche können bei Störungen im Erscheinen infolge höherer Gewalt nicht gestell: werden Druz und Verlag Geschw Schmitz in Castrov=Rauxel Hauptschriftleiter, verantwortlich für den Textteil: Fran; Josef Prune in Castrop=Rauxel Anzeigenleiter: Wilhelm Welter in Castrop=Rauxel. DA. IV. 36 1797. Sa.=Nr. 2151 Castrop. Anzeigenpreis: 1 mmn hoch und 22 mm breit 4 Pfg. Textanzeigen 1 mm hoch und 72 mm breit 25 Pfg. Nachlaß nach den vom W. d. D. W. herausgegebenen Richtlinien. 3. Jt. gilt Preisliste Nr. 2. Für Platzwünsche, auch für die durch Fernsprecher aufgegebenen, sowie für undeutlich geschriebene Aufträge wird keine Gewähr übernommen Schluß der Anzeigen=Annahme 4 Uhr nachm. tags zuvor. Erfüllungsort u. Gerichtsstand Castrop=Rauxel. Veröffentlichungsblau für den Landgerichtsbezirt Dortmund. Allgemeines Kreisblan für den Stadttreis Castrop=Raurel. Samstag, den 23. Mai 1936 Das Beatschiam von Eupen=Malnrog in Ramp Scharfer Wahlkampf in den deutschen Gebieten Belgiens einen mehr als kläglichen Verlauf und endeten meist mit einer begeisterten Kundgebung für die Heimattreue Front. Die einzigartige Geschlossenheit, in der das Deutschtum in Neubelgien diesen eindrucksvollen Wahlkampf führt, hat die gegnerischen Kreise sichtlich nervös gemacht, so daß sie besonders in den letzten Tagen zu terroristischen Maßnahmen ihre Zuflucht nahmen. Unter dem Druck der politischen Parteien hat nun auch die Brüsseler Regierung Maßnahmen ergriffen, die die Wahlfreiheit zu ungunsten der nationalen Front einschränken. Vor allem beschloß der Ministerrat am Mittwoch, der Post die Beförderung des„Landboten“, des heimattreuen Organs von Malmedy, zu verbieten. Diesen Versuch, die Wahlpropaganda der Deutschen zu unterbinden, beantwortete aber die Bevölkerung wieder auf ihre Weise. Zu Hunderten erschienen die Bürger von Malmedy und Umgebung und boten sich an, selbst die Zeitung auszutragen. Von diesem Geiste getragen wird das Deutschtum von Eupen=Malmedy am Sonntag seinen Willen und seine Geschlossenheit bekunden. De. broß dor den Hs. Juisrern Größe und des wahren Führertums, wie sie in denen verkörvert seien, die den Nationalsozialismus zum Siege führten. Dr. Groß schloß mit einem Avvell an die H5=Führer, nie in Dogmen= und Prinzivienreiterei zu erstarren, sondern immer im innersten Wesen jung zu bleiben und über alle Prinzivien hinaus das Leben der Nation als höchstes Gesetz anzuerkennen. Die Walhalla bei Regensburg, ein deutscher Ehrentempel dnb. München, 22. Mai. In einem Aufsatz, in dem sich Ministerpräsident Ludwig Siebert zunächst mit der Vorgeschichte der Walhalla als Ehrentempel für ausgezeichnete Männer befaßt, die zur Aufnahme der Büsten hervorragender Deutscher dienen soll, äußert er sich dahin, daß die Aufnahme von Büsten um die Nation besonders verdienter Deutscher heute nicht mehr der bayrischen Landesregierung zukommt. Sie kann nur noch dem Führer der Nation zustehen. Ministerpräsident Siebert hat für die bayrische Landesregierung den Führer und Reichskanzler gebeten, daß er die Walhalla in seine Obhut nehmen und bestimmen möge, welche Büsten in Zukunft dort aufgestellt werden müssen. Der Führer hat diesem Antrag stattgegeben und zugleich einer Bitte der internationalen Bruckner=Gesellschaft entsprochen, daß zur Ehrung Anton Bruckners an dessen 40. Todestage in diesem Jahre die Büste dieses neben Beethoven größten deutschen Symphonikers in der Walhalla zur Aufstellung kommt. Aufruf des Bundesleiters des VoA dnb. Berlin, 22. Mai. Der Bundesleiter des VDA erläßt zur Sammlung am 23. und 24. Mai einen Aufruf, in welchem es heißt: „Deutsche Selbstbehauptung im Auslande ist aller Deutschen Ehre. Die Bedrängnis deutscher Kultur jenseits der Grenzen legt uns allen Verpflichtung auf. Auslandsdeutsches Opfer sei Ehrenopfer für alle deutschen Volksgenossen im Reiche! Die Erträge dieser Sammlungstage sind bitter nötig, um wenigstens die allerdringlichsten Aufgaben unseres weitgespannten, kulturellen und sozialen Wirkungskreises erfüllen zu können. Heute ist die Not größer denn je zuvor. Stärker aber auch der Glaube und die Bereitschaft der Herzen in einem Reiche, das fest auf dem Boden des Volkstums begründet ist von Adolf Hitler, dem Manne, den einst selbst das Schilt sal außerhalb der Reichsgrenzen den Kampf um Schule, Sprache und Volksbestand erleben ließ Ihm gehört unser Glaube, unsere Liebe, immer aufs neue aber auch unsere Opfertat!“ Kabineltsumbildung in England noch dor Pflühsten? Kolonialminister Thomas zurückgetreten In den ganzen seit dem Abschluß des Zwangsvertrages von Versailles verflossenen 17 Jahren hat es im deutschen Gebiet von Eupen=Malmedn= St. Vith keinen Wahlkampf gegeben, der so heftig war wie der eben jetzt unmittelbar vor den Neuwahlen ins belgische Parlament geführte. Am 24 April hatte die Heimattreue Front die Deutschen in einem Aufruf zur Sammlung für den bevorstehenden Kampf aufgerufen, wobei sie die entschiedene Einstellung der Bewohner des deutschen Gebietes gegen die verschiedenen altbelgischen Parteien bekundete und gleichzeitig die Landsleute aufforderte, bei den Wahlen am 24. Mai zum Zeichen des Protestes gegen die geistige Knechtschaft, gegen das Ausbürgerungsgesetz und gegen die Ausweisungen leere Stimmzettel abzugeben. Dieser von 800 angesehenen Männern aus allen Volks= und Berufsschichten unterzeichnete Aufruf hat nicht nur bei den Deutschen, sondern auch in Alt=Belgien starken Eindruck gemacht. Als man von dort aus versuchte, den Eindruck bei der deutschen Bevölkerung dadurch abzuschwächen, daß man erklärte, die 800 Unterschriften seien zum Teil durch falsche Behauptungen erschlichen worden, gab die Heimattreue Front eine noch klarere und wirkungsvollere Antwort: Sie veröffentlichte eine zweite Unterschriftenliste, die 1040 weitere Unterschriften aufwies. Jetzt konnte wirklich nicht mehr behauptet werden, der Heimatbund und die Heimattreue Front seien nur ein„Häuflein von Aufrührern". Jetzt mußte man doch überzeugt sein, daß es hier im Gebiete von Eupen=Malmedy und St. Vith am 24. Mai zu einer Volksabstimmung kommen werde, deren Bedeutung weit über die einer gewöhnlichen Wahl hinausgehen würde. Infolgedessen leiteten die altbelgischen Parteien besonders in diesem deutschen Gebiete des Staates einen außerordentlich heftigen Wahlkampf ein, der noch dadurch gekennzeichnet wurde, daß diese Parteien durchaus führende Persönlichkeiten in den deutschen Gebieten kandidierten, so die Sozialisten den Minister für öffentliche Arbeiten und Arbeitsbeschaffung, die Legion Nationale ihren Führer, Rechtsanwalt Hornaert, und die Rex=Bewegung ihren Führer Leon de Grelle. Die Wahlversammlungen, die die altbelgischen Parteien in den verschiedenen Orten des deutschen Gebietes abhielten, nahmen bisher dub. Oslo, 22. Mai. Das norwegische Städtchen Gjoevik war am Donnerstagabend und in der Nacht zum Freitag der Schauplatz marxistischer Ausschreitungen. Die Nasjonal Samling hatte für Donnerstag nachmittag eine Versammlung auf dem Marktplatz des Städtchens einberufen. Kaum hatte der erste Redner das Wort ergriffen, als von marxistischer Seite ein Angriff erfolgte und ein dichter Steinhagel über die Versammlung niederging. Die aus sieben Mann bestehende Ortspolizei, die unbewaffnet ist, war vollständig machtlos. Sie mußte Hilfe erbitten von der bewaffneten Staatspolizei, die spät in der Nacht eintraf. Bis dahin wurden die Mitglieder der Nasjonal Samling sechs Stunden lang in einem Gehöft belagert, auf das sie sich vor den immer wieder von neuem zum Angriff vorgehenden Marxisten zurückgezogen hatten. Der ebenfalls der Arbeiterpartei angehörende norwegische Justizminister Lie hatte durch die Staatspolizei von dem Ueberfall Kenntnis erhalten. Er forderte den Vorsitzenden der Arbeiterpartei in Gjoevik telephonisch auf, seinen Einfluß zur Wiederherstellung der Ruhe und Ordnung geltend zu machen. Dieser Anruf hatte keinerlei Erfolg. Erst das Eingreifen der Staatspolizei veranlaßte die Marxisten, von ihren Opfern abzulassen und die Belagerung aufzugeben. Von den etwa 50 Mitgliedern der Nasjonal dub. Braunschweig, 22. Mai. Am Donnerstag sprach der Leiter des Rassepolitischen Amtes der NSDAP. Reichsamtsleiter Dr. Groß, zur versammelten aktiven Führerschaft der HI und des Jungvolks in zwei Vorträgen über bevölkerungspolitische und rassehygienische Gegenwartsfragen und Zukunftsaufgaben. In einem eindrucksvollen Aufriß kennzeichnete er ein Bild von der revolutionären Wandlung. die der Nationalsozialismus, wie auf allen Lebensgebieten, so auch im volkspolitischen Denken herbeigeführt hat. In den Mittelpunkt aller geschichtlichen und rassischen Betrachtungen habe der Nationalsozialismus den Menschen gerückt, der als Glied einer großen und jahrhundertealten Erbgemeinschaft verantwortlich sei für die Zukunft seines Volkes. Hieran anknüpsend streifte Dr. Groß das Problem des Geburtenrückganges und der Gefahr einer Ueberalterung unseres Volkes. Er stellte als Grundsatz heraus, daß in jeder sozialen Schicht und Einkommensgruppe grundsätzlich der Familienvater nicht gegenüber dem benachteiligt sein dürfe, der seine volkspolitische Pflicht nicht erfüllt habe. Jede geschichtliche Leistung eines Volkes stebe und falle damit, daß es den Schöpfern dieser Leistung gelinge. ihre bochwertigen Anlagen auf kommende Geschlechter zu übertragen. Diese bevölkerungspolitische Denkweise, den Blick für die Notwendigkeit des überindividuellen und biologischen Denkens. könne man nicht lernen, sondern nur auf Grund einer guten Erbanlage begreifen. Im zweiten Teil seines Vortrages gab Dr. Groß in großen Zügen die weltanschauliche Fundierung dieser bevölkerungspolitischen Gedankengänge. Er stellte der Welt der starren Formeln und Dogmen die Werte des ewigen Wachsens und Neuwerdens gegenüber, die Werte der menschlichen Samling, die an der Versammlung in Gjoevik teilgenommen hatten, wurden alle durch Steinwürfe verwundet, darunter sieben schwer. Der Polizeimeister von Gjoevik wurde ebenfalls durch einen Stein verletzt. dub. Mannheim, 22. Mat. In der Nähe der über den Rhein führenden Schlageter=Brücke hat sich am Freitagnachmittag ein schweres Verkehrsunglück ereignet. Ein von Ludwigshafen die Rheinbrückenauffahrt herunterkommender Straßenbahnwagen geriet in einer Kurve samt dem Anhänger aus den Schienen. Beide Fahrzeuge, die stark besetzt waren, rollten über die Straße hinweg und stürzten dann über eine etwa zwei Meter hohe Böschung. Zu dem Straßenbahnunglück werden jetzt Einzelheiten bekannt, die den Umfang des Unglücks klar erkennen lassen. Danach sprang zuerst der Anhänger aus den Schienen und fuhr in der Kurve zunächst neben dem Gleise, um dann auf die linke Straßenseite zu rollen, den Motorwagen mit sich reißend. Hierbei wurden ein Mast der elektrischen Oberleitung und ein Gaskandelaber umgestoßen. Eine auf dem linken Gehweg bedub. London, 22. Mai. Der englische Kolonialminister Thomas hat am Freitag sein Rücktrittsgesuch eingereicht, das vom König angenommen wurde. In einem Schreiben an den Ministerpräsidenten Baldwin weist Kolonialminister Thomas zur Begründung seines Rücktritts darauf hin, daß die Art und Weise, in der sein Name und seine Privatangelegenheiten im Verlauf der Untersuchung der Versicherungsangelegenheit behandelt worden seien, ihm ein Verbleiben als Mitglied der Regierung unmöglich mache. In seiner Antwort auf das Rücktrittsschreiben des Kolonialministers erklärte Baldwin, daß er anstelle von Thomas genau so gehandelt haben würde. Er nehme den Rücktritt mit tiefem Bedauern an. Der Rücktritt des Kolonialministers wird dem Ministerpräsidenten aller Voraussicht nach Gefindliche Frau wurde von dem stürzenden Anhängewagen erfaßt und zu Tode gedrückt. Mehrere Abteilungen der Wehrmacht, die im Augenblick des Unglücks die Stelle passierten, sorgten zusammen mit der Berufsfeuerwehr für die sofortige Ueberführung der zahlreichen Verletzten in drei Krankenhäuser. Eine der schwerverletzten Personen, eine Frau, ist bei der Einlieferung gestorben, sodaß also bisher zwei Todes= opfer zu verzeichnen sind. In die Krankenhäuser wurden insgesamt 28 Verletzte übergeführt. Sieben von ihnen konnten alsbald wieder entlassen werden, da sie nur geringfügige Schnittwunden erlitten hatten. Die Mehrzahl der schwerer verletzten Fahrgäste dürfte im Anhängewagen gefahren sein, der— wie festgestellt ist— am stärksten beschädigt wurde. legenheit zu einer kleineren Kabinettsumbildung geben. Es darf angenommen werden, daß sich Baldwin während des Wochenendes mit einigen seiner Ministerkollegen darüber beraten wird, so daß die Neu= oder Umbesetzung eines oder mehrerer Posten im Kabinett unter diesen Umständen schon vor Pfingsten vollzogen wird. Außer dem Kolonialministerium dürfte auch das Marineministerium frei werden, da sich Lord Monsell bekanntlich schon seit längerer Zeit mit der Absicht trägt, aus dem aktiven politischen Leben zu scheiden. Alle weitergehenden Nachrichten dürften im Augenblick lediglich als reine Mutmaßungen bezeichnet werden. 26 Schüler stürzten in die Tiese Schweres Kraftwagenunglück am Arlberg Innsbruck, 22. Mai. Am Himmelfahrtstage unternahmen 26 Schüler der landwirtschaftlichen Lehranstalt Rotholz im Unterinntal gemeinsam mit ihren Lehrern einen Ausflug im Autobus. Als der Autobus auf der Heimfahrt von St. Christoph am Arlberg gegen St. Anton herabfuhr, brach an einer besonders steilen Stelle die Bremsvorrichtung, so daß der Wagen mit ungeheurer Schnelligkeit in eine=Kurve einfuhr. Es gelang zwar dem geistesgegenwärtigen Lenker, den Sturz über den Straßenrand zu verhindern. Der Autobus kippte jedoch um und sämtliche Fahrgäste wurden aus dem Wagen geschleudert, wobei sie über eine steil abfallende Böschung stürzten. Von den 26 Schülern wurden die meisten schwer verletzt, einer von ihnen ist in der Nacht gestorben. Der Zustand von drei anderen Verletzten ist sehr bedenklich. Auf dem Transport der Verletzten in das Krankenhaus ereignete sich ein weiterer Unglücksfall. Ein Motorradfahrer aus Prutz stieß mit einem Rettungswagen zusammen. Er erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Buenos Aires. Der deutsche Botschafter von Thermann überreichte am Freitagvormittag dem Staatspräsidenten Justo sein Beglaubigungsschreiben. Mareistei=Kusschreitungen in Korwegen Schwere Ausschreitungen— Bewaffnete Staatspolizei mußte eingreifen Heußenbahnwagen=Rarzten al Schweres Verkehrsunglück in Mannheim— 2 Tote, 28 Verletzte Nr. 138 Sttie Neue Srucke Ader beltechenn Feierliche Einweihung der Admiral-Graf=Spee-Brücke in Duisburg durch Dr. Goebbels dub. Duisburg. 22. Mai. Mit der feierlichen Einweihung der„Admiral=Graf=Spee= Brücke", die Duisburg mit Rheinhausen verbindet und damit eine neue Verbindung zwischen dem Ruhrgebiet und dem niederrheinischen Lande schafft, erlebte das ganze Volk am Niederrhein einen Tag von besonderer Bedeutung. Festlichen Schmuck trugen beide Städte. Die Zugangsstraßen zur Brücke auf beiden Rheinufern schmückten wehende Fahnen. Die Gliederungen der Partei und Tausende von Volksgenossen bildeten ein dichtes Spalier. Der Rauch, der aus den hohen Schornsteinen der Werke aufstieg, vermählte sich mit düsteren regenschweren Wolken, die über dem ganzen niederrheinischen Lande lagen. Schiff um Schiff zog mit schwerer Last stromauf und=ab, ein lebendiges Bild dieser größten Industrie= und Binnenhafenstadt Deutschlands und Europas. Herzlich begrüßt traf um die Mittagsstunde Reichsminister Dr. Goebbels am Brückenkopf ein. Oberbürgermeister Dillgardt gab seiner Freude Ausdruck, den Reichsminister Dr. Goebbels als Sohn des niederrheinischen Landes und als ersten Gauleiter des niederrheinisch=bergischen Gebietes begrüßen zu können Dr. Goebbels habe im hiesigen Bezirk als Erster auf verantwortungsvollem Posten für die Idee und für die Bewegung des Führers gekämpft. Das Land an Rhein und Ruhr sei Dr. Goebbels auch späterhin, als der Führer ihn nach Berlin berief, unvergessen geblieben. Mit dem Gauleiter und Oberpräsidenten Terboven begrüßte Oberbürgermeister Dillgardt sodann die zahlreichen Hoheitsträger der Partei, die Abordnungen und Führer der SA, SS und HI, an ihrer Spitze den SA=Gruppenführer und Polizeipräsidenten Knickmann, die Vertreter der Kriegsmarine, zu deren Besten stets jener Mann des niederrheinischen Geschlechtes zählen werde, dessen Namen die neue Brücke tragen werde: Admiral Graf Spee. Sein Name sei weitab vom deutschen Vaterland, bei den Falklandinseln, zum Symbol deutschen Heldentums geworden, zum Symbol des steten einsatzbereiten Opferwillens zum Wohle der gesamten deutschen Volksgemeinschaft. Der besondere Gruß des Oberbürgermeisters galt dem Vizeadmiral Schultze und den anwesenden Mitgliedern der Familie Spee. Ein Arbeiter aus der am Bau der Brücke tätig gewesenen Gefolgschaft gab in seinem Leitspruch den Gefühlen Ausdruck, die die Brückenarbeiter heute hätten. Wir haben, so sagte er, an diesem großen Werk des Friedens und des Aufbaues mitgeschaffen. Unser aller Wunsch ist es, daß diese Brücke Segen bringen und das hier Geschaffene lange bestehen möge. Unseren Nachkommen möge sie ein Zeichen sein aus der Zeit, da Adolf Hitler das deutsche Volk nach Jahren der Zwietracht und der Not wieder einte, damit die deutsche Volksgemeinschaft einer glücklichen Zukunft entgegenmarschiere. Träger großer Werke seien immer große Männer. So lebe denn ein Volk in die Ewigkeit hinein durch seine Männer und durch seine Taten. „Wenn wir alle schon zu Staub zerfallen sind, wird diese Brücke Zeugnis ablegen von deutschem Denken und deutschem Handeln. Heute ist es wieder eine Freude, durch Deutschland zu fahren. Früher sah man überall nur Elend und Not, heute dagegen allenthalben die Zeichen des Aufbaues. Die ganze Nation ist von einem unbändigen Schaffens= und Aufbauwillen erfüllt. Wenn heute solche Straßen und Brücken übergeben werden, so nicht wie früher im Kreise einiger Behörden: nein, das ganze Volk versammelt sich. Es weiß, daß das, was wir heute bauen, nicht für eine Klasse gebaut wird, sondern für das ganze Volk. Es sind Volksstraßen und Volksbrücken. Ungezählte Hände haben unter Mühen und Schwierigkeiten diese Brücke gebaut. Aber aus der Ueberwindung von Schwierigkeiten wird der Mensch hart und zäh. Wenn wir auch selbst noch keinen unmittelbaren Nutzen von unseren Werken haben, so müssen wir uns doch bewußt sein, daß wir auch aus den Werken unserer Vorfahren Nutzen ziehen und daher verpflichtet sind, Werke zu schaffen, von denen unsere Nachkommen zehren können. Ich glaube, daß wir uns vor unseren Nachkommen besser sehen lassen können, als die, die vor uns waren.“ Dr. Goebbels dankte dann allen, die am Bau dieser Brücke mitgearbeitet haben. Darüber hinaus gedachte er der Arbeiter, die beim Bau dieses Werkes den Tod als Opfer der Arbeit fanden. Die Versammelten ehrten die Toten, deren Gräber am Morgen des Festtages mit Kränzen geschmückt worden waren, durch stilles Gedenken. Nach einer Minute Schweigen erklärte Dr. Goebbels:„Und somit sei diese Brücke dem Volk übergeben.“ Am Schluß seiner Ausführungen gedachte der Minister des Führers. Die Nationallieder erklangen. In diesem Augenblick begannen die Sirenen der Werke und Schiffe zu heulen und Reichsminister Dr. Goebbels fuhr als erster über die neue Brücke zum anderen Ufer, wo freudiger Jubel ihn umfing. Dr. Goebbels in Bonn dub. Bonn, 22. Mai. Im Anschluß an die Einweihung der Rheinbrücke in Duisburg begab sich Reichsminister Dr. Goebbels noch nach Bonn, um gemeinsam mit Oberpräsident Terboven, Gauleiter Grohé und Landeshauptmann Haake das Rheinische Landes museum zu besichtigen. Auf den Straßen wurde er von einem dichten Spalier der Bevölkerung begeistert begrüßt. Ganze Gefolgschaften der Fabriken hatten geschlossen Aufstellung genommen und jubelten dem Minister zu. Ein Rundgang durch das Museum vermittelte ein eindrucksvolles Bild des rheinischen Kulturschaffens und seines Aufbaues, über das ein Vortrag des Landesrats Dr. Apffelstedt einen klaren Ueberblick gab. Auch auf der Abfahrt war Dr. Goebbels wieder Gegenstand begeisterter Kundgebungen von Seiten der Bevölkerung. Snoustelene Abolmachulg Englands Unterhausaussprache über die Verkeidigung Großbritanniens Scharfe Angriffe auf Churchill Weiherede Dr. Goebbels' In seiner Weiherede erinnerte Reichsminister Dr. Goebbels zunächst daran, daß er am Vortage die Reichsautobahn Köln—Düsseldorf der Oeffentlichkeit übergeben habe und jetzt dasselbe mit dieser gewaltigen Brücke tun könne. Zwei große Werke des friedlichen Aufbaues seien damit wieder vollendet. Auch die Soldaten, die im März über den Rhein zogen, seien Soldaten des Friedens. Die Brücke sei ein Symbol dafür, daß die beiden Ufer, die sie verbinde, dub London, 22. Mai. Im Unterhaus fand die seit langem erwartete Aussprache über die Verteidigung statt. Verteidigungsminister Inskip erklärte, er habe sich darauf beschränkt, eine Zusammenstellung der Fragen zu machen, die reif für eine Nachprüfung seien, und habe weiter eine gründlichere Untersuchung vorbereitet. Zwei dieser Fragen seien die„Schlachtschifffrage“, und die Frage der„Marineluftwaffe“. Dann würde die Frage der Lebensmittelversorgung im Kriege untersucht Er hoffe bald feststellen zu können, was für Probleme zu lösen sein werden. Der Verteidigungsplan der Regierung sehe zunächst einmal die Auffüllung der Lücken in der Munitionsversorgung vor. die durch die Vernachlässigung in den letzten vier bis fünf Jahren entstanden seien. um so eine Reserve zu schaffen. Man müsse die Produktion möglicherweise vergrößern, und zwar so, daß sie innerhalb 24 Stunden verdoppelt und verdreifacht werden könne. Inskip behandelte darauf die Luftaufrüstung, die bekanntlich verdreifacht werden solle. Man habe 1500 Piloten in einem Jahre eingestellt, habe die Zahl der Fliegerschulen vermehrt und die Zahl der Flugzeuge vergrößert. Peinliche Fragen an Winston Churchill Im weiteren Verlauf der Aussprache rief ein scharfer Angriff des nationalen Abg. Hopkinson gegen Winston Chrschill beträchtliches Aufsehen hervor. Hopkinson stellte sich auf den Standpunkt, daß die feindseligen Behauptungen Churchills über Deutschland und die deutsche Wiederaufrüstung auf Telegramm an den Führer dub Berlin, 22. Mai. Der Führer und Reichskanzler erhielt von der Deutschen Weltwirtschaftlichen Gesellschaft ein Begrüßungstelegramm, in dem es heißt: Einen Hauptberatungsgegenstand bildete das Thema„Wille und Wege zur Weltwirtschaft". Hierbei erfüllt uns in tiefer Dankbarkeit und opferbereiter Gefolgschaft das Bewußtsein, daß unser Führer, gestützt auf den einmütigen Willen des deutschen Volkes, durch seinen großen Friedensplan der Welt den Weg zu einer gesunden Weltwirtschaft gezeigt hat. Möge dieser Weg bald beschritten und damit die Voraussetzung für eine Förderung des Wohlstandes des deutschen Volkes und der Menschheit geschaffen werden. Der Führer hat dem Präsidenten der Gesellschaft, Gouverneur Schnee, wie folgt geantwortet:„Für die mir im Namen der Deutschen Weltwirtschaftlichen Gesellschaft erstattete Meldung über die Eröffnung und die Aufgaben ihrer diesjährigen Tagung in Düsseldorf sage ich Ihnen meinen besten Dank. Ich verbinde damit den Wunsch, daß Ihre Arbeit zur Anbahnung normaler wirtschaftlicher Beziehungen zwischen den Völkern beitragen möge. Adolf Hitler.“ Junuliker sein! zusammengehören, daß der Rhein Deutschlands Hörensagen beruhten und lediglich als taktisches Strom und nicht Deutschlands Grenze sei. Manöver zu werten seien, um die Stellung BaldAus Innca Win sich Ergeden Italienische Befriedungsmaßnahmen in Abessinien wins zu schwächen. Churchills Auffassung sei vollkommen vorsintflutig. Im einzelnen sagte Hopkinson, Churchill habe immer wieder geschildert, was in Deutschland vor sich gehe. Er solle aber doch einmal verraten, woher er die mitgeteilten Einzelheiten wisse, ob er eine zuverlässige Informationsquelle habe, oder ob er die Dinge lediglich errate und aus der Luft greise. Wenn dem so sei, dann seien Churchills Reden nichts als Narrensutter. Er fordere Churchill heraus, ihm Antwort zu geben. An dieser Stelle erhob sich Churchill und erwiderte, er halte es nicht für ein Unrecht, die Regierung zu warnen. Viele seiner Informationen seien in England erhältlich Außerdem habe er sich bemüht, Informationen von verschiedenen Quellen aufzutreiben. Es treffe zu, daß ihm Tatsachen von briefschreibenden Leuten mitgeteilt worden seien, und er dann sein eigenes Urteil daraus angewenHoplinson erwiderte hierauf, aus den Aeußernngen Churchills gehe also hervor, daß er seine„Mitteilungen" tatsächlich erraten habe. Der konservative Abgeordnete Hauptmann Macnamara erklärte, daß die englische Jugend sich ein Vorbild an der nationalsozialistischen Bewegung nehmen könne. Es würde der englischen Jugend nicht schaden, etwas von der Vaterlandsliebe zu besitzen, die man im Auslande sehe. Der Sohn Lloyd Georges, Major Lloyd George(Oppositionsliberal), erklärte unter dem Beifall der Abgeordneten, die wünsche keinen neuen Streit mit Deutschland. Das sei unter anderem deshalb der Fall, weil die englische Jugend glaube, daß die französische Staatskunst in ihrer Auslegung der Völkerbundsverpflichtungen nicht das gewesen sei, was sie hätte sein Nach Schluß der Aussprache lehnte das Haus den Verneinungsantrag der liberalen Opposition mit 270 gegen 115 Stimmen ab. Reichsleiter Dr. Ley sprach zu den Propagandisten der Deutschen Arbeitsfront dub Kitzingen, 22. Mai. Den Hohepunkt der Tagung des Reichspropagandaamtes der DaF bildete eine große Rede des Reichsleiters Dr. Ley, die dieser am Freitag vor den Propagandisten der DaF aus allen deutschen Gauen hielt. Dr. Ley wies zunächst darauf hin, daß alles Neue Widerstände hervorrufe, denn die Menschen könnten sich an das Schlechte schon so gewöhnt haben, daß man sie zum Neuen erst hinführen müsse. Man werde immer Gegner haben, wenn man etwas Morsches einreißt, und zwar habe man immer diejenigen als Widerjacher, die bisher von dem Morschen gelebt hätten. Im weiteren Verlaufe erklärte Dr. Ley u.., man dürfe das Erreichte nicht an den noch vorhandenen Fehlern messen, sondern an den Leistungen, die schon vollbracht wurden. Zum Schluß seiner Rede ging Dr. Ley auf die besonderen Aufgaben ein, die die Propagandisten der Bewegung haben. Er wies darauf hin, daß jeder, der heute dem nationalsozialistischen Staat diene, an sich Propagandist sein müsse. Aber die weltanschauliche Sicherheit müsse natürlich bei denen am größten sein, die die Aufgabe haben, die nationalsozialistische Weltanschauung immer fester im Bewußtsein unseres Volkes zu verankern. Wenn man von ewigen Zweifeln geplagt sei, könne man kein Propagandist sein. Ein Propagandist müsse ein Fanatiker der Sache sein, die er vertritt. Spendet für den Luftschutz! dub. Addis Abeba, 22. Mai. Von amtlicher italienischer Seite werden die Nachrichten bestätigt. daß Ras Imru mit einem kleinen Gefolge in dem Gebiet nordwestlich von Addis Abeba umherirren soll. Er erwarte den geeigneten Augenblick für seine Unterwerfung und habe Sendboten nach der Hauptstadt entsandt, um mit den italienischen Behörden über die Bedingungen zu verhandeln. Damit. so betont man auf italienischer Seite, werden die Gerüchte hinfällig, die von einer Absicht des abessinischen Heerführers wissen wollten, neue Truppen zu sammeln und gegen Addis Abeba zu marschieren. Der stellvertretende italienische Generalstabschef Cona betonte in einer Erklärung, daß„die militärische Aktion in Abessinien nunmehr durch eine politische ersetzt werden würde". Diese volitische Aktion müsse sich vorerst allerdings noch militärischer Mittel bedienen.„. 2 g.##. Von zuständiger italienischer Seite wird diese Erklärung dahin ausgelegt, daß die geistige Einstellung der abessinischen Bevölkerung einen Kraftbeweis erfordere und man daher nur nach und nach zu rein politischen Methoden übergehen könne. In den nächsten Tagen soll eine Reihe von Exveditionen in das Landesinnere vorrücken, um das Werk der Durchdringung fortzusetzen. Ueber die Neuregelung der Rechtspflege in Abessinien ist von Vizekönig Marschall Badoglio der italienischen Regierung bereits ein eingehendes Programm unterbreitet worden. Das Programm sieht für die Kopten und Mohammedaner getrennte Gerichtsbehörden vor, ferner gemischte Gerichte für die Streitfälle zwischen Weißen und Eingeborenen und„normale Gerichte“ für die Weißen. Foreign Office hat in politischen Kreisen große Beachtung gefunden, da es sich um die erste Fühlungnahme zwischen Grandi und dem britischen Auswärtigen Amt seit der Besetzung von Addis Abeba handelt. Man nimmt an, daß in der Unterredung auch der italienische Vorschlag zur Sprache gebracht worden sei, daß England die zur Verstärkung der britischen Gesandtschaftswache in Addis Abeba entsandte indische Kompagnie zurückziehen soll. Hierzu verlautet, daß die englische Regierung gegenwärtig die Zurückziehung dieser Truppe ablehne. Besprechungen hierüber haben mit der französischen Regierung stattgefunden. und in London rechnet man damit, daß auch die französische Regierung bis auf weiteres ihre Truppen in Diredaua zurückbehalten wird. Grandi im Foreign Office dub. London, 22. Mai. Der gestern erfolgte Besuch des Londoner italienischen Botschafters Grandi im Italienisches Memorandum über den Gebrauch von Dum=Dum=Geschossen dub. Gens. 22. Mai. Das Völkerbundssekretariat veröffentlicht ein vom 30. April datiertes, am 11. Mai eingegangenes zusammenfassendes Memorandum der italienischen Regierung über den Gebrauch von Dum=Dum=Geschossen durch die abessinischen Truppen. Das Memorandum gibt 15 Fälle von Verwundungen durch Dum=Dum=Geschosse mit zahlreichem photographischen Material wieder und soll beweisen, daß sich die abessinischen Truppen systematisch an den verschiedensten Stellen verbotener Geschosse bedienten. Ferner beschreibt die Note an Hand von Abbildungen die einzelnen Arten der gefundenen Dum=Dum=Geschosse und wiederholt die Behauptung, daß ein Teil dieser Munition von englischen Firmen hergestellt worden sei. Es handelt sich natürlich nicht um die bekannte gegen England gerichtete und später zurückgezogene italienische Note. Alfred Rosenberg in hersfeld Weihe der Kulturhalle in Bad Hersfeld dub Bad Hersfeld, 22. Mai. In dem 1200 Jahre alten Hersfeld wurde am Donnerstagnach: mittag anläßlich der Einweihung der in sieben Monaten erbauten Kulturhalle eine große Kund gebung abgehalten, bei der Reichsleiter Rose berg eine große kultuxpolitische Rede hielt. wenn ein Volk inmitten eines großen Schicksals stand, haben sich die Menschen nie damit begnügt, nur in der Gegenwart zu leben, sondern sie haben auch zurückgeschaut, um die Vergangenheit noch einmal zu erleben. Große Schöpfungen der Kunst sind niemals die Ergebnisse eines geruhsamen und satten Zeitalter gewesen, wie es die Zeit des Liberalismus war, sondern sind immer unter Blitz und Donner in der Weltgeschichte geboren worden. Es waren keine Barbaren, die in früher Zeit die großen Bauten in Hersfeld, Quedlinburg und vielen anderen Städten Deutschlands schufen. Aus der germanischen Schöpferkraft entstanden die Dome Europas, die noch heute Wallfahrtsorte für jene sind, die groß zu denken verstehen. Ein gewaltiger Forschergeist hat damals ein neues Weltbild geformt. s6 C Diese Sehnsucht nach Tiefe zeigte sich darin, daß das deutsche Volk groß genug war, um einen Großen für kommende Zeiten auf den Schild zu heben. Eine große Zeit hat ein großes Volk und einen großen Führer gefunden. Von diesem Gesichtspunkt aus ist die Gegenwart eine gesegnete Stunde des deutschen Volkes, die wir nicht ungenutzt vorüberstreichen lassen, sondern an deren Gestaltung wir mitarbeiten. Häuser- und Straßensammlung am 23. und 24. Mai onb. Berlin, 22. Mai. Der Reichsluftschutzbund erläßt folgenden Aufruf: Am 14. November 1935 rief der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Generaloberst Göring, den im Sportpalast zu Berlin zur Verpflichtung versammelten 20000 Amtsträgern des Reichsluftschutzbundes zu: „Es ist so sehr notwendig, meine Kameraden, daß wir immer das brennende finanzielle Problem des Luftschutzes erkennen und den Grundsatz der Selbstfinanzierung nicht aufgeben. Ihr müßt den Appell an die Opferbereitschaft des einzelnen richten, um dadurch wenigstens die notwendigsten Mittel für die Organisation des Selbstschutzes selbst aufzubringen! Der Staat wird tun, was er kann. Daß aber darüber hinaus die freiwillige Opferspende eine Notwendigkeit ist, das muß allen klar sein!“ In Befolgung dieser Mahnung werden am 23. und 24. Mai die Amtsträger und Selbstschutzkräfte des Reichsluftschutzbundes in den Häusern und auf den Straßen an alle Volksgenossen herantreten mit der Bitte, eine Spende für den Luftschutz zu geben und dafür die ansprechende Plakette des RLB entgegenzunehmen. Nehme jeder die Gelegenheit wahr, um die Sicherheit Deutschlands zu gewährleisten. Er trägt damit bei zu seinem eigenen Schutz, zum Schutz seiner Familie und des ganzen Volkes! Kurz und bündig Hannover. Am Himmelfahrtstage fand die Uebergabe des Maschsees statt, der in etwa zweijähriger Arbeit durch die Stadt Hannover geschaffen wurde. Der Feier wohnten Reichsminister Rust und Oberpräsident Stabschef Lutze bei. Leipzig. Oberbürgermeister Dr. Goerdeler ist nach Ablauf seiner Wahlzeit erneut als Oberbürgermeister von Leipzig für die Zeit vom 23. Mai 1936 bis 22. Mai 1948 vom Reichs= und preußischen Minister des Innern berufen worden. London. In Beantwortung einer Anfrage teilte Kriegsminister Duff Coover im Unterhaus mit, daß die Stärke der britischen Armee zurzeit um 11000 Mann hinter dem Sollbestand zurückbleibe. London. Das Unterhaus nahm die Finanzentschließung zu der Regierungsvorlage über die Abschaffung des Kirchenzehnten mit 160 gegen 59 Stimmen an. Die Entschließung sieht die Ablösung des aus dem 10. Jahrhundert stammenden Kirchenzehnten, der in gewissen Gegenden Englands eine starke Belastung der Landbevölkerung darstellte. auf dem Wege einer Anleihe vor. Sec Reidelber In der 550jährige Universität. Carola bevo sich, um ih der ganzen Eine Ausste pfälzischen Sendung 5# und Gegenn „Altheidelberg du reich.“— Es ist wol irgendeine Stadt in der Welt von Heidel Name Altheidelberg. als er den Zauberk landstädte ländlich sch eben unlösbar mit? den. Schon der Nan der des Badener Lan Berg und Tal beder Landschaft zu einem gewordene zu rühren Jahrbunderte hind punkt deutscher Kult Universität, die auf zurückblicken kann. der Wissenschaft an nannte, darf sich rühr anderen deutschen# Einen Fürstensitz. wi sweiten fand, erbau Schloßberg die Pfalz und Residenz zuglei Pfalzgraf einer de Aber man wollte zu der hoch fliegenden euroväischen Händel strophen für das La berger Schloß noch vernichtet oder im Die beiden mächtig Neckartals die Lan Träger gewaltiger punkt der Entwickli des stehen. Der He und gegenüber der seinen Vorbergen. d tragen. 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Die Stadt Heidelberg rüstet sich, um ihre zahlreichen Ehrengäste aus der ganzen Welt gebührend zu empfangen. Eine Ausstellung in dem erweiterten Kurpfälzischen Museum wird die kulturelle Sendung Heidelbergs in Vergangenheit und Gegenwart vor Augen führen. „Altheidelberg du Feine— Du Stadt an Ehren reich.“— Es ist wohl das meistgesungene Lied auf irgendeine Stadt in deutschen Landen; denn wo in der Welt von Heidelberg gesprochen wird, ist es der Name Altheidelberg. den Viktor von Scheffel prägte, als er den Zauber der Romantik über„der Vaterlandstädte ländlich schönste" ergoß. Die Romantik ist eben unlösbar mit dieser Stadt am Neckar verbunden. Schon der Name erinnert an die grünen Wälder des Badener Landes. an die Heide, die einst hier Berg und Tal bedeckte. Er verbindet sich mit der Landschaft zu einem Ganzen, ohne an das geschichtlich gewordene zu rühren. Jahrhunderte hindurch war Heidelberg ein Mittelpunkt deutscher Kultur. Vor allem auch durch seine Universität, die auf 550 Jahre ruhmvollen Bestehens zurückblicken kann. Die Ruperto Carola,„das Tor der Wissenschaft am Neckar", wie man sie einst nannte, darf sich rühmen, auch in sernen Ländern vor anderen deutschen Hochschulen genannt zu werden. Einen Fürstensitz, wie man in der Welt kaum einen zweiten fand, erbauten sich auf dem Heidelberger Schloßberg die Pfalzgrafen von Wittelsbach. Festung und Residenz zugleich; denn als Kurfürst war der Pfalzgraf einer der ersten Fürsten des Reiches. Aber man wollte zu hoch hinaus. Die Verflechtung der boch fliegenden pfalzgräflichen Politik in die europäischen Händel führte zu furchtbaren Katastrophen für das Land. durch die außer dem Heidelberger Schloß noch andere wertvolle Kulturgüter vernichtet oder im Innersten erschüttert wurden. Die beiden mächtigen Berge. die am Ausgang des Neckartals die Landschaft beherrschen, sind auch die Träger gewaltiger Baudenkmäler, die im Mittelpunkt der Entwicklung des ganzen pfälzischen Landes stehen. Der Heiligenberg. die uralte Kultstätte. und gegenüber der Gebirgsstock, des Königstuhls mit seinen Vorbergen, die das alte und das neue Schloß tragen. Diese beiden Berge sind die weithin sichtbaren Wahrzeichen des Neckartals und bedeutungsvoll geworden für die Entwicklung der Geschichte, die aus der kleinen Talsiedlung seit dem Ende des 12. Jahrhunderts eine Stadt heranwachsen ließ. Durch die Gründung der Universität im Jahre 1386 erfuhr die Stadt eine wesentliche Umgestaltung. Sie gab auch die Veranlassung zur ersten großen Stadterweiterung in der Richtung nach Westen zur Ebene hin. Jahrhunderte später erstand auf dem Marktplatz, die Häuser weit überragend. die Heiliggeist=Stiftskirche, auf deren hohen Emporen die berühmte Bibliotheca Palatina. die Mutter aller deutschen Bibliotheken, geborgen war. Der kaiserliche Feldherr Tilly entführte sie während des Dreißigjährigen Krieges über die Alven nach Rom. Im Mittelpunkt der gotischen Prunk= und Wehrbauten erstanden dann jene prunkvollen Paläste. die die Namen ihrer Erbauer trugen.„Die Friedrichsbauten und der Ottheinrichsbau. Die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges ließen von Stadt und Schloß nur noch Trümmer übrig. Den völligen Zusammenbruch aller Herrlichkeit brachten die Orleanschen Kriege. die die Satdt völlig in Schutt und Asche legten. Dann begann der Wiederaufbau Heidelbergs zu Beginn des 18. Jahrhundert#. Der prachtliebende Kurfürst Johann Wilhelm ließ von einen Architekten Pläne zu einem Schloß größten Stils zeichnen, zu dem sich ein Stadtbild mit einheitlichem Ausdruck gesellte Die Ausführung in den beabsichtigten Ausmaßen scheiterte allerdings: trotzdem stieg die Stadt allmählich wieder aus ihren Trümmern empor. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erschienen Stodt und Schloß etwa so wie der Dichter Matthison sie besang „Aber ichmer in das Tal sing die gigantische Schicksalskundige Burg. nieder bie auf den Grund Von den Wettern gerissen: Doch die ewige Sonne goß Ihr veriüingendes Licht über das alternde Riesenbild. und umber grünte lebendiger Esen: freundliche Wälder Rauschten über die Burg berob Altbeidelberg war wieder erstanden und begann. sich mit einer Romantik zu umkränzen, die sich über 150 Jahre erhalten sollte. Die Universität allerdings konnte im Laufe des 18. Jahrhunderts zu keinem rechten Leben gedeihen. Das wurde erst besser im Laufe der nächsten Jahrzehnte, als Kurfürst Karl Friedrich von Baden Sorge trug, für alle Fakultäten Männer von höchster Bedeutung zu gewinnen. Von bedeutenden Gelehrten des vergangenen Jahrhunderts seien nur Bunsen, Kirchhoff und Helmholtz genannt. die in Heidelberg lebten und wirkten. Im Haus zum Riesen in Heidelbergs Hauptstraße künden den Ruhm einer großen wissenschaftlichen Tat die Worte: „In diesem Hause hat 1859 Kirchhoff seine mit Bunsen begründete Spektralanalyse auf Sonne und Gestirne gewandt und damit die Chemie des Weltalls erschlossen.“„ Man darf auch die Dichter nicht vergessen, in deren Werken mittelbar und unmittelbar Heidelberg eine Rolle spielt. Goethe kam herbei und weilte, soweit wir unterrichtet sind viermal in Heidelberg. Er zeichnete den„Gesprengten Turm" und verglich die Heidelberger Gegend mit einer"„Ideaklandschaft". Die Neckarbrücke, deren Schwung Hölderlin„dem Fluge der Schwalbe" vergleicht, nannte Goethe die schönste der Welt. In Heidelberg erklangen die Suleikalieder des westöstlichen Diwans und hier jand der alternde Dichter seine Marianne. Noch viele andere wären zu nennen, die im deutschen Geistesleben eine Rolle spielten und sie der Stadt am Neckar Unendliches zu verdanken haben. Wer kann heute sagen, was Heidelberg zu seiner Bedeutung und Eigenart erhoben hat? Die Landschaft, die Universität, das Schloß und seine Trümmer, vielleicht der Zusammenklang von all diesem. Schöpferische Gestaltung reift nur in stiller Sammlung. und der Geist, der deutsche Geist braucht solche Stätten. Fliegende Fugend— fliegendes Volk Zum Tag des Luftsports Fliegen heißt siegen über Weiten und Zeiten! Doch wehe dem Volk, das nicht den Ehrgeiz besitzt, diesen Kampf mit den Zeiten und Weiten aufzunehmen. Es kommt unweigerlich allen anderen Nationen gegenüber ins Hintertreisen, es begibt sich einer wesentlichen Wasse im Kampfe um sein Dasein, um seinen Wohnraum und seine Zukunft. Denn W W K V F e M W FC W FA Reichsluftsportführer M Fliegen heißt auch. allen Ueberraschungen zum Trotz gewappnet sein Wohin wir blicken, nirgends finden wir ein Volk, das sich selbst gegenüber fahrlässig handelt und auf das Fliegen verzichtet. Nein, überall wird geflogen, überall werden Flieger ausgebildet und stets neuartige Flugzeuge ausprobiert. Aber Fliegen kostet Geld. viel Geld. Was nützt alle Begeisterung eines vom nationalen Schwung gepackten Volkes, wenn es die Mittel nicht besitzt, die erforderlich sind. um es auf irgendeinem Gebiet in die Lage zu versetzen. Großes zu leisten. Deutschland ist bei weitem nicht so reich, um sich auf das verlassen zu können, was dem Staate an Geldmitteln zufließt. Ohne den Gemeinschaftsgeist, wie er durch den Nationalsozialismus geweckt worden ist, wären wir heute in vielem noch längst nicht soweit, wie wir es sind: auf sozialem Gebiete durch die Winterhilfe. auf dem Gebiete der Ernöhrung durch stärkste Anspannung aller Kräfte auf dem Gebiete der Arbeitsbeschaffung durch Einsatz auch des letzten Groschens, auf dem Gebiete der Jugenderziehung durch Zusammenführung der deutschen Jugend unter einem Banner und mit eingm Ziel. Miz g. Kegitrs, Und das Fliegen? Was an Mitgliedsbeiträgen beim Luftsportverband, der großen Organisation für die vorfliegerische Ausbildung eingeht, reicht bei weitem nicht aus, um aus dem deutschen Volk ein Volk der Flieger machen zu können. Da bedarf es ganz anderer Geldmittel. Nur eins kann auch hier helsen: die Volksgemeinschaft Oft erprobt und bewährt, hat sie Großartiges geleistet, sie ist auch imstande. die Geldmittel zu mobilisieren, die erforderlich sind, um namentlich aus unserer flugbegeisterten Jugend Flieger und damit letzten Endes Vaterlandsverteidiger zu machen. Darum geht wiederum. wie alljährlich, an jeden einzelnen der Ruf. am 23. und 24. Mai ein vaar Groschen— auch Markstücke und größere Spenden werden nicht zurückgewiesen! zu geben, damit der Luftsportverband die zahlreichen Einrichtungen erhalten und ausbauen kann. die nötig sind, um die vorfliegerische Ausbildung sicherzustellen. Da gibt es bei den Landes= und Ortsgruppen des Luftsportverbandes Modellwerkstätten. Segelflugbauschulen. Segelflugschulen und manches andere, was dazu gehört, fliegerische Begeisterung in die richtigen Bahnen zu lenken und das kostbare Gut der Begeisterung nutzbringend für unser deutsches Volk umzumünzen. Wo aber herrscht die größte Begeisterung? Bei unserer Jugend. die sich im Rahmen der Hitler=Jugend in einer Unzahl von Luftsportscharen auf die Fliegerei vorbereitet und beim Luftsportverband mit seinen Werkstätten und seinem geschulten Personal den denkbar besten Rückhalt genießt. Diesen Jungen, die mit dem Modellbau anfangen, die dann an größere Arbeiten herangehen, den verschiedensten Unterricht genießen und eines Tages in das Segelfliegerlager hinausziehen, um sich in die Lüfte zu erheben, gelten zuerst die Geldspenden am 23. und 24. Mai, damit aber gleichzeitig dem deutschen Fliegernachwuchs, der natürlich nur aus der Jugend kommen kann. Je mehr Jungen Gelegenheit erhalten, sich vorfliegerisch auszubilden, desto größer wird der einstige Fliegerstamm. der im Interesse unterer Selbstbehauptung nicht stark genug sein kann. hillerjvgend und Luftschutz Nach einer Anordnung des Führers des Gebietes Westfalen. Gebietsführer A. G. Langanke, wird die gesamte westfälische Hitler=Jugend im Laufe der rächsten Zeit durch den Reichsluftschutzbund geschult werden. Die Schulung wird innerhalb der Ortsgruvpen häuserblockweise durchgeführt. Hierdurch wird bekundet, ein wie großes Interesse dem Luftschutzgedunken gerade von Seiten der Staatsiugend entgegengebracht wird Hinein in den Luftschutzbund Kriege werden in Zukunft nicht mehr wie bisher an den Fronten der kämpfenden Heere allein entscheiden. Die Entwicklung der Luftwasse hat das Bild des Krieges völlig geändert: Der Lufttrieg macht die ganze Heimat zur Front! Deshalb muß jeder deutsche Mann, muß jede deutsche Frau, muß das ganze deutsche Volk gegen die Gefahren des Luftkrieges gerüstet sein. Alle, die nicht selbst an der Front am Feinde stehen, müssen sich eingliedern in die Heimatfront zum Schutze unserer Arbeitsstätten, zum Schutze des häuslichen Herdes, zum Schutze unseres ganzen Lebensraumes. Der berufene Träger dieses„Selbstschutzes" des deutschen Volkes ist der Reichsluftschutzbund. Er übernimmt in selbstlosester Weise die Ausbildung der Zivilbevölkerung auf allen Gebieten des Luftschutzes. Wer sich dieser Ausbildung entzieht oder durch Abseitsstehen dem Reichsluftschutzbund seine Aufgabe unmöglich macht, versündigt sich am deutschen Volk und an der Zukunft unserer Kinder. Dem Reichsluftschutzbund anzugehören, ist darum nationale Pflicht jedes Deutschen! Darum: Hinein in den Reichsluftschutzbund! Nur aus der Tat kann die wahre Volksgemeinschaft erwachsen. gez. Halm. General der Flieger, Befehlshaber im Luftkreis IV Archio des„Stadtanzeig Alt=Reicelberg, du seine.. Stadttreis Castrov=Rauxel, 23. Mai 1936 Dank und Gelöbnis Die HJ. zur Uebernahme des August=Psaff=Heime: Stellvertreter Kreisleiter Pg. Vogt und Standortführer der H. Unterbannführer Adolf Schach. richten aus Anlaß der feierlichen Einweihung und Uebergabe des ersten neuerrichteten HJ.=Heimes in Castrop=Rauxel an die Bevölkerung unserer Stadt folgende Dankworte: „Neben der August=Pfaff=Schule im Stadtteil Ickern trägt jetzt auch für alle Zeiten das erste Heim der hiesigen Hitlerjugend den Namen unseres toten Kameraden August Pfaff. Am Sonntag hat das HJ=Heim im Stadtteil Habing= horst seine Weihe erhalten und wurde durch den Gebietsführer der HJ. G. A. Langanke, seiner Bestimmung übergeben Wenn nun noch im Laufe dieser Woche die hiesige Staatsjugend in ihrem neuen Heim ihre Arbeit aufnimmt, wenn nun bald bei Heim= und Kameradschaftsabenden jugendliche Freude und Begeisterung in den Räumen widerklingt und sich mit dem ernsten Schaffen und der Arbeit an der Durchführung der der deutschen Staatsjugend im neuen Reich gestellten Aufgaben verbinden dann wird die Jugend von Castrov=Rauxel allen denen dankbar sein. die ihr dieses Heim erbaut haben. Ihr Dank gilt der Stadtverwaltung. an der Spitze dem Kreisleiter b. V. Oberbürgermeister Dr Anton, der aus der Notwendigkeit der wirksamen Bekämpfung der Heimnot in unserer Stadt die Initiative zum Bau ergriff und alle Kräfte zur Verwirklichung des Planes anspannte Ihr Dank gilt ferner der hiesigen Industrie, die beträchtliche Beträge zur Verfügung stellte und so zur Schaffung des Werkes mithalf. Nicht zuletzt dankt die Jugend allen Parteigenossen der beiden Ortsgruppen Castrop= Rauxel=Nord und=Süd. die von der Notwendigkeit dieses Baues überzeugt und von der Erkenntnis des Wertes einer solchen Erziehungs= und Bildungsstätte durchdrungen, gerne und opferfreudig Baustein um Baustein zusammentrugen, damit der Wunsch der Jugend verwirklicht werden konnte. Die Weihe des neuen Heimes ist vollzogen. Die Castrop=Rauxeler Hitlerjugend hat das neue Haus übernommen mit dem Gelöbnis, hier an sich zu arbeiten im Geiste des Mannes, dessen Name dem Heim gegeben wurde. Die kämpferische Idee des toten SS.=Kameraden August Psaff. die dem Vollen aller für Deutschlands Zukunft gefallener Freiheitshelden entsprungen ist, wird diese Arbeit im August Psaff=Heim bescelen und ihr für immer Vorbild zur Nacheiferung und zum selbstlosen Einsatz unserer Jugend sein“. Silberjubilar der Arbeit Der Schlosser Wilhelm Schürmann.,„Widumerstraße 45, konnte dieser Tage auf eine 25jährige ununterbrochene Tätigkeit auf der Zeche„Erin" zurückblicken. Der Silberiubilar ist ein tüchtiger und fleißiger Handwerker, der sich bei seinen Vorgesetzten. Mitarbeitern und Bekannten des besten Ansehens erfreut. Er hat aktiv beim 1 Gurderegiment gedient und den Welttrieg von 1914 bis 1918 an den Fronten im Westen und im Osten mitgemacht. Er ist im Besitze des Verwundeten= und des Kriegsdienstabzeichens. Nachträglich ein herzliches„Glückauf“ für den serneren, hoffentlich noch recht langen und recht glücklichen Lebensweg! Rationatsozlatisrische GrziehangsarbeirimAto2.!. Ein Vortragsabend beim USKK. Mokorsturm 18 M 69 in der Berufsschule Castrop-Kauxe! Einen ebenso interessanten wie aufschlußreichen Abend bot der RSKK. Motorsturm 18/M 69 am Mittwoch in der Berufsschule seinen Kameraden und seinen Gästen. Sturmführer Schmitz hieß einleitend die Gäste und insbesondere die Vertreter der Polizei und der Presse herzlich willkommen, um daran anschließend dem verstorbenen treuen Mitkämpfer und Fahrer des Führers, SS.=Brigadeführer Julius Schreck, einen warmen Nachruf zu widmen und den Toten allen Sturmmännern des NSKK. als nachahmenswertes Beispiel hinzustellen. Zu Ehren des Verstorbenen erhoben sich alle Anwesenden von den Plätzen, um eine Weile im stillen Gedenken zu verharren. Dann erhielt Sturmmann Schulze das Wort zu seinem Vortrag über „Nationalsozialistische Verkehrsauffassung in Gesetz und Praxis“. Redner ging davon aus, daß die Nationalsozialistische Bewegung das deutsche Verkehrsrecht entscheidend beeinflußt und zu einer einfachen, klaren, und eindeutigen Regelung geführt hat, wie sie dem Zeitalter der Motorisierung unentbehrlich ist. Auf der kurz nach der Machtergreisung im Jahre 1933 erfolgten Eröffnung der Berliner Automobilausstellung geißelte der Führer die kleingeistigen und engstirnigen Bestimmungen der verschiedenen deutschen Verkehrsvorschriften, die den Anforderungen der Zeit nicht mehr gerecht wurden und der in anderen Ländern schon weit vorgeschrittenen Motorisierung in Deutschland unverständliche Dämme entgegensetzten. Das Versprechen, hier Besserung zu schaffen und die Motorisierung des deutschen Volkes mit allen Mitteln zu fördern, hat der Führer getreulich gehalten. Diesem Ziele diente nicht zuletzt auch die Verkündigung der neuen deutschen Reichsverkehrsstraßenordnung am 28. Mai 1934, die am 1, Oktober desselben Jahres in Kraft trat. Durch dieses Gesetz wurde der Gedanke der Verkehrsgemeinschaft betont. Jeder Verkehrsteilnehmer ist gleichberechtigt. insbesondere ist der Motorfahrer nicht mehr, wie das früher der Fall war. minderen Rechts. Dadurch erwies sich die Gesetzgebung nicht mehr als kraftfahrfeindlich, sondern als kraftfahrireundlich. Auch mit dem Vorurteil, daß der Personenkraftwagen der Vorzug bestimmter Volkskreise sei, ist aufgeräumt worden. Großzügige Förderung des Kraftfahrwesens hat die früher üblichen Beschränkungen abgelöst. Das Gesetz zerfällt in drei Hauptabschnitte. Der erste behandelt die Zulassung zum Verkehr. der zweite das Verhalten im Verkehr und der dritte die Verkehrsteilnehmer behindert oder gefährdet. Im Zusammenhang damit stellte der Redner für den Kraftfahrer als obersten Grundsatz aus. daß er die Geschwindigkeit seines Fahrzeuges den jedesmaligen Verhältnissen von Ort. Wetter usw. so anzupassen hat, daß er Gefahren vermindert. und andererseits sein Fahrzeug stets in ordnungsmäßigem Zustand erhält. Sturmführer Schmitz dankte dem Redner für seine Ausführungen. Er ermahnte die Sturmmänner. ihr Verkehrsverhalten stets entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einzurichten und vor allem nie zu vergessen, daß es der Führer Adolf Hitler gewesen sei. der dem deutschen Kraftfahrer diese neue Verkehrsordnung gebracht habe. Dankbarkeit erheische ein treues aktives Mitarbeiten am Werke des Führers. Nach einer kurzen Pause, in der Sturmführer Schmitz den Gästen seine Truppführer und die Sachbearbeiter vorstellte, nahm Scharführer Skort das Wort zu einer für alle„Männer vom Bau" besonders interessante Vorführung von Neuheiten der letzten Berliner Automobil-Ausstellung Er führte aus, daß die im Februar dieses Jahres in den großen Berliner Ausstellungshallen eröffnete Automobilausstellung vor allem im Zeichen zweier Errungenschaften stand, nämlich der Einführung des Dieselmotors für den Personenkraftwagenbau und die Schaffung des synthetischen Gummis. Die Verwendung des Dieselmotors auch für den Personenkraftwagen solle die Betriebskosten um ca. 50 Prozent senken und außerdem die Verwendung des aus deutschen Stoffen gewonnenen Rohöls ermöglichen. Der synthetische Gummi,„Buna“ genannt, habe eine um 20—30 Prozent längere Lebensdauer als der Naturgummi, außerdem mache es das deutsche Kraftfahrwesen vom Auslandsmarkt unabhängig. Neben diesen beiden Errungenschaften deutschen Forschergeistes bot die Automobilausstellung noch eine Reihe kleiner technischer Neuerungen, die beweisen, daß die deutsche AutomobilIndustrie ständig auf das Herausbringen von Verbesserungen bedacht ist. Redner besprach diese Neuerungen, so insbesondere die Startvorrichtung am Vergaser. den Ausbau der Kolbengestaltungen durch Verwendung von Aluminiumlegierung anstelle des Graugusses usw. an Hand von Plänen. Modellen und graphischen Darstellungen und legte dar. daß sie unbedingt eine Qualitätsverbesserung bedeuten. Die anschließend gezeigten Tonfilme von der Nur noch drei Tage! Die Olympia=Werbeschau in unserem Städtischen Heimatmuseum ist nur noch am heutigen Sams tag. am morgigen Sonntag und am nächsten Mittwoch für den Besuch geöffnet. Wer von den Castrov=Rauxeler Volksgenossen also die überaus interessante Sonderausstellung noch nicht besichtigt hat, mache von diesen letzten Gelegenheiten Gebrauch. Kundfunk-Werkspause von der Grenze Castrop-Kauxels Recht überrascht werden am gestrigen Mittag die Rundsunkhörer unserer Stadt gewesen sein, als sie vernahmen, daß die„Werkspause“ des Reichssenders Köln aus ihrer allernächsten Nachbarschaft gesendet wurde. Wilm Böckenholt fungierte als Ansager und ihm ist es nicht zum wenigsten zu verdanken, wenn die Hörer ein recht plastisches Bild von der Arbeit an der Reichsautobahn vor den Toren unserer Stadt auf Henrichenburger Gebiet gewannen. Der Abschnittsführer Baurat Eggert ergänzte dieses Bild durch den Hinweis aus die treffliche Betriebsgemeinschaft, die sich im Laufe der Zeit zwischen den Behörden, den Unternehmern. der Arbeiterschaft und der Deutschen Arbeitsfront herausgebildet hat. Die Bestätigung seiner Ausführunegn brachte die allgemeine Anteilnahme, die die„Belegschaft" an der Geburt des jüngsten. Söhnchens des Baurats nahm. Wiederholt hörte man in dieser anschaulichen Schilderung vertraute Heimatklänge wie Wartburginsel. Ruderklub Rauxel. Castrop=Rauxel. die Industriestadt im Grünen usw. Für die vielen hauptsächlich in den Stadtteilen Ickern und Habinghorst wohnhaften Arbeiter. die aus unserer Stadt am Bau der Reichsautobahn beschäftigt sind, war der Besuch der Kölner Rundsunkleute gewiß ein Erlebnis. „Heißl Flagge!“ Seit dem 27. April 1936 hat sich im Ausbildungswesen der Schachtanlage„Erin“ eine neue Tradition gebildet. In dei Frühe dieses Tages stiegen zum ersten Male an den Fahnenmasten der neuen Anlernwerkstatt die Flaggen des Dritten Reiches empor. Ein äußeres Zeichen dafür, daß sich unsere gesamte Jungmannschaft geschlossen in die jüngste Formation des Führers eingereiht hat. Alle zur Arbeit versammelten Bergjungleute waren unter dem Kommando des dienstältesten Scharführers angetreten. Er meldete dem anwesenden Betriebsführer Zelesnick die angetretene Mannschaft. Dieser nahm dann die Musterung der Leute vor. Ein leiser Tadel. ein freundlicher Hinweis genügten schon an diesem Morgen, um allen Bergjungleuten einzuhämmern, daß zu jedem Dienstbeginn ein frisch gewaschener, sauberer Kerl mit hellen Augen und klarem Kopf. heilem Arbeitszeug und sauberen Schuhen gehört. Anschließend folgte das Kommando:„Heißt Flaggen!“. während. dessen ein Bergiungmann mit hellklingender Stimme den Spruch des Tages vortrug. Nach dem gemeinsamen Lied: Auf hebt unsere Fahnen... folgte die Ausgabe der Parole für den neuen Arbeitstag. Sie beschloß die kurze aber eindrucksvolle Morgenseier. die durch ihre tägliche Wiederholung geeignet ist, alte bergmännische Tradition und neues Ideengut des jungen Deutsch= land in wirkungsvoller Form zu verbinden. Ehrenvolle Einladung Der Postinspektor Georg Henschel in Castrov= Rauxel 3. Mitglied des Reichstreubundes und des nationalsozialistischen deutschen Marinebundes. erhielt folgende ehrenvolle Einladung: „Im Auftrage des Oberbesehlshabers der Kriegsmarine Admiral Dr. h. c. Naeder gibt sich der Kommandierende Admiral der Marinestation der Ostsee die Ehre. Herrn Georg Henschel zu den Flottenvorführungen am Freitag. dem 29. Mai 1936 und zum Staatsakt der Einweihung des vom nationalsozialistischen deutschen Maxinebund geschaffenen Marine=Ehrenmals in Laboe am Sonnabend, dem 30 Mai 1936, 11.00 Uhr. einzuladen.“ Kamerad Henschel hat den Weltkrieg von Anfang bis Ende mitgemacht und sich neben anderen Auzeichnungen das Eiserne Kreuz 1. Klasse erworben. Nach Beendigung des Weltkrieges war er noch in die seinerzeit gegründete Brigade Ehrhardt freiwillig übergetreten. Er hat in schweren Tagen der Revolution 1918/19 den Anarchismus in Deutschland niederringen helfen. Seiner treuen und aufopfernden Verdienste um das Wohl des Vaterlandes wird jetzt noch besonders ehrend gedacht, so daß ihm diese hohe Auszeichnung zuteil wurde. Soweit bekannt geworden ist, sind nur 50 derartige Ehreneinladungen ergangen. Zu dieser hohen und besonderen Auszeichnung dem Kameraden auch unseren herzlichsten Glückwunsch! Rücksicht nehmen! Teppichklopsen nur zu bestimmten Stunden! In letzter Zeit ist häufig die Wahrnehmung gemacht worden, daß das im gesundheitlichen Interesse erlassene Ausklopfverbot nicht mehr allgemein beachtet wird. Nach den für Dortmund bestehenden Bestimmungen ist das Ausklopfen von Teppichen, Betten. Möbeln. Fußdecken. Matten und ähnlichen Gegenständen auf Höfen, in Gärten usw. Werktags vor 8 Uhr, zwischen 12 und 16 Uhr und nach 18 Uhr. an Sonn= und Feiertagen überhaupt verboten. Die Uebertretung dieser Vorschriften ist strafbar. Der Zum der Khsshauferirele heute und morgen in Castrop-Kauxeler Lichtspielhäusern Abweichungen von der Regel. Redner erläuterte die einzelnen Bestimmungen in anschaulicher Weise und bot zur Erleichterung des Verständnisses praktische Beispiele; auch zog er die Ausführungsbestimmungen und die neuere Rechtssprechung heran, um den gegenwärtigen Stand des deutschen Verkehrsrechtes darzulegen. Vor allem widmete er dabei der Darstellung des zweiten Abschnittes des Gesetzes. der dem Verhalten im Verkehr gewidmet ist, seine besondere Aufmerksamkeit, da gerade hier der neue Geist der Reichsstraßenordnung voll zum Ausdruck-kommt. Grundlegend. für die neue Regelung ist die Bestimmung, daß jeder Verkehrsteilnehmer, ob er nun Fußgänger. Radjabrer, Reiter. Fuhrwerkslenker, Lastkraft= oder Personenkraftwagenführer ist. sein Verhalten im Verkehr so einzurichten hat, daß er keinen anderen! Geländesporkarbeit des A5KR. zeigten, was für hervorragende Leistungen Mensch und Maschine bei fleißiger Schulung aufweisen können. Die technisch hervorragenden Aufnahmen ließen erkennen, daß es für die Männer des RSKK. kaum noch unüberwindliche Schwierigkeiten des Geländes und der Witterung gibt. Alles wurde— ob es sich um Personen= oder Lastkraftwagen, um schwere oder leichte Motorräder handelt— in echter kameradschaftlicher Zusammenarbeit und mit bewundernswertem Schneid. besiegt. Sturmführer Schmitz faßte das Gesehene in das Wort des Führers zusammen:„Unmöglich ist gar nichts: es geht alles, wenn man will!" Der Abend klang mit einem dreifachen„Sieg=Heil" auf den Führer und Reichskanzler aus. „Im gleichen Schritt und Tritt", so heißt der UsaToufilm, der am heutigen, 23. Mai. 15 Uhr. in der Lichtburg an der Kaiser=Friedrich=Straße und am morgigen 24. Mai, 11 Uhr, im Deli= Theater an der Adolf=Hitler=Straße auf Veranlassung des hiesigen Kreis=Kriegerverbandes zur Vorführung gelangt. Dieser Film der Kyffhäusertreue wird für jeden Besucher unbedingt zu einem Erlebnis werden. wie aus der nachfolgenden Schilderung der Berliner Uraufführung hervorgeht.. Solche Tage muß es immer einmal geben, die den ganzen Menschen packen, durchwühlen und zutiefst in der Seele ruhende Wünsche und Sehnsüchte des ganzen Geschehens durchstrahlen lassen. Solche Tage bleiben Feiertage auch dann. wenn Lebenshast und bunte Scheinwelt sie um geben. In ihnen lebt etwas Heiliges und die Welt Verklärendes: das Bekenntnis zu unsterblichen Tugenden. Und wenn diese Tugend Treue heißt, dann strafft sie das Wollen zu neuer Tat. zum festen Siegesschritt für die Idee. der das Leben gilt. Ich frage Euch alle, die ihr dabei waret. als im Berliner Ufa=Palast in Bild und Ton Kuffhäusertreue lebendig wurde vor Tausenden, die eine Willens= und Tatgemeinschaft sein soll: ging in Euch nicht eine stolze Freude auf. daß Ihr zu denen gehört. die dieses Bekenntnis schaffen halsen? Hier fühlten wir nicht nur den Willensimpuls zielsicherer Führer, sondern den Plusschlag der Treue aus über 3 Millionen Soldatenherzen, das Rauschen stolzen Siegeswillens aus 300000 Fahnen und den trotzigen Mut der Tausende lebenswilliger Kameradschaften: über allem leuchtend das Zeichen des neuen Deutschland.——— Im Vorraum Großstadttreiben in seiner Buntheit und Hast liegt hinter uns. Festräume nehmen uns auf. in denen es sonst anders ausschaut. Mode. Kosmetik und flirtende Eleganz fehlen heut. Straffheit. Jugendkraft. Gefolgschaftstreue und Kameradschaft stehen verkörpert in dem Spalier der SS., durch das wir schreiten. Und wie stolz und dankbar wir's tun! Hier lebt ja die Treue, die mit uns ging, als wir den Opsergang antraten, die reiche Ernte aus heiliger Saat geworden ist. In der Feierstimmung klingen. die Feierklänge. Große deutsche Vergangenheit zaubert der Meister von Bayreuth in die Seele, und ihr entgegen kommt im klingenden Marschtritt Deutschlands wehrhafte Gegenwart. Kämpfertreue in Krieg und Schmachzeit Das Bild erlischt——— und nun erleben wir wieder große Zeit im Millionenopfer des Krieges und der Blutsaat Neudeutschlands, über die die Schandflut seigherzigen Verrates und blutfremder Gier geht. Aber Frontgeist umkrallt das heilige Vermächtnis des Schützengrabens und der Granattrichter, der jagenden Stürme im Provellersausen und der brechenden Fluten am sinkenden Schiff. Frontgeist wächst gewaltig, mauergleich, um unvergängliche Güter. Papierflut weht. Das Deutschland erwacht. Und der getreue Eckehard wacht, der Vater des Vaterlandes hat dem Führer des Volkes sein Erbe übergeben. Der Mann der Pflicht kann beruhigt die treuen Augen schließen: Deutschland wird leben! Von der Fahne von Wangerin zu dem Fahnenwald von Kassel Aus der Scholle bricht der Keim ins Licht; wächst, wächst zum stolzen Baum und wird ein Segen und gibt nährende Frucht. So kündet die alte Fahne von Wangerin von dem Wollen aller Soldaten, in Pflicht und Treue auch am Lebensabend zu Volk und Vaterland, zu König und Reich zu stehen. Unwürdiges sticht zu dulden und Soldatentum zu pflegen. Der Keim hatte Trieb und Lebenskraft. Hunderttausende von Fahnen rauschen es über deutsche Lande hinauf zum Kyffhäuser. hinein in die Ehren= und Ruhmeshalle: Die alte deutsche Treue lebt. Und wie herrlich sie Ausdruck findet! Das. was du daheim siehst, weißt du allein. Kamerad! Aber schau in die Werk= und Schaffensstätten des Reichskriegerbundes, lerne kennen, wie man in Erholungsheimen für uns sorgt und uns Spannkraft und Zuversicht wiedergibt, wisse, daß Kameradenovfer Tausenden von Waisen und hilfsbedürftigen Kindern Heimstätten geschaffen haben und sie erhalten. Kyffhäusergeist weckt das Gefühl der Volksverbundenheit. Kyffhäusergeist, der Zwiesprache hält mit dem Geraune versunkener Jahrhunderte im„unterirdischen Schlosse“ und den Steinen. die wieder reden sollen. Der Tag von Kassel Kyffhäusergeist. Kyffhäuserglaube. Kyffhäusertreue schlägt wie eine sieghafte Freude im Herzen Deutschlands. Die Männer in der dunkelblauen Bundestracht marschierten für Deutschland, wie sie für dieses Deutschland einst marschiert waren im feldgrauen Rock. Gewiß, sie sind älter, sind grau geworden, alle hat sie irgendwie der Krieg gezeichnet, aber ihre Diszivlin, ihr Wille, ihre Tatkraft sind geblieben. Es marschiert sich leicht, wenn man jung und gesund ist. Wenn diese Männer aber. die das Erleben des größten und surchtbarsten Krieges hinter sich haben. und die dann in ein Vaterland zurückkehrten. in dem man sie vierzehn Jahre lang hetzte und zerquälte— wenn diese Männer nun freudig alle Mühen auf sich nahmen, auf weiten Reisen und langen Fußmärschen nach Kassel kamen und dann in so wundervoller Disziplin vor ihrem Bundesführer vorbeimarschierten, um zu zeigen, wie sie ganz und gar im neuen Deutschland aufgegangen sind, dann ist das mehr als alles andere ein Zeugnis ihres ernsten Willens. ihrer Treue und ihrer Zuverlässigkeit. Arm und reich. General und letzter Musketier marschierten hier in Reih und Glied jener nur„Kamerad"— aber jeder beseelt von der Freude. nun wieder leben zu können in einem Volk der Ehre und des wehrhaften Mannestums. Der Marschtritt der Dreihunderttausend geht durch die Lande. Weißt du noch. Kamerad, wie die Wogen der Freude in den Julitagen uns umbrandeten? Fühlst du nicht heute wieder dieses stolze Bewußtsein in dir: Ich gehöre zu diesen drei Millionen, für die der Bundesführer sich vorbehaltlos hinter den Führer und sein Werk stellt? Zu diesen drei Millionen, deren Tat und Wollen und Sehnen weiter lebt in den feldgrauen Söhnen. die unverbrüchliche Treue zu Führer und Vaterland in ihren Herzen tragen! Soldatentum, Kämpfertum sind die Säulen des Bekenntisses. In allen deutschen Gauen soll es nun freudigen Widerhall finden, und es wird uns zusammenschweißen, fester als je, zu einem geschlossenen Tatwillen, dem Reichskriegerbund Kuffhäuser die Kraft des Soldatentums zu erhalten. Niemals aber werden wir vergessen, daß unser Bund nicht Selbst zweck ist und daß wir das soldatische Deutschland nicht erlebt hätten, wenn nicht die Partei und ihre Gliederungen in der Idee Adolf Hitlers bis aufs Blut gekämpft hätten. Zahrgunge to1s und to10 werden gemastert Tauglich befunden! Eine freundliche Aufforderung:„Sie haben sich. mit reingewaschenem Körver... einzufinden" war an eine große Zahl von jungen Männern in Castrop=Rauxel hinausgeslattert. Und nun, in den Tagen bis zum 5. Juni, finden sie sich im„Musterungsloka!" Richter am Bahnhof Rauxel ein, damit dort die Musterungskommission feststellen kann, ob sie ihrer körverlichen, geistigen und moralischen Beschaffenheit nach geeignet und würdig sind. den Ehrendienst am deutschen Volk als Wassenträger der Nation zu erfüllen. Wehrdienst ist Ehrendienst, so erklärt das Wehrgesetz des Dritten Reiches, und so ist das Erscheinen vor der Aushebungskommission eine große. bedeutsame Prüfung. Eine Prüfung auf Herz und Nieren im wahrsten Sinne des Wortes und noch darüber hinaus auf Augen, Zähne. Atmungstätigkeit und was sonst noch alles zu einem gesunden, allen Anstrengungen gewachsenen Körver gehört. Musterung ist ein Wort, das Deutschland erst seit etwas mehr als hundert Jahren im Zusammenhang mit der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht nach den Freiheitskriegen kennt. Vor fünfzig Jahren nannte man es auch„Losung". weil damals wegen der geringeren Heeresstärke nicht alle Wehrfähigen zu dienen brauchten und die Ueberzähligen bei der Aushebung durch das Los ausgeschieden wurden. Mancher von diesen Ausgeschiedenen wurde freilich doch Soldat, indem er für die Stelle eines nicht Ausgeschiedenen eintrat, der sich durch eine entsprechende Entschädigung„loskaufte". Dieses Loskaufen gab es allerdings schon seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts nicht mehr. Zu dem Schlimmsten, das uns dann der Schandvertrag von Versailles angetan hat, gehörte das Verbot der allgemeinen Wehrpflicht; denn diese hatte für das deutsche Volk eine Schule allerbester Art bedeutet. Deshalb wurde die Wiedereinjührung der allgemeinen Wehrpflicht durch unseren Führer von allen Deutschen mit Jubel und Freude begrüßt. in erster Linie von denen, die die große erzieherische Bedeutung des Wehrdienstes aus eigener Erfahrung kannten. Nun haben wir in Castrop=Rauxel schon wieder die zweite Musterung. Und es wird streng gemustert. Da werden die jungen Männer, die zu der großen Prüfung aufgefordert worden sind. in den großen Richterschen Saal geführt, wo ihre Personalien festgestellt und ihre Papiere noch einmal überprüft werden. Nach der Kleiderablage beginnt die körverliche Untersuchung. Einer nach dem anderen müssen sie vortreten. Da wird die genaue Größe gemessen, das Gewicht festgestellt, Pulsschlag und Herztätigkeit ermittelt und eine vorläufige Untersuchung auf innere Krankheiten angestellt. Das geht wie am lausenden Band. wobei der Prüfling. stets von seinen Papieren(natürlich mit Lichtbild) begleitet von einem zum anderen geht, bis er nach sorgsamer Untersuchung der Augen und der Zähne nebst Prüfung auf etwa vorhandene Farbenblindheit durch einen Hilfsarzt in einen anderen Raum tritt. wo dann die Hauptuntersuchung durch den Stabsarzt erfolgt. Der horcht, klopft. schaut den Mann von unten bis oben und von oben bis unten, von vorn und von der Rückseite an und diktiert dem Schreiber Buchstaben und Zahlen. von deren Bedeutung der Untersuchte nichts versteht. Buchstaben und Zahlen drücken auch die Ergebnisse der übrigen vorherigen Untersuchungen aus. und aus ihnen ergibt sich ein genaues Bild der Körverbeschaffenheit des jungen Mannes. Nun ist die Untersuchung beendet. und die Papiere wandern. begleitet von dem. dessen Beschaffenheit sie schildern. in einen großen Raum. in dem eine Kommission das Endurteil fällt. Da wird nun der Untersuchte nach seinen besonderen Wünschen bezüglich der Truppengattung gefragt. der er zugeteilt werden möchte, und diese Wünsche werden, wenn nicht besondere Hindernisse entgegenstehen. nach Möglichkeit erfüllt. Dann fällt das entschei dende Wort:„Tauglich. Reitende Artillerie" oder„Tauglich. Panzerabwehr". und der junge Mann möchte in seiner Freude gern einen Luftsorung machen, doch er getraut es sich nicht angesichts der ernsten Gesichter der hohen Kommission. Aber im Hinausgehen zum Ankleideraum ruft er seinem Freund Emil. der jetzt erst an die Reihe kommt. zu:„Hurra, es hat geklappt!“ und der antwortet nur:„Halt den Daumen!" Dazu hat er aber gar keine Zeit. Er muß sich schnell einen Strauß kaufen, je größer und je bunter, um so besser. Denn draußen auf der Straße sollen alle sehen, daß auch er einer der Glücklichen ist, die berechtigt und befähigt sind, den Ehrendienst mit der Waffe für Volk und Vaterland zu versehen. Das WhI MFR teit mit: Die Winterhilfswerkspende der Gehalts= und Lohnempfänger der Stadtverwaltung und der Schulen Von den Gehalts= und Lohnempfängern der Stadtverwaltung einschließlich der städtischen Schulen und der Volksschulen im Stadtbezirk sind in den Monaten November 1935 bis einschließlich April 1936 an Spenden für das Winterhilfswerk insgesamt 6 401.05 RM. gesammelt und weitergeleitet worden. Dieses Ergebnis ist ein schönes Zeichen der Verbundenheit der Spender mit den in Not befindlichen Volksgenossen. was der Reichsbund=Pokal sich in Nürnberg spiele um Der Sonntag recht abwechllung gramm, obwohl Fußballmeisterscho und erst am 7. J gesetzt werden. V tungen verdienen Deutsche Handbal Endspiel um den Sachsen und Süd schiedsvorstellung besonders erwähn Im Fußbal kämpfe um die 2 Ereignisse: In Le west das Wieder! bund=Pokal, nacht furt, trotz Verlä hervorbrachte. 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Von den umfangreichen Veranstaltungen verdienen die letzten Gruppenspiele um die Deutsche Handballmeisterschaft, das WiederholungsEndspiel um den jetzigen Reichsbund=Pokal zwischen Sachsen und Südwest in Leipzig sowie die Abschiedsvorstellung des FC. Everton in Nürnberg besonders erwähnt zu werden Im Fußball treten an die Stelle der Endkämpfe um die Deutsche Meisterschaft zwei andere Ereignisse: In Leipzig bestreiten Sachsen und Südwest das Wiederholungs=Endspiel um den Reichsbund=Pokal, nachdem die erste Begegnung in Frankfurt, trotz Verlängerung, mit:2 keinen Sieger hervorbrachte. In Nürnberg geht das fünfte und letzte Trainingsspiel einer deutschen Auswahlmannschaft gegen FC. Everton vor sich. Die für Nürnberg aufgebotene Mannschaft ist stark genug, um auch den dritten Sieg gegen die englischen Berufspieler herauszuholen. Norddeutschland und Nordholland liefern sich in Bremen einen Repräsentativ= kampf. in Kassel stehen sich die Städtemannschaften von Kassel und Danzig gegenüber, während der Gau Württemberg in Erfurt ein Spiel gegen den Gau Mitte austrägt. In Basel geht der Länderkampf Schweiz— Belgien vor sich, der nach dem Siege der Belgier über England an Interesse gewonnen hat. Rumänien und Bulgarien bestreiten ein weiteres Spiel um den Balkan=Pokal. Von den zahlreichen Freundschaftsspielen sind die Begegnungen zwischen SV. Waldhof—. Bayern München, 1. FC. Pforzheim.— Hamburger SV., Hertha BSC.— VfR. Mannheim, Tennis=Borussia Berlin— 1. FC. Nürnberg, Turn Düsseldorf— SSV. Ulm sowie die beiden Gastspiele von Fortuna Düsseldorf in Hildesheim und Hannover zu beachten. Der Handballsport bringt die Fortsetzung der Meisterschaftskämpfe, die am Sonntag mit den Gruppenspielen abgeschlossen werden. Für die Vorschlußrunde haben sich MTSA. Leipzig, Hindenburg Minden und mit fast hundertprozentiger Sicherheit auch Rasensport Mülheim qualifiziert, da der Niederrheinmeister selbst im Falle einer knappen Niederlage gegen Kurhessen Kassel immer noch das bessere Torverhältnis haben würde. Dagegen fällt die Entscheidung in der zweiten Gruppe erst am kommenden Sonntag mit der Begegnung zwischen Oberalster Hamburg und MSV. Magdeburg. Neben dem Spiel Mülheim gegen Kassel interessieren für Westdeutschland noch die beiden Treffen zwischen SpVgg. Fürth— TVg. Obermendig und Hindenburg Minden— WV. Altenstadt in der dritten Gruppe. Im Hockey verzeichnet das Programm zwei Länderspiele, die in Basel Schweiz und Süddeutschland und in Paris Frankreich mit Afghanistan zusammenführen. Die Asiaten, die bekanntlich am olympischen Hockenturnier teilnehmen, befinden sich bereits auf dem Wege nach Europa und treten am Sonntag in Paris erstmalig in Aktion. In der Leichtathletik geht es noch überraschend ruhig zu. Die 10. Westfalenstaffel Hohensyburg— Herdecke hat mit 75 Mannschaften eine ausgezeichnete Besetzung gefunden. In Viersen findet ein Schlageter=Staffellauf statt, und in Süddeutschland geht der traditionelle Lauf Grünwald— München in Szene. Neben den französischen Tennis=Meisterschaften in Paris, an denen auch deutsche Spieler und Spielerinnen beteiligt sind, ist hier nur noch das Turnier in Bad Pyrmont zu erwähnen. Im Radsport finden Bahnrennen in Halle um das„Goldene Rad“ mit Krewer, Schön, Lohmann, Kirmse und Suter statt, ferner in Neuwied Hürth, Herne, Bielefeld und Braunschweig. Im Straßenrennsport sind die Fernfahrten Rund um Solingen, Rund um die Hainleite, die Peter=Schlesinger=Gedächtnisfahrt und die Italien=Rundfahrt zu erwähnen. Das Ausland veranstaltet Bahnrennen in London und Paris. Der Motorsport bringt als wichtigstes Ereignis das Kölner Stadtwaldrennen für Motorräder mit und ohne Seitenwagen sowie für Sportund Rennwagen. Insgesamt liegen 180 Nennungen vor, davon 140 für Motorräder und 40 für die Wagen. Der Große Masarykpreis in Brünn und die Schwedische Tourist Trophy sind zwei weitere wichtige Motorsport=Veranstaltungen. Im Rudersport wird das Programm jetzt immer umfangreicher. Die Kurzstrecken=Kanu=Meisterschaftsregatta der Gaue 10 und 11 wird zwar erst am 7. Juni ausgetragen, aber am Sonntag finden bereits die Gruppen=Kurzstreckenregatten Düsseldorf—Erftkanal und Duisburg—Wedau statt. Weitere Regatten werden in Heidelberg, MülheimRuhr und Calbe durchgeführt. Im Schwimmsport ist nur das Niederrhein= Wasserballturnier in Aachen zu verzeichnen. Einen Mannschaftskampf im Ringen liefern sich in der Köln=Mülheimer Stadthalle die Meister der Gaue 9 und 11, Hohenlimburg und Mülheim 1892. Der Deutsche Reister im Leichtgewicht, H. Nettesheim=Köln, nimmt an einem Turnier des Hinschenfelder KSV. Hamburg teil. Die deutsche Olympia=Kernmannschaft im Gerätturnen tritt am Sonntag in Heidelberg zum ersten öffentlichen Probeturnen an. an dem sämtliche 22 Turner aus den Uebungsmannschaften teilnehmen müssen. Im Pferdesport interessiert vor allem der Preis der Dreijährigen, der am Sonntag in Dresden gelaufen wird. In Frankfurt findet am Sonntag das große Reit=, Spring= und Fahrturnier seinen Abschluß. Um den Küfflieg jur Saunga In den drei westdeutschen Gauen wird der Aufstiegskampf zur Fußball=Gauliga auch an diesem Sonntag fortgesetzt. Die Entscheidung rückt immer näher, doch sind die derzeitigen Spitzenreiter noch nicht so gesichert, als daß man in ihnen neue Gauligisten sehen kann. Im Gau Westfalen steigt noch eine Begegnung der ersten Serie, die den SV Rotthausen mit Borussia Dortmund zusammenführt. Für beide Mannschaften steht viel auf dem Spiel.=nachdem ihnen Preußen Bochum bereits davongelaufen ist und es nicht den Anschein hat, als würden die Preußen den ersten Platz einmal abgeben. Als Platzverein hat natürlich Rotthausen die größere Gewinnchance. Der Gau Niederrhein sieht in beiden Abteilungen je ein Treffen vor. In der Gruppe A erwartet Rhenania Würselen den BfB Hilden, der nach seiner Heimniederlage gegen den SSV Elberfeld bereits viel Boden eingebüßt hat. Würselen konnte in Elberfeld unentschieden spielen und ist daher gegen Hilden als Gastgeber knapp in Front zu erwarten.— In der Gruppe B erwartet der Favorit Duisburg 99 in seinem ersten Aufstiegskampf Odenkirchen 05/07. Die Odenkirchener kommen mit einer guten Empfehlung, schlugen sie doch den dritten Bewerber dieser Abteilung, den BfB Speldorf, mit :0. In Duisburg dürften sie aber kaum mehr als ein Unentschieden erreichen. Der Gau Mittelrhein setzt mit drei Begegnungen die Aufstiegsspiele fort. In der Gruppe 1 hat der FC Wittlich die Führung in Andemach bei der Spielvereinigung zu verteidigen, die zu Hause jedoch nicht unterschätzt werden darf. Der VfL Poll. der mit Wittlich Punktgleichheit erzielt hat, braucht daheim die S. Vg. Eitorf nicht zu fürchten.— In der Gruppe 2 treffen FV Engers und Oberstein zusammen. Beide Mannschaften haben gegen den SV Beuel verloren und kommen damit kaum noch für den ersten Platz und damit für den Aufstieg in Frage. Und was es sonst noch gibt In allen Gauen werden obendrein noch restliche Meisterschaftskämpfe der Bezirksklasse nachgeholt, die aber meist ohne Bedeutung sind. Am Niederrhein gibt es noch einige Freundschaftstreffen. Rot=Weiß Oberhausen stellt sich am Samstag dem Bezirksklassenvertreter BV Altenessen, um dann am Sonntag in einem weiteren Spiel der inoffiziellen Runde der Zweiten zu Hause gegen Borussia Fulda anzutreten. Turn Düsseldof hat am Sonntag in dem 1. SSV Ulm einen spielstarken Vertreter der württembergischen Gauliga zu Gast. Beim Bezirksklassenvertreter Kleve 03 weilt am Sonntag der Mittelrhein=Gaumeister C. f. R. Köln. Aufstiegskämpfe der handballer In Westfalen: Die Aufstiegsspiele der sieben westfälischen Bezirksbesten werden am Sonntag mit drei Treffen fortgesetzt. Jahn Werdohl empfängt Westfalia Somborn. Auf eigenem Platz hat Westfalia Ahlen die besten Aussichten gegen Post=SV Hagen. Im dritten Kampf ist der Platzverein TV Svenge gegen den TV Gadderbaum ebenfalls Favorit. Am Niederrhein: Das zweite Treffen der Endrunde zum Aufstieg in die Handball=Gauliga ist ohne größere Bedeutung, denn der TV Burtscheid wird in der kommenden Saison im Gau Mittelrhein spielen, so daß es ganz gleich ist, wie dieses Spiel ausgeht. Stopvenberg wird sich aber auf alle Fälle anstrengen, um die Punkte zu erringen. Man muß den Ausgang des Treffens offenlassen. Regatta auf dem Erft-Kanal Am Sonntag findet auf dem Erftkanal eine Gruppen=Kurzstrecken=Kanuregatta der Kreise Düsseldorf, Erft. Schwalm. Aachen. Rhein. Wupper, Wupvertal und Krefeld statt, zu der nicht weniger als 104 Boote mit 172 Fahrern gemeldet wurden. Bei der erfteulich großen Zahl der Teilnehmer in den Anfänger= und Jugend=Konkurrenzen werden in verschiedenen Rennen mehrere Läufe zum Austrag kommen. Im Einerkajak für Frauen treffen Frl. Ilbertz vom K. D. und Frl. Auböck(Frohe Fahrt) erneut zusammen; außerdem kommen noch die beiden..=.=Fahrerinnen Kleine und Herschbach und Frl. Switaler vom VSWS Düsseldorf für den Sieg in Frage. Im Zweierkajak für Senioren starken Greißinger=Holthaus gegen zwei Mannschaften der.= .=., im Einerkajak trifft Greißinger auf drei Vertreter der.=.=G. Auf den Zweikampf Weske — Greißinger darf man besonders gespannt sein. Harte Kämpfe sind auch bei den zahlreichen Junioren=Wettbewerben zu erwarten. Der erringt den Keichsband Ponal. Wiederholungs-Endspiel Sachsen gegen Südwest in Leipzig Acht Tage nach dem entscheidenden Gruppenspiel Chemnitz— Schalke in Dresden steht Mitteldeutschland erneut im Zeichen eines großen Fußballkampfes, des Wiederholungs=Endspiels um den jetzigen Reichsbund=Pokal zwischen den Gaumannschaften von Sachsen und Südwest in Leipzig. Am 1. März konnten diese beiden Gaue in der ersten Entscheidung in Frankfurt keinen Sieger ermitteln, da sie sich trotz Verlängerung. nach 120 Minuten Spieldauer,:2 trennten. Die Südwest=Mannschaft weist gegenüber dem Treffen in Frankfurt erhebliche Aenderungen auf, während die Sachsen fast in der gleichen Besetzung antreten. In der Hauptsache setzt sich die Elf der Sachsen wieder aus Spielern der Vereine Dresdener Sportklub und Polizei Chemnitz zusammen, von denen die Polizisten infolge des schweren Kampfes gegen Schalke vielleicht nicht ihr Bestes zu geben in der Lage sein werden. Aber auf der anderen Seite fällt für den Gau Südwest nachteilig ins Gewicht, daß mit Gramlich, Eckert und Fath drei Spieler für den Pokalkampf aufgestellt worden sind, die am Himmelfahrtstage noch in der deutschen Auswahlmannschaft in Frankfurt gegen Everton mitgewirkt haben und unter dieser Anstrengung ebenfalls ihrem Gau nicht mit ganzer Kraft zur Verfügung stehen könnten. Auf der Suche nach einem Vergleich in der Spielstärke wird man einen allzu großen Unterschied kaum finden. Die Süddeutschen sind technisch besser und vielleicht auch in der Läuferreihe stärker, aber in der Abwehr und vor allem im Angriff wird man doch den Sachsen Vorteile einräumen müssen, die den Kampf sogar zugunsten der Mitteldeutschen entscheiden könnten. In Leipzig glauben wir an einen knappen Sieg der Sachsen. Ainden und Naitseint vor neuen Schlußkämpfe der Gruppenspiele um die Giegen Nach den Fußballern führen am Sonntag auch die Handballer ihre Spiele um die Gruppenmeisterschaft zu Ende. Der Westen hat bisher überaus erfolgreich abgeschnitten; er stellt in Hindenburg Minden den überlegenen Sieger der dritten Gruppe und hat mit Rasensport Mülheim als den voraussichtlichen Meister der Gruppe 4 noch einen zweiten Vertreter in der Vorschlußrunde stehen. die als Sieger der ersten Gruppe auch der MTSA. Leipzig erreicht hat. Zu ermitteln ist nun nur noch der vierte Teilnehmer, der entweder MSV. Magdeburg oder TV. Oberalster Hamburg sein wird. Der Spielplan für die letzten Gruppenspiele am 24. Mai lautet: Gruppe 1: Berlin: Berliner SV. 92— MTSA. Leipzig Bischofsburg: Hindenburg Bischofsburg— Post Oppeln Gruppe 2: Hamburg: TV. Oberalster Hamburg— MSV. Magdeburg Stettin: KXV. Stettin— Post Hannover Gruppe 3: Bamberg: Sp. Vgg. Fürth— WVg. Obermendig Minden: Hindenburg Minden— WV. Altenstadt Gruppe 4: Mannheim: TV. Waldhof— MsV. Darmstadt Mülheim=Ruhr: Rasensport Mülheim— Kurhessen Kassel. Ohne Verlustspiel und Verlustpunkt ist in der ersten Gruppe der MTSA. Leipzig bisher durch die Gruppenmeisterschaft gegangen. Die Mitteldeutschen sollten auch das letzte Treffen in Berlin zu ihren Gunsten entscheiden Auch Hindenburg Bischofsburg wird zu Hause eine Niederlage gegen Post Oppeln schwerlich vermeiden können. In der zweiten Gruppe hat sich plötzlich ein ganz anderes Bild ergeben, da Post Hannover wegen des Mitwirkens eines nicht spielberechtigten Torwarts ihrer Punkte verlustig gegangen ist, die dem TV. Oberalster Hamburg und dem bisherigen Tabellenletzten, KXV. Stettin, gutgeschrieben werden. Dadurch haben die Hamburger noch die Möglichkeit, den Spitzenreiter, MSV. Magdeburg, zu erreichen. Auf die Favoritenauseinandersetzung am Sonntag in Hamburg darf man also wirklich gespannt sein. Die Magdeburger benötigen aus diesem Treffen nur einen Punkt, um in die Vorschlußrunde einzuziehen, während die Hamburger schon gewinnen müssen, um die Gruppenmeisterschaft davonzutragen. Im ersten Spiel blieben die Hamburger in Magdeburg nur ganz knapp geschlagen. Der Radsport am Wochenende Die Radsportler sind auch diesmal wieder sehr aktiv. obwohl bereits am Himmelfahrtstage ein großes Programm zur Durchführung gelangte. In Braunschweig starten die Dauerfahrer Hille (Leipzig). Schindler(Chemnitz). Wißbröcker(Hannover). Stach(Berlin) und Negd(Dresden). Im Mittelpunkt der Radrennen in Halle steht das „Goldene Rad“, an dem die Steher Krewer(Köln), Lohmann(Bochum), Suter(Schweis), Schön (Wiesbaden) und Kirmse(Halle) teilnehmen. Ferner stellt sich die Nationalmannschaft erneut vor, nachdem sie bereits zu Ostern in Halle gastierte. Breslau bringt ein Zweistunden=Mannschaftsfahren, das u. a. von den Holländern Gebrüder Vroomen. dem Dänen Danholt. Pützfeld(Dortmund). Walter(Leipzig), Funda, Stock. Wesenberg. Marklewitz(alle Berlin), sowie den Breslauern Rieger, Preuß. Resiger, Frach. Kießlich und Knöfel bestritten wird.— Weitere Bahnrennen finden in Bielefeld. Hernc. Neuwied. Köln=Hürth. Marl und Saarbrücken statt.— Von den ausländischen Bahnen veranstaltet London auf der bekannten Bahn in Herne=Hill bereits am Samstag, wo auch der deutsche Fliegerweltmeister Toni Merkens(Köln) am Start sein wird. In Paris wird ebenfalls ein? gutes Programm durchgeführt. Im Straßenrennsvort sind die Fernfahrten Rund um die Hainleite. Rund um Solingen, Rund um Jossen, Rund um die Landeskrone in Görlitz. die Italien=Rundfahrt und die Fernfahrt Paris—Rennes zu erwähnen. Eine Umkehrung des ersten Ergebnisses wäre aber diesmal sehr leicht möglich. Die zweite Begegnung zwischen Stettin und Post Oppeln ist unbedeutend. Hindenburg Minden beherrscht in der dritten Gruppe klar die Situation. Die Westfalen, die in fünf Spielen keinen Punkt abgegeben haben, den auch das letzte Treffen, gegen TV. Altenstadt, sicher gewinnen. Die Sp. Vgg. Fürth, die in Bamberg über die TVg. Obermendig in Front zu erwarten ist, würde damit den zweiten Platz hinter Minden einnehmen. In der vierten Gruppe ist Rasensport Mülheim praktisch bereits Meister. Theoretisch nur besteht noch eine geringe Möglichkeit, den Nieder= rhein=Vertreter von der Spitze zu verdrängen. und zwar dann, wenn Mülheim den Kampf am Sonntag. gegen Kurhessen Kassel hoch verlieren und MSV. Darmstadt das Treffen gegen SV. Waldhof hoch gewinnen würde. Diese Rechnung wird aber wohl nicht aufgehen, so daß man Rasensport Mülheim bereits heute als Gruppenmeister bestätigen kann, zumal die Westdeutschen sich auch den Nordhessen überlegen zeigen und einen sicheren Sieg herausholen sollten. Die Darmstädter haben ihren zweiten Platz ebenfalls sicher. Besis Jeaische Juhstermasse imn Kumsp 180 starten im Kölner Stadtwald Das dritte nationale Kölner Stadtwaldrennen erhält durch den Wettbewerb von Sportwagen mit und ohne Kompressor eine erhöhte Bedeutung. Ursprünglich waren auch Wettbewerbe kleinerer Rennwagen vorgesehen, von denen man aber dann wieder Abstand nahm. Auf der nur.6 Kilometer langen idealen Rundstrecke, der kürzesten Rennstrecke Deutschlands, wird es am Sonntag vom frühen Morgen bis zum späten Nachmittag Motorkämpfe am laufenden Band geben. Der Renntag beginnt mit einem Sonderlauf der Ausweisfahrer über 25 Runden(65 Kilometer). 53 Fahrer wurden für die Kämpfe der Solomaschinen bis 250, bis 350 und bis 500 ccm zugelassen. Für die Motorrad=Lizenzfahrer sind drei Rennen für Solomaschinen und zwei für Seitenwagenmaschinen vorgesehen. Die Solo=Klassen gehen über 40 Runden, die Seitenwagen=Klassen über 30 Runden. Bei den„Kleinen“(250 ccm) starten so belannte Fahrer wie Geiß und Winkler(DKW). Kohfink(Imperia). Schön(Bücker=Jan), Karbstein, In der Elst. Häusler. Voigt. Straßburger usw. In der Klasse der 350er Maschinen gehen u. a. Meister wie Oskar Steinbach. Heiner Fleischmann(NSU), Schneider. Schön, Thorn=Prikker, Richnow, Becüwe, Kohfink ins Rennen. Hans Soenius wird dagegen auf RSl nur in der Halbliterklasse starten, wo er zusammen mit seinen Stallgefährten Rüttchen und Fleischmann auf die DKW=Fahrer Mansfeld und Steinbach treffen wird. Weiter liegen noch Bock. Mazaneck. Kohlus. Seidel, Buß. Burge usw. im Rennen. In diesem Rennen dürfte wohl ein neuer Stadtwald=Rekord herausgefahren werden. Nicht weniger gut besetzt sind die Rennen der Seitenwagen. In der Klasse bis 600 ccm gehen Toni Babl(DKW). Meister Braun(Horer). Schumann(RSl). Kahrmann(DKW), Schneider(Velocette) und Hans Stärkle(RSl) ins Rennen. In der schweren Klasse sind neben Stärkle(NSil), Braun(Horex), Schumann(RSU). Weyres(Harlen=Davidson) u. a. zu nennen. Die Rennen der Sportwagen bilden den Abschluß des großen Renntages. Die Rennen sind in Wettbewerbe für Sportwagen mit und ohne Kompressor(bis 1100„mit und ohne“, darüber„ohne") unterteilt. In der kleinen, kompressorlosen Klasse starten 14 Fahrer auf Adler, Fiat. DKW. Austin und MG. Mit Kompressor starten auf MG. BMW und Austin so bekannte Fahrer wie Bobby Kohlrausch, Verheyen. Dentz. Vorster. Macher(DKW). Röse(BMW), Delfosse(Röhr) und weitere Fahrer auf BMW. das in dieser Klasse überwiegt, bestreiten das Rennen der Sportwagen ohne Kompressor bis 1500 ccm, während sich in der Klasse der Sportwagen ohne Kompressor bis 2100 ccm acht Fahrer auf BMW und Wanderer eingetragen haben. Es wird also in Köln nicht nur ein großer, sondern auch sportlich wertvoller Renntag aufgezogen. der bei der guten Lage der Rennstrecke im Weichbild der Domstadt einen riesigen Publikumserfolg haben sollte. Tectheno weoTTT Roman von Sophie Dehle „Wie lange weilen Sie schon in Hongkong?“ „Drei Wochen; aber mein Dampfer fährt morgen zurück nach Genua und dann weiter in die würde gern mit zurückfahren, Mister Haword, aber meinem Töchterlein gefällt es hier noch sehr gut; all dieses Fremde will sie gesehen „Ah. Miß Mary weilt auch in Hongkong?“ „Ja, es ist sehr anstrengend, wenn man mit solch jungem Gemüse eine Ueberseereise macht. Ich werde mir einen Sekretär engagieren, wissen Sie, einen Gesellschaftssekretär, denn die kleine Mary tanzt gerne und ich habe noch andere Verpflichtungen zu erfüllen.“ „Schade, daß ich morgen wieder abreise, sonst würde ich als Gesellschafter dienen; würde es der kleinen Mary wohl angenehm sein?“ „Aber natürlich, Mister Haword.“ „Na, so überzeugt bin ich noch nicht, denn wir beiden haben uns immer gern gezankt; aber bis morgen wird sie mich wohl in ihrer Nähe dulden.“ „Wir wohnen im„Hongkong“, Mister Haword. Ich würde mich freuen, wenn Sie in einer Stunde das Diner mit uns einnehmen würden.“ „Gern, Mister Wardfield, ich werde pünktlich zur Stelle sein; aber sagen Sie nichts zu Miß Mary. Ich möchte gern ihr überraschtes Gesicht sehen.“ „Ich werde schweigen.“ Die Herren trennten sich. Mister Haword betrat das King=Edward=Hotel, in dem er wohnte und das Mister Wardfiel eben verlassen hatte, nach einer geschäftlichen Unterredung. Dieses Hotel lag auf der Queens Road, der Hauptstraße von der britischen Kronkolonie Hongkong, die sich von Ost nach West durch die Stadt zieht. Gewaltig sind die Kolossal=Bauten mit ihren großartigen Geschäften, in deren Auslage=Fenstern und Spiegeln die letzten Strahlen der untergehenden Sonne blitzen, dazwischen Kinos, Restaurants, Banken und Schiffahrtsbüros, die ebenso in Paris, Newyork oder Berlin stehen könnten. Fremd wirkt das Geplärr der chinesischen Straßenhändler. „Allerdings, Mister Haword.“ „Das ist ja wundervoll.“ Ja, es ist wundervoll, dachte Mary, diese weite Reise und immer in seiner Nähe. „Da hätten Sie also, im wahrsten Sinne des Wortes, eine Reise um die Erde gemacht“, hörte sie ihren Vater sagen. „Jawohl, Mister Wardfield, dieses war auch meine Absicht.“ Während Mister Wardfield die Bestellung des Diners übernahm, plauderten die beiden jungen Menschen weiter. Mi „Waren Sie schon in Makao, Miß Mary?“ „Nein, aber Daddy hat mir versprochen, morgen mit mir dorthin zu fahren. Ist es schön „Das chinesische Monte Carlo, Miß Mary.“ die haben auch gespielt?“ „Wie ein weißglühender Backofen ist die Straße", dachte Mister Wardfield, als er seinen „Nein.“ „Aber ich möchte dort spielen", erwiderte sie dann eifrig. „Mir hatte der Konsul seine Dacht zur Verfügung gestellt.“ „Da waren Sie sicher sehr schnell an Ort (und Sele? 5 „Ja, würden Sie mir erlauben, daß ich Sie morgen begleite? Ich würde dann versuchen—“ „Oh, Sie wollen den Konsul bitten, daß wir auch mit der Yacht fahren dürfen", fiel ihm Mary ins Wort. Ihre Augen leuchteten vor Freude. „Ja, Miß Mary,“ „Oh, wundervoll“, jubelte sie,„hast du gehört, Papa?“ „Ja, mein Kind, aber ich möchte in Hongkong bleiben, ich habe noch so viel zu erledigen. Es ist Ihnen doch recht, Mister Haword, wenn ich Ihnen meine Tochter anvertraue?“ „Welche Frage, Mister Wardfield, ich danke für dieses Vertrauen.“ Dann saß man beim Sekt. Tanzweisen ziehen durch den Saal. Jetzt ein rauschender Rumba. „Wollen wir tanzen, Miß Mary?“ Sie nickt ihm nur lächelnd zu und erhebt sich. Sie fühlt den leichten Druck seines Armes und schließt die Augen wie im Rausch, als er sie leicht und sicher über die Tanzfläche führt. wunderbaren Roadster bestieg und dem Führer zurief:„Zum Hotel zurück.“ Er atmete auf, als er die kühle Halle des Hotels betrat. Ein Boy rannte ihm entgegen und überreichte ihm ein Telegramm, das gerade angekommen war. Wenige Minuten später klopfte er bei seiner Tochter an und trat auf deren Ruf ins Zimmer. „Ah, Papa, du bist schon zurück?“ „Wie du siehst, mein Kind, doch ich habe eine Nachricht bekommen, die mich in die Heimat rück treibt. Es ist zwar nichts Wichtiges, aber ich fühle...“ „... daß es besser ist, wenn du dabei bist!" „Nun— ja.“ „Und wann möchtest du reisen, Papa?“ „Morgen abend mit dem„New Orleans“, ein wunderbarer Dampfer.“ Mary Wardflied lächelte ein wenig über die Lobpreisung des Schiffes, das sie für die Reise begeistern sollte. „Gut, Papa, aber morgen mußt du mit mir dann noch nach Makao fahren.“ Das wird Mister Haword besorgen, dachte er und nickte nur, doch Mary flog ihm vor Freude um den Hals. Sie ist doch noch ein großes Kind, ging es ihm durch den Sinn, und er küßte die Tochter herzlich. Mary Wardfield war eine typische Schönheit, zierlich und graziös in Gestalt und Bewegungen. Das Haar hatte die Schwärze von Ebenholz, dabei einen bläulichen Glanz, wenn Lichtreflexe darauf fielen. Sie hatte große, leuchtende Augen. Ihre ganze Person strahlte Jugend, Gesundheit und Kraft aus. Sie stand jett wieder allein im Zimmer, schellte ihrer Zose und ließ sich fürs Diner umkleiden. Sein Blick ruht zuerst auf dem lieblichen Gesicht seiner Tänzerin, gleitet dann weiter durch den Speisesaal, bleibt an dem spöttisch=lächelnden Gesicht eines Spaniers, es konnte auch ein Südamerikaner sein, hängen. Weshalb verfolgte dieses Casanovagesicht sie so geringschätzig mit den Augen. Jetzt hebt er lässig die Hand und drückt sein Monokel ins Auge. Direkt beleidigend wirkt diese Bewegung. „Es würde mir eine Wonne sein, diesem Männchen die Visage einzuboxen“, denkt Jim Haword und wendet den Blick fort. „Kennen Sie den Mister dort drüben, Miß Mary, mit dem öligen schwarzen Scheitel, der uns so gütig belächelt?“ Am dritten Tisch dort?“ „Ja?“ Er Mister Haword war wirklich erstaunt, wie sein Anblick auf Mary wirkte. Ihr Köpfchen war in rote Glut getaucht und ihre Augen strahlten ihn an, aber nur einen Moment, dann trug sie wieder eine gleichgültige Miene zur Schau, doch dem Manne hatte es genügt. „Mister Haword, welcher Wind hat Sie denn hierher geweht?“, lächelte Mary ein wenig spöttisch, um ihre Freude nicht zu verraten. Dann ärgerte sie sich ein wenig, als er ebenso antwortete: „Miß Mary, der östliche Wind.“ „Ah, wie interessant, durch den großen Ozean b. pen Tan Franeisco nach Bora „Ganz recht, von San Franciscu nach Yokohama, Schanghai bis hierher, und morgen reise ich mit dem„New Orleans“ über Europa nach der Heimat zurück.“ „Sie fahren— auch— mit dem„New Orleans“ geigen daß Sie hlufalb. „Ja, soll das etwa heißen, oaß Sie dieselbe Absicht haben?“ „Ja, nicht wahr, Papa?“ „Ja, es ist der Marchese de San Borio. wohnt hier im Hotel.“ „Wie interessant.“ „Er tanzt blendend.“ „Nicht möglich“, spottete er lächelnd. „Weshalb sollte das nicht möglich sein?“ frug sie ärgerlich. „Ich glaube ja, daß dieser Held gut tanzen kann, um mehr werden sich seine Gedanken auch nicht drehen. Vielleicht noch ein wenig Flirt und Mode dazu, dann sind die Kenntnisse zu Ende.“ „Eifersüchtig?“ „Miß Mary, es lohnt sich nicht.“ Mit dieser Antwort mußte Mary nichts anzufangen. Was lohnte sich nicht?— Um ihre Liebe zu werben, oder war ihm der Marchese so minderwertig? Sie gingen zu ihrem Tisch zurück. Mister Wardfield merkte sofort, daß die beiden jungen Menschen verstimmt waren, wenn sie sich auch Mühe gaben, es zu verbergen. Als der Marchese sich beim nächsten Tanz vor Mary verneigte, erriet Wardfield den Grund dieser Verstimmung. Ihm war dieser Südländer auch nicht sympathisch. „Blöder Affe“, zischte Haword halblaut zwischen den Zähnen hervor, und Mister Wardfield bestätigte es nickend. 4142 25 „Miß Wardfield, ich bin untröstlich“, näselte in diesem Augenblick Marchese de San Borio. „Aber warum denn nur, Marchese?" spöttelte Mary. „Sie hatten mir doch eine Fahrt nach Sandy Beach versprochen.“ „So, habe ich das? Ich kann mich nicht erinnern.“ Darauf schildert er ihr eindringlich wie wunderbar solche warme Tropennacht ist, wenn man im bequemen Wagen auf der breiten Autostraße, am Meeresufer entlang fährt, zu dem herrlichen Hongkonger Ausflugsort. Während er erzählt, denkt sich Mary diese himmlische Fahrt mit einem anderen Mann, der sie vor kurzer Zeit, beim Tanz im Arm gehalten. Ob er fahren wird, wenn sie ihn bittet? „Warum gerade heute, Marchese“, sagt sie dann,„sagen wir morgen, auf einen Tag kommt es ja nicht an.“#p. Wechuun „Tausend Dank, Miß Wardfield.“ Dann fällt ihr ein, daß sie ja morgen schon abreist, aber ehe sie ihm das noch sagen kann, ist der Tanz zu Ende und er führt sie an den Tisch Surück.." Gari. hat mich e „Marchese de San Vorio hat mich eben zu einer Nachtfahrt nach Sandy Beach eingeladen“, sagte Mary lächelnd, als sie wieder Platz genommen hatte und blickte erwartungsvoll in Hawords Gesicht, doch dieser verzog keine Miene, zündete sich gleichgültig eine Zigarette an, und doch wußte sie, daß etwas Entscheidendes in seiner Haltung lag, daß er gespannt darauf war, ob sie zu= oder abgesagt hatte.„.. guig Warhtig „Nun— und?“ fragte Mister Wardfield. „Um allen Bitten aus dem Wege zu gehen, habe ich die Fahrt auf morgen verschoben, lächelte Mary., „Auf morgen:— Ja— aber—“ „Ja, ich weiß, Papa, eben darum, aber du wirst sicher heute mit mir fahren, bitte.“ „Aber Kind, das kannst du nicht von mir verlangen—.— I8 an.—. „Dann werde ich eben———“ „Mister Haword bitten“, vollendete dieser den Satz und senkte seine Augen tief in die ihren. „Na, endlich“, flüsterte Mary übermütig und erhob sich sofort, denn die strahlenden Augen Hawords verrieten mehr, als sie geahnt hatte. Als sie mit lachenden Gesichtern in der Halle von Mister Wardfield Abschied nehmen und sich durch die Drehtür entfernen, ahnen sie nicht, daß zwei dunkle Augen, hinter einer Palme verborgen, ihnen gefolgt sind. Sie sehen auch nicht, als der graue Roadster mit ihnen davon jagt, das ein zweiter Wagen ihnen folgt. Marys Augen hängen an Jims energischem Gesicht, der keinen Blick wendet, denn er muß vorsichtig fahren, durch die wogende Masse drängender Menschen, die vom bunten Licht der Leuchtreklamen überflutet, sich oft durch einen Sprung vor dem Kühler retten. Immer weiter entfernt sich der Wagen der Stadt. Seine Scheinwerfer gleiten und irren jetzt über alte Holzfassaden chinesischer Massenquartiere und an billigen Vergnügungsspelunken vorüber, bis sich zur Rechten die schwarze Unendlichkeit der See ausdehnt, von wo aus ihnen die salzige, herbe Seeluft entgegenschlägt und die die glühenden Gesichter kühlt, aber nicht das Blut, das Tanz und Sekt erhitzt Mary lehnt berauscht von der warmen Tropennacht, Vollmond, Sterne und Meeresküste, den Kopf an Jims Schulter. „Mary!“ „Was denn, Jim?“ „Ich habe dich lieb.“ „Ich glaube es nicht.“ „Aber warum denn nicht?“ „Weil du immer noch weiter fährst und es ist doch hier schon so einsam, Jim.“ „Du, glaubst du jetzt?“ fragte er zwischen seinen Küssen, als er den Wagen zum Halten gebracht hatte. Sie antwortete nicht, fuhr nur erschrocken zusammen als ein zweiter Wagen, neben dem Roadster Halt macht. Der Vollmond beienchte: das höhnisch=lächelnde Gesicht des Marchese de San Borio. „Ah, Miß Wardfield— haben sich einen anderen Partner für die Nachtfahrt gewählt.“ Ein Schüttelfrost geriet über Marys Rücken, bei diesen höhnischen Worten. Haword, der es fühlt, nimmt sie noch fester in seine Arme. „Was Sie weiter nicht zu interessieren braucht“, antwortet er dann ebenso höhnisch. „Aber Sie haben Ihr Ziel noch Zehn Minuten dauert die Fahrt noch bis Sandy „Sehen Sie nur zu, daß Sie bald dorthin gelangen“, sagte Haword drohend“, man wird sich freuen, Sie dort zu sehen.“ „Danke— für die gute Belehrung und auf ein baldiges Wiedersehen.“ g, Merchf.. Mit betonter Nachlässigkeit winkt Marchese de San Borio den beiden noch einmal zu, dann rast der Wagen weiter. „Auf dieses Wiedersehen verzichten wir gern“ lacht ihm Haword noch nach und wendet den Wogen, 146 hahe.Iche Gingst„Zim, ich habe solche Angst." „Dummerchen— morgen reisen wir ja ab— und sehen ihn sicher nie wieder— diesen Affen.“ Aber darin irrte sich Mister Haword sehr. nicht weiter ausdenken. Es war von ungeheurem Reiz, dieses zu erproben. Als Rose=Claire gegen Mittag in die Halle hinabstieg, sah sie zuerst den Mann, den sie am wenigsten erwartet hatte. Er erhob sich zu ihrem größten Erstaunen sofort und eilte ihr entgegen. Als sie ihm nicht die Hand reichte, verbeugte er sch nur tie,.. S: recht znt gaucht bah„Ich hoffe, daß Sie recht gut geruht haben nach dieser ereignisreichen Nacht“, lächelte er liebenswürdig“, und die Perlen sind wohl auch wieder in ihre Hände gelegt worden, Baronesse?“ „Ja“, stammelte sie verwirrt, und blickte forschend in sein schönes Gesicht. War es wirklich derselbe Mann, der mit wütendem Gesicht aus dem Wagen gesprungen war, als sie ihm die beleidigenden Worte gesagt? Es war furchtbar— immer wieder die aufsteigenden Zweifel— und er tat nichts daran, sie zu zerstören. War es nicht besser, einfach wieder abzureisen?— Ein Seufzer stahl sich über ihre Lippen. Wie kam es nur, daß ihre Willenskraft so nachgelassen hatte? „Darf ich an Ihrem Tisch das Diner einnehmen, gnädigste Baronesse?“ „Bitte— aber ich möchte noch vorher einen Spaziergang machen." „Meine Begleitung werden Sie nicht ablehnen, Baronesse.“ „Sie antwortete nicht, ging aber dem Ausgang zu. Graf Hohenberg blieb an ihrer Seite. dem duftigen, weißen Kleid sah Rose=Claire aus wie ein Märchen. Er fühlte, wie ihm das Blut schneller durch die Adern jagte.„ „Herrgott“, seufzte es in seinem Innern,„laß F echtraum in Erfüllung geben“ diesen Wunschtraum in Erfüllung gehen." Dabei plaudern seine Lippen leicht und weltgewandt und lullen Rose=Claires Zweifel ein. Die Strandpromenade war nicht mehr so belebt, denn die Sonne schien sehr warm, aber Rose-Claire liebte diese warme Sonne und es kleidete sie wunderbar, wenn ihre Haut gebräunt Nach dem Diner lag Rose=Claire grübelnd auf ihrem Ruhebett. Woher wußte der Graf, daß sie ihre Kette wiederbekommen hatte? Der Geschäftsführer hatte sie doch selbst gebeten, nichts von diesem Vorfall zu erzählen. „Morgen reise ich ab, ganz gleich wohin“, sagt sie dann laut vor sich hin,„einfach lächerlich, daß ich noch nicht fort bin— daß ich überhaupt gezögert habe.“„ Sie gab sofort Anweisungen und bat per Telephon um die Rechnung. Dann legte sie sich wieder zur Ruhe. Graf Hohenberg wartete am nächsten Morgen, nach jener ereignisreichen Nacht, vergebens beim Frühstück auf die Baronesse Werentahl. War sie vielleicht durch die vielen Erregungen erkrankt? Seine Gedanken umkreisten unaufhörlich das herrliche Mädchen. Seine Wut und Qual hatte ein wenig nachgelassen. Von seinem Vorhaben, sofort abzureisen, um sie nicht wiedersehen zu müssen, war er auch abgegangen. Weshalb? Weil er sie liebte. Ein Gedanke hatte sich in seinem Hirn festgesetzt und ließ sich nicht mehr bannen. Mochte sie glauben, er sei ein Hochstapler, wenn er dann noch ihre Liebe erringen würde— ach— nur Luxuselefant Am Abend fuhr Graf Hohenberg wieder nach Monte=Carlo. Er wollte sich den Verbrecher noch einmal ansehen. Dieser würde sicher wieder in den Spielsälen zu finden sein. War es nicht gut, einen Detektiv an seine Fersen zu heften? Langsam ging Hans=Joachim durch die Säle, die wie immer ein Bild von unterstrichener, mondäner Eleganz zeigten. Irgendwoher— durch geöffnete Türen— drangen einige Laute einer Jazzkapelle. Grau ist die Luft von Dunst und Rauchschwaden, und die Spieler sitzen mit verzerrten Gesichtern, stieren auf die springende Kugel, die ihnen das Glück bringen soll. Ein spöttisches Lächeln gleitet bei diesem Anblick über das Gesicht des Grafen. Seine Augen suchen— finden aber die oder den nicht, worum er hierher gekommen ist. Aber es ist ja noch früh, und dann fällt ihm ein, daß die Tänzerin Lo Miland in Nizza ein Gastspiel gibt. Also warten. Eine Stunde verrinnt. Beim Sekt sitzt Graf Hohenberg in einer Palmennische in der Bar und langweilt sich schrecklich. Auf dem Podium spielt heute eine Zigeuner=Kapelle. Hans=Joachim studiert den Primas, der mit Hingabe seines ganzen schmiegsamen Körpers die Geige spielt. Verhaltene Glut glänzt in seinen schwarzen Augen und seine rotgeschminkten Lippen lächeln jetzt wissend und schamlos auf eine Frau herab, die gerade die Bar betritt. Lo Milani. In leiser, wiegender Haltung geht Lo Milani durch die Bar, gefolgt von Alex Barindow. Wie eine gefährliche Lohe umgibt sie die knisternde, rote Seide ihrer Toilette. Ein großer Strauß der herrlichsten Blüten ruht in ihrem linken Arm. Graf Hohenberg hält den Atem an, als das Paar ganz in seiner Nähe an einem Tisch nimmt. „Du hast wieder wunderbar getanzt, Lo“, sagt jetzt Barindow..., Tpgt in „Wirklich?". Es negt etwas Spon in ihrer Frage. „Ja— man hat dich sehr bewundert.“ „Und dafür wirst du mir jetzt die Kette geben.“ „Ich habe sie nicht mehr, Lo— glaub mir doch ich hab sie verloren, als——“ Weiter kam er nicht mit seinen Worten, denn Lo Milani war in ein grelles, höhnisches Lachen ausgebrochen, daß sich Graf Hohenberg unwillkürlich die Ohren zuhielt. „Und das soll ich dir glauben?“ „Weshalb sollte ich dir etwas vorlügen?" „Damit du sie zu Geld machen kannst.“ „Mach dich nicht lächerlich, Lo— es ist so wie ich dir sagte, und ich kann von Glück sprechen— na, du weißt ja.“ (Fortsetzung folgt.) Wenn der neue Linlithgow, di durchschritten haber reits die phantasti ein kleines Zeugnis europäischen Begri freundschaft aufhör Anschauungen erse haben ihm bereit: keineswegs leicht is als Stellvertreter von England zus füllen will, mußn leman auch eins nicht zuletzt ein se gesellschaftlichen V sind sehr umfangr nicht immer aus Lord Willingdon, Vizekönig Lord L fühlte sich den Ar Dienst an ihn stel bat um seine Rück Täglich i Der erste Vern gleichzeitig der 9 schen Weltmacht h Ein direktes Kab halten wird, setzt zeit mit dem Mi schnelle Entschlüss angefüllt mit E und Untertanen, und immer for problemen. Un seinem Palast in in Eimla besitzt, hier Erholung zu fordert seine gan Bemerkenswer Vizekönig zu gel sieht er monatli sonen bei sich, de Gäste. Unter ihne medaner und Br die Vorschriften Speisegesetze. Es Zubereitung des geachtet wird. D fügt darum aud Speisegesetze der nen genau kenn Son Der Vizekönig gestellter indisch erworben, ihn s. gleiten und bei zu halten. 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Wer b,pogentelensgen. füllen will, muß neben einem vollendeien Een leman auch ein sehr gewiegter Diplomat und nicht zuletzt ein sehr reicher Mann sein. Die gesellschaftlichen Verpflichtungen des Vizekönige sind sehr umfangreich, und seine Zivilliste reicht nicht immer aus um die Ausgaben zu veien. Lord Willingdon, der jetzt vorzeitig dem neuen Vizekönig Lord Linlithgow Platz gemacht hat, fühlte sich den Anforderungen, die der schwere Dienst an ihn stellte, nicht mehr gewachsen und bat um seine Rückberufung nach England. Täglich über hundert Tafelgäste Das Wenwanderdach der Icwaden Die Arbeit der„Forschungsstelle Schwaben im Auslande“ **7. im den Auewenderungen nach####cen. Der erste Verwaltungsbeamte Indiens und gleichzeitig der Repräsentant der englisch=indischen Weltmacht hat einen sehr schweren Ein direktes Kabel, das nur für ihn offen gehalten wird, setzt ihn in den Stand, sich jederzeit mit dem Mutterlande zu verbinden und schnelle Entschlüsse herbeizuführeng angefüllt mit Empfängen von Furstlichkeiten und Untertanen, mit Parlamentsberatungen und immer fortschreitenden Modernisierungsproblemen. Und obwohl der Vizekönig neben seinem Palast in Oelhi noch einen Somzmerpalast in Eimla besitzt, so kommt er kaum vazu, sich hier Erholung zu gönnen. Der indische Dienst erfordert seine ganze Zeit. Bemerkenswert sind die Gastmähler, vie der Vizekönig zu geben hat. Nach einer Statistik sieht er monatlich dreitausendfünfhundert Personen bei sich, das sind täglich mehr als hundert Gäste. Unter ihnen befinden sich medaner und Brahmanen, und alle halten streng die Vorschriften ihrer Religion und religiöser Speisegesetze. Es ist also erforderlich, daß bei der Zubereitung des Mahles auf diese Vorschriften geachtet wird. Die Küche des Delhipalastes verfügt darum auch über dreißig Köche, die die Speisegesetze der einzelnen Kasten und Religionen genau kennen. Sonderbares Reisegefolge Der Vizekönig ist nie allein. Mitglieder hochgestellter indischer Familien haben sich das Recht erworben, ihn sogar in sein Schlafzimmer zu begleiten und bei ihm während der Nacht Wache zu halten. Diese Zeremonie ist wohl die einzige, die auch einem echten Monarchen zukommen 8ch6. Jährlich einmal muß der Vizekönig eine Reise durch die Provinzen machen und nimmt zu diesem Zweck ein Gefolge von fünfhundert Personen mit. Aus reprasentativen Gründen muß dieser Zug prächtiger sein, als die Hausmacht der Maharadschas. Der Zug führt in Lastautos Luxuselefanten mit, die golddurghesteisgn###. bracken tragen und mit kostbaren Eoennen geschmückt sind. Ist die Zielstation erreicht, dann formiert sich ein Zug zum Bestimmungsort, gewöhnlich dem Palaste eines eingeborenen Fursten. Der Vizekönig besteigt einen der schönsten Elefanten und befindet sich dann unter einem Baldachin aus roter Seide, golddurchwirkt und mit Edelsteinen und Ceylonperlen geschmückt. Seine kostbar gekleideten Begleiter formieren sich zum feierlichen Zuge, der von dem betreffenden hohen Männe, dem der Besuch„ut, Feernieter empfangen wird... K Heute sind solche Besuche eine reine Zeremonie, aber die Geschichte der Herrschaft Englands über Indien ist reich an Beispielen, daß auch vielfach der Versuch gemacht wurde, den Vizekönig anläßlich solcher Anwesenheit bei einem indischen Fürsten gefangen zu halten. Nie sind diese Versuche gelungen, und heute kann man wohl sagen, daß die indischen Fürsten Freunde Englands sind und selbst den autonomistischen Bestrebungen nicht gerade sympathisch gegenüberstehen. Sie haben sich mit der englischen Oberhoheit ausgesöhnt, zumal ihnen ihre Rechte über ihre untertanen kaum beschnitten worden sind. Lord Reading schießt vorbei Zu den Offizien, bei denen der Vizekönig mitmachen muß, gehören auch die Tigerjagden. Und bei solchen Gelegenheiten muß er sich als guter Schütze zeigen. Auch das verlangt das Prestige Der frühere Bizekönig, Lord Reading, war ein feinsinniger Mann, dem es widerstrebte, ein Tier zu töten. Als er dennoch bei einer Tigerjagd durch Treiber eine Raubkatze vor die Büchse getrieben bekam, schoß er absichtlich vorbei. Die Angelegenheit kam in London zur es erging die Anweisung, sich bei nächster Gelegenheit als besserer Schütze zu zeigen, damit die Eingeborenen einen besseren Eindruck von ihrem Denn er muß beweisen, daß er nicht nur einen kühlen Kopf, sondern auch eine starke und sichere Hand hat. Viele Söhne und Töchter hat Deutschlano im Laufe der Zeit und insbesondere im 18. und Jahrhundert an das Ausland abgegeben. Der Za nach steht Schwaben an der Spitze Schwäbische Siedlungen reihen sich im Donauraum aneinander bis hinunter an das Schwarze Meer und nach Kaukasien. In den Vereinigten Staaten von Nordamerika finden wir viele Namen aus schwähischen Dörfern, wir begegnen Schwaben in Kanuoa, in Brasilien, wo ein ganzes Gebiet Neu=Württemberg heißt. in Chile, in Venezuela, auf dem lande Boliviens und in Palästina, wo die schwäbischen Templer aus Wüste blühende Gärten gemacht haben. Es sind nicht die schlechtesten Söhne gewesen, die das Mutterland verloren hat; eine große Zahl dieser Schwaben im Ausland hat es zu Ansehen und Ehre gebracht, ja, vielen schuldet das Ausland großen Dank. man darf nur an Mergenthaler, an Rapp, den Gründer mustergültiger Siedlungen in Nordamerika, an Weißer von GroßAspach, an Leuze, Wörwag und Rebmann erinnern. Eine Chronik der Auswanderer So ist es nicht von ungefähr, daß Stuttgart als die schwäbische Hauptstadt in seinen Mauern das Deutsche Ausland=Institut birgt und daß Stuttgart die Stadt des Auslandsdeutschtums geworden ist. Vor einiger Zeit ist am Deutschen Auslandeine„Forschungsstelle der Schwaben im Auslande“ gegründet worden, die sich zur gestellt hat, die schwübischen Leistungen in der Welt zu erforschen. So wird jetzt systematisch das Schwabentum in Südrußland und in Kaukasien festgestellt und wird ein Buch uber bie schwäbischen Sekten im Ausland herausgebracht werden. Auch regional wird gearbeitet. Außerdem gilt es, im Inlande den Auswanderungen kachfionnen. Teshalb werden in dem Kreis und in jeder Ortschaft Mitarbeiter verpflichtet. In zwei württembergischen Kreisen sind bereits die Namen der Ausgewanderten restlos festgestellt und auch einige Gemeinden, wie Unterschlechtbach bei Welzheim und Rudersberg bei Welzheim können bereits mit geschlossenen Auswandererchroniken aufwarten. Jedem Schwaben im Ausland seine Heimatzeitung! Die„Forschungsstelle der Schwaben im Auslande“ hat aber nicht nur eine geschichtliche Aufgabe, sondern sie leistet auch lebende Gegenwartsarbeit, indem sie sich bemüht, die Anschrift jeoes Schwaben im Auslande zu erfahren, um zwischen dem Landsmann und dem Heimatlande, soweit die Verbindung abgerissen ist, die Fäden wieder knüpfen zu können. Die angelegte Kartei, das Weltwanderbuch der Schwaben, wird nach Möglichkeit ausgewertet. An alle Schwaben im Auslande werden Heimatbriefe gesandt, die in Stuttgart zentral verfaßt werden und denen irgendein heimatliches Zeichen, wie ein Bild des Dorfes, ein Buch oder dergleichen beigelegt wird. Auch die Werbung von Lesepatenschaften für Heimatzeitungen hat die Forschungsstelle in ihr Arbeitsfeld einbezogen. Es wird angestrebt, daß jeder Schwabe im Ausland die Zeitung zu lesen bekommt, die in seinem Heimatort erscheint. Auch gegenseitige Besuche werden angeregt, kurz, es soll alles getan werden, um die Verbindung der Auslandsschwaben mit dem Heimatlande aufrecht zu erhalten. Andere Gaue werden dem Beispiel Württembergs folgen und so besteht die Aussicht, daß sich das Weltwanderbuch der Schwaben zu einem Weltwanderbuch der Deutschen auswächst. Winnetou braucht Land Wie aus Newyork gemeldet wird, ist unter den nordamerikanischen Indianern schon seit Zeit eine Bewegung entstanden, die sich mit aller Energie für die Erweiterung der den Indianern zugeteilten Gebiete, der sogenannten ReservaDie von der Regierung den Indianern zugewiesenen Territorien genügen scheinbar nicht mehr, da die Rothäute längst kein aussterbendes Volk mehr sind. Es ist ganz im Gegenteil ein starker Geburtenüberschuß bei ihnen zu verzeichnen. Wie es den Anschein hat, werden die neuen Indianergeschlechter, denen die alten Grenzen zu klein geworden sind, bald eine Eingabe bei der Regierung machen, um auch an dieser Stelle die Zuteilung von weiten Landgebieten zu fordern. Jeden alls mutet dieser Vorgang erstaunlich an, hat man doch in all den Jahren immer nur von dem aussterbenden Volk der Indianer gehört. Ainder benomenein Enernhaus Europas größte Adoptionsvermittlungsstelle eft1 lachende Kindergesichter strahl jeder Frau ist das Glück der Mutterschaft beschieden. Manch mütterliches Herz sehnt sich ververgeblich nach Mutterliebe und Elternfürsorge sehnen. So viele Kinder, die ein trauriges Los erwartet, wenn das Schicksal sich ihrer nicht erbarmt. In solchen Fällen helfend einzugreifen ist die Aufgabe der Adoptionsvermittlungsstelle beim Landesjugendamt Berlin. Schwere verantwortungsbewußte des Freudegebens für elternlose Kinder und In einem der ältesten Amtsgebäude seldes. Erst wenn bch bg.Thezing., er sich in einer binter ipgeste igaer dege, besing, Ein Reig in der langen Reihe kühle Sachlichkeit lachenbe Kinbergesichter, strahlende Lockenköpfe und verschmitzt dreinschauende kleine Schelme. Aber guch manches Gesicht ist darunter, auf dem hartes sal zu lesen ist. Hier können die künftigen Eltern das Kind zum ersten Male ungezwungen beim Spiel Nur Frauen, die sich in selbstloser Arbeit gans ihrer großen Aufgabe widmen, walten in diesem Räumen, geben für manchen Kummer helfenden Rat. Und alle Not und alles Elend. die sie täglich hören, vermögen nicht, ihnen den Glauben an ihre segensreiche Tätigkeit zu nehmen. In fast allen Fällen gelingt es. Rat und Hilfe zu schaffen, und manche Mutter, die schweren Herzens den Weg hierher fand, geht getröstet und hoffnungsvoll für die Kindern jährlich die Adovtion vermittelt, eine ansehnliche Zahl von Müttern verschenkt ihre Kinder auf Nimmerwiedersehen. Aber die Adoptionsstelle hält es für ihre Pflicht, den Müttern von der Hergabe der Kinder abzuraten. Ein absichtlicher Widerstand wird der Mutter entgegengesetzt, nichts läßt man unversucht, um das Band zwischen Mutter und Kind nicht zu zerreißen;— denn wenn einmal der Trennungsschnitt vollzogen ist, gibt es keinen Widerruf mehr. keine Rücksichten auf die Gefühle der Mutter. Es handelt sich um das Kind, das in eine neue Umwelt gesetzt ist. Kein Zwiespalt darf dem Heranwachsenden entstehen, die neuen Eltern müssen vor einem späteren Anspruch der Mutter, das Kind vor den Kämpfen einer Wahl geschützt bleiben. Mutter, die ihr Kind hergibt, sieht es nicht wieder. Durch eine notariell beglaubigte Erklärung muß sie den endgültigen Verzicht ausdrücklich anerkennen, ohne daß sie Namen und Anschrift der Adootiveltern erfährt. Nur einmal noch, nach Monaten, erhält sie durch die Adoptivstelle ein Bild und wohl auch eine gelegentliche Nachricht. nach denen sie sich von dem Wohlergehen des Kindes überzeugen kann. Dann ist auch das letzte Band gelöst. Und die Adovtierten selbst erfahren in den seltensten Fällen, daß es nicht ihre richtigen Eltern sind, an denen sie mit ganzer Liebe hängen. Das ist hart, aber richtig. Der Entschluß, sich seines Kindes zu entäußern, muß unwiderruflich sein. Es geht um das Kind. nicht um die Mutter. Natürlich gibt es bei der Vermittlung der Adovtion mannigfache Wünsche der Adoptivwilligen zu berücksichtigen. Nicht nur die Frage des religiösen Bekenntnisses spielt dabei eine Rolle. Es wird genau nach der Abstammung des Kindes geforscht. Erbanlagen und Gesundheitszustand werden geprüft und Blutproben gemacht. Und dann die vielen besonderen kleinen Wünsche derjenigen, die ein kleines Wesen um sich haben wollen Obentraut, der„Deutsche Michel“ Von Hans Här Dies geschah an einem wolkenverhangenen Lintertage des Jahres 1626 bei Seelze, einem stieß ichen Generalissimus Johann Tserelaes Graf von illy auf das Reiterkorps der Pfälzer und das der Ritter Johann Michael Obentrauk ührte. Da stellte sich dem berühmten Kriegsneister sein mutigster Schüler zum Kampfe. Einst waren sie einander nahe gewesen. Der sunge Michael Obentraut, im Schatten der steilsebauten Burg Stromberg im Huzgsrück eines stillen Oberamtmannes gerottn, hatte sich unter Tillys Oberbefehl die Sporen verdient. Mit ihm war er als junger Leutnant gegen die Türken gezogen, und der Schloßherr des flandrichen Dorses Tily erkannte fric, ernicgnget shr zum Rittmeister. Später aber verloren sie sich aus den Augen, und als sie sich nach zwei Jahrzehnten wieder begegneten, war der große Glautenstlieg ausgebrochen: Tilly, der Katholik, der sich als der Gottesmutter fühlte, und Obentraut, der Protestant, der für den Glauben der Pfälzer ei trat, stritten gegeneinander. Doch beobachteten sie sich noch immer mit einer eigenartigen Aufmerksamkeit, von der sie nicht wußten, ob sie de Eiser des Krieges oder der Erinnerung gau og meinsame Laten entsprang, I,I7 aute 500 gei. daß Obentraut als Obrist im.ug, g tern ein spanisches Heer zersprengt hatte, daß er sich stets kühn und unermüdlich im Angriff zeigte. Abergläubische spanische Soldaten hatten ausge streut der Ritter Michael Obentraut, der inzwischen Generallentnant gewordger Heazzechen, grge: letzlich, wie der Schutzheilige der beutschen. ger, der Erzengel, dessen Namen er trug. Und so hieß nun Obentraut für Freund und Feind der„Deutsche Michel". Dies schien den Landsknechten just der treffende Name zu sein für diesen stählernen Mann, der so ehrlich polteri konnte und doch so gutmütig war, der den wein gefüllten Römer nicht verschmähte und doch die Zucht bewahrte, der beim Kontretanz wohl einer schönen Dame huldigte, aber sein Leben nicht in der Ausschweifung versprühte. Freund und Feind erachteten es auch nicht für verwunderlich, daß Obentraut bggzserzigenr goeter stantische General war, der dem aufrriichen bei seinem Zuge durch die Pfalz und das Hessenland erfolgreich trotzte. Und als Obentraut ge mit einem kleinen Reiterheer den Grafen Tilly zwang, die Belagerung der Weserfeste Nienburg aufzugeben, da flog ein Spottlied auf den überwundenen Lehrmeister durchs Land: Wie man mit wenig Reutern sich schlau und wacker wehrt, Das hat der Deutsche Michel den Tilly gut gche Aber der Gefeierte wurde seines Erfolges nicht froh.— Als ihn Tilly mit fünffacher Uebermacht nach Norden verfolgte, ahnte Obentraut das nahe Ende. Dennoch wollte er sich der Fühlung mit den Kaiserlichen nicht entziehen. Sein Korps war das einzige Hindernis, das dem Generalissimus in jener Notstunde noch werden konnte. Wenn es wich, lag das weite norddeutsche Tiefland schutzlos vor dem Gegner. Darum stellte sich Obentraut bei Seelze zum Gefecht. Er wußte, daß sein Beginnen fast tollkühn aber er mußte es wagen um des Beispieles willen, denn ein großes Beispiel weckt „Sein guter Engel hat ihn verlassen!“ flü sterte Tilly, als er an jenem Wintermorgen bei Seelze Heerschau hielt und über einen gewaltigen Wald von Musketenläufen, Hellebarden und Feuerschlangen sah. Als ihm Offiziere meldeten, daß sich die Regimenter des Gegners, die bisher nach Norden ausgewichen waren, zum Gefecht formierten, rief er mit blassen Lippen:„Das ist ja unmöglich, seine Leute sind doch marode und hungrig! Er hat ja mehr Blessierte als Kämpfer! Was soll dieser Selbstmord? Hat er das bei mir Nein, Michael Obentraut, der sich drüben, im Schutze eines niedrigen Hügels an die Spitze seiner Truppen setzte, wußte, daß er gegen die Regeln einer vorsichtigen Kriegskunst handelte. Doch über allem stand die Pflicht gegen die Gaue, die vor dem Eroberer zitterten. Jetzt galt es, keine Verwirrung und Beklemmung hervorzurufen. Alle überflüssige Bagage und alle Verwundeten hatte er im Schutze der Nacht nach Hannover geschickt. Den Reitern aber, die sich zum Kampf um ihn scharten, gab er hellen Mut. Keck aufgerichtet, schlank und geschmeidig saß der Fünfzigjährige im Sattel. Nichts verriet, daß unter dem blanken Harnisch ein fühlendes Herz schlug, das nun eine bange Minute lang zag und kindlich zum Himmel sprach:„So früh schickst du mir den Tod? Stehe ich nicht noch in der Fülle des Lebens? Doch geschehe, was du beschieven: Nimm ihm nach in mächtigem Chor. Er hob die Hand zum Zeichen des Angriffs. Die Trompeten schmetterten. Ueber die Felder brauste die schwere Attacke. Mit furchtbarer Wucht stieß Obentrauts Bei der Auswahl der Adovtiveltern ist die Adovtionsstelle nicht weniger sorgfältig. Es gehört schon sehr viel Menschenkenntnis dazu, das richtige Kind bei den richtigen Eltern unterzubringen; denn„als eigen annehmen“ soll mehr als eine leere Redensart sein. Und in fast allen Fällen bedeutet denn auch die Adoption Glück für Eltern und Kind. In mütterlichem Eifer erzählt die Leiterin der Adovtionsstelle von ihren vielen kleinen Schützlingen, in deren Leben das ihr unterstellte Amt die Rolle des gütigen Schicksals spielte. Ein umfangreiches Album mit Kinderbildern zeigt, was die Adoptivmütter aus den kleinen Wesen gemacht haben, und man ist ehrlich erstaunt, von der unendlichen Liebe, die gesprochen haben muß, um aus den verschüchterten Kleinen lebensfrohe Geschöpfe zu machen. Und von dem Glück der neuen Eltern zeugen die Dankesbriefe. die schönste Anerkennung und Dank für die aufopferungsvolle Arbeit der Adoptivstelle sind. Adolf Neß. Heer auf die Menschenmauern der Kaiserlichen, die in tiefen Staffeln standen. Im ersten Anprall wankte der rechte Flügel der Armee Tillys, aber schon versteiften nachgeschobene Truppen den Widerstand. Vergebens tauchte im dichtesten Gewühl und aus schwerem Pulverdampf der helle Harnisch Obentrauts auf: den Freunden als Ermunterung... Der Durchbruch gelang nicht. Als Tilly bemerkte, daß Michel“ immer wieder an den gefährlichsten len einsetzte, zitterte in dem herben Grafen eine seltsame Bangigkeit auf, wie er sie seit Kindheitstagen nicht mehr verspürt hatte. Hastig packte er den Adjutanten beim Aermel und rief heiser: „Den Obertraut schonen! Keiner schieße auf ihn! Wer ihn aber lebendig einbringt, avanciert.“ Der Befehl kam zu spät. Gerade in diesen Minuten war Obentraut an einen Kroatentrupp geraten. Er hieb auf die Blechhauben ein, da traf ihn eine Kugel. Die Slawen rissen ihn vom Pferde, stießen auf ihn ein... Das war das Ende des Obentrautschen Heeres. Tausende lagen auf dem Schlachtfelde, die anderen flohen verzweifelt. Zwei treue gefangene Hessen trugen, von tatserlichen Soldaten begleitet, den sterbenden „Deutschen Michel“ zu einer Kutsche im Wagenpark Tillys. Rasch ritt der Generalissimus heran, hielt vor der offenen Kutsche und salutierte. Als er aber bemerkte, daß der Sterbende sich streckte, sprang er vom Pferde und verschloß die Hände seines einstigen Lieutenants. In dieser Stunde versank dem Grafen Tilly alle Siegesfreude, aller blinder Eifer. Er empfand nur, daß ein gerader Mann gestorben war, und wünschte, daß seine Art bleiben und leben möge von Geschlecht zu Geschlecht. Husteerecug mit Gesteuc Sehotten-Reück. Die Aruttee dee Auttell Die deutsehe Feau als ewiger Kealtquelt nationalsezialistischen Velkstuns Am 23. und 24. Mai werden die Gliederungen der Bewegung im ganzen Reich in einer Straßensammlung für den Reichsmütterdienst sammeln. Unser Mitarbeiter hatte Gelegenheit, in einer Unterredung mit der Reichsfrauenführerin, Pan. Scholtz=Klink, ausführliche Auskünfte über die Stellung der deutschen Frau im nationalsozialistischen Staate zu erhalten. Das Ausland glaubt noch vielfach nicht daran, daß der Nationalsozialismus mit der Befreiung des deutschen Volkes aus äußerer und innerer Knechtschaft auch die Befreiung der deutschen Frau gebracht hat. Stellen sich doch in anderen Völkern und Ländern Begriffe wie„Frauentum" und„Frauenbewegung",„Mütterschutz" und„Frauenarbeitsdienst“ ganz anders dar als bei uns, die wir in den drei Jahren nationalsozialistischer Regierung gelernt haben, die inneren Zusammenhänge zwischen der Totalität des nationalsozialistischen Denkens und jeder einzelnen Lebensform und Lebensarbeit zu erkennen. Gerade in den Ländern, in denen die sogenannte Frauenbewegung ihre Aufgabe darin sieht, die Gleichberechtigung der Frau in ein sinnloses Rivalitätsbestreben gegenüber dem Manne ausarten zu lassen, fehlt es naturgemäß an Einsicht und Erkenntnis der wahren Tatbestände in Deutschland. Die Reichsfrauenführerin, Frau ScholtzKlink, die uns lächelnd erzählt, wie manche Menschen die Minderbewertung der Frau darin erkennen wollen, daß wir z. B. nur Männer im Deutschen Reichstag haben, weiß ganz genau, wo die Stärken der deutschen Frauenarbeit liegen. Sie weiß auch, daß es im neuen Deutschland kein die Frau betreffendes oder in die Familie eingreifendes Gesetz gibt oder geben wird, bei dem nicht die Reichsfrauenführerin als Vertreterin aller deutschen Frauen durch ihre Stellungnahme Pate gestanden hat. Das ist freilich mehr als Sitz und Stimme in einem liberalen Parlament zu haben, in dem eine Frau vielleicht die Möglichkeit besitzt, von einer Debatte Gebrauch zu machen, aber sonst keinen wirkungsvollen Einfluß auf die Gestaltung der Gesetze hat. Vier Aemter in einer hand Es ist kennzeichnend für das nationalsozialistische Deutschland, daß die Frauenfragen bei ihrer Neuordnung nicht durch einen ministeriellen Federstrich bestimmt, sondern der aus dem Volke erwachsenen und im Volke verwurzelten Partei anvertraut wurden. Frau Scholtz=Klink, eine alte Nationalsozialistin, vereinigt in ihrer Hand vier Aemter, die sie mit nationalsozialistischer Energie und fraulichem Instinkt leitet: Die Frauenschaft der RSDAP. mit dem Deutschen Frauenwerk, den Reichsmütterdienst, das Frauenamt der Deutschen Arbeitsfront und den Frauenarbeitsdienst. Durch diese organisatorische Vereinigung ist jedes Nebeneinanderarbeiten, jeder Zuständigkeitsstreit von vornherein vermieden. Denn alle vier Aemter dienen einer großen, gleichen Aufgabe: die deutsche Frau zur Nationalsozialistin zu erziehen und als solche zu erhalten und die Stellung der deutschen Frau im Gefüge des Gesamtvolkes nach nationalsozialistischen Gesichtspunkten zu vertreten. Denn es ist nicht denkbar, eine Gleichberechtigung der Geschlechter auf jeden Fall und um jeden Preis durchsetzen zu wollen, wo die Natur selber dem Manne so gut wie der Frau ihre ihnen wesenseigenen Aufgabengebiete zuweist. Es gibt Dinge, die nur von Männern und solche, die nur von Frauen gemacht werden können. Wo das erkannt und danach gehandelt wird, stellt sich eine vernünftige Lebensordnung im Rahmen eines Volkes ganz von selber ein. Die nationalsozialistische Frauenarbeit sieht sich hierbei nun den gegenwärtigen wirtschoftlichen, sozialen und familiären Zuständen gegenüber, die vielfach aus der Vergangenheit herrührend, noch nicht dem Idealbild einer solchen organisatorischen Ordnung entsprechen. So ist aber gleichzeitig ihr Aufgabenkreis umrissen: die Abstellung jeder fraulichen Betätigung auf die natürlichen Grundgesetze. Das alles muß man wissen, wenn man begreifen will, wohin die große, über zehn Millionen Mitglieder umfassende deutsche Frauenbewegung strebt. Nehmen wir den Reichsmütterdienst, der es sich unter Führung der RS.= Frauenschaft zur Aufgabe gestellt hat, diedeutsche Frau über das Wesen der mütterlichen Aufgabe auf zuklären und ihr das notwendigste Rüstzeug dazu mitzugeben. Dieses Vorhaben ist um so schwerer zu bewerten, als es sich an die überlasteten Frauen und Mütter, an die arbeitstätigen Frauen unseres Volkes wendet, um ihnen und ihren Familien zu helfen. Wenn in Tausenden von Kursen bereits heute Hunderttausende von Frauen die ersten Segnungen solcher Arbeit kennengelernt haben, so ist es noch gar nicht abzumessen, welche unerschöpflichen Werte in weiteren Jahren daraus erwachsen werden. Jede Frau in Deutschland, die ein Kind hat, muß wissen, daß sie damit eine Verpflichtung und einen Dienst an der gesamten Nation auf sich genommen hat. So entstehen in allen Teilen des Reiches Mütterschulen und Wanderlehrgänge, in denen durch geschulte Fachkräfte gesundheitliche und hauswirtschaftliche Kenntnisse in das deutsche Volk getragen werden, in denen deutsche Frauen lernen, welche Werte in der Pflege des heimischen Lebens und der Familiengemeinschaft liegen. Deutscher Frauenarbeitsdienst Mit der gleichen Bereitwilligkeit, mit der sie an Hand des großen Organisationsplanes die Gliederung der gegenwärtigen deutschen Frauenarbeit und Frauenorganisation erklärte, gab Frau Scholtz=Klink auch einen Abriß über Aufgaben und Erfolge des deutschen Frauenarbeitsdienstes. Da die Teilnahme an ihm freiwilliger Natur ist, spricht eine Tatsache Bände für die innere Einstellung des jungen Mädchens von heute: daß nämlich der Andrang zum Frauenarbeitsdienst fast gar nicht zu bewältigen ist. Mädchen aus allen Berufs= und Bildungsschichten unseres Volkes finden sich hier zu einer freiwilligen Hilfsarbeit am deutschen Volke zusammen und verspüren gleichzeitig die Segnungen häuslicher und ländlicher Arbeit. Wenn sie nach Ableistung ihrer freiwilligen Arbeitsdienstzeit das Lager verlassen und in ihr persönliches Leben zurückkehren, können sie neben dem stolzen Bewußtsein, durch hilfsbereite Dienstleistung ihrem Volke Werte vermittelt zu haben, den Geist der Kameradschaft und der nationalsozialistischen Lebenshaltung mitnehmen. Ein deutliches Beispiel für die weite Verbreitung dieses Gedankens ist der studentische Arbeitsplatzaustausch, durch den im steigenden Maße junge Mädchen von den Hochschulen für kurze Zeit an die Arbeitsplätze erholungsbedürftiger werktätiger Frauen und Mütter gestellt werden, um diesen einen ausreichenden Erholungsurlaub zu ermöglichen. In der Unmöglichkeit, an dieser Stelle alle Einzelheiten des nationalsozialistischen Aufbaues im Leben der deutschen Frau zu erörtern, müssen wir uns darauf beschränken, die wesentlichsten und herrschenden Gesichtspunkte der Arbeit herauszustellen, wie sie uns durch die Reichsfrauenfüherin einleuchtend dargelegt wurden. Frauen und Mütter im Erwerbsleben Es unterliegt gar keinem Zweifel, daß die werktätige Frau ein besonderes Maß menschlicher Betreuung und sozialer Fürsorge braucht, Kinderreiche Familie, das Glück des deutschen Hauses ist sie es doch, die neben ihrer oft schweren Fabrikarbeit die Sorgen des Haushaltes und der Kindererziehung auf sich nehmen muß. Wir sahen schon, welche Schritte hier durch den Reichsmütterdienst gegangen werden. Im [Frauenamt der Deutschen Arbeitsfront ist die Stelle geschaffen worden, die sich der Frau im Betriebe selber annimmt. So wesentlich schon die Erfolge auf einzelnen Teilgebieten, wie der sozialen Gesetzgebung, der Urlaubsregelung, der Ablösung der Frau aus der körperlichen Schwerarbeit und des Schutzes werdender Mütter sind, liegt doch das Schwergewicht der Arbeit dieses Amtes auf dem Gebiet der ständigen Betreuung im Betriebe selber, die durch die Vertrauensfrau der D A F. und in Betrieben mit über zweihundert werktätigen Frauen durch die soziale Betriebsarbeiterin vorgenommen wird. Auch hier ist die Arbeit unter dem leitenden Gesichtspunkt ausgerichtet, daß die Frauen die Mütter der Nation sind und als solche eine ganz besondere Berücksichtigung verdienen. Vor allem ist es die soziale Betriebsarbeit, die der arbeitenden Frau das Bewußtsein gibt, nicht ein Stück Maschine, eine Zahl oder eine Nummer, sondern ein lebendiger Mensch zu sein, auf dessen Lebenslage und Lebenserfordernisse Rücksicht genommen wird. Hier liegt es in der Hand der mit dieser Fürsorge betrauten Volksgenossinnen Das tägliche Bad ist eine vergnügte Angelegenheit für den kleinen Erdenbürger Eine wesentliche Aufgabe hat der Reichsmütterdienst zu erfüllen, nämlich die Schulung der deutschen Mütter. Auf allen Gebieten, die für eine Hausfrau und Mutter von Wichtigkeit sind, sorz# der Reichsmütterdienst für eine gründliche Unterweisung. Um dieser Organisation die Fortführung der Arbeit zu ermöglichen, werden am 23. und 24. Mai im ganzen Reich alle Gliederungen der Bewegung sammeln.(Bilder(3) Scher!—.) und der Betriebsführer, selber eine Saat auszuwerfen, die überall dort, wo sie aufgeht, zum Gedeihen des Betriebes wie unseres ganzen völkischen Lebens beiträgt. Auch hier berechtigen die Erfahrungen der ersten Arbeitsjahre zu schönen Hoffnungen auf die Zukunft. Die Einheit des Denkens Die Leiterin der nationalsozialistischen Frauenarbeit ist weit davon entfernt, die bereits früher vorhandenen guten Bestrebungen in der „alten“ deutschen Frauenbewegung zu verkennen oder früher erreichte Erfolge zu schmälern. Aber sie weiß auch, wie all ihre Mitarbeiterinnen, daß erst durch die große Bewegung des Nationalsozialismus der Wandel der Frauenarbeit von charitativen Einzelerscheinungen zu großen völkischen Leistungen möglich war. Aus der alle Lebenserscheinungen des deutschen Volkes umfassenden Ganzheit des Nationalsozialismus leiten sich die Erfolge auf den einzelnen Arbeitsgebieten her. Um so mehr ist notwendig, alle etwa noch einzeln auf sich selbst gestellten Bestrebungen durch Verknüpfung mit der großen nationalsozialistischen Bewegung in den Dienst der Gesamtheit zu stellen. Das ergibt eine fruchtbare Wechselwirkung des Ganzen auf die Einzelerscheinungen und umgekehrt, wie man bereits heute im großen Deutschen Frauenwerk erkennen kann, in dem alle überhaupt diskutablen Frauenverbände und svereine unter Führung der RS.=Frauenschaft und in nationalsozialistischer Ausrichtung stehen. Was früher trotz aller fleißigen und gutwilligen privaten Initiative immer nur zu beschränkten und teilweisen Erfolgen führen konnte, erhält heute durch das Gesamtgewicht der einheitlich geführten Frauenarbeit wirksamen Nachdruck, ebenso, wie auf vielen Fachgebieten Kräfte, die früher auf isoliertem Posten standen, für die Allgemeinheit nutzbar gemacht werden können. In der Reichsleitung dieser vier großen Aufgabengebiete hat Frau Scholtz=Klink sich einen Mitarbeiterstab bewährter und jugendlich=tatkräftiger Nationalsozialistinnen geschaffen, mit dem sie unverdrossen in engster, auch räumlicher Zusammenarbeit mit der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt und in ständigem Meinungsaustausch mit allen Gliederungen der Partei den großen Auftrag erfüllt, den der Führer ihr gegeben hat, nämlich dafür zu sorgen, daß im Dritten Reich alle Frauenfragen nationalsozialistischbehandelt werden, alle Frauen Nationalsozialistinnen des Denkens und der Tat werden und somit ihren natürlichen Anlagen entsprechend ihren Platz im Leben des deutschen Volkes ausfüllen. Wer einen Einblick in die umfangreiche Arbeit dieser Aemter genommen hat, kann überzeugt sein, daß das Dritte Reich nirgends besser aufgehoben und gesichert ist, als im Herzen der deutschen Frauen, die als Mütter dieses Volkes eine neue und junge Generation in das Leben führen und immer wieder als gesunder Kraftquell unseres Volkstums in nationalsozialistischem Geist erziehen werden. Dus eest E Glückha Die gesamte aktive Jugend und des Deut führer, 520 Jungbann Gebietsjungvolkführer vom 18. bis 25. Mai führerlager zusammen für die Losung der k der Jugendführung ei soll. Es ist kein die Stadt Heinrichs! der Jugend erwählt: stadt ist in ihrer üb Schönheit und der die Stätten wie die 2 Dom mit der Gruft de bild für die Verbund großen deutschen Ver Der Bedeutung des gültige und vorbildli lände am Schloßpark Stadt. Auf einem 18 hier eine kleine Zeltst aufgeteilt in fünf L Obergebieten Nord, Auch an der technist was zu einem Must Jungvolkpimpfen der Gebietes Berlin ein Telephonanlage sor der Befehle zwischen Lagerleitungen, der Transportleitung, de der Stabswache und zug. Mittelpunkt de wo an hohem Mast von 50 Hitler=Jugen hier nimmt der La Hartmann Lauterba und die Flaggenpar Der straff eingete den Sinn des Lage gen und Sport stel Arbeitstagungen spi führer und den An rung berufene Füh Bewegung über die der Weltanschauung der Jugendführung. anschließenden Arbe chen machen das L heuer wertvoll. 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Paris, sitzende des g verbandes, Dus Lests Neichssutzereiagte der 39. Ein Lager der Arbeit und der Kameradschaft Glückhafter Auftakt Die gesamte aktive Führerschaft der HitlerJugend und des Deutschen Jungvolks, 386 Bannführer, 520 Jungbannführer und die Gebiets= und Gebietsjungvolkführer mit ihren Adjutanten, ist vom 18. bis 25. Mai erstmalig zu einem Reichsführerlager zusammengezogen worden, auf dem sie für die Lösung der kommenden großen Aufgaber der Jugendführung einheitlich ausgerichtet werden soll. Es ist kein Zufall, daß gerade Braunschweig, die Stadt He.., ves Löwen, zum Tagungsort Jugend erwählt worden ist. Diese alte Hansezeinrichs des Löwen, zum Tagungsor der Sagend erwahl: Woeden ist. Diese alte Hansestadt ist in ihrer überkommenen architektonischen Schönheit und der geschichtlichen Ueberlieferung, die Stätten wie die Burg Dankwarderode und den Dom mit der Gruft des Sachsenherzogs birgt, Sinnbild für die Verbundenheit der Jugend mit einer großen deutschen Vergangenheit. Der Bedeutung des Lagers entspricht die mustergültige und vorbildliche Anlage im Kennelbadgelände am Schloßpark Richmond vor den Toren der Stadt. Auf einem 180 Morgen großen Gelände ist hier eine kleine Zeltstadt mit 140 Zelten entstanden, aufgeteilt in fünf Lagergruppen nach ven fünf Obergebieten Nord, Süd, Ost, West und Auch an der technischen Ausrüstung fehlt nichts, was zu einem Musterlager gehört. Eine von 25 Jungvolkpimpfen der Technischen Bereitschaft Gebietes Berlin eingerichtete Lautsprecherzeun Telephonanlage, sorgt für rasche Uebermittlung der Befehle zwischen der Kommandantur, den fün Lagerleitungen, der Verwaltung, der Post, Transportleitung, der Arzt= und Sanitalsstation. der Stabswache und dem Musik= und Spielmannszug. Mittelpunkt des Lagers ist der Fahnenplatz, wo an hohem Mast die Lagerfahne weht, umgeben von 50 Hitler=Jugend= und Jungvolk=Fahnen. Und hier nimmt der Lagerkommandant, Stabsführer Hartmann Lauterbacher, allmorgendlich den Appell und die Flaggenparade ab. Der straff eingeteilte Tagesablauf ist ganz auf den Sinn des Lagers zugeschnitten. Arbeitstagungen und Sport stehen im Vordergrund. Auf den Arbeitstagungen sprechen neben dem Reichsjugendführer und den Amtsleitern der Rei rung berufene Führer der nationalsozialistischen Bewegung über die wichtigsten Gegenwartsfragen der Weltanschauung und Kultur und die Probleme der Jugendführung. Diese Vorträge und die daran anschließenden Arbeitsgemeinschaften und Aussprachen machen das Lager fur die 53.=Führer ungeheuer wertvoll. Nach einem Geleitwort ves Stabschefs Lauterbacher ist dieses Lager kein Lager der reinen Erholung)natütlich die sportiche Ausbilvernachläsigt wird, sondern es ist in erster Linie waren, eine Rede über Wesen und Aufbau der In seiner Rede schilderte Reichsführer Himmler eingehend den Ausbildungsgang des SSMannes und=Führers. Er allem über die Wechselbeziehung zwischen weltanschaulicher und körperlicher Ausrichtung, egbei er betonte, daß jeder SS=Mann uur SASportabzeichen und das Deutsche Turn- und Sportabzeichen erwerben müsse. geicheziß In seinem Schlußwort betonte Himmler, daß die HI wie für alle Gliederungen SS seien. der Bewegung so auch für die SS den Nachwuchs darstelle, ohne den sie nicht lebenzfähig. sei. Daraus ergebe sich eine besondere Schiteuz bundenheit und ein Gleichklang der wellanschauoden Worso gimmier, der„ie 63=Führer zur Reichsführer Limmler„lud bie#=Führer zu Besichtigung der Reichsführerschule der SS Braunschweig ein. Die Rede des Reichsführers wurde von den HJ=Führern mit begeisterten Beifallskundgebungen aufgenommen. Stabsführer Lauterbacher dankte dem führer für seine Worte und erklärte, daß die HI sich bemühe, in ihren Reihen dieselben sätze der Treue, Disziplin und des Gehorsams zu pflegen, die die Grundsätze der Partei und der „Hindenburg“ macht gute Jahrt onb. Hamburg, 22. Mai. Das Luftschiff„Hindenburg“ stand nach Mitteilung der Deuzsch, Sewarte Freitag abend um 18.50 Mgr,ingg bereits über der Irischen See an der Pg.u der Insel Man. Begünstigt durch Rüctenwind macht es gute Fahrt. An Bord„Hindenburg". Wahrens der ersten 24 Stunden der Heimreise ist das Luftschiff bis zu einem Punkt gelangt, der auf 33 Grad westlicher Länge und 56 Grad nördlicher Breite liegt, also wesentlich nördlicher als die Dampferroute. Seit der Abfahrt von Lakehurst waren damit rund 1900 Seemeilen(3519 Klm.) zurückgelegt, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 142 Std.=Klm. Um 17 Uhr MEZ wurde europäische Küste an der Nordspitze Irlands erreicht. Bis dahin waren von Newyork 2770 Seemeilen(5130 Klm.) zurückgelegt. Die reine Seestrecke von Amerika bis Europa wäre damit in 36 Stunden überbrückt. Die Durchschnittsreisegeschwindigkeit beträgt 144,3 „Graf Zeppelin“ im Heimathafen Ruhepause für die Besatzung dnb. Friedrichshafen, 22. Mai. Nach Beendigung der dritten diesjährigen Südamerikafahrt ist das Luftschiff„Graf Zeppelin“ von Frankfurt am Main aus nach Friedrichshafen in seinen Heimathafen zurückgekehrt. An der Ueberführungsfahrt nahmen Passagiere teil. Die Landung erfolgte um.58 Uhr bei leichtem Regen und Ostwind auf dem Werftgelände glatt und ohne jeden Zwischenfall. Die bewährte Haltemannschaft brachte das Luftschiff in kurzer Zeit sicher in die Halle ein. Hier wird„Graf Zeppelin“ bis 8. Juni zur Ueberholung verbleiben. Der Besatzung wird nach sechswöchigem, anstrengendem Dienst während der drei aufeinanderfolgenden Südamerikafahrten eine längere Ruhepause gewährt.... 25 Luftschiff„Hindenvurg üvernimmt die nächste Südamerikafahrt, die am 25. Mai von Frankfurt aus angetreten wird. bier baben bch die xandehniedergelassen.(Fres, Illastration Hofmann— M) fröhlichen„TafelNeuschnee in den Bergen is richtungweisend sein soll für den Einsatz der Jugendführer des Dritten Reiches „größten Erziezunggrgrf, der Welt“. Diese im Reichsjugendführerlager soll nicht das erste und einzige dieser Art bleiben, sondern es wird von nun an regelmäßig und in verschiedenen deutschen Landschaften stattfinden, wobei das Lager von Braunschweig Vorbild und Beispiel sein wird. Darüber hinaus aber werden, wie der Schulungsleiter dieses Lagers und Leiter der Reichsiugend: führerschule Potsdam, Oberbannführer Minie, in einem Geleitwort ausgefuhrt hat, in absehbarer it noch großzügigere Wege zur einheitlichen Zusammenfassung und Ausrichtung der Bann= und Jungbannführer beschritten Eine große Deutschlandfahrt wird dem gesamten Führerkorps oer Jugend eine gründliche Kenntnis aller Gaue des Deutschen Reiches vermitteln. Endlich wird eine Auslandsfahrt aller Bannführer auf einem großen Dampfer. von dem die weißgestreiften Fahnen der im nationalsozialistischen Geist. Ueber 300 kirchen verbrannt anb Madrid, 22. Mai. Der monarchistische Abgeordnete Calvo Sotelo hielt im Parlament eine Rede, die infolge ihrer scharfen A Regierung und die von der Volksfront betriebene Politik fortgesetzt lärmende Kundgebungen Calvo Sotelo, früher Minister unter Primo de Rivera, legte an Hand von Beispielen dar, daß die Politik der Volksfront die nationale Wirtschaft zerschlage. Die marxistische Methode, durch Besteuerung der unter Vertrauenzschmund leidenden Wirtschaft die Gelder für die Lekämpfung der Arbeitslosigkeit zu beschaffen, werde zu keinem guten Ende führen. Der Redner stellte fest, daß seit dem 16. Februar über 300 Kirchen in Spanien verbranni und unzählige Anschläge verübt worden seien. In einem Falle habe sich sogar ein n Totengräber in einer spanischen Stadt geweigert, einen erschossenen Polizeibeamten zu begraben. Man sei heute in Spanien schon so weit gekommen, daß man rufe:„Es lebe Moske und„Es sterbe Spanien!“ In Alauin bei Malaga wurden bei einem Feuergefecht zwischen politischen Gegnern mehrere Personen verwundet. In einem Vorort Malaga trug ein von unbekannten Tätern fallener Einwohner lebensgefährliche Verletzungen davon. Auch hier liegen politische Gründe vor. dub. Kempten(Allgäu), 22. Mai. Der starke Temperaturrückgang, der am Donnerstag eingetreten ist, hat in den Bergen Neuschnee zur Folge gehabt. Bis zu 1500 Meter hinab sind die Berge mit Neuschnee bedeckt. Chronik der Unglücksfälle Großfeuer bei Lüchow vernichtet fünf Gebäude Sowjet-Wühler in Bulgarien Die Zentraldruckerei der illegalen kommunistischen Partei Bulgariens aufgehoben dnb. Sofia, 22. Mai. Der Politichen, Pohizel ist ein neuer Schlag gegen die zunehmende kommunistische Wühlarbeit in Bulgarien gelungen. In einem Hause am Rande der Hauptstaut konnte die Zentraldruckerei der illegalen kommunistischen Partei aufgedeckt werden, in der das verbotene Organ der Partei„Arbeiterzeitung“ gedruckt und für den illegalen Bezanz, rgrigrei tet wurde. Im Zusammenhang damit sille 14 Personen verhaftet worden, unter denen sich auch einige kommunistische Funktionäre befinden. Geegfeure Kr. Tuchen=Ainichtr san Salzwedel. In der Nacht zum Freitag brach in der bei Lüchow gelegenen Ortschaft Grabow ein Großfeuer aus, das schweren Schaden anrichtete. Fünf Gebäude fielen den Flammen zum Opfer. Während das Vieh rechtzeitig geborgen werden konnte, ist ein großer Teil der Einrichtungsgegenstände verbrannt. Opfer der Mordkommune in Spanien Wesen und Aufbau der ss Der Reichsführer SS Himmler vor der HJ=Führerschaft auf dem Brocken dub. Auf dem Brocken, 22. Mai. Der Reichsführer SS Himmler hielt am Freitagnachmittag im Brockenhaus vor den Bann- und Jungbannführern, die vom Reichsjugendlager in Braunschweig auf den Brocken aufgestiegen dub Madrid, 22. Mai. In der letzten Nacht wurde wieder eine Reihe von Anschlägen verübt, denen in Zamora ein junger Faschist zum Opfer fiel. Dieser erhielt, als er in Begleitung eines Kameraden durch eine schlecht beleuchtete Straße ging, einen Schuß in den Rücken, der ihn auf der Stelle tötete. Den kommunistischen Mördern ist man auf der Spur. In Santona kam es gelegentlich der von den Behörden angeordneten Entlassung aller gestlichen Lehrkräfte zu Swishganfesgetzuagerichen Marxisten und der protestiereneen Schulerschaft. Ein Lehrer wurde von Schüssen, die plötzlich aus der Menge abgefeuert wurden, so schwer verletzt, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Truppenverstärkungen in Jerusalem dub London, 22. Mai. Das 1. Bataillon der Seaforth=Hochländer ist am Freitag, von Kairt kommend, in Jerusalem eingetroffen. Nach einer amtlichen Presseverlautbarung sit im Zusammenhang mit den Unruhen in Palästine seit dem 19. April 814 Araber und 53 Juden Der Ausnahnezustand st auch auf ale Eisen. bahnlinien, und zwar 50 Meter zu beiden sowie auf alle Bahnhöfe während der Nachtstunden ausgedehnt worden. Stierkampf mit Paris. Bei einem Stierkampf in Avignon sprang der gereizte Stier über die Brüstung in die Zuschauertribüne und schleuderte einen der Zuschauer mit seinen Hörnern in die Luft. Einigen beherzten Soldaten gelang es schließlich, den Unglücklichen befreien. Er wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Bootsunglück in der Schweiz Bern. Am Himmelfahrtstage kenterte auf dem Neuenburger See ein mit vier Personen besetztes Boot. Drei Insassen ertranken. Riesenüberschwemmung auf Portorico San Juan. Gewaltige Regengüsse, die einer langanhaltenden Dürreperiode folgten, verursachten in verschiedenen Teilen der Insel verkehrshemmende Ueberschwemmungen. 25 Personen sind in den Fluten umgekommen. Besonders groß ist der Schaden in den Ortschaften Las Pedras, San Lorenzo und Humacao. Tehlee Spert Raolkalscflalsteil und Volnssront Die Verhandlungen um die französische Regierungsbildung ikt für die: den Union Federale, richtet in einem Leitartikel „Oeuvre“ Vorschläge zur Regierungsbildung den künftigen Ministerpräsidenten Blum. dnb. Paris, 22. Mai. Als Auftall für die Beratungen des Vollzugsausschusses der radikalsozialistischen Partei traten am Freitagvormittag die Präsidenten und Generalsekretär der radikalsozialistischen Departementsverbände im des Parteivorsitzenden Daladier zusammen, allen gegen eine Stimme wurde eine Entschließung angenommen, die dem Vollzugsausschuß wird, und iu Hrchzißeung und loyale Mitarbeit an der zur des Programms der von der Volksfront gebildeten Regierung“ ausgesprochen und die zuständigen Parteistellen beauftragt werden,„die Bedingungen und Umstände dieser Beteiligung zu prüfen und festzustellen“ Vorschläge der Frontkämpfer zur Bildung der neuen Regierung dnb. Paris, 22. Mai. Henri Pichot, der Vorsitzende des größten französischen verbandes, der mehr oder weniger linksstehenan de. Vor allen Dingen musse ein Ministerium der nationalen Wirtschaft geschaffen werden als Verbindungsstelle zwischen dem Landwirtschafts=, Handels= und Industrieministerium, dem nisterium für Handelsmarine, für Arbeit un für öffentliche Arbeiten. Auch das Finanzministe= rium müsse diesem Ministerium angegliedert werden. Darüber hinaus müsse der wirtschaftliche Aufbau des Landes neu geregelt werden. Dazu sei das Parlament nicht fähig. Seit zehn Jahren sei aus der politischen Welt nichts Gutes hervorgegangen. Die Bilanz sei gleich Rull, und man dürfe von der neuen Kammer nicht viel mehr erwarten. Die technische Arbeit müßte geleistet werden von einem Planbüro, das dem Ministerium für nationale Wirtschaft anzugliedern sei. In diesem Planbüro müßten die Reformen für den wirtschaftlichen Aufbau Frankreichs ausgearbeitet werden. Opfer jüdischen Sprechgebarens onb London, 22. Mai. Reuter berichtet folgende Einzelheiten zu einem aus Jerusalem geneldeten Zwischenfal auf der Serschg, gie. ge. Aviv nach Jerusalem, in dessen Bertrg# den jüdischen Autobus=Insassen Luba pesis und Jesaiah Fischmann angeblich durch eine Schießerei verletzt worden sein sollten. Es dauerte mehrere Stunden, ehe die britischen Militärbehörden aus dem Geschwätz und Geschrei der aufgeregt gestikulierenden Insassen des jüdischen Omnibusses entnehmen konnten, um was es sich eigentlich gehandelt haben sollte. Als die an die Stelle des Zusammenstoßes geführten britische, Soldaten ankamen, bemerkten sie zunächst nichts. Eine nähere Untersuchung ergab, daß auf den Omnibus überhaupt nicht geschossen worden war, zumal dieser auch keinerlei Kugelspuren zeigte. Es stellte sich vielmehr heraus, daß im Verlaufe einer aufgeregten Unterhaltung Luba Pesis be der rhetorischen Unterstreichung seiner Ausfül rungen mit Händen und Füßen dem Jesaiah Fischmann einen Daumen ins linke Auge gestoßen hatte.— Wie aus der Reutermeldung weiter hervorgeht; fand der Verletzte im Krankenhaus von Jaffa Aufnahme. Er hinterläßt einen Haufen Schulden und ein dreckiges Hemd. Newyork. Das amerikanische Marineministerium in Washington erteilte den Curtis=Flugzeugwerken einen Bauauftrag für 40 Jagdflugzeuge, Zex dafür bewilligte Betrag beläuft sich auf 700 000 Vollar. Es wird gelost! Entgegen der bisherigen Gepflogenheit wird die Vorschlußrunde um die Deutsche Fußballmeisterschaft nicht angesetzt, sondern ausgelost. Der Losungsakt wird am Sonntag in Leipzig anläßlich des Endspieles um den Reichsbund=Pokal erfolgen. Das Fachamt Fußball hat die Vertreter der vier Vereine zu dieser wichtigen Entscheidung eingeladen. Es sind folgende drei Vorschlußrundenvaarungen möglich: wbeich Fortuna Düsseldorf—. Vorw.=Rasensport Gleiwitz. Fortuna Düsseldorf— SE Schalke 04, Sotians Sameise.f Se...... 1. FE Nürnberg— Vorwärts=Rasensport Gleiwitz. Fortuna Düsseldorf— 1. FE Nürnberg, FE Schalke 04— Vorwärts=Rasensport Gleiwitz. FE Schalke 04— 1. FE Nürnberg. 93B-Elf gegen Everton Für Sonntag in Nürnberg Im fünften und letzten Spiel wird dem Everton FC am kommenden Sonntag in Nürnberg eine starke deutsche Elf gegenübertreten. Der Schalker Urban hat in Stuttgart gut gefallen und ist auch in Nürnberg auf dem linken Flügel zu finden. Es spielen: Jakob(Regensburg): Münzenberg (Aachen), Munkert(Nürnberg); Mehl(Düsseldorf). Goldbrunner(München), Bernhard(Schweinfurt): Gußner(Rürnberg), Eckert(Worms),„Siffling (Waldhof), Gauchel(Neuendorf), Urban(Schulke). Sonderzug zum Olympiadorf fällt aus Wie die Pressestelle der Reichsbahndirektion Wupvertal mitteilt, muß der für Samstag. 23. Mai. nach Berlin vorgesehene Verwaltungssonderzug zur Besichtigung des Olympiadorfes ausfallen. Die Fahrkarten und Gutscheine werden von der kartenausgabe zurückgenommen. Lokaler Sport Kirchlicher Anzeiger Sonntag, den 24. Mai 1936 Katholische Gottesdienstordnung St.=Lamberius=Pfarre(Altstadt) .15 Uhr erste hl. Messe mit Predigt:.30 Uhr zweite hl. Messe mit Predigt und gem. hl. Kommunion aller Frauen und Mütter der Gemeinde: 9 Uhr Kindermesse mit Predigt: 10 Uhr Hochamt mit Predigt: 11.15 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt:.30 Uhr Christenlehre und Andacht. nachher Taufen: 8 Uhr Maiandacht. Werktags sind die hl. Messen um.30,.10 und 8 Uhr. St.=Elisabeth=Psarrvitarie(Obercastrep) Castrop 02— Tub. Mengede Ein recht interessantes Treisen wird am Sonntag die Begegnung obiger Gegner werden. Man kann hier ruhig von einem Lokaltreisen sprechen. Man liegt geographisch gar nicht so weit auseinander. Trotzdem haben beide Gegner in verschiedenen Grupven gespielt. Die Mengeder haben drei Treisen in der Runde der Zweiten schon hinter sich. Sie konnten die beiden ersten überzeugend für sich gestalten. Ihr letztes Treisen gegen Witten 92 verloren sie dagegen. Und unsere heimische Elf? Zwei Spiele haben sie gemacht und beide gingen verloren. Wie wird nun das dritte ausgehen? Man muß es den 02ern lassen, innerhalb der Meisterschaftskämpfe lieferten sie große Spiele: aber im Freund= Mädchen vom 5. bis schaftskampi vermißt man den Willen auf Sieg. und Mütter;.30 Uhr Hochamt;.30 Uhr Andacht. Manch einer hat anscheinend keine Lust. beim „Sommerfußball“ mit dabei zu sein. Dies ist aber grundverkehrt. Was ein rechter Sportler ist, muß immer„fit“ sein, einerlei, ob es sich um Freundschaftsspiele oder Meisterschaftskämpfe handelt. Wir erwarten, daß gerade beim morgigen Spiel alles wieder zur Stelle ist. Man sollte die letzte Niederlage in Mengede noch nicht vergessen haben! St.-Antonius-Pfettt(Sdera) .30 Uhr hl. Messe;.45 Uhr Frühmesse mit Predigt und gem. hl. Kommunion,.45 Uh hl. Messe mit voln. Gesang; 10 Uhr Hochamt mit Predigt:.30 Uhr Andacht. „St. Marien“(Merklinde) .30 Uhr Frühmesse: 10 Uhr Hochamt:.30 Uhr Andacht. Kirchlinde..30 Uhr hl. Messe, 8 Uhr hl. Messe mit Predigt: 10 Uhr Hochamt: 2 Uhr Andacht. Marten. 7 Uhr Frühgottesdienst;.30 Uhr zweite hl. 10.30 Uhr Hochamt:.30 Uhr Andacht. Uhr Kindergottesdienst; meindehaus. 10.30 Uhr Festversammlung Sonstige religiöse Veranstaltungen Christliche Versammlung. Biktortastraße Sonntag.30 Uhr Sonntagsschule: 4 Uhr Verkundigung des Wortes Gotteo Mittwoch—8 Uhr Gebeisstunde:—0 Ude Wortbetrachtung Evangelische Gottesdienstordnung 7 Uhr erste hl. Messe,.30 Uhr zweite hl. Messe mit gem. hl. Kommunion: 10.30 Uhr Hochamt mit Predigt;.30 Uhr Andacht. St.=Franziskus=Gemeinde Schwerin hl. Kommunion der .30 Uhr Frühmesse mit gem. 8. 1. Jgd. Dortmund 95— 1. Jgd. Castrop 02 2. Jgd. Dortmund 95— 2. Jgd. Castrop 02 Siegen 07— Castrop 02:0 Auch dieses Treffen am Himmlefahrtstage ging für die Castrover verloren. Wenn man auch mit drei Ersatzleuten den Kampf aufnehmen mußte, so haben die Castroper doch ein überlegenes Spiel vorgeführt und den denkbar besten Eindruck hinterlassen. Das Sviel begann jlott, und ehe sich Castrops Eli gefunden hatte, führte der Gastgeber durch Halblinks bereits nach zehn Minuten. Aber bald beherrschten die Castrover das Feld. Ihr technisch besseres Spiel setzt sich durch, aber die verstärkte Hinterreihe und die harte Spielweise machten das Bemühen der Castrover nutzlos. Nach der Pause drängen die Siegener und erhöhen in der 5. Minute auf:0. Castrop. Sonntag.30 Uhr Frühgottesdienst. Pastor Rothe: .30 Uhr Hauptgottesdienst. Vikar Wortmann; 11 Uhr Kinder gottesdienst; 2 Uhr Kindergottesdienst Schwerin. Dienstag abend 8 Uhr Bekenntnisgottesdienst in der Kirche. Es predigt Pfarrer Huhn, Berlin. Sonntag.30 Uhr Blaukreuzverein. Dienstag Frauenhilfe 2 fällt aus; 8 Uhr Kirchenchor. Mittwoch Bibelstunde in Frohlinde. Donnerstag 3 Uhr Frauenschuljahr und der Frauen hilfe 1 Castrop; 4 Uhr Frauenhilfe Schwerin; 8 Uhr Vorbereitung zum Kindergottesdienst. Freitag 5 Uhr und 8 Uhr Gemeindebibelstunde; 8 Uhr Bibelstunde. Aus den Vereinen Bladenhorst. Sonntag 10 Uhr Gottesdienst; 11 Uhr Kindergssemilie Mittmech den 2“ 9p.,“ gottesdienst. Dienstag, den 26. Mai, abends.15 Uhr, GottesKolvingssamttie. Mittwoch. den 27. Mai, abends dienst in der Kirche. Uhr, Zusammenkunft im Vereinssaal. Habinghorst. Sonntag.30 Uhr Gottesdienst. Pastor Obermeier; 11 Uhr Kindergottesdienst: Taufen und Trauungen in der Kirche 12 Uhr. Dienstag. den 26. Mai, abends 8 Uhr, Gottesdienst in der Kirche. Jugendbibelstunde: Montag, den 25. Mai, abends 8 Uhr, im Gustav=Adolf=Haus. Freitag. den 29. Mai, abends 8 Uhr, im Gustav=Adolf=Haus, Vorbereitung des Helferkreises. Jungfrauenverein. Dienstag. den 26. Mai. abends 8 Uhr. Zusammenkunft und Handarbeit im Vereinssaal. Vorromäusverein. Die Bücherausgabe ist Sonntag nachmittag von—4 Uhr. Kirchensteuerhebetermin ist Sonntag vormittag von 10.30—11.30 Uhr. Die Grabhilse hält Sonntag den Zahlungstermin ab und zwar von 10.30—12 Uhr. Baugenossenschaft„Unser Heim". Der Vorstand und Aussichtsrat der Baugenossenschaft hat Sonntag. den 24. Mai. Sitzung um 11.30 Uhr im Vereinssaal. Pfarrvikarie„Zu den hl. Schutzengeln“(Frohlinde) .30 Uhr Frühmesse mit gem. hl. Kommunion;.30 Uhr Hochamt;.30 Uhr Andacht. Herz=Jesu=Psarre(Bahnhof Rauxel) Kirchl. Gemeinschaft und Jugendbund fur Eutsch. Christentum, Castrop=Raure: 1(Konfirmandeusaat, Biesenkampstraße) Sonntag 16 Uhr Evanglisationsvortrag: 17.15 Uhr Jugens. bundstunde Donnerstag 20 Uhr Bibelbesprechung u. Gebetsstunde Gemeinde gläubig getaufter Christen(Baptisten). Castrop=Raurel 1. Bahnhofstraße 33(Baracke) Versammlungen Sonntag.30 Uhr Bidelstunde. Sonntag 11 Uhr Sonntageschul Jonntag 16 Uhr Heilsverkundung. Donnerstag 20 Uhr Bibel= und Gebe#gstunde Neuapostolische Gemeinde Castrop=Rauxe! 1. Hinterheue! Herne: Straße 16 Sonntag morgen 9 Uhr. Sonntag nachmittag 4 Uhr. Mittwoch abends 7 Uhr.— Kinde unterricht Sonntag. 2 Uhr Sonntagsschule Mittwoch nachmittao 5 Uhr Konfirmanden= und Katechumenen-Unterrichtsstunde Freie evgl. Gemeinde Castrop=Rauxel 1. Schubertstraße 33 Ickern. Sonntag.30 Uhr Gottesdienst, Pastor Becker; 11 Uhr Kindergottesdienst und Taufen. Donnerstag 8 Uhr Bibelstunde. Sonntag.30 Uhr und Dienstag 5 Uhr Kirchliche Gemeinschaft. Bövinghausen. Sonntag 10 Uhr Gottesdienst, 11.15 Uhr Kindergottesdienst: 12 Uhr Taufen. Montag 8 Uhr Bekenntnisgottesdienst. Pastor Anz aus Lebusa(Sachsen). Bodelschwingh. Sonntag.30 Uhr Gottesdienst;.30 Uhr Kindergottesdienst. Montag 20 Uhr Bekenntnisgottesdienst, Pfarrer Steiner aus Leun an der Lahn. Kirchlinde=Rahm. Sonntag.30 Uhr Gottesdienst mit Taufen; 10.45 Uhr Kindergottesdienst: 20 Uhr Bekenntnisgottesdienst in Marten, Pfarrer Boue. Mittwoch 16 Uhr Frauenhilfe Rahm; 20 Uhr Bibelstunde der weiblichen Gemeindejugend. Freitag 20 Uhr Gemeindebibelstunde. 7 Uhr Frühmesse mit gem. hl. Kommunion;.30 Uhr Hochamt; .30 Uhr Andacht. St.=Joseph=Pfarre(Habinghorst) .30 Uhr hl. Messe,.30 Uhr hl. Messe;.45 Uhr hl. Messe mit voln. Gesang; 10 Uhr Hochamt mit Predigt,.30 Uhr Andacht. Marten. Sonntag.30 Uhr Gottesdienst(Taufen); 10.45 Uhr Kindergottesdienst. Mittwoch 20 Uhr Gemeindebibelstunde. Freitag 20 Uhr Gebetsstunde. Sonntag abend 8 Uhr Bekenntnisgottesdienst. Mengede. Sonntag.30 Uhr Festgottesdienst(Jahresfest der Anstalten der Inneren Mission), Pastor Niemann, Münster; 10.30 Sonntag vorm.30 Uhr Bibelbesprechstunde; 11 Uhr Kindergottesdienst: nachm. 4 Uhr Evangeliumsverkündigung. Mittwoch. abends 8 Uhr Bibel= und Gebetsstunde. Freie evangelische Gemeinbe Castroo Rauxei 4. Friedhofstraße 11 Sonntag vorm..30 Uhr Bibelbesprechstunde. 11 Uhr Kindergottesdienst. 16 Uhr Predigt. Donnerstag. abendo.30 Uhr Bibel= und Gebetsstunde. Castrop=Rauxel 3. Kronpeinzenste. 53(Eingang Heurichenbg. Str. Sonntag morgen 9 Uhr. Sonntag nachmittag 4 Uhr. Mittwoch abend 7 Uhr Kindergottesdienst Sonntag nachmittag 2 Uhr. Dortmund=Bövinghausen Sonntag morgens 3 Uhr Gottesdienn..30—.30 Uhr SonnMittwoch 7 Uhr Gottesdienst. tagsschule. 8 Uhr Gottesdienst sch Der heutigen Auflage ist eine Beilage des Kaufhauses Kirsch Castrop=Raurel 1. Münsterstraße 21. beigefügt, auf die alle Leser hiermit besonders aufmerksam gemacht seien. Statt Karten. Ihre Vermählung geben bekannt Zahnarzt Dr. Hermann Lind Mildegard Lind geb. Bock Winterberg Castrop-Rauxe 1 Hellweg 14 den 23. Mai 1936 W e PIANOS EIIIREI Allein-Vertr. der WeltPEUCEL firmen Bechstein,Blüthner, Grotrian- teinweg usw. Gute, gebrauchte Pianos u. Flügel stets am Lager.— Günstige Zahlungsbedingungen. PIANOHAUS MAPUF Bochum ANRSKaiser- Wilhelm-Str. Lager von etwa 80 Instrumenten. Reparaturen— Stimmungen Sonderangesor! Schinkenstücke 500 g.48 Mk. Schinkenplockwurst 500 g.48 Mk. Trockene Plockwurst 500 g.38 Mk. Braunschw. Meilwurst 500 g.25 Mk. 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Eine schlechte Werbedrucksache zeugt doch am wenigsten davon, daß die Ware gut sein könnte. Eigentümlich, daß trotzdem Geld für schlechte Drucksachen ausgegeben wird, wo man aus eigener Erfahrung weiß, daß schlechte Drucksachen stets unbeachtet, ungelesen in den Pavierkorb wandern". Es stimmt! Eine Drucksache, die im Satzaufbau, im Druck und im Pavier mangelhaft ist, hat keine Wirkung. Darum: Wählen Sie nicht immer die billigste und primitivste Ausführung bei Ihren Geschäftsund Werbedrucksachen. Mit einer guten Ausführung erreichen Sie stets mehr—— niemals ist das für gute Drucksachen angelegte Geld umsonst. Druckerei Geschw. Schmitz Castrop-Rauxel 1, Münsterstraße 24, Sa.-Ruf 2151 Werbt für den Stadtanzeiger Nr. 139 Die gegenwärligen Die Araber ime lästina sind am 15. getreten, um die Bew erzwingen. Diese For gegen die jüdis sind grundsätzlich auch sofern gerichtet. als di Juden Palästina als demokratische Selbstbe nen Bevölkerung ver Araber lassen sich kut schränkung des Landes selung der jüdischen der jüdischen Verbänd den amtlichen Stellen dämmung des jüdisch Forderungen hat die gelehnt, sie hat Trupt stehen auf Spitze und gewillt sind. auf ihre weil sie sich sonst sell letzten Monaten ist es zu erbitterten Rassekä den Seiten zahlreiche Die Baljour=Deklar tanniens für die Hilfe krieg sein. und Lord stolz auf sein Werk. stina die Mehrheit be vergewaltigt wurden. Briten weniger, denn laß der Erklärung 3 Umstände ließen die 2 tigung der arabischen beschreiten. Aber aud Zeiten gewandelt. Da lichen Rückhalt im Sauds nach der Eroberhalten. Das Arabi arabische Einigungside diese Bewegung läßt Gewaltmaßnahmen ur nördlichen Anrainer=G zösische Mandatsverw. eingeborenen Bevölker In Palästina wendet die Jnden. als diese Macht des Weltiuden! sen Geldern, sich im und tatsächlich auf de schen Araber durch d Rasse aus den Angeln im Lande und damit zu erhalten. Schon 19 men der Araber nicht mauer in Jeruialem. Vor der Balfour=De lästina nur 10000 J Diese Juden hatten ihnen überhaupt mö wirtschaftlichen Chare Nach der britischen eine jüdische Heimstät Einwanderung stark z1 Juden neu ins Land. dischen Hintermänner wirtschaftlich zu entm lavin wuchsen in gere die Bodenspekulation 1 war ihr hilflos preie tariat hinab. Danie will. ist es natürlich. mer größerer Zahl ein sich alle Arteigenschaft mendem Maße. Tela jüdischen Kommunister den. der Aschkenasim orthodoxen und der a kes erlebt, das sich b erwählte Volk bezeich B. der See Genezare lagen verschandelt. in zu Hungerlöhnen für tätig war. Schon 19: der Ueberschrift„Die einen Bericht, in dem zeichnet wurden. In jüdischen Siedlungen: See Genezareth und sich Juden angesiedelt. nen in Städten. wäh nas fast ganz von Ju arabischen Bevölkerun Aber das Judentum 5 ner ausländischen Gle und Fülle. Sie kat wuchern und schacher kann schon mit Rücksic den Arabern ihr Rec Im Dezember 1935 tionär Sir Artbur M gesetzgebenden Rat“. reform, die im wesent gen erfüllt hätte, den 1—