„„ für Castrop=Rauzel und Umgebung Se. Jochng, Koshroder Zelung Rauxeler Neueste Nachrichten Bladenhorster Tageblatt Wochendezugsprete Der Stadtanzeiger erscheint wöchentlich Zmal. 50 Pfg. Postbestellpxeiz 2 RM monatlf“ bei Störungen im Ersche verden Deua und berleg: Geschg, Sgris, Lu. safte Hauptschriftleiter, verantwortlich für den Textteil: Josef Pruos in Castrop=Ranxel. Anzeigenleiter: Welter in Castrop=Rauxel. DA. IV. 36 1797. Sa.=Nr. 2151 Castrop. ellpreis 2 RM. monatlich. Ersatzansprüche können Enzeigenpreis: 1 mm„2o“,,.eraet ächag en von“,.2, vr zusche, zuch eitr die nuch Perst. 61 Witheln Preisliste Nr. 2 D. V. berausgegebenen Richtlinien. 3. Jt. ai 2. Für Platzwünsche, auch für die durch Fernsprecher aufgegebenen, sowie für undeutlich geschriebene Aufträge wird keine Gewähr übernommen Schluß der Anzeigen=Annahme 4 Uhr nachm. tags zuvor. Erfülungsort u. Gerichtsktand Cakron-Raurel. Amtliches Veröffentlichungsblau für den Landgerichtsbezirk Dortmund. für den Stadttreis Castrop=Raurel. Nr. 135 Dienstag, den 19. onb. München, 18. Mal. Klautsseileeiae Jeeinles auf dei Jueislenlag Dre an Sulira Schrack dam traven Booleiter„„ at mpf. im Polhg mipagln und aur Soinem Blufo amnarmachson Das Recht muß im Volke wurzein und aus seinlem Hiule empbclbachsen kasse trägt das deutsche Volksrecht fassung zum Kern unseres Rechtswirkens und Rechtswollens machen, so ist damit gesagt: Unser Recht kann nur aus dem Volke emporwachsen, kann nur im Dienst am Volk seinen Weg gehen, kann nur vom Volk selbst getragen werden.“ Dr. Freisler wies darauf hin, daß das Recht im Volk wurzeln und aus seinem Wesen, seinem Blut emporwachsend nur dem blutbestimmten sittlichen Wesen des deutschen Volkes entsprechen könne, und führte weiter aus:„Dieses Bekenntnis zur sittlichen Natur des Rechtes ist vielleicht eine der tiefsten Wandlungen im Rechtsdenken. die der Nationalsozialismus heraufführte. Das gesunde Volksempfinden lebt in den Worten des Führers wie im Programm der RSDAP, in den Grundsätzen der nationalsozialistischen Gesetze wie in nationalsozialistischer Ehrauffassung, die in der RSDAP und ihren Gliederungen gelebt wird. Das artgebundene Volksrecht dient dem ganzen Volke. In diesem Sinne ist die nationalsozialistische Volksordnung in ihrer staatlichen Sphäre ein echter Rechtsstaat.“ Dr. Freisler betonte weiter, daß das gesamte Recht entsprechend der Forderung des Reichschr Frank nach dop Rlaerien der Hase. Was an Julius erchrea, dem treuen Begleiter und Mitkämpfer des Führers, sterblich war, das liegt nun aufgebahrt im neuen Friedhof von Gräfeling, dem freundlichen Villenort im reichen und dem Starnberger Se, der Julius dnb. Leipzig, 18. Mai. Den Schlußvortrag auf Schreck zur Wahlheimat geworden war und an der Arbeitstagung des Deutschen Juristentages dessen Wohl er als Erster Beigeordneter mit- am Montag hielt Staatssekretär Freisler. virkte. Er stellte zu dem Thema„Rasse als Träger und Knapp außerhalb der Ortschaft auf einem idyl Ziel des deutschen Volksrechts unter Berücksichlischen Hügel erhebt sich der neue Friedhof der tigung des Strafrechts“ folgende Gesichtspunkte Gemeinde. Weit schauen seine Kreuze in die heraus: schöne Landschaft des Würmtales hinein, und Anerkennung der Rasse als Ursprung, Träger hell blinkt das Kuppelkreuz der Aussegnungs= und Ziel deutschen Volksrechtes bedeuteten einen halle, in der Julius Schreck aufgebahrt liegt, in grundlegenden Wandel. Dessen werde man das Blau des Himmese..n um Zeichen dar so recht bewußt, wenn man Ziel, Wesen und Die Häuser ringsumyer haven zum Geichen vr: Träger des Rechtes vor der nationalsozialistischen Trauer um Julius Schreck, in dem Ortsgruppen Machteroreifung überschaue, worüber der Redleiter und Bürgermeister„den Besten der Ge sodann im einzelnen einen aufschlußreichen meinde Gräfeling“ beklagen, halbmast geflaggt sleberblig gab. oder Hakenkreuzbanner mit Trauerflor verhüllt. Die Front des Friedhofgebäudes ist mit Lor=„Heute stellen wir in den Mittelpunkt allen beerbäumen geschmückt. In der Mitte steht im Strebens und aller Maßnahmen das deutsche Halbdunkel des Aussegnungsraumes, dessen vor Volk, das deutsche Volk nicht als Umweltdere Hälfte durch große Flaggentücher auf satt= erzeugnis, sondern als lebendigen Orgabraunem Hintergrund von dem rückwärtigen nismus. Das Volk und seinen bestimmenden Teil der Halle abgetrennt ist, auf hohem Socke! Rassekern fassen wir organisch, d. h. lebenswirkder Sarg. Ihn bedeckt ein samtenes, Hakgnikzauz; lich auf. Wir fassen es damit als etwas Ewibanner. Eine Ehrenwache der SS.=Erggeitan ges auf, nicht im Sinne des heute lebenden Ge Recht entsprechend der Forderung des ReichsDeutschland mit blankem Degen steht, zU. Seiten schlechtes, sondern im Sinne der Gesamtheit der ministers Dr. Fraur nach den Werten der Rasse, des Sarges. Auf einem schwarzen Kissen rühen ewigen Geschlechterfolge. Wenn wir diese Auf= des Bodens, des Staates, der Ehre und der Arder Blutorden und die Kriegsauszeichnungen des Mannes, dessen ganzes Leben Kampf und Hingabe für Deutschland, für den Führer gewesen . Süäßen hreitat sich ein wächti Dem Sarg zu Füßen breitet sich ein mächtiger Fliederkranz aus, auf dessen Schleifen die Hauptstadt der Bewegung dem unvergeßlichen Kämpfer den letzten Gruß entbietet. Daneben liegen Lorbeerkränze der Ortsgruppe Gräfeling der RSDAP. und der Gemeinde Gräfeling, Kranzspenden aus Bad Godesberg und andere letzte Zeichen der Liebe und des Gedenkens. Feierliche Stille herrscht. Unaufhörlich pilgert die Bevölkerung von nah und fern in ehrfürchtigem Schweigen zu der Bahre des Kämpfers, um ehrenden Abschied von ihm zu nehmen. Ununterbrochen das Kommen und Gehen der Hunderte, die vorbeiziehen an der Bahre eines Mannes, den das Schicksal jäh herausgerissen hat aus einem Leben der Pflicht, der aber sein Leben gelebt und vollendet hat in der Treue zu seinem Führer und damit zu Deutschland. Am Dienstag wird er in der geweihten Erde seiner Wahlheimat, in die an hellen Föhntagen die fernen Schneehäupter der Berge hereinschauen, zur letzten Ruhe geleitet werden, ein Kämpferleben, das sich vollendet hat, das aber als Beispiel weiterwirken wird, solange Treue, Kameradschaft und Pflichterfüllung gelten in deutschen Landen. beit ausgerichtet werden müsse. Die Gesetze könnten nur nach der nationalsozialistischen Weltanschauung als der Stimme des Volksgewissens und des gesunden Volksempfindens ausgelegt werden. Schließlich wies Dr. Freisler noch darauf hin, daß die Erziehung des Rechtswahrers auf die Heranbildungsart gesetzter Männer nach rassischen Auslesegesichtspunkten gerichtet werden müsse, da nur diese ein artgebundenes deutsches Volksrecht weiter entwickeln könnten. Unter stürmischer Zustimmung von 10 000 Rechtswahrern schloß Dr. Freisler mit der Forderung:„Arbeiten wir daran, immer bessere Nationalsozialisten zu werden, dann dienen wir unserer Aufgabe, Wahrer des rassisch verwurzelten, dem Volke dienenden und von ihm getragenen deutschen Volksrechtes zu sein.“ Mderisten gegen spanische IIsistere Jast sämtliche Offiziere zweier Kavallerieregimenter verhaftet Marxisten-Ueberfall als Grund Führerbüste in Addis Abeba Eine Anerkennung des Führers für die Deutschen in Addis Abeba dnb. Berlin, 18. Mai. In Anerkennung der“ einmütigen und entschlossenen Haltung der Deutschen in Addis Abeba und in Erinnerung an die erfolgreiche Verteidigung während der dortigen Plünderungsunruhen hat der Führer und Reichskanzler für das Gebäude der deutschen Gesandtschaft in Addis Abeba seine Bronzebüste mit Widmung gestiftet. dub. Madrid, 18. Mai. Fast sämtliche Offiziere der in Aleala de Henares bei Madrid liegenden Kavallerieregimenter Nr. 1 und 2 sind Montag vormittag verhaftet und in das Militärgefängnis Guadalajara eingeliefert worden. Der Grund hierzu liegt in der Weigerung der Reiteroffiziere, einem Befehl des Kriegsministers Folge zu leisten, wonach die beiden Regimenter auf Grund gewisser gegen das heutige politische Regime gerichteten Vorkommnisse neue Garnisonen in Palencia und Salamanca beziehen sollten. Von Madrid sind Polizeiabteilungen nach Alcala de Henares abkommandiert worden. In der Stadt selbst herrscht völlige Ruhe. Die Kavallerieregimenter befinden sich nach erfolgter Verhaftung der Offiziere noch in Alcala de Henares. Wie bekannt wird, hat die Erhebung der beiden Kavallerie=Regimenter zu der Verhaftung von 62 Offizieren sowie einiger Mannschaften geführt. Den Anlaß zu der Gehorsamsverweigerung der Offiziere hat ein bewaffneter Ueberfall gegeben, den eine Gruppe Marxisten auf einen Offizier verübt hat und der zu einer Spannung zwischen den Offizieren und den marxistischen Einwohnern der alten Universitätsstadt führte. Die beiden Kavallerie=Regimenter werden mit neuen Offizieren am Dienstag und Mittwoch in ihre neuen Garnisonen in Palenzia und Salamanca rücken. Wegderener Zum=Aanonaniseniee Glänzender Abschluß der Dritten Reichstheaterfestwoche in München Danktelegramm Dr. Goebbels dnb. München, 18. Mai. Die Dritte Reichstheaterfestwoche in der Hauptstadt der Bewegung und der deutschen Kunst, die vor allem dem hrgmatischen Schaffen nationalsozialistischer Bühnendichter gewidmet war, ist nach eindrucksvollem erfolgreichen Verlauf am Sonntag zu Ende geSie hat in Gegenwart vieler führender Männer der deutschen Kulturpolitik und des deutschen Bühnenlebens ein überzeugendes Bild von dem hohen Stand nationalsozialistischer Theaterpflege und Theaterkultur gegeben und hat sich zu einer wichtigen Etappe auf dem von dem Präsidenten der Reichskulturkammer, Reichsminister Dr. Goebbels, so meisterlich gekennzeichneten Weg zum deutschen Nationaltheater gestaltet. Sie hat gezeigt, daß auch auf dem Gebiet des gesamten Bühnenschaffens die Früchte barer nationalsozialistischer Aufbauarbeit reifen, und das persönliche Erscheinen des Führers am Beginn der kulturpolitisch so bedeutsamen Festwoche hat ihr besondere Weihe, verliehen. Den symbolhaften Abschluß bildete am Sonntagabend eine glanzvolle Festaufführung der „Meistersinger“. Reichsminister Dr. Goebbels richtete zum Abschluß der Reichstheaterfestwoche 1936 an den Generalintendanten der Münchener Staatstheater, Oskar Walleck, der mit der Vorbereitung und Durchführung der Reichstheaterfestwoche beauftragt war, ein Telegramm, in dem er dem Generalintendanten zu der besonders sorgfältigen Vorbereitung und künstlerisch so erfolgreichen Durchführung der diesjährigen Reichstheaterfestwoche seinen herzlichen Dank und seine aufrichtige Anerkennung ausspricht und bittet, diesen auch an alle Mitwirkenden vom ersten Solisten bis zum letzten Bühnenarbeiter zu übermitteln. Die Reichstheaterfestwoche 1936 hat, so schließt das Telegramm, den alten Ruf der Stadt der deutschen Kunst aufs neue bewährt. Möge sie für das künftige Bühnenschaffen im ganzen Reich Vorbild und Ansporn sein und mithelfen, dem kommenden deutschen Nationaltheater den Weg zu bereiten. Oesterreicher in Jerusalem erschossen Die Unruhen in Palästina nehmen scharfe Formen an dnb. Jerusalem, 18. Mai. Die Erregung in Jerusalem hält die ganze Stadt in ihrem Bann. Die Straßen sind mit aufgeregten Menschenmassen überfüllt. Die Ausschreitungen und Terrorakte, Bombenwürfe und Brandstiftungen werden fortgesetzt. Montagvormittag wurde auf einer Hauptverkehrsstraße Jerusalems ein nichtjüdischer Oesterreicher erschossen. Alle Schulen sind geschlossen worden. Nach Zeitungsmeldungen aus Nordpalästina sind dort 163 Häuser in arabischen Dörfern, deren Besitzer die Steuerzahlungen verweigerten, beschlagnahmt worden. Die englische Regierung gibt nicht nach In englischen Berichten wird die Lage in Palästina als außerordentlich ernst bezeichnet. Ueber ganz Jerusalem ist der Ausnahmezustand verhängt worden. Der Oberkommissar von Palästina berief am Sonntag eine dringende Konferenz der obersten Regierungsbeamten zur Erörterung der Lage. „Daily Telegraph“ erfährt in London, daß die britischen Behörden in Palästina nicht beabsichtigen, der arabischen Forderung nach einer Verminderung der jüdischen Einwanderer nachzukommen. Der Oberkommissar werde die jüdische Einwandererliste für die nächsten sechs Monate billigen. Danach sollen im nächsten halben Jahr rund 4000 Juden einwandern. Ein englischer Palästina=Ausschuß dnb. London, 18. Mai. Nach einer Mitteilung des Kolonialministers im Unterhaus hat die britische Regierung die Einsetzung eines Ausschusses beschlossen, dessen Aufgabe darin bestehen soll, die Ursachen der Unruhen in Palästina und die Beschwerden von arabischer und jüdischer Seite zu untersuchen. 60 Nationalsozialisten angeklagt Ein Riesenprozeß in Graz dnb. Wien, 18. Mai. In Graz begann am Montag vor einem Schwurgericht ein Riesenprozeß gegen 60 Nationalsozialisten, zum größten Teil junge Leute, Arbeiter, Hochschüler, Lehrer und Beamte. Die Anklage lautet auf Hochverrat. Sie stützt sich darauf, daß man beim Hauptangeklagten, dem 20jährigen Friseurgehilfen Wolfgruber, Listen gefunden habe, deren Inhalt angeblich darauf schließen lassen soll, daß es sich um die Zusammenstellung von Mitgliedern der SA gehandelt habe. Die Angeklagten bestreiten, daß sie Mitglieder der SA waren, und bezeichnen die vorgefundenen Listen als unglaubwürdig. Verhandlungen mit Litauen über den Kleinen Grenzverkehr wieder aufgenommen dnb. Kowno, 18. Mai. Die während der deutsch=litauischen Wirtschaftsverhandlungen gebildete Unterkommission zur Klärung und Prüfung gewisser Fragen für die Regelung des Kleinen Grenzverkehrs zwischen Litauen und Deutschland hat am Montagnachmittag ihre Arbeiten in Kowno wieder ausgenommen. Von deutscher Seite nehmen je ein Vertreter des Auswärtigen Amtes, des Innen= und des Finanz= ministeriums teil. Das Geld ist zu schade... Die Regierung von Guatemala begründet nochmals ihren Austritt aus dem Völkerbund dnb. Genf, 18. Mai. Die Regierung von Guatemala hat folgendes neue Telegramm an den Generalsekretär des Völkerbundes gerichtet: „Im Hinblick auf in der europäischen Presse erschienene irrige Kommentare beehre ich mich, Ihnen mitzuteilen, daß der Austritt Guatemalas aus dem Völkerbund durch wirtschaftliche Notwendigkeiten bedingt ist, die sich aus der Reorganisation der Staatsfinanzen ergeben, und durch die Ereignisse, die bewiesen haben, daß es unmöglich ist, das hohe Ideal zu erreichen das mit der Gründung des Völkerbundes angestrebt wurde. Die Regierung von Guatemala hat nicht die Absicht, die Zahlung der von ihr geschuldeten Beiträge zu umgehen, noch, sich der Politik irgendeines bestimmten Landes anzuschließen.“ Berlin. Montag früh traf der Chef der polnischen Staatspolizei General Zamorski zu einem viertägigen Deutschland=Besuch in Berlin ein. Das„deutsche Wunder“. Der Reichsfinanzminister sprach in Köln dub Köln, 18. Mai. Am Montag sprach der Reichsfinanzminister Graf Schwerin von Krosigk in Köln im Nahmen der von der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät Universität veranstalteten Vortragsreihe und führte in seiner Rede u. a folgendes aus: Man habe in den 1½ Jahrzehnten zweimal in der Welt von einem„deutichen Wunder“ gesprochen, das in der Finanz= und Wirtschaftspolitik Deutschlands vollbracht worden sei. Das erste Mal, als es durch die Schaffung der Rentenmark gelungen sei, Deutschland aus der Hölle der Inflation zu retten. Das zweite Mal, als im Der tag der beaischen=Kochiswahree in Lempfig Zwei Großkundgebungen am Sonntag Laufe von drei Jahren die deutsche isch aus dem Zustand völliger Erstarrung wieder zum Leben erweckt und die Wehrhaftmachung in Angriff genommen werden konnte. Diese Leistung sei der Ausdruck und die Folge einer zielbewußten Ausnutzung und Zusammenfassung der gesamten finanziellen, wirtschaftlichen und politischen Kräfte der Nation. Allerdings sei eine solche Zusammenfassung nur in einem Führerstaat möglich, wie er dem deutschen Volke seit der Machtergreifung durch Adolf Hitler„geschentt worden sei. Hierin liege das„deutsche Wunder". Nach einem Ueberblick über die einzelnen Maßnahmen und Phasen der seit 1933 eingeleiteten Finanz. und Wirtschaftspolitik gab der Minister eine Zusammenstellung der durch diese Politik bisher erreichten Erfolge. Er wies u. a. darauf hin, daß das gesamte Arbeitseinkommen der Arbeiter, Angestellten und Beamten im Jahre 1935 32,2 Milliarden RM. betragen habe gegen 29,3 im Jahre 1934 und 25,7 im Jahre 1932. Diese Zahlen zeigten deutlich die effektive Zunahme des Arbeitseinkommens in Deutschland. Der Minister führte zum Schluß aus, daß der Staat auf die schöpferische Kraft des Unternehmers nicht verzichten könne und daß auch das privatwirtschaftliche Gewinnstreben als Antriebskraft nicht vernichtet werden dürfe. Aber privatwirtschaftliche Rentabilität und volkswirtschaftliche Zweckmäßigkeit seien nicht immer identisch, und deshalb habe der Staat die Wirtschaft zu lenken, ihr die Ziele zu setzen und die Grenzen zu ziehen, innerhalb deren sich der wirtschaftende Mensch frei bewegen könne. drei Jahren die deutsche Wirtschaft Was war mit den Dum-DumGeschossen? Eine Erklärung Edens zu den italienischen Beschuldigungen dub. London, 18. Mai. Außenminister Eden gab am Montag im Unterhaus eine längere Erklärung über die von italienischer Seite erhobenen Beschuldigungen hinsichtlich der Lieferung von Dum=Dum=Geschossen an die abessinischen Streitkräfte ab...„ö.„., Obwohl diese Beschuldigungen meyr als einmal amtlich dementiert worden seien, so führt Eden u. a. aus, machten gewisse Ereignisse es im Interesse der britischen Industrie und des guten englischen Namens notwendig, eine eingehende Darstellung zu geben. Um die Gesamtlage richtig zu verstehen, müsse daran erinnert werden, daß die Einwohner Abessiniens Patronen aller Art in der gleichen Weise verwendeten wie einige Länder ihre Währungen. Waffen und Munition seien der teuerste Besitz der abessinischen Krieger. Darüber hinaus sei Abessinien ein Land, in dem auf Großwild Jagd gemacht werde. Die Munition der Großwildjäger bestehe naturgemäß aus Weichspitzgeschossen, die allein für diese besonderen Jagdzwecke geeignet seien. Schon lange vor dem Ausbruch der Feindseligkeiten seien zweifellos große Mengen von Munition dieser Art von den Jägern zurückgelassen und unter die Eingeborenen verteilt worden. So sei es zu verstehen, daß im Verlaufe der Kämpfe abessinisches Militär sich veralteter Gewehre bedient habe, deren Munition, falls die italienischen Mitteilungen über die ihren Soldaten zugefügten Verletzungen richtig seien, sehr gut aus Weichspitzgeschossen bestanden haben könne. Die italienischen Beschuldigungen gingen dahin, daß diese Geschosse nach der Eröffnung der Feindseligkeiten von britischen Firmen an die abessinische Regierung für militärische Zwecke geliefert worden seien. Er betone, daß weder die britische Regierung noch die britische Industrie für die Tatsache verantwortlich seien, daß seit Jahren in Abessinien Munition aller Art von Hand zu Hand gehe. Die Regierung übe eine strenge Kontrolle über alle Waffen= und Munitionslieferungen aus, die in England für Ausfuhrzwecke hergestellt würden. In keinem Falle würden Ausfuhrgenehmigungen für Lieferungen erteilt, die nach der Haager Konvention verboten seien.... Juu Jas die italienische Eden bestatigte weiter, vaß die ktallenische Regierung in der vorigen Woche eine Note an den Völkerbund gerichtet habe, die die alten Beschuldigungen wiederhole. Diese Note sei nunmehr zurückgezogen worden. dub. Leipzig, 17. Mai. An der Großkundgebung der deutschen Rechtswahrer auf dem Reichsgerichtsplatz nahmen etwa 20000 Rechtswahrer teil. Reichsgerichtspräsident Dr. Bumcke wies auf die ungeheure Wandlung hin, die sich seit der Machtergreifung im deutschen Rechtsleben vollzogen Dies sei dem Führer zu danken, der vollbracht habe. was vor ihm keinem Deutschen gelungen sei. alle deutschen Volksgenossen zu einer Einheit zusammenzuschmelzen. Er habe auch die Grundlage geschaffen. auf der allein ein arteigenes wirkliches Volksrecht erwachsen könne. Zum Schluß legte Dr. Bumcke das Gelöbnis ab, daß es für alle Mitglieder des Reichsgerichtes nur einen Leitstern geben werde: Das Wohl des Volkes und den Willen des Führers, dessen treue Diener zu sein ihr höchster Wunsch ist.. Bscheracht Nach der Totenehrung betonte der Reimsrechtsführer Reichsminister Dr. Frank u..: Einen Rechtsglauben von der Stärke, wie der Nationalsozialismus ihn gab, hat das deutsche Volk noch nie erlebt. Eine Zuversicht, daß über unserem nationalsozialistischen Wollen die Gnade des Himmels liegt. haben wir in der deutschen Geschichte in dieser Stärke noch nicht erlebt. Wir haben gestern den deutschen Rechtswahrer proklamiert, und wir wollen in diesem Rechtswahrer den Wahrer des wahren Rechtes Deutschlands, des deutschen Volkes und der deutschen Volksgenossen sehen..„. Dieses Reichsgericht hier ist ein Symvol der Geschichte unseres Volkes. Wenn das Reich sank, war das Reichsgericht auch in Gefahr, schutzlos zu sein. Wir haben hier in diesem hohen Gebäude die Schande des sogenannten Prozesses gegen die Kriegsverbrecher erleben müssen. In diesem Prozeß, zu dem man deutsche Richter gezwungen hat, ist heute das Urteil ergangen. Wir Deutschen sind durch den obersten Wahrer unseres wahren Rechtes. Adolf Hitler, nicht nur freigesprochen, wir sind in diesem Prozeß die Sieger geblieben.(Stürmischer Beifall.) Wir haben niemals als Volk ein Verbrechen begangen. Wir Deutschen fühlen uns— und sind es — frei von jeder Schuld. Es gibt und gab kein Volk, das sich so wie das unsere für Frieden. Freiheit. Ehre und Arbeit eingesetzt hat. Wir haben aus diesen Tiefen und Höhen des Erlebens in diesem Gebäude nun für alle Zukunft eines zu erkennen: Man kann das Rechtsleben eines Volkes nicht loslösen von dem geschichtlichen Werden und Schicksal dieser völkischen Gemeinschaft. Es gibt kein Recht außerhalb der Machtsphäre des starken Reiches. Es kann kein deutsches Recht geben. das über dem Willen unseres Führers stünde, denn dieser Wille des Führers kommt aus den Urtiefen unseres gesamten völkischen Dalgung,..,###n Unser Kampf um das deutsche nechr in der Kampf um die Verewigung des Nationalsozialismus. Wir kämpfen um die Seele des Rechts und um seine Verbindung mit der Seele des Volkes, auf daß aus diesem Einklang ersteht das Reich des Nationalsozialismus, das Reich der Einheit, der Freiheit und des Rechtes. Wir. die Trager des inneren Rechtes, sind die Grundlage, die Voraussetzung des siegreichen Bestehens des Kampfes um den Rechtsfrieden der Welt. Wir grüßen von hier alle jene in auen Kulturvölkern der Welt, die wie wir den Glauben an das Recht als ein ewiges Gut der Kulturwelt in sich tragen. Wir können auch hier nur der Hoffnung Ausdruck verleihen, daß der Ruf des Führers durch gegenseitige Uebereinkünfte den Frieden zu gewährleisten, von den anderen Völkern ausgenommen werden möge. Friede und Recht gehören zusammen. der Friede durch das Recht ist unser Ziel.(LebhafIn unserem Führer, dem Bekenner des Rechtes des deutschen Volkes, grüßen wir den Erneuerer des Deutschen Reiches, den Erneuerer des deutschen Rechts, den Garanten des Kulturwillens einer Welt, die nicht unter das Joch des Bolschewismus geraten will. und=anwendung: Ständige Sicherstellung einer ausreichenden Zahl erbgesunder, für das deutsche Volk rassisch wertvoller, kinderreicher Familien. Wir müssen unser Volk stark machen für die kommende große geistige Auseinandersetzung. Das Recht ist dazu berufen, die Zukunft unseres Volkes sicherzustellen. Wir brauchen Führer zu artgemäßem Recht aus eigenem Rechtserleben, die verantwortungsbewußt mit rassischem Instinkt wirkliche Rechtswahrer sind. Aus diesem Grunde müssen wir auch eine Entkonfessionalisierung friedlicher Art des deutschen Rechts fordern, weil dadurch das deutsche Rechtserlebnis als Ganzheitserlebnis unseres Volkes mit arteigener Prägung gewährleistet wird. Anschließend behandelte Reichsamtsleiter Dr. Mößmer(München) das Thema„Rasse und Familie". Im Gegensatz zum Bolschewismus erblickt der Nationalsozialismus die wesentliche Kraftquelle des rassischen und kulturellen Aufbaues seines Volkes in der Familie. Daher sei die ganz besondere Sorge der neuen Staatsführung die Förderung und Sicherung der Ehe durch eine Gesetzgebung, die in dem Gesetz zum Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre und im Ehegesundheitsgesetz ihre stolze Krönung gefunden habe. „Rasse und Erbe“ hieß das Thema über das Professor Dr. Lange(Breslau) sprach. Das Erbrecht wurzelt im Rechte der Familie, der Rasse, des Volkes. nicht im Vermögens= und Verkehrsrecht der einzelnen. Seine Aufgabe besteht nicht in der Vollstreckung der Willkür des Erblassers. sondern in der Weitergabe von Werten in sorgender Förderung von Familie, Rasse und Volk. Die Willkür des Erblassers muß ihre Grenzen im Pflicht= und Gemeinschaftsgedanken finden. Am Nachmittag sprach Professor Dr. Tahm(Kiel) über„Rassenverrat, Volksverrat, Treubruch“. Für den einzelnen Volksgenossen begründet die Gliedstellung innerhalb der Volksgemeinschaft erhöhte Treuepflichten. Die Aufgabe, die Verletzung solcher erhöhter Treuepflichten zu fühnen, liegt zunächst der ständisch=beruflichen und der politischen Ehrengerichtsbarkeit ob. In einem grundlegenden Vortrag behandelte sodann der Hauptstellenleiter und Leiter des Amtes für Rechtspolitik im Reichsrechtsamt der NSDAP, Landesgerichtsrat Heinrich Barth, das Thema „Rechtssicherheit und Gerechtigkeit". Die Rechtssicherheit der Gemeinschaft verlangt, daß die Rechtsordnung im Einklang mit dem Volksgewissen gestaltet wird. Das Rechtsgewissen verlangt von jedem Volksgenossen die pflichtbewußte opfer= und einsatzbereite treue Mitarbeit. Ueber dem Rechtsbewußtsein des einzelnen steht immer das Rechtsgewissen des Volkes. steht die höhere Gerechtigkeit der Gemeinschaft. Wenn der Führer am 7. März und im darauffolgenden Wahlkampf immer wieder verkündet hat, daß das Lebensrecht des Volkes über allen Paragraphen, über dem formalen Recht stehe, so war das nicht eine diplomatische Redewendung, nicht eine taktische Wahlvarole oder nur eine Geste, sondern es war die Verkündigung unseres wiedergewonnenen tiefsten Rechtsbewußtseins und Rechtswollens. Naufruse sur Junas=Schreut dnb. Berlin, 18. Mai. Im„Völkischen Beobachter“ gedenken der Reichspressechef der N. S. D. A.., Dr. Dietrich, und SA.=Obergruppenführer Brückner des verstorbenen SS.= Brigadeführers Julius Schreck. Dr. Dietrich schreibt u..: Was die RSDAP. großgemacht und zum echten Führertum der Nation befähigt hat, das ist jene Gemeinschaft von Männern, denen der Nationalsozialismus nicht nur in Herz und Hirn, sondern denen er als kategorischer Imperativ im Blute liegt. Einer von diesen Männern war Julius Schreck. Er war ein Mann des Volkes, und darum war er der Mann des Führers. Wie er seiner Aufgabe gelebt hat und was er dem deutschen Volk geleistet, wird ein Kapitel der Geschichte des Nationalsozialismus sein. In dem Nachruf des SA.=Obergruppenführers Brückner heißt es u..: Aus dem jungen Soldaten des Weltkrieges, aus dem hartgewordenen Frontkämpfer wurde ein fanatischer Kämpfer für Deutschland. Er wurde Nationalsozialist mit ganzem, leidenschaftlichem Herzen. Auf all den tausend Fahrten in dem erbittertsten Kampf, der jemals um Deutschlands Freiheit geführt wurde, saß er wie ein Recke unerschütterlich am Steuer. Oft teilte der Führer mit ihm das letzte karge Stückchen Brot auf langer, langer Fahrt. Julius Schreck, ein Mann von rücksichtsloser Bravour und blitzschneller Entschlußkraft, war immer und immer Garant für die Sicherheit des Führers. Uns allen war dieser treue Paladin des Führers als Kamerad und als Freund Vorbild. Wir wollen versuchen, es ihm gleichzutun. Korpsführer Hühnlein sagt in einem Nachruf u..: Viele hunderttausend Fahrtkilometer hat er in den Kampfjahren bis heute des Führers Leben bei Tag und Nacht, bei Wetter und Wind mit immer gleich unbeirrbarer Sicherheit und Schnelligkeit durch die deutschen Lande geleitet. RSKK. senke deine Feldzeichen und Sturmstander nun an seiner Bahre in stillem Gedenken und verhülle sie— eine letzte Ehrung— für die Dauer einer Woche mit schwarzem Flor! In deinem Herzen aber lebe er fort als das leuchtende Vorbild des Mannes und Kämpfers, der in hingebungsvoller Treue seine Pflicht bis zum letzten erfüllte!“ Der Reichsführer SS. Heinrich Himmler hat zum Tode des SS.=Brigadeführers Julius Schreck Tagesbefehl an die Schutzstaffel der RSDAP. erlassen, in dem es heißt: SS.=Brigadeführer Schreck, der erste SS.= Mann Adolf Hitlers, ist aus dem Leben auf dieser Erde geschieden. Er war der Begründer der ersten Staffel der gesamten SS. in München im Jahre 1925 und bis zu seinem Tode der treue, immer einsatzbereite Begleiter des Führers. Sein Leben war ein einziger Weg der Treue, Pflichterfüllung und Hingabe an den Führer. Wir wollen nicht Worte an seinem Grabe machen, denn das ist nicht in seinem Sinn. Wir wollen jedoch Mann für Mann alles daransetzen, es ihm an Treue zum Führer, an Anständigkeit, Kameradschaft und Kampfesmut, solange wir leben, gleichzutun. Göring nimmt an der Beisetzung des SS=Brigadeführers Schreck teil Ministerpräsident Generaloberst Göring hat sich nach München begeben, um an den Bei setzungsfeierlichkeiten für den verstorbenen langjährigen treuen Mitkämpfer und Fahrer des Führers, SS=Brigadeführer Julius Schreck, teilzunehmen. Kundgebung„Jugend und Rechl“. HI und Jugendherbergen flaggen halbmast onb Berlin, 18. Mai. Der Reichsjugendführer hat eine Anordnung erlassen, nach der alle Dienststellen der HI und sämtliche deutschen Jugendherbergen am 19. Mai, dem Tag der Beisetzung des SS=Brigadeführers Julius Schreck, die Fahnen auf halbmast zu setzen haben. Dynamit unter Sektentempel Ungewöhnliche Maßnahmen gegen japanische Sekte dnb. Tokio, 18. Mai. Die japanischen Behörden haben sich entschlossen, die Haupttempelanlage der wegen staatsgefährlicher Umtriebe in ganz Japan verbotenen Omotokio=Sekte, die bei Ayabe nordwestlich von Kyoto liegt, zu beseitigen. Die Zerstörung der aus etwa 100 Gebäuden bestehenden Anlage wird von einem starken Polizeiaufgebot unter Verwendung von Dynamit vorgenommen. Man rechnet, daß die Durchführung dieser Maßnahme etwa zwei Wochen in Anspruch nehmen wird. Auf dem Marktplatz fand am Sonntagnachmittag eine Großkundgebung von nahezu 3300 jungen Rechtswahrern katt.. Reichsminister#. Der Reichsrechtsfuhrer Reichsminister Dr. Frank ging in seiner Ansprache davon aus, daß der Nationalsozialismus eine grundsätzlich andere Auffassung von Jugend und Alter habe als die frühere Zeit. Der Nationalsozialismus erwartet von Ihnen, daß Sie die fortwirkenden Träger jener idealistischen Vorkämpfer der Ueberzeugung darstellen, die einmal durch Blut. Terror und Neid die Bewegung zum Siege geführt hat. Er erwartet, daß Sie mit gesteigerter Leidenschaft an die der alten Vorkämpfer des Nationalsozialismus treten, um stärker noch als wir den Staat und das Volk, die aus dem Willen Adolf Hitlers hervorgegangen sind, so zu sichern, daß das Wort vom versendjährigen Dritten Reich in Ihrem lebendigt bleibt. Denken Sie immer daran, daß der Dienst des Rechts nur dann bestehen kann, wenn er ein Dienst aus der schlichtesten, von-Foziegengen; radschaft erfüllten Auffassung des tums ist. Sie müssen nur darum beforgt sein, ob Sie als ehrliche, anständige deutsche Manner Ihre Pflicht genau so tun wie die Millionen Volksgenossen sie Tag um Tag auch tun müssen. In dieser starken Arbeitskameradschaft unseres Deutschtums erwächst Ihnen dann die große Kraft, die wirklichen sozialen Friedensträger unseres Volkes zu werden. Wir wollen als geschlossene Kampftruppe des Führers lediglich mit Idealismus, mit Opfermut und Kraft einer müde gewordenen Welt die Zukunft unseres wiedererwachten Deutschtums als Ordnungsfaktor der Welt überhaupt entgegenstellen. Wehepflicsigebalnen in Engialto? Bemerkenswerte Rede des englischen Verteidigungsministers onb. London, 18. Mai. Der britische Verteidigungsminister Sir Thomas Inskip sprach vor der British Legion über„Englands Pflichten“. Er erklärte, das Gefühl zu haben, er sei für sein Amt nicht ausreichend ausgerüstet, genau so, wie das bei der englischen Armee vor 22 Jahren der Fall gewesen sei. Er glaube jekasse und Volk Eine Vortragsreihe auf dem Juristentag Am Montag wurde in Anwesenheit des Reichsrechtsführers Dr. Frank vor 5000 Rechtswahrern eine Vortragsreihe zum Thema„Rasse und Volk“ drhottihet. 4 In dem ersten Vortrag bezeichnete der Geschaftsführende Direktor des Reichsausschusses für Volksgesundheit Ruttke(Berlin) als die Zielsetzung des Nationalsozialismus für seine Rechtsgestaltung doch, daß das britische Volk niemand im Stich lassen werde, der die Wahrheit sage. In der letzten Zeit sei viel von der Rekrutenfrage gesprochen worden. Es liege den Engländern nicht, eine große stehende Armee zu unterhalten. Baldwin habe auch versprochen, daß es während seiner Ministerschaft keine allgemeine Wehrpflicht gebe, die der Nation die Streitkräfte zur Verteidigung liefere, dann müsse man irgendein anderes Mittel finden, um die erforderlichen Streitkräfte zu beschaffen. Es wäre wünschenswert, wenn man über diese Frage in aller Ruhe etwas nachdenke. Man solle sich einmal die weitausgedehnten Handelswege des britischen Reiches ansehen, die schutzbedürftig seien und solle an die Verpflichtungen des Landes denken, die von Jahr zu Jahr wüchsen. Er glaube, daß ihm jeder zustimmen würde, wenn er sage, daß jeder Engländer genau so wie 1914 bereit sein müsse, Verantwortlichkeiten auf sich zu nehmen. Er sei in keiner Weise pessimistisch und er glaube an einen endgültigen Erfolg Großbritanniens, aber das beste, was England für die Welt tun könne, sei, dafür zu sorgen, daß der Engländer von 1936 denselben Geist beweise, wie den von 1914 bis 1918. pflicht beträchtliches Aufsehen erregt und wird von den Blättern in großer Aufmachung gebracht. Am Donnerstag dieser Woche findet eine wichtige Aussprache über die Frage der Reich verteidigung im Unterhaus statt, bei der Inskip voraussichtlich einen umfassenden Ueberblick über die mit der Reichsverteidigung zusammenhängenden Aufgaben geben wird. Anscheinend hat der Minister andeuten wollen, daß eine beträchtliche Verstärkung der Werbung für die Wehrmach notwendig sei, nachdem der Rekrutierungsfeldzug der letzten Monate einen Fehlschlag gebrach. habe. In der Oppositionspresse hat die geheimnisvolle Aeußerung des Ministers, daß die Regierung, wenn sie nicht die allgemeine Wehrpflicht einführe, zu anderen Maßnahmen für die Bereitstellung der notwendigen Streitkräfte greifen werde, beträchtliche Unruhe hervorgerufen. Es wird berichtet, daß die oppositionellen Abgeordneten in der Verteidigungsaussprache am Donnerstag eine Erklärung dieser Aeußerung fordern werden. Die Rede des Verteidigungsministers hat wegen ihres Hinweises auf die allgemeine WehrParaguayanische Kommunisten in Argentinien unerwünscht dnb. Buenos Aires, 18. Mai. Wegen bolsch wistischer Propaganda im paraguyanischen Heere wurden in der vergangenen Woche, wie gemeldet, aus Asuncion zwölf Führer der Kommunisten an Bord eines Kanonenbootes nach Corrientes in Argentinien abgeschoben. Diese Provinzialregierung verweigerte jedoch ihre Landung, während diese nun vom argentinischen Innenminister gutgeheißen wurde. O D Hfarker Friedrich Kaping kritl in den Nahestand nach 3Jähriger segensreicher Tätigkeil als erster Pfarrer der Evangel. Samstag, den 16. Mai 1936 isse, des echt der er Vollin der rderung es ErbHemeinich Prorrat, einzelung inuepflicherhöhter er stängerichtsAbe brr WM. Gemeinde habinghorst elte soAmtes SDAP, Thema gt. daß Volksin versewußte Ueber immer ere Gerer am immer es Volirmalen natische sle oder idigung bewußtFriedrich Rüving genehmigt, daß er mit dem 1. Juni dieses Jahres in den Ruhestand tritt. isdruck bei der als auch am letzten Sonntag, als sich Pfarrer Rüving durch seine Abschiedspredigt offiziell von seiner Geteie Gottesbaus wor, tisle uu, eui, gugesganntester In lautloser Stinle und mir angesbanntener zum letten Megir, H1gg, Porten seinem Alterssitz erkor. verleben. Mit seinem ehemaligen Wirkungskreis wird er aber immer durch die Bande der Liebe, die Mw5.. H, andgrg sein! Das ganze Lezinüber und herüber Wie ronnte es auch unders sein! Photo: Archiv des„Stadtanzeiger“ Pfarrer Friedrich Rüving einen Antrag hat das Evgl. Konsistorium zu dem Pfarrer der Gemeinde Habinghorst benswerk des scheidenden Pfarrers galt ja der GeJahl der Evonoelscheromimern und Golen, Schle. Ost= und Westpreußen, Pommern und Posen, sien und anderen Teilen des Reiches auf rund 1500 Seelen gestiegen. Zunächst wurde durch einen dreiklassigen Schulbau für den Nachwuchs gesorgt, der bis dahin die weiten Schulwege nach Castrov und Ickern in Wind und Wetter zurückzulegen hatte. Nachdem dann die Ablösung von den beiden 0.„ vor, wu rzsug gg: Detzer Zieto, der Bauplatz für Kirche und Pfarrhaus gelaust. Am 31. Juli Otover„inster unter Teilnahme der Nachbar. Ponich=Dortgu g, Des Antmanns von Mebren u. a. ., eingeweihr wurde. sorderlichen Boutestatäpe, Ausgaben an, die ihm die junge Gemeinde hot, wurden die Gemeindemitglieder gezogen. 1912 wurde im gleichen Sinne die erst stellt. Einige Zeit später errichtete Pfarrer Rüning schu le. Alle diese Einrichtungen sanden starlen Zuspruch und erwiesen sich als sehr segensreich. Neue Aufgaben brachte der Krieg und die Nachkrioaszeit Der Weltkrieg forderte von der GeMitglieder. Die Erinnerung an sie wird vu) pie beiden Glocken d un bune Ven, Agi Hiz, Bisde u. Baz Scalekahn und Robelbahn von Cahtron nach da. Krankenvflegerin und, i. de dag Innere Hergarten. 1927 wutoe bus Onnele des Gotteshauses durch Künstlerhand ausgemalt. Nach dem Tode des Suverintendenten Kalthoff in Bladenhorst stellte das zweiter Parter der Gemneinde in sein Amt,einge, führt. Da die Gemeinde inzwischen auf runo 600 Möge Pfarrer Rüpings Wunkozies po###g# Sbich der 10,-Zthisienseigaobe GHrledb, unr Ue. dem, der das Haupt ist, Christus.“ Möge ihm selbst aber auch nach der langen segensreichen Arbeit in der Gemeinde Zeipenebggigen langes Otium cum dignitate ar vergönnt sein! Stadttreis Castrov=Rauxel, den 16. Mai 1936. Dr. Ankons Abschied von den Politischen Leitern Am Donnerstag abend verabschiedete sich Kreisleiter z. b. V. Oberbürgermeister Dr. Anton von den Politischen Leitern der beiden Castrop=Rauxe= ler Ortsgruppen, die sich im Hallerichen Saale versammelt hatten. Oberbürgermeister Dr. Anton legte ihnen die Gründe dar, die zur Zusammenlegung der bisherigen politischen Kreise Castrop=Rauxel und Herne zum neuen Großkreis Herne—Castrop=Rauxel führten. Anschließend dankte er allen Politischen Leitern ihre ausopferungsvolle und rege Mitarbei Im Namen der Politschen Leiter eregis. der Stellv. Kreisleiter Vogt das Wort, um Overbürgermeister Dr. Anton in anerkennender Weise für die von ihm für die Sache Adolf Hitlers und damit " 0 resche Unen aute Mattkrepp. Gegante Verarbettung. Das Mittettenl des hübechen Jabot: Ist gezogen und cleses sowte Kragen mit Zerstichen verachen Rock-Complet aus Bouclé, kleidsame Kragenform und Kordel-Verschnörung. □ /75 Die lose Jacke ist ganz auf Marocaln gefüttert...... defüttert Großer Strohhut mit hellfarbener Blüte und reicher 75 Schielergarnitur, In verschiedenen 24 Toben) aus veinwoll. Bouclé, In feinen Modefarben, Bele,g, Ssar.100 ert Kragen, uga. He# s.% #iert Kragen undR Jacke hat Maroefutter Kleiner weißer Sporthut Roleromit neuartigem hohem Kopf Soiste ggige. h Kopt 4 und farbiger Bandgernitur Apartes Leinen-Kostüm helle Jacke mit farbigen Noppen u. unl Rock; sportlich aufgesetzte Taschen und schöne Zierstepperel S Elegantes Kostüm aue gutem reinwoll. Bouclé, reines Kammgarn, in modischen Farbstelungen. Des Furter X□O0 der dache let kunstsele. □0C Blusen aus Mattirepp in allenbäcdsferber schen von 275 Damenröcke Ia vielen Stoftarten und allen 7 50) Geiden von. Meroeal! ESAAS9. OTE Srssen: SCr.(ussmmeiss:: O SUT-UND BILLIS„AUFEN NVOLLEN Pororr. T des Deutschen Volkes geleistete Arbeit aller Dank ab. zustatten und ihm zu versprechen, daß alle Politischen Leiter und überhaupt alle Parteigenossen in Castrop= Rauxel unentwegt der großen Ziele weiter dienen würden. HS.=Groietsfährer Langunkt kommt am Sonntag zur Heimweihe Am Sonntag. dem 17. Mai 1936, um 16.30 Uhr. wird bekanntlich in Castrop=Rauxel(Habinghorst). an der Oberschlesien=Straße das erste neuerbaute 5J.=Heim im Bereich des Bannes 259 Emschertal. durch den Oberbürgermeister der Stadt Castrop= Rauxel. Pg. Dr. Anton, eingeweiht und der HI. übergeben. Der Führer des Gebietes 9(Westsalen) der HJ., Gebietsführer Langanke, wird anwesend sein und auch eine kurze Ansprache halten. Im Oktober 1935 wurde der erste Spatenstich für das Heim im Rahmen einer kleinen Feier der H3. durch den Kreisleiter und Oberbürgermeister Dr. Anton getan. Die Aushebung der Erdmassen für das Heim. welches den Namen August Psaff erhält, ist von HJ.= und DJ.=Kameraden getätigt worden. Das Heim enthält 6 Räume, 4 Scharzimmer. 1 Zimmer für den Verwalter und einen Tagungsraum(70—80 Personen fassend), der für besondere Veranstaltungen vorgesehen ist, außerdem enthält das Heim 3 Kellerräume und eine Dunkelkammer. Auch das Aeußere des Heimes ist recht ansprechend. Es ist eine Heimstatt, zu der man die Staatsjugend von Castrov=Rauxel nur beglückwünschen kann. Der Reichsopfertag für Jugendherbergen in Castrop-Kauxe! Spendet für die Jugendherbergen! Heute und morgen trägt jeder eine Kirschblüte, erwirbt jeder eine Siegrune! In lobenswerter Weise haben sich die Frauenschaften in den Dienst des Jugendherbergswerkes gestellt indem sie die Haussammlung durchführen. Die politischen Leiter werden sich ebenfalls an der Sammeltätigkeit zum Besten dieses segensreichen Werkes beteiligen und dadurch ihre innere Verbundenheit mit der Jugend zum Ausdruck bringen. Auf den Straßen werden die Mädels Kirschblüten und die Jungen Siegrunen anbieten. Wegen der Einweihung des Hitlerjugendheimes im Norden der Stadt fällt in diesem Jahre die Kundgebung auf dem Altstadtmarkt aus. Dafür findet im Saale Wessels..=R. 2. Kaiserstraße 33, am Sonnabend. dem 16. Mai, um 20 Uhr. eine Veranstaltung statt, die besonders durch Ehrung der langjährigen Mitglieder und Vorführung des reizenden Tonfilmes„Jugend und Heimat“ starke Anziehungskraft bei jung und alt auslösen wird. Noch einmal ergeht an alle Volksgenossen die herzliche Bitte, zu dieser Abendveranstaltung zu erscheinen. Frühkonzeri für„Mutter und Kind“. Am nächsten Donnerstag(Christi Himmelfahrt) findet bei gutem Wetter in den Anlagen der Wirtschaft Köster in Deininghausen ein Wohltätigkeitskonzert der gesamten Kovelle der Gauinspektion I(Herne) statt. Das Konzert beginnt um .30 Uhr morgens. Der gesamte Ertrag ist restlos für das Hilfswerk„Mutter und Kind" bestimmt. Der Eintritt beträgt, 20 Pfg. Wichtig für Unternehmer von Güterfernund Nahverkehr Der Polizeipräsident in Bochum teilt mit: Nach§ 9 der Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über den Güterfernverkehr mit Kraftfahrzeugen vom 27. 3. 1936(RGBl. 1. S. 315) in Verbindung mit der Anordnung des Reichs= und Preuß. Verkehrsministers v. 30. 3. 36(RVBl. 1. B. S. 70) muß jedes Kraftfahrzeug, das im Güterfernverkehr oder im Güternahverkehr(Umkreis von 50 Klm. gerechnet vom Standort des Kraftfahrzeuges aus) verwendet werden soll, von dem Unternehmer bei der Zulassungsstelle für Kraftfahrzeuge bis 1. 6. 1936 angemeldet werden. Zulassungsstelle ist für die Stadtkreise Bochum, Wattenscheid und Witten der Polizeipräsident in Bochum, für die Stadtkreise Herne, Wanne=Eickel und Castrop=Rauxel das Polizeiamt in Herne. Staatsfeindliche Aeußerungen Eine ganze Reihe staatsseindlicher Aeußerungen hatte der 29jährige Ernst K. aus Castrov=Raurel getan, als er im vergangenen Jahre bei einer Frau Br. Arbeiten ausführte. Wegen einer Auseinandersetzung schimpfte er auf seinen früheren Arbeitgeber, der eine leitende Stellung in der DAF. einnimmt. Und dann ging K. dazu über. ähnliche Aeußerungen auch über die leitenden Männer des Staates und der Bewegung zu machen. Auch gegen diesen Angeklatgen beantragte der Staatsanwalt 10 Monate Gefängnis. Das Urteil des Sondergerichtes lautete auf 6 Monate Gefängnis. Traditions=Ecke Reichstreffen der Altveteranen in Bad Ems Wie in den Vorjahren im Ostseebad Heringsdorf und in Bad Harzburg veranstaltet der Deutsche Reichskriegerbund(Kyffhäuserbund) e. V. auch in diesem Jahre in der Zeit vom 25. August bis 3. September ein Reichstressen der Altveteranen, das diesmal in dem historisch denkwürdigen Bad Ems stattfinden wird. Die Kurverwaltung von Bad Ems kommt den ehrwürdigen Teilnehmern dieser Veranstaltung durch kostenlosen Besuch der Kurkonzerte und freien Zutritt zu den Kuranlagen usw. besonders freundlich entgegen. An Veranstaltungen sind vorgesehen außer Führungen durch die Kureinrichtungen und Sehenswürdigkeiten des historischen Bades Ems eine Rheindampferfahrt nach KoblenzEhrenbreitstein und St. Goar, ein Aufmursch von Abordnungen des Landesverbandes Westmark mit Ehrenvorbeimarsch vor den Kämpfern der Einigungskriege. Illuminationen des Kurparks. Lichtbildervortrag. ein Kameradschafts= und Begrüßungsabend und als Höhepunkt und Ausklang der Veranstaltung eine Sedanfeier am 1. September am NiederwaldDenkmal bei Rüdesheim. Durch Entgegenkommen der Reichsbahn wird den Teilnehmern sowie den etwa notwendigen Begleitversonen einzelner Allveteranen eine 50prozentige Ermäßigung auf den Fahrpreis für Hin= und Rückjahrt gewährt. Der Bundesführer des Deutschen Reichskriegerbundes. Oberst a. D. Reinhard, hat alle Gliederungen des Bundes zur tatkräftigen Unterstützung ausgerusen. Was der Holbalendundzr und Win Aus der Versammlung der Soldatenkameradschaft, Standort Castrop-Kauxel Nachdem die Ortsgruppe Castrov=Rauxel des Reichstreubundes ehemaliger Berufssoldaten in den Soldatenbund übergegangen ist, hatten sich auf Einladung des Standortleiters. Justizobersekretär Rottmann, am letzten Samstag eine große Zahl von Mitgliedern der gebildeten Soldatenkameradschaft im Vereinsheim Köllmann eingesunden. Nach kurzer Begrüßung und mit einem dreisachen„Sieg=Heil" auf unseren Führer wurde die Tagesordnung abgewickelt. Nach Feststellung des Bestandes ergab sich, daß die Soldatenkameradschaft sich fortgesetzt gut entwickelt. Die Meldung erfolgt bei dem Standortleiter Thomasstraße 21. I. Aufnahmejähig sind alle aktiven Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften, die nach dem 1. 1. 1921 aus dem Heere in Ehren ausgeschieden sind oder die nach dieser Zeit auch nur kurzfristig gedient haben. Die Angemeldeten sind dem Bundesgruppenführer des Soldatenbundes VI. Generalmajor Kloebe in Münster zu melden, der die endgültige Aufnahme unter versönlicher Verantwortung des Standortleiters verfügt. Jeder Kamerad des Soldatenbundes erhält einen Paß. der ebenfalls vom Bundesführer unterzeichnet wird. Als Abzeichen tragen die Kameraden des Soldatenbundes das große Hoheitsabzeichen, ähnlich wie die Wehrmacht, bei Aufmärschen und festlichen Anlässen auf der rechten Brustseite in Höhe der Ordensschnalle. Das kleine Hoheitsabzeichen kann jeden Tag angelegt werden und ist auf dem linken Rockaufschlag zu tragen. Als Kopfbedeckung wird eine marineblaue Mütze nach Form der Offiziersmütze der Wehrmacht getragen, und je nach der Wassenzugehörigkeit im Bunde, welches mit einem schwarzen Mohairbande versehen ist, und im Boden mit einer Paspelierung versehen und zwar Insanterie weiß. Artillerie rot. Kavallerie gelb usw. Die Abzeichen und die Mütze dürfen nur von Angehörigen des Soldatenbundes getragen werden. Unberechtigtes Tragen kann strafrechtlich verfolgt werden. Im Lause des Sommers werden den einzelnen Kameradschaften durch den Bundesführer Fahnen verliehen. Der nähere Zeitpunkt der Uebergabe. die wahrscheinlich in Münster stattfinden wird. wird noch bekannt gegeben. Nachdem der Standortleiter dann noch in kurzen Zügen über die Anordnung des Führers des Kyffhäuserbundes bezügl. des Verhaltens der einzelnen Kameradschaften des Kyffhäuserbundes und der übrigen Vereinigungen der militärischen Vereine und Kameradschaften gesprochen batte, stellte er fest. daß auch hier in Castrov=Rauxel stets ein autes kameradschaftliches Verhalten der einzelnen Vereine untereinander geherrscht hat. und dieses auch weiter herrschen und vertieft werden müsse. Bei einzelnen Veranstaltungen sollen die Führer vv. der einzelnen Kameradschaften eingeladen werden. Es kommt nicht darauf an, wo wir stehen. sondern wie wir stehen: alle für einen, einer für alle. Auch auf das Verhältnis zur Partei und zu den einzelenn Sturmsormationen kam der Redner zu sprechen und stellte auch hier fest, daß die Kameradschaft und die Achtung vor dem einzelnen auch hier die wahre Kameradschaft schuf und festigte. So wird und muß es gelingen, in enger Kameradschaft eine wahre Volksgemeinschaft erstehen zu lassen. Der Bezirksverbandsführer. Kamerad Bürgermeister Schulze, hielt sodann einen Vortrag über die Gliederung des Soldatenbundes und betonte noch, daß der Reichstreubund nicht aufgelöst sei. sondern als einziges korvoratives Mitglied in den Soldatenbund ausgenommen sei. Er bemerkte ebenfalls, daß es zwischen den einzelnen militärischen Vereinen keine Eisersüchteleien oder sonstige Unannehmlichkeiten geben dürfe, denn dieses widerspräche einer edlen Kameradschaft innerhalb einer Volksgemeinschaft, wie der Führer Adolf Hitler sie uns wiedergegeben habe. Nachdem der Standortleiter dann darauf aufmerksam machte, auch die Kameradschaft mit der SA. in der Tat zu beweisen, wurde eine sofortige Sammlung veranstaltet und das Ergebnis der SA. für das Dankopfer zur Verfügung gestellt. Am Himmelfahrtstage soll der bekannte Ausflug(Fußtour mit Frauen und Kindern) in die Heide stattfinden, wozu sämtliche Kameraden eingeladen sind. Antreten für den Süden ist um 7 Uhr am Rathaus(Ringstraße). Mit den Kameraden aus dem Norden trifft man um 8 Uhr bei Köster in der Heide ein. Gegen 10 Uhr ist Rückmarsch. Der nächste Kameradschaftsabend findet am 13. Juni. abends 8 Uhr. im Vereinsheim Köllmann statt. Der Kreisschulungswart Pg. Dr. Eichholz hat sich in liebenswürdiger Weise bereit erklärt, einen Vortrag über„Nationalsozialismus und Wehrpolitik" zu halten. Es ist deshalb Pflicht eines jeden Kameraden, pünktlich zu erscheinen. Nach Erledigung des offiziellen Teiles schloß der Standortleiter den sehr anregend verlaufenen Kameradschaftsabend. Die Kameraden blieben dann noch einige Stunden unter Absingen von vaterländischen Liedern und angeregter Unterhaltung gemütlich beisammen. Die Bebrutung der Weldung Die Ortsgruppe Castrov=Nauxel der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel bittet um Veröffentlichung der nachstehenden Ausführungen des Rechtsanwaltes Dr. F. Naue: Die Werbung ist ein umstrittenes Phänomen. Nun sagt allerdings die Feststellung, daß eine Erscheinung von vielen bekämpft und als überflüssig angesehen wird. noch nichts über den Wert oder Unwert dieser Erscheinung aus. Es ist vielmehr grundsätzlich so, daß jeder Fortschritt seine Existenzberechtigung erst im harten Kampf gegen das Alte. Gewohnte, Traditionsgebundene nachzuweisen hat, um je nach dem Ausmaß seines Sieges mehr oder minder allgemeine Beachtung und Anerkennung zu finden. Die Werbung als entscheidender Faktor des geschäftlichen Lebens ist verhältnismäßig jung: dies der eine Grund. weshalb sie sich die allgemeine Anerkennung noch nicht zu sichern vermochte. Der zweite und vielleicht noch wesentlichere Grund ist die Tatsache, daß eigentlich jeder sich berufen fühlt, sein oft völlig salsches und kurzsichtiges Urteil über die Zweckmäßigkeit oder Unzweckmäßigkeit der Werbung abzugeben. Erfolgreiche Werbung zu treiben ist eine Kunst, genau so, wie eine gute Over zu schreiben oder ein lebenswahres Bild zu malen. Wer unmusikalisch ist oder kein Verständnis für Malerei besitzt, der wird seine Ansicht über diese Over oder jenes Bild sehr vorsichtig sormulieren oder mit seiner Auffassung ganz zurückhalten; er wird aber meist sofort mit einem vorschnellen Urteil bei der Hand sein, wenn er über den Wert der Werbung befragt wird. Die beste Sache kann aber nicht bestehen, wenn sie zum Gegenstand tausendfältiger Kritik gemacht— wenn sie zerredet wird. Auch die Wissenschaft hat sich der Erscheinung Werbung mit Eiser bemächtigt und ist bei ihren Untersuchungen zum Teil zu Ergebnissen gekommen, die ebenso kühn wie von gründlicher Sachkenntnis ungetrübt sind. So schreibt der Soziologe Tönnies: Reklame ist„eine unproduktive Vergeudung von Arbeit und Arbeitsmitteln für den Kampi zwischen Fabrikanten und Händlern, die einander im Erfolg ihrer Lieferungen zu übertreffen wünschen, während es dem Konsumenten zumeist gleichgültig sein wird. ob Hinz oder Kunz den besseren Absatz hat und jedenfalls beiden die Zeche bezahlen muß. d.., die Ware des einen oder anderen wird durch die Kosten des Krieges, wenn beide Reklame machen, verteuert.“ Diese von Tönnies vertretene Auffassung ist in Laienkreisen häufig anzutreffen. Deshalb wollen wir sie zum Anlaß nehmen, um eine grundsätzliche Frage auszuwersen: Soll der Wettbewerb in der nationalsozialistischen Wirtschaft bestehen bleiben oder nicht? Die Auslese der Menschen ist zu allen Zeiten das wichtigste und schwierigste Problem zugleich gewesen, weil sie über den Wert einer Gemeinschaft entscheidet. Denn das ist das letzte Ziel wahrhaften Sozialismus, daß jeder Volksgenosse diejenige Stellung innerhalb der Gemeinschaft erhält, die seiner inneren Veranlagung und seiner Leistung am besten entspricht. Nicht Geld. Herkunft. Beziehungen dürfen die Stusen zum Aufstieg eines Menschen bilden, sondern einzig und allein seine Leistung. So will es die nationalsozialistische Weltanschauung, so verlangt es der neue Staat. Wie soll nun aber die Auslese vor sich gehen? Der Führer hat einmal zum Ausdruck gebracht. daß der Gedanke, einen Mann in eine Schule zu schicken, ihn nach einer####stimmten Zeit in ein Amt zu stecken, um ihn nach einer weiteren bestimmten Zeit zu befördern und nach gowissen Zeitintervallen immer wieder zu befördern, schon für die Verwaltung eines Staates kaum zu ertragen sei, daß es aber unmöglich ist, nach diesem Prinziv das ganze Volks= und Wirtschaftsleben auszubauen. Erst die harten Auslesebedingungen im Leben und in der Wirtschaft sind die Voraussetzungen für den praktischen Fortschritt. „Das freie Leben ist so natürlich wie der Kampf in der Natur draußen. der keine Rücksicht nimmt und viele Lebewesen vernichtet, so daß nur das Gesunde übrigbleibt. Würde man diesen Grundsatz durch die Sozialisierung beseitigen, so würde man die Prinzivien unserer Staatsverwaltung auf den Aufbau unseres ganzen wirtschaftlichen Lebens übertragen und würde damit jammervoll Schiffbruch erleiden. Wir könnten in einer durchgehend bürokratisierten Wirtschaft überhaupt nicht einen menschlichen Fortschritt erzielen, denn es sind zu einem Fortschritt ungeheuere Einsätze notwendig. Man kann nicht eine Höchststeigerung der Produktion erreichen, indem man ein Prinziv verwirklicht, das jeder Initiative von vornherein den Todesstoß versetzt.“ Hieraus ergibt sich ganz eindeutig, daß die nationalsozialistische Wirtschaft auf den Wettbewerb nicht verzichten kann und darf. weil durch ihn das Volks= und Wirtschaftsleben vorangetrieben und das Leistungsprinziv verwirklicht wird. Es ist ein Unding zu behaupten, daß der Wettbewerb des Konkurrenten schlechthin unlauter sei. Solche Meinungen entspringen gar zu oft der menschlichen Neigung zur Bequemlichkeit und Passivität. Ebenso unsinnig ist die Behauptung, daß die Werbung ein kapitalistischer Auswuchs und schon deshalb zu verwersen sei. Mit diesem Irrtum muß endgültig ausgeräumt werden. Es ist vielmehr so, daß die Werbung genau so liberalistisch, kapitalistisch oder nationalsozialistisch ist, wie ihre Gestalter liberalistisch, kapitalistisch oder nationalsozialistisch denken. Nein, jede Stelle im Wirtschaftsleben muß und soll durch unermüdlichen Einsatz, Fähigkeit und Leistungswillen täglich neu errungen werden. Und in diesem Kampf. der selbstverständlich mit lauteren Mitteln durchgesochten werden muß, spielt die Werbung eine kaum zu unterschätzende Rolle. Den Argumenten der Laien, die die Werbung als überflüssig oder höchstens als Mittel- zur Bedarfsverlagerung ansehen, ist eine einzige, aber entscheidende Frage entgegenzuhalten: Wie sollte denn eine neue Idee, Erfindung oder Einrichtung bekanntgemacht werden, wenn es nicht das Mittel der Werbung gäbe? Wie sollte sich eine neue politische, religiöse oder soziale Ueberzeugung anders durchsetzen können als durch die Werbung? Wie sollte ein neues Erzeugnis. ein neues Theaterstück, eine neue wissenschaftliche Erkenntnis Interessenten finden, wenn nicht dafür geworben würde? Wie hätte schließlich der Nationalsozialismus zur Macht kommen können. wenn er nicht eine ungeheuere Provagandatätigkeit entfaltet hätte? Denken wir doch einmal daran. welche gewaltigen Aufgaben heute gelöst werden müssen. Wir haben unsere Ernährung aus eigenem Raum zu sichern, unsere heimische Rohstoffbasis zu verbreitern, die restlichen Arbeitslosen in Arbeit und Brot zu bringen, unsere Wirtschaft rentabler zu gestalten, neue Verbindungen mit dem Ausland zu knüpfen usw., usw. Diese Aufgaben können doch alle nur durch zwei Mittel, die sich gegenseitig ausschließen, gelöst werden: Durch Zwang oder durch Werbung. Sowjetrußland ist den Weg des harten Zwanges gegangen, der einmal zwangsläufig zur Katastrophe führen muß. Bleibt also nur di Werbung, um die schöpferischen Kräfte und die Jitiative der Wirt. schaftenden zu mobilisieren. Wein wir aber grund. sätzlich zu der Ueberzeugung konnen müssen, daß im Interesse der politischen, kulturelen und wirtschaftlichen Entwicklung aus die Webung kein Verzicht geleistet werden kann, dann müssen wir sie eben anwenden, ohne Rücksicht darauf, wie groß ihr Nutzeffekt ist. Wir haben auch nicht gewartet, bis der Elektromotor erfunden war, sondern haben de Dampfmaschine benutzt, obwohl wir wußten, daß ihr Nutzeffekt keine 100 Prozent betrug. Jeder Geschäftsmann, auch der kleinste Gewerbetreibende, ist heute vor die Frage gestellt: soll ich werben oder soll ich nicht? Die Antwort kann immer nur lauten:„Jo. du sollst und mußt werben, wenn du deine Stellung im Wirtschaftsleben behaupten oder ausbauen willst.“ Die Großmacht Werbung kann man nicht dadurch beseitigen, daß man sie boykottiert. Man muß sich aber nicht nur mit ihr als einem„notwendigen Uebel“ abfinden, sondern man muß sie bejahen lernen. Gerade die mittleren und kleineren Geschäftsleute müssen aus ihrer Lethargie erwachen, müssen sich mit ihrem ganzen Wert und Einfluß in die Wirtschaft stellen und unermüdlich für sich selbst werben. Es ist nicht mehr so. wie im 19. Jahrhundert. wo die allgemein gültige Regel lautete: Wenn du et verkaufen willst, dann stelle einen geschickten Verkäufer an. Heute heißt es anders: Wenn du etwaverkaufen willst, dann wende dich an alle Leute, die möglicherweise als Käufer in Betracht kommen. Melde dich! Zeige deine Ware immerfort an. erzähle über ihre Herkunft, ihre Bearbeitung, ihre Besonderheiten und Vorzüge. Du darfst nicht länger in deinem Laden herumstehen und auf den glücklichen Zufall warten, der dir neue Kunden bringt. Du mußt aktiv werden, mußt die Leute zwingen, zu dir zu kommen, mußt unablässig von dir reden machen, bis die Aufmerksamkeit der Umworbenen voll auf dich gerichtet ist. Der Kampf um den Kunden wird nicht mehr hinter dem Ladentisch, sondern im Anzeigen teil der Zeitungen, auf den Plakatsäulen, in Werbebriefen und Rundschreiben und in den Schaufenstern ausgetragen. Wer seinen Kundenkreis vergrößern und seinen Umsatz erhöhen will, der muß auch klug genug sein, sich dieser modernen und wirksamen Mittel zu bedienen! Küchenzektel für die Woche vom 18. bis 24. Mai 1936 (Mitgeteilt vom Deutschen Frauenwerk. Gau West falen=Süd. Abtlg. Volkswirtschaft— Hauswirtschaft! Montag: Buttermilchsupve, Petersilienkartosse'n und Eier. Dienstag: Spinat mit Fischrollen und Kartoffeln. Mittwoch: Spinatsupve, Schinkennudeln. Donnerstag: Kalbsfrikassee mit Spargeleinlage# Kartoffeln. Freitag: Heringskartoffeln und Salat. amstag: Dicke Graupen mit Rhabarberkompott. Sonntag: Spargelsuppe. Sauerbraten und Kartofelklöße, Rhabarbergrütze(Verwendung von Sago). Theater, Konzerik, Vorktagt Stadttheater Bochum Samstag, 16. Mai, 20 Uhr:„Wenn der Hahn kräht". Komödie von Aug. Hinrichs.— Sonntag. 17. Mai. 20 Uhr:„Zahlende Gäste". Lustspiel von Novello=Lerbs.— Montag. 18. Mai. 20 Uhr: Gast spiel der Kölner Over:„Der Barbier von Sevilla". Oper von G. Rossini.— Dienstag: Geschlossen. Mittwoch. 20. Mai. 20 Uhr: Westdeutsche Erstaufführung! In Anwesenheit des Dichters:„Friedrich Wilhelm.". Schauspiel von Hans Rehberg.— Donnerstag, 21. Mai, 20 Uhr:„Wenn der Hahn kräht".— Freitag, 22. Mai, 20 Uhr:„Friedrich Wilhelm.“.— Samstag. 23. Mai. 19.15 Uhr: „Faust“. Tragödie von I. W. v. Goethe.— Sonntag. 24. Mai. 19 Uhr:„Faust“.— Montag. 25. Mai, 18 Uhr: Schülerzyklus, 2. Veranstaltung: „Totentanz“, von A. Joh. Lippl. hierauf„Der Brückengeist", ein Spiel von Jul. Maria Bedker. „hör mit mir“ Lierveteranen aus dem großen Kriege Zu den treuesten Gefährten unserer Soldaten gehören die Pferde, die schon im Kriege an allen Fronten in oft rührender Weise ihre Pflicht getan haben. Eine Anzahl von ihnen frißt heute noch in den Garnisonen das Gnadenbrot und wird von unseren Soldaten dankbar betreut. Anläßlich verschiedener Rundfunksendungen widmet die neueste Nummer unserer Funkzeitschrift— hör mit mir— diesen Kriegspferden und weiterhin der Neueinrichtung eines modernen Tierkrankenhauses im Berliner Zoo zwei Bildseiten.— Die ewige deutsche Gestalt des Faust wird in einem Original=Beitrag des bekannten Literaturhistorikers Dr. Johannes Günther heraufbeschworen, der weiterhin einige besonders schöne Bildgestaltungen des Faustthemas bietet.— Als besonders reizvoll wird eine Bildseite angesehen werden, die die neuesten Modelle von Badeanzügen für See und Strand in entzückenden Aufnahmen zeigt.— Unser Zeichner Ernst Landwehr hat eine Anzahl beliebter Frühlingsmelodien humoristisch illustriert und sich damit wieder einmal den lachenden Dank unserer Leser gesichert.— Die Filmseite bringt sechs Bilder aus sechs neuen Filaus dem Film der drei frohen Gesellen„Das Hormännche". Die Funktechnik ist mit einem wichtigen bebilderten Artikel über Sperrkreise und Trennkreise vertreten. Die besinnliche vereint sich mit besonders schönen Naturbildern; Peter Fünkchen berichtet ausführlich von seiner Maifahrt als blinder Passagier; weitere Inhalt des vorzüglichen neuen Heftes sen gein kür mit mir— gilt dem Unterhaltungsteil, den Einführungen, fachkundiger Kritik, den Köpfen der Woche u. a. m. ****** WOoster. Die Beaische Jandbutmeisteeschaft Der Jußballsonntag am Mittelrhein Pokalspiele Mit Union 05 schied ein weiterer Bezirksklassenvertreter aus der Runde der Pokalwettbewerber der Kölner Teilnehmer aus. Dagegen rettete Vingst 05 sozusagen die Ehre des Tages durch einen glatten :=Sieg über den Viktoriabezwinger SC Neuenahr. Die Vingster lagen stets so gut im Rennen. daß an ihrem schließlichen Siege kaum zu zweifeln war. Einen erbitterten Prestigekampf lieferten sich im Lindenthaler Kessel Blau=Weiß und der Nachbar aus Sülz. Die Gäste, die durchweg die besseren Leistungen zeigten, siegten schließlich verdienter, als das Ergebnis besagt, mit:2. Ein ehemals zugkräftiges Fußballderby zwischen dem Kölner SC 1899 und dem Kölner BC endete nach verteiltem und ausgeglichenem Sviel mit:1 für den glücklicheren KSC. Diesem Treffen wohnten vielleicht 150 Zuschauer bei. Der KBV mußte sich vom VfR zeigen lassen, daß zwischen der Gauliga und der Bezirksklasse doch ein „kleiner“ Unterschied besteht.:7 geschlagen zu werden, gehört jedenfalls nicht zu den Alltäglichkeiten des KBV. Die Jubiläumswoche der Ehrenfelder Phönix begann mit einem schönen:=Sieg über die Braunsfelder Rhenanen recht vielversprechend. Die Ehrenfelder zeigten sogenanntes Jubiläumskönnen und wußten gut zu gefallen. Eine freundliche Begegnung gab es zwischen Jugend Kalk und dem Infanterie=Regiment 39 im:3. Die Soldaten erwiesen sich als schneidige Fußballspieler. Mit einem halben Dutzend Tore legten die 65er aus Köln die abgestiegenen Deutzer herein. Das wird wohl auch außerhalb der Deutzer Erstaunen hervorgerufen haben. Die Siegburger Stadtmeisterschaft sah als Auftakt ein Spiel zwischen dem Reichsbahn=SV Siegburg und Wolsdorf, das der Bezirksligist nicht zu gewinnen vermochte.:2 war das Ende. 50 000 in Rom Italien— Oesterreich:2(:1) Der österreichische Fußballsieg über England kam nicht von ungefähr. Das erhärteten die Wiener am Sonntag in ihrem 16. Länderkampf gegen Italien, in dem sie den Italienern ein:2 abtrotzten. nachdem sie zur Pause mit:0 geführt hatten. 50.000 Römer feuerten ihre Elf wie ein Mann an, aber das nutzte nichts. Durch Jerusalem führte Oesterreich bis zur 16. Minute der zweiten Halbzeit mit:0 und dann erst konnte Italien durch del Maria den Ausgleich erzwingen. Aber die Freude der Italiener war nur von kurzer Dauer, denn mit einem Schrägschuß von Viertel zog Oesterreich in der 29. Minute erneut in Front. Viele der Zuschauer wähnten den Ball außerhalb des Netzes und wollten sich nicht beruhigen. Die Erregung legte sich erst, als Basinati sechs Minuten vor Schluß das Tor für Italien schoß und damit das Endergebnis berstellte. Von den bisher ausgetragenen Svielen hat Oesterreich acht. Italien nur drei gewonnen. vier Kämpfe endeten unentschieden. Großartiger Erfolg der Gelände- und Brientierungsfährt Die Hoffnungen auf einen hervorragenden sportlichen Erfolg dieser schweren Geländeprüfung der Motorbrigade Niederrhein verstärkte sich schon am Nachmittag als die Fahrerreihen Zug und Zug am Ziel ankamen. Nicht weniger als 28 Einheiten zu drei Fahrern holten sich die goldene Medaille, 13 Mannschaften errangen die silberne Medaille, drei Mannschaften die bronzene.— 77 Einzelfahrer wurden in den verschiedenen bisher ausgerechneten Wertungsgruppen mit der Goldmedaille ausgezeichnet, während sich 138 Fahrer die Silbermedaille und 60 die Bronzemedaille holten. Unter den mit der Goldmedaille ausgezeichneten Mannschaften findet man auch eine Mannschaft der Motor=HS. der NSK.=Motorsportschule„Ruhrland" in Milspe. Mehrere Reichsheermannschaften(Krafträder mit Seitenwagen, Kübelwagen, Lastwagen usw.) und auch eine Lastkraftwagenmannschaft der Reichsbahn. Den größten Teil der Sieger stellten die Motorstürme aus den westdeutschen Städten. Insgesamt lagen am Abend die Ergebnisse von 9 Wertungsgruppen schon vor. so daß die Motorbrigade auch mit der Arbeit des Rechenbüros sehr zufrieden sein kann. Die Höchstpunktzahl von 850 erreichte H. Ahrem(Wuppvertal) auf einem BMW in der Wertungsgruppe 6(Personenkraftwagen bis 1,8 Liter). — Am Abend vereinigten sich die Teilnehmer in der Rheinlandhalle zu einem Kameradschaftsabend mit Preisverteilung auf dem Standartenführer Pöppel begeisterte Worte der Anerkennung über die Leistungen fand. Englische Niederlagen auf dem Festland Die in diesen Tagen auf dem Festland weilenden englischen Berufsspielermannschaften des 5 B Livervool und von Huddersfield Town mußen in ihren Spielen am Sonntag zwei unerwartete Niederlagen in Kauf nehmen. Eine böse Abfuhr erlitt Livervool in Agram. wo die Briten von der jugoslawischen Meisterelf Grandjanski mit nicht weniger als:1(:1) besiegt wurden. Huddersfield Town verlor in der dänischen Hauptstadt gegen die Kovenhagener Stadtauswahl mit:2, nachdem die Engländer zur Pause noch mit:0 geführt hatten. Deutscher Tischtennisbund tagte Unter dem Torsitz von Dr. Ehrenbrecht=Berlin fand in der Richshauptstadt die Hauptversammlung des Deutshen Tischtennisbundes statt. Die Bundesspiele wirden am 16. und 17. Januar in Hohenneuendorf bei Berlin ausgetragen, die Internationalen Meisterschaften von Deutschland im Februar 1937 in Desden. die Endrunde um die Vereinsmeisterschaften Anfang März 1937 in Magdeburg. Knappe Siege bei den Männern Der zweite Spieltag in der zweiten Runde zur Deutschen Handballmeisterschaft der Männer brachte wieder die erwarteten Siege. In der Gruppe 1 hatte der Berliner SV 92 Hindenburg Bischofsburg zum Gegner. Der Sieg mit 10:9(:2) gegenüber dem 14:=Erfolg stellt den „Störchen" kein gutes Zeugnis aus. Nur der Schlußpfiff sicherte dem BSV die Punkte.— Ebenfalls knapp mit 10:8(:2) sicherte sich der MTSA Leipzig in Opveln gegen den Post=SV die zum endgültigen Gruppensieg notwendigen Punkte. In Gruppe 2 stellte die Meisterelf des MSV Magdeburg durch ihren 10:2=(:=) Sieg über den KTV Stettin die Gruppenmeisterschaft endgültig sicher.— Nicht ganz erwartet kommt die Niederlage des TV Oberalster, der in Hannover gegen die Post mit 10:11(.6) unterlag. Die Gruppe 3 hatte im äußerst knappen Sieg des bereits feststehenden Gruppensiegers Hindenburg Minden, der über die Spielvereinigung Fürth nur mit:5(:1) siegreich blieb, ebenfalls ihre Ueberraschung. Die Soldaten lagen immer mit einem Tor in Vorteil.— In Altenstadt waren 3000 Zuschauer bei dem 11:9=(:=) Sieg ihres TV über den TV Obermendig anwesend. Die Altenstädter zeigten das flüssigere Stürmerspiel. Für ObermenIm Rahmen der Jubiläumsveranstaltung von Schalke 96 trugen die westdeutschen Gaue Westfalen, Niederrhein und Mittelrhein ein 32=Kilometer= Laufen und 40=Kilometer=Gehen mit bester Besetzung durch. Die Läufer und Geher hatten sehr unter der großen Hitze zu leiden, außerdem war die Strecke sehr schwach und es herrschte ein heftiger Gegenwind. Das 32=Kilometer=Laufen bestritten 30 Mann. Der Aachener Peters machte hier eine sehr gute Figur und siegte überlegen in:12 vor Osthoff(Siemens Mülheim). Der Essener Klus gab kurz nach der 10=Kilometer=Marke auf. Zu gleicher Zeit wurde auch die Gaumeisterschaft entschieden. Westfalensieger wurde Stake=Dortmund. Niederrhein= meister Peters und Mittelrheinmeister Flick=Köln. Das 40=Kilometer=Gehen, eine sehr interessante Prüfung. wurde von Meiser=Hamborn in sehr gutem Stil mit:23 gewonnen. Zweiter wurde Bast vom Postsportverein Essen mit:24.3. Den Mannschaftssieg sicherte sich DAK=Dortmund vor Post=Essen. Hindenburg-Gepäckmarsch SA=Brigade 35 Leipzig wieder siegreich Auf dem Tiergarten=Sportplatz in Berlin starteten 147 Mannschaften zum 4. HindenburgGeväckmarsch des Berliner SC Komet. Auch in diesem Jahre wurde diese Veranstaltung ein großer Erfolg. Die 35 Kilometer lange Strecke führte über einen Teil der Olymvischen Marathon= Strecke zur Südkurve der Avus und von dort zurück zum Sportplatz. Sieger wurde auch in diesem Jahre wieder die hervorragende Mannschaft der SA=Brigade 35 Leipzig(Schulze. Blau und Köhler). Mit ungefähr 40 Meter Vorsprung siegten die Leinziger in:54.00 gegen Degenhardt. Flint und Gräbke. die Mannschaft der Sportvereinigg. Osram in:57:16. Besonders gefeiert wurden die Arbeitsmänner vom Gau 17 Bremen, die hinter der zweiten Mannschaft der Brigade 35 Leipzig den vierten Platz belegten. Ueber das vorschriftsmäßige Geväck hinaus führten die Bremer Arbeitsdienstler auch noch ihren Spaten geschultert mit. Der Gepäckmarsch sah fast den ganzen Weg die Leipziger in Front. Sie erreichten die Wende nach:01.00 bereits mit mehr als 100 Meter Vorsprung vor Osram. Zabala und Syring in totem Rennen Mittelpunkt der Dessauer Leichtathletikveranstaltung war der 5000=Meter=Lauf. an dem neben dem Argentinier Juan Zabala auch Syring und Schönrock sowie weitere acht Mann teilnahmen. Zabala, Syring und Schönrock gingen mit der Spitze ab und überrundeten bald nach Gefallen das Feld. Bei 4000 Meter fiel Schönrock zurück und hatte mit dem Ausgang des Rennens nichts mehr zu tun. Vorn lieferten sich Zabala und Syring ein erbittertes Rennen, das schließlich unentschieden ausging. Die Zeit von 15:30.2 war nicht überragend. Im Sveerwerfen zeigte Dr. Weimann weitere Verbesserungen und kam nach mehreren Würfen um 65 Meter herum auf 65.37 Meter. Die wichtigsten Ergebnisse waren: 400 Meter: 1. Mertens=KXV Wittenberg 53.5; 1500 Meter: 1. Böttcher=KXV Wittenberg:11.1: 5000 Meter: 1. Zabala=Argentinien und Spring KXV=Wittenberg 15:30.2; 3. Rakowiak=KXV Wittenberg 15:38.2; 4 Schönrock: Dreisprung: 1. Ziebe=Dessau 13:84: Sveerwerfen: Dr. Weimann=KXV 65.37; Hammerwerfen: 1. Reinhardt 42.91. In München fanden am Sonntag die ersten beiden Kämpfe um die Deutsche Vereinsmeisterschaft statt. Im Treffen Post=SV München gegen den MTV 1879 blieb der Post=SV mit 10 220.85 Pkt. Sieger vor dem MXV. der auf 10 034,73 Pkt. kam. Im zweiten Kampf zwischen 1800 München und der Turnerschaft München war 1860 mit 12 667.33 Pkt. besser als die Turnerschaft mit 10 194,78 Pkt. dig verhinderte der gute Torwart eine höhere Niederlage. Eine Entscheidung über den Gruppensieger in der Gruppe 4 ist noch nicht gefallen. In Kassel konnte der MSV Darmstadt über die dortigen Kurhessen mit 12:10(:3) Toren beide Punkte in Sicherheit bringen.— Rasensport Mülheim zeigte sich zum zweitenmal dem SV Waldhof überlegen. Mit:7 (:5) errang der Niederrheinmeister den Sieg. Die Zwischenrunde der Frauen Mit den vier Zwischenrundenkämpfen wurde die Deutsche Handballmeisterschaft der Frauen fortgeführt. In allen Svielen gab es Siege der favorisierten Mannschaften. Der SC Charlottenburg, TB Eimsbüttel, Eintracht=Frankfurt und der VfR Mannheim erkämpften sich die Teilnahmeberechtigung an der Vorschlußrunde. In Berlin schlug der SC Charlottenburg die Elf des PsV Dresden sicher mit:3(:). In Hamburg besiegte TB Eimsbüttel den zum ersten Male in die Meisterschaftsrunde eingreifenden SC Germania Leer ganz überlegen mit 14:1(:). Eintracht Frankfurt kämpfte zu Hause den Magdeburger Frauen SC mit:1(:1) nieder. In Mannheim wurde vom BfR Mannheim die Vertretung der Spielvereinigung Fürth überraschend sicher mit :2(:1) Toren geschlagen. BfE Dortmund kam auf 10 731.03 pkt. Kämpfe um die Vereinsmeisterschaften begannen In der Dortmunder Kampfbahn„Rote Erde“. trafen am Sonntag vier der besten westfälischen Leichtathletikvereine im ersten Kampf des neuen Jahres um die Deutsche Vereinsmeisterschaft zusammen. Der VfL Vereinigte Stahlwerke Dortmund erreichte mit 10 731,03 Pkt. eine starke Verbesserung der im Vorjahr erreichten Leistung, aber hinter ihm blieb die Dortmunder Eintracht mit 10 347.23 Pkt. nicht wesentlich zurück. Den dritten Platz belegte der SC Rote Erde Iserlohn mit 9499 Pkt. vor dem Olymvischen Svortverein Hörde mit 8 168.107 Pkt. Gute Leistungen gab es im 200=Meter=Lauf durch den Hörder Goldhausen mit 22.8 Sek., durch Kortzikowski. Eintracht. im Sveerwerfen mit 56.34 Meter. nochmals durch Goldhausen im 400=Meter=Lauf mit 50.4 Sek., durch Falke. BfL Dortmund. im 1500Meter=Lauf mit:19 Min. und im Hammerwerfen durch Lörring, VfL Dortmund, mit 45.76 Meter. Die 4X100=Meter=Staffel gewann der OsV Hörde in 45.2 Sek. vor dem BfL Dortmund mit 45,6 und der Dortmunder Eintracht mit 46.7 Sek. Waldlauf der SA-Gruppe Niederrhein 900 Läufer starteten Die SA=Gruppe Niederrhein veranstaltete am Sonntagnormittag im Grafenberger Wald mit Start und Ziel am Staufenplatz ihren Frühjahrswaldlauf, der allseitigem großem Interesse begegnete. Zum Start hatten sich rund 900 Läufer eingefunden. Die Klasse A(aktive SA) hatte 5 Kilometer zurückzulegen. die Klasse B(SA=Reserve) 3 Kilometer. Zu dem ausgesprochenen Mannschaftslauf traten jeweils ein Führer und vier Mann an, wobei der Führer und drei Mann geschlossen das Ziel passieren mußten, um gewertet zu werden. In Abständen von etwa zehn Minuten wurde jeweils ein Block mit 25 Mannschaften gestartet. Es gab durchweg spannende Kämpfe, wobei man am Ziel wiederholt schöne Beispiele von vorbildlicher SAKameradschaft erleben konnte. Fast alle Mannschaften kamen geschlossen durchs Ziel, der eine Läufer noch frisch, der andere ziemlich abgekämpft, aber eisern wurde durchgehalten. Sieger der Klasse A und damit Gewinner des Wanderpreises des Grupvenführers wurde der Sturmbann 3 der Standarte 171 Wuppertal(Brigade 72) mit 16:58.8 Minuten. Dann folgten in Klasse A: 2. Sturmbann 1. Standarte 173. Wuppertal. Brigade 72 17:13.1 Min., 3. Sturmbann 3. Standarte 160. Bonn, Brigade 71 17:25.3 Min., 4. Sturmbann 1, Standarte 160. Bonn. Brigade 71 17:25,3 Min.— Klasse B:(drei Kilometer): 1. Sturmbann 1, Standarte R/60. Essen, Brigade 73 11:35 Min., 2. Sturmbann 1, Standarte R/16. Köln, Brigade 71 11:51 Min. Meurer-Köln Spurtsieger 10 000 beim Kölner Rundstreckenrennen Auf einer Rundstrecke im Kölner Stadion wurde am Sonntagnachmittag ein Straßen=Radrennen für Amateure durchgeführt, das mit 10000 Sportbegeisterten einen beispiellosen Erfolg hatte. Auch in sportlicher Hinsicht blieb kein Wunsch offen. Die Hauptgruppe(=Klasse) startete gegen 16 Uhr. Auf den Sandwegen entwickelten sich regelrechte Staubwolken, die den Fahrern zu schaffen machten. Der Dortmunder Schultenjohann sorgte in der 25. Runde für die erste große Sprengung des Feldes. Meurer, Stamm und Jean Schorn(alle Köln) setzten dem Ausreißer nach, doch gelang es nur Meurer, Schultenjohann einzuholen. Während Schorn in die Hauptgruppe zurückfiel, verteidigte Stamm zäh den dritten Platz. Zwischen dem„Rund=umKöln“=Sieger Meurer und Schultensohann, die ihren Vorsprung gegenüber dem übrigen Felde noch ausdehnen konnten, gab es einen schönen Endkampf, der Meurer im Spurt überlegen mit drei Längen Vorsprung als Sieger sah. Die ersten Olympia-Gäste 150 Deutsch=Amerikaner landeten in Bremerhaven Die Auslandsdeutschen möchten alle die Olympischen Spiele in Berlin besuchen und überall haben sich Vereinigungen und Klubs gebildet, in denen schon seit Jahr und Tag gespart wird, um auch dem nicht mit Glücksgütern gesegneten Auslandsdeutschen einen Besuch des Vaterlandes zu ermöglichen. In Bremerhaven trafen am Samstag mit dem Dampfer„Bremen“, als erste Olympiagäste 150 Deutsch=Amerikaner ein. Es handelt sich um den ersten Stoßtruvv des Philadelphia=Olympia=Klubs der im Sept. 1935 gegründet worden war. Alfred G. Hollmüller und Georg Gerhardi waren die Väter dieser Gemeinschaft. die durch eine unermüdliche Provagandaarbeit mit Unterstützung des Präsidenten der Hamburg=Bxemer, Steamshiv=Agency in Newyork. Charles G. Martin, für einen Besuch der Olympischen Spiele warb. Trotz aller Anfeindungen kamen in wenigen Monaten nicht weniger als 500 Mitglieder zusammen, die in die Reisesparkasse einzahlten. Jedem wird die Gelegenheit zur Ueberfahrt und zum Aufenthalt in Deutschland gegeben. denn der Klub hilft den weniger bemittelten Mitgliedern durch Vorschußzahlungen aus. Auf sünf Transvorte wurden die Olympiafahrer verteilt und, die„Bremen" brachte nun die erste, aus 150 Personen bestehende Olymvia=Reisegesellschaft wohlbehalten nach Deutschland. Sie steht unter Führung von Alfred G. Hollmüller. In Bremen wird sich diese deutsch=amerikanische Ervedition teilen und das Vaterland bereisen bezw. der engeren Heimat einen Besuch abstatten. In Berlin werden aber die Teilnehmer wieder zusammentreffen. An Bord des Dampfers„Bremen“ wurde die Reisegesellschaft vom Vertreter des Bremischen Olymvischen Ausschusses. Staatsrat Koewing, empfangen und herzlich auf deutschem Boden begrüßt. Die Deutsch=Amerikaner gaben durch ihren Sprecher der großen Frcude Ausdruck, daß es ihnen trotz aller Mißhelligkeiten gelungen sei. ihr Ziel zu erreichen. Ihre Gesellschaft sei im Vergleich zu den Tausendschaften. die alle zum Besuch der Olymvischen Sviele nach Berlin kommen wollten, noch klein, aber ihr Glaube an Deutschland dafür um so größer. Am Nachmittag empfing der Bremer Senat die Olymviagäste im ehrwürdigen Rathaus der Hansestadt Täglich 6000 Besucher! Olympisches Dorf stark begehrt Auf die Berliner Bevölkerung und die in der Reichshauptstadt weilenden Fremden übt das Olympische Dorf eine Anziehungskraft aus, wie sie in diesem Maße kaum erwartet werden konnte. Täglich passieren rund 6000 Besucher die Pforten des Empfangsgebäudes, auf dessen Dach das Glockenspiel seit Samstag die ersten Takte des Liedes„Unsere Fahne flattert uns voran“ erklingen läßt. Die hübschen Häuschen, in denen die Olympiakämpfer eine vorbildliche Unterkunft finden werden, verschwinden allmählich in dem jetzt immer dichter werdenden Grün der Bäume u. Sträucher. Auf den ausgedehnten Rasenflächen stolzieren die Rehe einher, und auf dem der Sauna vorgelagerten Teich plätschern schon die Enten. Die baulichen Arbeiten sind so gut wie abgeschlossen, nur an die Innenausstattung einiger größerer Gebäude ist noch die letzte Hand anzulegen. Auch das Schwimmbad ist jetzt fertiggestellt. Das in einer weißgekachelten hellen Halle gelegene 12 mal 25 Meter große und bis zu.50 Meter tiefe Becken ist bereits mit Wasser gefüllt. Pferdesport Rennen zu Saint=Cloud 1. Rennen: 1. Blue Sea(Lollieron); 2. Londari: 3. Compiegne. Sieg 170:10, Platz 37. 18, 26:10.— 2. Rennen: 1. Springstar(Bridgland): 2. Goody; 3. Donalda. Sieg 46:10. Platz 21, 13:10.— 3. Rennen: 1. Canneloni(Kaiser); 2. Gama; 3. Canadienne. Sieg 35:10, Platz 20. 50:10.— 4. Rennen: 1. Marchenior(Gallou): 2. Rasibus: 3. Dilemne II. Sieg 48:10, Platz 24, 22:10.— 5. Rennen: 1. Gennari(Hervé): 2. Peut Etre; 3. Lady in Waiting. Sieg 31:10. Platz 16, 16:10.— 6. Rennen: 1. Andrinovle(Mather): 2. Phryné; 3. Rumball. Sieg 16:10. Platz 11, 16:10.— 7. Rennen: 1. Alternance(Cheret); 2. Réaumur; 3. Antéchrist. Sieg 81:10: Platz 26, 29. 28:10. Die Himmelfahrksrennen in Dortmund Mit einem so wertvollen Rennen wie der Preis von Dortmund am Donnerstag(Himmelfahrt) müßte der Dortmunder Rennverein einen guten Erfolg haben, zumal diese mit 10000 Mark ausgestattete und über die Meile führende Prüfung eine gute Besetzung gefunden hat. Aus der Zentrale werden bestimmt Floria und San Michele entsandt. dazu kommt entweder noch Ausonius oder Crassus. während Trainer Reinicke den Hannovernner Kameradschaftler aufbietet. Der Westen stellt dieser großen Konkurrenz Feuereifer, Schwede, Palander und vielleicht Imperator entgegen, so daß also ein Feld zusammenkommt, das sich sehen lassen kann. Unser Tip ist(Ausonius) bezw. Crassus vor San Michelc, Palander und Kameradschaftler. Unsere Voraussagen: 1. Rennen: Vockerode— Mississippi. 2. Rennen: Der Wind— Graf Almaviva. 3. Rennen: Leithirsch—. Pauschen. 4. Rennnen:(Ausonius)— Crassus— San Michele. 5. Rennen: Sonnenfalter— Palastherold. 6. Rennen: Vagabund— Reizjäger. 7. Rennen: Letzter Siour— Ktall Dilthey. Des Westens Lunhsireuner in Sehennlechen Peters Sieger im Laufen— Rleister gewinnt das Gehen TOrtotschioSparen Friminal-Roman Von Sophie Ochte Copyright by Gustav Neugebauer-Verlag „Da haben Sie aber Glück gehabt, Kersting — nicht eine Minute durften Sie später kommen." „Vielleicht sind Sie auch froh, daß ich Sie noch erwischt habe.“ „Ah, Sie haben eine Neuigkeit?“ „Ich weiß nur nicht, ob es von Bedeutung „Zeigen Sie mal her!“ sagte Holz, als Kersting den Brief aus der Tasche zog. Als er ihn gelesen hatte, stand er erst eine Weile regungslos. „Der Zufall ist unser größter Helfer. Hoffentlich ist der Mann der, für den wir ihn halten.“ „Es wäre ein Wunder, an das ich nicht mehr geglaubt.“ So kam es, daß eine halbe Stunde später ein=Zug Max Holz nach Norden brachte. Zwanzigstes Kapitel Es war an demselben Tage, als Jochem sich mit Elli verlobt hatte— am Nachmittag. Die beiden Freunde gingen Arm in Arm ihrer Behausung zu. Jochem hätte am liebsten die ganze Welt umarmt vor Glück. So merkte er auch nicht, daß sein Freund noch viel bedrückter war als sonst. In der vorhergehenden Nacht hatte er einen „Traum gehabt, in dem er immer mit einer schönen blonden Frau mit blauen Augen getanzt hatte, die ihm sehr bekannt vorkam. Wo hatte er diese Frau gesehen? Wie hing sie mit seiner Vergangenheit zusammen? Immer wieder dieselben Fragen, aber keine Antwort! Fort damit! „Ich muß dich bewundern, Jochem.“ „Mich? Bewundern?“ Jo: „Aber weshalb denn nur?“ „Hast du gar keine Wut auf den Kerl, der dein Liebstes so unglücklich gemacht hat?“ „Ich— keine Wut? Umbringen könnte ich den Schuft.“ „Weißt du denn, wer es ist?“ Freilich:. „Sie hat dir alles erzählt?“ „Ja— und dadurch weiß ich, daß keine Schuld an ihr ist. Er hat ihr sogar einen falschen Namen genannt.“ „Was du nicht sagst— so ein elender Kerl!“ Jochem hatte die Tür zum Hause geöffnet und ließ den Freund eintreten, der nach Ellis Rückkehr bei ihm wohnte. „Du könntest eigentlich mit mir fahren, August, ich muß mir diesen Fred Tomson unbedingt.. Jochem hielt erschrocken inne und starrte mit weit aufgerissenen Augen auf den Freund, der einen wahnsinnigen Schrei ausgestoßen hatte und jetzt mit einer Kraft, die er ihm nie zugetraut hätte, seine beiden Oberarme umklammert hielt. Allmählich ließ der Druck nach, ganz plötzlich— und wenn Jochem nicht schnell zugesprungen wäre, dann wäre August auf die Dielen des Fußbodens mit dem Körper aufgeschlagen. Eine leichte Ohnmacht hielt ihn umfangen. „Menschenskind, August, was machst du denn?“ fragte Jochem unwillkürlich und brachte ihn auf das breite Sofa, das an der Wand stand. Mit einem Seufzer schlug August nach einer Weile die Augen auf und blickte erstaunt auf seinen Freund, als sei er eben aus einem schweren Traum erwacht. „Wie fühlst du dich, August?“ fragte Jochem weich und blickte in das grübelnde Gesicht des Freundes, doch dieser überhörte die Frage. „Jochem, sag mir noch einmal den Namen — dieses...“ „Fred Tomson“, sagte Jochem langsam, denn er konnte sich schon denken, daß dieser Kerl mit der Vergangenheit des Freundes zu tun hatte. „Jochem, dieser Fred Tomson ist ein Verbrecher schlimmster Sorte.“ Jetzt wußte Jochem, daß der Freund sich wieder an die Vergangenheit erinnern konnte, und daß man ein Verbrechen an ihm verübt hatte. Zugleich spürte er einen Schmerz bei dem Gedanken, daß er den Freund verlieren würde. „Jetzt kann ich dir auch meinen Namen sagen, Jochem.“ Erwartungsvoll blickte dieser in des Freundes Gesicht. „Erich Granitz“, kam es langsam von dessen Lippen, und im nächsten Moment lag er an der Brust Jochems und schluchzte unaufhörlich wie ein Kind. Zärtlich strich Jochem immer wieder über das dichte schwarze Haar und sprach beruhigend auf ihn ein. Langsam ließ das Schluchzen nach. „Meine arme Hannelore, wie wird sie sich gegrämt haben!" „Ist das deine Frau, Erich?“ „Nein, meine Braut.“ Blitzschnell arbeiteten Jochems Gedanken. Hing diese Frau irgendwie mit dem Verbrechen zusammen? „Ist es eine Geheimratstochter?“ „Ja! Aber woher weißt du das, Jochem?“ „Elli sagte mir, dieser Fred Tomson wolle sich in den nächsten Tagen mit einer Geheimratstochter verloben.“ „Hahahaha!“ lachte Erich wild auf.„Das soll diesem Schuft nicht gelingen, meine Hanne. lore wird ihm einen netten Korb geben.“ „Aber wenn sie glaubt, du lebst nicht mehr?“ „Sie weiß doch garnicht, daß man mich in die Nordsee geworfen hat.“ „Geworfen hat?“ „Ja, Jochem, man hat mich aus einem Flugzeug geworfen.“ „Aus— dem— Flugzeug? Ich habe an demselben Tage, ehe ich dich fand, ein Flugzeug gesehen.“ „Es wird dasselbe gewesen sein. Aber komm, ich will dir alles erzählen.“ Sie nahmen auf dem Sofa Platz. „Es war auf einem Gartenfest bei Geheimrat Scheller, als ich mich mit der Tochter Hannelore verlobte“, begann Erich Granitz.„Dieser Tomson machte der Tochter schon seit einiger Zeit den Hof, deshalb habe ich mich noch am selben Abend der Tochter erklärt, damit mir dieser Mann nicht zuvorkommen könne. Es war kurz vor Mitternacht, da erzählte Hannelore ihrer Tante von unserer Verlobung. Hannelore, die Tante und ich waren bei dem Gespräch, das wir führten, in einen etwas abgelegeneren Teil des Parks gekommen. Frau Naunburg, Hannelores Tante, bat ihre Nichte, da es kühl wurde, ihr einen Schal zu holen. Ich ging natürlich. Aber ich kam nur bis zur nächsten Wegbiegung, da fiel ein Schuß, und als ich zur Seite blickte, sah ich, wie Fred Tomson seinen Revolver in die Tasche steckte, und im nächsten Moment brach Frau Naunburg zusammen. Auch Hannelore fiel um, ohnmächtig wohl von dem Anblick. Schreien wat mir unmöglich, denn ich wurde von drei Männern überfallen, die mir mit einem Tuch den Mund zuhielten; ein starkes Betäubungsmittel stieg mir in die Nase. Ich habe den Kerlen zwar auch ein paar nette Fausthiebe beigebracht, aber das nützte nichts. Ehe mir die Sinne schwanden, sah ich noch das grausam und höhnisch lächelnde Gesicht dieses Lumpen, und dabei wurde mir bewußt, daß das alles seine Helfershelfer waren. Als ich wieder erwachte, lag ich, an Händen und Füße gebunden, in einem Flugzeug, aus dem sie mich dann entfesselt ins Meer hinabwarfen." „Mein Gott— einen Mord hat dieser Kerl auch auf dem Gewissen?“ „Ja, Jochem— wenn ich umgekommen wäre, war es der zweite.“ „Da brauche ich mich über seine Handlungsweise nicht zu wundern, und Elli kann ich jetzt auch verstehen, warum sie zu mir sagte: Lieber gehe ich mit meinem Kind in die Nordsee, als daß ich diesen Mann heirate.“ „Jetzt verstehe ich auch, weshalb ich verschwinden mußte. Dieser Schurke hat wahrscheinlich mir den Mord in die Schuhe schieben wollen.“ „Wie meinst du das?“ „Er hat mich des Mordes verdächtigt und sich durch mein Verschwinden den Weg zu Hannelore frei gemacht.“ „Ja, so kann es sein. Hoffentlich kommst du noch nicht zu spät.“ „Mein Freund Ewald König wird sicher gewacht haben über Hannelore und sie getröstet haben, als ich verschwunden war.“ „Du hast noch einen Freund, Erich?“ „Ja, Jochem, einen ebenso lieben Kerl wie dich. Brauchst nicht traurig zu sein, Jochem, ich werde dich sehr oft besuchen und mit meiner kleinen Frau jedesmal ein paar Tage bei euch bleiben.“ „Die Fahrt ist sehr teuer, Erich“, zweifelte Jochem und sah mit nassen Augen in das Gesicht des Freundes, den er in den Wochen so liebgewonnen hatte. „Jochem, lieber Jochem, darum brauchst du dich nicht zu sorgen. Ich bin sehr reich, und du hast ja schon die paar Skizzen bewundert — für meine Bilder zahlt man gute Preise.“ Jochems Gesicht hatte sich wieder erhellt, und etwas wie Bewunderung lag in seinen Augen. Am nächsten Tage schrieb Erich an seinen Freund einen Brief und bat ihn, Geld und Koffer zu schicken. Dieser Brief kam sechs Stunden später an, als Elli Linhards Brief an Maria Kersting. Der Diener führte Hannelore Scheller in den Wintergarten. Als sie eintrat, sprang Doktor König aus einem Sessel auf und ging ihr ein paar Schritte entgegen. Er küßte ihr die Hand und schob ihr einen Sessel zu. Die Luft im Wintergarten war warm und von Wohlgerüchen erfüllt. Auf den zierlichen Bambusmöbeln und den kleinen Tischen und Sesseln aus Peddigrohr lagen bunte, seidene Kissen und Decken. „Wollen Sie eine Tasse Tee mit mir trinken, Fräulein Hannelore?" „Ich bitte darum.“ Er sah in ihr blasses Gesicht und merkte, daß sie erregt war. Weshalb war sie wohl zu ihm gekommen? Bis jetzt hatte er ihr noch nicht von dem Geständnis erzählt, das er von Holz erfahren hatte. Er fand nicht den Mut dazu, ihr dieses große Herzeleid anzutun. War jetzt etwas geschehen? War... „Haben Sie immer— noch— nichts erfahren, Herr Doktor?“ unterbrach Hannelore seinen Gedankengang.„Tomson hat schon mit dem Vater gesprochen und war gestern wieder zum Tee bel uns. Zum Glück hatten wir noch andere Gäste. Da ist es ihm nicht gelungen, mich allein zu sprechen. Aber ich hörte, wie er zu meinem Vater sagte, daß er heute wiederkommen würde; deshalb bin ich zu Ihnen geflüchtet.“ „Arme kleine Lore!“ flüsterte Ewald König. „Es ist so wahnsinnig schwer, Doktor! Wie soll ich das ertragen?" Ihre Lippen zitterten jetzt so, daß sie das Taschentuch dagegen preßte, um das Schluchzen, das ihr in der Kehle saß, zu unterdrükken, aber zwei große Tränen rollten langsam über ihre Wangen. „Kleine Lore, schütten Sie mir Ihr ganzes Herz aus! Diesen Mann brauchen Sie doch nicht zu heiraten, diesen Tomson.“ „Ich kann es auch nicht, aber ich habe solche Angst vor ihm, und ich kann...“ „Was können Sie nicht, kleine Lore?“ „Sie sind mir jedenfalls doch ganz sicher böse, wenn ich es Ihnen sage?“ „Nein, ich bin Ihnen nicht böse, denn ich weiß, was Sie mir sagen wollten.“ „Sie— wissen— was ich— sagen wollte?“ „Ja, Sie können keinen anderen Mann heiraten— nur Erich.“ Hannelore nickte. „Aber wenn Erich nicht— wiederkommt, kleine Lore? Wollen Sie dann einsam durchs Leben gehen?“ „Doktor, Sie sagen das so komisch! Sie wissen, Doktor, sagen Sie— mir, was Sie wissen, Doktor! Ich ertrage— es— nicht. Doktor— haben Sie Erbarmen— die Ungewißheit ist noch schrecklicher— bitte...“ Wahnsinnige Angst sprach aus den Worten Hannelores, und es war Doktor König nicht möglich, ihr die letzte Hoffnung zu nehmen. Er konnte ihr nicht den Dolch ins Herz stoßen. „Seien Sie doch ruhig, liebe Hannelore, ich...“ Das Klopfen des Dieners unterbrach Doktor König. Er atmete erleichtert auf. „Herein!" „Ein Eilbrief, Herr Doktor“, sagte der Diener und überreichte seinem Herrn den Brief. König stieß in dem nächsten Augenblick einen leisen Schrei aus, so daß Hannelore erschreckt aufsprang, „Was ist, Herr Doktor?“ Ewald König konnte erst keine Worte finden und zeigte nur auf den Brief, aber Hannelore kannte die Schrift von Erich Granitz nicht, „Von wem ist der Brief, Herr Doktor?“ fragte sie ahnungslos. „Erich!“ Weiter brachte er nichts hervor. Aber im selben Moment mußte er zuspringen und Hannelore in seinen Armen auffangen. Er brachte sie ins Nebenzimmer und legte sie auf die Couch. Mit Alkohol brachte er die Ohnmächtige wieder zu sich. „Doktor, er lebt?“ „Ja, kleine Hannelore. Bleiben Sie ruhig liegen, und gestatten Sie mir, daß ich jetzt den Brief lese.“ „Das bedarf keiner Frage.“ Ewald König trat ans Fenster und öffnete mit zitternden Händen den Brief, den Erich geschrieben, und las: Lieber Ewald! Ich lebe— daran hast Du sicher in der letzten Zeit gezweifelt. Aber ich konnte Dir nicht eher schreiben, denn ich war sehr krank, und die schweren Erlebnisse hatten mir jegliche Erinnerung an die Vergangenheit geraubt. Erst der Name meines Feindes, der auch das Verbrechen begangen hat, brachte mir die Erinnerung wieder. Wie geht es meiner Hannelore? Hat sich das arme Mädchen sehr um mich gegrämt? Schicke mir bitte schnell Geld und meine Koffer, damit ich bald wieder bei Euch sein kann. Es grüßt Dich und Hannelore Dein Erich. Doktor König blickte mit einem Seufzer der Freude und Erleichterung auf Hannelore, die mit einem glücklichen Lächeln zu ihm aufsah. „Doktor, wann kommt er?“ „Ich muß ihm erst Geld und Kleidung schicken.“ „Kleidung und Geld?“ „Kleine Hannelore, kommen Sie, ich will Ihnen alles erzählen. Im Wintergarten sitzt es sich gemütlicher.“ Er reichte ihr den Arm. „Wollen Sie nicht erst die Sachen abschicken?“ „Nein, denn ich muß ja erst Erichs Kleidung holen lassen, und der Bericht dauert nicht lange.“ Hannelores Augen hingen an dem Munde Doktor Königs und drückten Erstaunen und Entsetzen aus. War es möglich, daß dieser Tomson so schlecht war? Und dieser Mann plauderte vielleicht augenblicklich vergnügt mit ihrem Vater und war ein gern gesehener Gast. „Mein Gott, das ist ja schrecklich“, stöhnte sie, als er von Hans von Felsen sprach und ihr von dessen Geständnis berichtete. „Auch dieses Menschenleben hat der Wicht auf dem Gewissen.“ Wieder klopfte es. Diesmal brachte der Diener ein Telegramm: E. G. gefunden stopp über alles schweigen stopp nichts schicken stopp habe geld genug stopp kommen dienstag achtzehn uhr stopp nur schweigen da F. T. sonst entwischt holz. „Er hat ihn auch gefunden.“ Mit den Worten reichte Ewald König Hannelore das Telegramm. Diese las mit glückstrunkenen Augen, warf sich an die Brust des Freundes und schluchzte vor Freude. „Dienstag, Doktor“, subelte Hannelore, „und Mittwoch ist mein Geburtstag, da können wir das Wiedersehen feiern!“ „Da darf ich auch gratulieren kommen und die Verlobung mitfeiern?“ Sie errötete tief und nickte. * Zu derselben Zeit saß Fred Tomson dem Geheimrat im Teesalon gegenüber. Auf der feinen Damastdecke standen hauchdünne chinesische Tassen und Kännchen, und in der Mitte des runden Tisches eine Schale köstlichen Teegebtes Der Teekessel summte leise. Die Lippen Fred Tomsons waren fest aufeinander gepreßt, während der Diener die Teetassen füllte, denn der Geheimrat hatte ihm gesagt, daß Hannelore Besorgungen machte. Seine Gedanken arbeiteten fieberhaft. Wie konnte er eine Verlobung erzwingen? Jetzt klappte die Tür hinter dem Diener ins Schloß, und der Geheimrat schlürfte den Tee, nachdem er etwas Rum aus der Karaffe hinzugegossen hatte. „Herr Geheimrat, ich bitte Sie nochmals und offiziell um die Hand Ihrer Tochter!“ „Ah! Sie haben schon mit meiner Tochter gesprochen?“ „Ja— gestern!“ log Tomson.„Aber sie bat mich, erst mit Ihnen zu sprechen!" „Und da läuft sie heute davon? Ein solcher Schelm! Meinen Segen haben Sie, Herr Tomsen! Aber ich möchte erst meiner Gattin davon Mitteilung machen, und wenn diese einverstanden ist, geben wir am besten die Verlobung an Hannelores Geburtstag bekannt, der am Mittwoch ist, und den wir dann in etwas größerem Kreise feiern werden.“ „Ich danke Ihnen, Herr Geheimrat! Aber sagen Sie, bitte, Hannelore noch nichts davon— eine Ueberraschung wird sie noch freudiger stimmen am Mittwoch, wenn Sie die Verlobung bekanntgeben!“ Der Diener war ins Zimmer getreten, ohne daß die beiden Herren ihn gehört hatten. Also diesen Kerl will die kleine Hannelore heiraten, dachte der alte Diener, der schon ein Menschenalter im Hause des Geheimrats war und die kleine Hannelore von Kindesbeinen an kannte. Er hatte sie oft auf den Armen getragen— alle kleinen und großen Schmerzen hatte sie ihm erzählt. Sie war ihm ans Herz gewachsen. Sah denn der Geheimrat nicht, daß der Mann nicht gut war, den er der Tochter zum Manne geben wollte? Er wandte sich langsam wieder zur Tür. Da erreichte ihn die Stimme des Geheimrats. „Wollten Sie etwas Besonderes, Emil?“ „Nein, Herr Geheimrat! Ich wollte nur melden, daß die gnädige Frau zurückgekommen W „Danke, Emil!“ Tomson sandte dem Diener einen rätfelhaften Blick nach, den der Geheimrat nicht zu deuten wußte. Eine Stunde später kam Hannelore zurück. Auf ihrem Gesicht lag eitel Sonnenschein. Sie glaubte, noch nie so glücklich gewesen zu sein wie an diesem Tage, da sie wußte, der Geliebte kam wieder. Vom Fenster aus sah der Geheimrat, wie seine Tochter aus dem Auto sprang und mit federndem Schritt auf die Villa zukam. War ihr Gang nicht heute leichter, beschwingter als sonst? Lag nicht in den Augen eine glückselige Selbstvergessenheit? Auch Fred Tomson sah es. Nur in seiner Eitelkeit nahm er an, daß das schöne Mädchen ihn liebe. Hannelore Scheller stieg, ein Liedchen sum. mend, die Treppe empor zu ihren eigenen Räumen. Emil stand auf dem oberen Flur und wollte hinab. Als er die junge Herrin sah, blieb er stehen und wartete, bis sie neben ihm stand. „Nun, Emil, Sie sehen ja so geheimnisvoll aus! Haben Sie etwas auf dem Herzen?" „Ich wollte der Erste sein, der dem gnädigen Fräulein gratuliert!“ „Gratuliert?" Erstaunen lag in dem Wort. Hannelore sah nachdenklich ihr Gegenüber an, und ein Gedanke blitzte in ihr auf. Sie zog den Diener mit in ihr Wohnzimmer. „Emil, Sie wollten mir schon heute zum Geburtstag gratulieren?“ „Zum Geburtstag nicht, gnädizes Fräulein— zur Verlobung!“ „Zur Verlobung?“ „Jal“ „Wie kommen Sie denn dareuf, Emil?“ Hannelore überlegte sich, daß ei von ihrer Verlobung mit Erich ja noch kene Ahnung haben konnte. (Schluß folgt.) Stadttreis Castvop=Rausel Castrov=Rauxel, 19. Mai 1936 Felix Vogelf Vol— an den Vollssender! Großer Kundfunksprecher-Weitbewerb—. Die besten kommen nach Berlin Einer der bekanntesten, allgemein geachteten und eliebten Persönlichkeiten unserer Stadt, der Kaufnn Felix Vogel, ist am gestrigen Nachmittag Alter von 62 Jahren nach kurzem Leiden versen. Kesraneun felix Vogel war ein geburtiger Canroper und Vaterstadt mit allen Fasern seines Heris engstens verwachsen. Er wurde am 6. Septem* 1 8 7 3 a l s S o h n d e s L e h r e r s V o g e l i n em der Häuser am Kirchplatz geboren. Im gatten der altehrwürdigen St.=Lambertus=Kirche lebte er seine Kinderjahre. felir Vogel war einer der ersten Schüler der astrover Rektoratschule, aus der später Städt. Realgymnasium und das Städt. verlyzeum erwuchsen. Beiden Anstalten hat zeitlebens seine volle Liebe und Anhänglichkeit pahrt. Beide verdanken ihm gar manche Zuwenung. die teils der Verschönerung der Anstalten, teils her Bereitstellung von Lehr= und Lernmitteln oder ich der Schaffung von Freistellen für gut begabte #inder minderbemittelter Eltern dienten. Die solksschulen verdanken ihm in gleicher Weise Wie der Schule so gehörte auch der Kirche in onderer Weise das Wohlwollen und das Wohltun s nunmehr zur ewigen Ruhe Heimgegangenen. o manches Schöne in und an der ehrwürdigen St.= mbertus=Kirche ist seinem Opfergeist zu danken; gleiche läßt sich vom Kath. Krankenhaus. ner Kavelle und dem Waisenhaus sagen. etzteres verdankt bekanntlich sein Entstehen einer tiftung der Familie Schenking=Vogel. Die hier so bewies Felix Vogel seine alle Zeit jene Hand. ohne je Aufhebens davon zu machen. in manchen Fällen, wo es galt, etwas zur Verönerung und Ausgestaltung der Heimat zu schafn oder Gutes für in Not befindliche Mitmenschen u wirken. Er folgte damit der Tradition der Fanilie Schenking, deren Sägewerk und hrubenholzhandlung auf ihn übergingen u. ahrzehntelang mit größtem Erfolge geführt wurden. Bei seinem Wohltun wurde er aufs kräftigste unterstützt von seiner ihm leider viel zu früh, am 31. August 1929. im Tode voraufgegangenen Gattin Amalie, die als geborene Grote einer altanässigen Familie entstammte. Sie war nicht nur hren 8 Kindern stets eine gute und treusorgende kutter. sondern auch all denen eine liebevolle und serbereite Helferin, die mühselig und beladen und im Glück enterbt waren. Sie sand bei ihrem kanne vollstes Verständnis für ihr sozialvaritatives Wirken, denn er übte es selbst n schönster Weise aus, ohne daß er dabei konfesonelle oder andere Schranken gekannt hätte. Nie sußte dabei die Rechte, was die Linke tat. Nie geizte er nach öffentlicher Anerkennung und Ehrung. So trat er denn auch im eigentlichen öffentlichen Leben nie besonders in die Erscheinung. Nur einmal— im ersten Nachkriegsstadtparlament von Castrov=Rauxel— war er ein paar Jahre Stadtverordneter und Mitglied verschiedener städtischer Kommissionen. Aber bald schon zog er sich wieder vom Kampfplatz der politischen Zerspaltung zurück in sein Geschäft und in sein Heim, um von dort aus in der stillen Weise, wie er es gewohnt war, für die Allgemeinheit und seine Vaterstadt zu wirken.„„ Unzertrennbar ist und bleibt Felix Vogers Name für alle Zeiten mit der Geschichte der Castrover Rennen verknünft. Als Träger Alt=Schenkingscher Tradition war er jahrelang, namentlich in den Zeiten. als der Castrover Rennverein und noch nicht die Stadtverwaltung Castron die Rennen auf dem historischen Geläuf der Goldschmiedinger Rennbahn aufzog. die Seele dieser Veranstaltungen, die dem Namen unserer Vaterstadt weit und breit einen so hervorragenden Klang verliehen. Jahrelang gehörte er dem Vorstand des Rennvereins und dem Rennlomitee als aktives Mitglied an. Auch eigene Rennnierde ließ Felir Vogel damals über Castrops und undere deutsche Rennbahnen lausen. Führend wie im Rennverein war Felix Vogel auch im alten Castrover Schützenverein. Keine Arbeit war ihm zuviel, um dem historischen Castro= per Schützenfest einen möglichst glanzvollen Rahmen zu verleihen. Das wurde auch anerkannt, als in den letzten Jahren der alte Castroper Schützenverein zu neuem Leben aus langem Dornröschenschlaf erweckt wurde. Man ernannte Felix Vogel zum Ehrenmitglied und ordnete ihn als Kammerherrn dem Hofstaat, dem Stabe und Vorstand des Schützenvereins ein...6am 1816. Erwähnt werden muß in diesem Zusammenhange auch, was Felix Vogels offene Hand für den Krieger= und Landwehrverein Castrov, den Turnverein 1874, die Männergesangvereine und so manche anderen Vereine, deren Mitglied und Ehrenmitglied er war, im Lause der Zeit getan hat. Mehr als einmal war er der Schirmherr und finanzielle Rückhalt von Jubelseiern der heimischen Vereine. In gleicher Weise lieh er seine fördernde Unterstützung den beiden großen Bazaren, die in den Jahren 1908 urd 1921 in Castrov=Rauxel veranstaltet wurden. besonderen Anlaß zur Betätigung seines sozial), r i t a t i v e n S i n n e s b o t e n i h m u n d s e i n e r G a t t i n d i e * g s= u n d N a c h k r i e g s z e i t, d i e j a s o v i e l N o t u n d “ id auch in unsere Gegend trugen. * ls sich in der Nachkriegszeit zur Erweckung des mmatsinnes und damit der Liebe zum Vaterlande *r Verein der Heimatsreunde und der *erkehrsverein von Castrov bildeten, war lix Vogel einer ihrer eifrigsten Freunde und In dieser Zeit stiftete er auch für die damals ge2 se neu gegründete Städt. Lesehalle bis auf * z im Flur befindliche Fenster, die farbigen Glas9 mälde, die noch heute deren schönsten Schmuck # den. Weiter bewies er durch die stille aber eständnisinnige Förderung, die er heimischen 2 alern und Schriftstellern zuteil werden ließ, daß seine Heimatscholle über alles liebte.##### luch Felix Vogel ist der Kelch bitteren zermuts bt erspart geblieben. Als ihn wirtschaftliche d. läge trasen, wurde es stiller und stiller um ihn. de aber blieb sich selbst treu und trotzte, wie eine * westfälische knorrige Eiche, den Schicksalsstür1. bis ihn nun der Herr über Leben und Tod a Sein Name wird seinen Tod lange überdauern. 3 ür Vogel hat in viele Herzen zur Jeit,seinez s us Dankbarkeit gesät, die gerade jed nach Sind Kultur und Kunst, Musik, Theater und Rundfunk das Vorrecht einer besonderen begüterten Schicht, einer kleinen Klasse der Reichen. eines einzigen Volksteils. oder gehören sie dem ganzen Volke? Diese Frage stand neben den wirtschaftlichen und sozialen Problemen am Ansang der großen Kämpfe um eine gesellschaftliche Neuordnung des deutschen Volkes die mit dem Sieg des Nationalsozialismus abgeschlossen wurden. Damit ist auch die Antwort auf diese Frage gegeben. Kultur und Kunst gehören dem Volk! Eine Nation hat keineswegs schon dann auf den Namen eines Kulturvolkes Anspruch. wenn einzelne im höchsten Glück, in Würde leben und die Millionenmassen des Volkes im Unglück verkommen, im Jammer vergehen und niemals Augen und Seele zu den Sternen erheben können, weil sie die Last einer proletarischen Fronarbeit zu Boden drückt. Eine Nation ist dann allein ein Kulturvolk, wenn alle Volksgenossen als lebendige Glieder der ganzen Nation die Gesamtkultur tragen und an ihr teilnehmen. Statt einer Anarchie der Kultur und Kunst, über welche sich einige bolschewistische Salongünstlinge erheben, wollen wir eine im Volk verwurzelte Kunst, die von allen getragen, von allen verstanden wird und die sich in gegliederter Ordnung auf dem breiten gesunden Mutterboden des Volkstums bis zur höchsten Leistung emvorsteigert. Dabei ist das Volk genau so sehr Träger eines solchen Kultur= und Kunstlebens, wie es der Träger unseres politischen Lebens ist. Selbstverständlich entsteht Kunst genau so wenig wie Politik aus einem Massenkollektivismus. Auch künstlerische Leistung ist geborenes Führertum! Führertum kann aber immer nur dann wirksam werden, wenn es nicht in armseliger Isolierung und intellektueller Vereinsamung bleibt, sondern wenn es in dem Zusammengang von Führer und Gefolgschaft erwächst. Gefolgschaft selbst aber ist kein toter Mechanismus, sondern eine lebendige Gemeinschaft gleichen Fühlens und Wollens. Diese Gemeinschaft muß für unser Kultur= und Kunstleben so organisch wachsen, wie sie für unser politisches Leben bereits geworden ist. Nicht den Künstler zu verdrängen. sonderen dem schafsenden Künstlertum frisches Blut aus dem Volke zuzuführen, das ist die Ausgabe unserer auf den breiten Massen des Volkes selbst aufbauenden Wettbewerbe. Damit wird die Mauer niedergelegt, die den Künstler in der Vergangenheit vom Volke trennte, so, wie auch der Politiker der Vergangenheit vom Volke getrennt war. Der Künstler kommt aus dem Volk, er dient dem Volk und das Volk lernt sein Dienen wieder lieben und schätzen. Diesem hohen Ziele dient der zum zweitenmal errichtete Volkssender auf der Großen Deutschen Rundfunkausstellung August bis September 1936 in Berlin Männer und Frauen aus dem ganzen Reich, die sich nicht berufsmäßig in den Dienst der haben, sondern ihr aus Liebe und Anhängl aus innerer Freude am Nachschaffen und Gestalten dienen, sollen auch in diesem Jahre die Träger der Kulturarbeit am Volkssender sein. Arbeiterinnen spielen, singen, sprechen und musizieren für Arbeiter, Bauern und Bäuerinnen sollen deutsches Volkstum am Rundfunk zur Geltung bringen, das Volk selbst soll sich am Volkssender mit all seinen ungezählten reichen Fähigkeiten und Künsten entfalten. Das Volk sendet! Das ist die Parole des Volkssenders, der mit zahlreichen Einzelwettbewerben, wie dem Rundfunksprecherwettbewerb. Geld= und Ehrenvreisen verbunden wird. In hunderten von Ausscheidungskämpfen im Reich, die Mitte Mai beginnen, sollen die besten Arbeiter= und Bauerngruppen vor die Mikrophone der Reichssender und dann schließlich im August 1936 in Sonderzügen nach Berlin zum Volkssender. Musik. und Gedichtvorträge sowie gemeinsame Gesänge umrahmten die Feiern, die der Reichsbund schon seit langen Jahren begeht, in würdiger Weise. Als Vorkämpfer des Muttertaggedankens darf er somit die volle Anerkennung und Ehrung der Mutter. besonders aber der kinderreichen Mutter durch den nationalsozialistischen Staat als einen moralischen Gewinn für sich buchen. Der stellv. Kreiswart Psziuk überbrachte die Grüße des Kreiswartes, der dienstlich verhindert war, und gab sodann noch genaue Auskunft über Ziel und Wert der großen Reichskundgebung des Reichsbundes in Köln. Er bat um recht rege Beteiligung, damit diese Kundgebung als erste kinderreiche Großkundgebung in der ganzen Welt vorbildlich bestehen möge zum Ruhme unseres Führers Adolf Hitler. Ein Castroper Kraftfahrer erhält die Silberne Medaille Zu der so schwierigen Sauerländischen Geländefahrt am 10. Mai war vom hiesigen Motorsturm 18/M 69 der Truppführer E Hinsenkamp gemeldet. Die Auswertung des schwierigen Rennens war bei 432 Fahrern und den vielen Einzelwertungen eine gewaltige Arbeit. Bei der gewissenhaften Arbeit im NSKK. konnten daher die Ergebnisse erst jetzt gemeldet werden: Truppführer E. Hinsenkamp erhielt die Silverne Medaille. Die Leistung ist umso höher zu werten, als der Fahrer trotz eines Maschinenschadens diesen Preis noch erkämpfte. Schabender hurung im Garten Monilia-Krankheil— Erdbeerblütenstecher— Blut- und Blattlaus-Bekämpfung Der Kampf gegen die Schädlinge in unserer Pflanzenwelt ist jetzt mit allen Mitteln in Angriff zu nehmen. Kirschblüten werden braun Wenn die Kirschblüten plötzlich braun werden und welk herabhängen, so ist das ein Kennzeichen der gefürchteten Monilia=Krankheit, die auch an Pfirsich=, Psaumen=, Apfel=, Birn= und Quittenbäumen auftritt. Die verdorrten Blüten stecken benachbarte gesunde Zweige an. Die dort angesetzten Früchte bekommen braune Faulflecken, die sich später mit grauweißlichen Schimmelvolstern bedecken, und fallen entweder vorzeitig ab oder schrumpsen am Baum zu backobstartigen Mumien zusammen. Um das zu verhüten, sollte man die verdorrten Zweige sobald wie möglich ausschneiden und verbrennen. Abgeknickte Erdbeerblüten Der Erdbeerblütenstecher treibt seit einiger Zeit in den Erdbeer= und Himbeeranlagen sein Unwesen. wo er seine Eier in die Knospen ablegt. Solche mit Eiern oder den sich bald daraus entwickelnden Larven besetzten Knospen kann man daran erkennen, daß der Blütenstiel angenagt und abgeknickt ist. In diesem Zustande ist eine Bekämpfung nur noch durch Absammeln aller befallenen Blüten möglich, was naturgemäß auf großen Flächen teuer zu stehen kommt. Die Anwendung chemischer Präparate hat bisher immer nur Teilerfolge gebracht. Blutlausbekämpfung Die Bekämpfung der Blutläuse, die in Kolonien Die Bekämpfung der Blutläuse, die an den Trieben. Aesten und Stämmen. aber auch am Wurzelhalse der Aepfelbäume saugen und an ihren weißflockigen, wattcähnlichen Wachsausscheidungen leicht erkennbar sind. kann nur dann zum Erfolge führen, wenn sie rechtzeitig. d. h. beim Sichtbarwerden des ersten Anfluges, begonnen wird. Es stehen hierfür eine ganze Anzahl erprobter Pinselund Spritzmittel zur Verfügung, die man zum Teil auch selbst herstellen kann. Lückenhaftes Auflausen der Kartoffeln Lückenhaftes Auflausen der Kartoffeln kann verschiedene Gründe haben. Manchmal sind die Pflanzknollen im Erdboden versault, sei es, daß sie schon vor dem Auslegen kleine Fäulnisherde besaßen, sei es, daß die Fäulniserreger erst nachher durch Wundstellen Eingang gesunden haben. In anderen Fällen werden die Keime, ehe sie die Oberfläche erreichen, von Bodeninsekten abgefressen oder durch einen Pilz (Wurzeltöter) an der Spitze zum Abfaulen gebracht. Weiter kommt es vor, daß die Knollen statt der Triebe kleine Knöllchen bilden, eine Erscheinung, die man„Knöllchensucht" nennt und auf zu warme Ueberwinterung und zu niedrige Bodentemveratur zurückführt. Blattlausplage Blattläuse waren in den beiden letzten Jahren an Obstbäumen und Beerensträuchern, wie auch an Gemüsenflanzen(Kohl) außerordentlich häufig. Die grünen, grauen und schwarzen Tierchen saßen in Massen auf der Unterseite der Blätter. Die befallenen Blätter kräuselten sich. rollten sich zusammen, nahmen vielsach eine rötliche Färbung an und starben vorzeitig ab. Wachstumshemmungen, geringe Erträge, Verkrüppelungen der Früchte waren die Folge. Wärme und Trockenheit begünstigten die Vermehrung der Blattläuse. Merkblätter über diese Schadensgebiete sind gegen Einsendung des Portos bei den Staatlichen Hauptstellen für landwirtschaftlichen Pflanzenschutz zu erhalten. Verlegung eines Wochenmarktes Der Wochenmarkt in der Altstadt wird wegen des Feiertages„Himmelfahrt“ von Donnerstag. dem 21. auf Mittwoch, den 20. Mai 1936, vorverlegt. Deutsche Arbeitsfront Castrop-Kauxel Beginn eines Kunst= und Plakatschriftkursus am Mittwoch, dem 20. d.., 20 Uhr, in der Städtischen Berufsschule Nachdem die notwendigen Vorarbeiten für die Einrichtung eines Kunst= und Plakatschriftkursus zu Ende geführt sind, beginnt am Mittwoch, dem 20. d.., 20 Uhr, in der Städtischen Berufsschule hier, ein Kursus, welcher zu dem annehmbaren Kursusgebührensatz von RM..— zur Durchführung kommt.* Alle Angestellten aus dem Einzelhandel, oie im Geschäft sich mit Dekorationsarbeiten befassen bzw. beschäftigen wollen, ist die Erlernung der Kunstund Plakatschrift eine Notwendigkeit. Hier wird ihnen eine Gelegenheit geboten, für einen annehmbaren Gebührensatz sich die Kenntnisse anzueignen bzw. zu erweitern. Es wird besonders darauf hingewiesen, daß bei genügender Teilnehmerzahl ein Kursus im Süden und einer im Norden der Stadt durchgeführt wird. Anmeldungen können erfolgen: a) bei der Dienststelle der DAF., Viktoriastraße, b) bei der Ortsgruppe Nord, Adolf=Hitler=Straße, c) am Mittwochabend im Kursus selbst. seinem Tode schönste Immortellenblüten treiben v88. Das Stadtarchiv wird ein Bild dieses Sohnes unserer Stadt neben denen anderer um die engere Heimat besonders verdienter Bürger und Bürgerinnen der Nachwelt überliefern. Aus der Sitzung der Ratsherren Einführung eines neuen Ratsherrn Eine Sitzung der Ratsherren sand am Freitag vergangener Woche statt. In ihr wurde der anstelle des ausgeschiedenen Ratsherrn Pflips berufene Vorarbeiter Max Winter, Recklinghauser Str. 82, in das Amt eines Ratsherrn durch Oberbürgermeister Dr. Anton eingeführt und verpflichtet. Der Oberbürgermeister überreichte ihm gleichzeitig die Berufungsurkunde des Beauftragten der NSDAP., stellv. Gauleiters Stürtz, und die Anstellungsurkunde der Stadt Castrop=Rauxel. Die weiteren Punkte der Tagesordnung betrafen einige überplanmäßige Ausgaben aus dem Haushaltsplan des vergangenen Rechnungsjahres sowie die Beratung einer ersten Nachtragshaushaltssatzung für das Rechnungsjahr 1936. Der letztgenannte Nachtragshaushalt betrifft den außerordentlichen Haushaltsplan und behandelt ausschließlich Grundstückssachen. Castrop-Kauxel und der Westsalentag Auf dem Westsalentag in Soest, der größten westsälischen Heimatttagung des Jahres, über den wir in den letzten Ausgaben unserer Zeitung bereits berichteten, waren aus Castrov=Rauxel die Stadtverwaltung und der Münsterländerverein vertreten, die beide seit Jahren Mitglied des Westfälischen Heimatbundes, des Trägers der Westfalentage, sind. Zu erwähnen ist, daß Castrop und Obercastrop in dem außerordentlich interessanten und richtungweisenden Lichtbildervortrag des Staatsarchivdirektors Dr. Meyer=Münster über„Sinn und Aufgabe der Familienforschung“, der am Freitag in der Lichtburg gehalten wurde, als Beispiel dargeboten wurden, indem die Castron und Obercastrop betressenden Seiten aus dem Schatzbuch der Grafschaft Mark vom Jahre 1486 im Bilde geseigt wurden. Weiter war in der ausstellung„Nieverdeutsches Schrifttum", die in der Soester Ressource veranstaltet wurde, an Hand der eigens für diesen Zweck geschaffenen Karten zu ersehen, daß in Castrov=Rauxel wie durchweg in den Industrieorten des RWJ. nur noch bis 10 Prozent der Bevölkerung westfälisches Platt spricht. Die Feststellungen waren unlängst mit Hilfe der Schulen gemacht.„„ Endlich war Caurov=Nauxel in der Reihe der ca. 40 Stadtfahnen, die den historischen Marktplatz von Soest umsäumten vertreten. Leider war aber die von Castrop=Rauxel für diesen Zweck auf Anfordern leihweise zur Verfügung gestellte blaugelbe Fahne weder in der Ausführung noch in der Erhaltung so. wie es dem repräsentativen Zwecke entsprochen hätte. Vielleicht wollte man dadurch, daß Castrov=Rauxel so in der Reihe der teilweise sehr schön und sehr künstlerisch ausgeführten Stadtfahnen die Rolle des Aschenbrödels zuteil wurde, sichtbar herausstellen, daß die„Industriestadt im Grünen" noch immer Notstandsgebiet ist? Muttertagsfeiern des Reichsbundes der Kinderreichen An zwei Nachmittagen der vorigen Woche veranstalteten die beiden Ortsgruppen des Reichsbundes der Kinderreichen in Castrov=Rauxel, der Industriestadt im Grünen, zwei schlichte, aber stimmungsvolle Muttertagsseiern. Beide Veranstaltungen waren gut besucht.„ 4n.7 2. Die Ausgestattung der Feiern hatte der Ortsgruppenwart von Castrop=Rauxel=Nord. Rektor Psziuk, übernommen, der auch die Ansprache hielt. Als Thema hatte er„Mutterehrung einst und jetzt“ gewählt. Zum Schluß seiner Ausführungen ermahnte er alle Mütter, daß sie in dem Streben um die Verwirklichung eines ewigen Deutschlands nicht erlahmen möchten. Stärkung des Willens zum Kinde müsse durch die kinderreiche Mutter in die Reihen der deutschen Mütter getragen werden. Seine Ausführungen schloß er mit einem Treuegelöbnis zu unserem Führer Adolf Hitler, der die kinderreiche Mutter als Heldin im Kampf um Deutschlands Zulunft bezeichne und achte, Am himmelsfahrtstage mit Kraft durch Freude nach Rummenohl Der Zuspruch zu diesem Himmelfahrtsausflug war so stark, daß sich die NSG. Kraft durch Freude entschlossen hat, einen zweiten Sonderzug starten zu lassen. Anmeldungen umgehend an das Kreisamt. Viktoriastraße 10(Preis.25 RM.). Dort ist auch alles Nähere über Abfahrtszeit und Rückkehr zu erfahren. Rummenohl liegt im Sauerland und ist Mittelpunkt des naturschönen Volmetales. rings eingeschlossen von mächtigen Bergkuppen. Schluchten und schönen Seitentälern, reichbewaldeten Abhängen mit Laub= und Nadelholz. Nach der Ankunft in Rummenohl werden unter sachkundiger Führung Wanderungen von verschiedener Länge unternommen, so u. a. auch nach der schönen Glörtalsperre(Jugendherberge). Natürlich steht es jedem frei, sich an einer dieser Wanderungen zu beteiligen oder die Zeit des Aufenthaltes nach eigenem Ermessen zu benutzen. Mit KdF. nach Brilon Wald Das Kreisamt der NSG. Kraft durch Freude veranstaltet am kommenden Sonntag. dem 24. Mai. eine Fahrt nach Brilon Wald. Diese Fahrt ins herrliche Hochsauerland wird allen Teilnehmern unvergeßliche Eindrücke vermitteln. Der Fahrpreis beträgt.50 RM. Anmeldungen sind umgebend an das Kreisamt der NSG., Viktoriastraße 10, zu richten. Schützenverein Castrop-Kauxel-Ost 1. Kompagnie Die erste Kompagnie des Bürgerschützenvereins Castrov=Rauxel veranstaltete am Sonntag, dem 17. Mai. ein Preisschießen, bei dem ein Schafsbock ausgeschossen wurde. Sieger blieb der Schütze Lenzen mit 35 Ringen. Er stellte in kameradschaftlicher Weise den Schafsbock für ein Gemeinschaftsessen zur Verfügung, das am Mittwochabend bei Klöster stattfindet und zu dem alle Schützenbrüder eingeladen sind, die sich am Schießen beteiligten. Die Fundpolizei meldel: Bunter Kleiderstoff gefunden! Eingentumsansprüche sind binnen Jahresfrist bei der Ortsvolizeibehörde, Kirchplatz 3. geltend zu machen. sprechchöre in den Werkscharen untersagt Nach einer Anordnung der Reichswerkscharführung ist mit sofortiger Wirkung für alle Werkscharen das Vortragen von Sprechchören verboten. Zeitungen für den Kleinhandel der beste Werber Ein bekanntes und führendes Postversandhaus in Neuyork hat beschlossen, in diesem Jahre einen großen Reklamefeldzug zu unternehmen und hat zu diesem Zwecke einen hoch in die Millionen gebenden Betrag ausgeworsen Für diese Werbeaktion sollen aber, wie ausdrücklich betont wird, ausschließlich Zeitungen benutzt werden, weil sich nämlich gezeigt habe, daß Zeitungen der beste Werder sind. 1 Oben: Deutschlands Juristen in Leipzig In Leipzig fand der Deutsche Juristentag statt, an dem zahlreiche hervorragende Rechtswahrer teilnahmen. Diese Aufnahme wurde beim Empfang im Neuen Rathaus zu Leipzig ausgenommen. Man sieht von links nach rechts: den kommissarischen sächsischen Volksbildungsminister Göpfert. Kreishauptmann Dönicke, Reichsgerichtspräsident Bumke. Frau Frank, den Oberbürgermeister von Leipzig. Dr. Goerdeler und Reichsminister Dr. Frank.(Scherl—.) Rechts: Stabschef Lutze in Dortmund Der Chef des Stabes der SA. Lutze, weilte zur Teilnahme in Dortmund an der Indienststellung des Geschwaders„Horst Wessel“ in Dortmund. Auf unserem Bild sieht man den Stabschef. wie er sich in die dortige Liste der SA für das„Dankopfer der Nation“ einträgt. Um ihn herum SA=Gruppenführer, die sämtlich nach Dortmund gekommen waren. (Scherl—.) Unten: Die Jachtschule für Frauen und Mädchen am Chiemsee Staatsminister und Gauleiter Wagner weihte die neue Jachtschule für Frauen und Mädchen am Chiemsee ein. Hier finden die künftigen Seefahrerinnen eine gründliche theoretische und praktische Ausbildung und haben gleichzeitig Gelegenheit. in kameradschaftlicher Weise die Volksgemeinschaft zu erleben.(Presse=Bild=Zentrale—.) EiS UEIt APSItT Deutschlands größtes Flugschiff wird gebaut Die Dornierwerke haben den Bau eines neuen Flugschiffes in Angriff genommen, bei dem die Erfahrungen mit den bisherigen drei Flugschiffen der Do==Klasse, den größten Flugschiffen der Welt. verwendet werden. Das Modell des neuen Flugschiffes Do 20 wird zum erstenmal auf der Internationalen Luftfahrtausstellung in Stockbolm öffentlich gezeigt werden. Das Schiff wird acht Dieselmotoren von je 800 bis 1000 PS haben und bei einer Reisegeschwindigkeit von 250 bis 300 Stundenkilometer einen Flugbereich von 4000 bis 5000 Kilometer besitzen.(Werkaufnahme—.) Staatsminister SA=Oberführer Dr. Thierack, der zum Präsidenten des Volksgerichtshofes ernannt wurde.(Scherl—.) SS=Brigadeführer Julius Schreck Der alte treue Mitkämpfer und Fahrer des Führers, der am Samstag im Alter von 38 Jahren an den Folgen einer Hirnhautentzündung gestorben ist. (Scherl—.) Kranzniederlegung am Grabe Horst Wessels Zur gleichen Stunde, in der in Dortmund die Fahnenübergabe an das Fliegergeschwader„Horst Wessel“ erfolgte, ehrte man in Berlin das Andenken des großen Kämpfers durch eine Kranzniederlegung an seinem Grabe. Man sieht auf dem Bild Generalleutnant v. Witzendorff(links), als er den Kranz am Horst=Wessel=Grabe niederlegte. So zerstörten die Abessinier ihre Hauptstadt Erstes Bild von dem Vernichtungswerk der Abessinier in Addis Abeba nach der Flucht des Negus und vor der Ankunft der Italiener.(Scherl—.) Oben: Bilder vom Panzerregiment Wünsdorf Einige interessante Aufnahmen von dem Panzerregiment in Wünsdorf. Links sieht man, wie ein Panzerwagen kleinere Bäume fast wie Streichhölzer knickt. Rechts ein Bild, aus dem man erkennt, wie hier die Tradition der Tankwafse gepflegt wird. Ueber den Stubentüren in der Kaserne sind Namen von Schlachten des Weltkrieges vermerkt, in denen sich die Tankwaffe besonders hervortun konnte. (Scherl—.) Vom Rekordflug nach Kapstadt heimgekehrt Die englische Fliegerin Amy Mollison=Johnson hatte auf ihrem Flug London—Kapstadt und zurück insgesamt drei neue Rekorde aufgestellt. Hier sieht man die glückstrahlende Fliegerin neben ihrem Gatten Jim Mollison.(Presse=Bild=Zentrale—.) Oswald Voelckes 45. Geburtstag Der berühmte deutsche Kampfflieger Oswald Boelcke, der Führer einer Jagdstaffel im Weltkrieg, murde am 19. Mai 1891, vor 45 Jahren, in Halle an der Saale geboren. Nach vierzig Luftsiegen verunglückte er tödlich am 28. Oktober 1916 im Westen. (Scherl—.) dub Frankfurt a.., 18. Mai. Am Montag begrüßte Reichsbauernführer Darré im„Römer“, die zahlreichen zur Reichsnährstandsausstellung erschienenen Gäste aus dem Auslande. Es waren Vertreter aus der Schweiz, aus Ungarn, Bulgarien, der Tschechoslowakei, aus Dänemark, Belgien, Holland, Polen, Jugoslawien, England, aus den Vereinigten Staaten, aus Schweden und Finnland anwesend. Der Reichsbauernführer betonte, daß ihre Anwesenheit ein Beweis dafür sei, daß das europäische Bauerntum auf dem Wege ist, sich als eine Einheit zu fühlen, die zusammengeführt wird aus dem gleichen schweren Erlebnis gegenüber einer Macht, die nur ein Interesse hat, uns zu vernichten. Es kommt nicht darauf an, ob wir Faschisten oder Demokraten sind, Royalisten oder Republikaner. Eines sind; wir in erster Linie: Bauern, die sich in jeder Weise wehren dagegen, daß das Judentum über uns regiert.(Lebhafter Beifall.) Als der Reichsbauernführer geendet hatte, erhob sich der greise schweizerische Bauernführer Prof. Laur, um dem Reichsbauernführer in bewegten Worten zu danken. Als ich heute, so sagte Prof. Laur u.., vor dem Eingang der Ausstellung stand und die Massen der Bauern so hineinströmen sah, da sagte ich mir: Das ist Blut Aufbruch der Herzen Deutschland ist innerlich reicher geworden Die NSV. ist Zeuge Unser gesamtes öffentliches Leben ist einfach geworden. Worüber man noch vor wenigen Jahren in langen, inhaltsschweren Leitartikeln sprach, verliert niemand mehr ein Wort; Fragen, die ungeklärt bleiben mußten, solange das Volk nicht selbst die Voraussetzung zu ihrer Lösung schuf, sind unproblematisch geworden. Was im Sinne eines geordneten Lebens der Gemeinschaft nötig ist, das wird heute ohne viel Gerede durchgeführt. Worüber man früher lange Gutachten einholte, Entschließungen faßte und Protokolle schrieb, das wird nunmehr stillschweigend in die Tat umgesetzt. Wir Deutschen haben in der Bindung der Gemeinschaft und im Gehorchen gegenüber dem Gesetz der Nation einen festen Zusammenhalt gefunden, der einzigartig in der Welt dasteht. Gewiß, dieser Prozeß des Zusammenfindens ist noch lange nicht beendet. Es wird noch manches Jahr dauern, bis sich die einzelnen Glieder des deutschen Volkes so innig miteinander im Denken, Empfinden, Arbeiten und Streben verbunden haben, daß alle Deutschen gewissermaßen aus dem Instinkt heraus Nationalsozialisten sind. Aber daß wir heute überhaupt schon einen Generalnenner gefunden haben, der sozusagen für jeden rechtsverbindlich ist, das will viel heißen. Denn alles, was unsere Eltern und Großeltern sich auf dem Gebiete des nationalen Lebens wünschten, ist nun beglückende Wirklichkeit geworden. Aber trotzdem, wie gesagt, wir sind noch nicht am Ende, sondern nach den Worten des Führers haben wir erst einen bescheidenen Anfang gemacht zu dem, was einmal werden muß. Und mitten in diesem Anfang steht als lebendiger Ausdruck der neuen deutschen Gesinnung das Hilfswerk der RS.=Volkswohlfahrt. Adolf Hitler hat das deutsche Volk geeint und dadurch stark gemacht. Jetzt liegt es an jedem von uns, täglich zu beweisen, daß wir verdienen, in dieser Zeit zu leben, und daß wir alles tun, was die innere Kraft unseres Volkes stärken, seine Freiheit und Ehre fördern kann. Damit appellieren wir an eine planmäßige Gestaltung des Alltags. Nur der darf sich Nationalsozialist nennen, der in dem uneigennützigen Geist des Führers denkt und durch seine Tat diesem Denken gerecht wird. Aus der Verbundenheit zum Mitbruder und in Liebe zu allen, die gleich uns Träger eines neuen Werdens sind, stehen wir heute für die Gemeinschaft ein. Dieser Wille zur Gemeinschaft ist das große deutsche Wunder Niemals hätte die RSV. Hunderte von Millionen RM. sammeln und gerecht verteilen können, wenn nicht das ganze deutsche Volk sich hinter das Gemeinschaftswerk gestellt hätte. Und war am Ende nicht weit mehr als das zahlenmäßige Ergebnis die ideelle Kraft entscheidend für diesen Aufbruch der Herzen? Der Mann oder die Frau, die von der RSV. ein Paai Schuhe, einen Anzug, Arbeitskleider, Lebensmittel oder andere Sachwerte erhalten, sind gewiß froh und glücklich darüber. Doch was sie noch mehr erfreut, das ist das Gefühl, daß jetzt a füreinander einstehen, daß nicht vom Staat oder von einer nüchternen bürokratischen Behörde nach Schema F eine Hilfe gewährt wird, sondern daß der hilfsbedürftige Volksgenosse, gleichberechtigt neben allen anderen Volksgenossen. von diesen geachtet und verstanden wird. Denn jeder fühlt sich als Glied dieser unsichtbaren Gemeinschaft und weiß, daß er selbst geben wird, wenn es ihm einmal besser geht. Diese Gesinnung ist es, die notwendig zu einem Aufbruch der Herzen führt. Und nicht zuletzt hat die NSV. dazu beigetragen, daß der deutsche Mensch heute wieder zu sich selbst Vertrauen hat, daß er wieder an sich glaubt und damit aus einer Verbitterung herausgerissen wurde, die seine besten seelischen Kräfte gefangen hielt. Deutschland ist nicht nur schöner, Deutschland ist auch innerlich reicher geworden. Denn der Reichtum eines Volkes besteht zwar zunächst in keinem zahlenmäßigen Bestand, nicht minder aber auch in der Lebensfreudigkeit und wertmäßigen Qualität seiner Mitglieder. Man sieht in Deutschland immer häufiger Menschen, die wieder lachen, die sich wieder ihres Lebens freuen. Egehuzg. e Das ist eines der wichtigsten Ergeonisse vieser an Segen so reichen Zeit, daß wir alle eine große Familie geworden sind; ohne den Willen zur geschlossenen Gemeinschaft wären wir trotz allem arm. Rustunder besachen die Baurenschau „Roch nie ist der Bauernstand so geehrt worden von unserem Blute(lebhafte Zustimmung). Mögen Dinge trennen oder nicht, und Grenzen dazwischenstehen, wir fühlen diese innere Blutsverwandtschaft. Als ich nachher in Ihre Ausstellung trat, wo der Erbhof steht und die Probleme dargestellt sind, die Sie behandeln, da sagte ich mir: Das ist auch unsere Aufgabe. Als ich nachher in die Ehrenhalle trat, wo der Reichsnährstand seine Ausstellung organisiert hat, da wurde ich erfüllt von tiefer Ergriffenheit. Freunde! So ist der Bauernstand noch nie geehrt worden wie in dieser Halle.(Bewegung.) Und so hat man Stadt und Land die Bedeutung des Bauernstandes noch nie zum Bewußtsein gebracht, wie in dieser glänzenden Ausstellung. Sie haben das Wort Blut und Boden geprägt. Das spricht in kurzer Form aus, daß das Schicksal der Völker von der Erhaltung des Bauernstandes abhängig ist. Sie, Herr Minister, sind der Führer dieser Idee im Deutschen Reich geworden. Sie haben die Gedanken über die Grenzen hinausgetragen. Ich danke Ihnen dafür als Vertreter der schweizerischen, danke Ihnen als Vizepräsident der internationalen landwirtschaftlichen Kommission und im Namen der internationalen Landwirtschaft.(Stürmischer Beifall.) Westsaten und Miederveutschiunts Abschluß des Westfalentages Soest. Der Westfalentag 1936, der am Sonntag neben niederdeutschen Festgottesdiensten noch eine Feier der Hitler=Jugend gebracht hatte, wurde am Sonntagmittag mit einer niederdeutschen Kundgebung abgeschlossen. Um die Mittagsstunde füllt sich der große Saal des Schützenhofes, wo der Westfalentag 1936 seine Krönung und seinen Abschluß erfahren sollte. Landeshauptmann Kolbow begrüßte den stellvertretenden Gauleiter von Westfalen=Süd, Stürtz, sowie den Redner der Abschlußkundgebung, Senator von Allwörden(Hamburg), und dankte der Stadt Soest in herzlichen Worten für die bewiesene Gastfreundschaft. Senator von Allwörden bedankte sich für die Einladung. auf dem Westfalentag zu sprechen, der er gern nachgekommen sei. Westfalen und Niederdeutschland gehörten in der Tat zusammen. Das Wesen des Niederdeutschen werde durch zwei Erscheinungen bestimmt: Durch das Bauerntum auf der einen, durch die seewärts gebundenen Handelsstädte auf der anderen Seite. Westfalen und Niedersachsen tragen zusammen Niederdeutschland. Niederdeutschland aber ist ein Teil und Glied des Reiches. Die erste große Tat in der deutschen Geschichte war eine niederdeutsche Tat. Armin rettete ganz Deutschland vor fremden Eroberern und damit vor dem Untergang. Der Führer im anderen Kampfe um die niederdeutsche Freiheit ist Widuind. Aber wir begreisen es auch, daß für das Deutsche Reich die Eingliederung der Sachsen in die große Gemeinschaft eine Notwendigkeit war. Niedersachsen waren es dann, die das Deutschtum in den Osten trugen. Der Bund der Hanse entstand, der weit bis in den slawischen Osten hineinreichte. Die Niederdeutschen werden ein immer tätigeres Glied ganz Deutschlands. Ueber alles geht ihnen das Reich. Ein weiteres Opfer bringt Niederdeutschland in dem Verzicht auf seine eigene Sprache zugunsten des Hochdeutschen. Aber auch dieses Opfer bringt es, um der Einheit des Reiches zu dienen. Nach langer Zeit beginnt man wieder mit der Pflege der eigenen niederdeutschen Sprache und heute wird stellenweise schon wieder das Niederdeutsche zum Lehrfach in den Schulen gemacht. Volk ist Körper, Stamm ist Glied. Der Körper des Volkes braucht gesunde Glieder, gesunden Stamm. Ein lebendiges Glied ist der niederdeutsche Stamm, wenn er seiner Art, seiner Geschichte treu bleibt. So war es im Ersten Reich, so im Zweiten und so wird es auch im Dritten Reich sein. Nach eingehenden Darstellungen über die in Hamburg geleistete Arbeit, wobei der Redner besonders darauf hinwies, daß diese sich fern von Eigenbrötelei und Sonderbestrebungen gehalten habe, betonte er, es gelte, sich hineinzustellen in das deutsche Volk und die deutsche Jugend. Hamburg sei bereit, ohne Verfechtung eigener Interessen sich einer Führung unterzuordnen, die niederdeutsches Wesen kraftvoll zu vertreten und zu führen bereit und entschlossen sei, um den Willen des Führers, alles zur Einheit beizutragen, zu erfüllen. Zum Schluß bat er alle, an diesem großen Werke mitzuarbeiten und brachte auf den Führer, an dessen Verdienste um Deutschlands Freiheit er erinnerte, ein dreifaches Sieg=Heil aus, in das die Teilnehmer der Kundgebung freudig einstimmten Die 159Ap zum Tode von Julius Schreck Ein Nachruf des Stellvertreters des Führers dnb. Berlin, 18. Mai. Der Stellvertreter des Führers Pg. Rudolf Heß nimmt im Völkischen Beobachter von SS=Brigadeführer Julius Schreck namens der RSDAP mit folgendem Nachruf Abschied: „Die nationalsozialistische Bewegung nimmt heute Abschied von Julius Schreck. Sie nimmt Abschied von einem ihrer Aeltesten und Teuersten. Sie nimmt Abschied von einem ihrer Besten und Unersetzlichsten. Sie nimmt Abschied von einem ihrer Bescheidensten, der nichts für sich wollte, der alles gab für Deutschland und den Führer. Wo es für Deutschland zu kämpfen galt, stand er an der Front— so draußen im Weltkrieg, so daheim. Grenzenlos war seine Verehrung und seine Liebe zum Führer; unermüdlich seine Sorge um den Führer; umsichtig war er bedacht auf den Schutz des Führers. Sein Wesen strahlte Zuverlässigkeit bis zum Letzten aus. Seine Gegenwart verbreitete bei seinen Parteigenossen in schwerer Kampfzeit das Gefühl des Geborgenseins. Unbeirrbar sein Urteil über Menschen; unverhohlen die Zuneigung wie die Abneigung, ein rauher Haudegen mit einem warmen Herzen. Gefürchtet von den Gegnern, geliebt von allen, die ihn zu den Ihren zählten, verehrt als väterlicher Freund von seinen Untergebenen. Er hatte das Glück, das höchste Vertrauen seines Führers zu genießen. Die Bewegung senkt ihre Fahnen zum letzten Gruß an Julius Schreck. Sie schwört ihm damit, daß seine Art und sein Geist den Jungen und Kommenden Vorbild sein wird, auf daß er der Bewegung diene bis in ferne Zeiten, zum Heile unseres großen nationalsozialistischen Deutschland. Rudolf Heß.“ Die Rosehung des Erzoischofs Er weigert sich, seinen Amtssitz zu verlassen dub. Paris, 18. Mai. Die Absetzung des Erzbischofs von Rouen, Monsignore de la Villerabel, durch den Papst beschäftigt die Pariser Presse außerordentlich stark. Der Erzbischof weigert sich nach wie vor, seinen Amtssitz zu verlassen. Das französische Innenministerium könnte als Besitzer des Schlosses seine Uebernahme durch den interimistisch beauftragten Erzbischof von Cambrai verweigern. Praktisch würde eine solche Weigerung jedoch eine unfreundliche Haltung der französischen Regierung gegenüber dem Vatikan bedeuten, was man offenbar vermeiden möchte. * Vereinzelt stehen die Fälle überhaupt da, in denen ein Erzbischof abgesetzt, also seines Amtes entkleidet wurde. In Frankreich ist die vom Vatikan verfügte Absetzung des Erzbischofs von Rouen, de la Villerabel, der erste solche Fall. Er hat in der französischen Oeffentlichkeit und auch in verschiedenen französischen Aemtern große Erregung bzw. starkes Aufsehen hervorgerufen, und es kann wohl ohne weiteres angenommen werden, daß dieses Kapitel noch nicht abgeschlossen ist. Die französische Oeffentlichkeit ist in so starkem Maße von der Angelegenheit berührt, weil der Erzbischof sich großer Beliebtheit erfreute, die, wie Eingeweihte wissen wollen, nicht zuletzt darauf zurückzuführen ist, daß er sich jederzeit zu seinem Franzosentum bekannte. Auch daß die Absetzung schon eigentlich vor vierzehn Tagen erfolgte, aber nicht bekanntgegeben wurde, hat wohl viel zu der Erregung Allmählich dringt natürlich die Veranlassung zu diesem ungewöhnlichen Schritt durch. Nach allem, was man hört, hatte der Erzbischof bei der zuständigen weltlichen Instanz ein Verfahren gegen einen höheren Beamten seines Erzbistums beantragt, weil dieser Beamte allem Anschein nach ihm zur Verwaltung anvertrautes Kirchenvermögen zu Spekulationen benutzt haben soll. Der Vatikan hat, wie es heißt, in diesem Verhalten des Erzbischofs einen Eingriff in seine Rechte gesehen, weil, nach Ansicht des Vatikans, derartige Fälle unter die geistliche Gerichtsbarkeit, nicht aber die weltliche fallen. Zwischen dem französischen Staate und dem Vatikan besteht kein Konkordat, wohl aber bestehen seit kurz nach Kriegsschluß diplomatische Beziehungen zwischen beiden Auf Grund dieser Beziehungen steht dem französischen Staate lediglich das Recht zu. gegebenenfalls gegen die Ernennung eines nicht genehmen Erzbischofs Einspruch zu erheben. Alles andere dürfte aber unter die kirchlichen Vorschriften fallen..„ M Villerabel will sich aver vorlaufig der Maßnahme des Vatikans nicht fügen und weigert sich vor allem, den erzbischöflichen Palast zu verlassen. Hier ist eine neue Schwierigkeit, denn der Kirchenfürst macht geltend, daß er diese Räumlichkeiten in einem langfristigen Vertrage auf seinen Namen gemietet habe, nicht in seiner Eigenschaft als Erzbischof. Vorläufig steht noch aus, auf welche Weise und durch welche Instanz dieser äußerliche Konflikt gelöst werden soll. Anzunehmen ist wohl, daß die Angelegenheit auf diplomatischem Wege beigelegt werden wird. Immerhin ist ja die Möglichkeit vorhanden, daß der Erzbischof versetzt wird und sozusagen ein Amt ohne Geschäftsbereich erhält, ein Erzbistum, wie es deren einige in Ländern gibt, die früher einmal als Bistum oder Erzbistum erklärt wurden, in denen aber jetzt keine katholische Bevölkerung mehr vorhanden ist. an das Reichs= und Preußische Ministerium des Innern gesandt worden sind, ist die erneute Stellung eines Antrages nicht notwendig, da die bereits vorliegenden Anträge der Bundesführung des Kyffhäuserbundes zur Erledigung übergeben werden. Die Ausstellung der Urkunde erfolgt kostenfrei. Soweit Militärpapiere an die oben genannte Abwicklungsstelle eingesandt wurden, können sie ebenfalls von der Bundesführung des Deutschen Reichskriegerbundes zurückgeforder werden. „Hindenburg“ macht gute Jahrt Diesmal mehr südlicher Kurs dnb. An Bord des Luftschiffes„Hindenburg", 18. Mai. Das Luftschiff befand sich heute um 1 Uhr MEZ. 46½ Grad Nord und 21½ Grad West, stand also nördlich von den Azoren. Wir fahren mit einer Geschwindigkeit von 70 bis 75 Knoten. Heute früh haben wir 24 Stunden nach der Abfahrt fast den halben Weg zurückgelegt. Am späten Nachmittag des Sonntag passierten wir die Windsprunglinie. Grauschwarze Wolkenungetüme, phantastische Gebilde, die der böige Nordwind vor sich hertrieb, tauchten vor uns auf. Trotz der Böen liegt das Schiff sehr ruhig. An Bord ist alles in bester Ordnung. Die Stimmung ist, wie stets, ausgezeichnet. Montag früh 8 Uhr MEZ. stand das Luftschiff etwa 500 Kilometer nordwestlich der Azoreninsel Flores. Das Luftschiff hat damit die Hälfte der Strecke von Frankfurt—Lakehurst zurückgelegt. Das Luftschiff Graf Zeppelin", das 10 Minuten vor Mitternacht von Pernambuco zur Heimfahrt nach Deutschland gestartet ist, stand um 8 Uhr MEZ. 115 Kilometer südlich vom Aequator. dub. Hamburg, 18. Mai. Das Luftschiff„Hindenburg“ stand nach Mitteilung der Deutschen Seewarte um 19 Uhr MEZ. rund 1 900 Kilometer südöstlich von Neufundland. „Graf Zeppelin“ hatte bis 18 Uhr MEZ. die Hälfte der Strecke zwischen Südamerika und den Capverdischen Inseln durchmessen. Urkunde für alte Freikorpskämpfer dub Berlin, 18. Mai. Der Reichs= und Preußische Minister des Innern hat den Bundesführer des Deutschen Reichskriegerbundes(Kyffhäuserbund), Oberst a. D. SS=Oberführer Reinhard, beauftragt und bevollmächtigt, im Namen der Reichsregierung den Mitgliedern der früheren Freikorps, die an ihren Kämpfen teilgenommen haben, eine Bescheinigung in Form einer Urkunde auszustellen, durch die den alten Freitorpskämpfern zugleich Dank und Anerkennung ausgesprocen wird...„ Hi,fr.,Jumde g. Anträge auf Aussteuung vieser Arkünde sine an den Deutschen Reichskriegerbund(Kyffhäuserbund), Bundesführung, in Berlin W. 30, Geisbergstraße 2, unter Beifügung von Unterlagen zu richten, welche die Teilnahme des Antragstellers an den Freikorpskämpfen beweisen. Soweit solche Anträge bereits an die frühere Abwicklungsstelle des Reichsbundes und Reichsverbandes der Baltikum= und Freikorpskämpfer oder Chronik der Unglücksfälle Die ganze Familie ermordet Gießen. In der Nacht zum Montag ereignete sich in Wismar bei Gießen ein furchtbares Familiendrama. Ludwig Prinz. der durch eigene Schuld vor einigen Tagen seine Arbeitsstelle in Gießen verloren hatte, ermordete seine Frau und seine beiden Töchter im A. r von zehn und sechzehn Jahren. Prinz beging dann Selbstmord durch Erhängen. Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gange. 3 Tote und 6 Schwerverletzte bei einem Autounglück Paris. Ein schweres Autounglück, bei dem drei Menschen getötet und sechs lebensgefährlich verletzt wurden, ereignete sich in der Nähe von Lons le Sanier. Ein kleiner Lastwagen, in dem zehn Personen Platz genommen hatten. geriet ins Schleudern und stürzte um. Dörflerkrieg auf Kreta Athen. Auf der Insel Kreta kam es zwischen den Einwohnern zweier Dörfer, die schon seit langem wegen eines Weideplatzes in Streit lagen, zu blutigen Zusammenstößen. Drei Tote und sieben Verwundete blieben auf dem Platze. Warschau. Der Starost in Neustadt(Pommerellen) hat sämtliche Gliederungen der„Deutschen Vereinigung“ im sogenannten Seekreis aufgelöst. Die Auflösung dieser Organisationen der deutschen Volksgruppe in Polen wird mit formalen Verstößen gegen das Vereinsgesetz begründet. Lokaler Sport Jaustkämpfer Castrop-Kauxel gegen Boxring Gevelsberg:6 Den Castrovern ist es gelungen, die Niederlage in Gevelsberg guf zu machen. In der Gevelsberger Boxstaffel waren äußerst kräftige Naturen, gegen die die Castrover nicht auftamen. Dennoch gelang es ihnen. durch Siegeswillen knapp zu siegen. Der Besuch war gut. Die Zuschauer kamen auf ihre Kosten. Der Kampf Seibel— Osteimann hatte die Zuschauer auf seiner Seite. Den besten Kampf des Abends lieferten sich Kloska— Tonetti Dies war ein Kampf schön und hart, etwas für das Auge. Zu bedauern war es, daß die Gevelsberger ihren Schwergewichtler zu Hause ließen. Für ihn sprang Bartkowiak(Recklinghausen=Süd) in den Ring. Der Castrover Babski siegte zwar. aber nicht überzeugend. Der Besuch war trotz des Maiwetters gut. Im Ring leitete Wieser(Bochum). Punktrichter Tietze(Herne). Den Reigen eröffneten zwei Schüler von Castrov. Bartkowiak— Eltelt zeigten einen schönen flotten Kampf. Erstaunlich war es, welch unheimlich harten Schlag die beiden Kleinen schon hatten. Lauter Beifall war ihr Lohn. Jugend=Papier: Kutza. Castrop=Rauxel— Kohlhaus. Gevelsberg. Kutza begeisterte durch seinen Kampf die Zuschauer und siegte eindeutig. Jugend=Fliegen: Haak..=R.— Novak. Gev. Haak kam in allen drei Runden auf volle Touren und schlug seinen Gegner einwandfrei. Federgewicht: Fromm..=R.— Gülden. Gev. Gülden war entschieden der bessere und wurde verdienter Punktsieger. Fliegengewicht: Seibel..=R.— Ostermann. Gev Obwohl Seibel am Rande des ko. stand. hielt er tapfer durch. Er kam des öfteren auch glänzend durch. aber Ostermann konnte viel vertragen. Er blieb Sieger nach Punkten. Leichtgewicht: Kloska..=R.— Tonetti. Gev. Kloska lieferte dem körperlich überlegenen Tonetti einen herrlichen Kampf. Tonetti war ordentlich hart im Nehmen: er stand alle drei Runden durch. Dieser Kampf war schön und spannend bis zum Ende. Leichtgewicht: Stevaniak,.=R.— Rinker. Gev. Rinker erhielt den Sieg zugesprochen, obwohl Stevaniak bestimmt ebenbürtig war. Unentschieden wäre eher gerecht gewesen. Mittelgewicht: Krüger..=R.— Uttermann, Gev. Krügers bessere Technik setzte sich gegen Uttermann durch. Krüger sammelte eifrig Punkte und wurde verdienter Sieger über den körverlich besseren Uttermann. Einlagekampf: Kowalinka— Grebe. Beide Castroper Borer lieserten einen schönen Kampf. Kowalinka mußte sich sehr anstrengen, um Grebe niederzuhalten. Schwergewicht: Babski,.=R.— Bartkowiak. Recklinghausen=Süd. Bartkowiak ließ sich von seinem großen Gegner nicht einschüchtern, sondern kämpfte tapfer mit. Babski war schon besser. Aus Westbeatschland Oberbürgermeister Reister zum Sängerbundesführer wiedergewählt Rektor Konsek in den Führerrat berusen Herne. Am Samstag und Sonntag fand in Hamburg der 31. ordentliche Sängertag des DSB. statt. Am Vorabend der Arbeitstagung wurde der Führerrat des DSB durch den Senat der Stadt Hamburg empfangen. Im Bürgerschaftssaal des stolzen Hamburger Rathauses fand dann die Tagung statt, zu der die Vertreter der gesamten deutschen Sängerschaft. auch des Grenz= und Auslandes. erschienen waren. Auf dieser Tagung wurde auch die Wahl des Bundesführers vorgenommen. Oberbürgermeister Reister, der seit 1934 die Führerschaft inne hat, wurde einstimmig wiedergewählt. Zum Stellvertreter des Bundesführers wurde Oberbürgermeister Memmel. Würzburg, gewählt. In den Führerrat des DSB. wurden weiter berufen: Rechtsanwalt Dr. Herrmann, Frankfurt a., Rektor Brauner, Berlin, Rechtsanwolt Dr Fischer. Koblenz. Rektor Konsek, Herne. Dr. Langemann, Hannover, Dr. Richter, Dresden, Justiz= und Wirtschaftsminister Schmid. Stuttgart. Lehrer Schulz. Berlin, und Bundesgeschäftsführer Plonka, Berlin. Als Abschluß der Sängertagung fand om Sonntag eine große Kundgebung statt, an der sich die gesamte Sängerschaft der Stadt Hamburg und eine nach mehreren tausend zählende Zuhörerschaft beteiligte. Ansprachen hielten hier u. a. der regierende Bürgermeister der Stadt Hamburg Krogmann. und der Kultursenator. Präsidialrat Ihlert. Der Bundesführer Oberbürgermeister Meister, hielt die Schlußansprache, die mit einem Sieg=Heil aus den Führer endete. Im Dienst vom Zuge überfahren Herne. Ein gräßlicher Unglücksfall ereignete sich am Samstagvormittag auf der Eisenbahn zwischen Herne=Hauptbahnhof und Bahnhof Börnig. Der Streckenkontrolleur Pillert. der diese Strecke beging. wurde von der Maschine eines Zuges. den er über hört zu haben scheint, ersaßt und überfahren. Sein Körper wurde gräßlich zugerichtet. Der Verunglückte war 60 Jahre alt und stand kurz vor dem Eintritt in den Rubestand. Man bringt der schmerzgeprüften Familie allseitige Teilnahme entgegen. Soldalen opferten für das Whw. Großartige Leistungen der Angehörigen des 6. Armeekorps Münster. Ein überzeugendes Zeugnis für die Hilfsbereitschaft der jungen deutschen Wehrmacht, die nicht nur als Hüter des Friedens der Waffenträger der Nation. sondern auch der stets bereite Helfer in allen Nöten des Lebenskampfes ist, gibt das jetzt vorliegende Ergebnis über die Leistungen des 6. Armeekorps bei dem großen nationalsozialistischen Winterhilfswerk. Alle Angehörigen der Wehrmacht im 6. Armeekorps haben bereitwilligst von ihren Bareinkünften einen Teil zur Verfügung gestellt: die Gesamtsumme dieser Abzüge von Gehalt und Löhnung erreicht 90000 Reichsmark. An den Eintopfsonntagen hat jeder Soldat persönlich auf die Sonntagskost verzichtet und so dazu beigetragen, daß 32.000 RM. als Ersparnisse dem WHW. zugeführt werden konnten. Darüber hinaus wurden außer den allgemeinen Sammlungen in den Stäben und Truppenteilen noch besondere Sammlungen durchgeführt, die weitere 26000 Mark an Barspen den aufbrachten. Außerdem haben auch im Winter 35/36 wie in den voraufgegangenen Jahren die Musikkorps des Heeres im Dienst für die Winterhilfe gestanden: sie haben sich in 128 Konzerten der NSV. zur Verfügung gestellt. Der Gesamtertrag der hierdurch geleisteten Hilfe läßt sich ziffernmäßig nur schwer erfassen, da die Einnahmen unmittelbar der örtlichen NS.=Volkswohlfahrt zugeflossen sind. Zu den insgesamt 153 605 Mark Barspenden kommen noch die Naturalleistungen. So wurden aus den Truppenküchen in 6 Monaten 123 480 Essenvortionen ausgegeben. weiterhin an Broten. Konserven usw. 3435 Stück. Bei vorsichtiger Schätzung dürfen diese Naturalspenden mit 50000 Mark bewertet werden. Rechnet man diesen Betrag zu der oben angeführten Summe der Barspende, so ergibt sich als Gesamtergebnis der Svenden der Truppen des 6. Armeekorps 202 733,72 Mark. Doch damit erschöpft sich noch nicht die Hilse der Wehrmacht im Kampf gegen Hunger und Kälte. Wertmäßig nicht ersaßbar sind Leistungen wie die Gestellung von zahlreichen Feldlüchen und Hunderten besonderer Fahrzeuge des Heeres, und die persönliche Hilfeleistung von weit über 2000 RM. Stadthauptkassendirektor Heckmann 40 Jahre im Dienste der Stadt Münster. Der Direktor der Stadthauptkasse. Heinrich Heckmann. konnte am 16. Mai aus eine vierzigjährige Tätigkeit im Dienste der Stadt Münster zurückblicken. Zunächst lange Jahre als Leiter des Städtischen Schulamtes beschäftigt, erwarb er sich zunächst große Verdienste um die Förderung des Jugendherbergswesens. vor allem auch um die Errichtung der als mustergültig bekannten Jugendher berge in den Baumbergen, und lam mit Beginn des Avril 1925 in die Verwaltung der Stadthaupt kasse an leitender Stelle. Weiten Kreisen bekannt geworden ist er durch seine Tätigkeit im Vorstande des Vereins der Kommunalrentmeister und Stadthauptkassendirektoren. Münster bekomml endlich eine Jugendherberge Münster. Seit je ist die Lösung des Jugendherbergswerkes in Münster nur Versuchs= und Stückwerk gewesen, wie auch der Zwinger von vornherein nur eine Notlösung sein konnte. Jetzt jedoch erfährt die„M..“. daß die Frage der Errichtung einer modernen Jugendherberge in Münster in absehbarer Zeit großzügig gelöst werden solle. Was allgemein sehr begrüßt werden wird. Westf. Industriewerk zeichnet sich geschlossen in das Opferbuch der SA. ein Bielefeld. Das in der Senne gelegenene westf. Eisenwerk Heinrich Schilling hat sich geschlossen, vom Betriebsführer bis zum letzten Gefolgschaftsmitglied. beim Sturm 6/174 in das Opferbuch der SA. für das Dankopfer der Nation eingezeichnet und damit ein einmütiges Bekenntnis zum Führer abgelegt. Alte Soldaten und junge Wehrmach! Bielefeld. Als sichtbares Zeichen der engen Ver bundenheit der alten Soldaten mit der jungen Bielefelder Garnison hat der Kreisverband Bielefeld im Deutschen Reichskriegerbund dem 3. Bataillon Ins.=Regts. 18 einen Schellenbaum gestiftet. der am Sonntag in einer Feierstunde auf dem Schiller platz dem Kommandeur des 3. Bataillons. Oberstleutnant Kühn, überreicht wurde. Aelteres (44 Statt jeder besonderen Anzeige. Heute nachmittag 3 Uhr entschlief sanft nach kurzem Leiden unser lieber guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, der Kaufmann Herr Felix Vogel im Alter von 62 jahren, verschen mit den hl. Sterbesakramenten. In tiefer Trauer: Regierungsrat Erich Ruhnau und Srau Agnes, geb. Vogel Dr. med. Otlo Plange und Frau Amalie, geb. Vogel Dr. med. Georg Kirndörter und Frau Felicitas, geb. Vogel Felix Vogel und Frau Charlolle, geb. Büttner Hubert Vogel Waller Plange und Frau Mechtild, geb. Vogel Franz Höynck und Frau Maria, geb. Vogel Ursula Krahn, geb. Vogel Heie Ellerbeck Castrop-Rauxel 1(Wittener Str. 103), Köln, Münster i.., Gmund a. Tegernsee, Dortmund, Johannesburg i. Südafrika, Quivelskloof i. Südafrika, den 18. Mai 1936. Die Beerdigung sindet statt am Donnerstag, dem 21. Mai 1936, nachm. 4 Uhr, von der Kapelle des St. Rochushospitales aus. Das feierliche Levitenhochamt ist Freitag, den 22. Mai 1936, morgens 8 Uhr, in der St.-Lambertus-Pfarrkirche zu Castrop-Rauxel 1. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. Mädchen für 3mal wöchentlich vormittags gesucht. Wittener Straße 43. 2. St. Schlafzimmer m. Aufl.. wenig gebr., Neupreis 1250 Mark., für 270 Mk. zu verkaufen.(12 Nickel, Herne, Behrensstr. 5. Gebrauchtes Firmenschild —6 Mtr. lang. zu kaufen ges. Castrov=R. 3 Vorghagener= straße 18 Ruf 2401. Dienst= versona meldet sich zahlreich wenn Sie eine kleine Anzeige im Stadtanzeiger bestellen. Sttel * sämtlicher Lagerbestände des Möbelhauses Tillmann& Co. wegen Aulgabe des Geschälts .kamaCe! Inh. E. E. Schulten Dortmund, Westenhellweg 74— 76 Große Auswahl in mod. elektr. Beleuchtungskörpern zu niedrigen Preisen bei Castrop.Münsterstr. 21 KIRSCHMiet-Verträge stets vorrätig Druckerei Geschw. 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Geld braucht man nicht nur zum Kriegführen, sondern auch für den Kampf ums Dasein. Aber das Geld. das Sie für des Inserieren im„Stadtanzeiger“ " anlegen, bringt hundertlältige I Frucht. Es vermehrt die Kund. schalt und steigert den Umsatz. Wer Radio hörf, muß eine gute Funkzeitschrift lesen. Bitte lassen Sie sich einmal ein Probeheit von der Funkzeitschrift„hör mit mir“ von Ihrem Boten oder in unserer Ge schäftsstelle geben. Sie werden erstaunt sein, wie reich dieses Heft für 10 Plennige ausgestattet ist: Neben den übersichtlichen Programmen aller deutschen Sender und aller wichtigen ausländischen Stationen großer Kupfertiefdruckteil, Unterhaltung, Funktechnik u. v. a.