P Gee„" für Castrop=Rausel und Umgebung Se. Schna, Lostroter Zelung Rauxeler Neueste Nachrichten Bladenhorster Tageblatt Bosef Prus, in Casteov=Rauxel. Anzeigenleiter; Wilbeln Welter in Castrop=Rauxel. DA. IV. 36 1797. Sa.=Nr. 2151 Castrop. anteigen 1 vo beich Peraiegsesdenen niczaliten 3. Ji. sil. Nr.: Fu. Blazwünsche auch für die durch aufgegebenen, sowie für undeutlich geschriebene Austräge wird keine Gewähr übernommen. Schluß der Anzeigen=Annahme 4 Uhr nachm. tags zuvor. Erfüllungsort u. Gerichtsstand Castrop=Rauxel. Amtliches Veröffentlichungsblau für den Landgerichtsbezirk Dortmund. Allgemeines Kreisblau für den Stadtkreis Castrop=Raurel. Nr. 130 Donnerstag, den 14. Mai 1935 Beutschiuns=Echhahua. feAn die Sochzelgefugk Aufmarsch zur Schlacht für den Frieden Die Kundgebung der französischen Frontsoldaten Die Kundgebung von vier Millionen französischen Frontsoldaten, die der Generalsekretär der„Confederation nationale des anciens combattants“, des Spitzenverbandes aller französischen Frontkämpfervereinigungen, den Vertretern der deutschen und der französischen Presse am Dienstag in Paris überreicht hat, wird in allen Kreisen, denen es um die Herstellung eines wirklichen Friedens in Europa zu tun ist, lebhaft begrüßt werden. Im Deutschen Reich ist dieses Bekenntnis und der Wille zum Frieden Gemeingutdes ganzen Volkes, und der Führer und Reichskanzler hat als Dolmetsch dieses Volkes wie kein anderer Mensch in der Welt in den letzten Jahren die Menschheit immer wieder zum Frieden und zur Versöhnung der Völker aufgerufen. Er hat auch immer schon darauf hingewiesen, daß das französische Volk genau so friedliebend sei wie das deutsche. und daß er deshalb keinen Grund sehe, den Jahrhunderte alten Streit und das Mißtrauen, das zwischen den beiden Staaten und Völkern besteht. nicht beseitigen zu können. Vor allem die deutschen Frontkämpfer, die selbst alle Schrecken und Grausamkeiten eines modernen Krieges mitgemacht haben, stellten sich immer wieder in die vordersten Reihen jener, die den Führer bei seinem Kampf um einen wirklichen und ehrlichen Frieden, der dauerhaft sein soll, unterstützten. Sie nahmen die Verbindung mit den französischen, den englischen und den belgischen Frontkämpfervereinigungen auf und konnten besonders im Verlaufe des Jahres 1935 eine weitgehende Annäherung und Verständigung, ja sogar die Bildung einer gemeinsamen Kampffront erreichen. Die Kundgebung, die jetzt alle französischen Frontkämpfervereinigungen, sowohl die politisch links orientierten als auch die rechtsstehenden, an ihre deutschen Kameraden gerichtet haben, ist mit ihrer eindringlichen Sprache ein erfreulicher Beweis dafür, daß die deutsche Forderung nach einem wirklichen Frieden der Ehre, der Gleichberechtigung und der Verständigung zwischen den beiden Völkern auch in Frankreich volles Verständnis findet. Wenn die französischen Frontkämpfer in ihrer Kundgebung es als den sehnlichsten Wunsch der Deutschen und der Franzosen bezeichnen,„einen würdevollen und dauerhaften Frieden für Deutschland, für Frankreich und für ganz Europa“ zu erreichen, so wird man im deutschen Volke diesem Wunsche um so lauter zustimmen, als gleichzeitig die Forderung erhoben wird: „Wir müssen in unseren Nationen den guten Willen wecken, von dem die freimütige Gegenüberstellung der beiderseitigen Wünsche und Belange beieelt sein muß“. Ttendmunet zu.—.. Dieser französische Standpunkt ist um so begrükenswerter, als es nach dem 7. März schien, als ob gewisse französische Kreise, die in chauvinistischer Verblendung die Aufrichtigkeit des Friedensangebotes Adolf Hitlers nicht anerkennen wollten, die mühsam gefestigten Bande zwischen den französischen und den deutschen Frontkämpfern wieder zerreißen konnten. So hat bekanntlich Henri Pichot, der Präsident der„Union federale“, der größten französischen Frontkämpferorganisation, der noch am 5. März durch den„Kyffhäuser“ eine„Botschaft an die deutschen Frontsoldaten“ gerichtet hatte. nach dem 7. März an den Reichskriegsopferführer Hanns Oberlindober einen Brief gerichtet, in dem er erlärte, daß die bisherigen Versuche der„Union federale“ sowie seine eigenen Bemühungen bei den deutschen Frontkämpfern noch nicht die Aufnahme und den Widerhall gefunden hätten, den man erwartet habe. Es ist erfreulich, daß nunmehr auch Pichot zu den Unterzeichnern der Kundgebung gehört, mit der Frankreichs Frontkämpfer ihre deutschen Kameraden zur Mitarbeit an der Herbeiführung eines Friedens der Ehre aufrufen. Da die „Union federale“ eine politisch nach links gerichtete Organisation ist, ergibt ihre Beteiligung an dieser neuerlichen Aktion der französischen Frontkämpfer auch in Frankreich nur die Gemeinschaft und die Kameradschaft, die aus diesem Blickfeld heraus politische Spannungen im Interesse der Allgemeinheit und des Friedens zu überbrücken vermag. Diese Brücken sind aber nicht nur innerhalb eines Volkes, sondern auch von Volk zu Volk zu Wie weit ist aber der Brückenbau innerhalb des französischen Volkes schon gelungen? Wird der Aufruf in allen politischen und anderen Kreisen Frankreichs mit der gleichen ehrlichen und aufrichtigen Zustimmung aufgenommen werden wie in allen Kreisen des deutschen Volkes? Erst wenn dies der Fall ist, kann jener große und geschlossene AufKampf gegen den Kommunismus Ungarischer Abgeordneter über die Weltgefahr des Kommunismus dnb. Budapest, 13. Mai. Der Vorsitzende der christlich=sozialen Wirtschaftspartei, Dr. Karl Wolff, gab in der Aussprache des ungarischen Parlaments eine Erklärung über die wachsende Bedrohung Europas durch die bolschewistische Gefahr ab. Die Sowjetregierung müsse für die wachsende bolschewistische Bewegung in Südamerika, Spanien und Frankreich verantwortlich gemacht werden. Nur der Völkerbund verkenne diese Gefahr. In Spanien habe es sich gezeigt, daß ein beschaulicher Katholizismus zum Kampf gegen die kommunistische Gefahr nicht genüge. Die Welt brauche heute ein kampfbereites Christentum. Frankreich steuere dem Kommunismus zu. Es lägen zuverlässige Angaben darüber vor, daß die Moskauer Regierung unter dem Weimarer Regime ungestört ihre Wühlarbeit in Deutschland fortsetzen konnte. Das heutige Deutschland dagegen bilde mit seinen 70 Millionen Menschen einen gesunden geschlossenen Schutzwall gegen die Sowjetgefahr. Wenn Adolf Hitler nicht das Dritte Reich errichtet hätte, ständen die Bolschewisten heute am Rhein. Bei diesen Worten ertönten von den Regierungsbänken stürmische Eljen=Rufe. Der Reichstagsabgeordnete der Regierungspartei, Graf Palffy=Daun, rief dazwischen: Deutschlands Fliegerstaffeln mögen Ungarn schützen! Dr. Wolff führte dann weiter aus, in der heutigen europäischen Lage müsse Ungarn ein starkes Abwehrsystem gegen die bolschewistische Gefahr errichten. In Ungarn neigten insbesondere die jüdische Jugend, jüdische Presse, Kunst und Literatur dem Kommunismus zu. Auch die Sozialdemokratie sei, wie man es in Frankreich und in Spanien sehe, dem Kommunismus gegenüber nicht nur völlig machtlos, sondern sogar bereit, mit den Kommunisten Bündnisse einzugehen. Wolff schloß seine von der Regierungspartei mit stürmischem Beifall aufgenommenen Ausführungen mit einem Appell zum Zusammenschluß aller auf der Grundlage einer christlichnationalen Politik stehenden Elemente zum 1 Kampf gegen die Weltgefahr des Kommunismus. Kirchen und Klöster brennen Der Mob wütet in Spanien dub. Madrid, 13. Mai. In Alzira(Balenzia) steckte der Mob die Kirche San Jnan und Santa Catalina, das Haus des Bürgervereins, die Sparkasse, ein bereits vor einiger Zeit geräumtes Kloster und ein geistliches Lehrinstitut in Brand. Ein Teil der Gebäude wurde vollständig eingeäschert. Ein Arbeiter wurde lebensgefährlich verletzt. In Vigo erklärten die marxistischen Arbeiten den Generalstreik. Der Anlaß war folgender: Ein Arbeitswilliger flüchtete, von Streikenden verfolgt, in das Haus eines Offiziers, der die Menge beruhigen wollte. Diese versuchte aber, das Haus zu stürmen, worauf der Offizier in Notwehr einen Arbeiter tötete. Als die Polizei einschritt, entspann sich ein Feuergefecht, wobei vier Personen schwer und mehrere leicht verletzt wurden. Die Wohnung des Offiziers wurde geplündert und das Haus in Brand gesteckt. Auch in Pege bei Alicante wurden bei einem Feuergefecht zwischen Marxisten und politischen Gegnern drei Personen schwer verletzt. Die Arbeiter erklärten den Proteststreik. Alle Geschäfte des Ortes sind geschlossen. Kaufflag von Ainlerina i 40 Sanden „Hindenburg“ heute früh in Frankfurt dnb. Hamburg, 13. Mai. Wie die Deutsche Seewarte mitteilt, hat das Luftschiff„Hindenburg“ um 21 Uhr die Szilly=Inseln am Kanaleingang erreicht. Das Luftschiff wird in den ersten Morgenstunden des Donnerstag zum ersten Mal in dem neuen Luftschiffhafen Frankfurt am Main festmachen. Die Luftschiffe machen gute Jahrt Durchschnittlich 140 Kilometer in der Stunde onb. Hamburg, 13. Mai. Nach Mitteilung der Deutschen Seewarte hat das Luftschiff„Hindenburg" bis Mittwoch früh 8 Uhr MEZ. fast die halbe Ozeanstrecke von Neufundland bis Irland zurückgelegt. Das Luftschiff„Hindenburg“ meldete um 8 Uhr eine Fahrtgeschwinoigkeit von 140 Kilometer in der Stunde..81621 Auch das nach Südamerika fahrende Luftschiff „Graf Zeppelin“ macht gute Fahrt. Es stand am Mittwochfrüh 8 Uhr etwa 600 Kilometer nördlich der Kapverdischen Inseln. Seine Fahrtgeschwindigkeit beträgt ebenfalls 140 Stundenkilometer. Im frischen Westwind kräftig vorwärts (Vom Sonderberichterstatter des DRB.) An Bord des„Hindenburg". Im Laufe der Nacht zum Mittwoch gelang es der Schiffsleitung des„Hindenburg“, die lang gesuchte Zone schen Westwinds zu finden, der uns nun kräftig vorwärts schiebt. Zerstoben ist die Nebelwatte, die uns den ganzen Dienstag über einhüllte. Am Mittwoch ging es den ganzen Tag über tiefblaue See, auf der die Schatten der treibenden Wolken tanzten, mit kräftigen weißen Schaumköpfen. Am Mittwochabend werden wir die irische Küste erreichen und Donnerstagfrüh um 5 Uhr im Bestimmungshafen Frankfurt am Main eintreffen, falls das Wetter so bleibt. Wir hätten dann zur eigentlichen Ozeanüberquerung von Newyork bis Valencia, am Eingang der DingleBucht an der Westküste Irlands, nur 36 Stunden gebraucht. Ueber der Südwestspitze Irlands dnb. An Bord des L8.„Hindenburg“, 13. Mai. (Vom Sonderberichterstatter des DRB.) Am Mittwoch um 19 Uhr sichteten wir, 36 Stunden nach unserer Abfahrt aus Lakehurst, zum ersten Male wieder Land in Gestalt der romantisch zerrissenen, weiß umgischteten Felseninsel vor der Bantry Bai an der Südwestspitze Irlands. Der nun folgende Teil der Fahrt brachte Szenen von unerhörtem landschaftlichen Reiz. Bald idyllische kleine Buchten, bald Kanäle und Klippen, dann wieder breite Meeresarme, bald von treibenden Wolken beschattet und dann wieder freigegeben. Sie alle von der Spätmittagssonne koloriert! Das Land ist arm, größtenteils Moor und dürftige Weiden, die von Steinwällen eingehegt sind. Dazwischen liegen, weit zerstreut, einzelne Höfe. Hoch über den Neufundlandnebeln dnb. An Bord des 23„Hindenburg“, 13. Mai. Von denen, die die Ausreise mitgemacht haben, kehren nicht alle auch wieder zurück. Dafür sind zahlreiche neue Fahrgäste in Lakehurst an Bord gekommen. Sie genießen jetzt das große Erlebnis, sich zum ersten Male an Bord eines Transozean=Luftschiffes zu sehen. Alles steht unter dem Eindruck der wuchtigen Sicherheit, mit der unser Riese hoch über den Neufundland=Nebeln dahinbraust. In den Passagier= räumen ist es behaglich warm. Ungezählte Postkarten werden geschrieben. Ein Blick durch die Räume läßt glauben, daß man an Bord eines beliebigen Passagierdampfers sei. Dann meldet sich mit einem Ruck das Bewußtsein, daß wir in Bergeshöhe über allen Dampfern segeln auf dem modernsten Reisefahrzeug der Welt, daß wir der Eröffnung einer neuen Epoche des Verkehrs beiwohnen. Bolschewistische Umtriebe in Paraguat Die bolschewistischen kädelsführer festgenommen und ausgewiesen Aufruf des Staatspräsidenten marsch der Frontkämpfer beider Länder durchgeführt werden, der zur großen gemeinsamen Schlacht für den Frieden führen soll. Im vergangenen Jahre erklärte Minister Dr. Goebbels in einer Unterredung mit dem englischen Journalisten Vernon Bartlett über die Möglichkeit eines endgültigen Friedens zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich:„Wir sind bereit. Aber das ist nunmehr eine Frage der französischen Innenpolitik geworden. Es sind starke Männer erforderlich, um das Jahrhunderte alte Mißtrauen zu überwinden.“ Diese Worte sind, heute vielleicht noch aktueller als im Juni des vergangenen Jahres. Sie kennzeichnen die Lage, in der der französische Aufruf an die deutschen Frontkämpfer neben dem einmütigen und zustimmenden Widerhall aus dem Deutschen Reiche auch die wichtige Frage an die Führer der französischen Politik über ihre Einstellung zu dieser Angelegenheit laut werden läßt. dnb. Asuncion, 13. Mai. Bolschewistische Propaganda im Heere veranlaßte das Offizierkorps, energische Maßnahmen gegen den Arbeiterverband zu verlangen. Daraufhin wurden am Dienstag der Generalsekretär des Verbandes, Franeisco Gaona, sein Stellvertreter Thomas Mayer und eine große Zahl leitender Bolschewisten, die einen Aufstand vorbereiteten, verhaftet und ausgewiesen. Sie wurden nach Argentinien abgeschoben. Der Arbeiterverband erklärte darauf den Generalstreik, doch hatte die Streikparole nur teilweise Erfolg. Polizei schützt die zahlreichen Arbeitswilligen. Es herrscht überall Ruhe. Truppenbewegungen werden dementiert. Staatspräsident Franco veröffentlichte einen Aufruf an das Volk, der begeistert aufgenommen wurde. Der Präsident stellt darin u. a. fest, daß das Bekenntnis gewisser Elemente zur Revolution trügerisch sei. Es handele sich dabei um die schlimmsten Feinde des Vaterlandes, die versuchten, in den Arbeitermassen Fuß zu fassen und im Einklang mit der Dritten Internationale handelten. Die Regierung werde ihr Programm durchführen, dessen Reformen weitergreifend sein werden, als es die politische Entwicklung in Südamerika sonst zulasse. Die Regierung werde niemals zugeben, daß das Vaterland der Weideplatz eines alles verneinenden Gesindels und ehrgeiziger Verbrecher werde. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Smith, gab eine Erklärung ab, in der es heißt, er werde alles in seiner Macht Stehende tun, damit der die Lehre der Zerstörung und des Zusammenbruchs predigende Bolschewismus in Paraguay nicht Fuß fassen könne. Die Revolution sei nicht gemacht worden, um das Land den Feinden der Ordnung und des Fortschritts auszuliefern. Sterbendes Frankreich Von 43 000 Geburtenüberschuß auf 19 500 Geburten. unterschuß in einem Jahre in Frankreich dnd Pario, 13. Mai. Vom Büro des Ministerpräsidenten wird eine vergleichende Aufstellung der Bevölkerungsziffer für 1935 und 1934 veröffentlicht. Die Zahlen für 1935 sind vorläufig. Danach Die Spannung Tlatten=Englans Scharfe Sprache der Blätter— Italiens haltung zum Völkerbund Das römische Imperlum Die Zahl der durchschnittlichen Eheschließungen, auf 10000 Einwohner berechnet, ist von 142 im Jahre 1934 auf 136 im Jahre 1935, die der Geburten von 161 auf 152 zurückgegangen, die Zahl der Todesfälle dagegen von 151 auf 157 gestiegen. Aus dem Geburtenüberschuß von 10 Kindern auf 10 000 Einwohnern ist 1935 ein Unterschuß von 5 Kindern geworden. Der Arbeiter kann wieder sein Glas Bier trinken ndz Berlin, 13. Mai. Die Besserung der Lebenshaltung des deutschen Volkes, die sich in der Steigerung der Konsumkraft offenbart, ist auch dem Bierverbrauch zugute gekommen, der in den Krisenjahren einen beträchtlichen Tiefstand erreicht hatte. Nach den Ermittlungen des Statistischen Reichsamtes ist nämlich im Rechnungsjahre 1935, vom 1. April 1935 bis zum 31. März 1936, in Deutschland ein Bierverbrauch von 39753 695 Hektoliter festgestellt worden. Diese Menge liegt um rund 3 Millionen Hektoliter über der des Rechnungsjahres 1934(1. April 1934 bis 31. März 1935), wo nur ein Gesamtverbrauch von 36 837 700 Hektoliter erzielt worden war. Aber auch die Zahlen von 1934 hatten das Krisentief bereits überschritten. Der Arbeiter kann wieder sein Glas Bier trinken. Der Baugrubeneinsturz in Berlin dub Berlin, 13. Mai. In der heutigen Sitzung des Baugrubenunglücks=Prozesses wurde weiter die Frage erörtert, ob und inwieweit etwa das durch die Baugrube führende Wasserrohr das Ausmaß der Einsturzkatastrophe beeinflußt hat. Mehrere leitende technische Angestellte der städtischen Wasserwerke erklärten übereinstimmend, daß das Rohr unter Normaldruck gestanden habe und nicht gebrochen sei, sondern daß zwei Rohrstücke durch den Einsturz aus den Muffen gerissen worden seien. Die Zeugen bestritten die Moglichkeit, daß vor dem Einsturz durch etwaige undichte Stellen erhebliche Wassermengen in das Erdreich gesickert sein können. Die Nachmittagsverhandlung brachte nichts wesentlich Neues. Ein Spazierganger, der zur Zeit des Unglücks gerade an der Baustelle vorbeikam, will gesehen haben, daß ein Baum auf der Tiergartenseite senkrecht in die Grube absackte. Der Zeuge schilderte weiter, daß eine Straßenbahn gerade die Unglücksstelle passiert habe, als das Krachen des Einsturzes ertönte. Der Führer der nächsten Bahn habe noch im letzten Augenblick bremsen und durch seine Geistesgegenwart seinen Wagen rechtzeitig zum Stehen bringen können. dub. Rom, 18. Mai. Bei der Besprechung der letzten Ereignisse in Genf erklären die römischen Blätter offen, daß die englisch=italienischen Beziehungen selten eine so gefährliche Zuspitzung erfahren hätten wie im gegenwärtigen Augenblick. Allgemein wird betont, daß Italiens Beschlüsse unabänderlich seien. Das halbamtliche„Giornale'Italia" bezeichnet die Abreise Aloisis aus Genf als einen weisen und notwendigen Entschluß, der den Gefühlen des ganzen italienischen Volkes entspreche. Man habe in Italien genug von Genf, daher bedeute diese Abreise die Trennung Italiens von Genf, solange dem Völkerbund die richtige Erkenntnis fehle. Der Völkerbund hätte spät, aber doch noch rechtzeitig seine schweren Irrtümer wieder gutmachen können, indem er das Aufhören des Sklavenstaates Abessinien und seine automatische Ersetzung durch das faschistische Imperium anerkannt hätte. Der Völkerbund habe sich aber hoffnungslos verrannt, da er dies nicht getan habe. Das Blatt betont sodann, daß man sich nirgends einbilden dürfe, mit der Fortdauer der Sanktionen die unwiderruflich vollzogenen Tatsachen und den schicksalhaften Verlauf der Ereignisse ändern zu können. Italien, das den Sanktionen von 52 Ländern in Kriegszeiten widerstanden habe, werde auch den Sanktionen von 48 Staaten in Friedenszeiten widerstehen können. Die Abberufung der italienischen Delegation sei der erste Schritt, den Italien ergreife. Der zweite, so erklärt das Blatt, werde in der Prüfung der aktiven italienischen Haltung in den Fragen Europas oder der Welt mit oder ohne Völkerbund getan. Unter der Schlagzeile„Eine Zwitterallianz gegen den Faschismus wird in London unter Edens Führung gebildet“, findet der Londoner Vertreter der„Tribuna“ sehr scharfe Worte über Englands Verhalten gegenüber Italien. In den letzten 48 Stunden habe sich die Spannung zwischen Italien und England wie in den gefährlichsten Augenblicken des letzten Jahres verschärft. Wer die jetzigen Verdächtigungen Italiens aufmerksam verfolge, könne auch ihr Ziel feststellen, nämlich die internationale jü dische Finanzwelt aufzuhetzen. London irre sich jedoch, wenn es glaube, Italien wolle sich an diese internationale Finanz wenden, um das notwendige Kleingeld für die Kolonisierung Abessiniens aufzutreiben. Eden nahm, wie das Blatt wissen will, entgegen den Instruktionen seines Kabinetts, die Initiative in Genf in einer Weise auf, die ihm die Unterstützung der offensichtlichen Völkerbundsfanatiker, der englischen Oppositionspartei, der hypnotisierten Heerscharen Cecils und der anglikanischen Bischofe sichert. Gesetzwerdung der Beschlüsse über das römische Imperium dub. Rom, 13. Mai. Mit ganz besonderer Feierlichkeit wird in der morgigen Kammersitzung und in der Senatssitzung vom Samstag die Umwandlung der Beschlüsse vom letzten Samstag in Gesetze vollzogen werden. Zu Beginn der beiden Sitzungen wird Mussolini die beiden Dekrete vorlegen, über die sofort das Dringlichkeitsverfahren eingeleitet und ein besonderer Ausschuß zu ihrer Prüfung eingesetzt wird. Mit Einstimmigkeit werden sodann Kammer und Senat den Verfügungen über die Errichtung des neuen italienischen Kaiserreichs und der Ernennung des Königs von Italien zum Kaiser von Abessinien und de Badoglios zum Vizekönig Gesetzeskraft verleiben. An der Senatssitzung beteiligen sich sämtliche Prinzen des königlichen Hauses, soweit sie Senatoren sind. an ihrer Spitze der Kronprinz von Italien. Auf Grund eines Erlasses des italienischen Justizministeriums müssen sofort sämtliche juristischen Akte folgende Einleitungsformel aufweisen:„Im Namen Seiner Majestät, Victor Emanuels III. durch Gottes Gnaden und den Willen der Nation König von Italien und Kaiser von Abessinien.“ Negus will nach England und Genf dnb. London, 13. Mai. In einer Unterredung mit dem Reutervertreter in Jerusalem sagte der Negus u..:„Wir haben noch keine Pläne gemacht, aber wir beabsichtigen, später nach England zu gehen und vor der nächsten Ratssitzung Genf zu besuchen. Wir sind entschlossen, die Verteidigung unserer gerechten Sache fortzusetzen und friedlich für die Befreiung unseres geliebten Landes von ausländischer Herrschaft zu arbeiten. Unsere Augen sind stets dem Völkerbund zugewandt, auf den wir trotz allem, was sich ereignet hat, noch vertrauen, damit die volle und überlieferte Unabhängigkeit Abessiniens wiederhergestellt werden möge. Truppenschau in Addis Abeba dub. Addis Abeba, 13. Mai. In Addis Abeba fand am Dienstag die größte Truppenschau statt, die die Stadt bisher gesehen hat. Auf dem ehemaligen Kaiservalast wurde um 9 Uhr die Fahne gehißt, die von der Gemeinde Vittorio Veneto der Division Sabaudia gestiftet worden ist. Während die Trupven präsentierten, sprach Badoglio Worte der Anerkennung für sämtliche Truppengattungen, die am Feldzug teilgenommen haben. Seine Rede schloß mit einem Hoch auf den König und Mussolini. Anschließend fand ein Vorbeimarsch statt. Kleinlungsausläusa Die„Times“ für baldige Verhandlungen mit Deutschland dnb. London, 13. Mai. Die„Times“ schreibt in einem Leitaufsatz u.., daß, soweit Italien betroffen sei, für den Augenblick nichts weiter unternommen werden könne. Möge Italien mit seinen eigenen Schwierigkeiten fertig werden, die weder geringfügig noch klein an Anzahl sein werden, ohne daß ihm jemand beistehe. Und mögen die anderen Völker— die sich wirklich nicht erniedrigter fühlen müßten als der Hausbesitzer, dem es nicht gelungen ist, einen unerwarteten Einbruch zu verhindern— sich gemeinsam den größeren Fragen zuwenden, bei denen ein gewisser Fortschritt sofort möglich sei. Das sei der wahre Anfang eines stärkeren und erneuerten Völkerbundes. Möge besonders England die Zwischenzeit benutzen, um die Verhandlungen für eine sichere Verständigung zwischen Frankreich und Deutschland vorwärtszutreiben. Die„Times“ kommt in diesem Zusammenhang auf die britischen Rückfragen in Berlin zu sprechen und schreibt, Eden habe bereits in ausreichender Weise auf einige der Schwierigkeiten seiner Aufgabe, die hier gegeben seien, hingewiesen, als er kürzlich dem Unterhaus mitteilte, daß es notwendig gewesen sei, eine Anzahl von Punkten einzuschließen, an denen andere Regierungen stärker interessiert seien als die englische. Nach diesem Austausch von Dokumenten sollte keine wesentliche Frage mehr einen freien Meinungsaustausch von Angesicht zu Angesicht verhindern. Und in diesem Falle könne man jedenbesse falls sagen, je eher, jeer. Die Banzig ponischen=Phtehungen. Polen sichert Berücksichtigung derwirtschaftlichen Belange Danzigs zu Fackeltänzerin setzt Kabarelt in Brand Vier Todesopfer onb. San Franzisko, 13. Mai. Das bekannte Kabarett„Das Kleeblatt“ in San Franzisko ist einem furchtbaren Unglück zum Opfer gefallen. Die Fackeltänzerin Viola Lamonte stieß während ihres Tanzes zufällig mit der Ferse eines Fußes allzu heftig gegen eine der in beiden Händen gehaltenen Fackeln. Die Fackel entglitt ihr und flog in hohem Bogen in die Bühnenvorhänge, die sofort Feuer fingen. Wenige Minuten später stand das ganze Kabarett in hellen Flammen. Unter den Zuschauern, die sich in wilder Flucht von ihren Plätzen erhoben, entstand eine furchtbare Panik. Vier Personen kamen in den Flammen um oder wurden zu Tode getreten. Neun Zuschauer erlitten teilweise schwere Verletzungen. Kaiserkrönung Viktor Emanuels? Gerüchte von einer Kaiserkrönung Vietor Emanuels durch den Papst anb Rom, 12. Mai. Die ausländischen Pressenachrichten, die von Verhandlungen zwischen der italienischen Regierung und dem Vatikan wegen einer feierlichen Krönung Victor Emanuels zum Kaiser des neu entstandenen römischen Imperiums in der Peterskirche sprechen, finden in hiesigen zuständigen Kreisen keine Bestätigung. Wenn es auch nicht für ausgeschlossen angesehen wird, daß ein derartiger Akt später einmal, wenn auch nicht in Rom, so doch in Addis Abeba oder Aksum vorgenommen werden wird, erfährt man, daß die Krönung nicht unbedingt erforderlich ist und daß auch die Königin Victoria von England sich niemals zur Kaiserin von Indien hat krönen lassen, sondern diese Gepflogenheit erst von ihrem Nachfolger aufgenommen worden sei. dnb. Danzig, 13. Mai. Der diplomatische Vertreter der Republik Polen in Danzig hat in Erwiderung auf die Danziger Note vom 29. April am Dienstag der Danziger Regierung eine Antwortnote zugeleitet, in der versichert wird, daß die polnische Regierung die Interessen der Freien Stadt Danzig im Rahmen der polnischen Devisenbewirtschaftung„mit vollem len behandeln“ werde. In der polnischen Note wird die möglichst baldige Aufnahme der notwendigen Besprechungen vorgeschlagen. In Vertretung des zurzeit in Genf befindlichen Danziger Senatspräsidenten hat Senatsvizepräsident Huth Mittwoch dem diplomatischen Vertreter Polens mitgeteilt, daß die Danziger Regierung die Beschleunigung der Verhandlungen begrüße. Die Verhandlungen sollen auf polnischer Seite von dem neuernannten Unterstaatssekretär Roman geleitet werden, der bereits bei früheren Danzig=polnischen Verhandlungen Führer der polnischen Abordnung war und als ausgezeichneter Kenner der Danziger Wirtschaftsfragen anzusehen ist. In der polnischen Antwortnote wird im übrigen bestätigt, daß bereits vor dem Eintreffen des Unterstaatssekretärs Roman Besprechungen in die Wege geleitet werden sollen, die SchwierigKurz und bündig Berlin. Der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Generalfeldmarschall von Blomberg, besichtigt am 15. und 16. Mai Standorte des Heeres und der Luftwaffe im Bereich des Wehrkreises 3. München. In Gegenwart des Stellvertreters des Führers wurde am Dienstagabend als dritte Festvorstellung der Reichstheaterfestwoche Mozarts„Don Giovanni“ im Residenztheater aufgeführt. Wien. Zu den Demonstrationsvorgängen vom Sonntag erklärt die Pressestelle des Vizekanzlers Starhemberg u.., daß sich unbesonnene Elemente, provoziert durch die unerhörte Demagogie eines Flugblattes des Freiheitsbundes, zu stürmischen Kundgebungen hinreißen ließen. Warschau. Nachdem vor kurzem in zehn Ortschaften des Kreises Kempen die Tätigkeit der dortigen Abteilungen der„Deutschen Vereinigung" wegen angeblicher Verstöße gegen das Vereinsgesetz verboten worden war, sind diese Organisationen der deutschen Volksgruppe nunmehr durch die Behörden aufgelöst worden. Ebenso wurden im Kreise Ostrowo vier Organisationen der„Deutschen Vereinigung" behördlicherseits aufgelöst. Gens. Der Völkerbundsrat hat in nichtöffentlicher Sitzung die im Januar 1937 ablaufende Amtszeit des Oberkommissars in Danzis. Lester, um ein Jahr verlängert. Madrid. Casares Quiroga hat in der Nacht die Zusammensetzung der neuen Regierung bekanntgegeben. Die Zusammensetzung des neuen Kabinetts ist ähnlich wie die des letzten. Eine Erweiterung hat lediglich stattgefunden durch die Beteiligung der Esquerra. Was wird in Jeannreich! Wachsende Beunruhigung über die kommunistischen Pläne dnb. Paris, 13. Mai. Im Verlauf seiner Besprechungen wird sich Leon Blum jetzt auch an die unter Führung von Paul-Boncour stehenden unabhängigen Sozialisten wenden, um sie zur aktiven Mitarbeit an der Regierung aufzufordern. In politischen Kreisen hält man es für gewiß, daß dieser Aufforderung Folge geleistet wird. Dagegen glaubt man nicht an eine aktive Beteiligung des marxistischen Gewerkschaftsverbandes. Der„Paris Midi“ hält es aber für wahrscheinlich, daß sich die Gewerkschaftler mit der Bildung eines besonderen technischen Ausschusses begnügen werden, dem die Aufgabe zufallen soll, die Verwirklichung gewisser Programmpunkte der Volksfront wie beispielsweise die 40=Stunden=Woche, zu überwachen. Täglich fordern die Kommunisten die Bildung sogenannter Ueberwachungsausschüsse nach Mos. kauer Art. In Kreisen der gemäßigten Radikalsozialisten zeigt man sich bereits über diesen Versuch einer immer stärker werdenden Einflußnahme der Dritten Internationale recht beunruhigt. Man betont, daß, wenn diese Tendenz andauern sollte, nicht nur die 22 Radikalsozialisten, die mit den Stimmen der gemäßigten Parteien gewählt wurden, sondern auch noch zahlreiche andere sich von der kommunistischen Vormundschaft frei machen würden. Welche Richtung dieser Versuch der Bevormundung verfolgt, geht nur zu deutlich aus einem Aufruf der kommunistischen Partei hervor, in dem zu Massenkundgebungen am 24. Mai aufgefordert wird. In diesem Aufruf heißt es u.., während der Ruf: Es lebe die Kommunel widerhalle, würden die Volksgenossen sicherlich daran denken, daß die französische Republik der Sowjets morgen die ruhmreiche Fortsetzung der Pariser Kommune sein werde. Kommunisten schüren Streiks Ernste Ausschreitungen bei Lyon dnb. Paris, 13. Mai. In Villeurbanne bei Lyon ist es am Mittwoch zu ernsten Ausschreitungen gekommen. Am Mittwoch legten sich zahlreiche Arbeiterfrauen und Kinder auf die Fahrstraße, die die Omnibusse mit den Arbeitswilligen nach den Kunstseidefabriken benutzen mußten. Als Polizeibeamte sich anschickten, die Straße freizumachen, wurden die Omnibusse von einer etwa 400köpfigen Menge, die sich inzwischen zusammengerottet hatte, mit Steinen beworfen. Mehrere Polizisten sowie eine Anzahl Kundgeber wurden verletzt. Unter den Demonstranten befanden sich auch Ausländer und Arbeitslose, die nicht zur Belegschaft der bestreikten Seidefabriken gehörten. keiten und Härten zu beseitigen, die sich aus den verschiedenen polnischen Devisen= und Einfuhrmaßnahmen für die Danziger Wirtschaft ergeben könnten. Von zuständiger Danziger Seite wird in einer Verlautbarung hierzu noch folgendes mitgeteilt: „Der Senat hat naturgemäß seit Beginn der Devisenbewirtschaftung die Auswirkungen auf die Danziger Wirtschaft aufmerksam verfolgt und ist bereits wegen der Beseitigung einer Reihe von schädlichen Auswirkungen an Polen herangetreten. Es sind auch schon einzelne Mißstände abgestellt worden. Die sich in Verfolg der weiteren polnischen Maßnahmen zeigenden Schwierigkeiten werden, wie der Schriftwechsel bestätigt, weiterhin durch persönliche Erörterungen erledigt werden. Darüber hinaus wird es Aufgabe der in größerem Rahmen geführten Verhandlungen sein müssen, die zur Erhaltung der Lebensfähigkeit Danzigs und seines Hafens, insbesondere im Hinblick auf die Konkurrenz Gdingens, notwendigen Bedingungen sicherzustellen.“ In Danziger Wirtschaftskreisen sind gewisse Besorgnisse entstanden, weil Polen durch eine Verordnung, zu der allerdings noch keine Ausführungsbestimmungen erlassen sind, die Wiedereinführung einer Warenkontrolle an der Danzigpolnischen Grenze vorgesehen hat. Hierzu ist inzwischen von autoritativer polnischer Seite mündlich zugesichert worden, daß Danzig auch auch in dieser Beziehung in keiner Weise benachteiligt werden solle. Nach dieser polnischen Erklärung sieht man an zuständiger Danziger Stelle zur Zeit keinen Grund zu der Befürchtung, daß die im vergangenen Jahr unter schweren Opfern erkauften Erleichterungen im Danzig=polnischen Wirtschaftsverkehr wieder hinfällig werden. Der Gesamteindruck geht dahin, daß die polnische Bereitwilligkeit zu sofortigen Verhandlungen um so mehr zu begrüßen ist, als noch nicht abzusehen ist, wie stark Danzig von der zu erwartenden polnischen Einfuhrdrosselung unmittelbar betroffen wird. Generalstreik in Griechenland dub Athen, ganzen Lande ist als Vorkommnisse bei dem bnr Arhen, 13. Mai. Im Protest gegen die blutigen Vorkommnisse bei kommunistischen Streik in Saloniki der bereits angekündigte Generalstreik für 24 Stunden verkündet worden. Die Regierung hat alle Maßnahmen ergriffen, um die Belieferung der Bevölkerung mit Brot und Licht sowie die Aufrechterhaltung des Verkehrs sicherzustellen. Trotz des Generalstreiks sind alle Zeitungen erschienen. Der Verkehr wurde aufrechterhalten. In Athen streiken nur die Straßenbahner. Die Regierung hat strenge Gegenmaßnahmen ergriffen und mobilisierte u. a. alle Verkehrsarbeiter. Da umfangreiche polizeiliche Vorkehrungen getroffen worden sind, rechnet man kaum damit, daß die von kommunistischer Seite angekündigten Unruhen zu einer ernsten Störung der Ordnung führen werden. Donnerstag, den 14. Mai 1936 Nr. 130 3 we Runck um Juche zerra.Sherten Dur Reichsbäckertagung in Mannkeim „Gottlob, das ich ein Bäcker bin Ich mein, ich bin's in Ehren Und daß ich habe frohen Sinne, Soll mir kein Teufel wehren.. (Aus einem alten Bäckerlied.) Als der Großvater die Großmutter nahm und von dem Handwerk behauptet wurde, daß es noch einen goldenen Boden habe— denn jeder Mensch muß essen und Brot ist immer das Hauptnahrungsmittel geblieben— waren die Bäckergesellen Schwerstarbeiter. Hilfsmittel technischer Art standen ihnen so gut wie gar nicht zur Verfügung. Sie hatten keine Maschine, die ihnen den Teig mischte, das mußten sie selbst mit kräftigen Armen in den unbeholfenen hölzernen Teigtrögen tun, die gewöhnlich aus einem Stück bestanden, damit sie sich bei der schweren Arbeit nicht von der Stelle rührten. Sie waren umständlich zu reinigen und mußten bereits am frühen Abend den Sauerteil aufnehmen. Viel Ruhe war dem Bäckergesellen jener Zeit nicht gegönnt. Am Abend mußte er seinen„Vorteig“ zurecht machen. Dann konnte er ein bißchen vor der Türe stehen oder sich aufs Ohr legen. Aber in den frühesten Morgenstunden, oft schon um 2 oder 3 Uhr. mußte er wieder aus den Federn; dann begann die richtige Arbeit. Der Ofen wurde geheizt, oft geschah das schon am Abend vorher. Langsam verkohlten die Scheite; denn Heiz= und Backraum waren eins. woraus sich die Notwendigkeit des Neueinheizens vor jedem Backen begründete. Inzwischen arbeiteten die Männer am Teig, wirkten Mehl und Wasser in riesigen Mengen durcheinander, machten den Teig glatt und ließen ihn wieder stehen, um sich der Arbeit an einer anderen Masse, dem Semmel= oder Kuchenteig zuzuwenden. Dann kam wieder die Einteilung des Brotteiges an die Reihe, das Rollen der einzelnen Brotlaibe, das Befördern auf die Gärbretter mit der gemehlten Leinwand.(Ein Brett mit acht bis zehn Broten hatte so sein Gewicht!) Die glühende Hölle des alten, steinernen Backofens öffnete sich. Glut und Asche wurden fein säuberlich ausgekehrt. dann wurde die kleine Petroleumslampe, die den Ofen von innen erleuchtete, an Ort und Stelle gebracht und dann konnte das Backen beginnen. Brot und Semmeln wurden kunstgerecht„eingeschoben", wozu ein besonders anstelliger Geselle gehörte, während die andern am Backtisch sich dem Kleingebäck widmeten... Erst in den Vormittagsstunden trat Ruhe ein. Der Ofen hatte seine Hitze zum größten Teil verbraucht, und die Gesellen hatten ihr Werk hinter sich und sehnten sich nach Ruhe. Sie hatten redlich „gebrodelt und gebraut“, von welchem Stamm die Bezeichnung Brot herkommt. Und soviel Gaue. soviel Brote. Jeder preist sein heimatliches Brot. In den roggenreichen Gegenden des deutschen Vaterlandes ist das kräftige Grau= und Schwarz= brot zu Hause. Im Süden und Westen liebt man mehr das Weißbrot, und in den westfälischen Landen und an der Nordwestküste ist das Schwarzbrot zu Hause, das aus schalenartigem oft nur geweichtem Korn besteht und wie der Pumpernickel oft mit Malz oder Sirup versetzt wird. Aber wo es auch herkommt und aus welchem Getreide es besteht: „Das Brot pflegt unserm Leib Am besten zu bekommen. Das macht, es stammt daher, Woher der Mensch genommen.“ Diese hübsche einfache Weisheit legte schon Friedrich von Logau vor fast 300 Jahren in seinen Sinnsprüchen nieder. Der Bäcker nährt und lehrt In der Mitte des letzten Kriegsjahres war es auch um die Beschaffung des täglichen Brotes an vielen Frontabschnitten nicht mehr gut bestellt und viele Kriegsteilnehmer werden sich erinnern, auf welch primitive Weise sie selbst das Brot herstellten, das die Bagagen beim raschen Wechsel der Fronten nicht stets heranschaffen konnten. Man sammelte Getreideähren. nahm die Körner heraus und zerkleinerte sie so gut es ging, oft nur zwischen zwei Steinen oder auch durch Stoßen in einer Art Mörser, wenn nicht die Feldküche ihre Kaffeemühle für diesen Zweck zur Verfügung stellte. Das auf diese Weise grob geraspelte Getreide wurde mit Wasser vermischt und zu einer Art flachen Kuchen geformt. Zum Backen bediente man sich eines Blechstückes, das mit Fett bestrichen wurde. Diese „Heldenfladen“, wie man sie nannte, wurden auf beiden Seiten gebräunt und waren ein sehr begehrter Brotersatz. Unsere Urväter sollen es auch nicht anders gemacht haben, bevor die Phönizier die ersten Getreidemühlen erfanden.(In Rom soll es die ersten öffentlichen Bäcker gegeben haben.) Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich so nach dem Geschmack und dem Gebrauch der einzelnen Völker das eigentliche Brot. Jene Schilderung eines Backbetriebes, die am Anfang dieser Abhandlung steht, bezieht sich etwa auf die Zeit vor fünfzig Jahren. Heute sind fast überall die maschinellen Hilfsmittel der Bäckereien nicht nur im Großbetrieb, sondern auch in den kleineren Betrieben im Gebrauch. Das Mehl wird in Siebmaschinen gereinigt und vor allem gelockert, fällt dann durch eine Blechzuleitung direkt in die Knetmaschine. Selsttätige Wiegevorrichtungen sind für das Mehl eingeschaltet und auch das erforderliche Wasser wird durch Meß= und Mischgefäße in die Maschine geleitet. Die Knetmaschinen. von denen es verschiedene Arten gibt, leisten ihre Arbeit ganz selbstständig und der fertige Teig gelangt meist ohne Berührung mit der Hand in eine Teigteilmaschine, die ihn in Stücke von bestimmtem Gewicht teilt. So werden Brötchen und Brot zugerichtet, die dann nur noch der Formung durch die Hand bedürfen. Auch das geschieht heute zum großen Teil durch Maschinen. Der alte unbehilfliche Höhlenbackofen ist verschwunden und an seiner Stelle gestattet der Dampfbackofen ein unnnterbrochenes Backen. Back= und Heizraum sind hier getrennt und über oder unter jedem Herde laufen geschlossene Stahlrohre, die zu einem Teil mit Wasser gefüllt sind und mit dem anderen Ende im Feuerraum liegen. Der alte Brotschieber ist noch nicht ganz verschwunden. Beim feststehenden Herd bedarf es noch immer der geschickten Hand des Gesellen, die ihn führt. Der ausziehbare Herd erspart diese Arbeit; denn die ganze Herdplatte läßt sich zum Belegen oder Abnehmen ein= und ausfahren. Diese fortgeschrittene Arbeit des deutschen Bäckergewerbes steht aber noch unter der Kontrolle der„Backprofessoren“. im Berliner Institut für Bäckerei das mit einer Bäckereivorführungsanstalt verbunden ist. Hier wird mit Mikroskop und wissenschaftlichen Analysen gearbeitet. Schwarzbrot, Weißbrot und Pumpernickel werden in verschiedener Zusammensetzung gebacken und erprobt. Die Bäcker im ganzen Lande ersinnen immer neue Brot= und Backrezepte, die wissenschaftlich begutachtet werden müssen, bevor sie zur Anwendung gelangen. Auch den Backfehlern sucht man auf die Spur zu kommen. Man sucht die Eigenschaften bestimmter Mehle zu gewissen Jahreszeiten festzustellen. Man sucht zu ergründen, weshalb eine bestimmte Getreideart in einem Jahre ein backfähigeres Mehl ergibt als im nächsten. Zuweilen ist das Brot von Rissen durchzogen, die sich trotz größter Aufmerksamkeit immer wieder einstellen. Oder das Brot bräunt zu leicht, während der Teig zu weich bleibt. Gelehrte sind hier am Werk, für die das Bäckerhandwerk keine Geheimnisse mehr bietet und die wie zünftige Gesellen Teige kneten und am Ofen und Bacvorgange beobachten. Aber es muß alles schon dagewesen sein; denn in einem Alt=Nürnberger Ständebuch. das vor rund 250 Jahren erschien, heißt es:„Obwohl nun dieses löbliche Handwerk von uralten Zeiten her gewisse Gesetze und Ordnungen gehabt, auch bei gutem Ruhm, Ansehen und zünftig gewesen.. so ist doch solches in jetziger Zeit in noch weit größerem Flor und Ansehen; wie dann in verschiedenen großen Städten aus diesem löblichen Handwerk einige Personen zu Rath und Regiment gezogen werden, absonderlich in der Kayserlichen Freyen Reichsstadt Nürnberg. allwo jederzeit bei die 300 Jahre her aus diesem löblichen Handwerk auch einer mit zu Rath gehet...“ Diese unterhaltsame Epistel zum Lobe des Bäckerhandwerks gipfelt in dem Ausruf: „Deutsche Becken backen das beste Brod!“ SA I Bront! Bisher gute Ergebnisse des Dankopfers der Nation Teilnahme der hillerjugend am Westfalentag in Soest Wesentlich stärker als auf den bisherigen Westfalentagen wird sich die Hitler=Jugend auf der diesjährigen Großtagung des westfälischen Heimatbundes in das Gesamt=Programm einspannen und über die Teilnahme an einer Reihe von Vorträgen und Veranstaltungen hinaus eigene Sondertagungen durchführen. Die Kulturabteilungen und Abteilungen für weltanschauliche Schulung des Gebietes und Obergaues 9 Westfalen haben ihre Stellenleiter und Stellenleiterinnen aus dem ganzen Gebiet bzw. Obergau nach Soest zusammengerusen, um in einer dreitägigen Arbeitstagung das gesamte Aufgabengebiet unserer Kulturarbeit wenigstens in den Grundzügen einmal geschlossen den für die Kulturarbeit in den Bannen und Untergauen verantwortlichen Kameraden u. Kameradinnen vor Augen zu führen. Die Arbeitstagung gewinnt besonders an Bedeutung dadurch, daß die Hauptreferenten des Kulturamtes der Reichsjugendführung nach Soest kommen, um in der Lied= und Musikarbeit, der Arbeit in der Feier= und Freizeitgestaltung und auf dem Gebiete der bildenden Kunst die Teilnehmer zu schulen. Die Arbeitstagung im Rahmen des Westfalentages wird den Stellenleitern und=Leiterinnen ein gutes Teil an weiterem Wissen und Können für ihre verantwortungsvollen Aufgaben in den Einheiten vermitteln. Einen Tag nach dem Geburtstag des Führers wurden in allen SA.=Einheiten Einzeichnungslisten für das„Dankopfer der Nation“ ausgelegt. Nachdem die SA. 1935 dem Führer das Flieger=Kampfgeschwader„Horst Wessel“ geschenkt hatte, ist für 1936 als Geburtstagsgabe eine großzügig angelegte Arbeitersiedlung vorgesehen. Das bisherige Ergebnis der Einzeichnungen ist schon jetzt als sehr gut anzusprechen. Ganze Betriebe kamen unter Führung von Betriebsführer und Betriebszellenobmann geschlossen zu den Einzeichnungsstellen, um sich zum Opfergeist der SA zu bekennen. Viele Reichs=, Provinz= und Stadtbehörden haben sich ebenfalls hundertprozentig eingezeichnet. Mit zu den ersten Spendern gehörten die Generäle der Wehrmacht sowie die Spitzen der Behörden. Wie groß die Begeisterung für das„Dankopfer“ ist, kann man ermessen, wenn man sieht, daß z. B. ein kleiner Handwerksbetrieb allein 1000 Quadratmeter Rohrdeckenbelag für die SA.=Arbeitersiedlung stiftete. Mit dem„Dankopfer der Nation“ hat die SA. erneut bewiesen, daß sie noch genau so einsatzbereit ist wie vor der Machtübernahme, wenn sich der Einsatz auch heute in einem anderen Rahmen abspielt. Es war im Jahre 1927. in einem Saal des rotesten Stadtteiles Groß=Berlins. Der Raum glich einem Trümmerfeld, sieben SA.=Mäner lagen in ihrem Blute. 200 SA.=Männer hatten sich in beispielloser Tapferkeit einer zehnfach überlegenen Meute entgegengeworfen und sie aus dem Saal gejagt. Damals sprach Dr. Goebbels zum erstenmal vom„unbekannten SA.=Mann“, den er mit dem„unbekannten Soldaten“ des Weltkrieges und mit dem„unbekannten Arbeiter“ auf den Kohlenzechen und auf den Fabriken verglich Damals war die SA. im ganzen Reiche im Begriff. einen ungeheuren Opfergang anzutreten. Ueberall, im roten Berlin, in den Hasenvierteln Hamburgs, in den Industriestädten jalens und des Ruhrgebietes. überall knallten die Schüsse und blitzten die Messer. Und wo es nicht gegen äußerliche Wassen ging,. hatte die SA. in den schwarzen und reaktionären Hochburgen einen zähen und erbitterten Kampf gegen Heimtücke, hinterlistige Vergiftungsversuche und engstirnige Borniertheit zu Cämpien.„, I. an MayIchten End Si. Mah400 Tote. Tausende von Verletzten sind die Mahner an jenen Kampf. damals verloren unzählige 1 SA.=Männer ihre Arbeitsstelle und waren mit ihren Familien der Not preisgegeben. ] Und dennoch wurde der Kampf bestanden. Auch heute, im vierten Jahre der Revolution, steht die SA. in Einsatzbereitschaft an der Spitze aller natioInalsozialistischen Gliederungen. Heute hat sie mehr denn je Gelegenheit, den Begriff„politischer Soldat" zu verkörpern und als weltanschauliche Kampftruppe aufzutreten. Der„unbekannte SA.=Mann“ hat durch die Geburtstagsgeschenke an den Führer 1935 und 1936 seine Verbundenheit mit dem„unbesanziter Soldaten“ und dem„unbekannten Arbeiter“ Und du. Volksgenosse? Denkst du daran, daß die Sturm=Abteilungen. Adolf Hitlers als rechter Arm der Partei mit ihrem Kampfgeist und mit der Faust erst die Voraussetzungen schaffen mußten, die dann am 30. Januar 1933 zur Machtübernahme durch die NSDAP. führten? Weißt du. wenn du heute unsere stolze Wehrmacht marschieren siehst, daß es der kleine SA.=Mann gewesen ist, der durch seinen Opfermut in der Kampfzeit es dem Führer erst ermöglichte, dafür zu sorgen, daß die Reichskriegsflagge heute stolz über einer schlagkräftigen Armee weht? Bis zum 21. Mai liegen in allen SA.=Dienststellen noch die Listen zum„Dankovfer der Nation“ aus. Wenn du dich einzeichnest, trägst du dem Führer einen kleinen Teil deines Dankes ab. Du bekennst dich aber durch dein Opfer auch zum SA.=Geist und zeigst, daß du mit den Sturm=Abteilungen des Führers marschierst. beseelt vom Glauben an das ewige Deutschland! Es war eine Notwendigkeit. in dieser knappen Form die Bedeutung des Luftschutzes dem ganzen Volke vor Augen zu führen. Denn immer noch gibt es Volksgenossen, die gleichgültig oder zweifelnd am Wege stehen und sich bisher nicht entschließen konnten, dem zwar völlig neuen, aber so fesselnden und vielseitigen Gebiet ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden. Ihre Gewinnung ist nicht nur erforderlich. um die Lückenlosigkeit der Abwehr im Ernstfalle aus der Luft drohenden Gefahren zu erreichen, sondern auch um dem Frontsoldaten die Gewißheit zu geben, daß in der Heimat— für die er sein Leben einzusetzen bereit ist— jede nur denkbare Zusammenfassung aller zurückbleibenden Kräfte zur Erhaltung der wirtschaftlichen und kulturellen Werte der Nation erfolgt. Nur dann wird und kann der Soldat der Wehrmacht freudig seine schwere Pflicht erfüllen. Hier wird die unmittelbare psychologische Verbindung deutlich, die zwischen Wehrmacht einerseits und Selbstschutz der Zivilbevölkerung andererseits besteht. Für jeden Einsichtigen ergibt sich hieraus die überragende Bedeutung der Selbstschutzarbeit, die vorzubereiten der Reichsluftschutzbund beauftragt ist. Frahjahrsagung des Kreisverbandes Castrop=Kaaxei des Reichstriegerbandes Zu der Frühjahrstagung des Kreisverbandes hatten sich am letzten Samstag alle Kameradschaftsführer mit ihren Beiräten der hiesigen KriegerKameradschaften in der Wirtschaft Sticht versammelt. Vom Landesverband Westsalen waren in Vertretung des Landesführers Landes=ProvagandaObmann Oberstleutnant a. D. Endres, Landesschießwart Trappmann und der mit der Führung des Bezirksverbandes Dortmund beauftragte Major a. D. Wetzel erschienen. Einleitend gedachte der Führer des Kreisverban= des. Major a. D. Holfeld. der selbstlosen Aufopferung für die Interessen des Reichskriegerbundes und der stets hilfsbereiten Kameradschaft des vor kurzem verstorbenen stellv. Führers des Landesverbandes. Amtsgerichtrat Dr. Paul SchroederDortmund. In ehrendem Gedenken erhoben sich die Versammelten beim Klange des Liedes vom guten Kameraden. Der Führer des Kreisverbandes gab nun einige Anordnungen für den Reichskriegertag in Kassel und den Landesappell in Bottrop bekannt und forderte zu reger Beteiligung auf. Sodann gab er bekannt, daß am 23. und 24. Mai der Kysshäuserfilm„Im gleichen Schritt und Tritt“ in der„Lichtburg" bzw. im„DeliPalast=Theater“ aufgeführt wird, den anzusehen sich kein Kamerad entgehen lassen dürfe Seine weiteren Ausführungen galten der Tätigkeit des nun gerade ein Jahr bestehenden Kreisverbandes. Insbesondere verbreitete er sich über die bereits erfüllten und zukünftig noch zu ersüllenden Aufgaben der Fecht= und Schießwarte. Während die Fechtwarte mit einem anerkennenswerten Ergebnis das vergangene Jahr abschließen konnten. bewies die Verleihung von 19 silbernen Schießauszeichnungen, daß auch die Schießwarte ganze Arbeit geleistet hatten. Der Landes=Provaganda=Obmann erörterte alsdann in tiefgründiger Weise die hohen Aufgaben und Pflichten der Provagandawarte, von deren Regsamkeit und Geschicklichkeit die Erreichung der gesteckten Ziele in erster Linie abhängt. Nachdem der Landesschießwart die Schießwarte der Kameradschaften eindringlichst gebeten hatte, in ihrem Eiser nicht zu erlahmen, vielmehr auch die älteren Kameraden zu regelmäßigen Schießübungen anzuregen, stattete der Bezirksverbandsführer dem Führer des Kreisverbandes Dank für seine tatkräftige und erfolgreiche Führung des Kreisverbandes ab. Mit einem Sieg=Heil auf unseren unvergleichlichen Führer und auf unser geliebtes Vaterland, wurde der offizielle Teil der Tagung beendet. Kämpfer für den Luftschutz „Der Kämpfer für den Luftschutz hat soviel Verantwortung und soviel Ehre wie ein jeder Frontsoldat.“ Hermann Göring. Ueber dieses Wort unseres Reichsluftfahrtministers sollten alle Deutschen gründlich nachdenken. Es kennzeichnet den vollkommenen Wandel der Dinge, seit die Menschen gelernt haben, die Luft zu beherrschen und mit dem Flugzeug eine gefährliche Angriffswaffe zu gewinnen. Nicht nur der Frontsoldat wird in einem zukünftigen Ernstfall seine Heimat verteidigen, sondern auch die zu Hause Gebliebenen werden unmittelbar im Dienst der Landesverteidigung stehen. Das Gesicht des Krieges ändert sich. Als Luftschutzhauswart und Laienhelfer, als Angehörige der Hausfeuerwehr und der Luftschutzgemeinschaft werden sie dem Vaterland ihren Tribut zollen müssen und denselben verantwortungs= und ehrenvollen Dienst zu leisten haben wie der Soldat an der Front. Ein ganzes Volk tritt alsdann an. Keiner kann und keiner darf abseits stehen. Dies ist der Sinn des Wortes Hermann Görings. Stadttreis Castrop=Rauxel, den 14. Mai 1936. Grünt die Eiche vor der Esche... Wenn die bekannte alte Regel in diesem Jahre Geltung haben soll, dürften wir mit einem regnerischen Sommer zu rechnen haben. Die Eiche ist nämlich für diesmal der Esche ziemlich weit voran, so daß man sich auf eine große„Wäsche“ gesaßt machen könnte. Reichswerbe- und Reichsopfertag am 16. und 17. Mai für Jugendherbergen und Heime Am Samstag, dem 16. und Sonntag, dem 17. Mai 1936, finden im Einvernehmen des Reichs= und Preußischen Ministers des Innern und des Reichsschatzmeisters der NSDAP. durch den Jugendherbergsverband Sammeltage statt(Straßen= u. Haussammlungen). Diese Sammlung wird durchgeführt mit Einsatz der Hitlerjugend(HJ. und B0M.) unter aktiver Mitwirkung der politischen Leiter. Die Sammeltrupps bestehen aus je 2 bis 4 Jungen oder Mädchen unter Führung eines politischen Leiters. Bei dieser Sammlung gelangen Kirschblüten und Siegrunen zu je 20 Pfg. das Stück zum Verkauf. Achtung! Reiterschein! Anläßlich einer Abschlußprüsung an der Reit= und Fahrschule Münster. Albersloher Weg 34. am 23. Mai 1936, vormittags 9 Uhr, findet dortselbst nochmals eine Prüfung zur Erlangung des Reiterscheines statt. Hier ist nochmals Gelegenheit gegeben für die bei den bereits erfolgten Prüfungen zu schwach befundenen Reiter durch Wiederholung den Reiterschein zu erwerben. Etwaige Unkosten für die Gestellung eines Pferdes müssen von dem Prüfling getragen werden. liebt die Tiere. Seine Kaninchen versorgt er immer gut. „Junger Löwenzahn“, sagt er,„ist für sle genau so ein Leckerbissen, wie für mich ein Dr. Oetker=Dudding oder ein Stück„Backin“= Kuchen“. Actung-— Vett uemn Ehrung und Auszeichnung des Jellen= Ausschneiden! Obmannes Johann Ubachs Gestern nachmittag sand auf der Schachtanlage „Erin" die feierliche Ueberreichung der Ehrenurkunde und des Abzeichens für Unfallverhütung der Knappschaftsberufsgenossenschaft durch den 1. Stellvertreter des Leiters der Sektion II. Bergwerksdirektor Schlarb an den Zellenobmann Hauer Johann Ubachs statt. Die Ehrung erfolgte in Gegenwart des Bergrevierbeamten Oberbergrat Mertens. den Herren der Direktion und des gesamten Vertrauensrates. Hauer Ubachs hatte am 6. Januar 1936 im Untertagebetrieb durch sein umsichtiges und wackeres Verhalten einen Beamten vor schweren Verletzungen, wenn nicht gar vor dem sicheren Tode bewahrt. Durch die Direktion wurde ihm schon s. Zt. die Anerkennung ausgesprochen und ihm hierbei eine KdF.=Fahrt nach eigener Wahl zum Geschenk gemacht. Möge Zellenobmann Abachs die schöne Auszeichnung in alter Frische noch lange tragen als Vorbild der Kameradschaft und Treue! Bomer=Hahrpratt Gülfig ab 15. Mai 1936 1990 Aufheben! Bergmannstreue Von Rauxel Eine Ehrenkrone ist das Alter Am heutigen Tage kann die Witwe Marianne Karlowski, geb. Dziewiakowski, Augustastr. 19. die Vollendung ihres 80. Lebensjahres seiern. Der allverehrten Mitbürgerin zu ihrem heutigen Ehrentage ein herzliches„Glück auf!“ für den weiteren. hoffentlich noch recht langen und recht glücklichen Lebensweg! nach Meugede— Dortmund: .20.41.22.20.26.50.21.29.45.50 .20.25.36.03.12.50.39.55 10.20 E 10.32 10.50 11,26 11.42 E 11.48 11,54 12.27 12.54 13.20 13.46 14.16 14.24 14.53 15,22 15.57 16.20 16.51 17.15 17,29 17.56 18.20 19.05 19.25 E 19.48 19.56 20.20 20.43 20.50 21,11 21.21 22.10 22.22 22.51 23.23 23.50 Uhr. nach Herne—Wanne=Eickel: .55.35.26.49.10.29.57.02.10.29 .51.21.43.25.51 10.22 10.51 11.21 11.51 12.21 12.51 13.01 13.21 13.31 13.51 14.11 14.21 14.50 15.22 15,52 16.20 16.54 17.13 17.51 E 19.09 19.14 19.25 19.50 20.20 21.24 21,50 22,21 22,48 23.21 23.51 Uhr. Bestandene Assessor-Prüfung Vor dem Prüjungsausschuß in Düsseldorf bestand der Gerichtsreferendar Egon Lambertz. Sohn des Buchhändlers Prüfung. Franz Lambertz, die AssessorWallfahrt nach Neviges Am gestrigen Mittwoch wurde von den Frauen und Müttern der St.=Lamberti=Pfarre die traditionelle Wallfahrt nach Neviges veranstaltet. An der Wallfahrt, die mit Sonderzug erfolgte, der um .40 Uhr ab Bahnhof Castrov fuhr, beteiligten sich 380 Pilger. Nach der Ankunft in Neviges zelebrierte Pfarrer Becker in der dortigen Pfarrkirche ein Hochamt. Nachmittags um 4 Uhr wurde auf dem Marienberg eine feierliche„Sturmprozession“ gehalten, bei der unter dem Geleit aller in Neviges anwesenden Pilgerzüge und sämtlicher bei ihnen befindlicher Geistlicher das altehrwürige Muttergottes=Gnadenbild mitgeführt wurde. Zur Rückkehr nach Castrop verließ der Sonderzug um.47 Uhr wieder Neviges. Der Ortsverband Castrop-Kauxel für deutsche Jugendherbergen ehrt seine alten Mitglieder 18.17 18.51 20.53 21.12 2. Von Castrop nach Marten— Dortmund: Von Dortmund Hbf. .41.10 W 12.38 M 17.40 W 21.13 nach Marten—Bövinghausen—Castroy .25 W.38.10 W.40.08.37.09 W .09 10.10 M 10.40 11.10 W 11.42 12.10 13.09 W 13.43 14.08 14.42 16.13 17.10 18.11 W 1838 19.10 W 19.40 20.10 20.47 22.10 23.11 Uhr. nach Mengede— Rauxel— Herne: .41.21.07.35.56.15.43.48.54 .37.07.29.11.37 10.08 10.37 11.07 11.37 12.07 12.37 12.47 13.07 13.16 13.37 13.53 14.07 14.36 15.08 15.38 16.06 16.40 16.46 17.30 17.37 18.03 18.37 E 18.57 19.07 19.11 19.36 20.06 20,39 20.56 21,10 21.38 22.07 22,34 23.07 23.37 Uhr. .13 Von Marten .34.02.03 W.36 W.10.32.01.33 W.04.43 10,39 W 12.05 12.33 W 13.08 13.34 W 14.05 14.37 W 15.06 15.35 16.34 17.39 18.04 18.39 W 19.10 W 19.33 20.03 20.38 W 21.04 S 21.41 W 22.03 22,33 W 22,59 23.33 Uhr nach Herne—Wanne=Eickel: .49 W.03.35 W.05.32.04.34 W.06 .35.33 10.35 W 11.04 11.35 W 12.07 12.35 W 13.03 13.36 W 14.07 1433 15.10 16.35 W 18.05 18.35 W 19,03 19.35 W 20.05 20.35 W 21.37 22.35 23.35 Uhr 17.36 21.14 nach Dortmund: .48.16.17 W.51 W.24.46.17.47 W.17 .56 10.54 W 12.19 12.47 W 13.22 13.48 W 14.21 14.50 W 15.19 15.49 16.48 17.52 18.18 16.53 W 19.24 W 19.47 20.17 20.52 W 21,22 S 21.54 W 22.17 22.47 W 23.13 23.47 Uhr nach Castrop: .35 W.49.21 W.51.19.48.21 W.52.21 .20 10.21 W 10.51 11.21 W 11,53 12.21 W 12.49 13.20 W 13.54 14.19 14.55 16.24 17.22 W 17.51 18.22 W 18.49 19.21 W 19.51 20,21 20.58 W 21.24 22.21 23.22 Uhr. Von Herne nach Castrop—Marten—Dortmund: .25 4,52.54 W.27 W.01.23 7,51.24 W.59 10.30 12.24 W 12,59 13.25 W 13.56 14.27 W 14.57 15.26 16.25 17,29 17.55 18.30 W 19.01 W 19.24 (Melodie:„Ich bin ein Preuße") Das nachstehende Gedicht entstand anläßlich der Feier des 1. Mai 1936. Es legt beredtes Zeugnis ab für den auf der Zeche „Erin“ herrschenden Gemeinschaftsgeist. Glückauf! Glückauf! Ihr lieben Bergmannsbrüder! Glückauf! Glückauf! Ihr alle von Erin! Heut laßt uns singen frische, frohe Lieder Und uns erfreuen dann bei Bier und Wein. Den Frohsinn laßt heut walten. Uns fest zusammenhalten. Drum schreibet es Euch fest ins Herz hinein: Wir wollen echte Bergmannsbrüder sein! Wir stehen jederzeit in alter Treue Zu unserm„Kaiser“, dem wir es gelobt— Und wollen sie bezeugen stets aufs neue. Drum unser Herr Assessor lebe hoch. Wir wollen ihm varieren. Wenn er tut kommandieren. Und geht es manchmal nicht so wie man will. Dann sage stets:„Es guot“, und schweig drauf still. Dem Vaterlande gilt heut unser Streben, Wir wirken stark an seinem Aufbau mit. Dann werden wir es noch dereinst erleben, Wie unser Deutschland strahlt in hellem Glück. Wir wollen nicht verzagen Und noch viel Schwereres tragen. Drum wirket alle mit ohn' Ruh und Rast. Ein jeder trage mit des andern Last. Nun Bergmannsbrüder, laßt uns einig bleiben Und stark und fest wie heut zusammenstehn. Dann werden wir's den anderen schon zeigen. Daß wir stets nur den richt'gen Weg werd'n gehn. Den feindlichen Gewalten Laßt uns entgegenhalten Das Wort als Schwur mit hocherhobner Hand: „Glückauf mit Gott für unser Vaterland!“ Die Kumpels von Revier I. Ort 7. Präsident(Mulde) westl. Ortsbetrieb. J. G. 19.54 20.29 W 20,59 S 21.32 W 21,52 22,24 23.24 Von Bövinghausen nach Marten—Dortmund: nach .41.08.10 W.43 W.17.39.10.40 W.10 .49 10.46 W 12.12 12.40 W 13.15 13.41 W 14.13 14.43 W 15.12 15.42 16.41 17.45 18.11 18.46 W 19.17 W 19.40 20.10 20.45 W 21,15 S 21.47 W 22,10 22.40 W 23.06 23.40 Uhr nach Castrop: .44 W.57.29 Der Ortsverband Castrop=Rauxel für deutsche Jugendherbergen zählt 46 Mitglieder, die über zehn Jahre dem Jugendherbergsverband angehört haben. Sie sollen aus diesem Anlaß gelegentlich des diesjährigen Reichswerbe= und Sammeltages für das Jugendherbergswerk besonders geehrt werden. In dem ihnen seitens des Ortsverbandes zugestellten Schreiben heißt es u..: „Auf Grund unserer Mitgliederlisten gehören Sie über 10 Jahre ununterbrochen dem Jugendherbergsverband an. Wir danken Ihnen aus vollem Herzen für die Treue, mit der Sie in all den Jahren zu unserem Werke gestanden haben. Wir danken Ihnen für Ihre verständnisvolle Verbundenheit mit der deutschen Jugend. Wir danken Ihnen auch für Ihre Opfer. die Sie über 10 Jahre lang für dieses Werk gebracht haben. Sie haben als langjähriges Mitglied und Förderer dazu beigetragen, daß das Jugendherbergswerk sich zu einem in der ganzen Welt vorbildlichen, wahrhaft nationalen Werk entwickelt hat. Die Hitler=Jugend. die heute das Jugendherbergswerk veranwortlich trägt, erkennt in aufrichtiger Dankbarkeit die Verdienste der alten treuen Förderer an. Als äußeres Zeichen dieser dankbaren Gesinnung wird im Auftrage des Reichsverbandsleiters, des Obergebietsführers Rodatz: unseren alten Mitgliedern eine silberne Ehrennadel überreicht werden.“ Diese Auszeichnung wird den langjährigen Mitgliedern auf der Jugendherbergs=Kundgebung am Sonnaben d. dem 16. Mai. 20 Uhr. im Saale Wessels,.=R. 2. Kaiserstraße 33. verliehen. Zu dieser Veranstaltung sind alle Volksgenossen, jung und alt, herzlich eingeladen. W5.59.27.57.29 W.00 .29.28 10.29 W 10,59 11.29 W 12.01 12.29 W 12.57 13.31 W 14.02 14.27 15.04 16.31 17.30 W 17.59 18.30 W 18.57 19,29 W 19,59 20,29 21.06 W 21.32 22.29 23.30 Uhr Rauxel—Mengede— Dortmund: .13.33.15.10.18.43.14.23.37.50 7,13 7,19 7,29.56.05 E.36(hält nicht in Raurel und Mengede)..43.32.48 10.13 E 10.24 (hält nicht in Mengede). 10.43 11.19 11.34 E 11.40 (hält nicht in Mengede). 11.47 12.13 12.47 D 12.56 (hält nicht in Rauxel und Mengede). 13.13 13.39 14.08 14.17 D 14.34(hält nicht in Rauxel und Mengede). 14.46 15.15 E 15.32(hält nicht in Raurel und Mengede). 15.50 16.13 16.44 17.07 17.22 49 18.08 18.13 E 18.25(hält nicht in Rauxel und Mengede). 18.58 19.18 E 19.41(hält nicht in Mengede) 19.49 20.13 20.35 20.43 E 20.52(hält nicht in Rauxel und Mengede) 21.04 21.14 D 21.26(hält nicht in Rauxel u. Mengede) 22.01 22.15 22.44 23.16 D 23.33(hält nicht in Rauxel und Mengede) 23.43 Uhr. 17 in Castrop=Rauxel=Süd am 16. Mai mit einem Lichtbilder=Vortrag, um 20 Uhr, im Saale der Gastwirtschaft„Zur Flotte“. Herner Str. 1. und deren zweite in Castrov=Rauxel=Nord am 19. Mai, ebenfalls um 20 Uhr, im Gasthof Meier, Adolf=Hitler=Straße, stattfindet. Die Findlinge in Castrop-Kauxel Zur Zeit sind die in Frage kommenden amtlichen Stellen damit beschäftigt, auch in Castrov=Rauxel die Findlinge festzustellen und zu registrieren, da sie für die Vorgeschichte und geologische Forschung von Wichtigkeit sind. Außer den beiden bekannten Findlingen vor dem Gebäude des Heimatmuseums weist unsere Stadt derartige Findlinge noch an verschiedenen Stellen auf. so in der Feldmark von Frohlinde. in Obercastrov und im Stadtwald(an der Gaswerkstraße). Die Findlinge stehen wegen ihrer Bedeutung unter Denkmalsschutz. Sie dürfen nicht vernichtet oder von ihrem Standort entiernt werden. Gestattet ist lediglich, sie an ihrem Fundort höher zu lagern, damit sie besser sichtbar sind. Um alle Findlinge in Castrov=Rauxel zu erfassen, wird die Bevölkerung um Mitarbeit gebeten. Wem noch Findlinge an oben nicht genannten Stellen innerhalb unseres Stadtbezirkes bekannt sind, möge davon der Stadtverwaltung Castrov=Rauxel KenntKinder fahren aufs Land Jugendherbergen sind heimstätten der jungen Nation! Das Gesellenwandern in der 943. weiter gehl Die feierliche Entlassung der Gesellen auf die Wanderschaft hat verschiedentlich die Meinung aufkommen lassen, daß für dieses Jahr keinerlei Möglichkeit mehr zum Gesellenwandern gegeben sei. Hierzu sei zu bemerken, daß nach wie vor Meldungen zum Gesellenwandern abgegeben werden können. Die Gesellen wollen sich bei ihrer zuständigen GaubeDie Teilnehmergebühr beträgt pro Tag.75 RM. Für beamtete Rechtswahrer wird der erforderliche Urlaub durch das Gauschulungsamt erwirkt. Aus diesem Grunde muß der Teilnehmer in seiner Anmeldung die für seine Beurlaubung zuständige Behörde angeben. triebsgemeinschaft„Handwerk“ melden, wo sie den Nachweis darüber erbringen müssen, daß sie den Voraussetzungen. die die DAF. an die wandernden Gesellen stellt, genügen. Alsdann wird die Reichsbetriebsgemeinschaft„Handwerk“ dafür Sorge tragen, daß nach Ausstellung der notwendigen Paviere der betreffende Geselle auf Wanderschaft gehen kann. Die Rückkehr von Vermißten muß sofort der Kriminalpolizei mitgekeilt werden Achtung! Wieder KdF.=Tenniskurse! Die Kinder, die vom Hilfswerk„Mutter und Kind“ aus Castrov=Rauxel in den Gau Kurhessen entsandt werden. versammeln sich heute morgen um .30 Uhr am Bahnhof Rauxel(Iland=Straße). Die Abfahrt erfolgt um.10 Uhr mit einem Sonderzug. der auch von den aus Witten in das gleiche Aufnahmegebiet fahrenden Kindern benutzt wird. Heute kollschuhkurse! Am heutigen Donnerstag. dem 14. Mai, findet von .30 bis 7 Uhr Rollschuhkursus für Kinder und von 8 bis 10 Uhr für Erwachsene in der Wirtschaft Degwer, Schwerin, Dortmunder Straße, statt. Teilnehmer können sich bei Beginn melden. Die NSG.„Kraft durch Freude" plant auch in diesem Sommer wieder Tenniskurse in Castrov= Rauxel durchzuführen. Die Lehrgebühr beträgt pro Person und Stunde einschließlich aller Nebenunkosten nur.— RM. Alles Nähere und Meldungen beim Kreisamt Castrov=Rauxel 1, Viktoriastraße 10. Am Sonntag nach Münster! „Man wird oben Alt.“ aie den Zersal der Eine KdF.=Ganztagsfahrt, die um 8 Uhr ab Markt Castrov=Rauxel 1 nach Münster zum Zoo geht; findet am kommenden Sonntag. dem 17. Mai statt. Meldungen werden umgehend beim Kreisamt entgegengenommen. Wirtschaftseinbruch Zähne mit dieser Redensart abzutun, ihn als unvermeidlich hinzustellen. In den weitaus meisten Fällen sind wir selber schuld daran, wenn unsere Zähne erkranken und mit der Zeit unbrauchbar werden. Wie viele Menschen z. B. versäumen es noch, abends ihre Zähne mit Chlorodont zu putzen! Dabei sind die Zähne doch gerade des Nachts durch die Zersetzung der Speisereste am meisten gefährdet. Wer also seine Zähne bis ins hohe Alter gesund erhalten will, pflegt sie vor allem abends mit Chlorodont! In der Nacht zum 5. Mai wurden aus einer Wirtschaft an der Kaiserstraße mittels Einbruchs: 270 Schachteln Zigaretten. Marke„Eckstein". Schachteln zu 3 Stück, 180 Zigaretten, Marke„Eckstein". Schachteln zu 6 Stück, 50 Zigaretten. Marke„Güldenring". 50 Zigaretten, Marke„R 6“ und ein Paar hohe schwarze Herrenschuhe. Größe 43. gestohlen. Die Schuhe waren neu befohlt. Der Gesamtschaden beträgt etwa 83 RM. Wer kann der Polizei sachdienliche Mitteilungen machen? Die Anzeigen in Vermißtenangelegenheiten haben im Laufe der letzten Jahre eine ziemliche Steigerung erfahren. Sehr oft handelt es sich hierbei nicht um echte Vermißte: meist werden Nachforschungen nach Personen verlangt, die sich aus Furcht vor Strafe oder infolge samiliärer Zerwürfnisse von ihren Angehörigen entfernt haben. Solche Fälle finden in der überwiegenden Zahl nach kurzer Zeit durch Rückkehr der betressenden Personen ihre Erledigung. Die Mitteilung der Rückkehr wird aber von den Anzeigenden in vielen Fällen schuldhaft unterlassen, so daß die Polizeibehörde hiervon erst anläßlich von Rückfragen bei den Angehörigen oder durch Zufall Kenntnis erhält. Inzwischen sind aber eine ganze Reihe nutzloser volizeilicher Maßnahmen für die Wiederauffindung für die angeblich vermißten Personen durchgeführt worden. Da die Polizei nicht mit nutzlosen Arbeiten beschäftigt werden darf. ist es nunmehr nach den ministeriellen Bestimmungen möglich, in solchen Fällen, in denen die Rückkehr, die Wiederauffindung usw. eines Vermißten durch den Anzeigenden der Polizei nicht gemeldet worden ist und daher weitere, an sich überflüssige volizeiliche Nachforschungen stattgesunden haben. Verwaltungsgebühren in entsprechender Höhe erhoben werden. Es können in solchen Fällen Gebühren in Höhe von 1 bis 50 RM. erhoben werden. Es wird erwartet. daß in Zukunft die Rückkehr von Vermißten in jedem Falle rechtzeitig der Kriminalpolizei mitgeteilt wird. Politisch weltanschauliche Schulung der Juristen im Gau Westfalen=Süd Eine Voraussetzung zur Gewährung von Kinderbeihilfen nis geben. Erneuerungsarbeiten an der Wittener Straße Auf der Wittener Straße läßt die Provinzialverwaltung z. Zt. größere Erneuerungsarbeiten zur Durchführung bringen. Es handelt sich um die Strecke vom Evgl. Friedhof bis zur ersten Ziegelei hinter dem Kath. Friedhos. Hier wird das Pflaster, das im Laufe der Jahre stellenweise stark schadhaft geworden war, einer vollständigen Erneuerung unterzogen. Unfallverhütung im Baugewerbe In der Zeit vom 11. Mai bis 6. Juni 1936 findet im ganzen Reiche die Großwerbung zur Unsallverhütung im Baugewerbe statt. Auch in Castrop=RauIn Hagen fand eine Zusammenkunft sämtlicher Kreisschulungswalter für Juristenschulung des Gaues Westfalen=Süd statt. Der Gauschulungswalter Oberbürgermeister Pg. Günnewig aus Wanne=Eickel leitete die Tagung unter Anwesenheit des Gauschulungsleiters Pg. Dr. Schwarzschulz und des Gauorganisationswalters des Juristenbundes. Pg. Diesenbach. Nach Erledigung organisatorischer Fragen berichteten sämtliche Kreisschulungswalter über die bisherige Schulungsarbeit in ihren Kreisen. Den Höhepunkt der Tagung bildete ein Vortrag des Gauschulungsleiters Pg. Dr. Schwarzschulz über Notwendigkeit und künftige Gestaltung der politisch weltanschaulichen Schulung der Rechtswahrer des Gaugebietes. Der zweite Schulungskurzlehrgang auf der Gauschule 1, Hagen=Hohenhof. wird in der Zeit vom 21. bis 30. Mai 1936 durchgeführt. Die Teilnehmerliste für diesen Lehrgang ist abgeschlossen, so daß weitere Meldungen hierfür nicht mehr entgegengenommen werden können. Für die nächsten Schulungskurzlehrgänge, die auf der Gauschule 1. HagenHohenhof. in der Zeit vom 21. bis 30. September 1936 und vom 11. bis 20. Dezember 1936 zur Durchführung gelangen, können Meldungen jetzt bereits eingereicht werden, und zwar an die für die jeweiligen Kreise zuständigen Kreisschulungswalter für Juristenschulung. In aastrop=Rauxel an Pa. hütung im Baugewerbe statt. Auch in Castrop=Rau=, Juristenschulung. In Castrop=Rauxel Veranstattungen jeltgelegt, denen erstel#. Eichhorz, Castrop=Rauxel, Wuittener Str. 1. Die Gewährung von Kinderbeihilfen gemäß der Durchführungsbestimmung zur Verordnung über die Gewährung von Kinderbeihilfen an kinderreiche Familien vom 26. September 1935 ist unter anderem an die Voraussetzung geknüpft, daß das Vorleben und der Leumund der Eltern einwandfrei sind. Es sind darüber verschiedentlich Zweifel aufgetaucht, ob diese Voraussetzungen auf alle Fälle entfallen, wenn ein Elternteil vorbestraft ist. Die Beurteilung der Frage, wann das Vorleben und der Leumund der Eltern einwandfrei sind, ist eine Ermessensfrage, für die zwingende Regeln nicht aufgestellt werden können. Folgende Grundsätze aber werden für die Entscheidung von maßgebender Bedeutung sein: f Die Verurteilungen zu entehrenden Strafen(z. B. Zuchthausstrafen, Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte“ wird einer Bewilligung von Kinderbeihilfen stets zwingend entgegenstehen. Desgleichen wird eine wiederholte Verurteilung der Antragsteller in der Regel die Voraussetzung für die Bewilligung von Kinderbeihilfen ausschließen. bei kommt es wesentlich darauf an, ob aus den Vorstrafen auf eine Neigung zu einem strafbaren Verhalten geschlossen werden kann. Sollte nach der Auffassung des Antragstellers die zuständige Gemeindebehörde sein einwandfreies Vorleben und seinen guten Leumund ohne Berechtigung in Frage stellen, so besteht die Möglichkeit, sich beschwerdeführend an den Präsidenten des Landesfinanzamtes und in letzter Instanz an den Reichsminister der Finanzen zu wenden. Die 10 Pfg. Flaschenpfand geben kein Eigentumsrecht an der Bier= oder Mineralwasserflasche Am 1. April d. Is. ist in Deutschland bekanntlich das gesetzliche Flaschenpfand eingeführt worden. Das Gesetz ist sowohl für die Brau= als auch für die Mineralwasser=Industrie und alle Groß= und Kleinhändler einschlägiger Erzeugnisse bindend und sieht bei Nichtinnehaltung der Bestimmungen Geldstrafen bis zu 100000 RM. vor. Hiermit ist, wie die Fachgruppe Mineralwasserindustrie mitteilt. nicht nur einem Wunsche der einschlägigen Industrie Rechnung getragen worden, sondern auch die Forderungen nach Erhaltung wertvollen Volksvermögens erfüllt. Sowohl die Brauereien als auch die Mineralbrunner und Mineralwasserjabrikanten hatten schwer darunter zu leiden, daß alljährlich beträchtliche Mengen von Flaschen weit über den normalen Verschleiß hinaus durch achtloses Wegwersen in Verlust gerieten oder durch unberechtigtes Einfüllen von verunreinigenden Flüssigkeiten, ja sogar Giften, unbrauchbar gemacht wurden. Durch das neu eingeführte Flaschenpsand. welches im allgemeinen 10 Pfg. je Flasche beträgt, soll der Verbraucher dazu angehalten werden, das ihm anvertraute Gut pileglich zu behandeln und möglichst sosort nach Entleerung dem Verleiher wieder zuzustellen. Durch die Höhe des Flaschenpfandes wird im allgemeinen der Auswand für eine neue Flasche nicht gedeckt, da der Wert einer neuen Flasche mindestens 18 Pig., zum Teil aber auch 40 Pfg. beträgt. Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß durch Zahlung des Flaschenysandes ein Eigentumsrecht an der Flasche nicht erworben wird Das Flaschenpsand dient vielmehr lediglich Sicherung des Anspruches auf Rückgabe. Nr. 130 Leutft Die Wirtschaft ein wichtiges Ins es sich schon loh Oberflächliche Be es dem deutschen von seiner Arbe machen und in unter fachkundige schen Wirtschaft den Gesichtskreis eigenen Berufsw nenlernen der W denn das? 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Deutsche Wirtschaft— Deutsche Heimat Deutscher Arbeilsmann, lern' sie kennen durch die 903. Von Werner Krause. Bochum Die Wirtschaft ist nicht unser Schicksal, wohl aber ein wichtiges Instrument der Politik, so wichtig, daß es sich schon lohnt, sie richtig kennen zu lernen. Oberflächliche Betrachtung schadet nur. Aber wenn es dem deutschen Arbeitsmann vergönnt wäre, sich von seiner Arbeit mal auf einige Zeit frei zu machen und in kameradschaftlicher Gemeinschaft, unter fachkundiger Führung. sich einmal in der deutschen Wirtschaft umzusehen, das wäre etwas, was den Gesichtskreis weitete, was zur Abrundung des eigenen Berufswissens und was zum wirklichen Kennenlernen der Wirtschaft führen würde. Aber gibt's denn das? Ja natürlich! Hier schafft das Amt für Arbeitsführung und Berufserziehung in der DAF. ausgezeichnete Möglichkeiten in seinen wirtschaftlichen Studienfahrten. Diese Fahrten sollen ernster Arbeit dienen, allerdings in einem Geiste, wie ihn nur die nationalsozialistische Zeit mit sich brachte, im Geiste echter Volksgemeinschaft und Kameradschaft. Es handelt sich also um keine Vergnügungs= oder Erholungsreisen. die ureigenstes Gebiet der RSG.„Kraft durch Freude" sind. Das soll natürlich nicht bedeuten, daß diese Fahrten gar keine Rücksicht nehmen auf den durchaus verständlichen Wunsch auswärtiger Volksgenossen. Land und Leute kennen zu lernen. Das ist ja gerade die besondere Note dieser wirtschaftskundlichen Studienfahrten, daß dem Teilnehmer die deutsche Wirtschaft mit ihren mannigjaltigen Industriezweigen und unzähligen Betrieben dadurch näher gebracht wird, indem sie ihm gezeigt wird in der dazugehörigen Landschaft mit deren Menschen. Nicht den Betrieb an sich zeigt also Fahrt, sondern zuerst das Gesicht der Landschaft, in der sich der Betrieb befindet, die Menschen, die dazu gehören und dann erst den betreffenden Industriezweig oder Betrieb, der in diese Landschaft hineingehört und der zu den Menschen dieser Landschaft paßt. Dann wird es dem Teilnehmer klar werden, warum bestimmte Industrien nur in bestimmten Gegenden vorhanden sind, dann wird er innere Zusammenhänge klarer erkennen können. Und wenn er einmal herauskommt aus dem eigenen Betriebe, die Arbeitsstätten seiner Volksgenossen kennen lernt, dann wird er Vergleiche anstellen können. Unterschiede entdecken. sein Gesichtskreis wird sich weiten und seine Einstellung zu seiner eigenen Arbeit und seiner Wirkungsstätte wird ganz selbstverständlich eine andere. eine bessere. werden. Und wie erzieherisch wird es sich auswirken, wenn z. B. der reisende Kaufmann einer Kohlengroßhandlung tief unten im Schoß der Erde den Bergmann seinem gefahrvollen Beruf nachgehen sieht. Oder wie muß der Organisator des Betriebes an Achtung bei dem Arbeiter der Faust gewinnen, wenn dieser jenen bei seiner verantwortungsreichen Arbeit beobachten kann, wenn er gar Einblick bekommt in das komplizierte Tageswerk eines Arbeiters der Stirn. Achtung werden sie beide voreinander bekommen, wenn sie sich und ihre Arbeit auf diese Art kennen lernen. Aber nicht nur darin liegt der Reiz und der Wert dieser Fahrten, sondern noch besonders in ihrem kameradschaftlichen Aufbau. Sechs Tage lang nehmen Männer gemeinsam Eindrücke in sich auf. leben Männer zusammen, reisen durch deutsches Land. besichtigen deutsche Betriebe und tauschen ihre gemeinsamen Erlebnisse. ihre Beobachtungen. Erfahrungen in anregenden Gesprächen untereinander aus. Da ist die Fahrt im bequemen Ueberlandomnibus, der freundliche Empfang in allen Städten. der reichhaltige und doch nicht überanstrengende Tagesplan und— der von echter herzlicher Fröhlichkeit erfüllte Kameradschaftsabend. auf dem echte deutsche Geselligkeit genflegt wird. auf dem dann auch die Becher oder Humpen kreisen. voll von guten Bieres oder Weines. Aber streng wird auch darauf geachtet, daß abends pünktlich um 10 Uhr alles im Bette liegt: denn pünktlich morgens um 6 Uhr ist die Nacht zu Ende. Nicht das Lurushotel dient zur Aufnahme der Männer. sondern die bescheidene aber doch zweckmäßige Jugendherberge mit ihrem großen gemeinschaftlichen Schlassaal. Und morgens sorgt der Fahrtführer beim kurzen aber energischen Svort schon dafür, daß auch der letzte Rest von Müdigkeit verschwindet. Dann schmeckt das kräftige Essen nochmal so gut. Gar zu schnell fliegen die 6 Tage vorüber und keiner ist dann unter den Teilnehmern, der nicht das Ende der Fahrt bedauern würde. Da schreibt z. B ein Teilnehmer an den Fahrten des vergangenen Jahres u. a. folgendes: „Es war mir einmal im Leben Gelgenheit gegeben, das zu sehen, was ich bis zum 53. Lebensjahre nicht gesehen hatte.“ Ein anderer schreibt: „Zur Fahrt selbst muß man sagen: Sie war glänzend. Den Männern muß man Dank sagen, die sich. bevor eine Fahrt steigen kann. die Kövfe wegen des Fahrtenvlanes zerbrechen. Sie haben viel geleistet. Die Fahrt war von A bis 3 glänzend organisiert, es klappte alles wie am Schnürchen. Die Besichtigungen der verschiedenen Betriebe waren sinnvoll zusammengestellt.“ In einer anderen Zuschrift heißt es: „Ich sage nicht zu viel, wenn ich behaupte, daß jeder Teilnehmer durch die Rundfahrt seine Berufsfreude ausgefrischt hat und durch seine gesammelten Erfahrungen gerüstet ist zur Mitwirkung an den großen Aufgaben der DAF.“ Ueber die Kameradschaft heißt es in einem Schreiben eines Ruhrkumpels: „Auf der Fahrt sand ich eine Kameradschaft, wie ich es vor und während des Krieges gewohnt war. Als nun der Samstagnachmittag kam und die Scheidestunde schlug, da notierte sich der Eine von dem Anderen noch die genaue Adresse, um gelegentlich auch mal schreiben zu können.“ Unzählig sind die Zuschriften, die aus allen Teilen Deutschlands kamen, dabei ist es ganz gleichgültig. ob es sich bei den Schreiben um Betriebsführer, Arbeiter der Faust oder der Stirn handelt. Unsere wirtschaftskundlichen Studienfahrten sind ein so wichtiger und wertvoller Teil-unserer Berufserziehungsarbeit, daß wir darauf nicht mehr verzichten können. Im Gau Westfalen=Süd, dessen Fahrten sich schon im vergangenen Jahre dank ihrer guten Organisation und der tatkräftigen Unterstützung einsichtiger Gefolgschaftsführer eines lebhaften Zuspruches erfreuten, werden in diesem Jahre vier Fahrten durchgeführt, die unter folgenden Stichworten laufen: 1. Westfalen, die Stahlschmiede Deutschlands, 2. Durch das Ruhrgebiet. 3. Durch die Industrie des Sieger= und Sauerlandes. 4. Zwischen Ruhr und Livve. Diese 4 Fahrten führen durch Deutschlands bedeutendste Industriegegenden, berühren z. T. das schöne Rheinland, zeigen zum anderen Teil die Erzgruben des Siegerlandes, führen die Teilnehmer durch die Spezialindustriezweige des Livverlandes und bieten ausreichende Gelegenheit, deutsche Heimat und deutsches Volk bei der Arbeit kennen zu lernen. Ob es sich dabei um die Großstädte Dortmund. Bochum. Essen oder Düsseldorf handeln wird oder um die stillen und verträumten Gassen der alten Hansestadt Soest, überall wird deutsches Wesen und deutsche Arbeit den aufmerksamen Beschauer begeistern. Jeder Volksgenosse, der über 21 Jahre alt ist, kann sich an einer solchen Fahrt beteiligen. Die Fahrtgebühr beträgt je Fahrt, einschl. Uebernachtung und Verpflegung für alle 6 Tage je Teilnehmer 30 RM Erfreulich wäre es, wenn, wie auch im vorigen Jahre, einsichtige Gefolgschaftsführer verdienten Gefolgsmännern die Teilnahme an einer solchen Fahrt ermöglichten, indem sie die Kosten übernehmen würden. Auskünfte über die Fahrten, deren erste am 8. Juni startet, erteilen alle Dienststellen der DAF. Besondere Auskünfte gibt aber auch die Gauwaltung Westfalen=Süd der DAF., Abteilung für Arbeitsführung und Berufserziehung, Bochum, Wiemelhauser Straße 38 42. Banntoils die Sisellbahlt Ohlte=Srschatterung sähten! Von der 15-Meter- zur 1200-Meter-Schiene Wie die Reichsbahn an der Verbesserung des Schienenweges arbeitet Es gibt Leute. die das rhythmische Rattern des Zuges so angenehm empfinden, daß sie sich von ihm einschläsern lassen. Andere wiederum. die berufsmäßig zu den Stammkunden der Reichsbahn zählen. führen ein gut Teil ihrer Nervosität auf den Lärm und die Erschütterungen, hervorgerufen durch das Aufschlagen der eisernen Räder auf die Schienenlücken, zurück. Die Einstellung der Reisenden ist eben sehr subjektiv oder mit den Worten des Dichters zu sprechen: Wat dem cenen sin Uhl is, is dem andern sin Nachtigall! Tatsache ist auf jeden Fall, daß sich die Reichsbahn seit Jahren alle erdenkliche Mühe gibt. Lärm und Erschutterungen zu vermeiden. mindestens aber herabzusetzen. Sie folgt dabei den Wünschen ihrer Kunden, dann aber liegt es auch in ihrem eigenen Iteresse. weil das Aufstoßen der Räder. Achsen den Wagenunterbau und die Aufbauten außerordentlich beansprucht und zu deren vorzeitiger Abnützung führt. was übrigens von den Schienen auch zu sagen ist. Das radikalste Mittel ist natürlich die Vermeidung der Schienenlücken. das heißt. die Verlegung von endlos langen Schienen. Aus der Physitstunde während ihrer Schulzeit werden die meisten noch die Erinnerung an die Mitteilung des Lehrers haben, daß die Lücken zwischen den Schienen nötig seien, um Wärmeansdehnungen aufzunehmen. Die Schienen der Reichsbahn— wie übrigens auch aller anderen Eisenbahnen der Erde— liegen frei und sind der Witterung in vollem Maße ausgesetzt. Scheint die Sonne darauf. so erwärmen sie sich: Wärme dehnt die Körver nach alter physikalischer Erfahrung aus. die Schienen würden sich verwersen, wenn die Lücken nicht die Verlängerung aufnehmen könnten. Das ist den Eisenbahntechnikern so geläufig, wie dem Laien. weshalb seit Menschengedenken auf deutschen Eisenbahnlinien Schienen von 15 Meter Länge verwendet werden. Wo die neue Schiene anjängt, befindet sich eine knapp einen Zentimeter breite Lücke. Aber gerade dieser schmale schienenlose Zwischenraum ist der Urheber des rattatat. rattatat“, das Menschen und Bahnmaterial so schädigt. Um diesen Zentimeter Zwischenraum wird in den Eisenbahnämtern der ganzen Welt ein hartnäckiger Kampf geführt, der Wissenschaftler und Techniker gleich stark beschäftigt. Die Techniker wollen von ihrer Ansicht nicht abgehen, daß die Zwischenräume nötig sind, während ein Teil der Wissenschaftler auf dem Standpunkt steht, die Lücken könnten ganz verschwinden, mindestens aber könnten sie durch Verlängerung der einzelnen Schienen in ihrer Zahl verringert werden. Und da diese beiden Grupnen von Fachleuten nicht dazu da sind. ihre Zeit in nutzlosen Debatten und theoretischen Auseinandersetzungen zu verbringen, so macht man eben Versuche, um die Richtigkeit der einen oder anderen Meinung festzustellen. Wer öfters die Eisenbahn zu benutzen hat. wird. besonders auf den Hauptstrecken, bemerkt haben, daß trotz der hohen Geschwindigkeit der Züge die Stöße nur noch in längeren Zwischenräumen erfolgen. Hier hat die Reichsbahn schon erfolgreich gearbeitet. Sie ist von der ursprünglich überall verwendeten 15=Meterschiene erst zur 30 Meter langen übergegangen, und neuerdings werden sogar schon zwei 30=Meterschienen zu einer 60 Meter langen zusammengeschweißt. Die Beobachtungen haben gezeigt, daß an der Behauptung einiger Wissenschaftler, bei besonders langen Schienen würden die Verlängerungen durch Wärmeeinfluß von den Schienen„verschluckt“ werden, nicht unrichtig sind. Es hat sich wenigstens bei den 60=Meterschienen kein Verwerfen jeststellen lassen. so daß der allgemeinen Verlegung dieser Schienen kein Hindernis im Wege steht. Es sind ja nicht nur die Stöße an sich, die Fahrgäste und Material schädigen, sondern es ist auch der sich bei gleichbleibender Geschwindigkeit stets im selben Zeitabstand wiederholende Stoß. der bekämpft werden muß. Konstruktionen, die in bestimmten Zeitabschnitten auftretenden Erschütterungen ausgesetzt sind. bilden stets Sorgenkinder für die Techniker. Jeder neue Stoß vermehrt die Bewegung. hervorgerusen durch den vorhergehenden, so daß schließlich ein Schwanken entsteht, das dem ganzen Bauwerk äußerst gefährlich werden kann. Ein Beispiel aus der Praris mag das beweisen: Eine Kolonne Soldaten wird Anprall gegen die Schienenlücken bei der hohen Geschwindigkeit doch noch gewaltiger sein muß, als bei gewöhnlichen Zügen und Schnellzügen. Die Erfahrungen auf den Versuchsstrecken, auf denen nicht nur die Züge selbst, sondern auch der Oberbau, das heißt die Schienen. ausprobiert wurden, haben aber ergeben, daß sich entgegen der ursprünglich gehegten Ansicht, die Erschütterungen nicht nachteiliger auswirkten. Die Erklärung für diese auffallende Tatsache ist wohl darin zu suchen, daß der mit großer Geschwindigkeit dahinrasende Zug gewissermaßen über die Schienenlücken hinüber springt. Vielleicht ist ein Vergleich mit dem Auto zulässig, das ja auch bei größerer Geschwindigkeit Unebenheiten der Straße nicht im Maße der Geschwindigkeitserhöhung vermehrt spüren läßt. Natürlich hinkt dieser Vergleich insosern, als beim Auto das durch den Gummireisen abgejederte Rad vorhanden ist, während bei der Eisenbahn Eisenräder auf Eisenschienen fahren. Auf keinen Fall sind die Versuche der Reichsbahn abgeschlossen. Eine eigene Versuchsstrecke im Hannoverschen ist vorhanden, auf der seit langer Zeit Schienen der verschiedensten Länge ausprobiert werden. Es ist durchaus anzunehmen, daß es nicht bei der 60=Meterschiene bleibt, daß vielmehr die Schienenlänge weiter wächst, um schließlich sich den amerikanischen Schienenlängen zu nähern, die auf einigen Linien dort drüben schon verlegt wurden. Man ist in Amerika von den gebräuchlichen Längen schon lange abgegangen und hat Schienen bis zu 1200 Meter Länge verlegt, die sich selbst auf vielbefahrenen Strecken gut bewährt haben. Von der 15=Meterschiene zur 80 mal so langen ist jedenfalls ein weiter Weg der Entwicklung des Eisenbahnoberbaues, der gekennzeichnet ist durch Versuche, die von der Reichsbahn sowohl wie von allen anderen Bahngesellschaften durchgeführt werden. Bemerkenswert ist dabei die Abkehr von physikalischen Erkenntnissen, die noch vor wenigen Jahren als unantastbar galten! über eine Brücke nie im Gleichschritt geführt! So erfährt auch das Zugmaterial beim Ueberfahren der Schienenlücken Erschütterungen, die besser vermieden werden. Die Nutzanwendung dieser Erkenntnis sieht so aus, daß man von Seiten der Reichsbahn ständig auf eine Verlängerung der Schienen hinwirkt, um wenigstens die Ursache der Erschütterungen zu verringern. Dabei bleibt allerdings die Frage offen. ob die neuen Stromlinienzüge nicht in besonderem Maße der Abnutzung ausgesetzt sind. weil der Vorbeugen ist besser als heilen! Darum unterstützt das Jugendherbergswesen! Theater, Konzerte, Vorträge Symphonie-Konzerl des Städlisch. Orchesters Bochum Im nächsten Symphonie=Konzert des Städtischen Orchesters Bochum am heutigen Donnerstag= dem 14. Mai. 20 Uhr. im Stadttheater wirkt die Pianistin Gisela Binz mit. Die junge Künstlerin. die in Deutschland und auch im Auslande große Erfolge beim Publikum und Presse zu verzeichnen hat. wird das Klavier=Konzert in=moll. ov. 11 von Fr. Chovin zum Vortrag bringen. Weiter enthält das Programm die 4. Symphonie in semoll von Peter Tschaikowfkn„Aufforderung zum Tanz“ von Carl Maria von Weber und den Walzer„Geschichten aus dem Wiener Wald“ von Johann Strauß. Dirigent: Städtischer Kavellmeister Professor Leopold Reichwein. Vorbestellungen unter Nr. 610 51. Benimmt der Frosch das Weiter? Tiere als Willerungspropheten und Erdbebenankünder Mindestens im Symbol gilt der Forsch noch als Wetterprophet. So wie es aber Menschen gibt, die äußerst empfindlich gegen Witterungsänderungen sind. so lassen sich auch viele Tierarten feststellen, die durch ihr Verhalten das kommende Wetter im Voraus erkennen lassen. Die Erfahrung bestätigt es. daß gewisse Tiere kosmische Vorgänge. lange bevor der Mensch etwas davon merkt, durch ihr Verhalten ankünden, und daß sie Gewitter. Regen. Sturm, große Kälte oder Hise. selbst Erdbeben„ahnen“ Es sind erst neuerdings wieder Forschungen in dieser Richtung unternommen worden. An der Wasserkante, dort wo die Elbe bereits ins oifene Meer übergeht, liegt die Insel Neuwerk, deren Leuchtturm allen Schiffsfahrgästen bekannt ist. Wenn sich die Möven in der Mitte dieser Wattenmeerinsel sammeln und schon von weitem als großer weißer Fleck erkennbar sind, dann wissen die Einheimischen sowohl wie auch die Schiffsbesatzungen, daß Sturm zu erwarten ist. Tatsächlich haben eingehende Beobachtungen die Richtigkeit der„Wettervoraussage" ergeben. Nur über das Wie und Warum ist man sich noch nicht einig Aber=früher als durch alle meteorologischen Feststellungen zeigen die Möven Wind und Sturm an: das steht fest. Der Landmann weiß, daß es einen kalten Winter gibt, wenn er bei der Herbstbestellung der Aecker die Larnen der Maikäser sehr tief in der Erde vorfindet. Man kann das so erklären, daß die Larven tief in der Erde nicht so stark der Kälte ausgesetzt sind. Aber wenn sie sich dorthin zurückziehen, ist die Kälte noch gar nicht da. Woher nehmen die Tiere also die Kenntnis, die sie zu ihren fürsorglichen Maßnahmen veranlassen? Hunde werden oft ohne ersichtlichen Grund unruhig. Sie laufen zu Zeiten hin und her. in denen sie sonst träge liegen und schlafen. Sie sind oft sogar garstig gegen die altbetannten Herren, lassen wohl auch in ihrer Unruhe das Fressen liegen. Durch ausgedehnte Beobachtungen ist einwandfrei festgestellt worden, daß zur gleichen Zeit irgendwo Erdbeben stattfanden. Sie brauchten nicht in den Gebieten bemerkt zu werden, in denen die Hunde unruhig waren; es war eben nur mit Hilfe der Erdbebenwarten möglich. die Beben überhaupt zu ermitteln. Auch bei Katzen hat man. während die Anzeiger Erdbeben registrierten, eine Art Dauererregung gesehen. Der Körver geriet in ein anhaltendes Zittern, die Augen junkelten, das Fell sträubte sich. Selbst Pferde zeigten sich in solchen Zeiten widerspenstig, und auch Schweine konnten so unruhig werden, daß sie sogar das Fressen vergaßen. Sehr interessante Beobachtungen machten Imker an ihren Bienen. Diese verließen plötzlich ohne äußere Ursache die Stöcke. an die sie jahrelang gewöhnt waren. Sie flogen umher ohne Ziel. besuchten nicht die Blüten. kehrten jedoch nach einiger Zeit in die Stöcke zurück. In der Nähe der Erd bebenwarte München konnte ein solches Verhalten der Bienenvölker mehrmals beobachtet werden. und stets verzeichneten die Instrumente während dieser Stunden Erdbeben. die sehr weit weg lagen. Eine Erklärung für das Verhalten der Tiere konnte weder bei Wetteränderungen noch bei der Anzeige von Erdbewegungen bieher gegeben werden. Man ist nur auf Vermutungen angewiesen. Wer sein Leben versichert, sammelt ein Kapital für seine alten Tage; er spart auch planmäßig und rechtzeitig. ale Tern „Aagt dil Teinen, Pr.., Tenn=Eben? Beim vorzeitigen Tode des versicherten Ernährers verfügt die Familie sofort über die versicherte Summe. Friminal-Roman Von Sophie Ochte Copyright by Gustav Neugebauer-Verlag Seectsciter Da!— Wieder ein leises Knacken, ganz nahe..... Ht5Aasten Gu Kersting hielt den entsicherten Revolver chußberet.. Laßt Jan. hunel N Das Zimmer war fast ganz ountel. Nur auf dem Schreibtisch brannte eine Lampe schwach. Das Sprechzimmer war von dem Wartezimmer durch eine Doppeltür getrennt. Jetzt wurde die Tür geöffnet, ein leises Quitschen der Angeln wurde hörbar. Ein kurzes Zögern— ganz vorsichtig wurde die Klinke heruntergedrückt und die Tür einen Spalt geöffnet. Der Verbrecher hatte das Licht gesehen und blieb unschlüssig stehen. Drei— vier— fünf Sekunden gingen vorüber, dann wurde eine Hand sichtbar, die einen Revolver hielt. Gerade wollte sich der Körper des Verbrechers hineinschieben,— da fiel ein Schuß. Der Verbrecher sank in die Knie, der Revolper entfiel seiner Hand. Der Komplice ergriff die Flucht, als er merkte, was geschehen war. Anton, der Diener Holz', stand mit einem Schupo in der Nähe; aber es war ihnen nicht möglich, den Kerl einzuholen, denn dieser rannte, als wäre der lebendige Satan hinter ihm her. Doktor König verband dem Verbrecher die Hand. Sein Diener stand mit verstörtem Gesicht daneben, keines Wortes fähig. Fritz Kersting hatte dem Verwundeten die Maske vom Gesicht gerissen und festgestellt, daß es sich um denselben Mann handelte, den er von Tomsons Wohnung aus verfolgt hatte. Die Hände des Arztes zitterten beim Anlegen des Verbandes. Diese Hand hätte seinem Leben ein Ende gemacht, wenn Fritz Kersting den Verbrecher nicht verfolgt und ihn davon benachrichtigt häte. g enige.. Hatte diese Hand auch Erich Granitz Leben ein Ende gemacht? Vielleicht würde jetzt die Polizei dahinterkommen, nachdem man den Verbrecher gefaßt hatte. Durch das Stöhnen des Mannes wurde König in seinen Gedanken unterbrochen. Der Verwundete stand jetzt vor dem Diwan, auf dem er gelegen, mit vor Schmerz und Wut verzertem Gesicht, als wolle er sich jeden Moment auf seine Gegner stürzen, doch Wink gibt, wo sich Erich Granitz aufhält, und was mit ihm geschehen ist.“ „Werden Sie mir sofort Nachricht geben, wenn Sie etwas wissen?" „Ja! Mittwoch morgen komme ich wieder zu Ihnen.“ Dreizehntes Kapitel In der Klinik von Doktor Heller, in der Elli Linhard jetzt lag, herrschte Mittagsruhe. Nur ab und zu hörte man das Hupen eines Autos; die Klinik lag an der äußersten Peripherie der Großstadt. Durch ein geöffnetes Fenster warf die Sonne einen großen weißen Fleck auf das Linoleum des Fußbodens. Auf dem Lindenbaum im Garten flötete eine Amsel ihr Lied und lockte das Weibchen. Elli Linhard sah und hörte von alledem nichts. Sie fühlte, das Leben in ihr drängte zum Licht. Wie gut es war, daß sie jetzt hier war. Wenn nur die furchtbare Angst nicht gewesen wäre und die wahnsinnigen Schmerzen. Was sollte erst werden, wenn sie wieder foxt mußte? Wohin sollte sie gehen? Nach Hause? Da war sie wieder, die Angst. Keinen Menschen hatte sie, dem sie sich anvertrauen konnte, und niemanden, der ihr beistand in ihrer schweren Stunde. War es nicht besser, der Herrgott nahm sie zu sich? Zwei Stunden darauf war Holz in der Klinik und versuchte, Elli Linhard zu sprechen; aber es war nicht möglich. Weitere zwei Stunden darauf hielt Elli Linhard ihr Söhnchen im Arm. Tränen fielen auf die spärlichen Härchen des Kindes, und doch war das Herz der Mutter voll Freude. Sie mußte leben für ihr Kind. In übergroßer Müdigkeit schloß sie die Augen, als die Schwester das Kind aus ihren Armen genommen,.. g. 6. 647, Auch in den nächsten Tagen wurde Holz nicht vorgelassen. Elli Linhard war noch zu schwach, Besuche zu empfangen. Jetzt, da der unterernährte Körper zur Ruhe kam, klappten die Nerven von den vielen Aufregungen zusammen. der geladene Revolver Kerstings hielt ihn zurück. „Bitte, Herr Doktor, rufen Sie die Polizei an, daß man den Mann abholt. Menschenskind! bleib’ stehen!“ schrie er dann diesen an, der jetzt wirklich auf ihn losgehen wollte. „Oder ich jage dir einige blaue Bohnen in den Körper! Du Hund!" Doktor König nahm den Hörer zur „Einen Moment noch, Herr Doktor! Ich möchte dem Mann noch einen Vorschlag machen.“ „Wenn du mir sagst, wer dich zu dieser Tat angestiftet hat, und die näheren Umstände erzählst, dann sehe ich von einer Verhaftung ab“, wandte sich Kersting an den Verbrecher. Ee erfolgte keine Antwort. Als Kersting das höhnische Gesicht sah, gab er dem Doktor einen Wink, und dieser rief bei der Polizei an. In kurzer Zeit war eine kleine Abteilung zur Stelle und blickte erstaunt auf die Männer. Als Kersting eine kurze Erklärung gab, nahmen sie den Verbrecher mit. Doktor König drückte Kersting warm die Hand, als sie wieder allein waren. „Ihnen habe ich es zu verdanken, daß die Sache so gut abgelaufen ist. Ich steye in Ihrer Schuld. Wie kann ich das wieder gutgachen?“ „Es war doch meine Pflicht, Herr Pokkor.“ „Hm! Pflicht ist ein komisches Wort für diesen Fall, Herr Kersting. Aber ich sah heute, daß Sie verlobt sind.“ 8. „Jawohl! Seit gestern, Herr Doktor.“ Ewald König mußte lächeln, als er das glückstrahlende Gesicht sah, das vorher so ernst „Wenn Sie mir erlauben würden, es Ihnen zu ermöglichen, daß Sie recht bald heirater können...?“ „Herr Doktor, das kann ich nicht annehmen.“ „Ich biete Ihnen auch kein Geld, Herr Kersting. Aber ich bitte Sie, lassen Sie mich eine recht schöne Wohnung für Sie sorgen, in der Sie glücklich leben können.“ „Und das soll ich annehmen?“ Ich bitte darum.,„ zäglich Her..s. „Sie machen mich sehr glucklich, perr Doktor. Ich werde meine ganze Kraft daran setzen, daß diese Lumpen vor den Richter kommen, die über Ihren Freund so viel Leid gebracht „Glauben Sie, Herr Kersting, daß mein Freund noch lebtt. gaxrn 6g, Barlb„Ich sprach gestern mit Herrn Holz varuber. Ich bin der Meinung, wenn Herr Granitz nicht mehr unter den Lebenden weilte, hätte man die Leiche schon lange gefunden. Er wird Kersting sah das Aufatnen Ewald Königs und dachte dabei: Hoffentlich wird dieser Mann nicht enttäuscht! „Wir wollen hoffen, daß wir durch diesen Verbrecher etwas erfahren, das uns einen In dieser Zeit hatte Kersting mit mehreren Kriminalbeamten die baufällige Hütte aufgesucht, in der Elli Linhard gelegen; aber das Nest war leer. Aus dem verhafteten Verbrecher war kein Wort herauszubekommen. Man stellte alles Mögliche mit ihm an, aber es halb nichts. Alles Drohen war vergebens. Es war gerade, als wäre er stumm. „So ein verdammter Kerl!“ schimpften Holz und Fritz Kersting. „Es ist nicht zu glauben!“ sagte Holz. „Daß man aber auch gar keine Beweise gegen den Hauptanstifter in die Hände bekommt!“„ H.r kat uns Lu viel„Und der Kerl, den man hat und der vielleicht alles weiß, tut den Mund nicht auf.“ „Und das Mädchen liegt im Wochentbettfieber.“ „Ich nehme immer mehr an, daß sie den armen Granitz auf dem Gewissen haben, und daß der Kerl Angst hat, etwas zu sagen, das ihm den Kopf kosten würde.“ „Leider sind das auch meine Gedanken.“ „Wo mag nur jetzt der Kompliee stecken, der die Flucht ergriffen hat?“ „Ich werde ihn finden, diesen Lumpen!" schimpfte Kersting wieder. „Vollen es hoffen.“„ g „Ich werde nicht eher Ruhe geben.“ „Lassen Sie bei der Polizei nur nichts von Tomson verlauten; wenn er gewarnt wird, ist er auf und vovon.„„„an mürht mic „Ich werde mich hüten. Man würde mich auch nur auslachen.“ Sie bogen um eine Straßenecke. An einer Litfaßsäule prangte ein großes Plakat. In dicken Lettern stand darauf: Großer Flugtag! Kersting wollte weiter gehen, denn seine Gedanken weilten immer noch bei Tomson. Holz aber hielt ihn am Arm fest und zeigte auf den Namen: Hans von Felsen. Der bekannte Kunstflieger! „Also am 24. August wird er seine Künste „Das wäre also am nächsten Sonntag.“ Bal.... 4 Lein Gam 427.9 „Sie werden dabei sein, perr Holzs“ „Wie dieser Mann zu dem Tomson steht, das wüßte ich auch gern. Junsg ge „Ich habe denselben Wunsch. Aber ich kann es mir schon denken.“ „Was diese Bestie Tomson in Händen hat, das gibt sie nicht wieder frei— verstehen Sie mich, Kersting““ A 15 „Ja! Ich verstehe! Der Kerl tut mir leid.“ „Nicht zu ändern.“ Vielleicht doch.“ „Die Arbeit ist zu schwer und kaum ausführbar.“ In Gedanken versunken kam ihnen jetzt ein Mädchen entgeven. 644 gschte ein Js. Ueber Kerstings Gesicht huschte ein gluckliches Lachen. „Ria!“ rief er sie an.„Du siehst ja keinen Menschern“..—, Jr Wangen Kat kein Helle Röte lief über ihre Wangen bei seinem Anblc.„,.=4en, Min:.et „Darf ich bekannt machen? Meine Braut, Maria Wallner— Herr Holz.“... Max Holz reichte Maria Wallner die Hand und sah lächelnd in ihr schönes Gesicht, in dem die Augen klar wie ein Bergsee leuchteten. Dabei dachte er: Das Mädchen ist rein. Kein Fleckchen ist auf ihrem Gewissen. Kersting soll sie nur so schnell wie möglich von dieser Bestie entfernen.“ „Besorgungen mußt du machen, Liebling?“ hörte er seinen Gehilfen sagen. Er staunte über die weiche Stimme seines Gehilfen. „Ich erwarte Sie noch heute abend und möchte mich verabschieden, Kersting. Auf Wiedersehen, Fräulein Wallner." Holz reichte dem Mädchen die Hand, rief eine vorbeifahrende Taxe an und war nach wenigen Sekunden verschwunden. „Ria, Liebling, was ist dir? Du machst ein so trauriges Gesicht.“ Er sah, wie sie mit den Tränen kämpfte, zog ihren Arm durch den seinen und wartete, bis sie sich einigermaßen gefaßt hatte. „Ich bin eine dumme Liese!" schalt sie sich dann selbst.,., M2=5ag,.: 7a Eurig „Sag mir nur erst, weshalb du so traurig warst, Ria?“ „Herr Tomson ist in der letzten Zeit so nervös. Es ist schrecklich. Er schimpft und schreit den ganzen Tag wie ein Verrückter.“ Zorn lag in den letzten Worten. „Aber Liebling“, sagte Kersting bestürzt. „Dann gehe doch fort von ihm.“ „Aber Fritz, das geht doch nicht.“ „Weshalb nicht, kleine Ria? Morgen bestelle ich unser Aufgebot, und in kürzester Zeit wird sehbeiratet:,. Grust nicht kein Gast „Fritz, das kann dein Ernst nicht sein. Hast du denn eine Wohnung?“..Emi, „Ja! Aber die bleibt mein Geheimnis bis zum Hochteltstog. ,1n8., faast hu wir unf „Fritz, Liebster! Uno vas sagsr ou mir auf der Straße, daß ich dich zum Dank noch nicht einmal küssen kann?" „Süße, kleine Ria! Komm, in der Nähe ist eine Konditorei, da können wir von unserem Glückstag weiter plaudern." Vierzehntes Kapitel Die alte Standuhr, die schon Jahrzehnte im Hause Linhards stand, holte aus und ließ zwölf dumpfe Töne erklingen. Mitternach,„ Tanster mart.: Mnand Durch die kleinen Fenster warf der Mond sein Licht auf die weißgescheuerten Dielen des Fußbodens. In dem uralten Rohrsessel lag Jochem Rißmann, den Kopf gegen die bunte Schlummerrolle gepreßt. Ein leises Stöhnen wurde vernehmbar. Sofort stand Jochem neben dem Bett des Kranken, der bleich und abgemagert in den War das derselbe Mann, den er vor zwei Wochen aus dem Meer geholt? Das und deeu die Lungenentzündung hatten ihn arg mitgenommen. Es war ein Wunder, daß überhaupt noch Atem in ihm war. Beim Schein des Nachtlichtes daß der Kranke die Augen geöffnet hatte. Er beugte sich über ihn, um das leise Flüstern zu verstehen. Er sah, daß der Kranke die Lippen bewegte. „Wo bin ich hier?“ Es war nur ein Hauch, „Bei guten Leuten. Schlafen Sie sich nur erst wieder gesund“, erwiderte Jochem freudig, denn er wußte, jetzt war das Gröbste überstanden. „Ich— habe— Durst.“ Jochem hob des Kranken Kopf höher und flößte ihm etwas Tee ein, dabei merkte er, wie elend der Mann war, aber es würde schon wieder besser werden..„ Wenige Minuten später war der Kranke wieder eingeschlafen, und Jochem merkte, daß die Atemzüge wieder ruhiger waren als in den vergangenen Rächten.,#. mi Jochem nahm seinen alten Platz ein. Der Mond zeigte nur noch einen schmalen Streifen im Zimmer. Das ewige Rauschen des Meeres wiegte den Wachenden in einen leichten Schlummer, aus dem er erst erwachte, als sich die fahle Morgendämmerung ins Zimmer schlich. Sein erster Blick war nach dem Bett. Der Kranke schlief so friedlich wie ein gesunder Das haben wir geschafft, dachte Jochem, und denselben Gedanken hatte auch Frau Linhard, als sie eine Stunde später ins Zimmer trat und ihr Jochem erzählte, daß der Kranke in der Nacht erwacht sei. Gegen Mittag erwachte der Kranke wieder. Seine Augen wanderten suchend im Zimmer umher und blieben verständnislos an Frau Linhard haften. Sie las aus seinen Augen die Frage: „Wie komme ich hierher?“ „Machen Sie sich keine Gedanken Über Ihr Hiersein. Wenn Sie wieder gesund sind, erzähle ich Ihnen alles.“ „War ich denn— krank?“ hauchte der Kranke so leise, daß Frau Linhard es kaum verstehen konnte. „Ja, sehr krank waren Sie!" „Ich habe— Hun—Her. um gi. gen 2. „Das ist brav, dann werden Sie bald wieder gesund sein.“ Frau Linhard brachte kurze Zeit darauf dem Patienten eine Milchsuppe, und dieser ließ sich lächelnd wie ein Kind füttern. „Habe ich— nicht in der Nacht einen— Mann gesehen?“.44 und macht hiefe Back„Ja, der schläft jegr und wacht diese Nacht wieder bei Ihnen!“ Der Kranke schloß wieder die Augen und schlief den ganzen Nachmittag. Am Abend begehrte er noch etwas zu essen und schlief die ganze Nacht hindurch. „Er schläft sich jetzt gesund!“ sagte der Arzt am nächsten Tage. Wieder peitschte der Sturm das Meer wie an jenem Unglückstage; aber jetzt war es dunkle Nacht, als der Kranke von dem Brausen erwachte und auf die schlummernde Gestalt blickte, die wieder wie in den vorhergehenden Nächten bei ihm Wache hielt. Der Regen schlug unaufhörlich gegen die Scheiben; auf dem Dache mußte eine Luke nicht geschlossen sein, denn sie schlug immer wieder gegen das Holz. Ein gruseliges Gefühl ging dem Kranken über den Rücken, und er streckte die Hand nach dem Schlafenden aus. Jochem erwachte sofort und war an seiner Seite. Er richtete ihm die Kissen zurecht und deckte ihn wieder sorgsam zu. „Wie fühlen Sie sich?“ „Gut!“ „Soll ich Ihnen zu trinken geben?“ „Nein— danke! Setzen Sie sich bitte zu mir, ich möchte etwas fragen!“ Jochem rückte den Sessel näher an das .. i u um e „Bitte, fragen Sie nur, wenn es Ihnen nicht zu schwer fällt!“ „Wie bin ich hierher gekommen?“ „Ich habe Sie draußen im Dünensand gefunden, als eine grolle Welle zurückwich. Es war ein schrecklicher Sturm an dem Tage, noch schlimmer als jetzt.“ „Ist das das Meer, das so braust?“ „Ja!“ „Aber wie bin ich da hineingekommen?“ Ein großes Erstaunen malte sich auf dem „Das kann ich Ihnen nicht sagen! Wissen Sie das denn nicht?“„ 86.— guues Der Kranke sah seinem Gegenüber sinnend ins Gesicht. „Nein, das weiß ich— nicht.“ Er sah die große Bestürzung auf dem Gesicht des Mannes, der ihn gerettet und ge„Wie lange bin ich denn schon hier bei Bhnen““ zn „Siebzehn Tage.“ „So lange war ich krank?“ „Ja!“ Jochems Gedanken arbeiteten fieberhaft, dabei blickten seine Augen, immer wieder forschend, in das Antlitz des Kranken. Wie kam es, daß er nicht wußte, wie er ins Meer gekommen war? Hatte man ihn ohne Besinnung hineingewüker!...fr Sr# ene 14 Wohl kaum, denn er mußte doch eine Zeitlang geschwommen haben, sonst wäre doch sicher kein Leben mehr in ihm gewesen. Oder war er, als er ins kalte Wasser fiel, zur Besinnung gekommen? „Ich kann keinen klaren Gedanken, fassen, wenn ich an die Vergangenheit denkel“ sagte jetzt der Kranke.„Ich habe alles vergessen!“ „Vergessen?“ fragte Jochem ungläubig. „Es geht nicht! Ich kann nicht mehr denken, ich weiß nichts mehr!“ murmelte der Kranke und legte den Kopf erschöpft in die Kissen zurück. Wenn das wahr ist, dachte Jochem— was will der arme Mann dann nur anfangen? Aber wenn man den Angehörigen Bescheid schickt und er diese wiedersieht, vielleicht kommen dann seine Gedanken wieder, tröstete er Aber er sollte sich irren. Nicht einmal seinen Namen wußte der Kranke. Die Vergangenheit war gänzlich ausgelöscht aus seinem Gedächtnis. Auf nichts konnte er sich mehr besinnen. Bei dieser Erkenntnis regte sich der Kranke so auf, daß wieder ein leichter Rückfall kam; aber allmählich kam eine apathische Ruhe über ihn, die an Schwermut grenzte, weil er sein Gehirn immer wieder anstrengte, um zu ergründen, was gewesen war. Ein Zufall kann das Gehirn wieder in Tätigkeit bringen!“ tröstete der Arzt.„Machen Sie sich nur weiter keine Gedanken darüber; das Fieber war sehr hoch. Ihre starken Nerven und das gute Herz, dazu der durch Sport, hauptsächlich durch Schwimmen abgehärtete Körper— Sie hätten sonst das alles nicht ausgehalten. Das Gehirn hat freilich etwas gelitten; aber wenn Sie kräftiger werden, wird das auch wieder in Ordnung kommen.“ (Fortsetzung folgt.) 100U•TST Olympische Rotizen Argentiniens Olympia=Mannschaft Nach den bisherigen, aber noch nicht endgültigen Plänen wird die argentinische Olymviamannschaft 56 Köpfe umfassen, und zwar 44 aktive und zwölf Begleiter, einschließlich Trainer, Masseure usw. Gelingt es dem nationalen Sportverband. noch weitere 40000 Peso aufzubringen, vann wird die Mannschaft um weitere 24 aktive Teilnehmer dem schon seit geraumer Zeit in Deutschland weilenden Olympiasieger Juan Carlos Zabala und dem argentinischen Leichtathletikverband bestehende grimmige Fehde ist beigelegt worIn diesem Streit handelte es sich nicht um die 10 000 Meter und den Marathon= lauf gemeldet werden. Jühr die„ Landemann Couis eine weitere Meldung für seinen Lanoomann Touls Oliva abgegeben, der in diesen Tagen zum Zwecke der Vorbereitungen deutschen Boden betreten Bei den Ausscheidungskämpfen der Leichtathleter orden dum Feignie gerdepila die 100 So gewann untonie Genderilla die 100 Meter in 104 Sek. vor Clifford Beswig, g4, ter 55 Set, bendtiot z uan Carlos Anderson sein, der Min. zurücklegte. Nicht nur den Ouden und Mastenbroek Hollands Schwimmerinnen werden in den olymRole spielen. Nicht nur die beiden Weltrekordbroek werden zu beachten sein, denn bei einem toden ihren Kameradinnen Tini Wagner und Nida Seuff den Sieg in ihren Spezialwe. Im 100=Meter=Kraulschwimmen siegte Willie den Ouden mit:06.2 Min. vor Tini Wagner, die die Zeit von:06.4 Min, herausholte. bervorragende o#—. 10„Meter=RuckenRie Mastenbroek scherte sich das zuv=Meter=Rücken Billardsport Weltmeisterschaft in der freien Partie In Mühlhausen(Elsaß) wurde die Billard=Weltleisterschaft in der freien Partie ausgekämpft. Als den Kämpfen teil. Joachim gewann vier Parien vlacseren. Dem Spanier Butron glicte es, seinen großer Form. beendete Serie und verlor nur gegen seinen Landsmann Domingo, der im Gesamtergebnis an zweiter Stelle vor dem Holländer van Vliet und Joachim=Deutschland endete.— Das Ergebnis des Wenmeinerschaftsturniers(die Tabelle ist in folgender Reihenfolge zu lesen: Spiele, gewonnen, unentschieden, verloren. Punkte. Höchstserie, Durchschnitt): Carga. Toto: Sieg 20. Platz 12, 13. 14:10.— 2. Rennen: 1. Selim(Vaas), 2. Szegeban, 3. Olearius. Toto: Sieg 36, Platz 15, 14, 17:10.— 3. Rennen: 1. Campagna(Lt. v. Mitzlaff), 2. Champagner, 3. Polarfahrt. Toto: Sieg 28. Platz 17, 14:10. 4. Rennen: 1. Diplomat(Pinter), 2. Nußknacker, 3. Cardea, 4. Ziethen. Toto: Sieg 35. Platz 14, 17, 21. 14:10.— 5. Rennen: 1. Gängerin(I. Brockerhoff), 2. Jungritter, 3. Leid. Toto: Sieg 217, Platz 96. 17:10.— 6. Rennen: 1. Thimble Rig(Oblt. v. Both), 2. Sonny Boy. 3. Rudolf. Toto: Sieg 51, Platz 16. 15. 16:10.— 7. Rennen: 1. Doppelsorung (Lommatzsch), 2. Thuribert, 3. Hagestolz, 4. Gräfin Mariza. Toto: Sieg 190. Platz 28, 21, 40, 20:10. Doppelwette: 2012:10. Rennen zu Le Tremblay 1. Rennen: 1. La Sportive(Bridland), 2. Prunelle, 3. Tristesse. Toto: Sieg 37. Platz — 2. Rennen: 1. Arachne(Dupuit), 2. Mazil, 3. Finester. Toto: Sieg 63. Platz 18, 12, 20:10. 3. Rennen: 1. Da Vinci(Harver), 2. Ilian, 3. Fidele. Toto: Sieg 60. Platz 18. 24, 33:10.— 4. Rennen: 1. Paris Nord(Villecourt), 2. Fingall, 3. totes Rennen: Verdure 3 und Nymph. Toto: Sieg 58. Platz 16. 18. 21, 13:10.— 5. Rennen: 1. Céréaliste(Thompson), 2. Ptely Buzz, 3. St. Honorat. Toto: Sieg 38. Pl. 23, 28:10.— 6. Rennen: 1. Canteck(Morel), 2. Ontario, 3. Starlike. Toro: 247, Platz 82, 36:10.— 7. Rennen: 1. Passeport (Dupuit), 2. totes Rennen zwischen Organdi und Hay Market. Toto: Sieg 15. Platz 11, 11, 11:10. Schwimmsport am Niederrhein An der Wasserball=Gaumeisterschaft 1936 sind nach der Anordnung des Gau=Fachwartes Aachen 06. S. S. F. Barmen. Duisburg 98, Düsseldorf 09. Ruhrort 09. Aegir Essen, Elberfeld 83 und Solingen 02 teilnahmeberechtigt. Die Vorrunde wird in zwei Gruppen durchgeführt. Für die Endrunde kommen die beiden Ersten der Gruppen in Frage, die nach dem Punktsystem um den Titel kämpfen werden. In diesem Zusammenhang wird noch einmal betont. daß Jugendliche der ersten Leistungsklasse an den Meisterschaftskämpfen der Männer=Mannschaften teilnehmen können, ohne die Jugendeigenschaft für Schwimmen und Springen zu verlieren. Im Gau Niederrhein wird die große Mannschaftsprüfung des Deutschen Schwimmsports am 28. Juni einheitlich durchgeführt. Für diesen Tag besteht ein Startverbot für alle anderen schwimmsportlichen Veranstaltungen. Hunder und Tndasterl .' Vreise verstehen sich für Sport-Spritzer Australiens Olympia=Streitmacht unterwegs Erhöhung der Syndikatsumlage Vom Rheinsch Werfälschzetelligung für den wird die Umlage auf Verkaufsbelll##g##### den Monat April 1936 mit 3,93(im Vormonat 3,78) RM. erhoben. Unt erBerücksichtigung des lagefreien Teils der Verbrauchsbeteilgung stellt sich die Umlage je Tonne Absatz beteiligung auf 7,78(im Vormonat 2,71) RM. Die Erhöhung gegenüber dem Vormonat ist in wesentlichen darauf zurückzuführen, daß der Absatz in das bestrittene Gebiet zugenommen hat, während der Absatz in das unbestri eine Verminderung aufzuweisen hatte. Märkte Butron=Span. Blutron=Span. Domingo=Span. van Vliet=Holl. Joachim=Dtschl. Ferrar=Portug. Coté=Frankreich Baltus=Belgien Dechner=Oesterr. 6 6 4 4 4 3 3 3 1 1 1 2 3 3 4 4 4 5 12 12 9 8 8 6 6 6 6 500 500 494 202 489 500 293 257 276 57.11 57.11 35.22 33.69 32.77 27.81 26.46 25.40 17.26 Pferdesport Rennen zu Krefeld 1. Rennen: 1. Lertha(Zachmann), 2. Flause, 3. Australiens Olymviamannschaft hat sich mit dem Dampfer„Mongolia" nach Deutschland eingeschifft. Zum Abschied war u. a. auch der deutsche Generalkonsul Asmith erschienen, der im Namen der Australier eine Olympiaflagge überreichte. Selbstverständlich hatte sich auch der Präsident des australischen Olymvischen Komitees eingefunden sowie Vertreter der Presse, der Reederei und der Vertreter der RSOAP. Stützpunktleiter Ladendorff. V. s. L. Benrath spielt in Herten Der Kampf um den Vereinspokal V. f. L. rath— Spielvgg. Herten, der ursprünglich für Düsseldorf angesetzt war, wird am kommenden Sonntag am Katzenbusch in Herten steigen. Das Gaugruppenspiel um die Deutsche Meisterschaft Fortuna gegen Waldhof in Düsseldorf war für die Verlegung bestimmend. Pettersson schwamm 58.8 Im Stockholmer Zentralbad, dessen Bahn als besonders„leicht" bezeichnet wird, soll nach einer schwedischen Meldung der einheimische Krauler Nils Pettersson die 100 Meter Kraul im Training in 58.8 Sekunden geschwommen sein. Es wird dabei besonders betont, daß diese Zeit von zwei Uhren gestoppt wurde. Wenn wir sie trotzdem so deshalb, weil Pettersson bereits einmal 58.7 geschwommen ist und trotzdem noch keinen Angriff auf die immer noch bestehende Landesrekordmarke von Sven Pettersson von 59.8 Sek. unternommen hat. Harald„Dutch“ Smith kommt wieder Das Fachamt Schwimmen hat den amerikanischen Olymviasieger„Dutch“ Smith für den Rest der Olympiavorbereitungen verpflichtet. Oerpen„agr, ner, dessen Können sich schon im vergangenen Jahre überaus befruchtend auf die Leistungssteigerung der Springer und Springerinnen ausgewirkt hat, wird schon am 15. Mai seine Tätigkeit aufnehmen. Der deutsche Olympiatrainer Hans Kefer(München), dem unsere Springer und Springerinnen anvertraut wurden, erhält durch die Mitwirkung von Smith eine wertvolle Unterstützung. Smith wird als Vorspringer, also als lebendes Lehrobjekt eingesetzt. Kefer wird somit in der Lage sein, unseren Olome viakandidaten praktisch zu zeigen, was kpzerzag. an Eleganz und Ausführung der schwier######n Sprünge fehlt. Berliner Metall=Notierungen Berlin, 13. Mai.(Amtlich.)) Elektrolytkupfer (wirebars), prompt. cif Hamburg. Bremen oder Rotterdam 52.75: Original Hütten=Aluminium, 98 bis 99 Prozent. in Blöcken 144: dgl. in Walz= oder Drahtbarren 148: Reinnickel, 98 bis 99 Prozent. 269 RM für 100 kg: Silber in Barren, ca. 1000 fein. 38.25—41.25 RM per kg. Rheinischer Großmarkt für Getreide und Futtermittel, Köln, Ahteilung Krefeld Krefeld, 13. Mai. Weizen, rhein., 76=77 kg. ab Erzeugerstation W XVI 21.40, W XIV 21.80, Roggen. rhein., 71=73 kg. ab Erzeugerstation R XV 1770, R XVII 1810, B 1650: G. Zrhe1g60; Hafer. rhein. 45.=40 ka., ab Erzeugerstation R KIII 17.20. H XVI 17.60. H XVIII 17.80. H XIX 17.90: zenmehl. Type 790, für W XIX 28.80. W XVI 28.80: Roggenmehl. Type 997 für R XV 22. RXVIII 23.15; Roggenschrot, Type 1800, für R XV 19.45, R XVIII 19.65; Weizenkleie. Grundvreis W XVI 11.95, W XIX 12,15; Weizenkleie. Handelsvreis 12.50; Roggenkleie, Grundvreis R XV 10.55, R XVIII 10/80, Handelspreis 11.15; Roggenund Weizenstrob 2,10—.30; Wiesenhen(.00—.25; Luzernheu.25—.75; Haferstroh.10—.20. Die Preise verstehen im fül Getreide je Tonne. für die übrigen Waren je 100 kg. soweit durch Gesetz oder Verordnung nichts anderes bestimmt ist: Frachtverrechnung(Parität) Frankfurt am Main für alsbaldige Lieferung. Die Mehlvreise verstehen sich für Abnahme von min. dessens 10 To. frei Empfangsstation, gemäß Anordnung der W. V. Für Mühlenfabrikate gelten die Bedingungen des Reichsmühlenschlußscheines. Frankfurt, 13. Mai. Weizen, 76=77 kg, gut, gesund. trocken W 13: 215. W 16: 218. W 19: 222. W 20: 224. Roggen. 72=73 kg., gut. ges., trocken R 12: 178. R 15: 181. R 18: 185. R 19: 187. Futtergerste, 50=60 kg.,—. Weizenmehl, Tope Spez. 0 a. Inlandsweizen: W 13: 28.55. W 16: 28.80. W 19: 28.80. W 20: 29.15. Roggenmehl. Type 997 R 12: 22.45. R 15: 22.80. R 18: 23.30, R 19: 23.50; Weizenfuttermehl W 13: 13.15. W 16: 13.30. W 19: 13.50. W 20: 13.60. Weizenkleie W 13: 10.65. W 16: 10.80. W 19: 11.00. W 20: 11.10. Roggenkleie R 12:.95. R 15: 10.15, R 18: 10.40. R 19 10.50 RM. Soyaschrot mit Monovolzuschlag“) 16.20. Palmkuchen mit Monovolzuschlag“) 16.30. Erdnußkuchen mit Monopolzuschlag“) 17.85, Treber getrocknet—. Trockenschnitzel.40. Heu, südd., gut ges.. trocken.00. Weizen= und Roggenstroh, drahtgepreßt.30. dito gebündelt .80—.00 RM.—*) Fabrikpreise ab süddeutscher Fabrikstation.— Die Preise für Weizen und Roggen sind Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Für Futtergerste und Hafer Großhandelspreise ab Station, bei Wasserverladung über 100 To. RM..00 mehr. Für Weizen= und Roggenkleie: Mühlenfestpreis ab Mühlenstation, soweit sie in den Bereich der Landesbauernschaft Hessen=Nassau fallen. Mehle: zuzüglich.50 RM. Frachtausgleich. — Tendenz:—. Viehmärkte Osnabrücker Zucht= und Nutzviehmarkt Osnabrück, 13. Mai. Auftrieb: Kühe und Rinder 66, Schweine 786. Milchkühe: 1. Sorte 440—480. 2. Sorte 400—440, 3. Sorte 350—400, 4. Sorte 270 —330: Rinder: 1. Sorte 360—400, 2. Sorte 326— 360. 3. Sorte 250—300, 4. Sorte 200—250; Ferkel: —8 Wochen alte 12—17 RM.—13 Wochen alte 17—22 RM: Läuferschweine 23—33 RM per Stück. Tendenz: Rinder langsam. Schweine sehr gut. ausgesuchte Ferkel über Notiz. Der nächste Markt findet #rgen: Baen.-Alr. Belg.(Brüss. u. Hntw.) Dänem. Kopenhag.) Danzie(Danzig) England(hondon) Frankreich(Paris) Holland(Amsterdam und Rotterdam) Italien(Rom u. Iail.) Jugosl.(Belg., Zagr.) Norwegen(Oslo; Oesterreich(Wien) Schweden(Stockh.) Schweiz(Zürich, Basel. Bern) Span.(Iadr., Barcel.) Tschechoslow.(Prag) Ver. St. v. Amerika New Vork) Die Seaischen Gewichiseree„me Wenmaffe Die Auswahl für Berlin hält schwer Nun hat das Fachamt Schwerathletik die Meisterschaften der Gewichtheber restlos unter Dach und gebracht. Die Liste der Meister und Placierten liegt vor. Die verantwortlichen Leiter sprachen vor den Meisterschaften von Ausscheidungen für die Olymvischen Spiele. Scheinbar ist man jetzt kaum schlauer, als es vor den Titelkämpfen auch der Fall war. Die im Rahmen der Deutschen Meisterschaften in Essen stattgefundenen Ausscheidungskämpfe haben Ueberraschungen mit sich gebracht, so daß der neichssportwart ausdrücklich betonte, daß die deutsche Mannschaft vorerst noch nicht aufgestellt werden kann. Es folgen später die entscheidenden Mzschei: dungen, weil sich zu den Vorgrie Aihleten gesellt Nachwuchskräfte und sieggewohnle Achletendes haben, die als gleichwertig zu bezeichnen sind. Im Leichtgewicht zum Beispiel getzte, Jich, Eozggg; meister Jansen(Essen) mit 645 Pfund in mörderischen Kampf an die Spitze. Thiersch(Erfurt) und Schwitalle(Breslau) folgen mit 635 Pfund. der Breslauer wurde durch leichteres Körvergewicht Zweiter— und Kolb(Schifferstadt), der noch im vergangenen Jahre die deutschen Farbei Europameisterschaften vertrat, kam mit 630 Pfunl nicht über den vierten Platz hinaus. erst mit der letzten Uebung mit 725 Pfund im Stoßen die dritte Uebung mit 290 Pfund, die u aber zwei Minuten später gußer Konkurrenz spielend bewältigte: er wurde Dritter mit 705 Pfund vor Leopold(Erfurt), der sich seine Chancen im Reißen verdarb. Leopold hat außer Konkurrenz im Reißen 15 Pfund mehr gebracht und wäre— wenn ihm diese Leistung im Wettkampf gelungen wäre— mit Gietl auf gleiche Punktzahl gekommen. Uebrigens war Leopold bei den Europameisterschaften neben Deutsch der zweite deutsche Vertreter. Und im Mittelgewicht: Ismayr wurde Dritter! Gewiß, er hat seine Knieverletzung noch nicht vollkommen ausgeheilt, aber Wagner(Essen), der sich den Titel holte, brachte noch fünf Pfund mehr als Ismayr in Paris zur Hochstrecke. Das ist das entscheidende. Opschruf(Trier) an zweiter Stelle mit 715 Pfund, hat im Stoßen die letzte Uebung vermasselt. Auch hier hätte ein umgekehrtes Ergebnis nicht überrascht. Ismayr als Dritter mit 710 Pfund lag noch weit vor Gottschalk(Essen) mit 675. der in Paris zweiter deutscher Vertreter war. Man sieht, daß sich zu den starken Männern, die im vergangenen Jahre in Paris einen überwältigenden Erfolg um Europameisterehren mit nach Hause nahmen, neue Gewichtheber gesellt haben, die den Kampf um das Nationaltrikot bis zum letzten aushalten und mitmachen. Der sportlichen Leitung kann das nur recht sein. Im Hinblick auf die Olymvischen Spiele darf sich das Fachamt Schwerathletik glücklich schätzen, eine derartige Auswahl zur Verfügung zu haben. Im Schwerathletik=Lager ist man wirklich gespannt, wie die Besetzung der einzelnen Klassen im Sommer aussehen wird. Scheinbar stehen bis heute erst die beiden Schwergewichtler Manger und Wahl mit Sicherdeit fost. Anleihen: D..-Anl. 27 O..-Inl. v. 29 Bankens Com.- u. Privat-Bk. Otsch. Bk. u. Diskt. Dresdner Bank Reichsbank Rh.-Westf. BodenCred. Verkehrswerte: Reichsbahn.-A. Hapag Nordd. Lloyd Brauereien: Dortm. Aktien Dortm. Ritter Dortm. Union Schlegel-Scharp. Wicküler-Küpper Lonstiges: Aku A. E. G. Bemberg I. P. Chem. Ind. Gelsenk. Cont. Cautsch. Daimler Mot. Otsch. Erdöl El. Licht u. Kraft Eschw. Berzw. -Farbenind. Felten-Guillaume Friedrichshütte Gebbard& Co. Gelsenk. Bergw. #n ch badautet ohne 101. 90½ 92½ 92½ 184% 132¾ 127⅞ 18 ¼ 17.— 179¾ 111% 07# 54 8 89. 109% 119 ¾ 148¾ 170% 12 4% 137½ 100 90 92.— 92.184⅞ 123½ 12673 13% 17 180 ¼ 111¾ 213 119½ 53⅞ 38. 93— 98. 182.— 110. 147.— 290 °0% 124% Köln139 Aadobnt und Ges. t. el. Unt. Goedh. Gebr. Goldschmidt Harpener Berg Hoesch-EisenNeuessen Kali Aschersieben Klöcknerw. Köln Gas u. Elek. W. Kreift Kromschröder G. Kronprinz Metall Küppersbusch Lahmeyer Mannesm.-Röhren Mansfeld Maschb.-Untern. Mülh. Bergw. Phönix Bergw. Rhein. Braunk. Rh. Elektrizität Rhein-Spiegel Rhein-Stahl Rh.-Westf. Elektr. Rhein-West Kalk Roddergrube Salzdetfurth Schött. Herm. Schwelm-Eisen Siemens u. Halske Stolb. Zinkh. Stollwerck Westdtsch. Kaufb. Ver. D. Nickel Ver. Glanzst. Elbt Ver. Stahlwerke Warstein Gruben Wasserw. Gelsenk, Nachtraße 138 ¼ 108 127. 103• 128½ 99⅞ 79 81 18 136⅝ 96 144 94½ 141. 237 ½ 88% 127% 132 ½ 127 182½ 17. 184 ¼ 77 92⅛ 70. 136½ 96 144½ 93¼ 141¼ 337 ¾ 136¾ 49.— 128 ¼ 133 182 17.— 187. 76% 99 ¼ 152% 92% 71 169— Westerezeln Westdtsch. Kaufhof West-Draht Hamm Westfälische Landesbankanl.: 6% Prov. Feing. 25 %5 dto. 26 %5 dto. 27 R 1 6% Komm. Obl. 28/29—3 625 dto. 30 R 6% Goldpfdbr. R 1 Westf. Provinzialanleibe-Auslosg. Festverzinsliche Werte: 5% Preuß. Ld.-Br.anstalt R. 19 625 dto. 4 %5 dto. 11 %5 dto. 13/15 %5 dto. 21 5% dto. Komm. 20 %5 dto. 16 625 dto. 6 %5 dto. 8 5% Pr. Centr.-Bod u. Pfdbr. Fm. 1 675 dto. Komm.= Obl.! Durchschnittsk. der Steuergutscheine 94 ½ 94⅛ 92 76 113% 113% 96 ½ 94 100 Die bunte Seite Kurt Bafurz, der Geutsche Die Geschichte eines außerordentlichen Lebens Am 14. Mai vor 30 Jahren starb Karl Schurz, der den Amerikanern, aber auch uns Deutschen unvergeßlich ist. Er ist das Bindeglied zwischen zwei Erdteilen und zwischen den Vereinigten Staaten u. Deutschland gewesen und sein Name gilt hüben wie drüben als unauslöschliches Programm. (Scherl—.) Neben Friedrich Wilhelm v. Steuben, dem Generalstabschef Washingtons, ist Karl Schurz die meistgenannte Gestalt unter den Millionen Deutscher, die den Vereinigten Staaten ihr Leben und ihre Kraft gewidmet haben. Er hat die höchsten Ehrenstellen erreicht, die einem draußen Geborenen dort erreichbar waren, und glänzt noch heute unter den großen Namen der amerikanischen Geschichte. Daß er dabei in Charakter und Bewußtsein sein Deutschtum aufrecht erhalten hat bis zu seinem Tode, gibt ihm einen einzigartigen Rang und macht ihn zum bleibenden Bindeglied zwischen den zwei großen Nationen, die durch so viel gemeinsames Blut einander nahestanden und doch durch traurige Mißverständnisse in diesem Jahrhundert so verhängnisvoll getrennt wurden. Das Leben von Karl Schurz ist so außerordentlich und wechselvoll, daß es uns in seinem Bann hält wie ein spannendes Drama. Seine Lebenserinnerungen und Briefe zu lesen ist ein ungewöhnlicher Genuß. Geboren wurde er 1829 auf der Burg Gracht bei dem Dorf Liblar im Rheinland; sein Großvater war dort Pächter, sein Vater Lehrer in Liblar. Der Kölner Gymnasiast bezog dann 1847 die Bonner Universität, aber ein leidenschaftlicher Trieb zur Politik und der Drang zur Freiheit rissen den jungen Burschenschaftler mit aller Gewalt in den Strudel der achtundvierziger Jahre. Er erkämpfte sich die Führung der Bonner Studentenschaft und entfaltete als Redner einen so unwiderstehlichen Schwung, daß er schon damals in Massenversammlungen seine Hörerschaft hinriß. Als die Bewegung dort zusammenbrach, nahm er die Waffen und stellte sich den aktiv Kämpfenden in der Pfalz zur Verfügung. Aus dem eingeschlossenen Rastatt entkam er durch eine verwegene Flucht nach der Schweiz, und ein Jahr später flog sein Name durch ganz Deutschland, als er seinen Freund, den zum Tode verurteilten Politiker und Professor Kinkel, aus dem Spandauer Zuchthaus befreite und mit ihm nach England floh. Er suchte sich dann in England und Frankreich durchzubringen. Aber er wollte sich nicht durch die Unfruchtbarkeit des Emigrantendaseins aushöhlen lassen; so verheiratete er sich 1852 und siedelte im selben Jahre kurz entschlossen in die Neue Welt über, die ihm zur dauernden Heimat werden sollte. Damals stand er im 23. Lebensjahre. In Philadelphia(Pennsylvanien), einem Zentrum deutschen Lebens, suchte er seine erste Unterkunft und lernte auf eine originelle und so gründliche Art Englisch, daß ihm schon nach einem halben Jahr die neue Sprache geläufig war. 1854 fuhr er nach Washington, bezeichnenderweise hingelockt durch den politischen Meinungskampf über die Sklavenfrage. Alle unreifen Illusionen hatte er schon abgeschüttelt und in der Stille beobachtend gelernt. Er machte Besuche bei den führenden Politikern und tat den ersten erschreckten Blick in das öffentliche„Beutesystem“, dem bald ebenso der Kampf seines Lebens galt wie der Sklaverei. Durch planmäßige Studien und Reisen erarbeitete er sich gründliche Landeskenntnisse, kaufte sich dann in dem„ausgezeichneten Beobachtungsposten“ Watertown in Wisconsin ein Grundstück und erzog sich hier vollends bewußt zum amerikanischen Staatsmann. Er sprach öffentlich gegen die Sklaverei, und schon 1857 schickte ihn die republikanische Partei als Vertreter in den Staatskonvent, ja man stellte ihn als Vizegouverneur auf. Er wurde geschlagen, stürzte sich aber ein Jahr später desto leidenschaftlicher in den Kampf für Abraham Lincolns Senatskandidatur und schloß eine dauernde Freundschaft mit dem Mann, der bald der Abgott seines Volkes werden sollte. Inzwischen hatte er sich als Rechtsanwalt einschreiben lassen, kam aber kaum zur Berufsausübung; denn sein Ruf als politischer Redner war schon so verbreitet, daß er immer wieder von seiner Partei nach vorn gedrängt wurde. Die Nominierung zum Gouverneur kam nicht durch, um so stürmischer und erfolgreicher war aber seine Redetätigkeit im Wahlkampf für Lincolns Präsidentschaftskandidatur, wo er monatelang in mehr als einem Dutzend Staaten täglich deutsche oder englische Reden hielt. Als Lincoln gewählt wurde, war es in starkem Maße ihm mitzuverdanken, und sein Name war jetzt im ganzen Lande bekannt und gefeiert. Er zählte 30 Jahre, als Lincoln ihn, den einstigen schutzlosen europäischen Flüchtling— im Rang eines bevollmächtigten Ministers und außerordentlichen Gesandten nach Spanien schickte. Mittlerweile war aber über der Sklavenfrage der Sezessionskrieg ausgebrochen. Da hielt es Karl Schurz, als er seine Mission erfolgreich durchgeführt hatte, nicht mehr länger in der Ruhe seines Gesandtenpostens. Er eilte zurück, erhielt den Rang eines Brigadegenerals. später Generalmajors und kämpfte im Heer vier Jahre lang(1862—65) bis zum siegreichen Ende für die Sache der Nordstaaten, der Sklavenbefreiung und der Einheit der Union. Die Ermordung Lincolns erschütterte ihn tief und er zog sich einige Jahre als Korrespondent, Chefredakteur und Teilhaber in die Tätigkeit des Journalisten zurück(in Washington, Detroit und St. Louis); vorher aber machte er im Auftrag des neuen Präsidenten eine Reise durch die niedergeworfenen Südstaaten und erstattete einen zusammenfassenden Bericht, der im ganzen Land tiefen Eindruck machte und die kommende Entwicklung maßgebend beeinflußte. Das Vertrauen, das er sich in der Oeffentlichkeit erworben hatte, war durch seine Verdienste so gestiegen, daß es den Vierzigjährigen zu einem der höchsten Ehrenposten emportrug: 1869 schickte ihn der Staat Missouri als Senator in den Kongreß, in dem er 6 Jahre mit allen Kräften für die Rekonstruktion des Südens und für die Reform des Zivildienstes wirkte. Diese letzte lag ihm besonders am Herzen und er wurde der Führer einer Reformbewegung, der sich die besten Kräfte des Landes anIn München wurde die 3. Reichstheater=Festwoche eröffnet Mit einer Neuinszenierung von Richard Wagners„Rienzi“ im Münchener Nationaltheater wurde die 3. Reichstheater=Festwoche feierlich eröffnet. Dieses Bild gibt einen Ausschnitt aus dem Zuschauerraum des Nationaltheaters und zeigt in der Mitte die Ehrenloge, in der der Führer mit dem Präsidenten der Reichskulturkammer, Reichsminister Dr. Goebbels, dem Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, dem Ministerpräsidenten Siebert und Staatsminister Wagner Platz genommen hatte. (Presse=Illustrationen Hoffmann—.) schlossen, um das korrupte„Beutesystem“, endlich aus den Gewohnheiten der Republik auszumerzen. Er scheute sich nicht, seine Ideale über die Parteiformeln zu stellen, und zog sich dadurch viele Feindschaften zu. Dennoch erlebte er die Freude, in der Stellung eines Innenministers(1877—81) auch praktisch für seine Ziele wirken zu dürfen; er war der erste Minister in den Vereinigten Staaten, der seine Beamten nach Leistungsgrundsätzen und nicht nach Parteigesichtspunkten einsetzte und entließ. Schon früher war er bei gelegentlichen Deutschlandbesuchen Bismarcks Gast gewesen und hatte mit ihm über die deutschen und amerikanischen Fragen gesprochen; sein Interesse galt nach wie vor beiden Ländern. Die letzten Jahrzehnte seines reichen Lebens teilte er zwischen journalistischer und schriftstellerischer Arbeit und dem tätigen Eingreifen in die praktische Politik; während der Wahlkämpfe und auch sonst zu allen Zeiten setzte er seinen großen Einfluß ein für Reform, Frieden und Gerechtigkeit. Sein letztes Werk war die Niederschrift seiner Lebenserinnerungen; als er 1906, mit 77 Jahren starb, trauerte die ganze Nation über den schweren Verlust. G. Hagenmeyer. Kleins Geschläften aus uner Wen Wo gibt es die meisten Papierkörbe? Es gibt immer noch eine Sorte von Menschen, die es nicht lassen können, auf die Straße Papierreste, Zigarettenschachteln, Obstschachteln usw. zu werfen. Durch Obstreste sind schon viele Unfälle verschuldet worden. Manche Straßenbahnhaltestellen sind besät mit gedankenlos weggeworfenen Fahrscheinen. Stadtverwaltungen und Polizeiverwaltungen vieler Gemeinden haben sich schon oft mit Aufrufen an die Bevölkerung gewandt, für die Reinhaltung der Straße Sorge zu tragen, und haben an Straßenecken, Straßenbahnhaltestellen Abfallkörbe angebracht. Das neue statistische Jahrbuch deutscher GemeinArbeitsdienst gegen die Maikäferplage eingesetzt In den Gemeinden in der Nähe von Landsberg am Lech sind, wie Montag schon berichtet, die Maikäfer in derartig großer Zahl aufgetreten, daß sie zu einer wahren Landplage geworden sind und vielfach Bäume fast völlig kahl gefressen haben. Arbeitsdienst wurde zur Bekämpfung der Maikäserplage eingesetzt. Hier werden die Käfer von den Bäumen ins„Sprungtuch“ geschüttelt. Bis jetzt wurden mehr als 70 Zentner Maikäfer vernichtet.(Scher!—.) den enthält in seinem Abschnitt über die Straßenreinigung eine sehr aufschlußreiche Statistik über die Anzahl der in den Straßen angebrachten Pavierbehälter. Es zeigt sich, daß nur ganz wenige Gemeinden die Bedeutung der Anbringung von Papierbehältern auf den Straßen erkannt haben. An der Spitze steht die Stadt Leipzig mit 2365 Papierkörben, dann folgen Stuttgart mit 2146 und Hamburg mit 2085. Weitere Städte, die mehr als 2000 Papierbehälter öffentlich angebracht haben, gibt es nicht. In weitem Abstand erscheinen München mit 1340 und Chemnitz mit 1138 Abfallkörben. Die Reichshauptstadt Berlin mit ihrer Millionenbevölkerung gibt nur die runde Zahl von 1000 an. Wie alt werden die Stare? Stuttgart. Ueber das Alter mancher Vögel bestehen oft Zweifel. In Ochsenhausen im württembergischen Oberland fand ein Baumwart einen Star, der an seinem Nistkästchen verunglückt war. Der Vogel trug an dem Fuß eine Erkennungsmarke mit der Inschrift:„Vogelwarte Rossitten, Germania, F 24, 1913.“ Der Star war also von der Ostsee nach dem Schwabenland geflogen, um sich hier häuslich niederzulassen. Sein Alter betrug mindestens 23 Jahre. Der polierte Kellner Eine kuriose Verordnung des rumänischen Gesundheitsamtes Bukarest. Wie aus Bukarest gemeldet wird, ist von dem dortigen Gesundheitsamt eine Verordnung erlassen worden, die großes Aufsehen, teilweise aber auch Empörung hervorgerufen hat. Diese Verordnung betrifft die rumänische Kellnerschaft, die vom 1. Juni dieses Jahres ab nur noch mit einem ganz kahlen und glatt rasierten Kopf ihrem Beruf nachgehen darf. Vom rumänischen Gesundheitsamt wird diese strenge Maßnahme damit begründet, daß die Kellner sehr unsauber seien, und die Gäste schon wiederholt Haare in den vorgesetzten Speisen gefunden hätten. Diese Vorkommnisse haben nun das Gesundheitsamt im Interesse des Publikums veranlaßt, diese Verordnung zu treffen. Unter den Kellnern ist dagegen eine lebhafte Entrüstung ausgebrochen, und man droht, in den Streik zu treten, wenn diese Bestimmung nicht zurückgezogen wird. Die von der Gewerkschaft eingereichten Protestschreiben sind jedoch ohne Erfolg geblieben. Das einzige, was man erreichen konnte war, daß die Kellner während der heißen Sommermonate den lästigen Frack und den steifen Kragen ablegen können und dafür leichte weiße Jacken tragen dürfen. Wohl oder übel werden sich also die Kellner von Bukarest in ihr Schicksal fügen müssen: ohne Frack, aber mit Glatze. Also sozusagen in Politur... Rätsel der Natur Ein dreijähriges Kind mit tiefer, männlicher Baßstimme Wien. Mit außerordentlich hohem Fieber wurde dieser Tage ein dreijähriger Junge in das Kinderspital von Prerau in Mähren eingeliefert. Der behandelnde Arzt mußte bei der Untersuchung jedoch bald eine Feststellung machen, die die Aufmerksamkeit der gesamten Aerzteschaft von Prerau erregte. Während der Arzt den kleinen Patienten untersuchte, sprach dieser plötzlich mit baßähnlicher Stimme einige Sätze. Daraufhin stellte der Arzt dem Dreijährigen mehrere Fragen, die der Kleine gleichfalls mit tiefer, männlicher Stimme beantwortete. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Meldung von diesem einzigartigen Fall im ganzen Krankenhaus. Zahlreiche Aerzte erschienen alsbald am Krankenbett des Kindes und richteten nun ihrerseits Fragen an den dreijährigen Jungen. Auch sie erhielten mit der gleichen tiefen Stimme Antwort. Einen fast gealterten Ausdruck sollen auch die Augen des kleinen Patienten besitzen. Jedenfalls passen diese eher zu einem erwachsenen Manne als zu einem dreijährigen Kinde. Die Aerzte interessieren sich für diesen medizinisch ungewöhnlichen Fall außerordentlich und haben sich auch schon mit den Eltern des Knaben in Verbindung gesetzt. Sie hoffen durch diese irgendwelche Fingerzeige zu erhalten, die zur Lösung des Rätsels beitragen können. Die Olympiaglocke in den Turm hinaufgezogen Seit Montag vormittag hängt über dem Reichssportfeld die Olympiaglocke, die nun endlich die letzte Etappe ihrer langen Reise vom Geburtsort Bochum bis zum Glockenturm zurückgelegt hat. Man sieht die Glocke, wie sie an einer kräftigen Stahltrosse schwebt und langsam hinaufgewunden wird (Scherl—.) Die Tagung des Verwaltungsrates der Deutschen neichsbahn onb. Berlin, 13. Mai. Der Verwaltungsrat Reichsbahn tagte am 1° und 13. onb. Berlin, 13. Mai. Der Verwaltungder Deutschen.„Neuugsbuhnt luge am 12. und Mai 1936 in Berlin.4 Er beriet den Abschluß des Geschäftsjahres 1935, genehmigte den Geschäftsbericht und die Bilanz für das Jahr 1935 und beschloß die Ausschüttung einer 7prozentigen Dividende auf die ausgegebenen Vorzugsaktien Serie—V. Die Veröffentlichung des Geschäftsberichts wird in einer Woche erfolgen. Die finanzielle Entwicklung der ersten vier Monate des laufenden Jahres zeigt das erfreuliche Ergebnis eines Einnahmezuwachses von .5 v. H. gegenüber der gleichen Zeit des Jahres 1935. Von den Mehreinnahmen entfallen 6,3 v. H. auf den Personen= und Gepäckverkehr und 11,9 v. H. auf den Güterverkehr. Mit den vermehrten Verkehrsleistungen weisen auch die Ausgaben einen Zuwachs auf.„eseng nahm der Auf dem Gebiete des Personalwesens nahm der Verwaltungsrat Kenntnis von einem Vortrag über die Neuregelung des Bahnarztwesens. Diese Regelung bringt im Einvernehmen mit dem Reichsärzteführer eine Vereinheitlichung für das gesamte Reichsgebiet und sichert den Reichsbahnbeamten die freie Aerztewahl. Der Finanzierung— und Durchführung folgender Bauvorhaben gab der Verwaltungsrat eine Zustimmung: gixIineigruing am Goft. 1. Aenderung der Einienfuhrung am Wesrende des Bahnhofs Heidelberg. 2. Herstellung des zweiten Gleises zwischen Gummersbach und Dieringhausen, Umgestaltung der Bahnhöfe Gummersbach und Dieringhausen und Herrichtung des Bahnkörpers auf der Strecke Marienheide— Gummersbach für die spätere Anlage eines zweiten Gleises.„ Gker, 6u. 3. Bau eines neuen Abstellbahnhofs für den Hauptpersonenbahnhof Frankfurt(Main) beim Bahnhof Frankfurt=Griesheim. London. Der Oberkommissar in Palästina richtete an die arabische Bevölkerung im Rundfunk eine Warnung, wonach die Regierung alle Ausschreitungen unterdrücken und alle Schuldigen bestrafen werde. Grundfragen des Vadermans Zur Reichsnährstandsausstellung— Im Mittelpunkt der bäuerliche Mensch ihrstandaschau findet nen Darüber hinaus ist aber in jedem Falle Arzt und Rechtswahrer Gemeinschaftsarbeit vor dem Erbgesundheitsgericht Sehler Ehert Die diesjährige Reichsnährsrtanosschau,### vom 17. bis 24. Mai in Frankfurt a. M. statt. Wie schon auf den beiden ersten Ausstellungen des Reichsnährstandes in Erfurt und Hamburg 1934 und 1935, wird auch dieses Mal wieder der Mensch in den Mittelpunkt der Schau gerückt, um damit sinnfällig die Bedeutung von Blut und Rasse zum Ausdruck zu Denn alle anderen Fragen spielen gegenüber den Blutsfragen nur eine untergeordnete Rolle. Jedes menschliche Denken und Handeln, das sich im Geistes=, Kultur. und Wirtschaftslehen, ausprägt, ist blutsgebunden. Mit dieser Auffassung stellen sich die Reichsnährstandsausstellungen. bewußt in Gegensatz zu den landwirtsosrte##. Schauen der Systemzeit, die vor allem wirrschaftliche und technische Fragen behandelten und den Menschen unbeachtet lieben. Mensch zm gmittel. Heute steht der bäuerliche Mensc im Mittelpunkt des völkischen Lebens und von der Gesunderhaltung unseres Bauerntums hängt die Zukunft unseres ganzen Volkes ab. Denn„alle Schwankungen sind am Ende zu ertragen, alle Schicksalsschläge zu überwinden, wenn ein gesundes Bauerntum vorhanden ist.“ So wie bäuerliches Blut in den und Rittern, Patriziern und Künstlern des Mittelalters lebendig war, so, muß auch heute##e Schaffenskraft unseres Volkes burch die Zufuhr kraftvollen bäuerlichen Blutes erhalten werden. Die Reinerhaltung des Blutes ist weitgehend von der richtigen Gattenwahl abhängig. Die Ehe darf nicht aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus geschlossen werden, sondern muß wieder „dem einen größeren Ziele, der Vermehrung und Erhaltung der Art und Rasse dienen. Nur das ist ihr Sinn und ihre Aufgabe.“ Der weiteren Verseuchung unseres Volkskörpers durch Erbkrankheiten hat der nationalsozialistische Staat durch rassepflegerische Maßnahmen vorgebeugt. Darüber hinaus aber muß jeder einzelne in seiner persönlichen Lebensführung seinen Willen zur Gesunderhaltung unseres Volkes bekunden. Jeder ist verpflichtet, sich über die Beschaffenheit seines Erbgutes Klarheit zu verschaffen, um nur gesunden Kindern das Leben zu geben. Ganz besonders dringlich wird diese Frage bei der Heirat zwischen Blutsverwandten, da in diesen Fällen leichter eine gleiche Krankheitsanlage vorhanden nen. Duruber hingus ist aber in jedem Falle eine ärztliche Beratung vor der Eheschließung ratsam, da erst der Arzt eine wirklich zuverlässige Auskunft geben kann. Eine große Gefahr stellt für unser Volk noch die geringe Zahl der Nachkommenschaft dar. Seit der Jahrhundertwende hat sich in Deutschland ein starker Geburtenrückgang bemerkbar gemacht. Vor allem in den städtischen Familien ist die Kinderzahl merklich zurückgegangen. Statt vier und fünf Kinder, die früher die durchschnittliche deutsche Familie hatte, herrscht heute das Zweikindersystem vor, das den Tod unseres Vol kes bedeutet. Denn erst vier Kinder je Ehe gewähren die Bestanderhaltung unseres Volkes. Und gerade in den erbbiologisch wertvollen Familien ist das Zweikindersystem besonders ausgeprägt, so daß das hochwertige Erbgr sich immer mehr verringert. Die Bekämpfung des Zweikindersystems ist daher Hauptaufgabe einer aufbauenden Bevölkerungspolitik. Ein besonderer Teil der Reichsnährstandsausstellung, die diesen Erkenntnissen dient, behandelt deshalb die Gesundheitsfürsorge auf dem Land, die Notwendigkeit des gesunden Wöchnerinnenheims und die sorgfältige Pflege des Säuglings. Die Bäuerin hat neben ihrer Sorge um Haus, Hof und Acker noch ihre Pflichten als Mutter zu erfüllen. In der arbeitsreichen Zeit der Ernte ist daher die Nationalozialisgr., Pelenghefohr finden strebt, die bäuerliche Mutter zu enklasten, sie ihr die Sorge um die Kleinsten abnimmt, die dann in einem Erntekindergarten sorgfältig betreut werden. Die bäuerliche Juge wird auf die Bedeutung sinngemäßer Leibesübungen auf dem Lande hingewiesen, um sie gesund und kräftig zu erhalten. ne Kechen Auch von der Neubildung beurschen Bauerntums, einer der wichtigsten Aufgaben der nationalsozialistischen Bauernpolitik, und der West=Ost=Siedlung werden bildliche haltung unseres Bauerntums und unseres ganzen Volkes hinweisen. Außer diesen Darstellungen werden auch die anderen Teile der Aussteluvg, di, einten TEeilnbüie in das umfefenden b ndz. Berlin, 13. Mai. Ueber die besondere Stellung des Erbgesundheitsgerichtes innerhalb unseres Rechtslebens und die Zusammenarbeit von Arzt und Rechtswahrer auf diesem Gebiete hat der Mitarbeiter des Reichsausschusses für Volksgesundheitsdienst Assessor Lemme in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift einen interessanten Beitrag veröffent. licht. Er weist darauf hin, daß sich im Erbgesundheitsgericht keine Parteien gegenüberstehen, und daß es sich auch nicht um die Prüfung von Recht und Unrecht handele. Das Erbgesundheitsgerichtsverfahren habe ausschließlich das Wobl der Volks gemeinschaft zu berücksichtigen. Dabei werde regelmäßig auch das Wohl des einzelnen zu seinem Recht kommen. Wenn eise, Hatscheiduns, Getz, Alg fruchtharmachung laute, so. sei. das, uf, den Betroffe nen ebenso günstig wie für die Volksgereten, denn erbkranker Nachwuchs sei für die Volksgeme: schaft verderblich, aber auch für den einzelnen Der Referent weist darauf bin, daß frühere Rechtsvorstellungen, die die Rechtswissenschaft unbekümmert um die wirklichen Lebensvorgänge eigene Wege gehen ließen, in einem völlig von nationalsozialistischen Gedanken beherrschten Gerichtsverfahren, wie dem der Erbgesundheitsgerichte, keine Rolle mehr svielen dürften. Fri,enrhiz Umweltlehre und das Berennrn zu einer Weltanschauung, die auf der Erb= und Rassenkunde aufgebaut ist, mache den Richter fähig. wirklicher Rechtswahrer im Erbgesundheitsverfahren zu sein. Gleiches gelte natürlich auch für den Arzt. Das Gesetz zur Verbütung erbkranken Nachwuchses und das Ehegesundheitsgesetz hätten zum ersten Male Arzt und Rechtswahrer zu einer Arbeitsgemeinschaft als Richter zusammengeschlossen. Das kennzeichne den Beginn einer neuen Artzder Rechtsgestaltung und auch der Rechthindg, wolle heute teine Buchstaden=Auslegung mehr: sprenge der Fall den Rahmen, so könne unter Umständen das Recht für ihn eben nicht innerhalb der Begrenzungen des Gesetzes gefunden, sondern müsse vom Richter neu geschaffen werden. Hier werde die Zusammenarbeit fruchtbar: Für das Gesetz und sein System stehe der Rechtswahrer, für das Leben und seine Vielfalt der Arzt ein. So ergebe sich eine Zusammenarbeit, die Gesetz und Leben wirklich in Uebereinstimmung bringe und damit ir Wahrheit Recht schaffe. deuscher.=Sieg über Everlon sin kann. Die Anlage einer Sippen=] beitsge. 20—25000 Zuschauer im Duisburger Stadion tafel hilft den Erbwert des einzelnen erkenDas zweite Spiel erledigte am Mittwoch der Ozeanflug im Windmühlenflugzeug Khesce hechiese Gescece. escie Treffen ein sehr gutes Spiel und siegte verdient mit :1(:).— Die Engländer begannen den Kampf mit vollen Akkorden. Die Flügel wulden gut bedient und brachten die Angriffe krastngigh p##. er Die Gegenvorstöße wurden auf vrntug iunge, erster Linie durch Hohmann und dem Vortmunder Lenz eingeleitet. Die englische Abwehr verteidigte geschickt und auch Sagar im Tor meisterte manchen scharfen Schuß mit Bravour. Mittelstürmer Gauchel bleibt etwas zurück, während die beiden Halbstürmer auf vorgeschobenen Posten stehen. In der 27. Minute heißt es:0 für Everton. Der Saarbrücker Sold machte im Strafraum Hand, den Elfmeter Arwurde an dem Ergebnis nichts geändert.— Nach Wiederanstoß sind die Engländer in technischer Beziehung wieder etwas besser. vor allem im Stoppen und Kopfballsviel haben sie Voxteile, Paul auf der deutschen Seite ist schwach, die linke Flanke LenzSiemetsreiter dagegen weit stärker. Der gesamte deutsche Angriff hat großes Schußvech. und auch Sagar hält unglaublich. In der 15. Minute fiel dann endlich nach einer schönen Kombination durch Lenz der Ausgleich.:1.— Evertons Torhüte Sagar reklamierte, der Ball habe nicht die Torlinie überschritten. Schiedsrichter Hund=Remscheid aber gab Tor, da der Ball von der Innenkante zur Mitte des Tores gesprungen war. Nach etwa 30 Minuten machte Hohmann einen Alleingang. schießt weich und boch aufs Tor, der Ball senkt sich genau unter der Latte ins Tor. wo der Dortmunder Lenz zur Stelle ist und mit dem Kopf nachhilft. Fünf Minuten vor Schluß konnte Siemetsreiter aus einem Gedränge beraus das dritte Tor erzielen und in der letzten Svielminute brachte Gauchel durch einen prachtvollen Weitschuß auch noch ein viertes Tor an. Die Mannschaften: Deutsche Auswabl: Buchlob: Münzenberg, Klaas: Mehl, Sold, Zielinski: Paul. Hohmann, Gauchel, Lenz. Siemetsreiter.— Everton: Sagar: Jackson, Mercer: Britton, White. Thomsen: Leyfield, Cunliffe. Bell. Stephenson. Gillick. Schalke— Chemnitz stark gefragt Aus Dresden wird gemeldet, daß das Interesse für den am nächsten Sonntag in Dresden stattfindenden bedeutungsvollen Kampf zwischen Deutschen Meister Schalke 04 und der Chemnitzer Polizei ungeheuer groß ist. Die Kartenanforderungen stehen um nichts hinter dem Dresdener Ländersviel Deutschland— Tschechoslowakei, das vor einem Jahre stattfand, zurück. Allerdings gibt man diesmal statt 62000 wie bei diesem Länderkampf nur rund 50000 Eintrittskarten aus, da mehr als 50.000 Zuschauer im Ostragehege nicht unterzubringen sind. Für die 4000 Sitzplatzkarten lagen nicht wenige als 20000 Anforderungen vor, und als am Montag der Vorverkauf für die Stehplätze eröffnet wurde, war die Nachfrage so stark, daß am Mittwoch nur noch wenige Karten zu erhalten waren. Aus allen Teilen Deutschlands— selbst aus Königsberg, München und Rastatt— sind Eintrittskarten, gngeser, dert worden. Polizei Chemnitz wünschte nicht weniger als 10000 Karten und nach Schalke gingen 1200 Eintrittsausweise. Die Schalker Anhänger, für die in Dresden zwei große Hotels belegt wurden, fahren natürlich mit einem Sonderzug nach Sachsen, wo übrigens rund zehn derartiger Sonderzüge erwartet werden. urg. Madrid. Um zu beweisen, daß auch mit einem Windmühlenflugzeug Langstreckenflüge über weite Meeresflächen ausgeführt werden können, beabsichtigt der vortugiesische Pilot Nicolas Euiz Beracoechea einen Flug von Spanien über den Südatlantik nach Südamerika und von da nach Nordamerika zu unternehmen. Ursprünglich plante er sogar einen Flug von Spanien unmittelbar nach Nordamerika, also über den Nordatlantik. Der Erfinder des Windmühlenflugzeuges. Juan de la Cierva, jedoch bat ihm von diesem Vorhaben dringend abgeraten, da eine derartige hohe Beanspruchung ein Windmühlenflugzeug bei seiner außerordentlich geringen Motorenstärke doch nicht aushalten könne. Nach langen Beratungen ist der Portugiese mit dem spanischen Erfinder übereingekommen, den Kurs über den Südatlantik und zwar über die beiden deutschen schwimmenden Flughäfen benland" und„Westfalen“ und über die Insel Fernando Noronha nach Katal(Ostbrasilien) zu wählen. Der Start soll in Bilbao. an der Nordküste Spaniens, erfolgen. Da der Pilot damit rechnen muß, daß er unter Umständen zum Niedergehen auf dem Wasser gezwungen sein wird. will er seine Maschine mit Schwimmkörpern ausrüsten, die das Flugzeug tagelang über Wasser halten können. Nach seiner Ankunft in Natal. wird er aber die mer gegen ein Fahrgestell auswechseln, denn die übrigen drei Etappen seines Fluges führen dann zur Hauptsache über Festland. Der Motor wird E. M. zwar stärker, als die sonst gen gebräuchlichen sein, wird aber doch nur die phantastisch geringe Stärke von 10 PS haben. Die Geschwindigkeit ist demgemäß nicht sehr hoch, dafür sind aber die erforderlichen Betriebsstoffmengen nicht sehr erheblich. Man darf gespannt sein, welchen Ausgang das kühne Unternehmen haben wird. Jerusalem. Wie die jüdische Presse selbst meldet, wurde in Bagdad der jüdische Kommunist Jona Agassin aus Tel Aviv wegen kommunistischer Propaganda verhaftet. Montevideo. Umfangreiche Ueberschwemmungen im Devartement des Rio Negro haben bisher drei Tote gefordert. Aufregender Vorfall im Kopenhagener Hafen Kopenhagen. Im Kopenhagener Hafengebiet ereignete sich am Dienstagabend ein aufregender Vorfall. Fußgänger beobachteten eine mit großer Geschwindigkeit fahrende Kraftdroschke, aus der Hilferufe einer Frau drangen. Plötzlich änderte der Wagen den Kurs und raste über ein Bollwerk in das Hafenbecken. Die außer dem Fahrer in der Droschke befindliche Frau versuchte unter ständigen Hilferufen. eine Scheibe des Wagenfensters einzuschlagen. Ehe ihr das jedoch gelang, versank der Wagen. In der Kraftdroschke, die nach einiger Zei geborgen werden konnte, fand man nur die Leiche des Fahrers. Die Leiche der Frau konnte erst spater im Hafenbecken gefunden werden. Die polizeiliche Untersuchung ergab, daß es sich um ein Ehepaar handelte, das seit einiger Zeit getrennt voneinander gelebt hatte. Der Mann, der sehr eifersüchtig gewesen sein soll, hatte bereits zweimal Selbstmordversuche unternommen und wiederholt Drohungen gegenüber seiner Frau geäußert. London. Innerhalb von 48 Stunden ist ein zweites Telephonkabel zwischen Großbritannien und dem euroväischen Kontinent schwer beschädigt worden. Die Beschädigungen dürften auf das Ankern Schiffen zurückzuführen sein. Beutschiunds schnenste erler wagen Der„Fliegende Schlesier auf seiner ersten Jahrt dnb. dub Gleiwitz, 13. Mai. Unter den sechs neuen Schnelltriebwagenlinien, die am 15. Mai die großen Verkehrsmittelpunkte des Reiches untereinander verbinden, befindet sich auch die zwischen dem äußersten Südosten des Reiches nach der Reichshauptstadt. Zum ersten Male fuhr am Mittwochvormittag der F. D. T. 45/46, im Volksmunde der„FlieBerchosearewbehen.. Massen Volduten=gewesen senn ab.„ 9i- diefe Sportabzeichen für Feuerwehren ndz. Berlin, 13. Mai. In einem Erlaß an die nachgeordneten Behörden stellt der Reichsund preußische Innenminister fest, daß der Dienst in den Berufsfeuerwehren eine militärische Vorbildung unerläßlich erscheinen h der Wiedereinführung der allgemeinen Zukunft daher bei der Einstellung in die Berufsfeuerwehren nur Bewerber berücksichtigt werden, welche ihrer Wehrpflicht genügt haben. Die. Bestin, mungen über die den Versorgungsanwartern vorbehaltenen Stellen sowie über die bevorzugte Einstellung alter Kämpfer der Bewegung bleiIn einem weiteren Erlaß erklärt der Minister, daß erfahrungsgemäß sporterfahrene und körperlich geschulte Männer den schweren Feuerwehrdienst besser verrichten können als Männer, die keine Leibesübungen betreiben. Die bei zahlreichen Feuerwehren bereits eingeführte Körperschulung soll daher allgemein in den Dienstplan aufgenommen werden. Den anerkannten Berufs= und Freiwilligen Feuerwehren, die diese sportliche Ausbildung pflegen, wird gestattet, das für die Schutzpolizei eingeführte Sportabzeichen an den Uebungshemden Schließlich hat der Minister eine einheit liche Satzung für alle Freiwilligen Feuerwehren im ganzen Reich erlassen. Als Zweck der Wehr wird darin festgelegt, im Auftrage des Ortspolizeiverwalters gemäß den Weisungen der Aufsichtsbehörden die Gefahren abzuwehren, die der Allgemeinheit oder dem einzelnen durch Schadenfeuer drohen. Die Mitglieder der Wehr sind im Sinne des nationalsozialistischen Staates zu opferwilliger Gefolgschaft, mutvollem und unermüdlichem Einsatz und Zu treuer Kameradschaft und Pflichterfüllung zu erziehen, zu Einheit=Feuerwehrmännern auszubilden und an Geist und Körper zu ertüchtigen. Neben den Aktiven gibt es die Altersabteilung und die Ehrenmitglieder. Die Dienstzeit für die aktiven Mitglieder endet mit Vollendung des 60. Lebensjahres, bis zum 1. April 1937 dürfen aber auch bewährte Feuerwehrführer, die älter sind, ihre bisherigen Aufgaben noch wahrnehmen. Für die Leitung der Wehr wird das Führerprinzip festgelegt. gende Schlesier“ genannt, mit einer Anzahl von Gästen, bestehend aus führenden Vertretern vor Partei, Staat, Wehrmacht und aller Schlesiens auf die Reise von Beuthen.=S. nach Breslau und zurück.„ Der„Fliegende Schlenier“ ist ein dreiteiliger diesel=elektrischer Triebwagen, der sich bei der Stafettenfahrt dieser neuesten Schaphpeglehrz, mittel der Deutschen Reichsbahn am Mon### einer Höchstgeschwindigkeit von über 200 Stundenkilometer als der schnellste deutsche Triebwagen erwiesen hat. Die Verbindung Oberschlesien—Berlin ist noch insofern eine Besonderheit, als sie unter den deutschen Schnelltriebwagenlinien die einzige ist, die auch 3. Wagenklasse führt und so den besonderen wirtschaftlichen Verhältnissen des Grenzlandes Schlesien Rechnung trägt., 246u Diese erste Fahrt des„Fliegenden Schlesiers“ war für den deutschen Südosten ein Erlebnis. Die 168 Kilometer zählende Strecke Beuthen—Breslau wurde in genau 100 Minuten zurückgelegt, wobei zu berücksichtigen ist, daß die 18=Kilometer=Strecke Beuthen—Gleiwitz wegen der bergbaulichen Verhältnisse nur im 70 Kilometer=Tempo befahren werden darf und in die 100 Minuten die Haltezeit in drei Orten eingerechnet ist. Die Strecke Gleiwitz—Breslau in einer Länge von 150 Kilometer konnte in 84 Minuten bewältigt werden, wobei eine Spitzengeschwindigkeit von 170 Kilometer erzielt wurde. Oberschlesien näher an Berlin und damit am Reich, das ist die tiefere Bedeutung dieses neuen Verkehrsmittels, das die Reisezeit von Beuthen nach Berlin von 6½ Stunden auf 4 Stunden, 22 Minuten verkürzt. Die Verkehrsferne Oberschlesiens wird damit um ein gut Teil beseitigt, denn die Schnelltriebwagenverbindung gestattet den Bewohnern des Wirtschaftsgevi##s an der Südostgrenze des Reiches, auf billige und bequeme Art für einen Tag Berlin zu besuchen, wobei in der Reichshauptstadt 10 Stunden zur Erledigung ihrer Angelegenheiten verbleiben. Aus Westreutschrur. Vertreter des Polizeipräsidenten Dortmund. An Stelle des in das Reichs= und Preußische Ministerium des Innern berufenen Oberregierungsrats Freiherrn von Wigandt ist Oberregierungsrat Dr. Eiler von der Regierung in Münster vorübergehend dem Polizeipräsidium Dort mund überwiesen und mit der ständigen Vertretung des Polizeipräsidenten beauftragt worden. Fliegergeschwader horst Wessel Dortmund. Die Ausstellung des Fliegergeschwaders„Horst Wessel“ wird am Freitag, dem 15. Mai, in Dortmund mit einer Paradeaufstellung und Uebergabe der neuen Fahne des Geschwaders durch den Staatssekretär der Luftfahrt, General der Flieger, Milch, feierlich begangen werden. Stabschef Lutze wird an den Feierlichkeiten teilnehmen, wie auch die SA. sich an der Paradeaufstellung und dem Vorbeimarsch beteiligen wird. Die Mutter Horst Wessels und seine Schwester werden als Ehrengäste der Feier beiwohnen Zur gleichen Zeit(12 Uhr mittags), in der in Dortmund die Fahnenübergabe erfolgt, wird von Berlin Generalleutnant von Witzendorff im Auftrage des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwafse, Generaloberst Göring, auf dem Nikolaifriedhof am Grabe Horst Wessels einen Kranz niederlegen. Was die Münsterlandschau bieten wird Münster. In den Tagen vom 5. bis 14. Juni wird vom Institut für deutsche Wirtschaftspropaganda e. V. Berlin unter Förderung der Gaupropagandaleitung und der Landesbauernschaft Westfalen in den weiten Räumlichkeiten der Münsterlandhalle die große Münsterlandschau 1936 aufgezogen, die unter der Schirmherrschaft des Gauleiters und Reichsstatthalters Dr. Meyer steht. Diese Münsterlandschau wird alle bisherigen Veranstaltungen dieser Art an Ausdehnung, Bedeutung und Mannigfaltigkeit bei weitem übertreffen und erhält ihr Gepräge durch die kulturellen Ausstellungen, die eine umfassende Uebersicht bieten werden über geschichtliches und ideelles Gut des Münsterlandes wie auch durch eine Wirtschaftsschau, die einen Einblick vermittelt in die vielseitige wirtschaftliche Struktur Nordwestfalens. Bauerntum, Industrie, Handwerk und Handel zeigen die enge Verbundenheit von Hersteller, Verteiler und Verbraucher. Dadurch wird die Veranstaltung eine Leistungsschau, die allen Volksgenossen eine Beweisführung nationalsozialistischer Wirtschaftspolitik ist. Der für sie zur Verfügung stehende Raum von 3000 gm ist bereits für rund 90 Aussteller zu 83 Prozent vergeben. Der Eintrittspreis ist auf den volkstümlichen Preis von 50 Pfg.(im Vorverkauf 30 Pfg.) festgesetzt. und um ihr einen möglichst weiten Besucherkreis zu sichern, gibt die Reichsbahn zu ihr Sonntagskarten mit dreitägiger Gültigkeit aus. Um der Presse schon jetzt einen Einblick in dieses große wirtschaftspolitische Unternehmen zu geben. hatte die Ausstellungsleitung auf Dienstagnachmittag eine Pressebesprechung anberaumt, auf der der Gauwalter der Deutschen Arbeitsfront, Schürmann, über die vielseitige Beteiligung der DAF. sprach, Presseleiter Wellensiek als Vertreter der Gaupropagandaleitung die Beteiligung dieser Stelle auseinandersetzte, die sich vor allem mit dem Kampfe Ihre Sparkasse tsi der neue WIDFFL Juno-Dauerbrand-Herd KIRSCH gegen Kommunismus und Marxismus beschäftigte, Dr. Keim von der Landesbauernschaft das große Gebiet der landwirtschaftlichen Abteilung erläuterte, das sich gliedern wird in Mensch, Hof und Markt, und Postinspektor Gorschlüter die Beteiligung der modernsten Verkehrsmitteln Reichspost mit den auseinandersetzte. Zweimal vom Auto überfahren Stockum. In der Nähe des Hofes Oesterschulte bemerkte der Lenker eines Autobus frühmorgens gegen 4 Uhr, daß er einen Mann überfahren habe. Er schaute nach und stellte fest, daß der Mann, der nur noch schwache Lebenszeichen von sich gab, bereits einmal überfahren worden und dann liegen gelassen worden war. Als der Arzt herbeikam, war der Mann bereits tot. Es handelt sich um den Bauern Heinrich Jürgens. Opfer des Süd-Nord-Kanals Schöningsdorf. In den Süd=Nord=Kanal geriet unweit von Meppen der 56jährige Rudolf Fehrmann von hier. Die Leiche konnte geborgen werden. Der so schwer heimgesuchten Familie bringt man um so größere Teilnahme entgegen, weil das siebenjährige Söhnchen des Verunglückten vor kaum acht Wochen ebenfalls ein Opfer des Kanals wurde. Beim Einschrauben einer elektrischen Birne gekölel Osnabrück. In einer Gastwirtschaft am Grünen Brink wollte der 17jährige Lehrling Helmut Botterbrodt in dem feuchten Keller eine elektrische Birne einschrauben, kam dabei jedoch wohl mit stromführenden Teilen der Leitung in Berührung und stürzte, von einem schweren elektrischen Schlag getroffen, betäubt zu Boden. Der herbeigerufene Arzt stellte zwar Wiederbelebungsversuche an, doch war es nicht mehr möglich, den Verunglückten ins Leben zurückzurufen.— Ergänzend wird von anderer Seite gemldet: Der verunglückte Klempnerlehrling hat nach den Feststellungen der Gewerbe= und Kriminalpolizei von eines vollkommen intakten Leitung die Isolation gelöst, um dann daran eine Handlampe anzuschließen. Bei diesem Versuch ist er durch den elektrischen Strom getötet worden. Wieder verheerende Unwetter im Sauerland Zugverkehr unterbrochen— Ein Todesopfer durch Blitzschlag Arnsberg. Noch trug das Sauerland die deutlichen Spuren der letzten schweren Unwetter, da ging jetzt, begleitet von heftigen Donnerschlägen und unaufhörlich zuckenden Blitzen, ein neues schweres Gewitter über den östlichen Teil des Sauerlandes nieder, das verheerende Ausmaße nahm und sich zu einer Katastrophe entwickelte. An vielen Stellen ging dichter Hagelschlag nieder. der die Felder und Aecker verwüstete und stellenweise 30 und mehr Zentimeter hoch lag. Die Blüte der Obstbäume wurde fast vollständig vernichtet. In Sundern(Kr. Arnsberg) schlug der Blitz in eine Gruppe junger Männer, die sämtlich zu Boden geworfen wurden. Während sich die meisten mit leichten Verletzungen wieder erheben konnten, blieb der 17jährige Johannes Starke tot liegen. In Altenhellefeld drückte der Hagel sogar Türen und Fenster ein. Die Bahnstrecke Wennemann—Wenholthausen war zwischen Wenholthausen und Berge unpassier bar, da ein Teil des Dammes fortgeschwemmt war und die Schienen frei in der Luft lagen. Der Verkehr mußte zunächst stillgelegt werden und wurde später durch Umsteigen aufrecht erhalten. Auch in die Gebäude und Gehöfte ist das Wasser eingedrungen. Es stand in verschiedenen Kellern meterhoch. In vielen Fällen mußte die Feuerwehr ein greifen, vor allem, um das Vieh zu retten. Die Straßen selbst glichen reißenden Sturzbächen. Wenige Zeit nach der Unwetterkatastrophe weilten schon der Regierungspräsident Dr. Runte, der Landesbauernführer und die Führer der Kreisbauern= schaft in den betroffenen Gebieten, um die Unterstützungsaktion einzuleiten. Schreckensfahrt im brennenden Auto Siegen. Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es an der Abzweigung der Reichsbahn hinter Grevenbrück. Ein aus der Richtung Erndtebrück in mäßiger Fahrt kommender, mit zwei Männern und zwei Frauen sowie einem 13jährigen Jungen besetzter Personenkraftwagen wurde an dem berüchtigten Gefahrenpunkt von einem aus Richtung Leimstruth zu Tal fahrenden Güterzug erfaßt. Im Augenblick des Zusammenstoßes explodierte der Benzintank, und der Wagen brannte lichterloh. Obwohl der Lokomotivführer versuchte, den Zug zum Halten zu bringen, wurde der Wagen etwa 90 Meter weit mitgeschleift, und zwar zunächst bis zur hohen Böschung des Ederflusses, dann über die breite Eisenbahnbrücke in großer Höhe über dem Ederfluß, schließlich wurde der Wagen zur Seite geschoben und blieb an einem eisernen Neigungsständer hängen. Die Wageninsassen erlebten furchtbare Augenblicke. Der Lenker wurde aus dem fahrenden Wagen geschleudert und nur durch die schnelle Hilfe des Zugpersonals konnten die übrigen Insassen aus dem brennenden Auto gerettet werden. Eine Person wurde dabei lebensgefährlich verletzt, während die übrigen mit leichteren Verletzungen davonkamen. Sendungen, die man hören muß Eröffnung der 3. Reichsnährstandsausstellung 1936 Alte Musik für Kammerorchester— Krach um Jolanthe— Drei Frühlingstage in Soest— Flämischer Abend— Musikalisches Kreuzworträtsel— Ein lustiger Funkabend mit Gustav Jakoby Nach dem Hafenkonzert und der Musik am Sonntagmorgen bringt die kommende Rundfunkwoche am 17. Mai um.15 Uhr eine Morgenfeier zum Bittsonntag. Um 11.15 Uhr übernimmt der Reichssender Köln aus Frankfurt eine Uebertragung von der Eröffnurg der 3. Reichsnährstandsausstellung 1936. Es sprechen: Reichsbauernführer Darré und Staatssekretär Backe. Um 15.30 Uhr meldet sich wieder Frankfurt mit einer Sendung Deutsche Scholle. Wir sind die Männer vom Bauernstand. Um 16.00 Uhr wartet Köln dann mit den Netten Sachen auf. Der Erzähler am 18. Mai um 16.00 Uhr vereint eine Reihe interessanter Darbietungen. Zur Beethoven=Woche in Bonn spricht Hugo Schünemann über Beethovens Sippe. Dr. Ed. Hollerbach spricht über die Rassenseelenkunde und ihren Begründer Ludwig Ferdinand Clauß. Dann bringt diese große immer wieder gern gehörte Sendung eine Er zählung von Hermann Bredehöft: Der Rosselenker. Dr. Nissen. Münster, stellt einen jungen Bildhauer aus dem Industriegebiet, Hermann Lickfeld, vor. Zum Schluß plaudert Heinz Kohlhaas über das Leben der Glockenkröte. Das Schatzkästlein öffnet sich um 22.20 Uhr. Es enthält Alte Musik für Kammerorchester. Am 19. Mai um 16.00 Uhr bietet Köln unter dem Titel Opus 1 eine interessante Sendung, die uns mit den ersten Werken großer Meister der Musik bekannt macht. Um 19.00 Uhr geht August Hinrichs „Krach um Jolanthe“ in Szene. Um 21.00 Uhr bringt der Reichssender Köln unter dem Titel„Drei Frühlingstage in Soest“ einen mit Schallplatten illustrierten Bericht von der großen Soester Tagung des Westfälischen Heimatbundes. Am 20. Mai um 10 Uhr wird eine Hörfolge „Thorstein Stagenhieb“ von Karl Krings geboten. Die Spielleitung hat Josef Kandner. Um 18.00 Uhr gedenkt der Rundfunk des 40. Todestages von Clara Schumann. 20.15 Uhr zeigt das Programm in der Stunde der jungen Nation eine Sendung„Winde wehn, Schiffe gehn“. Um 20.45 Uhr folgt dann ein Flämischer Abend. Das Große Orchester des Reichssenders Köln spielt unter Renaat Veremans von der Kgl. Flämischen Oper in Antwerpen. Am Christi=Himmelfahrtstage sieht der Reichssender Köln um.15 Uhr eine Morgenfeier vor. Es spricht der Kölner Domprediger Pater Dionysius Ortsiefer. Kläre Hansen, der Kammerchor und das Große Orchester des Reichssenders Köln unter der Leitung von O. J Kühn bieten Psalm 150 von Anton Bruckner dar. Außerdem sieht die Morgenfeier das Concerto grosso=Moll für Streichorchester von Händel vor. Um 11.30 Uhr gibt es aus Bonn eine Uebertragung vom 6. volkstümlichen Beethovenfest. Um 20.00 Uhr hört Westdeutschland ein großes musikalisches Kreuzworträtsel. Die Vortragsfolge am 22. Mai sieht für 16.10 Uhr Kammermusik vor. Um 20.10 Uhr bringt die Reihe Soldaten— Kameraden eine Sendung„Wir sind die Wächter, die wachen!“ Es ist eine SA.=Stunde der SA.=Gruppe Westfalen. Am 23. Mai um 16.00 Uhr bringen die„Drei lustigen Gesellen“ wieder Humor in jede Stube. Zum Schluß der Woche bietet der Reichssender Köln dann noch um 20.10 Uhr einen lustigen Funkball mit Gustav Jakoby. Zeitschristenschau Kölnische Illustrierte Zeilung Manöver der Jugend in Javan Militärische Ausbildung der Jungen und Jüngsten. noch ehe sie vom Heeresdienst erfaßt werden, ist in Javan Pflicht. Diese Ausbildung geht genau so vor sich wie bei den späteren Soldaten, auch Manöver gibt es da, die unter der Aussicht von Offizieren stattfinden. Bilder aus solch einem Manöver zeigt die neue Ausgabe der Kölnischen Illustrierten Zeitung.— Außerdem enthält diese Ausgabe: Die Ferienkinder der NSV., das Olympia der Künste. der fliegende Mensch. Aufführung von Goethes Faust in Istanbul, Drastische Methoden in England und Amerika. Außerdem erinnern wir an den ausze zeichneten Roman„Der rote Faden“. den Sie mit Spannung verfolgen werden... für jede Kohle von Castrop. Münsterstr. 21 Einheils=Mieteertrag mir Galttungrruch aufgestellt vom Zentralverband Deutscher Haus= u. Grundbesitzervereine und des Bundes Deutscher Mietervereine unter Mitwirkung des Reichsjustizministeriums Zum praktischen Gebrauch für Mieter u. Hausbesitzer. Preis 20 Pfg. für 2 Stück. Handliches Format.— 20 Seiten in Karton= Umschlag. Vorrätig in der Geschäftsstelle des Stadtanzeiger Münsterstraße 24. Haben Sie etwas zu verkaufen oder wollen Sie etwaskaufen? Suchen Sie eine Stelle od. biet. Sie eine Stelle an? Dann inserieren Sie Stautanzeiger für CastrogRauxel und Umgebung Makulaturpapier stets zu haben im Stadlanzeiger Die Anzeige ist die beste Werbung! Eine VerlagsieuhnsaleLeistung ist die Ausgabe hör mit mir! der Funkzeitschrift hör mit mir # Wirb für den„Stadtanzeiger für Castrop-R. u. 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