„*" für Castrop=Rausel und Umgebung Jahra Castrayer Zeitun Der Stadtanzeiger erscheint wöchentlich 7mal. Wochendezugsprets Anzeigenpreis: 1 mmn hoch und 22 mm breit 4 Pfg. Tert62. Jühig. Eastl oper Heilung 50 Pfg. Postbestellpreis 2 RM. monatlich. Ersatzansprüche können anzeigen 1 mim hoch und 72 mm breit 25 Pfg. Nachlaß Rauxeler Neueste Nachrichten gerden Drua und berlag, Gelag, Schniz, La.seszenKauel Vetkalste Nr. 3,s, Piesgtglgsgg füi die vurc, Feizserziez Bladenhorster Tageblatt Veröffentlichungsblau für den Landgerichtsbezirk Dortmund. Allgemeines Kreisblau für den Stadtkreis Castrov=Raurel. Nr. 70 Mittwoch, den 11. März 1936 Ehsee, Freihseit und gleiches Recht Ein freies Volk will einen wahren Frieden— Zum Auftakt des deutschen Wahlkampfes dnb. Berlin, 10. März. Dreimal 24 Stunden nach dem geschichtlichen Tage, der Deutschland zum gleichberechtigten Partner unter den Nationen Europas und zugleich zum Vorkämpfer für einen wahrhaften Völkerfrieden gemacht hat, tritt die Regierung wieder vor das freie deutsche Volk, Rechenschaft über ihr Handeln zu geben und die Zustimmung der Nation zu fordern. Zum dritten Male seit der Machtübernahme ruft sie in schicksalsschwerer Stunde das deutsche Volk an die Wahlurne, damit es mit dem Stimmzettel bekennt, daß es hinter seinem Führer steht, daß es mit ihm das primitivste Recht einer ehrliebenden Nation für sich in Anspruch nimmt, Herr im eigenen Lande zu sein, und daß es endlich an Stelle der negativen Abmachungen einen wahrhaften Frieden unter den Völkern Europas ersehnt, zu dem sein Führer sich vom ersten Tage der Machtübernahme bekannte und dem er am 7. März in einem bisher unerhörten Maße den Weg gebahnt hat. Lebensrecht, Freiheit und Ehre und ein wahrhafter Friede unter den Völkern Europas, das sind die beiden heiligen Bekenntnisse, zu denen er das Ja seines Volkes, dessen frei erkorener Führer er ist, verlangt. Der Nationalsozialismus, den das Vertrauen des Volkes an die Macht berufen hat, scheut keine Kritik. Er braucht sie auch nicht zu scheuen, denn er kann mit Leistungen aufwarten, die in der Geschichte des deutschen Volkes ohne Beispiel sind. Er hat die tausendjährige Sehnsucht nach der Einheit des Reiches erfüllt, er hat den deutschen Arbeiter und den deutschen Bauern befreit, er hat die Arbeitslosenziffer von sieben auf zwei Millionen gesenkt, er hat eine neue Kultur geschaffen, die sich die Achtung der Welt erringt, er hat im Winterhilfswerk eine große Tat vollbracht, die ohne Beispiel in der Welt ist. Er hat Deutschland Leben, Ehre und Freiheit gegeben. Das weiß das deutsche Volk, und die Hoffnung seiner Gegner auf das alte deutsche Erbübel der Zersplitterung ist vergeblich. Deutschland hat die Hingabe, die Treue, den Opfermut und die rastlose Arbeit seiner führenden Männer an ihren Taten erlebt, es lohnt sie mit der gleichen Liebe und dem gleichen unerschütterlichen Vertrauen. Deutschland weiß, daß sein Führer nur eines kennt: Deutschland und das deutsche Volk. Und so, wie der Wahlspruch des Nationalsozialismus:„Alles für Deutschland, nichts für uns“, so ist auch des deutschen Volkes Richtschnur: Alles für den Führer und damit für Deutschland. Deutschland weiß aber auch, daß ein hohes Zie! den ganzen Einsatz des ganzen Volkes verlangt, und das Volk ist bereit, diesen Einsatz zu gen. Das Ziel, das der Führer verkündete, ist das Ziel des deutschen Volkes. Mit dem Führer wendet es sich ab von dem Diktat der Gewalt, von der Vergiftung der Beziehungen zwischen den Völkern, von der Einteilung in Bevorrechtigte und Minderbevorrechtigte. Mit dem Führer will es zu einem wahrhaften Frieden auf der Grundlage der Ehre, der Freiheit und des gleichen Rechtes kommen. Entscheidend für diesen Frieden ist der Geist, der die Völker beseelt und ihre politische Gesinnung. Der Geist Deutschlands ist friedlich, und die Erkenntnis dessen setzt sich mit der Sieghaftigkeit der Wahrheit allen Widerständen und dem ewigen„Unannehmbar“, mit dem bisher die deutsche Friedenshand zurückgestoßen wurde, durch. Schon mehren sich im Auslande die Stimmen, die unumwunden bekennen, daß die Vorschläge des Führers von diesem Geiste des wahren Friedens diktiert sind und gehört werden müssen. Werden sie aber so aufgenommen, wie sie vom Führer ausgesprochen sind, dann bricht für das schwergeprüfte Europa endlich die Zeit eines ehrenvollen, wahr= und dauerhaften Friedens, eine neue und glückliche Zeit an. Wir werden niemals aufhören, diesen Frieden anzustreben, hat der Führer verkündet. Das ganze deutsche Volk wird sich am 29. März hinter ihn stellen, um mit ihm den schweren Kampf gegen den Geist des Mißtrauens, der Unfreiheit und des Unfriedens zu führen, eingedenk des Dichterwortes: „Wer stets dasselbe will und immer nur dasselbe, der reißt vom Himmel das Gewölbe. Dem müssen selbst die Götter sich verneigen und rufen: Komm und nimm, du nimmst dein eigen.“ Dr. Ley bei den Arbeitern der Shschanperst dnb Königsberg, 10. März. Nachdem Reichsorganisationsleiter Dr. Ley am Dienstag vormittag im Haus der Arbeit in Königsberg die Ausmusterung der ostpreußischen Führeranwärter vorgenommen hatte, wolei von 19 bei einer Zurückstellung 14 die Prüfung bestanden, stattete der Leiter der DAF., Dr. Ley, am Nachmittag den Arbeitern auf dem Gelände der Schichauwerft in Königsberg einen. Besuch ab. Er ging zu den Arbeitsplätzen, durch die Werfthallen, stieg auf die Docks und suchte über Leitern und Gerüsten die Werkmänner auf, die auf den Hellingen schaffen. Mit jedem Mann sprach Dr. Ley ein freundliches Wort, jeden Lehrling holte er sich heran. Nach dem Rundgang sprach er in einer großen Maschinenhalle zu den Arbeitern. Er erklärte ihnen, daß er nicht mehr bringen könne, als was der Führer schon gebracht habe, nämlich Brot und Arbeit. Wer 7 Millionen Arbeitslose in Arbeit setzen wolle, könne keine Lohnerhöhungen bringen. Aber in den Betrieben sei es besser geworden. Der deutsche Arbeiter habe auch früher nicht um Lohnpfennige gekämpft. Das hätten ihm nur Juden und deren Trabanten eingeredet. Auch damals habe der Arbeiter um seine Geltung und um seine Anerkennung gerungen. Diese habe er heute gefunden. Der Bischof von Speyer zur Rückgewinnung der deutschen Ehre am Rhein dub Berlin, 10. März. Die RSK. meldet aus Speyer, daß Dr. Sebastian Ludwig, der Bischof von Speyer, Montag abend den Sonderberichterstatter der Reichspressestelle, Günter Kaufmann, empfangen und sich mit ihm über seine Eindrücke vom Einmarsch der deutschen Truppen in Speyer und über die Wiederherstellung der Wehrhoheit am Rhein unterhalten hat. Der Bischof von Speyer gab am Schluß der Unterredung eine Erklärung folgenden Wortlauts ab: Wenn der allgütige Gott den neuen langersehnten Lenz in unseren sonnigen Gau einziehen läßt, werden neue Freuden und Hoffnungen in allen Herzen erweckt. Unter den Strahlen einer lachenden Lenzessonne marschiert heute unsere Wehrmacht wieder in die früheren Garnisonstäbte ein, herzlich begrüßt von der gesamten Bevölkerung, die sich die Erinnerung an die fried= und freudvolle Verbundenheit mit ihren Truppenteilen vergangener Jahre wohlbewahrt hat. Wen; es dem gütigen Gott gefallen hat, zu den Freuden und Hoffnungen des heurigen Frühling= auch das Glück und die Ehre der Wiederwehrhaftmachung unserer Heimat uns zu schenken, so soll uns das in der frohen Zuversicht bestärken, daß der Einzug unserer wackeren Wehrmacht unserem Grenzland wieder zu Nutz und zum Segen werde. Der Reichsluftfahrtminister besichtigt die Junkerswerke dub. Berlin, 10. März. Ministerpräsident und Reichsluftfahrtminister General Göring besichtigte am Montag die Anlagen und Einrichtungen der Junkerswerke in Dessau. In Begleitung des Ministerpräsidenten befanden sich Staatssekretär Generalleutnant Milch. Generalmajor Christiansen und Oberst Wimmer. Gelegentlich des Mittagessens, das General Göring im Kreise der Belegschaft der Junkerswerke in der Kantine einnahm, sprach der Reichsluftfahrtminister den Arbeitern und Angestellten seinen Dank für die bisherigen Leistungen aus und forBeutschiallto Es gibt wohl keinen Deutschen, den nicht die große Tat des Führers bis ins Innerste mitgerissen und in ihrer historischen Bedeutung ergriffen hätte. Ebenso wie die Tatsache, daß nunmehr die Sicherheit des Reiches endgültig gefestigt ist, haben die großen weltpolitischen Gedanken, die der Führer beim Abschluß seines außenpolitischen Befreiungswerkes der deutschen Politik als Parole gegeben hat, begeisterten Widerhall in der deutschen Nation gefunden. Wenn Dr. Goebbels in der Führertagung der Partei am Sonntag davon sprach, daß der Führer mit seiner Tat dem ganzen deutschen Volke aus dem Herzen gesprochen habe, so hat er damit die Stimmung angedeutet, die über Deutschland liegt, und von der das deutsche Volk in der bevorstehenden Abstimmung Zeugnis ablegen wird. Es wird ein Zeugnis ablegen von seinem begeisterten Willen, den Weg, den der Führer gezeichnet hat, zielbewußt zu gehen. Wir wissen, daß die Stimme einer ganzen Nation, die einmütige Willenskundgebung eines 60=Millionen=Volkes das entscheidendste politische Argument ist, das es in der weltpolit. Diskussion geben kann. Dessen wollen wir uns gerade in diesen Wochen bewußt bleiben und über alle die politischen Debatten, die in der Welt über uns geführt werden, hinweg nur eines kennen: Unser Betenntnis zur politischen Führung Adolf Hitlers, unser Bekenntnis zur Freiheit unserer Nation und zum wahren Frieden in Eurrpa. Wir wollen uns in den bevorstehenden Wochen daran erinnern, was in drei Jahren aus Deutschland geworden ist! Wir wollen uns daran erinnern, was wir Adolf Hitler verdanken, und in dieser Erinnerung und in diesen Gedanken werden wir dem Führer am 29. März ein deutsches Treuegelöbnis ablegen, das in seiner Einmütigkeit der Welt das wahre Bild Deutschlands zeigt. derte sie auf. im alten Geist weiter für Führer. Volk und Vaterland zu schaffen. Die Ansprache General Görings fand bei den Werksangehörigen begeisterten Beifall. Watsinlandgebung unt De. Gorddels „Es gibt heute in Europa keine Regierung, die so volksverbunden wäre wie die unsere! In keinem anderen Lande dürfte die Regierung das Volk so oft auffordern, an die Wahlurne zu treten“ dub. Berlin, 10. März. Mit einem machtvollen Auftakt eröffnete Reichspropagandaleiter Reichsminister Dr. Goebbels am Dienstagabend den dritten Wahlkampf seit der Machtergreifung mit einer mehrstündigen Rede im größten Hallenbau Europas, der Deutsch= landhalle. Wie immer in entscheidenden Stunden war die Bevölkerung der Reichshauptstadt dem Rufe der Bewegung mit einer Begeisterung gefolgt, die symbolhaft für das Berliner Volk geworden ist. Stunden vor Beginn waren die Anmarsch= straßen mit den marschierenden Kolonnen, die Verkehrsmittel aber mit den Besuchern überfüllt, die zur Deutschlandhalle strömten. Der Riesenbau schien schon eine Stunde vor Beginn bis unter das Dach besetzt. Aber immer noch strömten neue Massen hinzu, und fanden Unterschlupf. Um den Rang zogen Sprechchöre, die verkündeten, daß die Garnisonen Deutschlands Garnisonen des Friedens sind, daß Deutschland dankt für die ihm durch den Führer geschenkte Freiheit, daß das„Ja“ für den Führer, und die Ehre des deutschen Mannes„Treue dem Führer" ist. Den Angehörigen der gefallenen Freiheitskämpfer der Bewegung und der Gauschule des Arbeitsdienstes waren die ersten Sitzreihen im Saal vorbehalten. Auf dem Podium hatten die Formationsführer der Gliederungen der Bewegung und die Vertreter der Wehrmacht Platz nommen. Besonders großes Interesse zeigte neben der deutschen auch die ausländische Presse; vorEngland und Amerika nehmlich Frankreich, waren stark vertreten. Punkt acht Uhr betrat, von tosenden Heilrufen empfangen, der Berliner Gauleiter Dr. Goebbels begleitet unter anderem von Korpsführer Hühnlein den Saal. Nach dem Einmarsch der Standarten und Fahnen der Formationen eröffnete der stellvertretende Gauleiter Görlitzer die Kundgebung. Dabei begrüßte er auch die Teilnehmer an den 230 Parallelveranstaltungen und das gesamte deutsche Volk, das am Rundfunk dieser größten politischen Kundgebung in geschlossenem Raume beiwohnte. Dann gab er dem Reichspropagandaleiter Dr. Goebbels das Wort, der erneut von minutenlangem Jubelsturm empfangen wurde. Dr. Goebbels hob einleitend hervor, daß die großen Erfolge des dreijährigen nationalsozialistischen Aufbaues nur errungen werden konnten, weil Deutschland den Parlamentarismus westlicher Prägung abgeschafft hat. Es unterliege keinem Zweifel, so rief Dr. Goebbels unter lebhaftester Zustimmung aus, daß sich die sogenannten westlichen Demokratien in bezug auf Volksverbundenheit an der Regierungsform in Deutschland ein Beispiel nehmen könnten.„Es gibt heute in Europa keine Regierung,“— erneute stürmische Beifallskundgebungen unterstrichen diese Feststellung,—„die so volksverbunden wäre wie die unsere! In keinem anderen Lande dürfte die Regierung das Volk so oft auffordern, an die Wahlurne zu treten.“ Wenn der Führer nun das deutsche Volk erneut zu einer Wahl aufrufe, so tue er es in der Ueberzeugung, daß er ein wahrhaft gutes Gewissen vor seinem Volke haben kann Und wenn die Emigranten in anderen Ländern inmer noch den Eindruck zu erwecken suchen, als sei das nationalsozialistische Regime nicht im Lande verwurzelt, so werden wir ihnen erneut beweisen. daß das Gegenteil der Fall ist.„Wir werden ihnen zeigen, daß die eine Partei, die wir heute statt der Dutzende vergangener Parteien besitzen, umso enger und verantwortungsvoller mit dem Volk verbunden ist. Denn jenen Parleien weint das deutsche Volk keine Träne nach. Es ist ja trotzdem an der Gestaltung seines Schicksals aufs engste beteiligt, indem es eine starke Führung mit der Gestaltung dieses Schicksals beauftragt, die nun Vertrauen genug besitzt, dem Volk immer wieder Gelegenheit zur Abgabe eines Urteils zu geben. Im übrigen kommen wir ja nicht nur in Wahlzeiten zum Volk. Ununterbrochen haben wir in diesen drei Jahren mitten im Volk gestanden, haben auch unpopuläre Entschlüsse als notwendig klarzumachen versucht, haben Rechenschaft abgelegt und auf den Ernst der Lage verwiesen. So manches Opfer konnten wir fordern in dem Bewußtsein, die notwendige Gefolgschaft zu finden. So kann es nicht ausbleiben, daß tatsächlich der Wille des Vol Nr. 70 kes in der Führung seinen plastischen Ausdruck findet. Die Zustände in Deutschland vor der Machtübernahme Dr. Goebbels zeigte dann in eindrucksvollen, mit beweiskräftigen Zahlen belegten Worten, wie der Führer im Januar 1933 Deutschland vorfand und wie sich diese Lage bis heute grundlegend geändert und gebessert hat. Wie grundlegend sie sich gebessert habe, könne man daraus ersehen, daß das deutsche Volk heute kaum noch wisse, wie Deutschland einmal ausgesehen habe. Als der Führer an die Macht gerufen wurde, stand das Reich in wahrstem Sinne des Wortes vor dem Ruin. Wir hatten sieben Millionen gezählte Arbeitslose. Handel und Wandel waren bis auf ein Minimum zusammengeschrumpft. Die bittersten sozialen Notstände herrschten in den breiten Massen und die Regierung stand dem tatenlos und energielos gegenüber. Man wußte gar nicht mehr, wer regierte. Die Regierungen wechselten jeden Monat. Die Finanzen des Reiches, der Länder und Gemeinden befanden sich in einem verzweifelten Zustand. Ein Drittel des Bauerntums stand vor der wirtschaftlichen Katastrophe. Der ganze deutsche Land= und Grundbesitz ging in die Hände des internationalen wurzellosen Leihkapitals über. Die Jugend der Nation stand verzweifelt vor den Arbeitslosenämtern und war eine billige Beute des Verbrechens und des internationalen Kommunismus. Die deutsche Kultur befand sich in einem fürchterlichen Zustand. In Berlin spielten nur noch drei Theater. Unsere deutsche Kultur, Presse, Film, Theater, wurden fast ausschließlich von internationalen Juden repräsentiert. Wenn eine Regierung nur den leisesten Versuch machte, gegen die internationalen Tributdiktate Stellung zu nehmen, mußte sie gewärtigen, von der Presse an das Ausland denunziert zu werden. Die Regierungen machten überhaupt keine Pläne mehr, weil sie wußten, daß die Pläne doch nicht durchgeführt werden konnten. Die Parteien sahen nicht auf das große Ganze, sondern lebten von der Not des Landes. Der internationale Bolschewismus schnellte bis auf weit über 100 Reichstagsmandate hinauf, so daß sich am Ende die große politische Auseinandersetzung in Deutschland nur noch zwischen Nationalsozialismus und Bolschewismus abspielte. Ichinnikru..,„A Eeen Zwisclen zwei Stüllen Die englische Presse zur Eden-Erklärung— Für objektive Prüfung der deutschen vorschlage dub. London, 10. März. Der„Daily Telegraph“ ist mit der Erklärung des englischen Außenministers bei der gestrigen Aussprache im Unterhaus einverstanden und unterstreicht in seinem Leitartikel die Tatsache, daß niemand in England im geringsten den Wunsch haben werde, die Aufgabe, die der Außenminister zusammen mit Lord Halifax in Paris zu erfüllen habe, zu behindern. Die Entscheidung. den Völkerbundsrat einzuberufen, sei unter den bestehenden Umständen durchaus richtig. Diese Körverschaft müsse zu der vollendeten Tatsache Stellung nehmen, ehe jemand die großen Abmachungen für die Zukunft in Angriff nehmen könne, die Reichskanzler Hitler einzugehen sich bereit erklärt habe. Die rechtskonservative„Morning Post“ sagt: Locarno sei durch Hitler nicht zerstört worden, sondern durch sein Vorgehen sei ein gegenseitiger Nichtangriffspakt in ein altmodisches Präventiv=Bündnis umgewandelt worden. Auch die„Times“ unterstreicht in ihrem Leitartikel, daß Großbritannien vor allem die Verantwortung zufalle, auf Grund der Vorschläge des Führers eine Verständigung zwischen Frankreich und Deutschland herbeizuführen. Englands einziges Interesse in Europa sei Frieden. In Verfolgung dieses Interesses sei es eine Pflicht, keine Gelegenheit zu versäumen, um zu versuchen. Frankreich und Deutschland in ein Freundschaftsverhältnis zu England zu bringen. Dieser Punkt sei auch klar von Baldwin in der Aussprache zum Ausdruck gekommen. Die einzige Hoffnung liege in dem Bestreben, eine Dreier=Freundschaft zu erreichen: und dazu müsse noch etwas hinzukommen. Man müsse die Absicht der englischen Regierung, die deutschen Vorschläge objektiv zu prüfen, befürworten. Gleichzeitig aber wäre es töricht, so fährt„Morning Post“ fort, zu vertrauensselig auf den Grundmauern des erbrochenen Gebäudes wieder aufzubauen. Die deutschen Vorschläge begännen mit einer Aufforderung an Frankreich, sein gegenwärtiges Erenzgebiet zu entmilitarisieren. Dies würde die Zerstörung oder das Aufgeben der Grenzbefestigungen bedeuten, auf die Frankreich in besonderem Maße seit dem Kriege Zeit und Geldmittel aufgewandt habe. Sei es im Lichte der letzten Ereignisse, fragt das Blatt, vernünftig, den schweren materiellen Verlust an Sicherheit durch die deutsche Unterschrift unter einem 25 Jahre geltenden Nichtangriffspakt einzutauschen? Zunächst müsse man an dem gegenwärtigen System festhalten. soweit davon noch etwas übrig geblieben sei, insbesondere an der englischen Freundschaft mit Frankreich. Es möge sich auch als gut erweisen, daß London den Zank mit Italien aufgebe in einer Angelegenheit, die. so ernst sie auch sei, in verhältnismäßiger Unwichtigkeit versinke. Trotz aller dieser gegenseitigen Furcht und des gegenseitigen Mißtrauens, die leicht in eine unvernünftige Feindschaft entflammen könnten, hätten doch Millionen einfacher Franzosen und Deutschen keinen tieferen Wunsch, als daß man ihnen erlaube, in Frieden und guter Nachbarschaft ihren Geschäften nachzugehen. In ihrem Interesse allein schon müsse die britische Politik jede Gelegenheit ergreifen, um diese Wünsche zu verwirklichen. Der„Dailn Herald“ betont, daß Eden gestern so viel zur englischen Haltung und Lage gesagt habe, wie von einem Außenminister in solch einem Augenblick erwartet werden könne. Wir glauben, so fährt das arbeitervatteiliche Blatt fort, daß die überwältigende Mehrzahl der Bevölkerung Englands mit dem, was er gesagt hat. übereinstimmen wird. Das wesentliche dabei ist, daß die Tür gegenüber den Vorschlägen der deutschen Regierung nicht zugeschlagen worden, sondern vielmehr weit offen geblieben sei. und Eden habe darauf hingewiesen, daß nach Ansicht der britischen Regierung. die, wie man versichern könne, auch die Ansicht des britischen Volkes sei. Angebote des Reichskanzlers ein Mittel darstellten, wie das erschütterte Friedensgebäude wieder gestärkt werden könne. Slungs unrühen in Spaltien Das Reich selbst stand vor dem innerpolitischen Zerfall, nicht nur bedroht von den Parteien und vom internationalen Bolschewismus, sondern bedroht auch von den Ländern. Wir wollen nicht vergessen, daß damals im zweitgrößten deutschen Lande ein Ministerpräsident offen erklärte: Wenn das Reich sich irgendein Recht anmaßt, werden wir schießen. Zahlreiche Tote— Kirchen, Klöster, Schulen in Flammen Das Ausland baute seine Pläne auf die innerpolitische Schwäche des Reiches auf. Wir saßen im Völkerbund nur geduldet. Jedes Diktat mußte angenommen werden. Wenn eine Regierung nur den geringsten Widerstand wagte, fielen ihr entweder die Länder oder die in den Rücken. Landesverrat war nicht nur in der Presse, sondern auch im Parlament und in den Kabinetten der einzelnen Länder zuhause, die nicht das Gesamtschicksal des Reiches, sondern nur ihre Reservatrechte im Auge hatten. Wir waren weder Herr über unsere Wehrhoheit noch über unser Reichsgebiet. Die Grenzen selbst waren nach allen Richtungen hin offen. Wir hatten nur eine Armee von 100000 Mann. Das Reich war wehrlos und es wurde damit auch ehrlos. Erdrückende Reparationslasten lagen auf der Nation. Sie wurden dadurch bezahlt, daß wir Kredite in anderen Ländern aufnahmen. Man täuschte für kurze Zeit ein Leben in Schönheit und Würde vor und als die geborgten Gelder verbraucht waren, kam der graue Aschermittwoch der Erkenntnis. „Wir haben,“— so erklärte Dr. Goebbels unter starkem Beifall—„gegen diese Zustände 14 Jahre lang gekämpft. Wir waren deshalb Freiwild der öffentlichen Meinung Jede nationale Regung wurde rücksichtslos niedergeknüp pelt. Selbst eine Stellungnohme gegen den Versailler Vertrag wurde von den Gerichten des Novemberdeutschland als Hoch- und Landesverrat gebrandmarkt(Pfui=Rufe). Mit Ingrimm haben damals alle nationalen Deutschen diesen Weg des Zerfalls verfolgt. Wir haben in breiter Front den Angriff vorgetragen und sind nicht müde geworden, das Volk aufzurufen Nach einem 14jährigen Kampf gelang es uns, die Macht an uns zu reißen.“ onb. Madrid, 10. März. Aus mehreren spanischen Provinzstädten laufen Nachrichten über schwere politische Ausschreitungen ein, bei denen es zahlreiche Tote und mehrere Verletzte gegeben hat. In Szalona in der Provinz Toledo führte ein kommunistischer Umzug zu einem Feuergefecht mit politischen Gegnern, das vier Tote und drei Schwerverletzte forderte. In Toledo selbst wurde am Montag der Generalstreik erklärt. Sämtliche Läden sind geschlossen und die Straßen vollkommen menschenleer. Jeglicher Verkehr ruht. Der Streik wird darauf zurückgeführt, daß die Polizei bei Auseinandersetzungen zwischen spanischen Faschisten und Marxisten die Partei der Faschisten ergriffen, dabei einen Arbeiter erschossen und drei verletzt haben soll. In Barcelona wurden bei einem Feuerüberfall zwei Personen erschossen. Ueber die kommunistischen Ausschreitungen in Cadiz werden weitere Einzelheiten bekannt. Danach sind nach einer Kundgebung vor dem städtischen Verwaltungsgebäude und dem in der Nähe liegenden deutschen Konsulat von dem marxistischen Pöbel insgesamt sieben Kirchen und Klöster, ferner ein Priesterseminar und mehrere Schulen zerstört und angezündet worden. Der Sachschaden ist außerordentlich hoch, da zahlreiche Kunstschätze von historischem Wert vernichtet wurden. Die Geistlichen und Klosterinsassen konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Bis zur Stunde wird ein Toter aus Cadiz gemeldet. Die von der Polizei in Cadiz verhafteten Demonstranten sind auf Anordnung der Madrider Regierung sofort wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Durch die Vernichtung der Schulen werden 1500 Kinder betroffen, die ohne Unterrichtsräume bleiben. In Cadiz erwartet man weitere Kundgebungen, obwohl einige Truppenabteilungen das Telephon= und Telegraphengebäude besetzt halten. Die kommunistische Wühlarbeit in Spanien Vielsagende Beschlüsse Auf einer Tagung der kommunistischen Partei Spaniens in Valencia wurde beschlossen, die kommunistischen Parteiangehörigen zum Eintritt in die linksbürgerliche Partei zu veranlassen. Diese kommunistischen Vertrauensmänner sollen nach und nach die leitenden Parteistellen der Linksrepublikaner besetzen und Vorbereitungen treffen, damit im gegebenen Augenblick sämtliche linksbürgerlichen Parteistellen innerhalb von 24 Stunden auch nach außen hin in kommunistische umgewandelt werden können. Ferner wurden folgende Entschließungen angenommen: Aufhebung der Schulden aller Arbeiter und Arbeiterverbände gegenüber dem Staat und Einzelpersonen; Errichtung des sechsstündigen Arbeitstages;„Befreiung“ Katalaniens und SpanischMarokkos; Abschaffung der Polizei und der Organisationen, die im Dienste der„Reaktion“ stehen. Daß man in römischen politischen Kreisen in dem großen neuen Anstoß, den die europäische Entwicklung durch die entscheidende Tat des deutschen Kanzlers erfahren hat, gleichzeitig zum mindesten das moralische, wenn nicht das tatsächliche Ende der Sanktionen gegen Italien zu sehen glaubte, ging aus den Stimmen der italienischen Presse alsbald hervor. Daß bei der Beurteilung, die der französische Schrei nach Sanktionen gegen Deutschland in diesem Zusammenhang erfährt, ein gutes Teil von Schadenfreude enthalten ist, kann ebenfalls nicht wundernehmen. Man hat in Italien seine Erfahrungen mit Sanktionen und mit dem Ausmaß ihrer Durchführbarkeit und ihrer Wirkungen, und man nimmt sie gerade deshalb keineswegs besonders tragisch. Mit offener Ironie aber stellt man allgemein fest, daß man sich in Paris ausgerechnet jetzt auf die Freundschaft mit Italien besinnt, die man doch noch soeben gewillt war, London gegen entsprechende Entschädigungen zum Opfer zu bringen Man betrachtet das französische Verhalten teilweise sogar als ein wenig sauberes Handelsgeschäft, bei dem die französischen Politiker sich mit ihrem Versuch. Rom und London gegeneinander auszuspielen, gründlich zwischen zwei Stühle gesetzt hatten. Unverkennbar ist dabei der Wille, zwischen der Stimmung des französischen Volkes und gewisser Politiker einen sehr klaren Unterschied zu machen. Auch in dieser Beziehung hat Italien aus seinem Konflikt mit den Völkerbundsmächten über die Zusammenhänge zwischen offizieller Politik und Volksmeinung in Frankreich viel gelernt. Es gilt daher wohl kaum dem französischen Volk, wenn verschiedentlich Paris nahegelegt wird, das gute Gedächtnis Italiens nicht zu unterschätzen. Italien hat Gelegenheit gehabt, wirklich gründlich feststellen zu können. wo die wahren und wo die falschen Freunde sitzen. Und es ist erstaunlich, wie genau man sich an scheinbar geringfügige Einzelheiten erinnert, wo Bekundungen der Volksmeinung, besonders aus Kreisen der Frontkämpfer, mit der offiziellen Zielsetzung der französischen Außenpolitik im Widerspruch gestanden haben. Es liegt auch durchaus auf der Linie der moralischen Haltung des neuen Italiens, wenn man, ganz abgesehen von allem anderen, davor zurückschreckt, den Eindruck zu erwecken als habe man ein weiches Rückgrat und lasse sich heute schurigeln und morgen streicheln. So ergibt sich denn die eigenartige Tatsache, daß man in Rom trotz der an sich viel größer scheinenden sachlichen Gegensätze in eigenen Angelegenheiten die englische Stellungnahme sehr viel besser als die französische. Das hängt wohl damit zusammen, daß man den französischen Standpunkt durchschaut, wonach sich Paris stets und grundsätzlich selber als den einzig maßgeblichen Richter in allem, auch in solchen Angelegenheiten betrachtet, in denen es selbst gleichzeitig Partei ist. Die immer mehr ins Weltfremde abirrende Pariser Juristerei, bei der es schließlich nur noch darauf ankommt, juristisch recht zu haben, wie immer auch die gesunde Vernunft und die Tatsachen sprechen mögen, liegt dem faschistischen Italien außerordentlich wenig. Steht man doch in heute auf dem Standpunkt, daß der wahre Verteidiger des Geistes des Völkerbundes nicht Paris und Genf sind, die sich in einer trockenen Splitterrichterei verlieren, sondern Italien, das Geist und Sinn des Völkerbundsgedankens erfaßt hat und verteidigt. Kuhrbergbau dankt dem Blutige Zusammenstöße in Granada Generalstreik ausgerufen In Granada ereigneten sich in der Nacht zum Dienstag mehrere Zusammenstöße zwischen politischen Gegnern, die insgesamt zwei Todesopfer und 15, zum Teil lebensgefährlich Verletzte forderten. Im Zusammenhang mit diesen Zwischenfällen erklärten die Arbeitergewerkschaften den Generalstreik. Die Läden in der Stadt sind geschlossen. Nur einige Bäckerläden werden von starken Polizeiaufgeboten bewacht, um wenigstens die Brotversorgung einigermaßen sicherzustellen. Jeglicher Verkehr ruht. RWD. Essen, 10. März. Der Leiter der Reichsbetriebsgemeinschaft Bergbau. Padberg. und der Leiter der Bezirksgruppe Ruhr der Fachgruppe Steinkohlenbergbau, Dr. Brandi, haben gemeinsam an den Führer und Reichskanzler heute folgendes Telegramm gerichtet: Die Bergleute an Ruhr und Rhein, Unternehmungen und Gefolgschaften, danken dem Führer aus vollem Herzen für die endgültige Befreiung ihres Lebensraumes von den Fesseln des Versailler Diktates, unter dessen Folgen sie während der Ruhrbesetzung schwerste Opfer an Blut und Gut erdulden mußten. Seit mehr als 17 Jahren jedem fremden Zugriff preisgegeben, geloben sie heute in dem Gefühl des Schutzes und der Geborgenheit unter der wiedergekehrten stolzen Wehr des Reiches mehr denn je dem Führer unverbrüchliche Treue und Gefolgschaft. „Kraft durch Freude“— MadeiraJahrer aufgepaßt! Was hat der Führer in drei Jahren aus Deutschland gemacht? Diesem Bild des völligen inner= und außenpolitischen Zerfalls, wie es der Führer am 30. Januar 1933 in Deutschland vorfand, stellte Dr. Goebbels nun in einem eindrucksvollen und durch umfangreiches Zahlenmaterial belegten Vergleich die Leistungen des Nationalsozialismus gegenüber.„Wir haben uns nicht mit der Arbeitslosenzahl von sieben Millionen abgefunden,“ so rief er aus,„sondern haben sie durch großzügige Aufbauprojekte bezwungen. Aus sieben Millionen Arbeitslosen im Jahre 1932 wurden 2,5 Millionen zu Beginn des Jahres 1936! Die Steigerung der Umsätze im Handwerk von 10,9 Milliarden RM. im Jahre 1932 auf 14.5 Milliarden RM. 1935 ist ein Beweis dafür, daß die neu in den Arbeitsprozeß eingeschalteten Volksgenossen ihre Lebenshaltung verbessern konnten. Die industrielle Erzeugung ist von 34,8 Milliarden im Jahre 1932 auf 58,5 Milliarden RM. im Jahre 1935 gestiegen. Von Reichsbahn und Binnenwirtschaft wurden 1932 täglich 1,07 Millionen Tonnen befördert und 1935: 1,48 Millionen Tonnen. Aus der Erhöhung der Spareinlagen in den deutschen Sparkassen von 9,9 Milliarden RM. Ende 1932 auf 13,4 Milliacden RM. Ende 1935 geht hervor, daß die weniger bemittelten Volksschichten die Hauptnutznießer dieser Steigerung der Umsätze sind. Denn die Erhöhung der Spareinlagen ist das Ergebnis eines zielbewußten, alle Stände und Berufe umfassenden nationalen Aufbauprogramms, das aber keineswegs auf Kosten der allgemeinen Wohlfahrt ging. So stellte der fünfte Bericht der 19. Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz 1935 über den bezahlten Urlaub fest, daß von den rund 19 Millionen Arbeitern in Europa, die Anspruch auf bezahlten Urlaub haben, rund 12 Millionen auf Deutschland entfallen. In der Steigerung des Volkseinkommens von 45 Milliarden im Jahre 1932 auf 56 Milliarden im Jahre 1935 sind die Lohnsummen enthalten, die jene fünf Millionen Volksgenossen bekommen, die wir in unserem Generalaufbauplan wieder in die Fabriken und Werkstätten geführt haben. Sie sind wieder arbeitende Glieder unserer Volksgemeinschaft geworden und brauchen sich in unserem Staat nicht verlassen zu fühlen.(Starker Beifall). Ein weiterer Beweis dafür, wie die nationalsozialistische Führung es verstanden hat, nur solche Projekte zu entwerfen, die wirklich von Erfolg begleitet sind, ist der Rückgang der Geschäftszusammenbrüche von 70000 in den Jahren 1930—1932 auf 23.000 in der gleich langen Zeit von 1933—1935. onb Berlin, 10. März. Das Reichsministerium des Innern in Berlin hat, wie die Deutsche Arbeits=Korrespondenz schreibt, auf Befragen mitgeteilt, daß die Arbeitskomeraden, die die „Kraft=durch=Freude"=Reise nach Madeira vom 15. bis 30. März mitmachen, in diesen Tagen schon ihre Stimmscheine ausgehändigt bekommen können. Jeder Madeira=Fohrer wendet sich an das für ihn zuständige Wahlamt und nimmt dabei als Ausweis seine Schiffskarte oder ein anderes Papier, das seine Teilnahme an der MadeiraFahrt bezeugt, mit. Sollten irgendwo Schwierigkeiten auftreten, so wende man sich an den nächsten DaF=Walter oder Kdf=Wart. Dieser unternimmt dann die notwendigen Schritte beim zuständigen Landrat oder Regierungspräsidenten. Es ist für jeden Deutschen eine moralische Verpflichtung, am 29. März zu wählen. Unter stärkstem Beifall der Zuhörer gab Dr. Goebbels sodann die Zahlen über das gewaltige Werk der Reichsautobahnen bekannt: 119 Kilometer Reichsautobahnstrecke wurden bereits fertiggestellt. 1841 Kilometer sind zur Zeit im Bau. 3460 Kilometer bereits für den Bau freigegeben, und weitere 1580 Kilometer sind vorbereitet. Das sind insgesamt 7000 Kilometer neuerrichtete modernste und in der ganzen Welt in dieser Schönheit und Breite nicht vorhandene Autostraßen. (Schluß der Goebbels=Rede siehe nächste Seite) onb Berlin, 10. März. Der Reichsminister der Luftfahrt weist darauf hin, daß der Nachwuchs an Verkehrsflugzeugführern nur aus den Reihen der Flugzeugführer genommen werde, die in der Luftwaffe gedient hätten. Besonders private Verkehrsfliegerschulen beständen daher ncht. Auch seien Bewerbungen an die bisherige„Deutsche Verkehrsfliegerschule GmbH“ zwecklos. Bewerbern, die sich zum Flugzeugführer ausbilden lassen wollten und die die entsprechende Eignung nachweisen könnten, werde anheimgestellt, sich bei dem zuständigen örtlichen Wehrbezirkskommando zum freiwilligen Dienst in der Luftwaffe zu melden. Ein Tatsal Copyricht by K Völlig außer si war wiederum de nahe so aus als durch viele Zärt seine explodieren betteten. Und a herausbrachte, wi zu hören. Wiede cher um Ruhe bi notisiert, beinahe auf den Wassersp platz eines unerh Endlich hörte und der Starter Fünf schlanke schneiden den S tanzen dahin. Weißmüller un in Nachbarbahne sie kein Auge vo lisch auf. Char jangstemvo einse nicht nur die Fe auch er selber vir vensystem besaß. sondern verließ senkraft und sei immer gemacht! tige Augenblick Arne liegt kne den 200 Metern müller... und Den Australiel ganze sieben Mebeiden anderen? im Bassin liegen nicht. Bei 300 Met wird, seine Gele ein weniges. a vollkommen, um eines Jonny We Hintertreifen zu Welt berühmten teten und von „flying finish“ wirbelt und rast Und Arne wi nen guten Kam Er fällt augenb maßlosen Anstre sammen, dennn wohlvertraute taucht. Diese g getaucht, wenn Immer war die nal gewesen, da ging. Mit letz vor und holt al Verfügung hat. jetzt gibt er das geschlagen, gut. wieder schlagen. nicht. Als Zweiter völlig am Endrand ziehen und Oh. Arne. beste mer. wenn du du nicht, wer d Vor Arne stel Trupp von Pl weniger vor. 4 und schlafen zu Arne wieder a Weißmüller ur Als sie fertig erlauben sie. d Seine Lands dort wartet 2 Aerzten und E Elan und mit Meter zuzubere in Schwedens schwimmen mu vall, steht schw Gesicht daneben ihn soweit. Er kann wibei den 400 M es, er könntes 1. Weißmülle 2. Arne Bor 3. Charlton= 4. Ake Bog5. HartfieldDie drei Ers den Olymvisch eine silberne M In der 4X2 sein Vaterland und in einer wieder einmal wie ein Satan ein Satan in kann. An vie den gesamten Ziel 10 Sekur der schnellste 9 Auch bei der der am Start. Nr. 70 Zweites Blatt des„Stadtanzeigers für Castrov=Nauzel und Umgebung“ Mittwoch, den 11. März 1936 S S E PEE N UUNSL OTEA Ein Tatsachenbericht von H. Timmermann Copyright by Knorr u. Hirth, G. m. b.., München 1935 21. Fortsetzung. Völlig außer sich aber, aus unbekannten Ursachen. war wiederum der Starter. Es sah eine Weile beinahe so aus als ob die drei Schwimmer ihn erst durch viele Zärtlichkeiten beruhigen müßten, damit seine explodierenden Nerven sich wieder zur Ruhe betteten. Und als er endlich die ersten Kommandos herausbrachte, war er in dem Lärm überhaupt nicht zu hören. Wieder und wieder mußte der Lautsprecher um Ruhe bitten. Die Menge starrte wie hypnotisiert, beinahe bewußtlos brüllend vor Erregung. auf den Wasserspiegel hinunter, der gleich der Schauplatz eines unerhörten Kampfes sein sollte. Endlich hörte man so etwas wie einen Startschuß und der Starter knickte in die Knie vor Aufregung. Fünf schlanke Körper tauchen ins Wasser und zerschneiden den Spiegel, fünj rasend schnelle Wirbel tanzen dahin. Weißmüller und Borg liegen dicht nebeneinander in Nachbarbahnen und so weit es möglich ist, lassen sie kein Auge voneinander, vassen auf einander höllisch auf. Charlton ist dem unbeschreiblichen Anfangstempo einfach nicht gewachsen und das hatten nicht nur die Fachmänner vorausgesehen, das hatte auch er selber vorausgesehen und weil er kein Nervensystem besaß, verlor er auch nicht die Nerven, sondern verließ sich wie immer getrost auf seine Riesenkraft und seine Riesenzähigkeit, mit welcher er immer gemacht hatte, was er wollte, wenn der richtige Augenblick gekommen war. Arne liegt knapp. aber klar in Führung. Bis zu den 200 Metern wendet er jedesmal kurz vor Weißmüller... und ist beglückt. Den Australier haben sie jetzt, die beiden Rivalen, ganze sieben Meter hinter sich liegen lassen. Um die beiden anderen Männer, die schließlich auch irgendwo im Bassin liegen müssen. kümmern sie sich überhaupt nicht. Bei 300 Meter merkt Arne, daß er langsamer wird. seine Gelenke werden ein wenig steif, nur um ein weniges, aber diese zwei Sekunden genügen vollkommen, um gegen die irrsinnige Schnelligkeit eines Jonny Weißmüller sofort und unverzüglich ins Hintertreifen zu geraten. In seinem auf der ganzen Welt berühmten, von allen seinen Gegnern gefürchteten und von allen Schwimmern hochbewunderten „flying finish“, jagt er jetzt davon. fliegt, schwebt, wirbelt und rast wie ein Torpedo ins Ziel. Und Arne wird wiederum beinahe von allen seinen guten Kampfgeistern verlassen, als er das sieht. Er fällt augenblicklich weiter zurück. Aber in einer maßlosen Anstrengung reißt er sich noch einmal zusammen, denn neben ihm ist zu seinem Schrecken die wohlvertraute grüne Haube von Charlton ausgetaucht. Diese grüne Haube war bisher immer aufgetaucht, wenn eine seiner Niederlagen nahe war. Immer war diese verdammte grüne Haube das Signal gewesen, daß nunmehr der Sieg für ihn verloren ging. Mit letzter, verzweifelter Kraft bricht Arne vor und holt alles aus sich heraus, was er noch zur Verfügung hat. Das Letzte hat er schon hergegeben. jetzt gibt er das Allerletzte her. Weißmüller hat ihn geschlagen, gut. Aber dieser Mann darf ihn nicht wieder schlagen, nicht auch noch schlagen, dieser Mann nicht. Als Zweiter kommt Arne am Ziel an. Aber er ist völlig am Ende. Sie müssen ihn auf den Bassinrand ziehen und dort stürzt er ohnmächtig zusammen. Oh. Arne. bester und leichtfertigster aller Schwimmer, wenn du meinst, daß es damit getan sei, weißt du nicht, wer da vor dir steht! Vor Arne steht ein unerbittlicher und entschlossener Trupp von Photographen und diese haben nichts weniger vor, als einen bewußtlosen Mann liegen und schlafen zu lassen. Sie greisen zu und stellen Arne wieder auf die Beine, klemmen ihn zwischen Weißmüller und Charlton und photographieren. Als sie sertig sind. kivpt Arne wieder um und nun erlauben sie, daß er weggetragen wird. Seine Landsleute tragen ihn in die Kabine und dort wartet Bergvall, der Schwimmführer, mit Aerzten und Sanitätern. Sie beginnen mit allem Elan und mit aller Wissenschaft, ihn für seine 200 Meter zuzubereiten und wieder herzurichten, die er in Schwedens Mannschaft im Staffelzwischenlauf schwimmen muß. Bergvall, der unerbittliche Bergvall, steht schweigend und mit undurchdringlichem Gesicht daneben. Und nach zwei Stunden haben sie ihn soweit. Er kann wieder sitzen und hören, welche Zeiten bei den 400 Metern geschafft worden sind. Er hört es, er könnte sich freuen, aber er freut sich nicht. 1. Weißmüller=USA..04.2 Minuten, 2. Arne Borg=Schweden:05.6 Minuten, 3. Charlton=Australien:06.6 Minuten, 4. Ake Bog=Schweden:26 Minuten, 5. Hartfield=England. Die drei Ersten haben damit den Weltrekord und den Olymvischen Rekord geschlagen. Arne hatte eine silberne Medaille erobert.„Nur eine silberne". * In der 4X200 Meter=Staffel rettet Arne Borg für sein Vaterland die bronzene Medaille in einem Stil und in einer Form, daß die gesamte Schwimmwelt wieder einmal von ihm sasziniert ist. Er schwimmt wie ein Satan, wenn der Vergleich erlaubt ist und ein Satan in der Tat am höllischsten schwimmen kann. An vierter Stelle geht er ins Wasser, holt den gesamten Rückstand gegen Japan aus, liegt im Ziel 10 Sekunden vorne und mit:19.4 Minuten der schnellste Mann unter allen 200=Meter=Männern. Auch bei den harten 100 Metern steht Arne wieder am Start. Er wußte, daß er gegen die ausgesprochenen Sprinter keine Chancen hatte.. Aberter.war als einziger Europäer in die Entscheidung gelangt und er hielt sich ausgezeichnet. Er wurde Vierter in:02 Minuten. Jonny Weißmüller stellte auf diese Distanz wiederum den Sieger und mit 59 Sekunden einen neuen olymvischen Rekord aus. Die Brüder Duke und Sam Kahanamoku aus Hawaii belegten den zweiten und dritten Platz. Am Schlusse der Schwimmolymvia von Paris, als das Gesamtergebnis übersehen werden konnte, galt Arne Borg unbestritten als„Der Allrounds= schwimmer“. Am 24. Juli 1924 betrat Arne im Hasen von Trelleborg wieder den Boden seiner schwedischen Heimat. Acht Monate war er durch die Welt unterwegs gewesen und er hatte vorgehabt, jenem schwedischen Mädchen, das ihm eine Flagge mitgegeben, jetzt die Fahne wieder zurückzugeben, sie sollte mit Ehren und Ruhm überhäuft sein. Er besaß die Flagge aber nicht mehr. Sie lachten solange, bis auch Arne lachen mußte. Und mit ausgebreiteten Armen ging er auf Schweden zu. Er war der beste schwedische Mann in Paris gewesen. Und er war wieder daheim. * Der 400=Meter=Lauf von 1924 Die Zuschauer sagen: er hat es in sich. Die Teilnehmer murmeln: und wie! Der 400=Meter=Lauf ist nämlich immer, von jeder Seite aus betrachtet, ein prachtvoller Paradelauf und eine unerhört sensationelle sportliche Angelegenheit gewesen, überdies ist es ein Rennen, das mit als das höchste läuferische Kriterium gilt. Insbesondere bei den Olymvischen Spielen hat es mit diesen 400 Metern eine eigenartige Bewandtnis. Es will nämlich noch lange nichts Entscheidendes bedeuten, wenn einer in einem 400=Meter=Lauf der Schnellste ist. Es kommt vielmehr darauf an, daß sich ein Läufer innerhalb der zermürbenden Zeit von 48 Stunden durch einen ersten Vorlauf. durch einen zweiten Vorlauf und durch einen Zwischenlauf schlägt und dann noch so viel Kraft und Energie beOh. Arne Borg, du bester und leichtsinnigster aller sitzt um im Entscheidungslauf eine Rolle zu spielen. Schwimmer!] Das sind Anforderungen, die mehr als hart sind Hätte er nicht immer vorher laut verkündet, was und die nur Männer aus stählernem Material erund wo und wie er zu siegen gedächte draußen in der Welt, er wäre in Schweden überschüttet worden mit Respekt und Liebe! Denn eines stand fest und konnte von niemand angezweiselt und ausgelöscht werden: von siebenundsiebenzig Wettbewerben, an denen er in allen Erdteilen teilnahm, hatte er siebzig gewonnen und nur sieben verloren, vier gegen Charlton, zwei gegen Weißmüller und einen gegen Beaurevaire. In Malmö aber erwartete ihn ein Bündel schwedischer Zeitungen. Im größten Teil dieser Zeitungen wurde Arne Borg in der Luft zerrissen. Wo er die olymvische Goldmedaille habe, die er Schweden so fest und lärmend versprochen habe? Ob er nicht eventuell hätte vorher den Mund nicht so weit aufmachen sollen? Ob er sich nicht hätte eventuell unterwegs mehr dem Sport, als dem Vergnügen widmen sollen? Seine Freunde lachten. füllen können. Wer sie erfüllen will muß unerhört schnell und gleichzeitig unerhört zäh sein, er muß die Schnelligkeit eines Sprinters hohen Grades mit dem Stehvermögen eines Mittelstrecklers hohen Grades verbinden. Der 400=Meter=Mann hat dafür das Anrecht auf den Ruhm, als der vielseitigste Läufer und als der eigentliche Kämpfertyp der Laufstrecken zu gelten. Auf dieser Strecke findet man die größten kämpferischen Intelligenzen, hervorgegangen aus vielen Generationen von Sportsleuten und geschult und erprobt auf allen Aschenbahnen der großen Sportnationen. Es ist also ganz natürlich, daß sich in den bisherigen Olymvischen Spielen auf dieser messerscharfen Strecke nur Angelsachsen, entweder Nordamerikaner oder Engländer, als Sieger durchsetzen konnten. (Nur in einem einzigen Falle ein Südafrikaner.) (Fortsetzung folgt.) Aufraf des Fungbannes 200 zum Fuhl des Deatschen Hangboils 1830 In der Zeit vom 10. bis 27. März und nach Ostern in der Zeit vom 14. bis zum 18. Aril haben alle zehn= elf= und zwöljjährigen Jungen, die heute noch nicht zum Deutschen Jungvolk gehören— also die Jahrgänge 1925 und 1926. sowie ausnahmsweise der Jahrgang 1924—. Gelegenheit, ins Jungvolk einzutreten. Ich weise darauf hin, daß nach dem 20. Avril, der als Geburtstag des Führers für jeden Neuling im Jungvolk der Tag seines Dienstbeginns und seiner bevorstehenden Eingliederung bedeutet und somit seierliche Verpflichtung für seine weitere Entwicklung zum Pimpf und zum späteren Hitlerjungen sein wird, für die Jahrgänge 1924, 1925 und 1926 keine Gelegenheit mehr ist, dem Jungvolk beizutreten. Sämtliche Ostern neueintretenden Jungen im Alter von zehn, elf und zwölf Jahren dürfen nicht mehr Angehörige der Grundschule sein. Alle zehn=, elf= und zwölfjährigen Neulinge(Voraussetzung: arisch, erbgesund und reichsdeutsch) melden sich in der Zeit vom 10. bis 27. März oder spätestens in der Zeit vom 14. bis 18. April beim Stamm I/259(Ickern—Habinghorst) beim Stammführer Bruno Rademacher. Castron= Rauxel 3. Römerstraße, jeden Tag von 14 bis 16 Uhr (außer Samstags): Stamm VIII 259(Habinghorst—Rauxel) beim Stammführer Gust. Deichmüller. Castrov= Rauxel 1. Wittener Straße 100(Führerschule) oder beim Jungzugführer Lothar Heintz, Castrov=Raurel 2. Jlandstraße 2(Heim des Fähnleins 38/259). jeden Tag von 17 bis 19 Uhr(außer Samstags): Stamm II/259 Castrov=Rauxel=Altstadt) beim Stammführer Erich Jeß, Castrov=Rauxel 1. Herner Straße 27, jeden Tag von 15 bis 17 Uhr (außer Samstags): Stamm III 259(Castrov=Rauxel=Schwerin) beim stellv. Stammführer Wilhelm Klauke. Castrov=Rauxel 2. Gartenweg, oder Fähnleinführer Heinz Zechner, oder Jungzugführer Werner Hoffmann, beide Castrop=Rauxel 1. Dortmunder Straße. Nähere Einzelheiten über die Probezeit, ärztliche Untersuchung. Pimpfenprobe usw. erfahren sie in den nächsten Tagen durch weitere Artikel in der Presse. Der Führer des Jungbannes 259. gez.: Wilhelm Gutjahr. Stammführer. Aus der Führesarden des CTS. 1071 Turnbruder Bergmann wird hoofs Nachfolger, nachdem dieser 34 Jahre Vereinsleiter war Der neue Führerral Am 7. März 1936 hielt der Castroper Turnverein 1874 Rückblick auf das Jahr 1935. Der Vereinsführer Hoof gedachte bei der Eröffnung des großen geschichtlichen Geschehens des Tages. an welchem die letzten Fesseln der Wehrfreiheit in der bisher entmilitarisierten Zone gefallen sind. und auch in diesen urdeutschen Landen die vollen Rechte eines unabhängigen und ehrliebenden Staates wieder hergestellt sind. Das Gedenken an die historischen Stunden, da wieder deutsche Reichswehreinheiten diesseits und jenseits des Rheines ihre Friedensstandorte bezogen. war verbunden mit einem Dank an den Führer, der das deutsche Volk aus tiefster Not und Schande wieder herausgeführt hat. Der Vereinsführer gab sodann einen Ueberblick über die wichtigsten turnerischen Veranstaltungen des letzten Jahres. Neben Monatsversammlungen und Dietabenden. welche nicht nur turnerische Fröhlichkeit und Geselligkeit, sondern auch der Pflege des deutschen Volkstum dienten.— wurden Vorträge gehalten über „Volk und Staat".„Jahn und deutsches Volkstum“ „Hermann Löns"(Dietwart Trottenburg) und mundartliche, niederdeutsche Gedichtvorträge(Thr. Bergmann)— sind als wichtigste Veranstaltungen zu nennen: die 60=Jahrseier, verbunden mit einem Werbeschauturnen im Februar 1935, das Kreisberg= fest in Avlerbeck, der Gerätemannschaftskampf in Huckarde, der Lauf Quer durch Castrov. das Kreisturnfest in Hörde, eine Herbstveranstaltung, ein Winzerfest, eine Weihnachtsfeier und das Schauturnen im Rahmen des Winterhilfswerkes im Februar 1936. In der Reichswerbewoche trat der Castrover Turnverein auch im August 1935 auf dem Marktplatz an. um so einem größeren Kreise Einblick in die geleistete Breitenarbeit zu gewähren. Die Erfolge bei den auswärtigen Wettkämpfen waren, insbesondere bei dem Kreisturnfest in Hörde. sehr erfreulich. Es würde zu weit führen, die Einzelleistungen aufzuführen; dies istauch nie turnerische Art gewesen. Neben den rein turnerischen Veranstaltungen sanden Lehrgänge statt, in welchen die Fachwarte geschult wurden. Der Bericht des Kassenwartes ließ erkennen, daß der Verein völlig schuldenfrei dasteht. Dank der unermüdlichen und zähen geschäftsführenden Tätigkeit des Thr Bergmann ist es nicht nur gelungen, den Verein von drückenden Schuldenlasten zu befreien, sondern auch mit der finanziellen Sanierung die sichere Gewähr für einen Aufstieg gegeben. Die Zahlen in der Mitgliederbewegung zeigten, daß eine Aufwärtsentwicklung bereits im Vorjahre eingesetzt hat. Trotz erheblicher Abgänge infolge Eintritts in den Arbeitsdienst und in das Reichsheer und auswärtige Arbeitsstellen oder infolge sonstiger Veränderungen. konnte sich der Verein um ungefähr ein Drittel verjüngen: besonder# blühte die Kinderabteilung aus, die allein 111 jugendliche Turner und Turnerinnen zahlt. Es steht zu erwarten, daß im Olympiajahr alle Abteilungen des Turnvereins einen größeren Mitgliederzuwachs zu verzeichnen haben werden, gilt es doch auch auf dem Gebiete der körverlichen Ertüchtigung, daß jeder einzelne Volksgenosse seine Pflicht erkennt und bereit ist, nationalsozialistische Forderungen auch hier zu erfüllen. Der Oberturnwart Wiemann erstattete einen ausführlichen Bericht, den er mit den Worten Max Schwarzes einleitete:„Wenn Geschlechter gehen und Geschlechter kommen, dann müssen Formen zerspringen und Satzungen verjähren, aber was nicht zerspringen und nicht verjähren darf, das ist der Geist. der das Turnen und die Turnerschaft geboren hat". Aus dem Bericht entnehmen wir noch folgende Zahlen: Der Gesamtbesuch der Turner auf dem Turnboden — es wird zweimal in der Woche Dienstags und Freitags, abends in der Turnhalle der ViktoriaSchule geturnt— betrug 2241. d. i. im Monat 160 und das macht auf den Abend rund 20. Wenn diese Zahlen auch nicht überwältigend sind, so zeigen sie doch, daß hier still und zäh an der körverlichen und turnerischen Ertüchtigung gearbeitet wird. Der Frauenturnwart Kunze konnte an 48 Turnabenden insgesamt 1020 Besucherinnen. d. s. auf den, Abend ebenfalls rund 20 Turnerinnen, in ihrer Weise ertüchtigen: daneben fand sich auch die Frauenabteilung zum Turnen und zur Gymnastik, im Sommer auch zum Schwimmen regelmäßig ein. Der Schwimmwart und Paddelobmann Urschel konnte aus dem Leben der Paddelabteilung Erfreuliches berichten, wenn auch gesagt werden mußte, daß die Teilnahme an den Pflichtjahrten noch besser hätte sein können. Beim Anpaddeln war ein Bestand von 34 Booten vorhanden. An den vier Pflichtfahrten nahmen 56 Boote teil, d. s. durchschnittlich je Fahrt 14 Boote. In der Zeit von Avril bis Oktober 1935 wurden bei den Gemeinschaftsfahrten und bei den Einzelfahrten insgesamt 3335.7 Klm. zurückgelegt. Es ist zu erwarten, daß mit Beginn des neuen Frühjahres der Wassersport neue Freunde begeistern wird. Der Leiter der Fechtabteilung, Dr. Eichholz. beendete die Berichte der Fachwarte. An 47 Fechtabenden waren auf dem Turn= und Fechtboden insgesamt 622 Fechter und Fechterinnen; mehrere nahmen an Wettkämpfen und den Ausscheidungskämpfen für die Westfalenmeisterschaft teil: auf den Kreisfechtlehrgang am 15. März 1936 in der Turnhalle der Viktoriaschule wurde hingewiesen. Nach Erstattung der Jahresberichte gab der Vereinsführer. Konrektor Hoof, seinen Entschluß bekannt, nach 44jähriger turnerischer Arbeit in seinem ihm liebgewordenen Castrover Turnverein 1874, dem er 34 Jahre lang als [Vorsitzender gedient hat, sein Amt einem jüngeren Turnbruder zu übertragen. Auf seinen Vorschlag wurde Turnbruder Bergmann einstimmig durch Zuruf zum Vereinsführer gewählt. Damit ist die Vereinsführung nach den Worten des bisherigen Vereinsführers in die Hände eines Turnners gelegt. der seit Jahren mit dem Geist der Deutschen Turnerschaft verbunden ist und er nach seinen eigenen Worten gewillt ist, das Erbe und den Geist Jahns auch in der Zukunft zu wahren, mögen sich auch die Formen turnerischer Arbeit verändern. Der neue Vereinsführer gab kurz die Richtung an, in welcher der Castrover Turnverein 1874 in Zukunft in dem Reichsbund für Leibesübungen, der größeren Deutschen Turnerschaft, marschieren wird und appellierte an den turnerischen Kampfgeist und die turnerische Treue, sich ganz für das Werk des Führers einzusetzen, um die deutsche Zukunft zu gestalten. Er gab sodann den neuen Führerrat bekannt. Zu seinem Stellvertreter berief er den Oberturnwart Wiemann. Dietwart wurde Thr. Dr. Eichholz. Schriftwart Thr. Hatting, Kassenwart Thr. Grafe. Die Fachwarte unter dem Oberturnwart Wiemann sind: Trottenberg, Alois. Männerturnwart und Jugendwart. Kunze. Turnwart der Mädchen u. Turnerinnen. Frl. Tiefenbach, Leiterin der Frauenabteilg., Urschel. Schwimmwart und Paddelobmann. Eichholz. Leiter der Fechtabteilung. Ladda. Kinderwart und Gerätewart. Der bisherige Vereinsführer Hoof, der weiter Unterkreisführer im Unterkreis Castrov=Rauxel bleibt, sprach seine Erwartung dahin aus, daß es dem Castrover Turnverein unter der neuen Führung gelingen möge, an seinem Teile an dem WiederaufReda-Rräutertee Ne.! ist eine auseriesene Zusammenstellengvon wassertreibenden Kräutern und Wurzeln zur Reinigung und Gesunderhaltung von Mieren und blase. Tieda-Kräutertee Ne. 2 ist besonders geeignet zur Verhütung von Darmträgheit; zur Förderung der Verdavung und der Funktion des Darmes. Seutel 8bl..50; Karton RPf..30. Echältlich in Apetheken, Dregerien, Reformhäusern 41%0 190 11 H M hau und der Wiedererstarkung des Vaterlandes nach Kräften mitzuarbeiten. Am Vorabend des Heldengedenktages gedachte er sodann in dankbarer Treue der gefallenen Turnbrüder, von denen viele seine treuesten Mitarbeiter waren. Sie. die durch ihren Opsertod die Liebe zu Volk. Heimat und Vaterland besiegelt haben, stellte er als leuchtende Vorbilder hin und mahnte zu gleicher Ovserfreudigkeit und Hingabe. Der neue Vereinsführer Bergmann gab belannt, daß für den als Vereinsführer scheidenden Turnbruder Hooj noch ein besonderer Vereinsabend vorgesehen sei. Mit einem Schlußwort und dem Turnerlied: „Turner auf zum Streite“ sand die Jahreshauptversammlung ihr Ende. die Einmütigkeit und Geschlossenheit zeigte. Turner und Turnerinnen blieben in diesem kameradschaftlichen Geiste noch einige Zeit beisammen. Frung Schaderts Winlerreise in Gasttop Kauxer Aufführung Montag, den 16. März 1936, abends 8 Uhr, in der Aula des Oberlyzeums „Wahrlich in dem wohnt ein göttlicher Funke“, so rief der taube und schon sterbenskranke van Beethoven gleich einem Hellseher aus, als man ihm Liedkompositionen Franz Schuberts vorlegte. Dieser war über diese hohe Auszeichnung sehr glücklich, doch zur persönlichen Bekanntschaft mit dem Großmeister kam es leider nicht mehr, da letzter schon mit dem Tode rang. Nur bis zur Tür gelangte Schubert, als am 26. Marz 1827 der Titan die Augen für immer schloß. Untröstlich war er darüber und tiefe Schwermut ergriff ihn. Er merkte in dieser Zeit, daß auch bei ihm leise der Todesengel anklopfte. Und wie vom Fieber ergriffen, schuf er Werk auf Werk in beängstigender Fülle, unter vielen anderen beendete er auch in dieser Zeit seinen zweiten Liederzyklus„Die Winterreise“, die am Montag. dem 16. März, in Castrop=Rauxel in der Aula des Oberlyzeums eine zyklische Aufführung erlebt. sondern in einer anderen Welt ihre ewige Heimat hat. Prägnante musikalische Motiv=Symbole beherrschen m ganzen Verlauf diese Liedgebilde. BewunderungsCastrop=Rauxel, den 11. März 1936. Frühling im Schaufenster Von der Musik der ans Fenster klopsenden Regentropfen haben wir genug und sehnen uns jetzt nach Frühlingssonne. Nicht zuletzt deshalb. weil sie so nebenbei auch unsere neuen Frühjahrskleider bescheint und deren Eleganz und Frische erst recht zur Geltung bringt. Zwar ist der Frühling noch nicht offiziell eingezogen, doch die Modezeiten kümmern sich weniger um das Wetter, bei ihnen ist jetzt Frühling. aus allen Schaufenstern lacht er uns entgegen: mit Weidenkätzchen, dünnen Aesten, daran schwellende Knosven und Frühlingsblumen. Ein Bummel durch die Stadt und ein Blick in die Auslagen der Schaufenster ist eine Reise ins Land der Wünsche. Erlesener Geschmack, höchste Vollendung des eleganten Stils entfaltet ihren Zauber. Alles. was eine Frau liebt, reiht sich hier lockend wie eine schimmernde Kette. Es wird ihnen auffallen, daß wir im Zeichen des Jackenkleides stehen, dessen neue vielfältige Form sich mit graziösem, kühnem Schwung über die bisher geltenden Gesetze hinwegsetzt. Mehr soll hier nicht gesagt werden. Ueberzeugen sie sich selbst! Es ist erfreulich, daß dem modischen Zubehör besonders liebevolle Aufmerksamkeit geschenkt wird, das durch die Neuheit des verarbeiteten Materials überrascht. Keramik und ziseliertes Glas formen Schnallen. Knöpfe und Agraffen. Sie haben die Wahl. Zunächst werden sie wohl noch ein wenig hilflos in der verwirrenden Fülle des neu Gebotenen suchen, bis schließlich die harmonische Verbindung gefunden ist: zwischen der neuen Mode und unserer Persönlichkeit. Alles persönliche scheint in diesen Liedern abgestreift, der Kern seiner singseeligen Seele liegt gleichsam in ihnen greifbar offen da. Ihre Empfindsamkeit und Reizbarkeit hat in diesen Gesängen ihren höchsten, später nur noch selten erreichten Grad erreicht. In ihren unheimlichen Todesvisionen bildet sie das düstere Gegenstück zu dem bekannten anderen Schubertschen Zyklus. den Müllerliedern, den Herzensgeschichten des unglücklich Liebenden, Während letztere mehr durch ihre novellistische Handlung fesseln, liegt in der Winterreise bereits alles äußere Geschehen vor Beginn derselben abgeschlossen da. Ihre Lieder wollen einzig mit höchstem Ausdruck den einen Affekt„den Schmerz um verschmähte Liebe“ von zwanzig Seiten und mehr beleuchten. Heimatbilder erwarten Dich! Welch ein kühner Vorstoß ins Neuland der modernen Seelenbetrachtung und=analyse allein schon dieser Plan! Ueberträgt er doch in ihm den Gedanken der auf feinster psychologischer Verarbeitung beruhenden Einheit, wie ihn bis dahin nur die großen instrumentalen Formen kannten, auf das Lied. und er weitet so die Kleinform desselben nun auch zu den Außendimensionen der sogenannten großen Formen.“ In ihrer ganzen Anlage stellen die 24 Lieder der Winterreise eine Antwort auf sein reich bewegtes Leben dar, und zwar von den unheimlichen Schatten des unerbittlichen Todes begleitet. In leichten gekräuselten Wöllchen hatte Freund Hein sich schon recht früh in seinem Leben immer und immer wieder angekündigt. Aber nun, nunmehr ist scheinbar so wenig Licht übrig geblieben, daß soviel unheimliche Trauer sich restlos ausbreiten kann. Hier spricht seine Musik gleichsam eine Sprache, die nicht mehr aus einer Reihe losgefügter Töne besteht, sondern unmittelbar aus der Seele des Schäfers dringt, nicht mehr von der Erde zu stammen scheint, im ganzen Verlauf diese Liedgebilde. Bewunderung würdig, wie er den Stimmungston immer wieder zu variieren versteht! Von wehmütigem Erinnern an verrauschte glückliche Zeiten, von elegischer Trauer und heißem Liebesschmerz steigert sich das Gefühl bis zur düstersten Verzweiflung, ja, wahnsinndurchzuckerter Apathie, deren tragische Gewalten uns das Herz schier zusammenzuschnüren drohen. Selbst in den einfacher gehaltenen Strovhengesängen. in denen jede Note von blähendem Leben erfüllt feinste Dinge im Volkston durchaus erschöpfend darstellt, öffnen sich vor uns die tiefsten Abgründe des menschlichen Herzenswehes, deren Tiefe voll ur ganz zu ermessen keinem Senkblei auch jemals nur vergönnt sein wird. Auf allerengstem Raume zusammengedrängt gewinnt der lyrische Ausdruck hier eine Schlagfertigkeit und Treffsicherheit, das Accompag= nement eine tonmalerische Prägnanz, die durch das spätere, wesentlich von bedeutsamer Deklamation und reich detailliertem Klaviersatz ausgehende Schumannsche Lied auch nicht an einziger Stelle übertroffen Erst eine Gesamtaufführung dieses Zyklusses kann uns Schuberts unbegreifliche Größe als Seelenkünder voll und ganz enthüllen, und sie bestätigt noch heute in allem den kühnen Vorstoß bis in die letzten Möglichkeiten des Phantastischen und Visionären, in denen sich der Seher Franz Schubert nicht weniger zu Hause zeigte als Novalis. E. T. A. Hoffmann oder I. Kerner. Wie sehr gerade der Meister selbst diesen Zyklus schätzte geht zur Genüge aus Spauns Erinnerungen hervor. Er berichtet darüber folgendes: „Schubert war durch einige Zeit düster gestimmt und schien sehr angegriffen. Auf meine Frage, was in ihm vorgehe, sagte er zu mir:„Ihr werdet es bald hören und begreifen“. Eines Tages sagte er zu mir:„Komm heute abend zu Schober, ich werde euch einen Zyklus schauriger Lieder vorsingen, ich bin neugierig zu sehen, was ihr dazu sagen werdet. Sie haben mir mehr angegriffen als dies je bei anderen meiner Lieder der Fall war.“ Er sang uns nun mit bewegter Stimme die ganze Winterreise durch. Wir waren durch die düstere Stimmung dieser Lieder ganz verblüfft und Schober sagte endlich, es habe ihm darunter nur ein Lied gefallen, nämlich der Lindenbaum. Schubert entgegnete darauf:„Mir fallen diese Lieder mehr als alle anderen und sie werden euch auch noch gefallen.“ Und er hatte in der Tat Recht; denn schon recht bald waren wir begeistert von diesen wehmütigen Liedern, die Vogel unübertrefflich vortrug.“ Sie waren sein eigentlicher Schwanengesang.“., Masissr. k.... Mögen doch recht viele Musiifteunde diese so seltene Gelegenheit benutzen, einmal die Wintereise ganz hören zu können!—.— von Vorlesungen während der militärischen Dienstzeit ist nicht möglich. Alle übrigen Studenten, die ihrer Wehrpflicht genügen, haben, soweit die Dienstzeit länger als acht Wochen dauert. Exmatrikel zu nehmen. Studenten, die vor dem 1. Jan. 1914 geboren und von der Hochschule zur Ableistung des militärischen Dienstes beurlaubt sind, können auf Antrag ein bis zwei auf Freiwilligendienst in der Wehrmacht verwendete Urlaubssemester auf die für die Prüfung vorgeschriebene Studienzeit angerechnet bekommen. Eine Herabsetzung der wissenschaftlichen Examensanforderungen für die Teilnehmer am Wehrdienst kann keinesfalls stattfinden. Die Dauer des Landjahres 1936 vom 17. April bis 17. Dezember 1936 Die Dauer des Landjahres 1936 ist, wie die Pressestelle der Regierung mitteilt, auf die Zeit vom 17. April bis einschl. 17. Dezember 1936 festgesetzt. Enteignung für Zwecke der öffentlichen Elektrizitatsversorgung Heute ist die Sonderschau geöffnet! Die Sonderschau des Heimatmuseums verdient infolge der Seltenheit und Reichhaltigkeit des gezeigten Bildmaterials besondere Beachtung. Sie zeigt die Entwickelung der Industrie und die Entwickelung des Stadtbildes wie auch einzelner Straßenzüge. Bilder von Schulklassen und von großen Veranstaltungen in der Altstadt vor 30 bis 40 Jahren geben einen guten Einblick in das gesellschaftliche Leben und die Modeverhältnisse um die Jahrhundertwende. Durch die recht zahlreichen Photographien von den Castrover Rennen werden die Erinnerungen an die großen Renntage wieder wach. Eine Bereicherung hat inzwischen die Sammlung von Originalphotos aus der Besatzungszeit 1923 gefunden. Der Sonderschau„Heimatbilder erwarten Dich“ ist voller Erfolg zu wünschen. Erlaß bezwecke nicht nur. Störungen der Arbeit in den Schulen durch außerschulische Veranstaltungen fernzuhalten, sondern auch eine übermäßige finanzielle Belastung der Eltern zu verhindern. Auch die Schulverwaltung müsse den zwingenden Anforderungen der nationalsozialistischen Bevölkerungspolitik Rechnung tragen, die eine Entlastung dieser Bevölkerungskreise erheische und eine zusätzliche Belastung verbiete. Es dürften daher insbesondere in den Schulen keine Sammlungen abgehalten werden, die nicht vorher genehmigt worden seien. Das gleiche gelte für die Mitwirkung von Schulkindern an öffentlichen Sammlungen und ähnlichen Veranstaltungen außerhalb der Schule. Um Mißdeutungen vorzubeugen, sei erwähnt, daß die kürzlich angeordnete Schulsammlung des BDA. im März von allen in Frage kommenden Stellen genehmigt ist. Vertrauensratswahlen verschoben Die für Anfang April angesetzten Vertrauensrats= Auftrieb zum Castrop-Kauxeler Viehmarkt wahlen sind mit Rücksicht auf den Reichstagswahlkampf verschoben worden. Der neue Termin für die Vertrauensratswahlen wird noch bekanntgegeben. Einen Tag länger Osterferien Nach der Reichsordnung für Schulferien sollen die Osterserien im allgemeinen vom 22. März bis 8. Avril dauern. Je nach der Lage des Osterfestes muß jedoch eine Verschiebung erfolgen. Wenn das Osterfest später liegt, sollte bereits am Dienstag nach Östern die Schule wieder beginnen. Entsprechend dem Wunsch weiterer Bevölkerungskreise hat der Reichs= und preußische Erziehungsminister jetzt angeordnet, daß bei spätem Osterfest nicht der Dienstag, sondern der Mittwoch nach Ostern erster Schultag ist. Winterhilfsschießen des Bürgerschützenvereins Obercastrop e. B. Heute besonderer Tagespreis! Zum Viehmarkt am Montag, dem 9. März 1936. waren 608 Schweine ausgetrieben. Es kosteten: 6 Wochen alte Schweine 18—20.K: 6 bis 8 Wochen alte Schweine 20—25.: 8 bis 10 Wochen alte Schweine 25—32 M: 10 bis 12 Wochen alte Schweine 32—42 K. Größere Schweine losteten entsprechend mehr. Der Verkauf war mittelmäßig. Der nächste Kram= und Schweinemarkt findet am Montag nach der Castrover Kirmes(27. April) statt. ten Hälfte des Jahres 1931 einen Verrechnungspreis zugrunde, bei dem sie die Syndikatsumlage in Abzug brachte. Das Reichsgericht hat jedoch entschieden. daß der Abzug der Syndikatsumlage von dem Verrechnungsvreis bei Berechnung der Abgabe an die Erben Grimberg unzulässig ist. Diese Entscheidung bedeutet für die Gewerkschaft Graf Schwerin bei einer Syndikatsumlage auf die Verkaufsbeteiligung von über 4 RM. je Tonne eine nicht unerhebliche Belastung. Wie seinerzeit vom Grubenvorstand von Schwerin mitgeteilt worden war, waren im Jahre 1933 von der rund 585 000 To. betragenden Kohlenförderung nicht weniger als 35 Prozent auf dem Feld Emilie abgebaut worden, was für die Gewerkschaft eine Belastung von etwa 150000 RM. bedeutete. Bei der gleichen Gelegenheit wurde erklärt. der Durchschnittserlös je Tonne habe in den ersten neun Monaten des Jahres 1934 zwischen.23 bis 10.21 RM. geschwankt, bei welchem Preis zweisellos die Syndikatsumlage abgezogen worden war. Vertragsgemäß ist die Gewerkschaft Graf Schwerin verpflichtet, die in dem Feld Emilie und einem bestimmten Teil des Feldes Erin anstehende Kohle abzubauen und zu fördern, solange dort nach wirtschaftlichen Grundsätzen Kohle zu gewinnen ist. Auf Grund des§ 11 des Gesetzes zur Förderung der Energiewirtschaft vom 13. Dezbr. 35(RGBl. 1, S. 1451) wird zugunsten der Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen Aktiengesellschaft in Dortmund für die Herstellung von Anlagen zur Leitung und Verteilung elektrischen Stromes die Beschränkung oder. soweit dies nicht ausreicht, die Entziehung von Grundeigentum oder Rechten an Grundeigentum innerhalb des nachstehend bezeichneten Versorgungsgebietes mit der Maßgabe für zulässig erklärt, daß Anträge auf Planfeststellung nach dem 31. Bezemver 1940 nicht mehr gestellt werden dürfen: 1. Regierungsbezirk Arnsberg: Stadtkreise Dortmund. Bochum. Lünen, Castrov=Rauxel Herne, Wanne=Eickel, Wattenscheid u. Witten. Landkreise Arnsberg. Brilon. Livpstadt. Meschede. Soest. Unna und Wittgenstein. Gemeinden Holzen. hofen. Wandhofen. Villigst. Geisecke und Lichtendorf im Landkreise Iserlohn. Städte Hattingen und Wetter. Amtsbezirke Blankenstein. Hattingen. Herbede und Volmarstein sowie Gemeinde Niedersprockhövel im Enneve=Ruhr=Kreis: 2. Regierungsbezirk Münster: Stadtkreise Münster und Recklinghausen, früheres Stadtgebiet Buer im Stadtkreise Gelsenkirchen, Landkreise Ahaus. Beckum. Borken. Coesfeld. Lüdinghausen. Münster, Recklinghausen. Steinfurt und Warendorf. 3. Regierungsbezirk Minden: Landkreise Büren und Wiedenbrück. Die Anordnung findet auf Grundstücke des Staates und Rechte des Staates an Grundstücken keine Anwendung. Sie gilt ferner nicht für die Anlage von Hochspannungsleitungen von mehr als 50000 Volt und von Kraftwerken und solchen Umspann= und Schaltstationen, die über den Rahmen von Ortsstationen hinausgehen. Im Gebiet des Stadtkreises Bochum wird die Zulässigkeit der Enteignung auf das Grundeigentum beschränkt, das zu Anlagen für Durchgangsleitungen und für solche Leitungen erforderlich ist, die der Belieferung des städtischen Elektrizitätswerkes und erjenigen Stromabnehmer dienen, deren Belieferung den Vereinigten Elektrizitätswerken Westsalen.=G. als Rechtsnachfolger des Elektrizitätswerkes Westfalen AG., nach dem zwischen diesem und der Stadt Bochum abgeschlossenen Energielieferungsvertrage verbleibt. Transportgefährdung durch Kinder Der Castrop-Kauxeler Schlachthof im Monat Februar 1936 Das Schießen für das Winterhiliswerk hat bereits am 7. März begonnen. Die Beteiligung war sehr rege. Bis jetzt wurden folgende Höchstringzahlen erreicht: Schürmann, Theodor, 34 Ringe, Grüning. Heinrich, 33 Ringe. In den bekannten drei Anschlagsarten wurden 76 Ringe erreicht. Der Bezirk Emscher=Ruhr hat für die besten Schützen in den 3 Anschlagsarten als Preise 5 Führervlaketten gestiftet. Der Verein als solcher hat 20 wertvolle Preise für das Ovserschießen zur Verfügung gestellt, darunter 3 Frühstückskörbe und einige Rollschinken. Für das für den heutigen Mittwoch, den 11. März. angesetzte Schießen ist ein Tagespreis für den besten Schützen ausgesetzt. Darum auf nach Obercastrov, zur Wirtschaft Meyer, zum Opferschießen! Im Monat Februar wurden im städtischen Schlachthof geschlachtet und untersucht: 2 Pferde. 13 Rinder. 124 Kälber, 503 Schweine, 7 Schafe, zusammen 772 Schlachttiere. Als untauglich für den menschlichen Genuß wurden beschlagnahmt und vernichtet: 215 Lungen, 32 Lebern, 10 Magen und Därme. 15 sonstige Organe. Als minderwertig wurden beanstandet und der Freibank überwiesen: 9 Rinder, 2 Kälber und ein Schwein. Dank an die Sammler der 993. im Gau Westfalen-Süd Eine Unsitte, die nicht scharf genug bekämpft werden kann, ist das Bewerfen von Zügen durch Kinder. Schon oft ist in der Presse darauf hingewiesen worden, daß durch diesen kindlichen Unsinn großes Unglück herbeigeführt werden kann. Es kann daher nicht oft und eindringlich genug allen Eltern und Erziehern. sowie auch den Lehrversonen ans Herz gelegt werden, ihre Kinder und Schutzbefohlenen anzuhalten, das Bewerfen von fahrenden Zügen zu unterlassen. Die Polizei läßt nichts unversucht, die jugendlichen Täter zu ermitteln und dieser Unsitte zu steuern. Werden Kinder dabei ertappt, so dürfen sich die Eltern auf ganz empfindliche Unannehmlichkeiten gesaßt machen. Nachtrag für die Polizei-Tombola Serie„rot“ Nr.: 1059 3451 3747 6276 9565 9883 10930 13092 14828 17662 17806 17976 19477. Achtung! Tierhalter! Das Verzeichnis der beitragspflichtigen Tierbesitzer in Castrop=Rauxel und der von diesen zu entrichtenden Beiträge liegt vom 12. März 1936 ab 14 Tage lang zur Einsichtnahme der Beteiligten im Verwaltungsgebäude Castrov=Rauxel 1. Kirchplatz 3. Stadtpolizeiamt, öffentlich aus. Berichtigungsanträge sind spätestens 10 Tage nach Ablauf der Auslegungsfrist daselbst anzubringen. Ausfall der Oberschlesien-Kundgebung Mit Rücksicht auf die auf den 29. März angesetzte Wahl zum deutschen Reichstag fällt die für diesen Tag im Richterschen Saale von den beiden hiesigen Ortsgruppen der heimattreuen Schlesier anläßlich der 15. Wiederkehr des Jahrestages der Abstimmung in Oberschlesien geplante Gedenkkundgebung aus. Von der Gewerkschaft„Graf Schwerin“. Nur genehmigte Sammlungen in Schulen Der Reichs= und preußische Erziehungsminister hat in einem Runderlaß seine Anordnungen über Sammlungen in den Schulen in Erinnerung gebracht. Der Zwischen der Gewerkschaft Graf Schwerin, deren Kuxe sich nach der bekannten Umtauschtransaktion bis auf wenige Prozent im Besitz der Bergbau AG. Lothringen befinden, und den Erben Grimberg bzw. der diesen gehörenden Gewerkschaft Emile schwebte ein Prozeß über die von Schwerin für die von ihnen aus dem Feld Emilie und einem bestimmten Teil des Feldes Erin geförderte Kohle an die Erben Grimberg zu zahlende Entschädigung. der nunmehr vom Reichsgericht zugunsten der Erben Grimberg entschieden worden ist. Nach dem mit den Erben Grimberg abgeschlossenen Vertrag sind für jede Tonne Förderung aus den in Frage kommenden Feldern 6 Prozent des Syndikats=Nettoverrechnungs= vreises zu zahlen. Für die Berechnung der Abgabe legte die Gewerkschaft Graf Schwerin seit der zweiDer Gaubeauftragte des Winterhilfswerkes des Gaues Westfalen=Süd. Pg. Hütwohl, hat an den Gauwalter der Deutschen Arbeitsfront, Parteigenossen Stein. nachstehendes Dankschreiben für den vorbildlichen Einsatz der Sammler der Deutschen Arbeitsfront gerichtet: „Die sechste Reichsstraßensammlung, die seit Bestehen des Winterhilfswerkes zum ersten Mal von der Deutschen Arbeitsfront geschlossen durchgeführt wurde, hat in allen Kreisen des Gaues WestfalenSüd einen bisher noch nicht erzielten Erfolg gebracht. Das glänzende Ergebnis ist insbesondere der großen Einsatzbereitschaft der Sammler der Deutschen Arbeitsfront zu verdanken, die in geschlossener Front und diszivlinierter Weise vom frühen Morgen bis zum späten Abend in vorbildlicher Pflichterfüllung an die Opferberitschaft der Bevölkerung appellierten. Der deutsche Schaffende, der die Not am eigenen Leibe gespürt und noch heute nicht vollends gesundet ist, hat in dieser Sammlung mit in der vordersten Reihe gestanden und freudig mitgekämpft, die Wintersnot der anderen Volksgenossen zu meistern und damit den Willen des Führers in die Tat umzusetzen. Ich bitte Sie, allen Amtswaltern, Vertrauensmännern, Betriebswaltern, KdF.=Warten. Betriebsführern, sowie den Mitgliedern des Einzelhandels. die an dieser Sammlung beteiligt und sie zum Erfolg geführt haben, meinen herzlichsten Dank für ihren Ehrendienst zu übermitteln.“ Militärdienst der Studenten u. Abiturienten Serie„grün“ Nr. 1908 1988 8138 8171 11714 13867 17867 19625. Serie„gelb“ Nr. 6138 12851 14544 18043. Serie„violett" Nr. 8266 9796 12245 12604 13138 13617 14232 19311. Theater, Konzerte, Vorträge Musikalische Veranstaltungen der Stadt Bochum In Ergänzung bereits ergangener Bestimmungen ordnet der Reichserziehungsminister durch Erlaß an die nachgeordneten Behörden im Reichsgebiet an. daß Studenten oder Abiturienten, die vor dem 1. Januar 1914 geboren sind, und ein Jahr Militärdienst freiwillig ableisten, immatrikuliert bleiben können, oder, sofern sie noch nicht immatrikuliert waren, die Immatrikulation beantragen können. Sie haben dann zur Ableistung des Dienstes in der Wehrmacht sich beurlauben zu lassen. Ein Belegen Humor Nr. 70 Scheitt Dortmund=Böving finden für die St Oespel. Somborn 14., 16., 17., 18., 30., 31. März. im Zentralhotel S dortmund. Limbed tigen werden hie sam gemacht, daf hörig gereinigt. t1 10 Uhr abzuliefer übrige Zeit zur Gegenstände zur 2 Dortmund=Kirchlit Eltern Im Rahmen der städtischen Kammermusik findet am Donnerstag, dem 12. März. 20 Uhr beginnend. im Ernst=Moritz=Arndt=Haus, Königsallee. ein Kammerorchester=Konzert des Städt. Orchesters Bochum statt. Als Solist ist der bekannte Pianist Udo Dammert verpflichtet worden, der das Klavier=Konzert ov. 25 von Kurt von Wolfurt und Solostücke von Werner Egk svielen wird. Am Anfang des Programms steht die Suite Nr. 2 in=moll von Johann Sebastian Bach. Den Beschluß macht das Konzert für Streichorchester von Wolfgang Fortner. Weitere Mitwirkende: Konzertmeister Curt Hofmann(SoloVioline). Konzertmeister Rudolf Loos(SoloVioline). Kammermusiker Otto Kaßler(SoloVioloncello) und Kammermusiker Otto Schneebers (Solo=Flöte). Für den plötzlich erkrankten Städt. Kavellmeister Professor Leopold Reichwein hat Kavellmeister Emil Pecters die Leitung übernommen. Die Abendkasse ist ab 19 Uhr geöffnet. Telesonische Bestellungen unter Nr. 610 51. Die Evgl. Schi staltete am letzten „Hotel zur Post“. recht harmonische Rektor Pohlm reich Erschienenen bis auf den letzte Gelegenheit, ein 24. Oktober 1934 walter) angelegte zu richten, um ein für erzieherische stehende Heldenge auf den Unterschi heutigen Heldeng zustellen, daß dies verbundenheit un worden sind. Zu noch lange nicht und auch im Bere Hemmungen und Eltern erkannt se können. Unter d tende Rede des gleichen Tage un geschränkten Souv klang die Ansprac Führer aus. Der erste Teil Liedern, seinem marck“ und den Aust dargeboten Schauturnen am sprache eingestellt Im zweiten T meist heiter geha Klassen gebrach Frl. Hartung Volkstänze größe in ihrer Ausfüh einheitlichen Kost viel Beifall fand weltbekannten 10 chen, die sich nur mehr fürchteten. gelernt und ge Kleinen, die da stellten. Mit be Märchenspiel W. Blachetta ent Hexe, Zwerg un und Donner ul Spannung und Wurst allgemein Zeichen urwüchsi beiden letzten D. aus„Faust“ vor einiger Jungen Die Pausen ir musikalischen D Schülerinnen ar Märsche und Lie chen unterhielter viervorträge, an Dingen aber d Schülers Fr. Li Bandoneon nicht ein Elternabend geisterung und st Oberbi Wahlle Dortmund. 2 Arnsberg teilt zum Wahlleiter umfassend den F bürgermeister de zu dessen Stellv Stadt Hagen. D Verlegung d Dortmund. De straße 15, befind am 10. März d. Platz 8. verlegt zeichnung Lande Pros. Dr.= Sein Grund „Herr Bürovorsteher, ich wollte Ihnen nur sagen. daß ich nächste Woche heirate.“ „Das freut mich. Herr Müller. Ich habe sehr ger verheiratete Herren in der Abteilung, die sind viel lieber im Büro.“ Bochum. 2 Ruhestand zu der Bergschul konnte am 10 licher Frische Dr. Heyse wa Leitung der und als Ges schaftskasse tät Rubestand. 6 Ausbau der bedeutendsten dung des bei um den Ausb Ertüchtigung Ruhrbergbau seiner bergmi eine große A sten Organisa in denen des chem er als er auch schri Drittes Blatt des„Stadtanzeigers für Castrov=Nauxel und Umgebung“ Mittwoch, den 11. März ischen Dienststudenten, die soweit die dauert. Exor dem 1. Jan. ur Ableistung sind, können ligendienst in nester auf die dienzeit angeder wissendie Teilnehstattfinden. 1936 er 1936 wie die Pressedie Zeit vom 36 festgesetzt. 1e ersargung zur Förderung 35(RGBl. 1. gten Elektriziin Dortmund Leitung und Beschränkung intziehung von ideigentum inVersorgungsig erklärt, daß 31. Dezember en: adtkreise Dortv= Rauxel Witten. LandNeschede. Soest. Holzen. West ind Lichtendorf ngen und Wetingen. Herbede iedersprockhövel tkreise Münster ebiet Buer im Ahaus. Beckum. Münster, Reckrf. idkreise Büren ücke des Staates ücken keine Andie Anlage von als 50000 Volt Umspann= und nen von Ortsdes Stadtkreises Enteignung auf zu Anlagen für Leitungen erforstädtischen Elekmabnehmer dietigten ElektriziRechtsnachfolger AG., nach dem sum abgeschlosseh Kinder g bekämpft werugen durch Kinrauf hingewiesen 1 Unsinn großes Es kann daher llen Eltern und sonen ans Herz utzbefohlenen anenden Zügen zu s unversucht, die nd dieser Unsitte ertappt. so dürliche UnannehmTombola 9883 10930 13092 3867 17867 19625. 138 13617 14232 Vorträge Nr. 70 liungen m Scheitnsch Wöstfaltsch Zilr untiegevlel Vorlmund=West nermusik findet Uhr beginnend, allee. ein Kamchesters Bochum anist Udo DamKlavier=Konzert Solostücke von tsang des Protoll von Johann cht das Konzert fortner. Weitere 5ofmann(SoloLoos(SoloKaßler(SoloOtto Schneebers krankten Städt. ichwein hat Kaig übernommen. let. Telefonische Ihnen nur sagen. Ich habe sehr gern lung, die sind viel Dortmund=Bövinghausen Eichtage finden für die Stadtteile Lütgendortmund, Kley, Oespel. Somborn und Bövinghausen am 11., 12., 13., 14., 16., 17., 18., 19., 20., 21, 23., 24., 25., 26., 27., 28., 30., 31. März..,.,.,.,., und 7. Avril 1936 im Zentralhotel Specht, Inh. Franz Pack. in Lütgendortmund. Limbeckerstraße 29. statt. Die Eichpflichtigen werden hierauf mit dem Bemerken aufmerksam gemacht, daß die Maße und Wiegegeräte, gehörig gereinigt. tunlichst in den Morgenstunden bis 10 Uhr abzuliefern sind, damit den Eichbeamten die übrige Zeit zur Bearbeitung der eingelieferten Gegenstände zur Verfügung steht. Dortmund=Kirchlinde Elternabend der Evgl. Schule Die Evgl. Schule Dortmund=Kirchlinde veranstaltete am letzten Sonnabend im großen Saale des „Hotel zur Post“ einen in seinem gesamten Verlauf recht harmonischen Elternabend. Der Schulleiter Rektor Pohlmann begrüßte die überaus zahlreich Erschienenen, die den weiten Raum des Saales bis auf den letzten Platz füllten. Er benutzte diese Gelegenheit, eine im Sinne des Erlasses vom 24. Oktober 1934(Schulgemeinde und Jugendwalter) angelegte Ansprache an seine Schulgemeinde zu richten, um eine immer größere Aufgeschlossenheit für erzieherische Fragen anzubahnen. Der bevorstehende Heldengedenktag gab ihm Veranlassung, auf den Unterschied zwischen den früheren und den heutigen Heldengedenkfeiern hinzuweisen und festzustellen, daß diese nun zum Begriff innigster Volksverbundenheit und allgemeiner Opferbereitschaft geworden sind. Zwar ist wahre Volksgemeinschaft noch lange nicht auf allen Lebensgebieten erreicht, und auch im Bereiche der Volksschule zeigen sich noch Hemmungen und Störungen, die von Lehrern und Eltern erkannt sein müssen, um beseitigt werden zu können. Unter dem Hinweis auf die große bedeutende Rede des Führers und Reichskanzlers am gleichen Tage und die Wiederherstellung der uneingeschränkten Souveränität über alle deutschen Gebiete klang die Ansprache mit einem Sieg=Heil auf unseren Führer aus. Der erste Teil des Programms war mit seinen Liedern, seinem Sprechchor„Die Toten von Langemarck“ und den unter der Leitung des Turnlehrers Aust dargebotenen überraschenden Leistungen im Schauturnen am Barren auf den Inhalt der Ansprache eingestellt. Im zweiten Teile der Vortragsfolge wurden die meist heiter gehaltenen Aufführungen der einzelnen Klassen gebracht. Von der Eurhythmie=Lehrerin Frl. Hartung eingeübte liebliche Reigen und Volkstänze größerer und kleinerer Mädchen boten in ihrer Ausführung und in ihrer einfachen, aber einheitlichen Kostümierung anmutige Leistungen, die viel Beifall fanden. Die spanische Darstellung der weltbekannten 10 kleinen Negerlein durch=Männ= chen, die sich nun vor dem„schwarzen Mann“ nicht mehr fürchteten, löste große Heiterkeit aus. Gut gelernt und gewissenhaft gearbeitet hatten die Kleinen, die das Szenenspiel„In der Post“ darstellten. Mit besonderer Spannung sah man dem Märchenspiel„Das verwunschene Schloß" von W. Blachetta entgegen, das durch das Auftreten von Hexe, Zwerg und Riese unter Begleitung von Blitz und Donner und unheimlichen Bären schaurige Spannung und im Auftreten des erlösenden HansWurst allgemeine Heiterkeit hervorrief. Unter dem Zeichen urwüchsigen Humors standen dann auch die beiden letzten Darbietungen„Kaspar und Wagner“. aus„Faust“ von R. Elsner und der Stelzenreigen einiger Jungen und Mädel in feschem Kostüm. Die Pausen in der Vortragsfolge wurden von musikalischen Darbietungen einzelner Schüler und Schülerinnen ausgefüllt. Einige Knaben spielten Märsche und Lieder auf der Mundharmonika, Mädchen unterhielten durch zwei= und vierhändige Klaviervorträge, andere spielten die Laute. Vor allen Dingen aber darf das meisterhafte Spiel des Schülers Fr. Lückermann auf seinem schönen Bandoneon nicht unerwähnt bleiben. Alles in allem ein Elternabend, der bei den Besuchern große Begeisterung und starken Beifall fand. Oberbürgermeister Dr. Banike Wahlleiter von Westfalen-Süd Dortmund. Die Pressestelle der Regierung in Arnsberg teilt mit: Der Regierungspräsident hat zum Wahlleiter des Wahlkreises 18. Westfalen=Säd. umfassend den Regierungsbezirk Arnsberg. den Oberbürgermeister der Stadt Dortmund. Dr. Banike, und zu dessen Stellvertreter den Oberbürgermeister der Stadt Hagen, Dr. Vetter, ernannt. Verlegung des Landesbauamts Dortmund Dortmund. Das bisher in Dortmund. Bovermannstraße 15. befindliche Landesbauamt Dortmund wird am 10. März d. J. nach Hamm i.., Otto=KreiftPlatz 8. verlegt und führt vom 1. April ab die Bezeichnung Landesbauamt Hamm. Prof. Dr.=Ing. Fritz Heyse 70 Jahre Bochum. Der langjährige verdienstvolle, jetzt im Ruhestand zu Berlin, Nikolausweg, lebende Direktor der Bergschule Bochum, Pros. Dr.=Ing. Fritz Heyse. konnte am 10. März d. J. in geistiger und körverlicher Frische seinen 70. Geburtstag begehen. Prof. Dr. Heyse war 27 Jahre mit großem Erfolg in der Leitung der Bergschule Bochum des Ruhrbergbaues und als Geschäftsführer der Westf. Berggewerkschaftskasse tätig. Am 1. Oktober 1931 trat er in den Ruhestand. Er hat sich bleibende Verdienste um den Ausbau der Bergschule Bochum, der größten und bedeutendsten Eurovas, in der geistigen Heranbildung des bergmännischen Beamtentums und ferner um den Ausbau der bergmännischen Berufsschule zur Ertüchtigung des bergmännischen Nachwuchses im Ruhrbergbau erworben. Während der langen Zeit seiner bergmännischen Berufsarbeit bekleidete er eine große Anzahl von Aemtern in den verschiedensten Organisationen des Bergbaues und insbesondere in denen des bergmännischen Schulwesens. in welnem er als anerkannter Fachmann galt. So war er auch schriftstellerisch tätig und hat zusammen mit dem jetzigen Leiter der Bergschule. Pros. Dr. Herbst, das Lehrbuch„Die Bergbaukunde“ versaßt. Beim Ausscheiden aus der Leitung der Bochumer Bergschule wurden ihm zahlreiche Ehrungen zuteil. Vermißter Schüler Wanne=Eickel. Vermißt wird seit dem 7. März der Schüler Karl=Heinz Eckhardt, geboren am 29. 11. 1929 zu Essen, zuletzt Wanne=Eickel, Eintrachtstr. 21, wohnhaft gewesen. Beschreibung: etwa.50 Meter groß. geht etwas nach vorn geneigt. Bekleidung: Blaue Schirmmütze, grau=karrierter Mantel, blaue Hosc, graue Sportjacke, beiger abgetragener Pullover. braune Kniestrümpfe, hohe schwarze Schnürschuhe. Wer kann über den jetzigen Aufenthalt des Vermißten Angaben machen? Auto-Diebstahl Wanne=Eickel. Am 8. März, gegen.45 Uhr. wurde von dem verschlossenen Hofraundes Hauses Bickernstraße 3 ein Personenkraftwagen, Marke„MercedesBenz“,=Sitzer, Kennzeichen IX— 25304 gestohlen. Dieser Wagen wurde 2 Stunden späler auf der Wittener Straße in Bochum beschädigt ausgesunden. Wer kann bezüglich der Täter Angaben machen? Gemeiner Bubenstreich und Transportgefährdung Oer=Erkenschwick. Einem Fuhrunternehmer an der Horneburger Straße sind in der Nacht zum 5. März von bisher unbekannten Tätern drei Autoreifen seines Personenomnibusses, und zwar ein großer Hinterradreifen und ein kleiner Vorderradreifen und der an der Rückseite des Wagens befestigte Ersatzreifen bis auf den Gummischlauch durchgeschnitten worden. Nur dem Umstand, daß sich an dem Wagen Doppelreisen befinden, ist es zu verdanken, daß ein Unglück vermieden wurde. Dieser Personenomnibus wird nämlich regelmäßig zur An= und Abfahrt der Bergleute zur Zeche König=Ludwig in Suderwich benutzt. Von den gemeinen und niederträchtigen Burschen fehlt bisher noch jede Spur. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen mit größter Energie ausgenommen. Die Bevölkerung wird gebeten, die Sucharbeit der Kriminalpolizei zu erleichtern, damit die frevelhaften Burschen baldmöglichst gefaßt werden. Wer irgendwelche Angaben machen kann, wird gebeten, sich sofort bei der Kriminalpolizei in Oer=Erkenschwick zu melden. Verschwiegenheit wird zugesichert. Drei Einbrecher festgenommen Herten. Den eifrigen Bemühungen der Kriminal= polizei ist es gelungen, in den letzten Tagen eine dreiköpfige Diebes= und Einbrecherbande zu ermitteln und festzunehmen. Die Bande hat seit längerer Zeit die Gegend in Langenbochum und Hüls unsicher gemacht durch Einbrüche in Kleinviehställe. Es handelt sich bei den Einbrechern um drei Männer im Alter von 27—30 Jahren. Zwei von ihnen sind wiederholt und einschlägig vorbestraft. Der Haupttäter und zugleich Anführer der Bande ist erst vor 5 Monaten nach Verbüßung einer längeren Gefängnisstrafe aus dem Gefängnis entlassen worden. Gleich nach seiner Entlassung hat er sein diebisches Handwert wieder ausgenommen. Er wird wohl jetzt für längere Zeit hinter Zuchthausmauern verschwinden. Bisher konnten ihnen erst einige Diebstähle nachgewiesen werden. Es kommen aber höchstwahrscheinlich noch weitere Einbrüche und Diebstähle auf ihr Konto, die schon längere Zeit zurückliegen. Die Einbrecher sind dem Amtsgericht vorgeführt worden, das Haftbefehl gegen sie erlassen hat. Zuchthausstrafen für einen Fahrraddieb Gelsenkirchen. Das Schöfsengericht in Gelsenkirchen verurteilte einen 17 mal vorbestraften 33jährigen Fahrraddieb zu 1 Jahr und 3 Monaten Zuchtaus. Er hatte am 24. Dezember 1935 ein vor einer Wirtschaft stehendes Fahrrad gestohlen und wurde hierbei auf frischer Tat gefaßt. Einbruch bei der 903. Horst=Emscher. Wahrscheinlich um Geld zu stehlen, brachen nächtlicherweile Diebe in die Büroräume der Deutschen Arbeitsfront ein, durchwühlten alle Behältnisse, mußten aber schließlich ohne Beute wieder abziehen. Ein übler Erpresser festgenommen Buer. Einer hiesigen Dame hatte ein Mann einen Brief gesandt, in dem er ihr schwere Verfehlungen zur Last legte und erklärte, er wolle jedoch von einer Anzeige bei der Staatsanwaltschaft absehen. wenn er den Betrag von 5000 RM. ausgehändigt erhalte. Die Dame tat das, was in diesem Falle das Richtige war: sie meldete die Sache der Polizei. die daraufhin den 49jährigen Erpresser festnahm. Das Amtsgericht hat ihn bereits in Haft genommen. Jagdhunddiebe am Werke Gladbeck. In letzter Zeit sind hier mehrere wertvolle Jagdhunde abhanden gekommen, so daß nunmehr der dringende Verdacht besteht, daß die Hunde planmäßig gestohlen worden sind. So wurde u. a. einem hiesigen Zahnarzt ein Jagdhund im Werte von zirka 2000 RM. gestohlen. Beschreibung des Hundes: Jagdhund„deutsches Kurzhaar“, Rüde, 4 Jahre alt, 64 cm hoch, Brauntiger mit braunem Kopf und braunen Platten, schöner Hund, Formwert vorzüglich, etwas schwerer Schlag, 5facher Leistungssieger, fast kleinfingergroße Narbe in linker Flanke. Des weiteren ist einem hiesigen Gastwirt ein Jagdhund im Werte von zirka 300 RM. gestohlen. Beschreibung des Hundes: Heidewachtel, Rüde, braun mit weiß, weiß getiegerte Läufe, lange Fahnenrute, am Ende weiß, 1 Jahr alt, zirka 50 cm hoch, hört auf den Namen„Harras“. In beiden Fällen wird von den Geschädigten hohe Belohnung demjenigen zugesichert, der Angaben über den Verbleib der Hunde machen kann. Vro Ankauf der Tiere wird gewarnt. Hundeliebhaber, insbesondere Jäger, werden auf das Treiben der Hundediebe aufmerksam gemacht. Ist irgendwo einer der gestohlenen Hunde zum Kauf angeboten worden? Angaben, die vertraulich behandelt werden, nimmt die Kriminalpolizei in Gladbeck entgegen. erklang ein gemeinschaftliches Lied„Wir wollen Gott" und nach einer leidenschaftlichen Rede von Styp=Retowiki. dem Glauben der Väter auf ewig die Treue zu halten, erklang das gemeinsame Glaubensbekenntnis. Nach einer Pause wurde dann ein großes geistliches Theaterstück aus dem Leben des Hl. Albert ausgeführt. Bei der Verlesung der Telegramme aus Warschau und Paris wurden auch Danktelegramme, die abgeschickt wurden, verlesen. Im Laufe des Tages trugen im kleinen Saale des Gesellenhauses volnische Jugendvereine an drei Tischen Tischtennismeisterschaften aus. Arbeitslagung der Gesundheitsvereine von Rheinland und Westfalen Köln. Am Sonntag hielt in der Bürgergesellschaft die Leiter der Gesundheitsvereine aus Rheinland und Westfalen eine Arbeitstagung ab, auf der der Leiter der Reichsarbeitsgemeinschaft der Verbände für naturgemäße Lebens= und Heilweise. Wegener (München). im Auftrag des Reichsärzteführers Dr. Wagner richtungweisende Ausführungen machte. Eingangs seiner Ausführungen wies der Redner kurz auf die Bedeutung des vergangenen Tages hin und gedachte dann der Gefallenen des Krieges und der Opfer der Bewegung. Er sagte dann weiter, in der Organisation der Naturheilbewegung seien acht anerkannte Bünde zusammengesaßt. Erst der Nationalsozialismus habe die Bedeutung der Naturheilbewegung erkannt, die vorher von der erakten Wissenschaft stark vernachlässigt worden sei. Die Bewegung lehne es ab, mit pazisistischen und lebensverneinenden Sekten verwechselt zu werden. Nachdem die Bewegung in ihrer Bedeutung für die Sicherung der Volksgesundheit anerkannt worden sei, müsse es als Pflicht eines jeden Arztes bezeichnet werden, sich mit ihr näher zu befassen. Diese Anerkennung habe ihren Ausdruck gesunden in der Errichtung von Naturheilkliniken, Lehrstühlen und Kursen. Der Redner ging dann noch näher auf die Entwicklung und die Geschichte der Streitfrage Medizin oder Naturheilkunde ein. Im Zusammenhang mit der Naturheilbewegung obliege den Krankenkassen die Pflicht, auch die Heilmittel der Natur zu berücksichtigen. Die Verwaltungen der Städte und Gemeinden müßten der Anerkennung der Bewegung durch Errichtung von Luft= und Sonnenbädern Folge leisten, wobei die Vereinsleiter als Berater hinzuzuziehen seien. Der Redner forderte weiter. Beschaffung von Arbeitsgemeinschaften unter Berücksichtigung aller angeschlossenen Bünde. Die Hauptaufgabe der Gesundheitsbewegung liege nicht im Heilen und Behandeln, für das der Arzt und der Heilpraktiker zuständig seien, sondern in der Erziehung des deutschen Menschen zum Gesundwerden und Gesundbleiben. Die Vereinsleiter trügen gegenüber Volk und Vaterland und auch gegenüber der Reichsleitung die hohe Verantwortung. diese Ziele durchzusetzen. Zum Schluß betonte der Redner die Wichtigkeit des Anbaues von Heilpflanzen, für die bisher jährlich 30 Millionen Mark im Ausland ausgegeben werden mußten.— Eine interne Besprechung schloß sich an die öffentliche Tagung an. Der Prozess ohne=Sühns Eine Erinnerung an die Essener Wasserturmtragödie Nach fast einjähriger Vorbereitung begann am 11. März 1921, vor 15 Jahren, vor dem Schwurgericht in Essen der sogenannte Wasserturmprozeß. Er sollte eines der furchtbarsten Verbrechen fühnen, die sich während der durch den Kapp=Putsch ausgelösten Spartakus=Revolution im März 1920 ereignet hatten. Mit Recht ist aus Anlaß der 15jährigen Wiederkehr jenes 19. März 1920 an die schauerlichen Taten erinnert worden. denen 18 Mann von der Essener Einwohnerwehr, 20 Mann von der staatlichen Sicherheitsvolizei und je ein Mann von der staatlichen Schutzmannschaft sowie von der Essener Sicherheitswehr zum Opfer fielen. Offenbarten diese Taten doch eine bis dahin in Deutschland von niemandem für möglich gehaltene menschliche Verwilderung und einen infernalischen Haß vom Kommunismus aufgehetzter Massen gegen jeden Träger der öffentlichen Ordnung, ganz gleich. ob er Leutnant oder Unterwachtmeister, Beamter oder Angestellter. Handwerker, Kaufmann oder Arbeiter war. Die Tausende, die damals den Essener Wasserturm belagerten, hatten keine Spur jener Empfindung mehr, die selbst in vielen unzivilisierten Völkern die Ermordung Wehrloser durch eine gewaltige Uebermacht verbietet. In unsäglicher Vertiertheit sielen sie über die waffenlos und mit erhobenen Händen aus dem Turm heraustretenden Männer der Besatzung her und machten sie mit Kolben, Bajonett und Knüppeln nieder. „Wilde Schreie“ so erzählt in zusammenfassender Darstellung Spethmann in seinem Werk„Zwölf Jahre Ruhrbergbau“.„der Angst und des Entsetzens gellten von den Fenstern der gegenüberliegenden Häuser, die mit Zuschauern dicht besetzt waren. Mittlerweile war es einigen Verteidigern des Turmes gelungen, zu entfliehen und durch das Einfriedigungstor zu entkommen. Mehrere Rote hatten das beobachtet und eilten ihnen nach, unablässig auf sie feuernd, bis sie tot niedersanken. Als das grausige Werk vollbracht war, wurde ein Wagen herangeholt, auf den man die zu Hausen daliegenden Leichen unter den brutalsten und abstoßendsten Aeußerungen und Manipulationen warf. während andere Scheusale höhnisch grinsend dabeistanden. Zum Teil waren sie betrunken.... Nach diesen Schreckenstaten setzten sofort Plünderungen ein, aus der gegenüberliegenden Wirtschaft raubte das Gesindel, was es für brauchbar hielt.“ 15 der Aufrührer konnten ermittelt werden. Aber der Prozeß, der am 11. März 1921 gegen sie begann, brachte keine Sühne. Er dauerte 22 Tage und wurde je länger desto mehr für die kommunistischen Drahtzieher zu einem Mittel zu neuer revolutionärer Verhetzung. In den letzten Prozeßtagen sammelten sich vor dem Gerichtsgebäude und in den umliegenden Straßen johlende. tobende Menschenmassen, die unter schweren Drohungen die Freisprechung der Angeklagten forderten. Die„gefesselte Justiz“ jener Zeiten, ohne ausreichenden Schutz durch die Organe des Weimarer Staates nur auf sich selbst gestellt, vermochte sich dem Druck der revolutionären Straße nicht zu entziehen. und so kam es zu dem geforderten Freispruch. Sehr richtig sagt Spethmann, daß der Ausgang dieses Prozesses. neben dem Verlust an Menschen, die allen Kreisen der Bevölkerung entstammten und die nur ihre Vaterstadt. Leben und Sicherheit ihrer Mitbürger gegen Aufrührer und Mörder verteidigen wollten, das Betrüblichste an den grauenhaften Vorgängen um den Essener Wasserturm gewesen sei. Von Tagungen und Verbänden Die Polen von Rheinland und Westfalen taglen Herne. Hier sand am Sonntag eine große Veranstaltung des 3. Bezirkes des Verbandes der Polen in Deutschland. der Rheinland und Westsalen umfaßt, statt. In großen Autobussen waren die Teilnehmer von nah und fern herbeigeeilt Gegen 11.15 Uhr fanden sie sich zum Festbochamt in der Herz=JesuKirche zusammen, wo ein gemischter Chor unter der Leitung von Jan Kazmierski die 3. polnische Messe von Zukowski aufführte. Um 15 Uhr versammelte man sich im Kath. Gesellenhaus zu einer großen Kundgebung. Der Saal wai trotz Stuhlreihen überfüllt. Nach den Eröffnungsworten des Herrn Kalusa begrüßte der Vorsitzende des Verbandes der Gegenseitigen Hilse. Bartniczak, Bochum, den Führer des Verbandes der Polen in Deutschland. Dr. Kaczmarek. Berlin. Dann wurde das„Gebet der Polenkinder im Ausland“ vorgetragen. Der Gesangverein „Cecylia“. Herne, unter Leitung von Klonowsti, sang das Lied zu Ehren der hl. Familie„Bogu Rodzica“. Nach Deklamationen der Polenkinder hielt der Geistliche Styp=Rekowski eine vom Glauben durchdrungene Ansprache und überbrachte die Grüße des Erzprimas von Polen, des Kardinals Hlond. Ein kurzes Theaterstück„Glocken der ewigen Stadt" folgte. Dann hielt Dr. Kaczmarek. Berlin, der Verbandsleiter. die Festrede. in welcher er die Zuhörerschaft aus Rheinland und Westfalen anhielt, der Heimat der Väter die Treue zu bewahren und wie bisher ein Vorbild für die Schwestern und Brüder in Polen zu sein. Nach zwei geistlichen Liedern eines gemischten Chores mit Orchester unter M. Jezierski Aus dem Münsteriand Kunstmaler Müller=Tenckhoff gestorben Münster. Im Alter von fast 63 Jahren starb in Mainz der in Westdeutschland bekannte Mainzer Kunstmaler Karl Müller=Tenckhoff. ein Bruder des bekannten Altbierbrauers Jans Müller und Onkel dessen Sohnes, des bekannten„singenden Bierbrauers“, Pincus Müller. Müller=Tenckhoff hatte keine Lust zum Studium bewiesen, war vielmehr Maler und Anstreicher geworden, und von dieser Lebensgrundlage an hat er sich dann zu einem so bedeutenden Kunstmaler entwickelt, daß seine Gemälde, die mit Vorliebe münsterländische Motive behandeln, in den Galerien zu Darmstadt. Mainz. Münster usw. Bewunderung sanden. Er war ein Freund und naher Geistesverwandter des jüngst verstorbenen Malers Eugen Fernholz. Schon ein Waldbrand in der Nähe Münsters Münster. Kaum hat die siegende Sonne die Bodenoberfläche ein wenig getrocknet und die Menschen hinausgelockt in die hoffnungsfreudige Vorfrühlingsnatur, da kann man auch schon hören, daß Waldbrände entstehen. So am Sonntag in Gremmendorf. zwischen dem Gleiskörper der Landeseisenbahn und der neuen Idakirche, wo Kiefern= und Fichtenbestände vom Feuer zerstört wurden. Glücklicherweise konnte der Brand rasch abgeriegelt und dadurch weiterer Schaden verhütet werden. Ein schwerer Motorradunfall Ibbenbüren. In der Nacht zum Montag fuhr in der Nähe des Bahnhofes ein Motorradfahrer mit Sozius gegen eine Mauer. Beide mußten mit dopvelten Schädelbrüchen ins Krankenhaus gebracht werden. Aus dem Weser= und Emsland Landral a. D. Tenge konnle seinen 80. Geburtstag feiern Rietberg. Der weit über die Grenzen Westsalens hinaus bekannte frühere Landrat des saarländischen Kreises Ottweiler, Woldemar Tenge. Besitzer der Grafschaft Rietberg, konnte in ganz erstaunlicher geistiger und körverlicher Frische seinen 80. Geburtstag seiern. Am 6. März 1855 auf der von seinem Großvater von dem Fürsten Aloys von Kaunitz, dem Sohne des letzten regierenden Grafen von Rietberg. im Jahre 1822 erworbenen„Grafschaft“ geboren. hat Landrat Tenge als Mann von unbezwingbarer Arbeitslust und klarem Blicke für die Notwendigkeiten seiner Heimat sich mit ungeheurem Eiser eingesetzt für die Gründung der verschiedensten landwirtschaftlichen Vereine, wie er überhaupt allen Angelegenheiten der Landes= und Forstkultur. der Viehzucht. des Heimatschutzes und der Erforschung der Heimatgeschichte, der Hege und Pflege des Wildes das größte Interesse entgegenbringt. Eine Reihe von Jahren war er Vorsitzender des Fischereiverein: für Westfalen und Livpe. und mit regem Eiser in den gemeinnützigen Körverschaften seiner Heimat im Dienste der Allgemeinheit tätig, eine kerndeutsche. scholleverbundene Natur, ein aufrechter Westsale! S Ubttse Neesoter Roman um eine absonderliche Begebenheit von A. von Sazenhofen Urheber- Rechtsschutz: Drei Quellen-Verlag, Königsbrück(Bez. Dresden) Hans findet, daß man auch noch Hunger haben kann und zieht Georg mit sich in ein Gasthaus. „Da ist keine Musik! Da können wir bleiben, bis unser Zug Der Morgen kommt. Ueber der erloschenen Vergißmeinnichtwiese steht wie ein einfarbig grauer Prospekt der Himmel, unendlich nüchtern und glanzlos. Im Bibliothekzimmer ist ein Frühstück hergerichtet, und es steht eine Flasche Wein dabei. In der Küche sind die Fenster offen. Christine schaut alle Augenblicke hinaus. Georg und Hans haben schon gefrühstückt. Das Warten hat etwas Folterndes, es ist die ermüdende Spannung, mit der man wartet und zuschaut, daß ein Felsblock, ein Stein, eine Lawine ins Rollen kommt. Es kann ärger sein als der Tod. Tod ist etwas Ausgeglichenes, Ausruhendes, ein Bewußtsein, das einen geliebten Menschen, eine geliebte Seele sich irgendwohin denkt. Dies Nichts=mehr=wissen ist noch hundertmal ärger. „Ich habe die Meinung gehabt, daß sie scheintot wäre“, sagt Georg müde,„und habe gedacht, die Qual würde eine halbe Stunde dauern und wäre dann vorüber. Jetzt... kann ich an alle Marter der Seele und des Leibes denken, und sie treffen vielleicht... alle zu.“ „Das Auto...“, sagte Hans,„komm!“ Die Herren steigen aus. Kommissar Richter und Inspektor Mehrwald. „Darf ich Sie erst einladen zu einem Imbiß?“ sagt Georg. In der Halle nimmt Friedrich die Mäntel ab. „Wir kennen uns“, sagt Richter freundlich. „Ja, Herr Kommissar!“ Mehrwalds prüfender Blick gleitet von Friedrich ab. Georg sagt leise:„Er ist 48 Jahre bei uns im Dienst und hängt an der Familie.“ „So Der Imbiß wird rasch eingenommen. „Zuerst in die Gruft!“ sagt der Kommissar aufstehend. Die Gruft ist schon abgesperrt. Die Arbeiter sind fertig. Die Untersuchung ergibt keinen Anhaltspunkt, es war auch nicht zu erwarten. „Es gibt viele Spitzlis“, sagt der Kommissar nebenbei, und seine Stimme ist hallend im Gewölbe.„Der Auftrag ist bereits an alle Polizeistationen hinausgegangen. Wissen Sie im übrigen seinen Vornamen, Herr Baron?“ „Ich kann mich nicht mehr erinnern.“ „Gut, gehen wir jetzt die Puppe besichtigen.“ Sie gehen an der Mauer entlang gegen den Pavillon. Es hat in der Nacht geregnet. Der Sand ist feucht. „Wer ist da gegangen?“ sagt Mehrwald stehenbleibend und beugt sich zu einer Fußspur. Es ist der nackte Fuß eines Kindes.„Bitte, der Spur ausweichen!“ sagt Mehrwald, und sie gehen weiter. Vögel wachen auf in den Platanen und zwitschern. Dunst kriecht an der Mauer entlang und beschlägt silbrig die weißen Steine. Der Himmel hängt voll Regenwolken niedrig und schwer. Langsam steigen sie die Treppen hinauf.„Wird der Pavillon eigentlich benützt?“ „Nein“, sagt Georg.„Meine Braut hat ihn gern gehabt. Sie kam manchmal hierher, um in Ruhe zu lesen.“ Hans sperrt die Tür auf. Ein unartikulierter Laut aus seinem Mund läßt Georg zusammenfahren.„Was ist denn?“ Hinter Hans treten die Herren ein, hinter diesen Georg. Es wirft Georg zurück an die brüchige Seidentapete, die über seinem Kopf reißt und knistert. Sein Oberkörper sinkt vor. Seine Arme hängen schwer an den Seiten nieder. Der Kommissar hebt betroffen den Blick.„Was Mtdenn?“ Hans kann kaum reden.„Sie ist fort!“ sagt er tonlos.„Da hat sie gesessen!“ Es ist ein langes Schweigen. Mehrwald läßt seine Augen wandern. Dann geht er auf ein Fenster zu und öffnet es. Tote Fliegen fallen auf das breite Sims herunter. Er stößt den hohen, grauen Laden auf. Der Tag fällt unbarmherzig in das geheimnisvolle Dunkel. Die goldverzierten Wandtische an den schmalen Pfeilern der fünf rundgestellten Fenster scheinen rötlich auf. Die blaue Seide der Tapete hat Flecken. Amoretten mit fehlenden Gliedern halten an der Kuppel sich verblaßte Blumenkränze zu. Es steht alles plötzlich nackt, wie anklagend, in dem brutalen Licht des sonnenlosen Morgens. Georg hat sich etwas erholt. Sein Herz klopft wild in der Brust. Er spürt es bis in die Halsadern. Gnft Mehrwald macht das vierte Fenster auf. „Halt!“ sagt er. Er weist auf eine frisch abgewetzte Stelle an der Jalousie und schwingt sich auf die Brüstung.„Da ist ja die Mauer so niedrig, daß jeder Greis einbrechen kann. Hallo... und da unten liegt ein erst frisch von der Mauer gebrochener Stein. Herr Kommissar, es ist ganz klar, daß hier ein Einbruch verübt wurde, um die Puppe wegzubringen. Die Fußspuren des Kindes am Parkweg sind mir jetzt auch klar. Das Kind ist über die Mauer geklettert— es muß ein etwa zehnjähriger Bub gewesen sein— und hat mit einem Nachschlüssel, ich habe vorhin Wachsher, im Staub sieht man deutlich die breite Schleifspur— und sie jemandem hinausgereicht. Wir werden gleich wissen, wem.“ Und Mehrwald schwingt sich neuerdings auf das niedrige Sims, von dort auf die nahe Mauer und läßt sich drüben hinunter. Sie reden nichts. Der Kommissar geht leise und beobachtend hin und her, und Hans lehnt an einem der offenen Fenster. Georg starrt mit festgeschlossenen Lippen auf den leeren Brokatstuhl. Mehrwald springt mit einem leichten Satz wieder herein.„Also draußen läuft eine Straße die Mauer entlang, die zur Not mit einem guten Wagen befahren werden kann. Der Diebstahl muß gestern noch ausgeführt worden sein. Die Spuren der Reisen sind ziemlich verwischt, aber in der Wiese sind die Eindrücke noch gut erkennbar. Das Auto ist in dieser Richtung weitergefahren.“ „So“, sagt der Kommissar,„also haben wir den Verbrecher noch in nächster Nähe. Wahrscheinlich ... er kann auch Helfer haben. Wann ist die Beerdigung des alten Herrn gewesen? Ich erinnere mich augenblicklich des Tages nicht mehr.“ „Heute vor drei Wochen.“ „Gut, der Verbrecher hat also gewußt, daß die Gruft geöffnet wird und hat jedenfalls Sorge gehabt, daß etwas herauskommt. Wahrscheinlich hat er Sie beobachtet, wie Sie die Puppe herausgetragen haben. Wann war das?“ „Vorgestern nacht.“ Die Herren gehen zum Tor. Friedrich kommt, es aufzuschließen. Der Kommissar bleibt stehen und hält Friedrich an.„Erinnern Sie sich, wie der Professor Spitzli mit seinem Vornamen geheißen hat?" „Jawohl, Herr Kommissar, Theodor!“ Dann zu Georg:„Sie haben Telephon?“ Da steht der Kommissar auf, zahlt und verläßt das Kaffeehaus. „Bitte“, sagt Dr. Schlegel zu den im Wartezimmer sitzenden Patienten,„die Sprechstunden sind von zwei bis vier, aber wenn es sehr dringend ist...“ „Es ist dringend“, sagt der Kommissar und zieht ein Papier aus der Tasche.„Sie haben diesen Totenschein ausgefertigt, nicht wahr?“ Dr. Schlegel tritt einen Schritt zurück. Er nimmt das Blatt nicht. Er sagt unwillig:„Mit wem hab' ich das Vergnügen?“ „Ich bin der Polizeikommissar Richter aus Konstanz, bitte...“, und weist seine Legitimation,„ich muß Sie um die Bestätigung ersuchen, daß Sie diesen Totenschein ausgefertigt haben. Er ist mit Ihrem Namen gezeichnet.“ Es ist schon ein wenig dämmrig im Zimmer, denn die Gasse ist eng, und die Häuser sind alte Giebelhäuser, die Schatten werfen. Der Doktor geht, groß und hager, mit langen, lautlosen Schritten zum Schalter und dreht das Licht an. Er ist unfreundlich und verärgert.„Geben Sie her!“ Er tritt zum Lüster, wirft einen Blick auf das Papier und reicht den Schein zurück.„Davon weiß ich nichts. Das ist mir ganz unbekannt!“ Da sagt der Kommissar spöttisch lächelnd: „Diese Antwort habe ich erwartet! Sie widerspricht natürlich dieser deutlichen Unterschrift hier: Dr. Franz Schlegel. Solche Widersprüche zu lösen, ist die Polizei da. Unten steht mein Wagen. Es warten darin drei Polizisten auf meinen Wink.“ „Der Doktor soll Es sind Regentage. Der Regen beschlägt die hohen Fenster im Schloß mit perligem Glanz, manchmal rinnt ein großer Tropfen und macht eine Gasse. Es ist nichts mehr zu tun. Die Polizei arbeitet. Man muß nur bereit sein, um da zu sein. Hans möchte am liebsten fort. In Berlin braucht man ihn. Es soll eine Neuerung ausprobiert werden an einem Flugzeug. Rummler hat telephoniert. Er kann dort nicht alles im Stich lassen. „Georg, halte dich tapfer! Ich komme wieder!“ Georg drückt ihm stumm und dankbar die Hand. Jetzt ist er allein. Die Tage gehen noch. Manchmal muß etwas getan, angeordnet und überprüft werden. Die Danksagungen für die Kondolenzen sind zu schreiben. Aber in den Nächten ist keine Hilfe. Sie schleichen heran wie leise Katzen in lautloser Dämmerung und lauern in dunklen Ecken mit dem schnurrenden Geräusch großer Pendeluhren. In ihren Tiefen rollen sich Bilder auf und ab, die einen Menschen um den Verstand bringen können. Georg kämpft tapfer.„Es hängt alles davon ab, daß ich stark bleibe!“ Aber in der Morgenfrühe liegen seine Augen brennend in dunklen Schatten. Friedrich klagt und sagt, er könne nicht schlafen. Wenn er das Frühstück bringt, sagt er das. „Wenn man alt wird, hat man keinen Schlaf mehr!“ Und wieder:„Herr Baron, wenn man wach ist, wird einem die Nacht so lang! Sie nimmt gar kein End'!“ Georg nickt nur, aber am Abend sagt er: „Wenn du nicht schlafen kannst, komm herein zu mir! Ich kann auch nicht schlafen!“ Am Abend bringt Friedrich sein Taschenbuch. Es ist abgegriffen, und alle Aufzeichnungen sind kindlich naiv, aber Friedrich ergänzt aus seinen Erinnerungen mit viel leuchtenden Bildern: Wie das große Feuerwerk gebrannt hat, wie der Großherzog in Riedenberg war und im Schloß genächtigt hat, und von der Hochzeit des Konrad von Echtern mit Maria Klara von Gensheim, und wie um das vierzehner Jahr die Franzosen schon in Lothringen waren und alles eilig zusammengepackt worden ist, was an Kostbarkeiten da war... und erzählt so weiter die halbe Nacht und ist heilfroh, seinen jungen Herrn ein wenig zerstreuen zu können. Das ist ihm mehr als aller Schlaf der Nacht. spuren am Schloß bemerkt, das Schloß geöffnet, die Puppe zum Fenster geschleift— schauen Sie Die Polizei hat den Totenschein in Händen. Das Polizeiauto rast durch die Straßen von Konstanz, den See entlang und stoppt in der Kleiststras; am Hause Nummer 24. Es ist ein Glasschilo daran, schwarz, mit goldener Schrift: „Dr. Franz Schlegel.“ Der Kommissar geht die Treppen hinauf.„Ich möchte den Herrn Doktor sprechen!" „Der Herr Doktor ist nicht zu Haus. Er macht Patientenbesuche“, sagt das Mädchen. „Wann kommt er zurück?“ „Das weiß ich nicht. Er fährt auch oft aufs Land und in die Ortschaften, dann wird es spät.“ Der Kommissar ist gewohnt zu warten; das gehört zu seinem Beruf. Gegenüber ist ein Kaffeehaus. Er sitzt und liest die Zeitungen. Aber dabei beobachtet er aufmerksam die Straße. Es ist bereits 5 Uhr nachmittags, und es geht langsam auf 6 Uhr. Da fährt ein kleiner Wagen vor das Haus Nummer 24. Das Mädchen kommt und öffnet das Hofgitter. Da fährt der Doktor auf. Er schlägt mit der Faust auf den Tisch.„Was soll das eigentlich heißen? Wollen Sie mich verhaften? Ich bin mir nichts bewußt! Die Person, auf die der Schein ausgestellt ist, habe ich nie gekannt, noch weniger habe ich sie behandelt. Vielleicht sind Sie wenigstens so freundlich, mir zu erklären, was die ganze Sache bedeutet.“ „Gern“, sagt der Kommissar,„obwohl Sie es ja besser wissen als ich. Die Baroneß von Echtern ist nicht gestorben, sondern spurlos verschwunden, und dies Dokument hier ist eine Fälschung.“ „Was geht mich das an?“ Der Arzt wendet sich dem Fenster zu, durch das er einen flüchtigen Blick wirft.„Ich habe den Schein nicht ausgestellt.“ „So, wie kommt dann Ihr Name und Ihre Unterschrift darauf?“ „Das weiß ich nicht.“ Der Kommissar sagt befehlend:„Führen Sie mich an Ihren Schreibtisch!“ Der Arzt wendet sich wortlos um und geht voraus, hinüber in sein Sprechzimmer. Er läßt den Kommissar hinter sich hergehen. Dann dreht er drüben auch das Licht auf.„Bitte....“, sagt er und weist auf den an einem Pfeiler stehenden Schreibtisch. Der Kommissar wirft mit flüchtiger Hand Papiere, Rechnungen und Quittungen durcheinander. Dann greift er eine heraus, vergleicht die Unterschrift und hält sie dem Doktor nah vor die Augen.„Wollen Sie noch leugnen, daß das Ihre Unterschrift ist?" „Ja.“ „So, es wäre vernünftiger, Sie würden gestehen.“ „Ich habe nichts zu gestehen“, sagt der Doktor und streckt seine hagere Gestalt noch höher auf. „Ich stelle für niemanden einen Totenschein aus, der nicht wirklich tot ist. Lassen Sie mich mit der Sache ungeschoren, ich weiß nichts davon!“ Der Kommissar geht wortlos zum Fenster. Er öffnet es und schließt es wieder. Dann wendet er sich um.„Es tut mir leid, aber ich muß Sie ersuchen, mitzukommen!“ Die tiefliegenden Augen in dem hageren Gesicht haben nichts als einen verachtenden Blick. Draußen im kleinen Flur ertönt der helle Aufschrei einer Frauenstimme und das leise Aufstoßen eines Säbels. Da öffnet der Kommissar die Tür und läßt den Doktor vorausgehen. „Franz! Um Gottes willen, Franz! Was ist denn geschehen?" Der Doktor schiebt die junge Frau sanft von sich.„Die Polizei erlaubt sich einen.... MißSriff..: Tammifter „Herr!“ braust der Kommissar auf, aber der Doktor hat schon seinen Radmantel um die Schultern geworfen und den Hut aufgestülpt.—„Gehen wir!" Abends um 10 Uhr läutet im Schloß das Telephon. „Hier Polizeikommissariat Konstanz. Heute nachmittag ist Dr. Franz Schlegel, der auf dem Totenschein unterschrieben hat, verhaftet worden. Können Sie, Herr Baron, feststellen, ob es derselbe ist, der seinerzeit gerufen worden ist? Ich würde bitten, sich morgen frühzeitig hier einzufinden.“ Georg spricht ins Telephon:„Ich kann nichts aussagen, ich habe ihn nie gesehen, aber der alte Friedrich...“ „Gut, soll kommen!“ Christine läuft Friedrich noch bis zum Tor nach.„Mußt dir ihn genau anschauen, eh du redest!“ Friedrich nickt nur und steigt auf den Jagdwagen, zu Michel auf den Bock. „So, da sind Sie ja, Friedrich!“ sagt der Kommissar freundlich und winkt. kommen!“ Dr. Franz Schlegel tritt ein. Er schaut flüchtig über den Kommissar hin und bleibt mit langem offenen Blick auf Friedrich haften. Sie sehen sich grad' in die Pupillen. Der Kommissar ist etwas ungeduldig.„Nun?“ Da sagt Friedrich:„Der Herr Doktor, der mit dem Herrn Professor gekommen ist, war so groß und hager wie dieser Herr hier, aber ich kann nicht sagen, daß er derselbe ist, denn sein Gesicht hab' ich nicht sehen können.“ Der Kommissar sagt scharf:„Das ist schwer zu glauben, er war doch öfter draußen, nicht nur einmal.“ „Er hat den Mantelkragen aufgeschlagen gehabt, und der Herr Professor Spitzli hat mich festgehalten“, sagt Friedrich. „So, glauben Sie nicht, daß er derselbe Herr st% „Ich kann es nicht sagen.“ „Danke schön, Sie können gehen! Herr Doktor, Sie müssen sich noch einige Tage Haft gefallen lassen, bis Sie Ihr Alibi nachweisen können. Sie wissen jetzt genau, um was es sich handelt“, sagt der Kommissar höflicher als gestern.„Sie können verstehen, daß alles davon abhängt, den Arzt zu ermitteln, der den Totenschein ausgestellt hat.“ Von dieser freundlicheren Rede etwas besänftigt, sagt der Doktor:„Ich war um diese Stunde, in der Sie angeben, daß ich im Schloß gewesen sein soll, bei dem Bauer Matthias Wurzner in Seehof, eine Stunde nördlich von Friedrichshafen, also in der gerade entgegengesetzten Richtung. Die Bäuerin hat entbunden. Es ist mir selbst erst heute nacht eingefallen, denn es liegt ja schon lange zurück. Wollen Sie diese Angabe nachprüfen lassen?“ „Ja, konnten Sie denn das nicht gestern sagen!“ Der Kommissar macht sich die Notizen. Der Doktor ist äußerst ungeduldig, er verzieht den Mund.„Wenn man Hals über Kopf von der Polizei festgenommen wird, hat man zunächst zu tun, daß man nicht mit den Fäusten alles kurz und klein haut vor Wut. Man denkt nichts weiter! Im übrigen hat der alte Mann, der eben da war, einen Namen genannt, den ich schon gehört habe: Professor Spitzli... ich müßte nachsehen können. Es war im Herbst vorigen Jahres, also kurze Zeit vor dem fraglichen Termin mit dem Totenschein, da kam ein Herr zu mir in die Sprechstunde und klagte über Rheumatismus. Ich schrieb ihm ein Rezept.“ „Haben Sie eine Abschrift dieses Rezeptes, Herr Doktor?“ „Ga, ich pflege meine Rezepte mit Durchschlag zu schreiben. Es ist das eine Vorsichtsmaßregel.“ Richter steht auf.„Verschaffen Sie mir das Rezept!“. Er reicht dem Doktor die Hand:„Ich hoffe, ich kann schon heute abend Ihre Enthaftung veranlassen, wenn Ihr Alibi stimmt.“ Der schmale Kopf des Doktors neigt sich kaum merklich. Es ist ein Gruß von oben herab. Der Kommissar setzt sich wieder ärgerlich an seinen Schreibtisch.„Es geht nicht vorwärts in dieser Sache!" Inzwischen steht Inspektor Mehrwald vor einer kleinen, dicken, runden Frau in einem kleinen Häuschen am See. „Bitte, bitte, Herr Inspektor, bitte schön, wenn Sie hereinkommen wollten, wenn Sie was wollen sollten von mir, ich weiß freilich nicht was, nur daß die Leute nichts denken...“ Da bückt sich der Inspektor durch die niedere Tür.„Sie haben einen Mieter gehabt, Frau Mayer!“ Sie ist sichtlich erleichtert.„Ja, ja, freilich, ich muß ja vermieten, daß mir das Häusle doch was tragen tut.“ „Es hat voriges Jahr im Sommer und Herbst ein gewisser Professor Theodor Spitzli bei Ihnen gewohnt. „Ach ja, der Herr Professor, der gute Herr Professor! So ein lieber, sanfter Herr! Er hätte das Hemd ausgezogen für einen anderen Menschen! Mir ist so leid um ihn, so ein menschenfreundlicher Herr! „Na“, sagt der Inspektor,„das wird sich erst erweisen! Sie wissen bestimmt, wo er hingezogen•“ „uch... aber nein, das könnt' ich Ihnen wirklich nicht sagen. Er hat nur gesagt: Liebe Frau Mayer',— er hat immer gesagt: Liebe Frau Mayer—„es war so schön bei Ihnen! Ich komme nächstes Jahr wieder!“. Ja, das hat er gesagt.“ Auf dem Meldeamt Zürich läutet das Telephog. „Theodor Spitzli? Einen Augenblick bitte! Jawohl! Theodor Spitzli, Handschuhmacher, seit 12. Jänner 1906 gemeldet, wohnhaft Seidelgasse 16. Wie bitte? Einen Moment! Werde gleich nachsehen! Karl Theodor Spitzli, Pferdehändler, seit 1928... Nein? Auch nicht? Spitzli Agnes, Kaufmannswitwe, gemeldet seit... Halt! Hier ist noch ein Spitzli! Professor Theodor Spitzli, wohnhaft Elisabethstraße 102.“ Dann hängt der Beamte den Hörer auf und setzt sich wieder an seinen Platz. „Mehrwald, bestellen Sie uns für 4 Uhr nachmittags ein Privatauto. Wir fahren nach Zürich, in Zivil natürlich.“ (Fortsetzung folgt.“ Ungarns Für, den Fuf Deutschland am hat der ungarisch die Elf zusamme Hungaria=Spiele den Frühjahrsst blicklich besten F. wurde aufgestell einer Fußverletz aussichtlich wie Va (Bocs Sebes Cseh 2 Karto (Hungaria) Ersatzleute sit und Szatancsik Der Rahmen Spieler der un schaft Gelegenh Budapester Elf Mannschaft vor in der Provinz Berliner## :2 nach Ve Das mehrfac Eishockeymeiste Münchener Pr schauern entschi konnte der Ber Rießersee nach (:0,:0,:2, Mannschaften ihren ersten St erste Spieldrit Spielabschnitt, Zusammenprall Ball für Berli Berliner durch zogen waren, punkt. Von T zum Endspurt und gleich dar Strobl den A zum Schluß de daß der Kamp dem die beiden gebnislos ver vor Schluß d Egginger vorb nuten zuvor u letzt und durch teidigte aber sprung und ho zurück. De Die Jugend 96 unterlag in (:). In Hit dortige Gram herausholen. Englands Ol Mit größter tagabend in L hockeymannsch des Olympias misch waren wertig, und aber verdient zwingen. Bir Im wieder valast kam e Montagabend das Schaulat Bayer stand. wieder große die englische einen neuen Mannschaft n In Sestrie um den itali Strecke führt Sestrieres. doch hemmte Fahrt. Es weitführende Zeit einbüßt noch knapym Richard Dur (267,85) und Spitze. Sieg Schweizer S rance(:19) beiden Itali besetzte den Zingerle. L fiel aus. 1. Prix d' Militaire, 3 15:10.— 2. 2. Frutti di Pl. 93, 62:1 4(Bonaven S. 15:10, Moulin: 1. tu vu. Toto 1. Prix d na), 2. Zad 47, 19, 30:1 guiristan), 18:10.— 3 Hainault( Yoyo. Tote Lte bes DeeUngarns Elf gegen Deutschland *•„ Mit Dr. Sarosi Für den Fußball=Länderkampf Ungarn gegen Deutschland am kommenden Sonntag in Budapest hat der ungarische Verbandskapitän Dietz nunmehr die Elf zusammengestellt, die in der Hauptsache auf Hungaria=Spieler aufgebaut ist Hungaria ist nach den Frühjahrsspielen der Verein mit der augenblicklich besten Form. Der Mittelstürmer Dr. Sarosi wurde aufgestellt, obwohl er zur Zeit noch unter einer Fußverletzung leidet. Die Ungarn treten voraussichtlich wie folgt an: Spelnhspor.=mn glatzenöre=Vesehung Dortmund im Zeichen des Reit- und Jahrturniers Span. Kopfsalat 23—25, ital. Endivien 10—15, ital. Blumenkohl 22—35 Pfg. das Stück. Kanad. Tomaten 28—32, holl. Schwarzwurzeln 24—25 Pfg. das Pfd. Amerikanische Aepfel Kiste 15—17, ValenciaApfelsinen Blut 13—18, Blond 10—17, JaffaApfelsinen 16—18. Zitronen—10 RM. die Kiste; ital Aepfel 25, Schweizer 18—25, belg. 16—23, Brüsseler Trauben 180. Almeria 50—60, Ananas 110—120, Bananen 26—30 Pfg. das Pfd.; belg. Chikore 2,50 RM. das Kistchen. Viehmärkte Szabo (Hungaria) Vago Biro (Bocskai)(Hungaria) Sebes Turai Dudas (sämtlich Hungaria) Cseh 2 Kartos Dr. Sarosi Toldi Titkos (Hungaria)(Ferencvaros)(Hungaria) Ersatzleute sind Vagi(Tor), von Kispest, Fekete und Szatancsik von Budai Elf. Der Rahmen: Vor dem Länderkampf haben die Spieler der ungarischen Olympiatrainingsgemeinschaft Gelegenheit, ihr Können zu zeigen. Eine Budapester Elf bestreitet das Vorspiel gegen eine Mannschaft von Olympiakandidaten, die sämtlich in der Provinz beheimatet sind. Berliner Schlittschuh-Club Eishockeymeister :2 nach Verlängerung über SC. Nießersee Das mehrfach verlegte Endspiel um die deutsche Eishockeymeisterschaft wurde am Montagabend im Münchener Prinzregenten=Stadion vor 7000 Zuschauern entschieden. Nach einem rassigen Kampf konnte der Berliner SC. den Titelverteidiger SC. Rießersee nach dreimaliger Verlängerung mit:2 (:0,:0,:2,:0,:0,:0) bezwingen. Die beiden Mannschaften waren sich ebenbürtig, sie hatten in ihren ersten Stürmerreihen die besten Kräfte. Das erste Spieldrittel verlief torlos. Im zweiten Spielabschnitt, in dem Strobl kurze Zeit nach einem Zusammenprall mit Jaenecke ausschied, konnte Rudi Ball für Berlin zum:0 einschießen. Nachdem die Berliner durch Trautmann schon auf:0 davongezogen waren, erreichte der Kampf seinen Höhepunkt. Von Tausenden angefeuert ging Rießersee zum Endspurt über. Schröttle schoß das erste Tor und gleich darauf erzwang der wieder eingetretene Strobl den Ausgleich. Eine Entscheidung fiel bis zum Schluß der regulären Spielzeit nicht mehr, so daß der Kampf verlängert werden mußte.— Nachdem die beiden ersten Verlängerungen ebenfalls ergebnislos verlaufen waren, konnte fünf Minuten vor Schluß der Berliner Krause die Scheibe an Egginger vorbei zum Siegtor einschießen. Drei Minuten zuvor wurde der Berliner Kaufmann verletzt und durch Rode ersetzt. Der Berliner SC. verteidigte aber dennoch zäh und tapfer seinen Vorsprung und holte sich damit den Meistertitel wieder zurück. Deutsche Schüler in England Die Jugend=Hockeymannschaft des SV Heilbronn 96 unterlag in Dover gegen das dortige College:5 (:). In Hitchin konnten die Schwaben gegen die dortige Grammer School ein beachtliches:1(:0) herausholen. Englands Olympiasieger im Eishockey geschlagen Mit größter Spannung erwartete man am Montagabend in London den Rückkampf der beiden Eishockeymannschaften der Vereinigten Staaten und des Olympiasiegers England Wie schon in Garmisch waren sich beide Mannschaften beinahe gleichwertig, und den Amerikanern gelang es, knapp, aber verdient mit:3 den Olympiasieger zu bezwingen.„„„„ Birmingham in Berlin siegreich Im wiederum ausverkauften Berliner Sportvalast kam eine weitere Eissportveranstaltung am Montagabend zum Austrag in deren Mittelpunkt das Schaulaufen unseres Olympiapaares HerberBayer stand. Die beiden Meisterläufer erhielten wieder großen Beifall. Im Eishockeykampf feierte die englische Eishockeymannschaft aus Birmingham einen neuen Erfolg über eine sehr schwache Berliner Mannschaft mit:3(:0,:1,:2) Schlumpf gewann den 3. Lauf In Sestrieres wurde jetzt der dritte Abfahrtslauf um den italienischen Königspokal durchgeführt. Die Strecke führte vom Monte Siser zur Burg von Sestrieres. Die Strecke war sehr steil und schnell, doch hemmte der Neuschnee etwas die allzu große Fahrt. Es gab eine große Ueberraschung, als der weitführende Italiener Sertorelli durch Sturz viel Zeit einbüßte. Er liegt im Gesamtklassement nur noch knapp mit 276,23 Punkten vor dem Amerikaner Richard Durrance(275,25), dem Italiener Zanni (267,85) und dem Oesterreicher Kneisel an der Spitze. Sieger des dritten Laufes wurde der Schweizer Schlumpf in:11,1 Minuten vor Durrance(:19), David Zogg=Schweiz(:20) und den beiden Italienern Guarnieri und Zanni. Kneisel besetzte den sechsten Rang vor seinem Landsmann Zingerle. Leo Gasperl, der Sieger des Vorjahres, fiel aus. Toto und Tip Compiégne 1. Prix’Ofsemont: 1. Kanturk(Rochet), 2. Art Militaire, 3 La Captive. Toto: S. 17:10, Pl. 12, 15:10.— 2. Prix de’Ortille: 1. Cap Corse(Petit), 2. Frutti di Mare, 3. La Porallce. Toto: S. 228:10, Pl. 93, 62:10.— 3. Prix de Champlien: 1 Bilbao 4(Bonaventure), 2 Goodly, 3 Yolktown. Toto: S. 15:10, Pl 11, 12, 23:10.— 4. Prix du Vieux Moulin: 1. Serpolet(Le Fur), 2. Hardol, 3.'as tu vu. Toto: S. 28:10. Pl. 14. 17, 15:10. Cannes 1. Prix de Saint=Sebastien: 1. Vidalita(Modena), 2. Zacharie, 3. Quetta. Toto: S 133:10, Pl. 47, 19, 30:10.— 2. Prix de Vichy: 1. Seconde(Beguiristan), 2 Scare Doree Toto: S. 34:10, Pl. 17 18:10.— 3. Prix de Saint=Cloud: 1. Philippa of Hainault(Bridgland), 2. Parnassus, 3. Prince Doyo. Toto: S. 14:10, Pl. 11, 19:10. Für Dortmund und weit über die Grenzen der westfälischen Metropole hinaus ist das Reit= und Fahrturnier in der Westfalenhalle zu einer Veranstaltung von traditioneller Bedeutung geworden. In der weiten, festlich geschmückten Halle hat vollendete Reitkunst, haben Meisterleistungen von Reitern und Pferden schon zahlreiche Triumphe gefeiert, und auch in diesem Jahre verspricht das Turnier außerordentlich viel. Im Mittelpunkt des fünf Tage umfassenden Programms stehen die Vorführung der Olympia=Dressurprüfung am Samstag, an der die besten deutschen Amateur=Reiter beteiligt sind, und der Kür=Dressurwettkampf am Sonntag, offen für Amateur= und Bexufsreiter. Daneben gibt es an allen Tagen zahlreiche Material=, Eignungs= und Vielseitigkeitsprüfungen, Wagenwettbewerbe, Kämpfe unserer braunen und schwarzen Reiter und nicht zuletzt eine große Schaunummer unter dem Titel„Waffenklang und Freiheitssang“, deren Generalprobe bereits am Dienstagnachmittag erfolgte. Auch einige Vorkämpfe mußten bei der Fülle der Meldungen bereits am Dienstag abgewickelt werden. Der Mittwochvormittag bringt weitere Vorprüfungen, und am Nachmittag erfolgt dann mit einer Eignungsprüfung für Reitpferde der Klasse A der offizielle ProgrammAuftakt. Die Zeitfolge ist dann an allen Tagen nahezu die gleiche: nachmittags Wettbewerbe aller Art mit anschließender Schaunummer und in den Abendstunden ein Jagdspringen mit bester deutscher Besetzung, dem der Totalisator besonderen Reiz verleiht. Gerade die einzelnen Jagdspringen sind hervorragend besetzt. Nicht nur Deutschlands bekannte Springpferde sind am Start, sondern auch zahlreiche jüngere Pferde wollen hier den Anschluß an deutsche Spitzenklasse finden. Im Amazonen=Jagdspringen treffen unsere bekanntesten Turnierreiterinnen, Frl. Irmgard Georgius, Frau Käthe Franke, Frau Lindgens, Frl. Kutscher, Frau Funke usw. zusammen. Von der Kavallerieschule Hannover, die wieder sehr stark vertreten ist, hat Oblt. Schlickum Barbara und Großfürst und Rittm. Hasse Bosko zur Verfügung. Derby, das prächtige Springpferd, wird von Oblt. Brandt, Deutschlands erfolgreichstem Sprungreiter im Jahre 1935, geritten. Weiterhin darf man Nelke nennen, die Hptm. Schunk in den Kampf führt, dann Der Mohr, den Oblt. Kurt Hasse über die Hindernisse bringen will, und schließlich den Derbysieger General des Ltn. Bürkner und die beiden„Kanonen“ des Stalles Georgen, Nordland und Egly. Damit sei nur eine kleine Auslese klangvoller Namen genannt, die noch beliebig zu vervollständigen wäre. Die besten Reiter der Kavallerieschule Hannover mit den beiden Brüdern Hasse, mit Rittm. von Barnekow, mit Oblt. Schlickum, mit Rittm. Sahla und Oblt. Brandt bürgen für Leistungen. die dem deutschen Turniersport schon so oft herrliche Erfolge auch in internationalen Kräftevergleichen brachten. Das Reit= und Fahrturnier in der Dortmunder Westfalenhalle in den Tagen vom 10. bis 15. März wird für diese Leistungen ein neuer Prüfstein sein. Hank d. und ondastere Reichsbankausweis vom 7. Marz 1990 Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 7. März 1936 hat sich in der verflossenen Bankwoche die gesamte Anlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Wertpapieren um 252,3 Mill. auf 4552,4 Mill. RM. verringert. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und=schecks um 174,1 auf 3 851,5 Mill. RM., an Lombardforderungen um 33,6 Mill. auf 38,8 Mill. RM., an deckungsfähigen Wertpapieren um 2,0 Mill. auf 346,5 Mill. RM. und an Reichsschatzwechseln um 42,6 Mill. RM. auf 0,7 Mill. RM. abgenommen. Die Bestände an sonstigen Wertpapieren sind bei einer Zunahme um 3000 RM. mit 314,8 Mill. RM. nahezu unverändert. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 200,9 Mill. RM. aus dem Verkehr zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 188,6 Mill. RM. auf 3988,1 Mill. RM., derjenige an Rentenbankscheinen um 12,3 auf 386,8 Mill. RM. ermätzigt. Der Umlauf an Scheidemünzen nahm um 37,6 Mill. RM. auf 1496,4 Mill. RM. ab. Die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen haben sich auf 22,1 Mill. RM., diejenigen an Scheidemünzen unter Berücksichtigung von 7,1 Mill. RM. neu ausgeprägter und 6,5 Mill. RM. wieder eingezogener auf 191,6 Mill. RM. erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 611,2 Mill. RM. eine Abnahme um 41,3 Mill. RM. Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen betragen bei einer Abnahme um 38000 RM. 77,1 Mill. RM. Im einzelnen stellen sich die Goldbestände bei einer Zunahme um 19000 RM. auf 71,7 Mill. RM., die Bestände an deckungsfähigen Devisen bei einer Abnahme um 57000 RM. auf 5,4 Mill. RM. Märkte Berliner Metall=Notierungen Berlin, 10. März.(Amtlich.) Elektrolytkupfer (wirebars) prompt. cif Hamburg. Bremen oder Rotterdam 51.75; Original=Hütten=Aluminium, 98 bis 99 Prozent. in Blöcken 144: dgl. in Walz= oder Drahtbarren 148: Neinnickel. 98 bis 99 Prozent. 269 RM. für 100 kg; Silber in Barren, ca. 1000 fein, per kg 37,00—40,00 RM. Kölner Hauptmarkt Köln, 10. März. Der Kölner Hauptmarkt war sehr reich beschickt. Weiß= und Rotkohl aus der Neußer Gegend und der Kölner Bucht waren reichlich angefahren. Auch grüner Wirsing, der nur knapp angeboten war, war sehr begehrt. Rosenkohl war ebenfalls gesucht. Auch Grünkohl fand guten Absatz. Flott verkauft wurde Spinat, der in Riesenmengen angeboten wurde. Swarzwurzeln in bester Qualität wurden gern gekauft. Uebermäßig groß war das Angebot in Feldsalat, der sich in der milden Witterung noch immer entwickelt, und obschon der Preis herabgesetzt wurde, konnte hierin der Markt nicht geräumt werden. Sellerieknollen waren weniger begehrt, Kettensalat und Chikore waren weniger genügend am Markt bei schleppendem Absatz. Möhren gingen wie immer gut ab. Zwiebeln waren genügend angeboten. Gemüsebreitlauch und eingemachte Bohnen wurden viel gekauft. Langsam gingen Kohlraben, Steckrüben, Butterkohl, weiße Rüben und Karotten ab. Der Markt konnte ziemlich geräumt werden. In der Markt= halle schien es auch etwas freundlicher. Aus Wißmoor waren die ersten jungen Kohlraben, das Stück zu 20 Pfg., eingetroffen, außerdem gab es Sauerkraut in 20=Pfg.=Eimer zu.70 RM.— Auf dem Kartoffelmarkt war genügend angeboten. Gelbe Industrie kosteten 4 RM. der Ztr. An Saatkartofseln gab es Industrie zu 6,50, Deutsche Erstlinge zu 9 und Böhms allerfrüheste zu 2 Mark der Ztr. Auf dem Obstmarkt war es nach wie vor sehr ruhig. Das Angebot war groß. die Nachfrage gering. Eßäpfel kosteten 18—38, Kochäpfel 15—25 Pfg. das Pfd. Der Geflügelmarkt war gut bestellt. Das Geschäft ziemlich belebt. Es kosteten: Hähne 110—130. Hühner 100—110 Pfg. das Pfd., Tauven 60—70 Pfg., Fasanen aus dem Kühlhaus 3,50 das Stück. Markenbutter 1,45—1,47, Landbutter 1,35, Margarine 0,56—0,97 RM. das Pfd. Käse: Holländer 80 bis 120, Schweizer 105—120, Tilsiter 85—95, Edamer 70—90, Limburger 50—60 Pfg. das Pfd., Mainzer 110—120 Pfg. das Kistchen. An den Seefischständen war viel Ware und der Absatz zufriedenstellend. Schellfische und Kabliau kosteten 20—40, Rotbarsch= filet 45, grüne Heringe 15, Stockfisch 25 Pfg. das Pfund. Salzheringe 5, Milchner 8, Bückinge—8 Pfg. das Stück. Rheinfischer waren nicht erschienen. Es kosteten im Großhandel: Feldsalat 18—30, Grünkohl—12, Rotkohl—12, Weißkohl 7,5—8, Wirsing 10—20, Spinat—9, Steckrüben 2,5—3, weiße Rüben—7, Karotten—8, Möhren—5, Schwarzwurzeln 10—26, Zwiebeln—9, Rhabarber 18—20, Kettensalat 35—45, Chikorie 20, eingemachte Bohnen 20—25 Pfg. das Pfd.. Breitlauch —7, Kohlraben—8, Sellerieknollen—20, Schwarzer Rettich—12, Meerrettich 15—25 Pfg. das Stück Radieschen 15—17, Petersilie—5, schnittlauch 3,5—4 das Gebund. An Auslandwaren: Altenessener Schweinemarkt Altenessen, 10. März. Auftrieb: Ferkel 1200, Läuferschweine 402, zusammen 1602. Es kosteten im Großhandel: Ferkel unter 6 Wochen bis 15 RM., —8 Wochen alte 16—21,—12 Wochen alte 21 bis 27 RM.; Läuferschweine—4 Monate alt 27—35, —6 Monate alt 35—50 RM., größere entsprechend höher. Marktverlauf: mittel. Schlachtviehmarkt in Berlin Berlin, 10. März.(Amtlich.) Auftrieb: Rinder (Großvieh) 902, darunter: Ochsen 204, Bullen 108, Kühe, Färsen, Fresser 590; Kälber 2889; Schafe 2356; Schweine 11756, Ausland 56. Marktverlauf: Rinder glatt, Spitzentiere über Notiz, Kälber ziemlich glatt, Schafe glatt, Schweine verteilt. Preise: Ochsen: vollfleisch., ausgemästete höchst. Schlachtwerts 44, sonstige vollfleischige 40, fleischige 35; Bullen: jüngere. vollfleischige höchst. Schlachtwerts 42, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 38, fleischige 33; Kühe: jüngere, vollfleisch. höchsten Schlachtwerts 41, sonstige vollfleisch, oder ausgemästete 37, fleischige 32, gering genährte 22—24; Färsen(Kalbinnen): vollfleischige, ausgemästete höchst. Schlachtwerts 43, vollfleischige 39, fleischige 34, gering genährte 27: Kälber: Doppellender best. Mast 85—100, beste Mast= und Saugkälber 56—62, mittlere Mast= und Saugkälber 46—55, geringere Saugkälber 36—45, geringe Kälber 27—33; Schafe: beste Stallmastlämmer 50—51, beste jüngere Stallmasthammel 46—49, mittlere Mastlämmer u. ältere Masthammel 43—45, geringere Lämmer und Hammel 35—42, beste Schafe 40—42, mittlere Schafe 36 bis 39, geringe Schafe 25—35; Schweine: fette Speckschweine von 270—300 Pfd. Lebendgew. 54,50, vollfleischige von 240—270 Pfd. Lebendgew. 53,50, vollfleisch. von etwa 200—240 Pfd. Lebendg. 52,50, vollfleisch, von etwa 160—200 Pfd. Lebendg. 50,50, vollfleisch. von etwa 120—160 Pfd. Lebendg. 48.50, fette Specksauen 53.50, andere Sauen 48,50 RM. Die Preise sind Marktpreise für lebend gewogene Tiere und schließen sämtliche Spesen des Handels ab Stall für Fracht=, Markt= und Verkaufsunkosten, Umsatzsteuer sowie den natürlichen Gewichtsverlust ein, müssen sich also wesentlich über die Stallpreise erheben. Schlachtviehmarkt Hamburg Hamburg, 10. März.(Amtlich.) Auftrieb: Kälber 1209 und 50 B1; Schweine 8648 und 150 B1. Marktverlauf: Kälber flott, Schweine zugeteilt. Preise: Kälber: Doppellender bester Mast 85—113, beste Mast= und Saugkälber 63—69, mittlere Mastund Saugkälber 54—62, geringere Saugkälber 45 bis 53, geringe Kälber 27—42. Schweine: fette Speckschweine 55, B1 vollfleischige Schweine 54, B2 vollfleischige Schweine von etwa 240—300 Pfd., Lebendgew. 53, vollfleisch. von etwa 200—240 Pfd. Lebendgew. 51, vollfleischige von etwa 160—200 Pfd. Lebendgew. 49, fette Specksauen 53, andere Sauen 49 RM. Die Preise sind Marktpreise für lebend gewogene Tiere und schließen sämtliche Spesen des Handels ab Stall für Fracht=, Markt= und Verkaufsunkosten, Umsatzsteuer sowie den natürlichen Gewichtsverlust ein, müssen sich also wesentlich über die Stallpreise erheben. Amtliche Berliner Devisenkurse Hrgent(Baen.-Hir.) Belg.(Brüss u. Antw.) Dänem. Kopenhag.) Danzia(Danzig) England(London) Frankreich(Paris) Holland(Amsterdam und Rotterdam) talien(Rom u. IRail.) Jungosl.(Belg., Zagr.) Berliner Börsenkurse vom 10. März 1936 Anleihen: D..-Anl. 27 O.-Anl. v. 29 Banken: Com.- u. Privat-Bk. Otsch. Bk u. Diskt Dresdner Bank Reichsbank kh.-Westf. BodenCred. Verkehrswerte: Reichsbahn.-A. Hapag Vordd Lloyd Brauereien: Dortm. Aktien Dortm. Ritter Dortm. Union Schlegel-Scharp. Wicküler-Küpper Sonstiges: Aku A. E. G. Semberg I. P. bem Ind. Gelsenk Lont Cautsch. haimler Mot. Rsch. Erdöl 21 Licht u. Kralt #schw. Bergu -Farbenind. elten-Guillaume riedrichshütte tebbard& Co. seisenk Bergw —+ 10 100½ 92¼ 92¼ 184½ 122½ 123¼ 15 ½ 17. 93. 194½ 174 ½ 34⅞ 90 ¼ 76 ½ 95 10% 134 15 1 104¼ 100½ 92½ 92½ 92¼4 185.— 122 ½ 123¼ 15 ½ 17. 94. 191½ 105¼ 48½ 94.— 90 ¼ 79 5½8 107. 133 294 150⅞ 10. 104 Ges. f. el. Unt. Goedh. Gebr. Goldschmidt Harpener Berg Hoesch-Eisen-KölnNeuessen Kall Aschersieben Klöcknerw. Köln Gas u. Elek. W. Krefft Kromschröder G. Kronprinz Metall Küppersbusch Lahmeyer Mannesm.-Röhren Mansfeld Maschb.-Untern. Mülh. Bergw. Phönix Bergw Rhein. Braunk Rh. Elektrizität Rhein-Spiegel Rhein-Stabl Rh.-Westf. Elektr Rhein-West Kalk Roddergrube Salzdetfurth Schött. Herm. Schwelm-Eisen siemens u. Halske Stolb. Zinkh. Stollwerck Westdtsch Kaufh. Ver. D. Nickel Ver. Glanzst. Elbt Ver. Stahlwerke Warstein Gruben Wasserw. Gelsenk 10 3.* 3. 125 10: ¼ 113¼ 86½ 122¼ 8. 77½ 74¾ 100 149¾ 125 3/ 0½ 132. 80⅜ 218¾ 124 ¼ 87— 110¾ 12 117— 179— 167½ 74½ 92½ 41.— 81 ½ 62.— 125 103 113. 86½ •1. 82⅜8 77.— 75— 100. 149¾ 126½ 80½ 132¼ 80 32½ 2 9½ 125½ 83¾ 112 126½ 117.— 180— 166½ 741 9319 141 ¼ 132½ 60 63 152— 10 3. Westeregeln Westdtsch. Kaufhof West-Draht Hamm Westfälische Landesbankanl.: 6% Prov Feing. 25 %5 dto. 26 6% dto. 27 R 1 6% Komm. Obl. 28/29—3 6% dto. 30 R e 6% Goldpfdbr R Westf. Provinzialanleihe-Auslosge Festverzinsliche Werte: 6% Preuß Ld-Br anstalt R 19 6% dto 4 6% dto 11 6% dto 13/15 6% dto. 21 dto Komm. 20 6% dto. 16 6% dto. 6 6% dto. 8 5% Pr Centr-Boc u. Pfdbr. Fm. 1 % dto. Komm.Obl. 1 #urchechnittek. de Steuergutscheine 120. 30¼ 94. 91. 94 .. 93. 957 110% 97. 97. 97. 7. 97. 949 945. 34¾ 15— 96 ¼ 94 S 18 9. 3 119 19¾ 94.— 94.— 94.— 93.— 93.— 95 18 110 97.— 97.— 97.— 97.— 97.— 945 94% 94% 95 96 ½ 94.— 109 1 bedeutet ohne Angebot und Nachfrage. Hrunzestsase die hlerungeerrtarung ti Rulner und Senal in die Anbahnung neuer Verhandlungen haben soll, zu denen die Reichsregierung das französische Volk auffordert? In entscheidender Stunde onb Paris, 10. März. Ministerpräsident Flandin verlas am Dienstagnachmittag in der Kammer eine Erklärung der Regierung, die auch im Senat, und zwar von Flandin. verlesen wurde. Die Erklärung diente dem Zweck, den„nunmehr versammelten Volksvertretern die Lage unter allen ihren Gesichtswinkeln darzulegen", brachte aber über die bereits in den letzten Tagen von Sarraut und Flandin erläuterte französische Beurteilung des deutschen Schrittes in der Locarnofrage hinaus keine neuen Gedanken. Besonders eingehend befaßte sie sich zunächst mit dem Versuch eines Nachweises, daß der Russenpakt mit dem Rheinpakt vereinbar sei, begnügte sich aber auch hier mit den alten, von deutscher Seite zu wiederholten Malen widerlegten Argumenten. So tauchte z. B. erneut der den Gegebenheiten in keiner Weise gerechtwerdende Hinweis auf, daß der französisch=sowjetrussische Pakt lediglich den Beistand gegen einen Angreiferstaat bezwecke und dabei„auf Deutschland an sich nicht abgezielt sei, da die beiden Vertragschließenden die Verpflichtung erneuern würden, den Abschluß eines weitergreifenden Vertrages zu verfolgen, bei dem ihr Beistand auch Deutschland gewährt würde, wenn dieses angegriffen werden sollte. Des längeren wird ferner u. a. wieder gegen den Nachweis polemisiert, daß Frankreich in dem Vertrag mit Sowjetrußland sich das Recht zuschreibe, aus eigener Würdigung zu entscheiden, wer der Angreifer sei. Der deutsche Schritt stehe also nicht nur im Gegensatz zu den„Tatsachen", sondern auch zu jenen„Grundsätzen der Gerechtigkeit und des Rechtes, denen Frankreich ergeben ist und ergeben bleibt.“ Selbstverständlich fehlt in der Erklärung auch nicht die— praktisch bekanntlich nie in Wirksamkeit getretene— angebliche Revisionsmöglichkeit unhaltbar gewordener Verträge. Jeder Vorschlag, der eine bessere Lagerung der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen der Völker untereinander betreffe, könne„unbestreitbarer Weise im Rahmen des Völkerbundes entgegengenommen werden", wo er erörtert und frei geregelt werden müsse, entsprechend den Gesetzen einer Gemeinschaft, die unter ihren Mitgliedern „nurdie Mißbräuche der Gewaltund des Krieges ausschließe.“ Dann folgt eine Darstellung des französischen „Bestrebens zur Aufrechterhaltung und zur Organisierung guter Beziehungen zu Deutschland". So habe Frankreich, als der Russenpakt in seinem Geist und in seinem Buchstaben von Deutschland kritisiert worden sei,„nicht gezögert", im voraus den Spruch des Internationalen Gerichtshofes im Haag anzunehmen. Ferner sei die Saarfrage ohne Zwischenfall, ohne Unordnung und ohne, daß die ganze Welt Friedensbedrohungen hätte aufkommen sehen, geregelt worden. zösischen Bestreben wird nun das deutsche Verhalten als anders geartet gegenüberzustellen versucht. Der Reichskanzler habe sich— dies wird als Beweis angeführt(!)— gegen das System der Pakte gewandt. Das Reich habe allseitig(!!) die Bestimmungen des Versaillen Vertrages, die die Rüstungen begrenzen, gekündigt. In Verfolg dieser Kündigung sei die Stresakonferenz zusammengetreten, und der Völkerbundsrat habe jede einseitige Verleugnung teilt. gen würde, der sich für den Stärksten halte, dann müsse man entschlossen zu Militärbündnissen zurückkehren, zu übersteigerten Rüstungen und, „wie wir anerkennen müssen, zum Kriege, der von dem Stärksten oder von den Stärksten ausgelöst würde in dem Augenblick, der ihm als am geeignetsten erscheine. „Wenn gewisse Leute sich damit zufrieden geben“, heißt es weiter,„mögen sie es klar heraus sagen und wir werden daraus unsere zweckmäßigen Schlüsse ziehen. Wir hingegen stellen unsere gesamten materiellen und moralischen Kräfte zur Verfügung des Völkerbundes, um das sich für die europäische Zivilisation nicht wieder gutzumachende Unglück zu vermeiden, allerdings unter der einzigen Bedingung, daß wir in diesem Fall für den Frieden von denjenigen begleitet werden, die sich formell durch den Rheinlandpakt verpflichtet haben, in der festen Hoffnung, daß alle Unterzeichner des Völkerbundspaktes gemäß ihren Mitteln und in Uebereinstimmung mit ihren Verpflichtungen an unserer Seite für ein Ideal kämpfen, mit dem sie sich solidarisch erklärt haben. Und nun kommt, weil Reichskanzler Hitler zum französischen Volk„über den Kopf seiner Regierung hinweg“ gesprochen habe, eine Anrufung des deutschen Volkes. Es wird im Namen seiner Kultur und der Tugenden seiner Rasse gebeten, über diese „neuen Verantwortlichkeiten nachzudenken".„Wir erklären“, heißt es,„dem deutschen Volke feierlich, daß wir niemals weder seine Freiheit noch seine Ehre beeinträchtigen wollen und daß wir sie niemals beeinträchtigen werden. Auch haben wir niemals daran gedacht und wollen wir niemals daran denken, daß es in einer ungünstigeren Weise als die anderen Völker behandelt werden könnte. Wir sind mit der deutschen Regierung darin einig, zu erklären, daß das französische Volk keinen Vorteil aus dem Elend des deutschen Volkes ziehen kann. Wir nehmen Deutschlands Vorschlag an, in der Suche nach Mittein zusammen zu arbeiten, um die Existenz der 66 Millionen Einwohner auf einem armen Boden zu sichern, wie Reichskanzler Hitler es gesagt hat.“ Auf diese Beteuerungen folgen aber folgende Fragen, aus denen in erschütternder Deutlichkeit das Mißverstehen der deutschen Beweggründe und Empfindungen, aber auch das Uebersehenwollen der deutschen Argumente spricht: Wir fragen das deutsche Volk, inwieweit die Wiederbesetzung der entmilitarisierten Rheinlandzone zur Lösung dieser Probleme beitragen könnte. Wir fragen das deutsche Volk, wie das Vertrauen, das die Grundlage jeder Zusammenarbeit ist, in wünschenswerter Weise aufrecht erhalten oder gar entwickelt werden kann, wenn es zugelassen wird, daß nicht nur ein feierlicher Vertrag wie der von Locarno durch den alleinigen Willen eines der vertragschließenden Teile gekündigt werden kann, sondern daß, ohne ein neues Abkommen abzuwarten, militärische Handlungen begangen werden, die man sich gerade formell verpflichtet hatte(?!), zu vermeiden. Würde das deutsche Volk zu der französischen Regierung Vertrauen haben, um über neue Verträge zu verhandeln und sie zu unterzeichnen, wenn die französische Regierung gerade erst selbst die alten Verträge zerreißt? Wie benkt sich das deutsche Volk, daß das französische Vertrauen Jetzt in dieser Lage verhandeln? Auf was aufbauen? Etwa auf den zusammengebrochenen Ruinen? Auf welcher Grundlage? Die Grundfesten des Gebäudes selbst müssen wieder aufgebaut werden. Von Reichsminister Dr. Frick Die französische Regierung weist die Verhandlungen, die den künftigen Frieden festigen und die deutsch=französischen Beziehungen im Rahmen einer ruhigen und friedlichen Entwicklung Europas bessern können, nicht zurück. Aber Frankreich kann nicht unter der Herrschaft der Gewalt verhandeln. Es hat den Völkerbundsrat in der bekannten Weise befaßt. Es hat die Unterzeichner und Bürgenmächte des Locarnovertrages befragt. Es ist seinerseits entschlossen, im Rahmen des Völkerbundes alle seine Kräfte mit denjenigen der anderen Mitglieder zu verbinden, um einem Anschlag(!!) auf das internationale Vertrauen, auf die Glaubwürdigkeit der Verträge, auf die kollektive Sicherheit und auf die Organisierung des Friedens(!!) zu antworten. Die französische Regierung ist weiter bereit, mit Deutschland zu verhandeln, wenn erst einmal die Achtung des internationalen Gesetzes aufs neue gesichert sein wird. Sie will ihren Glauben zu dem wirklichen Wert der internationalen Verpflichtungen des Locarnovertrages wie der Völkerbundssatzung bewahren. Sie wird um die Verteidigung der neuen Ordnung in den internationalen Beziehungen ringen, die die kollektive Organisation der Sicherheit und des Friedens im Rahmen des Völkerbundes mit sich gebracht hat.—— Damit es ihr möglich sei, diese Aufgabe gut durchzuführen, wende sich die französische Regierung an die nationale Vertretung, die die Volkssouveränität ausdrücke, also an Kammer und Senat. Das deutsche Volk wird sich nach dem Willen des Führers am 29. März 1936 hinter sein Wort stellen, nach dem es hart und unerbittlich für Gleichberechtigung und Freiheit, aber auch zäh und unbeugsam für Friede und Verständigung eintreten soll Wer die große Rede des Führers am 7. März miterlebt hat, der hörte den ehernen Schritt eines geschichtlichen Ereignisses in den Hallen des Reichstages erdröhnen. Inmitten einer Welt des Nichtverstehens, der Erregung und der Zersetzung hat der kühne Entschluß des Führers nach der Vernichtung des Locarno=Vertrages durch das französisch=sowjetrussische Bündnis des Reiches volle Souveränität auf das letzte Stück des Reichsgebietes ausgedehnt, das bisher völlig wehrlos fremden Zugriffen preisgegeben war. Zur gleichen Stunde, in der der Führer und Reichskanzler unter nicht enden wollendem Jubel der Männer des Deutschen Reichstages das Ende des Locarno=Vertrages verkündete, marschierten die Truppen der deutschen Wehrmacht in das bisher entwaffnete Land ein und nahmen es in den Schutz des deutschen Volkes. Und zur gleichen Stunde vollzog sich über alle Hindernisse hinweg eine Tat von unvergleichlicher geschichtlicher Größe: Das Reich hat durch des Führers Tat seine volle Gleichberechtigung wiedererlangt. Fast auf den Tag, nachdem er dem deutschen Volke die Wehrfreiheit vor einem Jahre wiedergegeben hatte, bringt er ihm die volle Souveränität auch in der Rheinlandzone. Stolz klingt das Geschichte bezeugende Wort: Die Rede Verurteilung eines Elternmörders dub. Königsberg, 10. März. Wie die Justizpressestelle Königsberg mitteilt, verurteilte das Große Jugendgericht in Lyck den 15jährigen Heinz Rode aus Rostken, der am 30. November v. J. seine Eltern in bestialischer Weise getötet hat. wegen Mordes in einem Falle und wegen Totschlags in einem zweiten Falle zu einer Gesamtstrafe von zehn Jahren Gesängnis. Gleichzeitig wurde die Fürsorgeerziehung angeordnet. Der jugendliche Angeklagte legte ein volles Geständnis ab.— Um Unannehmlichkeiten aus dem Wege zu gehen. die die Entdeckung einer Veruntreuung von 30 bis 40 Mark mit sich bringen mußte, faßte er den Plan zur Ermordung seines Vaters, des Gendarmeriehauptwachtmeisters Rode aus Rostken. Kaltblütig schlachtete der Sohn. das einzige Kind seiner Eltern, mit einem Seitengewehr zuerst den Vater und darauf die vom Tatort fliehende Mutter hin. Bei der Strafzumessung waren dem Gericht durch das Jugendgerichtsgesetz insofern Schranken auferlegt, als gegen jugendliche Verbrecher auch bei Mord auf eine höhere Strafe als zehn Jahre Gefängnis nicht erkannt werden darf. „Das Reich ist frei!“ Neben der Freiheit soll aber auch der Friede gesichert und nicht einseitiger Willkür überantwortet bleiben. Neuerdings hat der Führer der ganzen Welt einen Friedensplan unterbreitet und darüber hinaus erklärt, daß das Deutsche Reich bereit sei, nunmehr, nachdem es seine volle Souveränität wiedererlangt hat, mit allen Völkern gemeinsam einen Frieden der Ehre und der Gleichberechtigung zu sichern. Düster drohend hängt über der Kultur und Zivilisation Europas der französisch=tschechisch=sowjetrussische Waffenhilfe=Vertrag. Wird der alte Erdball die mahnenden Friedensworte des Führers in dieser geschichtlichen Stunde hören? In wenigen Tagen wird das deutsche Volk seine Stimme erheben und mit einer Volksabstimmung in einer weltpolitischen Lage, die ihresgleichen sucht, das entschlossene Bekenntnis des Führers zu Freiheit und Frieden millionenfach unterstreichen. „Ich bin nicht der Diktator, ich will der Führer des deutschen Volkes sein!“ So hat Adolf Hitler in geschichtlicher Stunde der Nation, die er seit drei Jahren kraftvoll durch schwere und entscheidende Entschlüsse geführt hat, zugerufen. In geschichtlicher Stunde wird ihm das ganze deutsche Volk antworten. Die Stimme der deutschen Nation wird das Geschick eines Erdteils mit entscheiden und wie ein Fanal für Freiheit und Frieden der Völker aufleuchten. Das ist der geschichtliche Sinn der Volkswahl, zu der sich für den 29. März 1936 das deutsche Volk rüstet. Schwerer Autounfall— Zwei Tote dnb. Trebnitz(Schlesien), 10. März. Zwischen Trebnitz und Hochkirch fuhr am Montagabend gegen Mitternacht ein Personenkraftwagen in einen Heuwagen hinein. Das Unglück wurde anscheinend dadurch verursacht, daß aus dem Heuwagen lange Stangen herausragten und der Wagen ungenügend beleuchtet war. Die Autoinsassen wurden durch die Stangen aufgespießt und sofort getötet. Die Feldpolizei und Landrat Friedrich waren sofort am Unsallort erschienen. Es handelt sich bei den Toten um zwei Breslauer, den 22 Jahre alten Helmut Köhler und die 21 Jahre alte Thomas. Der katifizierungsbericht des Senatsausschusses verurte.. eines Vertrages Spontan hätten in Stresa England und Italien Wert darauf gelegt, den Locarnovertrag aufs neue zu bestätigen. Es wird auch noch einmal auf das Londoner Programm vom 3. 2. 35 Bezug genommen. Aber darauf sei durch die„Verleugnung“ eines Vertrages geantwortet worden, der sehr oft als die durch freie Verhandlungen zugestandene Grundlage der französisch=deutschen Beziehungen bezeichnet worden sei.„Es wurde uns durch die plötzliche und rohe Wiederbesetzung der entmilitarisierten Zone geantwortet, während Reichskanzler Hitler in seiner Rede vom 21. Mai, also nach der Unterzeichnung des französisch=sowjetrussischen Abkommens erklärt hatte, daß die Reichsregierung in der Achtung dieser entmilitarisierten Zone einen Beitrag zur Entspannung Europas erblickte.“(Der Hinweis auf die damals vom Führer betonte Notwendigkeit der Gegenseitigkeit in der Achtung von Verträgen fehlt! Die Redaktion.) Frankreich berufe sich in den gegenwärtigen Streitfall nicht auf verletztes Selbstgefühl oder auf verlorene Bürgschaften seiner eigenen Sicherheit, es werfe vielmehr die Frage des tatsächlichen Wertes der Verträge, der allgemeinen Garantien des Völkerbundspaktes für dessen Mitglieder, der Treue der Völkerbundsmitglieder gegenüber ihren Verpflichtungen auf. Zweifellos(??) berühre die Verletzung der entmilitarisierten Zone Frankreichs eigene Sicherheit, aber die Verletzung stelle in sehr viel ernsterer Weise die Zukunft des europäischen Friedens in Frage(Inwiefern? Die Red.), die Schicksale der Organisation der allgemeinen Sicherheit und die Schicksale des Völkerbundes(!!). Frankreich habe sich innerhalb des Rahmens des Völkerbundes gestellt, weil sein Schicksal in der nächsten Zukunft auf dem Spiele stehe.(!) Frankreich habe die Unterzeichner und die Garanten des Locarnovertrages gerufen, weil der Wert der Verträge in den internationalen Beziehungen auf dem Spiele stehe. Wenn zur Zerstörung der Verträge der Wille desjenigen genüKeicheberuseweitrung Der Verhsungmnunner Gauentscheidung am 14. und 15. März 1936 dnb. Paris, 10. März. Der von Dves les Trocquer ausgearbeitete Bericht des Auswärtigen Ausschusses des Senats über die Ratifizierung des Sowjetpaktes liegt nunmehr vor. Der Berichterstatter stellt sich auf den Standpunkt, daß dieser diplomatische Akt mit früheren Verträgen, besonders mit dem Locarnopakt. vereinbar sei. Die Nichtratifizierung würde die Verleugnung der Unterschrift Frankreichs durch dessen Bevollmächtigten bedeuten; sie würde ferner den Eindruck erwecken, als ob Frankreich die seit 15 Jahren verfolgte Politik der kollektiven Sicherheit aufgebe, die darin bestehe, die Welt nicht den Starken auszuliefern. Die Nichtratifizierung würde endlich eine tiefe Entmutigung für die mittel= und osteuroväischen Länder bedeuten, die in der Friedensorganisierung mit Frankreich gingen. Bochum, 10. März. Die erste Etappe des Reichsberufswettkampfes 1936 liegt hinter uns. Mit Stolz und Freude können die Jungbergmänner im Reich auf den bisherigen Erfolg im Reichsberufswettkampf zurückblicken. Einer schwierigen Auswertung blieb es vorbehalten, die Ergebnisse und Fortschritte genau festzustellen. Nun steigt der zweite Abschnitt des Wettkampfes, und zwar der Gauentscheid, der für den Bergbau reichseinheitlich am kommenden Samstag und Sonntag durchgeführt wird. Von den insgesamt 22000 gestarteten Jungbergmännern kommen nur 150 in die Zwischenentscheidung. Die Teilnehmer der Gaue Westfalen=Süd, Westfalen=Nord, Essen und Südhannover=Braunschweig kämpfen auf der Versuchsgrube„Hibernia“ in Gelsenkirchen. Es handelt sich um rund 75 Jungbergmänner der Fachgruppe Steinkohlenbergbau, die zum erstenmal Gelegenheit haben, ihre praktischen Aufgaben unter Tage zu erledigen. Reichsbetriebsgemeinschaftsleiter Parbeig wird die Eröffnung vornehmen. Die Teilnehmer von Schlesien kommen zur Gauentscheidung auf der Heinitz=Grube in Beuthen zusammen, während die Teilnehmer aus den Gauen Sachsen und München=Oberbayern ihren Gaukampf auf der Grube Gottessen in Neu=Oelsnitz in Sachsen austragen. Das Steinkohlenbergwerk Sulzbach ist der Austragungsort für die Teilnehmer im Gau Pfalz=Saar und die Grube Sophia=Jacoba in Hückelshoven sieht die Teilnehmer aus dem Gau Köln=Aachen im friedlichen Wettkampf vereint. Die Fachgruppe Erzbergbau trägt die Gauentscheidung gemeinsam auf der Grube Königszug in Oberschelde bei Dillenburg in Hessen=Nassau aus. Auch die Fachgruppe Braunkohlenbergbau hat für alle Teilnehmer nur einen Austragungsort bestimmt, und zwar die Grube GroßAlmerode im Gau Kurhessen. Die Fachgruppe Kali= und Salzbergbau endlich hat alle Bergjungmänner auf dem Kalibergbau Rommenberg im Gau Süd=HannoverBraunschweig zusammengezogen. Alle genannten Gruben stehen am kommenden Wochenende also im Zeichen des Reichsberufswettkampfes, der zeigen wird, daß auch unsere Bergjungmänner gewillt sind, durch gute Leistungen am Wiederaufbau unseres Vaterlandes mitzuhelfen und ihr Bekenntnis zur Leistung abzulegen. Während der Samstag die praktischen Aufgaben bringt, werden am Sonntag die sportlichen Prüfungen abgehalten. Dadurch ist die allgemeine Aufgabenstellung beim Gauwettkampf wie im vorhergehenden Jahre durch die sportlichen Leistungsprüfungen erweitert. Von den Tüchtigsten aller teilnehmenden Berufe am Reichsberufswettkampf soll gleichzeitig der Nachweis erbracht werden, daß neben der beruflichen Tüchtigkeit auch die genügende körperliche Spannkraft vorhanden ist. „Man muß die deutschen Vorschläge in Ruhe prüfen“ dub. London, 10. März. Die„Times" stellt von den vielen den deutschen Vorschlägen zustimmenden Zuschriften am Dienstag den Brief des früheren amerikanischen Botschafters in Berlin Jacob Gould Schurman an die erste Stelle. Schurmann schreibt u.., das Ende der entmilitarisierten Zone habe früher oder später kommen müssen. Es sei jetzt Aufgabe der Staatsmänner, den Tatsachen entgegenzusehen, wie sie nun einmal sind. Nichts werde dadurch gewonnen, daß man auf die Vergangenheit zurückgreife. Hitler mache einen Vorschlag über eine europäische Regelung, und er spreche für Deutschland. Sein Plan möge gut oder schlecht sein. vollständig oder fehlerhaft, sicher oder unsicher. Die Staatsmänner der anderen europäischen Länder könnten diese Vorschläge nicht außer acht lassen. am Kundgebung der 943. Berlin Donnerstag in der Deutschlandhalle dnb Berlin, 10. März. Die Gauwaltung GroßBerlin der Daß veranstaltet am Donnerstag um 20 Uhr in der Deutschlandhalle eine Großkundgebung. Es sprechen Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und der stellvertretende Gauleiter Görlitzer. Im Sportpalast findet um dieselbe Zeit eine Großkundgebung der Beamten und Behördenangestelltenschaft statt, auf der Reichsminister Kerrl sprechen wird. Auch die„Morning Post“ druckt einige Briefe an die Zeitung ab. die alle darauf hinauslaufen. die englische Regierung zu bestimmen, daß sie die Vorschläge Hitlers in aller Ruhe prüfen und in gutem Vertrauen auf eine Besserung der europäischen Lage sich nicht dem Widerstand Frankreichs anschließen solle. * Das Frauenwerk erwartet Säuglingswäsche aus dem Nadelarbeitsunterricht. In einem Erlaß an die nachgeordneten preußischen Stellen ersucht der Reichserziehungsminister, die Mädchenschulen schon jetzt darauf hinzuweisen, daß das Deutsche Frauenwerk auch in diesem Jahre darauf hofft. daß die Schülerinnen im Nadelarbeitsunterricht durch Anfertigung von Säuglingswäsche ihre Volksverbundenheit praktisch beweisen und ihr Teil zur Linderung der Volksnot beitragen. (Sch Neben diesen m ebenso große ide schen glaubten fri Fluch und eine S Arbeit ihre Ehre: der Parole „Ehret den Ark die deutsche Arbei ersten Male zu e nationalen Arbeit und Unternehmer in Hand! Die deutsche A Beispiel dafür, u angekurbelt haber fahrzeuge in Deu gen 353000. 1932 Automobilindustri Der Gesamtumsa industrie stieg vor 1932 auf rund Ueber 250000 ar seit Anfang 1933 Lieferfirmen neu Wir mußten: Wirtschaft mehr mit den Devisen daß einmal 14 Tc wurden. Wir sin wir zu, aber“— diese Worte— kommen. Im Jal liarden Nahrung 1935 brauchten den auszugeben. 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Arbeiter und Unternehmer marschieren jetzt wieder Hand in Hand! Die deutsche Automobilindustrie liefert ein Beispiel dafür, wie wir die Produktion wieder angekurbelt haben. 1932 wurden 104 600 Kraftfahrzeuge in Deutschland hergestellt, 1935 dagegen 353000. 1932 waren 33000 Arbeiter in der Automobilindustrie beschäftigt, 1935 über 100 000. Der Gesamtumsatz der deutschen Automobilindustrie stieg von 295 Millionen RM. im Jahre 1932 auf rund 1150 Millionen RM. 1935. Ueber 250000 arbeitslose Volksgenossen wurden seit Anfang 1933 in der Autoindustrie und deren Lieferfirmen neu eingestellt. Wir mußten natürlich zur Ankurbelung der Wirtschaft mehr Rohstoffe einführen und damit mit den Devisen haushalten. Da kam es vor, daß einmal 14 Tage lang Butter oder Eier knapp wurden. Wir sind knapp an Devisen, das geben wir zu, aber“— und lauter Beifall unterstrich diese Worte—„wir sind bis jetzt noch ausgekommen. Im Jahre 1932 haben wir für 4,5 Milliarden Nahrungsmittel eingeführt, im Jahre 1935 brauchten wir dafür nur noch 0,9 Milliarden auszugeben. Wir haben für die ersparten Devisen solche Dinge eingeführt, die der Arbeitsbeschaffung zugute kommen. Wie sicher sich heute unser Volk fühlt, das ergibt sich am besten aus unserer Bevölkerungsbewegung. Die Zahl der Eheschließungen betrug 1932 510 000, im Jahre 1935 ist sie auf 650 000 gestiegen. Die Zahl der lebendgeborenen Kinder ist von 975000 im Jahre 1932 auf 1 265 000 im Jahre 1935 gestiegen.(Diese Mitteilung nimmt die Versammlung mit besonders starkem Beifall entgegen.) Von den vielen Kindern, die mehr geboren worden sind, kann man mit gutem Recht sagen: Das sind die Kinder des nationalsozialistischen Deutschland. Wo der einzelne nicht in der Lage ist, des Hungers und der Kälte Herr zu werden, da setzt das von uns geschaffene große Werk der Winterhilfe ein. Allein die Kartoffeln, die durch die Winterhilfe den bedürftigen Volksgenossen geliefert worden sind, würden einen Eisenbahnzug füllen, der von Berlin bis Addis Abeba reicht. Eine ähnlich gigantische Zahl ergibt sich auch für die Kohlenlieferungen. Darüber hinaus haben wir den werktätigen Volksgenossen auch etwas für die Seele gegeben durch die Organisation„Kraft durch Freude“. Diese Organisation verfügt über sechs Urlauberschiffe mit 80000 Brutto=Registertonnen, die im Jahre 1935 107 Hochseefahrten mit 150000 Passagieren durchgeführt haben. Zwei Schiffsneubauten von je 25000 Brutto=Registertonnen sind im Bau. An den Landurlaubsreisen haben 1934 2 Millionen, 1935 drei Millionen Arbeiter teilgenommen. Für den Seeurlaub im großen Stil ist mit dem Bau des Seebades an der Ostsee mit 7,5 Kilometer Strand und 1400 Morgen Wald und Wiesen begonnen worden. (Lebhafter Beifall bezeugt den Dank der Massen für diese gewaltigen sozialen Maßnahmen.) In vier bis fünf Jahren werden die meisten deutschen Arbeiter ihren Urlaub im bayrischen Hochgebirge, an der See oder auf Schiffen in fernen Ländern verbringen können. Das ist die Verwirklichung des marxistischen Versprechens, daß die Arbeiter einmal auf eigenen Schiffen die Wellen des Weltmeeres durchkreuzen werden. Die anderen haben es versprochen und wir haben es gehalten.(Jubelnde Zustimmung.) Sihung dee Toruens Maastl Eine amtliche Verlautbarung dub. Paris, 10. März. Ueber die Besprechung der Locarnomächte am Dienstagvormittag in Paris wird folgende amtliche Verlautbarung ausgegeben: Im französischen Außenministerium sind am Dienstag um 10.30 Uhr folgende Vertreter der Locarnomächte zusammengekommen: Der englische Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten, Eden, Lord Halifax, der englische Botschafter Sir George Clerk, der belgische Ministerpräsident van Zeeland, der belgische Botschafter de Kerchove, der italienische Botschafter Cerruti, der französische Außenminister Flandin und der französische Staatsminister Paul=Boncour. Bei Eröffnung der Sitzung hat Außenminister Flandin die Vertreter der Unterzeichnerund Bürgenmächte von Locarno willkommen geheißen. Er hat darauf hingewiesen, daß die Konferenz einen Austausch der Nachrichten zum Ziele habe und die Lage feststellen solle, daß aber keine Entschließung vorgeschlagen noch irgendeine Entscheidung getroffen werde, bevor der Völkerbundsrat zusammengetreten sei. Nachdem auf diese Weise das Verfahren festgelegt worden war, haben die einzelnen Vertreter ihre Auffassungen auseinandergesetzt. Dieser Meinungsaustausch wird vielleicht am Dienstagabend in Paris, auf alle Fälle aber in Genf fortgesetzt werden, wo sich die Vertreter am Mittwoch wieder zusammenfinden werden. Außenminister Eden, Lord Halifax und Botschafter Cerruti haben sich im Laufe des Dienstagnachmittags mit ihren Regierungen in Verbindung gesetzt. Die Vertreter der Locarnomächte sind gegen 20 Uhr nochmal zusammengetreten. Gleichzeitig wird bekannt, daß die Sitzung des Dreizehnerausschusses vertagt worden ist, und daß Flandin folglich am Dienstagabend nicht nach Genf abgereist ist. Die englischen Minister Eden und Halifax sind am Mittwochfrüh im Flugzeug nach London zurückgekehrt, um an einer Sitzung des englischen Kabinetts teilzunehmen. Ueber den Inhalt der bisherigen Verhandlungen ist nichts Zuverlässiges zu erfahren. Verlegung der Locarnobesprechungen nach London dnb. Paris. Auf Grund gemeinsamer Verständigung ist, wie eine amtliche Verlautbarung besagt, von den Vertretern der Locarnomächte beschlossen worden, die Besprechung am nächsten Donnerstag in London fortzusetzen. Die englische Regierung hat ferner den Vorsitzenden des Völkerbundsrates aufgefordert, die nächste Sitzung des Völkerbundsrates ebenfalls in London stattfinden zu lassen. Sie wird voraussichtlich am nächsten Sonnabend im Anschluß an die Locarno=Besprechungen stattfinden. Der Dreizehner=Ausschuß ist vertagt worden bis nach Abschluß der Londoner Beratungen und wird wahrscheinlich erst in der nächsten Woche einberufen werden. Außenminister Flandin wird sich am Donnerstag nach London begeben, wo um 16 Uhr die Verhandlung der Locarnomächte wieder aufgenommen werden sollen. Italien wird auf diesen Verhandlungen voraussichtlich durch den Londoner Botschafter Grandi vertreten sein, während für Belgien Ministerpräsident van Zeeland an ihnen teilnehmen wird. Die Verhandlungen der Locarnomächte am Dienstagabend in Paris dauerten von 20.30 Uhr bis 21.15 Uhr MEZ. Drei Jahre Außenpolitik Dr. Goebbels zeigte dann die Ergebnisse der Regierung auf dem Gebiete der Außenpolitik: „Im Januar 1933 war Deutschland ein Spielball in den Händen der Weltmächte. Es blieb nichts anderes übrig, als den Völkerbund, der uns die Gleichberechtigung versagte, zu verlassen. Der Führer, der diesen schweren Entschluß erst faßte, als es keine andere Möglichkeit mehr gab, Deutschlands Ehre und Gleichberechtigung zu erkämpfen, erhielt dafür das Jawort des ganzen deutschen Volkes. Dann wurde die deutsche Wehrmacht wieder aufgebaut, da die anderen Mächte das Abrüstungsversprechen nicht eingehalten hatten. Wenn wir jetzt die Remilitarisierung des Rheinlandes durchgeführt haben, so soll das keine Drohung gegen Frankreich sein. Wir wollen nicht die Brücken zu Frankreich abbrechen, im Gegenteil, wir wünschen, daß dies der erste Schritt zu einer wirklichen Neuordnung in Europa sein möge, um mit den anderen großen Mächten in Europa zu einem langjährigen Vertrag, zum Frieden und zur Wohlfahrt der Völker zu gelangen. Man kann sehr wohl Verträge mit Deutschland abschließen. Wie wir unsere Verträge halten, kann man an dem deutsch=polnischen Abkommen sehen. Diesen Vertrag halten wir, weil er der Vernunft entspricht. Des Führers großes außenpolitisches Angebot Dr. Goebbels ging nun auf die große histori. sche Tat Adolf Hitlers vom 7. März ein und erläuterte noch einmal das außenpolitische Angebot des Führers in allen Einzelheiten, wobei fast jeder Satz von starkem und lang anhaltendem Beifall begleitet wurde. Deutschland hat jetzt wieder wie jeder andere Staat das Recht, für die Sicherheit seiner Grenzen selbst zu sorgen, und auch die Möglichkeit, seine Grenzen zu beschützen. Was wir im Jahre 1933 vom Völkerbund forderten, was der Völkerbund uns nicht gab und weshalb wir den Völkerbund verließen, das ist nun Wirklichkeit geworden. Deutschland ist wieder souveräner Herr seines ganzen Territoriums und besitzt die volle militärische Gleichberechtigung.“ Damit ist uns die Möglichkeit zur Rückkehr in den Völkerbund wiedergegeben. „Der Führer hat eine ganze Reihe von konstruktiven Friedensvorschlägen gemacht. Er hat Frankreich und Belgien für 25 Jahre einen Richtangriffspakt angeboten. Er hat den Westmächten einen Luftpakt angeboten. Er hat sich bereit erklärt, mit allen Randstaaten einschließlich Litauen einen Richtangriffspakt abzuschließen. Er hat sich ferner bereit erklärt, auf der Grundlage der Gegenseitigkeit im selben Umfange wie Frankreich eine entmilitarisierte Zone zu schaffen. Es muß endlich einmal eine dauerhafte Friedensgrundlage geschaffen werden. Wir wollen jetzt einen Vertrag abschließen, den man halten kann. Und das ist nur möglich, wenn er die Gleichberechtigung jedes Vertragspartners zur Grundlage hat! Dazu hat der Führer seinen historischen Akt vollzogen und dazu soll sich nun am 29 März das deutsche Volk bekennen.(Durch stürmischen Beifall geben die Massen ihrem Bekenntnis schon hier überzeugenden Ausdruck) Ihr, meine Parteigenossen habt dem Führer immer zur Seite gestanden. Ihr habt ihm immer gezeigt, daß ihr bei ihm steht, mit ihm fühlt und mit ihm denkt. Die Welt muß einsehen, daß es keine andere Lösung der großen internationalen Probleme gibt als die, die der Führer aufgezeigt hat. Die Welt kann jetzt nicht mehr sagen, daß der Führer keine präzisen Vorschläge mache. Er hat sie gemacht und es sind die einzigen Vorschläge, die den politischen und wirtschaftlichen Wiederaufstieg Europas in die Wege leiten können. Kreisen, Ortsgruppen und Zellen, haben ihn dabei nach unseren Kräften unterstützt. Sein guter Stern hat den Führer niemals verlassen. Der Himmel hat seine Arbeit und seine Verantwortungsfreude mit Erfolgen in überreichem Maße belohnt. Wir haben Erfolge gehabt, die wir 1933 in unseren kühnsten Träumen uns nicht vorzustellen gewagt hätten. Auf diese Erfolge nun soll unser Volk ein neues nationales Leben aufbauen. Fü. die Erfolge haben wir uns gesorgt, dafür haben wir geschuftet, gearbeitet und keine Mühe gescheut. Wir haben die Abende und Sonntage unseren Familien weggenommen und sind zu unseren Kameraden und Mitstreitern gegangen. Als wir an die Macht kamen, wurde die Verantwortung noch größer. Doch wir sind stolz darauf, daß wir in dieser Zeit berufen worden sind, unserem Vaterlande zu dienen. Darum wird sich Eine Verordnung über die Gestaltung des Hohellszeichens des Reiches dub. Berlin, 10. März. Im Reichsgesetzblatt vom 11. März wird eine Verordnung des Führers und Reichskanzlers über die Gestaltung des Hoheitszeichens des Reiches veröffentlicht. In dieser vom 7. März 1936 datierten Verordnung heißt es u..: „Das Hoheitszeichen des Reiches zeigt das Hakenkreuz, von einem Eichenkranz umgeben, auf dem Eichenkranz einen Adler mit geöffneten Flügeln. Der Kopf des Adiers ist nach rechts gewendet.“ Vertrauensratswahlen verschoben dub. Berlin, 10. März. Die für Anfang April angesetzten Vertrauensratswahlen sind mit Rücksicht auf den Reichstagswahlkampf verschoben worden. Der neue Termin für die Vertrauensratswahlen wird, wie Ndz. meldet, noch bekanntgegeben. Der Führer ehrt einen verdienten Heerführer dub. Stuttgart, 10. März. Aus Anlaß des 80. Geburtstages des verdienten Heerführers, des Generals der Infanterie a. D. Freiherrn von Soden. wurden dem Jubilar zahlreiche Ehrungen zuteil. Der Führer und Reichskanzler übermittelte dem General ein herzlich gehaltenes Schreiben, in dem die großen Verdienste des Heerführers um die deutsche Wehrmacht im Krieg und Frieden in Dankbarkeit gewürdigt werden. Weitere Glückwunschschreiben gingen u. a. von Reichskriegsminister Generaloberst v. Blomberg, Reichsaußenminister Freiherrn von Neurath und von dem Oberbefehlshaber des Heeres. General der Artillerie Freiherrn v. Fritsch W„ Eet etttennt 8 Der Oberburgermeister der Stabl Stungalt. Dr. Strölin, ließ den Platz bei der Rotebühl=Kaserne Freiherr=von=Soden=Platz benennen. Gewinnauszug 5. Klasse 46. Preußisch=Süddeutsche (272. Preuß.) Klassen=Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Rummer in den beiden Abteilungen I und II 26. Ziehungstag 9. März 1936 Das Deutschland der Schwäche und des Zerfalls konnte gar keine Pakte abschließen, denn jeder Pakt mußte ihm die Lebensmöglichkeit einengen. Das Deutschland der Stärke, der Ehre, der Freiheit und der vollkommenen Souveränität über sein Reichsgebiet, das kann wieder Verträge abschließen, denn es fühlt sich nun gleichberechtigt und kann so wieder als Nation ersten Ranges in den Kreis der anderen Nationen eintreten. Wenn nun Deutschlands Führer als erster die Realitäten sieht, wie sie sind, und die Wahrheit sagt, auch wenn sie unbequem ist, dann muß die Welt auf ihn hören. Er tut damit nichts anderes, als was er schon immer in Deutschland getan hat, und sein Bemühen um den Frieden in der Welt wird einmal ebenso von Erfolg gekrönt werden, wie es in Deutschland von Erfolg gekrönt war. Drei Jahre hat der Führer gearbeitet als verantwortlicher Leiter der Politik unseres nationalsozialistischen Staates. Er hat in diesen drei Jahren nur die Sorge um sein Volk gekannt, er hat Tag und Nacht geschafft und keine Verantwortung gescheut, hat auf sein Privatleben verzichtet und sein einziges Glück in der Sorge für sein Volk gesehen. Wir alle, im Kabinett und in der Reichsleitung der Partei, in den Gauen. auch niemand weigern, dem Führer bei seinem großen Werk zu helfen und ihn von ganzem Herzen begeistert sein Ja zu geben. Deshalb glaube ich, daß wir alle mit gutem Mut und festem Vertrauen diesem Tage entgegenschauen können. Ich möchte in dieser Stunde, da wir einen kurzen, aber harten und arbeitsreichen Wahlkampf eröffnen, Ihnen allen und den Hunderttausenden und Millionen, die über die Aetherwellen hinweg mit uns im Geiste verbunden sind, zurufen: Erhebe dich, du deutsches Volk und tue deine Pflicht! Keiner wird fehlen wollen, wenn es um Leben und Zukunft des deutschen Volkes geht! Erklärungen in der belgischen Kammer dnb Brüssel, 10 März. In der Abgeordnetenkammer gab der stellvertretende Ministerpräsident van der Velde am Dienstag zur Frage des Locarnovertrages eine kurze Erklärung ab. Er berichtete dabei zuerst über die Uebergabe des deutschen Memorandums, den bisherigen Meinungsaustausch der Locarnomächte und die Anrufung des Völkerbundes in knappen Ausführungen, ohne dazu Stellung zu nehmen und ohne auf Einzelheiten einzugehen. Er verwies dann auf die Rede Edens im Unterhaus und bemerkte dazu, Belgien nehme von dieser Erklärung Kenntnis. Es wisse, daß es stets Vertrauen in die Loyalität Englands haben könnte. Nach einem Hinweis auf die Reise des Ministerpräsidenten van Zeeland nach Paris und Genf schloß van der Velde die Regierungserklärung mit folgenden Worten: „Die Achtung der Verträge ist die Grundlage der internationalen Ordnung und zu gleicher Zeit die unerläßliche Bürgschaft für die Sicherheit der kleinen Staaten. Diesem obersten Grundsatz ist Belgien stets treu geblieben. Die jetzigen Ereignisse gebieten Ruhe und Entschlossenheit. Die Regierung ist sich ihrer Verantwortung bewußt. Sie weiß, daß sie auf die einmütige Unterstützung de: Landes rechnen kann.“ Die Erklärung wurde von der Kammer mit großem Beifall ausgenommen. Ministerpräsident van Zeeland wird am nächsten Montag nach seiner Rückkehr au. Genf im Parlament eine außenpolitische Erklärung abgeben. Zweimal zum Tode verurteilt dub. Wesermünde, 10. März. Das Schwurgericht Verden verurteilte am Dienstag nach viertägiger Verhandlung den Angeklagten Sunentke Nerjes. der am 21. Juni 1923 in der Gegend von Beverstedt den Oberlandjäger Sietas und den Polizeioberwachtmeister Dietrich erschossen hat, zweimal zum Tode und zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Der Staatsanwalt batte gleichfalls die Todesstrafe beantragt. In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 10000 M. 60233 6 Gewinne zu 3000 M. 36732 50254 98111 14 Gewinne zu 2000 M. 16643 143716 263941 286889 302849 307554 381996 68 Gewinne zu 1000 M. 671 16115 20467 26336 27780 42502 45406 75790 79753 82767 89511 92153 117299 125399 137078 192448 198226 206165 234947 247221 251951 264470 270895 298537 330480 330793 331415 333673 362478 368786 370316 381288 383398 395319. 102 Gewinne zu 500 M. 13351 16078 20209 39382 43773 43796 44758 73647 75448 78061 81362 90561 111188 121437 128403 133179 135915 138920 143557 148637 152993 158786 172800 180339 182497 189903 193364 195974 201122 235735 239106 239320 240284 260738 269921 285871 286654 297444 307982 309816 310629 335060 335287 339284 353552 354709 359738 363787 366811 369716 373037 384 Gewinne zu 300 M. 1999 2217 5511 6746 7165 9053 10642 18819 19231 20564 24572 24853 26704 27402 29970 31497 31833 35607 35818 37574 37676 37894 38722 39269 42241 42990 45489 50715 56769 59637 61878 63295 64562 69454 71772 73625 79644 80723 89309 92263 93057 97456 97484 98313 99003 101819 104991 105913 106820 108596 110471 112489 115782 120576 126667 128154 129554 130560 130841 133097 133964 134064 134103 137936 142588 144354 147333 148919 150024 150823 157669 158824 162911 164855 166311 166854 172873 173509 174282 174850 175650 176497 176722 178063 178244 179611 180398 181279 185884 186027 187755 188553 191310 193417 198706 200286 200515 203087 203337 207915 209269 210031 217669 223774 224363 225070 228338 231811 232503 236479 236690 241310 243810 246101 249830 950709 051326 253230 257800 259035 260288 263132 268876 273152 275094 277027 278536 281238 281886 283773 284212 284388 287000 287164 289087 289821 290019 292002 293234 294568 298319 299993 306267 306964 307958 308641 309448 310501 311129 311261 315076 315841 317532 317897 318272 322607 323678 329538 329914 330528 331825 334269 342194 344566 345107 345378 352935 356154 361644 361857 363754 366426 367339 367713 369514 370419 370797 372254 372875 384306 384578 386047 388111 388224 388267 389127 389399 391804 391946 392282 392526 394306 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 50000 M. 130889 2 Gewinne zu 10000 M. 211318 6 Gewinne zu 5000 M. 101438 120789 392797 6 Gewinne zu 3000 M. 123003 276129 307526 26 Gewinne zu 2000 M. 111056 125704 131882 174355 180155 203169 207805 220042 224827 276524 327200 350654 363173 40 Gewinne zu 1000 M. 22942 23699 23833 71259 78875 96956 113895 129223 138904 187754 232389 244402 271215 277947 334566 367876 367925 369081 382693 398762 84 Gewinne zu 500 M. 10099 11720 19023 19443 20481 30197 31124 32346 47975 62065 77232 83340 105849 134401 134697 145101 149577 155145 158761 160296 163908 163942 168344 180328 185857 193436 209153 216771 230077 250697 263827 264473 266810 268503 292305 302104 307061 340655 349373 352454 355614 386792 282 Gewinne zu 300 M. 1171 1202 7321 8851 16999 21439 24004 24226 24963 35236 44736 89319 64507 S48ag Sge gge 768 82255 27705 127810 28872 12964] 130596 132758 134842 137282 160754 151983 162188 162467 163376 165713 168598 173335 174308 174862 179918 180262 189736 190404 191231 192677 205271 206581 208868 214717 220496 222308 222487 224480 226294 229734 231443 233858 234476 234483 237229 237321 238802 239151 244369 245565 245929 253651 255904 256007 263414 264879 265965 267772 268552 268884 269627 270425 272488 275930 278139 278586 278713 279763 279936 282026 284601 285878 286607 287787 288926 291659 293161 294350 296582 296729 299238 302220 304146 307176 310034 312416 316093 320164 324174 327193 330135 330302 341227 347482 352349 356781 360575 361354 364100 367467 368183 371080 374622 378317 383860 884621 388499 390086 390982 391686 392650 393219 Gewinnrade verblieden: 2 Gewinne zu je 1000000, 4 zu je 20000, 12 zu je 10000, 16 zu je 5000, 48 zu je 3000, 98 zu je 2000, 282 zu je 1000, 518 zu je 500, 1960 zu je 300 Mk. Lödlicher Motorradunfall Die Folge des unvorschriftsmäßigen Verhaltens eines Radfahrers Osnabrück. Die Gebrüder., wohnhaft Meller Straße. machten mit ihrem Vetter. dem 18 Jahre alten Arbeiter Josef Höne, der gleichfalls an der Meller Straße wohnt, mit einem Motorrad mit Beiwagen eine Fahrt zu einem Arbeitsdienstlager in der Gegend von Westercappeln. Auf der Straße zwischen Mettingen und Westercappeln begegneten ihnen zwei Radjahrer, von denen der eine plötzlich auf die linke Straßenseite hinüber wechselte. Der Motorradjahrer mußte nun stark bremsen und scharf ausbiegen und kam dabei auf den Sommerweg. Von dem Lenker des Motorrades konnte nicht verhindert werden, daß er mit dem Fahrzeug gegen einen Straßenbaum geriet. Dabei schlug der auf dem Gastsitz mitfahrende Josef Höne so unglücklich mit dem Kop gegen den Baum. daß er schwere Schädelbrüche erlitt und schon nach kurzer Zeit starb. Der Lenker des Motorrades und der Mitfahrer im Beiwagen erlitten gleichfalls Verletzungen; sie mußten wegen Beinbrüchen mit dem Krankenwagen der Osnabrücker Feuerlöschpolizei nach Osnabrück zurückgeholt werden. Während der eine ins Elternhaus entlassen werde konnte, war bei dem zweiten die Einlieferung in das Krankenhaus notwendig. Nach dem übereinstimmenden Ergebnis der Untersuchung ist die Schuld an dem Unglück, das so schwere Folgen hatte, allein dem Radfahrer zuzuschreiben. Unterschlagungen bei der Stadtsparkasse Vlotho. Vor kurzem wurde die hiesige Sparkasse der Stadt Vlotho einer gründlichen Revision unterzogen. Dabei entdeckte man, daß der Angestellte., der bislang noch bei der Sparkasse angestellt war, in den Jahren 1928/29 recht erhebliche Unterschlagungen begangen hatte. L. wurde natürlich fristlos entlassen, und die Staatsanwaltschaft hat sich jetzt der Angelegenheit angenommen, um wahrscheinlich gegen den ungetreuen Angestellten ein Verfahren einzuleiten. Schöner Beweis der hilfsbereitschaft unserer Reichsarbeitsdienstmänner Geseke. Ein hier wohnender 56jähriger Arbeiter mußte im hiesigen Krankenhause operiert werden. hatte jedoch nicht mehr die Kraft, bei seinen augenblicklichen Blutverhältnissen die Overation zu überstehen, und auch in den Kreisen seiner Verwandten und Bekannten war nicht das zu ihm passende Blut zu finden. Da wandte man sich hilfesuchend an den hiesigen Arbeitsdienst. und auf die daraufhin an die jungen Männer erlassene Rundfrage meldeten sich gleich am ersten Tage 44 und aus eine zweite Anfrage am nächsten Tage weitere 46. so daß sich 90 Arbeitsdienstmänner bereit erklärten, ihr Blut für ein gefährdetes Menschenleben herzugeben. Auf diese Weise gelang es denn auch bald. das richtige Blut zu finden. Die Blutübertragung ging glatt vonstatten, und jetzt besteht begründete Hoffnung. daß durch diese Opfertat der Arbeitsdienstmänner dem kranken Arbeitskameraden das Leben erhalten werden kann, zumal er auch die Operation bereits glücklich überstanden hat. Auto raste gegen einen Baum Bünde. Auf der Herforder Straße raste ein mit zwei Menschen besetzter Personenwagen mit solcher Wucht gegen einen Baum, daß der Wagen sich vollständig ineinanderschob. Dadurch erlitt der fahrer tödliche Verletzungen und starb kurz darauf im Krankenhause. Der Lenker des Autos. ein Reisender aus Schötmar, wurde kurz darauf festgenommen und dem hiesigen Amtsgerichtsgefängnis zugeführt, da er angetrunken gewesen sein soll. Er hatte bei dem Unfall nur leichte Verletzungen erlitten. Zwei Brandstifter verhaftet Aschendorf. Das Amtsgericht konnte gegen zwei Brandstifter, die ihr Eigentum schändlicher Weise in Brand gesetzt hatten. Haftbefehle erlassen. In dem einen Falle handelte es sich um einen Tischler in der Nachbargemeinde Herbrum, der seine Werkstatt angezündet. und in dem anderen Falle um einen Arbeiter auf dem Aschendorfer Bülte, der sein Wohnhaus angezündet hatte. Furchkbares Ende einer Schwarzfahrt Ein Toter, zwei Schwerverletzte Oldenburg. Sonntag nachmittag um 17.50 Uhr verlor ein Motorradfahrer, der auf dem. seinen Vetter, den 28 Jahre alten Finkens####rs, bei sich hatte. über sein Fahrzeug die Herrschaft und fuhr auf dem Friedhofweg in der hinter dem„Ziegelhose“ befindlichen Kurve auf den Bürgersteig. Bei diesem Abschnitte der Fahrt schlug der Mitfahrer F. mit dem Kovje gegen einen am Wege stehenden und wurde auf der Stelle getötet. Er wurde aber von dem Fahrzeug noch 7 Meter weit mitgeschleift. Ein Fußgänger, der sich an der Unfallstelle auf der Straße befand, wurde angefahren und zu Boden geschleudert. Der Motorradjahrer selber erlitt eine schwere Gehirnerschütterung, der Fußgänger hat erhebliche Kopfverletzungen davongetragen. Die erste Annahme, daß auch er ein Auge verloren habe. bestätigte sich nicht, denn der Verletzte trägt ein Glasauge, das bei dem Vorfall auf die Straße flog. Der Tote wurde in die Leichenhalle des Peter=Friedrich=Ludwig=Hospitals gebracht. Die beiden Verletzten fanden in diesem Krankenhause Aufnahme: Lebensgefahr besteht bei ihnen glücklicherweise nicht. Zu diesem traurigen Vorfall wird noch weiter gemeldet: Das Motorrad gehört dem FAD. Clovvenburg. Dort hat der Fahrer. FAD.=Mann Wölbern. es zwangsweise entliehen und damit eine Schwarzfahrt nach Cloppenburg unternommen, wo er u. a. in den Ziegelhofsbaracken Bekannte aussuchte. Der andere Verletzte. Wernicke, wurde noch einige Meter mitgeschleift. Weitere drei Meter entfernt lag das Motorrad. das mit sehr hoher Geschwindigkeit gefahren sein muß, als der Unfall sich ereignete. Die polizeilichen Ermittelungen wurden bereits fünf Minuten nach dem Unfall ausgenommen. Die eigentliche Ursache konnte aber bislang noch nicht ausgeklärt werden, obwohl einer der Verletzten abends bereits vernehmungsfähig war. Das Fahrzeug wurde von der Polizei beschlagnahmt. Der Schwarzfahrer hatte als erstes bei der Wiederkehr des Bewußtseins das Ansinnen gestellt, das Fahrzeug alsbald wieder auszuliefern und dem Besitzer wieder zuzustellen. lich seines 100. Geburtstages am 6. März 1936 ein Glückwunschschreiben, eine in der Staatlichen Porzellanmanufaktur in Berlin hergestellte Ehrentasse der Preußischen Staatsregierung sowie ein Geldgeschenk überreichen lassen. Auszeichnung mit dem Eisernen Kreuz nach 20 Jahren Bislich. Durch Verfügung des Reichsinnenministers wude am 26. Februar dem Anstreicher Fritz Rabeling aus Bislich das Eiserne Kreuz 2. Klasse zugestellt. Fritz Rabeling kämpfte vor 20 Jahren an der Ostfront, geriet in russische Gefangenschaft und mußte lange Jahre in Sibirien leiden. Humor Reise und Verkehr Sonntagsfahrkarten zu dem großen Tage der westf. Schwarzbunkzüchter Wie bekannt, veranstaltet die Westfälische Herdbuchgesellschaft für die Zucht des schwarzweißen Tieflandrindes am Donnerstag und Freitag dieser Woche in Hamm in den städtischen Ausstellungshallen ihre 86. Zuchtviehversteigerung, mit der— was für ganz Westsalen von besonderer Bedeutung ist— die 3. Westfälische Schwarzbuntschau verbunden ist. Um nun allen Interessenten den Besuch dieses großen züchterischen Ereignisses zu ermöglichen, gibt die Reichsbahn, wie wir von zuständiger Stelle erfahren. auf allen westfälischen Bahnhösen in 100 Klm. Umkreis um Hamm Sonntagsfahckarten aus. die von Donnerstag. 12. März, 0 Uhr bis Freitag, 13. März. 24 Uhr Gültigkeit haben. Wir sind sicher, daß viele Züchter sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. billig zur großen Schwarzbuntschau zu fahren, so daß man mit einem ungewöhnlich starken Besuche dieser gewaltigen Veranstaltung, zu der 251 Tiere angemeldet sind, wird rechnen können. Zweitägige Osterfahrt der Reichsbahn Von der Straßenbahn überfahren Duisburg. Auf der Hoffschen Straße in Beeckerwerth geriet der 42jährige Schmied Brendler aus Hamborn mit seinem Fahrrad unter die Straßenbahn. Er wurde überfahren und erlag kurze Zeit darauf den schweren Verletzungen. 100. Geburkslag Wuppertal. Der Preußische Ministerpräsident hat Herrn Gustav Harke in Wuppertal anläß„Deutschlands Tor der Welt“ heißt das geheimnis. volle Ziel der von den Reichsbahn=Verkehrsämtern Essen 1 und 2 für Östern geplanten großen Ueberraschungsfahrt. Diese erste diesjährige Verwaltungssonderfahrt wird als zweitägige Blaufahrt durchgeführt, um damit die zahlreich geäußerten Wünsche aus den Kreisen der letztjährigen Fahrtteilnehmer zu verwirklichen. Der Besuch gilt einer der modernsten Städte mit Welthandel und Welthafen, mit buntbewegtem Leben und Treiben, mit weltbekannten Anlagen. Bauwerken u. Vergnügungsstätten. Aus der Fülle des Reiseprogramms sei verraten, daß neben Besichtigungen. Stadt= und Hasenrundfahrten und einer großen Abendveranstaltung noch besondere Ueberraschungen den Fahrtteilnehmern Ausspannung und Vergnügen bereiten werden. Die Fahrt wird außerdem in dem bequemen„Ruhrausflugs=Expreß", mit 60prozentiger Fahrpreis= ermäßigung ausgeführt und wird für alle„Das Frühjahrserlebnis“ werden. Die Reise beginnt und endigt in Essen=Hbf., Einsteigbahnhöfe sind weiterhin Gelsenkirchen=Hbf., Wanne=Eickel=Hbf. und Recklinghausen=Hbf. Näheres ist aus den Anschlägen ersichtlich und bei den Fahrkartenausgaben und Reisebüros zu erfahren. Besuch am Abend „Muttchen, das ist Herr Ricardo— er ist auf den Kanarischen Inseln geboren!" „Freut mich sehr. Herr Ricardo— da müssen Sie uns aber nachher mal etwas vorsingen!" Zwei Heiratslustige Sie:„Ich würde mich auch mit einem Mann verheiraten, der dumm und häßlich ist— wenn er nur recht reich wäre!" Er:„Oh. das ist aber eine Enttäuschung für mich!" Sie:„Wieso, sind Sie denn nicht reich!“ In Gesellschaft „Wollen Sie nicht neben mir Platz nehmen. Herr Leutnant?“ „Danke sehr, gehöre zum stehenden Heer! Eben! „Ewig werde ich in deiner Schuld stehen, wenn du mir zwanzig Mark leihst!" „Das ist es gerade, was ich befürchte! Im entscheidenden Augenblick Standesbeamter:„Herr Bräutigam. entweder oder! Sie müssen sich schon zu einem deutlichen Ja entschließen, mit einem bloßen Seufzer ist mir nicht gedient!" Zweckmäßigkeit ist alles „Ich liebe dich.“ sagte der junge Mann zu dem jungen Mädchen, als sie durch den Park schritten. „Auch ich liebe dich.“ hauchte das junge Mädchen errötend zurück. „Wie heißt du?“ fragte er sie. „Gertrud.“ hauchte sie. „Das ist kein schöner Name.“ flüsterte er ihr ins Ohr.„ich werde dich Marion nennen M— das ist ein wunderschöner Name, in dem das Fludium unserer romantischen Liebe widerklingt... „Nenn mich, wie du willst. Liebster. Marion ist wunderschön, wenn du es sagst!" So wurde aus Gertrud Marion. Am Verlobungstag schenkte der junge Mann dem jungen Mädchen einen goldenen Ring, in dem„Meiner süßen Marion“ eingraviert war. Erst einige Jahre später erfuhr sie, daß dieser Ring von seiner früheren Braut stammte, die auch Marion hieß. Er war nämlich Schotte. Eine Verlagsteunnscle-Leistung ist die Ausgabe Hor Ain im. der Funkzeitschrift Hor AinHint Herne, Bahnhotstraße 3a— C Auf Wunsch Zahlungserleichterung Miele WE ge wrostschten und wrubetten Sache dgter Modell 1936 Wsen Das ideale Verkehrsmittel für alle Berufe in Stadt und Land. Kauthaus Kirsch Münsterstraße 21 Wilhelm Ranslek Adolf-Hitler-Straße 84 Warum alles allein machen? Der kluge Kaufmann zieht bei der Werbung für sein Geschäft den Anzei. ntei der Ortszeitung zur Hilfe heran. Er weiß, daß die Zeitungsreklame die größte und schnellste Verbreitung findet. Dabel ist sie wirksamer und somit billiger als alle anderen Werbearten Wirb für den„Stadtanzeiger für Castrop-R. u. Umgb. denn seit über 60 jahren setzt er sich für die Interessen Deiner engeren Heimat in besonderer Weise ein Treue um Treue nicht unter 20 Jahren, welches alle Hausarbeit versteht, gesucht. Von wem, sagt d. Stadtanz.(20 Die(25 1. Elage, Markt Nr. 3, Castrop=R. 1, bestehend aus 5 Zimm., Küche, Diele u. 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Stehen Sie nun jeden Tag eine halbe Stunde später auf. und wenn dann ein Monat ins Land gegangen ist, wird es sich ja zeigen, wie leicht Sie schon früh um vier aus den Federn kommen. Alter Esser Gast(zum Tischnachbar):„Das ist aber doch sehr gefährlich, so dauernd mit dem Messer zu essen, da können Sie sich mal furchtbar schneiden!" Nachbar:„Habense nur keene Angst, ick hab dadrin schon so’ne Routine, daß mir nischt mehr passieren kann.“ e stschn AA Scc Ce c in größter Auswahl, neueste Modelle, zu Kinderwagen Nutt!. niedrig. Preisen u. günstig.# iggnh Castrop Zahlungsbeding. nur bei##h SC# Münstersit. 21 Geld! Geld! Geid braucht man nicht nur zum Kriegführen, sondern auch für den Kampf ums Dasein. Aber das Geld, das Sie für das Inserieren im„Stadtanzeiger“ enlegen, bringt hundertlältige rrucht. Es vermehrt die Kund— schaft und steigert den Umsatz. neu..60 m breit, für 165.Mark zu verkaufen. Bahnhofstr. 287, Etage. Jenster Türen, gebraucht, teil veise mit Glas. zu verkaufen. Baugeschäft Schöppner u. Heymann, Dimd.=Böving= hausen. Inserleren sichert Ertolg! Mittwoch, 11. März .00 Choral. anschließend: Leibesübungen .30 Frühkonzert .00 Nachrichten, anschließend Choral— Morgenruf .00 Kalenderblatt, anschließend Zeit, Wetter, Wasserstandsmeldungen .10 Frauenturnen 10.00 Zeit, Nachrichten, Wasserstandsmeldungen 10.15 Rübezahl. Hörspiel 10.45 Kindergarten 11.50 Hier spricht der Bauer 12.00 Die Werkvause 13.00 Mittagsmeldungen— Glückwünsche 13.15 Mittagskonzert 14.00 Mittagsmeldungen 14.15 Allerlei von Zwei bis Drei 15.00 Für unsere Kleinen 15.45 Wirtschaftsmeldungen 16.00 Wir treiben Familien= jorschung 16.30 Nachmittagskonzert 17.30 Rübezahl sängt einen Schmugaler 18.00 Der bunte Frankfurter Nachmittag 19.45 Momentaufnahme 20.15 Stunde der jungen Nation 20.50„Der Apotheker, Kleine 1 Oper von J. Haydn Donnerstag, 12. März .00 Choral. anschließend: Leibesübungen .30 Frühkonzert .00 Nachrichten. anschließend Choral— Morgenruf .00 Kalenderblatt, anschließend Zeit, Wetter, Wasserstandsmeldungen .10 Frauenturnen 10.00 Zeit, Nachrichten, Wasserstandsmeldungen 10.15 Volksliedsingen 11.50 Hier spricht der Bauer 12.00 Mittagskonzert 13.00 Mittagsmeldungen— Glückwünsche 14.00 Mittagsmeldungen 14.15 Allerlei von Zwei bis Drei 15.45 Wirtschaftsmeldungen 16.00 Westdeutschland musiziert und erzählt 17.55 Gemüsenotierungen 18.00 Konzert zum Feierabend 19.45 Momentaufnahme 20.00 Erste Abendmeldungen 20.10 Der Funksviegel 22.00 Zeit, Wetter. Nachrichten 22.20 Reit= und Fahrturnier 22.50 Das Schatztästlein Tanzmusik. Zu. Komttmänen Konfirmanden- Anzüge echt blaue, erprobte Qualitäten, beste Verarbeitung und Ia Ausstattung, mit lang. od. kurz. Hose . 23.— 27.— 31.35.— 42.— 45.— Mützen, Oberhemden und Kragen Kin Castrop-Rauxe! Münsterstraße 14