inder! tag verschwand in Das Kind wurde lle von Bekannten ich nach dem Kind Nachmittag die en Schritte einlei. ging schließlich die aus dem Sammel. Bottrov=Welheim rnav Gerüchte um* Hand ins Wasser nalpolizei zur Aufrigen Ermittlungsnalisierte Boye geahnbrücke Karnap. ig ausgerutscht und Strömung hat das e getrieben, wo es jesunden wurde.— einmal, wie wichder kleinen, unverSchäden und vielrt bleiben. „„„ für Castrop=Rauzel und Umgebung 60 Jahra Castranor Loitun- Der Stadtanzeiger erscheint wöchentlich 7mal. Wochendezugspreis Anzeigenpreis: 1 mm hoch C2. Jähig. Eustl öper Henung 56 pig. Poibestellpreis 2 RM. monailich, Ersatzansorüche können anzeigen 1 mm hoch und 72 mm breit.23., Pig., Nachlaß natz chrichton. d' Störungen im Erscheinen infolge böherer Gewalt nicht gestellt den vom W. d. D. W. herausgegebenen Richtlinten.„. Ir.## werden. Drus und Verlag: Geschw. Schmitz in Castrop=Rauxel. Preisliste Nr. 2. Für Platzwünsche, auch für die durch. Fernpreger Rauxeler Neueste Nachtrngtee Zeuzigzglet, Vrangerglie Vr. Fet, Kians elgacbenge, eote. ür uogulsg.s ishenege RI# ehorstor Tocohlatt Jesef Prune„in Castxop=Raurel.„Anzeigenleiter;, zpilhelm keine Gewayr uhernammen Schluß der Anzeigen=Annahme, 4 Uhr Blabenhörftei Tagevlatt Welter in Castrop=Rauxel. DA. II. 36 1760. Sa.=Nr. 2151 Castrop. nachm. tags zuvor. Erfüllungsort u. Gerichtsstand Castrop=Rauxel. Amtliches Veröffentlichungsblau für den Landgerichtsbezirk Dortmund. Allgemeines Kreisblau für den Stadtkreis Castrov=Raurel. prozeß vor dem it vor dem hiesigen chwurgerichtstagung sichtsdirektors Lan1 Karl Weyers aus tzung mit Todest damit, daß diese g in Anspruch nehnittag des gleichen eineidsprozeß. gegen en aus Freckenyorst, Meineidsfällen zur Landgericht ist der destens zehn Tage ei VerkehrsPreußischen Innenrkehrskontrollen die eder eingeführt, soNachvrüfungen geichung, des Straßentz zu früher dürfen nd der Fahrt nicht werden, da dadurch oder Paviere nicht rnt würden und der fällen vereitelt werKontrollzettel, die ar bereit zu halten itrollzeit, der Fahrlichst ausgeschlossen FKKauf ystem! st imn Reten, ben jetzt die beste sich ohne fühlbare den besten ler-Mantel uptpreislagen 45.- 58.4375 56.100 tellweg 103 Naquelle ne Herrenkloidung KiRSeH Castron.Münsterstr. 11 Närz zert tter. Wasserstandsn de. Streichquartett von Joh. Brahms se Feier k und Lieder der 9 dung: HeldengeStaatsakt in der er unter d. Linden se und kleine KinGoldkiste. Ein iel v. M. Radestock pflanzt einen chen aus Köln tunde auf den alten n Dalarne. Ein s der Landschaft wedischen Bauernsik bericht du. Kamerad? im Heldengedenktag tter. Nachrichten tungskonzert Kaufanzeiger 1936 Samstag, den 7. März Nr. 66 „„"* V Wohin wir auch blicken in der Geschichte der Menschheit, zu allen Zeiten war die Totenehrung, insbesondere das Gedenken an die im Kampfe Gefallenen, unlösbar mit der Würde und Selbstachtung der Nationen verknüpft. Schon bei den Völkern des Altertums bestand ein ausgeprägter Totenkult, dessen Merkmale in Gestalt von gewaltigen Bauwerken und Pyramiden sich bis heute erhalten haben. Von hier bis zur neuzeitlichen Gefallenen=Ehrung führt eine einheitliche Linie, die von den Totentempeln Asiens bis zum Grabmal des„Unbekannten Soldaten“ sichtbar bleibt. Gefallenenehrung ist nationale Pflicht, ist der heilige Wille von Millionen, die Erinnerung an das Gewaltige des Soldatentodes lebendig zu erhalten. Sie ist insbesondere ein Anlaß, den männlichen Ernst und die bedingungslose Treue des Frontsoldatentums in das Blickfeld der heranwachsenden Jugend zu stellen und den jungen Wehrpflichtigen die todesmutige Aufopferung ihrer Väter vor Augen zu führen. Für die ehemaligen Kriegsteilnehmer bedeutet die Gefallenenehrung außerdem ein Aufflammen der innigen Verbundenheit mit den toten Brüdern und ein Symbol der vor dem Feinde durch Blut und Feuer erprobten Waffenkameradschaft! Von der Hauptstadt bis zum entlegensten Grenzdorf stehen am Heldengedenktag Millionen deutscher Männer und Frauen vor jenen schlichten Mälern und Ehrentafeln, die als äußeres Zeichen die Trauer eines ganzen Volkes beurkunden. Bewußt oder unbewußt ergreift uns eine tiefe Ehrfurcht, wenn wir die Namen und Daten auf diesen Tafeln lesen. Und irgendwie fühlt auch der einfachste Mensch die seelische Verkettung des eigenen Schicksals mit den in fremder Erde ruhenden Volksgenossen. Welcher fühlende Mensch könnte jemals den überwältigenden Eindruck vergessen, der die endlosen Soldatenfriedhöfe bei Verdun, an der Somme und in Flandern sah! Wer wurde nicht im Innersten aufgewühlt beim Anblick der hunderttausend hölzernen Kreuze? Wie eine Vision steht es über dem unermeßlichen Gottesacker der Westfront:„Ich hatt' einen Kameraden!“ „Ihn hat es weggerissen!“— Wie lange ist das her?— Grauenvolles Erleben steigt aus den dunklen Schächten der Erinnerung: Die Erde bebte, Städte, Dörfer und Wälder sanken in Schutt und Asche. Regimenter und Divisionen wurden vom Orkan der Geschosse zerstampft. Unaufhörlich raste über den verschütteten Stellungen der Todeswirbel des Artilleriefeuers, wahllos und zermalmend griff der Tod unter die tapferen Verteidiger... Und dennoch standen sie! Standen und fielen! Wir Ueberlebenden sind die einzigen Zeugen ihres Leidens und ihres Sterbens. Und wir wissen, wie sehr es dem heroischen Aushalten der Gefallenen zu danken ist, wenn kein Feind den Boden der Heimat betrat. Unter der zermürbenden Not des Nachkriegs trat das Fronterlebnis mehr und mehr in den Hintergrund. Aber der Aufbruch der Nation unter Führung des Frontsoldaten Adolf Hitler ließ das Gedenken an die Toten des Weltkrieges wieder lebendig werden. Wiederum beseelt das Heldentum der Gefallenen unser deutsches Volk; es lebt in ihrem Geiste, und es kämpft in ihrem Geiste bis zur endgültigen Befreiung des Vaterlandes. Und alljährlich am Gefallenentag greift die Allerseelenstimmung an das deutsche Herz, dankbar und in Ehrfurcht, denn wir wissen: Jeder Tropfen deutsches Blut, der in feindlicher Erde versickerte, bewahrte ein Stück der Heimat vor der Zerstörungswut berstender Granaten. Jeder Todesseufzer, der einer deutschen Brust entfloh, rettete unsere Frauen und Kinder vor dem Einfall schwarzer Bestien. Wir alle leben durch das Blut der toten Kameraden. Mit stärkster Eindringlichkeit spricht dieser Gedanke aus jener Inschrift auf einem Reihengrab in Galizien: „Daß eure Mühlen wieder mahlen, Daß eure Augen wieder strahlen, Daß eure Sensen wieder klingen Und eure Frauen wieder singen, Daß eure Herde wieder glühen Und eure Kinder wieder blühen, Hat Gott uns vor dem Feind geboten! —— wir haben's getan... wir Toten!“ Nur wer ganz erfüllt ist von dem Opfermut und der Treue unserer Gefallenen, begreift den tiefinnersten Sinn der Gefallenen=Ehrung. Vielen bedeutet sie nur ein Schauspiel oder äußere Das Blut aller derer, die im Glauben an Deutschlands Größe gefallen sind, ist nicht vergeblich geflossen. In dieser Zuversicht baue ich fest auf dich— du deutsche fugend. v. Hindenburg Ilögen fahrtausende vergehen, so wird man nie von Heldentum reden und sagen dürfen, ohne des deutschen heeres des Weltkrieges zu gedenken. Rdolf hitler Dom Heldentum sprechen heißt zum Nlacheifern mahnen, heißt zuneuen Opfern rufen, ohne die Großes nicht ersteht und nicht erhalten werden kann. Generaloberst v. Blomberg Formalität. Aber den alten Kriegern blutet das Herz. Gemeinsames Erleben in Feindesland, sei es im stürmenden Angriff oder im nervenzerrüttenden Toben der Abwehrschlachten, bindet mehr als gesellschaftliche Pflichten. Denn das unterscheidet den deutschen Frontsoldaten von allen anderen Volksgenossen: Er ist der alleinige Zeuge und Verkünder eines Heldentums, wie es noch kein Volk der Erde aufzuweisen hatte.—— Das Urteil der Geschichte wird dieses sein: In einem Völkerringen von nie dagewesener Ausdehnung, voll ungeheurer Taten und Geschehnisse, voll gewaltiger Kämpfe und Siege, hat der deutsche Soldat mehr erduldet und gelitten und größeren Ruhm erfochten als manche Völker in einem ganzen Jahrhundert! Deutsche Krieger ruhen in drei Weltteilen. Getreu ihrem Eide kämpften, siegten und starben sie. Und wer zu lauschen versteht, der vernimmt fernher von den Grabeshügeln der Millionen die Stimme der toten Brüder: „Seid einig, treu und unerschütterlich im Glauben an Deutschlands Größe!" Wofür unsere belden starben.. Sie starben dafür, daß in Reinheit seines Volkstums, zur Erhaltung von Land, Volk und Geschlecht, der deutsche Mensch geboren werde. Sie starben dafür, daß in Frieden der deutsche Bauer die deutsche Erde bestellen kann. Sie starben dafür, daß neue Geschlechter heranwachsen, die in Vaterlandsliebe und Opferbereitschaft den Gefallenen des Weltkriegs und ihrer Taten würdig sind. Die Dolitik der Woche Die ewige Augstpsychose.— Resonanz an unrich tiger Stelle.— Die mögliche friedliche Revision. Wirkungen des Moskau=Paktes.— Gens in Verlegenheit Wenn man die Auslandzeitungen liest, wird man die Gewißheit nicht los, daß die Angstpsychose weiter andauert und alle Bemühungen Deutschlands, alle deutschen Beweise eines ausgesprochenen Friedenswillens bislang ergebnislos gewesen Wieder hat der Führer in einer Unterredung mit dem Vertreter des„Paris Midi“, und zwar in einem außerordentlich günstigen Augenblick, sich gegen die falschen Auslegungen hinsichtlich Deutschland gewandt und deutlich zu erkennen gegeben, wie sehr Deutichland den Frieden ersehnt und wie bereitwillig es wäre, sich auch mit Frankreich zu verständigen. diesmal wie immer: Eine gewisse nanz in der Weltpresse war da— diesmal stärker als je zuvor—, aber die maßgebenden RegieEinberufung des Reichstages dub. Berlin, 6. März. Der Reichstag ist auf heute, Sonnabendmittag um 12 Uhr zusammenberufen worden. Auf der Tagesordnung steht als einziger Punkt die Entgegennahme einer Erklärung der Reichsregierung. Die Sitzung wird auf alle deutschen Sender übertragen. rungsstellen schweigen sich aus. Sie haben diesmal die deutsche Friedenshand nicht gesehen und trotten weiter den Weg, der unweigerlich an die Seite der Moskowiter führt. Die französische Regierung hat es geschafft und in der Kammer eine große Mehrheit für den Moskauer Pakt erhalten, und wenn auch noch so deutlich— auch in Frankreich— darauf verwiesen wird, daß Sowjetrußland bereits in Frankreich zu bestimmen versucht und sich nicht scheut, in innerfranzösische Fragen sich einzumischen. Moskau hat jedenfalls, bevor Ergmingf gezgrg in Genf begann, in Paris die um die Stimmung gegen Italien so vorwärts zu treiben, daß Europa unweigerlich in einen Krieg schliddert. Das aber ist ja das Ziel, das von Moskau verfolgt wird, so bahnt sich der Weg zur Weltrevolution. Die französischen und englischen Stimmen, die solche Wahrscheinlichkeiten heute deutlich und nachdrücklich aufzeichnen, mehren sich, ohne— wie gesagt— die Menschen zu berühren, in deren Händen die Verantwortung liegt. Trotz dieser unabänderlichen Stimmung ist der englische Völkerrechtslehrer Professor Toynbee in einem Vortrag vor der Akademie für, deutsches Recht der Auffassung gewesen, er sehe die. lichkeit zu einer friedlichen Revision der internationalen Verträge und Egtzeantzigteit,„für Deutschland. Er begründete seinen Stanopunkt vom reinen Rechtsstandpunkt aus und folgerte, daß Deutschland seinen Platz an der Sonne, also auch Rohstoffkolonien erhalten müssen. Er stellte sogar in Aussicht, daß man sich in England im nächsten Jahre intern treffen und über alle MöglichkeiGewiß, die Frage der Rückgabe der Kolonien in Deutschland, eine Revision der bestehenden Verträge, ist auch von maßgebenden englischen Stellen erörtert worden, die Erörterungen sind aber stets in den Anfängen stecken geblieben und z. B. bis Paris niemals gedrungen. Von dieser Seite können wir— wenn schon die falsche politische Einschätzung Deutschlands weiter gilt— ein Verständnis für die wirtschaftlichen Forderungen nicht Deshalb hat auch Reichsminister Dr. Goebbels in Leipzig bei der Eröffnung der Leipziger Messe darauf hingewiesen, daß Deutschland nunmehr durch die Schaffung dreier Rohstoffe einen entbehrlich machen würden, man, weiter in dem glaubt, die schweren Dinge in der Welt auf eigene Weise und in den ausgetretenen Bahnen zu meistern. Vor allem— geht die Absicht in Genf— muß verhindert werden, daß Deutschland womöglich mit Italien zu einer Verständigung kommt. Die europäischen Fragen seien wichtiger als ostafrikanischen. Im französischen Sinne heißt das: die Einkreisung Deutschlands müsse erst tioniert“ werden. England mag ders denken, aber hinsichtlich der Sanktionsfrage ist es ja auf Gedeih und Verderb mit Frankreich verbunden. Allein kann es auch, wenn die kleinen Mächte zustimmen, ohne Frankreich, die schwixen Entscheidungen gegen Italien nicht ins Rouen bringen. Sühne für einen Ueberfall dnb. Berlin, 6. März. Der auf den deutschen Gesandten in Columbien im Sommer vorigen Jahres in der Nähe der Hauptstadt verübte brutale Ueberfall hat jetzt seine Sühne gefunden. Das zuständige Gericht in Bogota hat die Täter zu mehrjährigen Strafen schweren Kerkers, sowie zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. In den Urteilsgründen wird hervorgehoben, daß der Umstand, daß es sich bei dem Angegriffenen um den diplomatischen Vertreter des Deutschen Reiches handelt, strafverschärfend berücksichtigt worden ist. London. Das Unterhaus beschäftigte sich am Donnerstag mit der judengegnerischen Propaganda in England, wobei Innenminister Sir John Simon erklärte, England sei nicht gewillt, irgendeine Judenhetze zu dulden. Moskau wühlt Der Streik in Newyork, von dem man in Europa vorläufig überwiegend die rein menschliche Seite sieht, darf in seiner Bedeutung als politischer Faktor keineswegs verkannt werden. Seitens der Streikführer wird nicht der mindeste Versuch gemacht, die Tatsache irgendwie zu verkleiden, daß es sich um den Versuch zur Herbeiführung einer grundsätzlichen Entscheidung handelt und daß die Einzelfragen, um die es geht. nur den äußeren Anlaß haben liefern müssen. Wie weit dabei die Pläne der Führer der Streil bewegung gehen, ergibt sich nicht nur aus den sich ständig wiederholenden Anspielungen auf den Streik im vorigen Jahre in San Franzisko, sondern auch aus den Aeußerungen darüber, wie man in den Kreisen der Streikführung entschlossen ist, die Sache gehen zu lassen. James Bambrick faßte in einer Pressebesprechung die Ziele der Streikbewegung dahin zusammen, man würde nicht davor zurückschrecken, die ganze Stadt dem Erdboden gleichzumachen, und die Sache im Straßenkampf auszutragen, wenn man auf anderem Wege nicht zu dem gewünschten Ziel käme. Derartige Redewendungen klingen merkwürdig vertraut. Sind nicht ganz ähnliche Worte erst vor kurzem in Brasilien gefallen, als dort der glücklicherweise noch rechtzeitig verhinderte Putsch der Kommunisten im Gange war? Hörte man nicht ganz ähnliche Versprechungen von seiten der kommunistischen Hetzer bei dem Bauarbeiterstreik in Buenos Aires? Daß die Dinge tatsächlich eines derartigen Zusammenhanges nicht entbehren, zeigt ja auch die Tatsache daß der Kongreß sich jetzt genötigt gesehen hat, ein Gesetz zu diskutieren, in dem eine Handhabe zur Bekämpfung der Aufreizung zum militärischen Ungehorsam gefordert wird. Die Rede des Vorsitzenden des Militärausschusses hat es dabei ganz eindeutig klar gemacht, von welcher Seite solche Aufforderungen zum militärischen Ungehorsam ausgehen: nämlich von kommunistischer Seite. Die gleiche Begründung wurde ja bekanntlich auch vor einiger Zeit in England herangezogen. als ein Gesetz gleichen Inhalts trotz der empörten Proteste der Anhänger des Marxismus durchgebracht wurde. Man wacht also in den USA. allmählich auf und wird sich über den Umfang, den die kommunistische Gefahr in den Vereinigten Staaten tatsächlich schon erreicht hat, immer klarer. Wenn man allerdings noch rechtzeitig genug dazu kommen will. Maßnahmen zu treffen, die von durchschlagendem Erfolge sind, so wird man sich beeilen müssen. Ein schweres Hindernis hierbei sind ohne Zweifel die aus den Besonderheiten des politischen Lebens in den Vereinigten Staaten sich ergebenden Rücksichten auf die Wählerstimmen. Gerade in diesen Tagen spielt sich in Akron im Staate Ohio, dem Sitz der gewaltigen Goodyear=Gummiwerke, ein äußerst bezeichnender Vorgang ab. Das Werk wird bereits seit zweieinhalb Monaten bestreikt. Obgleich eine Gerichtsverordnung vorliegt, die das Ausstellen von Streikposten untersagt, ist es der zuständigen Behörde nicht möglich gewesen, den Arbeitswilligen den Zugang zur Arbeitsstätte zu eröffnen, und sie hat sich mit dem Ersuchen um die Entsendung von Miliz an den Gouverneur des Staates gewendet. Der Gouverneur hat aus Rücksichten auf die Stimmung der Wählerschaft(!) die Entsendung von Miliz rundweg abgelehnt. Haben die Moskauer Kostproben noch immer nicht genügt? D J. PY sK: Anuf. Dr. Eckener über die Probefahrten des 23 129 hochbefriedigt dnb. Friedrichshafen, 6. März. In majestätischer Ruhe liegt das Schiff 93 129 wieder in der Halle. Auf seinen Probefahrten hat es seine Manovrierfähigkeit bewiesen. Die Abnahmekommission ist hochbefriedigt gewesen. Erst für Mitte nächster Woche ist die nächste Fahrt angesetzt. Möglicherweise wird es schon die große Deutschlandfahrt machen, auf der das deutsche Luftschiff unzähligen Volksgenossen gezeigt werden soll. Anschließend an die Zulassungsfahrt, deren Ergebnisse für interne Besprechungen bestimmt sind, gewährte Dr. Eckener dem Vertreter des DRB. eine Unterredung. Auf die Frage, wie er die drei Probefahrten beurteile, erklärte Dr. Eckener mit höchster Befriedigung: Sie sind über alle Erwartungen gut ausgelaufen. Das neue Schiff ist viel ruhiger, seine Motoren arbeiten geräuschloser als bei irgendeinem anderen Typ. Seine Vibration ist kaum zu bemerken, nicht einmal in den Teilen, die den Maschinen am nächsten liegen, also auch nicht in den Maschinengondeln. Besonders erwähnenswert ist, wie ruhig und ohne Vibration während der Fahrt die Stabilisierungsflächen liegen, was insofern hauptsächlich erfreulich ist, als sie die am meisten beanspruchten Teile sind. „Was halten Sie, Herr Dr. Eckener, von der Bezeichnung„Fliegendes Hotel“?“ „Ich möchte dazu feststellen, daß auch die Passagierräume nicht mehr von zu starken Geräuschen und Erschütterungen erfaßt werden. Sie sind sehr ruhig", setzte er lächelnd hinzu.„Abgesehen von der fast absoluten Geräuschlosigkeit aber ist besonders hervorzuheben sowohl die ruhige Lage in der Luft als auch die hervorragende Steuerfähigkeit des Schiffes.“ „Hatten Sie bereits Gelegenheit, das Luftschiff bei ausgesprochen böigem Wetter auszuprobieren?“ Dr. Eckener meinte hierzu, daß das Wetter während der letzten Tage nicht gerade schön gewesen sei.„Dir hatten für kurze Zeit mit einigenBöen zu tun. Ein ausgesprochen böiges Wetter mit starker Turbulanz der Luft war jedoch nicht vorhanden. Diese Probe aufs Exempel wird das Schiff noch zu bestehen haben.“ Ueber die Geschwindigkeit befragt, erklärte Dr. Eckener:„Die Geschwindigkeit scheint sehr groß zu sein. Genaue Zahlen hierüber möchte ich noch nicht bekannt geben, da noch nicht feststeht, ob die Instrumente bis zur letzten Exaktheit eingestellt sind. Jedenfalls ist die Geschwindigkeit höher als wir erwartet haben. Während 20 Minuten Fahrtdauer wurde heute die Geschwindigkeit gemessen, die ungefähr bei 38=Meter=Sek. liegen dürfte.“ Zum Schluß teilte Dr. Eckener noch schmunzelnd mit, daß er heute als blinder Passagier die Fahrt mitgemacht habe und sich erst nach einer Stunde zur allgemeinen Ueberraschung in der Führergondel gezeigt habe. Direktor Kapitän Lehmann erklärte, daß die Navigation fabelhaft. geklappt habe und er mit ihr sehr zufrieden sei: Auch die Abnahmekommission sei von der Fahrt hochbefriedigt. Im übrigen seien am Freitag keine neuen Probefahrten veranstaltet worden. Das Luftschiff habe zwischen Konstanz und Friedrichshafen gekreuzt. Während des größten Teiles der Fahrt habe Regen vorgeherrscht. Endlich stellte Dipl.=Ingenieur Knut Eckener, der Leiter der Montageabteilung des Luftschiffbaues, mit Begeisterung fest:„Dieses Luftschiff ist das beste Schiff, das wir jemals in den Fingern gehabt haben. Die Fahrt war trotz des Regens fabelhaft.“ Jaise des Jeuischen Jungvons Die Ausführungsbestimmungen Englischer Protestschritt in kom dnb. London, 6. März. Wie verlautet, hat die britische Regierung ihren Botschafter in Rom, Sir Eric Drummond, angewiesen, bei der italienischen Regierung gegen die Bombardierung der britischen Sanitätsabteilung in Abessinien Protest einzulegen. Der Botschafter soll ferner um eine sofortige Untersuchung bitten und darauf bestehen, daß Anweisungen an die italienischen Militärbehörden in Ostafrika gesandt werden, um die Wiederholung derartiger Zwischenfälle für die Zukunft zu vermeiden. dub Berlin, 6. März Gemäß der Anordnung des Reichsjugendführers wurden seitens des Organisationsamtes im Einvernehmen mit den anderen zuständigen Aemtern der Reichsjugendführung dem Reichsjugend=Pressedienst zufolge— die Ausführungsbestimmungen zum„Jahr des deutschen Jungvolks“ erlassen. Im Jahre 1936, dem„Jahre des deutschen Jungvolks“, soll durch die Arbeit der Hitler=Jugend der gesamte Nachwuchs an Zehn= bis Vierzehnjährigen in den Einheiten des deutschen Jungvolks und der Jungmädel erfaßt werden. Es werden zum DI im Laufe des Jahres 1936 alle Jungen und Mädel des Jahrganges 1926 aufgenommen, soweit sie den Grundbedingungen für eine Aufnahme in die HI und deren Untergliederungen entsprechen(arisch, reichsdeutsch, erbgesund usw.). Die Aufnahme der Zehnjährigen erfolgt in der Zeit vom 20. März bis 20. April 1936. Bei den früheren Jahrgängen(1925 bis 1922) können Aufnahmen zur Probe vorgenommen werden. Der Jahrgang 1925 kann dabei in der Zeit vom 20. März bis 20. April 1936 ausgenommen werden.„ 9 Die Anmeldung dazu erfolgt auf aulen Dienststellen und in allen Heimen der HI und ihrer Untergliederungen sowie bei den DI=Führern(in der Stadt ab Fuhnlernfuhlet#### dem Lande ab Jungzugführer), und bei den IM=Fuhrerinnen(in (IM) zu unterziehen. Die Probedienstzeit dauert, je nach der Tüchtigkeit des DI=Anwärters bzw. der IM=Anwärterin, für DI mindestens zwei und höchstens sechs Monate, für IM drei Monate. Bei der Zuteilung zu einer Einheit wird auf eine altersmäßig möglich ausgeglichene Zusammensetzung dieser Einheit gesehen. Es soll damit der Grundstein zu einem jahrgangsweisen Aufbau des Deutschen Jungvolks gelegt werden. Vom Tag des Probedienstantritts an beginnt der Dienst der neueintretenden Jungen und Mädel, deren Pünktlichkeit, geistige und körperliche Regsamkeit während der Probedienstzeit besonders überprüft wird. Während der Probedienstzeit hat der bzw. die Neueintretende jeden Dienst mitzumachen, wobei nur Krankheit als Entschuldigung gelten kann. Diese Probedienstzeit setzt sich aus wöchentlich einem Heimnachmittag, monatlich in der Regel zwei Fahrten, sowie aus monatlich zwei Appellen der DI=Anwärter bzw sechswöchentlich einem Appell der IM=Anwärterinnen zusammen. Die HIVersicherung gilt bereits während der Probedienstzeit. Während der Probedienstzeit werden die D3Anwärter und IM=Anwärterinnen ärztlich auf ihre Eignung untersucht. Die endgültige Aufnahme kann nur erfolgen, wenn das Tauglichkeitszeugnis des zuständigen Arztes vorliegt. Nach bestandener Probe dürfen in das DS nur Jungen ausgenommen werden die im Gesundder Stadt ab Fähnleinführer, auf zanerzunen(„ Nach bestandener Probe dürfen in das D3. Jungzugführer), und bei den Io#=Führernanen(in die Jungen ausgenommen werben, die im Grsaue. der Stadt ab Jungmädelgruppenführerin, auf dem heitspaß den Vermerk„tauglich“ oder„bedingt e5 Jungmädelgscharführerin). tauglich“ tragen. Bei der ärztlichen Untersuchung Lande ab Jungmabelsscharfahletin,. Nach erfolgter Anmeldung und Ausfüllung des Probeaufnahmescheins werden die Jungen bzw. Mädel der für ihre Wohnung zuständigen Einheit zugeteilt, um sich einer Probedienstzeit im Deutschen Jungvolk(D3) bzw. bei den Jungmädel Blein Tehelnge Ein onb. Berlin, 6. März. Getragen von der Erkenntnis der Bedeutung einer geregelten Berufsarbeit für die deutsche Jugenk, die Östern 1936 die Schule verläßt, und erwachsen aus der Sorge für die Sicherstellung eines ausreichenden und leistungsfähigen beruflichen Nachwuchses für die deutsche Volkswirtschaft, haben die zuständigen Reichsministerien sowie der Leiter der Deutschen Arbeitsfront, der Reichsjugendführer und der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung folgenden Aufruf erlassen: „Auch in diesem Jahre möchten die Östern zur Schulentlassung kommenden Jugendlichen pünktlich am 1. April ihre berufliche Ausbildung beteves. I. kabe Viele wollen spater als tuchtige Fachurbeiter Gesellen oder Meister in Handwerk und und Industrie tätig sein, viele wollen im Handel und in der Verwaltung von privaten und öffentlichen Betrieben arbeiten, viele auch die Hand an den Pflug legen. Alle wollen sie einmal als Arbeiter der Stirn oder der Faust ihrem Volke dienen. Alle wünschen daher nichts sehnlicher, als Lehrstellen und Ausbildungsplätze, in denen sie sich auf diese Arbeit für Staat, Volk und Wirtschaft vorbereiten können. Soll dieses gesunde Drängen der deutschen Jugend nach beruflicher Ausbildung nicht vergeblich sein, dann ist es notwendig, daß Betriebsführer, Lehrmeister und die verantwortlichen Stellen der öffentlichen Verwaltung alle geeigneten Lehrstellen und Ausbildungsplätze verfügbar machen und sie schnellstens den Bezäglichg ilagrn, Eeg der alhtliggggenrrruchung können Jungen des Jahrganges 1926 aus gesundheitlichen Gründen(körperliche Schwäche usw.) auf ein Jahr vom Eintritt in das DS durch Vordruck bei parteimäßiger Erfassung zurückgestellt werden. Die ärztliche Untersuchung der IM=Anwärterinnen geschieht entsprechend der DI=Anwärter. Eine Zurückstellung der Mädel des Jahrganges 1926 aus gesundheitlichen Gründen kann ebenfalls wie bei den Jungen erfolgen. Aufnahmegebühren und Beiträge werden bei Beginn und während der Probedienstzeit nicht erhoben. Erst von dem Zeitpunkt der Aufnahme an gelten uneingeschränkt die seitens des Verwaltungsamtes der Reichsjugendführung festgesetzten Bestimmungen einschließlich der Bestimmungen über Erleichterung der Beitragszahlung. Die gelde bocdg I Leitzämter mit liche Frage vird bei der Proßgufnahme, iv. Im Zusammenwirken, der Arbeitsue.. Aufnahme in das Ds und die om# unter eeinen Eltern, Schule und Staat, mit Hitler=Jugeno, Umständen Deutscher Arbeitsfront, mit Vertretern der Berufsberatungsstellen der Arbeitsämter melden. Dann ist zu hoffen, daß jeder Jugendliche den ersehnten Lehrplatz findet und daß für jeden Beruf und jeden Betrieb der notwendige und geeignete Nachwuchs sichergestellt wird. Aufnahme in das DS und die#M umstunden als Hinderungsgrund auftreten. Deutscher Arbeitsfront, mit Vertrete.. Berufe und Betriebe ist durch Monate hin eine gewaltige vorbereitende Arbeit geleistet worden. Trotzdem ist der Bedarf an Lehrstellen noch nicht gedeckt. An die gesamte deutsche Wirtschaft, an die Bauernschaft und die maßgebenden Behörden wenden wir uns daher mit der Aufforderung, auch auf diesem Gebiete ihre Pflicht zu tun.“ Franz Seldte, Reichs= und preußischer Arbeitsminister. Dr. Hjalmar Schacht, Präsident des Reichsbankdirektoriums, genommenen Jungen und Mädel bilden jahrgangsmit der Führung der Geschäfte des Reichs= und weise Einheiten, so daß z. B. zukunftig alle 10preußischen Wirtschaftsministers beauftragt. und 11jährigen eines Ortes oder Stadtteils in a Walther Garrs seiner Einheit zusammengefaßt werden. UnmittelN. Wetehercarte bar nach der Aufnahme beginnt der regelmäßige Reichs= und preußischer Minister für Ernährung) Dienst der Pimpfe und Jungmädel und damit ihr S W e g d u r c h d i e S c h u l e d e r N a t i o n. Während der Probedienstzeit ist der Pimpf und das Jungmädel berechtigt, den Dienstanzug des DI bzw die Bundestracht der IM zu tragen, wobei der Pimpf diesen jedoch ohne Fahrtenmesser, HI=Abzeichen und Schulterstreifen trägt, bis er hierzu auf Grund der abgelegten Pimpfenprobe berechtigt ist. Bedürftige werden mit Hilfe der nationalsozialistischen Volkswohlfahrt eingekleidet. Hierzu erlassen die Gebiete und Obergaue im Einvernehmen mit dem Organisationsamt weitere Bestimmungen. Nach Ablauf der Probedienstzeit werden die DI=Anwärter und IM=Anwärterinnen feierlich in das DI bzw IM ausgenommen. Die in das Deutsche Jungvolk und die Jungmädelschaft aufund Landwirtschaft. Dr. Syrup, Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung. Dr. Robert Ley, Leiter der Deutschen Arbeitsfront. Baldur von Schtrach. Jugendführer des Deutschen Reiches. Vor Eröffnung der ersten zehn Haushaltungsschulen des BdM Berlin. Am 20. April 1936 werden im Reich zehn Haushaltungsschulen des BdM eröffnet. Sie dienen als Grundlage für die Ausbildung von Kindergärtnerinnen, Kinderpflegerinnen, Hortnerinnen, Haushaltspflegerinnen, Säuglingsschwestern, Krankenschwestern, Diätschwestern usw. Samstag, den 7. März 1936 Nr. 66 Zweites Blatt des Stadtanzeigers Ur Castrov=Nauxel und Umgehung etter auszudas Wetter de schön gemit einigen. diges Wetter jedoch nicht pel wird das erklärte Dr. sehr groß zu hte ich noch ststeht, ob die eit eingestellt eit höher als 20 Minuten findigkeit ge=Sek. liegen noch schmunPassagier die st nach einer jung in der ktor Kapitän ion fabelhaft. zufrieden sei. on der Fahrt am Freitag altet worden. konstanz und des größten herrscht. 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Die in das gmädelschaft aufbilden jahrgangszukünftig alle 10der Stadtteils in verden. Unmittelder regelmäßige sel und damit ihr Haushaltungswerden im Reich M eröffnet. Sie Ausbildung von egerinnen. HortSäuglingsschwewestern usw. 8 R P PAT ENT TTS DTOUA Ein Tatsachenbericht von H. Timmermann Copyright by Knorr u. Hirth, G. m. b.., München 1935 20. Fortsetzung. Arne Borg hatte seine Vorhersage wenigstens annähernd eingehalten, er war ebenfalls eine phantastische Zeit geschwommen, nämlich: 20:41,4 Minuten. Aber... er war von seinem alten Gegner Charl= ton geschlagen worden und nichts konnte das wieder gut machen. Weit zurück, in 21:48.4 Minuten, kam erst der dritte Mann, höchst verdattert von einem solchen verdammten Tempo, der Australier Beaurepaite, ans Ziel. Arne Borg war vollkommen verzweifelt. (Es wäre ihm in diesem überaus bitteren Augenblick auch kein Trost gewesen, wenn er in die Zutunft hätte sehen können und den stolzesten Triumph seines Lebens jetzt schon gewußt hätte. Arne Borg stellte später den 1500=Meter=Rekord auf die unvorstellbare Zeit von 19:08 Minuten. Und mit diesem Retord konnte er wirklich für sich in Anspruch nehmen, als das größte Schwimmphänomen aller Zeiten zu gelten. Dieser tolle Rekord, der eine geradezu übermenschliche Leistung darstellt, überlebte sogar den berühmten amerikanisch=japanischen Zweikampf in den Olymvischen Spielen 1932 zu Los Angeles, bei dem fast sämtliche bestehenden Rekorde wie Kartenhäuser umgeblasen wurden. Auch die jüngste japanische Generation, die dort die ganze Welt in größte Verblüffung versetzte und die aus einer Generation von Schwimmwundern bestand, biß sich die gesunden Zähne an diesem Rekord aus und konnte ihn nicht zu Fall bringen.) u e 6 Damals in Paris wußte Arne von diesem zukünftigen Ruhm noch nichts, er war vollkommen vernichtet. Arne begab sich nach dieser furchtbaren Niederlage zu seiner alten Bekannten, der Schwimmerin Martha Norelius. Und dort erlebte er das Schönste. was ein betrübter und verzweifelter Mensch erleben kann: ein mitfühlendes Herz. Er erlebte es sogar in einem Ausmaße, daß er erschrak, denn Martha, die sich die Katastrophe der 1500 Meter mitangesehen hatte, war zusammengebrochen. Und dabei sollte in wenigen Minuten der Start zum 500=Meter=Freistil= schwimmen für Frauen stattfinden. Und augenblicklich verwandelte sich Arne Borg aus einem zerschmetterten Besiegten in einen fröhlichen, zuversichtlichen, ausgelassenen, tröstenden. hinreißenden Kameraden. Er war sprachlos, gerührt und wütend zugleich.,i„ Fecm iie 8iHatte er deshalb seit vielen Tagen auf dieses ungläubige Mädchen eingeredet, daß nur sie allein und sonst niemand die 100 Meter gewinnen müsse. gewinnen müsse um jeden Preis. gewinnen müsse trotz Gertrud Ederle, die im Schwimmbassin dieselbe Klasse bedeutete wie Nurmi auf der Aschenbahn? Und Arne zog alle Register auf. Er war beinahe verzweifelter über die niedergeschlagene Stimmung Marthas. als über seine eigene Niederlage. Er zog alle Register auf. die ein Freund zur Verfügung hat. um jemand auf die Beine zu helfen. Und allmählich riß sich Martha wieder zusammen und rückte sich wieder zurecht. Es war der echte, unversätschte Arne Borg der hier neben einer schluchzenden Kameradin saß und Himmel und Hölle in Bewegung setzte, um sie wieder in innere Form zu bringen. Was er alles redete! Die Worte sausten ihm nur so aus dem Munde, denn es war nicht mehr viel Zeit. Und als kaum mehr Zeit war und die Schwimmerinnen an den Start gerufen wurden, hämmerte ihr Arne noch einmal in fliegender Eile seine Instruktion ein: sie solle der Ederle getrost bis zu der 300=Meter=Marke die Führung überlassen und dann mit ihren eigenen langen, wunderbaren Zügen aus aller Kraft spurten. Bis auf das letzte Tüpfelchen solle sie diese Instruktion befolgen. Sie werde es schaffen, sie werde es chaisen..6. Tränen auf ihren Ma Mit noch verwischten Tranen auf ihren Wangen ging Martha Norelius an den Start. Alle Tivs sämtlicher Tribünen lagen auf der wunderbaren Amerikanerin Gertrud Ederle. Martha aber befolgte bis aufs Tüpselchen den Rat ihres Freundes Arne. Sie ließ in den ersten 100 Metern, in den zweiten 100 Metern und in den dritten 100 Metern eisern der Ederle die Führung und Arne, der fieberhaft das Rennen verfolgte, atmete auf. In den letzten 100 Metern setzte Martha zu einem unvergleichlichen Endspurt an, mit ihren berühmten, sehr langen und sehr ergiebigen Zügen segte sie davon und kam als Erste am Ziel an, von einem beispiellosen Beifall überschüttet. Es war gelungen. Die Ederle fiel durch den unerwarteten und unaushaltsamen Endspurt der Norelius vor Entsetzen sogar auf den dritten Platz zurück. Arne stand hochbefriedigt und außer sich vor Freude am Rande des Bassins am Ziel, als Martha ankam. Er zog sie wie ein Kind aus dem Wasser und sie fielen sich um den Hals. Martha heulte zwar schon wieder, aber diesmal erlaubte es Arne. Es war ihm, als habe er selber einen Sieg errungen. So ähnlich war es auch. * Kaum aber waren Arnes Sorgen um Martha auf eine so hervorragende Weise aus der Welt geschafft. lag es wieder an Martha, um Arne Sorgen zu haben; denn eine der schönsten Sportkameradschaften, die man jemals sah und an denen sich jemals freute, band diese beiden Menschen zusammen. Die 400 Meter rückten heran! Diese Strecke war für Arne eine neue Hoffnung. Charlton war für diese kurze Distanz nicht schne genug und nur Jonny amerikanische Kanone. war zu fürchten, und sehr zu fürchten. Am 16. Juli begannen die Vorläufe. Jonny hatte sich, um seine absolute Ueberlegenheit drastisch zu beweisen, den Witz geleistet, bei einem Crawlspurt plötzlich in die vollendete Karikatur des Brustschwimmens überzugehen und sich etwa wie ein Anfänger zu benehmen, der mehr Wasser als Luft in seinen Hals bekommt und das Publikum hatte gebrüllt vor Lachen. Arne. der schon wieder seine beste Laune gefunden hatte und längst wieder zu allen dummen Streichen aufgelegt war, machte dasselbe, aber— das Publikum nahm das merkwürdigerweise höllisch übel und deckte ihn mit andauernden Pfuirufen zu, worüber Arne ziemlich konsterniert war. Er hatte den uralten, weisen Spruch vergessen, daß es nicht immer von gleicher Wirkung ist, wenn zwei dasselbe tun. Das 400=Meter=Tressen erhielt sofort den Namen „Die drei Meister=Schlacht". Fünf der besten Schwimmer der Welt standen bereit in den Bahnen—5: Jonny Weißmüller. Arne Borg, Charlion. Ake Borg und Hatfield. Drei von ihnen werden diese Schlacht unter sich ausfechten, das ist jedermann klar: Jonny, Arne und Andrew. Lange vor dem Start sind die Tribünen völlig übergeschnappt. Die Menschen, die dort sitzen und selber schwimmen können, sind gekommen, um sich anzusehen, wie sie selber nur in den schönsten Wunschträumen schwimmen können. Und die Nichtschwimmer sitzen vor einem Märchen. Wie kann man sich, denken sie ungläubig, in einem Element, in dem man eigentlich dazu bestimmt ist, unterzugehen, so bewegen, so verhalten, solche Rennen liefern!!! Und Schwimmer und Nichtschwimmer toben miteinander um die Wette vor Begeisterung. Auch unter den drei Kanonen herrscht eine gewisse Unruhe. Das heißt, man würde Andrew Charlion Unrecht tun, wenn man bei ihm von Unruhe sprechen Er ist nämlich im ganzen würde Er ist nämlich im ganzen Stadion der Ruhigste. Er steht herum, als ob ihn die ganze Geschichte nichts anginge. Sein Nervensystem liegt klar und kalt wie in einem Eisschrank, er weiß nicht einmal, daß er ein Nervensystem hat und wenn er es wüßte, könnte er sicher nicht einmal sagen, wo es liegt und wie es sich äußert. zwar] Dafür sitzt Arne Borg unter schrecklichen Halluzinationen irgendwo auf einem Stuhl. Er hatte sich etwas Unheimliches ausgerechnet. Er hatte ausgebrütet, daß, wenn Weißmüller den Australier schlagen wolle. Jonny die unmögliche Zeit von:30 schwimmen müsse. Und diese Zisser dröhnte Arne immer zu im Kopfe herum, machte ihm schwer zu schaffen und machte ihn rasend nervös. Irgendwo zum Teufel mußte in seinen Berechnungen doch ein Fehler liegen! Er war nicht imstande, ihn zu finden. Dazu kam der gewaltige Lärm ringsumher. Die USA.=Leute ließen für Jonny ihre stürmischen „cheers" zum Himmel steigen und die Schweden für Arne ihre grellen Heja=Ruse. Sogar Weißmüller war aufgeregt. Der allgemeine Liebling aber war weder Weißmüller, noch Borg, sondern der phlegmatische Andrew Charlton. Man kannte seinen Werdegang und daß es ein Vorstadtjunge so weit gebracht hatte, das imvonierte. Man kannte den Verlust. der ihn unterwegs getroffen hatte und daß ein berühmter Rekordmann so weichen Herzens sein konnte, um jemand so sichtlich zu trauern, das machte auch andere Herzen weich. Dazu kam die grenzenlose Bescheidenheit, die im Gesichtsausdruck und in der ganzen Körverhaltung dieses mächtig gewachsenen Mannes lag... man liebte ihn einfach. Bei seinem Erscheinen stimmten die Tribünen in die Vogelrufe der Australier ein. Trikoloren und die dunkelblauen Sternenbanner von Australien wurden ihm entgegengeschwenkt. Er machte sich wenig daraus. Wenn Tom das miterlebt hätte, dann hätte er sich vielleicht um Toms willen etwas daraus gemacht. Durch seinen 1500=Meter=Sieg war er ungeheuer vopulär geworden. Es freute ihn nicht mehr. Als die drei Kanonen am Start zusammentrafen, schüttelten sie sich die Hände. lachten sich an und jeder sagte dem andern etwas Nettes. Charlton gleichmütig:„Ich hoffe, der Beste wird gewinnen.“ Weißmüller, gutmütig:„Ich hoffe, wir gewinnen alle“ Borg lächelte nur liebenswürdig; dann ging er auf seinen Mannschaftsführer Bergvall zu und sagte strahlend:„Lieber, alter Brummbär, heute gibt es keine Taktik, heute setze ich alles auf eine Karte!“ Was Bergvall darauf erwiderte, ist nicht bekannt geworden.(Fortsetzung folgt.) Suf hulk=Einen Zum heldengedenklag am morgigen Sonntag *** Rings liegen ihre Gräber um das Land, das sie geschützt haben. Aber ihre Heimat ist unter uns. Wir sind ihre Väter und Mütter, ihre Söhne und Brüder. Wir sind ihre Frauen und Schwestern. Wir wohnen in den Häusern, in denen sie umhergegangen sind, als sie noch bei uns weilten. Sind sie nun nicht mehr da? Sind sie von uns geschieden, getrennt durch den tiefen und breiten Strom der Jahre? Mögen ihre Gräber draußen oder drinnen liegen, wir spüren doch, wie sie zwischen uns schreiten. In ihre Hände legen wir unsern Eid. daß wir sie nie vergessen werden. Sie hören unsere Worte, die von ihrem Heldentum sprechen. Und— sie glauben uns. Manches Jahr ging dahin. in dem der Zweisel aus ihren Grabstätten hochsproß. Da war eine Mauer zwischen ihnen und denen gewachsen. die ihre Heimat vergaßen. Aus den Gräbern riefen sie ihr Wort an die, streckten ihre Hände nach denen, die ihre Kameraden vor dem Feind gewesen waren. Ihnen hatten sie doch ihr Erbe anvertraut. Die Kameraden vergaßen sie nicht. Nur lange dauerte es. bis die Fremdlinge aus ihren Häusern gestoßen wurden. Da kamen sie wieder aus ihren Gräbern hervor, schritten zurück in die Heimat, die ihnen wieder Hausrecht gab. Sie wurden wieder lebendig unter denen, die nun die Heimat schützten, wie sie einst selbst getan hatten. Sie wurden wieder zum Leben erweckt durch den Glauben, in dem sie gefallen waren. Hatten einst Zweisel und Verrat ihre Gräber überwuchert. nun klang wieder Kameradenwort darüber hin und heller Chor kommender Geschlechter. Sie hatten gewartet, daß man sie ruse, sie berufe. Als die Stimme des Volkes sie aufrief, da traten sie Weißmüller, die gewaltige lheran, sein guter Geist, Mahnung und Vorbild. Der Turm der Treue Wahrzeichen der vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge erbauten Edrenstätte Nazareth in Palästina. Sie sind nicht in ihren Gräbern geblieben, unsere Kameraden. Sie sind unter uns und hören unsere Lieder, hören das Lied vom guten Kameraden, hören die gewaltige Stimme des erwachten Volkes: „Einen bessern sindst du nit!“ Der Heldengedenktag in Castrop=Rauxel Aufruf des Oberbürgermeisters— Das Programm der Feier Seit Jahren ist der Heldengedenktag in Castrov= Rauxel unter ständig wachsender Anteilnahme der Bevölkerung begangen worden. Seit der Gründung der hiesigen Ortsgruppe des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurden alljährlich am Sonntag Reminiscere in unserer Stadt Gedenkseiern unter Mitwirkung der Stadt und der verschiedenen Organisationen veranstaltet. Nach der Machtübernahme durch Adolf Hitler wurde das Gedenken an das Heldenhafte, das im Opfertod der Millionen deutscher Volksgenossen für Volk und Heimat liegt. bewußt in den Vordergrund gestellt, was schon rein äußerlich dadurch zum Ausdruck kommt, daß der Name von„Volkstrauertag“ in„Heldengedenktag“ gewandelt wurde. So findet man sich auch in diesem Jahre in Castrov=Rauxel wieder zu einer öffentlichen Gedenkseier zusammen. Sie wird um 12 Uhr am KriegerEhrenmal in Ickern abgehalten. An ihr beteiligen sich alle NS.=Gliederungen. SA., SS., RSKK., 5J., BDM., und die militärischen Verbände des gesamten Stadtgebietes. Die Bevölkerung ist zur Teilnahme an dieser Feierstunde eingeladen. An sie wendet sich nachstehender Aufruf des Oberbürgermeisters Der Sonntag Reminiscere ist den Toten der Nation geweiht. Die diesjährige Heldengedenkfeier unserer Stadt findet am Ehrenmal in Ickern statt. Ich gebe der Erwartung Ausdruck, daß die gesamte Bevölkerung an diesem Tage unter Zurückstellung aller persönlichen Interessen ihre Dankbarkeit gegenüber den Helden des Weltkrieges und der nationalsozialistischen Revolution dadurch beweist, daß sie an der Gedenkfeier in Ickern um 12 Uhr mittags wie auch an dem Konzert der NS.=Kulturgemeinde um 8 Uhr abends im Saale Felling, das ebenfalls auf unsere Toten abgestimmt ist, stärksten Anteil nimmt. Ein Volk, das seine Toten vergißt, ist seiner Helden nicht würdig. Dr. Anton, Oberbürgermeister, Kreisleiter der NSDAP. und Ortsgruppenleiter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Der Verlauf der heldengedenkfeier in Castrop-Kauxel * geht nach folgendem Plane vor sich: Am Heldengedenktag darf kein Spiel gerührt werden. Marschmusik beim An= und Abmarsch ist verboten. Der Anmarsch muß 11.45 Uhr beendet sein. damit die Feier pünktlich um 12 Uhr beginnen kann. Die Programmfolge sieht vor: 1. Trauermarsch von Beethoven(Kavelle Dreier), 2. Vorspruch:„Die Dankesschuld“ von Flex (Gertrud Hoffmann), 3.„Wetterleuchten“ von Hans Stieber(Nördliche Sängervereinigung, Leitung H. Koch). 4. Ansprache durch Studiendirektor Steffen. 5. Gemeinsames Lied„Ich hatt' einen Kameraden" (1. Strophe). 6. Kranzniederlegung. 7.„Deutschland. Dir mein Vaterland“ von Heinrichs (Nördliche Sängervereinigung. Ltg. H. Koch), 8.„Badenweiler Marsch“ v. Fürst(Kapelle Dreier). 9. Deutschland= und Horst=Wessel=Lied(1. Strophe). Sondergedenkfeiern der einzelnen Vereine sollen möglichst unterbleiben. In einer gemeinsamen würdigen Feier aller Volksgenossen soll unserer gefallenen Helden gedacht werden. Kranzniederlegungen auf den einzelren Ehrenstätten. Friedhöfen usw. durch Abordnungen werden hiervon nicht berührt, desgl. auch nicht die Gedenkstunde am Ehrenmal der Zeche„Erin“ die seit Jahren für die Eineinhalbhundert Arbeitskameraden von der Gefolgschaft veranstaltet wird und zu der, wie wir gestern schon mitteilten, auch die Hinterbliebenen der toten Helden sowie überhaupt die Bevölkerung herzlichst eingeladen ist. Die Gedenkfeier in der Eriner Lohnhalle beginnt um 5 Uhr nachmittags. Neben den Ansprachen und der Kranzniederlegung weist die Feierfolge noch Gesangvorträge der Eriner Altknappen und Darbietungen zweier Posaunenchöre auf. Der Abend des morgigen Tages bringt um 8 Uhr im Fellingschen Saale dann noch ein großes Chor- und Orchesterkonzert zum heldengedenktag, auf das wir in den letzten Tagen schon wiederholt empfehlend hingewiesen haben. Es kommen zum Vortrag: 1. Ludwig van Beethovens 3. Symphonie („Eroica"), Richard Strauß' symphonische Tondichtung„Tod und Verklärung" und Mar Donisch lyrische Kantate„Das Gleichnis". Es wieen unter Leitung des Städt. Musikdirektors Mar Spindler mit das Gelsenkirchener Städt Orchester. der hiesige Konzertverein und zwei namhafte Solisten. Flaggen auf Halbmast Wie in jedem Jahre werden die öffentlichen Gebäude am morgigen Heldengedenktage auf Halbmast flaggen: die Bevölkerung wird, der Tradition getreu, diesem Beispiel folgen und so ihre Verbundenheit und ihre Dankbarkeit gegen die im Weltkriege für den Fortbestand des deutschen Volkes und des deutschen Vaterlandes gefallenen Volksgenossen zum Ausdruck bringen. Stadttreis Castrop=Kausel Castrop=Rauxel, den 7. März 1936. Das haus ist noch nicht fertig Was würden Sie dazu sagen, wenn jemand in fleißiger Arbeit ein Haus baut, wenn er Stein auf Stein fügt, wenn er mit Kelle und Winkelmaß eifrig tätig ist und sich abmüht, bis der neue Bau stolz emvorragt.— doch dann, auf einmal, wenn nur noch der Dachstuhl fertig zu stellen ist, sein Handwerkszeug zusammenpackt und sagt:„So. jetzt habe ich genug gearbeitet. Ich denke, das Haus ist fertig. drum mach ich Schluß!“ Würde Ihnen das nicht furchtbar unsinnig und unvernünftig vorkommen? Ein Haus, das man bis zum Dachgeschoß bereits errichtet hat, muß auch vollendet werden. Da haben wir in diesem Winter, wir alle in Deutschland. am Bau eines großen und stolzen Hauses mitgeholfen. Durch die Bausteine unserer Opfer haben wir tatkräftig am Ausbau des Winterhilfswerkes des deutschen Volkes geschafft. Nun ist der Winter vorbei. Der Frühling zieht bald ins Land. Und das ragende Haus, das die große deutsche Volkssamilie in brüderlicher Nächstenliebe geschaffen hat. ist fertig bis auf das Dachgeschoß. Noch einmal, zum letzten Mal in diesem Winter. wird am kommenden Sonntag überall in allen deutschen Familien Eintovf gegessen. Durch deine Spende am kommenden Sonntag soll das Winterhilfswerk seine Krönung finden. Märzveilchen gefällig? Am heutigen Samstag werden Mitglieder des B0M. zum Besten des WHW. Märzveilchen zum Preise von 10 Pfg. anbieten Volksgenossen kauft und opfert! Es ist für eure notleidenden Brüder und Schwestern! Von der städtischen Gartenverwaltung Im Jahre 1935 erhielt die Westseite der Bladenhorster Straße von der Emschertalstraße bis zum Fuße der Steinhardt, also bis zum Beginn des Stadtwaldes eine Baumbepflanzung. Es wurden 120 Birkenbäume angepflanzt, die das Bild dieses freiliegenden viel begangenen Straßenzuges sehr verschönern. Baumbepflanzungen erhielten ferner folgende Straßen: Der Viehmarktplatz, die Viktoriastraße. Teile der Glückaufstraße und der Straße Am Stadtgarten, zusammen 113 Platanen, ein Teil der Glückaufstraße erhielt 105 Rordornbäume und die Straße Am Stadtgarten 121 Rotbäume. Im östlichen Teile des Stadtgartens wurde zum Sprengen der Blumenbeete und Rasenflächen eine Wasserleitung angelegt. Im westlichen Teile des Stadtgartens erfolgte in einer ältern vorhandenen Baumgruppe die Aufstellung einer Vogelvoliere mit 5 Abteilungen. in der in der Hauptsache heimische Vogelarten und verschiedene Arten Fasanen untergebracht sind. Die Gartenverwaltung nahm ferner die Ausgestaltung der Verkehrsinsel zwischen Wittener und Schlageterstraße und des Platzes vor dem Heimatmuseum vor. Außerdem erfolgte die gärtnerische Ausgestaltung der Kriegerehrenmale in den Stadtteilen Castrov. Frohlinde und Habinghorst. Von den in verschiedenen Straßenzügen stehenden Ulmenbäumen mußten 18 gefällt und ausgerodet werden, da sie von der Ulmenkrankheit befallen waren. Krankentransporte in städtischen Wagen Die Stadtverwaltung unterhält zur Beförderung von Kranken zwei Krankenautos. Das eine ist für Kranke, die nicht mit ansteckenden Krankheiten behaftet sind, und für Unfallverletzte vorgesehen, das zweite für die Beförderung von Seuchenkranken. Im vergangenen Jahre wurde der Wagen für nicht ansteckende Fälle 195 mal in Anspruch genommen. Auch steckende Fälle 195 ma lin Anspruch genommen. Auch der Transport der verseuchten Betten von der Wohnung der kranken Personen zu der Desinfektionsanstalt im Evangelischen Krankenhaus und zurück zur Wohnung wird von der Stadt ausgeführt und zwar mit einem Anhänger am Seuchenwagen. Der Anhänger wurde für diesen Zweck 28 mal benötigt. Reichsbund der deutschen Beamten Kreis Castrop=Rauxel Der Reichsbund der deutschen Beamten. Kreis Castrop=Rauxel, hielt am letzten Mittwoch abend im Saale der Wirtschaft Richter die erste Kreisversamm: lung dieses Jahres ab. Sie wurde von Kreisamtswalter Stadtinspektor Erich Schulte mit kurzen Begrüßungsworten eröffnet. Zu Ehren der im letzten Jahre gestorbenen Berufskameraden erhoben sich die Anwesenden zu schweigendem Gedenken von ihren Sitzen. Nachdem der Versammlungsleiter noch eindringlich zur Teilnahme an den hiesigen Veranstaltungen des Heldengedenktages, insbesondere an der Gedenkseier am Ickerner Ehrenmal und am Chorund Instrumental=Konzert bei Felling, aufgefordert hatte, legte er dar. daß es im nationalsozialistischen Deutschland unbedingte Pflicht der Beamtenschaft sei, sich durch das einschlägige Schrifttum und durch den Besuch von Schulungskursen und Schulungsabenden immer mehr und mehr mit der Idee des Nationalsozialismus vertraut zu machen. Er erteilte dann das Wort dem Gauabteilungsleiter. Berufsschuldirektor Braeuner=Iserlohn, zu einem jast zweistündigen Vortrage über„Rasse und Weltanschauung". Die ausschlußreichen Ausführungen stellten die Rasse als Trägerin aller seelischen Werte hin, ohne deren Erhaltung ein Volk aussterbe. Es sei Pflicht aller deutschen Männer und Frauen, dafür zu sorgen, daß das Volk gesund erhalten bleibe. Nach kurzen Dankesworten an den Redner wurde die Versammlung vom Kreisamtswalter geschlossen Whw.=Opferschießen der Schützenvereine Obercastrov. Frohlinde und Castrov=Rauxel=Oft Am 7. März beginnt das Ovserschießen sämtlicher Schützenvereine. An diesem Schießen können alle Einwohner des Stadtbezirkes Castrov=Rauxel teilnehmen. Vor allen Dingen wird gewünscht, daß sich die Mitglieder aller in Castrov=Rauxel ansässigen Svortvereine an diesem Opferschießen beteiligen. Wertvolle Ehrenpreise gelangen für die besten Schützen zur Verteilung, u. a. auch 3 Frühstückskörbe. Weiterhin hat auch der Bezirk Emscher=Ruhr mehOpserlons=einscheiber? Der Sieg muß sicher sein Unser Krieg gegen unsere Feinde Hunger und Kälte geht seinem Ende entgegen. Wir stehen im letzten Abschnitt dieses Kampfes. Gewaltig waren die Leistungen der Winterhilfe in den verflossenen Monaten seit der Eröffnung. Es sei hier nur an die Weihnachtsaktion und an die Sonderbetreuung zum Jahrestag der nationalsozialistischen Revolution gedacht. Tausende von ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen waren tagtäglich einsatzbereit für den hilfsbedürftigen Volksgenossen. Millionen gaben ihr Opfer. millionenfach war der Wille unseres Volkes. die Winternot zu zerschlagen. und millionenmal ist diese Winternot zerschlagen! Aber noch drohen Hunger und Kälte, noch droht die Not. noch fehlt Brot. noch fehlt Wärme. aber wir. deutsche Volksgenossen. wallen mitarbeiten, mithelien und ovfern, daß nie mehr die Not drohen kann. Wir wollen in einmütiger Geschlossenheit Mann für Mann, Schulter an Schulter die Front unseres Krieges bilden. Ein jeder einzelne von uns soll sich bewußt sein, daß es auf jeden einzelnen von uns ganz allein ankommt. Ein jeder muß zum Abschluß durch ein größeres Opfer als bisher diesen letzten großen Kampf der Winterhilfe, den kommenden Eintovfsonntag, zu einem die Welt überzeugenden Siege gestalten helfen. F CSRSSOSORRA Auf in den Endkampf, damit der Sieg sicher ist! Gegen den Mißbrauch der Vignalinstrumente der Unsicherheit und Gefahren in den Verkehr trägt Turmbenampfung! Wichtig für alle Fahrzeugführer! Der Polizeioräsident teilt mit: „Die Zahl der schweren Verkehrsunfälle im Polizeipräsidialbezirk Bochum hat in den letzten Monaten wieder erheblich zugenommen. Die Ursachen dieser Unfälle sind in der Hauptsache auf zu schnelles und rücksichtsloses Fahren zurückzuführen. Eine formale Geschwindigkeitsbeschränkung gibt es nach der Reichs=Straßenverkehrs=Ordnung nicht mehr. Dafür ist aber in der Ausführungs=Anweisung zum§ 25 gesagt: „Die Geschwindigkeit ist so einzurichten, daß nötigenfalls rechtzeitig angehalten werden kann.“ Diese Bestimmung wird in der gröbsten Weise mißachtet. Ohne Rücksicht auf die Straßen= und Verkehrsverhältnisse wird das Einhalten höchster Geschwindigkeiten unter Zuhilfenahme der Signalinstrumente erzwungen. Der Mißbrauch der Signalinstrumente bringt Unsicherheit und Gefahren in den Verkehr und ist damit die Quelle vieler Verkehrsunfälle. Diese Auswüchse können im Interesse der Sicherheit und Leichtigkeit des gesamten Verkehrs nicht mehr länger geduldet werden, zumal es praktisch schon in einer ganzen Anzahl großer deutscher Städte erprobt ist, daß bei größter Einschränkung der Signalabgabe eine bedeutend leichtere und sichere Abwickelung des gesamten Verkehrs erzielt wird. Ich sehe mich daher gezwungen, gegen diese Unsitte in Zukunft mit besonders scharfen Maßnahmen vorzugehen. Auf die Einhaltung der nachstehend aufgeführten Bestimmungen weise ich ganz besonders hin: a) An Stellen, an denen der Verkehr durch Polizeibeamte oder Signale geregelt wird, ist das Abgeben von Warnungszeichen unstatthaft. b) Das Abgeben langgezogener Signale und die Verwendung übermäßig lauter Signalinstrumente innerhalb der Stadt ist verboten. c) An übersichtlichen Straßenkreuzungen vv. ist die Abgabe von Warnungssignalen auf Ausnahmefälle zu beschränken. Allgemein dürfen nur kurze Signale mit den vorschriftsmäßigen Instrumenten abgegeben werden. Dabei ist zu berücksichtigen, daß den Gefahren in erster Linie durch Herabminderung der Geschwindigkeit vorzubeugen ist. In allen Fällen, in denen dies nicht gleichzeitig mit dem Signalgeben geschieht bzw. bereits geschehen ist, liegt eine mißbräuchliche Benutzung des Signalinstrumentes vor, die rücksichtslos bestraft wird. Weiter muß von jedem Fahrzeugführer versucht werden. die Abgabe von Warnungssignalen in der Nachtzeit. von 22 bis 6 Uhr. möglichst völlig zu unterlassen. Gegen die langsamen übrigen Verkehrsteilnehmer(Fußgänger. Fuhrwerkslenker usw.). deren Verhalten vielfach die Ursache des übermäßig vielen Signalgebens ist, wird bereits seit längerer Zeit vorgegangen.“ erfahren. Die Beiträge konnten jedoch gegenüber dem Vorjahre ermäßigt werden durch Herabsetzung der Zuschläge aus die Gewerbeertragssteuer=GrundIn den Etatsjahren 1933/34 und 1934/35 wurde bereits der Grundbetrag auf schließlich.— RM. vro Jahr und vro Betrieb herabgesetzt. Zu dieser Erleichterung tritt im kommenden Geschäftsjahr 193637 die Ermäßigung bei der Berechnung der Handwerkskammerbeiträge nach den Gewerbeertragssteuer=Grundbeträgen und der neuen Haushaltssatzung auf.— RM. Gewerbeertragssteuer=Grundbetrag(statt im Vorjahre.60 RM.) 1936/37 nur.42 RM. Ankräge auf Bahnanschlüsse Der Polizeipräsident teilt mit: „Die Genehmigungsurkunden des Regierungspräsidenten über die Herstellung eines Privat= anschlußgleises enthalten die Bestimmung, daß die Genehmigung erlischt, wenn die Ausführung nicht innerhalb zweier Jahre nach erfolgter Planfeststellung erfolgt ist. Die beteiligten Privatfirmen werden an die Innehaltung der Frist erinnert.“ Lehrstellen in der Landwirtschaft Vereinbarung Reichsnährstand— Reichsanstalt Nach Verhandlungen mit dem Reichsbauernführer hat der Präsident der Reichsanstalt für die Berufsberatung und Lehrstellenvermittlung der Berufe des Reichsnährstandes eine Regelung getroffen. Soweit die Berufsbewerber Jugendliche sind. die dem Reichs nährstand kraft seiner engen Verbindung mit seinen Mitgliedern ohne besondere Einrichtungen bekannt sind. geschieht die Vermittlung in die Lehrbetriebe durch den Reichsnährstand. In den übrigen Fällen ist die Vermittlung Sache der Reichsanstalt und ihrer Dienststellen, die dabei mit dem Reichsnähr stand im Einvernehmen arbeiten. Die Landesbauernschaften werden angewiesen, monatlich Listen über die freien Lehrstellen an die Landesarheitsämter zur Besetzung zu übergeben. 166 708,65 Reichsmark im Gau Westfalen-Süd Das Ergebnis der Sammlung der Deutschen Arbeitsfront NSG. Die zum erstenmal seit Bestehen der nationalsozialistischen Winterhilfswerks von der Deutschen Arbeitsfront durchgeführte Sammlung hat im Gau Westfalen=Süd einen unerwarteten Erfolg gebracht. Der Avvell an die Opferbereitschaft, an das Gemeinschaftsgefühl aller jener. die in Arbeit und Brot stehen, ist nicht ungehört verhallt. Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen gleichen Blutes wurde nicht in Worten, sondern in der Tat ausgedrückt. Mit insgesamt 166 708.65 Mark wurden in unserem Gaubereich alle bisherigen Ergebnisse 100prozentig überboten. Jede Gabe, aus der sich die Summe zusammensetzt, ist der Ausdruck eines tiefinnerlichen Bekenntnisses zur Front der Schafsenden, deren Triumph dieses Ergebnis ist. rere Preise für die besten Schützen des Bezirkes ausgesetzt. Für die vom Bezirk ausgesetzten Preise ist in drei Anschlagsarten zu schießen und zwar liegend. knieend und stehend freihändig je 3 Schuß. Preis 50 Pfg. Sonst kann von allen Schützen stehend aufgelegt geschossen werden. 3 Schuß kosten 20 Pfg. Geschossen wird am 7. März ab 15 Uhr: am 8. März ab 10 Uhr vormittags; am 11. März ab 15 Uhr: am 14. März ab 15 Uhr; am 15. März ab 10 Uhr vormittags. Auf nachstehenden Schießständen wird in Castrov= Rauxel geschossen: Obercastrop: Wirtschaft Meier, Wittener Straße; Frohlinde: Schießstand Feldhoff: Castrop=Rauxel=Ost: Schießstand Klöster. Das Auto wurde von einem herner gewonnen Der Hanomagwagen, der begehrteste Gewinn der Polizei=Tombola. ist von einem Herner gewonnen worden. und zwar von dem städt. Auskunftsbeamten, Sturmführer Emil Heßler. Knabe vom Dach gestürzt Zu der unter dieser Ueberschrift am Donnerstag gebrachten Lokalnotiz wird uns von der betreffenden Frau von der Karl=August=Straße mitgeteilt. daß das Fenster geschlossen wurde, um den Jungen zu hindern, daß er den lebensgefährlichen Rückweg durch das Flurfenster nahm. Der Rückweg stand ihm durch zwei unverschlossene Dachsenster über den Boden frei. Daß eine andere Frau am Wiederöffnen des Fensters gehindert wurde, entspricht nicht den Tatsachen. Gefährliche Körperverletzung Am 28. Februar, gegen 14.30 Uhr. kam es zwischen den Bewohnern des Hauses Alfredstraße 70 zu Streitigkeiten. in deren Verlauf eine Frau durch Stockschläge erheblich verletzt wurde, so daß sie sich in ärztliche Behandlung begeben mußte. Verkehrsunfall Donnerstag um 18.50 Uhr wurde die Ehefrau Luise P. aus Castrov=Rauxel in Dortmund beim Ueberqueren der Bahnhofstraße von dem Radfahrer Alfred K. aus der Baumstraße angefahren und zu Boden geworfen. Die B. trug Verletzungen am linken Knie und an den Ellenbogen davon. Rekord-Eier Es gebt auf Ostern! Da pflegen nicht nur Schüler und Schülerinnen sich im Endspurt besonders anzustrengen, sondern auch„das liebe Federvieh gibt sich besonders große Mühe, um beim Wettlauf mit den vv. Osterhasen bestehen zu können. Da sind Rekorde im Eigewicht denn nicht ausgeschlossen. Der Bahnwärter Johann Stork, Emschertalstraße 9, legte uns jetzt ein Hühnerei im Gewichte von 125 Gramm und ein Gänseei in einem solchen von 250 Gramm vor. Beide dürften so leicht nicht überboten werden oder doch? Die Rekord=Eier sind in einem der Schaufenster unserer Geschäftsstelle ausgestellt. Beschwerden ohne Unterschrift wandern in den Papierkorb! Es gehen zeitweilig Anzeigen gegen Mitglieder der Reichskammer der bildenden Künste ein, die keine Namensunterschrift tragen. Die Landesstelle gibt bekannt, daß derartige unterschriftslose Anzeigen nicht verfolgt werden. Wer der Meinung ist, im Interesse der Sauberkeit seines Berufes gegen Berufskameraden Bedenken vortragen zu müssen, hat dies mit seinem Namen zu vertreten. handwerkskammer-Beiträge Die Handwerkskammer zu Dortmund teilt mit: „Nachdem der Vorstand der Handwerkskammer zu Dortmund den vorgelegten Haushaltsvlan für das Geschäftsjahr 1936/37 angenommen hat. steht die Umlage der Handwerkskammerbeiträge fest, vorbehaltlich der ministeriellen Genehmigung des Haushaltsplanes und der Haushaltssatzung. Die Zahl der Handwerksbetriebe hat eine Veränderung nicht Das neue„Westfälische Chorbuch 1. Folge“ Auf Grund des Aufrufes des Bundesführers. Oberbürgermeister A. Meister(Herne), zur Schaffung eines neuen Westfälischen Chorbuches gingen von bekannten und unbekannten Komvonisten 228 Einsendungen bis zum festgesetzten Termin ein. Nach eingehender Sichtung wurden 14 Stücke zur Aufnahme in das Chorbuch ausgewählt. Nach endgültiger Beschlußfassung wurden die den Einsendungen beiliegenden Umschläge mit Kennwort geöffnet und folgende Komponisten festgestellt: Franz Ludwig (Münster). Hubert Hinterding(Mesum). Georg Nellius(Herne). Wilhelm Winkelmann(Bochum), Erna Ludwig(Münster), Hans Wiltberger (Gladbeck). Die Herausgabe des Chorbuches wird vom Chorverlag Karl Hochstein(Heidelberg) durchgeführt. Mehrere Vereine beabsichtigen, das ganze Chorbuch als Konzertvrogramm aufzuführen. Es enthält folgende Kompositionen: 1. Altdeutscher Spruch, dreistimmiger Kanon von Franz Ludwig. 2. Volk. bauc das Reich. von Erna Ludwig. 3. Seht, welche Macht(nach der Melodic des Geusenliedes 1622) von Hubert Hinterding. 4. Der Landsknecht. von Georg Nellius. 5. Heimat, von Georg Nellius. 6. Ich hör' ein Sichlein rauschen von Franz Ludwig. 7. Drei Marschkanons: Schlechtes Wetter—. Gutes Wetter— Zum Abschied. von Wilhelm Winkelmann. 8. Dat Pöggsken. von Franz Ludwig. 9. Der Jäger. von Georg Nellius. 10. Musketier sein lust'ge Brüder, von Georg Nellius. Zehn vorbildliche Betriebsgebote Im Erzbergwerk Rammelsberg hat der Betriebszellenobmann zehn Betriebsgebote erlassen, die wegen ihrer selbstverständlichen Forderungen nicht nur für die Preußag=Betriebe, sondern für sämtliche Werk= und Arbeitsstätten maßgebend sein können. Diese Betriebsgebote lauten: 1. Denke immer daran, daß deine Arbeitskameraden deutsche Volksgenossen sind! Sei daher auch wirklich Kamerad! 2. Ein gutes Wort findet immer ein offenes Ohr. 3. Hast du dich geärgert, so trage diesen Aerger allein und verschone deine Arbeitskameraden mit schlechter Laune! 4. Standesdünkel und Ueberheblichkeit lege ab. denn sie stören den Arbeitsfrieden. 5. Sei ehrlich und aufrecht auch zu deinem Vorgesetzten, damit dir dein Vorgesetzter Kamerad und Berater sein kann. Achte ganz besonders ältere Arbeitskameraden. 6. Angeberdienste sind Zeichen schlechter und unanständiger Gesinnung. 7. Leistungen werden anerkannt, dagegen sind tiese Verbeugungen kein Zeichen von Leistungsfähigkeit. 8. Ungerechtigkeit stört das kameradschaftliche Z1 sammenarbeiten und den Arbeitsfrieden. Wer glaubt. ungerecht behandelt zu werden. melde dies seinem Betriebsführer oder Betriebszellenobmann. 9. Kritisieren und Meckern ist leicht, zum Bessermachen aber gehören Kraft und Verstand. 10. Vergiß nie: Dein Betrieb ist deine Grundlage. Vertritt deshalb in deinem eigenen Interesse die Belange deines Betriebes: arbeite aufmerksam und mit Freude, und du wirst geachtet und geschätzt werden Dein Betriebsführer, dein Betriebszellenobmann und deine Vertrauensmänner sind ehrlichen Willens. di zur Seite zu stehen und dir Gerechtigkeit widerfahre zu lassen. Sprich stets offen zu ihnen und du wi Was der Sonntag bringt Ein Wochenendprogramm ohne Länderkämpfe. Europa= und Weltmeisterschaften, aber dafür doch recht reichhaltig und vielseitig und mit einigen internationalen Schwimmfesten im Westen Deutschlands als hervorstechendste Ereignisse barrt seiner Erledigung. Im Fußball stehen vor allem die Meisterschaftsspiele in den deutschen Gauen, die weitere Meisterfragen klären sollten, im Vordergrund. Im internationalen Lager verdienen neben dem Länderkampf Frankreich— Belgien in Paris noch das Gastspiel des V. f. B. Stuttgart in Metz und die englischen Ligasviele erwähnt zu werden. Im Handball stehen bis auf vier Gaue alle übrigen im Punktekampf. Württemberg und Baden haben nach Heilbronn einen Repräsentativkampf angesetzt, während sich die Vertretungen von Mitte und Schlesien in Dessau einen Gau=Freundschaftskampf liefern. In diesen vier Gauen ruht der Meisterschaftsbetrieb. Im Rugby nehmen die Vorbereitungen unserer Auswahl=Fünfzehn ihren Fortgang. Zwei Probespiele werden gegen Niedersachsen in Hannover und gegen Brandenburg in Berlin absolviert. Das Programm im Hockey sieht keine größeren Spiele vor. Lediglich aus dem internationalen Lager sei ein Olympia=Probespiel zweier holländischer Auswahlteams erwähnt. Umfangreicher ist schon die Ausbeute im Schwimmen wo einige internationale Veranstaltungen im Westen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. In Duisburg geht unsere Olympiakernmannschaft mit den dänischen Gästen am Samstag an den Start. Am Sonntag stellen sich die Aktiven dann in Düsseldorf vor. In Hannover wickeln die Wasserfreunde ein internationales Wasserball=Turnier mit der Teilnahme des Kapsimningklubb Stockholm ab Von den Geschehnissen außerhalb unserer Landesgrenzen verdient das Pariser Internationale mit holländischer Beteiligung hervorgehoben zu werden. U. a. geht den Ouden an den Start. Im Lager der Turner hebt sich ein Kunstturnstädtekampf Rheydt=Aachen=Gladbach=Viersen hervor, der nach Rheydt angesetzt ist. Eine großartige Werbeveranstaltung der Schwerathleten zieht der Nachrichtenzug 1/20 der SS. am Samstag in Düsseldorf auf, an der sich u. a. die Gewichtheber Jansen, Gottschalk, Wagner und Bierwirth beteiligen. Der Boxsport bringt den Start einer württembergischen Gaustaffel in Italien, wo zwei Kämpfe in Rom und Mailand auf dem Programm stehen. Der Radsport an diesem Wochenende gibt den Aktiven in Berlin, Hamburg, Paris und Antwerpen Startgelegenheit. In der Deutschlandhalle haben die Dauerfahrer das Wort. Lohmann, Möller, Ehmer, Stach, Lemoine und Minardi sind die Gegner. In Paris geht die Berufsflieger=Elite an den Ablauf. Der Motorsport kommt nur in Uebersee mit dem Indnanapolis=Rennen(500 Meilen) zur Geltung. Immer noch recht ergiebig ist die Ausbeute im Wintersport. Das besondere Ereignis des Wochenendes bilden zweifellos die norwegischen Meisterschaften in Koningswinger, wo sich die ganze erste Klasse der Norweger einfinden wird. In den deutschen Wintersportgebieten gelangen in Schreiberhau der schlesische 50=Kilometer=Dauerlauf, in Königsbronn der schwäbische 50=Kilometer=Dauerlauf, in München Skiwettkämpfe, in Johanngeorgenstadt ein Skispringen, in Planica ein internationales Skispringen, in Lathi die SalpausselkaSpiele, in Berlin Eiskunstkaufen mit Maxie Herber=Ernst Baier, in Hamar ein internationales Eisschnellaufen und in Angerburg schließlich die Deutschen Eissegelmeisterschaften zum Austrag. Sämtliche Konkurrenzen haben eine vorzügliche Besetzung aufzuweisen und versprechen somit großartigen Sport. Die Leichtahletik sieht ein glänzend besetztes Hallensportfest in Frankfurt a. M. vor. Höhepunkt des Abends verspricht der Sprinterkampf mit Borchmeyer, Hornberger, Welscher, Leichum u. a. zu werden Ferner stellen sich auch Metzner und Neckermann vor. Ein Hallen=Handballspiel und ein Faustballkampf füllen das Rahmenprogramm aus. Der Pferdesport beschränkt sich immer noch auf die Geschehnisse in Frankreich, wo die Bahnen in Auteuil und Nizza die Vollblüter an den Start bringen. In Deutschland kommt lediglich der Trabrennsport zur Geltung, Ruhleben, Bahrenfeld und Gelsenkirchen veranstalten. Turn Düsseldorf— Duisburger Spielverein Der Düsseldorfer Gauliga=Neuling, Turu, nutzt den spielfreien kommenden Sonntag zu einem Gesellschaftskampf mit dem westdeutschen Altmeister, Duisburger Spielverein, aus. Die Duisburger befinden sich in klar aufsteigender Linie und haben die besten Aussichten, für den Aufstieg in die Gauliga in Frage zu kommen. Man erwartet also ein interessantes Spiel. Richter fährt in Für die Pariser Winterbahnrennen am kommenden Sonntag wurde auch der Kölner Albert Richter verpflichtet. Unser Meisterfahrer trifft wieder mit der europäischen Berufsfahrerelite zusammen. Der belgische Weltmeister Scherens, die Franzosen Michard, Gerardin und Jezo, der Däne FalckHansen, der Holländer van Egmond und der Italiener Martinetti werden die Gegner sein. Ein neunter Teilnehmer steht namentlich noch nicht fest. Die neun Fahrer bewerben sich um die Wintermeisterschaft der Flieger. Der Franzose Ch. Pelissier und der Belgier Jean Aerts bestreiten ein Omnium, während sich die Franzosen Pecqueux und Layen sowie die Belgier Haemerlinck und Dekuysscher zu einem Verfolgungsrennen stellen. Die Entscheidung maß salten Kampf um 4mal 2 Punkte Im Gau Westfalen bricht nun die letzte und entscheidende Phase des Kampfes um die Punkte an. Der kommende und der übernächste Sonntag werden die endgültige Klarheit bringen, wer der Weggefährte der Union Recklinghausen auf ihrem Schicksalsweg zur Bezirksklasse sein wird. Zur Stunde noch sind es zwei Vereine, die in banger Sorge schweben: Erle 08 und Tus Bochum. Einer von ihnen wird sich seinem Geschick nicht mehr entziehen können, denn alle anderen Mitglieder der Gauliga haben mit dem Abstieg nichts mehr zu tun. Vielleicht fällt schon am 8. März, der vier von den neun letzten Spielen, die am 29. März mit dem Kampf Recklinghausen— Germania Bochum ausklingen, bringt, die Entscheidung. Schalke 04— SuS Hüsten 09 Tus Bochum— Westfalia Herne SV. Höntrop— Preußen Münster Spielvereinigung Herten— Erle 08 Bezirksklasse: Gelsenkirchen: VfB. Bottrop— Gelsenkirchen 07; Spielvgg. Röhlinghausen— SV. Rotthausen; Schwarz=Gelb Gladbeck— TB. Eickel; Union Gelsenkirchen— SC. Hassel; Castrop 02— BV 12 Gelsenkirchen; Westfalia Buer— Horst=Emscher. Bochum: STV. Werne— Wattenscheid 09=30; FC. Schwelm— SC. Dahlhausen; Witten 92— Preußen Bochum. Westfalia Bochum— Witten 07(kampflos für Westfalia); MBV. Linden— Tura Altenvörde; Sportring Gevelsberg— Hattingen 04. Dortmund: Borussia Dortmund— TusV. Mengede: DSC. Hagen— Alemannia Dortmund; Sportfreunde Dortmund— Dortmund 95; Arminia Marten— BV. Brambauer; Wetter 1910— BC. Bövinghausen. Münster: Schwarz=Weiß Meckinghoven— Münster 08; Westfalia Ahlen— Sus Hüls(kampflos für Ahlen); Viktoria Recklinghausen— Rkeine 09; Borussia Rheine— SuS 13 Recklinghausen; Bockum— Sus Ahlen; BV. Rheine— Vorwärts Gronau. Minden: Sp. Vgg. Beckum— Spielvgg. Schildesche; VfB. Bielefeld— Spielvgg. Hamm; Union Herford— Borussia Lippstadt; Teutonia Lippstadt— SuS Herford; Arminia Vielefeld— BfL. Salzuflen; Westfalia Brackwede— Bielefeld 06=07. Arnsberg: Arnsberg 09— BC. Siegen; SuS. Menden— SV. Klafeld; VfB. Weidenau— Hemer 08; Sportfreunde Siegen— BV. Netphen; Sp. Vgg. Olpe— BfR. Siegen. Handball VfL. Hagen— Grün=Weiß Bielefeld Arminia Bielefeld— Schalke 04 Ultion=Hamtöden und Bbrassin=Sladbach Niederrhein-Gauliga mit vier Punktespielen In der niederrheinischen Gauliga ist die Entscheidung in der Meisterschaft zugunsten von Fortung Düsseldorf gefallen, aber auch in der unteren Tabellenhälfte dürfte restlose Klarheit geschaffen worden sein, denn Union Hamborn und Borussia Gladbach sind nach ihren neuen Verlustspielen am vergangenen Sonntag vor dem Abstieg kaum noch zu retten. Turn Düsseldorf und Schwarz=Weiß Essen vermochten sich dagegen in Sicherheit zu bringen. Unter diesen Umständen sind die kommenden Spiele nicht mehr von allzu großer Wichtigkeit, wenn auch Schwarz=Weiß aus den drei letzten Spielen noch zwei Punkte benötigt, um allen Gefahren aus dem Wege zu gehen. Am zweiten März=Sonntag stehen vier Spiele auf dem Programm. Der Duisburger FV. 08 erwartet den neuen Meister Fortuna Düsseldorf, VfL. Benrath trifft auf Union Hamborn, Schwarz= Weiß Essen hat den schweren Kampf gegen RorWeiß Oberhausen vor sich, während der SV. Hamborn 07 den VfL. Preußen Krefeld zum Gegner hat. Bezirksklasse: Gruppe 1: SV. Baesweiler— Kreuzauer SC. 05; SV. Düren— Jugend Düren; Rhenania Würselen— Grün=Weiß Eschweiler; Düren 99— Alemannia Lendersdorf. Gruppe 2: Eintracht Gladbach— Schwarz=Weiß Giesenkirchen; Kleve 05— Kaldenkirchen; Viktoria Rheydt— Rheydier SpV.; Sportfr. Krefeld— Union Krefeld; Viktoria Mennrath— SC. Gladbach; Viktoria Goch— SV. Dohr. Gruppe 3: Düsseldorf 99— VfR. Ohligs; Ratingen 04— VfB. Hilden; Teutonia Düsseldorf — SSV. Velbert; VfB. Uerdingen— Solingen= Gräfrath. Gruppe 4: SV. Lintfort Meidericher SV.; Meiderich 06— SC. Osterfeld; Duisburg 99— Duisburger SV.; Borussia Rheinhausen— VfoB. Ruhrort; Viktoria Wehofen— Tura Duisburg. Gruppe 5: Polizei Wesel— Kray 04; VfB. Speldorf— SVgg. Sterkrade; Preußen Essen— BV. Altenessen; Tura Essen— Essen=West 81; VfB. Lohberg— BV. Stoppenberg; Osterfeld 06 — 1. FC. Styrum. Gruppe 6: SSV Haan— SSV. Elberfeld; BV. Lüttringhausen— Schwarz=Weiß Barmen; SC. Cronenberg— Tus Ronsdorf; VfL. Lennep— SSV. Remscheid; Germania Elberfeld— SC. Sonnborn 07; SSVag Barmen— Germania Küllenhahn. Pokal=Wiederholungsspiele: SV. 13 Düsseldorf—. BV. 04 Düsseldorf: Eller 04— SVag. Henkel Düsseldorf; SSV. Oberkassel — SV. Mörsenbroich; Tus Rheinpreußen— Homberger SV.; VfvB. Alsum— SV. BergbauWestende; Viktoria Kellersberg— SV. Stolberg; VfB. Aachen— Aachen 05. Handball Tura Barmen— Alemannia Aachen SB Lintfort— Rasensport Mülheim=Ruhr TV. Krefeld=Oppum— Kupferhütte Duisburg elen Vonn in Eriee Im Gau 11 Mittelrhein ist die Meisterfrage noch lange nicht geklärt. Tura Bonn führt mit knappem Vorsprung vor einer großen Anzahl von Verfolgern, von denen einer den Tabellenführer am Sonntag schon stürzen könnte. Tura Bonn muß nämlich den immerhin recht gefährlichen Weg nach Trier zur Westmark antreten. Nach den beiden letzten Niederlagen der Bonner muß man auch Bedenken haben, daß sie auch in Trier unter die Räder kommen. Recht ungewiß ist der Ausgang der Begegnung zwischen dem Bonner FV. und Mülheimer SV. Auch der BFV. hat nachgelassen und sollte gegen den früheren Gaumeister mit einem Punkt zufrieden sein. Sehr wichtig für die Meisterschaft ist auch das Treffen in Höhenberg, das den PfR Köln mit Sülz 07 zusammenführt. Die Gäste liegen nur um einen Punkt hinter Tura Bonn zurück und werden natürlich alles daransetzen, den Kampf zu ihren Gunsten zu entscheiden. Plötzlich macht sich auch der Kölner SC. 99 noch einmal bemerkbar. Der Kölner CfR. wird jedenfalls schon eine große Leistung vollbringen müssen, um sich im Weidenpescher Park behaupten zu wollen. Bezirksklasse: Gruppe 1:.=Gladbach— Blauweiß: Zündorf— Viktoria; VfL. Poll— Troisdorf; Siegburg— Deutz 05; Bayenthal— Union 05; Kölner BV 07— Wolsdorf. Gruppe 2: Kölner BC.— Jugend Kalk; Vingst 05— Rhenania; Nippes 1912— Schwarz=Weiß; Beuel— Preußen; Phönix— Kölner FV. 02; Bonner BC.— Godesberg. Gruppe 3: Betzdorf— Derschlag; Eitorf— Brachbach; Hennef— Bruche; Waldbröl— Herdorf; Gummersbach— Mudersbach. Gruppe 4: Plaidt— Rheinland Mayen; Kottenheim— WV. Mayen; Urbar— Niederlahnstein; Heimbach— Niedermendig. Gruppe 5: Andernach— SC. Neuwied; BfL. Koblenz— Weitersburg; Neuenahr— Lützel; Viktoria Neuwied— Niederbieber. Gruppe 6: Cröv— Ehrang; Moselland— Wittlich; Trier=Süd— Konz. Gruppe 7: Tiefenstein— Kirn; SV. Idar Oberstein; Meisenheim— Kreuznach. Handball WV. Köln=Kalk— TV. Köln=Ehrenfeld PSV. Koblenz— Gummersbach VfR. Köln— Mülheimer SV. Das Jest der Pferde Die großen Reitertage in der Dortmunder Westfalenhalle Immer mehr rückt ein Großereignis in den Vordergrund, das von besonderer Bedeutung für das sportlich interessierte Westdeutschland ist: das Westfalenturnier des Reichsverbandes für Zucht und Prüfung deutschen Warmblutes in der Dortmunder Westfalenhalle. Ueberall grüßen von den Anschlagsäulen und Straßenbahnen bereits die bekannten Plakate mit dem schönen und edlen Pferdekopf, und in der großen Sporthalle ist mit den technischen Vorbereitungen begonnen worden, um alles mustergültig herzurichten für das Fest der Pferde, für die großen Reitertage vom 10. bis 15. März. Die Radrennbahn, auf der vor kurzem noch die Ritter der Pedale auf blitzenden Stahlrossen durch die Kurven jagten, ist ausgebaut worden, um diese Fläche noch mit in den Innenraum einzubeziehen, der ja zur prächtigen Arena für das Reit= und Fahrturnier umgestaltet wird. Auch die großen Stallungen der Westfalenhalle rüsten sich zum Empfang edler Pferde, die die Elite der deutschen Warmblutpferdezucht sind. Nur wenige Tage noch. dann werden die vierbeinigen Kämpen einziehen, die starken, kräftigen Hannoveraner, die zähen, kraftvollen Ostpreußen und die edlen Holsteiner. Sechs Tage lang gehört ihnen die Westfalenhalle, sechs Tage werden die schönen und kostbaren Pferde Tausende und aber Tausende in den Bann reitsportlichen Erlebens ziehen. Und wie beim großen internationalen Reit= und Fahrturnier in Berlin werden auch die hervorragend besetzten Konkurrenzen im Westfalenturnier, die Material= und die Dressurprüfungen, die Springen und Fahrprüfun gen ein glänzendes Zeugnis ablegen für die große Leistungsfähigkeit des deutschen Warmblutpferdes Entscheidung fällt erst am 15. März Um die westfälische Handballmeisterschaft Das ursprünglich für den 8. März angesetzte Handball=Meisterschaftsspiel MSV. Hindenburg Minden gegen Eintracht Dortmund wurde wegen der Heldengedenkfeier auf den 15. März verlegt. Da die Dortmunder Eintrachtler nur zwei Verlustpunkte mehr aufweisen als die Mindener Pioniere, könnte bei einem Siege der Dortmunder also noch eine Punktegleichheit eintreten. In diesem Falle wäre noch ein besonderes Ausscheidungsspiel zur Ermittlung des Meisters erforderlich. Obwohl man sich im Lager der Eintrachtler noch große Hoffnungen auf einen solchen Verlauf der Dinge macht, so wird doch auf der Adolf=Hitler=Kampfbahn in Minden ein Erfolg über die kampferprobte Mindener Elf sehr schwer zu erreichen sein. Die restlichen Spiele der westfälischen HandballGauliga erfuhren folgende Neuansetzung: 15. März: Hindenburg Minden— Eintracht Dortmund, DSC. Hagen— Preußen Paderborn, Arminia Bielefeld— VfL. Hagen; 22. März: Schalke 04— Eintracht Dortmund, DSC. Hagen— GrünWeiß Bielefeld: 29. März: DSC. Hagen— MSV. Münster, Preußen Paderborn— Eintracht Dortmund. Westdeutschlands Amateur-Bahnrennen 1936 Der Amateur=Radsport in den deutschen Gauen, der besonders in Westdeutschland alljährlich seine umfangreiche Ausbeute findet, sieht im Olympiajahr nicht weniger als 144 Veranstaltungen vor. Hiervon entfallen allein 74 Termine auf die westdeutschen Bahnen Viersen, Wanne=Eickel. Herten, Herne,.=Gladbach, Neuß, Marl, Köln=Bickendorf, Köln=Mülheim, Dülken, Gladbeck und Bortrop, und zwar wie folgt: Viersen: 5. April, 17. Mai,., 27. Juni, 19. Juli, 16. August, 13. September, 4. Oktober. Wanne=Eickel: 5. April, 17. Mai, 14. Juni, 12. Juli,., 16. August, 13., 27. September. Herten: 12. April, 10., 31. Mai, 21. Juni, 19. Juli, 16., 30. August, 20. September, 4. Oktober. Herne: 12. April, 3 Mai, 7. Juni,., 26. Juli,., 23 August, 9. September, 4. Oktober. .=Gladbach: 13. April, 10. Mai, 11. Juni, 5. Juli, 2. August, 6. September, 27. September, 11. Oktober. Neuß: 13. April, 21. Juni, 5. Juli. Marl: 13. April, 17 Mai, 28. Juni, 26. Juli, 23. August, 4 Oktober. Köln=Bickendorf: 13. April, 10. Mai, 14. Juni, 12. Juli, 16. August, 6. September. KölnMülheim: 19. April, 7. Juni. 5. Juli. Dülken: 3. Mai, 7. Juni, 12. Juli,., 30. August, 20. September, 18. Oktober. Gladbeck: 3. Mai, 14., 28. Juni, 26. Juli, 23. August. Bottrop: 26. Juni, 24. Juli. Vor Deutschland— England 21 deutsche Spieler im Spezialtraining Vor dem Olympia=Hockeyturnier am 28. März wird es noch einen bedeutenden Hocken=Länderkampf geben. In Edgbaston bei Birmingham wird die deutsche Ländermannschaft ihr drittes Länderspiel nach dem Kriege gegen England austragen. Nach den Begegnungen in Folkestone(:2) und Hamburg(:), nach dem Brüsseler Endspiel zwischen der deutschen Mannschaft und einem allbritischen Team(:3) ist man in beiden Lagern auf den Ausgang dieser Begegnung gespannt. Der Deutsche Hockeybund wird nach der Ruhepause, die er wegen des Olympiaturniers im Sommer seinen Nationalen für eineinhalb Monate „verordnete“, 21 Spieler zu einem Spezialtraining in Berlin zusammenziehen, da bisher die richtigen Vorbereitungsmöglichkeiten fehlten. Dieses Training beginnt in der kommenden Woche und wird am 14. und 15. März mit Auswahlspielen abgeschlossen. Nach diesen Spielen. die ebenfalls in Berlin stattfinden, wird die Mannschaft aufgestellt. Unsere Vertretung wird frühzeitig nach England reisen, um sich gut zu akklimatisieren und mit den Bodenverhältnissen vertraut zu machen. Folgende Spieler wurden zum Training aufgefordert: Mehlitz, Scherbarth. Meßner, Zander (Berliner SV. 92), Weiß, Raack Habeck(Berliner SC.), Hamel, Keller, Kemmer, Schmalix(Berliner HC.), Wießner, Milner(Leipziger SC.), Kunz (TV. Sachsenhausen), Huffmann 1 und 2(Etuf Essen), Orent(Rostocker THC.), Peter(Heidelber= ger HC.), Warnholtz(THC. Harvestehude), Gerdes (Münchener SC.), Beisiegl(Jahn München). Generalprobe unserer Rugbyfünfzehn Am 29. März bestreitet die deutsche RugbyNationalmannschaft in Hannover den 11. Länderkampf gegen Frankreich und wird am kommenden Sonnabend einer letzten Generalprobe unterzogen. Am Samstag ist eine Auswahlmannschaft von Hannover und am Sonntag eine Berliner Auswahl der Gegner. Beide Spiele trägt die vorgesehene Nationalmannschaft in nahezu gleicher Aufstellung aus. Es wird im zweiten Treffen lediglich noch der Berliner Tennis=Borusse Thiesis eingesetzt. Die Ländermannschaft tritt in folgender Besetzung an: Schluß: W. Pfister(Heidelberg); Dreiviertel: Dünnhaupt, Bukowski, Schwanenberg(alle Hannover), Hübsch(Heidelberg); Halbspieler: Loos (Heidelberg), Zichlinski(Hannover); Sturm, dritte Reihe: Aue, Isenburg. Oppermann(alle Hannover), zweite Reihe: Koch(Hannover), Kocher (Heidelberg), erste Reihe: Schröers(Hannover), Metzger, Derleth(beide Frankfurt a..). Auswechselspieler: Thiesis(Berlin). Westfalen betreut Kanada Während der Gau Niederrhein die Aufgabe erhalten hat, die holländischen Olympia=Gaste im internationalen Zeltlager zu betreuen, werden die Westfalen die Kanadier„bemuttern“. S STUesse ProcroTor Roman um eine absonderliche Begebenheit von A. von Sazenhofen Urheber- Rechtsschutz: Drei Quellen-Verlag, Königsbrück(Bez. Dresden) „Dort hinein, Friedrich, in der Frau Baronin ihr ehemaliges Zimmer! Der Herr Baron wird ja so erschrecken..., ja siehst es, er hat es gehört, er läutet schon. Jetzt kannst du nicht fort, Friedrich! Herr Professor, gehen Sie vielleicht hinunter und sagen Sie es ihm. Der Friedrich kommt gleich. Aber sagen Sie nichts von dem ... und überhaupt, man muß den Doktor holen!“ „Da haben Sie recht, Christine. Ich werde selber zum Arzt fahren“, sagt Spitzli und geht hastig fort. Die Klingel schrillt und schrillt. „Kümmer dich nicht, Friedrich, jetzt muß er warten! Er muß halt jetzt warten! So, da auf den Diwan. Ich deck' das Bett ab, dann legen wir ihn später herüber. So, jetzt geh'! Ich bleib' schon da.“ „Wo bist du denn? Warum kommst du denn nicht? Ihr laßt mich allein!“ klagt Konrad von Echtern. Sein Gesicht ist faltig und schmal, der Kopf vorgesunken, die Hände fahren zitternd hin und her.„Was war denn das für ein Schlag oben? Wo ist der Spitzli?“ Da sagt Friedrich:„Der Herr Baron Georg ist...“ Konrad schlägt die welken Hände vors Gesicht. „Und...?“ fragt er in die hohle Hand hinein. „Zusammengebrochen...“ sagt Friedrich aufschluchzend. Es ist eine lange Stille. Tränen tropfen langsam und schwer zwischen den Fingern der vorgehaltenen Hände hindurch. Friedrich steht wartend mit zitternden, wankenden Knien hinter einem Stuhl und umklammert die Lehne. Da schaut Konrad von Echtern auf.„Setz' dich, Alter Weihnachten und Neujahr ist vorüber. Mit vielen kunstlosen, kleinen verschneiten Balkonen und blanken, ungezählten Fenstern steht das Sanatorium Wieland mit der breiten Front in der weißen Wintersonne, dem See zu. Auf dem See ist Leben. Es ist beschwingtes, fröhliches Leben. Kreisende Kurven, schlanke Linien, die elegant ausgezogen werden. Schlitten klingeln fröhlich die Seestraßen entlang. An einem dieser vielen blitzenden Fenster sitzt Georg Echtern. Müde, traurig, teilnahmslos und unbelebt. Man weiß nicht, ob er erfaßt, was er erblickt. Sein Blick scheint dem Leben nicht mehr folgen zu wollen. Es ist Besuchszeit, und es öffnet sich die Türe. „Also, wie geht es uns denn heute?“ Georg wendet langsam den Kopf. Um seinen Mund steht ein wesenloses Leben.„Ich danke, gut, Herr Professor.“ „Das heißt also, Sie wollen uns verlassen?“ Professor Emders nimmt sich einen Stuhl her. „Das habe ich nicht gesagt“, antwortet Georg. Sein blasses Gesicht färbt ein Schrecken. Er will nicht fort. Es ist gut da. Das Leben hält vor diesem Hause still, und er will es nicht mehr, er braucht es nicht mehr. „Dann drehen wir den Stiel um“, sagt der Professor unbarmherzig,„wir setzen Sie einfach an die Luft. Mein lieber Freund, man rastet und wirkt wieder, so verlangt es das Leben. Jetzt haben Sie ein wenig bei uns gerastet. Sie waren schwer krank. Aber jetzt sind Sie wieder gesund. Jetzt heißt es wieder hinaus ins feindliche Leben und wachsen und streben, wie Schiller sagt. Ja, also, was wollen mir machen?" Ger hat einen gequälten Ausdruck im Gesicht und eine abwehrende Bewegung der Hände. „Ich weiß nicht.“ Der Professor überlegt. Dann sagt er:„Riedenberg würde Sie wohl brauchen.“ Totenblaß geworden, schüttelt Georg den Kopf. Der Professor nagt sich die Lippen.„Nein? Also noch nicht. Reden wir später darüber. Da habe ich Ihnen eine Zeitung mitgebracht, die Sie interessieren wird. Und dann sagen Sie mal, lieber Baron, haben Sie keinen Freund?“ „Ja.“ „Wen denn?“ „Den Piloten Hans Klött, ein Schulkamerad.“ „So, der Klött, schon viel gelesen von ihm. Er ist in Berlin, nicht wahr.“ . „Ich möchte ihm einmal schreiben, wegen einer technischen Frage des Flugwesens, möcht' mir einmal ein Flugzeug anschaffen. Man könnte da so nett über den See fliegen. Der See ist ein großes Hindernis für meine Pracis. Bitte, geben Sie mir die Adresse. Das ist ein guter Zufal!! Darf ich mich auf Sie berufen?" „Gern, natürlich!“ sagt Georg und diktiert dem Professor die Anschrift. „Also, lieber Freund, versuchen Sie, das Leben sich zurückzugewinnen. Keine Medizin ist so gut wie Arbeit. Auf Wiedersehen!“ Später sitzt der Professor an seinem Schreibtische: „... Ich nehme an, da Sie sein Freund sind und er sonst niemanden hat, daß Sie mir behilflich sein wollen, diesen wertvollen Menschen dem Leben zurückzugeben. Es kommt setzt darauf an, ihm für irgend etwas ein Interesse einzuflößen. Ich denke, Sport wäre das beste. Die jungen Leute begeistern sich leicht für Sport. Ich schlage Ihnen vor, wenn es Ihnen möglich ist, ihn mit dem Flugzeug abzuholen. Man wird ja sehen. Ich freue mich, bei dieser Gelegenheit dem berühmten Piloten meine aufrichtige Bewunderung aussprechen zu können und in einigen Tagen vielleicht schon seine persönliche Bekanntschaft machen zu dürfen.“ Dann legt der Professor diesen Brief zu den andern abgehenden Postsachen. Georg hat gedankenlos die Zeitung in die Hand genommen. Sein Auge überfliegt nur das Fettgedruckte. Dann... da ist ein blauer Strich Er liest:„Der Attaché an der deutschen Gesandtschaft in Rumänien, Freiherr Georg von Echtern, ist auf sein Ansuchen vom Dienste beurlaubt worden. An seine Stelle wurde berufen...“ Er legt das Blatt hin und starrt durch das Fenster. Der Wintertag ist in früher Dämmerung erloschen. Die Sonne ist fort, weiß und öde dehnt sich der See. So öde wie das Leben, denkt Georg, steht auf und geht langsam im kleinen Zimmer hin und her. Es war so anspruchslos, ohne Erinnerung und ohne Zukunft. Man wußte, wann die Tür sich öffnen mußte, und wußte genau, wie lange sie dann wieder geschlossen bleiben würde. Es war ohne Erschütterung, still, gut und rein. Es war möglich, zu denken, daß das Leben in diesem kleinen Zimmer sich fortspinnen könnte bis zum Ende, zweck= und wunschlos, ohne Schmerz und Freude. Was soll jetzt werden? Am Sonntag klopft es stark und zu einer ganz ungewöhnlichen Stunde an seiner Tür. „Herein!“ sagt Georg erschrocken. Zwei Arme umfangen ihn. Ein kalter Lederrock streift sein Gesicht.„Alter! Was ist denn mit dir? Kein einziges Wort habe ich mehr von dir gehört, glaub' dich da unten am Balkan. Fremde müssen mir erzählen... na gut, du brauchst mir nichts mehr zu sagen. Ich weiß schon alles. Ich nehm' dich jetzt mit mir nach Berlin. Ich bin auf dem See gelandet, famos gegangen! Mach' dich fertig! Wir starten in einer Stunde. Vor Abend muß ich wieder in Berlin sein. Wir machen morgen einen Probeflug mit einer neuen Maschine. Vielleicht kommst du mit?“— Georg sagt nur ja zu allem. Ein ganzes Schock frischer Luft, Willen, Kraft und Jugend ist mit Hans Klött in das kleine, weiße Zimmer gekommen. „Ja...“ sagt er noch einmal. Der Professor ist zufrieden. Er nimmt Klött noch einmal beiseite.„Lassen Sie ihn nicht mehr Vergißmeinnicht. Auch wenn er die Augen schließt, sieht er Vergißmeinnicht, die Vergißmeinnichtwiese hinter dem Schloß, und sieht die Zimmer in Riedenberg mit allen Schalen und Vasen voll Vergißmeinnicht. Es stürzt ihn in eine helle Verzweiflung. In diese Verzweiflung kommt die wehrende Kraft des Lebens mit dem Wunsche: Fort!, irgendwohin, wo die blaue Erinnerung aufhören muß! Und so sagt er:„Ich hab' noch alle meine Sachen in Rumänien. Ich möchte gern hin und sie holen.„„ 4 9 Hans Klött wirft seine Zigarelle in die Aschenschale und springt auf.„Mensch, du hast eine Idee! Ich habe bei der rumänischen Regierung in Bukarest zu tun wegen einer Ueberfliegungsbewilligung für unsern nächsten großen Flug Berlin—Schanghai." Das war natürlich glatt erlogen, und er greift schnell das Tischtelephon auf.„He, hallo, Rummler! Sind Sie da? Machen Sie die Maschine bereit für morgen. Wann willst du, Georg? Fünf Uhr früh: Ist's zu zeitig? Nein... also gut. Fünf Uhr früh nach Bukarest. Wenn Sie mitkommen wollen, Rummler, ist es mir recht. Schön, gute Nacht! aus! ! Si sie sind schon der richtige Mann für ihn.“ Besin. g G „Also, meine liebe Frau Klupte, oa habe ich meinen Freund! Machen Sie, was Sie wollen, Sie müssen noch ein Zimmer für ihn haben! Schmeißen Sie einen andern hinaus, am liebsten den dicken Mieter, den Sie da im Eckzimmer haben!“ „Bitte, o bitte“, knickst Frau Klüpke,„das kommt mir sowieso gelegen. Denken Sie nur, er hat mir heute gekündigt. Ja, ich sage es ja immer, mit feinen Herren, da macht unsereins nie schlechte Erfahrungen. Aber solche Mieter wie der, nee, das ist doch nicht das Wahre, wissen Sie—„ f4n# Hans Klött kennt seine liebe Wirtin und schneidet schnell den zu langen Redefaden ab.„Ja, also gut! Wann zieht er denn aus?“ „Morgen schon. Denken Sie nur, er will nicht einmal mehr die vierzehn Tage zahlen, die er doch verpflichet ist wegen...“ „Er soll zum Teufel fahren! Wegen der vierzehn Tage, das ist keine Sache. Wir zahlen das. Richten Sie jetzt ein Bett auf dem Diwan für diese Nacht her, liebe Frau Klüpke. So, das wäre gemacht! Morgen kann mein Freund— es ist der Baron Echtern— wohl das Zimmer haben?“ „Ja, ja, ja, gewiß! Herr Baron, Sie können das Zimmer...“, gin. 5en. „So, komm jetzt, Georg! Wir gehen in ein Restaurant essen. Wo willst du hin?“ „Ich?“ sagt Georg langsam und erstaunt über die Frage. „Na, gut, ich werde dich schon führen. Verlasse dich auf mich.“ Georg lächelt ein wenig. Es ist ein mattes Lächeln, wie es Menschen haben, die einem aussichtslosen Bemühen kein Nein entgegensetzen wollen. Und so sind die Freunde zusammen. Es kommen Zetten schweren Rückfalls. Tage, an denen Georg am Fenster sitzt und über die Straße hinwegschaut, wie er über den Bodensee hinweggeschaut hat, ins Leere. Da nützen dann auch Hans Klötts Vorschläge nichts, denn auf alle hat Georg nur den einen Wunsch:„Laß mich!“ Von Riedenberg ist nicht mehr die Rede seit einer schlimmen Stunde, in der Klött den Namen auf die Lippen genommen und damit ungewollt alle mühsame Beherrschung und den aufkeimenden Lebenowillen zu Boden geschleudert hat. In den Gärten um Berlin blühen die ersten Blumen: Vergißmeinnicht. Georg sieht Überall Die Witwe in dem kleinen Haus in der Villenvorstadt Bukarests spricht rumänisch, hastig und mit hin und her bewegten Händen.„Mein Gott, Sie haben ja so lange nichts mehr von sich hören lassen, und so plötzlich auf und davon! Das macht man doch nicht! Ja. Ihre Sachen... ich habe das Zimmer wieder vermietet, an eine Dame. Sie bleibt ständig da. Die Herren sind so unzuverlässig! Von Ihnen hätt' ich das nicht geglaubt! Ihre Sachen, ja, ja, die stehen auf dem Boden im Koffer, und das Zeug, was auf dem Schreibtisch war und so herumstand, alles dabei in einem Korb. Ja, und mein Schwager hat gesagt, ich soll ihm von den Hemden welche verkaufen, von den rohseidenen, damit ich zu meiner Miete komme! Ich hätte alles längst verkaufen können, die Anzüge und den Zylinder, aber ich hab’ mir nur den Betrag für die Miete genommen, sechs Hemden, bitte schön, seidene Socken, Taschentücher und die Plüschdecke und den Scheinwerfer, der auf...“ Georg wendet ihr sein Gesicht zu. Die Miete war nur vierzehn Tage rückständig. Ich bin Familienverhältnisse wegen so rasch fort dann war ich krank.“ „Jo, ja, das kann ja schon sein. Aber Sie hätten mir eine Karte schreiben oder gleich das Geld schicken können. Wenn Sie vielleicht glauben, daß ich Ihnen zu viel genommen habe, bitte schön, Sie können ja...“ Georg macht eine abschneidende Handbewegung.„ 1 „Was quatscht sie denn so langes fragt Hans ungeduldig. „Geben Sie mir den Schlüssel zum Boden!“ sagt Georg befehlend. Der Dachboden ist klein. Rote Backsteine leuchten auf, denn durch die offene Dachluke scheint die Sonne Der gelbe Rohrplattenkoffer steht in einem Winkel. Auf einer Holzkiste daneben ist der Korb mit den anderen Sachen. Georg zieht den Koffer etwas vor. Man muß sich noch immer bücken, das Gebälk ist so niedrig. Er sperrt kniend die Schlösser auf, prüft flüchtig den Inhalt an Anzügen und Mänteln— Wäsche ist nicht mehr da— und hebt die Einsätze heraus. Dann setzt er sich auf die Kiste neben dem Korb.„Wenn du so gut bist, Hans, ich reiche dir die Sachen zu.“.—u Gun Da beugt Hans kniend seinen vionven Kopf über die gähnende Tiefe des Koffers und streckt die Linke aus.„Fang' an!“. 9. 18 In Georg ist eine wehe Stimmung. Jetzt ist doch alles so umsonst. Jetzt könnte er auch hier sein, und sein Leben würde zwischen Amt und ein paar Feierstunden unmerklich zerinnen. Eine Kassette, eine geschlossene Mappe mit alten Dienststücken, ein paar alte Pistolen, Papiermesser, ein kleiner Radioapparat, ein paar rumänische Buntstickereien, eine bosnische Knüpfarbeit, ein Jatagan mit Elfenbeingriff...“ Und so reichte er Stück um Stück. Hans ist ganz hingenommen von einer systematischen Platzverteilung in der Tiefe des Koffers. Da seine ausgestreckte empfangsbereite Linke nichts mehr zu fühlen bekommt, schaut er auf. Der Sonnenstreifen, der durch die offene Dachluke kommt, hat sich zu Georgs Füßen hingelegt und kriecht an seinen Knien hinauf bis zu seinen Händen, läßt einen dünnen Goldfaden aufglänzen, der um ein Paket violetter Briefe geknüpft ist, das auf diesen Knien liegt. Die Hände halten zitternd und bebend... ein Bild. Es ist ein kleines Pastellbild, im goldenen Rahmen: Anna=Maria. Hans hebt sich langsam und lautlos empor. Er sieht mit atemlosen Schrecken, wie sich Georgs Schultern vorbeugen und zusammenziehen. Ein tiefer Atemzug sprengt mit einem gebrochenen Laut die Lippen, das Kinn sinkt tief auf die Brust herunter, die Mundwinkel senken sich, glattgespannt decken die Lider die Augen. Da steigt Hans über die Querbalken des Bodens mit großen, leisen Schritten fort. Er weint... Gott sei Dank, daß er einmal weinen kann. Auf der Treppe dreht Hans kurzerhand die gestikulierende und redende runde Frau, die eben herauf will, um ihre eigene Achse.„Lassen Sie mal den Herrn seine Sachen packen. Sie haben jetzt da oben nichts zu suchen!“ Und er schiebt sie vor sich her die Treppe hinunter. Gegen die energischen Hände, die ihre Schultern gefaßt haben, ergibt sie sich widerstandslos und wortreich. Dann zieht sie sich, da ihre Einladung, wenigstens in den Salon zu kommen, ohne Erfolg bleibt, beleidigt in ihre Küche zurück. Hans aber setzt sich auf die unterste Bodenstufe, läßt die Hände zwischen den Knien hängen und : warter.,„ ham.ukaraste CA Von einer der vielen Kirchen Bularests schlagt es 12 Uhr mittags. Durch das Gangfenster kann er die grün=silbernen Türmchen um eine schillernde Kuppel stehen sehen, den tiefblauen Himmerl darüber, alle Schönheit so groß, und über aller Schönheit, viel größer... das Leid. Und so wartend, philosophiert er, mit einem Mitleid in der Brust, das ihm weh tut. Es mag eine halbe Stunde vergangen sein, da läßt ihn ein Knacken aufspringen.„Herrgott, nein! Blödsinn!“. Er stürmt die schmalen Treppen hinauf.„Wenn ich dir helfen soll, ruft er, noch laufend.. i scham i „Nein, danke schön, der Koffer ist schon zu.“ Da hält sich Hans am Geländer fest und atmet tief auf. Man kann unter Umständen über ein ganz natürliches Geräusch zu Tode erschrecken. Georg schaut ihn ein wenig erstaunt an.„Ich meine, hast du alles drin, nichts vergessen? Also, dann pack' an, wir tragen ihn gleich hinunter.“ Und er denkt: Ich darf ihn doch nicht auslassen! Das hätte gefehlt!„7 6. Die rundliche Frau ist froy, daß alles so gegangen ist.„Herr Baron müssen schon entschuldigen, ich habe wirklich geglaubt... aber ich könnte vielleicht meinem Schwager sagen, er soll die Hemden wieder zurückgeben. Er ist schuld daran. Ich habe sie ihm nicht geben wollen, aber meine Schwester hat auch...“ Georg lächelt matt und reicht ihr die Hand hin:„Sie konnten es nicht wissen! Machen Sie sich keine Gedanken! Leben Sie wohl!“ Ueber dem Bodensee blüht wieder das alljährliche Leben der Saison auf mit buntbefrachteten Passagierdampfern, daß das Deck in allen Farben leuchtet... I4,: hinter. Nur das weiße Schloß yinter den Blutbuchen, deren junge Blätter wie Rubine schimmern, wenn die Sonne hindurchscheint, sinkt tiefer und tiefer in Verlassenheit. Der Pfarrer ist noch einmal zum Schachspiel gekommen, aber Konrad von Echtern macht es Mühe, sich zu konzentrieren. Er verliert eine Partie um die andere an einen schlechten Spieler. Da freut es ihn nicht mehr. Er dämmert am liebsten vor sich hin. Der Pfarrer kommt trotzdem. Er erzählt ihm ein paar Neuigkeiten von den Gutsherren in der Umgebung..„,„.. 66 9 791. Konrad nickt zerstreur oazu.„Ju, die heiraten und bekommen Kinder... so, so... ja!“ Da findet der Pfarrer andere Worte.„Wir wandeln uns zu Gott. Das Leben ist nur ein Teil dieser Wandlung. Man soll niemanden nachtrauern, der gestorben ist, wie man um niemanden weint, der auf einem Spaziergang zu dem gleichen Ziel ein Stück Wegs voraus ist und um eine Biegung ging, so daß wir ihn nicht mehr sehen können.“ Da nickt Konrad müde und schwer.„Ja, ja, aber man will ihn einholen, nachkommen... ja.“ Und ein andermal sagt der Pfarrer vorsichtig: „Sie sollten jemand um sich haben, Herr Baron! Ich habe immer gedacht, der Baron Georg...“ Da wendet ihm Konrad sein Gesicht zu.„Wissen Sie, Herr Pfarrer, es gibt halt allerlei, was man nehmen muß wie es ist, wenn man es auch nicht begreift. Sie haben sich über die Maßen geliebt, über alles Verstehen. So was Großes kann es ja geben, nur begreife ich nicht, warum dann der Herrgott einen Strich dazwischen macht. Aber, daß er nicht herkommen kann, noch nicht, der Erinnerung wegen— wir haben ja überhaupt geglaubt, er wird nicht mehr—, das muß ich ihm verzeihen. Er hat mir alles geschrieben. Wenn ich Ihnen den Brief zu lesen geben würde, würden Sie es auch verstehen. Es braucht Zeit. Es wird sich schon geben mit der Zeit. Ich mag da nichts erzwingen, lieber sterbe ich allein.“ Ein paar Wochen später. Friedrich steht staunend und wortlos am Tor. Er kennt sich nicht aus. Ist er es oder nicht? Er trägt keine Brille und ist so anders, fast wie gewachsen. „Bitte“, sagt er zögernd,„ich weiß nicht...“ „Ja, nicht wahr, bester Friedrich, Sie erkennen mich gar nicht mehr. Professor Spitzli... ich bin es schon! Ich habe mich so sehr erholt. Großer Gott, ich war sehr angegriffen damals, da habe ich schlecht ausgesehen. Der Tod der armen Baroneß hat mich so furchtbar angegriffen.. Führen Sie mich jetzt zum Herrn Baron! Wie geht es ihm denn? Ich freue mich sehr, meinen lieben Freund wiederzusehen!“ (Fortsetzung folgt.) Castrop 02— Die Kampfbahn gen wieder der Ti perden. BV. Gelse tarte abgeben. Di Hüter des Ruhrgebi pern die Klinge kre noch das erste Svie bestechenden Kampfe ses Sviel ist bis h blieben, das man kampfe sah. Das n wohl in nichts nach zwei technisch gute Kräftevergleich hal weiter siegreich zu gister ziehen, denn nichts schenkt. Dies Meisterschaftskampfe Rotthausen schon G hin. Castrops Elf täuschung bereiten unter Beweis stelle Castrop 02 AltVor dem Spiel erstmalig in diesem vor. Man muß es da eine Elf herau Stammannschaft 0 jrüher werden zei dienten Lorbeeren Grün wieder auffr hat man sich gleich den Pokalsieger de Münster. Daß au Reize hat, kann mi sich, ihm beizuwoh Arminia Beide Mannsche was sie zu Begin Brambauer imme denn während M verzichten muß, ha schaft zur Stelle. daß sie technisch vor dem gegneris# kraft fehlt, wovor Aus diesem Grun einräumen. Es ist chaft zuzutrauen. halten und die S besondere Leistun Castrop Am Sonntag Süd". Wer wir Treffen siegte Ha Elf des Ballspie Nördlichen an 2 sich der BV. 11 sterwürde heraus drucksvollen Sieg nen den Ballsvie augenblicklichen wird sich der La# tag beweisen, de auf die Spitze ho BV. 11 2. Vormittags sp die 1. und die 2 Am Samstag gegen Lütgendor im Castro 7B. Die Klärung Sonntag an de 9 Sendun ein Strei seine von die eit n sden) hand die rau, die „Lassen Sie haUnd er nter. Geiltern geslos und hre Einkommen, he zurück. odenstufe, ngen und sts schlägt nster kann eine schiluen Himund über eid. Und m Mitleid igen sein, „Herrgott, ilen Trep, Georg?“ schon zu.“ und atmet über ein schrecken. an.„Ich ssen? Also, hinunter. auslassen! lles so gen entschulaber' ich zen, er soll ist schuld vollen, aber r die Hand Nachen Sie das alljährbefrachteten allen FarBlutbuchen, schimmern, tiefer und Schachspiel n macht es erliert eine ten Spieler. ämmert am erzählt ihm erren in der die heiraten ja!“ orte.„Wir ist nur ein niemanden ian um nieziergang zu raus ist und n nicht mehr er.„Ja, ja, men... ja.“ er vorsichtig: Herr Baron! Georg cht zu.„Wisallerlei, was man es auch : die Maßen was Großes nicht, warum dazwischen in kann, noch vir haben ja nehr—, das nir alles gerief zu lesen erstehen. Es eben mit der lieber sterbe tlos am Tor. s oder nicht? ders, fast wie nicht. Sie erkennen li... ich bin holt. Großer nals, da habe ) d e r a r m e n jegriffen... Baron! Wie sehr, meinen zung folgt.) Aus dem heimischen Pprll.ngee Castrop 02— BV. Gelsenkirchen 12 Die Kampfbahn an der Ludwigstraße wird morgen wieder der Trefspunkt vieler Fußballfreunde perden. BV. Gelsenkirchen wird hier seine Visitensarte abgeben. Die Mannschaft mit dem besten Hüter des Ruhrgebietes wird mit den alten Castro= die Klinge kreuzen. In aller Erinnerung ist das erste Spiel, das die Castrover nach einem bestechenden Kampfe mit:4 gewinnen konnten. DieSpiel ist bis heute immer noch das beste ge#blieben, das man im diesjährigen Meisterschaftskampfe sah Das morgige Trefsen wird dem ersten wohl in nichts nachstehen, tressen hier doch wieder zwei technisch gute Mannschaften auseinander. Im sräftevergleich halten sich beide die Waage. weiter siegreich zu sein, muß Castrops Elf aue Re#gister ziehen, denn es steht fest, daß man den 02ern nichts schenkt. Dies haben sie zur Genüge im letzten Meisterschaftskampfe in Hassel erfahren müssen. Ob Rotthausen schon Gruppenmeister ist, steht noch dahin. Castrovs Elf wird ihrem Anhang keine Enttäuschung bereiten und gerade in diesem Treffen unter Beweis stellen, daß sie zu kämpfen weiß. Castrop 02 Alte Herren— Reichsbahn Münster Vor dem Spiel der ersten Mannschaft stellt sich erstmalig in diesem Jahre die alte Garde der CSVer vor. Man muß es den Castrovern lassen, sie haben da eine Elf herausgebracht, die es bald mit der Stammannschaft aufnehmen kann. Kanonen von früher werden zeigen, daß sie nicht auf ihren verdienten Lorbeeren ausruhen, sondern durch frisches Grün wieder auffrischen wollen. Zum ersten Spiel hat man sich gleich einen starken Gegner ausgesucht, den Pokalsieger der Grupve Münster: Reichsbahn Münster. Daß auch dieses Freundschaftstreffen seine Reize hat, kann man nur zu gut verstehen. Es lohnt sich, ihm beizuwohnen. Arminia Marten— Brambauer schaftsspiel zwischen den beiden Ortsgegnern Turnerbund Nauxel— Tus Ickern geben. Ickern, die den Kampf als Tabellenführer aufnehmen, haben die größere und längere Spielerfahrung, und somit auch die größere Aussicht auf den Sieg. Beide Punkte werden von Ickern zur Meisterschaft noch unbedingt benötigt, da sonst der große Rivale. Arminia Marten, als lachender Dritter noch mit in die Tabellenführung eingreift. Turnerbund Rauxel hat sich nach anfänglich schlechtem Start im Verlauf der 2. Serie noch den 3. Tabellenplatz erkämpft. Wer die Mannschaft kennt, weiß, daß sie mit dem Gegner wächst und versteht, auf allen Plätzen ihren Mann zu stellen. Rauxel hat in diesem Kampfe nichts zu verlieren, und so muß Ickern schon gewaltig auf der Hut sein, wenn nicht wie im vergangenen Jahre im letzten Augenblick die Meisterschaft verloren gehen soll. Borsport Castrop-Kauxe!— Mülheim Am morgigen Sonntag abend findet obiger Borkampf in der Wirtschaft Thimm statt. Vom Leichtbis zum Schwergewicht gibt es interessante Kämpfe. Den Mülheimern geht ein guter Ruf voraus: sie werden alles aufbieten, um in Castrop=Raurel gut abzuschneiden. Die Heimischen stellen in Krüger. Kloska, Matzko I. Judt und Babski große Könner in den Ring. Folgende Kämpfer starten: Castrov=Rauxel: Haak, Kowalinka, May. Krewa, Kloska 1. Judt, Matzko, Krüger und Babski. Mülbeim: Worminghaus. Esser. Ducke. Rigalski, Zimmermann, Süßmilch, Krupps und Rötz. Der Hauptkampf des Abends liegt im Schwergewicht: Drewutzki, VfL. Hösch— Babski Castrov=Rauxel. Schweriner Schachvereins H. Erzmoneit und H. Neuhaus die größten Aussichten haben. Die Stadtmeisterschaft wird so ausgetragen, daß abwechselnd einmal in Castrov und einmal im Norden bei Koch gespielt wird. Die erste Runde wird am kommenden Sonntag in der Altstadt im Lokale„Zum Landsknecht" ausgetragen.— Wir geben nachstehend die Paarungen für die 1 Runde bekannt: Tiliner: Stiewe II: Materlik: Pogger: Schwabe: P. Stock; Mause: Kulbe; Jacke: Schröder; Erzmoneit: Küper: Neuhaus Skork. Das Hauptturnier wurde wegen der großen Beteiligung in 2 Gruppen eingeteilt. Es spielen am Sonntag in Gruppe 1: Gohle: Benkel: Baum: A. Czernetzki;„Kusch; mierz: Friedrichs I: Stiewe I: Matz; Spielftel. Nonahn. Gruppe 2: Fronhofer: Krane: pfaff: Longwitz: Bielstein: Persche: Bertholdt: Schulkowski. Die Spiele sind für vormittag.30 Uhr angesetzt: pünktliches Erscheinen ist Pflicht. Das Nebenturnier beginnt einen Sonntag später, da die Teilnehmerzahl noch nicht feststeht. Pferdesport Trabrennen zu Gelsenkirchen Sonntag, den 8. März 1936, 14 Uhr Beide Mannschaften sind lange nicht mehr das, # was sie zu Beginn der Spiele waren. Dabei ist * Brambauer immer noch besser daran als Marten; denn während Marten auf vier der besten Svieler verzichten muß, hat Brambauer die komplette Mannchaft zur Stelle. Die Ersatzsvieler haben gezeigt, daß sie technisch garnicht so schlecht sind. ihnen aber # vor dem gegnerischen Tore die nötige Durchschlagskraft fehlt, wovon der Gast ein reiches Maß besitzt. Aus diesem Grunde müssen wir dem Gast ein Plus einräumen. Es ist jedoch der Martener Hintermann* schaft zuzutrauen, daß sie die Torziffer sehr niedrig halten und die Schwäche des eigenen Sturmes durch besondere Leistungen in etwa ausgleichen wird. Castrop 11— PfL. habinghorst Am Sonntag steigt der Lokalkampf„Nord gegen Süd". Wer wird jetzt triumphieren? Im ersten Treffen siegte Habinghorst über die sehr geschwächte Elf des Ballspielvereins mit:0. Während die Nördlichen an Beständigkeit eingebüßt haben, hat sich der BV. 11 als ernster Anwärter auf die Meisterwürde herausgeschält. Das bezeugen die eindrucksvollen Siege in den letzten Svielen. Es trennen den Ballspielverein nur noch 3 Punkte von dem augenblicklichen Tabellenführer. Die Mannschaft wird sich der Lage wohl bewußt sein und am Sonntag beweisen, daß sie mit Recht eine Anwartschaft auf die Spitze hat. BV. 11 2. M.— VfL. Habinghorst 2. M. Vormittags spielen die 1. und die 2. Jugend gegen die 1. und die 2. Jugend Lütgendortmund. Am Samstag spielen beide Schülermannschaften gegen Lütgendortmund. Handball Wer führt im Castrop-Kauxeler handball-Lager TB. Rauxel— Tus Ickern Die Klärung dieser Frage, wird uns das am Sonntag an der Alleestraße stattfindende MeisterRadio=Rundschau Sendungen, die man hören muß Schuch Beginn der Stadtmeisterschaften 1936 In der letzten Besprechung zwischen den Leitern der hiesigen Schachvereine wurde der Beginn der Stadtmeisterschaften auf Sonntag, den 8. März festgelegt. Die Beteiligung bei allen Turnieren ist wider Erwarten gut ausgefallen. So spielen im Stadtmeisterturnier 14, im Haupturnier 18 und im Nebenturnier werden es gegen 25 Svieler sein, die den Kampf aufnehmen. Im Meisterturnier ist wohl alles vertreten, was im Schachsviel in Castrov=Raurel einen Namen hat. Eine Voraussage ist bei der Gleichwertigkeit der einzelnen Svieler schlecht möglich, doch dürften wohl die Spitzenspieler des Castrop= Sportlich bedeutungsvoll ist das Erstauftreten der besten westdeutschen Dreijährigen. Wir sind auf die Leistungen dieser im Vorjahre so hervorragend eingeschlagenen Zweijährigen ganz besonders gespannt. Im dritten Rennen des Tages kommen mit älteren Pferden zusammen: Dorette Gay, Peter Mochester jr. Hera., Morgenfried. Diskont. Otto T und Adolf Lee an den Start. Diese Elite wird sich bestimmt gut bewähren. Aus dem kommenden Zusammentreisen kann man bestimmt auf die Leistungen des Derbyjahrganges 1936 schließen. Wir glauben sogar. daß die älteren Pferde gegen die Klasse=Dreijährigen gar keine Chance haben und daß Diskont. Morgenfried. Adolf Lee und Hera W. das Rennen unter sich ausmachen. Aber auch die anderen sechs Prüfungen des Tages versprechen sehr interessant zu werden. Da ist zuerst der Glückauf=Preis, ein Rennen für die mäßige Klasse des Derbyjahrganges, ein Amateurfahren der guten Inländer, ein offenes Rennen für die etwas bessere Klasse, das Tressen der Internationalen, wieder ein Amateurjahren für gewinnarme Pferde und als Abschluß der Tageskarte ein gutes Inländer=Rennen über 2000 Meter. Man sieht, vieles wird geboten, jeder Besucher wird auf seine Kosten kommen. Unsere Voraussagen: 1. Rennen: National. Karl., Palmetto Lee. 2. Rennen: Elektra Silk, Grasschaft. Otti Anvil. 3. Rennen: Diskont. Morgenfried. A. Lee. Hera W. 4. Rennen: Maria., Anitas Schwester, Wenker. 5. Rennen: Heide, Hedwiga, Virginius. 6. Rennen: Lottie., Brillant, Erda. 7. Renen: Vogel, Dirigent, Graf Geßler. Feier des hl. Abendmahlo.— Sonntag 3,30 Uhr Slauktensere)n, Ponnei,zlag.3 üdr Frauenüise 1 Cekten Freltag 3 und 3 Uhr Gemeindesugendbibeltunde. Bladenhorst. Sonntag 10 Uhr Gottesdienst; 11 Uhr Kindergottesdienst. Donnerstag 5 Uhr Passionsgottesdienst. Habinghorst. Sonntag 10 Uhr Pastor Obermeier(Kirchenchor); 11.15 Uhr Kindergottesdienst; 12 Uhr Tausen und Trauungen der Kirche. fbennahIckern. Sonntag.30 Uhr Gottesdienn zum Heldengedenktag. Kindergottesdienst und Tauser. Zianeze; tag 8 Uhr Passionsgottesdienst.„Sonntag.30 Uhr, und Virnring 5 Uhr Kirchliche Gemeinschaft. Donnerstag, den 12. März, nachmittags 4 Uhr Frauenhilfe bei Abenhardt. Bövinghausen. Sonntag 10 Uhr Gottesdienst; 11.45 dergottesdienst; 12 Uhr Taufen. Freitag.30 Uhr Passion andacht mit Beichte und hl. Abendmahl. Bodelschwingh. Sonntag.30 Uhr Gottesdienst; 10.45 Uhr Kindergottesdienst. Freitag 20 Uhr Passionsgottesdienst. Kiechlinde. Sonntag.30 Uhr Taufgottesdienst: 10.45 Uhr Kindergottesdienst. Freitag, 20 Uhr Passionsandacht Lütgendortmund. Sonntag.30 Uhr Gottesdienst. Pastor Dienemann; Gottesdienst im Krankenhaus, Pastor Nolting; 11 Uhr Kindergottesdienst; nachm. 3 Uhr Prüfung der Konfirmanden, Pastor Homann. Marten. Sonntag 10 Uhr Gottesdiens: 11.15 Uhr Kindergotnachm. 5 Uhr Prüfung der Konfirmandinnen. Freitag 8 Uhr Passionsandacht. Dienstag 8 Uhr Jungmütterabend. Mittwoch 8 Uhr Missionsfilm bei Kortmann Oespel. Sonntag 10 Uhr Gottesdienst; 11,15 Uhr gottesdienst. Katholische Gotlesdienst-Ordnung St.=Lambertus=Psarre(Altstadt) .15 Uhr erste hl. Messe;.30 Uhr zweite hl. Resse mit Predigt und gem. hl. Kommunion aller Jungmänner und Gesellen und der Knaben des 7. und 8. Jahrganges; 9 Uhr Kindermesse mit Predigt und gem. hl. Kommunion der Kinder des 5. Jahr: ganges; 10 Uhr Hochamt mit Predigt; 11.15 Uhr letzte, bl. mit Predigt;.30 Uhr Christenlehre und Andacht, nachher Tausen; 5 Uhr Fastenandacht. St.=Elisabeth=Pfarrvikarie(Obercastrop) 7 Uhr erste hl. Messe,.30 Uhr zweite hl. Messe und gem. bl. Kommunion; 10.30 Uhr Hocham“ mit Preoigt;.50 Uhr Andacht. St.=Franziskus=Psarrvikarie(Schwerin) .30 Uhr Frühmesse mit gem. hl. Kommunion der Knaben vom .—8. Schuljahr und der Jünglinge und Gesellen; 9,30 Uhr Hochamt; 2,30 Uhr Andacht. Aus den Vereinen. Kolpingssamilie. Mittwoch, den 11. März. abends 8 Uhr is Jangseanenverein, Dgeiggegzef 10. März, abende 8 Uhr, i Donnerstag, den 12. März, abends.30 Uhr. ist Chorprobe im Vereinssaal. Borromäusverein. Die Bücherausgabe in der Pfarrbücherei in Sonntag, den 8. März. vormittags von 10.30—12 Uhr. Der monatliche Kirchensteuer=Hebetermin ist Sonntag, den 8. März und zwar vormittags von 10.30—12 Uhr im Vereinssaal Pfarrvikarie„Zu den hl. Schutzengeln“(Frohlinde) .30 Uhr Frühmesse mit gem. hl. Kommunion des Elisabeth= Frauenvereins;.30 Uhr Hochamt; 230 Uhr Andacht. Herz=Jesu=Psarre(Bahnhof Reuxel) 7 Uhr Frühmesse mit gem. hl. Kommunion;.30 Uhr Hochamt; .30 Uhr Andacht. St.=Joseph=Pfarre(Habinghorst) Uhr hl. Messe;.30 Uhr hl. Messe;.45 Uhr hl. Resse mit polnisch. Gesang; 10 Uhr Hochamt mit Predigt:.30 Uhr Andacht. „St. Marien“(Merklinde) .30 Uhr Frühmesse; 10 Uhr Hochamt;.30 Uhr Andacht. Kirchlinde..30 Uhr hl. Messe, 8 Uhr hl. Resse mit Predigt: 10 Uhr Hochamt; 2 Uhr Andacht. Marten. 7 Uhr Frühgottesdienst:.30 Uhr zweite hl. Resse; 10.30 Uhr Hochamt;.30 Uhr Andacht. Die Schreibweise der Straßennamen Man kann oft beobachten, daß die Straßenschilder Fehler aufweisen, die bei einiger Ueberlegung vermieden werden könnten. Es ist nur nötig, folgendes zu beachten: 1. Wird„Straße“ mit einem einzelnen Personenoder Sachnamen verbunden, so müssen beide Wörter zusammen geschrieben werden, z. B. Hindenburgstraße. Bergstraße u. a. 2. Ist der Straßenname von einem Ortsnamen abgeleitet, so ist stets getrennt zu schreiben, aber ohne Bindestrich, z. B. Berliner Straße. 3. Steht vor„Straße“ ein Eigenschaftswort, so ist auseinander und groß zu schreiben. z. B. Breite Straße. 4. Wird„Straße“ mit zwei oder mehreren Namen verbunden, so werden alle Glieder dieser Straßenbezeichnung durch Bindestriche gekuppelt, z. B. Adolf=Hitler=Straße, Horst=Wessel=Platz. Diese Richtlinien gelten nicht nur für„Straße". sondern auch für Verbindungen mit„Weg".„Gasse", „Brücke" usw. Stehen vor Wörtern wie„Busch. Ring. Graben, Wall. User“. Eigenschafts= und Verhältniswörter, so sind diese groß zu schreiben, wie etwa„Am Neuen Ring" oder„Am Alten Deich“. Die beiden französischen Wörter„Chaussee" und „Allee“ sind für den deutschen Sprachgebrauch eigentlich überflüssig. Werden sie richtig angewendet, wie z. B. in„Berliner Chaussee".„Lindenallee", so mag das noch hingehen, bildet man aber, wie es oft vorkommt. Wörter wie„Chausseestraße" oder„Alleestraße" so entstehen unsinnige Uebertreibungen, weil „Chaussee“ für sich schon„Landstraße".„Allee" bereits„Baumweg“ bedeutet. Kirchlicher Anzeiger Sonntag, den 8. März 1936 Evangelische Goltesdienst-Ordnung Castrop. Sonntag 8 Uhr Frühgottesdienst, Pastor Nelle; 10 Uhr Hauptgottesdienst, Pastor Rothe: 11.30 Uhr Kindergottesdienst; 11,15 Uhr Gottesdienn Schwerin, Vikar Wortmann; 2 Uhr Kindergottesdienst Schwerin; 5 Uhr Evgl.=kirchl. Männerdienst Castrop im Wichernhaus. Mittwoch 8 Uhr Passionsgottesdienst der Bekenntnisgemeinde mit Beichte und Feier des hi. Avendmahls.— Freitag 8 Uhr Passionsandacht, Pastor Rothe, anschl. Sonstige religiöse Veranstaltungen Christliche Versammlung, Biktoriastraße Sonntag.30 Uhr Sonntagsschule; 4 Uhr Verkündigung des Wortes Gottes Mittwoch—8 Uhr Gebetsstunde:—9 Uhr Wortbetrachtung. Kirchl. Gemeinschaft und Jugendbund für Entsch. Christentum, Castrop=Rauxel 1(Konfirmandensaal, Biesenkampstraße) Sonntag 16 Uhr Evanglisationsvortrag; 17.15 Uhr bundstunde. Donnerstag 20 Uhr Bibelbesprechung u. Gebetsstunde. Gemeinde gläubig getaufter Christen(Baptisten), Castrop=Rauxel 1, Bahnhofstraße 33(Baracke) Versammlungen. Sonntag.30 Uhr Bibelstunde. Sonntag 11 Uhr Sonntagsschule Sonntag 16 Uhr Heilsverkündung. Donnerstag 20 Uhr Bibel= und Gebetsstunde. Neuapostolische Gemeinde Castrop=Rauxel 1, Herner Straße 16 (Hinterhaus) Sonntag morgen 9 Uhr. Sonntag nachmittag 4 Uhr. Mittwoch abends 7 Uhr.— Kinderunterricht: Sonntag, 2 Uhr Sonntagsschule. Mittwoch nachmittag 5 Uhr Konfirmanden= und Katechumenen=Unterrichtsstunde. Freie evangelische Gemeinde Castrop-Rauxel 4, Friedhofstraße 11 Sonntag vorm. 9,30 Uhr Bibelbesprechstunde. 11 Uhr Kindergottesdienst. 16 Uhr Predigt. Donnerstag. abends.30 Uhr Bibel= und Gebetsstunde. Castrop=Rauxel 3, Krouprinzenstr. 53(Eingang Heurichenbg. Str.) Sonntag morgen 9 Uhr. Sonntag nachmittag 4 Uhr. Mittwoch abend 7 Uhr. Kindergottesdienst Sonntag nachmittag 2 Uhr. Dortmund=Bövinghausen Sonntag morgens 9 Uhr Gottesdienst..30—.30 Uhr Sonntagsschule. 3 Uhr Gottesdienst. Mittwoch 7 Uhr Gottesdienst. Die Vortragsfolge des Reichssenders Köln am kommenden Sonntag steht im Zeichen des Heldengedenktages. Eine Feierstunde um.05 Uhr bringt ein Streichquartett von Johannes Brahms und ein Streichquartett von Mar Reger. Josef Kandner spricht eine Dichtung von Ernst Wiechert, der sich mit einen Worten an die gefallenen Kameraden aus dem Weltkriege wendet. Um 10.00 Uhr übernimmt Köln von Stuttgart eine Darbietung„Heldische Feier". die gemeinsam vom Kulturamt der Reichsjugendsuhrung mit dem Volksbund für Kriegsgräberfürsorge durchgeführt wird. Um 20.30 Uhr hört Westdeutschland ein„Konzert am Heldengedenktag“. Es belangen die Unvollendete Sinfonie Nr. 8=Moll von Franz Schubert und das Requiem von W. A. Mozart zur Aufführung. Solisten. Großes Orchester und Kammerchor des Reichssenders Köln vereinen sich unter der Stabführung des neuen Kölner Genekalmusikdirektors Eugen Papst. Die Vortragsfolge des 9. März verzeichnet um 10.15 Uhr eine Hörfolge von Dr. Fritz Nothardt: Und draußen hungern die Tiere“. Um 16.00 Uhr bietet Köln die beliebte Plauderstunde„Der Erzähler“, die auch diesmal wieder allerlei Abwechslung bringen wird. Um 22.30 Uhr wird die Sendung Das Schatzkästlein“ wieder alle diejenigen Hörer ekfreuen, die Wert auf künstlerische Darbietungen legen. Aus der großen Reihe der Darbietungen am IV. März seien das Unterhaltungskonzert um 18.00 Uhr und die Abendmusik um 20.10 Uhr erwähnt. Am 11. März. 17.30 Uhr. bringen die Pimpfe der Reichsrundsunkspielschar Köln ein Hörspiel von Heinz Ulrich:„Rübezahl fängt einen Schmuggler' Besonders darf auf die„Stunde der jungen Nation“ gemacht werden, in der um 20.15 Uhr ein Sviel„Die Insel der Ordnung" gesendet wird. Um 20.00 Uhr gibt es eine musikalische Delilatesse. Als “ Veranstaltung hören wir in der Reihe„Kleine Ober des Reichssenders Köln“ ein heiteres Singspiel von Josef Haydn. Das Spiel trägt den Titel„Der Apotheker". Die musikalische Leitung hat Jos. Breuer, die Spielleitung Alfred Erich Sistig.. „Westdeutschland musiziert und erzahlt heißt eine Sendung, die am 12. März um 16.00 Uhr ausgestrahlt wird. In dieser bunten Darbietung kommt der rheinische Arbeiterdichter Karl August Düppengießer zu Wort. Soester Mundart wird von A. H. Blesken geboten. Um 22.50 Uhr verzeichnet die Vortragsfolge wieder eine Darbietung„Das Schatz= kästlein“ mit Musik von Händel, Bach, Schütz und Die Vortragsfolge des 13. März sieht um 16.00 Uhr eine Darbietung vor. die sicherlich alle Theaterfreunde am Lautsprecher finden wird:„Mit Lachen und Weinen rund um Theater und Bühne". Dazu als lustige Zugabe„ein scherzhaftes Kunterbunt von Narren, Käuzen und Schelmen". Von 20.10 bis .00 Uhr übernimmt Köln dann vom Deutschlandsender eine Uebertragung aus dem Marmorsaal am Zoo:„Reichsentscheidung im TanzkavellenwettbeDer 14. März bringt wieder den„Frohen Samstagnachmittag". Von 21.00 bis 22.00 Uhr gibt es eine kleine erzählerisch=musikalische Reminiszenz: „Schön ist die Jugend bei frohen Zeiten". Mit dem „Fröhlichen Wochenende“ von 22.30 bis 24.00 Uhr klingt die Woche aus. E Ende gut- alles gut Zwölfter Band. Schlußband des„Großen Herder"*) Er hat es ja besser als alle seine Vorgänger; er weiß, Er hat es ja besser als alle seine Vorgät daß mit seinem 33 das Alphabet und damit die Stichwortliste erschöpft ist, und daß er, wenn er gut ist, das Volkswort„Ende gut— alles gut“ wahr macht. Andererseits aber hat er das Versprechen seines Verlages einzulösen und das jüngste deutsche Großlerikon inhalts- und termingemäß zu beschließen. Das hat nun dieser 12. Band mit bewunderungs*) Der Große Herder. Nachschlagewerk für Wissen und Leben., völlig neubearbeitete Auflage würdiger Pünktlichkeit erfüllt. Auf sein Verhältnis zum Gesamtwerk und auf das bedeutsame Ereignis der Vollendung des„Großen Herder“ werden wir noch öfters— in anderen Zusammenhängen— zu sprechen kommen. 946 Freilich, eine Gelegenheit, auf vorveeren auszuruhen gibt es für diesen 12. Band kaum. Das Leben, dem sich der„Große Herder“ verschrieb, stellt zwischen„Unterführung" und„3z" noch viele Anforderungen, und die kleineren Buchstaben. V. T. D. wollen nicht weniger beachtet sein als ihre größeren Nachbarn U. W. 3. Auch der neue Typ fordert zum zwölften Male sein Recht; er ist ja nicht mehr neu, ist allen Benutzern des„Großen Herder“ längst vertraut und hat seine praktische Brauchbarkeit immer bestätigt. Aber das hindert nicht, daß die Dreiteilung größerer Stichwörter auch in diesem 12. Band aufs neue getroffen werden und daß darüber hinaus auch bei den grundsätzlichen Artikeln die Sinngliederung aus dem Geist des Ganzen und die Beziehung zur Lebensführung immer wieder neu erarbeitet werden mußte.„ Bung e S. In dieser Hinsicht hat der 12. Bano des„Großen Herder“ seinen Bearbeitern nichts erspart. Der geistige Vorgang der Aktivierung des Stofflichen vom Wissens= und Lebenswerten her, hat wie in den voraufgegangenen Bänden Tausenden von Stichwörtern eigenes Leben gegeben und der lebendigen Anwendung der Benutzer zugeführt. Das System der Bebilderung mußte sich gleichfalls zum letzten Male bewähren: die Bildsprache als sinnlich=geistige Erhöhung des Textes. die Auswahl des Motivs, das instruktive Uebersichtskärtchen, die erlesene Vierfarben=, die feintonige Tiefdruckbeilage. der verschwenderische Wechsel von Autotypie und Strichätzung— all das sammelt sich noch einmal, als Teil des Ganzen, doch auch in der gewichtigen Selbständigkeit seiner zweck= und sinnvollen. stichwörtlichen Bestimmung.., Gard nar Ji. 165. So tritt dieser zwolfte Bano vor die lesende Oeffentlichkeit: Schlußstein und Krönung eines Werkes aus Glauben und Wollen, aus Wissen und Anwendung, vom Leben für das Leben geschrieben, und, wenn wir uns einmal des Dichterworts versichern dürfen:„zum Schauen bestellt". von Herders Konversationslerikon. 12 Bände und 1 Welt= und Wirtschaftsatlas. Lex.=8° Freiburg im Breisgau. Herder. XII. Band= Unterführung bis Z3. Mit Anhang: A. Systematisches Verzeichnis der Rahmenartikel. Taseln, Bildseiten oder Bildgruppen. B. Ergänzende Verweisungen. Mit vielen Bildern im Text, 47 Rahmenartikeln und 13 Bildseiten.(VI., 1702 Sp. Text u. 144 Sp. Beilagen: 23 mehrfarbige Stadt= bzw. Planbeilagen. 6 mehrjarbige Kunstdrucktaseln, 17 Schwarzdrucktafeln u. 3 einfarbige Tiefdrucktaseln; zusammen 1613 Bilder). 1935. In Halbleder mit Kopffarbschnitt 34.50 Mk., in Halbfranz mit Kopfgoldschnitt 38.— Mt. Theater. Konzerte, Vorträge Stadttheater Bochum Samstag, 7. März, 19 Uhr: Gastspiel der Kölner Oper:„Aida“.— Sonntag, 8 März, 19.30 Uhr: Zum letzten Male:„Egmont" Trauerspiel von Goethe. Montag. 9. März. 20 Uhr:„Krach im Hinterhaus". — Dienstag, 10. März, 20 Uhr: Zum letzten Male: „Markurell". Tragikomödie von H. Bergmann. Mittwoch, 11. März, 20 Uhr: 6. Gastspiel der Tanzgruppe der Kölner Oper.— Donnerstag. 12. März, 20 Uhr:„Schwarzbrot und Kivfel". Lustspiel von W. von der Schulenburg.— Freitag. 13. März, 20 Uhr:„Spiel um Angelika". Lustspiel von Peteani u. Köller.— Samstag, 14. März. 20 Uhr:„Prinz Friedrich von Homburg". Schauspiel von H. von Kleist.— Sonntag, 15. März, 15.30 Uhr: Geschl. Vorstellg. 20 Uhr:„Schwarzbrot und Kivfel". Humor Neue Geschäftsleitung „Hatten Sie nicht inseriert, daß das Restaurant eine neue Direktion bekommen würde? Der Inhaber ist ja noch immer derselbe!" „Ja— aber er ist seit gestern verheiratet...!“ Deutsche Jeninat in steider Tror Don Werner Zibaso Fünf schlichte weiße Kreuze auf schwarzem Grund sind das Symbol des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge— es müßten mehr als 50 Kreuze sein und jedes für 25000 gefallene deutsche Soldaten stehen, wenn man die riesige Aufgabe veranschaulichen wollte: die Ausgestaltung der Kriegsgräberstätten an der ehemaligen Westfront vom Wasgenwald bis Langemarck und Ypern, Soldatenfriedhöfe in Polen und Jugoslawien und im Morgenland... Allein in Frankreich gab es nach dem Kriege mehr als 2000 deutsche Soldatenfriedhöfe, vom schnell angelegten, ein Dutzend Gräber umfassenden Friedhof einer Sturmkompagnie bis zu den Zehntausenden von Gräbern eines ganzen Kampfabschnitts wie bei Verdun oder an der Marne. Heute bestehen davon nur noch rund 200, davon noch etwa 70 alte Kriegsgräberstätten— mehr als 1800 deutsche Friedhöfe wurden aufgelöst, die Toten in Sammelfriedhöfe umgebettet. „Jeder Soldat, der in einem Einzelgrab lag oder aus seinen Papieren an der Erkennungsmarke identifiziert werden konnte, kam wieder in ein Einzelgrab", erklärt der Sachbearbeiter. Aber es waren Jahre nötig, ehe wir durch unsere Vertrauensleute in den ehemaligen Kampfgebieten— Lehrer, Pfarrer oder Gemeindevorstände — in ermüdender Nachsuche endlich feststellen konnten, ob bestimmte Gräber noch erhalten oder schon umgebettet waren, wohin die Toten überführt wurden, wann mit der Ausgestaltung der neuen Gräberstätten begonnen werden konnte— noch heute gibt es Sammelfriedhöfe wie den von Neufville=St. Vaast„Maison Blanche", zu dessen 50000 Toten noch immer Kriegsgefallene hinzugebettet werden...“ In dem Büroraum der Bundesstelle, in dem alle Nachrichten und Anfragen zusammenlaufen, sind die Regale bis zur Decke hinauf mit Listen, Karteien und Mappen gefüllt. Zwei unscheinbare Kästen, eng mit gelben Kärtchen gefüllt, bergen die Namen von fast 7000 Orten, wo deutsche Soldaten fielen und bestattet wurden—„Friedhof XIII des Jäg. Batl. 6“ steht auf einer Karte, und darunter:„Heute Sammelfriedhof Servon (Marne)"... „Unsere Umbettungskartei!“ wird erklärt.„Der weitaus größte Teil aller deutschen Gefallenen wurde ja in riesige Sammelfriedhöfe umgebettet, und wo die ursprünglichen Gräberstätten blieben, änderten sich meist die Namen, so daß es manchmal schwierig war, verstreuten Einzelfriedhöfen kleinerer Verbände nachzuforschen.“ Daneben die blauen Rücken der Bestattungslisten— jeder Soldatenfriedhof hat ein alphabetisches Verzeichnis seiner Toten und ein zweites, in dem sie nochmals nach Grabnummern geordnet sind...„Hodissen, Musketier, R3R. 222, gefallen am 29. 7. 1917, erster Bestattungsort Luzy"... „Gefallene, deren Namen nicht mehr einwandfrei festgestellt werden konnten, wurden in Kameradengräbern beigesetzt“, sagt der Bearbeiter. „Maissemy an der Aisne birgt 15000 unbekannte Soldaten; im Sammelgrab St. Laurent=Blangy bei der Lorettohöhe liegen 22000...“ Und wieder andere Karteien dienen für die täglich einlaufenden Anfragen nach den Ruhestätten gefallener deutscher Soldaten— manchmal enthalten die Briefe nur den Namen und die Regimentsnummer des Toten, vielleicht das Datum des Todestages,— ein Jakob F. fragt nach dem Grab des im Jahre 1915 in Frankreich gefallenen Gardegrenadiers Karl H.—— „Zuerst stellen wir fest, in welchem engeren Bezirk der Gefallene ursprünglich bestattet wurde — in schwierigeren Fällen kann da das Zentralnachweiseamt helfen. Der Name des Ortes, bei dem die Gräberstätte liegen mußte, geht dann aus der großen Umbettungskartei hervor, ebenso der Name des Sammelfriedhofs, auf dem der Gefallene nach dem Krieg von den französischen Behörden umgebettet wurde.“ Ein Blick dann ins Handbuch, in dem alle bestehen bleibenden Kriegsgräberstätten verzeichnet stehen— Zahl der Gräber, Datum der Anlegung, Name des zuständigen französischen Gräberoffiziers und des Pflegers, Bahnstation sowie Unterkunftsgelegenheit— und die Verbindung mit der zuständigen Stelle jenseits der Grenze kann aufgenommen werden, wenn der Name des Gesuchten im Totenverzeichnis der Friedhofsliste nicht aufzufinden war. „Jede Anfrage, die bei uns einläuft, wird mit dem daraus entstehenden Briefwechsel zusammengeheftet und aufbewahrt", erklärt der Bearbeiter und zieht zwischen den 70 000 braunen Umschlägen, die nach einzelnen Nummern geordnet— Westfront von 10000— 100 000, Ostfront von 100000 aufwärts—, die hohen Regale des Büroraums füllen, einen der„Vorgänge“ heraus. „Hier die Antwort auf die Anfrage wegen des Gardegrenadiers Karl.: Wir stellten als Bestattungsort Belleau, Dép. Aisne, fest, besorgten ein Lichtbild der Grabstätte und nahmen den Wunsch für Ausschmückung des Grabes entgegen.“ Ueberall in der Welt, wo Soldaten begraben Der deutsche Winkelried. Heldenehrenmal von Professor Hermann hosaens vor der Kaiser=Wilhelm=Gedüchtniskirche in Berlin liegen, findet sich diese straffe Einheit: genau einander gleichende Kreuze(aber aus carrarischem Marmor bei den amerikanischen, aus weißem Beton bei den französischen und hellem Sandstein Kopf des gefallenen Soldaten vom Heldenehrenmal in München, ausgeführt von Professor Bernhard Bleeker.(Scherl—.) Ihr toten deutschen Soldaten, Als heimliche Könige schaltet, Grau endlos ziehende Schar, Gesalbt mit Erdenschmerz, Wie leuchten von Leiden und Taten Ihr über die Erde und waltet Die Stirnen euch bleich und klar! Still über des Volkes Herz. Walter Flex. bei den englischen Gräbern), gepflegter Rasen und Mauern, die den verschwenderischen Blumenflor gegen außen abschließen. „Engländer und Franzosen, Italiener und Amerikaner dachten in Stein, während wir für unsere Toten die Natur als Hauptwerkzeug benutzen", erklärt der künstlerische Beirat.„Die lebendige Natur ist Symbol des Lebens— statt Marmordenkmäler legten wir Heldenhaine an, ließen die Gräber von Feld= und Wiesenblumen, Heidekraut und Lavendel überwachsen und verzichteten auf allen Prunk, der dem Wesen des Feldsoldaten fremd sein mußte... Es war wegen der einschränkenden Bestimmungen mancher Länder nicht immer leicht, unsere Kunstauffassung durchzusetzen. Die Bauarbeiten auf den franzosischen Kriegsgräberstätten müssen durch französische Arbeiter und Unternehmer erfolgen, alle Pläne, auch die für Steinmetzarbeiten und Bildwerke, für die Werkstücke aus Schmiedeeisen und Bronze unserer deutschen Handwerker müssen eingereicht und genehmigt werden, bevor die Handwerker sie zur Ausführung erhalten. Doch wenn man bei unseren nie mehr als vier Meter hohen Bauten in Frankreich stets das Symbolhafte, die Weihe des Ortes spürt, wenn trotz der orientalischen Bauart unserer Soldatenfriedhöfe in Syrien, trotz dem südlich leichten, fast heiteren Stil unserer in Italien liegenden Gräberstätten deutsches Heimatgefühl aufkommt, so deshalb, weil die Gediegenheit des Aufbaus und alle Stein= und Eisenarbeiten die Hand des deutschen Künstlers, des deutschen Schmieds, des deutschen Steinmetzen spüren lassen!" 26 Bauten wurden bisher aufgeführt,— aus Mitgliedsbeiträgen und freiwilligen Spenden oder aus den Mitteln von Vereinigungen, die Patenschaften über Kriegsgräberstätten übernahmen; so sorgen die ehemaligen Angehörigen der 54. Inf. Division für ihren Patenfriedhof bei Verdun, und die Deutsche Studentenschaft ließ durch den Volksbund die Gedenkstätte von Langemarck erbauen. Abschied und Wiedersehen Von Werner Beumelburg Es sei daran erinnert, daß Werner Beumelburg u. a. Verfasser des Kriegsromans„Gruppe Bosemüller“ ist. Die Schriftleitung. Zwischen Herrenberg und Horb, schon jenseits Stuttgart, in der Nachmittagszeit und nach acht Stunden strammer Fahrt, hat der April ein Einsehen und besinnt sich auf den Frühling. Zur Linken zeigt er die Umrisse des Schwäbischen Jura im regenreinen Tageslicht, sauber und klar hingestellt in die Landschaft, zur Rechten hebt sich der Schwarzwald empor, dunkel, breit und fast unheimlich. Zwischen Rottweil und Schwenningen jedoch hat er alle guten Vorsätze wieder vergessen, stürmt aus kohlrabenschwarzer Wand über die westlichen Berge und überschüttet die Straße und alles, was sich darauf bewegt, mit einem Schneesturm sondergleichen. Da stehst du und schaust durch die Scheibe, und in den Lichtern ist das Gewirbel der weißen Flocken. Die Tannen verhüllen sich finster und knarren im Sturm. Ein Teppich, sammetweich und blitzsauber, wird über Feld und Straße geworfen, und was fragt der April, der übermütige, nach deinem sauer verzogenen Gesicht. Nach einer Stunde erlaubt er behutsame Weiterfahrt, und es wird dir zweierlei klar, einmal, daß es ihm darauf ankam, dir seine Macht zu zeigen, zum zweiten dir klarzumachen, daß ein paar schöne, sonnendurchwärmte Tage da unten irgendwo hier oben noch keinen Frühling bedeuten. Er empfängt dich, freundlicher nun sich gebärdend, in aller Form in der Amtstracht seines Vorgängers, des Winters. Er lädt dich gewissermaßen zu einem Abschiedsfest, zu einem letzten Beieinandersein, und er tröstet dich rasch in deiner anfänglichen Betroffenheit durch die unnachahmliche Schönheit seines Gewandes. So treten im letzten Tageslicht doch, kaum noch erwartet, Hochfirst und Feldberg vor dich hin, die gewaltigen Brüder, verschneit und verweht vom Gipfel bis zur Sohle, und auf der Höhe zwischen ihnen begrüßen dich vor dem vertrauten Gasthaus Wirt und Zugehörige mit Schneeschaufel und Besen und sind nicht wenig erstaunt, zu erfahren, daß irgendwo dort unten schon der Krokus blühe und die Wiesen sich bunt zu färben beginnen.——— Auf dem Holztisch steht das Kirschwasser. Der Kachelofen wärmt den Rücken behaglich. Die Katze schnurrt. Es geht die Rede von alten Dingen, von Menschen und Erlebnissen, und es ist wie immer, wenn man sich lange nicht gesehen hat— man betrachtet sich und man ist verwundert, daß man nun so lange getrennt war. Es sind die alten Gesichter, aber sie haben sich irgendwie verändert. Es ist manche Sorge gewesen, und es war auch Freude dabei. Der eine will wissen, wie sich die Fülle der mächtigen Ereignisse, aus der Nähe gesehen, vollzogen hat. Der andere will hören, was sich hier in der Stille getan hat. Und wie das Gespräch sich belebt und allmählich dem Gemeinsamen zustrebt, wie nun einer nach dem anderen hereintritt aus der Kälte, den Schnee abklopft und seinen Platz einnimmt, wie es nicht abreißt mit Händeschütteln und karger Begrüßung, da wächst aus Rede und Gegenrede, aus Blick und Handschlag wieder jene Stimmung herauf, die den Geistern freien erlaubt, den toten und den lebendigen.— Wir sahen uns wieder zum erstenmal und konnten einander frei in die Augen schauen als Männer, die der große Krieg damals in ihrer Gruppe zusammengeschlossen und die das, was nachher kam, auseinandergerissen in ein Dasein voll Unverstand und Sinnlosigkeit. Und es kam so, daß der damalige Unteroffizier Paul Bosemüller, heute ein Mann von zweiundvierzig Jahren, das Bild seiner vier Buben schier lachend und weinend uns zeigte, und die vier Buben waren Pimpfe in Uniform, und zwei davon trugen die Trommel. Ich aber sagte:„Seht nur, es sind die gleichen Gesichter, und jeder für sich ist ein Bosemüller.“ Das Leschle aus dem Kinzigtal, dessen Axt damals Brücken, Balken und Tannensärge gezimmert, der Leschle=Anton mit den Riesenfäusten, der Schutzpatron aller Zimmerleute, jedoch kein großer Meister des Wortes, sprach ruhig und gelassen:„Es ist wieder Frühling geworden und, Sakrament, i hab schon gedacht, i bekäm Rheumatismus in den Knochen.“ Otto Geppert aber, der freche Hund, unverändert gegen früher und immer noch Besitzer seiner alten Wanderer=Maschine mit vier Auspuffrohren, trank einen Kirsch und sagte:„Der Wammsch hat das alles nicht mehr erleben sollen.“ Und wir taten ihm gleich und tranken alle einen Kirsch und schwiegen eine Weile. Und so ist es— Wammsch, der damals auf Urlaub fahren sollte, aber für Bosemüller zurücktrat, weil dieser doch seinen ersten Sohn bekommen hatte, ist der Pate von Bosemüllers ältestem Buben, der heute ein Neunzehnjähriger ist. Und der Bub trägt Wammschs Namen, aber Wammsch hat bei der Taufe nicht da sein können, weil ihn damals schon der Einsturz im Unterstand in der Banche verschüttet. Der Junge aber weiß von Wammsch und von der geheimnisvollen Verpflichtung, die auf ihm liegt und die den Wammsch damals hat sterben heißen, damit der Bosemüller seinen lebendigen Sohn in der Wiege sehen konnte. Vom Winter war die Rede, der dem Frühling nicht hat weichen wollen, von Abschied und von Wiedersehen. Es wurden aber zwei Tage daraus, oben dicht unterm Hochfirst, auf dem sich die Tannen unter der Schneelast tief beugten. Am letzten Morgen schien die Sonne, und die Luft war glasklar über dem Feldberg. Wir stapften durch den Schnee und bliesen den Atem vor uns her. Rehe standen unter den Tannen und knabberten hungrig am kargen Gesträuch, das aus der Schneedecke hervorschaute. Wir schritten hintereinander wie damals, einer in den Fußstapfen des andern, und Otto Geppert hatte wieder die Spitze, dieweil er am Hochfirst die Wege nicht weniger kennt als damals in der Bruleschlucht und vor dem Douaumont. Nach einer Stunde waren wir oben angelangt, wir stiegen auf den Turm und schauten über das Land. Und es war so klar, daß in der Ferne die blaue Linie der Vogesen schimmerte, und wir rechneten aus, daß unsere Augen, wenn wir dort drüben stünden, fast bis zu jenen Bergen und Hügeln hinreichen würden, wo wir damals gewesen und wo sich alles abgespielt hat, was uns so sehr beschäftigt. Als wir vom Turm herabstiegen, empfing uns fröhlicher Klang von Hörnern, Schalmeien und Trommeln. Ueber die verschneite Waldschneise rückte es heran, durch den Schnee stapfend mit frischen, geröteten Gesichtern, Jungvolk aus der Umgebung, auf Fahrt über den Hochfirst begriffen. Sie hielten am Turm an, und es ergab sich eine Verhandlung mit dem Wächter, wie es zu machen sei, mit den vorhandenen unzureichenden Mitteln dennoch die herrliche Schau über das Land für den ganzen Zug zu erreichen. Da mischten sich die von der Gruppe Bosemüller in die Verhandlung und legten zusammen, und es gab einen fröhlichen Dank von der Gesellschaft, die nun alsbald mit klappernden Absätzen hinaufstürmte auf den Turm. Wir unterdessen machten uns nachdenklich auf den Abstieg zum Dorf. In der Ferne noch vernahmen wir das lustige Gewirr der Stimmen von oben herab und die überraschten Ausrufe über so viel Schönheit, und wir dachten: möchten sie auch den Frieden sehen in all der Schönheit und möchten sie begreifen lernen, so jung sie auch sind, daß der Friede ein Ding ist, welches bereit sein heißt zu allem, was das Vaterland verlangt. Abnahn dnb. Friedrichs 93 129 ist am F halbstündigen Ab 16.38 Uhr auf de Die Landung erf war ein phantast durch die Regen ein Nebelgespenst erschien. E bei der deutsche Handelskamme dub. Berlin,( der Vizepräsiden kammer, Lord 9 sche Gruppe der! Das Präsidiun ternationalen H Ehren der engli dem auch die R rath und Reichs der Reichsbankv Reichsbankprä in seiner Anspra führende Geschä Ländern zur ver menkämen. Er! die wirtschaftlich ordnet würden. 1937 in Berlin ternationalen§ freue sich, wenn zum Besuch nat warte, daß di Handelskammer folg werden m Mensch und die ker untereinank erfolgreichen A Beziehungen. 5. Kla (27. Ohne Gewähr Auf jede ge hohe Gewin auf die Lose 23. Ziehungsta In der heutige 4 Gewinne 4 Gewinne 8 Gewinne 322855 28 Gewinne 161550 2564 304623 32980 62 Gewinne 32125 38312 87478 15315 211831 2269# 313848 3236 384194 3854! 102 Gewinne 64107 66962 99520 13700 171535 1720. 209847 2167 248131 2523 309565 3150 361585 3626 381114 3836 374 Gewinne 10545 10811 20131 24916 43070 44868 71401 77792 90971 9266: 108975 1097 115671 1190 134618 1350 143540 1444 150980 1524 157748 1590 166094 1726 186043 1870 194640 1952 204958 206 215503 2208 230930 2335 244365 245 252263 252: 261983 2620 274359 275 289038 290: 302820 304. 313671 3144 330894 335 345058 345 358830 359. 372010 374 383686 385 390973 391 der heutig Im Gewi 1000000, je 10000, je 2000, =Gedüchtnis= pflegter Rasen zischen BlumenItaliener und ährend wir für iptwerkzeug beBeirat.„Die Lebens— statt beldenhaine an, Wiesenblumen, ichsen und verdem Wesen des den Bestimmunr leicht, unsere die Bauarbeiten erstätten müssen Internehmer erteinmetzarbeiten aus Schmiedesen Handwerker werden, bevor rung erhalten. e mehr als vier reich stets das es spürt, wenn iserer Soldatenüdlich leichten, alien liegenden fühl aufkommt, it des Aufbaus n die Hand des Schmieds, des en! geführt,— aus ligen Spenden inigungen, die tätten übernahIngehörigen der atenfriedhof bei entenschaft ließ stätte von Lanirgen Gesträuch, haute. ie damals, einer und Otto Gepzeil er am Hochnnt als damals im Douaumont. oben angelangt, ) s c h a u t e n ü b e r aß in der Ferne nmerte, und wir , w e n n w i r d o r t ten Bergen und wir damals gelt hat, was uns en, empfing uns Schalmeien und ite Waldschneise lee stapfend mit ingvolk aus der Hochfirst begrifind es ergab sich chter, wie es zu unzureichenden Schau über das rreichen. : G r u p p e B o s e ) l e g t e n z u s a m n Dank von der klappernden Abirm. nachdenklich auf Ferne noch verr der Stimmen aschten Ausrufe dachten: möchten I der Schönheit en, so jung sie ding ist, welches das Vaterland Abnahmefahrt des 23 129 dnb. Friedrichshafen, 6. März. Das Luftschiff 93 129 ist am Freitag, von seiner etwa dreieinhalbstündigen Abnahmefahrt zurückkehrend, um 16.38 Uhr auf dem Werftgelände glatt gelandet. Die Landung erfolgte bei strömendem Regen. Es war ein phantastischer Anblick, als das Luftschiff durch die Regenwolkenwand durchstieß und wie ein Nebelgespenst plötzlich über dem Werftgelände erschien. Schaffe un Paelamten.. Ein Abgeordneter durch einen kolbenschlag schwer verletzt Englische Gäste bei der deutschen Gruppe der Internationalen Handelskammer— Ansprache Dr. Schachts dub. Berlin, 6. März. Am 6. März besuchte der Vizepräsident der Internationalen Handelskammer, Lord Riverdale of Sheffield, die deutsche Gruppe der Internationalen Handelskammer. Das Präsidium der deutschen Gruppe der Internationalen Handelskammer veranstaltete zu Ehren der englischen Gäste einen Empfang, an dem auch die Reichsminister Freiherr von Neurath und Reichsbankpräsident Dr. Schacht sowie der Reichsbankvizepräsident Dreyse teilnahmen. Reichsbankpräsident Dr. Schacht führte dann in seiner Ansprache aus, wie wichtig es sei, wenn führende Geschäftsleute aus den verschiedenen Ländern zur vertrauensvollen Aussprache zusammenkämen. Er habe den dringenden Wunsch, daß die wirtschaftlichen Beziehungen der Völker geordnet würden. Dr. Schacht wies auch auf den 1937 in Berlin stattfindenden Kongreß der Internationalen Handelskammer hin. Deutschland freue sich, wenn zahlreiche ausländische Freunde zum Besuch nach hier kämen. Er hoffe und erwarte, daß die Tagung der Internationalen Handelskammer im nächsten Jahr ein voller Erfolg werden möge. Vertrauen von Mensch zu Mensch und die Achtung der Menschen und Völker untereinander sei die Grundlage für einen erfolgreichen Wiederaufbau der internationalen Beziehungen. dub. Belgrad, 6. März. Während einer Rede des Ministerpräsidenten und Außenministers Stojadinowitsch wurden in der Skupschtina heute gegen ½12 Uhr drei Revolverschüsse abgegeben. Im Saal entstand große Verwirrung. Die Sitzung wurde sofort unterbrochen. Anscheinend wurde niemand verletzt. Als Schütze wurde der Abgeordnete Damian Arnautowitsch von der Saalpolizei festgenommen. Er gehört der Jeftitsch=Opposition an. Die Skupschtina=Sitzung galt der Beratung des Staatshaushalts. Die Abgeordnetenbänke waren nicht sehr stark besetzt, umso dichter die Diplomaten= und Journalistenlogen sowie die Galerie... ist 8. Ministerpräsident und Außenminister Stojadinowitsch beschäftigte sich in seiner Rede zuerst ausführlich mit den Einwendungen der Opposition gegen den Haushaltsentwurf und ging erst dann auf die Außenpolitik über. Während seiner Darlegungen kam es verschiedentlich zu Störungen durch die wenigen oppositionellen Abgeordneten, die im Saal anwesend waren. Der Vorsitzende mußte mehrere Abgeordnete verwarnen und einen von ihnen ausschließen. Als Stojadinowitsch kaum mit einigen Sätzen auf das Kapitel Außenpolitik eingegangen war, entstand in einem Teil des Saales große Unruhe. Man hörte heftige Zwischenrufe, denen ein Wortwechsel folgte. Plötzlich zeigte der Urheber dieses Auftritts, der Abgeordnete Arnautowitsch, einen Revolver. Zugleich hörte man Stimmen:„Der Mensch ist ja betrunken, führt ihn sofort hinaus!“— In diesem Augenblick fiel der erste Schuß. Bevor die Saalpolizei dem Abgeordneten den Revolver entwinden konnte, feuerte dieser noch zweimal. Bei dem Handgemenge erhielt ein Abgeordneter der Regierungsmehrheit einen wuchtigen Schlag mit dem Kolben des Revolvers auf die Stirn, so daß er ziemlich schwer verletzt wurde. Man ist der Ansicht, daß der Abgeordnete durch sein Verhalten die ohnmächtige Wut der Opposition gegen die Regierung zum Ausdruck bringen wollte. Die Opposition hatte schon in den letzten Wochen durch andauernde Lärmszenen die Behandlung des Staatshaushalts zu verhindern versucht. Die Regierungsmehrheit hatte darauf die dringliche Behandlung der Vorlage beschlossen. Nach einer halbstündigen Pause wurde die Sitzung wieder ausgenommen. Ministerpräsident Stojadinowitsch setzte seine Ausführungen fort. der Gegenwart" steht, fand am Donnerstag eine Massenkundgebung statt. auf der Reichskulturwalter und Reichskommissar Hans Hinkel eine Rede hielt. Der Stabschef des Führers berust den Kulturkreis der 5A. onb. Berlin, 6. März. Aus der Erkenntnis heraus, daß nur in einer Zusammenfassung aller gestaltenden und schöpferischen Kräfte innerhalb der SA. ihr Wirken auf einer gebundenen Marschrichtung erfolgreich und über die SA. hinaus fruchtbar werden kann, hat der Stabschef des Führers mit Wirkung vom 19. Februar 1936 den Kulturkreis der SA. geschaffen. In diesen kulturellen und künstlerischen Kreis wurde berufen: Oberführer Franz Moraller, Berlin; Brigadeführer Joses Berchthold, München; Obersturmbannführer Gerh. Schumann, Stuttgart; Obersturmführer Herbert Böhme, München; Oberscharführe: Heribert Menzel, Obertruppführer Lembeck, München; Standartenführer Schaudinn, Berln; Sturmbannführer Götz Otto Stoffregen, Berlin; SA.=Mann Siegfried Loder, München; Truppführer Schloderer, München; Parteigenosse Heinrich Anacker, Berlin; Obertruppführer Hans Duffner, Lugstetten i. Br.; Obertruppführer Dr. Hans Volz, Berlin; Brigadeführer Giesler. Oldenburg; Truppführer Hans Schlenck, München; Oberscharführer Helmut Hansen, Berlin. Sonnabend, dem., und Sonntag, dem 8. März 1936, findet die erste Arbeitstagung des SA.= Kulturkreises zusammen mit dem Presse= und Kulturreferenten der Gruppen in Berlin statt. Gewinnauszug 5. Klasse 46. Preußisch=Süddeutsche (272. Preuß.) Klassen=Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Rummer in den beiden Abteilungen I und II. 23. Ziehungstag 5. März 1936 In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 4 Gewinne zu 10000 M. 111955 231585 4 Gewinne zu 5000 M. 90624 107818 8 Gewinne zu 3000 M. 136488 150429 304802 322855 28 Gewinne zu 2000 M 9425 60650 72507 117091 161550 256405 263563 265004 277666 291011 304623 329803 380744 394560 62 Gewinne zu 1000 M. 951 16253 18269 30074 32125 38312 39826 62511 65354 73069 79273 87478 153155 156559 170451 194096 196339 211831 226943 237654 289302 295843 300408 313848 323646 329260 340641 358334 373856 384194 386490„ lln 102 Gewinne zu 600 M. 14877 47477 47576 59061 64107 66962 76725 83444 91364 92878 98859 99520 137003 150006 154651 156668 164251 171535 172039 180866 193100 194635 203659 209847 216756 230191 234208 245139 246841 248131 252317 259296 273842 287158 307918 309565 315090 323919 351627 355433 355859 361585 362622 370585 374104 374424 378739 381114 383660 385448 396833 374 Gewinne zu 300 M. 7772 8263 9409 9665 10545 10811 11202 17188 17664 18332 19420 20131 24916 28129 29578 30896 33991 41825 43070 44868 45267 50829 61038 63477 64310 71401 77792 78193 85577 86639 88206 89364 90971 92665 99614 102306 103518 107130 108975 109738 111134 111272 112702 114404 115671 119010 120808 127840 128999 131125 134618 135006 135845 140278 140804 141560 143540 144441 145873 146655 147839 148843 150980 152401 152580 154009 154537 15555 157748 159014 159470 160522 161425 165893 166094 172594 174191 181713 184590 186359 186043 187085 190986 191020 191203 191768 194640 195233 199259 202205 204236 204314 204958 206149 206343 207237 207769 215231 215503 220857 222252 227315 229856 230485 230930 233549 238308 239847 242984 244045 244365 245251 245377 248325 249061 249695 252263 252372 252778 255671 259790 261551 261983 262078 264756 266627 267268 273202 274359 275148 279020 279112 279418 287390 289038 290358 292916 293585 295802 297665 302820 304306 305316 308002 312844 313033 313671 314811 317793 318738 323574 328783 330894 335890 337114 340181 340460 343566 345058 345741 346928 347612 348806 354237 358830 359310 360194 361317 362504 370889 372010 374303 377293 377709 378514 382116 383686 385491 386840 387432 387819 388791 390973 391247 391907 395052 398213 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen Gewinne zu 30000 M. 78360 4 Gewinne zu 5000 M. 130099 338903 2 Gewinne zu 3000 M. 71785 16 Gewinne zu 2000 M. 201851 262230 275216 335891 338748 365818 387145 391487 33 Gewinne zu 1000 M. 16828 21787 27055 58143 86406 132219 182392 208064 229570 238081 244978 248278 256107 281083 283062 328013 304490 381646 399622 86 Gewinne zu 500 M 39502 50489 51214 57978 68655 67528 68883 72855 77948 96519 102326 104932 108785 113355 159773 194619 199550 99936 220404 222291 228216 233288 238870 255245 264338 269057 284301 290004 227015 308068 310896 329005 329072 337848 341424 343579 346442 379905 381855 383066 386222 386464 398197 276 Gewinne zu 300 M. 2450 3320 6396 9944 12002 14170 16447 19364 22739 24950 28124 28139 29130 32217 44292 44903 46072 47018 48535 53941 56275 57288 60260 60612 61007 66314 66499 69232 69470 70248 70383 74996 76090 76773 77002 81536 84393 87196 94864 95594 95645 99515 101711 108227 115124 116139 Siattens keuppen maesur..... Abessinische häuptlinge unterwerfen sich Feierlicher Empfang der Truppen dnb. Rom, 6. März. Dem Heeresbericht Nr. 148 zufolge hat Marschall Badoglio folgende Meldung von der Front telegraphiert: Auf dem Frontabschnitt des ersten Armeekorps haben eritreische Abteilungen am Donnerstag Korbeta südlich des Amba Aladschi besetzt. Sie wurden von der Bevölkerung feierlich empfangen. Es handelt sich hier um Stämme der Azebo Gallas, die erbittert gegen ihre noch im Land umherirrenden amharischen Bedrücker sind. Das 3. Armeekorps hat nach Durchführung seiner Aufgabe in Tembien mit seinem Vormarsch in südlicher Richtung auf Fanaroa und Samre begonnen. Im Schiregebiet schreitet die Säuberungsaktion unaufhaltsam vorwärts. Feindliche Abteilungen, die sich auf der Flucht befanden, konnten sich nicht mehr auf das gegenüberliegende Ufer des Takazzeflusses retten, da die Furten von unseren Truppen bereits besetzt waren. Einige abessinische Häuptlinge haben sich bei unseren militärischen Befehlshabern gemeldet, um ihre Unterwerfung anzuzeigen und ihre Waffen zu übergeben. Abessinien meldet: Schlacht noch im Gange Ein amtlicher abessinischer Bericht teilt mit, daß das abessinische Hauptquartier die italienischen Meldungen von einem großen Sieg bestreite. Weiter wird die Meldung dementiert, daß der Kaiser krank oder verwundet sei. In dem Bericht wird gesagt, Italien könne bis zur Stunde noch nicht von einem Siege sprechen, da noch eine große Schlacht mit außerordentlich hohen Verlustziffern auf beiden Seiten im Gange sei. Der Ausgang dieser Kampfhandlungen sei noch un192992 156662 198362 201670 215428 217824 224987 226379 234041 246764 250037 252691 254546 257415 259915 266126 267951 270084 273829 276898 277326 281597 283017 283832 284115 285096 292107 292892 294423 294796 299604 303342 303385 306789 307682 307877 309575 315457 320280 340422 341513 341652 343399 345911 347224 348018 349948 353479 354405 359430 360853 367426 369462 371212 371687 371919 373041 382267 386539 387262 387570 391311 392234 393149 394720 396980 Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je 50000, 4 zu je 20000, 26 zu se 10000, 46 zu je 5000, 90 zu je 3000, 198 zu se 2000, 602 zu je 1000, 1066 zu je 500, 4012 zu je 300 Mk. bestimmt. Die italienischen Meldungen von der Niederlage der Armee Ras Kassas und vom Rückzug der Armee Ras Seyoums werden von abessinischer Seite gleichfalls bestritten. Die Armeen des Ras Kassa, des Ras Seyoum und des Ras Mulugheta griffen vielmehr mit anderen Truppen, die aus dem Bezirk von Waldia zusammengezogen worden seien, den Gegner an und marschierten gegen den Amba Aladschi. Abessinische Beschwerde in Geuf Der abessinische Außenminister hat dem Völkerbundssekretariat ein Telegramm zugehen lassen, in dem er mitteilt, daß die englische Rot=Kreuz=Station bei Koram mit Fliegerbomben belegt worden sei und erklärt, daß die abessinische Regierung„gegenüber dieser erneuten, vorsätzlichen und barbarischen Handlung“ ihre früheren Proteste erneuere. Italienischer Kampfflieger über Addis Abeba dnb. Addis Abeba, 6. März. Zum ersten Mal seit Ausbruch des Krieges umkreiste am Freitag zwischen 12 und 12.30 Uhr ein großes dreimotoriges italienisches Flugzeug die abessinische Hauptstadt. Bomben wurden nicht abgeworfen. Die Bewohner der Stadt erfaßte beim Erscheinen des italienischen Bombenflugzeuges panikartiger Schrecken. Aus allen Stadtteilen bewegen sich die Einwohner in fieberhafter Hast in großen Scharen in die Umgebung. Runesunn=Tn i uof Kommunistische Propaganda am Mikrophon Großer Start der KdJ.-Jahrten nach Madeira am 15. März 1936 Begegnung mit der Kriegsmarine dnb. Berlin, 6. März. Die diesjährige Madeira=Flotte der RSG.„Kraft durch Freude", die aus den Dampfern„St. Louis",„Der Deutsche", „Sierra Cordoba" und„Ozeana" besteht, geht am 15. März 1936, 10 Uhr, vom Hamburger Hafen aus geschlossen in See. Der Start wird, wie die Deutsche Arbeitskorrespondenz meldet, zu einem großen Ereignis für Hamburg und darüber hinaus für ganz Deutschland werden. Wie im Vorjahre wird die Hantburger Arbeiterschaft ihre Kameraden, die aus sämtlichen Gauen unseres Vaterlandes kommen, zu ihrer einzigartigen Südreise verabschieden. Bei der großen Startfeier spricht auch Reichsorganisationsleiter Dr. Ley. Die Kriegsmarine, die seit Bestehen der KdF.Reisen immer großes Interesse für die Arbeit der RSG.„Kraft durch Freude" bewiesen hat, wird durch Entsendung des Kreuzers„Köln“ den Urlaubern ein besonderes Erlebnis bereiten, und trifft sich der Kreuzer mit der KdF.=Flotte auf der Höhe von Helgoland. Die diesjährige Madeira=Fahrt wird ein kulturell stark ausgeprägtes Gesicht erhalten. Außer einer Volkstanzgruppe von Moselwinzerinnen und der bekannten pommerschen Spielschar der HI. haben sich eine Reihe namhafter Künstler und Dichter uneigennützig zur Verfügung gestellt, um den Arbeitskameraden unterwegs die Fahrt zu verschönern und auch den Auslandsdeutschen in Lissabon und auf Madeira eine Ueberraschung zu bereiten. Roosevelt kandidiert wieder dub. Newyork, 6. März. Präsident Roosevelt hat bekanntgegeben, daß er sich erneut als demokratischer Kandidat um die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten bewerben wird. dub. Washington, 6. März. Die Sensation des Tages ist die Tatsache, daß eine der größten nordamerikanischen Rundfunkgesellschaften, die Columbia Broadcasting Company ihren gesamten Sendeapparat aus ungeklärten Motiven der kommunistischen Partei bedingungslos für deren Propaganda zur Verfügung gestellt hat. Vor dem Mikrophon dieser Gesellschaft sprach Donnerstag abend der Generalsekretär der kommunistischen Partei Amerikas, Earl Browder, der Mann, der im Sommer vorigen Jahres auf der Tagung der Komintern in Moskau offen zum Sturz der amerikanischen Regierung und zur Abschaffung der amerikanischen Verfassung aufgefordert hatte. Sämtliche Sender der Gesellschaft waren auf die Propaganda Browders eingeschaltet. Browder erging sich in seiner Rede in Angriffen auf die beiden großen Parteien der Vereinigten Staaten. Er griff dann das Bankhaus Morgan an. Es folgten die üblichen Angriffe auf die Regierungen in Deutschland, Italien und Japan. Er beschäftigte sich dann mit der Arbeitslosigkeit in Amerika und behauptete, daß die Arbeitslosigkeit nur behoben werden könne, wenn man Moskaus Methoden befolge. Jedoch sei Amerika gegenwärtig für den Kommunismus noch nicht reif. Aber Amerika werde eines Tages schon das „Ideal“(!) erreichen, das in der Sowjetunion bereits verwirklicht worden sei. Die amerikanische Oeffentlichkeit empfindet diesen Vorfall als einen unglaublichen Skandal und ist stark erregt. Im Abgeordnetenhaus ist noch vor der Sendung gegen die Haltung der Sendegesellschaft protestiert worden. Bereits im Laufe des Donnerstag wurde im Rundfunk das Verhalten der Columbia Broadcasting Company scharf gegeißelt. Am Freitag nahm der Frauenverein der Kriegervereinigung, der schon seit Gründung der Vereinigten Staaten besteht, den Beschluß an, alle diejenigen Firmen zu boykottieren, die über die Columbia=Sendegesellschaft ihre Waren anpreisen und dadurch, wie es in dem Beschluß heißt, diesen„unamerikanischen“ Senderdienst erst ermöglichen. Auch hirotas Kabinektsbildung gescheitert dnb. Schanghai, 6. März. Nach Meldungen aus Tokio sind die Bemühungen Hirotas zur Bildung eines Kabinetts als gescheitert anzusehen, da die Armee ihre Mitarbeit versagt. Auch General Terauchi hat die Uebernahme des Kriegsministeriums abgelehnt. Er begründet seinen Entschluß damit, daß er nach seinen Besprechungen mit den zuständigen Männern der Armee in der Zusammensetzung des geplanten Kabinetts keine Erneuerung der Staatspolitik sehen könne, wie sie von der Armee gefordert werde. Wie die Agentur Domei berichtet, sieht die Armee im neuen Kabinett keine starke einheitliche Regierung. Die neuen Minister werden als „Ueberbleibsel überlebter Anschauungen“ bezeichnet, mit denen man Krisenzeiten nicht überwinden könne. Da somit die Bedingungen Terauchis unerfüllt geblieben seien, habe er ablehnen müssen. Besonders hale die geplante Besetzung des Innenministeriums mit Kawasaki, der Parteipolitiker sei, und der Minseito angehöre, Anstoß bei der Armee erregt. Leipzig. Auf einer Massenkundgebung der deutichen Technik hielt Generalinipektor Dr. Todt einen Lichtbildervortrag über„Die Straßen Adolf Hitlers“. Zugunfall bei Kassel dnb. Kassel, 6. März. Auf dem Bahnhof Rengershausen bei Kassel ereignete sich am Freitag gegen 19 Uhr ein Zugunfall, bei dem 10 Personen leichte Verletzungen erlitten. Der Personenzug 624, der um 18.56 Uhr aus Richtung Bebra kommend, den Bahnhof Rengershausen verläßt, fuhr auf einen Güterzug auf, der ebenfalls in Richtung Kassel fuhr und infolge eines Bremsschlauchrisses kurze Zeit vorher auf freier Strecke halten mußte. Durch den Anprall wurde der letzte Wagen des Güterzuges eingedrückt. Einige Güterwagen in der Mitte des Güterzuges sprangen aus den Schienen und wurden stark beschädigt. 10 Fahrgäste des Personenzuges erlitten leichte Verletzungen, in der Hauptsache Quetschungen. Sie konnten die Fehrt nach Kassel fortsetzen. Die Aufräumungsarbeiten werden um Mitternacht beendet sein, so daß eine Strekkensperrung nicht nötig ist. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Grauenhafter politischer Mord auf einem sowjetrussischen Dampfer dub. Moskau, 6. März. Die sowjetrussischen Blätter melden erneut einen„politischen Mord“, dessen entsetzlichen Begleitumstände schlagartig die Erbitterung beleuchten. die die Stochanowschen Antreibermethoden hervorgerufen haben. Nach diesen Meldungen haben Motrosen eines Dampfers in Baku ihren Steuermann, der sich durch seine Antreibereien aufs äußerste verhaßt gemacht hatte, ums Leben gebracht Sie stießen ihn vom Deck des Dampfers in den Maschinenraum hinab, begossen ihn mit Petroleum und ließen ihn dann in der Feuerung verbrennen. Einer der Täter ist zur Erschießung verurteilt worden. Ein anderer erhielt eine langjährige Freiheitsstrafe. 1 .5 # Wer hatte Glück bei der PolizeiTombola? Ausspielung am 4. März 1936 Serie„rot“ Nr. 311 335 414 448 471 563 981 1107 1143 1179 1530 2036 2605 3120 3552 4161 4528 5511 6308 7361 7909 8623 9612 10219 11071 11969 12638 13268 14165 15048 15402 16565 17204 18201 18605 19198 19753 1576 2062 2632 3208 3554 4192 4764 5565 6771 7380 8101 8835 9674 10312 11105 11996 12653 13297 14228 15054 15433 16731 17312 18276 18730 19423 19755 1704 1757 2085 2149 2639 2693 3236 3250 3690 3694 4200 4210 4766 5579 6824 7387 8240 8876 9738 4957 5720 6951 7396 8284 8904 9856 1187 1805 2174 2849 3280 3756 4266 5082 5870 7033 7484 8299 8918 9873 10375 11123 11997 12721 13411 14271 15082 15546 16871 17372 18282 18829 19434 19850 10382 11296 12366 12727 13504 14284 15107 15929 16908 17566 18309 18873 19448 19956 1212 1870 2209 2883 3285 3736 4275 5139 5908 7096 7557 8320 9167 9930 10693 11608 12369 12776 13574 14326 15123 16221 16939 17791 18477 18920 19516 19973. — Vormittag— (Ohne Gewähr!) 658 733 812 826 947 1236 1264 1379 1491 1883 1972 2388 2422 2916 2953 3354 3365 3845 3877 4344 4410 5159 5190 5939 5962 7200 7263 7561 7804 8346 8375 9201 9202 10012 10722 11654 12455 12790 13741 14355 15159 16369 17051 17892 18494 19064 19585 1980 1990 2445 2598 2955 3111 3488 3493 3919 4132 4088 5149 6197 7192 7772 8209 9108 10667 11097 11715 4121 4166 4267 4365 4523 4611 4742 4758 5161 5166 5170 5549 6045 6100 6105 6170 6372 6441 6532 6544 6588 6668 6747 6811 6902 7310 7342 7429 7499 7538 7572 7617 7697 7724 7820 7840 8084 8103 8120 8125 8143 8185 8189 8365 8468 8498 8644 8808 8830 8872 9055 9082 9586 9911 9915 9933 9988 10137 10260 10433 10727 10731 10732 10913 10916 11033 11048 4484 5394 6164 7296 7824 8470 4519 5187 6245 7330 7887 8617 9423 9455 10139 10852 11656 12576 12796 13756 14824 15170 16383 17093 17971 18556 19122 19680 10200 10880 11893 12594 13169 14147 15009 15217 16561 17190 18008 18573 19196 19707 Nr. 120 143 Serie„grün" 213 283 518 608 619 666 67 900 921 963 1036 1191 1199 1525 1554 1803 2808 2923 3838 3882 2265 3258 4251 6016 7221 8596 9056 9815 90 10376 11140 11531 12582 13479 14022 14766 15587 16380 16916 17292 18176 18888 19773 2471 3263 4654 6113 7391 8681 9114 2547 3294 4992 6302 7483 8787 9182 2642 3317 4993 6372 7571 8801 2644 2704 3423 3722 5463 5502 6470 6687 7609 7664 8835 8847 4 708 737 1900 2036 3039 3170 4117 5682 6724 7731 8930 9298 9323 9470 9649 5728 5848 6747 6755 8225 8289 8985 9008 9652 9690 4120 5920 6907 8504 9051 9770 10558 10566 10701 10721 11150 11195 11255 1. 11642 11716 11722 11934 12604 12829 12856 12937 13484 13609 13674 13707 14195 14243 14326 14399 14922 14923 14954 14994 15595 15708 15798 15837 16618 16636 16670 16688 16950 17059 17096 17117 17347 17363 17424 17698 18349 18419 18516 18542 18966 19008 19031 19089 19856 19859 19877 19954. Serie„gelb“ 106 270 281 288 1122 1188 1448 2072 2087 2092 2209 2864 2878 2926 2974 Nr. 9 50 87 692 1009 1010 1951 2036 2718 2844 3397 3766 3775 3897 3933 3950 326 380 509 569 598 1597 1659 1694 1824 2224 2350 2376 2668 3018 3050 3062 3328 4007 4036 4037 4045 11128 11840 11159 11857 11360 12131 11563 12158 11642 12193 11650 11709 12196 12254 2383 12398 12537 12552 12597, 12636 12679 12762 12841 846 12899 13035 13084 13215 13328 13484 13533 13673 13696 13736 13811 13822 13833 13913 13996 14067 14077 14190 14308 14331 14381 14468 14514 14542 4553 14648 14650 14654 14706 14766 14885 14897 14909 14936 15455 16224 16819 706 18244 18902 19699 14999 15560 16225 16907 17784 18316 19175 19732 Nr. 1011 2174 2857 4074 4931 5769 6330 6836 7736 8914 217 1077 2210 3269 4293 5048 5790 6378 6937 7870 8921 15005 15008 15071 15284 15325 15452 15648 15749 15788 15845 16111 16178 16471 16475 16489 16511 16596 16638 16916 16956 17009 17254 17268 17633 17896 17914 18034 18091 18180 18212 18527 18539 18580 18583 18603 18895 19246 19321 19380 19410 19596 19629 19772 19786 19792 19893 19985. Serie„violett“ 272 306 356 447 497 614 636 670 724 1134 1195 1355 1363 1763 2021 2463 2548 2584 2631 2667 2728 3472 3493 3650 3744 4006 4035 4325 4381 4520 4556 4598 4611 9856 9913 220 2 1132 2388 3425 4311 5309 5800 5 6381 7025 8179 9010 10134 5357 5524 5542 5568 5821 6079 6110 6150 6246 6382 6454 6706 6729 7037 7146 7269 7406 8350 8428 8481 8518 9321 9347 9458 9501 10184 10219 10320 6758 7481 8603 9539 2300 2816 4041 4659 5677 6313 6792 7676 8732 9763 Nr. 2064 2830 3867 4678 6405 7615 8445 9872 11095 12267 13654 14707 15552 18 122 231 839 1006 2187 2922 3908 4726 6511 7634 8477 9882 11231 12315 13897 14713 5563 2260 3168 3951 5090 2315 3367 4127 5179 6624 6744 7653 7701 8518 8933 10081 11374 12546 13975 14836 15674 2482 3379 4244 5320 6774 7845 8986 10218 11607 12651 14019 14925 15823 1052 1236 1607 1608 1688 2496 2549 2586 2617 2683 3535 3620 3632 3752 3844 4163 4192 4229 4317 4342 5579 5595 5676 5696 5995 6916 6934 6964 6987 7475 7907 7985 8073 8302 8411 8999 9102 9162 9685 9828 10600 10626 10767 10819 11869 12137 12179 12202 12756 13316 13372 13524 14085 14157 14948 15069 15869 15964 14265 14540 15351 15376 15979 16381 16443 16611 16729 16956 17005 17195 17351 17358 17379 17584 18890 17625 19028 17756 1912 1779 19246 18008 19295 18350 18578 19434 19760 5675 6266 6765 7570 8713 9657 10379 10485 10516 10869 11290 12125 12550 13011 13773 14553 15484 15698 16021 16695 17131 17942 18703 19875 19933. Serie„gelb“ Nr. 428 561 614 777 786 840 884 1017 1157 1176 1177 1426 1528 1638 1664 1693 1786 1960 2018 2103 2123 2334 2579 2582 2981 3065 3448 3538 3588 3657 3721 3886 3926 4009 4311 4484 5032 5199 5365 5538 5622 5695 5740 5762 5938 6217 6337 6414 6620 6932 7300 7329 7384 7654 7998 8011 8348 8501 8628 8709 8720 8823 8842 9185 9294 9494 9520 9551 9640 9648 10002 10028 10166 10241 10469 10472 10492 10593 10635 10650 11019 11043 11258 11270 11271 11418 11515 11550 11688 11911 11982 12007 12731 12824 12888 13010 13209 13652 13748 13757 13829 13865 13928 14014 14057 14227 14588 14861 14875 14955 15028 25034 15250 15379 15426 15828 15939 16079 16177 16437 16679 16722 16915 16947 17235 17284 17643 17704 17972 18251 18406 18428 18497 18531 18713 18843 19169 19520 19568 19605 19634 19753 19895 19927 19954. Serie„violett“ Nr. 298 311 312 461 586 812 955 1055 1302 1340 1428 1456 1457 1503 1619 1788 2103 2107 2151 2219 2235 19295 19575 19587 19615 19709 19810 19852 19888 19996. Ausspielung am 4. März 1936— Nachmittag Serie„rot“ Nr. 117 230 402 419 440 446 647 927 943 987 1183 1314 1039 1750 1797 1893 1915 2185 2249 2587 2621 2797 2984 3149 3174 3986 4225 4622 4674 4695 5300 6309 6392 6537 6669 6886 6948 7543 7751 7769 8119 8184 8312 8474 8523 8608 8732 8787 8895 9217 9309 9483 9734 9830 10052 10060 10116 10272 10362 10546 10602 10908 11215 11532 11574 11612 11767 11781 11863 11887 11922 11983 12031 12130 12308 12398 12482 12606 12661 13009 13065 13158 13317 13323 13384 13427 13653 13688 13845 2316 3693 5325 7375 8430 9062 2491 3712 5731 7395 8434 9100 1372 2555 3869 5999 7443 8442 1407 2559 3875 6042 7481 8452 2329 3999 5214 6981 8434 9522 11556 13045 14230 15352 16471 17947 19126 2416 2451 2603 2751 4139 4361 4410 4458 5557 5684 5737 5759 7310 7319 7430 7668 8471 8519 8566 8575 9917 10546 10599 11696 11982 12435 13206 14613 15769 16644 18320 19520 13127 14415 15358 16586 18290 19268 13345 14639 15795 17049 18431 19541 2852 1461 6123 7792 8705 10600 12530 13668 14662 15891 17068 18550 19723 2909 4869 6417 7911 8828 10665 1 13831 15034 16058 17368 18595 19754 3018 4871 64•14 8017 9146 3042 3193 4948 5179 6558 6577 8049 8383 9470 9478 11373 12959 13977 15306 16212 17572 19104 19786. 10858 12872 13843 15062 16199 17494 18856 19783 Es brennt— was nun? Kopflosigkeit vergrößert und verschlimmert jede Gefahr! Darum ist es notwendig, für jeden Gefahrenfall, in erster Linie für Feuersgefahr, genau zu wissen, was zu tun ist. 1. Wichtig ist, daß Feuerwehr unverzüglich und rechtzeitig benachrichtigt und die Brandstelle(Ort. Straße, Hausnummer) genau gekennzeichnet wird. 2. Damit im Schadensfall nicht erst nach Fern. sprechnummern usw. gesucht zu werden braucht, ist es dringend zu empfehlen, daß in jeder Wohnung eine Tasel(Pappe oder Holz) hängt, auf der die Fernsprechnummer der Feuerwehr und die nächste Meldestelle angegeben sind. Diese Angaben werden zweckmäßigerweise noch ergänzt durch Angabe der Fernsprechnummer der Polizei bzw. Gendarmerie und des Unfalldienstes. 3. Erstes Gebot beim Ausbruch eines Feuers ist und bleibt: Ruhe bewahren! Nicht unüberlegt und kopflos handeln! 4. Es ist dringend anzuraten, daß in jeder Wohnung eine einfache aber wirksame Löschvorrichtung vorhanden ist, entweder ein guter Handfeuerlöscher, oder eine Feuervatsche, oder ein schnell an der Wasserleitung zu befestigender genügend langer Gummischlauch(Gartenschlauch). 5. Was in den Abschnitten 2 und 4 gesagt ist, gilt selbstverständlich auch für Wirtschaftsräume, besonders auf dem Lande sowie in Gewerbebetrieben. 6. Ferner ist sehr zu empfehlen, daß von Zeit zu Zeit alle Hausbewohner von dem Haushaltungsvorstand darin unterwiesen werden, was sie beim Ausbruch von Feuer zu tun und zu unterlassen haben. Wichtig ist z. B. neben dem schon Gesagten, daß alle Türen und Fenster zur Vermeidung von Zugluft geschlossen, aber nicht ab geschlossen werden. 7. Geld. Familienvaviere, wichtige Geschäftspaviere hebe man grundsätzlich in einem feuerfesten, verschließbaren Metallbehälter auf, damit sie im Falle der Gefahr schnell in Sicherheit gebracht werden können. Wichtiger aber als alle diese Ratschläge ist die Notwendigkeit, jegliche Feuersgefahr zu vermeiden. Das Brandunglück in Misburg bei Hannover, das drei mit Feuer spielenden Kindern das Leben kostete, zeigte wieder einmal mit erschreckender Deutlichkeit, welche Gefahr z. B. die Lagerung von Pavier. Holz und anderen leicht entzündlichen Stoffen in unmittelbarer Nähe des Ofens bedeutet. sonntagsrückfahrkarten aus besonderem Anlaß Zum Besuch der Kölner Frühjahrsmesse(15. bis 17. März allgemeine Messe, 15 bis 22. März Fachveranstaltung„Westdeutsche Textilprovaganda" technische Fachveranstaltung„Der Antrieb" und Ausstellung„Siedlerwirtschaft im westdeutschen Lebensraum") wird die Reichsbahn Sonntags= und BlankoSonntagskarten von allen Fahrkartenausgaben im Umkreis von 100 Klm. um Köln und außerdem von Dortmund. Emmerich. Gladbeck. Hamm i. W. und Recklinghausen ausgeben. Diese Fahrkarten gelten am 14., 15., 16. und 17. März durchgehend zur Hin= und Rückfahrt vom 14. März 12 Uhr bis 17. März 24 Uhr(spätester Antritt der Rückreise), am 21. und 22. März zur Hinfahrt. vom 21. März 0 Uhr bis 22. März 24 Uhr(Beendigung der Hinreise) und zur Rückfahrt vom 21. März 12 Uhr bis 23. März 12 Uhr(spätester Antritt der Rückreise). Am 16. März nach 12 Uhr und am 17. März sind die Sonntagskarten zur Rückreise nur gültig. wenn sie auf der Rückseite mit dem Stemvel der Messe= und Ausstellungsgesellschaft Köln versehen sind. Berg. onerrerder ist vollendet. Das jüngste deutsche Großlexikon. 12 Bände und ein Htlas- und Statistikband. Der neue Lexikontyp: Eroberung des Wissens fürs praktische Leben. Die wesentlichen Merkmale: 1. Fachmännische dabel gemeinverständliche Auskunft über alle Wissens- und Lebensgebiete. 2. Neuartige Gliederung der Artikel u. damit erhöhte Uebersichtlichkeit 3. Sorgfältige Biographien aller bedeutenden Persönlichkeiten in Vergangenheit und Gegenwart. 4. Rahmenartikel: Probleme und praktisch wichtige Fragen des Lebens eingehend behandelt— Artikel wie: Baukunst der Gegenwart, Mädchen— Mädchenbildung, Sitte, Telegraphie. 5. Viele neue Stichworte unter dem Gesichtspunkt der Wichtigkeit und praktischen Bedeutung für den heutigen Menschen, eingeordnet unter dem wissenschaftlichen u. dem im Alltag gebräuchlichen Begrilf. 6. Hervorragende Illustration: Kupfertieldrucke, Vierfarbentaseln, ausgezeichnetes Kartenmaterial, Stadtpläne, Geschichtskarten usw., usw. Ueber 20000 Bilder. 7. Eigener Atlasband mit 98 Haupt- und 128 Teilkarten, Neben- und Wirtschaltskarten, im größeren Format als die Lexikonbände, daher größeres Kartenmaterial als sonst üblich. 8. Moderne Ausstattung, schönes Papier, gute Halbleder- oder Halbfranzbände, klarer Druck, mit einem Wort: gute deutsche Wertarbeit! 9. Fortführung bis In die jüngste Gegenwart. 10. 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