„*A für Castrop=Rauzel und Umgebung Se. Jchgg, Lohroger Zelung Rauxeler Neueste Nachrichten Bladenhorster Tageblatt Amtliches Veröffentlichungsblan für den Landgerichtsbezirl Dortmund. Allgemeines Kreisblan für den Stadtkreis Castrov=Raurel. Der Stadtanzetger erscheint wöchentlich 7mal. Wochendezugspreis Anzeigenpreis: 1 mmn hoch und 22 mm breit 4 den Sbhrungen in Erscheinen molge voheret Geval. nichi gelell den vom A. 9. D. M heranesegebenen Richulalen 3. 3. 31. lch K. eodanhandt ur. 1. K 8. Se. et il lston. uctg. 15= 6. Nr. 62 Dienstag, den 3. März 1936 Uebler Versuch einter Frrejatrung Das Interview des Führers über das deutschfranzösische Verhältnis ist, wie das Echo in der französischen Presse zeigt, von gewissen deutschfeindlichen Zeitungen unangenehm empfunden worden. Man muß den Eindruck gewinnen, daß dieser Art von Journalistenäußerungen, die der Friedensbereitschaft und dem Verständigungswillen zwischen den Völkern Ausdruck geben, nicht besonders willkommen sind. Sie machen auch jetzt wieder den Versuch, die Erklärungen des Führers in einem Sinne auszuwerten, der ihrer politischen Psychose entspricht. Es erübrigt sich nachgerade, auf die einzelnen Pressestimmen näher einzugehen und ihre Einwände zu entkräften. Aber zwei Aeußerungen sollen nicht unbeantwortet bleiben. Herr Chavenon gibt in der„Information" zu,„daß die Ruhrbesetzung ein Fehler war und gescheitert ist, daß Frankreich und seine Verbündeten mehr Verständnis an den Tag hätten legen sollen. Aber nie würde man in der Welt wagen, Frankreich zu verdächtigen, daß es Deutschland angreifen wolle.“ Mit welchem Recht glaubt aber Frankreich immer wieder die Welt in Aufregung versetzen und vor der Gefahr eines deutschen Angriffes auf sein Gebiet warnen zu müssen? Mit einem mindest ebensolchen Recht, wie Herr Chavenon es für seine Nation tut, kann Deutschland für sich in Anspruch nehmen alle Unterstellungen aggressiver Absichten als übelste Verleumdungen und Gehässigkeit zu kennzeichnen. Was dem einen recht ist, ist schließlich dem anderen billig. Wenn auf keiner Seite nach den sich wiederholenden offiziellen Erklärungen irgendwelche Angriffsabsichten vorliegen, dann sollte man mit der ewigen Beunruhigung und Gefährdung des Friedens Schluß machen. Wer selbst Irrtümer und Fehler eingesteht, sollte mutig daraus seine Konsequenzen ziehen. Freilich werden auch in der großen Politik Fehler gemacht und Irrtümer begangen. Aber sie sind zu reparieren und können sich dann sehr wohl günstig auswirken. Schlimmer allerdings ist die Argumentation der Frau Tabouis im„Oeuvre“, die sich zu der Bemerkung versteigt:„In französischen Kreisen scheint die Hitler=Erklärung nicht die von Hitler gewünschte Wirkung ausgelöst zu haben. Im Gegenteil, gewisse Senatoren, die noch zögerten, scheinen jetzt für den Sowjetpakt stimmen zu wollen, der schon durch die Reaktion, die er wachruft, sich so wirksam zu zeigen scheint.“ Das ist ein, gelinde gesagt, übler Versuch einer Irreführung. Der verantwortungsvolle Dienst an der öffentlichen Meinung sollte nicht dazu mißbraucht werden, dem einen Land alle Rechte, sich auf Realitäten einzustellen und mit Eventualitäten zu rechnen, einzuräumen und dem anderen Land jeden Anspruch auf dieses Recht zu verwehren. Die Bedenken, die nach der Behauptung der Madame Tabouis gewisse Senatoren haben sollen, bestehen auch auf deutscher Seite. Die deutsche Auffassung zu den gegenwärtigen außenpolitischen Problemen wird durch diese oder jene Aenderung in der Stellungnahme„gewisser Senatoren“ in keiner Weise beeinflußt oder gar geändert. Man komme uns nicht mit derartig seltsamen Erwägungen und Warnungen. Es scheint sich überhaupt bei Frau Tabouis der eigenartige Gedanke festgesetzt zu haben, als ob das Interview des Führers, das vor der Annahme des Russenpaktes in der Kammer bereits gegeben, aber nach diesem parlamentarischen Ereignis erst veröffentlicht wurde, gewissermaßen eine Aenderung der deutschen Haltung unter dem Druck des französisch=sowjetrussischen Beistandspaktes herbeigeführt habe. Das ist ein sehr plumper und unangebrachter Versuch der Irreführung der öffentlichen französischen Meinung. Hinter solchen Versuchen ist allzu deutlich die Absicht zu erkennen, dem französischen Volk in unverantwortlicher und unwahrer Weise einen Pakt schmackha zu mahen, bei dem ihm selber nicht wohl zumute ist. Paris. Der Senatsausschuß für auswärtige Angelegenheiten hat am Montagnachmittag über den Gesetzentwurf zur Ratifizierung des französischrussischen Paktes beraten, der am Dienstagvormittag im Senat eingebracht wird. Die Reinlee des Geenehen bede des beidhs und Pper eigevetzehzegunge Kasisahegewerbe amn 2. Mäz 193g dub Berlin, 2. März. Freiherr von EltzRübenach hielt auf der Tagung der Reichsverkehrsgruppe Kraftfahrgewerbe eine Rede. in der er u. a. ausführte: Neben der Reichsbahn und der Reichspost sind die Reichsverkehrsgruppen Kraftfahrgewerbe, Seeschiffahrt, Binnenschiffahrt, Speditions= und Lagerei, Schienenbahnen, Fuhrgewerbe, Hilfsgewerbe des Verkehrs entstanden und mit den großen Organisationen der Wirtschaft, des Nährstandes und der sonstigen Verkehrsnutzer im Reichsverkehrsrat unter meinem Vorsitz vereinigt worden. Die Organisation ist klar und durchsichtig. Aber Organisation ist nur Form, und eine Form bekommt ihren eigentlichen Inhalt erst durch die Menschen, insbesondere durch die Führer, die in ihr tätig sind. Das Führerkorps in den Reichsverkehrsgruppen ist neu, aber ich habe mich bemüht, überall dort, wo mir ein Einfluß auf die Wahl zustand, Männer zu bestätigen von denen ich annehmen konnte, daß sie den Geist eines wahrhaften Nationalsozialismus in sich aufgenommen hatten und die außerdem vom Gewerbe etwas verstanden Ich halte nach wie vor an der Auffassung fest, daß die Reichsverkehrsgruppen freie Selbstverwaltungskörper mit überwiegend eigenen Aufgaben sein sollen, die nur sparsam und nur in wirklich nötigen Angelegenheiten vom Reich sozusagen als Auftragsverwaltungen in Anspruch genommen werden sollen. Die Reichsverkehrsgruppen und die beiden großen staatlichen Verkehrsanstalten marschieren nebeneinander auf ein gemeinsames Ziel los: die Verkehrseinheit. Sie bilden gewissermaßen die einzelnen Armeen des Verkehrs. Diese Armeen sind unterteilt Jede Reichsfachschaft, jede Untergliederung hat ihren Führer, der im Rahmen der ihm erteilten Weisungen selbständig handeln soll. Ueberall muß gerechte, fürsorgliche, vorausschauende, mit einem Wort nationalsozialistische Arbeit geleistet werden. In der Reichsverkehrsgruppe Kraftfahrgewerbe sind alle Sparten des gewerblichen Kraftverkehrs zusammengefaßt. Neben den öffentlichen— oft sehr umfangreichen— Omnibusbetrieben finden wir die große Fachschaft der rein privaten, deren Mitglieder häufig nur eine kleine Linie betreiben. Wir sehen auch den— keineswegs so rosig als es mancher im Zeichen rapider Motorisierung glauben möchte— in seine wirtschaftliche Zukunft blickenden Stand der Kraftfahrlehrer und wir sehen, entsprechend seiner Bedeutung als Hauptpartner im Ausgleichsverfahren zwischen Eisenbahn und Kraftwagen ein wenig abseits und noch ein wenig straffer organisiert, den Güterfernverkehr. Um bei diesem letzteren einen Augenblick zu verweilen: Die Sondergliederung des Güterfernverkehrs im Reichskraftwagen=Betriebsverband darf nicht zu einer Abtrennung dieses Verkehrszweiges von der Gemeinschaft des Kraftverkehrsgewerbes führen. Wie sie die Zusammenfassung regeln wollen. möge Sache der Beteiligten bleiben. Ich habe nur drei Wünsche auszusprechen: 1. Die Erfahrungen des Güterfernverkehrs dürsen in der Verwaltungsarbeit der Reichsverkehrsgruppe Kraftfahrgewerbe nicht unbekannt und unverwertet bleiben„..gand 9a;! 2. Der Reichs=Kraftwagen=Betriebsvervand darf Geilf Win Gersotsilei. Ein Beschluß des Achtzehner=Ausschusses— Sofortige Einberufung des Dreizehner=Ausschusses nicht eine Entwicklung nehmen, als ob nur bei ihm Kraftverkehrsinteressen beheimatet wären, und er darf die schwierigen, im Nahverkehr liegenden Fragen niemals aus dem Auge verlieren. 3. Durch die Zusammenfassung des Reichskraftwagen=Betriebsverbandes und der Reichsverkehrsgruppe Kraftfahrgewerbe darf keine Erhöhung der Beiträge für die Mitglieder entstehen. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mitteilen, daß ich die Aussicht habe, in kürzester Zeit einem gemeinsamen Vorschlage der Reichsbahn und des Reichs=Kraftwagen=Betriebsverbandes über die zukünftige Tarifgestaltung beim Kraftwagen entgegenzusehen. Das bodenständige Verkehrsgewerde leidet nicht unter der zunehmenden Motorisierung. sondern unter der Preisschleuderei, welche besonders von ungefestigten, auf Schulden gegründeten Unternehmen betrieben wird„Alte gute Unternehmungen geraten in Schwierigkeiten, weil Schleuderfirmen ihnen auf anderer Leute Kosten die Aufträge unterbieten. Ich will diesen Erscheinungen verwaltungsmäßig in jeder Beziehung entgegenwirken Aber wenn ich das im Personenverkehr und im Güterfernverkehr eingeführte Konzessionsverfahren auf den gesamten Nahverkehr ausdehnen sollte, so könnte ich unmöglich am Werksverkehr vorübergehen, der sich in der Nahzone oft als unechter Werksverkehr betätigt, und dann würde ich ein Gebiet treffen, dessen Einengung ich als unvereinbar mit der vom Führer und Reichskanzler angeordneten Motorisierung ansehe. Ich erbitte auch Verständnis für die Verwaltungslage. Die Steuern des Reiches werden heute zu wichtigeren Ausgaben gebraucht, als zur Alimentierung eines neuen Beamtenheeres, welches Konzessionsurkunden bearbeitet. Vor der unübersehbaren Flut der Konzessionsanträge im Güternahverkehr, vom schweren Lastzuge bis zum Dreirad=Lieferwagen einer Stadtküche, schwindet auch jede Aussicht auf eine erfolgreiche und praktische Handhabung dieser Frage durch die Organe des Staates Es ist ein ganz wichtiger Grundsatz der Staatskunst: Man solle keine Gesetze machen, die man nicht durchführen kann! Ich stehe nicht an, dub. Genf, 2. März. Der Achtzehner=Ausschuß der Sanktionskonferenz nahm am Montag um 16 Uhr in Anwesenheit des englischen und des französischen Außenministers seine Arbeiten in einer nichtöffentlichen Sitzung wieder auf. Er beschäftigt sich zunächst mit der Durchführung der bestehenden Sanktionen. Der schwedische Vertreter Westman erstattete als Vorsitzender des hierfür geschaffenen Sachverständigenausschusses den Bericht. Im weiteren Verlauf der Sitzung regte der französische Außenminister Flandin an, dem Krieg in Abessinien möglichst bald durch einen neuen Versöhnungsversuch ein Ende zu bereiten. Zu diesem Zweck solle der Dreizehner=Ausschuß des Völkerbundsrates, d. h. der Rat ohne die streitenden Parteien, alsbald einberufen werden. die man nicht durchführen erzez Sch feieligicht zn. die Hoffnung auszusprechen, daß die tüchtigen Unternehmer im Güternahverkehr sich schon durchsetzen werden Ich glaube nicht an die Möglichkeit, alles wirtschaftliche Glück von Staats wegen und von oben imputieren zu können. Auf den wirtchaftendeg##nmen,gm## an— gestern, heute Der englische Außenminister Eden stimmte diesem Vorschlag zu, und der Zusammentritt des Dreizehner=Ausschusses wurde bereits für Dienstag in Aussicht genommen. Es bleiben noch die Formalitäten seiner Ein schaftenden Menschen kommt es an berufung zu regeln, da der Achtzehner=Ausschuß und in alle Zukunft! Der Staat soll sich auf mögals Organ der Sanktionskonferenz hierzu keine lichst wenige Hoheitsaufgaben beschränken und die Hefugnis har.. 2146 gmum,. Reichsverkehrsgruppen sollen sich auf die VerkehrsDie Sanktionsfrage soll auf Grund der Sachverständigenberichte inzwischen weiter geprüft werden. Für den Fall, daß die neuen Schlichtungsbemühungen zu keinem Erfolge führen, hat Eden in der Sitzung angekündigt, daß England der Petroleumsperre zustimmen werde, falls die für die Erzeugung und den Transport maßgebenden Länder sich daran beteiligen. wirtschaft beschränken. Die Reichsregierung blickt heute mit Vertrauen auf die einheitlichen Reichsorganisationen, unter denen die Reichsverkehrsgruppe Kraftverkehr eine besonders interessante ist. von Beamten aus der nsdAp. Große wirtschaftspolitische Rede von Dr. Goebbels auf der Leipziger Messe Zur Eröffnung der Leipziger Frühjahrsmesse hielt Reichsminister Dr Goebbels eine Rede über Wirtschaftsfragen, die von allgemein gültiger Bedeutung sind. Unser Bild zeigt den Reichsminister während der Eröffnungsfeier; links von ihm der Leipziger Oberbürgermeister Dr. Goerdeler und rechts Wirtschaftsminister Lenk. (Scher!—.) dub. Berlin, 2. März. Der Amtliche Preußische Pressedienst teilt mit: In einem Runderlaß gibt der Reichs= und preußische Minister des Innern bekannt. daß künftig der Austritt eines Beamten aus der Partei durch den Stellvertreter des Führers der obersten Dienstbehörde des Beamten mitgeteilt werden wird. Ueber die Gründe. die zum Austritt führten. wird dann in jedem Falle eine eingehende Prüfung vorgenommen werden. Ist der Beamte ausgetreten, weil er das Programm oder die politische Haltung der Partei ablehnte, so wird er nicht Beamter bleiben können. Aber auch wenn dieses nicht der Fall sein sollte, kann der Austritt eines Beamten aus der Partei bei den engen Beziehungen zwischen Partei und Staat darauf schließen lassen, daß dem Beamten die innige Verbundenheit mit dem nationalsozialistischen Staat oder daß ihm jedenfalls der erforderliche Opfersinn fehlt. Er muß dann mindestens damit rechnen, daß er bei bevorzugten Beförderungen ausgeschlossen und bei normalen Beförderungen zurückgestellt werden wird. Geplante Romreise Starhembergs dub. Wien, 2. März. In Wiener journalistischen Kreisen ist die Nachricht verbreitet, daß Vizekanzler Starhemberg am 4 März nach Rom reisen will. Von der Pressestelle des Heimatschutzes erfährt man dazu, daß tatsächlich die Absicht einer Romreise des Vizekanzlers Starhemberg bestehe Der Zeitpunkt sei aber noch nicht endgültig festgelegt. Nr. 62 Der Führer an das Leipziger Messeamt Rotes Militär in Europa dub. Berlin, 2. März. Der Führer und Reichskanzler hat zur Eröffnung der Leivziger Frühjahrsmesse an das Messeamt in Leipzig folgendes Teleframm gerichtet:„.„„ 1899 M5 „Der Leipziger Frühjahrsmesse 1936 wünsche ich für die Erfüllung ihrer bedeutungsvollen Aufgabe besten Erfolg. Möge sie dazu beitragen. den Unternehmungsgeist des deutschen Fabrikanten und Kaufmanns zu stärken und die Beziehungen der deutschen Wirtschaft zum Ausland zu erweitern. Adolf Hitler. Die gewaltigen Zifsern, die in Paris genannt worden sind, um den Sowjetpakt der französischen Oeffentlichkeit dadurch schmackhaft zu machen, daß man Moskau als einen hochwertigen Möglichneiten der Entwimkiuug Reichsaußenminister von Neurath über die polnischen handelsbeziehungen dub Berlin, 2. März. Zur Eröffnung der machen, daß man Moskau als einen hochwertigen! dno. brt. Z.— er Früßiahrsmesse bei die militärischen Verbündeten schilderte, haben einen diesjährigen reipziger Fruhsahromesse har die all gefunden der affenbar weder hoghsich= Schriftleitung der Leipziger Tageszeitung unter Widerhau gefunven, ver offenvur weder beabsichtigt noch erwartet war. Die ungarische Presse hat diese Angaben aufgegriffen und sie mit einer Schärfe angeprangert, die die großen Blätter von Paris Ungarn offenbar nicht zugetraut haben. Man hat in Budapest diese Gelegenheit benutzt, um auf gewisse seltsame Vor:. dar Eschochoflawgkei hinzuweisen und Scheiftlenlung der Leipziger Tageszeitung unter dem Leitwort„Das Schaufenster der Welt“ eine Sondernummer erscheinen lassen. Der Reichsminister des Auswärtigen, Freiherr von Neurath, hat in einem Geleitwort zu dieser Sondernummer auf die traditionelle Bedeutung der Leipziger Messe für die deutsche Wirtschaft legenheit benutzt, um auf gewisse seltsame Vor; der Leipziger Messe für die deutsche Wit gänge in der Tschechostowarei hinzuweisen und shingewiesen und, nach einem allgemeinen RückGinnonhob’rdon und Rosch=sinnopamf die nicht uninteressante Frage anzuschneiden, ob lblick auf das verflossene, sowie einem Ausblick Appenbehorben und neichsstppenumtt nicht tatsächlich bereits Teile der Roten Armee auf das gegenwärtige Außenhandelsjahr, der mitten in Mitteleuropa stehen, sowie, wenn dies deutschen Wirtschaft aus diesem Anlaß noch die der Fall ist, was der Völkerbund zu einem solchen Erfüllung einer besonderen Aufgabe dringend Staatssekretär Pfundtner vor den Standesbeamten dub. Berlin, 2. März. Vor Standesbeamten aus ganz Deutschland eröffnete Montagvormittag in der Berliner Universität Staatssekretär Pfundtner eine verwaltungswissenschaftliche Woche, die von der Verwaltungsakademie Berlin in Verbindung mit dem Reichsbund der Standesbeamten Deutschlands veranstaltet wird. Die Veranstaltung ist besonders den Nürnberger Gesetzen und der Blutschutzgesetzgebung gewidmet, über die zu den Standesbeamten hervorragende Bevölkerungspolitiker, wie der Leiter des Rassenpolitischen Amtes, Dr. Groß, Ministerial= direktor Dr. Gütt u.., sprechen werden. Staatssekretär Pfundtner ging in seiner Eröffnungsansprache auf das in Nürnberg beschlossene Reichsbürgergesetz und das Blutschutzgesetz ein, die er mit ihren Hauptbestimmungen und den dazu ergangenen Ausführungsverordnungen kurz umriß, um sich dann dem kommenden Reichssippenamtgesetz zuzuwenden. Erst durch das Blutschutzgesetz und das Ehegesundheitsgesetz sei die notwendige Klärung über die Aufgaben geschaffen worden, die den Sippenbehörden in Zukunft obliegen. Das Ehegesundheitsgesetz habe die einzig mögliche Lösung gefunden: Die Eheberatung in die berufenen Hände des Gesundheitsamtes und nicht in die des Standesbeamten zu legen, der andere wichtige Aufgaben zu erfüllen habe. Eine klare Trennung der Aufgaben zwischen den Gesundheitsämtern und den Standesbeam= ten sei notwendig gewesen. Das Sippenamtgesetz werde den Sippenbehörden die hohe Aufgabe zuweisen, nicht nur das laufende Bevölkerungsregister zu führen, sondern auch Aufschluß zu geben über die früheren Generationen des deutschen Volkes. Im künftigen Reichssippenamt werde die Sippenforschung ihre einheitliche Zusammenfassung finden. Abschließend wies Staatssekretär Pfundtner auf die durch die nationalsozialistische Bevölkerungsgesetzgebung erheblich erweiterten Aufgaben der Standesbeamten hin. Er sprach den Standesbeamten für die vorbildliche Erledigung und Bewältigung der ihnen zugewiesenen Mehrarbeit, die dem Wohle des deutschen Volkes diene, im Namen des Reichsinnenministers Dank und Anerkennung aus. Verhalten zu sagen hat. Diese ungarischen Fragen, besonders, da sie sich teilweise auf ein recht päzis klingendes Material von Ziffern und Ortsnamen stützen, hat man in Paris offensichtlich mit Schreck und Bestürzung gehört. Man scheint so etwas die Vorstellung zu haben, als ob die ungarische Presse in einer wenig schönen Weise Kulissengeheimnisse ausgeplaudert hätte, ein ans Herz gelegt. Ueber diese Aufgabe hat der Reichsminister des Auswärtigen folgendes ausgeführt:„Ich stelle der deutschen Wirtschaft und insbesondere der Leipziger Messe mit ihren alten Handelsbeziehungen nach dem Osten für das Jahr 1936 eine ganz besondere Aufgabe: die Entwicklung der deutschen Ausfuhr nach Polen und parallel damit der deutschen Einfuhr aus Polen. Die beiden Regierungen Lengeheimnisse ausgeplaudert hätte,„ein fuhr aus Polen. Die beiden Regierungen Verhalten, das recht wenig taktvoll gegenuver haben mit dem Wirtschaftsvertrag von 1935 die den französischen Wünschen und Zielen ist Wobel rechtliche und handelspolitische Grundlage für einen neuen Aufschwung des deutsch=polnischen es viel richtiger wäre, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, welche Ursache Ungarn eigentlich haben sollte, ausgerechnet auf Paris und Prag Rücksicht zu nehmen und den Mund zu halten, um zuzusehen, wie Mitteleuropa von der Roten Armee aufs schwerste bedroht wird. Auch in den Warenaustausches geschaffen. Die Lage in Deutschland hätte es erlaubt, mehr polnische landwirtschaftliche Erzeugnisse abzunehmen, als tatsächlich geschehen ist. Allein die Tat#2c; das Gouetschland nicht genug nach Rolen Armee aufs schwerste bedroht wird. Auch in den men, als tatsächlich geschehen ist. Allein die Ohren der Genfer Völkerbundsheroen werden sache, oaß Deutschland nicht genug nach Polen diese Fragen ziemlich unangenehm klingen. Der ausgeführt hat und daß deshalb nicht genug und hat Sorgen genug und sein brüchi= Zahlungsmöglichkeiten für die volnische Einfuhr beide Regierungen gezwungen, das vereinbarte Programm für die Abnahme polnischer Erzeugnisse vorübergehend zu beschränken. Der Grund war nicht, daß die Regierung und die Wirtschaft in Polen die deutschen Waren nicht haben wollen. Bei den Verhandlungen zwischen den Regierungsausschüssen im Januar 1936 hat die volnische Regierung in dem gemeinsamen Kommuniqué der Regierungsausschüsse erklärt: „Eine ungenügende Entwicklung der deutschen Ausfuhr nach Polen muß unbedingt zu einer Drosselung der polnischen Ausfuhr nach Deutschland führen...“ Um für die Zukunft eine weitere starke Einschränkung der polnischen Ausfuhr nach Deutschland zu vermeiden, und der reibungslosen Abwicklung des beiderseitigen Warenverkehrs den Weg zu bereiten, haben sich die beiden Regierungsausschüsse über Maßnahmen verständigt, die zu einer Steigerung der deutschen Ausfuhr und damit zwangsläufig zu einer Steigerung der polnischen Ausfuhr führen werden." Polen will also deutsche Waren haben. Es ist mic eine Genugtuung, auf diese positive Einstellung der polnischen Regierung hier in der Oeffentlichkeit noch einmal hinzuweisen. Unser Ziel muß sein, in den Monaten März und April die Ausfuhr nach Polen so zu entwickeln, daß das für 1936 vereinbarte Programm uneingeschränkt durchgeführt werden kann Das Programm für 1936 soll nur ein Völkerbuno yar Sorgen genug, und sein brüchiges Ansehen hat alle Mühe, den ostafrikanischen Konflikt zu verdauen. Wenn man jetzt noch zu dem Problem einer Roten Armee in Mitteleuropa Stellung nehmen soll, wobei man womöglich Parts an einer äußerst empfindlichen Stelle berührt, so ist dies gewiß kein schöner Gedanke. Soll man aber deshalb stillschweigen und eine erkannte Gefahr einem ungehemmten Wachstum überlassen? Man wird die Verantwortung für die EinzelZühlungsmgglichtelten für die polnische Einfuhr nach Deutschland zur Verfügung standen, hat tani. Anfang sein. Es soll nur die Grundlage schaffen, um das Programm in späteren Jahren noch weiter auszubauen.“ Volsial, Vial und Böden Reichsminister Kerrl über Weltanschauung und religiöse Fragen dnb. Berlin, 2. März. Zur Schlußtagung des Man wird die Verantwortung für die Einzel. Arbeitslagers für die Wettkampfleiter und angaben, die in der ungarischen Presse semacht Grunnenleiter des Reichsberufswettkampfes der worden sind, zunächst einer erakten Nachprüfung Stuzierenden an den deutschen Hoch= und Fachüberlassen müssen, Lingen doch diese Aggesig schulen im Haus der Jugend in Verlin=Neuköln zum Teil geradzng ungebeuersch. Sohter, an SHh m Sonntagmorgen Reichsminister, Pg. bestätigen, so wiro weder paris noch Lonvon die grach am Sonntezzngeren Ged, Iarter, Be. Notwendigkeit zu ersparen sein, sich zu diesemsderrt in eper z7, gragen Thema in unzweideutiger Form zuanschauung und religiose Flgen. äußern.] Mit dem Appell an die Studierenden: Mit Ausreden und schönen Worten wird man über Weltdabei nicht auskommen. Wenn augenblicklich im „Figaro“ bereits Berechnungen auftauchen, wonach es mit der Roten Luftflotte ja„gar nicht so schlimm ist“, dann kommen diese „Ihr seid berufen, für die Zukunft Führer des deutschen Geisteslebens zu werden, und euch muß es deshalb vorbehalten sein, das auszubauen, was wir begonnen haben“ gicht soschlimm ist, dann vonzem Halt beginnend, kam Minister Kerrl auf den gewalAngaben setzt, nachdem die Kammer dem Po.. t/,8w seelischgeistigen umbruch in unserem Volt Berlins„Nachtgespenst“ erneut unschädich genacht dub. Berlin, 2. März. Die Berliner Kriminalpolizei hat dieser Tage erneut den 44jährigen gewerbsmäßigen Wohnungseinbrecher Johann Janoschka hinter Schloß und Riegel gebracht Janoschka, der vor Jahren in Berlin das gefürchtete„Nachtgespenst“ war, wurde erst im Sommer 1935 nach Verbüßung einer sechsjährigen Zuchthausstrafe aus der Haft entlassen. Es konnte ihm damals bei einem Bauunternehmer eine Arbeit zugewiesen werden. Eines Tages verließ er ohne Angabe von Gründen die Arbeit und wurde daraufhin auf Grund des Erlasses des Preußischen Ministerpräsidenten über die planmäßige Ueberwachung von Berufsverbrechern unter kriminalpolizeiliche Aufsicht gestellt. Bald aber entzog er sich seiner Anmeldeverpflichtung, um in den Nächten sein altes Treiben wieder aufzunehmen. Janoschka hatte sich nach Verlassen seiner Arbeitsstelle stets von abends 9 Uhr bis morgens 6 Uhr in seiner Wohnung aufzuhalten. Bei den ersten beiden Kontrollen trafen ihn die Kriminalbeamten auch an; jedoch bereits bei der dritten Kontrolle wurde festgestellt, daß er aus seiner Wohnung verschwunden war. Eine umfassende Fahndung nach ihm konnte jetzt nach einigen Wochen mit seiner Festnahme im Berliner Norden abgeschlossen werden. ihren Segen gegeben hat, etwas spät, und der Verdacht ist nicht von der Hand zu weisen, daß damit der Versuch gemacht werden soll, das Gewicht der ungarischen Argumente wenigstens etwas zu entkräften. Aber mit solchen Spiegelfechtereien wird man der Sache nicht gerecht werden können. Die fran zösische Presse hat in den letzten Tagen wiederholt festgestellt, daß man in Genf nicht nur über die Sanktionen, sondern auch über„andere politische Fragen“ sprechen wird. Hier bieten sich die interessantesten Unterhaltungsthemen, und es ist nicht einzusehen, warum man nicht auch eine klare Antwort auf die Frage finden sollte:„Steht eine Rote Armee im Herzen Europas oder nicht?“ Aus der Haft entflohen Wien. Der Standartenführer der ehemaligen Wiener SA. Fitzthum, der sich mit einer kurzen Ausnahme seit der Auflösung der Partei im Jahre 1933 in Haft befindet, ist aus dem Wiener RainerHospital. in das er wegen Erkrankung gebracht worden war, entflohen. Er hatte mehrere Betttücher zu einem Strick zusammengebunden und sich daran in der Nacht auf die Gasse geschwungen. Bis jetzt fehlt von ihm jede Spur. Vier Krankenhausschwestern wurden wegen angeblicher Begünstigung der Flucht in Haft genommen. Fitzthum verbrachte den größten Teil seiner Haftzeit im Konzentrationslager Wöllersdorf. Würzburg. In der Nacht zum Montag ist in Amorbach(Odenwald) die Großfürstin Kyril in der Villa ihres Schwiegersohnes, des Erbprinzen zu Leiningen. verstorben. Athen. In seiner bei der Eröffnung des Parlaments verlesenen Rede erklärte König Georg, daß die auswärtige Politik Griechenlands sich getreu an die geschlossenen Verträge und insbesondere an den Balkan=Pakt halte und halten werde, der von größter Wirksamkeit für die Erhaltung des Friedens sei. Eine universalistische Weltanschauung mußte in dem Maße in sich unsinnig werden und zusammenbrechen, wie die Menschen lernten, auf die natürlichen Gegebenheiten ihres Lebeus und die Schöpfungsordnung zu achten. In der Besinnung auf die Voraussetzung des Lebens fand der germanische Mensch sich selbst. Dem Nationalsozialismus blieb es vorbehalten, den einzelnen auf seine Bindung an die Gemeinschaft des Volkes hinzuweisen. Volkstum, Blut, Boden und Geschichte sind die natürlichen Ordnungen, die schöpfungsmäßigen Voraussetzungen des Lebens deutscher Menschen. Dieser Gemeinschaft zu dienen, heißt, den Willen des Schöpfers zu erfüllen. Hier geht es nicht um Glaubensgesetze, sondern handeln ist alles, Besinnung und Tat. Wir stehen in einem Umbruch, wo alte Werte fallen, neue Werte aufsteigen. Es ist kein Ringen um Worte und Formeln, es ist ein Ringen um Haltung, um ein nach den natürlichen Ordnungen ausgerichtetes Leben. Es gilt, dieses Ringen als wirklich deutsche Menschen durchzuführen, Der Minister ermahnte eindringlich, über jede tigen seellzur#geistigen Umbruch in unserem Volt zu sprechen. Der Umbruch, in dessen Gewalt wir heute stehen, ist nicht das Ergebnis von einem Jahr oder einem Jahrzehnt; seine Wurzeln liegen vielmehr in einem Jahrtausende währenden Ringen deutscher Menschen um die wesensgemäße seelisch=geistige Weltentfaltung und Weltbehauptung. Der Universalismus der vergangenen Epoche ist schrittweise durch den erwachenden Nationalismus in der Gestalt großer deutscher Menschen zurückgedrängt worden. Heute] Der Minister ermahnte eindringlich, über steht der Nationalsozialismus im Begriff, die Gespaltenheit nach Konfession, Klassen und Verletzten Resten des Universalismus, der sich bis mögen in keinem Augenblick die blutsmäßig gein unsere Zeit hinein auf den einzelnen Gebie= gebene Einheit und damit gottgewollte Gemeinten des Lebens ausgewirkt hatte, völlig zu über schaft aller Deutschen zu verleugnen oder zu winden. übergehen.„Ich achte den nicht hoch“, so hämmerte Reichsministre Kerrl den Studenten ein, „der den Nächsten in dem beschimpft, was ihm heilig ist. Du hast nicht hineinzugreifen in das Recht des Einzelnen, du hast Ehrfurcht zu haben vor der Würde der autonomen Persönlichkeit. Glaubst du, daß du ein großer Monn bist, wenn du n von Krosigk spricht in Lübech dich hinstellt und den Vollsgenosen um seines dund. Lübec, 2. Mär. Gelegentlich seines Be,] Naturgemäß lönne diese vich haße ihzrte Grende in ist bestimmt nicht des rechten Glaubens!“ Mit be iu. Abpean ve, Besce por per Iurdaktrie, der Tragsähisteit des Elatzs für den Schuldendienk diesen Worten der Mahnung wies ReicheminiSaschsce une ue n eschaies läse de aehäie ie Es bobe, kaum je einen Augenblick gegeben, in müßten daber wieder aus den laufenden Etats überdem eine Regierung vor schwierigeren Entscheidun= zumen werden und man müsse unter allen UmJur ausgegnchenen Haushalt neichsfnanzminister Graf Schwerin von Krosigk spricht in Lübeck gen gestanden habe als im Januar 1933. Denn der Zustand der Krise, wie er damals vielleicht am schärfsten zum Ausdruck gekommen sei, sei nicht etwas Neues gewesen. Tatsächlich hätten wir schon seit dem Kriege in einem Krisenzustand gelebt, und die Ansätze hierzu reichten in die Zeit vor dem Kriege zurück. Wir müßten uns die Tatsache ins Gedächtnis zurückrufen, daß wir schon mit der gesamten wirtschaftlichen Entwicklung vor dem Kriege, die so glänzend erschien, eine Krisenempfindlichkeit der Weltwirtschaft und jeder einzelnen Volkswirtschaft bekommen hätten, die uns zuerst in Zeiten wie den heutigen sinnfällig zum Bewußtsein gebracht werde. Für die einzelne Volkswirtschaft komme hinzu, daß sich das Gesetz der steigernden Staatsausgabe während des Krieges und nachher zu einer ungeahnten Wirklichkeit entwickelt habe. Infolgedessen habe, wie in allen anderen Ländern. so auch bei uns. der Staat im Wege steuerung immer mehr an alle Vorgänge der Wirtschaft sich anhängen müssen. um die notwendigen Einnahmen für die Staatsausgaben zu erzielen. Als Folge davon hätten wir dann die Abhängigkeit der öffentlichen Finanzen von jedem Wechsel der Wirtschaft und so schließlich mit dem Zusammenbruch der Wirtschaft den der öffentlichen Finanzen erlebt. Auch die seit 1931 befolgte Deflationspolitik habe die Krise nicht beseitigen können. Erst im Frühjahr 1933. als mit der Machtübernahme durch Adolf Hitler die Voraussetzungen für das Vertrauen in eine starke, bleibende und auf lange Sicht disponierende Regierung gegeben worden war. habe der Staat sein einziges Aktivum, den Kredit. in die Bresche werfen und eine aktive Konjunkturpolitik führen können. nommen werven, und man müsse unter allen Umständen jetzt zu einem ausgeglichenen Haushalt kommen. Auf der anderen Seite müsse der Kapitalmarkt für manchen volkswirtschaftlichen und privatwirtschaftlichen Bedarf ausfallen, bis die letzten großen Aufgaben durchgeführt seien. Die hierdurch aufgestaute Reserve würde uns später sehr zugute kommen. ster Kerrl die Studenten darauf hin, nun in den deutschen Geistesstätten um die nationalsozialistische Haltung der deutschen Menschen zu ringen. Ein Skiläufer bei Innsbruck verunglückt und vermißt Innsbruck. Sonntagmittag riß bei Axams westlich von Innsbruck ein Schneebrett von dreihundert Meter Breite, das sich plötzlich ablöste, zwei Skiläufer aus Innsbruck mit sich in die Tiefe. Der Für die Zukunft sei außerdem noch folgendes zu seine Skiläufer konnte sogleich unversehrt geborgen sagen: Wir hätten den großen Erfolg erreicht, daß werden, der andere war. obwohl die ganze Nacht wir wieder eine gesunde Landwirtschaft hätten. Es hindurch nach ihm gesucht wurde, bis Montagfrüb sei dem Nationalsozialismus gelungen, den bisher noch nicht gefunden worden. immer wiederkehrenden Streit zwischen Industrie..„„„ immer wiederkehrenden Streit zwischeg, Saou und Landwirtschaft. insvesondere bei Handelsverträgen und dergleichen auszuschalten und die Landwirtschaft in die Lage zu versetzen. in steigendem Maße zur Belebung der Gesamtwirtschaft beizutragen. Auch auf dem Gebiete der Konsumgüterindustrie, die im Vergleich zur Investitionsgüterindustrie zurückgeblieben sei. beständen vielleicht noch Möglichkeiten in der Weiterentwicklung der bereits begonnenen Verbrauchslenkung. Was schließlich den Außenhandel betreffe. so würden zwar die Verhältnisse sicher nicht sobald leichter werden. Immerhin sei zu hoffen, daß wir in der Rohstoff=Frage im Ausland mehr Verständnie für deutsche Gegebenheiten und Notwendigkeiten fänden und daß der Grundsatz, daß ein Industrieland Rohstoffe brauche, auch für Deutschland anerkannt werde. Schiffszusammenstoß im Kaiser=Wilhelm=Kanal Ein Motorsegler gesunken Kiel. Montagfrüh stieß in der Nähe von Rendsburg im Kaiser=Wilhelm=Kanal der Hamburger Frachtdampfer„Walter L. M. Ruß“ auf der Fahrt nach Westen mit dem aus dieser Richtung kommenden Hamburger Motorsegler„Condor“ zusammen. Der Motorsegler. der mit 150 Tonnen Wicken nach Königsberg unterwegs war, erlitt so schwere Schäden, daß er sank. Seine Besatzung wurde gerettet. Brüssel. Der ehemalige französische Staatspräsident Doumerque hielt sich am Samstag und Sonntag in Lüttich auf. Zu seinen Ehren fanden verschiedene Veranstaltungen statt. Mord und Selbstmord Hambergen. Der Ehemann Windhorst fiel am Sonntagnachmittag plötzlich über seine Frau her. durchschnitt ihr in Gegenwart seiner fünf schulnflichtigen Kinder die Kehle und suchte dann das Weite. Die Frau. die sich noch in das Nebenzimmer begehen konnte, sank dort blutüberströmt tot zusammen. Etwa 800 Meter vom Tatort entfernt wurde der Mann, ebenfalls mit durchschnittener Kehle, das Messer noch in der Hand. tat ausgefunden. Der Anlaß zu dieser schrecklichen Tat konnte noch nicht ermittelt werden. Ein Tatse Copyricht by Arne Borg u Platze treifen australischen 2 wußte also, was Er wußte abe ter sich hatte. schnitt in seine Leben gewesen. flächlichen Herr dann an ihnen den, wie kaum worden war. den Widerstand „Herrlichkeiten“ Wasser, das sei und seine Existe nicht mehr har Er wußte wo Monate zurückb wie aus einen verschwommen allerletzten Wound wie ein! Chaos von Ch Die sauberen schen Rekord n hatte. Er hatte sie Charlton neber war Charlton überhaupt da wunderte Arne ihn stürmisch; und ihm zu sac Nach Paris um in einer L mit einem gas nach Paris wo gehen und Art Als Arne B sutzte er. Das etwas rauhbei sondern ein Bursche der si lichen Worten Man erzähl Auf der Ue reich war etwi Herz gebrochen lischen Manns und Trainer ersten Augenb Mannes gefül kümmerte sich tung seiner 3 ringste aus de immer an Bo treffen sind Schwächen hal bester Tänzer. hüpfer Preise entwerfen. 0 soupierte er ihn mit Einl Er machte seinem Train Freunde Ton Minute genat härteste. 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Fortsetzung. Arne Borg wußte. auf wen er an diesem heißen Platze treisen würde. Auf seinen guten alten australischen Bekannten Andrew Charlton. Er wußte also, was ihm bevorstand. Er wußte aber wohl kaum, was er eigentlich hinter sich hatte. Die Weltreise war ein tiefer Einschnitt in seinem sportlichen und seinem privaten Leben gewesen. Er hatte die billigen und oberflächlichen Herrlichkeiten der Welt gekostet und sich dann an ihnen überfressen. Er war verwöhnt worden, wie kaum jemals ein Sportsmann verwöhnt worden war. Und er hatte unglücklicherweise nicht den Widerstand aufgebracht, diese verhängnisvollen „Herrlichkeiten“ an sich ablausen zu lassen wie das Wasser, das sein(ement, sein Dasein, seinen Ruhm und seine Existenz überhaupt ausmachte... Er war nicht mehr hart, weder äußerlich, noch innerlich. Er wußte wohl kaum, ob er auf deese vergangenen Monate zurückblicken sollte wie auf einen bösen oder wie aus einen schönen Traum. Es lag alles ziemlich verschwommen in seiner Erinnerung Nur die letzten. allerletzten Wochen lagen jenseits von gut und böse und wie ein klarer, sauberer Lichtblick in einem Chaos von Champagner. Frauen und Tanzmusik. Die sauberen Wochen in denen er einem australischen Rekord nach dem andern das Genick gebrochen hatte. Er hatte sie gebrochen, ohne seinen größten Gegner Charlton neben sich in der Bahn zu sehen. Niemals war Charlton neben ihm im Wasser und wenn er überhaupt da war, saß er in einer Ehrenloge, bewunderte Arne maßlos und kam nachher herbei, um ihn stürmisch zu umarmen und ihm zu gratulieren und ihm zu sagen, wie großartig es gewesen sei. Nach Paris aber war Charlton nicht gekommen. um in einer Loge zu sitzen und Arne zu bewundern mit einem ganz kleinen winzigen nach Paris war er gekommen, um gehen und Arne Borg zu besiegen. Als Arne Borg den Australier in pfiffigen Lächeln an den Start zu wie damals. Paris begrüßte, sutzte er. Das war nicht mehr der immer fröhliche, etwas rauhbeinige, gutmütig grinsende große Junge. sondern ein finsterer, schweigsamer, vergrämter Bursche, der sich nach wenigen geknurrten unfreundlichen Worten abwandte und verschwand. Man erzählte Arne. was geschehen war. Auf der Ueberfahrt von Australien nach Frankreich war etwas passiert, was Charlton beinahe das Herz gebrochen hätte. Er hatte sich mit der australischen Mannschaft und seinem väterlichen Freund und Trainer Tom Adrian eingeschifft und(vom ersten Augenblick an) an Bord das Leben eines Mannes geführt, der sich hart erhalten wollte. Er kümmerte sich um nichts anderes, als um die Erhaltung seiner Form. Er machte sich nicht das geringste aus den vielen reizenden jungen Damen, die immer an Bord der großen Ueberseedampfer anzutreffen sind und für große Sportsleute mächtige Schwächen haben. Er hatte nicht den Ehrgeiz, als bester Tänzer, bester Kartoffelleser und bester Sackhüpfer Preise zu holen und Damenwettkämpfe zu entwerfen. Er lunchte weder. noch dinierte, noch soupierte er mit den australischen Millionären, die ihn mit Einladungen bombatdierten. Er machte sich aus all diesem nichts. Er lebte nur seinem Training. Er exerzierte das von seinem Freunde Tom aufgestellte Programm bis auf die Minute genau. Er trainierte Tag um Tag auf das härteste. Eine Woche nach der Abfahrt von Sydney geschah etwas Unbegreifliches und Furchtbares. Tom Adrian sprang plötzlich mitten aus einer Unterhaltung heraus von seinem Deckstuhl, auf dem er friedlich und behaglich gelegen hatte, auf, raste an die Reling und sprang über Bord. Bevor Charlton und die Mitglieder der australischen Mannschaft und irgend einer der anderen Passagiere sich von ihrem fassungslosen Entsetzen erholt hatten, war schon der peinlich einexerzierte Rettungsapparat des Schiffes in Aktion getreten. ein Boot machte klar, die Matrosen holten den Trainer aus dem Wasser und brachten ihn an Bor= Er wurde sofort in das Lazarett geschafft und niemand zu ihm gelassen, nicht einmal Charlton, der wie ein Besessener auf dem Korridor vor dem Krankenzimmer auf= und abrannte. Nach einer Stunde etwa erschien der Schiffsarzt, nahm Charlton mit in seine Kajüte und machte ihm eine furchtbare Eröffnung: Tom Adrian war irrEnnig geworden.. ue. wa. Tettache.d Es war unbegreiflich. Aber es war Tatfache, und zwar eine hoffnungslose Tatsache. In London wurde der Kranke in eine Irrenanstalt gebracht und Charlton hatte jemand verloren. an dem er mit allen Fasern seines seelenguten Herzens gehangen hatte. Tom hatte ihn aus der Armut einer kleinen Vorstadtstraße geholt Tom hatte ihn ernährt und gekleidet. Tom hatte erkannt, was für ein prachtvoller Schwimmer in ihm steckte. Tom hatte sich die Füße wund gelaufen, um ihn an gute Starts zu bringen. Tom hatte Tag und Nacht über ihn gewacht und ihn schließlich zu dem gemacht, was er heute war: zum besten Schwimmer eines Erdteils. Es war ein fürchterlicher Schlag für die ganze australische Mannschaft, die den ruhigen, entschlossenen, unbestechlichen und uneigennützigen Mann geliebt hatte wie einen Vater.. Peraed#s Die Australier kamen sehr niedergedrückt in Paris an und Charlton selber war völlig versweielt.. M Ek war in einer Höchstform, wie niemals in seinem Leben. Er war noch stärker geworden und eine Schultern drohten die Jacke zu sprengen. Die olympische Schwimmbahn glich aufs Haar in den Trainingstagen einem erstklassigen FreiluftVergnügungslokal. Daran war die amerikanische Mannschaft schuld, die eine Stimmung um sich verbreitete, die man kaum schildern konnte. Die Amerikaner waren mit einem kriegsstarken Regiment von Schlachtenbummlern erschienen und mit ihrem immerwährenden fröhlichen, unbekümmerten Krach, mit ihrem unablässigen ausgelassenen Gelächter, mit ihren endlosen Späßen und Witzen glichen sie mehr der Obersekunda einer Schule, die sich in Ferien befand, als einer Mannschaft, die vor harten Kämpfen mit den besten Sportsleuten der Welt stand. Im Mittelpunkt standen die amerikanischen Schwimmerinnen. Diese amerikanischen Schwimmerinnen! Ihretwegen gerieten vor hellstem Entzücken nicht nur die eigenen Landsleute, sondern auch sämtliche anwesenden Nationen inklusive der ernsten und vielbeschäftigten Funktionäre aus dem Häuschen. Denn erstens waren diese auserlesenen Mädchen meistens prachtvoll gewachsen, zweitens waren sie meistens sehr hübsch drittens waren sie meistens sehr ausgelassen und viertens trugen sie alle miteinander ohne Ausnahme kurzgeschnittene Haare, damals Anno 1924 noch eine etwas verwegene Mode, die ihnen das Aussehen unternehmender Jungens gab, mit denen man Pferde stehlen konnte. Niemals hatte man ein Training dieser Art erlebt. Niemals hat man gesehen, daß Vorbereitungen zu mehr als harten Kämpfen mit einer solchen anscheinend leichtsinnigen Fröhlichkeit, mit einer solchen mehr als unbekümmerten Ausgelassenheit und unter so viel ungeheuren Witzen getroffen wurden. Mehr als eine europäische Dame, die zum Training ins Stadion geraten war, kam bei diesem Anblick, der die Herzen und die Köpfe verwirrte, auf den mißtrauischen, aber naheliegenden Einfall, sich bei einer würdigen und verläßlichen Person zu erkundigen, ob diese völlig unerwachsenen Geschöpfe denn auch schwimmen könnten. Sie konnten schwimmen, beim ehrwürdigen Namen Olympia, sie konnten schwimmen! Sie waren die besten, verwegensten und elegantesten Schwimmerinnen der ganzen Welt! Wenn die amerikanischen Springerinnen 1924 in Paris vom Turm herunter kamen, war das ganze Stadion vollkommen berauscht und verzaubert, vollkommen berauscht und verzaubert. Die zarte Aileen Riggin... wenn sie vom Federbrett mit einer beinahe überirdischen Anmut völlig lautlos ins Wasser tauchte, das sie zärtlich aufnahm; oder die schöne Caroline Smith... wenn sie wie ein Gebilde direkt aus Gottes Hand. untadelig gewachsen. in einer vollendeten Haltung vom Zehnmeterturm in den blauen Himmel hinaus schwebte, sich langsam neigte und herunterglitt.. das ganze Stadion war atemlos vor Glück, einen solchen Anblick erleben zu dürfen. Niemals zuvor hatten olympische Spiele eine solche eit vollkommene Verbindung von Schönheit und sportlichem Können gesehen. Arne Borg. Arne Borg! Waren ihm schon bisher auf den Dampfern und auf dem Lande die hübschen Girls gefährlich geworden, ohne daß sie gerade schwimmen zu können brauchten, wie sollte das erst hier in Paris werden. wo unerhört schön gewachsene Göttinnen mit Bubiköpfen sich goldene Medaillen zu holen gedachten... in seinem Element, in seinem Element! Aber vorerst war er aus Stahl und Eisen, aus Beton und Eis. Er war mit der unumstößlichen Absicht nach Paris gekommen, um sich für die australischen Niederlagen zu rächen. Seine gesammelte Energie konzentrierte sich auf diesen einen, einzigen Punkt. Mit einem ungewohnten, entschlossenen Ernst, ohne nach rechts und links zu sehen, sah er den Kämpfen entgegen. Ueber die 1500 Meter hielt er sich für absolut unüberwindlich. Hier würde er und kein anderer, möge er heißen wie er wolle, das Gesetz sein und den Sieg nach eigenem Ermessen bestimmen. Ueber die 400 Meter dachte er sogar Amerikaner Weißmüller zu schlagen, Trainingstagen mit Douglas junior. berühmten Schauspielers berumsah., Ginalin Tharltan usrichmanhste An seinen alten Rivalen Charlton verschwendete er, wenn er diese beiden Distanzen überlegte. keinen Gedanken, der kam dafür nicht in Frage. überhaupt und wie und wann ereignen goldene Medaille würde er sich herzlicher Glückwunsch des Stellv. Kreisleiters Vogt eingegangen, in dem dieser dem Bio=Verein Castrop= Rauxel auch weiterhin 100prozentigen Erfolg wünscht. Der Kreiswalter der DAF. Krumbholz bat, ihn mit Rücksicht auf den Sammeltag der DAF. zu entschuldigen und sich mit seinem Glückwunsch zum 10jährigen Bestehen zu begnügen. Allen Uebermittlern von Glückwünschen dankte der Vereinsführer für das dem Verein gezeigte Interesse, um dann fortzujahren: „Heute vor 10 Jahren wurde in Castrov=Rauxel von einigen wenigen Volksgenossen der Versuch gemacht, durch die Gründung eines Vereins für die Gedanken der Biologie und der Volksgelundheits: pflege, wie wir sie Dr. med. Schüßler verdanken, zu werben. Unter Leitung des ersten Vorsitzenden Balzin begann man mutig mit der Arbeit, der im Lause der Jahre ein solcher Erfolg beschieden wurde, doß man zurückblickend ohne Uebertreibung mit berechtigtem Stolz sagen darf, daß die Entwicklung und die Tätigkeit des Bio=Vereins Castrov= Rauxel harmonisch glücklich und segensreich war. Mit besonderer Genugtuung aber darf man auf die Zeit zurückblicken, nachdem Adolf Hitler die Macht übernahm und die Gewähr dafür gab, daß der Gedanke der Naturheilkunde in Deutschland endlich den Rückhalt bekam, den er unbedingt verdient. Bis dahin hatte die sogenannte„Volksmedizin“ sozusagen in der Luft geschwebt. Es war oft genug schwer gewesen sie über die sich ihr entgegenstellenden Klippen hinweg zu bringen. Aber jetzt ist ihr der Weg friedlicher, gerader Entwicklung geebnet. Insbesondere die Gründung des RudolfHeß=Krankenhauses in Dresden hat gezeigt, daß der Naturheilkunde unter dem Reichsärzteführer Dr. Wegner die nötige Entwicklungsfreiheit gegeben ist und zwar für alle Gaue des deutschen Vaterlandes. Dafür bürgt auch der Vertreter der Biochemie im Sachverständigenrat Dr Wegener Noch am 9. Februar wurde von zuständigster Seite erklärt, daß der Gedanke der Volksmedizin im Sinne des Rudolf Heß=Krankenhauses alle Gaue erfüllen müsse. Am 25. und 26 Mai vorigen Jahres sand unter der Schirmherrschaft des Gauleiters Streicher in Nürnberg eine Reichstagung für Volksheilkunde statt, die im verein mit der gleichAusstellung„Dein Blut, dein Schick den großen der in den dem Sohn des Douglas Fairbanks. Was sich würde, eine holen. (Fortsetzung folgt.) „Wir kennen die Nol, wit heisen mit? Die Männer aus Castrop-Rauxels Beirieben sammelten mit glänzendem Erfolg 2800 RM. für das WyW. wi „Wir Schaffenden kennen die Not, ir helsen mit!"— Diese für die Deutsche Arbeitsfront und ihre große Gefolgschaft herausgegebene Parole Dr. Leys fand in Castrov=Rauxel einen schönen und begeisterten Widerhall. Nicht „geben müssen". sondern helsen wollen— war der einstimmige Schlachtruf. mit dem am Samstag und Sonntag die Männer aus den Castrop=Rauxeler Betrieben in den Kampf für das WHW. einrückten und ihren Apvell an die Hilfsbereitschaft aller Volksgenossen richteten. Den Auftakt bildeten die Betriebsappelle, bei denen die Betriebsführer vor der Gefolgschaft nochmals die Bedeutung gerade dieser WHW.=Sammlung herausstellten, um dann im Betrieb den Beginn mit der Sammlung für die Volksgenossen zu machen, die trotz aller Anstrengungen noch nicht wieder in den Erzeugungsprozeß eingeschaltet werden konnten. Noch nie wurde an einem Sammeltage für das WHW. bisher in Castrop=Rauxel das Gemeinschaftsgefühl durch das Sammelergebnis in so schönem Maße zum Ausdruck gebracht, wie dieses mal. 5466 Narzissen wurden abgesetzt. Es wären noch mehr verkauft worden, wenn noch heile Abzeichen vorhanden gewesen wären. 1093.20 RM waren der Erlös dafür. Die Büchsensammlung erbrachte 1707.83 RM. Bravo für alle Sammler und Spender! Insgesamt kamen in Castrop=Rauxel durch die Sammlung der Deutschen Arbeitsfront 2801 03 RM. ein. Ein Betrag, der bisher in unserem Stadtkreis noch bei keiner Sammlung gleicher Art erreicht wurde!„ B Itt um Auf den Norden entfallen vom Plakettenverkauf 595.80 RM. und von der Büchsensammlung 911.27 RM., zusammen also 1507.07 RM. Im Süden wurden für 497.40 RM. Plaketten umgesetzt 796.56 RM. in Büchsen gesammelt. Zusammen brachte der Süden also 1293.96 RM. auf. In einer Büchse im Norden wurde ein 100=RM.= Schein gesunden. Der Spender hat nach dem Motto gehandelt:„Wer viel hat, muß mehr geben!" Er verdient alle Anerkennung. Aber darüber sollen auch die vielen anderen unbekannten Kämpfer gegen Hunger und Kälte nicht vergessen werden, die mit ihrer Opfergabe zum Erfolg beitrugen. Alle haben in gleicher Weise mitgeholfen, daß den Bedürftigen unter unseren Volksgenossen gezeigt werden kann, daß die Volksgemeinschaft sie nicht Pere, Ainfahhareit Schmankten auf alle Freudig und einsatzbereit schwenkten auf allen Straßen und Plätzen der Stadt die Männer aus den Betrieben, in Uniform und Zivil. jung und alt, die roten Sammelbüchsen des Winterhilfswerkes. So im herrlichen Gemeinschaftsgeiste dokumentierend. daß im Reiche Adolf Hitlers„einer für alle und alle für einen" stehen. Die Tage der weißen Narzisse, die auch in Castrop=Rauxel Rockaufschlag und Schlips. Mantelbesatz und Schal zierte waren in ihrem glänzenden Erfolg den Männern, die aus eigener Anschauung die Lage des deutschen schaffenden Volkes am besten kennen und die sich daher mit ganz besonderer Herzlichkeit für die bedürftigen Volksgenossen einsetzten, des Dankes und der Ankennung genug. Zeitigen Au#n e. J.#:: Ralteh#iltund sal" zeigte, daß die Anhänger der Volksheilkunde auf dem rechten Wege sind. Sie wollen keineswegs, wie ihnen noch immer jälschlich unterschoben wird, los vom Arzt. Nein ganz im Gegenteil. ihr Wunsch geht darauf hinaus, jeden deutschen Arzt für sich zu gewinnen wohl wissend, daß in der Schulmedizin gewisse Schwächen liegen. Vor allem läßt sie es an der Belehrung über die Gesunderhaltung des Körvers fehlen. Die Volksheilkunde sagt mit vollem Recht: Vorbeugen ist besser alsheilen. Sie betrachtet es daher als ihre erste Aufgabe. durch Vorträge, Zeitschriften, frühzeitige Beratung ihren Anhängern den Weg zur Gesundheit und zur Zufriedenheit zu weisen. Der Satz: „Gesundheit kauft man nicht im Handel. Gesundheit liegt im Lebenswandel". ist ihr oberste Richtschnur. Frei von allem Fanatismus wollen auch wir in diesem Sinne in Castrov= Rauxel arbeiten, um dem Gedanken Dr. med Schüßlers zum Erfolg zu verhelsen. Möge unser Verein und Bund daher blühen, wachsen und gedeihen zum Wohle unseres ganzen Volkes und unseres geliebten deutschen Vaterlandes. Nach diesen, mit großem Beifall ausgenommenen Ausführungen ergriff der Landesgruppenleiter für Kheinland und Westfalen, Vernhardt, von der Gruppe 2 des Deutschen Biochemischen Bundes. das Wort zur Festansprache. Er übermittelte zunächst die besten Grüße und Glückwünsche der Bundes= und Landesgruppenleitungen Dann verlieh er der Hoffnung Ausdruck, daß sich der BioVerein Castrop=Rauxel auch weiterhin wie in den letzten Jahren sich entwickeln möge. Es sei für ihn eine besondere Freude und Genugtuung. am Feste und teilnehmen zu können, da er am Wachsen und an der Entwicklung des Bio=Vereins Castrov=Rauxel wiederholt persönlichen Anteil nehmen konnte. So habe er sich s. 3t., als den wenigen Mitgliedern des Vereins der Mut für die Weiterarbeit zu sinken drohte sich mit dem noch heute im Vorstand mittätigen Herrn Hockenbrink besprochen und den noch heute hier tätigen Berater nach hier entsandt. von dem er wußte, daß er auf seinem Gebiete anerkannt tüchtig sei.(Zustimmung!). Im Jahre 1930 habe er selbst am 6. Februar einen öffentlichen Vortrag im Kolvinghause mit anschließender Aussprache gehalten, den man wohl als den Wendepunkt in der Geschichte des Vereins ansprechen dürfe Damals habe der Gedanke der Biochemie in Castrop=Rauxel breiteste Kreise erfaßt. Am Abend des Vortrages seien die Vorstandsmitglieder nicht in der Lage gewesen, die vielen Aufnahmegesuche zu erledigen. Das Aufblühen rief aber auch die Neider auf den Plan. Aber die Krise wurde glücklich überstanden. Der Umschwung im Januar 1933 brachte auch einen Auflschwung der Volksheilkunde mit sich. An ihr festzuhalten ist daher für alle, die sich schon früher für sie begeisterten, jetzt besondere Pflicht. 10 Zahre Blochemie in Costrop=Kauxer Schön verlaufenes Jubelfest unseres Bio-Vereins Ehrung der Jubilare Am Sonntag feierten die Biochemiker von Castrop= Raurel das 10jährige Bestehen ihres Vereins. Der zahlreiche Besuch, der den großen Richterschen Saal bis auf den allerletzten Platz füllte, zeigte. welchen Anhang und welches Ansehen der Bio=Verein Castrop=Rauxel in allen Bevölkerungskreisen unserer Stadt und ihrer Umgebung besitzt. Der wirklich glanzvolle Verlauf der Stiftungsfestieier dürfte dem Verein neue Anhänger geworben haben. Er zeigte. daß die Biochemiker keine Philister sind, sondern dem Grundsatz buldigen:„Lachen ist Leben. Lachen ist Gesundheit!" Schon die äußere Aufmachung des Festes, die stilvollen Einladungskarten. die weißgedeckten, mit frischen Blumen geschmückten Tische, die Aufstellung der großen Büste des Begründers der biochemischen Heilweise Dr. med. Schüßler inmitten eines Landesgruppenleiter Bernhardt nahm darauf die Ehrung der Jubilare Fuhrmann, Köster und Hockenbrinck vor, die bereits 10 bzw. 5 Jahre im Vorstand des Vereins tätig waren. Er übermittelte ihnen als äußeres Zeichen der Dankbarkeit der Bundesleitung künstlerisch ausgeführte Ehrenurkunden. Er stellte die drei Jubilare des Vorstandes allen Mitgliedern als Vorbild für ihre Mitarbeit am Werke Dr. med. Schüßlers hin. Wenn alle wie die drei Jubilare ihre Pflicht erfüllter. brauchte man um die Weiterentwicklung des Bundes Lorbeer= und Blumenhaiges auf der mit Fahnen des und des Vereins nicht besorgt zu sein. Alle müßten Reiches und der Stadt ausgestatteten Bühne, die und könnten mitarbeiten. Es genüge schon, von den gute Organisation der Platzanweisung und die treif= eigenen Erfahrungen mit der Biochemie in Freunlichen einleitenden Weisen des Bio=Orchesters schufen des= und Bekanntenkreisen zu erzählen. Redner beeinen einladenden Rahmen für den stimmungsvollen tonte dann nochmals, daß die Biochemiker nicht Verlauf der Feier. Der gegen die Aerzteschaft eingestellt seien. Sie wüßten ganz genau, daß es viele Leiden gebe. die ohne operativen Eingriff nicht zu heilen seien. Sie wollten aber gern, daß die Aerzteschaft sich mit in ihre Vereinsführer John Todi hieß in seiner Begrüßungsansprache die zahlreichen Vorsitzenden und Abordnungen auswärtiger Brudervereine, die Vertreter der Presse. die Jubilare Landesgruppenleiter Bernhardt=Neviges. Vereinsberater und die Firmenvertreter herzlichst willkommen. Er teilte weiter mit, daß sich das Oberhaupt der Stadt. Oberbürgermeister Dr. An ton, entschuldige und dem Fest einen guten Verlauf wünsche. Von der Kreisleitung der RSDAP. sei ein Reihen stellte zu gemeinsamer Arbeit an der Gesundheit des deutschen Volkes. Diesem Ziele solle den auch die Konferenz dienen, die die Volksheilkundigen mit den Aerzten und den Parteiinstanzen am 8. 3. in Köln vereinen werde Redner schloß. indem er allen einen angenehmen Verlauf des Abends wünschte. Der Vereinsführer Todt übergab unter anerken Nr. 62 nenden Morten für die treue Mitarbeit ver Jubi= Achkung! Wichtig für Jungreiter! laren, die dem Verein seit seiner Gründung ange#—###. hörten, die goldene Nadel des Bundes. Es sind dies Joh. Hockenbrink, Heinrich Fritz Fuhrmann. Hockenbrink und Hermann Nolting. Leider sei es ihm nicht möglich, die Nadel auch noch dem früheren langjährigen Vorstandsmitglied Gehrmann zu überreichen, weil er inzwischen Castrov= Rauxel verlassen habe. Gehrmann sei aber ein so eifriges und treues Mitglied des Vereins gewesen. daß er es als seine Pflicht erachte. ihm auf diese Weise wenigstens öffentlich zu danken.(Zustimmung!). Namens der Geehrten dankte das Ehrenmitglied Nolting zunächst allen zum Fest Erschienenen für den schönen Rahmen, den sie durch ihre Gegenwart dem Jubelfest gegeben hätten. Die Jubilare haben sich, so fuhr er fort. vor 10 Jahren zusammengesunden. um auch in Castrov=Rauxel einen Verein zu gründen, mit dem Ziele. die Idee des Dr. med. Schüßler in weiteste Volkskreise zu tragen und dadurch kranken Mitmenschen zu helfen. Daß das Vorhaben in schönster Weise gelang. beweist das heutige Fest mit der so großen Anteilnahme aus allen Bevölkerungskreisen. Redner wünschte abschließend allen Festteilnehmern einen angenehmen Verlauf des Abends. nachdem er vorher noch dem Landesgrunven= und dem Ortsvereinsleiter für die den Jubilaren zuteil gewordene Ehrung dankte. Der Vertreter des Hauptlieferwerkes. Balzin. erinnerte an die Zeit, da er mit dazu beitragen durfte, den Castrov=Rauxeler Bio=Verein ins Leben zu rusen. Er bleibe dem Verein stets besonders verbunden und wünsche ihm für die Zukunft das Beste. Vereinsleiter Todt dankte dem Vorredner für die Glückwünsche und allen, die am Zustandekommen des Festes mitwirkten, für die im Interesse des Vereins geleistete Arbeit. Der Jubelverein schaue mit Zuversicht und Freude in die Zukunft. Pflicht aller sei es, den Vorstand bei seiner Arbeit für die Volksmedizin mit allen Kräften zu unterstützen. Es gelte, die Volksgesundheit zu fördern und somit Wiederaufbauarbeit im Sinne des Führers Adolf Hitler zu leisten. Redner schloß den offiziellen Teil mit einem dreisachen, begeistert ausgenommenen„Sieg=Heil!" auf Führer und Vaterland. Anschließend wurden die deutschen Nationalhymnen gesungen. Der gesellige Teil. der rach kurzer Pause begann. stand unter dem Wahlspruch: Wer win den Reilerschein Prüfung am 5. März in herue eriungen! „Fröhlichkeit ist Trumpf!“ Neben dem fleißig und gut spielenden Bio=Orchester hatte man sich, um den Festteilnehmern etwas Besonderes zu bieten. Gäste aus Köln verschrieben. Drei geschlagene Stunden unterhielten diese den ganzen Saal. ohne Punkt und ohne Komma. einen „Schlager" nach dem anderen bringend auss allerbeste. Fritz Knott gewann als Ansager rasch aller Zuneigung. Willig folgte man seiner Leitung. ob er nun Schunkeln und Singen von Ebelers Liedern oder angestrengteste Aufmerksamkeit für irgendeine der zahlreichen Darbietungen„kommandierte". Willy Stupp hatte als singender Humorist stets alle Lacher auf seiner Seite: mit ihm rang mit vollem Erfolg der Komiker August Schnitzler um die Palme bzw. den Lorbeer oder das„reale“ Glas Bier. Karl Schmitz=Grön erntete mit seinen originellen Kölner Typen stets lebhaftes Händeklatschen. Zur besonderen Freude aller konnte Fritz Knott den Festteilnehmern als besondere Ueberraschung auch noch den Komponisten von„Du kannst nicht treu sein" und„Immer lustig Marie“ sowie all der anderen vielen Karnevalsschlager von Gerbard Eberler. Hans Otten vorstellen. Als der Komponist seine schmissigen Lieder selbst am Klavier begleitete, säng es sich noch einmal so schön: lustig Marie! Immer lustig Marie! Die von dem Reichsinspetteur für Reit= und Fahrausbildung. SA.=Obergruppenführer Litzmann. angeordneten Prüfungen zur Erlangung des Reiterscheines werden im Bereich der SA.=Gruppe Westfalen und der SA.=Grupve Niederrhein von den zuständigen Beauftragten in den Monaten März und April abgehalten. In jedem Wehrmeldebezirk, in der entmilitarisierten Zone in jedem Bezirk einer Zweigstelle der unteren Ersatz=Behörde. wird mindestens eine Prüjung abgehalten werden. Dieser Prüjung können sich alle jungen deutschen Männer unterziehen, die den Jahrgängen 1911 bis 1918 angehören. Es ist ganz gleich, ob der Betrefsende Angehöriger der SA., SS. oder eines Reitervereins ist. Auch solche Reiter, die in keiner der aufgeführten Organisationen Mitglieder sind. können sich zu dieser Prüfung melden. Verlangt werden bei dieser Prüfung nur geringe Anfangskenntnisse im Reiten und Fahren. Für die Bewerber sind die SA.,= und die SS.= Reiterformationen die gegebenen Vorbildungsstätten, daher ist auch für die SA.=Reiterei die Aufnahmesperte aufgehoben. Der Besitz des Reiterscheines gewährleistet: 1. bei freiwilligem Eintritt in das Reichsheer die Einstellung in den selbstgewählten Truppenteil im Rahmen der allgemeinen gesetzlichen und militärischen Bestimmungen: 2. bei pflichtgemäßer Aushebung die bevorzugte Einstellung als Reiter oder Fahrer. Ort. Zeit und weitere Einzelheiten werden noch in der Tagespresse und durch Anschlag bekanntgegeben. Als Beauftragter des Reichsinspekteurs für Reitund Fahrausbildung ist zur Abnahme der Prüfung für den Bereich der SA.=Gruppe Westfalen der Führer der SA.=Reiterstandarte 166 SA.=Sturmbannführer Späthe. Ahlen, Kampstraße 16(Teleson 734), für den Bereich der SA.=Gruppe Niederrhein SA=Scharführer v. Petersdorf. Duisburg. Düsseldorfer Straße 19(Tel. 244 46) eingesetzt. Alle Anfragen bezügl. der Prüfungen sind an den zuständigen Beauftragten des Reichsinspekteurs für Reitund Fahrausbildung zu richten. Prüfungen für den Reiterschein Infolge der vielen Anfragen, die an den Beauftragten zur Abnahme der Prüfungen für die SA.= Gruppe Westfalen gerichtet werden. scheinen noch immer Unklarheiten über die Erlangung des Reiterscheines zu bestehen. Die Prüfung kann jeder junge, deutsche Mann ablegen. der zu den Jahrgängen 1911—1918 gehört. Auf die Jahrgänge 1914—1918 wird besonderer Wert gelegt. Die Zugehörigkeit zur SA., SS. oder einem Reiterverein ist nicht Voraussetzung. Auch solche Reiter. die in keiner der aufgeführten Organisationen Mitglieder sind, können sich zu dieser Prüfung melden. Jedoch werden folgende Anforderungen an den Prüfling gestellt: 1. Im Reiten: Ein losgelassener, geschmeidiger. mit der Bewegung des Pferdes mitgehender Sitz. in allen drei Gangarten. sowie das Springen über ein Hindernis von 50 cm Höhe. 2. Im Fahren: 2= spännig vom Bock: Ueber die Beschaffenheit der Kreuzleine 22. Handgrifse bei Wendungen und Paraden. Verkehrsregeln und Verpassen von infrage kommenden Geschirren. 3. Kenntnisse in der Pferdepflege: Putz Wartung und Fütterung(Tagesrationen, Tränken) der Pferde. Sattelung und Zäumung. Einrichtung von behelfsmäßigen Stallungen in der Ortsunterkunft. Es muß für jeden jungen, deutschen Mann. der den oben angeführten Bedingungen entspricht, eine selbstverständliche Pflicht sein, zu diesen Prüfungen zu erscheinen, um den Reiterschein zu erlangen. weil er dadurch den Vorzug hat. als Reiter oder Fahrer eingestellt zu werden. Di. Prüfungen im Bereich der SA.=Gruppe Westfalen beginnen in Dortmund am 3. März, um 9 Uhr im Tattersall. Leibnizstraße 11: um 14 Uhr in der Reitbahn Eintrachtstraße 58 und finden u. a. statt: Am 5. März um 9 Uhr in Herne. Reithalle, Strünkeder Straße(am Kanal). Meldeplatz dortselbst. Am 5. März um 14 Uhr in Bochum, Tattersall. Herner Straße. Meldeplatz dortselbst. Am 8. März 10 Uhr in Recklinghausen. Reitbahn der SA.=Reiterstandarte 70. Cäcilienhöhe. Meldeplatz dortselbst. Es ist anzustreben, daß jeder Prüflung mit seinem eigenen Pferde erscheint Für diejenigen, die einen recht weiten Anmarschweg haben und die nicht im Besitze eines Pferdes sind, stehen Pferde für die Prüfung bereit. Leitung des Lehrganges lag in den Händen von Berufsschuldirektor Schön. Als Dozenten waren tätig: Chemiker Dr. Mainz. Gewerbeoberlehrer Claußen und Gewerbeoberlehrer Temme. Die Prüfung haben bestanden: Aufberg. Bödefeld. Ebbinghaus. Hallbauer. Lewandowski. Meyerk. Michel“, Lathen. Peter. Törl“. Senking und Volbach aus Castrov=Rauxel. Fröhlich“. Grothe. Heider. Tyschak aus Dortmund=Mengede. Kobe aus Datteln. Kohlmann aus Dortmund=Eving. Strätker aus Dortmd. Huckarde und Ries aus Herne=Holthausen.—(Der Stern hinter dem Namen bedeutet:„mit Auszeichnung" bestanden). Ausgabe der Sieuerscheine für hausschlachtungen Die Ausgabe von Schlachtsteuerscheinen für die nördlichen Stadtteile, die bisher in dem Hause Kuhlmann, Adolf=Hitler=Straße 100 erfolgte, ist wegen der geringen Nachfrage daselbst mit Ende Februar d. J. eingestellt worden. Die Ausgabe erfolgt jetzt nur noch im Rathaus. Zimmer 26. Die 1osaiktafel des Whw. am Kathaus Am Eingang des Rathauses ist jetzt die Mosaiktasel angebracht worden, die im vorigen Jahr zum Besten des Winterhilfwerkes aus kleinen Steinchen. für das stets eine entsprechende Summe gezahlt wurde, zusammengesetzt wurde. Die Beschriftung der Tafel weist auf den Zweck der Tasel. ein Erinnerungsmal an das große Werk deutscher Hilfsbereitschaft zu sein, hin. Eine Ehrenkrone ist das Alter dem=Heimischen Pporniäger Castrop 02— hörder Verein:0 Immer Dann lacht dir die Liebe beim Wein. Immer lustig Marie! Immer lustig Marie! Und sage zum Küssen nicht nein! Mariechen bist du fröhlich. Dann ist dein Herzliebster selig. Immer lustig Marie! Immer lustig Marie! Denn Sonne im Herzen muß sein! Gar manches hatte man von den Kölner Künstlern schon zur Karnevalszeit durch Vermitttung des Reichssenders Köln gehört. Aber hier von Angesicht zu Angesicht wirkte es doch alles weit besser und unmittelbarer. So kam denn rasch eine äußerst frohe Stimmung auf. die auch noch anhielt, als sich die„Lustigen Kölner" verabschiedeten und zum frohen Ausklang der Feier Tanzweisen auf Tanzweisen gespielt wurden. Mit dem knappesten aller Ergebnisse qualifizierten sich die CsVer für die nächste Pokal=Zwischenrunde. Der ersatzgeschwächte Sturm der Castrover enttäuschte auf der ganzen Linie: durch das plan= und ziellose Spiel des Innensturmes sielen auch die beiden Außenstürmer ab und so ist es leicht verständlich, daß es bei dem mageren:0 blieb. Läuferreihe und Schlußdreieck lieferten ihr gewohntes Spiel. Die Gäste ergänzten ihre fehlende Technik durch eine äußerst schnelle Spielweise und hielten Castrovs Hinterreihe immer in Bewegung. Auch bei ihnen war der Innensturm recht schwach. Das Eckenverhältnis von:3 resultiert aus zwei schwachen Stürmerreihen. Zum Spiel selbst ist nicht viel zu sagen. Der einzige Treifer kam durch einen Flankenlauf Trotzers zustande. Seinen plazierten Schuß konnte der Mittelstürmer an Schulz lenken, der einschoß. Im weitereren Spielverlauf hatte Castrops Sturm die besseren Torgelegenheiten. Aber man war zu unbeholfen. diese restlos zu verwerten. In der letzten Viertelstunde stellte man den Sturm um, aber die stark verteidigenden Gäste ließen keine Erfolge zu. Am Sonntag konnte der Berginvalide Theodor Iffland. Germanenstraße 30. sein 80 Lebensjahr vollenden. Dem allverehrten Mitbürger nachträglich ein herzliches„Glück auf!“ für den ferneren, hoffentlich noch recht langen und glücklichen Lebensweg! Tachill 1. Preisträger im DeukmalWellbewerb der 39er Rauxels Linksaußen Iserloh:0 lauten müssen: aber im Uebereiser schoß er die Bälle neben das Tor. Mit•0 wurden die Seiten gewechselt. Nach Wiederanstoß konnte nach einer Ecke des Linksaußen Kirchlindes der Halblinke den Ball zum Führungstreffer einsenden. Durch diesen Erfolg waren die Freunde der Alemannen erst gedrückt, zumal diese auch weiter vor der guten Hintermannschaft und besonders dem ausgezeichneten linken Verteidiger der Gäste immer kapitulieren mußten. Nach der:0= Führung zogen die Kirchlinder ihr Tor zu. Es war nichts zu wollen. Bei einem schönen Angriff der Läuferreihe wurde der Halbrechte der Alemannen im Strafraum angegangen. Der Elfmeter wurde von Rauxels schußfreudigen Rechtsaußen sicher und unhaltbar eingesandt. Jetzt wurde erbittert um den Stadttreis Gustrop=Kaußel Castrop=Rauxel, den 3. März 1936. Fisch steis frisch! Heute ist westfälischer Fischtag! Es ist tatsächlich so, daß bisher der Fisch in unseDortmd.— Arminia Marken:1 rer Ernährung eine viel zu geringe Rolle spielte. Jezi Mlerdings beginnt die Erkenntnis der Bedeutung des Fisches für die Volksernährung immer weitere Kreise zu ziehen. Und es ist in der letzten Zeit wiederholt von öffentlichen Stellen gerade im Zusammenhang mit der Erzeugungsschlacht darauf hingewiesen worden, daß der Fisch eine wertvolle Ergänzung unserer Fleischversorgung bedeuter. Denn Fisch ist auch Fleisch und reich an wichtigen Nährstoffen. Es wird viel gegen den Fisch ins Feld geführt. Am häufigsten hört man, daß Fischfleisch minderwertiger wäre, als Fleisch von Warmblütern. Aber dieses fromme Märchen ist von der Ernährungswirtschaft längst widerlegt. Eln weiterer Einwand ist beispielsweise der, daß die Hausfrau den Fisch nicht genügend frisch bekommt. Diese Ansicht ist durchaus irrig. Das hätte vielleicht vor einigen Jahrzehnten passieren können. wo die deutschen Verkehrswege noch nicht so erschlossen waren wie heute. Aber damals gelangte der Fisch ja auch nur in ganz geringen Mengen ins Inland. Der eigentliche Konsum beschränkte sich auf die Küstengebiete. Heute hat die Hausfrau die Gewißheit, stets frische Ware zu bekommen, da bei der enorm schnellen Warenbewegung der Fisch innerhalb 24 Stunden nach der Anlandung bis in die äußersten Gebiete unseres Vaterlandes gelangt. Aber auch unsere Fischdampferilotte ist Alemannia kann sich fteuen, daß die Ersatzleute Martens nicht an das Können der Stammspieler heranreichten sonst wäre das Ergebnis wesentlich anders ausgefallen. Im ganzen gesehen bot das Spiel wenig interessante Augenblicke Beide Sturmreihen waren schlecht und die Leistungen erinnerten nicht daran daß es sich um Vereine der Bezirksklasse handelte, was bei Marten erklärlich ist. da drei Ersatzstürmer mitsvielten. Bei beiderseits gleichwertigen Leistungen ging Alemannia in der 20. Minute in Führung. nachdem ein vom Torwart abgewehrter Ball einem Alemannenstürmer vor die Füße kam. Mit:0 ging es in die Halbzeit. In der zweiten Hälfte sahen die Zuschauer dasselbe Bild wie vorher Aufopfernd wirkenden Hintermannschaften spielten schlechte Stürmer voran. Trotzdem konnte Alemannia in der 60 Minute ein zweites Tor treten, dem kurz darauf ein Gegentor von Marten folgte. Marten versuchte jetzt mit aller Macht den Ausgleich zu erzielen: aber nichts wollte dem Sturm gelingen. Eine Minute vor Schluß schoß Alemannia aus glatter Abseitsstellung das 3. Tor. Sieg gekämpft. Der Rechtsaußen ging aus Linksaußen und so wurde nach rechts aufgerückt. Bei einem schönen Angriff der Läuferreihe wanderte der Ball zum Halblinken und von diesem zum Mittelstürmer. Dieser konnte den Ball dem in guter Schußstellung stehenden Linksaußen Tiesmeier vorlegen, der mit unhaltbarem Schuß den siegbringenden Ball in die Maschen knallte. Der Stand der Tabellen Nach dem 1. März 1936 1. Kreisklasse Gruppe B Alemannia Kauxel— Ufk. Kirchlinde:1 Bei schönem Fußballwetter hatte sich auf dem Alemannenplatz eine große Zuschauermenge eingesunden die einen schönen und flotten Kampf zu sehen bekam. Die Kirchlinder hatten die stärkste Vertretung nach Raurel geschickt, um sich vor dem Abstieg zu retten. In der ersten Halbzeit waren die Alemannen trotzdem immer tonangebend. wodurch das Kirchlinder Tor öfters in Gefahr kam. Bei etwas mehr Glück hätte es in der ersten Halbzeit durch Der früher in Castrov=Rauxel ansässig gewesene, seit einigen Jahren aber nach Hamburg verzogene Architekt Tachill hat mit seinem Mitarbeiter. dem Architekten Klorhaus. unter 57 Bewerbern den ersten Preis im Wettbewerb für die Errichtung des neuen Denkmals der 39er erhalten. Der zweite Preisträger ist noch unbekannt, sein Entwurf trug die Kenn=Nummer 55 555. Der dritte Preis fiel auf den Bildhauer Emil Dallmann=Düsseldorf. Ein Ausschuß wird in der nächsten Woche beschließen. welcher der drei Entwürfe zur Ausführung kommen soll. Mit größter Wahrscheinlichkeit wird die Wahl auf den ersten oder zweiten Preis fallen. Major Gillhausen. der Vorsitzende des Bundes ehemaliger 39er. erklärte bei der Besichtigung, daß man jetzt endlich dem heißersehnten Ziel. den 39ern ein würdiges Ehrenmal in der Garnisonstadt Düsseldorf zu errichten. nahegekommen sei. Das Mal müsse jeden deutschen Jungen und jeden Mann in seinen Bann zwingen und von ihm kraftvollen Einsatz seiner ganzen Person sordern Es gehe nicht nur die 39er an. sondern den ganzen Volksstamm an Niederrhein und Ruhr. Das Füsilier=Regiment General Ludendorff Nr. 30 hatte seit 1866 Düsseldorf als Garnisonstadt. Seine ehemaligen Angehörigen sind daher mit dieser Stadt und mit dem Niederrhein auf das engste verbunden. zumal sie sich vornehmlich aus dem Rheinland und aus Westfalen rekrutierten. Auch aus Castrov Rauxel haben viele Söhne in der Vorkriegs= und Kriegszeit in diesem ruhmreichen Regiment gedient. Bereits seit 1913 haben wir hier in Castrov= Rauxel den Verein ehem 39er. Das Regiment hat an den Kriegen 1866. 1870/71 und am Weltkrieg ruhmvollen Anteil genommen Ebenfalls kämpften das Reserve=Regiment 39 und das Landwehr=Regiment 39 seit August 1914 an den schwierigsten Stellen im Westen und im Osten. 7000 Männer sind allein im Weltkrieg in den Reihen dieser drei Regimenter gefallen. Im Mai 1928 wurde ihnen am Planetarium ein Denkmal errichtet. dessen Form und Art aber schon bald den Unwillen der ehem. 39er und weiter Bevölkerungskreise erregten. Es wurde 1933 glücklicherweise entfernt. Seit dieser Zeit sehlt in Düsseldorf ein äußeres Zeichen der Erinnerung an die 39er. Jetzt ist ein neuer Wettbewerb zur Erlangung von Entwürfen für ein neues Ehrenmal zu Ende gegangen. Den Künstlern war die Aufgabe gestellt worden ein Ehrenmal zu entwerfen. das nicht rückwärts. sondern vorwärts und aufwärts weise. Denn nur ein trauerndes Zurückschauen würde dem Geist der gefallenen Kameraden nicht gerecht werden: sie kämpften und starben im Glauben an Deutschlands Aufgabe in der Welt. Daher ist auch nicht vorgesehen. die Namen der Gefallenen anzubringen. Es genügt, zu ihrer Ehrung ein Verzeichnis in einem Ebrenschrein aufzubewahren. Zur Ausstellung des Ehrenmals wurde von der Stadt am Anfang des Rheinvarks ein Gelände zur Verfügung gestellt. das zwischen Rheinterrassen und Regierung an der Cäcilienallee dicht am Rhein liegt und das nicht nur das Denkmal sondern einen größeren Aufmarschplatz umfaßt. Günstiger kann das neue Erinnerungszeichen nicht gelegen sein, und man sieht hieran, daß mit allen Mitteln versucht wird. Vergangenes wieder gut zu machen. Ortsgruppe Castrop-Kauxels des Sudetendeutschen Heimatbundes e. V. so daß der Fisch in die Hände des und geräumiger geworden sind. schneller und qualitativ besser Verbrauchers gelangt. Und wer einmal Gelegenheit hat. die Behandlung der Fische bei der Warenbewegung zu sehen, der wird feststellen müssen, daß der Verteilerapparat aufs sorgfältigste arbeitet, um der Bevölkerung hygienisch Bestandene Prüfung in Ord= einmandfreie Ware zu liefern. nung. In den letzten Jahren sind eine Reihe von Wir können uns also unter diesen Umständen geneuen Fischdampsern in Betrieb genommen worden, trost dem Fischgenuß ergeben, denn er ist dazu auch die durch bessere Ausgestaltung bedeutend schneller noch nahrhaft, geschmackvoll und bekömmlich. Am 29. Februar wurde der in der Städt. Berufsschule Castrov=Rauxel lausende Lehrgang für Chemotechniker abgeschlossen. Die in den 3 Jahren geleistete Arbeit sand ihre Krönung in dem guten Prüjungsergebnis. Regierungs= und Gewerbeschulrat Eisen=Arnsberg konnte als Vorsitzender des Prüjungsausschusses mitteilen, daß alle 20 Kursusteilnehmer die Prüfung bestanden hatten. Davon drei „mit Auszeichnung" und 7 mit„au!“. Die Wie immer, am 1. Sonntag im Monat. nachmittags um 4 Uhr, hielt die Ortsgruppe Castrop=Rauxel im Lokale Hucke. Bahnhofstraße 252. ihre Monatsversammlung ab. Sie wurde eröffnet durch den Ortsgruppenleiter. Landsmann Franz Höppe. Nach Eintritt in die Tages=Ordnung wurden zunächst vom Landsmann Hugo Seidel die Rundschreiben rerlesen. Darauf wurde der Werbeabend vom 16. 2. eingehend besprochen. Der Hitlerjugend von HerneHolthausen. die bei der Gelegenheit durch ihren Sprechchor besonderen Beifall erntete. wurde beson ders gedankt. Leider war zu diesem Abend nicht alles erschienen, was die Ortsgruppenleitung erwattet hatte. Aber es wird weiter gearbeitet, bis der letzte Landsmann der Ortsgrupve angehört. An der Trauerseier in Dortmund am 8. März nimmt die Ortsgruppe geschlossen teil. Weiter konnte die Ortsgruppe wieder 17 Mitgliedern Deutschstämmigkeitsbzw. Förderer=Ausweise aushändigen. Mit dem „.=.==Gruß“ und einem Annell an alle Mitglieder. tatkräftig mitzuarbeiten, schloß der Ortsgruppenleiter die Versammlung. Weitere Lokalmeldungen siehe letzte Seite. Dem fahren verhält Regier geschaf diesem aber 1 ähnlich wurde. sogena rund absviel mehre: Das blutige: frühlingstagen diesen Tagen be Samurais mit die aus der Pu eines Dampfers rührer waren M schule" der Sta um eine Art 9 von dem Samu stauration des Diese Schule m Pensionen erhal Gründen den Die Schüler. me zur Gefolgschaft seinerzeit unter Ausnahme bei seinem Los in Ursprünglich haben. Auch e Zeit. Saburo. bestanden von 2 lager. Dageger neur von Kag. rührern. Und Beweis, daß er Regierung miß richte über die große Aufregun Zeit und sandte zeimannschaften ten sich inzwisch mächtigt und u einen Angriff dem Admiral in Tokio mach standes bekannt mit dem Oberk ven. 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Die Bödefeld. EbKeyerk, Michel“ d Volbach aus Heider. Tyschak Datteln. Kohlr aus Dortmd. ausen.—(Der „mit Auszeichfür hauseinen für die in dem Hause 0 erfolgte, ist elbst mit Ende sie Ausgabe ermmer 26. im Kathaus etzt die Mosaikeigen Jahr zum einen Steinchen. Summe gezahlt Beschriftung der l. ein Erinnecher Hilfsbereit5 Alter lide Theodor 80 Lebensjahr rger nachträglich erneren, hoffentn L e b e n s w e g! Deukmaler el ansässig gech Hamburg vereinem Mitarbeiunter 57 Bewerb für die Erricherhalten. Der nt. sein Entwurf der dritte Preis mann=Düsseldorf. Poche beschließen. führung kommen t wird die Wahl fallen. Major indes ehemaliger , d a ß m a n j e t z t 39ern ein würidt Düsseldorf zu Mal müsse jeden in seinen Bann insatz seiner gannur die 39er an. Niederrhein und Ludendorff Nr. 30 tisonstadt. Seine mit dieser Stadt engste verbunden. 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In Wirklichkeit handelte es sich um eine Art Militärakademie für Erwachsene. die von dem Samurai Saigo und anderen bei der Restauration des Kaiserreiches gebildet worden war. Diese Schule wurde im Grunde genommen von den Pensionen erhalten, die die Regierung aus politischen Gründen den mächtigsten ihrer Anhänger zahlte. Die Schüler, mehrere tausend an der Zahl. gehörten zur Gefolgschaft des Satsumahauses. Sie hatten seinerzeit unter Saigo gedient und waren fast ohne Ausnahme bei der Niederlegung des Oberbefehls seinem Los in die Verbannung gefolgt. Ursprünglich soll Saigo den Aufstand mißbilligt haben. Auch ein anderer bekannter Führer jener Zeit. Saburo, weigerte sich, mitzutun. Jedenfalls bestanden von Ansang an Zwistigkeiten im Satsumalager. Dagegen war Oyama, der damalige Gouverneur von Kagoshima im Bündnis mit den Aufrührern. Und die folgenden Ereignisse lieferten den Beweis, daß er das in ihn gesetzte Vertrauen der Regierung mißbraucht hatte. Schon die ersten Berichte über die Vorgänge riefen in Tokio und Kioto große Aufregung hervor: die Regierung verlor keine Zeit und sandte alle verfügbaren Truppen und Polizeimannschaften nach Kagoshima. Die Rebellen hatten sich inzwischen auch eines größeren Dampfers bemächtigt und wagten mit größter Rücksichtslosigkeit einen Angriff auf ein japanisches Kriegsschiff mit dem Admiral Kawamura an Bord. Die Regierung in Tokio machte öffentlich den Ausbruch des Aufstandes bekannt und betraute den Fürsten Arisugawa mit dem Oberbefehl der von ihr abgesandten Trupven. Das Heer der Rebellen wandte sich zuerst gegen die Stadt und Festung von Kumamoto, begnügte sich aber damit, der Garnison die Zufuhren abzuschneiden und die Ausfälle zurückzuschlagen, die eine Verbindung mit den kaiserlichen Truppen herstellen sollten Erst gegen Mitte April trafen die Regierungstruppen vor der Festung ein und zwangen sie aus ihren Stellungen den Rückzug anzutreten. Auch bei diesen offenen Kämpfen war die rücksichtsvolle Art des Vorgehens bemerkbar denn den kaiserlichen Trupven in Stärke von 20000 Mann standen kaum 10000 Mann der Aufrührerarmee entgegen. Trotzdem ließ man sie ohne ernstliche Verfolgung abziehen. Nun war die außerordentlich wilde Gebirgsgegend ein schlechtes Kampfgebiet. schwach bevölkert und nur von wenigen Wegen durchzogen. Der kaiserliche Besehlshaber hatte auch sonst mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen; denn die befreite Garnison von Kumamoto war ziemlich ausgehungert und der Transvort von Proviant und Munition von der Küste aus sehr schwer zu bewerkstelligen. Inzwischen hatte man allerdings frische Regierungstruppen in Kagoshima gelandet, und die kaiserlichen Generale suchten nun durch gleichzeitiges Vordringen von verschiedenen Seiten, den Rebellen den Rückweg abzuschneiden. Bruder muß gegen den Bruder Weiche Erst in einer blutigen Schlacht nahe bei der Hauptstadt von Satsuma gelang es den kaiserlichen Truppen zu Beginn des Sommers einen Sieg zu erringen Eine eigentümliche Fügung des Schicksals wollte es, daß Anfang Juli des Rebellen Saigos eigener Bruder. der Generalmajor Saigo. den Besehl erhielt, den Blutsverwandten direkt anzugreisen. Es kam zu schweren Kämpfen und die kaiserlichen Truppen verloren im Laufe des Sommers allein 6000 Mann. die durch frische Kräfte ersetzt werden mußten. Im August wai das Ende schon mit Sicherheit vorauszusehen, und nach dem Fall der letzten Rebellenfestung Nobeoka wurde die Sache für die Aufrührer ganz verzweifelt. Man wußte damals nicht, wo Saigo sich aufhielt. Die Mehrzahl seiner Anhänger hatte sich bereits ergeben und nur ein Rest, der entschlossen war, dem Führer bis zum außersten zu folgen, befand sich bei Saigo und bei einem anderen Führer der Aufständischen Kirino. Ihr Zuftuchtsort blieb unbekannt, bis sie plötzlich Ansang September in Osumi erschienen und den dort defindlichen kaiserlichen Streitkräften eine furchtbare Niederlage beibrachten Sie wollten ihren Sieg verfolgen und rückten weiter auf Kagoshima vor. Die Stadt wurde auch ohne Schwierigkeiten genommen. und die Sieger, die nur einige hundert Mann stark waren, erhielten wieder großen Zulauf. Dieser Erfolg war aber nur das letzte Aufflackern einer verlöschenden Flamme Er erwies sich als ein sroßer taktischer Fehler und diente nur dazu, das Ende der blutigen Katastrophe zu beschleunigen. Saigo und Kirino schienen plötzlich den Kopf verloren zu haben; sie gaben Kagoshima wieder auf und nahmen auf dem Berg von Shiroyama eine beestigte Stellung ein, wo sie ganz umzingelt wurden. Vierhundert Mann wurden durch eine Armee von sicht weniger als 15.000 Mann eingeschlossen. Der Kampf. der jetz begann, war ein schreckliches Gemetzel; nur 120 entkamen, während die übrigen auf dem Unglücksberg einen ehrenvollen Tod fanden. Der 24. Sertember wird allen Japanern als einer der blutigsten Tage in der Geschichte des Landes in Erinnerung bleiben. Die Aufrührer waren entschlossen zu sterben, und sie starben das Gesicht dem Feinde zugekehrt. ein Beispiel der todesverachtenden militärischen Tapserkeit, die Japans Söhne immer beherrschte. Das eigene Schwert fällt den helden Der Hauptanführer Saigo ist in diesem Kampf nicht getötet, sondern nur schwer verwundet worden. Sein Kampigenosse Murata machte nach althergebrachter Samuraisitte der Verzweiflung und dem Leben seines Freundes durch einen Schwertstreich ein Ende. Saigos Kopf wurde äusgesunden und erkannt und durch Admiral Kawamura mit allen Ehren bestattet.— So starb Saigo, der Letzte der Samurai. Ein englischer Zeitbericht aus dem Jahre 1877 meldete:„So groß das Elend auch war, das der Satsumakrieg herauf beschwor— seine Geschichte Aus dem Sauerland Das zwölfte Kind der Familie geboren Iserlohn. Die Frau des hier wohnenden Schlos. sers Egger schenkte ihrem Manne jetzt das 12. Kind. Die Familie besteht jetzt aus 6 Jungens und sechs Mädels. Landeshauptmann Kolbow wird doch ein glänzendes Blatt in den Annalen Proteklor der Soester Festspiele Japans bilden— nicht nur wegen der Tapserkeit.] Soest. Ueber die Soester Freilichtfestspiele, bei mit der auf beiden Seiten gekämpft wurde. Aber der denen es sich bekanntlich um die Oper„Der Jäger ganze Kampf wurde von den kaiserlichen Truppven von Soest“ handelt, die gelegentlich des diesjährigen mit einer Menschlichkeit geführt, die in der Ge= Westfalentages zum 1. Male ausgeführt wird, hat Lanschichte der Bürgerkriege kaum ein Beispiel hat Die Milde, die die Regierung in der Stunde des Sieges bewies, kann nur mit derjenigen verglichen werden, die Amerika am Schluß des Sezessionskrieges zeigte und die Bewunderung, die diesem von der ganzen Welt dafür zuteil wurde. würden viele Engländer zu beanspruchen erfreut gewesen sein, hätten sie sie früher verdient...“ Der Krieg kostete dem Lande 42 Millionen Den. Viele Tausende waren gefallen und verwundet. Von den angeklagten 38000 Personen wurden 36.000 freigesprochen: 20 wurden hingerichtet und die übrigen zu mehrjähriger Gefängnisstrafe verurteilt. Der verräterische Gouverneur Oyama büßte sein Verbrechen durch Enthauptung. Kheitlisch loestfalisch. Iulousiriegrotel „haussuchung" durch falsche Kriminalbeamte deshauptmann Kolbow als Führer des Wests. matbundes das Protektorat übernommen. Von Rhein, Mosel und Saar Spielstraßen für die Jugend Opladen. Wie in mehreren Städten Süddeutschlands und neuerdings in Essen. so sollen nunmehr auch in Opladen einige Straßen als Svielstraßen für die Jugend bezeichnet werden. In einer außerordentlichen nichtöffentlichen Sitzung bejaßten sich die Opladener Ratsherren mit dieser Angelegenheit, wobei dementsprechende Beschlüsse gesaßt wurden. Die in Frage kommenden Straßenteile, die nicht als Durchgangsstraße benutzt werden und in denen zumeist nur geringer Fahrzeugverkehr herrscht, werden künftig am Tage durch Schlagbäume für den gesamten Fuhrwerksverkehr gesperrt. Bochum. Kurz nachdem der Ehemann einer„Am Pappelbusch" wohnenden Familie morgens etwas vor 5 Uhr zur Arbeit gegangen war. schellte es nochmals. Die Frau öffnete in der Annahme. ihr Mann habe noch etwas vergessen. Statt seiner standen zwei Männer vor der Tür. die erklärten. Kriminalbeamte zu sein und die Wohnung durchsuchen zu müssen. Der eine der beiden blieb mit der Frau der Küche, der andere durchsuchte die Zimmer. kam schließlich aber zurück und entfernte sich mit dem anderen wieder mit dem Bemerken, nichts gesunden zu haben. Wie die Frau dann feststellte, fehlte ein größerer Geldbetrag. Die Frau war das Ovfer dreister Schwindler geworden. Vom Zuge in zwei Teile zerschnitten Unna. Unweit der Station Massen sand man auf den Gleisen der Bahn Dortmund—Soest die in zwei Teile zerschnittene Leiche des 25jährigen Lente aus Massen. Wie die Untersuchung ergab. hatte sich der junge Mann vor einen=Zug geworfen und war von diesem auf der Stelle getötet worden. Der Fall ist umso trauriger, als die Mutter. eine Witwe. und die Schwester des Getöteten vollkommen blind sind. Durch Gas gekölel Man hatte die Gasleitung nicht geschlossen Gelsenkirchen. Aus der Wohnung der in dem Hause Vereinsstraße 40 wohnenden Witwe L. drang Gasgeruch. Als die Polizei eindrang fand sie die Witwe L. betäubt, ihren Untermieter jedoch, der sich in einem Nebenzimmer schlasen gelegt hatte, bereits tot vor. In diesem Zimmer hatte der Gasherd gestanden, der an diesem Tage verkauft worden war. Man hatte vergessen. die Gasleitung zu schlielung herausgebrochen und dann versucht. Geld aus den Ovferkästen zu stehlen. Seine Mühe aber war umsonst Denn die Kästen waren gerade kurz vorher geleert worden. Kind wollte zu Fuß nach Pommern Düren. Von einem Polizeiwachtmeister wurde ein zehnjähriges Mädchen angehalten, das weinend durch die Straßen Dürens ging. Die Kleine kam aus dem nahen Lendersdorf. wo sie seit etwa einem Beim Einbau eines Trägers lödlich verleht nicht meht, und so wollte sie wieder zu Fus nach Hamm. In dem benachbarten Uentrop wurde der Demmin in Pommern. wo ihre Eltern und neun Montageschlosser K. aus Düsseldori beim Einbau Geschwister wohnen. Man nahm sich ihrer an und eines Brückenträgers von einer Handkurbel so schwer benachrichtigte die Pflegeeltern, die das Mädchen verletzt, daß er bald darauf im Krankenhause starb. auf der Hauptwache abholten. Die Lötlampe explodierte Lampe in den brennenden Küchenherd. Jetzt kam die Lampe erst recht zur Explosion. Der ganze Küchenherd flog mit surchtbarem Krachen auseinander. eine innere Hauswand und ein Fenster wurden eingedrückt und brachen zusammen, und eine weitere Wand wurde beschädigt. Ein in diesen Räumen schlasendes Kind und der Junge selbst erlitten Verletzungen. herstellung von Feltsäuren aus Kohle Essen. Der deutschen kohlechemischen Forschung ist eine neue Auswertung der Kohle gelungen. Die Versuche. aus Kohle Fett zu gewinnen, haben sich als erfolgreich erwiesen. In Witten a. d. Ruhr wurden die deutschen Fett=Säure=Werke Embß. gegründet, die am 25. Februar gerichtlich eingetragen worden sind. Die Gründerfirmen sind die märkische Seifenindustrie in Witten, sowie die Persilwerke Hentel in Düsseldorf. Aufgabe des Unternehmens ist die großtechnische Durchführung eines Verfahrens (Imhausener=Dr. Troschke=Prozeß) für diese synthetische Herstellung von Fettsäuren aus Kohle. Diese ßen. und so war der Mann an Gas erstickt. Die Fettsäure wird für die Fabrikation technischer Fette. Der halsschal geriel ins Motorrad Hamm. In einem Hause der Danziger Straße! Wittlich. Ein eigenartiger Unglücksfall spielte sich hantierte ein 15jähriger Junge mit einer Lötlamve. in der Nähe der Ortschaft Bettenfeld ab. Der Schal Als sie am oberen Aussatze zu brennen begann, be= eines Motorradfahrers geriet während der Fahrt kam der Junge es mit der Angst und warf die in ein Rad Im Nu wickelte sich der Schal auf, Witwe L. erholte sich bald wieder, wurde aber wegen jahrlässiger Tötung vorläufig festgenommen. Vom Zuge überfahren und gelötet Bottrov. Der unverheiratete 25jährige Kubitza, der bei seinen Eltern wohnt, hatte den Kirmesrummel an der Prosverstraße besucht und ging mit mehreren Bekannten gegen 10 Uhr abends heimwärts. Als er den Bahnübergang zur Ebelkolonie überschreiten wollte, wurde die Schranke geschlossen. Kaum hatte ein Güterzug die Stelle vassiert. als die Schranke hochging und K. rasch auf den Bahnkörper lief. um weiter zu kommen In diesem Augenblick aber kam aus der anderen Richtung ein zweiter Güterzug heran. K. wurde von der Lokomotive ersaßt und auf der Stelle getötet. schnürte den Hals des Fahrers zu. der vom Rade gerissen wurde. Zum Glück kam kurz darauf ein anderer Motorradfahrer vorbei, der dem verunglückten Fahrer beistand. Der Mann wäre sonst unweigerlich erstickt. Durch den Sturz vom Rade hat sich der Fahrer allerdings Verletzungen zugezogen, die jedoch nicht ernsthafter Natur sind. Neun Stunden auf der Suche nach einem neuen hut Wiesbaden. Kann man den Geisteszustand einer Frau, die von 9 bis 18 Uhr auf der Suche nach einem neuen Hut ist und doch keinen kauft. als normal bezeichnen? Diese Frage glaubte in einer Verhandlung vor dem Wiesbadener Gericht der Verteidiger einer Angeklagten verneinen zu müssen. Eine neunstündige Such nach einem neuen Hut und ein dennoch nicht erfolgter Kauf rechtfertige die Annahme. daß die Vertreterin des weiblichen Geschlechts nicht im vollen Besitze ihrer Geisteskräfte sei. Der Verteidiger der Angeklagten hoffte mir dieser Begründung ein milderes Urteil erreichen zu können. denn und zwar u. a. zur Herstellung von Seifen= und es stand ein Diebstahl zur Verhandlung. Besser als Schmiermitteln verwandt. Das vorläufige Kapital der Verteidiger schien jedoch der Richter mir den der Gesellschaft beträgt 600000 RM. Vorsitzender Genflogenheiten des schwächeren Geschlechts vertraut des Aussichtsrates der neuen Gesellschaft ist Hugo zu sein, denn er war der Ansicht, daß die neunstünHenkel=Düsseldorf. Mitglieder des Aussichtsrates dige Suche nach einer neuen Kopfbedeckung als sind: der Beauftragte des Führers für Wirtschafts= durchaus normal bezeichnet werden lönne. Das Urangelegenheiten. Kevler=Berlin, der Reichsbeauf=steil fiel entsprechend aus. tragte Rictorf=Berlin von der Ueberwachungsstelle für Oel und Fett, und Clemens Stallmeyer=Witten.] Wegen Meineids verhaftel Neunkirchen. Der frühere Neunkirchener SchlachtEinbruch in eine Kirche Gladbeck. In der Nacht zum Freitag Einbrecher mit Hilfe eines Brecheisens hat aus ein der neuen katholischen Kirche in Butendorf die TürfülLebenbedrohender Brand durch unvorschriftsmäßigen Schornstein Mülheim a. d. Möhne. Als der Sohn der Familic M. in den frühen Abendstunden nach Hause kam, schlugen ihm beim Oeffnen der Küchentür die hellen Flammen entgegen. Er weckte sofort die übrigen Familienmitglieder, die vornehmlich in den Räumlichkeiten über der Küche schliefen, und mit ihrer und hilfsbereiter Nachbarn Hilfe gelang es, das Feuer zu löschen, bevor es größeren Umsang annahm. Die Ursache des Brandes ist auf eine unnorschriftsmäßige Anlage des Schornsteins zurückzuführen. dem Weser- und Emsland Durch Sturz von der Leiter ködlich verletzt Diestedde. In dem benachbarten Diestedde benutzte der Bauer Georg Wilhelm eine Leiter, um damit auf den Hausboden zu steigen, wo er einige Sachen holen wollte. Dabei scheint er das Gleichgewicht verloren oder vielleicht von Unwohlsein befallen worden zu sein. Denn kurz darauf fand ihn seine Frau mit schweren Verletzungen auf dem Steinsußboden der Tenne liegen. Zwar wurde sofort ein Arzt herbeigeholt. Aber die Verletzungen des Mannes waren so schwer, daß er ihnen einige Stunden später im Krankenhause erlag. Kindesmörder Köstl zum Tode verurkeilt Oldenburg. Am Donnerstag wurde vom Oldenburger Schwurgericht nach mehr als 10stündiger Verhandlung der 22 Jahre alte Albert Röstl aus Wardenburg zum Tode verurteilt, weil er am 9. Dezember 1935 vorsätzlich und mit Ueberlegung seinen 2 Jahre alten Sohn getötet hat. Er hat das Kind in die Hunte geworsen und ertränkt. In der Urteilsbegründung wurde u. a. darauf hingewiesen: Den Angeklagten bewegten die Gedanken an die Tat schon lange, auch die Beweggründe treten schon früh hervor: 1. das Kind: 2. die Frau Gegen das Kind ersaßte den Angeklagten ein starker Haß. gegen die Frau eine Abneigung, weil sie ihm. nach seiner Meinung, das Leben verpsuscht habe. Am Tage vor der Tat hat er den klaren Plan gesaßt, es geht ihm auch schon die Todesart durch den Kovf. Zugleich, als er vor dem Bett von Frau und Kind steht, werden auch die Motive ganz deutlich in ihm. Am Tage der Tat kontrolliert er in dem Spiel mit dem Kind und der Frau und dem Freund am Nachmittag vor allem das Kind in seinem Verhalten und zugleich seine Motive und Empfindungen. Dabei ist die Ueberlegung ganz klar in allen Handlungen, die vor dem Gang zur Hunte sich abspielen. Er hält dann noch einmal Einkehr mit sich, aber hier greift es wie eine Schicksalsfügung in den weiteren Gang ein. Er hört das Weinen des Kindes und nun erhält die Ueberlegung ihren festen Weg. Hier klingt das Motiv des Handelns. der Haß. hervor, nicht als Affekt, sondern als letzter Antrieb. In dem Augenblick wirft er das Kind in die Hunte und befördert es so ins Jenseits. Durch den Schweineschießapparat sainer veriel Lübbecke. Der Hausschlachter Wilhelm Hellmich in Vehlage wollte einen Schießapparat benutzen, um das Schwein vor dem Abstechen zu betäuben. Aber wie es schon häufiger geschah, aus irgendeinem Grunde löste sich der Schuß zu früh und ging dem Metzger in den Unterleib, wo er schwere Darmverletzungen verursachte. Der Mann mußte sich sofort einer Operation unterziehen, und man hofft. ihn am Leben erhalten zu können. hofdirektor Dr. med. vet. Schirber ist wegen Meineides verhaftet worden. Schirber. gegen den ein Diszivlinarverfahren schwebt, war im Oktober 1935 von seinem Amte, das er zehn Jahre bekleidet hatte. suspend ert worden. Bei der Vernehmung von Zeugen ergab sich, daß die eidlichen Aussagen des früheren Schlachthofdirektors mit den Angaben von 5 Zeugen in Widerspruch standen, so daß der dringende Verdacht des Meineides gegeben war. Wie wird das Wetter? Wettervorhersage für Dienstag: Mäßige bie lebhafte Winde aus südlichen Richtungen, wolkig, einzelne Schauer, im Berglande vorwiegend als Schnee fallend. Tagestemperaturen um 5 Grad liegend, leichter Nachtfrost. Wettervorhersage für Mittwoch und wahrscheinliche Weiterentwicklung: Fortbestand der heerschenden Wetterlage. Anzeigenteil Bevor Sie eine Wasch= oder Wringmaschine kaufen, besichtigen Sie bittte unverbindlich unsere Handwaschmaschinen 48.— 37.50 32. Wassermotoren 32.— 22.— 18. Wringer 19.50 14.50 10.50 Wassermotor-Wasonmaschinen 75.— 64- 33.— Elektro-Waschmaschinen 150.— 135.— 110.— Wäschepressen(kein Reißen, kein Zerren) 33.— Kastenwagen 24.50 21.50 19.50 he letzte Seite. Roman von Arnold Dalentin Copyright by Verlag Neues Leben, Bayr. Gmain Nachdruck 16 Doch Schneider winkte ab und sagte ernst: „Das kommt nachher. Jetzt müssen wir den Fuchs erst fangen. Vorläufig sage ich Ihnen nur so viel, daß Sie sich sehr wundern werden und einsehen werden, wie sehr Sie mir Unrecht getan haben. Fräulein Brent weiß ja schon etwas Bescheld.“ Dann trat wieder Schweigen ein, bis endlich das erlösende Klingelzeichen von der Kasse kam. Schneider lugte durch ein Fenster und siehe da, herein trat Dr. Sinn, oder wenigstens ein Mann, der ihm täuschend ähnlich sah, gefolgt von einem baumlangen Araber. Der Mann, der die Börsenberichte so eifrig durchgesehen hatte, machte ihm eine kurze Mitteilung.:..2t Kann ium Gaf. Dr. Sinn nickte und trar vann zum Kassenschalter. Indem er seine Ausweise vorlegte, sagte er zum Kassierer:„Ist alles bereitgemacht worden, das Konto zu schließen?" „Jawohl, Herr, wir werden Ihnen den Betrag sofort auszahlen. Doch einen Moment, der Herr Direktor wollte noch mit Ihnen sprechen, bevor Sie das Konto schließen!" Mißtrauisch blickte ihn Dr. Sinn an und sagte:„Ich habe es eilig. Was will denn Ihr Direktor von mir?" Der Direktor trat an den Kassenschalter und rief:„Herr Doktor, wäre es nicht sicherer, daß wir einen Teil der Summe nach Aden oder Bombay oder wohin Sie wollen, überweisen, als daß Sie einen solch hohen Betrag in bar mit sich tragen?“ Aergerlich antwortete Sinn:„Wir wissen noch nicht genau, welche Städte wir berühren werden, und wollen nicht durch Ueberweisungen an bestimmte Orte gebunden sein. Außerdem werde ich gut bewacht. Es ist also nichts zu befürchten. Ich bitte nun um Abrechwund Die Tür war inzwischen von der Polizei besetzt worden. Mehrere Herren traten ein. Als der Verbrecher sich niederbeugte, um die Scheine durchzuzählen, die ihm der Kassierer vorlegte, fühlte er sich plötzlich an beiden Armen ergriffen. Ehe er sich's versah, war eine stählerne Fessel um seine Handgelenke befestigt und er blickte erstaunt in zwei Revolvermündungen. Auch sein Begleiter wurde in gleicher Weise in Schach gehalten. Außer sich schrie er den ägyptischen Polizeioffizier und Kramm, den er nicht kannte, an: „Was soll das bedeuten? Mein Name ist Dr. Sinn, ich bin der Führer einer deutschen Gelehrtengesellschaft und bin beauftragt und berechtigt, das der Gesellschaft überwiesene Geld abzuholen. Hier sind meine Papiere, die mich mehr als genügend ausweisen.“ „Machen Sie keinen Aufruhr, kommen Sie mit in das Zimmer des Direktors, dort werden Sie Aufklärung erhalten!“ Wütend rief der Gefesselte:„Ich werde mich bei der deutschen Botschaft beschweren! Das ist ja ein unerhörtes Benehmen gegen einen unschuldigen Gelehrten eines befreundeten Landes." Doch folgte er in der trügerischen Hoffnung, mit jemand anderem verwechselt zu werden. Aber unnatürlich groß wurden seine Augen, als er die Gesellschaft im Direktorzimmer erblickte: Daisy Brent, Hans Hein und Schneider. Der letztere trat langsam auf ihn zu und sagte:„Ich verhafte Sie, Leonhard Herrig, alias Dr. Sinn, wegen mehrfachen Mordes und Erbschaftsbetruges!“ Doch der Verbrecher hatte sich gut in der Gewalt. Er sah Schneider groß an:„Dr. Sinn heiße ich, aber die anderen Namen, die Sie nannten, sind mir völlig unbekannt. Sie verwechseln mich wohl mit einem anderen. Und dann, wie kommen Sie dazu, jemand verhaften zu wollen? Sie sind ja ein vorbestrafter Verbrecher, den wir aus unserer Gesellschaft ausschließen mußten. Herr Hein, ich hoffe, daß Sie sich Ihren gesunden Menschenverstand bewahrt haben. Was soll diese Komödie?“ „Wie sind Sie denn von der Farm weggekommen, Herr Dr. Sinn? Wir haben Sie vergeblich gesucht! Sie waren doch angeblich niedergeschlagen worden und wurden von uns getrennt! Ich habe es nicht glauben wollen, daß Sie, ein hochangesehener Gelehrter, ein solcher Teufel in Menschengestalt sein können. Doch nun ist alles klar!“ sagte Hein. Doch noch immer gab sich der Unheimliche nicht gefangen:„Es gelang mir, einen Diener zu bestechen und mittels eines Motorbootes hierher zu fliehen. Ich wäre sofort von hier zur Polizei gegangen und hätte Hilfe für die Gefangenen auf der Farm geholt!“ Diese Unverschämtheit ging den Beamten doch zu weit. Schneider nahm eine Photographie hervor, hielt Sie Dr. Sinn hin und sagte:„Kennen Sie diesen Mann?“ Gleichgültig blickte der Angeredete auf das Lichtbild:„Keine Ahnung, wer das sein könnte.“ Schneider trat dicht an ihn heran, riß ihm mit ein paar schnellen Grifsen den weißen Bart und die Perücke ab und vor den Anwesenden stand das Ebenbild der Photogr###ie. „Leugnen Sie nun noch immer?“ Dr. Sinn richtete sich hoch auf, sah ihm flammend in die Augen und sagte:„Nein, ich weiß, wann das Spiel aus ist. Aber ich wäre Sieger geblieben, wenn ich Ihnen nicht mein ganzes Vertrauen geschenkt hätte, Sie Verräter! Sie spielen eine gar zu klägliche Rolle, wenn Sie Kronzeuge gegen mich werden wollen, um Ihre eigene Erbärmlichkeit zu retten. Wissen Sie, Inspektor, wie weit dieser Herr an meinen Unternehmungen beteiligt war, wie er pünktlich meine Befehle ausgeführt hat und dadurch mehr als einmal sich strafbar gemacht hat „Auch hierin sind Sie falsch im Bilde", antwortete Inspektor Kramm.„Dr. Schneider ist nicht der vorbestrafte Verbrecher, wie Sie meinen. Seine ganze Bestrafung ist nur fingiert, um ihn für Sie glaubwürdig erscheinen zu lassen. In Wirklichkeit ist er der genialste Kriminalkommissar vom Alexanderplatz, der schärfste und unerbittlichste Spürhund, den wir haben. Kein anderer hätte es fertiggebracht, Sie, den gefährlichen unsichtbaren Hypnotiseur, zu fangen und unschädlich zu machen.“ Aufs höchste überrascht blickten Hein und Daisy auf Schneider. Dr. Sinn sah ihm nachdenklich ins Auge:„So sieht also mein Bezwinger aus! Sie haben Fräulein Brent hypnotisiert, um sie gegen mich zu schützen, und haben auch Fatime befreit, nicht wahr?“ Schneider nickte ernst und sagte:„Einen großen Fehler haben Sie gemacht, als Sie die Erbschaft. an die Psychologische Gesellschaft veranlaßten. Die Geisterloge war schon längst verdächtig und nun wurde es klar, daß ein Bindeglied zwischen beiden bestehen mußte. Von dem Augenblicke an, als Sie die Führung an Stelle Geheimrat Ammers übernahmen, hegte ich Verdacht gegen Sie. Gewißheit bekam ich aber erst, als ich nachts auf der Straße in Kairo Ihre rasche Umwandlung beobachtete. Nun wußte ich, daß Leonhard Herrig, der unsichtbare Hypnotiseur, der Meister der Geisterloge und der allgemein geachtete und verehrte Dr. Sinn dieselbe Person waren.“ Beherrscht antwortete ihm der entlarvte Verbrecher:„Ich achte den Erfolg, auch wenn es gegen mich geht. Diese Erbschaft war von mir eine Laune, ein Spiel mit der Gefahr. Geld hatte ich genug, das hatte keinen Reiz mehr für mich, wenn es nicht durch Gefahren errungen werden mußte. Nun ist es eben zu Ende. Nur einen Wunsch habe ich noch: ich möchte meinen Ueberwinder noch einmal die Hand drücken!“ Zweifelnd blickten die Anwesenden auf Schneider. Doch dieser nickte Zustimmung. Als man dem Verbrecher die Handschellen gelöst hatte, trat er, von den Revolvern der anderen in Schach gehalten, zu Dr. Schneider und hielt ihm die rechte Hand hin. Ein gefährliches Funkeln kam in seine Augen. Daisy sah es, schrie auf und rief:„Nicht, Doktor, nicht die Hand geben!“ Doch Sinn griff zu und wollte blitzschnell mit der linken Hand an Schneiders Handgelenk greifen. Aber Hein schlug den Arm beiseite und schon war Sinn ergriffen und nach einiger Gegenwehr gefesselt. Doch langsam sank er in sich zusammen und seine brechenden Augen stierten haßerfüllt auf seinen Gegner, der bleich, aber gefaßt vor ihm stand. „Wie hat er das Gift nehmen können?“ fragte Kramm.... 9. „Der Ring!“ antwortete Daisy Brent mit versagender Stimme. Kramm streifte den Ring vom Finger des Toten und betrachtete ihn:„Saubere Arbeit! Ein leichter Federdruck macht eine winzige Nadel frei, die muß das Gift enthalten haben und es muß ein furchtbares Gift gewesen sein, daß es so schnell gewirkt hat.“ Daisy sagte:„Bei dieser erzwungenen Trauung auf unserem Konsulat hatte er mit diesem Giftring gedroht und mir gesagt, er enthielte das indianische Pfeilgift. Gott sei Dank, daß ich mich daran erinnerte, als ich sah, wie er langsam die linke Hand erhob.“ „Ich verdanke Ihnen mein Leben!“ „Ich Ihnen das meine und Ehre und Freiheit dazu, Herr Doktor!“ „Ja, wir alle sind in Ihrer größten Schuld und tiefbeschämt bitte ich Sie um Verzeihung urgen meiner Kurzsichtigkeit!“ fügte Hein hinzu. Doch Schneider winkte lächelnd ab:„Schon gut! Sie mußten ja Verdacht auf mich werfen und sollten es auch. Das lag in meinem Plane, um den Unsichtbaren recht vertrauensselig zu machen. Nur wenige Herren im Polizeipräsidium wußten, daß ich diese Doppelrolle spielte. Aber jetzt wollen wir gehen und uns erst etwas ausruhen. Ich glaube, wir haben alle Ruhe nötig. Sie veranlassen wohl hier das Nötige!“ wandte er sich an den ägyptischen Polizeioffizier. Dieser verneigte sich schweigend. Die anderen gingen ins Hotel und ruhten sich gründlich aus. Abends trafen sich alle wieder im Zimmer Dr. Schneiders. Und nun konnte der Kommissar nicht mehr ausweichen. Nun mußte er erzählen.„Wie kamen Sie auf den Verdacht? Wie sind Sie in die Loge gekommen? Wie gelang es Ihnen, die Farm ausfindig zu machen?“ So schwirrten die Fragen um ihn herum. In komischem Entsetzen hob Dr. Schneider beide Hände wie zur Abwehr und sagte:„Nur Ruhe! Alles hübsch der Reihe nach. Jeder wird auf seine Frage Antwort bekommen. Sie wissen, daß ich eigentlich als Polizetarzt angestellt war. Ein angeborenes kriminalistisches Interesse ließ mich diesen Beruf ergreifen. Ich wurde nun häufig zu Untersuchungen von Gefangenen, bei Mordfällen usw. hinzugezogen. Dabei gelang es mir einige Male, den Untersuchungsbeamten Winke zu geben, die für die Aufklärung des betreffenden Falles von Wichtigkeit waren. Man wurde auf mich aufmerksam. Ich behielt zwar offiziell meine Stellung als Polizeiarzt, im geheimen aber wurde ich nun öfters mit der Aufklärung von Fällen betraut, die mehr in das Seelische fielen als in das Gebiet der rohen körperlichen Gewalt. Besonders interessierte mich ein Bericht aus Amerika über Verbrechen, die dort in spiritistischen Zirkeln unter Anwendung der Nahund Fernhypnose begangen worden waren. Es handelte sich um eine Bande, die von einem gewissen Tailor geführt wurde. Die Leute lockten gutgläubige Spiritisten in ihren Zirkel, hypnotisierten sie häufig und bekamen sie allmählich so in ihre Gewalt, daß auch fernhypnotische Befehle wirksam wurden. Nun konnten die Verbrecher ihren Opfern befehlen, stamente zu ihren Gunsten auszustellen, Summen in jeder Höhe zu bringen und schließlich anscheinend freiwillig in den Tod zu gehen. Wahrlich eine unheimliche Art des Mordes.“ Hein machte einen Einwurf:„Die Wirkung der Hypnose in ihrer gewöhnlichen Form ist mir bekannt, wie aber machen es die Leute, daß sie auch in die Ferne wirkt?“ „Nun, die Medien müssen, wie ich schon sagte, sehr oft hypnotisiert werden. Dann wird untersucht, ob sie telepathisch veranlagt sind, und das ist häufiger der Fall, als man gewöhnlich annimmt. Reagieren sie auf unausgesprochene Befehle im Schlafzustand, dann spielt die Entfernung keine Rolle mehr. In der Hypnose wird den Opfern immer wieder eingetrichtert: Jeden Abend um zehn Uhr fällst du automatisch in die Hypnose zurück und führst meine Befehle aus! Die posthypnotische Suggestion tritt unbedingt ein. Das Verstehen und Ausführen der gewissermaßen drahtlos gesandten Befehle aber setzt natürlich telepathische Anlage und Ausbildung voraus. Deshalb machten diese Leute ja ihre„Proben“ vor der Aufnahme in die Loge. Es wurde eben in diesen Proben und in den vielen Sitzungen die telepathische Fähigkeit des Opfers geprüft und, wenn sie vorhanden war, ausgebildet. Schließlich genügte ein fernhypnotischer Befehl, um allen Widerständen zum Trotz, die das sich aufbäumende Oberbewußtsein entgegensetzte, den Selbstmord zu veranlassen. So war man immer nach außen gedeckt. Kein Mensch konnte den Verbrechern etwas anhaben. Ich hörte dann, wie es der amerikanischen Polizei beinahe gelungen wäre, das Nest auszuheben, aber die Beamten kamen zu spät. Die Vögel waren bereits ausgeEinige Jahre vergingen. Die Verbrecherfamilie muß nun nach Aegypten gegangen sein. Als die amerikanische Angelegenheit in Vergessenheit geraten war, gingen Frau Herrig und ihr Sohn Leonhard nach Deutschland, um neue Pläne in die Wege zu leiten. Frau Herrig war als ältere, wohlhabende Dame unverdächtig. Allmählich muß sie einen Kreis von Spiritisten um sich gesammelt haben. Leonhard Herrig war mit gefälschten Papieren, deren Beschaffung ihm natürlich eine Kleinigkeit war, als Dr. Sinn, Privatgelehrter, in Berlin aufgetaucht. Infolge seiner wirklich hervorragenden Kenntnisse auf allen psychologischen Gebieten wurden seine Aufsätze von Fachzeitschriften gern gebracht und es gelang ihm, in die Psychologische Gesellschaft zu kommen und sich allmählich einen führenden Platz zu erobern. So war seinem wissenschaftlichen Ehrgeiz Genüge getan und zugleich die Möglichkeit gegeben, unauffällig neue Opfer auszuspähen. Bei einem gelegentlichen Aufenthalt in Aegypten lernten die Verbrecher das Medium Fatime mit seinen außerordentlichen Fähigkeiten kennen und nahmen es mit nach Berlin. Auch Tailor kam nun mit nach Berlin. Nun wurde der verbrecherische Betrieb in vollem Umfange aufgenommen. Ein Opfer nach dem andern fiel. Schließlich wurde das Augenmerk der Polizei auf die Vorgänge gelenkt. Immer wieder tauchten in Berlin Nachrich= ten von solchen rätselhaften Selbstmordfällen auf. Stets waren es Spiritisten. Immer waren sie wohlhabend gewesen und waren dann auf unerklärliche Weise verarmt. Sofort brachte ich diese Fälle mit der entflohenen amerikanischen Tailorbande in Verbindung und bat, mich mit der Untersuchung zu betrauen. Vorsichtig pürschte ich mich an die spiritistische Vereinigung heran. Doch es war nicht möglich, hineinzukommen, ohne Verdacht zu erregen. Dann wäre ich entweder erledigt gewesen, oder die Bande wäre uns wieder entsangen.. M,„ Mich nts m Ich faßte nun den Plan, mich pro forma bestrafen zu lassen, um mich bei der Gesellschaft vertrauenswürdig und hilfsbedürftig erscheinen zu lassen. Das Präsidium wollte zuerst auf den Vorschlag nicht eingehen. Als ich den Herren aber auseinandersetzte, daß es nicht anders ginge, waren sie schließlich einverstanden. Es wurde also zunächst im Präsidium und dann auch in der Oeffentlichkeit durch eine kurze Pressenotiz bekanntgemacht, daß der Polizeiarzt Dr. Schneider wegen unerlaubter hypnotischer Beeinflussung zu neun Monaten Gefängnis verurteilt sei und seinen Posten verloren habe. Nun wartete ich auf eine günstige Gelegenheit, an die Bande heranzukommen. Der Boden für eine freundliche Aufnahme war bereit. Meine Anwesenheit bei dem Tode Ihrer Mutter“, wandte er sich an Daisy,„war rein zufällig. Ich brauchte dringend Erholung und hatte mich zu einer Wanderung durch das Waldenburger Bergland und die Grafschaft Glatz entschlossen. Ich sah durch das Fenster des Gasthauses im Reimsbachtal Ihre Mutter vorübergehen. Ihr seltsames Gebaren fiel mir auf, aber ich ahnte ja nicht, daß ich ein Opfer jener Bande vor mir hatte, die ich verfolgen wollte. Wäre auch nur der leiseste Gedanke an eine solche Möglichkeit in mir aufgetaucht, hätte ich sie vielleicht retten können. So konnte ich leider nur die traurige Nachricht von ihrem Tode überbringen. Hochauf horchte ich, als Sie, Fräulein Brent, mir von der spiritistischen Loge erzählten. Sofort wußte ich, daß ich wieder ein Opfer der Tailorbande vor mir hatte.„„. H michtl, Vor auem lernte ich vden wichtigen Namen Herrig kennen. Trotzdem hätte es vielleicht noch eine Weile gedauert, bis ich in die Geisterloge gekommen wäre, ohne Verdacht zu erregen. Da kam mir der Zufall zu Hilfe. Ich hatte von der arabischen Dienerschaft Frau Herrigs gehört. Als ich nun auf der Straße rein zufällig zwei Herren vor mir arabisch sprechen hörte, wurde ich interessiert, da ich diese schwere Sprache, wie Sie wissen, beherrsche und da sie ja in Berlin höchst selten gesprochen wird. Auf einmal fiel in dem Gespräch der Name Herrig, und nun wußte ich, daß sie mit der Geisterloge in Verbindung stehen müßten. Die beiden waren Tailor und das Medium Said. Said stürzte auf der und wäre überfahren worden, wenn ich ihn oder vielmehr sie,— denn es ist ein Mädchen, Fräulein Brent, was Sie noch nicht wissen werden— schnell beiseite gerissen hätte. Da das Medium durch seine außergewöhnlichen Fähigkeiten ein höchst wichtiges Werkzeug für die Bande war, hatte ich nun einen Stein im Brette durch diese Lebensrettung. Ich wurde gleich mitgenommen zu Frau Herrigs Wohnung. Dort wurde ich vorsichtig ausgehorcht. Man fragte mich nach allem möglichen, nach meiner Herkunft, meinem Bildungsgrad, meinen Vermögensverhältnissen. Ich erzählte nun in größter Offenherzigkeit, daß ich durch meinen Fehltritt aus der Gesellschaft ausgestoßen sei und von meinem Vater auch nur zu Hause geduldet sei. Vermögen hätte ich nicht und ich würde gern jede Gelegenheit ergreifen, um aus diesen elenden Verhältnissen herauszukommen. Frau Herrig und ihr angeblicher Neffe Tailor, der in Wirklichkeit ihr Sohn aus ihrer zweiten Ehe war, blickten sich verständnisinnig an. Ich kannte natürlich ihre Gedanken. Sie glaubten, durch meine Lage einerseits, durch meine okkultistischen Kenntnisse und meine Fertigkeit im Arabischen andererseits ein brauchbares Werkzeug für den„Meister“, den eigentlichen Führer# der Bande, gefunden zu haben. Schließlich machten sie mir den Vorschlag, in seine Dienste zu treten, knüpften aber die schärfsten Bedingungen daran. Vor allem sollte ich willenund kritikloses Werkzeug werden. Dann würde ich gut belohnt werden. Ich sollte mich aber hüten, ein doppeltes Spiel zu treiben. Ich würde beobachtet werden und bei Verrat sei nir der Tod gewif,„reut. Ich muar a. Ich tat natürlich hocherstenll. Ich war es ja auch, nur aus einem anderen Grunde. Ich dankte den beiden tiefbewegt und versprach, ihnen bei ihrem unsichtbaren Meister keine Schande zu machen und alle Befehle pünktlich zu besorgen. Ich bekam nun den ersten Auftrag, Fräulein Brent aufzusuchen, ihr Vertrauen zu gewinnen und sie möglichst von Herrn Hein abzubringen. Wenn mir das gelungen ist, Herr Hein, so wissen Sie ja jetzt, warum es geschehen ist. Ich mußte zuerst di Besehle ausführen, solange es nicht direkt Verbrechen waren, denn eine Festnahme von Frau Herrig und auch von Tailor hätte doch immer noch den Hauptverbrecher auf freiem Fuß gelassen. Sie tragen mir doch nun nichts mehr nach? Ich denke, daß wir jetzt gute Freunde bleiben werden, nicht wahr!“ (Schluß folgt.) Kdtalgostere Wirwef... Schon acht Fußballgaumeister Nach dem ersten Märzsonntag steht die erste Hälfte der insgesamt 16 Gaumeister fest Im Gau Mitte ist der Kampf zugunsten des 1. SV. Jena ausgegangen. Kricket Viktoria Magde= burg verdarb sich die bis dahin noch guten Aussichten durch eine.=Niederlage gegen Steinach 08. Am Niederrhein holte Fortuna Düsseldorf sich den letzten noch fehlenden Punkt zum Meistertitel durch ein:=Unentschieden gegen Hamborn 07. Entschieden ist auch das Rennen im Gau Württemberg, wo die Stuttgarter Kickers siegreich durchs Ziel gegangen sind. 86.„ 55 In Ostpreußen werden die beiden Abteilungssieger Hindenburg Allenstein und Prussia Samland Königsberg in ihren Spielen am 8. und 15. März den Gaumeister ermitteln Um die Meisterschaft des Gaues Pommern stehen sich an den gleichen Tagen der Stettiner SC. und Viktoria Stolv gegenüber. In den übrigen Gauen werden die Entscheidungen chon an den nächsten Spieltagen zu erwarten sein. In Niedersachsen hat nach der Niederlage von Arminia Hannover Werder Bremen die besten Aussichten. in Bayern der 1. FC. Nürnberg. im Gau Südwest FK Pirmasens. Eintracht Frankfurt oder Wormatia Worms und am Mittelrhein Tura Bonn und der Kölner ClP..., gens. Die acht Gaumeister sind: Vorwärts Rasensport Gleiwitz im Gau Schlesien, 1. SV. Jena im Gau Mitte, Eimsbüttel im Gau Nordmark, Schalke 04 in Westfalen, Fortuna Düsseldorf am Niederrhein, Hanau 93 in Nordhessen Stuttgarter Kickers in Württemberg, Polizei SV. Chemnitz in Nieder= sachsen. Aiäoasen Werden sür Leldrsudungen Frauen=Leibesübungen in der Westfalenhalle Der ersten machtvollen Kundgebung des Gaues Westfalen im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen war in jeder Beziehung ein voller Erfolg beschieden In der ausverkauften Westfalenhalle in Dortmund lief am Sonntagabend unter dem vielversprechenden Titel„Olympische Leibesübungen und die Frauen“ ein so vielseitiges Programm, daß tatsächlich alle Erwartungen in den Schatten gestellt wurden Der Leiter der gewaltigen Veranstaltung war der westfälische Gaufrauenturnwart Ueberhoff=Hamm und er gestaltete diese zu einer Werbung größten Stiles für den Gedanken der Leibesübungen Tausend Frauen und Mädchen aus den verschiedensten Sportarten marschierten auf und wurden gleich bei ihrem Einzug mit stürmischem Beifall bedacht. Der westsälische Gauführer, Brigadeführer Lorenz=Münster, sprach markante Worte über die Aufgaben, die den deutschen Frauen und Mädchen im Reiche Adolf Hitlers gestellt seien. Im Kampf der Sprinterinnen siegte in der Gesamtwertung Frl Bittner(Schalke 77) mit 11 Punkten vor Frl. Volkhausen(Dortmund 95) mit 10 und ten sehr eigenartige, aber doch für den Turner sehr nutzreiche Uebungen im Sitzen. Anschließend hatten 60 Rollschuhläuferinnen das Wort. Nach schönen Tänzen folgte ein 60=Meter=Hürdenlauf. den Frl. Silwing(Münster) in.4 Sek. vor Frl. Holze (Witten) und Frl. Dieter(Detmold) gewann. Nach der Pause gab es den„Bunten Bogen“, ein ideenreicher Ausschnitt aus den Uebungsabenden der Vereine Das Handballspiel zwischen Dortmund 95 und Borussia Dortmund endete unentschieden:2. „Zehn Minuten bei den Wettkampfübungen der Olympischen Spiele“, so lautete der Abschnitt des folgenden Turnens der besten westfälischen Turnerinnen, die zudem noch durch Frl. Lensing aus Mettmann und die Düsseldorferin Duntscher eine wertvolle rheinische Verstärkung erfahren hatten. Einen der Höhepunkte bildete zweifellos auch der „Marschtanz“ der Eintracht=Turnerinnen. Eine 10mal==Runde=Staffel beschloß schließlich die Vorführungsfolge. Hier gewann die Dortmunder Mannschaft vor Bochum. Iserlohn und Münster. Das chorische Bewegungsspiel„Olympia“ mit etwa Fußball im Reich Frl. Backs(VfB. Detmold) mit, 9 Punkten. Ein 300 Turnerinnen runoete den#bend ab. schönes Hockey=Spiel folgte. 200 Turnerinnen zeigGihmptadordereilungen der Radfähter andb Straße verden 24 Natonen mit 20 Teinchz. Orichasten und konnen wieder us den. Scolglas Warnung des Jachamtes Fußball im Gau Westfalen Bei Ausschreitungen unnachsichtlich schwere Strafe Der Rechtswart der Fachschaft Fußball im Gau Westfalen hat den Tabellenführer der Bezirksklasse in der Gruppe Münster, Spiel und Sport HülsSinsen, wegen der Ausschreitungen beim Meisterschaftsspiel gegen Viktoria Recklinghausen bis zum 10. April 1936 für alle Spiele gesperrt. Durch diese Maßnahme kann der Verein an vier Meisterschaftsspielen nicht teilnehmen und wird dadurch die Gruppenmeisterschaft verlieren. Die Ausschreitungen beim Meisterschaftsspiel des Spiel= und Sportvereins Witten 07, gegen den MBV. Linden gaben ebenfalls Veranlassung zur Einleitung eines Verfahrens gegen Witten 07. Bis zum Abschluß des Verfahrens bleibt der Verein für alle Spiele gesperrt. Es wird erwartet, daß diese Strafen eine ernsthafte Warnung für alle Vereine und alle Anhänger des Fußballspieles bedeuten, und daß in Zukunft unter allen Umständen derartige unsportliche und das Ansehen der Bewegung schwer schädigende Ausschreitungen verhindert werden. Die Vereinsführung und alle Mitarbeiter in den Vereinen müssen dafür sorgen, daß durch ausreichende Schutzmaßnahmen Ausschreitungen von Spielern und Zuschauern unterbleiben. In allen Fällen dieser Art werden unnachsichtlich die schwersten Strafen verFachamt Fußball im Gau 9 gez. Jersch, Gaufachamtsleiter, gez. Eichholz, Gaurechtswart. mern erwartet. Das bedeutet eine gewaltige Zu nahme gegenüber allen früheren olympischen Radsport=Wettbewerben, namentlich gegenüber Los Angeles, das nur wenige europäische Radfahrer in den Wettbewerben gesehen hat Aus England, Holland. der Schweiz. Italien und Deutschland wird für Berlin die höchst zulässige Anzahl von Teilnehmern, und zwar 14, erwartet. Weitere vorläufige Meldungen liegen vor von Polen, Schweden, Belgien, Ungarn, Bulgarien, Jugoslawien, Finnland, Norwegen. Japan. den Vereinigten Staaten und Pern. Mit der Meldung von Radfahrern aus Dänemark, Frankreich, Spanien, Oesterreich, Luxemburg, Rumänien, Tschechoslowakei und der Türkei ist zu rechnen.... Die Vorbereitung auf die als Straßenrennen für deutsche Fahrer sehr kurze Olympiastrecke kommt in der Bestimmung des Radfahrer=Verbandes zum Ausdruck, die für das Jahr 1936 selbst in den klassisch gewordenen Straßenrennen die 100=Kilo= meter=Strecke vorschreibt. Die olympische Straßenrennstrecke führt vom Start auf der Autorennbahn „Avus“ entlang. Am Südtor der Avus kommen die Fahrer auf die Landstraße, fahren über die Havelberge und gelangen über den Scholzplatz, wo die Läufergruppe von Lederer steht, auf die Heerstraße. Hinter dem Olympischen Dorf biegen die Fahrer Nordmark: Hamburger SV— Viktoria Hamburg.1; Sperber Hamburg— Altona 93:0; Palizei Lübeck— Phönix Lübeck:2. Nordhessen: SV. Kassel— Bad Nauheim•1; •B. Friedberg— Kurhessen Marburg 111. Baden: Phönix Karlsruhe— Freiburger FC. :2, Amicitia Viernheim— VfR. Mannheim:1; VfL. Neckarau— Karlsruher SV.:1; Germania Brötzingen— SV Waldhof:0. Württemberg:„Ulmer FV. 94— Stuttgart 311; SC Stuttgart— VfB. Stuttgart :3: Sp. Vgg. Cannstatt— SV. Feuerbach:0; FV. Zuffenhausen— Stuttgarter Kickers:2. Bayern: Wacker München— Spielvgg. Fürth :1, 1 FC. Nürnberg— ASV Nürnberg:0; SC. Schweinfurt 05— BC. Augsburg:3. Fortunas Polenreise Der neue Niederrhein=Gaumeister, Fortuna Düsseldorf, unternimmt Pfingsten eine Polenreise und wird auf derselben drei Spiele austragen. Am. 30. Mai findet das erste Spiel gegen Warta Posen statt, am 1. Juni ist Warscawianca Warschau der Gegner und am 3 Juni wird Fortung von K. Lodz erwartet. In den beiden letzten Spielen ist allerdings ein Austausch möglich. Auf der Österreise nach Berlin trägt Fortuna Karfreitag noch ein Spiel in Schwerin aus. Schlußtermine der westfälischen Gäuliga 15. März: Schalte 04— Sp Bag, Herten; Ger Zusammenstellung der Rennmannschaften der euro= Amur. 2 mania Bohum— Hüsten: Preußen Münster— Teischgni, ausschlggebend ist zür März: Sp. Vgg. Herken— SV. Höntrop. in der bevorstehenden Rennzeit. Lange vor der Sochum. Vermanig jagezegige. s“i genommen Auf den großen Rennbahnen Richtung zu befahren. Am Südtor gelangen die Fahrer wieder auf die Avus, an deren Nordtor sich das Ziel befindet. Die Strecke weist nur an der Havel größere Steigungen auf, hat bis auf die Durchfahrten durch die Ortschaften gutes Pflaster und besitzt auf der Avus eine fast 10 Kilometer lange Gerade, die eine einwandfreie Entwicklung des Endkampfes verbürgt., Die Bahnrennen, die auf der für die olympischen Wettbewerbe eigens geschaffenen Radrennbahn auf dem Berliner Messegelände zum Austrag gelangen, werden auf deutscher Seite die seit Jahren auf die olympischen Kämpfe vorbereitete Nationalmannschaft am Start sehen. Die Schulung der olympischen Kernmannschaft erfolgt in einer Anzahl von Bahnwettbewerben auf den verschiedenen deutschen Bei den olympischen Bahnrennen werden die deutschen Radfahrer auch das Reigenfahren, das Kunstfahren und das Radballspiel zeigen. Für die Wanderfahrer aller Länder wird eine Sternfahrt veranstaltet.., Gahx Ei.r dem Die Radsport=Wettbewerbe auf der Bahn finden am., 7 und 8. August, jeweils um 18 Uhr statt, das olympische Straßenrennen am 10. August mit dem Start um.30 Uhr. Ohliger(Düsseldorf), Maus(Dortmund); 200 Meter Brust;„Genenger(Krefeld),„Hölzner (Plauen), Wollschläger(Duisburg), Pollack(Spandau); 100 Meter Rücken: Stolte(Düsseldorf), Rupke(Ohligs), Arendt, Halbsguth(beide Charlottenburg), Kellermann(Hamm), Heiling(Dortmund); Springen: Schieche(Spandau), Jentsch (Berlin), Heinze(Schöneberg), Hardekopf(Hamburg). hörde 29 westfälischer Mannschaftsmeister Siegfried Wanne=Eickel mit 3425:3180 geschlagen In Wanne=Eickel kam am Sonntag vor sehr gutem Besuch der Endkampf um die westfälische Meisterschaft im Gewichtheben zwischen Hörde 29 und Siegfried Wanne=Eickel zum Austrag. Trotzdem die Hörder im Halbschwergewicht ohne den der Olympiakernmannschaft angehörenden Menz antreten mußten, blieben sie dennoch mit 245 Pfund Vorsprung klarer Sieger. Unter der Leitung des Gausportwarts Haverkamp brachten die einzelnen Teilnehmer folgende Gewichte zur Hochstrecke: BantamDer faiser für Wen? Die Auto-Rennmannschaften für die Saison 1936 orihtngg gpwen diesen Wochen die erten Proße Reptun Dortmund gewinnt in Hamm fegrgeg=geino## warhen, und gul. Be Europas sind in gaarten nacht woroen und alle Veteiligten, uue Zereinskämpfe im Schwimmsport statt, die vom Preis von Pau“ vor sich Die deutsche Industrie Len und deren Reineribe den Winterhilswer zu. stalleniche, Verigzek Peamischekt richeisges! ss. geführt wurde„Dgs Treffen zwischer., Rote Erde der Spitz begzeginn jedach erst am 13 April mit Hamm und SB. Vserlohn=Shleddenhosen Mäne Hem“,Grlgen Preiz von Monaco', desen Ergebbeumwe g Sorzpvxgaitabeltbewerben für sch nise als erkte Rengen süx die Euregenesterischelt ver als aug, ven ven Vrauznwetbenjahe g, u,x5t, niste ai. ers.)en., Das Stärteverhättuis zwpisgen enischeiden. Nur das Kuntspringen log die.)er, Hen Fahriken Hürfte sich gegen das Vorjahr taum lohner ersolgreich, Von den acht Stafeln vegßasz, verändert haben Die Entschedungen werden sich Rote Erde sechs und Verlohn zwei. Auch dos Hhaf, voxaussichtlich wieder zwischen Deutschland(Mererballpiel zwischen den beiden ersten zwar sieg, eedes=Benz und Auto=Union) und Italien(Asa ten wurde ein Erfolg der Hammer, und Ap gganden Romeo und Maserati) abspielen. Frankreichs Beten se mit 6: Im zweiten Vereinslamp, vunnv, mühungen um einen gleichwertigen Nennwagen 86 die Hommer, Hexie(ger Zeggng und Reptun haue.„pach an, ohne disher einen Erfolg gezeitigt Dortmund gegenuver Von den sieven ausgetrage; dauern noch an nen Staffeln gewannen die Dortmunde: Mann, Rescedes. Benz hat nach wie vor in Rudie Sammer drei. Do= dwischegpiegden te. zie polf Caraeciola, dem Eurovameister und heiten durchgeführte Waserbomiste1,—für sich sieger von 1935, seine stärtste Stütze. Neben FaHammer Spielvereinzggns,ech,wit 1.„,grt, gioli und Manfred,.von Sxauchitsch, verdient noch sceden Bud e Sop se siegten glat mit 12=6. Frankreiche Meitersahrer Louts Chiron bgzwarge, für den Es vurden vier Staffeln geschwommen, die nur Nachwuchs ist in erster Linie Lang zu nennen. besen ungenee Sue giesenen Kugang oliedgr der Oiunzeke Zirsgelisiehze Bifz. Nämuer dat das rresen einen unenzaroenen Aussans und grauen eingeladen. uge Kutuge. aeiste der für vit 1212 Bunkten nahm. Hortmund vorgesehenen Olympia=Kandidaten hat Onmpia=hernmannschasft in Vortmuno)“ Paz aiz, Vo. ozsr. Cia. bishsei Sbent. Die Hauptstreitkräfte der Auto=Union sind wieder Hans Stuck, der deutsche Bergmeister, Achille Varzi und Bernd Rosemeyer, der sich im vergangenen Jahr überraschend schnell zu einem wirklichen Meisterfahrer entwickelte, zur Zeit allerdings noch krank ist Neu verpflichtet sind Ernst von Delius(bisher BMW) und der bekannte Adler=Langstrecken= und Rekordfahrer R. Hasse, während Paul Pietsch ausgeschieden ist. Die Scuderia Ferrari verfügt für ihre neuen 12=Zylinder=Alfa=Romeo über Tazio Tadini: René Dreyfus und Louis Chiron sind ausgeschieden.— Maseratis Firmenmannschaft. sich auf Graf Trossi, den Turiner Herrenfahrer Revere und den Motorradrekordfahrer Omobono Tenni. Die Seuderia Subalpina fährt mit Conte della Chiesa, Pietro Chersi, P. Dusio und Eugenio Siena ebenfalls Maserati=Fabrikate. — Bugattis Team setzt sich aus Robert Bénoist, Jean=Pierre Wimille, Pierre Veyron und A. Williams zusammen, zu denen noch der Stall Dijon, eine private Gruppe, kommt.— Bei den Kleinwagen steht die englische Marke ERA im Vordergrund. Earl Howe und Raymond Mays haben in dem Franzosen Lehoux, der immer noch vergeblich auf seinen Sefac wartet, eine Verstärkung erhalten.— Die Liste der„Unabhängigen“ ist daneben natürlich recht groß, von denen u. a. auf Alfa Romeo die Engländer C. Martin, R. Shuttleworth, C. Staniland, die Franzosen Raymond Sommer und Raph sowie der Spanier de Villapadierna fahren; Maserati bevorzugen L. Hartmann=Ungarn, H Rüesch=Schweiz, der Italiener Gigi Sofmietti und Philippe Exancelin=Frankreich. In der Sportwagenklasse wird man in diesem Jahre so bekannte Fahrer wie René Dreyfus(Talbot) und R. Seaman(Delage), der auf ERA so erfolgreiche Engländer, finden. (beide Bremen), Nüske(Stettin), Przywara(Hindenburg). Schulze(Magdeburg), Bachmann(Dortmund): 100 Meter Rücken: Simon(Gladbeck). Ruhfuß(Witten), Schlauch, Schwarz(beide Wünsdorf), Gerstenberg(Magdeburg), Rundmund(Erkenschwick): 100 und 200 Meter Brust: Sietas (Hamburg), Schwarz(Göppingen), Ohliaschläger (Trier), Balke(Dortmund); Springen: Mahraun (Berlin), Lorenz, Esser(beide Wünsdorf), Weiß (Dresden). Hoff(Wien). Frauen: 100 Meter Kraul: Pollack. Schmitz (beide Spandau), Arendt, Halbsguth(beide Charlottenburg), Groth(Breslau), Lohmar(Bonn), Neumann=Wanne 380 Pfund: Leichtgewicht:, B ögr: becker=Hörde 545 Pfund. Diederich=Wanne 550 Pfo.; Mittelgewicht: Gers=Hörde 610 Pfund, BingerWanne 555 Pfund; Halbschwergewicht: PetryHörde 605 Pfund, Widua=Wanne 605 Pfund; Schwergewicht: Velten=Hörde 660 Pfund, Nockemann=Wanne 615 Pfund. Gesamtergebnis: 3425:3180 Pfund. 50 000 am Holmenkol Klare Ueberlegenheit der Norweger Leichtes Schneegestöber, das seit 20 Stunden über Oslo und seine Umgebung niederging, konnte dem Besuch des Sprunglaufes der berühmten Holmenkol=Rennen keinen Abbruch tun. 50000 Zuschauer hatten sich zu diesem größten Skifest der nordischen Länder eingefunden. In mühsamer Arbeit war die Schanze in guten Zustand gebracht worden und nach dem ersten Durchgang brach sogar die Sonne durch. Reidar Andersen, der mit 52 Meter den Schanzenrekord hielt, ging als Favorit des Spezialsprunglaufes in den Kampf. Mit zwei prächtigen Sprüngen von 48 und 47,5 Meter siegte er auch mit der Note 225.60 vor seinen Landsleuten Sigurd Sollid. Arnold Kongsgaard und Birger Rund, der mit Weiten von zweimal 47.5 nur Vierter wurde. Von den Deutschen schnitt Günther Meergans am besten ab Mit der Note 206,6 und Sprüngen von 44 und 43 Meter belegte er den 38. Platz. Kurt Körner stand 44,5 und 45 Meter, Loisl Kratzer 42,5 und 42 Meter. Paul Kraus kam im ersten Durchgang auf 44.5 Meter, stürzte aber beim zweiten Sprung. Im Kampf um den Königspokal in der Kombination trug Olaf Hoffsbakken den Sieg davon. Seine Sprünge von 42,5 und 45 Meter sicherten ihm in der Gesamtwertung mit der Note 442.90 den ersten Platz vor Oddbjörn Hagen und Bernt Oesterklöft. Willi Bogner hatte Pech Nach einem 45=Meter=Sprung stürzte er im zweiten Durchgang und belegte nur den 50. Platz. Lediglich Reiser stand beide Sprünge mit 36 und 38,5 Meter, aber er hatte im Langlauf zu schlecht abgeschnitten. Hechenberger stand seinen ersten Sprung nicht und kam beim zweiten auf 45 Meter. Kanadas zweiter Eishockensieg in Berlin Im wieder ausverkauften Berliner Sportpalast wurde am Sonntagabend das zweite deutsch=kanadische Eishockeyspiel ausgetragen. Die gegenüber dem Vortage auf einigen Posten verstärkte deutsche Mannschaft— für Kaufmann stand Rohde im Tor. während im Sturm Ball und George mitwirkten— hielt sich diesmal ganz ausgezeichnet und wurde mit:1(:1.:0.:0) wesentlich knapper geschlagen. Durch Schwarz gingen die Deutschen in Führung, doch kam Kanada durch drei Tore von Far„ guharson und Farmer=Horn zum verdienten Siege. Aie Ai ür Gim Putt. Von Peter Müllritter. Teilnehmer an der deutschen Nanga-Parbat-Expedition 1934 In München fand als Abschluß der Winterolympiade die Uraufführung des Films„Nanga Parbat“ statt. Er besteht ausschließlich aus Original= aufnahmen von der deutschen NangaParbat=Expedition 1934, bei der vier Deutsche in heroischem Ringen um den Bergriesen des Himalaja ihr Leben ließen. Die folgenden Ausführungen Peter Müllritters bildeten den Hauptinhalt eines Vortrages anläßlich einer Pressevorführung des Filmwerks. Lebhaft erinnere ich mich noch einer Expeditionssitzung in München im Januar vor unserer Ausreise, welche die Mitnahme eines Films zum Gegenstand der Beratung hatte. Willy Merkl, unser Führer, und Fritz Bechtold, die bereits 1932 am Nanga Parbat waren, hatten zahlenmäßiges Material zur Filmausrüstung und deren Transport beigebracht. Es ist vielleicht ganz interessant, einiges davon mitzuteilen. Angenommen wurde zunächst ein Filmmaterial in Normalformat mit einer Länge von 15000 Meter, eine Materiallänge, die bei der Schwierigkeit der gestellten Aufgaben nicht zu hoch gegriffen schien. Diese 15000 Meter Normalfilm wiegen in tropenfester Verpackung etwa 1760 Klg. Adolf Hitler hat Pasang mit seinen 4 Kameraden im August vorigen Jahres als äußeres Zeichen der Anerkennung für übermenschliche Leistung und vorbildliche Kameradschaft das Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes verliehen. Bechtold und Pasang mit ihrer Kamera bildeten eine unlösliche Einheit. Sie war fast sprichwörtlich geworden auf der Expedition. Ich selbst, der ich als Standphotograph den Film beglei#te und an seiner Herstellung tätig mitwirkte, weiß um die vielen Schwierigkeiten, Entbehrungen und Rückschläge, die diese Arbeit mit sich brachte. Die eigentlichen Schwierigkeiten begannen erst am Berg und wuchsen mit jedem 1000 Meter Höhe quadratisch. Nicht immer wurde die Filmabteilung beim Eintreffen in einem Lager mit übergroßer Begeisterung empfangen, denn Filmen in dieser Höhe bedeutete schwerste Ueberwindung und harte Arbeit, auch für den Darsteller. Ebenso unerschöpflich wie erheiternd waren die Verhandlungen und Kämpfe Bechtolds mit dem jeweiligen Transportleiter, wenn es galt, eine oder mehrere Lasten Filmmaterial in die Hochlager zu bringen. Jede Trägerlast am Berg ist wertvollstes Gut. Sie ist im Sinne des Ziels nur dem Transport der nötigsten Ausrüstungsgegenstände, wie Zelte, Schlafsäcke, Proviant und Benzin vorbehalten. So wurde manche Filmkiste Bechtolds zum endgültigen Transport gevierteilt— sehr oft aber auch ganz gestrichen. Da war es Passang, der stets in solch schwierigen Zeiten des Films einen Ausweg wußte. Nicht nur, daß er neben seiner Kameraarbeit Filmlasten von 50—70 Pfund auf Höhen von —7000 Meter schleppte, er war auch unermüdlich erfinderisch tätig im Auffinden unerlaubter Wege des Filmtransports. Nach getanem Tagewerk, wenn der Weg weit, die Kleider naß, der Rucksack schwer, der Schnee tief und der Wind kalt war, begann im Hochlager beim herrlichsten Schlußlicht des Abends nochmals unsere harte Filmarbeit. Es war nicht immer leicht, Teilnehmer und Träger aus den wohlverdienten Schlafsäcken zur Aufnahme an die Kamera zu holen. Der größte Feind jeglicher Arbeit und damit des Filmschaffens am Berg ist die Höhe. Der menschliche Organismus als Verbrennungsmaschine gesehen, braucht, besonders wenn er harte Arbeit leisten soll, Sauerstoff. Der Normalbarometerstand der Atmosphäre beträgt 760 Millimeter, der in 8000 Meter Höhe etwa nur mehr 280 Millimeter. Beinahe im gleichen Verhältnis erfolgt der Ausfall an benötigtem Sauerstoff. Diese bedeutende Luftverdünnung führt trotz aller Gewöhnung an große Höhen immer mehr zu einem Mangel an Entschlußkraft, zu Atemnot, die jede, auch die kleinste Bewegung zeitlupenhaft langsam werden läßt. In einer Höhe von—8000 Meter werden zu einem Schritt 5 ganze Ein= und Ausatmungen gebraucht. Nicht lebensnotwendige Bewegung, wie z. B. Filmen und Photographieren, kostet ein gerütteltes Maß von Ueberwindung. Nur eine grenzenlose Liebe zur Sache und ein unbeugsamer Wille zur Aufnahme konnten die letzten Szenen in den obersten Hochlagern vollbringen lassen. Durch die Güte des erzielten Materials war es möglich, den Schmalfilm auf Normal= film umzukopieren und ihn so all jenen zugänglich zu machen, die mit Begeisterung und Anteilnahme das Geschehen der deutschen Himalaja=Expedition verfolgt haben. Wir glaubten es dem aufrechten Geist des Unternehmens schuldig zu sein, bei der Herstellung des Films ausschließlich Originalaufnahmen zu verwenden und keine in den Alpen gemachten Ergänzungsaufnahmen einzufügen. So ist es gelungen, ein wahres Dokument dieses bedeutsamen deutschen Unternehmens zu schaffen, bei dem vier der besten deutschen Bergsteiger, darunter Willy Merkl, der Führer und Organisator der Expedition, und sechs brave Darjeelingträger ihr Leben für das gewaltige Ziel gaben. „*„ Plauderei mit Peter Östermayr## Von Pario Heil de Brentani Mater: Tobis-kuropo-Filn Jung, schön, verwöhnt. Sie kann sich jeden Wunsch erfüllen— doch als ihr Herz spricht, eriebt sie(Gina Falkenberg) ihre erste große Entfäuschung, denn Heinz Wiegand(Gustav Fröhlich) entscheidet sich für die Herrin von Campina(Dorothea Wieck),-Die unmögliche Fraue— ein neuer I. K. Eine-Allianz-Film der Tobis-Eurona. Unser Gesamtgepäck war in einzelne Trägerlasten zu je 22 Klg. aufgeteilt, so daß wir allein zum Transport des Filmmaterials 80 Träger benötigt hätten. Um diese Träger bis zum Hauptlager am Fuße des Berges zu verpflegen, hätten wir weitere 20 Träger benötigt und für deren Proviant weitere 5 Mann usw. Dabei soll noch gar nicht von dem Transport der schweren, unhandlichen Normalfilmapparatur gesprochen werden, auch nicht von den unüberwindlichen Schwierigkeiten, all diese Lasten in die vorderste Stellung, hinauf in die großen Höhen am Berg, zu bringen. Es wurde darum beschlossen, einen Schmalfilm zu drehen. Fritz Bechthold, der heutige Expeditionsleiter, wurde der Kameramann für den Nanga=Parbat=Film. Durch die Wahl des Schmalfilms konnte das Gewicht des Filmmaterials und die entsprechend benötigten Träger auf den 8. Teil herabgedrückt werden. Die kleine handliche Siemenskamera im Rucksack verstaut, war aber überall zur Hand, wo es galt, ein Stück lebendige Handlung der Expedition einzufangen, zu Pferd während des langen gewaltigen Aufmarsches oder droben in den Eiswänden am Berg. In 10 Kisten, tropenfest eingelötet und je 22 Klg. abgestimmt, ging unser Filmmaterial auf die Reise. Zu Schiff, zu Bahn, auf Pferde= und Trägerrücken und zuletzt— in den Hochregionen— im Rucksack der Sahibs, wanderten die kleinen Filmkassetten ihrer Bestimmung entgegen. Sie waren der Augapfel und die stete Sorge unseres Kameramannes Fritz Bechtold. Undankbar wäre es heute, nicht eines Mannes zu gedenken, der neben Fritz Bechtold vielleicht den hervorragendsten Anteil an dem Erfolg der geleisteten Filmarbeit hat. Es ist Pasang, einer der berühmtesten Darjeelingträger, der 1. Leibdiener Bechtolds, der während des ganzen Unternehmens als KameraAssistent tätig war. Pasang ist einer jener 5 ausgezeichneten Träger, die nach dem Unglück am Berg im Juli 1934 noch vom Gipfelturm zurückkamen. Der Führer und Reichskanzler Peter Östermayr, der Produktionsleiter, hat mich zu einer kleinen Plauderei über seine Arbeit gebeten. Aber im Atelier ist wenig Muße dazu; kaum haben wir einen Satz begonnen, so stürzt schon ein eilfertiger Assistent daher: „Herr Östermayr, der Herr K. meint... Herr Östermayr, die Y. denkt... Herr Östermayr, Z. und W. wollen erst morgen.“ Nein, der Interessenten sind zu viele... Und darum gehen wir hinauf zu den Schauspielergarderoben. Eine davon ist das Generalstabsquartier des Produktionsleiters. „Etwas klein, Herr Östermayr, ich habe mir so eine Kommodenzentrale anders vorgestellt!“ „Ah, weil's so eng ist herinnen", lacht Östermayr,„dös is ja auch nur ein kleines Feldquartier, die Schlachtpläne sind längst fertig, die Schlacht geht schon seit zehn Tagen drunten in der Tonhalle.“ Die Schlacht— das ist der neue ÖstermayrTonfilm der Ufa„Schloß Vogelöd“.„P. .“, der kräftige Münchener mit dem grauen Schopf, erzählt mir, warum er zu seinen Filmen die Ganghoferstoffe und nun diesen ähnlichen Stoff von Rudolph Stratz gewählt hat: „Ich habe den Beweis geliefert, daß die Ganghofer=Romane gar net„verstaubt“ oder „altmodisch“ sind. Man muß den Kern herausschälen, und das haben wir mit gutem Erfolg auch gemacht. Obwohl sie zuerst alle gelaufen kamen: Laßt die Finger weg, es gibt nix Gscheits. Das Drehbuch zu meinem ersten Ganghofer=Film habe ich selbst geschrieben und den anderen Drehbuchverfassern den Weg haargenau gezeigt: So will ich's haben! Ganz natürlich, ohne Phrasen und unechtes Milieu. Wenn man's echt darstellt, kann man fast jede Umgebung zeigen. Die„Grafen"=Filme und =Romane waren oft so schlecht, weil sie„imponieren“ wollten und sich dabei der billigsten Mittel bedienten. Aber dafür kann doch der Herr Graf nix, den ich in den Mittelpunkt der Handlung stelle! Also Friedrich Ulmer bei seinen Filmen, oder jetzt: Hans Stüwe im „Schloß Vogelöd“! Es hat mir Spaß gemacht, grad den allergefährlichsten Stoff zu nehmen, also zum Beispiel den Roman„Die Heilige und ihr Narr". Wir haben damit Gelegenheit gehabt, nachzuweisen, ob wir Menschen irgendeiner Umgebung darstellen können oder nicht, und wenn ich jetzt meinen neuesten Tonfilm„Standschütze Bruggler" bald ins Atelier geb’, weiß ich schon genau: das ist nun ein ganz zeitnaher Stoff, aber genau so sorgfältig und echt charakterisiert wie bei den „gefährlichen“ Stoffen müssen die Gestalten des Romans von Graf Bossi=Fedrigotti, dem Südtiroler, dastehen! Darum arbeite ich auch mit einer Reihe von Menschen, denen ich net groß daherzukommandieren brauche, wir gukken uns an und verstehen uns, und wer glaubt, er kann die Rolle in der vorgeschriebenen Fassung nicht echt genug spielen, der Frübstdek im Schloß Zesch-Ballot, Hans Stüwe, Carola Höhn und Käte Haack in„Schloß Vog : Heter: Tobis Europo-Flim Sicht so eine ronmögliche Fraus aus?! Allgemein hat man eine andere Vorstellung davon, und auch Heinz Wiegand(Gustav Fröhlich) ist begeistert von Illeana Manescu (Dorothea Wieck), der Herrin von Campina, die für den jungen deutschen Ingenieur die schönste, herrlichste, begehrenswerteste Frau von der Welt bedeutet.„Die unmögliche Fraue heißt der neue T. K. Eine-Allianz-Film der TobisEuropa, der unter der Regie von Johannes Meyer nach dem Roman von Mia Fellmann Madame will nicht heiratent gedreht wurde. sagt's frei heraus, und dann kümmere ich mich drum.“ „Ich habe vorhin zugesehen, wie Sie während der Einstellung der Kamera mitmachten und den Mann an der Kamera berieten...“ „Sehen Sie, da haben Sie gleich den Grund für unsere gute Zusammenarbeit: ich komme nämlich von der Photographie her und verstehe meine Sache mindestens ebensogut wie mein jeweiliger Kammeramann, und ich war auch lange Regisseur und verstehe was von der Dramaturgie und von der Darstellung. Ich kenn' mich überall gut aus, das wissen die Arbeitskameraden gut, und deshalb geht alles so ruhig ab bei uns, und wenn einer aufgeregt herumläuft, fällt er gleich auf.“ „Mir ist bei allen Ihren Filmen aufgefallen, daß sie niemals die Handlung ausgeschlachtet haben; es blieb immer ein leiser Wunsch nach der Auflösung des Spieles zurück, man hat sich niemals ganz und gar sattgesehen, und man wurde erst recht niemals von einer überspielten Szene gequält oder gelangweilt. Es scheint mir dabei wie mit den Leckereien zu sein: ein kleines Hungergefühl muß übrigbleiben, sonst ist der Höhepunkt des Genusses überschritten, und man behält ein schales Gefühl im Munde.“ „Das Anspielen ist gewöhnlich eine Anfängerkrankheit, aber nun müßte ich Ihnen etwas von den geschickten Ueberschneidungen erzählen, und das wird gewiß keinen Ihrer Leser interessieren. Ich freue mich sehr über die Feststellung; denn es kommen immer wieder gute Freunde und beschweren sich darüber, diese oder jene Szene wäre doch„so unendlich dankbar“ gewesen, da„hätte man doch etwas ganz anderes daraus machen“ können! Es ist schon so; sagen wir's grad' und bayrisch heraus, wie man das bei uns in München so tut:„Überfress'n ist ärger als gar net essen“! Nun kann ein gelehrter Spezialist dahergehn und kann zwei Bücher drüber schreiben: die Wahrheiten kann man in ein paar Worten viel klarer sagen! Und im übrigen hat schon Lessing nir davon wissen wollen in seinen dramaturgischen Abhandlungen. Das ist eigentlich, wenn ich mir's recht überleg', das ganze sogenante Geheimnis dieser Östermayr=Filme, über die sich so viele Leute die Köpfe zerbrochen haben. Und ich schreibe auch weiterhin an den Drehbüchern mit und seh' drauf, daß sie ebenso, wie ich sie unterschrieben habe, verfilmt werden. Die Ueberschlauen, die plötzlich gelaufen kommen und diesen oder jenen„genialen Einfall“ haben, haben immer unrecht und zerren den ganzen Film auseinander. Ein Dichter setzt ja auch keine neue Zeile mitten hinein, wenn das Gedicht fertig ist. Und wenn ich mir jetzt alle Ganghoferstoffe bei den Verlagen gesichert habe, so will ich nicht etwa bis an mein Lebensende Ganghofer drehen; aber ich will verhindern, daß nun alles Ganghofer dreht und meine eigene Arbeit dadurch, daß es mancher falsch anpackt und dann wirklich „altmodische“ Filme macht, in Verruf bringt. Meine Filme sollen gute Volksfilme sein, und wer ein Herz hat, soll ihren Sinn tiefer aufspüren, als wir's aussprechen, dann wird er die Kunst in ihnen finden, die wir angedeutet haben. Kunst„für die Masse“ gibt's nicht, immer nur für den anständigen deutschen Menschen. Und der hat allerdings immer das gleiche Herz und das gleiche deutsche Gemüt.“ Ich verabschiede mich von Peter Östermayr. Ein echter, volkstümlicher Künstler ohne „Komplexe“, hat mir mit ein paar schlichten Worten eine größere Problematik umrissen, als zwanzig fremdwörterbesessene Theoretiker! „Freie Arbeit, freie Wirtschaft, Weltwirtschaft Massenkundgebung der Kommission für Wirtschaftspolitik der NSDAP. onb. Leipzig, 2. März. Zum dritten Male veranstaltete die Kommission für Wirtschaftspolitik der RSDAP aus Anlaß der Leipziger Messe eine große Kundgebung. Die Halle, in der auch die große Reichstagungen der DAF. stattfinden, war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die außergewöhnliche Bedeutung der Kundgebung kam in der Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste zum Ausdruck. Wirtschaftsminister Lenk eröffnete die Kundgebung mit Willkommensgrüßen der sächsischen Regierung und der Leipziger Messe. Anschließend sprach der Vorsitzende der Wirtschaftskommission Bernhard Köhler. Als letzter Redner sprach der Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley. Einleitend führte er aus, daß die riesige Leitungsschau der Leipziger Messe die deutsche Arbeit in ihrer Vielgestalt zeige wie nirgends anderswo. Eleichzeitig zeige diese Schau den Weg, wie das deutsche Volk sich den Platz an der Sonne, auf den es ein Anrecht habe, wieder erobern wolle, nicht mit Waffen, Kanoceen und Maschinengewehren, sondern mit seiner Leistung. Wir haben, erklärte Dr. Ley, keine Reichtümer wie die übrigen Völker. Wir haben aber den schöpferischen faustischen Geist, und er ist das einzige, aber auch unerschöpfliche Kapital, das wir einsetzen können. Es zu fördern und zu hüten, ist unsere große Aufgebe. Deshalb haben wir uns in unserer sozialen Ordnung drei große Ziele gesteckt. Erstens wollen wir den deutschen Menschen eine ausgezeichnete Berufserziehung geben, der ungelernte Arbeiter muß verschwinden. Sodann wollen wir vernünftige Arbeitsmethoden schaffen und schließlich ein gesundes Arbeitsverhältnis unter den deutschen Menschen herbeiführen. Neben den Reichsberufswettkampf werde der Reichsleistungskampf treten, dessen Ziel der Musterbetrieb sei. Der Führer habe hierzu bereits seine Einwilligung ausgesprochen und in den nächsten Monaten würden die Richtlinien hierfür herausgebracht..6 In bezug auf das Arbeitsverhaltnis tennte Dr. Ley das partriarchalische Verhältnis von Knecht und Herrn ebenso ab wie die liberalistische Behandlung der Arbeit als Ware, die notwendig den Klassenkampf zur Folge haben Für uns, erklärte Dr. Ley unter lebhaftem Beifall, sind Arbeiter und Unternehmer Soldaten der Arbeit, die alle gemeinsam einer Mission dienen, wie der Soldat, gleichgültig, ob General oder Musketier, seinem Vaterland dient. Sie haben eine gemeinsame Ehre. Das schönste Vorrecht dessen, der zu befehlen hat, ist darin zu sehen, daß er für den, den er befiehlt, sorgt. In der Fürsorge liegt das Prinzip des Führers. Der Runp, in Lomdten dieren flüchtende Abteilungen— Erbitterte und harte Kampfe dub. Rom, 2. März. Heeresbericht Nr. 143. Marschall Badoglio drahtet: „Die zweite Tembien=Schlacht, die am 27. Februar mit dem Vormarsch des EingeborenenKorps von Norden und dem des dritten Armeekorps von Süden aus begonnen hatte und in erbitterten Kämpfen ihren Fortgang nahm, ist mit einem glänzenden Sieg zu Ende geführt worden. Die Streitkräfte des Ras Kassa und des Ras Seyoum versuchten verzweifelt in heftigen Gegenangriffen teils in der Richtung des Weri=Ueberganges, teils bei der Flanke des dritten Armeekorps durchzubrechen und sich so aus dem zermalmenden Druck der Zange zu befreien. Die feindlichen Spitzengruppen wurden überall in die Flucht geschlagen und erlitten große Verluste an. Mensch und Material. Der gesamte Bagagetroß wurde erbeutet. Zum ersten Mal haben ganze Abteilungen der Abessinier geschlossen die Waffen gestreckt. Die Reste der feindlichen Armee suchen ihr Heil in der Flucht. Sie werden ohne Unterlaß von Hunderten von Flugzeugen verfolgt und mit Bomben belegt. Die Flieger geben dadurch der Schlacht eine weite Ausdehnung und erhöhen ihre Wirkung. Unsere Verluste sind nicht nennenswert; sie werden mitgeteilt werden, sobald sie einwandfrei feststehen. Die Auflösung beim Feinde ist vollständig. Nach der Niederlage des Ras Desta und des Ras Mulugheta mußten nunmehr zwei andere hervorragende Führer des abessinischen Heeres die entschiedene Ueberlegenheit der italienischen Waffen anerkennen.“ ITALIENER Die Eintopfgerichte am 8. März dub Berlin, 2 März. Der Leiter der Wirtschaftsgruppe Gaststätten= und Beherbergungsge: werbe teilt seinen Mitgli=de gm ge zärz 1936 sol. 6. und letzten Eintopssonntag am 6. Murg 1000 fb. gende drei Eintopfgerichte für die Gaststätten geschrieben sind: 1. Suppentopf mit Gemüseeinlage. 2. Fisch=Eintopfgericht nach freier Wahl, 3. Pichelsteiner Fleisch. Die Festlegung dieser Eintopfgerichte gilt nur für Gaststätten. Den Hausfrauen bleibt die Wahr der Eintopfgerichte selbst uberlassen. Es hat sich hier und da die Auffassung herausSeil eier hrnel etesksle gercder lerl“ Deis Ansicht beruht auf einem Irrtum. Der Eintopf soll nicht eine unzulängliche Mahlzeit sein, die den Hunger notdürftig oder nur zum Teil stillt. Sinn des Eintopssonntags ist vielmehr der, daß an einem Tage im Monat vom ganzen deutschen Volk ein im Eintopf einfach bereitetes Mahl gegessen und das dadurch ersparte Geld dem Win##elhilfswerk zugeführt wird. Damit soll jeder De seine Verbundenheit mit den notleidenden Volksgenossen bekunden. In den Gaststätten kann daher an den Eintopssonntagen dasselbe Gericht selbstverständlich auf Wunsch gegen entsprechende Bezahlung mehrfach gereicht werden. Selbstmord des Führers der sapanischen Aufständischen Noch keine Entscheidung über die Regierungsneulildung Addis Abeba schweigt Noch keine Meldungen über die Schlacht in Tembien in Addis Abeba zu erhalten Obwohl Addis Abeba in ständiger Verbindung mit dem Hauptquartier der Truppen an der Nordfront steht, sind Einzelheiten über die Schlacht am Amba Aladschi noch nicht zu erhalten. Berichte, die aus verschiedenen Quellen stammen, geben allerdings zu, daß seit Tagen schwere Gefechte am Amba Aladschi im Gangsind, in die nicht nur die Heeresgruppe des Ras Mulugheta, sondern auch die des Ras Kassa verwickelt ist. Gerüchte, nach denen Ras Kassa Selostmord begangen haben soll, werden von der Regierung amtlich dementiert. In den Gerüchten war auch behauptet worden, daß seine Armee eingeschlossen sein soll. Demgegenüber wird darauf hingewiesen, daß erst am Sonntagabend Telegramme Ras Kassas im Hauptquartier des Kaisers eingetroffen seien.. Die Italiener setzen bei den Kampfen an der Nordfront alle verfügbaren Truppen und Kriegsmittel ein. Bombenflieger und Jagdflieger sind besonders stark an den Gefechtshandlungen beteiligt. Mussolinis Dank an Badoglio dub. Rom, 2. März. Mussolini hat an Marschall Badoglio folgendes Telegramm gerichtet: Die Kunde von dem erdrückenden Siege über die Heere des Ras Kassa und des Ras Seyoum erfüllt alle Italiener mit heller Freude. Der Sieg, der der Geistes= und Tatkraft Eurer Exzellenz und dem unbändigen Mut der nationalen und der eritreischen Truppen zu verdanken ist wird für immer in die Geschichte des faschistischen Italiens eingemeißelt bleiben. Uebermittenn Sie allen Truppen, die siegreich gekämpft haben, mit einem Tagesbefehl den Gruß und den Ausdruck der Dankbarkeit des italienischen Volkes. Das Telegramm schließt mit den Worten:„Es lebe Italien, es lebe der König!“ Kairo. Am Montagnachmittag wurden im Palast Saafarana in Kairo die englisch=ägyotischen Verbandlungen über einen neuen Vertrag eröfinet, Die ägyptische Abordnung, der die Führer alter Par teien angehoren, steht unter dem Vorsitz des.. rers des Wafd Nahas Pascha. Die englische Aoordnung wird von Sir Miles Lampson. dem britischen Oberkommissar in Aegypten geleitet. Brüssel. Am Montagnachmittag wurde der neue Handelsvertrag zwischen Polen und der beleisch, luxemburgischen Zollunion von Außenminister und Vanzeeland unterzeichnet. Der Vertrag war im vergangenen Monat in Warschau paraphiert worden. Er gilt zunächst für das Jahr 1936 und ist von da ab vierteljährlich kündbar. Neuer italienischer Protest in Genf gegen abessinische Greueltaten dub. Rom, 2. März. Die italienische Regierung hat am Montag dem Generalsekretär des Völkerbundes eine Denkschrift überreichen lassen, in der an Hand von beeidigten Zeugenaussagen und Augenzeugenberichten schwere Anschuldigungen gegen Abessinien wegen Mißbrauchs des Roten Kreuzes und wegen Begehung von Greueltaten an italienischen Gefangenen erhoben werden. Das umfangreiche Schriftstück, daß in Italien mit Rücksicht auf die Angehörigen der in ihm aufgeführten Mißhandelten nicht veröffentlicht wird, enthält Bildmaterial und schriftliche Aussagen ägyptischer Mitglieder des noten Wie von italienischer Seite erklärt wird, hat man nach Fertigstellung der Denkschrift noch in Erfahrung gebracht, daß die Abessinier auch an wehrlosen Arbeitern ihre Greueltaten verübten, die plötzlich durch abessinische Truppen überrascht wurden. Gewinnauszug 5. Klasse 46. Preußisch=Süddeutsche (272. Preuß.) Klassen=Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hehe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II dub Tokio, 2. März.(Ostasiendienst des DRB.) Der Führer der aufständischen jungen Offiziere, Hauptmann Nonaka, hat nun doch, wie erwartet, Selbstmord begangen. Gleichzeitig hat der Oberleutnant Aojima, der dem gegen die Aufständischen eingesetzten Leibregiment angehörte, gemeinsam mit seiner Frau Harakiri verübt. In einem hinterlassenen Schreiben teilte er mit, daß er es nicht ertragen könne, daß kaiserlich=japanische Truppen gegeneinander gekämpft hatten. Die Tat des jungen Offiziers hat hier ungeheures Aufsehen erregt. Da der Genro Saionji erst am Dienstag nach Tokio zurückkehrt, wird bis dahin noch keine Entscheidung über die Regierungsneubildung fallen. In einer Erklärung der Regierung wird jedoch schon jetzt mitgeteilt, daß neben dem Kabinett auch alle anderen wichtigen Posten neu besetzt werden würden. Die neue Regierung werde eine starke Regierung sein, die sich nicht, wie bisher, nur auf das Militär stütze. Die Leiche des von den Aufstanoischen getöteten Finanzministers Takahaschi wurde am Montagvormittag nach einer großen Feier im Sterbehaus nach dem Krematorium gebracht. Der kaiser at die Opfer des Aufkandes, I, Bangerhöhun. nabe und Saito, durch nachträgtiche Rangerhohungen und Ordensauszeichnungen geehrt. Die japanische Hauptstadt bot am Montag ein militärisch bewegtes Bild. Größere Truppenabteilungen, die im Zusammenhang mit dem aufstand als Verstärkungen in Tokio zogen worden waren, wurden von den Kaseri wieder zu den Bahnhöfen befördert und Ablösungsmannschoften für Mandschukuo wurden verladen. Einige kleinere Posten blieben an den wichtigsten Punkten der Stadt zurück. Saionsi in Tokio eingetroffen Wichtige Besprechungen onb. Tokto, 2. März.(Ostasiendienst des NB.) Der Fürst Saionji traf am Montag in Tokio ein und hatte sofort eine Besprechung mit dem Kaiser und anschließend mit dem Präsidenten des Geheimen Staatsrates Ikki. Noch wichtiger dürfte die Aussprache mit dem Kriegsminister Kawaschima gewesen sein, der die augenblickliche Lage unter dem Gesichtspunkt der militärischen Forderungen erläuterte. Nach„Domei“ und Extraausgaben der Blätter wünschen die Armeekreise eine rücksichtigung der Vertreter einer entschiedenen Heerespolitik, die das Vertrauen der gesamten Armee genießen. In politischen Kreisen wird angenommen, daß der Vizepräsident des Geheimen Staatsrates Hiranuma, der dem Kreis um Mazaki und Araki nahesteht, als Ministerpräsident in Frage kommt. Möglich ist ferner, daß Hirota Außenminister bleibt. Amtlich wird gemeldet, daß Major Amano vom dritten Infanterieregiment Selbstmord begangen hat, weil sein Versuch, die Aufständischen zur Rückkehr in die Kasernen zu bewegen, vergeblich geblieben war. Ferner wird bekannt, daß Major Katakura aus dem Kriegsministerium von einem Hauptmann schwer verwundet worden ist, als er versuchte, dem Kriegsminister Vorschläge für die Versöhnung mit den Aufständischen zu machen. unterrichtet worden. Es bestehe kein Grund zu der Annahme, daß die Sowjetunion einem Vorschlage eines Abkommens mit England ungünstig gegenüberstehen werde. Wie Preß Association berichtet, habe man sich darüber verständigt, daß die Vorschläge, die in das deutsch=englische Abkommen ausgenommen werden sollen, nur in Kraft treten, wenn ähnliche Vorschläge von den übrigen Flottenmächten vereinbart werden. Weder die deutsche noch die britische Regierung habe etwas darüber mitgeteilt, ob sie die Verhandlungen für einen zweiseitigen Vertrag fortsetzen werde, falls die Flottenkonferenz zusammenbrechen sollte.„Dieser Punkt sei nicht erwogen worden. Die Moglichkeit für ein solches zweiseitiges Abkommen sei indessen auch dann nicht unter allen Umständen ausgeschlossen. Besprechungen über ein Ergänzungsabkommen zum deutsch=englischen Flottenvertrag dub. London 2. März. Wie Reuter zu den deutsch=englischen Besprechungen über ein zweiseitiges Ergänzungsabkommen zu dem veutschenglischen Flottenvertrag von Juni 1935 mitteilt, hat der deutsche Botschaftsrat Fürst Bismarck am Sonnabend den englischen Außenminister Eden im Foreign Office besucht und ihm die Mitteilung überbracht, daß Deutschland im Prinzip bereit sei, Unterhandlungen über eine solche Ergänzung auf der Grundlage des qualitativen Abkommens zu beginnen, das bei der gegenwärtigen Flottenkonferenz erreicht würde. Es besteht jedoch Einverständnis darüber, daß diese Besprechung unter der Voraussetzung eingetreten wird, daß ein ähnlicher zweiseitiger gunitativer Vertrag zwischen England und Sowsstrußland abgeschlossen werde. Es sei klar, daß Deutschland sich hinsichtlich der Größe der Schiffe, die es bauen wird, nicht binden könne, wenn die sowjetrussische Flotte nicht den gleichen Bindungen unterworfen sei. Bisher habe man nicht versucht, von Sowjetrußland zu erfahren, ob es zum Abschluß eines zweiseitigen Flottenvertrages mit England geneigt sei. Allgemein werde es aber erwartet, daß eine Anfrage in dieser Richtung in Bälde erfolgen werde. Sowjetrußland sei bisher bereits von England über den Fortschritt der Besprechungen auf der Flottenkonferenz Fahrstuhlführerstreik in Newyork Newyork. Am Sonntagabend traten 17000 Fahrstuhlführer im Westen Newyorks und im Stadtteil Bronx in den Ausstand. Dadurch sind die Aufzüge von über 1800 Wohnhäusern, darunter viele, die über 40 Stock hoch sind, völlig stillgelegt. Die Gewerkschaften hatten für den gestrigen Montag die Ausdehnung des Streiks auch auf die Wallstreet, das Bankenviertel und auf die Wolkenkratzer im mittleren Manhattan angekündigt. Auch das 102 Stock hohe EmpireState=Gebäude soll bestreikt werden. Die Vertreter der Arbeitgeber zeigten sich bisher gegenüber den Lohnforderungen der Ausständischen unnachgiebig. Sie drohten an, die Technische Nothilfe einzusetzen, die sie sich für einen Streikfall schon seit Wochen geschaffen hätten. 13 Arbeiter von einem Lokomotivtender getötet dub. Newyork. Aus Revelstoke in BritischKolumbien wird ein entsetzlicher Arbeitsunfall gemeldet, bei dem den bisherigen Meldungen zufolge 13 Arbeiter getötet und 8 schwer verletzt wurde. Zwei Arbeiter werden noch vermißt. Die Arbeiter hatten versucht, einen entgleisten Tender wieder in die Schienen zurückzuheben. Aus bisher unbekannter Ursache kam der Tender auf der abschüssigen Strecke ins Rollen. Ein Teil der Arbeiter wurde überfahren, während mehrere andere gegen die Lokomotive gedrückt wurden und einen entsetzlichen Tod fanden. 19. Ziehungstag 29. Februar 1936 In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 4 Gewinne zu 10000 M. 220678 226892 4 Gewinne zu 5000 M. 226711 321169 6 Gewinne zu 3000 M. 75319 85162 300467 4 Gewinne zu 2000 M. 62165 70820„„ 56 Gewinne zu 1000 M. 1876 40094 48404 48668„ 99871 113378 117944 120346 129698 167408 167843 203948 209582 215202 234530 253904 255936 279559 301743 307504 315953 316826 323596 331815 345704 350297 350463 378369 112 Gewinne zu 500 M. 5849 14030 15358 17198 30807 34204 51464 54891 55496 56928 61657 67930 69253 74083 76085 83284 84776 89094 91713 98766 116601 126203 142435 148580 155947 178657 184213 191053 196423 201544 214505 220391 231988 234733 242490 252275 262732 267193 272762 278496 296454 300993 307034 327896 344018 353863 357037 360460 377603 386761 386800 388520 389205 402 Gewinne zu 300 M. 2323 4897 5277 7542 11553 14432 18749 21214 26502 28509 29693 30926 30927 30958 36283 36381 36507 36576 41797 42386 43043 46244 47961 49922 51926 60574 61920 66076 66594 68221 69591 74703 76662 77988 85929 87339 88867 91256 91654 93196 94601 94763 96208 98540 98983 99322 99497 100070 103242 103322 106579 109129 110115 112576 113883 114890 118153 118403 118860 120656 126004 127352 131716 134298 135869 139346 142920 143657 146275 147169 147182 148219 150286 150552 152918 154359 154878 158373 158554 160295 166292 167800 169012 173572 178406 181885 186004 194006 194065 195053 197625 203025 204062 205568 207543 207627 207754 208925 212335 213077 213673 213743 216507 216709 217150 218902 219458 220430 220760 220836 222005 230697 230997 231657 232710 233227 236807 238183 238185 245299 245622 249226 250929 251469 252128 257012 265025 265868 269230 270671 272044 275447 278099 278425 280935 281126 284918 284989 285795 286709 288053 288734 292563 293291 294144 296786 301057 301452 303924 308098 309865 310975 311539 314279 316507 317594 319622 321352 321609 324523 329826 330544 334487 337252 340669 340794 340928 343637 346219 347315 348358 349217 351738 352345 354014 354928 355277 355349 356499 355809 357412 357699 358456 359476 363066 363954 364583 365768 366901 369002 372089 374152 379268 379578 384056 386637 388763 389904 392476 395673 395920 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 28701 110865 262807 145524 191992 317626 113897 138554 73893 12 Gewinne zu 5000 M. 301650 371330 388918 10 Gewinne zu 3000 M. 360246 378350 10 Gewinne zu 2000 M. 198054 239854 48 Gewinne zu 1000 M. 17049 18155 19047 20337 22314 27478 43396 54443 55517 58624 129790 144776 150177 194463 199322 202795 216461 245044 253830 304396 312391 319178 331238 351272 74 Gewinne zu 500 M. 25864 29725 32908 53946 76189 102708 119694 123516 127129 129192 135766 139192 151402 160533 172986 184122 186045 193559 196887 199350 200782 262928 291934 298770 307853 312864 315585 322284 333715 352511 361726 374094 379187 366712 392175 396066 396398 eng 274 Gewinne zu 300 M. 3628 9638 10975 11265 11317 13182 13562 14191 17170 17288 17548 19814 21783 24632 27368 28088 33527 33919 34347 37766 43277 49175 49676 50801 58711 63430 65859 73722 74106 78203 78560 81571 84785##1: 0001e 02007 03348 94856 95504 98247 128717 152806 166417 189797 214571 22458 241638 257912 273926 69879 380035 126262 127189 144560 150307 163154 165255 181646 184919 013861 214161 221570 22406 936378 240631 955654 257322 963088 272927 298328 29988 315226 324294 338942 342352 357847 359589 553 368623 93 379271 Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je 50000, 2 zu je 30000, 6 zu je 20000, 42 zu je 10000, 84 zu je 5000, 144 zu je 3000, 362 zu je 2000, 1088 zu je 1000, 1792 zu je 500, 6734 zu je 300 Mk. Aus Castrop=Rauxel Stalleinbruch In der Nacht zum 28. Februar haben bisher unbekannte Täter einen Einbruch in einen verschlossenen Stall des Hauses Alfredstraße 9a verübt. Sie schlachteten dort ein 6 Monate altes Schwein ab. schleppten dasselbe auf den Hof und ließen es dann liegen. Vermutlich sind sie bei der Tat gestört worden. Wer kann der Polizei bezüglich der Täter Angaben machen? Kellereinbruch In der Nacht zum 29. Februar wurde ein Keller des Hauses Karlstraße 21 erbrochen und 25 Gläser eingekochtes Schweinefleisch, eingekochte Bohnen und eingemachte Preißelbeeren gestohlen. Die Fundpolizei meldet: Schäferhund zugelaufen Falls der Eigentümer sich nicht meldet, findet die Versteigerung am Mittvoch. dem 4. März 1936. vormittags 11 Uhr. im Büro der Ortsvolizeibehörde. Kirchplatz 3, statt. Fundsachen Es sind gefunden worden: 1 Jacke, 1 Geldbörse mit Inhalt. 1 Rosenkranz, 2 Päckchen Stoffmuster, ein Schneiderbandmaß und 1 Stück Schneiderkreide. Eigentumsansprüche sind binnen Jahresfrist bei der Ortsvolizeibehörde, Kirchplatz 3. geltend zu machen. 100 Jahre Zündnadelgewehr Wie Johann Nikolaus Dreyse zu seiner Erfindung kam Es sind jetzt 100 Jahre verflossen, seit der deutsche Schlossergeselle Dreyse das Hinterladergewehr mit der Zündung durch den Schlagbolzen erfand. Wie er dazu kam. darüber gibt es eine Geschichte, die veirbürgt sein soll. Einen Tag nach der für Preußen so verhängnisvollen Schlacht bei Jena wanderte der damals 19jährige Dreyse über das Schlachtfeld. in tiefen Gedanken versunken über das Unglück. das Preußen getrossen hatte. Er hatte sich auf die Wanderschaft begeben, um die beim Vater in Sömmerda erworbenen Kenntnisse in der Fremde anzuwenden und zu vertiesen. Was Wunder, daß der junge Mann aus der Gegend. die noch heute wegen ihrer Waffenfabrikation berühmt ist. die herumliegenden Gewehre der Preußen mit regem Interesse betrachtete. Ihm waren es nicht nur Geräte zur Vernichtung des Feindes, sondern Erzeugnisse seines eigenen Handwerks. Ist es verwunderlich, daß unsere Soldaken mit so primitiven Gewehren dem Ansturm Napoleons nicht standhalten konnten, überlegte Dreyse. als er die Wassen sah. deren Läufe roh gebohrt. ohne jede Verseinerung der Arbeit waren. Wer den Feind besiegen will, muß bessere Wassen als er haben — diesen Schluß zu finden, war nicht sehr schwer. Könnte es nicht eine schöne Aufgabe sein. die Gewehre der Armee zu verbessern, aus den alten Vorderladern eine Schußwasse zu machen, die nicht nur schneller, sondern vor allem sicherer schießt? Der Dank des Vaterlandes müßte einem solchen Erfinder gewiß sein! Dreuses Ueberlegungen waren angesichts der Niederlage und des wüsten Schlachtfeldes nur zu berechtigt. Aber schließlich. Die Industrie begann erst sich aus Handwerk und Gewerbe zu entwickeln. Wo sollten die Maschinen und die Arbeiter herkommen, die wirklich gute Wassen herzustellen in der Lage wären? Paris war das Ziel des jungen Wanderburschen. Hier wollte er die Mechanik und die Maschinen= bauerei studieren. Hier sah er aber auch fast täglich die Aufmärsche der navoleonischen Truppen. sah ihre Ausrüstung, ihren strengen Drill. Immer klarer wurde es ihm, daß mit den alten preußischen Gewehren diese Armee nicht zu besiegen war. Die auf dem Jenaer Schlachtfeld entstandenen Gedanken verließen Dreyse nicht; jede Mußestunde verwandte er darauf. zu probieren und zu bauen, wie er ein besseres Gewehr herstellen könnte. Da kam ihm Navoleon selbst zu Hilfe. Auf der Suche nach immer besserer Ausrüstung seines Heeres hate dieser dem in Paris lebenden Schweizer Pauli den Auftrag gegeben. eine Waffe zu konstruieren, die statt von vorn. von hinten geladen wird Denn auch dem Korsen waren die Mängel der von seinen Soldaten benutzten Gewehre nicht unbekannt, obschon er viel mehr für deren Herstellung und Verbesserung ausgeben konnte, als das arme Preußen. Ob der Gedanke an ein Hinterladergewehr dem Hirn Navoleons entsprungen ist, oder ob andere ihm diesen Vorschlag machten, konnte auch Pauli nicht ergründen. Aber Dreyse war es, der. von Pauli und seinem Auftrag angeregt, mit dem Blick des wahren Erfinders die Idee als die richtige erkannte. Nur ein Hinterlader konnte den von ihm erstrebten nadel. Oesterreich lehnte die Wasse ab, weil„es il Fortschritt hringen! Wien gescheite Menschen gäbe“. Preußen erkannt Der erste interlader war wohl ein kunstvolles die Vorzüge der Verbesserung, war allerdings mis Gewehr geworden, in der rauhen Hand des Kriegers dem Erreichten noch nicht defriedigt, nahm deshalt von damals aber mußte die viel zu komplizierte Dreyse in den Staatsdienst auf und gab ihm Ge Waffe ohne Frage versagen. Pauli gab denn auch legenheit, weiter an der Verbesserung zu arbeiten bald die Erfinderei aus. obschon die in Aussicht ge 1836 konnte der Erfinder ein neues Gewehr vorstellte Belohnung und das Kreuz der Ehrenlegion##en. Es war ein Hinterlader, man sollte schneu ihm kaum Ruhe ließen. Doch Dreyse war nicht####äb sicher damit schießen können. Versuche wurden willt, die Flinte ins Korn zu wersen. Bist du eangeyrdnet, Zweifler und Ignoranten meldeten sich. Die leichte Entzündbarkeit der Geschoßladung war es die den Fachleuten Bedenken machte: nur zu leicht müßte ein solches Gewehr von selbst losgehen. Dann aber konnte Dreyse das Gewehr vorführen lassen. Spätestens nach dem zehnten Schuß muß das Ding explodieren, so sagten die Zweisler. Dreyse. nun. dem kam es auf den Beweis durch den Versuch an. Nach 50 Schüssen war noch nichts passiert, aber der Schütze erklärte, sich die Finger am heißen Gewehrlauf zu verbrennen. Ruhevause— dann noch einmal 50 Schuß! Die Munition war verschossen, das neue Gewehr hatte sich glänzend bewährt. Dreyse hate mit seiner Erfindung einen glanzenden Sieg errungen. Die Einführung des Hinterlader=Zündnadelgewehrs in die Armee wurde verfügt. der Erfinder erhielt die Mittel zur Anlage einer großen Gewehrfabrik in Sömmerda, die schon nach 30 Jahren 1500 Arbeiter beschäftigte und bis dahin 365 000 Zündnadelgewehre fertig gestellt hatte. Dreyse wurde der Dienst am Vaterlande mit der Verleihung des erblichen Adels belohnt. nicht, dachte er im Hinblick aus Paulis Mißerfolge. so werde ich ein besseres Gewehr erfinden, um meinem Vaterlande die richtigen Wassen im Kampie gegen Navolcon zu geben. Denn daß PreußenDeutschland von dei Fremdherrschaft befreit werden müßte, war für ihn ausgemachte Notwendigkeit. Erfindungen lassen sich nicht erzwingen. Was die Kunst vieler Handwerker jahrelang nicht jertig bringt. entsteht zwar oft blitzartig im Gehirn des Genies. doch bis zur Ausführung und der praktischen Anwendung ist meist noch ein weiter, dornenvoller Weg. Dreyse war es vom Schicksal bestimmt. diesen Weg des Erfinders auch zu gehen, ehe er den Preußen seinen Hinterlader zur Verfügung stellen konnte. Jahre vergingen mit anderen Arbeiten Er war inzwischen aus Paris in die Heimat zurückgekehrt. hatte sich selbständig gemacht und einigen Wohlstand erworben. Aber das bessere Gewehr... Aus seinen Gedanken verschwand der Glaube an die Durchführbarkeit nicht, obschon er mit seinen Nägeln, Striegeln und Fensterbeschlägen gerade genug zu tun hatte. Die Befreiungskriege waren vorüber, die Franzosen auch ohne Hinterlader geschlagen Preußen erstarkte wieder, wurde wieder vollgültig im Konzert der Völker. Inzwischen hatte man in Frankreich Zündhütchen für die Geschosse erfunden, die die Bedienung des Gewehres erleichterten und die Feuersicherheit erhöhten. Ganz systematisch wandte sich Dreyse zunächst diesen Zündhütchen zu. verbesserte die Füllung mit Hilfe des Apothekers Baudius, so daß sie wirksamer als die in Frankreich hergestellten wurde, und kam schließlich auf den Gedanken, einen ähnlichen starken Explosivstoff in die Patrone selbst zu geben. Er wußte, daß schon das Eindringen einer Nadel das Knallquecksilber— denn um dieses handelte es sich— zur Entzündung bringen konnte. War hier nicht ein Weg. das Gewehr mit Hilfe einer solchen Nadel abjeuern zu können. selbst wenn er ein Vorderlader war? Vorderlader hin. Hinterlader her! Die Hauptsache war denn doch die grundsätzliche Verbesserung des Armeegewehres. Und Dreyse baute einen Vorderlader mit ZündHumor Sportjugend Sie:„Glauben Sie nicht auch, daß ein Mädel vom vielen Wettlausen große Füße bekommt?" Er:„Ja. natürlich!“ Sie:„Und vom Schwimmen werden die Schultern so breit. nicht wahr?" Er:„Jawohl. und reiten tun Sie wohl auch sehr viel, mein Fräulein...?“ Ein kluger Geschäftsmann Rudi gratuliert seinem Großvater zum Geburtstag und erhält dann jedesmal 5 Mark. „Ova“. bettelt er.„kann ich dir nicht gleich für nächstes Jahr mit gratulieren... du sollst beide Glückwünsche für 8 Mark haben!" DORTMUND „„" P Reueste Aighene, zu niedrig. Preisen u. günstig.##%0½ Gastrop Kirsen gngerzig. 21 in größter Auswahl, neueste Modelle, zu Zahlungsbeding, nur bei Seutscher Enheits=Mietvertrag mit Quittungsbuch aufgestellt vom Zentralverband Deutscher Haus= u. Grundbesitzervereine und des Bundes Deutscher Mieiervereine unter Mitwirkung des Reichstustizministeriume. Zum praktischen Gebrauch für Mieter u. Hausbesitzer. 2 reis 20 Pfg. für 2 Stück. 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