Nr. 45 We„ P für Castrop=Rauzel und Umgebung 62. Jahrg. Sastroger Deitung u. Leseate, ee e es. sc mi ae..7 P h. Manzstert, halste...— Rauxeler Neueste Nachrichten me*###igr Tagohlatt Sofe“. Sieugen. ucu, po.,#eue, ov, zuggZautel Veslite. Ne: Für Liaswünsche aug fur die durg Fexnwprechet verccn Prn: uee Verigg b. 9. Som, Texziel: Fran, aufgegebenen, lemie für undeutlich gescheiebene Aufträge aird bove soru., zn Caggrut,. Anzgzgsenez, Kubeln keine Gepähr Abernommen Schlot uef Anzeigen Zezshnee4.1; Welter in Cakrop=Rauxel. DA. 1. 36 1815. Sa.=Nr 2151 Castrop. nachm tags zuvor Erfüllungsort u. Gerichtskans Amtliches Veröffentlichungsblan für den Landgerichtsbezert Dortmund. Allgemeines Kreisblau fie den Stadttrets FastronK Samstag, den 15. Jebruar 1936 Die Greizzwischeihsatte n Jupan Wie verlautet, wurden die Mongolen von Sowjetrussen geführt dnb. Tokio, 14. Febr. Die politischen Kreise und die Presse in Tokio erklären sich über die schweren Zusammenstöße an der mongolischen Grenze westlich des Buirsees stark beunruhigt. Bisher liegt noch kein amtlicher Bericht vor, sondern lediglich Meldungen des Militärs aus Hsingking und Urga. Hierin heibt es, der Zusammenstoß sei unter dem Einsatz modernster Waffen wie Tanks und Flugzeuge erfolgt, und zwar von beiden Seiten aus. Anscheinend sei ein Bataillon eines japanischen Truppenverbandes auf heftigen Widerstand bei einer gleich starken mongolischen Truppenabteilung gestoßen. Die Mongolen sollen angeblich von Sowjetrussen angeführt gewesen sein und von sowjetrussischen Flugzeugen unterstützt. Die weitere Entwicklung sei nicht zu übersehen, da, wie es in den Meldungen der japanischen Militärs heißt, die mongolische Abteilung Verstärkungen heranziehe. Die Presse spricht allgemein von einem rieg ohne Kriegserklärung", nachdem seit dem Scheitern der Grenzverhandlungen im vergangenen Jahre praktisch jede Beziehung zwischen Hsinking und Urga abgebrochen sei. Urga sei von Moskau unterstützt worden und stehe offenbar vollkommen unter sowjetrussischem Einfluß. Es bestehe wenig Hoffnung auf Bereinigung der Grenzfrage auf diplomatischem Wege. Man hält hier allgemein die Bemühungen Hirotas. auf dem diplomatischen Verhandlungswege in Tokio und Moskau eine friedliche Lösung des Grenzzwischenfalls nördlich von Wladiwostok herbeizuführen, für wenig aussichtsreich. Es handelt sich bei diesem Grenzzwischenfall bekanntlich um den Uebertritt meuternder mandschurischer Truppen auf sowjetrussisches Gebiet nach einem verlustreichen Gefecht mit den japanischen Truppen. Da in diesem Falle Protest gegen Protest steht, fordert das japanische Außenministerium die Einsetzung eines Dreier= Ausschusses zur Klärung der Angelegenheit. Nach hiesiger Darstellung soll Sowjetrußland aber anscheinend die Einsetzung eines neutralen Ausschusses vorziehen. Die japanische Presse zeigt sich auch hinsichtlich einer Beilegung dieses Falles beunruhigt, wozu ihr die angeblich schroffe Ablehnung Sowjetrußlands, die Meuterer auszuliefern und Schadenersatz zu leisten, Anlaß zu geben glaubt. Man sieht auch weitere Schwierigkeiten dadurch entstehen, daß Hsinking anscheinend auf eine endgültige Klärung hinsichtlich der Frage der konsularischen Vertretungen besteht. Man weist darauf hin, daß sechs sowjetrussischen Konsuln in Mandschukuo nur zwei mandschurische Konsuln in Ostsibirien gegenüberstehen. Man führt die ablehnende Haltung Sowjetrußlands in dieser Angelegenheit angeblich darauf zurück, daß Hsinking seine Konsulate in den wichtigsten Etappenorten zwischen Irkutsk und Mandschukuo einrichten will. Bei der Beurteilung der Gesamtlage erklärt die japanische Presse, daß die Politik Hirotas hinsichtlich der Herbeiführung einer Entspannung an den Grenzen bisher ohne jedes Ergebnis gewesen sei. Soczeipuns9 und so „Ami du Peuple“:„Was Moskau unter dem Einverständnis mit Frankreich verstehl“—„Moskau organisiert die Revolution im Lande“ onb. Paris, 14. Febr.„Ami du Peuple“ veröffentlicht einen großen Aufsatz unter der Ueberschrif.:„Was Moskau unter dem Einverständns mit Frankreich versteht". Das Blatt erklärt, in der Lage zu sein, Anweisungen der Komintern für die politische Lage in Frankreich bekanntgeben zu können. Diese Richtlinien besagen u.., es müßte sofort eine Miliz der Proletarier geschaften werden. Man müßte Munitionsdepots anlegen und die geheime Tätigkeit verstärken. Unter den Bahn=, Post=, Hasenund städtischen Angestell en müßte man die zuverlässigsten Genossen aussuchen. Sie seien zu illegalen Spezialgruppen zusammenzufassen. Diese Stoßtrupps müßten nach dem Vorbild der Militärzellen formiert werden, da sie in dem bevorstehenden revoluttonären Kampf außerordentlich wichtige Posten einzunehmen hätten. Ein Vertrauensmann des Zeutralkomitees müßte an ihrer Spitze stehen. Die kommunistische Zeitung„Humanité“ müßte zum Zentralorgan der Volksfront und zur meistgelesenen Zeitung von Paris gemacht werden Ferner seien die erforderlichen Vorbereitungen zu treffen um zuverlässigen Genossen Eingang in die Frontkämpferbünde zu verschaffen. Ihre Arbeit in diesen Bünden müßte unter dem enheitlichen Kommando eines Vertrauensmannes des Zentralkomitees stehen. Durch Provokationen müßten diese Vertrauensmänner der Komintern innerhalb der Kampfbünde Handlungen begehen, die letztere bloßstellen. Der Sender der„Humanité“ müßte binnen kürzester Zeit so weit ausgebaut werden, das er im Falle einer Revolution die Besehlsübermittlung übernehmen könne. Zwi schen den Nachrichtenabteilungen und den militärtschen Ahteilungen des Zen'ralkomitees müßte eng zusammengearbeitet werden. Ein besonderer Beauftragter für diese Fragen sei zu ernennen. Dieser soll seinen Sitz in Gen haben. Während in Frankreich an der Rattsikation des französisch=sowjetrussischen Paktes gearbeitet werde, so schreibt die Zeitung zu diesem Plan. organisiere Moskau mit Hilfe der Volksfront die Revolution im Lande. Die, die für die Ratifikat#on stimmten, müßten wissen, was„kollektive Sicherheit" und was„ungeteilter Friede“ im Munde derer bedeuten, die diesen Frieden und diese Sich rheit nur zur Vernebelung ihrer illegalen Organisationen auffaßten Unter dem Vorwand, für den Frieden zu arbeiten, werde von diesen Genossen überall Terror, Spionage und Provokation betrieben. Der Führer in Garmisch=Partenkirchen Der Donnerstag war ein Tag großer Entscheidungen der Olympischen Winterspiele. gn vunerstgg wor„Neichsministern und anderen Ehrengästen in GarmischDer Führer traf mehreren Reuchsmininern und anderen Ehrengästen in Garmisch=Partenkirchen ein den olympischen Wettbewerben bei. Hier verläßt der Fuhrer nach dem deutschen Olympiasieg im Paarlaufen das Eiskunststadion von der begeisterten Menge stürmisch begrüßt.(Scherl Scherl—.) Religiöse Unruhen in Schottland Neue katholikenfeindliche Kundgebungen in Schottland dnb. London, 14. Febr. In der Hauptstadt Edinburgh kam es am Donnerstagabend erneut zu schweren religiösen Unruhen. Die„Gesellschaft für protestantische Aktion“ veranstaltete eine Protestkundgebung gegen eine Versammlung des katholischen Lourdes=Verbandes, auf der über wundertätige Ereignisse gesprochen wurde. Tausende von Protestanten Die Proomslalnech, für die Rheinprovinz und Westfalen dnv. Berlin, 14. Febr. Der Reichsminister für die kirchlichen Angelegenheiten. Kerr!, hat nunmehr auch für die Rheinprovinz und für die Provinz Westfalen Provinzialkirchenausschüsse gebildet. In den Rheinischen Provinzialkirchenausschuß wurden berufen: Pfarrer lie. 9. Beckmann, Düsseldorf Superintendent Kaphahn, Langenberg; Superintendent lic. Müller, Diersfordt; Superintendent D. Schmidt, Oberhausen. Der Westfälische Provinzialkirchenausschuß besteht ebenfalls aus vier Mitgliedern, nämlich: Pfarrer Fiebig, Münster; Kirchenmeister Kisker, Bielefeld; Superintendent Niemann, Herford; Oberarzt Dr. med. Wichern, Bielefeld. Damit sind die Provinzialkirchenausschüsse für das Gebiet der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union vollzählig, da die Provinzialkirchenausschüsse für die östlichen Provinzen der Altpreußischen Union seit Dezember 1935 bereits in Tätigkeit sind. Neue Disziplinarordnung der Deutschen Evangelischen Kirche dub. Berlin, 14. Febr. Der Reichskirchenausschuß hat eine neue Disziplinarordnung beschlossen, die im Gesetzblatt der Deutschen Evangelischen Kirche verkündet wird.„Bereits vor längerer Zeit", so heißt es in der Begründung, „sind Bestrebungen auf Vereinheitlichung des kirchlichen Disziplinarrechs ausgenommen worden. Neben der Ordnung bei den Verwaltungsstellen der Deutschen Evangelischen Kirche ist die Einführung einer Berufung gegen die Disziplinarurteile erster Instanz bei allen Landeskirchen und die Entscheidung über diese Berufung durch einen für alle Landeskirchen gemeinsamen Gerichtshof bei der Deutschen Evangelischen Kirche ein Erfordernis. Die ruhige Fortentwicklung des kirchlichen Rechtes soll dadurch gewährleistet, die begonnene Vereinheitlichung dieses Rechtes im Raum der Deutschen Evangelischen Kirche gefördert werden.“ Auf Grund der neuen Verordnung wird eine Disziplinarkammer und ein Disziplinarhof der Deutschen Evangelischen Kirche geb ldet Letzterer ist die Berufungsinstanz für landeskirchliche Diszplinarverfahren. Die Disziplinarord= nung gilt für die Dauer der Tätigkei: des Reichs kirchenausschusses und darüber hinaus bis zur endgültigen Regelung durch die dann zuständigen Organe der Deutschen Evangelischen Kirche Die Selbständigkeit der Landeskirchen in ihrem Bekenntnis bleibt ausdrücklich gewayrt. sich vor der Sitzungshalle aufgestellt und protestierten zunächst durch laute Nieder=Rufe. Als der Erzbischof Macdonald eintraf, wurde sein Wagen sofort von der feindseligen Menge umringt. Ein großes Polizeiaufgebot mußte eingreisen, um den Erzbischof zu schützen und ihn sicher in die Halle zu geleiten. Eine Gruppe von Kindern, die in Begleitung einer Ronne eintraf, wurde von der Menge mit Pfuirufen bedacht. Die Kundgeber schleuderten große Steine gegen den Omnibus, in dem die Kinder saßen. Als die Protestanten einen Kundgebungszug bilden wollten, wurden sie von berittener Polizei, die erbarmungslos in die Menge hineinritt, auseinandergesprengt. Viele eilten die Hannoverstraße entlang und stürzten sich dort auf einen katholischen Priester, der schließlich von der Polizei in Sicherheit gebracht werden mußte. Anschließend fand auf einem freien Platz eine große katholikenfeindlche Kundgebung statt. bihmpische Winlerspiele Ergebnisse des Freitags Italien gewinnt den Militätvatrouillenlauf ganz knapp vor Finuland 10=Kilometer=Eisschnellauf: 1 Ballangrud(Norwegen). 2 Barsenius(Finnland). 3 Stiepl[Oesterreich). Eis=Kunstlauf: Schäfer(Oesterreich gewinnt die goldene, Baier(Deutschland) die silberne Medaille. Eishocken: England— Tschechoslowakei:0. Deutschland— Schoktland: 14. Oktober Die deutsche Fußball=Nationalelf wird noch in diesem Herbst der Einiadung Schottlands Folge leisten. Als Termin für das Spiel wurde der 14. Oktober vorgeschlagen, und zwar will man damit gleich die Reise nach Irland verbinden. Die oejarchiels„Tedische Gesahe Bezeichnende französische Begleitmusik zum Pariser Besuch van Zeelands dnb. Paris, 14. Febr. Die Anwesenheit des belgischen Ministerpräsidenten van Zeeland, der Donnerstagnachmittag in Begleitung mehrerer belgischer Minister, in Paris eingetroffen ist, wird von einigen französischen Blättern mit Betrachtungen begleitet. „Oeuvre“ veröffentlicht einen Artikel, der, wie üblich, von Verdächtigungen Deutschlands strotzt. Wenn man die Darstellung des„Oeuvre“ zu Grunde legt, wird die Unterredung dem gelten, was man in Paris als angebliche„deutsche Gefahr“ hinzustellen beliebt, um für etwa eintretende Fälle eine gemeinsame Haltung beider Regierungen festzulegen. Die Beunruhigung in Belgien sei groß, besonders in amtlichen Kreisen hege man Sorge. Im„Journal“ erklärt Saint Brice zum Besuche des belgischen Ministerpräsidenten in Paris, die guten Beziehungen zwischen Frankreich und Belgien seien dazu angetan, in der Haltung beider Länder zueinander wieder einmal einen Himmel ohne Wolken zu schaffen. Ein weites Feld eröffnete sich in dem Augenblick, seit Belgien im Rahmen der Organisierung der Sicherheit zu militärischen Maßnahmen geschritten sei. Auf Grund dieser Maßnahmen müsse es nun auch über die im Verlaufe der letzten Tage in Paris geführten diplomatischen Besprechungen unterrichtet und auf dem laufenden gehalten werden. „Homme Libre“ meint, die Handelspolitik müsse mit der Außenpolitik in Einklang gebracht werden, da die Wirtschaft stets die Politik bedinge. Belgien sei durch die Wirtschaftskrise weitaus mehr betroffen als Frankreich. Es habe vor allem viele Arbeitslose und habe auf seine gesunde Währung verzichten müssen. Das Blatt glaubt weiter behaupten zu können, daß Belgien durch die angebliche schwere Gefahr einer Wiederbesetzung der entmilitarisierten Rheinlandzone bedroht sei. Mutig habe es immer wieder, ohne seinen eigenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten Rechnung zu tragen, stets alle Opfer gebracht, um seine nationale Verteidigung zu sichern. Diese belgische nationale Verteidigung aber sei ein Teil der französischen, und aus diesem Grunde hoffe man in Belgien, daß Frankreich wenigstens seine Handelsmöglichkeiten erleichtern werde. Bei den Besprechungen mit Flandin würden die wirtschaftlichen Fragen in enger Verbindung mit den politischen stehen. Es käme darauf an, auf Grund der Sicherheit beider Länder eine realistische Politik zu betreiben. Die Lierpreise massen nenntich sen Billiges Konsumei— Der Preis für das deutsche Frischei wird höher liegen ndz Berlin, 14. Febr. Der Vorsitzende der Hauptvereinigung der deutschen Eierwirtschaft, Bauer Arthur Röder, beschäftigt sich in der parteiamtlichen RS=Landpost mit der Eierpreisgestaltung 1936. Er betont bei Erwähnung des Gedankenganges vom gerechten Preis, den der Reichsnährstand zum Schutze der Verbraucher und Erzeuger grundsätzlich durchhält, daß auch der Verbraucher nicht zuletzt durch die Erfahrungen der hinter uns liegenden Eierknapp= heit Einsicht haben werde für die Notwendigkeit eines höheren Herbst= und Winterpreises. Es se: nicht so wichtig, daß wir auf dem Papier einen gleichmäßig niedrigen Preis für Kühlhaus= und Auslandseier auf der einen und für Frischeier auf der anderen Seite hätten, sondern wichtig sei nur, daß der großen Menge der Verbraucher im Herbst und Winter ein billiges und gutes Konsumei, nämlich das Kühlhausei, in ausreichender Menge zur Verfügung stehe. Wenn diese Versorgung gesichert sei, könne durchaus der Verbraucher für eine größere Beweglichkeit des Preises Verständnis aufbringen, wenn dedurch auch dem Hühnerhalter ein gerechter Lohn für einen erhöhten Arbeits= und Kostenaufwand gesichert sei. Diese Erkenntnisse würden bei der Eierpreisgestaltung für 1936 weitgehend berücksichtigt. Es könne bereits heute mit aller Bestimmtheit erklärt werden, daß sich wohl das Kühlhausei im kommenden Herbst und Winter auf dem etwaigen Preisstand des Vorjahres bewegen werde, damit ein preiswertes Konsumei zur Verfügung stehe, der Preis für frische deutsche Eier hingegen werde höher als in den Vergleichszeiten des Vorjahres liegen. Der Referent wendet sich gegen die letzten Endes auch für die Verbraucher chädliche 1pekulative Pleisbildung die in dem alten System möglich mit und die bei zeitweie ungebührlich überhöhten Preiten zu anderen Zeiten einen kaum noch vorstellbaren Tiefstand für den Erzeuger mit einem Eierpreis von beispielsweise 3¼ Pig im April 1932 brachte Bei Erstrebung des gerechten Preises soll durch eine Kürzung der Handelsipanne um etwa einen halben Pfennig der Erzeuger unabhängig von den für Herbst und Winter in Aussicht gestellten höheren Preisen bereits in diesem Frühjahr und Sommer bis zu einem halben Pfennig mehr erhalten als 1933. Lehren aus dem Jerheld=Prozen dnb. Schwerin, 14. Febr. Im Mordprozeß Seefeld, der seit dem 21. Januar vor dem Schweriner Schwurgericht verhandelt wird, sollten am Freitag, dem 21. Verhandlungstage, die Zeugenvernehmungen zu den letzten drei Mordfällen durchgeführt werden. Der Prozeß, der in der Oeffentlichkeit stärkste Beachtung gefunden hat, nähert sich seinem Ende. Neben der Aufgabe, die Täterschaft an den Mordfällen so rasch wie möglich aufzuklären, hatte die Hauptverhandlung vor allem den Zweck, darüber hinaus noch erzieherisch und belehrend zu wirken. Alle Beteiligten, Behörden, Polizei und Staatsanwalt ebenso wie die medizinische Wissenschaft und die Sachverständigen, können aus dem Prozeß Seefeld viele neue Erkenntnisse schöpfen. Vor allem— und darauf muß immer wieder hingewiesen werden— hat dieser Prozeß allen Eltern und Erziehern in eindrucksvoller Weise deutlich gemacht, wie unbedingt wichtig es ist, die Kinder so zu erziehen, daß sie sich mit keinerlei fremden Personen einlassen. Zurückschauend muß gesagt werden, daß die bisherige Hauptverhandlung ebenso gründlich wie sorgfältig durchgeführt wurde. Ihre Dauer ist vor allem durch den Umstand bedingt, daß ein reiner Indizienbeweis zur Ueberführung des Angeklagten nötig war, weil Seefeld jeden Mord hartnäckig bestreitet. Unmittelbare Tatzeugen waren nicht vorhanden und auch die Ursache des Todes der Knaben konnte nicht festgestellt werden. Aus diesem Grunde konnte die Erörterung nur eines Mordfalles nicht ausreichen. Es war nielmehr notwendig, eine Reihe gleichgelagerter Fälle zu beleuchten und nach Möglichkeit aufzuklären. Hinzu kommt hier auch noch, daß nicht nur die Eltern der ermordeten Knaben, sondern alle Volksgenossen ein wesentliches Interesse an der Aufklärung sämtlicher Mordfälle haben. Die bisherige eingehende Prozeßverhandlung hat den Erfolg gehabt, daß sich wichtige Tatzeugen bei Gericht gemeldet haben und daß noch neue Fälle bekannt geworden sind, in denen Seefeld möglicherweise als Mörder in Frage kommt. Der Prozeß hat aber außerdem noch mit überzeugender Deutlichkeit bewiesen, wie unbedingt notwendig die neugeschaffenen nationalsozialistischen Gesetze zur Regelung der Erbgesundheit sind. Kommende Generationen werden erst die vollen Früchte dieser Gesetzgebung ernten. Wir aber haben heute schon die beruhigende Gewißheit, des eine gesetzliche Möglichkeit geschaffen worden ist, die dem Unheil begegnet, das von triebhaften Unholden angerichtet werden kann. Ankomobil-Ausstellung 1936 Vor der Eröffnung der großen internationalen Ausomobil- und Motorradausstellung Berlin 1936 onb. Berlin, 14 Febr. Wirtschaftlich in der Anschaffung und im Betrieb, zuverlässig im Gebrauch, frei von jedem Experiment. vielfach eingestellt auf heimische Treibstoffe. ausgerüstet mit neuesten Zubehörteilen, dabei nicht teuer, sondern im Preis herabgesetzt, äußerlich geformt nach der erprobten Stromlinie, verbesserte Fahreigenschaften, teilweise schon in der Schnelligkeit eingerichtet auf die Ausnutzung der Verkehrsverbesserungen und schließlich einfach in der Wartung— das sind de hervorstechenden Eigenschaften der 600 Fahrzeuge. die auf der internationalen Automobilausstellung 1936 von morgen ab bis zum 29. Februar zur allgemeinen Begutachtung und zum Kau, bereit stehen. In über 1000 Ständen auf einer Fläche von 50000 Quadratmeter zeigen hier die Aussteller. was im vergangenen Jahre Konstrukteure und Zeichner, Arbeiter und Ingenieure an den alten. erprobten Modellen Neues und Besseres herausgeholt haben. Ein gewissenhafter Besuch aller Stände ergäbe einen kleinen Spaziergang von 20 Kilome er Das ist die diesjährige Schau der Autos. Anhänger. Motorräder. Zugmaschinen und Zubehörteile, die der Reichsverband der deutschen Antomobilindustree unter Vermeidung einer Ueberladung aufgestellt hat Die Halle V ist von den Behörden belegt. Die Reichspost, der größte deutiche Kraftfahrzeughalter, beteiligt sich wieder an der Schau, um zu zeigen, welche Sonderfahrzeuge bei ihr unter Anpassung an die heutigen Anforderungen des Dienstbetr ebes während der letzen Jahre im engen Einvernehmen mit der Industrie entwickelt worden sind. Auch die Reichsbahn zeigt in Bildern und Fahrzeugen, daß sie nicht nur mit der Lokomotive, sondern auch auf der Landstraße schnell und sicher arbeitet und allen Wünschen gerecht zu werden versucht. Der Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen zegt mit Großphotos. Sonder afeln und Dlagrammen seine bisher geleistete und die geplante Arbeit. Der Reichskraftwagen Betriebsverband beschließt in dieser Halle das Programm mit dem Modell eines Autohofes, der die Ueberleitung des Kraftwagenwinterverkehrs von der Reichsautobahn auf die Anschlußstraßen zeigt. In der Freitagvormittagsitzung wurde zunächst der Mordfall Metzdorf=Potsdam verhandelt. In der Nachmittagsverhandlung werden noch die beiden letzten Mordfälle Gnirk=Wittenberge und Tesdorf=Ludwigslust erörtert. Erschütternd war die Aussage des Vaters des ermordeten 11jährigen Schülers Kurt Gnirk aus Wittenberge, der zuerst als Zeuge in diesem Falle gehört wurde. Am 16. April 1933, einem Ostersonntag, so bekundet der Vater mit tränenerstickter Stimme, habe sein Junge ihn geliebkost und nicht eher geruht, als bis er seinem Vater, der zwei Tage später Geburtstag hatte, schon vorher die Geschenke überreichen durfte. Es waren sechs Zigarren und eine Schachte! Pralinen, die der Kleine, wie er stolz sagte, aus eigenen Ersparnissen gekauft hatte. Das Geld, so erzählte er, habe er von einem Mann bekommen, dem er hin und wieder kleine Dienste geleistet habe. In freudiger Stimmung habe der Junge dann die elterliche Wohnung verlassen, um zu seiner Stiefschwester am Mühlenbergweg zu gehen. Von dieser Stunde ab habe jede Spur von ihm gefehlt. In den Mittagsstunden, so bekundete der Zeuge weiter, sei seine Frau sehr unruhig geworden und plötzlich habe sie gesagt: „Unser Junge ist tot: wir kriegen unser Kind nicht mehr lebendig wieder zu sehen.“ Nach zwei Tagen, am 18 April, wurde die Leiche des Knaben dann in einer dichten Kiefernschonung der Wentdorfer Tannen an der Lenzener Chaussee in typischer Schlafstellung gefunden. Vorsitzender:„Was sagen Sie dazu Seefeld?“ Angeklagter:„Es tut mir unendlich leid, aber ich bin es nicht gewesen.“ Verdächtig sind wiederum die Eintragungen, die Seefeld in der fraglichen Zett in seinem Notizbuch gemacht hat. Am 15. April, also am Östersonnabend, hat er darin den Ortsnamen unleserlich zu machen versucht. Dieser durchgestrichene Ortsname lautet nach den chemischen Gutachten „Wittenberge". Auf Vorhaltungen erklärt Seefeld:„Ich kann dafür keine Erklärung geben.“ Vorsitzender:„Das Gericht hat aber dafür eine um so bessere Erklärung: Der Oberstaatsanwalt hat schon einmal gesagt: Wo Seefeld wandert, da wandert der Tod, denn überall, wo ein Kind verschwand, war Seefeld in der betreffenden Gegend.“ Aus den Strafakten stellte der Vorsitzende sodann fest, daß Seefeld auch früher stets hartnäckig geleugnet hat und erst durch schlüssige Beweise überführt werden konnte. Eröffnung der Wirkschaftskammer Bremen dnb. Bremen, 14. Febr. In Anwesenheit des Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht wurde am Freitag die Wirtschaftskammer Bremen eröffnet Dr. Schacht betonte in einer Ansprache u.., daß die Herbeiührung einer verantwortungsbewußten Zusammenarbeit im Wirtschaftsleben der eigentliche Snn der Schaffung der Bezirkskammern sei. Dabei käme es nicht auf die Organisation an. sondern auf den Menschen, der mit seinem Geist die Organisation beseelt.„Die deutsche Wirtschaft kann nicht von oben herab mit von oben eingesetzten und bezahlten Kräften arbei en, sie ist auf die Mitarbeit und Erfahrung jedes einzelnen angewiesen.“ Zum Glück sei dieser Geist im deutschen Wirtschaftsleben lebendig und gerade die hanseatischen Wirtschaftskreise hätten in mustergültiger Weise ihrer nationalwirtschaftlichen Mitarbeiterpflicht Genüge geleistet. Heute seien Ausfuhrwille und Ausfuhrste gerung wichtiger denn je. Ausfuhr schaffe uns Rohstof.e und Arbeisplätze. Dr. Schacht wandte sich dann gegen gewisse leichtfertige Auffassungen über Geld= und Währungsfragen. Nur vermehrte Leistung und vermehrte Ausfuhr brächten zusätzliche Rohstoffe ins Land. Mit entwerteten Martscheinen könnten wir keine Fette, keine Baumwolle und keine Metalle am Weltmarkt kaufen. Unter ausdrücklicher Ablehnung aller Währungsexperimente be onte Dr. Schacht, daß wir nicht vor einem Geld=, sondern vor einem Winterproblem ständen.„Nur“, so schloß der Reichsbankpräsident, „indem wir hart arbeiten, sparsam leben und nichts vergeuden, werden wir den Weg in eine bessere Zukunft finden". Berufungsurteil in elnem Devisenprozeß dnb. Berlin, 14. Febr. In zweitägiger Verhandlung hatte sich die 4. Große Strafkammer des Berliner Landgerichts mit den Berufungen zu beschäftigen, die der 41jährige Generalsekretär beim Bonifatiusverein für das katholische Deutschland in Paderborn. Wilhelm Freckmann, und der 58jährige Generalvikar des Bistums Hildesheim, Dr. Otto Seelmeyer, gegen das Urteil des Berliner Schöf engerichts vom 3. 7. 35 eingelegt hatten. Die Strafkammer beließ es bei den fünf Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust für Freckmann. Jedoch wurde infolge veränderter rechtlicher Auffassung in einem Nebenpunkt die Geldstrafe auf 100 000 RM. festgesetzt. Bei Seelmeyer erkannte die S rafkammer auf drei Jahre Zuchthaus, fünf Jahre Ehrverlust und 100000 RM. Geldstrafe. Die Angeklagten hatten gemeinschaftlich mit dem berüchtigten Bankdirektor Ho,ius über 100000 RM. nach Holland verschoben, wo das Geld zum illegalen Rückkauf von Obligationen verwendet wurde. Die Dolitik der Woche Deutsche Trauer— Verständigung=Olympiade— Der Fuchs im Schafspelz— Pariser Kollektiv= bemühungen In Deutschland wehten die Fahnen halbmast. Einer der Besten ist in der Schweiz auf vorgeschobenem Posten durch Mörderhand gefallen. Das ganze Volk nahm Anteil an der großen und feierlichen Beisetzung des Landesgruppenleiters der Schweiz, Gustloff, die Regierung war in Schwerin start vertreten, Abordnungen aus allen Teilen des Reiches. Viele kannten den Ermordeten, und nicht nur in der deutschen Nationalsozialistischen Portei war er geschätzt und gerne gesehen, auch in der Schweiz stellt man ihm das Zeugnis eines in seiner politischen Anschauung und in seinem politischen Wollen starken und initiativen Mannes aus, aber auch eines Mannes, der das Gastrecht achtete. die Gesetze des Landes respektierte und keinen Grund gab, gegen seine Tätigkeit Einwände zu erheben. Freilich, die liberale und rote Presse der Schweiz trommelte immer gegen diesen Landesgruppenleiter. Sie hassen den Nationalsozialismus und rieven sich an dem nächsten Repräsentanten der Partei. Selbstverständlich läßt sich eine moralische Schuld niemals hundertprozentig beweisen, aber die Behauptung, daß der Mörder durch die ewigen Anfeindungen des Ermordeten angeregt wurde, daß er vielleicht erst infolge dieser Angriffe und Verdächtigungen zum Revolver griff, ist nicht zu widerlegen. Es zeigt sich jedenfalls, daß eine verlogene, hetzende Presse viel Unheil anrichten kann und sogar in der Lage ist, ihrem Lande Schwierigkeiten zu bereiten. Mit Abscheu hörte man von der ruchlosen Tat in Davos. Abscheu empfanden alle ehrlichen und moralischen Menschen in der ganzen Welt. Die Feiern in Schwerin nun haben bewiesen, daß nicht irgendwer niedergeknallt wurde, obwohl jedem Kämpfer des Nationalsozialismus die größte Ehre erwiesen wird, sondern daß neben dem politischen Moment hier auch die persönliche Trauer um einen würdigen Menschen zum Ausdruck kam. Während in Schwerin die Trauerglocken läuteten, selbst harte Männer zur Andacht zwangen, wurde die Winter=Olympiade ohne Unterbrechung in Garmisch=Partenkirchen fortgesetzt. Sie sollte unter dieser Trauer nicht leiden. Hier ein Attentat, das Völker mit Mißtrauen erfüllen kann, die Winter=Olympiade eine Veranstaltung, die sehr wohl geeignet ist, neue Brücken zu schlagen und völkerversöhnend zu wirken. Freilich. von Politik kann bei diesem sportlichen Ereignis keine Rede sein. Aber politischer Streit kann am ehesten durch eine Verständigung von Mensch zu Mensch, von Volk zu Volk auf anderem als politischem Boden erfolgen. Deshalb messen wir dieser Olympia und der kommenden Olympia im Sommer in Berlin eine so graße Bedeutung bei. Wir wollen die Versöhnung, wir freuen uns daher, den ausländischen Besuchern Gastfreundschaft zeigen zu können, freuen uns. den Beweis führen zu dürfen, daß wir nicht voll Haß und Mißtrauen geladen sind und nichts anderes als Revanchegedanken hegen. Die ausländischen Olympiade=Teilnehmer haben sich wohl bei uns gefühlt, und die ehrliche Presse hat richtig auch im Auslande über diese winterliche Veranstaltung berichtet. Doch, wie man auch strebt, das politische Mißztrauen zu beseitigen, es gibt weiterhin unsaubere Elemente, die sich nicht scheuen, mit Fälschungen und dick aufgetragenen Unwahrheiten jeden deutschen Versuch einer friedlichen Verständigung zu ersticken. Es wird ihnen, den Skribenten, die auch die Winter=Olympiade umzufälschen versuchten, nicht gelingen, uns irgendwie zu belasten oder die vielen ausländischen Besucher umzustimmen und ihnen den neuermachten Glauben an Deutschland zu nehmen, aber sie beschweren die europäische Atmosphäre, sie tragen dazu bei, daß eine richtige Auswirkung der neugefundenen Freundschaften nicht sofort eintreten kann. Sicherlich halten sich die Wölfe im Schafspelz nicht dort auf, wo es den friedlichen Wettstreit und eine begeisterte Stimmung ohne Ansehen der Nation gibt. Sie werden hinter ihrem Schreibtisch brüten, wie der Haß und die Zwietracht vertieft werden kann und werden sich bemühen, jeden Fortschritt einer Verständigung zu zertreten. Sowjetrußzland hat nun einmal in Genf eine gute Note erhalten und ist jetzt in Paris als würdiger Beisitzer für große Verhandlungen erwählt worden. Dieses Pariser Spiel war tatsächlich ein Versteckspiel ersten Ranges. Ob es Frankreich und England so abgekartet hatten, bleibe dahingestellt. Jedenfalls behauptet man, den Donauraum neu zu sichern, auf dem Balkan Frieden stiften und einen Ausgleich zwischen den mancherlei Gegensätzen der Balkanländer, herbeiführen zu wollen. Daß solche Arbeiten eine Spitze gegen Teutschland haben, ist ohne Zweifel, um so mehr, als ja Deutschland von diesen Verhandlungen nicht unterrichtet wurde, nicht hinzugezogen wurde, nur den schüchternen Rut erhält, es könnte ja der Sicherheits=Kollektive beitreten, wenn es sich isoliert fühle Dieser Ral, 2azu noch von Nichtkompetenten erteilt, ist eine neue Hintertür, eine Scheinheiligtrerei, denn man mochte ja Deutschland nicht bei den Abmachungen haben. Deshalb hat man ja Sowjetrußland die mitführende Rolle zuerteilt und deshalb munkelt man so geheimnisvoll wie nur möglich. London. Wie verlautet, wird das Rüstungsweißbuch der englischen Regierung in der ersten Märzwoch; zur Veröffentlichung bereit sein. Das Weißbuch wird ausführliche Angaben über das neue englische Aufrüstungsprogramm enthalten. 30 000 RM. aus Los Nr. 369 969 Berlin. Bei der Ziehung in der Preußisch Süddeutschen Staatslotterie wurde ein Gewinn von 30 000 RM auf die Los=Nr 369969 gezogen. Der Gewinn fiel nach Westfalen und nach Berlin. Das Los wird in Achteln gespielt. Samstag. den 15. Februar 1936 Nr. 45 Stadttreis Custror=Kaukei Castrop=Rauxel, 15. Februar 1936 Fährer: An Siraßenkrrugungen läuert der Tod: Fahrer! An Straßenkreuzungen und Straßeneinmündungen ereignen sich die meisten Verkehrsunfälle. Dort lauert oft unerwartet die Gefahr; dort lauert nicht selten der Tod! Diese Gefahren kannst du nicht durch verbotene Warnsignale bannen. Laßz das nutzlose Hupen oder Klingeln! Setze an Straßenkreuzungen und Straßeneinmündungen die Geschwindigkeit deines Fahrzeuges so herab, daß du sofort halten kannst und nicht andere Verkehrsteilnehmer gefährdest! Uebe größte Vorsicht an Straßenkreuzungen u. Straßeneinmündungen! Achlung, Vereinsführer der Turn-, Sportund Schützenvereine: „Tag der Winterolympiade=Briefmarke“ Zur Werbung für die 4. Olympischen Winterspiele hat die Reichspost Briefmarken und Postlarten hergestellt, die sehr wirkungsvolle Ausschnitte aus dem Winter vort dartellen Auf den eigentlichen Markenwert wird ein Zuschlag erhoben. der den Olymvischen Svielen zugute kommt. Um diese hübschen Erinnerungsmarken und=karten die stark gefragt sind. auch der breiten Masse zugänglich zu machen, hat der Reichspostminister mit dem Vertrieb dieser Wertzeichen den„Hilisfonde für den deutschen Sport“, den soztalen Träger der Aufgabe des Deut'chen Reichsbundes für Leibesübungen, betraut. Der morgige Sonntag wird auch in Castrov= Rauxel im Zeichen der Olympia=Briefmarke stehen. denn wie in allen deutschen Gauen werden Sportler und Sportlerinnen auf allen Straßen und Plätzen und in allen Lokalen die Marken zum Verkauf anbleten. Alle Vereinsführer sind verpflichtet, die erforderlichen Verkäufer entvrechend der Stärke ihres Vereins zu stellen. Die Ausgabe der Marken erfolgt durch den örtlichen Mitarbeiter für den Hilfsfonds für den deut'chen Sport um 11 Uhr in der Wirtschaft Wilke Castrov=Raure! 2. Victorstraße. Es wird erwartet, daß alle Sportführer ihre Pflicht im Interesse des großen Werkes erfüllen. Schnell vergangen Durch das eingetretene Tauwetter haben sich die Eisflächen wieder zu Wasser zurückgebildet und aus ist es mit den Eislauffreuden. Zum Troste werden wieder die Rollschuhe hervorgeholt. Personenstand Ktgistel der Munizlpalikal=Gastrop Wichtige Urkundenbände für die Castrop-Kauxeler Familiensorschung aufgefunden Das Städt. Nachrichtenamt teilt mit: „Dem Studiendirektor Steisen vom Städtischen Realgymnasium verdankt das Stadtarchiv das Auffinden einiger für die Familienforschung wertvoller Urkundenbände. Es handelt sich um napoleonische Personenstandsregister der Munizivalität Castrop aus den Jahren 1810. 1811, 1812 und um dazugehörige Belegbände. Die Register enthalten Geburts=, Aufgebots=, Heirats= und Sterbeurkunden. Die Belege zu diesen Registerbänden sind zum großen Teil Auszüge aus Kirchenbüchern, die durch den Sekretär und provisorischen Personenstandsbeamten der Munizivalität Castrov. Adolf Biggeleben. beglaubigt sind. Dabei finden sich aber auch einzelne versönliche Briefe und notarielle Erklärungen für solche Fälle. in denen ein kirchenamtliches Geburts= oder Taufzeugnis nicht beizubringen war.: In solchen Fällen mußten mindestens 6 Zeugen vor dem Notar an Eidesstatt versichern, daß sie den Vater bzw. die Mutter des Mannes oder Mädchens. das ein Geburtszeugnis für die Trauung brauchte, gekannt hätten, daß sie dieses Menschenkind seit Jahren kannten, daß das Alter etwa wie angegeben stimme und somit der angegebene Geburtstag seine Richtigkeit haben könne. Auch findet sich zuweilen in den Zeugen=Aussagen eine Angabe über den Verbleib der Eltern. für deren Tod kein amtliches Zeugnis aufzuweisen war. Für die Geschichte der Sitten und Gebräuche geben die Urkunden mancherlei Anhalt. So gehi aus einem Brieiwechsel zum Beisviel hervor, daß der Vater auch für seinen schon längst mündigen Sohn noch eine Erlaubnis zur Heirat erteilen muß, und daß jede Heirats=Verkündigung nur dann gültig war. wenn sie vor dem Hause des Maire oder im Flur des Hauses durch den Mairesekretär zweimal laut verkündet war. Die von den Personenstandsbeamten beglaubigten Urkunden sind mit dem Munizivalitätssiegel in schwarzer Farbe oder rotem Siegellack gestempelt. Dieses Siegel ist oval. hat etwa 3½ cm Längendurchmesser und 2 cm Breite und zeigt in der Mitte ein Wappen mit einem großen N. das links und rechts von einem Lorbeerzweig umrahmt ist. Ueber dem Wappen ist die Krone. unten der Name „Ruhr". Die Umrandung trägt oben die Aufschrift„Großherzogtum Berg“, unten „Mairie Castrop“. Die Urkunden und Belegbände liegen im Archiv des Amtsgerichts Dortmund, Familiepigrcher seien hiermit auf das wertvolle Materialhngewiesen. Der Geschichls der Hivinlel Unts Belrehrbirappen Zum 25jährigen Jubiläum des Vereins ehem. Pioniere und Verkehrstruppen Castrop-Kauxel am 15. Februar 1936 Zu allen Zeiten hat es bei allen kämpfenden Völkern Hilfskräfte gegeben. die für die kämpfenden Gruppen Hindernisse wegräumten überbrückten oder herstellten, um den Gegner besser fassen zu können oder aufzuhalten. Mit der Einrichtung geordneter Heere werden die Pioniere diese Wegbereiter Brückenschläge und Wegebereitung. Hindernisbau und=Zerstörung. Schanzenbau und Nahkampfmittel bedurften eines geeigneten Materials und der Leute. die mit ihm umzugeben verstanden. Die Landsknechtheere hatten schon ihre Schanzbauern die im Kampihandwerk unterrichtet wurden durch den Schanzmeister. Miniermeister. Brückenmeister. Schiffsmeister. Die Anfänge der eigentlichen Pioniertruppe liegen am Ende des 17 und am Anfang des 18. Jahrhunderts. Die fortschreitende Technisierung des gesamten Heerwesens machte es erforderlich, daß eine besondere Techtergruppe, die der Pionierwaise, gebildet wurde. endigung der Befreiungskriege erfolgte die Reorganisation der Pionierwaffe in 9 Pionierabteilungen mit je 2 Kompagnien. Sie wurden einem Brigadier der Pioniere unterstellt. Ob im Nordischen Kriege. in den verschiedenen Erfolgekriegen, ob in der Zeit der Navoleonischen Kriege, ob in der Evoche Friedrichs des Großen oder in der Spanne von den Befreiungskriegen bis zum deutschen Kriege 1866. ob 1870 71 oder im Weltkriege immer wieder traten die gleichen Aufgaben an die Pioniere heran: Hindernisse überwinden, wegräumen. Hindernisse schaffen. Jedoch ist das allmähliche Vorschreiten der Pioniere als Kampftruppe nicht zu verkennen. Im Nordischen Kriege, um 1703. verteidigten die sächsischen Pioniere in zäher, monatelanger Mineurtätigkeit die Festung Thorn, dann im Baltikum an der Düna und später beim Ueberbrücken der Oder Eine ganz andere Verwendung finden die 1 Pioniere 1791/92 im Koalitionskriege gegen Früherer Schulbeginn Von heute an beginnt an den Castrov=Raureler Schulen der Unterricht wieder um 8 Uhr. Vom 15. November ab war der Beginn wegen des späten Hellwerdens auf.30 Uhr angesetzt. heute Elternbesprechtag des Realgymnasiums Es wird nochmals an den Elternsprechtag erinnert. der am Realgymnasium von.30—12.30 Uhr und von 15.30—-17.30 Uhr abgehalten wird. Besichtigungsfahrt zur Versuchsstrecke Derne Unter Führung des Kreisbetriebsgemeinschaftswalters Krumbholz befuhren 45 Mitglieder der Vertrauensräte der Zechen der Städte Castrov=Raurel und Herne die Versuchsstrecke Derne. um sich an Ort und Stelle über die Arbeiten und Maßnahmen zur Bekämpfung der Explosivgejahren im Bergbau unterrichten. Die sehr ausschlußreich verlaufene Besichtigungsfahrt hinterließ bei allen Teilnehmern nachwirkende Eindrücke. N5R9V. zuständig für das Verwundetenabzeichen Die nationalsozialistische Kriegsopferversorgung. die Organisation der Front#oldaten und Kriegsopfer. hat sich in dem Bestreben, die Achtung und Ehre der Frontsoldaten wieder herzustellen, unausgesetzt bemüht, daß auch den berechtigten Wunschen der Kameraden auf Verleihung des Verwundetenabzeichens Rechnung getragen wird. Die diese Frage nunmehr durch ein Reichsgesetz neu geregelt Damit besteht jetzt noch die Möglichkeit, daß ein Kriegsteilnehmer der aus dem Felde der Ehre für sein Vaterland gekämpft. geblutet und gelitten hat. das Verwundetenabzeichen nachträglich erhält. Es können nach der Verordnung nicht nur die Remeraden, die im Kriege eine Verletzung oder Verwundung durch unmittelbare oder Einwirkung von Kamufmitteln erlitten haben und trotz Vorliegen der Voraussetzungen seinerzeit das Verwundetenabzeichen nicht mehr erhalten haben Antrag auf Verleihung desselben stellen, sondern darüber hinaus können auch Kameraden. die bereits im Besitz des Verwundetenabzeichens sind, unter bestimmten Voraussetzungen das Abzeichen der nächst höheren Klasse(silbernes oder goldenes Abzeichen) erhalten Die Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung. als die für die Antragstellung zuständige Organisation hat deehalb ihre Ortsgrupven angewiesen. Anträge von allen dasür in Frage kommenden Kameraden entgegenzunehmen und zu hearbeiten. Es is jedoch erforderlich, daß bei der Antragstellung samtliche Bewersstücke(Melitärvaß. Kriegeranal'stenauszug. Kriegestammrolle usw) vorgelegt werden. In Zweiselsfällen wird jede gemunichte Auskunft vor den Ortsgruppen und Stützpunkten der RSKOV eteilt. ALS HIELDEN STARRBER EORS VATERLAND UNSERE GCAHERADEN N3OC LDERTTER VOLTEE TIET E SOIRBAN MDELTGUT SIAEHHH A SE-SH AEET Verkehrs. Aus dem Handgemenge des Mittelalters .staltete sich der Fernangriff Es entstand das dürfnis nach Fernbeobachtungen. Fernnachrichten und Fernverbindungen. So bekamen die Pioniere den Dienst am Fesselballon, den Telegraphendienst, die militärische Handhabung des Eisenbahndienstes. die Militärluftschiffahrt Diese Dienstzweige waren die Vorstufe für die Ausbildung der später ausgestellten besonderen Truppenteile. Es würde ein Buch füllen, alle die Helden taten unserer Pioniere im Weltkriege auszuzählen, sei es im Westen. im Osten, auf der Insel Oesel. sei es in Tsingiau. in Serbien. Rumanien Mazedonien, in der Türkei. in Italien, im Baltikum, überall haben die Pioniere des deutschen Heeres ihrer Ausbildung und ihrer Aufgabe entsprechend ihre Schuldigkeit getan. Seite an Seite mit den anderen Waffen. Auf dem Felde der Ehre blieben: 1874 Offiziere, 7513 Unteroffiziere und 54715 Pioniere. Das gibts nur einmal... Heute großer karnevalistischer„Kraft=durch=Freude" Abend bei Thimm in Habinghorst Die Deutsche Arbeitsfront. Amt NS.=Gemeinschaft KKraft durch Freude", veronstaltet am heutigen Samstag ab 20 Uhr einen großen karnevalistischen Abend in der Wirtschaft Thimm, zu dem alle Volksgenossen herzlichst eingeladen werden. Große Ereignisse werien ihre Schatten voraus! Schon seit Tagen sind eifrige Hände damit beschäftigt, dem schönen Saal bei Thimm durch prächtige Detorationen ein karnevalistisches Gepräge zu geben und so auszugestalten, daß jeder Besucher auf das Angenehmste überrascht wird. Schon heute steht mit Sicherheit fest: diese KdF.=Faschings=Veranstaltung wird beweisen daß man auch in Castrop=Rauxel das nötige Interesse für derartige Feste besitzt. Es wird ein Abend der Ueberraschungen! Jubel und Trubel in allen Räumen! Lasse sich kein Volksgenosse den Besuch dieses Festes der Freude und fröhlichen Ausgelassenheit entgehen! Für eine Mark ein Aulo! „Der 29. Februar", das Fest der Presse Südwestfalens im Gold= und Silber'aal der Westfalenhalle wird nicht nur ein großes künstleriiches Programm sehen. Es wird auch eine Tombola vorhanden sein. die allergrößte Anziehungskraft ausübt. Wir verraten für heute, daß der erste Preis ein Auto sein wird das der glückliche Gewinner für ein Tombolalos im Preis von einer Mark erstehen kann. Für eine Mark ein Auto! Wer will noch mehr!? Der zweite Preis ist ebenfalls ein Objekt von höchster Anziehungskraft, ein modernes Wohnzimmer. Aus der Liste der ersten Spender erwähnen wir die folgenden: Kunstbildhauer Bagdons. Optiker Dr. Bein. Optiker Karl Dissel. Blumenhaus Freund u. Bauer Max Keidel. Kunstmalerin Mieze Klaas. Drogerie Fritz Kruse. Buchhandlung Gebr. Lensing. Adler=Brennerei Peters. Lichtbildner Friedrich Schmieding, Juwelier Tewes, Westfälische Porzellan= und Glasniederlage Hoffmann u. Kessel. Auch Auswärtige sind unter den Svendern. so: Habis Dreiha=Druckstoffe. Herdecke a. d. Ruhr. Lichtbildwerkstätte Karkoska u. Beerwart, Castrov=Rauxe:, Gräfin von Königsmarck'che Weinkellerei o.., Koblenz Niederrheinische Kunsttövferei. Sevelen. Krs Geldern. Wo sind Karten zu haben? Der Kartenverkauf ist im Gange. Karten zum Preise von 3 RM. sind zu haben in Castrov= Rauxel u. a. in der Geschäftsstelle des„Stadtanzeiger“. ): K a r k o s k a u. V e e r w a r t Ehrenlafel des Vereins ehem. Pioniere und Verkehrstruppen Zum 25jährigen Jubelfest des Vereins am heutigen Tage hammer=Werk, geschaffen wurde, ist am K riegergedächtnistag des Jahres 1930 feierDer 89. Geburtstag Die älteste feste Pionier=Formation finden wir in Sachsen. Kurfürst August der Starke bildete 1698 ein ständiges Mineur= und Pionierkoros. In Preußen entstand die erste Formation im Jahre 1715. Kavitän Umpsch führte eine Pontonier=Kompagnie von 2 Unteroffizieren, 1 Kiempnermeister 20 Pontoniers. Neben den Minent= und Pontonier=Kompagnien bestanden aber auch Pionier=Kompagnien, dean 1772 führt Generalmajor von Wallrave in Neiße 10 Kompagnien, Pioniere und 2 Kompagnien Mincure(Bergleute aus dem Harz und aus dem Magdeburgischen). Beim Beginn des Siebenjährigen Krieges sind im Heere Friedrichs des Großen 2 Bataillone Pionier=Regiments. 2 Kompagnien Mineute und 1 Kompagnie Pontoniere. Nach BeFrankreich. Das Mineurkorvs an der Spitze der Marschkolonne zeichnete sich beim Angrif“ auf Feldstellungen, bei der Einnahme von Longwy und in mehreren Gefechten im Argonnetwald aus. Weitere Ruhmesblätter der Pioniere sind 1806/07: Graudenz und Danzig: 1813/15: Trupvenübergänge über den Rhein be: Basel. Caub. Mannheim. Koblenz. Uebergänge über die Maas und Seine: 1864. Erstürmung der Düppeler Schanzen und Uebergang nach Alsen: 187071: Uebergang über die Vogesen. die Mosel. die Maas. Schlacht bei St. Privat Belagerungen von Metz. Straßburg. Paris. Die Aufgabe der Pioniere im Weltkriege war„de: stürmenden Insanterie den Weg zum Siege zu bahnen“. Die Kriegführung wurde immer beeinflußt von dem Fortschritt der Technik und des Altersheim der Stadt Castrov=Rauxel, GrafHaeseler=Straße 11. begehi am heutigen Tage Frau Wwe. Berta Jerzembeck geb. Jackel ihren 89. Geburtstag Die bochbetagte Mitburgerin wurde am 15. Februar 1844 zu Semen im Kreise Osterode geboren, doch ist sie bereits seit langer Zeit im Rheinisch=Westfälischen Industriegebiet bzw. in Castrov=Rauxel ansässig geworden. Am heutigen 89. Geburtstage kommen ihre 3 Kinder und 12 Enkel Glück wünschen. Wir schließen uns den Glückwünschen von ganzem Herzen mit einem herzlichen„Glückauf“ für den ferneren, hoffentlich noch recht langen und rech: glücklichen Lebensabend an. Eine Ehrenkrone ist das Alter Am heutigen Tage kann unsere Mitbürgerin, die Witwe Emtlie Hucke, geb. Noll. Bahnhofstr. 262, die Vollendung ihres 80. Lebensjahres begehen. Die Altersiubilarin, die sich bei all ihren Bekannten der größten Beliebtheit und Wertschätzung erfreut. wurde am 15. Februar 1856 zu Dortmund geboren. Im Jahre 1886 heiratete sie Wilhelm Hucke und kam somit als Wirten in jene alte Wirtschaft unweit des Bahnhofs Rauxel die in früheren Jahrzehnten besondere Bedeutung hatte, weil sich dort der Chausseebaum" zur Erhebung des Wegegeldes wie auch der älteste heute noch nachweisbare Schießstand besand Wir haben vor einiger Zeit bei der Weihe des neuen Sch eßstandes an dieser historischen Stätte einiges aus der Geschichte des Hauses an dieser Stelle veröffentlicht. Die Altersiubilarin hat ihrem Mann bis zu dessen im Jahre 1918 erfolgten Tode bei der Wirtschaftsführung mit all ihren Kräften unterstützt und sie über seinen Tod hinaus noch selbständig weiter geführt. bis sie die Wirtschaft infolge ihres Alters ihrem Schwiegersohn übergab. Seitdem lebt Frau Wwe. Hucke bei ihrer jüngsten Tochter. Wir wünschen dei allverehrten Mitbürgerin zu ihrem heutigen Ehrentage alles Gute in der Hoffnung, daß ihr noch ein recht langet und ungetrübter Lebensabend beschieden ist. Der Kurszeklel der hausfrau Amtlicher Wochenmarktbericht für Castrov=Rauxel Weißkohl 1 Pid. 10 H. Rotkohl 1 Pid. 11 u. 15 J. Grünkohl 1 Psd. 10 H. Blumenkohl 1 Pid. 20 und 25 H. Rosenkohl 1 Pid. 30 H. Wirsing 1 Pid. 18 und 20 H. Mohrrüben 2 Pid. 15 H. Feldialat 1 Pid. 50 Z. Zwiebeln 1 Psd. 13 H. Rote Beeten 1 Pid. 10 H. Kohlrabi 1 Stück 8 J. Schwarzwurzeln 1 Pid. 30 H. Seller#eknoller 1 Stück 15 und 20 H. Zitronen 3 Stück 10 H. Avfelsinen 1 Stück 5. 6. 7 und 10 H. Tafeläpsel 1 Pid. 25 und 30 J. Tomaten 1 Pfd. 30 H. Baranen 1 Vid. 35 J. Weintrauben 1 Pid 60 H. Walnüsse 1 Pfd. 50 J. Hasel Die Haus= und Grandbesiger tagten nüsse 1 Pfd 35 J. Paranüsse 1 Psd 40 S,, Kartofseln 10 Pid. 45 J. Hühner und Hähne geschlachtet 1 Pid.10 u, lebende Küken 1 Stück.00. Legehühner 1 Stück.50 u, Kaninchen(lebend) 1 Stück Margatine 1 Fid. 6s S, Moltereihuter Aus der Generalversammlung des Haus= und Grundbesitzervereins Castrop-.=Altsladt Lid.57 und.60, Land Schpege,###. Die diesjährige Generalversammlung des Haus Münster vereinbarten Abzlge für Revaraturen. 9ttabg, S a, ng.00„ Se isch 1 Pid und Grundbesitzervereins sand am Dienstag, dem Betriebskosten und Abnutzung bekannt. Bei den nach .30 Jd. Tilliter Käse 1 Pid..20 J. Schelliuo 1 Vso. 11. Februar um 20 Uhr bei Haller am Markt statt. 1925 entstandenen Neubauten müssen die RevaTrotz der Kälte war der Saal bis auf den letzten raturen nachgewiesen werden Es liegt im Interesse Platz besetzt. Der Vereinsführer Kleine eröffnete des Hauseigentümers, von der Steuererklärung Abund leitete die Versammlung Nach Verlesung der schrift zu nehmen. Die Geschäftsführung ist bereit, den Mitgliedern bei der Ausarbeitung der Steuererklärung be25 und 30. Seelachs 1 Pid. 20 und 25 Pfg. Kabeljau 1 Pid. 20 und 25 J. Rotbarsch 1 Pid. 30 J. Heilbutt 1 Pid. 90 H. Angelschellsisch 1 Pid. 40 u. 45 H. Filet 1 Pid. 35. 40 und 45 1. 5 6 7 und 8 J: Rindfle 90 H. Kochfleisch 1 Pid. 85 J: Schweinefleisch: Keule, Schulter. 1 Vid. 90 J. Bauchfleisch 1 Nid 45 I, Salzheringe 1 Stück und leitete die Versammlung Nach Verlest dfleisch: Bratfleisch 1 Prd. Niederschrift der Herbstversammlung wurde der Jahresbericht 90 + Schulter, 1 Pid. 90 H. Bauchfleisch 1 Psd. bekannt gegeben. Aus ihm ist zu erwähnen, daß Koteletten 1 Pid. 95 H und.00 a. Speck der Verein sich immer stärkstens für die Belange der hilflich zu sein. (jett) 1 .00 l. Pid..00 K. Schweinefleisch(inl.) 1 Pid. Einbruchsdiebstahl Haus= und Grundbesitzer eingesetzt hat. Die MitHaus= und Grundbesitzer eingesetzt hat. Die Mit= Nach einer regen Aussprache über einige Unklargliederversammlungen wurden so gelegt, daß zeitge#heiten machte der Redner noch einige Ausführungen mäße Tagesfragen zur Behandlung kamen. Auf= über die ab 1. Januar 1936 geliende Bürklärend wirkte er bei der Steuerveranlagung. Bergschädenversicherung und Grundstücksbewertung Der Verein ersorderte auch im letzten Jahre viel Kleinarbeit. Die Rechtsberatungsstelle wurde besondere stark in Anspruch genommen bei der Steuererklärung und bei der Prüfung der Einheitswertbescheide. Die Mitgliederzahl ha: sich im letzten Jahre nicht geändert, sie beirug nahezu 500. Den Kassenbericht erstattete Schatzmeister Wakun, die gewählten Kassenprüfer Koch und Hermert konnten berichten, daß die Kasse mustergültig geführt sei. Die beantragte Entlastung wurde ohne Wederspruch bewilligt. Nun erhieit Verbandssekretär Schachtsiek Am 10. Februar gegen.15 Uhr wurde in einem Geschäft an der Adolf=Hitler=Straße die Schaufensterscheibe mit einem Ziegelstein eingeworsen. Aus den Auslagen wurden für etwa 40 RM. Fleischwaren gestohlen. Der Gesamtschaden beträgt 340 RM. heiralsschwinde!„Dorfglocke Dölan“ Geschädigte gesucht! Der Polizeipräsident in Bochum teilt mit: „Ende Januar d. J. wurde in Halle der Herausgeber der Heiratszeitung„Dorfglocke Dölau=Saalkreis“ und Inhaber des Briesaustauschzirkels„Her= barre:" zensbund“, Herbert., festgenommen und in Unter(Essen) das Wort zu seinem Vortrage Der Redner suchungshaft verbracht.., der einschlägig vorbe= verbreitete sich zuerst über die Organisation. über straft ist, arbeitete in folgender Weise: die Lättgreit der Vereine und Verbände und wies Deutschriften befanders auf ihre Erfolge hin; dann gab er die nötige AufEr gab in Zeitungen und Zeitschriften besonders klärung über die günstige Heiratsanzeigen unter Chissre auf. Meist waren Gegenstand des Inserates eine reiche, ver= Einkommensteuerveranlagung. waiste, bildschöne Erbhoftochter, die das mehrere die bis zum 29 Februar dem Finanzamt eingeschickt hundert Morgen große Gut verpachtet und eine an=sein muß. An Hand eines Formulars wies er hin sehnliche Summe zur Verfügung hatte oder eine auf die verschiedenen Einnahmen und Ausgaben. insjunge, begüterte Hoibesitzers-Witwe mit äußeren besondere gab er die mit dem Landessinanzamt Reizen. Der Partner brauchte nur ein gutes Herz zu haben. Die Meldungen gingen dann auch zahlreich ein. O. suchte sich aus ihnen besonders solche heraus, die von zahlungsfähigen Peisonen zu stammen schienen. Diesen schrieb er, daß der Bewerber mit der betreffenden Dame in Verbindung treten könne, wenn er der Briesaustauschzentrale„Herzensbund". des Verlages als Mitglied beitrete Hierfür waren im Voraus zu entrichten 5— RM. Eintritts= und.— RM. Monatsgebühr, also erstmalig .— RM., und für jeden späteren Monat.— RM. Mit Eingang des Geldes war für O die Angelegenheit erledigt Wohl hat er von Mai 1935 bis zu seiner Festnahme die Heiratszeitung„Dorfglocke Dölau" dreimal in einigen hundert Exemplaren drucken lassen und auch einige Schreiben zum Schern beantwortet, eine Heirat ist durch seine Vermittlung aber in keinem Falle zustande gekommen. Durch seine erdichteten Zeitungsanzeigen bezon O monatlich ein Einkommen von etwa 1000 RM Da der Betrüger auch im Polizcip; äsidium Bochum Ovjer gesucht hat. werden alle Geschädigten gebeten, bei der Kriminalvolizei oder ihrer nächsten Polizeidienststelle Anzeige zu erstatten.“ gersteuer. Die Höhe der Bürgersteuer richtet sich grundsätzlich nach dem Einkommen, wobei bis zu einet gewissen Einkommenhöhe Steuerminderungen bei zwei und mehr Kindern gelten. Bei Perionen, deren landsonstige Jugendliche. 53°5 Besucher über 20 Jahre. 2092 Ausländer Die Hälfte der Ausländer stellte Holland. Dänemark war mit 328. Amerika mit 264. England mit 165 und Frankreich mit 38 Wanderern vertreten. Aber nicht nur als Uebernachtungsheime haben die Jugendherbergen sich bestens bewährt, sondern in ganz besonderem Maße als Tagungsstätten. Es sind nationalvolitische Lehrgänge und Freizeitlager mit bestem Erfolg durchgeführt worden. Allein die Uebernachtungen von Tagungste lnehmern übersteigen die ansehnliche Zahl von 238000. Die durchweg großen und schönen Tagesräume unserer Jugendherbergen sind wie eigens zu Lehrgangs= und Tagungszwecken geschaffen und ersüllen am Tage sonst unbenutzt, einen Zweck, der erhebliche Beachtung verdient. Der eKrnpunkt. weshalb gerade die Jugendherbergen als Tagungsstätten eine bevorzugte Stellung bei den Erziehern eingenommen haben, ist die Tatsache, daß die Förderung des Gemeinschaftsgedankens ungemein erleichtert wird. weil die Lehrgangsteilnehmer am Abend mit den aus Fern und Nah herund jorstwirtschaftliches Vermögen. Grundvermögen beikommenden Wanderern frohe und lehrreiche und Betriebsvermögen zusammen 15 000 RM über= Stunden verleben, die den Gesichtskreis erweitern steigt, richtet sich die Bürgersteuer nach der Höhe des und Absonderungsbestrebungen von vornherein nicht Vermögens, wenn auf diese Weise einc höhere aufkommen lassen. Steuer als bei Zugrund=legung des Einkommens sich ergibt. Da in Castrop=Raurel 500 Prozent erhoben werden, so beträgt hier die Steuer bei einem Reichssatz von 6 RM. 30 RM. Mit recht gemischten Gefühlen vernahm man, daß die Schornsteinfegergebühr ab 1. Dezember 1935 erhöht ist. Schornsteinsegermeister Bock gab die Gründe bekannt, die zu einer Erhöhung geführt batten. Zuletzt wurde noch bekannt gegeben, daß im Frühjahr wieder eine verbilligte Nivellierung In diesem Jahre besteht das Jugendherbergswerk in Westsalen 26 Jahre. Aus einem Nichts beraus geschaffen, steht dieses Werk einzig in Größe und Organisation in der Welt da und ist, wie so vieles, richtungweisend für andere Kulturstaaten. Wie viele Opser an Arbeit. Zeit und Geld durch Mitglieder und ehrenamtliche Mitarbeiter sowie wohlwollender Förderer gebracht werden mußten. das Herbergswerk auf eine solche Höhe zu bringen und trotz der bitteren Notjahre die das Deutsche Volk mitgemacht hat zu erhalten, ist nicht zu ermessen. Freudig stellen die verdienten Mitschaffer stattfinden soll Meldungen dazu nehmen die Ver= des Verbandes ihre Arheitskraft in den Dienst der trauensmänner und die Geschäftsführung entgegen. Mit dreisachem Sieg=Heil auf den Führer wurde die Versammlung um 22.30 Uhr geschlossen. Hiementtarheit und Fieinenwahrheit Zur Beachlung für Gewerbetreibende und Verbraucher Wareneingangsbuch und Tabaksteuer Es wird verschiedentlich die irrige Ansicht vertreten, daß beim Einkauf von Tabokwaren. die Tabaksteuer, soweit sie gesondert in der Rechnung aufgeführt ist. nicht in das Wareneingangsbuch einzutragen sei. Der Reichsminister der Finanzen hat in einem Schreiben an den Reichsinnungsverband des Bäckerhandwerks zu der Frage. ob Zölle und Verbrauchssteuern in das Wareneingangsbuch einzutragen sind. Stellung genommen. Er führt darin aus: 1. Werden Verbrauchssteuern oder Zölle gesondert in Rechnung gestellt, so ist in die Preissvalte der reine Einkaufspreis(ohne die Verbrauchssteuern oder Zölle) einzutragen. Die gesondert in Rechnung gestellten Verbrauchssteuern oder Zölle sind nicht in die für den reinen Einkaufspreis bestimmte Spalte. sondern in eine besondere Spalte(zum Beispiel in der Bemerkungsspalte) einzutragen. 2. Werden Verbrauchssteuern oder Zolle nicht gesonder; in Rechnung gestellt, sind vielmehr die Verbrauchesteuern oder Zölle in dem Rechnungsbetrag(in dem Warenpreis) enthalten, so deckt sich der reine Einkaufspreis mit dem Rechnungsbetrag. In diesem Falle ist der Rechnungsbetrag in die für den reinen Einkaufspreis bestimmte Spalte des Wareneingangsbuches einzutragen. Die Tabaksteuer ist hiernach als Verbrauchssteuer auch bei gesonderter Berechnungsstellung in das Wareneingangsbuch einzutragen. Ein steuerlicher Vorteil kann durch die besondere Angabe der Tabaksteuer in der Rechnung nicht erzielt werden. Steuerkalender füie den Moudl Jekrusr 1936 Die Industrie= und Handelskammern sind immer wieder gezwungen gegen Gewerbetreibende vorzugehen, die unzulässige Firmen= oder Geschäftsbezeichnungen führen Jeder Gewerbetreibende beachte daher folgende Regeln: 1. Nur der Vollkaufmann darf eine Firma jühren. Vollkaufmann ist, wer eines der im§ 1 H6B. verzeichneten Grundgeschäfte betreibt oder dessen Unternehmen einen kaufmännischen Geschäftsbetrieb erfordert und handelsgerichtlich eingetrageg ist. 1 Betreibt er sein Geschäft allein oder nur mit einem stillen Gesellschafter, so hat er als Firma seinen Familiennamen mit mindestens einem ausgeschriebe. nen Vornamen zu verwenden. Bei mehreren Geschäftsinhabern darf die Gesellschaft des bürgerlichen Rechts nur durch ein ausgeschriebenes„und“ zwischen den Familiennamen angedeutet werden. Das beliebte„“=Zeichen ist den reinen Handelsgesellschaften vorbehalten. Die Firmen einer offenen Handelsgesellschaft oder Kommanditgesellschaft haben wenigstens den Namen eines Gesellschafters mit einem die Gesellschaft andeutenden Zusatz zu enthalten. Beifügung von Vornamen ist hier nicht erforderlich Wer ein bestehendes Geschäft erwirbt, darf jür das Geschäft die bisherige Firma mit oder ohne Nachfolgezulatz jortführen, wenn der bisherige Geschäftsinhaber einwilligt Die Firma und der Ort der Niederlassung sind bei dem Gericht, in dessen Bezirk diese sich befindet, zur Eintragung in das Handelsregister anzumelden. 2. Die Vorichriften über die Firmen finden auf den Minderkaufmann keine Anwendung. Minderkaufmang ist, wer ein Kleingewerbe oder Handwert betreibt Er kann seine Firma nicht handelsgerichtlich eintrager lassen und hat sich im Handel seines bürgerlichen Familiennamens und nach Belieber des Vernamens oder einer Abkürzung des letzten zu bedienen. Schließen sich Minderkaufleute oder Handwerker zusammen, so können sie eine offene Handelsgesellschaft nicht begründen. Deartige Vereinigungen gelten als Gesellschaften bürgerlichen Rechts. 3 Fast jeder Gewerbetreibende ist bestrebt, seinem Geschäft eine besondere Fachbezeichnung zu geben. Ein solcher Zusatz ist zulässig, soweit er nicht über Art und Umfang des Geschäftes täuscht. Es gi't hier der Grund'atz der Firmenwehrheit: „Keiner darf sich als mehr oder als letwas anderes bezeichnen, als er tat„iht.van zahlrsichar schen, dessen ungekünstelte Fröhlichkeit jeden wieder nhaus, wenn nicht Waren zahlreicher jung werden läßt, der nich Biatenrock und Stehen in bedeutendem Umsang seilgebalten tragen als böchstes Ziel der Merschenwürde ansieht. Unzulässig sind danach z. B. die am meisten mißbrauchten Bezeichungen und Zusätze: Haus, wenn das Geschäft unter denen ähnlicher Art nicht eine jührende Stellung einnimmt, große Geschäftsräume, Lager und Personal besitzt und einen bedeutenden Umsatz ausweist: Ware Gattungen werden: Kaushaus, bei einem Geschäft nur mittleren Umsanges: Zentrale, wenn das Geschäft nicht wirklich ein Verkehrsmittelpunkt für das in Frage kommende Erzeugnis ist: Fabrik. wenn das Unternehmen nicht in bedeutendem Umjang oder überhaupt keine Waren herstellt: Industrie, wenn nicht in großem Maße Rohstoffe oder Halbfabrikate ver. od. bearbeitet werden: Sache, wissend, daß der Hort der Jugend gerade heute im nationalsozialistischen Deutschland, seiner Bestimmung restlos gerecht werden kann. Erst jetzt reisen die Früchte vollends, wo unter der schirmenden Hand des Führers die deutsche Jugend des Volkes Zukunftsbanner fest in Händen bät; und nach einheitlichen Gesichtspunkten geführt nicht mehr selbstsüchtigen Zwecken politischer Interessenhausen dierstbar gemacht werden kann. Das ist ein unstreitiges Verdienst der Hitler=Jugend die äußere und innere Gestaltung des Wanderlebens grundlegend umgeformt zu haben. Die zügellosen„Wandervogel“=Gruppen von enedem haben das Feld geräumt. Heute beherricht ein Typ das Herbergsleben, und zwar der des diszivlinierten an straife Zucht und Ordnung gewöhnten jungen Menragen als böchstes Zie Derlei Gestolten verkörvert durch vazifistische Fanatiker waren einst auf dem Wege, der Jugend das Mark in den Knochen verdorren zu lossen. Sie sind verschwunden. Die cisene, aber unverdorbene Sprache der neuen Generation hat ihnen nicht gefallen. Und das ist gut#o. Als weitere erftreuliche Tafache stellen wir fest. daß einige Gemeinder ihre Beiträge wesentlich erhöht haben und die Behörden nach jeder Richtung hin das Jugendherbergswerk ih dern. Eltern und Erzieber Werk oder Werke. wenn das Unternehmen arbeiten Hand in Hand mit dei Hiiler=Jugend. die nicht mit großen maschinellen Anlagen und bedeutender Arbeiterzahl arbeitet: Großhandel, wenn solcher nicht wirklich und allein vorliegt: Lager, wenn es nicht so groß ist, daß ein Großverkauf möglich ist: Versandhaus, bei kleinem Umsang, ohne bedeutenden Ver'and: Importhaus, wenn nicht tatsächlich aus dem Ausland eingeführt wird: auswärtsgehende Entwicklung stärker vorwärts zu treiben. Schon die prompter Eingänge des Schulvsennigs liesern den Beweis, daß Klein und Groß erkannt haben, um was es geht. Der Schulpsennig, zusammen mit den behördlichen Zumüssen ließ die Jugendberbeige Detmeld erstehen und wird unser Bauvothaden in Plettenberg in Bälde der Verwirklichung entgegenführen. Es se; an diese: Stelle all denen gedankt. die Deutsch, wenn nicht an dem Unternehmen aus= durch ihre Mitarheiz und Unterstügzung dem Jugendschließlich deutsche Reichsbürger bereiligt sind und herbergswerk geholfer haben. Der deutschen deutsche Erzeugnisse über das ganze Reich gehandelt Presse gebührt für ihre rege Mitarbeit besondere werden. Anerkennung 4 Wer enheinat eine kirme aher wer ain unz#, Und so möchten wir mit einem Avvell an alle 4. Wer unbejugt eine Firma oder wer eine undu= schließen, die sich für Deutschands Zukunit veranzlä sige Geschäftsbezeichnung führt, kann wegen Ver= wortlich fühlen: Eltern. Erzieher, Gemeinden, Beletzung der Vorschriften des Handelsrechts oder gar härden wegen unlauteren Weitbewerbs gerichtlich bestraft:“ Verband, Zrger##n hauen und eriatt Helft der Jugend Herbergen bauen und versagt Eure sinanzielle Hilfe nicht. Die Zeit muß kommen. wo es mehr Jugent herbergen als werden. Die Industrie= und Handelskammern hoben die gesetzliche Veroflichtung gegen Mißbräuche im Firmenrecht und in der Gechäftsbezeichnung bei Gericht vorzugehen, und sie werden im Interesse der Firmenklarheit, und =Wahrheit zukünftig scharf durchgreissen müssen Es ergeht daher an alle Gewerbetreibenden die Mahnung. die Bezeichnung ihres Geschäftsbetriebes dahin zu überprüfen, ob sie zulässig und einwandfrei ist. Wer Zweifel über die Zulässigkeit seiner Firmen; oder Geschäftsbezeichnung hat bole eine Auskunft der für ihn zuständigen Industrie= und Handelskammer ein. Krankenhäuser gibt. Westsatische Zagenöher vergen 1933 Der Traditionsgau des Herbergswerkes an erster Stelle .ngera#####. sächlich ist.“ 15. Februar: Zahlu, der Tilgungsraten für Ehestandsdarlehen an die Finanzkassen Vermögensteuerzahlung nach dem letzten Vermögensteuerbescheid an die Finanzkassen. Zahlung des 2. Teilbetrages der Aufbringungs= umlage für das Rechnungsjahr 1935 an die Finanzkassen. Einsendung der Lohnsteuerkarten und der LohnStaatl. Grundvermögensteuer, Stogzszuchlag.] Wieder gung ein Jahr segensreichen Schaffens dazu die betrübliche Tatsache erwägt, daß im letzten Gemeindez ischlag zur staatl. Grundvermögen= vorüber. Mit dem ganzen Volke gingen alle Zweige Jahre allein 56000 Wanderern wegen Ueberfüllung steuer, Hauszinssteuer, städt. Entwässerungs= des kulturellen und wirtschaftlichen Wirkens in eine kein Nachtlager gewährt werden konnie ist die NotAbortanschluß=, Straßenreinigungs= und Müllab= stetig ansteigende Kurve. Auch das Jugendherbergs. wend gkeit. noch mehr Herbergen zu bauen, nicht fuhrgebühren für Februar. Zahlung an die werk hat Schritt gehalten... mehr von der Hand zu weisen. Uner Grundatz ist städt Steuerkasse.8 Dex Landesverband Westsaleg aus dem und wird bleiben, der Jugend das.ste zu geben. Zahlung der Gewerbeertragsteuer für Januar, das Jugendherbergewerk hervorgegangen ist konnte was wir geben können und aus desem Grundatz Februar und Marz und der Gewerbelohnsum= eine erfreuliche Bilanz erstellen, die ergibt, daß mensteuer für Junuar an die städt. Steuerkasse..stialen die erste Stelle im Deutichen Reiche einZahlung der städt. Hundesteuer für Januar= nimmt, und zwer zählen wir jetzt März an die städt. Steuerkasse.„ 22 718 Mitglieder. die Kirchensteuerkassen. 7705 Führer nan Mandergruppen. Im Verhältnis wandernden Kameraden eine würdige Unterkunft Theater. Konzerte. Vorträge Stadttheater Bochum Samstag. 15. Februar. 20 Uhr: Geschl. Verst.— Sonntag. 16. Febr., 16 Uhr: Geschl Vorst— 20 Uhr: „Der Hochtourist". Musikalischer Schwank von Kraatz und Neal.— Montag. 17. Febr., 19 30 Uhr: Overettengastspiel der Kölner Over:„Wenn Liebe befiehlt“. Overette von Josef Snaga.— Dienstag. 18. Februar. 20 Uhr: 2. Veranstaltung der„Jungen Bühne":„Jakobe von Baden“, Trauersviel von Ed. Reinacher.— Mittwoch. 19 Febr. 20 Uhr.„Markurell". Tragikomödie von H. Bergmann— Donnerstag. 20. Jebr. 20 Uhr:„Thomae Paine“. Schauspiel von Hanns Johst— Freitag, 21. Febr., 20 Uhr:„Markurell“.— Samstag. 22. Febr., 20 Uhr: Zum ersten Male!„Sviel um Angelika“. Komödie von Peteani und Köller.— Sonntag 23. Febr., 16 Uhr: Geschl Vorst.— 20 Uhr:„Der Hochtourtst“.— Montag, 24 Febr., 20 Uhr: Geschl. Vorstellung. heraus mußten die Herbergen: Hohe Bracht. Lendringsen Beckum, Falkenhagen. Ohlenbach, Sprockhövel. Kamen, Gelsenkirchen und Bruchhausen (Rüther) geschlossen werden, weil die Einrichtungen nicht ausreichend bzw nicht gut getug waren. den von Wanbergruppen. Im Verhaltnis 20. Februar: Zahlung der Lohnsteuer für die Zeit zur Einwohnerzab. von rund 5 Millionen ist der vom.—15. Februar an die Finanzkassen wenn Prozentsatz weitaus der höchste im ganzen Reiche mehr als 200 RM] Die Organssation hat eine wesentliche Erweiterung 25. Februar: Zahlung der Gemeindebiersteuer für erfahrg, Es ,wurden neue Ortsgruvben gegründet Dezember 1935 unter gleichzeitiger Abgabe der Hi.„—.###55g, Zochum=Harven, Bockum=Werne. mder, A3g. Sgug Dortmund Sölde. Eve bei Gronau Eslobe. Laer. Anzeige an die städt. Steuerkasse. Dortmund Sölde. Eve bei Gronau. Eslobe, Laer. gau## bin zum Whiaut hea naslis Lienen, Mareberz. Neuenkirchen, Salzkotten, WieWenn die Steuern bis zum Ablauf des Fallis= denbrück. Westfalen besitzt:negesamt keitstermins, spätestens jedoch bis zum Tage der öffentlichen Mahnung nicht gezahl; werden, dann 132 Jugendherbergen ist ein einmaliger Säumniszuschlag von 2 v. H. zu mit 7469 Betten. Weng mag nun die Zohl der entrichten. Uebernachtungen von 612 825 in Betracht zieht und zu bieten. Neue Jugendherbergen wurden eingerichtet in Esbern. Geveloberg. Sprockhövel und Meißen, so daß für einen Teil der geschlossenen Häuser ein besserer Ersatz schon vorhanden st. In diesem Zusammenhange ist es interessant, zu sehen wer und in welcher Anzahl unsere Herbergen am meisten benutzt. Nach unserer Statistik übernachteten: 86 729 Volkeschüler und Schülerinnen. 232 329 mittlere und böhere Schülerlinnen). 237 850 Wie wird das Wetter? Wetterauesichten für Sonnabend: Stark dunstig und auch noch Nebel, in den Frühstunden heiter, in östlichen Gebieten des Bezirks wolkig und eintelne Schneefälle bei Temneraturen um0 Grad leichter Nachtfrost, schwache Winde aus jüdlichen Richtungen. Wahrscheinliche Weiterentwicklung:„Anffrischende füdliche Winde bei zun hmender Bewölkung und stark dunstig, keine wesentliche Temperaturänderung. Seachtet und benutzt die in den Straßen und Anlagen aufbes ellten Paniefk 8 d Nr. 45 Drittes Blatt des„Stadtanzeigete fUr Callrov: Rauzel und Samstag, den 15. Februar 1330 Sto SeiserbTonsStemnecmr Bittere Jage für unsere Kokoniaktruppe vor 20 Jahren— Reldenkalter Kampf gegen mehrlache Uebermacht „Ein Zweig ist zu vergeben. Ein heil'ges Lorbeerreis: Das reicht mit tiesem Neigen Zum Dank für Kampf und Ritt Dem Helden, der im Schweigen Der Ferne stritt und litt!“ R. Presber. Sie hatten das Menschenmöglichste geleistet im Kampf gegen die gewaltige Uebermacht— unsere Kameruner und ihre Truppe. Fast waffenlos und ganz auf sich selbst gestellt, sahen sich die vaar Tausend Deutschen dem Angriff wohlgerüsteter Heere Englands. Frankreichs, Japans. Belgiens, Australiens und Südafrikas gegenüber.— Einer gegen Zehn oder vielleicht gar Hundert. Sie haben sich gehalten über alles Erwarten, fast über menschliche Kraft. Dann um Mitte Februar 1916 ging es in Kamerun zu Ende. Auf der anderen Seite des Erdteils. in Ostafrika, hielt sich die größte der Schutztruppen allen Angriffen zum Trotz. Aber das erwartete Schicksal Kameruns hatte sich endlich erfüllt. Nach dem Fall der Stadt Jaunde konnte es sich nur noch darum handeln, ob es gelingen würde, die überlebenden Kämpfer glücklich auf neutralen Boden zu retten. Und es glückte. 900 Deutsche und 14000 Eingeborene erreichten das Gebiet von Spanisch=Guinea und wurden dort interniert. Ein Teil der Deutschen wurde mit spanischer Hilfe nach Europa gebracht.— Eine der hervorragendsten Leistungen des Kolonialfeldzuges hatte mit dem erfolgreichen Rückzug ihr Ende erreicht. Im ganzen waren zu jener Zeit in Kamerun etwa 1800 Weise vorhanden, von ihnen waren etwa 1600 Deutsche. und unter diesen besanden sich wieder 350 Frauen und Kinder. Die Zahl der wassenjähigen Deutschen in Kamerun betrug zu Beginn des Krieges etwa 1000, die sich im Laufe der nächsten Monate um etwa 200 durch Tod und Gefangenschaft verminderte. Die Zahl der farbigen Mannschaften der Schutztruppe belief sich auf über 1500, die der Polizeitruppe auf etwa 1150. Wenn viele tausend Eingeborene damals ebenfalls auf das spanische Gebiet übertraten, so war das ein beredtes Zeugnis für die Anhänglichkeit der Eingeborenen an die deutsche Schutzgebietsherrschaft. Aus den Anfängen der deutschen Kolonie führt. Die weiten und musterhaft geführten Kakaound Gummibaumanpflanzungen am großen und kleinen Kamerunberg waren so ausgedehnt, daß man zu ihrer Durchauerung vier bis fünf Tage benötigte. Fast in allen Teilen des gerodeten Kameruner Urwaldes waren Missionsstationen angelegt. und fast in jedem Dorf gab es eine Eingeborenenschule. Kamerun blieb eben die Waldkolonie. 25 bis 30 Arten der Kamcruner Waldbäume konnte zur Ausfuhr gebracht werden, vor allem die Mahagonibäume, die Abachi die Douka. Kambakla.“ Ebestholz, Zebraholz und Nußbaum. Die Zedern, die seinerzeit gepflanzt wurden, sind zu mächtigen Stämmen herangewachsen. Die Mango=Alleen wersen Schatten, und die Flammenbäume leuchten in ihrer Pracht. Fast das ganze Gebiet um Kamerun ist heute französisches Mandat: aber, der berühmte Kamerunberg gehört zu dem schmalen Landstreisen, den sich die Engländer als ihren Mandatsteil abgetrennt haben. An seinem Fluß erstrecken sich die alten deutschen Pflanzungen, die seit langem wieder in den Händen ihrer früheren Eigentümer sind. Noch heute nennt man die Namen der Männer mit Ehrsurcht, die als Kolonialvioniere in Kamerun wirkten: Zinigraff. der ebenso wie Nachtigal dem Fieber erlag: Barth. Uechtritz. Buchner, Gravenreuth und viele andere... Führers Adolf Hitler zeigt uns allen, daß kein Pfennig umsonst ausgegeben ist. Niemand weiß die Wehrhaftmachung unseres Volkes höher einzuschätzen als gerade das deutsche Handwerk. Die mannigsachen wechselseitigen Beziehungen zwischen Nationalsozialismus und Handwerk sind jedem von uns klar. Es gibt keine Patentlösung, die von heute auf morgen alle Sorgen beseitigen könnte. Nur durch Treue und Pflichterfüllung können auch für das Handwerk Rechte entspringen. und wenn es seine Mission anerkennt, dann wird aus dem Nationalsozialismus heraus wieder ein lstarkes und gesundes Handwerk erwachsen. Der Reichshandwerksmeister schloß seine Rede mit den Worten:„Wir wollen nie den Glauben verlieren, wir wollen dem Treuesten die Treue halten. wir wollen auf dem Fundament, das uns der Führer gab weiterbauen,— dann wird es in einem einst blühenden deutschen Vaterland auch wieder ein blühendes deutsches Handwerk geben.“ An Tiaurter Nera Spisode aus den Kämpfen, die Rauptmann von Raben und seine Scharum um Mora führten Die Portugiesen hatten wohl zuerst den Kamerunfluß entdeckt. Die Brüder Diaz und Vasco da Cama waren hier gelandet. Dann kamen die Holländer und dann die Dänen. Der Name„Rio dos Camaroes“ soll noch von den vortugiesischen Entdeckern herstammen, die hier zu Hausen kleine Krebse. Camaroes genannt. vorfanden. Auch ein vaar englische Handelshäuser taten sich hier auf: aber die eigentliche Kolonisierung Kameruns ist auf Deutschland zurückzuführen. Bereits in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts hatte die Hamburger Firma Wörmann hier eine erste deutsche Niederlassung gegründet. Andere Firmen wie Jantzen und Thormaelen folgten dem Beispiel, als sich zeigte, daß die Aussichten für den Handel günstig waren: Die Deutschen waren ganz auf sich allein gestellt und hatten sich der übermächtigen Konkurrenz der Engländer zu erwehren Sie forderten also vom Reich einen Konsul an, um ihre Rechte und ihre Interessen vertreten zu lassen. Das war Anlaß genug. um für die Engländer den Stein ins Rollen zu bringen. Den DualaHäuptlingen wurde mächtig zugesetzt. Sie sollten sich unter den Schutz Großbritanniens begeben und das englische Protektorat über ihr Gebiet fordern. Die einflußreichsten der Häuptlinge aber neigten mehr nach der deutschen Seite. Damals sprach sich am Kamerunfluß das Gerücht herum, ein deutsches Kanonenboot sei unterwegs, um den bekannten Afrikaforscher Gustav Nachtigal an die afrikanische Westküste zu bringen. Man munkelte etwas von Verträgen, die mit den Duala=Häuptlingen Bell und Akwa abgeschlossen werden sollten. Endlich traf auch die ersehnte Bestätigung dieser Nachricht ein: Das Kanonenboot„Möwe“ war eingelaufen mit dem Kommissar Nachtigal an Bord. Bereits vorher hatte aber ein englisches Kriegsschiff in der Duala=Bucht Anker geworfen. Der englische Kommissar. der sofort die Verhandlungen aufnahm, drohte mit allen Strasen des Himmels. wenn die Häuptlinge die mit den Deutschen geschlossenen Verträge nicht lösen würden. König Manga Bell ließ sich nicht so leicht einschüchtern. Er sagte den Engländern wie es um seine Meinung bestellt war:„Die Deutschen haben sich um uns gekümmert: sie bringen uns viel gute: Essen. deshalb werden wir mit ihnen arbeiten und uns von ihnen beschützen lassen.“ Unmittelbar darauf hißte Nachtigal die deutsche Flagge und setzte das Land unter den Schutz des Reiches Natürlich traf über diese Vorgänge eine englische Beschwerde in Berlin ein. Es war im Jahre 1884. Und Bismarck antwortete darauf kurz und einwandfrei: „Deutschland gewährt seinen Schutz auf Nachsuchen überall wo deutsche Niederlassungen auf bisher von einer anderen Macht nicht besetztem Gebiet begründet sind oder werden und den deutschen Rechten gültige. die Rechte Dritter nicht verletzende Verträge zur Seite stehen.“ Das geschah vor knapp 52 Jahren Zu dieser Zeit noch. als die deutsche Schutzherrschaft begann, besaß Duala das ungesündeste Klima an der ganzen Westküste. Im Lauie der Jahre wurde es nach Ausfüllung der Sümpfe in der Umgebung und nach Durchführung einer ganzen Reche sanitärer Maßnahmen ein gesunder bewohnbarer Ort. Stattlich wurde die Zahl der Regierungsgebände und Faktoreien, die sich im Grün der Görten auf der sterlabfallenden Platte hinzagen und chon nach zehn Jahren zogen sich die Ansiedlungen der Euronder in langen Reihen den Fluß entlang. Daa Land blühte sichebar auf Durch die fortgesotzte Varhasserung der ins Innere führenden Wege durch den Bau ven Eisenbahnen wurde für die Entwicklung des Handese nach dem Hinterlande vorhildlicheg geleistet. Der Plantagenbau wurde im großen Umsange begonnen und durchgeAm 19. Februar 1916 kam über das Ausland die Meldung in Deutschland ein, daß in Mora in Nordkamerun die letzte Kompagnie der Schutztruppe, Hauptmann von Raben, aus Mange! an Munition und Lebensmitteln kapituliert habe. Auch nach dem Uebertritt der Hauptzahl der deutKämpfer auf das Gebiet von Spanisch=Gurnea wehte noch auf einer Stelle des kameruner Bodens die deutsche Flagge Es war in dem Gebiet, auf das sich Hauptmann von Raben im außersten Norden des Schutzgebietes zurückgezogen hatte. Und hier bei Mora hielten im schwer zugänglichen Berggelände eine kleine Anzahl Deutscher mit einer treuen Eingeborenentruppe unter ihrem tapieren Führer den dauernden Angriffen seindlicher Uebermacht stand. Noch kurz vor dem Fall von Jaunde gelang es eingeborenen Boten aus Mora. sich mit Deveschen zu dem Gouverneur durchzuschlagen. Diese Boten erstatteten außerdem einen mündlichen Bericht über die Vorgänge in Mora nach dem Fall von Garua Der Bericht der eingeborenen Boten wirkte erschütternd in seiner ergreisenden Schlichtheit. Er lautete: Als der Fall von Garua in Mora bekannt wurde. versammelte Hauptmann von Raben die Besatzung um sich und sagte:„Wir wissen nun, daß Garua sich nicht halten konnte. Unsere Feinde konnten auf dem Fluß schwere Geschütze heranbringen, deren Wirkung die tapfere Besatzung erlegen ist. Trotz seiner tapieren Gegenwehr wird es dem Besehlshaber von Garua wie eine Schande erscheinen, melden zu müssen, daß er den Platz übergeben mußte. Soll ich später auch erröten, wenn man mich fragt:„Was hast du mit deinem Platz Mora gemacht?" Wenn es dann nicht mehr deutsch ist, müßte ich mich schämen. Und es gibt nur ein Mittel: Wenn vor Mora die bleichenden Knochen der Engländer und Franzosen liegen und in Mora die unseren, dann erst habe ich alles getan, was mich rechtfertigen kann. Nichts also von der weißen Flagge und von Uebergabe.“ Am Schluß der Ansprache fragte der Hauptmann die Truppen, ob sie trotzdem mit ihm weiterkämpfen oder sich ergeben wollten. Sie erwiderten:„Gott allein weiß, wann wir sterben müssen; wir aber wollen, was an uns liegt. sechtend sterben"— Zu jener Zeit hatte eine Truppe von 35 Mann den deutschen Posten Kusseri in Nordkamerun gegen eine vielfache französische Uebermacht gehalten und den Franzosen schwere Verluste beigebracht Als sich der Feind jetzt mit Verstärkung näherte, beschloß der deutsche Befehlshaber, die nicht mehr zu haltende Stellung planmäßig zu räumen und mit seiner Truppe der schwer bedrohten Besatzung von Mora zu Hilfe zu eilen. Nur Einer mußte zurückbleiben und das war ein im Kampf außerordentlich bewährter Askari Obai, der einen Lungenschuß davongetragen hatte und nicht marschfähig war. Hoffentlich werden die Franzosen den Wehrlosen anständig behandeln, wenn er ihnen in die Hände fiel. Obai fügte sich in sein Schicksal, und um ihm den Abschied nicht so schwer zu machen und seine Schmerzen zu lindern, wurde ihm eine Flasche Whisky zur Seite gestellt. Leise wurde der Besehl zum Aufbruch gegeben und im Schutze der Dunkelheit kletterte der kleine Trupp über die Mauer von Kusseri und trat den Marsch nach Mora an. Obai aber schlief und träumte fest. Tiefe Stille herrschte in dem verlassenen Posten. Der Mond war aufgegangen und übergoß die Mauerwände mit schneeweißem Licht. Obai wurde von Trompetenstößen geweckt. Sie kamen von den Stellungen der Franzosen her. Verschlasen horchte der Askari auf— und jetzt kam ihm erst seine Lage zum Bewußtsein: Er war ja allein in dem kleinen Fort. Andauernd bliesen die Trompeten. Sollten die Franzosen jetzt zum Sturm ansetzen? Obai wollte sich wenigstens verteidigen wie er es gelernt hatte; denn das Gewehr mit der wohlgefüllten Patronentasche stand neben ihm; aber zunächst nahm er einen guten Schluck aus der Flasche. Das erfrischte etwas und die Schmerzen schwanden. Ach, es war ja gar nicht so schlimm: er konnte schon stehen, ein bißchen unsicher zwar, aber es ging. Auf einmal beginnt draußen das Geschieße. Die Kugeln prallen auf die Mauer. Obai nimmt Deckung und erwidert das Feuer aus seinem Karabiner. Dazwischen stärkt er sich durch einen Schluck. Das Feuer draußen wird stärker. Obais Karabiner gibt Antwort, obgleich seine Beine immer unsicherer werden und die feindlichen Schützen sich bedentlich zu nähern scheinen. Plötzlich sucht seine Hand in den Taschen vergeblich nach neuen Patronen. Obai hatte sich verschossen. Nicht einen Schuß tonnte er jetzt mehr abgeben. Fest in Deckung liegend muß er das Feuer über sich ergehen lassen. Aber der Inhalt der Flasche bringt ihn über das Schlimmste hinweg. Immer höher steigt der Mond. Es wird fast so hell wie am Tage, und jetzt blasen die Franzosen zum Sturm. Was tut Obai? Er pflanzt sein Seitengewehr auf und macht sich allein zum Ausfall fertig. Der letzte Rest aus der Flasche versetzt ihn in einen Zustand der Wut. Ein heiserer Kriegsruf dringt aus seiner Kehle und mit dem Gewehr voran stürzt er auf die Landstraße hinaus Der todwunde Askari überrennt im wilden Lauf zwei französische Soldaten, die ihn wie ein Gespenst anstarren. Gegen einen Dritten erhebt er das Baionett Dann ist er im Schutz der rettenden Büsche, und die ihm nachgesandten Kugeln verfehlen ihr Ziel.— Zweihundert Kilometer weit ist der Weg nach Mora. Obai. der schwarze Held. schafft das kaum Menschenmögliche. Mannestreue. Rausch und Fieber halten den Todwunden aufrecht. Dort wird er ins Lazarett genommen und overiert. Er kommt mit dem Leben davon und ist bald soweit wieder hergestellt, daß er an den Kämpfen teilnehmen kann... Das ist die Heldentat des schwarzen Soldaten Obai, der das Herz auf dem rechten Fleck hatte und ein treuer Kämpfer war für Deutschlands Ehre: geschehen im Norden Kameruns. im Februar des Jahres 1916. Keichshand weersneister Ichmiol in Vorkmand Eine grundsätzliche Rede vor den Obermeistern des Bäckerhandwerks im Treuhänderbezirk Westsaten Dortmund. Reichshandwerksmeister W. G. Schmidt traf von Berlin kommend in Dortmund ein, um zusammen mit dem Reichskommissar für den gewerblichen Mittelstand. Dr Wienbeck, an Arbeitstagungen des westjälischen Handwerks teilzunehmen und Richtlinien für die künftige Arbeit zu geben. Sofort nach seiner Ankunft begab sich der Reichshandwerksmeister in das Haus des Handwerks. um vor den Obermeistern des Bäckerhandwerks im Treuhänderbezirk Westsalen zu sprechen. Bezirksinnungsmeister Grobe begrüßte den Reichshandwerksmeister und gab das Gelöbnis ab, daß das westsälische Bäckerhandwerk unter Opfern gewillt sei. seine ganze Kraft in den Dienst des deutschen Vaterlandes zu stellen. Dann ergriff, lebhaft begrüßt, der Reichshandwerksmeister das Wort, wobei er u. o. ausführee: Jeder einzelne der verantwortlichen Männer. die in der volitischen oder wirtschaftlichen Führung stehen ist genau über das unterrichtet, was in unserem Vaterlande nor sich geht. Wir wissen, daß wir uns oft unvopulär machen mussen, aber wir scheuen nicht davor zurück. weil es sich nicht um das Wohl des eintelnen. sondern zu allererst um das Wohl des ganzen Volkes handelt. Wir haben den Glauben, daß wir die Sorgen meistern werden aber wir wissen, daß uns die Früchte nicht mühelos in den Schoß fallen. Auch das deutsche Handwerk wird nur dann blühen und 1 gedeihen können. wenn es durch Opfer Diszivlin und Kameradschaft sich auszeichnet. Sie, meine Obermeister. als Offiziere des Handwerks. sind in erster Linie dazu berusen, durch diese Tugenden das Ansehen des Handwerks zu fördern. und Sie haben auch dann die Gewähr dafür, daß eine diszivlinierte Truppe mit blindem Gehorsam hinter Ihnen steht. Denken Sie daran, daß der Nationalsozialiemus uns das Geschenk der Handwerkerkarte und des Großen Befähigungsnachweises nur unter Vorbehalt gegeben hat. und daß eines Tages die Frage an uns gerichtet werden wird, ob wir uns des Vertrauens der nationalsozialistischen Führung würdig erwiesen haben. Sie sind als Obermeister die Dolmetscher zwischen der Führung und meinen Handwerkskameraden draußen im Land. Sie müssen die Situation richtig erkennen und danach handeln. Wir wissen recht wohl, daß das deutsche Bäckerhandwerk ebenso wie das übrige Handwerk um seine Existenz noch zu kämpfen hat: aber wir glauben bei unseren Entscheidungen als maßgebend herausstellen zu müssen. daß das deutsche Volk nur über Opfer zu einer geschlossenen Nation und zu einem Weltsaktor werden kann. und wir glauben daher auch daß die Opfertreue des Die erste Kreisführerschule der ASDAp. Eröffnung in Bochum durch Kreisleiter Niemenschneider Bochum. Am Dienstag wurde im Bochumer Rathaus eine Kreisführerschule der NSDAP. ins Leben gerufen, die in ihrer Art im Gau und im Reich bisher einzig dasteht Hier werden in Zukunft die politischen Leiter des Kreises Bochum ihr geistiges Rüstzeug erhalten, damit sie jederzeit gewappnet sind. den politischen Kampf um die Volksseele im Sinne des Nationalsozialismus zu meistern. Es war vorerst nur ein kleiner Kreis, der sich zur Eröffnung dei Kreisschule eingefunden hatte. In eingehenden Ausführungen brachten Kreisschulungsleiter Lange und Kreisleiter Riemenschneider zum Ausdruck. von welchen Gedanken sie sich leiten ließen. als sie den Plan zur Gründung der Schule saßten. Hier solle die Auslese unter den politischen Hoheitsträgern getroffen und eine Kampfgemeinschaft von Kameraden herausgeschält werden, denen nichts fehlt an der Erkenntnis des ovferreichen Weges zu dem Ziel das der Führer seiner Bewegung stellte. Jeder Hoheitsträger müsse soviel lernen, daß en sich als wirklicher Soldat Adolf Hitlers bezeichnen könne. Die neue eingerichtete Schule wolle ihn dahin bringen daß er immer und in jeder Beziehung seiner Aufgaben gewachsen und nur in dem Bewußtsein sich einzusetzen bereit sei daß alle Arbeit dem Volke und der Nation dienen müsse. Die Leitung der Schule wurde dem Ortsschulungsleiter Parteigenossen Berke übertragen. Das verhängnisvolle Mittagsschläschen Bochum. Die in dem Hause Weilenbrink 19 wohnende 57jährige Witwe Lindemann hatte sich nach dem Mittagessen dicht an den brennenden Ofen gesetzt und war eingeschlafen. Plötzlich wurdessie wach und bemerkte, daß ihre Kleider zum Teil in Flammen standen und die Flammen an ihr emporschlugen Zwar wurde ihr durch Mirbewohner des Hauses rasch Hilje gebracht. Aber die Brandwunden sind so schwer, daß man mit dem Ableben der Frau rechnen muß. Man nimmt an, daß eine glühende Kohle aus dem Ofen gefallen ist und die Kleider der Frau in Brand gesetzt hat Straßenbahnwagen ausgebrannt, Leitung durchgeschmort Dortmund. Ein von Lünen=Brambauer kommender Straßenbahnwagen geriet auf der Haltestelle „Am Sonnenblick“. Ecke Hohe Straße, in Brand. Zwar versuchte das Personal zunächst. den Brand zu löschen. Da dies jedoch nicht gelang. wurde die Feuerwehr herbeigerufen. Doch bevor diese eintraf. war schon die Stromleitung durchgeschmort Nun konnte man erst versuchen, das Feuer zu löschen. wobei die Feuerwehr mit zwei Strahlrohren vorging. Viel war aber nicht mehr zu retten. Denn von dem Wagen blieb nicht viel mehr als das Fahrgestell nebst einigen verkohlten Holzteilen übrig. Ein Undankbarer als Brandstifter Dortmund. In den Büroräumen eines hiesigen Rechtsanwaltes entstand vor einigen Wochen ein Brand. durch den wertvolles Aktenmaterial vernichtet wurde. Die Untersuchung nach der Brandursache ergab. daß ein Dieb der Brandstifter sein müsse. denn es fehlten auch einige Sachen, die nicht durch den Brand zerstört sein konnten. Die Fahndung der Kriminalpolizei führte zur Verhaftung eines gewissen., dem der Anwalt auf seine Bitten hin wiederholt viel Gutes getan hatte. Bei der Vernehmung erklärte dieser Undankbare, er sei dort eingebrochen, um nach Geld zu suchen, und habe aus Wut darüber, daß er nichts gesunden habe, Brand angelegt. Beim Ballschlagen lebensgefährlich verunglückt Holzwickede. In eine Schar Kinder, die sich mit Ballschlagen vergnügten, lief auch das fünfjährige Kind der Familie Kumpert hinein und stand nach und wir glauben daher auch daß die Opsertreue,des Handwerks notwendig ist, damit das deutsche Volk nicht wieder ein willenloses Werkzeug seiner Gegner werde. Ein Blick auf die großen Erfolge unseres Kind der Familie Kumpert hinein und stand nach Kinderart zwischen den Spielenden Als nun der 12jährige Schüler R. mit seinem Schläger kräftig ausholte, schlug er nach rückwärts das arme Kerlchen mit solcher Wucht gegen den Kopf. daß der Kleine zur Erde stürzte und besinnungslos liegen blieb. Man brachte den Verletzten zwar schleunigst nach Unna ins Krankenhaus, doch ist sein Zustand hoffnungslos. Vom Lastwagen an die Wand gequetscht Hagen. Als der 67jährige Metzgermeister Irnig eine Unterführung der Voerder Straße durchschritt. wollte ein schwerer Lastwagen ein Pferdefuhrwerk an dieser Stelle rechts überholen geriet dabei aber auf den Bürgersteig und pretzte den Metzgermeister mit solcher Wucht gegen die Mauer, daß Irnig einige Stunden später im Krankenhause starb. Bürgermeister Kirsten Finanzdezernent im Deutschen Gemeindetag Bonn. Vom Vorsitzenden des Deutschen Gemeindetages wurde Bürgermeister und Stadtkämmerer Kir sten als Finanzdezernent in die Leitung des Deutschen Gemeindetages berufen. 9° 0 Etwa ein Jahr nach ihrem Bruch mit August Georg verliebte sich auch noch der um zwei Jahre jüngere Sproß der Moraviusschen Familie in die blonde und für ihn, den Dreiundzwanzigjährigen, eigentlich schon viel zu reife Frau. Hans Jürgen war im Charakter und Wesen grundverschieden zu August Georg. Tiefer veranlagt, aber auch schwächer und nachgiebiger als der Bruder, war er im Grunde ein bißchen aus der Moraviusschen Art geschlagen. Christine, der ihre Erfahrungen mit August Georg genügten, sträubte sich lange gegen das Werben dieses jüngeren Moravin., bis es dem in seiner Leidenschaft hartnäckigen Hans Jürgen schließlich doch gelang, die Neigung des Mädchens zu gewinnen. Die beiden lernten sich sogar ausgezeichnet verstehen und ihre immer inniger werdenden Beziehungen wurden von der Mutter und dem ältesten Sohn Moravius mit Befremden und Sorge betrachtet. Die Gefahr, daß Hans Jürgen eine Dummheit begehen und Christine heiraten könnte, wuchs immer mehr. Das aber durfte selbstverständlich nie geschehen! Die Töchter der reichsten und angesehendsten Familien des Landes konnten„für einen Moravius“ gerade gut genug sein, eine„Dienstmagd“ kam natürlich gar nicht in Frage. Und so berieten sich Mutter und Sohn miteinander, wie sie diese drohende Gefahr einer Mißheirat Hans Jürgens beseitigen könnten. Während der mit Hemmungen in keiner Weise belastete August Georg sich nicht scheute, die brutalsten und rücksichtslosesten Maßnahmen vorzuschlagen, zeigte sich die empfindsamere Frau Senator wesentlich zurückhaltender. Schließlich einigten sich Mutter und Sohn aber doch und trafen gemeinsam folgende Maßnahmen: Zunächst wurde Hans Jürgen trotz versuchter Einwände seinerseits auf eine Geschäftsreise nach dem nördlichen Rußland geschickt, wo die damaligen schlechten Eisenbahn= und Postverbindungen eine sichere Gewähr boten, daß er sich nicht so leicht brieflich mit der Geliebten verständigen konnte. Bis zu seiner Rückkehr hoffte man dann, Christine auf möglichst geschickte Weise aus dem Hause zu entfernen. Hierbei kam der Zufall August Georgs Bestrebungen sehr zu Hilfe. Wenige Wochen, nachdem Hans Jürgen von T. weggereist war, merkte Christine, daß sie Mutter wurde. Da man gleich die ersten Briefe Hans Jürgens abgefangen und ihr nicht ausgehändigt hatte, sie also wochenlang ohne Nachricht von dem Geliebten geblieben war, ohne zu wissen, wo sich dieser im Augenblick befand, so beichtete sie der alten Frau Moravius ihren Zustand. Törichter hätte die arme Christine nicht gut handeln können! Sehr bald schon mußte sie ihre Offenheit und Vertrauensseligkeit bitter bereuen. Obwohl sich die alte Frau Senator auch jetzt zunächst nicht so ohne weiteres von der Notwendigkeit der August Georgs Meinung nach zwangsläufig zu ergreifenden rücksichtslosen Maßnahmen überzeugen lassen wollte und obwohl sie sogar lange Zeit ein gewisses frauliches Solidaritätsgefühl für die junge Geschlechtsgenossin empfand, siegte schließlich doch das eigene falschverstandene Muttergefühl in ihr, das nicht zugeben wollte, daß sich ihr Junge mit„dem Dienstmädchen“ verplemperte. Um aber ihr Gewissen nicht allzu sehr zu belasten, trieb sie die bequeme Vogelstraußpolitik, dem älteren Sohne zwar unumschränkte Vollmacht zu den von diesem für notwendig gehaltenen Schritten zu erteilen, ohne sich jedoch von ihm über die diesbezüglichen Einzelheiten informieren zu lassen. Geschützt durch diese mühsam errungene mütterliche Vollmacht drohte nun der traditionsbesessene August Georg, Christine augenblicklich hinauszuwerfen, wenn diese sich nicht bereit erkläre, ihren Zustand durch einen ärztlichen Eingriff beseitigen zu lassen und anschließend an die Operation sofort der Stadt den Rücken zu kehren. Als Belohnung für ihre Zustimmung zu diesen Vorschlägen sollte sie selbstverständlich mit einer ansehnlichen Entschädigungssumme abgefunden werden. Zum Zwecke der möglichst rasch zu perfektionierenden Operation hatte sich August Georg auch schon mit dem Gynäkologen Manfred Crewer in Verbindung gesetzt, dem nämlichen Arzt, der soeben das furchtbare Pech mit der mißglückten Impfung gehabt hatte, wodurch acht kleine Kinder ums Leben gekommen waren. Christine wehrte sich ganz entschieden, von diesem Unglücksmenschen operiert zu den. Sie dachte gar nicht daran, sich von dem Kind zu trennen. Diese zur Mutter geschaffene Frau wollte ihr Kind unter allen Umständen zur Welt bringen. Da August Georg sah, daß das Mädchen nicht umzustimmen war, bediente er sich nunmehr eines ebenso brutalen wie gemeinen Mittels, um sie seinem neuen Vorschlag gefügig zu machen. Er erklärte ihr, wenn sie sich jetzt nicht fügen würde, dann müßte er den Bruder von seinen eigenen früheren Beziehungen zu ihr in Kenntnis setzen. Christine, die über so viel hemmungslose Gemeinheit im Augenblick gänzlich fassungslos war, kannte leider Hans Jürgen viel zu gut, um nicht zu wissen, daß dieser nach einer solchen brüderlichen Mitteilung bestimmt alle Beziehungen zu ihr abbrechen würde. Außerdem war sie sich längst klar geworden, daß eine Trennung von Hans Jürgen früher oder später doch unvermeidlich sein würde. Dafür würden Mutter und Sohn Moravins schon sorgen. Wie sollte sie, ein armes Fischermädel und noch dazu Waise, sich auf die Dauer gegen diese beiden mächtigen Vertreter einer großen und reichen Familie mit Erfolg zur Wehr setzen können?! Man lebte ja schließlich im Jahre 1893, zu einer Zeit, wo der bürgerliche Klassenstaat in seiner höchsten Blüte stand. Es blieb ihr also gar nichts weiter übrig, als in den neuerlichen Vorschlag August Georgs einzuwilligen, nach welchem sie ihr Kind zwar zur Welt bringen durfte, aber nicht in T. oder überhaupt in Deutschland, sondern im Ausland. Außerdem mußte sie versprechen, in den nächsten vier oder fünf Jahren auf keinen Fall nach Deutschland zurückzukehren und vor allen Dingen nirgends und niemals den Namen des Vaters ihres Kindes zu nennen. Dafür erklärte sich August Georg seinerseits bereit, den Unterhalt für sie und das Kind im Ausland zu zahlen und darüber hinaus sollten Mutter und Kind noch eine lebenslängliche, sehr beachtliche Rente zugesichert bekommen. Der weitere Plan von Mutter und Sohn Moravius ging natürlich darauf hinaus, Hans Jürgen nach seiner Rückkehr so schnell wie möglich„standesgemäß" zu verheiraten, weil beider Auffassung nach erst dadurch die Gefahr einer Verbindung Hans Jürgens mit Christine restlos beseitigt sein würde. Um diesem aber den Schritt in die Ehe zu erleichtern, mußte Christine noch einen flüchtigen Abschiedsbrief schreiben, worin sie mitteilte, daß sie sich leider von ihm trennen müsse, da sie einen alten Freund von früher getroffen habe, der sie mit nach dem Ausland nehmen und heiraten wolle. Zur größeren Glaubhaftmachung des Briefes durfte sie noch ein paar begütigende Sätze hinzufügen, in denen sie auf den großen Altersunterschied hinweisen mußte und auf die verschiedenartigen Charaktere usw. Unterdessen hatte man in Mailand mit Hilfe Crewers ein sehr diskretes Entbindungsinstitut ausgekundschaftet, das eigens für solche und ähnliche Zwecke gegründet worden war.(Denn damals, um die 90er Jahre, wo beispielsweise schon die Verbindung eines Postsekretärs mit einer Briefträgerstochter als anrüchig und unstandesgemäß erklärt wurde, war eine solche Anstalt für ihre Inhaber natürlich ein aufgelegtes Geschäft.) In diese Mailänder Entbindungsanstalt wurde also Christine Classen unter persönlicher Begleitung August Georgs gebracht, und hier gab sie dann am 10. Januar 1894 einem kleinen Jungen das Leben.— Hans Jürgen aber, der inzwischen nach T. zurückgekehrt war, suchte verzweifelt ihre Spur zu finden. Er wollte die Hoffnung nicht aufgeben, über kurz oder lang doch wieder mit der Geliebten vereint zu werden. Eine Annahme, in der er sich im Laufe der nächsten Jahre bitter getäuscht sehen sollte. Obwohl nun Christine fern von T. im Ausland weilte, war es doch für die Moraviusichen Familienoberhäupter auch weiterhin nicht angenehm, die junge Mutter mit ihrem Kind am Leben zu wissen. Es konnten allerhand unvorhergesehene Zwischenfälle eintreten, und wenn Hans Jürgen erst einmal erfuhr, daß ihm Christine ein Kind geboren hatte, dann war es bei dem sentimentalen Charakter des Jungen durchaus möglich, daß er die Frau zu sich zurückholte und schließlich doch noch heiratete. Wieder kam ihnen da ein Zufall zu Hilfe, der sie von all diesen Befürchtungen befreite. Christine bekam nämlich plötzlich, noch im Wochenbett, eine Brustentzündung, sodaß eine der im Entbindungsheim angestellten Ammen, eine stramme Südländerin aus Neapel, Bianca Tonsi mit Namen, an ihrer Stelle das Kind stillen mußte. Außerdem hatte sie sich scheinbar durch zu frühes Aufstehen aus dem Kindbett eine Lungenentzündung geholt, die beängstigende Nachwirkungen hinterlassen hatte, weshalb sie auf Verordnung des Arztes unter allen Umständen aus dem winterlich rauhen Klima der Lombardei in eine südlichere Gegend zur Erholung reisen sollte. Die Besitzerin des Entbindungsheimes schlug ihr vor, sich zur Pflege in das berühmte Kloster der„Grauen Schwestern“ in Sorrent zu begeben, wo sie sehr gut aufgehoben sein würde. Christine, die sich anfänglich unter keinen Umständen von ihrem Kind trennen wollte, erklärte sich nach vielem Zureden schließlich doch mit dieser Reise nach der Tassostadt einverstanden; aber nur unter der Bedingung, daß ihr Kleines während dieser Zeit bei der Amme bleiben durfte, mit der sie sich selbst in den letzten Wochen ziemlich angefreundet hatte. Also: bei„Fräulein“ Bianca Tonsi aus Neapel! Selbstverständlich erhob niemand dagegen Einspruch. Auch nicht August Georg Moravius, den die gerissene Besitzerin der Mailänder Anstalt wunschgemäß von den Ereignissen benachrichtigt hatte. Dieser suchte vielmehr unmittelbar nach Christines Abfahrt aus Mailand die Amme persönlich in ihrer ärmlichen Wohnung auf, worauf diese wenige Tage später heulend und jammernd in die Entbindungsanstalt gelaufen kam und unter Tränen berichtete, man habe ihr das Kind der schönen blonden Dame aus Deutschland aus dem Kinderwagen gestohlen. Die Aufregung darüber war nicht sonderlich groß. Wer interessierte sich schon für das uneheliche Kind einer in einem Mailänder Privatentbindungsheim niedergekommenen deutschen Mutter, die nicht einmal den Vater hatte angeben können. Man recherchierte daher nicht lange In Schatten=der Lagenburene Wird Münchhausen einen Nachfolger finden?— Gefrorenes Licht, luftreisender hammer und anderes Seemannsgarn Von Wenzel Ortlepp Abseits vom Weltgetriebe träumt auf stiller Weserinsel Preußens kleinste Stadt, Bodenwerder, der guten alten Zeit nach. Von Sonnenaufgang her nicken und rauschen die Wipfel des Voglers, des wunderschönen Gebirgswaldes, in dem einst Heinrich der Finkler den gefiederten Sängern nachstellte. Und vom anderen Ufer blickt aus dem Schatten der Bäume die Muschelgrotte des berühmten Lügenbarons, des Freiherrn von Münchhausen. Es sind nicht viele Deutsche, die hier dem Andenken des geistvollen Mannes eine stille Andachtsstunde widmen. Um so mehr bemüht man sich in aller Welt, das Beispiel des berühmten Aufschneiders nachzuahmen. Da gibt sich neuerdings drüben in dem Lande, das man einst den„Wilden Westen“ und später den„Goldenen Westen“ nannte, das Städtchen Burlington besondere Mühe, einen oder gar mehrere Nachfolger des deutschen Lügenbarons heranzuzüchten. Und ein kleiner Kreis tatkräftiger Manner hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, durch nationale Preiskämpfe den genialsten Aufschneider des Landes zu ermitteln. Zu Beginn jeden Jahres werden diese eigenartigen poetischen Olympiaden veranstaltet, und die wackeren Leute berichten mit Stolz, daß die Zahl der insendungen am letzten Neujahrstage nicht wen ser als 2500 betragen habe. Aus Nordame ka, aus Kanada und Kuba meldeten sich Zeitgenossen, die es dem seligen Münchhausen gleichzutun oder doch ihm nachzueifern bestrebt sind. Es sind begreiflicherweise höchst wunderbare Geschichten, von denen diese Einsender zu berichten wissen. Da erzählt zum Beispiel ein Seemann, auf welch seltsame Art er sein Schiff vor der Strandung bewahrt habe.„Es tobte ein fürchterlicher Sturm“, so schnitt diese Wasserratte auf.„Da befahl der Kapitän, den Anker auszuwerfen. Das Eisen rasselte über die Reling. Aber der Anker sank nicht in die Tiefe. Der Wind riß so stark an der Kette, daß sie auf der Oberfläche des Wassers schweben blieb. Die Dampfkraft der Ankerwinde versagte den Dienst. Es war unmöglich, die Kette wieder einzuziehen. Da ermannte ich mich denn. Von Bord aus marschierte ich auf der Kette über das tobende Meer. Ich erwischte glücklich den Anker, schulterte ihn und kehrte damit auf das Schiff zurück. Da waren Fahrzeug und Besatzung gerettet!“ Ueberhaupt, was man so von der Wut der Elemente berichtet! Da hatte in einer Nacht eine geradezu barbarische Kälte geherrscht. Herr Kitchener fuhr in seinem Kraftwagen nach Hause.„Es fror infernalisch. Ab und zu standen Wagen an der Straße, in denen das Wasser des Kühlers zu Eis geworden war. Ich konnte zunächst über derlei Mißgeschick nicht klagen. Aber im letzten Augenblick, als ich gerade in meine Garage einbiegen wollte, versagte das Auto urplötzlich den Dienst. Ich fuhr einige Meter rückwärts und versuchte es wiederholt, vorwärts zu kommen. Immer vergebens. Der Wagen blieb stets an derselben Stelle stehen. Schließlich sah ich mich genötigt, auszusteigen und die Sachlage näher zu untersuchen. Und da entdeckte ich denn das Unglaubliche: Die Strahlen meiner Scheinwerfer waren zu dauerhaften Balken gefroren und stießen gegen die Tür meiner Garage. Ist es ein Wunder, wenn man unter diesen Umständen nicht vorwärts kommt?“ Ueberaus zeitgemäß ist auch das Erlebnis, das ein Mann aus Detroit zu berichten weiß. Der war im 98. Stockwerk des Empire=Staatenhauses beschäftigt. Zehn Minuten vor Feierabend widerfuhr dem Erzähler das Mißgeschick, daß er seinen Hammer fallen ließ.„Ich konnte ihn trotz eifrigen Suchens nicht wiederfinden. Sicher war er über den Rand in die Tiefe gesaust. Schließlich gab ich es auf und ging nach Hause. Das geschah am frühen Nachmitlag eines Samstags. Am darauffolgenden Montag fand ich mich wieder dort ein. Aber in demselben Augenblick, als ich vor dem Portal des Empire=Staatenhauses anlangte, traf mich plötzlich aus der Höhe ein Hammer, mein Hammer, den ich am Samstag verloren hatte. Natürlich wurde ich durch die Wucht des Anpralls auf der Stelle getötet..“ Muß da nicht selbst der alte Münchhausen vor Neid erblassen? Boman von Gerhard Ritter Urheber-Rechtsschuts: Drei Quellen-Verlag. Königsbrück(Bez. Dresden) und nicht sehr genau nach dem gestohlenen Baby, und die ganze Angelegenheit wurde schnell wieder vergessen. In Wahrheit hatte die Amme den Kleinen in Begleitung Crewers in das römische Kinderheim„Betoja“, gebracht. Die Mutter aber blieb über diese Schicksalswendung im Leben ihres Kindes ohne jede Nachricht und sollte es auch bis zu ihrem Lebensende nicht mehr wiedersehen. Christine Classen hatte sich nicht lange an der Sonne des Südens in Sorrent erfreuen können. Wenige Wochen nach ihrer Ankunft war sie unter den qualvollsten Schmerzen an einer schweren Sepsis verstorben, die sie sich scheinbar durch ihr zu frühes Aufstehen aus dem Kindbett in Verbindung mit der kaum überstandenen Lungenentzündung zugezogen hatte. Man begrub sie auf dem Einwohnerfriedhof in Sorrent. Dort ruhte sie in fremder Erde des Südens, von niemand beweint und vermißt, bis ihr Name 39 Jahre später noch einmal in aller Leute Mund kam. Und zwar an jenem 6. Januar des Jahres 1933, an dem Tage, da ihr Sohn von der Anklage des Mordes an dem Senator August Georg Moravius freigesprochen wurde.— An diesem Tage hatte ihr Kind sie gerächt.— Viele Jahre lang hatte Stettner nicht aufgehört, das Geheimnis seiner Abstammung zu erforschen. Die Stimme seines Blutes hatte ihm keine Ruhe gegeben. Oft hatte er sich auf falsche und verkehrte Weise bemüht, und nur auf großen Umwegen hatte er sein Ziel erreichen können. Aber er hat es doch nun erreicht! Denn jetzt hat er die Mutter gefunden und somit die Heimat. Das Geschlecht der Moravius aber ist vernichtet worden. In grauenhaftem Harakiri haben seine letzten und glanzvollsten Vertreter das Gebäude ihrer Macht und ihres Ruhmes selbst zerschlagen. Größenwahnsinnige Standesherren, die letzten Repräsentanten eines zeit- und volksfremden Kastengeistes, hatten, beherrscht von falschverstandenen Traditionsbegriffen, bis zu ihrer letzten Stunde die Zeichen der Zeit nicht begreifen wollen. Die Zeichen der Zeit, die darauf hindeuteten, daß nur der nicht umsonst lebt, der nie seine blutsmäßige Verbundenheit mit seinem Volkstum vergißt. 24. Seitdem Stettner weiß, wo er hingehört, seitdem er weiß, daß dieses Land, das er liebt und das ihm die Geliebte und Frau geschenkt hat, auch die Heimat seiner Mutter ist, zeigt er sich wie umgewandelt. Und Hella muß, nicht ohne leises Bedauern, feststellen, daß ihre Rolle der mütterlich beschützenden Freundin eines gequälten, leidverfolgten Menschen ausgespielt ist. Sein jetzt freies, unbelastetes Wesen aber strahlt eine solche Kraft und Sicherheit aus, daß sie mit dem Tausch von der schützenden zu der beschützten Frau im Grunde genommen recht zufrieden ist. Stettners erste Handlung in der wiedergewonnenen Freiheit ist die Regelung der Beerdigungsformalitäten für den verstorbenen Vater. Er achtete streng darauf, daß keine Nachricht über Tag und Stunde des Begräbnisses in die Oeffentlichkeit drang. An der stillen und bescheidenen Beisetzungsfeierlichkeit dieses„letzten Moravius" nehmen außer Hella und Stettner nur noch ein paar alte Haus= und Geschäftsangestellte teil. Als diese wenigen Leidtragenden nach der Beerdigung die Stätte der Gruft verlassen, beginnt es zu schneien, und ein eisiger Wind fegt über die Gräber. Man schreibt den 10. Januar des Jahres 1933, und niemand von den Begräbnisteilnehmern weiß zur Stunde noch, daß dieses Datum das Geburtsdatum des Sohnes der Christine Classen ist. Als Hella und Stettner vor dem Friedhof in die Taxe steigen, begrüßt sie Glasemann im Vorbeigehen. Sein Weg führt zur Straßenbahnhaltestelle. Der große Tourenwagen des verstorbenen Senators hatte auf Wunsch Stettners nicht bei der Beerdigung benutzt werden dürfen. In den nächsten Tagen und Wochen nehmen dann zahlreiche Unterredungen, Verhandlungen und Sitzungen Stettners ganze Zeit in Anspruch. Denn jetzt muß er ja vor allem einmal danach trachten, aus seinem Vertragsverhältnis zur Firma E. A. G. Moravius herauszukommen und muß auch Mittel und Wege zu finden suchen, die es ihm ermöglichen, über seine Erfindung wieder frei und nach eigenem Gutdünken verfügen zu können. Alle diese Regelungen aber sind nicht so einfach durchzuführen und verzögern seine Reise nach Sorrent unvorhergesehen lange. Sehr zu seinem Leidwesen! Er kann den Aufbruch zu dieser Reise gar nicht erwarten. Denn dort in Sorrent, das weiß er, wird sich der letzte Schleier von seiner Vergangenheit heben. Dort, wo die Mutter gestorben ist, dort wird mon auch wissen, wo ihre Papiere hingekommen sind. Und erst wenn er das erfahren haben wird kann sein Glück vollkommen sein. Dann wird er unter ihrem Namen eine neue Familie, ein neues Geschlecht gründen. Das Friesenblut der Mutter in seinen Adern hat ihm die Kraft gegeben die Leiden seines bisherigen Lebens zu ertragen und zu überwinden! Mit Hella zusammen wird es ihm gelingen, ein neues Geschlecht zu gründen, das frei ist von allen Degenerationa= u Zerfallserscheinungen der fluchbeladenen Moraniusschen Familie.(Schluß folgt.) „WEsrr? Volles Progeamn. in Westsalen Am Schlußtage der 4 Olympischen Winterspiele zehen alle zehn Mannschaften des Westfalengaues wieder in den Kampf um Sieg und Punkte. Während die Schalker Knappen kurz vor der Gaumeisterschaft stehen, wird die Situation am Tabellen ende eine weitere Klärung erfahren. Der Tabellenletzte. Union Recklinghausen, hat sein fälliges Rück spiel gegen den Deutschen Meister in der GlückaufKampfbahn auszutragen, und da sinken die Aussichten auf den Nullpunkt. In dem 15 Sviel werden die Recklinghausener Gäste wohl über kurz oder lang die 12. Niederlage dinnehmen müssen, es kann sich nur darum handeln. in welcher Höhe die Schalker siegen. Der Abstieg wird dann für die Jonier aus Recklinghausen besiegelt sein Die Frage nach dem zweiten Abstiegsverein wird vorerst noch ungelöst bleiben. Tus Bochum. Erle 08. aber auch die Preußen aus Münster haben es noch sehr schwer Keiner von diesen drei Vereinen kann leichtsinnig Punkte„abgeben“, sonst ist es für den einen oder anderen gescheben. Harte Punktekämpfe sind also zu erwarten. FE Schalke 04 gegen Union Recklinghausen Tabellenerster gegen Tabellenletzten! Der Pflichtbesuch der Recklinghausener bei dem Deutschen Meister in der Glückauf=Kampfbahn dürfte für die Königsblauen eine zahme Angelegenheit werden. Den Sieger vorauszusagen. wird wohl überflüssig sein. es handelt sich nur darum. ob der Angriff der Schalker in Schußlaune ist und wie hoch die Torauote werden wird. Endet das Treffen erwartungsgemäß mit einem hohen Siege des Deutschen Meisters. dann sind alle Hoffnungen der Reckling= hausener restlos vorbei Durch diese Gefahr angespornt, dürften die Zuschauer noch einen schönen Kampf erwarten. Sv. Vaa. Herten gegen Erle 08 Dieser Kampf zwischen der Spielvereinigung Herten und dem Neuling Erle 08 wird es in sich haben Für die Erler steht hier sehr viel auf dem Spiel. aber auch Herten kann noch jeden Punkt gebrauchen. wenn auch keine direkte Abstiegsgefahr droht Ein fesselnder Kampf ist zu erwarten, zumal Erle am letzten Sonntag gegen Schalke 04 ein großes Sviel zeigte und nur ganz knapp:2 unterlag. aber auch andererseits Herten die Germanen aus Bochum glatt mit•0 niederrang. Man darf dieser Begegnung mit großem Interesse entgegensehen. Tue Bochum gegen Hüsten 09 Schauplatz des Meisterschaftskampfes Tus Bochum gegen den früheren Südwestfalenmeister Hüsten 09 ist das Tus=Stadion an der Castrover Straße in Bochum. Der Gastgeber. aber auch die Hüstener sind in letzter Zeit sehr unbeständig geworden. so daß hier alle Möglichkeiten gegeben sind. Die Bochumer dürfen aber auch keinen einzigen Punkt mehr verlieren, sonst sind alle Hoffnungen dahin. Die Mannschaft wird also mit Ernst dieses wichtige Sviel beginnen. S. u. S Hüsten hat nichts mehr zu gewinnen noch zu verlieren. SV Höntrov gegen Preußen Münster Trotz der:=Niederlage gegen Schalle ist die Stimmung beim SV Höntrov recht gut Die Rothosen vom Hellweg gönnten sich auch am spielfreien letzten Sonntag keine Ruhe und fertigten in einem Freundschaftsspiel Turn Düsseldorf mit nicht weniger als:1 ab. Die Höntrover werden nun auch am Sonntag ihren Anhängern beweisen, daß sie noch in Form sind und den zweiten Tabellenplatz nicht abgeben werden Aber für die Münsteraner ist ein Unentschieden schon von atoßer Wichtigkeit Es wird also am Hellweg hoch hergehen und die Zuschauer werden bestimmt auf ihre Kosten kommen Westsalia Herne gegen Germania Bochum Auf dem Platz am Schloß Strünkede messen Westfalia Herne und Germania Bochum ihre Kräfte Die Bochumer gaben am letzten Sonntag gegen die Sv. Vag. Herten keine besondere Figur ab. und scheinen von ihrer anfänglichen Kampfkraft viel eingebüßt zu haben. Für die Herner Westfalia lockt der dritte Tabellenplatz, und da wird es bestimmt zu einer scharfen Auseinandersetzung kommen. Unter diesen Umständen trauen wir den Gastgebern vor heimischem Publikum einen knappen Sieg zu. Das sonntägliche Treffen wird uns also über den dritten und vierten Tabellenplatz aufklären. Bezirksklasse Gelsenkirchen: Sv. Vag. Röhlinghausen— HorstEmscher: Schwarz=Gelb Gladbeck— Gelsenkirchen 07: Castrov 02— TB Eickel: BBV 12 Gelsenkirchen — SC Hassel: Westfalia Buer— PfB Bottrov: Union Gelsenkirchen— SB Rotthausen. Bochum: STV Werne— FC Schwelm: Witten 92— Wattenscheid 09•30: Westfalia Bochum— SC Dahlhausen: MBV Linden— Preußen Bochum: Sportring Gevelsberg— Witten 07: Hattingen 04 Tura Altenvoerde. Dortmund: PfL Wetter— Arminia Marten: TuBV Mengede— Alemannia Dortmund: BV Brambauer— VfL Kamen: Sportfreunde Dortmund— DSC Hagen: Borussia Dortmund gegen SC Hörde: BC Bövinghausen— Hagen 72. Münster: Meckinghoven— SuS Hüls: Mü ster 08— Rheine 09: Westfalia Ahlen—. SuS 13 Recklinghausen: Viktoria Recklinghausen—. SuS Ablen: Borussia Rheine— Vorwärts Gronau: Bockum 5R Rheine.„„ 4mm 1. Minden: Beckum— Sp. Vag. Hamm: Union Herford— Sv. Vag. Schildesche: Teutonia Livvstadt— BfB Bielefeld: Arminia Bielefeld— Borussia Lippstadt: Westfalia Brackwede— SuS Herford: Bielefeld 06·07— VfL Salzuflen. Arnsberg: SuS Menden— Jahn Werdohl: BfB Weidenau— BC Siegen: Sportfreunde Siegen— SV Klafeld: Sv. Vag. Olve— Hemer 08: BfR Siegen— BV Netphen. Gespanmts Tage um Aitlerrhein Kölner Cfk. jetzt als Geheimfavorit Am Tage. da die mittelrheinische Gaumannschaft einen neuen, internationalen Erfolg in Le Havre mit:2 gegen die Normandie feierte, haben die Ligamannschaften(einschließlich der ersatzgespickt gegeneinander„privatisierenden“. KCfR und Sülz 07) noch einmal Atem gebolt. Jetzt geht es in den Endkampf! Klar ist bisher nur eins: Eintracht Triers Rettungsmöglichkeit ist selbst„theoretisch“ verschwindend gering geworden. Westmark muß seinen Rettungsvlan auf dem restlichen Versagen der„Vordermänner" aufbauen unter gleichzeitigem Einbringen non schätzungsweise 5 Punkten aus vier restlichen Svielen. VfR Köln und KSC 99 können sich also noch nicht als endgültig gesichert betrachten. Diese verhältnismäßig klare Lage in der Abstiegsfrage mit dem wahrscheinlichen Ausscheiden beider Vertreter aus Trier findet ein anderes Gegenstück im Kampf um die Führung. Der Vorsprung der beiden Bonner Mannschaften besteht immer noch. doch er könnte an einem Tage. schon am 16. Februar. hinfällig werden. Die so günstig erscheinende„Dauerstellung“ des Kölner CfR kann ebenso trügerisch sein, wenn man die Gewinnvunkte berücksichtigt Denn nach Verlustpunkten sind die Kölner Grünweißen bereits gleichauf mit dem Bonner FV. während vor den beiden die Tura den knappsten Vorlore mass Womst aosteigen Kleines Gauliga-Programm am niederrhein sprung besitzt. Nach der Verlustrechnung sind aber auch noch Sülz 07 MSV und Neuendorf im Rennen. Da bis zum Schluß noch reichlich durcheinander gespielt wird, was sowohl für die Gegnerschaft als auch für die Punktebeute gilt. ist der neue Gaumeister noch nicht zu erkennen. Die führende Tura soll sich zum Beispiel nicht täuschen, wenn sie am kommenden Sonntag auf eigenem Platz den anderen Neuling aus Neuendorf empfängt. BFV steht vor seinem wohl schwersten Gang gegen Sülz 07 in Köln. KCfR ist seiner Punkte bei der verzweifelt kämpsenden Westmark allerdings auch nicht sicher, während MSV zu Hause gegen die hoffnungslose Eintracht wohl zu einem neuen Vorstoß ansetzen dürfte. restlichen Treffen KSC 99— VfR kann der Gnadenstoß für oder besser gegen Westmark bereits getan werden. Mülheimer SV— Eintracht Trier Die Einstellung dieser beiden Gegner ist. abgesehen von dem auf dem Mülheimer Platz ziemlich krassen Leistungsunterschied, zurzeit wohl so. daß an dem glatten Siege des noch nicht als Titelbewerber ausgeschalteten MéV kaum zu zweifeln ist. Eintracht ist zudem in klarer Erkenntnis ihrer Lage dazu übergegangen. die Mannschaft auch aus anderen Gründen durch junge Spieler umzubilden. Mülheims nicht gerade zuverlässiger Sturm hat also Gelegenheit. sich wieder einschießen zu können. Sülz 07— Bonner FV Nachdem in Fortuna Düsseldorf der Meister feststeht. ist das ganze Interesse in der NiederrheinGauliga auf die untere Tabellenhälfte gerichtet. in der man auf der Suche nach den beiden Abstiegskandidaten ist. Union Hamborn hat durch den Sieg über Borussia Gladbach diesen Verein erreicht und hat nun die gleichen Chancen sich vor dem Abstieg zu retten wie die Gladbacher. Möglich ist, daß sich auch beide noch in Sicherheit bringen und Schwarz= Weiß Essen und eotl. Turn Düsseldorf die Leidtragenden sind. Die nächsten Kämpfe müssen weitere Klarheit bringen So ist der Ausgang des Kampfes zwischen Turn Düsseldorf und Hamborn 07 am Sonntag von großer Wichtigkeit. während das zweite Meisterschaftstreffen zwischen Rot=Weiß Oberbhausen und dem Duisburger FV Os keine besondere Bedeutung auf die Tabelle mehr hat. Fortuna Düsseldorf trifft in einem Freundschaftsspiel auf die jugoslawische Mannschaft des SK Belgrad. Turn Düsseldorf— SV Hamborn 07 Turn Düsseldorf hat das Glück, daß die hinter ihr stebenden Mannschaften weiter verlieren, sonst würden die Jonier jetzt schon in eine äußerst gefährliche Lage geraten. Die Düsseldorfer müssen nun endlich mal darangeben, einen Sieg zu landen, den sie in der zweiten Serie noch nicht danontragen konnten. Gegen den SB Hamborn 07 wird das Vorhaben ebenfalls schwer in die Tat umzusetzen sein, wenn auch Turn im ersten Sviel in Hamborn recht unglücklich mit:0 geschlagen wurde. Hamborns Mannschaft ist aber heute sehr stark und vor allem im Sturm besser als die Jonier, so daß eine neue Niederlage nicht so leicht zu vermeiden sein wird. Unter Berücksichtigung der Gefahr. der sich Turu bei einem neuen Verlustspiel aussetzt. glauben wir, daß sich die Mannschaft energisch zusammenreißt und wenigstens ein Unentschieden berausholt. Rot=Weiß Oberhausen— Dusoburger FB 08 Die Duisburger werden schon eine große Leistung aufbringen müssen, um sich auf dem Platze der Rotweißen behaupten zu wollen Oberhausen hat nicht nur im Schlußdreieck große Vorteile. sondern ist auch in der Läuferreibe stärker besetzt als die Duisburger. die höchstene im Angriff mit den Rotweißen auf eire Stufe zu stellen sind. Die Rotweißen sind in den letzten Meisterschaftsspielen von Sieg zu Sieg „ geeilt und sie werden sich auch im Kampf gegen den Duisburger 3B 08 kaum die Punkte nehmen lassen. zumal sie aus dem Hinspiel noch etwas gutzumachen haben. Gesellschaftsspiel: Fortuna Düsseldorf— SK Belgrad Der neue Gaumeister am Niederrhein. Fortuna Düsseldorf. hat sich für Sonntag die jugoslawische Mannschaft des SK Belgrad verpflichtet. Die Gäste nehmen in ihrem Land eine führende Stellung ein und stellten noch am letzten Sonntag ihr Können durch einen:=Sieg über den vorjährigen französischen Fußballmeister. FC Sochaux, unter Beweis. Gegen diese Mannschaft wird Fortung keinen leichten Stand haben. Bezirksklasse Gruppe 1: Kreuzauer SC 05— Jugend Düren. Viktoria Kellersberg— BfB Nachen. BV Baesweiler— Rhenania Würselen. Dürener SpV— Alemannia Lendersdorf. Alemannia Aachen— Alemannia Mariadorf. SoV Ratheim— Düren 99. Grupve 2: Viktoria Rheydt— SpV Dohr. Kleve 63— Viktoria Mennrath, Eintracht Gladbach— Viktoria Goch. Kaldenkirchen— Rheydter SoV. Union Krefeld— Odenkirchen 05=07. Giesenkirchen gegen Svortfreunde Krefeld. Gruppe 3: BV Wald Eintracht Düsseldorf. Düsseldorf 99— Eller 04. SSB Oberkassel— BfR Ohligs. Gruype 4: Meidericher SpV— Homberger SvV. Tura Duisburg— VfvB Ruhrort. Osterfeld SC— Borussia Rheinhausen. SV Düssern— Duisburg 99, Viktoria Wehofen—. VfvB Alsum. Meiderich 06 gegen Duisburg 1900. Gruppe 5: SoVg Sterkrade—. B3 Altenessen. Kray 04— Tura Essen. BfB Speldorf— Dinslafen= Lohberg. Preußen Essen— 1. FC Styrum. Essen81— Rot=Weiß Essen. Polizei Wesel— Osterfeld 06. Gruppe 6: SC Cronenberg— Schwarz=Weiß Barmen. SSV Haan— Tus Ronsdorf. BV Lüttringhausen— SSV Elberfeld. Germania Elberfeld— Germania Küllenhahn. SSpVa Barmen— PfL Lennev. SC Sonnborn 07— SSV Remscheid. Handball BV Solingen 98— 7V Krefeld=Oppum Kupferhütte Duisdurg—. BfB Nachen Rasensport Mülheim— Rhen. Düsseldorf Man darf wohl von zwei der hartnäckigsten Rivalen seit Jahren sprechen, die sich stets mit wechselndem Erfolge bekämpft haben. Da der Kölner Altmeister in den roten Hosen noch keinen Grund hat, das Rennen aufzugeben, werden sich die schwarzen Bonner auf eine Auseinandersetzung auf Biegen oder Brechen gefaßt machen müssen. Ob auch sie wie zuvor Tura beide Punkte verlieren, muß als Möglichkeit wenigstens angedeutet werden. Kölner SE 99— VfA Köln Nun ja. für ihre Sicherheit müssen beide noch etwas tun. Die Mehrheimer gewannen in Höhenberg durch taktisch geschicktes Sviel„verdient knapo". Die Umkehrung ist möglich, zumal KSC 99 in seiner Besetzung nicht mehr so stark ist wie damals. BfR jedoch durch den Sieg über MSV seine Krise überwunden hat. Tura Bonn— Tus Neuendorf Die Bonner„Touristen“ glauben daran, daß sie den Meisterschaftsgivfel erreichen werden. Dieses Selbstvertrauen wird allerdings auf eine neue harte Probe gestellt durch die Neuendorfer. die sich bisher unerwartet gut geschlagen haben. die keine Sorgen mehr drücken und die darum frei aus sich berausspielen können. Welcher Sturm schießt mehr Tore? Westmark Trier— Kölner EfR Unberechenbar wird die Stärke der blauschwarzen Trierer in ihrer Abstiegsnot bleiben. Dagegen kann man erfahrungsgemäß sagen, daß die grünweißen Kölner schon oft. wenn sich ihnen die große Chance bot. plötzlich versagt haben. Auch in diesem Jahre fielen sie nach verheißungsvollem Start unglaublich ab und zeigten in schwieriger Lage doch wieder das wahre Gesicht ihrer Spielstärke, die zu einer Favoritenrolle glatt ausreicht. was der Sonntag bringt Abschluß der IV. Olympischen Winterspiele— Eurovameisterschaften im Damen=Florett— Großes Schwimmfest in Halle Das kommende Wochenende stebt ebenfalls wieder ganz im Zeichen der IV. Olymvischen Winterspiele in Garmisch=Partenkirchen, die am Sonntag mit dem Spezialsoringen. dem Eishockey=Endsviel, der Schlußfeier und der Siegerehrung ihren Abschluß finden. Im übrigen fällt das Svort=Programm am 15.=16. Februar recht gering aus. Im Fußball gehen in den 16 deutschen Gauen die Meisterschaftsspiele auf der ganzen Linie weiter. Fortuna Düsseldorf hat zu einem Freundschaftsspiel den mehrfachen jugoslawischen Meister, den Belgrader SK. verpflichtet, der von einer erfolgreichen Frankreichreise kommt. In Brüssel bestreiten Belgien und Polen einen Länderkampf. während die belgische=Mannschaft mit Luxemburg zusammentrifft. England hat sein Ereignis in der Austragung der fünften PokalHauptrunde. Der Ligameister Arsenal hat ein unglückliches Los erwischt, denn die Londoner müssen zum siebten Male in ununterbrochener Reibenfolge den Platz des Gegners aufsuchen, und zwar diesmal zur Newcastle United. die vor vier Jahren im Pokal=Endsviel Arsenal geschlagen hat. Der Handballsport bringt ebenfalls die Fortsetzung der Meisterschaftskämpfe. die zum Teil entscheidenden Charakter tragen. Im „weißen Svort“ geht es auch ruhig zu. denn das Programm verzeichnet nur einen Kampf zwischen London und Paris. der in Dulwich ausgetragen wird. Die Eurovameisterschaften im Damen=Florett in San Remo, die sich über zwei Tage erstrecken. werden am Sonntag beendet. Deutschland hat Olga Oelkers, die deutsche Meisterin Hedwig Haas. Helene Oslob und die Düsseldorfer Henny Jüngst gemeldet. Titelverteidiger ist Ungarn. das auch diesmal wieder vor den besten Aussichten steht. Ellen Preis. Erszi Grasser. Frau Wenisch und Friedl von Gregurich starten für Oesterreich. Der Schwimmsport verzeichnet als Hauptereignis das„Reichsoffene" in Halle, das eine hervorragende Besetzung gefunden hat. Am Start sind u. a. Fischer, Heibel, Leisewitz, Heina. Schwarz, Sietas. Ohligschläger. Balker Hans Schwarz. Schlauch. Gerstenberg bei den Männern sowie Gisela Arendt. Ruth Halbsguth und weitere Mitglieder der Olymvia=Kernmannschaft bei den Frauen. Der Gau Niederrhein sucht die Endrundenteilnehmer für die Wasserballmeisterschaft in zwei Gruppen. Beim internationalen Schwimmfest am Samstag und Sonntag in Rotterdam gehen auch deutsche Teilnehmer an den Start. Im Wintersport gibt es außer den Olymvischen Wettbewerben in Garmisch=Partenkirchen noch den Harzer Staffellauf Brocken—Altenau und ein Eishockerkampf in der Reichshauptstadt zwischen einer Berliner Vertretung und der Amsterdamer Eishocken=Auswahl „blaue Sechs“. Gruppe 1: Viktoria— Blau=Weiß. Deutz 05— Baventhal, Union 05— Kölner BV 07. Zündorf gegen.=Gladbach. Wolsdorf— BfL Poll. Gruppe 2: Preußen— Bonner BC. Rhenania— Beuel. Schwarz=Weiß— Kölner BC. Nivpes 1912 gegen Vingst 05. Godesberg 08— Phönix. Grupve 3: Bruche— Gummersbach, Herdorf— Betzdorf. Mudersbach— Waldbröl. Derschlag gegen Brachbach.„. 624 M Gruppe 4: Rheinland Mayen— Deimbach=Weiß. Engers— Niederlahnstein. Kottenheim— Urbar. Horchheim— Plaidt Gruppe 5: Koblenz 1900— Andernach. Neuenahr— VfL Kohlenz. Weitersburg— Lützel. Neuwieder SC— Viktoria Neuwied. Gruppe 6: Zewen— Neumagen. Ehrang— Moselland. Wittlich— Cröv. Gruppe 7: 1. FC Idar— Kreuznach, Tiefenstein gegen Enzweiler. Kirn— Meisenheim. Sobernheim gegen Algenrodt. „Reichsoffenes“ in halle Erneut haben die Mitglieder der Olymvia=Kernmannschaft Gelegerheit, sich in härtestem Kampf auf die schweren Prüfungen im Sommer vorzubereiten. Am Sonntag wird das Schwimmbad in Halle mit seiner rekordfähigen 25=Meter=Bahn wieder einen großen Tag erleben, zumal von 38 Vereinen 14 Staffel= und 150 Einzelmeldungen abgegeben wurden. Naturgemäß interessieren die Wettbewerbe der Meisterklasse in erster Linie. Helmuth Fischer wird erneut auf seinen Klubkameraden Heibel und auf Schwartz(Magdeburg 96) treffen. Schlauch und Schwarz(beide Wünsdorf) liegen mit Ernst Küppers(Plauen) über 100 Meter Rücken im Rennen. Hochinteressant dürfte auch das 200=Meter=Brustschwimmen zwischen Sietas, Schwarz, Balke und Obligschläger verlaufen. Im Kunstsoringen gibt es eine wichtige Entscheidung zwischen Esser. Mahraun. Lorenz und Weiß. Die Frauen treffen sich über 100 Meter Kraul. Gisela Arendt wird die Breslauerin Ulla Groth und ihre Klubkameradin Halbsguth sicher schlagen. Nüske und Gauke fehlen im 200=Meter=Kraulschwimmen. Man ist erneut auf den Bremer Heibel gespannt. Ob Ermeister Deiters da noch mitkommt. muß stark bezweifelt werden. Europameisterschaft im kodel und skeleton Auch nach Beendigung der Olympischen Winterspiele wird es in Garmisch noch große Wettkämpfe geben, von denen die Europameisterschaften im Rodel und Skeleton vom 17 bis 19 Februar besonders interessant zu werden versprechen. Voraussichtlich werden Vertreter von 11 Nationen an diesen Kämpfen teilnehmen. Die Skeletonmeisterschaft dürften die Angelsachsen unter sich ausmachen. Deutschland hat für die Rokelmeisterschaften seine stärksten Leute in den Schlestern, und zwar werden hier bei den Frauen Hupfer und Hampel(beide Krummhübel), Tietze=Brückenberg an den Start gehen. Die deutschen Farben in den Ein= und Zweisitzerrennen der Männer vertreten die Brückenberger Tietze und Weidner, die Krummhübler Breiter und Händler sowie die Gebrüder Feist aus Flinsberg. Die bunte Seite Ein Bedisches kauft Rindema Wie Amerika zu seinem Namen kam— Der geschmälerte Kolumbus— Der letzte nettungsversuch Nach mehreren Fahrten und nachdem er von Land zu Land. von Insel zu Insel gefahren war. ohne sich über seine Entdeckungen recht klar zu werden, weil er Gold suchte. Gold und Reichtümer. ist endlich Kolumbus ganz zufällig am 1 August 1498 in Amerika gelandet Er hatte die Festlandküste des südlichen Amerika erreicht und ist bei Boca Macareo nahe der Insel Trinidad als erster an Land gegangen Das wird ihm niemand abstreiten Er ist und bleibi der Entdecker des Landes der heute„unbegrenzten Möglichkeiten“. des Landes das damals nur von einer dünnen Schicht Indianer bewohnt war und das im Laufe der Jahrhunderte seinen eigenen Charakter, einen eigenen Volksstamm gebildet hat Aber wird man fragen, wie kam es zu dem Namen„Amerika“. Ehe Kolumbus das Land fand war von ihm nichts bekannt Vielleicht waren nordische Seefahrer auf ihren abenteuerlichen Reisen auch bis zu diesem unbekannten Lande im großen namenlosen Meer vorgestoßen Sie sind aber sicherlich auf der Rückfahrt umgekommen oder wenn sie wirklich heimkehrten, hat man ihren Erzählungen nicht geglaubt und sie für Hirngespinste gehalten Gerüchte gab es auch in Portugal auch in Spanien, daß irgendwo ein unbekanntes Land läge. Irgendwo müssen diese Gerüchte aufgekommen sein Sie konnten damals auch Jahrbunderte alt und aus dem Norden bis nach Spanien vorgedrungen sein Doch einen Namen hatte man für das angeblich ferne Land nicht gefunden Diesen Namen fand ein Deutscher Mit Kolumbus hatte im Jahre 1499 auch der achtundvierzigjährige Amerigo Vespucci eine Reise mitgemacht, jene nach Südamerika, die von Guyana bis zum Golf von Maracaibo führte. Dieser Vespucci hatte eine sorgfältige Erziehung genossen und sich besonders mit Physik und nautischer Astronomie beschäftigt. Er unternahm von Lissabon aus zwei Reisen nach dem neuen Kontinent, wobei er 1502 bis an die Küste Brasiliens, in die Gegend des heutigen Rio de Janeiro kam. 1504 kehrte er von seiner dritten und letzten Fahrt in die Heimat zurück und trat 1505. von Kolumbus empfohlen, in die Dienste des Königs Ferdinand von Aragonien, ohne dann weitere Reisen zu unternehmen Amerigo Vespucct war dabei keineswegs der Leiter und Oberkommandierende gewesen, wie Kolumbus bei seinen vier Fahrten Er war mehr als Kosmograph und Steuermann mitgefahren, der die Navigation zu besorgen hatte. So fand er Zeit für Aufzeichnungen, die er dann in lebendiger und farbiger Art in vier berühmt gewordenen Briefen zu Reiseberichten an seinen Florentiner Freund Piero Soderini und an Lorenzo di Pier Francesco del Medici. den Sounerän seiner Heimatstadt, verwendete Er wollte danach auf seiner ersten Reise schon im Jahre 1497 also ein Jahr vor Kolumbus, nach Südamerika gelangt sein, jedoch ist die Wissenschaft fast allgemein zu der Ueberzeugung gelangt. daß diese Reise nicht stattgefunden hat und er erst 1499 seine erste Fahrt unternahm Während alle Flugblätter und Berichte des Kolumbus lediglich von„insulis inventis“, also von neugefundenen Inseln sprachen führten die ersten Briefe des Vespucci, die schon vermutlich um 1502, sicher aber nach der Rückkehr von seine. letzten Reise 1504 gedruckt wurden, im Italienischen und Lateinischen den Titel Mundus Novus(Neue Welt) Sie wurden im Gegensatz zu den Kolumbischen Flugblättern in viele Sprachen übersetzt und weithin vertrieben. In Meyers Bunten Bändchen(Verlag Bibliographisches Institut Leipzig) schildert nun Egon Caesar Conte Corti unter dem Titel„Die Entdeckung Amerikas“, wie man in Deutschland wenig oder gar nichts von Kolumbus. desto mehr von Amerigo Vespucci hörte Nördlich der Alpen. wo ja auch die Buchdruckerkunst erfunden wurde, interessierten sich Geographen und Kartendrucker für die Berichte Vespuccis, und im Jahre 1505 wurde in Nürnberg zum ersten Male der Bericht von Vespucci unter dem Titel„Amcrico Vespucci, Von der ew gefundenen Regien, die wol ein welt genennt mag werden“ gedruckt. Kolumbus starb inzwischen und Vespucci blieb im Vordergrund. Im lothringischen Städtchen St. Dié lebte damals der Gelehrte Martin Waldseemüller. präzisiert Hylacomylus, aus Freiburg im Breisgau. Er beschloß. die Reiseberichte von Vespucci zu bearbeiten und abzuschließen. Im fünften Kapitel seines Buches wies er bei der Beschreibung der heißen Zone auf den„größten Teil der bisher unbekannten Erde“ hin, der„nunmehr von Amerigo Vespucci entdeckt worden sei“. Und im neunten Kapitel sprach er geradezu von einem neuen„vierten Erdteil Der Name war gesunden Es heißt dort:„Ein anderer vierter Teil ist, wie man in folgendem hören wird, von Americo Vespucci entdeckt worden Ich sehe also nicht ein, welches Gesetz verbieten sollte, daß man nach dem Entdecker Americo, einem Mann von so höchst scharfsinniger Klugheit, diesen Teil Amerigo, gleichsam das Americo Land oder America nennen soll.“ Zu verwundern ist nur, daß der deutsche Gelehrte zur Benennung des neuen Landes nur den Vorund nicht den Familiennamen Vespuccis wählte. Waldseemüller schuf auch eine Weltkarte, die erste. die den neuen Entdeckungen gerecht wurde und auf ihr wurde der neue Erdteil bereits„Amerika“ genannt. Diese Karte befindet sich in einem Exemplar, die anderen sind sämtlich verloren, noch in der Bibliothek des Fürsten Waldburg=Zell auf schloß Wolfegg in Württemberg. Die Karte Waldseemüllers wurde von anderen Kartographen als Unterlage benutzt und selbstverständlich wurde von ihnen die Bezeichnung„Amerika“ für den vierten Erdteil beibehalten. So hatte Amerika seinen Namen, der fortab auf allen Karten und Globen stand Umsonst predigte der große Kartograph Abraham Ortelius in seinem„Typus orbis terarum“, daß die Entdeckungstätigkeit des Vespucci nur eine beschränkte gewesen wäre, und nicht zum wenigsten Kolumbus ein Ehrenanteil gebühre und man billigerweise mindestens den nördlichen Teil Ehrengabe ostvreußischer Fischer an den Führer Der Führer und Reichskanzler empfing eine Abordnung ostvreußischer Fischer aus Neukuhren. die ihm einen prächtigen Lachs von 38 Pfund aus ihren heimatlichen Fischgründen als reichten.(Hoffmann. des Kontinents nach ihm hätte benennen müssen. Der Name blieb und wai nicht mehr auszurotten. Zur Zeit, da Newyork im Jahre 1612 von den Holländern als Neu=Amsterdam gegründet wurde, war der Name Nord= und Südamerika schon überall gebräuchlich. Als einige Jahre vor der Vierjahrhundertfeier der Entdeckung ein gelehrter Spanier wieder vorschlug, man solle anläßlich derselben den Namen Amerikas in Kolonasie, d. h. Asien des Kolumbus, umändern und dies durch eine Weltabstimmung gutheißen lassen, da hatte man für diesen Vorschlag nur mehr ein Lächeln Kolumbus hat den neuen Erdteil entdeckt. Amerigo Vespucci hat ihn beschrieben und der Deutsche Waldseemüller hat dem neuen Erdteil den Namen gegeben. Das Oehengericht von Cumorloge Eine traditionelle Instikution— Schicksalsschwere Entscheidungen Unter den Angehörigen der Universität Camöridge herrscht augenblicklich ein großes Rätselraten über die Frage, warum seit elf Jahren zum ersten Male wieder das Geheimgericht von Cambridge zusammentreten wird und wer wohl der Angeklagte ist. Dieses Geheimgericht ist eine traditionelle Institution. Sie besteht solange wie die Universität selbst und hat die Aufgabe, über die Disziplin und Moral all der Beamten und Personen zu wachen, die nicht im„status pupillari“ (im Stand des Schülers) sind, und einen akademischen Grad innehaben. Es handelt sich also um nichts anderes als um ein Ehrengericht, das allerdings entsprechend der Tradition unter Wahrung ganz besonderer Formen und Zeremonien tagt. Dabei ist es tatsächlich volltommen geheim. Nur die Richter kennen den Namen des Angeklagten und keiner außer ihnen hat Einblick in die Akten. Die Verhandlung selbst findet hinter verschlossenen Türen statt Bunkkartonsen uls Julschungsdekage Raffinierte Betrügereien bei der Amsterdamer Postsparkasse— Eine fahrlassige Totung brachte die Durchstechereten an den Tag Bei der Postsparkasse in Amsterdam ist die Polizei! durch einen Zufall großangelegten Schwindeleien auf die Spur gelommen, deren Urheber zwei junge Beamte dieses bankmäßigen Institutes sind. die mit Hilfe eines Monteurs und des Bruders des einen Beamten sich in den Besitz von mehreren tausend Gulden setzen konnten. Ein junger Mann hatte bei einem Autoverleiher in der Nähe ron Amsterdam einen Wagen gemietet und war mit einer Dame nach Brüssel gefahren. Als er den Wagen wiederbrachte, wies die Karosserie einige Beschädigungen auf. die der Entleiher damit entschuldigen wollte, daß er vorgab. in Brüssel einen harmlosen Zusammenstoß gehabt zu haben. Später aber gestand er dann. daß er auf der holländischen Chaussee einen Mann überfahren und sich der Feststellung durch Führerflucht entzogen habe. Nach diesem charakterlosen Autofahrer fahndeten bereits die Behörden. Der Garagenbesitzer gab an. was er wußte. und nun wurde der Mann. in dem man einen Beamten der Postsparkasse feststellte. vorläufig festgenommen. Da man sich wunderte wodurch er die Mittel zu seinen Ertratouren erworben hatte, denn sein Gehalt war nur klein, zog man Erkundigungn ein und veranlaßte die Postsparkasse eine Untersuchung vorzunehmen. Gefälschte Sparkassenbücher Bei diesen Untersuchungen ergab es sich, daß der Beamte mit seinem Bruder. einem Arbeitslosen. und einem anderen Beamten mit Hilfe eines Kaufmanns aus Haarlem Urkundenfälschungen und Betrügereten begangen hatten Die Bande war auf die Idee gekommen, auf ein Sparbuch fünf Gulden einzuzahlen und dieses Buch dann im Geschäftsgang so zu verändern, daß die Einzahlung 2500 Gulden betrug. Da die beiden beteiligten Beamten alle Veränderungen vornahmen, wurde ihnen der Schwindel leicht gemacht. Um das Geld abzuheben. verfielen sie auf eine andere Idee. In Amsterdam war ihnn das zu gefährlich, jedoch gab es in Utrecht eine Filiale, die alle Beträge auf Grund von Anweisungen auszahlte, die aus der Zentrale kamen. Der arbeitslose Bruder des einen Beamten wurde also nach Haarlem geschickt, um sich von dem mittuenden Kaufmann Vollmachten geben zu lassen. während die beiden betrügerischen Beamten auf dem vorgeschriebenen Formular die Auszahlungsanweisung nach Utrecht zur Filiale schickten. Die veränderte Einzahlung war nämlich auf den Namen des Haarlemer Kaufmanns erfolgt. Als der Helfershelfer tatsächlich die 2500 Gulden in Utrecht bekam, entschloß sich die Bande, nunmehr einen größeren Coup zu landen. Vorübung zur Urkundenfälschung Die Postsparkasse unterhielt auch sogenannte Rentenbücher. in denen meistenteils alte Leute ihre Ersparnisse anlegten. Ein solches Rentenbuch fiel den Schwindlern in die Hand. Sein Wert lautete auf 4000 Gulden, und sofort wurde beschlossen. sich diese 4000 Gulden anzueignen. Da aber bei dem Abheben der Inhaber des Buches handschriftlich zu quittieren hatte, nahm man einen neuen Bundesgenossen auf. einen Monteur. der früher einmal Kalligraph gewesen war. In der Bankkartothek befanden sich die Unterschriften aller Kunden. Es wurde den Beamten leicht, die zu dem Rentenbuch gehörende Karthotekkarte zu finden und dem Monteur auszuhändigen, der nunmehr fleißig die Unterschrift übte. Dann erschien er eines Tages mit dem Rentenbuch auf der Bank und erhielt nach seiner Unterschrift den Betrag anstandslos ausgezahlt. Es ist wahrscheinlich, daß die Bande ihre betrügerischen Taten noch lange auf dieselbe Weise fortgesetzt hätte, wenn sie nicht durch den geschilderten Zwischenfall gesprengt worden wäre. Die Verhafteten wurden dem Richter vorgeführt. der Haftbefehl erließ. Der Fall hat in der holländischen Hauptstadt bedeutendes Aufsehen verursacht. und nur wenn ein Urteil gefällt worden ist, das den Angeklagten für schuldig erklärt, wird der Spruch mit seiner Begründung öffentlich verkündet. Die Zahl der Richter beträgt sechs. Deshalb wird das Geheimgericht von Cambridge auch das „Gericht der sechs Männer“ genannt. Die Entscheidungen sind außerordentlich schicksalsschwer, denn bei einem„schuldig“ wird die Existenz des Angeklagten vollkommen vernichtet. Der Spruch hat nämlich entweder die Entziehung aller akademischen Würden zur Folge oder aber außerdem auch noch den Ausstoß aus der Universitätsgemeinde. Obwohl die Universitätsgemeinde von Cambridge über Tausende von Mitgliedern verfügt, brauchte das„Gericht der sechs Männer“ in den letzten fünfzig Jahren nur rund ein dutzendmal zusammenzutreten. Anlaß dazu waren in den wenigsten Fällen Verstöße gegen die Disziplin, sondern meistens Verstöße gegen die Moral. So war der in dem letzten Verfahren im Jahre angeklagte Professor der Biochemie vor die Richter zitiert worden, weil er in einem Ehescheidungsprozeß für schuldig befunden worden war. Auch das Geheimgericht von Cambridge erkannte den Professor für schuldig, in einem Berufungsverfahren— auch ein solches gibt es nach den alten Statuten— wurde er jedoch freiSelprochen.„ mein in Fambrihas annimmt Wie man allgemein in Camorioge annimmt, wird in dem augenblicklich zur Rede stehenden Verfahren ebenfalls eine Scheidungsangelegenheit zur Verhandlung kommen. Reichsstraße zu den Othmbischen Winterspieten feierlich eingeweiht Bei herrlichem Sonnenschein wurde am Sonntag die Reichsstraße zu den Olymvischen Winterspielen von München nach Garmisch=Partenkirchen durch Generalinspektor Todt. Ministerpräsident Siebert, Gauleiter Adolf Wagner und Staatssekretär Pfundtner eingeweiht. Dieses Bild gibt einen Ueberblick über die Straße bei ihrem Ausgang an der Kongreßhalle während der Ankunft der Wagen mit den Ehrengästen.(Scherl..) Der hungerrekord des Sträflings In der Lazarettabteilung der Strafanstalt von Posarevac liegt ein Patient. der keine Krankheit hat und doch von den Aerzten für verloren angesehen wird. Es ist der zu lebenslänglichem Kerker verurteilte Mörder Svetozar Lukic, der, um gegen seine Strafe zu protestieren, vor nunmehr fast zwei Monaten in den Hungerstreik getreten ist. Als der Lebenslängliche" nach seiner Ueberführung in die Strafanstalt seinen Willen belundete, so lange zu hungern, bis er gestorben sei, wurde er allgemein ausgelacht. Man hätte ja eine Zwangsjacke, meinte der Anstaltsdirektor und könne jeden Menschen auch gegen seinen Willen zwangsweise ernähren, man werde auch ihn auf diese Weise von seinem Vorhaben abbringen. Lukic trat trotzdem in den Hungerstreik und ließ sich gelassen die Zwangsjacke anlegen. Er aß nicht einen Bissen mehr. als man ihm mit Gewalt einflößte. Es erwies sich, daß die gewaltsame Ernährung doch bei weitem nicht zureichte. Der Sträfling kam körverlich immer weiter herunter, wurde schwächer und schwächer, und jetzt. nachdem er bereits 53 Tage im Hungerstreik steht, ist sein Tod so gut wie gewiß. Zu retten wäre er nur noch, wenn er den Streik im letzten Augenblick aufgeben sollte. Aber Lukic hat immer wieder mit aller Bestimmtheit erklärt er werde nicht nachgeben und bis zu Ende durchhalten. Seine Absicht, die ihn zu seinem selbstmorderischen Verhalten veranlaßte, nämlich die Oeffentlichkeit auf seine angeblich ungerechte Verurteilung aufmerksam zu machen, hat er bereits im vollen Umfange erreicht. Keitische Zuschauer Ein origineller Schnappschuß von dem Schaulaufen der deutschen Eiskunstläufer in Oberstdorf. (Scherl..) uhren. die ihm rengabe überHoffmann..) Winterspieten am Sonntag die Linterspielen von chen durch Geneit Siebert, Gaukretär Pfundtner n Ueberblick über der Kongreßhalle mit den Ehren.) ter n dem Schaulaufen in Oberstdorf. (Scherl..) Tcsie Taase der Awrier 3003 Der Bahnrekord zwölfmal unterboten Die 4 Olympischen Winterspiele in Garmisch= Partenkirchen, die bislang schon überreich an mitreißenden Kämpfen und begeisternden Stunden waren, nähern sich dem Ende Die letzten Tage sind angebrochen und alles in Garmisch=Partenkirchen ist emsig bemüht. sich von den restlichen Wettbewerben nichts entaehen zu lassen Der 9 Tag hatte wieder zwei Entscheidungen au: der Tageskarte: im Eisschnellauf über 10000 Meter und im Eiskunstlaufen der Männer Weiter wurde der Militär Patrouillenlauf entschieden der ja aber nicht zum offiziellen olympischen Programm gehört und nur im Rahmen liegt Zweier=Bobs im Olympiakampf Herrlich lag am Freitagmorgen wieder die strahlende Februarsonne über den Bergen im Werdenselser Land und tauchte sie in ein gleißendes Licht. während die Schluchten noch im Schatten lagen. Auch die olympische Bobbahn am Rießerkopf hatten die Strahlen der Sonne noch nicht erreicht, als sich schon zu früher Stunde die ersten Schaulustigen einstellten Endlos schoben sich wieder die Zuschauerkolonnen hinaus. um den Kampf der ZweierBobs mit zuerleben der erst im ersten Lauf aufgestellte Bahnrekord daran glauben, und wurde um nahezu 1½ Sekunden verbessert Der zweite Lauf war überhaupt eine Fahrt der Rekorde Nicht wenigei als ein volles dutzendmal wurde der alte Rekord von Capadrutt mit:25.20 unterboten USA klar in Führung An die fabelhafte Gesamtzeit des Bobs„USA. 1“ von•4352 kam aber keiner mehr heran Die Amerikaner liegen klar in Führung, allerdings hat sich mit:46.65 der Bob„Schweiz?“ vor dem zweiten amerikanischen Schlitten:47.00 geschoben. Hans Kilianv. Valta auf„Deutschland 1“ halten mit :51,53 den siebenten Rang, während Grau Breme auf„Deutschland 2“ auf dem neunten Playz liegen Kilian fuhr im zweiten Durchgang•24.24 und biieb dabei genau wie Grau mit 1 2333 unter dem alten Bahnrekord Glück hatte der Bob„Oesterreich“, der sich ausgangs der Bayernkurve querstellte, aber doch von Feierabend noch in letzter Sekunde abgesangen wurde und mit:26,28 noch eine sehr gute Zeit erreichte Der Stand nach den ersten zwei Läusen: 1„USA 1“ 2„Schweiz 2“ 3.„USA. 2“ 4„Schweiz 1“ 5„England“ 6.„Belgien 1“ 7„Deutschland 1“ 8„Oesterreich 1“ 9.„Deutschland 2“ :22.50 :26 34 :25.06 :25.45 :25.61 :21.02 :20 31 :21.94 •23,69 :23.85 :25,82+:24.35 :27.29+•24.24 +:25.20 :28.12 .30,66 +:23,33— 2 43.52 46.65 :47.00 :49.14 149.46 :50,17 :51.53 :53,32 :53,99 wie Erwarter. Jascher Eine silberne Medaille für Baier Zweimal Bahnrekord durch USA. Zunächst glitten wieder drei Spurbobs über die Bahn, um die Bereitschaft des Kurses für die schweren Rennen festzustellen Alles war aber in Ordnung und pünktlich zur festgesetzten Zeit um 8 Uhr warfen dann die Berge das Echo des dröhnenden Böllerschusses, der den Start des ersten Bobs anzeigte, zurück Den Reigen der 23 Bobs aus 13 Nationen eröffnete„Frankreich 2" Die Franzosen fuhren noch sehr verhalten und ihre Zeit von•41.99 war recht bescheiden Ein ganz anderes Rennen fuhr der erste italienische Bob mit dem Meisterfahrer Brivio am Steuer Die Italiener flitzten geschmeidig durch die Kehren der 1609 Meter langen Bahn und warteten mit:3338 auf Viel schneller aber war dann der Bob„Schweiz 2“ mit Fritz Feierabend am Steuer und Sepp Beerli an der Bremse. der an siebenter Stelle gestartet war und in:2634 durch das Ziel sauste. Und dann kam mit großer Srannung erwartet nach den Eidaenossen der zweite deutsche Bob an den Start Mit Fritz Grau am Steuer und Albert Bremer an der Bremse fuhr er zwar recht schneidig. aber seine Zeit von 1 30.66 war trotzdem eine gelinde Enttäuschung Die tollkühnen Pankees, die sofort hinterher in rasender Fahrt durch die Kehren segten, verwegen die Kurven schnitten und immer nur knapp über der Bahnsohle lagen als sie in die Kurven gingen, waren ganz große Klasse. Zunächst blies„USA 2“ mit.25,06 schon auf seiner ersten Fahrt dem alten Bahnrekord des Schweizers Reto Capadrute von:26.20 das Lebenslicht aus Aber diese hervorragende Leistung wurde noch unterboten, als an drittletzter Stelle der Bob„USA 1“ mit Ivan Brown und Alan Washbond über den Kurs kam. Unerhört war die Fahrt der zwei Amerikaner und schon unterwegs wußte man, daß ihre Zeit ganz hervorragend werden würde Wie sie durch das Labyrinth fegten und wie sie die Bayernkurve schnetten, das ließ die Meisterhand von Brown erkennen Und nichts konnte die rasende Fahrt des amerikanischen Bobs aufhalten. Gespannt wartete man auf das Einsetzen des Lautsprechers und als er dann die phantastische Zeit von:2205 bekannt machte, da lohnte stürmischer Beifall den waceren Amerikanern ihre verwegene Fahri. Auch dei zweite deutsche Schlitten„Deutschland 1“ mit Hans Kilian am Steuer und von Valta an der Bremse kam lange nicht an die glänzenden Zeiten der Amerikaner heran. Unser erster Vertreter erzielte.27.29 An die dritte Stelle nach dem ersten Durchgang schob sich„Schweiz 1“ mit Reto Capadrutt Aichele in:25.45. Bahnrekord 12mal unterboten Noch kühnere Fahrten und noch bessere Zeiten brachte aber der zweite Durchgang. Wieder waren es die verwegenen Amerikaner, die sich allen voran hervortaten und an die keiner ihrer Mitbewerber herankam.„USA 1“ zeigte die unerhörteste Fahrt. die man je sah und mit°21.02 mußte schon wieder dub Garmisch=Partenkirchen, 14 Febr.„Zegung Abendstunden des Freitags wurde die Eurscheidung des Berechnungsausschusses" im Eiskunstlausen für Männer bekanntgegeben Wie nicht anders zu erwarten war. sicherte sich Weltmeister Schäfer den ersten Platz mit der Platzziffer 7 und 422,4 Punkten. Zu einem schönen Erfolge kam der Deutsche Meister Baier, der mit der Platzziffer 27 und 400,8 Punkten den zweiten Platz belegte und damit die silberne Medaille für Deutschland eroberte. Die zweite Goldmedaille des Freilags wurde am Nachmittag im Kunsteisstadion vergeben. Hier kamen die Eiskunstläuser zu ihrer Kür zusammen. Herrlicher Sonnenschein aus einem Himmel mit fast südländischer Bläue lag über dem wundervollen Panoramo von Garmisch=Partenkirchen und so war es selbstverständlich daß das Eisstadion ausverkauft war 10000 hielten die Ränge und Tribünen besetzt, Unter den Zuschauern sah man den Oberbefehlshaber des Heeres General der Artillerie Frhr von Fritsch, den Reichsstatthalter Ritter von Epp und viele andere bekannte Persönlichkeiten. 25 Bewerber aus 15 Nationen stellten sich den Richtern im entscheidenden Kürlaufen. Als erster lief der kleine Japaner Oimatsu Sein Vortrag wor zwar recht nett, aber bereits der Amerikaner Hill stellte seine Leistung in den Schatten. Er wartete mit einer flüssigen Kür auf, die sich recht gediegen ausnahm Der Tscheche Sadilek lief recht weich, stürzte beim Axel=Paulsen=Sprung und war so nicht mehr als Durchschnitt. Recht eigenartig war der Vortrag des zweiten Japaners Watanabel Weit weg vom europäischen Stil tanzte er nach Tangomusik, war technisch sehr reif und zeigte vor allem eine auffallend gute Spitzpirouette. Ernst Baiers seine Kür Endlich stellte sich dann als achter Mann unser Meister Ernst Baier vor. Der Deutsche tanzte nach den Klängen von Barnaoas von Gezy einen rassigen Pußta=Fox und wartete mit einem durchdachten Aufbau des Programms auf. Schone geschmeidige Figuren gingen ineinander über und wie spielend erschienen, ein herrlicher Axel=PaulsenSprung, eine sehr schöne langsame Pirouette. Der Deutsche zeigte eine stark verbesserte Korperhaltung, gute Platzverteilung und harmonische Ueberleitungen Sein schwieriger Vortrag beeindrudkte auch die bestimmt nüchtern und sachlich wertenden Kampfrichter und so kam der Deutsche auf einen Wertungsdurchschnitt von 5,5 Günther Lorenz(Berlin) hat sich seit den Deutschen Meisterschaften technisch gut verbessert, lief leicht und flüssig und mit korrekter Körperhaltung Im Aufbau des Programms fehlt aber doch noch manches, doch verschaffte iym eine schöne Pondkombination einen sehr effektvollen Absch uß. Dem Oesterreicher May merkte man deutlick die Wiener Schule an, aber seiner nicht allzu schweren Kür fehlt noch die technische Reife. Nilkanen=Finnland lief nach der gleichen Musik wie unser Ernst Baier Er hat ein recht nettes Programm, in dem die Figuren geschickt verteilt sind und saubere Sprünge Beachtung verdienen. Karl Schäfer unerreicht Endlich kam dann der Mann, auf den alle warteten: Karl Schäfer. der Weltmeister. Schon sein Erscheinen genügte, um Beifallsstürme der Besucher auszulösen und sein Lauf wurde von einer endlosen Begeisterungswelle bealeitet Er lief die größte Kür des Tages und bot ein vollendetes Meisterwerk. Alles. was er zeigte, war mitreißend und überragend Lauf und Musik. Wollen und Können sind bei ihm eins Die Eleganz seiner Körperhaltung und die Exaktheit und Weichheit seines Laufes sind einmalig Unerhör: schwierig und trotzdem bezaubernd schön war.e Mondkombination, die er auf das Eis zeichnete Seine Platzverteilung wird von keinem übertroffen Man sagt nicht zu viel, wenn man feststellt, daß Karl Schäfer im Kunstlauf der Männer auf einsamer Höhe steht. Das hat er in Garmisch=Partenkirchen bewiesen. einem seiner Leute das Gewehr übernommen. In strammer Haltung erstattete er dem General der Artillerie Freiherrn von Fritsch die Meldung, worauf dieser dem Führer und der gesamten Mannschaft die Hand drückte. Allgemein hatte man mit einem Siege der Finnen gerechnet. und man war gespannt. ob die Italiener den knappen Vorsorung halten würden Sekunde auf Sekunde verging. und endlich traf dann auch die italienische Patrouille geschlossen und in straffer Haltung am Ziel ein. Ihre Zeit betrug:38.35, so daß also die Italiener mit 14 Sekunden Vorsorung den Militärvatrouil= lenlauf gewonnen hatten Als der Sieg der Italiener verkündet wurde. kannte die Begeisterung ihrer Landsleute keine Grenzen mehr. Der Führer der italienischen Mannschaft. der 42jährige Capitain Silvestri. der ebenso wie der finnische Mannschaftsführer 1928 in St. Moritz die Mannschaft geführt hatte. wurde im Triumphzug von seinen Landsleuten aus dem Skistadion getragen. Dann folgte die Schweiz mit:43.39 und kurz darauf die tschechische Mannschaft. Unser Führer der Patrouille. Leutnaut Leuvold, erstattete in zackiger Haltung dem Oberbefehlshaber der Wehrmacht. Freiherrn von Fritsch, die Meldung. Der General lobte die gute sportliche Leistung. Als nächste trafen dann die Franzosen am Ziel gefolgt von den Polen und Schweden. von denen ein Läufer durch eine abgebrochene Skispitze stark behindert war. Den Abschluß bildete die Tschechoslowakei mit:50.8. Palroutttenlacf sur Viatten Deutschland an fünfter Stelle Im Rahmen der 4. Olymvischen Winterspiele 1936 kam am Donnerstagmorgen als Sondervorführung der Militär=Patrouillenlauf zur Durchführung. Verantwortlich zeichnete für diesen Mannschaftswettbewerb das Reichskriegsministerium. Schon am frühen Morgen hatten sich im Ski=Stadion die Patrouillen eingefunden, überhaupt herrschten diesmal die Uniformen vor. Zu sehen waren auch die Militär=Attachés der neun beteiligten Länder, die vom Reichskriegsminister. Generaloberst vom Blomberg. und dem Oberbefehlshaber des Heeres. General der Artillerie Freiherrn von Fritsch. begrüßt wurden. Die beiden Seiten der Tribünen waren mit Militärs besetzt, überhaupt trat das Zivil hier in den Hintergrund. Der Start Vor dem Start hatte jeder der Patrouillenführer eine kurze Meldung beim Reichskriegsminister zu machen. und dann ging es auf das Kommando io Ainl Tauf sur Ballangele 10-Kilometer=Eisschnellauf— Sandiner und Sames liefen deutschen Rekord Während noch auf der Bobbahn die Zweierbobs im Olympiakampf lagen. stromten schon die ersten Zuschauer hinauf zum Rießer See. um den letzten Wettbewerb im Eisschnellauf zu sehen. 10 000 auf dem Rießer=See Man versprach sich von dem Kampf der Eisschnelläufer über die 10 Kilometer sehr viel und da zudem auch in der Umgebung viel zu sehen war— unweit liegt die Bobbahn und wenige Meter zwischen dem Rießer See und der Bobbahn auf den Hängen des Rießerkovfes kemen die Militärpatrouillen durch—. stellten sich die Zuschauer in hellen Schoren ein Schließlich waren es Zehntausend. die alle von dei Frage beherrscht wurden, ob Norwegens größter Läufer Jvar Ballangrud sich auch hier im Kampf mit der Elite der Welt würde durchsetzen können. Zunächst olympischer Rekord durch Stiepl Man wußte es, daß es für den Norweger schwer sein würde, sich die dritte Goldmedaille zu erkämpfen, denn die Klasse seiner Mitbewerber war groß Und bald schon stellte auch der Oesterreicher Stiepl nachdrücklich unter Beweis, daß man ihm nicht von ungefähr eine erste Chance eingeräumt hatte Schon im dritten Lauf stellte er mit 17·30.6 einen neuen olnmpischen Rekord auf Vor ihm hatten zwar der Olympiasieger Matthisen mit 17.41.2 und sein Landsmann Staksrud mit 17:56.7 alles aus sich herausgegeben. aber der Oest. rreicher übertraf mit seiner eirfach phantastischen Zeit bei weitem Sein Lauf mit dem Finnen Blomquist über die 25mal zu rundende 400 Meter lange Bahn hatte es wirklich in sich Bis zu 5000 Meter war der Zweikampf noch lange nicht entschieden, aber dan zog der robuste Oesterreicher davon und war nicht mehr zu erreichen. Und dann kam Ballaugrnd— 17:24,3! Groß war natürlich die Freude im österreichischen Lager. aber sie währte nicht lange Schon im nächsten Lauf startete Ivai Ballangrud und alle, die ihn über die blinkende Fläche segen sahen. wußten es, daß Stiepls Zeit von dem Norweger überboten würde. Mit dem Finnen Varsenius eilte der große Norweger in altei Meisterschaft über die Strecke Nach 5000 Meter registrierte man für ihn eine Zwischenzeit von:38,5 und unveimindert behielt Ballangrud dieses unglaubliche Tempo bei. Und als er durch das Ziel eilte, hatte er mit 17:243 den soeben aufgestellten olympfichen Rekord des Oesterreichers weit unterboten. Auch Vasenius blieb mit 17:28,2 noch darunter Sandtner und Sames liefen Rekord Im 9 Lauf siegte der Kanadier White in 18:35.3 über den Schweden Johannsson, der 18:38,2 benötigte Im nächsten Rennen lief unser Vertreter Heinz Sames mit 18:04.3 neue deutsche Rekordzeit Seine Zwischenzeit von 5000 Meter betrug:54 Sein Gegner war der Holländer Koops. für den 18:11,5 gestoppt wurden. Nicht lange dauerte es und die Rekordzeit von Gemes wurde durch unseren deutschen Meister Willy Sandtner unterboten Sandiners Zeit lautet: 18:020. Der Belaier de Ligne war für den Deutschen kein ernsthafter Gegner. Sandtner überrundete den Belgier nicht weniger als sechsmal Die Zeit betrug 23329 Um so höher ist die Leistuag unseres Meisters zu bewerten Im 14 Lauf holte der Jananer Kin mit 18·02.7 noch eine sehr gute Zeit heraus obwohl sein Gegner Mitt=Estland schon nach fünf Runden das Rennen aufsteckte. „Achtung. los!“ auf die Strecke. Der deutsche Patrouillenführer Herbert Leupold hatte vom schlechtesten Mann Rucksack und Gewehr übernommen. Die Zuschauer im Skistadion halten schon Ausschau zum Hang neben der großen Olompjaschanze, und schon erscheinen die Finnen als erne schaft; in der Zeit von:01.55 erreichen sie die zweit--trollstelle Kilometer 12.5 am Skistadion. Beim Kilometer 13 wurde die Schießübung am Fuße des Kochelberges erledigt. Als schaft schossen die Finnen mit fünf Schuß die Ballone weg. Zwölf Minuten später kamen die Polen. und auch sie waren schon mit fünf Schuß fertig. desgleichen die Italiener. Recht schlecht schossen die Schweizer. die sogar einen Ballon stehen lassen mußten, und das bedeutete drei für sie. Die Franzosen kamen ebenfalls schon nach fünf Schuß weiter. Dann kam die deutsche Patrouille. Noch im Lauf warf sie die Rucksäcke ab, schmiß sich auf den Boden und in einer Minute waren die Ballone mit fünf Schuß erledigt. Schwach waren die Schweden, die erst nach acht Schuß die drei Ballone trafen. Während der eine Schwede noch lag und schoß. eilten schon die Oesterreicher heran. die mit ihren Scharfschüssen die drei Ballone schon mit drei Schuß abgeknallt hatten und dafür gerade 30 Sekunden brauchten. Fast gleichzeitig mit den Oesterreichern kamen auch die Tschechen. die mit fünf Schuß die Aufgabe beendeten. Unmittelbar danach mußte dann der schwerste Tei! der Strecke, und zwar der Aufstieg am Hang zur Tonihütte bis zum Kilometer 17. bewältigt werden. Der Höhenunterschied betrug hier 360 Meter. Die Finnen erschienen hier sehr frisch und hatten eine Laufzeit von:45. Gleich darauf erschien auch die italienische Mannschaft, die hier nicht nur gut aufgeholt hatte, sondern auch mit einer Laufzeit von :44.35 sich in Front gebracht hatte. Dann folgte die lange Abfahrt bis zur Kreuzecktalstation bei Kilometer 20. Die Italiener waren hier genau so schnell wie die Finnen und konnten ihren Zeitvorsprung auf der schnellen Schußfahrt mit einer Gesamtzeit von:01.25 behaupten. Die Finnen kamen beim Kilometer 20 an der Kreuzecktalstation mit :02.20 an. Inzwischen entspann sich zwischen der deutschen und französischen Mannschaft ein Kampf um den fünften und sechsten Platz auf dem Aufstieg zur Tonihütte. Die Deutschen entschieden diesen Zweikampf für sich, obschon auch sie nicht ohne Sturz über die schwere Abfahrt hinunter zur Kreuzecktalstation kamen. Von den Schweizern stürzten gar drei Mann und das kostete natürlich sehr viel Zeit. Frankreichs Mannschaft kam mit guter Haltung in :12.00 unten an. Die Deutschen hatten sie aber bereits überholt und waren in:09.30 an der Talstation Die Polen kamen in:23 durch die Kontrolle und dann folgten die Schweden in:06. Die Ankunft im Skistadion Mit fieberhafter Spannung erwartete man im Stistadion die erste Mannschaft. Um 11 Uhr traf dann die finnische Patrouille als erste mit der Zeit von:28.49 ein. Die gesamte Mannschaft machte einen sehr frischen Eindruck. Der Führer hatte von Tschechoslowakei— England:5 Dieses erste Sviel der Vorschlußrunde stand ganz im Zeichen der Engländer. die den Kampf überlegen zu gestalten vermochten. Schnelle Angriffe trugen sie vor das Tor des Gegners, und wenn es bis zum Schluß des ersten Drittels nur zu einer :=Führung langte, so lag das nur an der aufopferungsvollen Hintermannschaft der Tschechen, die Meisterleistungen vollbrachte. Im weiteren Drittel hält die Ueberlegenheit der Briten an, und nur von wenigen Minuten abgesehen können die Tschechen etwas aufkommen. Bereits in der 6. Minute fällt der dritte englische Treffer, dem wenig später der vierte und fünfte folgen. Gegen Schluß des Drittels drängen die Engländer nochmals stark, ohne aber zu weiteren Erfolgen zu kommen. Das letzte Orittel verlief tortos. Trotz ungestümer Angriffe von beiden Seiten wurde an dem Stand nichts mehr geändert. England ist somit Eurovameister und erster Anwärter auf die Goldene Medaille. Der Kampf England— Amerika verspricht ein großes Ereignis zu werden. Gewinnauszug 5. Klasse 46. Preußisch=Süddeutsche (272. Preuß.) Klassen=Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verdoten 4. Ziehungstag 12. Februar 1936 In der heutigen Vormitlagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 30000 M. 556 8 Gewinne zu 3000 M. 12543 123763 183074 234092 28 Gewinne zu 2000 M. 25160 138432 157506 207804 230056 233983 262356 304384 344688 348837 349189 384931 44 Gewinne zu 1000 M. 19733 23085 70030 82314 95063 124924 128767 129204 142639 149806 152398 176765 224103 236356 289158 294368 299651 337200 343733 354017 360386 370055 80 Gewinne zu 600 M. 12795 37259 55809 66578 71409 75033 84183 90410 91864 92178 97090 114153 121525 143514 143594 144691 145259 146993 158392 174685 181272 183968 214803 216107 241002 241665 271356 279896 285546 298625 300029 305352 351966 363910 372154 372791 390553 390947 396678 348 Gewinne zu 300 M. 11219 13221 21890 2585 27477 28537 29623 32835 33060 33993 34995 36640 37376 37761 40871 41735 54845 54976 55145 55940 59819 66187 66373 66487 70720 72073 74318 74610 75191 77462 77573 78717 79521 79840 81211 82883 87615 87690 90852 91604 92265 94368 96883 97345 103484 195635 109176 110647 111604 113559 116676 122117 122818 124252 130141 13094S 131489 132905 134816 135669 143120 143712 144817 151230 152139 157481 160703 162366 169694 170584 172478 173986 174003 175185 176592 178576 179481 184177 184394 184978 193272 193309 196813 197973 203530 207615 208494 908792 211264 212818 215093 216932 217008 218005 220825 222471 224645 234624 236764 237643 940183 241532 242611 250475 262335 252957 253112 254507 256795 258547 26846 965246 272217 275740 276526 283836 284372 287410 287810 289996 292582 293847 303208 303584 305147 307161 310093 312953 314296 317099 317301 318106 322590 324599 329750 332124 338034 338413 341491 343990 346597 348171 349933 350032 352275 352306 353558 354254 357733 357819 361350 363223 363478 364485 365940 365993 368663 374296 374438 374885 375371 375551 378392 380049 S84300 387321 388139 389459 390773 394217 393299 393782 397456 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 4 Gewinne zu 10000 M. 115228 300540 6 Gewinne zu 3000 M. 93724 172158 250167 16 Gewinne zu 2000 M. 11129 19839 24383 49426 214695 270691 373289 376574 58 Gewinne zu 1000 M. 2108 44200 77836 88921 96020 104804 116083 128665 167560 182372 197325 198266 206621 207757 224528 245718 251484 262899 256381 269032 337511 340751 849925 878032 383187 391188 397230 397742 92 Gewinne zu 500 M. 1701 5084 9904 28561 30103 32338 34067 35414 67727 69772 75020 76872 78867 79916 81935 88803 135037 14787. 163470 177074 179541 193345 194050 210233 11145 223988 224080 241208 245381 251469 253418 259415 265969 271441 302680 305526 310421 312075 322025 327149 336270 339158 349653 355896 361384 384634 352 Gewinne zu 300 M. 1414 3027 3958 9310 12640 13015 19065 19939 22230 28840 32340 32461 39228 40184 42162 42551 43403 43658 52842 54206 66078 66587 66701 58759 59426 60661 60716 64487 69605 72347 72410 75446 77392 78240 79974 60756 84429 87280 88902 93404 93518 99614 100977 102547 105984 106180 108845 109684 110242 110200 114382 115486 116065 120170 125970 126201 130624 131624 134275 136220 137591 139509 140821 14296 143216 144267 145111 152745 163317 53333 161795 164316 165428 168145 173046 174859 176399 177236 179601 180791 182408 18905 185268 1865272 185564 189765 191436 191799 192800 195265 204296 204461 209836 21148 212561 214107 216244 225052 295600 230622 231152 231853 236092 237645 239501 240303 249241 250953 261380 253492 261368 26•1196 267238 268065 271508 272719 375708 279335 283626 283746 284796 250960 294810 296833 301658 302247 304902 314501 316112 316124 316683 320857 322033 326367 325907 327575 332443 334717 336026 397134 33753 341717 341754 342909 34224 S61 4 350006 350977 353294 354956 366562#6 357555 380°05 361086 362420 362558 368384 385153 367255 370696 378248 379058 3662 399972 398274 394176 394601 sptofe 396142 307092 39880S 309675 I4 4 9 11 K 0 3 Aus dem heimischenl Prerndger Alemannia Kauxe!— Arminius Marten Castrop 02— 1B. Eickel Nach ihrer vorsonntäglichen Ruhepause treffen morgen die CSVer auf den TB. Eickel. Wenn auch die Castrover in Rotthausen die Punkte lassen mußten und auf den zweiten Platz zurückgefallen sind. so ist trotzdem noch nichts verloren, denn Rotthausen bestreitet morgen gegen Union Gelsenkirchen ein schweres Treisen, dessen Ausgang noch ungewiß ist: für die Castrover ist also noch Aussicht. Deshalb gibt es im morgigen Treffen für sie nur eine Parole: kämpfen wie früher! Vielleicht wäre auch eine Umstellung anzuraten. Broder ist als Mittelläufer wohl gut. aber sein Drang nach dem Tore ist zu stark. So entsteht oft ein Loch in der Mitte. was zur Ueberlastung der Verteidigung führt. Wie wäre es. wenn man ihn Halblinks oder als Mittelstürmer verwenden und Lewandowski an seine Stelle einsetzen würde? Auf alle Fälle möchten wir morgen wieder CSV. 02 in Form und Front sehen! 2. Castrov 02— 2. TB. Eickel BfL. Weiter— Arminia Marten Die Sviele, die diese Mannschaften bisher gegeneinander ausgesochten haben, sind mit nur einem Tor Unterschied gewonnen oder verloren worden. Daraus ist zu folgern daß der Unterschied zwischen den Mannschaften garnicht so groß ist, wie es die Tabelle anzeigt. Die Martener haben daher allen Grund. den Gegner ganz ernst zu nehmen. Dies umsomehr. als Wetter nicht ganz frei von Abstiegssorgen ist und wahrscheinlich mit dem Mute der Verzweiflung kämpfen wird. Für Marten steht die Tabellenspitze auf dem Spiel. Geht das Spiel verloren, so kann Marten auf den 3 Platz in der Tabelle zurückfallen. Den Kampf wird die Mannschaft gewinnen, die den größten Ehrgeiz hat. Nach langer Ruhe tritt Alemannia am Sonntag wieder zum fälligen Meisterschaftsspiel auf den Plan. Die Martener Mannschaft ist augenblicklich in guter Form: das beweist der dritte Tabellenplatz, den sie inne hat. In der Mannschaft ist der Mittelstürmer die treibende Kraft. Er versucht gleich von Anfang an zu Erfolgen zu kommen; vor ihm muß daher die Hintermannschaft der Alemannen besonders auf der Hut sein. Wie ist es nun mit den Alemannen? Die letzten Spiele haben bei ihnen eine gute Formverbesserung gezeigt. Sie liegen augenblicklich mit 13:11 Punkten in der Mitte der Tabelle. Hoffentlich werden sie Sonntag den Gegner nicht unterschätzen. Borsvort Faustkämpfer Castrop-Kauxel gegen Boxklub Wickede-Kuhr 5b. 11— Lünen 05 Siegt BV. 11 am morgigen Sonntag in diesem Spiel. dann schiebt er sich in die Spitzengruppe und hat bei seiner jetzt beständigeren Form berechtigte Hoffnung auf den Meistertitel in der Gruppe B der 1. Kreisklasse. Die Mannschaft des Ballspielvereins hat in der letzten Zeit zusehends an Spielstärke gewonnen. Ein klarer Beweis ist der am Vorsonntag erkämpfte Sieg über den Favoriten Viktoria Derne. der aus eigenem Gelände mit:0 auf der Strecke blieb. Der Gegner des BV. 11. Sportklub Lünen 05, verfügt über gediegenes Können. Neben den sehr flotten Außenstürmern sind der Mittelläufer und Torwart große Könner ihres Fachs. Die Lünener nahmen im Vorspiel dem Ballspielverein einen wichtigen Punkt. Beim Abpfiff endete der sehr harte Kampf•3. Castrop-Kauxel-Nord— Sporkfr. Schwerin Die Sportfreunde, die am letzten Sonntag eine Niederlage gegen den Zweitletzten der Tabelle. Kirchlinde, einstecken mußten, haben gegen Castrop= Rauxel=Nord anzutreten. Im ersten Treffen siegten die Sportfreunde über„Nord“ mit:1 Toren. Die Sportfreunde sind in der letzten Zeit, wie die Spiele ausweisen, unbeständig geworden. Hoffentlich ist das kein Dauerzustand. Am kommenden Sonntag findet obiger Boxkampf statt. Wieder stehen sich zwei hervorragende Boxstaffeln gegenüber. Die sieggewohnten Castrop= Rauxeler ein gesuchter Gegner sind, denn ihre Erfolge besten Form. Es ist erfreulich, daß die Castrop= Rauxeler gesuchter Gegner sind. denn ihre Erfolge über die Boxer der Großstädte wie Bochum. Essen. Recklinghausen usw., haben ihnen einen guten Namen, in Boxkreisen verschafft. Der Gau Westfalen richtet schon seine Aufmerksamkeit auf einige Castrop=Rauxeler; so hier besonders auf die Schwergewichtshoffnung, den Castrop=Rauxeler Babski. Babski ist erst 19 Jahre alt: hat in der Schwergewichtsklasse eine schöne Zukunft vor sich. Er dürfte in nächster Zeit noch von sich hören lassen Beim vorletzten Kampf gegen Schnarre(Recklinghausen) im fremden Ring überzeugte er mit seinem Können die Zuschauermenge. Auch die übrigen Castrov=Raureler wissen sich durchzusetzen, so sei an dieser Stelle der noch iugendliche Haak genannt. Er wird noch eine Größe für den Castrov=Rauxeler Boxsport werden. Dazu kommen noch Kloska I. Kowalinka. Judt. Matzko und Krüger: alles Borer von Format. So wird es auch morgen zu einem spannenden Boxkampf kommen. Es starten vom Jugend=Papiergewicht bis zum Schwergewicht für Castrov=Rauxel: Haak. Kowalinka. May, Kocewa. Kloska I. Judt Matzko. Krüger, Babski; für Wickede=Ruhr: Schrengel. Leivold. Henzel. Bischoff. Swialkowski. Lange. Meleky, Vehemann, Meistermann. Die Westf. Feuerwehrschule wird gebaut Münster. Seit einigen Jahren besteht bekanntlich in Münster die Westjälische Feuerwehrschule, an der vor allem jetzt nach Inkrafttreten des neuen Feuerwehrgesetzes nach und nach alle Feuerwehrleute Westjalens theoretisch und praktisch geschult werden. Wir haben bereits früher mitgeteilt, daß diese Schule, die bisher in den Räumlichkeiten der Städtischen Berufsfeuerwehr untergebracht war. ein eigenes Heim erhalten sollte und die Stadt sich bereit erklart hatte. hierfür ein entsprechendes Gelände aus städtischem Besitz zur Verfügung zu stellen. Dieses Gelände liegt, wie jetzt bekannt wird. in der Nähe der Städt. Gärtnerei bei Gut Insel, also in einer außerordentlich gesunden und landschaftlich schönen Gegend Vor wenigen Tagen hat man damit begonnen, den Platz für einen Zweiflügelbau auszuschachten. Der stattliche Bau, der von Uebungsplätzen und Grünanlagen umgeben werden wird. soll bereits Ende des kommenden Sommers bezogen werden. Der letzte Zeuge des Schlenkhoffschen Zementwerkes fiel Lengerich. Nachdem vor längerer Zeit der Kamin des früheren Krönerschen Werkes durch Mindener Pioniere gesprengt worden war, wurde jetzt der 45 Meter hohe Schornstein des früheren Schlenthoffschen Zementwerkes umgelegt. Man hatte den Schornstein durch erjahrene Arbeiter unten angebrochen, die Lücke durch kräftige Holzstemvel abgestützt und dann die stützenden Holzstempel in Brand gesetzt. In kaum zehn Minuten neigte sich der stattliche Zeuge ehemaligen Gewerbefleißes und fiel glatt ohne jeglichen Unfall. Beim holzfällen ködlich verunglückt Haselünne. Ein tragischer Unglücksfall ereignete sich in der Bauerschaft Dörgen. Der Bauer Rolfes war mit seinem Knecht beim Holzfällen. Der Knecht wurde dabei von einem stürzenden Baum so getrofsen, daß er auf der Stelle verschied. Die Leiche wurde in das hiesige Krankenhaus überführt. Den Angehörigen bringt man allgemeine Teilnahme entgegen. Dortmund=West Eichtage im Stadtteil Kirchlinde finden am 18., 19., 20., 21., 22. und 24. Februar 1936 in der Wirtschaft Heinrich Bors. Kirchlinder Str. 21. statt. Die Eichpflichtigen werden hierauf mit dem Bemerken aufmerksam gemacht, daß die Maße und Wiegegeräte, gehörig gereinigt, tunlichst in den Morgenstunden bis 10 Uhr abzuliefern sind, damit den Eichbeamten die übrige Zeit zur Bearbeitung der eingelieferten Gegenstände zur Verfügung steht. Kirchlicher Anzeiger Sonntag, den 16. Februar 1336. Katholische Gollesdienst-Ordnung St.=Lamberius=Pfarre(Altuadt) 6,15 Uhr erste hl. Messe. 7,30 Uhr zweite hl. Messe mit Predigt und gem. hl. Kommunion aller Jungfrauen der Gemeinde und der Mädchen des 7. und 8 Jahrganges; 9 Uhr Kindermesse mit Predigt: 10 Uhr Hochamt mit Predigt und Teoeum und Segen anläßlich der 14. Wiederkehr des Kronungstages unseres Hl. Vaters, 11.15 Uhr letzte hl Messe mit Predigt. 14.30 Uhr Christenlehre und Andacht, nachher Taufen: 17 Uhr Franziskusandacht mit Predigt. St.=Elisabeth=Pfarrvikarie(Obercastrop) 7 Uhr erste h1 Messe,.30 Uhr zweite hl. Messe und gem. hl. Kommunion 10.30 Uhr Hochan mit Predigt: 2 00 Uhr Andacht St Franziskus=Pforrvikarie(Schwerin 7 Uhr Frühmesse mit gem. hl. Kommunion der Jungfrauen; 9 Uhr feierliches Hochamt mit Tedeum und sakramentalem Segen; .30 Uhr Andacht. Aue den Vereinen. Kolvingssamilie. Mittwoch, den 19. Februar, abends 8 Uhr, ist Zusammenkunft im Vereinssaal. Elisabeth=Frauenverein. Mittwoch, den 19. Februar nachmittags.30 Uhr, ist Jahresversammlung bei Röwer. Jungsrauenverein. Dienstag, den 18. Februar, ist Zusammenkunft und Handarbeit im Vereinssaal. Borromäusverein. Die Bücherausgabe in der Pfarrbücherei ist Sonntag, den 16. Februat. und zwar vormittags von 10,30 bis N 4 Der Kirchensteuerhebetermin für das 4. Quartal ist Sonntag. den 16 Februar, und zwar vormittag; von 10.30 bis 12 Uhr. Pfaervikarte„Zu den hi. Schutzengeln“(Frohle#de) .30 Uhr Früomesse mit gem bl Kommunien des ElisebethFrauenvereins,.30 Uhr Hochamt: 2 30 Uhr Andacht. Heez=Jezu=Psacre(Bahnhol Rouxel) 7 Uhr Frühmesse mit gem. hl. Kommunion:.30 Uhr Hochamt: .30 Uhr Andacht. St.=Joseph=Pfarre(Habinghorft) .30 Uhr hl. Messe;.30 Uhr hl. Messe,.45 Uhr hl. Messe mit voln. Gesang; 10 Uhr Hochamt mit Predigt:.30 Uhr Andacht. „St. Marien“(Mertlinde! .30 Uhr Frühmesse 10 Uhr Hochami.30 Uhr Andacht. Kiechlinde..30 Uhr hl. Messe 8 Uhr bi. Messe mit Predigt: 10 Uhr Hochomt: 2 Uhr Andacht Marten. 7 Uhr Frühgottesdienst..30 Uhr zweite dl. Messe; 10.30 Uhr Hochamt.30 Uhr Andacht. Evangelische Gotlesdienst-Ordnung Castrop. Sonntag 8 Uhr Frühgottesdienst. Pastor Rothe: 10 Uhr Hauptgottesdienst. Pastor Nelle; 11,30 Uhr Bindergottesdienst. 2 Uhr Kindergottesdienst, Schwerin,.30 Uhr Blaukreuzverein; 5 Uhr Männerwerk=Mitgliederversammlung. 20 Uhr Bekenntnisgottesdienst, Pastor Niemöller. Bielefeld. Montag 8 Uhr Kirchenchor. Dienstag.30 Uhr Frauenhilfe 2. Mittwoch 8 Uhr Gemeindebibelstunde. Donnersrag 4 Uhr Frauenhilfe Schwerin; 8 Uhr Vorbereitung zum Kindergottesdienst. Freitag 5 und 8 Uhr Jugendbibelstunde; 8 Uhr Bibelstunde. Bladenhorst. Sonntag 10 Uhr Gottesdienst, Pastor 11 Uhr Kindergottesdienst. Dienstag 1 Uhr Frauenhilfe. Habinghorst. Sonntag 10 Uhr Pastor Rüping: 11.15 Uhr Kindergottesdienst, 12 Uhr Taufen in der Kirche. Jugendbibelstunde: Montag 20 Uhr im Gustav=Adolf=Haus. Freitag 20 Uhr Vorbereitung der Helferkreises im Gustav=Adolf=Haus. Ickern. Sonntag.30 Uhr Gottesdienst, Pastor Obermeier; 11 Uhr Kindergottesdienst und Taufen; 230 Uhr Kirchliche Gemeinschaft; 5 Uhr Versammlung Evgl. Kirchl. Männerdienst bei Abenhardt. Dienstag 5 Uhr Kirchl. Gemeinschaft. Donnerstag 8 Uhr Bibelstunde. Bövinghausen. Sonntag 10 Uhr Gottesdienst, 11.15 Uhr Kindergottesdienst; 12 Uhr Taufen. Bodelschwingh. Sonntag 10 Uhr Gottesdienst; 11 Uhr Kindergottesdienst: 17 Uhr Generalver#sammlung des Evgl. Männer= dienstes Bodelschwingh. Freitag 20 Uhr Gemeindebibelstunde. Kiechlinde=Rahm. Sonntag 9 30 Uhr Gottesdienst: 10.45 Uhr Kindergottesdienst. Mittwoch 20 Uhr Bibelstunde der weiblichen Gemeindejugend. Freitag 20 Uhr Gemeindebibelstunde. Marten. Sonntag 10 Uhr Gottesdienst mit Taufen; 11.45 Uhr nde der weiblichen Gemeindesugend. Mittwoch 8 Uhr Gemeindehibeltunde. Donneratag 8 Uhr Helfervorbereitung. Freitag 8 Uhr Gebetsstunde. Mengede. Sonntag 9 30 Uhr Gottesdienst, 10.30 Uhr Kindergottesdienst. Rette. Sonntag 20 Uhr Gottesdienst. Sonstige religiöse Veranstaltungen Christliche Versammlung. Vistortastraße Sonntag 2 30 Uhr Sonntaasschule Uh Verkundigung des Wortes Gottes Mittwoch—8 Uhr Gebeesstunde:—9 Uhr Wortbetrachtung Kirchl. Gemeinschaft und Jugendbund für Entich Cnristentum, Castrop=Raure. 1(Konsirman densaa., Biesenkampstraße) Sonntag 16 Uhr Eoanalisationsvortrag. 17 15 Uhr Jugendbundstunde Tonnerstag 20 Uhr Bibelbesprechung u Gedetsstunde. Gemeinde gläubig gesaufter Christen(Baptisten), Castrop=Raurel 1. Bahnhafstrane 33(Baracke) Versammlungen Sonntag 930 Uhr Bibelstung. Sonntag 11 Uhr Sonntagsschul- Sonntag 16 Uhr Heilsverkundung Donnerstag 20 Uhr Bibel= und Gebe astunde Neuapostolische Gemeinde Castrop=Rauxel 1. Herne: Straße 16 Hinterhaus) Sonntag morzen 9 Uhr Sonntag nachmittag 4 Uhr Mittwoch abends 7 Uhr.— Kinde unterricht Sonntag 2 Uhr Sonntagsschule Mittwoch nachmittag 5 Uhr Konfirmanden= und Katechumenen=Unterrichtsstunde Freie evangelische Gemeinve Castroo Raurei 4. Friedhofstraße 11 Sonntag vorm.30 Uhr Bibelbesprechstunde 11 Uhr Kindergottesdienst 16 Uhr Presigt. Donnerstaa abende.30 Uhr Bibel= und Gebetostunde Castrop=Raurel 3. Kronpeinzenstr. 53(Eingang Heurichendg. Str.) Sonntag morgen 9 Uhr Sonn: nechmitag 1 Uhr Mittwoch abend Uhr. Kindergottesdienst Sonntau nachmittao 2 Uhr. Dortmund=Bövinghauten Sonntag morgens 3 Uhr Gottlsdi nn 1 30 230 Uhr Sonntagsschule 2 Uhr Gottesd enst Mittwoch 7 Uhr Gottesdienst W Win L Kcesn W Binpeen W Feic H Filiale in Castrop: Wittener Str. 3, gegenüber Haus Lueg ale Reruge Hecngter macht DUDDELHERZ balel wieder münter! Wöchnerinnen, Nervöse, Erschöpfte und alle, die sich matt und elend fühlen, nehmen das bewährte Nervenaufbau- und Kräftigungsmittel Doppelherz. Flaschen zu RM 1,95, RM.70 und RM 4,65, Ooppelherz-Dragees RM.50. Cent. al-Droe. O Hennewie, Wittenerstr. 5 -Dros. C. Scharrenberg, Wittenerstr. 6 Hab nnhorat: G. Goolmann; WestialiaDrog. G. Schönewolf, icker:: Drog. A. Sümpelmann, Emscherstr.8. Holtnausen: H. Bernighaus, Castroper Straße 3 8 Miele-, Faller- u. a. Fahrräder' Kirsch In großer Huswahl zu niedrigsten reisen u. günstigen Bedingungen bei er Qualität schatzt nimmt M. 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