WOgerrertrrrPrrUO Lokal-und Heimatblatt fi die Haberbörtier=auwe netzmen alle Postanstalten und Briefträger sowie unser Geschäftsstelle und Boten entgegen.Geschüftostelle Redaktion und Verlag: Bahnhofstraße 15. Fernruf 3213 14542. Tel Adr= An Amtliches Rreisblatt f# den=Neis Hadeldorn # Die 34 2llltmeter dreite Allümeter Raum= für Anzeigen aus dem Verbreitungsbezirk liche und finanzielle A#eigen 3 P. mniehorn breite Sasserurabett zen. 15 Pfa. Im Rekiameteil koftet die 89 Rillimeter Milligieter Raumzeile 50 Pfg. Etwaiger Rabust ist urabatt dei Fahlung innerkalb 30Cagen.e** Oresssene Postecheckkonto Kanwger böt, Cal Adrsinzaiger Bakerdom„„„ stillen Herd Ratgeber für Haus u. Landwirtschast Nr. 230 (Erstes Blatt) Sonntag, den 26. September 1926 40. Jahrgang Kleine Zeitung für eilige Leser. * Reichsaußenminister Dr. Stresemann erstattete in der Reichskabinettssitzung Bericht über die Verhandlungen mit Briand zur Herbeiführung eines Ausgleichs mit Frankreich. Das Kabinett billigte diese Verhandlungen und beschloß ihre Weiterführung durch einen Ministerausschuß. * Aus Hannover wird zum ersten Male ein Rückgang der Typhuserkrankungen gemeldet. * In Berlin tötete ein Familienvater seine Frau sowie sein Kind und nahm sich dann durch einen Sprung aus dem Fenster das Leben. * In Philadelphta schlug im Boxkampf um die Welmmeisterschaft der Herausforderer Gene Tunney den bisherigen Weltmeihter Jodk Lenolen nach Rontlen. Milliardenes Sune. „Wenn die Könige bauen, so haben die Kärrner zu tun,“ sagt ein gutes altes Sprichwort. Aber nun, da Stresemann, Briand und Chamverlain den Genfer See, wieder hinter sich gelassen haben, wissen ihre im Völkerbundpalast zurückgebliebenen Gehilfen mitsamt den Vertretern der vielen kleineren und mittleren Staaten mit dem Arbeitsstoff, der ihnen verblieben ist, im Augenblick nichts Rechtes anzufangen. Kein Wunder, die großen Kanonen sind fort und das Publikum macht kein Hehl daraus, daß es danach für die Arbeit der Zurückgebliebenen kein sonderliches Interesse mehr aufbringt. Ist das Nachlassen der Aufmerksamkeit vielleicht auch darauf zurückzuführen, daß in den Ausschüssen, die allerhand Fragen für die Vollversammlung noch spruchreif machen sollen, sich eine an Gereiztheit grenzende Nervosität unter den Delegierten geltend macht? Da kracht, in dem einen, der Franzose mit dem Norweger zusammen, was um so weniger unbemerkt bleibt, als bei diesem unerfreulichen Zwiegespräch der sonst überall hochverehrte Frithjof Nansen beteiligt ist; im Abrüstungsausschuß zieht der amerikanische Vertreter vom Leder, um die ungemein lässige Art, wie die Arbeiten dieser Körperschaft bisher hingeschleppt worden sind, mit beinahe schon erfrischender Deutlichkeit zu brandmarken; und zuletzt kommen sogar zwei ostländische Staaten und legen gegen die Abmachungen der Großmächte über den Artikel 16 des Völkerbundpaktes ausdrückliche Verwahrung ein. Nach Möglichkeit sucht man den Mantel internationaler Nächstenliebe über diese nicht ganz unbedrohlichen Anzeichen erster Zwietracht zu decken. Damit wird man aber auf die Dauer nur unter der Voraussetzung Erfolg haben, daß die großen, die wesentlichen, die für die ganze Zukunft des Völkerbundes wirklich ausschlaggebenden Aufgaben, die ihm mit der Aufnahme Deutsch: lands unweigerlich gestellt sind, nun auch endlich vorankommen, daß man nach den schönen Reden, die in Genf gehalten wurden, nun auch an die praktische Arbeit geht, die ihre„Gesamtlösung" erfordert. Mit bloßem geduldigem Abwarten allein ist natürlich nichts getan. * Die neuen Milliardenbeträge, mit denen die Weltbefreiungspläne Genfer Ursprungs verknüpft werden, schlagen an unser Ohr, ohne sonderlichen Eindruck zu machen: wir sind bei all unserer Armut in die Milliardenwirtschaft der Nachkriegszeit„hineingeschliddert“— um ein berühmt gewordenes Wort zu gebrauchen stoßen uns gar nicht mehr im geringsten an der Vielheit der Nullen, die sich jetzt sofort einzufinden pflegen, so oft von irgendwelcher Begleichung von Völkerrechnungen gesprochen wird. Vorzeitige Ausgabe von ein bis zwei Milliarden Eisenbahnobligationen zugunsten der französischen Valuta! Nach vierundzwanzig Stunden schon wußte ein ganz kluger Mann, daß hier ein sehr gewaltiger Irrtum unterlaufen sei. Viermal zwei, im ganzen also acht Milliarden seien in Thoiry abgemacht worden— billiger könnten es die Franzosen unter keinen Umständen machen. Schließlich haben wir neben den Verpflichtungen aus dem Dawes=Plan auch noch einige heimische Obliegenheiten zu erfüllen. Die Aufwendungen für die Erwerbslosen verschlingen, obwohl deren Zahl seit mehreren Wochen ständig zurückgeht, immer noch ganz gewaltige Summen, und die lauten Klagen, die man jetzt auf dem Deutschen Städtetag in Stettin über die jämmerliche Lage der städtischen Finanzverwaltungen gehört hat, sind auch nicht aus der leeren Luft gegriffen. Schon wenn das Reich ein Haus ankaufen will, weil es angeblich in seiner eigenen Wohnungsnot nicht mehr ein noch aus weiß, erhebt sich allenthalben lebhafter Widerspruch. Und wenn Behörden zusammengelegt, Beamte entlassen oder in den Ruhestand versetzt werden sollen, geht Unwille durch die Reihen. Ein Blick nach dem Frankreich des Herrn Poincars hinüber zeigt, daß dort jetzt in noch anderem Maßstabe abgebaut wird. Zu vielen Hunderten werden durch einfache Regierungsverordnungen Gerichte beseitigt, seit undenklichen Zeiten bestehende Verwaltungsbehörden eingezogen und unzählige Sparmaßnahmen getroffen, die wirklich zu Buche schlagen. Das Stresemanns Porinir gebilligt. Das Reichskabinett einmütig für Stresemann. Der Bericht über Thoiry. Das Reichskabinett trat am Freitag unter dem Vorsitz des Reichskanzlers Dr. Marx zu einer Sitzung zusammen, um den Bericht des Reichsaußenministers Dr. Stresemann über die Politik der deutschen Delegation in Genf entgegenzunehmen. Am Schlusse der Berotung wurde folgende amtliche Mitteilung ausgegeben: „In der unter Vorsitz des Reichskanzlers Dr. Marx abgehaltenen Sitzung des Reichskabinetts erstattete der Reichsminister des Auswärtigen Dr. Stresemann Bericht über die Tätigkeit der deutschen Delegation auf der Völkerbundversammlung in Genf. Das Kabinett stimmte der Haltung der deutschen Vertreter zu und sprach dem Reichsminister Dr. Stresemann sowie den übrigen Mitgliedern der Delegation für die geleistete Arbeit seinen besten Dank aus. Anschließend berichtete Dr. Stresemann über den Inhalt seiner Verhandlungen mit dem französischen Minister des Auswärtigen Briand zur Frage des deutsch=französischen Ausgleichs. Das Kabinett billigte einstimmig und grundsätzlich diese Verhandlungen, zu deren Weiterführung ein aus den in Betracht kommenden Ressortministern bestehender Ausschuß gebildet wurde. der dem Kabinett Bericht erstatten soll.“ Über den Verlauf dieser wichtigen Kabinettssitzung wird im einzelnen noch bekannt, daß nach Gesh,Hegen; kungsansprache durch den Kanzler an den minister Dr. Stresemann dieser einen ausführlichen Bericht über die Genfer Verhandlungen gab, in dessen Mittelpunkt seine Besprechung mit Briand in Thoiry stand. Zusammenfassend hat der Minister festgestellt, daß in Thoiry lediglich über ein allgemeines politisches Programm für die anzustrebende endgültige deutsch=französische Verständigung gesprochen worden ist. Dr. Stresemann wies auch auf die Erklärung Briands bin, daß das französische Kabinett auch nach Thoiry in seinen Entschlüssen völlig frei sei, und stellte hierzu ergänzend fest, daß selbstverständlich für die Reichsregierung die Sachlage mithin die gleiche sei. Irgendwelche bindenden Abmachungen sind demgemäß in Thoiry zwischen Stresemann und Briand nicht getroffen worden.„„ Aus dem Komplex der Einzelfragen, auf die der Minister bei seiner Berichterstattung einging, sei die Frage der Mobilisierung der Eisenbahnobligationen erwähnt. Stresemann konnte darauf hinweisen, daß bedauerlicherweise in der Öffentlichkeit von einem Kauspreis von 8 Milliarden für die Befreiung der besetzten Gebiete gesprochen worden sei und daß, wie zu erwarten war, diese Version von einer Volk läßt sich diese Eingriffe in bestehende Rechte und Zustände vorläufig noch ruhig gefallen, weil es einsieht, daß sie notwendig sind, wenn der Frank nicht abermals ins Bodenlose stürzen soll. Um so weniger werden die Franzosen danach aber uns neue Zahlungen oder Leistungen auferlegen wollen, die der kaum erreichten Stabilität der deutschen Währung den Garaus machen müßten. Dr. Sy. Reichswohnungszählung im Jahre 1927. Wieviel Wohnungsuchende gibt es in Deutschland? Der Ausschuß für Siedlungs= und Wohnungswesen des Vorläufigen Reichswirtschaftsrates behandelte den Entwurf eines Gesetzes über die Reichswohnungszählung im Jahre 1927 und die Feststellung der Zahl der Wohnungsuchenden. Der Gesetzentwurf sieht für das Jahr 1927 die Vornahme einer Wobnungszählung in allen denjenigen Geweinden des Deutschen Reiches, mit Ausnahme des Saargebietes, vor, deren Wohnbevölkerung bei der Volkszählung vom 16. Juni 1925 2000 oder mehr Einwohner betrug. Die Landesregierungen können bestimmen, daß die Zählung beim Vorliegen besonderer Verhältnisse auch auf Gemeinden mit weniger als 2000 Einwohnern erstreckt wird und in Gemeinden mit weniger als 5000 Einwohnern unterbleibt, falls sie dies nicht für erforderlich erachten. Die statistischen Aufnahmen werden von den Landesregierungen bewirkt und durchgeführt an Hand von Grundstückslisten und Wohnungskarten, die von den Grundstückseigentümern oder deren Vertretern auszufüllen sind. Ferner sieht der Entwurf eine Ermächtigung des Reichsarbeitsministers vor. über die Anlage und Führung gewissen Pariser Presse willig übernommen worden sei. Der Minister vertrat unter Zustimmung des Kabinetts in dieser Frage die Auffassung, daß die Zahlenfrage lediglich eine Sachverständigenfrage ist, die sehr eingehender Ressortberatungen und Besprechungen zwischen den Kabinetten bedarf. Die in die Debatte geworfene Summe von 8 Milliarden Mark kann, das stellte Stresemann ausdrück. lich fest, selbstverständlich niemals in Frage kommen, eine Mehrbelastung des Reiches über die DawesLasten hinaus wird niemals zu akzeptieren sein. Alle Vereinbarungen über eine Mobilisierung eines Teiles der Eisenbahnobligationen können nur in einem Rahmen gehalten sein, der für Deutschland praktisch keine finanzielle Mehrbelastung seiner Reparationsverpflichtungen nach sich dieh.„ gentun urt Se Am Schluß der Kabinettssitzung nahm Reichskanzler Marx noch einmal Gelegenheit, dem Außenminister namens der Reichsregierung für seine Bemühungen um die weitere Entspannung der deutsch=französischen Beziehungen, die die endgültige Befreiung der deutschen Grenzgebiete im Westen bringen soll, herzlichst zu danken. Im übrigen hat das Reichskabinett den Außenminister mit der Fortführung der in Genf und Thoiry eingeleiteten Verhandlungen betraut. Ihm werden noch der Reichsminister der Finanzen und der Reichswirtschaftsminister in den kommenden Verhandlungen in den Fragen zur Seite stehen, die in das Gebiet dieser Ministerien fallen. Hindenburgs Dank an Siresemann. Über den Vortrag, den Reichsaußenminister Dr. Stresemann kurz nach seiner Ankunft aus Genf dem Reichspräsidenten gehalten hat, wird folgende offiziöse Meldung verbreitet: Der Reichspräsident empfing den Reichsminister Dr. Stresemann zum Bericht über die Genfer Verhandlungen. Nach dem etwa einstündigen Vortrag dankte der Reichspräsident dem Reichsminister Dr. Stresemann für seine mühevolle Arbeit und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die jetzt angeknüpften Verhandlungen zur Lösung der noch schwebenden schwierigen Fragen und zur baldigen Befretung des Rheinlandes und des Saargebietes führen möchten. Eine Mitteilung an den französischen Geschäststräger Berlin. Von der einmütigen Zustimmung des Reichskabinetts zur Fortsetzung der deutsch=französischen Verhandlungen ist dem französischen Geschäftsträger in Berlin Mitteilung gemacht worden. Die Angelegenheit ist damit in die Bahn diplomatischer Erledigung geleitet worden. Die Einberufung des Auswärtigen Ausschusses des Reichstages kommt erst in Betracht, wenn die deutsche Delegation vollzählig aus Genf zurückgekehrt ist. von Verzeichnissen der Wohnungsuchenden (Wohnungslisten, Wohnungskarteien) in den Gemeindebehörden, insbesondere über die Voraussetzungen der Eintragung und über deren Geltungsdauer Vorschritten zu erlassen. Der Ausschuß stimmte dem Grundgedanken des Gesetzes, soweit er die Wohnungszählung behandelt, einmütig zu. Jedoch war man der Ansicht, daß sich die Zählung auf alle Wohnungen erstrecken müsse, und beschloß daher mit allen gegen eine Stimme, die einschränkenden Zusätze zu streichen. Ein Antrag, die Bestimmung über Anlegung von Listen der Wohnung. suchenden zu Kreichen, wurde mit 6 gegen 10 Stimmen abgelehnt. Dem Gesetzentwurf wurde sodann gegen eine Stimme zugestimmt. Für die Beratung des Fragebogens, der der Zählung zugrunde gelegt werden soll, wurde ein Arbeitsausschutz eingesetzt.— Aus dem Tornadogebiet. Die Aufräumungsarbeiten in vollem Gange. Die Bevölkerung von Südflorida hat sich mit großer Energie an die Aufräumungsarbeiten gemacht. Weiße und Neger bildeten Arbeitsgruppen und säuberten innerhalb 48 Stunden die Straßen von den Trümmern, um den Hilfstransporten die Wege freizumachen. Der Kriegszustand, der erklärt worden war, um eine Überfüllung der Straßen und Hotels zu vermeiden, ist tatsächlich nirgends in die Erscheinung getreten. In Palmbeach sind 600 völlig mittel= und obdachtofe Menschen aus Miami eingetroffen, die auf Staats kosten zu Freunden und Verwandten nach dem Norden gebracht werden sollen. Die Versicherungsgesellschaften bereiten die Schadensersatzzahlungen vor, so daß man hofft. daß bei Beginn der Wintersaison Anfang Januai der Wiederaufbau zum größten Teil beendet und von der Zerstörung nichts mehr zu sehen sein wird. In Encarnacion(Paraguay) sind durch den sturm 84 Ziegelhäuser und Hunderte von Holzhäusern zerstört und Lastkraftwagen ins Wasser gestürzt worden. Bisher wurden 126 Tote geborgen. Die Zahl der Verletzten geht in die Hunderte. Feinnotlicher Pe! Merkblatt für den 26. und 2. Sepiember. Sonnenaufgang 5“(5•) Mondaufgang 8“ N.( 9“ N.) Sonnenuntergang 5“(5) Mondunterg, 11“ V.(12“ N.) „ JX.September. 1815 Abschlutz der Heiligen Allanz — 1914 Die Türken sperren die Dardanellen.— 1923 Aufgabe des passiven Widerstandes im Ruhrgebiet. 27. September. 1914 Der Heidedichter Hermann Löns vor Reims gefallen.— 1921 Der Komponist Engelbert Humverdinck gest. Ein Blick zum Die Wunder der Sternenwelt. jetzt in der Nacht, sagen wir um drei Uhr— man braucht beshalb nicht unsolide zu sein— auf einen freien Hof oder Platz gelangt, der wird überrascht eine Mloße Veranderung am Himmel erblicken. Bisher waren nur die großen Planeten Jupiter und Saturn die auffallendsten Erscheinungen, dazu die Venus in den Resreszsherdenz und der Mars, der wieder in Erdnähe der prachtpassestrahlt am Südhimmel mit einem Male unser### dur Orion, die imposanteste Sterngruppe G####s Frmaments. Jeder kennt ihn: die drei in einer Reihe bicht beieinanderstehenden Sterne erster Größe, die, max den Hürtel des Orion oder auch den Jakobsstab anderes. Das ein prachtvolles Dreieck und darunter ein nach mehr. und die Hauptsterne; es gehören natürlich ## dazu.„Daß wir das wunderbare Sternbild, in dus man unwiuturlich eine menschliche Figur hineindichtet, ietzt sehen, bedeutet, daß der Winter herannaht. ### nun an geht der Orion jede Nacht früher auf und igr mmer hoher bis zum Frühjahr, wo er wieder unter ven Horizont taucht. Ein handgreifliches Zeichen der Schiefe unserer Erdachse oder der Ekliptik, was auf dasherauskommt. Verlängert man die Linie der drei terne nach links unten, so trifft man in etwa fünffachem Rostand auf den Sirius, den größten Fixstern, den wir sehen. Und nach rechts vervollständigt der AlBleiaden Sterngruppen der Hyaden und der eejaben das Bild. Der Sommerhimmel kann dagegen nicht aufkommen. Was aber den Orion uns noch wertmacht, das ist die Tatsache, daß er uns wirklich Diese Sterne erscheinen uns nicht nur zufällig als ein zusammengehöriges Bild, sondern sie bilden auch eine Gruppe, und noch andere Sterne gehören dazu. Höchstwahrscheinlich ist auch unsere Sonne ein wenn auch bescheidenes Glied dieser Familie. Und wir selbst auf unserer kleinen Erde kreisen mit diesen Riesensonnen zusammen um einen gemeinsamen, unbeder wieder von größeren Gewalten abhängig ist. Die Astronomen mit ihren feinen Instrumenten haben die Veränderungen messen können, die in der Sterne vor sich gehen, wenn auch das Auge der Menschen seit Jahrtausenden dasselbe Bild sieht. Der Orion kommt schon im Homer vor. Nach vierzigtausend Jahren wird der mittlere Stern des Gürtels dicht un den rechten herangerückt sein. Ob dann noch Menschen auf der Erde leben werden? M. □ Das Wetter der Woche. Die letzten Sommertage verliefen erwartungsgemäß ziemlich günstig. Das Hochdruckdas über Mitteleuropa lag, zerfiel zwar schon in den ersten Tagen der Woche, doch machten sich die von der Nordsee ostwärts strebenden Tiefdruckwirbel zunächst nicht allzusehr bemerkbar. Wohl nahm die Bewölkung vorstärker zu, doch blieb es, abgesehen von lokalen Niederschlägen, vorwiegend trocken. Erst am Donnerstag und Freitag wurden stärkere Niederschläge gemeldet. Temperaturen nahmen im Laufe der Woche weiterhin erheblich ab. In den Morgenstunden lagen sie vielfach nur wenige Grade über dem Gefrierpunkt. In den Mittelgebirgen verstärkten sich die Nachtfröste. Am Freitag zeigte es sich, daß das Hochdruckgebiet, das nach Südwesten zurückgedrängt war, wieder stärkeren Einfluß bekommen hatte. Bei Drehung der Winde nach Nordwes trat eine neue Aufklärung ein, die auch in den nächsten Tagen bei weiter fortschreitender Abkühlung anhalten = Ol aus Tabaksamen. Der Tabak hat neuerdings eine Verwendung gefunden, die geeignet ist, ihm außer dem Vorzug eines vielbegehrten Genußmittels den einer wertvollen Nutzpflanze zu sichern. Die Tabakpflanzer im Bezirk Tirnowa in Bulgarien haben in den letzten Sommern Versuche gemacht, aus dem Tabaksamen Ol zu. gewinnen, das im Haushalt Verwendung finden könnte. Viese Versuche hatten insofern einen großen Erfolg, als man aus dem Samen Öl gewonnen hat, das nicht nur einen hohen Nährwert, sondern auch einen feinen Geschchmack besitzt und dem Olivenöl gleichwertig sein soll. Auf Grund dieser durchaus günstig ausgefallenen Versuche hat sich in Bulgarien eine Industriegesellschaft gebildet, die mit allen Tabakbauern Verträge abgeschlossen hat, um sich den zur Aussaat nicht verwendbaren überschüssigen Samen der Tabakpflanze zur Olgewinnung zu sichern. = Die Männer sollen bunt werden. Im Rathaus von Holborn tagte der Verband der englischen Herrenschneider und James Weddell aus Manchester hielt als Vorsitzender des Verbandes eine treffliche Rede. Natürlich war diese Rede ein begeistertes Lob auf die englische Herrenmode, die die ganze Welt beherrsche, wie England schon das Weltmeer beherrscht. Mit einem aber war James Weddell nicht zufrieden: die Herrenmode ist ihm nicht bunt genug. Mit großer Entschiedenheit wandte er gegen die veraltete Ansicht, daß lebhafte Farben für Männer ein Zeichen der Verweichlichung und Verweiblichung seien. Die Männerkleidung sei öde und langweilig. Das muß wieder anders werden und die englischen Schneider werden die Revolution schon machen. .. ihr schöpferisches Genie den Schnitt der Hosen und noce bestimmt, so wird es fortan auch den Farbenton bestimmen, und kommen wird der Tag, an dem ein Mann in Rosarot oder in Giftgrün eine ganz banale Erscheinung sein wird. Lirrstringer Badekur. Die letzte Rummer der Kurund Bavrzeilung(Nr. 41) für die Saison 1926 erscheint morgigen Sonntag. Gleichzeitig schließt die Kurliste erreichte bis 22. September die Zahl von den in der Hiesjährigen der vorgehoben wurde, wurSaison die Zahlen des Vorjahres bis 24. September 11 s Pache...„ 478 Kurgäste gemeldet. Man hat caltmitsen gang jediglich den schlechten wirtschaftlichen Verhaunisen zuzuschreiben. Es ist eine allgemeine Erscheinung dieses Jahres gewesen, daß alle Badeorte und Luftkurorte einen teils noch weit erheblicheren Rückgang ihrer zu verleihen hatten. Wenn dabei noch bedag auch der allgemeine Fremdenverkehr in Deutschland Jowohi„wie auch in der Schweiz, Tirol, Italien usw. gegen das Vorjahr ganz erheblich zurückgeist, was ebenfalls in der Hauptsache auf die schlechte Wirtscha#tslage zurückzuführen ist, so liegt keinerlei Grund vor von einem Rückgang des Badelebens zu sprechen. Im Gegenteil darf man wohl sagen, daß in Berücksichtigung der Gesamtlage unserer Wirtschaft mit der überaus großen Arbeitslosigkeit die Saison 1926 noch recht zufriedenstellend verlaufen ist, zumal ja bekanntlich auch das Wetter wäh1e. S ganzen Monate hindurch recht trostlos gewesen ist. Jevenfalls haben die vielen Neuerungen und Vervollkommnungen des Badebetriebes, die hochmodernen Anlagen, wie sie das Arminiusbad und das Kaiser=Karls=Bad geschaffen haben im guten Sinne für Bad Lippspringe geworben und es ist auch mit Sicherheit zu erwarten, daß Bad Lippspringe neben allen anderen auch durch die Werbekraft, die diesen neuen Einrichtungen inne wohnt, mit zu dem weiteren Aufschwung des Bades beitragen werden und sich als die besten Helfer für Bad und Kurgäste erweisen werden. e Schweres Autounglück bei Delbrück. ..##( Delbrück, 25. Sept. Das den Kaufleuten Wilheim Lohmann und Witwe Eberhard Großekathöfer in Delbrück gemeinschaftlich gehörende Auto, welches fabrikneu ist und erst seit einigen Tagen gefahren wird, brachte die Insassen Freitagmorgen kurz vor 8 Uhr in Gefahr tödlich zu verunglücken. Die Kinder der genannren Familien sollten wie auch in den letzten Tagen zur Schule nach Paderborn gefahren werden. Beim Nehmen der scharfen Kurve kurz vor der Lippebrücke in Sande(Sander Kruä) löste sich das linke Hinterrad vom Wagen. Durch das glötzliche und harte Aufschlagen des Wagenhinterteils auf die Straße und der dadurch entstehenden Panik unter den Insassen verwirrt, verlor der Führer auch infolge Versagens der Steuerung die Gewalt über den Wagen. Mit 3 Rädern noch sauste das Auto ca. 15 Meter weiter und stieß gegen einen Lindenbaum. Der Führer des Kraftwagens und Pächter der Lohmann'schen„Sudmühle", Liborius Hagendorff, flog derart mit dem Kopfe gegen die Schutzscheibe, daß diese vollständig zertrümmert wurde, fiel aber im gleichen Moment wieder zurück, um seitwärts aus dem Wagen geschleudert zu werden, wo er mit den Beinen nöch im Auto hängend, auf der Straße besinnungslos liegen blieb. Der neben ihm sitzende 12jährige Heini Großekathöfer wurde ebenfalls schwer verletzt aufgefunden. Die übrigen Insassen des Autos, die 14= und 10jährigen Geschwister Anni und Eberhard Lohmann sowie die 13jährige Schülerin Maria Großekathöfer, haben nur leichtere Verletzungen erlitten. Der in der Nähe der Unfallstelle mit Regulierungsarbeiten am Abflußgraben beschästigte Eduard Mertens aus Sande hörte die Hilferufe. Sofort alarmierte er Mitglieder der Sander Sanitätskolonne und die herbeieilenden Sanitäter Kaufmann und Organist Heinrich Remm und Schneidermeister Franz Schäfers nahmen sich der Schwerverletzten an und schafften sie in das Günter'sche Haus. Mittlerweile war der gerufene Arzt Dr. Gockel=Delbrück schon zur Stelle, der den Verunglückten die ersten Notverbände anlegte. Das herbeigerufene Sanitätsauto aus Paderborn brachte die Verletzten nach Delbrück. Wegen der Schwere des unter anderen Verletzungen erlittenen Oberschenkelbruchs ordnete Hr. Dr. Gockel die sofortige Ueberführung des Heini Großekathöfer in ein Paderborner Krankenhaus an. Ob die durch den Stoß mit dem Oberkörper gegen die Steuerung, die auch halb durchbrochen ist, verursachten innere Verletzungen des Wagenführers, der inzwischen das Bewußtsein wieder erlangt hat, lebensgefährlich sind, steht noch nicht fest. Das Auto, es handelt sich um einen wie erwähnt erst vor einigen Tagen von der Fabrik(Opel) gelieferten Wagen, wurde stark beschädigt. Den Autolenker soll keine Schuld treffen und die Unglückskurve auch in nicht schnellem Tempo genommen haben. Ob etwa ein Konstruktionsfehler das Loslösen des einen Rades verursacht hat, wird die Untersuchung ergeben. Rochmals die Streichung der 0 Jüge 37/38 Wiedereinlegung im nächsten Sommerfahrplan. fand gestern eine Sitzung des Landeseisenbahnrates statt in der ebenfalls gegen die Streibeiden Nachtschnellzüge 37 und 38 lebhaft protestiert wurde. Große Befriedigung wird auch bei uns die dabei seitens des Vertreters gegebene Zusicherung erR unb 35 wichen Sm a an die D=Züge beibehalten werden könnken. „lieber den Verlauf der Konserenz lesen wir im Han. der Rachtsd=3har senbahnverwaltung geplante Ausfall 37 und 38 Berlin—Rheinland über Hildesheim führte in der im Sitzungssaal der Handelskamzu einer lebhaften Erörterung. schaftskreise und Gemeinden— in Fragen kommen in erster Linie Braunschweig, Hildesheim, Hameln und Pyrmont— , daß der Schnellzugverkehr auf der Strecke über Sichtäisar Haxreln im Lause der Jahre immer mehr be„. igt worven ist und daß nunmehr auch noch das Nacht=D=Zugpaar wegfallen soll, während auf der Nordlinie über Stendal—Hannover vier Nachtschnellzugpaare auch weiterhin verkehren und die Südlinie über Holzminden=Kreiensen im Winterfahrplan sogar ein neues D=Zug=Verbindungspaar Altenbeken=Kreiensen erhält. sprache wie Folgt Stellung: na0 eingehender Aus1. Die Reichsbahnverwaltung wird gebeten, auf Verbesserung des Schnellzugverkehrs über Hildesheim—Hameln ihr wohl den zzugenm zu richten und auf dieser Strecke so####### verkehr mit dem Rheinland wie mit Holland zu forvern.— Die Beibehaltung des D=Zugpaares 37 und 38 auch im kommenden Winter ist im Interesse der betreffergu. Landesteile ebenso dringend geboten wie eine und 88 tscheunigung der D=Züge 31 und 32 und 37 den Auskaf die Bezirke Hameln und Phrmont, die durch des D=Zugpaares 37 und 38 besonders geschädigt würden, soll Wiedereinlegung der Eilzüge 61 und 62 Hannover=Altenbeken und Schaffung einer anderweitigex. Frühpostverbindung von Berlin her als Ersatz gewährt Von Verwaltungsseite wurde betont, daß nur die Finanzlage zu dem unliebsamen Ausfall der D=Züge an wärden die Zuag's vom kommenden Sommerfahrplan an wurden di Zugr L 37 und 38 wieder eingelegt und dann hoffentlich dauernd beibehalten werden können. te, daß auf Sicherster) oberpostdirektion Hannover erklürHameln.—Pyrmont Bedache der Srühpostverbindung nach Ganein-Phement Bebacht genommen würde. Ros#basn: Bückeburg, Hameln i. W. und Detmold rehensen 18. Inf.=Regt. ernannt. Am 26. September 1872 Grunewald bei Berlin geboren, wurde er am 18, November 1893 Leutnant im 2. Garde=Regiment war. Er wurdemegere Jahre Bataillonsadzutant Januar 1903 zum Oberleutnang tur des Truppenübungsplatzes Dirtaue de dommandanJanuar 1909 wurde er zum Haupe.. wurde er zum Gauptmann und Kompagnie= chef befördert und im Jahre 1913 in gleicher Eigenschaft in. das„Garde=Grenadier=Regiment Nr. 5 in Spandau ver###„ wurde als Major schwer verwundet und erwarb — u. u. den Orden pour le merite, das Ritterkreuz des Zohsnsollernschen Hausordens und das Eiserne Kreuz 1. d#### erst von Rundstedt, der bisherige Komman##### oes Regiments, wurde zum Chef des Stabes des Gruppenkommandos 2 in Kassel ernannt. (=) Zur Gesolei. Wie die Ausstellung zieht, ergibt sich daraus, daß auch der Sonderzug am nächsten Sonn— ausverkauft, ist.„Die Reichsbahndirektion läßt daher am nachstfolgenden Sonntag(3. Oktober) einen weiteren sehren. Siebe Rnzeige,id Paderborn=Düsseldorf verHaderbonnen Shadteinench vom 25. September 1926. Stadtverordnetensitzung Freitag, den 1. Oktober 1926, nachmittags 6 Uhr. Tagesordnung: 1. Freistellung der Wohnungsneubauten von der städt. Grundvermögenssteuer. 2. Kanalisierung des Grabens an der Kilianstraße. 3. Erneuerung des Bürgersteiges an der Bahnhofstraße. 4. Winterbeihilfen für Minderbemittelte. 5. Mehrausgaben für die Volksschulen. Die Oktobersitzung der Stadtverordneten wird ausnahmsweise schon am ersten Freitag im Oktober also nächste Woche stattfinden, weil die Tagung des Westsälischen Städtetages in der zweiten Oktoberwoche fällt. * :: Ein überaus großes Leichengefolge, wie es in dieser Art bei uns nur selten vorkommt, gab gestern den sterblichen Ueberresten des am 21. ds. Mts. plötzlich aus dem Leben geschiedenen Geheimen Studienrats, Prof. Anton Balkenhol das letzte Geleite nach dem Ostfriedhofe. Den langen Leichenzug eröffneten die klassenweise geordneten Schüler des Gymnasiums mit der Gymnasialfahne, dann folgten viele wertvolle Kranzspenden mit denen auch der Leichenwagen reich bedacht war. Hinter dem Sarge schritten die Angehörigen, ihnen folgten Leidtragende aus den ersten unserer Bürgerschaft, voran die beiden Hochw. Herrn Bischöfe. Weiter sahen wir im Zuge die Leyrkörper des Gymnasiums und der Oberrealschule, die Vertreter des Domkapitels, der Akademie, der städtischen Körperschaften, des Franziskanerklosters, viele Geistliche, sowie eine lange Reihe sonstiger angesehener Bürger. Am Grabe des Entschlafenen, das in unmittelbarer Nähe der Kapelle liegt, sang der Gymnasialchor dem alten Lehrer und Erzieher zum Abschiede den Bußpsalm„Miserere mei“. Die ganze Trauerkungebung legte Zeugnis davon ab, welch großer Beliebtheit und allgemeinen Ansehens der Heimgegangene sich erfreute. Möge er ruhen in Frieden! #.### Der neue Kommandeur des 18. Juf.=Regts. Oberst Frriherr Wolfer von Schleinitz, Kommandant des Truppenplatzes Arys, wurde zum Kommandeur des in Münster Teir##Des Rathaus. Nachdem wie gemeldet der unterste Rathauses, der Ratskellei einer gründlichen Renovierung unterzogen worden ist, ist jetzt auch die Spitze des Rathauses, das Dach, erneuert. Auch diese Arbeit war notwendig, wenn der althistorische Bau ordnungsvoll erhalten bleiben soll. Die ganze Südseite des Rathauses eine neue Schieferbedachung erhalten, eine Arbeit die er##der Bedachungsfirma W. Leben, Nachfolger, ausgefuhrt und jetzt beendigt worden ist. Bei dieser GeSam u sei erwähnt, daß die genannte Firma auch bei #und der großen Renovierung des Rathauses ausführte. Dia 3 25rHachungnd9 Schieferbedachung " Die Ueberbachung der Rathausglocken präsentiert sich evenfälls in einem neuen und sehr schmucken wande. Beim Glockenstuhl, wurde der Anstrich erneuert und (allt jetzt viel mehr in die Augen wie das früher der Fall Glockenstuhl hat ferner durch die Firma„Fritz Kösters eine Kupferbedeckung erhalten. Es ist nur zu esemthger ge Matistrat darauf bedacht bleibt den und historischen Rathausbau im guten Zuerhatten und auch alles zur Verschönerung dieses L„Schmucklustchens unserer Paderstadt tut. )( Bühnenvolksbund. Wie wir bekannt gegeben, komam nächsten Montag und Dienstag die berühmten „Jwowski=Puppenspiele“ hierher. Höchste künstlerische VolkSpPazg, fich sen Findheit di so erreicht, daß der gostlichsten Kindheit kein Abbruch geschieht. Diese Spiele sind ein, auf ein erhohtes Niveau gehobenes Kasperle=Theater, Marchenspiel und der gelungene Versuch, das Kunstdrama im Puppenspiel zu übersetzen, in einem. Musik und eine vollendete Bühnenausstattung, die selbst den verWohllesten Theateransprüchen genügt, steigern den Erfolg # zur, Erreichung höchster dramatischer Wirkungen. Das auch di# gganz gewiß nicht nur für Kinder, es vermag nuch die erwachsenen zu begeistern und sie in die glücklichsten Augenblicke ihrer Kindheit zu entführen. Tiefes Mitempfinden und herzliches Lachen löst die Spannung bei Kindern und Erwachsenen aus, sodaß Iwowskis Puppenspiele bei groß und klein mit Scherz und Ernst sich immer wieder Freunde erringen und alle unwiderstehlich in ihren Bann zwingen. Montag, den 27. September, sind im Bürgerverein um 3 und 5 Uhr Vorstellungen für Kinder, Dienstag 4 Uhr ebenfalls, abends 8 Uhr für Erwachsene. vorverzauf bei Junfermann. Lrwachtene, ::, Rädchen=Pflicht=Berufschule. Es wird noch einmal chen=Pricht=Herasschase d Aumeldungen für die Mädam Montag„den 27., Dienstag den und Mittwoch, den 29. September erfolgen müssen. # unmeldungen werden entgegengenommen im Schulgebaube, Schutzenweg 4, Zimmer Nr. 19. ) Der Lichtspielpalast zeigt in einer Sondervorstellung Sonntagvormittag 11.15 Uhr den Film„Im weißen ####Die Eintrittspreise zu dieser Vorstellung sind um dir Gulsc ermäßigt. Da der Film sehenswert ist und Eiek, Punzeiggit sich bringt, ist der Besuch zu empfehlen. am * Züge 37/38 imerfabrplag. Sitzung des Lans gegen die Streind 38 lebhaft provird auch bei uns e Zusicherung erplan an die D=Züge hoffentlich dauernd lesen wir im Han. geplante Ausfall kheinland über HilI der Handelskamsenbahnrats=Sitzung rates Dr. Finkenbetroffenen Wirtn kommen in erster i und Pyrmont— der Strecke über ie immer mehr beihr auch noch das während auf der er Nachtschnellzugdie Südlinie über n sogar ein neues ensen erhält. eingehender Ausebeten, auf Verbessheim—Hameln ihr f dieser Strecke sowie mit Holland D=Zugpaares 37 im Interesse der geboten wie eine und 32 und 37 yrmont, die durch 38 besonders ger Eilzüge 61 und einer anderweials Ersatz gewährt betont, daß nur sfall der D=Züge Sommerfahrplan der eingelegt und rden können. Hannover erklärstverbindung nach ürde. W. und Detmold September 1872 boren, wurde er Garde=Regiment ataillonsadjutant um Oberleutnang der Kommandanrnannt. Am 27. und Kompagnie= eicher Eigenschaft in Spandau verndet und erwarb Ritterkreuz des Eiserne Kreuz 1. sherige Kommandes Stabes des ng zieht, ergibtt nächsten Sonntion läßt daher einen weiteren i=Düsseldorf verldet der unterste iner gründlichen st auch die Spitze ich diese Arbeit au ordnungsvoll des Rathauses eine Arbeit die Nachfolger, ausBei dieser GeFirma auch bei des Rathauses schieferbedachung sglocken präsenir schmucken Gech erneuert und früher der Fall die Firma„Fritz Es ist nur zu acht bleibt den im guten Zuhönerung dieses t gegeben, komdie berühmten nstlerische Volkso erreicht, daß ht. Diese Spiele Kasperle=Theaich, das Kunsteinem. Musik selbst den verrn den Erfolg zirkungen. Das er, es vermag in die glücklichn. Tiefes MitSpannung bei wskis Puppenenst sich immer ehlich in ihren nber, sind im en für Kinder, ir Erwachsene. d noch einmal für die MädDienstag den olgen mussen. im Schulgedervorstellung „Im weißen lung sind um wert ist und i emyiehlen. Westfalen=Lippefahrt durch Paderborn. Der morgige Sonntagvormittag wird schon zeitig im Zeichen starken Autoverkehrs stehen. Es findet eine von dem Gau 5(Westfalen=Lippe) veranstaltete Zuverlässigkeitsfahrt mit Detmold als Start und Ziel statt die über Paderborn Scherfede, Brilon, Meschede, Arnsberg, Hamm, Münster Bielefeld nach Detmold zurück führen wird. Da der Start um 6 Uhr stattfindet werden nicht lange darauf die ersten Wagen auf der Durchfahrt hier eintreffen. Aus Nahund Fern. )e( Höxter, 25. Sept. Umwandlung des Gymnasiums. Unser Gymnasium war früher ein humanistisches. Nach langen Beratungen, nach langem Hin und Her entschlossen sich das Kuratorium, die Lehrerschaft und der Elternbeirat für ein Reform=Realgymnasium, das nicht mit Französisch, sondern mit Englisch in der Sexta begann. Gleichzeitig wurde das Griechische nicht mehr neu genommen, aber in den vorhandenen Klassen weitergeführt, so daß jetzt am Gymnasium drei Arten des Studiums vorhanden sind. Die Unterstufe des Gymnasiums: Sexta, Quinta und Quarta sind Reform=Realgymnasium, die Mittelstufe: Untertertia, Obertertia und Untersekunda sind Realgymnasium(weil das Griechische dort jetzt fehlt) und die Oberstuse: Obersekunda, Unterprima und Oberprima haben noch humanistischen Charakter. Die wenigen Jahre nach der Umwandlung haben nun ergeben, daß die jetzige Form auch nicht allen Ansprüchen genügt. Von auswärts zuziehende Gymnasiasten konnten in Höxter nicht gut, mancher garnicht untergebracht werden, weil die Systeme nicht zueinander gehörten. Nach auswärts ziehende Gymnasiasten hatten manchmal am neuen Orte Schwierigkeiten. Das Studium war für zukünftige Theologen erschwert. Die Rektoratschule in Brakel hatte sich nicht umgewandelt, gehörte also nicht mehr zum Gymnasium inbezug auf den Uebergang der Schüler. Alle diese und ähnliche Gründe legten den Gedanken nahe, wenn auch nicht mehr zum früheren humanistischen Gymnasium zurückzukehren, so doch die Umwandlung in ein Realgymnasium alten Stils vorzunehmen, das also Latein von Sexta bis Prima hat, ferner die beiden Neusprachen Englisch und Französisch und in dem bei Bedarf Griechisch fakultativ gegeben werden kann. Auf diese Weise könnte allen Anspruchen genügt werden, alle Berufe könnten so berücksichtigt werden. Zunächst die maßgebenden Körperschaften der Stadt Höxter: Lehrerkollegium und Elternbeirat haben sich bereits mit dieser Frage befaßt und sind zu dem einstimmigen Ergebnis gekommen, beim Ministerium die Umwandlung des Gymnasiums in ein Realgymnasium alten Stils zu Ostern 1927 zu beantragen.(Höxtersche Zeitung.) Vermischtes O Paratyphus im Schwarzwald. In dem Amtsbezirk Waldshut im Schwarzwald ist in einer ganzen Reihe von Ortschaften behördlicherseits der Paratyphus einwandfrei festgestellt worden. Es sind bisher Ortschaften von acht Gemeinden des Bezirks betroffen. Da die Krankheit epidemischen Charakter anzunehmen droht, sind vom Bezirksamt Waldshut Richtlinien zum Schutz der Einwohner bekanntgegeben worden, namentlich bezüglich der Behandlung von Nahrungsmitteln. Ferner wird eindringlich vor dem Besuch von Typhuskranken gewarnt. O Zugzusammenstoß in Frankreich. Ein schweres Eisenbahnunglück ereignete sich in der Nähe von Paris. Der Schnellzug von Lyon stieß in der Nähe der Station Vulaines sur Seine mit einem Personenzug zusammen. Ein Kommuniqué der Eisenbahnverwaltung besagt, daß die Zahl der Toten sechs und die der Verwundeten etwa dreißig beträgt, doch befürchtet man, daß diese Zahlen noch höher sind. Die Ursache des Zusammenstoßes ist nicht bekannt. O Ein Versicherungsdirektor nach Unterschlagungen geflüchtet. Der 44jährige Direktor des Allianz=Versicherungskonzerns in Karlsruhe namens Schifferer, der vor Jahresfrist als Direktor des Konzerns nach Karlsruhe gekommen ist, ist nach Unterschlagung von 75000 Mark flüchtig geworden. Schifferer hat einen großen Teil der Gelder durch verfehlte Börsenspekulationen verloren und durch übertriebenen persönlichen Aufwand verbraucht. Gegen ihn ist ein Haftbefehl erlassen worden. Außerdem wurden mehrere dem Direktor unterstellte Angestellte des Konzerns wegen stillschweigender Duldung fristlos entlassen. Buunte Tggeschronft. München. Im Münchener Justizpalast stürzte sich ein Mann aus Gram über einen verlorenen Prozeß vom 3. Stock in den Lichthof und war sofort tot. Bruchsal. Ein Lastauto, auf dem sich zehn Frauen befanden, wurde von einem Zug am Bahnübergang bei UnterOwisheim erfaßt. Bei dem Unfall wurden zwei Frauen getötet und drei schwer verletzt. Der Chauffeur soll das Signal des Zuges überhört haben. Prag. Im Bezirk Teplitz, vorwiegend in Bensen, sind über 50 Typhusfälle gemeldet worden. London. Reuter meldet aus Tanger: Die erste Gruppe deutscher Touristen, die seit dem Kriege Erlaubnis erhalten haben, in Tanger zu landen, ist hier eingetroffen. Singapore. Zollbeamte haben große Mengen geschmugselten Opiums im Werte von 80 000 Dollar in den Kohlensunkern des aus Amoy hier eingetroffenen Dampfers„Kwantung" beschlagnahmt. Tokio. Wie aus Osaka gemeldet wird, ist der Expreßzug Schimonoseki—Tokio entgleist. 28 Personen wurden getötet, 50 verletzt. Rom. Papst Pius XI. will seinen Erholungsurlaub dazu benutzen, um an Hand früherer Aufzeichnungen seine Memoiren zu schreiben. Sie werden in Kürze unter dem bürgerlichen Namen des Papstes, Achille Ratti, erscheinen. Kalkutta. In Attock im Pandschab sind infolge von Uberschwemmungen zehn Personen ums Leben gekommen. In den mittleren Provinzen wurde der Eisenbahnverkehr infolge des Einsturzes verschiedener Brücken gestört. Aus dem Gerichtssaal. s Eine Räuberbande vor Gericht. Ein umfangreicher Bandendiebstahlsprozeß wird sich in der nächsten Zeit vor dem Erweiterten Schöffengericht in Hindenburg abspielen. Angeklagt sind 15 Personen, Männer und Frauen aus Hindenburg und Umgegend, denen etwa 20 Einbrüche in den Jahren 1924 bis 1925 zur Last gelegt werden. An der Spitze der Bande stand ein 25 jähriger Arbeiter und ehemaliger Fürsorgezögling, der als einer der gemeingefährlichsten Verbrecher Oberschlesiens gilt. Die Einbrüche wurden unter besonders tatkräftiger Mithilfe der der Bande angehörenden fünf Frauen ausgeführt, von denen eine bei den Raubzügen stets Männerkleidung trug. S Sc Die Arbeiten des Enqueteausschusses. Berlin. Der Landwirtschaftliche Unterausschuß des großen Enqueteausschusses setzte unter dem Vorsitz des Reichsministers außer Dienst Schiele seine Arbeiten fort. Es wurde mitgeteilt. daß ein Sonderausschuß die gesamten Buchstellen der Landwirtschaftskammer des Reichslandbundes sowie die privaten Buchstellen zur Bestandsanmeldung für die ihnen angeschlossenen Betriebe aufgefordert habe. Es seien von insgesamt 10000 Betrieben etwa 6000—7000 Bestandsanmeldungen eingegangen. Der Ausschuß beschloß, eine Reihe von Sachverständigen und wissenschaftlichen Mitarbeitern heranzuziehen. Die Kommunisten fordern Einberufung des Reichstages. Berlin. Die kommunistische Reichstagsfraktion fordert in einem Schreiben an das Präsidium des Reichstages zur Besprechung der Fürstenfrage, der Noi der Erwerbslosen, der außenpolitischen Ereignisse in Genf und der innerpolitischen Situation den sofortigen Zusammentritt des Reichstages und des Auswärtigen Ausschusses. Verurteilung wegen Hochverrats und Sprengstoffverbrechens. Leipzig. Vor dem Vierten Strassenat des Reichsgerichtes in Leipzig hatte sich der Dreher Wilhelm Düske aus München wegen Beihilse zum Hochverrat und Svrengstoffverbrechens zu verantworten. Düske soll in den Jahren 1923 und 1924 militärischer Leiter der K. P. D. von Sudbayern gewesen sein. desgleichen soll er Kenntnis von großen Mengen Sprengstoff, Handgranaten, Pistolen und anderen Waffen gehabt haben. Düske bestritt das. Er sei im Jahre 1923 überhaupt nicht mehr Mitglied der K. P. D. gewesen. Der Reichsanwalt beantragte gegen ihn drei Jahre Gefängnis. Das Gericht verurteilte Düske zu einem Jahre und drei Monaten Gefängnis und 150 Mark Geldstrafe. Fünf Monate Gefängnis und die Geldstrase gelten als durch die Untersuchungshaft verbüßt. Notstandsbeihilse für die österreichischen Bundesangestellten. Wien. Der Nationalrat nahm den Gesetzentwurf betrefsend die Zuwendung einer Notstandsunterstützung in Höhe eines halben Monatsgehaltes an die Bundesantellten in zweiter und dritter Lesung an unter Ablehnung sozialdemokratischen Anträge auf Einbeziehung der Staatsarbeiter und verwandter Kategorien. Schwerer Flugzeugunfall. Prag. Auf dem Flugplatz in Gbel stießen beim Start zwei Flugzeuge, und zwar eins der jugoslawischen Rundflugflugzeuge, das eben nach Warschau aufsteigen wollte, und ein tschechisches zusammen. Beide Flugzeuge wurden völlig zertrümmert. Von der Besatzung des jugoslawischen Flugzeuges wurden der Pilot, der Beobachter und der Mechaniker schwer verletzt. Von der Besatzung des tschechischen Flugzeuges wurde der Pilot getötet, während der Mechaniker leichte Verletzungen erlitt. Empfang des deutschen Gesandten von Mutius beim dänischen König. Kopenhagen. Der König empfing im Schloß Amalien= borg den deutschen Gesandten von Mutius zur Abschiedsandgens. Spanien für Deutschlands Kolonialansprüche. Madrid. Der offiziöse„Debate“ kommentiert die von Stresemann vor der deutschen Kolonie in Genf gehaltene Rede und schreibt dabei: Deutschland habe unbestreitbar ein Anrecht auf ein Kolonialmandat. Deutschland mit seiner wachsenden Machtstellung und seiner kulturellen Bedeutung müsse die Möglichkeit einer kolonialen Expansion besitzen. Das sei eine Frage der Gerechtigkeit und der politischen Notwendigkeit. Katholischer Kirchenkalender für Paderborn. Senntag, den 26. September 1926. 18. Sonntag nach Pfingsten. Evangelium: Vom Gichtbrüchigen. Matth. 9. Hoyer Dom. Vorm. 5,45 Uhr hl. Messe. 6,45 Uhr hl. Messe mit Predigt und gem. hl. Kommunion des Müttervereins. Die Bänke müssen soweit als nötig für den Mütterverein frei bleiben. 7.45 Uhr Pfarrmesse mit Prediat. 8.45 Uhr Choramt. 915 Uhr Levitenamt mit Predigt. 11 Uhr hl. Messe mit Predigt. Nachm. 2 Uhr Vesper. 2,40 Uhr Jubiläumsandacht mit sakr. Segen. 5,30 Uhr Beginn der Standes=Mission für die Jungfrauen der Dompfarre(erste Predigt).— An den Wochentagen sind die Missions=Predigten vorm. 6,15 Uhr und abends 8 Uhr im Dom. Gaukirche. 6,15 und 7 Uhr hl. Messen, 8 Uhr Hochamt mit Preot ½a h# Pssse mit Predigt, 2.30 Uhr Christenlehre und Anbacht, 0,00 Uhr Beginn der Vorträge für die Jungfrauen, zu venen alle Jungfrauen der Gemeinde dringend und herzlich eingelgden werden.— Montag ist die erste Predigt morgens Universitäts- und Markkirche. 6, 6,30 und 7,30 Uhr hl. Messen. 3 Phr, 5t. Pesse mit gem. bl. Kommunion des Müttervereins, Gymnasialmesse, 9,30 Uhr Hochamt mit Predigt, Uhr Singmesse mit Predigt, nachm. 2,30 Uhr Christenlehre. 5,30 Uhr Beginn der Standesvorträge für die Messe, 6.15 Uhr und abends 8 Uhr Vorträge eines Ordenspriesters. Busdorfkirche. 6,30 Uhr=Messe fällt aus. 7 Uhr Frühmesse mit und gemeinschaftliche hl Kommunion des Müttervereins, 8 uor hl. Messe fur die Oberrealschüler. 9 Uhr Hochamt Uhr Christenlehre, 4 Uhr Versammlung des Müttervereins mit Vortrag. Herz=ein=Kirche. 6 Uhr hl. Messe, 7 Uhr Kommunionmesse für uhr Hochamt... ingmesse mit Predigt, 9.30 35 ur mit, Predigt, 11 Uhr Singmesse mit Predigt, Uor Ehristentehle und Andacht, 6 Uhr abends ungfrauen der Pfarre.— In der Woche find die gens 6.15 Uhr und abends 8 Uhrr die Peisionsbrediaten morFranziskaner=Kirche. 5, 5,30 und 6,15 Uhr hl. Messen, 7 Uhr Lentenamt.,8.15 und 10 Uhr Singmessen mit Predigt, nachm. 5.00 uhr Missionsandacht.— Mittwoch 6 Uhr Levitenamt. ZcHäczimise indet ein feierliches Triduum statt dechtzusse zes.,700. Todestages des bl. Franziskus von Aisiß: Ftrung, 8 uhr Pontisitatamt mit Predigt, abends it Frapzislusandacht mit Predigt: Samstag, 8 Uhr. Levilenautt. avends 8 Uhr Franziskusandacht mit Predigt: Sonn4g9. 7. Uhr Levitenamt, abends 8 Uhr Franziskusandacht mit erg 8 Pontag(Fest des bl. Franziskus): 7,45 Uhr PontifikalPontifikalamt mit Predigt, nachm 3.30 Uhr Pon miadesper und Feier des seligen Hinscheidens des hl. Franziskus, abends 8 Uhr Franziskusandacht mit Predigt. Evangelische Gottesdienstordnung. Paderborn. Sonntag den 26. September. 17. S. u. Trin. Morgens 8 Uhr Frühgottesdienst. Morgens 9.30 Uhr Hauptgottesdienst. Morgens 11 Uhr Kindergottesdienst. Montagmorgen 7.15 Uhr Betstunde. Mittwochabend 7 Uhr Gottesdienst. Samstagabend 6 Uhr Beichte. Neuhaus. Sonntagmorgen 8 Uhr Gottesdienst. Sennelager. Sonntagmorgen 9.30 Uhr Feldgottesdienst. Morgens 10.15 Uhr Gottesdienst in der Paul=GerhardKapelle. Staumühle. Sonntagnachmittag 1.15 Uhr Gottesdienst. ) Aerztlichen Sonntagsdienst haben die Herren Dr. Roeper, Westernstraße 18 und Dr. Steinrücken. Wilhelmstraße 23. ( Apotheken=Nacht= und Sonntagsdienst hat von Samstag, den 25. September abends 7 Uhr bis zum Samstag, den 2. Oktober morgens 8 Uhr die Löwen=Apotheke. Städtische Bühnen Dortmund. Stadttheater. Sonntag 5.30—10.30 Die Meistersinger von Nürnberg". Dienstag 7.30„Fidelio". Mittwoch 7.30 „Das Grabmal des unbekannten Soldaten". Donnerstag 7.30„Ingeborg". Freitag 7.30„Gerhart Hauptmann=Vortrag“, hierauf„Hanneles Himmelsfahrt“. Samstag 7.30 „König für einen Tag“. Sonntag 7.30„Cavalleria rusticana“ hierauf„Der Bajazzo“. Burgwaldtheater. Sonntag, 3.30„Der wahre Jakob“. 7.30„Stöpsel“. Montag 8 Uhr„Die Förster=Christl“. Dienstag 7.30„Stöpsel". Mittwoch 7.30„Stöpsel“. Donnerstag 7.30„Martha". Freitag 7.30„Die Förster=Christl“. Samstag 7.30„Die Durchgängerin“. Sonntag 3 Uhr„Die Förster=Christl“, 7.30„Stöpsel“. Druck und Verlag des Paderborner Anzeigers, Akt.=Ges.— Geschäfts= und Schriftleitung: Martin Wogner, Paderborn. Geschst. Lippspringe: W. Schlüter, Grünestr. 45, Fernr. 179. Die sparsame Hausfrau 6 verwendet Maggi's denn wenige Tropfen machen dünne Suppen,# Fleischbrühe, Gemüse und Soßen sofort wohlschmeckend und bekömmlich. 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Labe, Helene Fels, geb. Labe, Aenne Fels, geb. Labe, Eduard Joosten, Mally Labe, geb. Endler, Maria Labe, geb. Küppers, Dr. med. Heinrich Klein, Otto Erkes, Heinrich Fels, Julius Fels und 17 Enkelkinder. Paderborn, Krefeld, Jülich(Rhld.), M.-Gladbach, Gut Neuhof, Timmendorfer Strand(Ostsee), den 24. September 1926. Die Beerdigung findet statt Sonntag nachmittag 4 Uhr vom Sterbehause Westernstraße 36 aus, das feierliche Seelenamt Montag 8¼ Uhr in der Jesuitenkirche. Man bittet, von Beileidsbesuchen Abstand zu nehmen. Viaiger Vonntagssenderzag zur Gesolei Empfehle Kohlen, Koks. Briketts. Ia gelbfeischige Der billige Sonntagssonderzug zur Gesolei, der am 19. und 26. September ausverkauft ist, wird am 3. Oktober 1926 im gleichen Fahrplan und zu gleichen Preisen wiederholt. Vormerkungen zur Teilnahme werden am Schalter entgegengenommen. Da die beiden ersten Züge schnell ausverkauft waren, empfiehlt es sich, von der Vormerkung Gebrauch zu machen. Kassel, im September 1926. Die Reichsbahndirektion. Speisekartoffeln. Konrad Lutkemeier, Bad Lippspringe, Telefon 110 „* Kunststopferer 1. Am Montag, den 27. September 1926 vormittags 8 Uhr am Piepenturmweg und Nebenwegen. Sammelplatz: Bahnübergang Driburgerstr. 2. Am Dienstag, den 28. Septemb. 1926 vormittags 8 Uhr Apfel und Pflaumenverkauf am Pohlweg und an der Schulbreite. Sammelplatz: Schulbreite. 3 And Mittwoch, den 29. Septemb. 1926 vormittags 8 Uhr Pflaumenverkauf an der Kilianund Husenerstraße. Sammelplatz: Kilianstr. beim Wasserhochbehälter. 4. Am Donnerstag, den 30. Septemb. 1926 vormittags 8 Uhr Pflaumenverkauf am Querweg. Sammelplatz: Aktienbrauerei. 5. Am Freitag, den 1. Oktober 1926, vormittags 8 Uhr Birnen an verschiedenen Wegen in der Siadtheide. Sammelplatz: Kleinschmidts Bleiche. Paderborn Husenerstraße 28 IIa macht alles wie neu. Preibernesieh, frische, schwedische 0.50 Pfund Trauben Pfd. 0,55 Bieneahorig garant. rein. Pfs. I, 10 Vierlruchtmarmelade 0 00 2Pfd. Eimer 0,00 Westfälisches Kaufhaus, Daderborn Magistrat Paderborn. Inseriert im Anzeiger! Kapitalsuchende wenden sich zunächst an Lehmann Bielefeld Wel alteirihken Kur LEntspiel-Palast Heute bis einschließlich Donnerstag: Alle Welt ist entzückt über Liane Haid DRTHOMPSONS er * S SEIFENDULVER venn Sie zur Däsche ein Dasehmittel nehmen, das meht vollkommen unschadlich ist. In kur zer Zeit sehon werden Sie beim Gubliek der Löcher im Cenebe bereuen, nieht Or. Thompsons Seftenpulver benutzt zu haben. dem deutschen Großfilm, nach dem gleichnamigen Bühnenwerk von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg. Alle Welt jubelt über Henri Bender als urkomischen Rentier Giesecke in Nöten. 7 Akte. Der größte Schlager der Gegenwart!!! Ein Film für jedermann, für jung und alt!!! Anfang: Wochentags um 4 Uhr und Sonntag um 3 Uhr. Beamten=Wirtschafts=Verein*# Padervorn. m. H. Am Mittwoch, den 6 Oktober, abends 8 Uhr findet im Kaiserhof, Kampstraße die außerordentliche General=Versammlung statt. Tagesordnung: 1. Satzungsänderungen. 2. Verschiedenes Garde=Verein. Sonntag, den 26. d. M. von 11. Uhr an Preisschießen Der Aussichtsrat: Kösters. Der Vorstand: Schierenberg, Bierbrodt. Sondervorstellung! Sonntag 11¼4 Uhr auf dem Scheibenstande Wilhelmshöhe. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand Zur Herbstbestellung empfehlen wir: Im werten birt! Eintrittspreise: 40, 50 und 75 Pfennig. Tadt Große Auswahl in Lualitats Mobeln Die geehrten Bewohner von Bad Lippse bitte ich, springe, Ang ich karen ninnt men, daß ich neben meiner eine davon Kenntnis zu nehSchlosserei #-sterei FührradAarwerrstaltt eroffnet have. „ Halte mich zur Lieferung von Fahrradern erstklassiger Firmen, sowie samtlicher Ersatz= und Zubehorteile bestens empfohlen. Reparaturen an Fahrrädern werden sauber und pünktlich ausgeführt. Bad Lippspringe, den 23. Sept. 1926. Gerste (Eckendorfer Mammuth— Ackermanns Viktoria) Roggen (v. Lochows Petkuser) Angtorr 1. 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Kassenradatt bei Fahlung innerkum S##ugenn.*# Lokal-und Heimatblatt fu die Haervertieraute Eschent an dallen Verrnon Seuperrge Poten 185 Mkmonatlich einschlieblich rächert Hersse ungen. netzmen glle Postggstalten und Brienm#ur#####e Wne Seschsbehele gu aigen, ercnhftestelte Redaktion und Verlag: Darnpornryge 6. Heruruf, 32 23 g KassenratNr. 230(weites Blatt Sonntag. I 40. Jahraang Der Wirrwarr im fernen Osten. Der Staat als Baumeisier. Auf dem großen Tempelhofer Felde bei Berlin, das durch den ausgedehnten Flughafen immerhin nur zu einem Teile in Anspruch genommen wird, ist eine neue Stadt im Werden, ja, zu einem erheblichen Teil bereits fertiggestellt. Dort hat nämlich, auf einem Gebiet von 916000 Quadratmetern die"Gemeinnützige Tempelhoferfeld=Heimstätten=Gesellschaft m. b. H.“ ihr Arbeitsgebiet. Sie ist eine Siedlungs=Gesellschaft, deren Geschäftsanteile zu ¾ der Stadt Berlin und zu ¼ dem preußischen Staat gehören. Die Gesellschaft hat Gelegenheit genommen, Berliner Journalisten zur Besichtigung ihres Werkes einzuladen, und die Besucher erfuhren, daß die Errichtung von sechszehnhundert Eigenheimen, sogenannten Siedlungshäusern von durchschnittlich je dreihundert Quadratmetern Größe vorgesehen ist. Jedes dieser respektablen Eigenheime enthält vier geräumige Zimmer und außerdem eine Giebelstube, eine Küche, eine Waschküche, einen Trockenboden und reichliches Nebengelaß. Mit einer angenehmen Architektonik ist die rationellste Raumverwertung glücklich vereint, so daß der beneidenswerte Besitzer eines solchen Häuschens sich wirklich ausdehnen kann. Zu seiner besonderen Erholung dient noch ein jedem Häuschen beigegebener Garten, und mehrere Siedler äußerten, daß sie eine Sommerreise gespart hätten, weil sie in der reinen Luft, frei und fern von allem Großstadtstaub und in idyllischer Ruhe, weitab vom Großstadtlärm sich in ihrem Eigenheim viel bequemer, besser und billiger erholen konnten. Es ist ohne weiteres klar, daß nicht jeder von der großen Zahl der Wohnungsuchenden sich ein Eigenheim leisten kann. Die „Gemeinnützige Tempelhofer Siedlungs=Gesellschaft" trägt diesem Umstande durch eine sogenannte Randbedauung mit großen Wohnhäusern Rechnung. Sie verfolgt zwar hiermit auch ästhetische Gesichtspunkte, schafft aber vor allem in diesen Randhäusern Zwei= und Dreizim„merwohnungen. Von den sechzehnhundert Eigenheimen sind siebenhundert Häuser bereits fertiggestellt und bis auf elf verkauft. Hundert Häuser sind im Bau und gehen ihrer Vollendung entgegen. Der Preis für ein eigenes Häuschen beläuft sich auf 28 500 Mark. Hiervon muß der Siedler 7200 Mark bar anzahlen; 13300 Mark erhält er als erste Hypothek zu 8 7/8 Prozent und achttausend Mark erhält er als Hauszinssteuerhypothek zu 1 Prozent. Diese letztere Hypothek ist eigentlich beinahe ein Geschenk mit ihrer geringen Verzinsung und Amortisation, so daß das Häuschen tatsächlich kaum über zwanzigtausend Mark kostet. Es verursacht, wie der Geschäftsführer der Gesellschaft, Bürgermeister Wiesner, hervorhob, keinen höheren jährlichen Aufwand an Zinsen und Unkosten als etwa vierzehnhunder! Mark. Sind die Bauten programmäßig durchgeführt, dann wird auf dem Tempelhofer Felde eine neue Stadt mit zirka zwanziatausend Einwohnern entstanden sein. Erweiterungsfähige Eigenheime. Ein Beitrag zur Wohnungsnot. Bald nach dem Kriege setzte angesichts des beginnenden Wohnungselendes allerorten die Bemühung ein, durch Selbsthilfe diesem Übel zu entgehen. Es entstanden Siedlungen, Genossenschaften, deren Mitglieder sich verpflichteten, eine bestimmte Zeit an den Hausbauten ihrer Genossenschaft entweder selbst mitzuarbeiten oder bezahlte Kräfte für diese Zeit zu stellen. Diese Bewegung scheiterte daran, daß die Inhaber der fertiggestellten Eigenheime in Erfüllung ihrer Pflicht lässig wurden; es kam zu Streitigkeiten und so schlief die Bewegung nach mehrfachen schweren Mißerfolgen völlig ein. Eine andere Richtung ging dahin, Zellenhäuser zu schaffen, also Häuser, die zunächst nur die notwendigsten Räume enthielten, die aber gleich von vornherein so angelegt wurden, daß sie nach und nach erweitert, durch An= oder Auf= bau vergrößert werden konnten. Auch die Idee dieses „Zellenhauses“ ist verschwunden, weil sie anscheinend nicht genügend durchorganisiert war. Der Gedanke aber, sich auf eigener Scholle anzusiedeln, ist durch die letzte Entwicklung des Wohnungsmarktes von neuem erwacht und drängt zu einer besseren Lösung der gleichen Aufgabe. So fordert jetzt Regierungsbaurat Stegemann=Berlin auf der Düsseldorfer Tagung für wirtschaftliches Bauen für das Einfamilien= haus dringend das erweiterungsfähige Haus, da jetzt in vielen Fällen Wohnungen gebaut werden müssen, die auf die Dauer den Raumforderungen nicht ganz entsprechen. Aus dem Kreise der Kleinwohnungsmieter würden sich nach seiner Ansicht ganz erhebliche Kapitalien herausziehen bzw. durch Ersparnisse aufbringen lassen, die dem Großhausbau nicht zur Verfügung stehen, da kein Mieter eines Großhausbaues an der Hypothekenbildung Interesse hat. Man muß sich dabei vergegenwärtigen, daß heute fast kaum eine Neubauwohnung ohne Baukostenzuschuß zu haben ist. Diese Zuschüsse sind aber gegenwärtig zum Teil noch so hoch, daß man es den Wohnungsuchenden nicht verdenken kann, wenn sie nach anderen Auswegen suchen, besonders, wenn es sich um Bauten handelt, die nicht ohne weiteres die Gewähr geben, daß die Baukostenzuschüsse nicht einfach verlorene Ein Chinese über China. Der derzeitige chinesische Geschäftsträger in Berlin, Herr Dr. King. sprach sich dieser Tage in einer Unterredung über die anhaltenden chinesischen Wirren, die andauernd das Interesse der Welt wachhalten, aus. Der Geschäftsträger beantwortete dabei die Fragen unseres Gewährsmannes wie folgt: Frage:„Die deutsche Öffentlichkeit hat ein lebhaftes Interesse an den Ver= und Entwicklungen im Fernen Osten, die für den landfremden Europäer ziemlich undurchsichtig sind. Was ist Ihrer Meinung nach als der Ursprung der Empörung des chinesischen Volkes zu betrachten?“ Antwort:„Nach dem für China unglücklichen Ausgang des Opiumkrieges im Jahre 1842, der daraus entstanden war, daß die chinesische Regierung die Einfuhr von Opium aus Indien verbot, erzwang sich England eine Anzahl Vorrechte für seine Staatsangehörigen in China. Andere europäische Mächte eiferten sofort dem Beispiel der englischen Regierung nach und verstanden es, die Vorrechte unter englischer Führung nach dem Boxeraufstand von 1900 noch mehr auszudehnen. Seitdem ist die Volksstimmung gegen die Fremden einerseits und gegen die eigene Regierung andererseits immer schlechter geworden. Der kleinste Anlaß, die Unbesonnenheit eines einzelnen, konnte zur Entladung führen. Chinaistvollberechtigtes Mitglied des Völkerbundes und dennoch glauben Staaten, welche mit ihm zusammen am grünen Tisch in der großen Friedensinstitution von Genf sitzen, eine gewaltsame Einschränkung der Souveränität des chinesischen Staates rechtlich aufrechterhalten zu können!? Lassen sich mit der Zugehörigkeit Chinas zum Bunde der Völker die Konsulargerichtsbarkeit, die städtischen Konzessionen, das Vorrecht eines sehr niedrigen Zolltarifs usw. vereinbaren? Alle diese Vorrechte, die gegen die Mitte des 19. Jahrhunderts erlangt worden waren, haben die Rechtspflege, die politische und die wirtschaftliche Entwicklung Chinas gehemmt.“ Frage:„Die Entwicklung des nun 1½ Jahre währenden chinesischen Kleinkrieges hat gezeigt, daß die Stimmung besonders gegen England durchaus unfreundlich ist. Das Kapern der englischen Dampfer und die Kämpfe bei Wanhsien geben dafür ein beredtes Zeugnis. Nach Berichten von Augenzeugen sollen sich auch ungefähr 2000 hinesische Soldaten an dem Feuergefecht bei Wanhsien beteiligt haben.“ Antwort:„Allerdings richten sich die Unruhen, soweit Fremde angegriffen wergen, gegen Engländer. England trägt durch die Maßnahmen seines Polizeichefs in Schanghai die Verantwortung dafür, daß der anfangs friedliche Lohnkampf immer größere Bedeutung erlangte und sich zu einer nationalen Bewegung auswuchs.“ Frage:„Die russische Presse bestätigt, daß General Feng vor einiger Zeit Moskau verlassen habe und sich Gelder sind. Weiter aber erzwingt die unzureichende Kapitaldecke der Bauwirtschaft, verbunden mit der auch von behördlicher Seite geforderten Sparsamkeit eine Begrenzung des Raumes der Wohnungen, die eben, wie Regierungsbaurat Stegemann sagt, den Wünschen der Einwohner auf die Dauer nicht ganz entsprechen. Die Baukostenzuschüsse, die gefordert werden, beginnen bei einigen 100 Mark und steigen je nach Lage und Ansprüchen. Bei vorsichtigem Geschäftsgebaren ist das Geld sicher, im andern Falle muß es als verloren betrachtet werden. Auf der anderen Seite liegen aber genügend Angebote von Bauland vor, das gegen eine mäßige Anzahlung in Raten bezahlt werden kann. Wenngleich es nun verhältnismäßig wohlfeile Bauweisen gibt— die Bauwelt meldete zum Beispiel, daß ein Holzhaus mit zwei Zimmern und Küche einschließlich eines Schuppens für 1300 Mark hergestellt worden ist—, fehlt es an Typen für erweiterungsfähige Siedlungshäuser mit längerer Lebensdauer. Diese Häuser müßten in zwei oder drei Bauabschnitten je nach der Sparsamkeit und dem Einkommen der Besitzer hergestellt werden können. Der Einwand, daß diese Bauart insofern unrationell ist, weil das Aufstocken bzw. Anbauen die Gesamtkosten erhöht, ist gegen den Vorteil, daß der Siedler sich durch diesen Bau auf Raten überhaupt erst ein Eigenheim schaffen kann, nebensächlich. Wichtiger ist, daß diese„Zellen"bauart die Herstellung von Siedlungshäusern gestattet, die mindestens zwei Generationen Obdach geben können. Der Vorteil einer Siedlung, die genügend Licht und Luft bietet, ist oft genug behandelt worden, so daß er hier nur angedeutet zu werden braucht. Es fehlt indessen an einer zweckentsprechenden Organisation und Planung. Überläßt man diese Selbsthilfe der mangelhaften Leistungsfähigkeit des einzelnen, so werden sich dieselben Mißerfolge herausstellen wie 1919 und 1920. O. J. S. mit seinem Stabe auf dem Rückwege nath China befinde. Es ist also eine unbestreitbare Tatsache, daß ein Teil der chinesischen Aufständischen mit den Machthabern in Antwort:„Es gibt Leute, die, um die vereinfachen, die Russen für alle unangenehmen Ereignisse verantwortlich machen wollen, die sich irgendwo in der Welt abspielen. Sie erinnern uns an diejenigen, die die Deutschen im Kriege für alles, was den paßte, verantwortlich machten. Gewiß besteht seit de terzeichnung des chinesisch=russischen Vertrages im Mai 1924 eine chinesisch=russische Sympathie. Aber das liegt daran, daß die Regierung in Moskau, die von sich aus auf die Sonderrechte verzichtete, welche die, Sctzengegigernge Ehina erlangt hatte, sich für die Ausehunu.- Hetzetzungen rechte in China ausgesprochen hat. In den Beziehungen Chinas zu den anderen Mächten steht die Moskauer Regierung auf seiten Chinas. Diese übereinstimmung der außenpolitischen Interessen der beiden Länder hat den. Glauben aufkommen lassen, daß China sich bolschewisiert. Es wäre ebenso falsch, ten, daß die Freundschaft zwischen dem autokratischen Rußland und dem republikanischen Frankreich das Rußland der Vorkriegszeit demokratisiert hat. Jedenfalls kann mit gutem Gewissen gesagt werden, daß die nationale Bewegung Chinas durchaus nicht auf russische Einflüsse zurückzuführen ist. Genau sowenig besteht ein Recht zu der Behauptung, daß Haß gegen alles Fremde die treibende Kraft zur Empörung des chinesischen Volkes war. Das beweist am besten das freundliche Verhältnis zu der Gruppe von fremden Mächten, die ihre Vorrechte in China aufgegeben haben, wie Deutschland, Österreich, die Russische Union und Ungarn. Man kann also nicht von einer generellen Fremdenfeindschaft sprechen; ebensowenig wie man den Wunsch Deutschlands, sich von manchen Bindungen, die der Vertrag von Versailles ihm auferlegt, zu befreien, mit einem solchen oder ähnlichen Namen belegen kann." Frage:„Wenn ich Sie recht verstehe, so wollen Sie Gemeinsames im Geschick Deutschlands mit dem Chinesischen Reich kennzeichnen?" Antwort:„Gewiß. China und Deutschland, beide Staaten sind heute Mitglieder des Völkerbundes und beide werden von ihren. Genfer Kollegen gezwungen, gewisse Einschränkungen ihrer nationalen Freizügigkeit zu erdulden. Das widerspricht dem Geiste und den vertraglichen Grundlagen von Genf. Ich sehe in dieser Schicksalsgemeinschaft ein gutes Omen für die künftigen Beziehungen zwischen beiden Nationen, und ich bin überzeugt, daß beide Staaten nicht zuletzt dazu beitragen können, im Streben zur Wiedererlangung ihrer vollen Souveränität der Weltorganisation von Genf eine glückliche Richtung zu geben.. Dipl. rer. dec. H. R. Fritzsche, Berlin. Vor der Rationalisierung der Messen. Die Leipziger Messe war vor dem Kriege die einzige in Deutschland und die bedeutendste in der Welt. Lyon konnze dagegen nicht konkurrieren, England hatte nicht annähernd etwas Ahnliches an die Seite zu stellen. Nach dem Kriege ist die englische Weltausstellung von Wembley wohl als Warenschau bedeutender geworden als Leipzig, aber als Messe ist Leipzig noch immer ausschlaggebend. Doch hat man versucht, die Leipziger Messen durch Dutzende von Messen und Ausstellungen in den Schatten zu stellen. In Deutschland allein gibt es 7 Messen und 33 ständige messeähnliche Ausstellungen jöhrlich. Daran verdienten die Messeunternehmer, das sind die Stadtverwaltungen, in den meisten Fällen, aber für die=Aussteller war der Besuch unrentabel, da die Besucher nicht kamen. So drängt denn der Messeausschuß der Deutschen Industrie jetzt offiziell auf eine Rationalisierung(Einschränkung) der Messen. Manche kleinen Messen wären längst eingeschlafen, wenn sie nicht den Veranstaltern noch einen Überschuß gebracht hätten. Unter dem Ehrgeiz und Konkurrenzneid der Städte will die Wirtschaft nicht leiden. Leipzig ist die Stadt, in die das Ausland kommt, um die deutschen Kollektionen zu prüfen. Frankfurt a. M. liegt neben Offenbach, dem Weltzentrum der Lederindustrie, und wird zumindest in diesem einen Artikel Leipzig überflügeln. Auch für Königsberg legen sich noch einige Industrielle ins Zeug wegen seiner exponierten Lage in der deutschen Ostmark. Doch werden hier nur landwirtschaftliche Maschinen mit Erfolg gehandelt. Alle weiteren Ausstellungen und Messen werden wohl dank des zu bergüßenden Beschlusses des Messeausschusses der Deutschen Industrie im Jahre 1927 der Vergangenheit angehören. # e Dolitische Rundschau. Deutsches Reich. 91 Millionen für Erwerbslosenfürsorge in Preußen. Die in diesem Jahre vom Preußischen Staat fü# e produktive Erwerbslosenfürsorge ausgewendeten Mittel betragen bereits 91 Millionen Mark. Die Zuwendungen für Notstandsarbeiten an die Gemeinden und Kommunalverbände werden jedoch noch weiter fortgesetzt werden. Das preußische Staatsministerium beabsichtigt, dem Landtag bei seinem Zusammentritt eine Vorlage über Arbeitsbeschaffung über den vom Reich vorgesehenen Rahmen hinaus vorzulegen. Neuwahlen in Sachsen. In der ersten Vollsitzung des Sächsischen Landtages nach den Sommerferien teilte der Landtagspräsident mit, daß die Regierung die Absicht habe, die Neuwahlen für den Landtag auf den 31. Oktober auszuschreiben. Das Haus nahm hiervon ohne Widerspruch Kenntnis. Ferner kündigte der Präsident an, daß das große Arbeitsbeschaffungsprogramm der Regierung noch von diesem Landtage, und zwar in der voraussichtlichen Sitzung am 7. Oktober, behandelt werden solle. Hierauf wurde die Regierungsvorlage über Anderung des Landeswahlgesetzes, welche die Einführung amtlicher Stimmzettel vorsieht und die Vorschriften des Landeswahlgesetzes den entsprechenden Bestimmungen des Reichswahlgesetzes anpaßt sowie die Vorschrift enthält, daß für den Wahlvorschlag einer neuen Partei ein Betrag von 3000 Mark einzuzahlen ist, welcher zurückgezahlt wird, wenn der Partei mindestens ein Sitz zufällt, an den Rechtsausschuß überwiesen. Aus In- und Ausland. Berlin. Wie mitgeteilt wird, hat in Genf auch eine Besprechung zwischen Stresemann und dem rumänischen Ministerpräsidenten Averescu stattaesunden, bei der allgemeine Probleme behandelt wurden. Warschau. Wie„Glos Prawdy“ aus Wilna meldet, ist dort eine große, zugunsten Rußlands arbeitende Spionageorganisation die in den Ostgebieten nicht nur beim Militär, sondern auch bei der Eisenbahn, der Post und der politischen Verwaltung gearbeitet hat, aufgedeckt worden. Bis jetzt wurden dreißig Personen verhaftet. Beamtenschaft und Staat. Külz bei den sächsischen Gemeindebeamten. „Gelegentlich der Tagung des sächsischen GemeindeLeuntenbundes in Leipzig hielt bei der Eröffnung Reichsinnenminister Dr. Külz eine Rede über Wesen und Aufgaben der Beamtenschaft, in der er über das Verhältnis vor Staat und Volk und Wirtschaft zu der Beamtenschaft und über die Organisation der Beamtenschaft selbst sprach. win sier karke Wandlung seit 1918 bestand, so sagte der e ogrin, daß Deutschland vom Obrigkeits####t auf ven Weg zum Volksstaat gekommen sei. verbunden fühle und mit dem Staate..40 das Gefühl des Verbundenseins aufrechterhalte, auc bei den Vollsgenossen erwecke und der Beamte fei ein Zpar bei allen Vollsgenossen, denn einer Partei. Dargug ene der Gesamtheit, nicht Diener der Stent#„Daraus ergebe sich auch die Forderung, daß dei Stuut mit der Beamtenschaft verbunden fühle. wesentte. Inhalt des Treueverhältnisses zwischen sei das Bekenntnis Fundament des Verufsbeamtentums is der Beamtenschaft zu dem Staate und das Bekenntnis des Stuates zu seinen Beamten. schaft Anspruch auf ein an v.. du die Beamten. schaft Anspruch auf ein Beamtenrechtsgesetz habe, das den Pflichtenkreis der Beamten nach neuzeitlichen Begriften reselt und die persönlichen und dienstlichen VerG## der Beamten durch klare Rechtsansprüche sichert. Sun ang erwartete Gesetz sei im Reichsministerium des ium seikertsgestellt und in einem fortgeschrittenen Stoauch die neue Dienststrafordnung und das Beuntenpertretungsgesetz. Minister Külz sprach sodann über und stelte die chen Strömungen der Beamtenschaft der Beamten von ieh.. sation jever einseitigen Parteipolitik freigehalten werve. Die verufspolitische und staatspolitische Bein einer einbeizlichen Zusammenfassung organisation finden schlossenen SpitenAurores Hochzeitsreisen. Roman von Ulrik Uhland. Berechtigte Übersetzung aus dem Schwedischen von Rhea Sternberg. 27)(Nachdruck verboten.) Zwölftes Kapitel. kurore trotzte Nelson und verhöhnte ihn. Doch er konnte nicht leugnen, daß er sich im tiefsten Innern zu einem Gefühl gezwungen sah, das fast der Bewunderung glich. Das Essen war bereit und man setzte sich zu Tisch. Aurore saß rechts von Nelson und sie war es, die die Unterhaltung in Gang hielt. Gustaf war gereizt und wies Metta hier und da zurecht, wenn sie irgendeine altkluge Bemerkung einwarf. . Der Graf war ein vorzüglicher Wirt und erwies sich vei Tisch als außerordentlich angenehm. Nach echt altmodischer Art teilte er den Schinken und den Braten. Er liebte gutes Essen und Trinken und das erkannte man auch an der sorgsamen Art, mit der er aß. Jeden Bissen, den er zum Munde führte, schien er zu genießen. Nelson betrachtete ihn. Welch verlebtes, aufgedunsenes Gesicht. Wie kam es nur, daß Aurore ihrem Vater so ähnlich war? Vor allem durch ihre überraschenden Augenbrauen und ihren hochmütigen Mund. wir nachmittag machen?“ fragte Aurore plötzlich. Sie wandte sich ihm zu ünd blickte ihm in die Augen. „Ich weiß nicht antwortete er.„Was tut man eigentlich am Wechnnhtsabend?“ „Nichts natürlich,“ erklärte Metta,„außer, daß man auf die Geschenke wartet.“ „Und wenn du nun keine bekämst?“ sagte die Gräfin lachend. " Aber das konnte Metta sich gar nicht vorstellen und wurde ihr schwer, sich nach Tisch still zu halten. Sie ging von einem Zimmer in das andere und fand, daß die Zeit stillstehe. Nachdem man im Salon Kaffee getrunken Arbeiter und Angestellte. Brüssel.(Belgische Absage an die englischen Vergarbeiter.) Das Nationalkomitee der belgischen Bergarbeiter hat entgegen den Wünschen der englischen Bergarbeiter beschlossen, Exportkohle für England zu fördern, bis dic deutschen und die polnischen Bergarbeiter ihnen in der Abstellung der englischen Kohlenzufuhren vorangegangen seien. Vermischtes. O Familientragödie. In Berlin durchschnitt der Angestellte Grose seiner Frau und seinem Kinde mit einer Säge den Hals und sprang dann zum Fenster hinaus. Alle drei Personen sind tot. O Aufsehenerregender Selbstmord. Oberhalb der Stadt Lebus wurde aus der Oder eine Leiche gelandet, die eine Schlinge um den Hals trug, an der eine mit Papieren gefüllte Aktentasche befestigt war. Der Tote wurde als der k. u. k. Oberst a. D. Wilhelin Eisner=Bubna, Mitinhaber der Berliner Firma Simon u. Co., festgestellt. Wertsachen wurden bei der Leiche nicht gefunden. Die Untersuchung wurde von der Staatsanwaltschaft Frankfurt a. d. Oder sofort ausgenommen. Seit Montag voriger Woche wurde , d e r f r ü h e r e G e n e r a l s t a b s o h e r s t d e r ö s t e r r e i c h i s c h e n A r m e e und Pressechef des Kriegspressequartiers in Wien vermißt. " Im Laufe der vergangenen Woche sind mehrere Abschiedsbriefe eingetroffen, aus denen hervorging, daß er die Absicht hatte, freiwillig aus dem Leben zu scheiden. O Rückgang des Typhus in Hannover. Wie amtlich mitgeteilt wird, ist die Zahl der in Hannoverschen Krankenanstalten untergebrachten Typhuskranken von 1737 auf 1725 gefallen, womit der Rückgang der Epidemie jetzt auch rein ziffernmäßig feststeht. Auch die Zahl der als gesund entlassenen Personen ist größer als die der noch übergeführten neuen Typhuskranken oder Typhusverdächtigen: 22 Entlassungen stehen 12 Neuaufnahmen gegenüber. Die Gesamtzahl der Todesopfer beträgt 111. O Feuergefecht mit Eisenbahnattentätern. Ein Eisenbahnattentat wurde nachts unweit des Ortes Schkopau bei Halle versucht. Der Oberwachtmeister Artur Erxleben von der Merseburger Schutzpolizei sah bei Schkopau kurz vor Durchfahrt des D=Zuges Nr. 70, wie sich zwei Männer an den Schienen zu schaffen machten. Als sie seiner ansichtig wurden, ergriffen sie die Flucht. Erxleben verfolgte sie und feuerte mehrere Schüsse ab; die Flüchtigen feuerten dreimal auf den Beamten. Es gelang den Verbrechern, in der Dunkelheit zu entkommen. Der Beamte sah auf einer der Schienen einen Hemmschuh liegen, den er noch rechtzeitig entfernen und so eine schwere Katastrophe verhindern konnte. Für die Ermittlung der Täter hat die Reichsbahndirektion Halle 5000 Mark Belohnung ausgesetzt Schneefall auf der Schneekoppe. Aus Hirschberg wird gemeldet: Das kühlere Wetter, das sich auch im Tale recht bemerkbar gemacht hat, hat auf der Koppe bereits die ersten Schneefälle gebracht. O Brandstiftung auf Bestellung. Das Dorf Friedrich= grätz bei Oppeln war in letzter Zeit mehrmals hintereinander von größeren Bränden heimgesucht worden. Wie sich herausgestellt hat, wollten die Inhaber der in Brand geratenen, zum Teil recht baufälligen und hochversicherten Häuser sich auf billige Weise neue Häuser verschaffen, indem sie einen übel beleumdeten Einwohner des Ortes gegen Belohnung veranlaßten, die Brände anzulegen. O Bei lebendigem Leibe verbrannt. Bei lebendigem Leibe verbrannt ist in Eisleben die 26jährige Tochter des Fleischermeisters Pfister. Das Mädchen hatte durch Anzünden eines Streichholzes ihre mit Benzin getränkte Bluse in Brand gesetzt und stand bald darauf in hellen Flammen. Sie starb bald nach der Einlieferung ins Krankenhaus. O Grauenhafter Selbstmord. Aus Eisenstadt wird gemeldet: Aus sonderbare Weise hat dieser Tage der Kleinhäusler Alois Kis seinem Leben ein Ende bereitet. Im Schlafzimmer seiner Wohnung stand ein Kleiderkasten, den er mit Petroleum übergoß. Er stellte sich dann in den Kasten, zündete ihn an und jagte sich außerdem eine Revol verkugel in die Schläfe. Nach so gründlicher Vorsorge gelang es ihm auch, das Leben von sich zu werfen. 0 Auszeichnung einer Mutter von 16 Kindern. Aus Nantua(Südfrankreich) wird berichtet, daß anläßlich einer Denkmalseinweihung der Senator Chanal der Frau Gereimte Zeitbilder. Von Gotthilf. Nun, da der Herbst hereingebrochen, Setz' ich mich an den Schreibtisch hin Und buche, was die Sommerwochen Per Saldo brachten an Gewinn. Soll ich das Fazit niederschreiben, Sag' ich vom Sommer unverblümt: Mir konnte er gestohlen bleiben, Denn er war wirklich nicht berühmt. Die Sonne krankte oft an Blässe Und ganz Europa ringsherum Stand meist im Zeichen großer Nässe Der Mensch ward zum Amphibium. Viel Sommerkleider wurden nichtig Und knöpften sich bis oben zu, Dagegen galt als lebenswichtig Der Regenschirm, der Gummischuh. Noch andres war nicht sehr vergnüglich. Und was die Katastrophen sind, So kennt den Sommer diesbezüglich Als Schreckenssommer jedes Kind. Na, kurz und gut: es war belemmert, Und mind'stens war das nichts für mich! Erst später, als der Herbst schon dämmert', Besann der Sommer sich auf sich. Da gab er uns die Julihitzen, Die er sich aufgespeichert hatt', Ganz plötzlich konzentriert zum schwitze Und setzt uns im September matt. Drum geb' ich, sein Betragen rügend, Ihm nur die Note drei bis vier, Das heißt: im ganzen noch genügend— Nun, Sommer, geh’ und bess’re dir! des Landwirtes Piron, Mutter von 16 Kindern, das Kreuz der Ehrenlegion überreicht hat. Bunte Tageschronik. Berlin. Das Zentralkomitee der K. P. D. hat den 11. Parteitag der Kommunistischen Partei nach Essen einberufen. Er wird dort in der Zeit vom 27. November bis 1. Dezember stattfinden. Magdeburg. Im benachbarten Calbe an der Saale ist eine siebenköpfige Familie an Typhus erkrankt. Die Erkrankten wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Brünn. In der Zementfabrik Malomeritz bei Brünn wurden fünf Arbeiter, die mit der Reinigung des Fabrikschlotes beschäftigt waren, von glühender Asche und von Ruß überschüttet. Sie drängten alle einem schmalen Ausgang zu, wo es zu einem verzweifelten Kampf kam. Zwei Arbeiter sind tot, die übrigen ringen mit dem Tode. Paris. Der Brigadegeneral Trousson ist zum Generalstabschef der Rheinarmee ernannt worden. Paris. In diesen Tagen sind in Paris zwei Zeitungen in deutscher Sprache, die„Pariser Deutsche Zeitung“ und die„Neue Pariser Zeitung", wieder zum erstenmal erschienen. Sie erscheinen wöchentlich. und Wissen. Neugeborene. In der Wiener Klinischen Wochenschau berichtet Professor Kermauner, daß eine sorgDurcharbeitung der Geburtsgeschichten aus den Jahren 1921 bis 1925 ergeben hat, daß unter 14000 Geburten 800 scheintot geborene Kinder vorkommen. Von diesen 800 scheintoten Neugeborenen sind 70(9%6) nicht wieder belebt worden, während 30 andere zwar wieder belebt werden konnten, aber im Laufe der nächsten Tage gestorben sind. Diese Fälle eingerechnet, hatte man also mit der Wiederbelebung in 13% der Fälle keinen Erfolg. Alle anderen scheintot Geborenen sind lebend aus der Klinik des Professors Kermauner entlassen worden. Man ersieht daraus die große Bedeutung der lichkeit, fast totgeborene Kinder dem Leben wiederzuschenken. Die Beurteilung des Scheintodes Neugeborner fällt oft aber selbst dem Arzt schwer. Dazu kommt die große Anzahl von Wiederbelebungsverfahren, von denen in leichteren Fällen jedes ausreicht, in schwersten jedes versagt. Professor Ker mauner ist, wie er hervorhebt, an seiner Klinik von allen schwerexen Eingriffen abgekommen. Er faßt seine Erfahrungen zusummen, daß die Reinigung von Mund und Nase bei scheintot Neugeborenen so genau als möglich vorzunehmen sei ehe man mit künstlicher #ei. e *eheitel. mung und Lufteinblasung beund eine Weile geplaudert hatte, trennten sich die Familienmitglieder, da jeder noch die letzte Hand an seine geheimnisvollen Pakete legen wollte. Gustaf ging in die Stadt, Aurore und Nelson blieben allein im Salon. Aurore setzte sich in einen bequemen, niedrigen Stuhl, schlang die Hände um die Knie und sah Nelson nachdenklich an, ohne zu sprechen. Sie fühlte, wie seltsam ihm bei diesem Tete=a=Tete zumute sein mußte, und das belustigte sie. „Gestattest du, daß ich rauche?“ fragte er schließlich. „Gewiß, du bist ja hier Herr im Hause,“ sagte sie. Nelson biß sich auf die Lippen. Doch er tat, als achte er nicht auf ihre spöttische Bemerkung, und zündete sich langsam eine Zigarre an. „So verlobe ich mich morgen also zum zweiten Male,“ begann Aurore. Nelson zuckte zusammen. „Zum zweitenmal?“ konnte er nicht zu fragen unterlassen. „Ja,“ sagte sie ruhig.„Ich war verlobt, als du um mich warbst. Wußtest du das nicht?“= „Nein, erwiderte er kurz. „So, ich dachte, du hättest es gewußt.“ „Und du entschlossest dich zur Lösung der Verlobung mit...“ „Deinem Vorgänger, ja,“ sagte Aurore. „Liebtest du ihn?“ Nelson sog langsam an seiner Zigarre. Er wünschte, diese Frage lieber nicht getan zu haben. Er fühlte sich fast geniert und sah sie nicht an. „Gewiß,“ antwortete Aurore,„aber bei weitem nicht so, wie ich dich liebe.“ Wie beißend höhnisch sie sein konnte. Aber als Nelson sie ansah, schien sie vollkommen ruhig und unberührt. Er begann zu verstehen, daß dieses Mädchen, das er bezwingen und im Staube vor sich kriechen sehen wollte, besser gerüstet war und einen stärkeren Willen besaß, als er es sich gedacht hatte. Aber sie sollte dennoch seine werden und er würde ihren stolzen Nacken beugen. Sie verwirrte und reizte ihn. Wie ruhig sie dort saß und so lässig ihre spitzen Worte schleuderte, als gäbe es nichts Einfacheres auf der Welt. Mit wem war sie verlobt gewesen? Und hatte sie ihn geliebt? Es hätte an Nelsons Handlungsweise nichts geändert, wenn er vorher gewußt hätte, daß sie bereits an einen anderen gebunden sei, im Gegenteil, seine Freude, sie zu zwingen, daß sie die Seine werde, hätte sie dadurch noch gesteigert. Aber er konnte ein gewisses Unbehagen nicht unterdrücken, als Aurore von seinem„Vorgänger“ sprach. Wie kalt und spöttisch sie es sagte und wie sie ihn hassen mußte, wenn sie den anderen liebte. Was ja vorauszusetzen war. Denn warum sollte sie sich sonst mit ihm verlobt haben? Nelson überraschte sich dabei, daß er überlegte, wie Aurore gegen den Mann sein mochte, den sie liebte. Daß sie ein lebhaftes Temperament besaß und leidenschaftlich zu lieben vermochte, stand fest. Und in der Liebe mußte sie bestrickend sein. Was verlieh ihr nun diese bezaubernde Macht, die er ihr zuerkennen mußte? Sie war schön, das war wohl die erste Bedingung. Aber es war nicht alles, Vielleicht lag es namentlich in der vornehmen Anmut, die ihr ganzes Wesen prägte. Beide schwiegen eine lange Weile. Aurore betrachtete ihn zuweilen. Welch Genuß es für sie war, ihn zu verhöhnen. Wie hatte er sich je einbilden können, daß er sie demütigen und beugen könne. „Nelson hatte natürlich geglaubt, sie sei feige wie ihr Vuier. Aber das war sie nicht. Und sie würde nicht ruhen, ehe sie nicht in diesen kalten grauen Augen einen ganz anderen Ausdruck gesehen hatte, und dann... dann würde sie ihm den Schimpf heimzahlen, den er ihr angetan, indem er sie gezwungen hatte, seine Frau zu werden. Seine Frau? Bildete er sich etwa ein, daß sie das zu werden dachte? Vielleicht Frau Aurore Nelson— aber seine Gattin— nie! [Fortsetzung folgt.) lder. schen. b hin ien en, mt: hmt. Nässe um. htig juh. tüglich. glich mert, ür mich! n dämmert', h. schwitze igend, gend— ir! 16 Kindern, das K. P. D. hat den i nach Essen einbe27. November bis in der Saale ist eine nkt. Die Erkrankten ritz bei Brünn wurg des Fabrikschlotes ind von Ruß überin Ausgang zu, wo of kam. Zwei Arn Tode. ist zum Generalt worden. ris zwei Zeitunariser Deutsche Zeiieder zum erstenmal n. Wiener Klinischen er, daß eine sorgten aus den Jahren 1000 Geburten 800 n diesen 800 scheineder belebt worden. erden konnten, aber ). Diese Fälle einlebung in 13% der oi Geborenen sind ermauner entlassen deutung der Mögn wiederzuschenken. rner fällt oft aber große Anzahl von leichteren Fällen gt. Professor Ker Klinik von allen seine Erfahrungen Mund und Nase iglich vorzunehmen Lufteinblasung beils gäbe es nichts ar sie verlobt geseise nichts geänaß sie bereits an eil, seine Freude, ede, hätte sie dan gewisses Unbeon seinem„Vores sagte und wie ren liebte. Was ollte sie sich sonst er überlegte, wie n sie liebte. 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Aus Hudson wird gemeldet, daß ein gewisser Jack Lindsay in der Nähe des Narrowsees eine wunderbare Entdeckung gemacht bat. Ungefähr 30 bis 35 Meilen nordöstlich vom Roten See hat Lindsay ein großes Goldfeld entdeckt und die mitgebrachten Probestücke des gefundenen Goldes haben auf die Bevölkerung von Hudson und der Orte, die rings um den Roten See liegen, solchen Eindruck gemacht, daß sofort eine große Wanderung in das neue Goldgebiet eingesetzt hat. In der Umgebung der Stelle, an der man den ersten Fund gemacht hat, soll die Goldader die unwahrscheinliche Breite von siebeneinhalb Meter haben und stark mineralhaltig sein. w. Können Tiere zählen? Diese oft aufgeworfene Frage verneint der Zoologe Hempelmann in seiner neu erschienenen „Tierpsychologie“ durchaus, nicht nur für Vögel, sondern auch für alle Säugetiere und selbst für Menschenaffen genaue Versuche haben dies ergeben: die Tiere unterscheiden wohl einen größeren Futterhausen von einem kleineren, nicht aber die Futterstücke nach der Zahl. Nun hat man aber beobachtet, daß Vögel beunruhigt sind, wenn man aus ihrem Gelege ein Ei fortnimmt oder eins hinzufügt. Hempelmann erklärt dies damit, daß sich dabei das Gesamtbild des Geleges geändert hat, und dies nimmt der Vogel wahr, so auch z. B., wenn man Eier mit anders gefärbten vertauscht. Dann werden sie meistens aus dem Nest geworfen. Jedenfalls spiele die Zahl für das Tier keine Rolle. w. Entdeckung einer vorgeschichtlichen Stadt im Kaukasus. Eine von der russischen Gelehrtengesellschaft für Orientkunde zu Studienzwecken in den Kaukasus entsandte Expedition hat in der Umgebung von Manglis in Zentralkaukasien die Refte einer Stadt aus vorgeschichtlicher Zeit entdeckt. Aus den Ruinen läßt sich erkennen, daß es sich um die sog. kyklopische Bauart handelt. U. a. wurden die Reste eines Gebäudes gesunden, welches nach Meinungen von Sachverständigen eine Kultstätte der Sonnenanbetung gewesen ist. w. Entdeckung eines neuen Sees in Amerika. Nach einer Meldung aus Newyork wird aus Toronto berichtet, daß im Norden der Provinz Ontario ein 250 Kilometer langer See entdeckt worden sei. Geschäftliches. (9) Jubiläum der Persilwerke in Düsseldorf. Das weit über die Grenzen unseres Vaterlandes hinaus bekannte Düsseldorfer Industriewerk Henkel begeht in diesen Tagen die Feier seines 50jährigen Bestehens. Am 26. September 1876 legte der Kaufmann Fritz Henkel in Aachen den Grundstock des Unternehmens, das sich in wenigen Jahrzehnten zu einer der größten Firmen der deutschen chemischen Industrie und zu einem Hause von Weltgeltung entwickeln sollte. Wasch= und Reinigungsmittel sind die Haupterzeugnisse der Firma. Besonders ist es das bekannte selbsttätige Waschmittel Persil, das den Ruhm der Firma begründet hat: sein Erscheinen leitete eine vollkommene neue Epoche der Wäschebehandlung ein. Heute ist Persil in jedem Kulturland ein wohlbekannter Begriff. Seit dem Jahre 1878 befindet sich die Firma in Düsseldorf, wo auch der gesamte VerwalVtungsapparat seinen Sitz hat. Tochterfabriken bestehen in Genthin(bei Magdeburg) und Pratteln(Schweiz). Das Werk darf mit Recht von sich sagen, daß kaufmännischer Wagemut, gepaart mit ernstem wissenschaftlichem Streben, das Grundgefüge des stolzen Unternehmens ist, das nunmehr Rückschau halten kann auf ein halbes Jahrhundert überaus erfolgreichen industriellen Wirkens. Lonboile. Kaupf gegen die„1o. (Von einem besonderen Mitarbeiter.) London erlebt trübe, schwere Zeiten. Die anhaltende Arbeitslosigkeit, der nimmer enden wollende Streik der Bergarbeiter bringt bittere Sorgen. Doch der Engländer, zumal der Londoner, ist allem langen Grübeln abhold, er will sich nicht unterkriegen lassen von den Nöten des Tages. So späht er nach Lichtblicken, sucht begierig nach Spuren beginnender Besserung. Der Glaube des Engländers an eine bald kommende bessere Zeit ist stark und unverwüstlich. Nun gar jetzt, da er mit Stolz sagen darf, daß Groß=London die längste Untergrundbahnstrecke der Welt besitzt. Nachdem im Süden Londons die Anschlußstrecke von Clapham nach Norden in Betrieb genommen worden ist, führt vom äußersten Süden, von Morden, bis nach Edgware am äußersten Nordrande der Mammutstadt ein fast schnurgerader unterirdischer Schienenstrang in einer Länge von mehr als 12½ englischen Meilen. Die Eröffnung der neuen Strecke verlief mit gebührender Feierlichkeit. Oberst Moore=Brabazon, parlamentarischer Unterstaatssekretär im Transportministerium, wirkte höchstpersönlich mit als Führer des ersten Zuges, dessen Insassen aus ehrenwerten Parlamentsmitgliedern und anderen hochmögenden Honoratioren bestanden. Doch die Feier bedeutete nicht nur einen Triumph des modernen Verkehrs, sondern auch einen Markstein in der Bekämpfung des Aberglaubens. Das kam so: Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Londoner pferd zugelegt, des die Zahl 13 versemenden Vorurteils. Auf seine Veranlassung fand die Einweihung der neuen Strecke ausgerechnet am 13. September statt. Auch trug der erste Zug die vielen Zeitgenossen noch immer gefährlich erscheinende Nummer 13. Endlich erschien aus dem nach glücklich verlaufener Probefahrt von dem edlen Lord gegebenen Frübstück im kleinen Kreise der schon erwähnte Lunneh Schwergewichtsweltmeisier. Dempsey nach Punkten geschlagen. Der Weltmeisterschaftskampf um die Meisterschaft für Schwergewichte im Boxen, der in der Riesenarena von Philadelphia auf dem Gelände der Weltausstellung zwischen Jack Dempsey, dem Titelhalter, und Gene Tunney zum Austrag kam, wurde von dem drei Jahre jüngeren Tunncy über zehn Runden nach Punkten gewonnen. Tunney hatte die ersten fünf und die beiden letzten Runden klar für sich. Dempsey erhielt in der neunten Runde einen schweren Gesichtstreffer, der ihm das linke Auge schloß. 135000 Zuschauer wohnten dem Kampfe bei und feierten den neuen Weltmeister mir einem Boxweltmeister Tunney. ganz unbeschreiblichen Jubel. 32 Rundfunksender wurden vom Ring aus besprochen und gaben den Millionen Rundfunkhörern laufend den genauen Bericht über den Kampfverlauf. Punkt 7 Uhr Freitag abend(1 Uhr nachts in Deutschland) betraten die ersten Kämpfer der Rahmenkämpfe den Ring, vom Publikum in verhaltener Erregung mit kurzem Beifall begrüßt. Die Rahmenkämpfe boten guten Sport. Die Kämpfer waren aber sichtlich angesteckt von der Spannung und Erregung im Publikum. Um 8.30 Uhr(2.30 Uhr in Deutschland) erschienen Dempsey und Tunney im Ring. Unter ungeheurer Spannung gingen die üblichen Formalitäten vor sich. Um 8.38 ertönte der erste Gongschlag. Dempsey war bereits nach der ersten Runde verloren. Man hat recht gehabt, als man meinte, er könne unmöglich nach der langen Pause von drei Jahren noch genügend fertig sein, um der frischen Kraft Tunneys zu widerstehen. Tunnev hat seinen Weltmeistertitel in überaus überzeugender Weise erkämpft. Aber es kann natürlich nicht außer acht gelassen werden, daß eben Dempsey nicht mehr der Kämpfer von 1923 und 1921 war. Die Schläge, die man damals von ihm sab und die Carpentier und Firpo in wenigen Runden zerschmetterten, sab man jetzt auch nicht im entferntesten. Beide Punktrichter waren in völliger Übereinstimmung und gaben boch überlegenen Punktsieg Tunneys, der unter ganz unbeschreiblichen Begeisterungstumulten als Sieger vorgestellt wurde, bekannt Während des Boxens war der Regen immer stärker geworden. Aber kein Mensch dachte daran, aufzubrechen Dempsey, schwer mitgenommen und stark blurend, wurde aus dem Ring geleitet. Das Publikum feierte immer aufs neue Stuney mit wahren Beifallsorkanen N. Peltzer in München. Peltzer wird am Sonntag in München versuchen, den Weltrekord des Franzosen Bar# ton über 1000 Meter zu schlagen. K. Westdeutschland schlägt im Schachkampf Holland. In Krefeld fand ein Schachländerkampf zwischen Westdeutschland und Holland statt. Da bei den Hollandern die beiden Meister Euwe und Davidson fehlten, gewannen die Westdeutschen den Kampf leicht mit 12½: 7½. N. Vierkötter nach England eingeladen Der deutsche Strommeister und Kanalbezwinger Ernst Vierkötter hat eine Einladung nach England erhalten, dort mit mehreren anderen Kanalschwimmern zusammenzutreften. Die Zusage des Kölners steht noch aus. Börse und Handel. Amtliche Berliner Notierungen vom 24. September. * Börsenbericht. Das Publikum verhielt sich weiter zurückhaltend, dagegen war die berufsmäßige Spekulation vielfach mit Rückkäusen am Markt, so daß die Effektenmärkte allgemein etwas freundlicher waren. Am Anleihemarkt herrschte weiterhin äußerst rege Nachfrage. Der Geldmarkt ist flüssig wie bisher, tägliches Geld stellte sich auf 3.50—5.00. monatliches Geld auf 5.75—7.00 26. &a Devisenbörse. Dollar 4,19—4.20; engl. Pfund 20.35—20.40; holl. Gulden 168,03—168.45; Danz. 81,36 bis 81.56: franz. Frank 11,63—11.67; belg. 11.20—11,24; schwetz. 81,05—81,25; Italien 15,39—15.43; schwed. Krone 112,10—112,38; dön 111,40—111,68; norweg. 91,92 bis 92,16; tschech. 12.41—12,45; österr. Schilling 59.18. bis 59.32; voln. Zloty(nichtamtlich) 46.48—46.72. * Produktenbörse. Die festere Tendenz der amerikanischen und englischen Börsen war besonders betont durch eine starke Erhöhung der Cifforderung für Manitobaweizen II und III. während Nr. I wie auch Hardwinter nicht so viel in den Preisen gesteigert waren. Hier wird Weizen in geringen Inlandssorten viel angeboten, ist aber weder zu Mühlen= noch zu Futterzwecken gefragt gewesen, während schwere Ware weiter zu Andienungszwecken begehrt blieb. Durch Beimischung von Sommerweizen waren eine Anzahl von inländischen Weizenpartien kontraktlich gemacht. Die Ware wird schlank von den Mühlen ausgenommen, und neue Deckungsfrage ließ September etwas mehr steigen als die auch festen hinteren Sichten. Roggen war in Waggon= wie Kahnladungen weniger offeriert und erzielte ungefähr letzte Preise. Laufender Monat durch Deckungen befestigt, auch bintere Monate etwas höher. Gerste wie Hafer nur in guten Qualitäten gefragt. sonst schwer verkäuflich. Mehl blieb ruhig. Getreide und Olsaaten per 1000 Kilogramm. sonst per 100 Ktlogramm in Reichsmark: 24. 9. Weiz., märk. vommersch. Rogg. märk. vommersch. westpreuß. Braugerste Futtergerste Haser, märk. pommersch. westpreuß. Weizenmehl p. 100 kg fr. Bln. br. inkl. Sack(seinst. Mrk. u. Not. Roggenmehl p. 100 kg fr. Berlin br. intl. Sach * Magerviehmarkt. Rindermarkt. Auftrieb: 626 Stück Rindvieh, 153 Kälber, 565 Milchkühe, 4 Zugochsen, 32 Bullen. 25 Stück Jungvieh, 523 Pferde Verlauf des Marktes: Langsam: Preise unverändert Es wurden gezahlt für: A. Milchkühe und hochtragende Kühe: 1. Qualität 460—580 M., 2. Qualität 300—430 M. 3. Qualität 250—300 M. B. Ausgesuchte Kühe über Notiz; tragende Färsen: 1. Qualität 300 bis 460 M., 2 Qualität 220—280 M pro Stück; ausgesuchte Färsen über Notiz C. Jungvieh zur Mast: Bullen. Stiere und Färsen 42—46 M. pro Zentner Lebendgewicht. D. Pferdemarkt: Ausgesuchte Posten über Notiz. * Die amtliche Großhandelsindexziffer vom 22. September 1926 Die aus den Stichtag des 22. September berechnete Großhandelsinderziffer des Statistischen Reichsamts ist über dem 15 September von 127.4 auf 126.7 um 0.5% zurückbegangen Von den Hauptaruppen hat die Indexziffer d Aararerzeugnisse um 0,6% auf 128.0 und die Indexziffer der auf 0.2% auf Ei Gratzelll die größte Funkzeitschrift, bringt alle Programme und großen Unterhaltungs- und Baltlerteil. Nur 50 Pf. jede Weche. Abonnementsbeltellung bei jedem Briefträger Probenummern kostenlos vom Verlag Berlin N 24 ehrenamtliche Zugführer als dreizehnter Tischgast. Probefahrt wie Frühstück verliefen in glänzender Stimmung, was der Bekämpfer des Aberglaubens ausdrücklich als günstige Vorbedeutung für den geschäftlichen Erfolg der neuen Bahnstrecke ansah. * Der Aberglaube hat einen Stoß erlitten. Doch wirklicher Glaube steht in Ansehen. So lehrt das Ergebnis einer Umfrage. Eine große Zeitung hatte einen Fragebogen von 14 Punkten aufgestellt. 14000 Leser haben durch ihre Antworten kundgegeben, wie sie es mit der Religion halten. Da hat sich herausgestellt, daß 71 25 der Leser an einen persönlichen Gott glauben, 72 3 an die persönliche Unsterblichkeit des Menschen und 75% sich als Christen bekennen. 38% halten die im ersten Buch Mosis überlieferte Schöpfungsgeschichte für absolut wahr. Diese Abstimmung ist in allen Kreisen sehr ausführlich erörtert worden. Soviel Zufälliges derartigen Veranstaltungen notwendigerweise anhaftet, wird das Ergebnis doch allgemein als typisch gewertet und im großen und ganzen als erfreulich bezeichnet. Wo anders als in England wäre eine derartige Abstimmung wohl möglich? Ist doch solcher Vorgang und seine gewissenhafte Würdigung ein Zeichen der Denkweise des durchschnittlichen Engländers, der nüchtern Tagesfragen der Politik, jedoch mit ursprünglicher, unerschütterlicher Glaubenskraft die religiösen Ewigkeitsfragen erfaßt. K. D. Segen der Bickleibigteit. (Eine Gerichtsszene.) Personen: Der Vorsitzende, Gerichtspersonen, die korpulente Frau, Zeugen. Erster Akt. Vorsitzender(zur Angeklagten, der korpulenten Dame, die ihre beinahe drei Zentner Lebendgewicht— weil die Bank ihre Aufnahme rundweg verweigert— auf zwei Stühlen placiert hat):„Sie sind beschuldigt, aus der Ihnen benachbarten Gartenlaube fünf Hühner, Bargeld und Kleider gestohlen zu haben.“ Angeklagte(sich schwerfällig erhebend):„Ich bestreite das— das ist sicher jemand anders gewesen.“ Richter(nachdem er die Zeugen vernommen hat, zur Angeklagten):„Die Zeugen hier, die Sie eben gehört haben, behaupten aber, Sie gesehen und richtig erkannt zu haben. Angeklagte:„Und doch is es nich wahr.“ Richter:„Wie wollen Sie das beweisen?" Angeklagte(schweigt, weiß sich nicht zu helfen. Die Verurteilung droht. Da— im letzten Moment, fällt ihr die Rettung ein. Tief, wie von einem Alp befreit, aufatmend, sagt sie):„Ich bin doch, Sie sehen das ja selbst, Herr Richter, man sehr stark— nich wahr? Also da in die Laube— wäre ich ja gar nich reingegangen.“ Richter(sieht die Angeklagte an, lächelt):„Sind Sie wirklich— nicht schwerer als... sonst?“ Eine weibliche Schöffin:„Nein, nein, die Frau hat sich bestimmt nicht ausstaffiert— das Gewicht stimmt schon. Sie ist sicher— eine starke Frau.“ Geht sie hinein oder geht sie nicht hinein— das ist hier die Frage. Das Gericht beschließt die Klärung durch einen Lokaltermin vor der nahen Laube des Bestohlenen. Zweiter Akt. Personen: wie vorher. Das Gericht und die Zeugen sind vor der Laube des Bestohlenen versammelt. Passanten gehen vorüber, bleiben neugierig stehen. Aller Blicke sind gespannt auf die korpulente Angeklagte gerichtet. Sie demonstriert, vom Richter dazu aufgefordert, die Richtigkeit ihres Beweises: zuerst von vorn, dann rechts, links seitwärts versucht sie durch den Laubeneingang zu gelangen. Alles vergeblich: es erweist sich tatsächlich als ausgeschlossen, daß die Angeklagte durch den Eingang der Laube hindurchkann. Triumphierend blickt sie die Zeugen an, die nun umfallen und zugeben, daß sie sich doch auch geirrt haben könnten. Dritter Akt. Der Richter beendet an Ort und Stelle die Verhandlung. Die Angeklagte wird freigesprochen. Der schwache Punkt der Anklage war— das Gewicht der Beklagten, das das Gericht gewogen... und zu schwer befunden.— Luspi. Paderborner Fahrplan* 92# Stadttparkalle PADERBORN Rathaus * - Annahme von Spareinlagen Erledigung aller bankmäßigen Geschäfte * Spezialwerkstatt für Auto- und Wagenlackiererei Josef Koch Rosenstr. 41 Paderborn Pipinstr. 24 Fernruf 2683 Alle vorkommenden kleine und größere Ausbesserungen werden schnell und gut ausgeführt Ausflührung von Verglasungen sowie Reparaturen. Kochherde- Oefen- Grudeherde Haus- und Küchengeräte aller Art Eisenwaren— Bau- und Möbelbeschläge— Draht und Drahtwaren— Stacheldraht— Gellechte— Drahtstitte kauft man vorteilhaft bei JJos Nios Eisen- Paderborn SOS. Nes, nandl. 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