5. und 6. Juli wir unser chützenfest; aden Freunde des re unsere Brilomit dem onders für gute lon gesorgt ist. bedielt. i 1857. hützenvorstand. hier soge ich allen nd Bekannten ein Dickel, r. Empfänger: bonnement Zeitung. Patriotische Zeitung, enbahnverbindungen Osten und Westen als die meisten anbringt, ein neues n Originalbeiträgen itartikel, welche den neren Politik vom beleuchten, und hat n. der Provinz Weststellt.„Die PatrioBerichte über den r Bergwerks= und anderer commereinungen.— Ihren sich die Patriotische n, welche für die 1 Sgr. berechnet welche mit Ausiglich Abends aus), ist pro Quarial 1 Thlr. 5 Sgr. riotischen Zeitung. runs. twein=Preise. 857. kr. Sgr. Pf. 29 eine außergegrößtentheils in in ersterem wakterem ebenfalle r beide Sorten id es wurden in iten Weizen somit 7½/10 Thlr. Buchweizen war niedriger abgen blieben tohne unverändert, Sauertändischer Anzeiger zugleich Wochenstalt für dir Krrist Priton, Burrn, Trabt und Amt authen. Erscheint am Montag, Mittwoch und Sonnabend, und kostet in Brilon bei der Expedition 23 Sgr., durch die Post bezogen, portofrei, 27½ Sgr. halbjährlich. No. 76. Montag, 29. Juni 1857. Inserate und Bekanntmachungen kosten erstere 6 Pf., letztere 1 Sgr. die dreispaltige Petitzeile oder deren Raum.— Briefe und Gelder werden franco erbeten. mit dem 1. Juli beginnende Abonnement auf dieses Blatt bitten wir so zeitig zu erneuern, daß in der Virsendung keine Unterbrechung entsteht und wir noch alle Nummern nachliefern können. Brilon. Die Expedition. man in England von der französischen Verfassung hält! „Kein Mensch“, so sagt die nTimesn,„kann sich auch nur einen Augenblick einbilden, daß Frankreich an seine eigenen Institutionen glaubt. Jenseits des Canals besteht gegenwärtig eine Verfassung, die eben so klar definirt und eben so in's Einzelne ausgearbeitet ist, wie die unsrige. Die Spige der Verwaltung bildet ein durch das allgemeine Stimmrecht gewählter Kaiser, der Hüter der Gesetze, der Träger der Ordnung, der Befehlshaber der Land= und Seemacht. Diesem Herrscher steht ein Staatsrath zur Seite, welcher Gesetze vorbereitet und Rathschläge hinsichtlich der Ausführung derselben ertheilt. Ferner ist ein Senat vorhanden, der aus den bervorragendsten Männern des Landes, den Marschällen, den Admiralen, den Cardinälen und anderen hohen Würdenträgern, zusammengesetzt ist. Schließlich reiht sich diesem der von dem Volke auf allerbreitester Grundlage gewählte gesetzgebende Körper an. Das ist doch in der That eine Verfassung, von der man denken sollte, sie müsse irgend eine Bedeutung haben und gewisse Bürgschaften für die Freiheit bieten. Und doch ist sie ein bloßer Name, ein Trugbild, der Schatten eines Schattens. Deer Kaiser sitzt sest im Sattel, und das Heer beparrt standhaft in seinem Geborsam gegen ihn und in seinem Hasse gegen den pariser Pöbel. Sie bilden die Regierung; alles andere ist nur eine mehr oder weniger ernste Fiction, und doch scheint es, daß der Despotismus dem Schatten der todten Freiheit eine gewisse Huldigung darbringen muß. Heut zu Tage müssen selbst bei Handhabung der absoluten Gewalt gewisse Rücksichten des Anstandes beobachtet werden. Die Verfassung von 1852 muß von Zeit zu Zeit in Thätigkeit gesetzt werden, nicht zur Erreichung eines bestimmten Zweckes oder zur Befriedigung eines dringenden Bedürfnisses, sondern um den Beweis zu liefern, daß das Leben noch nicht ganz aus ihr geschieden ist.... Der Beherrscher Frankreich's muß in gewissem Grade an 1789 und an die neuen Principien Frankreich's appelliren. Diese aber haugen mehr oder weniger mit der Beibehaltung demokratischer Formen zusammen, so inhaltlos und wirkungslos dieselben auch geworden sein mögen. Daher die Ceremonie einer neuen Wahl. Sie ist ein Aberglaube der Dynastie. Die Berufung an das gesammte Volk bildet einen Theil der napoleonischen Idee, Etwas, das der Form nach noch beibehalten werden muß, so beeinflußt und verkehrt es auch sein mag.... Wie es scheint, gehören eine Rücksichtsnahme auf das Prinzip des allgemeinen Stimmrechts und der Glaube, daß die gelegentliche Ausübung besselben, wenn auch in Wirklichkeit ohne Freiheit und praktisches Resultat, dem Imperialismus neue Stärke verleihe, zu den am tiefsten eingewurzelten Gefühlen des Kaisers. Der Erfolg früherer Versuche ist natürlich geeignet gewesen, diese Vorstellung noch zu vers“ Die Stimmen des Volkes machten ihn erst zum Präsidenten, dann zum Präsiventen auf Lebenszeit, dann zum Kaiser, sie wählten die eben zurückgetretene Versammlung, welche sich so gehorsam und dienstbeflissen zeigte, und es läßt sich mit Fug erwarten, daß sie seine fünfjährige Politik sanctioniren werden, indem sie auf sein Gebot dieselben Männer wieder wählen, die ihm schon früher wohlgefällig gewesen waren. Ein anderer Grund zu dieser Berufung oder Scheinberufung an das Volk ist die von der absoluten Gewalt stets unzertrennliche Unruhe. Gerade die Apathie der Franzosen hat in letzter Zeit die Besorgnisse der französischen Regierung erregt. Die Stille, welche ihr eigenes Werk war, verursachte ihr Schrecken. Es mußte ihr Erleichterung gewähren, dieses unheimliche Schweigen zu brechen; war doch selbst eine Demonstration oder ein Tumult besser, als jenes stille Brüten, welches unter einer so glatten Oberfläche verborgen sein mußte.“ Tagesereignisse. Berlin, 23. Juni. In der kgl. Münze sind zum Ausmünzen des Geldes nach dem neuen Münzfuße bereits alle Vorkehrungen getroffen, und dürfte solches schon in diesen Tagen ersolgen. Zur Probe ist bereits eine geringe Anzahl von neuen Thalern geschlagen worden, deren Gepräge großen Beisall findet. Das Geld, welches in diesem Jahre in der kgl. Münze bis jetzt geprägt wurde, trägt noch den Stempel vom Jahte 1856. Vom Rheine, 22. Juni. Fürst Metternich ist heute auf dem Johannisberge eingetroffen. Gleiwitz, 19. Juni. Vorgestern und gestern hat die Verhandlung vor den Assisen, betreffend die im Jahre 1848 geschehene Ermordung der Frau Fürstin von Sulkowska, die allgemeine Theilnahme in hohem Grade in Auspruch genommen. Bekanntlich siel Abends kurz nach 9 Uhr, als die Fürstin sich gerade auskleiden ließ, ein Schuß durch das: Feuster ihrer Stube und traf dieselbe, daß sie nach einer Stunde den Geist ausgab. Sie hatte vor ihrem Tode noch die Aeußerung geihan: Das hat mir mein Sohn Max gethan, und als man ihr bemerklich machte, daß derselbe ja in Wien sei, so sagte sie: Er hat es mir gedroht. Nach einem Familien=Fideicommiß sollte der ältere Sohn, der Herzog von Bielitz, die väterlichen Güter, der jüngere, Max, die mütterlichen nach dem Tode der Eliern erhalten. Dieser hatte durch sein ausschweisendes Leben sich in Schulden gestürzt und ging die Mutter an, schon bei ihrem Leben ihm die Güter abzutreten. Da dieselbe sich dessen weigerte, so kam es zu heftigen Auftritten zwischen Mutter und Sohn. Er hat sich zwei Mal thätlich an der Mutter vergriffen und ein Mal ihr Blausäure beibringen wollen, wurde jedoch an der Ausführung seines planes verhindert. Solche Thalsachen bekrättigten die Behauptung der Sterbenden. Es hat auch in der That einige Monate darauf der Fürst selbst vor dem Dr. Hankowoki darüber geklagt, daß es ihm keine Ruhe lasse; es laste auf ihm der Tod seiner Mutter, seiver ihm angetrauten Frau, einer aus Amerika mitgebrachten Creolin und eines Mädchens, Auguste, das sich verkleidet, angeblich als Baron, bei ihm aufhielt. Er suchte den Tod und fand ihn auch auf den Barricaden Wens. Der intellectuelle Urheber des Mordes war also ermittelt; man forschte nun nach der Hand, die ihn ausgeführt, und der Sattter Karl Obst ward durch verschiedene Umstände der Gräuelthat bezichtigt. Die Geschworenen sprachen im Oecember 1850 über ihn das„ Schuldig= aus, er wurde verurtheilt, mit dem Rade vom Leben zum Tode gebracht zu werden. Er läugnete jedoch beharrlich seine That und unterlag. aus Angst der Hinrichtung einer schweren Krankheit. Wie bei seinen früheren Verbs so hat er auch kurz vor seinem Tode alle Schuld auf den Schichtme:" seph Franke gewälzt. Der Angeklagte selbst betheuerte seine Und„ester Ioder Spruch der Geschworenen lautete: Schuldig. In Folge:„huld; aber wurde der Angeklagte zum Tode durch das Rod verure#“ oieses Spruches unerwartet, denn er hatte sicher auf seine Freisy.„ge0%g.. Es kam ihm so sammenknickte und von Zweien weggeführ“ echund gerechnet, daß er zuHannover, 18. Juni Hi. werden müßtee, „ u 4nigen Tagen Hir von. Dredigern der modernen Richtung war zahlreich besucht, da viele er Anforderungen der höberen Behörden zu entsprechen. Hauptsächlich wurde die Frage über=Privatbeichten und Privatabsolutionn besprochen und die Ansicht aufgestellt, daß es eine Bürgschaft für die Blüthe des christlichen Lebens sein würde, wenn vorzüglich die Privatbeichte wieder allgemeiner in Gang käme. Göttingen, 23. Juni. In verflossener Nacht hat D. ph. W. Klinkersues einen neuen Kometen im Sternbilde des Perseus entdeckt. Kassel, im Juni. Die in Frankfurt a. M. lebende Gräfin Bose, geb. Gräfin von Reichenboch=Lessonitz(Tochter des verstorbenen Kurfürsten von Hessen), von welcher in neuerer Zeit zahlreiche Acte der Wohlthätigkeit und Liberalität zum Besten ihres früheren Heimathslandes bekannt geworden sind, hat kürzlich wiederum der Universität Marburg ein Capital von 12,000 Gulden für die dasige medicinische und chirurgische Klinik zum Geschenk gemacht, mit der Bestimmung, daß die Zinsen dieser Summe zur Bestreitung der Kosten für Aufnahme und Verpflegung erkrankter Kinder armer Angehöriger des Kurstaates zu verwenden seien. Unter den stipulirten näheren Modalitäten dieser Stistung bieten einige besonderes Interesse. Bei der Frage der Aufnahme soll allein die Notb und das persönliche Bedürfniß entscheiden, namentlich auf das confessionelle Bekenntniß und die kirchliche Richtung keinerlei Rücksicht genommen werden. Stuttgart, 22. Juni. Gestern verschied hier an der Brust=Wassersucht Schiller's ältester und bisher einzig noch lebender Sohn, der sachsen=weimar'sche Kammerherr und pensionirte würtembergische Oberförster Karl Friedrich Ludw. v. Schiller, geb. zu Ludwigsburg am 14. Sept. 1793 während einer Reise, welche seine Eltern von Jena aus in die Heimath unternahmen. Karl v. Schiller war zuerst Page in weimar'schem Dienste, folgte 1813 der Fahne in die Befreiungskriege, war dem 7. preuß. Ulanen=Regiment zugetheilt, kehrte 1817 auf Wunsch der damaligen Königin nach Schwaben zurück, studirte die Forstwissenschaft und verließ den würtembergischen Forstdienst nimmer bis zu seiner vor einigen Jahren erfolgten Pensionirung. Des Dichters geliebter Karl war wirklich, was poetische Begabung betrifft, nicht von jenem Geiste erfüllt, von welchem der alte Dichter singt: Est Deus in nobis. Aber er war bieder, dem Culte seines Vaters mit bescheidener Sohnestreue ergeben, und ein sehr verständiger Geschästsmann. Letzteres so sehr, daß man ihm im Lande das gewiß erfundene Wort in den Mund legte: sein Vater sei ein großer Mann gewesen, aber von der Forstwissenschaft habe er Nichts verstanden. Der Sohn des Verstorbenen, der hier seines Großvaters Standbild enthüllt hat, Friedr. Ludw. Ernst, zur Zeit Rittmeister im 5. österr. Cuirassier=Regiment, erfreute seinen Vater noch kurz vor seinem Toce durch einen neuen Namenserben, welcher— Schiller's Urenkel— im April 1856 geboren worden ist. 1845 war des Verstorbenen Familie vom König Wilhelm iu den Freiherrnstand erhoben worden, und 1853 ernannte der Großherzog Karl Alexander von SachsenWeimar den Hingeschiedenen zum Kammerherrn. Wien, 22. Juni. Die evangelische Kirchenfrage befindet sich in diesem Augenblicke in dem letzten Stadium der Berathung, und bildet diese Angelegenheit gegenwärtig den Hauptgegenstand der Verhandlungen in der Minister=Conserenz. Der Allerh. Entscheidung wird im Laufe des nächsten Monats mit Zuversicht entgegengesehen. Von Hamburg aus sind für den Bau eines evangel. LehrerSeminars in Oedenburg 700 Fl. beigesteuert worden. Von Seitens Preußens und Sachseus werden ebenfalls namhafte Spenden zu diesem Zwecke erwartet. Berchtesgaden, 16. Juni. Die kalte Witterung des 13. und 14. Juni hatte alle Bergkuppen bis tief herunter mit Schnee bedeckt, so daß auf mehreren Almen Kälber erfroren sind. Seit einer langen Reihe von Jahren hat noch im Juni der Schnee im ganzen Gebirge nicht so tief heruntergereicht, als jetzt. Zolkiew[Galizien], 15. Juni. Am 11. d. wüthete im Zolkiewer Kreise ein surchtbarer Sturmwind mit Hagelschlag. Der Hagel siel Anfangs in der Größe von Haselnüssen, später jedoch so groß wie Hühnereier. Auch Bäume wurden entwurzelt; der Ostrower Eichenwald liegt zur Hälfte umgeworfen; in Ostrow wurden einige herrschaftliche und Pfarrwohnungen, dann sehr viele bäuerliche Wirthschafts=Gebäude umgeworsen. Neapel, 12. Juni. Bereits seit längerer Zeit erwartete man eine Eruption(Ausbruch) des Vesuvs; die Anzeichen waren am Tage aber nur in der Nähe der Krater bemerkbar, obgleich sie zur Nachtzeit weithin über Land und Meer leuchteten. Seit einigen Tagen wälzt sich nun ein prächtiger Lavastrom gravitätisch in der Richtung von Ottojano hin, ohne indeß gefahrdrohend zu sein. Rom, 15. Juni. Wenn man bemerkt, es scheine um eine Amnestie doch immer noch mißlich zu stehen, so haben die Römer schuell die Antwort zur Hand:„Aber glauben Sie denn, der dl. Vater werde den Tag seiner Krönung (21. d. Mts.) ohne ein politisches Fest=Angebinde vorübergehen lassen? Nicht möglich! Das Programm der öffentlichen Wünsche hat dieses Mal die Stadt Bologna revidirt. In Rom macht es schriftlich wie gedruckt die Runde und lausst:=Allgemeine Amnestie, Unterdrückung der römischen Bank(die ist auch wirklich sin Nest voll nimmer satter Raubvögel), eine Staats=Consulta nicht bloß für die Finanzen, sondern für alle Verwaltungszweige, ein neues MiniGerium und Entferuuug der fremden Besatzungstruppen. Die Wünsche sollen wirklich auch Sr. Heiligkeit in Bologna von Wohlmeinenden ehrerbietig unterbreitet sein. Der Volks=Enthusiasmus der Bolognesen für den hl. Vater findet mit seinen Ehrenbezeugungen und Demsnstrationen noch immer kein Ende. Brüssel, 23. Juni. Die sterblichen Ueberreste des berühmten Grafen Egmont, 1568 am 5. Juni hier auch Alba's Besehl enthauptet, sind mit denen seiner Gemahlin im Inneren der Kirche zu Sotieghem in einem Grabgewölbe, dem Hochaltar gegenüber, beigesetzt. Beschwerlich war der Eingang zu dem Gewölbe, das zuletzt 1804 geöffnet wurde, um einen gerichtlichen Akt aufzunehmen. Jetzt wird die Kirche umgebaut und auch eine neue Grabhalle dergestellt, in welcher am 1. Juli die Leiche Egmont's und die seiner Gemohlin feierlichst beigesetzt werden sollen. — 24. Juni. Bei Gelegenheit der Säcular=Feier des Maria=Theresia=Ordens ist vielleicht die Notiz nicht ohne Interesse, daß der einzige Ritter jenes berühmten Ordens in Belgien König Leopold ist, welcher sich denselben auf dem Schlachtfelde erworben hat. Paris, 23. Juni. Ven den 356,069 pariser Wählern haben sich 143,170 der Abstimmung enthalten, also gestimmt 212,899; von diesen stimmten für die Regierung 110,525, für die beiden Oppositions=Listen 96,319 und für verschiedene andere Candidaten, die ebenfalls der Regierung nicht angehörten, 6055. Die Regierung hat also in Paris nur eine Majorität von 14,206 Stimmen gehabt. — 25. Juni. Die Wahlen der Deputirten sind jetzt vollständig bekannt. Für Paris und die Departements wurden 256, darunter 8 verschiedene Oppositions=Mitglieder gewählt. Sechs Neuwablen mässen Statt finden. London, 23. Juni. Unter dem Vorsitze des Prinzen Albert fand gestern Nachmittags die erste von drei Conferenzen Statt, welche den Zweck haben, die Fragen des Volksunterrichts zu erörtern. Im Verlaufe seiner Rede erwähnte der Prinz, daß sich seit dem Beginne des gegenwärtigen Jahrhunderts, d. b. in einem Zeitraume, während dessen die Bevölkerung England's sich ungefähr verdoppelte, die Zahl der Schulen im Lande sich vervierzehnfacht habe. Ju der heutigen Oberhaus=Sitzung wurde die Ehescheidungs=Bill zum dritten Male verlesen. London, 26. Juni. Die Königin hat in der gestrigen Geheimenraths=Sitzung ihrem Gemahl den Titel Prince consort verlieben, welcher ihm die Stellung und Rechte eines engl. Prinzen gibt. Petersburg, 16. Juni. Zum Zwecke der nun mit Nachdruck zur Ausführung gebrachten Feldzugsplane zur Unterwersung des östlichen Kaukasus unternahm jüngst der Fürst-Statthalter am Kaukasus eine Rundreise, während welcher der Ober=Befehlshaber des abgesonderten kaukasischen Armee=Corps einen Tagesbefehl erließ, welcher die Nachrichten von bevorstehender energischer Operation gegen Schamyl, womit der Fürst Bariatineki beaustragt ist, bestätigt. Konstantinopel, 10. Juni. Gestern Abends, gleich nach Sonnenuntergang, zeigten eine Feuerwolke am Horizont und sieben Kanonenschüsse vom Bospor her einen großen Brand in Konstantinopel an. Ein Theil des Serails, wo an Bairamfesten der Fußkuß des Sultans Seitens der Großwürdenträger Statt findet, ist eingeäschert worden. — Das Programm für die zu errichtende Eisenbahn von Smyrna nach Aldin ist erschienen. Das Actien=Kapital soll in 1,200,000 L. St. in 60,000 Actien zu 20,008 Pfd. bestehen, wofür die hohe Pforte mindestens 6 pCl. Intcressen gewährleistet. Für jede Actie soll 1 L. St. deponirt werden. Algier. Die Straßen= und Fort=Bauarbeiten schreiten emsig vor. Aber auch in anderer Beziehung machen sich wichtige Fortschritte bemerkbar. In den ersten Tagen nach Unterwerfung der Beni=Raten bekam man nur selten Einen derselben zu Gesicht, und ihre Phisiognomie verrieth Haß und unterdrückte Wuth. Schon jetzt ist es anders: Männer und Kinder kommen täglich ins Lager, mischen sich zutraulich unter die Soldaten und bringen Lebenemittel auf die Märkte jeder Division. In Persien geht wieder allerlei vor, was auf keine lange Friedensdauer schließen läßt. Die Russen suchen den Enzländern wieder den Rang abzulausen, und schon wird in teherauer Briefen, die in Pera eintrasen, von verschiedenen Friedensverletzungen gesprochen, unter denen die Verbaunung eines Fürsten sich befindet, der von der stipulirten allgemeinen Amnestie nicht ausgeschlossen sein kounte. Das englische Occupationscorps hat, 4000 Mann stark, bei Mahammerah ein Lagen bezogen. Aus den Städten am Tigris und Euphrat hatte man eine Menge Strohmatten kommen lassen, um statt der Zeite, nuter denen die Hitze unerträglich war, Hütten zu bauen. Pyrmont. Der Handlungsreisende eines magdeburger Hauses hat, nachdem er nicht allein seine Baarschaft, die er bei sich führte, sondern auch die für Rechnung seines Hauses einkassirten Gelder im Betrage von 1800 Thlrn. an der hiesigen Spielbank verspielt hatte, seinem Leben durch einen Pistolenschuß ein Ende gemacht. erühmten Grafen Egptet, sind mit denen einem Grabgewölbe er Eingang zu dem ichtlichen Akt aufzuneue Grabhalle derdie seiner Gemohlin aria-Theresia=Ordens ige Ritter jenes beh denselben auf dem haben sich 143,170 diesen stimmten für 96,319 und für verig nicht angehörten, ajorität von 14,206 d jetzt vollständig 256, darunter Sechs Neuwahlen Albert fand gestern se den Zweck haben, aufe seiner Rede errtigen Jahrhunderts, g England's sich unervierzehnfacht habe. igs-Bill zum dritten gestrigen Geheiconsort verliehen, Prinzen gibt. Nachdruck zur Ausöstlichen Kaukasus Rundreise, während Armee=Corps einen ; den Rang abzueintrasen, von verVorbaunung eines Imnestie nicht aushat, 4000 Mann tädten am Tigris n lassen, um statt zu bauen. deburger Hauses er bei sich führte, kassirten Gelder jelbank verspielt Ende gemacht. Meschede, 26. Juni. Seit einigen Tagen verweilen zwei Ingenieure in unserer Stadt, welche mit den Vermessungsarbeiten der projektirten Ruhr=Eisenbahn beschäftigt sind. Dieselben haben ihre Arbeiten zu Werl begonnen und werden damit bis Wardurg fortfahren. Arusberg, 22. Juni. Unter den 1856 im Regierungsbezirke Arusberg geborenen Kindern befanden sich 11,886 Knaben und 11,102 Mädchen; davon waren unebelich geboren 454 Knaben und 388 Mädchen, überhaupt 842, 110 mehr als 1855. Das Verhältniß der unehelichen Geburten zu den ehelichen war 1855 1:29, 1856 sast 1:27. Unter den einzelnen Kreisen stellt sich das Verhältniß am günstigsten im Kreise Olpe(1:96), am ungünstigsten im Kreise Wittgenstein(1:7). Die Zahl der unehelichen Geburten hat sich gegen 1855 vermindert in den Kreisen Altena, Bochum, Frilon, Iterlohn und Olpe; sich nicht verändert in den Kreisen, Arnsberg und Siegen und sich vermehrt in den übrigen Kreisen. In den Städten war ungefähr das 31., auf dem Lande das 26. Kind ein uneheliches. Mittheilungen aus den Kreisen. Brilon. Das uM. K.“ schreibt aus Meschede. Samstag den 21. d., Abends gegen 7 Uhr, hielt Herr Pastor Peters, welcher von einer Deputation, bestehend aus dem Pfarrverweser Herrn Wrede und dem Bürgermeister Herrn Esser, in Worstein abgeholt und demnächst von den Herren Stadträthen 2c. empfangen wurde, seinen Einzug. Meschede muß sich glücklich, ja recht glücklich preisen, in dem neuen Herra Pastor einen Ordensmann und guten Hirten wieder erhalten zu haben, der im Stande und von dem besten Willen durchorungen ist, auch für das Seelenheil seines kranksten Schäfleins durchdrungen ist.„ Freuet sich im Evangelium der gute Hirt über das wiedergefundene Schäflein, er verkündet in Freud' und Jubel es seinen Nachbarn: um wie viel mehr gebührt es denn nicht der Heerde, ob des ihr von Gott wiedergeschenkten, so lange entbehrten Hirten zu freuen?" Möge das beiderseitige geschenkte Vertrauen durch die Zeit 2c. nicht verwischt, vielmehr noch durch den Eifer und besten Willen jedes Einzelnen für die gute Sache, mehr und mehr befestigt werden. Am Sonntag wurde Herr Pastor Peters von der Geistlichkeit und den festlich gekleideten Schulkindern zum Hochamte aus der Pfarrwohnung abgeholt und von dem Herrn Dechant.=Luigs nach vorhergegangenen kirchlichen Ceremonien unter einer von Letzterem gehaltenen passenden und eindringlichen Anrede in sein Amt eingesetzt. Es bedurfte fürwahr nicht viel des Zartgefühls, um den erhabenen frommen Eindruck, welchen die auf den gewiegten Pastor bezüglichen Worte auf diesen machten, mitzuempfinden. Unter dem Hochamie, welches der neue Herr Pastor unter Assistenz der Herren Pfarrverweser Wrede und Vicar Fischer in Gegenwart des Herrn Dechant Luigs celebrirte, bestieg Herr Peters die Kanzel.„ Seine an die zahlreich versammelten neuen Pfarrkinder gerichteten sanften, liebevollen, aber auch den würdevollen Priester charätterisirenden energischen Worte haben gewiß jede Erwartung übertroffen, den besten Erfolg gehabt, dem Redner Vertrauen, die schuldige Liede und Hochachtung eingeflößt. Die Eintrittsrede enthielt so reichhaltiges Menerial, wovon gewiß für jeden der in Christo versammelt Gewesenen noch zur Genüge zu einem für ihn besonders passenden Verse übrig geblieben sein dürfte. Die Kirche war zur Feier des Tages von der erwachsenen Schuljugend unter Leitung verdiestvoller Personen, welche sich unter Aufopferung der für Manchen so kostbaren Zeit, niemals die Mühe verdrießen lassen zur Verschönerung und Erhebung dieser und anderer kirchtichen Feierlichkeiten beizutragen, mit vielen Ehrenbogen, Guirlanden und Kränzen festlich geschmückt und verdient, so wie der auf dem Markiplatze angebrachte, in der Mitte mit dem Symbol von Glaube, Hoffnung und Liebe gezierte sinnreiche Spruch: „ Willkommen unser Hirt! Zur Eintracht, zum herzinnigen Verein', Sammte Du die liebende Gemein'!. erwähnt zu werden. „Möge der ehrwärdige Herr Pastor noch recht viele, viele Jahre di: gleube genießen, unserer Gemeinde vorzustehen und mit dieser stetg siegend zu Felde zu ziehen gegen Sünd' und Laster und ihm einstens als Lohn seines Wirkene die Freude zu Theil werden, seine fromme Heerde im ewigen Jenseits wieder um sich versammelt zu finden. Brilon. Man schreibt der„W. 3.= u. A. aus Arusberg: #. Im Dachschiefer=Bergbau des Reviers Brilon, welcher anscheinend einer besseren Zukunft entgegengeht, herrschie auch während der Monate April und Mai d. J. erfreuliche Regsamkeit. Die Schiefer werden dort nicht mehr, wie es früher geschah, behauen, sondern nach Schablonen mit der Scheere geschnitten, zu welchem Zwecke Arbeiter aus Thüringen herangezogen sind.“ —[Zur Warnung.] Das„S. K.n schreibt: In diesen Tagen erhielt ich aus einer benachbarten Stadt eine Tapetenprobe mit dem Auftrage, dieselbe chemisch zu untersuchen, weil angeblich der Aufenthalt in den mit dieser Tapete beklebten Räumen Krankheitserscheinungen zur Folge gehabt haben sellte.— Die Untersuchung hat ergeben, daß die grüne Farbe der Tapete aus arseniksaurem Kupferoxid besteht. Wiewohl vor der Verwendung grüner arsenikfarbiger Tapeten, besonders in nicht völlig trockenen, weniger dem Wechsel frischer Lust ausgesetzten Zimmern seit Jahren gewarmt ist, so veranlaßt mich doch das Resultat dieser Untersuchung, das Publikum darauf aufmerksam zu machen, wie sehr man in der Wahl grüner Tapeten mit Vorsicht zu verfahren habe, und zwar um so mehr, als die metallischen grünen Farben, im Gegensatze zu den unschädlichen, mehr dunkeln, matten erd= oder vegetabilischen Farbestoffen, in der Regel die lebhaftesten, frischesten und dem Auge gefälligsten sind.— Soest, den 18. Juni 1857.. Bahle. m. Hallenberg, 26. Juni. Unter Bezugnahme auf meine Mittheilung in Nr. 74. d. Bl., eine am vorigen Sonntage zwischen 10 und 11 Uhr Morgens hier und in der Umgegend gesehenen Wettersäule betreffend, berichte ich nachstehend noch Folgendes: Die Säule, neben der sich später noch eine zweite kleinere bildete, im Zusammenhange mit einer stark hervortretenden Wolke, zuerst schmal, dann breiter, hoch, nach oben mäßig verjüngt, von gelblicher Farbe, in die Tiefe strahlend, dem Wasserzeichen der Sonne nicht ganz unähnlich, bei der spätern Entwickelung unten dem Rauche oder vielmehr dem Dampfe mehrerer vollgespeicherter, dumpf brennender Gebäude gleich, und, wie mehrere Beobachter behaupten, an dem, die Erde berührenden Ende wie mit Feuer durchmischt, zog, nachdem sie in der städtischen Flur einigen Schaden an Klee und Roggen angerichtet hatte, nordöstlich nach dem Flurbezirte Hesborn, zerknickte einige Fuß boch über der Erde 25 große Fichten im dortigen kleinen Communalwalde Hege, zu Balken, Sparren und Leiterbäumen geeignet, so total, als wären es Haselstöckchen oder Strohhalme. Torfrasen, Ginstergesträuche, Klee, oder sonst lose am Boden liegende leichte Gegenstände wurden fort=, und in den Strudel der Säule gerissen. Ob das Emporwirbeln etwa Ursache des schwarzen, dompfartigen Aussehens gewesen ist, darüber erlaube ich mir kein Urtheil. In einer Breite von 6 bis 7 Fuß sieher man auf mehreren Ländern Roggen, Klee, Erbsen 2c. zusammengedrückt, gleichsam als wäre mit einer sogenannten Walze darüber hinweggefahren. Die beschädigten Roggenhalme sind gedrehet. Der gemähete, und fast trockene Klee auf einem ½ Morgen großen Lande des Herrn Vorstehers Berkenkopf ist gänzlich verschwunden, und hat bis heute trotz alles Suchens nicht wieder ausgefunden werden können; der Acker selbst ist so rein, als wäre er mit Harken, ja mit Besen gesäubert. In Hesborn und in der Umgegend, auch an andern Orten hörte man während des Vorüberziehens der Säule in der Richtung, welche letztere nahm, von der Höhe des Galgenberges bis zur Südseite des Linsekopfes u. s. w. ein fürchterliches Rauschen, ein Rauschen, das bei dem gräßlichen, verderbendrohenden Aussehen der Erscheinung auch manchen Beherzten mit Entsetzen erfüllte, und selbst in größerer Entfernung deutlich vernommen werden konnte. Manche zitterten und bebten, aus Besorgniß, die Säule werde ihren Zug nach dem Dorfe nehmen, und dann möglicher Weise Häuser, und alles, was hindernd entgegenstehe, zerstören. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß hier und da selbst das vom 13. Juni und dem Kometen Gefafelte den Schrecken ängstlicher Gemüther noch vergrößerte. Während der ganzen Erscheinung herrschte außerhalb der unmittelbaren Nähe der Säule beinahe Windstille. Das herrannghende Gewitter(um 9 Uhr war der Himmel noch fast unbewölkt) begann sich zu entladen, es regnete in großen Tropfen, und an verschiedenen Stellen fielen schwere Schlossen, jedoch größtentheis vereinzelt, und ohne den Feldfrüchten verderblich zu werden. Ernte-Aussichten. Neapel. Die Getreide=Ernte ist in Apulien und in dem calabresischen Flachlande seit mehreren Tagen in vollem Gange. Auch Sampenen hat de begennen. Ueberall soll sie äußerst reichlich minder prangt der Olivenbaum mit einem Fruchtel. ige er eice in abren Spraaelun gusn S#et dahelbe gilt vom Mandelbaume. Auch die Seidenist im Durchschnitte gut ausgefallen. Spenien's Provinzen steht die Ernte überall trefflich. im Juni 1857. Will pflücken dich— dann säum' nicht lauz' Und lag' ihr, was das Bögllein sang.— J. K Dornröslein. Dornröslein blübt im stillen Hain Verlassen, einsam und allein; Auf seinem Zweig ein Vög'leiu ruht, Das singt mit frohem, frischem Muth. Prennt Sommere Gluth auch noch so sehr ornröslein beugt das Haupt nicht mehr; Allnächtlich es der Thau erquickt, Bis sie mit zarter Hand es pflückt. Dornröslein blüh', o, blühe fort! Dem Vög'lein sei ein sich rer Hort! Des Böglein singt auf deinem Zweig! Von Liep' und Treu' so sanft und weich! Und nahet sie mit zarter Hand, Sie, der mein Herz ich zugewandt, Bunkt s. — Nach dem Congreß zu Erfurt kam Napoleon I. durch Aschaffenburg. Es war der Befehl ergangen, die Zöglinge aller Schulen und Institute auf dem Wege, den der Kaiser zum Schlosse nehmen würde, aufzustellen, damit sie ihn mit„Hochrufene bewillkommen sollten. Auf dem äußersten rechten Flügel der Aufgestellten herrschte beim Vorüberfähren Napoleons eine bedenkliche Ruhe. Der Adjutant des Kaisers äußerte über dieses Stillschweigen sein Mißfallen, da er eine verabredete Demonstration der Feinde Frankreichs darin vermuthete.„Mein Herr,u fragte der Arjutant den Bürgermeister, uwer hat diesen jungen Leuten das Stillschweigen auferlegt?“—„Der liebe Gott ,- antwortete der Gefragte; nes sind die Schüler des Taubstummen=Instituts. Redigirt unter Verantwortlichkeit des Verlegers. in Wiemeringhausen. Unterzeichneter beabsichtigt, sein vor zwei neu erbautes, an der Straße nach Winterberg belegenes Wohnhaus, welches sich zu jedem, besonders kaufmännischem Geschäfte, eignet, mit Hofraum und Garten ungefähr 40 Ruthen groß, am Montag, 6. Juli d. J., Morgens 10 Uhr, beim Gastwirth Hrn. Völlmeke aus freier Hand öffentlich unter annehmbaren Bedingungen zu verkaufen. Auch sollen zu gleicher Zeit 2 Ackerländer zum Verkaufe ausgestellt werden. Kaufliebhaber werden dazu eingeladen. 556.] Engelbert Moos. rascher Wiederherstellung der Gesundheit liegt, auf die untrüglichen und bewährten Peilkräfte der Natur gegründet. Hofrath Dr. Ed. Brinckmeier 557.) in Braunschweig. 5 Leidenden und Kranken, pie sich portofrei an mich wenden, wird unentgeldlich und franco die soeben im 12. Abdruck erschienene Schrift von mir zugesandt: Antrügliche Hülfe für Alle, welche mit Unterleibs= und Magen=Leiden, Haut=Krankheiten, Verschleimung, Bleichsucht, Asthma, Drüsen= und Scropheln=Leiden, Rheumatismus, Gicht, weißem Fluß, Epilepsie, galanten oder anderen Krankhei= das Dutzend 18 Sar. bei M. Fr ten behaftet und, und denen an sicherer und#rilou und Alb. Röhr in Corbach. Vor circa 8 Wochen kaufte ich mir in Halle a. d. S. ½ Dutz. der rühmlichst bekannten Rennenpfennig'schen Hühnergugen=Pflasterchen*) und versprach im günnigen Falle den Erfolg öffentlich mitzutheilen, da ich früher die theuersten Mittel ohne den geringsten Nutzen anwendete. Diese sogenannten Rennenpfennig'schen Pflästerchen haben mich wirklich überrascht, da ich nach dem Gebrauch des zweiten die Schmerzen, und nach Anwendung des dritten Pflästerchens das fatale Hühnerauze selbst gänzlich los geworden bin und ich nun seit sechs Wochen wie neu geboren herumgehe, dieses „vorzügliche Hühneraugen= Pflaster daher Jedem anempfehlen kann. Pohlitz bei Jena, den 3. Juni 1857. Brager, Kunstgärtner. *) Das Stück mit Gebranchsanweisung 2 Sgr., das Dutzend 18 Sgr. bei M. Friedländer in 558. Gegen jeden veralteten Husten, gegen Brustschmerzen, langjährige Heiserkeit, Halsbeschwerden, Verschleimung der Lungen, ist der von mehreren Physikaten approbirte ein Mittel, welches noch nie und zwar in zahlreichen Fällen, ohne das befriedigendste Resultat in Anwendung gebracht worden ist. Dieser Syrup wirkt gleich nach dem ersten Gesrauch auffallend wohlthätig, zumal bei Krampf= und Keuchhusten, befördert den Auswurf des zähen, stockenden Schleimes, mildert sofort den Reiz im Kehlkopfe und beseidas Mlutineien se se beftigen, selbst den schlimmen Schwindsuchtehusten und 1h dam Gerrn Gok. Aisiih a# Aheintand, Westfalen, Kurhessen, Durmstadt 2ce. habe 1c tem Mid Joh. Wlth. Becker in Fredeburg übertragen. G. A. W. Mayrer in Breslau. Brilon und Umgegend einziges Lager bei Herrn M. Friedländer, für Büren und Umgegend bei Herrn G. Lippe und für Winterberg und Umgegend bei Herrn Adam Braun. Joh. With. Benerschwamm=Feaibriamt. Druck und Verlag von M. Friedländer in Brilon. Frucht=, Oel= und Branntwein=Preise. Neuß, 26. Juni 1857. Weizen 1. Qualität à 12. 90 Pfd. 3. Land=Roggen(83½8 Pfd.) Winter=Gerste(70 Pfd.) Sommer=Gerste(70 Pfe.) Buchweizen(80 Pfd.) Hafer(50 Pfd.) Erbsen Rübsamen Kartoffeln(100 Pfd.) Heu per Cutr. Stroh per Schock Gereinigtes Oel Ruböl per Ohm Branntwein per Ohm Nachdem wir an den beide eine starke Getreide=Zufuhr hatten, war dieselbe heute wiederum befriedigend. Für Weizen und Roggen zeigten sich willige Käufer und es wurde Alles zu festen Preisen coulaut vom Markte genommen. Die besten Quantitäten Weizen bezahlte man gegen die letzte Notirung einige Sgr. höher. In den übrigen Getreide=Arten, so wie auch in Rüböl ist keine Aenderung eingetreten. Mittelpreise der Früchte auf den Märkten per berl. Scheffel.