mnahme an der soll vom 1ten weit zur Pacht zu sich Pachtzten April Uhr, Joh. Braun den wollen. iegen in der nter Barrière April 1853. euer=Amt. auf. d. M. Moruuf dem Rath0 Sch. Roggen 0 Sch. Hafer, rkauft werden. April 1853. ürgermeister. 8# April d. 10 Uhr zu Gaugrebennenkamp nahe Quantität Läreeignet zu: geiumen, BaumHeckenstöcken rkauft werden. mationen 9. d. Bl. erempfänger Bl. stets die nöthige Forligen Preisen Bl. belche solche entgegen angemessene ahgeben. ur s. r.17 Sgr.— Pl. 10„ 6„ 12„ 6* 20"—„ 16„ 6„ 12"—* Sauerianrischer Anztiger zugleich Wochenblatt für die Kreise Prilon, Büren, Stadt u. Amt Rüthen. Erscheint am Montag, Mittwoch u. Sonnabend und kostet in Brilon bei der Expedition 23 Sgr., durch die Post stg#gen, portofrei, 27½ Sgr. halbjährlich. No. 46. Montag, 18. April 1853. Inserate und Belanntmachungen kosten erstere 6 Pf., letztere 1 Sgr. die dreispaltige Petitzeile oder deren Raum.— Briefe und Gelder werden franco erbeten. Politische Neuigkeiten. Berlin, 11. April. Die erste Kammer ertheilte in ihrer heutigen Sitzung der aus der zweiten herübergekommenen Vorlage wegen Erhebung des Kammergerichts zum Staatsgerichtshofe ihre Zustimmung. In der Sitzung der zweiten Kammer legte zunächst der Finanz=Minister einen Gesetzentwurf. betreffent die bei der Brautweinsteuer zur Anwendung kommender Maischsteuer, vor, wonach die Augabe auf Branntwein erhöht wird. Das Gesetz über die Eisenbahnsteuer wurde hierauf in einer Gesammt=Abstimmung angenommen. Demnächst kam eine Interpellation des Abgeordneten Weutzel über das neuliche„Deoretum= des Herrn Policei=Präsidenten zur Verhandlung. Hierauf wurde zur Verhandlung der Städte=Ordnung für die sechs östlichen Provinzen geschritten, webei aus dem Eingange des Gesetzes die Erwähnung der ersorderten Gutachten der-Provincial=Landtagen gestrichen wurde. — Die am 4. d. M. hier unterzeichneten haudelspolitischen Verträge sind so eben aus der Geh. Ober=Hofbuchdruckerei im Druck hervorgegangen(als Manuscript gedruckt) und deu betreffenden Bevollmächtigten, so wie hochgestellten Beamten verschiedener Ministerien Exemplare mitgetheilt worden. — Die Interpellation, welche der Abgeordnete Wentzel in der heutigen Sitzung der zweiten Kammer an das Staats=Ministerium richtete, lautet folgender Maßen: An das hohe Staatsministerium richte ich die Frage: ob dasselbe von dem durch die hiesigen Zeitungen öffenlich bekannt gemachten Decretum des hiesigen Königlichen Policei=Präsidiums vom 2. April 1853, also lautend(folgt das Decrei], Kenntriß genommen hat und gemeint ist, ein solches Verfahren tungerügt hingehen zu lassen und ferner zu gestatten? Da der Herr Minister=Präsident abwesend war, beantwortete Herr v. Westphalen die Interpellation, ehne anzugeben, ob er von dem Staats=Ministerium dazu autorisitt sei. Seine Antwort ging dahin, daß er von dem Decret Kenntniß habe, und daß diese Angelegenheit vim ressortmäßigen Wege ihre gesetzliche Erledigungs finden werde. Bei der Unbestimmtheit und Vieldeuigkeit dieser Autwort glaubt man nicht, daß die liberale Partei sich debei beruhigen wird. — 12. Die Staatsschulden=Commission hat ihren dritten Bericht über die Verwaltung des Staatsschuldenwesens erstattet. Berlin, 12 April. Glaubhaftem Vernehmen nach steht nach der Rückkehr des Königs Max von Bayern nach München die Wiederaufnahme von Verhandlungen in Betreff der griechischen Erbfolgeflage bevor. Man erzählt und wir theilen es mit, ohne eine weitere Bürgschaft dafür zu übernehmen, daß Fürst Metternich bereits im Jahre 1848 eine Deukschrift in dieser Angelegenheit ausgearbeitet habe, welche jetzt von der bayerischen Regierung sehr wesentlich zur Richtschuur genommen werde: Berlin, 13. April.. Die Zeite bringt heute an ihrer Spitze einen ziem. lich heftigen Leit-Artikel gegen die vorgestrige„Interpellationn, und besonders geger den Präsidenten Wentzel, den sie beschuldigt, durch voreilige =Beschuldigungen die rAchtung vor der Obrigkeite gefährdet zu haben.— Auch in Posen haben dieser Tage Haussuchungen Statt gefunden. Dieselben. sollen besonders bei Mitgliedern des„Gutenbergs=Vereins= vorgenommen worden seig. Settin, 11. Aprik. Die Dampf=Corvette„Danzige gehe zunächst nach Marocco, um sich später dem aus vGesionn, uAlmazonen und=Mercurbestehenden, vor La Plata kreuzenden Geschwader anzuschließent.— Heute rüh wurde bei dem Seiler Frauck hierselbst von der Policei Haussuchung gehalten. Das Resultat derselben war, dem Vernehmen nach, die Beschlagnahme mehrerer Broschüren. Brelau, 9. April. Vorgestern wurde ver unter poltischen Studirenden der hiesigen Universität seit dem Jahre 1836 bestehende-slavische Verein auf directen Besehl des Ministeriums suspendirt. K öln, 12. April. Das mitgetheilte Gerücht, er werde demnächst ein Jesuitenkloster in Köln gegründet, hat sich bewährt. In den nächsten Tagen schon erwartet man die Patres in einem geräumigen Gebäude der Marzellenstraße. Leipzig, 7. April. So eben ist in Dessau bei den Gebrübeste, S 9#, ine sehr interessante Flugschrift unter dem bedeutungsnachuwessen gaect 2 VIl. noch am Lebeni, erschienen, weiche, mähans: zucht, daß der bis zur Stunde in Gren Bay in Wioconsin iebende Indianer=Missionär Eleazer Williams Niemand anders sei, als Ludwig XVII. Das der Broschüre beigegebene, in Holz geschnittene Brustbild William's zeigt eine so Achnlichkeit mit dem Familientppus der Bourbonen, daß schon der Prinz von Joinville im October 1841, als er sich in den Vereinigten Staaten befand, den Indianer=Missionär Williams aufsuchte, ihm das Geheimniß seiner königlichen Abstammung enthüllte und ihn zu überreden sich bemühte, daß er durch Unterzeichnung einer förmlichen Urkunde seinen Rechten auf den Thron von Frankreich entsagen möchte, wogegen ihm ein reiches Jahrgehalt zugesichert ward. Williams bestand einen harten Kamp und wies dann den Antrag zurück.— Es unterliegt keinem Zweisel, daß diese Geschichte bald das allgemeinste Aufsehen erregen Leipzig, 12. April. Am hiesigen Orte ist diesen Tage endlich ein Lagerhof sowohl für im freien Verkehr befindliche als unverzollte Güter etablirt werden, nachdem die Lagerhoff=OrdSscher hate 3 3 die alerhöchste Bestät his uach den Zer uu i semeu wor Kagt für dad Ge. schaft nach dem Junern gewünscht worden.. Freiburg, 9. April. Prof. Buß will. dem Vernehmen nach schen den künftigen Sommer mit seiner Familie nach Wien übersiedeln. Aus Thüringen, 10. April. Ein Angst und Schrecken erregender Fall, der zur Warnung in weiteren Kreisen bekannt zu werden verdient, ereignete sich letzten Sonntag in einem Dorfe bei Eisenach. Als nämlich kaum der zur Confirmation bestimmte Gottesdienst begonnen, sank ein mitten in der Kirche befindliches Grabgewölbe plötzlich ein, und zog alle weiblichen Coufirmanden in seinen Stucz mir hinab. Der Gottesdienst ward natürlich unterbrochen, indem Alles mit der Rettung der Kinder beschäftigt war, die indeß glücklicherweise keinen Schaden litten: München, 8. April.. In der heutigen öffentlichen Sitzung des Magistrats kam fölgender Gegenstand zum Vortrag: Die Vereins=Vorstehen der Hutmacher=Meister erschienen gestern auf dem Gewerbsburean und steckten an den Magistrat das Ansuchen, er möge mit der k. Policei=Directon ins Benehmen treten= und im Interesse ihres Gewerbes eine Bekanntmachung erwirken, in der die Formen und Farben der verbotenen Hüte bezeichnet seien. Durch die am vergangenen Montag vollzogene Maßregel seien sie ungemein in ihrem Gewerbe beeinträchtigt, da Niemand mehr einen weichen Filzynt, nach denen sonst bei Beginn des Sommers eine große Nachfrage war, kaufen werde, aus Besorgniß, er möchte ihm weggenommen werden, und es stehe zu befürchten, daß man bloß Mützen und Strohhüte noch sich anschaffen werde. Das Magistrats=Collegium erklärte sich für incompetent und beschloß, die Eingabe der k. Policei=Direction zugehen zu lassen. München, 10. April. Gestern Abends verfügten sich JI. MM. die Königin Therese und Marie, Prinz und Prinzeß Luitpold mit mehriren Personen des höhern Adels in das Laboratorium Liehig's, sum einigen Experimenten dieses Gelehrten beizuwohnen. Der interessante Vortrag unterhielt die hohen Herrschaften, nahm jedoch ein schlimmes Ende. In der Hand Liebig's explodirte nämlich ein mit einem chemischen Stoff gefüllter GlasCplinder und die auseinander fliegenden Stücke verletzten die vorgenannten allerhöchsten Herrschaften und außerdem einige Personen der Begleitung, z. B. die Gräfinnen L. und S. Am schwersten wurde Liebig selbst beschädigt, dem der entzündete Stoff Augenbraunen und Haare versengte und an Stirne und Hand Blessuren beibrachte. München, 12. April. Statistisch ist es nicht uninteressant, daß dieser Tage in hiesiger Vorstadt Haidhausen eine Person ihr uvierundzwanzigstesuneheliches Kind taufen ließ. Hiebei ist noch zu erwähnen, daß die fünf ledigen Töchter einer daselbst lebenden Familie sich des Besitzes von 45 geunden Kindern erfreuen. Stuttgart, 12. April. Heute gelangte die Kammer an die Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend die Befreiung der Standesherren und ihrer Familien von der Kriegsdienstpflicht. Nach längerer, ziemlich lebhafter Debatte wurde der Gesetzentwurf mit 45 gegen 34 Stimmen angenommen. Karlsruhe, 8. April. Unter die Tagesneuigkeiten gehört die nunmehr von dem Ministerium gestattete Niederlassung des Ordens der barmherzigen Schwestern in unserer Stadt. Wiesbaden, 12. April. Am 7. d. war es der Polizeibehörde in Biebrich aufgefallen, daß eine Zahl Kinder von 14 bis 16 Jahren, meistens Mädchen, sich in dem Hause sammelten, worin gewöhnlich Auswanderer zu herbergen pflegen. Die Polizei schritt ein, arretirte die ganze Gesellschaft und stellte eine Untersuchung über den Zweck der Reise und die Ursache des Zusammentreffens an. Es ergab sich, daß diese Kinder von ihren Eltern an jene sHherren= zu dem Zwecke verkauft waren, um nach England geführt zu werden, und dert in verschiedener Beschäftigung für die Entrepreneurs Geld zu derdienen: Kafsel, 12. April. Wegen der braunen Hütchen, die hier ebenfalls, indeß nicht als politisches Abzeichen, sondern blos der Mode wegen, getragen wurden, sind diese Tage einige Personen auf der Straße verwarnt worden. Hamburg, 9. April. Hr. J. Rusesak von hier, der bekanntlich in Wien zu 18 Jahren schwerem Eisen verurtheilt wurde, befindet sich nicht mehr in Wien, sondern ist schon vor längerer Zeit nach Ollmütz abgeführt worden. Rostock, 8. Aprik. Heute wurde bei dem Gastwirthe Kröger eine Haussuchung vorgenommen, und zwar, wie wir zuverlässig erfahren nach einem Paket„Schriften, das angeblich dorthin gebracht war. Es ist durchaus nichts vorgesunden worden. Zu gleicher Zeit war der Kaufmann Fr. Warkentien euf die Policei geladen und darüber vernommen worden, ob er zu jenem das gesuchte Paket befördert habe, was derselbe verneinen mußte. Nach seiner Rückkunft erhielten er und seine Hausgenossen Hausarrest, wobei sogar das Haus geschlossen und jeder Geschäftsbetrieb inhibirt war. Erst nach zwei Stunden wurde der Hausarrest wieder aufgehoben Rostock, 9. April. In Folge der neuesten Ereignisse hat nach der R. Majestät der König erst zu Ende Mai in Wien, und zwar mit Sr. Majestät dem Kaiser von Rußland, Aintressen werde. Wien, 10. April. Der hochwürdige Herr Abt Franz Farkas hat, aus Anlaß der glücklichen Errettung Sr. Maj, des Koisers 52,000 fl. C. M. zur Errichtung einer römisch=katholischen Mädchenerziehungsanstalt in Stuhlweißenburg gewidmet. Die Anstalt soll: wenn die allerhöchste Genehmigung erfolgt, den Namen Sr. Maj. des Kaisers führen. Wien, 12. April. Die österreichische Regierung wünscht eine Verständigung mit der Schweit anzubahnen, und hat in diesem Sinne neue Instructionen an Radetzky erlassen. Sie handelt gewiß in ihrem eigenen Interesse, wenn sie jene Gewalt=Maßregeln einstellt, welche durch die Thatsachen, wie sie jetzt offen vorliegen, keineswegs gerechtfertigt sind und durch die öffenlliche Meinung gemißbilligt werden. Nicht weniger lebhaft und einstimmig wird die Beschlagnahme der Güter der lombardischen Emigration gemißbilligt.: Doch kann sich die österreichische Regierung bis jetzt nicht entschließen, dem allgemeinen Rechtsgefühle und den Vorstellungen der sardinischen Regierung nachzugeben. — Gestern fuhr der Cardinal=Reichsprimas von Ungarn, Hr. Johann v. Scitowsky, in glänzendem Aufzuge nach der Hofburg, wo ihm in der k. k. Hofburg=Pfarrkirche das Cardinals=Baret durch Se. Maj. den Kaiser mit dem herkömmlichen Ceremoniel aufgesetzt wurde. Wien, 13. April. Der österreichischen Correspondenz zufolge sind die Reclamationen Sardiniens aus zahlreichen, genau entwickelten Gründen zurückgewiesen worden. In Turin ist eine neue Schrift Mazzini's erschienen. Die Wiener Zeitung meldet, daß der Freiherr von Bruck zum Internuncius in Konstantinopel ernannt, so wie daß dem Grafen Rechberg eine andere Bestimmung vorbehalten sei. Hr. v. Kletzl ist zum Minister=Residenten in Athen ernannt worden. Wien, 14. April. Graf Revel hat heute die Protestation Piemonis in der Sequester=Angelegenheit hier überreicht und darauf einen— Urlaub angetreten. Die Geschäfte werden durch einen Botschafts=Secretär geführt werden. Paris, 11. April. Das Univers veröffentlicht heute das Schreiben Pins XI. an die französischen Cardinäle, Erzbischöse und Bischöfe. Er lobt darin Frankreich und die französische Geistlichkeit, legt aber zugleich seine tiefe Betrübniß über die in Frankreich herrschenden Zwistigkeiten an den Tag. Paris 12. April. Der Minister der allgemeinen Policei hat vermitels Rundschreibens den Präfecten neue verschärfte Weisungen zur Ueberwachung der sich unnablässig vermehrenden Concert=Kaffeehäuser(cases-concerts oder cafés chantants) zukommen lassen. Das Programm eines jeden Concerts= Abends muß vierundzwanzig Stunden im Voraus dem Policei=Commissar mitgetheilt werden. — Gustav Fould, Sohn des Staats-Ministers, ist in Gesellschaft des Hrn. Lavoix, mit einer wissenschaftlichen Mission beauftragt, über Marseille nach dem Oriente abgereis't. Beide werden Griechenland und den Orient besuchen und im Herbste durch die Donau=Fürstenthümer nach Fraukreich zurückkehren. — Herr von Mantalembert hat sich vorgenommen, das Wort zu ergreifen, um den gesetzgebenden Körper aufmerksam zu machen, daß im Budget unter den Einnahmen 1,800,000 Frs. aus dem Verkaufe der Orleans'schen Güter sich fänden, und daß man diesen Posten nicht genehmigen könne, wenn man nicht eine Billigung der Decrete vom 22. Januar aussprechen wolle.— Die Kaiserin Eugenie arbeitet mit dem Kaiser und dem Minister, so oft sie sich zur Berathung versammeln.[?] Alle Personen, welche mit der Kaiserin in Berührung kommen, versichern, sie sei eine zweite Maria Theresia, was die Kenntniß der Personen und Sachen anbelange. London, 9. April. Der„Sun= theilt mit, daß der König von Preußen dem Madiai'schen Ehepaare ein Asyl angeboten hat. Man glaubt aber hier, daß die Madiai's ihren Aufenthalt in Engkand nehmen werden. Zig. die Regzierung sich veraulaßt gefunden, die Einsetzung eines landesherrlichen Commissarius zur oberen Leitung der Policei in Rostock zu beanspruchen. Es soll hierüber zwischen der Regierung und dem Rathe ein ernstlicher Conslict ausgebrochen sein. uiz g# m M#m 25 Wien, 6. April. Der Haß gegen Großbritannien hat eine solche unsinnige Höhe erreicht, daß Jemand, der recht wohl weiß, wie theuer Oesterreich den während des ungarischen Kriegrs erhaltenen russischen Beistand erkauft hat, neulich äußerte: u- Oesterreich könne sich eher einen Nasenstüber von Rußland gefallen lassen, als eine Gefälligkeit von England annehmen. Wien, 9. April. Der gegen Kossuth's Schwester, Frau Meslenyi, eingeleitete Hochverraths=Proceß läßt keinen Zweifel über die Mitschuld der Genannten an den in jüngster Zeit, namentlich im pesther Comitat, überwachteu, und gesprengten Complots einiger Dutzend sanatischer Magyaren. — In diesen Tagen hat man zwei Einwohner der Vorstädte Wieden und Hundsthurm, einen Arbeiter und einen Victualienhändler, verhaftet, deren Mitschuld an dem Morde Latours durch späte aber kaum noch bestreitbare Indieien bewiesen wird. Der Eine soll im Räusche sein schwer belastetes Gewissen verrathen haben! Wien, 10. April. Aus Berlin wird der Pressen geschrieben, daß Se. Spanien. Das spanische Ministerium bat seine Demission gegeben welche von der Königin Isabella II. angenommen worden ist. Der General Lersundi, General=Capitän von Madrid, war beauftragt, ein neues Cabinet zu bilden. Die Cortes hatten ihre Sitzungen wieder aufgenommen. Madrid, 8. April. Stürmischer, als an den beiden vorigen Tagen, wareu die Sitzungen des Cortes. Im Senate warf der Marschall de la Conja, Marquis del Duero, den Ministern den Fehdehandschuh hin; er sagte ihnen unumwunden ins Gesicht, sie seien treubrüchig und strebten nur banach, die Verfassung gänzlich zu untergraben. Veranlassung zu dem heftigen Streite gaben die projectirten Eisenbahnen, vorzüglich die so genannte del Norte, deren Ausführung der Senat dem Börsenschwindler Salamanca nicht anvertranen will. Roncali sucht sich zwar zu vertheidigen, es entstand aber ein solcher Wirrwar, daß es keine Möglichkeit war, ein Wort von dem zu verstehen, was der Minister=Präsident vorbrachte. Unwillig verließen Roncali und seine Collegen den Sitzungssaal, um in der Deputirten=Kammer ein ähnliches Schicksal zu erleiden. Hier war es der General Prim, Graf von Reus, der im Namen der kleinen Anzahl von Progressisten und der Opposition das Wort führte. Er griff die Unverschämtheit Bravo Murillo's an, der es gewagt, sich so ruhig in ihrer Mitte einzufinden, als ob nichte gegen ihn vorliege. Prim forderte die Deputirten auf, den Ex=Präsidenten in Anklagezustand zu stellen und ihn für die 68 Verbrechen gegen die Verfassung, die er als Premier=Minister begangen, zur Verantwortung zu ziehen. Martinez de la Rosa unterbrach den Redner mehrere Male, was viele Deputirte, selbst mehrere ministerielle, sehr unangenehm berührte. Es entstand nun ein großer Lärm, ein Durcheinander von Stimmen, daß der Kammer=Präsident keine Ordnung mehr hineinzubringen vermochte. Die Minister zogen sich auch von hier zurück, um abermals ihr Heil im Senate zu versuchen. Es herrschte aber dort noch größere Unordnung, als da sie ihn verlassen. Roncali faßte nun rasch den Eutschluß, die Cortes zu suspendiren, welches Vorhaben er auch ausführte. — Bravo Murillo ist gestern sehr freundlich von der Königin und deren Gemahl empfangen worden. Isabella soll ihm Muth zugesprochen und ihn gegen alle Angriffe zu schützen versprochen haben.— Die Truppen sind heute in ihren Casernen consignirt; sie lassen die Königin und die Minister bei dem Weine, der ihnen gratis verabfolgt woeden, hoch leben. Madrid, 9. April. Das Gesammtministerium hat seine Entlassung angeboten. Die Königin wird innerhalb 24 Stunden ihren Willen zu erkeunen geben. Italien. Mazzini arbeitet an einer Vertheidigungs=Schrift in Bezugauf sein Verhalten bei dem neulichen italienischen Aufstands=Versuche. Auszüge daraus sind bereits in dem genuesischen„Blatte Italia e Popolo erschienen. Der Verfasser verwahrt sich unter Anderem gegen Anklage der Unvorsichtigkeit und rühmt sich, daß man keines einzigen seiner zahlreichen Sendlinge habhaft geworden und, daß es der Policei nicht gelungen sei, eine einzige seiner schriftlichen Instructionen aufzutreiben. Turin, 4. April. Die Diligence von Novara ist einige Stunden später eingetroffen als sie sollte, in Folge eines Unfalls, wie sie leider in unserm Lande nicht jungewöhnlich sind. Eine Bande Räuber mit geladenen Doppelflinten hielt den Wagen an. Die Passagiere wurden mit untadelhafter Höflichkett ersucht, auszusteigen, und versichert, daß sie keine Ursache zur Furcht hätten. Einer der Banditen reichte sogar mit Cavaliersanstand der Gräfin Valfré den Arm zum Aussteigen. Die Räuber erbrachen hierauf den Geldverschluß und bemächtigten sich mehrerer Säcke im Betrage von 20,000 Fr. nebst mehreren Goldsendungen. Außerdem wurden die Reisenden von Uhren, Ringen und Pretiosen erleichtert. Nach einer halben Stunde hielten sie die Diligence von Molta, die auch die Straße zwischen Novara und Turin befährt, an, so daß die Früchte dieser nächtlichen Expedition sich auf 40,000 Fr. belaufen, wobei noch zu bemerten, daß verschiedene Säcke mit 8 Sousstücken ihnen entgingen. Bombay, 15. März. Der Friedensschluß mit den Birmanen steht nächstens bevor. In Bawulpaha haben Unruhen Statt gefunden, und wurde die britische Intervention angerufen. — In England über Triest eingetroffene telegraphische Nachrichten aus Bombay melden, daß der Handel in Calcutta flau und das Wetter sehr heiß war. Die chinesischen Berichte reichen bis zum 25. Febr. Der Aufsstand griff immer weiter um sich, und in Peking herrschte die größte Bestürzung. Amerika. Durch den in Liverpool eingelaufenen Dampfer Canada erhalten wir Nachrichten aus New=York bis zum 29 März und aus Bonston bis zum 30, März. Unter den mit diesem Schisse in England angekommenen Passagieren befand sich Mrss. Beecher Stowe, die Verfasserin von Onkel Tom's Hütte.— In New=York war ein Dampfer mit californischen Nachrichten bis zum 1. März und mit einer Goldstaub=Ladung von 1,852,530 L. angekommen.— Auf Yankee=Hill bei Sonora wurde ein Goldklumpen von 247 Unzen Gewicht, im Wertbe von 4250 Dollars, gefunden. In der Nähe von Churtsville sollen drei Mexicaner in vier Tagen für 30,000 Doll. Gold erbeutet haben. Zwei andere Goldgräber gewannen bei Campo Selo für 5700 Dollars Goldstaub in fünf Tagev. Mittheilungen aus den Kreisen. Aus dem Sauerlande, 8. April. Der Herr Graf von Fürstenberg=Stammheim wird auch in politischer Beziehung jetzt öfter genannt, und in der That ist er einer der weniger reichen Adligen in Preußen, welche in den öffentlichen Angelegenheiten jederzeit für ihres Landes Beste nach ihrer Ueberzeugung öffentlich mit auf dem Platze sind. Der Herr Graf ist bekanntlich auch der reichste Grundbesitzer in Preußen, man schätzt seine jährlichen Einkünfte auf 400,000 Thaler. Interessant ist es für die Angeweise Reicaechimer Iusbisthums Paderborn, zu wissn, durch wahrscheinlich der Grund zu jenem Vermögen beim, Franz Sder lebte Fürstbischof von Paderborn und Hildes. ###va von Fürstenberg, hatte drei Brüder. Einer Tavon wut der hochverdiente Münstersche Minister, einer Domherr, ein dritter Stammherr auf Herdringen. Der Letztere hinterließ drei Söhne: der älteste bekam die Güter jenseits des Rheines, der zweite wurde Stammherr auf Herdringen; der jüngste, Theodor, war der Vater des gedachten Grafen Fürstenberg=Stammheim; von dem mittlern, der viele Kinder hatte, stammen die vielen von Fürstenbergs in Westfalen. Der Fürstbischof Franz Egon war ein sparsamer Herr, seine beiden Fürstenthümer trugen ihm nicht wenig ein, und als er sie in Folge des Reichsdeputationshauptschlussesz abgeben mußte, erhielt er sehr ansehnliche Abstandsgelder, Man erzählte sich damals viel von seinem ungeheuern Reichthum, den er zum großen Theile in London angelegt habe, und es hieß allgemein, daß er in seinem Testamente fast sein ganzes Vermögen zum Besten von Stiftungen in seinen Diözesen gemacht habe. Der seelige Franziskaner, Provinzial Drolshagen zu Paderborn sagte oft:„Wenn der alte Fürstbischof einmal stirbt, so ist die Diözese glücklich:. In seinen letzten Tagen aber, wurde erzählt, hätte der Fürstbischof sein Testament geändert zu Gunsten seiner Familie und den Hauptstock seines Vermögens dem Grafen von Fürstenberg=Stammheim vermacht, der zugleich sein Pathe war. Hofkaplan und geistlicher Rath des Fürst=Bischofs war Tegethof, ein früherer Benediktiner.(. Tischrücken. (Dr. Andree in Bremen theilte zuerst die Erscheinung des„Tischrückeneaus Amerika gekommen, mit; seitdem wimmeln die Zeitungen von Versuchen, „wie der nachstehende, von glaubhafter Seite verbürgte. Red.) Zu den auffallendsten Erscheinungen im Gebiete des Räthselhaften gehört unstreitig das sog. Tischrücken, von dem uns die allers Orten Kunde bringen. Mancher Leser mag ungläubig den Kopf schütteln, daß ein einfacher Tisch, der bis jetzt höchstens in Theegesellschaften eine Rolle spielte, wenn wir ihn mit unsren Händen berühren, sich bewegen solle, als wäre ihm Leben eingehaucht. Aber nur den Versuch gemacht, und wenn guch nicht das erste, das 2te mal, endlich wird die Ausdauer mit Ersoig gekrönt, der Tisch fängt an sich zu bewegen, ganz wacker zu maschiren, Wendungen zu machen, Kreise zu beschreiben.— auch ich gehorte zu den Ungläubigen. Wer sollte nach Zmal vergeblich angestelltem Versuche nicht die Sache für ein Aprilstückchen halten? Aber, heißt es in den Zeitungen, es soll besser gelngen, wenn Damen die Kette bilden helfen, und mich heute gerade in einer befreundeten Familie befindend, erklären sich die beiden Damen des Hauses bereit, mit mir und noch 2 Freunden das Experiment anzustellen. Ein leichter runder Tisch von Eschenholz ist alsbald aufpostirt. Wirsetzen uns in einer Entfernung von ie Stinehe um ihn herum, legen flach uusre Hände darauf, jeder dir Spigeris kleinen Fingers der rechten auf den der linken seines Rachbars legend, dabei vermeiden wir sorgfältig, einander die Kleider und den Tisch zu berühren. Somit war eine in sich geschlossene Kette durch unsere kleinen Finger gebildet. Nach Verlauf von 7 ### epfiade ich ein leise prickeindes Gefühl in den Händen, Tur„ buld den Armen wie ein warmer Hauch mittheilt. Auch dis Anderz, fühlen Aehnliches, bald zitterte die Hand des Einen, ern; eine viertel Stunde weiter und wir glauben die Tischplatte in eine gleichsam wogende Bewegung versetzt; doch das thut ja unser Zittern, heißt es— aber siehe, der Tisch kommt Leben, er knarrt leise, er rückt etwas von der Stelle, aber nicht genug, er rückt auch weiter, immer weiter in nordwestlicher Richtung und wir folgen seinem Befchle. Plötzlich steht er stille — die Fuge zweier Bretter des Fußbodens ruft ihm phaltle zu; über flügr ruckt er mit einer stärkeren Anstrengung darüber hiner mit neuen Kräften sich im Kreise herumdreht, gegen 15 Mal und zwar so rasch, daß wir ihm kaum folgen können und Mühe haben, die geschlossene Kette nicht zu unterbrechen. Und wer ermüdete zuerst? wir, denn wir rufen Alle, laßt los, laßt los, worauf der Tisch, der seine Dienste glänzend bewiesen, wieder ruhig steht, als wäre nichts mit ihm passirt. Dieses der nacke Hergang einer eben so räthselhaften, als interessanten Erscheinung.- Auf weitere Erklärungen wollen wir uns hier vorläufig nicht einlassen; ob ein electrisches, ein magnetisches Fluidum,, ob ein sog. Nervenäther, ob die Attractionskraft dao bewegende Agens abgeben mögen, das wollen wir dahin gestellt sein lassen; die Erklärung wird natürlich und einfach sein— genug, der Versuch ist auch hier, wie an vielen andern Orten, gelungen Ssannen. iumerhsich in umngs Brilon, 16. April 1853.# Dr. St. „IWir behalten uns vor, naturwissenschaftliche Erklärungen demnächst mitzuthenen, Es ist eine solche, die ganze Sache als Aberglauben bereits bekämpfende von einem Dozenten der Naturwissenschaften in Bonn, im Feuilleton oit Köln, Z. und eine von Siebert in Zeng erschienen Red.) Fernere Bestellungen auf den„Anzeiger“ für das begonnene Dte Quartal werden nur noch bis spätestens Ende d. M. berücksichtigt. Redigirt unter Verantwortlichkeit des Verlegers. 2 4. 5.* 6.* 7.* 8.„ 9.* 10." 11.* 12.„ 13.. * * * .: Vom Schau=Amte des Amts Thülen sind gestern nachstehende Zucht=Seiere aI4 tauglich anerkannt und auf 1 Jahr angekört worden.Pert=ctte die tund 1. der Stier des I. Schlüter in Oberalme, roth ohne Abzeichen; #:# L. Lezpmerlinz u, Rezden, roth mit weißem Kopfe; 5.„** C. Schulte in Vonlichta, dunkelroth mit weißem Kopfe: H. Schluer in Madseld, Powarz mit gesprentlem Kopfe; 3. Dessel in Rösendeck, ewarzrotz oine Abzeichen; C. Hillebrand in Messinghausen, roth ohne Abzeichen; r. Schluter in Scharfenberg, schwarzweiß; : Fr. Koke in Hoppecke, weißbraun; : Ad. Niggemann in Riren, roth mit Blesse; * C., Kröger in Niederalme, roth mit Blesse; * bensciven roth ohne Abzeichen; ### Th. Ulrich in Thülen, roth ohne Abzeichen, welches„Kldurch bekannt gemacht wird. Brilon, den 15. April 1853. Der Verdin g. ang du Segagtus der Grasnutung in den Graben und an den BöshzunDie Jobre 1833. 1854 undieise Witzenteil an den Weistbierenden für weichen kautionsse Bachlsebhaober aeuiu auberaunt, N6 Snnserurspige Pachliebhaber eingeladen werden. A. Fur die Staats=Straßen. 1 Sia Seradhesrice die Wittgensteiner Straße, von Hichenbatz Montag, den 2. Mai, Vormittags 11 Uhr. 2. Zu Leimstruth für dieselbe Straße, von Erndtebrück bis zur bessen=darmstädtischen Gränze unterhalb Nieder=Laasphe: Dienstag, den 3. Mai, Vormittags 10 Uhr. * de Höhmerdsatenosag hudr Straße von Leinstrutz Mittwoch, den 4. Mai, Vormittags 10 Uhr. 4. Zu Winterberg an der Barriere für die Ruhrstraße von Winterberg bis zur bessen=darmstädtischen Grenze bei Bromskirchen und für die Hallenberg=Somplarer Straße: Freitag, den 6. Mai, Vormittags 10 Uhr. B. Für die Provinzial=Straßen. 1. Zu Winterberg an der Barriere für die Altenhunden=Winterberger Straße vom Böhmerhüttenplatz bis Winterberg: Freitag, den 6. Mai, Vormittags 11 Uhr. 2. Zu Niederfleckenberg an der Barriere daselbst für dieselbe Straße, von dem Böhmerhüttenplatz bis Saalhausen:## Sonnabend, den 7. Mai, Vormittags 10 Uhr. Bedingungen werden in den Terminen näher bekannt 16) Kohlholzverkauf. Am 30. d. Mts. Morgens 9. Uhr sollen im Distrikt Bächesommerseite, Communalwalds Hallenberg 450 fertige Klafter buchen Kohlholz auf Ort und Stelle zum öffentlichen Verkaufe ausgesetzt werden. Hallenberg, am 14. April 1853. Der Bürgermeister das. Dr. Suin de Boutemard's aromatische Zahn-Pasta kann jeder Haushaltung und Toilette mit Recht als das Beste empfohlen werden, was zur Cultur und Conservation der Zähne und des Zahnfleisches vorhanden ist, und unterscheidet sich diese Zahn=Seife(Pasta) auf das Vortheilhafteste von all' den verschiedenen Zahupulvern. Die alleinige Niederlage dieses Artikels für den Kreis Brilon befindet sich bei Herrn M. Friedländer in Brilon, und kostet ein, für einen sechsmonatlichen Gebrauch ausreichendes Päckchen 12 Sgr., 276.) Echtes Klettenwurzel=Oel, zur Stärkung und Verschönerung der Haare, das Fläschchen zu 5 Sgr.; Englisches Rowlands=MaLassar=Oel, das Fläschchen zu 6 Szr.; Kolnisches Wasser (Eau de Cologne) nach I. M. Farina, das Fläschchen zu 4½ Sgr., ist zu haben bei Friedländer. Mittelpreife der Früchte auf den Märkten pr. derl. Scheffel. 274) Berleburg, den 12. April 1853. Der Königliche Kreiebaumeister Plett. Druck und Verlag von M. Friedländer in Boilen.