kretag, 1I. Mär 1910. Erste Ausgabe. Dunstruich detelicheich in Büchn wrined täglich frei ins Haus gedracht 1 Mk. 25 Pfo.— Answärté von der Boßt abgeholt 1 Mr. 50 Pfa, durch den Briesträger gebracht 42 Pfg. mehr überall, wo am einmal im Tage Briefbestellung sattfindet, 72 Pfg. mohr in Orten mit zwei= und mehrmaliger Bestellung Drahtadresse: Volkszeitung Münsterwestf. Fernspr.:: Redaktion(Klosterstr. 81/32) Nr. 264 u. 26. Hernsor: Geschäftsstelle(Michaelisplatz 9) Nr. 23. 0 und Münsterische Volkszeitung. Zwei Ausgaben täglich. 32168 Abonnenten. 39. Jahrgang.— Nr. 173. Anzeigen: Der Raum für die Anzeigenspalte, 41 mn breit, 2.4 mm hoch, 25 Pfe; im Ortsgeschäfts=Verkehr 15 Pfo.: Reklamen: Der Raum für die Reklamenfpelte, Sömm breit, 24 mm doch, 1 M2k. Für bie Aufnahme von Anzeigen 2c. an bestimmzt vorgeschriebenen Tagen(bzw. Ausgaben) wird keine Verantwortlichkeit übernommen. Die Gebühr für Beilagen wird je nach deren Größe und Gewicht der Vereinbarung vorbehalten. Dr. Karl kueger 1. Karl Lueger war am 24. Oktober 1844 geboren, hommle oug tseinbürgerlsichen 6 Jahren erreicht. Er wpurde 1874 Wozkaitdend Iaer haltzissen,„itndierte die Rechte.## 163 aboblat und kam im Jahre darauf in den Wiener Gemeinderat. Dort war er noch im Jahre 1883 ein Im Gemeinderat bestand seine ganze Gefolgschaft aus einem Getreuen, dem Dr. Geßmann, mit dem Pus Teinem Sterhehe(esterte Zweimännervartei bildete. der Eiast aien ar er das vergötterte Oberhaupt ger Staot wien, der im Gemeinderat mit den schwachen Resten seiner ehemaligen liberalen Gegnerschaft und mit den paar sozialdemokratischen Eindringlingen umsprang wie ein allmächtiger Diktator, war durch eine mächtige Anhängerschar, der Beherrscher des niederösterreichischen Landtags und gamit, der autonomen Verwaltung des Kronlandes Niederersnesenhanses, dir Führer der stäristen Partei des Abge. Giufsurh auzößt i o 96 Mann einen maßgebenden augudt und alles daran setzt, eine Reichspartei zu Eine glänzendere Siegesbahn hat wohl selten ein Politiker durchmessen. Erfolge verdankte Lueger seinem demagogischen Talent und seiner Tatkraft. Es wäre verfehlt, das treibende sein Ehrgeiz ging, so sagt über seine Person hinaus. Er fühlte sich nie als Einzelsondern als Vertreter einer ganzen Gesellschaftsschicht, aus der ihn auch nicht die glänzendsten persönlichen Erfolge heraushoben. Materielle Vorteile hat er nie angestrebt und troß des Exzellenztitels seine einfache Lebens= telz und gr ssem durch die führung und seine kleinbürgerlichen Sitten nicht aufgegeben; und gem kgtbolischen, Baste zugute, kommen sogar auf die Haifte seines Bürgermeistergehalts zum Besten des Gemeindesäckels verzichtet. Dieser persönlichdie Konservativen Wiens und Niederösterreichs zur Einsicht, daß es das beste sei, sich Lueger anzuschließen, und nach den Wahlen 1907 wurde hauptsächlich auf Betreiben Dr. Ebenhochs der Anschluß der konservativen Gruppen Oberösterreichs, Salzburgs und Steiermarks an die christlichsoziale Partei vollzogen. Die Programmunterschiede waren verschwunden, die Wahlreform hatte das Eis gebrochen. Die große österreichische deutsche christliche Reichspartei war geschaffen. Sein Antisemitismus war mehr Antiliberalismus. Er gar weit davon entfernt, das Judentum oder die Juden als Konfession zu bekämpfen; er bekämpfte vor allem, wie er auch immer betonte, den politischen antichristlichen und großkapitalistischen volksfeindlichen Einfluß der„judenliberalen“ Den wüsten Rassenantisemitismus, wie ihn das „D. V.“ mehr theoretisch als praktisch betätigte, duldete er wohl, aber er machte ihn nicht mit. Die Entwicklung der Partei hat Lueger recht gegeben. Lueger wa zu prunken, fessionellen auch steis empfiehlt. Der Gemeinderat wird einen eigenen graphen=Assistenten sehen sich als besonders geschädigt an. Ausschuß einsetzen, der die Anträge behufs einer bleibenden Dringend ist zu wünschen, daß die Verwaltung sich einmal Ehrung des verstorbenen Bürgermeisters vorbereitet. Deuticher keichstag. Berlin, 10. März.(Drahtb.) Am Tische des Bundesrats Staatssekretär Kraerke. „. Der Präsident Graf Schwerin=Löwitz eröffnet Sitzung 1 Uhr 15 Minuten. Die zweite Lesung des über die künftige Gestaltung der Personalverhältnisse überhaupt ausspricht. Wie bisher, können die Dinge nicht weitergehen. Die starke Beschränkung auch der sachlichen Ausgaben in diesem Etat stellt die Verwaltung vor eine schwierige, aber heffenzlich, nicht unlösbare Aufgabe. Den Wünschen des Reichstages nach weiteren Maßnahmen zur Einschränkung des Sonntagsdienstes hat die Verwaltung in mehrfacher Richtung entsprochen. Leider hat sie den Antrag auf billigere Beförderung der Drucksachen mit Blindenschrift abgelehnt. Über die Frage der Beseitigung der den Fürsten zustehenden Portofreiheit stehen die Entschließungen noch aus. Wir hoffen aber, daß die bestehenden Einrichtungen den modernen AnPostetats ist die Zahl der Beamten, namentlich der Unter= start Gebrauch gemacht. Der Prozentsat der Positbeamten. angegriffen Burden. Er war ein treuer Freund des Prs. die Entsendung von Spitzeln in die Versammlungen der dem Reichstage ledigsch berizelieh du Dertaastrgschzehb stertums, das des Volkes sich annahm, aber ebenso bedacht tze#terbeamten, am schlimmsten die Verwendung von Unter=(gesprochen worden. Hentratzeperden stähr eie seells. eslitzische Unabhängigleit von bindenden Ein= überwachen einn soich unsauberen Zweck, die Kollegen zu] Pir erwarten aber weitgehende Partei arfangs von kirchlicher Seite Anfeindungen die postofrektion unsaudere Fpecke verschgt. dos die Ober. peg., und dem tatvonschen Volke zugute, kommen. zu gebrauchen. Ich bitte, den Ausdruck nicht wieder Reichskanger, Korzpistion hoben wir schon während seiner Kranihzeit geschidbert. Die Ppsigent sag prisehend): Die Oberpostdirekion wird stellung von Telephon=Rebenstesen der Privatindasrie uzpersönliche Ehrgeiz ußte zum Erfolg führen, wenn er Kaupigrfolge Luegers liegen, hier in der„Richtung der Ver= oheren Stellen aibt es volbeset Tos in“. Ju den als bisbe mir einem Talent der Demagogie und einer Tatkraft gepaart gabtichung der Gas= und Elektrizitäts-Werke und war, wie Lueger sie besaß. Das eigenartige dar 0 chex Ausbau der Hachauellen=Wasserleitung deren Vo war, wie Lueger sie besaß. Das eigenartige der Luegerschen Demagogie war ihr feiner Instinkt für das Empfinden der Passe,„Lueger begann seine politische Laufbahn als liberaler 2emorrat. Er wollte das herrschende liberale Regime nicht als solches stürzen, sondern nur durch eine demagogische Betonung des Volkstümlichen überbieten, um dadurch selbst emporzukommen. Aber bald erfolgte ein Umschwung bei Lueger schloß sich Ende der siebt'ger Jahre der antiliheralen=antikorruptionistischen=demokratischen Partei an, neben der erst allmählich die entschieden antisemitischen Parteien entstanden. Bald verblaßten aber die einst berühmtesten demokratischen Namen Fischhof, und der Name Lueger wurde bekannter. 1875 war er unter Bürgermeister Felder in den Gemeinderat gewählt worden, wo er der sogenannten Wirtschaftspartei angehörte. Die mächtigsten antisemitischen Parteien in Wien waren die Reformer unter der Führung des jetzigen Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Dr. Pattai, und die Deutschnationalen unter der Führung Schönerers. Lueger war auch anfangs der achtziger Jahre noch nicht erklärter Antisemit, dennoch erhielt er bei seiner Wahl im März 1884 die Unterstützung der Mehrheit des Reformvereins. Schöneker nahm dies übel und trat mit den Seinen aus dem Reformverein aus, Pattai mit den Seinen aus dem Deutschnationalen Verein. Erst nach und nach mit dem Beairn der christlich=sozialen Richtung schwang sich Lueger zum Fülrer der Bewegung auf und errang dann mit ahr jene Siage bei den Gemeinderats=, Landtags= und Reichstagswahlen, die zum Sturz der liberalen Herrschaft im Rathaus und niederösterreichischen Landtage und zur Schwächung des Liberalismus im Reichstage geführt haben. Graf Badeni verstand sich endlich dazu, die Bestätigung Lueger; als Birgenmeister dem Kaiser zu empfehlen, nachdem zunüchst sein seither verstorbener Freund Strobach ein Jahr für ihn Platz gehalten hatte. Diese zwei Jahrzehnte des Kampfes mit dem Liberalismus sind die ruhmreichsten seines Lebens. Lueger als Volksredner und Volksführer von Versammlung zu Versammlung ziehend, seine Partei organisierend und im Rathause, im Landtage und Parlamente mit Leidenschaft, funkelndem Humor und hinreißender Beredsamkeit die Feinde des Volkes besämpfend— so wird er im Gedächtnis der Nachwelt fortleben, und seine Werke als Bürgermeister werden nur als Abschluß und Krönung dieses seines Kampfeslebens donkbar erwähnt werden, so großartig sich dasselbe auch zum Segen Wiens entfaltet hat. Luegers Verdienst ist es, die verschiedenen antiliberalen Parteien vereinigt und ihnen schließlich ein christlichsoziales Programm(das aber niemals niedergeschrieben, aber um so tatkräftiger praktisch befolgt wurde) auch einen positiven Boden gegeben zu haben. Er war stets ein Mann der Einigung aller verwandten antiliberalen Parteien, und wären die Deutschnationalen und Schönerianer nicht im innersten Wesen vor allem alldeutsche„Irredentisten". Habsburghasser,„Feinde Roms“ und des„Klerikalismus“, dessen sie die christlichsoziale Partei beschuldigten, so wären sie mit Lueger groß und siegreich geworden; statt dessen wurden sie von Lueger und den Seinen„ausgeräuchert“, ein Schicksal, das sie stolzen Mundes Luegers Partei selbst bereiten zu wollen erklärt hatten. Nach langem Zögern, aber schließlich doch, gelangten Ausbau der Hochquellen=Wasserleitung, er so gerne noch erlebt hätte, der Ausschm Gärten und Spielplätzen für die Jugend, Reorganisation des sädtischen Veanterdienstes, der Ger Has 5e3) Phest.s nutz sehen Peagteseudt worden Außer, inner mehr Aufrahne finden mige 34 haltsregulierung der städtischen Beamten, der Alters- und Meinung gesichert Invalidenversorgung der im Dienste der Gemeinde tätigen Kinder im Postbetri Arbeiter, in der Fürsorge für die schutzbedürftige Jugend, sollte endlich beseitigt für die in der Versorgung der Gemeinde stehenden Wiener im Reichspostbetrieb nich Birger usw. Großer Fnonielle Austwendungen daetr ge.l Konteile Zie Keint Pedt niglich beisz, uzglaubichzit die folle die Losboerwaltung deter Frae waher greten. Ir hantehmen in der Kade var nach ülberwpiehung her e. au. in der Französchen Straße in Versiu ausgefihrt pird: verygfage der Abonnentenvericherung solle die Reichspost. st eas es sese es esae ele dae ce lch ertel ie Meächier Ksrin her eschce Gechche erie ael ehen enek lie für das Notwendige und Nützliche, dank seiner Energie, seiner unerschöpflichen Arbeitskraft und seinem nie ermüdenden Arbeitseifer. Lueger ist als Bürgermeister rasch ergraut, ein Zuckerleiden zehrte an seiner Gesundheit, und Überanstrengung ohne Schonung und ohne Folgsamkeit für den Rat der Arzte und Freunde, das alles ganzen Hause.) Wie bei der Post aus dem Volle schaftet wird, beweist der Fal, daß b 9.2 lottenstraße für ein Zimmer Zimmer schon seit fünf Jahr bein Poktante“ Vhar= stimmeiner tcanden,sind, Wir werden für, die Resolution der sasich Mdart Wiete achosten hirzen, füircten abder, daß dahbei nicht biel berausonnen ner 3000 Marr Miete, geboten swird nach den Erfahrungen, die wir in Preußen gemacht shaft gauunge nshpachten Leiunst in, welcheg, noch den führte seine letzten Erkrankungen und Rückfälle herbei, die keit): es gibt aber nun mit seinem allzufrühen Tode endeten.„ mauches ernsthaft genua besprachen Garden P.re(u= Luegers Persönlichkeit ist durch seine politischen Erfolge für heure. e nug in der Wiedereroberung Wiens und Niederösterreichs in der Abg. Dröscher(kons.): Man braucht kein ganzen Welt bekannt geworden, auch durch die Gastlichkeit, um solchen Brei hier breit zu treten, wie er hi' deren sich die Wiener Gemeinde gegen die fremden Besucher viert worden ist. Der Etat soll nicht dazu be der Stadt, namentlich wenn sie korporativ erschzienen, ber die Postbeamten zu neuen Forderungen anzustacheln.(Larm Ersparnisse ed dinen dei dieer Einrichtune, aut fleißigt,„waß aber in ganz Esterreich der christliche und links.) Es darf niemals wieder vorkommen der a## re#ten r Pe gemacht werven. Dei auer Sparsamkeit dürfösterreichische Gedanke wieder siegreich erwacht ist, das ist etat ein solches Defizit aufweist, wie 1909. Daß g.=seoui sten die Verkehrsinteressen aber nicht aus dem Augg sein und seiner Partei unsterbliches Verdienst. wird, erkennen wir an; aber bei der tatsächlichen wäre es wünschenswert, daß die Tarise sein und seiner Parkel unsterbiichen —.— (Drahtb.) Rechelanster zu erschen, in eine Prühug doriber einzutreten, ob die Postverwaltung in den Schutzgebieten ve dser chen ser der Rersiner Zentroase und einar sachgmtshen Aushest er Vertge werden 5## Orrnnet zentrale und einer sachgemaßen Ausbildung „henupt werden, des Verkehrs. Vielleicht können bei dieser Einrichtung auch werden Bei aller Svorsamkeit dürfver95 Wien, 10. März., Der Kaiser richtete die Schwester des verstorbenen Bürgermeisters eine Lepesche, Post soll nach Möglichkeit einen Maisterbetrieb darstellen vosverwalt in welcher er, von lebhafter Trauer über die Todesnachricht Auch was das Bauwesen anbelangt f fl. Mustergsltig, Jeutzxemerfüllt, den Hinterbliebenen sein aufrichtiges Beileid und keit herrschen. Der Dienst könnte H us: tgatssekretär Kractke: seine besoübere sidium des Gemeinddepesche. Im Abgeordnetenhause widme Präsident Dr. Pattai, dem Verstorbenen re Anteilnahme auisspricht. Auch an das Prö=s den. Ein ständiger Postbeirat ist überflüssig, die Wünsche finanzielle Verhaltnisse.. Mäglichteit. Aber emeinderats richtete der Kaiser eine Kondolenz= der Postbeamten finden auch so ihre Verücksichtigung. Die Ländern denkt man nicht daran, das rbenen einen Nachraß, bewast fnd. Aut scbden Fal ollen sie mit undermiadersem keine neuen Sielen zu schafen, ülber 1ud uuch dieser und 32.=arschäfgen die gestellt sein lassen. Gewiß würden die Erfrägnisse größer ratung des Presgesetze Dde Leschenbegängnis Luegers pirh auf Hrischer iudireit besirnrfele. absließe Wber Bez purtz ihe gog, Eilnzelbelen konn i9 bieg nicht eingebegi, oder Kosten der Gemeinde Wiens, veranstaltet und am Montag doch übersehen, daß die Post nicht in erster Linie 1.0 wil seitstellen, daß wir unserg, Beanten und Arbeiter um 11 Uhr 30 vormitags.statfinden.— Wie es in vers bende Anlage für den Reichsäckel, sondern vor allem(Behaup: Oineiutragen unndiger Autraungen und kalscher „Neuen Freien Presse“ heißt, wird der Kaiser an dem Verkehrsanstalt ist. Neue Stellen sind in den Etat nictnt mer ud eden der Fal des Abg Scheide. Zeicherbeisgenis teilgehnen, ebenigzsamtliche in Wien wei. eingestelt. Die Anstellungsverhaltnuisse werden dadurch ien= hadurch u dereidtretors ii Casil erteoig be Kasche bice die eaices Keas der RAlschtecke ad. daice alsties ais Kchae eante die kece scen beschzater tagsabgeordneten, die Gemeinde= und Stadträte. Dr. Lueger Beamte vorhanden sind, als der Dienst eigentlich erfordert. hinterließ ein politisches Testament, in dem er die Es wird dadurch eine Stauung eintreten, die sich durch Wahl des Prinzen Lichtenstein für die Leitung der sämtliche Kategorien der mittleren Beamten fühlbar macht Partei und Dr. Weißkirchners als Bürgermeister der und noch bei den unteren nachwirkt. Die Oberpost= und Telo19) Fünk Töchter. Roman von C. v. Dornau. Sie hielt erstaunt inne über den wunderlichen Ausdruck, der über das offene Antlitz ihres Verlobten flog. Wie schreckhaftes Besinnen sah es aus, und dann fast wie Beschämung. „Rose hat sich nach Kräften bemüht, mir die Sorge sbonnehmen und meine Unruhe zu erleichtern,“ sagte er ein ganz klein wenig verlegen und sah sich nach der Gelobten um. Rose war verschwunden. Sie legte oben in ihrem Zimmer Hut und Handschuhe ab, vertauschte das festliche weiße Gewand mit einem einfacheren, dunkelblauen Kalikokleidchen. Eigentlich hatte sie das weiße Gewand auch zum Mittagessen anbehalten wollen, aber Frieda hatte ein so energisches:„Na, dann schlägts ja wohl dreizehn!“ geäußert, daß sie mit schwerem Herzen darauf verzichtete. Etwas erleichterte sie die Beobachtung, daß auch das dunkelblaue Kleid ihr doch gar nicht schlecht stehe, zumal, wenn sie eine von Agnes hübschen weißen Schürzen darüber band. Ganz hausmütterlich ausschauend, kam sie ins Wohnzimmer hinunter und könnte sogleich an den Blicken ihres Schwagers merken, daß er den Wechsel ihrer Toilette durchaus nicht nachteilig für ihre Schönheit fand. Auch die übrige Familie hatte sich nun zur Begrüßung eingefunden, und es begann ein gewaltiges Durcheinandersprechen, Lachen und Händedrücken. Agnes lag ganz still, mit gefalteten Händen auf ihrer Chaiselonque und blickte mit verklärten Augen auf die fröhliche Gruppe, deren Mittelpunkt ihr Franz dildete. Der Major klopfte seinen Schwiegersohn mächtig auf die Schulter. „Na, wie stehts denn mit der ersten Klasse?“ fragte er lachend und mit neckendem Blick. Und Franz erwiderte aufleuchtenden Auges:„Im nächsten Winter, hoffe ich, ists soweit!“ Sein Blick flog Uebreich zu Agnes hinüber, und sie errötete und lächelte mit pochendem Herzen. Wie oft war es nicht in dem Ramilienkreis ausgesprochen worden.„Sobald Franz keine Kaution mehr zu stellen hat, wird zur Hochzeit eingeladen!“ Eine kleine Zulage würde ihm je dann aus einer Familienstiftung zufließen, und die Aussteuer für Agnes lag fertig genäht und gestickt in Truhe und Schrank. Franz hatte zum Neujahrstage geschrieben:„Übers Jahr läuten uns, so Gott will, die Hochzeitsglocken!“ Agnes drückte die Hände auf das klopfende Herz. Wie glücklich war sie doch im Vollbesitz seiner Liebe, seines Vertrauens! Wie wenig bedeutete dagegen die kleine Enttäuschung, die sie jetzt erlitt! Eine unendliche Dankbarkeit und Hingebung erfüllte sie. Liebevoll faßte sie Roses Hand, als die junge Schwester an ihrem Lager vorbeistreifte, und sagte herzlich: „Du warst so gut zu meinem Franz, Rose! Hast ihm so schön über den ersten Schreck hinweggeholfen! Er hat es mir erzählt, und ich bin dir so dankbar dafür.“ Rose war ehrlich genug, das unverdiente Lob zurückzuweisen. „Er hat sich gar nicht so fürchterlich erschrocken!“ sagte sie mehr wahrheitsliebend als schonungsvoll.„Was, Franz? Ich stellte ihm dein Aussehen gleich so komisch hin, daß wir beide herzlich lachen mußten.“ „Lachen?“ Es gab der Braut doch einen ganz kleinen Stich ins Herz. Aber sie schämte sich sogleich des leichten Gefühls der Enttäuschung, das sie vor sich selber schnöde Selbstsucht nannte. Sie mußte sich doch eigentlich darüber freuen, daß der liebe Ankömmling ihren Unfall nicht so tragisch aufgefaßt hatte! Sie fuhr darum auch sogleich mit derselben sanften Stimme fort, mit der sie vorhin gesprochen: „Das ist recht— auslachen müßt ihr das ungeschickte Mähchen—“ „Wie kannst du denken, daß wir das fertig gebracht haben!“ sagte ihr Verlobter vorwurfsvoll. Er saß jetzt wieder neben ihr, stützte den Arm auf das Kopfenbe der Chaiselongue und blickte lächelnd zu Rose hinüber:„Nicht wahr, kleine Schwägerin?— Solche ungerechte Verdächtigungen lassen wir nicht auf uns sitzen? Ich hoffe wenigstens, daß du mir das Zeugnis ausstellst, mich gut benommen zu haben—“ „Tadellbsl wie unser Major Hallbarth immer sagt!“ meinte Rose lachend. Sie kauerte sich graziös am Fußende der Chaiselonque nieder und blickte schelmisch auf das Brautpaar. Die anderen Familienmitglieder hatten, eins nach dem anderen, das Zimmer wieder verlassen— weniger aus Räcksicht auf die Verlobten, als weil es„noch so viel zu . i fäte tun gab“! Im Letznerschen Hause gab es immer viel zu tun, wurde stets mit einem Übermaß von Lärm= und Anstrengung und Unruhe gearbeitet.— „Franz ist sogar noch viel netter geworden, als ich ihn von früher her im Gedächtnis hatte!“ sagte Rose jetzt. „Er hat mir ein paar wunderhübsche Komplimente gemacht unterwegs— gleich bei der Begrüßung fing er damit an, meine Augen mit den deinen zu vergleichen! Nur strahlender noch fand er meine— was sagst du dazu!? Ja, einen so galanten Schwager lasse ich mir gefallen!“ Agnes antwortete nicht; sie lachte auch nicht, wie es Rose wohl erwartet hatte. Ganz flüchtig schoß es ihr durch den Kopf, daß Franz ihr neulich erst geschrieben:„Immer sehe ich deine Augen vor mir; keine anderen in der Welt lassen sich mit ihnen vergleichen!——“ Sie lehnte mit einem plötzlichen unklaren Angstempfinden das Haupt fest gegen die Hand des Geliebten, die dicht neben ihrer Wange auf dem Sophakissen lag, und ein leichter Seufzer lag auf ihren Lippen. Er beugte sich sogleich besorgt Aüber sie.— „Was fehlt dir, mein Herz?“ fragte er liebevoll.„Hast du Schmerzen?“ Sie schüttelte verneinend das Haupt und lächelte getröstet. Wie töricht sie war! Das kam von der bösen, schlaflosen Nacht, die sie hinter sich hatte mit ihren vielen heißen Tränen— wieder fühlte sie die bitteren Tropfen in ihre Augen steigen. „Du weinst ja!“ rief Franz erschrocken. „Es ist nichts,— ich bin nur ein wenig abgespannt— ich habe in der verflossenen Nacht fast gar nicht geschlafen,“ sagte sie leise.„Sorge dich, bitte, ja nicht um mich und plaudere ruhig weiter—“ „Das werden wir gewiß, nicht tun!“ rief Franz, noch immer beunruhigt. Er erhob sich sogleich, ohne auf ihren geflüsterten Protest zu achten, und fuhr lebhaft fort:„Du bedarfst der Ruhe— die Aufregung, die Freuden sind zu viel für dich gewesen. Wir werden uns alle zurückziehen und dich ein Weilchen still dir selbst überlassen, damit du unbehelligt ein wenig schlafen kannst— auf Wiedersehen, meine geliebte Agnes!“ Er küßte sie zärtlich und wandte sich der Tür zu. Rose war schon wie ein kleiner Schmeiterling vor ein voer Minuten hinausgegankelt und erschien jetzt wieder in der sesch Reshtesicle erchen Se an de. Ceohenr direktor nicht allzu große Propaganda gemacht haben kann. . P. Sparsamkeit an allen Ecken und das in ger Grundsatz bei der Ausarbeitung dieses Etats gewesen.„Das zeigt sich in erster Linie bei der Beschränkung der Personalvermehrung. Leider Tür des Speisezimmers. Sie faßte mit den zierlichen Fingerspitzen an die weiße Tändelschürze, spreizte sie kokett auseinander und bat mit schelmischem Knix und Augenaufschlag: "„Würdest du jetzt die Freundlichkeit haben, ein kleines Frühstück einzunehmen, sehr verehrter Herr Schwager? Mama hat alles für dich bereit gestellt, bittet aber sehr um Entschuldigung, wenn sie nicht selber die Honneurs macht. Sie hat noch so unmenschlich viel zu tun heute, auch die Schwestern sind beschäftigt, so daß du schon mit mir allein vorlieb nehmen mußt!“ „Das ist ja eine gewaltige Ehre für mich!“ sagte Franz lachend und folgte der reizenden Gestalt aus dem Zimmer. Auf der Schwelle wandte er sich noch einmal um und nickte der Braut liebevoll zu. Dann schloß sich die Tür leise hinter den beiden, und Agnes blieb allein. Aber sie konnte nicht sogleich schlafen. Immer wieder mußte sie auf die Stimme des Geliebten horchen, die gedämpft im Nebenzimmer erklang. Dazwischen erscholl das wohlklingende Geplauder Roses, ihr girrendes Lachen. Wie heiter die beiden waren! Sie konnte sich nicht besinnen, Franz schon so herzlich und selbstvergessen lachen gehört zu haben. Sonst freilich war er unverändert in Blick, Aussehen und Wesen — Gott sei Dank! Agnes faltete mit einem glücklichen Lächeln die Hände und schlief sanft ein. Als sie erwachte, dauerte das Lachen und Plaudern im Eßzimmer noch so fort; sie sah nach der Uhr; sie hatte fast eine Stunde geschlafen! Wie ein Verlust erschien ihr diese Stunde aus dem knapp bemessenen Zeitraum des Zusammenseins mit dem teuren Gaste. Sie richtete sich mühsam hoch und rief, erst leise, dann lauter, schließlich fast ungeduldig seinen Namen. Endlich hörten die da drinnen auf sie. Stühle wurden zurückgeschoben, die Tür hastig geöffnet, und Franz kam mit raschen Schritten auf ihr Lager zu. „Schon ausgeschlafen?“ fragte er bedauernd.„Ol des tut mir leid! Du kannst kaum ein Viertelstündchen gerubt habenrena Hveriamundche geratt Agnes maß ihn mit erstanntem Blick.„Ein Biertelstündchen? Aber Franz! Sieh doch bitte noch der Uhe— ihr habt mich über eine Stunde allein gelassen!“ Orthuns bein: gumeist die Uhterbeamten betroffen. Bei der Neuregelung er Fernsprechgebührenordnung ist darauf zu sehen, daß die Gebührnisse nicht so hoch gegriffen werden, daß sie abschrekkend wirken, andererseits darf die Postverwaltung nicht mit Verlust arbeiten. Au eine Verpochtung der Post, wie sie in der Kommission empfohlen wurde, ist nicht zu denken. Handel und Wandel würden schwer darunter leiden. Der von uns vorgeschlagene Postbeirat soll Gelegenheit haben, sich über alle einschlägigen Verhältnisse zu informieren. HinLheinen Pi. sheiorm des Portos hätten wir eine Menge Abg. Linz(Rpt.): Ich danke dem Staatssekretär für die Erfüllung mehrerer Wunsche auf postalischem Gebiete im bursischen Lande, ebente für die Verücsicht werke Schaffung eines# würde das Vertrauen der Bevölkerung finden. Wir verlangen im Jnteresse der Sparsamkeit eine Neuregelung der Dienst= und Tagegelder und eine Beschränkung der Dienstreisen. Die Differenzierung des Wohnungsgeldzuschusses für Reichs- und Staatsbeamte ist eine politische und wirtschaftliche Unmöglichkeit.(Beifall rechts. Abg. Sepda(Pole): Die Postbeamten Sprache der Devötkerung kennen, mit der sie zu tun haber Das ist aber in den polnischen Landesteilen nicht der Fal Die polizische Gesinnung der Beamten wird kontrolliert. Fur die Ostmarkenzulage sind wir nicht zu haben Staatssekretär Kraetke: Ich hakte die Behauptung aufht, daß wir nach der politischen Gesinnung der Beamten ht forschen. In Kattowitz haben wir ledigtich einige Bewir für den O-; vicht r.. sonders was die Vermehrung der Mannschaften und Marine, bauten betrifft. wünscht 6 Liniensch die Erhöhung des um 3000. 5tandard" äußert sich nschigse es Ma se anstatt kannschaftsbestandes in äbnlichem Sinne und und mehr Kreuzer, sowie 5000 anstatt um Die große englische Krisis — so schreibt mon uns aus London unterm 8. März— steht noch auf dem alten Fleck. Die Zusammenstellung der ministeriellen Majorität hat es notwendig gemacht, das Budget aus der vorderen Reihe der liberalen Forderungen urückzuziehen. Das 9 hinett macht nun aus der Ae##s Kabinett macht nun aus der Not eine Tugend und halt das Budget noch läuger als unumgänglich notwendig in der Schwebe. Dadurch gewinnt es einen günstigen Schlachtruf in negativer Richtung, indem es so die Lords für die Folgen ihrer Handlungsweise verantwortlich machen will. Entscheidet nun das Volk für die Liberalen, so dürfte es der Regierung nicht schwer fallen, durch eine Verquickung der beiden Budgets 1909 10 und 1910/11 die gesamte Finanzvorlage so zu gestalten, daß Redmond und mössen die seine Getreuen sie getrost annehmen könnten, auch wenn intun habee swischen— was sehr wahrscheinlich sein dürfte— ihre ande#xen Forderungen noch keine Erfüllung gefunden hätten. liert1 utscheidet aber das Volk für die Konservativen, so müßte die konservative Regierung als unglückseliges Vermächtnis zunächst einmal die heillos verfahrene finanzielle Lage mit übernehmen. Ob mit oder ohne Neuwahl. Die Regierung sucht jedenfalls den Zutritt zur Regierung für die K###r vativen nach Kräften zu verbarrikadieren. Nach den dunklen Andeutungen des Premierministers in der letzten Sitzung ergibt sich nun folgendes Bild:: Wenn das Haus, am Tan Ratz, Fai rmontag wieder beisammen ist, soll zunächst die Vete=gesolution im Unterhause eingebracht und verbandelt Arbeiter muß noch mehr geschehen. das Budget wieder vorgelegt werden, eutliche Dehatte bewikigt. das nicht der Fall, was das wahrscheinlichere ist, muß das Ministerium seine Entlassung verlangen. Daß die gas nich amten, die Abg. Werner(Refort leren Beamten lassen mand In Kattowitz haben wir lediglich einige für den Ort nicht geeignet hieiten, versetzt. Pastheirete verspreche ich mir nichts dige, von Bag zu Fau zu hören. Von einem standigen„Hostbeirate verspreche ich mir nichts. Beisger ih 4s, Sachverständige von Hall zu“.: pt.): Die Verhältnisse der mitthes zu wünschen übrig. Auch für wesegnuche Lehalig vewilligl. Darauf tritt Vertagung ein. Nächste Sitzung Freitag Verhinderung des sozialdemokratischen Wahlspazierganges ien Roreich der Wahrscheinlich nach Treptow. Schluß 7% Uhr. □ Kleine Nachrichten. In der Nacht auf Donnerstag“ Hambung, 9. März. wurde am Mühlenweg an zwei verschiedenen Stellen Wäsche, auf der Unterelbe, ber die zum Trocknen auf der Leine hing, gestohlen. 1.Gertund" sank. wi Standesamtsnachrichten. Geburten: März 2. F. d. Stukkateurs Johannes Becker.— 3. G. d Kordmachers Frz. Lütteke.— 4. T. d. Bürovorstchers Wilh. Keune.— T. d. Maurers Heinr. Weßling.— 5. T. d. Maurers Linus Kunst. — S. d. Buchhalters Hugo Kockel.— 6. S. d. Bäckermeisters Wilh. Söbbeke.— T. d. Maschinenschreiners Wilh. Goddemeier.— S. d. Maurers Heinr. Niewöhner.— 7. T. d. Kaufmanns Francis Proctor.— S. d. Kaufmanns Paul Altenhain.— 8. S. d. Güterbodenarbeiters Franz Gawlista. — 9. T. d. Küchenchefs Herm. Seel.— Aufgebote: März 10. Bankdirektor Johann P non und Auguste Daniels, b. h. — Feldwebel Peter Schumacher und Gertrud Brinkmann. d. h.— Sterbefälle: März 9. Ehefrau Luzia Lippmann geb. Hillermann, 31 Jahre alt.— Ehefrau Katharina Marzilger geb. Tumbrink, 50 J.— Heuermann Heinrich Bohlke, 49 J.— T. d. Küchenchefs Hermann Geel, 8 Stunden. — T. d. Schneiders Klemens Stoppe, 12 J. Aus den Provinzen. r6.(Der. Messerstecher, über den wir in Nr. 169 berichteten, ist, wie uns mitgeteilt wird, noch nicht verhaftet. * Warendorf, 10. März.(Wegen Veruntreuungen) wurde nach einer Notiz in Nr. 167 der Reisende S. einer hiesigen Kolonialwarenhandlung verhaftet. Wir nehmen auf Wunsch davon Notiz, daß es sich nicht um den Reisenoen Westbeperg, 10. März.(Der. Zu der Schissekatastrophe welcher der Hamburger Schoner „Gertruo sam, wird noch mitgeteilt, daß der Kapitän der „Gertrud“ mit 4 Mann(ansänglich hieß es mit 3 Mann) ertrunken ist. Kiel, 9. März. Die hiesige Staatswerft beabsichtigt größere Arbeiterentlassungen, angeblich 6 Proz., vorzunehmen, da der Reichstag nicht ausreichende Mittel für Sommerarbeiten bewilligte und die Schutschiffe zur Neuausrüstung an die Wilhelmehavener Werft überwiesen wurden. Der hiesige Arbeiterausschuß unterhandelt mit der Werstverwaktung, um die verheirateten Arbeiter möglichst zu schonen. Kiel, 9. März. Durch Zusammenstoß mit einer Pinasse des Linienschiffes„Rassau“ wurde ein Werstdampfer so schwer beschädigt, daß er Kohlen und Feuerung über Bord werfen und auf Strand gesetzt werden mußte. Die Besatzung wurde durch Boote gerettet. Nach Dichtung der Lecks wurde der Dampfer zur Reparatur in die Werst einbeschleppt. * Broslau, 10 Wärz. In der Schule zu Gaaran kam ein achtjähriges Schulmädchen beim Aufhängen seiner Jase der glühenden Ofentür zu nahe. Seine Kleider singen schwere Brandwunden, an denen Schwaben), 10. März. Hier Piester von seinem Sohne au Si nden S. der Firma Th. Kaup hierselbst handelt. * Burgsteinfurt, 10. März.(In der gestrigen tadtverordneten- Sitzung) wurde unter dem ewilligen im gr### der Wahrscheinsichkeit. Infolgedessen würde für den Fall, daß die Veto=Vorlage keinerlei Aussicht hätte, jemals Gesetz zu werden, auch das Budget für das liberale hauses auf 9090 Mark und der Stadthauptetat auf 285900 Mark. Der durch Steuern auszubringende Bedarf beträgt 143 200 Mark. Dieser Betrag soll aufgebracht werden durch 170 Prozent der Einkommensteuer, 210 Prozent der Grund=, Gebäude= und Gewerbesteuer und 110 Prozeut der Betriebssteuer. Mit der Grundsteuer werden außerdem noch aufgebracht 62 Prozent Beitrag zur landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft. Ein Antrag auf schärfere Heranziehung der Einkommensteuer zugunsten der Gewerbe= und Gebäudesteuer wurde abgelehnt und ein Antrag auf Einführung der Wertzuwachssteuer vertagt. In Angelegenheit der An Leufiches keich Aus dem Landtage. Berlin, 10. März.(Drahtb.) mission des Abgeordneten Beratung des Kultusetats fort. Im Laufe der Debatte erklärte der Minister, bewährte ältere Lehrer würden auch ohne Examen als Rektoren zugelassen. Betreffend den obligatorischen Schulunterricht der Taubstummen und Blinden sei ein Gesetz in Vorbereitung. Zu dem Projekt, in Frankfurt a M. eine Universität zu errichten, habe er noch keine Stellung genommen. Er hege aber Bedenken dagegen, seine Hand zu bieten zur Begründung einer Universität auf einer anderen Grundlage, als der bisherigen. Ein Lehrauftrog für Luftschiffahrt bestehe in Göttingen. Es handele sich dabei aber nur um technische Fragen. Zu einem Lehrauftrag für rechtliche Fragen scheine ihm noch keine Veranlassung vorzuliegen.— Die nächste Sitzung der Kommission findet am Montag statt. Ministerium nicht mehr in Frage kommen. Frankreich. Paris, 10. März. Die Vereinigung der KirchenDie Budget=Kom=]hirsch##t#oer en bielt eige Versammlung ab, um über die hauses setzte heute die Da# eruurzuungen zues. geschaffeng Lage zu beraten. hauses setzte heute, die Da vor einiger Zeit die Vereinigung die Fehlbet Lehranstal rden. Der lnertalt kennung der hiesigen Madchenschule als höhere soll eine abwartende Stellung eingenommen werden. Der städtische Zuschuß für diese Schule wurde auf 600 Mark erhöht. Einige von dem Oberpräsidenten vorgeschlagene Anderungen zu den neuen Satzungen der städtischen Sparkasse wurden angenommen, da hierdurch wesentliche Vereinsachungen im Geschäftsverkehr eines Iu * Freifrau Ferdinand von Richthofen f. Am 7. März verschied an Herzschwäche die erste Vorsitzende des Freuenbundes der deutschen Kolonial=Gesellschaft Freifrau Ferdinand von Richthosen. Der Frauenbund, der sich unter dem Vorsitz von Freifrau Ferdinand von Richthofen in überaus erfreulicher Weise weiterentwickelt hat, beklagt mit dem Hiuscheiden seiner ersten Vorsitzenden, die sich mit unermüdlichem Eifer und hingebender Sorge bis zum letzten Atemzuge der Sache des Frauenbundes widmete, den Verlust einer hochherzigen, stets hilfsbereiten Führerin. Eiue Deulschrit der Gebrüder Mauneanann ist als Gegenpart gegen das amtliche deutsche. Weißbuch in frau ist nag Da vor einiger Zeit die Vereinigung die Fehlbeträge eines anderen Liquidators durch Subskription der Mitglieder gedeckt haben, wurde die Frage aufgeworfen, ob auch im Falle Duez so vorgegangen werden solle, doch wurde es als geradezu unmöglich anerkannt, die von Duez veruntreuten 10 Millionen Francs aufzubringen. Immerhin wurde beschlossen, erst dann eine endgültige Entscheidung zu treffen, wenn das Ergebnis der gegen Duez eingeleiteten Untersuchung vorläge. Paris, 10. März. Der in Albi tagende Kongreß der Bergarbeiter beschäftigt sich mit dem Plane, eine große nationale Vereinigung zu bilden, in die alle irgendwie mit dem Bergbau in Zusammenhang stehenden Arbeiterverbände aufgenommen werden sollen. Unter andern würden dieser neu zu gründenden Vereinigung an 40000 Arbeiter des De= Angelegepheit verzickelt sein. partements Mourthe=Moseuo beitreten, die, nachdem sie das ist das Rirtergut Loburg durch Kauf zum Preise von ca. Eisenerz geförzert hoben, es selst in den Hochöfen behan= 250000 Mark in dur A.st 8.=9 2.2.1. Metallarbeitern escasnerkehr erzielt werden. Die Anstellung es Gegenbuchführers ist vorlaufig nicht erforderlich. Coesfeld, 9. März.(Verschiedenes.) Gestern gelang es der hiesigen Polizei, die Diebe eines großen Lederdiebstahls festzunehmen und zwar die Arbeiter M. und Sp. Es war von Gelsenkirchen nach hier daß dort Leder zum Verkauf gelangt, das vermutlich hier gestohlen worden sei. Durch die umfangreichen Ermittelungen wurden verschiedene Personen überführt, ein bedeutendes Quantum Leder aus einer hiesigen Fabrik gestohlen zu haben, welches zum Teil hier verarbeitet und zum Teil in Gelsenkirchen verkauft worden war. Eine sofort vorgenommene Durchsuchung der Wohnungen des Arbeiters M. und der Familie V. förderte noch 16 Felle und 2 Stücke Sohlleder zu Tage. Es sollen noch mehr Personen in diese Angelegenheit verwickelt sein.— Wie zuverlässig verlautet, Feuer, Das Mädchen es bald darauf starb. * Cuterhausen“ wurde der 55jährige Bauer Piester von seinem e der Landstraße sterbend ausgesunden. Er war am Tage zuvor von einem unbekannten Manne niedergeschlagen worden. * Lemberg, 10. März(Drabtb.) In Swiecicze wurde durch einen Brand ein großes Dorf eingeäschert; eine aus sieben Personen bestehende Bauernsamilie, die in ein brennendes Haus zurückkehrte, um Geld in Sicherheit zu bringen, wurde dexkohlt aufgefunden. * Paris, 10. Mörz. An der Schwellenimprägnierungs= anstalt der Paris=Lyoner Mittelmeerbahn in Miramas bei Marseille brach gestern nacht eine Feuersbrunst aus, die sich auf eine Strecke von 6000 Metern ausdehnte und den Bahndamm erreichte, so daß der Zugverkehr sehr erschwert wurde. Der angerichtete Schaden ist beträchtlich. * Paris, 10. März. Im Ottransformator des ThomsonHonstonschen Elektrizitätswerkes in Vitry bei Paris entstand infolge Kurzschlusses eine furchtbare Feuersbrunst die in wenigen Stunden alle Fabrikgebäude zerstörte. Bisher wurde die Leiche eines Elektrikers aus den Trümmern vervorgezogen * Philadelphis, 9. März. Gestern abend wurde wieder mit Steinen auf die Straßenbahnwagen geworfen. Ein Streikbrecher wurde verletzt, worauf sämtliche Streikbrecher aus dem Wagen mit Revolvern auf die Menge zu schießen begannen und fünf Männer und ein junges Mädchen verwundeten. Hierdurch in Wut versetzt, zertrümmerte die Menge den Wagen. * Samarang(Batavia), 10. März.(Drahth.) Hier ist eine Cholera=Epidemie ausgehrochen. Durchschnittlich erliegen der Seuche täglich 20 Tote. Lpitischiffahrt., deln, und deshalb bisher zu den wurden. Paris, 10. März, Die streikenden Metallarbeiter in Chambon bei St. Etienne verübten gestern abend große Ruhestörungen, wobei sie die Fenster des Bürgermeisteramts und des Friedensgerichts zertrümmerten. Ein Polizeibeamter wurde durch einen Steinwurf am Kopfe verletzt. Aus der Stadt. Münfer, 11. März. (2) Dormition de la St. Bierge, Heimgang der hl. JungPeti Paris, 10. März. Rougier hat heute vor Monaco einen Flug von 1000 Metern Höhe ausgeführt. Er überflog den Col de la Turbie und flog dann um den Pic du hien, ein 900 Meter hohes Gebirgsplatean. Behte Radmiähen. Berlin, 10. März.(Drahtb.) Gegenüber der Behauptung der sozialdemokratischen Presse, die SonntagsLoburg durch Kauf zum Preise von ca.[Demonstranzen hätten mit ihren Abzug„nach Ddem den Besitz des Schulten Lippern in Ober###ergarten die Polizei überrascht, teilt das Polizei=Präern gezählt hausen übergegangen.— Heute morgen begann am hiesigen sidium mit: Man war sich von vornherein klar darüber, daß“ Gymnasium unter dem Vorsitz des Prov.=Schulrats Dr. die Demonstranten, von Treptow abgewiesen, nach dem Metall= Hechelmann die mündliche=Abiturientenprüfung. Stadtinnern ziehen und von dort abgewiesen, wahrscheinlich Es wurden 35 Oberprimaner zugelassen, davon sind 11. vom den Tiergarten aufsuchen würder, Pamentsaractzend sei vodiesen Tagen herausgegeben worden. Die Widerlegung der dem Zionsberg Behauptungen des Weißbuches fällt den Mannesmanns nicht Abendmahlsaales. sche Weißbuch in frau ist nach der Überlieferung die Sterbestätte Marias auf Nähe des schwer, da sie sich für ihr gutes Recht auf zahlreiche Gutachten namhafter Staatsrechtslehrer stützen können. Von einer Einigung mit der„Union des mines marocaines“ ist jetzt weniger als je die Rede, die offiziöse oder halboffiziöse Notiz der„Münch. Neuest. Nachr.“ war irreführend. Besondere Erwähnung verdient die Tatsache, daß die Union an das deutsche Syndikat wiederholt mit Vorschlägen und Angeboten Gaisar Gailhalm ir##i#ser ehrwürdige Platz wurde von Kaiser Wilhelm II. bei seiner Palästinafahrt käuflich erworben und dann dem deutschen„Verein vom Hl. Lande" zur Erbauung einer Kirche„Mariä Heimgang“ vom Kaiser in landesväterlicher Fürsorge geschenkt. Wir Deutschen iollen nun das Andenken an diese kostbare huldvolle Kaisergobe stets lebendig erhalten. Diesem Zwecke dient besonders die Ausführuug des„Oratoriums„Dormition“. Se. Mozeherangetreten ist. So ging ein Gebot der Union dahin, daß## hat diesem Oratorium lebhaftes Interesse entgegen gedie Gebrüder Mannesmann ihre gesamten Konzessionen au bracht und die Gnade gehabt, einen Klavicrauszug dedie Union abtreten sollten. Diese wollte hierfür den Gebrüdern Mannesmann ihre Unkosten nebst Zinsen rückvergüten und eine Beteiligung an dem Unternehmen geben; sie ver### ie Gnade gehabt, einen Klavierguszug des Werkes anzunehmen, und durch den früheren Kultusminister Dr. Studt den Verfassern in einem buldvollen seinen Lalserlichen Tanl=P I. eigen, Ssesece bleie der Kescie eseishesiene Uuren. jenigen der deutschen Industrie, denn es wäre die Möglichkeit verloren gegangen, die Maschinenlieferungen unserer Industrie zu sichern und den Erzimport durch deutsche Reedereien wird. dem deutschen Markte zuzuführen.“ Pottdam, 10. März. Aus Anlaß des gestrigen Jah restages des Todes Kaiser Wilhelm I. legte gestern der Kronprinz im Namen des Kaisers und der Kaiserin und in seinem eigenen Namen im Mausoleum zu Charlottenburg se einen Kranz nieder.— 4 Oprlotenburg ausgebracht hatte, und hiergegen Antrag auf richterliche Entscheidung beantragt hatte, wurde freigesprochen, weil grober Unfug nicht vorliege und nach den bisherigen Erfahrungen in einem solchen Hoch eine Belästigung des Publikums nicht zu erblicken sei. Bremerhaven, 10. März. Das Linienschiff„Deutschland“ mit dem Kaiser an Bord ist in Begleitung des Kreuzers „Königsberg“ und zweier Torpedoboote heute nacht 12,15 Uhr hier eingetroffen und ging auf der Reede vor Anker. Bremerhaven, 10. März.(Drahtb.) Der Kaiser verließ kurz vor 10 Uhr das Linienschiff„Deutschland" und begab sich an Bord des Schnelldampfers„Kaiser Wilhelm II.“ Gleich darauf trat dieser, begleitet vom Kreuzer„Königsberg“ und von den Depeschenbooten V 150 und V 161 die Fahrt in die See an. Burkandh. Engfend Die englische Presse über das Marinebudget. 10. März.(Drahtb.) Die heutigen Morgenblätter widmen dem Flottenbudget Leitartikel.„Daily News“ schreibt: Das Budget hätte unter anderen Umständen im ganzen Lande einen Sturm der Überraschung hervorgerufen. Bei der augenblicklichen Spannung der Geister aber müsse man fürchten, daß es fast unbemerkt bleiden werde. „Morning Leader“ findet, es sei wenig Grund vorhauden, mit dem Budget unzufrieden zu sein. Erfr die Kosten aus den ordentlichen Eini Anleihe gedeckt werden sollten. „Taily Chroniele" rühmt dem Budget nach, daß es weder übertriebene Forderungen stelle, noch alarmierend wirken könne. Die Intkressen der Sparsamkeit seien nicht vergessen. Die Sicherheit des Landes sei durch eine entsprechende Vermehrung gewährleistet. Durch das Budget sei England bis zum März 1912 gesichert. Das Blatt fährt dann fort: Wir erwidern herzlich die in letzter Zeit von den deutschen Ministern und Botschaftern gehaltenen Reden und haben das Vertrauen, daß in den Beratungen über das Marinebudget jede Animosität und jedes Vorurteil gegen andere Völker vermieden wird. „Daily Grapdie“ schreibt: Das Landwird mit dem Gefühl der Erleichterung bören, daß die Ausgaben schließlich nach einer Slals anigestallt sich, die dem Be entsprechen. „#lornine Post“ hült die Ausgabe für ungenügend, beHeurrgtgg gan üvermittelt. Die Aufführunger der Dormition in Münster sind besonders aktuell, da Prinz Eitel Friedrich bekanntlich im Auftrage des Kaisers der bevorstehenden Einweihung der Basilika„Mariä Heimgang“ iu der Österwoche beiwohnen wird. Die Generalproben sind vorzüglich derlaufen, sie lassen vermuten, daß schon der ersten Aufführung heute ein glänzender Verlauf beschieden sein wird. Das Interesse an den Aufführungen ist in weiten Kreisen ein sehr reges, so haben ihr Erscheinen in einer der Aufführungen bisher zugesagt Se. Bischöfliche Gnaden Dr Hermann Dingelstadt und Se. Exzellenz Oberpräsident Frhr. von der Recke von der Horst. Am Sonntag beginnt die Aufführung um 6½ Uhr, um auch auswärtigen Besuchern Gelegenheit zu geben, der Aufführung, die Ohr und Auge herrlichen Genuß verspricht, beiwohnen zu können. Da die Aufführung gegen 9 Uhr zu Ende geht, können die Abendverbindungen nach allen Richtungen hin benutzt werden. Si Ben der Universität. Die Doktorwürde in der philosophisch=naturwissenschaftlichen Fakultät erwarb sich cand. phil. Fooke Habben aus Aurich. Die Dissertation behandelt ein Thema aus der klassischen Philologie. (2) Ans dem Burean des Stadttheaters. Heute wird Grillparzers„Des Meeres und der Liebe Wellen“ neu einstudiert gegeben. Es wirken in Hauptrollen mit die Damen: Borchardt, Richter, Nietzschmann; die Herren: Kriwat(der auch die Inszenierung übernommen hat), Feher, Fiedler=Spies, Mandel und Neudegg. Morgen findet die letzte Wiederholung der„Förster=Christ“ in dieser Spielzeit Mündlichen befreit.(Allg. Ztg.) Lüdinghausen, 9. März.(Generalleutnant z. D. Otto Frhr. v. Lüdinghausen=Wolff), zuletzt Kommandeur der 2. Division in Insterburg, ist am Montag im Sanatorium zu Berlin, wo er Heilung von seinem schweren Leiden erhoffte, im Alter von 60 Jahren gestorben. 4 Kirchhellen, 9. März.(Ein frecher Einbruchsdiebstahl] wurde hier in vergangener Nacht verübt. Ein unbekannter Mann drang gewaltsam in die Wohnung einer Lehrerin ein und zwang die zu Tode geängstigte Dame, Geld und sonstige Wertsachen herauszugeben. Unter Mitnahme von 15 Mk. machte sich der Einbrechtt aus dem Staube. Einige Zeit später versuchte er einen zweiten Einbruch on der Volksschule in Ekel, wurde jedoch von Hausbewohnern verscheucht. Die sogleich angestellten polizeilichen Ermittelungen blieben bis jetzt ohne Erfolg. C) Borbeck, 10. März.(In der Messerstecherei) haben die Ermittelungen ergeben, daß der Lumpensammler Gottfried Paßlack dem Bergmann Schellhaas den tödlichen Stich versetzt hat. Außer ihm wurden sein Bruder Friedrich und drei Bergleute festgenommen. X Recklinghausen, 9. März.(Städtisches.) Gerichtsassessor Sulpie Hamm vom Düsseldorfer Landgericht. Sohn des Oberlandesgerichtepräsidenten a. D. Dr. Oskar Hamm, wurde gestern von der Stadtverordnetenversammlung zum besoldeten Beigeordneten gewählt, anstelle des von der Stadt Emmerich zum Bürgermeister erwählten Beigeordneten Dr. Langen. Die Versammlung beschäftigte sich außer der Tagesordnung zum zweiten Male mit einem Zeitungsartikel. der unter dem Titel„Der Machthaber in Recklinghausen“ dem Vorsitzenden der Recklinghauset Zentrumspartei vorwarf. er lenke die Geschicke der Stadt Recklinghausen und habe maßgebenden Einfluß auf die Entschließungen des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung. In der vorigen Sitzung hatte die Zentrumsfraktion der Stadtverordnetenversammlung eine Erklärung abgegeben, daß sie unbeeinflußt von irgend einer Seite ihre Entscheidungen fasse. Oberbürgermeister Hensen teilte der heutigen Versammlung mit, daß die einzelnen Mitglieder des Magtstrats eine ähnlich lautende Erklärung abgegeden hätten. Man bewilligte 1250 M. für die Beschaffung eines neuen Altars für Prozessionen und genehmigte den Entwurf einer neuen Biersteuer=Ordnung, die den Steuersatz für eingeführte und am Orte gebrauchte Biere gleichmäßig auf 65 Pfg. für das Hektoliter und für alkoholarme Biere auf 30 Pfg. festsetzt. ziehen und von dort abgen ven Liergarten auffuchen wurden. Tementsprechend sei polizeilich disponiert worden. Wenn die Polizei im Tiergarten nur gegen den allergrößten Unfug einschritt, so war der Grund für diese Zurückhaltung nicht Überraschung, sondern Rücksichtnahme auf die ungezählten harmlosen Spaziergänger. Berlin, 10. März.(Drahtb.) Der Bundesrat erteilte dem Entwurf des Gesetzes zur Ausführung des revidierten Berner Übereinkommens zum Schutze von Werken der Literatur und Kunst seine Zustimmung. Wien, 10. März.(Drahtb.) Sofort nach dem Ableben Dr. Luegers wurden auf den Türmen des Rathauses Trauerfahnen gehißt. Sämtliche Kommunal= und zahlreiche Privatgebäude zogen Trauerflaggen auf. Von der Gemeindevertretung wurde in der ganzen Stadt folgende Todesanzeige angeschlogen:„Der Wiener Bevölkerung, der das ganze Wirken und alle Liebe des Bürgermeister gegolten, gibt das Präsidium des Wiener Gemeinderats bekannt, daß Dr. Lueger um 8 Uhr früh verschieden ist." Durch ExtraAusgaben der Zeitungen wurde die Todesnachricht in der ganzen Stadt in kürzester Zeit verbreitet. Casablanca, 10. März. Im Laufe der gestrigen Nacht wurde der Vorposten der französischen mobilen Kolonne von etwa 800 Leuten der Zaer, die teilweise beritten waren, angegriffen. Der Überfall wurde ohne Verluste auf französischer Seite abgeschlagen. Tokio, 10. März.(Drahth.] Der Finanzminister wird mit einem Banksyndikat weitere 10 Millionen Pfund innere Anleihe konvertieren. sington, 10. März.(Drahtb.) Der Generalanwalt hat sich dahin geäußert, daß die zwischen Amerika und den ausländischen Häfen verkehrenden ausländischen Dampferlinien dem Gesetze unterworfen sind, welches die Korporationen mit einem Prozent der Nettoeinnahmen bestenert. Gerichtszeitung. hiesigen SchwurFriedrich Opel als Hauptbeteiligte bei der Gladbecker Diebstahlsaffäre wegen Verbrechens im Amte zu verantworten. Dem Angeklagten Opel wird zur Last gelegt, in der Zeit vom Mai 1908 bis zum September 1909 zu Gladbeck durch eine fortgesetzte Handlung als Beamter der Königl. Berginspektion 1I Gelder im Betrage von mindestens 630 Mark, dem Kgl. Bergfiskus gehörig, sich rechtswidrig 17 Erfreulich sei, daß Einnahmen und nicht durch () Kinderarbeiten=Ausstellung. Eine interessante Ausstellung ist am heutigen und in den nächsten fünf Tagen auf der Hermannstraße 4 sehemals Dahlmannsche Besitzung) zu sehen, im St. Josephskindergarten. Es ist erstaunlich, was kindlicher Fleiß und kindliche Gestaltungskraft und Schaffensfreude uns dort vor Augen führt. Auf den verschiedensten Gebieten haben sich unsere Kleinen betätigt. Die Ideen des Pädagogen Friedrich Fröbel liegen den Arbeiten zu Grunde. Man sieht da schön verschränkte bunte Papier= streifen als Rahmen für Ansichtskarten oder sonstige Bilder; erste Anfänge von Stickereien auf Papier oder Pappdeckel; Zeichtungen, bei denen die Jungens ihre Vorliebe für Pferd! und Hund nicht verleugnet haben: kunstreich gestaltetes und zusammenst gusgeschnittenes Papier; allerlei Wickel= und Flechtarbeiten: Rosenow K Ausstechen von Mustern und Ausmalen gegebener Muster: Krankenzimmer Arbeiten mit Erbsen, Bohnen und Kürbiskernen: Tonschneiden und Modellieren in Ton und so fort. Hochinteressant ist das Märchen vom Schneewittchen, das uns in acht verschiedenen Gruppen vor Augen tritt. Ebenso feffelnd und für Kinder geradezu hinreißend ist der zoologische Garten. Alles dies Wunderbare aber ist zum weitaus größten Teile hergestellt aus Dingen, die im töglichen Leben so oft achtlos beiK Wattenscheid, 9. März.[Zechenunfall.) Auf Zeche„Pluto“ entzündete sich beim Abtun von Schüssen zugeeignet und in bezug auf diese Unterschlagungen die zur zorzeitis eine Sprengladung. Durch die umhergeschleuderten Eintragung oder Kontrolle der Ausgaben bestimmten Rechvon ihnen sehensgefährsich. Versleute schwer verletzt, zwei ungen und Register ngrichtig geführt, gefälscht oder unterCöln, 10. März.(Ein drittes Opfer) hat die Maschin Explosion eines Salpetersäure=Ballons in der Maschinenfabrik Hiedemann gefordert. Ein durch die giftigen Dünste erkrankter Arbeiter starb gestern nachmittag im Hospital. * Emden, 9. März.(Schwere Brandwunden] erlitt ein zum Besuch hier weilendes Mädchen, das seiner erkrankten Schwester nachts Tee kochen wollte. Das Feuer der Spiritueflamme ergriff die Kleider und brachte dem der Spirnueflamme ergriff Mädchen erhebliche Wunden bei. Vermischtes. 10. März.(Drahtb.) Bei einem Wagen stos in der Leipzigerstraße zog sich der Abg. Kopfverletzungen zu; man brachte ihn in das Krantenzimmer des Abgeordnetenhauses, wo ihn ein ärztlicher Kollege in Behandlung nahm. Berlin, 10. März. Pierpont Morgan hat die berühmteste Uhrensammlung der Welt, die sich in dem Besitz des Berliner Sammlers Karl Marfel befindet, erworben. Die Sammlung war von ihrem Inhaber vor einiger Zeit der preußischen Regiexung und auch dem Kunstgewerbemuseum zu einem erheblich niedrigeren Preise seite geworsen werden: aus Streichholzkästchen, gebrauchten angeboten worden, als Morgan dafür gezahlt hat. Der AnAnsichtskarten, Glühstrumpfhülsen und alten Schachteln, kauf wurde aber abgelehnt. Tapetenresten, altem Garn u. dergl. Man fühlt, daß hier.. Berlin, 10. März. Eine Spende von 300 Mark für Kindergsrinerinnen walten die es verstehen in Suiel und die Schutzmannschaft ist dev Nolizespräside Bür Kindergärtnerinnen walten, die es versteben, in Spiel und die Beschäftigung, und zwar in einer dem Wesen des Kindes einem entsprechenden Weise, das Kind körperlich und geistig zu heiß;,„sch oitte um die Erlaubnis, eigiegenoe 300 Mark entwickenn und auf die Schule vorzuvereiten. Diese Kinder= an die in der Ausübung ihrer schweren Pflicht am Eonutag schäftigte sich das Krieggertnerinnen sind die um Kindererziehung auch in unserer przigundeten Beamten uverreichen zu dürfen, Der polizei= gegen den Grafen Pfeil. wohlberdienten Vorsehunasschwestern(Mutterbaus nemmen. Die Spende mit Dank für die Bedachten anger, Zerzeß, dgr, kein klares Bild ## gem Poligeiprasiventen von dürger mit einem Schreiben zugegangen, in dem es bitte um die Erlaubnis, einiegende 300 Mark gärtnerinnen sino die um Kindererziehung auch in unse Stabt so wohlberbiguten Vorsehungsschwestern sMutierhaus Friedrichsburg). Als Leiterinnen der Spiel= und Bewahrschulen unserer Stadt eigneten sie sich in jahrelanger Tätigkeit jene feine Beobachtung des schaffenden Tätigkeitstriebes prückt zu haben, dem Angeklagten Neuß, um dieselbe Zeit durch eine fortgesetzte Handlung dem Opel zur Begehung des Verbrechens durch Rat und Tat wissentlich Hilfe geleistet und durch dieselbe Handlung staatsfiskalische Sachen, von denen er wußte, daß sie mittels einer strafbaren Handlung erlangt waren, an sich gebracht zu haben und zu gewohnheitsmäßig. Der geschadigte Fiskus hat seine A sprüche von Opel vollständig, von Neuß bis zum Betragvon 7000 Mark zurückerhalten. Beide Angeklagte sind in vollem Umfange geständig. Das Urteil lautete gegen Opel wegen schwerer Amtsunterschlagung unter Zubilligung mildernder Umstände und gegen Neuß wegen Beihilfe zu schwerer Amtsunterschlagung und gewohnheitsmäßiger Hehlerei unter Einbeziehung einer noch zu verbüßenden Zuchthausstrafe von 4 Jahren auf 5 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust, ein Monat Untersuchungshaft wurde angerechnet.. erachungsteht "“ Köln, 9. März. In der heutigen Schöffengerichtsverhandlung gaben sich die Kahlköpfigen ein Stelldichein. Die Inhaberin des„Haarpflege=Institus Persika“, die mit der Unterschrift„Keine Glatze mehr!“ in den Zeitungen inseriert, hatte sich wegen unlautern Wettbewerds, fahrläifiger Körperverletzung und Betrugs zu verantworten. Die Kahlköpfigen hatten sich vertrauensvoll an das Institut gewandt, aber keinen Erfolg erzielt. Das Gericht erkannte nur wegen unlautern Wettbewerbs ans 50 M. Geldstrafe." Naumburg, 10. März.(Drahtb.) Das Schwurgericht verurteilte den Schneider Böttcher wegen Ermordung und Beraubung seiner Schwägerin Frau Jerichow zum Tode. = Thorn, 9. März. Seit einer Reihe von Tagen besgericht mit einer Klagesache Der riesenhaft aufgebauschl der kein klares Bild der Sachlage bot, hat eine alte im Kinde an, der der Ausgangspunkt aller Erziehung ist. Den Schwestern können wir unsere Anerkennung nicht versagen. Jedem aber, der Kinder liebt, besonders jeder Mutter, können wir den Besuch dieser Ausstellung nur empfeblen. ##“ Harburg, 9. März. Der 17 jöhrige Abbeiter Störmer und sein Freund, der 16 jährige Arbeiter Schimkus, schossen mit einem Tesching nach einer Biechplatt Durch eine unvorsichtige Bewegung schoß Ei. leinem Freun eine Kugel in den Kopf. Sch. ist im Kranlenhause Rotben. fin Pfetl) mißhandle die Kinder, zum Meineid verleitet, gab den Anlaß zu dem Verfahren wegen Meineids, das jetzt von iyren Gunsten zu wenden, gelang ihr dies dennoch nicht. des Verseitung gum Nage deuu. clieh wegen Verjährung, in gueie Einstellung des Versagrens chuns wornge Wahruue Verechtigter(Verteundung) Freispre. chung wegen Wählung verechtigte. Interessen und nur im lunn un a Monaten Gesäner: Bel VerurtehEntlassung aus dem tung zu 9 Mi Tcgats und den Angerlagten d Urteil gesprochen, das In der Urteilsbegrändung Vutlagepunkten kreisprach. mit, daß an siche ündung, teilte der Verhandlungslaiter falschen eidesstattlichen Versicherungen gehandelt habe, vier Föllen um Verleitung zum Meineide, in zwei um Beletoigung. In den ersten vier Fälle Vostenr-t die gesetzliche Frist von ist. Trotdem ist das Geriat aurg dereus verstrichen # Tlopbem in dud Gericht auch in eine Prüfung dieser Faue eingetreten und zu dem Resultat gekommen, daß auch, . acei Fällen ist dereits die von„(Auf die Unterlagen so wenig belastend fur den Angeklagten, daß gelassen wurde, In den beiden anderen Föllen den beiden in gleichsats Freisprechung. Auch biden agfrechterhaltenen Anklagepunkten wegen Vernennte Papst hotr„ppurde auf Freisprechung erkannt. Huutt vello, die Beleidigung der Gräfin Pfeil. Sie warde vom Angeklagten beschuldigt, eine Nota der Firma Rosenthal(Breslau) gesälscht zu haben. Es ist nacheschäft üheren Fälschung eingestanden. Die Urteile der Sacherständigen scheinlichkeit aus, daß die Haus; dum Tell sagar die Wahr. bup#. Funoschrift auf der Nota von der Gräfin herstamme. Daß die Nota nicht vom Grafen herrühren kann, hat die Gräfin selbst bekundet. Die Gräsiv wesen zu sein, was ihr jedach daurch gs Deit in Breslau ge. gewiesen, wurde. Da.—.— ine Hotelrechnung nachfur die Töit“ werden zur die Fälschung dar Beg den sautnahme ein Beweis werden konnte, so liegt immerkur die Gräin nicht erbracht 4llge Blatt.-Get. Angle Geane Arenb. Bergbes #ber a Stain Berselles Blelefeld. Nasch.— Bocbum. B. LAt. C.— Bach.-Geln die.— Bech. Gußstahl 12 Bechem. vlldzr. 9 gung der Gräfin dunch zuueeun eine ehrenrührige Beleidt. „a der Grüfen dumch den Angeklagten vor. Doch diesem der Schutz des§ 193 zugebilligt, so daß auch h Freisprechung erkannt wurde. Eine Freisprechut endlich auch wegen des zehnten Anklagepunkieo, derische Beleidigung. Vor dem Gerichtsgebände eine große Menschenmenge angesammelt. wurde —.— u hier auf Wferschung erfolgte ennnktes verleumhatte sich Briefkasten. Alexander. Das Buch ist in keinem Antiquariatskatalog oder in Rheine an. Sie nal bei einer Buchhandlung dort . Wenden Sie sich an die Landwirtschaftskammer, die Ihnen vie gewünschten Angaben brieflich machen Handel und Industrie. Viehmärkte. Münster, 10. März. Der heute am ersten Sendtase hier Vesegt Jag n kt war gut besucht und herrschte ein reger " Due Behgottungen waren zahlieich angetrieben und der Wre ie und der Futet recht lebhalt; leziere handen hoch war Markt schon bei Zeiten geickumt.— Beste Arbeitspferve rosteten 1. Qualität 750 bis 900 Mark, 2. Qua 3. Qualität 300 bio 350 Mark. Ostpreußi35 Pferde,„Losteten, 1. Qualuckt 550 bis 650 Ml., 2. Qualität #### vir 400 Mark. Litauer Ponis tosteten 1. Qualitck 375 „4 430 Mk., 2. Qual. 200—250 Mk. Fohlen(münsterl. im Alter von 14—2. Jahr) kosteten 350—400 Mk. Ausrangierte(Schlachtpferde) rosteren vurchichnittlich 90—120 Mk. Milchgebende Küre tosteten 1. Bast 320—425, Pi., 2. Lval. 250—270 Mi., 3. Qual. 180—200 s....... 1. 91gl. 250—275 Mk., 2. Qual. Tetzs Lübe oseten 100 Vid. Schlachtgewicht 1. Qual. Ml., 2. Lgl.#0.10 Mr. Gullen kosteten 100 Pfd. Leoendgewicht i. Q. 34—06,00 Mk., 2. Qual. 28—30 Mk, 3. Qual. 20—24 Mark. Kälder kosteten 100 Pfd. Leoendnewicht 1. Qual. 48—52 Mk., Qual. 49—44 N, Fezte Schweine kosie en 100 Prd. Lebendgewicht 1. Qual. 48—51 Mr., 2. Qual. 46—47 Mk. Tiagende Schweine tosteteg durchschnitlich 110— 150 Mk, Faselschweine 1 jährige kosteten i g gzchtige 36-.40, MI.„Ferlel von 4—5 Wochen kosteten 10—10 MI. gerkel von 6—8 Wochen 24—26 Mk. Es wurden im ganzen seilgeboten 318 Pferde, 238 Stück Hornvieh, 6 fette Schweine, 14 tragende Schweine, 28 Faselschn eine und 856 Ferkel.— Der nächste Viehmarkt findet natt am Donneretag, den 31. März. □ Ahaus, 10. März. Der heute stattgehabte Kramund Viehmarkt war sehr gut besucht und beschickt. Vieh aller Gattungen war reichlich angetrieben. Feilgeboten waren überhaupt ca. 60 Stück Rindvieh, 50 tragende Schweine und 60 Kisten mit Ferkeln. Handel ziemlich rege. Tragende Kühe kosteten 250—320 Mk., tragende Rinder 180—240 Mk., Weiberuhe und Stiere 160—240 Mk., tragende Schweine je Qualität 100—150 Mk., Faselschweine 35—50 Mk., nach Ferkel die Alterswoche 2,80—3.20 Mk.— Auf dem Krammarkte herrschte ein lebhaftes Geschäft. Nächster Vieh- und Krammarkt ist am 30. d. M. 818 e Schüttorf, 9. Marz. Der heutige Biehmarkt war vom#o. er begünstigt. Infolgedessen entwickelte sich ein lebhafter Verkehr. Der Handel war flott. Manches Stück Vieh war schon verkauft, bevor es auf dem eigentlichen Markt angelangt war. Für Hornvieh wurden verhältnismäßig gute Preise gezahlt. Recht teuer waren Schweine. Gutgenahrte Ferkel wurden die Alterswoche glatt mit 4 M. bezahlt. Auch alte Schweine bedangen hohe Preise. Der Handel auf dem Pferdemarkt zeigte, daß augenblicklich Pferor hohe Preise gezahlt weiden. * Aus Ostfriesland, 9. März. zu Leer war gut beschickt. Die Preise waren etwas dangen 1. Sorte bis 600 M., 2. Sorte bis 450 M., hochbis 350 M., güstes Vieh 150 bis 300 M., frischmilche Tiere 350 bis 500 M., Ochsen bis 350 M., Jungvieh 100 bis 250 M., Kälber 25 bis 40 M. Schafe bis 35 M., 5 bis 8 Wochen alte Ferkel 18 bis 21 M. Gen wellen Celner Bergbeu Censendis Burgu. Canselldatien Deutsch-Luxemb. 10 Donnerswerk— Dortmt. Un. k. C. 2 Dässeldf. Eisbbb. 20 Draamit Thoss 10 Elberf. Farbenk.— de. Pepiertab. 0 Bottnent UnderZurich Seebweil. Bergw. Feg. E. Maanstädt "" Vora-A DeutGelsenk. Bergyz. de. Gulet Gerresbeint. 6 as Ges.für elck. Uni. Gr. Bert. Strasb. Hamb. Packetf. Bause Harkort Br. Akt. da Vorz.-Ant. Verpener Berge. Ba#pe RednigrbctBtbernie ugb.-G. # Brouerei 7 Hosch Bis. e St. /14 Dauboldi Naech.## UDes Bergbes— Kettowitene s14 Kirchnar& Ga. 120 Oeterr. Kredis Berl. Handelegselle Lonmern-Lückontel. Darmst. Bank Unstache dan: Leamanis Dresdener dank Ne#enelbenk S-hae hau-en. Bankv. uns sche Uant Poeser santverate Labeck Bühner Osterz. Denatebann de. Bedanne Industriewerte. I’nigebranee! 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Pfäbr. Br. 22 unk. 12 4o. 25 unk. 14 8o. 27 unk. 15 60. Wbunk. 1917 de. 20 ant. 1900 40. 20 ank 14 de. 94 unR. 1913 Po. Com. 10/91. 1908 und. 1917 de. 1900 ank. 1 913 de. Ser. 11 ank. 10 da. N S VII ent 14 de VIII est. 19 4 Kosssbörng. 2.9 10 3 00000 168 30 280 80 60 00 204 50 204 50 8120 8118 Rumönien Span. Anen. Sch. Ung. Goldrente Schatsscheine Sohr. Rente Rb.-W. Bentenbr. 3383 2150 nken. XI.kr de. XXII-XXIII I. Jp-VII. I. L##IVII, IXIV. INI. I " Iryni 16 Ivin " II. EI, IN w. Prov.-Anl. III unk d. 1#0 C.IV. u. V 1915 en. NV 09 4n. n m,N en. N. vili. x(1915) 4 1 Dertn. 8t.-Anl. anster. StadtAsleihWestt. Pfandbr. keis-Mind. P. 41. Oetefr. Zelloblig. Bermer Benkv. Br. 81dt. Bert. Handelages. Komm. 8 Uliekb. Deutsche Banh Diebento-Tome. Dresdener Bank mer Baakv. Kreditsaet. Misselrh. Benh Neederd. Beat br. Saa: Bbemniecbe Benk — ½ 94.10 9410 welche unee erinngrrich., Meinungskär gen; dagegen schwächten Hansaaktien ab, Hamburger Paketfahrt konnten den etwas erhöhten Anfangskurs nicht behaupten. Von Montanaktien waren Harpener begehrt. Auf Hüttenaktien übten der wieder befriedigende amerikanische Fäsninerinder etr.„Iron Age sowie die Festigleit in Thonis einen gunstigen Einfluß aus, ohne daß es jedoch zu Kursanderungen von Erheblichkeit kam. Vereinzelt erfolgten sogar leichte Abbröckelungen. Eine wesentliche Besserung erfuhren Türkenlose angeblich auf Käufe der Verwaltung der tärtischen Staatsschulden. Italienische Bahnen zogen erheblicher auf höhere Mailänder Kurse an. Etwas regerem Interesse begegneten auch Baltimore. Die Umsätze hielten sich im übrigen in sehr bescheidenen Grenzen bei fast durchgängig bedeutungslosen Kursänderungen. Hansaaktien erlangten den Stand wieder zurück. Tägliches Geld 4 Proz. Die an te hielt auch in der 2. Börsenstunde an. Auf dem Monlanattienmarkte erfolgten leichte Abbröckelungen. Auch Schiffahrtsaktien schwächten sich ab. .„In dritter Börsenstunde still. Die Besserung von Gelsenurchen wirkte vorübergehend stimulierend auf den Montanmarkt. Die Festigkeit in Nordd. Lloyd hemmte den Rückgang der übrigen Schiffahrtsaktien. Kassamarkt uneinheitlich. In der Nachbörse Elektrizitätswerke steigend. Produktenbörte. Berlin, 10 März. Weis-n: Nai 21850. Juli 217.00 Sert 207 50. Roggen: Mai 16425 Juli 168 50 Sept 166 50. Hafer: Mei 158 50. Juli 16150. Sept 00000. Mais: amerik mined Mai 00000 Juli O C00. Rubél: Mirs C000. Mai 5.50 Okt 5340 Welennehl: 26.50 bis 2975 Roggenmebl: 18 90 bis 21. 0 M•1 0000 00.00. Juli 00.00—00.00. Tendenz. Der neuerlichen Hausse in Amerika stand man hier sleptisch gegenüber, doch konnte man sich ihr nicht ganz entziehen. In argentinischen Forderungen zeigten sich nur geringe Veranderungen. Rußland war zurückhaltend. Für Weizen und Roggen bestand am hiesigen Markte einige Deckungsnachfrage und Aauflust, namentlich per Juli. Haser war per Mai angeboten, während er per Juli etwas fester 933i3 hehause gestrigen Nachbörsepreis. ##den gestrigen Stand. Rüböl ermattete im Uischtu#e an oas Ausland auf Realisierungen. Das Wetter Gesuchte Wohnungen Zwei geränmige Zimmer in guter Lage, wenn möglich mit Badezimmer, gesucht. Einrichtung nicht erforderl. Off. u. D D 38 an die Expeo. 126 Kleine Wohnung zum 1. April zu mieten gesucht Ludgeripfarre devorzugt. Gefl. Off. unter P R 321 an die Exp. Gelucht 2 bie 3 Zimmer oder kleine Varterrewohnung zu Bureauzwecken, mögl. Warendorferstraße oder in Nähe derselden. Off. unter G G 834 an s2a die Exped. d. Bl. Mitl. Tadenlohal für Zigarrengeschäft wit Wohnung in guter Lage zu mielen gesucht. b(2a Offerten unter 3 K 800 an Fritz Kerlé Annoncen=Exped., M.=Gladbachk. Zum 1. Sept, wird an der Salz= oder Ludgeristr. ein Ladenlokal! Tüchtige Maurer 1 u. 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Sochdboches Seolenam: für die verstordene Fran Ww. Ang. Goeßmann Deuriette, geb. Garg sindet statt am Sametag, den 12. März, morgene### Uhr, in der Si. LamdertiPfarrkirche, wozu Verwandte und Bekannte freundlichst eingelaben werben.