M Wen Perenediter Altester Anzeiger für das Sauerland Das„S. B.“ erscheint jeden Werktag früh. Dermonatliche Bezugspreis beträgt 1,50 G.=M., die Einzelnummer kostet 10 C.=Pfg. Bestellungen nehmen alle Postanstalten entgegen. Störungen durch höhere Gewalt und Ausstand rechtfertigen keine Ersatzansprüche. Geschäftsstellen: Frankfurterstr. Nr. 16 und Bahnhofstr. Nr. 3.— Fernruf 2.— Postscheck=Konto Köln Nr. 10 158. Gegr. 1840. Amtliches Kreisblatt des Kreises Olpe Anzeigenpreife: 1 Millimeter Höhe im Ortoverkehr 8 Goldpfg., f. Auswärtige 10 Goldpfg. Reklamen 40 Goldpfennig: Offertengebühr 25 Goldpfg., umzurechnen nach dem am Tage der Zahlungen gültigen Berliner Dollar=Kurs Zahlbar bei Aufgabe, spätestens 9 Tage nachher, andernfalls Verzugszinsen berechnet werden. Eventuell gewährter Rabatt gilt nur als Kassen=Rabatt. Nr. 186 Oioe, Montag, den II. Augus 1924. 84. Jahrg. Zur Verfassungsfeier. Heute begehen wir die fünfjjährige Wiederkehr des Tages, als das deutsche Volk durch seine gewählten Vertreter in dem durch seine große kulturgeschichtliche Vergngenheit berühmten Weimaer, das in der Bildungsgeschichte Deutschlands als wichtiges Kulturzentrum(zroßen deutschen Geistesleben stets einen der ersten Ehrenplätze einnehmen wird, nach den Stürmen der Revolutionszeit dem deutschen Staatsleben wieder eine feste Grundlage gegeben haben. Nach den verhängnisvollen Novembertagen 1918, in denen der militärische und politische Zusammenbruch unseres Volkes von so stolzern Höhe erfolgte, schienen alle Rechtsbande gesprengt zu sein und wir mußten damit rechnen, daß des deutschen Reiches Einigkeit, das einzige, was uns noch geblieben war, in dem drohenden Chaos auch noch verloren hat, daß wir von einem der fürchterlichsten Kämpfe, von dem Bürgerkriege Deutscher gegen Deutsche nicht verschont blieben, daß wir uns gegenseitig unter dem hellen Hohngelächter unserer Feinde zerfleischten. Das gleich starke Bewußtsein, das als einigendes Band alle Bewohner des Reiches alle hätte umschlingen müssen, ein Deutscher zu sein, hatte die alte Reichsverfassung nicht dauernd hervorbringen können. Das Gefühl der Zusammengehörigkeit, der Einigkeit war in den Augusttagen 1914 von einer Hochflut deutschen Nationalbewußtseins anscheigend hinweggespült. Doch als diese hochgehende Welle immer mehr abebbte, da traten die zersetzenden und zernagenden Kräfte wieder allmählich hervor. Da aber Zensur" und militärischer Druck diesen Kräften das Ventil der Oeffentlichkeit, wo sie hätten verpuffen können, ohne wesentlichen Schaden anzurichten, verchloß, da glimmten die Feuer der Unzufriedenheit unter einer künstlichen Decke verhängnisvoll weiter und erhielten durch viele politische Fehler, durch wirtschaftliche Not immer neue Nahrung, so daß es das ganze Reichsgebäude unterhöhlte. Als dann aber die Regierung und ihre leitenden Organe in Politik und Heer erklären mußten, daß sie nicht mehr imstande wären, den Krieg zum guten Ende zu führen, den Feind von Deutschland fern zu halten, da brach das ganz unterhöhlte morsche Reichsgebäude in sich in furchtbarer Explosion zusammen. Kaiser und Fürstenkrone unter sich begrabend; Deutschlands Macht und Ansehen vernichtend Fremde Heere besetzten deutsche Gaue, fremder Machtwille diktierte uns die Bedingungen des Waffenstillstandes und später des Friedens: Deutschlands Wehrmacht wurde aufgelöst, Deutschlands stolze Flotte mußte ausgeliefert werden; Deutschlands Wirtschaftsleben wurde unter fremde Kontrolle gestellt; Deutschlands staatliche Selbständigkeit starb erschüttert. Der deutsche Aar, zu Tode verwundet, einst stolz in den Lüften schwebend, ließ seine Schwingen sinken. Wohin man sah, nur Trümmer und Ruinen, Auflösung und Zerfall. Und das deutsche Volk selbst, überwältigt und niedergeschmettert durch all das Furchtbare, Ungeahnte, vor kurzem noch selbstbewußt, brach in sich zusammen, hoffnungslos mutlos, verzagt. Dumpfes Hinbrüten bei den einen, Empörung und Zügellosigkeit den anderen, Anklage und bittere Vorwürfe gegeneinander, Krieg von Deutschen gegen Deutsche. Es fehlte nicht viel, und Deutschland schied aus aus dem Konzert der europätschen Mächte, zerrissen und machtlos im Innern und nach außen. Dabei waren aber auch die letzten Reste des Rechtes verloren gegangen. Es schien, als ob Deutschland in der roten Flut nun gänzlich zu Grunde gehen sollte Da waren es Zentrumsleute, welche zuerst die Forderung nach der Schaffung eines neuen gesetzmäßigen Zustandes forderten und durchsetzten, daß das deutsche Volk sich selbst ein neues Staatshaus zimmerte. Ihm gelang das Zustandekommen der deutschen Nationalversammlung, die am 18. Januar 1919 gewählt wurde, am 6. Februar in dem Kulturzentrum Weimar zusammentrat und in kaum 5 Monaten, am 11. August 1910, dem deutschen Volke den Zustand der Gesetzmäßgikett und des Rechtes durch die deutsche Reichsverfassung wiedergab. Doch Regierung und Volk haben troßz all dieser Schwierigkeiten die notwendige Festigkeit und den weiten Blick bewahrt, sie haben eine Verfassung geschaffen, die trotz aller Mängel und Fehler, die ihr, wie allen menschlichen Werken, anhaften, doch die Wege zur Gesetzmäßigkeit, zur Freiheit, zur Gerechtigkeit, zur Versöhnung, zur Erhaltung der Einheit und des Bestandes des deutschen Reiches öffnete. Mit ihr bekam das deutsche Volk wieder festen Boden unter die Füße, auf dem es, den neuen Zeitverhältnissen entsprechend, ein neues deutsches Reich auf= und ausbauen kann. Der Geist, der sie durchweht, ist ein freier und großer Geist Heute jährt sich zum fünften Male der Tag, an dem dieser Grundstein des neuen Deutschlands gelegt wurde, an dem der staatliche Rohbau des Reiches vollendet wurde, an dem das deutsche Volk wieder das schirmende Dach des Rechtes über sich wölben sah. Ein Rohbau ist es nur, den das deutsche Volk sich schaffen konnte in sturmbewegter Notzeit, doch zeigt der Plan gar viele Ansätze, um das Haus auch wohnlich auszugestalten Die Grundzüge sind mit großen Zügen klar vorgezeichnet. Das deutsche Volk hat es in der Hand, jetzt den freien und großen Geist dieses Planes auozuführen, diese Ideen Fleisch und Blut werden zu lassen. Etwas Großes hat das Verfassungswerk von Weimar schon geleistet, es hat den Zerfall des Reiches verhindert. Größeres ist ihm vorbehalten, aus dunkler Leidensnacht das deutsche Volk wieder zum Sonnenlichte des Glückes emporzuführen, das wird sie, wenn das, was das gegenwärtige Geschlecht grundgelegt hat, von den kommenden Geschlechtern ausgebaut wird. Dann ist der 11. Argust 1919 en Dmistein in der Geschiche des deutschen Voltes; dann sind die schweren Opfer, die das deutsche Volk in seiner Gesamtheit seit 1914 gebracht, dann sind vor allem auch die furchtbaren Blutopser unserer gefallenen Helden nicht vergeblich gewesen. Dazu aber ist es nötig, daß der Geist der Verfassung in unseremVolke noch bleibt, daß die großen Leitgedanken der neuen deutschen Reichsverfassung Einigkeit, Recht und Freiheit Wirklichkeit werden, damit das deutsche Volk mit innerer Freude und vollem Rechte singen und sagen kann: Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Glückes Unterpfand— blüh' im Glanze dieses Glückes, blühe deutsches Vaterland. Wenn wir am gestrigen Sonntage im Evangelium die Worte des Heilandes an die Stadt Jerusalem: „Ach, wenn auch du es doch erkannt hättest, und zwar an diesen deinem Tage, was dir zum Frieden dient,“ so kommen einem gerade an dem Vorabend des Verfassungstages in unserer Zeit die Heilandsworte als an das deutsche Volk unserer Tage gerichtet vor. Mitten in unserer leidgetränkten höchst notvollen Zeit unseres Volkes, wo aller Augen erwartungsvoll nach zenseits des Kanals schauen, wo die Würfel der schwerwiegendsten politischen und wirtschaftlichen Entscheidung fallen, wo wir mit allen Fasern des Denkens und Fühlens in und zwischen Furcht und Hoffnung leben, da sollten wir uns freuen, daß wir des Reiches Einheit gerettet und des staatlichen Rechts Gebäude neu aufgerichtet haben. Heute wäre es notwendiger denn je, die Einigkeit, das treue Zusammenstehen zu pflegen. Aber statt dessen rennen die weitesten Kreise von rechts und links Sturm, um die stärkste Fessel deutscher Einheit, den Hort der staatlichen Autorität und die Rechtsgrundlage des deutschen Staatslebens zu sprengen. Gar weite Kreise haben auch heute nichts Besseres zu tun, als die Verfassung, auf welche das deutsche Volk stolz sein müßte, zu berennen und herunterzuziehen. Das können wir nicht mitmachen und zwar in erster Linie aus religiösen Motiven und aus Liebe zum deutschen Volk und Vaterland. Daran kann kein Zweifel sein, daß die jetzige Verfassung, die im Gewissen verpflichtende staatlich Autorität darstellt. Sie ist die Obrigkeit, der wir Gehorsam schulden, wie es klar der Apostel Paulus sagt: „Seid untertan der Obrigkeit, denn es gibt keine, Obrigkeit außer der von Gott und die welche ist, ist von Gott.“ Das ist klare christliche Lehre, an der es kein Deuteln gibt. Daraus folgt mit eiserner Konse=, quenz, daß der Sturm gegen die Autorität, der Sturm gegen die Verfassung wie jeder gewaltsame Aufruhr vom religiösem Standpunkt aus eine sittliche Verfehlung, mit Worten des Volkes gesagt, Sünde ist. Aus religiösen Gründen stehen wir deshalb voll und ganz auf dem Boden der Verfassung und sind bereit, mit Ein, setzung unserer ganzen Persönlichkeit diese gegen Gewalt zu verteidigen. Das wird uns als Katholiken noch leichter, weil diese neue Regelung des deutschen Staatslebens uns unsere religiöse Freiheit voll gewährleistet, wo so viele Fesseln des alten Regimes gefallen sind, welche die volle Auswirkung des katholischen Glaubenslebens verhinderten und beeinträchtigten und die Katholiken aus der ihnen vom alten Staat gewaltsam zudiktierte Rolle der Bürger zweiter Klasse befreite, etwas, was den Rufern im Streit gegen die Verfassung sehr oft nicht einfällt. Aus dem Untertan der alten Zeit ist ein Staatsbürger geworden, aus dem Obrigkeitsstaat ein Volksstaat, wo jeder Staatsbürger Rechte hat, aber auch sittliche Verpflichtungen, sittliche Verantwortung, wo jeder Staatsbürger sich als Teil des Staates fühlen kann. Das gewährt die Hoffnung, daß auch das Staatsbeidußtsein im Volke wächst, die Anteilnahme am Staate und auch damit der deutsche Staats= und Einheitsgedanke. Es ist dies um graßen Teil Aufgabe der Volksbildung und Volkserziehung, und nicht zuletzt der Bildung und Erziehung des künftigen deutschen Volkes? der deutschen Jugend. Daher ist es berechtigt und richtig, daß die deutsche Reichsverfassung im Artikel 148 in dem Abschnitt über„Bildung" bestimmt:„Jeder Schüler erhält bei Beendigung der Schulpflicht einen Abdruck der Verfassung.“ Doch muß dieser Geist das ganze Volk durchdringen. Die Jugend muß in den Geist, in die Gedanken, in die Bedeutung der Verfassung einen möglichst tiefen Blick tun, wenn sie die Gesinnung und die Willensentschlossenheit in sich aufgenommen hat, im Geiste der Verfassung zu denken und zu handeln. Dann wird sie ein neues deutsches Volk werden, dem der deutsche Staat, das deutsche " Volk und Vaterland innerste Herzensangelegenheit ist, dann wird sie auch die Einheit zur Wirklichkeit machen. für die die Reichsverfassung den Weg gewiesen hat und die sie auch außerlich gerettet hat. Das läßt uns die Reichsversassung vom nationalen Standpunkt aus lieben. Die klare Einsicht daß der gewaltige Sturz der Reichsverfassung das Reich in Trümmer gehen ließe, daß wir die Reichseinheit verlieren und in die schwersten Bürgerkriege hierdurch verwickelt würden, der Versuch des Kapp=Putsches hat dies ja bewiesen—, macht uns den Schutz der Reichsverfassung zur vaterländischen Pflicht. Diese Pflicht wird uns leichter, weil sovieles wertvolles echt altdeutsches geistiges Gut mit so hohem Idealismus in dieselbe hinein verarbeitet ist, wo die leitenden Ideen so echt aus dem alten germanischen Wesen entsprossen sind, der Gedanke der Freiheit, des Rechtes, des Schutzes des Familienlebens und der Persönlichkeit. Dazu kommt, daß der wichtige Grundsatz, daß die Regierung nicht von oben herab gegeben, sondern von unten herauf vom Volke, von den vomeVolke bestimmten Vertrauensmännern gebildet wird, nicht eine lächerliche Nachahmung romanischer Vorbilder ist, sondern eine Anknüpfung an älteste Ueberlieferungen deutschen politischen Handitur, daß die Freihelt, um ein Wort Montesquiens von den englischen Institulioner zu gebrauchen, zum sen MNae in den gernaunschen Bidemn endecl vor den ist. Das muß uns vom deutschen Standpunkte die Verfassung schützen und lieben lernen. Wer wirklich christlich, deutsch und vaterländisch fühlt und denkt, muß sich zur Verfassung bekennen und muß an ihrem Ausbau mitarbeiten, damit auch Schönheitsfehler, welche die Verfassung wirklich hat, auf dem verfassungsmäßigen Wege ohne Gewalt abgeändert werden. Nicht Einreißen, sondern Ausbau des Staatsbaues, des deutschen Volkes ist vaterländische Tat. Jeder Versuch an der Weimarer Verfassung zu rütteln, müßte zu den unheilvollsten inneren Erschütterungen, schließlich zum Bürgerkrieg führen. Darüber kann niemand, der Strömungen und Kräfte in unserem Volk ruhig beobachtet und beurteilt, im Zweifel sein. Wem es darum ernst ist al an duet aun de. Aalgenesce, Alce. heit, der muß heute erneut sich zur Weimarer Verfassung bekennen. Sie ist auf absehbare Zeit die sicherste Grundlage die stärkste Trägerin und Bürgin der deutschen Einheit und Freiheit u. das Bestehen des einigen deutschen Volkes. In dem Geiste der Weimarer Verfassung mitzuarbeiten am deutschen Volke und im deutschen Staatsleben, das sei heute unser Gelöbnis, auf daß in Erfüllung gehe, was wir im Deutschlandlied so gerne singen: Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Glückes Unterpfand, Blüh im Glanze dieses Glückes, blühe deutsches Vaterland! Dr. W. Der Besach des Reichsprasibenten in Westsalens Hauptstadt. Der Reichspräsident in Münster Münster, 10. August.(Drahtb.) Die Hauptstadt der Provinz Westfalen hatte zu Ehren des Reichspräsidenten, der mit den Vertretern der Reichs= und preußischen Regierung der in Münster schon heute veranstalteten Verfassungsfeier beiwohnte, reichen Flaggenschmuck angelegt. Um 9 Uhr erschienen der Reichspräsident, begleitet vom Reichsminister für die besetzten Gebiete, Dr. Höfle vom preußischen Minister des Innern Severing und vom Staatssekretär Meißer. Von der Menge lebhaft begrüßt, fuhren der Reichspräsident und die übrigen Ehrengäste durch festlich geschmückten Straßen zum Schloß. Ein staatlicher Festzug der westfälischen Gewerkschaften aller Richtungen, der Kleinbauern, der Pächter und anderer wirtschaftlichen Organisationen bewegte sich dann gleichfalls vom Bahnhof dem Schlosse zu. Im Schlosse fand ein großer Empfang der Reichs- Staats- und Kommunalbehörden, der Presse und Führer der politischen, wirtschaftlichen, sozialen und geistigen Lebens aus der ganzen Provinz statt, an den sich ein Empfang der Bischöfe von Münster und Paderborn und der übrigen Spitzen der kirchlichen Behörden anschloß und an dem etwa 300 Personen teilnehmen. Hier wurden u. a. folgende Ansprachen gehalten: Der Oberpräsident Gronowski Herr Reichspräsident! Als Sie am 18. 3. vorigen Jahres nach Hamm kamen, um vor den Wirtschaftsund Arbeiterführern und Beamten des besetzten Gebietes zu bekunden, daß Deutschland eine geschlossene Schicksalsgemeinschaft sein müsse, habe ich zum ersten Male, Herr Reichspräsident gebeten, der Provinz Westfalen und ihrer Hauptstadt Münster einen Besuch abzustatten. Eine Möglichkeit, diese später wiederholt ausgesprochene Bitte zu erfüllen bot sich nicht; um so mehr freue ich mich, Sie hier in den hstorischen Räumen des Schlosses zu Münster begrüßen zu können. Im Namen der hier vertreienen Führer aus allen Ständen des politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens entbiete ich Ihnen den aufrichtigen Willkommengruß des arbeitsfrohen, schönen, aber auch leidenden Westfalen Diese Räume haben die Höhen und Tiefen der Geschichte der letzten anderthalb Jahre geschaut. Sie sind aber auch Zeuge, daß die, in deren Namen ich heute hier sprechen darf, in bitter ernster Zeit mehr als ihre Pflicht getan habe; aufrecht, orferfreudig und treu haben alle ihrer Arbeit und ihrem deutschen Vaterland gedient. Mit diesen Eigenschaften und dem festen Willen Preußens, Deutschland einig und ungeteilt u erhalten, wünschen wir, daß das deutsche Volk aus den Tiefen der Gegenwart zu den Höhen der Gleichberechtigung und Selbstverwaltung emporsteigen, möchte. Mit dieser Gesinnung im Herzen, Willkommen im Münsterlande! Ansprache des Reichspräsidenten. WTB Münster, 10. Aug.(Drahtb.) In der Verfassungsfeier in der überfüllten Stadthalle ergriff nach längeren Ausführungen des Oberpräsidenten Gronowski, die wir noch nachtragen werden, der Reichspräsident das Wort. Er führte aus: Ihnen, Herr Oberpräsident, danke ich herzlich für ide Einladung der Provinz Westfalen hierher zu kommen, für den freundlichen Willkommengruß, den Sie mir und den mit mir erschienenen Vertretern der Reichs= und Staatsregierung gewidmet haben. Nicht] zuletzt danke ich Ihnen Her: Oberpräsident, für Ihr kraftvolles Treugelöbnis zum ungeteilten Vaterlande, zum Reiche und zu Preußen. Unsere Anwesenheit hier, in der Hauptstadt Westfalen, der altehrwüdrigen, für die Geschichte unseres Vaterlandes so bedeutsamen Stadt Münster, soll Ihnen bekunden, daß die Reichsleitung wie die preußische Staatsregierung sich mit dieser Provinz und ihrer Bevölkerung eng verbunden fühlen und mit ihren Brüdern und Schwestern die Sorgen teilen, die sie im besonderen Maße bedrängen. Seit eineinhalb Jahren, seit dem Ruhreinbruch liegen schwere Wolken auf diesem Lande, das die Schlagader unseres wirtschaftlichen Lebens in sich schließt. Seit eineinhalb Jahren steht Westfalen und mit ihm die benachbarte Rheinprovinz, wie seine Werte der Arbeit und der Huttun zursthrt werden, wie verhterender Rarsbau getrieben wird und in einem Gebiet höchst entwickelter Arbeit, das in der Welt kaum seines Gleichen hat. Hunderttausende haben die Treue zur Heimat, die Liebe zum Vaterlande mit Leben und Freiheit, mi der Vertreibung von Haus und Hof büßen müssen. Es ist Ehrenpflicht, auch heute mit Dankbarkeit und Bewunderung unserer Volksgenossen zu gedenken, die um Deutschland willen Rot und Verfolgung duldeten. Erst nach langem Leiden ist nun den Verfolgten.— aber noch nicht allen— eine Freiheit und Rückkehr gegeben worden. Ihnen allen, Freiheit, Heimat und Wohnstätte wie wieder zu erringen, wird nach wie vor unser restloses Bemühen sein. Durch die Abschneidung vom Industriegebiet, durch die Rückwirkung vom besetzten Gebet st auch der unbesetzte Teil der Provinz Westfalen hart getroffen worden. Die einst so blühende Provinz sieht sich heute in ihrem Wirtschafts= und Kulturleben aufs Schwerste geschädigt, auf eine harte Probe gestellt. Das unverrückbare Ziel der Reichspolitik, das wissen Sie, ist das deutsche Land von fremder Besatzung zu befreien, Reichs- und Staatshoheit und die alte Selbstverwaltung wieder in ihre Rechte einzusetzen, und der deutschen Bevölkerung das Recht freier Betätigung der wirtschaftlichen Entfaltungsmöglichkeit wieder zu geben. Wir haben unseren Volksgenossen im besetzten und Einbruchsgebiet immer und immer Treue gelobt, daß wir die opferbereite, selbstlose Treue, die sie dem Reiche, dem Vaterlande in so bewundernswürdiger Weise bewiesen haben, mit gleicher Treue erwidern. Treue um Treue! Das soll und darf kein klingender Spruch für festliche Versammlung sein. Treue ist nicht Wort, sondern Tat. Sie fordert von uns das, was die Last, die unsere Brüder an Rhein und Ruhr bisher fast allein getragen haben, opferwillig und im Geiste sozialer Gerechtigkeit auf die Schultern aller Deutschen zu verteilen, daß wir bereit sind, schwere Bürden auf lange Jahre hinaus zu tragen, um so unseren Volksgenossen im beetzten Gebiete auf allein möglichem Wege ihre Menschenrechte und ihre Freiheit zu erkaufen. Nur in diesem Willen und nur für dieses Ziel können wir den Mut finden, die geforderte schwere Last auf uns zu laden, von der wir nicht wissen, ob wir nicht unter ihr zusammenbrechen werden. Aber neben allen Bedenken, neben allen ernsten Sorgen der Möglichkeit der Durchführung der übernommenen Verpflichtung besteht unsere Pflicht, die besetzten Gebele in hrer Roi nicht allein zu lassen, und in Opferbereitschaft alles zu tun, um den Brüdern und Schwestern am Rhein und Ruhr Leben und Freiheit zu gewinnen. Das ist die Treue, für die sie Anspruch haben, die wir oft ihnen gelobt haben und die nun die opfervolle Tat des ganzen deutschen Volkes einlösen soll. Nur die Tatsache, daß wir all den Stürmen des Krieges und den Röten des Nachkrieges unsere politische Einheit gewährt und gerettet haben, daß uns das Reich geblieben ist, gibt uns die Kraft zum Vertrauen auf Deutschlands Zukunft. Nur ein gesunder, einheitlicher nationaler Wille, frei von Phantastereien, kann uns in der Welt die Achtung erzwingen, die unerläßlich ist, wenn Deutschlands Zukunft gesichert werden soll. In aller Not des unglücklichen Kriegsausganges und des Drucks außen= und innenpolitischer Machtfaktoren hat sich das Bewußtsein deutscher Schicksalsgemeinschaft stärker erwiesen, als fremde Lockung und Gewalt, aber auch stärker als eigene Zwielracht. In allen diesen Kämpfen und Bedrängnissen hat unser Volk seine Einheit und seine staatliche Organsation gewahrt und hat desen fundamentalen Grundgedanken am festgefügten Reiche heute vor 5 Jahren in einem neuen Grundgesetz der Verfassung von Weimar Ausdruck gegeben. Schon deshalb haben wir das Recht, des heutigen Tages zu gedenken, und Herz und Sinn zu erheben, zu unserem größten politischen Gute der deutschen Einheit, dem deutschen Reiche! Lassen Sie uns stets bei allem, was uns Deutsche sonst in Interessen und Widerstreit und Weltanschauung trennt, dessen gedenken, daß nur in dieser Zusammengehörigkeit die Wurzel der Kraft liegen, die uns wieder aufwärts führen kann und daß nur in Leser polltischen Einheit, guch der kultgrelle und deale muß. In dieser Zusammengehörigkeit aller deutschen Stämme in Körper und Geist, will die Reichsverfassung von Weimar die nationale Idee und den Gedanken der Demokratie vereinen: Die nationale Idee dadurch, daß die Einheit der Nation und ihre Bedeutung im Bewußtsein des ganzen Volkes lebt, den demokratischen Gedanken durch die Verantwortung bewußter Mitarbeit jedes Deutschen im Staate durch die Betätigung des Willens des Volkes. Nur auf dem festen und sicheren Rechtsboden, den vor 5 Jahren nach monatenschwerer Wirrnisse die aus freier Wahl hervorgegangene Nationalversammlung n der Verfassung der deutsten Republik uns gegeben hat, kann sich unsere weitere staatliche Entwicklung und unsere außenpolitiche Zukunft volliehen. Möge diese Erkenntnis immer weiter Wurzel fassen und unbeschadet der Weltanschauung und Parteimeinung aller staatsbewußten Schichten unseres Volkes uns auf dieser Grundlage zusammengeführen. Nur dann, wenn wir wenigstens in allen Grundfragen der Zukunft und des Lebens unsere Nation gechlossen zuammenstehen, können wir in diesem Druck der Zeit es wagen, unser Schicksal zu meistern und fest auf unsere Zukunft zu vertrauen. In dieser Hoffnung begrüße ich Sie! Grüße ich Wesffalen und seine kernige tat'eäftige Bevölkerung geüße ich besonders herzlich die Brüder und Schwestern im besetzten Gebiet! Die Londoner Kouferenz. Die französischen Konferenzführer nach Paris abgereist. WTB London, 9. Aug.(Drahtb.) Heute morgen sind die Mitglieder der französischen Delegation, Ministerpräsident Herriot, Finanzminister Clementel und Kriegsminister Nollet nach Pars abgerest. Das Communiqué des französischen Ministerrates WTB Paris, 10. Aug(Drahil. Ueber den Minist#rei, der heute vormittag 1 Uhr 30 beendet wurde liegt felgendes offiielle Com nunique der Der Ministerpräsident und seine Ministerkollegen Clementel und Nollet, die heute die auf der Londoner Konferenz zur Debatte stehenden Probleme in ihren verschiedenen Elementen dem Ministerrat dargestellt haben, unterrichteten ihn auch, wie die weiteren Beratungen der Versammlung ihren Fortgang nehmen. Der Ministerrat hat ihnen einstimmig seine volle Zustimmung ausgedrückt. Die Rückkehr nach London. Ministerpräsident Herriot, die Minister Clementel und Nollet kehren heute abend nach London zurück. keine Aenderung in der Auffassung. WTB London, 10. Aug.(Radio.) Havas teil mit: In der Auffassung hat keinerlei Aenderung in der Konferenzlage in den orientierten Kreisen auch nach dem Bekanntwerden der Erklärung des französischen Ministerrates Platz gegriffen. Man erwartet den baldigen Beginn der Verhandlungen über die militärische Räumung des Ruhrgebietes zwischen Deutschland einerseits Belgien und Frankreich andererseits. Eine Vereinbarung über die Daweskontrolle. WTB London, 8. Aug. Nach dem Daily Telegraph hat das gemischte deutsch=alliierte Komitee über die Daweskontrolle eine Vereinbarung erreicht. Provinzielles I Plettenberg, 10. August. Das große Preisdarum auch nicht verwunderlich, wenn Ständen Glanzleistungen erzielt werden. () Frankfurt, a. M., 10. August. In der inneren notwendigen Mittel große Positionen am Effektenmarkt Stadt am Main wurde nachts ein Bretzelverkäufer gelöst werden mußten, was dann wiederum zu Kursvon drei jungen Burschen überfallen und erschossen, einbüßen auf diesem Gebiet führte. Die Täter kamen in Haft. Einer der Täter versuchte Vom politischen Standpunkt aus betrachtet, sind die auf der Polizeiwache, die Beamlen zu erschießen, gegenwärtigen Vorgänge an der Börse nicht ungefährwurde aber im letzten Augenblickck daran gehindert. lich Das Sachverständigengutachten schließt eine Aufwertung für die deutschen Anleihen vor Erledigung der Reparationsverpflichtungen überhaupt aus. immer wieder Aufwertungsgerüchte für diese Anleihen auf allen strebt Die Belebung auf dem Anleihemarkt hat neuer= sich ergeben werden und ergeben müssen, aber der Undings wieder dazu geführt, daß zur Gewinnung der terschied wird dann künftighin der sein, daß solche Epochen gewissermaßen im voraus berechnet und auch in ihrem schließlichen Ausgang von vornherein in etwa übersehen werden können, während wie jetzt eigentlich ununterbrochen in einem solchen Krisenzustand uns befunden haben. Die Lasten, die aus dem Sachverständigengutachten sich ergeben und über die wir uns auch heute noch gar keine rechte Vorstellung machen können, Wenn nun müssen ja, da dem Reiche durch die Fortnahme des Eisenbahnvermögens bestimmte Einnahmequellen entzogen werden auf andere Weise, also durch Steuern wieder gedeckt werden. Hier werden Probleme an uns herantreten von einer Größe und Schwere, wie wir Schwere Handgranatenexplosion. Berlin, 8. August.(Drahtb.) Nach einer Blättermeldung aus Marienburg ereignete sich gestern auf dem erscheinen und den Anreiz zur Spekulation auch für Exerzierplatze Billenberg ein schweres Explosionsunglück weitere Schichten des Publikums geben, so ist das aus Eine Kompagnie des Marburger Ausbildungsbatgil= allgemeinwirtschaftlichen, noch mehr aus politischen lons war nach dem Werfen scharfer Handgrangten Gründen ungemein gefährlich. Daß das persönliche damit beschäftigt, Blindgänger in geballten Ladungen ma. udschnur zur Explosion zu Eringen Als eine solche Ladung trotz langen Wartens nicht expiodierte, glaubte ein Feldwebel, die Zündschnur infolge des Regens wieder erloschen und braume sie nochmals an. In diesem Augenblick explodierte die La dung. Der Feldwebel war sofort tot. Ein weiterer Feldwebel starb auf dem Transport ins Krankenhaus. Der Kompagnieführer wurde leicht verletzt. Trschäftiicher. Die Spekulation in deutschen Anleihen hat in den letzten Tagen, wie uns unser Börsenmitarbeiter schreibt, einen Umfang angenommen, der zu einer Geschäftstätigkeit führte, wie sie selbst in den Zeiten der stärksten Inflations=Hausse nicht beobachtet wurde. Das Material wurde an der Börse den übrigens nur wenig.. Abgebern förmlich aus der Hand gerissen. Die außerordentlichen Kurssteigerungen sind in der Hauptsache Risiko gegenwärtig ein ganz außerordentliches ist, hat sich ja dieser Tage gezeigt, da viele private Auftraggeber durch die Zuteilungen zu unerwartet hohen sen in schwerste Bedrängnis kamen. Daß der Anleihemarkt ein Gebiet ist, daß auch heute noch größere Chancen bietet als der Effektenmarkt, dürfte sicher sein. Aber gerade bei den Schwankungen, denen er unterworfen ist, dürfte niemals unlimitiert disponiert werden, wie überhaupt alle Börsengeschäfte in der Gegenwart mit größter Vorsicht, und unter strengster Innehaltung der für die Verwendung der Mittel nach ihrem Umfang, wie aber auch nach ihrer Entbehrlichkeit unter Umständen für lange Sicht getätigt werden dürfen. Neues Leben an der Börse. sie heute noch nicht zu übersehen vermögen. Es werden sich daraus auch innerpolitische Zuspitzungen herausbilden, die uns vor neue Epochen der Unruhe und Unsicherheit stellen werden. Aber der Zwang, Klarheit zu schaffen, steht doch hinter alledem. Und dieser Zwang wird sich in zweifacher Richtung auswirken: Einmal dadurch, daß wir unsere wirtschaftliche Produktion derart steigern, daß wir Ueberschüsse für die Ausfuhr bereitstellen können und zum zweiten dadurch, daß der Haushalt des Reiches nicht nur in sich balanziert, sondern auch wieder Ueberschüsse erbringt. Nach diesen beiden Normen wird unser ganzes politisches und wirtschaftliches Schaffen in der nächsten Zeit sich zu richten haben, und daraus werden sich sehr schwere und materiell auch bittere Konsequenzen sowohl für die Wirtschaft wie für jeden einzelnen von uns ergeben müssen. Gelingt es uns nicht, diese Normen einzuhalten, mehr Einnahmen zu erzielen, als die Reichsverwaltung Ausgaben beansprucht und mehr zu produzieren, um mit Waren das Ausland bezahlen zu können, dann freilich wäre auch keine Möglichkeit, die Währung stabil zu halten. So greift eins ins andere und wir müssen darauf bedacht sein, allen künftigen wirtschaftlichen Geschehen eine unangreifbare feste Grundlage zu verschaffen. Die Börse hatte schon seit einiger Zeit wieder mehr flüssige Mittel zur Verfügung als Verkehr und Wirtschaft. Diese Mittel wurden schon seit graumer Zeit zu Anlagen in heimischen Renten aber auch in Industriepapieren benutzt, sodaß wir heute namentlich in Aktien teilweise einem ganz außerordentlichen Materialmangel uns gegenübersehen. Die zu den niedrigen Kur, sen erworbenen Papiere werden nicht abgegeben in Erwartung weiterer Gewinne und die zu hohen Kursen gekauften Effekten werden behalten eben in Erwartung der Erreichung und der Uebersteigerung dieser Kurse. Aber das vom Inland betriebene Börsengeschäft würde allein nicht ausreichen, um bei der gegenwärtigen Geldlage eine solche Belebung durchzuführen, wie wir sie in diesen Tagen beobachtet haben. Es kommt vielmehr hinzu, daß das Ausland in letzter tig mit mehr als fünf Prozent notieren, und damit um ein vielfaches höher stehen, als die deutsche fünfprozentige Reichsanleihe, so sehen wir uns einer merkwürdigen Erscheinung gegenüber, denn die russische Wirtschaft steht der deutschen doch bei weilem nach, trotz der gegenwärtigen deutschen mißlichen allgemeinwirtschaftlichen Lage u. außerdem nimmt die russische Regierung in der Frage der Aufwertung der Vorkriegsanleihen eine noch ablehnendere Haltung ein, als die deutsche Regierung im Hinblick auf die allgemeine Finanzlage und die Verpflichtungen für die Reparationen einzunehmen gezwungen ist. In einem wirren Strudel befindet sich die Börse im gegenwärtigen Augenblick auf dem Anleihemarkt und alle Anzeichen deuten darauf hin, daß diese Epoche noch nicht abgeschlossen ist Wenn die Zwangsanleihe, schießen der hiesigen Schützengesellschaft, das bereits von deren Aufwerlung überhaupt noch niemand gesproam vorigen Sonntag mit einer außerordentlich schar= chen hat, und die bis vor kurzem noch mit 5 Prozent fen Konkurrenz begann und bis Monatsende(geschos= notierte, nun plötzlich bis auf 60 Prozent im Freiversen wird Sonntags und Mittwochs) dauert, hat in= kehr in die Höhe sprang, ihren Kurs also verzwölffachte, folge der geradezu vorbildlichen Preise auch das so zeigt das, wie die gegenwärtigen Vorgänge rein größte Interesse der Schützenbrüder des ganzen Ver= auf Spekulation abgestimmt sind. Für Anlagezwecke bandsbezirks erweckt. Besonders die Silberpreise werden diese Papiere jetzt nicht gekauft Auch vom (Kunstwerke von Bowlegefäßen.Bechern usw.), die wun= Ausland her geschieht das nicht Gerade das Ausland dervollen Lampen, Wasch=, Wrinngmaschinen u. so viel ist in den letzten Tagen mit sehr starken Verkaufsaufandere unsere Hausfrauen erfreuende Sachen, sind trägen in diesen Papieren erschienen. Das zeigt, daß des größten deutschen Bundesschießens würdig. Es ist man lediglich auf die Ausnutzung der Kursgewinne hinVon unserem wirtschaftspolitischen Mitarbeiter. In die Börse ist mit einem Schlage neues Leben eingekehrt. Die Anzeichen dafür, daß es so kommen werde, datieren freilich schon von länger her. Ein tiefer Pessimismus und schließlich eine müde dumpfe Resignation hatten das ganze Börsengeschäft schließlich auf einen toten Punkt gebracht. Die innen= und gerungen sino in der Hauptsache außenpolitischen Schwierigkeiten lassen keine Ruhe, keine zurüzuführen auf die starke Hausse, die die Kriegsanleihe Sicherheit und vor allem kein Vertrauen aufkommen. und andere deutsche Anleihen an den ausländischen Die ganze Wirtschaftskrise, die wir jetzt durchmachen, u. Börsen erfahren haben. Mitbestimmend waren aber deren Höhepunkt nun offenbar überschritten ist, war ja weiter auch Kaufaufträge in großen Beträgen, die un= nichts anderes als eine große Vertrauenskrise. limitier, also bestens gegeben waren. Da andererseits Nun scheinen sich die Nebel zu zerstreuen. Die Börse kaum Abgeber auf dem Markte erschienen, vervielfachten beurteilt insbesondere die Londoner Konferenz im sich rasch die Kurse. Die riesigen Schwankungen haben großen und ganzen durchaus zuversichtlich. Jedenfalls aber teilweise ganz außerordentlich böse Folgen, sowohl deutet man die bisher unter den Alliierten erzielte Einifür diejenigen, denen die Papiere zu unerwartet hohen gung dahin, daß ein Scheitern dieser Konferenz nunPreisen zufielen, mit sich gebracht, als aber auch für mehr ausgeschlossen sei. Und die Auffassung gründet die Börse selber, die durch finanzielle Zusammenbrüche sich wieder auf die eigentliche auch von Unterrichteten unwegen dieser Spekulation erneut in große Unruhe ge= erwartete Aktivität der Amerikaner, die trotz ihrer kommen ist. Jedenfalls ist der Materialmangel auf dem äußerlichen Zurückhaltung doch die eigentlich treibenden Anleihegebiet neuerdings so groß, daß es erhebliche Kräfte von London gewesen sind und wohl auch weiterSchwierigkeiten bereitet, die Aufträge durchzuführen, hin bleiben werden. Wir wissen es nicht nur von sodaß mit neuen, sehr erheblichen Schwankungen, und London, sondern auch aus Unterredungen, die der ameridamit mit einem sehr empfindlichen Risiko gerechnet kanische Staatssekretär Hughes in Berlin hatte, wohin Zeit wieder in größerem Maße sich für die deutschen werden muß.(er gewiß nicht zu seinem Vergnügen gefahren ist, wel= Industriepapiere interessiert und daß aus diese Weise In den letzten Wochen haben die Kurse der Vorkriegs(chen großen ja geradezu entscheidenden Wert Amerika ein größerer Geldzufluß sich vozieht, der ebenfalls anleihen ihren Stand durchschnittlich verzehnfacht. Bei dem Zustandekommen und der Garantierung des Sach= wieder neue Anregungen gibt Das Interesse des den Reichs= und Staatsanleihen sind wir bereits in die verständigengutachtens beimißt und wie Amerika von Auslandes erstreckt sich namentlich auf unsere deutBillionengrenze für die Kursnotierungen gekommen, der Art der Ausführung dieses Gutachtens seine weie schen führenden Montanpapiere, aber auch auf die Ein Kurs von 500 Milliarden Prozent für die fünfpro, tere Beteiligung an dem wirtschaftlichen und politischen Werte des Elektrizitäts=, Farb=, chemischen, Maschinenzentige Kriegsanleihe bedeutet in Gold allerdings erst Geschick des Festlandes abhängig macht. und Metallmarktes. einhalb Prozent. Und wenn, wir sehen, das beispiels So haben wir in den letzten Tagen einen neuen] Eine ganz außerordentliche Tätigkeit hat sich auf eise vierprozentige russische Anleihen von 1902 gegen. Aufwertungsprozeß ganz eigener Art erfahren. Die dem Anleihemarkte neuerdings wieder vollzogen, wo 11 Aktienkurse, die ja freilich einen unerhörten Tiefstand Kursbesserungen um das zwei= und dreifache keine erreicht hatten und dem inneren Wert der Papiere bei Seltenheit sind. Die 5prozentige Reichsanleihe, die weitem nicht mehr gerecht wurden, beginnen sich wie= sogenannte Kriegsanleihe ist von der Aufwärtsbeweder, teilweise sogar scharf ruckweise zu heben. Auch die gung ebenfalls berührt, indessen sind die preußischen heutigen Kurse sind zum großen Teil bei weitem noch Consols und neuerdings die Zwangsanleihe noch weit nicht dem inneren Wert der betrefsenden Unternehmun= mehr als solchen Kursgewinnen beteiligt. Die Aufgen angepaßt. Aber die Bewegung ist ja auch noch wertungshoffnungen geben dann weiterhin den Annicht abgeschlossen. Sie steht ja erst im Anfang. Es leihen der Länder, aber auch der Provinzen und der kommt alles darauf an, wie London ausgeht und wie Stödte eine neue Anregung, umso mehr, als einzelne sich die Verwirklichung des Sachverständigengutachtens Städte tatsächlich die Aufwertung ihrer Vorkriegsdann schließlich gestaltet Es ist gewiß nicht so— und anleihen ernstlich erwägen. So war an der Börse es ist garnicht unnötig, daß in diesem Augenblick neuerdings das Gerücht verbreitet, daß die Stadt aususprechen— daß dieses Gutachten um deutscher Berlin ihre Vorkriegsanleihen mit 5 Prozent des Interessen willen geschaffen sei und daß es uns von Nennwertes zurückkaufen wolle. Auch die Kölner Lasten befreien soll Es werden vielmehr die alten und die Frankfurter Anleihen sind so lebhaft gefragt, Lasten neu verankert, ja sogar teilweise noch weitere daß die Nachfrage garnicht befrjedigt werden konnte Verpflichtungen hinzugefügt Aber das ist das entscheidende, daß die Basis nicht mehr eine politische sondern eine wirtschaftliche ist, daß man nun mit einigermaßen festen Verhältnissen rechnen kann und damit aus einer Unsicherheit herauskommt, die im Grunde schon seit dem Kregsbegun über unserer gesamten deutschen Wirtschaft lagert. Und diese Erkenntnis ist es wohl auch, die jetzt an der Börse belebend wirkt. Gewiß gibt man sich keiner Täuschung darüber hin, daß auch für die Folge Wirtschaftskrisen und krisenhafte Zuspißungen an der Börse und die Zuteilungen begrenzt werden mußten.— Im ganzen scheint sich also neues Leben an der Börse durchzusetzen. Doch muß man dabei beachten, daß es sich auch jetzt noch nicht um eine dauernde Besserung handeln kann, daß vielmehr nach wie vor mit Rückschlägen gerechnet werden muß und daß erst die volle Sicherheit über das Schicksal des Sachverständigengutachtens und über die wirtschaftlichen und politischen Möglichkeiten, die Deutschland dann noch verbleiben, uns in eine Epoche verhältnismäßiger Ruhe und Stabilität führen kann. Iwischen Hilcer und Erbe. 35) Roman von Okto Ludwig. Dabei sprachen sie immer vom Wetter; wären sie ruhig gewesen, sie hätten über ihre eigenen Reden lachen müssen; aber man sah, er fürchtete sich, etwas zu sagen, sie fürchtete sich, nach dem Etwas zu fragen. Zuletzt preßte sie beide Hände bald gegen das Herz, daß das Mieder durchschlagen wollte, bald gegen die brennenden, hämmernden Schläfen. Der Alte meinte sie endlich vorbereitet genug, das Wetter fahren zu lassen.„Ja,“ sagte er,„es ist ein Tag, wo die Toten aufstehen möchten, und werweiß— aber tun Sie mir noch das zulieb und erschrecken Sie nicht.“ Sie erschrak dennoch. Sie sagte zu sich:„Aber es ist ja nicht möglich!“ Und sie erschrak doch eben, weil es mehr als möglich, weil es gewiß war.„Da sehen Sie einmal dahinter,“ schluchzte der Alte, der nur lachen wollte. Sie sah den Gang hin; sie hatte es getan, ehe der Alte sie dazu aufforderte. Der alte Valentin eilte aus der Vordertür, dem alten Herrn die Freudenpost zu bringen; selig und stolz auf sein klug durchgeführtes Werk. Die junge Frau hielt sich fest an dem Türpfosten, als sie den Schritt hörte durch den Schuppen. Aber auch der Türpfosten stand nicht mehr fest, sie selbst nicht mehr auf dem festen Boden; sie schwindelte wischen Himmel und Erde. Und als sie ihn kommen sah, war nichts mehr auf der Welt für sie, als der Mann, um den sie wochenlang mehr als Todesangst geduldet; alles ging um sie im Wirbel, erst die Wände, der Boden, die Decke, dann Bäume, Himmel und grüne Erde; ihr war, als ginge die Welt unter und sie würde erdrückt im Wirbel, hielte sie sich nicht fest an ihm. Sie fühlte, wie sie hinsank, dann nichts mehr. Apollonius war hinzugeeilt und hate sie aufgefangen. Da stand er und hielt das schöne Weib in seinen Armen, das Weib, das er liebte, das ihn liebte. Und sie war bleich und schien tot. Er trug sie nicht in die Stube, er ließ sie nicht herabgleiten auf die Erde, er tat nichts, sie zu beleben. Er stand verwirrt; er wußte nicht, wie ihm geschehen war, er mußte sich besinnen. Der alte Valentin hatte ihn noch nicht gesprochen; er hatte nur durch den Gesellen, der vom Blechschmied nach Sankt Georg eilte, erfahren, Apollonius folgte ihm und werde bald hier sein. Apollonius war vom Nagelschmied am Tor aufgehalten worden. Dann hatte er geeilt, dem Befehle des Vaters nachzukommen. Daß ihn der Vater rufen ließ, hatte ihn befremdet; er konnte sich nicht denken, warum. Von dem Sturze eines Schieferdeckers in Tambach hatte er gehört, aber er wußte nicht, daß das Gerücht die Ortnamen verwechselt hatte, und daß jemand glauben könnte, ihn habe das Unglück getroffen. So gänzlich unvorbereitet auf das, was ihm der nächste Augenblick bringen sollte, war er durch den Schuppen gekommen. Er wollte zugleich zu dem Vater auf dessen Stübchen, da hatte er die junge Frau den Gang herstürzen und mit dem Umsinken kämpfen sehen und war ihr entgegengeeilt. Und nun hielt er sie in den Armen. Die Gestalt, die er, schmerzlich mühsam und doch vergebens, seit Wochen von sich abzuwehren gerungen, deren bloßes Gedankenabbild all sein Wesen in eine Bewegung brachte, die er sich als Sünde vorwarf, lag in schwellender, atmender, lastender, wonneängstigender Wirklichkeit an ihn hingegossen. Ihr Kopf lehnte rückwärts gesunken über seinen linken Arm; er mußte ihr in das Antlatz sehen, das schöner gefährlich schöner war, als seine Träume es malen konnten. Die schönen tiefen blauen Augen öffneten sich, und er konnte ihrer Gewalt nicht entfliehen. Und nun sah sie ihn an und erkannte ihn.] Sie wußte nicht, wie sie hierher und in seine Arme gekommen, sie wußte nicht, daß sie in seinen Armen lag: sie wußte nichts, als daß er lebte. Wie konnte sie noch einen Gedanken denken neben dem! Sie weinte und lachte zugleich, sie umschlang ihn mit beiden Armen um seiner gewiß zu sein. Und doch fragte sie noch in angstvoll drängender Hast:„Und bist du es denn auch? Bist du es gewiß? Und lebst noch? Und bist nicht gestürzt? Und ich habe dich nicht getötet? Und du bist es? Und ich bin es? Aber er— er kann kommen!“. Sie sah sich wild um.„Er will dich töten. Er wird nicht eher ruhen.“ Sie umfaßte ihn, als wollte sie ihn mit ihrem Leibe decken gegen einen Feind; dann vergaß die Angst über die Gewißheit, daß er noch lebte, und lachte wieder und weinte zugleich und fragte ee a ar uch uch ihe, ch eur er auld Aber sie mußte ihn ja warnen. Sie mußte ihm alles sagen, was jener ihm gelan, und was er ihm noch zu tun gedroht. Sie mußte es schnell; jeden Augenblick konnte jener kommen. Warnung, süß unbewußtes besgeschwätz. Weinen, Lachen, Seligkeit, Angst, Schmerz um das verlvrene Glück; Anklage wie des Kindes beim Vater; das Bedürfnis der Liebe, mit allem, was sie ist, was sie freut, was sie bekümmert, ein Gedanken seines Geistes, ein Gefühl seiner Seele zu sein, das er denkt und fühlt wie seine andern; bräutliche Verwirrung und Vergessen der ganzen Welt über den einen Augenblick, der ihr eigentliches Dasein ist,— denn alles, was war und werden kann, ist bloß Schatten— was sie erzählt, hat sie geträumt und erlebt, fühlt und weiß es erst jetzt; was gewesen ist und kommen wird, ist gewesen und kommt nur, damit dieser Augenblick sein kann; vor und nach diesem Augenblick ist die Zeit zu Ende;— alles das durchdrang sich, alles das zitterte zugleich in jedem einzelnen Klang der fliegenden, sich pressenden Rede. „Er hat mich und dich belogen. Er hat mir gesagt, du verhöhntest mich und hättest meine Blume vor den Gesellen ausgeboten. Auch du weißt es ja noch, beim Pfingstschießen die Blume, das kleine Glöckchenz das ich liegen ließ. Und du hast es ihm geschickt. Ich habe es gesehen. Ich wußte nicht, warum. Du hast mich gedauert. Daß du so still warst und trüb und so allein, du hast mir weh getan. Da hal er mir beim Tanz gesagt, du hättest deinen Spatt über mich Da gingst du in die Fremde, und er hat mir gesagt, wie du deinen Briefen über mich spottest; das tat mir weh. Du glaubst nicht, wie weh mir das tal, wenn ich schon nicht gewußt habe, warum. Der Vater wollte, ich sollte ihn freien. Und wie du kamst, habe ich mich vor dir gefürchtet; du hast mich immer noch gedauert und ich habe dich immer noch geliebt und wußte es nur nicht. Er selbst hat mir es erst gesagt. Da bin ich dir ausgewichen. Ich wollte nicht schlecht werden und will es auch nicht. Gewiß nicht. Dann hat er mich gezwungem, zu lügen. Dann hat er mir gedroht, was er dir tun wollte. Er wollte machen, daß du stürzen müßtest. Es wäre nur Scherz; aber, sagt ich es dir, dann wollte er es im Ernste tun. Seitdem habe ich keine Nacht geschlafen; die ganzen Nächte habe ich aufgesessen im Bett und bin voll Todesangst gewesen. Ich habe dich in Gefahr gesehen und durfte es dir nicht sagen und durfte dich nicht retten. Und er hat die Seile zerschnitten mit der Axt in der Nacht, ehe du nach Brambach gingst. Der Valentin hat mir es gesagt, der Nachbar hat ihn in den Schuppen schleichen sehen. Ich habe dich tot gemeint und wollte auch sterben. Denn ich wäre schuld gewesen an deinem Tod und stürbe tausendmal um dich. Und nun lehst du noch und ich kann es nicht begreifen. Und es ist alles noch, wie es war; die Bäume da, der Schuppen, der Himmel, und du bist doch nicht tot. Und ich wollte auch sterben, weil du tot warst. Und nun leb du noch, und ich weiß nicht, ist es wahr oder träume ich es nur. Sag du mir es doch: ist es wahr? Dir glaube ich alles, was du sagst. Und sagst du, ich soll sterben, so will ich es) wenn du es nur weißt. Aber erkann kommen. Vielleicht hat er gelauscht daß ich dir es sagte, was er will. Schick den Valentin in die Gerichte, daß sie ihn fortführen und er dir nichts mehr tun kann!" So schwärmte, lachte und weinte das fiebernde Weib in seinen Armen fort. Alles vergessend, wie ein Kind an einem Abgrund spielend, den es nicht steht, ruft sie unbewußt eine Gefahr herbei, tödlicher, als die, über deren Vorbeigehen sie jubelt; drohender, als die, wogegen sie den Mann mit ihrem Leibe decken will. Sie ahnt nicht, was ihr leidenschaftlich Tun, die Süßigkeit ihrer unbekümmerten Hingebung, was ihre Liebkosungen, was ihr warmes, schwellendes Umfangen in dem Manne aufregen muß, der sie liebt; daß sie alles tut, was den Mann, dessen Rechtlichkeit und Edelmut sie sich so unbekümmert anheimgibt, Rechtlichkeit und Edelmut im Tumulte des Blutes vergessen machen kann. Sie hat keine Ahnung, welchen Kampf sie in ihm entzündet, und wie sie ihm den Sieg erschwert, wenn nicht unmöglich macht. Und er weiß nun, das Weib in seinen Armen war sein; der Bruder hat ihn um sie u, sie um ihn betrogen. (Fortsetzung folgt.) Ortsnachrichten aus dem Kreise Gipe. Vaterländische Kundgebung der katholischen Jugend. Gestern fand eine wuchtige vaterländische Kundgelbung der katholischen Jugend Olpes statt. Am Morgen in der hl Messe um 7 Uhr war Genez ralkommunion der Jugend, Festpredigt und Kriegergedächtnisfeier. Reichstagung der deutschen Windhorstbünde. us d. Kogulinszusen uhze Grschasch ap; st meine Richtung und Form gegeben, die mit unserer zeichnet durch die Flucht ans den Sachwerten in katholischen Auffassung in Einklang stey;, Es. hat ehgr Geld, die im Gegensatz zur Inslationszeit statfände. r bichle. zu: Den Spar= und Darlehnskassen=Vereinen sei größte auch den heutigen Stau erhalten, als Die Nachmittagssitzung. Nachstehendes Telegramm wurde verlesen: „Politische Lage seh r unsicher. Bedau#rkommen zu können. Wünsche guten Verlauf auf Jung=Zentrum gez. Höfle, Reichsminister In Hildesheim stand zur Aussprache„Der Dr. Krone haben, kommen, um in diesem Staate an die Macht Schwierigkeiten geraten seien, die sich wä In Hildeshein wurde ge une dentgchz tat, Lah Eiggz zu., gelangen, daß die demofratschzegpubikauf'sge Inflation ungesund aufgebläht hätten, habe die län liche Centralkasse in letzter Zeit in Westfalen 8 neue sauere nicht sammenzuhrechen. Wir Windthorstbünde danken dem Vorsicht und Beachtung der vorhandenen Sicherheiuf und hoffe Zentrum dafür Ich vertreie die Auffassung, das Zen= ten anzuraten, zumal Ehrlichkeit und gu Dar Staat; trum müsse ein wachsames Auge haben, wenn setzt durch die schwierigen Verhältnisse sehr erschüttert Staat". Leute, die beim Bau des Staates uiche usgehansen durch de Khotertgen Vertzälause. sehr grchlten gaele en. dis Whaicht seien. Während durch de Kreditnot vele Banken in der Am Abend fand eine Feuerfeier mit anschließendem Linie auf dem Staatswollen liegt. Daß wir den Stadt Grundlage des Staates unbedingt erhalten bleibe. Die gieguon ungesund aufgeblätzt hätten, habe die ländgclslunge und seierischen Schlasante auf demu Marstel nalen ver dus uise drachulse, Mie, surachen daur Luhhusgtendener Brie, s Fackelzuge und feierlichem Schlußakte auf dem Markie wollen, war das erste Ergeoms. Wir sprechen vori Sendung unserer Partei ist noch nicht vorbei. Das Fisiglen errichtet Als erste Anstalt feie statt. Auf diese hochbedeutsame Kundgebung kommen auch vom Volk, wie es heute auch konkret ist und mit Zentrum muß wirklich im Volke stehen und muß aus Filglen errichtet. Als erste Anstalt seien auch von uct ausführich zurück.(allen seinen guten Eigenschaften, mit seinen Fehlern, dem gesamten Volke seine politischen Richllinien holen der Zentralkasse Rentenmarkredite vermittelkt wir noch ausführlich zurück. rr. Olpe, 11. Aug. Der plattdeutsche Heimatabend. In unserer Zeit der Ueberkultur gibt es Volkskreise, die mit Geringschätzung und Verachtung auf die Bestrebungen zur Pflege des Plattdeutschen schauen. Diese Leute, und deren gibt es nicht wenige, lehnen mit denen, wie sie durch den Krieg zersetzt worden sind, und ziehen. Hier liegt das Fundament unserer Partei, tellmeiser gaosie, duß sie auch in Zutunft, wenn auch Tendenzen, die zusammenführen und zerreißen. Der und hier seine Stärke. Die Richtung, die der Staat zien. enst werden müßte, dem allerdringendWille zur Selbstbestimmung und Selbstführung. Und heuten durch Marx hat, muß gewahrt bleiben. Wir gen Kreditbedürfnis abhelfen können. Auf die sogen. so kommen wir zu dem Gedanken der Demokratie der sehen Kräfte am Werke, die in der bisherigen Tradition Erniefzedite dürften ebensg wie auf die ErntebeweFuhrung, des Volkes durch Volt geborene Führer zum des Zentrums Wandel schaffen möchten. ui auer gungstredte, die die Zuführung de Volkstaat. Manche blieben auf dieser Stufe steben 9, Dr isle.. mir lehnen gungskredite, die die Zuführung der Ernte an die bürgerlich und Zerg. u. e slichen sollten, keine zu hohen HoffRancye viieven auf dieser Siufe steyen eine Politik ab, die mit den Begriffen bürgerlich und Verbräucher ermöglichen sollten, keine zu die plattdeutsche Sprache ab, weil sie ihnen zu roh aus nüchternen verstandesmäßigen Erwägungen her= prolekarisch operiert, denn wir wollen das ganze runßen gesetzt werden. Den Spar= und Darlehnskafund zu rauh erscheint. Sie sei, so sagt man, allenfalls aus, daß mit der Frage des Volksstaates der Selbstfüh Polk sehen, nicht ober, daß man wieder einen Teil des sen würden die Ernteeinbringungskredite zu 13 Proz geeignet, für Scherze und Spässe, aber im übrigen rung eines Volkes noch nicht gesagt sein muß, daß die Volkes in die Staatsnegation kreibt. Wir verstehen es schengenadi Lentralkasse auf Zwiwertlos., Aus dieser Auffassung heraus geboren, ist Republik gefördert wird. Was ist die treibende Urkraft tatsächlich hicht, daß es Menschen gibt, die sich rühmen, iu gs#oinn verzichte, und doch würde den Landwirdie falsche Scham, sich des Plattdeutschen zu bedienen in der Revolution. Es war ein Gefühl, ein Wille, Nichtpolitiker zu sein, die sich rühmen, nur Wirtschaft, ten die Abdeckung der Betriebskredte große Sorgund das entsprechende Verbot, das törichte Eltern ih aus dem Zwang zur Freiheit zu kommen Das trieb ler zu sein. Dann sollen sie aber keine Politik machen, gäftnier die Landwirtschaft infolge des Mißverren Kindern geben; und doch ist die rlattdeutsche und riß alles nieder. Solche Urkräfte sind politische, sie Wir wissen ganz genau, daß wir als junges Zentrum Prasles dwischen den Preisen der Produkte und der Sprache, die urwüchsige, die ursprönglichere. Sie hat spielen die ausschlaggebende Rolle in der Gestaltung der sehr wenig zu konkreten Fragen und Gesetzesvorlagen Bagemiie den unrentabelsten Verieb in der die Grundlage abgegeben für unsere Schriftsprache. Staatsform. Aber diese Urkräfte reichten nicht aus, Stellung nehmen können. Es geht uns das Wissen Po#tswirtschaft darstelle Es sei deshalb eine UndEs liegt wahrhaftig kein Grund vor, nun die um die Revolution zu schaffen. Und da liegt der tiefste dazu ab. Es geht um eine grundsätzliche Haltung, die wandlung der kurzfristligen in langfristige Kreditalte, traditionelle Sprache ,über Bord zu werfen. Im Grund, weshalb die deutsche Republik verstandesmäßig wir haben müssen, und die erlangen wir am besten notwendig, wozi eine neue Agrarbank zu gränden geHinblick auf diese vielfache Vernachlässigung des Platt= zustandekam. Wo die Seele einsetzte, da war Jugend, durch Führer, die fest und sicher in der Tradition sind, Plent(ei. deutschen war es zu verstehen, daß der Vortragende, die in erster Linie aus dem Gefühl herauskam, ich Wir wollen alles das, was Tradition war, in unsere Jur Zinsfrage des Heimatabends. unser Landsmann Jos. Schmel- kann nicht anders. Es geht heute um die Erhaltung und Bünde weite tragen. Es gibt eben Augenblicke, wo deren Entwicklung eingehend erläutert wurde, wurde zer„seinen plattdeutschen Darbietungen einige hech Stärkung der Republik. Es geht heute darum, daß die man nicht schweigen kann, wenn man sich nicht selbst den Darlehnskassen geraten, keine zu hohen Einlagegeutsche Worte vorausschickte, in denen er zunächst zur, republikanische Macht eine Macht sei und bleibe nach und sein ganzes Denken und Fühlen aufgeben will. zinsen zu geben, da einmal der Schuldner dadurch ruPflege der plattdeutschen Sprache, vor allem seitens innen und außen. Daneben gibt es eine andere, Vielleicht kommt bald ein solcher Augenblick, aber wir iniert wird, dann aber auch ein Risiko für die Kasser der„Schulen aufforderte. Dse vorgetragenen platt wie Abgeordneter Joos sagt, die der ethischen Vertie= wollen es nicht hoffen. Das Zentrum müßte dann dadurch entsteht, daß die Einlagezinsen bar bezahlt gru#cheg Gedichte und Erzählungen aber zeigten je= fung, daß wir uns aufmerksam wenden mögen, daß seinen Standpunkt bewahren und im Notfalle einen werden müssen, die Schuldenzinsen aber häufig einen „oouhörer, wie leicht die Einwände der Gegner die Republik im Gewissen verankert sei, das müssen Appell an das Volk richten. sehr zweifelhaften Posten darstelen. Ohne SchußzzösErzachtung nan der Rest in Oiuesihren, iansinschen u und Zum Schluß erinnere ich an die sel die Landwirschaft, die nicht wie andere BetriebWei. al# uer d, wisch Oipe ihrei, eigentümntlichen das beionen wir auf das energischie, gibt es für uns, 10jährige Piederkehr des Tages des Kriegsbeginns gegenseitig antereinander in Konkurrenz treten känne, Reiz gab, war die Mischung von Scherz und bitterem eine politische Aufgabe. Welche konkreten Mittel und und an die Art, wie er von den verschiedenen Strömun= durch hohe Zusen viel mehr gefährdet als andere Beaom Sra, Lht woh außer Zweifel, daß die Bilder Wege gibt es für uns Windthorstbündler, um die heutige gen begangen werde. Auch für uns gibt es hier eine triebe, die verschiedene Zinssätze durch Konkurrenz ersich Schmeitdelt gsggaut.: Jausgpsch Staatsgewalt zu erhalten und zu stärken? Wir werden Stellungnahme, und war ist es die, die heute in der Fest, eher auszugleichen in der Lage seien.(Unter starkenErnst. vom unheimlich schnelles Wachsen, Straßen der Stadt wie ausgestorben sind, bei der bis schließlich alle dazu gedrängt durch die völkischen Verbände. predigt zum Ausdruck kam, nämlich, daß wir die Beifall schloß der Redner.) sittliche Verpflichtung haben, die Macht in den Händen Generalsekretär Bienerk, nahmen ihre Zuflucht immer wieder zu der Frage de„„„ warnte er vor Optimismus. Die Kassen bildeten aus noch nicht gelöschten Hypotheken, die 1932 mit gespannt horchenden Zuhörerschaft den tiefsten Ein= Wir lehnen diese ab, weil sie antikatholisch und anti= zu behalten, denn bei uns liegen die staatsbildenden druck hinterlassen haben. Geradezu wie geschaffen religiös sind, weil wir nicht mit ihnen übereinstimmen. Kräfte, die die Möglichkeit geben für eine dauernde vom Verbande ländlicher Genossenschaften der r. ice Srezge tee e ngseude Schisher d Steluugnahme der kathol. Jung, gesunde Staakspolslik. Wir Windthorstbündler wollen vf.„zstfglen, führte aus, daß alle die sauer verden soe tage Spuag zur de vagauog, Fonagung meineneratise zu aigen, de dachn gest, uch Ase n chzeüchen und osteutget uathesten dant genchder au Vezoet, Khre, 91., us die de: auer ur der nächtlichen halb eingeschneiten Totenstadt. Dieser völtischen Verbände abgelehnt werden, weil sie anti. Tradition die Sendung des Zentrums Wirklichteit sei nicht Sche. Vortriegsselt, dahim seien, Erzählung war hinsichtlich der eigenartigen Mischung fatholisch und antireligiös sind, well wir nicht überein= werde.(Stürmischer anhaltender Beifall.) Feinde. Alle Hypothekengläubiger und Snareinleger von Helterteit und Gufe sehzr Ghzuich ein. anderes fiunen mit hnen in dem Vegesf.Baterlad;, well Die Distason Lähnen dnre ausache nsläüiger und Spretniger Prosastück: De lette Organistse van Grasschaft, sie die Vergötterung des Staates wollen, die dem befaßte sich zunächst mit einem Versuch, die Begriffe der prus v 0 zi immer wieder an der brngSorgte die trefflich gezeichnete Gestalt des Bauern Christenkum widerstrebt, und weil sie staatspolitisch ge. Republik und Monarchie weiter zu klären und führte g.ertung Die der Reoner dann eingegend beauch oft für Heiterkeit, so beschlich den aufnerksamen sehen unsere Gegner sind und einen starken anlidemo;, in ihrem ferneren Verlauf zu einem—— handelte. Bezäglich der Bank= und Kasenauthober Zuhörer am Ende doch innige Wehmut, als die brau krotischen Zug haben. Doch haben sie auch einen kraft= überwältigenden Bekenntnis zur demokratischen senden Akkorde der Orgel jäh verstummen u der geiste vollen Zug der aus dem Herzen kommt. Und gerade Republik. liche Herr tief bewegt scheidel. In der in Neuen= heshalb shre Schwungkraf Auch kleusheim tigen den Tatsache „Nacht und„Christnacht“ zeiglen, welch fiefen poe; mehr als nichterner Verstand, es ist die Vegeisterung, sämtliche Tüteleien und Aeugstlichteiten die sich dus apen geung, daß schäßzungs tischen Gehalt plattdeutsche Schöpfungen haben die hier mitwirkt. In diesem Geiste stehen viele von der Verschiedenheit unseres republikanischen Ideals auf die seweis nach dem Goldwerte umgerechneten können. Im„Poschefüer“ verherrlichte der Dichler uns mit anderen, von denen wir weltanschaulich ge= von dem der anderen Gruppen ergeben, ausgeschaltet Spareinlagen etwa 1 Prozent entfalte, So sei es, uch in stnniger Weise„heinische Site. Das Gedicht von trennt sind im Reichsbanner schwarzrotgold. Solen werden müße. Dr. Teipel, Verlin, wande sich gegen misse die verlorenen Gelder als Kriegsopfer betrachsescherad bske Aeshgesdlgeld-Veraschaeg, ie Bische iae esie Sache ased Bidshoridzuader nun sotachenstrnuschen Sant wuachen uosten, Wde Shor, ud Larchelasen=beride Kmühze Gndie vor alem unserem Landsmann Jos. Schmelzer der, Wir stehen....0 geworden Bud, aug hung selost Hherausgewact uud besogbere, ist lagekonten wertbestöndig gemacht häten, bei ein innigste Dank gebührt, neue Freunde und Mitarbei= voll und ganz zum großdeutschen Gedanken, unserm ganzen Herzblut daran. Mit uu Verlust der Spargeider unmöglich, und dester zuführen wird. Der Verein hätte gern, wie Jos. doch müssen wir uns als polische Bewegung schon jetzt Worten zeichnete Redner ein Bild von der Schönhelt unter zu eu ergebliche Spartätgkeit besonders Schmelzer anfangs sagte, für seine Zwecke ein Zim= die Frage vorlegen, gibt es eine Realisierung, des des christlichdemokratischerenzklikgnzischen Stagteidgalg unter den Bugendlichen wieder einsetzen. Die Srare mer im Rathausgebäude, ferner einen Bücherschrank, großdeutschen Gedankens, und welche Wege euceu zu und sloß seine Nuvu ttoeats geider müßten den ärtlichen Srar und Darlehnskafzu dem bereits das Holz von der Firma Heuel und dieser Reasisierungs Nicht um diese Fro, zunge dautich gen mit einem Hoch auf die senvereinen und nicht etwa städtschen Geldiustituten die übrigen Teile von der Firma Eduard Müller ges zu lösen, sondern um daran zu arbeiten, damilt wenn die stert aus von der Versammlung begel zufießen, wo die Gelder in fremde Geldkandle geletliefert worden sind. Der Verein fragt, ob sich ein Idee einmal reif ist, wir nicht mit Lampen ohne dei wolenden Beifalsturm auslöste. Gegen 6.15 Uhr e wirden und Iuteressengruppen befruchteten, die kisten, dastehen. Ich sehe schloß darauf der Leiter, Studienassetor Wiesner, die den Interesen der ländlichen Vevöterung geradezn Sescschchsetche Hie echasten Gedastgng Tealisiterung des großdenschen, Versamnlung, uch die########runtens, den auf demokratisch=repubsikonischer Beiträge zur Heimatsgeschichte, zu sammeln. Es, also reichlich Gelegenheit vorhanden, durch die Tat Ich komme setzt auf dig heiden wzu beweisen, daß man den Heimatverein schätzt und dauztichuug euuu die beiden Neugründungen„GroßGrundlage. liebt. deutscher Orden" und„Großdeutsche Legion" zu sprechen und erkläre, daß die Windthorstbünde ihre StellungII Oipe, 11 August. Heute abend findet die Versaf, nahme zu dieser D gans ia sungsfeier der Friedensgesellschaft um 8 Uhr im Schwa= nohme zu diesen Organisationen„abbhängig machen nen statt, das Nähere ist aus dem Inseratenteil der Zeitung zu ersehen. 00 Olpe, 11. August. Das Versorgungsamt# uns mit: Militärrentenempfänger. Rentenantragsteller, Ruhegehaltsempfänger und Hinterbliebene solcher wenden sich mit Anfragen und Anträgen in Versorgungsangelegenheiten irrtümlicherweise noch oft an das Reichsarbeitsministerium oder an das Hauptversorgungsamt, anstatt an das für ihren Wo müssen von dem Wege, den diese Verbände zur Realisierung des Großdeutschen Gedankens gehen wollen. Der Großdeutsche Orden hat sich zu der Realisserung auf teilt demokratisch=republikanischer Grundlage erklärt und so stehen wir ihm besahend gegenüber. Mit unserer Stellungnahme zur Großdeutschen Legion dagegen müssen wir abwarten, da sie in dieser Frage bisher kneift. Machen wir uns ein Bild von der Stärke des Staates vor zehn Jahren und der Schwäche des Staates vor versorgungsamt, anstatt an das fur iyren Wohnort 5 Jahren, wo alle Strömungen sich Geliung verschafften zuständige Versorgungsamt. Die Gesuchsteller werden nur nicht der Staat 1918 ist der Staat neu gechaffen morden. Die staatsbildeoden Kräfte lagen damhals darauf aufmerksam gemacht, daß es in ihrem eigenen esigenr Late ancheiche an. das Basengungant ih iad chpuechen hat an dieser Schaffung des Staates mitgearbeitet und II Olpe, 11. August. Eine kotale Mondfinsternis Sie begiant 7.30 Uhr. Gegen 330 Uhr wied die vol= anderen Vormieten 6 Vorstellungen zum Prese. ständige Verfinsterung erreicht sein Einige Minuten 9.50, 13, 16, 18 Mark) zur Verfügung, stellen. Annach 11 Uhr wird der Mond den Erdschatten wieder meldungen zu dieser Sondernarm=„vden ab verlassen haben. gung zu sammeln. meivungen zu oieser Sondervormiete werden ab 26. August im Städt. Schauspielhaus entgegengenomDas Städt. Schauspielhaus men. 2° Attendorn, 10. August.(Vom II. Ospe, 11. in Hagen gibt bekannt, daß die Vormieten für die Spielzeit 24.25 des städt. Schauspielhauses sich eines des Kreises Olpe.) Das erste Bundesschleßen des verartig starken Zuspruches erfreuen, daß bereits Schützenbundes findet am Sonntag, dem 31. August, und wlähe im 1. und 2. Portet nehe vergeben weres tendern sate Jag egese in Ar. Unter dem Vorste des Herm Vankrat Cordes vonl den kömnen. Es sind nur noch enige Blähe im 1. zues, Sonntag=Nachmitage imn Ausgruch nehnel u d Scndlichen Centraltase in Müinster fond Rang(Mitte) und ein größerer Teil im 3. Parkett, Senntage vorher werde. und 2. Rang frei. Trotz der ebenfalls regen Nach= dem Ausschießen der am Bunderschleßen teilnehmenfrage in der Vormiete B steht hier noch eine Anzahl, der Schützen beginnen, es werden die hieraus se nach bester Plätze aller Preise zur Verfügung. Es ist von der Stärke der Vereine hervorgehenden 3—6 besten vielen Inhabern der Vormiete B der lebhafte sein. Der ganze Kreis hat bereits mit diesen VorbeWunsch geäußert worden, die Vormiete B durch reitungen begonnen und die Spannung ist wohl zu Vermehrung der Vorstellungen durch die 6 Sonder= verstehen, wer die Sieger sein werden. Insgesamt veranstaltungen genau wie die Vormiete A zu gestal= werden etwa 70 ausgewählte Schützen des Kreises ten. Die Intendanz wird daher in der allernächsten zum Wettkampfe am 31. August antreten. 20 Preise schestrsache Gmticge Sahader der Vormiete 8 eine sind der Lohn und zwar werden diese wieder gestaf, schriftliche Anfrage richten um Stellungnahme zu die= felt in 4 Gruwwen zu je 5 Preisen. Die Schützen ser Angelegenheit. Allerdings kann die Einführung schießen für ihren Verein, erhalten jedoch selbst die dieser 6 Sondervorstellungen für die Vormiete B nur Auszeichnung, z. B. Schütze R. N. schoß für den bei genügender Beteiligung vorgenommen werden. Verein N. N. den 1. Preis der ersten Klasse, oder Um literarisch besonders interessierten Kreisen, die den dritten Preis der dritten Behuch Beser 8 Sanderveranftestngen Mdallen, Besuch vieser o Sonderveranstaltungen zu geben, wesche am grünweißen Bande getragen werden und wiele m eicher hande Namen des Schützen, den Preis usp, enthalten, miete B nicht beanspruchten Plätze für eine Sonder= Also, auf zum friedl. fröhlichen Kampf. Im Anschluß an die Nachmittagsversammlung tagten Die Spar= und Darlehnskassenvereine sollten recht im Glatzer Hof die am Vormittag gewählten Aus= bald ihre Bilanzen und zwar eine Papiermark= und schüsse,um eine weitere Klärung und Stellungnahme zu eine Goldmarkeröffnungsbilanz, erstere vom 31. 12. den verschiedenen Aufgaben herbeizuführen. 1923, letztere vom 1. 1. 1924 aufstellen und dem zuAbends um 8 Uhr versammelten sich die Vertrerer ständigen Amtsgericht Abschriften der Bilanzen einder Tagung wieder im Glatzer Hof, um bei Lied und reichen. Eine Veröffentlichung der Belanz sei bei kleiSpiel von des Tages ernster Arbeit Erholung und neren Genossenschaften nicht mehr nötig. Eine der Abwechselung zu suchen. wichtigsten Aufgaben sei die zu uns Grashaftern von Früher her gut bekannt st, msascht tass d..santele auf Goldmark Prscheschrer= ait Selungene Velstäange, sovie dis miglicht dagz een be Märchenspiel:„Prinz Schweinehirt“ zur Vorführung. der Eigent die Vereine Lieder zur Laute umrahmten das durchoeg vorzügliche werden 100 Goldmark mit 1Oproenig Sänger und Darstessen Sahlung vorgeschlagen. Dieser Beschluß sei dem Sänger und Darsteller. Amtsgericht bekannt zu geben und ebenso der BeIn anregender Unterhaltung verbrachten die Tell= schluß mitzuteilen, nach dem die Umrechnung der nehmer dann noch eine kurze Zeit in den Lokalitäten des alten Geschäftsanteile nach der Maßgabe erfolgt, daß Glatzer Hofes. Allzuschnell verflossen die Stunden und eine Billion Papiermark gleich 1 Goldmark ist. Dabald war es Zeit, die Quartiere aufzusuchen, um neue mit kämen die alten Geschäftsanteile in Fortfall. Eine Kräfte für die anstrengenden, vielen Arbeiten der Ta= Aufwertung der Geschäftsanteile, durch die das einzelne Mitglied nicht viel verdient, das Vermögen des Vereins aber geschmälert wird, sei nicht zu empfehlen. Endlich verlangte der Redner noch unbedingte Sicherstellung aller gegebenen Kredite und erinnert daran, die laut Statut erforderlichen Vorstands= und Aufsichtsratssitzungen wegen Rückendeckung der Mitglieder dieser Organe regelmäßig vorzunehmen Steuerfragen. Die Kapitalertragssteuer sei für die Vereine fortgefallen. Auch keine Umsatzsteuer sei von Geldgeschäften zu zahlen. Die Körperschaftssteuer käme für die Vereine auch nicht in Beteacht, deren Geschäftsverkehr sich nur auf den Kreis der Mitglieder beschränke, und die einem Revisionsverbande angeschlossen sei. Dagegen unterlägen jetzt auch alle Genossenschaften der Gewerbesteuer. Es sei vierteljährlich eine Voranmeldung nach Formular Muster E abzugeben. Hierin ist zweckmäßig abzugeben der Gesamtumsatz im verflossenen Vierteljahr oder das Vermögen am 31. 12. 1923. Auch Herr Generalsekretär Biener erntete für seine durchdachten Ausführungen reichen Beifall. In der anschließenden Aussprache wurden noch Aufwertungs= und verwaltungstechnische Fragen besprochen, die bis zum Schlusse der Versammlung zu Lanowirtschäftliches. Bezirksversammlung der Soanr= ud Duschsekasen, Vereine Subwenfulens. schsegnes aece esegn. 2 Spar= und Darlehnskassen=Vereine des Sauerlandes und der angrenzenden Gebiete statt, an der auch die Vertreter der Zweigstelle des Verbandes ländlicher Genossenschaften der Provinz Westfalen in Meschede sowie die Bretreter der Iilialen der ländlichen Centralkasse in Weidenau und meschede teilnahmen. Nach einleitenden Begrüßungsworten gab der Vorsitzende ein erschöpfendes Bild der Entwickelung der wirtschaftlichen und geldlichen Verhältnisse seit der letzten Tagung in Finnentrop. Gegenwärtig könnel man nur von einer labilen Währung sprechen, sich stützt auf das in die Rentenbank gesetzte Ver= regem Meinungsaustausch Veranlassung gaben. trauen und die einschneidenden aber doch richtigen Kreditmaßnahmen der Reichsbank. Die Kredilnot sei in der Hauptsache auf die Verarmung infolge der Inflation zurückzuführen, die eine neue, langsame Kapitalbildung erheische. Somit sei auch eine Besserung der Verhältnisse in den nächsten Jahren Druck und Verlag: Verlagsanstalt F. X. Ruegenberg, Olpe. Verantwortlich für die Gesamtredaktion Dr. phil. Albert Wand in Olpe, für die Berliner Redaktion: J. V. Krauß, Berlin=Schöneberg: für den Reklamen= und Anzeigenteil: Ed. Nuegenberg, Oipe. 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