**** P PAermt. Altester Anzeiger für das Sauerland Das„S. V.“ erscheint jeden Werktag früh. Der monatliche Bezugspreis beträgt 2 G.=M., die Einzelnummer kostet 10 Goldpfg. Bestellungen nehmen alle Postanstalten entgegen. Störungen durch höhere Gewalt und Ausstand rechtfertigen keine Ersatzansprüche. Geschäftsstellen: Frankfurterstr. Nr. 16 und Bahnhofstr. Nr. 3.— Fernruf 2.— Postscheck=Konto Köln Nr. 10 158. Gegr. 1340. Amtliches Kreisblatt des Kreises Olpe Anzeigenpreise: 1 Millimeter Höhe im Orts verkehr 8 Goldpfg., f. Auswärtige 10 Goldpfg., Reklamen 40 Goldpfennig: Offertengebühr 25 Goldpf., umzurechnen nach demam Tage der Zahlung gültigen Berliner Dollar=Kurs Zahlbar bei Aufgabe, spätestens 3 Tage nachher, andernfalls Verzugszinsen berechnet werden. Eventuell gewährter Rabatt gilt nur als Kassenrabatt. Nr. 88 Olpe, Samstag, den 12. April 1924 84. Jahrg. Das Kubinert und der Sachverständigenbericht. Wie man in England und Amerika darüber denkt.— Ein französisch=rumänischer Vertrag.— Das Ableben Hugo Stinnes. — Ergebnisloser Verlauf der Verhandlungen über die Verlängerung der Mieum=Verträge. Nur inoffiziell. WXB Berlin, 12. April.(Drahtb.) Der Kabinettssitzung, die sich heute nachmittag mit den Sachverständigenberichten befassen wird, liegt der Text der inzwischen übersetzten Gutachten vor. Die Gutachten sind, wie die Blätter mitteilen, der Reichsregierung bisher nur inoffiziell zur Kenntnis gebracht worden. Eine offizielle Bedeutung fürften die Berichte für die deutsche Regierung erst durch die Entscheidung der Reparationskommission oder einer solchen der allierten Regierungen erhalten. Solange Deutschland von der Gegenseite keine offizielle Nachricht erhalte, sei ein offizielles Urteil nicht möglich. Wenn von der Reparationskommission verlangt werden sollte, daß Vertreter zu den Gutachtern hören sollten, so würde sich die Reichsregierung einer solchen Aufforderung nicht entziehen können. WXB Berlin, 11. April.(Drahtb.) Das Reichskabinelt trat heute in die Beratung der Sachversändigenberichte ein. Es nahm Verträge über die einzelnen Teile der Berichte entgegen und beschloß, die Vorarbeiten der Durchführung aller Einzelheiten der Gutachten mit größter Beschleunigung fortzusetzen. WXB Genf, 11. April.(Drahtb.) Die Reparationskommission hat dem Völkerbundssekretariat of siziell eine Abschrift der beiden Sachverständigenberichte zugesandt. Als Grund dafür gibt man vom Völkerbungssekretariat an, daß die Berichte dem Bölkerbunde an zwei Stellen rein technische Funktionen zuweisen. Englische und amerikanische Ansichten. WTB London, 11. April.(Drahtb.) Sir Robert Horne erklärte gestern, der beste Weg sei, auf der Grundlage des Sachverständigenberichts weiter zu schreiten, um zu versuchen, einen dauernden Frieden in Europa zu schaffen. Deutschland müsse zu einem Lande gemacht werden, in dem Kapitalisten leben können. Er freue sich, daß Deutschland eine der Last Englands vergleichbar trage. Er könne sich nicht denken, daß Deutschland die angebotene Rezelung ablehnen werde. Großbrikannien werde sie scherlich annehmen und von Frankreich hoffe dasselbe. WTB Paris, 11. April.(Drahtb.) Newyork Herald glaubt nach Ansicht von Persönlichkeiten, die in enger Fühlung mit den Arbeiten der Sachverständigen gestanden hätten, dürfe der Bericht unter keinen Umständen der Wahlagitation in Deutschland und Frankreich dienen. Da aber die Wahlen am 4. 5. stattfinden, so ständen der Reparationskommission und den allierten Regierungen nur wenige Wochen zur Verfügung. Es sei daher zweifelhaft, eb diese Wochen ausreichen würden. Aber es hätten gestern in Paris Anzeichen dafür bestanden, daß versucht werde, alle Verzögerungen zu vermeiden. Man halte es jetzt für wahrscheinlich, daß die Reparationskommission die deutsche Regierung auffordern werde, unverzüglich Stellung zu nehmen. Man versucht jedenfalls, ohne Verzögerung zu handeln. Der Bericht der Sachverständigen beruh= auf dem Gedanken des Verzichtes auf die Ansbeulung des Ruhrgebieles und der Wiederherstellung der wirtschafllichen Integrität Deutschlands. Aber viele Monate seien erforderlich, um den Plan in vollem Umfange wirkend zu machen. Bis dahin seien die Franzosen nicht gewillt, sich mit bloßen Versprechungen Deutschlunds zu begnügen. Frankreich und Rumänien. WTB London, 11. April.(Drahtb.) Daily Mail veröffentlicht folgende Information, die die Agence Havas unter Vorbehalt wiedergibt: Während des Aufenthaltes des rumänischen KöAlgspaares in Paris wurde ein französisch=rumäniicher Vertrag in Anlehnung an die Grundzüge des französisch-teschoslowakischen Vertrages ausgearbettei. Generalstäbe beider Länder würden gemeinsameli Maßnahmen treffen, um die Durchführung des Vertrages zu sichern. Jum Code Hugo Stinnes. 9328 Berlin, 11. April.(Drohlb.) Die sterbliden Ueb. rreste Hugo Stinnes werden am Montag im Bilmersdorfer Krematorlam eingeäschert. Auf Wunsch des Verstorbenen wied die Feler im allerwg### Pettfinden. Dle Lschenver= wird elsdann sofort nach Mülheim an der Ruhr, der Heimit des Verstorbenen, überführt. W7B Berlin, 11. April. Nach einer Meldung des Tageblatts aus Düfseldorf dürken die heute angesetzten Verhandlungen zwischen der Micum, der und dem Bergbaulichen Verein wogen des Todes Stinneo nlcht Rtatfinden. Man wied wahrscheinlich die Verhandlungen Die nach den B##etzungsfeierlichtetten vertagen Berlin, 11. April.(Drahtb.) Wie der amtliche preußische Pressedienst mitteilt, hat Ministerpräsident Braun im Namen des Staatsministeriums ein Beileidstelegramm an Frau Hugo Stinnes gesandt. Der preußische Handelsminister Süring hat seine Anteilnahme ebenfalls in einem Telegramm an Frau Hugo Stinnes ausgedrückt. Die Verhandlungen über die Mieumverträge bis jetzt ergebnislos. WTB Essen, 11. April.(Drahtb.) Wie wir hören, haben die heutigen Verhandlungen über die Verlängerung der Micumverträge in Düsseldorf zu keinem Ergebnis geführt. Die Verhandlungen, sund als Katholiken zum Jungdo überhaupt, so drängt diese Frage allerdings zur Entscheidung. Seit den Landtagsverhand lungen sieht man in vielem klarer. Der Jungdo stimmt in den allgemeinen Kampfrut er nationalen Verbände gegen Parlament=und „Parteitsmus“ wie Bornemann sagt, ein. Er segelt in dieser Beziehung unzweiselhaft im geutschvölktschen Fahrwasser, was ja auch die Schlußausführungen Herrn Bornemanns in Nr. 245 beweisen. Wenn das parteipolitti iche Neutralität sein soll, dann habe ich mir diese immer verkehrt vorgestellt. Was will man an die Stelle des Parkaments setzen? Ein Direktorium? Gegen das Ermächtigungs gesetz, das die heutige Regierung zum Heil des Vaterlandes gebraucht hat, rennt man aue jenen Kreisen erst recht an.“ Eine Monarchse? Dann aber beiletbe keine katholische, wie ja der Hitlerprozeß erwiesen hat. In den Tagen oes Hulerputsches schrieb am 8. Nov. 23 die Coburger Warte, Organ des Jungdo,„Fertig die von 11 Uhr vorm bis 5 Uhr nachm. dauerten, sindmachen". Starr stehen die Regimenter und ergebnislos verlaufen. Dem Vernehmen nach sollen hauren— harren bis das befreiende erlösende am Sonntag die Verhandlungen fortgesetzt werden. Jungdeutscher Orden und Zentrumspartet (Von Abg. Jos Schmelzer=Oberhundem.) In der Zuschrift in Nr. 245 des Kölnischen Volkszeitung werde ich und mein sauerländen Landagskollege Gödde in Gegensatz gesetzt zu Herrn Dr. Schwerin u. zur Zentrumsfraktion in Beurteilung des Jungdeutschen Ordens. Est nötig, zweierlei auseinander zu halten: 4. die Stellung des Zentrums zum Antrag de Deutschnationalen auf Aufhebung des Verboten ees Jungseutschen Ordens und 2. die Stellue grahme zum Jungdeut chen O. den überhaupt. Was das Erstere anlangt, so herrscht im Zentrum Einmütigkeit darüber, daß der Antrag der Deutschnationalen nicht in den Landta## gehörte, weil beim Staatsgerichtshof die Sachanhängig war, und dessen Urteil abzuwarten sei Wir befanden uns damit auch in Ueber einstimmung mit der Oedensleitung, denn so wohl Oberst Mahraun wie Herr Otto Borne mann haben versichert, daß sie auf die deutsch nationale Partei eingewirkt bätten, den Antrag nicht zu stillen bezw. ihn zurückzuziehen, un das Urteil des Staatsgerichtshofes abzuwarten Auch die Deutsche Volkspartei habe so geur steilt und die Ordensleitung gebeten, in obigen Sinne auf die Oeutschnationale Partei einzu wirken. Es ist aber nicht möglich gewesen, oies zu erreichen, denn die Herren von rechte wollten bei dieser Gelegenheit mal wieder ihre Opposionestellung gegen die Koalition in helles Licht rücken. Dierichtige Art, die Auf hebung des an sich damals viel zu mangelhaf eegründeten Verbotes zu betreiben, haben wi — Gödde und ich— vom Zentrum unter gommen, indem wir dem Staatskommissar fü offentliche Ordnung schrieben,(auf seine An frage hin), daß, soweit wir in Westfalen di Sache übersehen könnten, die Männer, di dem Orden angehörten, treue Staasbürger sin und nach unserer Ansicht sich das Verbo gicht aufrechterhalten ließe. In der Fraktion kam zum Ausdruck, das man über Ziele und Arbeit des Ordens noch zu wenig ortentiert sei, das verschiedene ört liche Gruppen sich zweifellos schon bloßgestell oätten, insbesondere wurde betont, daß offen bur in vielen Ortsgruppen eine zentrumsfeind liche Tenderz vorherrschend sei. Und so war es erklärlich, daß der offiztelle Zentrumsrednen diese Vorsicht und dies M Frrauen zum Aus druck brachte. Herr Dr. Schwering hat aber in seiner Rede keine gemeinen Beschimpfungen gebracht, das sei festgestellt. Er brachte aber das schwulstig erhabene geheimnisvoll aumu tende Zeremoniell einer Kapitelssitzung zur Vorlesung, was Heiterkeit auf!! allen Seiten des Hauses erregte, und garüber babe ich im Jaouar 1923 in eine Ge prechung mit Mitgliedern des Jungdo in Hüsten erklärt, daß ich und mit mir eine Reibvon Fraktionsmitgliedern dies als überflüssig empfurden hätten, man könne der Jugend nur mal eiwas mystische Verbichmung solcher in hren Augen nöchst wichtigen Sitzungen zu Aufnadme neuer Mitglieder eic. zu Gute ## ten. Was die zweite viel wichtiger Frage an langt, unsere Stellnng als Partes Kommando schallt: Im Gleichschritt marsch! Und im Sauerland fragte auch ein JungdoVorsitzender einen Marburger Studenten:„Sind die Marburger Studenten noch nicht nach Rünchen"? Er selbst war dann längere Zen## von der Bildfläche verschwunden. Wer so kalten Sinnes einen Bürgerkries vorbereitet, wie die Münchener Helden und sihre Mitläufer, ist kein Vaterlandsfreund. Man har Ludendofff seitens des Jungdo abgeschüttell wohl auf Betreiben der katholischen Mitglieder, und hat dafür von Ludendouff einen Trit## bekommen. Ob man das lange erträgt? Herr Oberst Mahraun schreibt im Rundschreiben vom 8. November 1923: „Das letzte Kulturkapitel hat in Kassel am 4. Nov. 1923 weitgehende Beschlüsse gefaßt. Nach eingehender Prüfung hat die Leitung des Ordens den Anschluß an den Deutschen Kampfbund in München vollzogen.“ Das Programm des Kampfbundes kommt dem Jungdo völlig gleich.“ Ludendorff aber der Urteile des Publikums über die französische Reanerkannter Führer des Kampfbundes. spolution“ Wanberod, Hiler walte vom Bohgalte des ustichen Gedankens den Kampfwillen gegen„Judaismus und Ultramontanismus“ machen, und er ist daran gescheitert, daß er die ungeheuere Gefahr des Ultramontanismus noch nicht genug erkannte.“ Ultramontanismus aber ist nichts anders als Rom,„der römische Geist", die römische„Priestermacht", die katholische Kirche; und Sinn und Ziel ist, nach völkischer Auffassung,„die Ueberwindung des römischen Dämons“. Weitere noch ärgere Auslassungen Hoff= manns will ich nicht anführen. Man wird einwenden: Was haben wir vom Jungdo damit zu tun? Ich weise nochmals darauf hin, was Mahraun im soben erwähnten Rundschreiben sagt vom 8. Nov. 1923. Er sagt darin nämlichw weiter:„Zum Kampfbund gehören folgende Verbände:„Die national=sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands, das Korps=Oberland, die Reichskriegsflagge". Nach dem Beschluß des Komturkapitels vom 4. Nov. 1923 ist der Jungdeutsche Orden ebenfalls Mitglied des Kampfbundes. [Man beruft sich gern auf die Zugehörigkeit von kathol. Geistlichen zum Jungdo. Ein solcher Geistlicher schreibt im Rüstzeug Nr. 4 Seite 14: Nie schritt über diese Erde einer, der, wie er(Christus) einerseits unendlich sozial, so andererseits auch leidenschaftlich national, vaterländisch dachte. Nie einer, der in Wort und Tat ein größerer Patriot gewesen. Seine tiefe Liebe zu dem, seinem Verhängnis und Schicksal unheimbar zueilenden Vaterlande, preßte ihm den Schmerzensruf aus„Jerusalem, Jerusalem, wie oft wollte ich deine Kinder versammeln, wie eine Henne ihre Küchlein...! Diese brennende Vaterlandsliebe ließ ihn sogar weinen über sein Land und sein Volk, ja für Volk und Vaterland gab er sogar Blut und Leben hin.“ Bis jetzt war Lehre der Kirche, wenigstens seit Paulus Zeiten, daß Christus für alle Menschen gestorben ist. Im Rüstzeug Nr. 2 wird die Lektüre des Atheisten Fichte empfohlen. Ueber Fichte ließt man in Ueberwegs Geschichte der Philosophie:„Im Sinne der Ankläger im Atheismusstreit muß daher die gegen Fichte erhobene Anklage als richtig bezeichnet werden.“ v. Hertling schreibt im Kirchenlexikon 4. Bd. 1886 Spalte 1475 über Fichtes Staatsauffassung: „Im Jahre 1793 veröffentlichte er von Zürich aus annonym die beiden Schriften„Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europas, die sie bisher unterdrückten", und„Beiträge zur Berichtigung der ist doch ein Nun will man„fördernd oder bremsend“ in die völkische Bewegung eingreifen. Der Komtur der Ballei Lennegau schreibt aber an alle Einheiten am 15. Nov. 1923:„Die Fahne des völkischen Großdeutschland wird von uns aufgegriffen und furchtlos und treu, aber auf legalem Wege, vorgetragen. Was aber die völkische Bewegung will, sagt z. B. Ludendorff in der München=Augsburger Abendzeitung Nr. 302 vom 4. 11. 23:„Ein Großdeutschland, das allein Herr ist in seinen Grenzen und jede politische Betätigung anderer, auch geistiger Mächte, innerhalb derselben ablehnt.“ Und Herr Mahraun sagt im„Jungdeutschen“, daß die Rationalkirche nach diesen Wirren wieder emporkommen werde.“ Damit komme ich zur Frage:„Jungdeutscher Orden und Katholiken.“ In allen Kampfverbänden wird eine häßliche Judenhetze betrieben, die soweit geht, daß man die katholische Religion verurleilt, weil sie aus dem alten Testamente hervorgegangen, Als Grundlage alles staatlichen Lebens gilt darin ein Vertrag, den alle mit jedem Einzelnen abschließen, von dem der Einzelne jederzeit zurücktreten kann, als Endzweck des Staates die„Kultur zur Freiheit“. Von solchem unhistorischen philosophischen Radikalismus werden die bestehenden Verhältnisse beurteilt und wird den Völkern das Recht der Revolution vindiziert.“ Jesuitenpater Cathrein sagt,„die christliche Moral hängt nicht in der Luft, sie bildet keine für sich abgeschlossene, isolierte Welt, sondern hängt innig zusammen mit der gesamten christlichen. Weltanschauung.“ So kann also unmöglich dazu geschwiegen werden, wenn der Atheist Fichte den Katholiken des Jungdo in die Hände gegeben werde. In Nr. 2 der Zeitschrift„Der Jungdeutsche“, Organ des Bundes, findet sich eine Anzeige, die pornographische Schriften und Nacktbilder entpfiehlt. Eine bekannte Dresdener Firma preist diesen Schund an. Das wird natürlich wieder als eine Entgleiund weil Christus ein Jude gewesen sei. Zayllos sung entschuldigt werden, die wenigen Annoncen des sind die Auslassungen dieser Art, die Dr. Pater Jungdeutschen wären sicherlich zu kontrollieren, müßEherhard Schlund in seinem Buche„Neugeramani= ten es umso mehr, weil solche Annoncen auch nur sches Heidentum"(Verlagsges. Dr. Franz A. Pfeiffer u. Co. München) anführt. Dieser Antisemitismus und Rassenhaß ist unchristlich, und führt nach den Worten des Bischofs Korum von Trier zur Häresie. Die Führung des Jungdeutschen Ordens maßt sich aber auch eine religiöse Sendung an zur Ausbreitung eines neuen Christentums. bei einmaligem Erscheinen unter der Jugend ungeheueres Unheil anrichten. Die Geistlichkeit des Dekanates Wormbach im Sauerlande hat nach reiflicher Ueberlegung den Beschluß gefaßt, daß kein katholischer Jüngling Mitglied des Ordens sein dürfe. Einzelne örtliche Leitungen, besonders in katholischen Gegenden, sind Im Rüstzeug Nr. 4 des Jungdo Seite 15 liest, Hherlich, gchen. y dter Abhirzten. vesert, duieg, septen man:„Das Paulinische Wort: Omnia instaurare in Christo, alles in Christus zu erneuern, alle Verhältnisse auzufrischen im Christentum, in seinem Geiste an neue Zeitprobleme heranzutreten, gilt heute vor allem für Deutschland, für unser chaotisch brodelndes, zu einem neuen kosmos sich formendes Vaterland. Dieser großen christlichen Erneuerungsprozeß, Reformation des deutschen Vaterlandes in modernen, d. h. zeitgemäß=apostolischen Geiste zu dienen, ist auch der Inugdeutsche Orden auf den Plan getreten.“ Der protestantische Hochmeister Mahraun verlangt! von den Mitgliedern seines Ordens das echte Christen tum. Auf die Frage, was der Hochmeister mit dem echten Christ ntum meine, sei erwidert, sagt Rüstzeug Nr. 4 Seite 9„Nicht mehr und nicht weniger als das Christentum der christlichen Gewerkschaften.“ Nun die Frage: Wer gibt dem Jungdo den Christianisierungsauftrag? Vielleicht auch die chriftlichen Gewerkschaften? Der oberste Führer aller Kampfbünde, Hitler, ist aus der Los=von=Ron=Bewegung hervorgegangen. Was wollte Hitler mit seiner völkischen Freiheitsbewegung?, fragt Dr. Albrecht Hoffmann in seinem Vortrag vom 21. Kov. 1923 vor Münchener Studenten (zu beziehen vom Verlag R. Rohm Lorch in WürtZiele und Absichten des Ordens aber sind auch ihnen unbekannt, weil sie dunkel sind und von Phrasen umkleidet werden. Wir Katholiken haben echtes wahres Christentum, eine opferbereite, glühende Vaterlandsliebe, wir brauchen unsere Religion nicht in deutschvölkischem Sinne zu revidieren. Wenn in Elberfeld der Jungdo die Katholikenversammlung sprengt, die zu den Auslassungen Ludendorffs Stellung nehmen wollte, und wenn jedem protestantischen Pfarrer, der einen Feldgottesdienst für die nationalen Verbände abhielt, bei Erwähnung des Wortes Jesus Christus das Wort Judensohn, Judensohn entgegentönt, so ist damit zum Ausdruck gekommen, wie feindlich einzelne örtliche Gruppen trotz des schönen Programms dem Christentum, besonders dem Katholizismus gegenüber eingestellt sind. Es ist daher für den Katholiken richtiger, einem Verbande, in dem solcheEntgleisungen möglich sind, und geduldet werden, nicht anzugehören. Man bilde sich nicht ein, daß ein möglichst hoher Prozentsatz von Katholiken in diesen Verbänden den Kurs ändern könnte. Der gute Apfel macht nicht die faulen gesund, sondern umgekehrt. Dies ist meine klare Stellung zum Jungdo, so wie er setzt ist, nachdem ich ihn eingehend in seinen vieherigen Schriften und Taten beobachtet habe. Ortsnachrichten aus dem Kreise Olpe. Am Vorabend der hl. Charwoche.= Die ernste hl. Fastenzeit nähert sich ihrem Ende, und wir stehen am Vorabend der hl. Charwoche, jener ernsten großen Woche, die den Höhepunkt tiefreligiöser Ergriffenheit und höchsten sittlichen Willens und die nieversiegende Quelle eines auf tiefster Glaubensüberzeugung gegründeten Trostes ist, der allen Trost dieser Welt übersteigt, und der auch dort hilft, wo irdische Hülfe und irdische Macht vergebens sind, wo auch der Trost, den die Welt geben kann, versagt. Die heilige Charwoche ist für jeden Christen eine Zeit hochgespanntes Glauenslebens, eine Zeit, wie keine zweite dazu berufen, sich in Gott und in sich selbst zu versenken, eine Zeit innerer Einkehr, aber auch für den, der mit den Augen des Glaubens zu sehen versteht, eine Zeit tiefsten Trostes und größter seelischer Labung, ist gerade einem Volke, das wie das deutsche nun seit Jahren schon auf Dornenwegen durch bittere Chartage wandelt, doppelt notwendig, soll es die innere Kraft und den inneren Halt, um das ihm auferlegte schwere Kreuz zu tragen, sich erhalten. Diese Kraft und dieser Trost fließt aber ihm nur, wenn es an diesen Tagen besonders in gött licher Liebe und Huld sich ganz in den Geist dieser hl. Gnadentage versenkt Dazu aber ist innere Sammlung die erste Vorbedingung. Diese sahen mit Recht sehr viele besonders bedroht, dadurch, daß der Wahlkampf mit seiner Aufregung, mit Lärm und Streit hineintönten in den stillen Frieden dieser Tage heiligen Schweigens. Begrüßt wurde es daher von allen, die noch einen Funken christlichen Gefühles in ihrer Brust bergen, daß alle bürgerlichen Parteien im Reichstage sich einigten, durch Gesetzbeschluß in der Charwoche das Parteigezänk und den Parteilärm verstummen zu lassen und in der Charwoche gleichsam eine„Troiga Dei“, einen Gottesfrieden im Wahlkampf eintreten zu lassen, um dem so schwer getroffenen deutschen Volke doch die Charwoche als Quelle seelischen Trostes, innerer Stärkung und heilsamer Einkehr zu sich und seinem Gotte zu lassen. Leider hat die Gegnerschaft, die Sozialisten im Reichstage zu dieser Anregung diesen trefflichen Gedanken für das ganze deutsche Volk nicht zur Tat werden lassen. Jedoch werden die bürgerlichen Parteien diese Hochtage christlichen Glaubenslebens nach Möglichkeit frei halten von dem Geiste des Streites der Parteien. In Württemberg, wie auch im Westfalen ist es geglückt, durch Abmachungen der Parteien für die stille Woche den Wahlkampf verstummen zu lassen. Dadurch aber bleibt der Frieden, die weihevolle Stimmung der Chai woche gewahrt, die doch für jeden Christen eine ernste und hl. Zeit innerer Sammlung und Einkehr sein sollten, eine gewichtige Zeit, da sie die Gedächtniszeit des größten und bedeutungsvollsten historischen Geschehens der Weltgeschichte, der Erlösung der Menschheit durch Gottes Sohn selbst ist. Ihr Mittelpunkt ist die denkwürdigste Stunde der Weltgeschichte, da auf Kalvarias Höhe Gottes Sohn sein Leben für uns dahingab. Das Praeludium zu dem einzigartigen Kreuzwege des Mannes der Schmerzen, der unseretwegen so zerschlagen wurde, daß an seinem Körper keine heile Stelle geblieben war, beginnt mit dem Einzug in Jerusalem, den das morgige Sonntagsevangelium berichtet. Unter Triumph und Heilrufe erfolgt Christi Einzug in die hl. Stadt. Begeisterung durchzuckt die Massen, aber wankelmütig ist das Volk, die mit Palmenzweigen dem Heilande entgegeneilten, die ihm zusubelten: „Hosianna, Heil dem Sohne Davids, gebenedeit sei der, der da kommt im Namen des Herrn“, aus dem Munde schallt bald das„Crucifige eum! Kreuzige ihn! Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!“.„Gibt es einen größeren Widerspruch als zwischen beiden Rufen? Und doch rufen wir nicht dasselbe. Unser Glaubensbekenntnis mit dem Mund und unser Handeln gegen den Glauben,„Hosianna und Crucifige!". Deutsches Volk! Hast Du nicht so gehandelt! Du tust Dir etwas auf Deinen christlichen Kamen zu Gute. Wo bleiben Deine christlichen Taten? Deutsches Volk! Blutig und zerschlagen liegst Du ehrlos und wehrlos am Boden. Deine Feinde frohlocken. Wo bleibt Dein Christentum? Zeigst Du es vielleicht dadurch, daß Du Dich noch selbst zerfleischest, daß Du die Sittlichkeit in Deinen Reihen untergräbst und die Autorität vernichtest! Geh in Dich, deutsches Volk! „Quid est veritas?“„Was ist Wahrheit?" Diese Frage tönte in Jerusalem aus stolzen Römers Munde. 2000 Jahre haben wir jetzt christliche Kultur, christliche Lehre. Tönt nicht heute, wo man gerade in Deutschland alles andere als Christentum auf dem Katheder und in der Fabrik, in den Parlamenten und auf der Gasse hört, wo indische Weisheit und die Nietze'sche Lehre des Uebermenschen in immer neuen Variationen verkleidet wird, tönt da nicht diese Frage auch bang aus manchem deutschen Herzen? Christus ist den Leidensweg des Kreuzes und vorgegangen. Er ladet uns zur Nachfolge „Wer mein Jünger sein will, der nehme sein K auf sich und folge mir nach!"„Mein Joch ist und meine Bürde ist süß!" Jedes menschliche Leben hat sein Kreuz zu und in einem Volke, dem von der Vorsehn harter Kreuzweg bestimmt ist, sind viele, une# viele Kreuzträger. Ihnen aber bietet der göttliche Kreuzträger Trost, Stärke und Stütze. Zuerst der Gedanke, in dem das Kreuz zu tragen ist,„Vater, wenn es möglich ist, daß dieser Kelch vorübergehe, laß ihn vorübergehen, doch nicht mein, sondern Dein Wille geschehe.„Mein Reich ist nicht von dieser Welt!"„Vater vergib ihnen denn sie wissen nicht, was sie tun!"„Heute noch wirst Du bei mir im Paradiese sein!"„Vater, in Deine Hände empfehle sich meinen Geist!" Liegen nicht in jedem dieser Worte in ihrer Konsequenz Welten von Trost, Kraft und Energie für jeden Kreuzträger? Wird ein Volk, das sich auf diese Kraftquellen besinnt, das aus ihnen in stiller Einkehr schöpft, nicht den höchsten Dornenweg gehen können? Wird es nicht, wenn es unter schwerem Joche zusammengesunken ist, dadurch wiederaufgerichtet? Wird es durch solchen Opfergeist, durch solche Gesinnung nicht frei von allen Schlacken des Unedelen und Gemeinen? Bietet der Mann der Schmerzen, der für uns zuerst den Kreuzweg gegangen ist, nicht einem jedem Trost und Kraft, bietet er sie nicht dem ganzen Volke? Chartage, Tage stiller Sammlung, Tage tiefsten religiösen Erlebens, Tage der Einkehr und Umkehr, gerade in diesem Jahre, seid unserem deutschen Volk eine Quelle tiefster Reinigung, größten Trostes und gefestigter Charakterstärke. Deutsches Volk, in echtem, rechtem und inbrünstigem Glauben verfolge Deinen großen Kreuzesträger und lerne von ihm. Katholisches Volk! Vertiefe Dich mit ganzer Seele und tiefem Gemüt in den herrlichen Blumenarten katholischer Liturgie, mit dem die Mutter, die heilige Kirche, die große hlg. Charwoche in so feiner psychologischer Weise so reich ausgestattet hat. Laß zu Dir sprechen die herrlichen tiefsinnigen hlg. Zeremonien und atme den herrlichen Geist, der aus der Liturgie dieser Tage so überreich strömt. Dann wird Deine Seele singen:„O crux ave, spes, unica!“ Und geht diese Gesinnung aus diesen Chartagen unserem deutschen Volke in Herz und Sinn über, dann haben wir keine Angst um es, dann hat es den größten Trost, den einzigem, der Bestand hat, und dann wird es siegreich jeden Kampf überstehen; denn vom hlg. Kreuze gilt, für den einzelnen, wie für die Völker: In hoc signo vinces! „In diesem Zeichen wirst Du siegen!" Dr. W. parteinachrichten Zentrumsparlei des Kreises Olpe. Wahlversammlungen finden statt: Oedingen, Sonntag, 13. April, nach dem Hochamt: Schulz Gahmen. Oberelspe, Sonntag, 13. April, 2.30 Uhr, Redner: Schulz=Gahmen. Elspe, Sonntag, 13. April, nachm. 5 Uhr, Redner: Schulz=Gahmen. Saalhausen, Sonntag, 13. April, 11 Uhr, Redner: Prof. Dünnebacke=Dorten. Altenhundem, Sonntag, 13. April, 4 Uhr, Redner: Prof. Dünnebacke=Dorten. Maumke, Sonntag, 13. April, 10.30 Uhr, Redner: Schulrat Rheinländer. Meggen, Sonntag, 13. April, 3.30 Uhr, Redner: Schulrat Rheinländer. Bilstein, Sonntag, 13. April, 8 Uhr, Redner: Schulrat Rheinländer. Dünschede, Sonntag, 13. April, nach dem Hochamt, Redner: Rektor Lingemann, Altenhundem. Helden, Sonntag, 13. April, 4 Uhr, Redner: Rektor Lingemann=Altenhundem. Bleche, Sonntag, 13. April, nach dem Hochamt, Redner Sekretär Kohl=Altenhundem. Schreibershof-Bühren, Sonntag, 13. April, 3.30 Uhr, Redner: Sekretär Kohl=Altenhundem. Welschenennest, Sonntag, 13. April, Zeit noch unbestimmt, Redner Dr. Horster=Altena. Kirchhundem, Sonntag, 13. April, nach dem Hochamt, Redner: Dr. Horster=Altena. Heagen, Montag, 14. April, 8 Uhr, Redner Schulz=Gahmen. Attendorn, Dienstag, 15 April, 8 Uhr, Redner Schulz=Gahmen. Niederolbaum, Mittwoch, 16. April, 8 Uhr, Redner Schulz=Gahmen. ** Olpe, 12 April. In der Frankfurterstraße, vorm Landratsamt, wird z.Z. 1 Verteilungsmast aufgestellt. Die üble Folge davon ist, daß die Frankfurterstraße vorgestern und gestern tagsüber ohne elektrischen Strom war. Der Betrieb des S. V. hat natürlich am schwersten darunter leiden müssen, sodaß s pünktliche Erscheinen unseres Blattes nicht mög.„ war. Wenn man uns sagte, daß wir kein lebenswichtiger Betrieb“ seien, so muß man doch im Interesse unserer über weite Kreise verteilte Leserschaft dagegen erheblich Einspruch erheben. Konnte denn der Mast nicht etwa heute, am Samstag, errichtet werden, wo die elektrische Kraft nicht so sehr in Anspruch genommen wird? Daß wir heute kein zweites Blatt haben herausgeben können, ist ebenfalls dem Umstande zu verdanken, daß unsere Setzmaschine wegen Fehlens des Stromes nicht hat arbeiten können. (—) Olpe, 12. April. Heute abend findet im Gasthof Schulte(Hohe Treppe) eine Versammlung statt, in der über die Aufstellung der Beamtenkandidaten für die Stadtverordnetenvecsammlung Beratungen stattfinden sollen. Das große Interesse, das die diesmaligen Stadtverordnetenwahlen mit sich ringen, dürfte wohl jedem Beamten, der auf dem Boden der Zentrumspartei steht Anlaß sein, pünktich zu erscheinen.(Siehe Anzeige.) " S i l b e r g, 1 1. A p r i l. D i e K a t z e a u s d e m S a c k gelassen, hat hier der Gewerkschaftssekretär Winkler, der auf der Zentrumsversammlung am letzten Sonntag, als Diskussionsredner auftrat. Er wollte in dem kulturellen Teile seiner Ausführungen zeigen, daß ein Katholik sehr gut Sozialdemokrat sein könne, da seiner religiösen Ueberzeugung durch diese Partei keine Schwierigkeiten gemacht würden. Er berief sich dazu auf den sattsam bekannten Satz des sozialdemokratischen Programms:„Religion ist Privatsache" und auf die angebliche Tatsache, daß überzeugte Christen und überzeugte Juden der sozialdemokratischen Partei angehören. Vorsichtig sprach er von Christen und nicht von Katholiken, denn der Nachweis, daß überzeugungstreue Katholiken der sozialdemokratischen Fraktion angehören, würde ihn doch wohl sehr, sehr schwer fallen, da er solche bis zum heutigen Tage noch nicht gibt und auch nie geben wird. Wie es mit evangelischen Christen in dieser Hinsicht bestellt ist, kommt für uns weniger in Betracht. Die besondere Eignung der sozialdemokratischen Partei für die Katholiken wollte dieser Redner auch wohl dadurch beweisen, daß er dann eine Lanze brach für die Erleichterung der Ehescheidungen und für das Recht auf„Mutterschutz" durch Abtreibung, also durch Kindesmord. Dazu kann man nur sagen: Wen Gott verderben will, den schlägt er mit Blindheit. Für etwas schlauer und raffinierter hätte man einen sozialdemokratischen Gewerkschaftssekretär doch halten sollen. Daß er so töricht war, eine solche Riesendummheit beging und in eine von Katholiken besuchten Versammlung gegen die Unauflöslichkeit der Ehe redete und gegen das Lebensrecht der Ungeborenen, also direkt gegen zwei unverrückbare Grundsätze der katholischen Kirche, das hätte man wirklich nicht für möglich halten sollen. Aber, wie gesagt: Wen Gott verderben will, den schlägt er mit Blindheit. Denn, wenn er nicht blind gewesen wäre, dann hätte er den Katholiken nicht se klar und deutlich gezeigt, daß die sozialdemokratische Partei direkt gegen Grundsätze der kath. Kirche arbeitet, dann hätte er nur nach„berühmten“ Mustern unseren kath. Arbeitern auseinandergesetzt, daß Katholizismus und Sozialismus vereinbart selen. Doch er hat es vorgezogen, den unwiderleglichen Beweis zu liefern, daß ein Katholik niemals Sozialdemokrat sein kann. Wenn ein Zentrumsmann ein solches Urteil fällt dann glauben manche, die Schultern zweifelnd ziehen zu dürfen. Wer aber aus dem eigenen Munde eines sozialdemokratischen Gewerkschaftssekretärs mitanhören muß, wie er von Katholiken, von katholischen Arbeitern 2 Fundamen= talsätze der kath. Kirche, die Unauflöslichkeit der Ehe und die Verwerfung des Mordes an ungeborenen Kindern, bekämpft, der wird doch wohl schwerlich noch daran zweifeln können, daß ein Katholik derarges niemals mitmachen und darum niemals Sozialdemokrat sein kann. Den Gipfel der Dummheit — oder war es Unverfrorenheit— erstieg der genannte Sekretär aber, als er erklärte, die kath. Kirche habe in der zweiten Frage auch schon mehr als einmal denselben Standpunkt eingenommen als die Sozialdemokratie. Woher er diese„Weisheit" geschöpft, ist unerklärlich, denn das gerade Gegenteil ist wahr. Der Herr Gewerkschaftssekretär schien wohl anzunehmen, er brauche so etwas nur zu behaupten, um Glauben zu finden, seine Zuhörer seien ja dumm genug, um auf jeden faulen Witz hineinzufallen. Volle 55 Minuten redete der Sekretär Winkler. Wahrlich Zeit genug für einen Diskussionsredner. Viel Zeit vergeudete er mit zwecklosen Ausführungen über Deutschvölkische, von denen kein einziger anwesend war, und die vom Zentrum mindestens ebenso energisch als von den Sozialdemokraten bekämpft werden. Als er gebeten wurde, in solchen überflüssigen Ausführungen sich etwas Beschränkung aufzuerlegen, da die Anwesenden auch noch die Andacht mit Fastenpredigt besuchen wollten, erklärte er: Ihre Andacht geht Ihnen so schon kaput. Den Sturm der Entrüstung, der darauf ausbrach, wird der Herr Gewerkschaftssekretär wohl so bald nicht vergessen. Dem Leiter der Versammlung, Pfarrvikar Gerdes, wurde es, wie man sieht, sehr leicht gemacht, dem Diskussionsredner in seinen aktuellen Ausführungen die gebührende Abfuhr zu geben. Zunächst konnte er seinen Zuhörern ein persönliches Erlebnis vom vorigen Sommer erzählen. Damals brachte der Volksbote, das sozialdemokratische Organ von Reußen gezwungen war, einer Frau das kirchliche Begräbnis zu verweigern. Jener Artikel der sozialdemokratischen Blattes schloß mit den Worten: Wir können es nicht verstehen, wie ein Arbeiter noch einer Kirche angehören kann. Das sieht wahrlich nicht danach aus, daß man zugleich Katholik und Sozialdemokrat sein kann. Dann verwies er auf den Kampf der sozialdemokratischen Partei und der freien Gewerkschaften gegen die konfessionelle Schule und ihr Eintreten für die weltliche Schule. Der Herr Gewerksschaftssekretär konnte das nicht abstreiten, da das ja auch zu offenkundig geschieht. Als Hauptzeugen dafür, daß ein Katholik kein Sozialdemokrat sein könne, konnte der Versammlungsleiter den gegenwärtigen sozialdemokratischen Gewerkschaftssekretär Winkler nennen, der vor ihren eigenen Augen und Ohren den Kampf gegen zwei fundamentale Lehren der Kirche, gegen die Unauflöslichkeit der Ehe und gegen die Heiligkeit des Kindeslebens geführt habe. (( F Sos best ue pporsomer: 4 Soiher tc S eu p Aleln-Vertaul: P# ug. B. Frerichmann, Oioe. Der Bann des Waldes Von Pfarrer Kohl=Belmicke. Zu jeder Stunde des Tages und des späten Abends bin ich ihn gegangen, und er ist mir, immer lieblich und anmutig erschienen. Zahlloses Getier hat in jenen Wäldern seinen Unterschlupf. Dort tummeln sich die Hasen, dort äset sich das Reh. Sogar Schwarzwild macht ab und zu die Gegend unsicher. Alle Vogelarten sind vertreten. Rebhühner flattern zu Dutzenden empor. Man hört das Balzen des Auerhahns und den Schrei der wilden Taube. Abends aber vernimmt man das heisere Bellen der Füchse und den wehmütig=klagenden Ruf der Eule. Ein sonniger Maimorgen steht mir noch lebhaft vor der Seele, wo der Weg mich durch diesen Frühlingswald führte. Eckenhagen hält in diesem Monate das ewige Gebet. Mir aber ist das Glück beschieden, alljährlich an diesem Feste dort das feierliche Hochamt zu singen. Noch glitzerte der Tau auf den Gräsern und Moosen des Bodens, über den hin und wieder das Farnkraut seine breiten Wedel legte. Wie zur Hochzeit geschmückt standen in frischem, leuchtendem Grün des jungen Lenzes Gruppen von weiten Birken und buschigen Maibuchen. Daneben dehnten knorrige Eichen ihr breites, kahles Geäst aus, als sei der Ruf des Frühlings an sie noch nicht ergangen. Dann kamen Kiefernbestände mit unzähligen aufgestreckten Blütenkerzen und schwermütige Wachholderständen in unabsehbaren Regimentern. Und über den wechselnden Bildern flutete warm und belebend das Gold der Morgensonne. Weiterhin nahmen hochgewachsene, ernste Tannen den Weg in ihre schützende Hut. Fast fröstelnd durchschnitt ich die dämmerige Kühle, bis nach wenigen Minuten der zurücktretende Tannicht mich der Welt und dem Lichte zurückgab. Es folgte wieder Laubwald. Doch er wurde bald dünner. Der Pfad begann stark zu fallen und schlängelte sich durch üppige Ginsterfelder und braune Heide dahin. Ziegenherden mit läutenden Glöcklein winden sich geschmeidig durch das Gesträuch. Weiter abwärts belebte weidendes Großvieh die saftigen Triften, und an einer scharfen Biegung des Weges lag plötzlich das schmucke Dorf zu meinem Füßen, eingetaucht in ein Meer von Licht, umgürtet mit der Anmut des Lenzes. Da schlugen die Glocken an, festtäglich, feierlich. Und in stiller Ergriffenheit sang ich laut ein altes, halbvergessenes Lied, das wir als Schulkinder einst gelernt hatten: „Mit dem alten Förster heut Bin ich in den Wald gegangen, Während hell, im Festgeläut. Aus dem Dorf die Glocken klangen. Golden floß ins Laub der Tag, Vöglein sangen Gottes Ehre; Sist, als ob der ganze Hag Wüßte, das es Sonntag wäre.“ Ich betrete die Dorfkirche. Heilige Stille! Festlicher Schmuck! Die Sonne legt bunte, zitternde Lichtlein auf den sauberen Boden. Oben aber steht majestätisch, in einem Kranz von flackernden Kerzen, die goldene Monstranz. Und unten knieen betende Kinder, schwarze Nonnen, andächtige Bewohner des Landes und harren des Amtes und harren des Priesters, der bestimmt ist, dasselbe an dieser begnadeten Hütte zu feiern. Nach Anrufung aller Heiligen Gottes in der einzigartigen Bittweise der Urkirche, trete ich an den Altar. Noch liegt die Waldstimmung in meiner Seele. Doch ich verscheuche sie nicht. Denn ich fühle es bestimmt, daß sie einen würdigen Auftakt bildet zu dem erhabensten Opfer im Himmel und auf Erden, zu dem unvergleichlich reinen Speiseopfer des neuen und immerwährenden Bundes.— Nach Mittag wandere ich heimwärts.: Es ist derselbe Weg, derselbe Wald, dieselbe Sonne. Un. dennoch eine andere Stimmung und andere Gefühle. Das Menschenherz gleicht einer Harse, die von der unsichtbaren Hand der Natur bald laut und stürmisch angeklungen, bald sanft und flüsternd bewegt wird. Stille! Das war der süße Unterton meiner Seele nach der Fülle des genossenen Glücks. Lautlose Stille! Sie lagerte auch über dem Walde, nachdem die taufrische Pracht des jungen Maimorgens der Hitze des Mittags gewichen war. Friedvolle, heilige Waldes= und Herzensstille, wie Theodor Fontane sie „Am Waldessaume träumt die Föhre, „Am Waldessaume träumt die Föhm, Am Himmel weiße Wölkchen nur; Es ist so still, daß ich sie höre, Die tiefe Stille der Natur. Rings Sonnenschein auf Wies und Wegen, Die Wipfel stumm, kein Lüftchen wach, Und doch, es klingt, als ström ein Segen Leis tönend. auf das Blätterdach“ 6. Unbekannter Waldwinter. Paul Keller, der schlesische Lehrer=Dichter, hat neben anderen künstlerischen Romanen auch einen geschrieben, der das Leben und Treiben in einem Försterhause der verschneiten Glatzer Berge schildert. Passend gab er ihm den Titel„Waldwinter". Vor vielen Jahren habe ich dieses Buch mit Genuß gelesen, und ich wähle dieselbe Ueberschrift für das vorliegende Kapitel. Denn die Erlebnisse des gegenwärtigen Winters haben mich des öfteren an Keller erinnert.„Unbekannt“ aber füge ich hinzu, weil ein solcher Winter einerseits mir selbst in der Tat vollkommen unbekannt war, anderseits aber nur alte Leute sich erinneren können, Winter von solcher Strenge und Dauer erlebt zu haben. In der alten Zeit muß es überhaupt, wie mit so manchem, so auch mit den Wintern ganz anders ausgesehen haben. Wenigstens werden in hiesiger Ge gend fast unglaubliche Dinge erzählt. Und im Archiv der Pfarrei finde ich ein vergilbtes Aktenstück vom 20. Februar 1838, worin ein Schulvikar Langemann zu Silberg im Sauerlande dem damaligen Pfarrer Mambau von Drolshagen, der diesen Geistdllichen zu bewegen suchte, die Pfarrei Belmicke zu Übernehmen, schreibt:„Ich kann mich nicht entschließen, die Stelle anzunehmen, weil ich gehört habe, daß in Belmicke der Winter in Wahrheit zu Hause ist. Kaum war die Allerheiligenoktav vorüber, da fing das Schneien an. Nur erst vereinzelte Landwirte hatten die Wintersaat an der Erde. Die anderen aber trösteten sich damit, daß das Versäumte in einigen Tagen leicht nachgeholt werden könne, wenn die frühe Schneedecke wieder zu Wasser geworden sei. Doch sie täuschten sich gewaltig. Der Schnee zerrann keineswegs, wohl aber wurde er höher und dichter. Dabei brachte ein schneidender Ost, der fast ununterbrochen vorherrschte, die nötigen Kältegrade. Zwar gab es auch Westwind und Tauwetter. Aber nur spärlich. Und das Gestöber, das nachher einsetzte, war meist um so schlimmer. Ganz aber ist seit jenen ersten Tagen hier oben der Schnee noch nie gewichen, sodaß hie und da noch November= schnee die Sohle der heutigen Schneedecke bildet. Schiller läßt irgendwo den Monat Februar zum Januar sagen:„Hätt' ich die Macht wie du, ich erfrör' das Kalb in der Kuh. Das Wort Wort will auf das heurige Jahr nicht passen. Denn obschon die Hälfte des Februars bereits überschritten ist, gleicht seine Temperatur der Januarkälte aufs Haar. Auf zahlreichen Fußwanderungen habe ich in diesem Winter die Schneelandschaft nach allen Richtungen der Windrose durchzogen. Ich war in Meinerzhagen und Gummersbach, in Gimborn und Neustadt, in Derschlag und Eckenhagen, in Drolshagen und Olpe. Und mehr und mehr hat sich bei mir die Ueberzeugung eingewurzelt, daß eine solche Winterlandschaft nicht nur„schön, nein berückend schön ist, und daß vor allem der Wirterwald nicht nur erhebend zu der Seele spricht, sondern eine geradezu majestätische Sprache redet. Eine kalte Novembernacht hatte Rauhreif beschert. Das gab der Winter=Natur etwas so Festliches, fast Ueberirdisches, daß auch der geübteste Maler nicht im Stande wäre, die Wirklichkeit auf die Leinwand zu bringen. Morgens schon stand ich auf der Höhe des Kirchberges und ließ erstaunt und verwundert den Blick in die Runde schweifen. Da hoben die Waldberge fast dräuend ihre verschneiten Häupter in die Klarheit der Winterluft. Im Osten der Windhagen, im Norden der Petersberg, im Süden eine lange, namenlose Kette. Im Westen aber stand, etwas zurückgelagert, wie hinter gewaltigen Kulissen, der Beul mit seinen zerrissenen, weißen Hängen. Es hatte den Anschein, als sei er über Nacht von Titanenhand aus der Alpenregion heraus in dieses Land versetzt worden. Samenkute. Die letzten Jceukeiten sind eingetroffen.— Ich biete eine schöne Ruswahl reizend garnierter Rüte für Damen und Mädchen. Feine Sreise sind wirklich sehr billig.(611175) Franz J. IKenzebach, Olpe. einfachster bis feinster Ausföhrung empfiehlt Baby-Spezialhaus Jul. Heymain, Siegen Gegründet 1890. Markt 43/45. Betttedern U. Daunen Bettbarchent türk. rot— gar. federdicht Rettdamast weiss u. bordo bettsiamosen u. Bettkattun Matratzendrell rot und gestreift Jos.Junker Olpe Westf.-Str. 42/44, Fernspr 294 11466 Halte Montag, den 14. April, vorm. 9 Uhr mit einer Auswahl junger Schweine beim Gasthof Norber Deimel in Olpe. Grebe, Wenden. Teleson Nr. 31. Habe Montag morgen eine Auswahl schöner Schweine an meinem Hause, dsgl. morgens 10 Uhr beim Gasthof Schürholz in Drolshagen. Jos. Hengstebeck Olpe, Winterbergstr. 45 Telef. 206.(+11179 la. wasserdichte Wagendecken liefert in anerkannt guter Ausführung(+11180 Eduard Harnischmacher Oige Halte Montag morgen den 14. April, mit einer großen Auswahl(+11162 Vernel am Bahnhof Welschenennest und zu gleicher Zeit an meiner Wohnung um 12 Uhr mittags in Benolpe Aron Neuhaus, Altenhundem. Halte Montag, den 14. ds. Mts mit großen und kleinen Münsterländer Schweinen zum Verkauf.(ir1155 Bis 10 Uhr Bahnhof Grevenbrück, 11 Uhr bei Kreuzmann in Meggen, 3 Uhr bei Hesse in Kirchhundem. Walpersdorf u. Hönneger in Littfeld. Tel. Kreuztal 147. Halte Montag, den 14., mit einer Ladung bester Münsterländer Strat. bei meinem Hause zum Verkauf. j1160 Adr. Winter, Altinhundem. Ein Bracke zugelaufen. Gegen Erstattung der Unkosten abzubolen bei[i11165 Theile, Fahrenschotten. mit 2 Lämmern zu verkaufen.[11191 Olpe, Fellmickerstr. 35 S. G. Sonntag den 13. 4. 1 Tagestour z. Listertalsperre über Oehringhausen, Fahrenschotten. Abmarsch: ½33 Uhr nachm. von der Kreuzkapelle.— Liederbücher mitbringen. 11189 10 Behurweche! Verkaufe bis Ostern sämtliche Schuhwaren zu den billigsten Preisen. Preiswerte schwarze u. braune Leder-Gamaschen. Hormann nengsteucen, Schunmachermeister, Oipe, Martinstraße 17. Telston 263. (151184) Fichteu pflanzen Säml. und Verschulte Kiefern, Banks= und Schwarzkiefern, Straßen bäume etc. in gesunder, frischer Gebirgsware, liefern billigst Hebr Hauses, Rinseke bei Kirchbundem i. W. Sauerland w101 Gediegene Arbeit Polstermöbel Betlauflagen Drahtmatratzen Ferlige Belten Mälige Preise Schlatzimmer mit 2- u. Slürigen Schränken gestrichen u. nalur Eiche Küchen in allen Größen gestrichen und naturlackiert AODeT Oipe in großer Auswahl empfiehlt Kobr1sse. Kölnerstr. 25 Speisezimmer mit mittleren und großen Bulfels Herrenzimmer komplett, sowie Einzelschränke, Schreiblische Geschmackvolle Teinen Einzelmöbel Stühle in allen Preislagen DekorationsArtikel Besichtigung erbeten Grosse Sendung Kinderwagen Klappsportwagen Promenadenwagen — neueste Modelle— Leiterwagen Strassenrenner a Kinderschnelläufer eingetroffen. Klappsportwagen von 16.— Mk. an Jos. Gummersboch# (Inh. Richard Gummersbach), Olpe, Westfälischestr. 34. (111166) SASNSNAGSNGSSSRGRG Kaufmännische Ausbildung. Das neue(24.) Schuljahr beginnt am Donnerstag, dem 24. April. Ausführliches Prospekt kostenlos Kaufmännische Privat-Schule von Karl Woll in Siegen. (W141) 2 durchaus tüchtige Schreinergesellen auf bessere Eichenmöbel für sofort gesucht. ug. Kebbekus, Olpe, Franziskanerstraße. Teleson 120.(11163 K! KI Diejenigen Kameraden, welche noch die Kriegs. Denkmünze beantragen wollen, mögen, sich innerhalb s Tagen beim Kassenführer melden.(11176 Preis 1,50 M. Kriegerverein Olpe Neue Betten hocht. rot, dicht. Daunenköper, gleiche Ware wie vor dem Krlege. Kataley mit über 50 verschied. Preislagen frei. Bei Lagerbesuch Füllung I. Beisein d. Käufers. Rettfedore Halbdaunen und Daunen, ie nach Qualität Sohledern N. 0.95 1.60 2.10 2.50 3.00 und höher Oberbett m. 7 Pfd. Unterbett m. 6 Pfd. 2 Kissen m. 5 17 schl. Bett zus. 16.65 15.70 9.95 41.90 26.00 24.40 15.35 65.75 29.50 27.40 7.85 4.75 32.30 29.80 19 85 81.95 2 schlällg ca. 10% mehr. Bessere Belten bis 170 Mk. Ssier V. büiher, IX Nerl. K. 6. Am Sonntag, dem 12. April 1924, nachmittags 4½ Uhr wird im Gasthof Weber in Grenthorz kaufen(1181 Metallwerke Gust. Imhäuser, Olve. Neutt karschate Vorde Erebenbrum 4 Gymnasialklassen.— Beginn des neuen Schuljahres am 24. April. Anmeldungen möglichst bald.(W137) Baumeister, Rektor. Erstklassige qual. Vostodume in nur erprobt. Sorten uns. Gegend. Tragendes stämme. Beerenund Rosen. Lieferung franko Bahnst. Ziel 2—3 Monat.#182 Carl pätze, Verschlag. Gute, erstklassige Jagügewenre, Ternrohrmontagen als Spezialität zuverl. n. sohnell. Reparaturen aller Art, zuverlässig und sachgemäss. w10 Preisliste auf Wunsch E. Kirchhofl, Büchsenmachermeister, Dieringhausen (unbesetzt. Rheinland) Gebrauchte maschinen verschiedener preiswert abzugeben. Louis Hees. Siegen Ruf 272. Gottes dienstOrdnung. Palmsonntag. Kommunion=Sonntag der Jünglinge. Pfarrkirche in Olpe. 4 Uhr hl. Messe. 7 Uhr Frühmesse mit Ansprache und gemeinsamer hl. Kommunion des Gesellen=Vereins u. der Jünglings=Soda= lität. ½9 Uhr hl. Messe mit Passion und gemeinsamer hl. Kommunion der Knaben der letzten Kommunikanten= Jahrgänge. 10 Uhr Palmenweihe, Palmprozession u. Hochamt mit Passion. 1¼ Uhr Kreuzbruderschaft. 2 Uhr TodesangstBruderschaft. 3 Uhr Andacht m. Predigt für den MütterVerein. 2¼ Uhr Standespredigt für sämtl. Jungfrauen von 14—17 Jahren sauch die Kandidatinnen] in der Waisenhauskapelle 6 Uhr Fastenpredigt u. Andacht. Kapelle im Mutterhause. ½7 Uhr hl. Messe. Kapelle i. Krankenhause. 7 Uhr hl. Messe. Kapelle in Thieringhausen. Uhr Hochamt mit Passion. 1924 stattfindenden Schützenfest verpachtet. Bedingungen werden im Termin bekanntgegeben. St. Autonins=Schützenverein Gerlingen e. B Gärtnerlehrling. Strebs. Junge, 17 J. alt, kräftig, durch Abbau# zum Berufswechsel gezwungen, sucht Lehrstelle in einer Gärtnerei des Sauerlandes. Näheres zu erfr, durch(11763 VIkar Brinker. Allenbögge. Soteri BimngP Sendne. Wie bisher, verkaufe ich nur wirklich gute Fabrikate, die erprobt sind. Jch lege nicht den grössten Wert auf nur scheinbar billige Preise sondern auf gute dauerhafte Qualitätsmarken und stelle auch hierfür Preise, die jedem Konkurrenzangebot die Spitze bieten Alleinverkauf von „PETTO“ Kinderschuhen „MERCEDES“ Schuhen Herrenstiefel Schwarz Rocheveraux und Rindbox mit und ohne Lackkappe... 900 16,00 12,50 10,90 Herrenstiefel braun Neue Fassons schocoladebrann mahagonibrann 12 Mk. bis 60 Arbeitsschuhe Nur echt Rindleder mit guten Sohlen und Beschlag, kein Spaltieder 990 12,50 10,90 und O Damenschuhe Schwarz Neueste spitze und breite Fassons mit und ohne Lackkappe 950 13,00 12,80 9,50 O Momanachube kun Neueste Formen schocoladebraun und mahagonibrann 1 150 16,00 13,00 und 11 Lackhalbschuhe Nur gutes Lackleder neueste Fassons 1900 1600 153 00 Am Sonntag vor Ostern Ist mein Geschält geöllnel. Franz-s. Monzebden in Siper Meine Schaufenster zeigen Ihnen einen Teil meiner Schuhe mit Preisen. PAnzuge KinderBurschenHerrenempfiehlt in grosser Auswabl Herm. Wigger Nacht., Olpe. Katich Sechacher Provisions-Reisender zum Vertrieb gutgehender elektr Haushaltungs Bedarfsartikel(Heiz= und Kochgeräte usw.) an Private, Hotels und industrielle Werke für den Kreis Olpe gesucht. Hohe Provision. Angebote erb. unter E. F. A. 1163 an die Geschäftsstelle ds. Bls. Sichtenstangen! Spitzenknüppel, 125 X 5/8 cm G dauernd gegen Kassa zu kaufen gesucht. w111 H u. A. Hauses, Holzgeschäft, Rüsperwe 1 b. Oberhunden i W. HaubergsverkausAm Dienstag, dem 15. ds. Mts., lassen die Interessenten den Abtrieb von ca 15 Morgen 25jährig.m Bestand an der Provinzialstraße gellegen, nächster. Bahnhof /4 km, in der Wirtschaft Schmies, Benolpe, nachmittags 2 Uhr öffentlich zum Verkaufe ausstellen. Anweisung des Bestandes erfolgt durch Johann Greiten.(fi1422w) Die Beteiligten. N.-T90d Bad für zirka 4 Monate geg. hohe Zinsen 30—40 Proz. und genügende Sicherh zu leihengesucht. Schriftliche Angebote sind zu richten unter Nr. 1161 an die Geschäftsstelle des Sauerl. Volksblattes. Geübte Maschinenformer für unsere Gießerei Rothemühle gesucht. Westfälische Eisentl4zw) und Blechwarenwerke. Sichten=Schliifholz, Stammholz, Grubenholz in jeder Menge ab Wald oder frei Waggon, sowie hierzu geeignete Waldbestände zum Selbstabtrieb, kaufen zu höchsten Tagespreisen j1183 Achenbach& Born, Holzoroßhandlung, Siegen i. W. Telef. 1647 Tiergartenstr. 8 EichenKnüppelholz, 1,10 m lg. und 1,25 m lang, 5—13 cm G stark ständig zu kaufen gesucht. Ernst Bureis, Holzhandlung, Letmathe i. Westf., Fernruf Amt Hohenlimburg 188. w151 MamndHarmonikast echtes Knittlinger Fabrikat empfehlen(w47) Gebrüder Ciemens, Olpe, Martinstrasse. Habenzinsen in Rentenmarkund Papiermark-Rechnungen. Wir vergüten zur Zeit: a) für täglich verfügbares Guthaben in gebührenpflichtiger Rechnung 8% jährlich b) für Gelder auf 15 Tage und länger, jedoch weniger als 3 Monate fest, bezw. mit einer entsprechenden Kündigungsfrist 10% jährlich c) für Gelder auf 3 Monate und länger fest bezw mit einer entsprechenden Kündigungsfrist nach Vereinharung. Für unter b) und c) genannte Gelder garan. tieren wir Wertbesländigkeil, d. h. bei einer etwaigen Entwertung der Papier- oder Rentenmark erstatten wir dem Geldgeber die volle Entwertung. Deutsche Bank:: Zweigstelle Olpe i. W. 96 Stärkewäsche, Hauswäschen, Blousen u Stoffe aller Art, Gardinenspannen übernimmt zum Waschen und Plätten bei schneller und guter Bedienung Waschanstalt Kebbekus Olpe, Kölnerstr. 31. Stadtverordneten=Wahlen! Beamte! Beante! Am Samstag, dem 12. ds. Gasthof Schulte, abends 8½ Hötel Kalserhoff Oipe. Samstag und Sonntag Mis., findet im Uhr eine Versammlung statt zwecks Aufstellung der Kandidaten für das Stadtvarlament. Zutritt haben nur Beamte, die eingeschriebene Mitglieder der Zentrumspartei Olpe sind. Der Vorstand der Zentrumspartei 11193 der Stadt Olpe. Sonnabend, den 12. April, abends 8 Uhr, findet in Förde in der Schützenhalle eine * der Zentrumspartei statt. Als Redner ist Herr Schulrat Rheinländer M. d. N aus Hagen gewonnen. Die Einwohnerschaft von Förde=Grevenbrück und Umgegend ist herzlich eingeladen.(114459 Die gleiche Versammlung findet am Gonntag, dem 18. dis. Mis. um 10½ Uhr bei Maaß in Maumke statt. Konzert. Samstag ab 8 Uhr und. Sonntag ab 4 Uhr.(+110B“ Klavier, Geige u. Cello. banur. Wäsche fertigen an in bester Ausführung Geschw. Kaiser Wäsche-Fabrik OLPR i. W. Schützenstrasse 15 Telefon 135. Sewerbetreibende u.Landwirte übergebt Eure Steuerangelegenheiten vertrauensvoll den. Steuerberatungs=Büro Schneider, Olpe, Frankfurterstr. 9. Steuererklärungen, Einsprüche, Ueberwachung der Fälligkeitstermine werden gewissenhaft besorgt. t11091 Reischnr e Morgen(Sonntag slabend, 8½ Uhr, im kath. Vereinssaale Lichtbülder=Vortrag über die Mission in Afrika. Mitglieder und Ehrenmitglieder m. Angehörigen sind eingeladen. Der Vorstand. Strahniges Haar von stumpfem, glanzlosem Aussehen ist meistens allen. denen eigen, die eine sachgemäße Haarpflege verabsäumen oder zur Kopfwäsche eine beliebige Seite verwenden an Stelle des hierzu hervorragend geeigneten„Schaumpoy, mit dem schwarzen Kopf“. Dieses altbewährte Mittel ist viel milder als Seife, unschädlich im Gebrauch und daher der empfindlichen Kopfhaut besonders zuträglich. Millionen Meuschen verdanken Schönheit und Reichtum ihres Haarwuchses der regelmäßigen Anwendung von Schaumpon. Man verlange ausdrücklich das echte Präparat mit der nebensiehenden Schutzmarke „Schwarzer Kopf“ und weise Nachahmungen zurück. zen Kopf“. ur ale Seite, #* Größeres Hüttenwerk sucht für seine Abteilung Feinblechwalzwerk . Kaufmann für Rechnungswesen u. Handschriftl. Meldungen unter Nr. 11159 an die Geschäftss. ds. Bls. lerbcten. Nigrin — Extra— ist der sparsamste und billigste, da sehr ausgiebig, weil ausehliesslich ans Terpentinöl hergestellt, ohne Nr#ats. 93