Altester Anzeiger für das Sauerland Das„S. V.“ erscheint jeden Werktag früh. Der monatliche Bezugspreis beträgt 2 G.=M., die Einzelnummer kostet 10 Goldpfg. Bestellungen nehmen alle Postanstalten entgegen. Störungen durch höhere Gewalt und Ausstand rechtfertigen keine Ersatzansprüche. Geschäftsstellen: Frankfurterstr. Nr. 16 und Bahnhofstr. Nr. 3.— Fernruf 2.— Postscheck=Konto Köln Nr. 10 158. Gegr. 1840. UPTvonerirte Amtliches Kreisblatt des Kreises Olpe Anzeigenpreise: 1 Millimeter Höhe im Ortsverkehr 8 Goldpfg., f. Auswärtige 10 Goldpfg., Reklamen 40 Goldpfennig; Offertengebühr 25 Goldpf., umzurechnen nach demam Tage der Zahlung gültigen Berliner Dollar=Kurs. Zahlbar bei Aufgabe, spätestens 3 Tage nachher, andernfalls Verzugszinsen berechnet werden. Eventuell gewährter Rabatt gilt nur als Kassenrabatt. Nr. 66 Olpe, Dienstag, den 18. März 1924 84. Johrg. Am den Marsch nach Gerlin. Das Urteil gegen die völkischen Totschläger. Die Annahme des französischen Notgesetzes gesichert. Das erste ägyptische Parlament. Um den Marsch nach Berlin. WTB München, 17. März.(Drahtb.) Nach Feststellung des Vorsitzenden war die Zustellung der Vorladung an Kapitanleutnant Ehryardt, nicht möglich, da er in der dem Gericht angegebenen Wohnung nicht angetroffen wurde. Zeuge Sanitätsrat Ickner stellt auf Befragen fest, er sei Ende Oktober bei Pöhner gewesen und habe mit ihm gesprochen, daß er bereit sei, zu einer aktiven Mitarveit im Sinne der vaterlandischen Bewegung. Pöhner habe starte Bedenken geäußert, da Kahr nicht die nötige Aktivität besäße. Er habe Pöhner damals Recht gegeben, da im allgemeinen die Stimmung auch in den vaterländischen Kreisen nicht vorhanden gewesen sei. Man glaubte kaum, daß der Generalstaatskommissar in der Lage sei, die ganze wirtschaftliche Not zu lösen. Pöhner habe den Zeugen gebeten, Kahr in seinem Auftrage zu sagen, daß die Stimmung in den vaterländischen Kreisen keine gute sei. Er sehe schon jetzt den Tag kommen, wo diese Verbände die Treue zu kahr nicht hielten. Ueber seine Reise nach Rosenheim bekundete der Zeuge: Im Auftrage des Generalstaatskommissariats habe er sich am frühen Morgen des 9. 11. nach dorthin begeben, um die Leute des Chimgaues aufzuklären. Er habe deutlich gesagt, daß Kahr es ablehne, den Putsch mitzumachen und daß er den Putsch niederschlagen werde. Der Vorsitzende bemerkt dazu, daß der Zeuge gesagt haben solle, Kahr und Hitler seien jetzt einig. Der Zeuge erklärte dies für unmöglich. Pöhner erklärte hierzu, bei der ersten Besprechung seien sie über das Versagen Kahrs völlig einig gewesen. Als Janer an seine monarchistische Einstellung erinnert habe, habe er geäußert, daß Kahr doch durch seine Entschlußunfähigkeit zum Totengräber der Monarchie werde. Ickner bezeichnet dies als unrichtig. Von einem Marsche nach Berlin sei niemals die Rede gewesen. Anträge der Verteidigung auf Zeugenvernehmung potenter Persönlichtenen. Auf Befragen der Verteidigung erklärt Ickner, die Ausdrücke normaler und abnormaler Weg habe er von Kahr niemals gehört. Der Zeuge habe die Ueberzeugung gehabt, daß, wenn Pöhner im Generalstaatskommissariat nicht mitgemacht hätte, er Bayern ein großes Verdienst erwiesen hätte. Es sei unrichtig, daß in der Organisation Bayern und Reich von einem Marsch nach Berlin gesprochen wurde. Justizrat Lütgebrun erklärt auf Veranlassung von Kahr und Seiffert habe Ludendorff am 7. und 8. 11 einen Sonderboten nach Berlin gesandt, um geeignete Persönlichkeiten für das Direktorium zu gewinnen. Der Bote habe die Aufforderung mit dem ausdrücklichen Hinzufügen überreicht, daß es auf Bitten Kahrs geschehe. Als Zeuge sollen der Reichstagsabgeordnete von Gräfe geladen werden. Rechtsanwalt Roder beantragt, eine Reihe von Zeugen darüber zu laden, daß tatsächlich ein Marsch nach Berlin geplant worden sei. Reichspräsident Ebert, der frühere Reichskanzler Dr. Stresemann, Reichswehrminister Geßler und der Chef der leitung General von Seeckt sollen darüber vernommen werden, ob sie von einem politischen Druck benachrichtigt wären. Der Vorsitzende bezeichnet dies als ihm unverständlich. Die Sitzung wird hierauf auf 2einhalb Uhr vertagt. Die Nachmittagssitzung. In der Nachmittagssitzung erklärt Oberlandesgerichtsrat Pars-Nürnberg, in einem Vortrage des Vereinsleiters der bayerischen Bouernschaft habe der Schriftführer Biehlein erklärt, Ehrhardt habe im Anschluß an eine Versammlung von Vertretern der Kaufmannschaft gesagt, Kahr habe sich entschlossen, loszuschlagen. Von einem Marsch nach Berlin sei nicht gesprochen worden. Die Nürnberger Industrie sel um Geldmittel angegangen worden. Freibankmeister Graf, der Begleiter Hitlers, der zunächst unvereidigt vernommen wird, bestreitet, bei den Vorgängen im Bürgerbräuteller Pistolen gesehen u haben. München und die Reichsflagge. WTB München, 18. März.(Drahtbericht.) Nach einer Feier des republikanischen Reichsbundes bewegte sich Sonntag vormittag ein großer Demonstrationszug unter schwarz=rot=goldenen Jahnen in der Stadt. Der Zug wurde durch die Polizei aufgelöst. Sich widersetzende Teilnehmer wurden verhaftet und die Jahnen beschlagnahmt. Der Pfalztag in München. X München, 17. März. Hier fand eine große Pfalzfeier auf dem Königsplatz statt, an der ca. 50000 Personen, darunter eine große Anzahl von Generälen, an ihrer Spitze Generaloberst Graf Bothmer und Generalfeldmarschall Prinz Luitpold sowie die Prinzen Ludwig Ferdinand, Alfons und Albert teilnahmen. Der frühere Polizeipräsident Nortz hielt eine Ansprache, in der er gegen die französischen Schandtaten Stellung nahm. Es wurde eine Resolution angenommen, die vor der ganzen Welt gegen die schmachvolle Behandlung der Pfalz durch Frankreich protestiert. Die Pfalzwoche wurde abends in ganz Bayern mit einem 10 Minuten währenden Glockenläuten eingeleitet. Der Zeignerskandal. In dem Strafprozeß gegen den früheren Ministerpräsidenten Dr. Zeigner, der durch sein radikales sozialistisch=kommunistische Parteiherrschaft in Sachsen in der übelsten Weise von sich reden machte, stehen sechs Anklagefälle zur Anklage, in denen die Staatsanwaltschaft Dr. Zeigner überführen zu können glaubt, während sie in einer Reihe weiterer Fälle das Material zur Ueberführung Dr. Zeigners und seines Mitangeklagten des Schmiedes Mobius, nicht für ausreichend erachtet. Die erste Anzeige ist von dem Leipziger Rechtsanwalt Dr. Melzer ausgegangen, und richtete sich gegen Möbius. Dr. Meizer war der Rechtsbeistand eines Landwirtes, Brandt, der wegen eines Vergehens gegen die Reichsgetreideordnung vom Wuchergericht in Leipzig im Mai 1921 zu zwei Monaten Gefängnis und 25 000 Mark Strafe verurteilt worden war. Für Brandt hatte Rechtsanwalt Melzer ein Gnadengesuch ausgefertigt, das dieser nicht durch Dr. Melzer, sondern durch Möbius an den damaligen Justizminister Dr. Zeigner gehen ließ. Brandt hat nach vielen Kämpfen bei denen ihm gegen den Widerstand des Wirtschaftsministers Dr. Zeigner immer zur Seite stand, seine Begnadigung im April 1922 erlangt. Im November 1923 hat Dr. Melzer dann gegen Möbius eine Strafanzeige erstattet, und diese darauf gestützt, daß Möbius sich offenbar wahrheitswidrig guter Beziehungen zum Justizministerium rühme denen nachzugehen, im öffentlichen Interesse liege. Das führte zur Vernehmung des Möbius und im weiteren Verlauf zur Aufrollung des Falles Brandt, der Dr. Zeigner zum Verhängnis werden sollte. Es steht fest, daß Brandt dem Möbius schon bei Gelegenheit des ersten Gesuches Geld gegeben hat, welches dieser an den Justizminister weitergeben sollte. Erst von einer späteren Geldzuwendung, die in einem Cafe in Dresden in der Nähe der Wohnung des Dr. Zeigner erfolgte steht fest, daß sie Dr. Zeigner erhalten hat. Nach seiner Verhaftung hat Dr. Zeigner auch den Empfang dieses Geldes zugegeben und erklärt, er habe einen Teil davon Möbius abgegeben. Dr. Zeigner scheint behaupten zu wollen, daß er ein Werkzeug in den Händen des Möbius gewesen ist und hat auch zum Beweise dafür selbst bekannt, die in seiner Militärzeit unrechtmäßig erworbenes Mehl von Möbius angenommen und nachdem ein Strafverfahren gegen Möbius eingeleitet war, die Akten vernichtet zu haben die ihm in seiner militärischen Stellung zugänglich waren. Die Anklage bezeichnet das gemeinsame Verhalten beider als erpresserisch. Trotzdem das Belastungsmaterial gegen Dr. Zeigner von vornherein sehr stark war, zögerte man zunächst mit der Verhaftung. Es wurde dann bekannt, daß Zeigner den Möbius eines Nachts in seiner Wohnung aufgesucht hatte. Möbius gab auch zu, daß Zeigner bei ihm gewesen sei und versucht habe, ihn zu bestimmen, die Erklärung abzugeben, daß er alles ohne Wissen von Dr. Zeigner getan habe. Der Prozeß Ablehnungsantrag des Verteidigers. WTB Leipzig, 14. März. Als Verleidiger von Dr. Zeigner ist neben Rechtsanwalt Kerschner, Rechtsanwalt Frank, für den Angeklagten Möbius Rechtsanwalt von Tschopik erschienen. Etwa 20 Zeugen und Sachverständige sind geladen. Vor Beginn der Sitzung erklärt Rechtsanwalt Frank, daß er den Vorsitzenden Kugskowskt und die beiden Beisitzer, Landgerichtsrat Stört und Landgerichtsrat Nauck aus Besorgnis nicht der Persönlichkeit, sondern der Befangenheit im Unterbewußtsein ablehne, da die Abgelehnten völlig deutschnational orientier! seten. Hinzu komme, daß Zeigner als Vorgesetzter den abgelehnten Herren Vorhaltungen gemacht habe. Weiter sei die Sache anstatt gegen Zeigner und Gen. gegen die nebensächlichen Angeklagten Möblus und Gen. gerichtet, sonst müßte die Verhandlung vor der 2. Strafkammer stattfinden, deren Mitglieder wesentlich anders orientiert seien. Außerdem habe der Vorsitzende entgegen aller Uebung die Akten studiert, bevor das Verfahren eröffnet war. Außerdem habe der Vorsitzende auch Einfluß auf ide Verteilung der Zuhörerkarten genommen, da nur rechtsgerichtete Personen solche zugeteilt bekommen haben. Zum Schluß gibt der Verteidiger die Anregung, die Sache dem Landgericht Dresden zu überweisen. Oberstaatsanwalt Schlegel beantragt Ablehnung des Antrags und der Gerichtshuf zieht sich zur Beratung zurück. Das Gericht erklärt sich für zuständig. Nach leinhalb Uhr betritt das Gericht wieder den Saal und verkündet, daß das Gesuch auf Ablehnung der Richter, abgelehnt wird. Nach der Feststellung der Personalien wird die Anklage verlesen. Der Angeklagte Möbius kennt den Angeklagten Zeigner seit dem Mehlgeschäfte von drei Sack Mehl, die er von einem Bauer für eine Verkaufsvermittlung erhalten habe. Einen Sack habe er Zeigner auf dessen Verlangen geliefert und habe dafür den richtigen Preis erhalten. Ob Zeigner das Aktenmaterial verbrannt hat, wisse er nicht. Zeigner erklärt, er habe in der Schreibstube alle Arbeiten von juristischem Einschlag zu erledigen gehabt. Bei dem Mehlgeschäft zu Weihnachten habe er erfahren, daß dieses von Möbius gestohlen sei. Aus unbesonnener Haltung habe er dann die Akten verbrannt. In der weiteren Vernehmung des Angeklagten Möbins wird der Fall Trommer besprochen. Möbiuls kam nach Abwesenheit Zeigners in dessen Wohnung. Hier will er in den Akten, die er durchblätterte, eine Notiz über eine Umwandlung der Gefängnisstrafe Trommers in eine Geldstrafe von 18000 Mark gefunden haben. Als er von dem Vorsitzenden aufgefordert wird, diese Notiz aufzusuchen, kann er sie nicht finden. Möbins bestreitet, an Trommer in der Sache herangetreten zu sein. Auf einem alten Steuerzettel hat er ein Schreiben angefertigt, in der Trommer von der Umwandlung Mitteilung gemacht wurde. Er habe damit Trommer eine Freude machen wollen. Der Vorsitzende hält Möbius seine frühere Aussage vor, wonach Dr. Zeigner ihm den Auftrag gegeben habe, Trommer auszuhorchen, was eine Umwandlung seiner Strafe wert sei. Möbius erklärt, er habe damals die Unwahrheit gesagt. Auf die Frage, ob er von irgend einer Seite beeinflußt worden sei, erklärt Möbius, ihn habe niemand bearbestet. Nach weiterem Kreuzverhör Möbius wird die Verhandlung auf Samstagvormittag vertagt. Bei Beginn der Samstagsitzung gab Zeigner eine Darstellung des Falles Trommer, in der er das Vorgehen des Angeklagten Möbius als unglaublich dummen Versuch, Geld zu erlangen, als unverschämte Bettelei bezeichnete. Die Behauptung daß er Möbius ersucht habe, sich einen Bart stehen zu lassen, sei unrichtig. Zeigner erklärte, er sei etwas in der Hond von Möbius gewesen. Der Zeuge Arno Trommer erzählt Möbius sei zu ihm gekommen und habe gesagt, er habe in Dresden jemand oben sitzen, der bewirken könne, daß er die ihm auferlegte Freiheitsstrafe nicht abzubüßen brauche. Trommer hot sich natürlich dafür interessiert, er hat ihm aber kein Geld dafür geben wollen. Nach einiger Zeit sei Möblus dann wiedergekommen und habe ihm einen Briefbogen des Justizministeriums vorgelegt und ihm den Passus vorgelesen, daß seine Freiheitsstrafe in eine Geldstrafe umgewandelt sei. Dann habe Möbius erneut seine Geldforderung gestellt. Daß es sich, wie Möbius behauptet, bei dem vorgelegten Schriftstück um einen alten Steuerzettel gehandelt hat, bestreitet Trommer. Möbius hat seinen Namen nicht nennen wollen. Da Trommer sich hartnäckig weigerte, ihm Geld zu geben, so ließ Möbius durchblicken, daß Trommer dann doch vielleicht seine Strafe abbüßen müsse. Trommer hat dann die Polizeiwache in Probstheida angerufen, um den Namen des Möbius feststellen zu lassen. Inzwischen hat sich dieser jedoch entfernt. Trommer ist verwundert darüber gewesen, daß Dr. Zeigner an ihn direkt geschrieben hat. Die Antwort Trommers liegt nur abschriftlich vor, da Zeigner das Original verbrannt hat. Darüber, ob Möbius seine Forderung in drohender Form gemacht hat, kann der Zeuge sich nicht bestimmt äußern. Jedenfallg hat Möbins Geld„für sich und seinen Gewährsmann“ gefordert. Rechtsanwalt Dr. Frmk fragt, ob Dr. Zeigner Briefbogen mit dem Ausdruck„Justizministerium" in seiner Wohnung auf dem Schreibtisch llegen gehabt habe. Dr. Zeigner bezeichnet dies als möglich. Der Staatsanwalt bringt einen Zeugen, Maser Trommer, über Aklenvernichtung durch Zeigner heim Traiuvarcillon 19, dem er ale Gefreiter angehörte. Darauf beantragt der Verleidiger Vertagung des Prozesses und fordert weiter die Ladung des Justizministers Bünger, des Rechtsanwalts Lenk=Chemnitz, des Staatsanwalts Schuricht, des Hauptmanns Spangenberg, Sekretär der Deutschen Volkspartei in Dresden, und anderer. Auch Rechtsanwalt Marschner beantragt noch die Vernehmung einer Reihe von Zeugen sowie die Herbeiziehung weiterer Akten. Oberstaatsanwalt Dr. Schlegel stellt fest, daß Major Tromper sich im Auslande, wahrscheinlich in der Schweiz, aufhalte. Staatsanwalt Hauck hält die Vernehmung des Majors Tromper für überflüssig, da Verschiedenes, worüber er vernommen werden soll, als wahr unterstellt werden könne. Der Fall Brandt. Bei Beginn der Nachmittagssitzung trug der Vorsitzende den Fall Brandt vor. Nach der Anklage soll der Landwirt Geord Brandt in Propstheida, der wegen Vergehens gegen die Reichsgetreideordnung zu zwei Monaten Gefängnis und 25000 Mark Geldstrafe verurteilt worden war, zwecks Befürwortung eines Gnadengesuches dem Zeigner 22000 Mark in einem offenen Briefumschlag und außerdem noch eine Gans geschenkt haben. Ferner kam noch die Angelegenheit der Kaufleute Friedrichsen und Privorsky zur Sprache, die Inhaber eines Juweliergeschäftes waren und wegen Hehlerei zu vier Monaten Gefängnis verurteilt wurden. In dieser Sache soll Zeigner mindestens 3000 Mark, ein Brillantkollier und einen Brillantring genommen haben. Die Schmuckstücke sollten zurückgegeben werden, Möbius, der sie, mit Frau Friedrichsen zusammen zu Zeigner gebracht haben soll, hat sie aber angeblich verkauft. Weiter trug der Vorsitzende den Fall Zacharias und Salomon Schmerler vor, in dem Zeigner— es handelt sich um Erlangung der Aufenthaltsgenehmigung— von Schmerlers Geschenke angenommen und von ihnen Pelsfutter zu sehr billigem Preise gekauft haben soll. Das erste ägyptische Parlament eröffnet. WTB Kairo, 17. März.(Drahtb.) Heute wurde das erste wirkliche ägyptische Parlament eröffnet. * Hierdurch wurde das vom Londoner Kabinett am 28. Februar erteilte Versprechen eingelöst. worauf wie uns ein Telegramm aus London meldet, die Morning Post hinweist. Nach demselben Blatte wurde die Thronrede von Zagul Pascha verlesen. Der ägyptische Ministerpräsident erklärte, daß die ägyptische Regierung sich glücklich schätze, mit Großbritannien in freundschaftliche Besprechungen einzutreten, um die nationalen Bestrebungen hinsichtlich des Sudans verwirklichen zu können. En der englischen Erklärung vom 26. Februar seien nur Vergünstigungen zur Schaffung eines ägyptischen Parlaments in Aussicht gestellt. Jetzt, nachdem das Parlament eröffnet worden sei, komme de darauf an, eine englisch-ägyptische Konferenz einzuberufen, die sich mit der Regelung der Fragen zu befassen haben wird: 1. Die Rolle Großbritanniens bei der Aufrechterhaltung der Verkehrswege im Innern des Landes und außerhalb Aegyptens. 2. Die Anerkennung der englischen Verantwortung für den Schutz der Ausländer und die Wahrnehmung der ausländischen Interessen in Aegypten. 3. Schutz der Minderheiten. 4. Das Sudanproblem. Nach der Sitzung des Parlaments wurde vom König ein Empfang veranstaltet, in dessen Verlauf 20000 Aegypter dem Souverän eine Ehrenbezeugung darbrachten. König Fuad hat außerdem Telegramme vom englischen und italienischen König erhalten. Das französische Zündholzmonopol aufgehoben. Paris, 17. März. In der Fortsetzung der Debatte über das Notgesetz zur Sanierung der Staatsfinan= zen hat der Senat heute die von der Kammer beschlossene Auslieferung des staatlichen Zündholzmonopols an die Privat=Industrie, gegen die sich die Finanzkommission mit großer Mehrheit ausgesprochen hatte, mit 163 gegen 119 Stimmen gutgeheißen, nachdem Poincare wiederum die Vertrauensfrage gestellt hatte. das Rotgesetz vom Senat angenommen. WTB Paris, 17. März. Der Senat hat in der fortgesetzten Beratung über das Finanzgesetz bis 1 Uhr mittags die Artikel 34—44 mit geringfügiger Aenderung angenommen. * Damit ist die von der Regierung verlangte unveränderte Annahme der gesamten Vorlage in der von der Kammer verabschiedeten Fassung gesichert. Die Regierungskommission des Saargebiets. Der Völkerbundsrat hat in geheimer Sitzung die folgenden beiden Regierungskommissare des Saargebietes ernannt: An Stelle des bisherigen saarländischen Kommissars Land den gegenwärtigen Präsidenten der Landesrates, Koßmann, und an Stelle des dänischen Mitgliedes Moltkecuitfeldt den Spanier Espinestde Los Monteros. Zwei Abgeordnete verhaftet. Berlin, 17. März. Die früheren Abgeordneten, der Kommunist Irölich und der Deutschvölktsche Henning wurden, da mit der Auflösung des Reichstages ihre Immunität erloschen ist, verhaftet. Eine Richtigstellung des Kardinalsn Faulhaver. München, 15. März. In der heutigen Verhandlung des Hitlerlprozesses verliest der Vorsitzende zunächst eine Richtigstellung des Kardinals Faulhaber. Es heißt darin u. a.: Nach den Flugschriften der völkischen Bewegung zitiert General Ludendorff eine Pressenachricht, Kardinal Faulhaber stünde hinter dem Plane, Bayern und Oesterreich zusammenzuschließen und vom Reiche zu trennen. Ich habe niemals und nirgends über die Versentung der Lusitania gesprochen und habe sie auch nicht als völterrechtswidrig bezeichnet. Ich habe niemals und nirgends in Amerika über die Schuld am Kriege gesprochen. General Ludendorff hebt als auffallende Zeitangabe hervor, daß ich während des Juchs=Machausprozesses in Amerika gewesen bin und damit die Auffassung erweckt werden könnte, ich hätte Grund gehabt, diesem Prozeß auszuweichen, so wäre das eine unwahre Behauptung. General von Lossow bleibt als Zeuge fern Vors.: Zeuge General v. Lossow ist nicht erschienen und hat folgendes Schreiben an das Gericht gesandt:„Ich habe soeben die Vorladung des Gerichts erhalten. Ich lehne das Erscheinen vor Gericht ab. Die Gründe sind für jeden klar, dec dem Schluß der gestrigen Vormittagssitzung beigewohnt hat.“ Rechtsanwalt Röder: Ich kann auf den Zeugen Lossow nicht verzichten. Ich habe an ihn Fragen zu richten in rein tatsächlicher Beziehung. Ich möchte um Vorführungsbefehl gegen den Zeugen bitten. Das Gericht beschloß im Laufe der Sitzung die Verhängung einer Geldstrafe über v. Lossow. Weitere Zeugenvernehmung. Universitätsprofessor Döberl sagt über seine Eindrücke im Bürgerbräufeller aus:„Alles nahm die Haltung Kahrs erst. Zeuge Kaufmann Hellmut erklärt: Kohr hat die von Hitler hingehaltene Hand ergriffen und tüchtig geschüttelt. Ich habe gesehen, daß das Händeschütteln mit beiden Händen geschah. Zeuge Kaufmann v. Schierach erinnert sich an eine Besprechung der Bezi.ksführer der vaterländischen Bezirksvereine München, wo Prof. Bauer geäußert habe, das nichtigste sei nunmehr, gegen Verlin energisch narzugehen. In einer Versammiung der vereinigten Bezirksvereine nach dem 8. November habe Professor Bauer gesagt, der Marsch nach Berlin sei in München in allen vaterländischen Verbänden Gemeingut gewesen. Prof. Dr. Wilhelm Bauer, der Präsident der vereinigten vaterländischen Verbände, führt auf die Frage des Vorsitzenden, wie das von dem Zeugen geprägte Wort„nicht los von Verlin“ sondern„auf nach Berlin“, zu verstehen sei, aus: Meiner Empfindung nach ist man bei der Beurteilung dieser Frage eines Marsches nach Berlin immer davon ausgegangen, ob die Regierung in Berlin zu Recht besteht oder ob sie auf Grund eines Meineides ihre Stelle ausfüllt. Der Zeuge betont, daß es sich nur um das Vordringen des ii Bayern besonders gehüteten deutschen Gedankens nach dem Norden handeln könne. Rechtsanwalt Roder: Haben Sie die Worte gebraucht: Es kann jeden Tag losgehen; wir haben die neue Verfassung bereits in der Tasche? Bauer: Das kann ich nicht gesagt haben, denn ich wußle ja nichts von einer neuen Verfassung. Sie ist ja nicht in München ausgearbeitet worden, sondern ich habe in Berlin etwas davon gehört. Vorsitzender: Sie sagten, nicht in München, sondern wo anders ist eine neue Verfassung ausgearbeitet worden. Was wissen Sie davon? Bauer: In Berlin, in den Kreisen des Alldeutschen Verbandes. (Große Bewegung im Saal.) Es kommt zwischen dem Zeugen und Hitler zu einer längeren Auseinandersetzung, weil Hitler behauptet, der Zeuge habe ihm bei seinen Besuchen in Landsberg erzählt, daß Kahr nicht mehr auf dem Vorwurf des Ehrenwortbruches gegenüber Hitler bestehe. Der Zeuge Bauer erklärt: Es müsse hier eine Verwechslung vorliegen. Das Gericht beschließt bei der weiteren Vernehmung der Zeugen Jost und Schiersch die Oeffentlichkeit auszuschließen. Um elf Uhr wird der Saal zur geheimen Vernehmung geräumt, um zwölf Uhr wird die Oeffentlichkeit wiederhergestellt. Zeuge General Danner, der Münchener Stadtkommandant berichtet über die Vorgänge und über sein Zusammentreffen mit Lossow in der Stadtkommandantur in der Nacht auf den 9. November. Lossow sei außerordentlich zornig gemesen und habe sich in den schärfsten Worten geäußert über den hundsgemeinen Ueberfall. Vorsitzender: Sie haben also den Eindruck gehabt, daß Lossow niemals ernstlich mitgetan hat? Danner: Den Eindruck mußte ich haben, und ich mußte deshalb annehmen, daß der Befehlshaber so eingestellt ist, wie er vorher eingestellt war. Danner: Bei der Offiziersbesprechung am 7. November hatte Lossow die Einstellung der Reichswehr einer Putschgefahr gegenüber schon dahin festgestellt, daß in diesem Falle die Reichswehr dagegenstehen werde. Hitler: Würden die Herren, wenn Lossow gesagt hätte, um das Aeußerste zu vermeiden, mache er mit, ihm Gefolgschaft geleistet haben? Danner: Ich glaube, daß wir bei unserer besprochenen Entscheidung geblieben wären.(Große Bewegung.) Die Verteidigung kommt jetzt eingehend auf die Frage des Waffengebrauchs am 9. November, mittags bei der Residenz zu sprechen. General Danner erklärt mit aller Entschiedenheit, daß der ausdrückliche Wille bestand, unter allen Umständen ein Blutvergießen zu vermeiden. Wir hatten die Meldung erhalten, daß ein bewaffneter Zug im Anrücken sei. Ein positiver Befehl zum Schießen wurde nicht gegeben. Als der Zug in die Stadt unterwegs war, wurde er uns als bewaffneter Zug gemeldet. 7. Hauptversammlung der Kommuvalpolitischen Vereinigung Von unserm Spezialberichterstatter. R Hagen, 17. März.(Eig. Drahtb.) In der Stadthalle fand heute die Eröffnung der 7. Hauptversammlung der kommunalpolitischen Vereinigung der deutschen Zentrumspartei statt. Die Tagung wurde mit einem Festgottesdienst für die katholischen Delegierten in der St. Marien= kirche eröffnet. Es zelebrierte Domkapitular, Staatsskretär Wildermann. Der Cäcilienkirchenchor und das Streichorchester trugen durch ihre Vorträge wesentlich zur Verschönerung des Gottesdienstes bei. Die Eröfffnungsversammlung. Den Vorsitz führte der 1. Vorsitzende, der verdienstvolle Führer der rheinischen Zentrumspartei Justizrat Mönnig(Köln). Anwesend waren u. a. der Oberbürgermeister Cuno=Hagen, Wolhfahrtsmister Hirtfiefer, Ministerialdirektor Buhler als Vertreter des Innenministers, die Oberpräsidenten von Rheinland und Westfalen, Fuchs und Gronowski, der Senior der deutschen Zentrumsparlamentarier Abg. Herold, die Landeshauptmänner von Rheinland und Westfalen, Horion und Dieckmann sowie die Regierungspräsidenten von Triec und Münster. Die Begrüßung. Nach kurzer Begrüßungsansprache durch den Vertreter des Ministers des Innern und den Oberpräsidenten von Westfalen entbot Oberbürgermeister Cunoari Verpflichtungen verhindert, in Hagen zu erscheinen. Er hatte sich durch ein freundlich gehaltenes Schreiben entschuldigen lassen. Die praktische Arbeit. Dann trat man in die praktische Arbeit ein. Eine Reihe von gut durchgearbeiteten Referaten aus dem Munde erfahrener Fachmänner der Kommunalpo= litik gaben den aus ganz Deutschland zahlreich herbeigeeilten Vertretern der Kommunalverwaltung, sowie den Vertretern der Stadt= und Gemeindeparlamenten äußerst wertvolle Aufschlüsse, Richtlinien und Anregungen. Der Landeshauptmann der Rheinprovinz, Dr. horion-Düsseldorf, sprach über Gemeinde, Staat und Reich. Er charakterisierte die grundsätzlichen Strömungen zwischen den Verwaltungen in Reich, Staat und Kommunen mit ihren grundsätzlichen Auseinanderjetzungen um den Gedanken des Föderalismus und Unitarismus. Die Reichseinheit muß unter allen Umständen erhalten bleiben. Eine starke Reichsgewalt ist nur denkbar mit Hülfe eines grundsätzlichen, wenn auch beschränkten Unitarismus. Ueber den Schulabbau sprach Oberstudiendirektor Dr. Heibges=Hamm. der Schule darf kein schematischer Abbau erfolgen. Wir haben in den Schulen mehr als 1 Million Kinder weniger, als es eine normale Entwicklung zeigen müßte. Die Höchstzahl von 50 Kindern darf in der Schule unter keinen Umständen überschritten werden. Die konfessionellen Minderheiten, müssen zu ihrem Recht kommen. Dem katholischen Volksleil fehlen an sich 7000 Lehrstellen. Bei den höheren Schulen ist eine Herabsetzung der Pflichtstunden zu erstreben. Die Zahl dieser Stunden ist größer als die in sämtlichen emopäischen Schulen einschließlich Amerika. Eine Vereinfachung des Schulwesens ist notwendig. Ein Abbau der 9. Klasse an den höhe. ren Schulen ist zu bekämpfen. Wir haben in Deutschland 30.000 stellenlose Junglehrer und 3000 stellen. lose Studienassessoren. In der Nachmittagssitzung, die Verleger Lambert Lensing=Dortmund leitete, wurden zunächst Begrüßungstelegramme u. a. von Reichskanzler, Reichsarbeitsminister, preußischen Iu stizminister, Reichskanzler a. D. Fehrenbach, Dr Porsch, Minister a. D. Stegerwald, Oberbürgermei ster Dr. Adenauer=Köln und der christlich sozialer Partei der Tschechoslowakei verlesen. Das zweite Refe Hagen der hadeutsamen Tagung den Willkamm= rat über allgemeine Verwaltung, Sparmaßnahmen neie cagen der begentsümen Eutzung den Woiltonin= Goldetat hielt Beigeordneter Dr. Odenkiechen=Düssel ruß. Reichskanzler Dr. Marx war durch andere dorf, der der Frage des Beamtenabbaus seine Auf merksamkeit zuwandte. Ueber den Abbau der Wohlfahrtspflege sprach Universitätsprosessor Dr. Heinr. Weber=Mün ster in einem äußerst glänzenden mit reichem Tat sachenmaterial und scharfer Logik aufgebautem Vor trage, der von vielen als Höhepunkt des Tages ange sehen wurde. Er führte u. a. aus: Gegen den Ab bau der Wohlfahrtspflege richten sich rechtliche, ge sellschaftliche und ökonomische Bedenken. Es steher schwere Kämpfe bevor um das Fundament der Wohlfahrtspflege. Vom christlichen Standpunkte aus muß die Wohlfahrtspflege bestehen bleiben. Eine rege Aussprache schloß sich an. Der Festabend. Im Kuppelsaale der Stadthalle(Auf der Springe, vereinigte ein Festabend der Fraktion Hagen die Teil nehmer in fröhlicher und gemütlicher Weise. Die Mitwirkenden, das durch seine feinen musikalischer Leistungen weit bekannte Hagener Städtische Orche ster, der gemischte Chor, der Cäcilia, Bernd Schnei der an der Orgel und die Sopransängerin Frai Greve, Herne boten eine reiche Fülle musikalischer Kunstgenüsse. Als letzter Zeuge wird heute der Stadtrat, Rechtsanwalt Nußbaum, über die Vorgänge im Rathaus, am Gartenplatz, und insbesondere über die Verhaftungen vernommen. Der Zeuge schildert, wie am 9. November ein Trupp bewaffneter Nationalsozialisten in den Sitzungssaal des Rathauses eindrang. Einer der Eindringlinge riß den Bürgermeister Schmidhof, ein sanderer riß mich am Handgelenk und erhielt einen Gewehrkolbenstoß auf die linke Schläfenseite. Es wurde gesagt, daß binnen 24 Stunden alles vollstreckt sein würde. s Wir wurden dann aus dem Rathause auf den Gartenplatz geführt, wurden dort beschimpft, bespuckt und gestoßen sowie geschlagen und dann zum Bürgerbräukeller gebracht. Während wir dort standen, kam Hitler, der in einer Entfernung von etwa 10 Metern vor uns stand und zu uns herübersah. Als wir im großen Saal waren, kam Ludendorff herein und fragte: Was ist mit diesen Leuten? Einer antwortete: Sie sind vom Stadtrat. Darauf erklärte Ludendorff: Auch so. Ich habe das so aufgefaßt, als wenn Ludendorff sagen wollte: dann brauche ja nichts zu geschehen. Darauf wurden wir in die Gruppe gestellt. Vor unseren Ohren wurde erklärt: Wenn die Reichswehr schießt, dann werden die Gefangenen nicht niedergeschossen, sondern sie werden einfach nievergeschlagen. Die Seitengewehre wurden aufgepflanzt. Nachdem die Beschimpfungen fortdauernd weitergegangen waren, kam plötzlich der Befehl für uns, ein Lastauto zu besteigen. Die Fahrt ging dann aufwärts durch den Perlacher Forst. In Höhenkirchen wurde gehalten, die Munition wurde abgegeben und einer der Führer sagte: Wenn einer von euch nur einen Schritt macht, wird er sofort niedergeschossen. Später erklärte man uns, daß wir frei sein würden, aber wir dürften nicht erzählen, wo wir zuleßt waren. Wir wurden dann auch wirklicht entlassen, begaben uns zur nächsten Station und fuhren mit dem Zuge nach München zurück. Der Vorsitzende verliest dann einen Brief des Generals v. Lossow vom 15. März, der zu den Aussagen des Angeklagten Hitler am gestrigen Nachmittag Stellung nimmt. Es heißt darin u. a.:„Am 80. April 1923, vormittags, waren die Herren Hitler, Kriebel und Zöller zu einer Besprechung in meinem Zimmer erschienen. Die mit Hitler zusammengeschlossenen Kampfverbände wollten die Maifeier der Sozialisten unter allen Umständen unmöglich machen. Die Herren verlangten von mir für ihre Zwecke die Herausgabe von Waffen. In Anbetracht der Lage am 30. April habe ich die an mich gestellte Forderung abgelehnt. Ich hätte töricht und verbrecherisch sein müssen, wenn ich als Träger der staatlichen Macht in diesem Moment diesen Leuten Waffen in die Hand gegeben hätte. Nur ein törichter und verbrecherischer Mensch kann in meinem Verhalten am 30. April Wortbruch oder Ehrenwortbruch erblicken. Leutnant Berchem, der bei dieser Besprechung anwesend war, wird in der Lage sein, diese Ausführungen eldlich zu erhärten. Hitler erklärt hierzu: Ich bedauere noch einmal, daß mir gestern das Wort entfallen ist. An der Sache selber ändert dies aber nichts. Der Herr General hat sein Wort gegeben und nichts gehalten, sondern gebrochen. Warum ich das gestern hier sagte? Das war eine Folge der neuen schweren Beleidigungen, die mir der General an diesem Tage zufügte. Rechtsanwalt Gademann stellt den Antrag, den Beschluß des Gerichtes über die Verurteilung v. Lossows zu einer Geldstrafe dahin zu ändern, daß gleichzeitig ein Vorführungsbefehl erlassen wird, dami Lossow auf jeden Fall am Montag erscheine. Die Verteidigung könne auf die Zeugenschaft des Gene rals nicht verzichten. Es müßten insbesondere die Zusammenhänge aus der Zeit vom 22. Oktöber biAnfang November geklärt werden, da die heutiger Aussagen der Zeugen Schierach ein ganz neues Bill gegeben hätten. Die Rechtsanwälte Holl und Dr. Götz unterstützer den Antrag. Kriebel erklärt, daß er seine Aussagen über die Vorgänge am 1. Mai nur in geschlossener Sitzung machen könne. Staatsanwalt Ehrhardt: Das, was am 1. Mai geplant war, ergibt sich mit absoluter Klarheit uns dem Beweismaterial, das die Staatsanwaltschaft lei der in den letzten Tagen in die Hand bekommen hat Ich möchte dem Gericht das Protokoll übergeben Wenn das Gericht Wert darauf legt, zu wissen, war am 1. Mai geplant war,— nicht von Lossow, sondern von der anderen Seite,— so bitte ich, das Protokoll doch als Beweismaterial heranzuziehen und vorzu lesen. Der Vorsitzende geht auf diese Anregung nich weiter ein, sondern erklärt, die nächste Sitzung find. Montagvormittag 8.30 Uhr statt. Das Attentat auf General v. Seeckt und der Hitler=Prozeß. Berlin, 16. März. Nach einer Mitteilung des Ber liner Tageblattes liegen nunmehr die eingeforderter ärztlichen Gutachten über die des Mordplanes gegen den General v. Seeckt beschuldigten Thormann und Dr. Grandel vor. Sowohl Thormann als auch Dr. Grandel wurden von den Aerzten als durchaus zu rechnungsfähig und duher für vollverantwortlich er klärt. Damit sei das Untersuchungsverfahren abgeschlossen und die Gerichtsverhandlung im Laufe der April vor der Strafkammer des Landgerichts 1 in Berlin zu erwarten. Der Prozeß werde deshalb voi goßem politischen Interesse sein, weil Dr Grande. ausgesagt habe, das Attentat gegen den Genera v. Seeckt sei nur als Einzelhandlung eines Umsturzplanes gedacht gewesen, über den auch mit Kahr Verhand lungen gepflogen worden seien. Grandel, der Vertraute des Justizrat Claß, der in der Affäre auch vernommen wurde, habe für Claß direkte Bespreschungen mit Kahr gehabt. Die Beziehungen der Jalles Thormann-Grandel zum Hitlerprozeß seier augenfällig. Nach dem Ergebnis der Voruntersuchung sei damit zu rechnen, daß der Thormann=Prozeß wich tige Ergänzungen zu der gegenwärtigen Münchener Gerichtsverhandlung ergeben werde. Völtische Cotschläger vor dem Staatsgerichtshof. Am dritten Verhandlungstage äußerte sich der Untersuchungsrichter Landgerichtsdirektor Dr. Richter über die deutsch-völkische Freiheltspartei in Mecklenburg Sämtliche Angeklagte hätten sich ihm gegenüber init gewissem Stolz als Anhänger der deutsch-völkischen Freiheitspartei bekundet. Auch von Gräfe habe seine Parteifreunde im Gefängnis besucht. Am vierten Verhandlungstage stellte der Oberreichsanwalt Ebermeyer gegen die Hauptangeklagten Strafanträge in Höhe von 7 bis 14 Jahren Zuchthaus. Gegen die der Begünstigung und evtl. Beihilfe Bezichtigten beantragte er Strafen von 8 bis 15 Monaten Gefängnis und führte zur Begründung aus: Es könne kein Zweifel darüber bestehen, daß man es hier mit einer Art Jeme zu tun habe gegenüber einem Genossen, dem seine bisherigen Freunde und Kameraden Verrat an ihrer Sache vorzuwerfen wußten. Für den Oberreichsanwalt bestehe kein Zweifel, daß eine ganze Anzahl von Persönlichkeiten über die Mordtat unterrichtet war. Sie hätten alle geschwiegen zu Ehren ihrer Partei, der Deutschvölkischen Freiheitspartei und hätten es für würdig erachtet, eine grausame bestialische Tat nicht zur Anzeige zu bringen und die Täter nicht der Bestrafung zuzuführen. Das sei ein Zeichen sittlichen Tiefstandes und mangelnden Rechtsgefühls. Alsdann plaidierten die verschiedenen Verteidiger teils auf Freisprechung, teils auf geringe Gefängnisstrafen. Das Urteil. Rudolf Höß, Bernhard Jurisch, Karl Zabel, Georg Pfeiffer, Emil Wiemeyer und Robert Zeys werden wegen schwerer Körperverletzung und vollendeten Totschlags verurteilt: Höß 10 Jahre Zuchthaus, Jurisch 5 Jahre 6 Monate Gefängnis, Zabel 9 Jahre 6 Monate Zuchthaus, Pfeiffer 6 Jahre 6 Monate Zuchthaus, Wiemeyer 12 Jahre 6 Monate Zuchthaus, Zens 6 Jahre 6 Monate Zuchthaus. Auf die erkannten Strafen werden bei Höß, Jurisch, Zabel, Wiemeyer und Pfeiffer je 6 Monate Untersuchungshaft angerechnet. Martin Bormann wird wegen Beihilfe zu schwerer Körperverletzung und Begünstigung zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, wovon ein Monat als durch die Untersuchungshaft verbüßt angesehen wird. Wegen Begünstigung erhalten: Fricke 10 Monate Gefängnis, Hoffmann, Thomsen, Mackensen, Wulbrede und Richter je sechs Monate Gefängnis. Bei Fricke werden vier, bei Hosfmann drei, bei Thomsen, Mackensen und Richter je vier Monate Untersuchungshaft angerechnet. In der Urteilsbegründung wird ausgeführt, daß das Gericht die Jugendlichkeit der Täter, die auch durchaus vielleicht berechtigt waren, in Empörung zu geraten über einen Verräter, den sie in ihren Reihen fanden, wie ihre bisherige Unbestraftheit berücksichtigt habe, aber mit Rücksicht auf den außerordentlich schweren Rechtsbruch, der durch die scheußliche Tat bewiesen worden ist und der eine Beunruhigung sondergleichen in die Bevölkerung hineingetragen hat, keine mildernde Umstände habe gelten lassen können. Bei dem Angeklagten Jurisch habe seine starke geistige Minderwertigkeit obgleich diese die Willensbestimmung sicht ausgeschlossen habe, berücksichtigt werden müssen. Verhafteter völkischer Landtagskandidat. WTBMünchen, 18. März. Der Landtagskandiat des völkischen Blocks Aschner wurde in seiner Lohnung verhaftet. Als Grund für die Verhaftung berden seine Ausführungen in einer Versammlung der Völkischen im Bürgerbräukeller bezeichnet. Ausland. Poincaré bringt mit kuapper Mehlheit im Senat das Ermächtigungsgesetz durch. „Finanzfragen vor dem französischen Senat. Paris, 15. März. Der Senat hat gestern in zwei Sitzungen die Generaldebatte über die Finanzvorlagen zu Ende geführt. Das Ereignis des Tages bildete eine scharfe Oppositionsrede des Senators Henry de Jouvenel, des politischen Leiters des„Matin", der bisher zu den unentwegtesten Anhängern der Poincare'schen Politik zählte und auch persönlich sehr freundschaftlich zu Poincare gestanden hat. Er erklärte unter heftigen Ausfällen gegen die verantwortlichen Stellen, daß er gegen die von der Regierung geforderten Vollmachten stimmen werde. Auch die auswärtige Politik der Regierung wurde von Jouvenel aufs heftigste kritisiert. Die Ruhroperation sei geglückt, aber sie hätte unter Umständen zum A und O der französischen Außenpolitik werden dürfen. Die Nachtsitzung. 1 Paris, 15. März. Zu Beginn der Nachtsitzung 9,10 Uhr tritt Ministerpräsident Polncare sofort in die Frage des Ermächtigungsgesetzes ein. Bei dieser Debatte setze er die Verantwortlichkeit der Regierung ein. Poincare wendet sich gegen die Fassung, die der Finanzausschuß des Senats dem Artikel 1 gegeben hat. Sie mache die Durchführung der Ersparnisse im Betrage von einer Milliarde nahezu unmöglich. Die Regierung siegt mit 154 gegen 141 Stimmen. Paris, 15. März. Der Senat hat sich in der um 12,40(französische Zeit) vorgenommenen Abstimmung mit 154 gegen 141 Stimmen für den Standpunkt der Regierung ausgesprochen. Nach Abzug der mitstimmenden Minister bleibt bei diesem Stimmenverhältnis eine Mehrheit von sechs Stimmen für die Regierung. Die Abstimmung wurde doppelt ausgeführt. Der Vatikan und Sowjetrußzland. Rom, 15. März. Gegenüber Gerüchten von Verhandlungen zur Anknüpfung von Beziehungen des Vatikans mit Sowjetrußland ist, wie der römische Berichterstatter der Irks. Ztg.“ meldet, festzustellen, daß Rußland Verhandlungen von der vorherigen de jure=Anerkennung abhängig macht, während der Vatikan zunächst die Befreiung des Monsignore Tschepiaks und den Rückkauf der Kirchengüter verlangt, sodaß die beiderseitigen Forderungen noch unvereinbar sind. W139 Das neuexRabinett Cheunis hält am alten außenpolitischen Kurs fest. WTB Paris, 17. März. Der Brüsseler Korrespondent des Petit Parisien meldet: Der Ministerrat faßte über den Wortlaut der Regierungserklärung einen Beschluß, wonach in außenpolitischer Hinsicht das neue Kabinett die Richtlinien des alten streng innehält. Zu den Verhandlungen der Sachverständigen wird die Erklärung zum Ausdruck bringen, daß das Kabinett auf eine baldige günstige Regelung der Reparationsfrage vertraut. In innerpolitischer Hinsicht werde die Regierung vor allem auf einen Ausgleich des Budgets durch eine noch strengere Sparsamkeitspolitik als bisher sehen. Man denke an eine Verschärfung des Steuerprogramms. Die schwierigen Probleme von der Art der Sprachenfrage würden beiseite gelassen werden. Der Priuz von Wales verunglückt. London, 18. März. Der Prinz von Wales(der englische Kronprinz) nahm gestern nachmittag in Begleitung seines Bruders in Aberfield Croß an einem Offiziersrennen teil. Er ritt sein Lieblingspferd Passeport, mit dem er ietztes Jahr ein ähnliches Ren. #en gewonnen hatte. Bo= seinem letzten Sturz noch nicht wieder ganz hergestellt, stürzte er heute wieder, bestieg aber von neuem den Satiel. stürzte kurz darauf ein zweites Mal und erhielt von dem Pferde einen Hufschlag mitten ins Gesicht. In äußerster Eile wurde er nach einem Hospital geschafft, wo man ihn verband. Er hat eine leichte Gehirderschütterung erlitten. Nachdem er verbunden war, hat er sich nach London begeben. Der Prinz hat die Nacht gut verbracht und befindet sich heute bedeutend besser. Deutschland. die Gemeindewahlen im besetzten Gebiet genehmigt. WTB Koblenz, 15. März. Das Gesetz über die Festsetzung des Wahltages für die allgemeinen Gemeindewahlen und über die Regelung verschiedener Punkte des Gemeindeneuwahlen und über die Regelung verschiedener Punkte des Gemeindewahlrechts vom 12. Februar 1924. sind heute von der Rheinlandkommission zugelassen worden. Sich selbst gerichteter Separatist. Berlin, 17. März. Nach einer Meldung der Blätter aus Wiesbaden hat sich der Separatist Weingestner kurz nach seiner Rückkehr aus Luxemburg in dem Augenblick, als deutsche Polizisten in sein Zimmer drangen, in dem er sich verbarrikkadiert hatte, selbst erschossen. Er war wegen verschiedener Straftaten zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden, aber aus dem Gefängnis entwichen. Ortsnachrichten aus dem Kreise Olpe. An unsere Leser! Bei Beginn des Druckes des gestrigen Blattes trat, wie wir bereits durch Extrablatt mittellten, eine sehr starke Störung unseres Betriebes durch eine größere Beschädigung der Druckmaschine ein, sodaß die Zeitung nicht fertiggestellt werden konnte. Wir machen unsere Leser darauf aufmerksam, daß hier ein Fall höherer Gewalt vorlag. Um unsere Leser aber auf dem Laufenden zu halten, haben wir in Kürze die wichtigsten Meldungen der Montagsausgabe unseres Blattes heute wiederholt. Die Redaktion. ∆ Olpe, 18. März.(Der Bahnbau Olpe-Kreuz= tal.) Zu dem Bahnprojekt Olpe=Kreuztal hat der Reichsverkehrsminister in einem Schreiben an den Landrat in Siegen folgende Stellung genommen: „Nach dem Ergebnis der von der Reichsbahndirektion Elberfeld durchgeführten allgemeinen Vorarbeiten verdient die südliche Linienführung Olpe-GerlingenWenden=Kreuzkal in betrieblicher und wirtschaftlicher Hinsicht den Vorzug vor der nördlichen Linie OlpeAltenkleusheim=Kreuztal. Es ist dies darauf zurückzuführen, daß die neuzuerbauende Bahn als Entlastungslinie der Ruhr=Sieg=Bahn nunmehr in erster Linie als Schleppbahn für Massentransporte beurtellt werden muß und es darauf ankommt, möglichst günstige Steigungsverhältnisse zu erzielen und die Ueberwindung unnötiger Höhen zu vermeiden. Um ein völlig einwandfreies Urteil über die beiden in Frage kommenden Linien zu gewinnen, habe ich die Reichsbahndirektion Elberfeld beauftragt, auch für die südliche Linie ausführliche Vorarbeiten auszuführen. Diese werden noch längere Zeit in Anspruch nehmen. Mit dem Bau der Bahn ist daher In nächster Zeit nicht zu rechnen. Dies würde auch schon die ungünstige Finanzlage des Reiches nicht zulassen.“ (**) Olpe, 18. März. Wenn wir uns ins Lyzeum der armen Franziskanerinnen begeben, sind wir es gewohnt, etwas Schönes, Gediegenes zu hören, oder zu sehen. Das war auch jetzt wieder der Fall, wo in der Aula eine Ausstellung von Handarbeiten der Schülerinnen der Frauenschule und der Kindergärtnerinnen stattfand. Da staunte nicht nur der Laie, auch der Fachmann, oder besser gesagt, die Frauenwelt, die diesen Handfertigkeiten doch im allgemeinen näher steht, mußte ihre höchste Anerkennung aussprechen über die verblüffenden Leistungen der jungen Damen und Schwestern, die mit all ihren prachtvoll ausgeführten Sachen und Sächelchen wieder einmal gezeigt haben, was Verständnis für Handarbeiten, Kunstfertigkeiten und fleißige unermüdliche Arbeit leisten können. Denn bei sämtlichen dort zur Schau gestellten Arbeiten muß berücksichtigt werden, daß alles nach eigenen Entwürfen angefertigt war. Und da muß man sich wirklich wundern, was da alles zustande gebracht ist. „Nach links und rechts, was man uns bot, Schaut nur, wie Wunder viel, Prachtvollster Deckchen, neuester Mod' In farbenreichen Spiel. Frotteekleider, Kimonoschnitt und Sofakissen weich. Welch Farbenschmelz und Harmonie der Kaffewärmer zeigt. Das Pfauenauge lockt uns arg im oberen Revier, Beim Schneewittchen im gläsernen Sarg zu suchen ein Quartier. Ein Zwerg mit flötend süßem Ton erzählet wunderschön. •P MRSCHUNSETN. Was es im Pfauen= und Floraland noch alles gibt zu sehn.“ Auch der zahlreiche Besuch der Ausstellung gestern zeigte, wie sehr großes Interesse man ihr allgemein widmete, und daß es sich lohnte, dort ein Stündlein zu verweilen. Olpe, 18. März. Vom Pfarrvikar Ko ius Eiserfeld wird uns geschrieben: Nachdem ich die am 24. Februar für die P#farre Olpe angekündigten Hauskollekte in de Stadt Olpe sowie auch schon in Thie einghausen, Rhonard und Günse ibgehalten und nach beiem Wissen und Könien jede katholische Familie besucht habe, un die für unsern nunmehr seit mehr als 34 Jahren dringend notwendigen und unte chwersten Opsern bisher vergebens erstrebte## Kirchenbau bereitgebaltenen Bausteine abzu holen, ist es mir ein Herzensbedürfnis auch al zieser Stelle vor, aller Oeffentlichkeit den Koholtken der Pfarrei Olpe meinen bezw. unseren nnigsten Dank für die bewiesene Opfer würdigkeit auszusprechen. Trotz der Not der Zeit und der Knappheit des Geldes hat di Kollekte einen Erfolg gehabt, wiee such nicht im entferntesten erwar et war. Manche Familien, die selbst infolg Krankheit, Arbeitslosigkeit, Geldentwertun, sw. schwer gelitten haben, steuerten zweifello# iber ihre Kräfte bei, sodaß ich hier da die Gabe wenigstens zum Teil zurück weisen mußte. Für alle diese Spenden und die freundliche Aufnahme des Bettelvilars ein uniges„Vergelts Gott!" Die Katholike iller Stände haben sich durch die bewiesen. icht katholische, weitherzige Nächstenliebe trot aller eigenen Sorge das beste Zeugnis aus gest lt. 4er Erfolg der Kollekte hat derartig ermutigt, daß wir, so Gott will noch in diesem Jahre ans Werk gehen und den langersehnten Kirchenbau beginnen. Die wenigen noch übriggebliebenen Familen der Bigge= und Finkenstraße, sowie die Ortschaften Rüblinghausen, Lütringhausen, Stachelau urd Kirchesohl mögen mir inwischen nicht böse, weil ich sie noch nicht be suchte. Ich komme schon, sobald es die Zei erlaubt Bausteine können auch jederzeit noch bei den dortigen geistlichen Herren abgeliesen oder bei meinem Postscheckkonto Cöln 79784 abgeladen werden. Mit herzlichstem Dank! Koch, Pfarrvikar. s**] Olpe, 18 März. Der Olper Männer gesangverein veranstaltete Sonntagabent m Saale des Gasthofs„zum Schwanen“ eir ohltätigkeitskonzert, das einen guter Besuch aufzuweisen hatte. Das reichhaltige dem Inhalt der Lieder nach sehr geschickt zu sammengestellte Programm wurde zur höchster Befriedigung der Zuhörerschaft erledigt. Das bewies der herzliche Beifall, der nach den einzelnen Chören von allen Seiten gespendewurde. Man muß es dem Gesangverein nach fühmen: er hat Sonntagabend gezeigt, daß er erhebliche erfreuliche Fortschritte gemacht hat Mit welchem Empfinden die Sologesänge aufgenommen wurden, das bewies ein prächtigen Blumenstrauß, der Frau Dreseler während des Konzerts überreicht wurde, und daß der Solis. inter starkem Beifall hervorgerufen wurde. Olpe, 18 März. Durch die soeben erschie iene Steuerzinsverordnung von März sind die Verzugszinsen für nicht rech zeitig gezahlte Reichssteuern von 5 auf 18 Pro jährlich erhöht worden. Bei Steuerstundunge: kann die Finanzbehörde die Zinsen ganz er lassen oder auf 5 bis 12 Prozent je nach der illgemeinen wirtschaftlichen Lage festsetzen. Die Bestimmungen des Verwaltungsverfahrene werden durch die neue Verordnung selbstverständlich nicht berührt. 1 Olpe, 18. März. Für das Rechnungsjah# 923/1924 wird die Gemeinde steuer ir Form eines Vielfachen des für 1922/23 gezahlter Betrages forterhoben. Die Höchstgrenze diese Vielfachen wird jeweils vom Staatsministeriun bekanntgegeben. Die Gemeinden fordern alloieses höchstzulässige Vielfache. Dazu sind sie aur dann berechtigt, wenn ein entsprechende Einnahmebedarf vorliegt. Ist ein geringere Einnahmebedarf vorhanden, so muß auch das Erhebungsvielfache entsprechend herabgesetz verden. Es wird sich in vielen Fällen empfehlen sen Haushalt der Gemeinden auf den Punk. zin nachzuprüfen. WTB Olpe, 18. März. In schwerster Notzeit beging die Landwirtschaftskammer für die Provinz Westfalen in aller Stille den Tag ihres 25jährigen Bestehens. Auf Grund des Gesetzes vom 30. Juni 1894, errichtet, konstituierle sie sich am 17. März 1899, indem sie als die gesetzlich berufene Standesvertretung der westfälischen Landwirtschaft an die Stelle des landwirtschaftlichen Provinzialvereins, für Westfalen und Lippe trat. Seit jener Zeit hat sich die neue Berufsorganisation, die anfänglich manchen Schwierigkeiten begegnete, stetig und erfolgreich gefestigt; sie ist jetzt unlösbar mit den Interessen der westfälischen Landwirtschaft verbunden und hat äußerlich einen Aufbau erfahren, durch den sie in allen die Landwirtschaft berührenden Fragen ersprießliche Arbeit leisten kann und auch geleistet hat. WTB Olpe, 18. März.(Jahrplanänderungen.) Vom 15. März ab traten folgende Fahrplanänderungen in Kraf: D. 6(Berlin=Köln) trifft in Hamm 3.46 vormittags ein und fährt 3.55 weiter. Ankunft in Hagen 4.49, Weiterfahrt 4.52 vorm.(bisher 5.06), Köln an 7.01, Dz. 96(Altona=Köln), Hagen an .58 ab 6.10 nachm.(bisher 6.30). Eilzug 184(Emden=Hamm=M.=Gladbach) Hagen an 5.44, ab 5.54 (bisher 6.07), D. 248(Vohwinkel=Hagen=Siegen=München) Bohwinkel ab 4.80 nachm., Hagen an 5.27, ab 5.37(bisher 5.35), D. 247(München=HagenKreuztal) Dillenburg ab 9.45 vorm., Siegen 10.53, Um die Zukunft der Mieumverträge. WTB Düsseldorf, 16. März. Wie von französischer Seite verlautet, ist die französische Regierung geneigt, die Micumverträge durch zleichartige Wiederherstellungssachlieferungsvereinbarungen von Regierung zu Regierung zu ersetzen. Allerdings besteht die französische Regierung auf Aufrechterhaltung der Micumorganisationen als Kontrollinstanz für die Ueberwachung der Ausführung der etwa abzuschließenden Regierungsvereinbarungen über industrielle Sachlieferungen. Solange nicht entsprechende Regierungsvereinbarungen abgeschlossen sind, müßlen die Micumverträge in Kraft bleiben. Die Finanzen des Reichs in der ersten Märzdekade. 1 Berlin, 18. März. Die Uebersicht über die Finanzgebarung des Reiches in der ersten Märzdekade zeigt eine Neuerung, indem die Auszahlungen der Reichskasse in großen Zügen detailliert werden. Man gewinnt so einen besseren Einblick in die Belastung des Reiches mit direkten Verwaltungskosten und anderen Ausgaben. Im Einzelnen zeigt der Ausweis für die Zeit vom 1. bis 10. März folgendes Bild (in Trillionen Papiermark): 1. Einzahlungen: a) Steuern, Zölle und Gebühren 136,8 16. November bis 31. Dezember 1923 entfällt. Zum Zwecke der besseren Uebersichtlichkeit über die eigenen Ausgaben für die allgemeine Reichsverwaltung sind die Ausgaben in dieser Dekadenüversicht erstmalig neu zergliedert worden, indem die Steueranteile für die Länder und Gemeinden und die Ausgaben für den Rückkauf von Goldschatzanweisungen usw. getrennt von den übrigen Ausgaben nachgewiesen werden. Für die rückliegenden drei Monate und die erste Märzdekade ergibt sich daraus folgendes Bild in Millionen Goldmark: Dezbr. Jan. Febr. 1.Märzdetade 23 Zahl= 26 Zahl= 25 Zahl=8 Zahl= lage Auszahlungen 499/4 pieivon entfallen auf allgemeine Reichsverwaltg. 460,6 Steueranteile der Lander 38,8 Kucktaus von Goldschapzanweisungen— lage 442,7 lage 478,6 222,0 184,5 94.5 173,3 162,2 120.8 33,8 tage 162,0 63,2 65,0 Die täglichen Ausgaben für die allgemeine Reichsverwaltung betrugen hiernach im Dezember 20, Januar 8,5, Februar 7,4 Millionen Goldmark. Diese Zahlen enthalten diejenigen Ausgaben nicht, 5) Verschiedene Verwaltungseinnahmen 1320 zmmine gseinnahmen 13,, unmittelbar geleistet werden. Andererseits sind in Summe der Einzahlungen 150.09 den Ablieferungen diese zu unmittelbaren Zahlun2. Auszahlungen: gen zurückbehaltenen Beträge nicht enthalten. Die a) Allgemeine Reichsverwaltung 63.17 tatsächlichen Einnahmen erhohten sich bei der endb) Steueranteil an Ländern und Gemeinden 65.00 gültigen Abrechnung um diesenigen Summen, die e) Rückauf von Goldschatzanweisungen zur von den Finanzkassen zur Bestreitung ihrer AuzKursstützung 92 82 gaben zurückbehalten werden. In der endgültigen stchung 93/98 Abrechnung erhöhen sich also Einnahmen und Ausgaben gleichmäßig, ohne daß dadurch das Schlußergebnis beeinträchtigt wird. Elberfelder Schlachtviehmarkt. WTB Elberfeld, 17. März.(Drahtb.) Bericht der amtlichen Notierungskommssion. Auftrieb: 620 Stück Großvieh, davon 93 Ochsen, 126 Bullen, 269 Färsen und Kühe, 32 Fresser, 1614 Schweine. Preise für 50 Kg. Lebendgewicht. 1. Rinder, A Ochsen a 50—52, b 46—48, c 38—42, d 25—35, B Bullen a 46—48, b 38—42, c 30—35, C Färsen und Kühe a 50—51, b 46—48, c 35—40, d 25—30, e 20—25, D Jungvieh a 25—35. 2. Kälber a—, b 60—65, c 50—55, d 40—45,e 30—35. 3. Schafe—Weideschafe a 40—45, b 30—40, 3. Schweine a 64—66, b 66—68, c 68—70, d—, e 40—60, f 50—62. Tendenz des Marktes: Großvieh langsam, Schweine und Kälber flott. Summe der Auszahlungen 161,98 Mithin Zuschußbedarf 11,89 Die Einnahmen aus der Begebung von Rentenmarkschatzanweisungen, die als Betriebsmittelfonds dienen, betrugen in der Berichtsdekade 1,66 Trillio= nen Papiermark. In den Erläuterungen zu dem Ausweis heißt „In den Zeitabschnitt vom 1. bis 10. März 1924 fallen acht Zahltage. In diesen acht Tagen betragen die Ablieferungen rund 150,1, die Auszahlungen rund 162, mithin der Zuschußbedarf 11,9 Trillionen Papiermark gegenüber einem Zuschußbedarf von 47,6 Trillionen Mark in der letzten Februardekade. Der Gesamtzuschußbedarf des Reiches seit 16. November 1923 erhöht sich damit auf 779,4 Trillionen Mark, von denen der Hauptanteil auf die Zeit vom gemeinde dort begehen. Der Jubilar ist ein Sohn des verstorbenen Lehrers Hammeke hier. Dieser, der bereits seit einem Menschenalter unter dem Rasen ruht, war hier hochgeachtet. Vier seiner Söhne ließ er zu Priestern, drei andere zu Lehrern ausbilden. Möge dem jetzigen Jubilar, der nicht allein selbst persönlich große Opfer für das leidende Deutschland brachte, sondern dieses Liebeswerk auch durch Wort und Schrift in ganz Amerika zu fördern suchte, noch eine recht lange und segensreiche Lebensdauer beschieden sein. .: Attendorn, 18. März. Am Freitag fuhr ein mit 4 Personen besetztes Auto mit voller Wucht in der Straßenkurve bei dem Metallwerk(unterhalb Cwig) mit einem Radfahrer zusammen. Auto und Fahrrad flogen bis auf die Straßenböschung. Das Auto schnitt einen kräftigen Straßenbaum glatt durch. Beide Fahrzeuge wurden stark beschädigt Die Insassen des Autos und der Radfahrer kamen mit dem Schrecken davon. Druck und Verlag: Verlagsanstalt§. X. Ruegenberg, Olvhauptschriftleitung: Dr. phil Aldert Wand Verantwortlich für den politischen, soztalen und wirtschaftlichen Keil: Dr Wand; für den ö tlichen und provinziellen keil und Fevilleten: paul Fischer, beide in Olpe; für cie Berliner Redaktion: * Birkenfeld, 17. März. Bei einem Heringswettessen in einem Nachbardorf brachte es der„Sieger“ auf 13, die„Siegerin" auf 7 Heringe. Der Katzenjammer muß also vorher sehr groß gewesen sein. * Metz, 17. März. Ein Doppelmörder, der marokkanische Soldat Ben Mohamed alias Lebekatcha ist im hiesigen Gefängnis hingerichtet worden. Er hatte im vorigen Jahre in der Nähe von Mörchingen ein Brautpaar in bestalischer Weise ermordet. Kreuztal 11.08, Finnentrop 11.54, Altena 12.05, Letmathe 12.37, Hagen an 12.58 nachm.(bisher 12.55.) Ferner verkehren die Schnellzugspaare 281=282 Holland=Basel nicht mehr über Soest, Altenbecken, Cassel, Bebra, Frankfurt, sondern über Hamm, Schwerte, Kabel, Letmathe, Altenhundem, Dillenburg, Frankfurt. U. 282 Schwerte ab 5.55, nachm., Kabel ab 6.13, Letmathe 6.28, Altenhundem 7.31, Weidenau 8.11, Dillenburg 8.54, D. 241 Dillenburg ab 9.22, vorm., durchgehend bis Kreuztal, Ankunft 10.18, Letmathe 11.45, Kabel 12,08, Schwerte 12.20 nachm. Olpe, 18. März.(Schulbeginn und Ferien bei den höheren Schulen.) Mit Rücksicht auf die bevortehenden organischen Veränderungen im hoheren Schulwesen hat der Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung angeordnet, daß in Orten mit höheren Lehranstalten und Lehrerbildungsanstalten in diesem Jahre das neue Schuljahr am Mittwoch, dem 30. April beginnen soll. Demgemäß ist der Schulschluß für die Schulen dieser Orte auf frühestens den 11. April anzusetzen. Obwohl dadurch in den meisten Provinzen für diese Anstalten eine Verlängerung der Ferien eintritt, hat der Minister ausnahmsweise davon abgesehen, daß die Tage, um die sich Dauer der Osterferien erhöht, auf die Gesamtzahl der Ferientage des Jahres angerechnet werden. Insbesondere ist von einer Verkürzung der Pfingstferten, abgesehen, trotz des kurzen Zeitraumes, der in diesem Jahre zwischen den Pfingstferien und den Sommerferien liegt. In dieser Beziehung weist der Erlaß des Kultusministers darauf hin, daß die Pfingstferien für die so wichtigen Schülerwanderungen ganz besonders in Betracht kommen und auch von zahlreichen Vereinen, an denen Lehrer beteiligt sind, mit Vorliebe für ihre Tagungen benutzt werden. Olpe, 18. März.(Sauerländischer Gebirgsverein.) Unsere Abteilung des S. G. V. hat in seiner Tagung vom 11. ds. Mts. folgende Wanderungen in Aussicht genommen: 1) Niederfisch= bach—Freusburg(Besichtigung der Jugendherberge) Kirchen. 2) Hützemert—Belmicke—Othetal—Berg= neustadt. 3) Olpe—Einsiedelei-Bilstein—Greven= brück. 4) Rhonard—Altenkleusheim—Engelsberg— Rehringhausen—Griesemert. 5) Fahrenschotten— Bühren—Kalberschnacke—Sperrmauer. 6) Griesemert—Hohe Mark— Neger—Rhode. 7) Thiering= hausen—Scheiderwald—Rhonard—Olpe. Tag und Stunde der einzelnen Touren werden jedesmal im Anzeigenteil dss. Blo. bekannt gegeben. In den/# Eß= Koch= und Backäpfel 4 Pld Vorsahren bewegten sich die Wanderungen haupt, ab; Mark söhe Feigen 2 Bld sächlich in weiterer Umgebung der Stadt, um den#####. Murd jahl Reigen 2 Eid! Teilnehmern Eisenbahnfahrten zu ersparen. Hierauf ist auch in diesem Jahre noch Rücksicht genommen. Doch kann man dabei nicht bleiben; man will dem Auge auch andere Landschaftsbilder bieten. Das soll und darf höhere Kosten nicht verursachen. Frisch auf: den Rucksack mit Stullen oder„Bütters" gespickt, die Thermosflasche hinein, fröhliches Lagern bei Mutter Grün und zuguterletzt Gänsemarsch in die 4. Wagenklasse. Dazu freundliche Einladung und nochmals: Frisch auf! —0— Rehringhausen,(Kro. Olpe), 18. März. (Ein Priestersubilar.) Einer der größten Wohltäter des leidenden Deutschlands, der Rektor Theodor Hammeke in West=Philadelphia der Vereinigten Staaten Nordamerikas, konnte vor kurzem sein sllbernes Jubiläum als Seelsorger der St. IgnatiusI B Krauß, Berlin=Schöneberg. „achlung! achlung! Komme Mittwoch nach Olpe auf den Marktplatz mit einer Waggonladung prima füße Apselsinen 15 und 18 Sich 1 Mark eine Partie billige Rotkohl, Weißkobl Wising und Blumenkohl Robeßtückinge 5 Pfd Kiste 1 50 Mark Lagerzwiebeln 3 Vis 1 Mork, priwo Hoböuder Küse Pid 1 Mark eine Partie junge Gemüseerdsen Büchse 1 Mark Alles andere billig!(11771 Aug. Wegener Elverfeld. Bermil Serbermann, OipeI. W. Gartenbetrieb, Samen- und Obst-Handlung. Teleion 259 Telefon 259 Abt. Gartenbau: Blühende Toptblumen von 1,50 M. an hübsche Blumenkörbe von 5 M. an, ferner alle Sorten Schnillblumen, Kränze in einfacher bis feinster Ausführung zu den billigsten Preisen. Abt. Samenhandlung: Wie die Saat—.So die Ernte Empfehle alle Sorten Gemüsesämereien Bohnen, Erbsen, Setzzwiebeln sowie auch Blumensämereien alles in nur Prima Qaalität Abt. Verkaufshalle: Aopfel, Weintrauben, Apfelsinen, sämtliche Gemüse, wie roter und weisser Kappas, Wirsing und Spinat. Sämereien sowie sämtliche Spitzenknuppel, 125 8 58 om gegen Kassa zu kaufen gesucht. ). u A. Rüsperwerk b. Oberhundem i. W. ise horuzmachug. Gemäß S§ 16 ff. der Gewerbeordnung und §§ 46 ff. des Wassergesetzes vom 7. Aptil 1913 wird hiermit bekannt gemacht, daß die Firma Bonzel und Co in Olpe die Verleihung des Rechts und die gewerbepolizetliche Genehmigung zum Ausbau der Stauanlage an der Bigge für das Wassertriebwerk in Hardtwalze unterhalb des Ortes Sondern Gemeinde Rhode nachgesucht bat.... 16 und M.sarst, Der Antrag mit Zeichnung und Beschreibung liegt bei dem Amtmann zu Olpe während der Dienststunden in der unten bezeichneten Frist zur Einsicht aus. Einwendungen gegen die gewerbepolizeiliche Genehmigung, sowie Widersprüche gegen die Verleihung und Ansprüche auf Herstellung und Unterhaltung von Einrichtungen oder auf Entschädigung sind bei dem unterzeichneten Bezirksausschuß schriftlich in zwei Ausfertigungen oder zu Protokoll in der Zeit vom 20. März bis 10. April 1924 einschließlich anzubringen. Innerhalb derselben Frist sind andere Anträge auf Verleihung des Rechts zur Benutzung des Wasserlaufs, durch welche diellvon der Antragstellerin beabsichtigte Benutzung beeinträchtigt werden würde, bei dem Bezirksausschusse mit den erforderlichen Unterlagen einzureichen. 622 zssatsscan Sritl Werden innerhalb der gesetziichen Frist Einwendungen ober Widersprüche nicht erhoben oder Anträge auf Verleihung von Rechten nicht gestellt, so geht das Widerspruchs= und Antragsrecht verloren; die nach Ablauf der Frist erhobenen Einwendungen und Anträge auf Verleihung können in diesem Verfahren nicht mehr berücksichtigt werden. Wegen nachteiliger Wirkungen bei der Ausübung des verliehenen Rechtes können in diesem Falle nur noch die im§ 82 und§ 203 des Wassergesetzes bezeichneten Ansprüche geltend gemacht werden. Ueber die rechtzeitig erhobenen Einwendungen, Widersprüche, Ansprüche auf Herstellung und Unterhaltung von Einrichtungen und Entschädigungsansprüche wird am 16. April 1924 vormitiags 8 Uhr— Treffpunkt Bahnhof Sondern— vor einem Beauftragten des Bezirksausschusses verhandelt werden, wozu alle Beteiligten hiermit geladen werden. Diese Verhandlung wird auch im Falle des Ausbleibens eines Beteiligten stattfinden. Arnsberg, den 7. März 1924.(11747 Der Bezirksausschuß Abt.ilung 1. Verleihungsbehörde. B. A. I. W 226/23 —6 Spitzenknüppel, 125 X 5/8 om G dauernd w111 — Seiathes Für Ostern! in der Nähe von Olpe zu verkaufen. Von wem, sagt die Geschäftsst. d. Bl. 11749 Sämtliche Schulbücher Schulhefte Schulartikel ätig. Nur für Wiederverkäufer: Benkensteins Wurstchen, es gibt keine besseren! 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