I Mikrotilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. — idbuchsachen ein. nen Vereinurstischen Ver. nd Kommandi. und. 2000 8. 801 10 der Wirl. nonym auf die 16 die Jahl der 9350 auf 8941 beschränkter Haf. erhöhte sch. malsozialistischen Spe 55 786. Als eigerung ist die haften und Res. en zu erwähnen. gerichte ver. in Strafbeseblen eitestreitig. und zwar vor von 13.586 auf von 134267 au nahmen die ge85 164 ob, die u 743234, Die auf 2170. Die n noch„aufzuickgang auf der den Erekutionsden Strafsachen 111869. 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Jernsprecher Nr. 121, Borgvorn: Emedertene, grate 6. Hernspragher Nr..4, Burgsteinfur: Lindentrate 74 Herulprichen Nr. 22: Coeofeld: Hindenburgplag a gemsprecher Nkr. 34 D Alimen: WdoleHuler= Grage 5d Fernsprcher Nr. 376; Emodenen: Mönterstraßel. Hernbercher Ne. Rd, Greven: Münstersteade l. Fernsprecher Nr.225; Gronau; Adols=Hitter=Str.30. Fernsprecher Nr.200; zovenbären: Adol=HulenSr. 1. Zernsprecher Nr. 34.: Lengerich: Adols=Hiler=Plaz 11. Fernsprcher Nr. 616. Ladunghausen: Mark. Fernsprecher Nr.335: Schrrup: Bahnhoftr. 18, Fernsprecher Nr. 3b; Rheine: Bahnhofstr. 2 saniprechet Ne. A52, Warendorst: Osstrate 24. Jemsprcher N. d1.: Werne: Klecholaz d Farnsprcher Nr. 14 AMITLICHES ORGANDESGAUES WESTEALEN-NORD DERNSDAP UNDSANITLICHERBEHORDEN Verlag und Dauptgeschäftestelle: Münster i. I9., Prinzipalmarkt 13/14, Fernsprech=Sammel=Nr. 2 42 31. Daup: schrintleitung: Munster t. W. Gallzinst. 13. Gezugopreis: Ausgabe à.10.M, Auszade B(mu Uustriertel Bochenschau).35 KM monatlich enscl. 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II Die Vergeltungsangriffe der Lustwaffe rollen seit Freitagabend wieder gegen England— Ganze Kaskaden von Brandbomben sielen auf die Britenhauptstadt— Brände gewaltigen Umfangs— Aufschlußreiche Berichte neutraler Beobachter hw. Stockholm, 29. Dezember. Die deutsche Lustwaffe richtele in der Nacht zum Sonnabend neue schwere Angriffe gegen die englische hauptstadt. Sie erinnerlen die Engländer, die sich nach zeutralen Berichten in frotesker Weise„rühmen“, die Weihnachlspause zuerst durchbrochen zu haben, an den schweren Ernst der Lage für England. Die unterbrochene Schlacht wurde, wie ein Londoner Bericht der Stockholner„Tidningen“ meldet, am Freitagabend wieder aufEnommen, Nach Einbruch der Dunkelheit wurde die Sülle plötzlich wieder von dem Heulen der Sirenen zereissen. Sie kündelen auch dem letzten Londoner, daß dreieinhalblägige Waffenruhe ihr Ende erreicht heate. Ein paar Minuten späler gab heftiger Geschützdonner zu erkennen, daß sich die Angreiser bereits in unmittelbarer nähe der Innenteile Londons befanden. Das ganze öst. siche Himmelsgewölbe wurde, wie die schwedischen Beeichle fortfahren, von einem schrecklichen Feuerschein ertell. In dichter Folge waren dann Blitze und Deionasionen fallender Bomben im Innern Londons zu beobachlen. Einer Schilderung des Londoner„Aftonbladet" zutolge war der ganze Horizont in London fast unmittelbarf nach dem Heulen der Sirenen ein Meerleuchtender Blitze und vom grellen Schein der Brände erhellt. Ganze Kaskaden von Brandbomben fielen auf London hernieder. Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, wurden wichtige Verkehrsstraßen getroffen und dabei Straßenbahndepots und Autobusse in Brand gesetzt. Die Brände müssen einen gewaltigen Umfang erreicht haben, denn die Nacht soll vom Feuerschein der Brände so erteill gewesen sein, daß man ohne jede Schwierigkeit die Zeitung lesen konnte. Selbst das Reuterbüro muß gestehen, daß der Angeiss in Anlage und Wirkung der schlimmste„Blitzangriff“ war, den die deutische Luftwasse bislaug gegen England gerichtel habe. Das Licht der Leuchtraketen und die sallenden Bomben hätten ein Jurchtermetendes Schauspiel“ gebolen.„Jast unauspöslich“, so heißt en, in der Meldung,„flogen die seindlichen Bomber über die Stadt. Aus welt zerstreuten Bezirken kamen die gleichen Berichte von Leucht= und Brandbomben, denen hochexplosive Bomben folgten. Die Bombensalven verursachten Schäden und hatlen eine Anzahl von Opfern, die in den Gebäuderuinen eingeschlossen purden, zur Folge. Auch amerikanische Berichterstalter melden, daß bei dem Angriff„von ungewöhnlicher Hefüigkeil“ die deutschen Flieger fast pausenlos über beinahe jedem Stadttell Londons erschienen seien und Brand= sowie Explosivbomben geworsen hälten, die schwere Schäden verursachlen. „Entsetzliche Wirkungen“ Bezeichnende Klagerufe des„Manchester Guardian" über die„Lehren“ der deutschen Luslangriffe : hw Stockholm, 29. Dezembei. Die Engländer glauben, wie schwedische Berichte besagen, die Kampfpause von Weihnachten gut genutzt zu haben zur Verminderung ihrer zugestandenen Schwächen gegenüber konzentrischen Nachtangrifsen. Ein weiterer Bericht der Stockholmer„Tidningen“ sagt:„Das Vorhandensein dieser Schwächen ist besonders klar zutage getreten im Falle Manchester, dier stärker ins Auge fallend als in irgendeiner anderen Stadt. Unter anderem handele es sich um den Mangel an Personal zur sofortigen Bekämpfung von Brandbomben. Manchester blieb seit langem von Angriffen verschont und alle Bewohner der Stadt fragten sich bereis, was hierzu der Anlaß sein könnte. Als der AnHart und unerbittlich Das Ein Berlin, 28. Dezember. Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Unlerseebool, von dessen letzten Erfolgen ein Tellergebnis bereits bekanntgegeben ist, meldet die Versenkung von vier bewaffnelen seindlichen Handelsschifsen mit insgesamt 24 340 BRT. Ein weileres Unlerseeboot hat den 12823 BRT großen bewasfneken britischen Handelsdampfer„Walokfra“ versenkl. Nach der Ruhe der Weihnachtslage setzte im Laufe des 27. Dezember die Lufkaufklärung und die Kampftätigkeit der deutschen Luftwasse wieder ein. Ein Aufklärungsflugzeug traf ostwärts der Themsemündung ein seindliches Handelsschiff von elwa s. bis 10 000 B R T mit zwei Vomben schweren Kalibers. In der Nacht zum 28. Dezember griffen stärkere Verbände deutscher Kampfflugzeuge London mit zahlreichen Spreng- und Brandbomben aller Kaliber an. Heilige Explosionen und große Brände im Zentrum und am Ostrand der Stadt zeiglen die starke Wirkung des Angriffs. Fernkampfarlillerie des Heeres und der Kriegsmarine beschoß in der gleichen Nachl seindliche Schisse, die sich Dünkirchen zu nähern versuchten, und zwang sie zum Abdrehen nach Norden. Der Feind flog nur mit wenigen Flugzeugen in das Küstengebiet ein, ohne auf deulschem Reichsgebiel Bomben abzuwersen. Vorposten- und Sicherungsfahrzeuge wurden in der Nordsee von seindlichen Torpedoflugzeugen erfolglos angegrissen; sie schossen drei Flugzeuge ab. ein weiteres seindliches Flugzeug wurde durch Flakartillerie zum Absturz gebracht. Ein eigenes Jlugzeug wird vermißl. griff schließlich kam, wurden seine Wirkungen entsetzlichl(). Der„Manchester Guardian“ hat zwei Tage lang Artikel über die Lehren dieses Angriffes veröffentlicht, die bezeichnende Rückschlüsse auf die angerichteten Ve:heerungen gestanden. Das englische Blatt geißelte den schweren Mangel an Voraussicht, dem es zur Last gelegt werden müsse, daß nur wenige Häuser in der Stadt mit Brandwächtern versehen gewesen seien. Das englische Blatt schildert in äußerst dramatischer Weise, wie diese Wächter von den Häusern aus, in denen sie mit der Bekämpfung von Brandbomben beschäftigt waren, um Hilfe riefen und andere Häuser angaben, deren Dächer Feuer gefangen hatten.„Aber niemand konnte ihre Ruse hören und weite Stadtteile gingen daher in Flammen auf.“ Die englische Regierung habe daraufhin, so fährt der schwedische Bericht fort, Maßnahmen getroffen, um Eigentümer von großen Besitztümern, die Sicherheitsvorkehrungen bei Feuergefahr vernachlässigen, gerichtlich zu verfolgen. Manchesters„katastrophale Erfahrungen“() von zwei Bombennächten würden vermutlich zur Folge haben, daß alle Häuser in dichtbebauten Gebieten mit obligatorischen Brandwächtern versehen würden. Alle'tuationen gemeistert Das Ritterkrenz für die Kapiläne zur See Kaehler und Krueder Berlin, 28. Dezember. Der Führer und Oberste Besehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbesehlshabers der Kriegsmarhne, Großadmiral Dr. h. c. Raeder, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Kapilän zur See Kaehler und Kapilän zur See Krueder. Kapitän zur See Kaehler, Kommandant eines Hilfskreuzers, führt seit mehreren Monaten erfolgreich seine Aufgabe in überseeischen Gewässern durch. Er hat bisher 52000 BRT feindlichen und dem Feinde nutzbaren Handelsschiffsraum versenkt. Alle schwierigen Situationen, in die der deutsche Hilfskreuzer geraten ist, wurden hervorragend gemeistert, so daß das Schiff volleinsatzbereit seine Aufgaben durchführen konnte. Außerdem wurden wertvolle Prisen von ihm eingebracht. Diese hervorragenden Erfolge sind dem zielbeWood muß um mehr Geld bitten Das alte Lied: Die kleinen Leute sollen den Krieg finanzieren shon Jahr 15 alpinen portliche 941e Marr oe boteitung Traischlosseg, emnächst sehen Amsterdam, 28. Dezember. Obwohl im abgelaufenen Jahr der englische Sparer gechörig geschröpft worden ist, soll er im neuen noch viel mehr Geld„für den Sieg“ hergeben. kategorische Forderung hat der britsche Schatzkanzler Kingsley Wood i einer Rundfunkansprache thoben, in der er eine neue nationale Kriegsanleihe znkündigte, die„Warbonds“ genannt wird und die am 2. Januar zur Einschreibung aufgelegt wird. Ebenfalls an 2. Januar werden die sogenannien„Savingbonds“ zum Verkauf gelangen. Während die zuerst genannte, Anleche mit 2% Prozent verzinst und ob 1946 bis 1948 zrückgezahlt werden soll, ist für die zweite Anleihe eine Verzinfung von 3 Prozent und eine Laufzeit von 25 Johren vorgesehen, Wie man sieht, stehen diese Bedingungen für die „Siegesanleihen“ in gar keinem Verhältnis zu der Höhe der sattsam bekannten und sofort fälligen Dividende englischer Industrieunternehmungen., Das ist auch weiter nicht verwunderlich. Denn die Dioldenden werden von lutokraten sestgesetzt und vereinnahmt, Dährend die Finanzierung des Krieges dem einsachen Mann aus dem Volke zugeshoben wird. Dieser hat bereits seit November 1939 insgesomt Anleihen von 1269 Millionen Pfund Serling gezeichnet, was der Minister auch dankbar anerkannte, doch gleichzeitig betonte er:„Ichmuß aber koch mehr verlangen.“ Zur Begründung dieser keuen Forderung wies der Schatzkanzler darauf hin daß England nach Kriegsende große Schulden abzudecken dabe. Doher seien Anleihen mit einer längeren Laufeit für den britischen Staat von gonz besonders großem Vorteil. Domit auch niemand sich über die Adresse irrt, an die der Aufruf gerichtet Rt, erklärte der Schatzkonzler nachhrücklich,„daß beide Anleihen auch in kleineren Anteilen von der ärmeren Beoölkerung gezeichnet Derden können“— und müssen, hätte der sehr Grenwerte Sir Kingsley Wood hinzufügen sollen. Denn 4 sorderte abschließend nochmals gerade diese Bevölgrungeschichten dringend gus, alles noch verfügbare Bald, das sngendwte erübriat werder, könne, dem englischen Staate zur weiteren Finanzierung des „im Kompf gegen einen entschlossenen und strupellosen Feind“ zu geben. Jeder Engländer solle das Geld sparen, das er zur Befriedigung persönlicher Wünsche auszugeben gedenke. Damit leiste er Großbritannien einen großen Dienst. Dieser sorgenvolle Appell schloß mit dem Klageruf:„Ichmuß die britische„Oeffentlichkeit um mehr Geld bitten!“ Aus diesem sommervollen Aufruf geht die eine Tatsache Kar hervor: Ale bisher angewandten Mitel msbesondere auch die mit so großem Lärm gestartete Sporkampagne, hoben sich als unzureichend erwiesen. Um diesen für England so kestspieligen Krieg finanziell durchzuhalten, muß der Schatzkanzler in seiner wenig beneidenswerten Loge nach neuen Auswegen suchen. Dieses Unterfangen wind angesichts der militärsch, wirtschaftlich und politisch ungünstigen Lage Großbritanniens immer aussichtsloser. Und dofür, daß zuch dem letzten englischen Sparer der wahre Sinn dieles Krieges noch aufgeht, dofür werden die deutschen Waffen sorgen. wußten und einsatzfreudigen Handeln des Kommandanten und seiner ausgezeichneten Besatzung zu verdanken. Kapitän zur See Krueder, Kommandant eines deutschen Hilfskreuzers, hat in überseeischen Gewässern 79000 BRT feindlichen und dem Feind nutzbaren Handelsschiffsraum versenkt. Außerdem hat er sämtliche ihm gestellten anderweitigen Aufgaben in vorbildlicher Weise gelöst. Kapitän zur See Krueder und seine Besatzung haben unter schwersten Bedingungen ausgezeichnete Leistungen in Uebersee vollbracht. Diese hervorragenden Erfolge sind dem vorzüglichen Können Krueders und seiner tüchtigen Besatzung zu verdanken. Immer stärkere Bedrohung Die deutschen Schiffe in der Südser bereiten der brilischen Admiralitäht schwere Sorgen Berlin, 28. Oezember. Infolge der Tätigkeit der deutschen Kriegsmarine auf sallen Meeren werden, wie die britsche Admiralität zugibt. auch die Dampferwege im Pazifischen Ozean immer stärker bedroht. Es müssen dort umfassende Maßnahmen eingeleitet werden, um zu versuchen, die in der Südsee tätigen deutschen Überwasserschiffe zu stellen. Zunächst ist angeordnet worden, daß alle Schiffe, die nach Häsen der Fidschi=Inseln fahren, vorher Suva anlausen müssen, um von dort aus weitere Anweisungen zu erhalten. Es ist klar, daß auch mit dieser Maßnahme weite Umwege für den Schiffsverkehr verbunden sind und daß infolgedessen die dort beschäftigte Tonnage in ihrer Transportfähigkeit weiter gehemmt wird. Spiel mit dem Feuer Rom warnt vor Neutralitätsverletzungen Von unserem ständigen Vertreter hn. Rom, 29. Dezember. Die für ihre Urheber höchst gefährlichen angelsächlischen Pläne, Irlands Häsen zu blockadesicheren Umschlagplätzen für den Waffentransport zu machen und Edeutsche und italienische Schiffe, die sich in die amerikanischen Gewässer zurückgezogen hatten, zu beschlagnahmen, geben Rom Gelegenheit, die Methoden sener amerikanischen Interventionisten anzuprangern, die sich den Konsequenzen einer weitergehenden Unterstützung Englands durch völkerrechtliche Spiegelfechtereien zu entziehen versuchen. Die gegenwärtigen Vorgänge zwischen London und Washington sind nach italienischer Ansicht ein Beweis dafür, daß erstens die Mehrzahl des amerikanischen Volkes und auch der amerikanischen Politiker gegen den direkten Eintritt der Vereinigten Staaten in den Krieg sind, und zweitens England mit seinem verzweifelten Hilferuf die Aussichtslosigkeit seiner Lage zu erkennen gibt. Gayda erklärt im halbamtlichen„Giornale d Italia“, daß die angelsächsischen Pläne offenkundig Neutralitätsverledungen darstellten. Es sei nicht einzusehen, welche Interessen die amerikanischen Intervantionisten mit der Schaffung eines offenen Konfliktes zwischen den Kontinenten haben können, um so mehr, als ein Dreimächtepakt bestehe und Japan kraft dieser Tatsache eine Ausdehnung des Konfliktes nicht dulden würde. Motorisierte Abteilung 5000-Tonner im Mittelmeer versenkt— Lebhafte Tätigkeit der Bomber- und Jagdformationen Rom, 28. Dezember. Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonnabend Lul folgenden Wortlaut: Das Haupiquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Im Grenzgeblei der Cyrenaika an der Iront von Bardia Artilleriekätigkeit. In Zusammenarbeit mit der Luftwasse hat eine unserer molorisierten Kolonnen eine seindliche molorisierte Abteilung vernichtet und die Besatzungen gefangengenommen. Eine Jotieneinheit haf längs der Küste Panzerabteilungen beschossen und dabei kleinere seindliche Abteilungen zerstreut und mosorisierte Artillerie zum Shweigen gebtachl. Unsere Bomber haben während des gestrigen Tages und der voraufgehenden Nacht vorgeschobene Stützpunkte und Mokorkolonnen des Feindes wellerhin wirett gngs ger Unsere Jagdflieger hatten heflige Lustkämpfe mit den gegnerischen Jägern. Eines unserer Ilugzeuge hal im Mitlelmeer einen 5000-To.= Dampfer durch Torpedo versenkl. Insgesamt wurden drei seindliche Jagdslugzeuge abgeschossen. Ein eigener Bomber ist nicht zurückgel zork. An der griechischen Front wurden seindliche Angriffe durch unsere entschlossene Gegenwirkung zurückgewiesen. Es wurden Gesangene eingebracht und aufomatische Wafsen erbeutel. Bomber, und Jagdsormationen richtelen aufeinanderfolgende Angrifse auf Truppen, Stellungen und Straßenknotenpunkte. Der seindliche Klotienstüßzpunkt Prevesa wurde angegrissen. Die dort liegenden Schüsse wurden getrossen. Eines unserer Untersebooke im Atlantischen Ozean ist nicht zurückgekehrl. In Ostaseika nichtg von Bedeulung. 705 Briten abgeschossen! Durchschnittlich täglich vier seindliche Ilugzeuge Verrichter Rom, 28. Dezember. Bei einer Aufstellung der Gesamtverluste der feindlichen und der italienischen Luftwasse bis einschließlich 26. Dezember 1940 kommt man, dem„Messagero“ zufolge, zu folgenden Ergebnissen; Mit Sicherheit abgeschossen oder am Boden zerstörfe seindliche Fivgzeuge 577: von der Flak oder der Krlegsmarine abgeschossen 1 2 8. zusammen 705: dazu 189 als wahrscheinlich abgeschossen. Die KfF störte die Feiertagsruhe Lügen sollten diese unfaire Haltung vertuschen Berlin, 28. Dezember. Die deutsche Luftwaffe hat im Bewußtsein ihrer Stärke und überlegenheit darauf verzichtet, in den Weihnachtsfeiertagen die britische Insel anzugreifen, obwohl sie dazu troß der Wetterlage genau so in der Lage gewesen wäre wie an jedem anderen Tage. Dagegen hat sich die englische Luftwasse nicht an das stillschweigende Abkommen der Feiertagsruhe gehalten, sondern in diesen Tagen Bomden auf die wehrlose französische Zioilbevölkerung abgeworsen,„Zunächst hat sie diese Tatsoche in ihren offiziellen Berichten geleugnet, mußte sie aber dann zugeben, nachdem vor den Augen der französischen Zioildevölkerung einenglisches Flugzeug abgeschossen worden war. Um den schlechten Eindruck über die unfaire Haltung. den diese Handlungsweise in der ganzen Welt hervorgerufen hat, zu verwischen, hat der englische Nachrichtendienst die Mitteilung verbreitet, Deutschland habe durch Abwurf von Vomben auf eine britische Insel in der Themsemündung die Feiertagsruhe gestört. Diese Nachricht ist freiersunden und entspricht nicht den Tatsachen. Eigene Verluste im Luftkampf, durch Flak oder am Boden zerstört 291 Apparate. Da man von den wahrscheinlich abgeschossenen Flugzeugen ein Viertel als verloren ansehen kann, könne man mit einem Gesamtverlust des Gegners von 752 Apparaten rechnen, was einem Tagesdurchschnitt seit dem 11. 6. von rund vier Maschinen entspricht. Wenn man dann noch die schwere Krise der britischen Lustfahrtindustrie durch die Massenangrifse der deutschen Luftwafse sowie die Schwierigkeiten der Transporte aus USA auf Grund der Gegenblockade berücksichtigt, so könne man sich leicht ein Bild von der Schwere der englischen Verluste durch die italienische Lustwaffe machen, um so mehr. als man einen Kriegspiloten nicht so leicht ersetzen könne wie die Zylinder eines Motors. Chinesisches Küstungswerk zerstört Von unserem tw-Berichterstatter Tokio, 28. Dezember. Japanische Marineflugzeuge unterzogen am Freitagmorgen, wie Domei meldet, ein chinesisches Rüstungswerk im westlichen Teil der Provinz Kiangsi einem heftigen Bombardement. Die erst vor kurzem errichtete Munitionsfabrik wurde in Brand gesetzt. Stolze Zuversicht: B. R. Häufiger denn sonst in Kriegszeiten ist man in diesem Kriege versucht, losgelöst vom Geschehen derz Stunde, den Blick rückwärts wandern zu lassen, um: Geschehenes und Erreichtes zu wägen. Waren sonst in erster Linie die Marksteine des Zeitenablaufes Vert, anlassung, derartige Betrachtungen anzustellen, so gaben: uns diesmal die ungewohnten Kampfpausen des öfteren, Gelegenheit dazu. Das soll uns aber nicht hindern, den bevorstehenden Jahreswechsel zum Anlaß zu nehemen, um wieder einmal einen Strich zu ziehen und Soll und Haben dieses Jahres aufzunehmen. Das Urteil über den Erfolg eines zur Neige gehenden Jahres setzt einen Rückblick voraus auf den Einsatz zum Jahresbeginn. Wie stand die Rechnung vor Jahresfriste) Weil England es so will. regiert um die Jahres, wende Mars die Stunde. Diese im vorigen Jahr getroffene Feststellung, trifft auch heute noch zu. England hat auch im abgelaufenen Jahr noch einmal von neuem den Krieg gewählt, als es in seiner Macht stand, Frieden zu erhalten. Warum es das tat, ist schwer zu versehen. Damals schon hatten sich die Dinge gewaltig zu seinen Ungunsten gewandelt. Was zu Jahresbeginn noch als eine schwere Aufgabe vor unserer Wehrmacht laß, die Abrechnung mit den das Ruhrgebiet bedruchenden Armeen Englands und Frankreichs, wie ihrer Trabanten Belgien und Holland sowie die Sicherung der Flauken war im Sommer vollendet, als der Führer einmak lmehr auf die Unsinnigkeit einer weiteren Kriegführungs hinwies. Vor einem Jahr stand die gesammelte Kraft dacr. deutschen Wehrmacht im und hinter dem Westwall und harrte von Woche zu Woche ungestümer des Befehls zum Angriff. Die wenige Wochen zuvor in Polen errungenen Erfolge hatten die Siegeszuversicht der Truppe und ihr Vertrauen zur Führung wie zu ihren Waffen unermeßlich gesteigert. Niemand in Deutschland aber verschwieg sich die Größe der noch zu lösenden Aufgaben, und das deutsche Volk dachte vor Jahresfrist mit Ernst an die Blutopfer, die der Sieg im Westen kosten und deren Höhe niemand voraussehen konnte, Damals aber schon begann sich der Handelskrieg unsekkr Kriegsmarine fühlbar für die Versorgung Englands auszuwirken, während die Schlagkraft unserer Lustwaffe erst zu einem kleinen Teil eingesetzt worden war. Zählte also vor Jahresfrist die feste Zuversicht auf unsere Wehrmacht zu den gewichtigsten Aktiven, so ist dieser Wechsel.— bleiben wir einmal bei dem kaufmännischen Bild— im Laufe dieses Jahres pünktlich und auf Heller und Pfennig eingelöst worden. Wir können hier uns nicht in Einzelheiten verlieren. Es genügt vollauf, einige wenige Namen zu erwähnen. Die Schläge, die Deutschland in diesem Jahre ausgeteilt hat, waren ebenso kräftig wie kühn und genial. Das gilt für den Sprung nach Norwegen wie für die Offensive im Westen. Der Genialität der Führung entsprach die Tapferkeit und Widerstandskraft der Truppe und ihrer Befehlshaber. Freilich wären diese Erfolge auch nicht denkbar ohne ein Höchstmaß an Sorgfalt bei der Planung und Vorbereitung sowie ohne den beispiellosen Einsatz der Heimat. Deutsches Soldatentum bewährte sich in Norwegen beim Heldenkampf des„Blücher“ mie vor Narvik. Namsos und Andalsnes künden nicht minder laut von deutschem Waffenruhm. Was unsere Truppen dann an der Front im Westen leisteten, war fast dazu angetan, den jungen Ruhm unserer Norwegenkämpfer wieder in den Schatten zu stellen. Wir müssen es uns immer wieder vor Augen halten, was es heißt, daß die Armeen Hollands und Belgiens in wenigen Tagen zur Kapitulation gezwungen wurden, daß das britische Expeditionskorps nur in überstürzter Flucht unter Zurücklassung der gesamten Waffen und Geräte, der Munition und Vorräte Teile seiner Verbände über den Kanal retten konnte, daß schließlich die an die Maginotlinie angelehnten französischen Armeen in einem unerhörten Siegeslauf so zerschlagen wurden, daß dieser vor kurzem noch stärksten Militärmacht Europas kein anderer Ausweg blieb, als um Waffenstillstand zu bitten. Seitdem hat die deutsche Wehrmacht vom Nordkap bis zu der Pyrendengrenze eine Front bezogen, die allein dem Entscheidungskampf gegen den letzten Gegner England dient. Aus dieser Front heraus fallen die Schläge zur See und in der Luft, greifen wir die Insel an, die noch nie in ihrer langen Geschichte so hart bedrängt worden ist. Nachdem vom ersten Tage des Krieges an der Kampf, stets da geführt wurde, wo die deutsche Führung es wünschte, befindet sich England den deutschen Waffen gegenüber auf der ganzen Front in der Defensive. Währenddessen hat Deutschland seine militärischen Erfolge durch eine starke politische Aktivität ergänzt. Immer klarer zeichnet sich die führende Stellung des Reiches in Europa ab. Seiner militärischen Vormachtstellung gesellt sich eine entscheidende Bedeutung im Fortsetzung auf der 2. Seite „Freiwillige Beschränkung“ Neues Exempel aus der britischen Plutokratie Stockholm, 28. Dezember. Die vom Führer in seiner großen Rede vor den deutschen Rüstungsarbeitern unvergleichlich klar aufgezeigie unüberwindliche Kluft zwischen der vom Finanzkapital beherrschten englischen sogenannten, Demokratie und dem für Freiheit und soziale Gerechtigkeit kämpfenden nationalsozialistischen Staate wird durch eine Reihe von Meldungen unterstrichen, die sich in einer der letzten Ausgaben des„Dasly Herald“ sinden. Danach leistet sich die britische Tertilgroßfirmo Britüh Celanese in ihrem Geschäftsbericht eine tolle Verhöhnung der breiten Massen, wie sie in jedem anderen Lande einfach unmöglich wäre. Der Geschäftsbericht, wie ihn„Daily Herald“ nüchtern und sachlich verzeichnet, teilt zunächst mit, daß die Gesellschaft einen„Rekordgewinn“ erzielt habe, der sich— nach deutschem Gelde— auf 29,8 Millionen Mark beläuft. Dann heißt es:„Die Direktoren haben ihre Entschädigung freiwillig beschränkt, auf 160000 Mark gegenüber 128.000 Mark im Vorsahre.“ Welch ein Opfer und welch, eine Kriegslast für die bedauernswerten Direktoren, über die zweckmäßige Verwendung von einigen zusätzlichen Tausend=Pfund=Noten nachdenken zu müssen. „Daily Herald“, der sich gern„Arbeiterblatt“. gennt, wagt es nicht, sich zu irgend einer schärferen Kritk aufzuschwingen, als die Worte„freiwilige Beschränkung“ in vorwurfsvolle Ausführungszeichen zu setzen. „Seit sehr vielen Jahren die höchsten Gewinne“ verzeichnet, wie aug dem Wirtschoftsteil einer anderen Ausgabe des Blattes hervorgeht, die britische P. and O. Schiffahrtsgesellschaft, die natürlich an der allgemeinen Frachterhöhung teilgenommen hat. In dem Geschäftsdericht heißt es jedoch bedauernd, die Gewinne würden noch viel höher sein, wenn man nicht einen Millionenbetrag für die Erneuerung von Tonnage hätte beiseitestellen müssen. Zum ersten Male habe man auch eine große Summe für„Reserven und unvorhergesehene Fälle“ zurückstellen müssen. Man befürchtet also mit Recht, daß selbst eine dauernde Erhöhung der jetzt schon enormen Frachtsätze mit den Erfolgen des deutschen Handelskrieges nicht mehr Schritt halten kann. Unter der guten Kriegskonjunktur blühen natürlich die britschen Unternehmungen, die sich in fernen Erdteilen vor dem unmittelbaren Zugriff der deutschen Wehrmacht sicher fühlen. So hat eine alrikanische Diamantengesellschaft ihre Gewinne von.8 Millionen Mark auf.4 Millionen Mark in diesem Jahre erhöhen können. Nach sachkundiger Unterbringung verschleierter Gewinne in den verschiedensten Sonderfonds blieb immer noch eine nette Dioidende von 10 u. H. übrig. 9000 Tonnen-Tanker gesunken Newyork, 28. Dezember. Wie die Standard Oil Company bekanntgibt, ist der ihr gehörende 8982 BRT große Tanker„Charles Pratt“, der unter der Flagge Panamas fuhr, gesunken.— Das Tankschiff war am 5. Dezember mit einer Ladung von fünf Millionen Gallonen Erdöl von der zu Niederländisch=Westindien gehörenden Antilleninsel Arreda aus nach Freetown in der britischen Kolonie Sierra Leone ausgelausen. Es führte die Flagge der Panoma=Transport Co., einer Filiale der Standard Jil. Die Mitteilung vom Untergang wurde dieser durch ihr Londoner Büro gemacht. Nach einer Mittellung von Associated Preß int der 4980 BRT große englische Frachtdampfer„Ardandhan“ vor der schottischen Küste torpediert worden. * G E# ) MFA Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 29. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 356 Briten verletzen jedes Recht! Andauernde Willkürakte in der amerikanischen Sicherheitszone Berlin, 26. Dezember. In den letzten Wochen haben englische Kriegsschisse in der Nähe der Küsten der amerikanischen Staaten wiederum kriegerische Aktionen vorgenommen, aus denen sich eindeutig ergibt, daß die britische Regierung nicht gewillt ist, die von ihr gegenüber den Grundgedanken der Deklaration von Panama von Ansang an eingenommene ablehnende Hallung irgendwie zu ändern. In der Panama=Erklärung vom 3. Oktober 1939 wurde bekanntlich eine 300=Meilen=Sicherheitszone von den beteiligten amerikanischen Regierungen proklamiert. Innerhalb dieser Zone hat am 1. Dezember 1940 ein englisches Kriegsschiff den drasilianischen Dampser „Itape“ bei San Thome auf der Fahrt von einem brasilianischen Hasen nach einem anderen brasilianischen Hasen angehalten und 22 Reichsangehörige gewaltsam von Bord geholt. Am 8. Dezember sind der deutsche Handelsdampfer„Idarwald" und am 12. Dez. der deutsche Handelsdampfer„Rhein“ durch die Einwirkung feindlicher Kriegsschiffe an der Südküste von Kuba verlorengegangen. Die Meldungen, daß ein amerikanisches Kriegsschiff Zeuge der kriegerischen Aktionen gegen den Dampfer„Rhein“ innerhalb der panamerikanischen Sicherheitszone gewesen ist, sind unwidersprochen geblieben. Daß es sich hierbei nicht um Einzelfälle handelt, die britische Regierung vielmehr im Grundsatz nicht gewillt ist, die Sicherheitszone zu respektieren, geht aus der Tatsache hervor, daß die Sicherheitszone in zahlreichen früheren Fällen von englischer Seite durch Kriegshandlungen gegen deutsche Schiffe systematisch verletzt worden ist. Solche Aktionen wurden am 24. Oktober 1939 gegen den deutschen Tankdampfer„Emmy Friedrich“, am 6. Dezember 1939 gegen den Dampfer„Ussukama“ am 15. Dezember 1939 gegen das Motorschiff„Düsseldorf“, am 19. Dezember 1939 gegen die Dampfer„Arauca" und„Columbus“, am 13. Februar 1940 gegen den Dampfer „Wakama“, am 1. März 1940 gegen den Dampfer „Troja“ und gegen das Motorschiff„Heidelberg“, am 8. März 1940 gegen das Motorschiff„Hannover“ und am 26. September 1940 gegen das Motorschiff„Weser" durchgeführt. Das Interesse des amerikanischen Kontinents und darüber hinaus der ganzen Welt ist auf diese ständigen britischen Willkürakte gerichtet. Angesichts der sich häusenden Verletzungen der Sicherheitszone durch englische Kriegsschiffe hat der Vorsitzende des Interamerikanischen Neutralitätsausschusses, der brasilianische Botschafter Mello Franco, auf der Sitzung vom 20. Dezember d. Is. in Rio die Anwendung finanzieller## wirtschaftlicher Sanktianen zur stärkeren Sicherung einer zwei Jahren, so sagte Leahy, als die irischen Häfen durch Chamberlain an de. Valera übergeben wurden, hielt England sie für wertlos. Irland mußte in der Folgezeit mehrere Millionen auswersen, um ihre stark vernachlässigten Anlagen wieder instandzusetzen. Jetzt auf einmal stehen die Häsen im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses. England wäre sie als Stützpunkte für seine Geleitzüge sehr erwünscht. Andererseits könnte gerade diese Frage einen schonungslosen„Blitzkrieg“ über dem armen, hilflosen Irland entfesseln. de Valeras Standpunkt sei klar. Warum sollte ein friedliches Land, das seine Freiheit liebe, aber keinen Krieg führe, solange es in Ruhe gelassen werde, sich selbst in Gefahr bringen um einen Preis, der selbst den anderen nur einen höchst problematischen Gewinn bedeuten könnte. Wie Associated Preß meldet, hat England die Aus„Idarwald" und(fuhr verschiedener Waren nach Irland unter Lizenzzwang gesteut. Es handelt sich in sämtlichen Fällen um Erzeugnisse, die über den Atlantik nach England gebracht werden sollen, wie Viehfutter, Düngemittel, Rohtabak, Apfelsinen, Zitronen. Die Verfügung tritt am wirrschäftricher Sanktionen zür statteren Sicherung einer wirksamen Beachtung der amerikanischen Sicherheitszone befürwortet. Der Vorschlag wurde von dem chilenischen Delegierten lebhaft unterstützt. Da wegen der Erkrankung eines Delegierten eine Beschlußfassung nicht erfolgen konnte, wurde die Sitzung auf den 10. Januar nächsten Jahres vertagt. Englands finstere Machenschosten Starke Beachtung in irisch-amerikanischen Kreisen Berlin, 28. Dezember. Das Problem der irischen Häfen findet in den irischamerikanischen Kreisen starke Beachtung. So hat sich kürzlich nach einer Meldung aus Chikago auch der Herausgeber der„Irish American Beview“, Maurice Leahy, in einer Diskussion vor dem„Cathedral Open Fokum“ in beredter Weise für die Aufrechterhaltung der irischen Neutralität eingesetzt. Vor Januar in Kraft. doppelte und dreifache Rechomoorinnd Aufschlußreiche Wirtschaftonolizen britischer Zeitungen Stockholm, 28. Dezember. Immer noch sinden sich im Wirtschaftsteil englischer Zeitungen„Kriegsabschlüsse“ von Gesellschaften, die es verstanden haben, die von den Kriegshetzern herbeigeführte glänzende Konjunktur auszunutzen. Ein Kabelwerk, die General Cable Manufacturing Co., konnte z. B. ihren Reingewinn mehr als verdoppeln. Gegenüber 259 000 Mk. des Vorjahres sind es diesmal mehr als 610000 Mk. Man konnte daher diesmal eine Dividende von 15 v. H. verteilen und die Aktionäre könnten sich wohlgefällig die Hände reiben, wenn nur die Sorge der deutschen Luftangriffe nicht wäre.— Ein großes Textilwerk, Klinger Manufacturing Co., kann von einer noch gewaltigeren Steigerung des Prosits berichten Im vorigen Jahr verdiente man 653000 Mark, diesmal 1,9 Millionen, also das dreifache. Die Dividende wuchs allerdings infolge der unangenehmen Steuer„nur“ auf 13 v. H. an.— Die Trepca=Minen=Gesellschaft konnte zum Schmerz ihrer Aktienbesitzer bisher keinerlei Dividende zahlen. Der Krieg hat hier auch eine„segensreiche" Anderung gebracht. In diesem Jahre ist ein Gewinn von fünf Millionen Mark zu verzeichnen, der immerhin ausreichte, 5 v. H. Dividende zu verteilen. Besser als gar nichts... Erörterung wirtschaftlicher Hilsomöglichkeiten für die [üdamerikanischen Länder, sondern in der Durchsührung einer Propagandatournee für England lag. Lutzes 50. Geburtstag Generalseldmarschall von Brauchitsch überreicht den Ehrendolch des Heeres Wirklichkeit gegen Prahlerei Drakonische Juliermittel-Rationierung in England Stockholm, 26. Dezember. Die englischen Zeitungen berichten Einzelheiten über die Rationierung von Jutiermitteln, die am 1. Jebruar in Kraft tritt und zwangsläufig zu einer Einschränkung der innerenglischen Fleischerzeugung führen muß. Wenn man bedenkt, daß auf der einen Seite aus Mangel an Schiffsraum die Einfuhr von Fleisch fast unterbunden wird, auf der anderen Seite aber eine drakonische Beschränkung der Futtermittelzuteilung für die Inlandserzeugung durchgeführt werden muß, gewinnt man ein Bild über die Versorgungslage Englands, das der Wirklichkeiterheblich näher kommt als die Prahlerei des Landwirtschaftsministers. Aus den einzelnen Zuteilungsvorschriften ergibt sich. daß der Schweinehalter für jedes Tier täglich etwas über drei Pfund Futtermittel erhält, jedoch für ein Drittel der Zahl der Schweine, die er vor Kriegsbeginn gehabt hat. Rugrnaufschlag u heisen Soziale Mißwirtschaft in Südafrika unter der britischen Finanzdiktatur Madrld, 26. Dezember. Wie in England, entdeckl man auch in der Südafrikanischen Union plötzlich, daß es im Lande ein erschreckendes Elend gibt, und beschränkt sich mit der Lösung des Problems wie üblich auf Versprechungen für eine nebelhafte Inkunft. Mit dem Burenkriege hat die englische Schreckensherrschaft in Südafrika die von Buren gebildete soziale Gruppe der„armen Weißen“ entstehen lassen, deren Zahl sich seitdem in stetigem Anwachsen vermehrte. Sie leben inmitten einer Bevölkerung von britisch=jüdischen Großverdienern auf wirtschaftlich niedrigstem Niveau. Schon vor Jahren bestimmte die britische Carnegie=Kommission die Zahl der, gelinde gesagt,„sehr armen“ Weißen auf 300 000; dies waren derzeit 17,5 v. H. der weißen Bevölkerung. Das bedeutet, daß in einem Lande größten Reichtums durch die geradezu antisoziale Haltung des britisch=jüdischen Kapitalismus bald jeder fünfte Weiße in Elendsverhältnissen lebte. Nach dem letzten Jahresbericht des südafrikanischen Arbeitsministers jedoch nimmt das Elend dieser in die Städte abgewanderten verarmten Buren stetig zu. Die südafrikanische Zeitung„Star“ berichtete das bevölkerungspolitisch traurige Resultat, daß nur 59,7 v. H. der Knaben und 67 v. H. der Mädchen gerade befriedigend ernährt sind. Nach einer Meldung der südafrikanischen Intelligence Service erneut gestellt Anschlag gegen die Regierung Ihn Sauds mißglückt— Von London bezahlte Kreaturen gefaßt und verurteilt Mailand, 28. Dezember. Der Korrespondent der Turiner„Stampa“ meldet aus Beirut, daß gegen die Regierung des Königs Ihn Saud in Arabien eine Aufstandsbewegung angezettelt worden sei, die jedoch rechtzeitig von der Polizei entdeckt werden konnte. Im Auftrag seiner Regierung gab der Generalkonsul von Saudi=Arabien in Damaskus folgende Erklärung ab: Bei den in die Aufstandsbewegung verwickelten Personen handelt es sich um den Sheriff Abdul Hamid und zahlreiche andere politische Persönlichkeiten. Sämkliche Verantwortlichen sind verhaftei worden. Der Sheriff wurde hingerichtet und die anderen zu Nerkerhaft verschiedenen Ausmaßes verurleilt. Sie standen sämtlich in Verbindung mit dem beitischen Inselligence Service. Hierzu schreibt die„Stampa“ in einem Kommentar, die Nachricht von dem Komplott gegen die Regierung Ibn Sauds enthülle den Schleier um die Situation in der arabischen Welt völlig. Die britische Propaganda versuche auf jede Art und Weise, die Achsenmächte als die Feinde der arabischen Völker hinzustellen. Aber die Tatsachen bewiesen Tag für Tag, daß Bedrückung und Terror ausschließlich von den britischen Stellen ausgingen. Die Kriegslage erleichtere die Möglichkeiten, die Wahrheit zu verbergen. Dort, wo der Terror nicht offen weiter verfolgt werden könne, weil er deutlichem Widerstand begegne, trete der übelberüchtigte Intelligence Service in Aktion, so in Agypten, wo ein Ministerpräsident und ein Kriegsminister ohne weiteres um die Ecke gebracht werden konnten, weil sie sich offensichtlich dagegen auflehnten, daß sich die Regierung von Kairo den Befehlen der englischen Generäle unterordne. Für Ihn Saud sei das Problem vom englischen Standpunkt aus noch ernster, denn dieser tapfere Herrscher sei immer als ein Feind des britischen Imperialismus betrachtet worden. Die Tatsache, daß das Tun und Treiben des Intelligence Service unzweideutig bekanntgegeben wurde, müsse in der ganzen arabischen Welt eine tiefe Rückwirkung gegen das englische Prestige haben. Das englische Attentat werde ohne Frage den Argwohn gegenüber jenen Kreisen erhöhen, die für Geld die edlen Aspirationen der arabischen Bevölkerung verraten haben und weiter verraten. Die Araber haben einen gemeinsamen Feind, den gemeinsamen Unterdrücker England. Zeitung„Cape Argus“ stellte der Kapstädter Soziologieprofessor Baston fest, daß 28 v. H. aller Familien Kapstadts unterhalb des Existenzminimums leben. Die Feststellung basiert auf dem Preisniveau von 1938. Angesichts der Empörung in der südafrikanischen Oeffentlichkeit über eine derartige soziale Mißwirtschaft unter der britischen Finanzdiktatur hat sich jetzt auch der britische Generalgouverneur und Vertreter Seiner britischen Majestät in Südafrika zu der Erklärung bequemen müssen:„Wir sind aufmerksam geworden auf die Forderungen der Unterprivilegierten, der Frauen und Kinder in körperlichem und seelischem Elend, der Arbeitslosigkeit und der Unsicherheit der Zukunft des Arbeiters.“ Mit frommem Augenaufschlag gedenkt auch dieser britische Landvogt tönende Wechsel auf die Zukunft auszustellen und bessere Sozialorganisationen mit gerechter Güterverteilung zu versprechen. Selbstverständlich geschah dies nicht ohne Ermahnung zu besserer Organisation für die Kriegsanstrengungen. Neuer Reinfall Englands Wirtschaftsmission auch aus Uruguay ergebnislos abgereist * Berlin, 28. Dezember. Der Leiter der britischen Handelsmission für Südamerika, Lord Willingdon, hat es für nötig gehalten, bei seiner Abreise aus Uruguay noch eine Botschaft zu veröffentlichen, in der er in schwülstigen Phrasen von der Gemeinsamkeit der Ideale und einem tiefen Verständnis Uruguays für den von England vom Zaune gebrochenen Kampf spricht. Den eigentlichen Hauptzweck seiner Mission, auf dessen Erfüllung man in Uruguay ebenso wie in den anderen südamerikanischen Ländern in erster Linie rechnete, hat Willingdon nur ganz nebensächlich und bedeutungslos erwähnt. Er erklärte,„wir hatten Besprechungen über die wirtschaftliche Lage, und wir hegen die Hoffnung, daß die Ergebnisse beiden Ländern zum Vorteil gereichen werden.“ Dazu bemerkte er jedoch gleich, daß die beste Botschaft, die er hinterlassen könne, sein Vertrauen in den Sieg Englands sei. Mit dieser Einschränkung deutet Willingdon selbst an, daß das Ergebnis seiner wirtschaftlichen Besprechungen völlig negativ und platonisch ist und daß sich die Hoffnungen der uruguayischen Wirtschaftskreise auf eine Besserung ihrer schwierigen Verhältnisse nicht erfüllen werden. Das Vertrauen Willingdons in den Sieg Englands wird zweiselsohne die ungeheuren Vorräte an den wichtigsten Ausfuhrgütern Uruguays, die jetzt infolge der britischen Blockade unverkäuflich in den Lagerhäusern liegen, das Einkommen weiter Bevölkerungsteile und damit deren Kaufkraft und den wirtschaftlichen Stand des ganzen Landes mindern, nicht verringern. Ebenso wie in Brasilien und Argentinien ist der Besuch der britischen Handelsmission auch in Uruguay völlig ergebnislos geblieben, und Lord Willingdon hat auch hier eindeutig bewiesen, daß seine Aufgabe nicht in der Berlin, 28. Dezember. Ein Morgenständchen des Musirzuges der SA=Standarte Feldherrnhalle leitete den Ehrentag des Stadschefs ein. Gegen Mittag versammelten sich die Führer der SA=Gruppen, die Hauptamtschefs der Obersten SA=Führung. SA=Obergruppenführer Jüttner, der Chef der Hauptamtsführung, überbrachte im Namen der Ss die herzlichsten Glückwünsche. Generalfeldmarschall von Brauchitsch sprach dem Stabschef mit herzlichen Worten seinen Dank aus, daß die Mehrzahl der SA=Männer im grauen Rock an der Front ständen und sich dort hervorragend bewährt hätten. Dann überreichte der Generalfeldmarschall dem Stabschef den künstlerisch ausgeführten Eyrendolch des Heeres— ein erstmaliger Vorgang. Der Stabschef dankte mit denegten Waren Unter den weiteren zahlreich erschienenen Gratulanten sah man die Reichsleiter Darré und Rosenberg, die Reichsminister Dr. Goebbels, Dr. Dorpmüller und Dr. Lammers, den Staatssekretär Fritz Reinhardt, den RSFK=Obergruppenführer Saucke, den SA=Oberführer Goerner als Vertreter des Reichsmarschalls Göring und den Geveralkia su Renzetti. Glückwunschtelegramme sandten u. a. der Stellvertreter des Führers, Reichspresseches Dr. Dietrich, Generalfeldmarschall Keitel, Großadmiral Raeder und Botschafter Alfieri. vom niederländischen Aufbaudienst Von unserem be-Berichterstatter Amsterdam, 28. Dezember. Im Verordnungsblatt für die besetzten niederländischen Gebiete erschien eine Verordnung, wonach es verboten ist, Personen deutscher Nationalität, deutschen oder stammverwandten Blutes in jüdischen Haushalten zu beschäftigen. Unter dieses Verbot fallende Dienstverträge sind, wie in der Verordnung weiter bestimmt wird, nichtig. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu einem Jahr und einer Geldstrafe bis zu 10000 Gulden geahndet. In einer weiteren Verordnung sind die bisherigen Bestimmungen über den nieStolze Zuversicht Fortsetzung von der 1. Seite europäischen Großwirtschaftsraum, die sich— Jronie. Schicksals— den kleinen Staaten gerade als wirkung des englischen Wirtschaftskrieges demonstriert. Wir können also mit stolzer Zufriedenheit den strich unter die Jahresrechnung setzen: das deutsche#### hat in diesem Jahr ein entscheidendes Stück auf Wege zum Sieg hinter sich gebracht. Die englisch, Trabanten in Europa sind— sieht man von Griecheland ab— ausgeschaltet. In dem für den Kampf das englische Mutterland entscheidenden Raum hat die strategische Lage für den Krieg zur See wie in Luft entscheidend zum Nachteil Englands geändert. Schiffsverluste wachsen von Woche zu Woche## sprechend dem sich steigernden Einsatz unserer Seesig kräfte, und unter den Schlägen unserer Lustw### schmilzt die kriegswirtschaftlich unentbehrliche Produ### der englischen Industrie im raschen Tempo zusammen Die englische Propagandamaschine versucht am#### dieses Jahres den Zeitungsleser und in ihm die öffen liche Meinung von den harten Tatsachen mit einen lauten Geschrei über das örtliche Mißgeschick der itali### nischen Waffen im Epirus und in der Cyrenaika abzu# lenken. Es ist bezeichnend, daß London dabei### Wiederbesetzung eines Gebietsstreifens, der, als Italiener ihn vor einigen Wochen besetzten, für gänzic bedeutungslos erklärt wurde, nun zu einem großen strategischen Erfolg machen möchte. Daß in Wahrhei erhebliche Teile der britischen Streitkräfte durch#### ttalienische Bedrohung der Stellungen im Mittelme#### gebunden sind, ohne verhindern zu können, daß diese# wichtige Lebensader des Empire für die Versorgung## Mutterlandes ausfällt, wird natürlich verschwiegen## Dabei ist es nicht zuletzt dieser Doppelgriff der Ache## der der Insel Atemnot bereitet.— Nichts kann die am Jahresende klarer beleuchten als ein Vergleich schen dem aus gepreßten Kehlen kommenden Siegesjube#h Londons über die bescheidenen Erfolge im Mittelme##### und der ruhigen stolzen Zuversicht, mit der das deutsche## Volk— dankbar für die unvergleichlichen Erfolge###### sich neigenden Jahres— die Schwelle des neuen über. schreitet. derländischen Aufbaudienst dahin geändert, daß an### ner Spitze ein Kommandant steht, der vom Reichskon. missar selbst ernannt und entlassen wird, im übrig#### aber dem Generalsekretär im Ministerium für allge meine Angelegenheiten untersteht. Der Jahreshauska#### des Aufbaudienstes wird nach einem Entwurf des Kon#mandanten von den Generalsekretären im holländischen# Finanzministerium bezw. im Ministerium für allget meine Angelegenheiten festgesetzt. Taxin fA. Ernk nehlederung Die Plutokraten beherrschen die britische Regierung Stockholm, 28. Dezember. Die einzige Maßnahme der englischen Regierung gegen das üppig wuchernde Kriegsgewinnlertum bestand in der Einführung einer Sondersteuer, von der besonders krasse Auswüchse ersaßt werden. Aber selbst diese####steuerung, die sich nur auf„übermäßige Gewinne" bezieht, sind den englischen Finanzkreisen ein Dorn im Auge. Nun berichtet Reuter am Sonnabend in einer Meldung seines Handelsdienstes, man nehme an, daß der Finanzminister bei der Aufstellung seines nächsten Budgets im April„gewisse Zugeständnisse gegegenüber den Zahlern der stark kritisierten Abgabe auf übermäßige Gewinne machen wird.“ In Citykreisen höre man, daß die Anregungen geprüft würden und vielleicht eine gewisse Aenderung in Aussicht stehen dürfte. Damit bestätigt sich die Richtigkeit einer Erklärung, die Daily Herald schon vor einiger Zeit im Handelsteil veröffentlichte. Das Blatt teilte mit, daß„interessierte Parteien“ private Zusammenkünfte abhielten, um eine Kampagne zur Abänderung der Steuer durchzuführen.„Sie mäßigen ihre Kräfte, wie sie zugeben, um einen starken Druck auszuüben, wie ihn Westminster(das Parlament) seit langem nicht mehr erlebt hat.“ Ironisch schrieb Daily Herald, daß diese Finanz= gewaltigen natürlich„verabscheuen, so etwas zu tun", daß sie aber ihre Absicht rechtfertigten durch„rührende Geschichten über die beeinträchtigte Privatinitiative und die herabgesetzte Produktionskraft“ infolge der gegenwärtigen Besteuerung. Der Berichterstatter meinte sarkastisch:„So abgehärtet, wie ich auch gegenüber den Geschichten über die Not unter unseren Großen des Gesellschaftslebens bin, gestehe ich, daß ich tief bewegt bin, wenn sie mir von„verschwendeten Aktivposten" erzählen und von„Betriebskapital, das zusammengeschrumpft“. Wie richtig Daily Herald den beherrschenden Einfluß des Finanzkapitals auf die Regierung eingeschätzt hat, geht aus der eingangs zitierten Reutermeldung jetzt hervor. Der Bombenwurf bei Helsingborg Stockholm, 28. Dezember. Wie am Freitag berichtet, hat die schwedische Gesandtschaft in London telegraphisch dem schwedischen Außenministerium mitgeteilt, daß genaue Untersuchu. gen der zuständigen englischen Behörden die Annahmsbegründen, daß die britische Luftwaffe für den Bombe### wurf, der am 29. Oktober dieses Jahres bei Helsin### borg stattfand, verantwortlich ist. Die englische Reg##### rung hat der schwedischen Regierung ihr Bedauern üde#die Neutralitätsverletzung ausgesprochen. In Kürze Der Führer hat dem Generaldirektor der Staatarchive a. D. Geh. Oberregierungsrat Professor Dr. Poul### Kehr, aus Anlaß der Vollendung seines 80. Lebenjahres den Adlerschild des Deutschen Reiches mit da Widmung„Dem hervorragenden Erforscher der mitte. alterlichen Geschichte“ verliehen. ** Der Verwaltungsdirektor der Reichsrundsunkgesel schaft, Hermann Boß, einer der ältesten Parie## genossen in der deutschen Rundfunkarbeit, beging an### 28. Dezember das Fest seines 60. Geburtslages. Reich### minister Dr. Goebbels sprach aus diesem Anlaß Direk###Boß mit seinem herzlichen Glückwunsch seinen besondert#### Dank für die seit 1933 im deutschen Rundfunk geleistet## hingebungsvolle Aufbauarbeit aus. Anläßlich des 50. Jahreslages der Erstaufführung seiner Oper„Cavalleria Rusticana“ wurde dem berühm ten italienischen Komponisten Mascagui, der eistkürzlich seinen 77. Geburtstag feierte, vom Unterricht minister Boital eine goldene Ehrenplakette überreich Verlag: Westlälische Tagrszeitung G. m. b.., Münster(Wesll.. Verlagsleiter: Erich Frintrop(z. 2t. im Felde). I. V. Artbu## Petsch. Hauptschriftleiter: Dr. Anton Elckhoff(z. 21# Felde): Stellvertreter: Karl Kuhl. Verantwortliche Schrif leiter: Politik: Karl Ruhl: Politische Nachrichten und Ver#### mischtes: Dr. Eugen Wagner: Bewegung und Provinz:#### Hiemisch(z. Zt. Im Felde). I. V. August Hollweg: Volkt tum. Kunst und Unterhaltung: Wilhelm Vernekohl: Stadt anzeiger: Peter Jurascheck: Kommunalpolitik: Otto Pese# (z. Zt. Im Felde): Sport: Alkred Strobel(z. Zt. im Feldel. I. V. Peter Jurascheck: Bezirksausgaben und Bildbericht erstattung: Clemens Hülsbusch: Anzeigenleiter: Horst Ente### (z. Zt. Wehrmacht). I. V. Hane Wolfmaler. Sämtlich# Münster. Druck: Aschendorfische Buchdruckerei. Zur Zei ist Preisliste Nr. 1 vom 1. Juli 1940 gültig. 90 Abreise Freitag. 66 Roman einer großen Leidenschaft von HANSPOSSENDORF 10. Juni: Heute die Giacometti gesehen und ein paar Minuten beim Verhör durch den Strohkopf zugegegen gewesen. Per Bacco! Was für ein Mädel! Göttlich schön! Was für Augen! Was für Haare! Was für Copyright by Verlag Knorr& Hirth Komm.-., München 1939 (17. Fortsetzung) „Aber wie erklären Sie es sich“, fragte Nelda,„daß der Tote dann in Venedig gefunden wurde? Es wäre doch wahnsinnig von dem Mörder, sich der Gefahr eines solchen Transportes auszusetzen. Und was soll der Sinn und Zweck dieses gefährlichen Transportes gewesen sein?“ Pasquale Piccirillo zog die Achseln bis an die Ohren und spreizte alle Finger:„Signorina, ich bin ja zwar ein guter Kriminalist, jedoch kein Hellseher. Aber auch diese Frage wird sich lösen, wenn wir erst einmal unserm Manne auf der Spur sind.“ Als sich Piccirillo nach zweistündigem Besuch endlich verabschiedete, fiel ihm plötzlich etwas ein: „Ihren Paß haben Sie doch hofefntlich von der Polizei zurückerhalten?“ „O Gott, mein Paß!“ rief Nelda erschrocken.„Ohne Paß kann ich ja gar nicht ins Ausland reisen.“ „Aber ich habe doch noch gestern unter Ihren Akten auf der Polizei nachgesehen“, sagte Piccirillo beunruhigt. „Und da ist nichts davon zu sehen.“ „Dann muß ich schleunigst einen neuen beantragen.“ Piccirillo fuhr sich sorgenvoll mit der Hand durch seine Lockenmähne.„Ich bin überzeugt, daß der Kommissar dagegen protestieren wird weil Sie nach wie vor für schuldig gehalten werden. Wie lange lief denn Ihr Paß noch?“ „Noch fast zehn Monate; er war kurz vor dem Mord vom Generalkonsul in London neu ausgestellt worden.“ „Und wer hat Ihnen den Paß nach Ihrer Verhaftung abgenommen?“ „Niemand. Ich hatte ihn gerade, zusammen mit meinem englischen Registrationsbuch, auf dem Städtischen Einwohnermeldeamt abgegeben,— am Schalter—.“ „Vielleicht liegt er noch dort“ meinte Piecirillo.„Ich traue dem Kommissar glatt zu, daß er gar nicht daran gedacht hat, ihn dort abholen zu lassen.“ „Ich werde sofort hingehen und nachfragen“, sagte Relda entschlossen. „Rein, nein.— das wäre sehr falsch. Man wird ihn dort nicht ohne vorherige Anfrage bei der Polizei herausgeben.— War der Beamte, dem Gie die Ausweise gegeben haben, ein Mann mit kleinem, grauem Spitzbart?“ „Jawohl.“ Im nächsten Augenblick war Pasquale Piccirillo wortlos verschwunden.— Eine halbe Stunde später erschien er wieder und überreichte Nelda mit einem überlegenen Lächeln den Paß und das Registrationsbuch. „Wie haben Sie das gemacht?“, rief sie beglückt aus. „Sehr einfach: der Beamte kennt mich seit Jahren und hat natürlich keine Ahnung, daß ich gestern aus meiner Stellung geflogen bin. Ich habe gesagt, daß ich im Auftrag des Kommissars komme, um die Papiere abzuholen. Pasquale Piccirillo ist ja nicht aus den Kopf gefallen. Also auf Wiedersehen!— morgen nachmittag halb fünf Uhr, Wartesaal Hauptbahnhof Mailand!“ 15. Kapitel Splitter aus dem Diarium des Pasquale Piecirillo 12. Mai: Endlich einmal ein Kapitalverbrechen in diesem verschlafenen Venedig! Auffindung einer Leiche im Canale Grande. Identifiziert als Fabrikant Marco Ballarin; erwiesenermaßen Mord. Das Herz lacht einem im Leibe! Und so ein Fall in den Händen vom Strohkopf! Man möchte sich die Haare raufen... 20. Mai: Tollen Krach mit dem Strohkopf gehabt. O Himmel, warum hast du mich zu diesen Bütteldiensten verdammt? Nein, Italien ist kein Land für mich. Die strenge Regierung schreckt die Leute von großzügigen Verbrechen ab. Diebstahl, Körperverletzung, Nepp— Nepp, Körperverletzung, Diebstahl— das ist alles. Weshalb bin ich nicht rechtzeitig in die Vereinigten Staaten ausgewandert? Wäre ein großer Kriminalist oder großer Gangster geworden.(Zu beiden Berufen die gleichen Talente erforderlich!) 7. Juni: Die Giacometti, die Mörderin resp. Anstiferin zur Ermordung des Vollarin hat den Wahnsinn gehabt, nach Venedig zurückzukehren. Heute vormittag st sie auf dem Städtischen Meldeamt prompt verhaftet worden... Zähne! Gesichtsausdruck: sanft wie eine Taube. Stimme: süß wie eine Schalmei. Charakter: hart wie Stahl. An der kann sich der Pagliaccio mal die Zähne ausbeißen! Die gesteht nichts— nicht unter der Folter! 12. Juni: Bin am Rande der Verzweiflung. Weshalb läßt man mich nicht einmal die Giacometti verhören! Während sich der Pagliaccio in blödsinnigen Bemühungen abzappelt und keinen Schritt weiterkommt, muß ich den Koffer eines armen Dienstmädchens durchsuchen, weil ihre Gnädige ein paar seidene Schlüpfer vermißt!! Oh, Pasquale, wozu mißbraucht man dich! 14. Juni: Heute wieder ein paar Minuten dem Verhör der Giacometti beigewohnt. Die Sache liegt nicht so, wie es sich der Herr Oberstrohkopf und die übrigen Strohköpfe denken. Da steckt ein ganz anderes Geheimnis dahinter. Und ich muß beiseitestehen mit meinen Talenten! Ich glaube, ich sterbe noch vor Wut und Empörung. 15. Juni: Heute drei Verhaftungen vorgenommen— wegen einer kindischen Prügelei. Kein Hund möchte so weiterleben! 16. Juni: Gestern abend vor lauter Kummer zwei Liter alten Verona durch die Kehle gejagt. Folge davon: plötzliche Erleuchtung, daß die Giacometti unschuldig ist. 18. Juni: Tollen Krach mit dem Pagliaccio gehabt, weil ich mir erlaubt habe, ihn auf gewisse„Trugschlüsse". (sanft ausgedrückt!) im Fall Ballarin hinzuweisen. War nahe daran, ihm einmal meine ganze Verachtung vor die Plattfüße zu rotzen, aber: das liebe Brot! Und außerdem: der Mensch lebt nicht von Brot allein, er braucht auch täglich seinen Wein. 29. Juni: Die Giacometti heute aus der Haft entlassen worden. Strohkopf schwört Stein und Bein, daß er sie trotzdem noch überführen wird..! 16. Juli: Das Gericht hat der Giacometti die Erbschaft zugesprochen. Sie wohnt bereits im Palazzo Ballarin. Der Pagliaccio ist krank vor Wut. Das muß gefeiert werden! 12 August: Kann nicht von dem Fall Ballarin loskommen. Fühle mich erkenntnisschwanger! Dieses Gefühl hat mich noch nie betrogen... 13. August: Gestern drei Liter alten Verona durch die Kehle gejagt. Heute Erleuchtung: der Mord an Ballarin hat mit dem Testament überhaupt nichts zu tun, sondern.. 14. August: Endlich einmal dem Strohkopf die Meinung gezeigt! Wüster Krach. Ich glaube, Pasquale, du bist am längsten Staatsbeamter gewesen. 16. August: So, es ist gelungen! Zwei wichtige (spätere) Beweisstücke in meinem Besitz: die weiße Strandbluse und ein Streifen von dem Gummistoff. Nun mögen sie mich fortjagen beim nächsten Krach! 17. August: Rausgeschmissen! Oh, Mutter, wovon wird dein Sohn seinen armen Leib nähren und seine trockene Kehle netzen, wenn der große Plan nicht gelingt? Nur noch 3 Lire und 45 Centesimi im Beutel! 18. August: Eigenlod stinkt, ich weiß. Aber ich kann mir nicht helfen: Evviva Pasquale! Bravissimo Pasquale!— Soeben komme ich von der Giacometti, und— alles ist geglsickt! Morgen reisen wir zusammen nach London! Erst war sie kalt wie eine Hundeschnauze, so, als wäre es ihr ganz schnuppe, daß sie allgemein für eine Verbrecherin gehalten wird. Aber zum Schluß ist sie losgegangen wie eine Rakete. Donnerwetter! Bei Himmel und Hölle bei ihrer Seligkeit und beim Andenken ihrer Mutter hat sie geschworen, daß sie nicht eher ruhen wird, als bis sie von diesem Makel befreit ist. 100 000 Lire, in Worten: hunderttausend Lire, bekomme ich, wenn der Mörder Ballarins durch meine Arbeit gefaßt wird!— zahlbar am Tage der Verurteilung. Bis dahin alle Spesen und ein anständiges Fixum.(Alles schwarz auf weiß festgelegt!) Nun zeige, was du kannst Pasquale! 20. August, morgens 6 Uhr im Zug: Gestern nachmittag punkt halb 5 Uhr betrat sie den Wartesaal des Hauptbahnhofs in Mailand. Um 5 gemeinsame Weiterfahrt im Orient=Expreß; allein mit ihr in einem Abteil erster Güte. Bis 4 Uhr morgens ununterbrochene Beratungen. Jetzt schläft sie, ausgestreckt auf der Bank mir gegenüber. Zum Verrücktwerden schön sieht sie aus. Pasquale, alter Junge, gib acht! Nicht verlieben, verstehst du? In dieser göttlichen Hülle wohnt nur Verstand und Wille— kein Herz. Keine Frau für dich Pasquale! Merk dir'!— In 20 Minuten wird der Zug in Paris einlaufen. Elf Uhr abends: Heute nachmittag um 5 Uhr 30 in London eingetroffen. Es ist mir(unauffällig) gelungen, im Hotel das Appartement Nr. 17 zu bekommen, dasselbe, das Ballarin bewohnt hat. Das Badezimmer ist grün gekachelt und hat einen grünen Gummivorhang, den man an Ringen um die Wanne ziehen kann! Evvio## Pasquale!— Nelda wohnt in einem kleinen Hotel## einer Seitenstraße von Piccadilly und wird sich hier nichttblicken lassen.— Bereits nähere Bekanntschaft mit den# Zimmermädchen gemacht.(Schachtel Pralinés, Kniff#die Wange— Sprödigkeit der Engländerinnen### Greuelmärchen!) Verdammt, daß ich nicht englisch kanf Aber zu folgenden Ergebnissen hat's gelangt: 1. Feststel# lung, daß das Mädchen schon zwei Jahre im Hotel##in der ersten Etage tätig ist. 2. Feststellung, daß# morgen abend frei hat. 3. Sie hat eine Einladung zutAbendessen angenommen.— Peinlich ist, daß wir nitmit schäbigen 600 Lire hier angekommen sind. Nelt#h wollte absolut nicht auf Hinausschmuggeln größeren be# trages eingehen. Lächerlich! An der Grenze hat ma# uns kaum danach gefragt. Hoffentlich bekommt sie g gen Geld, denn ohne Schmieren ist nirgends in der etwas zu machen— auch in London nicht. (Zortsetzung folgt Heitere Ecke Arzt:„Na, Ihr Husten ist bedeutend besser### worden!“ Kranker:„Ja, Herr Doktor, ich habe auch die gant Nacht geübt!“ „Heute traf ich den jungen Zippmann, sympathist Mensch— er geht immer mit so einer gewisseh Grazie „Ach? Immer noch die auffallende Blonde?“ „Ich bin sehr erstount, Herr Ritter, daß Sie mit Jahren noch so gute Zähne haben!" „Die sind erst zwanzig!“ Knolber saß am Frühstückstisch, als seine Frau schien und zärtlich sagte:„Hör zu, Guter, das Mörhat das Frühstück andrennen lossen. Du wirst dich## mit ein paar Küssen begnügen müssen!"##### „Wenn du es durchaus willst“, murmelte Knve“ „also dann schick sie rein!“ Schigolch klagte über seinen linken Fuß. „Geh doch mal zu Dr. Fraglos!“ riet man ihm. Am nächsten Tage bereits marschierte Schit strahlend die Straße entlang. 46s0sl „Ein glänzender Arzt“ verkündete er,„der hat“ in der Schuhspitze einen Kragenknopf entdeckt!“ Zuue sed Se unl ben Angeiiegen kat Wir suchen fü 1. mehrere für die 2. mehrere! die übe matend Autome 3. mehrere für die ten Ark 4. männliche zur Um Drehen, wird in Angebote mit Gehaltsansort bildes sind zu 761 Ich suche z. 1. 2. ei des Haushaltes er (voller Familienanst Fabrikant Meiner Kreis Warend Stenoty gesucht. Jos. Walt Münst Alter Steini Gaudere für morgens von dreimal wöchentlich) Gaststätte St Münster, Prinz Salbiag, vegerl Servierf findet in größer. Kaffee bei abwec Abendbedienung Dauerstellung. Konditorei 1 Terbeck, I Ruf 4 mit Buchhaltung Großbetrieb per Angebote mit: und Gehaltsansp 5445 an die Hau Suche zu März 4 d. setz., welches war, ein zuverl., Küchenm Angebote unter# Geschäftsstelle d. zeitung in Dülmer Hausha selbständig, perf. in ten, nicht unter 25 sucht. 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Di se zu Woche en tz unserer Seestren, unserer behrliche Produttio, Tempo zusamme, e versucht am End in ihm die öffen atsachen mit einen sißgeschick der italie, der Cyrengika abzug London dabei#### ens, der, als## esetzten, für gänzih zu einem graun Daß in Wahrh seitkräfte durch gen im Mittelme## können, daß dies# die Versorgung#### irlich„verschwiegen ppelgriff der lichts kann die Lag## ein Vergleich zwi# menden Siegesschete olge im Mittelme### nit der das deusche## hlichen Erfolge## lle des neuen über soobssssssum ändert, daß an. er vom Reichskon wird, im übrige### isterium für allge Der Jahreshauskait Entwurf des Kon. en im holländische#### stertum für allen Ug 8 enaue Untersuchu irden die Annahme## se für den Bomben Jahres bei Helsing. die englische Regn ihr Bedauern übe## ichen. irektor der StaatProfessor Dr. Po## seines 80. Lebens. in Reiches mit das rforscher der mitte.) Leichsrundfunkgeset der ältesten Pari#### arbeit, beging burtslages. 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Der Besuch ist nach Bestehen einer Aufnahmeprüfung den Schülern freigestellt, die sich später dem Reichsbahndienst widmen wollen. Aufnahmebedingungen: Mindestalter 17 Jahre, abgeschlossene Volks- oder bessere Schulbildung. Migliedschaft in der NSDAP., HJ. oder anderen Gliederungen, zweijährige Tätigkeit im Bauhandwerk oder Baunebengewerbe(auch lehrlingsmäßige Praktikantenausbidung), für Maschinentechniker mindestens zweijährige Werkstattpraxis. Volksschüler haben nur dann Aussicht auf Bestehen der Aufnahmeprüfung, wenn sie an vorbereitenden Lehrgängen teilgenommen haben. Nähere Auskunft erteilt die Reichsbahndirektion Münster(Westf.). Bewerbungsgesuche sind unabhängig hiervon sofort einzureichen und zu richten an die Reichsbahndirektion Münster(Westf.) lolf-Hitler-Str. 1 Einstollung für den tochn. Bienst Der der Beutschen-Reichsbann. Soweit es die Kriegsverhältnisse zulassen, und unter Wahrung der Belange der Kriegsteilnehmer stellt die Reichsbahn wiederum fortlaufend ein: 1. Dienstanfänger für nachstehende Beamtenlaufbahnen: a) Gehobener techn. Dienst(Inspektorenlaufbahn). Vorbedingung ist Besitz des Abschlußzeugnisses einer Staatsbauschule oder staatlichen Ingenieurschule und zweijährige praktische Tätigkeit in einem geeigneten Handwerk. b) Technischer Assistentendienst. Vorbedingung ist Tätigkeit in einem geeigneten Handwerk und als Zeichner, sowie Besuch von mindestens 3 Semestern Fachschule (keine Abendkurse). Mindestalter 20 Jahre. zu a) und): Lebensalter nicht über 32 Jahre und deutschblütige Abstammung. Mitgliedschaft in der NSDAP. oder einer ihrer Gliederungen. 2. Technische Angestellte. Tiefbau- und Hochbautechniker mit ausreichender technischer Berufserfahrung oder Inhaber des Abschlußzeugnisses einer Staatsbauschule. Keine Lebensaltersgrenze. Beschäftigung auf Privatdienstvertrag. Näheres ist aus dem hier anzufordernden Merkblatt ersichtlich. 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Dezember 1940 Die Verlobung meiner Tochter Antenette mit Herrn Karl Epping-Ernsting gebe ich bekannt Frau Maria Hanses-Ketteler geb. Neuhaus Hiltrup(Westf.), Neujahr 1941 Meine Verlobung mit Fräulein Antonette Hunses- Ketteler, Tochter des verstorbenen Guts- und Baumschulenbesitzers Herrn Franz Anton Hanses-Ketteler und seiner Frau Gemahlin Maria geb. Neuhaus beehre ich mich anzuzeigen Karl Epping-Ernsting Recklinghausen, Neujahr 1941 z. Zt. bei der Wehrmacht Statt Karten Elisabeth Wittler Ludwig Paning Verlobte Münster(Westf.) Heisstraße 35 Laer, Bez. Münster z. Zt. im Felde 3ss0 Jasss Wir haben uns vermählt Reinhard Heydt Maria Heydt geb. Stenkamp Ascheberg i. W. z. Zt. im Felde 30. Dezember 1940 Heute morgen.30 Uhr nahm Gott unsere liebe, gute Mutter und Schwiegermutter, meine gute Schwester, unsere liebe Großmutter 10 Ihre Vermählung geben bekannt Viktor Bose Maria Bose geb. Buyna. Ascheberg(Westf.) Johannesburg(Ostpr.) Bollertstr. 3 den 30. Dezember 1940 Die Geburt unseres 5. Kindes, des 4. Jungen, zeigen wir in Dankbarkeit und Freude an Käthe Eickelpatsch geb. Hammer Hans Eickelpatsch Schule Geiber 2 z. 2t. St.Elsabeih-=Kopital 27. Dezember 1940 Für die vielen Glückwünsche zu unserer Vermählung danken wir herzlichst Alions Schwering Auguste Schwering geb. Lewing Rorup, im Dezember 1910. Familienanzeigen in der Westfälischen Tageszeitung werden zu einem ermäßigten Preis berechnet Maria geb. Schulze Dalhoff zu sich in die Ewigkeit. Nach einem arbeitsreichen Leben, das ganz dem Wohle ihrer zahlreichen Kinder gewidmet war, starb sie nach kurzer Krankheit an einer plötzlich aufgetretenen Herzschwäche, gestärkt durch die hl. Sakramente, im 66. Lebensjahre. Wir bitten, für die Verstorbene zu beten. Bauer Bernhard Schulze Spenneberg und Frau, Maria geh. Epping-Ernsting Therese Spenneberg. Geschäftsführerin Schwester M. Antonita S. A.., geb. Tony Spenneberg Rechtsanwalt Dr. Theo Spenneberg und Frau. Martha geb. Tiemann Schwester M. Herwiga S. A. C. geb. Philomene Spenneberg Assessor Dr. Aloys Spenneberg(z. Zt. Feldw. i. Felde) und Reinholda Ruck Eufemia Spenneberg und Lehrer Adalbert Wirtz (z. Zt. Unteroffizier im Felde) Agnes Spennebern Gertrud Spenneberg Bauer Adolf Schulze Düdins und Frau. Tonv geb. Schulze Harling Bauer Theodor Schulze Dalhoff und 9tEnkelkinder Borghorst, Engers a. Rhein. Dietershausen b. Fulda. Hamm. Schönstatt b. Vallendar, im Felde, Ermelinghof, den 27. Dezember 1910. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 31. Dezember 1910, morgens um.15 Uhr, vom Sterbehause und um.45 Uhr von der Kirche aus statt; anschließend das feierliche Seelenamt. ziehen leicht Erkältungen mit sich: Sie müssen sich davor hüten! Sorgen Sie dafür, daß Ihre Füße stets trocken und warm sind: Achten Sie auf Schuhwerk und Strümpfe, und vor allem Pflegen Sie Ihre Jühe mit Esasit! Ekasit=Fußbad fördert die Blutzirkulation und kraftigt den Juß. 8 Bader 90 Vig. Esasit=Creme heilt wunde Fütze und verhindert Frostschaden. Dose 55 Pfa. 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Vordenbäumer Adolf Frericks u. Frau Elis. geb. Vordenbäumer Max Kreutzmann u. Frau Guste geb. Vordenbäumer Münster(Westf.), Cronberg(Taunus), Coesfeld, Grevener Str. 396 Bielefeld, Dortmund. den 27. Dezember 1940. Die Beerdigung findet statt am Montag, den 30. Dez. 1940, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Zentralfriedhofes aus. Das feierliche Seelenamt ist am gleichen Tage, vormittags 8½ Uhr. in der St.-JosefsKirche. Am 2. Weihnachtstage 20 Uhr verschied nach kurzer, schwerer Krankheit, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, ergeben in Gottes heiligen Willen, im Alter von 63 Jahren mein innigstgeliebter Vater, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel August Gräler Er starb nach einem arbeitsreichen pflichttreuen Leben, 10 Monate nach dem Tode selner herzensguten Frau. Wir empfehlen die Seeie des teuren Verstorbenen der christlichen Fürbitte. Ostbevern, den 27. Dezember 1940. Amande Grüler Heinz Lüning als Bräutigam Die Beerdigung findet statt am Montag, den 30. Dez., morgens 9 Uhr. vom Trauerhause aus, gleich daraul das feierliche Sselenamt, wozu freundlichst eingeladen wird. Statt besonderer Anzeige * Heute morgen.45 Uhr entschlief sanft nach langem Leiden im Alter von 55 Jahren unser lieber Bruder, Schwager und Onkel, der Landgerichtsrat a. D. Hubert Crone Leutnant d. Res. im ehenn. Regt. Jäger zu Pferde Nr. 3 Er starb, versehen mit den Gnadenmitteln unserer Kirche, ergeben in Gottes heiligen Willen. Die trauernden Angehörigen. Coesfeld und Münster, den 27. Dez. 1940. Die Beerdigung findet statt am Dienstag, den 31. Dezember 1940, morgens.15 Uhr, von der Krankenhauskapelle aus, anschließend das Seelenamt in der St.-Jacobi-Kirche. Statt besonderer Anzeige Am zweiten Weihnachtstage, um 22.45 Uhr. entschlief nach langem Leiden in beinahe vollendetem 72. Lebensjahre, wohlvorbereitet durch den Empfang der hl. Sakramente, unsere innigstgeliebte, unvergeßliche Schwester Franziska Börding In tiefer Trauer: Theodor Börding Margarete Börding Münster I.., Eisleben Ludgeristr. 58/59 Die Seelenmesse findet statt am Montag, den 30. 12. 40, um 9 Uhr, in der St.-Ludgeri-Pfarrkirche. Die Beerdigung erlolgt am gleichen Tage, um 15.30 Uhr von der Leichenhalle des Zentralfriedlholes aus. Gegen GlZahnschmerzen Aerztlich empfohlen. Ueberraschend schnelle, sichere Wirkung, weil das betdubungsgiftfreie, rein wasserlösliche Dreiecksalz sofort ohne jede Nebenwirkung voll vom Schmerz-Zentrum aufgenommen wird. Bitte öberzeugen Sie sich selbst. In allen Apotheken und in Drogerien(/70) vorrätig. Preis C. Bewährt bei: Kopf- und Zahnschmerzen, Kater, Grippe, Rheuma. Gicht, Ischlas, Fieber, Migräne Wegen des Jahresabschlusses können am Dienstag, den 31. Dezember 1940(Silvester) keine Einzahlungen entgegengenommen werden. Münster, den 28. Dezember 1940. 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A. gez. Klasmeier, Regierungsdirektor. Bevollmächtigter für den Nahverkehr: J. A. gez. Dr. A. Schmidt, Oberregierungsrat. Gschhtre) Städt. Bühnen Münster(Westt.) Intendent: Ericb Pabst Spielzeit 1940141 Stadtthester Sonntag, den 29. Dezember 16 Uhr Ende 19 Uhr „Faust“ II. Teil (Tragödie) Münster Am alten Drubbel 17/18 Handelsregister Amtogericht Münster i. 29. Angaben in 4) ohne Gewähr. Neueintragung: 24. 12. 1940. A. 2808: Bruno Tromp R.., Münster i. W.(Kraftfahrzeugersatzteile u. Zubehör— Vogel=von=Falkenstein=Straße 19. Persönlich haftender Gesellschafter ist der Kaufmann Bruno Tromp in Münster. Kommanditgesellschaft, die am 1. 1. 1940 begonnen hat, mit einem Kommanditisten. Montag, den 30. Dezember 17 Uhr Ende 19.30 Uhr „Ich habe einen Engel geheiratet“(Lustspiel) Dienstag, den 31. Dezember 17 Uhr Ende 19.30 Uhr Miete Di. B 7 „Auf der grünen Wiese“ (Operette) Mittwoch, den 1. Januar 17 Uhr Fnde 19.30 Uhr Miete MI. B 7 „zle toller Blufell: (Schwank) Donnerstag, den 2. Januar 17 Uhr Ende 19.30 Uhr Miete De. B 7 Anläßlich des zehnjähr. Bestehens des Gaues Westfalen-Nord Zum erstenmal: „Aechenbrödel“(Lustspiel) Freitag, den 3. Januar 17 Uhr Ende gegen 19.13 Miete Fr. B 7 „oses““(Oger) Samstag, den 4. Januar 17 Uhr Ende gegen 19.30 „Der Gral v. Lusemburg“ (Operette) Seanteg, den 3. Januar 16 Uhr Ende gegen 18.30 „Auf der grünen Wiese“ (Operette) Kammerspiele Sonntag, den 29. Dezember 11 Uhr Ende 13.30 Uhr „Besuch am Abend“ 17 Uhr Ende 19 Uhr „Der Diärekmaschine“ (Lustspiel) Montag, den 30. Dezember Probe der Niederdeutschen Bühne Dienstag, den 31. Dezember 17 Uhr Ende 19.15 Uhr „196 sel 500 Dollar“ (Komödie) Mittwech, den 1. Januar 17 Uhr Ende 19 Uhr „De Diärekmaschine“ (Lustspiel) Dennerstag, den 2. Januar Probe der Niederdeutschen Bähse Anfengsselten Preitag, den 3. Januar 17 Uhr Ende 19.30 Uhr Kein Kartenverkauf „Besuch am Abend“ (Lustpieloperette) Samslag, den 4. Januar 17 Uhr Ende 19 Uhr Kein Kartenverkauf „e Uöechmaschles! (Lustspiel) Senntag, den 5. Januar 10 Uhr Ende 12.30 Udt „Besuch am Abend“ 14 Uhr Ende 16 Uhr „De Dlärehmaschine“ 18 Uhr Ende 20.30 Uhj, „Karl III. und Anna Oesterreich“. Kein Hartenverkauf bitte beachten! 29. Dezember 1 Ded Wunder Von unserer I Wohl selten hat ein einer Brauchbarkeit so Flugzeug bei der Erschl gebiete. Hier, wo info Voraussetzungen für an mittel die Vorzüge und in Erscheinung traten un ergab sich die Ueberlege deren Verkehrsmitteln Form Den Gedanken, Kolonialgebieten heranzt Luftbild von Jol „Jahren vor Ausbruch waren es Deutsche, die Ausführung ihres Vor Männer und deutsches Gedanken dann ein I Weltkrieges in die Tat Ju 52 im südafrikar Wohl hatte man au länder versucht, mit e gebiete zu erschließen. britischen Materials 1 scheiterte aber dieser Ve eigener Kraft nicht wei Leistungen des deutsch Maschinen wurden Probleme herangezoge Schwierigkeiten zu übe Junkers=Flugzeuge des vollbrachten wahre W Schwarzen Erdteil. Au ein, wenn auch kleiner. Luftverkehr auf der E — East London—Dut burg aufgezogen und westafrika eine Postflu öffnet. Aus diesen bewußt und wirtschaftlich arbe wickelte sich 1934, nach Airways, in der die schaften aufgingen, ein Die Sicherheit und Re zeuge führte zu einer quenz. Zu den damals zeugen kamen 1934 d Standardtype Ju 52. wie auch die der folge von Dessau nach Afrik weitere Bestellungen? Der Man konnte in den daß Filme mit nation keiten auf den interna daß sie kaum geeignet gewinnen. Diese Ansicht war zu finden, sondern vor Paris und London. punkt— und bestimm ja bis vor kurzem ge internationalen Markt sein müsse. Man hat in diesen wie jedes andere echte Spiegelbild der Kultur aus dem Erleben unse wenn er Wortführer nisse, wenn er die M und zum Miterleben zu Schon 1935, gelegkongresses in Berlin,: in seiner viel beachte chende, die Grenzen d der Filme mit nationa damals thesenartig: eigenem Stil und eiger len der Kunst sind am die Kraft zu den kühr der Unsterblichkeit ziel die sie in das heimatli Internationale Bedeu die national verhaftet sprung ist, deren: stark dynamisch gelader zen des eigenen Kult weil es im tiefsten m schenherzen aller Länk erschüttern vermag.: bunden ist, um so ste wickelt, den geograph S* KIR •) MIFA — Mikrotilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 29. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 356 Deutsche Nazzeuge aberKhia Wunder an Pionierleistungen im Schwarzen Erdteil— Ju 52 befliegt 10650 Kilometer Englische Versuche kläglich gescheitert Von unserer Berliner Schriftleitung Wohl selten hat ein Verkehrsmittel den Nachweis seiner Brauchbarkeit so überzeugend erbracht, wie das Flugzeug bei der Erschließung weiträumiger Kolonialgebiete. Hier, wo infolge Fehlens der notwendigen Voraussetzungen für an die Erde gebundene Verkehrsmittel die Vorzüge und Vorteile des Flugzeuges voll in Erscheinung traten und ausgewertet werden konnten, ergab sich die Ueberlegenheit des Flugzeuges allen anderen Verkehrsmitteln gegenüber in nachdrücklichster Form Den Gedanken, Flugzeuge bei der Erschließung von Kolonialgebieten heranzuziehen, hatte man schon in den 1939 hatte die Südafrikanische Airways bereits einen Maschinenpark von insgesamt rund 30 deutschen Maschinen. Ferner liefen zu der Zeit zwei Aufträge über das neue viermotorige Großflugzeug Ju 90, die nur infolge Ausbruch des Krieges nicht zur Ablieferung kamen. Auch Portugal kauft deutsche Maschinen Der südafrikanische Minister Pirow, der schon durch die Bestellung deutscher Junkers=Flugzeuge bewiesen hatte, daß er gutes von schlechtem Material zu unterscheiden wußte, setzte bald darauf seinen Plan, den südlichen Teil Afrikas unterhalb des Aequators durch Luftverkehrslinien miteinander zu verbinden, in die Tat satorischen Fragen auf ein höchst vollkommenes Maß „von Betriebssicherheit und Regelmäßigkeit stützen. Da die Portugiesen keine erfahrenen Flugzeugführer und Besatzungen für die angekauften Junkers=Flugzeuge hatten, sprangen Junkers=Piloten und Bordpersonal ein und führten in Zusammenarbeit mit dem portugiesischen Bodenpersonal in der ersten Zeit den Luftverkehr aus. Dabei wurden ausgedehnte Vorberietungsflüge über die Kalahari bis zur portugiesischen Kolonie Angola in Westafrika durchgeführt, die später zu einer Flugverbindung zwischen den beiden portugiesischen Kolonien führten. Flug von Dessau nach Belgisch-Kongo Auch Belgien hatte, nachdem es bereits lange Jahre mit Junkers=Flugzeugen in Europa einen gut eingespielten Luftverkehr unterhalten hatte, mehrere JunkersFlugzeuge für Belgisch=Kongo angekauft und eingesetzt. Dabei wurden auch diese Flugzeuge auf dem Luftwege nach Afrika überführt, wobei es besonders für die Güte und das Ansehen des deutschen Materials sprach, daß man mit diesen Flugzeugen die Frauen und Kinder des bereits vorher an Ort und Stelle gebrachten belgischen Personals von Brüssel nach Afrika beförderte. Es ist als bekannt vorauszusetzen, daß gerade die innerafrikanischen Strecken in diesem Teil Afrikas durch die Wildheit und Verschiedenheit ihrer klimatischen Verhältnisse berüchtigt sind Zund infolgedessen höchste Anforderungen an Mensch und Material stellen. Aber keine dieser Schwierigkeiten konnte die deutschen Flugzeuge an der regelmäßigen Ausführung des nun einsetzenden Luftverkehrs hindern. Aber auch Spanien, in dem bereits seit vielen Jahren ein nur mit JunkersFlugzeugen aufgezogenes und besonders gut eingespieltes Luftverkehrsnetz aufrechterhalten wurde, hat in seinen nordafrikanischen Besitzungen Junkers=Flugzeuge eingesetzt, die sich dort ebensogut bewährten wie in anderen Teilen der Erde. Auf diese Weise fand die Arbeit der großen deutschen Kolonialpioniere des vorigen Jahrhunderts auch durch die Tätigkeit deutscher Junkers=Flugzeuge im Schwarzen Erdteil seine sinnvolle Fortsetzung. Deutschland hat bewiesen, daß es auch an der verkehrsmäßigen Erschließung Afrikas stärksten Anteil genommen hat. Abenteuer eines deutschen Schnellbootes Luftbild von Johannisburg von einer Ju 52 Jahren vor Ausbruch des Weltkrieges. Auch damals waren es Deutsche, die aber der große Krieg an der Ausführung ihres Vorhabens hinderte. Und deutsche Männer und deutsches Material waren es, die diesen Gedanken dann ein Jahrzehnt nach Beendigung des Weltkrieges in die Tat umsetzten. Ju 52 im südafrikanischen Luftverkehr Wohl hatte man auch in Afrika von seiten der Engländer versucht, mit eigenem Flugmaterial Kolonialgebiete zu erschließen. Infolge der Unzulänglichkeit des britischen Materials und des eigenen Unvermögens scheiterte aber dieser Versuch kläglich. Erst als man aus eigener Kraft nicht weiter kam, besann man sich auf die Leistungen des deutschen Flugmaterials, und deutsche Maschinen wurden zur Lösung der schwebenden Probleme herangezogen. Trotzdem es hierbei riesige Schwierigkeiten zu überwinden gab, zeigten sich unsere Junkers=Flugzeuge des deutschen Namens würdig und vollbrachten wahre Wunder an Pionierleistungen im Schwarzen Erdteil. Aus bescheidensten Anfängen wurde ein, wenn auch kleiner, so doch tadellos funktionierender Luftverkehr auf der Strecke Kapstadt—Port Elizabeth — East London—Durban—Bloemfontaine—Johannis= burg aufgezogen und zu gleicher Zeit in Deutsch=Südwestafrika eine Postflugstrecke Windhuk—Kimberley eröffnet. Aus diesen bewußt klein gehaltenen, aber brauchbar und wirtschaftlich arbeitenden Luftverkehrsnetzen entwickelte sich 1934, nach Gründung der Südafrikanischen Airways, in der die beiden obigen Luftverkehrsgesellschaften aufgingen, ein weitaus größeres Streckennetz. Die Sicherheit und Regelmäßigkeit der deutschen Flugzeuge führte zu einer ständigen Steigerung der Frequenz. Zu den damals vorhandenen 11 Junkers=Flugzeugen kamen 1934 die ersten vier Bestellungen der Standardtype Ju 52. Alle vier Maschinen wurden, wie auch die der folgenden Jahre, auf dem Luftwege von Dessau nach Afrika übergeführt. 1937 folgten zehn weitere Bestellungen der Ju 86 und der Ju 52, und aus gesehen. Aufnahmen: Junkers. um. Bald durchzogen vielbenutzte Flugstrecken diese Teile Afrikas und verbanden die Union und SüdwestAfrika mit Portugiesisch=Ost= und West=Afrika, BelgischKongo, Uganda und Deutsch=Ostafrika. Damit stand dem Luftverkehr ein 10 650 Kilometer langes Streckennetz im Kreisverkehr zur Verfügung. In dem Südafrika benachbarten Kolonialbesitz hatte man indessen der konsequenten Ausbreitung des Luftverkehrs nicht tatenlos zugesehen. So kaufte die Verwaltung von Portugiesisch=Ostafrika mehrere Ju 52, die auf der Strecke Laurenzo Marques— Johannisburg— Johannisburg— Laurenzo Marques— Baira und darüber hinaus eingesetzt wurden. Diese Netze konnten sich infolge der einheitlichen Ausrichtung mit Ju=52=Flugzeugen und allen damit zusammenhängenden technischen und organiDie Viktoria-Fälle vo Der Sonderberichterstatter des„Giornale 'Italia“ an der Kanalküste schildert die neuesten glänzenden Waffentaten deutscher Schnellboote gegen einen englischen Geleitzug. Er erwähnt dabei, daß auf der jüngsten Feindfahrt ein riesiger Polyv an Bord des Führerbootes gespült wurde. der sich mit seinen über einen Meter langen Saugarmen an Bord festklammerte und auch durch Enterbaken nicht gelöst werden konnte. Alle Bemühungen, das Meeresungeheuer von der Ankerwinde loszubekommen und wieder ins Meer zu werfen, seien so lange gescheitert, bis unter der Einwirkung eines Kruges mit kochendem Wasser der Polyp es dann selbst vorzog, wieder von Bord zu gehen. einer Ju 52 aus gesehen Die berühmten deutschen Ju-52-Flugzeuge erregen das Interesse der Eingeborenen auf den Goldminenfeldern von Johannisburg. Die Frapsenbctreuug Oberst des Generalstabes von Wedel, Abt.-Chef im Oberkommando der Wehrmacht Von Die Herausforderung Großdeutschlands durch den ven den Westmächten heraufbeschworenen Krieg ist eine totale. Infolgedessen hat die deutsche Führung vom ersten Tage an nicht nur die gesamte militärisch= und wirtschaftliche Kraft des deutschen Volkes mobilisiert, sondern auch alle Energie des Geistes und des Willens und alle Chariakterwerte zum Einsatz gebracht. Denn es bestand kein Zweifel, daß die Bewährung des Soldaten als entschlossener und angriffsfreudiger Kämpfer lebendige nationalsozialistische Erziehung und zielbewußte geistige Führung zur Voraussetzung hat. In enger Zusammenarbeit haben Partei und Wehrmacht die großen Aufgaben der geistigen Betreuung der deutschen Soldaten angefaßt und gemeistert. Die Kameradschaft dieser gemeinschaftlichen Arbeit hatte sich schon vor dem Kriege erprobt. Schon im September 1936 war zwischen Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und dem Oberkommando der Wehrmacht eine Vereinbarung über die kulturelle Betreuung der Truppe abgeschlossen worden. Mit Beginn des Krieges aber wuchsen Bedeutung und Umfang aller Betreuungsaufgaben ins Ungemessene. Schon in den ersten Wochen entstanden auf Anordnung des OKW. die Feldzeitungen, wichtig als Führungsorgane der militärischen Befehlshaber, von der Truppe besonders geschätzt, weil die Feldzeitungen ihrem Vormarsch aufs schnellste folgten und so die beste Gewähr für die Übermittlung noch Nachrichen boten. Der frische soldatische Ton dieser Feldzeitungen hat nicht unerheblich dazu beigetragen, die Spannkraft der Truppe zu steigern. Zu den Feldzeitungen gesellten sich die Heimatzeitungen. Das Schrifttum des Oberkommandos der Wehrmacht und der Wehrmachtteile über militärische Fragen und Aufgaben der soldatischen Haltung wurde wirksam ergänzt durch den Schulungsbrief der Partei. Dieser gibt den militärischen Vorgesetzten die Möglichkeit, in iin Zeiten zwischeu den großen Kämpfen den ihrer Führung anvertrauten Soldaten immer wieder die Grundlagen und Grundfragen der Arbeit der RSDAP. einzuprägen. Von größtem Einfluß aber auf die Schlagkraft der Truppe und für die geistige Frische der Soldaten war das gewaltige Werk der Freizeitgestaltung, das unmittelbar nach dem polnischen Feldzug eingesetzt hat. Das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda errichtete ein Sonderreferat„Truppenbetreuung". In der RS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" entstand das KdF=Verbindungsamt Wehrmacht Reichsarbeitsdienst. Beide Stellen gingen in engster Zusammenarbeit mit dem Oberkommando der Wehrmacht ans Werk und stellten ihr großes organisatorisches Können und ihre reiche Erfahrungen sowie eine unerschöpfliche Fülle von künstlerischen Kräften aller Art in den Dienst der Sache. Was während der bisherigen Kriegsdauer durch diese Organisationen geleistet wurde, ist auch eine Großtat in der Geschichte dieses Krieges. Theatervorführungen, Varietédarbietungen, Bunte und Kleinkunstabende, Konzerte und Solistenveranstaltungen, Dichterabende, Aufführungen von Volks- und Laienkunst und Vorträge volksbildnerischer Art wurden geplant und in mustergültiger Form durchgeführt. Dabei war immer der Wille bestimmend, die Veranstaltungen der Stärkung der inneren Kräfte dienen zu lassen. Längst ist die Anzahl der Veranstaltungen eine hohe lechsstellige Zahl geworden, die Anzahl der Besucher, welche sich dieser Stärkung von Herz und Seele freuen durften, hat viele Millionen erreicht. Unvergeßlich sind die Eindrücke, welche aus diesen Vorführungen erwuchsen. Besondere Höhepunkte waren wohl die Kriegsfestspiele in Bayreuth und die Konzerte der Berliner Philharmoniker. Daneben aber ist immer mit besonders liebevoller Sorgfalt an die Kleinarbeit gedacht worden, an die oft schwierige und dornenvolle Aufgabe, auch die kleinsten und abgelegensten Einheilen nichtleer ausgehen zu lassen. Hinzu trat der volle Einsatz des deutschen Films. Die große Organisation des Hauptamtes Film der Reichspropagandaleitung mit den ihm unterstellten Gaufilmstellen wurde, von Reichsminister Dr. Goebbels zur Verfügung gestellt. Groß war auch die Leistung des deutschen Rundfunks. Das ist eindrucksvoll beim 50. WehrmachtWunschkonzert in die Erscheinung getreten; damals hat General der Gebirgstruppen Dietl allen deutschen Soldaten aus dem Herzen gesprochen, als er den Dank der Front dem deutschen Rundfunk und den Veranstaltern der Wehrmacht=Wunschkonzerte zum Ausdruck brachte. Nicht vergessen werden darf die Leistung der Dr.= Goebbels=Spende mit ihren über 20000 Rundsunkgeräten und die große Buchspende von Reichsleiter Rosenberg, die viele Hunderttausende von Büchern den Soldaten zur Verfügung gestellt hat. Die Zentrale der Frontbuchhandlungen im Verlag der Deutschen Arbeitsfront übernahm den Aufbau des großen Netzes von Frontbuchhandlungen in den von den deutschen Truppen besetzten Gebieten. So ist das gesamte große Werk der Truppenbetreuung nicht nur beispielhaft für die treue Kameradschaft der Arbeit, welche in diesem Kriege Partei und Wehrmacht verbindet, sondern zugleich ein Dokument des leidenschaftlichen und entschlossenen Willens von Führer und Volk, die unerschöpflichen Kräfte des deutschen Landes einzusetzen für den sicheren Sieg. Im hohen Steppengras von PortugiesischWestafrika müssen die Junkers-Flugzeuge der„Deta“ starten und landen Der Film sprengt die Grenzen Nationale Stoffe erzielen internationale Erfolge Man konnte in den letzten Jahren des öfteren hören, daß Filme mit nationalen Stoffen gewissen Schwierigkeiten auf den internationalen Märkten begegnen und daß sie kaum geeignet seien, internationale Erfolge zu gewinnen. Diese Ansicht war nicht nur bei uns in Deutschland zu finden, sondern vor allen Dingen in Hollywood, in Paris und London. Man vertrat früher den Standpunkt— und bestimmte ausländische Filme haben dies ja bis vor kurzem gezeigt—, daß ein Film, der den internationalen Markt gewinnen will, möglichst farblos sein müsse. Man hat in diesen Kreisen vergessen, daß der Film wie jedes andere echte Kunstwerk Ausdruck der Nation Spiegelbild der Kultur eines Volkes sein muß, daß er aus dem Erleben unserer Zeit seine Kräfte ziehen muß, wenn er Wortführer unserer Tage und ihrer Geschehnisse, wenn er die Menschen, die ihn sehen, ansprechen und zum Miterleben zwingen soll. Schon 1935, gelegentlich des Internationalen Filmkongresses in Berlin, wies Reichsminister Dr. Goevbels in seiner viel beachteten Ansprache auf die weitreichende, die Grenzen der Völker sprengende Bedeutung der Filme mit nationaler Prägung hin. Er formulièrte damals thesenartig:„Jede Nation schafft Kunst aus eigenem Stil und eigener Anschauung. Selbst die Größlen der Kunst sind am Ende Kinder ihres Volkes und die Kraft zu den kühnsten Würfen, mit denen sie nach der Unsterblichkeit zielten, zogen sie aus den Wurzeln, die sie in das heimatliche Erdreich hineinversenkt hatten Internationale Bedeutung gewinnt deshalb die Kunst die national verhaftet und völkisch in ihrem Ursprung ist, deren wurzelechtes Schöpfertum aber so stark dynamisch geladen erscheint, daß es über die Grensen des eigenen Kulturbezirkes weit hinausreicht und. weil es im tiefsten menschlich ist, auch die echten Menschenherzen aller Länder und Völker auf das tiefste zu erschüttern vermag. Je mehr also eine Kunst volksverbunden ist, um so stärker ist in ihr die Fähigkeit entwickelt, den geographischen Grenzbezirk zu sprengen.“ Dennoch wurde von den Produktionszentren Hollywood, Paris und London die Welt weiterhin mit Filmen überschwemmt, in denen es von Fürsten, Hochstaplern, Nichtstuern und Tänzerinnen wimmelte. Machwerke dieser Art konnten zwar für eine gewisse Zeit blenden, nicht aber bleibende Eindrücke hinterlassen. Man hatte sehr bald genug davon und verlangte nach Filmen, die ein großes und mitreißendes Thema in den Mittelpunkt ihrer Handlung stellten. Man wollte keine kriminellen Schauergeschichten, Entführungs= und Verfolgungsszenen oder eine sich selbst überpurzelnde KnockaboutKomik mehr sehen, sondern Filme, die etwas vom Wesen und Geist des Volkes vermittelten, dem sie entstammten. Vor allem in Hollywood versuchte man einen Wandel mit betonter Auswahl künstlerischer und technischer Mittel herbeizuführen. Jedoch vergaß man, daß Kitsch, wenn auch subtil geboten, Kitsch bleibt und daß ein belangloses Thema. obgleich mit starken künstlerischen Mitteln ausgedrückt, im Kern flach und leicht bleibt und nichts Wesentliches hinterläßt. Es ist das Merkmal dieser Filme, daß sie— kein besonderes Merkmal haben; sie können überall hergestellt sein. Der Internationalität jener Filme, die, verwaschen und farblos, nur auf die Unterhaltungs= und Ablenkungssucht der Massen spekulierten und die jede völkische Eigenart,„die Atmosphäre des Ursprungslandes" vermissen ließen, trat man schließlich von den verschiedensten Seiten entgegen. Avantgardisten meldeten sich zu Wort; verantwortungsvolle Künstler, Regisseure, Darsteller und Produzenten fanden sich. Deutschland und Italien konnten die Vormachtstellung, die sie zwischenzeitlich eingenommen hatten, weiter befestigen. In beiden Ländern gab man dem Film mit dem großen und starken nationalen Thema besonderen Vorzug. Man hatte gefunden, daß der Hinweis auf den Publikumsgeschmack nicht stichhaltig sei. Ein sich selbst überlassener Publikumsgeschmack kann zu einer Gefahr werden und zur Trägheit künstlerischen Wollens führen. Durch die großzügige Förderung des Staates wurden in beiden Ländern die großen Themen gestell:, durch seine Unterstützung konnten sie filmisch in vorbildlicher Weise verwirklicht werden. Die internationalen Erfolge national eigenwilliger Filme, nicht nur in allen Großstädten der Welt, sonder vor allen Dingen bei den bekannten internationalen Wettbewerden, so bei den Filmkunstwochen in Venedig, gaben ihren Vorkämpfern recht. Die nationale Eigenwilligkeit eines Filmes war die Grundlage seines internationalen Erfolges, sie bildete kein Hindernis, sondern im Gegenteil die Voraussetzung. Diese Ansicht ist heute zu einer feststehenden geworden. Sie hat einige Jahre gebraucht, um sich durchzusetzen und um Allgemeinerfahrungsgut zu werden. Es ist deshalb nicht von ungefähr, wenn die Produktionsprogramme der großen Firmen gerade in dieser Richtung liegende Themen besonders berücksichtigen. Das Erleben unserer Tage, das einster gestimmt hat und völkisch selbstbewußter, lehnt die seichten und flachen Stoffe ab. Man geht heute in das Lichtspieltheater, um eine gute Unterhaltung zu finden, um sich durch einen Film bereichern zu lassen. Man will etwas mit nach Hause nehmen, man.ll über einen Film diskutieren und sich aussprechen. Gerade der deutsche Soldat ist ein eifriger Besucher des Filmtheaters geworden. Und er-verlangt von einem Film bedeutend mehr als früher. Auf sein Urteil, auf seine Wünsche ist nicht nur jetzt, sondern für alle Zukunft besonderes Gewicht zu legen. Der große und erfolgreiche deutsche Film wird immer ein nationales, ein im tiefsten Wesen deutsches Thema behandeln. Er will mit Herz gemacht worden sein und eine Seele haben. Keinesfalls braucht er dabei hochdramatisch zu wirken. Das ist einer der Vorzüge des deutschen Wesens: daß der deutsche Humor immer wieder durchleuchtet, jener Humor, der aus dem Herzen kommt und unverkrampft ist. Jener stille und sonnige Humor, der Gemüt hat. Heute, nach den Waffentaten der Wehrmacht, da große Länder unter dem Schutz des Reiches stehen, hat all das, was deutsche Kunst und Kultur heißt, besondere Aufgaben. Der nationale Film, der Film mit der deutschen Themenstellung, wird dabei zu einer Waffe des Geistes. Hans Steinbach Die verschollene„Jungfrau von Orleans“ Berühmte Verdi-Oper wiederentdeckt— Festaufführung zum 40. Todestag des Komponisten Die Berliner Volksoper wird anläßlich des 40. Todestages des berühmten italienischen Komponisten Giuseppe Verdi am 21. Februar dessen Oper„Die Jungfrau von Orleans“, die fast ein Jahrhundert verschollen war, zur deutschen Erstaufführung bringen. Nicht nur Menschen, sondern auch Bücher und Tonwerke haben ihre Schicksale. Manche von ihnen wurden bei ihrem Erscheinen durch Kritik und Publikum dis zum Himmel emporgehoben und später dann in Grund und Boden verdammt. Umgekehrt sind auch die Fälle nicht allzu selten, in denen wirkliche Kunstwerke zunächst abgelehnt und erst viele Jahrzehnte nach dem Tode ihres Schöpfers in ihrem vollen Wert erkannt werden. Daher können auch Opern verlorengehen und plötzlich wieder auftauchen, ohne das der Librettist oder Komponist hierzu den Anstoß gegeben hat. Giuseppe Verdi wurde am 9. Oktober 1813 in Roncole bei Busseto gevoren, erhielt seine Ausbildung im Mailänder Konservatorium und begründete 1841 seinen Ruf als Tonschöpfer durch die Oper„Nabucco". Es folgten„Ernani“,„Alziro“ und„Giovanna'Arco“, zu deutsch„Jeanne'Are“. Dies war der ursprüngliche Originaltitel der Oper„Jungfrau von Orleans“, die im Jahre 1845 in der Mailänder Scala zur Uraufführung kam. Verdi selbst war hierzu nicht erschienen, da ihm die Art der Inszenierung nicht zusogte. Kaum war der Vorhang an diesem Abend gefallen, verbot der temperamentvolle Komponist jede weitere Aufführung und ließ sein Werk hierdurch für fast ein Jahrhundert der Vergangenheit anheimfallen. Später und an mehreren Orten wäre es zwar ohne weiteres möglich gewesen, die„Jungfrau von Orleans“ wieder auf die Bühne zu bringen, doch scheute nun jeder Operndirektor davor zurück, diese Tonschöpfung, die mit dem Beigeschmack eines Theaterfkandals behaftet war, einstudieren zu lassen. Man hielt sich dafür lieber an andere Werke Giuseppe Verdis wie die Oper„Aida“, die 1870 für Kairo zur Einweihung des Suezkanals geschrieben wurde.„Don Carlos“,„Traviata“,„Othello“ oder„Falstoff“, die sich bereits tausendfach bewährt hatten und dem Publikumsgeschmack entsprachen. Unserer Zeit blieb es vorbehalten, die„Jungfrau von Orleans“ ihrer fast hundertjährigen Vergessenheit zu entreißen. Hans Hartleb und Erich Orthmann wandten sich im Auftrage der Berliner Volksoper an Verdis Verleger, der die verschollene Oper nach langem Suchen unter Bergen alter Manufkripte entdeckte. Sie wurde nun ins Deutsche übertragen und kommt am 21. Januar 1941 anläßlich des 40. Todestages des Komponisten in der Reichshauptstadt zur Erstaufführung. Es läßt sich wohl kaum eine größere Ehrung Giuseppe Verdis, der am 27. Januar 1901 an seinem Wirkungsort Mailand im Alter von 88 Johren starb, denken, Professor Dr. Günther Roeder Der neue Direktor bei den Staatl. Museen in Berlin Die Berufung des Hildesheimer Museumsdirektors Prof. Dr. Günther Roeder auf den wichtigen Posten des Direktors der Aegyptischen Abteilung der Staatl. Museen in Berlin lenkt die Aufmerksamkeit von neuem auf einen Gelehrten, der sich seit 11 Jahren vor allem als Leiter der deutschen Hermopolis=Expedition einen Namen gemacht hat. Diese Expedition hatte als einziges deutsches Unternehmen von der ägyptischen Regierung die Konzession zu Ausgrabungen erhalten, deren bedeutsame Funde aus der Amarna=Zeit im Bezirke von Hermopolis, wo sich der biblische Garten Eden befunden haben soll, nicht nur in den interessierten Fachkreisen Aufsehen erregten. Roeder, der mehrere Jahre als ägyptischer Beamter am Museum zu Kairo arbeitete und in dieser Eigenschaft u. a. die umfassende archäologische Landesaufnahme in Nubien leitete— die Ergebnisse sind in einem mehrbändigen, bebilderten Werk festgelegt—, kam bei den Grabungen in Mittelägypten seine gründliche Kenntnis von Land und Leuten zugute. Solch fruchtbarer Forschertätigkeit verdankte denn auch das Hildesheimer Pelizaeus=Museum, das Roeder seit einem Vierteljahrhundert leitet und nebenamtlich auch künftig weiter leiten wird, seinen vorzüglichen Auf= und Ausbau. Er hat dies Museum, das nach Berlin die umfangreichste ägyptologische Sammlung in Deutschland darstellt, durch Vorträge, Kurse und Führungen in Hildesheim wahrhaft volkstümlich gemacht. Wo es bei uns um die Aegyptologie und ihre wichtigen Zukunftsaufgaben nach dem Kriege geht, wird Prof. Roeder ein maßgebliches Wort mitzureden haben. Günther Roeder ist gebürtiger Märker. Er wurde 1881 in Schwiebus(Prov. Brandenburg) geboren und stammt aus einer salzburgischen Bauernfamilie mit einem Einschlag französischer Refugiés. Nach Flensburger Jugendjahren und dem Besuch des Gymnasiums zu Frankfurt a. O. studierte er an den Universitäten Berlin und Jena Aegyptologie, Archäologie und orientalische Sprachen. Als junger Gelehrter verdiente er sich seine ersten Sporen als Hilfsarbeiter der Staatl. Museen und bei der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin für das Wörterduch der ägyptischen Sprache. Werner Schumann ne als diese Wiedererweckung der„Jungfrau von Orleans“. Doch wird damit zugleich ein deutscher Dichter ausgezeichnet, nämlich Friedrich Schiller, dessen Stoff sich der derühmte italienische Tonschöpfer einst zum Vorbild nahm. MIFA Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. S— 29. Dezember 1940 Nummer 356 Wenteien-Kord unnd Westalen=Aere innn un der Epche Der Hörerwettbewerb des Reichsamtes Deutsches Volksbildungswerk Das Reichsamt Deutsches Volksbildungswerk in der RS.=Gemeinschaft„Krafi durch Freude" hat mitten im ersten Kriegsjahr eine Aktion durchgeführt, die für die Beurteilung der bisherigen Erfolge und der weiteren Aussichten der Bildungsarbeit im nationalsozialistischen Reich von entscheidender Wichtigkeit ist. Auch der Gau Westsalen=Nord ist mit seinen Volksbildungsstätten beteiligt gewesen, und das Ergebnis dieser Aktion ii setzt bis in alle Einzelheiten erarbeitet worden. Die Idee zu dieser Aktion, einer„Hörer=Rundfrage“, enthand aus der Einsicht, daß man von der Reichsdienststelle aus einmal dazu kommen müsse, die Wirkung der von ihr getroffenen oder angeregten Maßnahmen bis in den Gau, la bis in den einzelnen Ort zu verfolgen und sich von Zeit zu Zeit selbst durch Ueberprüfung der praktischen Arbeit draußen im Lande ein Bild von der Richtigkeit der Gesamt=Planung, der Gesamt=Idee, der Gesamt=Methode zu machen. Die einzelnen Volksbildungsstätten wurden gebeten, Hörer, die sich irgendwie in der Arbeit hervorgetan haben, zur Abfassung eines Lebenslauses und einer Niederschrift über den Weg und Erfolg ihrer Teilnahme an dieser Arbeit zu veranlassen. Durch die Auslese, die die Leiter der Volksbildungsstätten von sich aus zu treffen hatten, wurde von vornherein billige Vielschreiberei vermieden. So ist es nun tatsächlich gelungen, in den etwa 350 Einsendungen eine als Querschnitt aufzufassende klare Antwort des bildungswilligen Teiles des Volkes selbst auf die Anrede zu erhalten, in der es durch die Bildungsarbeit der RS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" und damit letzten Endes der Partel angesprochen wurde. Methode und Erfolg waren einmalig. Denn noch nie hat das Volk sich selbst so unmittelbar äußern können, und die Antworten stellen Dokumente dar, die für eine spätere Zukunft aufbewahrt werden müssen, damit sie erkenne, was in Wirklichkeit in dieser Zeit gearbeitet und geleistet worden ist, und zwar nicht nur in den überall sichtbaren Haupt= und Staatsaktionen, sondern auch in den Köpfen und in den Herzen der einzelnen und in der Kleinarbeit. Nicht beabsichtigt war natürlich ein Wettbewerb im üblichen Sinne. Man hat aber dennoch drei Stufen von Bewertungen gefunden, die„Besondere Auszeichnung", die„Auszeichnung“ und die„Anerkennung“. Durch diese Auslese hat man in etwa 20 Gauen Menschen gefunden, die sich in der Bildungsarbeit besonders hervorgetan haben. Mit der„Besonderen Auszeichnung", nämlich der Geschenkausgabe des Buches des Führers„Mein Kampf“, konnten fünf Hörer bedacht werden, während weitere 50 Wilhelm Schäfers„Theodorich— König des Abendlandes“ und alle übrigen die soeben neu herausgegebenen Kriegsschriften Houston Stewart Chamber= lains„Deutschland— England“ erhielten. Im Gau Westfalen=Nord hat der technißhkaufmännische Angestellte Willy Schmidt, 35 Jahre alt, die erste Auszeichnung, d. h. also das Buch des Führers, mit einer Widmung des Leiters des Reichsamtes erhalten. Er gehört damit zu den neun besten Hörern aus dem ganzen Reich, weil er eine tief durchdachte Begründung der Volksbildungsarbeit gegeben hat. Einige seiner Sätze seien darum hier wiedergegeben: „Meine Tätigkeit... hatte mir ziemliche Kenntnisse gebracht von der Mentalität einer Vielzahl von Menschen. Die Feststellungen waren durchaus nicht immer erfreulich. Als Ergebnis der Denkweise Vieler sah ich allgemeine Interessenlosigkeit für die größeren Dinge über den kleinen„Ich=Rahmen“ hinaus. Ueberall, wo ich durch die Berufsarbeit zwangsläufig in direktem Kontakt mit den Menschen kam, machte ich diese Feststellung, daß derjenige Mitarbeiter, der außer der reinen Berufsarbeit nebenher geistige Interessen und Bildungsdrang zeigte, stets im Umgang der angenehmste Mitarbeiter war. Vielfach war dies nicht der Fall bei den Menschen, die mit Beendigung der Schulzeit einer Weiterbildung für nur ideelle Zwecke eine starre Grenze setzten. Hier hat die Volksbildungsarbeit ein großes, aber auch dankbares Arbeitsfeld. Schon die Lehrkurse B. richtiges Deutsch und Rechnen) geben Anregung einem Denken, wie es sonst niemals Platz greisen würde. Auch das zwanglose Sichfinden gleichgearteter Menschen mehrerer Altersstusen bei solchen Kursen ist förderlich und beseitigt manche Hemmnis, was sonst bei der Berufsarbeit, die oft rodust ist, unerledigt bliebe. Allein die Ausbildung einer desseren Sprache veredelt den Sinn..“ Es ist in keinem unter den übrigen 349 bearbeiteten Fällen eine Darstellung eingereicht worden, die inhaltlich dadurch ein ganz besonderes Format gewinnt, daß hier Sätze ausgesprochen wurden, die unmittelbar an das allgemein=menschliche Bildungsstreben(Bildung veredelt den Charakter) der Klassiker anschließen— mit dem Unterschied, daß hier eine Nationalbildung gemeint ist, die über den kleinen„Ich=Rahmen“ hinaus in das Ganze des Volkes führen soll. Schließlich wurden noch mit der zweiten Auszeichnung bedacht: Friedrich Schäffer(Fotograf), Ernst Witte(Buchbindermeister), Albert Heinekamp (Lehrer), Heria Birkenstock(Dipl.=Gewerbelehrerin), Vernhard Keller(Zeichenlehrer), Erich Krämer (Holzbildhauer), sämtlich aus Herford; dazu der Kaufmann Ernst Kirsche und die Haustochter Anni Thöne aus Bielefeld. Heinrich Guthmann. Löwenpattken, Iserkoken, Eine appelitliche Sonderschau des„Heimathauses Münsterland“ in Telgle Telgle, 28. Dezember. Im Rahmen seiner Weihnachtsausstellung zeigt das Heimathaus Münsterland in Telgte eine kleine Sonderschau„Münsterländer Weihnachtsgebäck und weihnachtliche Sinnbilder, Hier finden wir, appetitlich und kmssperig— leider unter Glas— alle die leckeren Dinge, die ums von Kindesbeinen an durch ihr Erscheinen das ersehnte Weihnachtsfest ankündigten: Spekulatius in mancherlei Gestalt mit Vom Juge überfahren Osnabrück. Am Heiligen Abend fand man auf den Schienen der Strecke Hasbergen—Osnabrück den Zeitungsboten Brockmeier tot aus. Auf welche Weise der Mann verunglückt ist,=konnte nicht festgestellt werden, da an der Stelle die Schranke dauernd geschlossen ist und nur auf Anfordern durch den Schrankenwärter geöffnet wird. den dazu gehörigen, kunstvoll geschnitzten Holzformen, Iserkoken, die Sonderheit des Münsterlandes, mit einer reichen Sammlung alter Kucheneisen und das anspruchslosere Hefeteiggebäck: Löwenpattken, Vüegelkes, Stutenkerle, Brezel, Schnecken, Hörnchen usw., die mit der Hand gesormt werden. Zwei Schrift= und Bildplakate deuten den Bildsinn des Weihnachts= und Neusahrsgebäcks und der sogen. Gebildbrote und zeigen die Entwicklungssormen germanischer Sinnbülder. So war die Spirale das heilige Sinnbild des Sonnenlaufs, das bei der Schnecke i einfacher, bei den Brezeln und Flechtbroten in zwei einander entgegenwindenden Schraubenlinien sich findet. Auch die Entwicklungsformen des Hakenkreuzes, vom einsachen Kreuz, den Verbindungslinien der vier Himmelsrichtungen, über das Malkreuz zum sechs=, achtund vielspeichigen Sonnenwirbelrad, werden als Verzierung auf Gebildbroten häufig verwendet. Die Kucheneisen sind gleichfalls mit mancherlei Sinnbildern verziert, vielfach zeigen sie Namenszüge oder Sippenzeichen, auch Sprüche finden sich. Ein altes Münsterländer Iserkoken=Eisen trägt die Widmung:„Deisen Koken vorehre ich Dich, ein glückseliges nies Jar wünsche ich Dich— Anno 1630“ und den Namen des Spenders. Auch die Spekulatiusformen, bei denen besonders Reiter in verschiedener Gestalt und allerlei Tierfiguren immer wiederkehren, sind volkskundlich von großem Interesse und von hoher Bedeutung. So zeigt die kleine Ausstellung einen Ausschnitt der vielfältigen bäuerlichen Volkskunst, die in mancherlei Sinnbildern, Formen und Ornamenten uralte Ueberlieferungen treu bewahrt und pflegt, in denen das Gedankengut und die Vorstellungswelt unserer Ahnen lebendig geblieben ist bis auf den heutigen Tag. Mit einer Werbung für Vollkornbrot findet die lehrreiche Schau eine zeitgemäße Abrundung, und Backrezepte für die Weihnachtsbäckerei geben den Besuchern Anleitung, wie man in der Kriegszeit Spekulatius, Eiserkuchen, Pfeffernüsse, Prinien, Honigkuchen schmackhoft herstellen kann. Schl. Zwei Eisenbahner bei der Arbeil vom-Zug überfahren Lippstadt. Bei Arbeiten an einer Weiche übersohen zwei Eisenbahnarbeiter auf dem Bahnhof das Herannahen eines=Zuges. Sie wurden von ihm ersoßt und auf der Stelle getötet. Aus der Lokomolive gestürzt Fröndenberg. Während des Dienstes erlitt der Lokomotivführer Heinrich Brinkmann aus Fröndenberg einen schweren Unfall. Auf der Fahrt von Neuenrade nach Fröndenberg stürzte B. von der Lokomotive und fiel auf den Bahnkörper. Hierbei erlitt er einen schweren doppelten Schädelbruch, so daß er ins Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Vorsicht bei Treibgaswechsel Kamen. Auf dem Hof der Kleinbahn in Kamen ereignete sich eine Explosion, als an einem Autobus eine Treibgasflasche ausgewechselt wurde. Durch den gewaltigen Druck wurde sogar eine Wand einer Montagehalle zum Einsturz gebracht. Der mit dem Auswechseln der Treibgasflaschen beschäftigte Werkmeister konnte von Glück sprechen, daß er mit Verbrennungen an Händen und Kopf davonkam, die nicht lebensgefährlicher Art sind. Meisler Reinecke auf Raub Aus dem Oberbergischen. Reinecke Fuchs war in den letzten Nächten im Oberbergischen wieder an der Arbeit. In zwei besonders krassen Fällen in Vorghausen fielen dem blutigen Räuber einmal zwölf, ein anderes Mal dreizehn Legehennen zum Opfer. Für die betroffenen Hühnerhalter ist der Schaden recht groß. Das Feldpostpäckchen=Märchen Von Zinn nak„Bei mir steht der Kinderwagen nur im Kelle, umher“, wischte Frau Köhler mit der Schürze über den gedrehten Handgriff des Wagens,„die NSt hat sicher besser Verwendung dafür!“ „Und ob, Frau Köhler!“, nickt der Blockwalter de, RSB,„Ihr Bruno ist sa aus dem Kinderwagen herauz. gewachsen!“ „Tia“, sagt Ehemann Köhler siolz,„der sitzt jetzt Panzerwagen „Denken Sie nur“, hakte Frou Köhler ein,„seit zehn Tagen warten wir auf ein Päckchen von Bruno aus dem Felde. Kommt und kommt nicht an! Er hat uns schrieben, daß er's schon längst abgeschickt hat! Worag mog das bloß liegen?“ Ehemann Köhler hob den Kinderwagen an und ließ ein Rad rollen:„Wird schon so sein, wie ich vermute, Mutter. Wenn man Brunos Päckchen das amtlich zu. gelassene Gewicht nicht überschreitet! Ich habe mir sogen lassen, daß Päckchen, die zu schwer sind, der NSt zugeleitet werden!“ Der Blockwalter hatte Protest im Blick:„Wer haf Ihnen denn dieses Märchen erzählt, Herr Köhler? So was gibt's ja gar nicht! Ich bin da ganz genau im Bilde. Noch nie hat die RSV solche Soldatenpäckchen, die für die Lieben in der Heimat bestimmt sind, angenommen. Das wäre ja noch schöner, wenn das, was unsere Soldaten aus dem Felde in die Heimat schicken, in andere Hände käme!“ „Tja, was wird denn aber mit den zu schweren Päckchen?“. „Die Frage hat eigentlich keinen großen praktischen Wert. Verlassen sie sich darauf, unsere Soldaten kennen die zugelossenen Gewichte genau und richten sich danach!“ Die Flurglocke läutete. Frau Köhler eilte zur Tür. Die Stimme des Postboten:„Ein Päckchen aus dem Felde!“ „Na ja“, lachte Köhler,„da ist ja das Päckchen! Was die Leute alles erzählen!“ Der Weitere Anweisungen des Jugendführers des Deutschen Reiches Zur Durchführung des Pflichtdienstes in der HJ. im Rahmen der Jugenddienstpflicht hat der Jugendführer des Deutschen Reiches weitere Anweisungen erlassen. Danach sind vom 1. Januar 1941 ab von den Gefolgschaften, Fähnlein, Mädelgruppen und Jungmädelgruppen sowie den selbständigen Scharen der Sondereinheiten monatliche Dienstappelle abzuhalten, und zwar zu Beginn des ersten Sonntagsdienstes in jedem Monat. Bei gutem Wetter kann der Dienstappell im allgemeinen im Freien durchgeführt werden. Die neuen Dienstappelle dienen der Befehlsübermittlung und der Erledigung derjenigen Aufgaben des inneren Dienstes, die die ganze Einheit betreffen. Im einzelnen ist der Dienstappell zu benutzen: zur Vollzähligkeitskontrolle, zur Ueberprüfung der Uniformierung, zur Bekanntgabe von Befehlen und Anordnungen vorgesetzter Dienststellen, zur Bekanntgabe des monatlichen Dienstplanes, zur Ueberprüfung und Vervollständigung der Dienstkarte oder des Dienstausweises, zu Belehrungen, zur Mitteilung von Belobigungen und Bestrafungen sowie zur Erledigung sonstiger Angelegenheiten des inneren Dienstes. Diese Dinge dürfen nunmehr andere Dienste, insbesondere Schulungsdienste, nicht mehr beschäftigen. Die Dienstappelle sind für alle HJ.=Angehörigen Pflichtdienst. Gleichzeitig gibt der Jugendführer„Allgemeine Grundsätze über die Pflichtdienste in der 53.“ bekannt. Blick ins Münsterland Gesichtspickel halte den Tod zur Folge Beckum. Auf tragische Weise kam die Frau des Bauern Röer in der Bauerschaft Geißler zu Tode. Die 34 Jahre alte Frau, Mutter von sechs unmündigen Kindern, zog sich einen kleinen Pickel an der Oberlippe zu. Es trat Blutvergistung ein, an deren Folgen die Frau verschieden ist. Tödlicher Verkehrsunfall in Beckum Beckum. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich auf der Stromberger Straße. Als der 67 Jahre alte Franz Wesemann die Straße überqueren wollte, kam im gleichen Augenblick ein Beckumer Personenkraftwagen. W. wurde von dem Kraftwagen angefahren. Er erlitt schwere innere Verletzungen, an deren Folgen er am Abend verschied. Irau überfallen und vergewaltigt Uhlen. Wie der Ahlener städtische Informationsdienst mitteilt, wurde am Abend des 23. Dezember zwischen 19 und 19.30 Uhr in der Nähe der Dolberger Straße eine Frau von einem bisher unbekannten Täter überfallen und vergewaltigt. Nach den polizeilichen Ermittlungen muß es sich bei dem Täter um einen 20 bis 22 Jahre alten, mittelgroßen, schlanken Mann handeln, der wahrscheinlich dunklen Anzug, Lodenjacke und Schirmmütze trug. Angaben über irgendwelche Wahrnehmungen erbittet die Kriminalabteilung in Ahlen, Zimmer 14—17 im Poltzeigebäude, vom=SteinStraße 15. Böse zu Fall gekommen Vork. Auf dem Wege zum Bahnhof ereignete sich ein folgenschwerer Unfall. Eine ältere Frau kam hier zu Fall und erlitt einen komplizierten Oberschenkelbruch, der die Ueberführung der Verunglückten in das Krankenhaus notwendig machte In ihrer Wohnung tot aufgefunden Dieser Tunnel wurde in feierlicher Weise vom Utrechter Bürgermeister dem Verkehr übergeben. Neue Geschäftsstraße in Rotterdam Rotterdam. Als Übergang zum endgültigen Bau eines großen Geschäftsviertels in Rotterdam wurde eine neue Geschäftsstraße dieser holländischen Hafenstadt„De Goudschesingel“ eröffnet. In dieser neuen Geschäftsstraße sind im Laufe der letzten Wochen 120 Notgeschäfte erbaut worden. Volksküche auch in Amerssoort Amerssoort. Dem Beispiel größerer holländischer Städte folgend, hat nunmehr auch die Stadt Amersfoorl die Absicht, eine Volksküche zu errichten. Täglich sollen hier sechstausend Mahlzeiten verabreicht werden. Eigenarliger Zugunfall Amsterdam. Beim Bahnhof Steenwijk ereignete sich ein eigenartiger Zugunfall. In einer Kurve stürzte der Lokomotivführer einer Rangiermaschine aus dem Führerstand, so daß die Lokomotive führerlos weiterfuhr. Hierbei ereignete sich ein Zusammenstoß des Rangierzuges mit einem Schnellzug, der aus der Richtung Meppel kam. Der Lokomotivführer des Schnellzuges hatte noch versucht zu bremsen, konnte aber den Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Im Schnellzug kamen Personen nicht ums Leben. Der Lokomotivführer der Rangiermaschine wurde später auf dem Geleise tot aufgefunden. Eine endgültige und allgemeine Festlegung der Dienstzeit bleibt späterer gesetzlicher Regelung vorbehalten. Schon jetzt sind aber folgende allgemeine Bestimmungen zu beachten: 1. Der zeitliche Umfang des Pflichtdienstes wird vom Jugendführer des Deutschen Reiches bestimmt. Der Inhalt des Dienstes sowie der Stoffplan wird von der Reichsjugendführung der NSDAP. festgelegt. 2. Da gebietlich und örtlich Sondereinsätze und Sonderregelungen möglich sind und notwendig werden können, werden die Führer der Gebiete der HJ. ermächtigt, im Rahmen der vom Jugendführer angeordneten Einsätze für einzelne Aufgaben in ihrem Bereich durch schriftlichen Befehl weiteren Pflichtdienst anzuordnen. 3. Innerhalb des festgelegten Rahmens erfolgt die Zeitfestsetzung durch die Bannführungen der HJ., soweit nicht durch die Reichsjugendführung oder die Gebietsführungen für einzelne Dienste reichs= oder gebietseinheitliche Zeiten festgesetzt sind. 4. Bei allen Dienstfestsetzungen muß der Pflichtdienst als solcher bezeichnet werden. 5. Neben dem Pflichtdienst kann in besonderen Fällen für alle Einheiten der 5J. freiwilliger Dienst nach den für die Stamm=HJ. geltenden Richtlinien angesetzt werden. Der Pflichtdienst für den Jahrgang 1923 wird durch einen weiteren Erlaß des Jugendführers des Deutschen Reiches mit sofortiger Wirkung, soweit die Heranziehung überhaupt erfolgt ist oder noch vollzogen wird, wie folgt geregelt: Dienst an zwei aufeinanderfolgenden Sonntagen im Monat, und zwar jeweils in der Zeit von 9 bis 13 Uhr. An einem Sonntag ist eine Stunde dieses Dienstes für den monatlichen Dienstappell der 5J. zu verwenden. Ferner ist an einem Abend in der Woche, die dem Sonntagsdienst vorausgeht, Schulungsdienst jeweils mit einer Dauer von längstens 1½ Stunden durchzuführen. Im übrigen bezieht sich der Erlaß auf die vorerwähnten„Allgemeinen Grundsätze", wonach also Abweichungen und gebietliche oder örtliche Zusatzregelungen möglich sind. Reichsarbeitsdienst=Führerinnen Eine neue Gruppe von unmittelbaren Staatsdienern Das Jahr 1939 hat im Reichsarbeitsdienst der weiblichen Jugend neben dem weiteren Ausbau der Organisation auch die endgültige gesetzliche Festlegung der Rechtsstellung der RAD=Führerinnen gebracht. Diese bilden neben den Beamten, Offizieren und RAD=Führern eine neue Gruppe der unmittelbaren Staatsdiener mit einer Reihe von Sonderpflichten und=rechten, die sich aus den Aufgaben des RAD und aus der Tatsache ergeben, daß es sich bei dieser Gruppe ausschließlich um Frauen, handelt. Die letzte Festlegung dieser Rechtsstellung hat jetzt das Fürsorge= und Versorgungsgesetz für die weiblichen Angehörigen des RAD gebracht. Das Gesetz regelt neben der Beschädigtenfürsorge und=versorgung, die bereits durch ein Gesetz vom vorigen Jahr geschaffen war, die Dienstzeitfürsorge und=versorgung der RAD=Führerinnen. Grundgedanke der Dienstzeitfürsorge ist bei kurzer Dienstzeit die Gewährung von Dienstbelohnung und Abfindung neben den Uebergangsgebühren, wobei die Abfindung im Falle der Heirat besonders geregelt wird. Bei längerer Dienstzeit ist zunächst berücksichtigt, daß RAD=Führerinnen ihren Beruf in den Lagern nicht bis ins hohe Alter ausüben können. Ihnen wird deshalb ein Anspruch auf lebenslängliche Verwendung im sonstigen Staatsdienst eingeräumt. Statt des Reichsarbeitsdienstscheines kann auch eine Geldabfindung gewährt werden, die 5000 RM beträgt. Bei einem bestimmten Lebensalter oder einer bestimmten Anzahl von Dienstjahren sowie bei beschränkter VerIm letzten Augenblick gerettet Entschlossenes Handeln eines Weichenwärters Melle, 28. Dezember. Durch das schnelle und entschlossene Handeln eines Schrankenwärters konnte auf der Strecke Osnabrück— Löhne ein schweres Verkehrsunglück verhütet, werden. Bei dem Stellwerk Bruchmühlen war ein mit sechs Personen besetzter Kraftwagen durch die geschlossenen Schranken gefahren und auf den Schienen zum Halten gekommen. Inzwischen näherten sich von beiden Seiten Züge, die durch die Signale freie Fahrt erhalten hatten. Schnell entschlossen zog der an dieser Stelle diensthabende Weichenwärter die beiden Signale auf Halt und winkte außerdem an der Stelle, wo das Auto auf den Schienen stand, mit einer Laterne den beiden Lokomotioführern zu, um sie auch dadurch zum Halten zu veranlassen, falls die Haltesignale schon überfahren worden waren. Es gelang auch, beide Züge rechtzeitig zum Stehen zu bringen und dadurch einen größeren Unfall zu vermeiden. wendungsfähigkeit wird Ruhegehalt nach den beamtenrechtlichen Grundsätzen gewährt. Der Beruf der RAD=Führerin bietet damit die Sicherheit einer dauernden Verwendung im Staatsdienst, soweit nicht das Ausscheiden infolge Heirat notwendig wird. Steuervergünstigung für Linterbliebene von Gefallenen Der Reichsfinanzminister hat für die Hinterbliebenen gefallener Wehrmachtsangehöriger und einiger gleichgestellter Personengruppen tarifliche Vergünstigungen bei der Einkommenssteuer verfügt. Für Witwen von Wehrmachtangehörigen, die im gegenwärtigen Krieg gefallen sind, gilt die Steuergruppe III, soweit nicht wegen des Anspruchs auf Kinderermäßigung die Steuergruppe IV in Frage kommt. Diese Regelung gilt bei der Einkommenssteuerveranlagung der Witwe und ihres Ehemannes schon für das Kalenderjahr, in dem der Ehemann gefallen ist. Eltern wird für ihre gefallenen Kinder die Kinderermäßigung für das Kalenderjahr, in dem das Kind gefallen ist, und für das folgende Kalenderjahr weitergewährt. Die Regelung gilt rückwirkend vom 1 Januar 1940 Arbeitnehmer, bei denen die neue Regelung zu einer Anderung der Steuergruppe oder der Zahl der Personen führt, für die Kinderermäßigung zu gewähren ist, müssen ihre Lohnsteuerkarte durch die Gemeindebehörde ergänzen lassen. Lohnsteuer, die zu viel einbehalten ist, wird auf Antrag erstattet. Das sind teure Gänse Schwere, aber gerechte Ordnungsstrafen wegen Preisüberschreitung Die Preisüberwachungsstelle in Düsseldorf hat gegen die Ehefrauen zweier Kaufleute aus Wuppertal wegen Preisüberschreitung beim Ankauf von Gänsen eine Ordnungsstrafe von je 3000 Mark und gegen einen Landwirt eine Geldstrafe von 500 Mark festgesetzt. Die beiden Frauen hatten den Landwirt veranlaßt, ihnen zu Weihnachten eine Gans zum Preise von 45 Mark zu verkaufen. Ein weiterer Fall, in dem ein Kleinbauer gleichzeitig mit Apfeln eine Gans an einen Kaufmann in Wuppertal zum Preise von 20 Mark verkauft hatte, konnte mit geringeren Strafen geahndet werden. In allen Fällen wurden die Strafen sofort vollstreckt. Die Strafen mußten besonders erheblich sein, weil der Höchstpreis um annähernd 250 Prozent überschritten war. Wie man vom Landratsamt in Wiedenbrück erfährt, sind der Landwirt und Händler Vernhard Holterkamp in Lette und der Kaufmann Anton Düppmann in Herzebrock wegen Preisüberschreitung im Handel mit Geflügel, insbesondere mit Gänsen, mit insgesamt 15000 Mark Ordnungsstrafe belegt worden. Im Schlaf vom Tod überrascht Zwei ältere Ehepaare in ihren Belten tol vorgefunden Duisburg. 28. Dezember. Als man am 2. Weihnachtsfeiertag in einem Hause am Neumarkt im Stadtteil Ruhrort starken Gasgeruch bemerkte, der aus der Wohnung eines älteren Ehepaares drang, verschafften sich die Mitbewohner des Hauses Eingang in die abgeschlossene Wohnung. Dort fand man die Eheleute im Bett bewußtlos auf. Man schaffte das Ehepaar ins Krankenhaus, wo man sich fünf Stunden lang mit Wiederbelebungsversuchen befaßte. Leider blieben die ärztlichen Anstrengungen ohne Erfolg. Das Ehepaar war im Schlaf von ausströmendem Gas überrascht worden.— In der Ackerfährstraße wurde ein anderes Ehepaar in seiner Wohnung tot aufgefunden. Die Todesursache ließ sich noch nicht zweifelsfrei klären. Behördlicherseits wurde eine Obduktion der Leichen angeordnet. Ein leures Nachthemd Düsseldorf. Die Düsseldorfer Strafkammer verurteilte die 47jährige Ehefrau Franz Kremers wegen Diebstahls im Rückfall zu einem Jahre drei Monaten Zuchthaus und ordnete außerdem für sie als gefährliche Gewohnheitsverbrecherin die Sicherungsverwahrung an. Sie hatte in einem Kaufhaus ein Nachthemd und zwei Schals im Werte von je 17 RM. gestohlen und wurde dabei erwischt, als sie durch Vermittlung eines jungen Burschen die bezugsscheinpflichtigen Gegenstände an den Mann zu bringen versuchte. Irau erschießt Schwiegermutter und Schwager Keitwig. Eine blutige Familientragödie spielte sich am Heiligen Abend in Kettwig ab. Die in der Bahnhofstraße 76 wohnende Ehefrau Paula Zimmermann erschoß ihre im gleichen Hause wohnende Schwiegermutter, die Witwe Alice Schmidt, und deren aus erster Ehe stammenden Sohn Hans Zimmermann. Die Täterin flüchtete nach der Tat, konnte aber am ersten Weihnachtstag festgenommen werden. Das Motiv der Tat dürfte in Familienstreitigkeiten zu suchen sein. Sich selbst erschossen see Betzdorf. Auf tragische Weise kam in dem D hof bei Niederfischbach ein junger Mann ums Leben. Buntes Weltgeschehen Automobil mit Uhrwerk-Antrieb— 1649 : Er hantierte an einem Jagdgewehr, das geladen war. Durch eine unvorsichtige Berührung des entsicherten Stechhahnes ging die Waffe los, als er den Lauf nath s seinem Kopf hielt. Der Tod trat auf der Stelle ein. Der Einbrecher unler dem Beit Gronau. In ihrer Wohnung. Herbertstraße. wurde die alleinwohnende 66jährige Ww. Vossen; tot aufgefunden. Ein Herzschlag hatte dem Leben der Frau ein plötzliches Ziel gesetzt. Durch die Haaselmaschine zu Tode gekommen Meitingen. Ein folgenschwerer Unglücksfall ereignete: sich auf dem Hofe des Bauern Ei. in Mettingen=Muckhorst. Während der Vater Häcksel schnitt, geriet der: zehnjährige Sohn in das Getriebe der Maschine und erlitt derartig schwere Verletzungen, daß der Tod in kurzer Zeit eintrat. Lastzug reißt eine Hausecke um Meitingen. Ein schwerer Lastzug, der die Mühlenstraße befuhr, riß an der Besitzung Vogelsang die ganze Hausecke nieder, wobei gleichzeitig das Dach mitbeschädigt wurde. Neues aus den Niederlanden Verkehrskunnel in Utrecht eröffnet Utrecht. Die Stadt Utrecht hatte seit langer Zeit, vor: allem seit Errichtung einer ganzen Reihe holländischer: Autostraßen, mit erheblichen Schwierigkeiten insbeson: dere im Durchgangsverkehr zu kämpfen. Diese Schwie: rigkeiten hat man nun dadurch zu einem großen Teil aus dem Wege geröumt, daß man inmitten der Stadt einen großen Verkehrstunnel errichtete, der verschiedene Hauptstraßen auf zweckmäßige Weise miteinander verbindet. K WESE WEE KE s Ein alte Chronik aus dem Jahre 1649 erzählt die swunderbare Geschichte von dem Nürnberger Uhrmachers meister Hautzsch, dem es gelungen war, einen Wagen zu bauen, der durch mechanischen Antrieb fahren konnte. Der Wagen scheint durch eine Art Uhrwerk bewegt wore sden sein, denn es wird berichtet, der Besitzer habe von : Zeit zu Zeit absteigen und das Ding wieder aufziehen rsmüssen, damit es weiterfahren konnte. Es muß recht slangsam gegangen sein, denn es soll in einer Stunve nicht mehr als kaum zwei Kilometer zurückgelegt haben. 5 Der Prinz Karl Gustav von Schweden war von dem Wunderwerk, das er bei einem Besuche in Nürnberg ### sah, so entzückt, daß er Meister Hautzsch seinen Wagen sfür fünfhundert Reichstaler abkaufte. Aber das Ding * sscheint dem Prinzen doch zu langsam gelaufen zu sein, Edenn er stellte das Fahrzeug in eins seiner Schlösser. Dort stand dieses„Automobil mit Uhrwerk“ so lange, bis es schließlich vor Altersschwäche aus dem Leim ging und zerfiel. Nur Kamele können nicht schwimmen ! Wenn ein Mensch, der nicht schwimmen gelernt hat, ins Wasser fällt, wird er— falls ihm nicht fremde Hilse szuteil wird— in den meisten Fällen ertrinken. Ein Tier aber kann fast immer ohne weiteres schwimmen. Selbst ein Kaninchen, das an sich doch wasserschen ist, schwimmt, wenn es ins Wasser kommt und ihm nichts weiter übrig bleibt, um sein Leben zu retten. Auch Kayzen sind Feinde des Wassers und schwimmen doch sausgezeichnet, auch Schweine sind gute Schwimmer. Selbst von einem Hasen weiß man, daß er einmal einen Fluß durchschwommen hat, als er bei einer Ueberschwemmung vom Ufer getrennt war. Nur das Kamel kann gar nicht schwimmen. Sein Gleichgewicht ist nicht so, daß ihm das Schwimmen möglich ist. Sein Kopf kommt unter Wasser, und es ertrinkt. Einer der glänzendsten Schwimmer ist der Elefant, der vierundzwanzig Stunden durchchhalten kann. Gewöhnlich schwimmt er sehr tief im Wasser, aber so lange er den Rüssel über die Oberfläche halten kann, vermag er ganz bequem zu alumen. Radfernfahrt eines 76jährigen Ein in seiner Sportleidenschaft aufgehender Radfahrer ist, so wird aus Mailand berichtet, Daniele Zavarise, der 78jährige ehemalige Meister des Radrennens aus den Zeiten, da noch Männer wie Buni, Nuvolari und Robecchi ihre großen Triumphe feierten. Er hat an Zähigkeit und Widerstandswillen trotz seines hohen Alters noch nichts eingebüßt und ist setzt von einer Radfernfahrt nach Pavia zurückgekehrt, die ihn durch Emilien und Venetien über Fiume bis nach Agram, Wien und Innsbruck geführt hatte. Einige Monate vorher erst hatte er eine 10000 km lange Reise zurückgelegt, bei der er fast sämtliche Provinzen Italiens besucht hatte. Der Bund der Kinderräuber denen hervorgeht, daß regelrechte Kaufverträge abge: schlossen wurden. Ein Kaufvertrag lautete auf die: „Lieferung von 16 gesunden Kindern, teils männlichen,“ teils weiblichen Geschlechts“. Die meisten Kinder wurdens an wohlhabende Chinesen in Amoy verkauft, die Kinder: zu adoptieren wünschten. Eine ganze Ladung ist auch: nach den Philippinen gesandt worden. Auch in Hong=: kong ist die dortige Polizei einer ähnlichen„Adoptions=: gesellschaft“ auf die Spur gekommen. In Schanghai geht ein Prozeß seinem Ende zu, der im ganzen Fernen Osten berechtigtes Aufsehen erregt hat. Die Angeklagten, etwa fünfzehn, meistene Frauen, waren Mitglieder einer weitverzweigten Gesellschaft, die Kinderraud nach amerikanischem Muster betried. Mit Süßigkeiten oder Spielwaren näherten sich die Frauen Kindern von sieben bis zehn Jahren, bewogen sie zum Mitgehen und schafften sie dann in eine Art Hauptquartier. Dort wurden die Kinder neu eingekleidet und schließlich in entfernte Teile Chinas oder auch ins Ausland versandt. Man fand in dem von der Polizei aufgestöberten Hauptlager der Bande Dokumente, aus Ein„Tolenbarbier“ hinterläßt eine Million Dollar In Newyork starb dieser Tage der Barbier Paul: Rochester. Er hatte immer ein bescheidenes und arbeit: sames Leben geführt, und es wäre niemand an den Gedanken gekommen, daß er reich sein könnte. Und nun; stellt sich nach seinem Tode heraus, daß er seinen Kin=: dern ein ansehnliches Vermögen hinterlassen hat, das auf: eine Million Dollar geschätzt wird. Rochester war wohl; Haarschneider und Bartscherer, aber er hatte eine: etwas unheimliche Spezialität: er war der„Totenbarbier“. Er wurde so genannt, weil er sich darauf eingearbeitet hatte, die Toilette der Leiche zu besorgen, und alle ließen ihn kommen, um dem eben Verstordenen: die letzte Pflege angedeihen zu lassen. Der Schnitt der Haare und des Bartes kostete im allgemeinen 3 dis 5: dollar, und da er im Durchschnitt täglich 15mal diesen letzten Dienst zu erweisen hatte, so kann man sich ausrechnen, wie groß sein Einkommen war. Rochester har: diesen düsteren Beruf wenigstens vierzig Jahre ausgeüdt, und so erklärt es sich, daß er eine Million Dollars ersparen konnte. Seine Söhne, denen dieses stattliche: Erde zufällt, werden jedoch den Beruf des Vaters nicht: ausüben, sondern sie haben einen sehr schönen Friseursalon in einem vornehmen Viertel von Newyork. S Aachen. Bernhard war nicht gerade das Muster eseines fleißigen jungen Mannes. Mit seinen 25 Jahren swar er vielmehr schon mehrfach erheblich vorbestraft. n: Eine Zeitlang führte er sich dann gut, aber im Oktobek rstraf man ihn dann in einem fremden Hause an, und h zwar unter dem Bett. Bernhard behauptete, er habe sunter dem Bett nur die Kleiderkarte suchen wollen. shatte schon einen Anzugstoff im Schlafzimmer zurecht s gepackt, um ihn mitzunehmen. Auch vor dem Amiss gericht in Aachen hielt der Angeklagte sein Märchen von der Suche nach der Kleiderkarte aufrecht. Wegen bersuchten schweren Einbruchsdiebstahls im Rücksal zwurde er mit einem Jahr drei Monaten Zuchthaus ber sstraft. Gleichzeitig wurde er unter Polizeiaussicht de“ nSstellt. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden ihm auf s Dauer von drei Jahren aberkannt. Anzelgenechluss für unsere Neujahrsausgabe ist Montag, den 36. Dezember 1940. abends 18 Uhr. Geben Sie Ihre Anzeigenterte für diese Ausgabe bitte rechtzeitig auf. Westf. Tageszellung Anzeigenabteilung Teleion 24231. 29. Dezember 1 Mit den ersten Dez Episode liegt schon einig Bodensee— kam Peter mann, Ursula über den Brünette mit großen, fragend und wissend zug Unter den geschulterten und elastisch über die Peter in die Quere. Die beiden kannten Zeit, und beide konnter Blicken auch in den A. nicht ganz gleichgültig wie immer, wenn sie sie wieder die kleine Ursel, wurde. 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Mit den ersten Dezemberschneeflocken— die kleine Episode liegt schon einige Jahre zurück und begann am Bodensee— kam Peter, dem großen blonden Sportsmann, Ursula über den Weg geschneit. Eine hübsche Brünette mit großen, dunklen, rätselhafen Augen, die fragend und wissend zugleich in die Welt blicken konnten. Unter den geschulterten Skibretteln federte sie munter und elastisch über die Straße, justament und zufällig Peter in die Quere. Die beiden kannten sich von Ansehen schon längere Zeit, und beide konnten sich gegenseitig bei flüchtigen Blicken auch in den Augen ablesen, daß sie einander nicht ganz gleichgültig waren. Genau so süß=schelmisch wie immer, wenn sie sich begegneten, lächelte auch jetzt wieder die kleine Ursel, als sie„ihren" Peter gewahr wurde. Und endlich war der elektrische Funke auf Peter übergesprungen, der in seiner etwas schwerfälligen Art bisher vergeblich nach einem Anknüpfungspunkt gesucht hatte.„Fahren Sie in die Berge?“— fragte er Ursel, der er nun kurzerhand entschlossen in den Weg trat. „Gewiß, irgendwann einmal und irgendwohin"— kam die Antwort; und dabei blickte das Skihaserl sein Gegenüber erwartungsvoll fragend an. Das Stichwort war gegeben. Peter raffte sich zusammen und fragte, wie es mit einer gemeinsamen Neujahrstour wäre. Irgendwo hoch hinauf, in die schweigende Einsamkeit eines schneegekrönten Gipfels, wo man fern vom Tiefland und ganz allein Silvester feiern und als erste am anderen Morgen die heraufsteigende Sonne des neuen Jahres begrüßen konnte. Vielleicht auf den Piz Sol in den Schweizer Bergen? Dort liegt hoch überm Züricher Haus eine unbewirtschaftete Hütte, wo wir ganz allein sein werden. Wir machen es uns selbst gemütlich, heizen ein und kochen. Einverstanden?— Einverstanden!— kam es über Ursels Lippen. Zur vereinbarten Zeit am Silvestermittag trafen sich Ursula und Peter, in zünftiger Aufmachung, wie es sich eben für richtige Skiläufer gehört. Ursulas fesche Erscheinung hatte auf Peter mächtigen Eindruck gemacht. Sie hatte ihr neues braunes Skikostüm— ein Weihnachtsgeschenk— angelegt und schien mit den langen Hosen größer und schlanker zu sein. Schief und keck saß die Schildmütze auf den Locken. Und der rote Schal, der sich um den Hals schmiegte, stand in schönem Kontrast zu der dunklen Gesichtshaut, den Spuren eines heißen Bodenseesommers. Die Rucksäcke waren schnell im Kofferraum des Autos verstaut. Sie enthielten alles, was für eine Silvesternacht essens= und trinkenswert war. Im Nu waren auch die Bretter festgeschnallt, und mit„hundert Sachen“ brauste der Wagen den Bergen entgegen. Die Insassen fühlten sich glücklich und frei von jeder Tageslast und schwelgten im Vorgefühl des Einsseins während der bevorstehenden Silvesternacht in Schnee und Eis— nicht ahnend, daß des Geschickes Mächte einen Streich spielen würden. Nach anderthalb Stunden war die Schneegrenze am Piz Sol erreicht, der Wagen inzwischen untergestellt. Mit den Brettern unter den Füßen zogen Ursula und Peter frisch=fröhlich bergan.„Es wird noch eine harte Nuß zu knacken geben“, meinte Peter, der die Mühsal des Aufstiegs schon kannte. „Wir werden's schon schaffen", rief Ursel mutig ihrem Skifreund zu. Ihr Hauch schlug sich in einer großen Wolke nieder; es war ein ungewöhnlich kalter Dezembertag, der die beiden auf ihrer Tour begleitete. Zu allem hin hatte der frühe Winter mächtige Schneemassen in die Berge gezaubert, die den Aufstieg sehr erschwerten. Das mußten die beiden feststellen, nachdem sie zirka anderthalb Stunden gegangen waren. Peter spurte, knietief einsinkend, um es Ursel etwas leichter zu machen. Sie hielt gut mit. Nach dreistündigem Anstieg lag das Züricher Haus bereits weit unter den einsamen Wanderern. Das Gelände war bereits alpin und schroff geworden. Mit der Höhe hatte auch die Kälte zugenommen. Aber angesichts des lohnenden Zieles war für beide kein Widerstand zu groß. Auch der eisig=kalte Sturm nicht, der setzt mit Wucht vom Berg herunterfuhr, den Schnee aufwirbelnd ins Tal fegte und die darunter liegende Eisschicht fast blank wetzte. Mit starker Faust packte er Ursel und Peter und drohte sie bei jedem Schritt zwei Schritte zurückzuwerfen. Kaum ein Wort mehr mischte sich in das Toben des Sturmes. Nur hin und wieder munterte Peter seine Kameradin auf, indem er ihr das Ziel in den schönsten Farben ausmalte und etwas von dem dampfenden heißen Tee erzählte, der oben bereitet würde. Die Nacht begann bereits ihre dunklen Schwingen über den beiden Gipfelstürmern auszubreiten. Das Tal lag schon im tiefsten Schlagschatten der Bergwände. Da und dort blitzten einsame Lichter aus Bauernhäusern herauf. Es war höchste Zeit, daß Ursel und Peter ihr Ziel erreichten, das nun endlich in Form eines mit schweren Steinen belegten Daches über eine Schneewelle, kaum sichtbar allerdings, heruntergrüßte. „Wir haben's geschafft“, konnte Peter nach dreiviertel Stunden endlich sagen, indem er sichtlich erleichtert aufatmete. Und so etwas wie Gipfelglück überkam beide, als sie den hölzernen Türriegel an der Hütte zurückschoben. 30 Grad Kälte zeigte der Außenthermometer an, und im Innern empfing sie ein eisig kalter Hauch. „Es wird bald gemütlich sein“, meinte Peter,„wenn erst einmal das Holzfeuer im Herd prasselt, die Eier im Fett protzeln und aus der Kanne der heiße Teedampf steigt...“ Ursula machte sich daran, die„Rucksackküche" auszupacken und den schweren hölzernen Tisch fein säuberlich zu decken. Dieweil trug Peter aus der Nebenkammer Holz zusammen, um es in Massen dem Herd einzuvorleiben. „Das wird ein Höllenseuer geben“, ries Peter der Ursel zu, und in Gedanken an die wohlige Wärme, die sich bald im Raum verbreiten würde, merkten die beiden kaum noch, daß sie eigentlich der Frost noch ordentlich schüttelte. Und Peter griff wie gewohnt in die linke Hosentasche, um die Streichhölzer hervorzuholen. Er griff ins „Leere“. Wo sind sie denn? Peter begann zu suchen: in der rechten Tasche, in der Uhrentasche, in der Skiweste. Nirgendwo die Spur eines Zünders. Auch Ursula trug keine Streichhölzer bei sich. Sämtliche Ecken des Rucksackes wurden durchsucht, nichts zu finden! Und so wurde die letzte Rettung noch darein gesetzt, daß vielleicht ein früherer Gast welche liegen ließ. Mit dem Mute der Verzweiflung suchten Ursula und Peter im Schein ihrer Taschenlampe die ganze Hütte durch. „Ein Königreich für ein Streichholz und eine Reibfläche", rief Peter aus. Nichts zu machen! Es blieb bei dem Kerzenhalter, in dessen Schale die Silvestergäste wohl über ein Dutzend Streichhölzer gefunden hatten— sie waren abgebrannt! Und so begab es sich, daß Ursula und Peter nach einem kärglichen Mahl in Form von steinharter Butter, eisigkalter Wurst und etwas Brot um 8 Uhr abends unter den 20 vorhandenen Wolldecken auf den Matratzen des Schlafraumes Schutz vor der Kälte suchten. Plaudernd träumten sie von den entschwundenen Silvesternachtsfreuden bei Tee und Wein. Sie blieben ein Traum. Aber die Feuerzungen, die aus dem Herd steigen sollten, flammten dafür aus ihren Herzen auf. Sie schmiedeten eine Schicksalsgemeinschaft, geboren aus der gemeinsamen Not in Schnee und Kälte. Diese Schicksalsgemeinschaft soll ewig dauern, wie die Kälte in den Regionen des Eises hier oben. Das schworen sich beide in dieser Silvesternacht. Als heimlich Verlobte fuhren Ursula und Peter am nächsten Tag in aller Frühe mit brausender Fahrt ins Tal— ins neue Jahr! Heimkehr ine Seschichte von Ludwig Bäte Er stand suchend am Bahnhof. Die Mutter schien sein Telegramm wohl nicht erhalten zu haben. Oder sollte sie krank sein? Doch da kom sie aus der Unterführung; eilig, vom schnellen Gehen rot und wie immer ein wenig verlegen. Sie nickte ihm zu und hing dann an seinem Halse, glücklich, daß er nun doch endlich auf Urlaub gekommen war. Sie brauchten nicht weit zu gehen, am Johannismarkt stand ihr altes Haus. Sie bewohnten es allein, der Vater war lange tot, und Geschwister hatte der junge Soldat nie besessen. Der Abendbrottisch war schon gedeckt, ein Mädchen fehlte, Mutter besorgte alles selber.„Damit ich lange jung bleibe“, pflegte sie zu sagen. Sie ließ sich auch nicht darein reden, so nachgiebig sie auch sonst immer war. Er erzöhlte. Langsom löste sich die Erregung der letzlen Monate, in denen er fast immer draußen gewesen war. Es wurde benohe Mitternacht, als er aufhörte, die Mutter aber zeigte noch keine Spur von Müdigkeit, sie war immer solch ein Späthocker gewesen. Doch es wurde wohl Zeit, es ließ sich ja noch vieles an den anderen Tagen berichten, der Urlaub war ihm nicht allzu karg zugemessen worden. In seinem Knabenzimmer stand noch alles so wie sonst, das Bett, das Bücherregal, der schmale mahagonifarbene Arbeitstisch. Er entkleidete sich rasch und streckte sich wohlig aus. Ach, tat das gut nach all der Unruhe! Die Uhr der gegenüberliegenden Kirche schlug dreiviertel zwölf. Rauhstimmig und ohne Eile. Sie schien nach jedem Schlag ein wenig einzuhalten. Es hatte sich auch darin nichts geändert. Aber plötzlich stand ein Erlebnis aus seiner Studentenzeit auf. Er war mit einem Freunde von einem kleinen Feste ihrer ehemaligen Schule zurückgekommen. Es war eine wilde, windzerrissene Winternacht gewesen, das Eis im Flusse hatte gekracht. Mit einem Male hatten sie einen lauten Schrei gehört, ein Mädchen war, wie sich später herausstellte, an einem geländerlosen Teil des Stromes abgeglitten und ins Wasser geraten. Wilhelm war sofort hinterhergesprungen und hatte sie auch gerettet, war aber eine Woche später an Lungenentzündung gestorben. Er hatte ihm nahegestanden wie sonst kein Mensch, und es bedurfte mancher Jahre, um ihn etwas über die grauenvolle Erinnerung wegzubringen, vergessen würde er sie nie. Die Uhr schlug Mittemnacht. Er zählte mit, um seine Unruhe abzulenken. Er dachte an die gefallenen Kameraden, die ebenso freudig in den Tod gegangen waren. Sie hatten das gleiche Ziel gehabt, den anderen ein Beifpiel zu geben und einem Gedanken zu folgen, der groß und leuchtend über ihnen stand. Doch er konnte nun nicht schlafen, so müde er auch von der langen Fahrt war. Er drehte das Licht an und stand auf. Mitten auf dem Tisch blühte ein Rosenstrauß. Er hatte ihn nicht sonderlich beachtet, Mutter pflegte immer Blumen in sein Zimmer zu stellen, der Garten hinter dem Hause war voll davon, es leuchtete auf allen Beeten und Rabatten. Doch dies waren ihre Zentifolien und Zimtrosen nicht, die sie in ihrem altmodischen, halb verstaubten Goldgelb so liebte, sie stammten sicher aus einer Gärtnerei, die sie kunstmäßig zog und auf immer neue Sorten bedacht war. Ein Erkennen zuckte auf: Sie kamen aus dem großen Blumengeschäft vor der Stadt, und die, welche sie geschickt, war das Mädchen gewesen, das Wilhelm einst gerettet hatte. Er hatte sie gut gekannt, war aber nach Wilhelms Tod nicht mehr hingegangen. Bei dem Besuch ihrer Eltern war er nicht zugegen gewesen. Ein Brief lag daneben, er riß ihn auf. Eine klare Hand hatte auf eine Karte geschrieben:„Für den, der seinen Geist fortlebt.“ Nicht mehr, keine Anrede und keine Unterschrift. Die Uhr holte soeben zum letzten Schlage aus. Mitternacht— die Scheide der Zeit! Aber über ihre Grenze flutete der ewige Geist in den immer wiederkehrenden Morgen, der das Vergangene in seinen warmen Händen hielt, um es unsterblich zu neuem Leben zu wecken. Die Gestelle Bellnitte* Das Wunder menschlicher Willenskraft Von Ludwrig Vos-Harrach Von dem großen Demosthenes wird berichtet, daß er eine schwache Brust und eine schwere Zunge besessen habe, daß es ihm aber dank einer außerordentlichen Willenskraft trotzdem gelungen sei, der gewaltigste Redner des Altertums zu werden. Indem er einen Kieselstein in den Mund nahm und das Toben der Brandung zu übertönen versuchte, habe er sich von dem Sprachfehler geheilt. Die Gestolt des Demosthenes hat lange Zeit vor allem der lernbegierigen Jugend als leuchtendes Vorbild gedient. Sind wir heute, nach mehr als zwei Jahrtausenden, noch immer darauf angewiesen? Man darf sagen, daß es auch in der Gegenwart Männer gibt, die es in der Gewalt ihrer Rede mit Demosthenes aufnehmen können. Und der Heroismus, der die Unzulänglichkeit des eigenen Körpers überwand, hat sich an Zeitgenossen offenbart, die zwar unbekannt geblieben sind, aber doch durch ihre Ausdauer und durch ihre Fähigkeit, Schmerzen zu ertragen, jenes ehrwürdige Vorbild durchaus in den Schatten stellen. Ein Rechtsanwalt war unlängst an einer schweren Halsentzündung erkrankt. Die Arzte konnten ihm nur dadurch helfen, daß sie seinen Kehlkopf beseitigten. Man sollte annehmen, damit sei die Tätigkeit eines Rechtswahrers, der seine Schützlinge vor Gericht zu vertreten hat, ein für allemal unmöglich geworden. Aber der jählings Verstummte ließ sich nicht entmutigen. Er wurde schließlich auf eine Wiesbadener Gesangslehrerin aufmerksam gemacht, die vor Jahren auf den Gedanken gekommen wat, nicht der Kehlkopf allein sei in der Lage, Töne zu formulieren. Es müsse vielmehr möglich sein, mit Hilfe des Magens, der die Luft herauspreßt, einen Ersatz für das fehlende Organ zu schaffen. Ein Essener Kaufmann soll der erste erfolgreiche Schüler der erfindungsreichen Frau gewesen sein. Nach ihm hat noch mancher andere Leidensgenosse gelernt, ohne Kehlkopf zu sprechen. Und heute spricht auch jener Anwalt zwar etwas stockend und heiser, aber doch mit einer deutlichen Stimme, die es sich allerdings nicht leisten kann, Dinge von zweifelhaftem Wert vorzutragen, sondern sich mit der Wucht und Gewandtheit der wiedergegebenen Worte verbünden muß, wenn sie an der entscheidungsreichen Stätte ihrer Wirksamkeit einen vollen Erfolg erringen will. Aber selbst die unermüdliche Ausdauer und Selbstbeherrschung jenes Anwalts werden noch weit in den Schatten gestellt durch das willensstarke Verhalten des Belt de das Muster inen 25 Jahren lich vorbestraft. der im Oktober Hause an, und uptete, er habe hen wollen. Ei zimmer zurecht vor dem Amissein Märchen ufrecht. Wege, im Rückfau Zuchthaus beRlizeiaussicht den ihm auf die Der Birditter und der reomniisscl Eine Silvestergeschichte von Lode Baekelmans Lode Baekelmans, der Direktor der Volks= und wissenschaftlichen Büchereien in Antwerpen, hat neulich seinen 60. Geburtstag gefeiert. Sein umfangreiches erzählerisches Werk wird in Flandern viel gelesen, ist in Deutschland aber bislang noch wenig bekannt. Im Gegensatz zu Timmermans, Streuvels und Claes, die ihre Stoffe aus dem bäuerlichen und kleinstädtischen Flandern schöpfen, sind ein Thema Menschen und Begebenheiten der Hasenstadt Antwerpen. Eigenartig für Baekelmans ist der beschauliche, niederdeutsche Humor, der seine Gestalten auszeichnet. In der aufgerissenen Straße lagen Pflastersteine und Sand. Als der Stromer zum dritten Male, von dem glühenden Oefchen angezogen, an dem festgetretenen Sand vorbeistrich, waren die spielenden Kinder verschwunden. Jetzt konnte er sich ungestört wärmen... Er zitterte unter dem langen Soldatenmantel und hielt mit einer Hand den Schlapphut fest, denn der Sturmwind fegte mit heftigen Stößen. In einem Häuschen aus Schwellen und Stützbalken hockte, in dicke Kleider vermummt, der Wächter vor dem brennenden Feuer. Er saß behäbig da und döste. Vor ihm lagen Geräte und Eisenstangen, weiter weg glimmerte warnend die grüne Laterne. Plötzlich stand der Stromer vor ihm und hielt die klammen Hände über das Feuer. Der Wächter schaute grimmig nach dem dreisten Kerl, der die Hände, ohne zu fragen, an sein Feuer hielt. Er brummte und sog argerlich an seinem Bartbrenner, zog den Schal fester um Hals und Kinn und die Mütze mit den Ohrklappen noch tiefer in die Stirn. Ungeduldig trappelte er mit den Klumpen. Aber der Landstreicher schien seinen Groll nicht zu bemerken. Er sah das Stückchen Gesicht aus dem Kleiderbündel gucken, zwei dunkle Augen, welke Backen und einen abgerissenen grauen Schnurrbart. Er Hob eine umgekippte Schubkarre heran, setzte sich und helt gemächlich die durchgelaufenen Schuhe, durch die die bloßen Zehen schauten, über die warme Asche. „Dreckwetter, was?“ Aus dem Kleiderdündel kam kein Laut.„Ein Sturm, um keinen Hund vor die Tür jagen.“ Der Wächter holte seine Tasche heraus und biß stillschweigend in ein Butterbrot.„Laß es dir nur gut schmecken“, sagte der Stromer.—„Danke“, erwiderte der Wächter.„Was tust du überhaupt an meinem Feuer?“—„Mich wärmen.“—„So. Geh nach Hause und wärm dich da.“—„Ich bin überall zuhause“, sagte der Landstreicher nachgiebig.—„Ich liebe keine Gesellschaft. Erst recht keine von deiner Sorte", erwiderte der Wächter abweisend.—„Die Nacht ist sonst so lang“, meinte der Stromer einlenkend.„Ueber dem Schwatzen vergeht die Zeit.“—„Ich schwatze mit keinem Fremden.“—„Aber ich... Ich kann dir auch sagen, wer ich bin. Ich heiße Marmot.“—„Marmot?“—„Ja, Marmot... Die Polizei kennt mich genau. Ich habe, noch niemandem Böses getan... Ich schlafe gewöhnlich zwischen den Holzstapeln am Hafen. Aber jetzt ist es zu kalt.“—„Das da ist mein Feuer.“—„Du hast keinen Schaden, wenn ich mich auch daran wärme. Ich wünsche dir gleich auch ein glückliches Neues Jahr... Und wir können plaudern.“—„Ich bin aber lieber allein.“—„Ich bleibe auch nicht lange. Ich muß dem Kommissar noch Neujahr wünschen!“—„Du? Ach wo.“ —„Ja, ich“, sagte der Stromer ärgerlich. „Sei nicht so grob, Wächter, wir sind beide doch nur arme Teufel. Gir mir lieber ein Stück Butterbrot. Ich habe heute noch nichts zu beißen gehabt.“—„Sonst noch etwas?“—„Einen Schluck warmen Kaffee.“— „Sieh da. Und noch ein paar Centen als Zugabe, was?“ —„Nein, nur ein Stück Butterbrot und einen Schluck Kaffee. Gleich wünsche ich dir Neujahr und traktiere dich mit einem Gläschen Schnaps.“—„Und du willst pleite sein?“—„Gleich kriege ich doch Geld.“—„Da, iß ein Stück Butterbrot und trink. Aber warum bist du nicht im Kastell?“—„Ach, ich bin für Abwechslung. Ich hatte keine Lust. Ich wollte den Winter lieber einmal in der Stadt bleiben.“ Der Wächter hatte seinen Bartbrenner wieder angesteckt und starrte ins Feuer. Sein Nachbar raffte weggeworfenes Papier zusammen, zog die klaffenden Schuhe aus, wickelte die Füße in die zerknautschten Zeitungen und zog die Schuhe wieder an. Er rückte noch näher an das Oeschen, denn der Wind segte eiskalt über die rechte, ungeschützte Seite.„Du hast da einen guten Posten“, sagte der Landstreicher nach einer Weile.—„Ja, aber trauig, Nacht für Nacht mutterseelenallein dazusitzen und aufzupassen.“—„Du hast doch ein gutes Feuer.“— „Ja, das hätte ich zuhause nicht. Meine Frau ist tot, und in meiner Stube wird nicht gestocht. Ich din immer allein, auch im Bett“—„Warum wolltest du mich dann vom Feuer wegjagen?“—„Ach, Marmot, weißt du, man kann sich nicht mit jedem einlassen.“—„Da haft du ganz recht“, sagte Marmot geschmeichelt.—„Du mußt aber jetzt zum Kommissar gehen.“—„Ist ja auch wahr. Ich hatte es wenigstens vor... Aber ich kann es ebensogut später tun.“—„Man soll niemals etwar aufschieben“, riet der Wächter.—„Gut, dann gehe ich, sagte Mormot zögernd, also wahrscheinlich denn bis gleich.“ Er stand seufzend auf, nickte dem Kleiderbündel zu, hielt seine Hände noch einmal über die weißglühenden Kohlen und zog ab. Der Wind heulte durch die einsamen Straßen, die Laternenlichter flackerten und flammten wieder auf. Marmot lief fröstelnd an den Mauern entlang. Eine abgerissene Zinkplatte wehte ihm vor die Füße und scheuchte ihn aus seinen Grübeleien auf. Er hatte darauf losgelogen, um den Wächter zutraulich zu machen. Sollte er nun freiwillig auf die Polizeiwache gehen? Wäre es nicht besser, ein bißchen umherzulaufen und dann wieder an das Feuer zu gehen? Dem Wächter konnte er ja erzählen, der Kommissar sei nicht dagewesen. Das Kastell verlockte ihn nicht, und morgen diente ihm das Glück sicher wieder besser als heute. Er würde schon eine Brotkruste und einen Unterschlupf finden... Aber wenn er nun doch hinginge und Neujahr wünschte?.. Was wagte er schließlich? Wenn er dort wäre, kriegte er sicher genug zu essen. Marmot stand vor der Wache. Ich wage es einfach, beschloß er und betrat den hellen Raum. Er hielt die Hände vor den Kachelofen und sah nach dem Beamten, der eingenickt war. „Na, Marmot, was suchst du denn hier?“ fragte ihn der Inspektor, der die Feder niederlegte und ihn verwundert empfing.—„Ja, Herr Inspektor, lächelte der Stromer, es ist das erstemal, daß ich ohne Beamten herkomme, und das überrascht sie wohl?“—„Was willst du hier?“ drang der Inspektor schärfer ihn ihn.— „Ich muß den Kommissar sprechen.“—„Unmöglich, es ist ja schon elf... Und außerdem...“—„Ich muß. Ich habe ihm etwas ganz Besonderes mitzuteilen.“ Der Inspektor sah ihn verdrießlich an, besprach sich mit dem Unterkommissar, der Marmot noch einmal ausfragte, und ging dann zu seinem Vorgesetzten hinein. Endlich wurde Marmot vorgelassen. Ein leckeres Feuerchen brannte. Es war hell im Zimmer. Der Kommissar und der Landstreicher musterten einander. Marmot stand im zerlumpten Soldatenmantel, den Hut in der Hand vor dem Schreibtisch. Zurückgelehnt in seinen Sefsel blies der Mann des Gesetzes Rauchwolken aus einer Meerschaumpfeife... Das rote Gesicht und die blauen Augen waren gemütlich, aber der Schnurrbart gab ihm ein unwirsches Aussehen. Trotzdem überwog an ihm das Freundliche.„Setz dich. Du willft mich also unbedingt sprechen?“—„Ja, Herr Kommissar.“— „Sok... Das muß ja sehr wichtig sein, wenn du mich jetzt stören kommst. Es ist Silvesterabend, und ich habe eine Familienfeier.“—„Natürlich, Herr Kommissar, aber ich din doch einer ihrer besten Kunden.“„So und Rummer 356 Holland hat sich jetzt die Einrichtungen des deutschen Winterhilfswerks zunutze gemacht. Die Aufnahme zeigt den Reichsstatthalter für Holland, Reichsminister SeyßInquart bei der öffentlichen Eintopfspeisung. Allantic. Schmiedes Werner Schulenberg, dem die Bewunderung nicht nur der wissenschaftlichen Welt zuteil geworden ist. Er stand in den fünfziger Jahren, als der Krebs seinen Kehlkopf ergriff und als das Messer des Arzies das Sprachorgan zerstören mußte. Nach vollzogener Operation hatte die Luftröhre ihre natürliche Verbindung mit Mund und Nase verloren. Man verschaffte ihr eine neue öffnung, so daß der Mann durch ein Loch in der Kehlgrube atmen konnte. Natürlich mußte die neue öffnung durch eine silberne Röhre geschützt werden um ein Zusammenwachsen der Wände und ein Ersticken des Schmiedes zu verhindern. Um ihm die Sprache wieder zu verleihen, wurde er mit einem Röhrensystem versehen, das die neue Luftröhre mit dem Munde verband.„Aber wenn ich nun sprechen wollte, krächzte ich wie ein Rabe oder quakte wie ein Frosch. Ich konnte es nicht aushalten und sann auf einen Ausweg, dieser Sackpfeife ledig zu werden", so gestand der Schmied. Er hat es denn auch geschafft. Er nahm die überaus schmerzvolle Operation an sich selber vor. Mit einem gsühenden eisernen Gerät schuf er sich— ohne Schmerzbetäubung!— eine neue Verbindung zwischen der künstlichen Luftröhre und dem Munde. Der Eingriff mußte mehrfach wiederholt werden. Es wurde eine Art Fistel daraus. Sie wollte zunächst nicht heilen, aber dann wuchs das Gewebe vom Halse und vom Munde her nach. Es gehörte noch eine ungeheure Ausdauer dazu, das Sprechen zu erlernen. Der Mann schlich sich von der nächtlichen Lagerstätte, um im Badezimmer die Laute zu üben, und der Jubel der Ehegefährtin war groß, als der Schmied die ersten Vokale hervorstoßen konnte. Er muß die Oeffnung, die ihm der Arzt verschafft hatte, verschließen und den Hals auf kunstreiche Weise bewegen, wenn er Töne hervorbringen will. Aber der willensstarke Mann vermag jetzt nicht nur zu sprechen. Er sang den staunenden Zuhörern auch ein richtiges Lied vor! Dank der Aufmerksamkeit, die der Fall in der medizinischen Welt erregt hat, ist dem mutigen Schmied eine gewisse Berühmtheit zuteil geworden. Er tut das seinige, um Leidensgenossen hilfreich zu sein. Aber es dürfte nicht jeder bereit sein, eine derartige Behandlung von ärztlicher oder gar von eigener Hand zu ertragen! Die altesten Schahe der Weil 100 Daare aus einem koptischen Sräberfeld Das Deutsche Ledermuseum in Offenbach am Main, das bisher schon die älteste Fußbekleidung der Welt im Alter von etwa 6000 Jahren besaß, hat nun dazu noch eine vollständige Sammlung von hundert prachtvollen Schuhen aus einem koptischen Gräberfeld erworben. In vielen Schaustücken gibt das Deutsche Ledermuseum in Offenbach einen reizvollen Querschnitt durch die Entwicklungsgeschichte der Lederverarbeitung. Mit Staunen erfährt man, wie vielseitig die Lederverarbeitung doch ist. Es müssen nämlich nicht nur Rinder. Pferde. Schweine und Kälber, sondern auch Schafe und Ziegen. Hirsche. Rehe und Gemsen. ja selbst Hunde. Renntiere. Robben, Alligatoren, Schlangen. Eidechsen und Haifische ihre Haut zu Gerbereizwecken hergeben. Im Mittelalter hat man sogar aus— Menschenhaut Bucheinbände hergestellt. und in den Türkenkriegen wurden mehrfach Trommeln erbeutet, die mit demselben kostbaren Material bespannt waren. Spezialerzeugnisse. wie Berchtesgadener Lederhosen. Tiroler Trachtengürtel, Wiener Handtaschen, mexikanische Cowboysättel und indianische Tabaksbeutel lassen erkennen. daß bei den Kultur= wie bei den Naturvölkern zu allen Zeiten Spitzenleistungen in der Lederverarbeitung zu verzeichnen waren. Handwerkliche Meisterstücke aus China, Japan, Indien und Siam. Zunftzeichen aus dem Mittelalter und eine berühmte Schattenspielsammlung ergänzen die interessante Schau. Eine neue einzigartige Sehenswürdigkeit ist nunmehr dem Deutschen Ledermuseum in hundert Schuhen aus einem koptischen Gräberfeld einverleibt worden. Die Kopten sind bekanntlich die Nachkommen der alten Aegypter, von denen noch vor einem halben Jahrhundert etwa 400 000 im Niltal ansässig waren. Sie bildeten damit dort etwa ein Fünftel der wirklich eingeborenen und Ackerbau treibenden Bevölkerung. Durch ihre große Kunstfertigkeit in der Verzierung ihrer Gewänder mit kostbarem Besatz in Gobelintechnik, wie sie in Gräbern des vorigen Jahrhunderts vorgefunden wurden, sind die Kopten in den Kreisen der Ethnoso oft wegen Landstreicherei verurteilt. Und dann die Geschichte mit dem Mädchen.“—„Ja, lachte der Kommissar herzlich, als du die Haustür offen fandest und dich so mir nichts, dir nichts in das Bett des Mädchens legtest.“—„Der Herr Kommissar hat ein gutes Gedächtnis. Aber es ist arg, wenn man müde ist und kein Bett hat.“—„Das mag wohl sein. Aber jetzt schieß los. Weshalb bist du gekommen?“—„Ja, Herr Kommissar, wie soll ich Ihnen das sagen? Meist bin ich den Winter über ja nicht in der Stadt und nun hab ich mir gedacht, wo ich doch Ihr bester Kunde bin und meine Welt kenne... Sie haben es hier übrigens lecker warm.“ —„Zur Sache.“—„Es ist mir in den letzten Tagen nicht sehr gut gegangen...“—„Aha, und nun möchtest du aufs Kastell gebracht werden!"—„Nein, ich möchte den Winter in der Stadt verbringen, aber ich dachte mir, es sei wohl meine Pflicht...“—„Na, was denn?“—„Ihnen ein glückliches Neujahr zu wünschen.“ Der Kommissar ließ vor Staunen die Pfeise sinken. So etwas war ihm noch nicht vorgekommen! Der Stromer sah ihn ein bißchen ängstlich an. Da schlug der Mann der Ordnung mit der rechten Hand aufs Pult, sein Gesicht entspannte sich, und er prustete los vor Vergnügen. Sein Lachen dröhnte so mächtig, daß der Unterkommissar und der Inspektor unaufgefordert eintraten. „Seht doch nur, erzählte er ihnen mit Tränen des Lachens in den Augen, Marmot kommt mir ein Neues Jahr wünschen.“—„Und Ihnen auch, meine Herrn, ein glückliches Neujahr, sagte Marmot mit verschmitzter Ehrfurcht, Sie sind alle so nette Leute, daß Sie dem Marmot wohl ein Neujärchen geben könnten.“—„Das ist wahr, Marmot“, sagte der Kommissar bereitwillig.—„Es wird Zeit“, sagte der Stromer,„sehen Sie nur meine Schuhe, die sperren den Rachen auf vor Hunger, genau wie ich.“—„Warte, ich habe noch ein Paar stehen. Wenn sie nur nicht zu klein sind...“— Ich habe zierliche Füße. Mir paßt alles.“ Der Kommissar holte ein Paar Socken und Schuhe und gab ihm noch ein Zweifrankenstück und eine Zigarre obendrein. Den Unterkommissar machte dieses Vorbild edelmütig. Er gab einen Franken. Und der Inspektor holte ein paar Butterbrote. Die Socken und die Schuhe paßten... Mit den alten Stiefeln unter dem Arm zog Marmot ab.„Guten Abend die Herren, bis zum nächsten Jahr, falls ich es wieder in der Stadt verbringe.“—„Guten Abend, Marmot.“ Draußen warf der Stromer die abgetragenen Schuhe weg und ging geradenwegs in die Kneipe„Zum süßen Einfall“. Er bestellte ein Gläschen, ließ sich ein Viertel Genever in den Kaffeekrug schütten und bezahlte. Ein Gläschen leistete er sich noch als Zugabe. Kauend ging er zum Feuer zurück. Er spürte keinen Wind und keine Kälte mehr. Jetzt durste es stürmen und toben. Die graphen und Altertumssammler bekannt geworden. Doch waren sie auch in der Lederverarbeitung außerordentlich geschickt und erfindungsreich. Die jetzt dem Deutschen Ledermuseum einverleibte komplette. Schuhsammlung entstammt einem Gräberfeld der byzantinischen und frühmittelalterlichen Geschichtsepoche in der noch von den Ptolemäern begründeten Stadt Achimpanopolis in Oberägypten. Die Kopten pflegten dort ihre Toten samt dem Schuhwerk und ihrer kostbaren Kleidung zu bestatten. Durch diese Gepflogenheit ist das Deutsche Ledermuseum auf Umwegen in den Besitz einer Sammlung gelangt, die wahre Meisterleistungen ägyptischer Handwerkskunst in höchstem Luxusaufwand und hervorragender Verarbeitungstechnik umfaßt. Da es früher schon über die älteste bisher bekannte Fußbekleidung verfügte. ein Paar Schuhe im Alter von nicht weniger als 6000 Jahren aus einer vorgeschichtlichen Grabstätte, bietet dieses Fachmuseum auch dem Archäologen und Ethnographen das interessanteste Studienmaterial. führt zu mancherlei Krankheiten. Jeder sollte vorbeugend handein. ORIIZONPestillen schützen durch Entwicklung ektiven Sauerstoffes zuverlässig und anhallend vor Grippe, Hele- und Mandelentzündungen. Packungen zu RM—.5S und RM—.93 Und zur täglichen Mundpflege: ORTIZON-Mundvasserkugeln, ORTIZON-Zahnpulver, ORTIZON-Zahnbürste. — Butterbrote hatte er schon aufgegessen, als er das grüne Licht wieder sah. „Da bin ich“, sagte er zu dem Wächter und nahm den Platz auf der Schubkarre wieder ein.—„Du bist aber lange weggeblieben“, antwortete der Wächter, der gerade Kohlen nachlegte.„Der Kommissar war sehr erfreut, mich zu sehen. Wir haben in seinem Zimmer gesessen und geplaudert... Es war lecker warm.“— „Du hast ja feine Bekannte“, sagte der Wächter mißtrauisch.„Ja, wir armen Teufel verkehren mit vielen Leuten.“—„Mich wundert, daß er dich nicht gleich dabehalten hat“, spottete es aus dem Kleiderbündel. Der Wächter stampfte wieder ungeduldig mit den Klumpen. „Es war kein Grund, mich dazuhalten, prahlte der Stromer. Marmot hat nichts auf dem Kerbholz. Er hat nur Neujahr gewünscht.“—„Ist das wahr?“—„Ich schwöre... Sieh nur, mein Neujahrsgeschenk.“ Das Geld klimperte in seiner Tasche. Ihm fiel die Zigarre ein, und er hielt einen Streifen Papier an die Kohlen.„Das ist der zweite Beweis, sagte er vergnügt, und hier ist der dritte. Trink nur einen tüchtigen Schluck... Hab ich nun Wort gehalten?"—„Ja, schnalzte der Wächter, das ist ein leckerer Tropfen... Hast du keinen Hunger mehr?"—„Nein. Aber einen Schluck warmen Kaffee.“—„Da.“—„Ich bleibe von einem Jahr zum andern an deinem Feuer. Bis morgen früh.“—„Das ist aber ein guter Kommissar“, sagte der Wächter gerührt.—„Das bestimmt, gab der Stromer hochherzig zu. Du darfst aber auch nicht vergessen, daß sie ohne uns keine Daseinsberechtigung hätten.“— „Das ist auch wahr“, sagte der Wächter verdutzt und sah seinen Nachban verwundert an Beide starrten in das Feuer. Die Scheu war von dem Landstreicher gewichen. Marmot war warm und hatte sein Selbstvertrauen wieder. Der Wächter konnte nicht mehr schimpfen oder ihn vom Feuer wegjagen. Es schlug zwölf Uhr. Aus Straßen und Gassen schlug der Neujahrslärm empor. Der Wind heulte, toste und wehte zerfetzte Musik herüber.„Ein glückliches Neujahr, Wächter.“—„Ein glückliches Neujahr, Marmot.“ Sie tranken, bis die Kaffeeflasche leer war und sprachen kein Wort mehr. Und sie starrten in die glühenden Kohlen, bis ihre Augenlider schwer wurden und sie beim knackenden Feuer einschliefen. Als der Morgen schimmerte, wachte Marmot auf. Er war steif vom Hocken auf der Schubkarre. Das Oeschen war fast ausgebrannt. Das Kleiderbündel rührte sich nicht. Der Stromer nahm seine Kaffeeflasche und ging in die Stadt... Der Wind datte sich gelegt, und trotzdem zitterte der Strolch vor salte in seinem zerschlissenen blauen Soldatenmantel. Berechtigte Obertragung uur dem Flämischen von Karl Jacebe 2) MFA Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 29. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 356 n. Lern. Bei einer Regimentsübung der Waffen- in Südfrankreich affen zu kommendem Einsatz bereit Männer und W Auf der von Palmen überschatteten Straße sagen Kradschützen in rascher Fahrt vorwärts, Mannschaftswagen, vollgespickt mit Soldaten, rattern durch die Dörfer, Straßensperren werden errichtet, Flieger greisen im Tiefflug an, und aus allen Rohren feuern abwehrbereite MG.s. Daneben aber zieht ein Ochsengespann friedlich seine Furchen, unbehelligt radelt ein Briefträgen neben rollenden Geschützen— und die südfranzösischen Bürger, deren Land jahrzehntelang keinen Krieg mehr sah, stehen neugierig an den Straßenecken und gafsen voll Staunen und Bewunderung auf die deutschen Soldaten. Auch die weißen Binden an den Stahlhelmen der Schiedsrichter lassen gleich erkennen, daß es hier nicht um kriegsmäßigen Einsatz geht, sondern sich um ein Manöver deutscher Soldaten im besetzten Gebiet handelt. Manöver im fremden Land, zweitausend Kilometer von der Heimat entfernt, zwischen Weingärten und Maisfeldern, unter Palmen und Platanen. Regimentsübung der Waffen=; zu Füßen der Pyrenden, in der Nähe des Golfes von Biscaya, tief unten im Süden Frankreichs. In aller Frühe sind wir heute morgen schon aufgebrochen, um genau wie in den Tagen des ernsten Einsatzes auch heute wieder dabei sein zu können. Selbst im Süden Frankreichs hat nun der Winter seinen Einzug gehalten, und auch wir haben unsere Mäntel, die unsere Kameraden im weiten Osten und hohen Norden schon seit Monaten tragen, hervorholen müssen. Auf die rotgelben Blätter der Rebstöcke in den Weingärten hat sich leichter Rauhreif gelegt, der Atem weht wie eine weiße Fahne vor uns her, und der Morgen ist noch so grau und undurchsichtig, daß man nicht weiß, ist es der Nebel, der alles verhullt, oder sind es die rotbraunen, den Farben des Herbstes angepaßten Tarnjacken, die unsere Männer unsichtbar machen. Es ist noch ganz still, und es kann doch in wenigen Minuten schon losgehen. Wir stellen unsern kleinen, schnellen Wagen hinter eine Hecke und suchen die Männer, die hier in der Nähe auf den Beginn der Uebung warten. Fast stolpern wir über ihre MG=Nester, so gut haben sie sich in ihren Ausgangsstellungen getarnt. Wir finden Soldaten, die längst ihre Feuertaufe erhalten haben, manch harten Strauß erfochten und im Feldzug gegen Frankreich ihre große Bewährungsprobe ablegten. Neben diesen alten, erfahrenen Kriegern sehen wir aber auch neue, junge Kameradenn. Das sind jene Kriegsfreiwilligen, die in den Monaten der Offensive Sturm auf die Ergänzungsstellen der Waffen=f liefen, die in heller Begeisterung für die Waffentaten der Front damals mit dabei sein wollten, es nicht erwarten konnten, herauszukommen, dann aber in den Sommermonaten eine gründliche militärische Ausbildung durchmachten und nun in die Feldtruppe eingereiht wurden. Ein Kradschütze, den ich bitte, mich in seinem Beiwagen mitzunehmen, erzählt mir, daß er erst in dieser Nacht vom Urlaub zurückgekehrt ist.„Mensch“, lacht er,„ich glaub, ich hab geträumt. Stell dir vor; vor zwei Tagen hat mich meine Braut noch oben in Elbing zum Bahnhof gebracht, und jetzt sitz' ich hier unten in Frankreich schon wieder auf meinem Schlitten. Wenn sie das wüßten! Zu Hause glauben sie nämlich, wir hätten hier unten, im schönen Südfrankreich, nichts anderes mehr zu tun, als Apfelsinen zu schlemmen und Bordeaux zu trinken. Die haben vielleicht eine Ahnung! Bei uns gibt's keine faule Bärenhaut, wir üben immer feste weiter...“ Ja, es ist wirklich so: unsere Soldaten haben nicht auf ihren Siegeslorbeeren ausgeruht, sie konnten erst jetzt die Erfahrungen des Feldzuges im Westen richtig auswerten und wurden immer noch schlagkräftiger, härter und einsatzbereiter. Genau wie sich der Einfluß der Weltkriegsteilnehmer auf die jüngeren Soldaten so überaus günstig auswirkte, werden aber auch die Kriegsfreiwilligen 1940 in der Zeit der Vorbereitung auf neue Entscheidung viel von ihren kampferprobten Kameraden lernen können. Während mir solche Gedanken durch den Kopf gehen, rast ein Kradmelder heran und bringt den Befehl zum Beginn des Angriffs. Die Gefechtslage ist folgende: der Feind wurde zum Rückzug gezwungen, deckt sich aber durch Panzer und versucht, den nachstürmenden Gegner abzuwehren. Eine Vorausabteilung von Kradschutzen verfolgt ihn und versucht, Feindberührung zu bekommen. Befehle werden gegeben. Schon tritt der Kradschütze auf den Starter, gibt Gas und los brausen wir, dem Feinde nach. Man sieht dem 1t=Mann, der den Urlaub sicher noch in den Knochen stecken hat, die Freude an, nun wieder im Sattel zu sitzen. Man merkt es gleich: die Maschine ist seine alte Vertraute, sie ist im Laufe der Feldzüge ganz und gar mit ihm verwachsen. Man hat das Gefühl, daß Mensch und Maschine eins sind. So vollkommen ist die Beherrschung der Kradschützen über ihre Maschinen, daß man weiß, diese Männer überlegen gar nicht mehr, wann sie schalten müssen oder diesen oder jenen Handgriff zu machen haben, sie bedienen ihre Maschine instinktiv. Mit schußbereiter Waffe wird die Verfolgung aufgenommen. Und da geht es auch schon los. Feuer aus der Flanke. Raus aus der Kiste! Keine Zeit, das MG in sichere Stellung zu bringen, der Rücken des Kameraden muß als Auflage dienen. Tack, tack, tack... schnell ist das MG=Nest niedergekämpft. Weiter, weiter vorwärts, das ist die Parole der Kradschützen. Verflucht, eine Straßensperre. Weg damit! Doch da: ein graues Ungetüm rollt ihnen feuernd entgegen. „Panzer, Panzer! Pak nach vorne!“ gellt es über die Straße. Ein Panzerabwehrgeschütz wird in Stellung gebracht: Werk weniger Sekunden. Der Panzer zieht sich zurück. Die Bahn ist frei. Wen mit der Straßensperre. Der Stoßtruppführer sucht nach Minen. Nichts— also weiter, weiter dem sich zurückziehenden Feinde nach. Hinter uns Motorengebrumm, wildes MG=Feuer. Feindliche Flieger haben die nachfolgende Truppe angegriffen. Sie werden von ihr abgewiesen. Wir folgen dagegen dem Feind immer dichter auf den Fersen. Da vorne am Straßenrand wieder ein seindliches MG. Es weicht dem Ansturm. Doch, gerade als wir die Nachhut des Feindes erreichen: ein Aechzen, ein Stöhnen —— Krach... Im letzten Augenblick hat der Feind einen Baum gesällt, der ein neues Hindernis bieten soll. Aber auch dieser Baumstamm kann die Kradschützen nicht aufhalten. Während andere dabei sind, das Hindernis wegzuräumen, haben sie die Sperre längst umfahren und sitzen dem Feind weiter im Nacken. Noch einmal wirft er dann seinen Panzer vor. Das Geschütz im Panzerwagen dellt. Jetzt aber hat sich plötzlich ein Unterscharfuhrer seitlich an den Panzer herangeschlichen und dem überraschten Panzer die MPi. in den Sehschlitz gesteckt. Der Panzer versucht noch zurückzufahren— doch vergeblich, er ist erledigt. Die Verfolgung des Feindes kann weiter aufgenommen werden. Wostfälischer Sportanzeiger Der deutsche Iper. in nnlegt Von Reichssportführer v. Tschammer und Osten Voll Kampfesfreude, Ted.-, nvo, stürmende Schnelligkeit, Härte und Einsatzbereitschaft ist dieser Tag. Ein Bild, wie man es nur vom ernsten Einsatz her kennt. Das Aufheulen der Motoren, das Tacken der MG.s, das Ballern der Geschütze erfüllt die Luft. Die südliche Sonne ist am Himmel hochgeklettert und strahlt gegen Mittag eine für den Anfang des Dezember unwahrscheinliche Wärme aus. Schweiß, vermischt mit Staub und Pfützendreck, klebt den##=Männern im Gesicht. Als wir bei Beendigung der Uebung zum vordersten Stroßtrupp kommen, empfängt uns gleich der Ruf nach einer Feldflasche mit Trinkbarem. Wir haben nichts. Nur ein Oberscharführer ist noch da, der die letzte Apfelsine unter seine Männer verteilt. Erst jetzt wird man wieder daran erinnert, daß man im Süden Frankreichs ist. Manöver im südlichsten Zipfel des deutschen Machtbereiches... Fahrzeugkolonnen rollen wieder durch die Dörfer, ihren Standorten zu. Kopfschüttelnd und doch mit einem Blick großer Bewunderung, der zwar jegliches Verständnis fehlt, schauen die Franzosen unseren Fahrzeugen nach. „Mensch“, sagt der Kradschütze, der diese Nacht aus der Heimat kam,„wenn es doch nur bald wieder losginge Bis dahin aber werden die Waffen scharf gehalten! -Kriegsberichter Willi Dißmann(PK) Hr. FPrach! inn dem toien Brüder Hitlerjunge besucht ein flandrisches Grab— Eine Handvoll Erde für die Eltern (PK.) In Flandern. Nebel hüllen das weite Land in einen nassen Schleier, der den Blick einengt vom Straßenrand zu Straßenrand. Zwei Omnibusse mit deutschen Jungen und Mädeln— eine HI=Spielschar, die den Soldaten in diesem fremden Land die Grüße der Heimat bringt— kriechen die endlose Straße entlang. Im ersten Wagen der begleitende Offizier. Seine Augen bahren sich in die Weite. „Kommen wir auch über Urcelle?“ Einer der Hitlerjungen kommt nach vorn. Eine Weile steht er stumm neben dem Fahrtbegleiter, dann eine Frage, tonlos hingesprochen:„Kommen wir auch über das Dorf Urcelle? Dort ruht mein Bruder". Ein Blick auf die Karte. Urcelle liegt nur wenige Kilometer abseits der Hauptstraße und die Antwort:„Morgen früh fahre ich mit dir nach Urcelle!"— Kein Wort weiter. Beide gehen ihren Gedanken nach, die zurückeilen in jene Zeit, da der eine hier im harten Straßenkampf lag, da der andere mit den Eltern zu Hause am Rundfunk verweilte und auf jede Meldung aus Frankreich horchte. Eines Tages kam die Nachricht, daß der Bruder in Flandern gefallen sei— bei einer Vorausabteilung. Stolz mischt sich in die Trauer, wenn der Bruder nun davon spricht, wie die Kameraden des Gefallenen von seinem heldenmütigen Einsatz berichten. Eine ganze Skizze hat man den Eltern geschickt, wo der Bruder fiel. Dort fand er auch sein Grab. Inzwischen wurde alle Gefallenen dieser Division auf einen gemeinsamen, in einem stillen Waldtal gelegenen Ehrentiedhof umgebettet. Erde, die sein Blut krank Früh schon am anderen Morgen geht die Fahrt in einem DKW los. Der Junge möchte zuerst die Stelle sehen, an der sein Bruder fiel, möchte seinen Eltern eine Handvoll Erde mitnehmen, die seines Bruders Blut trank. Von Dorf zu Dorf geht die Fahrt über Feldwege, schließlich querfeldein. Hier muß es sein. Sechs Erdhügel vor ihnen, ein schlichtes Schild. Drüben am Waldrand, nur wenige hundert Meter entfernt, vier, sechs acht feindliche Kampfwagen zu Schrott zusammengeschossen. Stolz geht der Blick des Jungen zu ihnen hinüber.„Da hat mein Bruder mitgeholfen!" Noch liegen einige Geräte im Gras und im Gesträuch. Still sucht der Junge sie ab. Erschüttert hält er ein deutsches Soldatenkoppel in der Hand. Auf schwarzem Tuch, auf braunem Leder, findet er, kaum verwittert, den Namen seines gefallenen Bruders und unter den sechs Stahlhelmen, die an der Stätte liegen, wo die Gefallenen von ihren Kameraden ins erste Grab gebettet wurden, ist auch der seines Bruders. Der Junge blickt auf diese Stücke. Kein Wort fällt. Nach einer Weile geht der Junge zurück zum Wagen. Die Fahrt geht zum nahe gelegenen Ehrenfriedhof, zur letzten Ruhestätte des Gefallenen. Kaum 200 Gräber. Der Wagen fährt zurück zu den anderen Kameraden der HI=Spielschar. Jetzt ist er der Kämpfer Der Junge hält allein Zwiesprache mit seinem toten Bruder. Seine Gedanken eilen zurück in die Jugendzeit; kaum zwei Jahre ist es her, da haben sie noch so manchen Jungenstreich ausgeheckt. Da konnte sich der Knabe noch so oft vertrauensvoll mit seinen Sorgen und Nöten an den großen Bruder wenden und eines Sonntagmittags stand er vor dem Kasernentor, um einen Bruder zum ersten Urlaubsausgang abzuholen. Dann kam der Krieg. Nicht allzu oft kam Post aus Polen und jedet Brief endigte mit den gleichen Worten: Es geht weiter vorwärts, immer vorwärts! Dann kamen die Briefe aus dem Westen. Der 10. Mai kam und wieder die Worte:„Wir stoßen immer weiter nach Frankreich hinein". Dann die letzte Nachricht vom Kompanieführer, und nun steht der Junge hier am Grabe seines gefallenen Bruders. Jetzt ist er der Kämpfer. Jetzt steht er für seinen Bruder, ein Knabe noch, wach und bereit! Schweigend kommen die Kameraden der Spielschar im gleichen Schritt und Tritt. Wie aus dem Boden gewachsen stehen sie hinter ihm, er unter ihnen, K meraden unter Kameraden. Die Lebenden, die Kommenden unter ihren toten Kameraden; ihrer aller Bruder. Ihrer aller Brüder liegen hier in Flanderns Erde. Kriegsberichter Heinz Dieter Pilgram. Ein neues Jahr, für uns auch ein neues Sportjahr, bricht an, das ebensowenig wie die beiden letzten mit den normalen Maßen des Friedens zu messen ist. Mit den steigenden Aufgaben, die dem Reich von seinem Führer gestellt sind, haben auch die deutschen Leibesübungen in dem ihnen zugewiesenen Rahmen an Stelle einer krassen Einschränkung— wie viele sie erwarteten — eine immer neue Ausweitung ihres Tätigkeitsgebiets erlebt. Wir haben niemals„nach militärischen Gesichtspunkten“ gearbeitet, wie uns das von unseren Feinden so oft vorgeworsen worden ist, sondern die Leibeserziehung und die Wehrhaftmachung des deutschen Volkes wurzelt ganz einfach in dem gleichen Mutterboden: in dem Willen des deutschen Menschen, stark, gesund, hart und voll einsatzfähig zu sein, im Frieden und selbstverständlich erst recht im Kriege, der nun einmal immer die schärfste Bewährungsprobe für alle Bewegungen und menschlichen Institutionen gewesen ist. So, mußte sich, was in sechs Jahren vorbereitet war, in der Entscheidungszeit bewähren! Und es konnten der Wehrsport und die vormilitärische Ausbildung organisch angegliedert werden, um der Wehrmacht nicht nur den körperlich, geistig und charakterlich einwandfreien Mann zu stellen— was ja schon die allgemeine Leibeserziehung vermag— sondern auch noch den schon militärisch vorgebildeten. Der Nationalsozialistische Reichsbund für Leibesübungen und all die Gliederungen und Organisationen, die in der Leibeserziehung einen wichtigen Teil ihrer Ausbildungsarbeit erkannt haben, mußten im Krieg vor allem eine doppelte Aufaabe lösen: die Grundausbildung der breitesten Volksschichten, zumal der Jugend, aufrecht erhalten— und die Leistungsförderung der Auslese nicht zu versäumen, denn in ihr haben wir das große Werbemittel, haben wir eine der wirkungsvollsten Repräsentationsmöglichkeiten. Dies doppelte Problem ist gemeistert worden, in welchem Umfang, das beweisen Zahlen, die heute wohl jedem Sportler geläufig sind. Ich will nicht auf die Erfolge der Grundschulung, auf die— im Kriege!— neugegründeten Vereine, die wirkungsvollen und organischen Zusammenschlüsse und Arbeitsgemeinschaften, auf die Meisterschaftsleistungen und Lehrgangserfolge eingehen, sondern mich auf die Ziffern aus dem internationalen Sportverkehr beschränken, von den ja sogar manche Deutsche angenommen haben, er werde nach Kriegsausbruch völlig zum Erliegen kommen... Nun — die Bilanz war vor einem Jahre schon bemerkenswert, inzwischen sind wir aber angelangt bei 87 Länderkämpfen, bei 40 Städte= und Vergleichskämpfen und nicht weniger als 130 sonstigen Veranstaltungen, bei denen sich unsere Athleten mit Sportlern aus dem neutralen oder verbündeten Ausland gemessen haben! Daß wir dabei weiß Gott nicht einseitig gewesen sind, die Tatsache, daß 16 Länder bei diesen Treffen ver, treten sind, mit Italien haben wir z. B. 27 Länder, kämpfe, 8 Stödtetreffen und 34 andere Begegnungen ausgetragen, für Ungarn lauten die Zahlen ähnlich 30— 13— 30! Auch wag die einzelnen Sportarten angeht, ist die Vielseitigkeit erstaunlich— 21 Sport, arten werden in der Tabelle aufgezählt, wobei Fuß. ball und Boxen mit 15—11—18 bezw. 18——11 Kämpfen am besten abschneiden. Und die Ergebnisse? Von den Länderkämpfen haben wir 49 gewonnen, 31 verloren und 7 unentschieden ge, halten; bei den Städte= und Vergleichskämpfen waren es 22— 15— 31 Also Erfolge, die wohl auch die Optimisten unter uns kaum erwartet haben, denn unter den gegebenen Umständen war ja schon das bloße Antreten und ordnungsgemäße Durchführen der Tressen als Erfolg zu betrachten. Diese Veranstaltungen mi solchen Ergebnissen— sowohl zahlenmäßig wie Eindruck nach, den die Haltung unserer Mannschaften hinterließ— waren natürlich auch die beste Grundlage für eine andere Aufgabe, die uns im Verlaufe###iese Krieges neu zugefallen ist, und der wir im nächsten Jahre noch erhöhtes Augenmerk widmen werden: die Neuorganisation des europäischen Sportlebens überhaupt, bei der Deutschland mit Italien von jedem Ge. sichtspunkt aus gesehen als Fundament dienen muß. Für die Zeit dieses großen Aufbaues, der ja schon während der letzten Kriegsphase begannen hat, werden all die Leistungen des vergangenen Jahres von besonderer Bedeutung sein, diese Leistungen, an denen unsere Soldaten— von der Wehrmacht immer, wenn es irgend anging, in der großzügigsten Weise beurlaubt— einen so hohen Anteil haben. Aber nicht nur sie, die Aktiven, deren Namen zum Teil dem deutschen Volk und auch dem Ausland bekannt sind, die geehrt und gefeiert werden— nein, gerade auch die„namenlosen“ Helfer haben sich hier wiederum gar nicht abschätzbare Verdienste erworben. Die Arbeit ist in den Bereichen und Bezirken, in den Fachämtern und ganz besonders auch in den Vereinen, die manchaml wirklich kaum mehr lebensfähig schienen, als Aktive und Funktionäre zu den Fahnen einrückten, dies gewaltige Arbeitspensum ist zum großen Teil von den älteren Jahrgängen geleistet worden. die sich schon aufs„Altenteil“ zurückge. zogen hatten, zum Teil aber auch von den Jungen. denen niele solche Fähigkeiten noch viel meniger zugetraut hätten. Das war wieder eine gewaltige Bewährungsprobe für de Resernen, die in unserer Bemegung stecken— und für den stolzen Freiwilligkeits=Grundsatz, der das Herz unserer Arbeit ist. Sie ist mit Glanz bestanden worden, diese Prüfung— und sie wird weiter bestanden werden, daran wird heute wohl kaum mehr semond zweifeln, bis das Ziel erreicht ist: der Endsieg. zu dem dann auch der deutsche Sport sein Teil beigetragen hat. Zwei(eister im Kampt Fortuna besucht Schalke 04— Die letzten Spiele endeten:0 und:1 Eine große Anzahl Soldaten erhielten jetzt die Möglichkeit zu Riviera, damit sie sich dort in dem milden Klima des Mittelmeeres gut erholen können. (Scherl) „Wir haben uns prächtig erholt“ Schwerverwundete weilten zur Erholung in Jakopaue dnb...., 27. Dezember.(PK) 75 schwerverwundete, Soldaten trafen kürzlich in Krakau ein. Auf der Heimreise von Zakopane, wo sie auf Einladung des Generalgouverneurs Dr. Frank einige Wochen zur Erholung geweilt halten, wurde sie in der Landeshauptstadt des Generalgouverneurs von Vertretern der Behörden begrüßt. Bei der Kaffeetafel ergab sich die Gelegenheit zu einer kurzen Unterhaltung mit den Verwundeten. Das Erlebnis des Krieges wurde noch einmal lebendig; sie sprachen von ihrer Verwundung und dem langen Aufenthalt im Lazarett. Besonders lebhaft berichtete jeder von ihnen von dem Besuch in Zakopane. Drei Wochen lang lebten sie dort als Gäste des Generalgouverneurs im Erholungsheim„Frontkämpferdank" der RSKOV. In dem gesunden Klima der Karpathen, in Sonne und Schnee, fanden sie bei liebevoller Pflege Heilung und Kräftigung.„Wir haben uns prächtigerhol!“ — das ist die einmütige anerkennende Feststellung aller Verwundeten.„Wir werden die frohen Tage in Zakopane nicht vergessen.“ Beladen mit einem großen Paket, das der Vertreter des Generalgouverneurs jedem seiner Gäste überreichte, verließen die Verwundeten am Abend die Landeshauptstadt. Kriegsberichter Karl Vollhardt. Nach dem letzten Zusammentreffen in den Gruppenspielen zur Deutschen Meisterschaft im Sommer dieses Jahres standen sich die beiden westdeutschen Meistermannschaften Schalke 04 und Fortuna Düsseldorf nicht mehr gegenüber. Damals gab es in Leipzig ein:0 und in Berlin ein:1, Gruppensieger aber wurden die Schalker, da sich Fortuna eine Niederlage gegen den Mülheimer SB„erlaubte“ und somit zurückfiel. Schalke kam aber noch weiter und holte sich im Endspiel gegen den neuen Tschammerpokalsieger den Meistertitel. Fortung wird nichts unversucht lassen, gegen den Meister wieder einmal einen Erfolg zu erringen. Mit Janes in der Verteidigung und vermutlich auch mit Glowacki' im Tor wird der Kampf ausgenommen, aber auch die Schalker sind gut gerüstet und so darf man einen ausgeglichenen Kampf erwarten. Es hängt in erster Linie wieder vom Sturm der Fortung ab, ob Schalke bezwungen werden kann. Die Hauptaufgabe wird wieder der Läuferreihe zufallen, die Schalkes famosen Angriff halten muß und darüber hinaus an die Unterstützung der eigenen Fünferreihe zu denken hat. Beide Mannschaften haben in ihrem letzten Punktespiel enttäuscht, denn Schalke verlor in Herne den ersten Punkt durch ein:1 und Fortuna wurde in Altenessen von Tus Helene:0 geschlagen. Während die Düsseldorfer dadurch in der Meisterschaft etwas zurückgefallen sind, hat Schalke in Westfalen schon heute dank eines klaren Vorsprungs nichts mehr zu befürchten. Man darf auf den Ausgang mit Recht gespannt sein. Jedenfalls wird es ein technisch gutes Spiel geben und der Ausgang dürfte wiederum sehr knapp sein. Sonntag die Werkself von Kümpers Rheine verpflichtet, der ebenfalls ein guter Ruf vorangeht. Das Spiel kommt um 14 Uhr auf dem Sportplatz am Kanal zur Durchführung. 1941 wieder „Kund um die Laumberge“ Noch im alten Jahr hat das Fachamt Radsport im Gau IX Westfalen des RS=Reichsbundes für Leibesübungen die Termine für die im Jahre 1941 geplanten westfälischen Straßenrennen festgelegt. Zehn Veranstaltungen sind vorgesehen, die sämtlich reichsoffen ausgeschrieben sind. Den Anfang macht„Rund um Dortmund“ am letzten Sonntag im April. Der Terminkalender hat folgendes Aussehen: 27. April: Rund um Dortmund: 4. Mai: 1. HöinaDreieck=Rennen in Hagen: 18. Mai: Industrie= und Pressepreis in Bielefeld; 22. Juni: Rund um die Baumberge in Münster: 29. Juni: Großer Straßenpreis von Fröndenberg; 13. Juli: Teutoburger Inbiläumspreis: 17. August: Rundstreckenrennen in Bochum: 24. August: Großer Straßenvreis von Hemer; 21. September: Großer Preis von Bielefeld; 28. September: 2. Höing=Dreieck=Rennen in Hagen. Engelbert Roch spielt in Mailand Als-Verleidiger in der Jußballelf der Reichshauptstadt Der junge Münsteraner Engelbert Koch ist bekanntlich nicht nur einer der Spitzenspieler im deutschen Tennis, sondern auch ein ausgezeichneter Fußballspieler. Zuletzt sahen wir ihn im Spiel seiner Stammelf, des SC Preußen Münster, gegen Schalke 04 mit großem Erfolg auf dem Mittelläuferposten. Mittlerweile hat er sich während seiner Militärzeit als Gastspieler von Hertha BSC Berlin zu einem der besten Verteidiger der Reichshauptstadt entwickelt. Das beweist die Tatsache, daß Engelbert Koch für das Städtespiel Mailand — Berlin, das am 1. Januar in Mailand zum Austrag kommt, als Verteidiger der Berliner Elf aufgestellt wurde, die folgendes Aussehen hat: Tor: Jahn, Groth; Verteidiger: Appel, Engelbert Koch; Läufer: Raddatz, Boßmann, Goede, Stahr; Stürmer: Lehner, Graf, Elsholz, Joraschkowitz, Kobierski, Berndt. Westtalens-Fahns Handbatter spielen Die zur Zeit in glänzender Form spielende Handballelf von Westfalen=Jahn hat sich für den heutigen Sporttilm Nürnberg-Fürth und Agram haben für den 26. Januar einen Fußball=Städtekampf nach Nürnberg abgeschlossen. Die westsälische Schwimmersugend trifft am 5. Jonuar in Hagen zu Prüfungskämpfen in der Halle zusammen. Münchens Fußballelf zum Neujahrsspiel in Rom setzt sich aus Köhl; Pledl, Schmeißer; Burger, Bayerck, Hammerl; Ammerell, Janda, Krückeberg, Fiederer, Siemetsreiter zusammen. Die Handballelf des Berliner Polizeisportvereinnimmt om 3. und 5. Januar an zwei Hallenturnieren in Stockholm bezw. Vaesteras teil. Edmund Conen, der Angriffsführer der deutschen National=Fußballelf, wurde beim letzten Meisterschaftsspiel der Stuttgarter Kickers erneut verletzt, so daß er vorläufig nicht zur Verfügung steht. Das Neujahrs-Skispringen in Cortina='Ampezzo, an dem auch unser Weltmeister Josef Bradl teilnehmen wollte, wurde wegen unzureichender Schneeverhältnise abgesagt. Die schwedische Eishockeymannschaft von Göta Stockholm trat am Freitag im vollbesetzten Berliner Sportpalast nochmals gegen den Berliner Schlittschuh=Clud Das Treffen endete torlos und brachte in allen K Jung. Kaufmann, 28., 180 groß, kath., in leitender Stellung, wünscht, da es an passender Damenbekanntschaft fehlt, liebes, nettes, gesundes Mädel mit tadelloser Vergangenheit im Alter von 22—28 Jahren zwecks Heirat kennenzulernen. Etwas Vermögen erwünscht, jedoch nicht Bedingung. Bildzuschr. u. 157 a. d. Hauptgesch. Münster. Diskret. Ehrensache. Witwer, Mitte 50, kath., mit Kindern, kl. landw. Eigentum, wünscht die Bekanntschaft eines Mädchens nicht unter 40 Jahren zwecks Heirat. Bedingung: gute Vergangenheit. Vermögen nicht erforderlich. Zuschriften erbeten unter M. P. 46 an die Westf. Tageszeitung, Ochtrup. 25 Jahre, 1, groß, kath., in fester Stellung als Chauffeur, monatlich 250 RM. Einkommen, wünscht, da es an Damenbekanntschaft fehlt, liebes, gesundes Mädel, das Interesse für Gärten hat, zwecks späterer Heirat kennenzulernen. Strenge Verschwiegenheit. Bildzuschriften unter P P 5409 an die Hauptgeschäftsstelle Münster. Neusahrswunscht Gefunde, Bauerntochter, 26., kath., Obers.=., z. 3. Angestellte, vermög., w. m. mittl. Beamten(auch Lehrer) zw. Heirat in Verbind. zu treten. Vertr. Angeb., w. mögl. m. Bild, unt. Darl. d. Verhältn. u. G H 5171 a. d. Haupig. Münster. Neujahrswunsch! Hotelbesitzer, Enddreißiger,.69 gr., mit schuldenfreiem Besitz u. Nebeneinnahmen, wünscht lb., nettes Mädel bis zu 30 Jahren, aus guter Familie, das auch Lust u. Liebe zum Beruf hat, zwecks später. Heirat kennenzulernen. Etwas Vermögen erwünscht, jedoch nicht Bedingung. Vertrauliche Zuschriften mit Bild unter N N 5431 an die Hauptgeschäftsstelle Münster. Vermittlung v. Verw. nicht unangenehm. Staatl. Angestellter, 33., kath., 1,75 groß, sucht lieb., nettes, schlankes und gebild. Mädel mit gutem Charakter und hausfraul. Eigensch. bis zu 26 J. für Briefwechsel zwecks späterer Ehe. Mädel mit gleichen Interessen zur Gründung eines gemütl. Heimes wenden vertrauensvolke Zuschr. mit Bild unter G G 5449 an die Hauptgeschäftsstelle Münster. Welcher kath, strebs. jung. Mann ersehnt gleich mir gemütliches Heim? Bin kath., 25., 1,63 groß, gesund u. lebensfroh, einfach u. häuslich, mit tadelloser Vergangenheit, aus angesehener Familie auf dem Lande GRarrh.). Gute Aussteuer u. Vermög. Enozuschriften unter S S 5460 an die Hauptgeschäftestelle Münster. Junger Mann, 27., kath., nüchtern u. fleißig, Ersparnisse und in Staatsdienst, wünscht die Bekanntschaft eines kath., gesunden Mädels v. Lande zwecks baldiger Heirat. —=Zimmer=Aussteuer od, entspr. Barg. erwünscht. Zuschrriften, wenn möglich mit Bild unter W W 5464 vertrauensvoll erbeten an die Hauptgeschäftsstelle Münster. Mein Wunsch! Gesundes, liebes, kath. Mädchen, 28 Jahre, Beamtentochter, mit tadelloser Vergangenh., wünscht, der es an passender Bekanntschaft fehlt, m. einem charakterfesten, natürlichen Herrn aus nur guter Familie bekannt zu werden. Vertr. Zuschr. unt. V V 5463 an die Hauptgeschäftsstelle Münster. Gebildetes Fräul., kath., 40 Jahre, jugendliche Erscheinung, aus guter Familie, lebensfroh, vielseitig interessiert, im Haushalt durchaus erfahr., natur= und musikliebend, mit guter Aussteuer u Vermögen, möchte einen kath., gebildeten Herrn in sicherer Position zwecks sp. Heirat kennenl. Zuschr. mit Bild erb. unt. U U 5462 an die Hauptgesch. Münster. Witwe, 41 Jahre, arbeits., 4 Kind., sucht guten soliden Mann, Arbeiter oder Landwirt zwecks Heirat kennenzulernen. Eigentum vorh. Angebote unt. L L 5453 an die Hauptgeschäftsstelle Münster. Grundbesizerin, 48., mit festem Einkom. v. 3000 RM u. eig. Wohn., kinderlose Witwe, gebildet, streng kath., sucht die Bekanntschaft e. achtb. kath. Herrn zwecks späterer Heirat. Zuschr. mit Bild unter T T 5461 an die Hauptgeschäftostelle Münster. Witwer, 38 Jahre, kath., oh. Kinder, mit schön. Lebensmittelgesch., sucht ein liebes u. nett Mädel, am liebst. aus der Branche, zwecks sp. Heirat kennen zu lernen. Angebote m. Bild unter 171 an die .=Gesch. Munster. Heirat— Einheirat für Damen und Herren vermittelt reell, diekret und mit Erfolg Frau E. Kalthoff. Essen, Horst=Wesselstr. 56, Ruf 41321. Kleinanzeigen in der Westfalischen Tageszellung werden zu einem ermäßigten Preis berechnet. Neujahrswunsch! Ernst gemeint. Erbhofbauer, kath., 32., mit tadell. Vergangenh., Hof 110 Morg., wünscht nettes Bauernmädel kennenzulernen zwecks späterer Heirat. Etwas Vermögen erw., nicht bedingt. Zuschr. m. Bild senden, welches unter strengst. Diekr. zurückges. wird, unter A B 5465 an die Hauptgesch. Münster. Weihnachtswunsch! Landw., Mitte der 40er, aus g. kath. Familie, 1,74 Met. groß, gutes Auß., alleinsteh., Besitzer ein. schuldenfreien Erbhofes, etwa 24 Hekt., in d. Nähe ein. Industriestadt d. nördl. Münsterland. geleg., sucht ein nett., ansehnl. Mädchen im Alter v. 30—36 Jahren zwechs Heirat kennen zu lernen. Diokr. zugesichert. Zuschr. mit Bild u. ausführl. Darlegung d. Verhältnisse u. V V 5439 an die Hauptgeschäftost. Münster. Junggeselle, 43., evgl., sucht d. Bekanntschaft einer Dame im Alter v. 30—43 Jahren zw. Heirat. Angebote unt&a C 5421 an d. Hauptgeschst. Münster. Landwirt, 87 Jahre, mit einer Pachtung von 170 Morgen und gut. Betrieb, möchte mit hath. Landwirtsoder Bauerntochter bis 35 Jahre, die mit Lust und Liebe an der Scholle hängt, bekannt werden zwechs bald. Heirat. Anfragen unter Klarlegung der Verhältnisse und Bild, das zurückgesandt wird, unter Nr. 100 an die Westf. Tagesztg. Lüdinghausen. Verschwiegenheit ist Ehrensache. Werdung Surch die Westsälische Tagesgeltung Eln möbl. Zimmer finden Sie durch eine kleine Anzeine in der Nesttällecher Tessmzeltung Wegen Vornahme von Abschlußarbeiten bleiben unsere Kassen am Dienstag, dem 31. Dezember 1940 geschlossen Oparkasse-der Sta! Kanste. Sparkasse des Kreises-Kanstel Größerer Geldbetrag für erste Hypothek zur Umbeleihung resp. Ablös. von Aufwertungshypothek für Geschäftehaus in lebhafter westf. Industriestadt, 40000., an Hauptstr., gesucht. Angebote unter L M 5474 an die Hauptgeschäftsstelle Münster. Dsez. Ingenleur-Schule Oie moderne höhere Lehrensicn für ellIn allen Geststäten und Heteis des Münsterlandes verlangen Sie die Westl. Tagesseitant 29. Dezember 19 Chronik Polizeistunde in der## 1940(Silvester) ist die P# Künster allgemein auf 1 Ein vierfaches Jubiläu die Eheleute Amtsanwalt giese, geb. Althöfer. hie Silbernen Hochzeit. lang in dem gleichen Ha zieher der WIZ. Der I lang bei der Amtsani Rünster tätig. Rundsunkaller. Sein Sonntag der Postschaffne verstraße 24. Unsere herz! iche für einen fernerhin Das Fest der Silbern Sonntag die Eheleute 1 Frau, Katharina geb. Sa unseren Glückwunsch! Der erste Opfersonnta tag im neuen Jahr fällt Gaststätten werden an di bis 17 Uhr nur dreierlei Kartoffel= oder Gemüsest rüben, Weiß= oder Wirst Gemüsetopf nach Wahl. Oefsentliche Tanzlustb ordnung des Führers ist den. Es dürfen an drei lustbarkeiten stattfinden. sind hierfür Sonntag jeder Woche bis auf wei Ausgabe der Reichsv# verbilligungsscheine für und März 1941 werden —14 Uhr in der Schule(Syndikatplatz) erhalten ihre Fettscheine stelle, jetzt Rothenburg 9 im Anzeigenteil veröffer Oberbürgermeisters. Dritteln rassige Kampfaugenblicke. Im Mittelpunkt des Kunstlaufprogramms stand wieder das Wiener Geschwisterpaar Ilse und Erik Pausin. Neujahrsglückwünsche ahrsglückwünsche sollen: Empfänger eintreffen. 1 halb darauf hingewiesen, erst in letzter Stunde e schrift ist eine weitere Vi Eintreffen. Endlich soll und Karten des KriegsTag der Briefmarke Tag der Briefmarke am burtstag des Weltpostm also am 12. Januar 19 denen Kameradschaften d sten ihren Sitz haben, Form von Ausstellungen gesehen. Festnahme. Am 27. der Hammer Straße in liche Person, die aus d wichen war, festgenomm geführt. Verkehrsstörung. Am Innern der Stadt zu störung. Ein langer M stellte sich quer auf den Zeit nicht von der S hatten sich zwölf Straßen die Weiterfahrt versperrt herbeigeschafft hatte und Hand anlegten, bequemte Durchfahrt freizugeben. stellen wird man aber: gute alte Straßenbahn „Flüsterspeisekarte" ordnung des Reichskom gegen überhöhte Preise schaftsgruppe Gaststätten Mitglieder an die Pflich auf der Speisekarte zu „Flüsterspeisekarte" darf noch Verstöße festgestell lässigen Ordnungestrafe Aufgegriffen und vor weibliche Person, die sich dorf heimlich entfernte u Oekonomierat Or Im Alter von fast der in landwirtschaftlich falen als Oberbeamter langjähriger verantwort wirtschaftlichen Zeitung bekannte Oekonomierat Steinriede, nachdem er der Universität Halle=A rung seines Doktordiplos der mit der liebenswü rats Dr. Steinriede in dieses prächtigen und ti denken. DE Unser Münster iste die vom Städtischen B dem Verkehrsverein hei Titel„Das schöne Mün dem stolzen Recht, das natürlichen und architek zu sein, verleiht. Bunt diese vielen und mann Schatzkästlein, als das Mannigfach und vielge Themen sein, die den# ster den Inhalt geben. dot daher auch stets ein In dem abgelaufen Male der Versuch geund einheitliches aufgeteilt zu erschöpfen! vornherein mußte mar Peter Werland un spannt sein. Von vor gute Erwartungen heg ausgewählte Gegenstan n und Festung einzelheiten bot, um a öffentlichung ihr besond mußte man einen guter weil der gelungene Be ## über die Geschich Promenade und ihrer Schanzen und noch vor die als knappe und do der hervorragendsten Einheimischen wie dem sein mußte An dieser Stelle ist Abstimmung aufeinand lchungen nach Text un digt worden. In dies dieder mit Befriedigun mnappen und trotzdem gelang, auch in Fster Leben und Ansa Iinie darum auch sche Ausdruck gegeben werd S“ zusammenhän, mist„Das schöne M Mikrotilmarchit der deutschsprachigen Presse.V. K— mmer 356 ege wesen sind, sen Treffen ver. 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Der Jubilar ist außerdem 25 Jahre lang bei der Amtsanwaltschaft des Amtsgerichtes Rünster tätig. Rundsunkaller. Sein 91. Lebensjahr vollendet am Sonntag der Postschaffner a. D. Josef Aubke, Körverstraße 24. Unsere herzlichen Grüße und besten Wünihe für einen fernerhin glücklichen Lebensabend. Das Jest der Silbernenhochzeil seiern am heutigen Sonntag die Eheleute Bernhard Achterholt und Frau, Katharina geb. Schulte, Alte Reitbahn 63. Auch inseren Glückwunsch! Der erste Opfersonntag 1941. Der erste Opfersonntag im neuen Jahr fällt auf den 12. Januar. In den Gaststätten werden an diesem Tage in der Zeit von 10 bis 17 Uhr nur dreierlei Gerichte verabreicht. Es gibt Kartoffel= oder Gemüsesuppe mit Fleischeinlage, Kohlrüben, Weiß= oder Wirsingkohl mit Fleischeinlage und Gemüsetopf nach Wahl. Oefsentliche Tanzlustbarkeiten. Auf Grund der Anordnung des Führers ist das Tanzverbot gelockert worden. Es dürfen an drei Wochentagen öffentliche Tanzlustbarkeiten stattfinden. Für den Stadtkreis Münster sind hierfür Sonntag, Mittwoch und Freitag jeder Woche bis auf weiteres festgesetzt worden. Ausgabe der Reichsverbilligungsscheine. Die Reichsverbilligungsscheine für die Monate Januar, Februar und März 1941 werden am., 3. und 4. Januar von —14 Uhr in der Turnhalle der Hermann=LönsSchule(Syndikatplatz) ausgegeben. Kriegsbeschädigte erhalten ihre Fettscheine wie bisher bei der Fürsorgestelle, jetzt Rothenburg 9. Wir verweisen auf die heutige im Anzeigenteil veröffentlichte Bekanntmachung des Oberbürgermeisters. Neujahrsglückwünsche nicht zu spät einliefern. Neuahrsglückwünsche sollen vor allem auch rechtzeitig beim Empfänger eintreffen. Von der Reichspost wird deshalb darauf hingewiesen, daß man die Sendungen nicht erst in letzter Stunde einliefern sollte. Genaue Anschrift ist eine weitere Voraussetzung für das pünktliche Eintreffen. Endlich soll man auch recht viele Marken und Karten des Kriegs=WHW. verwenden. Tag der Briefmarke 1941. Auch 1941 findet der Tag der Briefmarke am ersten Sonntag nach dem Geburtstag des Weltpostmeisters Heinrich von Stephan, also am 12. Januar 1941, statt. An allen Orten, in denen Kameradschaften des Reichsbundes der Philatelisten ihren Sitz haben, sind festliche Veranstaltungen in Form von Ausstellungen, Zusammenkünften usw. vorgesehen. Festnahme. Am 27. 12. 40 um 21 Uhr wurde auf der Hammer Straße in Höhe der Paulstraße eine weibliche Person, die aus der Heilanstalt Marienthal entwichen war, festgenommen und der Anstalt wieder zugeführt. Verkehrsstörung. Am Samstagvormittag kam es im Innern der Stadt zu einer empfindlichen Verkehrsstörung. Ein langer Möbelwagen der Firma Peters stellte sich quer auf den Alten Steinweg und war lange Zeit nicht von der Stelle zu bringen. Mittlerweile hatten sich zwölf Straßenbahnwagen angesammelt, denen die Weiterfahrt versperrt war. Erst als man eine Winde herbeigeschafft hatte und zahlreiche Straßenpassanten mit Hand anlegten, bequemte sich der Möbelwagen dazu, die Durchfahrt freizugeben. An den Straßenbahn=Haltestellen wird man aber wieder einmal mächtig über die gute alte Straßenbahn geschimpft haben. „Flüsterspeisekarte" verboten. Gelegentlich der Anordnung des Reichskomimssars für die Preisbildung zegen überhöhte Preise für Geflügel erinnert die Wirtschaftsgruppe Gaststätten= und Beherbungsgewerbe ihre Mitglieder an die Pflicht, jede bei ihnen geführte Speise auf der Speisekarte zu verzeichnen. Eine sogenannte „Flüsterspeisekarte" darf es nicht geben. Wo hiergegen noch Verstöße festgestellt werden, ist mit der höchstzulässigen Ordnungsstrafe zu rechnen. Aufgegriffen und vorläufig festgenommen wurde eine weibliche Person, die sich aus dem Elternhause in Düsseldorf heimlich entfernte und in hiefiger Stadt umhertrieb. Oekonomierat Dr. Steinriede gestorben Im Alter von fast 87 Jahren starb in Münster der in landwirtschaftlichen Kreisen der Provinz Westfalen als Oberbeamter der Landwirtschaftskammer und langjähriger verantwortlicher Schriftleiter der„Landwirtschaftlichen Zeitung für Westfalen und Lippe“ bekannte Oekonomierat Dr. phil. et Dr. sc. nat. Franz Steinriede, nachdem er noch vor kaum zwei Jahren von der Universität Halle=Wittenberg die Goldene Erneuerung seines Doktordiploms hatte erleben können. Jeder, der mit der liebenswürdigen Persönlichkeit Oekomierats Dr. Steinriede in Berührung gekommen ist, wird dieses prächtigen und tüchtigen Mannes stets gern gedenken. In der Heilnar=Kacft die Frau Ein Kriegsjahr der großen Bewährung für die münsterischen Frauen— Sie sind über sich hinausgewachsen Wann die NSV unsere Frauen und Mädel Ein Jahr neigt sich seinem Ende zu, das zweite, das unter dem Zeichen des Krieges stand. Und wenn wir auch in unserer Stadt die Bilanz ziehen aus der Arbeit der Heimat, gedenken wir als erstes des Einsatzes der münsterischen Frau, die auch mit half, der Front das Leben zu Hause zu bewahren. Sooft konnten wir davon berichten, daß„trotz des Krieges“ sich das Leben in der Heimat in beachtlicher Vielsalt weiterentwickeln konnte. Ihr gebührt dafür der besondere Dank. Ein Krieg— das ist kein Geheimnis— ist für die Frau am schwersten zu tragen. Sie winkt dem lieben Manne nach, den der Zug auf dem Bahnhof einer größeren Pflicht entgegenführt, und kehrt in ihr Heim zurück, um ihren Kindern: Vater und Mutter zugleich zu sein. Ihre Gedanken aber sind dort draußen, wo der Soldat für das Reich steht. Und wie oft haben wir es erlebt, mit wieviel Freude und Liebe Münsters Frauen und Mädchen die Feldpostpäckchen bereiteten und auf den langen Weg schickten. Immer aber gemahnt es uns dort besonders an Ernst und Größe der Stunde, wo wir jene Frauen fröhlich schaffen sehen, die die Männer ersetzen. Es ist doch so, wir mögen noch so abgespannt von der Arbeit kommen und auf dem Servatiiplatz auf die Straßenbahn rief, ob zum Einmachen, ob zum Nähen oder zu sonst irgendeinem Dienst für die Allgemeinheit, immer waren sie zur Stelle Aufnahme: Hülsbusch Sie kann nur gute Nachricht bringen warten, wenn eine nette Frauenstimme in Richtung Mauritz einzusteigen einläd, ist alles vergessen. Und es ist doch wahrhaftig keine Kleinigkeit, den ganzen Tag auf den Beinen zu stehen und den„StraßenbahnWünschen“, so unendlich vieler Münsteraner gerecht zu werden: Wenn andere schon längst mürrisch geworden wären, ist unsere Schaffnerin in ihrer schmu#### Tracht noch immer freundlich tätig. Nicht anders geht es ihren Kolleginnen von der Reichsbahn, die mit der gleichen Hingabe einen anstrengenden Dienst versehen. Ein nicht minder kennzeichnendes Bild für den Einsatz der münsterischen Frau im Kriege ist es, wenn sich des Morgens der Schwarm der Postbotinnen über die Straßen unserer Stadt ergießt und von Haus zu Haus die Grüße zwischen Front und Heimat und die wichtige Korrespondenz für Geschäft und Verwaltung überbringt. Und noch in der Nacht bringt uns die Postbotin mit der gleichen freundlichen Geschäftigkeit den unentbehrlichen Eilbrief auf die Schriftleitung. Handelt es sich hier um die kriegsnahen Berufe, die dem Einsatz unserer Frau eine besonders zeitgerechte Prägung verleihen, so gedenken wir am Ende dieses Jahres in Dank und Anerkennung aber auch all derjenigen, die als berufene Hüterinnen des Lebens in der Heimat der Front den Rücken stärkten. Sie alle, die Frau hinter der Maschine und das Mädchen im Vorzimmer, die Frau im Geschäft und die Schaffnerin in der Straßenbahn, alle haben sich überboten an Leistung und Selbständigkeit. Wie unendlich viele Münsteranerinnen haben durch den Krieg neue Pflichten zugewiesen bekommen und leisten nun Tag für Tag und nicht selten auch Nacht für Nacht einen wirksamen Beitrag für den deutschen Sieg, eine Arbeit, die oft völlig neue Ansprüche an sie stellte und sie aus ihrem gewohnten Kreis herausriß. Auf wichtigen Dienststellen und Betrieben unserer Stadt sind sie unermüdlich tätig im Geiste vorbildlicher Gemeinschaft, denn die Frage, ob sie es nötig haben, einen Beruf auszuüben, spielt längst keine Rolle mehr. Selbstverständlich waren diejenigen unserer Frauen und Mädel am glücklichsten, die unmittelbar unsere Feldgrauen betreuen durften. Und gerade sie haben in unermüdlichem Eifer als Rote=Kreuz=Schwestern und BDM.=Mädel auf Münsters Bahnhof die durchfahrenden Soldaten bewirtet oder in liebevoller Sorgfalt unsere Verwundeten gepflegt. Gerade diese Aufgabe, die in Wahrheit Berufung der Frau ist, hat in Münster viele Kräfte gefunden.— Und nicht zuletzt gehört aber auch unsere Hausfrau in diese Reihe. Verlangt doch die Zeit gerade von ihr besondere Tüchtigkeit, da der Krieg ihr die Lebensmittelmarken in die Hand gedrückt hat. Aber auch sie hat diesen notwendigen„Händedruck" recht verstanden und sich einzurichten gewußt, zumal es aber auch immer noch zum Einrichten reichte. Unsere höchste Achtung aber gebührt der deutschen Mutter! Sie, die ihren Mann, ihren Sohn im Felde weiß, trifft die Schärfe dieser Zeit ganz besonders. Ihre m Haltung aber ist uns Sinnbild für die deutsche Frau im Kriege schlechthin. Am Ende aber— und das lehrt uns diese Bilanz aus dem Kriegsjahr 1940— wird es heißen: der Krieg fand auch die münsterische Frau in ihrer Bewährung. Sie ist über sich selbst hinausgewachsen im Schaffen für den deutschen Sieg! th. w. Von 1940 nach 1911 Wir bringen fort das alte Jahr. 6 es hat den Lauf vollendet! So groß und stolz und stark es war, jeizt liegt es auf der Totenbahr’, dem Leben abgewendet! Es war ein Jahr der Tat und Kraft, wie blühten seine Laaten! Es riß die Freiheit aus der Haft und hinterläßt der Völkerschaft Europas stolze Taten! Wir holen ein das neue Jahr! Es soll dem Ruhm des alten. das, was an ihm so köstlich war. das Glück des Siegs unwandelbar fest in den Händen halten! Es erbt nicht jedes neue Jahr vom alten solche Fülle! Hell glänzt uns aus der Sterne Schar der Stern der Hoffnung wunderbar. er sprengt der Zukunft Hülle! So gehen wir voll Zuversicht, voll Stolz und Kraft und Glauben in's neue Jahr, in's neue Licht und lassen Ziel und Sieg uns nicht aus Herz und Händen rauben! W. W. Schlagausstellung des Vos„Flieg und Sieg“ Ein Heftchen und einmal geradeaus Das Problem der Preisbildung Seine Gestaltung nach der Preisstop- und Kriegswirtschaftsordnung Regierungsassessor Cordes von der Preisprüfungsstelle beim Oberpräsidium in Münster hielt anläßlich einer Arbeitstagung der Handelskammer Münster einen Vortrag über das Problem der Preisbildung nach der Preisstop= und Kriegswirtschaftsverordnung, dem wir folgendes entnehmen: Die wirtschaftlichen Verhältnisse erforderten es, daß Preiserhöhungen vermieden werden. Das gelte besonders für die heutigen Kriegsverhältnisse. Allerdings werde die Stoppverordnung nicht starr angewandt, besondere Härten können vielmehr durch Ausnahmebewilligungen von der Preisbildungsstelle beim Oberpräsidium ausgeglichen werden. Für eine Reihe von Gewerben, z. B. für das Leder=, Textil= und Nahrungsmittelgewerbe, sei eine Sonderregelung getroffen worden. Wenn trotzdem Preiserhöhungen vorgekommen seien und Unruhe in die Bevölkerung gebracht haben, müsse dagegen mit strengen Maßnahmen eingegriffen werden. Die verschiedenen, noch nachträglich herausgekommenen Verordnungen des Reichskommissars für die Preisbildung seien z. T. recht einschneidend. Beispielsweise werde im§ 22 der Kriegswirtschaftsverordnung bestimmt, daß von der Wirtschaft die zeitigen Preise zu überprüfen seien dahin, ob sie mit den heutigen Verhältnissen noch in Einklang zu bringen seien und keine ungerechtfertigten Verdienste enthalten. Das treffe vor allem auch bei den erheblich gesteigerten Umsätzen der Rüstungsindustrie oder der Betriebe mit wehrwirtschaftlichen Arbeiten zu. Bei dieser Prüfung müssen strenge Maßstäbe angelegt und vor allem müsse betont werden, daß Ausnahmebewilligungen nur dann zugelassen werden können, wenn die Betriebe nicht in der Lage seien, etwaige Preisspannen selbst aufzufangen oder durch früher erzielte Reserven und Rücklagen auszugleichen. Die Ursachen von Preisschwankungen können sowohl bei Materialkosten wie auch bei Lohn oder sonstigen Unkostenerhöhungen liegen. Die Kriegswirtschaft verlange, daß sich die Betriebe auch selbst Opfer auferlegen. Bei der Kalkulation und Preisberechnung sei vom Stand des Jahres 1936 auszugehen, und überhöhte Löhne und Materialkosten dürfen bei diesen Preisberechnungen nicht eingesetzt werden. Für den Fall, daß Verbilligungen irgendwelcher Art eintreten, müssen diese weitergegeben werden und den Konsumenten zugute kommen. Die Betriebsinhaber müssen in der Lage sein, bei Ueberprüfungen ihre Preisberechnungen, vor allem Materialkosten, Löhne und Unkosten, vorzulegen. Hinzu komme noch, daß eine neue Verordnung über Preisauszeichnung demnächst in Kraft trete, die besonders für das Bekleidungs=, Nahrungs= und Gaststättengewerbe eine erhebliche Bedeutung habe. Anträge auf irgendwelche Preiserhöhungen seien mit den erforderlichen Unterlagen der Preisbildungsstelle beim Oberpräsidium einzureichen. Am heutigen Sonntag stellt wiederum in der Reihenfolge der Schlagausstellungen der oben angeführte Verein im Restaurant zu den Wiedertäufern, Alter Fischmarkt, seine Tiere zur Vorschau. Besonders hervorzuheben sind die Leistungen der' Tiere von unserem alten Sportkämpen Heinrich Schräder, der es immer verstanden hat, schöne achtbare Erfolge zu erringen. Einer seiner größten Erfolge war der große Befreiungsflug ab Wien(750 Klm.) am 9. April 1838, wo er die erste Siegerin stellen konnte. Auch hat er in den laufenden Jahren reichlich an Derbypreisen errungen und konnte sich im Jahr 1831 sogar auf Grund seiner guten Erfolge die bronzene Verbandsmedaille anheften. Außerdem gelang es ihm und den anderen Sportfreunden vom Verein „Flieg und Sieg", im Jahre 1939 den großen .=Bischofs=Vereinswanderpreis zu erringen.— Die Vorschauen hatten bei den vorausgegangenen Ausstellungen sehr guten Besuch aufzuweisen, der sich wegen des guten Materials auch jetzt wieder lohnen wird. Ausstellungszeit von 10—17 Uhr. Eintritt frei. Benutzung öffentlicher und privater W Cchchbicre Auf Wunsch des Reichsluftfahrtministeriums hat, wie wir der„Sirene" entnehmen, der Reichsführer; und Chef der Deutschen Polizei verfügt: „Wenn auch die öffentlichen Luftschutzräume in erster Linie für die Straßenpassanten bestimmt sind, so würde es doch dem mit den Luftschutzmaßnahmen verfolgten Zweck, einen möglichst weitgehenden Schutz für die gesamte Bevölkerung zu schaffen, widersprechen, die öffentlichen Luftschutzräume in verkehrsarmen Zeiten nicht auch anderen Volksgenossen zur Verfügung zu stellen. Die öffentlichen Luftschutzräume sind in der Zeit, in der mit einer Belegung durch Straßenpassanten nicht zu rechnen ist, daher sofort zur Benutzung auch für die Bewohner des betr. Hauses und je nach Fassungsvermögen auch der Nachbarhäuser freizugeben. Durch diese Freigabe darf der Ausbau der Luftschutzräume des Selbstschutzes, erweiterten Selbstschutzes usw. nicht vernachlässigt werden. Insbesondere dürfen die behelfsmäßigen Luftschutzräume durch anderweitige Benutzung(Einlagerung von Sachen) ihrem Verwendungszweck nicht entzogen werden." Straßenpassanten werden, sofern die öffentlichen Luftschutzräume besetzt oder nicht mehr erreichbar sind, auch in nicht vollbelegten Luftschutzräumen von Wohnhäusern Schutz finden. Dort, wo öffentliche Luftschutzräume nicht eingerichtet sind, ist es selbstverständliche Pflicht jedes Volksgenossen, bei Fliegeralarm Schutz suchende Wegebenutzer(Fahrgäste von Straßenbahnen und Omnibussen) in den eigenen Luftschutzraum aufzunehmen, soweit die verfügbaren Plätze dies nur irgendwie zulassen. Keine Bildpostkarten und beruschahten uis Auosland Es wird darauf hingewiesen, daß ins Ausland keinerlei Postkarten mit bildlichen Darstellungen und auch keine Neujahrskarten versandt werden dürfen. Auch Neujahrskarten, die lediglich einen Glückwunschaufdruck tragen, sind von der Versendung ins Ausland ausgeschlossen. Gestattet sind dagegen gewöhnliche Postkarten. Auflieferungen aller Art von Auslandsbriefen sind nur an den Postschaltern zulässig. Der Einlieferer muß sich durch einen behördlichen Ausweis mit Lichtbild ausweisen. Das schöne Münster 1940 Alt-Münsters Stadttore und Festungswerke Unser Münster ist eine schöne Stadt. Wenn darum die vom Städtischen Verkehrsamt in Verbindung mit dem Verkehrsverein herausgebrachten Monatshefte den Titel„Das schöne Münster“ tragen, so geschieht das mit dem stolzen Recht, das ihnen die Absicht, Künder der natürlichen und architektonischen Köstlichkeiten Münsters zu sein, verleiht. Bunt durcheinander gewürfelt liegen diese vielen und mannigfaltigen Köstlichkeiten in dem Schatzkästlein, als das man unsere Stadt ansehen darf. Mannigfach und vielgestaltig müssen darum auch die Themen sein, die den Monatsheften des Schönen Münster den Inhalt geben. Jeder abgeschlossene Jahresband dot daher auch stets einen bunten Themenstrauß. In dem abgelaufenen Jahre 1940 ist zum ersten Male der Versuch gemacht worden, ein umfassendes und einheitliches Thema in zwölf Einzelepisoden aufgeteilt zu erschöpfender Darstellung zu bringen. Von vornherein mußte man auf den Erfolg dieses von Peter Werland unternommenen Versuches sehr gespannt sein. Von vornherein durfte man allerdings gute Erwartungen hegen, weil der zur Behandlung ausgewählte Gegenstand„Alt=Münsters StadtLore und Festungswerke“ genügend interessante einzelheiten bot, um auch jeder einzelnen Monatsveroffentlichung ihr besonderes Gesicht zu geben. Erhoffen mußte man einen guten Erfolg aber besonders deshalb, Peil der gelungene Versuch uns eine lückenlose Ueberscht über die Geschichte und die Entstehung unserer Promenade und ihrer Anlagen, des Schloßgartens, der Schanzen und noch vorhandenen Werke bringen konnte, Die als knappe und doch erschöpfende Darstellung einer Gins eerexragendsten Schönheiten unserer Stadt dem Finheimischen wie dem Stadtfremden gleich willkommen sein mußte An dieser Stelle ist jeweils jede einzelne der in guter Abstimmung aufeinander folgenden Monatsveröffentschungen nach Text und Bebilderung eingehend gewür#gt worden. In diesen Würdigungen konnte immer dieder mit Befriedigung festgestellt werden, daß es dem Teppen und trotzdem stets plastischen Werlandschen Liil gelang, auch in die historischen und technischen Laten Leben und Anschaulichkeit zu bringen. Mit Recht Innte darum auch schon der Hoffnung und Erwartung Ausdruck gegeben werden, daß der erste thematisch vollSri“ zusammenhängende Jahresband 1940 der ZeitMasst„Das schöne Münster“ eine bevorzugte Sonderstellung in der Sammlung der sämtlichen und doch gewiß ausnahmslos ebenfalls kultivierten und interessanten Jahresbände einnehmen würde. Unsere Hoffnung und Erwartung haben sich durchaus erfüllt. Der Jahresband 1940 liegt nunmehr vor. Er ist zwar ein Kind des Krieges und darum etwas schlanker geraten als seine älteren Brüder. In Kleid und Ausstattung jedoch ist er diesen gleich, an innerem Wert ihnen höchstens überlegen. Den Inhalt dieses Jahresbandes im einzelnen zu werten, würde lediglich die zusammenfassende Wiederholung sämtlicher früher bereits gegebenen Einzelwertungen bedeuten. Davon mag also abgesehen werden. Hingewiesen sei nur nochmals auf die ganz ausgezeichnete, stets sehr sorgsam und unter feiner Beachtung der Stimmung ausgewählte und photo= wie drucktechnisch gelungene Bebilderung, die Werland seinem Text regelmäßig und in reicher Auswahl einfügte. Es sind ebenso interessante, wie auch alte, unbekannte und seltene Reproduktionen darunter, die den Jahresband allein schon sehr wertvoll machen würden. Erwähnt sei in diesem Zusammenhange besonders die Vogelschau des Everhardus Alerdinck, auf die ja auch der Text immer wieder Bezug nimmt, und die als großes und auslösbares Sonderblatt dem Jahresbande eingefügt ist. Abschließend sei noch der Weg aufgezeigt, den Werland im Laufe des Jahres mit uns ging. Sinngemäß sahen wir uns zunächst die alte Burg des Bischofs an und die erste Befestigung im Umkreise der Altstadt. Wir schritten dann den äußeren Befestigungsring ab und verweilten bei der Betrachtung von Toren, Türmen, Rundellen, Streichwehren und Wasserbären. Dann begann der eigentliche Rundgang beim Aegidiitor, der uns weiterführte zum Eintritt der Aa in die Stadt und zu der romantischen Buchholtzschen Mauer. Weiter wanderten wir, vorbei an Bispingtor, Engelsburg, Judenschanze, Zitadelle, Jüdefelder Tor und Neutor zu dem unterirdischen Gang, der seine Anlage den Wiedertäufern verdankt und unter der Promenade durchführt. Wir sahen dann das Kreuztor, den Buddenturm, das Wandscherer Rundell, das Bentheimer Tor, den Kleinen Pulverturm und das Neubrückentor. Dann trafen wir wieder die Aa an der Stelle, an der sie unsere Stadt verläßt. Hier grüßte uns der Zwinger, an dem wir vorbeischritten zu den zwischen ihm und dem Hörstertor liegenden Wehrwerken. Vom Hörstertor gelangten wir zum Mauritztor und Servatiitor, in dessen Nähe das von Bönninghausensche Haus liegt. Weiter führte uns Werland vom Niesing=Turm und BüttelsTurm zum Uldans=Rundell, zur Johannis=Schanze und zum Ludgeritor. Zwischen Ludgeri= und Aegidiitor erfuhren wir einzelnes vom Schützenwall und Schützenhaus. Damit war unser Rundgang beendet. Werland schloß ihn mit einer Darstellung des Mauritztores um die Zeit von 1870. Er ließ uns vieles erfahren und betrachten auf dieser Führung. Und wenn wir manches nur noch in der Vorstellung sahen, uns manches an Hand von Bildern und Rissen=selbst plastisch machen mußten, so gesellte sich häufig genug zu diesem Bemühen das starke Bedauern darüber, daß vergangene Zeiten nicht immer das nötige Verstehen für so manche alte, historische wie kultivierte Schönheit aufgebracht, daß so manche stadtgeschichtlich wertvolle Anlagen längst ihren Untergang gefunden haben. Doppelt erfreulich darum ist es, daß wir in der Werlandschen Arbeit eine Zusammenstellung der alten Wehrwerke erhalten haben, die uns einen abschließenden Ueberblick über die Gesamtheit dieser Werke gibt. Ein Gang durch unsere Promenaden ist in jeder Jahreszeit reizvoll. Mit ihnen verbindet sich unlöslich der Begriff der eigenartigen Schönheit unserer Stadt. Wer die Werlandsche Arbeit mit Verständnis und Bedacht liest und die beigegebenen Bilder richtig und wirklich in sich aufnimmt, dem wird ein solcher Gang durch die Promenade nunmehr mit neuen Reizen verknüpft sein. Denn er kann mit seinen inneren Augen auch die alten Wehranlagen in das bunte Gesamtbild ringsum wieder einfügen. Er kann Geschichte und Geschichten wieder erleben, die längst verklungen und versunken sind. Gewiß gehört ein wenig Empfinden dazu. Etwas von dem starken und doch feinfühligen, stolzen und doch ehrfürchtigen Empfinden, das in Werland lebendig war, als er uns diesen Jahresband schrieb, einen der besten, wenn nicht den bisher besten unter den Jahresbänden der Zeitschrift„Das schöne Münster“. Ludwig Klug. Der Winter am Schloß zu Münster Der schlafende Greis und die zerbrochenen Krücken. Den Reigen der Darstellungen der vier Jahreszeiten an unserm Schloß schließt der Winter ab. Die Skulptur des Winters ist zweifellos die schönste und bezeichnendste des Schlosses, ja vielfach wird sie sogar als beste Darstellung des Winters angesprochen. die Deutschland überhaupt aufzuweisen hat. Sie stellt einen schlafenden Greis dar, dessen Haupt müde auf die Brust gesunken ist. Tiefer Friede liegt über dem ganzen Bild. Zwei zerbrochene Krücken, die das Bild nach unten abschließen, zeigen an, daß der Kampf des Jahres zu Ende gegangen ist. Die Natur schläft nun. Das Bild ist Stein gewordene Stimmung eines jener Wintertage, die man draußen auf dem Lande erleben kann, und deren Friede nicht zerrissen wird von dem Lärm der Stadt. Dieser müde schlasende Kopf scheint über der Landschaft zu schweben, wenn leise die großen flauschigen Flocken aus dem weichen Grau der Schneewolken, wie aus dem Nichts. hervorschweben und alles. Feld und Wald. Stadt und Land, liebreich mit einem großen warmen weißen Mantel zudecken. So wie wir immer wieder trotz des tiefen Schnees und der eisigen Kälte an den Frühling. an die strahlende Sonne, an die Auferstehung der Natur denken, so weist uns auch das Bild des Winters trotz der dicken Pelzhaube und des wallenden Bartes auf das neue Leben hin. Haselzweige umranken das ganze Bild. Die Hasel war nämlich unseren Vorfahren Symbol des Frühlings, da sie ja die erste ist, die im Frühjahr wieder ihre Blüten zeigt. Zum Winter gehören natürlich die Darstellungen der Monate Dezember und Januar. Die Monate sind dargestellt durch je zwei Personen, meistens Mann und Frau, zwischen und um die die Zeichen der betreffenden Monate angebracht sind. Der Dezember zeigt uns ein schon gealtertes Paar. das schon mehr auf häusliche und lukullische Genüsse eingestellt ist, worauf die fetten Enten. der dicke Schinken und der feiste Eberkopf hinweisen. Der Januar wird dargestellt von zwei frischen jugendlichen Gesichtern, von denen das eine eine Papierkrone auf dem Kopfe hat. ein Zeichen, daß der Januar der Monat des Dreikönigsspiels ist. Flöte und Notenheft weisen auf die in diesem Monat besonders gepflegte Hausmusik hin. Alle diese Darstellungen sind von einer herben, natürlichen Schönheit und sollten mit dazu beitragen. in jedem Münsteraner den Stolz auf unser herrliches Schloß zn vergrößern. Rathaus und Friedenssaal in Münster Eine Broschüre von Peter Werland Von Peter Werland erschien im Verlag Heinrich Buschmann=Münster eine Broschüre, die sich„Rathaus und Friedenssaal zu Münster“ nennt. Sie wird herausgegeben mit Unterstützung des Verkehrsvereins der Stadt Münster und kostet im Buchhandel RM..80. Diese Werlandsche Arbeit wird sich selbst rasch weiter empfehlen. Von vornherein aber gehört sie in die Hände der ganzen münsterischen Bürgerschaft und in die der Lehrer und Schüler unserer Stadt. Man muß ihr die besten Wünsche, man darf ihr die besten Erwartungen mit auf den Weg geben. Roland=Theater:„Rosen in Tirol“ „Schenkt man sich Rosen in Tirol...“ so jubilieren die Weisen aus Karl Zellers üppigem„Vogelhändler“ und schließen in sich köstlich sprühendes Geschehen ein. Ihre Wärme und Volkstümlichkeit mögen die Terra dazu bewogen haben, sie einem Film, eben„Rosen in Tirol“, zugrunde zu legen und ein ebenso weitschweifiges, wie auch kurzatmiges, doch erquickendes Lustspiel aufzubauen. Mit gewohntem Schwung ging der Regisseur Geza von Bolvary an die ihm gestellte Aufgabe heran. Seine Erfahrungen aus seinem letzten Film „Opernball“ kamen ihm dabei sehr zugute, wählte er doch aus ihm viele Kräfte für seine neue Spielgemeinschaft aus. Da ist Theodor Dannegger, der jugendliche Alte. der den Lichtenberger Fürsten in all seinen verschmitzten Seitensprüngen wunderlar kopiert; Marte Harell, die überzeugend echte Schauspielerin, der als Gemahlin des Fürsten in ihrer Liebe zum Grasen Herbert von Waldendorf— Johannes Heesters gibt ihn recht jugendfrisch wieder— das vorzügliche Porträt einer bislang unglücklichen, nun wieder hoffnungsvollen jungen Frau vorzüglich gelingt. Das humorvolle Trio der drei komischen Gesellen Leo Slezak, Theo Lingen und Hans Moser macht sich recht nett. Der lebendige Hans Holl und die zugeknöpfte Baronin der Schauspielerin Erika von Thellmann schließen mit der leichtbeschwingten Dorit Kreißler den Ring der tragenden Rollen in diesem sonnigen Spiel aus den herrlichen Tiroler Bergen. Kert-Heies Renbei ##. Bogesssttest 2 WFA Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 29. Dezember 1910 Westsälische Taceezeitung Nummer 356 Wenn die Mutter mit ihrem Kinde verreist Güterannahme auch Sonntags So war es einst— so ist es heute— NSV, Bahnbeamte und Mitreisende sind hilfreich Mit kleinen Kindern oder gar Säuglingen zu reisen, hat noch nie zu den ungeteilten Freuden gehört. Wie aber durch äußere Umstände und guten Willen wesentliche Erleichterungen geschaffen werden können, soll hier an zwei erlebten Beispielen gezeigt werden. Noch vor 10 Jahren ließ sich folgendes beobachten: Eine junge Frau stand auf dem Bahnsteig mit ihrem Bübchen auf dem Arm. Neben ihr häufte sich das Handgeväck. Der Zug fuhr ein. Zuversichtlich in der Hoffnung. in dem üblicherweise nicht überfüllten Zug einen Platz zu erhalten, öffnete sie das ihr am nächsten liegende Abteil. Aber o Schreck,„besetzt“ tönte es ihr gleich mehrstimmig entgegen. Ein flüchtiger Blick verriet ihr zwar. daß noch Platz war, aber sie schritt lieber zum nächsten Abteil und ließ sich hier nicht verblüffen. setzte den Jungen auf einen freien Platz, holte die Koffer nach und stieg nun selber ein. Sie verstaute die Sachen und widmete sich ihrem Kinde, nicht ohne dabei prüfende Blicke auf die lieben Mitreisenden zu werfen. Doch hier sah sie nur ablehnende, allenfalls gleichgültige Mienen. Warum nur? Ja, sie abnte in ihrer eigenen Freude an ihrem Kinde nicht, daß dieses kleine Wesen den vermeintlichen Frieden von vier anderen Fahrtteilnehmern gestört hatte. Bestand doch die Möglichkeit, daß so ein Kindchen seinen kleinen Aerger durch unmißverständliches Schreien zum Ausdruck bringen würde. Deutschland war arm an Kindern geworden, sie wurden von vielen Menschen als störend empfunden. Sicher war dem einzelnen der tiefere Grund seiner Ablehnung nicht immer klar. Aber die ganze Einstellung dieser Zeit, abgesehen von den Idealisten, die kämpfend mit starkem Herzen an den Aufstieg glaubten, richtete sich gegen das Kind als solches., gugg. Nun zur Gegenwart. Langst ist das Wissen um die Notwendigkeit vieler Kinder Allgemeingut geworden. Die Statistik liefert uns in den immer steigenden Geburtenziffern eine handfeste Bestätigung dafür. Aber gerade in Kriegszeiten, wo die besten Männer ihr Leben dem Vaterlande opfern. bekommt ihr Kampf erst seinen tiefen Sinn durch das Aufwachsen vieler Kinder, die die Zukunft sichern helfen. Dieses Wissen des ganzen Volkes hat die Einstellung zum Kinde grundlegend geändert. Kinder sind nicht mehr oder weniger lästige oder gar bemitleidenswerte Geschöpfe, sondern die freudig begrüßten Garanten einer großen Zukunft. Wenn nun heute eine junge Frau mit ihrem Kinde auf Reisen gehen muß, sind ihr auch hier die Wege geebnet, ganz abgesehen von der freudigen Hilfsbereitschaft des Mitreisenden und des Zugpersonals. Kaum auf dem Bahnsteig angekommen, wird sie von den wachsamen Augen der NSV=Helserinnen erspäht. Das Kind wird in Obhut genommen, bis ein Platz gefunden ist, der Kinderwagen wird in den Geväckwagen befördert. Und nicht irgendeinen Platz muß sich unsere junge Mutter suchen. Die Reichsbahn hat in jedem Zuge ein Abteil für„Mutter und Kind“ reserviert. Es ist dies auch nicht irgendein beliebiges Abteil. Meist liegt es in der Nähe des Geväckwagens, damit der Weg zum Kinderwagen kurz ist: es ist weiterhin auch mit sonstigen Vorzügen nach Möglichkeit ausgestattet. Wenn beispielsweise ein Wagen 2. Klasse anstatt 3. Klasse zur Verfügung gestellt wird, ist das beste Abteil. nämlich die erste Klasse, für Mutter und Kind vorbehalten. Oft ist auch in einem gepolsterten Wagen 3. Klasse dieses Abteil. Jedenfalls kann jede Mutter sicher sein, daß bestens für sie und ihren kleinen Sprößling gesorgt ist. Sicher, es kann auch vorkommen, daß auf großen Umsteigebahnhöfen unser Abteil schon besetzt ist. Aber dann wird umgebend Abhilfe geschaffen. Nebenan wird ein Platz erobert. Aber auch hier steht unsere junge Frau nicht der Mißgunst der anderen Mitreisenden gegenüber. Ein alter Opa klappert schmunzelnd mit seinem Schlüsselbund, um das kleine Wesen, das durch das Umsteigen aus dem Schlafe gerissen wurde und noch nicht wieder freundlich lächeln will, zu erbeitern. ein junger Vater, der sich als Fachmann erklärt. da er auch vor wenigen Tagen seine zwei Burschen auf weiter Fahrt begleitet hat, hilft, wo er nur kann. Beim Aussteigen„bewaffnen“ sich zwei Soldaten mit dem Koffer und beim Gang über die Bahnsteige auch mit dem Kinderwagen. An der Sperre ist großes Gedränge. Ein Warten in langer Schlange erscheint unvermeidlich. Aber wieder ist die RSV zur Stelle. Nach einem verständnisinnigen Blick mit dem Kontrolleur öffnet sich eine Eisenschranke und läßt die Mutter mit Kinderwagen hindurch. Die Fahrkarte wird herübergereicht, die darob etwas benachteiligten Wartenden schauen belustigt auf das lachende Kind im Wagen. Selbst ernste oder geschäftige Mienen hellen sich einen Augenblick auf: das kleine Wesen bringt, wohin es auch kommt. Freude. Die Mutter kommt glücklich über soviel Hilfsbereitschaft und tätige Vorsorge am Ziele an und hat alle Befürchtungen, die sie vor der Reise gehegt hatte. über Bord werfen können. Klein-Elschen macht die erste Reise. Mit ihrer Mutter wird sie vom NSV-Bahnhofsdienst liebevoll betreut Aufn.: Hülsbusch Unterstützung der Reichsbahnaufgaden I nalienele Pflicht Von H. Bangert, Gauobmann der DAF nsk In den Togeszeitungen weist die Deutsche Reichsbahn seit Monaten auf die„10 wichtigen Regeln für den Verfrachter“ hin. Sie sind wegen ihrer besonderen Bedeutung auch stets wiederholt worden, wodurch sie jedem Empfänger und Verfrachter von Gütern bekannt geworden sind. Erfreulicherweise ist festzustellen, daß sie auch zum größten Teil beherzigt wurden; jedoch gbt es noch immer Empfänger und Verfrachter von Eisendahngütern, die da glauben, eine Ausnahmestellung einnehmen zu können. Dies geht nicht an. Es muß erwartet werden, daß jeder Empfänger und Versender von Gütern Maßnahmen trifft, um die deste Ausnutzung des Eisenbahnladeraumes zu schoffen, und domit unserer Volksgemeinschaft und der Kriegswirtschaft zu dienen. Die von der Reichsbahn geforderten Grundsätze müssen insbesondere im Hinblick auf die erhöhten Anforderungen des Herbst= und Winterverkehrs der Eisenbahn von jedem ihrer Benutzer auf das strengste beachtet werden. Jeder, den es angeht, muß das seine dazu beitragen, und zwar geht es nicht nur den Transportarbeiter und den Spediteur an, die Sonntags, wenn es gefordert wird, Waggons entladen, sondern auch der Empfänger muß sich der nationalen Pflicht, die Reichsbahn zu entlasten, evtl. durch Verzicht auf die Bequemlichkeit des Sonntags, bewußt sein. So wie der Soldat auch Sonntags kämpft und sich für des Reiches Zukunft, Freiheit und Unabhängigkeit einsetzt, so muß auch die Heimat am Sonntag den Willen haben, durch Arbeit zu kämpsen. Es kann daher kein Empfänger von Gütern aus einer unangebrachten Bequemlichkeit oder aus salsch verstandener Pietät der„Heiligkeit des Sonntags“ gegenüber die Annahme angelieferter Eisenbahngüter verweigern oder unmöglich machen. Es muß für eine Abnahme der Güter unter allen Umständen Sorge getragen werden. Deshalb muß in jedem in Frage kommenden Betriebe ein Sonntagsberitschaftsdienst für Ab=bzw. Annahmemöglichkeiten geschaffen werden. Jeder Verfrachter muß sich bewußt sein, daß er durch verständnisvollste Erfüllung der von der Reichsbahn gegebenen Regeln ihre Leistung durch Verkürzung der Standzeit der Güterwagen erhöht. Es muß stets bedacht werden, daß ein Güterwagen im Durchschnitt 16 Stunden des Tages für den Empfänger und Absender von Gütern bereitsteht, während der Reichsbahn durchschnittlich nur acht Stunden für die Beförderung zur Verfügung stehen. Dieser Krieg ist auch ein Kampf der Wirtschaft. Jede Stunde, die wir durch Erfüllung der von der Reichsbahn gegebenen Regeln an Standzeit der Güterwagen sparen und somit ihrer Laufzeit zufügen, ist ein Beitrag zum deutschen Sieg! Münsters Umgebung Sendenhorft. Eine echte Feierstunde bereitete#. RSB=Kindergarten den Eltern und Angehörigen., ihm anvertrauten Pflegbesohlenen. Der Herwegia, Saal war mit rührender Sorgfalt ausgestaltet. 35 Beginn der Veranstaltung wies die Leiterin Ei. Pisteo darauf hin, daß der Kindergarten regelmäßig.. nahezu 100 Kindern im Sommer und Winter besug, werde. Unter musikalischer Begleitung folgte dann Programm, das unter dem Motto stand„Ein Winter, tag bei unseren Kleinen“; Tanzliedchen, Singspiele und Reigen. Man sah es den leuchtenden Kinderaugen daß sie das Erlernte auch wirklich miterlebten. ihre vorzüglichen Leistungen erntete die kleine Tani. und Spielschar reichen Beifall. Manches Dankeswor der Eltern belohnte die Kindergärtnerinnen für di. vielen Mühen und Arbeiten im Dienste unserg, Kleinsten. Heriedeck(Fine freud Kinder der Soldaten aus der Gemeinde Havixbeck. Durg tatkräftiges Eingreisen des Ortsgruppenleiters Clausing und der Ortsfrauenschaftsleiterin Fehmer war es gelungen, eine ganze Reihe von Spenden zu erhalten, die von der RS=Frauenschaft zu schönen Weihnachtspaketen gepackt wurden. Mit Liebund Begeisterung war alles bei der Sache und fast Kinder unserer Gemeinde, deren Väter im Felde stehen erhielten auf diese Weise unverhofft eine schöne Weiz, nachtsüberraschung. Die Blockleiterinnen der Frauenschaft und Jungmädel besuchten die einzelnen Familien und teilten ihre Gaben aus. Da gab es leugh, tende Gesichter bei Kleinen und Großen, bargen Pakete doch wunderbare Sachen, die jedes Kinderher# erfreuen konnten. Abe rauch die Mütter dieser Kinder haben sich sehr gefreut, daß ihnen als Soldatenfraun von der Partei eine solch schöne Ueberraschung beschen worden R. Praktische Ratschläge für die Hausfraug Farbiges Wildleder reinigen. Auf einem Bre### liegend reinigt man die Wildledersachen mit Seifen, schaum und kaltem Wasser. Nach Spülen, Aufhängen und Trocknen rauht man das Leder mit Sandpapir oder der Drahtbürste auf. Lackledertaschen frischt man mit Zwiebelsaft auf. Lederschultaschen bekleidet man auf der Rückseite m Tuch oder Samt, damit die Mäntel geschont werden. Aus 5 —.— Bewegung Havixbeck. Am Sonntag, dem 29. Dezember, lauf# im Saale des Gasthofes Beumer der Film„Unster licher Walzer“. Die Vorführungen beginnen um 16 un um 20 Uhr. Nunt Preimanern! Silvester im Contl Schauburg Apollo-Theater am Serratiplatz 1# L am Marienplatzs zwischen Bongclte Kaust S— und Halt! gegen Parlament, Presse und Hof-Clique um die mit Gustav Knuth Gisela Uhlen u. V. a. Paul Hartmann— Lil Dagover— Friedrich Kayßler- Werner Hinz Bella Wittstock, ein Mädel aus einem Reeperbahn-Lokal, und Henry Brinkmann, ein in den Tropen zu Reichtum gekommener Kolonial-Pionier, stehen Im Mittelpunkt dieses ereignisreichen Filmgeschehens. Zwei Menschen, die vom Schicksal füreinander bestimmt, zusammengeführt und wieder voneinander gerissen, lassen den Roman ihres Lebens und ihrer Liebe erleben. Ein Schicksalsbild von bezwingender Elgenart! Hierzu: Bismarck Spielleitung: Wolfgang Liebeneiner Deutsche Wochenschau Auf der Bühne: Zwei Mensos zeigen: Fechtkunst in höchster Vollendung! Das beliebte Schauburg- Orchester Leitung: Kapellmeister Die schicksalsschweren Jahre von 1862—1866, in denen Bismarck aus den ohnmächtigen, deutschen Kleihstaaten das Zweite Reich unter der Führung Preußens aufzubauen beginnt, schildert dieser neue Großfüm der Tobis. Der unermüdliche schwere Kampf des Ministerpräsidenten mit Parlament, Presse und der Königlichen Familie im Innern sowie den Bundesstaaten. Dinemark, Oesterreich und Frankreich nach auben ist der packende Inhalt des Films. Staatspolltisch und künstlerisch wertvell! Vorher: Verische Rochenscher lädich 222 Vostellungen Carl Finder Auffäbrungeeiten: Kassenöffnung Variete-Einlagen.19 Hauptfilm.25 Wochenschau...55 1. Vorstellung.30 bis.90 2. Vorstellung.45 bis.15 Einlaß ¾ Stunde vorher. Nach Beginn des Hauptfilme kein Einlaß mehr. Jugendliche haben Zotritt: Hotel Continental Sllbesterteler Beginn 48 Uhr. Rapelle Lutz Walter. Einbaufertige Oel-, Brennsloff- und Zentralschmierschläuche stets auf Lager. 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Schreis mäschinen Knabenschule in Amelsbüren; für die Gemeinde St. Mauritz, Bauerschaften Sandrup, Sprakel und Coerde am Freitag, dem 3. Januar 1941, von 13.30 bis 16.30 Uhr im Ortsgruppengeschäftszimmer Happe in Sprakel; für die Gemeinde St. Nauritz, Bauerschaften Kemper. Gelmer, Werse und Laer und für die Gemeinde Handorf vom 31. Dezember 1940 bis 4. Januar 1941, vormittags zwischen 9 und 11 Uhr im hiesigen Amtobüro, Zimmer 3. Münster, den 20. Dezember 1940. Der Amtsbürgermeister des Amtes St. Mauritz: In Vertretung: Bynen, Erster Amtobeigeordneter. mit Marte Harell Hans Moser Leo Siezak Theo Danogger Joh. Hoestere Theo Lingen Hans Holt Jos. Eichheim „Schenkt man sich Rosen in Tirol" das unvergängliche Lied aus dem„Vogelhändler“ und viele andere Melodien werden hier zu neuem Leben erweckt. Großärtig in der feenhaften Ausstattung. Vorbildlich in der erstrangigen Besetzung. 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Die Ausgabe der Reichsverbilligungsscheine für die Monate Januar, Februar und März 1941 findet am., s. und 4 Januar 1941 in der Turnhalle der Hermann=Löns=Schule, Syndikatplatz, statt. Bezugsberechtigte Kriegsbeschädigte, Kriegerhinterbliebene und Kriegereltern erhalten ihre Fettscheine wie bieher bei der Fürsorgestelle, Rothenburg 9. Die Ausgabe erfolgt an den genannten Tagen in der Zeit von 8 bie 14 Uhr durchgehend. Die Bezugeberechtigten werden in ihrem eigensten Interesse ersucht, sich hinreichend auszuweisen, andernfalls die Reichsverbilligungsscheine nicht ausgehändigt werden können. Ich mache hierbei ausdrücklichst darauf aufmerksam, daß es sich bei den Reichsverbilligungsscheinen um eine Verbilligungsmaßnahme des Reiches handelt und daß diese Scheine unter keinen Umständen zum Bezuge weiterer zusätzlicher Lebenomittel berechtigen Münster, den 28. Dezember 1940. Der Oberbürgermeister. sch„% die seit 30 Jahren bewährte, natürlich-milde Seesand-Mandelkleie -für sehr Empändliche auch ohne SeesandEigene Bertre abene ven-Selben=Stuet Reatschulfteaße 14 Fernspr Straße d. Fernsprecher Nr. Fernsprecher Nr. 394: 2ul wprecher Nr. 370: Greven: Zöbenbüren: Adolf=Hitl Uldinghausen: Markt. 3 Fernspreche Nr. 2352 89. Jahrgan Ueberwasse 60 Das Oberkomman Deutsche über einen erfolgreichen 2: ten Geleilzugi ihnen, einen 6000-T4 Artillerie- und To weileren Dampfer sch Gefecht einem seindliDeckungsstreitkräfte m zubringen, so daß der eigenen Streitkräftee Ein Unterseeboot kapitän von Stockha einer Fernunternehm BRT. seindlichen Ha Im Verlause bew Kampfflugzeug gester Southampion. In der letzten Naverbände eine Hafen mit Bomben an. über dem Reichs Nacht keine Bombei besetzten Gebiet richt schaden an. 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