#T· MIFA Mikrofilmaschin der deutschsprschigen Presse e „„„„„„„„„ eigene vertretungen Ttunsterhsither Unehriger Jodgt im Singelverkan! Ahaud: von=Telden=Straße d. Fernsprecher Nr. 450: Ahlen: Adolf=Hitler=Straße 30, Fernsprecher Nr. 777: Bocholt: neatschutst ape 14 Fermprecher Nr. 3441, Vorten; Kaouzmergassa Hernsprecher N. 121. Vorghorst: Emedertene, grage u. Zernspracger Nr. 224, Burgsteinturn: Lindeustrage 74 Harnsperchn Nr 22: Coeofeld: Hindendurgplag 9 Nr. 394 Talmen: Adols=hulerchmave 55 Hernspeucher Nr. 315: Emodenen: Mänsterftratzel Fernpracger Nr. Rd, Greven: Münsterstragel., Farnsprecher Kr.225; Gronau: Adols=hitler=Sir. 36. Zernsprecher Nr. 20; zovenbüren: Mdol=Hnia em.(. Zamsprecher Nr. 34i. Lengerich: Adols=Hhuler= Blaz 11. Fenspruchen Nr. 51e. Jadunghauten: Markt. Fernsprecher Nr. 23d: Ochtrup: Bahnhofftr. 15. Fernsprecher Nr.305; Rheine: Bahnhofstr.2 hamiprege, Ne. A2, Warendorst Ostrade 24. Jamspuachen Nr. di.: Werne: Kucholaz 4 Jemspruchenr Nlr. 14 ANITLICHES ORGANDESGAUES WESTEALEN-NORD DERNSDAP UND SANITLICHERBEHORDEN Verlag und Hauptgeschästestelle: Münster i., Prinztpalmarkt 13/14, Fernsplech=Sammel=Nr. 24231. Haupi schrittleitung: Munster t. V. Gallzmstr. 13. Bezugspreis: Autgabe à.11, RM, Ausgade B(mu Unstriertet Wochenschau).35 KM monatlich emschl. Zustellungsgebupe und Versandtosten. Per Postbezug einschl. 245 vis 25 Kof (im Durchschnin 24.25 Rot.) Postzertungsgebühren zuzuglich 42 Ppf. Vestelgeld. die Westfsälische Lageszeitung erschemt mal wochentl. worgene. Anzeigen: Las mm Hoße 22 mm bret ktosten 15 Koi,(für Zamitemnanzeigen 10 Rol. für Stellengesuche 10 Kpf. Nachlatz nach Preisliste Erfülungsort Münsten t M. Textanzelgen: Dae mm.30 RM, betemer Spaltenbreue von 72 mm. Vellagen: Preis für 1000 Velagen bis zu 20 Gramm 15.00 KM dis zu 3 Gramm 15.0 R ol. 91. un. 30 Geamm 17.00 RM ohne Nachläss. Zür Vezieksautgaben besondere Prnslikemn. Vostscheakonto: 8 5 in Nr. 411. R. Schrsong Dienstag, den 17. Dezember 1940 Nummer 140 Nachtangriffe auf viele Teile Englands— Schweigsames Lustfahrtministerium Neue Ablentungsmanover " Von unserem ständigen Vertreter hw. Stockholm, 17. Dezember. Die englischen Berichte über die Luftkriegsvorgänge werden, da England die Aufmerksamkeit der Welt lediglich auf Libyen und Albanien heften möchte, immer dürrer und unergiebiger. Sie ermöglichen auch nicht annähernd mehr, ein Bild der Vorgänge zu gewinnen, sondern sind ganz darauf abgestellt, den Luftkrieg über England als„unerheblich“ hinzustellen. Die Engländer möchten offenbar den Eindruck erwecken, als wenn etliche Quadratkilometer Wüstensand oder albanischen Gebirges wichtiger wären als die eigenen Industriestädte. Die neuesten Berichte aus neutralen Quellen bestätigen jedoch die Verherungen, die durch die deutschen Aktionen gegen Englands Industrie angerichtet worden sind. über die Nacht zum Sonntag berichten die Engländer in ihren ersten Meldungen über deutsche Luftaktivltät in großer Ausdehnung über viele Teile des Landes ohne jedoch nähere Angaben über einzelne Vorgänge zu machen. Es wird lediglich gesagt, daß der Nordosten einem heftigen, aber relativ kurzen Angriff ausgesetzt gewesen sei. über einer nicht genannten Stadt dieses Gebietes seien Brandund Sprengbomben abgeworsen worden, die Zerstörungen besonders in den„Vierieln der arbeitenden Schichten“ hervorgerufen hätten. Der englische LuftDie englische Regierung hat jetzt neuerdings feststellen müssen, daß die. Zehnlausende von Pionieren, welche bis jetzt zur Wegräumung der Trümmer nach den deutschen Bombenangriffen eingesetzt waren, nicht mehr ausreichen. Es wurden deshalb Pioniere aus anderen Städten hinzugezogen. (Scherl.) fahrtminister hat solche Behauptungen in letzter Zeit mit Vorliebe dazu verwandt, um die Zerstörungen von Industrieanlagen zu dementieren. Bomben seien auch auf London geworsen worden; hier unterblieben aber vollends nähere Angaben. Die Gesamtendenz der englischen Berichterstattung ist darauf abgestellt, zur Stützung der These herzuhalten, daß der Lufikrieg über England durch die Wilterungsumstände oder Uberraschungsvorbereitungen der deutschen Wehrmacht im Abkkingen begriffen sei, auf die zugleich die englische öffentlichkeit vorsichtig gesaßt gemacht werden soll. Kriegswichtige Ziele angegriffen Jeindliches Ilugzeug abgeschossen— Wieder britische Bomben auf Krankenhäuser Berlin, 16. Dezember. Am Montag mittag halle der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht gemeldel: In der Nacht zum 15. 12. grissen Kampffliugzeuge condon sowie andere kriegswichlige und millärische Ziele in Südostengland an. Ein englischer Hasen wurde erneut vermint. Im Lause des Tages führle die Lustwasse infolge der Weiterlage nur Aufklärungsaufträge durch. In der letzten Nacht warsen britische Flugzeuge im Reichsgebiel eine Anzahl Spreng= und Brandbomben. In Berlin konnten einige Dachstuhlbrände schnell gelöscht werden. Einige Häuser, darunier zwei Krankenhäuser, wurden beschädigt, eine Schnellbahnstrecke vorübergehend, gestörl. An anderen Orten wurde nur leichter Gebäudeschaden angerichlel, in Hersord eine Kirche durch Bombentreiser zerstört. In einem Werk in Mitteldeutschland ist ein Brand bereils im Entstehen gelöscht worden. Die Produkion ist nicht gestört. Die Verluste der Zivilbevölkerung betragen 4 Tole und 12 Verletzte. Ein seindliches Flugzeug wurde beim Anflug durch Nachljäger abgeschossen. Eigene Ilugzeugverluste sind nicht entstanden. Cyrenaika=Schlacht dauert an Der italienische Wehrmachlbericht Rom, 16. Dezember. Der italienische Wehrmachlbericht vom Montag hal solgenden Wortlaut: „Das Hauplquartier der Wehrmacht gibt bekannl: In der Cyrenalka hat der Druck der seindlichen Streitkräste im Grenzgebiet angehalten. Diese Streilkräfte wurden von unserer Luswasse mit Bomben belegi, die den Panzerformationen große Verluste beibrachte. An der griechischen Fronk wurden seindliche Angrüse abgewiesen. Bei den harten Kämpfen hat es beiderseitig empfindliche Verluste gegeben. In Oktafrikg, hat ein seindlicher Einflug auf Assaß an einigen Gebäuden Schäden verursachl.“ Kretschmer versenkte 252100 Als erster-Bootkommandant die 250000-Tonnen-Grenze überschritten Berlin, 16. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Der saeben von Jeindfahel zurückgekehrle Kapilänteutrani Kretschmer meidet als Ergebnis die Versenkung von 34935 BRT. Damit hal dieser Offizier mit einer Gesamiversenkungsziffer von 252 100 BRT als erster Unterseeboolkommandanl die 250 000 Tonnen=Grenze überschrilten. In dieser Gesamtlonnage sind 3 Hilskreuzer und der britische Herstörer„Daring“ enthalten. Verdienstvoller-BootKommandant Korvettenkapitän Schuetze erhielt das Ritlerkreuz Berlin, 16. Dezember. Der Jührer und Oberste Besehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbesehlshabers der Kriegsmarine. Großadmiral Dr. h. k. Kaeder, das Ritlerkreuz des Eisernen Kreuzes an Korvettenkapitän Schueße. Korvettenkapitän Schuetze, ein langjähriger verdienstvoller Unterseebootfahrer, hat als Kommandant eines=Bootes insgesamt 20 Schiffe mit zusammen 109 317 BRT versenkt. Dieser besondere Erfolg wurde in kürzester Zeit errungen. Er ist Englands Hilferufe an die USA Giornale’Italia:„England übersicht die Tatsache des Dreimächtepaktes!“ Rom, 16. Dezember. Englands immer dringendere Hilferuse an die USA gegen die tödlichen Wirkungen der Gegenblockade der Achse veranlassen„Giornale'Italia“ auf Grund der Darlegungen des soeben verstorbenen Lord Lothian zu der Feststellung, daß in den Worten des britischen Botschafters die letzte klare Außerung eines Mannes zum Ausdruck komme, der die schrecklichen Folgen der Gegenblockade der Achse gegen die britische Insel selbst erlebte. Während die Streitkräfte der britischen Kriegsmarine schon heute nicht mehr den steig wachsenden Aufgaben— vor allem auch des Schutzes der Geleitzüge— entsprechen könnten, seien die Seestreitkräfte der Achse in stetem Anwachsen begrissen. In dieser verzweiselten Lage setze England seine Hoffnungen auf die Vereinigten Staaten und rechne damit, die Amerikaner in ein Abenteuer hineinziehen zu können, um die von den USA bisher auf leichte Weise aus dem Krieg gezogenen Vorteile und Gewinne in schwere Risiken und Verluste zu verwandeln. England übersehe dabei aber völlig die Tatsache des Dreimächtepaktes, der automalisch wirksam werde, falls die Vereinigten Staaten in den Krieg eintreten sollten. Der Dreimächtepakt bedroht die USA nicht, er zielt auf eine solidarische Neuordnung in Europa, Afrika und Asen ab, also in Teilen des Erdballes, die nicht zu den Vereinigten Staaten und ihrer Lebenssphäre zählten. Der Dreimächtepakt hat zuch ledhafte Handelsbeziehungen mit den anderen Koninenten zum Ziel. Die Vereinigten Staaten brauchten das neue europäische Regime der Achse nicht zu fürchten: denn ein starkes geeintes Europa würde sich auch in den Handelsbeziehungen aktiver betätigen und zwar auch mit Amerka. Das auf Europa und Afrika lastende passive Gewicht des britischen Imperialismus sei der Hemmschuh für den Fortschritt der Koninente und verlangsame ihre Handelsbeziehungen mit Amer do. Lord Lothians letzter Wohlberechtigte„Indiskrelienen“ Von unserem ständigen Vertreter hw Steckholm, 17. Dezember. Der Londoner Vertreier der„Newyork Times“ innt in einem Telegramm, das von schwedischen Besdachtern in London als inspiriert betrochtet wird, d46 Thema von dem unzureichenden Charatter der !“ amerikanischen Hilfe. Es seien große Worte gebraucht und vieles um hohen Preis bezahlt worden, aber praktisch ende die amerikanische Hilfe an der amerikanischen Küste, wo englische Schiffe das ganze Risiko übernehmen müßten. Deshalb habe Lord Lothian die„Indiskretionen“ über die englische Flotte für nötig gehalten. Aeußerungen, die, wie der amerikanische Journalist sich ausdrückt, die englische Zensur unter normalen Umständen nie hätte passieren lassen. Ein schwedisches Blatt sagt von der letzten Rede Lord Lothians, in der diese Vorstellungen enthalten waren, daß man in Amerika einer Sensation bedürse, um sich Gehör zu verschaffen. Lord Lothians Tod habe seiner letzten Rede diese Beachtung gesichert. Er habe also mit seinem Leben dazu beigetragen, der englischen Sache zu dienen. Was England hauptsächlich brauche, seien offenbar Kriegsfahrzeuge. Schuetzes unermüdlichem und hartnäckigem Anpacken des Gegners und seiner tatkräftigen entschlossenen Kommandoführung zuzuschreiben. Karvettenkapitän Schuetze erhielt- für besondere Leistungen kurz nach Kriegsbeginn des Eiserne Kreuz 2. und 1. Klasse. Gritenfrachter in Not Mit starkem Leck im Nordaklanlik Newyork, 16. Dezember. Der britische Frachter„Stornest“(4265 BRT) sandte einen Hilferuf aus. Er habe ein starkes Leck und benötige sofortige Hilfe, seine Position sei etwa halbwegs zwischen Neufundland und Irland. Der Dampfer ist am 4. Dezember von Newyork abgefahren. verstärkte Lustangriffe auf Griechenland Verkehrsknotenpunkte bombardiert— Truppenansammlungen zersprengt Von unserem ständigen Vertreter Dr. v. L. Rom, 17. Dezember. Ueber den neuesten Einsatz der italienischen Luftwasse gegen Griechenland sind der stalienischen Presse solgende Einzelhei½en zu eninehmen: Nach acht Tagen ausgesprochener„Schlegtwellerlage, die Lusiangriffe größeren Ausmaßes verhinderten, konnle am Sonnlag die stalienische Luftwasse gegen die nordgriechische Fronl im Masseneinsatz operieren. Insgesamt wurden von Rephaleonla in Nordwestgriechenland bis 55 Kilometer von Saloniki entfernt im Rordosten 100.000 Kilogramm Vomben seden Kalibers beim Einsatz aller stalienischen Stafseln abgeworsen. Die Gebirgszüge in Südalbanien und Nordgriechenland wiesen starken Neuschnee auf, der die Orientierung der stalienischen Staffeln ansangs behinderte. Am schwersten wurde die griechische Truppenkonzentration im Gebiet Odricen—Rabau—Bregu —Cocoresi in Mitleidenschaft gezogen. Das Dorf Pigerosi als Sitz eines griechischen Divisionskommandos gina in Flammen auf. Stuka=Verbände bombardierten Verkehrsknotenpunkte und zersprengten eine schlecht getarnte griechische Kolonne Neue griechische Versuche, im Engial von Ossum Truppen zu konzentrieren, wurden zunichte gemacht. Die Haupteisenbahnverbindung Griechenlands Athen—Salonikiwurde 55 Kilometer südwestlich von Saloniki unterbrochen. Neuer Uebergriff britischer Piraten Kriegshandlungen in der amerikanischen Sicherheitszone die USA-Zerstörer? — Wo blieben Berlin, 16. Dezember. Wiederum haben britische Seestreitkräfte innerhalb der auf der Panama=Konferenz festgesetzten panamerikanischen Sicherheitszone Operationen durchgeführt. Innerhalb dieser Sicherheitszone näherte sich ein brittscher Kreuzer dem deutschen Frachtdampfer„Idarwald“, der aus einem merikanischen Hafen ausgelausen war, und machte den Versuch, das deutsche Schiff aufzubringen. Der Kapitän des Dampfers„Idarwald“ hat sein Schiff der versuchten Aufbringung durch Selbstversenkung entzogen. Bei Beginn der feindlichen Aktion des britischen Kriegeschifses gab der Kapitän den Besehl, das Schiff in Brand zu setzen und die Bodenventile zu öffnen. Nach Durchsührung dieser Maßnahmen ging er mit der Besatzung in die Rettungsboote. Die Engländer machten daraushin den Versuch, an Bord zu gehen und die Beute zu bergen und sich dadurch die Prisengelder zu sichern, mit denen die britische Admiralitöt im Gegensat zu der soldatischen Praris anderer Völker Angehörige der bewaffneten Macht für derartige Taten zu haben, daß sie Augenzeugen kriegerischer Handlungen innerhalb der von ihnen patrouillierten Sicherheitszone werden. bezahlen pflegt. Dieser Versuch, die Prisengelder zu verdienen, ist gescheitert. Der Dampfer„Idarwald“ ist infolge der von Kapitän und Besatzung getroffenen Maßnahmen brennend untergegangen. Daß die Richtachtung der panamerikanischen Sicherheitszone kein vereinzelter Akt war, sondern sostematisch erfolgt, geht daraus hervor, daß ein weiterer seindlicher Zerstörer etwa zur gleichen Zeit innerhalb dieser Sicherheitszone eine kriegerische Handlung gegen den deutschen Dampfer„Rhein“ durchführte. Das Schifs wurde von seiner Besatzung verlassen, nachdem die Vorbereitungen zur Versenkung in Tätigkeit gesetzt worden waren. Das Marinedepartement, der Vereinigten Staaten hat diese beiden Meldungen bekannigegeben, ohne sich über die Rolle amerikanischer Zerstörer zu äußern, die die beiden deutschen Schifse kurz nach dem Auslausen aus dem Hafen in See angetrossen hatten. Die amerikanischen Zerstörer hatten sich den deutschen Schissen angeschlossen und dem Kapitän der„Idarwald“ auf Befragen erklärt, die Schiffe bis zur Grenze der amerikanischen Sicherheitszone begleiten zu wollen. Es wäre interessant zu ersahren, welche Instruk: tionen die amerikanischen Zerstörer für den Fall Bei der Besichtigung der im Osten stationierten Truppen unterhielt sich Generalfeldmarschall von Brauchitsch wiederholt mit den Soldaten, Hier läßt sich von Brauchitsch von einem jungen Rekruten Bericht erstatten. (PK-Gutjahr-Atlantic.) „Tenere duro“ Italiens Bereitschaft zu härtesten Opfern— Große oberialienische Kundgebungen Von unserem ständigen Vertreter Dr. v. L. Rom, 17. Dezember. Ein Welle nationaler Begeisterung durchläuft gegenwärtig Italien unter dem Losungswort„Tenere duro— Durchhalten!“ als direkte Reaktion des Volkes auf die schweren Kämpfe an den westägyptischen und nordgriechischen Fronten. Wieder wie bei Kriegsbeginn werden, die Kommandostellen der„Wehrmachl und der Partei von zehntausenden freiwilligen Meldungen der Parteimitglieder überflutet, die an die Front abkommandiert werden wollen. Immer häufiger berichtet die Presse von Fällen, wo die Väter oder Brüder von Gesallenen die Forderung stellen, den Platz ihrer Familienangehörigen vor dem Feinde einnehmen zu dürfen. Jeden Mittag erlebt Italien im Schweigen der Millionen von Italienern eine Art spontane nationale Weihestunde beim Anhören der sialienischen Wehrmachtsberichte, die das Leben der italienischen Nation noch nie derart beherrschten wie jetzt. Für Millionen von Italienern hat der Krieg jetzt erst richtig begonnen, da sie ihre Bereitschaft zu den härtesten Opfern im Wissen um den sicheren Endsieg der Achse kundgeben. Der große faschistische Appell der Partei in Oberitalien, an dem 43 faschistische Gauleiter in Forli teilnahmen, wurde zu einer Manifestation der Stärke der Inneren Front Italiens. Unter der Leitung des Parteisekretärs wurden wichtige Beschlüisse zur Intensivierung der sozialen Arbeit für das Volk in Kriegszeiten und der strengen Durchführung aller Bestimmungen gegen Hamsterer und Spekulanten gefaßt. Das Telegramm Serenas an den Duce betont u..:„Die törichten Hoffnungen des Feindes hinsichtlich des Widerstandes des italienischen Volkes sind und werden durch die Tatsachen schwer enttäuscht werden. Der Sinnder Nation strebi dem höchsten Zielentgegen— zu siegen!“ Das ganze italienische Volk verbindet mit dem Willen zum Siege auch den Stolz, daß Italien bei den gegenwärtigen krampfhaften Kräftekonzentrationen Englands im Mittelmer seine Aufgabe im Gesamtplan der Achse erfüllen wird. Roosevelt im Karibischen Wieer Von K. von Ungern-Sternberg Der Präsident der Vereinigten Staaten, Roosevelt, befindet sich auf einer Rundreise durch das sonnige und doch oft von wilden Stürmen aufgewühlte Karibische Meer. Es handest sich nicht etwa um eine Bergnügungstour des Präsidenten, um von den Strapazen der Wahl und von den politischen Aufregungen der letzten Wochen auszuruhen. Nein! Roosevelt besichtigte die amerikanischen Stützpunkte gegen einen erträumten Angriff auf den amerikanischen Kontinent, über den die britsche Propaganda trotz seines utopischen Charakters immer wieder phantasiert. Angefangen von der Mündung des St. Lorenzstromes und von Neufundland bis zur Mündung des La Plata an der Punta del Este will der Präsident einen Sicherheitsgürtel um Amerika schmieden, wobei ihm England willig Handlangerdienste gegen entsprechendes Entgelt geleistet hat, nachdem es gezwungen war, den Ausverkauf seines Empires zu beginnen. Von besonderer Bedeutung für die Vereinigten Staaten sind dabei die Zugänge zum Panama: kanal, also das Karibische Meer und der Golf von Mexiko. Auch dort hat England nicht gezögert, Washinaton Stützpunkte für strategische und militärische Zwecke auf Jamaica und auf den Antilleninseln anzubieten. So konnte daher Roosevelt auf seiner Rundfahrt auch Anker vor Kingston werfen lassen, um sich vom Fortschritt der Befestigungsarbeiten zu überzeugen. Das einst so stolze Albion muß gute Miene zum bösen Spiel machen und sich diese Demütigung gefallen lassen. Nur in Trinidad, das als südlicher Weg zum Panamakanal= dem amerikanischen Generalstab besonders wichtig erschien, versuchten die Engländer die Amerikaner zu übertölpeln. Sie wiesen ihnen als Stützpunkt ein Sumpfgebiet an der Südküste der Insel an, während die Amerikaner ihren strategischen Stützpunkt in der Nähe der Hauptund Hafenstadt Port of Prince haben wollen. Die Engländer dürfen, so bitter es ihnen auch ankommen mag, keinen Widerspruch wagen und werden nachgeben. Wenn die Inspektionsreise Roosevelts auch ohne jegliche Störungen verläuft, so bleibt doch ein duniler Punkt am Horizont, der zwar heute bedeutungslos erscheinen mag, der aber doch das Gesamtbild trübt. Mexiko, der größte Staat, dessen Ufer an jenen Meeren liegen, fügt sich nur sehr bedingt in die Rooseveltschen Sicherungspläne ein. Es hat das Angebot von zwei Zerstörern, die Washington ihm großmütig zur Verfügung stellen wollte, zurückgewiesen und weigert sich, den Veceinigten Staaten auch Fortsetzung auf der 2. Seite Times will„gleichschalten“ Wahnideen britischer Plutokraten— Emigrant liefert das Stichwort Norwegen soll englisch werden *. Von unserem ständigen Vertreter hw Stockholm, 17. Dezember. Curopas Eingliederung in das deitische Empire— dieser Kerngedanke der sog. englischen Kriegsziele wird durch zwei englische Verösfentlichungen abgehandelt, die zur Vorbereitung auf das Kommende bestimmt sind. Bei der ersten Kundgebung handelt es sich um eine Rede, die Churchill den sogenannten amtierenden norwegischen „Außenminister“ Lic halten ließ. Dr. Koth ist bekanntlich wegen ungenügender Zuverlässigkeit abgehalftert und der Handelsminister“ Lie hat während der „Regierungskrise“ unter den norwegischen Emigranten auch das norwegische„Außenressort“ inne. Er verkündete, eine skandinavische Neutralitätspolitik werde künftig nicht mehr möglich sein. Norwegen müsse sich daher dem englischen Empire anschließen in irgend einer Form dauernder Zusatamenarbeit. Ueberhaupt müßten alle„freiheitsliebenden“ Völker ein Bündnis eingehen. Die„Times“ trkt diesem Gedanken natürlich mit wärmster Billigung bei. Von englischer Seite müßten solchen Staaten nicht bloß Freundschaften, sondern Partnerschaften angeboten werden. Die Lehre von der kollektiven Sicherheit sei setzt veraltert. Auch papierne Versprechungen für militärischen Beistand seien wertlos geworden, wenn sie nicht von vornherein durch Garantien in bezug auf militärische Ausrüstung und vor allem gemeinsame Strategie, gemeinsame Loyaliät und gemeinsame Weltanschanung ergönzt würden. Das englische Empire, zeige den Weg zur Lösung dieser Prodleme(). Notwendig sei ober auch noch ein weiterer Zusammenschluß von Staaten nach dem Bild der Zusammenarbeit zwischen England und den Vereinigten Staaten. Diese Gleichschaltung sei nicht nur dringend militärisch notwendig, sondern müsse auch die wirtschaftlichen Gebiete umfassen. Was hier während des Krieges geworden sei— die„Times“ meint offenbar die englischen Aushungerungsversuche gegen Europa unter gleichzeiigem Raub der neutralen Handelsflotte durch England— dürfte nach dem Ende des Krieges nicht aufhören. Spanien meistert alle Schwierigkeiten Die zweite schwierige Epoche des Aufbaues beginn! Von unserem schm.-Berichterstatter Modrid, 16. Dezember. Der Präsident des spanischen Syndikats, Salvador Merino, erklärte auf einer Kundgebung vor Abgesandten der Nationalsyndikalistischen Verbände aus den benachbarten Provinzen Granada und Almeria, daß das kürzlich verkündete Syndikatsgesetz die ganze wirtschaftliche Struktur Spaniens auf eine neue Grundlage stelle. Der Redner beionte, daß der Staat diesen Eingriff in die Wirtschaft nicht aus Lust an der Einmischung und Bevormundung vorgenommen habe, sondern deshalb weil die Probleme des Bürgerkrieges in anderer Weise nicht zu lösen seien. Normalerweise tiege dem Staat gar nichts daran, die private Initiative durch staatliche Lenkung zu ersetzen. Die neuen Maßnahmen, meinte der Minister weiter, seien ausgesprochen kevolutionät. Das neue Spanien erkenne keine Klasse mehr an, sondern nur noch soziole Kategorien der Produzenten. Die erste Periode in Spaniens Aufbau sei deendet. Nun beginne die zweile, viel schwierigere Epoche, doch werde Spanien unter der Führung Francos aller Schwierigkeiten Herr werden. — Pr — Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. K 17. Dezember 1940engenenen.„„ Westfälische Tageszeitung Briten=Ausverkauf ohne Ende Gesamter britischer Aktienbesitz in USA im Werte von 100 Millionen Dollars eingezogen Newyork, 16. Dezember. INs meldet aus London, daß das Schatzamt am Montag die Einziehung aller in englischem Besitz befindlichen Aktien von 67 amerikanischen Firmen im Werte von hundert Millionen Dollar verfügt hal. Der durch den Verkauf erzielle Erlös wird für den Ankauf von Kriegsmaterial verwandt werden. Bereits der verstorbene Lord Lothlan hatte eine dahingehende Andeutung gemacht, als er erklärte, daß der britische Dollarbesitz durch Barkäufe von Kriegsmaterial in USA stark geschwächt sei. Kanadische Wertpapiere beschlagnahmt Neue Verfügung des englischen Schatzamtes Von unserem tt-Berichterstatter Geuf, 16. Dezember. Die von dem brilischen Schatzamt seit einigen Monalen eingeführte Ablieferungspflicht von ausländischen Wertpapieren hat in den letzten Wochen infolge der zunehmenden Devisennot Großbritanniens wegen der Finanzierung der Kriegsmalerialbestellungen und Importe eine Verschärfung erfahren. Die einheimischen Inhaber der von der kanadischen Regierung garantierten sogenannten„ewigen Obligationsanleihe“ der Grad=Truak=Bahn sind jetzt aufgefordert worden, auch ihren Besitz anzumelden. Das deutet daraufhin, daß die Behörden nun auch zur Beschlagnahmung von kanadischen Wertpapieren schreiten. Nun vernimmt man aus London, daß soeben eine neue Verfügung vom Schatzamt erlassen worden ist bezüglich der Ablieferung von fremden Wertpapieren. Diese Verfügung erstreckt sich über eine neue Gruppe von amerikanischen Dollarwarten und betrifft 66 Papiere. Die Gesamtzahl der auf diese Weise beschlagnahmten Werte erreicht nun bereits 243 Wertpapiere, wobei die kanadischen Werte nicht mitgezählt „sind. Unter den in der Offentlichkeit bekanntesten Wertpapieren, die durch die neue Verfügung des Schatzamtes betroffen werden, befinden sich die Aktien der berühmten Joto=Apparatefabrik Eastman Codak, der Automobil= und Flugzeugmotorenfabrik General Motors und des größten amerikanischen Warenhauses Woolworth. Australien muß opfern Newyork, 14. Dezember. Nach Kanada und Indien ist nunmehr auch die australische Regierung vom Londonek Schatzamt aufgefordert worden, von der Bevölkerung ihres Landes die Anmeldung und Ablieferung der in ihrem Besitz befindlichen ausländischen Werte und Guthaben zu verlangen, um mit diesen Beträgen die Londoner Kriegskasse, deren Devisenbestände und Auslandsguthaben bekanntlich stark zusammengeschmolzen sind, wieder etwas aufzufüllen. Obwohl die Bevölkerung der britischen Dominien bisher infolge einer gewaltigen Erhöhung ihrer Steuerlasten und einer Beschränkung ihres Verbrauchs durch weitgehende Einfuhrdrosselungen schon große Beiträge zur englischen Kriegsfinanzierung leisten mußte, bleibt ihr auf Weisung Londons auch die Ablieferung ihres gesamten ausländischen Devisen=, Gold= und Wertpapierbesitzes nicht erspart. Diese Londoner Anordnungen beweisen deutlich genug, wie schlecht es heute bereits um die Aufbringung der Mittel für die Bedürfnisse des Londoner Schatzamtes steht. Schon richtig verstanden Bemerkenswerkes Eingeständnis zur Führerrede Berlin, 16. Dezember. Keine englische Zeitung hat den Wortlaut oder wenigstens Auszüge aus dem Text der letzten Führerrede vor den Arbeitern eines großen Rüstungsbetriebes veröffentlicht. Man wagt es drüben nicht, die Offentlichkeit mit der Wahrheit vertraut zu machen. Durch willkürliche Entstellung und Fälschungen versucht man, die Wirkung abzuschwächen. Nun ist aber einem Bericht der„U. S. Navy News“ aus London ein interessantes Eingeständnis entschlüpft. Darin heißt es, die„Nazi=Bomber“ seien bei ihrem letzten Großangriff gegen England anscheinend durch die Worte Adolf Hitlers zu den Rüstungsarbeitern„angespornt" gewesen, ihre Aktionen mit besonderer Kühnheit und größter Wirkung durchzuführen. Eine solche Auffassung widerspricht allen vorherigen Beurteilungen der Führerrede, die man in England zu hören bekam. Wenn aber die Rede eine Auswirkung hatte, wie sie in diesem Londoner Bericht zum Ausdruck kommt, dann ist ihr wesentlicher Inhalt richtig erfaßt, denn dieser besagte nichts anderes als schärfsten Kampf gegen diesen Feind Europas und Schuldigen an diesem Krieg bis zum endgültigen Sieg. Die Rsche Lord Lothians Amerikas Kriegsveleranen gegen eine Beisetzung Von unserem er-Berichterstatter Newyork, 16. Dezember. Die Asche Lord Lothians soll während der Dauer des Krieges nicht nach England gebracht werden, da die Minengefahr an der englischen Küste zu groß ist und man, wie erklärt wird, Zwischenfälle vernteiden will. Andererseits besteht man in den USA, insbesondere bei den Kriegsveteranen eine starke Strömung, die dahin geht, daß auf dem Nationalfriedhof der USA nur amerikanische Soldaten beigesetzt werden sollen. Das Außenministerium gab daher bekannt, daß die Unterbringung der Urne mit der Asche Lord Lothians auf dem Arlintonfriedhof nur vorübergehend sein solle. Die Ueberführung des Herzogs von Reichstadt Jeierliche Übergabe an die Vertreler Frankreichs im Invalidendom Paris, 16. Dezember. Anläßlich der Überführung der Gebeine des Sohnes Napoleons, des Herzogs von Reichstadt, von Wien nach Paris empfing Botschafter Abetz am Sonnabend in Gegenwart des französischen Botschafters de Brinon die deutsche sowie die französische und ausländische Presse, um in kurzen Worten die Bedeutung dieses Ereignisses darzulegen. Im Anschluß daran begaben sich die Gäste zum Invalidendom, wo gegen 1 Uhr nachts die sterbliche Hülle des Herzogs von Reichstadt eintraf. Im Vorhof des Domes hatte eine Abteilung französischer Gendarmerie in großer Uniform mit Fackeln Aufstellung genommen. Deutscherseits waren erschienen: Botschafter Abetz, der Kommandant von Paris, Generalleutnant Schaumburg. Gesandter von Doernberg, sowie Generalkonsul Schleier. Der Sarg, der auf einer Lafette aufgebahrt und von einer Abteilung deutscher Soldaten vom Bahnhof bis zum Invalidendom begleitet wurde, wurde hier dem Botschafter übergeben. Deutsche Soldaten trugen den Herzog von Reichstadt bis zum Vorhof, wo die Vertreter der französischen Regierung Aufstellung genommen hatten. Botschafter Abetz vollzog hier die feierliche Übergabe an Admiral Darlan mit folgenden Worten: „Herr Admiral! Der Führer hat bestimmt, daß zum 100. Jahrestage der Überführung Napoleons nach Paris sein Sohn, der Herzog von Reichstadt, von seiner bisherigen Ruhestätte in Wien nach Frankreich übergeführt und an der Seite seines Vaters beigesetzt wird. Ich habe die Ehre, im Namen und im Auftrage des Führers Ihnen, Herr Admiral, den Sarg des Herzogs von Reichstadt zu übergeben.“ Admiral Darlan dankte dem Botschafter im Namen der französischen Regierung dafür, daß man Frankreich den Sohn seines Kaisers zurückgegeben habe. Von unserem ost-Berichterstatter Stockholm, 16. Dezember. Im Hinblick auf die immer schwieriger werdende Lebensmittellage in England hat das britische Ernährungsministerium jetzt den Kampf gegen die Hamsterer aufgenommen. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß die Hamstereien und der Wucherhandel mit Lebensmitteln an den schwarzen Lebensmittelbörsen unvorstellbare Ausmaße angenommen haben. Selbst Lord Woolton, Englands Ernährungsminister, sah sich gezwungen, in einer Rede zu dieser Frage Stellung zu nehmen. Er schilderte, daß tatsächlich Tausende von Menschen von Geschäft zu Geschäft ziehen und alle Waren aufkaufen, die knapp zu werden beginnen. Gleichzeitig gab der Minister zu verstehen, daß die Regierung jetzt fest entschlossen sei, energisch gegen die Hamstereien und die schwarzen Lebensmittelbörsen vorzugehen. Man könne sich darauf gefaßt machen, daß die Hamsterer, wenn sie gefaßt würden, schwer bestraft würden. Die Hamstereien sind in letzter Zeit besonders stark gewesen auf den Frucht= und Gemüsemärkten. Ein Vertreter des Verbandes der englischen Gemüse= und Fruchthändler erklärte, daß die Dinge genau so schlimm seien wie einstmals in Chikago, als die Gangster noch am Werke waren. Die Lebensmittelgangster brächten es fertig, sich dem Griff der Behörden immer wieder Unter dumpfem Trommelwirbel wurde der Sarg sodann von Angehörigen der französischen Gendarmerie in den Dom getragen, wo vor dem Hauptportal ein Podium, geschmückt mit den französischen Farben, errichtet war. Unter Orgelspiel und begleitet von Fackelträgern wurde der Sarg am Grabe Napoleons vorbeigetragen und vor dem Hochaltar aufgebahrt. Nach kurzen Gebeten der Geistlichen übernahm eine Abteilung der französischen Gendarmerie die Toten= und Nachtwache. von großer Bedeutung" Rom, 16. Dezember. Der Beschluß des Führers, die sterblichen Ueberreste des Sohnes von Napoleon I. zur Beisetzung im Invalidendom zu Paris an Frankreich auszuhändigen, hat auch in italienischen Kreisen tiesen Eindruck hinterlassen. Popolo di Roma betont, daß der Geste des Führers eine große moralische und politische Bedeutung zukommt, die auch der französischen Regierung nicht entgangen sei. Das großherzige Angebot des Führers werde auch in Italien geschätzt.„Die Beisetzung der napoleonischen sterblichen Reste im Invalidendom heiße im gewissen Sinne im Namen des großen Korsenführers die moralische und politische Einheit Europas gegen England wieder aufrichten. Die Achse hat den Kampf Napoleon I. wieder aufgenommen.“ „Kulturaustausch im weitesten Sinne“ Amsterdam, 16. Dezember. Anläßlich einer Pressefahrt von 17 Hauptschriftleitern der RS.=Presse durch die Niederlande, die auf Einladung des Reichskommissars erfolgte, veranstaltete Generalkommissar z. b. V. Schmidt eine Zusammenkunft zwischen führenden deutschen und niederländischen Journalisten. Im Verlauf dieser Veranstaltung ergriff der Berlin, 16. Dezember. Der frühere südafrikanische Ministerpräsident General Hertzog hat seine parlamentarische Wirksamkeit eingestellt und sich ins Privatleben zurückgezogen. Er gibt damit die Bahn frei für die unter Dr. Malan erneuerte burische Bewegung. Seine Versuche, Südafrika aus dem Krieg herauszuhalten, wurden durch die Umtriebe seines früheren Mitkämpfers Smuts illusorisch. General Hertzog trat darauf vom Amt des Ministerpräsidenten zurück und Smuts übernahm diesen Posten als Statthalter Englands und als Verräter gegenüber der burischen Sache. Hertzog versuchte dann, mit Malan zusammenzugehen, aber der alte Politiker erkannte, daß seine Ansichten mit denen der jungen Buren nicht völlig übereinstimmten, und hat nun die Folgerungen gezogen. Hertzog wollte nämlich nicht, daß die vorwiegend von Engländern bewohnte kleine Kolonie Natal in ein von den Malanleuten erstrebtes Burenreich einbezogen würde, während die Buren eine volle Souveränität über Südafrika verlangen und diesen englischen Natalpfeil, der vergiftend wirken würde, als Stützpunkt Englands nicht dulden zu können glauben. Diese Gegensätze waren aber nicht so schwerwiegend wie diejenigen, die den General gegen Albions Herrdurch neue Tricks zu entziehen und sie untergrüben auf diese Weise jeglichen Versuch der zuständigen englischen Behörden, die Lebensmittelpreise auf einem vernünftigen Niveau zu halten. Im Laufe dieser Woche wird das britische Lebensmittelministerium eine eingehende Untersuchung über die Lage anstellen und man rechnet damit, daß bereits Ende dieser Woche ein ausführlicher Bericht über das Lebensmittelgangstertum vorliegen wird. Gesundheitsminister Macdonald richtete am Sonntag einen Appell an alle aus London und den übrigen Großstädten evakuierten Mütter und warnte sie vor einer Rückkehr in die Großstädte, vor allem London. Macdonald sagte wörtlich:„London ist kein sicherer Ort für euch“ und der Minister richtete gleichzeitig eine Warnung an diejenigen Engländer, die noch in sogenannten sicheren Gegenden wohnen. Diejenigen, die sich weigerten, Flüchtlinge aus London oder den anderen englischen Großstädten aufzunehmen, seien Verbrecher in einer nationalen Sache und ihre Tat sei genau so verdammenswert als wenn sie sich weigerten, Truppen aufzunehmen, die von dem Schlachtfeld zurückkehrten. Zum erstenmal hat somit ein Vertreter des britischen Kabinetts bestätigt, daß tatsächlich in der englischen Provinz oft vorkommt, daß man sich weigert, Evakuierte aus London und den übrigen bedrohten englischen Städten aufzunehmen. Generalsekretär des neuerrichteten niederländischen Ministeriums für Volksaufklärung, Dr. Goedewaagen, das Wort und schilderte in programmatischen Ausführungen die Aufgaben seines Ministeriums, wobei er besonders hervorhob, daß die Pflege völkischen Bewußtseins in Presse, Film, Rundsunk und Kunst eine vordringliche Aufgabe darstelle Ein Kulturaustausch im weitesten Sinne dieses Wortes müsse durchgeführt werden, die beiden germanischen Völker, das deutsche und das niederländische, müßten einander kennen und verstehen lernen. Norwegen überwacht Preisbildung Von unserem Dr. STA-Berichterstatter Oslo, 16. Dezember. " Das norwegische Kommissariat für Preisbildung erließ eine Preisstopverordnung; dadurch werden die am 8. April 1940 geltenden Preise zugrundegelegt, die ohne Genehmigung grundsätzlich nicht erhöht werden dürfen. Für Preisbildung wird außerdem eine Reihe von Richtlinien herausgegeben. Darin heißt es u.., die Betriebe hätten zu prüfen, ob die Unkosten nicht gesenkt werden könnten. Hierunter sielen insbesondere die Direktorengehälter und die Aufsichtsratstantiemen, die nicht höher sein dürften, als es sich unter den gegebenen Verbältnissen rechtfertigen läßt. Istanbul ohne Ruslandspost Istanbul, 16. Dezember. Infolge einer durch Hochwasser hervorgerufenen Beschädigung der Eisenbahnstrecke bei Adrianopel ist der Eisenbahnverkehr von und nach Europa unterbunden. Man befürchtet, daß die Ausbesserung des Schadens fünf bis sechs Tage in Anspruch nehmen wird. Istanbul ist schon seit sechs Tagen ohne Post aus dem Ausland geblieben. schaft ankämpfen ließen. Hertzog stand immer und ganz auf der Burenseite. Er war im alten Orange=Freistaat Richter gewesen und hatte im Burenkrieg als einer der Führer der Buren gezeigt, daß er auch militärisch seinen Mann stand. Smuts, der damals mit ihm am gleichen Strang zog und über die Greuel der Engländer in den Lagern der Burenfrauen und Kinder welterschütternde Berichte veröffentlichte, machte aber sehr schnell seinen Frieden mit den englischen Plutokraten, so daß Hertzog sich gezwungen sah, ihn wegen seiner englandfreundlichen, verräterischen Politik offen anzugreifen. Zwar wurde im Jahre 1933 aus Opportunitätsgründen seine Nationale Partei mit der von Smuts vereinigt, aber die Gegensätze schwelten fort und ein Teil der Hertzogpartei unter Dr. Malan trennte sich vom alten General. Bei den Parlamentswahlen im Jahre 1938 erhielt diese Gruppe Malan allein 247 747 Stimmen, ein Erfolg, der um so schwerer zu werten ist, als in ganz Südafrika, nach der Volkszählung von 1936, nur rund zwei Millionen Weiße und über 7½ Millionen Farbige leben. Von diesen Weißen sind nicht weniger als etwa 67% Buren, die sich stärker vermehren als die englischen Siedler und das bäuerliche Element gegenüber den verstädterten Engländern darstellen, die zusammen mit den Juden, die rund 5% betragen und unangenehm genug auffallen, die plutokratische Gruppe bilden, die Minderheit, die Smuts jetzt terroristisch gegen die Buren losläßt. Wie stark die burische Gegenbewegung war und wie sie allmählich sich durchrang, lehren Beispiele der letzten Jahre, die in London unangenehm genug vermerkt werden mußten. Die nationalen Buren lehnten nicht nur jede Bindung an das Empire ab, sie trieben auch Südafrika entgegen dem Wunsch der Briten, die Empirestaaten militärisch zusammenzubinden, zu einer Haltung, die der Verteidigungsminister Pirow, ein Freund Hertzogs, im Jahre 1934 dahin klarlegte, daß Südafrika sich keinesfalls an Verpflichtungen Englands beteilige. Noch im April 1938 erklärte der damalige Ministerpräsident Hertzog, die Garantierung Polens durch England ginge Südafrika gar nichts an, die Interessen Südafrikas würden durch die jüngsten internationalen Vorgänge gar nicht berührt. Damals richtete Hertzog einen Brief in dieser Angelegenheit an Chamberlain, und folgerichtig trat er bei Kriegsausbruch für Aufrechterhaltung der Neutralität Südafrikas ein. Aber infolge der eigenartigen Mandatsverteilung im Kapstädter Parlament blieb seine Regierung in einer entscheidenden Abstimmung mit 67 gegen 80 Stimmen in der Minderheit. Seitdem hat sich die wahre Volksmeinung in erbitterten Widerständen gegen die Smuts=Methoden so stark gezeigt, daß Südafrika heute nur durch britische Gewalt von der Erklärung eines Sonderfriedens mit den Achsenmächten abgehalten werden kann. Dahingehende Anträge sind immer wieder im Parlament zu Kapstadt gestellt worden und haben selbst dort eine stattliche Stimmenzahl gefunden. Der alte General Hertzog aber überläßt jetzt das Kampffeld den jüngeren Kräften des Burentums. Sie führen seinen Kampf mit verdoppelter Energie weiter. Tord Wooltons neueste Sorgen Er sagt den Hamsterern den Kampf an— Die Provinz weigert sich, Evakuierte aufzunehmen Saocrias=Ringen Nach dem Rücktritt General Hertzogs— Bahn frei für die unter Dr. Malan erneuerte burische Bewegung „Roreise Prelfag Roman einer großen Leidenschaft von HANS POSSENDORF Copyright by Verlag Knorr& Hirth Komm.-., München 1939 (7 Fortsetzung.) Endlich brachte Ballarin leise hervor:„Ich danke Ihnen, daß Sie gekommen sind.“ Und dann schwieg er wieder. Ein beängstigendes Gefühl überkam Nelda. Sie konnte dieses Schweigen nicht länger ertragen:„Ich habe zu danken. Übrigens... verzeihen Sie, wenn ich mich irren sollte— aber ich glaube, ich habe Sie schon gesehen— vor ein paar Tagen in Zamparos Restaurant...?“ Nun hatte sich Ballarin so weit gefaßt, daß er seine Stimme in der Gewalt hatte:„Ja, ich war dort, um mit Ihnen zu sprechen. Aber es schien mir nicht der richtige Ort.— Sie sehen Ihrer verstorbenen Mutter so ähnlich... so unglaublich ähnlich.. „Sie kannten meine Mutter?“ fragte Nelda, und ein argwöhnischer Ausdruck kam plötzlich in ihre forschenden Blicke. „Ich wohne in Venedig; man hat nach mir geschickt... in der Todesnacht“, murmelte Ballarin, der Frage ausweichend. Neldas Argwohn schien sofort geschwunden:„Ah, Sie sind Arzt?“ „Man hat nach mir geschickt“, sagte Ballarin nochmals. Es war nicht klar, ob das eine Bejahung von Reldas Frage sein sollte, oder ob er, nach Art mancher alten Leute, den Satz ohne besondere Absicht wiederholt hatte. Nelda nahm es für das erstere.„Sie waren die letzten Stunden bei ihr?" „Rein, nur die letzten zehn Minuten. Es war schon fast zu spät... schon zu spät, als ich von Venedig mit dem Boot ankam.“ „War sie noch bei Bewußtsein?— Hat sie noch gesprochen?“ „Ja, sie war bei vollem Bewußtsein, und sie wußte wohl auch, daß sie sterben würde. Sie konnte nur noch mit Mühe sprechen. Ihre letzten Worte galten Ihnen. Sie sagte:„Grüßen Sie mir mein liebes Kind!“— und dann:„Bitte, bitte, kümmern Sie sich um Nelda!““, „Zu wem sagte sie das?“ „Zu mir. Es war... sonst niemand im Zimmer. Ich war allein bei ihr, als sie stard... Zu wem hätte sie es also... sonst sagen können?“ „Hat sie sehr leiden müssen?“ sagte Nelda mit zitternder Stimme. „Soviel mir der dort ansässige Arzt sagte, hat sie kaum gelitten. Es war eine Grippe, die einen sehr schnellen Verlauf nahm. Nur drei Tage hat Ihre Mutter gelegen. Nelda schloß die Augen und kämpfte tapfer gegen die Tränen an. Aber plötzlich fuhr sie auf:„Weshalb hat man mich nicht sofort von ihrer Erkrankung benachrichtigt?“ „Ihre Mutter wollte nicht, daß Sie unnötigerweise beunruhigt würden. Man hat wohl nicht geglaubt, daß es so ausgehen würde.“ „Ein Arzt hätte diese Gefahr sehen müssen!— Verzeihen Sie, ich meine natürlich nicht Sie, sondern Doktor Arduini. Er wußte, daß meine Mutter herzleidend war — seit vielen Jahren schon. Sie hat in ihrer Jugend so Schweres erlebt und ist fast nie aus den Sorgen herausgekommen" Nelda erhob sich plötzlich, denn sie fühlte ihre Selbstbeherrschung schwinden und wollte ihrem Schmerz vor dem fremden Herrn nicht freien Lauf lassen.—„Ich danke Ihnen sehr... Es war sehr freundlich von Ihnen...“ „Nein, bitte, gehen Sie nicht! Ich habe noch viel mit Ihnen zu sprechen.“ Ballarins Stimme klang so dringend, fast befehlend, daß sich Nelda unwillkürlich wieder setzte. Von neuem trat sonderbar bedrückendes Schweigen ein. „Wer hat Ihnen denn meine Adresse gegeben?“ fragte Nelda, wieder argwöhnisch werdend. Sie hatte das Gefühl, daß dieser Unbekannte ihr etwas verbarg. „Der Ortsvorsteher des Dorfes“, erwiderte Pallarin. „Er war wenige Tage nach dem Tode Ihrer Mutter bei mir.“ Neldas Erbitterung brach jetzt rückhaltlos hervor: „Nicht einmal ein Telegramm hat mir der Mensch geschickt! Ich bekam den Brief mit der Todesnachricht am Morgen des, Tages, an dem meine Mutter begraben wurde!" „Das habe ich ihm auch vorgehalten, aber er behauptete, Sie hätten sowieso nicht mehr rechtzeitig zum Begräbnis eintreffen können Er hat es gut gemeint: er glaubte, daß er Ihnen die Nachricht brieflich auf schonendere Art mitteilen könnte. Und was mich betrifft... Ich selbst bin in derselben Nacht so schwer erkrankt, daß ich zu keiner Handlung fähig war. Sonst hätte ich Ihnen telegraphiert und auch dafür gesorgt, daß Sie mit dem Flugzeug hätten kommen können.“ Nelda blickte den alten Herrn erstaunt an. Dann sagte sie:„Ich danke Ihnen sehr für diesen freundlichen Gedanken. Ich hätte Ihre Güte bestimmt angenommen, trotzdem Sie mir ganz fremd sind.“ Das Gefühl von Unwirklichkeit, das gleich bei Neldas Eintritt über Marco Ballarin gekommen, war allmählich von ihm gewichen. Zuerst war es ihm gewesen, als spräche er mit Serafina selbst. Nelda hatte dieselbe weiche Stimme— die gleiche, bei ihrem Stand erstaunlich gewandte und dabei doch ganz natürliche Art, sich auszudrücken— dieselben sanften Züge; aber ihre Wesensart schien ihm jetzt doch von der Serafinas ganz verschieden. „Sie haben nicht bei Ihrer Mutter gelebt?“ fragte er und fügte schnell hinzu:„So sagte mir wenigstens der Ortsvorsteher. „Nur auf Pellestrina habe ich nicht bei ihr gelebt, vorher immer“, verbesserte ihn Nelda.„Zuerst, bis zu meinem zweiten Lebensjahre, waren wir in Venedig— dann in Verona und dann in Padua. Schließlich— vor sieben Jahren— ist meine Mutter nach Pellestrina gezogen, und ich habe in Venedig zu arbeiten begonnen. Nur an den Sonntagen und Feiertagen din ich zu ihr hinübergefahren.“ „Wie alt waren Sie denn damals, als Sie zu arbeiten anfingen?“ Frünszehn. „Und was haben Sie gearbeitet?— Verzeihen Sie meine Neugier, aber ich möchte gern alles über Sie wissen.“ „Ich habe in einer Fabrik Mosaikarbeiten gemacht Wenn Sie aus Venedig sind, werden Sie vielleicht wissen, was für eine Art Arbeit das ist, die man den Mädchen gibt: kleine Andenken für Fremde— ganz billige Ware. An die großen, guten Mosaikarbeiten läßt man ja Mädchen nicht heran. Ich hätte so gern die bessere Arbeit gelernt.“ „Und wie lange sind Sie schon in London?“ „Seit zwei Jahren. Es ist mir sehr schwer geworden, so weit von meiner Mutter wegzugehen. Aber ich verdiene hier viel mehr, und so konnte ich meine Mutter wenigstens in den letzten Jahren unterstützen. Sie hat Spitzen gemacht, aber sie konnte nicht mehr viel arbeiten: sie vertrug es nicht mehr, lange gebückt zu sitzen, weil sie oft an Atemnot litt. Ich hätte sie so gern zu mir nach London geholt, ober sie wollte nicht mehr von Pellestrina fort. Es ist ihre Heimat. Dort ist sie geboren, dort haben ihre Eltern geledt, und sie kannte dort noch viele Leute.“ „Und wollen Sie denn hier in London bleiben?“ „Nein, ich will sobald wie möglich näch Venedig zurückkehren. Ich fühle mich in London nicht wohl und mein Aufenthalt hier hat ja nun auch keinen Sinn mehr.“ „Es muß schrecklich für ein anständiges junges Mädchen sein, in diesem Lokal zu bedienen— bei diesem Publikum...“ „Wie meinen Sie das?“ Nelda sah Ballarin fast feindselig an.„Es gibt natürlich viel Arbeit dort, und unter den Gästen mögen ja auch ein paar Spitzbuben sein: aber sicher nicht mehr als in den teuren Restaurants. übrigens haben fast alle kleinen italienischen Restaurants in Soho italienische Mädchen zur Bedienung „Wie sind Sie denn überhaupt hierher gekommen?" „Der Inhaber des Restaurants. Signor Zampora, ist der Onkel von dem andern Mädchen, das dort bedient. Durch sie habe ich die Stellung bekommen. Sie ist schon vier Jahre in London. Ich kenne sie von früher, aus Venedig, wo wir zusammen in der Fabrik gearbeitet haben.“ Nelda hatte das alles schnell und fast ausdruckslos gesagt, sich selbst durch ihr Sprechen betäubend und einen Ausbruch ihres neu aufgewühlten Schmerzes zurückdämmend. Marco Ballarin fühlte, daß er nun endlich zur Sache kommen mußte. Was ihm seine Aufgabe so schwer machte, war die Ungewißheit darüber, wie weit Nelda über das Schicksal ihrer Mutter unterrichtet war. Sein Wunsch, ihr nicht mehr zu sagen als nötig, entsprang gewiß zu einem Teil seiner Feigheit, aber zum anderen auch dem Gefühl, etwaige Geheimnisse, die Serafina ihrer Tochter gegenüber gewahrt haben mochte, nicht preisgeben zu dürfen. Er stellte die erste tastende Frage:„Sie stehen ganz allein auf der Welt?— Oder ist Ihr Vater noch am Leben?“ „Das weiß ich nicht— und es interessiert mich auch nicht. Meine Mutter ist nicht mit ihm verheiratet gewesen.“ Ohne Besinnen und Zögern war diese bittere Antwort über Neldas Lippen gekommen. Dann verließ sie die Beherrschung völlig; ihr Gesicht mit den Händen bedeckend brach sie in holtloses Schluchzen aus. Marco Ballarin stand auf, trat neben sie hin. Seine Hand hob sich, um sich auf ihr Haupt zu senken. Doch er wagte es nicht, sie zu berühren. Er ließ sich wieder in seinen Sessel sinken und wartete still. Nelda nahm sich zusammen, trocknete hastig ihre Augen und sagte:„Verzeihen Sie... ich möchte jetzt wirklich gehen. „Wollen Sie mir nicht von Ihrer Mutter sprechen?“ Nelda schüttelte erst heftig den Kopf, schien sich dann aber anders zu besinnen. Sie warf wieder einen ihrer Nummer 346 17. Dezember Roosevelt im Karabischen Nieer Fortsetzung von der 1. Seite nur die geringste Autorität auf seinen Territorium einzuräumen. Die Parole der herrschenden mexikanischen Partei, aus der der kürzlich zurück getretene Präsident Cardenas hervorgegangen und der auch der neue Präsident Avila Camacho an. gehört, lautet: Mexiko den Mexikanern! Jede Bevormundung durch den„großen Bruder“ im Norden wird energisch zurückgewiesen. Und daß Mexiko sich nicht scheut, in diesem Sinne auch sehr energische Maß. nahmen zu ergreifen, hat die letzte Vergangenheit zur Genüge bewiesen. Das Dekret des Präsidenten Cardenas vom 12. März 1938 enteignete durch einen Federstrich die nordameri. kanischen Petroleummagnaten, die viele hundert Millionen Dollar in die mexikanischen Olfelder investiert hatten. Allein das Pojo=Rico=Feld an der Faja de Oro, das den Amerikanern gehörte, lieferte mehr als ein Drittel der gesamten Petroleumförderung Mexikos. Auch das Nordrevier bei Thampico, das sog. Pnucorevier, befand sich in den Händen amerikanischer Kapitalisten. Nur 5,7 Prozent des in die mexikanische Petroleumindustrie investierten Kapitals gehörte Mexikanern. Das Enteignungsdekret des Präsidenten Cardenas, durch das die Yankee=Herrschaft im Land gebrochen wurde, löste eine unbeschreibliche Begeisterung aus. Die Protestnoten Washingtons gegen die Enteignung, die natürlich nicht ausblieben, waren ohne Erfolg. Auch die wirtschaftlichen Gegenmaßnahmen, die in Nord. amerika beschlossen wurden, z. B. das Einstellen der Silberkäufe, konnten am Entschluß Mexikos nichts ändern. Die Enteignung der amerikanischen Petroleummagnaten und Großgrundbesitzer wurde aufrechterhalten. Roosevelt befand sich vor der Alternative, entweder Gewalt anzuwenden und dadurch seiner panamerikanischen Politik untreu zu werden oder aber auf diplomatischem Wege irgendeine Formel zu finden, durch die ein Bruch mit Mexiko vermieden wurde. Wohl oder übel zog man es in Washington vor, einen modus videndi zu finden, durch den einigermaßen normale Beziehungen zwischen den beiden Nachbarstaaten wiederhergestellt wurden. Aber das Verhältnis zu Mexiko verträgt keine übermäßige Belastung. Man ist in Mexiko sehr empfindlich und lehnt alles ab, was irgendwie nach einer Bevormundung durch Washington aussehen könnte. Dadurch entsteht auch eine gewisse Lücke in dem von Roosevelt erstrebten Sicherheitsgürtel um den amerikanischen Kontinent. Präsident Cardenas hat am 1. Dezember seinem Nachfolger Avila Camacho seinen Platz geräumt. Man glaubt in den Vereinigten Staaten, in dem neuen Präsidenten einen gefügigeren Partner als in seinem Vorgänger zu finden. Jedenfalls hat man die Wahl Camachos mit großer Befriedigung ausgenommen, aber bisher hat sich in der Einstellung Mexikos nichts geändert und Washington darf sich keinen voreiligen Illusionen hingeben. Präsident Roosevelt will auf seiner Rundreise durch das Karibische Meer mit den Gouverneuren der britischen Kolonien und Inseln in jenen Breiten zusammentreffen und mit ihnen die Einzelheiten über die Gründung der Stützpunkte besprechen. Der Herzog von Windsor, Gouverneur der Bahamainseln, hat bereits den Präsidenten besucht und mit ihm eine längere Unterredung gehabt. Alles das sind Beweise der britischen Hörigkeit den Vereinigten Staaten gegenüber. Die Rundreise Roosevelts bestätigt das Ende der britischen Herrschaft auf der westlichen Halbkugel der Erde. In Kürze Der Reichsführer 1; Heinrich Himmler besichtigle in Begleitung des Chefs des persönlichen Stabes des Reichsführers F.-Gruppenführer Wolff, die in Holland liegenden Einheiten der Waffen- und sprach in Apeldoorn vor dem Führerkorps. Reichsarbeitsführer Konstankin Hierl beendese Montag seine Fahrt nach dem Westen. Im Verlauf der Besichtigung fanden Besprechungen mit den Generelfeldmarschällen Sperrie und Kesselring statt. Der ungarische Kultusminister Dr. Balint Homan traf am Montag früh aus Berlin kommend in München ein. Im Laufe des Vormitlags besichligte der Minister die Ausstellung im Hause der Deutschen Kunst. Für die in drei Tagen stattfindende sinnische Präsidentenwahl ist bisher noch keine entscheidende Klärung für einen der Kandidalen erfolgt. Die verschiedenen Parleigruppen halten noch Besprechungen ab. Verlag: Westfälische Tagrszeitung G. m. b.., Münster(Westl.). Verlagsleiter: Erich Frintrop(z. 2t. im Felde), 1. V. Artbur Petsch. Hauptschriftleiter: Dr. Anion Eickhofl(z. Zt. im Felde): Stellvertreter: Karl Kuhl. Verantwortliche Schriftleiter: Politik: Karl Kuhl: Politische Nachrichten und Vermischtes: Dr. Eugen Wagner: Bewegung und Provinz: Mar Hiemisch(z. 2t. im Felde), 1. V. August Hollweg: Volkstum. Kunst und Unterhaltung: Wilhelm Vernekchl: Stadtanzeiger: Peter Jurascheck: Kommunalpolitik: Otto Peffer (z. Zt. im Felde): Sport: Allred Strobei(z. Zt. im Felde). I. V. Peter Jurascheck: Bezirksausgaben und Bildberichterstattung: Clemens Hülsbusch: Anzeisenleiter: Horst Enters (z. Zt. Wehrmacht), I. V. Hans Wolfmaler. Sämtlich in Münster. Druck: Aschendorfische Buchdruckerei. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 1 vom 1. Juli 1940 gültig. schnellen prüfenden Blicke auf Ballarin.—„Gut, wenn Sie es wünschen"... Sie waren so freundlich zu mir... Es ist ja auch kein Geheimnis; jedermann in San Pietro weiß es und auch viele Leute in Venedig... Ich möchte nicht, daß Sie glauben, ich hätte mich meiner Mutter zu schämen; sie selbst hat zu mir über alles offen gesprochen. Zu schämen haben sich andere.“ Ballarin fühlte, daß er nun endlich die Wahrheit zu bekennen hatte— daß er dieses feige Versteckspiel nicht weiter treiben durfte; aber die Kehle war ihm wie zu: geschnürt. Und Nelda begann auch schon ohne weiteres Zögern, ihre Erzählung. Sie hatte sich jetzt wieder gan in der Gewalt. Nichts von Pathos klang aus ihren Worten. Sie berichtete schnell, kurz und sachlich: „Meine Mutter war das einzige Kind von Fischersleuten auf Pelestrina. Mein Großvater nahm sie manch mal mit. wenn er mit seinem Segelboot nach Venedig hinüberfahren mußte. Bei einer solchen Gelegenheit wurde sie einmal am Zattere von einem Maler gesehen. Sie war damals achtzehn Jahre alt und muß sehr schon gewesen sein. Der Maler sprach die beiden an, erzählte, daß er aus Florenz käme und in Venedig ein Bild malen hätte, das als Vorlage für ein großes Mosaik dienen sollte; er wäre seit Tagen vergeblich auf der Suche nach einem geeigneten Modell und meine Mutter wäre gerade das Modell, das er brauchte. Mein Groß“ vater wollte erst nichts davon wissen, aber da der Malet einen sehr guten Preis bot, wurde die Sache schließlich doch abgemacht. Zwei Wochen lang fuhren nun meine Mutter und meine Großmutter jeden Morgen mit dem Dampfer nach Venedig hinüber zu dem Maler. waren der Maler und meine Mutter eine Minute allein im Atelier. Aber sie hatten sich ineinander verliebt und sich durch Blicke, heimlich zugesteckte Zettelchen und hun dert andere Mittel verständigt. Als das Bild und abgeliefert war, fuhr der Maler nach hinüber, verabschiedete sich von den Eltern meiner Mitt“ ter und sagte, er ginge nun wieder nach Florenz zurückIn Wirklichkeit aber zog er in ein kleines Häuschen a der Südspitze der Insel Malamocco. Und nun er jede Nacht die kurze Strecke nach Pellestrina hinüder und traf sich heimlich mit meiner Mutter am Strand. Er sagte ihr, daß er sie bald heiraten würde. Sie war sehr glücklich, denn sie liebte ihn sehr. Das Glück dauet nur wenige Wochen; dann mußte er nach Florenz zurücEr hatte meiner Mutter versprochen, ihr über die Adres einer Freundin zu schreiben. Sein erster Brief war Abschiedsbrief. Er bat meine Mutter, ihm zu verzeihen. daß er sie getäuscht hätte: er hatte in Florenz Frau, Kinder. In welchen Umständen er meine Mutter zurg gelassen hatte, wußte er wohl nicht— und sie weniger. (Zortsetzung folgt) Die Mareia funebre Ende. Nach einer sehr letzten Töne im Ohr zum Scherzo ein. Die Pause ist zu ku er möchte es noch sein Hörer schon wieder mit das Licht scheint zu schr weißen Linien, die dar eine graue Unendlichkei Orchester. Sonderbar nur, La auf, er hat jene versu itn in der ersten Stun eine Erinnerung, aufe Pause zwischen Marcia ihn noch immer. Was zählen? Er sucht wie un übergebeugt, von der Abwehrbewegung ist es Aber jetzt weiß er in ihm aus der Erinn Schau, die ihn oft bei gleichen Pause geschah Sinfonie— dreißig Ja hat er arge Augenblicke Verlegen macht es ihn, in frühen Jahren, sieh Kaufmann von drüben Stadt zu Besuch. Und über die Ohren verlieb Gespräch soll Gewißhe irgendeine Hoffnung vo er wirbt, wieder nach d der Dampfer gehen. Da hat er in Erfa Tochter das Konzert be ihnen am Eingang zu b her?“ hat das Mädche Brummbär von Vater klang fast nach Aufruh nach einer Forderung: fahren. Und ihn mahnt zeitig da, begleite uns noch mehr darin liegen in jener älterlichen Zeit auf lange Sicht, ein h sehen uns nach dem Kor Der Referendar La unten im Konzertsaal eine Karte hoch oben e Konzert mitanhören zu gang, konnte über Mi andern Dingen redete. Beethovens Dritte u viel zu lang, schien ihm funebre und Scherzo u ruhig; ihm fiel ein, daß Hut und Mantel kümm um die Zeit abzumess Finale richtig nach dra wäre es gewesen, er h führung gestanden, mu Verleihung der In der Erzgeb den dieser Tag die Staatsvrei kunst verliehen Wenn es im Er selbst in der ärmlich und Schaffen. Holzs nen rüsten sich dann Kunst vor die Oeffen werbszweige, die nel nerei und Weberei d Landes bilden, sind Die Holzschnitzkunst der heimatlichen Um Bauern. Tiere oder gebirgischen Sagenkri nati lich noch anscha Soldatenleben. Au vielen deutschen Grof hat sich die bodenstä stets ehrenvoll behau Bereits im Jahr Uttmann die Spitzen führt. Diese gebürtig tin eines Bergherrn Lebenskreise unendli Spitzenklöppeln will von einer um ihres mat vertriebenen. Bi brachte diese Kunst gebirglerinnen bei. bara Uttmann, die berg im Alter von tigen Friedhof ein Die tier „Potzdonnerblitz“, Beil fallen und kramt aus dem Sack.„Au sich fast den Finger blitzsaubere Haus, de mannssiedlung im T Küchentür mit Schwe einmal wieder, wie kleinsten Harters gefr „Da bin ich ja paar Griffen hatte si „Vielen Dank“, fast Wickel schaffen zu ge „Er begleitete „Aber ich hol“ mir m Ihnen“, sagte sie. Gerade hielt ein sportliches, frisches M „Heil Hitler! Lie Haus Nr. 19?“ Schr des eingezogenen Ar wohl der Herr Vertre „Hier ist Nr. 31 „wenn es Ihnen gelin Seite weiterzuzählen, den. Dies rät die Ko Die beiden junge froh an. „Dr. Hall!“ stellte „leider zur militärisch ureil: „Leider“, gab Se auch nicht in einem J Pzen, freut!“ ries der fuhr ihr davon. Drinnen im Berg seiner Frau:„Ein sein treu, so hilfsbereit, so „Dank schön für sie auch so einen nette Klein=Dieter hatte Wieder stand Schwest mal sorgenvoller als auf alle Fälle den Ar„Aber Sie sind de „Lange nicht genu Venschenleben zu trag wickel, währenddessen Berre 1— MFA Mikrotilmaschit der deutschsprachigen Presse.V. 17. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Niuramer 346 Snide Shteile Erzählung von Hans Friedrich Blunck Die Mareia funehre aus Beethovens Dritter ist zu Ende. Nach einer sehr kurzen Pause, kaum daß man die letzten Töne im Ohr verloren hat, setzt das Orchester zum Scherzo ein. Die Pause ist zu kurz, denkt Landmann unbehaglich, er möchte es noch seiner Frau zuflüstern, da sind die Hörer schon wieder mitten in der Gewalt der Eroica. Das Licht scheint zu schwingen, die Decke und die großen weißen Linien, die darüber hinlausen, entschwinden in eine graue Unendlichkeit, hoch, unendlich hoch über dem Orchester. Sonderbar nur, Landmann geht nicht mehr darin auf, er hat jene versunkene Stimmung verloren, die ihn in der ersten Stunde des Konzerts gefangen hielt. Eine Erinnerung, aufgesprungen in der allzu kurzen Pause zwischen Marcia funebre und Scherzo, bedrängt ihn noch immer. Was wollte er eben seiner Frau erzählen? Er sucht wie ungewollt ihre Hand, die sie, vornübergebeugt, von der Lehne herabhängen läßt. Eine Abwehrbewegung ist es oder—— Aber jetzt weiß er Bescheid. Auf einmal taucht es in ihm aus der Erinnerung auf, in jener hellsichtigen Schau, die ihn oft bei guter Musik ergreift: In der gleichen Pause geschah es einmal,— Pause der Dritten Sinfonie— dreißig Jahre wird es zurückliegen,— da hat er arge Augenblicke bei diesem Scherzo ausgestanden. Verlegen macht es ihn, aber plötzlich sieht er sich wieder in frühen Jahren, sieht er sich als Referendar. Ein Kaufmann von drüben mit seiner Tochter ist in der Stadt zu Besuch. Und der junge Dr. Landmann ist bis über die Ohren verliebt in das Mädchen. Ein letztes Gespräch soll Gewißheit geben, er muß einen Wink, irgendeine Hoffnung von ihr haben, bevor sie, um die er wirbt, wieder nach drüben fährt,— anderntags soll der Dampfer gehen. Da hat er in Erfahrung gebracht, daß Vater und Tochter das Konzert besuchen, es ist ihm sogar geglückt, ihnen am Eingang zu begegnen.„Wir sehen uns nachher?“ hat das Mädchen bedeutungsvoll gefragt. Der Brummbär von Vater hat mißtrauisch aufgeschaut. Es klang fast nach Aufruhr, wie sein Kind es sagte, oder nach einer Forderung: ich will diesen sehen, bevor wir fahren. Und ihn mahnte sie: richte es so ein, sei rechtzeitig da, begleite uns nachher heim! Wer weiß, was noch mehr darin liegen wollte. Man wog die Worte in jener älterlichen Zeit, es war fast ein Einvernehmen auf lange Sicht, ein halbes Zugeständnis, dies:„Wir sehen uns nach dem Konzert!" Der Referendar Landmann hatte nicht das Geld, unten im Konzertsaal zu sitzen, er war froh, daß er eine Karte hoch oben erstanden hatte, er war froh, das Konzert mitanhören zu können. Man hatte einen Uebergang, konnte über Musik sprechen, bevor, man von andern Dingen redete. Beethovens Dritte war es, genau wie heute. Lang, viel zu lang, schien ihm das Konzert. Zwischen Marcia funebre und Scherzo wurde der Erwartungsvolle unruhig; ihm fiel ein, daß er sich in der letzten Pause um Hut und Mantel kümmern müsse. Er prüfte die Pause, um die Zeit abzumessen und zwischen Scherzo und Finale richtig nach draußen zu kommen. Noch besser wäre es gewesen, er hätte während der ganzen Aufführung gestanden, mußte er doch unten sein, wenn Vater und Tochter die Halle verließen, mußte er sich doch wie zufällig anschließen, die beiden heimbegleiten.— Die vorletzte Pause war nur kurz gewesen, siebzehn Sitze lagen zwischen Landmann und dem Ausgang. In Verzweiflung wartete er auf das Ende des Scherzos, auf die letzte Unterbrechung vorm Finale. In diesem Augenblick, nach dreißig Jahren, fuhlte er wieder die Besessenheit jenes Wartens. Wenn er zwischen Scherzo und Finale nicht nach draußen kam, würde er der Letzte an der Kleiderausgabe sein, würde er niemals Herta und ihren Vater erreichen. Gleich würde er aufspringen müssen— immer hatte er sonst über die Frühaufsteher seinen ganzen Zorn ausgegossen. Dies eine Mal mußte es sein, eine Wendung in seinem Leben konnte davon abhängen, er wollte— mußte rechtzeitig in der Halle sein! Und plötzlich war es soweit, war das Scherzo zu Ende. Bewußt, etwas Unerhörtes zu tun, sprang er auf, bat, ihm Platz zu machen, kam, unter murmelnder Entrüstung, sechs bis sieben Plätze weiter, noch einen achten, einen neunten,— eine dicke Frau, die ihn anstarrt,— nach dreißig Jahren sieht er sie vor sich. Da setzt rasend rasch das Finale ein. Ein Mann beugt sich vor, unbekümmert um seine flehende Vitte, ihn vorüberzulassen. Der Mann beugt sich mit breitem Rücken vor, die Ellenbogen auf die vorderen Stuhlreihen gestützt. Er will wohl zeigen— genau wie der Drängende sonst selber empfindet,— will zeigen, daß es unerhört ist, in der letzten Pause nach der Kleiderabgabe zu stürzen. Er tut, als hörte er keine flüsternde Bitte, als spürte er das Drängen nicht. Er ist ein grober, aber ehrlicher Kerl, er will diesen jungen Burschen erziehen, will ihm zeigen, was es auf sich hat, vorm Finale der Eroica nach draußen zu stürzen. Landmann nickt. Er ist wieder in der Gegenwart, er hat die Pause verträumt, das Finale hat wieder eingesetzt. Er kostet noch einmal, wie damals, die Bitterkeit, mitten in einer Reihe stehen zu müssen, von Empörung, Entrüstung und Schadenfreude umgeben, er erlebt bis ins einzelne die Qual, etwas Schicksalbedeutendes zu versäumen, er erlebt den Augenblick, wo er nach langem Kampf um Hut und Mantel in der Halle vergeblich umherirrt,— zu spät gekommen. Vorüber! Herta und ihr Vater sind fort, sie werden sich nach ihm umgeschaut haben, er war nicht da. Landmann sah das Mädchen nicht mehr. Ihr Dampfer ging in der Frühe, ein Brief folgte ihm, der nicht beantwortet wurde. Es dauerte Jahre, bis er seine erste Neigung ganz verwunden hatte, bis er—— „Du träumst“, sagt seine Frau plötzlich,„woran denkst du nur.“ Sie steht neben ihm und klatscht. Landmann springt auf und bewegt die Hände. Wer weiß, denkt er, wie es gekommen wäre, wenn damals die Paufe länger gedauert, hätte man ihn durchgelassen, hätte er Herta noch gesprochen. Die Frau wendet sich zu ihm und meint, mit einer Kopfbewegung zum Kapellmeister, der sich verneigt: „Er macht die Pausen zu kurz, findest du nicht? Man hat das letzte Motiv noch nicht verloren, da setzt schon das nächste ein.“ „Nun ja, die Pausen sind etwas kurz, so war es schon immer". Die Frau versteht ihn nicht, er muß lachend nach ihrer Hand greifen und drückt sie, ein wenig zärtlich. „Was meinst du nur?“ fragt sie erstaunt. „Wären die Pausen nicht so kurz—— ach, nichts!“ Rragers Kump, mit dem Büssel Kleine Bilder aus dem Leben des Burenpräsidenten Ohm Krüger, dessen zäher heldenhafter Kampf gegen den englischen Machthunger heute noch nach vierzig Jahren jedem Deutschen bekannt ist, hat auch abseits der großen Politik Mut, Ausdauer, hartnäckige Energie und nicht zuletzt ein tiefes Mitgefühl bewiesen. Englische Hetze hat es verstanden, diese Charakterzüge zu verschweigen oder gar umzudeuten, so daß die folgenden Episoden aus der Erinnerung alter Südafrikaner es verdienen, der Vergessenheit entrissen zu werden. Der Hieb gegen den Löwen Paulus Krüger, dessen Vorfahren aus einem kleinen Dorf in der Altmark zwischen Stendal und Salzwedel stammen, war in seiner Jugendzeit Viehhirte bei seinem Vater. Die Buren, die draußen im Feld ein hartes Leben führten, unterhielten mit den benachbarten Hottentottenstämmen meist ein freundliches Verhältnis. So kam es eines Tages dazu, daß die auf dem väterlichen Anwesen arbeitenden Schwarzen mit dem Jungen einen Wettlauf vereinbarten. Der Lauf sollte sich über 40 Kilometer erstrecken. Die Aussichten des jungen Buren waren nicht rosig, denn die Schwarzen galten als ausdauernde Läufer, da Frleruerneranst imn Erzgeeirge Verleihung der Staatspreise durch Gauleiter Mutschmann begründete die Spitzenklöppelei - Barbara Uttmann In der Erzgebirgsstadt Schwarzenberg wurden dieser Tage durch Gauleiter Mutschmann die Staatsvreise für sächsische Feierabendkunst verliehen. Wenn es im Erzgebirge weihnachtet, beginnt selbst in der ärmlichsten Hütte ein eifriges Planen und Schaffen. Holzschnitzer und Spitzenklövvlerinnen rüsten sich dann, mit den Erzeugnissen ihrer Kunst vor die Oeffentlichkeit zu treten. Beide Erwerbszweige, die neben dem Bergbau sowie Spinnerei und Weberei das wirtschaftliche Rückgrat des Landes bilden, sind dort von alters her zu Hause. Die Holzschnitzkunst wählt ihre Motive meist aus der heimatlichen Umwelt und bevorzugt daher Bauern. Tiere oder Märchengestalten aus dem erzgebirgischen Sagenkreis. Im Kriege kommen dazu nati lich noch anschauliche Darstellungen aus dem Soldatenleben. Auf Handwerksausstellungen in vielen deutschen Großstädten, vor allem in Berlin. hat sich die bodenständige sächsische Holzschnitzkunst stets ehrenvoll behauptet. Bereits im Jahre 1541 wurde durch Barbara Uttmann die Spitzenklöppelei im Erzgebirge eingeführt. Diese gebürtige Nürnbergerin war die Gattin eines Bergherrn zu Annaberg. die in ihrem Lebenskreise unendlich viel Gutes getan hat. Das Spitzenklöppeln will die menschenfreundliche Frau von einer um ihres Glaubens willen aus der Heimat vertriebenen Brabanterin erlernt haben und brachte diese Kunst dann selbst den armen Erzgebirglerinnen bei. Im Jahre 1834 hat man Barbara Uttmann, die am 14. Januar 1575 zu Annaberg im Alter von 61 Jahren starb. auf dem dortigen Friedhof ein Denkmal und 1886 auf dem Marktplatz außerdem ein Brunnenstandbild errichtet. Vor einem halben Jahrhundert gab es im Erzgebirge bereits über zwanzig Spitzenklöppelschulen, während sich deren Zahl heute auf annähernd vierzig beläuft. Auf der Triennale in Mailand wurde eine der sächsischen Meisterklöpplerinnen sogar mit der großen silbernen Medaille ausgejeichnet. Ein eindrucksvoller neuer Beweis für die Kunstfertigkeit der Erzgebirglerinnen, die sich im Laufe von vier Jahrhunderten zu ihrer heutigen Vollkommenheit entwickelt hat! In den vierzehn Jahren des Niedergangs. die dem Weltkrieg folgten, schienen Holzschnitzkunst und Spitzenklövvelei im Erzgebirge dem Untergang geweiht. Wo man diese Erwerbszweige überhaupt noch antraf. handelte es sich um ausgesprochene Notstandsgebiete. Auch nach der Machtergreifung durch den Nationalsozialismus konnten Holzschnitzkunst und Spitzenklöppelei nicht sofort neubelebt werden. Dies geschah erst dann. als durch den Reichsstatthalter Gauleiter Mutschmann das Heimatwerk Sachsen begründet wurde, aus dem die erzgebirgische Feierabendkunst starke Aufstiegskräfte schöpfen konnte. Die NS=Frauenschaft und der BDM setzten sich nun für die Verbreitung des Klövvelns und die Veredelung der Spitzenmuster ein: die DAF sorgte für Schulungsmöglichkeiten und die Organisation des Absatzes. Alljährlich gegen Weihnachten winkt den fleißigen Schnitzern und Klöpplern der Lohn für ihre Arbeit und großen Mühen. Aus der Hand ihres Gauleiters können die Besten unter ihnen die Staatspreise in Empfang nehmen, die ihnen ein Ansporn für weiteres Streben und Schaffen sind. Die liebe Konkurrenz „Potzdonnerblitz“, maulte Arnulf Harter, ließ das Beil fallen und kramte mit der einen Hand sein Nastuch aus dem Sack.„Ausgerechnet beim letzten Holzscheit sich fast den Finger abhacken.“ Sprang in das kleine, blitzsaubere Haus, das sich als letztes an die Bergmannssiedlung im Tal anreihte, und prallte vor der Küchentür mit Schwester Liesel zusammen, die gerade einmal wieder, wie so oft, nach dem Befinden des kleinsten Harters gefragt hatte. „Da bin ich ja gerade recht", lachte sie. Mit ein paar Griffen hatte sie einen seinen Verband umgelegt. „Vielen Dank“, fast schade, mit seinem schönen sauberen Wickel schaffen zu gehen.“ „Er begleitete Schwefter Liesel ans Gartentor. „Aber ich hol“ mir mal ein Sträußle Strohblumen bei Ihnen“, sagte sie. Gerade hielt ein Auto vor dem Haus, schaute ein sportliches, frisches Männergesicht aus dem Fenster: „Heil Hitler! Liebe Konkurrenz, wo ist denn hier Haus Nr. 19?“ Schwester Liesel erkannte den Wagen des eingezogenen Arztes dieses Bezirks und wußte: wohl der Herr Vertreter. „Hier ist Nr. 31“, erklärte sie recht umständlich, „wenn es Ihnen gelingen sollte, sechs Häuser auf dieser Seite weiterzuzählen, könnten Sie wohl das Ziel finden. Dies rät die Konkurrenz!“ Die beiden jungen Menschen lachen sich frei und froh an. „Dr. Hall!“ stellte sich der junge Mann noch vor, „leider zur militärischen Dienstzeit in der Heimat verurteilt.“ „Leider“, gab Schwester Liesel zurück.„din ich jo auch nicht in einem Feldlazarett...“„Was mich hingegen, freut!“ rief der junge Arzt, und gab Gas und führ ihr davon. Drinnen im Bergmannshaus sagte der Arnulf zu leiner Frau:„Ein seiner Kerl, die Schwester Liesel. So treu, so hilfsbereit, so geschickt— fast wie du, Hertha!“ „Dank schön für das Kompliment, hoffentlich kriegt ste auch so einen netten Mann, wie ich einen habe!“ Klein=Dieter hatte sich eine dumme Erkältung geholt. Wieder stand Schwester Liesel an seinem Bettle, diesmal sorgenvoller als vor ein paar Tagen.„Wir holen auf alle Fälle den Arzt!“ „Aber Sie sind doch so gewandt und geübt!“ „Lange nicht genug, um die Verantwortung für ein Menschenleben zu tragen! Ich mache jetzt einen Brustwickel, währenddessen Sie telephonieren gehen, nicht Maier=Tillessen Es dauerte nicht lange, betrat Dr. Hall die Wohnung und schien besonders erfreut, als er Schwester Liesel bei dem kleinen Patienten sah.„Besser versorgt kann Ihr Büble nicht sein, als bei Schwester Liesel", sagte er der besorgten Mutter. „Woher wissen Sie das?“ fragte die Schwester. „Das fühle ich.“ Gottseidank war keine Gefahr, nur Vorsicht geboten. „Auf alle Fälle bleibe ich zur Nacht da“, meinte Schwester Liesel und der Arzt nickte zustimmend. Wohlgefällig beschaute er das liebevoll eingerichtete Heim, die Blumen auf dem Tisch, die gemütliche Sitzecke.„Ja, so ein eigenes Heim haben, ist halt schöner als möblierter Herr spielen.“ „Sind Sie nicht verheiratet?“ fragte Frau Harter. „Noch nicht“, entgegnete er fröhlich,„aber ich hätte Mordslust dazu, wenn ich die richtige Arztfrau fände. „Dabei schaute er Schwester Liesel so fest und frank an, daß die sich ganz tief über Dieterles Bett beugte und ablenkend sagte:„Ich glaub', er schläft sich gesund!“ Noch zwei=, dreimal trafen sich die beiden am Bette des kleinen Jungen und jedesmal wurden ihre Worte zueinander herzlicher. Frau Harter sagte abends zu ihrem Mann:„Ich glaub’, unser Doktor kriegt mal'ne patente. Frau.“„Und unser Dieterle war dann Heiratsstifter“, fügte der bei. Schon am nächsten Morgen ging es wie ein Laufseuer durch die Siedlung:„Unsre. NS=Schwester ist abkommandiert in ein Feldlazarett! Schade, schade— aber sie kommt uns ja wieder!“. Ganz bei Nr. 1 mußte sie anfangen, sich in Eile zu verabschieden, anders tat es sich nicht. Ueberall gab es Blumen, kleine Ueberraschungen, gute, herzliche Dankesworte zum Geleit. Endlich war sie im letzten Haus angelangt. Hier war sie fast am liebsten, denn das Hartersche Dieterle war ihr besonders ans Herz gewachsen.„Fein, daß ich noch hab' helfen können, ihn gesund zu kurieren.. Gelt— Frau Harter, grüßen Sie doch bitte Herrn Dr. Hall, wenn er heute noch mal hereinschaut. Ich weiß ihn nirgends zu erreichen.“ „Tut Lut“, tönte es kurz vor dem Haus. Mit eilenden Schritten kam der junge Arzt über den Gartenweg. Hatte einen großen Strauß in der Hand.„Ich weiß schon alles liebe Konkurrenz“, sagte er beim Eintreten, „und ich bringe auch eine Neuigkeit: mit dem=UhrZug geht es heute nachmittag auch mit mir frontwärts!“ „Ich hole Ihnen schneil den lange versprochenen Strohblumenstrauß“, unterbrach Frau Harter, und ging hinaus. sie das Wild auf der Jagd oft stundenlang verfolgten. Siegesgewiß traten die Neger an. Der junge Krüger nahm sogar noch die Flinte mit, da der Busch von gefährlichem Großwild wimmelte. Schon nach kurzer Zeit war der Weiße den mitlaufenden Schwarzen weit vorweg geeilt. Er ließ sich auch in der Folge den immer größer werdenden Vorsprung nicht nehmen. Mitten im Lauf stand der junge Bure plötzlich vor einem aufgetauchten Löwen, der zunächst ebenso verdutzt wie der Läuser war. Krügers Schuß fehlte das gefahrliche Tier. Zum Laden war keine Zeit mehr. Der Löwe setzte zum Sprung an, mit gewaltigem Satz schnellte er vor und kam dicht vor dem Jäger wieder zu Boden. Krüger drehte in seiner Not die Flinte um und schlug den Löwen mit dem Kolben zwischen die Lichter. Das war gewiß gewagt, aber es war tatsächlich die letzte Möglichkeit, einem hoffnungslosen Zweikampf vielleicht noch zu entgehen. Krügers Mut rettete ihn! Der Löwe sprang verdutzt zurück und entfernte sich schnell. Ohne sich weiter um das Tier zu kümmern, setzte der Junge seinen Lauf fort und gewann ihn mit weitem Vorsprung vor den viel später ankommenden Negern. Als er des Abends dem Vater stolz den durch den Lauf gewonnenen Preis zeigte, bekam er an Stelle eines Lobes nur eine mächtige Ohrseige. Der Vater ahnte dabei noch nicht, in welcher Gefahr sich sein Sohn befunden hatte. Triumph des Feldkornetis# Noch heute werden in Südafrika unter alten Buren viele Jagdgeschichten Krügers erzählt. Eines Tages befand sich der Feldkornett Krüger auf Büffeljagd und wurde von einem verwundeten Büffel angenommen. Nachdem das rasende Tier durch eine weitere Kugel abermals verwundet in die Flucht gejagt war, setzte Krüger mit seinem Pferd hinter dem gefährlichen Wild her. Ehe er sich's versah, stürzte er kopfüber in eine tiefe Moraststelle. Schon im Sturz bemerkte er mit Entsetzen, daß auch der schwerverwundete Büffel in der gleichen Suhle Zuflucht gesucht hatte. Es schien zu einem erbitterten Zweikampf mitten im Morast zu kommen, dessen Ausgang zweifelhaft sein konnte. Krüger packte mit beiden Fäusten in Sekundenschnelle die mächtigen Hörner des Büffels und preßte den Kopf des Tieres tief in den Schlamm hinein. Mehrmals schien der Büffel die Oberhand zu bekommen, allein nach einem fast halbstündigen Kampf ermattete das verwundete Tier, und Krüger ließ nicht eher los, bis das Tier in der Suhle ertrunken war. Dann schwanden ihm die Sinne. Andere Jäger, die schon über das lange Ausbleiben beunruhigt waren, fanden den Kornett bewußtlos neben dem Sumpfloch. Das auf so seltsame Weise erlegte Tier wurde im Triumph nach Krügersdorp gebracht. Unterredung mit einem Lord Nicht nur auf der Jagd, sondern auch im Umgang mit ausländischen Gästen bewies Krüger persönlichen Mut. In den ersten Monaten seiner Präsidentschaft erhielt er in Pretoria den Besuch eines englischen Lords. Ohm Krüger rauchte wie stets seine geliebte Pfeise und ließ sich durch das anmaßende Wesen des Engländers in keiner Weise aus der Fassung bringen. Das schockierte den Vertreter Albions sehr.„Sagen Sie, bitte, dem Präsidenten“, befahl er dem Dolmetscher, „daß ich lange Jahre Mitglied des Oberhauses war!“ „Nun gehen unsere Wege vielleicht weit auseinander“, meinte Schwester Liesel aufblickend. „Aber nur auf kurze Zeit und nur äußerlich“, antwortete der junge Arzt und trat auf sie zu.„Kameraden der Heimat werden jetzt Kameraden der Front, nicht wahr? Und wenn der Krieg herum ist, Schwester Liesel, wie wäre es dann mit der Kameradschaft fürs Leben?“ „Wie schön, wie schön“, entgegnete sie und streckte ihm ihre Hände zu,„aber könnten wir dann hierher ziehen, ich hab' meinen Bergleuten versprochen, wiederzukommen!“ „Auf diese Bedingung gehe ich mit Freuden ein.“ Fest hielten sich die belden an den Händen, als Frau Harter mit einem wunderschönen Strauß das Zimmer betrat. „Wünschen Sie uns nur gleich viel, viel Glück“, lachten sie ihr entgegen.„Unsere feierliche Verlobung Dorfschuljugend hört eine Rede des Reichsernährungsministers an. Auch in den Dorfschulen wird der Rundfunk als neuzeitliches Erziehungsmittel häufig in Anwendung gebracht. Die Dorfjugend hört am Rundfunk eine Ministerrede an, die dann nachfolgend vom Lehrer eingehend besprochen und erläutert wird.(Scherl-.) Der Präsident nahm das zur Kenntnis, rührte sich aber nicht um einen Zoll. Dichte Tabakswolken umzogen sein Haupt. „Vielleicht interessiert es den Präsidenten", begann der Engländer wieder,„daß ich ein Freund des Herrn Cecil Rhodes bin!“ Ohm Krüger ließ das vollkommen kalt. Er betrachtete den Engländer ungeniert mit fast fröhlicher Miene. Der Engländer war empört.„Bitte, teilen Sie dem Präsidenten mit, daß ich vor Jahren Vizekönig von Indien war!" Jetzt öffnete Ohm Krüger behäbig den Mund.„Und sagen Sie dem ehrenwerten Lord, daß ich früher einmal Viehhirte und mein Vater Bauer war!“ Kein Wort weiter. Der Besucher empfahl sich kurz darauf. Tante Sanna Fast ebenso volkstümlich wie Ohm Krieger war seine wackere Frau, die bei den Buren nur Tante Sanna genannt wurde. Sie blieb auch als Frau des Präsidenten das, was sie vorher gewesen: die einfache schlichte Frau aus dem Volke. Buntes Weltgeschehen Als Krüger um sie freite(seine erste Frau stard ebenso wie sein erster Sohn in jungen Jahren), bemerkte sie zu seiner ehrlichen Werbung:„Ich kann backen, kochen, nähen, stricken und waschen!" Das war alles. Aber für die Buren war das nicht wenig. Sie brauchten im Feld eine Frau, die Hand anlegte und mitschaffte. Später als Frau des Präsidenten besorgte Tante Sanna weiter die Küche. Und wenn ihr Mann des Morgens um fünf Uhr aufstand, ließ sie es sich nicht nehmen, ihm den Kaffee selbst zu bereiten. Die Küche war ihr Reich, wenn sie auch in den wichtigsten Entscheidungen stets von ihrem Man befragt wurde. Eines Tages kam man in Pretorio überein, dem Präsidenten ein Denkmal zu setzen. Wie konnte er anders dargestellt werden, als mit seinem Zylinder in der Hand und im schlichten Gehrock mit Latzhosen! Man zeigte dem Präsidentenehepaar ein Modell des Denkmals. Es sand Billigung. Nur Tante Sanna hatte einen Wunsch:„Wenn der Zylindei geformt wird", bat sie,„dann muß aber der Hut so gehalten werden, daß später das Regenwasser darin stehen bleibt, damit die Vögel daraus trinken können!“ Also geschah es! Dr. Hans Sieen Letreiherzei sind leuter gewörden Südafrika wird vom Kriege zwar wenig berührt, aber der Betrieb von Löwenjagden ist doch eingestellt worden. Das bedeutet einen Einnahmeverlust für eine ganze Gruppe geschäftstüchtiger Einwohner von Kapstadt. die für reiche Fremde — meist Amerikaner— Löwenjagden arrangierten und dabei recht gut verdienten. Der Einzige. der aus dem Verbot vorläufig noch Gewinn zieht, ist der Löwenherz=Konservator. Das ist ein Mann. der schon seit Jahren sich von den Gehilfen der Löwenjäger die Herzen der erlegten Löwen— natürlich gegen Entgelt— geben läßt und sie dann in großen spiritusgefüllten Gläsern konserviert. Er spekulierte ganz richtig auf die Sehnsucht der reichen Löwenjäger auf Jagdtrophäen. Neben dem Löwenfell wollen die Amerikaner auch gern das Löwenherz mit nach Hause nehmen, das im Glas in der Vitrine den Ruhm des unerschrockenen Löwenbezwingers verkündet. In eiligen Fällen kann auch eine ältere Herzkonserve als Ersatz für das Herz des selbsterlegten Königs der Tiere dienen.— Jetzt, wo viele Amerikaner mit bitterer Enttäuschung erfahren, daß aus der Löwenjagd nichts werden kann, ist die große Zeit des Herzkonservators gekommen. Mancher verhinderte Löwenjäger möchte doch gern mit einer Trophäe nach Pittsburg heimkommen, selbst wenn sie nicht weidgerecht errungen ist. Darum sind die konservierten Löwenherzen des Kapstadter Geschäftsmannes schon auf das Dreifache ihres bisherigen Preises gestiegen. Europas höchste Volksschule In Trepalle bei Sondrio(Italien) ist in einer Höhe von mehr als 2000 m ü. M. die höchstgelegene Volksschule Europas eröffnet worden. Das dreistöckige Gebäude ist in ländlichem Baustil gehalten. Es besteht aus zwei Lehrsälen. Wohnungen für die Lehrer, einer Turnhalle. Ankleideräumen und einem Raum zur Aufbewahrung von Skiern. Das Gelände um das Schulgebäude wird ist schon herum, wir reden schon eisern vom Heiraten!" „Nun, einen ganzen Korb voll Brautsträußen haben Sie ja schon, Schwester Liefel, müssen halt jetzt ein bissel mit dem Herrn Doktor teilen! Und dann alles, alles Gute und kommen Sie uns beide gesund und froh wieder!“ „Siehst du, jetzt haben sie sich!“ empfing am Abend die junge Bergmannsfrau ihren Mann.„Einen netten Kerl hat sie gekriegt, die liebe Schwester Liesel.“ „Und er eine patente Doktorsfrau! Ein rechtes Haus werden sie sich auch hier in unsere Gegend stellen... alles in Ordnung. Halt— aber erst, wenn sie einen so prächtigen Jungen haben wie unser Dieterle, nicht wahr?“ In Stolz und Liebe beugten sich die beiden über das Kinderbett. Da lachte der kleine Strampelfritz so laut und kinderfroh, daß es eine wahre Pracht war: Er schien zu merken, daß er mal wieder die Hauptperson war. mit Nadelbäumen bepflanzt werden. Die Bevölkerung der Gegend hat mit Begeisterung an der Herbeischaffung des Baumaterials für die Schule mitgearbeitet. „Nur“, drei Brüche: Glück im Unglück In Tortana in Oberitalien trug sich ein Unfall zu, der leicht einen noch tragischeren Ausgang genommen hätte, als er schon zu verzeichnen ist. Ein 15jähriger Junge spielte mit zwei anderen Kindern in der Nähe des Tragepfeilers einer Schwebebahn. die zur Holzbeförderung dient. Er faßt nach einem der Förderhaken, der sich unversehens in Bewegung setzte mit dem Jungen am Seil hinunterglitt und über einem Abgrund hängen blieb. Die Gespielen und einige herbeigeeilte Leute, die den Vorgang mit Entsetzen beobachtet hatten. konnten dem unglücklichen Jungen keine Hilfe bringen. Nachdem er etwa 10 Minuten lang über dem Abgrund geschwebt hatte, verließen ihn die Kräfte. und er stürzte 60 Meter tief ab. Man hatte mit dem sicheren Tode des Knaben gerechnet, doch kam er mit dem Bruch eines Beines, eines Armes und der Schulter davon. „Seurschland k. Luropas Zarultst Einsicht und Bekenntnis bedeutender Europäer— Vorahnung kommender Schicksalsnotwendigkeiten Klar und unabweislich ergibt sich aus der geschichtlichen und kulturellen Entwicklung in den letzten Jahrhunderten der deutsche Führungsanspruch in Europa. Als die„nordisch=germanische Zukunft des Abendlandes“ bezeichnete kürzlich ein dänischer Schriftsteller die Frucht dieses Krieges für ganz Europa. Es hat auch in der Vergangenheit nicht an großen Männern der europäischen Völker gefehlt, die in ehrlicher Bewunderung des deutschen Geistes und seiner vielfältigen Leistung offenherzig diesen Anspruch als berechtigt und segenbringend anerkannten. Unter ihnen befinden sich manche Engländer. Dichter und Historiker aus jenem alten England, das noch nicht gänzlich dem unheilvollen Einfluß der Plutokraten, Juden und Krämer verfallen war. 1841 schrieb Charles Dickens, der große Dichter und Kämpfer gegen die Entartung seines Volkes, an den deutschen Schriftsteller Heinrich Künzel:„Ich kann ohne Schmeichelei sagen, daß ich die Achtung des deutschen Volkes über alle Maßen hochschätze. Ich verehre und bewundere es mehr, als ich ausdrücken kann. Ich weiß, daß es mit seinen großen geistigen Fähigkeiten und der Höhe seiner Kultur das auserwählte Volk der Erde ist; und niemals war ich stolzer und glücklicher, als da ich zum ersten Male hörte, daß meine Werke vor seinen Augen Gnade gefunden hatten.“ Thomas Carlyle, dessen Werke über Heldenverehrung und Friedrich den Großen bereits ein einziger Hymnus auf deutsches Menschentum sind, schrieb im September 1870:„Seit alten Zeiten ist Deutschland die friedlichste, frommste und am meisten Respekt einflößende von allen Nationen gewesen. Deutschland sollte Präsident von Europa sein und wird auch, dem Anschein nach, wieder auf fünf Jahrhunderte mit dem Amte betraut werden. Der germanischen Rasse gebührt die führende Rolle in dem großen Weltendrama.“ Und etwas später:„Daß das edle, geduldige, fromme und solide Deutschland endlich geeinigt, zu einer Nation verschmolzen, Königin des Kontinents werden sollte— das scheint mir die hoffnungsvollste Tatsache zu sein.“ Selbst zu Beginn des Weltkrieges fehlte es nicht an ähnlichen Stimmen. Im Winter 1914/15 sagte der bekannte englische Schriftsteller Frank Harris in Newyork:„Deutschland ist heute der außerordentlichste Staat in der Welt. Es steht an der Spitze der Kultur. Deutschland hat in den letzten zwanzig Jahren mehr für die Menschheit getan als irgendeine andere Nation auf Erden. Wer sind denn heute die geistigen Führer? Sind es Schopenhauer und Nietzsche— oder Wells und seit Jahren bei Kopfschmerzen Neuralgien. Rheuma und allen Erkältungskrankheiten bewährt. Erhältlich in allen Apotheken s. Preise von RM--41 u..14 Shaw? Gibt es einen größeren Mann der Wissenschaft als Helmholtz?“ Zwei große Männer des Nordens bekannten sich zu Beginn des Weltkrieges zu der großen Mission der Deutschen. „Ich bin davon überzeugt“, schrieb Knut Hamsun 1914,„daß Deutschland einmal England besiegen wird. Das ist eine Naturnotwendigkeit. England ist nur ein Land, das sich in reißendem Rückgang befindet; es hat nur noch lange, zähe Wurzeln, aber kein Blühen, keinen Wipfel, keine Krone. Deutschland aber zuckt vor Kraft und Jugend.“ Und Sven Hedin, der selbst an den Fronten des kämpfenden Deutschlands weilte, schrieb:„Ich habe in diesen Monaten draußen an der Front und auch im Lande soviel Tapferkeit, Zuversicht und Gläubigkeit gesehen, daß ich weiß: dieses herrliche Volk kann nie untergehen. Es ist voll wurzelhafter Kraft, Jugend und Würde, im Kriege bewähren sich die Tugenden, die es groß werden lassen, aufs neue. Diese Nation ist durch ihre Geschichte ihren Geist und ihr Vorbild berufen, Europa in ein besseres Zeitalter zu führen.“ Zur gleichen Erkenntnis gelangte vor wenigen Jahten der schweizerische Dichter Jakob Schaffner:„Ich erkläre heute offen und verantwortlich, daß ich die Grundzüge des Nationalsozialismus als maßgebend betrachte für den Neuaufbau Europas.— Störend und trübend wirken noch die ungelösten internationalen Fragen aus der letzten schmerzensreichen Epoche; sind die einmal bereinigt, so wird gerade der völkerverbindende Seelengehalt dieses Neuvolkes offenbar werden, der keine bürokratischen Pläne gebiert, sondern auf Handlungen und Tatsachen drängt, auf neue Zustände, auf Wirklichkeit und Organhaftes.“ Im Juli 1940 sprach der große norwegische Komponist Christian Sinding, ein Dreiundachtzigjähriger, im Rundfunk zur Jugend Norwegens.„Wer heute jung ist“, rief er,„geht einer Zeit entgegen, wie sie seit vielen Geschlechtern nicht erlebt wurde. Deutschland ist heute Europas Jugend und Zukunft!“ * „Den eigentlichen„deutschen Frieden“, den Frieden, der dem Begriff des germanischen Wortes entspräche, den haben wir noch nie gehabt, und zwar deshalb, weil kein Volk außer dem deutschen von einem solchen Frieden auch nur einen Begriff besitzt, er also erst von einem machtvoll gebietenden Deutschland der Welt geschenkt werden müßte“(Houston Stewart Chamberlain). ..F. — Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. FSA Wir geben unsere Verlobung bekannt Maria Frie Wilh. Stegemann Nottuln-Horst Holthausen bei Laer 18. Dezember 1940 Ihre Vermöhlung geben bekannt Felix Stemann und Frau Rose-Marie geb. Görge: Brahmestr. 4 II Hannover Hotel Luisenhof den 17. Dezember 1940 Die glückliche Geburt einer gesunden Jungen zeigen hocherfreut an Cläre Köhler geb. Müller Wilh. Köhler Oberleutnant der Luftwaffe Münster(Westf.), den 14. Dezember 1910 Stolbergstr. 2— z. Zt. Mathildenstift Statt jeder besonderen Anzeige Der liebe Gott erlöste von schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, das er sich im Weltkrieg 1914—18 durch Gasvergiftung. Verschüttung und Verwundung zugezogen hat, meinen innigstgeliebten Mann, unseren lieben, guten Vater und Großvater, den Kauf mann Franz Oehlmann im 61. Lebensjahr. In tiefer Trauer namens aller Angehörigen: Johanna Ochlmann geb. Schmeltzer Münster(Westf.), Hamburg und im Felde, Rosgenmarkt 15 den 10. Dez. 1940. Auf Wunsch des lieben Verstorbenen hat die Beisetzung in aller Stille im engsten Familienkreise stattgekunden. Der Herr über Leben und Tod hat heute morgen 1 Uhr meine liebe Frau, meine treusorgende Mutter, Schwiegermutter, unsere gute Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Ehefrau Karl Rosenbusch geb. Gertrud Gröne zu sich in die Ewigkeit genommen. Sie starb nach kurzer, schwerer, mit größter Geduld ertragener Krankheit, wohlvorbereitet durch einen wahrhaft christlich-religiösen Lebenswandel, gestärkt durch den Empfang der hl. Sterbesakramente, im 69. Lebensjahre, ergeben in Gottes heiligen Willen. Ihr Leben war Gebet, aufopferde Liebe und Sorge für ihre Angehörigen. Wir bitten, der Seele der lieben Verstorbenen im Gebete zu gedenken. Die trauernden Angehörigen. Telgte, den 15. Dezember 1940. Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, dem 18. Dezember, morgens 9 Uhr, vom Sterbehause, Ritterstr. 285, aus; anschl. ist das feierliche Seelenamt. Sollte jemand aus Versehen keine besondere Anzeige erhalten haben, bitten wir, diese als solche anzusehen. Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, heute morgen 2 Uhr meinen lieben, teuren Gatten, unsern guten, sorgsamen Pflegevater, meinen lieben Bruder, Schwager, Onkel und Großonkel Bauer Franz Pröbsting zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Er starb nach langer, mit musterhafter Geduld ertragener Krankheit, versehen mit den hl. Sterbesakramenten, im Alter von 76 Jahren. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Angehörigen Beerlage(Post Holthausen), Borghorst und Laer, den 14. Dezember 1940. Die Beerdigung, wozu hiermit freundlichst eingeladen wird, findet statt am Mittwoch, dem 18. Dezember, morgens 9 Uhr. in Holthausen von der Pfarrkirche aus; anschließend das feierliche Seelenamt. Stait jeder besenderen Anzeise Gestern abend 11¾ Uhr ist mein lieber Mann, unser guter, treusorgender Vater, der Reichsbahninspektor i. R. Heinrich Hain plötzlich und unerwartet im 78. Lebensjahre sanft entschlafen. Intiefer Trauer: Auguste Hain geb. Reinert Hermann Hain Leutnant, z. Zt. im Felde Ruth Hain Münster in Westf., den 15. Dez. 1940 Kleimannstr. 7 Die Beerdigung findet statt am Mittwoch. den 18. 12. 1910, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Zentralfriedhofes aus. Trauerfeier ¼ Stunde vorher. Es wird gebeten, von Beileidsbesuchen absehen zu wollen. Statt jeder besonderen Anzeige Der Herr über Leben und Tod erlöste heute um 10 Uhr durch einen sanften Tod meinen innigstgeliebten Sohn, unseren Bruder, Schwager und Onkel Heinz Knirim Er starb nach schwerer Krankheit im Alter von 36 Jahren. Im Namen der trauernden Angehörigen: Frau Wwe. Franziska Knirim geb. Lohrenz. Münster(Westf.), den 15. Dezember 1940 Kinderhauser Straße 7 Die Beerdigung ist am Mittwoch, den 18. Dezember, um 14.30 Uhr, von der Leichenhalle des Zentralfriedhofes aus. Das Seelenamt ist am gleichen Tage, um.40 Uhr, in der Hl.-Dreifaltigkeits-Kirche. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, heute nachmittag 1 Uhr meinen lieben Mann, unsern guten, treusorgenden Vater, Bruder. Schwiegersohn, Schwager und Onkel Johannes Westhues zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Er starb, wohlvorbereitet durch einen echt christlichen Lebenswandel und gestärkt durch den Empfang der hl. Sterbesakramente, infolge Altersschwäche, im 82. Lebensjahre, ergeben in Gottes hl. Willen. Die Seele des lieben Verstorbenen wird dem Gebete der Gläubigen, besonders dem Priester am Altere empfohlen. Die trauernden Angehörigen. Laer, Bez. Münster, den 14. Dezember 1940. Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, den 18. Dezember 1940, morgens 8¼ Uhr, vom Sterbehause. 9 Uhr von der Kirche aus, gleich darauf das feierliche Seelenamt. Sollte jemand aus Versehen keine besondere Anzeige erhalten haben, bitten wir, diese als solche anzusehen. Gott der Allmächtige erlöste am Freitag, den 13. Dezember unsere gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Wwe. August Nenke Glärchen geb. Schmitz von ihrem langen, mit größter Geduld ertragenem Leiden. Sie starb, wiederholt gestärkt durch den Empfang der hl. Sakramente, im Alter von 57 Jahren. In tiefer Trauer: Christine Menke August Menke Cilly Menke geb. Fischer Emsdetten, Senden, Greven, Sendenhorst und Dortmund-Dorstfeld, den 16. Dez. 1940. Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, den 18. Dezember, morgens 8¾ Uhr. von Laumann aus. Anschließend das feierliche Levitenamt„in der HerzJesu-Kirche, wozu freundlichst eingeladen wird. Das Jahres-Seelenamt für meine liebe Frau Anna Bayer findet statt am Donnerstag, den 19. 12., morgens 8 Uhr. in der St.-Viktor-Kirche in Dülmen. Allons Bayer, Empte üb. Dülmen. Kaufe laufend Pappeln, Weiden, Erlon, Birken, Ulmen, Buchen Zopf 18 cm f.., gegen Kasse Joh. Dües, Schuhfabr., Ahaus I. W. Ruf 209 Gute Werbung durch die Westl. Tageszeitung Alle Ereignisse des Familienlebens kündet die Westfälische Tageszeitung Das feierliche Seelenamt für die verstorbene Frau Wwe. Bernhard Wermelt-Lengermann Maria geb. Ausmann findet am Mittwoch, den 18. Dezember anschließend an die Beerdigung statt. Greven-Westerode Die trauernden Angehörigen. Das Sechswochen-Seelenamt für unsere liebe Schwester. Schwägerin und Tante Fräulein Gabriele Schulze findet am Mittwoch, den 18. Dezember, um 9¼ Uhr, in der St-Ludgeri-Pfarrkirche zu Münster statt, wozu freundl eingeladen wird. * „en D! cumet Csagte das Waschpulver, ich beim Waschen viel weniger zu tun.“ (So sparen Sie Seife und haben so schöne weiße Wäsche wie früher.) KleinNechandagrele 10 Pfennig. Ein möbl. Zimmer finden Sie durch eine kleine Anzeige in der Resttöllecher Tagesseitung Das Jahres-Seelenamt für meinen lieben, unvergeßlichen Mann, unsern herzensguten Vater, Schwiegervater und Großvater Theodor Gerwig findet statt am Donnerslag, den 19. Dezember, um 9¾ Uhr, in der St.-Ludgeri-Pfarrkirche zu Münster, wozu freundlichst eingeladen wird. Frau Küthe Gerwis und Kinder Wieviel Kunden* Haben 31e Ob Sie viele oder wenige haben, immer werden Sie den Wunsch haben, sie zu halten. Bisher war Ihre Kundschaft es gewohnt, Ihre Ankündigungen in der Zeitung zu lesen. Nun geben Sie plötzlich keine Anzeigen mehr auf. Die Folge ist, daß die Kundschaft Sie vergißt. Bleiben Sie also besser bei den Anzeigen in unserer Zeitung. der vorsorgender Hausfrau Seche S MFa S Ber Verstopfung Ist nicht nur die Verdauung gestört, auch das Blut wird vergittet. Kopfu. Kreuzschmerzen, Hämorrholden, Obelkeit, bleicher u. unreiner Teint sind die Folge. Man fühlt sich müde und verdrossen, älter als man ist. Da hilft Darmol, denn es wirkt verlätzlich u. mild- schmeckt wie Schokolade. Darmol, das Abführmittel der Familie, ist sparsam und preiswert. In Apoth. u. Drog. RM-.74 u. RM.39 BAMAOT die gute Abführ-Schokolade K Koneeen W S KO e Täglich sollten Sie die Kleinanzeigen der Westfälischen Tageszeitung lesen. Sie sind wertvoll für jedermann. Der Stellenmarkt ist führend im Münsterland und bietet eine Fülle brauchbarer Angebote die Weihnachts-Ausgabe der Westfälischen Tageszeitung mit den vielen Verlobungsund Vermählungsanzeigen erscheint am 24. Dezember. 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In scharfer Prägnanz legt in den nachstehenden Ausführungen ein Araber die Kernpunkte der arabischen Einstellung gegenüber England dar und läßt keinen zweifel über die völlige Ablehnung, die heute der brisische Imperialismus in der arabischen Welt erfährt: Doppelte Bedrohung des arabischen Volkes „Der arabische Standpunkt in der Palästinafrage geht bekanntlich von der Voraussetzung aus, daß dieses Land nur einen Ausschnitt aus dem arabischen Lebensraum bildet, einen Ausschnitt, der mit Syrien und Transjordanien, ja sogar mit Einschluß des Irak als eine Einheit innerhalb der großen arabischen Heimat anzusehen ist. Diese Ansicht wurde schon vor dem Kriege von den arabischen Nationalisten in Damaskus verfochten, deren Märtyrertod für die arabische Sache unvergessen ist. Aus derselben Ansicht forderte während des Weltkrieges König Hussein bei seinen Verhandlungen mit Mac Mahon die Wiederaufrichtung des Arabischen Reiches. Seitdem kämpften wir um unsere Freiheit, und wir wissen uns darin mit allen Arabern in der Welt einig, vor allem mit der Jugend der arabischen Länder. Das Ziel ist uns allen gemeinsam, wenn auch die Wege verschieden sind. In Palästina haben zwei Gründe den Freiheitskampf zu jener Heftigkeit entbrennen lassen, mit der er seit vielen Jahren geführt wird. Erstens die Festsetzung der Engländer, die Palästina als ein sogenanntes=Mandat, d. h. ein Dauermandat, unterdrücken, und zweitens die Einwanderung der Juden, die das Land den Arabern entwenden wollen. Bei unserer Verteidigung handelt es sich also um die Bekämpfung der Engländer, die uns unsere Freiheit nahmen, und um die Abwehr der Juden, die als fremdrassige Eindringlinge kein Heimatrecht dort haben dürfen. Es besteht also hier eine doppelte Bedrohung des arabischen Volkes. Keine Versöhnung mit den Juden Die englische Politik hat hierbei die öffentliche Meinung durch die Parole irrezuführen versucht, daß es Englands moralische Mission sei, Juden und Araber zu versöhnen. Von arabischer Seite wird jede Versöhnung mit den Juden striktest abgelehnt, was England ignoriert, um seine imperialistischen Ziele zu verbergen. Niemals kann auch irgendein Kompromiß seitens der Araber mit England in der Palästinafrage eine endgültige Lösung bringen, da es keine Kompromisse in nationalen oder völkischen Fragen gibt. Abgesehen davon, daß nur die Araber ein moralisches Recht auf Palästina haben— denn wir wohnen dort seit mehr als tausend Jahren und behielten es allen Angriffen zum Trotz—, und abgesehen von unserer Pflicht, diesen Teil unserer Heimat wie jeden anderen gegen Fremdherrschaft und Ueberfremdung mit jedem Opfer zu verteidigen, hat dieses Gebiet noch für den arabischen Lebensraum eine integrierende Bedeutung, und zwar in wirtschaftlicher, geopolitischer, bevölkerungsmäßiger und religiöser Hinsicht. Palästina ist nicht nur fruchtbar und dicht bevölkert, sondern es stellt zugleich auch die nach Europa gewandte Küste des arabischen Jrak und des Reiches von Ion Saud auf der arabischen Halbinsel dar. Betrachtet man einerseits die beiden genannten Länder und andererseits den Küstenstreisen Palästina gesondert, so sieht man, daß die wirtschaftliche Lebensfähigkeit dieser Gebiete erst durch ihre Vereinigung gewährleistet ist. Auch aus einem anderen Grunde darf Palästina nicht isoliert werden, denn geopolitisch ist Palästina das Mittelglied zwischen Syrien sowie dem Irak im Osten und Aegypten im Westen, d. h. es ist das Verbindungsstück zwischen den asiatischen und afrikanischen Teilen der arabischen Welt. Eine arabische Lebensfrage Heute ist Palästina nicht nur von seinem Hinterland abgeschnitten, sondern es ist sogar zu einem englischen Keil gemacht, der zwischen die arabischen Staaten Aegypten und Irak getrieben wurde. Da die Bevölkerung jedes arabischen Landes durch den Zuzug von Beduinen aus der Wüste in die Städte immer wieder aufgefrischt wird, ist die Abtrennung der Kulturgebiete von unserem Kräftereservoir, der Wüste, eine arabische Lebensfrage. Ist das Verbot der Engländer gegen jegliche arabische Einwanderung nach Palästina nicht der schlagendste Beweis für die Unaufrichtigkeit der englischen Politik im arabischen Orient? Man braucht deshalb gar nicht auf die Brutalitäten der Engländer hinzuweisen, die ihre seit dem Kriege geübten Betrugsmethoden dann ablösten, als sich die Araber zur Wehr zu setzen begannen. Auch bei einer humaneren und uneigennützigeren Exekution der englischen Mission wird die Vorherrschaft der Engländer von arabischer Seite abgelehnt, da sie sich mit unserem Freiheitswillen nicht verträgt. Wir werden Englands Schieksal sein! Wie sieht nun England uns? England, welches glaubt, daß wir seine gebrochenen Versprechungen für die Waffenhilfe im Weltkriege vergessen haben; England, das unsere mit dem Leben so vieler Brüder verteidigten nationalen Ideale zu einem lokalen Ausbruch unsozialer Elemente vor der Welt zu erklären sucht; England, das unser Volk täglich beleidigt und quält; England, das den Sandschak den Türken konzediert, ohne daß er ihm gehört, das den Jemen angreift und ebenso grundlos in Hadramaut Flugbombardements veranstaltete; England schließlich, das als„Freund der Araber" überall gegen den Anschluß unserer Länder intrigiert; dieses England ist unser Schicksal geworden, und wir werden sein Schicksal sein. Mögen andere Nationen aus unseren bitteren Erfahrungen und den Opfern der national gesinnten Araber lernen, bevor sie blind gegen ihre eigene nationale Pflicht in dem englischen Bundesgenossen zu spät den Ausbeuter erkennen müssen. Für uns geht es nicht um Palästina allein, sondern um die Auseinandersetzung zwischen dem nationalen Arabertum und dem englischen Imperium.“ Weiehser MirdGreisschramtondg .5 Milliarden für den Ausbau vorgesehen In diesen Tagen fand in Krakau eine Besprechung des Kostenvoranschlags für den Ausbau der Weichsel und ihrer Wasserstraßen=Verbindungen zum Reich und nach Rußland statt, bei der Oberbaurat Treplin, der Leiter der Gruppe Wasserstraßen in der Abteilung Bauwesen im Amt des Generalgouverneurs mit den Vertretern des Reichsverkehrsministeriums die hierfür geplanten Maßnahmen in großen Zügen festlegte. * Die Pläne zum Ausbau der Weichsel einschließlich ihrer Verbindungen mit dem russischen und deutschen Wasserstraßennetz sind in großen Zügen mit den Dienststellen des Reichsverkehrsministeriums, der Wasserstraßendirektion Breslau und der Wasserstraßendirektion Danzig von den zuständigen Stellen des Generalgouvernements nunmehr festgelegt worden. Die Verbindung mit dem deutschen Wasserstraßennetz geschieht durch einen Kanal, der von dem im Bau befindlichen Oder=Donau=Kanal abzweigt, das Oberschlesische Kohlenrevier südlich umgeht, bei Smolice die Weichsel überschreitet und als Seitenkanal südlich der Weichsel bis Krakau weitergeführt wird. Hier mündet er in die Weichsel ein. Der Somn Kapeische-1. Eine Erinnerung an den Herzog von Reichstadt— In diesen Tagen wurden die sterblichen Ueberreste des Sohnes des Korsen nach Frankreich überführt Der einzige Sohn Napoleons aus seiner zweiten Ehe mit der österreichischen Erzherzogin Marie Louise hat ein tragisches Schicksal gehabt. Das Glück seines Vaters bei seiner Geburt am 20. März 1811 war überströmend. Er sah in dem Knaben seinen Nachfolger, der als Kaiser von Frankreich den Napoleon=Namen in alle Zukunft tragen sollte. Aber die Ausrufung des Knaben zum Kaiser Napoleon II. im April 1914 und im Juni 1915 fand weder bei dem französischen Volke noch bei den europäischen Großmächten Anerkennung. Der Kleine war schon vorher mit seiner Mutter an den Hof seines Großvaters, des österreichischen Kaisers Franz, nach Wien übergesiedelt. Er wird hier mit betonter Nichtachtung erzogen. Als sein Vater von den Engländern nach St. Helena verbannt wird, verliert er sogar seinen Namen. Als Herzog Franz von Reichstatt lebt er in kümmerlicher Verbannung. Seine Mutter findet in ihrer Liebe zum Grafen Neipperg Trost. Ihr Sohn siecht dahin. Er rangiert hinter dem letzten Erzherzog. Am 22. Juli 1832 rafft den 21jährigen eine Lungenentzündung dahin. Das österreichische Kaiserhaus atmet erleichter auf. Die Veteranen Napoleons aber erklären die Erinnerung an den Sohn des großen Korsen zu einem Mythos. Zahlreiche historische Anekdoten erzählen von der Liebe zwischen dem Vater und seinem Sohn. Schon für den Säugling stellt Napoleon eine viertausendbändige Bibliothek zusammen. Der Knabe soll ein Schloß bei Paris erhalten, schöner und größer als Versailles. Der ungehinderte Zugang zum Arbeitszimmer des Vaters steht ihm offen. Als er einmal den Degen Napoleons aus der Scheide zu ziehen sucht, ruft der Vater entzückt:„Etwas zu früh, mein Herr, Sie werden sich noch etwas gedulden müssen.“ Oft legt er sich mit dem Jungen zusammen auf den Boden und spielt mit ihm auf den Landkarten, auf denen Regimenter und Armeen marschieren. Als er während der Winterkampagne in Rußland ein Bild seines Sohnes erhält, zeigt er es bei einer Parade den Regimentern. Aber als der erste Kanonendonner ertönt, ruft Napoleon:„Bringt das Bild fort, er darf nicht so früh ein Schlachtfeld sehen!" Rührend ist der Abschied des Kaisers von dem 13jährigen kurz vor dem Endkampf. Beim Verbrennen der Geheimpapiere jauchzt der Knabe über das Feuer. Die Nacht darauf schleicht Napoleon in das Schlafzimmer des Sohnes und betrachtet ihn lange im Schlaf. Er hat ihn niemals wiedergesehen. Noch auf St. Helena brach er in Tränen aus, wenn der Name des Sohnes in Gesprächen siel. In Frankreich ist die Erinnerung an den Sohn des großen Korsen nie verstummt. Als sich der Neffe 1852 zum Kaiser machte, übernahm er bewußt die Fiktion einer Thronfolge des zweiten Napoleon. Daher sein Titel Kaiser Napoleon III. Von den Veteranen des Korsen und den Bonapartisten wurden lange Zeit Anschuldigungen gegen Metternich erhoben, dem man sogar vorwarf, aus politischen Gründen nichts gegen die Krankheit des Herzogs von Reichstatt unternommen zu haben. Aber diese Vorwürfe haben sich längst als falsch erwiesen. Die Geschichte hat den Stab über diese leidenschaftlichen Verdächtigungen gebrochen. Die Rückkehr der sterblichen Ueberreste des Napoleon=Sohnes nach Frankreich setzt den Schlußstein unter das tragische Schicksal der Napoleon=Familie. Uebrig bleibt das Wort, das der Knabe durch einen Diener an seinen Vater ausrichten ließ:„Sagen Sie ihm, daß ich ihn immer liebe.“ Napoleon hat von diesem Bekenntnis nie erfahren. Von Krakau wird die Weichsel zum Großschiffahrtsweg und für das 1000=Tonnen=Schiff befahrbar ausgebaut werden. Von Krakau ab bis zur DunajecMündung wird der Fluß durch Stauregelung reguliert. Hier werden Wehre mit Schleppzugschleusen entstehen, die den Verkehr auf dem Flusse ermöglichen. Für die 85,5 Kilometer lange Strecke sind etwa 15 solcher Schleusen vorgesehen. Unterhalb der Dunajec=Mündung bis nach Warschau hin wird der freie Strom durch die gewöhnlichen Mittel der Stromregulierung, also durch Baggerarbeiten, Buhnenbau, durch Anlage von Leitwerk usw. schiffbar gemacht werden. Erkundung für Talsperren Im Zusammenhang mit der Regulierung der Weichsel und der Ausschaltung der Gefahren, die die oft überraschend auftretenden Hochwasser der Weichsel mit sich bringen, ist im Karpathengebiet der Bau von 15 Talsperren vorgesehen; die Erkundungen hierfür sind bereits erfolgt. Diese Talsperren werden einen Stauraum von rund 1100 Millionen ehm haben. Die Sperren werden im Gebiet des Dunajec, für den bereits eine Talsperre bei Roznow im Zusammenhang mit einer kleineren Sperre errichtet wird, für das Gebiet des Wiesloka und im Sangebiet zur Hauptsache gebaut werden. Diese Talsperren haben den Zweck, das Hochwasser herabzusetzen und zur Zeit des Niedrigwassers aus ihren Stauräumen Wasser abzugeben. Dadurch wird eine gleichmäßige Wasserführung der Weichsel erreicht werden. Die Ausnutzung der Wasserkraft dieser Talsperren ist für das Generalgouvernement von besonderer Bedeutung, da es auf die Einfuhr von Kohle angewiesen ist. Der Ausbau von Häfen ist in dem Entwurf des großen östlichen Flußbauprogramms gleichfalls vorgesehen. Bei den Häfen handelt es sich um Umschlaghäfen für Stück= und Massengüter, ferner um Schutz=, Winter= und Bauhäfen. Krakau, Warschau und Sandomierz werden die größeren Häfen erhalten. Hier werden die notwendigen Kaianlagen mit Kränen, Ladegeleisen, Schwere deutsche und italienische Bomber Londons brennenden Industrieanlagen. Ladestraßen und Güterschuppen in dem erforderlichen Ausmaß gebaut werden. Daneben sind noch einige kleinere Häfen, z. B. bei Szcucien und Deblin geplant. Neuer 900-km-Wasserweg Durch die Regulierungsmaßnahmen wird eine Wasserstraße von 900 km Länge völlig neu erschlossen. Aus dieser Tatsache geht hervor, daß auch an die Schaffung des erforderlichen Schiffsmaterials gedacht werden muß. Es ist deshalb geplant, in gleichem Maße, wie für die anderen deutschen Flüsse eine solche besteht, auch für die Weichsel eine Flotte zu schaffen. Der erste Grundstock hierzu ist nach Zahl und Tonnengehalt in der großen Planung auch bereits enthalten. Während die erforderlichen Schleppdampfer und Schleppkähne vorerst noch aus dem Reich bezogen werden müssen, wird es in absehbarer Zeit auch im Generalgouvernement und an Tohe und herrsche! Plutokratische Herrschaftspolitik— Irlands Unglück Die krankhaften Versuche Churchills, im irischen Freistaat zu den so begehrten Stützpunkten zum Kampf gegen die deutsche-Bootsgefahr zu kommen, die trotz der Behauptung, daß sie beseitigt sei, von Tag zu Tag den Engländern sichtlich mehr Kopfzerbrechen und Sorgen bereitet, lenken wieder einmal die Aufmerksamkeit auf die englische Staatspolitik des„teile und herrsche!" Wie ein roter Faden zieht sich diese Politik durch die Geschichte des englischen Plutokratismus und Imperialismus, durch die so zahlreiche kleine Völker in unsagbares Elend gestürzt wurden. Dies gilt in besonderem Maße auch für Irland. Die unselige Teilung der Insel in das kleine protestantische Ulster und den viel größeren Freistaat Eire mit seiner fast ausschließlich katholischen Bevölkerung läßt Irland auch heute, nachdem der letztere zum Dominion geworden ist, noch nicht zur Ruhe kommen. Jedesmal, wenn England es wagt, die Probe aufs Exempel zu machen, stellt sich die Unmöglichkeit dieses Zustandes heraus. Als König Georg VI. 1937 bald nach seinem Regierungsantritt mit seiner Gattin das getreue Nordirland besuchte, das England 1921 bei der Gewährung der Dominialverfassung von dem Freistaat Irland als besonderes Staatsgebilde abgetrennt hatte, erlebte er nicht viel Freude. Der Zwergstaat Ulster umfaßt ganze 13.000 gkm mit einer Bevölkerung von rund 1,3 Millionen Menschen. Die Iren, die diese Abtrennung als schweres Unrecht empfinden, gaben bei Gelegenheit des Besuches des englischen Königs dieser Stimmung in sehr unliebenswürdiger Weise Ausdruck, so daß Seine Majestät bereits nach wenigen Stunden Ulster den Rücken kehrte. Offenbar waren die verschiedensten Attentate geplant, die selbst durch das Aufgebot eines gewaltigen Heeres von Geheimpolizisten nur zum Teil verhindert werden konnten. Der irische Ministerpräsident de Valera hat erkannt, worauf die englische Politik hinzielt, und hat immer wieder ganz klar und unmißverständlich zum Ausdruck gebracht, daß Irland aufgehört hat, ein Tummelplatz der britischen Interessenpolitik zu sein. in engen Abständen und dichter Folge über (PK-Zeichnung-Dudda-Scherl.) dem neuen Großschiffahrtsweg, der Weichsel, Werften geben, auf denen der hier benötigte Schiffsraum gebaut werden wird. Diese Werften werden sich bei den größten Weichselhäfen befinden. In großen Flußbaulaboratorien des Reiches werden jetzt Modelle der zu regulierenden Flußstrecken hergestellt, um die Einwirkungen der verschiedenen Bauten auf den Stromlauf im einzelnen genauestens zu erkunden und daraus die für die Praxis nötigen Erfahrungen zu sammeln. Die Gesamtkosten für den Ausbau der Weichsel zum Großschiffahrtsweg und für die Errichtung der genannten Werke belaufen sich auf etwa 1,5 Milliarden Reichsmark. Welche Bedeutung in wirtschaftlicher Hinsicht die Schaffung eines brauchbaren Wasserweges in diesem Raume hat, erübrigt sich näher darzulegen. Auch für den deutsch=russischen Warenverkehr ist ein brauchbarer Wasserweg von höchstem Wert. Nicht zuletzt wird auch die Landeskultur des Generalgouvernements durch eine geordnete Wasserwirtschaft den größten Vorteil haben. Im Ganzen gesehen stellt dieses Flußbauprojekt ein Werk wahrhaft reichswichtigen Formats dar. 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Herzklopfen, gewiß, das tritt häufig auf, aber jeder weiß, daß auch der Kerngesunde sein Herz manchmal kräftig klopfen fühlt, so zum Beispiel, wenn man vor einer Prüfung steht, einen Schrecken oder eine andere Aufregung erlebt, oder auch wenn man verliebt ist. Das Herz schaltet sich bei jeder Gemütsbewegung ein und reagiert wie der Zeiger eines Manometers. Als junger, gesunder Mensch kümmert man sich nicht viel um seinen Herzschlag; ist man aber nach einer Krankheit oder einer sportlichen Überanstrengung, nach Krankheitserlebnissen im Familien= oder Bekanntenkreis auf das Herz aufmerksam geworden, dann besteht die Gefahr, auch solche normale Herzreaktionen als krankhaft anzusehen. Da aus mancherlei Erfahrungen bekannt ist, daß viele Krankheiten mit Schmerzen beginnen, kann es nun leicht geschehen, daß irgendwelche Beschwerden im Bereich der linken Brustseite als Herzschmerzen aufgefaßt und dementsprechend bewertet werden. Der Arzt weiß, daß wirkliche Herzschmerzen im allgemeinen selten sind. Tut es uns in der Gegend weh, in der wir den Sitz des Herzens vermuten, so handelt es sich gewöhnlich um recht harmlose Ursachen. Ein voller Magen, ein geblähter Darm, rheumatische Muskelschmerzen können oft als Ursache dieser Scherzen erkannt werden. Handelt es sich aber wirklich um Herzbeschwerden, so treten diese oft gar nicht im Bereich des Herzens auf, sondern strahlen in die Schulter aus oder haben mehr einen dumpfen, beengenden und beängstigenden Charakter. Die Klagen der Kranken über Herzschmerzen oder andere von ihnen wahrgenommene Herzbeschwerden agen, daher dem Arzt nicht sehr viel. Die Untersuchung des Herzens, das Beklopfen und Behorchen wird nach einer seit über hundert Jahren bewährten Methode durchgeführt. Es liegt ein großes Erfahrungsgut vieler Aerztegeschlechter über die Ausdeutung der so erhobenen Befunde vor, und jeder Arzt hat reichlich Gelegenheit, vom Beginn seiner Studien an an Kranken und Gefunden eigene Erfahrungen zu sammeln. Eine genauere Bestimmung der Größe des Herzmuskels und der Weite seiner Kammern läßt sich durch Röntgenuntersuchung gewinnen. In neuer Zeit ist die elektrische Untersuchung des Herzens(Elektrokardiogramm) zu einem praktisch sehr wichtigen Untersuchungsverfahren ausgebaut worden, das vor allem ein Urteil über den Zustand des Herzmuskels gewinnen läßt. Der Arzt indessen macht sich nicht nur Sorgen um das Herz des Kranken.= Der gesamte Blutkreislauf mit allen seinen Organen fordert ebenso große Aufmerksamkeit, denn im Grunde genommen ist das Herz ja nur ein Teil dieses großen Organsystems. Es ist eine äußerst praktisch eingerichtete Blutpumpe, die sich den Bedürfnissen des Körpers, der Belastung aller anderen Organe aufs feinste anzupassen vermag. Selbst wenn diese Pumpe kleine Schäden aufweist, kann sie störungslos weiterarbeiten, wenn ihr nicht allzu viel zugemutet wird. Daher bleiben viele Menschen, die einen Herzschaden erlitten oder einen Herzfehler zurückbehalten haben, doch gesund und leistungsfähig, und viele bedrohliche Herzstörungen lassen sich weitgehend bessern. Das ist aber nur möglich, wenn der ganze Kreislauf darauf eingestellt wird. Das Herz kann bekanntlich durch Kreislaufschäden in seiner Leistungsfähigkeit beeinträchtigt werden. Nierenkrankheiten, Stoffwechselleiden, chronische Krankheiten und Infektionen können ihren Einfluß auf den Kreislauf ausüden. Dem Blut, das durch die Adern fließt, ist aber eine besonders wichtige Aufgabe zuerteilt worden. Es muß die Sauerstoffverteilung im Körper sichern und die bei der inneren Verbrennung entstehende Kohlensäure beseitigen. Man kann wochenlang ohne Nahrung und unter Umständen tagelang ohne Getränk auskommen, aber ohne Sauerstoff vermag man kaum wenige Sekunden zu existieren. Zahllose Sicherungseinrichtungen sind daher in unserem Körper vorhanden, um auf alle Fälle die Sauerstoffzufuhr in Gang zu halten. Oft wird hierbei nicht nur dem Herzen, sondern auch den Blutadern, den Lungen, der Leber, der Milz, kurz, dem ganzen Organismus recht viel zugemutet, und aus dem Verhalten des gesamten Systems auf solche Belastung kann der Arzt die für die Behandlung notwendigen Schlüsse ziehen. Pulsfühlen und Blutdruckmessung sind dabei wichtig, aber sie geben nur Anhaltspunkte und sind nicht immer entscheidend. Zur besseren Beurteilung des Kreislaufs wird dem Körper probeweise eine bestimmte Leistung zugemessen Der Kranke mutz etwa zehn Kniebeugen machen, eine Treppe steigen oder eine größere Menge Flüssigkeit aufnehmen. Dabei wird fortlaufend vorher und nachher die Tätigkeit des Herzens und der Blutgefäße beobachtet. Kehrt die Zahl der Pulsschläge schnell wieder zur Norm zurück, beruhigt sich das Herz bald, so kann man sagen, daß der Kreislauf ausgeglichen ist. Tritt das aber nicht ein, so ist eine Behandlung am Platze. Ein wichtiges Mittel sind zum Beispiel Ruhe und die Verwendung bestimmter Herz= und Kreislaufmittel. Bäder, vor allem Kohlensäurebäder entkasten vielfach den großen Kreislauf und das Herz; vorsichtig abgemessene Bewegungen, auch gut abgestufte sportliche Uebungen können die Leistungsfähigkeit des wieder ausgeglichenen Kreislaufs steigern. Von größter Wichtigkeit ist aber die Behandlung jedes Grundleidens, zum Beispiel eines Gelenkrheumas, die Beseitigung chronisch kranker Mandeln oder Zähne und die gründliche Kur einer früher erworbenen Infektion, etwa einer Syphilis. Die Einschränkung und Vermeidung bestimmter Genußgifte— Tabak, Alkohol— gehören ebenfalls zu den notwendigen Vorbeugungsmitteln, um einen geschädigten, aber wieder ausgeglichenen Kreislauf in Ordnung zu halten. Jedenfalls läßt sich weder ein erkranktes Herz noch ein gestörter Kreislauf durch irgendein bestimmtes Mittel allein in Ordnung bringen. Die Behandlung erfordert vielmehr einen weiten Blick, eine große Erfahrung und eine planmäßige, geduldig durchgeführte Betreuung. Dann können selbst schwere Störungen in befriedigender Weise zum Ausgleich gebracht werden. Cembalo=Werke von J. S. Bach Morgenkonzert in der Universität Münster Im Anschluß an die Konzerte des Scheck=Wenzinger Kammerorchesters veranstaltete das collegium musicum der Universität am Sonntag noch ein Morgenkonzert des Cembalisten der Vereinigung, Fritz Neumeyer. Die Vortragsfolge enthielt nur Cembalowerke von J. S. Bach. Damit war einmal die seltene Gelegenheit gegeben, von einem Meister des Instrumentes Bachsche Klaviermusik auf dem Instrument zu hören, auf dem der Komponist selber sie gespielt hat. Und zwar ist das in diesem Falle beinahe wörtlich zu nehmen, denn das Cembalo Fritz Neumeyers ist ganz genau dem berühmten Berliner Bachflügel nachgebaut, dem schönsten erhaltenen alten Cembalo. Es hat einen wundervoll warmen und zugleich silbrigen Klang, zudem sind für die verschiedenen Registrierungsmöglichkeiten keine Pedale, sondern nur mit der Hand zu bedienende Züge angebracht, wie am alten Instrument, was dem Spieler die Möglichkeit nimmt, häufige Registerwechsel auch da vorzunehmen, wo sie bei den alten Instrumenten nicht möglich waren, ein für ein wirklich stilvolles Spiel sehr wichtiger Umstand. Als Eckpfeiler seines Programms hatte der Konzertgeber den 1735 erschienenen zweiten Teil der„Klavierübung" gewählt, bestehend nach Bachs Überschrift„in einem Concerto nach italiänischem Gusto, und einer Ouverture nach französischer Arth, vor ein Klavizymbel mit zweien Manualen“. Bach hat hier zwei Werke vereint herausgegeben, die beide Übertragungen von Orchesterformen auf das Cembalo darstellen, das erste, wie der Name schon andeutet, die Übertragung der Form des italienischen Violinkonzerts, das zweite die einer Orchester„partie“, d. h. einer Suite auf das Klavier, die nach dem Eingangssatz französische Ouverture genannt wurde. Ferner ist beiden Werken gemeinsam, daß sie für ein Cembalo mit zwei Manualen bestimmt sind, für deren Wechsel Bach selbst mit„forte" und„piano“ zahlreiche Vortragsbezeichnungen gegeben hat. Den beiden herrlichen Werken war Fritz Neumeyer ein wohl nicht zu übertreffender Interpret. Absolut überlegene Technik, vollendete Beherrschung des Instruments mit seinen vielseitigen Möglichkeiten, tiefe Vertrautheit mit dem Bachschen Stil und nicht zuletzt sichtliche Spielfreude und ursprüngliches musikantisches Temperament vereinigen sich bei diesem hervorragenden Künstler und geben seinen Darbietungen vorbildliches Gepräge. Zwischen diesen beiden großen Werken spielte der Konzertgeber noch eine Toccata in=Dur, ein reizvolles Frühwerk des Meisters. und drei Präludien und Fugen aus dem„Wohltemperierten Klavier“, die besonders für das Cembalo geeignet sind, während die Mehrzahl wohl für das Clavicord geeigneter ist. Für den Kenner der Werke war hier die ruhige Temponahme bei den Fugen zunächst überraschend, wie auch manche Artikulation, aber es erwies sich bald, daß das rauschende Cembalo diese ruhigen Tempi verlangt, wenn die Deutlichkeit und Klarheit der Wiedergade nicht beeinträchtigt werden soll. Eine Mahnung für viele Pianisten, die glauben, Bach'schen Werken mit den schnellen Tempi der Wiener Klassik gerecht werden zu können, die man zur Bachzeit noch gar nicht kannte! Die Zuhörer zeigten sich von den hervorragenden Darbietungen des seltenen Künstlers begeistert und feierten ihn nach Gebühr. bries Baumeche vom Wunder der Nacht Von Herbert Böhme Wenn sacht die Sterne in den Abend sinken und sich das Jahr von unserm Wege trennt, laßt uns der Liebe vollsten Becher trinken, daß kaum das Herz noch Wort und Namen nennt. Gott gibt die Nacht dann, sich zu offenbaren in seinem tiefsten Leuchten und erfüllt stehn unsere Herzen von dem Wunderbaren gebenedeit, das letzte Zweifel stillt. Da schließt die Welt sich schwer, die frohen Lieder verklingen an dem Saum, der sie umfängt, doch aus dem Schoß der Träume wandelt wieder das Leben sich, das hell zum Lichte drängt. Kleine Kundschau Kulturpreis für eine H3-Geigerin. Der Kulturpreis der Stadt Passau wurde einer jungen Geigerin aus der Hitler=Jugend verliehen. Die Auszeichnung erhielt List Zoglmann, die Mitglied der Rundsunkspielschar München der Hitler=Jugend ist und besonders bei den letzten Einsatzfahrten dieser Spielschar zur Truppenbetreuung und nach Italien durch ihre Leistungen hervortrat. Neues Konservatorium in Nürnberg. Der Oberbürgermeister der Stadt der Reichsparteitage hat den Neubau des Städtischen Konservatoriums für Musik in die Baupläne ausgenommen, welche die Stadt Nürnberg nach der siegreichen Beendigung des Krieges vordringlich verwirklichen will. Mit 420 Schülern steht das Nürnberger Konservatorium mit an der Spitze aller Musikinstitute des Reiches. Die Städtische Singschule Nürnberg zählt 2400 Teilnehmer, während die Instrumental=Vorschule von 900 Knaben und Mädchen besucht wird. Volksliedsorscher Ludwig Pinck gestorden. Die„Verklingenden Weisen" des lothringischen Pfarrers und Volksliedforschers Ludwig Pinck aus Hambach in Lothringen sind nicht nur in Kreisen der volkskundlichen Forschung bekannt geworden, sondern werden heute von allen musizierfreudigen jungen Menschen gesungen. Am 8. Dezember gegen Abend ist im Bürgerspital von Saarbrücken im Alter von 67 Jahren der unermüdliche Sammler heimischer Volksweisen gestorden. Pinck war Ehrendoktor der Universität Frankfurt a. M. und Träger des Görres=Preises. A 17. Dezember 1940 Mestjalen-Nord und Nachbargaus Westfälische Tageszeitung Nummer 346 Ennte greft Wenhnaustrurl... Für jeden Soldaten ein Weihnachtspäckchen der NSDAP Unsere Soldaten und ihre getreuen Kameraden vom Reichsarbeitsdienst, von der Organisation Todt, von der Technischen Nothilfe und von der Polizei, soweit sie in den besetzten Gebieten eingesetzt sind, werden zum größten Teil Weihnachten 1940 nicht zu Hause verleben können. Aber ihre Lieben und die ganze Heimat sind nicht nur mit ihren Gedanken und Wünschen bei ihnen, sondern wollen ihnen das Gefühl der Dankbarkeit und Verbundenheit auch durch die weihnachtliche Tat zum Ausdruck bringen. Ueber die unendliche Vielzahl von Feldpostpäckchen, die von den Familien selbst an die Front gingen, konnte man sich in diesen Tagen auf jedem deutschen Postamt unterrichten. Die Feiergestaltung draußen haben die Wehrmacht und für die übrigen Organisationen die dafür zuständigen Stellen übernommen. Dazu hat nun die RSDAP noch eine große Weihnachtsaktion unternommen, aus der jeder Soldat und gleichgestellte Einberufene ein Weihnachtspäckchen der Partei bekommen wird. Im Auftrage des Stellvertieters des Führers hat die NSV ihre bewährte und erfahrene Organisation in den Dienst der Sache gestellt. Mit Hilfe von Sonderkontingenten wurden die benötigten Sachen im Großen zentral eingekauft und gleich von den Lieferanten über die Kreise in die Ortsgruppen geleitet, wo alsbald ein eifriges Päckchen=Packen begann. Viele Millionen von Weihnachtspäckchen der Partei sind so zustandegekommen. Sie enthalten nützliche und angenehme Sachen. So wurden z. B. rund 160 Millionen Rasierklingen, 100 Millionen Zigaretten, 15 Millionen Zigarren, 25 Millionen Rollen Drops, 6 Millionen Päckchen getrocknete Früchte, 9 Millionen Pakete Lebkuchen zu je 200 Gramm und nicht zuletzt für rund 3 Millionen RM. Bücher und Zeitschriften in die Päckchen getan. Der Ortsgruppenleiter der Partei, der die Soldaten seines Bereichs durch seine Blockleiter kennt, Kin auch mit einem persönlichen Grußwort als Absender der Weihnachtspäckchen in Erscheinung. Zehn Bahre Ortsgruppe der Velle=Lippe Aus Anlaß des zehnjährigen Bestehens der Ortsgruppe Velle der RSDAP fand eine eindrucksvolle Feierstunde statt, zu der auch der Kreisleiter Wedderwille erschienen war. Der Gründer der Ortsgruppe, Pg. Ehren, erinnerte an die Zeit, als sich in Belle fünf Parteigenossen zusammenfanden und den Kam“ für die RSDAP aufnahmen. Er rief interessante Erlebnisse aus jener Zeit in die Erinnerung zurück. Kreisleiter Wedderwille schilderte in packenden Worten den Kampf der Partel um die Macht. Dienstverpflichtung und Urlaubs. anspruch Der Reichsarbeitsminister hat in der zweiten Aenderungsanordnung zur Dienstpflichtdurchführungsanordnung vom 12. Dezember 1940 bestimmt, daß bei Dienstverpflichteten die frühere Betriebszugehörigkeit auf die Wartezeit für den Erwerb des Urlaubsanspruches anzurechnen ist, wenn die Dienstleistung mindestens zwei Monate gedauert hat. Bisher fand eine solche Anrech= nung nicht statt. Ueberprüfung der Behelfslieferwagen Zur Erweiterung des Transportraumes sind für sie Beförderung von Gütern Behelfslieferwagen mit Anhängern zugelassen worden, die bei Bewinkelung und Kraftstoffzuteilung wie Nutzfahrzeuge behandelt werBlick ins Münsterland Einwohner. Am 1. Dezember 1940 waren es 7988 Personen, so daß sich ein Wanderungsgewinn von 17 Personen ercibl. Unsere lieben Alten 90 Jahre wurde Frau Witwe Anton Gövert geb. Möllering in Ochtrup, Wester 155. Die Jubilarin ist noch recht frisch und munter und verrichtet noch täglich leichtere häusliche Arbeiten. Das 83. Lebensjahr vollendete in Burgsteinfurt der Rentner Wenzel Holletz, Bülkamp 24. In Borken beging Frau Witwe Stenkamp, Wallstraße, im Kreise ihrer Lieben den 90. Geburtstag. Frau Stenkamp ist noch so rüstig, daß sie ihren Haushalt ganz allein versorgt. Allen drei Geburtstagskindern unsern herzlichen Glückwunsch! Für die westfälische Frau Ahlener Hillerjugend stellt ihre Bastelarbeiten aus Ahlen. Eine reizende Ausstellung hat die Ahlener Hitler=Jugend in ihrer Banndienststelle auf der Kampstraße 13 aufgebaut. Weihnachtszauber geht von ihr aus, weil Kameradchaft, Gemeinschaftsgeist, Einsatzund Opferbereitschaft, weil die Liebe unserer Ahlener Jugend zu deutschen Volksgenossen aus ihr spricht. Viele Spiel= und nützliche Sachen verschiedenster Art hat sie in ihren Bastelstunden hergestellt. Diese Gaben fleißiger Arbeit sollen zu Weihnachten durch die NSV zahlreichen Kindern eine Weihnachtsfreude bereiten. 50 tote Mäuse Borghorst. Einen guten Erfolg hatte ein Kötter in Wilmsberg mit einer Vernichtungsaktion, die er gegen die lästigen und gefräßigen Mäuse in seinem Hause durchführte. Er streute Giftweizen aus und konnte bald darauf über 50 tote Mäuse finden, die durch das Gift den Massentod gefunden hatten. 1½ Jahre Gefängnis wegen Kindeskötung Burgsteinfurt. Die 21jährige K. O. von hier stand; unter der Anklage der Kindestötung und hatte sich; dieserhalb vor der Dritten Strafkammer in Münster zu verantworten. Die Angeklagte war beschuldigt, ihr: unehelich geborenes Kind kurz nach der Geburt vorätzlich, getötet zu haben. In der Beweisaufnahme wurde nleut, daß die entartete Mutter ihr Kind sofort nach s der Geburt erstickt hatte. Der Staatsanwalt beantragte: drei Jahre Zuchthaus. Das Urteil lautete auf einein=: halb Jahre Gefängnis, wobei die verminderte Zurech? nungsfähigkeit der Angeklagten berücksichtigt wurde. Die: Als vor ungefähr drei Jahren der BahnhofsUntersuchungshaft wurde angerechnet. Die Verurteilte sdienst der NSV ins Leben gerufen wurde, als nahm das Urteil an.„Frauen und Mädchen in weißen Kitteln auf den Lastkraftwagen und Personenauko stießen zusammen 5Bahnsteigen auftauchten, da ahnte wohl niemand, Ochtrug. Auf der Laustraße stießen ein Lastraft= Kersangen würhe, Zeit warhe Habei erheblich beschädigt. Er mußhie: Seit Beginn des Krieges, während der großen Menichen sSoldatentransporte und notwendigen Umgruppienicht“st Schoden### vienscen zrungen vieler Hunderttausende hat der Bahnhofsleben bei dem Unfall nicht zu Schaven gerommen. sdienst so viel Hilfe und Beistand geleistet, daß man Ibbenbürener BDM-Mädel packen Weihnachis zes gar nicht in Zahlen oder feststehenden Leistungspgkeie. sberichten fassen kann. Ibbenbüren. In den Büroräumen des Ibbenbürener s BDM sieht es ganz weihnachtlich aus: Stapel den. Wie der Reichsverkehrsminister mitteilt, haben die Beobachtungen dieser Fahrzeuge im Straßenverkehr ergeben, daß vielfach solche Fahrzeuge nicht für echte riegswimtige Transportbedürfnisse eingesetzt werden. sondern häufig überwiegend zur Beförderung von Person.n dienen. Dabei werden auch reine Personenfahrten durch Mitnahme von Paketen, Körben usw. getarnt. Andererseits hat sich herausgestellt, daß zahlreiche Klein=Lastkraftwagen, besonders Dreiradwagen, mit einer Nutzlast unter einer Tonne auch jetzt noch stilliegen. Weiter werden laufend neue Klein=Lastkraftwagen, im Bezugscheinverfahren der Wirtschaft zugeführt. Aus diesen Gründen ordnet der Minister eine Ueberprüfung der als Behelfslieferwagen bzw. PKW mit Anhängern zugelassenen Fahrzeuge an. Ziel ist die Ausschaltung dieser Fahrzeuge, soweit sie nicht überwiegend kriegs= und lebenswichtige Transporte durchführen, sowie die möglichst weitgehende Ersetzung der dann noch verbleibenden Fahrzeuge durch Klein=Lastkraftwagen. Bei Beschwerden über Umstellung dieser Fahrzeuge auf Klein=Lastkraftwagen entscheiden die zuständigen Bevollmächtigten für den Nahverkehr endgültig. Krupp=Schwert für Hermann Göring Essen, 15. Dezember. Dr. Krupp von Bohlen und Halbach und Alfred von Bohlen und Halbach überreichten dem Reichsmarschall Hermann Göring zum Abschluß des Vierjahresplanes als Geschenk der Firma Krupp ein Schwert, das die Mitwirkung der Krupp=Werke bei der Durchführung des Vierjahresplanes und der Wiederwehrhaftmachung des deutschen Volkes versinnbildlichen soll. Das Schwert ist aus Frankensteiner Nickelerzen und Salzgitterer Eisenerzen hergestellt und in der Kruppschen Versuchsanstalt geschmiedet worden. Das Gefäß ist aus Silber gegossen und getrieben; es wird von Lorbeerblätttern und rund 730 kleinen, in den Schlesischen Nickelwerken erschürften Chrysoprasen geziert. Das Knaufende und die Enden der Parierstange bilden große Chrysoprase. Das Schwert hat eine Länge von 1,45 Meter: sein Gewicht beträgt.25 kg. Die Klinge trägt die Kruppschen drei Ringe und die Inschrift:„Dem Schmied des Vierjahresplones, Reichsmarschall Hermann Göring, die deutsche Waffenschmiede.“ Antrag vor dem 1. Januar 1941 stellen Anrechnung von Weltkriegsdienstzeiten in der Invalidenversicherung Weltkriegsteilnehmer, denen bereits die Invalidenrente vor dem 1. Januar 1938 gewährt worden ist, müssen den Antrag auf Anrechnung der Kriegsdienstzeiten vor dem 1. Januar 1941 stellen. Bei den übrigen Weltkriegsteilnehmern kann der Antrag auf Anrechnung der Kriegsdienstzeiten mit dem Rentenantrag verbunden werden. Hierfür besteht eine Frist nicht. Artist des Beiruges Bielefeld. Das Vieleselder Amtsgericht verhandelte gegen den erst 22 Jahre alten Theodor Hauser wegen einer ganzen Reihe von Betrügereien. Im Industriegebiet legte er zunächst einen Gastwirt mit einem Betrag von 166 RM. herein. Dann tauchte er mit einem Zirkus in Gütersloy auf, wo er ebensalls unter Hinterlassung einer Schuld von 45 RM. vorzeitig abreiste. Nachdem er noch einen Gastwirt in Herford betrogen hatte, landete er in Bielefeld, wo er versuchte, sich einen Kraftwagen zu erschwindeln. Der Händler war allerdings helle und fiel auf den Schwindel nicht herein. Das Gericht schickte Theodor, der sich als Artist bezeichgete, jetzt für elf Monate ins Gefär gnis. Henbeiene Neviges. Oftmals haben Tiere rührende Beweise der Treue geliefert. Alle diese Beweise der Anhäng= lichkeit dürfte jedoch ein deutscher Schäferhund aus dem Niederbergischen übertroffen haben. In der vergangenen Woche wurde eine Nevigeser Familie nachts durch anhaltendes Bellen aus dem Schlaf geweckt. Als man schließlich nach dem Störenfried Ausschau hielt, stellte sich der schon längst vergessene Hund der Familie vor, der beim Anblick der alten vertrauten Gesichter in ein unbeschreibliches Freudengeheul ausbrach. Vor mehr als drei Jahren war das Tier durch dritte Hand ins Riesengebirge verkauft worden. Eines Tages machte er sich aber auf und davon und lief die vielen hundert Kilometer weit wieder ins Rheinland zurück nach Neviges zu seinem alten Herrn. Daß auch die Freude des alten Besitzers groß war, ist selbstverständlich, denn sogleich erinnerte sich das Tier auch seiner alten abendlichen Pflicht, dem Hausherrn die Pantoffeln zu bringen. Wochenende in den Karzer In der letzten Sitzung des Hammer Jugendgerichte, wurde zum ersten Male die Verordnung zur Ergänzung des Jugendstrafrechts vom 4. Oktober 1940 zur dung gebracht und gegen zwei Jugendliche, die sich an sremdem Eigentum vergriffen hatten, auf Jugendarteß in Form von Wochenendkarzer erkannt. Wie dabei ausgeführt wurde, ist der Jugendarret keine Freiheitsstrafe, sondern ein Zuchtmittel, bei dem der erzieherisch, Gedanke im Vordergrund steht. Jugendarrest soll dem jungen Rechtebrecher fühlbar zum Bewußtsein bringen, daß der Staat über der Rechts, ordnung wacht und in das Schicksal dessen eingreift, sich an ihr vergeht. Diese Erfahrung soll ihn vor weiterem Abgleiten bewahren und ihn belehren, das Gesetz zu achten. Der Jugendarrest wird in den Räumen der Reichs, justizverwaltung vollzogen, die nicht zugleich dem Vollzug von Freiheitsstrafen dienen. Dir Jugendlichen werden nach Geschlechtern getrennt untergebracht. Im Ingandarrest bleibt der Jugendliche auch für sich allein. Er wird jedoch angemessen beschäftigt. Die Kost ist im Wochenendkarzer auf Wosser und Brot beschränkt: wird am Morgen der Entlassung und in besonderen Fällen auch am Mittag vorher durch eine warme Suppe ergänzt. Der Jugendliche erhält für das Wochenendkarzer hartes Lager. Der Arrestraum wird nur solange beleuchtet, als es länger als 12 Stunden dunkel ist. Verschnürung der Wertvakete Die Deutsche Reichspost hat nachgegeben, daß während der Dauer des Krieges in den Fällen, in denen bei Wertpaketen als Verschnürung bieher Hanfbindfoden vorgeschrieben ist, sowohl bei Inlands= wie bei Auslandswertpaketen eine Verschnürung durch drei= bis achtfädige Papierkordel angewendet werden kann. Dagegen bleibt die Verwendung von Papierbindfaden ausgeschlossen. Die Stärke der Papierkordel soll dem Gewicht und dem Umfang der Sendung und der Länge der Beförderungsstrecke entsprechen. Aus dem gleichen germanischen Erbe Eindrucksvolle deutsch-niederländische Erzieherkundgebung Den Haag, 16. Dezember. Am Sonntag veranstaltete der NS.=Lehrerbund in den Niederlanden eine bedeutungsvolle gemeinsame Kundgebung der deutschen Erzieher im RSLB. und der niederländischen nationalsozialistischen Lehrervereinigung in der deutschen Schule in den Haag. Diese erstmalige große gemeinsame Tagung in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste von Partei, Staat und Wehrmacht erhielt ihren grundlegenden Charakter durch die Ausführungen des Reichskommissars für die besetzten niederländischen Gebiete, Reichsminister Dr. SeyßInquart, und des Reichswalters des NS.=Lehrer= baundes, Gauleiter Waechtler, der sich gegenwärtig auf einer mehrtägigen Besichtigungsfahrt des deutschen Schulwesens in den Niederlanden aufhält. Reichsminister Dr. Seyß=Inquart wies nach der Begrüßungsansprache des Amtsleiters des NSLB, Dr. Honsberg, und den Darbietungen eines niederländischen Streichquartetts in seiner Rede darauf hin, daß die gemeinsame Tagung der im NSLB. zusammengeschlossenen deutschen Erzieher in den Niederlanden mit der nationalsozialistischen niederländischen Lehrervereinigung die Richtigkeit und Sicherheit des gemeinsamen Weges der beiden Völker in die Zukunft bekräftige, die als Ziel die Wohlfahrt, das Glück und die Freiheit Großdeutschlands und der Niederlande verwirklichen werde. Die deutsche und die niederländische Erzieherschaft haben die große Aufgabe zu erfüllen, durch ihre Arbeit an der Jugend dafür zu sorgen, daß die zukünftigen Generationen im gleichen Geist aus der Wurzel des gleichen germanischen Erbes weiter an dem begonnenen Werk arbeiten, um so das gewaltige Geschehen der Gegenwart in seinem Erfolg für alle Zeit zu sichern. Anschließend sprach Gauleiter Waechtler. Er behandelte zunächst die weltanschaulichen Grundsätze nationalsozialistischen Denkens und stellte sie den liberalen in der Französischen Revolution von 1789 wurzelnden Anschauungen gegenüber, die über die Menschen, Völker und Rassen Unfrieden und Unordnung gebracht haben. Den gegenwärtigen Schicksalskampf, so betonte der führe Deutschland nicht nur für sein Redner, führe Deutschland nicht nur für sein eigenes Volk, sondern auch für alle Völker, die zur blutmäßigen Schicksalsgemeinschaft gehören. Für die nationalsozialis stische Erzieherschaft ergebe sich cas dem gigantischen s Weltanschauungskampf der Gegenwart die Aufgabe, die * Werte des Blutes, die in der Arbeit und in der Leistung der Völker sichtbar werden, in den jungen Menschen zu sfördern und daran mitzuarbeiten, die Schule in den * Dienst des Volkes und seiner Organisation, des Staates, zu stellen. s Generalkommissars Schmidt sprach als Leiter des * Arbeitsbereiches der NSDAP. in den Niederlanden im * Schlußwort über die große und stolze Aufgabe der * Partei, die ihr der Führer in den Niederlanden gestellt unter Leitung der RSgähgt und schloß die eindrucksvolle Kundgebung mit dem „„ ssereihr knmer auf dem Posten Eine Rückschau auf die Kriegsleistungen des Bahnhofsdienstes— Betreuung und Hilfe für Hunderttausende Gleich zu Beginn des Krieges galt es. die VVolksdeutschen aus Polen zu versorgen, die aus Gesfahren und Entbehrungen kamen, ohne ausreichende nachsbriese für die Soldaten zu dekoreren. Außer dem 5Wbesten stellt“ 32 /a, 2 sei.i. ar. encz dim Brief kommt in jedes, Weihnachtspaket ein Buch. EinsHahnb evo der Ktiessausbruch oem EinsPesten steltten su sofolt bei Krießsausbruch dem =Bahnhofsdienst unerwartet große Aufgaben. Die ud weitere 350 Pächen der Ibbenbürener Bom= Zland muhter hetrent verszen. engen AusMädel werden unsere Soldaten in Frankreich überraschen.: So wie die Frauen und Mädchen des BahnhofsAuch eine große Anzahl von Bastelarbeiten, die augen=Sdienstes in der ersten Zeit nach Kriegsausbruch büslich gusesltelt sinrd haben die Ibbenbürener BDM. zschwere, ungewisse Kriegsschicksale mittrugen, so Madet hergesteut. Man kann sich denken, was für eine skonnten sie auch tätige, frohe Hilfe leisten, als nach Freude die vielen Weihnachtspäckchen den Soldaten be= Eden militärischen Entscheidungen im Osten und im reiten werden. Sie sind die Zeichen der engen und=Westen dort wieder neue Sicherheit und Ordnung liefen Verbundenheit zwischen Front und Heimat. Feintraten. Mit dankbaren, glücklichen Gesichtern Durch scheuendes Pferd schwer verletzt Ffuhren die Volksdeutschen im Osten wieder in ihre Dülmen. Auf der von=Papen=Straße scheute plötz= 5Heimat, die nun für alle Zeiten deutsch geworden traß scheule,Albo Ewar, um neue Arbeit für Deutschland zu beginnen. eing in rasendem Tempo davon. sMit Liedern und fröhlichen Sprüchen, in blumensch schmere Verlehungen s aa gen und 306 5und fahnengeschmückten Zügen wurden die Westsic, schwete Betlrgunggen zu, die die sofortige Überfüh, sdeutschen, die in den geräumten Gebieten beheirung in das Krankenhaus notwendig machten. zmatet waren, wieder in ihre Städte und Dörfer Die große Zehe abgehacl kzurückgebracht, gewiß, daß ihre Heimat nicht noch Stenern(Kreis Borken). In Stenern ereignete sich Sgegaggl eer Gesahr eines feindlichen Angriffes ausbei Holzfällerarbeiten ein schwerer Unfall. Ein etwa. lein wurde. 16 Jahre alter Junge schlug sich bei den Arbeiten mit: der Art eine große Zehe ab, als die Axt plötzlich unglücklich ausrutschte und den Fuß des jungen Mannes; traf. Man schaffte den bedauernswerten Jungen in das Bocholter Krankenhaus. Als die eine Zeitlang ins Innere Frankreichs verbannten Elsässer und Lothringer in ihre Städte und Dörfer zurückkehrten, da wurde ihr erstes Erlebnis die Betreuung durch den Bahnhofsdienst. und das neue Gefühl der Geborgenheit und Gemeinschaft mit Reichsdeutschen vermochte die Entfremdung der letzten zwanzig Jahre zu überbrücken. An all diesen Geschehnissen hatten die Frauen des Bahnhofsdienstes Anteil, wenn sie Erfrischungen an den Zügen verteilten und Geväckstücke trugen, wenn sie Alte und Kranke geleiteten oder die kleinen Kinder versorgten. Auch die Züge mit Balten= und Wolhyniendeutschen brachten dem Bahnhofsdienst, zuerst im vergangenen Winter, eine Fülle von Aufgaben. Mit besonderer Freude nimmt sich der Bahnhofsdienst der Kindertransporte an, die im Zuge der erweiterten Kinderlandverschickung viele deutsche Bahnhöfe berühren. Ungezählte Wünsche der kleinen Jungen und Mädel gibt es da zu erfüllen. und manchmal kann auch ein erster Abschiedsschmerz von einer mütterlichen Frau gestillt werden. Die dankbarsten Schützlinge des Bahnhofsdien= stes sind wohl die Soldaten. denen gern jeder Wunsch nach Erfrischung erfüllt wird. Oft ist es auch ein persönliches Anliegen, wie die Beförderung eines Briefes oder eine eilige Besorgung. die die Frauen ihnen abnehmen, und die ihnen freundlichsten Dank eintragen. Die Frauen vom Bahnhofsdienst sahen die Soldaten an die Front fahren: und sie erlebten, wie sie zurückkamen, stolz über den Sieg. gereift durch das große Erlebnis. Das Bewußtsein, diesen Männern ein wenig Dank und Gedenken der Heimat zeigen zu dürfen, gab ihnen tiefe Befriedigung. Der Bahnhofsdienst der NSV ist ein schönes Beispiel für die Zusammenarbeit der Organisationen. Die NS=Frauenschaft, das Deutsche Rote Kreuz, der BDM und die Schwesternschaften stellen die HelWas essen wir diese Anregungen für den Küchenzettel der der Woche Beim Spielen verunglückt Bocholk. Auf der Yorkstraße sind städtische Arbeiter Dingt2: mittogs: Kartoffelklöße Moergeenblicklich mit Arbeiten am Bürgersteig beschäftigt. Fretts“ ee. zxaute Sagoflammeri; Dabei lief ein zehnjähriges Mädchen deim Spie plötz= Freitichtunte,„Sauerzgautsalat, lich gegen eine Walze und erlitt eine klaffende Kopf= Fabends: sütze Suppe, Vollkornbrot mit Rettichaufwunde. Die städtische Krankenwache brachte das Kind#strich, deutscher Tee. zum Arzt.„ Mittwoch: mittags: Vanillesupve, Schnitzel, Rotkohl, Kartoffeln; abends: Backblechkartoffeln. Borken zählt 7988 Einwohner=Chikoreesalat, Hagebuttentee. Borken. Nach der letzten Personenstandsaufnahme: Donnerstag: mittags: Zwiebelsuppe. geb. am 10. Oktober 1940 verzeichnet die Stadt Borken 7971=Selleriescheiben. Weißkrautsalat. Kartoffeln: fabends: aufgebratene Kartoffelklöße m. Feldsalat. Avfeltee. Freitag: mittags: geräucherter Kabliau, Bechamelkartoffeln. Gurke. Tutti=Frutti: abends: Gemüsesupve, Brot mit Hefeaufstrich(Rez.), Hagesbuttentee. Sonnabend: mittags: Kartoffelsunve mit Brotwürfel(kl. Wurst). Hefestrudel: abends: Lauchkartoffeln. Endiviensalat. Apfeltee. Sonntag: mittags: Zitronensuppe, Bratzwurst, Chikoreegemüse, Kartoffeln. Tunke: Vesper: Einf. Biskuittorte(Rez.): abends: Rote Beete. Kartoffeln und Feldsalat, Vollkornbrot mit Aufschnitt, Tee. : Montag: mittags: Braune Suppe mit KnoSchenbrühe, überbackener Kartoffelrand(Rez.): zabends: Süßzer Nudelauflauf(Rez.), Vollkornbrot mit Aufschnitt, deutscher Tee. 1 Rezept 1: Hefeaufstrich: 100 g Hese, 20 g Fett, Zwiebeln oder Porree(Lauch), 1 Eßlöffel Brösel, ein sechzehntel Liter Wasser, Salz, eot. Kümmel.— In heißem Fett läßt man gehackte Zwiebeln geld werden und die verbröckelte Hefe zersgehen. Dann gibt man die Semmelbrösel und das Wasser dazu und läßt alles zusammen zu einem Brei einkochen, den man nach dem Abküblen mit Wie geschaffen zum Niischen mit dem Bohnenkaffee ist ja Salz und gehacktem Kümmel vermengt. Statt Kümmel kann man auch Basilikum oder Schnittlauch verwenden. Rezept 2: Einfache Biskuittorte: 1 Ei, 1 Teelösfel Milei. 4 Eßlöffel Wasser, 300 g Zucker. 375 g Mehl, 1 Backpulver, knapp ein viertel Liter heißes Wasser, Vanille oder Zitrone.— Man rührt Zucker. Ei, das aufgelöste Milei tüchtig schaumig. gibt abwechselnd heißes Wasser und Mehl. jedesmal etwa ein Drittel hinzu, schnell rühren. Mit dem letzten Drittel Mehl gibt man das Backpulver dazu. Die Torte muß sofort bei schwacher Hitze—1 Stunde backen. Wird die Torte frisch gegessen, braucht man keine Fülle. Sonst füllt man mit Marmelade oder einem einfachen Vanillekrem und gibt einen Guß darüber. Rezept 3: Ueberbackener Kartoffelrand: 1½ kg gekochte Kartoffeln. 40 g Butterschmalz, 100 g Mehl, 1 Ei, etwas Salz, evt. geriebener Käse.— Alle Zutaten werden mit den geriebenen Kartoffeln gut vermengt und dann in eine gut ausgefettete und mit Semmelbröseln bestreute Ringform eingedrückt. Der Kartoffelrand wird in der heißen Nöhre etwa 1 Stunde gebacken und beim Anrichten mit einem beliebigen Gemüse gefüllt. Rezept 4: Süßer Rudelauflauf: 200 g Mehl, 1 Ei. Salz. etwas lauwarmes Wasser. 1 Liter Milch, 25 g Butterschmalz. 60 g Zucker. Vanillezucker,—2 Eier oder Milei.— Aus Mehl. Ei. Salz und Wasser wird ein Nudelteig zubereitet, zu Nudeln geschnitten und übertrocknet. Die Nudein werden in der Milch gekocht, mit dem Butterschmalz und nach dem Erkalten mit Zucker. Eigeld und Schnee vermischt. Die Masse wird in einer ausgefetteten Form gebacken. ferinnen, die unter Leitung der NS! arbeiten. Jede Organisation tut zunächst das.: Rbschließ Vheschigten Reichsmipister Dr. Sepßwozu sie besonders geeignet ist. Die Schwestern: Ingugspiebend e314e, gch mister übernehmen die sanitäre Betreuung, die flinken: Schustug Jauleiter Waechuer mi, den Gästen eine BOM=Mädel sorgen für die Kinder, das DRK#####ulbuch= und Jugendzeitschristaussteuung in der deutnimmt sich hauptsächlich der Wehrmacht an, und dies schen Schule. Frauen der NS=Frauenschaft beraten, kochen, leisten: Sportecke praktische Hilfe. Oft stellen sich dem Bahnhofsdiensts unerwartet besondere Anforderungen. Transvortes kommen unangemeldet, ein Zug hat Verspätungs oder langen Aufenthalt. Da ist es ganz selbstverständlich, daß die Vertreterinnen jeder Organisas tion mithelfen, wo sie gerade gebraucht werden.## Neben den hauptamtlich eingesetzten Schweitern; Für den Fußballvergleichskampf am zweiten Weihsind alle Helferinnen ehrenamtlich tätig. Nach; nachtsfeiertag in der Reichshauptstadt gegen Sudeteneinem genauen„Bahnhofsdienstfahrplan“ werdens land hat der Bereich Berlin=Brandenburg zur Aufsteldie Frauen und Mädel bestimmt, die jeweils dreis lung seiner Mannschaft nachstehende Spieler in die enStunden Bahnhofsdienst zu leisten haben. Jedes gere Wahl gestellt: Engelbert Koch in Berlins Auswahlelt Ortsgruppe hat dann mehrmals in der Woche HelMeldungen vor als überhaupt gebraucht werden.s(Sgaken), Engelbert Koch(Hertha): einen Alarmdienst für besondere Anforderungen.s(Minerva), Bien(Blau=Weiß), Hausmann(Minerna) In kürzester Zeit kann dann bei Tag und Nachts oder Goede(BSV 92); Stürmer: Liebcke(Lusthansa), größere Gruppe von Helferinnen zusammen=s Hraaf(Blau=Weiß), Henduck(Post), Tietz(Babelsberg), Tor: Jahn(BSV 92); Schoenbeck(Preußen) oder Verleidiger: Appel(BSB 92). Junik Wieneke Joraschkewitz(Hertha BSC), Radicke(Eintracht Miersdorf). Dieses Treffen wird die Generalprobe für das Städtes spiel Berlin— Mailand am Neujahrstage sein. Vier Borländerkämpfe bir zum Frühjahe Italien unserer eine gerufen werden. Der Wirkungskreis des Bahnhofsdienstes läßt: sich zahlenmäßig in seinem ganzen Umfang nurs andeuten. In einem Kriegsmonat wurden z..: auf einem einzigen Bahnhof einer westdeutschens Großstadt 500000 Menschen betreut. Dabei wurdens mehr als die Hälfte zugleich verpflegt, viele in: Durchgangsheimen untergebracht und Kranke und; Alte auch gesundheitlich versorgt. Erlebnisse der: Reise, erste Eindrücke bei der Ankunft haften ofts Mit dem Mailänder Länderkampf gegen lange im Gedächtnis. Nicht nur für die Stim=s schloß das internationale Jahresprogramm mung, auch für die Einstellung auf die neuen Not=s Amateurboxer. Gleichzeitig brachte dieser Kampf die wendigkeiten sind sie vorübergehend entscheidend.s erste Niederlage in den 12 Länderkämpfen, die unsere Der Bahnhofsdienst ist in diesem Sinne ein ein=s Boxer seit Kriegsausbruch bestritten. Eine beträchtliche drucksvolles Beispiel unserer deutschen Volksge=s Steigerung bringt das vor uns liegende Boxjahr 1941. meinschaft. Dr. H. Zimmermann. 5 Nicht weniger als 12 Länderkämpfe sieht es vor. Davon s werden bereits vier bis zu den Europameisterschaften Wenn wir zu Weihnachten backen ausgetragen, die vom 16. bis 20. April in Budapest Wenn wir zu Weihnachten bauen„ statfinden. Den Auftakt bildet am 19. Januar in KoHontgkuchen in der Kastenform: 500 g Honig.s penhagen die Begegnung mit Dänemark. Finnland ist Kunsthonig oder Sirup, 100 g Zucker, 1 Messerspitzes am 9. Februar in München der nächste Gegner. Ein Salz. 500 g Mehl, je nachdem Roggenmehl, 1 Back=s ganz besonderer Prüfstein für die Europameisterschaft pulver. Pfefferkuchengewürz, ein achtel Liter ent=swird Italiens kampfstarke Staffel bilden, die im Februar rahmte Frischmilch.— Der Honig wird mit dems in Berlin vor einer schweren Aufgabe stehen sollte. Zucker aufgekocht und vorsichtig mit dem gesiebten s Am 23. März wird voraussichtlich Schweden zum RückMehl. das man mit den Gewürzen und dem Back=s kampf nach Deutschland kommen. Austragungsort soll pulver gemischt hat, eingerührt. Man fügt soviels Königsberg sein. Die restlichen Länderkämpfe des Milch zu, daß der Teig glatt wird. Die Masses Jahres führen unsere Boxer mit der Slowakei, Ungarn, wird in eine gefettete Kastenform gefüllt und etwas Dänemark, Schweden, Finnland, Italien, die Slowakei 1 Stunde gebacken.. 5 und Ungarn zusammen; wobei es sich bei den letzten Haserflockenplätzchen: 125 g Haferflocken, 150 gs Gegnern jeweils um Rückkämpfe handelt. Mehl, 60 g Butter oder Margarine. 100 g Zucker.: 1 Ei, Vanillezucker, 4 Eßlöffel entrahmte Frisch=5 Schwedischer Voxländersieg milch.— Der Teig wird wie Mürbeteig bearbeitet. d. h. alle Zutaten werden auf einem Brett möglichst schnell zusammengeknetet und mit einem Teelöffel aufs Backblech gesetzt. Man läßt bei mäßigerHitze goldbraun backen. Braune Pfeffernüsse: 200 g Siruv. Kunsthonig oder Marmelade, 100 g Zucker, 30 g Fett. 15 g Pott: asche, 2 Eßlöffel Rosenwasser, 2 Eßlöffel entrahmte Frischmilch. 375 g Mehl, nach Geschmack Pfefferkuchengewürz.— Den Sirup oder die Marmelade: mit dem Zucker und mit dem Fett aufkochen, Pott=!„ Eiammallanss, Pahlunst mirs eh, b##. asche mit dem angewärmten Rosenwasser auflösen.: Der internationale Radsport wird für die Dauer des das Mehl in eine Schüssel sieben, dann alle Zu Krieges von Berlin aus geleitet, nachdem der Rodtaten miteinander vermischen und den Teig durch=; sport=Weltverband bisher seinen Sitz in Paris hatte. kneten. Es empfiehlt sich, den Teig einige Tages Um die Geschäfte ordnungsmäßig fortführen zu können, stehen zu lassen. Vor dem Backen den Teig nochs wurde die Geschäftsstelle nach Berlin verlegt, wo der einmal durchkneten, dann fingerdicke Rollen for Generalsekretär des Reichsfachamtes Radsport die notIn der vollbesetzten Alvikhalle zu Stockholm trugen * Schwedens und Finnlands Amateurboxer ihren zehnten Länderkampf aus. Die Schweden gewannen diese Begegnung mit 10:6 Punkten, das gleiche, das die deutsche Staffel in ihrem kürzlichen Treffen in Helsinki erzielte. Internationate Radsportführer in Berlin men und diese in 1 cm lange Stücke schneiden, die: Stückchen mit den Händen nachformen und auf einem eingefetteten Blech backen. Weihnachtssternchen: 375 g Mebl. 50 g Butter oder Margarine. 80 g Zucker, evtl etwas Vanillezucker. 2 Eßlöffel entrahmte Frischmisch, 1 Backvulver.— Alle Zutaten werden gut vermischt, dann rollt man den Teig aus, sticht Sternchen aus, die man bei mäßiger Hitze goldbrann bäckt. wendigen Arbeiten der Verwaltung, zu denen auch die Weiterführung der Rekordlisten und Aufstellung von Terminen gehören, erledigt. Nachdem der Boxsport schon vor einiger Zeit in Italien zentralisiert wurde, hat nunmehr Deutschland s dem international nicht minder bedeutenden Sportzweig des Radsahrens die unbedingt notwendigen Maßnahmen ergriffen, um einen geordneten Sportbetried# gewährleisten. MFA Mikrotilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. Nummer 346 den Karzer ammer Jugendgerichteg irdnung zur Ergänzung ober 1940 zur AnwenJugendliche, die sich an atten, auf Jugendartest rkannt. e, ist der Jugendarrest Zuchtmittel, bei sordergrund steht. schtebrecher fühlbar zum Staat über der Rechts. sat dessen eingreift, der rung soll ihn vor weihn belehren, das Gesetz in Räumen der Reichs. sicht zualeich dem VollDir Jugendlichen weruntergebracht. Im Jnse auch für sich allein. säftigt. Die Kost ist im id Brot beschränkt: sie ing und in besonderen urch eine warme Suppe t für das Wochenendraum wird nur solange Stunden dunkel ist. Wertpakete nachgegeben, daß wäh. den Fällen, in denen g bieher Hanfbindfoden Inlands= wie bei Ausirung durch drei= bis det werden kann. Dan Papierbindfaden ausvierkordel soll dem Geendung und der Länge se. en Erbe gebung n den Niederlanden mit ändischen Lehrervereinirheit des gemeinsamen Zukunft bekräftige, die Blück und die Freiheit ederlande verwirklichen jiederländische Erzieherzu erfüllen, durch ihre sorgen, daß die zukünfGeist aus der Wurzel 's weiter an dem bedas gewaltige Geschehen für alle Zeit zu sichern. Waechtler. Er beschaulichen Grundsätze ind stellte sie den libedlution von 1789 wurdie über die Menschen, nd Unordnung gebracht skampf, so betonte der nur für sein eigenes er, die zur blutmäßigen Für die nationalsozialicas dem gigantischen nwart die Aufgabe, die beit und in der Leistung en jungen Menschen zu in, die Schule in den ganisation, des Staates, t sprach als Leiter des n den Niederlanden im id stolze Aufgabe der en Niederlanden gestellt Kundgebung mit dem schsminister Dr. Seyßer mit den Gästen eine ausstellung in der deutKoch swahleit mpf am zweiten Weihptstadt gegen Sudetenandenburg zur Aufstelende Spieler in die enoenbeck(Preußen) oder ppel(BSB 92), Junik tha): Läufer: Wieneke Hausmann(Minerva) er: Liebcke(Lufthansa), sost), Tietz(Babelsberg), adicke(Eintracht Miersalprobe für das Städteeujahrstage sein. erkämpfe unjalt erkampf gegen Italien hresprogramm unserer schte dieser Kampf die iderkämpfen, die unsere itten. Eine beträchtliche liegende Boxjahr 1941. pfe sieht es vor. Davon n Europameisterschaften 20. April in Budapest am 19. Januar in Kodänemark. Finnland ist r nächste Gegner. Ein die Europameisterschaft bilden, die im Februar Aufgabe stehen sollte. ich Schweden zum Rückn. Austragungsort soll imn Länderkämpfe des der Slowakei, Ungarn. Italien, die Slowakei es sich bei den letzten handelt. ländersieg le zu Stockholm trugen teurboxer ihren zehnten en gewannen diese Begleiche, das die deutsche sen in Helsinki erzielte. adsportführer in wird für die Dauer des et, nachdem der RodSitz, in Paris hatte. a fortführen zu können, Berlin verlegt, wo der mtes Radsport die notung, zu denen auch die und Aufstellung von hon vor einiger Zeit in nunmehr Deutschland bedeutenden Sportzweig ingt notwendigen Maßrdneten Sportbetried 17. Dezember 1940 Münsterischer Stadtanzeiger Nummer 346 Thromie des Tages Sein 80. Lebensjahr vollendet am heutigen Diensug unser Mitbürger Franz Pleyer im Kettlerheim, Schillerstraße 46. Der alte Herr ist noch recht rüstig und erfreut sich trotz seines Alters noch einer seltenen törverlichen und geistigen Frische. Wir wünschen dem alten Herrn noch einen langen, glücklichen Lebensabend. Apfel gibis. Auf den Bestellschein III der Bezugstarte für Apfel werden bis zum 24. Dezember 1 Klg. sofel ausgegeben. Näheres in der Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil. Steuerzahlung. Die bei der Stadthauptkasse zu entrichtenden Steuern, Schulgelder, Gebühren und Beiträge für den Monat Dezember 1940 sind— wie im Anzeigenteil bekanntgemacht— fällig geworden. Zahlungspflichtige, welche mit der Zahlung im Rückstand geblieden sind, müssen innerhalb einer Frist von drei Tagen bei der Stadthauptkasse gezahlt haben, andernfalls die Rückstände im Zwangsverfahren beigetrieben werden, wodurch den Säumigen Beitreibungskosten erwachsen. Wann dunkeln wir ab? Am 17. Dezember von 17.18 Uhr bis.33 Uhr, am 18. Dezember von 17.18 Uhr bis 934 Uhr, am 19. Dezember von 17.19 Uhr bis.34 Uhr, am 20. Dezember von 17.19 Uhr bis.35 Uhr. om 21. Dezember von 17.19 Uhr bis.35 Uhr, am 22. Dezember von 17.20 Uhr bis.36 Uhr, am 23. Dezember von 17.20 Uhr bis.36 Uhr. An der Ecke Adolf-Hitler-Straße Hasenstraße stießen ein Lastkraftwagen und ein Personenkraftwagen zusammen. Zwei Personen erlitten leichte Verletzungen. An den Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Schuld hat der Personenkraftwagenfahrer, weil er mit übermäßiger Geschwindigkeit fuhr und das Vorfahrtsrecht nicht beachtete. Glimpflich abgelausen. Ecke Warendorfer Straße— Friedensstraße stießen ein Lastkraftwagen und ein Straßenbahnwagen zusammen. Verletzt wurde niemand. An der Straßenhahn entstand leichter Sachschaden. Die Schuldfrage konnte bisher noch nicht geklärt werden. Verschnürung der Wertpakete. Die Deutsche Reichspost hat nachgegeben, daß während der Dauer des Krieges in den Fällen, in denen bei Wertpaketen als Verschnürung bisher Hauffbindfaden vorgeschrieben ist, sowohl bei Inlands= wie bei Auslandswertpaketen eine Verschnürung durch drei= bis achtfädige Papierkordel angewendet werden kann. Dagegen bleibt die Verwendung von Papierbindfaden ausgeschlossen. 40jähriges Dienstsubiläum Stadtamtmann Wilhelm Badde konnte in diesen Tagen auf eine vierzigjährige Dienstzeit im Dienste der Stadtverwaltung zurückblicken, wovon 34 Jahre auf die jetzige Dienststelle— Abteilung für Steuern und Gebühren— entfallen. Als Leiter dieser Abteilung ist er weiteren Kreisen der Bürgerschaft bekannt geworden, denen er mit Rat und Tat half. Aus Anlaß seines 40jährigen Dienstjubiläums wurden ihm eine Reihe von Ehrungen zuteil. Der Oberbürgermeister erkannte in einem Glückwunschschreiben die verdienstvolle Tätigkeit des Jubilars, die er in den vier Jahrzehnten im Dienst der Stadt geleistet hat, an. In einer schlichten Feier brachten die Fachschaft der Kommunalbeamten durch ihren Leiter, Stadtoberinspektor Marcus, und die Mitarbeiter der Stadthauptkasse durch Stadtkassendirektor Heckmant dem Jubilar ihre Wertschätzung und Anerkennung in ihren ehrenden Ansprachen zum Ausdruck. Naszeichnung PArpflichter„Anrdem=Ensat Verdiente Führer und Männer der SA-Standarte 13 wurden durch die SA-Gruppe Westfalen ausgezeichnet 8 Hauptsturmführer Kruse überreicht einem SA-Mann das Geschenk der Gruppe Westfalen Aufnahme: Hülsbusch(2) SA.=Geist heißt Opfergeist! Tausendfach hat sich dieses Wort bewährt in den Jahren der Kampfzeit, in denen die Braunhemden die Schattenseiten des Lebens kennenlernten, in denen sie nie fragten:„Was wird einmal aus mir?“, sondern blindlings dem Führer folgten. Aber auch in den Jahren nach der Machtübernahme ließen sich die Sturmabteilungen des Führers von keinem in Einsatzbereitschaft und Opfergeist übertreffen. In ihren Reihen findet man nicht den satten Bürger, der andere für sich mitarbeiten läßt und dem es gleich ist, welches Erbe einmal die spätere Generation in Deutschland antreten wird. Da sind vielmehr jene kämpferischen Naturen auf Gedeih und Verderb miteinander verschworen, deren Hingabe an das Vaterland, deren Idealismus und Opfergeist sprichtwörtlich geworden ist. Nie haben die Männer der SA. Dank und Anerkennung erwartet. Wenn sie eine der vielen ihr gestellten Aufgaben gelöst hatte, wenn irgendeine Schlacht siegreich geschlagen war, dann strahlten die Augen der stillen Kämpfer vor freudigem Stolz, der Erfolg war ihnen Dank genug. Und so mußte es für diese Männer etwas völlig Neues sein, als sie in diesen Tagen zu einem Appell der Standarte 13 befohlen wurden, auf dem besonders verdiente Männer ausgezeichnet werden sollten. Hauptsturmführer Kruse betonte in seiner Ansprache als derzeitiger Führer der SA.=Standarte 13, er habe die Führer der Stürme und ihre nächsten Mitarbeiter aus den Bereichen der Sturmbanne I/13, II/13 und IV/13 herbefohlen, weil es der Wille des Stabchefs sei, jene Männer auszuzeichnen, die während des Schicksalskampfes der Nation in der Heimat unermüdlich mit Sinnbild deutscher Einheit und Größe Deutsche Kunst im Elsaß— Fortsetzung der Vortragsreihe des Landesmuseums in Münster Deutsch sind wieder jene erhabenen auf elsässischem Joden aus deutschem Geist geschaffenen und gewachsenen Kunstwerke. Diese weitesten Kreisen der Bevölterung näher zu bringen und lebendig werden zu lassen, ist Sinn und Anlaß der vom Landesmuseum Westfalen für Kunst und Kulturgeschichte veranstalteten Vortragsreihe„Deutsche Kunst im Elsaß“. Welch lebhaftes Ineresse diese Vorträge finden, zeigt der außergewöhnlich starke Besuch und der immer bis auf den letzten Platz vollbesetzte gewiß nicht kleine Vortragssaal im Landesnuseum. So mußte, wie schon vor einiger Zeit, am letzten Sonntag wegen des zu großen Andranges auch der Vortrag von Dr. Harald Seiler wiederholt werden. Am Sonntag sprach also Dr. Harald Seiler zum sweitenmal in Fortsetzung seines Vortrages über das Straßburger Münster über die Plastik dieses gewaltigen deutschen Meisterwerkes technischer und künstlerischer Höchstleistung. Ließ Dr. Seiler im ersten Teil seines Vortrages das Straßburger Münster in seiner einzigartigen Architektur in Wort und Bild vor den Augen der Zuschauer erstehen, so wußte er diesmal mit Anschaulichkeit die Schönheit der reichen Plastik an und in diesem vielgestaltigen und reichgegliederten Prachtbau deutscher Gotik darzustellen, wobei auch diesmal die gutausgewählten Lichtbilder eine treffliche Erläuterung seiner fesselnden Ausführungen waren. Manchen rauhen Sturm mußte das Straßburger Münster im vielfältigen Wechsel der Jahrzehnte über sich ergehen lassen, manche Zerstörung und sich daraus notwendiger Weise ergebenden Neu= und Umgestaltung hinnehmen. Die erste Umgestaltung erfuhr das Münster im Jahre 1529, zur Zeit der Reformation. Eine zweite Zerstörungswelle ging über das Straßburger Münster hinweg, als der Sonnenkönig Ludwig XIV. die alte deutsche Reichsstadt Straßburg mit dem Münster des Baumeisters Erwin von Steinbach raubte. Nach kurzen Schilderungen über die Umwandlungen und Zerstörungen am Straßburger Münster im Wandel der Jahre ging Dr. Seiler auf die Hauptplastiken des Straßburger Münsters ein und zeigte zunächst die Westfassade, die das erste Beispiel der Aufgliederung einer Fassade durch drei große Portale ist und somit die Möglichkeit für die reiche Anbringung zahlreicher Plastiken bietet. Wenn auch nicht so reichen Plastikenschmuck, so doch gleich künstlerisch wertvolle Plastiken zeigt das südliche Querschiffportal und das Innere des Straßburger Münsters. Abschließend wies Dr. Seiler am Straßburger Münster nach, wie sich innerhalb weniger Jahrzehnte ein deutlich sichtbarer Wandel von der teils oizarren und ornamentalen Gestaltung der Romanit zur formvollendenten, innerlich befreiten und von selbstsicherer Souveränität getragenen Gotik vollzog. Im Vorraum des Vortragssaales hatte das Landesmuseum eine reiche Auswahl stark vergrößerter Fotos vom Straßburger Münster aufgebaut. F. W. Sch. Ein Preußischer Leutnant Historische Erzählung von Erich Tüllner Die Nachricht von der Erhebung Preußens gegen Navoleon erreichte den Leutnant Andersberg auf einem exponierten Posten an der volnischen Grenze. Ohne sich zu versäumen, sammelte er Soldaten und Freiwillige unter seinen Befehl, um mit ihnen in die nächste Stadt zu marschieren. Auf dem Wege dahin gelang es ihm, einen französischen Posten zu fangen, von dem er erfuhr, daß sich einige Stunden entfernt im Forsthaus Andersbrück die militärischen und administrativen Spitzen der Besatzungstruppen des Bezirks zu einer Jagd zusammengefunden hatten. Dieses Forsthaus aber war sein Vaterhaus, und da die unbekümmerte Jagdgesellschaft von der Welle vatriotischer Begeisterung, die Preußen überschwemmte, entweder nichts erfahren zu haben schien oder sie nicht für so bedeutungsvoll hielt, entschied sich Leutnant Andersberg schnell dafür, das Wespennest auszuheben. * " Im Forsthaus Andersbrück ließen es sich die Herren Offiziere und Beamten schmecken, ohne im geringsten an Krieg oder Aufstand zu denken. Vor der Haustür patroullierte verschlafen eine Wache, die sich selbst für überflüssig hielt. Im Vorraum des Hauses machte sich ein Detachement von 20 Reitern breit. Der alte Andersberg stand, die Hände in den Taschen geballt, hinter der Tafel und ließ kein Auge von den ungebetenen Gästen. „Also. Messieure“, rief der Präsident Clocheroi nit einem Seitenblick auf den Förster,„Trinken vir auf die Preußen! Sie haben herrliche Wälder mit gefährlichen Einwohnern——und man versteht such ihre Instinkte, wenn man in diesen Wäldern den Wolf jagt.“ Andersberg rührt sich nicht. Dem Präsidenten der brüllt ein„Prosit— Prosit!“ zur Antwort, ntgegen, und der knirschende Fluch des Försters ting im Klingen der Champagnergläser unter. Langsam kam die Nacht. Die Pferde in den Faüleg“##urden allmäblich ruhig. Und auch der fain; der bei einer Küchenvisite den Champagner= laschen zu tief in den Hals geschaut hatte, ließ müde den Koof hängen. lehnte sein Gewehr an die Mauer und fand sich bei seinen Kameraden ein Als der Förster bat, zu Bett gehen zu dürfen. 00 das Gefinde wohl zur Bedienung genüge, schrie Um ein Cdor entgegen:„Mais non, Monsieur. es ist herrlich bei Ihnen, und Sie müssen unbedingt zuschauen, wie wohl wir uns fühlen.“ Schweigend gehorchte Andersberg. Aber er ging in die Küche, wo die Mägde immer neue Braten zurichteten und die Burschen immer neue Flaschen entkorkten. Wann endlich wird Preußen auferstehen, dachte er, wann endlich...? Um diese Zeit stand Leutnant Andersberg mit seinen Leuten schon dicht vor dem Hause. Er ließ die Gelegenheit auskundschaften und setzte den Ueberfall auf Mitternacht an. „Denken Sie auch an Ihren Vater. Herr Leutnant?“ fragte besorgt einer der Freiwilligen. Andersberg machte eine abwehrende Bewegung: „Ja—— ich denke an ihn. Aber wir werden so schnell sein, daß es niemand wagen wird, uns Widerstand zu leisten. dazu beitrügen, daß sich ein zweites 1918 nicht wiederhole. Die Männer der Heimatfront, die zum größten Teil bereits im großen Völkerringen dabei waren, seien sich ihrer großen Aufgabe bewußt. Nach dem siegreichen Kriege werde die Heimat gegenüber jenen Männern Rechenschaft ablegen müssen, die in ihrem Vorleben und Vorsterben höchste Pflichterfüllung sahen. Ewig, wie der Toten Tatenruhm, sei auch die Arbeit, wenn sie von einem verantwortungsbewußtem Volksganzen getragen werde, in der der einzelne nichts gelte. Möge die SA. das Braunhemd oder das feldgraue Ehrenkleid tragen, alle marschierten dem großen Ziele, der Freiheit der Nation entgegen. Niemals dürfe der SA.=Mann vergessen, was er seinem Obersten SA.=Führer geschworen habe, stets müsse er daran denken, daß er die Sturmfahnen des Dritten Reiches vorantrüge. Wenn die SA.=Gruppe Westfalen nunmehr verdiente SA.=Führer und=Männer auszeichne, so geschehe dies nicht durch äußerliche Ehrungen oder Beförderungen, die ja nur höhere Verantwortung mit sich brächten, sondern durch ein schlichtes Geschenk in Form des Buche„Deutsche Geschichte". Das Werk, das die deutsche Geschichte von der germanischen Vorzeit bis zur Gegenwart behandele, möge den Männern weiteres Rüstzeug für ihre geistige und weltanschauliche Schulung vermitteln. Mit einem flammenden Appell, stets daran zu denken, was der Führer in der Kampfzeit von seinen SA.=Männern verlangte, und stets im alten SA.=Geist weiterzukämpfen für ein großes und glückliches Deutschland, schloß der derzeitige Führer der SA.=Standarte 13 seine Ansprache. Einzeln traten die SA.=Führer und=Männer vor, um durch einen Händedruck und das Geschichtswerk den Dank der Obersten SA.=Führung zu erhalten für ihren nimmermüden Einsatz. Jedes Buch trug die Widmung: „Im Jahre des großdeutschen Schicksalskampfes, das Front und Heimat in Kameradschaft und soldatischem Geist vereint fand, überreicht dies Buch die SA.=Gruppe Westfalen. gez. Jaster, SA.=Brigadeführer. Weihnachten 1940.“ Die Droste- niederdeutsch gesehen Bemerkenswerkes Arbeits- und Vortragsprogramm der „Vereinigung Niederdeutsches Münster“ Die„Vereinigung Niederdeutsches Münster“, deren bisherige, wenn auch durch die Zeitumstände verständlicherweise eingeengte Tätigkeit in den vergangenen Monaten bei uns in Münster aber auch in der gesamten niederdeutschen Welt ein erfolgreiches, aufmerksam beobachtetes Echo gefunden hat, steht in den kommenden Wintermonaten vor der Durchführung eines umjangreichen Programms. Es ist bekanntlich das besondere Anliegen der Vereinigung, das heimatliche Kulturleben Münsters und des Münsterlandes aus der niederdeutschen Art unserer Vergangenheit und unseres Volkstums schöpferisch zu beleben. Dadurch ist ihrer Arbeit ein weites und vielseitiges Arbeitsfeld zugewiesen, dessen verschiedenartige Teilfragen und Teilgebiete während der vergangenen Monate in der Stille vorbereitender Arbeit behandelt und für die praktische Auswertung gefördert wurden. Darüber wird zu gegebener Zeit Näheres und Gegenständliches zu sagen sein, wenn diese Arbeit in den öffentlichen Veranstaltungen der nächsten Wochen und Monate selbst berichtend und anregend vor die Oeffentlichkeit tritt. Aber schon in diesem Zusammenhang sei hingewiesen auf die umfangreiche Mitwirkung der Vereinigung während der Veranstaltungen zum zehnjährigen Bestehen des Gaues Westfalen=Nord in der ersten Januar=Hälfte, wo in Kurz vor Mitternacht fiel ein Schuß. Leutnant Andersberg fuhr auf: welcher Esel hatte sich da unterstanden, zu schießen! Aber in diesem Augenblick öffnete sich schon die Tür des Forsthauses, ein vaar Soldaten torkelten heraus. stülpten ihre Helme auf und griffen zu den Gewehren. Verrat?... Oder Zufall? Andersberg hatte keine Zeit zum Ueberlegen.„Los.Jungs!“ kommandierte er.„Los!... Ran!!!“ Und an der Spitze seiner Männer stürmte er auf das Forsthaus zu. In ihrer ersten Verblüffung zogen sich die Soldaten der Wache ins Haus zurück und verbarrikadierten die Tür. Als Leutnant Andersberg und seine Leute den Gartenzaun übersprangen, starrten ihnen aus allen Oeffnungen Gewehrläufe entgegen. Im Feuer der Franzosen brach ihr erster Ansturm. der eine Ueberraschung hatte werden sollen, blutig zusammen. einer Reihe von Orten Kulturveranstaltungen der Vereinigung im Sinne ihrer bedeutsamen Volkstumspflege. arbeit stattfinden werden. Am nächsten Sonntag wird sich die Vereinigung mit einer großen Vortragsveranstaltung an die Oeffentlichkeit wenden, welche die Bedeutung der Persönlichkeit und des Werkes unserer großen deutschen Dichterin Annette von Droste=Hülshoff unter ganz neuartigen Gesichtspunkten aufzeigen soll. Man hat die Droste immer schon als eine typisch=westfälische Dichterin behandelt und erkannt. Hier wird etwas Bestimmteres offenbar werden: das, was die Droste und ihre Dichtung so charakteristisch kennzeichnet, ist niederdeutsch dem Wesen und der Gestaltung nach. So wird uns die große deutsche Dichterin aus unserer Landschaft in neu gewonnenen Perspektiven ihres Wesens= und Dichtungsbildes erschlossen und damit zugleich auch ein neuer Zugang zu ihrem Werke aufgetan. Überdies aber— und das ist eine sehr wichtige Absicht dieser Veranstaltung mit— wird aus dieser Behandlung des Droste=Themas sich sehr Wesentliches für die Erkenntnis und begriffliche Darstellung dessen ergeben, was das Niederdeutsche ist und ausmacht. Wir zweifeln nicht, daß mit dieser Vortragsveranstaltung, die sich aus der stillen Tätigkeit eines Arbeitskreises der Vereinigung ergab, ein bedeutsamer Beitrag sowohl für die Grundlegung niederdeutscher Kulturarbeit der Vereinigung als auch für die DrosteForschung ergibt. Das darf um so mehr erhofft werden, als ein ausgezeichneter, jüngerer Droste=Kenner, Dr. habil. Heselhaus, das Thema„Das Niederdeutsche in der Dichtung der Droste" auf Grund langjähriger Feierstunde der Fachgruppe Die Fachgruppe Volksgesundheit in der Studentenführung der Univerfität Münster hatte am Sonntag morgen zu einer Feierstunde in der Aula der HermunnLöns=Schule eingeladen, die sich durch ihren gediegenen Charakter auszeichnete. Der Fachgruppenleiter begrüßte zu Beginn die Gäste, besonders den Gaustudentenführer und den Gaudozentenführer. Trefflich stellte er als Sinn dieser Stunde heraus, durch das Erlebnis der Kunst de Brücke zu schlagen von den Lehrern über die Studierenden zur Aerzteschaft. In dem nun folgenden Programm erklang zunächst von Franz Schuvert Impromtu op. 90 Cemoll, für das Erich Rother am Klavier für seine innige und werkgetreue Interpretation den verdienten Beifall erhielt. Die Reihe der gewählten musikalischen Darbletungen wurde unterbrochen durch eine Lesung von Gertrude Arenhövel=Michel aus„Die Stimme der Ahnen". Das anschließende Trio für Klavier, Klarinette und Bratsche von Mozart gefiel ganz besonders durch feine anmutige Beschwingtheit und rechtfertigte das Lob der drei Darbietenden, Erich Rother, Alois Franke und Alfred Jobst. Besonders ansprechend für den Kreis der Hörer waren dann die Lesungen von Dr. Jentzsch aus dem Gedankengut großer Aerzte, die hinwiesen auf die Aufgabe und Einstellung zum künftigen Beruf. Abschließend brachte Erich Rother die Sonate Pathetique zu Gehör, deren mächtige Klänge jeden tief berührten. Forschungen behandelt, bei denen ihm während eines längeren Forschungsaufenthaltes cuf Haus Hülshoff umfangreiches, bislang unbekanntes familien= und sippengeschichtliches Material zur Verfügung stand, aus dem sich außerordentliche wichtige, neue Gesichtspunkte zum Droste=Thema überhaupt und besonders auch zur Betrachtung aus niederdeutschem Blickfeld ergaben. Puppenwiegen, Steckenpferde, Handarbeiten Ein Besuch in der Ausstellung der für das Kriegs-WHIW 1940 fertiggestellten Arbeiten des Untergaues Münster-Warendorf(13) In den Straßen Münsters ist Hochbetrieb. Jeder will noch rasch ein schönes Geschenk für seine Lieben erstehen. Doch, was ist das? Da vor den Schaufenstern der Ausstellungsräume der VEW in der Ludgeristraße stauen sich die Menschen. Schauen wir nach, was es da zu sehen gibt! Rechts im Schaufenster sehen wir wunderschöne gestickte Kleider, nette Mäntelchen und Mützchen für unsere Kleinen, rot gefütterte Strohschuhe und links in Die Kleider für Groß und Klein sind recht geschmackvoll und sauber genäht. In den Wandschränken sind viele bunte Tiere aufmarschiert. Die ausgestellten Lottospiele, das Märchenbuch, die ausgesägten Wandbilder und Sandsteckfiguren lassen erkennen, mit welcher Liebe und Sorgfalt jedes kleine Stück fertiggestellt wurde. Gehen wir weiter und schauen uns noch den Tiergarten, die saubere Puppenschule, den reichhaltigen ganze Da möchte man gleich hingehen und einkaufen Wäscheausstattungen für unsere Als gegen Morgengrauen die Belagerten noch immer alle Angriffe erfolgreich abwiesen, galt es Rleiingkeiten Das Rest im Maul Bei den in den südatlantischen Gewässern lebenden zur Familie der Welse gehörenden Katzenfischen, vollzieht sich die Fortpflanzung auf eine höchst eigenartige Weise. Bei diesen Fischen trägt das Männchen die Hauptsorge für die Entwicklung der Nachkommen; denn in seinem Maul birgt er die vom Weibchen abgelegten Eier, etwa 50 an der Zahl. Die Jungen verbleiben im väterlichen Maul, das gleichzeitig als Nest und als Brutofen dient, bis sie den Eiern entschlüpfen. Dabei haben die Eier und die jungen Fischlein eine nicht unbeträchtliche Größe. Im Maul eines anderthalb Meter langen Katzenfisches wurden Junge, über 10 Ztm. lang. aufgefunden. Es ist noch nicht vollends aufgeklärt, wie die Eier in das Maul des Vaters gelangen und befruchlet werden. Allem Anschein nach werden sie von dem Weidchen auf dem Grunde des Meeres abgelegt und nachher vom Männchen gesammelt.— Ubrigens war dieser interessante Katzenfisch einer der ersten, bei denen durch Versuche in Aquarien ein Hörvermögen festgestellt werden konnte. Verpöntes Brotschneiden Bei den alten Aegyptern wurde das Eisen bezeichnenderweise„Feufelsgebein“ genannt und stand als solches im schlechten Rufe. Die Priester und das Volk hüteten sich, Brot mit dem Messer zu schneiden. Das Brot durfte nur gebrochen werden. Denn sonst glaubte man schwerstes Unheil heraufzubeschwören. Auch bei anderen Völkern bestand der Brauch, das Brot niemals zu schneiden, sondern nur zu brechen, lange Zeit und hat sich bei einigen bis in unsere Tage erhalten. Daraus mag sich vielleicht erklären, daß es selbst bei uns vor nicht so langer Zeit vielfach als unschicklich galt, bei Tisch Brotscheiben mit dem Messer zu zerteilen. Indirekig Krilik Rossini hörte einmal die berühmte Patti die Kavatine der Rosina im„Bardier“ singen, die die Diva mit Trillern und Zwitschern in einer Weise ausschmückte, daß das Publikum vor Begeisterung rafte.„Sie sind ein Wunder,“ sagte darauf Rossini zur Patti,„was jedoch die Musik betrifft, so möchte ich wissen, wer diese Kavatine komponiert hat.“„Was sagen Sie da, Maestro?“ erwiderte die Patti erstount,„sie ist doch von Ihnen!“„Was, von mir? Schade— wenn es ein anderer gewesen wäre, dann wollte ich ihm gerade eine tüchtige Tracht Prügel versetzen, um ihn für sein wildes Manschen mit Roten gehörig zu strafen...“ der Ecke Jüngsten! Und was gibt es in dem zweiten Schaufenster? Da sieht es ja ganz lustig aus. Puppenwiegen, Steckenpferde, bunte Bauklötze und farbige,„handfeste“ Klotzzüge sind ausgestellt. Dazwischen stehen kleine Ziehtiere— es scheint, als wenn die Pferdchen und Häschen um die Wette laufen— und im Hintergrund entdecken wir noch ein Riesenrad und zwei wunderschöne Puppenstuben. Die eine Bauernstube mit den ledergepolsterten Stühlen, dem schönen, reich geschmückten Schrank und dem Spinnrad müssen wir uns einmal näher betrachten. Wir gehen in den Ausstellungsraum und überzeugen uns davon, daß die ganzen Einrichtungen handgearbeitet sind. Auf den beiden Tischen liegen sein säuberlich ausgebreitet wunderschöne, handgearbeitete Wäschegarnituren für die Kleinsten und dazwischen finden wir viele bunte Mützchen, warme Handschuhe und Hauspantöffelchen, die aus Stoff= und Wollresten gearbeitet wurden. für den Leutnant, sich schnell und unwiderruflich zu entscheiden. Konnten sich die Franzosen noch bis in den Vormittag hinein halten, so gab es keinen Zweifel daran, daß man sie suchen und mit überlegenen Kräften entsetzen würde. Dann aber war sein Handstreich mißlungen und der Krieg für ihn zu Ende, bevor er noch begonnen hatte. Aufrecht, mit eingekniffenen Lippen, stand Andersberg am Waldrand und beobachtete das Haus. Da war er geboren— da wohnte sein Vater— da hatten schon viele Andersberger vor ihnen beiden gelebt. Heute aber war er, der Leutnant Andersberg. vom Schicksal aufgerufen. Denn jetzt ging es nicht mehr um ein Forsthaus— sein Vaterhaus -. sondern um Preußen, und darum, ob er ein vreußischer Offizier bleiben oder ein verräterischer Hundsfott werden wollte. Er befahl einen der Unteroffiziere zu sich. „Hören Sie zu!“ sagte er hart.„Ich habe mich entschlossen, Feuer an das Haus zu legen!“ „Aber. Herr Leutnant... Ihr Haus!“ „Ja——— mein Haus! Wenn wir die Franzosen nicht ausräuchern, kriegen wir sie nie!“ „Und Ihr Vater, Herr Leutnant——— der sitzt doch drin in der Mausefalle.“ Andersberg schaute den Unteroffizier mit einem toten Lächeln an.„Erinnern Sie mich nicht an meinen Vater! Ich hoffe, ihn lebend wiederzufinden, gerade so wie die französischen Herren Offiziere und Räte. Stirbt er aber, so ist es für Preußen.“ Der Unteroffizier stand schweigend. Für einen Augenblick träumte Andersberg. Dann unterbrach er die unheimliche Stille und sagte:„Lassen Sie die Leute trockenes Holz sammeln und sich Wurffackeln machen. Wir kommen dicht genug an das Haus heran—— drüben am Garten reicht der Wald fast bis ins Fenster. Es ist mein Zimmer ——— ich bin oft von der Blutbuche aus gerade hineingesprungen. Da fangen Sie an——— da zuerst.“ Eine Viertelstunde später flogen die brennenden Aeste in das Strohdach des Hauses. Der Wind. der plötzlich übereifrig wehte, jagte die Flamme im Nu von First zu First. Wie eine riesige Fackel stand das Haus in der sterbenden Nacht. Regungslos stützte der Leutnant sich auf seinen Degen und schaute mit leeren Augen dem Untergang seiner sorglosen Jugend zu. Aus den Fenstern schossen die Franzosen wie die Verrückten. Aber nur ab und zu trafen sie einen der Fackelwerfer, denn die Bäume schützten sie zu gut. Als die Flammen schon aus den Fenstern schluTuchladen und all die anderen Dinge an. Da stehen noch Bollerwagen mit Bauklötzen, wunderschöne Puppenwiegen und eine Anzahl Puppenstuben. Die Kasperlespiele machen unseren kleinen Besuchern ganz besondere Freude. Fast vergessen sie sich, vor lauter Eifer ruft schon einer: Trullala, trullala, Kasperle ist wieder da! Ja, und wer hat dies Dinge gearbeitet? Eine BDMFührerin gibt uns Auskunft: Die Dinge wurden von unseren Mädeln gearbeitet. Alle Mädel= und Jungmädelgruppen und die Arbeitsgemeinschaften des BDMWerkes Glaube und Schönheit setzten ihre Ehre darein, möglichst viele, vor allem aber schöne Dinge gerade in dieser Zeit zu arbeiten. Wolle und Stoffe wurden von den freiwillig abgetretenen Punkten der Mädel angeschafft. Schauen wir nun zum Schluß noch einmal in den großen hellen Lichterkranz. Eigentlich möchte man ein wenig länger daran stehen bleiben. Aber das geht nicht. Es sind gar zu viele Besucher da. Unter den Kommandanten der gegen England eingesetzten Hilfskreuzer befindet sich auch der Kapitän zur See Bernh. Rogge, der jetzt für seine hervorragenden Leistungen mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurde.(Scherl-.) e gen, zeigten die Belagerten ein Bajonett, an dem ein weißer Tuchsetzen hing. Der Leutnant trat auf die Lichtung hinaus: „Ergebt ihr euch?“ „Oui... Monsieur... Qui. out!“ Und nun kamen sie heraus, einer nach dem anderen mit rauchgeschwärzten Gesichtern und zerfransten Uniformen und manche mit verbrannten Händen: ein General. mehrere Obersten und Kavitäns——— ein paar jammervoll schlotternde. schwarzberockte Gestalten, die sich wohl für ihr Leben gern schon beim ersten Schuß ergeben hätten ——— und als Letzter, aufrecht und mit einem stolzen Lächeln auf dem verwitterten Gesicht, der alte Förster. Als der Leutnant die Gefangenen zählte, brach das Haus in sich zusammen. Am Nachmittag desselben Tages lieferte Leutnant Andersberg seine Gefangenen ab. Unter seinen Soldaten aber marschierte einer, der erst seit heute morgen zu ihm gebörte, einer, der kühn war im Kämpfen und stark im Gehorchen: der alte Förster Andersberg. 2) MFA — Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 17. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 346 Flammendes Fanal der Freiheit : Der Triumph des Genies— Der Schiller-Film im Rolandtheater Die Kunst muß wagen können. Der Film bekennt sich zu dieser Forderung. Weil er dazu ein Geschöpf unserer Toge ist, mit ihr aufs engste verbunden, liegt es nicht sern, daß er einer gewaltigen Gegenwart einen würdigen Ausdruck zu verleihen weiß. In diesem Blickwinkel ist eine seiner neuesten Schöpfungen zu betrachten:„Friedrich Schiller, der Triumph eines Genies". Eine ungeheuere Dynamik verdichtet sich zur glühenden Evolution. Friedrich Schiller, der Freiheitsdichter unseres Volkes, steht vor uns auf. Eine gewaltige Aufgabe, die höchsten Dienst am Schillerschen Weltbild verlangt, wird durch ihn gestellt. Der Dichter der Räuber, der nur auf diesem seinem Jugendwerk in seiner weiteren künstlerischen Entwicklung fußen konnte, ist keine selbstherrlich imponierende Gestalt, die vielleicht im ständigen Ringen über den Dingen stehen könnte; er ist der wahre Sohn eines geknechteten Volkes, der zu den Sternen streben muß, weil es sein Herz befiehlt, der einen Besehl in sich vernimmt den Befehl des Genies, dessen Tragweite schon früh in ihm aufzudämmern scheint. Man muß diese Richtungspfeile einer meisterhaften Regie sich vor Augen führen, wenn man die Bedeutung und den Reichtum des Schiller=Films erkennen will. Hier wird Neuland erschlossen— Kampf heißt die Losung, und vor uns ersteht eine leuchtende, echte, lebendige Welt. Wie schon gesagt, befaßt sich der Film mit dem Schiller der„Räuber“, mit dem jugendlich=frischen, auf der Karls=Schule drangsalierten und gepeinigten Mediziner, der in Württemberg noch das Amt eines Regimentsmedicus anzutreten hat. Eine überladene, barocke Welt der Etikette und der Courtoisie hat sich schon überlebt. In der Militärschule des Herzogs, einer regelrechten Zuchtanstalt, hat Schiller harte Jahre durchzumachen. Hier drängt sich sein Verlangen zur Freiheit ans Licht. Er hat Kameraden um sich, die treu zu ihm stehen, er schenkt Laura seine gewaltigen Liebesgedichte. Aber der Herzog tritt ihm entgegen, obwohl sich seine Favoritin, der„Engel von Württemberg“ in der Gestalt der Reichsgräfin von Hohenheim, für ihn einsetzt. Schillers Räuber durchzucken da die Welt. Er selbst muß aus Württemberg fliehen. Aber er weiß, daß der Besehl des Genies ihn numn leitet. Den seisten, verschwendungssüchtigen Despoten weiß Heinrich Geeorge mit sicherer, fast selbstverständlicher Einfühlungskraft wiederzugeben. Ihm zur Seite steht die Reichsgräfin Franziska von Hohenheim, die in der schauspielerischen Persönlichkeit von Lil Dagover eine herzliche, frauliche Gestalt gefunden hat. In dem Darsteller des jungen Schillers begegnet uns ein ganz neues Gesicht des Filmes: Horst Caspar, ein junger Schauspieler aus der Bochumer Schule Saladin Schmitts, gestaltet einen ganz wuchtigen, elementaren Schillertypus, dem größtes Lob gebührt. In weiteren Rollen sind besonders Eugen Klöpfer als Freiheitsdichter Schubart, Friedrich Kayßler als Schillers Vater, Hannelore Schroth als die liebenswürdige, innige Laura, der brutale Feldwebel des Paul Dahlke, eine der interessantesten Rollen, und Paul Henckels als Hofmarschall von Silberkalb zu nennen. Herbert Windt schrieb eine schöne, kraftvolle Musik. Ueber die ganze Regie wachte Herbert Maisch, ein zwischen Bühne und Film saubere Brücken schlagender Spielleiter, dem das Treffsichere, das Dokumentarische zu finden gegeben ist, wie seine bisher größte Filmleistung„DIII 88“ auch gezeigt hat. Sein neuester Film ist ein flammendes Fanal der Freiheit geworden, ein Symptom unserer Volksseele und zugleich eine der beachtlichsten Filmschöpfungen überhaupt. Karl-Heinz Henkel Schauburg:„Die letzte Runde“ Ein Film mit Ludwig Schmitz ist gewiß schon Programm. Dieses Mal aber ist ein spannungsreiches und packendes Geschehen noch vor dem kräftigen Humor das beherrschende Element, das Liebe, Boxen und Humor zu einer vielversprechenden Mischung vereint. Einen Boxer von Weltruf macht sein Scheitern zum zähen Wegbereiter eines Nachwuchsmannes. In der entscheidungsvollsten Phase aber ihrer an Härte und ausdauerhafter Selbstzucht reichen Arbeit tritt eine schöne und interessante Frau in den Kreis und tut das, was Frauen ihrer Art immer tun müssen. Sie gefährdet den Erfolg, die Europameisterschaft als Krönung eines mühevallen Weges, bis sie in einem Anflug von Verantwortung noch vor der„letzten Runde" das Gleichgewicht wieder herstellt. Das Ergebnis ist der Sieg in den Seilen, der nach diesem aufregenden Spiel der Leidenschaften in dem erregenden Milieu von Varietés doppelt groß erschelnt, da es nicht nur auf die prasselnden Geraden und Schwinger ankommt. Die Darsteller, die diesen Film zu einem Erfolg seiner Art machen, sind Attila Hörbiger, Heinz Seidler, Ludwig Schmitz und Camilla Horn. th. w. Aus de —— Hamsgung RSKK-Standartenführer Sanneforth tödlich verungluckt Aus Berlin kommt die traurige Nachricht, daß der frühere Führer der RSKK=Motorstandarte 66, Standartenführer Hanneforth, am vergangenen Freitag einem Verkehrsunfall zum Opfer gefallen ist. Allen Münsteranern ist Standartenführer Hannesorth nach in bester Erinnerung. Ihm, dem es darum ging, eine leistungsfähige Mannschaft heranzubilden, die allen Stürmen der Zeit zu trotzen bereit war, wird Münster immer ein ehrendes Andenken bewahren. Fast vier Jahre hat er hier gewirkt. Am 1. September 1935 erhielt er den Auftrag, im Regierungsbezirk Münster. der mit der Motorstandarte 66 übereinstimmt, das Zandumentale=Aaeiterung dernindereechut Laufende Reichskinderbeihilfe für weitere.5 Millionen Kinder ASDAp, Ortsgruppe Adler. Am Mittwoch, dem 18. Dezember, vormittags von—12 Uhr findet die Ausgabe der WHW=Wertscheine in der Geschäftsstelle, Neustraße 15, statt. RS-Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk, Orisgruppe Münster=Ost. Von Montag, den 16., bis Mittwoch, den 18. Dezember, sind in der Gallitzinstraße 19 im Schaufenster des Schlachtermeisters Lehn Arbeiten der Frauen unserer Ortsgruppe ausgestellt. Die Sachen wurden in der Nähstube unter Leitung unserer neuen Nähstubenleiterin, Frau Henke, angefertigt. Sie entstanden teils aus allen Kleidungsstücken, teils aus punktfreien Resten und werden der NSV zur Verteilung übergeben bzw. Lazaretten zur Verfügung gestellt. Die Dienststunden der Nähstube im Gebäude der Ortsgruppenleitung NSDAP, Johann=Hamannstraße, sind wochentäglich außer Mittwochs und Sonnabends auf nachmittags 15—19 Uhr festgesetzt. Jede Volksgenossin kann hier mithelfen und ist herzlich willkommen. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, daß sich jede Frau für das Umändern oder die Neuanfertigung von Kleidungsstücken Rat und Anleitung holen kann. In diesen Fällen wird selbstverständlich erwartet, daß sich die Betreffenden gelegentlich auch für unsere Nähstubenarbeit zur Verfügung stellen. RSKK aufzubauen. Seit Ansang 1932 hatte er auf diesem Sektor der Bewegung schon hervorragende Arbeit geleistet, zumal er in seiner sauerländischen Heimat den Motorstaffeln recht viele Kameraden und Kämpfer gewann. Daß ihm die Organisation einer straffen, immer einsatzbereiten Organisation auch in Münster und im Münsterland gelungen ist, haben viele Appelle und nicht zuletzt die Besichtigung durch den Korpsführer in Münster bewiesen. Als Kamerad aller Stürme galt seine ständige Sorge der Errichtung von schönen eigenen Sturm= oder Truppheimen, wobei er von dem Grundsatz ausging, daß eine gute, zielbewußte Ausbildungsarbeit nur in eigenen, allen Anforderungen entsprechenden Heimen gewährleistet sei. Die stattliche Anzahl von 32 Heimen beweist den Erfolg dieses seines Bestrebens. Nach der Heimkehr der deutschen Ostmark wurde RSKK=Standartenführer Hanneforth dann mit dem Aufbau einer Standarte in Kärnten beauftragt. Er verließ die Gauhauptstadt Münster, aber er bleibt hier unvergessen; und heute, wo er nicht mehr unter uns weilt, erinnern wir uns der kameradschaftlichen Verbundenheit und des einsatzbereiten Einsatzwillens, die wir in ihm jederzeit antreffen konnten. Die von Staatssekretär Reinhardt in seiner kürzlichen großen Finanzrede angekündigte neue Kinderbeihilfenverordnung ist nunmehr im Wortlaut bekanntgemacht worden. Sie bringt einen wesentlichen Ausbau der bisherigen Kinderbeihilfen mit dem Erfolge, daß statt bisher drei Millionen ab 1. Januar 1941 4,5 Millionen Kinder lausende Kinderbeihilfen bis zum 21. Lebensjahr aus Reichsmitteln erhalten werden. Die Verordnung bestimmt, daß das Reich dem unbeschränkt einkommensteuerpflichtigen Haushaltsvorstand für das dritte und jedes weitere minderjährige Kind, das zu seinem Haushalt gehört, eine Kinderbeihilfe gewährt, wenn der Haushaltsvorstand deutscher Staatsangehöriger oder deutscher Volksangehöriger ist. Aus dieser Fassung werden zugleich die fundamentalen Neuerungen deutlich: Erweiterung der Kinderbeihilfe bis zum 21. Lebensjahr und Gewährung dieser Beihilse ohne Rücksicht auf das Einkommen oder den Stand der Eltern. Kinder im Sinne der Verordnung sind außer den Abkömmlingen des Haushaltsvorstandes, seine Stiefkinder, seine Adoptivkinder, seine Pflegekinder und die Abkömmlingdieser Personen, wenn sie deutschen oder artverwandten Blutes sind. Die Kinderbeihilfe beträgt 10 RM. jeden vollen Kalendermonat, in dem die Voraussetzun, gen für ihre Gewährung erfüllt sind. Das Finanzame erteilt dem Haushaltsvorstand einen schriftlichen scheid über die Höhe der Kinderbeihilfe. Die Kinder, beihilfe wird nach Ablauf des Kalendermonats gezahlt für den sie gewährt wird. Kinderbeihilfe, die zu Un, recht gezahlt worden ist, ist zurückzuzahlen. Der An, spruch auf Auszahlung der Kinderbeihilfe ist nicht über, tragbar. Die Kinderbeihilfe wird auf Zuwendungen, die aus öffentlichen Mitteln gewährt, nicht angerechnet Nach den Vorschriften der neuen Verordnung Kinderbeihilfen erstmalig für den Monat Januar 1941 zu gewähren. Laufende und erweiterte laufende Kinder, beihilfen sind nach den bisherigen Vorschriften letztmalig für den Monat Dezember 1940 zu zahlen. Die Vor, schriften dieser Verordnung gelten auch in den eingegliederten Ostgebieten. in die Welt Ganze Jamilie in eine Juchsfalle geraten Augsburg, im Dezember. Ein Bauer aus der Nähe von Straubing ging mit seinen Kindern in den Wald zur Arbeit. Dabei geriet sein Sohn in eine schwere Fuchsfalle. Der Vater, der ihm zu Hilfe kommen wollte, wurde ebenfalls von einer Fuchsfalle gefangen und schließlich trat auch noch die Tochter in eine dritte Falle. Nur mit größter Mühe konnten sie sich wieder aus den Fuchsfallen, durch die ihnen verschiedene Verletzungen beigebracht wurden, herausarbeiten. Aus Angst eine Woche lang nichts gegessen Augsburg, im Dezember. Ein landwirtschaftlicher Arbeiter aus der Gegend von Bayreuth war einer Arbeit nicht pünktlich nachgekommen. Er lief nun aus Angst von seiner Arbeitsstelle weg und versteckte sich in einem Heuschober. Nach einer Woche vergeblichen Suchens wurde er endlich in völlig ermattetem Zustande aufgefunden, denn er hatte die ganze Zeit über keine Nahrung zu sich genommen. Außerdem hatte er sich beide Füße erfroren. Der Arbeiter mußte sofort ins Krankenhaus gebracht werden. Jür 100 RM. Einbruch in eine Lederfabrik Kallowitz, im Dezember. Das furchtbare Bild des polnischen Untermenschentums wurde in einer Verhandlung vor dem Kattowitzer Sondergericht lebendig, in der ein polnischer Zuchthäusler zum Tode verurteilt wurde. Er gehört einer ganzen Bande an, die im Juni dieses Jahres einen schweren Raubüberfall auf eine Lederfabrik verübte. Mit Waffengewalt drangen die polnischen Verbrecher in das Werk ein und zwangen die Wächter durch Drohungen mit der Schußwaffe, sich auf den Boden zu legen. Die Banditen erbeuteten dabei Leder für 12 500 RM., das sofort in die Hände einer Schieberund Hehlerorganisation überging. Der Hauptangeklagte erhielt dafür ganze 100 RM. Er hatte bereits eine zwölfjährige Zuchthausstrafe wegen schweren Raubes verbüßt und war dann von den Polen während des Polenfeldzuges aus einem Konzentrationslager fre gelassen worden. Er gab sich als Kriminalbeamter aus Flensburg, im Dezember. Die Gerichte müssen sich immer wieder mit Menschen beschäftigen, die ein absonderliches Vergnügen daran finden, sich anderen gegenüber als„Amtsperson“ aufzuspielen. Wie teuer solches„Vergnügen“ werden kann. mußte ein 23jähriger Fleusburger erfahren, der nachts in ein Haus eindrang und sich als Kriminalbeamter ausgab. Er durchsuchte eine Wohnung und bedrohte Frauen und Kinder mit Verhaftung. Das Gericht verurteilte ihn zu drei Monaten und einer Woche Gefängnis. Keine Ausreden mehr für wilde Jahrer Newyork, im Dezember. Die Kraftfahrer von Des Moines im Staate Jowa, die bei der Ueberschreitung der Höchstgeschwindigkeit abgefaßt werden, werden sich künftig nicht mehr damit herausreden können, daß der Verkehrspolizist ihre Geschwindigkeit zu hoch eingeschätzt habe. Der Stadtrat hat nämlich mit Rücksicht auf die immer noch wachsende Zahl der schweren Verkehrsunfälle den Beschluß gefaßt, auf allen Hauptstraßen der Stadt besondere elektrische Geschwindigkeitsmesser aufzustellen, die automatisch die Schnelligkeit der vorbeifahrenden Kraftfahrzeuge aufschreiben. Die Apparate besitzen zwei photoelektrische Zellen, die in einem bestimmten Abstand voneinander aufgestellt sind und mit einer Stoppuhr gekoppelt sind, so daß die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Fahrzeuge automatisch ganz genau festgestellt wird. s Amtliche Anzeigen Anderung der hauptsatzung der Gemeinde Amelsbüren vom 23. April 1935 der Hauptsatzung der Gemeinde Handorf vom 29. April 1935 der Hauptsatzung der Gemeinde Hiltrup vom 24. April 1935 der Hauptsatzung der Gemeinde St. Mauritz vom 25. April 1935. Auf Grund des§ 3. Abs. 2 der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935(RGBl. I S. 49) wird nach Beratung mit den Gemeinderäten und mit Zustimmung des Beauftragten der NSDAP folgende Underung der Hauptsatzung getroffen: § 4 Absatz 1. Der Bürgermeister erhält eine Aufwandsentschädigung. Ihre Höhe bemißt sich nach der Einwohnerzahl der Gemeinde und beträgt für das Jahr 0,40 RM. für jeden Einwohner. Stichtag für die Berechnung der jährlichen Aufwandsentschädigung ist der Tag der letzten Personenstandsaufnahme vor Beginn des Rechnungsjahres. Die Entschädigung ist in monatlichen Teilbeträgen im voraus auszuzahlen. Amelsbüren, den 30. August 1940. Der Bürgermeister: Hartmann. Handorf, den 6. September 1940. Der Bürgermeister: Gunnemann. Hiltrup, den 23. August 1940. Der Bürgermeister: Fiegenbaum. St. Mauritz, den 9. September 1940. Der Bürgermeister: Sch. Leusing. Genehmigt: Münster, den 2. Dezember 1940. Der Landrat des Landkreises Münster: Dr. Böckenhoff. Veröffentlicht: Münster, den 16. Dezember 1940. Der Amtsbürgermeister des Amtes St. Mauritz: Wynen, Erster Amtsbeigeordneter. Zue Grostimwerkel4 Schauburg Kameraden im Ring Rivalen der Liebe Apollo-Theater Der große Dokumentarfilm Dieser Film ist einmalig, weil er nicht Phantasie ist, sondern unverfälschte Wirklichkeit! Hinter der großen militärischen Auseinandersetzung steht das internationale Judentum, dem dieser Film schonungslos die Maske herunterreißt. Dienstag 14 Uhr (Einlaß eine Stunde vorher) Etwas Neues für die Jugend mit Attila Hörbiger Camilla Horn Ludwig Schmitz Echte Kämpfe bekannter Männer der Faust— reizvolle und prächtige Tanzszenen berühmter Tänzerinnen — Bühne, Varieté und Boxring als interessante Hintergründe einer packenden dramatischen Handlung aus dem Leben der Bozer. Vorprogramm und Varieté-Einlage Kassenöffnung täglich.90 Wochenschau.35.15.45 Varieté-Einlage.35.93 Die letzte Runde.50.20 Ende.15 Uhr Zur gell. Beachtung Da die Szenen von der grausamen Schächtung für empfindliche Naturen eine zu harte Nervenprobe darstellen, werden diese Szenen in der Dienstag- und Donnerstag-Nachmittags-Vorstellung nicht gezeigt! Jugendl. unter 18 Jahren haben nur au diesen Vorstellungen Zutritt! Wie war zu Köln es doch vordem mit Heinzelmännchen so bequem Die Heinzelmännchen werden von den Zwergen aus dem neuen Schneewitchenfilm dargestellt. Beiprogramm: Der Welt und die sieben Geislein Nasper bei den Indianern Michy Im Rlesenland Kinder.30.50.70.— Erwachsene.60.80.00.20 Vorverkauf an der Kasse Ein kresans und unvergeßliche Stunden für groß und klein! Burg, Schulranz., Jacke u. Hosen f. 12—14] zu verk. Disselkamp, Sternstraße 37 11. Hierau: Vorprogramm und Wochenschau Aufführungszeiten: Der ewige Jude.35.50.95 .85.15 .20 6. 30 Am dienelag wegen Aüürehenvorstellung Kassenwilnung.14 fbe Kulturfilm Wochenschau Ende.15 Uhr Bitte die Anfangszeiten beachten. Vorverkauf tägl. an d. Kasse Zahlungspflichtige, welche mit den nachstehend aufgeführten Steuern, Schulgeldern. Gebühren oder Beiträgen im Rückstande sind, werden hierdurch aufgefordert, die Ruckstände innerhalb dreier Tage zu zahlen, andernfalls diese im Wege des Verwaltungszwangsverfahrene eingezogen werden. Diese öffentliche Mahnung tritt an Stelle der Einzelmahnung. Es wird noch darauf hingewiesen, daß nach dem Gesetz vom 24. 12. 34 ein einmaliger Säumniszuschlag von 2 Prozent verwirkt ist, wenn Steuern nicht zum Fälligkeitstermin entrichtet worden sind. E= sind fällig gewesen: für den Monat Dezember 1940: Grundsteuer: Hauszinssteuer: Müllabfuhrgebühren: Entwässerungsgebühren; Straßenreinigungsgebühren; Mülltonnennutzungsgebühren: Anliegerrenten: Schulgelder für die höheren und mittleren Schulen, Fachschulen und Westf. Schule für Musik: Bürgersteuer auf Grund der Steuerkarten(Arbeitnehmer). Münster(Westf.), den 16. Dezember 1940. Stadthaupthasse An Selltrechungetehtete. Ein Arrtum ist es, zu glauben, daß der Kaufmann heute ohne Werbung auskommen könnte. Gerade heute werden Anzeigen sehr beachtet. Verteilung von Apfeln im Winter 1940/41 Auf den Bestellschein III der Bezugskarte für üpfel werden bis zum 24. Dezember 1940. 1 bg Apfel ausgegeben. Zu diesem Zweck haben die Versorgungsberechtigten den Bestellschein III bis zum 19. Dezember 1940 einschließlich bei den zugelassenen Verteilern abzugeben. Die Verteiler haben diese auf Bogen aufzukleben und mit der Sammelbogenabrechnung am 20. Dezember 1940 dem Ernährungsamt, Abt. B. Syndikatplatz 7(Handelshof), Zimmer 16, zum Umtausch in einen Bezugschein abzuliefern. Die Ausstellung der Bezugscheine erfolgt sofort. Die Ausgabe von üpfel an die Versorgungsberechtigten erfolgt nur auf den Bezugsabschnitt III der Bezugsharte für Apfel. Dieser Abschnitt ist von den Verteilern abzutrennen. Der Zeitpunkt der Abgabe derselben an das Ernährungsamt wird noch bekanntgegeben. Münster, den 16. Dezember 1940. Der Oberbürgermeister, Stadt=Ernährungsamt, Abt. B. alle gangb Sorten hauft Rändig Ruf Nr. 409 96 Gustes Günther. Rünster i. Westf., Hafenstr. 30 gegenüber der Neuerwache. Leder= u. Gummibestellscheine am Samstag verloren. Geg. Belohn. abz. Hansaring 34 (Laden). Hautcreme Gesichtswässer ganze Schönheitsnüggen wie Marbert, Betrix, Elise Bock, Leichner, Schwester Hemma, Wien, Meentzen, Ostrosol, Akademie und andere Marken empfiehlt Partümerie Monhof Prinzlpalmarkt 42 NagelpflegeEtuis in Leder und Werkstoff. Kästen, lose Instrumente, Scheren, Poliermittel, Polierer, Hautentferner, pass. Necessalres empfiehlt in reicher Auswahl Parfümerie Monhof Prinzipalmarkt 42 K 2 gebräuchte Steppdecken und Cutaway m. Weste zu verk. Braunauer Str. 2, 2. E. Präp. Auerhahn, afr. Geweihe, gr. Jagdbild, eichener Rahmen(neuw.), Foto=Kamera Balg, erstkl. Linse m. Statio u. Led.= Etui, Iltis=Pelz (Würger). Zu erfr. in d. HG. u. B R. 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