MFA — Mikrotilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. eigene Vertretungen Totenrfereriter Tilgrger 10 Rpf. im Einzelverkauf shaue: van-Lelden=Stlaße o. Fernsprecher Nr. 450; Ahlen: Adolf=Hitler=Straße 30, Fernsprecher Nr. 777; Bocholt: aße 14 Fernsprecher Nr. 3247 Vorten: Kapuzinergasse 4. Fernsprecher Nr. 121. Vorghorst: Emsdettener srrage o. Fernsprecher Nr. 224. Burgsteinfurs: Lindenstraßze 73, Fernsprecher Nr. 232: Coeofeld: Hindenburgplatz 9 gerniprecher Nr. 394: Dülmen: Adols=Hitler=Straße 50 Fernsprecher Nr. 578; Emsdenen: Münsterstraße 1, Fernwrecher Nr. 370: Greven: Münsterstraße 1, Fernsprecher Nr. 225; Gronau: Adolf=Hitler=Str. 36, Fernsprecher Nr. 260; apvenbüren: Adolf=Hitler=Str.4 Fernsprecher Nr. 343: Leugerich: Adolf=Hitler=Platz 11. Fernsprecher Nr. 516. Andinghausen: Markt, Fernsprecher Nr. 338: Ochrrup: Bahnhofstr. 18, Fernsprecher Nr. 305; Rheine: Bahnhofstr. 2. gernspreche Nr. 2352 Warendorf: Oststraße 24 Fernsprecher Nr. 511: Werne: Kirchplatz 8. Fernsprecher Nr. 114 ANITLICHESORGANDESGAUES WESTEALEN-NORD DERNSDAP UNDSANITLICHERBEHORDEN Verlag und Hauptgeschäftsstelle: Münster i.., Prinztpalmarkt 13/14, Fernsprech=Sammel=Nr. 2 4231. Haupi schriftleitung: Munster i.., Gallitzinstr. 13. Bezugspreis: Ausgabe A.10 UM, Ausgabe B(mit illustrierter Wochenschau).35 RM monatlich einschl. Zustellungsgebühr und Versandkosten. Bei Postbezug einschl. 24.5 bis 28 Mpf (im Durchschnitt 26.25 Rpf.) Postzeitungsgebühren zuzüglich 42 Rpf. Bestellgeld. Die Westfälische Tageszeitung erschemn: 7mal wöchentl. morgens. Anzeigen: Das mm Höhe 22 mm breit kostet 15 Rpf., für Familienanzeigen 10 Rpf., für Stellengesuche 10 Rpf. Nachlaß nach Preisliste. Erfüllungsort Münster i. W. Textanzeigen: Dae mm.30 RM, bei einer Spaltenbreite von 72 mm. Beilagen: Preis für 1000 Beilagen bis zu 20 Gramm 13.00 RM, bis zu 35 Gramm 15.00 RM, die zu 50 Gramm 17.00 RM ohne Nachlässe. Für Bezirksausgaben besondere Breislisten. Postscheckkonto: K öln Nr. 42114 89. Jahrgang Montag, den 16. Dezember 1940 Nummer 345 Smn=Elesstug urer=Englunl. Niedrigfliegende deutsche Kampfmaschinen operierten in der Nacht zum Sonntag selbst über vielen Teilen der Insel— Hauptstraßen Sheffields durch Trümmer gesperrt Von unserem ständigen Vertreter hw Stockholm, 16. Dezember. Niedrigfliegende deutsche Kampfmaschinen operierten, englischen Berichten zufolge, in der Nacht zum Sonntag und am Sonntag selbst über vielen Teilen Englands. London hatte in der Nacht Alarm. Bei dem letzten Angriff auf Sheffield waren die Verheerungen, wie aus schwedischen Meldungen aus England zu entnehmen ist, außerordentlich groß. Ein Londoner Bericht der„Ryha Dagligi Allehanda“, schildert die außerordentlich schwierige Aufräumungs. und Rettungsarbeil, die während des ganzen Freilag, Sonnabend und Sonntag andauerte. Der Angriff sei nach dem schon bekannten Muster durchgeführt worden: Zuerst Brandbomben und dann im Schein der Feuersbrünste große Mengen von Sprengbomben. Den Feuerwehrmannschaften sei es jedoch gelungen, kleinere Brände in kurzer Zeit zu löschen. Weitere Verminung britischer Häfen Kriegswichtige Ziele im Tiefflug angegrissen Berlin, 15. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In der Nacht zum 14. Dezember beschränkte sich die Tätigkeit der Luftwaffe infolge ungünstiger Weiterlage auf das Verminen britischer Häfen. Im Laufe des 14. Dezember griffen einzelne Flugzeuge mehrere kriegsnichtige Ziele in Süd. u. Miltel=England zum Teil im Tiefflug an. In den Midlands wurde eine wichtige Industrieanlage durch Volltreffer schwerer Bomben wirkungs getroffen. Der Jeind flog in das Reichsgebiet nicht ein. Im besetzten Gebiet warf er an zwei Stellen Bomben, ohne Schaden anzurichten. während die größeren Feuersbrünste bis zum Morgen angehalten hätten. Die Bevölkerung Sheffields habe zum ersten Male sehr lange Zeit unter der Erde verbringen müssen. Als die Menschen wieder aus den Kellern hervorkamen, mußten sie feststellen, daß die Zerstörungen sehr groß und ausgedehn! waren. Das Zentrum der Stadt sei am schlimmsten mitgenommen, genau wie das in Southampton, Bristol und Coventry der Fall war. Die Haupt. straßen seien blockiert gewesen von zerstörten Autobussen und Straßenbahnen, sowie von den Steinhaufen. Jerstörte Gebäude, Geschäftshäuser, Kinos, Lagerhäuser usw. lägen in Trümmern. Englische Meldungen geben an, daß der Buckinghampalast und das Schloß Kensington erneut durch Bomben beschädigt wurden. Auch das Observatorium Greenwich auf dem Nullmeridian habe wieder BomRom, 15. Dezember. Der italienische Wehrmachtsbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Nach der Evakuierung von Sidi Barani kam es am gestrigen sechsten Tage der großen Schlacht in der Wüstenzone Jort Capuzzo— Sollum=Barbia vom Morgen bis Sonnenuntergang zu blutigen Kämpsen zwischen italienischen und englischen Truppen mit unaufhörlich wechselnden Angriffen und Gegenangriffen. Das Schlachtfeld ist mit Gruppen von brennenden seindlichen Panzerwagen und Tanks übersät. Der Druck der seindlichen Streitkräfte hat jedoch noch nicht nachgelassen. Die Luftwafse hat mit der sie auszeichnenden bewundernswerten Opferbereitschaft eingesetzt und die seindlichen Linien ununterbrochen bekämpft und mit Bomben belegt. Bei den gestrigen Kämpfen sind von unseren Jägern elf Ilugzeuge drennend abgeschofen worden. Die Zahl der am voraufgegangenen Tage abgeschossenen seindlichen Flugzeuge ist nach weiteren Jeststellungen auf 12 gestiegen. Sechs eigene Bomber sind nicht zurückgekehrt. Der Jeind hal Bombenangriffe gegen die Stützpunkte Bardia und TripoIs durchgeführt; hier wurden zwei seindliche Ilugzeuge abgeschossen. An der griechischen Iront sind seindliche Angrisse an verschiedenen Abschnitten durch unsere Gegenangrisse zurückgeschlagen worden, bei denen der Jeind beträchtliche Verluste erlitt. Unsere Luftformalionen haben im direkten Eingreisen in die Bodenoperahonen ununterbrochen wirkungsvolle Bombenangriffe auf griechische Truppenansammlungen, Troß und Lastkraftwagen durchgeführt. Unsere„Picchiatelli“(Sturz= kampfbomber) haben Straßenknotenpunkte zerstört sodie seindliche Truppen bombardiert und mit MG-Jeuer Istrichen. Andere Jormationen haben einen Biadukt der Eisenbahn Salonik!—Alhen getroffen. In Ostafrika haben unsere Ilugzeuge seindliche Alllärische Ziele in der Zone von Gallabat dombar####7. An der Sudangrenze Patrouillen- und ArtilleLetätigkeit. Der Feind hal Luflangrisse auf einige Ortshaften in Eiliren durchgeführt, die weder Opfer berderein noch nennenswerten Schaden anrichteten. Das von Korvellenkapitän JerracutI befehligte Anterseeboot„Regheili“ hal vor der ägyptischen küsse einen seindlichen Kreuzer vom Seul#mpien-Typ forpediert und versenkl. In der vergangenen Nacht wurden drei Luflangriffe ##en Neavel durchgefährt, wobei Bomben auf den Yesen und Brandbomben auf die Siadt abgeworsen burden. Im hasen wurde eine Einheit der Königbenschäden erlitten. Das Teleskop sei zwar einem Treffer sentgangen, aber vorläufig unanwendbar geworden. London, ein Chicago der Schieber Zerstörte Kühlhäuser, versenkte Spezialschiffe Von unserem ständigen Vertreter hw Stockholm, 16. Dezember: Die in der neuen Woche in Kraft tretende Herabsetzung der Fleischration in England bildet, wie schwedische Berichte besagen, nur ein Teilstück in einer allgemeinen Einschränkung der Lebenshaltung. In einer Londoner Meldung des„Svenska Dagbladet“ wird der Fleischmangel auf Transportschwierigkeiten und„Verzögerungen“ in der Kühlhausabfertigung zurückgeführt. Da es sich vermutlich zum großen Teil um zerstörte Kühlhäuser und, wie die Versenkung des 10 350 BRT. großen Kühlschiffes„Orary“ zeigt, um Verluste an geeignetem Schiffsraum handelt, dürfte die„Verspätung" außerordentlich langwierig sein. Eine neue Rede des englischen Lebensmittelministers Lord Woolton vom Sonnabend, in der er sich gegen das Hamsterunwesen erging, ist recht aufschlußreich für die heutige Lage in England. Wenn ein plutokratischer Minister sich wenigstens zum Schein gegen Newyork, 15. Dezember. Mackay-Radio sing einen über die schottische Funkstation Portpatrick weitergegebenen Funkspruch auf, daß der englische 10 926 BRT große Dampfer„Western Priuce“ 400 Meilen nordwestlich der Küste Irlands orpediert worden sei. Der 1929 erbaute Passagierdampfer befand sich vor dem Kriege im Newyork=Südamerika=Dienst und wurde in letzter Zeit von den Engländern mehrfach zwischen Liverpool und den Vereinigten Staaten eingesetzt. Mehrere Meldungen aus Newyork besagen übereinstimmend, daß der britische Dampfer„Western Prince" von einem deutschen-Boot lorpedier! wurde. Das Schiff ist inzwischen, wie seine Reederei bekanntgibt, gesunken. Nach einer Reutermeldung aus Newyork erklärte die Schiffahrtsgesellschaft„Furneß Withy“, der kanadische Munitionsminister Howe habe sich unter den Passagieren dieses Schiffes befunden. Der„Newyorker Daily Mirror“ schreibt in der heutigen Sonntagsausgabe, außer dem kanadischen Munitionsminister hätten sich dessen Assistent Woodward, Finanzberater Scott und der Generaldirektor Tayl= lor vom kanadischen Munitionsamt an Bord befunden. Außer einer beträchtlichen Anzahl von Flugzeugen habe die„Western Prince" 10000 Tonnen Munition und Lebensmittel als Ladung an Bord gehabt. „Newyork Sun" teilt ergänzend mit, die Mehrzahl der 50 Passagiere seien Engländer gewesen, die zu amelichen Marine mittleren Tonnengehalts getroffen. Die Schäden sind nicht beträchtlich. Unter der Besatzung sind rund 50 Tote und Verwundete zu beklagen. Ein kleinerer Motorsegler wurde von einer anderen Bombe getrossen und versenkt. Die in den oberen Stockwerken einiger Wohnhäuser ausgebrochenen Brände wurden durch das sofortige Eingreifen der Feuerwehr sogleich gelöscht. 8 Zivilpersonen wurden verletzt. Die Haltung der Bevölkerung war vorbildlich. Stützpunktdreieck Bardia- Capucco— Sollum Von unserem ständigen Vertreter Dr. v. L. Rom, 16. Dezember. Die Kämpfe um Sidi el Barani sind nach siebentägigem erbitterten Ringen noch nicht zum Stillstand gekommen. In gutunterrichteten militärischen Kreisen Roms sieht man voraus, daß die Gefechtshandlungen noch tagelang andauern werden. Man gewinnt in Rom den Eindruck, daß die Zurücknahme der italienischen Linien von Sidiel Barani auf das rund 100 Kilometer westlich gelegene Stützpunktdreieck BardiaCapucco=Sollum nicht endgültig, sondern eine vorübergehende Phase darstellt. Diese Ansicht wird durch die offizielle italienische Mitteilung unterstrichen, daß die hier eingesetzten Truppen als ausreichend für jede Entwicklung auf dem riesigen Wüstenschlachtfeld in der Marmarica und dem libyschen Stexpenplateau beurteilt wird. Dem Geländeverlust der Italiener, der im Wüstenkrieg keinen bemerkenswerten, geschweige denn entscheidenden Faktor darstellt, steht auf englischer Seite ein außerordentlicher Verschleiß an Panzern gegenüber. Die klimatischen Verhältnisse während der ersten Phase des Kampfes um Sidi el Barani waren für die italienischen Truppen insofern besonders nachteilig, als der Generalstab seine Hauptwaffe gegen die englischen Panzerdivisionen, die Luftwaffe, infolge der schweren Monsumstürme nur begrenzt einsetzen konnte. Mit Besserung des Wetters und entsprechender Wirkung der italienischen Bomber= und Nachtfliegerverbände hat sich dann die englische Offensive unter General Ailston, der der englische Rundsunk ein stürmisches Tempo voraussagte, sichtbar verlangsamt. In Rom warnt man davor, sich auf Grund der bisher vorliegenden Teilergebnisse der noch andauernden Schlacht ein Urteil zu bilden. das Hamstern der Reichen so entschieden wenden muß, so dürften die Mißstände schon einen bedeutenden Umfang angenommen haben. Die englische Regierung hat, wie„Svenska Dagbladet“ hierzu weiter meldet, den Lebensmittelmarkt untersucht und gefunden, daß Schiebungen und Schleichhandel vorgekommen seien, besonders am Früchte= nud Gemüsemarkt. Ein Sprecher dieser Gewerbe habe erklärt, London sei, was die Lebensmittellage angehe, nicht mehr weit davon entfernt, ein zweites Chicago zu werden. Molotow in der italienischen Boschosft Von unserem ständigen Vertreter hn Rom, 16. Dezember. Die italienische Sonntagspresse hebt hervor, daß der Präsident des Rates der Volkskommissare und Kommissar für Aeußeres, Molotow, bei dem vom italienischen Botschafter Rosso in Moskau gegebenen Bankett zum erstenmal in der italienischen Botschaft erschien. Anwesend waren auch der Kommissar für den Außenhandel Mikojan und andere hohe Sowjetpersönlichkeiten, ferner die Botschafter Deutschlands und Japans, sowie die Gesandten Ungarns. Rumäniens, Jugoslawiens und Bulgariens. rikanischen Missionen gehören, und sich auf dem Wege nach England befanden. Die„Western Prince" habe eine Anzahl zweimotoriger Bombenflugzeuge an Bord gehabt. Bei dem britischen Frachter„Orari“, 10 350 BRT, der, wie gemeldet, kürzlich im östlichen Atlantik torpediert wurde, handelt es sich um ein Doppelschrauben=Motorschiff, das der New Zealand Shipping Co. gehört und besondere Kühleinrichtungen für Lebensmitteltransporte hat. Der Verlust von Kühlschiffstonnage ist besonders unangenehm, zumal das argentinische Landwirtschaftsministerium am letzten Donnerstag bekanntgeben mußte, daß die vorgesehenen Fleischlieferungen für Großbritannien eingeschränkt werden müssen, und zwar infolge Mangels an Transportmöglichkeiten. Ergebnislose Jagd Sämtliche Einheiten der britischen Südatlantikflotte suchten den Ferstörer des„Carnavon Castle“ * Berlin, 15. Dezember. Aus Montevideo wird gemeldet: Die von sämtlichen Einheiten der englischen Südlatlantikflotte unternommene Jagd nach dem deutschen Hilfskreuzer, der in einem Seegefecht den englischen Hilfskreuzer„Caravon Castle“ schwer beschädigte, ist eregebnislos geblieben. Diese Mitteilung machte Kapitän Frank Pegram, der Kommandant des in Montevideo eingelaufenen Südatlantikflaggschiffes „Enterprise“ am Freitag. Japans neuer Stat Von unserem Vertreter rd. Kopenhagen, 15. Dezember. Im Rahmen der neuen japanischen Wirtschaftspolitik werden von Tokio für das nächste Etatjahr erhebliche Mittel zum Ausbau der Rohstoffquellen, zuk Förderung vernachlässigter Industrien und zur Wehrhaftmachung bereitgestellt. Der japanische Staatshaushalt für 1941/42 wird deshalb die Höhe von 6,86 Milliarden Yen erreichen, gegen 7,82 Milliarden Yen im laufenden Etatjahr. Nach den Darlegungen des japanischen Finanzministers werden die Ausgaben für die Durchführung der neuen nationalen Politik den Vorrang erhalten. Im übrigen sei der Etat auf die völlige Erledigung des chinesischen Konflikts abgestellt. Rückgabe chinesischer Kriegsschiffe Kopenhagen, 15. Dezember. In Auswirkung des Vertrages von Nanking werden neun chinesische Kriegsschiffe, die von den Japanern während der kriegerischen Auseinandersetzungen mit China gekapert wurden, an die Nanking=Regierung Von unserem Vertreter h. w. Stockholm, 15. Dezember. Der weitere Verfall des englischen Außenhandels wird jetzt von der Londoner Regierung wider ihren Willen zugegeben. Nach schwedischen Meldungen besteht nämlich eine ernste Krise in der englischen Kohlenindustrie, und einer der Gründe sei das Aufhören allet Kohlenexporte infolge des deutschen Seekrieges. Die Regierung habe beschlossen, für die betroffenen Kohlenbezirke vor allem in Südwestengland einen Hilfesonds zu bilden. Die Mittel sollen aber durch eine Umlage auf jede geförderte Tonne Kohle in den weniger betroffenen Kohlenbezirken beschafft werden. Eine Bereitstellung von Staatzmitteln erfolgt nicht, sie wäre um so schwieriger, als der Ausgleich des Budgets ohnehin in steigendem Maße durch kurzfristige Kredite, else nur proviserisch, herbeigeführt wird. In den letzten fünf Wochen wurden zurückgegeben. Auch verschiedene Marinekasernen und Truppenübungsplätze werden freigegeben, darunter die Kaserne auf der Liukung=Insel bei Weihaiwei, in nächster Nähe Schanghais. Die Regierung Nanking wird in den chinesischen Küstengewässern einen Flottenstützpunkt errichten. Londoner Drohungen Jormeller Protest in Madrid? Von unserem ständigen Vertreter hd Madrid, 16. Dezember. Im Rahmen ihrer neuen Aktivität im Mittelmeer hält es die englische Regierung für zweckmäßig, auch Spanien gegenüber immerzu aufdringlichere Töne anzuschlagen. Nachdem bereits der Generalkonsul in Tanger angewiesen war, gegen die Auflösung der ehemaligen internationalen Verwaltung scharfen Protest einzulegen, soll jetzt, wie schwedische Meldungen aus London besagen, ein formeller englischer Protest erfolgen. Der englische Botschafter in Madrid, Sir Samuel Hoare wird, so heißt es, voraussichtlich der spanischen Regierung gegenüber zum Ausdruck bringen, daß die weitere Zulassung von Einfuhren nach Spanien davon abhänge, daß Spanien in keiner Weise englischen Interessen schädlich sei. England bringt also Spanien gegenüber seine alten Einmischungsansprüche wieder in Erinnerung; zugleich wird nach alter Gewohnheit mit Aushungerung gedroht, wenn den Erpressungen nicht prompt Folge geleistet werden sollte. Die Londoner Presse erklärt gleichzeitig, die Vereinigten Staaten müßten Spanien ebenfalls wegen Tanger zur Ordnung rufen. Kriegsverdienstkreuz für Bauarbeiter Berlin, 15. Dezember. Zu Beginn dieses Krieges hatte der Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt, Speer, den Auftrag erhalten, kurzfristige Bauten der Luftwaffe durchzuführen. In unermüdlichem Einsatz haben deutsche Arbeiter in Tag= und Nachtschicht die ihnen gestellte Aufgabe gemeistert. Die fristgemäße Durchführung dieser Bauten war besonders infolge der anormalen Kälte im Winter 1939—40 mit größten Schwierigkeiten verbunden und stellte an die eingesetzten Arbeiter unvorstellbare Anforderunen. Wenn trotzdem die Bauvorhaben zu den gestellten Terminen errichtet werden konnten, so ist dies in erster Linie dem uneigennützigen Einsatz der daran tätigen Arbeiter zu verdanken, die in enger Verbundenheit mit der Front ihre Pflicht in der Heimat erfüllt haben. In Anerkennung dieser Leistung hat der General= bauinspektor dem Führer besonders verdiente Arbeiter zur Auszeichnung vorgeschlagen. Der Führer hat diesen Arbeitern das Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse verliehen, das im Rahmen einer würdigen Feier überreicht wurde, an der hohe Vertreter von Partei und Wehrmacht teilnahmen. hw Stockholm, 16. Dezember. Das Gedränge unter den englischen Politikern und Diplomaten um die Nachfolge Lord Lothians auf dem Posten des Botschafters in Washington wird immer wilder. Im Vordergrund steht gegenwärtig Lord Halisax, den seine Feinde bei dieser Gelegenheit endlich aus dem Außenministerium entfernen möchten. Vorübergehend wurde sogar der Herzog von Windsor genannt und dabei behauptet, seine Ernennung würde einem besonderen Wunsch der amerikanischen Regierung entsprechen. Der Flugbesuch, den der ehemalige König dem Präsidenten Roosevelt abgestattet hatte, um Schwierigkeiten in der Frage der Stützpunkte zu erörtern, trug dazu bei, solche Kombinationen zu fördern; aber nach der Rückkehr des Herzogs wird erklärt, daß diese Reise in keinem Zusammenhang mit der durch Lord Lothians Tod geschaffenen Lage gestanden habe. Der Herzog habe selbst betont, daß seine zweistündige Aussprache mit Roosevelt auf dem Kreuzer„Tuscalosa“ den Fragen der amerikanischen Flottenstützpunkte auf den karibischen Inseln gegolten habe. Nach amerikanischen Meldungen habe sich der Herzog bereit erklärt, die Durchführung der amerikanischen Baupläne auf den Bahamainseln zu unterstützen. Hierbei habe„Roosevelt die Erklärung abgegeben, daß die Anleaung eines„amerikanischen Gibraltar“ im Karibischen Meer nicht geplant sei. Die Bedeutung, die England gerade jetzt dem amerikanischen Botschafterposten beimessen müsse, wird in der englischen Presse allgemein betont. Gerade deshalb ist aber auch der Streit um Lothians Nachfolge so erbittert und die Entscheidung für Churchill so schwer. Sogar Lloyd George wird genannt, ferner eine Reihe von Berufsdiplomaten, neben Bansittard noch Lord Swinston und Parcy. Nach einer Londoner Meldung des„Svenska Dagbladet“ hatte Lord Lothian, als er kürzlich von London nach Washington zurückkehrte, einen persönlichen Brief Churchills an Roosevelt überbracht. Er habe ferner eine Anzahl Ge304 Millionen Pfund neue Kredite aufgenommen, gegen 125 Millionen Pfund in den vier vorangegangenen Wochen. In der letzten Novemberwoche hatten die Staatsausgaben über 90 Millionen Pfund betragen und damit eine neue Rekordhöhe erreicht, wöhrend nach allen Reden der Minister als sicher anzunehmen ist, daß infolge der zugegebenen wirtschaftlichen Störungen die steuerlichen Einnahmen ständig schrumpfen. Die Spekulanten an der Londoner Börse versuchen noch einige gewagte Geschäfte zu starten. So hat man jetzt plötzlich eine Hausse in stark entwerteten ägyptischen und anderen Nahost=Aktien entfesselt, ein BörsenManöver, das nur den Zweck hat, ein paar Dumme zu finden, die noch Geld für levantinische Werte riskieren wollen und sich durch eine kunstvoll angelegte Hausse auf den Leim locken lassen. Plutokratische Begleitmusik zum Dröhnen der deutschen Flugzeugmotoren über der Londoner Cityl Griechische Schiffe.— fahren für England WS. Griechenland gehört trotz seiner Kleinheit zu den Groß=Schiffahrtsländern. Es verfügt über eine im Verhältnis zur Bevölkerungszahl außerordentlich größe Handelsflotte, die nicht nur der eigenen Versorgung, sondern auch der Außenwirtschaft als Devisenbringer dient. Was das Verhältnis der Tonnage auf den Kopf der Bevölkerung betrifft, so wird Griechenland nur noch von Norwegen übertroffen. Darin liegt freilich auch eine politische Gefahr, da die starke Bindung an den englischen Markt auch politische Folgen hat, wie wir heute sehen. Die griechische Handelsschiffahrt arbeitet vorwiegend mit aufgekauften alten Schiffen in der Trampfahrt, die auf allen Weltmeeren zu finden sind. Durch den Ankauf alter Schiffe aus dem Ausland wuchs die griechische Handelsflotte in den Nachkriegsjahren von 599000 BRT. im Jahre 1921 auf 1 780 666 BRT. im Jahre 1939. Den Höhepunkt erreichte das Jahr 1938 mit 1899268 BRT. Damit betrug der Anteil an der Welthandelsflotte mit 2,8 Prozent einen unverhältnismäßig hohen Anteil, wenn man bedenkt, daß Griechenland knapp sechs Millionen Einwohner zählt. Heute beträgt der Anteil der griechischen Handelsflotte etwa 2,56 Prozent der Welthandelsflotte. Die meisten griechischen Handelsschiffe sind recht alt. da sie, wie schon gesagt, aus aufgekaufter alter Tonnage bestehen. In der Zusammensetzung weist die griechische Handelsflotte daher zum größten Teil überalterte Schiffe auf von über 10 Jahren. Im Jahre 1939 besaß die griechische Handelsflotte 77,6 Prozent Schisse von über 20 Jahren, und 16,1 Prozent von über 10 bis 20 Jahren. Es gibt aber sogar 300000 BRT. Schiffe. die bereits über 30 Jahre alt sind, davon allein 51.000 BRT. im Alter von mehr als 40 Jahren. Damit verfügt Griechenland über die im Durchschnitt älteste Handelsflotte aller Schiffahrtsländer. Mit diesen alten und verbrauchten Schiffen, die wegen ihrer Langsamkeit und Unwirtschaftlichkeit von ihren früheren Reedern abgestoßen wurden, erzielen die griechischen Reeder immer noch erstaunlich hohe Einkommen. Das Bruttoeinkommen der griechischen Handelsflotte belief sich in dem schlechten Jahr 1935 auf .23 Millionen Pfund Sterling, während der Gesamiwert der Flotte nur mit 5,57 Millionen Pfund berechnet wurde. Das Konjunkturjahr 1937 brachte eine Bruttoeinnahme von etwa 15 Millionen Pfund gegenüber einem Flottenwert von 6,1 Millionen Pfund. Devisenüberschüsse beliefen sich in jedem Jahre auf über 2 Millionen Pfund. Das bedeutet natürlich sehr viel für ein Land, das nicht nur alle Kohlen, sondern auch sehr viel Nahrungsmittel und Rohstoffe aus dem Ausland einführen muß. Wie schon im Weltkrieg und im spanischen Bürgerkrieg brachte auch der neue englische Krieg eine Hochkonjunktur für die griechischen Reeder. Sie beteiligen Fortsetzung auf der 2. Seite heiminstruktionen über zahlreiche Angelegenheiten gehabt, die er mit Präsident Roosevelt nach dessen Rückkehr habe diskutieren wollen. Es handele sich nicht bloß um Wirtschaftsfragen, sondern auch unk politische, wie sie beispielsweise die Entwicklung im Fernen Osten akut gemacht habe. Vielleicht sei gerade deshalb Lord Halifax der richtige Mann zur Fortsetzung dieser Verhandlungen. Der neue Chef des 66e Er ist glücklich der 6. seit Kriegsausbruch Stockholm, 15. Dezember. Großbritannien sieht jetzt den 6. Chef seit Kriegsausbruch in dem Sessel des Generaldirektors des britischen Informationsministeriums.— Diesmal ist es der Generaldirektor Frank Peet, der sang= und klanglos von seinem Posten verschwindet, wie der Londoner Korrespondent von„Nya Daglight Allehanda“ meldet.— „Daily Herald“ schreibt, daß Frank Peet, der vor allem versucht habe, das Informationsministerium kaufmännisch zu organisieren, sich mit Diplomaten, Journalisten und anderen Leuten im britischen Informationsministerium sehr schlecht vertragen habe. Als Nachfolger Peets nennt der Londoner Korrespondent von„Nya Daglight Allehanda“ den bisherigen Chef der britischen Zensur, Monckton, der schon seit Kriegsausbruch im Gebäude des Informationsministeriums allgegenwärtig gewesen sei. Monckton habe man bisher immer für den zukünftigen Chef des britischen Radios gehalten. Sollte jetzt die Forderung nach Unterstellung des britischen Radios unter das Informationsministeriums durchgedrückt werden, so würde Monckton damit automatisch schon Chei des Rundsunks werden. Eine Woche im beitischen K3! Von unserem Vertreter osch Bern, 15. Dezember. Der französische Staatschef Marschall Pétain empfing in Vichy Generalgouverneur Carde, der soeben von den französischen Antillen=Inseln zurückkam. Carde war Ende Juni von Marschall Pétain nach Französisch=Guyana und den Antillen=Inseln Martinique und Guadeloupe geschickt worden, um den französischen Bewohnern dieser Gegend die tieferen Gründe der französischen Niederlage zu erklären und die Lebensmittelversorgung der Kolonien sicherzustellen. Generalgouverneur Carde und sein Begleiter, Hauptmann Revoil, wurden zweimal von den britischen Behörden auf ihrer Reise belästigt. Während einer ganzen Woche waren sie von den Briten in ein Konzentrationslager eingeschlossen worden. Gouverneur für Madagaskar Von unserem Vertreter Bichy, 15. Dezember. Zum Gouverneur der Antillen=Insel Martinique wurde Nicol ernannt und der Kommissar der Insel Guadeloupe, Forain, in seiner bisherigen Funktion offiziell bestätigt. Der bisherige Gouverneur der Insel Madagaskar, Cayla. wurde durch den neuernannten Generalgouverneur Annet ersetzt. Der französische General der Luftwaffe,'Hartcourt wurde zum Generaldirektor der französischen Zivilluftfahrt ernannt. Die große Schlacht in Libyen Heftige Kämpfe bei Sidi el Barani—-Boot versenkte englischen Kreuzer Britischer 11000 Tonner torpediert Mit Flugzeugen, Munition und Lebensmitteln sank die„Western Prince“ England ohne Kohlenexport Krisenerscheinungen in der Montanindustrie— Wachsende Kurzkredite des Schatzamtes Der wiro Zolhlans Kauffriger? Ein begehrter Posten— Windsorgespräch mit Roosevelt 1— Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 16. Dezember 1940 Westfälische Tageozeitung Nummer 343 Tharksins neurster Lageniria Erfolgemeldungen werden einfach erfunden— Schwindel in Bausch und Bogen Berlin, 15. Dezemder. Während sich die Tätigkeit der RAF auf zwecklose Einflugsversuche beschränkte, mußte England die heftigsten Angriffe gegen seine industriellen Schlüsselstellungen Coventry. Bristol, Birmingham, Liverpool und andere hinnehmen. Die britische Propaganda ist dadurch in eine peinliche Lage geraten: sie hat nichts, was sie diesen Schlägen als glaubhaften Ausgleich entgegensetzen könnte. In seiner Not greift Churchill wieder einmal zum altgewohnten Rezept der Ersindung. Da ihm nun auch Angaben über Einzelheiten seiner angeblichen Erfolge verschlossen bleiben, faßt er mit vollen Händen ins Register der Lüge. Er hat nie Skrupel gehabt, und so trägt er auch diesmal faustdick auf und behauptet,„in den letzten Wochen habe seine RAF lebenswichtige Zentren Deutschlands so gut wie völlig außer Betrieb gesetzt". Es kommt dem Generallügner, wenn er sich schon seiner Lieblingswaffe bedient, nicht auf Kleinigkeiten an. Er nennt runde Zahlen von Bombardements deutscher Städte, die so phantastisch sind, daß sie wie Märchen aus Tausend und einer Nacht klingen. Churchills Erzählung gipfelt darin, Hamburg sei „praktisch heute nicht mehr wiederzuerkennen“. Er vergißt dabei allerdings, daß die RAF vor nicht langer Zeit„pulverisiert“ hatte. Anscheinend rechnet er damit, daß die Engländer überall den vielen Luftangriffen, die sie durchmachen müssen, jeden Gradmesser für Wirklichkeit und Zwecklüge verloren haben. Aber in der übrigen Welt wird man seine neuesten Sammellügen auf den großen Hausen„jener Londoner Behauptungen, die sich längst als Schau und Rauch herausgestellt haben, legen. Kein einziges deutsches Rüstungswerk ist zerstört worden, hat der Führer in seiner letzten Rede vor den Rüstungsarbeitern festgestellt. Daran vermögen alle Lügen Churchills nichts zu indern. die Seldstversorgung. Danach kann England sich ausrechnen, wann es ihnt unter seinen plutokratischen Machthabern wieder besser geben wird. „Cannae zur See“ „Krasuy Ilol“ über die brilischen Schisssverluste Moskau, 14. Dezember. Woolton lehrt das Hungern „Training mit schmalen Nationen“ Stockholm, 15. Dezember. Das Organ der sowjelischen Kriegsmarine,„Rrasuy Ilol“, setzt die begonnenen Betrachtungen über die gegenwärtige Kriegslage fort. Am Freitag beschäftigt sich das Blatt insbesondere mit den britischen Schiffsverlusten, die, wie im einzeinen ausgeführt wird, die Höchstziffern des Weltkrieges bereits jetzt übersteigen, wobei die Kurve der Verluste„die Tendenz zum Weiteransteigen zeigl“. Im einzelnen wird nachgewiesen, daß die britische Handelsflotte, die sich noch vor wenigen Monaten mit bereits über 3 Millionen Tonnen Schiffsraum verloren habe und zur Zeit höchstens noch 12 Millionen Tonnen Schiffsraum umfasse. Man könne annehmen, daß zumindest—9 Millionen Tonnen Schiffsraum für die Zufuhren an Kriegsmaterial, Rohstoffen und Nahrungsmitteln nach England benötigt würden. Infolgedessen beliesen sich die Reserven, über die die Handelsflotte Großbkitanniens zur Zeit noch verfüge, im besten Falle nur noch auf—3 Millionen Tonnen Schiffsraum. Da die großen Operationen auf den nach England führenden Seeverbindungswegen aber erst am Anfang stünden, so könne diese Reserve sehr rasch schmelzen. Dann würde die Krisis eintreten. Die Lage sei für England um so bedenklicher, als im Unterschied zum Weltkrieg die Ergänzung des Handelsschiffsraumes durch Neubauten infolge der deutschen Luftangriffe gegen die britischen Wersten nur beschränkt möglich sei. Der Kampf gegen die britischen Geleitzüge, so wird schließlich ausgeführt, sei in ein neues Stadium eingetreten. Die jetzige Form der deutschen Operationen in der Luft und zur See auf den dritischen Verbindungslinien habe ihre Wirkung gegen das Convoy=System erwiesen. Die deutschen Luft= und Seestreitkräfte stünden heute vor der Aufgabe, der britischen Insel ein „Cannae zur See“ zu bereiten, indem sie, auf ihre neuen kontinentalen Positionen gestützt, die britische Einschluß der von den europäischen Staaten geraubten Insel im Norden und Süden von den Zufuhren abSchiffe auf 15 Millionen Tonnen belaufen habe, nunmehr schneiden. Die Stützpunktpolitik der USx Roosevelt gibt Erklärungen— Im Norden Neufundland, im Süden die Bahamas Mit einer Rede in Portsmouth begann der britische Ernährungsminister Woolton am Freitag einen Lebensmittelfeldzug, um das britische Volk zu lehren, hart zu leben, meldet eine schwedische Zeitung in einem Londoner Eigenbericht. Danach erklärte der englische Minister:„England muß lernen, einfacher und überlegter zu leben. Ich habe Euch im Laufe der letzten 16 Monate mit schmalen Nationen trainiert, so gut ich konnte. Ich habe den Speck= und Fleischverbrauch berabgesetzt und werde in Kürze weiter herabsetzen.... England muß mehr Lebensmittel produzieren. Große Weidegebiete müssen in Ackerland verwandelt werden. Ich werde nicht sagen, wieviel Land wir pflügen müssen, denn diese Ziffer würde Euch erschrecken. Wenn die britischen Landwirte nicht Selbstversorger werden, dann werden wir in eine sehr schwere Situation geraten.“ Der einzige„Erfolg“, den der englische Ernäbrungsminister zu melden weiß, besteht also darin. dem englischen Volke das Hungern beigebracht zu haben. Wir gratulieren! Wir bezweifeln allerdings, ob das englische Volk das„Training mit schmalen Nationen“. das auch die höchsten Amtsstellen nicht mehr verheimlichen können, als einen Fottschritt empfindet. Die einzige Rettung ist, wie Minister Woolton zugibt. Von unserem lue.-Berichterstatter Newyork, 15. Dezember. Roosevelt machte in einer Konferenz an Bord des Kreuzers„Tuscaloosa“, Presse=Vertretern gegenüber Mitteilungen über das Ergebnis seiner Besichtigungsreise nach den Inseln im Karabischen Meer, die von England den USA überlassen wurden: Die Pläne für die Errichtung von USA=Stützpunkten auf den Bahama=Inseln seien zurückgestellt worden, weil die Insel Mayaguana keine günstigen Ankerplätze biete und auch die sonstigen Umstände auf der Insel ungünstig seien. Auch die Errichtung von Stützpunkten auf den Inseln Klein=Salvador, Long und den Eleuthera=Inseln erforderten noch weiteres Studium. Jamaika biete einen zusätzlichen Schutz für den Panama=Kanal, ZentralAmerka und Columbien. Der Hafen sei gut, müsse aber ausgedaggert werden. Gegen=Boote könne er durch Netze gesichert werden. Auf der Insel Santa Lucia gebe es gute Ankerplätze und eine Windschattenseite für kleinere Schiffe. Die Insel eigne sich ferner für die Errichtung von Marine= und Armee=Luftstützpunkten, ebenso wie die Insel Antigug, die allerdings nicht über geeignete Ankerplätze verfüge. Weiter äußerte Roosevelt die Ansicht, daß der amerikanische Kontinent um so sicherer vor Angriffen sei, je weiter die von den USA zu errichteten Stützpunkte von ihm entfernt seien. Man wolle daher so weit wie möglich gehen. Im Norden komme als entferntester Punkt Neufundland in Frage, im Süden die Vermuda= und die Bahama=Inseln. Versuche Japans in den letzten zwanzig Jahren, den USA Japans Politik verständlich zu machen, seien vergebens gewesen. Besonders in der letzten Zeit hätten die USA gezeigt, daß Vernunft und Argumente zwecklos seien, die USA versuchten einerseits, Japan wirtschaftlich zu erdrosseln und andererseits, es durch ihre Marine zu bedrohen. aber die USA kämpften gegen Windmühlen. Um den Frieden zwischen Japan und den USA aufrechtzuerhalten, müsse Japan seine Rüstungen noch verstärken. Erst dann könne man von weiteren Verhandlungen und diplomatischen Schritten sprechen: Auch das Wirtschaftsblatt„Chugai Shogyo Shimpo“ ist der Ansicht, daß alle Versuche Japans zur Verbesserung seiner Beziehungen zu den USA vergeblich seien. Daran werde auch die Entsendung Namuras wenig ändern können. Solange die USA und England an ihrer augenblicklichen Politik im Fernen Osten festhielten, bestehe keine Möglichkeit zur Verständigung. reich zusammen gegen den Kaiser Karl V. Krieg zu führen. Ferner erwartet man in Spanien 50000 geschichtlich wertvolle Urkunden, die Napoleon aus der Burg von Gimanca nach Frankreich verschleppt hatte. Warnung des Reichspreiskommissars Berlin, 15. Dezember. Der Reichspreiskommissar hal die Preisbehörden angewiesen, in Inkunft bewußle oder grobfahrlässige VerPreisvorschriften ohne jede Nach Griechische Schiffe fahren für England Fortsetzung von der 1. Seite sich diesmal wieder stark an der gefährlichen, aber aud gewinnbringenden Fahrt in das Kriegsgebiet. zahlreichen in London sitzenden griechischen Matie, haben ihr größtes Interesse daran, möglichst hohe Frach, ten einzufahren, weil dann auch ihre Maklereinnahmen Um die Verständigung Japan- USR Von unserem tw.-Berichterstatter Tokio, 15. Dezember. In einer Betrachtung über die sapanischen Bezieden USA schreidt„Tokio Nichi Nichl“, die hungen zu Ciens der neutraten=Geeleale In Englands Diensten fahren sie in den Tod Von unserem ost.-Berichterstatter Stockholm, 15. Dezember. Immer wieder erfährt die Welt, daß in britischen Geleitzügen neutrale Schiffe aller Herren Länder fahren, die von den Engländern gezwungen werden, Trampdienst zwischen England und den Versorgungsländern des englischen Mutterlandes zu tun. An Bord dieser Schiffe befinden sich neutrale Mannschaften, die gern in die Heimat zurückmöchten, aber die Engländer haben kein Erbarmen, sie zwingen diese Unglücklichen, ohne Pausen die gefährlichen Reisen, fortzusetzen, dis schließlich das Schiff eines Tages versenkt wird. Einem schwedischen Bericht aus London zufolge hat sich der Pastor der schwedischen Seemannsmission in London in einen schottischen Hafen begeben, um sich um das Schicksal der schwedischen Seeleute, die für England Dienst tun müssen, zu kümmern. Der schwedische Pastor hat eingehend die Rot und das Elend dieser Seeleute geschildert und daß es den schwedischen Seeleuten nicht gestattet wird, in die Heimat zurückzukehren. Besonders schlimm sei es, daß die Mannschaften gezwungen werden, hin und her zu fahren ohne daß sie je zwischen ihren gefährlichen Fahrten Ruhe und Erholung bekommen können. In die Heimal lasse man sie nicht zurück, und das große Problem sei jetzt, das Los dieser Tausende von schwedischen Seeleuten, die täglich die schweren Gefahren des Krieges auf sich nehmen müßten, zu erleichtern. Viele von ihnen müßten die Nordatlantikroute befahren, die gefährlichste der Welt. Und es sei daher höchst wünschenswert, wenn man diesen Seeleuten Gelegenheit gebe, z. B. in Irland Arbeit zu finden, damit sie nicht mehr gezwungen seien, immer wieder auf See zu gehen. In den meisten Fällen gelinge es aber den schwedischen Matrosen nicht, abzuheuern, und heutzutage sei es im Grunde genommen so, daß es denjenigen Seeleuten, deren Schiffe verfenkt werden und die heil einen Hasen erreichten, besser gehe als denen, die unbeschädigt über den Atlantik gekommen sind, weil diese sofort wieder zurückfahren müßten. Für diese Unglücklichen gebe es nur zwei Möglichkeiten: entweder sie müßten eine Krankheit vortäuschen, damit das jeweilige Konsulat sich ihrer annimmt, oder aber sie müßten solange auf dem Schiff, auf dem sie angeheuert hätten, bleiben, bis der Krieg zu Ende sei oder etwas anderes eintrete. „Graf Spee“= Erinnerungsfeiern häß— 9stoge gegen Preisvorschriften ehne jede Nach sicht zu verfolgen. Wer Waren eigennützig verschlechtert wer eigennützig die Warenmenge verringert, ohne die Preise entsprechend zu ermäßigen, wer sich durch Herstellung oder Vertrieb minderwertiger Ersatzwaren bereichert. wer Relienhandel oder Koppelungsgeschüfte oder die Lieferung von Waren von Gegenlieserungen abhängig macht oder sich gegenüber abhängig machen läßt, wer Lieferungen verweigert oder zurückbehäll, um sich geldliche Vortelle zu verschaffen, wer sich an unmittelbaren oder mittelbaren Kriegslieferungen bereicher! wer Höchstpreise oder Höchstspannen berechnet und dadurch unangemessen hohe Gewinne erzielt, wer im Schleich= oder Schwarzhandel Ueberpreise sordert oder bezahlt, wer als Vermieler oder Verpächler eine höhere als die gesetzlich zulässige Miele oder Pacht sordert, annimmt oder sich sonst in irgendeiner Weise gewähren läßt, wer als Mieler oder Pächter unmitlelbar oder mittelbar eine höher als die gesehzlich zulässige Miele oder Pachl zahl!„4 wer sich auf sonstige Weise Gewinne verschafft oder entstehen läßt, die nach den Grundsätzen einer kriegsverpflichteten Wirtschaft als unangemessen hoch bezeichnet werden müssen, wird wegen seines eigennützigen Verhaltens sehr streng bestraft werden, in besonders verwerflichen Jällen nach§ 4 der Volksschädlingsverordnung vom 5. 9. 1939. In allen Fällen wird außerdem eine etwa gewährte Ausnahmebewilligung widerrufen. Alle Gewinne und sonstigen Vorteile, die jemand sich durch unsaubere Geschäfte der vorstehend gekennzeichneten Art verschafft, werden ihm zugunsten des Reiches wieder fortgenommen, und zwar ohne Rücksicht auf die Existenzfähigkeit seines Betriebes oder Geschäfts. Wer den Kampf des deutsches Volkes um sein Leben benutzt, um sich zu bereichern, wird In seiner Exlstenz vernichtet werden. Von unserem do.-Berichterstatter Monlevidso, 15. Dezember. Zur Erinnerung an die vor einem Jahre stattgefundene Seeschlacht vor der Mündung des Rio de la Plata, in der der Panzerkreuzer„Graf Spee“ gegen eine dreifache Übermacht standhielt, ehrte die deutsche Kolonie in Montevideo die damals gefallenen deutschen Matrosen durch einen wahren Pilgerzug zu den Gräbern auf dem Nordfriedhof, an denen eine Abordnung der Besatzung des„Graf Spee“ in Uniform die Ehrenwache hielt. Der deutsche Gesandte Langmann legte einen Kranz nieder und brachte in einer Ansprache den Dank an die Gefallenen zum Ausdruck, die ihr Pflichtbewußtsein mit ihrem Blute besiegelt hätten. Weitere Kränze wurden vom Marine=Attaché im Namen der Reichsmarine, dem Presseattaché als Beauftragten der deutschen Kolonie, sowie Vertretern des Fasclo von Montevideo, des Reichskriegerbundes und der Kameraden der Gefallenen niedergelegt. Auch zahlreiche Mitglieder der deutschen Kolonie brachten Blumenspenden zu den Gräbern. Die Presse gedenkt des heldenhaften Kampfes der Besatzung des„Graf Spee“ in Artikeln und zahlreichen Bildern. 9 um so höher sind. Auch die hohen englischen Kapital, beteiligungen und Rückversicherungen bei griechischen Reedereien führen zu starker Beeinflussung der griechi, schen Schiffahrt durch London. Die griechischen Reede, reien verdienen heute bei den schwindelnd hohen Frachten an der Englandfahrt mit einer einzigen Reis. trotz der hohen Unkosten das mehrsache dessen, was die Schisfe gekostet haben. Da. her sind auch fast alle drauchbaren griechischen Schisfe heute in die Fahrt auf England eingesetzt. Schon die hohen Verlustzahlen der griechischen Handelsflotte in britischen Gewässern deuten darauf hin. Bis Ende Juli 1940 hatte die griechische Handelsflotte durch Kriegs, ursachen 46 Schisse mit 201 346 BRT verloren, was rund 12 Prozent ihres Gesamtbestandes entspricht. Das ist die höchste Prozentzahl, die von keiner anderen zu diesem Zeitpunkt nichtkriegführenden Handelsflotte erreicht wird. Die englische Regierung behauptet immer wieder, daß sie durch die Requirierung aller griechischen Schiffe eine wesentliche Verbesserung ihres Schiffsraumes erreicht hätte. Das ist aber eine große Irreführung, da die gesamte griechische Handelsflotte schon vorher in englischen Diensten fuhr Es sind nur noch geringe, nicht ins Gewicht fallende Tonnagemengen vorhanden, die vielleicht von anderen Linien noch in die Englandfahrt eingesetzt werden können. Die englische Schiffsraumnot wird dadurch gewiß nicht erleichtert oder gar behoben. Die griechischen Reeder haben zwar gegen eine Requirierung ihrer Schiffe durch England protestiert, aber nicht weil sie gegen die Englandfahrt waren, sondern nur„weil ihre bisherigen hohen Frachtund Zeitcharterraten des freien Marktes ersetzt wurden durch die viel kleineren, durch die englische Regierung festgesetzten Monatsraten für requirierte Schifse. Der beste Beweis für die Unterstützung der griechischen Schiffahrt für England war der Vortrag eines Griechen im Londoner Auslandsrundsunk vom 18. November, in dem es heißt:„Seit dem Ausbruch der Feindseligkeiten ist die griechische Handelsmarine eine große Unterstützung für das englische Weltreich gewesen. Wir werden siegen an der Seite Großbritanniens und Gott der Allmächtige wird mit uns sein.“ An der Seite Englands wird Griechenland nunmehr auch die Folgen seines Handelns zu verantworten habon. Was wirs Vulgorten=kan: Ein Artikel aus dem„Slovo“ über den Weg der bulgarischen Außenpolitik Kunstaustausch Spanien-Frankreich 30 000 werlvolle Urkunden Von unserem ständigen Vertreter hd. Madrid, 16. Dezember. Der Austausch von Kunstgegenständen und Literaturdokumenten zwischen Spanien und Frankreich wird im Interesse beider Länder fortgesetzt. Für die Madonna von Murillo aus dem Louvre, die schon in Madrid angelangt ist, wird Spanien eines des in doppelter Ausführung vorhandenen Gemäldes der Marianne von Österreich von Velasquez und für die tiberische Büste eine alte Spanierin, ein Grecobild, nach Paris schicken. Die Reihe vorrömischer Skulpturen und die Sammlung der berühmten westgotischen Krone, die in der Abtei von Cluny aufbewahrt waren, werden gegen das kostbare Kriegszelt des französischen Königs Franz I. ausgetauscht. Dieses Zelt ist aus Goldbrokat hergestellt und mit Edelsteinen verziert und sollte als Geschenk den englischen König Heinrich VIII. veranlassen, mit FrankSosia, 14. Dezember. Auf die immer wieder im Auslande und besonders auch in der französischen Presse auftauchende Frage „Was wird Bulgarien tun?“ sucht Dr. Kirkoff in der Abendzeitung„Slovo“ eine Antwort zu geben. Er erinnert vor allem an den Weg der bulgarischen Außenpolitik, der zur Rückgewinnung der„goldenen Dobrudscha“ geführt habe, die als materieller und moralischer Erfolg zu duchen sei. Es unterliege keinem Zweifel, daß diese Tatsache so gedeutet werden könne, daß Bulgarien auch weiterhin unerschütterlich bereit sei, an der Neuordnung Europas mitzuarbeiten. Die weitere Linie der bulgarischen Außenpolitik sei hauptsächlich in seiner Friedenspolitik erkennbar, auf der die freundschaftlichen Beziehungen zu seinen Nachbarländern begründet seien. In Erwiderung auf die letzten Stimmen in der französischen Presse über die bulgarische Politik erklärt der Verfasser, es sei notwendig gewesen, daß das französische Volk eine Niederlage erlebe, um zur Einsicht zu gelangen, daß in Versailles, Neuilly und anderen Vororten von Paris 1918 grausame Richter gewaltet hätten. Zum Glück für Frankreich habe es heute im Führer des deutschen Volkes Adolf Hitler einen heldenhaften und aufrichtigen Soldaten zum Gegner, der nach einem harten Kampf Marschall Pétain im Namen einer Freundschaft und zum Glück der neuen Generation die Hand eines Ehrenmannes gereicht habe. Das bedeute, daß Deutschland seinen gestrigen Gegner nicht von der Neuordnung ausschließe und ihm die Zusammenarbeit vorschlage. Das sei der größte Unterschied im Vergleich zu 1918. Züdische Raitatoren kaltgestellt Von unserem ständigen Vertreter mü Bukarest, 16. Dezember. Die rumänische Regierung lenkt seit einiger Zeit ihr Augenmerk gewissen innerpolitischen Vorgängen zu Es ist ihr vor allem nicht entgangen, daß unter den Juden in Rumänien eine Agitation entfaltet wird, die sich sowohl gegen den neuen Regierungskurs als auch gegen die deutsch=rumänische Zusammenarbeit richtet. Auf dem letzten Ministerrat am Freitag vergangener Woche konnte der Innenminister bereits über die Verhaftung von 47 Juden in der Provinz Bericht erstatten. Darüber hinaus hat nunmehr auch die Bukarester Polizei eine Bande von 11 Juden und Jüdinnen sestgenommen, die antilegionäre Propagandaschriften verbreiteten. Vor dem Militärgericht des 5. Armeekorps in Craova schließlich wurden in der Zeit vom 12. bis 14. Dezember 29 Juden aus Siebenbürgen abgeurteilt.* Dr. Ley beschert Bergmannekinder * Saarbrücken, 15. Dezember. 336 Kinder verunglückter und im Kriege gefallener Bergleute von der Saar waren am heutigen Sonntag in der Tonhalle zu Saarbrücken, dem Kameradschaftsheim der Saargruben.=., Gäste des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley und seiner Frau. Dr. Ley überbrachte die Grüße des Führers und sprach von Weihnachten, dem Fest, da sich die Familie vereint, die die Freude teilt und die Sorgen gemeinsam trägt. Er sprach von der Volksgemeinschaft, dem herrlichen Geschenk, das der Führer uns Deutschen gemacht hat. Heute sind wir in Deutschland alle eine einzige Familie, anders als früher, da das Volk in Klassen zerrissen war. Mit dem Gruß an den Führer beschloß er seine Ansprache. An der Hand der Mutter traten die Kleinen heran zu Dr. Ley und seiner Frau, um mit leuchtenden Augen Spielsachen, Bücher und nützliche Gegenstände in Empfang zu nehmen. Verlag: Wesilklische Tageszeitung G. m. b.., Münster(Westl.). Verlagsleiter: Erich Frintrop(z. Zt. im Felde). i. V. Artbur Petsch. Hauptschriftleiter: Dr. Anton Elekhofl(z. 21 im Felde), Stellvertreter: Karl Kuhl. Verantwortliche Schriftleiter: Politik: Karl Kuhl: Politische Nachrichten und Vermischtes: Dr. Eugen Wagner: Bewegung und Provinz: Mer Hiemisch(z. Zt. im Felde). I. V. August Hollwen: Volkttum Kunst und Unterhaltung: Wilhelm Vernekohl: Stadtanzeiger: Peter Jurascheck: Kommunalpolitik: Otto Pesser (z. Zt. im Felde): Sport: Alfred Strobel(z. 2t. im Felde). I. V. Peter Jurascheck; Bezirksausgaben und Bildberichterstattung: Clemens Hülebusch: Anzeigenleiter: Horst Entert (z. Zt. Wehrmacht). 1. V. Hans Wolfmaler. Sämtlich in Münster. Druck: Aschendorfische Buchdruckerei. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 1 vom 1. Juli 1940 gültig. 99 Abreise Preitag. Roman einer großen Leidenschaft von H ANS POSSENDORF Copyright by Verlag Knorr& Hirth Komm.-., München 1939 (6 Fortsetzung.) Einer von Ginos Pittsburger Freunden, der einmal in London gewesen war, hatte ihm die Adresse eines anständigen und billigen kleinen Hotels gegeben. Gino kramte in seinen Taschen, konnte aber den Zettel mit der Adresse nicht finden, obwohl er ihn noch am Morgen in der Hand gehabt hatte. Er erinnerte sich jedoch noch an den Namen des Hotels, nannte ihn dem Chauffeur und fügte hinzu, daß er die Straße leider vergessen habe. „Weiß schon, Sir“, sagte der Mann mit einem nachsichtigen Lächeln und fuhr ab. Eine Viertelstunde später hielt er vor einem großen Hotel in Piccadilly. Gino stieg aus und musterte verwundert das elegante Portal: Der Name, der darüber stand, stimmte. Aber das konnte doch unmöglich ein billiger Gasthof sein. Wahrscheinlich gab es in dem großen London mehrere Hotels dieses Namens.„#im Marmech Gino wollte dem Chauffeur den Irrium kiarmachen. Doch da ergriffen schon zwei Hausknechte des Hotels sein Gepäck und schleppten es davon. Ein Protest wäre gar zu peinlich gewesen, und so fügte sich Gino in das Unvermeidliche. Am Hotelschalter wurde er nicht lange nach seinen Wünschen gefragt. Der Empfangsherr sah auf seinen Plan und schlug ihm ein schönes Zimmer im ersten Stock vor, das gerade frei geworden sei. In seiner Verwirrung fragte Gino gar nicht nach dem Preis. Es würde ja doch nur für ein oder zwei Nächte sein und konnte bei den Gesamtkosten der Reise keine große Rolle Go zog Gino also in Zimmer Nr. 18 ein— in das Zimmer, das gerade neden Marco Ballarins Appartement lag. Den Rest des Nachmittags verbrachte Gino Vian damit, die Hauptstraßen des Westend zu durchstreifen. Er konnte dabei nicht viel von London sehen: Obwohl es schon Anfang Mai war, hatte sich ein gelblicher Nebel auf die Stadt herabgesenkt. Auch der Abend enttäuschte Ginos Erwartungen. Das Nachtleden dieser Achtmillionenstadt schien ihm ziemlich kümmerlich, da er das von Newyork kannte Am nächsten Morgen fiel ein seiner Dauerregen vom grauen Himmel. Gino fuhr gleich nach dem Frühstück zum Britischen Museum und hielt sich dort dis zum Mittag auf. Erst nach dem Lunch hörte der Regen auf, dafür wurde es aber schon wieder nebelig. Gino hatte genug von London. Auch die Lust auf Paris war ihm vergangen. Seine Sehnsucht nach Venedig ließ ihm keine Ruhe mehr. Er faßte den Entschluß, am nächsten Morgen ohne weiteren Aufenthalt nach der Stadt seiner Träume zu fliegen. Er ging zum Reisebüro, um sich zu erkundigen, auf welche Art er seinen Schrankkoffer am besten nach Venedig senden könnte. „Reisen Sie nicht selbst nach Venedig?“ fragte der Angestellte des Büros. „Ja,— aber per Flugzeug, morgen früh.“ „Wie groß ist denn der Koffer?— und wie schwer?“ Gino gab entsprechende Auskunft. „Hm— also kein großer Schrankkoffer. Den könnten Sie sogar gerade noch mit ins Flugzeug nehmen; aber das kostet eine Stange Geld.“ „Wieviel denn?“ fragte Gino. Der Mann rechnete eine Weile und nannte dann die Preise für die verschiedenen Beförderungsarten: per Flugzeug, per Fracht, als Expreßgut. Das erste war Gino zu teuer, das zweite zu langsam, und so wurde beschlossen, den Koffer als Expreßgut per Bahn nach Venedig zu senden In etwa drei Tagen könne er ihn dort auf dem Personenbahnhof an der Gepäckausgabe in Empfang nehmen, sagte der Angestellte. „Und wann wird er hier bei mir abgeholt?“ fragte Gino. „Heute wird es nicht mehr gehen; aber morgen feüh — be gegen acht Uhr.:. eiam.uen G. Gino war einverstanden, gav seinen Namen, die Adresse des Hotels und seine Zimmernummer an. „Haden Sie denn schon Ihre Flugkarte?“ fragte der Angestellte des Büros. „Nein, noch nicht. Kann ich die denn auch hier bekommen?"„„57 s0 55 „Das ist nicht der Grund, weshalb ich frage. Ich meine nur... Wann müssen Sie denn in Venedig eintreffen?“ „Morgen nachmittag wollte ich dort sein. Ich will in Paris gleich weiterfliegen.“.#. „Ja, wissen Sie... fest verlassen ronnen Sie sich aber nicht auf den Anschluß in Paris. Wir bekommen anscheinend wieder schlimmen Nevel. Das verzögert oft den Abflug in Croydon erheblich. Und wenn es gar zu toll ist, startet das Flugzeug überhaupt nicht.“ „Das würde dann also für mich eine Verzögerung von vierundzwanzig Stunden bedeuten?“ „Natürlich— denn es gibt täglich nur eine Flugverbindung von Paris nach Venedig. Wenn Sie das nicht riskieren wollen, würde ich Ihnen raten, lieber heute abend mit dem Zug nach Paris zu fahren und dann morgen vormittag in Le Bourget das Flugzeug nach Venedig zu nehmen. So gehen Sie ziemlich sicher, denn in Paris ist Nebel kaum zu befürchten.“ „Ja, so werde ich es machen“, entschied Gino.„Danke bestens für Ihren Rat. Wo kann ich die Fahrkarte bekommen?“ „Dort, bei dem Herrn schräg gegenüber.— Und wohin darf ich den Gepäckschein senden, auf den Sie in Venedig Ihren Kopffer ausgeliefert bekommen?“ „An die dortige Filiale Ihrer Firma. Ich lasse sowieso alle meine Post vorläufig dorthin kommen.“ „Und an wen sollen sich unsere Leute morgen früh wenden, wenn sie den Koffer abholen wollen?" „An den Hotelportier.“ Ich werde entsprechenden Bescheid hinterlassen. Und dann möchte ich den Transport auch gleich hier bezahlen.“— In einer Viertelstunde war alles erledigt, und Gino machte sich auf den Weg, um Westminster Abbey und das Parlamentsgebäude zu besichtigen. Er erblickte von diesen Bauten nicht viel mehr als graue Schatten. Der Mann auf dem Reisebüro hatte recht gehabt: der Nebel nahm schon wieder zu. Gino beschloß, den Rest des Nachmittags zur Besichtigung der National Portrait Gallery zu verwenden. Er wanderte mit Hilfe seines Stadtplans Whitehall entlang zum Trafalgar Square. Von dort geriet er fertümlicherweise in den Strand, eine der belebtesten Straßen von London. In dem Gedränge wurde er von einem Passanten unsanft gegen die Brust gestoßen Der Mann entschuldigte sich höflich und war gleich darauf im Nebel verschwunden. Gino sah zufäuig ein in die Straße ragenoes Schild mit der beleuchteten Aufschrift„Change“, und es fiel ihm ein, daß er für die Ankunft in Venedig etwas italienisches Geld brauchte. Er betrat die Wechselstube und bat, ihm für fünf amerikanische Dollar italienische Lire zu geben. Aber als er dann nach der Brieftasche griff, um zu bezahlen, war diese nicht an ihrem gewohnten Platz. Hastig durchsuchte Gino alle seine Taschen. Es war vergebens: die Brieftasche war und blied verschwunden. „Können Sie mir den Kerl genau beschreiben?“ fragte der Polizeibeamte, nachdem Gino den Vorgang geschildert hatte. 94 64 „Nein, mit dem besten Willen nicht. Ich habe ihn kaum gesehen. Ich kann nur sagen, daß es ein jüngerer Mann war, und aß er einen steifen schwarzen Hut strug.“ „Das ist allerdings verdammt wenig. Wir werden natürlich unser Bestes tun, aber viel Hoffnung kann ich Ihnen nicht machen.“ „Eine schöne Bescherung!“ Gino wischte sich mit einer verzweifelten Gebä Nicht zum Fundbüro, sondern zum nächsten Polizeiamt hatte sich Gino begeben, denn es war ihm jetzt völlig klar, daß jener Mann, der im Gedränge so unsanst mit ihm zusammengestoßen, ein Taschendied gewesen war. einer Ergigenn, Grburde den Angstschweiß von der Stirn.„Fast meine ganze Barschaft ist in der Brieftasche: achthundert Dollar!“ Gino gab nun auf Befragen genaue Auskunft über Beschaffenheit und sonstigen Inhalt der vermißten BriefCOe...„##.9# gr. el. tu. Saamt. „Und wie ist Ihre Aoresser fragre der Beamte, nachdem er alles notiert hatte. „Ich bin auf der Durchreise. Ich bin gestern von Amerika angekommen und reise heute abend nach Venedig weiter. Am besten gebe ich Ihnen meine vorläufige Adresse in Venedig. Wenn Sie etwas herausbekommen, könnten Sie mir wohl dorthin schreiben?“ Der Polizeibeamte musterte ihn etwas überrascht. „Sie sagte doch gerade, daß Ihre ganze Barschaft in der „Fast meine ganze Barschaft, habe ich gesagt. Ich habe noch ein paar Pfund englisches Geld im Portemonnaie— und mein Paß und meine Fahrkarte und Flugkarte waren Gott sei Dank, in der anderen Brusttasche. Wissen Sie, ich habe mir überlegt: wenn ich jetzt hier in London das Resultat der Nachforschungen ab. warte...“ Der Beamte machte eine pessimistische Handbewegung. „Na, sehen Sie“, fuhr Gino fort.„Ich würde in ein paar Tagen auch noch die paar Pfund ausgegeben haben und dann ganz auf dem Trocknen sitzen. Wenn ich abreise, komme ich doch wenigstens an mein Ziel.“ „Da haben Sie recht“, meinte der Polizist.„Wer weiß, vielleicht haben Sie das Glück, daß der Kerl heute oder morgen bei einem andern Taschendiebstahl gefaßt wird, und daß sich Ihre Brieftasche noch bei ihm findet. Aber machen Sie sich keine zu großen Hoffnungen.— Und nun darf ich wohl mal Ihren Paß sehen, damit ich Ihre Personalien genau notieren kann.“—-Als Gino das Polizeiamt verließ, war es gerade fünf Uhr. Bedrückt trat er den Weg zu seinem Hotel an. Hätte ich nur auf meine Schwester gehört! dachte er. Ne di Venere, ne di Marte non ei sposa, ne si parte! Gleich aber wies er solchen Aberglauben wieder von sich: Das war ja Quatsch! Wenn er an einem anderen Tage abgereist wäre, hätte ihm ja noch etwas Schlimmeres zustoßen können. Ebensogut konnte ihm gerade die Abreise am Freitag das Leben gerettet haben. Er wollte dem Schicksal lieber dankbar dafür sein, daß er noch seinen Paß, seine Fahrkarte und seinen Flug; schein besaß und ein paar Pfund Setrling, um das Hotel und eine Taxi zu zahlen. So würde er trotz allem nach Venedig gelangen, und das war jetzt die Hauptsache! 8. Kapite! Pünktlich um fünf Uhr betrat Nelda die Halle des großen Hotels in Piccadilly. Ein Page, der beobachtend an der Drehtür gestanden hatte, kam auf sie zu:„Verzeihen, sind Sie Mit Blorometls“„ „Ja, ich möchte den Herrn von Nummer siebzehn sprechen.“.. hinesetführen! „Der Herr erwartet Sie. Darf ich Sie hiaufführe. Bitte, dort ist der Lift.“—.. Obwohl äußerlich ruhig, war Nelda voch in tiefer Er regung. Diese ganze Angelegenheit schien ihr rätselhaft. Wer konnte der Mann sein, der vorgab, am Sterbebett ihrer Mutter geweilt zu haben? In dem Fischerdörschen auf Pellestrina gab es keine Leute, die es sich hätten leisten können, in einem solchen Hotel abzusteigen.— Marco Ballarin erhob sich bei Neldas Eintritt von einem Sessel, ging ihr entgegen und reichte ihr die Hand. Sie fühlte, daß diese seine schmale Hand eistig kalt und in der ihren zitterte. Ballarin wies wortlos einer einladenden Geste auf einen Sessel, dem seinen ge genüber. Neldo nahm Platz, saß dann in steifer 5 tung wartend da und schaute ihm forschend ins Gesicht. (Fortietzung folgt! Heitere Über dem Schreibtisch des Gewaltigen hing ein großes Schild: Fassen Sie sich kurz! Ich habe leidet nur fünf Minuten Zeit für Siel Stumde Koller kam und redete eine geschlagene Stune lang. Der Gewaltige hielt an sich, um nicht grob s werden und lenkte immer wieder Kollers Blick auf de Schild. Schließlich guckte auch Koller und seufzie:„J0. wenn ich mir das auch erst erlauben kann.“ * „So, so“, meinte Hommer,„du bist jetzt also freiet sommer,„du bist Schriftsteller: Da hast du ja ein freies Leben „Ja“, nickte Bommer,„einerseits. Aber auch bedenken, daß man ständig unter häuslicher sicht steht!“ Der junge Mann stand verzweifelt vor „Haden Sie denn aus meinem Brief herausgelesen?“ „Doch. Acht orthographische Fehler."# (Fliegende Bialler) 16. Dezember Trot der 214Die westfälische Ber bis auf das Treffen W 04, das am kommend führen. Der SC Pr sein letztes Spiel in 2 BfB mit:2, doch mu sigen, daß sie ein gute wirklich auf ihrer Seite seld in Marten nicht kam, ist der SC Preu letzten Tabellenplatz zu wann sein Spiel gegen Hier die Tabelle: Schalle 04 Gelsenguß Vorussia Dortmund 1/B Bielefeld Arminia Bieleseld 089 Hagen Bestsalia Herue Röhlinghausen 1/C Bochum Pinion Gelsenkirchen 1 Arminia Marten Preutzen Münster DfB Bielefeld Auch in dem letzte Serie konnten die mi Siege kommen, denn es den Bieleseldern auf zu behalten. Aber der nach dem Verlauf der glücklich bezeichnet wei in Bielefeld diesmale das Glück auf ihrer statt der Niederlage ein kinnnen, zumal die B kamen, die den 1 konnten. Der Verlauf der Mannschaften zunächst zwölften Spielminute Führung zu gehen. aus dem Tor, so daß eins keine allzu große die Torlinie zu bring Bielefelder dauert nich wird Pentrup be Strafraumgrenze unsa hängten Strafstoß scharfen Schuß zum 2 teren Verlaufe des E legen, aber ein Erfol Stande von:1 geht Drei Minuten nach Bielefelder Glück, ind Preußen wieder in Fü stoppt einen Angriff ve hat aber dabei übersel fen, sein Tor verlasser das leere Tor. Aber lich, schon fünf Mini Bielefelder aufzuholen, ein schönes Kopftor ei ten kämpfen nunmehr rung, und nach einer es den Bielefeldern, Preußens Mittelstürm: Wes Die Meisterschaft Münster wurden ar nungen fortgesetzt. Münster, wo Tus W Platze von der TSE einstecken mußte, nach mit:0 in Führung und Emsdetten gab russia Rheine gab 2 Nachsehen. während BV Rheine mit:0 Der SC Münster 00 führung an die Té während die Rheine Stelle erreicht haber TS6 Dülmen Borussia Rheine SC Münster 08 SoVag Rheine 09 BV Rheine 10 SV Emsdetten Westf.=Jahn Münster Vorwärts Gronau Westfalen=Jahn Nach den guten gegen den SC. Mür ihren Anhängern die indem sie auf dem Dülmen eine:=Nie dem sie bei der Pau hatten. Die Elf des wiederzuerkennen, be kommen aus, der es Energie und Entsch konnten die Münste überlegen durchführe ersten Spielhälfte de des Platzvereins bel ders Feldhaus bedier lagen, aber die Stür damit anzufangen. gespielt. und andere einen Schuß vom Ste Seite muß allerding die Dülmener ihre zogen hatten, deren Innenspiel der Jahr junge Dülmener A müßig, wobei besond lich durchkam. Siel kamen die Jahner er Führungstreffer, der schönen Schuß erziel ven Vorsprung für Spielhälfte zu Ende. Nach dem Wechse über die Münsteran ten ihren bekannten der linker Läufer gestellt. Schon vier beginn gelang es D len. Jahn spielte zu aber nach etwa wei der Dülmener Halb Führung sichern.## Platzvereins auch u ten, war es wieder vor Schluß durche gültig sicherstellen " Westf.=Jahn Müt gehler, das Spiel a men, während Düln daß der Sieg da verdient zu bezeichn Vorussia Rhein „Die Rheiner Vor verschaftsspiel auf Tabellenletzten Vorlen Siege, der aber mußte. Die Gronau dungen Nachwuchsso MFA Mikrotilmarchit der deutschsprachigen Presse.V. er 343 16. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 345 ntfe ud en, aber sgebiet. Die hen Makler t hohe cbhen gasnen Kapital= griechischen g der griechi. sischen Reede. ohen Frachten gen Reise mehrsache haben. Da. ischen Schiffe . Schon die mndelsflotte in is Ende Juli surch Kriegs. erloren, was bestandes hl, die von kriegführenden imer wieder. gischen Schiffe ffsraumes erIrrefühelsflotte schon sind nur noch onnagemengen en noch in die Die englische erleichtert oder in zwar gegen England prolandfahrt wahohen Frachtersetzt wurden che Regierung Schiffe. ung der grieVortrag eines vom 18. NoAusbruch der Usmarine eine treich gewesen. sitanniens und .“ An der iland nunHandelns enpolitik Freitag verr bereits über n der Provinz nunmehr auch 11 Juden und Propaganda. tärgericht des en in der Zeit Siebenbürgen nekinder 5. Dezember. riege gefallener itigen Sonntag KameradschaftsReichsorganiFührers und ich die Familie igen gemeinsam haft, dem herrutschen gemacht lle eine einzige in Klassen zerhrer beschloß er utter traten die Frau, um mit und nützliche nster(Westl.). K. I. deibon (z. 21 in liche Schrilftten und VerProvinz: Mer Alwes: Volkt iekohl: StadtOtto Pesser It. im Felde). BildberichtHorst Enters Sämtlich in rei. Zur Zeit n gerettet haben. dafür sein, daß nd seinen Flug; g, um das Hotel trotz allem nach Hauptsache! a die Halle des rebtür gestogng sind Sie ummer siebzehn sie hinaufführen! gen hing Ich habe leider Schalle 04 zieht auf und davon Trot der 2i4-Niederlage gutes Spiel des SC Preußen Münster in Bielefeld— Nur noch ein Spiel der ersten Serie Die westfälische Bereichsklasse konnte die erste Serie dis auf das Treffen Westsalla Herne— Schalke 04, das am kommenden Sonntag steigt, zu Ende führen. Der SC Preußen Münster verlor auch sein letztes Spiel in Bieleseld gegen den dortigen BfB mit:2, doch muß man zu Ehren der Preußen sigen, daß sie ein gutes Spiel lieferten und das Pech wirklich auf ihrer Seite hatten. Da Arminia Bieleseld in Marten nicht über ein Unentschieden hinauskam, ist der SC Preußen Münster wieder auf den hier die Tabelle: Schalke#04 Gelsenguß Vorussia Dortmund 1/3 Bieleseld Arminia Bielefeld 0SB Hagen Bestsalia Herue Röhlinghausen isc Bochum Pnion Gelsenkirchen Arminia Marten Preutzen Münster B/B Bielefeld— Preußen Münster:2 Auch in dem letzten Meisterschaftsspiel der ersten Herie konnten die münsterischen Preußen zu keinem Siege kommen, denn mit einem:=Ergebnis gelang es den Bieleseldern auf dem eigenen Platz die Oberhand zu behalten. Aber der errungene Sieg der BfBer muß nach dem Verlauf der Kampfhandlungen als äußerst glücklich bezeichnet werden. Die Preußen=Elf lieferte in Bielefeld diesmal ein sehr gutes Spiel, und sofern das Glück auf ihrer Seite gewesen wäre, hätten sie statt der Niederlage einen Sieg mit nach Hause bringen kinnen, zumal die Bielefelder zu zwei Torerfolgen kamen, die den Umständen nach verhütet werden konnten. Der Verlauf der Kampfhandlungen sieht beide Mannschaften zunächst abwechselnd im Angriff. In der zwölften Spielminute gelingt es dem Platzverein, in Führung zu gehen. Preußens Hüter Scherer ist aus dem Tor, so daß der Mittelstürmer des Platzvereins keine allzu große Mühe hat, um den Ball über die Torlinie zu bringen. Aber der Vorsprung der Bielefelder dauert nicht lange. Vier Minuten später wird Pentrup bei einem Vorstoß hart an der Strafraumgrenze unsair gelegt, und den dafür verhängten Strafstoß kam Pentrup durch einen scharfen Schuß zum Ausgleich verwandeln. Im weiieren Verlaufe des Spieles sind die Preußen überlegen, aber ein Erfolg stellt sich nicht ein, und beim Stande von:1 geht es in die Pause. Drei Minuten nach dem Wiederbeginn haben die Bielefelder Glück, indem sie durch ein Selbsttor der Preußen wieder in Führung gehen können. Ausberg stoppt einen Angriff von links, er gibt den Ball zurück, hat aber dabei übersehen, daß Scherer, um einzugreifen, sein Tor verlassen hat, und so rollt der Ball in das leere Tor. Aber wieder ist es den Preußen möglich, schon fünf Minuten später den Vorsprung der Bielefelder aufzuholen, und zwar durch Menski, der ein schönes Kopftor erzielen kann. Beide Mannschaften kämpfen nunmehr mit großem Eifer um die Führung, und nach einer hohen Flanke von Urban gelingt es den Bielefeldern, das dritte Tor zu erzielen. Preußens Mittelstürmer Thiemann hat sodann eine ganz große Chance zum abermaligen Ausgleich, indem er allein vor dem leeren Tor steht, aber der Ball prallt von der Torlatte ins Feld zurück. Weiter dräng. ten die Preußen, so daß die Bielefelder alles daransetzen müssen, um den Ausgleich zu verhindern, und es sieht in der Tat oft sehr bedenklich vor dem Tore des Platzvereins aus. Erst in der letzten Viertelstunde gelingt es Schielmann, durch einen scharfen Schutz den Scherer vergeblich zu meistern versucht, das vierte Tor zu erzielen und dadurch auch zugleich seiner Mannschaft, den dis dahin immer noch in Frage gestandenen Sieg zu sichern. Wohl drängen die Preußen bis zum Schluß weiter, dach es gelingt ihnen nicht, das Ergebnis zu verbessern. Die Münsteraner spielten in folgender Aufstellung: Scherer, Schulte, Hülsmann, Wenning, Ausberg, Stetskamp, Keil, Letzaus, Thiemann, Menski, Pentrup. 3C Schalke 04— Bse Bochum 43:0 Auch in seinem vorletzten Meisterschaftsspiel blieb der FC Schalke ungeschlagen. Diesmal langte es vor tausend Zuschauern gegen den VfL Bochum 48 zu einem sicheren:=(:)=Sieg. Die Schalker erschienen wieder in stärkster Besetzung und gewannen mit folgender Mannschaft: Klodt: Hinz, Schweißfurth; Gellesch. Tibulski, Burdenski; Füller, Szepan, Eppenhoff, Kuzorra, Kalwitzki. Die Bochumer hatten edenfalls eine sehr gute Mannschaft zur Stelle, die aber an der überragenden Klasse des Gegners scheiterte. Beim Stand von:0 für Schalke und kurz nach der Pause hatten die Bochu. mer ihre beste Zeit, vermochten aber nichts Zählbares zu erreichen. Bereits in der zweiten Minute ging Schalke in Führung durch Kuzorra, in der zehnten Minute siel durch Eppenhoff nach einer guten Flanke durch Kalwitzki der zweite Treffer, und drei Minuten päter hieß es durch eine Vombe von Szepan aus 25 Meter Entjernung:0. In der zweiten Halbzeit eröffneten die Bochumer den Kampf sehr lebhaft, aber das Strohseuer war bald erloschen. Schalke übernahm wieder das Kommando und in der 15. Minute sah es nach einem vierten Trefser aus. Hillemann hatte Füller im Strafraum gelegi. Der Elfmeter von Kuzorra wurde aber von Lasarski abgewehrt. Zehn Minuten vor Schluß mußten die Bochumer dann doch sich zum vierten Male geschlagen bekennen. Eppenhoff war der Torschütze. Arminia Marten— Arminia Bieleseld:0 In dieser Auseinandersetzung vor 500 Zuschauern in Marten kamen die Bielefelder zu einem sehr schmeichelhaften Unentschieden. In der ersten Halbzeit verlief das Treffen noch ziemlich ausgeglichen, obwohl auch hier schon die Martener die besseren und häufigeren Torchancen hatten. Bald nach Wiederbeginn hatten die Gäste kaum noch etwas zu bestellen. Marten drängte unentwegt und Bielefeld hatte alle Hände voll zu tun, um Tore zu vermeiden. Selbst den Stürmer Schwarz sah man heute im Bielefelder Strafraum zur Unterstützung der vielbeinigen Abwehr, in der sich vor allem der Torhüter Bachmann, der rege Verteidiger Schlips und der Mittelläuser Kranefeld auszeichneten, während im Angrifs Kortsunke und Schwarz die besten Spieler waren. Aber der ganze Bielefelder Sturm versagte im Schießen. Marten lieferte wohl sein disher bestes Spiel, obwohl Piontek nicht zur Verfügung stand und durch Schröder ersetzt wurde. Martens Stürmer hatten unendlich viel Pech. Sonst wäre Bielefeld nicht so heil davongekommen. Münster 08 in Essen hoch besiegl Wie nicht anders zu erwarten war, mußte der SC Münster 08 bei seinem Freundschaftsspiel in Essen gegen die bekannte Els von Rotweiß, die am letzten Sonntag noch Fortung Düsseldorf im Punktekampf mit:1 ausgepunktet hatte, glatt mit:7 die Segel streichen. Bereits in der ersten Spielhälfte kamen die Gastgeber zu einer sicheren:=Führung, während das Spielgeschehen im zweiten Spielabschnitt weit härter umkämpft war. Keiegsmeisterschaft der 1. Klasse Westtaten Staffel Bochum: MBV Linden— BSG Engelsburg:1: TB Eickel— Witten 07:0. Staffel Gelsenkirchen: SpVg Marl— SpVa Erkenschwick:1: DSC Rotthausen— Tus HorstEmscher:5: BV Bocholt 1900— SvVa Herten :3: Spfr Gladbeck— Olympia Bocholt:3. Staffel Dortmund: SC Hörde— Merkur Dortmund:1: Alemannia Dortmund— BS6 Hoesch :3. Staffel Siegerland: Sportfreunde Siegen— BE Eintracht Siegen:3. „Kleebtatt“ schlug den„Klut“ im 133. Spiel Rapid Wien holt auf— Auch Fortuna Düsseldorf wieder im Vordertreffen— Zahlen aus den Fußballbereichen Das 133. Zusammentreffen des 1. FC Nürnberg mit der Spielvereinigung Fürth stand für den„Club" unter keinem günstigen Stern. Die Nürnberger waren im heimischen Zabo ihrem alten Rivalen wohl drückend überlegen, wurden am Ende aber doch mit:0(:0) geschlagen. Bei zwei überraschenden Durchbrüchen erzielten Basler vor und Bimsner nach der Pause zwei Treffer für die Fürther, die sonst während der ganzen Dauer des Spiels sich auf reine Abwehr beschränken mußten, in der Verteidigung aber gegen den zusammenhanglosen Nürnberger Sturm ausgezeichnetes leisten. Ostpreußen: Rasensport Königsberg— SV Insterburg:3; Preußen Mlawa— Prussia Samland Königsberg—: Richthofen Neukuhren— Reichsbahn Königsberg:2; Freya Memel— BfB Königsberg—. Neukuhren 11 S 1 2 55:14 17:5 BfB Königsberg 8 7 1 0 29:5 15:1 Preußen Mlawa 9 6 1 2 40:11. 13:5 Pommern: LSV Stettin— MTB Pommerensdorf :2; Preußen=Vor. Stettin— TSV Swinemünde:3; LSV Pütnitz— Nordring Stettin:0. LSV Stettin 6 6 0 0 34•4 12:0 VfL Stettin 7 5 1 1 23:11 11:3 LSV Püttnitz 6 6 0 1 21:6 10:2 Berlin=Brandenburg: Hertha=BSC— Elektra:3; Tasmania— Wacker 04:1; Spandauer SV— Union Oberschöneweide:0; Minerva 94— Brandenburger SC:1; Lufthansa— Blau=Weiß:0; Berliner SV 92— Tennis=Borussia:3. IS6 Dülmen an der Tabellenspitze! Westfalen-Jahn kann auf eigenem Platz nicht gewinnen Borussia Rheine siegt weiter Die Meisterschaftsspiele in der ersten Klasse Münster wurden am Sonntag mit drei Begegnungen fortgesetzt. Eine Ueberraschung gab es in Münster, wo Tus Westfalen=Jahn auf dem eigenen Platze von der TSG Dülmen eine:=Niederlage einstecken mußte, nachdem die Turner bei der Pause mit:0 in Führung gelegen hatten. In Rheine und Emsdetten gab es die erwarteten Siege. Borussia Rheine gab Vorwärts Gronau mit:1 das Nachsehen, während der SV Emsdetten über den BV Rheine mit:0 die Oberhand behalten konnte. Der SC Münster 08 hat nunmehr die Tabellenführung an die TSG Dülmen abtreten müssen, während die Rheiner Borussen bereits die zweite Stelle erreicht haben. TS6 Dülmen Borussia Rheine SC Münster 08 SoVag Rheine 09 BV Rheine 10 SV Emsdetten Westf.=Jahn Münster Vorwärts Gronau Westfalen=Jahn Münster— 266 Dülmen:3 Nach den guten Leistungen in dem Ortstreffen gegen den SC Münster 08 bereiteten die Turner ihren Anhängern diesmal eine große Enttäuschung, indem sie auf dem eigenen Platz von der TSG Dülmen eine:=Niederlage einstecken mußten, trotzdem sie bei der Pause mit:0 in Führung gelegen hatten. Die Elf des Platzvereins war diesmal nicht wiederzuerkennen, besonders der Angriff fiel vollkommen aus, der es vor dem gegnerischen Tore an Energie und Entschlußkraft fehlen ließ. Wohl konnten die Münsteraner den Kampf größtenteils überlegen durchführen, was ganz besonders in der ersten Spielhälfte der Fall war. Die Läuferreihe des Platzvereins beherrschte das Mittelfeld, besonders Feldhaus bediente den Angriff mit guten Vorlagen, aber die Stürmer wußten in der Tat nichts damit anzufangen. Einmal wurde zuviel innen gespielt, und andererseits traute sich kein Stürmer, einen Schuß vom Stapel zu lassen. Auf der anderen Seite muß allerdings nicht verkannt werden, daß die Dülmener ihre besten Kräfte nach hinten gezogen hatten, deren Aufgabe durch das übertriebene Innenspiel der Jahner erleichtert wurde Auch der junge Dülmener Angriff war inzwischen nicht müßig, wobei besonders die linke Seite oft gefährlich durchkam. Sieben Minuten vor der Pause kamen die Jahner endlich zu dem längst verdienten Führungstreffer, den der Halbrechte durch einen schönen Schuß erzielen konnte, und mit dem knapven Vorsprung für den Platzverein ging die erste Spielhälfte zu Ende. Nach dem Wechsel brach sodann das Verhängnis über die Münsteraner herein. Die Dülmener hatten ihren bekannten Spieler Göckener, der bisder linker Läufer gespielt hatte, in den Angriff gestellt. Schon vier Minuten nach dem Wiederbeginn gelang es Dülmen, den Ausgleich zu erzielen. Jahn svielte zwar weiterhin leicht überlegen. aber nach etwa weiteren zwanzig Minuten konnte der Dülmener Halblinke seiner Mannschaft die Führung sichern. Während die Bemübungen des Platzvereins auch weiterbin keinen Erfolg tätigten, war es wieder Göckener der fünf Minuten vor Schluß durch ein drittes Tor den Sieg endeültig sicherstellen konnte. Westf.=Jahn Münster machte ohne Zweisel den Fehler, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen, während Dülmen mit großem Eifer kämpfte. 0 daß der Sieg dank dieses Vorzuges als völlig verdient zu bezeichnen ist. Vorussia Rheine— Vorwärts Gronau:1 Die Rheiner Borussen kamen zwar in dem Meikerschaftsspiel auf dem eigenen Platz gegen den Tabellenletzten Vorwärts Gronau zu dem erwartelen Siege, der aber sehr schwer erkämpft werden Rußzte. Die Gronauer Mannschaft, die fast nur aus dungen Nachwuchsspielern bestand, schlug sich sehr tapfer und hielt dadurch den Borussen im Felde vollständig die Waage. Aber auch die Borussen hatten diesmal nicht ihre Gastspieler zur Verfügung und dafür jüngere Kräfte eingesetzt, die ihrer Aufgabe auch gerecht wurden. Den besten Spieler hatte der Platzverein in dem linken Verteidiger Beckmann, während im Angriff Jörissen besonders hervorzuheben ist. Im Verlauf der Kampfhandlungen, in denen die Borussen leicht tonangebend waren, kamen beide Tore oft in Gefahr, ohne daß es zunächst einer Partei gelang, einen Erfolg zu tätigen, besonders die Borussenstürmer zeigten sich vor dem gegnerischen Tore reichlich unentschlossen. In der 35. Minute gelang es den Gronauern, in Führung zu gehen, die sie bis zur Pause behaupten konnten. Zehn Minuten nach dem Wiederbeginn konnte Jörissen den Ausgleich erzielen. Borussia drängte nunmehr stark, und etwa eine Viertelstunde später war auch der zweite Erfolg fällig, den der linke Läufer auf eine Flanke von Jörissen erzielte. Zehn Minuten vor Schluß des Sviels gelang es den Rheinensern, durch ein drittes Tor ihren Sieg endgültig sicherzustellen. SV Emsdetten—. BV Rheine:0 Der SV Emsdetten hatte auf dem eigenen Platze den BV Rheine 10 zu Gast, dem sich die Emsdettener glatt überlegen zeigten, was sie durch einen:=Sieg zum Ausdruck brachten. Die Gäste kamen für einen Sieg gar nicht in Frage, und der größte Teil der Kampfhandlungen sah den Platzverein ständig im Vorteil, so daß die Rheinenser sich fast nur auf die Verteidigung beschränken mußten. Das erste Tor für den Platzverein fiel ungefähr in der Mitte der ersten Spielhälfte, das der Linksaußen Eismann auf sein Konto brachte. Auch im Verlaufe der zweiten Svielhälfte konnten sich die Stürmer des Platzvereins bei der guten Abwehr der Gäste keine Geltung verschaffen, und erst in der drittletzten Spielminute gelang es dem Mittelläufer Vietmeyer, durch einen Schuß aus dem Hinterhalt das Endergebnis herzustellen. Schlesien: Breslau 06— Germania Königshütte :5; 1. FC Kattowitz— Tus Schwientochlowitz:5 Vorw. Ras. Gleiwitz 10 Germ. Königshütte 10 Schwientochlowitz 10 Sachsen: SC Planitz 99 Leipzig— Polizei Chemnitz:1; BfB Glauchau— Fortuna Leipzig:4; Wacker Leipzig— BC Hartha :1; Sportfr. 01 Dresden— Südwest Dresden(Ges.= Spiel):1; Chemnitzer BC— Wehrmacht(Ges.= Mitte: SpVa Erfurt— 1. SV Jena:4; Thüringen Weida— Wehrmacht 15:1; Cricket Viktoria Magdeburg— Preußen Sudenburg:2. Nordmark: Wilhelmsburg 09— Barnbecker SG :1; Concordia— Borussia Harburg:4; St. GeoroSperber— Eimsbüttel:1; Victoria— Altona 93 :3: Holstein Kiel— Polizei Lübeck:0; Fortung Glückstadt— Hamburger SB:4. Hamburger SB Eimsbüttel Viktoria Hamburg Niedersachsen: Hannover 96— Werder Bremen (Pok.=Spiel):0; Eintracht Braunschweig— Arminia Hannover(Pok.=Spiel):3. Niederrhein: Turn Düsseldorf— Fortuna Düsseldorf:1.— Gesellschaftsspiele: Tbd. Schwarz=Weiß Essen— BfL Osnabrück:1: Tus Helene Altenessen — Westfalia Herne:3; Rot=Weiß Oberhausen— Viktoria Oberhausen:1; Essen=West 81— Westende Hamborn:0. Helene Essen 8 5 2 1 23:14 12:4 Rotweiß Essen 9 5 1 S 20:13 11:7 Fortung Düsseldorf 8 5 0 S 22:11 10:6 Mittelrhein: Köln=Sülz 07— SB 06 Beuel:1; Mülheimer SB— Bonner FV:2; Tura Bonn— BfR Köln:3: Düssen 99— BfL 99 Köln:3; SSB Troisdorf— SpBg Andemach:2. Mülheimer SV 11 9 2 0 36:15 20:2 Düren 99 11 7 2 2 37:27 16.6 Mülhausen:0: SB Wittelsheim— SB Dornach:3: IV Metz— Kickers Offenbach(Ges.=Sp.):2. Unterelsaß RSC Straßburg 7 7 0 0 21:7 14.0 7 5 1 1 16.6 11:3 7 4 1 2 28:10:5 Schiltigheim =Straßbugr Oberelsaß Wittenheim XC Mülhausen FC Kolmar 21:9 22:7 19:14 12•2 10•2 :5 Würktemberg: Stuttgarter Kickers— Stuttgarter SC:0; SSV Ulm— BfB Stuttgart:3; BfR Aalen — Union Boeckingen:2; SV Feuerbach— SSB Ulm:2. BfB Stuttgart 11 S 3 0 42:11 Kickers Stuttgart 9 6 2 1 34:11 Sportr. Stuttgart 10 6 2 2 26:15 Bayern: 1. FC. Nürnberg— SpVg Fürth:2; BfR Schweinfurt— Wacker München:3; Würzburger Kickers— Schwaben Augsburg:4; Bayern München — München 60:1; BC Augsburg— Schweinfurt 05:1; Jahn Regensburg— TSV Nürnberg 83 BE Augsburg 10 7 2 1 20:11 Schwaben Ausburg 9 5 S 1 20:11 München 1860 S 6 0 2 33:16 4 Ostmark: Wiener SC— Admira:3; Rapid Wien — Grazer EC 1111.„„„ Austria Wien 9 6 1 2 19:8 13:5 Wiener SC 8 5 0 3 26:11 10:6 Rapid Wien 7 4 1 2 31:9:5 19•3 14•4 14•6 16 1 Anni Kapelt schieamem Weltrekord Bei einem Klubkampf im Düsseldorser Stadtbad zwischen Düsseldorf 98 und Undine.=Gladdach unternahm die Gladbacherin Anni Kapell einen Weltrekordversuch auf die 400 Meier Bruststrecke. Mit:13.2 Minuten stellte Aunl Kapell einen neuen Weltreford aus, der bisher im Besitze von Maria Cenk(Brasilien) mit:15,8 war. sopie Waalberg(Holland) hatte am 12. November in Amsterdam derelts:13.7 erreicht, die allerdings noch nicht anerkannt weren. Von den sechs offiziell geführten Frauenweltrekorden über die Bruststrecken definden sich jetzt zwei im deutschen Besitz. Hanni Hoelzner(Plauen) hält seit 1936 die Welthöchstleistung über 100 Meter mit:10,2 und jetzt hat sich Anni Kapell über 400 Meter mit:13.2 in die Weltrekordliste eingetragen. Beim Klubkampf waren die Frauen von Undine .=Gladbach in der Imal=100=Meter=Bruststaffel mit :31 Minuten siegreich. Mit dieser Zeit stellten sie sich an die erste Stelle der Jahres=Reichsbestliste, die bisher Plauen 1912 mit:45.0 innehatte. Berliner Post=SV schwamm Jahresbestzeit Im Berliner Postbad gelang es den Schwimmern des Berliner Post=Sportvereins sich über 4 mal 100 Meter Kraul mit:17.2 Minuten an die Spitze der Jahresbestleistungen zu setzen und damit Spandau 04 mit:17.8 die Führung zu entreißen. Ueber 10 mal 100 Meter Kraul wurde in 11:07 Minuten angeschlagen und damit eine Jahresbestzeit aufgestellt, da über diese Staffelstrecke in diesem Jahr noch keine Zeiten vorlagen. Henkei als Hockeu-Jurschütze Bei den Hockey=Meisterschaftsspielen in Berlin betätigte sich unser Tennisspieler Heinrich Henkel bei seinem Verein TC Rot=Weiß mit gutem Erfolg. Gegen den Neuköllner SK stand der Kampf schon auf Verlust, als es Henkel gelang, ein Tor aufzuholen, so daß zuletzt noch mit:3 ein Punkt gerettet war. Der Tabellenführer Berliner HC behauptete mit einem klaren:1(:1) über Siemens die Spitze, während der Berliner SC durch das torlose Tressen mit dem Wilmersdorfer HC einen Punkt einbüßte und zusammen mit Rot=Weiß bei jeweils 16:10 Punkten den zweiten und dritten Platz besetzt. Deutscher Fußballsieg in Paris Die Pariser Prinzenbahn war am Sonntag der Schauplatz eines Fußballspiels zwischen der 3. Kompanie eines Lustnachrichten=Regiments und der Elf der italienischen Kolonie in der französischen Hauptstadt. Dem zugunsten des Kriegswinterhilfswerkes veranstalteten Treffen wohnten rund 6000 Zuschauer bei. Die Soldatenmannschaft bot eine vorzügliche abgerundete Leistung. die in dem zahlenmäßigen, aber durchaus verdienten:0 (:)=Sieg richtig zum Ausdruck kommt. Die treibenden Kräfte waren der Dresdener Glenzel, der allein fünf Tore schoß, und der Berliner Hans Appel, der als Halblinker Stürmer geschickt die Angriffe einleitete und dabei noch den sechsten Treffer erzielte. Sehr gut gefiel noch der Münchener Fickenscher. Jußballkampf Siutigart— Barcelona Nach einer Pause von mehreren Jahren ist der erste deutsch=spanische Fußballkampf gesichert. Die von Barcelona ausgegangene Einladung zu einem Städtekampf ist von Berlin an Stuttgart weitergegeben worden, da die Reichshauptstadt wegen anderweitiger Verpflichtungen zum gleichen Termin verzichten mußte. Der Reichssportführer hat nun Stuttgart beauftragt, die ehrenvolle Einladung zu einem Städtespiel mit Barcelona anzunehmen. Das Treffen wird in einem großen Rahmen am 12. Januar in Barcelona zugunsten des Nationalen Spanischen Hilfswerks veranstaltet. Der Relchsspertrunter-Spraulin-Kom Das Problem der internationalen Sportverbände wird gerecht gelöst Südwest: Germania 94 Frankfurt— Wormatia Worms:0; Union Niederrad— SV Wiesbaden:1; SpVa Mundenheim—. TSG 61 Ludwigshafen:1; FV Saarbrücken— Eintracht Frankfurt(Ges.=Sp.):1; Rot=Weiß Frankfurt— BfB Mühlburg(Ges.=Sp.):0. Kickers Offenbach 8 7 1 0 22:7 15:1 Rotweiß Frankfurt 7 6 0 1 19:6 12:2 Eintracht Frankfurt 7 4 1 2 21:13:5 Elsaßz: BC Bischweiler— Mars Bischheim:3; FC Mülhausen— Spög Kolmar:4; FC Kolmar— ASV Sehr schwacher Pokalauftakt Von sechs Spielen kamen nur zwei zur Durchführung Die angesetzten Spiele der ersten Vorrunde um den Tschammerpokal standen im Kreise Münster unter einem sehr unglücklichen Stern, denn von den sechs vorgesehenen Spielen kamen nur zwei zur Durchführung. Tus Hiltrup hatte bereits im Laufe der Woche zugunsten von Tus Ascheberg verzichtet. Das mit Spannung erwartete Zusammentreifen des SB Warendorf mit der PostS6 Münster fiel aus, da die Postler in Warendorf nur mit einigen Spielern zur Stelle waren und Warendorf kampflos in die zweite Runde kommt. Ebenso gelangten die Spiele Westfalia Kinderhaus— UfL Wolbeck und Sv. u. Sv. Ennigerloh— Reichsbahn=SG Ablen nicht zum Austrag, da in beiden Fällen seitens des Platzvereins keine Einladung beim Gegner eingetroffen war und Woldeck und Reichsbahn Ahlen dadurch kampflos in die zweite Runde kommen. In Ahlen lieferten sich die beiden Ortsgegner Westfalia 06 und die Betriebssportler einen erbitterten Kampf, den die Westfalen mit :2 für sich entscheiden konnten, nachdem sie bei der Pause mit:0 in Führung gelegen hatten. Der SC Oelde und Tus Neudeckum trennten sich trotz der erfolgten Verlängerung unentschieden :1, so daß die Begegnung an einem der nächsten Sonntage in Neubeckum wiederholt werden muß. Handball. Hammer Spielverein— Westfalia Ahlen 10:8(:). Reichsbahn=SG Hamm— SC Werries:3(:). Union Hamm= BV 09 Hamm:1(:1) abgebrochen. Tschammerpokalspiele der Gruppe Ahaus=Coesfeld Zwei Vereine kamen kampflos in die nächste Runde, Betriebssportgemeinschaft Gronau und VfL Alstätte, da VfL Breden nicht antrat und 21/24 Gronau gesperrt war.— Weiter kam Tus Stadtlohn ohne Spiel in die nächste Runde. Die Coesfelder Rasensportler verzichteten und trugen ein Freundschaftsspiel gegen MSV Rheine aus, das die Rheiner:2 gewannen. In den beiden andern Spielen verlor der BfL Epe:1 gegen FC 09 Gronau und ABC Ahaus gewann nach hartem Spiel gegen Reichsbahn Coesfeld 411. Spielausfälle in der Gruppe Rheine In der Gruppe Rheine kam es zu zwei Spielausfällen, da BSG Hammersen Rheine im letzten Augenblick auf die Austragung des Spiels gegen Ibbenbüren verzichtete, während die neu eingereichte Reserveelf der Borussia Rheine gegen Reichsbahn Rheine nur mit sieben Mann antrat und ebenfalls auf die Austragung verzichtete. Im einzigen Sviel des Tages gab es eine dicke Ueberraschung, denn der Tabellenführer Soortfreunde Gellendotf kam auf eigenem Platz gegen Teuto Riesenbeck über ein:1 nicht hinaus, womit ein sehr wertvoller Punkt verloren ging. Reichob.=S6 Rheine 8 4 0 2 SV Ibbenbüren 6 4 0 2 Sportfr. Gellendorf 8 S 1 1 Teuto Riesenbeck 8 S 1 4 BSc Hammersen S 1 0 5 Vorussia Rheine Res. 1 9 0 1 19:8 17313 :7 10:25 8:10 910 :4 :4 733 :3 2110 92 Reichssportführer von Tschammer und Osten weilt zur Zeit als Präsident der Deutsch=Italienischen Kulturgesellschaft in Rom, wo er Gelegenheit nahm, mit dem Präsidenten des italienischen Olympischen Komitees, Raffaele Mangamiello, und den Vertretern der römischen Sportpresse über sportliche Fragen zu sprechen. Der Reichssportführer führte dabei u. a. aus:„Die gegenwärtigen, trotz des Krieges lebhaften sportlichen Beziehungen zwischen Italien und Deutschland werden weiter fortgesetzt werden und dabei beitragen, mehr und mehr die äußerlichen und geistigen Bande der Achse zu festigen. Als Präsident der Deutsch=Italienischen Kulturgesellschaft werde ich jede Gelegenheit wahrnehmen, auch der Entwicklung des Sportes zu dienen, so wie es in liebenswürdiger Weise schon Minister Pavolini mit der Vorführung des Films„Sportler der Achse' getan hat.“ Zur internationalen Lage betonte der Reichssportführer, daß es notwendig sein wird, im gleichen Maße, wie die Achse die politische Neuordnung für den siegreichen Frieden studiert, die Erneuerung des internationalen Sportes zu prüfen. Dieser Arbeit haben bereits Italien und Deutschland sich in voller Übereinstimmung gewidmet, ist doch für den Augenblick das Problem der internationalen Sportverbände bedeutsamer als das des internationalen Olympischen Komitees. Unter den verschiedenen Verbänden steht in erster Reihe jener des sinersports, dessen norwegischer Präsident sein Land verlassen und dadurch praktisch demissioniert hat. Durch den Schutz der deutschen Wehrmacht ist es möglich gewesen, das Archiv und den Sitz des internationalen SkiVerbandes von Oslo nach Stockholm zu verlegen, wo der schwedische Generalsekretär Graf Hamilton bemüht ist, eine normale Tätigkeit des Verbandes in der günstigsten Atmosphäre der Achse fortzuführen. „Wir können daher bestimmt damit rechnen", so führte der Reichssportführer weiter aus,„daß die SkiWeltmeisterschaften in Cortina'Ampezzo und die internationalen Wintersportkämpfe in Garmisch=Parten= kirchen, die von Italien bzw. Deutschland im Februar 1941 vorbereitet werden, regelmäßig und mit vollem Erfolg veranstaltet werden. Die Möglichkeit, viele Nationen zu den Winterspielen dieser beiden großen Länder vereinigen zu können, wird innerhalb der Kriegszeiten einen großen sportlichen Sieg darstellen und einen wertvollen Beitrag für jene Friedensära bilden, die die Achse dem Europa von morgen zu geben bereit ist. Was die anderen internationalen Sportverbände betrifft, so werden auch hier nach und nach alle Probleme auf der Grundlage der Gerechtigkeit gelöst werden, was eine Verjüngung im Sportleben mit sich bringen wird. Der Reichssportführer schloß mit dem Wunsche, daß die Olympischen Spiele, die 1940 in Helsinki nicht stattfinden konnten, wieder gefeiert werden. Gleichzeitig fand er herzliche Worte für die engen Bande der deutschitalienischen Freundschaft. Rangliste 1940 der Nationalspieler Ernst Lehner zweimal an erster Stelle, dicht gefolgt von Janes Die zehn Fußball=Länderspiele, die in diesem Jahre ausgetragen wurden, haben einige Veränderungen in der Rangordnung der Nationalspieler gebracht. Ende 1939 stand in der Zahl der Länderspiele Ernst Lehner (Augsburg) mit 52 vor Paul Janes(Düsseldorf) mit 48 an der Spitze. In diesem Jahre hat Lehner an sieben Länderspielen teilgenommen, so daß er auf 59 internationale Kämpfe gekommen ist. Janes vermochte als zweiter Spieler das halbe Hundert zu überschreiten und mit acht Länderspielen 1940 auf insgesamt 56 internationale Treffen zu kommen. Lehner und Janes stehen überlegen auf den ersten Plätzen. Hinter ihnen folgen drei bekannte ältere Nationalspieler, Münzenberg (Aachen) mit 41, Goldbrunner(München) mit 39 und Igkob(Regensburg) mit 38 Länderspielen. Goldbrunner, der in diesem Jahre noch zweimal als Mittelläufer herangezogen wurde, hat damit den Regensburger Torwart Jakob überflügeln können. Auch Fritz Szepan (Schalke), der im Vorjahre mit 34 Spielen den sechsten Rang einnahm, hat diese Stellung abtreten müssen. An seinem Platz ist Kitzinger(Schweinfurt) getreten, der in sieben Länderspielen eingesetzt worden ist und damit 37 Spiele erreicht hat. Kupfer(Schweinfurt), der acht Länderkämpfe mit bestritten hat, ist damit auf 31 Spiele gekommen, so daß er mit dieser Zahl auf eine gleiche Höhe mit dem im Vorjahre verschiedenen Siffling (Mannheim) gekommen ist. An 9. und 10. Stelle stehen Hohmann(Benrath) mit 26 und R. Hofmann(Dresden) mit 25 Länderspielen. Es folgen an 11. Stelle Leinberger(Fürth) mit 24, an 12. Stelle Knöpfle(Fürth und Frankfurt) und Conen(Saarbrücken und Stuttgart) mit 23 Länderspielen. Conen hat in diesem Jahre, durch Verletzungen behindert, nur an fünf Spielen teilgenommen, sonst würde er noch weiter nach vorne gerückt sein. In der Rangliste folgen weiter Gramlich (Frankfurt) mit 22. Stuhlfauth(Nürnberg) mit 21, Gellesch(Schalke) mit 19, Urdan(Schalke) mit 19. Kipp (Stuttgart) mit 18. Jäger(Altona) mit 18, L. Hofmann (München) mit 18 Länderspielen, Kipp und Jäger sind die beiden einzigen„Internationalen“ aus der Zeit vor dim Weltkriege, die in dieser Liste noch vertreten sind. In früheren Jahren hat es weit weniger Länderspiele gegeden. So hat Lehner seinen Rekord von 50 Spielen in den Jahren von 1933 bis 1940 erreicht, Jäger hingegen hat von 1908 bis 1924, also mehr als die doppelte Zeit, in der Nationalmannschaft gespielt. Von den Spielern der Ostmark ist Hahnemann(Wien) bisher auf 16 Spiele in der deutschen Nationalmannschaft gekommen. Es folgen Pesser(Wien) mit 12, Binder (Wien) mit 8 und Schmaus(Wien) mit 7 Spielen. In der Torschützenliste der Länderspiele treten bemerkenswerterweise außer Jäger und Kipp auch noch Harder, Fuchs und Förderer als Spieler der Zeit vor 1914 in Erscheinung. An erster Stelle steht auch hier Lehner, der 27 Tore in 59 Spielen erzielt hat. Die Rangliste lautet: Lehner(Augsburg=Berlin) 27 Tore, 59 Spiele: Conen(Saarbrücken=Stuttgart) 25 Tore, 23 Spiele: R. Hofman(Dreeden) 24 Tore, 25 Spiele; Hohmann(Benrath) 20 Tore, 26 Spiele; Siffling (Mannheim) 17 Tore, 31 Spiele; Fuchs(Karlsruhe) 14 Tore 6 Spiele; Harder(Hamburg) 14 Tore, 15 Spiele: Schön(Dresden) 13 Tore, 12 Spiele: Hahnemann(Wien) 11 Tore, 16 Spiele; Gauchel(Koblenz) 11 Tore. 15 Spiele: Jäger(Altona) 11 Tore, 18 Spiele; Förderer(Karlsruhe) 10 Tore. 11 Spiele: Kipp (Stuttgart) 10 Tore, 18 Spiele; Urban(Schalke) 10 Tore, 19 Spiele: Binder(Wien) 10 Tore, 8 Spiele. Auszeichnung eines bewährten Schiedsrichters Der Gelsenkirchener Fußballschiedsrichter August Gloddeck beging in diesen Tagen ein seltenes Jubiläum. Er leitete sein 700. Spiel. Der Reichssportführer nahm dies zum Anlaß, Gloddeck für seine unermüdliche Tätigkeit im Dienste des Sportes auszuzeichnen und ließ ihm mit herzlichen Glückwünschen zum Zeichen seiner Anerkennung sein Bild mit Widmung überreichen. Id:kizeßeta. Ace 40 Jahre Lazie Rom Der Fußdall=Städtekampf zwischen München und Rom am Neuaihrstag in der italienischen Hauptstadt fällt mit der 40=Jahrseier des Gründungstages des bekannten italienischen Vereins Lazio Rom zusammen. Der Jubilar veranstaltet den Rückkampf im Rahmen seines Festprogramms und seine Mannschaft wird erch voraussichtlich die Farden der ewigen Stadt vertreten 2) MFA — Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 16. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 345 (linden wie in seinen besten Jagen Ein feiner Sieg über Hamburg— Eintracht Dortmund ist Staffelsieger Der oftmalige westsälische Handballmeister Hindenburg Minden hatte sich den Tabellenführer der Nordmark, den Polizei=SV Hamburg, zu einem Freundschaftsspiel verpflichtet, um nach langer Zeit wieder einmal an einem großen Gegner seine Kräfte zu messen. Vor rund 3000 Zuschauern kam Minden zu einem verdienten 13:(:)=Sieg. Allerdings ist der Sieg. nach dem Spielverlauf zu urteilen, etwas zu hoch ausgefallen. Die Gäste aus dem Norden des Reiches hatten sehr viel Pech mit ihren Würsen und waren in der Schnelligkeit den Westfalen überlegen. In der zweiten Halbzeit jedoch kamen die Mindener besser ins Spiel und schafften in dieser Zeit auch die für den Sieg notwendigen Tore. Das Führungstor der Hamburger machten die Mindener durch Helligrath und Röttger mehr als wett, jedoch glichen die Gäste durch ihren schnellen Rechtsaußen Schön wieder aus. Dann zog Minden durch Knautz(Freiwurf) und Helligrath(2) auf:2 davon, bevor die Hamburger durch Schön ein drittes Tor aufholen konnten. In der zweiten Halbzeit vollzog sich dann endgültig das Schicksal der Gäste. Eintracht Dortmund Staffelsieger In der Handball=Gauklasse konnte am Sonntag in der Staffel Süd der Meister ermittelt werden. Erwartungsgemäß setzte sich Eintracht Dortmund erfolgreich durch und schlug in ihrem letzten Spiel den Ortsgegner Hüttenverein mit:0(:). Polizei Recklinghausen und Sportring Gevelsberg lieferten sich einen durchweg ausgeglichenen Kampf, den der Titelverteidiger mit:8 (:6) zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Tus Holsterhausen gab die Punkte kampflos an Henrichshütte Hattingen ab. In der Staffel Nord wurde nur ein Punktespiel durchgeführt, das der Tabellenletzte TV Altenhagen gegen Jöllenbeck üb Staffel Süd: PSB Recklinghausen Tus Holsterhausen Staffel Nord: OSV Gütersloh Hindenburg Minden Xy Jöllenbeck TV Künsebeck Bielefeld 06/07 Grün=Weitz Bieles. TV Altenhagen Lin Laufspiel, kein Kaufspiel Vom verkannten Spielgedanken auf den Handballseldern Hin und wieder findet man auf den Handballfeldern in einer sonst ordentlich spielenden Mannschaft einen draufgängerischen Mann, dem es Spaß macht, seinem Gegner, der ihn überlistet hat, nachzuhechten und ihn umzulegen. Ein anderer versteht sich sich darauf im Kampf um den Ball, geschickt und vom Schiedsrichter unbemerkt, dem Gegner mit einem trockenen Haken die Faust zwischen die Rippen zu setzen Man wird die Kameraden, deren Temperament sie an dieser Art sportlicher Betätigung Vergnügen finden läßt, zu der Ueberlegung führen müssen, ob sie nicht versehentlich die falsche Sportart erwählt haben und nicht doch lieber ins Lager der Rugbyspieler oder der Boxer gehen sollten. Unser Spiel, das wir stolz ein deutsches Kampfspiel nennen, wollen wir unbedingt von allen Auswüchsen freihalten. Da beim Handballspiel kleine versteckte Fouls wegen der Geschicklichkeit der Hand viel leichter als beim Fußball unauffällig angebracht werden können, verlangt das Spiel in besonderem Maße von seinen Aktiven einen lauteren Charakter und eine sich auch auf den Gegner erstreckende aufrichtige Kameradschaft. Abgesehen von den eingangs geschilderten schweren Verstößen gegen die Kameradschaft, die darüber hinaus eine Gefährdung der Gesundheit eines Sportkameraden darstellen, gibt es im Spiel häufig Verstöße im Verhalten zum Gegner, die nicht ohne weiteres als grob oder roh angesprochen werden müssen. Und doch sind es gerade diese Verstöße, die dem inneren Wert und der Schönheit des Spiels Abbruch tun. Die Ursachen dieser Schönheitsfehler sind nicht schwer zu erkennen, und die Fehler auszumerzen sollte eine Aufgabe sein, an der Abteilungsleiter, Sportlehrer, Uebungsleiter, Spieler, Schiedsrichter und nicht zuletzt auch die Sportpresse mit vereinten Kräften wirken müssen. Festhalten und Klammern sind zum Teil auf mangelndes taktisches Verständnis, zum anderen auf ein Verkennen des Spielgedankens zurückzuführen. Der Sinn des Spieles besteht darin, daß die im Ballbesitz befindliche Mannschaft sich den Ball zuspielt und ihn in Richtung auf das gegnerische Tor vortreibt, bis der Angriff durch einen Wurf aufs Tor abgeschlossen werden kann. Die angreifenden Stürmer müssen dabei, schon um den Ballbesitz zu sichern, jedes„Handgemenge“ mit dem Gegner, wenn irgend möglich, vermeiden. Spannende Ortskämpfe im tandbalt Westf.-Jahn Münster und TV Münster 62 die Sieger Die Handballspieler konnten sich in den beiden leingänge, wodurch die eine oder andere Tormünsterischen Ortstreffen endlich wieder so recht zur chance unterblieb, so taucht dieser Fehler nur zu Entfaltung bringen. Zwar kam das vorgesehene häufig noch bei den Polizisten auf. Erst wenn Meisterschaftsspiel zwischen den beiden spielstärksten diese Spielweise unterbleibt, wird sich auch bald Frauenmannschaften Reichsbahn=SG Münster und SC Münster 08 nicht zum Austrag, da leider bei den Nullachterinnen nicht die genügende Anzahl von Spielerinnen zur Austragung eines Punktekampfes zur Stelle waren, so daß die Reichsbahnerinnen diesmal kampflos in den Besitz der beiden Gewinnpunkte kamen. TV Münster v. 1862— Polizei=SV Münster:6 Endlich kam es am gestrigen Sonntag auch zwischen diesen beiden Mannschaften zu dem erwarteten Punktekampf. Wieder mußten sich die Polizisten recht knapp geschlagen bekennen. Solche knappen Verlustspiele sind für einen Neuling keine schwer zu nehmenden Niederlagen, denn am Ende wird doch endlich einmal der Sieg stehen. Die Turner führten auch diesmal ein vorzügliches Kombinationsspiel vor. Aufopfernd vor allem die Hintermannschaft im Verein mit der Läuferreihe. Sie waren auf Grund ihrer längeren Spielerfahrung den nötigen Bruchteik immer eher am Ball. Mancher Angriff der Polizisten wurde so im letzten Augenblick vereitelt. Einen Spieler besonders hervorzuheben hieße den anderen benachteiligen. Wenn troßdem der Gegner 6 Tore erzielen konnte, dann spricht dieses zur Genüge für das Können der Stürmerreihe der Polizisten. Die Turner eröffneten kurz nach Beginn den Torreigen, der aber bald schon auf dieselbe Weise wieder wettgemeacht wurde. Bis zur Halbzeit zogen dann die 62er bis auf:2 Toren davon. Das bedeutete immer noch keinen Sieg. denn auch nach Wiederbeginn holten die Polizisten jeden weiteren Erfolg der Turner wieder auf. so daß immer ein Abstand von 2 Toren bestehen blieb, woran die Polizisten bis zum Schlußpfiff nichts mehr ändern konnten. Sah man bei den Stürmern der Turner nur vereinzelte Alfür die letzteren ein Sieg ergeben. Westf.=Jahn Münster— Reichsb.=SG Münster 10:3 Ueberraschend kommt dieser hohe Sieg des Platzvereins. Wohl hatten wir in unserer Vorschau dieser Mannschaft auf Grund der besseren Stürmerreihe die größten Siegesaussichten eingeräumt, aber eine derartige Trefferspanne konnte nicht erwartet werden. Westf.=Jahn hat sich nämlich noch durch zwei Spieler des SC Münster 08 verstärken können. Da Westf.=Jahn schon ohne diese Spieler den schnellsten Sturm hatte, konnten bei dieser Verstärkung zählbare Erfolge nicht ausbleiben. Westf.= Jahn hatte außerdem eine ballsichere Hintermannschaft. aus der der Torwart mehr als einmal besonders hervorragte. Bestechend schön war das immer wieder vorgetragene Flügelspiel der Stürmerreihe, die so zu einem zweistelligen Ergebnis kommen konnte. Wie anders dagegen wurde von dem Gegner jeder Angriff vorgetragen. Immer wieder versuchte man innen durchzukommen und ließ die beiden Außenstürmer förmlich einfrieren. Um im Handballspiel zu Erfolgen zu kommen, müssen eben die Flügel überwiegend eingesetzt werden. Wo das nicht der Fall ist, wie eben hier, da bleibt die Beute recht mager. Fünf lo-Liege in Witten Ausscheidungskämpfe der westfälischen Amateurboxer Mit einer reichhaltig besetzten Karte wurde am Sonntag im Wittener„Ständigen Ring Burgshoff“ die Ausscheidungskämpfe der westfälischen Amateurboxer stark gefördert. Die zahlreich erschienenen Zuschauer erlebten harte Kämpfe, von denen fünf schon vor Ablauf der Runden beendet wurden. Die Ergebnisse:„ Fliegen: Cherwinski(BSK 19 Bochum) schlägt Beule(Witten 23) n..; Feder: Strangfeld 11 (Herten) siegt durch Aufgabe in der dritten Runde über Gottsknecht(Münster): Quabeck(Hagen) schlägt Schröter(Bochum=Linden) n..: Sanhoff (Hüttenverein Dortmund) siegt über Veetsma (Münster), der in der 2. Runde aufgab: Leicht: Mainzer(Hoesch Dortmund) schlägt Ky(Münster) n..: Ackermann(Hagen) schlägt Behnisch(Edelstahl=Dortmund) n..: Jamin(Witten) schlägt Doriz(Edelstahl Dortmund) n..: Mittel: Schmidt (Gladbeck) schlägt Möller(Hagen) u..: Steinberg (Soest) schlägt Raabe(Witten) in der dritten Runde ko: Störmer(Witten) schlägt Brusteilins (BSK 19 Bochum) n..: Halbschwer: Umar=Dortmund(Wehrmacht) schlägt Wenrich(Hörde) n..: Wessoly(SA=Standarte 137, Buer) schlägt Kosche (Altena) in der 1. Runde ko: Schwer: Schmidt (Witten) schlägt Rudat(SA=Standarte 137. Buer) in der 2. Runde ko. Nürnberg ko=Sieger Bei den Kämpfen der 1. Zwischenrunde der Brandenburgischen Amateur=Boxmeisterschaften erschienen auch die beiden Deutschen Meister Graaf und Nürnberg im Ring. Während Federgewichtsmeister Graaf den Berliner Secklinski nach Punkten schlug, siegte Eurovameister Nürnberg im Mittelgewicht über den Frankfurter Förster schon in der ersten Runde durch Kampfabbruch entscheidend. Nachspiel zum Sette— Sendel-Kampf Der letzthin in Hamburg ausgetragene Ausscheidungskampf um die deutsche Schwergewichtsmeisterschaft zwischen Werner Selle(Duisburg) und Heinz Sendel (Berlin), der auf Eingreisen des Ringarztes in der ersten Runde abgebrochen wurde, weil Sendel durch eine Verletzung am Augenlid in die Gefahr schwerer gesundheitlicher Schädigungen gekommen war, wird noch ein Nachspiel haben. Der Berufsverband Deutscher Faustkämpfer wird sich noch mit der getroffenen Entscheidung zu befassen haben, da von Sendel ein Protest gegen das Urteil eingelegt wurde. Der von Arthur Bülow betreute Berliner Schwergewichtler möchte seinen Rekord durch die unglückliche Niederlage nicht belastet sehen. Das ist ein an sich verständlicher Standpunkt, doch ist in keiner Weise daran zu zweifeln, daß Ringarzt und Ringrichter in Hamburg so gehandelt und entschieden haben, wie es dem Wohl und den Zielen des deutschen Boxsports entspricht. Mag das Mißgeschick für Sendel auch schwer sein, so wird doch an der Entscheidung nichtt zu rütteln sein. Sendel und Bülow ais sein Sekundant wollten in Hamburg weiter kämpfen, ungeachtet der Verletzung, deren Schwere sie im nn Augenblick auch kaum voll erkannt haben dürften Ein Kampfabbruch mußte aber erfolgen, weil sich sonst die verhängnisvollsten Folgen hätten einstellen können. In der Angelegenheit liegt auch noch eine Erklärung des Betreuers von Selle vor, die dahin geht, daß der Kamef nich: durch Verschulden von Selle abgebrochen werden nrußte. Selie habe seinen Gegner nicht mit dem Kopf gestoppt, sondern die Augenverletzung soll eu einen nach oben gestt erenen lnken geroden Linken zurückz iführen sein. Zu dieser Erklärung ist zu sagen. daß der Ringrichter ii Hamburg keine Regelwidrig.“ von Selle veanstandet hat, so daß infolgedessen auch kein Vo. wurk erhoben werden kann. Unter diesen UmKänden mußte und wurde Selle auch zum Sieger der Ausscheidung erklärt. Der Duisburger geht daher auch zu Recht in die weiteren Ausscheidungen. Ofsen und umstritten wird immer die Frage bleiben, oh Sendel die Aufgabe gegen Selle überhaupt hätte lösen können. Es ist unter Umständen für Sendel kein Nachteil, wenn er nach seiner Wiederherstellung erst einmai noch einige leichtere Kämpfe erhält, die von Arthur Bülow vor dem Kampf gegen Selle lieber hätte haben wollen. Zu gegebener Zeit wird dann wohl auch ein zweiter Kampf Selle— Sendel nicht auf sich warten lassen. Heuser gegen Neusel in Berlin Die beiden erst kürzlich entthronten Meister der schweren Gewichtsklassen, Adolf Heuser und Walter Neusel, gehören jetzt nur zu den Anwärtern auf den Schwergewichtstitel und sind zu Ausscheidungen zugelassen. Am 26. Januar stellt die Deutschlandhalle die Begegnung der beiden Exmeister in den Mittelpunkt ihres Programms, mit dem gleichzeitig nach dem kurzen Zirkus=Gastspiel die Reihe der Sportveranstaltungen wieder eingeleitet wird. Merlo italienischer Meister In Mailand kämpften Preciso Merlo und Girolamo Miusto um den zuletzt freien Schwergewichtstitel von Italien, den Santa di Leo freiwillig zur Verfügung gestellt hatte. Das Treffen nahm einen unbefriedigenden Ausgang; der mit kleinen Vorteilen führende Giusto ließ sich eine Reihe regelwidriger Schläge zuschulden kommen und boxte sehr unsauber, so daß er nach einer Verwarnung in der neunten Runde disqualifiziert wurde. Merlo erhielt den Sieg und Titel zugesprochen und tritt nunmehr als neuer Schwergewichtsmeister von Italien am 21. Dezember in München gegen den deutschen Meister Heinz Lazek an. Der erste Sprung in den Sportwinter Mit 41 Metern siegte Hans Maar auf der Wedeberg-Schanze in Oberhof Das erste Ski=Springen des neuen Sportwinters auf einer deutschen Schanze sand am Sonntag in Oberhof statt. Die 25 Springer der thüringischen Spitzenklasse warteten mit guten Leistungen auf. Hans Maar (Oberhof) war auf der ihm bestens bekannten Wedeberg=Schanze überlegen. Er siegte in der Hauptklasse mit der Note 222,6 und erzielte mit 41 Metern auch die größte Weite des Tages. Sehr gut hielt sich der Nachwuchs. Bei den Jungmannen sprang der Sieger Welsch=Neustgdt, Note 185.5. 40 Meter, und in der Jugendklasse kam Schmidt=Ilmenau, Note 195,4 auf die beachtliche Weite von 39 Metern. Schlesiens Ski=Zeit eröffnet Schlesien eröffnete seinen Sportwinter mit einem leider nur schwach besetzten 10=km=Langlauf in Grunwald in der Grafschaft Vlatz. Die beste Zeit des Tages lief der einheimische Jungmanne Bartsch mit 35:21,3 und übertraf damit seinen Landsmann Josef Wiedeck, der in der Klasse 1 allen Mitbewerbern überlegen war und in 36:07.1 unangefochten gewann. Eissport in Hamburg und Köln Am Wochenende warteten Hamburg und Köln mit Doppelveranstaltungen im Eissport auf, bei denen die Schaulaufen unserer Meister wieder tausende von Zuschauern in Begeisterung versetzten. In Köln wurde das Weltmeisterpaar Ehevaar Baier mit seiner Kür und vor allem bei den Tänzen stürmisch gefeiert. In Hamburg zogen die Einzelmeister Horst Faber und Lydia Veicht, die sich hier auch als Paar versuchten, sowie der Eishumorist Bernd Faltermeier die Tausende in ihren Bann. In den reinen Wettkämpfen teilten sich in Hamburg im Eishockey die beiGuntes Programm der Deutschlandkalte Dies und das aus allen Sportlagern Mit einer bunten Folge sportlicher Darbietungen wartete am Sonntag der Post=Sportverein Berlin in seinem dritten Hallensportfest in der Deutschland=Halle auf. Die zahlreichen Zuschauer sparten nicht mit Beifall. Nach einem Ausschnitt aus dem Uebungsbetrieb der Leichtathletik=Jugend und einem Fußballspiel der Jugend von Hertha BSC und der Spartaner des PostSportvereins kam durch die drei Läufe des Sprinterkämpfers Stimmung in das Haus. Die beiden ersten Läufe über 40 und 50 Meter wurden von Feuerste'n (Mannheim) in 5 bezw. 6,1 Sekunden gewonnen, den dritten Lauf über 60 Meter brachte Kühnlein an sich. Im Gesamtergebnis war Feuerstein mit 17 Punkten vor Kühnlein(15), Becker(Berliner SC) mit 13, Matthus (Allianz) mit 7, Hamann(Allianz) mit 6 und Neckermann(Mannheim) mit 5 Punkten erfolgreich. Ein Zweier=Radballspiel sah die Nordmarkmeister Schulz=Nicolaisen:2 über die Berliner StroschaenkSchäffter siegreich. Nach den Vorführungen im ZweierKunstradfahren, den Judo=Vorführungen des Post=SV und einer Einlage der Schwestern Hoepfner vom Deutschen Opernhaus fand das Programm im 30=Minuten=Mannschaftsfahren der Rad=Amateure seinen Höhepunkt. Nach der dritten Wertung unternahmen SaagerWiemer einen Vorstoß, überrundeten das ganze Feld und gewannen mit 22.350 km und 11 Punkten vor BunzelLohrke(17 Punkte), Graep=Küffel(9) und SchöpflinMarquard. Radsport im Warthegau Der Aufbau des Radsports im Gebiet des Warthegaues nimmt ständig an Ausdehnung zu. Im kommenden Jahre wird auch der Radsport in Posen festen Fuß fassen, nachdem jetzt der erste Verein unter dem Namen „Posener Radsportgemeinschaft 1940“ gegründet worden ist. Die neue Posener Rad=SG wird in der Hauptsache den Straßen= und Saalsport und die im Warthegau ansässigen Kräfte im Radsport heranbilden. fh Argentinischer Rennfahrer verunglückt In Argentinien wurde das diesjährige 1000Meilen=Rennen für Wagen auf der Strecke von Bernal nach Bahia Blanca und zurück gestartet. Die rund 80 teilnehmenden Fahrer stehen auf den durch schwere Regengüsse aufgeweichten Straßen vor keiner leichten Aufgabe. Leider ereignete sich auf der ersten Etappe ein schwerer Unfall: der Argentinier Julio Perez stürzte mit seinem Chevrolett und wurde getötet. Perez gehörte zu den bekanntesten Fahrern Argentiniens. in den letzten Jahren war er stark nach vorn gekommen und hatte zahlreiche Prüfungen erfolgreich beendet. Neues Materiat für Gestütshöte Jsarland Die Gestütshöfe Isarland, die vor einigen Jahren auf die Initiative von Präsident Christian Weber hin gegründet wurden, haben in ganz kurzer Zeit eine immer größere Bedeutung gewonnen, sowohl als Zuchtstätte als auch im Rennbetrieb, wo die Träger ihrer Farben 1940 in 28 Rennen erfolgreich waren und 116000 Mk. gewannen. Durch zahlreiche Neuankäufe wertvoller Mutterstuten, Deckhengste und guten Rennmaterials in der letzten Zeit sind die Gestütshöfe Isarland heute Deutschlands größte Vollblutzucht geworden, denn rund 350 Pferde befinden sich in ihrem Betrieb. Aus Frankreich werden jetzt 57, aus Italien 2 Mutterstuten eingeführt, so daß der Zuchtbetrieb nunmehr 100 Mutterstuten umfaßt, die in den Gestüten Leutstetten, Buschhof und Heimatshausen untergebracht sind und der Vollblutzucht auf der bayerischen Scholle sicher ungeheuren Auftrieb geben werden. Bei den neuen Mutterstuten handelt es sich durchweg um erstklassige Pferde, u. a. sind Vitamine, Spring Tide und Honey Sweet, die Mutter des jetzt in Altefeld aufgestellten Deckhengstes Eclair Chocolat, dabei. Gleichzeitig mit dem Zuchtmaterial trasen rund 50 junge Pferde aus Frankreich ein, die für den Rennstall bestimmt sind. Drei Siege von J. Froeming Die Sonntagstrabrennen in Ruhleben zeichneten sich wieder trotz frühen Beginns durch Massenbesuch aus. Die Rennen standen wieder im Zeichen des Meisterfahrers J. Froeming, der dreimal siegreich blieb und mit Christinchen dabei auch wieder auf das Hauptereignis. den Winter=Preis. Beschlag legte. Ch. Mills. der nach einer kurzen Ruhepause ebenfalls wieder im Rennwagen erschien, ging dagegen völlig leer aus. Zu einem Doppelerfolg kam auch der Meister der Amateurfahrer, F. Schrefeld, der mit„Hab mich lieb“ und „Maiwein“ die beiden Amateurrennen gewann. Auschlag muß sichtbar sein! Der„Anschlag unter Wasser“, der schon verschiedentlich zu Unstimmigkeiten geführt hat, wird jetzt in einer für alle Sportschwimmer aufschlußreichen Weise in dem Amtsblatt des Fachamtes Schwimmen näher erläutert. Es heißt in den Ausführungen, daß das Ziel in allen Fällen die Beckenwand ist, weil es keine Bestimmung gibt, die einem Wettkämpfer das Anschlagen unter Wasser verbietet. Die Erfahrungen haben aber gelehrt, so heißt es weiter, daß der Zielrichter nicht immer eine klare Beobachtungsmöglichkeit hat und daß, da die meisten Schwimmer mit dem freien Arm über Wasser nachschlagen, Irrtümer entstehen können. Es wird daher empfohlen, das Ziel immer mit sichtbarem Handschlag anzulaufen und den vorgestreckten Arm, wenn er sich unter Wasser befindet, sichtbar nach oben zu schieben. damit das Zielgericht den Anschlag erkennen kann. Diese Gepflogenheit, die für die internationalen Kämpfe gilt, wird auch für den deutschen Schwimmsport als die beste Lösung angesehen. den Städtemannschaften von Hamburg und Berlin i# die Erfolge, am ersten Tage siegte Hamburg mit.1 Dafür gewannen die Berliner das Rückspiel gleich.1“ — In Köln blieb der Kölner EK über den EB Wes, falen Dortmund mit:0 siegreich. Langläufe in Aschberg und Oberwiesenthal Im Gebiet des Sportbereiches Sachsen leiteten am Sonntag zwei weitere Winterkurorte. Asch, berg und Oberwiesenthal, ihre neue Sti. zeit mit Langlaufwettbewerben ein. In dem über 11 km führenden Langlauf des WSV Aschberg lief wiederum der Altersklassenläufer Walter Glaß 11 (Klingenthal) mit 56:17 die Tagesbestzeit heraus und übertraf damit auch die Sudetendeutschen Scherbäum und Adolf Weidlich, die als Erstplg. zierte in der Hauptklasse 57:39 und 59:35 benö. tigten. Oberwiesenthal eröffnete mit einem Mannschaftslauf über 10 km mit Start und Ziel an der Mutschmann=Schanze. Eine Dresdener Soldatenmannschaft mit Enderlein, Clausnitzer und Gempler blieb mit:51,17 siegreich, wobei Enderlein mit 55:44 zugleich bester Einzelläufer des Tages wurde. Die Pausins liesen in Amsterdam Das Wiener Geschwisterpaar Ilse und Erich Pausin zeigte seine Kunst am Mittwoch im neueröffneten Apollo=Eisstadion in Amsterdam vor Tausendon von Zuschauern. Der Beifall, der nach Beendigung losbrach, war noch stärker als bei früheren Besuchen der Ostmärker in Holland. Vor allem die Tänze fanden großen Anklang. sh Seiweltmeisterschatten gesichert 12 Nationen am Start— Starkes deutsches Aufgebot Mit einer Teilnahme von zwölf Nationen, deren grundsätzliche Zusagen bereits vorliegen, ist ein Erfolg der Skiweltmeisterschaften in Cortina'Ampezzo schon vor dem Beginn gesichert. Dem vom Italienischen Wintersportverband eingesetzten Organisationsausschuß, der mit der Ausrichtung der Titelkämpfe in der Zeit vom 1. bis 10. Februar betraut worden ist, sind von den einzelnen Nationen bereits nähere Angaben über die voraussichtliche Stärke der Teilnehmerzahlen gemacht worden. Deutschland dürfte mit einer aus 37 Köpfen, einschließlich Wettkämpfer und Begleiter, bestehenden Mannschaft nach dem gastgebenden Italien am stärksten vertreten sein. Der Geschäftsführer des Reichsfachamtes Skilauf im RSRL, Walter König(Innsbruck), weilt in diesen Tagen in Cortina, um frühzeitig alle Vorbereitungen für die Unterbringung der deutschen Mannschaft zu treffen. Mit einer verhältnismäßig sehr starken Streitmacht rückt auch Jugoslawien an, das mit 25 Wettkämpfern an allen Wettbewerben teilnehmen wird. Finnland hat eine Mannschaft von 20 und Schweden ein Aufgebot von 17 Läufern und Springern in Aussicht gestellt. Norwegen hofft gleichfalls mit einer großen und starken Mannschaft in die Ereignisse eingreifen zu können. Bereits dieser kleine Ueberblick läßt erwarten, daß Cortina'Ampezzo der Treffpunkt der weltbesten Skliklasse sein wird. Im Rahmen der Wettkämpfe wird der Italienische Wintersportverband gleichzeitig seine Jahresversammlung abhalten. Ehsere Bilerkastelecke T. B. 40. Da in Ihrem Falle Kündigungsschutz besteht, so kann der Vermieter die Räume nur aus besonders im Gesetz genannten Gründen aufkündigen und nur in der im Gesetz vorgesehenen Form der gerichtlichen Kündigung oder der Mietaufhebungsklage. Die Kündigungsgründe sind lediglich: a) Belästigung durch den Mieter. b) Rückstand von mehr als einer Monatsmiete, c) dringendes Interesse des Vermieters an der Erlangung des Mietraumes wegen Eigenbedarfs, d) Ablehnung einer genehmigten Mieterhöhung. Ob der unter b) aufgeführte Grund in Ihrem Falle Anwendung finden kann, können wir nicht beurteilen. Jedenfalls aber muß der Vermieter das Amtsgericht in Anspruch nehmen. Unter Umständen genießen Sie trotzdem Schutz, wenn die laufende Miete gezahlt wird und ein Rückstand entsteht, der durch Notlage entstanden ist. In diesem Falle müssen Sie sich jedoch bemühen, durch Ratenzahlungen diesen Rückstand auszugleichen. Wir raten Ihnen, dem Vermieter Ihren guten Willen zu zeigen und monatlich eine kleine Rate abzuzahlen, deren Höhe Sie mit dem Vermieter zweckmäßig auf gütlichem Wege vereinbaren.(2320) L. M. 15. Wenn Sie im Mietvertrag die Ausführung der Schönheitsreparaturen übernommen haben und die um 4% gekürzte gesetzliche Miete bezahlten, ist der Vermieter zu seiner Forderung berechtigt, vorausgesetzt natürlich, daß derartige Reparaturen im Laufe der Mietzeit notwendig geworden und von Ihnen nicht ausgeführt worden sind. Unter Schönheitsreparaturen versteht man: Das Tapezieren und Anstreichen oder Kalken der Wände und Decken, das Streichen der Fußböden, Fenster und Türen innerhalb der Mieträume. Die Instandsetzung des Wasserbeckens fällt also nicht darunter und ist von Ihnen im Falle einer natürlichen Abnutzung nicht zu bezahlen.(2304) Regiment Nr. 158. Sie können die Erhöhung der Mauer gemäß§ 907 BGB. aus dem Grunde verbieten, weil dadurch Ihre Erdgeschoßwohnung kein Licht und keine Luft mehr erhält. Es liegt also zweifellos eine unzulässige Einwirkung auf Ihr Grundstück im Sinne der genannten Gesetzesvorschrift vor. Im Streitfall haben Sie die Möglichkeit, auf Unterlassung beim ordentlichen Gericht zu klagen.(2297) N. N. 100. Die Ausbildung der Hebamme dauert 18 Monate; sie wird in den Hebammenlehranstalten durchgeführt und kostet zwischen 1500 und 1800 RM. Voraussetzung ist Volksschulbidung. Doch gibt es viele Schülerinnen mit höherer Schulbildung. Frauen, die Kinder zu ernähren haben, werden in der Ausbildung bevorzugt. Die ausgebildete Hebamme kann entweder Anstaltshebamme werden oder frei praktizieren. Die Ausbildung und Fortbildung der Hebammen untersteht in kleineren Ländern der Landesregierung, in Preußen der Provinz. Die Hebamme untersteht in der Berufsausübung dem örtlichen Gesundheitsamt. Alle zwei bis drei Jahre müssen die Hebammen eine Nachprüfung über ihr theoretisches Wissen beim Amtsarzt ablegen, in größeren Abständen machen die Hebammen einen Fortbildungskursus in einer Hebammenlehranstalt durch. Die Reichsfachschaft Deutscher Hebammen(Berlin W 19, Lindenstr. 43) hat alle früheren Hebammen in sich ausgenommen. Seit Oktober 1936 ist das Hebammenprüfungszeugnis dem Krankenpflegerinnen= oder Schwesternzeugnis gleichgestellt und berechtigt auch zum Uebergang in andere Berufe z. B. dem der Volkspflegerin.(2303) H. 113. Die Geltendmachung eines Schadensersatzanspruchs hat kaum Aussicht auf Erfolg, da als sicher anzunehmen ist, daß der an dem Unfall Schuldige bzw. sein Auftraggeber die Verjährungseinrede geltend machen werden(Verjährungsfrist: 3 Jahre,§ 852 BGB.).(2300) S. S. 100. Wenn die Kohlenkeller an die Waschküche anschließen, müssen die Mieter auch Gelegenheit haben, sich zu den in der Hausordnung vorgesehenen Zeiten mit Kohlen zu versorgen. Maßgebend ist jedenfalls die Hausordnung. Enthält die Hausordnung keinerlei Vorschriften, so ist die bisherige Regelung maßgebend.(2299) Metelen 116. Wenden Sie sich an die Reichsstelle für Schulwesen, Berlin=Schöneberg, Grunewaldstr. 6/7. Diese gibt in Schulfragen Auskunft. Das Studium des DiplomKaufmanns ist nur möglich an einer Handelshochschule oder Universität.(2301) B.., Vork. Wenn der Eigentümer der Bäume einer Aufforderung, das in die Rohrleitung eingedrungene Wurzelwerk zu beseitigen, bieher nicht nachgekommen und nunmehr eine Ausgrabung der Rohrleitung notwendig geworden ist, kann er auch zu den Kosten herangezogen werden.(2302) Kamin. Es kann lediglich durch die örtlich zuständige Polizeiverwaltung festgestellt werden, ob der Kamin regelmäßig durch den Schornsteinseger gereinigt werden muß. Wir raten Ihnen, sich an diese Behörde zu wenden, um Unannehmlichkeiten aus dem Wege zu gehen. (2317) Kindergeld. Nach unseren Erkundigungen steht Ihnen das Kindergeld dann zu, wenn Sie ausschließlich für das Kind sorgen und dieses nicht von anderer Seite aus einen Zuschuß erhält. Näheres erfahren Sie durch die vorgesetzte Dienstbehörde.(2312) H E 111. Anonyme Anfragen können nicht beantwortet werden. Gr. 1000. Erkundigen Sie sich bei der zuständigen Polizeibehörde, welche Vorschriften für den betreffenden Bezirk in Frage kommen.(2300) Statt besonderer Anzeige Gestern abend rief der Herr über Leben und Tod unsere liebe, gute. treusorgende Mutter. Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Wwe. Bernhard Wermelt-Lengermann Maria geb. Ausmann Mitglied des Müttervereins und Inhaberin des Goldenen Ehrenkreuses der deutschen Mutter zu sich in die Ewigkeit. Sie starb plötzlich, jedoch wohlvorbereitet durch einen christlichen Lebenswandel und gestärkt durch die Heilsmittel unserer heiligen Kirche nach kurzer Krankheit im Alter von fast 75 Jahren. Um ein stilles Gedenken im Gebet bitten Die trauernden Angehörigen Greven-Westerode, Amerika, Oldenburg. Dalmen, Borghorst, Westbevern und Münster(Westf.). den 15. Dezember 1940. Die Beerdigung, wozu freundlich eingeladen wird. Andet stalt am Miltwoch, dem 18. de. Mis., morgens 9 Uhr. von der Kirche aus. Tegsdarauf das feierliche Seelenamt. Gesplelte Klavlere in berich. Preislagen. Vianofachgeschält Dahmen Mietvianos. Martinistr. 10. Ecke Herrenstraße Stimmungen. Revaraturen Legen Sie die Zeitung erst aus der Hand nechdem Sie den Anzeisenteil der Wesifälischen Tageszeituna gelesen haben. Er enthalt immer Anregungen. wodurch Sie selbet Vortelle haben können. We Bise Wc-n u S E I K Ke W In allen Gaststätten und Hotels in Münster und Im Münsterland verlange man die „Westfälische Tageszeitung“ — der deutschsprachigen Presse.V. 16. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 345 lee fahrr rlatscht, Kaiserliche Verordnung 1240— Als man Salamander im Mörser stampfte— Kuriositäten aus den Arzneischränken der Welt— Kenntnis der Natur und Forschung weisen neue Wege— Deutsche Leistung für die ganze Welt Von unserer Berliner Schriftleitung rd. Berlin, im Dezember. So alt die Menschheit ist, so alt ist ihr Kampf gegen Krankheit und Tod. Die Geschichte der Heilkunst ist die Chronik tapferer Männer, die der Menschheit Samariterkarren vorwärtsstießen. Da steigt Asklepios vor uns auf, der große griechische Arzt, der Schlangen als Heiler benützt haben soll; Pythagoras schuf sich 580 vor unserer Zeitrechnung eine eigene Schule. Hippokrates beobachtete die Natur und erkannte ihre Heilkräfte. Galen leuchtet wie ein Stern in unsere Zeit herüber. Jahrhunderte später tritt Paracelsus auf den Plan. Die großen Taten beginnen. Harvey zeigt den Blutkreislauf, Laönnec gibt den Aerzten das Hörrohr in der Hand, Auenbrugger lehrt die gesunde von der kranken Lunge unterscheiden, die Wiener Schule wird zur Aerzteschule Europas. In Berlin wirken die großen Aerzte Dieffenbach, Schoenbein und Johannes Müller, schließlich Virchow, der König unter ihnen. Inzwischen rüsten sich die Bakteriologen zum Kampf, wie Koch, Behring, Pettenkofer, Löffler und Pfeisser! Ihnen tritt Röntgen mit einer umwälzenden Entdeckung entgegen— kurz, eine Epoche bricht an, in der die Wissenschaft befreit vom mystischen Gerank ins volle Leben dringt. Hohenstaufenkaiser begründet die Apotheke Tüchtige Aerzte brauchen aber auch ebenso tüchtige Helfer, die ihnen die Heilmittel bereiten. Bis 1240 waren sie beides in einer Person. In diesem Jahr jedoch erläßt der Hohenstaufenkaiser Friedrich II. eine Verordnung, die bestimmt, daß in Zukunft ärztliche Ordination und die Zubereitung und Abgabe von Heilmitteln getrennt zu erfolgen haben. Die Geburtsstunde der Apotheke hat geschlagen— 1241 wird beurkundet, daß ein gewisser Friedrich Koch am Domstift in Trier eine Apotheke besessen habe. 1262 ist die zweite Apotheke in Trier gegründet. Zu gleicher Zeit berichten die Chroniken von Apotheken in Münster, Straßburg, Augsburg, Ulm, Eßlingen und Frankfurt am Main. Es ist, kein Zufall, daß Süddeutschland in erster Linie diese neuen Apotheken besitzt. Die lebhaften Handelsbeziehungen dieser Städte zu Italien und dem Orient tragen die Schuld, denn die ersten Apotheker waren auch Gewürzhändler und führten Drogen, stellten Zuckerwaren und Spirituosen her. mittelalterlichen Menschen ein Schauer über den Rücken rieselte, wenn er den Apotheker in seiner Offizin walten sah. Große Räume, ein kunstvoller Aufbau um den Rezeptiertisch, dazu die großen und schweren Arzneigefäße, die Mörser und Salbentöpfe, das alles nahm sich prächtig und gruselig aus. Hinzu kam der undefinierbare„Apothekerdust", der vielen den Atem benahm. Wurde dann mit geheimnisvollen Zeichen bei Mondschein gar Bilsenkraut und Alraunwurzel zu einem geheimnisvoll wirkenden Liebesmittel destilliert, so konnte man die Vorstellungswelt des Menschen von damals nicht tiefer beeindrucken. Uralte Mittel— heute noch gebraucht Stöbert man in der Geschichte der Arzneilehre herum, so kann man nur den sicheren Instinkt des Menschen bewundern, mit dem er sich die Natur zur Dienerin zwang. Die alten Inder machten aus Goldblechen ein Lebenselexier— in der heutigen Rezeptur gibt es eine goldhaltige Flüssigkeit in außerordentlicher Verdünnung, die z. B. bei Tuberkulose angewandt wird. Uralt sind Opium und Mohn als Heilmittel, die in der modernen Schmerzbekämpfung eine große Rolle spielen. Im alten China waren bereits Quecksilberpräparate bekannt und ganz modern mutet an, wenn man liest, daß die Chinesen gesunden Kindern Pockennarbenkrusten in die Nase einführten, um sie gegen Erkrankung durch Pocken zu schützen— der Anfang der Gegengifttheorie! Im griechischen Arzneischatz sind viele Kräuter aufgezählt, die bis in den heutigen Tag verwendet werden. Paracelsus weist neue Wege Erst Paracelsus weist auch den Apothekern neue Wege. Er knüpft an die Erkenntnisse der alten Aerzte an. Wie zeitgemäß klingt sein Satz:„Je näher unsere Nahrung dem Brote ist, desto gesünder ist der Leib, sofern in allen Dingen Maß gehalten wird". Paracelsus greift zu den Kräutern, die in Deutschland wachsen und lehnt die vielen ausländischen Heilmittel ab. Er sieht die Welt als Ganzes und sucht das Gegengewicht gegen die Krankheit im eigenen Körper. Er sieht in den Wiesen und Matten Apotheken, die die Natur aufgestellt hat und führt die Menschen zu gesunder Lebensweise. Seine Schriften sind heute lebendig, wie sie es vor 400 Jahren waren. Wer kennt nicht die große Auseinandersetzung mit dem Hohen Rat der Stadt Basel, als er, der deutsche Arzt, es wagte, seinen Studenten die Vorlesungen in deutscher Sprache zu halten. Und das in einer Zeit, in der es als höchstes Lob für den Arzt galt, nicht nur lateinisch reden, sondern sogar lateinisch träumen zu können. Deutsche Apotheker beschenken die Welt Der große Aufbruch in der Heilkunst hat seine Wirkungen auch auf die Arbeit der deutschen Apotheker, Die wissenschaftliche Chemie und Botanik dringen in das Arbeitsgebiet des Apothekers ein, pharmazeutische Schulen werden gegründet. Sertürner entdeckt das Morphium, Scheele Sauerstoff und Chlor. Als die Welt der Bakterien erschlossen wird, rüstet sich nicht nur der Arzt, sondern auch der Apotheker zum Abwehrkampf, und die deutsche pharmazeutische Industrie erlebt einen ungeahnten Aufschwung. Deutsche pharmazeutische Präparate, das Ergebnis engster Zusammenarbeit zwischen dem forschenden Arzt und dem Chemiker und Apotheker, sind nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt bekannt. Bayer und Behring, Merck und Schering— um nur einige zu nennen— sind Namen von Weltruf. Aber nicht nur auf ihrem eigentlichen Arbeitsgebiet haben deutsche Apotheker Großes geleistet. Sie haben der Welt auch grundlegende Erkenntnisse geschenkt. Heinrich Siegle, Apotheker in Nürtingen, schuf die Keimzelle zur Badischen Anilin= und Sodafabrik, der Ulmer Apotheker Leube schuf die Zementindustrie. Fritz Hofmann, von Hause aus Apotheker, ist der Erfinder des künstlichen Kautschuks, der Berliner Apotheker Markgraf entdeckte den Rübenzucker. Runge, Apotheker und Chemiker, ist der Entdecker des Anilins, die europäische Porzellanindustrie fußt auf der Erfindung des Apothekers Böttger, während der Chemnitzer Apotheker Beyer die erste deutsche Blauholztinte herstellte. So sind im Laufe der sieben Jahrhunderte, die seit der kaiserlichen Verordnung des Jahres 1240 vergangen sind, zwar äußere Wandlungen von der geheimnisumwobenen Apotheke des Mittelalters bis zur modernen Apotheke von heute vor sich gegangen. Eins aber ist geblieben: die hohe, verantwortungsvolle Arbeit des Apothekers, der sich immer den neuen Erkenntnissen und Fortschritten der Heilkunde anpassen muß und an dessen gewissenhafter Berufsausübung Gesundheit und Leben vieler Menschen hängt. M. K. Hausfrauen ausgeteilt, die sich durch Teilnahme an Lehrgängen des Deutschen Frauenwerks die Berechtigung zur Führung des Titels einer Meistershausfrau erworben haben.(Atlantic-M Blick in die Welt Jünf Gänse— 150 Mark— Gesängnis München, im Dezember. In der Nähe von Pfaffenhofen bei München bot ein Geflügelzüchter einem unbekannten Zivilisten eine Weihnachtsgans zum Preise von 30 Mark an. Als der Züchter gefragt wurde, wieviel Gänse er zu diesem Preise abgeben könnte, sagte er dem„Interessenten" fünf Stück zu. Beide vereinbarten einen Tag, an dem die Weihnachtsgänse geliefert werden sollten. Am verabredeten Termin zeigte der Unbekannte dem etwas verblüfften Geflügelzüchter statt einer prall gefüllten Brieftasche den Ausweis eines Kriminalbeamten der Preisüberwachungsstelle. Der Wucherer erhielt keinen Pfennig. Die Gänse wurden beschlagnahmt. Außerdem wird er vor Gericht zur Rechenschaft gezogen werden. „Aus Spaßz" das Auge ausgeschossen stecher und ein weiterer Pole, der bei diesen Vorgängen eine drohende Haltung eingenommen hatte, wurden festgenommen. Strümpfestopfen stalt Bummeln Husum, im Dezember Einer in Husum sich noch am späten Abend verbotswidrig auf der Straße aufhaltenden Jugendlichen wurde eine drastische Warnung erteilt. Da sie durch ihren nächtlichen„Spaziergang" durch die verdunkelte Stadt bewies, daß sie im Augenblick viel Zeit hat, wurde sie vor einen ansehnlichen Hausen von Soldatenstrümpfen geführt, mit deren Stopfen sie sich in den nächsten Wochen verdient machen könnte. Entwichene Häftlinge festgenommen Leer, im Dezember. Schlangen, Menschenblut und Kröten Trotz, oder vielleicht wegen dieser Dinge wob sich um die mittelalterliche Apotheke der Schleier der Geheimnisse. Nicht nur, daß die Anschriften auf den Töpfen und Dosen nicht für jedermann zu lesen waren, auch die Medikamente waren ganz dazu angetan, ein leichtes Gruseln zu erregen. Schlangen, Salamander, getrocknete Kröten, Löwenexkremente, getrocknetes Menschenblut, Körperteile von Hingerichteten wurden zur Arzneiherstellung verwendet. Hinzu kamen astrologische und alchimistische Gerätschaften, so daß dem Diese interessante Aufnahme gelangte aus Amerika hierher. Im Hintergrund erkennt man die gewaltigen Rauchwolken über den Londoner Docks kurz nach einem deutschen Luftangriff. Londoner Arbeiterinnen verlassen fluchtartig das Inferno, das Churchill durch den Krieg auf sein Volk herabbeschwor (Scherl-.) mit Schwert und„Arbvider Ein seltener Fang an der dänischen Küste salmler oder Piranha bekannt ist. Es sind dies kleinere Fische von nur etwa 30 Zentimeter Länge, die hauptsächlich im tropischen Südamerika heimisch sind. Sie leben meist an tiefen, felsigen Stellen der Flüsse und halten sich gewöhnlich am Grund auf. Sobald aber ein Tier in die Nähe kommt oder ein Mensch hier badet, überfallen sie ihn in Scharen und zerfleischen ihn, wenn nicht sofort Hilfe da ist, mit ihren messerscharfen Zähnen in wenigen Minuten bei lebendigem Leibe. Ein gefährlicher Raubfisch für die kleinere Fischwelt ist auch der Hecht. Sein großes, mit langen, rückwärts gerichteten Fangzähnen ausgerüstetes Maul packt die Beute rasch und sicher, und seine eigentümliche, grünlichgraue Färbung macht ihn im Wasser, wenn er auf seine Beute lauert, so gut wie unkenntlich. Eutin, im Dezember. Das Gericht in Eutin(Holstein) bestrafte einen 19jährigen mit drei Monaten Gefängnis, weil er nach einer Fuchsjagd mit dem noch nicht entladenen Gewehr „aus Spaß“ auf einen 14jährigen Freund angelegt hatte. Dabei löste sich— das alte Lied— plötzlich ein Schuß, der dem Opfer durch das Auge in den Kopf drang. Die Verletzung hätte unter Umständen tödlich wirken können. Betrunkener Pole griff zum Messer Heide, im Dezember. Auf einem Bauernhof im Dithmarschen griff ein betrunkener Pole mit einem Messer die Familie seines Bauern an. Der Vater und die Ehefrau des Hofbesitzers wurden durch Messerstiche erheblich verletzt. Einem polnischen Arbeiter brachte der Rasende eine Kopfverletzung bei. Mit dem Ruf:„Wo sind die Kinder?" suchte er neue Opfer. Er zertrümmerte sieben große Fensterscheiben und zwei Türscheiben und zog sich dabei selbst starke Schnittverletzungen zu. Der MesserGroßglockner wird ein Blumenparadies Großzügige Anpflanzung längs der Hochalpenstraße Bei der Insel Alsen wurde dieser Tage ein Schwertsisch von 100 Klg. Gewicht und mit einem Schwert von 1½ Meter Länge gesangen. Unter den„kriegerischen“ Fischen, solchen nämlich, die zu Raub, Fang und Verteidigung mit besonderen Waffen ausgestattet sind, dürfte der Schwertfisch die größte Verbreitung haben. Man trifft ihn in allen großen Weltmeeren— nur in der Ostsee war er bisher ein unbekannter Gast. Der jüngste Fang zeigt, daß er sich jetzt auch hier anzusiedeln scheint. Der Schwertfisch ist ein Verwandter der Makrele und trägt seinen Namen von einem schwertförmigen, mit scharfen Rändern versehenen, zahnlosen Fortsatz des Oberkiefers, der dem Tiere als Wafse dient. Der Fisch erreicht eine Länge von—5 Metern, das„Schwert“ wird im Höchstfalle 1,70 lang. Das jetzt in der Ostsee gefangene Exemplar dürfte also schon mit zu den größten dieser Art rechnen. Interessant ist, daß die Schwertfische nicht nur dem Menschen gefährliche Wunden beibringen, sondern sogar Schiffe beschädigen können. Man fängt sie wie die Wale mit Harpune und Handlanze, seltener mit Netzen. Keineswegs sympathischer dürfte ein Zusammentreffen mit den Haifischen und den ihnen verwandten Rochen sein. Die gefährliche Waffe des Haies ist sein Gebiß, das nicht umsonst den Beinamen„Revolvergebiß" führt— die in vielen Reihen hintereinander stehenden Zähne, die außerordentlich groß und scharf sind, werden nach Verbrauch stets durch eine neue Reihe in unbeschränktem Wechsel abgelöst. Unter den verwandten Rochen ist besonders der Sägefisch oder Hairochen beachtenswert. Sein Nasensortsatz ist in Form einer langen scharfen Säge ausgebildet. Das Tier, das vier bis fünf Meter lang wird soll diese tödliche Waffe Walen und anderen größeren Fischen von unten in den Leid rennen. Auf andere Weise wieder verteidigt sich der Stachelrochen. Er besitzt einen langen peitschenförmigen Schwanz, der einen mit Zähnen besetzten Stachel trägt. Auch diese todbringende Waffe wird sowohl im Angriff wie in der Verteidigung angewendet. Bei den Adler= rochen, auch Meerdrachen genannt, trägt dieser als Waffe dienende Schwanz noch einen Giftapparat in sich, der im Kampfe mit einem Gegner diesem bei der geringsten Verletzung auch noch ein tödliches Gift zuführt. Noch eine besonders gefährliche Fischart sei hier erwähnt, die sowohl Tiere wie auch Menschen anfällt: der Karaibenfisch, der auch unter dem Namen SägeDer unaufhaltsame Rückgang der Alpenflora ist bisher auf die verschiedenste Art, durch die Einrichtung eines Pflanzenschutzdienstes der Deutschen Bergwacht, Vermehrung der Schongebiete und andere Maßnahmen bekämpft worden. Völlig neu ist hingegen der Gedanke, eine ganze Hochalpenstraße, die im Frieden alljährlich von Zehntausenden von Autos befahren wird, auf beiden Seiten mit Blumen, Sträuchern und Bäumen überreich zu bepflanzen und hierdurch das Verständnis für die herbe Hochgebirgsnatur auch im Großstädter wiederzuerwecken. Man hat zu diesem Zweck am Großglockner bereits vier Schulgärten angelegt, in denen zunächst 18000 Jungbäumchen herangezogen werden. Es handelt sich dabei um 10000 Latschen, 5000 Weiden, 4000 Kranebitter und 500 Birken. Da diese Bäume sich rechtzeitig an das rauhe Klima des Hochgebirges gewöhnen müssen, hat man die Zuchtstationen in Höhen von 1150—1950 Metern errichtet. Unter denselben meteorologischen Vorbedingungen müssen auch die Blumen gedeihen, die man neben den Bäumen und Sträuchern auf den Böschungen und Hängen beiderseits der Hochalpenstraße anpflanzen wird. Man wird in Zukunft dort Anemonen, Brunellen, Frauenschuh und stengellosen Enzian bewundern können, die sonst nur noch auf den unzugänglichsten Bergwiesen anzutreffen sind. Einen besonders schönen, unvergeßlichen Anblick werden die Alpenrosen bieten, wenn sie in ganzen Teppichen von leuchtender roter Farbenpracht die Hänge bedecken. Vielleicht gelingt es sogar, das herrliche Edelweiß am Großglockner in entsprechenden Höhenlagen wieder einzubürgern. Begeisterte Naturfreunde haben schon früher weder Mühen noch Kosten gescheut, diese bereits nahezu ausgestorbene botanische Kostbarkeit in den Bergen wieder heimisch zu machen. So hat man z. B. Edelweiß, das in Berliner Großgärtnereien künstlich gezüchtet wurde, in bedeutenden Mengen aus der Reichshauptstadt bezogen und an den schroffen Felshängen der Bayerischen Alpen wieder anzusiedeln versucht. Mit am notwendigsten erwies sich dies im Allgäu, das einst durch seinen Pflanzenreichtum Weltruf genoß. Heute ist auf den berühmten Höfats vielleicht nur mehr der zwanzigste Teil des Edelweißbestandes vorhanden, der dort noch bei Beendigung des Weltkrieges zu verzeichnen war. Nahezu ausgerottet ist die sagenumwobene Bergblume auch auf dem Aggenstein und dem Rappenköpfl. Eine Frau aus Wymeer(Ostfr.) fand morgens auf ihrem Heuboden zwei Männer schlafend vor. Als daraufhin der Ehemann die Eindringlinge zur Rede stellte, wurde er von ihnen angegriffen und niedergeschlagen. Herbeigerufene Nachbarn versuchten die beiden festzunehmen, die sich jedoch heftig zur Wehr setzten und in ein Gehölz flüchten konnten. Mit Unterstützung einiger Zollbeamten gelang es später, die Ausreißer festzunehmen, die sich bei der Untersuchung als zwei aus einem Strafgefangenenlager entwichene Häftlinge entpuppten. Neun Stunden in einem Sumpfloch gestanden Oslo, im Dezember. Waldarbeiter, die gegen fünf Uhr morgens nach ihrer Arbeitsstätte im Wald von Lunner gingen, hörten aus dem benachbarten Moor schwache Hilferufe. Sie fanden dort einen 22 Jahre alten Landwirtssohn, der bis zu den Schultern in einem Sumpfloch stand und sich nicht rühren konnte. Mit Mühe gelang es ihnen, den Unglücklichen zu befreien. Er war am vorhergehenden Abend um 20 Uhr auf dem Heimwege in das Moorloch geraten und hatte die ganze Nacht neun Stunden lang in seinem salten, nassen Gefängnis zugebracht. Der Gerettete kam sofort in ärztliche Behandlung, und es besteht nun Hoffnung, daß sein böses Abenteuer ihm keine dauernde Gesundheitsschädigung zufügen wird. Auch Japan will sich ein KdF. schaffen. Tokio, im Dezember. In Japan sind im Zusammenhang mit den mancherlei Maßnahmen zur Reform des Lebens der japanischen Bevölkerung auch die Vergnügungen unter die Lupe genommen worden. Um eine ausreichende Möglichkeit der Freizeitgestaltung und Unterhaltung der Bevölkerung, besonders auch auf dem Lande, sicherzustellen, will man eine Organisation schaffen, die vor allen den Arbeitern und Bauern zugute kommen soll. Ein Regierungsvertreter erklärte, daß gegenwärtig die kulturelle Betreuung gerade der ländlichen Bezirke Japans noch unzureichend sei und daß überhaupt ein starkes Bedürfnis der japanischen Bevölkerung nach guter Freizeitgestaltung bestehe. Die Regierung selbst müsse die Führung auf diesem Gebiet übernehmen. In der deutschen Organisation von„Kraft durch Freude" und in der entsprechenden italienischen Einrichtung beständen gute Beispiele für Japans neues Vorhaben. wirkt schmerzstillend— eririschend— belebend Amol Karmelltergeist ab 89 Rpf. in all. Apotheken u. Drogerten Anna Croissant=Kust Fast als einzige Gestalt ragt Anna Croissant=Rust aus jener Wende der deutschen Dichtung herauf, die in den achtziger Jahren begann. Die Erinnerungsbücher Scholzens, Weigands und anderer haben uns über diese Zeit, genauer: über etliche Dichter der Zeit, einiges Aufschlußreiche, aber nichts Entscheidendes gesagt. Wenn Anna Croissant=Rust sich entschlösse, über die Menschen und Kräfte dieser Zeit zu schreiben, so würden wohl Erkenntnisse dastehn, die wir erst noch entbehren. Aber ich fürchte, sie wird das nicht schreiben. Doch im kleinen Kreis berichtet sie— mit Geist, Liebe, Grazie, ohne den klaren Blick vermissen zu lassen— manchmal von jener Zeit und jenen Menschen, die uns schon so weit entrückt sind. Die Besten, Wertvollsten— als Menschen, wenn auch nicht immer als Künstler die besten— sind ihr ganz nahe gewesen, allen voran Michael Georg Conrad, der Franke, großer Anreger, neidloser Förderer aller Könner, seine Gattin, die große Darstellerin Marie Conrad=Ramlo, der Malerpoet Ernst. Kreidolf (deutsch, graziös, blumig und heute allzusehr vergessen), Wilhelm Weigand, auch Dehmel, Liliencron, Dr. Owlglas vom Simplizissimus und nicht zuletzt der von ihr geschätzte Otto Julius Bierbaum. An ihrer manchem hängt ihr Herz. Aber sprechen wir von ihr selber. Sie wurde 1860 zu Dürkheim v. d. Hardt als jüngstes Kind des Salineninspektors Philipp Rust geboren. In ihrem fünften Jahr wurde der Vater nach Amberg versetzt. 1884 stard er. Die Mutter zog mit ihren Kindern nach München, und hier begann nun der Dichterin eigentliche„Laufbahn“. Von ihr selber wollen wir sprechen, nicht von der sehr glücklichen Ehe mit Hermann Croissant; das ist etwas, das sie allein angeht, von ihrem Werk wollen wir sprechen. Sie wurde bald eine berühmte Dichterin. Die herbe, unsentimentale Art ihrer mehreren Bände„Feierabend“= Geschichten, mit starkem, gut beobachtendem Relalismus, brachten sie Conrad, Bierbaum nahe. Aber sie hat ihr Eigentliches später geschaffen. Mit der Pfälzer Geschichte„Pimpernellche" beginnt die eigentliche Dichterin Anna Croissant=Rust, mit der großen, ebenfalls pfälzischen Geschichte„Winkelquartett"(es ist fast ein kleiner Roman) setzt sie ihren Weg fort bis zum machtvollen„Felsenbrunner Hof“. Dieser Roman spielt gleichfalls in der Pfalz. Der Bauexnroman„Die Rann“ hat dayerisches Milieu. In dem großen Roman„Unkebunk" nimmt die Dichterin dann die Art des„Winkelquartet!“ wieder auf, in der realistisch und klug beobachtenden, aber zugleich gütigen, ja, weisen Darstellung menschlichen Lebens, menschlicher Schwächen, die, unsentimental, von einem Lächeln überschienen wird. Man fragt sich: was hat diese Dichterin einsam, ja, vergessen gemacht? Ihre sich schwer erschließende persönliche Natur? Die Art ihrer Werke? Die sind von echtestem Gefühl durchströmt, aber ihr fehlt alles„Seelchen": hafte; sie ist eine der aufrechtesten und selbständigsten Naturen unter den deutschen Dichterinnen, ja, ich wage das Wort: die echteste, weil wahrste; sie will nie scheinen, was sie nicht ist, sie hat, um ein Wort Schweitzers zu gebrauchen,„Ehrfurcht vor dem Leben"; sie hat„Volksnähe“, weiß aber, daß nur aus einer wahren, der Unaufrechtigkeit abholden Persönlichkeit Volk begriffen und dargestellt werden kann. Ueber allem aber steht— Liebe! Sie ist fern aller bloßen Abschilderungskunst; ihre Wurzeln gehen tief, aber das„Abgeklärte" im Lichte einer wirklichen Erkenntnis ist nicht Blasiertheit, sondern ganz nahe der Weisheit. Solcher Menschen Wesen ist Treue. Sie brauchen keinen Schwall von Sentenzen in ihre epischen Werke zu streuen, um das unter Beweis zu stellen; es leuchtet aus der Darstellung an sich. Diese große Darstellungskunst der Anna Croissant=Rust ist noch selten gesehen worden. Wohltuende Kleinmalerei, kluge Beobachtung haben sie nicht im„Milieu" versinken lassen. Wie sie das Leben auch mit kluger Hand einfängt: schon proportioniert es In Rudolf Kremsers„Spiel mit dem Feuer", das jetzt in den Prager Kammerspielen unter stürmischem Beifall aus der Taufe gehoben wurde, scheint ein elegant=witziges Lustspiel gefunden zu sein, das die Theaterdirektoren freudig begrüßen dürften. Der junge Ostmärker, der im Vorjahr mit seinem Drama„Der Komet“ in Wien hervorgetreten war, verlegte sein neues Stück auf das glatte Parkett des Wiener Kongresses. Die Heldin ist eine französische Gräfin; hohe Herren werden um ihre Gunst: der Kaiser von Rußland höchstpersönlich als Rivale des Fürsten Metternich. Aber ihre weidliche List triumphiert über alle Ränke, düpiert nach mannigfachen amourösen und diplomatischen Verwicklungen den eillen Lebemann Metternich und erreicht schließlich ihr Ziel, die Vereinigung mit ihrem Verlobten. Was das Spiel fesselnd und unterhaltsam macht, ist vor allem ein Dialog von ungesich, fügt sich zur Gestalt eines darstellenden Werkes. Der Atem des. großen Verstehens hindert die Dichterin nicht, über den Dingen zu stehn. Da sie Künstlerin ist, hat sie nicht nötig, in irgendwelcher Aufmachung anzudeuten: Merkt ihr, wie ich„gestalte“? Vielleicht liegt's daran: sie verlangt aufmerksame Leser, solche, die es gerne haben, wenn man ihren innersten Sinn, ihre Güte anrührt, solche, die der ästhetischen Verblasenheit abhold sind, die das„Gewachsene" und Gesunde lieben. Ich weiß, daß Wort ist gefährlich:„gesund“, und doch stimmt es hier, denn es ist keine Kraftmeierei und kein Bombast gemeint. In der wahren Liebe ist der Mensch auch gesund, und aus der Liebe kommen die Werke dieser Dichterin. Man lese außer den Geschichten und Romanen, die ich nannte, die köstlichen Novellensammlungen„Aus unseres Herrgotts Tiergarten“ und„Arche Noah“. Wer schreibt ihr solche Dinge nach, die auf engem Raum eine solche Fülle tragischen, tragikomischen oder humorvollen Erlebens hinstellen? O, diese Augen einer Frau! Auch, wer nie ihr Antlitz sah, spürt den Blick aus der kostbaren Novelle„Tirili“, nein, aus allen diesen: Geschichten. Schließlich ist da noch ihr Buch„Der Tod“, vor reichlich zwanzig Jahren erschienen, ein lyrisch=dramatischer Totentanz. Das Buch erschien mit Bildern von Willi Geiger und zählt leider zu den unbekanntesten der Dichterin. Die deutschen Menschen sollten nicht immer wieder die Schuld auf sich laden, an ihren echtesten Künstlern vorbeizugehn, sollten nicht so ofk über dem Sensationellen das Bleibende vergessen. Karl Röllger. wöhnlichem Witz. Das funkelt und glitzert nur so an geistvollen und paradoxen Wendungen. Ein elegantes Florettspiel des Geistes, das nicht mehr sein will als kultivierte Unterhaltung. Ein Meisterstück allein ist die Konferenz der Diplomaten und Potentaten,— Alexander, Metternich, Hardenberg, Talleyrand und Lord Castlereagh feilschen um die Beute— eine Szene, bei der politische Bonmots wie Bälle einander zugeworfen werden. Die Aufführung wurde von dem Gastregisseur Fritz Rémond mit Laune und Freude ar der Wirkung seinen Wortwitzes in Szene gesetzt. Eva Eras war eine reizende Gräfin, gleich überzeugend als große Dame wie als schalkhafte, liebende Frau. Peter Widmanns bot als Metternich die glänzende Charakter= studie eines leichtsinnigen, raffinierten und skrupellosen Diplomaten. Hans Paetsch als selbstgefälliger Kaiser von Rußland, Gerhard Mittelhaus, Julius Bennet und Florettspiel des Geistes Rudolf Kremsers„Spiel mit dem Feuer“ in Prag erfolgreich uraufgeführt Gerda Paulick, eine entzückende Kammerzofe, trugen in abgestimmter Ensemblekunst zu dem starken Erfolg der Uraufführung bei, für den sich der Autor persönlich bedanken konnte.. Dr. Kurt Honolka. Kleine Kundschau Eine Stiflung für junge Künstler. Die Maschinenfabrik Augsburg=Nürnberg hat anläßlich ihres hundertjährigen Bestehens neben 1,3 Millionen Zuwendungen an ihre Gefolgschaftsmitglieder der Stadt Augsburg und Stadt Nürnberg Stiftungen im Betrage von je 100000 Mark und der Stadt Mainz=Gustaosburg in Höhe von 50000 Mark zur Verfügung gestellt. Die Stiftung an die Stadt Nürnberg wird der Ausbildung begabter junger Künstler an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg zugute kommen. Volk und Rasse. Die letzte Nummer dieser Zeitschrift prägt das„Antlitz des deutschen Soldaten“ in einer Reihe hervorragender Bilder und dem Artikel von Lothar von Reppert=Rauten aus. Klar und eindeutig sind hier die Beziehungen festgelegt, die sich aus der Erscheinung des Antlitzes ergeben. Die Gesichter der Soldaten verkünden höchste Werte. Ein weiterer Aufsatz„Völkerbrücke Gibraltar“ von Rolf G. Haebler beschäftigt sich mit interessanten Forschungen nach der Herkunft der blonden, kühnen afrikanischen Berber, richtiger: des Stammes der Tuaregs. Heinz Krieger zeigt in seinem Aufsatz„Wesensmerkmale der anglo=jüdischen Allianz“ das puritanische Bestreben, die Engländer zum auserwählten Volk zu machen, die Verseuchung des englischen Adels durch jüdische Geldmänner und die imperialistische Gier der blutmäßig oft vollbrachten Verbindung deutlich auf. Weitere Beiträge über Wohnungszuteilung, Erbgesundheitspflege u. a. vervollständigen das interessante Heft. Neuer Oberspielleiter in Aachen. Als Oberspielleiter der Oper wurde Dr. Siegmund Skraub ab Spielzeit 1941/42 an das Stadttheater Aachen verpflichtet. Der Geist des Volkes und der Sieg. Es ist nicht nur der soldatische Geist, der unserem Führer die Mittel zum Siege in die Hand gibt, sondern der Geist des ganzen Volkes, wie General Ernst Kabisch in einer Betrachtung über das Rätsel unseres militärischen Erfolges auseinandersetzt. Wir lesen in dem mit vielen farbigen Aufnahmen ausgestatteten Beitrag des Dezemberheftes von Velhagen& Klasings Monatsheften:„Der Wille und die Bereitschaft zum Opfer war und ist im ganzen deutschen Volke mächtig emporgewachsen Ausnahmen nur sind die, die in kleinlichem Eigennutz sich davon drücken möchten; geringe Ausnahmen, die ungefährlich bleiben, solange ein großer einheitlicher Wille das ganze Volk leitet— der große Wille zu siegen! Härte gegen Kleinigkeiten Als Krauß einmal Richard III. zu spielen hatte und in die berühmten Worte ausbrach:„Ein Pferd, ein Königreich für ein Pferd!" ließ sich vom„Hohen Olymp“ eine Stimme vernehmen: „Täte es nicht zur Not auch ein Esel?" Krauß ließ sich nicht aus dem Konzept bringen, sondern rief geistesgegenwärtig zurück: „Gewiß, das geht auch! Kommen Sie nur ruhig herunter!“ * Goethe kehrte an einem heißen Sommertage in einem Gasthaus ein und ließ sich eine Flasche Wein und eine Flasche Brunnenwasser bringen. Beide Getränke mischte er zwecks schnellerer Stillung seines Durstes. An einem Nebentisch saßen zechende Studenten, denen das Tun des Dichters auffiel und die schließlich durch einen Abgesandten fragen ließen, aus welchem Grunde Goethe den edlen Traubensaft verwässere. Der Dichter sagte, er würde sich erlauben, den jungen Leuten die Antwort sofort schriftlich zu geben. Er zog seinen Schreibblock aus der Tasche, warf schnell einige Zeilen aufs Papier und schickte dann den Zettel hinüber. Erstaunt und beschämt lasen die jungen Leute folgenden Vers: „Wasser allein macht stumm, Das beweisen im Wasser die Fische; Wein allein macht dumm, Das beweisen die Herren am Tische; Und da ich keines von beiden will sein, Misch' ich das Wasser mit Wein!“ esensenersssnsesssseesesersesssessrrsensesen sich selbst, Kameradschaft gegen den Volksgenossen, Gehorsam gegen den Führer— das sind die Teilwurzeln, die in ihrer Vereinigung den mächtigen Baum emportreiben, der die sieghafte Säule des Volksgeistes bildet. Auch im Weltkriege standen wir auf der festen und rechten Ueberzeugung von der Güte unserer Sache. Auch im Weltkrieg ist opfernd und duldend unendlich viel gelitten und geleistet worden in der Stille, wie oft von niemand gesehen und beachtet! Und doch zerbrach dieser Geist! Ihm fehlte das Letzte, fehlte die einhettliche, gemeinsame Linie. Heute hat uns Gottes Vorsehung das geschenkt, was uns damals fehlte; heute sind es unsere Gegner, die die Zeit unrichtig sehen und mit ihren abgebrauchten Mitteln Kräften die Waage halten wollen, die neu und überwältigend sind, die sie aber nicht zu verstehen vermögen. Der uns von Adolf Hitler gebrachte Nationalsozialismus ist der feurige Sturm, der den deutschen Volksgeist zu den Höhen gewaltigster Leistungen emporführt.“ Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse eNV. 16. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Westelen-Rord unnd Nachbargene Im Dienst des volkes Aufgaben und Bedeutung der Bezirkswirtschaftsämter im Rahmen der Kriegswirtschaft Auf einer Tagung des erweiterten Beirates der Handwerkskammer machte u. 6. Regierungsdlrcktor Klasmeler als Leiter des Bezirkswirtschostsamtes Münster nachfolgende Inteiessante Ausführungen über die Aufgaben und Bedeutung der Bezirkswirtschaftsämter. Auf die Tagung des Beirates der Handwerkskammer kommen wir noch zurück. Kriegswirtschaftliche Maßnahmen können nur dann einen entscheldenden Ersolg haben, wenn sie von der vollen Siaalsautorität getragen sind. Die nationalsozialistische Staatssorm allein dietet dierzu die beste Gewädr; denn bei ihr wird die Wirtschaft nicht ale ein vom Staat getrenntes Gebilde und die gesamte Volkswietschaft nicht etwa einseitig staatspolilisch oder verkehrewirtschaftlich degrifsen, sondern immer nur im organischen Zusammenhang mit der Volksgemeinschaft und dem Staate als die polltische Lebensform des Volkes behandelt. Damit werden alsgo im nationalsozzallstischen Staatsgeblde auch alle kriegswirtschaftlichen Maßnahmen immer nur im Interesse des Volksganzen durchgeführt. Wenn nun der Staat die Wirtschaft planmäßig und einheitlich auf die Anforderungen des Krieges ausrichten will, so genügt es nicht, wenn an höchster Stelle Gesetze und Verordnungen erlassen werden, dem Staat muß auch eine Organisation zur Verfügung stehen, die ihm einmal die wehrwirtschaftlichen Vorarbesten und damit eine feste Grundlage für seine Gesetzgebung schafft, und die ihm zum anderen die Gewähr dafür bietet, daß die vorgesehenen Kriegsmaßnahmen auch durchgeführt und vor allem richtig angewendet werden. Voraussetzung für den Erfolg einer solchen Kriegsorganisation ist, daß durch sie ein enges Zusammenarbeiten zwischen den militärischen und den zioilen Besehls= und Verwaltungsstellen zustandekommt. Es ist kein Zufall, daß der Führer die Leitung der gesamten Kriegswirtschaft in die Hand des Reichemarschalle in seiner Eigenschaft als Beauftragter für den Vlerjahresplan gelegt hat, und dieser aleichzeitig zum Vorsitzenden des„Ministerrats für die Reichsverteidigung“ ernannt worden ist. Diesem Ministerrat gehören außer Mitgliedern der ziollen Ressorts auch der Ehef des Oberkommandos der Wehrmacht an. Damit wird gewährleistet, daß alle von der Wirtschaftsverwaltung beabsichtigten Krlegsmaßnahmen vorerst mit den Wehrmachtsbelangen genau abgestimmt werden. Dieser einheitlichen Zusammenfassung der Wirtschaftsverwaltung im weitelten Sinne in der Zentralinstanz entsprechen in der Mittelinstanz die dem Oberbörden., aste, zimne Wiehr..—pdgg rgzleslen rdev. am Sbe, vines„Aher, Fogei gen ggeeghh besonderen„Führungsstäbe Wirtschaft“. Ihre Aufgabe besteht darin, alle Kriegsmaßnahmen zur Erreichung einer einheitlichen Ausrschtung und Lenkung der Wirtschoft innerhalb der einzelnen Wirtschaftssektoren bezirklich abzustimmen. Daneben bedarf es jedoch bestimmter Behörden, welche die Kriegswirtschaftsmaßnahmen durchführen und— soweit zur einheitlichen Steuerung notwendig— an die Weisungen des Führungsstabes gebunden sind. Hierfür stehen als mittelinstanzliche Behörden Bezirkswirtschaftsämter, Landes=(Provinzial=) Ernährungsämter, Forst= und Holzwirischaftsämter, Landesarbeitsämter sowie die Preisbildungsstellen und die Reichstreuhänder der Arbeit zur Verfügung. Die Bezirkswirtscheftsümter sind im allgemeinen bei den Oberprasidenten, Reichostatthaltern und entsprechenden Behörden errichtet. Ihre gebietlichen Grenzen decken sich jedoch nicht oder nur selten mit den Grenzen einer Provinz oder eines Landes. In jedem Falle aber sind sie die Mittelinstanz des Reichswirtschafteministeriume, das auch die Aufgaben und Besugnise der Bezirkewirtschaftsämter bestimmt. Ale Mittelinstanz des Reschswirtschaftsministeriume führen die Bezirkewirtschaftsämter folgende Aufgaben durch: 1. Beireuung der Betriebe aus dem Bereich des Reichewirtschastominlsters zur Sicherung der kriegs= und lebenswichtigen Broduktion, soweit sie nicht von den Wedrmachtsdienststellen unmitelbar beireut werden.— Veriorgung der Berigeun het. jeten Woren der gewerdlichen Wirtschaft. Im einzelnen gedör; zu den Aufgaben der unter 1 genannten Proourtionsscherung die Sicherstelung der unentbehrlichen Betriebe der Industrie, des Handwerks sowie der unentbebrlichen Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen, Sicherstellung der Energieversorgung, Mitwirkung bei der Durchführung der Bewirtschaftung von Rohstoffen und Halbwaren und die Ersassung und Verwaltung von Altmaterlal. Zu den Ausgaben der unter 2 genannten Verbrauchsregelung gehört die Versorgung der Bevölkerung, mit Kohle, Kraftstoff und Heizöl, Bereifung, Spinnstoffwaren, Schuhwaren, Seise und anderen technischen Erzeugnissen. Bei der Durchführung eines großen Teils ihres Aufgabengebietes kommt den Bezirkswirtschaftsämtern sehr zustatten, daß sie sowohl das Personal, als auch das erief(Stalistiken usw.) und damit auch die Erlichen Organisation der gewerdlichen Wirtschaft für die stagtliche Wirischaftovexwaltung nicht entbebri werden kann. Die Bezirkswirtschaftsämter bedienen sich dader für die Durchführung ihrer Aufgaben in erster Linie der Industrie= und Handelskammern sowie der HandMaierlal(Staiszlken, usw.), und damit auch fahrungen der früheren„Wehrwirtschaftlichen Abteilungen übernehmen konnten. Die gewerblsche Wirtschaft in einem Gebiete von der Größe eines Bezirkswirtschaftsamtes ist jedoch so umsassend und vielgestaltig, daß die Sachkunde der bezirkwerkstommern. Sers--smmamn anc Um den Industrie und Handelskammern auch nach außen zin den Charatter Gnez. Leagtogen Dienststelle zu verleihen, hat der Reichswirtschaftsminister die Präsidenten der Industrie= und Handelekammern zur Erfüllung seiner staatlichen Aufgaben— nicht dagegen für die Erledigung ihrer Selbstverwaltungsangelegenheiten— zu Reichskommissaren bestellt. Als solche unterstehen sie sachlich den Bezirkswirtschaftsämtern. Das Ausgabengebiet der Kammern umsaßt alle mit der Beireuung der unentbehrlichen Betriebe in Zusammenhang stehenden Frazen. Sie erledigen aber nicht Aufgaben, die mit der Verbrauchsregelung zusammenhängen. Diese Aufgaben werden von den den Bezirkswirtschaftsömtern in sachlicher Hinsicht unterstellen Wirtschaftsämtern, die bei den Landräten und Oberbürgermeistern eingerichtet sind, durchgeführt. Die Wirtschoftsämter haben also die Versorgung der Bevölkerung mit zwangebewirtschafteten Gütern(Kohle, Kraftstoffen, Bereifungen, Spinnstoff= und Schuhwaren, Seife usw.) zu regeln. Außerdem liegt die Durchführung der Altmaterialerfassung und Verwertung in Zusommenarbeit mit den Porteidsenststellen bei ihnen. Zur Durchführung aller Aufgaben erhalten die Wirtschaftsämter entsprechende Anweisungen von den Bezirkswirschalzsämtern. Den Bezirkswirtschaftsämtern steht damit zur Erfüllung ihrer Aufgaben ein doppelter Unerbau zur Verfügung. Die vorstehenden Ausführungen lassen klar erkenneg, daß die gesamien kriegswirtschaftlichen Maßnahmen vom Reich streng nach nationalsozialistischen Grundsätzen aufgestellt und durchgeführt werden. minalpolizei(Leit)=Stellen und SD(Leit)=Abschnitten, sowie bei den Gebietsführungen der 53 und den Veratungsstellen des Reichostudentenwerkes odar unmittelber deim Reichsversicherungahauptamt Berlin SW 68, Wülhelmstraße 103. Sss54u1 Eine Einberufung zu siebentägigen Ausleselehrgängen des Reichssicherheitshauptemtes kann— nach Prükung der eingehenden Unterlagen— zu bestimmten Terminen wöhrend des ganzen Jahres ersolgen. Auch Bewerder, die sich zur Zeit beim Reichsarbeitsdienst, bei der Wehrmacht und der Wassen=4; befinden, können an Ausleselehrgöngen tellnehmen. Der ersorderliche Urlaud ist bei idrer Eindeit unmittelbar zu beantragen. Bewerder ohne Adstur können im Falle der besonderen politischen Bewährung und bei hervorragender Begabung zu Ausleselehrgängen sofort zugelassen werden. Sie haben im Falle der Annahme Gelegendeit, die Reiseprüfung über das Langemarckstudium der Reichsstudentenführung abzulegen. Auf dem Heimweg überfahren und gelötel Soeft. Ein schwerer Unkall ereignete sich im benochbarten Bad Sassendorf. Als sich der 9 Jahre alle Dietrich Rumke=Schulze=Kortmann auf dem Heimweg von der Schule besand, wurde er von einem Trecker übersahren. Die Räder gingen dem Jungen über die Brust; den Verletzungen ist er nach kurzer Zeit erlegen. „Kampf bis zum Reichskommissar Gauleiter Wagner sprach in Soest— Deutschland lebt aus der Jugend und wird jeden Einsatz bejahen Soest, 15. DezemberIn einer machtvollen Großkundgebung der NSDAP sprach im überfüllten Soester Burgtheater Gauleiter Josef Wagner, der Reichskommissar für Preisbildung, über den Freiheltskampf, des deutschen Volkes. „Kampf dis zum Endlleg“ war das Leitwort seiner packenden Rede, die immer wieder von dem begeisterten Beisoll der Zuhörer unterbrochen wurde. Nach einem kurzen Rückblick auf die nationalsozialsstischen Kampfsahre zog er einen Vergleich zwischen der Lage von 1933 und der durch das politische Genie und die militärische Führung des Führers herbeigeführte gegenwärtige Situation. Die gewaltigen Leistungen, die vollbracht wurden, verdonken wir, so führte Gauleiter Wagner. u. a. aus, drei Faktoren: der Tapferkeit unseter Soldaten, der Neugeburt unseres Volkes und der RSDAP ale Trägerin der politischen und weltanschausichen Haltung des Volkes. Als im Jahre 1932 die Entscheidung in unserem Volksleben reifte, da hatten wir die Möglichkeit, uns Polizeiverordnungen gegen Jugendliche Jugendarrest ein Zuchtmittel, über keine Strafe ein bequemes Leben für einige wenige Generationen zu sichern, wenn wir dem Trugbild der westlichen Demokratien gefolgt wären. Das aber hätte die Vergreisung unseres Volkes bedeutet, den völkischen Tod, denn wenn dann später einmal das Volk zum Entscheidungskampf hätte aufgerufen werden müssen, dann sei es nicht so stark gewesen wie heute. Der Nationalsozialismus dachte in Jahrhunderte und richtete seine Politlk auf die ewige Zukunft des deutschen Volkes. Er hatte erkannt, daß es nicht allein genügt, daß ein Volk tapfer ist, es muß, wenn es sich behaupten will, aus der Jugend leben und zu jedem Einsatz bereit sein, den seine Existenz erfordert. Auf diesem revolutionären Wege seit 1933 ist dem deutschen Volke nichts geschenkt worden. Dafür aber hat sich in unserem Volke auch das Bewußtsein gefestigt, daß es besser ist, sich auf die eigene Kraft zu verlassen, als sich in der Welt noch Hüfe umzuseben. Der jetzige Krieg wird mit dem Siege der jungen Kräfte über die alte Welt enden. Denn während wir wachsen, beginnen die anderen schon in den Knien weich zu werden. Unsere Wirtschaft, einschließlich unsere Landwitschaft, hat einen Stand erreicht, der einmalig in der Welt ist. Das ist mit der Stärke unserer Wehrmacht und der genialen Führung Adolf Hillers der sichere Garant unseres Sieges. Gauleiter Wagner schloß mit einem begeisterten Bekenntnis zum Führer, in das die Anwesenden einstimmten. Gefährlicher Volksschäbling zum Tode Versetele Dortmund. Das Sondergericht Dortmund verurteilte den 40 Jahre alten Mar Richart aus Obligs, der des schweren und einfachen Diebstahls im Rückfall, zum Tell begangen ale Volksschädling unter Ausnutzung der Verdunkelung, ferner des Verbrechens der Zuhälterer und der falschen Beurkundung angeklagt war, antragsgemöß zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte.— Richartz war vor einem halben Jahr aus einem Zuchthaus entsprungen und hatte fast sechs Monate unter falschem Namen dei einer Frau Unterschlupf gefunden, wobei er sich der Zuhälterei schuldig machte. Außerdem deging er zahlreiche Diedstähle in den Schrebergärten um Bielefeld herum und verübte in verschiedenen Städten des Rheinlandes und in Westsalen Hochstapeleien. Als der Verbrecher Ansang Okiober d. Is. festgeenommen werden sollte, unternahm er einen Fluchiversuch, der aber mißzlong. eigene verteet W W üchesenbrusnmmchhebe tchcbrest tuh. Andter 11. Demplat 4 a. Peras,. 1 m 41. Paslschest basrinund un 4e. Hauptschriftleiter Dr. Karl Maser gestorden Dortmund. 15. Dezember. 39. Milchviehversteigerung in Am Freitag, dem 20. Dezember, wird eine Milchviehversteigerung in Ahaus abgebalten. Aus den viehreichen Gebleten bringen die Züchter ihre verkoufsreisen, hochtragenden und frischmelken Kühe und Rinder zum Austrieb, die nach vorheriger, genauester Untersuchung auf Eutersehler uiw. schutzgeimpft und noch bewährten Versteigerungsbedingungen umgesetzt werden. Auf dieser Versteigerung kommen 80 Tiere zum VerAm Sonntagnachmittag ist der Hauptschriftleiter der Zeitung„Tremonia“, Dortmund. Dr. phil. Karl Maser nach kurzer schwerer Krankheit gestorben. Di. Moser war am 7. Juli 1888 in Dorimund geboren. Er studierte an den Universitöhten Mönster und Marburg und promovierte im Jahre 1912 in Münster. Im gleichen Johre begann er bei der Zeitung„Der Patriot“ in Lippstadt seine schriftstellerische Lausbahn, die ihn im Jahre 1913 nach Berlin führte. Nachdem Dr. Maser seit 1922 in Münster schriftleiterisch gewirkt hatte, trat er 1925 in die Schriftleitung der Zeitung„Tremonia“ ein, bei der er am 1. Januar 1934 die Hauptschristleitung übernahm. Die deutsche Presse verliert in Dr. Karl Maser einen ungemein kenntnisreichen und arbeitsfreudigen Schriftleiter, einen Mann von lauterem Tharakter und umsassendem Wissen, der in Berufskreisen und weit darüber hinaus in höchstem Ansehen stand. kauf Nähere Auskunft wird erteilt durch die Westsälische Provinzial=Viehverwertungsgenossenschaft e. G. m. b. H. Münster(Westf.), Windthorststr. 20, Fernruf 26644/45. Kein blaues Licht für Freilampen an Kadisbesieien Berlin, 14. Dez. Um Verwechselungen mit den besonderen Kennlichtern an Fahrzeugen der Polizei zu vermeiden, ist— wie von amtlicher Seite mitgeteilt wird— für Freilampen von Krastdroschten kein dlaues Licht zu verwenden. Das Licht dieser Lampen muß vielmehr gelbd und in seiner Helligkeit so gedämpft sein, daß es nur dis zu einer Enisernung von 100 Meier sichtbar ist. Stallknecht wird Millionär Toller Schwindel in einem rumänischen Dorf Der Reichsminister des Innern regelt durch einen an alle Polizeibehörden gerichteten Runderlaß auf Grund der Versorgung zur Ergänzung des Jugendstrafrechts vom K. 10. 1940, durch die der Jugendarrest eingeführt worden ist, das polizeiliche Strafverfügungsversahren gegenüher Zugendlichen. Einleitend wird festgestellt, daß der durch polizeiliche Strafverfügung festzusetzende Jugendarrest nicht zu verwechseln ist mit dem„Jugenddienstarrest“ einer Dienststrafe der 533. Der Jugendarrest ist ein Zuchtmittel, aber keine Strafe. Die Verhängung des Jugendarrests wird daher nicht in das Strafregister eingetragen. Damit werden die oft mit einer Bestrafung verbundenen nachteiligen Folgen für das Fortkommen des Jugendlichen vermieden. Durch die gesetzliche Verordnung vom 4. 10. 1940 wird serner der Polizei die Verhängung von Haft gegen tiger Zusammenarbeit des BDM=Werkes„Glaube und Schönheit“ mit der Deutschen Arbeitefront zustande und diente vornehmlich dem Ziel, als Ausgleich zu der erhöhten Kraftanstrengung im Dienste der Heimat auch eine ausgleichende Entspannung in gewinnreicher Form zu schaffen. Aus den verschiedensten Gehieten unterrichteten Vorträge namhafter Reserenten die jungen Arbeiterinnen über das Geschehen in unserer Zeit. Im besonderen aber füllite und formte erlebte Weltanschauung in Wanderungen, Singstunden und Sport diese Tage, die der Dank des Führers an die Arbeiter krönse und die auch den Tellnehmerinney des Lehrganges erneut die hohe Achtung der Nation vor ihren Arbeitern erwiee, denen sie nach diesem Krlege nicht in letzter Linie Sicherheit, Frieden und eine große Zukunst zu danken baben wird, Bewerbungen für die Laufbahn leitenden Dienstes in der Sicherheitspolizei und den 5# Der Chef der Sicherheitspolizei und des SD gibt bekannt, daß Bewerbungen von Schülern der 7. und 8. Klassen höherer Lehranstalten, von Jungmannen entsprechender Züge der nationalpolitischen Erziehungsanstalten und von Lehrgangsteilnehmern des Langemarcstudiums der Reichsstudentenführung, für die Laufbahn des leitenden Diensteg in der Sicherheitspolizei und dem SD ab 1. 12.1940 entgegengenommen werden. Merkblätter über die Voraussetzungen und über die ae Ssen usen iter eunr ie une Erbschaftschwindel eines Stallknechtes gerichtlich gesühnt. Im Frühsommer 1940 geht eine aufregende Kunde durch ein kleines Dorf in der Nöhe der rumänischen Stadt Ismail. Der junge Stallknecht Take Valerescu erbt 4 Millionen Lei. und zwar von seiner Großmutter näterlicherseits, von der er nie etwas gehört hat. Da Take Valereseu ein im Dorse wohlgesitteter Mann ist, lädt ihn der Dorfälteste am gleichen Abend im Wirtshaus zu einer Feler ein, bei der auf den Glückspilz zahlreiche Trinksprüche ausgebracht werden. Als wenige Tage später in dem Wirtshaus, dem einzigen, das Telekon besitzt, der Rechtsanwalt Bratianu aus Bukarest anruft und dem millionenschweren Stallknecht durch den Wirt sagen läßt, daß er zwecks Regelung der Erbschaftsangelegenheiten in die Hauptstadt kommen soll, verstummen auch die wenigen Zweifler, die an den schlechten Scherz eines Spaßvogels geglaubt hatten. Allerdings gibt der Herr am Teleson eine merkwürdige Klausel bekannt. Die verstorbene Großmutter hat die 4 Millionen. unter der Bedingung hinterlassen, daß sich ihr Enkel seines neuen Lebensabschnittes auch äußerlich würdig erweise, d. d. er müsse mit einem Auto und einem guten Anzug zur Testomentseröffnung erscheinen. Die Leute im Dorf. finden die Bestimmung der Großmutter lächerlich, und der Herr Rechtsanwalt hat erklärt sofort, er solle sich darüber nicht den Kovf zerbrechen. Er werde seinem Stallknecht den Anzug kaufen, die Auslagen bekomme er ja nachher aus der Erbschaft zurück. Was das Auto anbelange, so werde sich auch hier ein Weg finden lassen. Und wie schnell er sich Take Balereseu, der Millionenerbe, unterschreibt sicherlich recht, wenn er hinzufügt, sie sei eine„komische Frau“ gewesen.„Wo soll ich einen neuen Anzug und sindet! eine seierliche Verpflichtung, daß jeder Bewodnez der D ihm zu seinem„Auto und seinem Darlehn von 100 Lei verhilft, nach Empfang des Vermögens 1000 Lei als Dank für die Hilse erhalte. Mit dieser Erklärung geht der Erbe in Begleitung seines fürsorglichen Herrn von Haus zu Haus und kassiert von den 300 Einwohnern insgesamt 36000 Lei ein... S. m. 5. Wenige Wochen später ist ein großer Tag für das Dorf. Take Valereseu sitzi absahrtbereit am Steuer seines Autos, das er zum erstenmal selhst lenken wird. nachdem ihm der Fahrlehrer im benachbarten Ismail Unterricht erteilt dat. Der frühere Stallknecht ist nicht wiederzuerkennen. Ein vornehmer Herr ist aus ihm geworden, den das Bewußtsein des Reichiums in einen selbstsicheren Menschen verwandelt hat. Nach sieben Tagen, so hat Take Valereseu versprochen, werden jedem Bauer außer dem Darlehn die 1000 Lei durch die Bank überwiesen werden. Es vergeht eine Woche, es vergehen zwei., drei— von dem Millionär ist nichts zu hören. Die Bauern werden unruhig. Der Dorfälteste schreidt an den Rechtsanwalt Bratsanu, der die Ueberweisung vornehmen sollie. Der Brief kommt unbestellbar zurück: Empfänger in Bukarest unbekannt. Es albt keinen Rechtsanwalt dieses Namens. Es gibt auch keine Großmutter und es gidt erst recht keine Millionenerbschaft, es sei denn auf dem Monde. Der Stallknecht hat ein ganzes Dorf hereingelegt. ausgsprechen sein..454— A Wrrhersas a. Die Polizei wird, so heißt es in dem Runderlaß des Reichsministers des Innern, soweit se gegen Jugendliche auf Freiheitsentziehung erkennen will, in sinngemäßer Durchführung der genannten gesetzlichen Beordin der Regel. Iugendgrrest zu verdöngen haben. nung * Die Seidenstrümpfe der Zigeunerin anzusordern bei allen Staatspolizei(Leit)=Stellen, Kri= Valereseu Jugendliche ermöglicht. Haft wird jedoch ale hicht= Lunmmmmmumuunununuunununnnunnununguununmnm#. S hasiet. Das Auto hatte er sofort verkauft und das Geld sugendgemäßes Strafmittel nur in Ausnahmesällen Lin Luruslokalen verpraßt. 2000 Lei hatte er einem Somies Weiigsschenen(Sandin gpten un g un Senedfegegeten un 5der von dort aus als„Rechtsanwalt Bratianu“ teleSsonisch die Erbschaft bestätigt hatte. Der Komplize war tlüchtig. Der Millionär aber bekam Gelegenbelt, fünf Jahre über das Testament der Großmuter nachzuvven ennt, auch brer bod Bosthest, I— Horaden mite ihten primistsen Wossn gegen die deser Jahren gestorden Dar. Die burtigen Leichen wose seine gxgensanschen Siammengenosen vor demi Scsthuige Busde esamäsig und urchranste In Winnipeg in der kanadischen, Provinz Mani, al der Indianer Nordamerikas bewahren unds München, im Dezember. Boge, mit tohe it iezt. ein tolez, Vierlandel uug Ltgzsich predigte ihnen stördig, Zaß ke sich mit den Wesz! Beim Bügeln mit einem, Kohenbügeleisen, wurde zeren Zeitraum bestimmen und de regelmäßig bei der““ guistag, Pauhzöge unternommen wurden. Vor kommen. Wer in der Provinz über das behördlie gustellen und an den Kulturschößen der Weißen zl,; eine 84 Jahre alte„Witwe in Graz durch, die aus: Anwendung des Wochenendarrestes für ein oder meh, Kassen),— Einbrecher auf Kaufläden abgesehen, zugelassene Lauanlum vrnaus Hefonderen Antrag nehmen müßten. Es i der Ersoiz, Togeg=Indianeri strömenden Kohlengase bewußtloz. Die Greisin Zizze rere Wochenende bewenden lassen können, In die poli, Eelgemygten es die Eiypue gänf un Luutue rdeee Bier erhalten will, wus eistriert- unde mit beinem Häuptling=Reformgtor, wenn beke, din, Prig Herfiggen zu Boden und riß das Bügeleisen mit. Die ienge zeilichen Listen wird die Verhängung des Jugendarrestes#o, wurden in Pastschewo fünf und in Broas vier Ee; stellen, der bebördlich, reoitzzert und:: gtren, seßhaft, geworden sind, üver Schuten und urzie ortstgr## der Frau gerleten, durch herausgefallene glühende nicht, eingetrogen... E, miu— sschäste geplündert. Die gestohlenen Waren wurden i Stempel versehen wird, so, daß en wie eih Rezevt und sich eines bescheidenen Wohlstandes=grsreuen. Der; Kohlenstücke in Brand. Die schmerzenden Brandwunden Geldstraße soll nach einer Weisung des Ministerrals Stari Beees in der Wohnung des Bandenführers Sie= in der Avotheke an der Bierverkaufsstellzzup grga; schon durch allerhand Seuchen dezimierte Indianerstamms sießzen die Greisin wieder zu sich kommen. Sie rief um für die Reichsverleizigung gegen Zugendliche nur, In van Szakacs eingelagert. Szakaez ist ein auffallend ben werden kann.— Bei einer Feczat nag den ist jetzt wiader auf eine Palkszahl von 20.000 ange s.““, /8. eurhesenden Hauebewohnerin gelang es In. der, Regel. Jugendgrrest. 3u. Herbsgen be sichlscher Vestrotung auch noch für Stroftesen, de ast, langen Vemühungen, andich den Ansücher der Ein!: Batschka ihr Unwesen trieb. Die Bande bestand aus In,zvinntpes in pe: Hierfzundet ang Licht ge:—slase ihnen ständia, daß sie sich mit den Weißen! se bie geg#.# inng, wigz i der Proria iher dus Btöthe guseln und an zeui, Koluntzten der Beißer, li, Ausnohmesällen verhängt werden. Sie is ebenfalls Keleiner, schwächlscher eingelegert, Sigtaz st ein ausallend ben verden kepu, Be szestgestelt, daß von der st lett wieder, auf, eie Volt=gah.ogsin,2) pi., nscg,) Hise. Einer herbesellenden=goz Pgile g. Verseiste nicht angebracht, wenn das Verhalten des Zugendlichen Ltxruimd. Dese Eigenschaft wurde ihm zum Verhängnis. Antragstellern metzage Harker gepzisgr nigt' Spi, nur von seinen Siommasgenossen, sondern auch von so schwere Verbrennungen davongetragen, daß sie bald bereits auf eine beginnende Verwahrigirze, 17 Hgi, FSanst oung ar mit seinen Heisern so schlau zu Werte, Zäst'st und darum nicht an einen so grißen Bier; den weisen Siediern des Gebsles aufrichig bedauert, borauf im Krantenhaus verschsed. „—52.- aie Se=ptreze, gerigglelgen Ldak man ihn nicht sassen konnte. Ein Par Seiden: bleibt nur die Gunpotegtsler, De.. 9. to. sgschan foeh I, Brtcie.., PZzunemodten Risgehizes sieleze“ esiseihe, ebden, d sooyn, zlage Suolats ewog von den bei den Endrnchedieh. ddrsg. Die Antagteller Leionnen von Zur Ergönzung ihrer eigenen Maßnahme wird die sstählen erbeuseten Waren zu schenken., Eine junge ihr Bier=Rezept erst, wenn sie sich über ibr Person Polszei durch eine entsprechende, Venachrichtigung des Zigeunerin stolzierte in prachtvollen Seidenstrumgen, ausgewiesen haben. Erziehungsberechtigten und gegebenenfalls der hieumit;die zu ihrem sonstigen Aufzuge einigermaßen in Wider. gegenliniens Judianer=Reformalor gestorben srastragten Sielen doraul hngeneten de Erdedun, H oeruchignden, Päöhhen, 20= Bedzif nahm, ersher man. In dehet ulter nt sett der große Zäuolng Don Kur Pailhelichen ezgenziche, gungtbrachen ed n die Sartase ven Hr. Bomnasgee. Voanzer, Dr lese gese Zauging dr viden Judianet Lus den iaensen Dins ewpiten dodent. siod iur einen enee, Ersehgragdanrcisgen, Las Kurd, Zästerte der nan dodel sberasche, 6“ zade Eein apenigsten, Cher, Gedens wd. Seterismese Teeen Heisce, ven=euzchsese dere Pasien, er e. wird, werden die amt, die 93 und 9e) Morg ter-chrschig.“ Buend), Flüsienz, den ven bobel gziegsche, u, gezgeg heuchte, Mom der seie Siommesbridker durch seige resermzer, und seige Gehisen, De Angeselen der Panien, wo er Zom deitenal die nes benagrichtet. lr. Hpplong, eiche„Lager von Doeverou, auf ihpen j1gag sche Wirkfsankeit vor der Ausrotung bewahrt hat. seine Werpopere hinterlegt dat, die Kausleute, Dies Stradenpasanien. Pan kaotzite den Went diese Lager: av, ver, ho uu, g., un, sch, schon“.—.—. dar Geschschte be. ihm leserten, und die nett zu ihm woren, die Altestenz lepzt eine Frau, de eeobeltertuun erdeten be(Jinar. Von dem Vargalb, dag die Bande bei bren Morene haute Pa., ge hichte Her“ gotiomertanschen Angestellen der Kuma, in der er alse unur Nenschkersebiche Koosoerl Tagen vett eim achtiglerz, Ledr.)Ponziegsenn Pisajeder der Elabrecherbande sohen in Bndianer gelermt. So belrachele er es als seine Der gealbeisel halte, kurz hunderste von Versonen Lebenz bondell es sch um ein e Gtich un ehtgg ier Bachen utsig u anter n e n n bnde un n ara, e a bankbarer reicher Monn I Staublowine(ötele vier Personen Eia wirklich dankbarer reicher Mann—.— Bann 16. In Buenos Airas ist der reiche Argentinier Luis Beim Urner Boden eing eine Siaublawine nieder, Andreas Ropetto gestorben, der ein Vermögen von i die drei bewohnte Hütten und einige Ställe verschütete. über 18 Millionen Pesos hinterlassen hat. Sein Testa= Dabei kamen vier Personen ums Leben. Mehrere Perment macht Aussehen, weil sich der reiche Mann mitt sonen wurden verletzt, eine davon schwer. Der gesamte einer ganz ungewöhnlichen Treue aller im Leden emp:) Biehbestand ist umgekommen. sangenen Gutialen erimert hal. Ale de hm auch nur) Walstanz graist Bosanten an Riendors. im Dezember. Zum drittenmal schon wurden in Niendorf(Holstein) sahennas anten von einem Waldkauz angegrissen, zudie durch Schnabelhiebe des Raudvogels vordomerkanigen Bagesette, ve, Prr. hunderte von Nersonen habens handelt a sich um ein Tier, das in Gesangenschaft ee: an Menschen gewöhnt ist. Erst durch wird es gereigzt. =VEEEE, (Festliche Maizena Oickelschnitten. 175 e Meizene, 123 g Weisenmehl, 40 g Fett oder 30 S U1, 80-100 s Zueker, 1 Bl, ½ Ventrahnte Peischmileh, 1 Poket Deckpulver, 130 g Marmelade. Aus dem mit dem Beckpulver gesiebten Meizena und Mohl wird unter Zugebe genannter Zutelen schnall der Teig zusammengeröhrt, auf ein gut gefeiteles Blech gestrichen, 10-13 Minuten im heißen Ofen gebechen, mit der Mermelede bestrichen und sofert aufgewichen. Noch dem Erkalten schneldet men schräge Scheiben und richter eie nebeneinander auf Recher Schüssel en Ahaus: von=Telden=Straße neatschutst ape 14 Zernpred smage 9. Zernsprecher Nr. 22 liecher Nr. 304 Téim gracher Nr. Ro, Greven: govenbüren: udolf=hulen Lädinghauten: Mart. der zernipreche. Nr. 2402, Wa I. Jchrnone Boll * Nachto Von unseren Rser de. werden, da England die lich auf Libyen und All rer und unergiebiger. nähernd mehr, ein Bild dern sind ganz darauf al land als„unerheblich möchten offenbar den E Quadratkilometer Wüste wichtiger wären als di neuesten Berichte aus n die Verheerungen, die gen Englands Industrie über die Nacht zum der in ihren ersten Mel aktivität in gro viele Teile des Le gaben über einzelne 2 lediglich gesagt, daß der relativ kurzen Angriffa nicht genannten Stadt und Sprengbomb störungen besonders in Schichten“ hervorgerufe Die englische Re dings feststellen sende von Pionie Wegräumung der schen Bombenang nicht mehr ausrei Pioniere aus ande Giornale’ltali Englands immer dr gegen die tödlichen W Achse veranlassen„Gic Darlegungen des soebe zu der Fesistellung, da Botschafters die letzte zum Ausdruck komme. Gegenblockade der Ach erlebte. Während die marine schon heute ni Aufgaben— vor allen züge— entsprechen k kräfte der Achse grifsen. In dieser verzw Hoffnungen auf die Be mit, die Amerikaner in können, um die von de aus dem Krieg gezog schwere Risiken und P England über die Taisache des automalisch wir Vereinigten Sta #eten sollten. USA nicht, er zielt n Europa, Afrika un Erdballes, die nicht z1 hrer Lebenssphäre 36 auch ledhafte Handelst Kontinenten zum Zie brauchten das neue en zu fürchten: denn ein sich auch in den Hank und zwar auch mit? Airika lastende passive sismus sei der Hemmso inente und verlangsan Amerika. Lorö Lothia esian Von unseren Der Londoner Vert pinnt in einem Teleg ebachtern in London d43 Thema von den