MIFA — Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse eN. ummer 340 Zuchthaus r fesigenemmen 10. Dezember. Celler Zuchthau erlier 1. estzunehmen. Ehe, n Fluten der Alle. entwichenen Juchz. im Uebersal warn beteiligt, denen verunglückt. gen Güterbahnhofe ste Paul Schnieder. in der Dunkeshzen d erlag den Krankenhause. ung rniger Westsale und 187071 gehörte er erte der alte Herr, ), von alten Tagen erstorbene war steis umercdichalt. innt ei Rheine geriet das er in Brand. Durch hr konnte das Feuer akt werden, so doß erlit. sech ganz besonderer Art er Damm betrofsen. eschlachtet, und alle den schönen Bra. nur von betrüblich notwendigen, Salzes tlich Soda. Als der ider schon zu soät. Kadaveranstalt Verersaßt horkener Landstraße wurde am Bahnterzug ersaßt. Der shnübergang dereis ken kommende ur Seite schleuderte. oden, wöhrend zum K Stärke sentarlichen dem Inhalt Na. vtaer(west) Soteiut! Kemnmersoiz: seh, den 11. Deienik Uhr Ende. 1920(b such em Abend“ stspieloperette) ereieg, gen 92, Her. 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Aoz Wharendort: Oststrade 24 Jernwprcher Nr. 311: Wderne: Kuchglaz 8 Fernspecher Nr. 114 ANITLICHES ORGANDESGAUES WESTEALEN-NORD DERNSDAP UNDSANITLICHERBEHORDEN Verlag und Hauptgeschäftestelle: Münster t. I. Brinztpalmarkt 13/14, Fernsprech=Sammel=Nr. 24231. Haupi schrinleitung: Munsier t. B. Gallzustr. 14. Gezugspreis: Autgabe à 210.M, Ans ade B(mut Unstrerte. Wochenschan) 2 i5 RM monatich enscht. Zutelungsgebupe und Versandtosten. Der Lostbezug amscht. 245 vis 25 Pio. (im Durchschnitt 24.25 Nof.) Postzeitungegebühren zuzüglich 42 Rpf. Bestelgeld. Die Westfätische Lageszeitung erschemt imal wöchentl. morgene. Anzeigen: Las mm Höhe 22mm breit kostei 15 Roi. für Jamilienanzeigen 10 Ropf. ur Stellengesuche 10 Ros. Nachlatz nach Preististe. Erfüllungsort Münster t. M. Tegtanzeigen: Dat mm.0 RM, ber emer Spaltenbreite von 72 mm. Velagen: Preis für 10w Vellagen die m. 20 Sramm 13400 RM dis mu 35 Gramm 1dtu.2. dis m 80 Genum 17.00 KMoone Nachlass Zü. Lezekldaucgaden beiondere Vernielistem. Vottichealonio: 2 bin Nr. 611. R. Ahrung Donnerstag, ben 12. Dezember 1940 Nummer 240 Hereirnheesstenaast Inrs. Der Dank des Führers an die deutsche Rüstungsindustrie— Empfang Dr. Todts und der übrigen Sachwalter der deutschen Rüstung in der Neuen Reichskanzlei Berlin, 11. Dezember. Der Jührer empfing am Mittwochmittag im Großen Empfangssaal der Neuen Reichskanzlel in Gegenwarl des Chess des Oberkommandos der Wehrmachl, Generalseldmarschall Keitel, den Reichsminister für Bewaffnung und Munition. Dr. Tods, mit seinen Mitarbeitern aus Wehrmacht, Wirtschaft und Parlei, die sich um die Leistungssteigerung der deuischen Rüstungsindustrie besondere Verdienste erworben haben. Reichsminister Dr. Todt stelle dem Jührer die Kästungeinspekteure der einzelnen Wehrkreise unter Jährung des Chess des Wehrwirtschafts= und Rüstungsamies im OkW, General der Insanlerie Thomas, die in den Rüstungsbeiral berufenen Wielschaftsführer mit dem Vorsitzenden des Rüstungsbeirales, Generaldirekior Keßler, sowie die Wehrkreisbeaustraglen des Reichsministers für Bewaffnung und Munision vor. Der Jührer begrüßle die erschienenen Sachwaller der deutschen Rüstung und ließ sich von ihnen ihre Aufgabe und das Werk, dem sie angehören, melden. In einem ausführlichen Reserat erstattete Reichsminister Dr. Todt dem Führer Bericht über die bisherigen Leistungen der von ihm auf Besehl des Führers geschaffenen Organisation zur Leistungssteigerung der deutschen Rüstungsindustrie. Er hob dabei die Gemeinschaftsleistung von Wehrmacht, Wirtschaft. Wissenschaft und Partei hervor und erklärte, die deutsche Rüstungsindustrie habe unter Zurücksiellung jeglicher Eigeninteressen freudig und mit großem Erfolg die ihr zugeteilte Gemeinschaftsarbeit übernommen und dadurch eine echtnationalsozialistische Grundeinstellung bewiesen. Durch den Zusammenschluß der fähigsten und energischsten Fachleute aus Wehrmacht, Wirtschaft und Partei sei, ohne daß deswegen ein großes Ministerium gebildet wurde, ein Instrument geschaffen worden, das mit anderer Einstellung arbeise als die materiell und eigennützig eingestellten Industriellen auf der Feindseite. In seiner Ansprache an die versammellen derufenen Versteler sprach der Jührer der gesamten denlschen Rüfungsindustie seinen Dank für ihre hervorragenden Leistungen aus. Die deutsche Rüstung, so erklärfe der Jührer, sei allen ihr gestellten Aufgaben in höchstem Ausmaß gerecht geworden. Wie er gestern dem deutschen Rüstungsarbeiter seinen Dank ausgesprochen habe in der Erkenninis, daß ohne das Wirken und den Fleiß, das Können und die Jähigkeit des Arbeiters die großen Erfolge nicht denkbar gewesen waren, so möchle er heute der deuischen Rüstungsindustrie dafür danken, daß es durch die Jähigkeil ihrer Erfinder, Techniker und Chemiker, aber auch ihrer industriellen Leiter und der Wirtschaftsführung möglich wurde, im stärkstem Ausmaß den Anforderungen der Wehrmacht zu genügen. In seinen Dank an die deuische Rüstung bezog der Jührer auch die Vertreier der Wehrmacht und der Partei ein, die auf diesem Gebiete se ersolgreich fätig seien. Für besondere Verösenste um die deutsche Rüstung Berlin, 11. Dezember. Der Jührer hat in Anerkennung ihrer besonderen Berdienste um die deutsche Rüstung auf Vorschlag des Reichsministers Dr. Todt den Beirsebsführern Generaldirekior De. Vorbel, Dr. Kehler und De. Wietz das Kriegsverdienstkrenz 1. Klasse verlichen. Am Tage des Empfanges der Mitarbeiter des Reichsministers für Bewaffnung und Munition durch den Führer überreichte Reichsminister Dr. Todt den anwesenden Herren diese Auszeichnung. Er würdigte in einer kurzen Ansprache ihre Leistungen. Verlassenes Dover Unter der Wirkung deutscher Fernkampfbalierien Von unserem ost-Berichterstatter Stockholm, 11. Dezember. Ueber dem Kanal und der englischen Kanalküste kam es an Dienstag zu mehreren Gefechten zwischen deutschen und englischen Jägern. Eine Stadt in der Grafschaft Esser wurde mit Vomben belegt, durch die, wie man englischerseits sagt, Häuserschäden entstanden, und in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch griffen deutsche Flieger ungenannte Ziele in Ostengland an, während London selbst die ganze Nacht auf einen nächtlichen Angriff wartete, ohne daß dieser jedoch eintrat. Die letzte Beschießung Dovers durch deutsche Fernkampfbatterien war so erfolgreich, daß zum ersten Male selbst in einer amtlichen Londoner Mitteilung zugegeben wurde, daß zahlreiche Häuser im Gebiete von Dover von den Granaten der deutschen Fernkampfbatterien schwer beschädigt wurden. Der Londoner Berichterstatter von „Rya Dagligt Allehanda“ war vor ein paar Tagen in Dover, der Stadt, die man in England die Höllenecke nennt. Er schilderte in einem Bericht das Leben in Dover, wo man von morgens bis abends und die ganze Nacht hindurch ein ständiges Motorengebrumm in der Luft höre, weil ständig deutsche Maschinen herüberfliegen, Neuer Auschlag auf Irlands Häfen? -Boot-Gefahr ernst— Geleitzugsystem versagte völlig Von unserem ständigen Vertreter hwr Stockholm, 12. Dezember. Im Rahmen der' am Dienstag abgeschlossenen Geheimdebatte im Unterhaus über=Bootkrieg und Schiffsraumkrise will die englische Regierung, schwedischen Meldungen aus London zufolge, gewisse Mitteilungen gemacht haben, die aus strategischen Gründen dem Feind nicht zur Kenntinis gebracht werden dürfen. Die Stockholmer Zeitung„Nya Dagligt Allehanda“ meldet in einem eigenen Bericht aus London, daß eine neue Aufforderung an Irland auf Verpachtung von Kriegshäfen im Werden sei. Anscheinend hängen diese Machenschaften stark mit der Unterhausdebatte und den hierbei von Churchill erörterten„strategischen Mitteilungen“ zusammen. Die schwedische Meldung besagt weiter, daß England jetzt wirkliche Kraftanstrengungen“ gegen den =Bootkrieg im Atlantik unternehmen wolle, was bekanntlich schon oft ohne Erfolg angekündigt wurde. Eine große Debatte über die-Bootgefahr gab es am Mittwoch auch im Oberhaus. Der Labourparteiler Lord Strabokgi forderte die englische Regierung auf. schnelstens über alle Schiffsverluste zu berichten. Er beklagte, daß allzuviel Aufmerksamkeit auf die Vorgänge des Luftkrieges verwandt werde und nicht genug auf den Seekrieg. Die Lage sei wohl nicht verzweifelt, Stukas kehren vom Feindflug zurück. Auf dem Feldflugplatz rollen die Maschinent un, die in England ihre Bombenlast abgeladen haben. da das Land genug Vorräte besitze, aber sie sei ernst. Eine vollkommene Revision des Geleitzugsystems sei notwendig. Die Regierung müsse die gleiche Sorge auf den Schiffsbau verwenden wie auf die Flugzeugproduktion. Auch neutrale Schiffe müßten in immer größerem Maße gechartert werden Alle unnötigen Importe müßten unbedingt aufhören. Im Namen der Regierung gab Lord Templmore eine wie üblich beschönigend gehaltene Erklärung ab. Er berief sich darauf, daß die Schiffsverluste im November— er meinte die schöngefärbten Admiralitätsmitteilungen über die angeblichen Verluste— geringer seien als im Oktober. Mittel zur weiteren Vermeidung der Verluste seien eingeleitet, könnten aber nicht sofort Wirkungen erzielen(). Er versicherte, daß Flotte und Lustwaffe die Bedrohung der englischen Seefahrt unterdrücken würden. Das englische Marineministerium hat am Mittwoch einen Aufruf an alle pensionierten Seeoffiziere gerichtet, sich zur Verfügung zu stellen. (PK-Göbel-Scherl.) Schon vier Milliarden Gebäudeschäden! Gewerkschaftsbonze Citrine jammert über die ernste Lage Englands—„Der Tonnage-Aderlaß“. Stockholm, 11. Dezember. Einen Begriff von dem gewaltigen Ausmaß der Schäden, die infolge der deutschen Luftangrifse in England entstanden sind, ggeben die vom Reuler=Handelsdienst am Mittwoch versssentlichten Einzelheilen über das britische Kriegsschädengesetz, das sich auf den Zeilraum„der beiden ersten Kriegsjahre“ beziehl. Danach müssen die Hausbesitzer einen Beirag von 200 Millionen Pfund durch Beiträge„zum Ausgleich der Schäden an Gebäuden und anderem unbeweglichen Eigenlum“ aufbringen. Richt genug damit,. wirst die Regserung für den gleichen Zweck weilere 200 Mil. sionen Pfund aus, um den zu erwartenden Schadensansprüchen gerecht werden zu können. Man bezissert also an amtlicher britischer Stelle die in nächster Zeit zu ersetzenden Schäden auf 400 Millionen Pfund oder rund 4 Milliarden Mark. Daß sich unter den in dieser Riesensumme enthaltenen „Gebäuden“ troßz der üblichen läppischen Ableugnungsversuche der Londoner Illusionsmacher in der überragenden Mehrzahl Ziele von erheblicher kriegswichtiger Bedeutung befinden, ist von zahllosen Augenzeugen immer wieder bestätigt worden. Run liegt dasselbe Eingeständnis auch von seiten des Generalsekretärs des britischen Gewerkschaftsverbandes, Citrine, vor, der in einer Rede vor Gewerkschaftsvertretern die Lage Englands als sehr ernst darstellte und versicherte, daß der Sieg ohne unaufhörliche Hilfe unDie Fratze der britischen Demokratie Herrn Morrisons Regierungsmethoden— Britischer Terror zur Sicherung der Herrschaft des Goldes Berlin, 11. Dezember. Jnnenminister Morrison, Churchills Einpeitscher füe das britsche Volk, hat Dienstag in der Unierhausdebalte zur Frage der Gesangenhaltung der britischen Jaschisten Stellung nehmen müssen. Seine wenigen Sähe enthüllten die wahre Jratze, die die Plulokraten hinser dem Deckmaniel angeblscher Demokralie stels zu verstecken gesucht haben. „Die Lehre“, so sagte Herr Morrison wörtlich, die wir aus dem nazistischen Deutschland zu ziehen haben, ist die, daß die republikanischen Machthaber von damals zu nachsichtig, nicht aber zu streng waren. Hitler wurde unter sehr milden Bedingungen ins Gesängnis gesetzt. Wenn ich die deutsche Regierung zu jener Zeit zu lenken gehobt hätte, wäre er niemals herausgekommen.“ Herr Morrison fügte diesem Rezept noch einige weitere unmißverständliche Worte hinzu über die englische demokratsche Methodtt“ einer bequemen. Best!: tigung innenpolitischer Gegner. Mi unterdrückter Wut schloß er mit einem für die britischen Plutokraten so„schmerzerfüllten“ Ausruf:„Das wäre eine sehr schöne Sache für die Welt gewesen!“ Herr Morrsson weiß, warum dies eine schöne Sache gewesen wöre, denn der Führer hat den Weg gezeigt, der Deutschland und den Kontinent von der Geißel britzscher Tyrannei belreien wied. Herr Morrson dat aber auch mit seinen Worten das wahre Gelicht der Demokratie enthüllt. Als gelehriger Schüler Churchlls und als prominentes Mitglied der Plutokratie weiß er, daß dis Wort„Demokratie“ nichte anderes als eine Tarnung, für die Regenichaft der Plutokratie R. Ihre geheiligten Lrundsätze von angeblicher Freiheit und Gleichheit haden nur so lange Gülligkeit, als es lich herbei um eine Freiheit und Gleichheit von ihren Gnoden handell und Vorteile gewahrt bleiben. Wo dleibt denn diese Freihett der Demokratie bei dem von Morrison offenbarten Rezeptf Wo dlebbt seane frete Meimmgsäußerung, mit der man sich gerade im„Mutterlande der Demokratie“ immer so gebrüstet hat? Wenn in Deutschland oder woanders, wo eine wahre Volksherrschaft zum Durchbruch gekommen ist, irgendeinen Judenjungen wegen seiner frechen und impertinenten Aeußerungen nachdrücklich auf die Finger geklopft wurde, stimmte als erstes die englische Presse ein Zeier= und Mordiogeschrei an und foselte von einem angeblichen Maulkord für die so viel gepriesene Freiheit und man schlug sich auf die Boust, weil in England alles so viel besser seil Wie es aber in Wahrheit um diese Freiheit der Demokratie bestellt ist, hat uns Herr Morrison an einem weiteren Bespiel illustriert. Sein System und seine Methode lauten:„In die Gefängnisse mit jedem Gegner, wo er mundtot gemacht oder völlig beseitigt werden kann!“ Für die Plutokraten kommt es nicht darauf an, wieviel Blut vergossenwird, für sie gilt es, unter dem Deckmantel des Kompfes für Freiheit und Demokratie die Herrschaft des Goldes zu sichern. Sie wissen selbst, daß die Demokratie in England nur eine Phrase ist, daß m Wahrheit nur eine hauchdünne Schicht der„Fürsten des Geldes“ regiert, daß drei Prozent dieses Volkes üner mehr als drei Viertel des gesamten Volksvermögens verfügen und ihre Macht brutal ausnutzen. Sie wisen aber auch, welch ein Aspdruck für sie mi dem Gedanken an eine wirkliche Demokratie für sie verbunden ist, in der ein Mann des Volkes einmal die wahre Mehrheit zusammenfassen und einigen könnte. So erfüllt gerade das Beispiel des Führers die englischen Plutokraten mit panischer Angst und Schrecken. Nur durch das System„Morrison“, das plutokratische System, läßt sich die brutale Gewoltherrschaft und Knechtschaft, die sich hinter dem Wort Demokratie verbiegt, weiterführen, Herr Morrison hal die Maske der beitischen Demokratie gelüftet. Das englische Volk und die Welt mögen an diesem einen Besspiel erneut erkennen, wie weit es mit den demokratischen Peinziwpien in Wahrhet der ist. möglich wäre. Der englische Gewerkschaftshäuptling jammerte in seinem bewegten Hilferuf in den höchsten Tönen über den„Bombenregen auf England“, um hinzuzufügen, daß niemand behaupten könne, daß keine britischen Fabriken dabei getroffen würden.(), Ferner schilderte er rührselig die Schwierigkeiten der Bevölkerung, die ständig von Bomben gejagt werde und immer zu wenig Schlaf habe und dennoch versuche, die industrielle Produktion aufrechtzuerhalten. Dabei vergaß er natürlich völlig, zu erwähnen, daß es Churchill war, der die wahnsinnige Idee der nächtlichen Bombenangriffe verwirklichte und damit die Verantwortung für die deutschen Vergeltungsangriffe mit ihren verheerenden Folgen für die Bevölkerung seines Landes trägt. Neben diesen für England immer fühlbarer werdenden Wirkungen der deutschen Lustangriffe ist es die deutsche Gegenblockade, die den britischen Kriegsverbrechern steigende Sorge macht. Unter der Überschrift„Die größte Gefahr“ schreibt„News Chroniele“ u.., der Ernst der Gefahr der Gegenblockade durch .Boote und Vomber werde in Großbritannien voll erkannt. Der jetzige Aderlaß an der Tonnage und an den von ihr beförderten Zufuhren sei derart, daß es so nicht weitergehen dürfe. Daß die Gegenblockade gebremst wird, sei für die Sicherheit Englands unbedingt notwendig, und je mehr Maschinen und Personal dafür eingesetzt würden, um so besser. Churchill und seine Trabanten mögen versichert sein, daß sich weder die deutschen Lustangriffe noch die deutsche Gegenblockade„bremsen“ lassen. Die Lage wird für England immer schlechter werden. Die deutsche Wehrmacht wird ihre Schläge in ständig wachsender Stärke fortsetzen, bis die verrottete Welt der Plutokratie in Scherben liegt. Englands Ueberseehandel verfällt Britische Tonnage in chinesischen Häsen in 10 Monalen Haldert Schanghal, 11. Dezember. Den durch Schiffsraummangel und Produktionsschwierigkeiten bedingten Verfall des englischen Ueberseeanmmmmmmnnumnnmmmmnummmneummmenummmer Bewaffnete Aufklärung Wirksames Jeuer der Fernkampfballerien auf feindliche Jahrzeuge im Kanal Berlis, 11. Dezember. Das Oberkommande der Wehrmacht gibt bekannt: Schlechte Weilerlage beschränkte die Tätigkeil der Lustwasse auch am 10. und in der Nacht zum 11. 12. auf bewoifnete Auftläruag. In Jeinion on Sea wurden Treffer im Hasengelände mit großer Rauchentwicklung, serner Tresser in einem Jobrikgebäude zwischen Jostestene und Canlerbury beobochlel. Vor Harwich wurde ein Handelschiff mit Vomben und mit Vordkanonen angegrissen. Fernkampfbatterien der Kriegsmarine und des Heeres nahmen seindliche Jahrzeuge, die den Kanal zu befahren versuchten, unter wirksames Jeuer. Fernkampfdalterien des Heeres bekämpfien gegen Abend ersolgreich militärische Ziele im Küstengebiel von Dovet. In der Nacht zum 11. 12, warsen einige seindliche Kompffingzeuge eine Anzahl von Spreng= und Brandvomden im besetzten Gebiel und in Südwesidentschland. Außer der erheblichen Beschädigung eines Kinderheimes in der südwesideutschen Stadt und leichten Gebäudeschaden in einigen Orten in der Eisel entstand kein nennenswerter Sachschaden. Im Reichsgebiel wurden zwei Ziolipersonen schwer und eine Person leicht verletzt. Im besetz on Gebiel ein Kind gelstei und zwei Ziolipersonen vericht. Jlokartilklerie schoßz gestern zwei seindliche Jingzeuge vom Moster Beistol-Bienheim od. Eigene Verlosie traten aicht ein. handels spiegelt die Statistik über den Verkehr englischer Schiffe nach China wider. Die am Mittwoch veröffentlichte Auftellung des hieligen Seezolls zeigt, daß die Tonnage der englischen Schiffe, die in den ersten 107 Monoten d. Is. hinesische Häfen anliefen, gegenüber dem Vorjahre um mehr als 50 v. H. geringer ist. „Pause zum Ueberholen der Flugzeuge“ Unsinnige Behauptung der englischen Presse Madrid, 11. Dezember. Der Londoner Berichterstatter des„ABC“ nennt die Feststellung des„Daily Telegraph“ und anderer Zeitungen, wonach die kurzen Pausen bei den deutschen Lustangrifsen auf eine Überholung des Flugmaterials zurückzuführen seien, einen wahren Unsinn. Die Bevölkerung, so schreibt das Madrider Blatt, lache über die dummen Erklärungen der Presse. Bis setzt sei auch nicht das geringste Anzeichen dafür vorhanden, daß die Deutschen Ruhepausen benötigten, daß ihnen die Maschinen fehlen oder daß sie sich durch das Wetter abhalten ließen. .Boot erfolgreichste Waffe de Rchsenmöche Bezeichnender SOS-Ruf des britischen Schiffahrtsministers Newyork, 11. Dezember. Die amerikanische Zeitung„P..“ kommt zu der Feststellung, daß das=Boot die erfolgreichste und gesährlichste Waffe der Achsenmächte sei. Zwar versuche man in gewissen Londoner Kreisen die britschen Verluste durch Unterseboote als weniger ernst hinzustellen. Bezeichnend sei aber die Erklärung des Schiffahrtsministers Croß, England brauche von Amerika dringend kleine und schnelle Frachtschiffe. Portugiesische Militärmission in Spanien Von unserem ständigen Vertreter hd Madrid, 12. Dezember. Die portugiesische Militärmission unter Führung eines Kommandierenden Generals, zusammengesetzt aus höhe: ren Offizieren aller Wassen, hat heute die spanische Grenze bei Badasoz überschritten und ist von den sponischen Militärbehörden mit großer Feierlichkeit empfangen worden. warnt vor der Gaulle Von unserem ständigen Vertreter ib Bichs, 12. Dezember. Die französische Presse veröffentlicht einen Aufruf des Bischofs Tardy, der in Lidreville in FranzösischAcquatorial=Afrika von den Engländern gesangengenommen wurde. In dem Aufruf werden die Franzosen aufgefordert, dem Marschall Pétein unbedingt Gehorsam zu leisten, weil jedes Abweichen vom Rechtsweg Verwirrung und Unheil bringen würde. Die Rebellion de Gaulles sei eine Sackgasse, sie werde übrigens für niedrige politische und finanzielle Ziele ausgebeutet. Man dürfe nicht aus Ernährungsgründen oder aus noch niedrigeren Instinkten von Frankreich abfallen. Von unserer Berliner Schriftleitung, Der Besuch des Grasen Csaky in der jugostawischen Hauptstadt fällt in die Zeit einer gewaltigen Auf auarbeit in Europa, die evolutionär aus dem kriegerischen Geschehen unserer Tage fließt. Wenn sich im Südosten neue Freundschaften anbahnen, so liegt das im Interesse all derer, die Aufbau und Zusammenarbeit in Eurcpa befürworten. Die Bedeutung der Reise des Grafen Csaky erhellt vor allem dann, wenn man rückschauend die Geschichte der südslawisch=ungarischen Beziehungen überprüft. Der neugeschaffene Staat der Serben, Kroaten und Slowenen, der im Zusammenbruch der Donaumonarch aus dem alten Serbien und den jüdslawischen Ländern der Habsburger Krone entstand, umfaßte mit Kroatigen und Slowenien ein Gebiet, das 800 Jahre hindu ch zum Herrschaftsbereich der Stephanskrone gehört hatte So konnie es nicht ausbleiben, daß zwischen dem ueren Staat und dem Ungarn von Trianon die Erinnerung an die alten Grenzen stand und die revisionistischen Parolen der Magyaren, zumal mit den früheren cutonomen Gebieten auch ein starker Zweig des magyarischen Volkes verloren war. Es mögen fast 500.000 Ungarn sein, die in geschlossenen Siedlungen Batschka, Baranoa und im Banat unter die jugoslawische Hoheit gerieten. Aus diesen Gegebenheiten erwuchsen die Reibungen einer gespannten Nachbarschaft. Die Minderheitenfrage belastete als ständiges akutes Problem die Beziehungen zwischen Budapest und Belgrad. Seinen Niedersch'ea fand dieser Zustand in der Kleinen Entente, die sich aus den fremden Erben der ungarischen Krone zusammensetzte und ihre Aufgabe lange Jahre zur Zufriedenkert ihrer westlichen Urheber versah. Jugoslawien war speziell durch ein Freundschaftsbündnis mit Frankreich rerbunden, das seinen Positionen im Südosten stets eine angemessene Bedeutung zusprach. So waren die Reibungen an der ungarischen Südgrenze zu einer latenten Gefahr geworden, die ihr Ausmaß in aller Deutlichkeit zeigte, als sich im Zusammenhang mit der Ermordung des Königs Alexander ein leidenschaftlicher Konflikt zwischen Belgrad und Busapest entspann, der sogar auf den Wegen der offiziellen Politik bis vor das Tor von Genf gelangte. Die Auswirkung der mit dem Jahre 1933 eingeleiteten machtpolitischen Umschichtung in Europa blieb in Jugoslawien nicht ohne Rückwirkung. Die selbständige Poltik des Landes beschränkte die Bindungen an Frankreich auf ein normales Maß und es war ein bedeutsames Zeugnis für eine kluge Reaistätspolitik daß Jugoslawien eine Verständigung mit seinen Nachsorn zum Grundgesetz, seiner diplomatischen Vemübungen machte. Was Ungarn an der Nordgrenze war, bedeutete Bulgarien im Osten: Ein Nachbar, der nach verlorenen Gebieten über die Grenze blickte und— wie das in dem neuerworbenen Mazedonien nun einmal Brauch war—alles tat, um die Wunde im Blute zu halten. Zwar war auch gegen Bulgarien eine zwischenstgatliche Konzeptign geschaffen, die in der Form des Balktanbundes Türken, Griechen, Rumönen und Jugoslawen im Antirevisionismus vereinte Trotz dieses Tatbestandes und des engen Verhältnisses besonders zu Rumänien gelang es doch, die Beziehungen zu den Bulgaren so zu normalisieren, daß beide Länder Anfang 1937 einen Pakt der Freundschaft schlossen, der sich seitdem einioermaßen bewährt hat. Bedeutsamer noch als dieser Vertrag mit dem Valkannachbarn war der Adriapakt der im gleichen Jahre mit Italien geschlossen wurde. Er liquidierte nicht nur den ständigen Streit um die slawische Volksgruppe im italienischen Istrien, sondern brachte eine Zusammenarbeit, die in den Tagen der Besetzung Albaniens und bei den seither in diesem Raume eingetretenen Ereignissen ihre Festigkeit gezeigt hat. Wirtschaftliche Abmachungen mit Deutschland und Italien hatten endlich die westliche Orientierung der jugoslawischen Politik und damit ihre Funktionen als Gendaum der Pariser Vorortverträge vollends abgebaut. Auf Grund dieser Gegebenheiten hatte sich schon im vergangenen Jahre in Ungarn und Jugoslawien der Ruf nach einer Neugestaltung, des nachbarlichen Verhältnisses erhoben. Es waren diesem Ruse eine Reihe von Besuchen leitender Persönlichkeiten gefolgt. die jeweils von einem freundschaftlichen Echo in der Presse begleitet waren. Diese Fühlungnahme scheint dann die Voraussetzung geschaffen zu hoben zu dem ersten Besuch eines ungarischen Außenministers, der seit der Grindung des jugoslawischen Staates stattfindet. Ankündigungen weiterer Kontakte lassen erkennen, daß sich hier ein weiterer Akt grundsätzlicher Befriedung anbahnt, der geeignet ist, der Zusammenarbeit beider Länder neue Perspektiven zu eröffnen. Staatssekretär Kleimann bes fech Ron hn Rom, 12. Dezember Der Staatssekretär im Reichsverkehrominister.un Kleimann, ist am Mitwoch aus Rom nach Deu.s. zurückgereist. Während seines dreitägigen Ausenthal in der italienischen Haupistadt führte Staatssekretär Dr. Kleimann im stalienischen Verkehrsministerinm Besprechungen über Fragen der deutsch=italienischen Zusammenardeit auf den Gedieten dee Eisenbahn= und Transporwesene. al es AK F. fr 24 — Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 12. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 341 „Der Endsieg Deutschlands ist sicher!“ Der erste Eindruck der Führerrede in der Weltpresse Berlin, 11. Dezember. Die Rede des Jührers vor den deutschen Rüftungserbeitern hal nach den bisher vorliegenden Meldungen in aller Welt einen nachhaltigen und tiefgehenden Eindruck Hinterlassen. Rom Die römischen Morgenblätter nehmen ausführlich Stellung zur gestrigen Führerrede, deren Echo in Italien deshalb so besonders stark war, weil der Führer in seinen Worten über den wahren Sozialismus der Tat ein Thema anschlug, das auch zu den Leitmotiven des Faschismus zählt.„Messaggero" betont, daß sich Hand in Hand mit der Entwicklung des Krieges die Ziele Deutschlands und Italiens immer klarer abzeichnen, wofür die große Rede des Führers an die deutschen Arbeiter und das deutsche Volk der beste Beweis sei.„Die Rede des Führers stellt vor allem eine Hymne auf die Arbeit dar, auf die schöpferische Kraft des Lebens, die ewig geltenden Motive der Geschichte, weil alles, was die Fähigkeit zur eigenen Erneuerung und Fortentwickelung besitzt, ein Produkt der Arbeit, dieses einzigartigen und höchsten Maßstabes aller Werte darstellt.“ Die Mittagspresse stellt die Führerrede unter die Losung:„Der siegreiche Kampf der armen Nationen gegen Englands demo=plutokratischen Imperialismus". Der Führer habe, wie „Tevere“ ausführt, vor 85 Millionen Deutschen gesprochen, die beseelt sind von dem Willen nach einem Endsieg, der gekrönt sein werde durch einen auf Arbeit und Gerechtigkeit gegründeten Frieden. Er habe zu einem Volk gesprochen, das mit Disziplin und Selbstverleugnung, in denen das Geheimnis. des Sieges liege, die Lasten des Krieges auf sich nehme, die der Krieg mit sich bringe. Aber hinter den Deutschen habe das arbeitende Europa gestanden, das aus der Neuordnung Europas eine Besserung der Lage erwarte.— Eine neue Welt, so unterstreicht das Mittagsblatt des„Giornale'Italia“, ersteht aus den neuen moralischen und sozialen Werten, die allen Völkern gemeinsam sein können. Der Führer habe vor allem auch von der Zukunft gesprochen, die sich bereits heute anzubahnen beginne. Madrid Die Madrider Morgenpresse bringt trotz ihres durch die große Papierknappheit bedingten geringen Umfanges die Rede des Führers ausführlich über viele Spalten.„ABC“ bringt unter der über die ganze erste Seite reichenden Ueberschrift:„Komme, was da kommen mäg,— Deutschlands Sieg ist sichev!“ eine über den Rahmen des sonst üblichen außenpolitischen Kommentars hinausgehende Stellungnahme seines Außenpolitikers. Es handle sich um einen Kampf der armen Völker gegen die reichen. Der Kommentar un„ Posen, 11. Dezember. Der Staatssekretär im Reichsfinanzministerium, ritz Reinhardt, sprach in einem Vortrag vor der herwaltungsakademie in Posen über die Finanzen des Reiches. Er gab dabei u. a. die soeben im Reichsgesetz. blatt erschienene Verordnung über Sieuererleichterungen zur Jörderung der eingegliederten Ostgebiete bekannt. Diese Ost-Steuerhilse=Verordnung sieht Maßnahmen zur Erleichterung der Lebenshaltung und Maßznahmen zur Erleichterung der Wirtschaftsführung vor, und zwar die meisten für die Zeit bis zum Jahre 1950. Die Maßnahmen zur Erleichterung der Wirtschaftsführung gellen auch für das Gebiet der ehemaligen Freien Stadt Danzig. Der Erleichterung der Lebensführung der deutschen Staatsangehörigen und deutschen Volkszugehörigen in den eingegliederten Ostgebieten dienen steuerliche Besserstellungen auf dem Gebiet der Einkommensteuer, des Kriegszuschlags zur Einkommensteuer. der Wehrsteuer, der Vermögenssteuer, der Grunderwerbssteuer, der Umsatzsteuer, der Erbschaftssteuer, der Bürgersteuer, der Grundsteuer und Grundstückssteuer. Bei der Einkommensteuer wird ein Freibetrag von 3000 Mk. zu züglich 300 Mark für jedes minderjährige Kind gewährt, wenn das Jahreseinkommen 25000 Mark nicht übersteigt. Unter derselben Voraussetzung wird die Bürgersteuer nur zur Hälfte erhoben. Bei der Vermögenssteuer werden die im Gesetz vorgesehenen Freibeträge verdreifacht. Der Kriegszuschlag zur Einkommensteuer und die Wehrsteuer werden überhaupt nicht erhoben. Zur Erleichterung der Wirtschaftsführung der deutschen Staatsangehöeigen, deutschen Volkszugehörigen und deutschen Unternehmen in den eingegliedekten Ostgebieten sieht die Verordnung im wesentlichen das folgende vor: Die Gewährung von Bewertungsfreiheit für die abnutzbaren Anlagen der Betriebsvermögen, Bildung einer steuerfreien Aufbaurücklage in Höhe der voraussichtlichen Anschaffungskosten für bestellte, aber noch nicht gelieferte Anlagegüter des Betriebsvermögens, eine terstreicht dann die Worte des Führers, daß der Endsieg Deutschlands sicher sei, auch wenn den Kaffeehausstrategen das Fehlen von festen Daten über Deutschlands Pläne eine bittere Enttäuschung bereite. Der Führer verspreche nichts, waser nicht unbedingt halten könne, oder über dessen erjolgreiche Durchführung er nicht von vornherein abolut sicher sei. Toklo Die japanische Morgenpresse bringt die ersten Auszüge aus der Führerrede, kann aber wegen der Kürze der Zeit redaktionell noch nicht Stellung nehmen. Durch die Ueberschriften weisen die Blätter auf die Bedeutung der Rede und die zum Ausdruck kommende Siegesgewißheit des deutschen Volkes hin.„Tokio Asahi Shimbun“ überschreibt ihren Bericht„Zum Sieg mit geringsten Opfern“, während ein Sonderbericht von „Jomiuri Shimbun“ ebenfalls des Führers große Siegeszuversicht hervorhebt. Moskau Aus der Rede des Führers veröffentlicht die Moskauer Presse einen Ausug, in dem besonders die außenpolitischen Erklärungen hervorgehoben werden. Das gilt zunächst für die Ausführungen über die ungerechte Verteilung der Erde und die Feststellung des Führers, daß er es sich zur Aufgabe gemacht habe, diese durch Versailles sanktionierte ungleiche Verteilung aufzuheben. Hervorgehoben wird weiter die Feststellung des Führers, daß Deutschland auf alle Eventualitäten vorbereitet ist und beabsichtigt, England immer stärkere Schläge zu versetzen. Als besonders eindrucksvoll wird schließlich die Erklärung des Führers unterstrichen, daß es von Deutschland abhänge, den Beginn der entscheidenden Stunde zu bestimmen. Deutschland werde weder militärisch, noch zeitmäßig, noch wirtschaftlich besiegt werden. Steckholm In größter Aufmachung bringt die schwedische Morgenpresse am Mittwoch unter mehrzeiligen Ueberschriften die Rede des Führers, die in ausführlicher Form in den großen schwedischen-Blättern wiedergegeben wird.„Stockholms Tidningen“ überschreibt die Führerrede mit:„Das Versprechen Hitlers: Sozialstaat, Kampf gegen das Kaptial".„Dagens Nyheter“ wählt als Ueberschrift:„Kampf bis zum letzten Atemzug".„Svenska Dagbladet“ schreibt:„Hitlerrede vor 12000 Arbeitern“. Oslo Auch die heutige Morgenpresse Norwegens steht ganz im Zeichen der Rede des Führers. Die Blätter veröffentlichen lange Auszüge und nehmen in eingehenden Leitartikein zu der Rede, die sie ein überaus weitgehende einkommensteuerliche Begünstigung der Einzelkaufleute und Mitunternehmer von Personengesellschaften, die ihren Gewinn nicht in voller Höhe entnehmen, eine Ermäßigung der Körperschaftssteuer, der Gewerbesteuer und der Grundsteuer und eine Befreiung von der Aufbringungsumlage und der Urkundensteuer. Dazu treten weitere Erleichterungen, insbesondere auf dem Gebiet der Vermögenssteuer, der Grunderwerbssteuer und der Umsatzsteuer. Veräußerungsgewinne, die außerhalb der eingegliederten Ostgebiete erzielt werden, sind einkommensteuerfrei, wenn sie zum Erwerb oder zur Neugründung eines Betriebes in den eingegliederten Ostgebieten verwendet werden. Diese weitreichenden steuerlichen Vergünstigungen stellen eine sehr breite Grundlage zur Vermögensbildung und zur wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung in den eingegliederten Ostgebieten dar. Sie stehen auch allen Einzelkaufleuten, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften im Altreiche zu, die Zweignieberlassungen in den eingegliederten Ostgebieten errichten. Ab 1. Januar 1941 werden in den eingegliederten Ostgebieten an Deutsche auch Ehestandsdarlehen, Siedlungs=Kinderbeihilfen, laufende Kinderbeihilfen und Ausbildungsbeihilfen und an Angehörige der Landbevölkerung außerdem Einrichtungsdarlehen und Einrichtungszuschüsse gewährt. Es handelt sich dabei um die gleichen Maßnahmen, die im Altreich gelten. Ab 1. Januar 1941 werden alle deutschen Haushaltsvorstände laufende Kinderbeihilfen von 10 RM monatlich für das dritte und jedes weitere minderjährige Kind erhalten. Es tritt demnach an die Stelle des 16. Lebensjahres das 21. Lebensjahr; auch diejenigen, die bisher die lausende Kinderbeihilfe erst an dem fünften Kind erhielten, werden sie nun bereits ab dem dritten Kind erhalten, und die Einkommens= und Vermögenshöchstgrenzen werden beseitigt. Es ist den aufwärtsstrebenden Deutschen aller Berufe Gelegenheit geboten, sich eine große glückliche Zukunft unter besonders günstigen Bedingungen zu bauen. wichtiges weltpolitisches Ereignis nennen, Stellung. „Aftonposten“, hebt hervor, wie sich die plutokratische Welt von dem sozialistischen Fortschritt des deutschen Volkes und dessen zeitgemäße Auffassung von Arbeit und Geld getroffen gefühlt habe. Brüssel Auch in Belgien hat die große Rede des Führers das größte Interesse hervorgerufen. Viele Belgier hörten die Rede selbst am Rundfunk an. In den Zeitungen wird die Erklärung Hitlers in großer Aufmachung und sehr ausführlich veröffentlicht. Die„Brüsseler Zeitung" bringt die Ueberschrift:„Das Volk der Arbeit wird siegen“. von Brauchitsch im Osten Besichtigung der Standorte im Generalgonvernemen! und in Ostpreußen. Berlin, 11. Dezember. Seil einigen Tagen weilt der Oberbesehlshaber des Heeres, Generalseldmarschall von Brauchilsch, bei den Truppen im Osten. Die Reise führt zu einer großen Jahl von Standorten des Heeres im Bereich des Generalgouvernements und Ostpreußens. Sie verfolgt den Zweck einer Besichtigung der hier stehenden zahlreichen Truppenteile, ihrer Unterkünfte und Wohlfahrtseinrichtungen. Der Oberbefehlshaber des Heeres konnte sich bereits in den ersten Tagen seines Aufenthaltes davon überzeugen, daß während des letzten halben Jahres hinsichtLissabon, 11. Dezember. Der dem Norddeutschen Lloyd gehörige Dampfer „Helgoland“ hat den Atlantischen Ozean überquert und ist sicher in einen deutschen Hasen eingelaufen. Der Dampfer halte in Juerto Columbia gelegen und war aus diesem am Karibischen Meer gelegenen Hasen der Republik Columbia Ende Oklober aus. gelaufen. Die Zeitungen der Hauptstadt Bogotas hatten seinerzeit das Auslaufen des Dampfers stark beachtet und auf die Schwierigkeiten hingewiesen, die das deutsche Schiff beim Durchbruch durch zwei britische Sperrlinien zu überwinden haben würde, da die Engländer die durch die Bahama=Inseln und Kleinen Antillen gebildete natürliche Inselsperre stark bewachen und auch an der europäischen Seite des Atlantischen Ozeans einen Sperrgürtel errichtet hatten. Die Meldung von der glücklichen Ankunft des Dampfers„Helgoland“ in einem deutschen Hafen hat daher, wie aus Bogota gemeldet wird, dort starkes Aufsehen erregt. Sie wird in allen Zeitungen in großer Aufmachung auf der ersten Seite gebracht. Die Zeitungen weisen darauf hin, daß dem Schiff nicht nur der Ausbruch aus der Karibischen See, sondern auch der Durchbruch durch die sogenannte britische Blockade gelungen ist, die also nicht als effektiv anzusehen ist. Sachverständige Kreise betonen, daß wegen der langen Liegezeit im Hafen der Schiffsrumpf unter der Wasserlinie stark bewachsen war, so daß die„Helgoland“ kaum mehr als sieben Seemeilen in der Stunde laufen konnte. Trotz dieser geringen Geschwindigkeit ist das Schiff allen Nachstellungen des Feindes entgangen. General Malettis Heldentod Englische Störungsversuche— Wassengefährte Grazianis Von unserem ständigen Vertreter Dr. v. L. Rom, 12. Dezember. Die westägyptische Armee des englischen Oberkommandierenden für den Nahen Osten, General Wavell, hat zu Beginn dieser Woche unter Einsatz starker Kräfte — anscheinend im Gebiet der Taifaklippen bis zur Wasserstelle von Aradi mehr als 30 Kilometer südöstlich von dem vorgeschobenen italienischen Stützpunkt Sidi el Barani— eine Offensive versucht, die augenscheinlich den Charakter eines Störungsversuches trägt. Die am Nordrand der Senagrawüste befindlichen italienischen Einheiten, die mit libyschen Bataillonen die Vorpostenstellungen besetzten, wurden angesichts der zahlenmäßigen Uebermacht der englischen Divisionen, zumal auch an motorisierten Mitteln, auf Sidi el Barani zurückgenommen. Montag und Dienstag standen im Zeichen erbitterter Kämpfe, in die schließlich die im italienischen Wehrmachtbericht genannten italienischen Divisionen„3. Januar" und„1. libysche Division“ eingriffen und in deren Verlauf die italienischen Flieger den englischen Panzern schwere Verluste beibrachten. Die Engländer stießen auf im Wüstenkampf bewährte italienische Truppen, die unter der Führung des in der Geschichte der italienischen Kolonialkriege mehrlich der Unterbringung der Truppen, der Exerzier= und Uebungsplätze und damit der Bedingungen für einen geregelten militärischen Dienstbetrieb, ebenso aber auch auf dem Gebiet der Fürsorge große Fortschritte gemacht worden sind. Fast jeder Truppenteil verfügt über ein Soldaten= bzw. Kameradschaftsheim, nicht selten auch über ein Kino. Die Verbesserung der Eisenbahnen und Straßen gestattet die Durchführung eines Urlaubsplanes. Die Ausbildung der Truppe ist in gutem Fortschreiten. Der Gesundheitszustand der Truppe ist ausgezeichnet. Heftige Kämpfe in Lybien Der ltalienische Wehrmachtbericht Rom, 11. Dezember. Der italienische Wehrmachlbericht vom Mittwoch hal folgenden Wortlaut: Das Hauplquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Im Morgengrauen des 9. Dezember griffen englische Panzerdivisionen unsere von Verbänden libyscher Truppen besetzten Stellungen südöstlich von Sidi Baran! an. Diese Truppen haben zunächst heldenhaften Widerstand geleistel, wurden aber nach einigen Stunden überwältigt und zogen sich auf Sidi Barani zurück. Während des 9. Dezember und am gestrigen Tage sanden zwischen den seindlichen und unseren Truppen Kämpfe von einer außergewöhnlichen Heftigkeit statt. Die Schwarzhemdendivision„3. Januar“ und die 1. libysche Division haben Angriffen standgehalten und brachten dem Jeinde überaus schwere Verluste bei. In dem Gebiet dauern erbitierte Kämpfe an. In einem dieser Kämpfe siel an der Spitze seiner libyschen Bataillone General Malelti. Unsere Luftwaffe überflog während all dieser Kämpfe das Schlachtfeld und warf dabei Bomben auf die seindlichen Panzerformationen ab, die außerdem mit Maschinengewehrfeuer bestrichen wurden. An der griechischen Front ist der Tag ehne bemerkenswerte Aktionen verlaufen. fach ausgezeichneten Generals Maletti standen. Sein Tod vor dem Feind beraubt Italien eines hervorragenden Kolonialoffiziers, mit dem Marschall Graziani zusammen die Eroberung der Kufra=Oase gegen die Senussis durchführte, an der Südfront in Abessinien kämpfte und zu Beginn der italienischen Offensive, die zur Eroberung von Sollum und Sidi el Barani führte, wichtige operative Aufgaben durchführte. Italienische Verlustliste Von unserem ständigen Vertreter hn. Rom, 12. Dezember, Eine italienische amtliche Verlautbarung gibt die Gesamtverluste der italienischen Wehrmacht seit Kriegseintritt am 10. Juni bis einschließlich 30. November mit 3655 Gefallenen, 7538 Verwundeten und 2885 Verschollenen an. Die albanischen Truppen verloren 14 Gefallene, 43 Verwundete und 20 Verschollene. Unter den farbigen Streitkräften wurden 862 Tote, 2474 Verwundete und 1333 Verschollene gezählt.„Die wenigen tausend Gefallenen entsprechen“, so schreibt Gayda im Giornale'Italia,„einer zusammenhängenden weitreichenden Kriegsaktion, die lebenswichtige britische Streitkräfte bindet. Das italienische Volk schart sich um das Andenken dieser Gefallenen und verwechselt nicht einzelne Episoden mit dem harten Wesen des Krieges, in dem nur die Vernichtung des Gegners und damit der Endsieg zählt.“ Gegenwärtig herrscht, wie auch der italienische Wehrmachtsbericht erkennen läßt, auf der ganzen zum Teil bereits tief verschneiten albanisch=griechischen Front im wesentlichen Ruhe. Wie erbittert die Kämpfe der letzten Wochen waren, bei denen oft genug im Nahkampf auf beiden Seiten vom Bajonett Gebrauch gemacht wurde, zeigt auch die italienische Verkustliste, die zahlreiche hohe Offiziere enthält. Neuer englischer Schurkenstreich Wieder ein deutsches Kinderheim bombardiert Berlin, 11. Dezember. In der Nacht zum Mittwoch warfen englische Flieger über einer südwestdeutschen Städt mehrere Spreng= und Brandbomben ab, die jedoch auf Sportplätze und sonstiges freies Gelände fielen und demzufolge keinen Schaden anrichteten. Lediglich eine Sprengbombe traf ein dreistöckiges Kinderheim, dessen beide oberen Stockwerke schwer beschädigt wurden. Doch auch in diesem Falle gab es glücklicherweise keinen Personenschaden, da die 84 dort untergebrachten Kinder von ihren 20 Pflegepersonen beim Fliegeralarm sofort in den Luftschutzraum gebracht worden waren. Das ist wieder ein echt britisches Heldenstück! Mililärische Ziele wagt die RAF nicht anzugreifen, um sich durch das starke Abwehrfeuer unserer Flak nicht zu gefährden, dafür sind Krankenhäuser, Wohnblocks und Kulturstätten um so beliebtere Ziele der„königlichen" Luftwaffe. Daß sie in diesem Falle keine Menschenleben vernichten konnte, lag sicherlich nicht in ihrer Absicht, sondern ist lediglich dem Umstand Generalfeldmarschall von Rundsteôt 65 Jahre Berlin, 11. Dezember. Eine der bekannlesten Persönlichkeiten unter## führenden Männern der deutschen Wehrmacht, Gen, ralseldmarschall Gerd von Rundstedt, begehl an 12. Dezember 1940 seinen 65.—Geburtslag. Generalfeldmarschall von Rundstedt ist aus dem In. fanterieregiment 83 in Kassel hervorgegangen, wo 1892 seine erfolgreiche Soldatenlaufbahn begann. Nach, dem er im Reichsheer die zweite Kavalleriedivision und die dritte Division geführt hatte, stand er von 1932 big 1938 als. Oberbesehlshaber an der Spitze der Heerez, gruppe 1 in Berlin. Nach der Besetzung des Sude, tenlandes im Herbst 1938 schied er als Genera'oberst aus dem aktiven Dienst aus und wurde vom Fiürer in Anerkennung seiner Verdienste u den Aufbau des neuen Heeres zum Ehef des Insanterieregiments 18 ernannt. Bei Beginn des Krieges übernahm Generaloberst von Rundstedt gegen Polen den Befehl über die Heeresgruppe Süd. Während im Süden die polnischen Kräfte im Raume Krakau—Lemberg zerschlagen wurden, drang die Masse der Heeresgruppe Rundstedt unaushaltsam vor und vernichtete die polnische Hauptarmee in der zehntägigen Umfassungsschlacht an der Bzura. Die Einnahme von Warschau krönte den raschen Siegeszug in Polen, für den der Generaloberst mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet wurde. Im Westen befehligte Generaloberst von Rundstedt die Heeresgruppe A. die in der Mitte der deutschen Heeresfront stand und zweimal eine starke und befestigte Feindfront zu durchbrechen hatte. Bereits am 13. Mai wurde die Maas von der Heeresgruppe Rundstedt bezwungen und kurze Zeit darauf auch die Maginotlinie in breiter Front durchbrochen. Der Vorstoß an die Kanalküste vollendete die Umfassung des in Flandern und im. Artois stehenden Feindes. In der Offenline gegen Frankreich begann Generaloberst von Rundstedt den Vormarsch am 9. Juni. Seine Heeresgruppe durchstieß die Stellungen der Weygand=Zone an der Aisne und Marne und machte den Panzern den Weg frei zum Vernichtungsstoß in den Rücken der Maginotlinie. So hat Generalfeldmarschall von Rundstedt, den der Führer in der Reichstagssitzung vom 19. Juli zu#eser höchsten militärischen Würde erhob, in Ost und West entscheidenden Anteil an der raschen Niederwerfung unserer Feinde genommen. in verdanken, daß das umsichtige Pflegepersonal im Augenblick der Gefahr seine Schützlinge sofort in Sicherheit brachte. Dieses vorbildliche Verhalten kann jedoch keineswegs die gerechte Empörung der Eltern der gefährdeten Kinder, auf deren Leben es abgesehen war, und darüber hinaus die Erbitterung des ganzen deutschen Volkes über diesen neuen britischen Schurkenstreich abschwächen. Dieser rechtfertigt nur aufs neue onsere Vergeltungsangriffe auf England. Verlag: Westfälische Tageszeitung G. m. b.., Münster(Westl.). Verlagsleiter: Erieb Frintrop(z. 2t. im Feide), 1. V. Arthur Petsch. Hauptschriftleiter: Dr. Anton Eickhofl(z. 2t. im Felde): Stellvertreter: Karl Kuhl. Verantwortliche Schriltleiter: Politik: Karl Kuhl: Politische Nachrichten und Vermischtes: Dr. Eugen Wagner: Bewegung und Provinz: Mar Hiemisch(z. Zt. im Felde), 1. V. August Hollwes: Volkstum Kunst und Unterhaltung: Wilhelm Vernekohl: Stadtanzeiger: Peter Jurascheck: Kommunalpolitik: Otto Peffer (z. Zt. Im Felde): Sport: Allred Strobel(z. Zt. im Felde). I. V. Peler Jurascheck: Bezirksausgaben und Bildberichterstattung: Clemens Hülsbusch: Anzeisenleiter: Horst Enters (z. Zt. Wehrmacht), I. V. Hans Wolfmaler. Sämtlich in Münster. Druck: Aschendorfische Buchdruckerei. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 1 vom 1. Juli 1940 gültig. Der Seutsche Esten rast Erleichterung der Aufbauarbeit durch steuerliche Maßnahmen wieder in der Heimat Die sogenannte Blockade der Briten erfolgreich durchbrochen „Abreise Freitag...“ Roman einer großen Leidenschaft von HANS POSSENDORF Copyricht by Verlag Knorr& Hirth Komm.-., München 1939 (2. Fortsetzung.) „Wieso gottloses Zeug?“ verteidigte Marilla ihren Sohn.„Ballarin kann genau so gut sterben wie jeder andere; eher sogar— denn er ist nicht gerade der Jüngste." „Was wird denn dann aus der Fabrik?“ fragte Luigi.„Wer sind denn eigentlich die Erben?“ Marilla und Aristide tauschten einen schnellen Blick mißtrauischer Überraschung. „Warum interessiert dich das plötzlich?“ fragte der Vater. „Na, ich meine, das sollte uns alle doch verdammt interessieren", erwiderte der junge Mann mit trockenem Auflachen.„Oder bist du so sicher, daß die Erben dich als Geschäftsführer und mich und Giovanni und Carlo als Glasbläser behalten werden?— Na also!“ In der Nacht hörte Aristide, wie sich Marilla leise ächzend von einer Seite auf die andere wälzte. „Marilla— schläfst du nicht?“ fragte er flüsternd. „Wenn man in sechs Wochen ein Kind erwartet, kann man nicht schlafen wie ein Murmeltier", erwiderte sie barsch.„Das solltest du doch bald wissen, du Idiot.“ Er tastete nach ihrer Hand.„Bist du mir böse?" „Habe ich mich schon je beklagt?“ Er schwieg ein Weilchen und streichelte zärtlich ihren vollen nackten Arm. Dann sagte er plötzlich:„Denk dir, Ballarin hat ein Bild von Serafina als Braut auf seinem Bett liegen gehabt. Ich habe es durch einen Zufall gesehen.“ Marilla kicherte boshaft.„Immer noch denkt er an sie?— Vielleicht plagt ihn das Gewissen.. „Er hat sich ja eigentlich nichts vorzuwerfen. Er war ja ganz im Recht... Was wohl aus ihr geworden ist?“ „Was gehl's uns an!“ „Das Kind muß ja auch schon erwachsen sein.“ „Kann uns auch Wurst sein... ist ja nicht seine Tochter.“ 3. Kapitel Marilla Chiopris hatte recht: das Gewissen plagte Marco Ballarin: es plagte ihn fürchterlich. Es war gegen zwei Uhr nachts, und er hatte noch immer keinen Schlaf gefunden. Sein Körper glühte im Fieber, aber sein Geist war ungetrübt— ja, es schien ihm, als hätte er alles, was geschehen war, noch nie so klar überschaut wie in dieser Nacht: Gewiß, nach menschlichem Recht hatte er sich nichts vorzuwerfen. Aber wenn er nun sterben würde... Vielleicht war es mit dem Tode doch nicht zu Ende— vielleicht gab es doch ein Weiterleben— einen Gott, der Gericht hielt. Und vor diesem göttlichen Gericht würde sein Fall ganz anders aussehen als vor dem menschlichen. Seinem Stolz und seiner Eitelkeit zuliebe hatte er Serafinas Leben zugrunde gerichtet, anstatt ihr zu vergeben.— Aber was denn eigentlich hatte er zu vergeben gehabt? Wo denn lag die Schuld, wenn nicht bei ihm selbst und bei Serafinas Eltern, die dieses Kind zur Ehe mit ihm gezwungen hatten? Und nicht nur Serafinas Leben hatte er durch seine grausame Härte zerstört, sondern auch sein eigenes. Aus kindlicher Angst vor dem Lächeln seiner Mitbürger hatte er sich dreiundzwanzig Jahre lang verkrochen und war zum lebenden Gespenst geworden. Und wie hatte er dabei unter der Trennung von Serafina gelitten! Nie hatte er sie aus seinen Gedanken verbannen können. Immer wieder hatte er auskundschaften lassen, wo sie sich aufhielt, und wie es ihr erging. Als er hörte, daß sie in Not wäre, hatte er ihr durch seinen Notar eine größere Geldsumme überweisen lassen. Aber Serafina, ahnend, in wessen Auftrage der Absender gehandelt, hakte trotz ihrer Bedürftigkeit die Annahme des Geldes verweigert.— Sieben Jahre war es jetzt her, daß sie wieder in die Heimat, in das Fischerdörschen San Pietro auf der Insel Pellestrina, zurückgekehrt war. Wie oft war er seitdem versucht gewesen, hinüberzufahren, sich mit ihr auszusprechen, sie zu bitten, ihm zu verzeihen und wieder seine Frau zu werden. Aber stets hatte ihn im letzten Augenblick die Angst zurügehalten, sich in den Augen der Mitwelt nur noch lächerlicher zu machen... Und nun war er ein alter Mann, und es war zu spät, um seinem verpfuschten Leben eine neue und glücklichere Wendung zu geben. Aber war es denn auch zu spät, um sein Unrecht, so weit das möglich war, wieder gutzumachen...? Der alte Andrea fuhr, von dem Schrillen der elektrischen Klingel geweckt, aus dem Schlummer empor. Er warf haftig seinen Schlafrock über und eilte zu seinem kranken Herrn. Zu seinem Erstaunen sah er ihn damit beschäftigt, sich anzukleiden. „Wecken Sie sofort Emilio!“ rief Ballarin dem Diener entgegen.„Er soll so schnell wie=möglich ein Motorboot besorgen!“ Andrea glaubte nicht anders, als daß sein Herr im Fieber rede. Noch nie, seit er im Hause war, hatte Ballarin ein Motorboot benutzt. Der Arzt hatte vor Erkältung gewarnt. Die Glieder des Kranken schlotterten im Schüttelfrost. Draußen strömte der Regen hernieder, und der Wind pfiff den Canale Grande entlang... Aber als Andrea ihm gütlich zureden wollte, sich doch wieder niederzulegen, wurde Ballarin so heftig, daß dem Diener nichts übrig blieb, als den Befehl auszuführen. Schon eine Viertelstunde später war ein Motorboot zur Stelle. In einen Pelz gehüllt, stieg Ballarin ein. Die Begleitung von Andrea wies er barsch zurück. Der Diener konnte nicht einmal feststellen, wohin sein Herr zu fahren beabsichtigte, denn als der Bootsführer nach dem Ziel der nächtlichen Fahrt fragte, sagte Ballarin nur:„Fahren Sie nach dem Rialto zu!“ Erst wenige Minuten später befahl er:„Fahren Sie nach San Pietro auf Pellestrina hinüber! So schnell Sie können!“— Während Ballarin diesen Befehl gab, dachte er: Weshalb warte ich nicht bis morgen früh? Dreiundzwanzig Jahre habe ich Serafina nicht gesehen, und nun komme ich mitten in der Nacht! Es ist ja ein Wahnsinn!— Aber dennoch nahm er seinen Befehl nicht zurück.— Nach einer halben Stunde scharfer Fahrt legte das Boot am Landungssteg des Dörschens an. Ballarin stieg aus, gab dem Bootsführer den Befehl zu warten und wankte durch den strömenden Regen dem einzigen Licht entgegen, das zu sehen war. Es kam aus dem Fenster eines kleinen Hauses. Er erreichte das Haus und klopfte an das Fenster. Eine alte Frau öffnete die Haustür. Er fragte, ob sie zufällig wisse, wo Serafina Giacometti wohne. „Hier wohnt sie“, sagte die Frau und starrte ihn verblüfft an. Ballarin trat in den Hausflur ein. Er suchte noch nach Worten, um seinen nächtlichen Besuch zu erklären. als ein Herr mit einer Brille auf der Nase aus einem Zimmer kam und den Fremden ebenso verblüfft anschaute, wie es die alte Frau getan. „Mein Name ist Marco Ballarin...“, begann der Besucher. „Was?— Sie sind schon da? Ja, wie ist denn das möglich?“ fragte der Herr mit der Brille. Und den verwirrten Ausdruck auf Ballarins Gesicht bemerkend, fuhr er fort:„Der Mann mit dem Boot, der Sie holen sollte, ist doch erst vor einer Viertelstunde hier abgefahren...“ „Mich.. holen sollte...?“ stammelte Ballarin und griff nach seiner im Fieber glühenden Stirn. „Ja doch“, erwiderte der Arzt.„Die Kranke wollte Sie ja durchaus noch einmal sehen— und sprechen. Gut, daß Sie schon hier sind. Es wäre sonst sicher zu spät gewesen. Hier, diese Tür... Treten Sie nur ein! Ich denke, wir lassen Sie lieber allein mit ihr.“ Kurz nach vier Uhr morgens— es war noch fast dunkel, und Sturm und Regen tobten schlimmer als zuvor— kam Marco Ballarin mit dem Motorboot wieder vor seinem Palazzo an. Er war nicht mehr fähig, ohne Hilfe auszusteigen. Andrea und Emilio trugen ihn die Treppe hinauf und in sein Schlafzimmer. Er hatte noch gerade genug Bewußtsein, um dem Diener und dem Gondolier, unter Drohung mit sofortiger Entlassung, strengstes Stillschweigen über seinen nächtlichen Ausflug anzuempfehlen. Dann verlor er die Besinnung. Andrea und Emilio entkleideten ihn und brachten ihn zu Bett. Der von Emilio herbeigeholte Arzt konnte nicht verstehen, wieso die Krankheit, die sich zuerst harmlos angelassen, diese plötzliche schlimme Wendung genommen hatte. Die beiden Bedienten hüteten sich, ihm die Aufklärung zu geben.— Als Aristide Chiopris am nächsten Tage kam, um sich nach dem Befinden seines Chefs zu erkundigen, erhielt er die Auskunft, daß es sehr schlecht mit dem Kranken stehe und daß der Arzt jeden Besuch streng verboten habe.„Er würde Sie sicher auch gar nicht erkennen", fügte Andrea bekümmert hinzu.„Er ist nicht mehr bei klarem Bewußtsein. Ich fürchte, es geht mit ihm zu Ende.“ ** Es ging aber noch nicht zu Ende mit Marco Ballaein. Schon am vierten Tage erklärte der Arzt die Krise für überstanden. An demselben Tage schrieb Ballarin mühsam und mit zitteriger Hand einen Brief an den Ortsvorsteher des Fischerdörschens auf der Insel Pellestrina und bat ihn, so bald als möglich zu einer Besprechung zu ihm zu kommen. Der Mann kam schon am folgenden Tage. Viel konnte er Signor Ballarin nicht von der verstorbenen Serafina Giacometti erzählen. Sie hatte, seit sie wieder im Ort wohnte, ihre Tage zu Hause verbracht und ihren Lebensunterhalt mit Heimarbeit für eine Spitzenfabrik verdient, wie so viele Frauen auf Pellestrina. Aber die für Ballarin wichtigste Auskunft war er doch zu geben imstande.— Am Abend dieses Tages wurde Aristide Chiopris, als er sich zu seinem gewohnten Erkundigungsbesuch einstellte, zum ersten Male wieder von Ballarin empfangen. (Na, Sie dachten wohl schon, ich kratze ab?“ fragte der Kranke und streckte dem Besucher mit matter Bewegung die Hand entgegen. „Gott sei Dank, daß es Ihnen besser geht!“ erwiderte Aristide mit aufrichtiger Freued.„Aber— offen gestanden— ich habe nicht einen Augenblick daran gezweifelt. daß Sie mit dieser dummen Grippe leicht fertig werden.“ „Ihr Vertrauen in meine Konstituation ehrt mich, lieber Chiopris— Ballarin versuchte zu lächeln.— „Aber der Arzt hätte keinen Soldo mehr auf mein Leben gewettet. Ich habe ganz gut verstanden, was er vorgestern abend Andrea zugeflüstert hat.— Nun, und wie sieht's im Geschäft aus?“ „Alles geht seinen Gang.“ „Haben Sie Mister Harris schon abgeschrieben?“ Chiopris schien ein wenig verwundert über diese Frage: Weshalb interessiert sich der Chef für diesen Absagebrief, der doch, nachdem das Projekt des Londoner Vertreters endgültig abgelehnt war, nur noch eine Formsache bedeutete?—„Ja, ich habe es gleich am folgenden Tage erledigt", bestätigte er. „Na, das macht ja nichts. Schreiben Sie, bitte. gleich morgen früh an Mister Harris, daß ich mir die Sache überlegt habe und dem Projekt gern nähertreten will. Teilen Sie ihm mit, daß ich im Augenblick elwas unpäßlich sei, aber daß wir— Sie und ich— sobald wie möglich nach London kommen würden, um alles weitere mit Mister Harris zu besprechen.“ Aristide Chiopris war so überrascht, daß er zunächst keine Worte fand. Und Ballarin, eifrig bemüht, seinen Entschluß plausibel zu machen und keine Hintergedanken aufkommen zu lassen, fuhr fort: „Sehen Sie, Chiopris, wenn wir schon so etwas in London anfangen wollen, dann muß es natürlich ganz erstklassig aufgezogen werden. Und da lohnt es sich schon, daß wir hinfahren und alles sehr gründlich besprechen und vorbereiten.“ Chiopris strahlte. Er gab nochmals seiner Überzeugung Ausdruck, daß die Ausführung des Projektes sich bezahlt machen und bei der englischen Kundschaft jede Konkurrenz aus dem Felde schlagen würde.— Nicht die leiseste Ahnung kam ihm, daß dieses Geschäft für Balla“ rin nur ein willkommener Vorwand war, und daß die Reise nach London in der Hauptsache einem gan anderen Zwecke dienen sollte. 4. Kapitel Es war Samstagmittag. Das erlösende Klingel“ zeichen schrillte durch die Räume der großen Möbelfabrlt in Pittsburg. Gino Vian, der in einem der Zeichner=Ateliers der Fabrik über sein Reißbrett gebeugt gesessen hatte, erho“ sich und sagte tief atmend:„So! Fertig!“ Dann zerbrac er seinen Bleistift und schleuderte, einen munteren Pfi## ausstoßend, die Stücke von sich. (ortsetzung folgt MFA — Mikrotilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 12. Dezember 1940 Tageszeitung Nummer 341 die Kinderstube der Pflanzenwelt geutschlands erstes Keimlings=Herbarium— Gemüse. * samen noch nach hunderl Johren ledensfähig. Durch die Zentralstelle der Vegetationskartierung in' Hannover wurde das erste deutsche Keimlings=Herbarium eingerichtet, das interessante Einblicke in die„Kinderstube" der Pflanzenwelt gewährt. Deutschland kann sich rühmen, eine Reihe von Hertarien zu besitzen, um die das Reich von den Fachleuten der ganzen Welt beneidet wird. Es sei hier nur zuf die gigantische Sammlung des Botanischen Museums in Berlin hingewiesen, die nicht weniger als über zwei Millionen getrocknete und sorgfältig präparierte Fflanzen umfaßt. Sie ruhen zwischen dunkelblauen gttendeckeln in riesigen Glasschränken, die vier Stockwerke eines großen Gebäudes übereinander einnehmen. Doch enthalten alle diese Sammlungen mehr oder minder„erwachsene" Pflanzen, während die Natur gerade bei der Geburt und in der„Kinderstube" der Gewächse ihre größten Wunder vollbringt. Die Zentralstelle für Vegetationskartierung in Hannover hat nun das erste deutsche Keimlings=Herbarium eingerichtet, mit dem diese Lücke in der botanischen Wissenschaft endgültig geschlossen wird. Es soll sich zunächst auf alle in der Provinz Hannover vorkommenden Pflanzenarten, insgesamt 1700 an der Zahl, erstrecken, und später epentuell das ganze Reich umfassen. Die Sammlung der Keimlinge erfolgt durch begeisterte Naturfreunde, die mit Vergrößerungsgläsern den Feld=, Wald= und Wiesenboden absuchen. Natürlich muß dabei größte Vorsicht geübt werden, damit die zarten Gebilde beim Zugreifen nicht etwa beschädigt oder gar zerstört werden. Es fehlt hier leider der Raum, um all die interessanten Beobachtungen und Feststellungen, die beim Keimlingsstudium gemacht werden können, auch nur annähernd aufzuzählen. Doch darf in diesem Zusammenhang vielleicht auf die berühmten Weizenkorner hingewiesen werden, die man in altägyptischen Mumiengräbern vorsand und nach Jahrtausenden noch zum Keimen gebracht haben will. Hierbei handelt es sich natürlich um einen Irrtum oder betrügerische Täuschung, wenngleich trockene Gemüsesamen ihre Entwicklungsfähigkeit über hundert Jahre bewahren können. Die Keimung ist immer von einem Gasaustausch begleitet; es wird dabei Sauerstoff aufgenommen und Kohlensäure ausgeschieden. Außer zu dieser eigentlichen Respiration dient aber, besonders bei ölhaltigen Samen, der eingeatmete Sauerstoff teilweise auch zu stofflichen Neubildungen. Besonders interessant ist der Keimungsvorgang bei der Kartoffel. Jede Art entwickelt Keime, die sich von den anderen Sorten durch Behaarung, Form und viele andere Merkmale unterscheidet. Die Biologische Reichsanstalt in Berlin=Dahlem besitzt„Steckbriefe“ von allen bisher benannten zweitausend Kartoffelsorten, durch die mit Hilse des Lichtkeimverfahrens die„Personalien“ jeder einzelnen Kartosfel sofort festgestellt werden können. Ebenso aufschluß= und lehrreich ist das Studium der Keimung bei den Schmarotzer= und Wasserpflanzen, den Orchideen, den sogenannten lebendgebärenden Pflanzen und noch vielen anderen Gewächsen. In Deutschlands erstem Keimlings=Herbarium zu Hannover wächst also ein großes naturkundliches Werk heran, dessen wissenschaftliche und praktische Auswertungsmöglichkeiten heute noch gar nicht zu überblicken sind. Ein Meisterschnappschuß durch Zufall Bei einem Wettbewerb von Liebhaberphotographen, der in der Stadt Butte in den Vereinigten Staaten abgehalten wurde, wurde der erste Preis von dem Jäger William Al Candid gewonnen. Die von ihm eingereichte Photographie war tatsächlich sensationell; sie zeigte einen Wolf in dem Augenblick, wie er sich auf einen Hirsch auf der Weide warf. Der glückliche Photograph hatte dieses Momentbild indessen ohne sein Zutun erhalten. Er hatte den Hirsch auf einer Lichtung erspäht und bemühte sich nun, ein schönes Bild von ihm auf die Platte zu bekommen, als er plötzlich zu seinem Schrecken sah, wie ein mächtiger Wolf mit einem gewaltigen Sprunge über das ahnungslose Tier herfiel. Der Jäger hatte schnell den Apparat beiseite geworfen und nach dem Gewehr gegriffen, und mit einem glücklichen Schuß hatte er das gefährliche Tier niedergestreckt. Aber der Hirsch war zu Tode getroffen, und er mußte ihm den Gnadenschuß geben. Erst als Al Candid später seinen Film entwickelte, entdeckte er, was für ein prachtvolles Bild er, ohne es zu wissen, bekommen hatte; augenscheinlich hatte sich der Verschluß des Objektivs beim Fall auf die Erde gelöst und zufällig den Angreifer und sein Opfer in vollem Umfang im Blickwinkel gehabt. Wir suchen einen erfahrenen KalkulationsIngenieur Ausführliche Bewerbungen mit Lichtbild, Gehaltsansprüchen und frühestem Eintrittstermin an Vereinigie Leichmeian=Werne Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hannover=Linden Personalbüre Badhhlatter Buchhalterin für sofort oder Januar gesucht. Rdolf Ahlers Hersord= Elverdissen Betriebswirtschaftler (Ilol.=Kausmang) mit umfassenden praktischen und theoretischen Kenntnissen, erfahren im neuzeitlichen Rechnungswesen, Organisation und Statistik, einschl. der gesetzlichen Vorschriften für Kalkulation und Preispolitik gesucht Angebote mit Lichtbild, Zeugnisadschriften und Gehaltsansprüchen erbeten an Wickmann-Werke K. 6. Witten=Annen(Wests.) 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April 1941 einen Mittelschullehrer mit der Lehrbefähigung für Biologie und Deutsch. Erwünscht ist auch die Eignung zur Erteilung von Musik= und Zeichenunterricht und Leibesübungen. Bewerbungen mit Zeugnissen und sonstigen Unterlagen sind zu richten an den Unterzeichneten. Ochtrup in Wests., den 5. Dezember 1940. Der Amtsbürgermeister: Dr. Linnhoff Mehrere Gadhhatter für Durchschreibebuchführung gesucht. Besoldung nach TOA. Einstellungsgenehmigung des Arbeitsamtes liegt vor. Vorstellungen bei Reichsluftschutzbund Gruppe VIh Westfalen Münster in Westf., Melchersstraße 13. Große westdeutsche Lackfabrik sucht für ihr Lieferwerk für die Abteilung Einkauf einen geeignei. jung. Mann „ mit entsprechenden kaufmännischen Kenntnissen, speziell für Abrufe der Rohstoffe, ferner wird gesucht ein lachliger Erpevient energischer und tatkräftiger Mann, der in Lage ist, eine größere Expedition(Bahnund Autoversand) vollkommen selbständig zu leiten. 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Rullspiel gemacht Ein Skalklub, mit dem es eine besondere Bewandinis hal Leipzig. im Dezember Im Lande Anhalt gibt es einen Ort namens Güsten, und in diesem Güsten gibt es einen Skatklub, mit dem es seine besondere Bewandtnis hat. Die Skatbrüder trennen sich an ihren Spielabenden nämlich immer erst dann, wenn sechs Nullspiele stattgefunden haben. Beim Nullspiel kommt es im Gegensatz zu den anderen Spielmöglichkeiten darauf an, keinen Stich zu bekommen. Solche Spiele sind nun nicht allzu häufig, so daß man den Güstener Skatfreunden schon glauben kann, daß ihre Abende immer recht ausgedehnt sind. Dieser Tage konnte der Klub nun ein besonderes Ereignis begehen, nämlich das 18000. Rullspiel seit Bestehen des Klubs. Das 18000. Rullspiel ist natürlich in einem Menschenalter nicht gut denkbar. Und so haben wir bei Nachforschungen festgestellt, daß der Klub tatsächlich schon seit 1812, also nahezu 130 Jahre besteht. Heute schon aber freut man sich auf das 20 000. Nullspiel. Es wird für 1947 erwartet. Ein Bulle schaut aus der Dachluke Braunschweig. im Dezember. Ein tolles, aber durch Zeugen verbürgtes Stück leistete sich ein Bulle in dem Dorse Borne. Einige landwirtschaftliche Arbeiter vernahmen vom Hose aus ein seltsames Geräusch auf dem Heuboden. Es schien von einem Rindvieh zu kommen. Richtig, ein Bulle schaute aus der Dachluke heraus, das Tier benahm sich, als sei der Platz auf dem Heuboden der richtige. Andere Sorgen allerdings hatten die landwirtschaftlichen Arbeiter, denn das Tier mußte ohne Schaden wieder herab in den Stall gebracht werden. Diese Frage löste der Bulle selbst, indem er sich auf der steilen Bodentreppe aufs Hinterteil setzte und wieder hinabrutschte. Vom Silbersuchs gebissen Kovenhagen. im Dezember. In Hiörring wurde feierlich eine Pelztier=Ausstellung eröffnet, aus der recht schöne lebende Silberfüchse vertreten waren. In den schönsten Silbersuchs hatte sich eine der Besucherinnen geradezu verliebt. Sie konnte sich gar nicht vom Bauer des Tieres trennen und fragte den Besitzer, wann denn dem Fuchs der schöne Pelz abgezogen werde. sie möchte jetzt schon gern das Verkaufsrecht haben. Und die nun folgende Auseinandersetzung über das Schicksal seiner eigenen Haut mußte der lebendige Silbersuchs mit anhören. Reineke Fuchs gilt seit altersber als ein intelligentes Tier. und vielleicht hat sich beim Silbersuchs die Intelligenz in ähnlichem Maße, wie der Wert des Pelzes gegenüber dem roten Vetter gesteigert. Der schöne Silbersuchs von Hiörring empfand jedenfalls das Benehmen der Dame als taktlos. Er hörte sich ihre Anstiftung zum Fuchsmord noch ein Weilchen an. dann benutzte er eine Lücke zwischen den Stangen seines Bauers, steckte seinen schönen. schlanken Kopf hindurch und überzeugte die Dame von der Güte seines tadellosen Gebisses durch einen kräftigen Biß in ihre seidenbestrumpfte Wade.— Die Gebissene mußte in ein Krankenhaus geschafft werden. Ihre Wade wird als Folge des Abenteuers nur eine Narbe behalten: aber sie will nun erst recht den Pelz ihres Peinigers tragen.— Aus Rache! 5000 Zuchspelze für die sapanische Armee Tokio, im Dezember. Die japanischen Pelztierzüchter im Bezirk Git, haben beschlossen, in diesem Jahr die Fuchs=Pelz, die sonst für den Export nach England und vorgesehen waren, im Land zu behalten und sie dejapanischen Soldaten an der chinesischen Front zum Geschenk zu machen, die sie bei den barten Wetter, bedingungen an Teilen der Front sehr gut ge, brauchen können. Ueber 5000 Fuchs=Pelze werden auf diese Weise der japanischen Armee zugute kom. men und damit mehr als zwölfmal so viel wie im Vorjahre gespendet werden. K Ihre Vermählung geben bekannt Dr. jur. Sigismund Troost Kriegsgerichtsrat Dr. med. Elisabeth Troost geb. Kirberg Münster i. W. Melchersstraße 54 s. Zt. im Felde 6. Dezember 1940 Potsdam Jahnstraße 17 Für die una anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche danken herzlichst Allons Lüdde Anne Lüdde geb. Deitmer Laer, Bez. Münster, im Dezember 1910. * Christus, der Ewige Hohepriester, nahm heute früh seinen getreuen und ergebenen Diener, den hochwürdigen Herrn Adolf Lenze Pfarrer 1. R. von Wescke zu sich in sein himmlisches Reich. Vom besten Wollen erfüllt, war er rund 16 Jahre der Seelenhirte der Gemeinde und stellte seine Kräfte bis zum Erliegen in den Dienst der ihm anvertrauten Seelen. Seelsorger wollte er seinen Pfarrkindern sein, das war der Inhalt seines Priesterwirkens. In Trauer, aber auch zugleich in Dankbarkeit steht die Gemeinde an seiner Bahre. Sie verspricht dem scheidenden Hirten über das Grab hinaus in echt christlicher und kindlicher Liebe das Almosen des Gebetes und ein ehrendes Gedenken. Weseke, den 9. Dezember 1940. 81 Die Pfarrgeistlichkeit Der Kirchenvorstand Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme und die vielen Kranzspenden beim Heimgange meines lieben Mannes, unseres guten Vaters und Opas, Bruders, Schwagers und Onkels, des Malermeisters Fritz Sommer danken wir herzlichst. Frau Elisabeth Sommer geb. Duesberg Familie Max Sommer Das Sechswochen-Seelenamt findet am Sonnabend, dem 14. Dezember 1940. 8¾ Uhr. in der St.-Antonius-Kirche statt, wozu wir freundlichst einladen. Für die beim Tode meines lieben, unvergeßlichen Mannes, unseres guten Vaters, Bruders, Schwagers und Onkels erwiesene überaus große Anteilnahme und die reichlichen Kranzspenden sagen wir herzlichen Dank. Das Sechswochen-Seelenamt für den lieben Verstorbenen findet statt am Freitag, dem 13. Dezember, morgens.15 Uhr, in der St.Josefs-Pfarrkirche, wozu freundlichst eingeladen wird. Münster(Kirdorfstr. 20), Dezember 1940. Fru Franziska Lücke und Kinder Die Malerei des Barock 5 Serien, Album 1. Diese Neuerscheinung, sowie auch alle anderen Bilderwerke können Sie nach wie vor in Verbindung mit dem jeweiligen Album(gegen einen geringen Aufpreis auch eingeklebt) gleich mitnehmen. Annahme von unsertlerten Schecks. Bilder, für die es keine Albe nmehr gibt, werden nur noch eine kurze Zeit umgetauscht. Alles Nähere erfahren Sie im Geschäft. Bilderdienst für Münster und das Münsterland nur bei: Hubert van Bevern Münster(Westf.), Rosenstr. 8, Ecke Schlaunstr. Geschäftszeit von 10 bis 17 Uhr durchgehend Schnellwaage 61 kg. Marke BIZERBA-ASE, fahrbar, neu, ab Lager lieferbar. 2 große Aufschnittmaschinen, gebraucht, gut erhalten, billig abzugeben. A. Rasche, Münster Am Kanonengraben la Tel. 2 38 18 bereitet mon Froven mit Geschenken, die Schönheit in sich tragen. Darum auf jeden Weihnachtslisch die schmucken Pockungen der ELEKTROBIO Kräuter-Kosmetik Krems, Gesichtskleie, Gesichts- und Haarvasser, Zahnpeste. 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Dezembei Der bekann datore Dr. graso“, hiel einen Vort! gegen Engl großem Tei wichtigsten Der anmaßende Ad Wir schreiben de politische und ideolog tanismus, die imper hat triumphiert. Un Whithall regiert, füh bleiben— der feur und Ziel geben muß. die Meere, damit si und die Welt erober Anker: Die eine, ur nach Ostindien, die Blakes, ins Mittelm So fahren zun Schiffe an Gibralta Meer. Das bedeutet mus in materiellen und Italien, dem sch dieser Kultur, komn besonders aufreizt, is seine Verachtung für es, daß Blake kein mit seinen Schiffeni heit berühmtes Meei entferntesten daran, Kommandobrücke au der dorischen Tempdie normannischen K bögen Venedigs wil daß er in ein Meer ältesten Kultur der den Küsten eines L etwas in der Menschheit zählt. Nein, nicht im Mittelmeer nur eine von halb barbarische Beduinen, oder vor Spaniern und Italibesteht für ihn kein und Tripolis, zwisch und dem Bey von 2 Sultan. Die unmit weise ist, daß Blake Häfen genau so ber Er erbeutet toskani mit Bombardierungsich Schadenersatz zahlen. Schlimmer als die Die Italiener ve mit dem imperialisti sie es zu tun haben, gegenüber Vorsichtsi nicht einmal gegend So verfügt der Pap ins Innere der Mar rung hat genügt, u erkennen zu lassen, des Mittelmeeres sit ersten unmittelbare Imperialismus mit alles enthalten, was dessen, von dem wi dem Kampf zwischer Für die englische Zeitalters, für die 2 cent und Nelson we in dem die englisch „Eingeborenen“, erl Mentalität blieb der gleichbedeutend mit leicht mit Flottenge Schmeicheleien einer lich konnte eine der praktische Auswirkt Mittelmeer nur fort gelähmt durch seine Die Unfähigkeit Ite setzung, damit die Stellung genießen Beginn des 19. Jah anders ausgedrückt Mittelmeer politisch Mittelmeervolk, das großen Binnenmeer der Machtlosigkeit v des 17. Jahrhunder sich zum erstenmal Der Gegensatz kla Stattdessen voll historische und sozia mento. Die Gründ Anfang an gleichbe nung der englischen Learfel Eine eindruc Man muß Zeit Räume des Lande Graphikschau unterg vorragenden Arbeit Der Holzstich Mahr. MFA — Mikrotilmarchit der deutschsprachigen Presse.V K— 12. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 341 Süuberung des Mittollneers Italiens geschichtlicher Auftrag, der Krieg gegen England— Von Dr. Ciovanni Ansaldo Am Dienstagmittag hielt der Führer in der riesigen Halle eines deutschen Rüstungswerkes eine Rede an die deutschen Rüstungsarbeiter, die über alle deutschen Sender übertragen wurde. Er wies auf die ungeheure Rüstung hin, die in Großdeutschland geschaffen wurde und in der Hand des deutschen Soldaten auch den Sieg erzwingen wird.— Unser Bild zeigt eine Uebersicht über die Werkshalle während der Rede des Führers.(Scherl-.) KDF— Made in England England spielt jetzt auf einmal die soziale Flöte— Ein Treppenwitz der Weltgeschichte Der bekannte italienische Journalist Commen= datore Dr. Ansaldo, Direktor des„Telegrafo“, hielt im Auslands=Presse=Club Berlin einen Vortrag über den„italienischen Krieg gegen England“. Wir entnehmen diesem mit großem Temperament gehaltenen Vortrag die wichtigsten Abschnitte im Wortlaut: Der anmaßende Admiral Blake Wir schreiben das Jahr 1655. England hat seine politische und ideologische Revolution beendet: Der Purijanismus, die imperialistische Religion der Engländer, hat triumphiert. Und Cromwell, der in Wahrheit in Phithall regiert, fühlt, daß er— um an der Macht zu bleiben— der feurigen Energie der Sekten Richtung und Ziel geben muß. Und so schickt er seine Schiffe auf die Meere, damit sie die spanischen Galeonen erntern und die Welt erobern. Zwei große Flotten lichten die Anker: Die eine, unter dem Kommando Penns, fährt nach Ostindien, die andere, unter dem Kommando Blakes, ins Mittelmeer. So fahren zum erstenmal bewaffnete englische Schiffe an Gibraltar vorbei in das große geschlossene Meer. Das bedeutet, daß der puritanische Imperialismus in materiellen Kontakt mit der Mittelmeerkultur und Italien, dem schöpferischen und bedeutendsten Land dieser Kultur, kommt. Was an der Haltung Blakes besonders aufreizt, ist seine stolze und kalte Anmaßung, seine Verachtung für alle und alles. In der Tat scheint es, daß Blake keinerlei Kenntnis davon hat, daß er mit seinen Schiffen in ein in der Geschichte der Menschheit berühmtes Meer eingefahren ist. Er denkt nicht im entferntesten daran, daß das Meer, das er von seiner Kommandobrücke aus sieht, an seinen Ufern die Säulen der dorischen Tempel Siziliens, die römischen Bogen, die normannischen Kathedralen und die gotischen Spitzbögen Venedigs widerspiegelt. Er ahnt nicht einmal, daß er in ein Meer gekommen ist, das die Blüte der ältesten Kultur der Welt gesehen hat, und daß er an den Küsten eines Landes vorbeifährt, das wohl auch etwas in der Geschichte Europas und der Kultur der Menschheit zählt. Nein, nicht im geringsten. Für Herrn Blake ist das Mittelmeer nur eine Art von Kolonialmeer, dessen User von halb barbarischen Völkern bewohnt werden, wie den Beduinen, oder von barbarisierten Völkern, wie den Spaniern und Italienern. Und im Grunde genommen besteht für ihn kein großer Unterschied zwischen Livorno und Tripolis, zwischen dem Großherzog von Toskanien und dem Bey von Tunis, zwischen dem Papst und dem Sultan. Die unmittelbare Folge dieser Betrachtungsweise ist, daß Blake sich in unserem Meer, vor unseren Häfen genau so benimmt wie in einem Kolonialmeer. Er erbeutet toskanische und Malteser Schiffe, er droht mit Bombardierungen unbefestigter Städte und er läßt sich Schadenersatz für nicht bestehende Schädigungen zahlen. Schlimmer als die Seeräuber Die Italiener verstehen von dieser ersten Berührung mit dem imperialistischen England an so gut, mit wem sie es zu tun haben, daß sie dem puritanischen Admiral gegenüber Vorsichtsmaßregeln anwenden, die sie vorher nicht einmal gegen die rohen Seeräuber angewandt haben: So verfügt der Papst den Transport des Kirchenschatzes ins Innere der Marken nach Loretto. Diese eine Berührung hat genügt, um die Wesensart der neuen Gäste erkennen zu lassen, die leider auch die neuen Herren des Mittelmeeres sind. Merken Sie sich gut: In dieser ersten unmittelbaren Berührung des angelsächsischen Imperialismus mit der Mittelmeerkultur ist im Kern alles enthalten, was dann folgte, sogar das Geheimnis dessen, von dem wir seit Jahren Zeugen sind, nämlich dem Kampf zwischen Italien und England. Für die englischen Staatsmänner des imperialistischen Zeitalters, für die Admiräle vom Typ eines Saint Vincent und Nelson war das Mittelmeer immer ein Meer, in dem die englischen Flotten sich alles gegenüber den „Eingeborenen“ erlauben konnten. In der englischen Mentalität blieb der Begriff„Mittelmeerländer“ immer gleichbedeutend mit Ländern zweiten Ranges, die man leicht mit Flottengeschwadern einschüchtern oder mit den Schmeicheleien einer„Garantie" erobern konnte. Natürlich konnte eine derartige Auffassung und eine derartige praktische Auswirkung der englischen Herrschaft im Mittelmeer nur fortdauern, solange Italien untätig war, gelähmt durch seine Zersplitterung. In anderen Worten: Die Unfähigkeit Italiens war die notwendige Voraussetzung, damit die Engländer in Ruhe die privilegierte Stellung genießen konnten, die sie sich im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts gesichert hatten. Und noch anders ausgedrückt: Es war notwendig, damit das Mittelmeer=politisch englisch blieb, daß das einzige große Mittelmeervolk, das einzig wirklich europäische Volk des großen Binnenmeeres, der Weltpolitik fernblieb und in der Machtlosigkeit verharrte, in der es sich um die Mitte des 17. Jahrhunderts befand, als der Puritaner Blake sich zum erstenmal den Küsten seines Landes näherte. Der Gegensatz klafft auf Stattdessen vollzieht sich im 19. Jahrhundert das historische und soziale Wunder des italienischen Risorgimento. Die Gründung eines einigen Italiens ist von Anfang an gleichbedeutend mit einer völligen Verneinung der englischen Vorherrschaft im Mittelmeer. DieSsss ser Gegensatz, der uns heute mit Hilfe einer weiten historischen Perspektive deutlich und unvermeidlich erscheint, war in den ersten Jahrzehnten nach der Einigung Italiens zwischen 1870 und 1914 noch nicht so klar erkenntlich. Aber der Abgrund war da und tat sich immer mehr auf je mehr Italien das Wesen, den Willen und das Bewußtsein einer Großmacht zeigte. Der Abgrund war da und die Scharfsinnigsten fühlten und ahnten ihn, aber er war noch von einer Hülle von Gemeinplätzen verdeckt, von journalistischen Schlagwörtern und von diplomatischen Formeln über die„herkömmliche italienisch=englische Freundschaft". Die große Krise von 1936 Die große Krise von 1936 deckte den Abgrund vor aller Augen in einer denkwürdigen dramatischen Form auf. Der unvermeidliche Gegensatz zwischen Italien und England, solange durch Wortgeplänkel verdeckt, wurde vor der ganzen Welt offenbar. In der Tat konnte England im Mittelmeer keine Nation dulden, die einen eigenen Willen besaß, keine wirkliche Großmacht. Alle seine materiellen Interessen standen dem entgegen, sein ganzer jahrhundertealter Stolz widersetzte sich dem, seine ganze Anmaßung gegenüber den Mittelmeervölkern und der Mittelmeerkultur im allgemeinen und gegenüber Italien im besonderen trieb es zu einer völligen Ablehnung. Die Auflehnung Italiens war total. Es war eine diplomatische und moralische Auflehnung. Mit einemmal fühlte das italienische Volk tief nicht nur die Anmaßung in bezug auf Aethiopien, sondern auch alle anderen englischen Anmaßungen, die es schon seit langem vergessen hatte, aber deren Erinnerung unbewußt in seinem Gewissen lebte. Alle politischen und sozialen Demütigungen, die die Italiener in den drei Jahrhunderten der englischen Weltherrschaft erlitten haben, alle Kränkungen, die unserer alten Kultur zugefügt wurden, alles das brach mit einem Schlage aus den geheimen Tiefen der italienischen Volksseele hervor. Aethiopien, das nur der zufällige Anlaß der großen Krise gewesen war, wurde nur eine Episode darin, und von da ab war ein offensichtlicher Zustand der Feindseligkeit zwischen Italien und England. So geht das italienisch=englische Spiel von 1936 bis 1939, wird immer gespannter, bis vor einem Jahr im September am anderen Ende Europas, fern dem Mittelmeer, der Krieg ausbrach. „Non Belllgeranza“ Das italienische Volk begriff gleich in jenen leuchtenden Septembertagen, daß der Angriff Frankreichs und Englands nicht nur darauf gerichtet war, Deutschland zu treffen, sondern auch, wenigstens in zweiter Linie, Italien. Es begriff, daß der Angelpunkt, um den sich die italienische Politik drehen würde, das persönliche gegenseitige Vertrauensverhältnis zwischen dem Duce und dem Führer sein würde. Es begriff also das Wesentliche: nämlich, daß es im Grunde schon für diesen Krieg verpflichtet war und daß es sich nur darum handelte, den Augenblick abzuwarten, in dem diese Verpflichtung zu einer wirklichen und sormellen Kriegserklärung an die Westmächte führen würde. Vielleicht ist in diesem Zusammenhang ein kleines persönliches Zeugnis nicht unangebracht. Ich hatte die Ehre, im März vom Duce empfangen zu werden. Bei jenem Empfang hielt der Duce an einem gewissen Punkt, an der er zu uns mit kalter Ruhe über die Lage sprach, die sich für Italien aus den englischen Blockademaßnahmen ergebe, inne, als ob er nachdenke, und nachdem er von seinem Schreibtisch einen großen Aktenband nahm und mich ansah, sagte er:„Sehen Sie, das ist die ganze Dokumentensammlung der Uebergriffe und Piratenakte, die die englischen Schiffe in Gibraltae und im Mittelmeer zu unserem Schaden verüben. Ich lasse sie Tag für Tag vervollständigen, ich habe sie hier in Reichweite, ich studiere sie und denke darüber nach.“ Seine Stimme hatte sich nach und nach erhitzt, war stärker geworden, man hörte, daß Empörung und Unwillen, lange zurückgehalten, sein Herz tief bedrängten. „An dem Tag, an dem das italienische Volk dies alles wissen wird, wird es wie ein Mann aufstehen. Das weiß ich, das fühle ich.“ An jenem Tag im Palazzo Venezia hatte ich die Gewißheit, daß Italiens Eintkitt in den Krieg nur eine Frage von Wochen sei. Vertreibung aus dem Mittelmeer Dieser Krieg wird jetzt an allen italienischen, afrikanischen Fronten, auf allen Meeren, die für die italienische Luftwaffe und Kriegsflotte erreichbar sind, geführt. Was ist sein Zweck? Was ist sein unmittelbares Ziel? Dieses Ziel ist: den großen Eindringling aus dem Mittelmeer zu vertreiben. Die Befreiung des Mittelmeers von jeder Kontrolle und jedem Einfluß nicht mittelländischer Mächte ist in Wahrheit das wirkliche und höchste Interesse Italiens im großen Binnenmeer, damit dies nur den Mittelmeervölkern gehören soll, und wenn Italien dies Ziel erreicht, so hat es seine imperiale Zukunft gesichert. Italien will nicht die Unabhängigkeit der kleineren Völker, die an dem großen Binnenmeer liegen, unterdrücken. Es verlangt dagegen von ihnen etwas ganz anderes, nämlich, daß sie wahrhaft unabhängig sein sollen von jedem angelsächsischen Einfluß, jeder angelsächsischen Garantie und jeder angelsächsischen Intrige. Und die Unternehmung, die sich augenblicklich in Griechenland abwickelt, ist beschlossen worden und wird zu Ende geführt werden, eben mit dem Ziel, den englischen Einfluß in diesem Mittelmeerland zu beseitigen. Es wird dann jene mittelländische Einheit wiederhergestellt werden, die von der Geographie, der Geschichte und der wirtschaftlichen Notwendigkeit gefordert ist. Das Nachdenken über das Geheimnis der deutschen Siege hat in England Monat für Monat die erlesensten Hirne beschäftigt, soweit der würgende Griff von Luftwaffe und Seekriegswaffen dem Geist Raum zu seinen normalen Funktionen gelassen haben. Der Erfolg dieses Denkens ist ausgeblieben. Man begreift die neue Welt nicht mehr. Das einzige, was man in der Erkenntnis der eigenen Unterlegenheit auf allen Sektoren des geistigen und materiellen Kampfes dem Gegner entgegenzustellen vermochte, war die Kopie, die Kopie der Methoden, die man einst belächelt, bespöttelt und verlästert hatte, deren Kraft sich jedoch in einem Ausmaß offenbarte, daß man die eigenen Urteile schamhaft revidierte. Längst sind in England Schrott= und Altstoffsammlungen und manches andere zum Alltag geworden, übernommen in ihren äußeren Formen; nach dem tragenden Geist, der allem diesem in Deutschland den Erfolg sicherte, sucht man aber vergebens. Schon geben sich die Plutokraten„sozial“, ohne dabei jedoch über das Karitative hinauszugelangen, während die Männer der Labour Party ihre Netze auslegen, um Ziele ihres Programms zu verwirklichen. Aber auch hier bleibt es bei der Kopie der Formen, wie in diesen Tagen erst der Fall des Mr. George Gibson zeigte. Dieser Mann, Vorsitzender des Gewerkschaftskongresses, verkündete im Rundfunk nicht mehr und nicht weniger als eine Art KdF.=Programm, das allzu deutlich fremde Vorbilder erkennen läßt, obwohl seine Vorschläge krampfhaft alles vermeiden, was allzu„nazistisch“ klingen könnte. Man höre:„Es sollte— so meinte Mr. Gibson— ein feierlicher Entschluß der Regierungen des Mutterlandes und der Dominien sein, wenn der Friede kommt, nicht mehr länger zu gestatten, daß das Empire für die Massen ein geschlossenes Buch ist.“ Und weiter:„Es muß Hunderttausenden unserer Leute möglich sein, ein oder zwei Jahre auf ihren Urlaub zu verzichten, um genügend Zeit anzuhäufen, die ihnen eine Reise im Empire ermöglicht.“ Und um die Kopie vollständig zu machen, dürfen auch die zünftigen KdF.=Dampfer nicht fehlen, denn es heißt ausdrücklich in dem Programm des Mr. Gibson, der erstrebte„Seeverkehrstrust“ sollte„einige speziell für diese Zwecke geeignete Dampfer bauen oder umbauen".(Wäre es nicht einfacher, sich nach dem nach Churchills Worten ja unausbleiblichen Siege kurzerhand die deutschen KdF.=Schiffe ausliefern zu lassen?) KdF.— in England! Ein Treppenwitz der Weltgeschichte. Kraft durch Freude— in einer Plutokratie! Wie wenig hat man doch in England von der großen Revolution verstanden, die durch unsere Generation geht und wie durchsichtig sind doch diese trostreichen Zukunftsbilder, die man neben den Trümmern dir zerstörten Städte aufbaut nach dem gleichen Rezept, nach dem man im Weltkrieg noch Araber und Inder zu täuschen vermochte. Stimmen zum Tage „England hat sich allmählich zu der bitteren Ueberzeugung durchgerungen, daß Wetterschwierigkeiten für die deutschen Flieger keine Rolle spielen. Die deutschen Maschinen können eben bei jedem Wetter geflogen werden.“ („Sydsvenska Dagbladet“, Stockholm) * „Das britische Volk kennt seine Kriegsziele noch nicht. Mit anderen Worten: diese haben nie bestanden. Englands herrschende Kaste ist in den Krieg eingetreten, um ihre Vorherrschaft aufrecht zu erhalten. Das sind aber keine Ziele, sondern nur Beweggründe, die man zudem nicht einmal eingestehen kann."(„Tribuna", Rom) * „Die letzten Hoffnungen Englands auf Fortsetzung der Handelsschiffahrt hängen an einem seidenen Faden. England hat schwere militärische und diplomatische Schläge erhalten. Dieser Krieg stellt die erste Stufe einer Weltumwälzung dar.“ :(„ T o k i o A s a h i S c h i m b u n“, T o k i o) * „Die englische Regierung hat Anlaß, sich Veränderungen zu unterziehen. Man hat schon lange gefühlt, daß die Mitglieder der Koalitionsregierung nicht immer politisch übereinstimmen. Die Repräsentanten der Arbeiterpartei verlangen heute eine Staatskontrolle über lebenswichtige Unternehmungen.“ („Reynold News“, London) * „Man habe viel Anzeichen dafür, daß Deutschland volles Verständnis für die rumänische Industrie habe und man brauche keine Engherzigkeit zu fürchten. Sehr viel sei von den industriellen Kommissionen zu erwarten, die in Kürze sich aktiv betätigen würden.“ („Curentul“, Bukarest.) In seiner großen Rede an die Arbeiter sprach der Führer auch ausführlich von der ungerechten Verteilung der Besitztümer der Welt. Er wies hierbei besonders auf die Länder hin, die England durch seine Raubzüge in den letzten Jahrhunderten an sich gerissen hat.— Um welche Erdteile es sich hier handelt, ist in dieser Karte anschaulich dargestellt.— Die schwarzen Flächen zeigen die Gebiete, die sich England mit brutaler Gewalt geholt hat, wobei es die Lebensrechte der Völker in gröbster“ Weise mißachtet hat.(Scherl-.) Graphleschau im Tandesmaseum Eine eindrucksvolle Ausstellung— Ueber 1200 Stücke zum Aushang gebracht Münster, 12. Dezember. Man muß Zeit und Ruhe haben, wenn man die Räume des Landesmuseums, in denen die Deutsche Graphikschau untergebracht ist, mit ihren vielen, oft hervorragenden Arbeiten richtig für sich erschließen will. Der Holzstich„Ulrich von Hutten“ von Karl Mahr.(Aufn. H. Sattler, Altona.) sich einem hier auftut, will von der Größe deutDDer Kunst sprechen; es erhebt sich über den Rahmen des Individuellen, obwohl die vielen Werke die EigenEt ihrer Künstler nicht verleugnen; die Räume, die nach thematischen Gesichtspunkten ausgestaltet worden #nd, bilden in sich eine Einheit, und man tut gut, diese Enheit anzuerkennen und sich vor Augen zu führen, ehe man die nächste Zusammenstellung, in der einem vielleicht Werke derselben Graphiker wieder begegnen, überblickt und in allen Einzelheiten anschaut. Die Ausstellung selbst wurde nicht in Münster so, wie wir sie vor uns sehen, aufgebaut. In Hamburg erstand sie und hat auch hier recht viel Anerkennung und Bewunderung gefunden. Daß insgesamt über 1200 Arbeiten hier vereinigt wurden, spricht für eine ungeheure schwierige und vielseitige Vorbereitung. Ein Gang durch die Ausstellungsräume, der, um richtig ausgenutzt zu werden, sicherlich wiederholt werden müßte, zeigt die unendliche Fülle und den großen künstlerischen Reichtum im ganzen Umfange auf. Das feierliche Gedächtnis, das gleich im ersten Raum dem kürzlich erst verschiedenen Graphiker Hermann Kätelhön gewidmet wird, berührt jeden, der an seiner Böste vorüberschreitet und mit einem langen Blick auf seine schönen Werke, die er alle der Arbeit, seinen Kameraden im Ruhrgebiet, zueignete, von ihm Abschied nimmt; hier offenbart sich ja auch eine der stärksten Kräfte, die in der Gegenwart den Stift geführt haben. Und um den Verstorbenen herum scharen sich andere Künstler, die auch der Arbeit zu dienen suchten: Georg Fritz, der einige von seinen 30 Berliner Radierungen zur Verfügung gestellt hat, Curt Winkler mit seinem eindrucksvollen und lebendigen„Erweiterungsbau der Reichskanzlei“, Rudolf Warnecke aus Bautzen mit seinen elementaren, oft symbolischen Holzschnitten der deutschen Arbeit, die den Webern, den Zimmerleuten, den Bauern, den Holzfällern oder den Bergmännern unter Tage im Stollen zugedacht sind: spricht aus ihnen allen der regsame Geist des schaffenden Menschen, so wird durch eine weitere Reihe im selben Raume die Kraft, die Arbeit verteidigt, lebendig. Professor Wilhelm Petersen, der der deutschen Wehrmacht in den Maitagen 1940 mit dem Pastellstift folgte und ein gutes Stück den deutschen Vormarsch bis tief nach Holland hinein begleitete, skizzierte den Soldaten der Wafsen=5, der Standarte Germania; aus dem Nebel des Vormarsches blickt er gläubig und vertrauend in eine lichte, klare Zukunft, die konsequent angestrebt wird. Neben ihm vertritt Wolfgang Willrich den Geist unserer Wehrmacht, wenn er in sauberen, formschönen Charakterköpfen Heerführer und Soldaten zu Lande, zur See und in der Luft darstellt und ihnen klare, harte, tief einprägsame Züge verleiht. Der Raum, der sich mit dem deutschen Stadtbild beschäftigt, steht besonders Erich Feyerabend vertreten, der in seinen sechs Holzschnitten großes Gewicht auf eine abgeschlossene, runde Komposition legt. In engem kollegialen Wettstreit mit ihm setzt sich Professor A. Friedrich mit seinen Kupferstichen norddeutscher Städte durch. Die klaren Linien, die feinziselierte Ausführung und die lockere Auffassung sprechen für besonders gelungene Arbeiten. Hier sei auch noch der kolorierte Holzschnitt von Wilhelm Dieninghoff genannt, der einen Blick auf das alte Münster, wie es vor Jahrhunderten bestanden haben mag, verkörpert. Den Raum lockern G. Semtke mit den kraftvollen Darstellungen des Hafens in Wismar und des Lübecker Domes, vor allem aber Karl Mahr mit seinen tiefgründigen Holzstichen von Gutenberg und Ulrich von Hutten thematisch gut auf. Gehen wir ein paar Schritte weiter, so fasziniert uns gleich die Darstellung von Prof. Wilhelm Heise(Königsberg), der sorgfältig durchgearheitete, sein abgewogene und nuancierte Blumen ausgestellt hat. Neven ihm versucht Fritz Richter(Berchtesgaden) eine graphische Darstellung des Nibelungenliedes und der Goetheschen Fausttragödie. Auch Walter Lohmeier ist zu Worte gekommen. Seine eindrucksvollen Radierungen vom Domwinkel in Magdeburg oder von den Fischerbooten verraten eine Liebe zum kunstvollen Idyll. Otto Nückel versucht auf seine Art, der heiteren Muse ein Kompliment zu machen; sein„Regenwetter“ und der Abschied, zwei kolorierte Kupferstiche, haben recht viel Herzhaftes und Humorvolles in sich. Der große Saal neben dem Eingangsraum ist vorwiegend der Bildnis= und der Aktdarstellung vorbehalten. Will Spaniers Radierung„Kleines Kind“, das Bild„Meine Frau“ von Professor Heronx, das Selbstbildnis von Wilhelm Geisler,„Der Archivar“, von Karl Doerbecker und das Bildnis O. von Millers von Sepp Franke, all diese Arbeiten verraten lebendiges und prägnantes Künstlertum. Auch der Akt kommt zur Geltung, obwohl er für die Graphik lange nicht die Anziehungskraft besitzt, wie etwa für die Malerei. Hier sind es besonders Albert Mann und Hans Peters, die ruhig=besonnene, rhythmisch aufgebaute Arbeiten aufweisen. In diesem Zusammenhang seien auch die beiden klaren und formschönen Bilder von Heinrich Ilgenfritz gebührend gewürdigt. Die folgende Abteilung, die sich mit dem Wesen und dem Charakter der Landschaft befaßt, ist auch reichlich beschickt worden. Stimmungsvolle Arbeiten von Jean Henselmann, W. J. Küpper oder Ottohans Beier, der einen neckischen Zug in seine Bilder legt, von Joachim Daerr und Hans Ramoni d. I. begegnen uns hier. Bayrische Seen finden in Josef Weiß einen klugen Deuter, Franz Jansen bringt gut ausgeführte Rheinthemen und Ferdinand Eckhard zeigt uns romantische Tiroler Gassen. In echter Tiefe gestaltet ist Paul Müllers„Heimkehrende Herde“, symbolisch und stark wirken die alten Eichen und die Wintersonnenwende von Karl Hennemann. Aufgelockerte Kompositionen finden wir in den sanften Landschaftsidyllen von Josef Steib, eine prächtige Seelandschaft mit Deich bei Pros. Eckener und eine fast seierliche Komposition in der„Schatzinsel" von Wilhelm Höpfner. Zum Schluß seien auch noch der Stuttgarter Mayerhoser=Passau, Albert Birkle mit seinen eindrucksvollen Kohlezeichnungen und Gerhard Kraar, dessen„Deutsches Land“ lebendig und doch ruhige Wirkungen auslöst, genannt. Natürlich ist es bei einer solch großen Ausstellung unmöglich, alle Graphiker, die gute Leistungen hervorgebracht haben, eingehend zu würdigen. Deshalb können die großen Lücken unserer Betrachtung, zu denen uns der Platzmangel zwingt, nur aufgehoben werden durch eine sorgfältige Besichtigung dieser Schau, die sicherlich vielen etwas zu sagen hat. Karl-Heinz Henkel Kleine Kundschau Der Träger des Eichendorfs-Preises 1940. Felix Petyrek wurde mit dem diesjährigen EichendorffPreis ausgezeichnet. Der Komponist war früher in Stuttgart und ist jetzt in Leipzig tätig. Im Rahmen eines Festkonzertes mit Aufführung von Werken des Komponisten findet die feierliche Überreichung des Preises im Januar 1941 in Prag statt. Petyrek schried u. a. die Musik zu Hans Reinharts Drama„Der Schatten in Zürich“, das sehr erfolgreich aufgeführt wurde. Geeihe-Medaille für Prosessor Kapp-Freidueg. Der Führer hat dem Universitätsprosessor lie. Dr. phil. h. c. Wilhelm Kapp in Freidurg=Br. in Würdigung seiner Verdienste um das deutsche Volkstum im Elsaß und um die deutsche Zeitungswissenschaft die Goethe=Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Das Märchen von der Nachtigall „Gastspiel in Kopenhagen“— Erstauffi „Gastspiel in Kopenhagen“ nennt sich das Stück von Friedrich Forster— wer erinnert sich nicht seines packenden Wasa=Schauspiels und der wundervollen Jungengeschichte„Robinson soll nicht sterden"— das im „Kleinen Haus“ des staatlichen Schauspiels seine Erstaufführung erlebte. Es ist ein sehr zartes, sehr empfindsames Stück, in dem Stimmung und Gefühl stärker zum Betrachter sprechen als die Handlung. Denn diese Handlung, ist sie eigentlich noch Handlung? Ein Märchendichter verliebt sich in eine Sängerin, die sich einem anderen versprochen hat, er liebt sie und bekommt sie nicht, er verzichtet und schreibt seine Sehnsucht fortan in seine Märchen hinein. In drei Akten voller Seligkeit und überschwang, voll schöner, buntbebänderter und zärtlich=schmerzlicher Worte finden die beiden Liebenden — Andersen und Jenny Lind!— zueinander, Minuten nur, in denen sie das Dasein des„anderen" vergessen, im vierten wird ihnen ein kurzes und letztes Wiedersehen geschenkt; der 5. Akt begnügt sich dann damit, über das Vorhergegangene zu meditieren. In ihm ist jedoch einem Schauspieler vom Range Friedrich Kayßlers in der Maske Thorwaldsens Gelegenheit gegeben, über Kunst und Leben und Erleden kluge und tiese Sätze zu sprechen, die noch eine gute Weile weiterklingen. Was sonst bleibt? Nun— die Erinnerung an ein wundersames, blumenhaft=zartes Prinzeßlein(Heli Finkenzelführung im„Kleinen Haus“ in Berlin lers Jenny Lind) und an das Märchen von der Nachtigall, das Elsa Wagner zu Beginn mit soviel Wärme und Herzlichkeit erzählt, daß Beifall ihr mitten in die Szene dankt,— die Erinnerung an ein wirkliches, ein wahrhaftig zu Herzen gehendes Märchen. Pudolf Pörtner Ehrungen für Professor Wilhelm Teudt Ueberreichung der Goethe-Medaille— Detmold feiert seinen Ehrenbürger Der 80. Geburtstag von Professor Wilhelm Teudt, dem Ehrenbürger der Stadt Detmold, war Anlaß zu einer Feierstunde im Rathaussaal, wobei Kreisleiter Wedderwille dem Jubilar die ihm vom Führer verliehene Goethe=Medaille sowie ein Olgemälde von den Externsteinen, der bekannten Forschungsstätte Teudts, als Geschenk der Lippischen Landesregierung überreichte. Namens der Stadt Detmold übermittelte Erster Beigeordneter Dr. Schmitz als stellvertretender Bürgermeister die besten Glückwünsche und gab dabei bekannt, daß die Stadt beschlossen habe, die bisherige Teutstraße— so bekannt nach der Teutoburg und dem Teutoburger Wald— in„Wilhelm Teudt=Staße" umzubenennen. Außerdem überreichte er dem verdienstvollen Forscher ein Führerbild. 2 MFA Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse eNV. 12. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 341 Mestfolen-Nord und Nochbargase Anenngeschruntter Mäderschat Vor einem Neuen Mutterschutzgesetz Aus zohlreichen Anfragen, die das Frauenamt der wachsendem Erfolg packen unsere Seestreitkräfte den engDAF erhalten hat, geht hervor, daß über die geltenden lischen Lebensnerv. Mutterschutzbestimmungen noch häufig Unklarheit herrscht. In der„Frau am Werk“ wird deshalb darauf hingewiesen, daß der Mutterschutz auch während des Krieges keinerlei Einschränkungen erfahren hat. Es handelt sich nicht nur um die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der werdenden Mutter, sondern auch um alle anderen Maßnahmen, die von Partei, Staat und Betrieb in der Sorge für die Mütter geschaffen wurden. Sie bestehen aus einer Fülle kleinerer und größerer Hilfeleistungen für alle Anforderungen des Alltogs. So sorgt der Staat für zusätzliche Nahrung und Kleidung, die RSB für verstärkte Erholungspflege, die nationalsozialistischen Frauenorganisationen stellen die Nachbarschaftshilfe, die Betriebe nehmen weitgehend Rücksicht auf die werdende Mutter. Sowohl das Frauenamt der DAF wie das Reichsarbeitsministerium haben Entwürfe für ein neues Mutterschutzgesetz ausgearbeitet, in dem künftig der Mutterschutz noch großzügiger ausgebaut werden soll. Bis dohin gilt zum Schutze der werdenden Mutter im Betriebe noch das Gesetz über die Beschäftigung vor und nach der Niederkunft von 1927, ergänzt durch die Arbeitszeitordnung. Für sechs Wochen nach der Niederkunft besteht ein ausdrückliches Beschäftigungsverbot. Bis zu sechs Wochen vor der Nieder= kunft besteht das Recht zur Arbeitsniederlegung. In diesen 12 Wochen vor und nach der Niederkunft genießt die Frau Kündigungsschutz. Außerdem kann die Schonfrist nach der Niederkunft noch um 6 Wochen verlängert werden, wenn es der Gesundheitsschutz der Mukter erfordert. Weiter können ihr tägliche Stillpausen bis zum Ablauf des 6. Monats nach der Niederkunft gewährt werden. Nach der Arbeitsordnung kann die Frau während der Schwangerschaft und Stillzeit jede Mehrarbeit über die 48=Stunden=Woche hinaus ablehnen. Während der Zeit der Arbeitsniederlegung vor und nach der Niederkunft zahlen die gesetzlichen Krankenkassen ein Wochen= und Stillgeld. Darüber hinaus sind in viele Betriebsordnungen Bestimmungen ausgenommen worden, die die DAF für einen erweiterten Mutterschutz gefordert hat. Einer der wichtigsten Punkte empfiehlt den Betriebsführern, den Differenzbetrag zu zahlen, der zwischen dem Wochengeld und dem normalen Wochenlohn der werktätigen Frau besteht. Diese Differenzzahlung ist auch während des Krieges möglich. Schließlich ist auf Antrag des Frauenamtes der DAff der werdenden Mutter kürzlich eine weitere wesentliche Erleichterung dadurch geworden, daß die Nachuntersuchung durch den Vertrauensarzt der Kasse wegfällt. Die Kriegsmarine ruft! Auf allen Meeren steht die deutsche Kriegsmarine in Peugeh erbittertem Kampf gegen die britische Seemacht. Mit Großdeutschlands Seeleute sichern die Küsten vom Nordmeer bis zur Biscaya. Tausende von Kriegsfahrzeugen sind eingesetzt, und immer wieder werden für neue Aufgaben neue Besatzungen erforderlich. Außer den laufenden terminmäßigen Einstellungen besteht eine einmalige günstige Gelegenheit zum 1. Februar 1941— ärztliche Eignung vorausgesetzt— zum Eintritt in den Flottendienst. In Frage kommen hierfür junge Leute vom vollendeten 17. bis zum 25. Lebensjahr, die eine abgeschlossene Berufsausbildung(Gesellenprüfung) nachweisen können bzw. bis zum Tage der Einstellung diese Prüfung abgelegt haben. Es liegt Bedarf für sämtliche Laufbahnen vor. Meldungen sind zu richten an das für den Wohnsitz des Bewerbers zuständige Wehrbezirkskommando, Abteilung Kriegsmarine, wo jede weitere Auskunft über die Einstellung erteilt wird. Westsalen in Berlin seiern Weihnachten In diesen Tagen feierte die Landsmannschaft der Westfalen, der Westfalenbund Groß=Berlin, sein Weihnachtsfest, dessen Programm von Gemeinschaftswillen und Gemeinschaftsarbeit zeugte. Die Veranstaltung ließ aber auch klar das Bestreben zutage treten, die Westfalen in der Reichshauptstadt immer wieder mit der Heimat in Verbindung zu bringen. Die Festteilnehmer hörten das Glockenspiel des Bochumer Rathauses. Den Vorspruch zur Weihnachtsfeier der Westfalen in Berlin, den wir hier wiedergeben, schrieb Anne Honekamp. mit einem Radfahrer zusammenstieß. Sie siel vom Rad und erlitt durch den Sturz einen Beinbuch. Die Freiwillige Feuerwehr sorgte für ihre Ueberführung ins Krankenhaus. Der Alkohol war wieder schuld Bockum=Hövel. Das Schöffengericht in Münster hatte sich wieder einmal mit einem durch Alkohol entfachten Streit zu befassen, in dem ein Joh. D. und Ka.., beide aus Bockum=Hövel, verwickelt waren. Sie hatten sich abends„einen getrunken“ und gingen zusammen mit einem S. nach Hause. Und wie es dann bei solchen Gelegenheiten allzu leicht passiert, gab es Unstimmigkeiten, und ein Streit war bald vom Zaune gebrochen. Die beiden jungen Leute entwickelten sich dann zu Raufbolden, wie man sie nicht alle Tage vor Gericht zu sehen bekommt. Man trat ohne den geringsten Grund den älteren S. mit Füßen, einer schlug ihn mit einer Bierflasche an den Hinterkopf, der andere beging ihn mit einem dicken Stein im Gesicht, so daß S. u. a. einen Kieferbruch davontrug, an dessen Folgen er heute noch leidet. Man warf den„Vertrümmten“ dann noch in einen Graben ins Wasser. Als S. sich wieder erhob, stieß man ihn mit einem Fußtritt gegen die Schulter zurück in den Graben und ließ ihn dort liegen. S. war längere Zeit arbeitsunfähig. Mit einer Geldstrafe konnte die unverschämtte Gemeinheit nicht gefühnt werden, wenngleich beide noch jung und bisher unbestraft sind. Auch kam die Mindeststrafe von zwei Monaten Gesängnis für gefährliche Körperverletzung nicht in Frage. Das Urteil lautete gegen beide Angeklagten auf je drei Monate Gefängnis. Nun senkt sich nieder auf die große Stadt die hohe Nacht,— und alle Sterne glühen. Dies ist die Stunde, da ein Traum erwacht und alte Lieder auf den Lippen blühen da unsere Sehnsucht, märchenweit und groß, im Herzen aufbrennt wie in jenen Tagen, da wir als Kinder dieser Stunde Glanz voll heißer Freude tief in uns getragen. Und jenes Land steigt strahlend vor uns auf, das unster Kindheit Glück und Traum erlebte, das, eingeschmiegt in dunkler Wälder Pracht, den Schimmer rings um unsere Sehnsucht webte. Geliebte rote Erde, Heimatland, dich grüßen wir mit glanzerhellten Herzen! Du hast uns stark und stolz und froh gemacht. Du lebtest mit uns Seligkeit und Schmerzen. Nun senkt sich nieder auf die große Stadt die hohe Nacht,— und alle Sterne glühen. Dies ist die Stunde, da ein Traum erwacht und alte Lieder auf den Lippen blühen. Blick ins Münsterland Anmeldung zur zweilen Hengsthauptkörung fen damit rechnen, daß auch diese drei Orte noch namhafte Wir veröffentlichten dieser Tage einen Hinweis auf Spenden zu den Wunschkonzerten aufbringen werden. die zweite Hengsthauptkörung(Nachkörung) in Hamm, die am 7. Januar 1941 durchgeführt wird. Die Anmeldungen hierfür sind nicht, wie irrtümlich mitgeteilt, bis zum 25. Dezember, sondern bis zum 15. Dezember an das Köramt der Landesbauernschaft Westfalen in Münster, Engelstraße 28, zu richten. 2179 Haushaltungen und 9053 Einwohner In Warendorf „Warendorf. Am 1. Januar 1940 gab es in der Stadt Warendorf 2179 Haushaltungen und 9053 Einwohner. Im Jahre 1933 waren es 1917 Haushaltungen und 8443 Einwohner. Seit 1933 ist demnach eine merkliche Steigerung eingetreten. Desgleichen ist auch im letzten Jahre eine beachtliche Bevölkerungszunahme zu verzeichnen. Ein Rößlein machte sich selbständig Jüchlorf. In einem Nachbarort machte sich ein Pferd, das Tag für Tag den Milchwagen zur Molkerei fährt, selbständig. Infolge Erkrankung des Bauern stand dessen Frau im Begriff, den Wagen zu fahren. Das Pferd stand angespannt auf dem Hofe, während die Bäuerin noch schnell ins Haus ging, um einen Mantel zu holen. Als sie zurückkehrte, mußte sie feststellen, daß Pferd und Wagen verschwunden waren. Alles Suchen war erz gebnislos. Nach einer halben Stunde kam ein telephonischer Anruf, daß Pferd und Wagen ohne Kutscher an der Rampe der Molkerei eingetroffen waren— leider ohne Milch, die unterwegs aufgenommen werden mußte. Treu und brav hatte das Rößlein aber seinen gewohnten Weg zurückgelegt. Vom Dach in die Tiefe gestürzt Ahaus. Am Montagnachmittag ereignete sich auf der Schloßstraße ein Unglücksfall, der leicht noch schlimmere Folgen hätte haben können. Der Dachdeckergeselle H. Lefering stürzte vom Dache des Dr. Gombaultschen Hauses in die Tiefe. Die Leiter war ins Rutschen geraten und so hatte L. den Halt verloren. Die Folge dieses Sturzes war ein doppelter Armbruch und eine leichte Gehirnerschütterung. Der mit L. zu gleicher Zeit abstürzende Lehrling konnte sich so geschickt auffangen, daß er keinerlei Verletzungen davöntrug. Ortsgruppen- und Kreisamisleitertagung Coesfeld. Am kommenden Sonntag spricht Kreisleiter Tewes anläßlich einer für den Abschnitt Kreis Coesfeld des Großkreises Ahaus=Coesfeld anberaumten Ortsgruppen= und Kreisamtsleitertagung. Diese Arbeitstagung findet wieder im Bahnhofshotel Becker=Bertling statt. Ein Aulo geriel in Brand Dülmen. Der Kraftwagen eines hiesigen Kraftwagenbesitzers geriet plötzlich durch den Vergaser in Brand. Glücklicherweise konnte das Feuer durch den Kraftwagenführer schnell gelöscht werden. Lediglich die Schutzhaube des Wagens sowie einige Teile am Motor wurden beschädigt. Der Wagen mußte abgeschleppt werden. Ein böser Sturz mit dem Fahrrad Bocholl. Einen bösen Sturz tat hier am Dienstagnachmittag auf der Nobelstraße eine Radfahrerin, die Der Stabschef bei seinem Vataillons. kommandeur Unna, 11. Dezember. Stabschef der SA., Viktor Lutze, der am Sonntag in Arnsberg einen Horst=Wessel=Park und ein SA.= Denkmal einweihte, weilte am Montag in Unna, um seinem früheren Bataillonskommandeur. Major a. D. Thiele, zu seinem 70. Geburtstag seine Glückwünsche auszusprechen. Major Thiele, der Kreiskriegerführer ist, war von dem Besuch seines früheren Adjutanten, mit dem ihn stets eine herzliche Kameradschaft verbunden hat, völlig überrascht und betonte auf einem Beisammensein, daß der Besuch des Stabschefs ihm die größte Ehrung aus Anlaß seines 70. Geburtstages sei. 10 Jahre Ortsgruppe Rheda Gauleiter Dr. Alfred Mever sprach Im Neuhausschen Saale in Rbeda, in dem., Gauleiter vor 10 Jahren auf der ersten öfsent. lichen Versammlung der NSDAP sprach, fand läßlich des zehnjährigen Bestebens der fand an. Ortsgruppe Rbeda eine eindrucksvolle Feierstund, statt. Berufsschulen des Gartenbaues Der Reichserziehungsminister hat Grundbestimmungen und Prüfungsordnungen für die gartenbaulichen Berufsund Fachschulen erlassen. Die gartenbouliche Berufsschule ist die Lehrlingsschule, die alle im Gartenbau vorkommenden Arbeiten behandeln soll. Auch die Technik der wichtigsten gärtnerischen Arbeiten wird geübt. Der Schule ist ein Schulgarten anzugliedern. Der Lehrgang beträgt entsprechend der Lehrzeit drei Jahre. Als gartenbauliche Fachschulen werden Gartenbauschulen, Gemüsebauschulen, Obstbauschulen, Weinbauschulen und gartenbauliche Frauenschulen zugelassen. Diese Schulen, die auf der Berufsschule aufbauen, dienen der Fortbildung auf den einzelnen Fachgebieten, der Ausbildung der Gärtnermeister und Betriebsleiter. Nach bestandener Prüfung erhält der Schüler ein Abschlußzeugnis. Zuchthaus für eine Rabenmutter Sie ließ ihr fünf Jahre altes Kind verhungern Köln, 11. Dezember. Die 3. Strafkammer in Köln verurteilte die 36jährige Ehefrau Aug. Nagel aus Köln wegen roher Mißhandlung und böswilliger Vernachlässigung ihrer Pflichten gegenüber ihrem fünfjährigen Kinde Ludwig zu vier Jahren Zuchthaus und vierjährigem Ehrverlust. Am 21. Mai 1940 starb das am 10. September 1935 geborene Kind Ludwig. Der Obduktionsarzt stellte fest, daß das Kind an Unterernährung gestorben sei und eine große Zahl blauer Flecken und blutunterlaufener Stellen auf Mißhandlung deutete. Gegen die Mutter wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die Verhandlung gab ein erschütterndes Bild dafür, wie tief eine Mutter aus Abneigung gegen ihr Kind sinken kann. Während die Angeklagte ihren siebenjährigen Sohn Karl ordentlich hielt und ernährte, wurde der vierjährige Ludwig fortgesetzt mißhandelt. Man gab ihm wenig, zeitweise vermutlich gar nichts zu essen, so daß er, wie der Vorsitzende in der Urteilsbegründung erklärte, verhungert ist. Die Strafkammer verhängte das eingangs angeführte Urteil. Es sei klar erwiesen, daß die Angeklagte aus Haß gegen das ihr anscheinend im Wege stehende Kind dieses roh mißhandelt und auch habe verhungern lassen. Mit der Hand in die Fleischmaschine geraten Höxter. Ein hiesiger Hausschlachter erlitt bei Ausübung seines Handwerks eine schwere Handverletzung dadurch, daß er mit der linken Hand beim Durchdrehen von Fleisch in die Maschine geriet. Zwei Finger der Hand wurden schwer verletzt, so daß eine Ueberführung ins Krankenhaus erforderlich wurde. Seine Tätigkeit wird er während dieser winterlichen Schlachtesaison wohl kaum wieder aufnehmen können. Unfall mit tödlichem Ausgang Bad Oeynhausen. Ein schwerer Verkehrsunfall, der leider ein Menschenleben forderte, ereignete sich auf der Straße Bad Oeynhausen—Oberbehme in Löhne, wo aus unbekannter Ursache die 65jährige Frau Röttger aus Löhne plötzlich vor den Wagen eines Polizeibeamten, der sich auf einer Dienstfahrt befand, lief. Die betagte Frau, die sich auf dem Wege zu einem Arzt befand, erlitt dabei so schwere Verletzungen, daß sie ins Herforder Krankenhaus geschafft werden mußte, wo sie bald darauf an den erlittenen Verletzungen starb. Von der Straßenbahn überfahren Gelsenkirchen. Ein 64 Jahre alter Invalide wurde an der Ecke Brünningweg'Auf der Reihe von einem Straßenbahnwagen überfahren und auf der Stelle getötet. Nach Angaben von Zeugen soll der Getötete auf den Straßenbahnschienen gelegen haben. Pole bestahl polnischen Landarbeiter Soeft. Wie es Polen unter sich treiben, zeigte eine im Schnellverfahren vor dem Amtsgericht in Soest durchgeführte Verhandlung gegen den 20 Jahre alten polnischen Landarbeiter Josef Dombrowski. Er hat am 27. Oktober in Bergsen, wo er bei einem Bauer beschäftigt ist, einem anderen polnischen Landarbeiter dessen gesamte Ersparnisse von 117 Mark gestohlen. Durch die Aufmerksamkeit der deutschen Polizei konnte der Dieb festgenommen werden, bevor er seine Beute umsetzen konnte. So erhielt der Bestohlene sein Geld zurück. Das Amtsgericht in Soest verurteilte den polnischen Dieb zu drei Wochen Gefängnis und ließ ihn zur sofortigen Strafverbüßung in Haft nehmen. Mit 37 Jahren Omat Aus dem Oberbergischen. Fünf Generationen in einer Familie gibt es jetzt in Lichtenberg bei Uckerath im Oberbergischen. Der jüngste Familienzuwachs blickt zu einer 37jährigen Großmutter, einem 62jährigen Urgroßvater und einem 87jährigen Ururgroßvater auf. Schon lange vor Beginn der Veranstaltung wader Saal überfüllt, und es war auf dem Hinden, burgplatz eine Lautsprecheranlage aufgestellt, um allen Volksgenossen die Möglichkeit zu geben, hier den Verlauf der Veranstaltung und die Rede deGauleiters zu bören. Nach dem gemeinsam gesungenen Lied„Deutsch, land, heiliges Wort“ und dem Vortrag eines Or, chesters„Einzug der Gäste“ aus„Tannhäuser“ von Richard Wagner begrüßte der Ortsgruppenleiter ganz besonders den Gauleiter und die zahlreichen Gäste. Er erinnerte an die Zeit vor 10 Jahren als eine kleine Gruppe der Getreuen Adolf Hitlerdie Versammlung in dem Neuhausschen Saale mit dem Gauleiter gegen eine große Ueberzahl von Gegnern schützte. Nach einer eindrucksvollen Ehrung der Toten des Weltkrieges. der Partei und der Gefallenen des jetzigen großen Ringens gab der Ortsgruppenleiter einen ausführlichen Rechenschaftsbericht über das Werden und Wirken der Ortsgruppe. Danach ergriff Gauleiter Dr. Meyer das Wort. Die Arbeit, die in diesen 10 Jahren geleistet wekden mußte, hätte nur geleistet werden können, weil die in der Ortsgruppe tätigen Parteigenossen beseelt waren von dem Glauben an den Führer. Der Gauleiter ging dann näher auf den Kampf um die Macht ein, auf den Endkampf in Livve und auf das Ringen um den deutschen Menschen. Das zehnjährige Bestehen der Ortsgruppe Rheda falle in die große Zeit des Kampfes um unsere äußere Freiheit. Nach einem Avpell an die Opferfreudigkeit der Volksgenossen in der Heimat forderte der Gauleiter alle auf, mit neuer Kraft und neuem Mut weiterzukämpfen in dem zweiten Jahrzehnt. Der große Beifall der Volksgenossen im Saal und auf dem Hindenburgplatz war ein Beweis dafür, daß alle die packenden Worte des Gauleiters recht verstanden und zu Herzen genommen hatten. Westfälischer Sportanzeiger Heisterschaften in neuer Form Tennistagung des Reichsfachamtes in Berlin Das Reichsfachamt Tennis im RSRL hielt am letzten Wochenende in Berlin im Haus des deutschen Sports auf dem Reichssportfeld eine Tagung ab, an der unter dem Vorsitz des Reichsfachamtsleiters Schönborn die Fachwarte und Fachwartinnen aller Bereiche teilnahmen. Anwesend waren weiterhin der Reichssportführer, der selbst zu einigen Fragen Stellung nahm, Mitglieder der Reichssportführung sowie die Jugendfachwarte Ferdinand Henkel und Annemarle Oeste. Sportwart F. C. Uhr gab einen Rückblick auf das Tennisjahr 1940. Reichsfachamtsleiter Schönborn teilte dann mit, daß das internationale Programm im neuen Jahre einen noch stärkeren Ausbau erfahren werde. Meisterschaften in neuer Form Die nationalen deutschen Tennismeisterschaften werden im Jahre 1941 in geänderter Form ausgeschrieben. Teilnahmeberechtigt sind alle Bereichsmeister und die zehn Ranglistenbesten. Es sind Heinrich Henkel, Rudolf Göpfert, Engelbert Koch, Gulcz, Gies, Georg von Metaxa, Eppler, Buchholz, Bartkowiak und Dr. Tübben. Bemerkenswert ist, daß neun von diesen zehn Spielern das feldgraue Ehrenkleid tragen, lediglich'es ist noch nicht wehrpflichtig, Erstmalig Juniorenmeisterschaften Neben den Titelkämpfen für die Jugend werden für 1941 erstmalig Juniorenmeisterschaften ausgeschrieben, und zwar für Spieler und Spielerinnen vom 18. bis zum 21. Lebensjahr. Man will damit den jungen Kräften Gelegenheit geben, den Anschluß an die Spitzenklasse leichter zu finden. Die Meisterschaften der 53 und des BDM bleiben in unveränderter Form bestehen, sie werden im kommenden Jahr in Wien entschieden. Neu aufgenommen in das Programm wurde das Gemischte Doppel, so daß es auch bei der Jugend in Zukunft fünf Titel gibt. Ueber 70 000 Aktive Nach den letzten Bestandserhebungen verfügt das Reichsfachamt Tennis über 34.000 Männer und 37.000 Frauen in 1770 Vereinen als Mitglieder. Diese Zahl gilt aber nur für die Bereiche des Altreiches, so daß sie durch die Spieler und Spielerinnen der später hinzugekommenen Bereiche noch erhöht wird. Besondere Fürsorge kommt der Lehrtätigkeit zu. Zu diesem Zweck wurde ein Filmstreifen von den Grundschlägen unter Mitwirkung von Hans Nüßlein gedreht. Außerdem ein Lehrkilm für den Anfänger unter dem Titel„Was mußt Du vom Tennis wissen?“ Sportschulung der Geuppensportwartinnen Um eine intensive Breitenarbeit auf sportlichem Gebiet in allen Mädel= und Jungmädeleinheiten zu gewährleisten, ist es erforderlich, daß in den Gruppen und IM=Gruppen Sportwartinnen arbeiten, die allein für die körperliche Ertüchtigung der Mädel verantwortlich sind. Es sind zum größten Teil junge Mädel, die diese Aufgaben erfüllen, und es ist daher immer wieder erforderlich, daß sie geschult und angeregt werden, damit sie fachlich und führungsmäßig in der Lage sind, den gestellten Anforderungen gerecht zu werden. Zurzeit leitet die k. Leiterin der Hauptabteilung II, Mädelgruppenführerin Doris Dittrich, wieder einen Lehrgang von 96 Gruppensportwartinnen und Arbeitsgemeinschaftsleiterinnen für Gymnastik in der Gebietsführerschule Holdem. Theorie und Praxis wechseln ab und gestalten den Tagesplan lehrreich und vielseitig. Die Obergauführerin weilte ebenfalls bei den Mädeln und konnte sich davon überzeugen, daß eine erfolgreiche Arbeit geleistet wurde. Kurze Sportnolizen Buntes Weltgeschehen Bisher 3500 Mk. bei den WHW.=Wunschkonzerten# im Kreise Steinfurt Burgsteinfurl. Trotz des Krieges führt das Winter=s hilfswerk auch in diesem Winterhalbjahr wieder die bei? der Bevölkerung so sehr beliebten und schon zur Tradition gewordenen WHW.=Wunschkonzerte durch. Ims Kreise Steinfurt fanden bisher drei dieser Konzerte statt,s und zwar in Rheine, Burgsteinfurt und Neuenkirchen.s Der berühmte italienische Tenor Benjamino Gigli Diese drei Konzerte erbrachten dem WHW. den ansehn= sweilte dieser Tage in Bologna zu dem üblichen Opernlichen Betrag von rund 8500 Mk., und zwar erzielte sgastspiel. Der bekannte Bühnenkünstler ist nicht nur als Rheine rund 5000 Mk., Burgsteinfurt rund 2000 Mk. sgroßer Sänger beliebt, sondern man kennt ihn auch daund Neuenkirchen rund 1500 Mk. Das sind sehr beacht= Tfür, daß er gelegentlich nicht abgeneigt ist, das Glück liche Ergebnisse, die sich sehen lassen dürfen. Weitere sim Spiel zu versuchen. Eines Tages machte ihn in Gustav Eder wird bei den Stuttgarter Weihnachts-Berufsboxkämpfen nicht, wie erst vorgesehen, auf den Bonner Stein. sondern auf den italienischen Weltergewichtler Amadeo Deyana treffen. Deyana, der den Beinamen„Gorilla“ trägt, nimmt in der italienischen Weltergewichtsmeister Palermo den Portugal und Spanien bestreiten den schon s länger vereinbarten Fußball=Länderkampf endgültig am § 12. Januar in Lissabon. s Am Berliner Hallensportfest am Sonns tag in der Deutschlandhalle nimmt auch unser Weltrekordmann Rudolf Harbig teil, der über 1000 Meter „Exzellenz“ anzureden, der ihm gerade verliehen worden und kümmerte sich nicht darum. Als die Schulstunde zus.9; auf, Seidenschnur(Kiel) und Schaumburg(Berlin) handesten demantsorechend. Einer Ende war und der Junge nun wieder aus dem Keller? An den Skiweltmeisterschaften vom 1. bis in den Windungen einer riesigen Schlange, die ihns 10. Fehruar in Cortina'Ampezzo wird sich auch SpaUnd er dämpfte den Eifer des jungen Mannes, indem erdrückt hatte. Auf die Entsetzensschreie der Lehrerin; nien mit fünf oder sechs Läufern beteiligen, so daß nunGigli gewinnt in der Lotterie war. Die Musensöhne handerten bementsprrchenv. Vit##..„##.,##und m 7 Jgichgs von ihnen aber tat des Guten wohl doch zu viel, so daß heraufgeholt werden sollte, fand man ihn als Leiche: es schließlich sogar Kuno Fischer auf die Nerven ging. in den Windungen einer riesigen Schlange, die ihn: Wunschkonzerte sind noch geplant für Ochtrup(am kom= Leiner Konditorei der Theatermaler Carboni auf die Freund, nur so hin und wieder!“ er ihn ermahnte:„Nicht immerfort Exzellenz, lieber und der Schuljugend stürzte eine Menge Leute herbei, mehr schon zwölf Nationen als Teilnehmer feststehen, Wunschkonzerte sind noch geplant für Ochtrup(am kom= seiner Konditorei der Theatermaler Carboni auf die menden Sonntag), Vorghorst und Emsdetten. Wir dür= sMessingziffern aufmerksam, die den Kragen der Kellner Ein kleiner Trick, Egaretten „aufzufrischen“*) ATIKAN 58 sin diesem Lokal schmückten. Gigli nahm das als ein Zeichen guter Vorbereitung auf, zumal ihm die drei s Nummern— es waren 3, 28 und 36— auch gesielen. * Er setzte auf diese drei Nummern und tatsächlich sprangen sie kurz darauf in Florenz aus dem Rad. Gigli s gewann das nicht zu verachtende Sümmchen von 11 000 s Lire, also mehr als 1000 RM. Der berühmte Tenor sschickte sofort jedem der drei Kellner, denen er sein sGlück verdankte, ein anständiges Trinkgeld. Die Mits glieder des Opernchors jedoch versammelten sich, als sie soom Glück des Sängers erfuhren, während eines Zwi=„.## sschenaktes des„Troubadour“ vor der Garderobe des sonnte sie sGlücklichen und stimmten Rossinis Chor an„Dank, liesder Herr, für die Gunst und die Ehr'...“ Gigli sverstand die Anspielung und billigte sie. Jeder der BeSteiligten mußte natürlich mit ihm auf sein Glück trinken. Sparsame Hoshaltung In der Residenz der alten Khane der Bucharei herrschte eine merkwürdige Sitte. Den Frauen wurde jeden Mittag die Mahlzeit genau nach Gewicht zugemessen. Nur zweimal in der Woche erlaubte man ihnen, sich den Tee mit Zucker zu süßen. Außerdem Khan die Gattinen so karg bei unter denen sich der Vater des getöteten Knaben befand.: Als dieser das Unglück sah, streckte er die Lehrerin mits vier Revolverschüssen nieder. Rembrandt und Fragonard im Kanalwasser Ein trauriges Ende fanden einige Bilder von Rembrandt und Fragonard, die das Museum von Laon in: den Tagen des französischen Niederbruchs im Juni d..s nicht sicherer unterzubringen gewußt hatte, als durch ein hielt der jeweilige ein Talchengeld,„daß site sich von Vpr gzt, exogagg, gptzet Persteck in der Wohnung des Landgerichtspräsidenten.; Mit. noch Essen absparten und es zum Basar junwien,—.-: Ein Dentist aus Laon hatte davon erfahren, und ess man ihnen dann einige Toilettengegenstände überließ. glang ihm guf k' her ach icht gufgastirte Moise dia Die größte Mahlzeit erhielt der Khan. Aber er Tage allein aufessen. Er rief desZum Mischen mit Bohnenkaffee Der neue Titel Wenn Sie eine„vergessene“, ausgetrocknete Cigarette vor dem Anzünden an der Brandfläche mit der Zungenspitze anfeuchten, dann werden Sie mit Erstaunen feststellen, daß sich der Tabak nach dem Anzünden auf einmal durch und durch weich und geschmeidig anfüblt. Der Heidelberger Philosoph Kuno Fischer war sein recht gelehrter und verdienstvoller Mann, und es sgeschah sehr zu recht, daß man ihm seine Forschungen durch äußere Ehrungen lohnte. Der berühmte Universsitätslehrer war dafür auch durchaus empfänglich und svon einer kleinen harmlosen Eitelkeit nicht freizusprechen. Seine Studenten wußten dies alles, und sie Enahmen sich vor, ihn so oft wie möglich mit dem Titel halb seine ersten Minister und Hofbeamten herbei, die schon in den Vorgemächern auf den Ruf gewartet hatten. Ihnen übergab der Herrscher persönlich die Reste seiner Tafel. Die Hofleute aber wurden unter sich oftmals handgemein, wenn jemand einen fetten Bissen erwischte, so daß die Tafelrunde meist in einer Prügelei endete. Eine Schultragödie in Brasillen gelang ihm auf bisher noch nicht aufgertarte Weise, die? Gemälde zu entwenden und bei seiner Mutter in Douai: zu verbergen Später erkannte er jedoch die Unmöglich: keit, so wertvolle Kunstwerke zu verkaufen, ohne Auf: sehen zu erregen. Um sich ihrer zu entledigen, warf er: sie nächtlicherweile einfach in einen Kanal. Aus der: Havas=Nachricht über die bdauernswerte Zerstörung der: unersetzlichen Kunstwerke ging nicht hervor, ob man; wenigstens ihre Überreste hat bergen können. Die„Urgroßmutler von Chile“ Dieser Tage ist in Punta Arenas. dieser Tage ist in Punta Arenas, in Frau Vorothea Franchiouat gestorben, weiche das Alter In Olco. einem kleinen Ort in der Nähe von Sao Paulo in Brasilien, hatte die Schullehrerin einen un Fr gezogenen Schüler in den Keller des Schulgebäudes von 145 Jahren erreicht hat. Sie wurde tatsächlich und; gesverrt. Man hörte daratf verzweifelle Schreie das nachmeislich in dem Ort Uhilge im Jahre 1705 geharen. ist ja Lo##din4ng wie geschaffen! gesperrt. Man horte varauf verzweisente Schreie des nachweislich in dem Ort Chiloe im Jahre 1795 geboren. Knaben, aber die Lehrerin, die glaubte, er wollte nur Man nannte sie drüben allgemein die„Urgroßmutter: befreit werden, wollte ihm seine Strafe nicht erlassen von Chile“. LAMPEN M Kn 18. Bogerbe Anser Geburtoleg Frau Witwe Antonie geter=Straße 51, in 75. Geburtsta dren 15. Geburtseta jährigen Bezieherin bensabend. Alteriumsverein. der, 17 Uhr(pünktl Landesmuseums, Don Gustav Wolf über: (mit Lichtbildern). Das Landesmusen Dr. Harald Seiler:„ sters“ am kommenden 12 Uhr im Vortragsse Verkehrsunfälle in ten sich im Monat 9# Verkehrsunfälle, bei und 2(2) Personeng ten Zahlen betreffen In 5 Fällen wurde genuß verursacht und entnommen. Kind erheblich per wurde auf dem Schif das plötzlich auf den sonenkraftwagen ang sand Aufnahme im wagen wurde leicht b Die Vorsicht auße 15.20 Uhr fuhr auf? kraftwagen auf einen wurde niemand. Am Schuld hat der Fahr er die nötige Vorsicht Reichskunde an d heitlichen Bezeichnung gerkunde in den ber erziehungsminister an Reichskunde genannt Das Vorfahrtsrech 16.20 Uhr erfolgte Kanonengraben, ein sonenkraftwagen und wurden nicht verletzt. lenker, weil er das 2 Der wegen Betru strafte Architekt und geb. 19. 7. 1911 zu nommen. Schneider schiedenen Städten? betrug. Schneider ha Gasthöfen Betrügerei ca. 1,75, schlanke F glatze, blaue Augen. Radfahren nicht unsall ereignete sich straße, wo man zur Straßenbahnschienen gebrochenen Straßen; Die Folge war, daß verletzt, wurden, daß geben mußte. Kratst Am Mittwochnad im Hockey, Frau T hielt auf dem Sport hockeytreibenden Vere einen Lehrgang ab. Hockeymädel zu die Unter der mild lärm. Kein noch so gimenter bringt die ken. Ihre Artillerie Schuß auf Schuß fanterie des Preuf Bresche. An einzel Kavallerie Maria Wütend trabt preußischen Flügel auf eine von fern Nun erkennt der Regiments Bayren scharf der sich näher „Donner und des Regiments an Pferde gegeben, do kommt als das Fu „Melde gehorsa sind verstopft. Wir Feld nehmen—“ „Lächerlich!" fl laß Er reinhauen, Schwerin gibt Befehle hallen den Arm. Aber ke läßzt einen Wirbel Trommler schepper gimentsmusik!“ „Die Bläser!“. „Schlapp gema Rusikanten. Wie halten!“ „Na— in Gol in sein Schicksa Der Pauter g Srrapf röhrt es di Trommelschläge " Kaum aber füh Aggonerregimett keichischen Kanonen 10 Reiter stürzen ##r der angriffsbe seht sein Regiment „fAir nach“en lichkeit einer erfolg Sekunden zöger „Den dritten A Trommiern z Py — Mikrotilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 13. Dezember 1940 Stadtanzeiger Nummer 341 sprach da. in dem de #r ersten öfsenz, prach, fand an, der NSDAg. lle Feierstund, anstaltung war if dem Hinden. aufgestellt, um zu geben, hier die Rede der Lied„Deutsch. strag eines Orannhäuser“ von itsgruppenleiter die zahlreichen vor 10 Jahren. n Adolf Hitlers schen Saale mit Ueberzahl von rucksvollen Ehder Partei und Ringens gab irlichen Rechennd Wirken der r. Meyer das 0 Jahren geleitet werden köntätigen Parteihlauben an den näher auf den n Endkampf in deutschen Mender Ortsgruppe s Kampfes um Appell an die in der Heimat tit neuer Kraft in dem zweiten nossen im Saal ein Beweis dades Gauleiters immen hatten. M eder. Diese Zahl reiches, so daß sie der später hinzud. 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Dezemder, 17 Uhr(pünktlich!) spricht im Vortragssaal des Landesmuseums, Domplatz, Landesbaupfleger Professor Gustav Wolf über:„Haus und Hof deutscher Bauern" (mit Lichtbildern). Das Landesmuseum teilt mit, daß der Vortrag von Dr. Harald Seiler:„Die Plastik des Straßburger Münsters“ am kommenden Sonntag, dem 15. Dezember, um 12 Uhr im Vortragssaal des Museums wiederholt wird. Verkehrsunfälle im Monat November. Es ereigneten sich im Monat November 1940 insgesamt 56(61) Verkehrsunfälle, bei denen 33(35) Personen verletzt und 2(2) Personen getötet wurden. Die eingeklammerien Zahlen betreffen die Zählungen des Vormonats. In 5 Fällen wurde der Verkehrsunfall durch Alkohol= genuß verursacht und in 5 Fällen wurden Blutproben entnommen. Kind erheblich verletzt. Am 9. 12. 40 um 12.45 Uhr wurde auf dem Schiffahrterdamm ein dreijähriges Kind, das plötzlich auf den Fährdamm lief, von einem Personenkraftwagen angefahren und erheblich verletzt. Es sand Aufnahme im Krankenhaus. Der Personenkraftwagen wurde leicht beschädigt. Die Vorsicht außer acht gelassen. Am 9. 12. 40 um 15.20 Uhr fuhr auf der Hammer Straße ein Personenkraftwagen auf einen parkenden Lieserwagen. Verletzt wurde niemand. Am Lieferwagen entstand Sachschaden. Schuld hat der Fahrer des Personenkraftwagens, weil er die nötige Vorsicht außer acht ließ. Reichskunde an den Berufsschulen. Zur reichseinheitlichen Bezeichnung des Unterrichtsfaches Staatsbürgerkunde in den beruflichen Schulen hat der Reichserziehungsminister angeordnet, daß dieses Fach künftig Reichskunde genannt wird. Das Vorfahrtsrecht nicht beachtet. Am 9. 12. 40 um 16.20 Uhr erfolgte auf der Weseler Straße, Ecke Kanonengraben, ein Zusammenstoß zwischen einem Personenkraftwagen und einem Pferdefuhrwerk. Personen wurden nicht verletzt. Die Schuld trifft den Fuhrwerkslenker, weil er das Vorfahrtsrecht nicht beachtet hat. Der wegen Betruges und Urkundenfälschung vorbestrafte Architekt und Techniker Heinrich Schneider, geb. 19. 7. 1911 zu Wuppertal=Barmen, wurde festgenommen. Schneider verübte seit längerer Zeit in verschiedenen Städten Nord= und Westdeutschlands Zechbetrug. Schneider hat auch in Münster in Hotels und Gasthöfen Betrügereien begangen. Beschreibung: Größe ca. 1,75, schlanke Figur, dunkelblondes Haar, Stirnglatze, blaue Augen. Radfahren nicht jedermanns Sache. Ein Verkehrsunsall ereignete sich am Dienstag auf der Neubrückenstraße, wo man zur Zeit mit Ausbesserungsarbeiten der Straßenbahnschienen beschäftigt ist. Ungeachtet des aufgebrochenen Straßenpflasters fuhr hier eine Radfahrerin. Die Folge war, daß zwei Kinder angefahren und derart verletzt, wurden, daß man sie in ärztliche Behandlung geben mußte. Aibiks dathaus in aller=Tunde Die Rathaus-Briefmarke machte auf Münster aufmerksam— Briefe, Wünsche und Bitten aus dem Reich Die Briefmarke mit dem münsterischen Rathaus hat ebenso wie die übrigen Postwertzeichen der diesjährigen WHW=Briefmarken=Reihe überall eine erfreuliche Nachfrage ausgelöst und ein großes Interesse für unser städtisches Kleinod gotischer Profanbaukunst. Das kann man nicht nur in unserer Stadt selbst feststellen und beobachten, sondern auch aus Nachfragen. Wünschen und Bitten, die aus den verschiedensten Reichsgebieten nach Münster gelangen. Dafür mögen einige Beispiele sprechen, die wir aus einer Anzahl von an das Verkehrsamt und den Verkehrsverein gerichteten Briefen auswählen. So wird aus Bromberg die Ueberlassung eines größeren Lichtbildes des Rathauses erbeten als Anschauungsbild für einen Vortrag, den der Briefschreiber in Verbindung mit einer Werbeschau im Rahmen des Winterhilfswerkes über die diesjährigen Winterhilfswertzeichen halten will. Das ist ein ausgezeichneter Gedanke, der sich sicherlich ebenso für den Absatz dieser Wertzeichenreihe wie für das W5W auswirken wird, darüber hinaus aber auch das Interesse der Zuhörer auf unsere Stadt lenken wird. Denn über das rein philatelistische Interesse hinaus wird der Vortrag auch dem Wissensbedürfnis dienen und eingehend die kunstgeschichtliche Bedeutung und die geschichtlichen Daten unseres Rathauses würdigen. Dazu wird dem Briefschreiber aus Bromberg das mit dem Photo übersandte Prospekt= und Broschürenmaterial wertvollste Dienste leisten, und am Ende wird der Kreis derer, denen mit dem hohen baugeschichtlichen und geschichtlichen Wert unseres Rathauses zugleich auch der Sinn für die Schönheit unserer Stadt aufgegangen ist, drüben im Warthegau vergrößert— ohne Zweifel eine ausgezeichnete Nebenwirkung dieser Wertzeichenreihe in bezug auf die münsterische Fremdenverkehrswerbung. Ein von offenbar ähnlichen Absichten angeregter weiterer Wunsch nach Photos des münsterischen Rathauses kommt aus Elbing. Auch hier benötigt man die Lichtbilder für Vorträge, die im Auftrage des W5W und der NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ gehalten werden sollen. Andere hierher gelangte Wünsche haben andere Interessen. Da ist vor allem eine Kategorie von Sammlern, die außer den Briefmarken auch die Lichtbilder der auf den Marken dargestellten Gegenstände säuberlich sammeln. Da ist beispielsweise ein Flieger eines Seefliegerhorstes, der durch Vermittlung des Verkehrsvereins Bilder vom Rathaus erbittet. Und es ist durchaus nicht— wie er meint— eine„seltene Bitte“, die er da vorträgt: denn dieser Art von Bitten gibt es eine ganze Reihe, fast durchweg aus den Randgebieten des Reiches, was uns in Münster nur sehr freuen kann. Denn auch diese„Spezialsammler“, als den sich einer der Bittsteller dieser Kategorie bezeichnet, werden ihre Sammlungen sicherlich gern und voller Stolz auch anderen zeigen wollen, und Münsters Hockeymädel wurden geschult Am Mittwochnachmittag weilte die Reichstrainerin im Hockey, Frau Thouret=Hamburg, in Münster und hielt auf dem Sportplatz des SC Münster 08 für die hockeytreibenden Vereine Münsters und für den BDM einen Lehrgang ab. Recht zahlreich waren Münsters Hockeymädel zu diesem Lehrgang erschienen, in dem ihnen sehr viel neue Anregungen in technischer wie auch taktischer Hinsicht vermittelt wurden. Zweifellos wird der münsterische Hockeysport der Frauen sehr viel Nutzen aus diesen lehrreichen Stunden gezogen haben. Unser Bild zeigt Frau Thouret(ganz links) bei der Schulung der Hockeymädel. Aufnahme. Hülsbusch Erzählung von Walter Persich Unter der milden Sommersonne dröhnt Schlachtenlärm. Kein noch so kühner Ansturm der preußischen Regimenter bringt die Linien der Oesterreicher zum Wanken. Ihre Artillerie leistet sich heute wahre Meisterstücke. Schuß auf Schuß feuert sie in die heranstampfende Insanterie des Preußenkönigs hinein, schlägt Bresche auf Bresche. An einzelnen Stellen wagt sich schon die weiße Kavallerie Maria Theresias zur Attacke vor. Wütend trabt General v. Geßler hinter dem linken preußischen Flügel entlang. Sein Adjutant macht ihn auf eine von fern heranflutende Reiterschar aufmerksam. Nun erkennt der General die Vorhut des DragonerRegiments Bayreuth. Der Divisionskommandeur hält scharf der sich nähernden Truppe entgegen. „Donner und Hölle!" brüllt er den Besehlshaber des Regiments an.„Hat man darum der Kavallerie Pferde gegeben, damit sie noch langweiliger vorwärtskommt als das Fußvolk?" „Melde gehorsamst, Exzellenz, alle Anmarschstraßen sind verstopft. Wir mußten enolich den Weg übers freie Feld nehmen—“ „Lächerlich!“ flucht der General.„Los, Schwerin, laß Er reinhauen, daß die Schwarte knackt!" Schwerin gibt dem Dragoner=Regiment ein Zeichen. Befehle hallen übers Feld. Der Kommandeur hebt den Arm. Aber kein Hoboist setzt an. Nur der Pauker läßt einen Wirbel über das Kalbfell rollen, und die Trommler scheppern hinterdrein— eine jämmerliche Regimentsmusik!“ „Die Bläser!“ schreit Schwerin. „Schlapp gemacht!“ meldet ein Leutnant.„Es sind Rusikanten. Wie sollen die sich drei Tage im Sattel halten!“ „Na— in Gottes Namen denn!“ Schwerin ergibt sich in sein Schicksal und wiederholt das Zeichen. " Der Pauker gibt den Einsatz zum Attackenmarsch. Lumpf röhrt es durch den Sommerglast, schrill knarren die Trommelschlägel. Vorwärts! " Kaum aber fühlen die Pferde die Sporen, als dem Lkagonerregimeßt ein wahrer Hagel aus den österleichischen Kanonenrohren entgegengepfeffert wird. Tiere Reiter stürzen, unentwirrbare Knäuel türmen sich #er der angriffsbereiten Truppe. Der Kommandeur sein Regiment dem sicheren Tode ausgeliefert. „Mir nach!“ ruft er, selbst nicht mehr an die MögPhkeit einer erfolgreichen Attacke glaubend. Sekunden zögert das Regiment. „Den dritten Wirbel!“ kräht der dünne Pauker sei# Trommlern zu. Er selbst kann die vorgeschriebene Attackenmusik ohne die Oboen nicht länger ertragen und läßt nun seine Pauke nach anderem Rhythmus dröhnen, nach einer kurzen, von ihm selbst erfundenen Melodie. Kriegerisch, siegestrunken prasseln die Trommelschlägel. Der Einsatz ist so forsch und mitreißend, daß die zweite wohlgezielte Kanonade nicht mehr die Truppe zurückschleudert: vorstürmen die Pferde, mitten hinein in die feindlichen Kerntruppen. Kaum länger als eine Viertelstunde haben die Bayreuther Dragoner ihre Attacke geritten, und schon flutet die Masse der Oesterreicher in ungeordneter Flucht zurück. Das Schicksal des Tages von Hohenfriedberg ist entschieden— ohne daß die Dragoner das Dorf Hohenfriedberg auch nur zu sehen bekommen! Sie sind angeritten zwischen Günthersdorf und Hohenwaldau und einfach geradeaus vorwärtsgestürmt, mit einer so unaufhaltsamen Kraft, als kämen hundert Regimenter hinter ihnen daher! Und am Ende der Attacke haben sie 2500 Gefangene gemacht, 67 Fahnen erbeutet, 5 Geschütze genommen Nur 88 Mann und 6 Offiziere haben diesen Sieg mit dem Leben bezahlt. Die Männer sinken auf den Boden und schlafen zumeist auf der Stelle ein. Ein Ruf aber reißt sie wieder in die Höhe:„Der König!“ Leicht gebeugt, gestützt auf seinen Stock, begleitet von einigen Generalen, inspiziert er das Regiment, drückt Schwerin die Hand. „Er ist von nun an Obrist. Er hat sich's mit dieser Attacke verdient!“ sagt Friedrich II.„Aber der Teufel soll seinen Pauker holen! Wo steckt der Kerl?“ „Hier!“ meldet sich der Gerufene. „Was fällt Ihm ein“, faucht der König den Mann an,„kennt Er den Regimentsmarsch nicht?“ „Den“, erwidert der Angeschnauzte,„hab ich gespieltz „Na, will Er sich rauslügen? Ich kann doch hören?“ Ein Leutnant salutiert. „Gehorsamst zu melden, Majestät, die Odoisten waren zurückgeblieben. Der Paukist hatt" nur seine Trommler. Mitten im Kugelregen riß er die Männer durch seinen neuen Marsch mit fort—“ Fragend blickt Friedrich den Mann von der Pauke an. kein Marsch“, sagt der verwirrt.„Nur ein paar Takte, die mir einmal so in den Kopf kamen.“ „Ged Er sie nochmals!" befiehlt der König. Und zu einem seiner Begleiter gewendet, sagt er:„Aufschreiben, [Schrecenbach!“ auf diese Weise helfen auch sie mit. die Kenntnis von den Schönheiten und Kleinodien unserer altehrwürdigen Stadt in den weitentfernten Gauen unseres Reiches zu verbreiten. Und das ist eine schöne Zugabe für unsere Stadt, für die wir in Münster denen, die sich mit Erfolg für die Wiedergabe des münsterischen Rathauses in der diesjährigen WHW=Wertzeichenreibe einsetzten, dankbar sind. Professor Oberst Fritz Brase in Dublin gestorden Als ehem. Musikmeister des.=R. 13 mit Münster verbunden Aus Irland erreicht uns die Nachricht, daß Professor Oberst Fritz Brase in Dublin gestorben ist. Besonders den alten Münsteranern ist der verstorbene kein Unbekannter. Vor dem Weltkriege war er als Nachfolger des Musikmeisters des.=R. 13, Grawert, in Münster tätig. Der bedeutende Militärmusiker gab schon damals in Münster in seinen beliebten Konzerten zahlreiche Beweise seines hervorragenden Könnens als Komponist wie auch als Dirigent. Seine Beziehungen aber zu Münster sind noch persönlicher. Die Gattin Brases ist, eine Münsteranerin. So gedenkt Münster mit gand besonderer Teilnahme dieses großen Militärmusikers, dessen Wirkungskreis über die Grenzen des Reiches ging. Anläßlich seines Ablebens brachten die Presse und Rundfunk in Irland ihre tiefe Sympathie und die Wertschätzung des Dienstes, den Brase Irland leistete, zum Ausdruck. Die„Irish Times“ schreibt:„Als Brase im Jahre 1923 nach Irland kam, war er eine hervorragende Persönlichkeit der deutschen Militärmusik, vielleicht der größte Militärmusikmeister. In Irland organisierte er das gesamte System der irischen Militärmusik. Er machte im besonderen Gebrauch von der irischen Volksmusik, den alten Tanz= und Marschliedern." Der„Dublin Evening Herald“ erklärt in seinem Nachruf:„Die irischen Militärkapellen sind in der ganzen Welt bewundert worden. Manche der von ihnen gespielten Stücke sind von Oberst Brase arrangiert worden.“ Der„Irish Independent“ erinnert daran, daß Brase 1935 vom Führer den Titel Professor erhielt. Die irische Presse bringt den europäischen Ruf des Verstorbenen und seine Verdienste für Irland zum Ausdruck. Das großratige militärische Leichenbegängnis des Professors Oberst Brase, des Direktors der Musikschule der irischen Armee, eines deutschen Staatsbürgers, fand am Montag in Dublin statt. Der in die irische Fahne, die grün=weiß=orangenen Farben, gehüllte Sarg wurde auf eine Lasette gesetzt, die Helm und Schwert des Verstorbenen trug. Ein endloser Zug von Leidtragenden folgte dem Sarg. Im Schritt begab sich die Trauerprozession mit zahllosen Wagen zu dem berühmten St.=Jerome=Friedhof, wo die berühmtesten Persönlichkeiten der irischen Geschichte begraben liegen. Die Dubliner, meistens arme Leute, versammelten sich auf dem Friedhof und umgaben das Grab. Drei Salven wurden abgeschossen, dann ertönte das letzte Signal und die Reveille. Unter den Anwesenden befanden sich der deutsche Gesandte mit seiner Frau, Mitglieder der deutschen Gesandtschaft, der irische Verteidigungsminister Ratnor, Minister Aiken, der Sprecher des irischen Parlaments Fahi, der Chef des Armeestabes Mackenna, der Direktor des irischen Rundfunks Dr. Kiernan, der Sekretär des irischen Präsidenten Mac Dunphy und zahlreiche Mitglieder des irischen Parlaments, hohe Offiziere und prominente Männer des Staates und der Regierung. im Gelände Die praktische Ausbildung der Motorsport-Hitler-Jugend Wir hatten Gelegenheit. eine Schar der münsterischen Motor=HI bei ihrer praktischen Ausbildung auf dem Exerzierplatz Haus Spital zu besichtigen. Ueberall, wo wir hinsahen, waren die Ausbilder bemüht, den Jungen die fahrtechnische Handhabung eines Kleinkraftrades beizubringen und ihnen die Griffe, die sie vielleicht beim theoretischen Unterricht nicht verstanden hatten, an der Maschine selbst einzuprägen. Die meisten Jungen hatten noch nie ein Motorrad selbst gefahren, denn die Schar. die heute hier Dienst machte, war erst im Frühjahr aus dem Deutschen Jungvolk in die Motorsportgefolgschaft übernommen worden und hatte bisher noch keinen praktischen Dienst gemacht. Daher konnten wir bei den ersten Fahrversuchen so manche tolle Sache sehen. Der eine ließ die Kuppelung zu schnell los, so daß die Maschine einen Sprung machte und dann wieder stehen blieb, ein Zweiter kam mit der Gangschaltung nicht zurecht, wieder ein ganderer wußte nicht, wie er sein Motorrad zum Stehen bekommen sollte und fährt daher kurz entschlossen in den nächsten Straßengraben. Daraufhin erfolgt natürlich eine ordentliche Zurechtweisung des Ausbilders. Sofort nachdem die Jungen den Fehler gemacht hatten, wurden sie vom Ausbilder aufgeklärt und ihnen der richtige Griff gezeigt. Zum Schluß wurde noch eine kleine Geländefahrt gemacht. Hier konnte jeder zeigen, was er gelernt hatte und seinen Mut beweisen. Da galt es, kaltes Blut zu haben. So mancher fiel aus dem Sattel und landete in einer Wasserpfütze oder in einem Graben. Dieser Morgen hatte uns aber wieder einmal gezeigt, daß die HI auf allen Gebieten der Ausbildung bemüht ist, ihren Jungen die nötigen Kenntnisse beizubringen.. F. Eg. Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel" im Stadttheater Am Donnerstag, dem 12. Dezember, gelangt im Stadttheater Engelbert Humperdincks romantische Märchenoper„Hänsel und Grete!“ zur Neueinstudierung. Die musikalische Leitung des Abends hat Hanns Müller=Kray, die Inszenierung gestaltet Oberspielleiter der Oper Fritz Wolf=Ferrari. Die Bühnenbilder entwarf Sepp Nordegg, die Kostüme Liselotte Reik. In den Hauptpartien sind beschäftigt: Renate von Aschoff(Gretel), Ingeborg von Streit (Hänsel), Erich Beisbarth(Besenbinder), Helene Rott (Mutter), Walter Jenckel(Hexe) und Gertrud Jenne (Sandmännchen, Taumännchen). Die reizvolle deutsche Märchenoper Engelbert Humperdincks ist seit Jahren nicht mehr in Münster gegeben worden, sie dürfte Sacht berühren die Schlägel das Kalbsell. Der Adjutant schreibt mit. Friedrich der Große lauscht der eintönigen Musik. „Hm. Nicht übel. Mache Er einen ganzen Marsch drausl“ 4ar „Hab's versucht", gesteht der Paukist.„Dazu muß man ein so guter Musiker sein, wie Eure Majestät.“ 1 Friedrich glaubt seinen Ohren nicht zu trauen. Sapperlöt, dieser Kerl weiß von seiner heimlichen Leidenschaftz „Die Dragoner haben unter den Klängen seines Regimentsmarsches ins Feuer zu gehen!“ herrscht er den Musiker an.„Merke Er sich das, ein für allemal!“, wendet sich und geht. Das Dach des Dorfgasthofes verschwelt unter den letzten Flammen. Ein Bock, davor eine Trommel— das ist Friedrichs Befehlsstand. daher von seiten der Theaterbesucher sehr begrüßt werden. Berufsförderung für Soldaten Zwischen dem Oberkommando der Wehrmacht und dem Amt für Berufserziehung und Betriebsführung der Deutschen Arbeitsfront ist ein Arbeitsabkommen über die Förderung derjenigen Wehrmachtangehörigen abgeschlossen worden, die sich bei der Lösung der Aufgaben der„Soldatenbriefe zur Berufsförderung" besonders hervorheben. Die Förderung erfolgt in besonderen Aufbaustufen des Fernunterrichts. Nach dem Siege wird den Teilnehmern an den Aufbaustufen des beruflichen Fernunterrichts die Fortsetzung des Studiums an zahlreichen Ingenieurschulen und kaufmännischen Fachschulen ermöglicht. 25jähriges Bühnensubiläum des Oberspielleiters der münsterischen Oper Irit Wolf-Ferrari Wenn der Oberspielleiter der Münsterischen Oper, Fritz Wolf=Ferrari, am heutigen Tage sein 25jähriges Bühnenjubiläum begeht, denkt man unwillkürlich an all die ausgezeichneten Aufführungen, die er uns in Münster in der vergangenen und der gegenwärtigen Spielzeit beschert hat. Wolf=Ferrari wurde am 5. Juni 1898 in Mailand geboren. Künstlerblut fließt in seinen Adern, wandte sich doch der Sohn des deutsch=italienischen Komponisten Ermanno Wolf=Ferrari schon gleich in jungen Jahren der Bühne zu. Am Hoftheater in München, das damals unter der Leitung von Albert Steinrück stand, sing er als Schauspieler an. Großen Erfolg hatte er auch in den Münchener Kammerspielen bei Falkenberg. Doch bald zog es ihn an einen anderen Platz, in Berlin war er tätig als Schauspieler unter dem bekannten Theatermann Heinz Hilpert. In und nach seiner Berliner Zeit ist Fritz Wolf=Ferrari dann zur Oper gekommen, der er sich mit ganzer Liebe widmete. In Münster haben seine Inszenierungen freudige Aufnahme gefunden. Nicht allein dem klassischen Stil hat sich Wolf=Ferrari hier gewidmet, den er im letzten Jahr in„Figaros Hochzeit“ und in dieser Spielzeit in der„Walküre" besonders pflegte, sondern auch der heiteren Oper, so Lortzings„Zar und Zimmermann“ oder Donizettis„Regimentstochter“, wußte er ein charakteristisches Gesicht zu geben; aber auch die moderne Oper steht ihm nicht fern, das zeigte uns die herrliche Aufführung der„Pfiffigen Magd“ von Julius Weis. mann in der Gaukultutwoche; daß er sich auch auf den intimen Stil der Kammeroper versteht, bewies unlängst Marschners„Holzdieb“ im Kammerspielhaus. Fritz Wolf=Ferrari, der im Januar die neue Oper seines Vaters„La Dama Boba“ aufführen will, wird uns fernerhin sicherlich noch viele schöne Inszenierungen zeigen. In dieser Hoffnung gratulieren wir ihm herzlich zu seinem heutigen 25jährigen Bühnenjubiläum. Familienbuch der Stadt Münster 33 neue Erdenbürger— 18 Lebensbündnisse wurden geschlossen Auch in der Berichtswoche vom 1. bis zum 7. Dezember ist der Storch nicht müßig gewesen, wenngleich die Zahl seiner Besuche dieses Mal seit langer Zeit unter 40 gesunken ist. Ob der Dezember nicht seine Zeit ist? Immerhin, 33 neue Erdenbürger sind für ebenso viele glückliche Eltern das schönste Weihnachtsgeschenk. Auch 18 verliebte Leute haben sich schnell beeilt, um unter dem Weihnachtsbaum noch ein Paar zu sein. Geburten: Maria=Luise Dopp, Wykstraße 2(5..); Ute Humborg, Ferdinandstraße 2(.); Jürgen Schwarte, Kanalstraße 117(.); Dieter Rotermund. Oberschlesier Straße 90(.); Annemarie Hekman, Spichernstraße 27 (.); Meinhard Hekman, Spichernstraße 27(.); Anna Unverzagt, Mecklenbecker Straße 111(.); Ingeborg Potysch. Im Drostebusch 13a(.); Klaus Gawlista, Wolbecker Straße 91(.); Ursula Schäfer, Antoniusstraße 31 (.): Karin Krause, Körnerstraße 45(.); Peter Hasselfeld, Cheruskerring 90(.); Wolfgang Kirrian, Papenburger Straße 10(.); Anneliese Wehling, Timmerscheidstraße 10(10.); Rosemarie Wehling, Timmerscheidstr. 10 (11); Hildegard Becker, Hammer Straße 100(.); Ingrid Dalhoff. Hoppendamm 16(.): Rolf Laute, Sentmaringer Weg 118(.); Bruno Hinse, Ferdinandstraße 1(.): Ursula Peuten, Emdener Straße 13(.); Ingeborg Ferber, Gartenstraße 37(.); Renate Winter, Ottostraße 28(.); Helmut Löhr, Johann=Rickmers=Straße 3(.); HansHeinrich Löhr, Johann=Rickmers=Straße 3(.); Klaus Bruland, Wermelingstraße 56(.); Hans Gräler. Gartenstraße 55(.); Barbara Zapp, Pius=Allee 177(.): Ingrid den Ouden, Ottostraße 45(.); Garhard Gerdsen, Hüfferstraße 11(.); Christel König, Neustraße 2 (.): Frank Hemsath, Schiffahrterdamm 82a(.); KlausDieter Stadelmann, Warendorfer Straße 126(.) Heiraten: Willi Kies, Rastenburg, und Antonia Gräffker, Horsteberg 20; Hans Jung, Siverdesstraße 11a. und Cäcilia Guddorf, Averkampstraße 10; Walter Keil, Diephölz, und Anna Laerbusch, Friedenstraße 6; Joachim „Reiche Er mir das Blatt, Schreckenbach!“, sagt er endlich seinem Adjutanten. Da stehen ein Dutzend Takte — die Takte, die mithalfen, das Schicksal einer Schlacht zu entscheiden. Friedrich nimmt die Feder und malt weiter, Note an Note. Als der Gänsekiel beiseite gelegt wird, ist nicht nur die Schlacht bei Hohenfriedberg gewonnen, sondern auch der Hohenfriedberger Marsch geschrieben— von der Hand des Preußenkönigs. Am frühen Morgen läßt der König dem Obersten v. Schwerin den Marsch überreichen. Das Regiment Bayreuth soll fortan unter seinen Klängen in den Kampf ziehen— aber es geht nicht, denn die Dragoner haben ja keine Trompeter! Zwei andere Märsche läßt Friedrich ihnen zum Dank für ihre Tapferkeit widmen. Den Hohenfriedberger schrieb er für das noch ungeborene Deutschland. Mallek, Wolbecker Straße 66, und Mathilde Haselmann, Rektoratsweg 44; Bernh. Krümpelmann, Hoppendamm 16, und Ida Gierse, Scharnhorststraße 22; Heinrich Feldmeier, Engelstraße 59, und Anna Bockrath, Elbestr. 57; Heinrich Veltmann, An den Mühlen 21, und Helene Bicker geb. Reinhardt, Rheinstraße 14: Alfons Holtmannspötter, Duesbergweg 62, und Maria Wagener, Heisstraße 53; Franz Riemann, Maximilianstraße 11, und Hildeg. Wantzen, Schmale Straße 6; Bernhard Glanemann, Mauritzheide 12, und Elisabeth Niehoff, Warendorfer Straße 177; Alfred Ostermann, Dortmund. und Klara Schmidt, Leostraße 10; Theodor Hermann, Oldenburg, und Annemarie Nehrhaupt, Heisstraße 19; Heinrich Gesing, Grevener Straße 248, und Agnes Kröner, Kampstraße 11; Otto Hesse, Roxeler Straße 131, und Elisabeth Neuwalb, Westring 7; Franz Erdenberger, Münster, und Irmgard Elsner, Erphostraße 20; Wilhelm Kemner, Bielefeld=Werther, und Hedwig Lockenkötter, Oberschlesierstraße 88; Joseph Fölling, Kirdorfstraße 22, und Luise Dorn, Bielefeld; Heinrich Reder, Münster, Herwarthstraße 19, und Gisela Pielawa, Potsdam. Es starben: Theodor Scholthaus. Kappenberger Damm 185(81 Jahre); Hermann aan de Stegge, Eisenbahnstr. 7 (62 Jahre); Helene Sendker geb. Dartmann, Castellstraße 19(68 Jahre); Rudolf Japser, Körnerstraße 2(38 Jahre); Maria Offenberg geb. Brenken Maximilianstraße 55(59 Jahre); Ludwig Poppenberg, Hammer Straße 10(43 Jahre): Johann Reismann, An den Mühlen 7a(39 Jahre); Maria Wegener geb. Rudorf, Jahnstraße 142(53 Jahre); Anna Janning, Eckenerstraße 38 (38 Jahre); Winfried Sack, Sentruper Straße 295 (1 Mon.); Wilhelm Hölscher(26 Jahre): Ottilie Seifert geb. Stockmann, Wolbecker Straße 40(54 Jahre); Heinrich Ott(24 Jahre): Hermann Göcke, Hubertistraße 22 (35 Jahre); Paul Ehlen, Herrenstraße 27(37 Jahre); Heinz Hilberg, Standort(17 Jahre); Dieter Rotermund, Oberschlesierstraße 90(7 Tage); Hans=Walter Mohr, Lingener Straße 11(1 Jahr). Mien Düörpken Der Landgraf mit dem„silbernen Bein“ Ein berühmter Reiterführer des Großen Kurfürsten— errang den Sieg von Fehrbellin Sein Draufgängertum In Darmstadt hat man jetzt das berühmte „Silberne Bein“ des Prinzen Friedrich von Homburg, des späteren Landgrafen von Hessen=Homburg, aufgefunden und mit anderen historischen Erinnerungsstücken in das Homburger Schloß zurückgebracht. Als ebenso tapferer wie verwegener Reiterführer hat sich Prinz Friedrich von Homburg in so mancher heißen Schlacht bewährt. Er trat 1654 in schwedische Dienste und nahm unter König Karl Gustav am Kriege gegen Dänemark und Polen teil. Vor Kopenhagen wurde ihm am 29. Januar 1659 das linke Bein zerschmettert; der wackere Haudegen schnitt es sich einfach ab und trug fortan eine Prothefe mit silbernen Gelenken, was ihm später den Beinamen„Landgraf mit dem silbernen Bein“ eintrug. Die historische Prothese, die lange verschollen war, ist nunmehr in Darmstadt wieder aufgefunden und mit anderen Erinnerungsstücken in das Hömburger Schloß zurückgebracht worden. Nach seiner zweiten Heirat mit Luise von Kurland, einer Base des Großen Kurfürsten, wurde der Prinz von Homburg zum brandenburgischen General der Kavallerie ernannt. Seinen Kriegsruhm begründete er am 28. Juni 1675 in der Schlacht bei Fehrbellin. Der Große Kurfürst hatte bereits drei Tage vorher durch den Ueberfall von Rathenow die Stellung der bis zur unteren Havel vorgedrungenen Schweden durchbrochen. General Wrangel hatte sich daher mit 4000 Reitern, 7000 Mann zu Fuß und 38 Geschützen nach Norden zurückziehen müssen und bei Linum eine neue Stellung eingenommen. Dort erreichte ihn dann die brandenburgische Vorhut, 1500 Mann unter dem Befehl des Prinzen von Homburg, am frühen Morgen des 28. Juni. Gegen Derfflingers Rat erbat und erhielt der alte Draufgänger von seinem Kurfürsten die Erlaubnis, die Schweden anzugreifen und festzuhalten, bis die übrige eigene Reiterei herankam. Als im weiteren Verlauf der Schlacht zwei brandenburgische Regimenter wichen, stellte sich der Große Kurfürst selbst an die Spitze seiner Kavallerie und warf den gegnerischen Angriff zurück. Hierbei wurde sein Stallmeister Froben dicht neben ihm erschossen. Wrangel trat endlich nach dem Verlust von 2100 Mann, sowie zehn Fahnen und Standarten den Rückzug nach Fehrbellin an, das am 29. Juni eingenommen wurde. Der Rückzug der Schweden artete nun in eine wilde Flucht aus, die erst in Wismar endete. Die Brandenburger aber hatten den Ruhm, das fast doppelt so starke, für unüberwindlich gehaltene feindliche Heer bei einem Verlust von nur 500 Mann vernichtend geschlagen zu haben. Ein Hauptanteil on dem großen Sieg gebührte dem Reiterführer mit dem silbernen Bein, der trotz seiner körperlichen Behinderung den Gegner rücksichtslos verfolgt und zum Kampf gestellt hatte. Heinrich von Kleist hat dem schneidigen General in seinem romantischen Schauspiel„Prinz von Homburg" Professor August Vollmer, einer unserer besten westfälisch-niederdeutschen Erzähler, vollendet heute sein achtzigstes Jahr in ungewöhnlicher Frische des Körpers und der Seele. Heute möge ein kleines Gedicht über seine Heimat(Rheine) den feinen Lyriker bezeugen. Jüst äs en Hohn sick dunkt int Nöst, So leegs du week un warm In'n Krans von Gäörens midden in, As'n Kind in Moders Arm. Un äs en Kind so äömdes du In'n deipen, söten Draum, De Biecke sünk di't Weigenleed Un küßde di den Saum Von dien Kamßool, wat oltfränsk woll Un grao un gries von Klöör, En biettken slietten hier un dao Un doch so stäödig wäör. As'n Drubbel Schaope leegen dao De Hüse krüüs un quiär, De Kiärktaont reckde hiäglick“) sick As Scheiper drüöwer hiär. Un mit sien olt un trü Gesicht De Wake höll he stramm, Dat schön den Tropp bineene bleef, Kinn Huus of Schüür verkamm.—— De Draum is unt. De niee Tied Bruust üöwer di mit Macht. Ick woll, du leegs noch in en Slaop, Mien Nöst, so still un sacht. *) behaglich, gemütlich. onmmmmmmmmemmemmmmmmmmmeemrem ein literarisches Denkmal gesetzt. Doch hat der darin auftretende schwärmerische Jüngling nichts mit dem entschlossenen, tapferen Reiterführer gemein, der der„Landgraf mit dem silbernen Bein“ in seinen späteren Ledensjahren gewesen is.——.——— 2) MFA Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 12. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 341 Um Münsters Fußball=Stadtmeisterschaft Freundschaftsspiele kommen zum Austrag Die Zeit nach Beendigung der ersten Spielserie und dem Beginn der zweiten Serie, die im Gaubereich Westfalen einheitlich am 12. 1. wieder ihren Anfang nehmen wird. ist den Vereinen zur Austragung von Freundschaftssvielen freigestellt worden. Die münsterischen Vereine benutzen diese passende Gelegenheit, um die restlichen Spiele um die Stadtmeisterschaft nachzuholen, wobei es am zweiten Weihnachtstag im Preußenstadion wieder einmal zu der Begegnung zwischen dem SC Preuken 06 und dem SC Münster 08 kommt. Die einzelnen Spieltermine sind wie folgt angesetzt worden: 22. Dezember: SC Münster 08— Post=SG Münster. 26. Dezember: Preußen Münster— SC Münster 08. 29. Dezember(08=Platz) 13.45 Uhr: Preußen Münster— Tus Westf.=Jahn Münster: SC Münster 08— Reichsbahn=SG Münster. 1. Januar: Westf.=Jahn Münster— SC Münster 08. 5. Januar: Post=SG Münster— SC Münster 08. Reichsbahnkegler auf der Bohlenbahn Nach den Ausscheidungskämpfen auf der Scherenbahn setzten die Reichsbahnkegler ihre diesjährigen Meisterschaftskämpfe auf der Bohlenbahn fort. Wegen der außergewöhnlich starken Beteiligung mußten für den ersten Start zwei Wochenenden in Anspruch genommen werden. Die Teilnehmer beteiligten sich ebenso wie auf der Scherenbahn in der Männer= und in der Klasse für Senioren(Männer über 60 Jahre). Schon der erste Start brachte allerhand Ueberraschungen. In der Klasse für Männer setzte sich Baumkötter mit der prächtigen Leistung von 757 Holz an die Spitze, von der er trotz aller Anstrengungen nicht zu verdrängen war. An zweiter Stelle liegt nach den ersten 100 Wurf Altmeister Lange, während auf den folgenden Plätzen in der Hauptsache der Nachwuchs der Reichsbahner sich durchsetzte. Bei den Senioren glänzte wieder einmal Böhnhardt mit 721 Holz, eine Leistung, die ihm auch in der Männerklasse einen guten Platz gesichert hätte. Aber auch die Leistung seines Rivalen Günther von 691 Holz ist Ein unangenehmes übel, das sich aber leicht und mit Erfolg bekämpfen läßt. Pflegen Sie Haar und Kopfhaut regelmäßig so, daß kein Aikall und keine Kalkseife Im Haar verbleiben, also mit SSE SCHAUMPÖN O Weitere MReTungen. über den ab Freitag Im Apollo-Theater anlaufenden Dokumentarfilm: ewige Jude Neben Original-Aufnahmen aus den Brutstätten des Ostjudentums sind in dem Film„Der ewige Jude“ aber auch darüber hinaus alle jene Filmdokumente erfaßt, die sonst noch einen Einblick in das Leben und die Funktionen der Juden geben können. Bilder von jüdischen, sogenannten Wirtschaftsführern u. Politikern, von jüdischen Schiebern und sogenannten Künstlern, von jüdischen Revolutionsmachern und anderen Paraeiten nationaler Entartungs- und Zersetzungserscheinung. Beachten Sie bitte unser morgiges Hauptinserat, welches Sie über die grausame Art der Tierschlach: tung(Schüchtung) unterrichtet, Da die Szenen von der grausamen Schächtung für empfindliche Naturen eine zu hohe Nervenprobe darstellen, werden diese Szenen in besonderen Vorstellungen weggelassen. Diese besenderen Vorstellungen werden jedoch bekanntsemacht. Achten Sie also auf unser morgiges Hauptinserat! Ab Freitag: „*** Für die Mutter Amtliche Anzeigen Bekanntmachung durchaus gut und gibt ihm die Möglichkeit, noch in die Entscheidung einzugreisen. A Männerklasse: 1. Baumkötter 757, 2. Lange 742, 3. Schmitz 727, 4. Holtkamp 724, 5. Reul 718, 6. Röwekamp 715, 7. Heining 709, 8. Goetjes 703, 9. Gottmann 702, 10. Kerkeling 691. B Senioren: 1. Böhnhardt sen. 721, 2. Günther 691, 3. Schön 677. Bei den Neu=Uppenberger Schützen. Es war eine äußerst stattliche Anzahl Schützenkameraden mit Angehörigen, die da zum Kameradschaftsabend der Neuen Uppenberger Schützengesellschaft im Lokale Kranefeld, Grevener Straße, zusammengekommen waren und denen Vereinsführer Kortenbrede seinen Gruß entbot. Auch teilte er mit, daß den Schützenkameraden, die als Soldat ihre Pflicht für Führer und Volk erfüllen, von seiten des Vereins Liedesgabenpäckchen zugingen, um auch so die Verbundenheit zwischen Front und Heimat erneut zu beweisen. Nach einer gemeinsamen Kaffeetasel fanden gut gelungene Darbietungen statt, wodurch die schönen Stunden nur allzu schnell vergingen. Der münstersche Tenor Herr Ellebrecht gab einige Proben seines ausgezeichneten Könnens und trug mit seiner klangvollen Stimme zur Förderung der Geselligkeit bei. durchaus noch ihrer Sinne Herr waren, wenn sie sich auch gründlich einen getrunken hatten. Eine Geldstrafe kam für sie nicht in Frage. Es mußte auch über das Mindestmaß von zwei Monaten Gesängnis für gefährliche Körperverletzung hinausgegangen werden. Das Urteil lautete auf eine Gefängnisstrafe von je drei Monaten für die Angeklagten. Rerorbernie an nirdlinsrelein Cara Tabaksamen liefert auch hervorragendes Speiseöl Gehaltserhöhungen und Familienunterhalt Auf eine Stunde beim Schössengericht In den Gerichtssälen erlebt man immer so allerhand. Greisen wir eine Gemeinheit heraus, um sie entsprechend anzuprangern. Auf der Anklagebank saßen zwei junge Leute, Joh. D. und Ka.., beide aus Bockum=Hövel. Sie sind noch jung, einer eben 18 Jahre, der andere hat seine zwanzig Lenze hinter sich gebracht. Kliminell sind sie bisher nicht in die Erscheinung getreten, wenn einer von ihnen auch mal einen Obersteiger mit der Grubenlampe bedroht haben soll. Vor Gericht backten die beiden Burschen kleine Brötchen, aber in einer Nacht dieses Jahres waren sie die großen„Helden“, die einen anderen, einen., so maßlos verbleuten und mißhandelten, daß man vor solcher„Heldentat“ nur Abscheu haben kann. Man hatte getrunken, ging nach Hause, der Alkohol erhitzte die Gemüter, der S. sang sich ein Liedchen, wohl etwas reichlich laut, man wollte ihn beruhigen, weil man ein Strafmandat befürchtete. Und so war bald der Streit gegeben, und ohne den geringsten Grund gingen jetzt die beiden Burschen gegen den S. vor, daß es nur seine Art hatte. Einer schlug ihm mit der Schnapsflasche an den Hinterkopf, man beging ihn dann auch miteinem dicken Stein im Gesicht, dem S. wurde der Kiefer kaputt, die Zähne locker geschlagen. Dann warf man ihn in den Straßengraben. Als S. sich wieder erhob, trat man ihm mit dem Fuß gegen die Brust und stieß ihn wieder in den Graben, wo man ihn liegen ließ. Die netten Brüder gingen dann weiter ihres Weges, nachdem sie den S. derartig zurecht geschlagen hatten, daß ihm das Blut nur so den Rücken herunterfloß. Vor Gericht wollten die sauberen Brüder die Sache so darstellen, als wenn sie betrunken gewesen wären. Aber es konnte festgestellt werden, daß sie Wie allgemein bekannt ist, wird der Familienunterhalt für die Ehefrau des Einberufenen in der Regel nach einem Tabellensatz bemessen. Nur in wenigen bestimmten Fällen besteht bei der kriegsgetrauten Ehefrau eine Ausnahme von dieser Regel. Nach den geltenden Vorschriften des Familienunterhaltsrechts wird dieser Tabelkensatz nach dem monatlichen Nettoeinkommen des Einberufenen berechnet. Nachdem der Krieg nun schon ins zweite Jahr gegangen ist, kann es möglich geworden sein, daß mancher Einberufene nach seinem Anstellungsoder Beschäftigungsvertrag inzwischen in eine höhere Gehaltsstufe aufgerückt wäre, wenn er nicht einberufen wäre. Hier wird nun immer wieder die Frage aufgeworsen, ob eine solche Gehaltserhöhung bei der Bemessung des Tabellensatzes oder bei der Berechnung der Einkommenshöchstgrenze nachträglich berücksichtigt werden kann. Dies ist jedoch, wie der Reichsminister des Innern wiederholt entschieden hat, nicht möglich. Das Gleiche gilt auch für Soldaten, die ihre aktive Dienstzeit während des Krieges beendet haben und zur Entlassung gekommen wären, wenn der Krieg nicht ausgebrochen wäre. Auch von diesen wird oft die Forderung gestellt, die Einkünfte, die sie bei rechtzeitiger Entlassung hätten haben können, den Leistungen des Familienunterhalts zugrunde zu legen. Wie der Leiter der Reichsanstalt für Tabaksorschung, Professor Dr. Koenig, in einem Vortrag bekanntgab, konnten in diesem Jahre bereits 30 000 Zentner nikotinfreien Tabaks in Deutschland geerntet werden. Das Hauptverdienst an der Züchtung nikotinfreien Tabaks gebührt der Reichsanstalt für Tabakforschung, die im Jahre 1927/28 in Forchheim bei Karlsruhe auf Betreiben des Reichsernährungsministers gegründet wurde. Das Institut ist in eine allgemeine, eine züchterische, botanische, chemische und eine technische Abteilung gegliedert. Es verfügt nicht nur über die größte Fachbücherei der Welt und einen botanischen Garten mit einer Solazeensammlung von mehreren hundert Arten und fast allen Tabaksorten, sondern auch eigene riefige Versuchsfelder. Diese dienen der Lösung aller Fragen des Tabakbaues, der Züchtung nikotinarmer oder=reicher Tabake, sowie der Eingewöhnung ausländischer und der Verbesserung deutscher Tabaksorten hinsichtlich des Aromas und Geschmacks. Auch die Geschichte des Tabaks, seine medizinische Bedeutung und seine Verarbeitungsmöglichkeiten zählen zu den Forschungsaufgaben des Instituts. In der verhältnismäßig kurzen Zeit seines Bestehens sind ihm u. a. schon eine weitgehende Veredelung deutscher Tabaksorten, die Züchtung so gut wie nikotinfreier Tabake mit weniger als 0,1 v. H. Nikotingehalt, sowie krankheitsfester und besonders blattreicher Sorten gelungen. Darüber hinaus konnte erst vor wenigen Jahraus Tabaksamen ein hervorragendes Speiseöl hergesten. werden, das im Geschmack dem Erdnußöl ähnel selbst den verwöhntesten Gaumen befriedigt. Auch ba# man auf den Versuchsfeldern des Instituts nikotinreichen Tabak gezüchtet, der nicht weniger als 15 v. H. Nikotig also etwa das Zehnfache der normalen Menge, enthält Ein Zug aus einer solchen Zigarre würde selbst den stärksten Mann umwersen. Man kann daher diesen Tabak nicht zum Rauchen verwenden, dagegen kommt zur Schädlingsbekämpfung in Betracht. Dank seine, Nikotinreichtums ergibt nämlich dieser Tabak außer, ordentlich scharfe Laugen, die wie geschaffen für der, artige Zwecke sind. Seit Kriegsausbruch ist das Augenmerk der Reiche anstalt für Tabakforschung natürlich ganz besonders auf die Unabhängigmachung von der ausländischen Einsuhr gerichtet. Es gelang, diese durch Neuzüchtung deutscher Tabaksorten, die es an Qualitätt mit den Überseetabgken aufnehmen können, weitgehend überflüssig zu machen Außerdem wurde der Anbau nikotinfreien Tabaks beson. ders gefördert. In diesem Jahre konnten infolgedessen bereits 30000 Zentner hiervon in Deutschland geerntei werden. In Norddeutschland sind gegenwärtig etwa 1500 Morgen Land mit nikotinfreiem Tabak bestellt. Das wichtigste Anbaugebiet ist die Kurmark, wo auch vor sieben Jahren die ersten bahnbrechenden Versuche auf diesem Gebiet durchgeführt wurden. Aus de —.— Hewegung in die Welt NSDAp.-Ortsgruppe Niedersachsen. Die nächste Ausgabe der WHW.=Gutscheine an die Betreuten findet am Freitag, dem 13. Dezember, in der Zeit von 9 bis 12 Uhr auf der Geschäftsstelle, Enkingweg 21, statt. Die Ortsgruppe„Am Schützenhof“ veranstaltet am Freitag, dem 13. Dezember, im Saale MünstermannDeckenbrock, Hammer Straße, einen Filmabend, an dem die Gaufilmstelle den Tonfilm„Reise nach Tilsit“, sowie die neue Wochenschau vorführen wird. Eintrittskarten sind bei den Block= und-Zellenleitern, sowie an der Abendkasse zu erhalten. Die Veranstaltung beginnt pünktlich um 19,15 Uhr. ASDAp-Ortsgruppe Kinderhaus. Am Donnerstag, dem 12. Dezember, führt die Gaufilmstelle im Saale der Gastwirtschaft Keuthage den Film„Ich verweigere die Aussage“ vor, außerdem das übliche Beiprogramm. Beginn 20 Uhr. Die Veranstaltung ist nicht jugendfrei. Eintrittskarten in den Geschäften und an der Abendkasse erhältlich. Hiller-Jugend, Veranstaltungsring. Die nächste Vorstellung im Großen Theaterring findet am Montag um 17 Uhr mit der Märchenoper„Hänsel und Grete!“ statt. Die Karten sind am Freitagnachmittag in der Zeit von 16 bis 19.30 Uhr an der Banndienststelle abzuholen. Gleichzeitig ist die zweite Rate des Ringbeitrages einzuzahlen. Die Milch wird nicht mehr überkochen Solingen, im Dezember. Der Flötenkessel, der das Kochen des Wassers ankündigt, ist seit Jahren bekannt. An einem praktischen Gerät, das das Ueberkochen der Milch verhindert, fehlte es bisher. Wohl in jedem Haushalt hat es immer wieder deswegen Aerger und Verdruß gegeben. Ein Solinger hat jetzt einen Topf konstruiert, der die Milch in ihren Schranken hält. Der Topf wurde patentiert und soll nach dem Kriege in größerem Umfange hergestellt werden. Der neue Patenttopf trägt ein kleines Zusatzgerät, das den Radius des Milchtopfes beim Kochen der Milch um einen Zentimeter erweitert. Kocht die Milch, dann löst die hochstrebende Rahmschicht mittels des Deckels eine mechanische Kraft aus, wodurch sich der Topf automatisch von der Herdplatte hebt und der Deckel sich öffnet Selbst wenn der Topf noch länger an seinem Platz auf dem Herd bleibt, beginnt das Kochen nicht wieder. Neues Trinkbranntweinwerk in Lublin Krakau, im Dezember. Der Wodka ist für den Osten das charakteriftische Alkoholgetränk. Er wird an der Weichsel ebenso geschätzt wie an der Wolga. Im Rahmen des Wiederaufbaues im Generalgouvernement fördert man auch die Monopolerzeugung. So konnte schon in Krakau ein Trinkbranntweinwerk in Gang gesetzt werden. Hier hatten die Polen bei ihrer Flucht 2 Millionen Liter Branntwein auslaufen lassen. Auch die derzeitige Trinkbrantweinfabrik in Praga ist inzwischen wieder aufgebaut worden. In wenigen Wochen wird in einer in Lublin umgebauten alten Automontagehalle monatlich 1 Million Liter Trinkbranntwein erzeugt werden. Kraftwagen stürzte 200 Meler lief Elbogen, im Dezember. Ein Spediteur aus Karlsbad kam mit seinem Kraftwagen aus nicht geklärter Ursache ins Schleudern. der Wagen riß dabei das Eisengeländer der Straße um und stürzte 200 Meter tief den steilen Hang hinab. Der Schwerverletzte konnte sich mit letzter Kraft aus dem völlig zertrümmerten Wgaen befreien. Er wurde ins Krankenhaus geschafft. Zwei Großtilmwerke! Schauburg Apollo-Theater Möbl Zimmer zu vermiet. Näh. in d. Hauptgesch. unter B G. ROLNG Das Theater der guten Flime Bis Donnerstag! Der große Varleté- und Revueflim Bis Donnerstag! Ein Millionenfilm der Tobis Das Ricsche Es tanzt: Marika Rökk Esspielt: Peter Kreuder Grasiiial Weitere Darsteller: Josef Sieber. Will Quadtlleg. Will Dohm, Flockina v. Pisten mit Marika Rökk, strahlend. sprühend vor Temperament, mitreißend in Spiel und Tanz- handlungsmäßig und künstlerisch der Jeuchtende Mittelpunkt dieses Films. Frits van Dongen Alexander Golling Hans Stüve Kitty Jantzen Theo Lingen * Zimmer u. Küche baldmögl. zu mieten gesucht. Ang. unter 1265 an die .=Gesch. Münster. Möbl. Doppelzimmer mit Küche sofort zu mieten gesucht. Angebote unter 1267 an die .=Gesch. Münster. Große Lustspielwoche! Ein neuer heiterer OstermayrFilm der Ufa, der gute Laune und Stimmung schafft: Links der lsax,rechts der Spree mit Fritz Hampers Charl. Scheilhern Lee Peukert Fritz Genscheu K Grethe Weiser Hilde Sessak Das lockend weiße Skiparadies der bayerischen Berge, das gemütliche München im Hofbräuhaus am Platzl“ und das Berliner Leben bei Tag und bei Nacht sind die reizvollen Schauplätze dieses lustigen ticher Wochenschau Hierzu: Deutsche Wochen-# Hierzu schau und Varieté- Einlage 8 Kassenöffnung...00 Uhr 2 Vorprogramm.30.25 Uhr S Kassenöffnung.90 Uhr Hauptfilm,.55.55 Uhr s Hauptfilm..30.25 Uhr wochenschan 4.“* rochenschau.99.45 Uhr s Wochenschau..55.50 Uhr Ende.15 Uhr 8 Ende.95 Uhr Jugendliche haben keinen Zutritt! Städt. Bühnen Münster(Westf.) Intendant: Erich Pabet Spielzeit 1940/41 Stadtthester Donnerstag, den 12. Dez. 17 Uhr Ende 19.00 Uhr Miete Do. A e „Hänsel und Gretel“ Freitag, den 13. Dezember Miete Fr. A# „Ich habe einen Engel geheiratet“(Lustpiel) Kommerspiel Donnerstag, den 12. Dez. 17 Uhr Ende 19.30 Uhr „Besuch am Abend“ (Lustspieloperette) Freitag, den 13. Dezember 17 Uhr Ende 19.00 Uhr „De Diärskmaschine“ (Lustspiel) Lesen Sie stets (zu Ihrem Vorteil) aufmerksam den Anzeigenteil Wer inseriert geht mit der Zei: und hat Ihnen immer zeitgemaße und vorteil hafte Angebote zu unterbreiten eine Flasche„Prauengold“ zur Nervenstärkung! Geschmackvolle vornehme Packung! Nur zu haben: Retermhaus E. Kleffmann, Salsstr. 47 Tel. 201 33 Werkkunst Frau fl. Franke Bogenstr. 7 Weihnachtsgeschhenke Kissen, Decken, kunstgewerbliche Kleinigkelten. Bitte, besichtigen Sie die Weihnachtsausstellung im 1. Stock. Die für die Versorgung der Anstalten, Heime und Betriebe eingerichtete und bieher im Zwei=Löwenklub, Klemensstraße 6/8, untergebrachte Abteilung des Ernährungs= und Wirtschaftsamtes einschließlich der Ausgabestelle für Zulagekarten für Schwer=, Schwerst=, Langund Nachtarbeiter wird am Donnerstag, dem 12. Dezember 1940, in das Haus Rothenburg Nr. 9 verlegt. Die Abteilung bleibt an diesem Tage für den Verkehr mit dem Publikum geschlossen. Münster, den 10. Dezember 1940. 15. Der Oberbürgermeister * Ernährungsamt, Abt. B und Wirtschaftsamt. BürstenGarnituren für den Toilettentisch in Silber, versilb., Schildpatt, echter Feueremaille, mit Stickerei-Motiven und anderen Ausführung. empfiehlt in reicher Auswahl Parfümerie Monhof Prinslpalmarkt 42 KristallToiletteGarnituren in weiß und farbig, 4. 3 und Zteilig, sowie Zerstäuber und eleg. Flakons für den Toilettentisch empfichlt in reicher Auswahl Parfümerie Monhof Prinzlpalmtrkt 42 Gut erhaltene Laterna magiea m. Vorsteckbildern preisw. zu verk. Bes. vorm. von 9 b. 12 Uhr. Unger, Althoffstraße 91. Filme, der die vermeintlichen Gegensätze zwischen Nord und Süd, zwischen Berlin und München in humoristischer Weise herausstellt und dadurch Gut erhalt. Anzug ungeheure Reiterkeit hervorruft In der neuesten Wochenschau mittl. Größe, ein Seidenkl., Größe 44—46, ein Fuchspelz preiswert zu verkauf. 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Gegen die Quälereien seiner Peiniger, den sinnlosen Drill seiner Erzieher bäumt sich dieser Feuerkopf auf und gestaltet die glühende Freiheitsdichtung„Die Räuber“. Die ersten Exemplare des verbotenen Druckes gehen von Hand zu Hand— Deutschlands Jugend horcht auf. Der drohenden Vernichtung durch den Tvrannen entzieht sich Schiller durch seine Flucht: Wärttemberg hat einen Milrarztgerlogen— Deutschland und die Welt aber eines der grosten Genles gewonnen! HEINRICH GEORGE/ LIL DAGOVER HORST CASPAR T FRIEDRICH KAVSSLER EUGEN KLOPFER 7 HANNEL. SCHROTH Ab Freitag im ROLAND-THEATER Tachniges Frautemn z. Bedienen der Gäste gesucht. Gasthof zum Schwan, Wilh. Bechmann, Schillerstraße Flaschen alle gangb Sorten hauft ständig Ruf Nr. 409 96 Gustan Günther, Münster i. 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