DMIFA SMkrotilmarchiv der deutschsprschigen Presse eM immer 337 It und Mitn6. hasthausbesitzer werAnzeige beim Bei, Jüdefelderstr. 56, vorzusprechen. Bei Zweifelsfällen auch werden. der Spree“ oland-Theater yern sollen in der gewesen sein. Es Filmlustspiel— um t nicht ernst nimmt öst. Dabei ist diese hen, daß sich so ein nd ein nicht minder se verlieben. Der Schwiegerpapa, hat seines Stammtisches gen die Berliner, daß er dem zu gönenergisch den Weg der gute Spöckmeier ge Liebe muß auch anrennen, bis seine utenden Verrenkunselbst und die unbeSchulze dahinschmelschlagen die Brücke immtisch ist erstaunt. erausgearbeitet, und ir dieses ergößzlichen achen verlangt. Fritz Darsteller des bäreier und findet in schen Gegenspieler. Charlotte Schell= sugendlicher Frische . Ruen Werdin Brauner DamenBelour=Hut, 20 Uhr Hammer Sir. abhanden gekommen. Gegen Belohnung abzugeb. Münster, Weseler Straße 22, part. Ja, schwarz, Schäserhund v. Albersloh nachgelaufen. Näh. Gremmendorf üb. Münster. Erbdrostenweg 267 Nummernschild verloren. IK 400822 verl. Gegen Belohnung abzugeben, Telef. Münster 202.22. schrift von Lengerich loren. Gegen Belohn. löwer, Fuhrgeschäft, kleinbahnste. 28, son 2719. ann uucht zur Erchobwechslungsreiche und Zeldjag ng an solcher. Gute ergebühren. Angebote dstand, Umgebüng m. bittet,. Nr. 664 Bllgeer. Rees om Rhein. Lesen Sie regelmäßig den besen der Westsälischen Tageszeitung S At-# SE *„„„„„„„„„„„— eigene Vertretungen upane: van=Lelden=Gttaße 6. Fernsprecher Nr. 430: Ahlen: Adols=Hitler=Straße 30. Fernsprecher N staalschutstaße 14 Fernsprecher Nr. 3247, Vorten: Kapuzmergasse 4. Fernsprecher Nr. 121; Vorgborn: Emsdertene, Eerage 0. Fernsprecher Nr. 224 Burgsteinfurt: Lindenstraße 73. Fernsprecher Nr. 232: Coeofeld:6 Zemsprechen Nr. 394 TAlmen: Adols=hulen Grage 5d Fernsprcher Nr. 578;, Emedenen: Münsersraßze 1. Hernpacher de. Vo, Greven: Buntertnaze I. Heruspucher Ke. 25, Gronan: Vhoel=HulenrCiz,i“, ersheriger Nr 316 Jovenbüren: udoh=Hula=Lur. 4, Zernsprechen Nr. 345, Lengerich: AdolsHtler= ug vt, Lutrur Batehater 3 Gudunghausen: Mart. Fernsprecher Nr.35d: Cchrup: Bahnhofftr. 15 Fernsprecher.35; Rheine:5 Fernspreche Nr. 252 Warendors: Oststrahe 24 Fernsprecher Nr. ö11: Wderne: Kicholat 8 Fernsprecher Nr. 114 R. Schrune Riunstertsitser onnniger 1oHt im Singelverkanf ANITLICHES ORGANDESGAUES WESTEALEN-NORD DERNSDAP UNDSANITLICHERBEHORDEN Montag don L. Oetenber 1030 Verles und Seanigjcbtobelle Mänkes. B. Oenztpelmerh löflé serniprech=sommelolr 1411. Haupt schriftlettung: Mggster t. W. Gallizmstr. 13. Bezugeprets: Ausgabe à.10 RM, Ausgade B(mn Uustnerter Bocgenshau) 2 3ho im monatlich enseal. Zutelunggevuor und Versandtoten. Ven Lostezag ansch. 243 vus 25 Boei (im Durchschmigp 4.25 Rpf.) Postzeitungsgebuhren zuzuglich 42 Rpf. Bestellgeld. Lie Westfalische Lagerzeitunge mal wöchenz morgene. Anzeigen: Das um Hohe 22 mm bren kostel 15 Rof. füe Familtenanzeigen 10 Rof, ur Stellen10 of. Nachlatz nach Preististe. Erfülungsor Münster I. A. Tertanzeigen: Las mm.30 R M, ver emer Spalienbtene peck 72 mm. Vellagen: Preis für 100 Vellagen bie zu 20 Gramm 13.40 R P. bis in 25 Gramm 19.0 New. vis 1700 RMohne Nachlsse. Zür Veziekisautgaben besondere Prislisten. Votticheakonto: K 5in Nr. 4114 Nummer 2905 Wieder 29000 BRT Neue Erfolge deutscher-Booie— Explosionen und Brände in Bristol Berlin, 8. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Eine Unterseebool versenkle zwei seindliche Handelsschüsse mit insgesamt 17.000 BRT., ein anderes Unterseeboot zwei weilere seindliche Handelsschiffe mit zusammen 12.000 BRT., darunter einen Tanker von 9000 BRT. Wie bereits gemeldet, grifsen Kampffliegerverbände in der Nacht zum 7. 12., die Hasen= und Dockanlagen sowie andere kriegswichlige Ziele von Bristol an. In verschiedenen Teilen der Stadt, besonders in der Nähe der Wasserwerke, wurden Explosionen und mehtere Brände beobachlel. Am 7. 12. beschränkle sich die Täligkeit der Luftwasse auf Störangrisse gegen einzelne kriegswichlige Ziele an der Südostküste Englands. Im Zuge der bewaffnelen Aufklärung im Seegebiel ostwärts und nordostwärts von Great Parmouth wurden zwei Handelsschiffe aus niedrigster Höhe mit Vomben angegrissen, beide Schisse erhielten Tresser und ggristen in Drand. In der Nacht zum 8. 12. flogen britische Flugzeuge in die besetzten Gebiele sowie in Wesideutschland ein und warsen mehrere Bomben ab. An drei Stellen wurden Fabrikanlagen unerheblich beschädigt. Außerdem tralen an mehreren Stellen Häuserschäden ein, wobel sechs Personen gelötel und mehrere verletzt wurden. Jast alle gelötelen oder verletzten Personen besanden sich außerhalb der Schutzräume. Bier seindliche Flugzeuge wurden abgeschossen, davon drei durch Ilakarillerie. Zwei eigene Ilugzeuge werden vermißt. Gritischer Nachschub gestört Ausgedehnte Aktionen der italienischen Lustwasse Rom, 8. Dezember. 0 Orrsste Bhchein Eicsem Rrieg Der deutsche Druck auf die britische Versorgungsbasis— Daily Mail:„Augriff an der empfindlichsten Stelle“— Das Arteil eines neutralen Beobachters Madrid, 8. Dezember. Der Londoner Berichterstatter der Zeitung ABC, Louis Calvo, schreibt, daß die Londoner Beoölkerung durch die„Größe der Bedrohung durch den Seekrieg“ ernsthaft nachzudenken beginnt. Der Seekrieg— so sagt sich der Londoner— sei weniger aufsehenerregend und anscheinend weniger blutig, aber durch seine stille und unaufdringliche Einwirkung ohne Zweifel viel wirksamer als die Bombardierungen. Sogar amtlich seien die ersten alarmierenden Stimmen über die drohende Gefahr des Seekrieges bereits laut geworden. Der Berichterstatter besaßt sich sodann mit den Möglichkeiten der Lebensmitielversorgung Englands und stellt sest, daß Grokbritannien zumindest über eine Bevölkerung von 43 Millionen Einwohnern verfüge, ohne die großen Truppenkonlingente aus allen Teilen des englischen Weltreiches, die in England ihre Winterlager bezogen haben. Nur ein Vieriel der Bevölkerung könne von den reichlich dürftigen Landesprodukten des eigenen Bodens leben. Alles übrige komme aus übersee. Die Aberbevölkerung Englands werde, wenn die Lage sich weiter verschlechtere, mit einem überaus schweren Versorgungsprobiem zu kämpfen haben. Größle Sorgen bereite deshalb den Engländern der Unterseebootkrieg. Churchill habe bereits zugegeben, daß eine sehr große Anzahl deutscher.Boole die Mieere unsicher machten. England werde sich also eines Tages, so schreibt Calvo, wenn vielleicht auch nicht völlig ssoliert, doch derartig umklammert sinden, daß die Lebensmittel in wahrhaft alarmterender Weise eingeschränkt werden müßlen. Auch die englischen Zeitungen weisen jeden Tag mehr auf diese Gefahr hin.„Großbritannien ist 1n Gefahr auf dem Meere“. schreibt die Daily Mail, „und diese Gefahr ist größer als je eine der Gefahren, die wir in diesem Kriege bestanden haben“. Die Zeitung läßt dann die Katze aus dem Sack:„Die =Boote greisen Tag und Nacht unsere Konvois an und zwar nicht mehr nur vereinzelt, man greift uns an unserer empfindlichsten Stelle an.“ Daneben beklagen sich die englischen Zeitungen allgemein darüber, daß keine genauen Angaben über die Verluste bekanntgegeben würden. Alle Wochen veröffentliche zwar die Regierung eine Liste der angeblichen Verluste. Die Zeitungen behaupten jedoch, daß „jene Ziffern gar nichts besagen, da sie nicht dem, was wirklich geschieht, gerecht werden“. Die Zeitungen erklären demgegenüber:„In diesem Augenblick sei von größter Wichtigkeit, die Wahrheit zu sagen“. Dieser Bericht des spanischen Korrespondenten zeigt eindeutig, daß die wichligen Hammerschläge der deutschen Wassen England dort nachhaltig treisen, wo es am verwundbarsten ist. Ein neutraler Beobachler hal klipp und klar festgestellt, in welchem Ausmaß bereits die Schläge der deutschen.Bool= und unserer unvergleichlichen Lustwasse gewirkt haben. Und so brauchen wir auch dem Bericht des spanischen Korrespondenten nichts hinzuzufügen, der zu dem Schluß kommt:„Ich habe viel gesehen und wenig erzählt. Ich muß noch mehr verschweigen, aber ich sehe, daß das englische Volk langsam seine Ruhe und seine verliert und voller Haß und Geduld Sroll ist. „Längst nicht mehr unbeschränkt“ Englands„Herrschaft“ auf den Weltmeeren— Großer Eindruck des Seegesechts im Südatlantik Stockholm, 8. Dezember. In allen Häfen der atlantischen Küste Europas und Amerikas hat das Seegesecht, das im Südatlantik zwischen einem deutschen Kriegsschif und einem britischen Hilfskreuzer stattfand, allergrößten Eindruck gemacht. In Schiffahrtskreisen wird darauf hingewiesen, daß das vorläufige Ausschalten dieses großen modernen Hilfskreuzers die Handelsschiffahrt auf dem Atlantik noch unsicherer machen werde als dies heute schon der Fall sei. Die deutsche Seekriegsführung habe bewiesen, daß die Herrschaft Englands auf dem Atlantischen Ozean längst nicht mehr so unbeschränkt ist wie noch im letzten Kriege, und daß dadurch die Hoffnung auf eine Verstärkung der amerikanischen Zufuhr sehr bald einer grundlegenden Revision unterzogen werden müßte. Die kombinierte Tätigkeit der deutschen=Boote, Langstreckenflugzeuge und Vomber stelle auf dem Atlantischen Ozean zurzeit eine ebenso schwere Gefahr für England dar, wie die deutschen Lustangriffe auf die britischen Rüstungszentren. Der Ausfall eines großen Transatlantikdampfers durch einen deutschen Flugzeug= oder=Bootangriff sei dem Ausfall einer Fabrik durch deutsche Bomber gleichzusetzen. Britische Stimmungsmache In England ist wieder einmal die Rederitis ausgebrochen. Das ist steis ein Zeichen dafür, daß es in der Stimmung der breiten Massen vom Standpunkt der plutokratischen Machthaber aus gesehen mancherlei zu reparieren gibt. Auch Innenminister Herbert Morrison hat unter diesen Umständen nicht umhin können, seinen Zeitgenossen, denen er sonst wohl nichts zu bieten hat, eine Rede vorzusetzen. Anlaß dazu bot ein Besuch in Portsmouth. Zwei große Gefahren, so erklärte er, gebe es gegenwärtig für England: die eine sei ein allzuhochtrabender Optimismus und die andere ein bleierner Pessimismus. Morrison vergaß dabei zu erwähnen, daß es die Schuld seiner Amtskollegen im Kabinett Churchill ist, wenn die Stimmung des englischen Voltes tatsächlich zwischen diesen beiden Polen hin= und herpendelt. Immer, wenn die Unfähigkeit der britschen Regierung an Erfolgen des Gegners, zum Beispiel in deutschen Lustangriffen oder im Kampf deutscher.Boote und überseestreitkräfte, besonders klar zutage tritt, befällt das engliche Volt so weit es davon erfährt, der von Herbert Morrison sehr Der Italienische Wehrmachlbereicht vom Sonntag hal solgenden Worlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: In Albanien sind wiederholte seindliche Angrisse auf den sinken Flügel der 9. Armee von unseren Truppen zurückgewiesen worden. An der übrigen Front Täligkeit der Auftlärungspatrouillen auf beiden Seilen. Unserte Flugzeuge haben militärische Ziele in Prevesa und auf Ithaka bombardiert. Jeindliche Ilugzeuge haben Einflüge auf Vallona unternommen. Sie begegneten der sofortigen Abwehr unserer Flak und wurden von unseren Zägern angegrifsen. Ein seindliches Ilugzeug wurde dabel von unserer Marine=Flak, ein weileres brennend von unseren Jägern abgeschossen. Zwei weilere seindliche Flugzeuge, von unseren Jägern verfolgt, verschwanden mit Branderscheinungen an Bord in den Wollen. In Rordafrika hal eine unserer Zägerformalionen im Tiefflug zahlreiche feindliche Kraftwagen östlich von Die Enba mit Mc=Jeuer angegeisen. Einige Krastwagen konnten die Fahrl nicht sortsehzen. Eines unserer Flugzeuge hal mililärische Anlagen des Gegners längs des Uadi El Raml bei Marsa Matruk bombardierl. In Oftafrika hal unsere Luftwasse elwa 20 seindliche Kraftwagen in Recali Welles, nördlich von Kasala. den Bahnhof von Malawiya, südlich von Kassala, und ein Welleslen=Zlugzeng auf dem Fingplatz von Saraf Sald angegrifsen. Alle unsere Ilugzeuge sind zurückgekehrl. Veränderungen in der italienischen Kriegsmaring Rom, 8. Dezember. Der Unterstaatssekretär im Marineministerium, Admiral Domenico Cavagnari, Generalstabschef der italienischen Kriegsmarine, ist auf seinen eigenen Wunsch hin von seinen Amtern enthoben worden. Zum Unterstaatssekretär im Marineministerium und Generalstabschef der italienischen Kriegsmarine wurde Admiral Arturo Riccardi ernannt. Zum stellvertretenden Generalstabschef der Kriegsmarine wurde Admiral Inigo Campione und zum Besehlshaber der Flotte zur See Admiral Angelo Jachino ernannt. Der Duce hat an Admiral Cavagnari ein herzlich gehaltenes Handschreiben gerichtet, in dem er ihm seine volle Anerkennung für die Zusammenarbeit und das siebenjährige Wirken für die Entwicklung und Potenzierung der italienischen Kriegsmarine ausspricht. P ge Sesse Kumänisches Motorschiff geraubt— Gritscher Ruschlag auf die„Patrie“— Fast 3000 Passagiere ertrunken— Gewehrfeuer auf die Schwimmenden Von unserem ständigen Vertreter mü. Bukarest, 9. Dezember. Über einen neuen Fall englischer Schikane berichten der Kapitän und 27 Besatzungsmitglieder des rumänischen Motorschiffes„Buchege“. Vor sage und schreibe fünf Monaten ist das rumänische Schiff im Roten Meer von einem englischen Torpedoboot aufgebracht und in den Hafen von Port Said eingeschleppt worden. Die gesamte Ladung des Frachters wurde von den Engkändern gestohlen, darunter 80 für das nische Rote Kreuz bestimmte Sanitätsautos. Schließlich wurde die„Buchege“ nach Haifa übergeführt, wo sie noch heute liegt. Die Besatzung wurde in völkerrechtswidriger Weise interniert. Erst nach langwierigen Verhandlungen gelang der Bukarester Regierung die Freilassung von 27·Mann der Besatzung, während sich noch 23 Mann in Haisa in Haft befinden. Die dieser Tage in Constanza eingetroffenen Freigelassenen waren in Haifa übrigens Zeugen des Unterganges des französischen überseedampfers„Patrie“, der 3800 jüdische Emigranten an Bord hatte, von denen nur 925 gerettet werden konnten. über die Umstände dieser Katastrophe haben die rumänischen Seeleute ein Protokolla das wieder einmal das ganze Ausmaß englischer Gewissenlosigkeit und Schurkerei aufzeigt. „In den letzten Monaten“— so heißl es in dem Augenzeugenbericht wörtlich—„waren mehrere Dampser, die unler der Flagge Panamas mit, lüdischen Emigranten nach Paläsling zu gelangen versuchten, von den englischen Wehrmachtsbehörden gesaßt worden. Die südischen Emigranien, die heimlich nach Palästina zu entkommen versucht halten, wurden zum Zwecke leichierer Bewachung auf der„Patrie“ gesangen gehallen, die im Hasen von Haisa lag. Am Tage der Kalastrophe um.40 Uhr vormitlags ereignelen sich in den Moschinenräumen des Dampfers drei mächlige Explesionen. Ins925 Geheimnis um die„Carnavon Castle' Tote auf See bestattet— Verletzte bleiben an Bord— Schwere Beschädigungen des Hilfkreuzers Der Dampfer neigte sich auf die Seite. und innerhalb einer Viertelstunde war nur noch ein kleiner Teil über Wasser. Nach den Angaben der Hafenbehörden befanden sich auf dem französischen Schiff 3800 südische Emigranien. Diele von ihnen sprangen ins Wasser und versuchten schwimmend das Ufer zu erreichen, sie wurden aber von den dort stehenden englischen Polizisten mit Geweßeseuer empfangen. Sogar die englischen Boole im Hasen dursten die Ertrinkenden nicht reiten. Einige Dutzend Emigransen konnien bis zur„Buchege“ gelangen, wo sie von den rumänischen Mairosen geretiiet wurden. gesamt wurden von den 3800 Emigranten nur sebend geborgeg. Die rumänischen Matrosen erklären weiter, daß ein Betriebsunfall ausgeschlossen sei und geben der Vermutung Ausdruck, daß die Explosionen auf einen verbrecherischen Anschlag der Engländer selbst zurückzuführen seien, die sich auf diese Weise der jüdischen Emigranten hatten entledigen wollen. Wachsende Aufstandsbewegung in Palästina Jahlreiche Zusammenstöße im ganzen Land Von unserem ständigen Vertreter hn Rom, 9. Dezember. Nach einem von britischen Truppen angerichteten Blutbad in Tiberlas, wo 13 Teilnehmer einer grabischen Versammlung erschossen wurden, hal die Aufstandsbewegung in Palästina nach italienischen Meldungen aus Beieut außerordentlichen Umsang erreicht. Lokale Unruhen werden aus allen Teilen des Landes gemelbel. Bag. A. 4 In der Nähe von Nablus wurden 11 britische Soldaten getötet und zwei englische befestigte Postenstationen gestürmt und zerstört. Auf den Straßen Jerusalem—Nablus und Derusalem—Nazareth sind zahlreiche englische Kraftwagen auf Sprengkörper gefahren und in die Luft geflogen, wobei viele Menschenleben umgekommen sind. In Galiläg, Judäg und Samaria häufen sich die nächtlichen Ueberfälle auf Engländer und Juden. Ein englischer Panzerwagen fiel in der Umgebung von Nazareth einer Tankfalle zum Opfer und wurde ausgebrannt aufgefunden. Von unserem ständigen Vertreter. hw Stockholm, 9. Dezember. Der englische Hilfskreuzer„Carnavon Castle“, der am Sonnabendabend in stark beschädigtem Zustand in Montevideo eingelaufen ist, hat nach einer Reutermeldung, die die Schäden bestimmt nicht vermehren würde, in dem Seegesecht mit einem deutschen Kriegsschiff die ernstesten Beschödigungen im Vorschiff kurz über der Wasserlinie erlitten. Es wird trotzdem versichert, vermutlich werde das Schiff nicht länger als 48 Stunden im Dock zu bleiben brauchen. Daß dem englischen Hilfskreuzer viel ernsterer Schaden zugefügt worden ist, als von englischer Seite zunöcht zugestanden werden sollte, geht auch daraus hervor, daß die Meldung der Londoner Admiralität zunächst behauptet hatte, es sei nur ein einziger Verletzter an Bord zu beklagen. Jetzt stellt sich heraus— der Kommandant des Hilskreuzers hatte es den uruguanschen Behörden selbst zugegeben— daß eine nicht senangte Zahl von Toten unterwege auf See stattet wurde offenbar, um ihre Zahl verheimlichen zu können. Um jeden weiteren Kontakt zwischen Mannschaft und Bevölkerung zu verhindern, hat die Schiffsährung angeordnet, daß alle Verletzten an Bord bleiden müßten. Die Hafenbehörden hatten beim Einlaufen des englischen Schiffes seche Krankenwogen mit Pflegepersonal am Kai dereitgestellt. Sie mußten underrichteter Dinge wieder abfahren, da der Kommandant Eklärte, die Verletzungen Jeien nur geringfügiger Natur. Ge müßte also merkwürdigerweise infolge des Geden ausgedrückt, kaum jemals das Ziel erreicht habe. Wahre und unverfälschte Nachrichten, die ständig wiederholt würden, so führt die genannte Zeitung weiter aus, könnten die geheime Wasse Großbritanniens gegen die Achse werden. Diese Entdeckung des englischen Blattes läßt nicht uninteressante Rückschlüsse darüber zu, wie die Engländer die bisherigen Produkte Duff Coopers hinsichtlich ihres Wahrheitsgehalts selber einschäßzen. Man kann ja gespannt sein auf die„Einführung der Wahrheit“ im britischen Informationsdienst, die, wie nun schwarz auf weiß in London bestätigt wird, bis jetzt in Großbritannien so existenzlos war wie die sogenannte geheime Waffe, nach der seit Beginn des Krieges alle britischen Zeitungen verzweiselt rusen und von Zeit zu Zeit dem gläubigen Hubistum versprechen.„ e, Sterstns uee Dieser Erguß der Londoner Abendzeitung entbehrt tatsächlich nicht der Originalität, und niemand wird den nun einsetzenden Wahrheitsfeldzug in Großbritannien mehr zu schätzen wissen als seine Gegner. soll sich nicht zu früh freuen, denn Weg zur Hölle mit guten Varsätzen zu befürchten, daß diesem Weg näher steht als Herr Churchill Aber man bekanntlich ist der gepflastert. Es gegenwätig und Konsorten. ist keiner Aegentinische Flottenpläne Von unserem ständigen Vertreter hn Rom, 8. Dezember. In Argentinien verstärkt sich nach italienischen Meldungen die Bewegung für den Rüstungsaufbau. Die Marinekommission des argentinischen Parlaments beschäftigt sich gegenwärtig mit einem Plan zur Modernisierung der Flotte. Soweit sie bis jetzi bekannt geworden ist, wurde die Ersetzung der als veraltet angesehenen Schlachtschifse„Moreno“ und„Rivodavla“, sowie die Vermehrung der leichten Streitkräfte beschlossen. Die Neubauten dieses umsangreichen Programms sollen, soweit möglich, auf argentinischen Wersten ausgeführt werden, deren Ausbau dadurch notwendig geworden st. fechts nur Tote und ganz leicht Verletzte an Bord der „Carnavon Castle“ gegeben haben. Zerstörer Kelly torpediert Mit schwerer Schlagseile abgeschleppi— Cord Mounlbaltons peinliche Abenleuer Von unserem ständigen Vertreter hw Stockholm, 9. Dezember. Die englische Admiralität hat es erst jetzt für richtig befunden, die schweren Beschädigungen des englischen Zerstörers Kelly zu enthüllen, der an einem nicht näher genannten Zeitpunkt bei dem Versuch, Minen vor der französischen Küste zu legen, durch einen Torpedotreffer eines deutschen Schnellbootes beinahe versenkt worden wäre. Durch einen Treffer in den Maschinenraum wurden große Zerstörungen angerichtet und das Schiff konnte sich mit starker Schlagseite nur mühsam schwimmend erhalten. Der Zerstorer habe jedoch mit Hilfe von Schleppern und anderen Schiffen schließlich in einen englischen Hasen gebracht werden können, wo er inzwischen repariert worden sei. Der Zersiörer Kelly besand sich nach der englischen Darstellung unter dem Kommando des Lord Mountdatton, eines Verwandten des englischen Königshauses, der inzwischen mit seinem Zerstörer Jevelin ein neues peinliches Abenteuer mit deutschen Seestreitkräften hatte. Sein Schiff erhiell den Torpedotresser eines deutschen Zerstörers, konnte sich aber angeblich wiederum mit einiger Mühe in einen englischen Hafen retten. in Aussicht gestellt aber, wie aus London deEinzelheiten dieser Großaktion Der Weg zur Hölle „Einführung der Wahrheil“ im britischen Jnsormationsministerium Von unserem tt-Berichterstatter Gens, 8. Dezember. In Ermangelung anderer Großofsensiven wird dieser. Tage von der britischen Presse die baldige Auslösung eines Propagandaangrill2„großem Stile“ gegen die Achsenmächte Von offiziellen, Kreisen sei richtet wird, über die noch nichts zu erfahren. Hingegen schwelgt die ganze Londoner Presse in Details über die von den britischen Staatslenkern geplante entscheidende Operation; denn danach sollen verschiedene neue Rundfunksender aufgestellt und sofort in Betrieb genommen werden. Sie werden unmittelbar dem Insormationsministerium Dusf Coopers unterstehen. Durch sie soll in mehr als ein Dutzend Sorachen der ausgezeichnete Gesundheitszustand von John Bull der Welt täglich verkündet werden. Im Insormationeministerium soll ein eigenes neues Oepartement geschasfen werden zur Leitung dieser zweisellos„durchschlagenden Offensioe“. Interessant ist die Stellungnahme der„Evenins Newe; zu diesem Plon. Sie macht nämsich den Vorschlag, daß man es einmal mit wahren und ungefärdten Nachrichten versuchen sollte, nachdem das bieherige Resuliat der Tätigkeit Duff Coopers, bescheiGon westmnart der nSOpp“ Eine Anordnung des Führers Berlin, 8. Dezember. Der Führer hat, wie die Reichspressestelle der NS DAp bekannigibt, folgende Anordnung erlassen: Ich verfüge, daß der Gau Saarpfalz der ASDAp mit Wirkung vom heutigen Tage die Bezeichnung „Gan Westmark der RSDAp“ führl. Berlin, 7. Dezember 1940. gez. Adolf Hiller. richtig beobachtete bleierne Pessimismus. Dann greifen hohe und höchste Mitarbeiter des Kriegskabinetts zur Feder oder stellen sich ans Mikrophon, um dafür zu sorgen, daß der Pessimismus möglichst schnell in„hochtrabenden Optimismus“ umschlägt, wie diese Stimmung sehr treffend gekennzeichnet wird. Innenminister Morrison bietet gleich ein praktisches Beispiel dafür, wie man das macht, indem er die englische Bevölkerung auffordert, zuversichtlich zu denken und sich„realistisch“ eirzustellen, und dann im Bruston plutokratischer überzeugung, die der alte Labourparteiler sich für gutes Geld im Solde der Kriegshetzer längst zu eigen gemacht hat, verkündet, in England sei man voller Vertrauen, daß man eines Tages die Bedrohung, die die deutschen =Boote für England darstellten, beseitigt haben werde. Worauf dieses Vertrauen sich gründet oder auch nur gründen sol, vergaß Herbert Morrison leider zu erwähnen. Das muß das englische Volkt wohl selbst herausfinden. In den.Bahn=Schächten hat es sa Zeit genug, über solche Dinge nachzudenken, und schließlich kann ein Minister, selbst wenn er so tüchig ist wie Morrison, dem Volk nicht alle Arbeit abnehmen. Abgesehen davon scheint er auch selbst Hemmungen in seinen Gedankensprüngen zu haben, sonst hätte er nicht unmittelbar nach dem Bekenntnis zum hoffnungslosen und völlg unbegründeten Optimismus in einer Anwandlung von Selbsterkenninis eingestanden, man denke aber auch daran, daß der Feind stark und kühn sei. Deshalb liege der Sieg Englands nicht in unmittelbarer Zukunft. Es werde noch sehr viel britischerseits geschehen müssen, ehe ein endgültiger Sieg errungen sei. Wenn man das liest, fragt man sich, wieviel Unsinn solcher Artsich dasenglische Volk von einen plutotratischen Machthabern wohl noch vorsetzen läßt. In höchsten Stellen scheint man der Auffassung zu sein, daß dieser Unsinn immer noch nicht tief genug ins Volk dringt. Jedenfalls trägt man sich, wie der„Daily Telegraph“ meldet, mit dem Gedanken, durch Churchill persönlich der englischen Rundfunkgesellschaft British Broadcasting Corporation einen funkelnagelneuen Generaldirektor vor die Nase zu setzen. Das englische Volk wird zutiefst beruhigt sein, wenn es aus dem„Daily Telegraph“ erfährt, mit welchen Fragen sich Churchill heute beschäftigt. Vielleicht wird aber selbst in England hier und da der einzig richüge Schluß gezogen werden, daß alle diese Ministerreden und Zeitungsmeldungen dieser Art der klarste Beweis bafür sind, daß die Kriegsverbrecher 461: ssächlich nur noch eine Sorge haben: Wie halten wir das englische Volk in Stimmung..: Der erste Sozialstaat der Welt Dr. Ley vor der Arbeitskammer Sachsen—„Freiheit bedeutet: Frei werden von den Sorgen“ Dresden, 8. Dezember. Höhepunkt einer nach Dresden einberufenen Togung der Arbeitskammer Sachsen war am Sonntagvormittag eine Veranstaltung im Dresdner Ausstellungspalast, wo Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und Hauleiter Reichsstatthalter Martin Mutschmann ein Bild zeichneten vom gegenwärtigen Schicksalskampf der deutschen Nation wie auch von den kommenden sozialen Großtaten, die Großdeutschland zum ersten Sozialstagt der Welt erheben werden. Def Reichsorganisationzleiter sprach davon, daß wir an Jahre 1948, dreihundert Jahre nach dem schändlichen Frieden von 1648, einmal eine Bilanz ziehen werden. Dann wird der Westfälische Frieden ausgelöscht sein durch das neue heilige Deuische Reich. Die Bilanz wird stolz, groß, herrlich sein. Wir werden dann sagen können: Schicksal, wir danken dir. Das Schicksal, das England dlind gemacht hat, hat uns gelehrt, daß Macht die Voraussetzung für Schicksalsgestaltung ist. Wenn wir die Bilanz ziehen werden, dann werden wir noch eiwas vun: Wir werden dem Schicksal danken, daß es uns einen Adolf Hitler geschenkt dot. Um die Zukunftegestaltung der deutschen Frauen und Männer sorgt sich die Pariei ständig und gcht setzt □ * * daran, ein großes Sozialwerk zu bauen, das weder auf Barmherzigheit noch auf Mitleid dosiert. Alle Fragen des Lohnes, der Wohnung, der Altersversorgung, der Gesundheit, des Berufes ufw. sind genauestens durchdacht worden, so daß für die Zukunft die größte Gerechtigkeit auf allen Gebieten enireiten wird.„ Schließlich kam Dr. Ley auf, das Wohnungsproblem zu sprechen. In zehn Jahren, so sogte er, wird es in Deutschland keine Wohnungsnot mehr geden. Bie dohin werden Millionen Wohnungen gebaut sein, in denen sich die deutsche Fomilie wohlfühlen wird. Frohes Familienleben im Kreise gesunder Kinder, frei von Sorgen, das ist es, was uns bei der Lösung des Wohnungsproblems vorschwebt. Nach dem Willen des Führers wird der Arbeiter der Träger desneue n Reiches werden u. mit den Bauern zusammen für alle Zukunft dasür forgen, daß Lelze Bel# in Freitelt bestehl. Freiheit aber bedeutet: Freiwerden von den Sorgen um so mehr kann der einzelne Volksgenosse leiten. Deshalb wird dieser Siag die so verkandene Frecheit bringen, und an der Spitze wird Deutschlapp, wicd Adolf Hiller marschieren. 2) MFA — □7 Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 1— 9. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 338 Die Ausplünderung Kanadas Londoner Propaganda auf Gegendampf— Nun sollen die eigenen Dominien herhalten Von unserem tt-Berichterstatter Geus, 8. Dezember. Nach den überaus pessimistischen Erklärungen, die der britische Botschafter in den Vereinigten Staaten, Lothian, über die baldige Erschöpfung der englischen Devisenbestände abgab, Erklärungen, die in der ganzen Welt dem Prestige der englischen Plutokratie einen Schlag versetzt haben, bemüht, sich nun die englische Presse, wieder Gegendampf zu geben und die finanzielle Lage Englands in einem weniger katastrophalen Licht erscheinen zu lassen. Besonders aufschlußreich ist in dieser Hinsicht ein. Artikel des„Evening Standard“ der schreibt, Lord Lothians nüchterne Erklärung„habe allein den Zweck verfolgt, den Eintritt des Zeitpunktes zu verhindern, in dem Großbritannien wegen Devisenmangels nicht mehr in der Lage wäre, die dringend benötigten Einkäufe zu tätigen“. Gleichzeitig aber geht die obenerwähnte englische Zeitung dann mit Wollust das Inventar der Länder durch, welche ausersehen sind, ihr ganzes Nationalvermögen noch in den Schlund des britischen Molochs zu werfen. Es wird erwähnt, daß zu Anfang des Krieges Großbritannien die gesamten Auslandsguthaben Frankreichs zur Verfügung standen, über die heute die britische Regierung leider nicht mehr verfüge. Ohne Zweifel, so meint das englische Blatt, hätten auch die in London befindlichen alliierten Regierungen wie Holland, Belgien usw., ihre gesamten Mittel in den Dienst der britischen Sache zu stellen. Aber diese seien doch noch bedeutend geringer als Kanadas Devisenvorräte. Denn nach den Schätzungen Londoner Finanziers besitze Kanada Werte von vierhundert Millionen Pfund Sterling, die sich in den Vereinigten Staaten befinden, darunter hundert Millionen Pfund Sterling Wertpapiere. Mit Bedauern stellt das englische Blatt fest, daß über diese Wertpapiere nicht immer genügend rasch disponiert werden könne. Kanada sei, so meint„Evening Standard“ zynisch, ein „immer wertvollerer Verbündeter“, da seine Finanzen für Großbritannien in Zukunft von größtem Nutzen sein könnten. Wie man sieht, verfügt die Plutokratenklique ohne weiteres bereits über einen guten Teil des Nationalvermögens des kanadischen Volkes. Man fragt sich unwillkürlich, was die mehr als drei Millionen in Kanada lebenden französisch sprechenden Kanadier sowie die dort lebenden Iren und anderen Kanadier nicht britischer Abstammung zu diesen Londoner Plänen sagen. Bekanntlich war die kanadische Regierung jasauf den Druck Londons hin bereits zur Einsparung von Devisen gezwungen, ein Ausfuhrverbot bzw. eine Einfuhrgenehmigungspflicht für zahlreiche Waren aus den Vereinigten Staaten anzuordnen, was übrigens in politischen und wirtschaftlichen Kreisen der Vereinigten Staaten größte Mißstimmung hervorgerufen hat. Man weiß genau, daß diese wirtschaftlichen Schädigungen Kanadas durch Großbritannien das ein Ziel verfolgen, die kanadischen Dollarguthaben zu schonen, um sie für die britische Kriegsfinanzierung verwenden zu können. Es bleibt nun abzuwarten, ob diese von der britischen Plutokratenklique kühl ins Auge gesaßte Ausplünderung der Dominien wirklich Dumme genug findet. „Wir können kein Geld ausgeben“ bruar 1941— ärztliche Eignung vorausgesetzt— zum Eintritt in den. Flottendienst. In Frage kommen hierfür junge Leute vom vollendeten 17. dis zum 25. Lebensjahr, die eine abgeschlossene Berufsausbildung(Gesellenprüfung) nachweien können bzw. bis zum Tage der Einstellung diese Prüfung abgelegt haben. Es liegt Bedarf für sämtliche Marinelaufbahnen vor. Meldungen sind zu richten an das für den Wohnsitz des Bewerders zuständige Wehrbezirkskommando, Abteilung Kriegsmarine, wo jede weitere Auskunft über die Einstellung erteilt wird. Die Dozentenführer im Westen Bezeichnendes Eingeständnis der englischen Beiteldelegation in Argentinien Berlin, 8. Dezember. Buenos Aires, 7. Dezember. Anläßlich eines Festessens der britischen Handelskammer für die Wellingdon=Delegation, die bekanntlich zurzeit in Argentinien weilt, machte das Missionsmitglied Sir Graunville Gibson ein bemerkenswertes Eingeständnis. Er erklärte wörtlich:„Es ist möglich, daß unsere argentinischen Freunde wünschen, wir möchten diejenigen Waren abnehmen, welche als Folge unserer Blockade nicht mehr nach Europa geliefert werden. Sie werden mich sicher nicht verurteilen, wenn ich darauf antworte, daß wir weder können noch überhaupt wagen dürfen. Geld für Dinge auszugeben, die in diesem Augenblick überflüssig für uns sind. Jeden verfügbaren Penny müssen wir lediglich dazu ausnutzen, um den Krieg fortzuführen.“ Wie unter diesen Umständen die Förderung eines argentinischen Güteraustausches zustande kommen soll, dessen Zunahme die Delegation offiziell als Reisezweck hinstellt, verschweigt Sir Gibson. Die auf Einladung des Oberbefehlshabers des Heeres, Generalfeldmarschall von Brauchitsch, durchgeführte Fahrt der Dozentenführer, an deren Spitze der Reichsdozentenführer Oberdienstleiter Prof. Dr. Walter Schultze stand, fand in Straßburg ihren Abschluß. Nach der Begrüßung vor Beginn der Reise in Köln durch den Inspekteur des Erziehungs= und Bildungswesens des Heeres, Generalmajor Frießner, sahen die Führer der deutschen Hochschullehrer die Kampfstätten, auf denen die deutsche Wehrmacht ihre großen Erfolge errang. In der Schau auf die Wirkungen der ruhmreichen Taten unserer Soldaten und aus den Schilderungen ihrer Führer wurde ihnen offenbar, daß dem geschlossenen Einsatz aller geistigen, körperlichen und materiellen Kräfte des deutschen Volkes kein Widerstand gewachsen ist. Die verantwortlichen Männer des RSD=Dozentenbundes schöpften aus dem Erlebnis ihrer Fahrt die vertiefte Erkenntnis der Verlebendigung des geistigen Schaffens im Waffenkampf und werden mit Hingabe ihren Kameraden und in der studentischen Jugend jenes totale Soldatentum, das den Sieg für alle Zeiten auch nach dem Kriege sichern wird, zur höchsten Bereitschaft steigern. Erbitterter Kampf um Pogradee Heftige Augrisse der Griechen— Zühe Verleidigung., Italiener— Verstärkungen unterwege Von unserem ständigen Vertreter hn. Rom, 9. Dezember. Der Warenaustausch zwischen Deutschland und Iran Deutsch-iranische Wirtschaftsverhandlungen abgeschlossen Berlin, 8. Dezember. Eine iranische Delegation unter Führung des Generaldirektors im iranischen Außenministerium, Hamid Sayah, hat in den letzten Wochen mit der deutschen Regierung Verhandlungen über die Festsetzung der Kontingente für den Warenaustausch zwischen Deutschland und Iran im Laufe des nächsten Vertragsjahres geführt. Diese Verhandlungen sind jetzt zum Abschluß gekommen. Die getroffenen Vereinbarungen wurden am Sonnabend vom Gesandten Clodius für Deutschland und von Generaldirektor Hamid Sayah für Iran unterzeichnet. Der Unterzeichnung im Auswärtigen Amt wohnten auch der iranische Gesandte in Berlin Nuri=Esfandiari und der Handelsvertreter der Kaiserlich=iranischen Regierung, Ministerialdirektor Dr. Alamir bei. In den bis zu fast 2000 Meter hoch emporsteigenden Bergen westlich von Pogradec, die zu den gegen den Ochridasee steil abfallendem Odonista=Plateau ge, hören, ist seit mehreren Tagen eine erbitter# Schlacht im Gange. Der griechische Oberbefehlshabe, Papagos hat hier große Teile seiner Reserven gegen den linken Flügel der 9. italienischen Armee geworsen und sucht ohne Rücksicht auf die riesigen Blutopfer durch die noch bestehende zahlenmäßige Überlegenheit einen lokalen Erfolg zu erringen. Der Wettersturz der letzten Tage hat in dem verkehrsmäßig völlig unerschlossenen Gebiet die Aufgaben der operierenden Truppen noch erheblich verschörft Während auf den Bergen die Schneedecke wächst, regnei es in den Tälern in Strömen. Trotz dieser Wetterlage wirkt die italienische Luftwaffe weiterhin in engster Zusammenarbeit mit den Alpinitruppen an den Kämpfen mit. Das Eingreifen italienischer Bomber und Jäger hat in den letzten Tagen mehrmals taktische Entscheidungen herbeigeführt. Obwohl der griechische Druck im Zentralabschnitt der Front offenbar nachgelassen hat, ist auch hier die italienische Luftwaffe sehr aktiv. Während die griechische Offensive in blutigen Nahkämpfen zum Stehen kommt, werden die italienischen und albanischen Streitkräfte fortwährend verstärkt. Graf Csaky: Ein klarer Entschluß Buschneger werden verhetzt In Südafrika erscheint neuerdings eine Eingeborenenzeitung in sechs Sprachen Von unserem be-Berichterstatter „Ungarn brauchte seinen Beitritt zum Dreimächtepakt keinen Augenblick zu überlegen“. 17 Engländer bei Tarent abgeschossen Wirkungsvolle italienische Abwehr Von unserem ständigen Vertreter Basel, 7. Dezember. Scho.. lange vor Kriegsausbruch gab es in Südafrika Eingeborenenzeitungen, die von Johannesburger Pressejuden für Eingeborene herausgegeben wurden und es sich immer mehr und mehr zur Aufgabe gemacht hatten, eine maßlose Hetze gegen Deutschland und dessen befreundete Nationen zu betreiben. Wie die Zeitung„The African World" kürzlich berichtete, hat nun in der Südafrikanischen Union des Departement für Eingeborenen=Angelegenheiten die Verhetzung der Eingeborenen selbst in die Hand genommen. In den sechs hauptsächlichsten südafrikanischen Eingeborenensprachen wird eine Zeitung herausgegeben und durch alle Verwaltungsbeamte verbreitet, die, bescheiden gesagt, die Eingeborenen über die„Kriegsfortschritte" und Neuigkeiten in der Welt informieren soll. Daß man ahnungslose afrikanische Eingeborene mit noch ganz anderen Schauemachrichten betrügen kann als die Londoner Citybewohner, liegt auf der Hand. Auch sie werden inzwischen Kenntnis davon erhalten haben, daß Hamburg und andere deutsche Städte von der RAF„pulverisiert" wurden und daß in Berlin sämtliche„Bahnhöfe zerstört worden sind, wodurch diese Lügen allerdings auch nicht wahrer werden. Nuck, ein ArSdvierikonis Budapest, 8. Dezember. Die Zeitschrift des der Imredy=Gruppe angehörenden Abgeordneten Georg Olah„Das schaffende Ungarn“ veröffentlicht in ihrer neuesten Nummer einen Aufsatz des Außenministers Graf Csaky betttelt:„Warum Ungarn dem Dreimächtepakt beitrat— ein klarer Entschluß“. Nach einem kurzen historischen Rückblick üder den Kampf Trianon=Ungarns um die Gerechtigkeit, der dank der Hilfe Deutschlands und Italiens schließlich von Erfolg gekrönt war, heißt es darin u.., in der Geschichte der Menschheit stehe es ohne Beispiel da, daß kriegführende Mächte ihre Aufmerksamkeit anderen Völkern als den Gegnern oder den Waffenbrüdern widmeten. Deutschland und Italien seien mitten im Krieg darauf bedacht, der Welt zu zeigen, daß guter Wille und ein fester Entschluß allzeit und überall helfen und Segen bringen können. Den Völkern des Südostens bleibe keine Wahl. Wer sich den Neuordnungsbemühungen der Achsenmächte in Europa nicht anschließen wolle, werde auch die Konsequenzen davon tragen müssen, daß er die Zeichen der Zeit nicht verstanden hat. „Ungarn brauchte“, so heißt es abschließend wörtlich, „keinen Augenblick zu überlegen. Sein Beitritt zum Dreimächtepakt war nichts anderes als die handgreifliche Folge der ungarischen Außenpolitik, die seit 20 Jahren nur ein Ziel vor Augen hatte: Einen gerechten, dauerhaften Frieden in Südosteuropa zu schaffen und das friedliche Nebeneinanderleben der Völker in diesem Raum zu sichern.“ Beachtenswert erscheinen auch diejenigen Bukarester Stimmen, die auf eine Vertiesung der rumänisch=bulgarischen Zusammenarbeit hindeuten. Die letzte Rede des bulgarischen Außenministers Popoff in der Sobranje hat, soweit sie sich auf Rumänien bezog, in den politischen Kreisen unverkennbaren Eindruck hervorgerufen. Das neugegründete Legionärblatt„Axa“ schreibt z.., daß Rumänien in der Rückgabe der Süddobrudscha nicht nur die Wiederherstellung der Rechte des bulgarischen Volkes sehe, sondern auch die Möglichkeit, eine neue Epoche in den rumänisch=bulgarischen Beziehungen einzuleiten. Rumäniens Frontkämpfer= verbände vor Natonescu Bukarest, 8. Dezember. Ohne einen„Aal“ einen dicken Frachter versenkt Lebhafte Beachtung in Rom Die rumänischen Verbände der Frontkämpfer, Kriegsverletzten, Veteranen und Ordensträger versammelten sich Sonntag vormittag in Bukarest am Grabmal des Unbekannten Soldaten. Die Versammlung, an der mehrere 10000 Menschen teilnahmen, wurde geleitet von General Bagulescu. Mehr als 20 Verbände erklärten dem Staatsführer Antonescu ihre Treue und unterstellten sich seinem Kommando. In seiner Anprache wies General Antonescu auf die ethischen Werte des Soldatentums hin. Er rief zur Arbeit auf, um Rumänien einer glücklichen Zukunft entgegenzuführen. Die Kundgebung schloß mit begeisterten Huldigungen für König Michael, General Antonescu und das nationallegionäre Rumänien. Dr. v. L. Rom, 9. Dezember. Der kürzlich von den Engländern auf den italienischen Flottenstützpunkt Tarent versuchte Luftangriff hat, wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, zu schweren Verlusten der RAF geführt, die als die höchsten bezeichnet werden müssen, die auf dem Kriegsschauplatz Mittelmeer die englische Luftwaffe bisher im Verlauf einer einzelnen Aktion erlitt. Während im italienischen Wehrmachtsbericht die Zahl der abgeschossenen feindlichen Flugzeuge mit sieben angeführt wurde, erfahren wir jetzt, daß in den Gewässern um Tarent bisher Trümmer und Bruchstücke von nicht weniger als 17 englischen Maschinen aufgefischt wurden. Die Zahl dürfte sich noch mit Bestimmtheit erhöhen durch Flugzeuge, die durch die italienische Flak schwer beschädigt, über das Jonische Meer flohen und dort verloren gingen. Bezeichnend ist, daß von englischer Seite diese Verluste sorgfältig verschwiegen wurden. Italienisches Militärflugzeug abgestürzt Von Kriegsberichter Ulrich Kurz dnb Bei der Kriegsmarine, 7. Dezember.(PK) Ein Unterseeboot läuft in seinem Stützpunkt ein. Es kommt von erfolgreicher Fernunternehmung, alle Torpedos sind verschossen und die Ernte belief sich auf über 40000 BRT. Der Kommandant, der schon manche Fernunternehmung hinter sich hat, berichtet über seine Erfolge. Unter den Schiffen, die seine Torpedos in die Tiefe schickten, befand sich auch ein britischer Hilfskreuzer. Die Reise hatte allerhand Zwischenfälle gebracht, die glücklich verliefen und auch auf der Heimreise, als schon alle Torpedos verschossen waren und eigentlich keiner mehr an den Handelskrieg dachte, gab es noch ein Erlebnis besonderer Art. Ein Dampfer kam in Sicht, dem unser=Boot einen Warnungsschuß vor den Bug legt, aus dem Geschütz natürlich, denn Torpedos gab es ja nicht mehr. Der Dampfer setzt stolz die britische Flagge und sein Unterscheidungssignal, als ob ihn die Visitenkarte retten könnte und letzt die Reise fort. Erst auf den zweiten Warnungsschuß stoppt er und beim dritten Warnungsschuß stürzt die Besatzung in ein Rettungsboot. Alle zusammen, Kapitän und Mannschaft, in ein einziges Rettungsboot. Die anderen Rettungsboote lassen sie oben hängen. Unserem Kommandanten kommt die Sache sonderbar vor. Sollte doch noch jemand an Bord sein? U= Bootsfalle? Vorsichtig nähert sich das=Boot dem Rettungsboot. Es ist so überfüllt, daß die Leute kaum rudern können und oben auf dem Dampfer hängen die unbenutzten Boote. Das Rätsel löst sich schnell. Die Leute in dem Rettungsboot sind völlig durchgedreht. Alles schreit wild durcheinander. Erst auf wiederholten Befehl meldet sich der Kapitän. Es stellt sich heraus, daß er weder Proviant noch Wasser mitgenommen hat, und es ist klar, daß das überfüllte Rettungsboot sich selbst bei leichtem Seegang nicht lange über Wasser halten kann. So übernehmen die bösen Deutschen das Kommando. Der völlig verdutzte Kapitän wird gezwungen, mit seiner Mannschaft an Bord seines verlassenen Schiffes zurückzukehren, alle Rettungsboote vorschriftsmäßig zu Wasser zu lassen und mit Proviant zu versorgen. Den Schiffsoffizieren des Dampfers wird die Führung der einzelnen Rettungsboote übergeben, und die Mannschaft wird auf die Boote verteilt. Die Leute waren sämtlich schon völlig durchnäßt. Das deutsche Unterseeboot gab jedem Boot noch etwas Proviant. So wurden sie auf die Reise geschickt und durften zusehen, wie ihr Dampfer mit ein paar gut sitzenden Schüssen in die WasserUinie versenkt wurde. Jugoslawien und die Neuordnung im Donauraum Von unserem sch..-Berichterstatter „Gewalt erzeugt Gewalt“ Rom, 8. Dezember. Ein italienisches Militärflugzeug ist auf dem Flug von Rom nach Turin mit einigen Mitgliedern der italienischen Waffenstillstandskommission für Frankreich an Bord am 7. Dezember um 13 Uhr aus noch ungeklärter Ursache in der Höhe von Acqui abgestürzt. Die an Bord befindlichen Personen, unter denen sich der Armeegeneral Pietro Pintor und der Luftgeschwadergeneral Aldo Pellegrini befanden, sind bei dem Unfall ums Leben gekommen. Die Kriegsmarine rust Berlin, 7. Dezember. Auf allen Meeren steht die deutsche Kriegsmarine in erbittertem Kampf gegen die britische Seemacht. Mit wachsendem Erfolg packen unsere Seestreitkräfte den englischen Lebensnerv. Großdeutschlands Seeleute sichern die Küsten vom Nordmeer bis zur Bascaya. Tausende von Kriegsfahrzeugen sind eingesetzt und immer wieder werden für neue Aufgaben neue Besatzungen erforderlich. Außer den laufenden terminmäßigen Einstellungen besteht eine einmalige günstige Gelegenheit zum 1. FeRom, 8. Dezember. Die Tatsache, daß der jugoslawische Ministerpräsident Zwetkowitsch mit seiner Erklärung den Wunsch der jugoslawischen Regierung nach Zusammenarbeit mit den Achsenmächten ausgesprochen hat, findet in italienischen politischen Kreisen lebhafte Beachtung. Italien arbeitet bekanntlich seit dem Abschluß des italienisch=jugoslawischen Freundschaftspaktes von Ostern 1937 konsequent an einer Vertiefung der beiderseitigen Beziehungen auf allen Gebieten. Die Erklärung des jugoslawischen Ministerpräsidenten ist daher auf italienischer Seite mit Sympathie ausgenommen worden. Man sieht in römischen politischen Kreisen in der Stellungnahme der jugoslawischen Regierung die Absicht, an der Neuordnung in Europa im Rahmen der friedlichen Zusammenarbeit mit den Achsenmächten mitzuwirken. Auf jeden Fall sieht man in den Erklärungen des Ministerpräsidenten Zwetkowitsch einen Schritt zu einer tiesergehenden Zusammenarbeit mit den Achsenmächten im Donauraum. Bukarest als Beobachter mü Bukarest, 8. Dezember. Die Gespräche, die gegenwärtig zwischen Belgrad und Budapest geführt werden, finden in der rumänischen Hauptstadt, obwohl man nicht direkt an ihnen interessiert ist, starke Beachtung. Man geht dabei von dem Grundsatz aus, daß der gesamte Südost= und Donauraum als eine Einheit anzusehen ist und daß daher die in diesem Gebiet zu lösenden Probleme alle berühren. Eine Erklärung des brasilianischen Präsidenten zur internationalen Lage Rio de Janeiro, 8. Dezember. Der Präsident von Brafilien, Getulio Bargas, hielt vor Reserveoffizieren des brasilianischen Heeres eine Rede über die Bedeutung, die nach der Erfahrung des modernen Krieges auch für Brasilien neben der materiellen Rüstung des Heeres die Ausbildung eines hochwertigen militärischen Führertums hat. Präsident Vargas erklärte hierbei zur internationalen Lage: Friedensliebe als Tradition der historischen Entwicklung fordere eine wachsame Verteidigung. Frieden lieben und wünschen heiße nicht einen apathischen selbstmörderischen Pazifismus kultiveiren. Angesichts der verwickelten Weltlage habe Brasilien unerschütterliche Ruhe bewahrt und sich bemüht, unverändert freundschaftliche Beziehungen aufrechtzuerhalten, die es mit anderen Völkern verbinde. Den amerikanischen Ländern gegenüber nehme Brasilien die Haltung absoluter Loyalität und enger Verbundenheit ein. Offenbar auf die jüngsten englischen Uebergriffe anspielend, erklärte Präsident Vargas zum Schluß: Nationen, die in ihren Rechten und Interessen respektiert werden wollen, haben die Verpflichtung, durch Tatsachen zu beweisen, daß sie die Rechte und Interessen anderer auch respektieren. Das gilt besonders für die, die sich als Muster der Zivilisation hinstellen und als Paladine der Völkerfreiheit ausrufen. Durch Willkür und Gewalt kann niemals ein Friedensideal verwirklicht werden. Gewalt erzeugt Gewalt. Die Verletzung unserer Rechte wird eine Reaktion und Repressalien zur Folge haben. In Kürze Der Staatssekretär im Reichsverkehrsministerium, Kleinmann, ist in der italienischen Hauptstadt eingetroffen. Der für vier Tage vorgesehene Aufenthalt ron, Staatssekretär Kleinmann gilt der Fortsetzung der kürzlich in Berlin mit dem Generaldirektor der italienisch Staatsbahnen, Belani, geführten Besprechungen über Bahn= und Verkehrsfragen. Am 29. November des Jahres sind in Sosia ein deutsch-bulgarisches Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiel der direkten Steuern und ein Vertrag über Rechtsschutz und Rechtshilse in Steuersachen unterzeichnet worden. In der Bucht von Tokio, eiwa zwei Seemeilen von der Küste entfernt, strandete der Panamadampfer „Phaeax“. Das 7188 BRT große Schiff war mit einer Kohlenladung von USA nach Jokohama unterwege. Der Kaiser von Japan ernannte am Sonnabend Kumataro Honda zum ersten japanischen Botschafter bei der vor kurzem anerkannten Nanking-Regierung. Honda, der von 1924—26 Botschafter in Berlin war, gilt als erfahrendste und bestunterrichleiste Persönlichkeit in Chinafragen. Am 6. Dezember wurde in Moskau ein Handelsund Schiffahrtsvertrag und ein Abkommen über den Waren- und Zahlungsverkehr zwischen der Uds SR und der Slowakei unterzeichnet. Das glückliche Jahr Von Hans Wörner (18. Fortsetzung und Schluß) Die Tante schüttelte ihren Kopf und begann von etwas anderem. Sie öffnete alle Fächer, Klappen und Schübe in der Küche und fragte den Jochen, wo das Mehl, die weiße Schüssel, das Zuckersaß, das Welgerholz und etwa dreißig andere Sachen seien. Die Tante wollte einen Kuchen backen, einen großen Kuchen, und zwar sofort! Es war sechs Uhr früh! Jochen stellte das Radio an. Es gab Gymnastik, Jochen stellte wieder ab. Er legte sich auf die Couch und horchte auf das Rumoren in der Küche. Er schlief mit dem Gedanken ein, daß es tatsächlich schon etwas nach Kuchen rieche. Um neun Uhr klingelte der Fernsprecher, klingelte, rasselte, tanzte. Wer rief an? Ursel persönlich! Diese Klinik nämlich war nicht nur eine ziemlich teure Klinik, sondern eine Klinik mit einem Pfiff. Es gab neben den Betten erster Klasse Wandstecker für den Fernsprecher. Denken Sie mal an... Ursel war wach, gesund, stolz, frei. Ihre Stimme läutete von Zufriedenheit. Sie sagte, nach ihrer Meinung könnte sie aufstehen und große Wäsche waschen. Es seien auch schon Blumen abgegebenworden für sie. Von wem? Von Herrn Schmidthenner. Woher der Schmidthenner das so schnell wisse? Keine, nicht die geringste Ahnung. Pause... Ursel:„Kommst du bald, Jochen?“ Ja, natürlich. Jochen ist schon so gut wie unterwegs. Er steht wieder fest auf den Beinen. Die Freude macht ihn denken, daß er es schaffen wird. Noch ist der Wagen nicht verkauft, noch ist das neue, ungewisse Jahr nicht da. Er hat noch Zeit, er kann noch allerlei tun. Er duscht und rasiert sich; die Tante hat seinen guten Anzug zurechtgelegt. Und sie fahren in die Klinik, feierlich, mit Blumen, wie es sich gehört. Es bedeutet das eine Audienz bei einer Königin. Das Zimmer ist bis zu den Fransen der Tischdecke aufgeräumt, die Bettwäsche hat Bügelfalten wie mit dem Lineal gezogen. Am Bett stehen Blumen. Im Bett thront, residiert, geruht zu weilen: Ursel Meierhoff, Fürstin Ursula von Meierhoff. Der Jochen gidt ihr die Hand und faßt sie vorsichtig um; er weiß nichts zu sagen: er guckt immer nur auf Ursels rote Wangen. Dann geht die Tür auf, das Kind wird in seinem Bettchen hereingefahren. Die Oberschwester gratuliert dem Jochen und hebt das Kind hoch, um es ihm zu zeigen. Er darf es nicht anhauchen, sagt sie. Er könnte es mal nehmen, aber das läßt er lieber bleiben. Ihm ist warm, er muß mal mit dem Finger unter den Hemdkhragen greifen. Er darf auch nicht lange bleiben und nicht vor dem späten Nachmittag wiederkommen. Das Kind rollt wieder davon, die Ursel muß wieder still und gerade liegen. Jochen geht. Unterwegs erfährt er von der Tante erst, wie das Kind eigentlich aussah. Niedlich sah es aus, mit pechschwarzem, kleinem Haar. Und dem Vater der Ursel sah es ähnlich, wie aus dem Gesicht geschnitten, sagt die Tante. Sie läßt sich in Meierhoffs Wohnung absetzen, sie will dort arbeiten, bis Ursel wieder aus der Klinik kommt. Jochen gibt ihr Haushaltgeld und fährt in die Kundschaft. Er läßt den Wagen schnurren, er ist voll von Freude, aber auch die Sorge meldet sich wieder. Paaff... Diese Geschichte ging los mit einem Knall, sie geht jetzt auch zu Ende mit einem Knall... Es saß nämlich der Jochen Meierhoff an diesem Tage gegen zwei Uhr in einem Gasthaus am Marktplatz einer kleinen Landstadt, aß Mittagbrot, Kotelett mit Wirsing und Roten Beeten, spürte sich genau zwischen Freude und Sorge auf Null— da quietschte, schrie und krachte es draußen. Paass.. Jochen sprang auf; er hatte durch die kleine, gemütliche Gaststube nur vier Schritte zum Fenster. Er schob die gewebte Gardine zur Seite, und das erste, was er sah, war das breite, große Dach eines Reisewagens, der quer unter dem Fenster mit eingebeultem Kofferkasten auf dem Bürgersteig stand. Aber es führte von der frostglatten Straße nicht nur die Bremsspur des Großen in einem Schleuderbogen zum Gashaus hin, sondern eine zweite, schmalere Bremsspur lief seitlich nebenher— der fremde Große hatte Jochens Kleinen von der anderen Straßenseite mitgezerrt und hielt ihn setzt mit eingedrücktem Kühler an den Enden seiner Stoßstange, wie ein Kater eine Maus zwischen den Vorderzähnen hält... Ach, herein! Jochen Meierhoff lief hin. Es war kalt, der Wirt kam mit seinem Mantel hinterher und half ihm hinein. „Und das Essen wird auch kalt!“ klagte der gute Mann und verschwand wieder. Menschen sammelten sich, Jochen ging zwischen die Wagen und half einem Chauffeur— es mußte der des großen Wagen sein— die Stoßstangen auseinanderzurütteln. Ein sehr gut angezogener Herr griff mit Wildlederhandschuhen neben Johens Händen mit an. Es ging nicht einmal seht schwer. Selbdritt schoben sie den Kleinen zurück, fünf Meter, runter vom Bürgersteig. Der Wildlederherr schickte den Chauffeur fort:„Besorgen Sie Reparaturschlosser, die beide Wagen untersuchen und möglichst bald fahrbereit machen, Petersen, beide Wagen! Bleiben Sie dabei!“ Dann drehte er sich zu Jochen:„Sie sitzen in diesem Gasthaus? Lassen Sie uns hineingehen und den Fall in Ruhe klarieren. Mein Name ist Weiher!" „Von der Seifenfirma Weiher Söhne in Hamburg?“ fragte Jochen. „Ja!“ sagte Herr Weiher. „Dann war ich schon einmal bei Ihnen. Sie waren nicht da. Ich bin Meierhoff, ich vertrat die Firma Dr. Schulz, die vor der neuen Konvention diesen Bezirk beliefert. Den verliere ich jetzt an Sie, und den Kleinen fahren Sie mir nun obendrein auch noch zuschanden... „So ist das? Na, das ist ein Ding!“ sagte der Hamburger und sah sich den Jochen sehr genau an.„Das müssen Sie mir bitte genauer erzählen!" Also saßen sie zusammen, aßen, tranken Kaffee. Petersen kam zwischendurch und berichtete. Der Große hatte nichts als Beulen und Lackschäden. Dem Kleinen mußte der Kühler gerichtet werden, und der Schlauch zwischen dem Kühler und dem Oberteil des Zylinderblocks war gerissen. Es sollte alles in zwei Stunden fertig werden. Herr Petersen wollte schon achtgeben. „Ubrigens hätte ich gern gefragt, womit Ihr Wagen poliert ist!“ fragte Herr Petersen den Jochen. „Danach können Sie Herrn Meierhoff fragen, wenn er bei uns in Hamburg ist, Petersen!“ lächelte Herr Weiber. Jochen sah auf. „Man sagte mir, Sie hätten vermutlich schon einen Mann für diesen Bezirk", berichtete Jochen. „Nein, und selbst wenn es so wäre, würde ich mit Ihnen verhandeln. Ich din nämlich seit je der Meinung, daß man Zufälle gelten lassen soll.“ Jochen spürte, wie es ihm von inwendig frei zumute wurde. Er konnte jetzt erzählen, von seinem Bezirk. den Kunden, von seinem Wagen, den er sich zusammengespart hatte und der nach vielen guten Diensten heute einfach den Kopf hinhielt, um den Jochen mit dem für ihn richtigen Mann zusammenzubringen... „Ja, so ist es!“ meinte Herr Weiher.„Ubrigens gefallen mir Ihre Seifentruhen und Seifenfäßchen. Sind Sie verheiratet? Ja, ich sehe schon. Haben Sie Kinder?“ Jochen strahlte, es brach jetzt sorglos aus ihm heraus.„Ein Mädchen, in einer Stunde ist es genau inen halben Tag alt!“ rief er. „Heute ist ein schöner Tag!“ sagte Herr Weiher. „Bitte, schicken Sie den Wirt nach gutem Papier. Wir wollen Ihren Anstellungvertrag schreiben.“ Das Beutepferd Eine Erinnerung von Adolf Eidens Wir waren fast ausschließlich Jungens aus der Stadt, als wir im Kriegssommer 1918 zu Bauern ins Aachener Land kamen, um bei der Ernte zu helfen. Diese kameradschaftliche Form des sogenannten„Freiwilligen Landwirtschaftlichen Hilfsdienstes“ hatte sich bereits im Jahre zuvor ausgezeichnet bewährt— damals waren wir in der Gegend von Losheim eingesetzt worden, von der Heuernte im Mai bis zum Kartoffelausbuddeln im Oktober. Bäuerliche Arbeit bedeutete uns daher schon nichts gänzlich Unbekanntes mehr. Wir wußten genau, wie man Heu aufladen oder Garben binden mußte. Der eine oder andere hatte sich beim Mähen selbst versucht, und es herrschte ein gewisser Ehrgeiz darin, wer es am besten und schnellsten verstand. einen Kuhstall fachgemäß auszumisten. Ich wurde einem Bauern in Schaufenberg zugeteilt, einem sehr aufgeschlossenen und neuzeitlich denkenden Mann, dessen Betrieb trotz der vier Kriegsjahre glänzend im Schuß war. Es gefiel mir gut— nur kutschierten wir mit Pferden, während uns dafür in Losheim ein ebenso friedliches und gutmütiges wie starkes und zähes Ochsenpaar zur Verfügung stand: das Pferd aber, so schien es mir anfangs, war in der Tat ein wildes Tier. das dem Menschen nach dem Leben trachtet. Die meisten von ihnen hatten Mucken, größere und kleinere(die man jedenfalls kennen mußte), und es gehörte schon Erfahrung dazu, um ganz ohne Huftritte und sonstige Schikanen durch den Stall zu kommen; vorderhand zumindest wurde ich die blauen Flecke nicht los. Eines Tages bekamen wir ein Beutepferd. ein schönes, wenn auch etwas aus der Form geratenes Tier, aber widerspenstig und zu nichts zu gebrauchen. Mein Bauer, der selbst drei Jahre an der Front gestanden hatte und um Leistung und Leid der Kreatur im Kriege wußte, versuchte es mit allen Mitteln, wie sie ein gutes tierliebendes Herz eingibt. vergebens. Schon dachten wir daran, den Gaul wieder abzugeben, nur ein letzter Versuch sollte noch unternommen werden: Zusammen mit der überaus besonnenen Fanny wurde er vor einen der schweren Erntewagen gespannt. um von einem großen Feldstück, etwa eine Viertelstunde vom Hof entfernt, die letzten Weizengarben heimzuholen. Das Pflaster des Hofes dröhnte vom wilden Hufschlag. unwillig und wohl auch nicht ohne Sorge blickte die braune Fanny auf den ungebärdigen Kameraden an der Deichsel und auch auf uns zwei. die wir auf dem Wagen standen. Aber der Bauer ließ nicht locker. Im Trab ging es zum Tor hinaus. auf die Dorfstraße. Doch auch dieser Trab. der mir schon recht bedenklich nach Galopp ausschaute. dauerte keine Minute, dann riß der wie rasend um sich schlagende Schwarze den friedlichen Gefährten an seiner Seite mit— der Weg zum Feld war in wenigen Minuten erreicht: erschreckt und mit bleichen Gesichtern blieben unterwegs die Leute stehen und blickten uns entgeistert nach: Es war eine Fahrt auf Leben und Tod! Das kleinste Hindernis. ein Augenblick, in dem der Fahrer die Herrschaft über nun zwei dahinrasende Tiere verlieren konnte— und wir hätten rettungslos mit gebrochenem Genick im Straßengraben gelegen. Aber unentwegt hielt die Hand die Zügel. starr und mit eiserner Kraft, die mir heute wie damals unbegreiflich ist: wir erreichten das abgemähte Feld dessen harte Stoppeln den Widerstand für die Räder erhöhten. Doch erst als wir zwei=, dreimal kreuz und quer über den Acker gejagt waren, ließ das mörderische Tempo der Tiere etwas nach: nicht freilich der Bauer, der nun auch die Kraftvrobe ganz bestehen wollte. Jetzt nahm er die Hand nicht weg. jetzt trieb er. fünf=, sechsmal noch, den Schwarzen rund um das weite Feld. bis der mit zitternden Flanken von selber stehenblieb und aus großen und verwirrten Augen den Mann anschaute, der absorang, um ihm den schweißtriefenden Hals zu klopfen. Nie werde ich das Bild vergessen: den Schlußakt einer„Pferdekur“— nicht im bösen Sinne, denn wir fuhren in diesem erbitterten Zweikampf ohne Peitsche und ohne Geschrei oder Gebrüll. es war ein männlicher Kampf gewesen: Kraft gegen Wildheit, zähmender Wille gegen entfesselte Leiden schaft. Ebensogut hätte der Mensch unterliegen können, kurzum— es war ein durchaus ehrliches Spiel, das wir gewonnen hatten. Seltsam genug war es übrigens, daß von Stunde an der Schwarze nicht mehr tobte: er ein prächtiger Stallgefährte, und als ich ihn nach Jahren wiedersah, hätte ich in dem inzwischen schwer und füllig gewordenen Tier kaum das wilde Kriegspferd aus dem Sommer 1918 wiedererkannt. 9. Dezemb * In Gelsenkirch und Gelsenguß v# dung in dieser Mi :1(:)=Sieg üb haben sollten. G lage, kann aber# drängt werden. Ein aufsehener gemeldet, wo die dortigen Armin Boden spielten. von der herrlichen nun den 3. Platz Schalke 04 Gelsenguß Gelsei Borussia Dorimu B/B Bielefeld Arminia Bielesel DSC Hagen Westfalla Herne Röhlinghausen BfL Bochum Union Gelsenkird preußen Münste Arminia Marten 54 Die mit groß setzung zwischen Schalke 04 u wurde von dem wonnen. Mit 5: kennen, nachdem vier Treffer erzie in veränderter Au Füller auf Reund Kalwitzki diesen schweren K streiten mußte. die Gelsenkirchen Widerstand und von Czepan! gelegten starken Liedtke ausgleich ganz„schuldlos, Schalte war doch Abschnitt der ers und Kuzzorra(11 Nach Wiederbegi müdeten Eindruck aber mit einem f 15. Minute Epp stelle. Arminia Bie Die gegen! Büttner antretent einer Leistung a den„Gelben“ nich klappte es ausgez Punkt, während ditionsmangel zu katastrophale Ni Dortmundern wa gelegt, dessen Z1 radezu eine Aug öffnete der Rech und bis zur 20. stürmer und der Arminia holte zwar ein Tor a Dortmunder Hal wurde. In der der Gäste an. 6 verringerte auf 2 Der deutsche zembersonntag zu verzeichnen. die erste Serie die zweite Serigab es folgende Ostpreußen: Mlawa:2; Ra BfB Königsber Neukuhren Preußen Mlaw# Pommern: Preußen=Boruss — Hubertus Ko VfE Stettin LSV Stettin LSV Püttnitz Berlin=Bran :2: Tennis=Bo schöneweide— mania:0; BS Minerva 93 Tennis=Borussia Blayweiß Schlesien: 2 Königshütte:: witz:2; BfB Vorw.=Ras. Gle Germ. Königsh Preußen Hinde Sachsen: Di BfB Leipzig— Chemnitzer BC nitz:4. Dresdner SC Polizei Chemni Riesaer SV Nordmark: :2; St. Georg russia Harburg stadt— Wilhel! Barmbecker SC Hamburger ST Eimebüttel Polizei Lübeck Niedersachse :3: Eintracht kalspiel):0. Hannover 96 Braunschweig Linden 07 Niederrhein: dorf:1: Ham •1; Turn Düss Helene Altenes Rotweiß Essen Westende Ham Mittelrhein: ner 33— Dür :2; SpBg An Köln— BsL 4 Mülheimer ST Düren 99 BfL Köln 99 Hessen: Du BfB Groß=Auh SC 03 Kassel SpV Kassel(B Borussia Fulda Großauheim Hanau 60 Südwest: U Bammalte der deutschsprachigen Presse.V. Nummer 338 m Pogradee suthe Verteidigung: n unterwege Vertreter om, 9. Dezember. hoch emporsteigenden die zu den gegen Odonista=Plateau eine erbitteri, sche Oberbefehlshaber einer Reserven gegen hen Armee geworfen udierieligen ehende zahlenmäßige zu erringen. ige hat in dem verGebiet die Aufgaben erheblich verschärft. jeedecke wächst, regnet rotz dieser Wetterlage terhin in engster en an den Kämpfen Bomber und Jäger taktische Entscheidungriechische Druck im nachgelassen hat, ist e sehr aktiv. Wähblutigen Nahkämpfen alienischen und albaverstärkt. Tarent n e Abwehr 1 Vertreter om, 9. 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Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung lit der überaus beeinen der schweren einem großen Feldvom Hof entfernt, uholen. Das Pflalden Hufschlag, une Sorge blickte die irdigen Kameraden uns zwei. die wir er der Bauer ließ zum Tor hinaus. ieser Trab, der mir alopp ausschaute. der wie rasend um jiedlichen Gefährten zum Feld war in reckt und mit bleigs die Leute stehen ch: Es war eine Augenblick, in dem ; nun zwei dahin— und wir hätten benick im Straßengt hielt die Hand ner Kraft, die mir ist: wir erreichten arte Stoppeln den hten. Doch erst als uer über den Acker erische Tempo der ch der Bauer, der is bestehen wollte. weg. jetzt trieb er. irzen rund um das inden Flanken von sen und verwirrten absprang, um ihm klopfen. issen: den Schlußakt bösen Sinne, denn m Zweikampf ohne r Gebrüll, er war Kraft gegen Wildentfesselte Leidenkensch unterliegen durchaus ehrliches itten. rigens, daß von ehr tobte: er wurde id als ich ihn nach dem inzwischen ier kaum das wilde 918 wiedererkannt. Sorussia Dortmund siegte in Gieleteld 10.2 Die Sensation des Tages auf der Bielefelder Alm— Schalke nun an der Spitze In Gelsenkirchen siel im Kampf zwischen Schalke 04 und Gelsenguß vielleicht schon die endgültige Entscheidung in dieser Meisterschaft, die die Schalker nach ihrem 51(:)=Sieg über die Werksportler so gut wie sicher haben sollten. Gelsenguß erlitt damit seine 2. Niederlage, kann aber vorerst vom 2. Tabellenplatz nicht verdrängt werden. Ein aufsehenerregendes Ergebnis wird aus Bielefeld gemeldet, wo die Dortmunder Borussen die dortigen Arminen mit 10:2(:1) in Grund und Boden spielten. Rund 2000 Zuschauer waren begeistert von der herrlichen Stürmerleistung der Borussen, die sich nun den 3. Platz in der Tabelle wieder zurückeroberten. Schalke 04 BfB Bielefeld Arminia Bielefeld dSC Hagen Westfalla Herne Röhlinghausen pfL Bochum Union Gelsenkirchen preußen Münster Arminia Marten Schalke— Gelsenguß:1 Die mit großer Spannung erwartete Auseinandersetzung zwischen den beiden führenden Mannschaften Schalke 04 und Gelsenguß Gelsenkirchen wurde von dem Meister leichter als angenommen gewonnen. Mit:1 mußte sich Gelsenguß geschlagen bekennen, nachdem die Schalker bereits bis zur Pause vier Treffer erzielt hatten. Beide Mannschaften traten in veränderter Aufstellung an. So sah man bei Schalke Füller auf Rechtsaußen, Eppenhoff in der Mitte und Kalwitzki als Linksaußen, während Gelsenguß diesen schweren Kampf ohne Matzek und Kuster bestreiten mußte. In der ersten Viertelstunde hielten sich die Gelsenkirchener noch recht achtbar, leisteten tapfer Widerstand und konnten auch den in der 10. Minute von Czepan durch einen 25=Meter=Weitschuß vorgelegten starken Treffer durch den Mittelstürmer Liedtke ausgleichen. Klodt war an diesem Tor nicht ganz schuldlos, da er eine Flanke verpaßte. Aber Schalke war doch die bessere Mannschaft, die im letzten Abschnitt der ersten Halbzeit durch Eppenhoff, Füller und Kuzzorra(11 Meter) das Ergebnis auf:1 stellte. Nach Wiederbeginn machte Gelsenguß einen sehr ermüdeten Eindruck. Schalke spielte überlegen, mußte sich aber mit einem fünften Tor zufrieden geben, das in der 15. Minute Eppenhoff auf Flanke von Kalwitzki erzielte.— Arminia Bielefeld— Borussia Dortmund:10 Die gegen Bielefeld vor 2000 Zuschauern mit Büttner antretenden Dortmunder Borussen warteten mit einer Leistung auf, die man seit Jahr und Tag von den„Gelben“ nicht mehr gesehen hatte. In allen Teilen klappte es ausgezeichnet; es gab einfach keinen schwachen Punkt, während die Bielefelder Arminen unter Konditionsmangel zu leiden hatten, was in erster Linie die katastrophale Niederlage erklärlich macht. Bei den Dortmundern war vor allem der Angriff glänzend aufgelegt, dessen Zusammenwirken für die Zuschauer geradezu eine Augenweide war. In der 16. Minute eröffnete der Rechtsaußen Stachorra III den Torreigen und bis zur 20. Minute hatte Erdmann als Mittelstürmer und der Linksaußen Sombetzki auf:0 erhöht. Arminia holte dann durch den Halbrechten Upmann zwar ein Tor auf, das aber kurz vor der Pause vom Dortmunder Halblinken Schimetzki wieder wettgemacht wurde. In der zweiten Hälfte hielt die Ueberlegenheit der Gäste an. Stachorra III begann wieder. Steinsiek verringerte auf:5; aber dann war Borussia nicht mehr aufzuhalten und schaffte durch Erdmann, Schimetzki, Walden(Selbsttor), Tregel und Sombetzki das zweistellige Ergebnis. Bauern bleibt im Reichsbundpokat Im noch ausstehenden Zwischenrundenspiel um den Reichsbundpokal=Wettbewerb am Sonntag in Schweinfurt siegte Bayern über Ostpreußen mit:2(:)=Toren. 8000 Zuschauer konnten mit den Leistungen der bayrischen Spieler in jeder Weise zufrieden sein. In erster Linie ist das von unserem vielfachen Nationalspieler Andreas Kupfer zu sagen. Der Schweinfurter befindet sich zur Zeit in einer kaum noch zu überbietenden Hochform, er war in jeder Weise der Motor seiner Mannschaft. Die Ostpreußen spielten wohl sehr eifrig; aber ihre Angriffe zerschellten schon meist in der Mittellinie. Hamburger Jußballsieg über Berlin Die Auswahlmannschaften der Hamburger und Verliner Hochschulen standen sich am Wochenende in der Hansestadt im Fußballkampf gegenüber. Die Hamburger kamen mit:0(:)=Toren zu einem in dieser Höhe nicht erwarteten Sieg. Die Berliner waren zwar die meiste Zeit feldüberlegen und auch spielerisch besser, aber die Hamburger legten einen großen Kampfeseifer an den Tag. Ihre Treffer erzielten sie bei gelegentlichen, plötzlichen Durchbrüchen. Warschauer Jußballsieg über Danzig Mit dem knappen Ergebnis von:2 Toxen siegte Warschau im zweiten Fußballstädtekampf mit Danzig. Dieses Treffen in der Albert=Forster=Kampfbahn war das Rückspiel für die vor wenigen Wochen in Warschau durchgeführte Begegnung, die:3— unentschieden— ausgegangen war. Warschau hat durch seinen Sieg den vom Generalgouverneur gestifteten Wanderpokal gewonnen. Dem Spiele wohnte unter den 4000 Zuschauern auch Gauleiter Reichsstatthalter Albert Forster bei. Die beste Gelegenheit, den Gleichstand zu erzwingen, ließ der rechte Verteidiger Brauer aus, als er in der 25. Minute einen Elfmeterball gegen die Latte setzte. Lieger im Ortskampf: Westtalen-Fahn Borussia Rheine siegt klar über BV Rheine mit:1— TSG Dülmen und SV Emsdetten spielen unentschieden:2 In der ersten Klasse Münster kamen am Sonntag dri Punktetreffen zur Durchführung, bei denen überraschende Ergebnisse zustande kamen. Dieses gilt in erster Linie von den Ortstreffen in Münster und Rheine. Der Tabellenführer SC Münster 08 mußte auf dem eigenen Platz von Westf.=Jahn Münster eine:=Niederlage in Kauf nehmen, während Borussia Rheine mit dem gleichen Ergebnis dem BV Rheine 10 das Nachsehen geben konnte. Dülmen erreichte auf eigenem Platze gegen S B Emsdetten nur ein:=Ergebnis, so daß Münster 08 trotz der Niederlage die Tabellenspitze weiter behaupten kann, während Borussia Rheine auf den dritten Tabellenplatz vorgerückt ist. Hier die Tabelle: SC Münster 08 7 4 0 3 23:19:6 TSG Dülmen 6 3 1 2 15:11:5 Borussia Rheine 4 3 0 1 18:9:2 Spögg Rheine 09 6 3 0 3:11:6 BB Rheine 10 6 3 0 3:15:6 Westf.=Jahn Münster 5 2 1 2:5:5 SB Emsdetten 3 1 1 1:5:3 Vorwärts Gronau 5 4. 1 0:17:9 SC Münster 08— Wests.=Jahn Münster:5 Das mit großer Spannung erwartete Zusammentreffen der münsterschen Ortsrivalen in der ersten Klasse nahm für die—800 Zuschauer einen unerwarteten und überraschenden Verlauf. Der Tabellenführer mußte auf seinem eigenen Platze eine glatte:=Niederlage einstecken, die allerdings dem Verlauf der Kampfhandlungen entsprechend in dieser Höhe nicht ganz verdient war. Vor allem muß den 08ern zugute gehalten werden, daß sie ohne ihren erkrankten Torhüter Camps antreten mußten, der durch Stawicki nur unzulänglich ersetzt war. Ferner hatte der Platzverein das Pech, daß der Mittelläufer Scholthaus sich nach 15 Minuten einen Bänderriß zuzog und für die nachfolgende Zeit ausschied. Immerhin muß der Sieg der Turner als durchaus verdient bezeichnet werden. Obwohl die Leistungen in den letzten Spielen manchen Wunsch offen gelassen hatten, zeigte die Mannschaft diesmal ein achtbares Können, bei dem die gute Leistung des Angriffs für den Sieg von ausschlaggebender Bedeutung war. Ganz besonders konnten der Rechtsinnen Laumen, Mittelstürmer Wenge und der LinksZahlenspiegel der(Bereichsklassen Fortuna Düsseldorf von Rotweiß Essen:1 überfahren Rapid Wien geschlagen Der deutsche Fußballsport hatte am zweiten Dezembersonntag wieder manch überraschendes Ergebnis zu verzeichnen. In den meisten Bereichsklassen wurde die erste Serie zu Ende geführt, zum Teil auch bereits die zweite Serie in Angriff genommen. Im einzelnen gab es folgende Ergebnisse: Ostpreußen: Reichsbahn Königsberg— Preußen Mlawa:2; Rasensport Königsberg— Richthofen:6. BfB Königsberg 8 7 1 0 29:5 15:1 Neukuhren 10 7 1 2 49:12.15:5 Preußen Mlawa 9 6 1 2 40:11 13:5 Pommern: LSV Püttnitz— VfL Stettin:2: Preußen=Borussia— LSV Stettin:9; Stettiner SC — Hubertus Kolberg(Ges.=Sp.):6. VfE Stettin 7 5 1 1 23=8 11:3 LSV Stettin 5 5 0 0 31:2 10:0 LSV Püttnitz 5 4 0 1 19:6•2 Berlin=Brandenburg: Blau=Weiß— Hertha BSC :2; Tennis=Borussia— SV Elektra•0; Union Oberschöneweide— Wacker 04:1; Minerva 93— Tasmania:0; BSV Minerva 93 Tennis=Borussia Blayweiß Schlesien: Vorw.=Rasensp. Gleiwitz— Germania Königshütte:3; Breslau 06— Tus Schwientochlo= witz:2: BfB Liegnitz— 1. FC Kattowitz:7. Vorw.=Ras. Gleiwitz 10 S 2 0 48:11 18:2 Germ. Königshütte 9 6 F 1 37:15 14:4 Preußen Hindenburg 9 7 0 2 25:14 14:4 Sachsen: Dresdner SC— Fortuna Leipzig 10:2; BfB Leipzig— Riesaer SB:3; Wacker Leipzig— Chemnitzer BC:5; Polizei Chemnitz— SC Plagit•4. Dresdner SC 8 8 0 0 44:7 16•0 Polizei Chemnitz 10 7 1 2 54:27 15:5 Riesaer SV 10 7 1 2 32:16 15:5 Nordmark: Eimsbüttel Hamburg— Holstein Kiel :2: St. Georg=Sperber— Hamburger SV:6; Borussia Harburg— Polizei Lübeck:4; Fortung Glückstadt— Wilhelmsburg 09:1; Concordia Hamburg— Barmbecker SG:2. Hamburger SV 11 11 0 0 43:12 22:0 Eimebüttel 11 7 2 2 47:14 16:6 Polizei Lübeck 11 7 1 S 40:20 15:7 Niedersachsen: Arminia Hannover— Hannover 96 :3; Eintracht Braunschweig— Werder Bremen(Pokalspiel):0.„„„„ 91.9 Hannover 96 5 5 0 0 21:3 10:0 Braunschweig 5 2 1 2 24:9:5 Linden 07 5 2 1 2 18:14:5 Niederrhein: Rot=Weiß Essen— Fortuna Düsseldorf:1: Hamborn 07— LSV Wurzen(Ges.=Spiel) :1; Turn Düsseldorf— Adler Krefeld(Ges.=Sp.):1. Helene Altenessen, 8. 6 0 2 23:14 12:4 Rotweiß Essen 9 5 1 S 20:13 11:7 Westende Hamborn 9 S 0 4 16:12 10:8 Mittelrhein: BfR Köln— Troisdorf 05:1: Vonner 3B— Düren 99:3; Beuel 06— Mülheimer SB :2: SpBa Andemach— Köln=Sülz 07:1: BfL 99 Köln— BfL 48 Bochum(Ges.=Spiel):1. Mülheimer SV 10 S 2 0 31:11 18:2 Düren 99 10 7 1 8 34:24 15:5 BsL Köln 99 10 7 0 S 50:18 14:6 Hessen: Dunlop Hanau— Borussia Julda:5; B/B Groß=Auheim— Hanau 60:1: Sport Kassel— SC 03 Kassel(Bez.=.).3: Kurhessen Kassel— SpV Kassel(Bez.=.):2. Borussia Fulda 6 4 1 1 19.6 Großauheim 6 4 1 1 17•9 Hanau 60 6 4.0 2 14:7•4 Südwest: Union Niederrad— FSB Frankfurt:1: ##matig Worma— St Wiesboden:3: BfR Frankenthal— FV Saarbrücken:0; TSG 61 Ludwigshafen— Borussia Neunkirchen:1; 1. FC Kaiserslautern— FK Pirmasens:3. Offenbacher Kickers 8 7 1 0 22:7 15:1 Ratw ie Sramssurt 7 6 0 1 19:6 12:2 4 1 2 21:13:5 * 5 0 3 19:10 10.6 5 0 3 16:15 10:6 5 0 S 11:10 10:6 Rotweiß Franrfurt Eintracht Frankfurt FV Saarbrücken Kaiserslautern TSG Ludwigshafen 8 Baden: SV Waldhof— BfB Mühlburg:1; Phoenix Karlsruhe— BfR Mannheim:2. Mühlburg 9 7 2 0 21:5 16:2 Neckarau S 5 1 2 17:10 11:5 SV Waldhof 7 4 1 2 20:10:5 Würktemberg: Sportfr. Stuttgart— BfB Stuttgart:1; Union Boeckingen— Stuttgarter Kickers:2; Sportfr. Eßlingen— Stuttgarter SC:9; SSV Ulm — BfR Aalen:1; SpVg Untertürkheim—. SV Feuerbach:2: SpBg Cannstatt— Tsg 46 Ulm:2. BfB Stuttgart 10 7 1 2 38:11 15:5 Sportfr. Stuttgart 10 S 0 2 27:14 16:4 Kickers Stuttgart 8 6 0 2 30:11 1244 Bayern: SpVa Fürth— München 60:2; Neumeyer Nürnberg— TSV 83 Nürnberg:0; Schwaben Augsburg— Jahn Regensburg:2; Wacker München— BE Augsburg:2. BE Augsburg 9 7 1 1 19:10 15:3 1860 München 7 6 0 1 32:12 12:2 Neumeyer Nürnberg 9 6 0 S 20:9 12:6 Ostmark: Rapid Wien— Wiener Sportklub:3; Wacker— Vienna:1. Austria Wien Wacker Wien Florisdorf 19•8 22:17 23.20 13:5 10:8 •5 außen Stöhr gefallen. In der Läuferreihe überragte der Mittelläuser Feldhaus, desgleichen verdient beim Sieger der Torwart Böckmann hervorgehoben zu werden. Bei den 08ern war die Hintermannschaft und die Läuferreihe sehr schwach. Der Angriff spielte im Felde sehr gut zusammen, dagegen ließ das Schußvermögen viel zu wünschen übrig. Die erste Viertelstunde zeigte einen verteilten Spielverlauf. In der 15. Minute konnten die 08er durch Steinbusch in Führung gehen. Aber schon fünf Minuten später gelang es Wenge, eine schöne Vorlage seines rechten Nebenmannes zum Ausgleich zu verwandeln. Jahn erreichte mehrere Ecken, die nichts einbrachten, aber auch Böckmann mußte sich zweimal gewaltig strecken, um einen Torerfolg zu verhindern. Durch den Halbrechten Laumen gingen die Turner in Führung, und bis zum Wechsel blieben sie im Felde leicht im Vorteil. Mit dem Wiederbeginn wurden die Leistungen der Turner noch wesentlich besser und das Tor der 08er geriet ständig in Gefahr. Wieder war es der Halbrechte Laumen, der das dritte Tor erzielte, und bald darauf hieß es durch Wenge bereits:1 für die Turner. Alle Bemühungen der 08er scheiterten an der guten Abwehr der Gäste, die kurz vor Schluß des Spieles abermals durch den Halbrechten Laumen den fünften Treffer erzielen konnten. Beide Mannschaften stellten folgende Vertretungen: Westf.=Jahn Münster: Böckmann, Gawlista, Müller, Quante, Feldhaus, Kallmeyer, Gehlen, Laumen, Wenge, Ziemer, Stöhr. Münster 08: Stawicki, Pollmöller, Gödde, Hillers, Scholthaus, Steinbusch, Kaufmann, Kaldeweier, Westmeier, Middel, Schulze=Außel. BB Rheine 10— Vorussia Rheine:5 Nachdem die Borussen erst vor acht Tagen der SpVgg Rheine 09 das Nachsehen gegeben hatten, gelang es ihnen auch, das Ortstreffen gegen den BV Rheine 10 mit einem klaren:=Sieg zu beenden. Die Elf des gastgebenden Vereins setzte sich kräftig zur Wehr, aber es gelang ihr nicht, den Erfolg der Borussen zu verhindern. Allerdings machte sich beim BV Rheine das Fehlen des Mittelläufers Achterberg sehr bemerkbar, während die Borussen wieder ihren Mittelstürmer Burkhardt nicht zur Verfügung hatten. Insgesamt kann man den Sieg der Borussen als völlig verdient bezeichnen, zumal die Mannschaft eine weit bessere Leistung bot, als es beim Platzverein der Fall war. Schon nach zwei Minuten gelang es dem BV, durch Koppen in Führung zu gehen, aber schon im Gegenangriff konnten die Borussen durch W. Klein den Ausgleich erzwingen. Nachdem die Borussen mehrere Ecken erzielt hatten, war es wieder W. Klein, der den Führungstreffer einsenden konnte, und beim Stande von:1 ging es in die Pause. Schon kurz nach dem Wiederbeginn konnten die Borussen den Vorsprung auf:1 erhöhen, und als bald darauf der rechte Verteidiger des Platzvereins den Ball vervaßte, war der vierte Torerfolg fällig. Bei diesem Stande blieb es bis kurz vor dem Schlußpfiff, aber noch in den letzten Spielminuten konnten die Borussen durch Lenk den fünften Treffer erzielen. TS6 Dülmen— SB Emsdelten:2 Die Dülmer mußten zum Kampf gegen den SV Emsdetten mit stark geschwächter Mannschaft antreten. Das unentschiedene Ergebnis wird dem Verlauf der Kampfhandlungen und den gezeigten Leistungen gerecht. In der ersten Halbzeit war der Platzverein im Felde tonangebend. Durch ein Selbsttor des rechten Dülmer Läufers kamen die Emsdettener zunächst zu einem billigen Führungstreffer, aber der Vorsprung dauerte nicht lange. Im Anschluß an eine Ecke konnte Göckener im Direktschuß den Ausgleich erzielen. Das zweite Tor brachte Göckener ebenfalls auf sein Konto, so daß die Gäste beim Seitenwechsel mit:2 im Nachteil lagen. In der zweiten Spielhälfte waren die Emsdettener im Felde tonangebend. Der Ausgleich fiel in der 25. Minute nach dem Wiederbeginn durch den rechten Läufer von Emsdetten, de reinen Schuß aus 25 Meter anbringen konnte. Trotz beiderseitiger Bemühungen erfuhr das Ergebnis keine Aenderung mehr. Niedersachsensport Pokalspiel: Eintracht Braunschweig— Werder Bremen:0. 1. Klasse: SC Haste— OTV:0; Osnabrück 97— Spielverein 16 13:1. 2. Klasse, Staffel Wiehengebirge: BfL 2.— Schinkel 04 2.:2; Staffel Teutoburger Wald: Georgsmarienhütte— Hellern:0; Kloster Oesede— Schinkel 04 Jgl.:2. sprechung im deutschen Sport dargelegt werden, sondern mit der Veröffentlichung auch eine Gelegenheit wahrgenommen wurde, den besonderen Anlaß zu einer allgemeinen sporterzieherischen Stellungnahme zu benutzen. Ungarns Länderei# spiekte in Agram nur:1 Nach dem Länderspiel in Mailand trug Ungarns Nationalelf in gleicher Besetzung wie gegen die Azzuri am Sonntag vor 10000 Zuschauern in Agram einen Freundschaftskampf gegen die Auswahlmannschaft von Kroatien aus. Wie schon in Genua, so erzielten auch diesmal die Ungarn wiederum nur ein:=Unentschieden, das bereits zur Pause feststand. Die Kroaten waren in der 10. Minute durch den Halbrechten Woelfl in Führung gegangen, aber eine Viertelstunde später fiel nach einem von Dr. Sarosi ausgeführten Freistoß durch Spielmann der Ausgleich. Das von beiden Mannschaften auf schwerem Boden erzielte Ergebnis muß als gerecht bezeichnet werden. Ungarns bester Spieler war der Tormann Csikos. Ungarns Nachwuchs gewann Die jungen Nachwuchsmannschaften von Kroatien und Ungarn trafen in Split im Fußball=Länderkampf zusammen. Ungarns Junioren konnten das abwechslungsreiche Treffen mit:3(:2) Toren zu ihren Gunsten entscheiden. Schweden hat einen großen Jußball=Rekord Mit dem Ende dieses Jahres hat der deutsche Fußballsport insgesamt 179 Länderspiele ausgetragen. Es gibt nur wenige Länder, die einen größeren internationalen Spielverkehr aufzuweisen haben und dann liegen jeweils auch besondere Umstände vor, so bei Ungarn mit den früher regelmäßig durchgeführten Treffen gegen das frühere Österreich. Einen großen Länderspielrekord hat auch Schweden, da nicht weniger als 230 Länderkämpfe zur Austragung gekommen sind, die zur Hauptsache natürlich gegen die benachbarten nordischen Länder geführt wurden. Schweden hat 110 Länderspiele gewonnen, 35 unentschieden gehalten und 85 verloren und dabei ein Torverhältnis von 625:455 erzielt. Rechtsprechung im deutschen Sport Im deutschen Sport wird nach nationalsozialistischen Gesichtspunkten Recht gesprochen Obwohl an sich nach den Bestimmungen des RSRL ein„Protest" gegen Schiedsrichterentscheidungen nicht mehr zulässig ist, hat es nach dem Spiel der Vorschlußrunde um den Tschammerpokal zwischen dem Dresdner SC un ddem Ostmarkvertreter Rapid Wien doch einen Einspruch der Vereinsführung des Wiener Vereins gegeben, welcher sich darauf gründete, daß der Schiedsrichter des Spiels in der ersten Halbzeit versehentlich vier Minuten zu wenig spielen ließ. Der Schiedstichter hat, als er auf seinen Irrtum aufmerksam gemacht wurde, den beiden Mannschaften den Vorschlag unterbreitet, die fehlende Spielzeit nachzuspielen, doch wurde diese Regelung von den Wienern abgelehnt. In Anbetracht der klaren Sachlage hat das Fachamt Fußball den Einspruch von Rapid Wien zurückgewiesen. Das von dem RS=Reichsbund für Leidesübungen herausgegedene Organ„NS=Sport“ geht in diesem Zusammenhang jetzt hinterher noch einmal auf die Grundsätze der Rechtsprechung im deutschen Sport ein und kommt dabei zu den nachfolgenden Feststellungen: „Das deutsche Rechtsbewußtsein unterscheidet sich von der westlerischen Rechtsauffassung dadurch, daß es uns auf den Sinn, den anderen auf den Buchstaben des Rechts ankommt. Nach westlerischem„Recht“ muß ein Fußballspiel 2mal 45 Minuten dauern. Fehlen an diesen 90 Minuten 4 Minuten, dann ist nach dieser Aufsossung das Spiel unnachsichtlich zu wiederholen, ganz Nummer 338 410000 Zusehauer in den Jupbalt-Tanderspieten Die deutsche Fußball=Nationalmannschaft hat von den zehn Länderspielen des Jahres 1940 sechs innerhalb der Reichsgrenzen ausgetragen. In allen Fällen konnte der Nachfrage an Eintrittskarten nur mit einer starken Belastung der zur Verfügung stehenden Platzanlagen entsprochen werden. Auch bei den vier im Ausland ausgetragenen Länderkämpfen waren die Plätze immer dicht besetzt. Mit 410000 Zuschauern in den zehn Länderspielen hat die deutsche Nationalmannschaft auch in diesem Jahre wieder international einen Zuschauerrekord erreicht. Die Besucherziffern für die einzelnen Länderspielen lauten: In Berlin gegen Ungarn 90000; in Wien gegen Jugoslawien 50000; in Mailand gegen Italien 60000; in Frankfurt=M. gegen Rumänien 45000; in Leipzig gegen Finnland 35000; in Preßburg gegen die Slowakei 10000; in Budapest gegen Ungarn 35000; in München gegen Bulgarien 40 000: in Agram gegen Jugoslawien 15.000; in Hamburg gegen Dänemark 30.000. Flieger Stadek übertrat alle Luftwaffenturner besiegten Kriegsmarine In der bis auf den letzten Platz gefüllten Breslauer Jahrhunderthalle wurde am Sonntag der große Turnkampf Luftwafse— Kriegsmarine ausgetragen. Die acht Turner der Luftwaffe siegten nach prachtvollen Leistungen mit 323,85 Punkten über die Kriegsmarine, deren Riege 318,85 Punkte erreichte. Bester Einzelturner war der deutsche Zwölfkampfmeister Flieger Willi Stadel, der von 50 erreichbaren Punkten auf 49,80 kam und dabei nicht weniger als dreimal die Höchstnote 10 erhielt. Die Kriegsmarine stellte in Feldwebel Gauch mit 47,80 Punkten den zweitbesten Turner, während auf dem dritten Platz in Gefr. Anna mit 46,50 Punkten wieder ein Vertreter der Luftwaffe folgte. Bei dem durchgeführten Fünfkampf erwiesen sich die Turner der Luftwaffe bei vier Uebungen klar überlegen, lediglich im Pferdsprung überflügelte die Kriegsmarine ihre Gegner. An den einzelnen Geräten wurden erzielt: Ringe: Luftw. 64,85., Kriegsm. 62,70., Pferdsprung: Luftw. 64,70, Kriegsm. 65,15., Barren: Luftw. 65,95, Kriegsm. 63,45., Bodenturnen: Luftw. 64,55, Kriegsm. 64,25., Reck: Luftw. 63,80, Kriegsmarine 63,30 P. Hiltrup trotet dem Tabeltenführer Erster Punktverlust der Post— Wenige Spiele im Münsterland Seit langer Zeit erlebte die Hiltruper Sportgemeinde wieder einmal einen spannenden und interessanten Kampf um die Punkte, in dem beide Mannschaften ihr ganzes Können einsetzten. Die Elf des gastgebenden Vereins zeigte sich von der besten Seite, und der Tabellenführer mußte sich alle Mühe geben, um wenigstens einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. Der Verlauf der Kampfhandlungen war im allgemeinen verteilt. In der ersten Spielhälfte waren die Hiltruper in ihren Leistungen etwas besser und konnten nach etwa 20 Minuten durch ihren Linksaußen Ridder IIl in Führung gehen. Mit dem knappen Vorsprung des Platzvereins ging es in die Pause. Zehn Minuten nach dem Wiederbeginn gelang es den Postlern, den Ausgleich zu erzielen. Verbissen und zäh kämpften beide Mannschaften nunmehr um die Führung, aber alle Bemühungen scheiterten an der erfolgreichen Arbeit der beiderseitigen Hintermannschaften, wobei sich besonders die Hiltruper Verteidigung bewährte, desgleichen hatte auch der Torwart Ridder II einen guten Tag. Die Post=SG Münster stellte eine ausgeglichene Mannschaft ins Feld, die auf allen Posten gleichmäßig besetzt war. Die Tabelle ergibt nunmehr folgenden Stand: Post Münster 5 4 1 0 24:6•1 Reichsb.=Sc Münster 4 3 0 1 29:5:2 Tus Hiltrup 3 2 1 0 18:2:1 Tus Ascheberg 5 2 0 3 15:27:6 BfL Wolbeck 5 1 0 4:25:8 Westfalia Kinderhaus 4 0 0 4:30:8 Rasensport Coesfeld Herbstmeister Tus Stadtlohn gab den Rasensportlern in Coesfeld ihre Visitenkarte ab und mußte sich nach torloser Halbzeit einem besseren mit:0 beugen. Damit hat Rasensport Coesfeld zum erstenmal den Titel eines inoffiziellen Herbstmeisters errungen. In der 15. Minute der ersten Halbzeit schoß der Linksaußen aus fast unmöglichem Winkel das:0. Das zweite Tor war die Auswertung einer guten Kombination durch den Halbrechten. Beim. 3. Tor sieben Minuten vor Schluß ließ der Stadtlohner Torwart den gefangenen Ball sich durch die Arme köpfen. Am letzten Tor war der Stadtlohner Torwart nicht ganz schuldlos, da er zu früh den Kasten verließ. Ahlener Sportsonntag Da die Punktespiele der ersten Serie in der Staffel Ahlen beendet sind, waren zwei Begegnungen um den Pokal des Landrates angesetzt, von denen aber nur eins zur Durchführung kam. Die Ortsbegegnung zwischen der B SG Ahlen und Westfalia 06 Ahlen sah die Werksportler nach einer Halbzeitführung von:1 beim Schluckpfiff mit•2 erfolgreich. Das zweite Spiel zwischen SpuSp Ennigerloh und der SpVgg Beckum kam nicht zur Durchführung, da Beckum bis zur Entscheidung der Kreisbehörden in der Angelegenheit Westfalia Ahlen Beckum vorläufig an den Pokalspielen nicht mehr teilnimmt. Handball. Im Handball waren zwei Spielausfälle zu verzeichnen, und zwar fielen die Spiele Reichsbahn Hamm— Germania Mark und BV 09 Hamm— Ostwennemar aus. Westfalia Ahlen behielt gegen Union Hamm mit:5 die Oberhand, nachdem die Ahlener bei der Pause mit:3 geführt hatten. Der Eishockeymeister siegte Zahlreiche Eishockeyspiele— Skiwettkämpfe in Sachsen gleichgültig, ob dadurch dem anderen Beteiligten bitteres Unrecht geschieht. Im deutschen Sport aber wird nach nationalsozialistischen Gesichtspunkten Recht gesprochen. Ueber allen Einzelbestimmungen steht das allgemein verpflichtende Grundgesetz der Sportordnung des RSRL.: „Die Ordnung des deutschen Sports beruht auf den ungeschriebenen Gesetzen der Kameradschaft, Ritterlichkeit und Ehre. Die Ordnungsbestimmungen der nachstehenden Sportordnung sind in diesem Sinne anzuwenden und auszulegen.“ Was ist nun im vorliegenden Falle nach diesem Grundgesetz Recht? Was sagt die Stimme des Volkes? Auf diese Fragen wird die Antwort gegeben, daß einmal die Spielentscheidung in Dresden mit einem :=Sieg des DSC klar und eindeutig ausgefallen und zum anderen haben die Wiener durch die Weigerung, die in Frage stehenden vier Minuten nachzuspielen, auch gegen das„Buchstabenrecht“ gehandelt. Es wäre wirklich allen Grundsätzen des Sports, des gesunden Menschenverstandes und des Rechtsempfindens des Volkes Gewalt angetan worden so heißt es weiter, wenn man ein anderes Urteil gesprochen hätte, und die Stimmes des Volkes hätte in diesem Falle mit„Schiedung" und„Schwindel“ geantwortet. Diese Klarstellung ist sehr zu begrüßen, weil nicht nur in überzeugender Weise die Grundsätze der RechtDer Titelverteidiger, die Mannschaft der Wiener Eislaufgemeinschaft, eröffnete am Sonntag die Kämpfe um die deutsche Eishockeymeisterschaft. Im ausverkauften Berliner Sportpalast kam die Wiener EG über Brandenburg mit:0 zum Sieg und damit zu den ersten zwei Punkten. Reichen Beifall ernteten im Kunstlaufen das Wiener Tanzpaar Stoehr=Hackl sowie Hanne Niernberger und Edi Rada. SC Rießersee und Rotweiß gleichwertig Bei der zweitägigen Eissportveranstaltung am Wochenende im Münchener Prinzregentenstadion kam es zu einer Kraftprobe zwischen den Eishockeymannschaften des SC Rießersee und Rotweiß Berlin. Am Sonnabend trennten sich die Gegner unentschieden:1, nachdem Lorzing für die Berliner im ersten Spielabschnitt und Wild für Rießersee im Schlußdrittel eingeschossen hatten. Am Sonntag war Rießersee wohl überlegen, die Verteidigung der Reichshauptstädter hielt aber stand, so daß der Kampf torlos endete. Im Mittelpunkt der Kunstlaufvorführungen standen jeweils das Wiener Geschwisterpaar Ilse und Erich Pausin sowie die deutschen Meister Lydia Veicht und Horst Faber, die stark gefeiert wurden. Eishockey-Nachwuchs übte in Prag " Den Besuchern des Prager Winterstadions bot sich in den letzten Tagen ein nicht alltägliches Bild. Hitlerjungen aus den verschiedensten Teilen des Großdeutschen Reiches tummelten sich scheinbar regellos auf der glitzernden Eisfläche, surrten wie ein Bienenschwarm geschlossen um das Rund, teilten sich und fegten in der Dreier=Kombination über das Feld. Ein Pfiff— und alles scharrte sich um den ruhenden Pol inmitten dieses wirbelnden Geschehens: den Eishockeyfachwart in der Reichsjugendführung, Gefolgschaftsführer Groebsch. Das bunte Durcheinander entpuppte sich als eine wohldurchdachte und zielbewußte Arbeit: die Schulung unseres HJ=Eishockennachwuchses. Die Schulung umfaßte neben gründlicher praktischer Ausbildung auch theoretische Vorträge. Besonderes Gewicht wurde auf die mannschaftliche Schulung gelegt, nachdem die Erfahrungen der letzten Jahre zeigten, daß das Einzellernen die weitaus geringeren Erfolge aufwies. Man sah daher während des Lehrganges des öfteren regelrechte Übungsspiele. Innerhalb einer Woche konnte bei allen die Mannschaftsleistung erheblich gesteigert werden. Die Wiener Hitlerjungen bewiesen dabei, daß an der Donau nach wie vor eine Hochburg des Eishockeysportes steht und dort um den Nachwuchs keine Sorge aufzukommen braucht. Ehepaar Valer begeisierte Mannheim Das Mannheimer Eisstadion war auch am Sonntag bis auf den letzten Platz besetzt, und wieder mußte das Weltmeisterpaar Maxie und Ernst Baier durch Zugaben seinen Tribut für den nicht endenwollenden Beifall leisten. Im Eishockeykampf war die Mannschaft des MERC Mannheim mit:1(:0,:1,:0) den Nürnberger-Männern klar überlegen. 50 Jahre Schisport im Schwarzwald Vor 50 Jahren wurde im Schwarzwald der erste Schiklub gegründet. Es handelt sich dabei um den SC Todtnau, der im Dezember 1890 aus der Taufe gehoben wurde und somit der eigentliche Begründer des Wintersports im Schwarzwald war. Nach zehnjährigem Bestehen hatte der SC Todtnau dann die Genugtuung. daß im Schwarzwald die ersten deutschen Schimeisterschaften ausgetragen wurden. Auftakt im sächsischen Skisport über 200 Läufer beteiligten sich am Sonntag an dem in Zinnwald ausgetragenen„Finnischen Langlauf", mit dem Sachsens Skisportler den Winter einleiteten. Die Dresdener Skizunft als Veranstalter ging diesmal in der Mannschaftswertung als Sieger hervor und erhielt dafür den Ehrenpreis des Reichsstatthalters Mutschmann. In der Hauptklasse über 10 Kilometer war Hermann Becker(Geising) in Tagesbestzeit von 53:00 Minuten erfolgreich. Sein Sieg wurde mit dem Wanderpreis des sächsischen Innenministers belohnt. Altersklassenläufer erzielte Tagesbestzeil In dem sächsischen Winterkurort Mühleiten wurde am Sonntag die neue Skilaufzeit mit einem NeunKilometer=Lauf„Rund um den Kiel" eingeleitet, an dem sich mehr als 70 Läufer beteiligten. Die Tagesbestzeit erzielte dabei der in Altersklasse 1 gestartete Walter Glaß II(Klingenthal) mit 45:33 vor den als Mannschaft laufenden Sudetendeutschen Weidlich, Bleidel und Scherbaum, die um fast 3 Minuten geschlagen wurden. Die drei Gäste gingen als geschlossene Mannschaft über die Strecke, um sich auf diese Weise auf den Sudeten=Befreiungslauf vorzubereiten. Sieger der Hauptklasse wurde Kurt Meinhold(Ascheberg) in 48:35. Eberkein gewann Münchener Geranderauf Mit starker Beteiligung wurde am Sonntag in München ein Geländelauf durchgeführt, bei dem die Läufer des TSV 1860 München sich besonders auszeichneten. In der Mannschaftswertung kamen die 60er zum Erfolg und auch in der Hauptklasse waren drei Mann der Münchener auf den ersten Plätzen. Eberlein siegte über die 7 km lange Strecke in 23:47 Min. vor seinen Kameraden Goldemund und Widemann, auf den folgenden Plätzen kamen Läufer des Luftwaffen=SB Füritenbelbrunc ein. P•r Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. V. Dezember 1940 Tageszeitung Nummer 338 Kehraus in der Deutschlandkalte Bei den Stehern Stach vor Wengler, im Mehrkampf Schorn— Mertens Die Deutschlandhalle beschloß am Sonntag vor oder besetzten Länder teilnehmen sollen, werden die Terschwächerem Besuch als sonst ihr Radsportjahr 1910. Im Mittelpunkt standen zwei große Mehrkämpfe, von denen einer den Dauerfahrern vorbehalten war. Die Steher erwiesen sich auch auf der Fliegermaschine als gute Könner, besonders Ehmer und Wengler, die jedoch in der Gesamtwertung von Stach übertroffen wurden. Stach hatte sich durch den Gewinn aller drei Dauerrennen genügend Punkte gesichert und belegte auch im Verfolgungsrennen einen guten zweiten Platz, so daß ihm der Endsieg sicher war. Im internationalen Mehrkampf erwiesen sich Schorn=Merkens vor den Dänen Falk=Hansen=Jacobsen und den Italienern Leoni=Cinelli als Beste. Schorn holte sich zwei Fliegerläufe; zusammen als Mannschaft gewann das Kölner Paar ein Verfolgungsrennen gegen Leoni=Cinelli und das Tausend=Meter=Zeitfahren mit Ablösung, indem sie ihren eigenen Bahnrekord sogar um zwei Sekunden auf:05 drücken konnten. Bei den Amateuren rief Kriegsmeister Gerhard Purann im Vorgaberennen einen Zwischenfall hervor. Er brachte durch unsaires Fahren im Endkampf Saager und Preiskeit zu Fall und wurde daraufhin seines Sieges zugunsten von Kolbe für verlustig erklärt. Ergebnisse: Mehrkampf der Steher: Gesamt: 1. Stach 21., 2. Wengler 18., 3. Ehmer 17., 4. Hoffmann 14 P. Internationaler Mehrkampf: Gesamt: 1. SchornMerkens 20., 2. Falk Hansen=Jacobsen 18., 3. Leoni=Cinelli 14., 4. Wesenberg=Matysiak 12., 5. Guerra=Danholt 10., 6. Schön=Lorenz 10 P. Amateurrennen: Ausscheidungsfahren: 1. Lohrke; Vorgabefahren: 1. Bunzel; Vorgabepunktefahren: 1. Bunzel. mine Neue Rennfahrer=Klasse in Italien Der italienische Radrennsport wird gegenwärtig einer Neuordnung unterzogen, die sich nicht nur in der Organisation, sondern auch im Sportbetrieb fühlbar auswirken wird. Für die Straßenfahrer wurde eine neue Klasseneinteilung geschaffen, so wie sie in Deutschland mit der Extra=, A= und=Klasse üblich war. Zur Extraklasse zählen danach gegenwärtig nur 12 Fahrer: Bartali, Bizzi, Bini, Coppi, Cinelli, Canavesi, Vicini, Valetti, Cettur, Leoni, Favalli und Servadei. Ihnen werden die Rennen vorgeschrieben, an denen sie teilnehmen müssen. Ebenso werden 20 Berufsfahrer für die Bahnrennen vom Verband bestimmt. Alle übrigen Fahrer gelten als Unabhängige und können nach ihren Leistungen aufrücken, während die jetzt lizensierten Fahrer eotl. in die niedrige Kategorie versetzt werden können. Darüber hinaus werden die Amateure in der sogenannten„Dopolavore=Klasse“ zusammengefaßt, sie bestreiten nur Straßenrennen bis 100 km und olympische Wettbewerbe auf der Bahn. Kalender-Kongreß im Radsport Deutschland und Italien sind bemüht, für das kommende Jahr wieder ein internationales Radsportprogramm aufzustellen und versuchen, zu diesem Zweck eine Tagung der interessierten Länder nach dem Muster des früheren UCI=Kalenderkongresses in Mailand zustande zubringen. Auf der Tagung, an der auch die neutralen für die bedeutenden internationalen Bahn= und Straßenrennen festgelegt und genehmigt. Die Landesverbände haben schon verschiedentlich die Absicht kundgetan, ihre traditionellen Rennen wieder durchzuführen. So werden für die Großen Fliegerpreise von Paris der 29. Juni, 5. 6. Juli sowie für die Flandern=Rundfahrt der 8. April als Datum genannt. Ebenso wie im Boxsport dürfte demnächst auch im Radsport dank der Initiative von Deutschland und Italien eine Klärung der Lage geschaffen werden. Viermak J. Frömming in Kuhleben Die Ruhlebener Sonntags=Trabrennen standen wieder im Zeichen des Meisterschaftskampfes der Trabrennfahrer. I. Frömming, der einen kleinen Vorsprung vor dem Hamburger Walter Heitmann hatte, konnte an diesem Tage mit Hexenglück, Jolanthe, Aribert und Erna von Lurup gleich viermal als Sieger zur Waage zurückkehren, während sein Rivale Heitmann mit Jolanthe zu zwei Erfolgen kam. Mit der Stute legte Heitmann auf das Hauptereignis des Tages, den Advents=Preis, Beschlag; Pelargonie gewann ihren Vorlauf überlegen und siegte später auch im Entscheidungslauf unangesochten. Der Sieg von Pelargonie hatte allerdings noch ein Nachspiel. Der Fahrer Th. Schlingmann, der sie sechs Tage vorher gesteuert hatte, wurde wegen der überraschenden Formverbesserung in eine Geldstrafe von 500 Mark genommen und ihm außerdem für sechs Renntage die Fahrerlaubnis entzogen. Tubauers neunter Sieg Bei den Galopprennen in Mülheim=Duisburg gewann am Sonntag der jetzt siebenjährige Tubaner bereits sein 9. Rennen in diesem Jahr, wobei ihm allein auf der Hindernisbahn sieben Erfolge beschieden waren. Die Leistung des Halbblüters ist um so bemerkenswerter, als erst in diesem Herbst mit ihm der erste Versuch auf der Jagdbahn unternommen wurde. Tubaner hat insgesamt 9 Rennen zwischen den Flaggen bestritten, ungeschlagen ging er nach Meran, wo er im Millionenxennen durch viel Pech zu Fall kam, während er auf deutschen Bahnen später nur einmal bezwungen wurde. Der Stil, in dem er alle seine Rennen gewann— der Richterspruch lautete auch diesmal wieder„Weile"— läßt von dem braven Fuchs noch viel erwarten. Der Stall Eilenriede, der ausschließlich Halbblüter lausen läßt, hat in ihm sicher einmal einen würdigen Ersatz für Capo, der in diesem Jahr schon das wertvollste deutsche Hindernisrennen, den Alpenpreis in München, in den Hannoverschen Farben nach Hause brachte. Müschen Trainer in Horst=Emscher Der bekannte deutsche Hindernisjockey H. Müschen wird sich im nächsten Jahr nicht mehr im Rennsattel, sondern als Trainer betätigen. Müschen, der seit rund 20 Jahren Rennen ritt und in seiner Laufbahn zahlreiche große Hindernisrennen für die verschiedensten Ställe gewann, übernimmt das Material des Stalles Ruhrstein und wird sich damit auf der Rennbahn HorstEmscher niederlassen, wo ein Teil dieser Pferde bisher von A. Voigt trainiert wurde. Ein magerer tsandbalt-Lonntag Nur drei Spiele in der Gauklasse—:-Sieg der Reichsbahnmädel Von den fünf angesetzten Spielen in der westsälischen Handball=Gauklasse wurden nur drei durchgeführt. In der Staffel Süd bezwang Eintracht Dortmund den Gegner Henrichshütte Hattingen:3(:). Polizei Recklinghausen kam über Tus Holsterhausen mit 12:6 zu seinem zweiten Sieg. Das einzige Treffen in der Staffel Nord gewann LSV Gütersloh in Bielefeld gegen Grün=Weiß mit:5(:). Staffel Su# vinghausen:2: Hoesch Dortmund— SpBg Kaiseran Punkte für Hoesch Dortmund. Staffel Sauerland: Arnsberg 09— T8 Jahn Wer, dohl“:5. Staffel Siegerland: Sportfreunde Siegen— Bi2 Weidenau:2. Eintracht Dortmund Hültenv. Dortmund Sportring Gevelsberg Henrichsh. Hattingen DSV Recklinghausen Tus Holsterhausen Stassel Nord OSV Gülersloh 1 TB Jöllenbeck TV Künsebeck Hindenburg Minden Bielefeld 06/07 Grün=Weiß Bieleseld XV Allenhagen Die Gauklasse am 15. Dezember JC Schalke 04— UfL Bochum 48 Arminia Marten— Arminia Bielefeld B/B Bielefeld— Preutzen Münster. Westtalen: Ringer beziegten Nliederrkein 6:-Sieg der Reichsbahn-Mädet Westtalenborer auf der Hleistersuche Die Ausscheidungen in Dortmund brachten guten Sport In der Dortmunder„Börse“ wurden am Sonntag die dritten Ausscheidungskämpfe der westfälischen Amateurboxer veranstaltet, die vor gutem Besuch ausgezeichneten Sport brachten. Senioren: Feder: Sandhoff(Hüttenverein Dortmund) schlägt Schmitz(Edelstahl Dortmund) in der 2. Runde k..; Bantam: Kleinschmidt(Edelstahl) schlägt Meyer(Hagen) in der 3. Runde k..: Leicht: Schmedes (Edelstahl) schlägt Rosenke(Linden) n..; Welter: Lewanskowski(Gladbeck) schlägt Lewandowski(Edelstahl) n..; Mittel: Hundt(Iserlohn) schlägt Bergmann(Münster) n..; Steinberg(Soest) schlägt Brenner(Kamen) n..; Halbschwer: Weyrich(Hüttenverein Dortmund) schlägt Roski(Edelstahl) n. P.— Cinlagekamp, Leichtgewicht: Ernst(Hoesch) schlägt Behnisch(Edelstahl) n. P. Jugendprüfungskämpfe: Fliegen: Becker(Edelstahl) schlägt Friese(Boxfreunde 31 Dortmund) n..; Bantam: Schelkmann(Hoesch) schlägt Arends(31) n..: Mittel: Neuhaus(Edelstahl) schlägt Werries(Kamen) n..; Schötteldreyer(Kamen) schlägt Weynen(Edelstahl) n. P. Südwest Sieger im Boxturnier Mit der Begegnung Südwest=Baden in Frankfurt am Main wurde das schon im letzten Winter begonnene Probteme um Proti und Amateut Ende des Professionalismus im rumänischen Fußball Die großen Veränderungen im politischen und nationalen Leben Rumäniens spiegeln sich auch im sportlichen Leben wider. Alle Vertreter des verflossenen Regimes sind auch innerhalb der Sportorganisationen zur Abdankung gezwungen worden und werden jetzt, wie z. B. der ehemalige Präsident des Fußballverbandes und der Führer der früheren Jugendorganisation„Straja Tarii“, zur Verantwortung gezogen werden. An ihre Stelle sind neben schon bekannten verdienten Arbeitern auf sportlichem Gebiet Vertreter der jungen Nation getreten. Es ist verständlich, daß sich die Reformen, sobald ihre Zeit gekommen ist, zuerst, wie in allen Südostländern, im Fußball als der volkstümlichsten Sportart abzuzeichnen beginnen. Haben sie erst einmal dieses umfassendste Sportgebiet erfaßt, entwickeln sie sich analog im gesamten Sportbereich weiter. So war es in Jugoslawien und so zeichnet es sich in Ungarn ab. In der Reihe der neuen Maßnahmen, die innerhalb des rumänischen Fußballs getroffen wurden, sind folgende besonders hervorzuheben: Auflösung sämtlicher jüdischer Sportorganisationen, Streichung sämtlicher Juden aus der Reihe der Spieler, Schiedsrichter und Sportfunktionäre. Die grundlegendste Reform befindet sich aber erst noch in Vorbereitung: die Rückforderung des rumänischen Fußballprofessionalismus zum Amateurfußball. Wie dies im einzelnen durchgeführt werden soll, steht noch aus, sicher ist jedoch, daß, selbst wenn man von der im Südosten noch nicht grundsätzlich erfolgten Klärung der Amateurfrage absieht, auch bei den spezifisch südosteuropäischen Verhältnissen die Erwartungen vollauf erfüllt werden, wie der ungarische Präzedenzfall bereits beweist. In Ungarn ist im selben Falle der unvermeidliche Rückgang, den die Beschäftigungslosigkeit der bezahlten Spieler nach sich zog, in weniger als einem Jahre überwunden worden, und nach einstimmigem Urteil wiegen schon jetzt die Vorteile des Amateurismus den vorüberSelbstverständlich wird die geplante strikte Aufhebung des Berufsspielertums nicht ohne Härten für die einzelnen rumänischen Spieelr abgehen. In den meisten Fällen werden sie beruflich anderweitig untergebracht werden können. Für Ausländer wird allerdings kein Platz mehr im rumänischen Fußball sein. So hat beispielsweise der ehemalige Internationale Sipos vom kroatischen Fußballmeister„Gradjanski"=Agram, der in den letzten Jahren für„Rapid“=Bukarest spielte, bereits Verhandlungen zwecks Übertritts in seinen alten Mutterverein oder zum„Ferencvaros"=Budapest angeknüpft. Viergaue=Boxturnier etwas verspätet abgeschlossen. Südwest siegte mit 10:6 Punkten und wurde damit Turniersieger vor Württemberg, Bayern und Baden; Württemberg steht mit:4 zwar punktgleich mit dem Sieger in der Tabelle, liegt aber in der Einzelwertung hinter: Südwest zurück. Box-Weltmeisterschaften 1942 in Berlin Die 1. Boxweltmeisterschaft der Amateure, die als Ersatz für das in diesem Jahr ausgefallene Olympische Boxturnier vom Internationalen Amateur=Boxverband auf der kürzlichen Budapester Tagung beschlossen wurden, finden nunmehr 1942 in Deutschland statt. Der Austragungsort für die Titelkämpfe, zu denen die der F3BA angehörenden Nationen eingeladen wurden, wird Berlin sein. Tandberg wird Berufsboxer Der Europameister im Schwergewicht, Olle Tandberg(Schweden) wagt nun engültig den Schritt in das Berufslager. Seine erste Vorstellung als Berufsboxer wird Tandberg am 31. Januar in Goeteborg geben. Voraussichtlich wird auch der schwedische Leichtgewichtsmeister Erik Argen auf dem gleichen Kampfabend zum erstenmal als Berufsboxer antreten. Es ist in Aussicht genommen, für beide Schweden deutsche Gegner zu verpflichten. Lazek boxt gegen Merlo Der neue deutsche Schwergewichtsmeister Hanz Lazek wird am 21. Dezember im Münchener Zirkus Krone gegen den früheren italienischen Europameister Preciso Merlo antreten. Merlo kämpft bekanntlich am 12. Dezember mit dem Seidler=Bezwinger Giusto um die italienische Meisterschaft im Schwergewicht. Die münsterischen Reichsbahn=Mädel, die ihr fälliges Meisterschaftsspiel gegen die Ortssportgemeinschaft Coesfeld austrugen, konnten in Coesfeld einen sicheren:=Sieg erringen. Schon nach kurzer Zeit ging Münster durch Frl. Herzog:0 in Führung. Ukötter erhöhte auf:0 und wieder war es Herzog, die das:0 herstellte. So ging es in die Halbzeit. Nach der Pause fielen in gleichen Abständen noch drei Tore. Die Torhüterin der Coesfelder, Frl. Drünghofer (früher Vorwärts Gronau), zeigte fabelhafte Leistungen und verhütete eine zweistellige Niederlage. Reichsbahns Hintermannschaft wurde vor keiner großen Aufgabe gestellt und wußte jeder Zeit einen Erfolg der Coesfelderinnen zu verhüten. Westfalens Ringerstaffel traf in einem Vergleichs. kampf in Remscheid vor 1000 Zuschauern auf die Auswahl des Bereichs Niederrhein. Westfalen siegte im Gesamtergebnis:2, bei zwei knappen Punktentscheidungen kamen die Niederrheinringer aber entschieden zu kurz, so daß mit dem:2 das Kräfteverhältnis nicht ganz wiedergegeben wird. Ergebnisse vom Bantamgewicht aufwärts: Roeßler (.) bes. Widera(.) n..; Block(.) bes. Woywod (.) n..; Wortmann(.) bes. Staub(.) n..; Schäfer(.) bes. Reinhardt(.) n..: Gocke(.) bes. Gies(.) n..: Funtowitz(.) bes. Broecker(.) nach 10 Min.; Krämer(.) bes. Buengener(.) nach 10. Min. Erfolgsserie der Kriegsmarine-Ringer Eine seltene Erfolgsserie haben die KriegsmarineRinger aus Wilhelmshaven auf ihrer Süddeutschlandreise gehabt. Am Wochenende kam die bisher ungeschlagene Mannschaft in Untertürkheim und Botnang noch jeweils zu einem:=Sieg, wobei jedesmal der Federgewichtler der Matrosen einen Punkt abgab. In großer Form war wieder Obermaat Krauskopf, der seine beiden Kämpfe im Schwergewicht entscheidend gewann. :1. Die Kriegsmeisterschaft der 1. Klasse Westtalen Staffel Bochum: BSG Engelsburg— Witten 92 Natrosen schwammen Jahresbestleistung Dempsey und Fiepo wieder im Ring: 10 Jahre alt und kein Amateur mehr Man hat Amerika früher einmal gerne das Land der unbegrenzten Möglichkeiten genannt und ab und zu kommen aus USA auch immer wieder Geschichten, bei denen wir nur mit dem Kopf schütteln können. Sensation um jeden Preis, das ist ja die besondere Vorliebe Amerikas, und daran fehlt es denn auch nicht. Selbst der Sport macht keine Ausnahme. In Amerika kann ein kleines Mädchen im Alter von 10 Jahren schon eine„große Kanone“ sein, gegen die Amateurbestimmungen verstoßen und damit Berufssportler werden. So ist es der kleinen Charlotte Clark in Chikago ergangen, die in einem Wettbewerb im Bogenschießen gegen 188 große und kleine Gegner und Gegnerinnen siegreich bleiben konnte. Die Preisverteilung war echt amerikanisch. Es gab 50 Dollar in bar, eine Filmkamera und eine... Flugzeugreise nach Hollywood. Wenn die zehnjährige Charlotte einmal älter geworden ist und auch auf diesem oder jenem Sportgebiet an Wettkämpfen sich beteiligen will, dann wird das nicht möglich sein, weil sie schon einmal um Geld= und Wertpreise gekämpft hat. Nach amerikanischen Meldungen wird der frühere Boxweltmeister Jack Dempsey gegen seinen ehemaligen Gegner Luis Angel Firpo wieder in den Ring gehen. Wenn das Zusammentreffen„glücklich“ verlaufen sollte, werden Dempsey und Firpo auf eine Reise durch die Staaten gehen, um auch noch an anderen großen Orten im Ring zu erscheinen. Jack Dempsey ist jetzt 45 Jahre und sein südamerikanischer Gegner, den man in USA anläßlich des Titel=, kampfes um die Boxweltmeisterschaft 1923 mit dem Beinamen„wilder Pampasstier" belegte, ist 44 Jahre alt. Von einer sportlichen Bedeutung der Begegnung kann also keine Rede sein. Es scheint aber mit den finanziellen Verhältnissen von Dempsey schlecht zu stehen, wenn er mit einer Rückkehr in den Boxring jetzt wieder Geld verdienen will. Dabei hat Dempsey in seinen großen Kämpfen Börsen erhalten, die heute undenkbar sind. Gegen Tunney erhielt er 711000 und 425000 Dollar, gegen Firpo 470000, gegen Sharkey 350000, gegen Carpentier 300000, gegen Gibbons 261000, gegen Bill Brennan 100 000 Dollar und bei anderen Kämpfen auch große Börsen unter 100 000 Dollar. Mit verunglückten Spekulationen hat Dempsey dann später ein Riesenvermögen wieder verloren. Bulgarischer Baskeitballsieg Als Endsieger im Baskettballturnier in der Reichshauptstadt gingen die bulgarischen Studenten hervor, die das Schlußspiel gegen die chinesischen Studenten mit 15:10 gewannen. Staffel Gelsenkirchen: BSG Hassel— BV Bocholt 1900:1: SpVg Erkenschwick— Tus Horst=Emscher :1: SpVg Marl— DSC Rotthausen:1; Olympia Bocholt— BfB Gelsenkirchen ausgef. Staffel Dortmund: Merkur Dortmund— BC. BöDie Kieler Matrosen bestritten am Sonntag in München einen Klubkampf gegen den MSV München, den die Bayern mit 31:25 Punkten gewannen. Die Kriegsmarineschwimmer Eschenröder, Köninger, Kayser und Ohrdorf erzielten dabei über 4mal 100 Meter mit :58,5 eine neue deutsche Jahresbestleistung. Der Rekord von Hellas=Magdeburg wurde nur um 2 Sekunden verfehlt. In der von München gewonnenen Lagenstaffel legte der Schlußmann Braune die 100=MeterKraulstrecke in der beachtlichen Zeit von:00,8 zurück. Solange in Böhmen die Juden... Was eine alte Chronik erzählt Als in Vorbereitung wichtiger Luftschutzmaßnahmen in Deutschland in allen Häusern und auf allen Böden die große Entrümpelungsaktion einsetzte, wurde die Oeffentlichkeit darauf aufmerksam gemacht, nicht wahllos nun den alten Bestand zum Abfall zu werfen, sondern noch einmal alles durchzusuchen und zu prüfen, damit nicht wertvolle Schriftstücke verloren gingen. Denn der Wert alter Chroniken, die in manchem Haushalt aufbewahrt werden, aber in Vergessenheit geraten sind, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Dies zeigt zum Beispiel eine alte Chronik, deren man sich jetzt in Böhmen entsinnt. In einer 1796 in Prag gedruckten„Physikalischen Beschreibung des Rakonitzer Kreises“ gibt der damalige fürstlich Fürstenbergische Oekonomie=Direktor zu Lahna, M. Georg Stumpf, ordentliches Mitglied der Churfürstlich Mainzischen Akademie nützlicher Wissenschaften, von dem Erwerbsleben seines Beobachtungsgebietes u. a. folgende Darstellung: Auf der Herrschaft Jentsch ist eine Unschlittlichterfabrik, welche ordinäre und andere Lichter, das Pfund zu 17 Kreuzer, erzeugt; werden kistenweise sowohl ins Land, als auch außerhalb versendet. Das nöthige Baumwollgespinst, welches vorher von auswärts verschrieben wurde, wird anjetzt auf der Herrschaft gesponnen und sind dazu 28 Personen. Die Flussierey(Pottaschenerzeugung) wir durch einen Juden betrieben, der zwey Gehülfen hält. Die Puder und Stärkefabrike wird auf's beste betrieben, so daß dreyerley Sorten Puder zu 16, 10 und 9 Kreuzer verfertigt werden. Der Manypulanten sind drey, welche wöchentlich dazu 10 Strich Waizen verbrauchen, die von dem ausfallenden Schroot eine ansehnliche Schweinemästung haben. In der Stadt Schlan, wo ehedem eine Salzquelle war und wirklich dem Königreich Salz lieferte, befinden sich 40 Tuchmachermeister und 280 Wollspinner. Der Absatz der fabrizierten Tücher wird nach Prag, Pilsen usw. von Handelsleuten verführt, und von Prag nach Oesterreich, Hungarn in's Römische Reich, auch nach der Schweiz versendet. Handschuhmachermeister sind vier und Strumpfstricker sind 29 Meister. Die Kürschnermeister 16 an der Zahl tragen ihre sämtlichen verfertigten Waren auf den Jahrmärkten im Kreise herum und verzehren das auf der Reise, was sie zu Hause sauer verdient haben. Die Stadt Budin erzeugt 23 Zentner Wolle von guter Sorte. Von dieser Stadt gilt, was ich fast überall bemerkt habe: Solange in Böhmen der Jude den Handel der meisten rohen Produkte behält, wodurch der Bauer und Professor gedrückt wird, als sein ewiger Abnehmer sich nicht selbst emporheben kann, solange den meisten Handwerkern und Fabrikanten Böhmen drey Stücke: das Material, die Färberey und der Debit fehlen, wird der Handel sowie der Mann stets unter dem harten Stempel des Druckes leben. Einbrecher schrie um Hilfe Saßznitz, im Dezember. In einem Strandlokal in Saßnitz versteckte sich ein Mann, um, nachdem die Gäste das Haus verlassen hatten, die Tageskasse zu rauben. Es war ihm aber entgangen, daß die Gäste gewissermaßen durch einen großen Wachhund abgelöst wurden. Als der Einbrecher sich nichtsahnend auf die Geldsuche gab, faßte ihn der Hund am Hosenbund und biß ihn schließlich in den Unterschenkel. Auf das Geschrei des Einbrechers eilte der Gastwirt herbei, um ihn aus der Gefahr zu retten und festzunehmen. Verlag: Westfälische Tageszeitung G. m. b.., Münster(Westl.). Verlagsleiter: Erich Frintrop(z. Zt. im Felde). i. V. Arthur Petsch. Hauptschriftleiter: Dr. Anton Eickhof(z. 21. im Felde), Stellvertreter: Karl Kuhl. Verantwortliche Schriftleiter: Politik: Karl Kuhl: Politische Nachrichten und Vermischtes: Dr. Eugen Wagner; Bewegung und Provinz: Mar Hiemisch(z. Zt. im Felde), I. V. August Hollweg: Volkstum, Kunst und Unterhaltung: Wilhelm Vernekohl; Stadtanzeiger: Peter Jurascheck: Kommunalpolitik: Otto Peffer (z. Zt. im Felde): Sport: Allred Strobel(z. Zt. im Felde). i. V. Peter Jurascherk; Bezirksaussaben und Bildberichterstattung: Clemens Hülsbusch: Anzeisenleiter: Horst Enters (z. Zt. Wehrmacht), I. V. Hans Wollmaler. Sämtlich in Münster. Druck: Aschendorfische Buchdruckerei. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 1 vom 1. Juli 1940 gültig. Das Sechswochen-Seelenamt für unsere liebe, unvergeßliche Mutter Frau Wwe. Anna Reher findet statt am Mittwoch, den 11. Dez., morgens um 10 Uhr, in der St.-Martini-Kirche zu Münster, wozu freundl. eingeladen wird. Geschwister Reher Zum Austrocknen von Neu- u. Umbauten empfehle ich meine Badaustrsckhungssien Bür! Gust. Krabbe, münster Katthagen 29/30 Ruf 22197 Vom Hordkap bis zur spanischen Grenze siehen deutsche Soldaten Mit unseren Gedanken sind wir immer bei ihnen, auch unsere Grüße sollen täglich zu ihnen gelangen. Ihren Soldaten können Sie mit täglichen Heimatgrüßen erfreuen, wenn Sie ihm die Westfälische Tageszeitung durch die Feldpost zugehen lassen. Ubersenden Sie ausgefüllt untenstehenden Bestellschein an uns. ich bestelle ab die„Westfälische Tageszeitung“ für die Feldpostnummer Name: Rechnung an Name:.****"******* Wohnort: Straße: Wenn Sie auch das schönste Weihnachtsgeschenk füüe die Familie, eine Versicherungspolice von 5000 RM unter dem Weihnachtsbaum legen wotten, müssen Sie sich jetzt aber auch sotort mit uns in Verbindung setzen. 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Die Zeite das Weiß im Aug Tag um Tag über kämpfe vor sich gin Wir fragen nac Der Kommandeur zwar nicht häufigi an den Tag legt.! ebenso an, wie mar setzendes Urteil ist nötig, da sie sich ir Freude am Kampf Eine Jagdstaffe immer größere Hö die Flieger den g schützen den Einsa verfügen auch siei es sich nun um den das„Eisenbein" ol kröte", die„Eidech chen wurden berei und zum ruhmreich Wir fahren ü Fernbombern, die Merkmal tragen. Bei den grof England wur den Bomberr Die Aufnahn maschil der deutschsprachigen Presse.V. kummer 338 9. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 338 hnmädel — SpBg Kaiserau — 28 Jahn Wer. e Siegen— Bs2 egember 48 lelefeld ser. beziegten einem Vergleichs. mern auf die AusBestfalen siegte im n Punktentscheiduniber entschieden zu äfteverhältnis nicht aufwärts: Roeßler (.) bes. Woywod Staub(.) n..: n..; Gocke(.) bes. Broecker(.) lengener(.) nach ine-Ringer die Kriegsmarine. er Süddeutschlanddie bisher ungeseim und Botnang oobei jedesmal der Punkt abgab. 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Zur Zeit sültig. sgeschenk Nice von u. müssen is in VerSieherstellung eigenen Alters. rnisse. eberechtigt und eim 65. Lebenslich. 14.40 ich. 17.05 lich 19.25 lich 23.45 lich7.25 naber-Vers. usw. versichern.) hernng noversicherangtGeburtsdaten an Wesenr P 2. Fernruf 40781 schüsse zu 100% Versicherten. ewinnbeteiligung .-Bestand 5 Milliarden. werden in allen 18. n der Laststrm gign! Pereuknan. Besuch bei italienischen Bombern und Jägern— Gespräch mit den Fliegeroffizieren Mussolinis Von Dr. Wolfdieter von Langen, Rom Unser römischer Vertreier Dr v. Langen erhielt die Erlaubnis, italienische Luftstützpunkte zu besichtigen, und sendet von dort seinen ersten Bericht: Kampfflugzeuge unter wildwachsenden Feigenbäunen, silbergraue Zweige in der Sonne, dunkle Schatten auf den schmalen Tragflächen und dem schnittigen Rumpf italienischer Bomber, im Schutz von Olivenhainen, deren Graugrün mit dem Grün des Tarnanstriches verschmilzt— das ist die Visitenkarte, mit der sich uns der Flugplatz X präsentiert. Man glaubt an eine Idylle unweit der blauen Adria, im Glanz eines prächtigen süditalienischen Spätherbsttages. Um die Ebene schwingen sich fröhlich, im leuchtenden Gelbrat ihrer herbstlichen Pracht, die Weingärten. Feigenpflanzungen und Olivenwälder wetteifern um den Preis der Fruchtbarkeit. Aus der Ferne leuchten die weißen Türme einer kleinen süditalienischen Landstadt in paradiesischem Frieden. Der Krieg allerdings denkt anders über diese Idylle. Stunde um Stunde tragen von hier aus stählerne Schwingen Stahl, Feuer und Verderben in die griechischen Stellungen am Kalamas, am Presba=See und um Jannina. Auch der Engländer hält nichts von diesem Idyll. Fünfmal versuchte er sich im Angriff auf diesen Flugplatz, der seine Pläne so arg stört, fünfmal trat er enttäuscht den Rückweg an. Beim letzten Angriff meinte er das feindliche Zentrum„pulverisiert" zu haben, was bedeutete, daß seine Bomben viele Kilometer weit ab in unschuldigen Rebgärten und Pflanzungen explodierten. Die Stille zerreißt. Die gelbroten Weinblätter wirbeln durch die Luft. Eine Staffel schwerer Bomber startet zum Feindflug. Die weißen Kreuze des Savoyer Wappens, denen die grün=weiß=roten Ringe von ehedem auf Grund besserer Erkennbarkeit wichen, die Liktorenbündel an den Tragflächen verschwimmen gegen den blauen Himmel. Mit uns blickt der Kommandeur des Geschwaders den Maschinen nach. Von allen Seiten umdröhnt uns der Donner der Motoren, in der Ferne hämmern MGs auf den Schießständen, Meldefahrer kommen und gehen, eine Jagdstaffel steht weit auseinandergezogen in ständiger Alarmbereitschaft. Sie verzichtet auf Tarnung, sie vertraut auf ihre Schnelligkeit. „Innerhalb von 20 Sekunden, so erklärt der Kommandeur, ist sie gestartet, wenn der Tommy kommt, bei Tag kommt er jedoch nicht.“ Ein leichter Verdruß klingt in der Stimme des Geschwaderchefs wider. Ein Verdruß, der allen seinen Offizieren und Fliegern gemeinsam ist. Die Zeiten, da das Geschwader über Malta das Weiß im Auge ihres Gegners sehen konnte, und Tag um Tag über der Insel der Malteser Ritter Luftkämpfe vor sich gingen, liegen weit zurück. Wir fragen nach der Wirkung der griechischen Flak. Der Kommandeur erklärt uns, daß die griechische Flak zwar nicht häufig ist, wohl aber eine gute Treffsicherheit an den Tag legt. Man erkennt die Stärke des Gegners ebenso an, wie man um seine Schwäche weiß. Ein herabsetzendes Urteil ist hier unbekannt. Sie haben es nicht nötig, da sie sich in Angriffsgeist, Zähigkeit und in der Freude am Kampf ihren Gegnern überlegen fühlen. Eine Jagdstaffel schraubt sich über den Himmel in immer größere Höhen. Von ihrer Höhe aus überblicken die Flieger den ganzen Küstenstreifen der Adria und schützen den Einsatz der Bomber. Wie alle Staffeln verfügen auch sie über ihr besonderes Staffelzeichen, ob es sich nun um den„Diavolo rosso“(den roten Teusel), das„Eisenbein“ oder bei den Bombern um die„Schildkröte", die„Eidechse" usw. handelt. Viele dieser Zeichen wurden bereits unter spanischem Himmel bekannt und zum ruhmreichen Signal des Sieges. Wir fahren über den Platz zu den italienischen Fernbombern, die drei grüne Mäuse am Rumpf als Merkmal tragen. Es handelt sich um jenen Typ des Langstreckenflugzeuges, mit dem Kapitän Bruno Mussolini, der zweitälteste Sohn, des Duce, den Flug Rom— Buenos Aires unternahm und das Luftrennen von Istres im Mittelmeer gewann. Bruno Mussolini, Stafselkapitän einer Bomverstaffel, befindet sich hier an der Luftfront gegen Griechenland mit seinem Bruder Vittorio, der den Rang eines Leutnants bekleidet, zusammen in einer Bombergruppe. Er schildert uns seinen Flug, der wenige Stunden nach Ausbruch der Jeindseligkeiten zwischen Italien und Griechenland durchgeführt wurde und ihn über die griechische Hauptstadt und den griechischen Zentrallufthasen Tatoi führte. Im Monat November haben Bruno und Vittorio Mussolmi 25 Feindflüge gegen Griechenland durchgeführt und waren mit ihren Bomberstaffeln an den Brennpunkten über Jannina, am Presba=See, über Saloniki eingesetzt. Die Freude am Soldatentum, die Leidenschaft zum Fliegen, das Wissen, ganze Arbeit für ihr Vaterland zu leisten, macht die Söhne des Duce zu hervorragenden Fliegeroffizieren. Als der Duce vor einiger Zeit die gegen Griechenland eingesetzten italienischen Fliegerformationen besichtigte, stattete er auch diesem Flugplatz einen Besuch ab, gerade in dem Augenblick, als seine Söhne vom erfolgreichen Feindflug zurückkehrten. Zusammen mit dem Kommandeur des Geschwaders zeigt ung Bruno Mussolini im berechtigten Stolz über die genaue Trefferlage die Zielwirkungsbilder der Feindflüge seiner Gruppe. Mit dem Kommandeur, den Söhnen des Duce und ihren Fliegerkameraden gehen wir später in die Offiziersmesse. In der großen geräumigen Halle, in die von den Rollfeldern das Dröhnen der Motoren hereinklingt, regieren Jugend, Frohsinn und Unbekümmertheit. Während uns der Kommandeur von seinem Geschwader erzählt, das in einem Monat 1 500 Flugstunden hinter sich brachte und 7 500 Kilogcamm Bomben über Griechenland abwarf, kommen und gehen die Besatzungen der Bomber unaufhörlich. Die jungen Offiziere sochten am Himmel Spamens, sie bestanden über dem Mittelmeer mit englischen Kreuzern und Jägern blutige Kämpfe, sie kennen sich in der wildzerklüfteten Gebirgslandschaft Nordgriechenlands mit den zerrissenen Hochtälern und Schluchten aus. Sie alle gedenken mit Begeisterung der deutschen Wehrmacht und beneiden ihre Kameraden. die zusammen mit der deutschen Luftwaffe gegen England ziehen dürfen. Ihr Kommandeur war lange Jahre Pilot des Duce und meistert die Verantwortung und die Aufgabe, die ihm hier gestellt ist, gleichsam im faschistischen Stil mit der Freude am Kampf und der ständigen Bereitschaft zur Hingabe, die auch an dieser Front des Krieges alle, vom Kommandeur bis zum Monteur, beseelt. Als wir zur Heimfahrt rüsten, dröhnt eine Staffel schwerer Bomber auf dem Rückflug von der grjechischen Front über uns hinweg. Der Geist dieser Stätte bealeitet uns lange auf dem Wege durch die fruchtbaren Ebenen dieses südlichen Landes, er liegt umschlossen in den Worten des Duce:„Valere, volere, volare“,—„Tüchtig sein, wollen, fliegen!“ Wir=Bootsjäger * Von Kapitänleutnant Kaden, Kommandant eines-Jägers Wenn der Südweststurm schwere Regenwolken vor sich herjagt und die graugrüne See aufpeitscht, daß die Wogen heulend aufspringen und über das Schiff herfallen, das diesem Sturm Trotz zu bieten wagt, dann schlagen gewaltige Brecher an Oberdeck alles weg, was nicht niet= und nagelfest sitzt. Gerade eben noch vermag sich das Schiff gegen Wind und See andampfend zu halten. Der Südwest saust, pfeift und stöhnt in der Takellage, das Schiff schlingert, stampft und rollt in der See. Aber da sind auch Tage, ganz still und voll dickem Nebel. Keine 100 Meter Sicht. Ganz verlassen, ganz einsam ist da das Schiff. Aber viele Augen sind angespannt, den Nebel zu durchdringen. Allzurasch kann ein Schatten aus dem Nebelmeer auftauchen. Wird da nicht rasch das Ruder herumgerissen, hat Eisen schon in Eisen gepackt. Dann kommt die Sonne nach Tagen durch und schluckt den Nebel langsam auf. Der Himmel ist da und dort schon aufgerissen, blaut aus weißem Dunst hervor. Weit kann man immer noch nicht sehen, der ganze Horizont ist mit Dunst verhangen, aber aus den 100 Metern Sicht sind immerhin schon—400 Meter geworden. Spiegelglatt ist jetzt das Meer. Nicht die leiseste Kräuselung. In breiter Horchsuchlinie nebeneinander fahren drei=Jäger hindurch. Sie haben die Sturmtage, sie haben die Nebeltage hinter sich. Immer waren sie auf Jagd, immer vergeblich. Auch jetzt spähen die Männer auf den Brücken hinaus auf See, ob nicht ein Seerohr, die Blasenbahn eines Torpedos oder gar ein über Wasser fahrendes=Boot zu sichten ist. Unten im Bauch des Schiffes sitzen die Horcher an ihren Geräten. Sie wissen, daß sie die feinen Anzeichen für die Nähe eines feindlichen=Bootes nur bei gespanntester Aufmerksamkeit erwischen können. Plötzlich Meldung des Rudergängers:„Steuerbord voraus anscheinend ein Seael!" Der Kommandant reißt das Glas an die Augen. Einwandfrei ein-Bootsturm! Eine Anzahl Schüler der Reichsschule der NSDAIP in Feldafing hat durch eine italienische Einladung Gelegenheit bekommen, die italienische Hauptstadt zu besuchen. Unser Bild zeigt den Leiter dieser Abordnung bei der Ankunft in Rom.(Asso.-Preß-.) Aber schon im nächsten Augenblick ist der Turm unter der Wasserfläche verschwunden..Bootsalarm! Aeußerste Kraft voraus in Richtung auf die Sichtungsstelle. Ueber Wasser ist nichts mehr zu sehen. Ruhig dehnt sich das Meer. Sicherlich hat das=Boot die Jäger zuerst gesehen und Schnelltauchen befohlen. Hat es sich auf Grund gelegt? Läuft es unter Wasser ab und in welcher Richtung? Fieberhaft sitzen die Horcher an ihrem Gerät. Auf sie kommt es jetzt an! Das Boot geht nur langsame Fahrt. Es vergehen 20 Minuten, eine Ewigkeit für die Männer auf der Brücke. Da, endlich hat das Gerät das=Boot erfaßt. Wieder geht es auf Höchstfahrt dichter heran, wieder wird gehorcht. Dann ist es soweit: Klar bei Wasserbomben. Der Jäger glaubt dicht über dem=Boot zu stehen, gleich wird er es zu fassen kriegen. Feuer! Detonation auf Detonation erfolgt. Oel steigt hoch. Da, mitten drin ein schwimmender Mann! Er wird sofort an Bord genommen. Aus seinen Aussagen geht hervor, daß schon die erste Bombe ein großes Leck in das=Boot geschlagen haben muß. Er weiß selbst nicht recht, wie er hochgekommen ist. Apfelsinen kommen an die Oberfläche und immer wieder Oel. Es riecht intensiv danach. Aber kein Mann mehr von der anderen Besatzung. Es werden im Gerät noch klopfende Geräusche gehört. Später zwei Schüsse. Dann ist alles still. Ruhig dehnt sich oben das Meer und verrät nichts von der Tragödie, die sich unten abgespielt haben muß. Es ist Krieg. Und der Krieg ist hart. Ueberall lauern die Gefahren auf den=Bootjäger. Unter Wasser=Boote und Minen, auf dem Wasser Schnellboote und Zerstörer, über dem Wasser die Flugzeuge. Alles aber tritt zurück, sobald der Südweststurm seine Fanfare ertönen läßt. Dann braucht Freund und Feind alle Kraft, dieser Naturgewalt zu trotzen. Was nicht stark und fest ist, fällt ihm zum Opfer. Nordsee— Mordsee. aus dem Kunststoff Bakelit, Watte, Mull Papierscheiben. Bürsten usw. Wir können nicht alles aufzählen. Das alles finden wir im Kasten zwei. Er enthält zudem alles notwendige Gerät für die Kieferchirurgie und eine große Anzahl Arzneimittel in Flaschen oder Kastenform. Auch für die rechte Beleuchtung ist gesorgt. Lampen. ein Transformator und alles Notwendige ist vorhanden. Wir geben ein Beispiel in Zahlen. Es befinden sich im Kasten: 140 Bohrer für Handstücke, 152 Bohrer für Winkelstücke und nochmal 23 Dutzend Bohrer für Hand= und Winkelstücke: alle notwendigen Sorten sind vertreten. Vielleicht fragen wir, wie denn all diese Dinge. die festen und besonders die flüssigen, heil an ihren Bestimmungsort kommen sollen. Es ist die Kunst dieser„Kleintechnik". alles so aufeinander abzustimmen, ineinander zu„schachteln“ und womöglich ineinander zu fügen, daß nichts beschädigt werden kann. Auf Millimeter genau sind die einzelnen Gegenstände. Flaschen. Büchsen usw. ausgerichtet. eine Platte aus Kunststoff deckt mehrfach nach oben ab, und die Gefahr des Geschütteltwerdens ist ververhindert. Der Zahnarzt an der Front kann also in wenigen Minuten seine Kästen in ein„Zahnatelier" verwandeln und mit der Behandlung beginnen. Er hat gegenüber einer fahrbaren Zahnklinik, die an den Wagen gebunden ist und z. B. irgendwo steckenbleiben kann. den Vorteil, daß er seine Apparatur überall. in Häusern. Ställen. Bunkern usw. aufbauen kann. Ein großer Fortschritt im Gesundheitszustand des Heeres, verglichen mit früheren Kriegen, auch dem Weltkrieg, ist damit gesichert. Kriegsberichter Dr. Hans Hartmann. 1,4 Millionen Klg. geangelt Der Sportangler als„komische Figur“ hat in den Witzecken der Zeitungen eine Popularität erlangt, die nur noch von der berühmten„bösen Schwiegermutter“ übertroffen wird. Daß seine viel belachte Tätigkeit mit Angel und Rute aber mehr bedeutet als es die Phantasie der Karikaturenzeichner vermuten läßt, beweisen einige Zahlen, die auf einem Informationsabend des Reichsverbandes deutscher Sportfischer e. V. bekanntgegeben wurden. Nicht weniger als 1,4 Millionen kg Fische wurden von ihnen im Jahre 1939 aus den Gewässern des Reiches „an Land gezogen“ und kamen als nicht unwesentlicher Beitrag der deutschen Volksernährung zugute.— Der Reichsverband deutscher Sportfischer umfaßt etwa 120000 Mitglieder, zusammen mit den nicht eingetragenen Sportfischern gibt es in Deutschland aber rund 300 000 Sportfischer. Die im Reichsverband zusammengeschlossenen Vereinen haben etwa 600 Kilometer fließendes und rund 8000 ha stehendes Gewässer gepachtet. Für Anglererlaubnisscheine werden im Jahre weitere 160000 RM. ausgegeben, und die Ausgaben für den neuen ganz Deutschland umfassenden Jahresfischereischein betragen 360000 RM., so daß die Sportfischer neben ihrem Beitrag zur Fischversorgung des deutschen Volkes auch noch wesentliche Steuerbeiträge aufbringen. Ebenso wichtig ist ihr Verdienst um die Ertragssteigerung der Fischerei. In den von ihnen gepachteten Gewässern haben sie Jungfische im Werte von 243.000 RM. ausgesetzt, die in den kommenden Jahren zu einer weiteren Steigerung der Analerergebnisse führen werden. Das Ergebnis von.4 Millionen ka Fischen im Jahre 1939 lag noch um 231 000 ka über dem Fangergebnis des Vorjahres, obwohl Tausende von Sportfischern zum Heeresdienst eingezogen wurden. Todesurteile gegen Polen=Banditen Sondergericht Posen sühnte schwere Mißhandlungen an Volksdeutschen Der Zahnarzt an der Front Auch an der Front wird auf den Zahn gefühlt Bei den großen Vergeltungsangriffen gegen England wurden in letzter Zeit auch neben den Bombern Jagdmaschinen angesetzt.— Die Aufnahme zeigt eine solche Jagdmaschine kurz vor dem Start. (Presse-Bild-Zentrale-.) (PK) Vor einiger Zeit konnte man in deutschen Blättern lesen, daß ein findiger Führer einer Sanitätskompanie auf den Gedanken kam. einen Möbelwagen zu einer fahrbaren Zahnstation auszubauen. Eine ganze Division hat von dieser Zahnstation Vorteil gehabt. Mancher mag gedacht haben, warum es innerhalb des großen deutschen Heeres wohl nur eine einzige solche bevorzugte Division gibt. Nun— es kann allen zahnkranken Soldaten und ihren Angehörigen in der Heimat die Gewißheit gegeben werden, daß im ganzen deutschen Heer, auch an der vordersten Front, gut für die Behandlung kranker Zähne und damit für eine besonders wichtige Frage der Gesundheitsführung gesorgt ist. Denn für jeden Soldaten leicht erreichbar ist nicht nur der Arzt für innere Krankheiten oder der Chirurg. sondern genau so gut der Zahnarzt. Dieser Heereszahnarzt, der Sanitätskompanie zugeteilt, ist nicht etwa auf primitive Behelfsmittel angewiesen. Er kommt nicht etwa wie der Bader zu den Soldaten vor Jahrhunderten mit einer großen Zange, um sofort die Radikalkur vorzunehmen und die kranken Zähne einfach auszuziehen. Vielmehr ist er ausgerüstet mit allem notwendigen Bedarf. Besehen wir uns ein zahnärztliches Gerät für den Zahnarzt der Sanitätskompanie! Es ist ein sogenannter„leichter Satz“. im Gegenteil zu dem „zahnärztlichen Instrumentarium“, wie es in drei Kästen im Feldlazarett und in sechs Kästen im Kriegslazarett gebraucht wird und in dem wir z. B. einen ganzen zerlegbaren Stuhl für zahnärztliche Behandlung finden. Alle diese Kästen bilden Wunderwerke, man möchte sagen der „Kleinkunst“ oder der„Kleintechnik“. Wir sehen uns insbesondere den„leichten Satz“ an, wie er für die Front in Frage kommt. Stellen wir uns zwei große, schwarz gestrichene Holzkoffer vor! Sie sind so konstruiert, daß sie in das Kofferabteil eines Personenwagens hineingehen. Wir haben vielleicht schon manchmal Gelegenheit gehabt. die Raumausnutzung in dem Besteck eines Chirürgen oder in dem, was man früher„Reise=Necessaire" nannte, weil es alles„Notwendige" enthielt, zu bewundern. Das verblaßt aber gegen diesen„leichten Satz“, der auf Grund vieler Erfahrungen und zahlreicher Versuche durch Fachärzte zusammengestellt ist und im Hauptsanitätspark des deutschen Heeres konstruiert wurde und von dort an die Sanitätskompanien versandt wird. Im Boden und im Deckel des ersten Kastens verbirgt sich die Bohrmaschine. der Reflektor, beides zerlegt. eine Kovfstütze mit zwei Halteklauen und genügend Neusilberdraht für das KieferbruchBehandlungsgerät.— Forschen wir weiter nach. so finden wir alle Dinge, die uns in der zahnärztlichen Sprechstunde mehr oder weniger entzückt haben. Scheren, Zangen. Pinzetten. Nadeln. Wurzelheber, Hammer. Löffel, 12 Wundspiegel mit Griff. Sonden, 6 Dutzend Nervennadeln, zwei Tabletts Posen, im Dezember. Nach zweitägigen Verhandlungen fällte das Sondergericht Posen gegen 9 von 38 polnischen Angeklagten Todesurteile, während die restlichen zu hohen Zuchthausund Gefängnisstrafen verurteilt wurden. Drei Polen mußten wegen Mangels an Beweisen freigesprochen werden. Diesem Monstreprozeß lagen Vorfälle zugrunde, die sich Anfang September vorigen Jahres in den Dörfern Kampfheide und Theresienau zutrugen und in deren Verfolg eine 40 bis 50 Mann starke polnische Bande in die Höfe der Volksdeutschen eindrang, die dort vorhandenen Männer fesselte und auf Leiterwagen nach Rakwitz schaffte, von wo aus sie den furchtbaren Interniertenmarsch nach Kutno mitmachen mußten. Daß die Polen bei dem Überfall auf die wehrlosen Volksdeutschen mit Mißhandlungen nicht kargten, wehrlose Frauen und Kinder prügelten und mit Schußwaffen bedrohten, ist bei diesem polnischen Untermenschentum nicht weiter verwunderlich. Insgesamt trieben die polnischen Banditen auf diese Weise 70 Volksdeutsche zusammen, von denen neun nicht wieder zurückkehrten. Sie wurden während des Verschleppungsmarsches kaltblütig ermordet. Zu der Verhandlung waren 45 Zeugen aufgeboten worden. Auf Grund ihrer Aussagen wurden die Mitglieder der Bande einwandfrei überführt. Todesurteil für Ehefrauenmord Posen, im Dezember. Das Sondergericht Kalisch verurteilte den Polen Josef Weszak aus Wroblew wegen Mordes an seiner Ehefrau zum Tode und dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Weszak unterhielt seit mehreren Jahren ein Liebesverhältnis mit einer entfernten Verwandten. Da diese jedoch ohne Vermögen war, heiratete er 1938 eine gewisse Stanislawa Sobieraj. Bald nach der Hochzeit faßte er jedoch den Plan, seine rechtmäßige Frau durch Mord zu beseitigen, um seine Geliebte heiraten zu können. Am 19. September vorigen Jahres erwürgte er seine Frau im Walde und richtete es dann so ein, als ob sie Selbstmord begangen hätte. Die Tat wurde jedoch entdeckt und nunmehr durch das Todesurteil gesühnt. 300 000 Aale in Ostpreußen ausgesetzt Königsberg, im Dezember. In den Seen Masurens wurden 306 350 Stück Aale, die aus türkischen, holländischen und dänischen Gewässern stammen, ausgesetzt. Dieser Aalbesatz hat einen Gesamtwert von 20000 RM. 3363 Aale wurden markiert, da wissenschaftlich beobachtet wird, wie sich fremdländische Aale in Ostpreußen bewähren. Fünfzehnjähriger erlegt Bären Bichy, im Dezember. Im Bogen der Lyß bei Luschon(Artois) hat ein fünfzehnjähriger Hirtenjunge einen Bären erlegt, der die Herden der ganzen Gegend seit längerer Zeit gefährdet hatte. Der Bär hat ein Gewicht von 150 Klg. Da noch weitere Bären in der Gegend ihr Unwesen treiben, setzen die Bauern die Jagd fort. Magnesium und Kraftstrom aus dem Meer Tokio, im Dezember. Ein Verfahren, nach dem elektrischer Strom und Magnesium durch einen einzigen Arbeitsvorgang aus Seewasser gewonnen und industriell nutzbar gemacht werden können, wurde von Prof. Hiroshi Suzuki vom Monopolamt des Finanzministeriums ausgearbeitet. Das Verfahren wird von der Meji=Bergbau=Gesellschaft zur Anwendung gebracht, nachdem alle Versuche, die damit angestellt wurden, zur vollen Zufriedenheit ausgefallen sind Das„silberne Bein“ des Prinzen Friedrich von Homburg Frankfurt a.., im Dezember. Das„silberne Bein“ des Prinzen von Homburg, das man lange Zeit verloren glaubte, ist in Darmstadt gefunden worden und wird in Zukunft den Besuchern des Schlosses von Bad Homburg v. d. H. gezeigt werden. Seine Berühmtheit hat dieses„silberne Bein“ von jenem Landgrafen Friedrich II. von Hessen=Homburg dem tapferen Reiterführer des Großen Kurfürsten, der durch Kleist's Drama„Prinz Friedrich von Homburg“ unsterblich geworden ist. Sein Schneid und seine Tapferkeit entschieden am 28 Juni 1675 bei Fehrbellin den Sieg des Großen Kurfürsten über die Schweden. Der tapfere Reiterführer trug beim Volk und bei seinen Soldaten allgemein den Beinamen„Landgraf mit dem silbernen Bein“, weil er sein Bein, an dem er in einer Schlacht schwer verwundet wurde, kurzerhand abgeschnitten haben soll. Seit dieser Zeit trug er eine Prothese, die zwar nicht aus Silber war, sondern aus Holz, wie man sich jetzt wieder überzeugen kann, aber die Scharniere an den Fußgelenken sind aus Silber, 80 Wenn immer wieder mit größter Beharrlichkeit die ECKSTEIN Nr. 5 bevorzugt wird, so liegt das an der Beständigkeit mit der diese Zigarette ihrer Qualität treu bleibt. Lieber auf eine kostspielige Verpackung verzichten als auf hohe Tabak-Qualität. A 8000 K ∆ 45 SUUUTUT Wetche W EERE 3½ Ofg. 1— Prr Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 9. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 338 wösstielen-Rord und Nachbargene S Seie1.,Psnen., Stabechef Luße weihte in Arnsberg den Horst-Wessel-Park und das Denkmal der SA ein Arnsberg, 9. Dezemder. In Arnsberg sand gestern die Weihe des vom Kreis Arnsberg anläßlich des 50. Geburtstages des Führers gestifteten Horst=Wessel=Parks und des darin errichteten Denkmals der SA durch Stadschef Viktor Lutze statt. Zu einer würdigen Feierstunde waren Ehrenformationen der SA, Abordnungen der Partei und ihrer Gliederungen aufmarschiert, zahlreiche Ehrengäste aus Partei und Wehrmacht erschienen. Nachdem der Stabochef die Front abgeschritten und die Ehrengäste begrüßt hatte, hieß der Landrat des Kreises Arnsberg, SA=Obersturmbannführer Dr. Teipel, den Stabschef als treuen Paladin des Führers und Mitkämpfer im Sauerland herzlich willkommen. Er führte aus, Arnsberg habe diesen Park und dieses Denkmal gestiftet, um dem Führer einen Teil der Dankespflicht abzustatten. Das Denkmal solle jenen Kampfgeist der SA verkörvern, durch den die Bewegung groß geworden sei. Der Stabschef führte in seiner Weiherede aus, man müsse sich stets daran erinnern, daß die Kämpfer der Bewegung auf dem Wege zum neuen Deutschland die Schattenseiten des Lebens ennengelernt hätten. Sie hätten nie danach gefragt, was aus ihnen werde, sondern sich nach dem Streben ausgerichtet, dem Führer bei der Ausbreitung der nationalsozialistischen Idee und der Schaffung eines neuen Deutschlands zu helsen. Wenn wir heute mit Stolz bekennen könnten, daß dieses Deutschland wieder groß, frei und stark wurde und heute im Entscheidungskampf um seine äußere Freiheit stehe, dann hätte es dies nur jenem Geist zu verdanken, in dem diese Männer gekömpft hätten. Der Stabschef betonte, daß gerade Horst Wessel einer dieser Männer war, dem die Fahne kein äußeres Zeichen, sondern eine Sache des Herzens war. So solle auch dieser Platz mehr als eine äußerliche Stätte, sondern ein Mahnmal für die starken, innerlich verankerten Kräfte des Idealismus und der Hingabe sein. Der Stabschef erinnerte daran, daß der Aufstieg Deutschlands nur dem unerschütterlichen Glauben des Führers an unseres Volkes Wiedergeburt zu verdanken sei. Und mit ihm hätten im aleichen Glauben die SA=Männer um die Herzen des deutschen Volkes gerungen. Das müsse man sich gerade jetzt im entscheidenden Kampf vor Augen halten, denn die besten und modernsten Waffen würden erst entscheidend durch den Geist, in dem sie geführt werden. Die Vollendung des neuen Deutschland sei nicht denkbar ohne diesen Geist der Hingabe, des Idealismus und der Opferbereitschaft. In diesem Geiste müsse Deutschland auch in Zukunft leben, marschieren und kämpfen. Wir wollen dobei, so führte der Stabschef zum Schluß aus, immer die Alten bleiben, nie an uns denken, sondern immer daran, wodurch das neue Deutschland wurde, durch Idealismus und Opfer. Mit einem Appell, diesen alten bewährten Kampfgeist lebendig zu erhalten und mit dem Gruß an den Führer beschloß der Stabschef seine Ansprache, worauf das erste SA=Denkmal im Bereich der StGruppe Westfalen enthüllt wurde. zuchtvereins, Gruppe Münster 1897. Die Bewertung vor dem Preisrichter bewies, daß die münsterischen Züchter alles daran gesetzt haben, um einen wertvollen Stamm der sangesfreudigen Hausfreunde heranzubilden. Jeder Züchter wartete mit einer Kollektion, das sind vier Vögel, auf, die jeweils eine halde Stunde Zeit hatten, dem hohen Preisrichter eine Gesangsprobe zu geben in den verschiedenen Arten, die in ihrer Reinheit das Ziel der Züchter sind, als da sind die Knorre, die Schockel, die Wasserrolle oder die Hohlklingel oder dergleichen mehr. Die Ergebnisse sind: Selbstzüchterklasse 1940: Roleff, Sternstraße 2(321 Punkte); die Große Verbandsmedaille; der 1. Ehrenpreis, der Wanderpreis der Gruppe Münster und der 2. Platz: Frau Menius, Wolbecker Straße 66(312); 3. Platz: Wilh. Hinnenberg, Gutenbergstraße 22, mit dem 3. Ehrenpreis; 4. Ehrenpreis: Jos. Brinker, Hammer Straße 301; 5. Ehrenpreis: Wilh. Hahnkamp, Hörsterstraße 35(294).— 1. Ehrenpreis in der allgemeinen Selbstzuchtklasse: Frau Menius; 1. Preis in der allgemeinen Klasse: Gust. Schönfeld, Rumphorstweg(309). Irene rief um Hilse— Jingierter Uebersall. Delmold. In den Abendstunden ertönten am Doktorweg Hilferufe einer weiblichen Person. Die herbeieilenden Anwohner fanden die 23ährige Irene., deren Kleider zerrissen waren und die behauptete, überfallen und beraubt worden zu sein. Man brachte das Mädchen zum Krankenhaus, wo der Arzt feststellte, daß es... zu tief ins Glas geguckt hatte. Anderntags bekam die Polizei heraus, daß Irene den Ueberfall singiert hatte, weil sie in ihrem„blauen Kopf“ nicht wußte, ob sie einen ihr anvertrauten Geldbetrag noch im Besitz hatte. Das Geld war noch da, so daß das„Theater“, das gewiß noch ein Nachspiel haben wird, gänzlich umsonst veranstaltet worden ist. Feierstunde der 923 in Bocholf mit Gauobmann Schürmann Bocholl, 9. Dezember. Die DAF=Kreiswaltung Vorken=Bocholt veranstaltze. am gestrigen Sonntag im Capitol=Theater eine Morge.. seier, die als Ausklang für die Jahresarbeit galt. 9. triebsführer und Gefolgschaften hatten sich zu diel, Veranstaltung eingefunden, der eine Rede des Gau. obmanns Schürmann die besondere Prägung verließ In seinen etwa einstündigen Ausführungen zeichnet, der Gauobmann den Schicksals= und Leidensweg d, deutschen Volkes auf und entwickelte daraus den hem, entscheidenden Angriff gegen das britische Weltreig Darin, so betonte der Gauobmann, gebe es nun keinen Kompromiß mehr, sondern nur die restlose Zerschlagung des britischen Weltreiches. In dem heute so bedeutunge. vollen Kampfabschnitt habe sowohl die Heimat als aug die Front ungeheuer wichtige Aufgaben zu erfüllen Deutschland stehe militärisch und wirtschaftlich ungn, fechtbar da. Es gehe jetzt um das neue Gesicht Europag und am Ende stehe der herrlichste deutsche Sieg aller Zeiten. Für. die größte und vor allen Dingen sozigl gesicherte Zukunft unseres Volkes gelte es jetzt, alle Kräfte zu mobilisieren. Dankbar schaue das deutsche Volk auf zu Adolf Hitler, dem es allein seine Macht. stellung verdanke. Die Feierstunde wurde umrahmt von den Dar. bietungen des HJ=Streichorchesters, Lieder und Gedichte der Werkscharen gaben ihr einen besonders kraftvollen Ausdruck. Kein Plar, für Jaulenger Gefängnis und Haft für arbeitsscheue Burschen Soest, 8. Dezember. Das Denkmal der SA im Horst-Wessel-Park in Arnsberg Aufnahme: Schmidt. immer wieder die schönen Urlaubsstunden in der Heimat und das Bewußtsein, als Männer der Kriegsmarine im Kampfe für Großdeutschland die Pflicht erfüllt zu haben. Begeisterter Jubel der jungen Zuhörerschaft bewies, daß die Jungen ihren vorbildlichen Führer verstanden hatten. Die Führerschaft der Marine=H3. des Gebietes 9, die im Rahmen einer Tagung an dieser Veranstaltung teilgenommen hatte, erhielt wertvolle Antriebe noch durch einen Vertreter der Kriegsmarine und .=Sachbearbeiters des Gebietes, Geff. Tammen. R. Sch. Für die Gebiete Rheinland. Westfalen und Oldenburg wurde die Meisterschule des Deutschen Handwerks in Düsseldorf mit dieser Aufgabe betraut. Neben der bisher gepflogenen Vorbereitung junger Steinmetzen auf die Meisterprüfung werden nunmehr in einem Ausbildungsgang von—3 Semestern, je nach Vorbildung des einzelnen, in einer Tagesklasse diejenigen Kenntnisse vermittelt, die der Steinmetztechniker für seinen verantwortungsvollen Beruf braucht. Der Unterricht wurde erstmalig Anfang November d. J. ausgenommen. Schulstätten für Steinmetztechniker Berufsförderung für Soldaten Neue Abteilung an der Meisterschule des Deutschen Handwerks in Düsseldorf Düsseldorf, 6. Dezember. Ritterkreuzträger vor Marine=53 Korvellenkapitän Hartmann sprach in Dortmund Dortmund, 9. Dezember. In einer Werbeveranstaltung des Wehrkreises für die Kriegsmarine sprach am Sonntag der Ritterkreuzträger Korvettenkapitän Hartmann in Dortmund zur Jugend über seine Kriegserlebnisse als -Boot=Kommandant. Die in würdiger Form umrahmte Morgenfeier wurde durch eine kurze Ansprache eines Vertreters des Wehrkreises eingeleitet, der die zahlreichen Gäste der Wehrmacht, Partei und des Staates begrüßte und den deutschen Siegeswillen betonte, der die Trabanten Englands ,schlug und auch an der britannischen Küste nicht einhalten wird. Der dann folgende Erlebnisbericht des verdienten Marineoffiziers war bestimmt von der frischen, unmittelbaren Redeweise des Kapitäns, von seinem derben Humor, der Beifallsstürme der Jungen hervorrief. Vor den Jungen erstand die Freude des erfolgreichen Kommandten, endlich mit einem eigenen-Boot gegen die Insel auskaufen zu können. In ununterbrochenem Einsatz vor dem Feinde taten Kommandant und Mannschaft seitdem ihre Pflicht. Viele tausend Tonnen feindlichen Schiffsraumes wurden versenkt. In jedem Wetter standen die Männer auf ihren Posten. Oft trat etwas Unvorhergesehenes ein. Feindliche Flieger suchten das Boot zu vernichten, während es neutrale Schiffe kontrollierte. Wasserbomben explodierten nicht selten in unmittelbarster Nähe des Bootes und zwangen es für Stunden unter Wasser. Aber jedes Entgehen den Verfolgern wurde als Fest der Wiedergeburt gefeiert. Korvettenkapitän Hartmann verbarg nicht die Gefahren, aber er wußte auch die schönen Seiten des Vordlebens herauszustellen, hob besonders das kameradschaftliche Verhältnis der Besatzung hervor, geboren aus dem Bewußtsein des Gefühls der Zusammengehörigkeit. Für alle schweren Stunden, schloß der Ritterkreuzträger, entschädigten nach langer Fahrt Die gewaltigen Bauvorhaben des Führers stellen auch an den Beruf des Steinmetzen, der in den letzten Jahrzehnten einen starken Rückgang erlebte. wieder Anforderungen, die nur mit den Leistungen der alten Bauhütten verglichen werden können. Um tüchtige Fachkräfte für diese Aufgaben zu erhalten, hat der Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt an vier Orten Großdeutschlands Schulstätten errichtet, an denen fähige Steinmetzen zu Steinmetztechnikern herangebildet werden sollen. Zwischen dem Oberkommando der Wehrmacht und dem Amt für Berufserziehung und Betriebsführung der Deutschen Arbeitsfront ist ein Arbeitsabkommen über die Förderung derjenigen Wehrmachtsangehörigen abgeschlossen worden, die sich bei der Lösung der Aufgaben der„Soldatenbriefe zur Berufsförderung" besonders hervorheben. Die Förderung erfolgt in besonderen Aufbaustufen des Fernunterrichtes. Nach dem Siege wird den Teilnehmern an den Aufbaustufen des deruflichen Fernunterrichtes, die vom OKW gemeinsam mit dem Amt für Berufserziehung und Betriebsführung bearbeitet wurden, die Fortsetzung des Studiums an zahlzeichen Ingenieurschulen und kaufmännischen Fachdulen ermöglicht. Am 31. August wurden in der Gemeinde Theiningsen im Kreise Soest zwei Männer festgenommen, die sich bettelnd umhertrieben. Als man sich die Landstreicher näher ansah, entdeckte man, daß es sich um zwei arbeitsscheue Burschen handelte. Beide, der aus Herne stammende W. K. und der aus Altena gebürtige O. S. waren ohne Grund ihrer Arbeitsstätte in Rüthen ferngeblieben und hatten sie ebenso grundlos verlassen. Dabei war's nicht das erste Mal. Schon früher hatten sie sich in ähnlicher Weise pflichtvergessen gezeigt. Heute, wo die Besten unseres Volkes an der Front stehen und für das Leben und die Freiheit des Reiches kämpfen, wo sich in der Himat alle Hände unermüdlich regen, darf es solche Faulenzer und Nichtstuer nicht geben. Das Amtsgericht Soest belehrte die beiden Burschen und erkannte gegen sie auf je zwei Monate Gefängnis und eine Woche Haft. Das Urteil wurde rechtskräftig. Schwerer Unfall beim Schlachten Hamm. In Altenbögge ereignete sich ein schwerer Unfall bei einer Hausschlachtung. Der Metzgergeselle hatte den Schnelltöter zum Betäuben des Schweines geladen und gesichert beiseite gelegt, um das Schwe.n aus dem Stall zu holen. Er beauftragte ein Mädchen. darauf zu achten, daß niemand an den Apparat gehe. Kurz darauf kam der Großvater des Mädchens aus dem Hause und machte sich trotz der Warnung des Mädchens an den Apparat zu schaffen. Plötzlich ging der Schuß los, und die Ladung drang dem alten Mann in den Unterleib. Er wurde in schwerverletztem Zustand in das Unnaer Krankenhaus eingeliefect. Flasche mit Sprudelwasser explodierte. Hamm. Wie vorsichtig man auch mit Sprudelwasser sein muß, lehrt ein Fall, der sich hier ereignete. Jemand hatte aus der Speisekammer eine Flasche mit Sprudelwasser herausgenommen, sie kurz geöffnet, sich dann aber anders entschlossen und die wieder verschlossene Flasche in die Vorratskammer zurückgestellt. Kurz darauf kam es dort zu einer gewaltigen Explosion, und als man nachschaute, war die Flasche in tausend Scherben zerborsten. Auch in der Nähe der Flasche stehendes Geschirr war zertrümmert worden. Man nimmt an, daß durch das Hantieren mit der Flasche und Oeffnen ihres Verschlusses die in dem Wasser gebundene Kohlensäure sich gelöst und dadurch die Flasche zersprengt hatte. anttäusenden Bans Festnahme eines Ehepaares wegen zahlreicher Taschen- und Ladendiebstähle Nu, zum Sirädertricg dert)). 15 lustige Kasperle-Figuren Die letzte Reichsstraßensammlung vor dem Weihnachtsfest wird alljährlich von der deutschen Jugend bestritten. Am 14. und 15. Dezember werden wieder H3. und BdM., Jungvolk und Jungmädel für das KriegsWinterhilfswerk antreten, um diesmal ihre Sammelbüchsen unter dem Motto„Blockadekrieg der Hitler=Jugend“—„Niemand kommt durch unsere Minensperre“ zu füllen. Daß es dabei an lustigen Einfällen zur Lockerung der Groschen nicht fehlen wird, dessen darf man gewiß sein. Als Auftakt zur Reichsstraßensammlung wird der Reichsjugendführer am 14. Dezember vormittags über den Großdeutschen Rundfunk zur deutschen Jugend sprechen. Der Unterricht in den Schulen fällt für die zur Sammlung eingesetzten Kräfte aus. 15 kleine Kasperlefiguren werden als Sammelabzeichen verkauft, lustige Holzfiguren, die in der erzgebirgischen Heimarbeit hergestellt worden sind. In Verbindung mit der Reichsstraßensammlung werden auch die Ausstellungen von Werkarbeiten gezeigt, die auf den Heimabenden des BdM. für die diesjährige Volksweihnacht hergestellt worden sind. Die dafür erhobenen Eintrittsgelder werden den Sammelbüchsen zusätzliche Mittel zuführen. Der BdM. hat die weitere Aufgabe übernommen, die Abzeichenfiguren auch in kleinen Werkarbeiten zu gestalten, die im Rahmen der Reichsstraßensammlung ebenfalls verkauft werden. So werden kleine hölzerne Leuchter mit den Kasperlefiguren hergestellt, ebenso Figurenkränze mit Kerzen. Für diesen Verkauf werden auch leerstehende Geschäfte und Straßenkioske eingesetzt, die besonders weihnachtlich ausgestattet werden sollen. Es wird dies gewissermaßen der erste Weihnachtsmarkt des BdM. für das WHW. sein. Wettstreit der gesiederten Sänger Gute Ergebnisse bei Münsters Freunden der Kanarsenvogelzucht Münster, 9. Dezember. Welch großer Beliebtheit sich unsere kleinen gesiederten Sänger auch in Münster erfreuen, zeigte der rege Besuch der Ausstellung des münsterischen Zuchtvereins am Sonnabend und Sonntag in ihrem Vereinslokal Fockenbrock. Es war ein recht munteres Gezwitscher der vielen Kanarienvögel, das in allen verschiedenen Abarten erklang und die vielen Besucher erfreute. Eine große Verlosung gab vielen noch so einen fleißigen Sänger als besonderes Weihnachtsgeschenk mit auf den Weg. Die Ausstellung diente aber auch gleichzeitig der Überprüfung der züchterischen Leistungen des Kanarien= Bochum, 9. Dezember. In letzter Zeit wurden in den hiesigen Kaufhäusern täglich Taschendiebstähle ausgeführt. Gestohlen wurden Geldbörsen, die von den Betroffenen in den Manteloder. Einkaufstaschen ausbewahrt zu werden pflegten. Durch diese unsachgemäße Aufbewahrungsart der Geldbörsen wurde dem Täter die Arbeit wesentlich erleichtert und so konnte es auch kommen, daß die Geschädigten ihren Verlust erst bemerkten, nachdem der Täter sich längst entfernt hatte. Die Tatausführung ließ darauf schließen, daß es sich in fast allen Fällen um ein und dieselbe Person handeln mußte. Am 30. 11. 1940 gelang es, ein Ehepaar auf frischer Tat zu ertappen und festzunehmen, als einer Volksgenossin in einem hiesigen Kaufhaus die Geldbörse mit 97 Rm. Inhalt auf die eben geschilderte Weise entwendet worden war. Die Ermittlungen ergaben, daß der festgenommene Täter wie in diesem, so auch in früheren Fällen, die Diebstähle ausführt und die Beute sofort an seine in seiner Begleitung befindliche Ehefrau weitergegeben hatte. Ihre Opfer suchten und fanden die Festgenommenen stets da, wo sich Kauflustige oder Neugierige angesammelt hatten und dadurch ein Gedränge verursachten. Wenn die Täter sich die Taschendiebstähle zur Regel gemacht hatten, so haben sie darüber hinaus aber auch in den Kaufhäusern oder Einheitspreisgeschäften Warendiebstähle ausgeführt. In diesen Fällen wurde die erlangte Beute sofort hinterher von dem Ehemann veräußert. Dennoch konnte in der Wohnung noch zahlreiches Diebesgut gesichert werden. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Zweieinhalbjähriger auf großer Fahrt Remscheid, 5. Dezember. In Dhünn blieb, nachdem alle Fahrgäste ausgestiegen waren, als einziger ein kleiner Kerl von zweieinhalb Jahren zurück, der bis dahin dem Personal noch gar nicht aufgefallen war, weil dieses offenbar angenommen hatte, das Kind gehöre zu einem der erwachsenen Mitfahrenden. Man stellte dann fest, daß es sich bei dem Zweieinhalbjährigen um ein aus einem Lenneper Kindergarten entwichenes unternehmungslustiges Bürschlein handelte, das zunächst seine Schritte zum Lenneper Bahnhof gelenkt hatte, dort unbemerkt durch die Sperre geschlüpft und schließlich mit dem Zug bis Wermelskirchen gefahren war. Hier hatte der„Kiek=in=die=Welt“ wieder Glück; denn abermals gelang es ihm, unbeobachtet von scharfen Augen in den Postautobus zu schlüpfen und eine Fahrt in das im Herbste schöne Bergisches Land zu machen. Wenn er auch selbst nur seinen Vornamen Dieter anzugeben in der Lage war, so war der Vermißte doch durch die besorgte Mutter schnell bekanntgeworden, die bei der Polizei schon Schritte unternommen hatte. Restolte sammeln und durch Die Schuljugend abliefern: auch eine briegswichtige keistung der Heimat! Aurkerten um=Kienzer* Erzählt von Hans Bethge Aber allem die Kunft Zu Menzels sechzigstem Geburtstag wurde ein feierliches Abendessen im„Kaiserhof“ zu Berlin veranstaltet. Die Spitzen der Behörden, Abgeordnete aller Kunstvereine waren erschienen, der Kaiser hatte einen Vertreter geschickt. Der Kaiser hatte außerdem angeordnet, daß die„Kleine Exzellenz“ in einer Hofkutsche zum Abendessen und später vom Hotel nach Hause gefahren werden sollte. Alles war zu der festlichen Veranstaltung versammelt— nur Menzel erschien nicht. Man wartete lange. Einige Herren, die den Künstler gut kannten, meinten, er habe es gewiß verschlafen. Schließlich machte sich eine Kommission auf den Weg, um den Jubilar zu holen. Wie erstaunt waren die Herren, als sie den Meester vor seinem Hause antrafen, den Zylinder ins Genick zurückgeschoben, wie er dabei war, mit höchstem Interesse die vor ihm stehende Hufkutsche samt den zwei feurigen Rappen zu zeichnen. Einer der Herren erlaubte sich einen leisen Vorwurf, daß Menzel die vielen Freunde im„Kaiserhof“ auf sich warten lasse. „Du lieber Gott“, sagte Menzel, und gar nicht etwa liebenswürdig,„Menschen, die ein Abendessen herunterschlingen und langweilige Festreden halten, kann ich so oft genießen, wie ich will— aber ein Paar so wundervolle Pferde in dieser köstlichen Beleuchtung auf dem nassen, funkelnden Aspahlt,— wann sehe ich das wiedert Verschiedene Blickpunkie Zu Menzel kam eine Dame und überreichte ihm zur Beurteilung eine Zeichnung, die sie gemacht hatte, die Darstellung einer Frau. Menzel sah sich das Blatt an und fragte: „Wer ist das?“ „Meine Zeichnung muß sehr schlecht sein“, entgegnete die Dame,„da Sie die Dargestellte nicht erkennen.“ „Also, wer ist eo?“ „Die Kaiserin.“ „So, so“, sagte Menzel nachdenklich,„wissen Sie, ich bin besonders klein und sehe die Kaiserin immer von unten. Sie sind besonders groß und sehen sie immer von oben. Wie kann ich da wissen, ob Ihre Zeichnung ähnlich ist?“ Nache Menzel saß eines Abends allein an seinem Stammtisch, einige Freunde erwartend. Statt dieser kam ein Ehepaar und ließ sich dem Künstler gegenüber mit lautem Geschwätz und aufdringlichem Gelächter nieder. Menzel ärgerte sich über die lauten Menschen, blieb aber äußerlich ruhig, zog sein Skizzenduch hervor und zeichnete mit großem Interesse, indem er immer abwechselnd auf die Dame und sein Skizzenblatt sah. Das Ehepaar wurde stiller, aber es war die Stille vor dem Sturm, denn plötzlich erhob sich der Mann und sagte laut: „Ich verbitte mir, daß Sie meine Frau zeichnen!“ „Ihre Frau?“, fragte Menzel erstaunt und hielt dem Mann sein Skizzenblatt hin,„ist das Ihre Frau?“ Er hatte in großen Umrissen eine Gans gezeichnet. Der Schlaumeler Der alte Menzel pflegte im allgemeinen bis tief in den Tag hinein zu schlafen. War er einmal gezwungen, früh aufzustehen, so stellte er nicht etwa seine Weckuhr— das ging nicht, denn er hatte gar keine, er war auch viel zu geizig, um sich eine zu kaufen. Die Schrullenhaftigkeit des Junggesellen verfiel auf eine großartige List, die außerdem nichts kostete. Er schrieb am Abend vorher mit ein paar Worten einen Brief an sich selbst und steckte ihn ohne Briefmarke in den Postkasten. Am nächsten Morgen um acht Uhr erschien der Briefträger und läutete Sturm, da er das Strafporto für den unfrankierten Brief eintreiben wollte. Menzel erschien und verweigerte die Annahme des Briefes. Er hatte seinen Zweck erreicht,— der Briefträger hatte ihn kostenlos geweckt. Kurz angebunden Jemand fragte Menzel in vorgerückter Stunde: „Exzellenz, haben Sie eigentlich nieamls ein Herz für die Frauen gehabt?“ „Nein“, entgegnete Menzel unwirsch,„nur ein Auge“. Ehrlich Nn Ischl machte Menzel die Bekanntschaft von Brahms. Die beiden trafen und unterhielten sich öfter. Als Menzel nach Berlin zurückgekehrt war, ließ er sich von seinem Neffen Brahmsche Kompositionen auf dem Klavier vorspielen. Der Neffe fragte: „Wie gefallen dir die Sachen?" Menzel entgegenete: „Weißt du, offen gestanden, in Ischl= war er mir lieber.“ Das Breronel=Quartett Werke von Mozart, Ein Kammermusik-Konzert in Münster— Smetana und Alceo Toni Die Gesellschaft zur Pflege der Kammermusik hatte für ihr zweites Konzert das bekannte Breronel=Quartett verpflichtet. Den zahlreichen Besuchern dieser Sonntagmorgen=Veranstaltung wurde ein erlesener künstlerischer Genuß zuteil, wie er in dieser Art in Münster selten geboten wird. Das von Vittorio Brero geführte Quartett, dem weiter Otto Schad, Rudolf Nel und Theo Schürgers angehören, spielte zunächst das Streich= quartett=Dur von Wolfgang Amadeus Mozart (Köchel=Verzeichnis Nr. 499). Das von überirdischer Heiterkeit erfüllte Werk, in dem sich der von musikalischen Einfällen übersprudelnde Mozart in seiner ganzen Größe offenbart, erstand nach tastendem Beginn in glasklarer Helligkeit und unsentimentaler Gefühlsstärke. Bewundernswert, mit welcher Schwerelosigkeit die Spieler des Quartetts, für die technische Schwierigkeiten nicht bestehen, musizierten. Erst auf solcher Ebene ist eine geistige Erfassung und Gestaltung möglich. So stand man ganz im Banne des Salzburger Meisters und seines schier mühelos quellenden Reichtums, der sich hier kammermusikalisch in wundervoll ziselierten Formen verästelt und verzweigt. Gerade diese Feinheiten wurden in meisterlichem Zusammenspiel funkelnd ans Licht gehoben. Nach dem klassischen Werk bot das Quartett eine zweisätzige Sonatina von Alceo Toni, einem bisher im Konzertsaal noch nicht vernommenen Musiker, der vermutlich der jungen italienischen Komponistengeneration angehört. Das Werk beginnt mit einem eruptiv vorgetragenen Thema, das in ebenso phantasiewie effektvoller Weise abgewandelt wird, wie die ganze Komposition überhaupt viel südländisches Temperament verrät. Den zweiten Satz eröffnet überaus wirkungsvoll das Cello. In der dlendenden Wiedergabe durch das Breronel=Quartett klangen die eigentümlichen Fardwerte dieses wesentlich impressionistisch gehaltenen Kongere jenchtend und. Den Abschluß bildete eine ausgefeilte Aufführung des Streichquartetts=Moll von Friedrich Smetana. Der böhmische Musikant hat in dieses Werk, das den Untertitel„Aus meinem Leben“ führt, viel Persönliches, oft allzu Persönliches einströmen lassen. Es spiegelt sich darin vor allem die seelische Erschütterung, in die das Schicksal der Ertaubung den Komponisten versetzte. Indessen, so quälende Töne er manchmal anschlägt, wird schließlich unter seiner Hand doch alles wieder zu echter Musik, die aus dem tanz= und liederseligen böhmischen Volkstum gespeist wird. Das Breronel=Quartett setzte sich mit seiner vollendeten Kunst hinreißend für das Werk ein, alle Kostbarkeiten subtil herausarbeitend. Die Zuhörer dankten in ehrlicher Begeisterung mit stürmischem Beifall. Wilhelm Vernekohl Neuer Schmuck im Soester Freiligrathhaus Zu den mittelalterlichen Baudenkmälern der Ehrenreichen gehört das aus dem 16. Jahrhundert stammende Freiligrath=Haus(Haus zur Rose) an der Ecke der Markt=mit der Rosenstraße. Seitdem in den Jahren 1825—1831 Ferdinand Freiligrath hier gewohnt hat, gilt diesem reichverzierten mittelalterlichen Fachwerkbau besondere Aufmerksamkeit der westfälischen Kunst= und Heimatfreunde. In diesen Tagen hat das Freiligrath= Haus einen schönen neuen Schmuck erhalten: an den schweren Fachwerkbalken im Innern sind acht Holzplastiken von Fritz Viegener, dem bekannten westfälischen Künstler, aufgestellt worden. Sie schmiegen sich dem Stile des Raumes vollkommen an. Die farbigen Figuren stellen in der Hauptsache Männer und Frauen dar, die Jünger Askulaps, der Gesundheit und der Schmerzlinderung dienen und in ihren Gefäßen Medikamente und erquickende Getränke mit sich führen. Es sind wirkliche kleine Kunstwerke: Leben steckt in diesen Menschen, die in seiner Technik von Meisterhand aus Holz geformt wurden. Kleine Kundschau Das Dezemberheft der„neuen Unie“— das Weihnachtsheft— gedenkt zuerst unserer Soldaten. Wir fühlen mit ihnen in ihren Gedichten und in ihrem groden Gespräch über Heimat=Urlaud.— Weihnachten, dem deutschen Fest, werden hervorragende Bilder, die den Aufsatz„Eine Eroberung des Winters" begleiten, gerecht. Dem deutschen Drang in die Ferne verleiht ein ausgezeichneter Aufsatz von Martin Kessel beredten Ausdruck.— Wunderschöne Abbildungen über deutsches Kunsthandwerk, die traditionelle„Geistige Ernte“, in der bekannte deutsche Schriftsteller ihre stärksten BuchEinem gefallenen Flieger Für Major Wick Wir liebten dich alle, du junger, du strahlender Held, wie jubelnder Hornstoß klang dein Name hinaus in die Welt. Wir kannten alle dein sorgloses Jungengesicht— wie lachtest du fröhlich entgegen dem Morgenlicht, wenn du gen England gestartet zu sieghaftem Flug— sprachen deine Gewehre, dann hatte der Tommy genug. Wochen= und mondelang lachte dem Jäger das launische Glück— aber dann kam deine Stunde— du kehrtest nicht mehr zurück. Wo deine stolze Maschine sonst heimwärts zog, letzte Hoffnung des wartenden Horstes in Nacht verflog. Und nun beglänzt deine Stirn unsterblicher * Schein— zu Immelmann, Boelcke und Richthofen gingest du ein. Sie grüßen den Jagdkameraden— ihr Gruß hat Gewicht— bieten ihm brüderlich Handschlag— und Richthofen spricht: „Wir kämpften wie du für des Vaterlands Ehre und Macht, doch unser Sterden umwölkte schon finstere Nacht. Aber ob deinem stürzenden Vogel stieg groß aus den Wassern des deutschen Meeres der Sieg: Anton Aulke eindrücke des Jahres schildern, eine entzückende Novent von Georg von der Vring mit farbigen Illustrationen ein fesselnder Aufsatz vom Sinn der Aehnlichkeit sehen Kinderbilder der Eltern gegenübergestellt den dern der eigenen Kinder(im gleichen Alter)— endlich die Interessante und vielseitige Mode=Beitig, machen das umfängliche Heft zu einem Mittler Weihnachtsvorfreude.(Verlag Otto Beyer, Leips'“ Berlin. Preis 1 RM.) Jon Aubellk gestorben. In Prag stard im 60.# densfahr der bekannte Geigenoirtuose Jan Kubelik! längerem Kranksein. eigene ver abane von-Leidennealschrilft aße 14. Fe 0. Fernsprecher Fernsprechet Nr. 394: precher Nr. 370: Gre Zbbenbüren: Abol Aldinghauten: Mo Fernspreche Nr. 89. Jahrg Neutre Der überrasc wasse auf Londo chills über das ah zum Ein strafegen an der heit gebracht. ständnissen zeige richte, daß der ber gegen die b# sange geses dung davon ges tloste selld Abertrggen Der Jühre Rüftungsbetrieb über alle Sei sei, wobei aller übliche Illusion: don„bereits se habe. Etwas an sicht der Luftsa zu sein. Er ist Nacht zum Mor der deutschen L angrisse im Sep zeitig möchte er angriff auf die grifse auf Indi Da seine anges kein Ergebnis darüber vom st gen anstellen# Ein etwas Wirklichkeit in hereingebrochen termaßen sehr Berichte de Sie meldet übe tigen Luftangri Newyork Time: noch fast vo don erschienen Motorendröhner hören gewesen. worsen worden. übersehbar sei, in der Lage m rend der Angri er weit verbreit scheint die R glichen(1) 31 Explosionen und Feuersbrü gen gewesen.“ war über Man habe den fer die Coventr Brandbomben gelöst. 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