•) WIFA Mikrotilmarchiv der deutschsprachigen Presse e. K S E PKora. sten im Volk BHw-Heiser, die don ser die NSB und sen in Deutschland innen auf Posten, der ungezählen. sie derantrit. Wir 52 407 ehrenamt. m, die als Bloc. n den Orts= und unermüdlich zore insatzbereiten SolBesten in unseren Lat werden lassen keine Hindernisse 190 im Monat stehen Tür, um den Beienzunedmen. Und sen frogen, die sie n, dann sossen se sammen:„Ja, da was sie haben: ag der Leistungen fer einstehen muß. der muß gewährungskampf; denn Aufgaden gesund m Einzelfälle von nen die ehrenampum tiesen Erkühe und Arbeil rin zu sein, wenn ind der Mann im den an Tage ger bei den Volksk und das Ergebpern lossen. lag an den Einsatz wenn auch wir Ooter danten llauf die MeisterEdi Rada., Dound Erich Zeller der Wiener EG inschaft nicht ganz üderlegen, kombiSchußpech noch dte:1(.0,.0, der. 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Hernsprecher Nr. 420: Ablen: Adolf-Hitler=Straße 30, Fernsprechen Nr. 77I: Dechols: naulspulst ape 14 Jernsprcher Nr. 341, Vorten;: Kaougnatgasse 4. dernspecher Nr. 121, Vorgvorn: Emedenene, straze v. Hernspeecher Nr. 224, Burgsteinfurn: Eind.nstrage 73. Fernsprechet Nr. 22; Coesfeld: Hindenburgplat 3 sechoen Nr. 3v4 Daimen: Rdols= Huler=Girane bo dernsprecher Nr. 375; Smedenen: Mänterstrate 1. Zernvuncghor Nte. Vo, Greven: Mönsterstrage l. Darnsorcher Rl.22o; Gronan: Rdol=hnler.=Sie. 34 Hernsprechger Nir. 2u0; zovenbüren: nool=Hulen=cir.( Dernspracher Nr. 241 Vengerich: Ndol=Hiter=Llat 11 dernsprachen Nr. 51e. Laoinghauten: Mark. Zerniprecher Nr.3d Cchernp: Bahnhoftr. 15, Zernsprecher Nr.305; Rheine: Lahnhostr.2 Zernwpeeche Nr. Ao2, Warendorf: Oststrade 24. Heraspeecher Nr. d11: Werne: Klachplat k Fernspecher Nr. 114 ANITLICHESORGANDESGAUES WESTEALEN-NORD DERNSDAPUNDSANITLICHERBEHORDEN Verlag und Hauptgeschcrestelle: Münster i.., Brinzipalmarkt 13/14, Fernsprech=Sammel=Nr. 24231. Hauptschrzerleitung: Munster. B. Gallzmstr. 13. Bezugspreis: Ausgabe à.10.M, Ausgabe B(mu Unstrierter Pochenschau) 2 35 RM monatlch einschl. Zustellungegebuhr und Versandtosten. Ver Lostbezug enschl. 245 bis 25 Kof fim Durchschnitn 24.25 Ros.) Poszentungsgebühren zuzuglich 42 Rp. Bestellgeld. Lie Westfsälische Lageszeitung erschemi Imal wöchentl morgens. Anzeigen: Las mm Höbe 22 mm ben kostel 15 Rol, für Zamiltomnanzeigen 10 Rpi. ur Stelengesuche 10 Rpf. Nachlaßz nach Preististe. Ersüllungsor Müpster I. A. Textanzeigen: Las mm.30 RM, bei einer Spaltenbreine von 72 mm. Vellagen: Preis für 100 Velagen die zu 20 Gramm 1300 KM bis mn 25 Gramm 15.00 Ro. du. n 50 Gramm 17.40 RMohne Nachläs. Für Vezirksautgaben besondere Verialisten, Vonscheatonio: K 5 in Nr. 4114 R. Shrnone Sonntag, den 8. Dezember 1940 Nummer 30 So bergnk=eis=Sentsust uftr.esse 6747000 Kilogramm Sprengbomben im November auf militärische und kriegswichtige Ziele in Großbritannien Das 18fache der wahllosen britischen Bombenwürfe auf das Reichsgebiet— Eine eindeutige Sprache Berlin, 7. Dezember. Seit dem Juni 1940 wersen brilische Kampfflugzeuge ihre Vomben auf Wohnvlertel deutscher Städte, auf Krankenhäuser, Kirchen und sozlale Anstalten des Reichogebieles und der von Deutschlaud besehten Ge. biele. Trotz mehrsacher eindringlicher Warnungen haben sich die Methoden dieser in erster Linie gegen die Zivilbevöskerung gerschtelen britschen Lustkriegsführung nicht geändert. Die deutsche Lustwasse haf daher die mehrsach angekündigten Vergeltungsangrisse gegen die brittsche Insel im Herbst dieses Jahres ausgenommen. Im Gegensatz zur britischen Meihode richtet sich die deuische Vergellung jedoch nur gegen milltärische und kriegswichlige Ziele in Großbritannien. Von zuständiger Stelle erhalten wie nunmehr die amlichen Unterlagen über die während des Monals Rovember abgeworsenen Bombenmengen. Hiernach wurden durch die RA3 während dieser Zeil 430000 Kllogramm Sprengbomben auf das Reichsgebiel, durch die deutsche Lustwasse aber 6 747 000Kllogramm Sprengbomben, also elwa 1 5mal so vlel, auf Großbritannien abgeworsen. So vergili die deuische Lustwasse die Kampfmelhode, die von den Engländern seil dem Juni 1940, also vier Monale vor Beginn der deuischen Vergeltungsslüge, angegandt wied. Von der deutschen Gesamlabwursmenge entsallen 5 0 55 000 Kllogramm, wie schon bekannigegeben, auf die 23 Grohangrisselm causedes Novem. der, während zusähzlich zur gleichen Zeil 1 692 000 Kllogramm bei sonstigen Unsernehmungen gegen kriegwichlige Ziele in England zum Abwurf kamen. Auf London wurden insgesamt geworsen: 3 187000 Kilogramm, davon bei 13 Großangriffen 2664 000 Klogramm; auf Birmingham inegsamt 825000 Kllodavon bei drei Großangrissen 762000 Klogramm, gramm; auf gramm, sramm; auf Southampton insgesamt 567 000 Kilodavon bei drei Großangrissen 500000 KloCoventiry insgesamt 552 000 Kilogramm, davon der einem Großangrif 503 000 Kilogramm; auf Liverpool insgesamt 376 000 Kilogramm. davon bei einem Großangriff 356000 Kilogramm: auf Bristol inegesamt 178.000 Klogramm, davon bei einem Großangriff 160.000 Klogramm: auf Plymoush insgesamt 117000, Klogramm, davon bei einem Großangrif 110.000 Kilogramm. Auf sonstige Landziele in England wurden 604 000 Kilogramm Bomben abgeworfen. Einzelschifsziele und britische Geleitzüge wurden mit 246 000 Kilogramm, Flugplätze mit 59 000 Kilogramm und sonstige mit 36000, Kilogramm Vomben belegt. Richt mit eingerechnet in diese Angaben ist die hohe Zahl von Brandbomben, die allnächtlich in England niedergehen. Großbritannien hat durch seine eigenen Maßnahmen die Bergeltungsangrifse der deutschen Lustwasse herausgefordert. Es hat zur Kennnis nehmen müssen, daß Großdeutschland, Schläge nicht nur abwehren, sondern um ein Bielsaches verstärkt zurückzugeden verstebt. Die Vergeltungsangrisfe der deutschen Lustwasse sprechen eine eindeutige Sprache. wieder einmal Der Traum von der Ossensive hw Stockholm, 8. Dezember. In den letzten Tagen haben, wie in London mitgeteilt wird, größere Manöver der seit dem Rückzug aus Flandern reorganisierten englischen Armee stattgefunden und zwar zum großen Teil unter dem Oberbesehl des neuen Oberkommandierenden. Sir Allan BrookePoopham. Die Engländer stellen natürlich diese Uebungen als die Bewährung des vermehrten und modernisierten Heeres dar. Als Sstlüssel der neuen Armee werden drei Kennzeichen genannt: Tanks, Geschüßze und Deweglichkeit Man fügt aber eilig hinzu, daß es sich dernisserten Heeres dar. Als Schlüssel der neuen Armee handle(). Seit Ende des französischen Feldzuges habe die englische Armee vor allem auf die Ausgestaltung der Tankwasse großen Nachdruck gelegt. Die Manöver und der ganze Rummel um die neue englische Armee gehören zu den Bestandteilen der Stimmungsmache, die vor allem in den Vereinigten Staaten eine eiwas bessere Beurteilung der englischen Aussichten herbeiführen soll. Geradezu grotesk wirkt inmitten der Ruinenselder der englischen Rüstungsindustrie und inmitten der Sorgen um die Aufrechterhaltung der weiteren Seezufuhren die Parole, die am Sonnabend in London nach Abschluß der Manöver ausgegeben wurde:„England bereitet sich auf den Tag vor. wo die Landstreitkräfte die Offensive ergreisen können.“ fehlt an allem Von unserem ständigen Vertreter osch. Bern, 8. Dezember. In dem südöstlich von London gelegenen Orl St. Maro sind, wie aus den Vereiniglen Slaaten gemeldel wird, die Arbeiler in den Streit getrefen, die dort, wie in London und anderen Städlen, zu dringendsten Lustschutzarbeiten ausgebolen wurden. Unter den Luftschutzarbeitern herrsche die größte Erbitterung darüber, daß sie keine ausreichenden Decken besäßen, daß in ihren Schlafsälen die Heizung fehle und daß die ihnen zur Verfügung gestellte Ausrüstung sehr zu wünschen übrig lasse. Unter anderem seien nicht genügend Stahlhelme vorhanden, vor allem aber sei die Ernährung völlig unzureschend. Auf 40 Mann käme selten mehr als eine Büchse Fleisch. Gritische Schiffswersten in USR Von unserem lue-Berichterstatter Newyork, 7. Dezember. Die britische Regierung hat, wie„New York Herald Tribune“ aus Woshington meldet, beschlossen, eigene Werften in den USA zu bauen, auf denen in Massenproduktion Einzelteile für Frachter zusammengesetzt werden sollen. Die Einzelteile sollen in Fobriken in den USA hergestellt werden und zwei Wersten angeliefert werden, von denen die eine an der West= und die andere an der Ostküste Nordamerikas errichtet werden. Die britsche Schifahrimission, die sich seit nahezu zwei Monaten in USA befindet, ist nach Neuwyork zurückgekehrt, um die letzten Einzelheiten zu beenden und dann die Verträge zu unterzeichnen. Erst dann soll der Plan für die Werstbauten veröffentlicht werden. „Carnavon Castle“ muß ins dock „mit deutschem Schwere Beschädigungen Hilfskreuzer beim Gesecht im Südallantik. Stockholm, 7. Dezember. Wie aus einer Reutermeldung hervorgeht, hat der oritsche Hilskreuzer„Camavon Castle“ in dem Seegesecht mit einem deutschen Hilfskreuzer Beschädigungen erliten, die ihn nötigten, wahrscheinlich die Docks lvon Montevideo aufzusuchen. Nach amerikanischen Meldungen aibt die Admiralität auch zu, daß unter der Besatzung Verluste eingetreten sind. Wie in Rio de Janeiro hervorgehoben wird, handelt es sich bei der„Carnavon Castle“ um das gleiche englische Schiff, das vor einigen Tagen in unmittelbarer Nähe der brasilianischen Küste den Dampfer „Itape“ angehalten und 22 deutsche Reisende von Bord geholt hat. In der brafilianischen öffentlichkeit hat die Nachricht von der prompten Vergeltungsaktion des deutschen Hilfskreuzers großen Eindruck gemacht. Die Zeitungen bringen Nachrichlen von der schweren Beschädigung des englischen Pirateaschises in großer Aufmachung. Sir Dudley Pound wackelt Die Krise der britischen Admiralität als Auswirkung der-Boot-Gefahr Grundsätzlicher Wechsel der Flottenpolitik? Von unserem ständigen Vertreter hw Stockholm, 8. Dezember. Der Ausbruch einer Krisis in der englischen Admiraliät wird setzl durch eine Insormation der amerikanischen Agentur United Pretz aus London bestätigt, in der es heißl:„In wohlunlerschieten Kreisen Londons ist man der Aufsassung, daß rasch gewisse Veründerungen in der englischen Flolte eintreien werden, um den Kampf gegen die verschärste-Boolgesahr wirksam aufnehmen zu können. Im Parlamenk und in der Presse werden immer häusiger energische Forderungen nach wirksamen Maßnahmen gegen die.Boote erhoben. Eg wird dabei belont, daß eine Reorganisation in der Leitung der Flolle setzt immer mehr zu einer Rolwendigkeit geworden ist. Insbesondere wird hervorgehoben, daß Sir Dudley Pound von einer jüngeren Krast ersetzi werden müsse.“ Diese Informationen, die eine gleichartige Meldung der Stockholmer„Dagens Nyheter“ bekräftigt, zeigen deutlich, daß über diese Kritik hinaus die ganze bisherige Flottenpolitik erschüttert zu sein scheint: nämlich die von Sir Dudley Pound bis zur Vollendung betriebene Konservierung der Flotte in unzugänglichen Schlupfwinkeln, wo sie— vor Minentreffern und Fliegerbomben geschützt— auf den Fortgang des Krieges warten sollie, um im geeigneten Augenblick möglichst unversehrt als Machtfaktor in Erscheinung treten zu können. Das Symbol der„Fleet in being“ — der Flotte, die durch ihre bloße Existenz ihre Schlachten schlägt— scheint schlechthin in Gefahr zu sein. Die amerikanische Darstellung aus London sagt dazu im einzelnen, die allgemeine Erwartung gehe dahin, daß die Home fleet von jetzt ab häufiger gegen die ständig zunehmende=Bootgefahr eingesetzt werde. Die deutschen=Boote zwingen also die mächtige Navy aus ihren Schlupfwinkeln. Das ist es, was Sir Dudley Pound, der die Gefahr einer solchen Exponierung wohl allzugut kennt, unter allen Umständen verhindern wollte. Deshalb hielt er die Flotte aus dem Norwegenabenteuer fern und setzte sich lieber der schwersten Kritk aus, als daß er die schwexen Einheiten in die Reichweite der Deutschen gelangen ließ. Die Forderung der Opposition geht setzt dahin, daß eine größere Aktivität gegen die erhöhte Wirksamkeit der deutschen=Boote allein die Zufuhren für England in Fluß halten könnte. Teihste Kurksormfte uEristel Geständnis in Stappen— Festmatinee im zerstörten Coventry— Ein frivoles Spiel Von unserem ständigen Vertreter hw Stockholm, 8. Dezember. Die Engländer haben, was die Berichterstattung über die Angrisse der lehten Nacht angebl, im Lause des Samstag beachtliche Korrekluren an ihren eigenen Meldungen vornehmen müssen. Morgens war es eine Stadt im Südwesten Englands, die den Haupkansturm auszuhallen gehabt halte, millags hieß es„eine Stadl am Belstolkangl“ und am Nachmitlag, als inzwischen der deutsche Wehrmachtbericht Bristol beim Ramen genannt halte, wurde auch von englischer Seite Vristol genannt. Aehnlich war es mit den Operationen gegen die in der deutschen Mitteilung genannten Städte der Kanalküste. Morgens wurde von englischer Seite diese Gegend überhaupt nicht erwähnt, mittags summarisch und nachmittags wurde ausdrücklich zugegeben, ja, insbesondere auch Südengland und Südwales hätten unter deutschen Angriffen zu leiden gehabt. Dafür wurde setzt im Gegensatz zu vormittags behauptet, daß auf London„anscheinend“ gar keine Bomben gefallen seien und auch Nordwestengland wurde plötzlich aus der Liste der betrossenen Gebiele gestrichen. Es müssen merkwürgenügend gelogen! „Croilreinemechen! beim Londoner Rundfunk— die Welt zu beeindrucken Ein letzter Versuch, Stockholm, 7. Dezember. Die SOS=Ruse, die Lord Lothian und der britische Blockademinister an Amerika richteten, haben bei den ebenso klugen wie vorsichtigen Geschäftsleuten senseits des Ozeans nicht des gewünschte Echo gefunden Auch die plötztiche Zensurlockerung, durch die es besonders USA=Korrespondenten gestattet war, ausführlicher üder die Wirkung der deutschen Bombenangriffe zu berichten, um dodurch auf die Tränendrüsen des amerikanischen Volkes zu drücken, brachte nicht den beabsichtigten Erfolg einer sofortigen intensiven Hülfestellung der Vereinigten Staaten. Darum versucht man sich in London wieder„stark“ zu stellen, um dadurch in Amerika zu imponieren und so zum Ziele zu kommen. Die Prahlereien und Lügen. die der englische Rundfunk bislang verbreitete, sind Churchill anscheinend nicht dick genug. Nach übereinstimmenden Condoner Berichten der schwedischen Presse hoben sowohl der Generaldireklor, wie auch der Leiter der Auslandosendungen von Rodie Condon neuen Männern weichen mössen. So wied den bioherigen Kundfunkleltern vorgeworsen, daß sie nich! gensgend„beeindrnel und beeinstuhl. bätten. Von sehl ab wied, wie die schwedischen Bleiter welden, das Joreign Ossice selbst die Sendasgen in fremder Sprache überwachen. Neu errichtete Sendestationen sollen eine umsassende Propagandapolitst durchführen. Außerdem habe man Maßnahmen ergriffen, die es möglich machten, die Sendungen zu erweitern und zu verstärten. So sollen die Sendungen in den von den Deutschen besetzten Gedieten drei Stunden über die bisher zugemessene Zeit ausgedehnt werden. Großen Kummer, so schreibt der Londoner Korrespondent von„Spenska Dagbladet“, bereiteten dem britischen Insormationsminsterium auch die vielen Ausländer, die im Londoner Rundfunk ihr Wesen trieben Auch hier sei ein„Großreinemachen“ angekündigt. Die Welt steht also tatsächlich vor einer großen„Ofsensive“ Englands. Mit den einzigen Wassen, die es meisterhaft beherrscht, mit Prahlerei und Lüge, rüstet sich London zu einem Großkampf, doch dürsten zuch diese Waffen so stumpf und abgenützt sein, daß sie an dem Schild der Wahrheit durch Tatsachen wirkungslos obprallen werden. Werbepleite in Palästina Von unserem ständigen Vertreter hn Rom, 8. Dezemder. Die englischen Anwerbebüros für Arader in Palästing stehen nach Meldungen aue Beirut vor der Schliebung, da sich Rekruten nur in verschwindend geringer Anzehl meldeten; stattdessen boten diese Werbestellen Anlaß zu immer neuen Zwischensällen. In mehreren Aemtern explodierten in der letzten Zeit Vomben; an der Außenwand eines englischen Werbedüros prangte am Freitag folgender Aufrus:„Aroderl Treiet nicht in das britsch= Heer ein! Jeder Verräter der gradischen Sache ist des Todeo. Wartet, die eure Wehrpslicht euch rustl“ dige Verhältnisse in den zuständigen Behörden — Lustfahrt= und Sicherheitsministerium— herrschen. wenn selbst die Berchterstattung vor dem eigenen Land derartige Widersprüche und Inkonsequenzen aufweist. Von den in Bristol angerichteten Schäden wird wenig mehr gesagt als am Morgen. Immerhin wird von einer Reihe„ernster Feuersbrünste“ gesprochen und das will viel heißen. Auch„öffentliche Gebäude; werden unter den Zerstörungen aufgeführt. Einen geradezu schauerlichen Einsall haben die Londoner Plutokraten um die Ruinen von Coventry inlzeniert. Um, wie es heißt, der Umwelt darzutun, daß das Leben in der verheerten Stadt wieder seinen normalen Gang gehe, wurde in einem Theater, das inmitten des allgemeinen Ruinenfeldes einigermaßen erhalten geblieben ist, am Sonnabend eine„Festmatinee“ veranstaltet. Londoner Revuestars wurden eigens zu dieser Maineevorführung in die Stadt der inzwischen weltberühmt gewordenen Ruinen geschafft. und die Bevölkerung, soweit sie noch vorhanden, erhielt Gratiseintrittskarten. Churchill will demnächst, wenn gar nichts anderes mehr hilft, Kabarettvorstellungen auf Friedhösen organisieren; aber vielleicht ist dieser Ausschnitt aus dem heutigen England, wie er es haben möchte, wirklich symbolisch. Er wird freilich für weitere derartige„Festmatinees“ bald eine eigene Wanderbühne einrichten müssen. Der überraschte Herzog In der Nacht zum Sonnabend wurde auch London wieder angegrissen Von unserem oh-Berichterstatter Stockholm, 7. Dezember. Deutsche Flieger sind in der Nacht von Freitag auf Sonnabend über den Midlands, über Wales, über Südwestengland und wieder über der britischen Hauptstadt erschienen. Aber darüber, wie heftig die Tätigkeit der Trotz Schlechtwetters im Angriff Zwei britische Terpedoflugzeuge abgeschossen Berlin, 7. Dezember. Das Oberkommande der Wehrmacht gibt bekannl: Teotz schlechter Weiterlage geissen Kampflugzenge, wie bereits gemeldel, in der Nach zum 6. 12. Condon und Portsmould an. Jahlreiche Bombentresser riesen starke Brände hervor. Im Lause des Tages führle die Luftwasse Austlärungestäge und einzelae Siörungsangeisse durch. Jn der Nacht zum 7. 12, beleglen Kampffingzeuge Beistel und andere kriegswichlige Ziele an der Kanalkäste mit Bomben. Der Jeind unterließz in der lehzten Nacht segliche Versuche, in des deutsche Reichsgebiel einzusliegen. Bewachungsfahrzeuge der Kriegomarine schossen zwei britische Torpedosingzeuge ob. Eigene Ziugzeugverloste troten nicht ein. Von den gestern ale vermißl gemeldeten sieben deulschen Zingzengen stad kazwischen noch zwel zurückgekehel. deutschen Luftwaffe gewesen ist und welche Schäden entstanden sind, schweigt sich London völlig aus. Seit Tagen kann man überhaupt wieder beobachten, wie die englischen Meldungen immer spärlicher und nichtssagender werden. Das berühmte GreenwichObservatorium ist übrigens— wie nachträglich aus London bekanntgegeben wird— bei einem deutschen Lustangriff auf die Umgebung von London getroffen und beschädigt worden. Weiter wird aus London gemeldet, daß der Bruder des englischen Königs, der Herzog von, Olau: eester, beinahe das Opfer eines deutschen Stuka=Angriffes geworden wäre. Er befand sich auf einer Truppeninspektionsreise, als plötzlich deutsche Sturzkampfflugzeuge aus den Wolken austauchten und einen überraschenden Tiefangriff auf die Stelle durchführten, wo sich der Herzog von Gloucester gerade befand. Der Herzog entaing aber jeglicher Verletzung, Bereits während des Feldzuges in Frankreich erlebte der Herzog von Gloucester einen deutschen Fliegerangriff, bei dem er leichte Verletzungen davongetragen haben soll. Damals handelte es sich ebenfalls um einen Lustangriff auf ein englisches Truppenlager. Pétain an den Flottenchef Von unserem ständigen Vertreter 1d. Bichy, 8. Dezember. Nach seiner Rückkehr vom Staatsbesuch in Marseille und Toulon hat Marschall Pétain an den Marineminister und Flottenchef Admiral Darlan ein Telegramm gerichtet, in dem er den Hochseestreitkräften, sowie Einheiten und Formationen des driten Marinebezirks ein Lob erteilt. Auch die Handelsmarine sei ihrer schweren Aufgabe gewachsen, so heißt es weiter. Englands Schuld B. I. In seiner Not wendet sich England an die Genser Liga, die es einst ins Leben rief, um den Orrsinn der Pariser Vorortsverträge, die Unfreiheit Europas und die Weltkriegsgewinne der Plutokraten zu verewigen. Lord Cecil der London jahrelang in Genf vertreten hat, ließ sich zu einer„Mitteilung an den Generalrat des Völkerbundes“ herab, um auf diese Weise einen neuen Hilfeschrei der Londoner Kriegsverbrecher in die Oeffentlichkeit zu lancieren. Aus der reichlich ungewöhnlichen Adresse geht klar hervor, daß englische Politiker heute schon Wachsfigurenkabinette bemühen müssen, um ihre Erklärungen an den Mann zu bringen, nachdem unter Lebenden niemand mehr auf sie hört, soweit er nicht im Solde Londons steht. Lord Cecil schimpft auf den Lustkrieg und erklärt, die Errichtung einer internationalen Luftmacht sei nach seiner Ansicht das einzige Mittel, um in Zukunft die Luftkriegführung und die daraus folgende zunehmende unbarmherzige Zerstörung zu vermeiden.„Wir glauben, daß kein Friede ohne die Abschaffung der Luftkriegsführung möglich ist. Der gegenwärtige Zustand ist absolut unerträglich..“. Damit wiederholt Lord Cecil, was der britische Lustmarschall Sir Philip Joubert vor wenigen Tagen im englischen Nachrichtendienst als neueste Erkenntnis der Londoner Machthaber der Welt offenbarte, indem er erklärte, das Beste sei, wenn Vomber als Kriegswasse überhaupt abgeschafft würden. Dabei versuchte Joubert, England als völlig unschuldig an der Entwicklung des Luftkrieges hinzustellen, wobei er sich zu der heuchlerischen Beteuerung verstieg:„Niemals haben wir die Absicht gehabt, unsere Angrisse gegen die deutsche Zioilbevölkerung zu richten..“ Diesen englischen Erklärungen gegenüber muß festgestellt werden: Die Zeiten, in denen britische Heuchler die Tatsachen auf den Kopf stellen können. sind endgültig vorbei. Die Bekenntnisse führender britscher Poliker zum Kampf gegen Frauen und Kinder und zu der Parole:„Rottet das deutsche Volk aus!“ sind noch zu frisch, daß alle Welt sie im Gedächtnis hat, ganz abgesehen von der Praris der britischen Kriegführung, die vom Blockadeversuch bis zu den nächtlichen Bombenangriffen auf die deutsche Zivilbevölkerung den heutigen Beteuerungen der Apostel vom Schlage Joubert und Ceeil Hohn spricht. Außerdem steht unverrückbar fest, daß England es war, das nicht nur den Krieg, sondern auch den Lustkrieg in der Form gewollt, vorderettet und herausgefordert hat, wie er heute in Erscheinung tritt. Es hat nur nicht daran gedacht, daß es selbst der Leidtragende sein könnte. Der Führer hat zu Beginn des Krieges als erster zu der Frage des Luftkrieges Stellung genommen und in seiner Reichstagsrede vom 1. September 1939 ausdrücklich erklärt, daß Deutschland nicht gegen Frauen und Kinder den Kampf führen wolle, daß die deutsche Luftwaffe ihre Angriffe auf militärische Objekte beschränken werde, daß aber daraus unter keinen Umständen ein Freibrief für den Gegner abgelesen werden könne, Deutschland mit umgekehrten Methoden zu bekämpfen. Auf den Appeil des US=Präsidenten Roosevelt vom 1. September 1939 an die kriegführenden Nationen, von einem Bombardement der Zivilbevölkerung öffentlich abstand zu nehmen, antwortete der Führer noch am gleichen Tage, daß er diesen Vorschlag bedingungslos annehme. In Wort und Tat ist Deutschland im Verlaufe des Krieges niemals von diesem Grundsatz abgewichen. England dagegen hat eine unendliche Fülle von Beweisen dafür erbracht, daß es grundlätzlich anderer Auffassung ist und daß zu seinen Kampfmitteln, wie in den bisherigen Kriegen, die es führte. auch sinnlose Zerstörungen und der Kampf gegen Frauen und Kinder gehören. Man denke nur an die Bekenntnisse britischer Geistlicher wie des Vikars Whipp oder an Pressestimmen wie die der Londoner Zeitung „Star“ von Anfang Februar dieses Jahres:„Eine gehörige Dosis von Zerstörungen deutscher Städte und Ortschaften würde wahrscheinlich eine Menge Gutes tun...“ Führende Staatsmänner haben diese Auffassung amtlich unterstrichen wie Dusf Cooper, der am 26. April in der„Daily Mail“ zu der Frage der Bombardierung„unschuldiger Zivilisten“ erklärte, solche Unterschiede seien in der Epoche des totalitären Krieges nicht mehr möglich. zumal es— nach britischer Auffassung— unmöglich lei, bei Lustbombardements genau zu zielen. Nach diesen Grundsätzen begann England, nachdem es vom Kontinent versagt worden war, die wahllose Vombardierung der deutschen Zivllbevölkerung. Mit einer unnergleichlichen Geduld hat Deutschland mehr als drei Monate gewartet, ehe es zur Vergeltung schrit, aber auch die letzte Warnung des Führers in der Reichstagsrede vom 6. September wurde von den britischen Kriegsverbrechern in den Wind geschlagen. Auch für die Form des Luftkrieges ist England daher allein verantwortlich. Von den heuchlerischen Beteuerungen Jouberts und Cecils ist nur der eine Satz wahr:„Der Krieg ist für England unerträglich“. Das ist das Eingeständnis, daß die deutschen Bombenangriffe den englischen Kriegshetzern auf die Nerven gehen. Die Tatsache, daß man in London selbst angesichts dieser Situation immer wieder zu Heuchelei und Verdrehung der Wahrheit seine Zuflucht nimmt, beweist nur, daß Europa erst zur Ruhe kommt, wenn britische Kampf= und Agitationsmethoden ein für allemal ausgeschaltet sein werden. Englands schwierigstes Problem „Zwei Hilfskreuzer, die Geleitdeckung für 60 Schiffe“. Buenos Aires, 7. Dezember. An Hand nüchternen Zahlenmaterials besaßt sich der Londoner Korrespondent der Zeitung„Nacion“ mit dem Schiffsmangel Englands als Folge der deutschen Blockademaßnahmen. Am Schluß des Weltkrieges habe England, so schreibt er, über 433 Zerstörer im Dienst gehabt, wogegen man jetzt— leihst einschließlich der von USA überlassenen—nicht einmal mehr mit der Hälste rechnen könne. Ueberdies sehlten kleine Kreuzer, Fünf Panzerkreuzer seien zwar im Bau, jedoch noch längst nicht verwendungefähig. Nachdem Deutschland Stützpunkte von Narvik bis Vordeaux besize und Italien im Mittelmeer einen deträchtlichen Teil der Flotte festhalle, sei die Geleitzugsscherung immer spärliche: Die Geleitzüge umsaßten sowieso schon häufig die 70 Schifse, die eigentlich nur bei Beginn und Ende der Fahrt ausreichend bedeckt seien. Es sei unmöglich, während des Ueberquerens des Ozeans die volle Geleitstärke aufrecht zu erhalten. Der Wert der als Hilfskreuzer bewaffneten Passagier= und Handelsdampfer sei sehr relatio, da die Bewaffnung nur improvissert sei. Die Laderäume seien vielfach mit Holz oder leeren Blechkanistern gefüllt, um ein alliu schnelles Sinken bei Torpedierung zu verhindern Panzerplatten als Schutz sehlten gänzlich. Die deutschen=Boote und die Lustwaffe hätten das Inselreich in erhedliche Bedrängnis gebracht. Der tägliche Verlust an Schiffsraum werde seibst in England setzt doppelt so hoch veranschlagt wie in den ersten neun Kriegsmonaten. Im Weltkriege seien die Geleitzüge durch 15 Zerstörer begleitet gewesen, während setzt häufig nut zwei Hillskreuzer die Bedeckung für 60 Schisse stellten, die eine Strecke von 30 Meilen deanspruchten. Der Mangel an Tonnage sei jedenfalls das größte Prodlem der Stunde. 5 P 1 — Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 1— 1— * 8. Dezember 1940 we's neueste„geniale Idee“ Er geht mit dem Plan einer„britisch-amerikanischen Union“ trächtig Im Hintergrund die Spekulation auf Irland Von unserem tt-Berichterstatter Gens, 7. Dezember. Schon vor einiger Zeit sind Anzeichen von einem neuen„Plan“ Churchills durch Berichte aus London in die Oeffentlichkeit gedrungen, einen Plan, der nichts weniger und nichts mehr als eine britisch=amerikanische Union vorsieht. Dieser„geniale“ Gedanke des Lenkers des britischen Reiches bietet an sich nichts Originelles, denn bekanntlich ist Churchill schon einmal mit Unions= und Zusammenlegungsplänen hausieren gegangen, als ihm alle Felle die Loire herunterschwammen. Das war zu jener Zeit, als die militärische Nicderlage Frankreichs, ihres Kontinentaldegens, auch den Londonern zum Bewußtsein gekommen war. Damals, im Juni, versuchte Churchill sich der französischen Kolonien zu bemächtigen, indem er der französischen Regierung vorschlug, das französische und britische Reich „zusammenzulegen“, die verschiedene Staatsangehörigkeit der Briten und Franzosen zu„verschmelzen“, eine gemeinsame Regierung über die beiden Reiche zu bilden, und was der Phantasieprodukte mehr sind. Während die Reynaud und Mandel drauf und dran waren, auf diese Weise Frankreich an England zu verschachern, boten Marschall Pétain und Laval diesen gaunerischen Plänen ein gebieterisches Halt. Nun geht Herr Churchill wiederum mit ähnlichen Gedanken trächtig. Aber diesmal bietet er nicht den Franzosen, sondern den Nordamerikanern seine Ramschware an. Die Ursachen sind allerdings wiederum in der gleichen Richtung zu suchen, nämlich in der immer mehr aufsteigenden Angst diees Londoner Börsenjobbers vor dem mit raschen Schritten näherrückenden Verfallstag. Das Problem der amerikanischen Hilfe ist sosbrennend geworden, so wird aus Londoner politischen Kreisen berichtet, daß man sich nicht mehr anders zu helfen wisse, als den Amerikanern die Ehre der britischen Staatsbürgerschaft anzubieten für die Hilse, die man brauche, da eine andere Entschädigung nicht mehr in der Macht Großbritanniens liegt. Und die Dringlichkeit dieses„Geschäftsabschlusses“ wird dann wieder einmal mehr belegt durch den Hinweis auf die schweren britischen Schiffsverluste und den immer empfindlicheren Mangel an Stützpünkten an der irischen Westküste. Diese geniale Idee des Herrn Churchill soll vor allem wohl dazu dienen, die Iren herumzukriegen, um sie— da die bisherigen englischen Erpressungen resultatlos verliefen— auf einem anderen Wege zur Auslieferung ihrer Westküste an die Engländer zu bestimmen. Für die Iren wäre es erträglicher, so argumentieren die Londoner Schläulinge, wenn sie einer „britischen Selbsthilfe" bezüglich der irischen Westküste unter Protest weichen würden, als wenn sie ihr freiwillig zustimmen müßten. Und es wäre nicht überraschend, so stellen vorliegende Londoner Meldungen fest, wenn England gemäß dieser Erkenntnis handeln und zur Selbsthilfe greisen würde. Denn England glaube dazu moralisch berechtigt zu sein und einen moralischen Anspruch auf die irischen Häsen zu haben. Und zwar darum, weil Chamberlain— hier wird also bereits ein Toter als Kronzeuge ausgerusen— vor einigen Jahren auf den Gebrauch dieser Häsen durch Großbritannien nur in der Erwartung eines von ihm sicher vorausgesehenen späteren irischen Eingehens auf diese britischen Pläne„verzichtet“ habe. Dieses Einlenken sei nun allerdings ausgeblieben, aber daraus ergebe sich auch, daß die ganze rechtliche Grundlage des britischen Verzichtes, auf die Benutzung der irischen Westhäsen eben hinfällig sei. Keinesfalls könne man jedoch von England erwarten, daß es eine Niederlage riekiere, nur um der Eigenwilligkeit Dudlins, d. h. eines Empiremitgliedes, Rechnung zu tragen. In London ist man schließlich der Ansicht, daß, se enger das britisch=amerikanische Verhältnis sich gestalte, desto besser die Iren herumgebracht werden könnten, weil die europäischen Iren auf die Ansichten ihrer zahlreichen amerikanischen Vettern stets zu achten pflegen. Dieses Resultat könne aber nicht besser erreicht werden, als durch die von Herrn Churchill in die Diskussion geworfene britisch=amerikanische Union. „Reichlich spät!“ „Tribung“ zu den Forderungen Lord Cecils auf Abschaffung der Lustwasse Rom, 7. Dezember. Zu den Erklärungen Lord Cecils über den Luftkrieg betont„Tribuna“, seine Forderung aus Abschaffung der Luftwafse, die zweifellos den Wünschen des englischen Publikums entspreche, komme reichlich spät. Jedermann wisse, daß die Achse nicht einmal, sondern unzählige Male England vergeblich vor der Bombar= dierung nichtmilitärischer Ziele und den damit verbundenen Morden an der Zivilbevölkerung gewarnt und die schärfsten Vergeltungsmaßnahmen angedroht habe. Desungeachtet hätten die Engländer als erste sowohl in Deutschland wie in Italien Bombardierungen auf offene Städte und Dörfer sowie auf die Landbevölkerung burchgeführt und systematisch fortgesetzt. Ja, in England habe man, und zwar von sehr maßgebender Seite diese„Heldentaten“ nicht nur gepriesen, sondern sogar gefordert, es möchten alle Deutschen ausgerottet und möglichst, viel Italiener vernichtet werden. Heute, wo die Engländer endlich eingesehen hätten, welche furchtbaren Folgen d= Luftkrieg haben könnte, möchten sie ihn abschaffen, oder besser noch den Gebrauch der Luftwaffe nur einer sogenannten internationalen Organisation gestatten, d. h. zu einem ausschließlichen Privileg Englands machen.„Eine echt englische Anmaßung!“ Englische Phantasiegeschichten Die Verlogenheit über angebliche Lufterfolge der RAF an der ägyptischen Front klar erwiesen Rom, 7. Dezember. Die Engländer verbreiteten in letzter Zeit Meldungen, wonach der Aufmarsch der Armee Graziani und ihre Nachschublinien von der englischen Luftwaffe durch fortgesetzte Angriffe auf die Truppen, die Häsen Libyens und die Verkehrswege stark gestört werde. Durch schwere Beschädigung der Nachschubhäfen und=straßen sei der Aufmarsch Grazianis bereits fühlbar gehemmt. Auf einer eingehenden Besichtigungsreise zur ägyptischen Front hatte ein Vertreter des Deutschen Nachrichtenburos jetzt Gelegenheit, diese englischen Behauptungen nachzuprüfen. Er besichtigte alle Häfen und die Hauptverbindungsstraße von Benghast an die alte ägyptische Grenze und weiter die von Graziani neu angelegte Wüstenstraße über Sollum und Sidi Barani bis El Maktila, dem äußersten Vorposten der italienischen Armee, 30 Klm. östlich von Sidi Barani. Obwohl niemand hier den erheblichen englischen Aufwand für die Verteidigung der britischen Stellungen in Aegypten verkleinert und sich jeder der Schwierigkeiten und der Größe der Aufgabe Grazianis zur Vernichtung des äußerst stark gerüsteten Gegners bewußt ist, so berichtet der dnb=Vertreter, ist die oben angeführte Behauptung der englischen Agitation völlige Phantasie. In den Häfen Libyens ist kein militärischer Schaden von irgendwelcher Bedeutung festzustellen. Es gibt lediglich vereinzelte Schiffe, die in den Häfen vom Beginn des Krieges überrascht und in den Hasenbecken versenkt worden sind. Einige andere sind freiwillig auf Strand gesetzt worden und sollen später wieder flottgemacht werden. Andererseits habe ich in allen Hafenstädten Wohnhäuser gesehen, die von englischen Fliegerbomben beschädigt worden sind. Unter der mohammedanischen Zivilbevölkerung waren bei diesen englischen Fliegerangriffen oft Tote und Verletzte zu beklagen. Abgesehen davon jedoch hat sich in allen Städten das normale Leben gegenüber Friedenszeiten nicht geändert. Und was schließlich die wunderbaren Straßen angeht, auf denen sich der Nachschub der Graziani=Armee vollzieht, so habe ich 700 Klm. von ihnen zur Front abgefahren und ebenso zurück. Alle Straßen und auch die unzähligen Brücken waren vollkommen intakt und bewiesen die Absurdität der englischen Behauptungen. Ich fand auch keine Spuren davon, daß motorisierte italienische Kolonnen auf der Vormarschstraße vernichtet oder auch nur beschädigt worden waren. Schließlich konnte ich mich davon überzeugen, daß die überraschenden Mißerfolge der Royal Air Force an der ägyptischen Front allein durch die Ueberlegenheit der italienischen Luftwaffe zu erklären sind. Diese greift die britischen Positionen mit ganz anderer Angriffsfreude, mit größerem Masseneinsatz, mit geschickter abgeworfenem und besserem Bombenmaterial an als die Royal Air Force. Infolge der guten italienischen Abwehr kommen die britischen Bombenflugzeuge andererseits auch nicht zum ruhig gezielten Bombenabwurf. Sie greifen daher in der letzten Zeit nurnoch nachts oder in der Dämmerung an, werfen aber auch dann infolge der heftigen Abwehr der Italiener ihre Bomben nur ziellos ab. Mehr als kindisch Pernanische Wochenschrift nagelt die Geschwätzigkeit britischer Diplomaten fest Lima, 7. Dezember. Die kürzlichen Auslassungen Lothians über die Finanznot Englands, denen später, um einen britischen Prestigeverlust zu vermeiden, ein anderer Sinn zu geben versucht wurde, veranlassen die peruanische Wochenschrift„Cascable“, die englischen Diplomaten als geschwätzig zu bezeichnen. Lothian, so erklärt das Blatt Das glückliche Jahr Von Hans Wörner (12. Fortsetzung „Ich werde sofort für Sie an die Firma schreiben, die Ihren bisherigen Bezirk bekommt, das sind WeiherSöhne in Hamburg. Es liegt nahe, daß man Sie ohne weiteres übernimmt. Im übrigen könnte ich Ihnen selbstverständlich in meinem Büro einen Platz schaffen. aber das würde Sie gehaltlich doch sehr zurückwerfen. Versuchen Sie gleich, für den Bezirk— den Sie jetzt wirklich kennen— eine andere Vertretung zu bekommen. Das sind alles in allem drei Eisen, die Sie im Feuer haben!“ sagte Dr. Schulz. Jochen fuhr langsam heim. Es war gut, in dem kleinen Wagen zu sitzen, jetzt, wo man Sorgen hatte. Man war ganz bei sich selbst, es rollte etwas, also mußte wohl auch ein Ziel da sein. Der Kleine hielt jedenfalls zu ihm, ließ sich alles erzählen, wußte wohl alles schon ohnehin. Er lief gerade jetzt weich und kraftvoll, muckte gerade jetzt erst recht nicht Er war schon ein treues Pferdchen, auch für den Fall, daß es in eine ungewisse Zukunft gehen würd. Immer, wenn er eine Weile in seinem Wagen gesessen und gefahren hatte, kam der Jochen mit glatter Stirn nach Hause und konnte die Ursel davon überzeugen, daß es nichts Neues gebe. In der Kundschaft brauste er einher, er wollte noch so viele Aufträge sammeln, wie es nur möglich war, und besuchte seldst die entlegensten Lädchen. Als der Herbst mit kahlen Straßenbäumen und Fahrbahnen voll buntem Laub im Lande stand, war sein Bezirk in der höchstmöglichen Form. Mehr Seife brauchte die Landschaft wirklich nicht, als Jochen in den Läden bereitgestellt hatte. Er lachte, wenn er das dachte, aber es war etwas Grimm in seinem Lachen. Vieles andere stand schlecht. Auf seine Bewerdungen um andere Artikel waren nur unbrauchbare Angebote eingegangen: Patentartikel, die von Haus zu Haus vertrieben werden sollten, merkwürdige Dinge, vom DRGM=Kartoffelschälmesser bis zum Spazierstock mit eingebautem Thermometer. Ernsthafte Firmen schrieben abschlägig, daß ihr Vertreterstab komplett sei Die grohen Hamburger Seifenleute hatten den Brief des Herrn Dr. Schulz überhaupt noch nicht einmal beantwortet. „Machen Sie sich auf und fahren Sie hin!“ riet Herr Dr. Schulz. Jochen dochte über diesen Rat nach und entschloß sich dazu, wirklich hinzufahren. Es waren an dreihundert Kilometer, sechshundert im ganzen also. Das Entscheidende war, daß Ursel möglichst nichts von dieser Fahrt merken durfte! Er war sonst meist um neun Uhr aus dem Haus gegangen und spätestens um acht Uhr abends heimgekommen. Wenn er eine Stunde in Hamburg unterhandeln wollte, mußte er einen Sechziger=Durchschnitt zehn Stunden durchhalten... Er, stellte die Uhren am Abend vorher um eine halbe Stunde vor. Also standen Ursel und Jochen um eine halbe Stunde früher auf. Als das Radio am Morgen die Zeit ansagte, tat Jochen lustig=erstaunt, stellte die Uhren wieder richtig und dabei gleich um zehn Miruten nach. Der Erfolg war aber da: er hatte um halb neun Uhr gefrühstückt und verabschiedete sich.„Auf diese Weise kommt man eine halbe Stunde eher in die Kundschaft, toll!“ lachte er. Die Ursel ließ ihn arglos gehen.„Soll nicht mehr vorkommen, was, Jochen?! scherzte sie. Jochen holte den Kleinen aus der Garage, knallte das Tor zu, setzte sich hinter das Steuer und jagte den Motor hoch.„Heute müssen wir zufahren!“ sagte er leise vor sich hin. Kupplung raus— Gang rein— Gas— Kupplung — Vollgas— der Wagen zog rasant an. Solche Fahrten werden in den Kurven gewonnen— in den Ortsdurchfahrten— mit dem Schalthebel— mit zügigem Durchhalten auf den kurzen Geraden, und plötzlich merkte der Jochen heute, wie verdammt wenig Geraden eine durchschnittliche Straße hat Er arbeitete ernsthaft er ging mit dem rechten Fuß vom Gashebel auf die Fußbremse und von der Fußbremse wieder auf den Gashebel. Und immer war es entweder ein hartes Abbremsen oder ein volles Durchtreten des Gashebels. Die Hühner und kleinen Hunde mußten an diesem Tage mal selber sehen, wo sie blieben. Jochen hatte die Uhr und den Kilometerzähler im Auge. Wenn eine halbe Stunde um war, mußte der Zähler dreißig Kilometer mehr aufhaben. In der ersten halben Stunde waren es nur zwanzig, weil es durch die Stadt ging. Dann wurden es bald achtundzwanzig, einmal zweiunddreißig, viermal einunddreißig, mal wieder nur neunundzwanzig. Die letzten hundert Kilometer waren Autobohn, Jochens Hände wurde schon klamm: ihm war warm. der Motor war ein einziges, geschmeidiges, voll durchpulstes Teil seines Körpers. Er lief jetzt achtzig, fünfundneunzig. Jochen mußte mit dem Gas zurückgehen— Hamburg. Es war mit fast einer halden Stunde Vorsprung geschafft. Westfälische Tageszeitung Nummer 337 weiter, hätte sich kürzlich noch eine andere Wortentgleisung geleistet. England, so habe er gesagt, stelle heute die Maginotlinie Nord= und Südamerikas dar. Das Blatt meint, da diese sich als verwundbar erwiesen habe, sei der Vergleich wenig tröstlich. Da Lothian außerdem Ibero=Amerika erwähnte, sei es kurios, mit welcher Mühe den Südamerikanern Furcht eingesagt werde. Eiskerseits hieße es, die Invasion Südamerikas bedeute für Deutschland nicht mehr als einen Hering zu schlucken; andererseits wiederhole man in allen Tonarten die Unmöglichkeit einer Invasion in England. Wie könne, so meint das Blatt, die Ueberwindung eines 30 Kilometer breiten Kanals ausgeschlossen sein, wenn die Ozeanüberquerung von etwa 12.000 Kilometer ein Kinderspiel bedeuten sollte? Ein deutliches Geständnie Schiffsraummangel und Angst vor deutschen Aktionen behindert Englands Rohslossversorgung Berlin, 7. Dezember. Eine für die heutige Versorgungslage Englands außerordentlich bezeichnende Meldung wurde dieser Tage vom Reuterschen Handelsdienst verbreitet. Ee hieß darin:„Die Schellockpreise stiegen heute scharf an. Dieser Umstand ist darauf zurückzuführen, daß in Anbetracht des Mangels an Schiffsraum und im Hinblick auf mögliche Verluste durch Aktionen des Feindes wenig Neigung bestand, den Handelsbedarf zu befriedigen.“ In einer anderen Meldung vom gleichen Tage wird festgestellt:„Der Frachtenmarkt ist nach wie vor sehr ruhig, was aus den Mangel an neutralem Schifferaum sowie auf die Zurüchaltung der Reeder zurückzuführen ist.“ Deutlicher kann auch von dritischer Seite kaum noch zugegeben werden, daß der Schiffsraummangel allmählich derartige Formen annimmt, daß nicht nur Englands Versorgung mit Lebensmitteln, sondern auch die Versorgung seiner Industrie mit wichtigen Rohstossen ernsthaft gefährdet ist, um so mehr, als offensichtlich weitere Handelskreise bereits auch das gewaltig gestiegene Risiko infolge der deutschen Waffeneinwirkungen in Rechnung stellen. General Dentz— Oberkommissar in Syrien Von unserem ständigen Vertreter lib Bichy, 8. Dezember. Zum Oberkommissar der französischen Mandatsgediete Syrien und Livanon hat die französische Regierung den General Henry Dentz ernannt, an Stelle des kürzlich von englischen Jagdfliegern über dem Mittelmeer abgeschossenen Oberkommissars Chiappe. General Dentz begibt sich daher als unmittelbarer Nachfolger, des bisherigen Oberkommandierenden Puaux nach Beirut. Der jetzt 59jährige General Dentz war früher schon in Syrien tätig und zwar als Generalstabsoffizier während des Drusenaufstandes. Am Weltkrieg hat er als Bataillonschef und am jetzigen Kriege als Korpsgeneral teilgenommen. Dentz über. nimmt in Syrien gleichzeitig den Posten des Chefkommandanten der französischen Levantestreitkräfte. Neue Spenee fur den„Kunstlerdune Dr. Goebbels stellt weitere 2¼ Millionen zur Verfügung Berlin, 7. Dezember. Anläßlich des vierjährigen Bestehens der von Reichsminister Dr. Goebbels ins Leben gerufenen Spende „Künstlerdank“, fand im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda unter Vorsitz des ehrenamtlichen Geschäftsführers, Ministerialdirigenten Dr. Ott, eine Sitzung mit den ehrenamtlichen Treuhändern der Spende statt. Aus dem vom Geschäftsführer vorgelegten Jahresbericht ergab sich, daß in außerordentlichem Umfange durch namhafte Spenden die Not und Sorge alter und hilfsbedürftiger deutscher Künstler gelindert werden konnte. In den verflossenen vier Jahren seit Bestehen der Stiftung wurde in 17815 Fällen eine Beihilfe gewährt, wofür insgesamt 5220000 RM verausgabt wurden. Um der Spende„Künstlerdank“ auch fernerhin die Möglichkeit zu geben, ihre segensreiche Aufgabe durchzuführen, hat Reichsminister Dr. Goebbels ihr weiter 2 ¼ Millionen RM zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig sprach Dr. Goebbels. den Treuhändern und den ehrenamtlichen Geschäftsführern für ihre aufopferungsvolle Tätigkeit seinen Dank aus und bestätigte sie in ihrem Amte. Das großzügige Sozialwerk„Künstlerdank", das Reichsminister Dr. Goebbels vor vier Jahren ins Leben rief, hat seit seinem Bestehen in fast 18000 Fällen insgesamt über 5 Millionen RM Beihilsen an alternde oder notleidende Künstler gewährt. Durch die neue Spende von 2¼ Millionen RM hat der Reichsminister auch weiterhin dem Künstler seine schützende und fördernde Hand gegeben. Kein deutscher Künstler, ob er am Theater, Film, in der Musik oder bildenden Kunst tätig ist, braucht das. graue Gespenst der Not oder des Alters mehr zu fürchten. Außerdem werden jetzt auch der Schiller=Stiftung in Weimar, die sich die Betreuung in Not geratener deutscher Schriftsteller und Schriftstellerinnen zur Aufgabe macht, namhafte Beträge aus der Spende„Künstlerdank“, die nunmehr ihr Aufgabengebiet auch auf die deutschstämmigen Künstler in Luxemburg, im Elsaß, in Lothringen sowie auf den Reichsgau Wartheland ausgedehnt hat, überwiesen. „Die romantischen und falschen Vorstellungen vom kunstschaffenden Menschen als einen Stubenhocker oder Hungerleider sind", wie Dr. Goebbels bei der Stiftung der Spende vor vier Jahren ausführte,„vorbei“. Der deutsche Künstler ist für Alter und Krankheit sichergestellt. Ungehemmt durch diese Sorgen kann der kunstschaffende Deutsche mitten im Volke stehend, an seinem Teil an den großen Aufgaben der Nation arbeiten. Lohnzahlungen an Musterungs= togen Einheitliche Anordnung für die privale Wirtschaft Berlin, 7. Dezember. Die Frage der Erstattung des Lohnausfalls anläßlich der Musterung zum Wehr= oder Reichsarbeitsdienst war bisher durch die geltenden Tarif= oder Betriebsordnungen oder durch bezirkliche Anordnungen der Reichstreuhänder der Arbeit geregelt. Im Interesse einer einheitlichen Reichsregelung hat der Reichsarbeitsminister kürzlich einen Sondertreuhänder der Arbeit mit dem Auftrage bestellt, die geltenden Vorschriften zu verein. heitlichen und den Kriegsverhältnissen anzupassen. Die in Erfüllung dieses Auftrages erlassene„Anordnung über die Lohnzahlung an Musterungstagen“ erfaßt— im Gegensatz zu den bisherigen Vorschriften — auch die Musterung zum Reichsarbeitsdienst für die weibliche Jugend und die Ersassung zur Jugenddienstpflicht. Nach der Anordnung sind Gefolgschaftsmitglieder am Tage ihrer erstmaligen Musterung zum Wehr= und Reichsarbeitsdienst unter Fortzahlung des regelmäßigen Arbeitsverdienstes von der Arbeit freizustellen. Bei weiteren Musterungen, bei Teilnahme an Wehrversammlungen, bei polizeilichen Meldungen zur Stammrolle und sonstigen Vorladungen aus ähnlichem Anlaß sowie bei der Erfassung zur Jugenddienstpflicht ist den Gefolgschaftsmitgliedern lediglich die zur Erfülder Verpflichtungen notwendige Freizeit unter lung Fortzahlung des Lohnes zu erteilen. Nähere Einzelheiten ergeben sich aus der im Reichsarbeitsblatt Nr. 34 vom 5. Dezember 1940 veröffentlichten Anordnung, die am 15. Dezember 1940 in Kraft tritt. Munitionslager vernichtet Erfolgreiche Aktionen der ltalienischen Lustwasse Rom, I. Dezember. Der kallenische Wehrmachtbericht vom Sonnabenz bei folgenden Wertlan!: Das Haupiquartier der Wehrmacht gibt bekanni: In Albausen setzt der Jeind auf unserem äußer. sten linken Ilügel seinen Druck auf den Gebirgszug westlich von Pogradeisch fort und beschränkt seine Tätigkeit auf der übrigen Iront auf lokale Angriffe im Gebiel von Argirocastro. Unsere Gegenangrisse haben verschiedene Stellungen wieder in unseren Besitz gebracht. Besonders haben sich das Alpini-Bataillon, das 2. Bersaglieri-Regiment und das 26. Armeekorps-Artil. lerieregiment ausgezeichnet. Unsere Lustwasse hat trotz sehr ungünstiger Wilte. rungsverhältnisse und der heftigen Bodenabwehr des Jeindes zahlreiche Angrisse im Tlefflug durchge. führt und dabei Truppen, Lastwagen- und Nachschubkolonnen bombardiert und mit MG-Jeuer belegt sowie Jahrstraßen unterbrochen und Hauptverkehrspunkte getrossen. Die militärischen Ziele von Zaute und Arig wurden heftig vombardiert. In Erseki wurde ein Munitionslager in die Luft gesprengt. In Ostafrika haben vier seindliche Flugzeuge vom Wellesley-Typ Burie mit MG-Feuer beschossen, was einen Toten und einige Verwundete zur Folge hatte. Unsere Jagdflugzerge haben drei der seindlichen Flug. zeuge abgeschossen. Weitere feindliche Flugzeuge bombardierten ein Dorf vordöstlich von Sabderal, wo einige Eingeborene getötet und verwundet wurden, und Gholeba(Callam), wo drei Frauen und vier Kinder unter der Eingeborenen-Bevölkerung verwundet wurden. Zeindliche Einflüge auf Meiemma und den Engpaß von Sabderal haben weder Opfer noch Schäden verursacht. In Reghelli wurde ein Askari getötel. Ruch Jugoslawien zur Mitarbeit bereit Eine Rede des Ministerpräsidenten Zweikowitsch Belgrod, 7. Dezember. Ministerpräsident Zweikowitsch hielt vor den Stadtältesten Belgrads eine Rede, in der er sich u. a. auch mit der jugoslawischen Außenpolitik befaßte und wörtlich erklärte: „Auf allen Gebieten und über alle internationalen Beziehungen kann es heute zu Verhandlungen, zu Gesprächen kommen. Auch wir werden an der Schaffung einer neuen Ordnung in Europa mitarbeiten und über all diese Beziehungen Gespräche und Verhandlungen führen. Ihr könnt jedoch überzeugt sein, daß dadurch in keiner Weise unsere Sicherheit, Unabhängigkeit und Freiheit in Frage gestellt werden wird.“ Surschdeigung fur Arirgest..... Festgestellte Schäden unter 1000 Reichsmark werden sofort bezahlt Berlin, 7. Dezember. Der Ministerrat für die Reichsverteidigung veröffentlich jetzt im RGB eine neue„Arigssachschädenverordnung". Diese stellt die Regelung der durch Kriegsereignisse eingetretenen Sachschäden auf eine neue Grundlage. Während bisher(Sachschädenfeststellungsverordnung vom 1. 9. 1939) nur der entstandene Schaden in einem förmlichen Verfahren festgestellt und in Ausnahmefällen ein Vorschuß auf festgestellle Schäden gewährt wurde, sichert die neue Verordnung den Geschädigten ausdrücklich einen Rechtsanspruch auf Entschädigung durch das Reich. Die Entschädigung kann je nach der Anordnung der Feststellungsbehörden durch Ersatzleistung in Natur oder in bar erfolgen. Ersteres wird insbesondere dann geschehen, wenn ein, öffentliches Interesse an alsbaldiger Wiederherstellung der beschädigten oder zerstörten Sache besteht und diese nur bei Durchführung der Arbeiten oder Beschaffung durch die öffentliche Hand gesichert ist. Der Zeitpunkt der Entschädigung richtet sich nach den volkswirtschaftlichen Notwendigkeiten und Möglichkeiten. Die Entschädigung wird sofort nach Feststellung der Schadenersatzsumme bezahlt, wenn Ersatz beschafft werden soll und sofort beschafft werden kann oder wenn die Entschädigungssumme alsbald zu einem volkswirtschaftlich erwünschten Zweck verwertet werden soll. Dasselbe gilt für alle Schäden unter 1000 Reichsmark im Einzelfalle. In anderen Fällen wird zunächst nur der Anspruch auf Entschädigung gegen das Reich festgestellt, während die Auszahlung des Geldes zurückgestellt wird, bis die Wiederbeschaffung möglich ist oder eine volkswirtschaftlich erwünschte Zweckbestimmung der Entschädigungssumme nachgewiesen wird. Diese Anerkennung eines Rechtsanspruches auf Entschädigung und in vielen Fällen auf Auszahlung der Entschädigungssumme schon während des Krieges steht im Gegensatz zu allen Entschädigungsregelungen, die in früheren Kriegen im Inoder Ausland ergangen sind und die während der Dauer eines Krieges in der Regel nur in besonderen Notfällen Vorentschädigungen gewährten. Auch hinsichtlich der Ermittlung der Schadenshöhe geht die neue Verordnung weit über das bisherig Uebliche hinaus; denn sie läßt stets die Höhe der Wiederbeschaffungs= oder Wiederherstellungskosten entscheiden und zwar grundsätzlich ohne Rücksicht darauf, ob die beschödigte oder zerstörte Sache alt oder neuwertig war. Nur wenn eine neu zu beschaffende Sache „für den Geschädigten“ einen erheblich höheren Wert hat als die beschädigte oder zerstörte Sache sie hatte, kann ein Abzug gemacht werden. Auch hiervon kann abgesehen werden, wenn die Billigkeit es erfordert. In aller Regel erhält also der Geschädigte im Wege der Entschädigung etwas besseres, nämlich neueres, als er bisher gehabt hat. Die Regelung ist also wirklich die denkbar großzügigste. Es entspricht dem ausdrücklichen Wunsch des Führers und des Reichsmarschalls, daß die Verordnung auch entsprechend großzügig angewendet wird. Im Verfahren hat sich gegenüber dem bisherigen Recht wenig geändert. Anträge sind nach wie vor an die Gemeindebehörden zu richten. Sie können aber auch bei den Feststellungsbehörden, d. h. bei den Landräten oder Oberbürgermeistern, unmittelbar eingereicht werden. Bereits anhängige Verfahren werden fortgeführt, ohne daß es eines neuen Antrages bedarf. Verlag: Westfälische Tagrszeitung G. m. b.., Münster(Westf.). Verlagsleiter: Erich Frintrop(z. Zt. im Felde). 1. V. Arthur Petsch. Hauptschriftleiter: Dr. Anton Eiekhof(z. Zt. im Felfle), Stellvertreter: Karl Kuhl. Verantwortliche Schriftleiter: Politik: Karl Kuhl: Politische Nachrichten und Vermischtes: Dr. Eugen Wagner: Beweguns und Provinz: Mar Hiemisch(z. Zt. im Felde). I. V. August Hollweg: Volkstum Kunst und Unterhaltung: Wilhelm Vernekobl: Stadtanzeiger: Peter Jurascheck: Kommunalpolitik: Otto Pefler (z. Zt. im Felde): Sport: Allred Strobel(z. 2t. im Felde). i. V. Peter Jurascheck: Bezirksausgaben und Bildberichterstattung: Clemens Hülsbusch: Anzeigenleiter: Horet Enters (z. Zt. Wehrmacht), I. V. Hans Wolfmaler. Sämtlich in Münster. Druck: Aschendorfische Buchdruckerei. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 1 vom 1. Juli 1940 gültig. Aber es war vergeblich. Jochen wartete dreiviertel Stunde in einem sehr schönen Vorraum, in dem er die„Seifensiederzeitung" hätte lesen können, die ihn gerade heute nicht interessierte. Seine Hände waren heiß, nicht ganz sauber, seine Stirn hißchen von der Jagd glühte glänzte, ein bißchen von—.—gr glühle noch in seinen Augen Eine Kontoristin beschied ihn mit der Auskunft, daß der Herr Direktor seit sechs Wochen in Urlaub sei. Der Personalchef war verreist. Der Brief des Herrn Dr. Schulz war dem Mädchen nicht bekannt. Als Jochen offen sein Anliegen darstellte, drückte ihm das Mädchen sein Bedauern aus. Aber sie glaubte bestimmt, daß ein Herr für diesen Bezirk wohl schon engagiert sei. Natürlich werde sie den Herrn Weiher noch einmal fragen, in vierzehn Tagen.„Gewiß hören Sie dann von uns, oder Herr Dr. Schulz bekommt eine Antwort auf seinen Brief!"— Jochen ging. Er mußte jetzt wirklich die Zähne zusammenbeißen. Er tat das, um auch während der Rückfahrt seine Zeit zu halten. Erst recht, da er vergeblich nach Hamburg gekommen war, durfte die Ursel nichts davon erfahren. Also ließ er den Kleinen, den tapferen, gehorsamen, auch in vergeblichen Strapazen pferdetreuen Kleinen wieder lausen, Schlaglöcher schlucken, Kurven radieren. Er ging mit dem rechten Fuß von der Bremse auf das Gas und vom Vollgas hart auf die Bremse... Klamme Hände... Durst... Hunger... Sorgen... Jochen war am Abend um halb acht Uhr vor der Garage, um zwanzig vor acht Uhr in der Wohnung. Ursel war guter Dinge. Die Tante war da und wärmte Jochens Essen. Er wusch sich, aß, Ursel ging bald zu Bett. Die Tante verabschiedete sich. Jochen nahm die Zeitung und schlief in seinem Sessel ein. Nach zwei Stunden wachte er auf und ging ins Schlafzimmer. Von Ursel war nur das gesunde, im Schlaf gerötete Gesicht zu sehen, in dessen Zügen schon etwas von dem Wunder der Lebensteilung eingezeichnet stand. Das Kind wurde Anfang Dezember geboren. Ursel ließ sich munter in die Klinik fahren, sie wußte nichts von Jochens Geldsorgen. Sie wußte, daß die Klinik im voraus bezahlt war, daß noch Geld auf der Kasse lag, daß Jochen in den letzten Monaten wie ein Wilder gearbeitet und gut verdient hatte und daß sie jetzt ein Kind haben werde. Jochen konnte seit Wochen einen Weg zur Klinik, der keine Hauptstraßen berührte und nirgendwo eine Querrinne, ein Quergeleise oder ein Kopfsteinpflaster hatte. Er fuhr langsam, er gebrauchte weder die Hupe noch die Bremse, er ließ den Wagen von langer Hand ausrollen, und log sich nur so durch die Kurven. Es war abends um neun Uhr. Die Schwestern schoben ihn aus Ursels Zimmer, sobald sie zu Bett lag. Sie winkte ihm tapfer zu, er ging. Zu Hause riß er sich zusammen und dachte, daß alles nicht so heiß gegessen wird, wie es gekocht ist. Wenn alle Stricke rissen, würde er bei Dr. Schulz Büroarbeit haben. Freilich mußte er dann den Wagen verkaufen, denn er brauchte das Geld, um sein dann wieder sehr kleines Gehalt mit Zubußen so weit zu füllen, daß es für drei reichte. So gewann er Zeit, schließlich würde er einen neuen Start finden können und wieder von vorn beginnen, etwas Vernünftigeres aufzubauen. Nur der Kleine mußte weg, leider... Es würde nichts damit werden, das Kind damit ins Frühjahr zu fahren, damit es draußen auf einer Wiese in der Sonne strampeln konnte.„Ich werde dem Kleinen, das erklären, er muß es einsehen!" dachte Jochen. Die Uhr war eins. Er rief in der Klinik an; es war noch nicht so weit. Er wanderte in der Wohnung auf und ab und dachte an den Wagen. Es war ein fröhliches Jahr, dachte er. Der Kleine hat uns erst richtig zusammengebracht, vorher waren wir gute Kameraden, die fleißig zusammen sparten; nach der Fahrt in das Waisenhaus waren wir eine richtige Ehe, zu der ein Kind gehört. Es ging alles gut dergauf. Die Uhr war drei, Jochen fuhr in die Klinik. Er kam gerade zurecht, um den Arzt zu holen. Er jagte um ein paar Straßenecken, klingelte an einem Reihenhaus, der Arzt kam sofort. Er war ein noch junger Mann, der die Treppe zur Klinik mit zwei Sätzen emporsprang. Jochen blieb im Wagen sitzen; er sah auf das Steuerrad, auf das glimmende Licht am Amaturenbrett, auf den Scheibenwischer, die kurzen Kegel des Parklichtes, die leere, helle Straße. Er mochte an nichts denken, er sah nicht einmal auf die Uhr. Er glaubte, der Holzhammer werde gleich noch einmal von ganz hoch oben auf seinen Schädel krachen. Um fünf Uhr kam der Arzt aus der Klinik, im Lichtschein der Treppe stand eine Schwester. Der Arzt nickte. im Vorübergehen grüßend, die Schwester lächelte. Es war alles in Ordnung, das Kind war nur etwas schwerer gewesen. Neun Pfund— ein Mädchen. Ursel schlief. Jochen fuhr ab. Er fuhr zur Tante. Die hatte nicht so viel Ahnung wie ein Baby von der Buchhaltung, weil sie„Mitte des Monats“ gerechnet hatte. Sie zog sich sofort an und fuhr mit Jochen in Ursels Wohnung, pulverte die Heizung auf, kochte Kaffee und eröffnete ein langes Gespräch über die verschiedenen Arten von Kinderwagen. Es zeigte sich, daß sie über jede dieser Arten eine gründlich durchdachte, in sich geschlossene Meinung besaß, während Jochen nur Kinderwagen zum Liegen und Sportkarren zum Sitzen unterschied. (Schluß folgt.) Kleinigkeiten König Ludwig XIV. machte sich ein Vergnügen daraus, alte Leute seiner Umgebung häufig an ihren baldigen Tod zu erinnern. So sagte er eines Tages zu einem alten Ritter: „Sagen Sie mal, mein Lieber, haben Sie denn schon darüber nachgedacht, wo Sie sich eigentlich begraben lassen wollen?“ „Gewiß, zu den Füßen Eurer Majestät!“ entgegnete der Ritter schlagfertig. Der König war von diesem Tage ab mit seinen Fragen vorsichtiger. Ludwig XV. hatte einen Minister, der sich von seinen Kollegen dadurch unterschied, daß er besonders ehrlich war. Einmal war er beim König und legte in seiner Zerstreutheit seine Schnupftabakdose vor sich auf den ##sch. Nach einer Weile folgte das Taschentuch. Der König bemerkte es und sagte lächelnd: „Aber, mein lieber Baron, Sie leeren ja Ihre Taschen völlig aus!“ Schlagfertig entgegnete der Baron: „Verzeihung, Sire, aber ist es nicht besser, als wenn ich sie füllen würde?" Friedrich der Große erhielt bekanntlich bei seinem Kapellmeister Quanz Unterricht auf der Flöte. Einmal stellte Quanz dem König einen anderen Schüler vor der besonders gut spielte. Der König sagte später zu Quanz mißbilligend: „Ich bin unzufrieden mit ihm, Quanz! Mir scheint, er gibt sich mit jenem Burschen mehr Mühe als mit mir! „Gewiß nicht, Majestät! Ich wende nur eine andere Methode bei ihm an!“ „Und worin besteht diese?“ wollte der König wissen. „Na, ich helfe bei ihm etwas mit dem Korporalstock aach!“ gestand Quanz. „Na, dann wollen wir es doch lieber bei unseret issen!“ lachte: König belustigt. disherigen Methode lassen. aachte der Kuneg##lust Ludwig XV. hatte wieder einmal eines seiner verschwenderischen Feste gefeiert, die seinem Finanzminister Terrai stets einige gelinde Schauer über den Rücken laufen ließen, wenn er an die Kosten dachte. Terrai stand neben dem König und schaute dem bunten Treiben der Hofgesellschaft und Gäste zu. fragte ihn der König: „Nun, wie finden Sie die Feste von Versailles!“ „Unbezahlbar, Sire!“ war Terrais Antwort. Da 8 I. bilanz ., lebig. u. zuverlässig, vertr. d. mod. Buchhaltung Lohn und Steuerwese veranlagt, sucht leiten Priwa Zeug Prima Zeugnisse und Berf. Ang. u. 1749 a. Suche für meinen 1 der 1½jähr. Lehrzeit Manufaktul brand (Herrenarti gt hat, zu Lehrstelle. Angeb. un an die Hauptgeschst. 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Mädchen=Mittelschule, Hermannstr. 58 werden Anmeldungen für das Schuljahr 1941 in der Zeit vom 9. bis 14. 12. 1940, täglich von 11—13 Uhr, in den genannten Anstalten entgegengenommen. Für die Handels= und höhere Handelsschule ergeht noch eine besondere Bekanntmachung, Für die städt. Haushaltungsschule, für die Kinderpflege= und Haushaltgehilfinnen=Schule, für die FrauenFachschule, sowie für die Meisterschule des deutschen Handwerks kann die Anmeldung in der Gewerbl. Berufeschule, Lotharingerstraße 30. bis zum 81. 1. 1941 während der Dienststunden erfolgen. Anmeldeformulare sind bei den Hausmeistern der Schulen zu haben. Mitzubringen sind Geburts= und Impfschein der Anzumeldenden. Münster i.., den 8. Dezember 1940. Die Leiter der obengenannten Anstalten. Was man hat- hat man das? 57 e Wenn man nicht mehr durch unbeschränkten Nachkauf den Kleiderund Wäschevorrat ergänzen kann, dann bedeutet das, was man hat, noch nicht viel. Erst wenn man dafür sorgt, daß diese Sachen auch recht lange halten, darf man zuversichtlich an morgen denken. Die hauptsächlichste Voraussetzung für lange Haltbarkeit ist aber richtiges Waschen mit dem richtigen Waschmittel. Keine scharfen Mittel für Sachen aus Wolle und Zeilwolle, Seide und Kunstseide, denn die wollen nur neutral gewaschen sein! Nehmen Sie für alle Feinwäsche ausschließlich das Waschmittel für Feinwäsche, das Ihnen die größtmögliche Schonung verbürgt. Gegen einen Monatsabschnitt Wasch(Seifen-)Pulver der Reichsseifenkorte erhalten Sie ein Doppelpoket oder 2 Normalpakete Waschmittel für Feinwdsche, ausreichend für 80 Liter WaschBüssigkel. Waschmittel für K bAs borpe für luwye Heltberkei!: 2) MFA Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. Stait Karten Wir haben uns verlobt Anni Korte Envin Fisse Reg.-Inspektor Telste Verth 26 Im Felde 8. Dezember 1940 Statt Karten " Die glückliche Geburt einer gesunden Tochter zeigen in dankbarer Freude an Foreimeioler Paul-Georg Springsfeld u. Frau Hedwig geb. Landschütz Gemünd(Eifel), den 5. Dezember 1940 s. 21. Aachen, Luisenhospital Unser Stammhalter ist angekommen Toni Altenähr geb. Lampen Eberhard Altenähr Studienassessor, z. Zt. Wehrmacht Rheine, Salzbergener Straße 5 z. Zt. Mathlasspital Heute ging mein lieber Mann, unser überaus treusorgender, guter Vater, Schwiegervater und Großvater, der Fürstlich Salm Salmsche Rentmeister a. D. Paul Tyrell von uns in die Ewigkeit. Er verschied, versehen mit den Gnadenmitteln unserer hl. Kirche, nach einem Leben, das nur erfüllt war von der Liebe zu Gott. von rastloser Arbeit, seltener Berufstreue und selbstloser Sorge für die Seinen, im gesegneten Alter von 78 Jahren. In tiefem Schmerz: Emma Tyrell geb. Grote Elisabeth Helming geb. Tyreil Mararet Tyreil Dr. med. Paul Tyrell, z. Zt. Oberarst bei einer Nachrichtenabteilung Hetl Tyrell Edith Benndort geb. Tyrell Dr. med. Otto Helming Margarete Tyrell geb. Lentze und 3 Enkelkinder Ahaus, den 5. Dezember 1940 Bork(Krs. Lüdinghausen), Dessau(z. Zt. im Felde), Hamburg. Das feierliche Seelenamt ist am Dienstag, dem 10. Dez. 40, morgens.30 Uhr, in der Pfarrkirche zu Ahaus, daran anschl. um 9 Uhr von der Kirche aus die Beerdigung. Für die zahlreichen Beweise liebevoller Teilnahme und die vielen Kranzspenden beim Tode unseres teuren Entschlafenen sprechen wir unseren herzlichen Dank aus. Frau Wwe. H. Ruthmann und Kinder Das Sechswochen-Seelenamt findet statt am Mittwoch, dem. 11. Dez., morgens ½9 Uhr. in der Herz-Jesu-Kirche zu Münster, wozu wir hierdurch freundlichst einladen. Für die Beweise herzlicher Teilnahme und die vielen Kranzspenden beim Tode unseres lieben Vaters und Schwiegervaters sprechen wir hiermit allen Verwandten und Bekannten unseren innig. sten Dank aus. Familie Mersbäumer Ostbevern, im Dezembr 1940. Für die vielen Beweise herzl. Teilnahme beim Heimgange meines lieben Mannes, unseres guten, treusorgenden Vaters sagen wir allen Verwandten und Bekannten, besonders den Nachbarn und dem Männergesangverein, unsern herzl. Dank Bösensell, im Dezember 1940. Familie Schlüter Ihre Teilnahme an unserer Trauer beim Heimgange meines lieben Mannes und unseres treusorgenden, unvergeßlichen Vaters und Schwiegervaters Hotel- und Brauereibesitzer Franz Baumhove Bilderdienst Größte Tauschzentrale Westdeutschlands Aanehme von unsortierten Schecks. Samtliche Alben eingeklebt“ vorrätig Nach wie vor können Sie sämtliche Bilderwerke und Alben gleich mitnehmen. Deuken Sie schon heute an das Album für den Weihnachtstisch. Hubert van Bevern, Münster(Westl.) Rosenstraße 8, Ecke Schlaunstraße Versand über das ganze Reichssebret Bei Anfragen erbitte Rückporto war uns ein starker Trost in dem schweren Leid. Für Ihr ehrendes Gedenken sagen wir daher aufrichtigen Dank. Frau Anne Baumhove und Kinder Telgte in Westf., den 8. Dezember 1940. Das Sechswochen-Seelenamt unseres teuren Verstorbenen findet am Dienstag, dem 10. Dezember,.45 Uhr, in der Propstei-Kirche statt, wozu herzlichst eingeladen wird. Das Jahres-Seelenamt für meine liebe Frau, meine gute, treusorgende Mutter. Schwiegermutter und Großmutter Tonl Beckhoff findet statt am Montag, dem 9. Dezember 1940. um 9¾ Uhr morgens in der St.-Ludgeri-Pfarrkirche zu Münster; wozu freundlichst eingeladen wird. Robert Beckhoff Elaustauschstolle Milel, Plenora, Vollei-Austauschstoft bewährt für alle Back- und Kochzwecke. Helmuth Nosbach Eier- u. Lebensmittel-Großhande! Münster, Hafenweg 7 Tel. 402 66 Helft allesammein! Altpapier ist ein wichtiger Rohstoff leh bin Käufer von Akten und Geschäftsbüchern(uhter Garantie des Einstampfens) und sonstigen Papierabfällen. Altpapiersroßhandlung und zugelassene Sortieranstalt G. Falk, Münster. Am Haverkamp 22. Tel. 40722 Das Jahres-Seelenamt für meinen lieben Mann und guten Vater Gastwirt und Auktionator Theodor Elbers findet statt am Dienstag, den 10. Dezember 1940, morgens 8% Uhr, in der Pfarrkirche zu Amelsbüren, wozu Verwandte und Bekannte freundlichst eingeladen werden. Frau Wwe. Maria Elbers u. Kinder Backernecker- Beerdigungsinstitut Das große und führende Fachgeschäft für Erd- und Feuerbestattung. Münster, Frauenstraße 38 und Hammer Straße 85 Geschäftsstelle Hammer Straße 75— Fernruf 265 60 Das Jahresseelenamt für meinen lieben, unvergeßlichen Mann, meinen guten, treusorgenden Vater findet stätt am Mittwoch, den 11. Dezember, morgens ¼ vor 9 Uhr, in der St.-ElisabethPfarrkirche zu Münster, wozu wir hiermit Verwandte und Bekannte herzlichst einladen Frau Wwe. Pinkert und Sohn Vonst utbenurngent beschateh. Rheuma Ischlas Hexenschuß Nerven- und Kopfschmerz Erkältungen Kter Wennn Unzähligen haben Togal-Tabletten rasche Hilfe gebracht. 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Dezember PIag 25 Jahre de Von unserer Der sich ständig stei träfte gegen England wach an jene glorreiche berühmten Kampffliege Althaus, Wintgens, Bu im Sommer 1915 mit digen Jagdeinsitzer=Fok schienen und die engli flieger zu Dutzenden vo Die„Inlune“, der ers Der erste kürzlich v# leichten Einsitzerflugzeu Ein Luftkampf eines holländischen A Deutschland gekommen bei Goedecker fliegen g der damaligen Zentra wesens, schuf Fokker sei „automatisch=stabilen Ei gestellten Flügeln, die Dieses erste Fokkerflug Gestalt allgemein„S. deutschen Fliegerkreisen alsbald nach Schwerin er sich eine eigene Fl Flug= und Schulgeböud Als der Weltkrie naturalisieren und liefe Heeresverwaltung als für Aufklärungszwecke, einen besonders leichte wickeln, um den plötz Nieuport=Jagdflugzeuge stellen zu können. Fol schulbildung oder theore lich nach„Schnauze un gabe unter bewußter 2 Flugzeugfirmen Aviat pflegten Schwerbauwei 1915 Fokker-Kampfel Er entwickelte au Saulnier=Eindecker, der i g. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung AageTuIge hochyss Smhduse Lescut 25 Jahre deutsche Jagdfliegerei— Von Fokker zu Mnsserschmitt— Motoren mit der Lötlampe zum Lauien gebracht— Technisches vom ersten deutschen Jagdilugzeug Von unserer Berliner Schriftleitung Der sich ständig steigernde Einsatz unserer Luftstreitgrätte gegen England ruft allgemein die Erinnerung mach an jene glorreichen Tage im Weltkrieg, da unsere berühmten Kampfflieger Boelcke, Immelmann, Göring, Althaus, Wintgens, Buddecke und andere zum erstenmal im Sommer 1915 mit den äußerst schnellen und wendigen Jagdeinsitzer=Fokkerflugzeugen an der Front erschienen und die englischen und französischen Kampfslieger zu Dutzenden vom Himmel herunterholten. pie„Spinne“, der erste Aufklärer Der erste kürzlich verstorbene Schöpfer dieser ersten, leichten Einsitzerflugzeuge, A. H. G. Folker, Sohn noch kurz vor Kriegsbeginn 1914 als erster Flieger der W tt die aufsehenerregenden„Loopings“ gezeigt hatte, einen für damalige Begriffe geradezu einzigartig leistungsfähigen Kampfeinsitzer, der im Sommer 1915 frontreif war. Diese, zuerst nur als Eindecker gebaute Fokkermaschine besaß erst ein und später dann zwei vor dem Führersitz in Flugrichtung starr eingebauter Maschinengewehre, deren Auslösung durch den umlaufenden Motor so gesteuert war, daß der Jagdflieger durch den laufenden Propeller schießen, also mit dem ganzen Flugzeug zielen konnte. Dieses— übrigens seiner Zeit vielumstrittene— Propellerschußpatent war eine Erfindung, die schon 1913 der bekannte deutsche Flugpionier August Euler in Frankfurt am Main gemacht hatte. Ein Luftkampf im Weltkriege. Die Aufnahme wurde von einem während eines Luftkampfes gemacht. englischen Flieger eines holländischen Anwalts, war schon 1911 nach Deutschland gekommen und hatte in Mainz=Gonsenheim bei Goedecker fliegen gelernt. In Berlin=Johannisthal, der damaligen Zentrale des deutschen Vorkriegsflugwesens, schuf Fokker seine erste Eigenkonstruktion, einen „automatisch=stabilen Eindecker“ mit stark Veförmig angestellten Flügeln, die keinerlei Verbindung besaßen. Dieses erste Fokkerflugzeug, wegen seiner eigenartigen Gestalt allgemein„Spinne“ genannt, führte sich in deutschen Fliegerkreisen so ausgezeichnet ein, daß Fokker alsbald nach Schwerin(Mecklenburg) übersiedelte, wo er sich eine eigene Flugzeugfabrik mit einem idealen Flug= und Schulgeböude erstellte. Als der Weltkrieg ausbrach, ließ sich Fokker naturalisieren und lieferte seine„Spinne“ der deutschen Heeresverwaltung als sogenannten„Artillerie=Eindecker“. für Aufklärungszwecke, bekam aber dann den Auftrag, einen besonders leichten, neuen Flugzeugtyp zu entwickeln, um den plötzlich auftauchenden französischen Nieuport=Jagdflugzeugen etwas ähnliches entgegenstellen zu können. Fokker, der übrigens keinerlei Fachschulbildung oder theoretische Kenntnisse besaß, also lediglich nach„Schnauze und Gefühl“ baute, löste diese Aufgabe unter bewußter Abkehr von der bei den deutschen Flugzeugfirmen Aviatik, Albatros usw. damals gepflegten Schwerbauweise einfach überraschend glücklich. 1915 Fokker-Kampfeinsitzer, Er entwickelte aus dem französischen MoraneSaulnier=Eindecker, derselben Maschine, mit der Pégoud Man muß diese Fokkermaschinen aus den Jahren 1915 bis 1917 einmal selbst gekannt haben, um richtig ermessen zu können, was damals als Spitzenleistung im Flugzeugbau galt! Denn weder Fokker noch sonst ein Konstrukteur kannte damals den Leichtmetallflügelbau oder wußte gar etwas von einziehbaren Fahrgestellen, hydraulischen Radbremsen, von Motorgebläsen und Verstell=Luftschrauben! Daß Rumpf und Fahrwerk aus profilierten Stahlrohren zusammengeschweißt wurden, war gegenüber der hergebrachten Holzbauweise schon ein enormer Fortschritt. Und als Fokker im Frühjahr 1917 auf die Idee kam, einen teilweise selbsttragenden Flügel zu entwickeln, der ein hochgewölbtes Stirnkantenprofil besaß und statt mit imprägnierter Leinwand mit Sperrholz überzogen war, da glaubte man an Hexerei, denn nun waren plötzlich Dutzende von Spanndrähten überflüssig geworden, die an den früheren Maschinen soviel Luftwiderstand erzeugt hatten, daß kein Flugzeug über eine Geschwindigkeit von 180 Std.=km hinauskam! Wie bescheiden waren nach unseren heutigen Begriffen die„Abnahmebedingungen“, denen die kriegstauglichen Fokkermaschinen noch 1917 genügen mußten! Man war zufrieden, wenn das Flugzeug mit einer Gesamttotlast von 150 kg(einschließlich Pilot) und mit zwei MG=Atrappen bei dem mindestens einstündigen Abnahmeflug eine Steiggeschwindigkeit von 1000 Metern in 1½ Minuten, 2000 Metern in 4 Minuten, 3000 Metern in 9 Minuten und 4000 Metern in 20—22 Minuten erzielte, was durch zwei plombierte Barographen von den Abnahmeoffizieren überprüft wurde. Wer einen Fokker damals über 4000 Meter Gipselhöhe oder über 200 Std.=km Endgeschwindigkeit hinausbrachte. wurde wie ein Zauberer bestaunt! Und doch blieben diese Leistungen der Fokkermaschinen, von denen die rund 1000 Mann starke Werkgefolgschaft in Schwerin monatlich bis zu 130 Stück zu bauen imstande war, fast bis zum letzten Kriegsjahr unerreicht. Der Fokker schluekte 12 Liter Rhizinustil Allerdings war in den überaus leichten und für heutige Begriffe recht zerbrechlichen Einsitzerflugzeugen, die ab 1917 auch als Zwei= und Dreidecker gebaut wurden, nur ein äußerst leichter Motor zu verwenden. Der anfänglich eingebaute 120=PS=Mercedes=Reihen= motor mußte den nur 180—200 kg schweren„Gnom“Umlaufmotoren Platz machen, die nach französischen Patenten in der Motorenfabrik Oberursel gebaut wurden. Diese Rotationsmotoren mit sternförmig angeordneten Zylindern hatten eine Leistung von 120—160 PS, wiesen aber eine Reihe schwerwiegender Mängel auf. Sie konnten nur mit zähem Rhizinusöl einwandfrei geschmiert werden, waren dementsprechend bei Kälte wegen der Klebwirkung des Oels nur nach Anwärmen der Zylinder mit der Lötlampe zum Laufen zu bringen. Bei einer Drehzahl von etwa 1130 Umlauf=Minuten verbrauchten die Gnommotoren stündlich rund 40 Liter Brennstoff und 12 Liter Rhizinusöl(von dem das Kilo damals 40 RM. kostete). Und wo stehen wir heute, 25 Jahre nach dieser Erstschöpfung im deutschen Jagdflugzeugbau? Wir erinnern daran, daß mit der Me 109, dem berühmten Jagdflugzeug der neuen deutschen Luftwaffe kurz vor Kriegsbeginn der absolute Geschwindigkeitsweltrekord mit 750 Std.=km erreicht wurde. Ein technisches Wunderwerk, das unübertroffen in seinen Leistungen dasteht. Der Unterschied zwischen diesem bis ins Letzte durchkonstruierten modernen Jagdflugzeug und dem Fokkerkampfeinsitzer von 1915 ist technisch etwa derselbe, wie zwischen dem ersten Benz und einem modernen Rennwagen aus dem Stall Mercedes oder Autounion. Gleichgeblieben allerdings ist der Kampfgeist und der Schneid unserer Flieger, die damals vor 25 Jahren wie heute mit dem Einsatz ihrer ganzen Person sich der ihnen gegebenen technischen Mittel im Kampf bedienen. Im Weltkrieg war das Flugzeug nur ein ergänzendes Kampfmittel, heute ist es zum Träger von weltweiten Entscheidungen geworden. Stimmen zum Tage „Deutschland und Rußland sind einmütig darüber, eine neue Ausdehnung der Feindseligkeiten im Südosten und im Nahen Orient zu verhindern."(„Temps“) * „London wärmt das alte Märchen von angeblichen Mißhelligkeiten im Verhältnis der Achsenmächte untereinander auf, ein Zeichen, daß seine Vorräte an allem ausgegangen sind, selbst an Lügen.“ („Regime Fascista“, Cremona) * „Unterirdisch angelegte Schweineställe sind der einzige Schutz der griechischen Soldaten gegen italienische Bomber, die ununterbrochen über Truppenansammlungen kreisen und die Hauptstraße bombardieren.“ („Nya Dagligt Allehanda“, Stockholm) * „Die scheinbare Eintönigkeit einer Berichterstattung, die täglich von Versenkungen und Bombardierungen spricht, zeigt die unerbittliche Folgerichtigkeit der Kriegführung Deutschlands: Eine Folgerichtigkeit, in der die Gewißheit des Sieges eingeschlossen ist.“ („Popolo di Roma“, Rom) Maschinen des berühmten Jagdgeschwaders von Richthofen, die mit ihren kühnen Piloten am Steuer zum Schrecken der Feinde wurden. Ihre Tradition führt heute das neue Jagdgeschwader Richthofen fort. Nummer 337 Ein Feldflughafen des Weltkrieges mit Zelten und startbereiten Flugzeugen (Aufnahmen: Scherl.) Weltkrieg-Flugzeugführer bei der Beratung vor dem Start Dokumente britischen Verrats Wie englische Brandkommandos in Frankreich wüteten Von Kriegsberichter Josef Vidua(PK) Das vollkommen einseitige Bündnisverhältnis zwischen dem Franzosen und Engländer ist in seiner, nur die Interessen des Briten berücksichtigenden Form längst aller Welt bekannt. Das zynische„Bis zum letzten Franzosen" wurde zu einem geflügelten Wort. Dünkirchen hat eindeutig gezeigt, wie bitter ernst es dem Briten damit war. Lange vor diesem Tage aber, da der Engländer dem Festland unter der Wucht der deutschen Schläge überstürzt den Rücken zeigte, war es für ihn beschlossene Sache, nicht nur den französischen Menschen, sondern auch die in seinen Händen befindliche Wirtschaft Frankreichs als Mittel zu benutzen, um den Deutschen einen vermeintlich unüberwindlichen Wall entgegenzusetzen— zur eigenen Rettung. Den Beweis lieferte ein Fund unserer Aufräumungskommandos in den Ruinen der größten französischen Oelraffinerie an der Seinemündung bei Le Havre. Die Bedeutung dieses von den Engländern bei ihrer Flucht zerstörten Betriebes geht am besten aus der Tatsache hervor, daß er die meisten in Nordfrankreich laufenden Kraftfahrzeuge mit Treibstoff versorgte, für einen großen Teil der Normandie Lieferant von Heiz=SchwerSchmieröl und technischen Fetten war und darüber hinaus der französischen Wirtschaft gewaltige Mengen wertvoller Nebenprodukte zuführte— alles aus dem Jraköl gewonnen, das Tanker in ununterbrochener Folge nach Le Havre brachten. Die weitläufigen Anlagen dieser Oelraffinerie bilden heute einen wüsten Trümmerhausen. Die im 14tägigen Feuer der riesigen Oelvorräte zu grotesken Formen verbogenen und ausgeglühten Oelbehälter sind die auffälligsten Zeugen britischer Zerstörungswut. Bei aller in Jahrhunderten ausgereiften Vernichtungspraxis übersah aber der Brite den Mittelpunkt des Betriebes: das Verwaltungsgebäude blieb von den Flammen verschont. Hier nun fanden unsere Soldaten Akten, aus denen klar zu ersehen ist, daß schon Monate vor der Westoffensive die Leitung des Betriebes in den Händen des englischen Militärs lag. In einer weiteren schriftlichen Aktenbeigabe wurde weiter bestätigt, daß bereits am 22. Mai ein englisches Zerstörungskommando im Werk eintraf, das sofort mit den Vorbereitungen zur Brandlegung begann. Also am gleichen 22. Mai, als Churchill in dem unter dem Zwang der deutschen Siege einberufenen Kronrat den Franzosen versicherte, daß die englische Armee sich in Nordfrankreich zur entscheidenden Schlacht stellen werde, die dem Krieg die Wendung geben sollte. Die in der zerstörten Oelraffinerie in Le Havre aufgefundenen Dokumente beweisen schlagend, daß zu dem Zeitpunkt, als Churchill seine heuchlerischen Erklärungen vor dem Kronrat abgab, der Auszug aus Frankreich für den Engländer längst beschlossene Sache war. Am 8. Juni bohrten die Briten die zahlreichen Oelbehälter in Le Havre an und setzten das ausfließende Oel in Brand. Vierzehn Tage brannte das Feuer, eine Rauchwolke zum Himmel schickend, die noch in Caen, 100 Kilometer von Le Havre entfernt, beobachtet werden konnte. Mit dem langsamen Verlöschen des Riesenbrandes waren unersetzliche Werte der französischen Wirtschaft vernichtet. Hunderttausende Franzosen werden noch lange unter dieser Wahnsinnstat der Briten zu leiden haben, sie büßen für die Leichtfertigkeit, mit der ihre Regierung den Engländern ins Garn ging. Ebensowenig aber, wie die Zerstörung der Oelraffinerie in Le Havre die Säuberung des Festlandes von dem Briten hindern konnte, ebensowenig wird diese Wahnsinnstat es hindern können, daß der Engländer in die Knie gezwungen wird. 2) MFA Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 8. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Aus dieser Aufnahme ist die gewaltige Bestückung der modernen italienischen Schlachtschiffe sehr gut ersichtlich.— Das Bild zeigt ein italienisches Schlachtschiff während der Seeschlacht im Mittelmeer südlich von Sardinien. Associated-Preß-M. Berichte von der Front Von us zur Schreidmaschinl Die uns die Front erleben lassen— Bilder vom Einsatz der Kriegsberichter Fahl und im grauen Licht hob sich der Morgen aus der Nacht. Die schattenhaften Schemen der Infanteristen im Dunkel der Nacht, verhüllt durch den dichten Vorhang der Bäume, wuchsen zu festen Umrissen: die Gesichter wurden erkennbar. Uebernächtig. verschmutzt warteten sie. Seit mehr als drei Stunden schoß der Franzose in den Wald. Seine Granaten zersetzten die Kronen der Bäume. zerrissen die Stämme und wühlten sich tief in den wurzelreichen Boden. Die Infanteristen hatten sich an das Heranheulen, an das Bersten gewöhnt— sie lauerten nur auf das Näherrücken und sie dankten ihrem Hauptmann, daß er sie nicht an den Rand des Waldes vorgezogen hatte. Eine Wand aus glühendem Eisen richtete sich an dem Waldsaum auf. hinter der die weiten Felder und Wiesen von Stonne lagen. das die Franzosen am Südrande des Brückenkopfes von Sedan nicht gewillt waren. preiszugeben. Unter den Infanteristen lagen zwei Männer einer Provagandakompanie. Seit mehr als einer Woche gehörten sie zu dieser Infanteriekompanie— als Wortberichter und Kameramann hatten sie sich ihr angeschlossen, und so lange nun diese Infanteristen eingesetzt waren, so lange auch schon taten sie dort Dienst, als wären sie nichts als Infanteristen. In den Kämpfen dieser Woche war mehr als ein Drittel dieser Kompanie ausgefallen. Elf Mann waren gefallen. 32 Mann verwundet, sieben vermißt. Der Wortberichter übernahm das Maschinen= gewehr der vierten Gruppe, der Bildberichter nahm ein Gewehr Seit einer Woche nicht mehr rasiert. seit einer Woche auf den Hängen des Mont Damion und seit einer Woche immerwährendes Artilleriefeuer und nächtliches Warten auf den Gegenstoß. Den Tag über das Starren nach drüben. von wo sie mehrmals mit Panzern gekommen waren. In der Nacht aber kroch der Wortberichter von seinem MG zurück auf den Kompaniegefechtsstand und schrieb dort, mit müden. dreckigen Fingern auf seiner Schreibmaschine, was ihm der Tage gebracht hatte. Dort fand er einen Melder seines Zuges vor, der die Berichte mitnahm: die Filme des Bildberichters gingen mit zurück, und dann wieder, wenn der Morgen näherrückte, der Gegner wieder seine Morgenmusik machte, kroch der Kriegsberichter und ehemalige Infanteriegefreite an sein Maschinengewehr, den Tag zu beginnen. Bis der Tag des Sturmes kam. * KRXNUNEN Der Franzose mußte etwas ahnen, denn sein Feuer verstärkte sich, und er schoß mit seinen großen Kalibern auf die deutschen Stellungen. Endlich ging es aus den Löchern heraus. Die Infanterie stürmte, und der Wortberichter nahm sein Maschinengewehr und rannte keuchend den schmalen Weg voran, der an das Waldeck führte. Durch das Feuer der Franzosen hindurch— geführt von dem Glück, das den Tapferen behütet— und mehr als hundert Meter in der Wiese, längs der Hecke, die sie besäumte, stürzte er vor, bis er sein Mé in Stellung brachte. Er schoß. Die Kameraden kamen heran— er machte Stellungswechsel— er schoß wieder. Auf Höhe 258 kamen sie in einen tosenden Feuerwirbe! der Franzosen. Sie verkrampften sich in den Boden. bargen das Gesicht in den Armen— und warteten. Schreie gellten„Sanitäter!", und doch kamen sie auf die Höhe, die sie nahmen. ausbauten und noch eine Nacht hielten. Im Morgengrauen wurden sie abgelöst, die Kompanie sammelte. Roch acht Mann waren gefallen— weitere sechzehn verwundet. An einem Dorfrand stand die Kompanie angetreten, der Wortberichter übergab sein MG seinem bisherigen Zugführer, Wort= und Bildberichter meldeten sich ab: ihre Aufgabe war erfüllt. Und während die Infanteriekompanie in Ruhe ging. beschrieb der Wortberichter. wenn auch müde und erschöpft, so doch angefüllt von seinem Erleben, diese Tage. Er suchte aus seinem Erinnern die Eindringlichkeit des Geschehens. und während er schrieb, wurde ihm bewußt, daß er all diese Worte allein für die Männer seiner Kompanie setzte, mit der er den Sturm auf Höhe 258 gewagt hatte. Der Kriegsberichter begleitete die Infanterie auf ihren Märschen— er fuhr mit den Panzerjägern in Vorauskommandos— er ritt mit der Artillerie. und er folgte den Pionieren auf ihren beschwerlich=gefährlichen Gängen des Minensuchens. Von den einen lernte er den Gleichmut, von den anderen erntete er die Firigkeit des Urteils. und von jenen wieder ließ er sich die überlegene Ruhe vermitteln, mit der man einer jeden Gefahr entgegentreten muß. Ueber allem aber war für ihn wichtig, daß er die Beziehung zu den Männern nicht verlor, die den Krieg entscheiden: zu den Mutigen und zu Führenden. Der Kriegsberichter ist vorerst stolz. Soldat zu sein, und dann ist er leidenschaftlicher Journalist. Er will schnell seinen Bericht zurückbringen, darum wird er Kraftfahrer, er ist Telephonist — alles füllt ihn aus. Wesentlich aber für denjenigen Kriegsberichter. der im Heere seinen Dienst versiebt, ist es über den vielfältigen, umfangreichen Eindrücken seiner Umgebung. der vielen Waffengattungen, der Eindringlichkeit des Kampfes und der Härte der Bedingungen dieses Kampfes die Beteiligung des Herzens nicht zu vergessen. Er soll berichten, wie es„draußen ist, damit sie in der Heimat wissen, wie es die Jungen vor dem Feind erlebten. Und nichts mag kennzeichnender sein als das Erleben eines Wortberichters der abermals mit einem Bildberichter einen Infanteriesturm begleitete und dabei mit den Stürmenden vor einem Dorf im gegnerischen Feuer liegenblieb. Die Franzosen feuerten mit 21=Zentimeter= Geschützen, jagten schwere Panzer vor: um dieses Dorf Berliere ging blutreicher Kampf. Brüllend detonierten die schweren Brocken— ein zerstörender Solittersegen raste über die Liegenden. Bleiben wurde sinnlos. Der Befehl zum Zurückgeben wurde gegeben. Einzeln sprangen die Männer zurück, die Feuervausen nutzend. Die Franzosen schossen gut und rissen manchen zu Boden, der in kurzem Sprung rettende Deckung erreichen wollte. Verzweifelt lagen die Infanteristen— konnten nicht vor und zurück. Mancher schwieg für immer. In einem Hohlweg lag der Wortberichter, nicht weit von ihm sein Kamerad mit der Leica. Ein vaar Infanteristen, gleich ihm in den Brennesseln liegend. warteten auf den besten Augenblick zum Sprung. Der Bildberichter sprang als Erster. Sie warteten, während es in der Nähe dröhnend wieder einschlug, auf die nächste günstige Gelegenheit. Wieder einer und noch einer verschwand. Nur der Wortberichter— es war ein Leutnant— und ein Gefreiter lagen noch. Der Leutnant gab dem Jungen ein Zeichen, der hob verstehend die Hand und setzte an zum Sprung. In dieser Sekunde krachte eine Granate in den Hohlweg. aufheulend rauschten die Splitter der berstenden Eisenmasse über sie hin, und während der Leutnant, sich gegen die Böschung pressend. verschont blieb, war ein faustgroßer Brocken dem Jungen in die Brust gerast. Er sank zusammen: der Wortberichter kroch zu ihm, sein Verbandpäckchen aufreißend. er legte es in die große blutende Wunde. Das Gesicht des Jungen wurde grau, er schluckte schwer, und seine Augen, im hellen Blau der Jugend. wurden dunkel. Der Blick weitete sich, und die wenigen Worte. die er noch sprechen konnte, die galten dem fliehenden Leben, das er ungern aufgeben mochte. Der Wortberichter legten den Kopf des Sterbenden in seinen Schoß, und er versuchte, diese wenigen Sekunden dem jungen Kameraden leicht zu machen. Nicht lange widerstand mehr die zerfetzte Brust, das Herz schwieg, und die Augen wurden starr. Der Leutnant ließ den Toten zurück und erreichte die Kompanie in einem Walde wieder. Als er an der Schreibmaschine, einen oder zwei Abende später, zum ersten Male vom Sterben dieDas ist eine der großen deutschen Bomben, die jetzt im Vergeltungsangriff gegen verer Betrachtu schiedene englische Industriestädte verwendet werden. Bei der Beirachtung dieses Bildes kann man sich leicht vorstellen, welche gewaltige Wirkung diese Bomben verursachen.(PK-Göbel— Scherl-.) les Gefreiten schrieb, wußte er als Soldat, wie vorbildlich tapfer dieser Gefreite gefallen war. Als Kriegsberichter aber erkannte er, wie wichtig es war. der Heimat von solchen Soldaten zu berichten. Und das Eindringliche eines solchen Erlebens. zusammen mit den vielen Geschehnissen der Kämpfe vor Sedan. vor Verdun, an der Maas, vor Dünkirchen oder wo es immer auch gewesen sei. vermögen dann einen echten und wahrhaft„wirklichen“. Bericht vom Kriege zu geben. Denn diese Berichte spiegeln die Soldaten und deren Erlebnis durch den Kriegsberichter wider, dessen Aufgabe es sein muß, echter Mittler zwischen der Front und der Heimat zu sein. sberic Kriegs#ichter Dr. Joachim Fischer(PK) Der rote Schein der Vernichtung Offene Vombenklappen über Livervool (PK) Gestern Plymoth. und heute waren wir alle gespannt, was der Einsatzbefehl bringen sollte. „Die Staffel greift heute im Rahmen des Geschwaders die Rüstungswerke von“— der Staffelkavitän schaut sich die gespannten Gesichter seiner Kameraden an—„von Livervool an!“ Dann gibt er die näheren Anweisungen zur Durchführung des Fluges. und als die Besatzungen zum Einsatzhafen fahren, ist jedermann Ziel und Einzelziel, Flugweg und Flugzeit bekannt. Unerhört rege ist heute die Scheinwerfertätigkeit. Da taucht London auf. klar zu erkennen an der konzentrierten Flakabwehr und den ganz dicken „Scheinwerferhunden“. Wir überfliegen die Flaksperre. Da hört das Leuchten. Blitzen und Flackern der Flakgranaten auf. aber die Scheinwerfer bleiben da. Ueberall leuchten wieder die langen Finger auf der gesamten Strecke bis Livervool. Dann wieder Flakfeuer. Die Zeit stimmt. Es muß Birmingham sein. Immer tiefer nach England hinein. Dann blinkt unter uns Wasser auf. Wir sind am Mersey=Busen, an dessen Ausgang Livervool liegt. Wir fliegen an der großen Bucht. Die Flak legt uns einen unerhört starken Zauber vor die Nase. Vor uns leuchten Brände, aller Augen sind nach vorn gerichtet, auf das Ziel. Staunen, Freude. Erregung kommen in all den Worten zum Ausdruck, die auf der letzten Strecke in der Maschine gewechselt werden. Und dann sind wir am Ziel. Zahlreiche Fabrikanlagen im Stadtbild und am Ufer des Mersey=Busens geben einen Begriff der Bedeutung dieses Zentrums der englischen Maschinenindustrie.Die ganze Stadt bildet eine Anhäufung von Spezialfabriken. Werften und HafenanNummer 337 Am 2. Dezember starb Generalmajor Wolft von Sutterheim an den Verletzungen. die er im Feldzug gegen Frankreich wäh. rend eines Luftkampfes erlitten hatte. Reichsmarschall Göring widmete dem Toten. der Inhaber des Ritterkreuzes zum Eiser. nen Kreuz und Ritter des Ordens Pour le mérite war, einen ehrenden Nachruf. (Scherl-.) Mosesnssssssem lagen im Weichbild der Stadt und gegenüber der Bucht in Birkenhead. Schaurig=schön spiegelt der rote Feuerschein der Brände vom Wasser der Bucht bis weit hinaus auf das Meer. Diese Anlagen sind zumindest für Wochen und Monate außer Betrieb gesetzt und die Zufuhr für die Fabrikstädte Mittelenglands schwer getroffen, denn Livervool ist der Hauptumschlaghafen für die Midlands. Die Bombenklappen sind auf. Wieder stürzt das Verderben in die Tiefe. Neue helle Feuer flackern im Dunstschein auf. Mit uns, neben uns, über uns ziehen andere Staffeln, andere Gruppen, ganze Geschwader über die Stadt. Und nach uns kommen weitere ungezählte Staffeln. Gruppen. ganze Geschwader im rastlosen Einsatz, tragen Tausende von Bomben, bringen die Vernichtung in ein weiteres Zentrum der immer mehr dezimierten englischen Rüstungsindustrie. Kriegsberichter Georg Brütting. Feurrzungen sPirgelten sich in der Großangriff auf London bei 38 Grad minus— Deutsche Luftwaffe schlägt erneut mit ganzer Wucht zu .„, im Dezember(PK) In den letzten Tagen wurden an die Kameraden unserer Waffe harte Aufgaben gestellt. Sie haben sie restlos erfüllt und ganze Arbeit geleistet. Ihr ganzes fliegerisches Können, ihren Mut, ihre Einsatzfreudigkeit, zusammen mit den besten Flugzeugen der Welt, den Heinkel=, Junkers= und Dornier=Kampfmaschinen auf Angriffe konzentriert und ihre Leistungen, wenn nie zuvor, dann in diesen Tagen in die Geschichte dieses Krieges mit ehernen Lettern eingetragen. Erst Conventry, dann Birmingham, Bristol, Southampton, Plymouth und Liverpool. Vorgestern Mittelengland, gestern im Nordwesten, heute im Süden und zu jeder Zeit um England herum auf ihre Geleitzüge, die sie mit Verzweiflung einzubringen versuchten. Heute nachmittag hatte erst der Kommandeur der Gruppe die Anerkennung des Reichsmarschalls verlesen. Trotz dicker Kombination... Und nun wurde wieder ein Großangriff befohlen: London. Hauptmann St., mit seinen 280 Feindflügen einer der erfahrendsten Kampfflieger, teilt mich einer Besatzung zu. Vor 30 Minuten bin ich mit unserem braven Vogel glatt gelandet. Noch sind meine Finger steif von der Kälte da oben. Heute ist mir wieder so recht zum Bewußtsein gekommen, was eigentlich unsere Flieger Nacht für Nacht auf sich nehmen, denn das Thermometer zeigte 38 Grad unter Null an. Langsam kroch die Kälte an mir hoch. Trotz dicker Komhination und pelzgefütterter Handschuhe war sie nich abzuwehren. Dabei hatte ich doch noch den einfachsten Posten, im Gegensatz zu meinen Kameraden, bezogen. #ch tniete in der Wanne und wollte sehen, wie London brennt. Wie mußte erst dem Funker zu Mute sein, der da oben im Funkersitz der He seine Aufgaben meisterte, oder dem Beobachter, der vorn in der Kanzel liegt und sein Ziel avisiert, gar nicht zu sprechen von dem Flugzeugführer, der still und unbeweglich mit sicherer Hand die Last an das Ziel bringt. Nun sitze ich wieder wohlbehalten in der Gefechtsbaracke unseres Feldflughafens in Nordfrankreich und schreibe diesen Bericht. Der eiserne Ofen spendet wohlige Wärme und taut uns langsam auf. Unsere Wangen glühen. Ist es die Temperaturschwankung oder ist es das soeben Erlebte, das uns das Blut stärker kreisen läßt. Ich habe es mit eigenen Augen gesehen. Reihen von Lagerhäufern in Flammen Als in unserer Maschine der Ruf des Beobachters ertönte:„Achtung, Bombenwurf!", da standen schon ganze Reihen von Lagerhäuser in Flammen, da spiegelten sich blutrote Feuerzungen in der Themse. Ich preßte das Gesicht an die Scheiben der Wanne, da, fielen unsere Bomben heraus. Man konnte sie ein großes Stück gegen den hellen Schein der Brände verfolgen, dann huschten die kleinen Silberfische, die Brandbomben, wie Papierfetzen vorbei und nahmen ihren verderbenbringenden Weg in die Tiefe. Eine ungeheure Spannung hatte mich gepackt. Der Bordmechaniker stand jetzt hinter mir, stützte sich auf meine Schulter, und beide starrten wir in die Tiefe, um die Wirkung und die Lage unserer Bomben zu erkennen. Die Sekunden schienen unendlich. Plötzlich blitzt es auf. Da und dort, Lichter gehen auf und werden im Nu größer und größer. Nach uns kommen die Kameraden und bringen die gleiche schwere Last ins Ziel. Wir lassen London zurück. Die Brände bleiben. Weit können wir sie noch verfolgen. Was kümmert uns die Flak, die ringsherum bellt, was bedeuten schon die Scheinwerfer, die tastend nach uns zu greifen versuchen. Wir haben unseren Auftrag erfüllt, und mit höchster Fahrt geht es dem Heimathafen zu. Auf unserem Gefechtsstand ist es lebhafter geworden. In der Zwischenzeit ist auch die letzte Maschine gelandet. Die Kommandanten erstatten Bericht. Sie alle sagen das aus, was wir in dieser Nacht erlebt und gesehen haben: Brände, Brände, Brände! Kriegsberichter Alois Bankhardt h ee KE Thähtungen uns Groichtl Hinweis auf wesentliche Bücher Den Roman einer Wandlung nennt Horst Malte Schultz selbst sein Buch, das unter dem zunächst etwas merkwürdig klingenden Titel„Noch ist es nicht zu spät“ im Vieweg=Verlag erschienen ist.(Preis.80 RM.) Das Thema, das der junge Autor sich bei diesem Werk stellte, ist sehr vielseitig und schwierig. Die einfache Feststellung, daß trotzdem die Behandlung in erschöpfender und befriedigender Art gelang, ist darum schon ein Lob. Vor dem Hintergrunde eines Glashüttenbetriebes läßt Schultz eine Handlung abrollen, die vertikal durch die verschiedenen sozialen Schichten einer Kleinstadt führt und die vielen angeschnittenen und zeitgemäßen Probleme in immer, neue Blickwinkel rückt. Anknupfungspunkt für den tragenden Gedanken ist ein Maler, der seine blutmäßige Gebundenheit an die Sippe und ihren Lebenskreis eine Zeitlang vergaß und sich nur nach schweren inneren Kämpfen zu seiner eigenen Veranlagung und Natur zurückfindet. Diese Entwicklung zeichnet Schultz bei aller psychologischen Feinheit doch mit sehr viel Kraft und mit fast schmerzhaft wirkender Ehrlichkeit. Klar ausgezeichnet und mit durchaus eigenem Leben begabt sind auch sämtliche Nebenfiguren. Ausgezeichnet gelungen ist ferner die Schilderung des Hüttenbetriebes und des Lebens der Glasmacher. Dieses Buch ist aktuell. Es ist modern in gutem Sinne. Es beantwortet unwillkürlich viele Fragen. Und es regt zum Nachdenken über Grundsätzlichkeiten an. Kutzleb spiegelt in diesen drei verschiedenen Menschen in ihrem Entscheiden und in ihrem Tun verschiedene Lebensauffassungen, ja Weltanschauungen, die an sich kaum Berührungspunkte haben und doch immer wieder gegeneinander abgewogen werden. Das Buch trägt trotz seines oft recht vergnüglichen Untertones ernsthafte Züge und ist mit bemerkenswertem psychologischen Ein. fühlungsvermögen für die verschiedensten Stimmungen und Veranlagungen geschrieben. Ohne in Kleinmalerei zu verfallen, spinnt der Autor seine Schilderungen bis in letzte Feinheiten aus. Man kann sich schon freuen an ein paar klar gezeichneten Frauengestalten, die uns aus diesen Seiten entgegentreten, und man darf fast gleichzeitig ohne jede Bosheit wie ohne Hemmung sich belustigen an ein paar anderen, in ihren Eigenheiten glänzend charakterisierten Weiblichkeiten. Es ist kein lautes Buch, das Kutzleb uns auf den Weihnachtstisch legt. Es ist auch kein Buch, aus dem man sich Zorn oder Kummer anlesen soll. Aber es ist ein Buch, das von Gemütswerten getragen ist und oft nachdenklich macht. Es ist bei aller Ehrlichkeit und Überlegenheit mit einer verhaltenen Feinheit geschrieben, die dem Leser wohltut und ihm Ruhe und Muße zu einem ausschöpfenden Genießen läßt. „Zeitgenosse Linsenbarth“ der Titelheld des neuen Romans(in Leinen.50 RM.), der von Hjalmar Kutzleb im Georg Westermann VerlagBraunschweig erschienen ist, scheint ein echtes und rechtes Kind jener Vorkriegszeit, die in Geld und Geltung fast den letzten und eigentlichen Wertmesser dieser Welt zu sehen gewohnt war. Die Bilder, die Kutzleb uns aus der Umwelt dieses Linsenbarth zeichnet, sind ebenso lebenswahr wie durchtränkt von einem vergnügilchen und allzeit wachen Humor. Die kleine Residen: Biederstadt und in ihr vorwiegend die Rützhäuser Gasse geben den Rahmen ab für eine Handlung, die drei junge Män. ner verschiedenster seelischer Prägung auf ihren verschie. denen Wegen durch Leben begleitet. Diese Wege führen immer einmal wieder in der Nützhäuser Gasse zusammen. Sei es in der Werkstatt des stillen und besinnlichen Uhrmachers, sei es in dem lakritzenduftigen Laden des späteren Großhändlers, sei es aus der Universitätsstadt her oder aus Kampf und Leid des großen Krieges. Zum Schluß noch ein Hinweis auf ein neues Gedichtduch. Mit seinem, im Albert Langen(Georg Müller Verlag zu München neu erschienenen Werk„Ulenspel un Jan, Dood“ schenkt uns Moritz Jahn einen niederdeutschen Gedichtband, der den früheren Prosaarbeiten des gleichen Verfassers gleichwertig an die Seite tritt. Der Stimmungsgehalt dieses Bander ist kurz angedeutet in einer Feststellung des Autore selbst, nach der„das Wesen des niederdeutschen Menschen durchaus vielgestaltig ist und bestimmt durch ein Spannungsverhältnis mannigfacher und einander widerstrebender Anlagen, das seinen Ausgleich nicht ohne Schwierigkeit findet“. Ulenspegel, der immer wieder auferstehende weise Narr, der sein Spiel gegen den Tod gewinnt und gewinnen muß, soll das Leven nicht seinen Sinn verlieren, geistert durch die Seiten dieses Bandes. dem Jahn eine freundschaftliche Aussprache mit Klaus Groth anfügt. Auch in dem hier vor Groth von ihm geäußerten Empfinden, verrät Jahn seine starke Individualität, die seinen Versen überall das Gesicht gibt. Jahn durchwandert in diesen ein weites Gebiet menschlichen Denkens und Fühlens. Bei aller Feinheit bleibt er jedoch überall klar und bestimmt. Die dem Band eingefügte Zusammenfassung von Worterklärungen macht auch demjenigen Leser ein Miterleben der Jahnschen Art möglich, der die niederdeutsche Sprache des Autors sonst als zu große Schwierigkeit empfinden würde. Gesund und herb ist diese Gedichtsammlung, die durchaus eine Empfehlung verdient. Ludwig Klug. Neue Iro-Spezialkarte Nr. 950 Griechenland, Agäisches Meer und angrenzende Gebiete Größe 42X62 Ztm., Maßstab:1600000, sechsfarbig. Preis 0,80 RM. Iro=Verlag, München, Carl Kremling, München 2, Karlstraße 53. * Zum italienisch=griechischen Konflikt erschien soeben in dem durch seine vielen Kriegskarten bekannten IroVerlag München in völliger Neubearbeitung die IroSpezialkarte Griechenland. Die vielfarbige Ausführung dieser interessanten Landkarte zeigt insbesonders durch die plastische Geländedarstellung und die Einfügung des Straßen= und Eisenbahnnetzes in die Karte die Schwierigkeiten des Kampfgebietes. Auf eine genaue Darstellung der Inselwelt des Agäischen Meeres wurde besonderer Wert gelegt. Jedem Zeitungsleser sei sie daher bestens empfohlen! „Achtung Lachgas“ Kurt Günther v. Fischer, der als Autor von Humoresken und heiteren Geschichten schon seit langem zu den Mitarbeitern der Westfälischen Tageszeitung gehört, kondensiert uns mit seinem Buch 25 lustige Geschichten von heute mit 100 netten Bildchen von Anton Marek (Verlag Herbert von Marouschek, Wien=Leipzig, Preis 2,80 RM.) nicht nur ein lustiges, sondern darüber hinaus hochaktuelles Buch. Die besten Pointen schreibt bekanntlich das Leben selbst, und so hat der Verfasser es meisterhaft verstanden, vielerlei urkomische Begebenheiten und Möglichkeiten dem Leben abzulauschen. Das witzige, unterhaltende Büchlein ist wie geschaffen, einige Stunden der schönsten Entspannung zu gewährleisten und eignet sich besonders als Buchspende für unsere Soldaten. Jos. Enzbere Klenischen und Voner „Gottgesandte Wechselwinde“ von Paul Oskar Höcker. Verlag Belhagen& Klasing, Bielefeld. In Ganzleinen gebunden.50 RM. Ein reiches Festgeschenk ist's, das der Fünfundsiebzigauf seine Geburtstagstisch legt. jährige auf seinen Geburtslaglisch leg. Die Leser kennen ihn seit einem Menschenalter meist nur als erfolggekrönten Romanschriftsteller. Aber hier setzt er die stimmungsvollen Bekenntnisse seiner Kinderzeit fort, erzählt von seinen Erlebnissen als Musikstudent, als Soldat, als Kapellmeister. Von allen Seiten fliegen ihm die Romanstoffe zu. Mit Takt und Bescheidenheit tritt der Verfasser selbst immer wieder in den Hintergrund. Aus dem Dasein einer künstlerisch eingestellten deutschen Schicht gibt das liebenswerte Buch eine kleine Kulturgeschichte, die vom Franzosenkrieg 1870 bis zum Englischen Krieg von heute reicht. „Wieland der Schmied“ und„Hilde und Gudrun“. Zwei Lieder von deutschen Menschen, der alten Gage nachgedichtet. Von Martin Fredsee. Wieland der Schmied ist der Mensch, den das Schicksal durch schwerstes Leid und Leiden führt, der dennoch aus eigener Kraft sich darüber erhedt und so sich selbst und seinem Volke zum Erlöser wird. Gudrun ist gewissermaßen das weibliche Gegenstück zu Wieland. Auch Gudrun muß Bitterstes erleiden in schier untragbarem Maße, aber sie überwindet und überdauert ihr Leiden durch Dulden und Sichgedulden, durch Vertrauen und Treue. Diese beiden Dichtungen gehören eng zusammen ale die Lieder von deutschen Menschen, wie sie durch unsere Zeit schreiten, wie aber auch gerade darum unsere Zeit sie erhöht und verherrlicht sehen möchte zur Dichtung. „Der Stoat wider Willen“ von Reinhold Lorenz. Verlag Junker und Dünnhaupt, Berlin. In spannenden Kapiteln zeigt das Buch das wechselvolle Geschick der Ostmark vom Frieden von St. Gervon Fr main dis zur Heimkehr ins Reich. Das Werk enthält bisher nicht veröffentlichtes Bildmaterial aus dem Lichtbildarchiv des Wiener Polizeipräsidiums und bringt in einem umfangreichen Anhang zahlreiche wichtige Dokumente von der Kundgebung für das Selbstbestimmungsrecht am 6. Oktober 1918 bis zur Meldung des Reichskommissars Bürckel über den Volkoentscheid am 10. April 1938. „Kleine Auslandskunde“. Schriftenreihe des Deutschen Auslandswissenschaftlichen Instituto. Verlag Junker u. Dünnhaupt. Berlin. Auf knappstem Raum ist hier in gedrängter Form alles Wichtige über jeden einzelnen Staat zusammengetragen. Die Beiträge der verschiedenen Verfasser sind nach einem einheitlichen Anlageplan ausgearbeitet der die Darstellung von Raum, Volk, Staat, Kultur, Wirtschaft und Wehrmacht jedes einzelnen Landes vorsieht. Was die Reihe besonders auszeichnet, ist ihr Stoffreichtum, ihre übersichtlichkeit und vor allem die Verwendung neuesten Materialo. Von der auf etwa 40 Einzelbände berechneten Reihe liegen jetzt die Nummern—6 vor, die Mexiko, China und die Britischen Dominione behandeln. Eingegangene Bücher Die Schriftleitung behält sich vor, einzelne der hier angezeigten Bücher und Schriften noch ausführlich zu würdigen. Der Lebens=Tanz, von Emil Strauß, Verlag LangenMüller, München. RM. 7,—. Die Drehscheibe, von Karl Lerbs, Verlag Industriedruchk, Essen. Dr. Aegidius Brück, von Rudolf Knippen, Verlag von Chamier. Essen. RM. 4,80. Der Waffensegen, von Willi Feße, Verlag Die Fähre, Magdeburg. RM. 2,80. Gutenbergsonderheft, Verlag Volk und Schrift(Soennecken). Bonn. Forschung sprengt Deutschlands Ketten, von Hans Hartmann, Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgarl. RM. 480. Weltmacht Kohle, von Hans Hartmann, Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart. RM. 4,70. Die Heimkehr, von Franz von Unruh, Essener Verlag““ anstalt. Die gotische Holzfigur, von Hubert Wilm, Verlag Metzler, Stuttgart. RM. 16.—. Damenspiel, von Bruno Ertler, Luser=Verlag, Wien. Kolonialhefte, Steinieger=Verlag, Berlin. Je RM. 0,20. Das Adler=Jahrbuch, Verlag Scherl, Berlin. RM..—. Weltrekort, von Albert Norden, Drei Maoken=Verlag, Berlin. RM. 4,80. Mein Münsterland, von Hermann Rosenstengel, Aschen“ dorffsche Verlagsbuchhandlung, Münster. RM..75. Der junge Genius, von Werner Heinen, Industrieverlag, Essen. ... als Bismarch ging, von Hans Heinrich Welcherl, Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg. RM. 5,80. Lieder des Soldaten, von Hans Heeren, Verlag Fr. weg, Berlin. RM..—. Rutzland, Wesen und Werden, von Richard Möller, Gold“ mann=Verlag, Leipzig. RM..50. Martin Schongauer, von Lina Ritter=Elsaß, Laumann“ Verlag. Dülmen. RM..75. Die sanfte Gewalt, von Bruno Brehm, Verlag PipekMünchen. RM. 6,50. Griechische Reise von E. v. Glasenapp, Pantheon=Verlaß Amsterdam. RN..80. Am Himmel und auf Erden, von Werner Bergengrüc“. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg. RM. 7,50, Lob des Landes, von Heinrich Luhmann, Verlag be“ hagen und Clasing, Bielefeld. RM. 4,80. Gottgesandte Wechselwinde, von Paul Ookar Höo““ Verlag Belhagen und Clasing, Bielefeld. RM..50. Der Judashof, von Lulu von Strauß und Torney, Eub““ Diederichs=Verlag, Jena. RM. 3,75. 4 Die Krone im Süden, von Otto Gmelin, Eugen Die“ richs=Verlag, Jena. RR..75. Sie hatten eine terlichen Odenwald wenig ermüdet aber froren, das letzte W ein Städtchen an d. Gasthof„Zum Abe Stube mit holzgetäf und Behaglichkeit e heimelt fühlten. Als das junge einem Tisch in Fen erhob. Licht zu kni stunde noch ein bißch zum Mund. Hierzu lächelte d nachdem es die Wi. on seinen Platz in zurück, begleitet vo Männer, die sich natürlichen Anmut Wohlgefallen weide einander aber sie tr gend, als weihe jel sein heimliches„Pre Der Jüngste der was er dachte: I etwas Verträumte Stimme Etwas Schwerm Der kleine Mun scheine ihm von une der dritte. 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Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 337 Das Gescheill eitler Balmterfrattar Sie hatten eine schöne Wanderung durch den winterlichen Odenwald hinter sich und fuhren nun, ein wenig ermüdet aber herrlich durchgeweht und durchgesroren, das letzte Wegstück im Autobus, der sie rasch in ein Städtchen an der Bergstraße brachte, wo sie vorm Gasthof„Zum Abendstern" ausstiegen. Eine niedrige Stube mit holzgetäfelten Wänden strömte ihnen Wärme und Behaglichkeit entgegen, so daß sie sich sofort angeheimelt fühlten. Als das junge Mädchen, das bei ihrem Eintritt an einem Tisch in Fensternähe Zeitung gelesen, sich eilig erhob. Licht zu knipsen, baten sie, ihnen die Dämmerstunde noch ein bißchen zu lassen, der Wein fände auch so zum Mund. Hierzu lächelte das Mädchen zustimmend und ging, nachdem es die Wünsche der Gäste erfüllt hatte, wieder on seinen Platz in der gegenüberliegenden Zimmerecke zurück, begleitei von den gebannten Blicken der vier Männer, die sich an der schlanken Gestalt und der natürlichen Anmut ihrer Bewegungen mit sichtlichem Wohlgefallen weideten. Ihre Gläser klangen hell aneinander aber sie tranken gedankenverloren und schweigend, als weihe jeder für sich dem hübschen Mädchen sein heimliches„Prosit!“ Der Jüngste der kleinen Tischrunde verriet zuerst. was er dachte: Ihre großen dunklen Augen hätten etwas Verträumtes, bemerkte er mit gedämpfter Stimme Etwas Schwermütiges! äußerte der zweite. Der kleine Mund mit den brennendroten Lippen scheine ihm von unerfüllter Sehnsucht zu glühen, meinte der dritte. So bestätigte im Grunde einer des anderen Ansicht und darum blickten alle gespannt auf den vierten, einen Maler von Beruf, der immer noch stumm und dem Profil des Mädchens zugewandt verharrte, als wollte er sich seine Linien unverlierbar einprägen, um es später frei nach dem Gedächtnis nachzeichnen zu können. Das Mädchen saß vorgelehnt, die Blicke geradeaus ins Weite gerichtet, während die Hände ein zärtliches Spiel mit einer Vase trieben, die voll grüner Tannenzweige vor ihm auf dem Tisch stand. Immer wieder strichen die Finger langsam wie liebkosend über die glatte Glasur, als streichelten sie Stirn oder Wange des Geliebten. „Na, Lothar!“ hörte sich schließlich der Maler angerufen,„wir warten auf dein Urteil!“ Es war der Jüngste, sein Nachbar, der ihm lachend die Hand auf den Arm legte und leiser hinzufügte: Das Mädchen sei ihm wohl ein Bildnis wert! Der aus seinen Gedanken Aufgescheuchte entschuldigte sich, trank den andern zerstreut zu und meinte, es sei müßig, nach Worten zu suchen, wo sie doch alle das gleiche empfänden, das gleiche wie ein holdes Geschenk dieser Dämmerstunde erlebten. Worte würden nur den Zauber zerreden, man müßte ein Meister auf dem Klavier sein, um in Tönen fortschwingen und ausklingen zu lassen, was das Herz bewege. „Chopin und Schumann haben solche Traumstücke geschrieben", antwortete der Jüngste,„aber ich bin ein Stümper im Spiel, zumal wenn mir die Noten fehlen.“ „Eine Romanze von Schumann kenne ich.“ sagte der Maler ernst, unterbrach sich aber jäh, denn heller Lichtschein und gedämpfte Klaviertöne fluteten aus der Richtung her, wo das Mädchen gesessen. Er hatte die bis dahin geschlossene Tür des Nebenzimmers gar nicht bemerkt. Nun stand sie offen und niemand anders konnte drinnen am Klavier sitzen, als das Mädchen, das wohl die letzten Worte vernommen haben mußte. „Aber das ist ja—!“ rief der Maler aus,„das ist sa die Romanze, von der ich soeben sprach!“ Er sah die andern groß an und auf seinem erstaunlen Gesicht stand die unausgesprochene Frage: Könnt ihr das begreifen?— Hastig erhob er sich.„Ihr müßt mich einen Augenblick entschuldigen“, stammelte er und eilte mit großen geräuschlosen Schritten dem Nebenzimmer zu. Auf der Schwelle zögerte er eine Weile: über der Spielerin gegenüber der Tür hing ein großer ovaler Spiegel an der Wand, sie mußte ihn also kommen sehen.„Bitte, lassen Sie sich nicht stören!“ bat er darum mit merklicher Ergriffenheit in der Stimme und trat rasch auf Zehenspitzen hinter sie. Da begegneten sich ihre Blicke im Spiegel! „Elisabeth!“ jauchzte er mit gedämpfter Stimme. Und das Gesicht des Mädchens, dessen Lippen auch seinen Namen lautlos flüsterten, glühte auf, indes die Hände ihr schwärmerisches Spiel fortsetzten.„Elisadeth!" wiederholte er noch einmal und sich über sie beugend bog er ihren Kopf ein wenig zurück, so daß sein Mund den ihren fand. Im nächsten Augenblick vergriffen sich die Finger des Mädchens in den Tasten und sein Spiel brach mit einem Mißton ab.„Nein, Lothar, nein!" wehrte das Erzählung von Peter Bauer Mädchen mit bebender Stimme und entzog sich ihm. „Warum hast du mir nicht wenigstens diesen Traum gelassen!“ klagte sie,„warum zerstörst du auch ihn?!" „Ich verstehe dich nicht,“ stöhnte er hilflos.„Hast nicht du unserm damaligen kurzen Glück ein jähes Ende bereitet? Bist nicht du grundlos und ohne Abschied abgereist?“ „Grundlos?!“ entgegnete sie bitter.„Hätte ich warten sollen, bis du mich deiner Braut oder Frau vorgestellt hattest?!“ Lothar schüttelte den Kopf:„Ich habe weder eine Braut noch eine Frau“, sagte er ernst,„nur dich habe ich lieb.“ Elisabeth sah ihn mit großen Augen ratlos an: Man habe ihr doch an jenem Morgen auf ihre Frage nach Herrn Stark erklärt, er sei bereits mit einer Dame zu einer kleinen Bergtour aufgebrochen. Jetzt sing Lothar an zu begreisen und ein frohes Lächeln huschte über sein Gesicht:„Es war mein Bruder, der mich mit seiner Braut überraschen wollte, wie ich ihn gerne mit dir überrascht hätte!" „Lothar!“ stammelte sie lautlos,„so habe ich alles verschuldet!“ Ihre Augen standen voll Tränen, sie fühlte sich so töricht und klein, daß sie in die Knie hätte sinken mögen. Aber seine Arme boten ihr Halt und dankbar schlang sie die ihren um seinen Nacken. Es war den beiden wieder wie vor drei Jahren in den Bayerischen Bergen, als Lothar sich aus einem Haushohe Wellen= Mit dem Metermaß auf hoher See— „... und haushohe Wellen durchfurchten das Meer". Immer wieder lesen wir solche Zeilen in den Schilderungen furchtbarer Unwetter auf hoher See, die uns einen richtigen Begriff von den Ausmaßen und der Stärke des tobenden Sturmes geben sollen. Haushohe Wellen— unwillkürlich gleitet unser Blick die Front eines dreistöckigen Mietsgebäudes empor. Bis zur Dachrinne eines etwa zehn Meter hohen Hauses also soll die Schaumkrone einer Meereswoge tanzen. Läuft es uns da bei dem Gedanken daran nicht eiskalt über den Rücken? Gewiß, das Wüten des Meeres bei Windstärke 10 oder 11 ist fürchterlich, aber das mit den„haushohen“ Wellen— ist es nicht ein bißchen übertrieben, mag darin nicht etwas Seemannsgarn versponnen sein? Die forschende Wissenschaft hat sich neuerdings auch dieser Frage angenommen, deren genaue Beantwortung für die Festigkeitseigenschaften und das Verhalten eines Schiffes bei hohem Seegang von größter Bedeutung sein kann. Sozusagen mit Meßstab und Winkel sind die Forscher übers Meer gefahren, und haben, während man sonst Unwettergebiete meilenweit auszuweichen pflegt, mit ihrem Forschungsschiff mit Vorliebe die größten Sturmzentren aufgesucht. Mit Hilfe von sogenannten Meßkammern, die mit sinnreichen Apparaturen ausgestattet sind, ist es während zweier schwerster Sturmtage auf dem Atlantischen Ozean Professor Dr.= Ing. Weinblum von der Preußischen Versuchsanstalt für Wasserbau und Schiffbau in Berlin gelungen, genaueste Messungen der Wellenhöhen vorzunehmen. Es mag wilden Schneesturm in die stille Unterkunftshütte nahe seinem Berghotel gerettet und Elisabeth allein in der dämmerigen Stube angetroffen hatte. Der kleine Raum war erfüllt gewesen von gedämpfter Radiomusik und nachdem ihre Herzen füreinander warm geworden und sie still nebeneinander gesessen, hatten sie jener schwermütig=süßen Romanze gelauscht, die Elisabeth vorhin gespielt. Spät am Abend waren sie, von einem aufgehellten Sternenhimmel bestrahlt, ins Hotel zurückgekehrt und hatten bis in den nächsten Mittag hinein geschlafen. Elisabeth war zuerst beim Frühstück erschienen und hatte sich nach Herrn Stark erkundigt, worauf ihr die verhängnisvolle Auskunft geworden, die ihre überstürzte Abreise verursacht hatte. Lothar war mit seinem unverhofft eingetroffenen Bruder und dessen Braut nur noch einen Tag geblieben, dann war auch er völlig niedergeschlagen abgereist. In der Wirtsstube wurden die Stimmen der Freunde laut: Es sei höchste Zeit zum Zug! riefen sie und erschienen auch schon in Hut und Mantel auf der Schwelle des Nebenzimmers. Vor den glücklichen Gesichtern der beiden verstummten sie aber und ließen sich leicht überreden, in dem Gasthof zu übernachten.„Ich muß euch doch noch die Geschichte erzählen, wie ich zu meiner Braut gekommen bin!“ lachte Lothar. Und bald hatte sich die Runde um den Tisch wieder geschlossen. Diesmal aber saß das hübsche Mädchen mit dabei, dem sich später auch noch der Wirt, der Onke! Elisabeths, hinzugesellte. kein Zeemannsgarn 18,50 Meter hohe Wellen festgestellt keine geringe Aufgabe gewesen sein, mitten im Heulen des Sturmes, während das Forschungsschiff in allen Fugen ächzte und stöhnte und die Matrosen im Kampf gegen die Elemente alle Mühe hatten, auf ihren Posten zu verharren, wissenschaftliche Untersuchungen anzustellen, von deren genauen Ergebnissen für die Konstruktion neuer Schiffe sehr viel abhing. Gibt es nun„haushohe“ Wellen wirklich oder sind sie nur der Vorstellungskraft phantasiebegabter Matrosen und Passagiere entsprungen? Nun, die Tatsachen geben auch den erregendsten Schilderungen eines Meeressturmes recht. Als größter Höhenunterschied zwischen Wellenberg und Wellental wurde nämlich eine Höhe von nicht weniger als 18,50 Meter festgestellt, was schon einem fünfstöckigen Haus entspricht, während die Länge einer Welle sogar 200 bis 300 Meter erreichte, womit früher Vermutungen, die Wellenlängen von 130 bis 140 Meter als Höchstwerte annahmen, also weit übertroffen wurden. Selbst die Gefälle der Wellenberge wurden einer Messung unterzogen, wobei man zu der Feststellung gelangte, daß ihre Neigung etwas geringer ist als man bei dem Verhältnis Höhe zu Länge erwarten könnte, da die Wellenform, ganz roh gesprochen, mehr einer Geraden gleicht, als einer Sinuskurve. Dieser grobe Umriß gilt allerdings nur für die Hauptwelle, über der aber wieder zahlreiche„Bergkuppen“ gelagert sind, die mitunter recht steile„Böschungen“ aufweisen. Gerade diese Verschiedenheit der Wellen ist es, die eine große Gefahr für kleinere Seefahrzeuge darstellt. Enthüllung eines Behring-Denkmals in Marburg. In Marburg versammelten sich, wie berichtet, führende deutsche Männer der deutschen Wissenschaft, darunter die Rektoren aller deutschen Universitäten, und Wissenschaftsvertreter von 23 Nationen, um die 50. Wiederkehr des Tages zu feiern, an dem Emil von Behring die ersten gründlegenden Ergebnisse seiner Immunforschungen der Oeffentlichkeit übergab. Nach einem Gedenkakt in der Aula der Philipps-Universität wurde in der Nähe des IIvgienischen Instituts, dessen Vorstand Behring war, ein Denkmal für den großen Forscher enthüllt.— Unser Bild zeigt den Rektor der Universität(rechts) nach der Kranzniederlegung am Denkmal.(Scherl-Bilderdienst-.) bildete die Tatsache, daß die Frauen aus allen Teilen Amerikas kamen. Die erste Frau, die sich in das Haus in Detroit zurückzog, war die Gattin des Senators Ptegeton von St. Louis. Zu ihr gesellte sich eine sechzigjährige Dame aus dem Norden Argentiniens, die gewissermaßen auf der Suche nach einer sicheren Anlage ihres Geldes nach Detroit kam und mit der Senatorsgattin zusammentraf. Als hätte sie eine geheimnisvolle Hand geleitet, so fanden sich die Jahre her diese achtzehn Frauen zusammen, die der Geiz keine ruhige Stunde erleben ließ. Nach den Aussagen der Miß Hars haben kaum jemals achtzehn Menschen so friedlich zusammengelebt wie die Frauen im Asyl von Detroit. Geizige Menschen verstehen angeblich die Sorgen der Mitmenschen, und obwohl sie nichts so sehr lieben wie ihren Besitz, denken sie niemals daran, dem Nebenmenschen etwas zu stehlen, sie hatten zueinander so großes Vertrauen, daß sie die Verstecke gegenseitig verrieten. Inserat:„Ich wünsche Regen“ Eine Geschichte, die erst jetzt ans Tageslicht gekommen ist, hat viele Amerikaner nachdenklich gestimmt—— in bezug auf die Vorteile des Inserierens. Da war in Fairbury, Nebraska. ein Landwirt mit dem in diesem Falle ganz besonders passenden Namen Harold Acker. und im September wie auch im August war es sehr dürre. Es regnete nicht. Darauf erließ besagter Harold Acker ein Inserat in der Stadtzeitung. Es lautete:„Ich wünsche Regen. und zwar einen richtigen, langandauernden Regenguß. Der Regenguß darf aber nicht das Picknick in Steel City unmöglich machen.“ Und was geschah? Am Sonnabend gegen elf Uhr abends war das Picknick zu Ende. und um 12 Uhr begann es zu regnen. Es goß bis zum nächsten Morgen. Was sagst du nun? Raubtiere auf dem Operationstisch Fleischhappen mit Schlafmittel als Chloroformersatz— Die Meckizin wird in den Rachen eingespritzt —*"R F ihtes Gecher Frauen, die das Seld mehr liebten als das Leben— Mllionärstöchter in gestickten Kleidern K Unlängst fiel ein kleines unscheinbares Haus am Rande von Detroit einem Brande zum Opfer. Drei Frauen wurden schwer verletzt, vier leicht, und die heil davongekommenen Frauen gebärdeten sich während der Löschaktionen wie rasend, so daß sie in Haft genommen werden mußten. Man hätte wahrscheinlich niemals etwas über die Geheimnisse des stillen Hauses erfahren, wenn ihm nicht dieses Mißgeschick widerfahren wäre. Die achtzehn Frauen, die dort seit Jahren wohnten, wurden durch eine nicht gerade schöne Charaktereigenschaft zusammengeführt. Auf diese Tatsache kam man erst am zweiten Tag nach dem Unglück. Miß Kardlonay, eine der schwerverletzten Frauen, lag im Sterben, und zur Ueberraschung der Pflegerinnen, die Miß Kardlonay und die übrigen Insassen des Hauses für arm gehalten hatten, erschien am Krankenbett der Newyorker Industrielle und Hauptaktionär des Schwachstromkartells William Kardlony. Er war der Vater dieser Frau, die in geflickten Kleidern einherging und das Mitleid der Nachbarn und Kaufleute der Umgebung erregt hatte. Miß Kardlonay starb. Und nun erfuhr die Oeffentlichkeit, warum sich die geretteten Frauen während des Brandes wie Wahnsinnige gebärdet hatten. In dem stillen, armseligen Haus lagen an Geld und Wertpapieren, soweit es amtlich festgestellt werden konnte, über zwei Millionen Dollar verborgen. Das war eine Sensation. Sie wurde aber bald durch die übrigen Untersuchungsergebnisse überboten. Nicht Miß Kardlonay allein konnte als Millionärstochter bezeichnet werden; fast alle übrigen siebzehn Frauen stammten dus wohlhabenden Häusern und verfügten über so viel Geld, daß sie ein Leben in Glanz und Pracht hätten führen können. Eine von ihnen, Mary Hars, war erst dreiundzwanzig Jahre alt und hätte nach dem Bericht eines Reporters trotz ihrer ärmlichen Kleidung auch ohne Reichtum einen Mann begeistern können. Was hatte die Frauen in diesem merkwürdigen Frauenasyl zusammengeführt? Hatten sie schwere Enttäuschungen erlebt oder huldigten sie einem Aberglauben? Am freimütigsten äußerte sich Mary Hars über das sonderbare Asyl. Was die Frauen zusammengeführt hatte, war nichts anderes als die Angst, zu verarmen. Ihr Geiz ließ ihnen draußen im Leben keine Ruhe. Sie fürchteten alles zu verlieren. Psychologisch interessant war, daß jede der Frauen sich ihren Reichtum am sichersten zu erhalten glaubte, wenn sie ihr Geld und alle Wertsachen in ihren Räumen versteckte und das Leben einer Bettlerin führte, nur um das Vermögen nicht angreifen zu müssen. Ihr Mißtrauen, eine Charaktereigenschaft, die sich immer mit dem Geiz paart, hielt sie davon ab, Geld oder Wertpopiere einer Bank zu übergehen. Ein anderes Rätsel Ein Tierarzt hatte kürzlich in Schweidnitz (Schlesien) an dem vierjährigen Löwen einer dort gastierenden Tierschau eine ungewöhnlich schwierige Operation vorzunehmen, die überraschend gut verlief. Wenn Raubtiere„zum Arzt gehen“, ist oft das Leben des Medikus weit mehr in Gefahr, als das des Patienten. Dazu kommt noch, daß zur Behandlung eines derartigen Vierbeiners ganz andere Instrumente, Methoden und Hilfsmittel erforderlich sind, wie etwa beim Menschen. Man kann z. B. einem an Halsentzündung leidenden Tiger nicht einfach einen Eßlöffel voll Medizin eingeben. Doch pflegt man das Tier dadurch zu überlisten, indem man in dem Augenblick, in dem es gerade vor Schmerz und Atemnot den Rachen weit aufsperrt, ihm mit einer Spritze die Medizin beibringt. Wo dieses Mittel versagt, kann man jedoch auch einfach dem erkrankten Tier die Medizin auf das Fell schütten. Wie alle Katzen pflegen Löwen, Tiger und Leoparden in diesem Fall die klebrige Flüssigkeit, die ihnen unangenehm ist, sofort abzulecken, womit ihr Zweck erfüllt ist. Junge Löwen müssen übrigens zu ihrer Kräftigung öfters Lebertran einnehmen. Sie pflegen sich hierbei genau wie kleine Kinder zu benehmen, denen auch ein Fläschchen Milch lieber wäre als die bitter schmeckende Mixtur. Was aber tut man, wenn ein Raubtier operiert werden soll? In diesem Falle ist natürlich besondere Vorsicht geboten, damit nicht etwa der„Patient" dem Arzt seinerseits zu einem längeren Krankenhausaufenthalt verhilft. Der Löwe oder Tiger muß daher an allen Vieren festgebunden werden, kann jedoch meist nur örtlich betäubt werden, da bei einer vollkommenen Narkose die Kontrollmöglichkeiten zu sehr eingeschränkt sind. Bei dem vierjährigen Löwen einer in Schweidnitz gastierenden Tierschau, der kürzlich operiert werden mußte, versuchte der Tierarzt eine andere Behandlungsmethode. Bei dem unglücklichen„Wüstenkönig“ war die Kralle einer Hinterpranke vollkommen eingewachsen und verursachte ihm hierdurch große Schmerzen. Der Tierarzt ließ nun zunächst dem Löwen einen mit Schlafmittel getränkten Fleischhappen vorwerfen, worauf der gefährliche„Patient“ sanft entschlummerte. Dann zog man die zu behandelnde Pranke durch das Gitter des Löwenkäfigs und band sie daran fest. Auf diese Weise konnte die Operation von außen und fast ohne Gefahr für den geschickten Tierarzt durchgeführt werden. Ebenso schwierig wie ein chirurgischer Eingriff is gewöhnlich die Geburtshilfe bei Raubtieren, da in diesem Falle das Muttertier weniger denn je einen Menschen an sich herankommen läßt. Nur der Wärter, mit dem es seit Jahren vertraut ist, hat die Möglichkeit, ihm zu helfen. Der Tierarzt muß sich daher bei der Geburtshilfe meist auf gute Ratschläge beschränken, ihre Ausführung aber dem Wärter überlassen. Bei geringfügigen Krankheitserscheinungen wird die Behandlung überhaupt vom Betreuer der Tiere allein durchgeführt. Es ist also durchaus nicht so einfach, etwa einen Löwen zu „pediküren“ oder einem Tigerbaby zur Welt zu verhelfen. Adei Brrentzer* Zu seinem 123. Seburtstag am 8. Dezember Von Dr. Werner Kloos, Leiter der Hambur ger Kunsthalle Am 125. Geburtstag Adolf Menzels gedenken wir nicht nur seiner höchsten Meisterschaft als Maler, Zeichner und Graphiker, sondern in gleicher Ehrsurcht der ungeheuren Willensleistung seines Lebens. Denn wenn auch kaum ein anderer deutscher Künstler des neunzehnten Jahrhunderts soviel Ruhm und Ehren gewann und soviel Anerkennung erntete, so hat das Schicksal es auch kaum einem anderen so schwer gemacht. Neun Jahrzehnte umspannte sein Leben, das der äußersten Pflichterfüllung geweiht war, aber trotz seiner Rüchternheit abenteuerlich genannt werden darf, machte es doch den armen Breslauer Lithographensohn zum Ritter des Pour le mérite, zum Geheimrat und zur Exzellenz. Die schwerste Lebensbürde war sein zwerghafter Wuchs und sein übergroßer häßlicher Kopf; zeitlebens blieb die Mißgestalt und Unzulänglichkeit seines Körpers eine fast unerträgliche Mitgift für sein künstlerisches Wollen. In dieser Gestalt aber wohnte nicht nur ein Genie, sondern ein brennender Ehrgeiz und der Wille, das leise spöttische Lächeln seiner Zeitgenossen in Bewunderung zu verwandeln. Adolf Menzel schuf ein gigantisches und unvergängliches Werk, bis aus dem unbekannten und verlachten Steindrucker die gefürchtete und verehrte„kleine Exzellenz“ geworden war, an deren Rock der Stern des, Schwarzen Adlerordens glänzte und deren Namen Titel und Adelsprädikat schmückten. Am 8 Dezember 1815 in Breslau geboren, um gab seine Jugend die Mühsal und Armut der bescheidenen Druckerwerkstätte seines Vaters. Unbezähmbarer Kurst. trieb, bald aber auch die Not nach des Vaters Tod, wiesen dem Jungen den Weg. In Berlin sollte Menzel die Akademie besuchen, hatte der Vater gewünscht, aber an die Stelle akademischer Erfahrungen tritt der Alltag — mit Einladungskarten, Glückwunschadressen und Weinkarten, Arbeiten, mit denen Menzel gleichwohl wie kein anderer vor ihm in die Geheimnisse und Möglichkeiten des graphischen Handwerks tief eindringt. Sein erster größerer Illustrationsversuch gilt Goeihes„Künstlers Erdenwallen". Er bringt dem jungen Lithographen nicht nur geschäftlichen Erfolg, sondern— was mehr für ihn wog— auch die Anerkennung seiner Künstler= kollegen und ein öffentliches Lob des Berliner Akademiedirektors Schadow. Bald darauf übernimmt Menzel eine weit größere Illustrationsaufgabe, über 400 Zeichnungen zur„Geschichte Friedrichs des Großen" von Franz Kugler. Diese Arbeit, die ihn über vier Jahre fesselte, wurde von größter Bedeutung für sein Leben, sie begründet seinen ersten Ruhm und sie verbindet seine Neigung mit dem Friedrich=Thema, dem er in der Zukunft noch so manches einzigartige Kunstwerk abgewinnen sollte. Menzel hatte mit unendlicher Sorgfalt den Stoff vorbereitet, in den Berliner Muscen und Schlössern, im Zeughaus wie in der Kunstkammer Hunderte von Studien gemacht, Tausende von scheinbar unwichtigen Einzelheiten aufgezeichnet und hat es dann doch vermocht, dem vollendeten Werke den Adel fast müheloser Leichtigkeit zu verleihen. Es beginnt mit diesen Illustrationen nicht nur ein neues glanzvolles Kapitel des deutschen Holzschnitts (Menzel erzog sich die Handwerker, die seinen Zeichnungen gerecht wurden), sondern der Künstler offenbart darin schon die ganze Weite seines Könnens, die ganze unmeßbare Hingabe, deren sein Willen fähig wird. Er bringt in jenen Jahren der ersten Meisterschaft Feder, Tuschpinsel und Stift zu einer Freiheit ohne gleichen und verstößt dennoch niemals gegen die Treue, Genauigkeit und Demut des echten Handwerkers. Der fünfund zwanzigjährige Menzel hat im„Kugler“ der deutschen Nation die Erscheinung Friedrich des Großen neu geschenkt; mit den Augen, denk geistvollen und leidenschaftlichen Einfühlungsvermögen Menzels werden auch noch spätere Generationen den großen König sehen. Aber nicht nur der Historie dient Menzels Zeichenwille. Seine Augen, bald hinter funkelnden Brillengläsern verdorgen, erspähen eine große Welt von „Motiven“, und nicht umsonst blieb sein Wahlspruch „Alles zeichnen ist gut, alles zeichnen ist besser“! Er zeichnete— mit der Linken so gut wie mit der Rechten — auf der Straße, in der Kutsche, in der Eisenbahn. er zeichnete abends im Atelier, bis die Nacht ihn überfällt, und zeichnete dann die Lampe und die Schatten an der Wand. Und alle seine Studien, aus fünsund. siebzig Lebensjahren, haben etwas von jener graphischen Besessenheit, die außer ihm vielleicht nur noch Dürer, Leonardo und Rembrandt durchglühte. In seinen Zeichnungen hat Adolf Menzel über alle hemmende Schwerkraft seines Lebens sich erhoben. Das, was die Natur ihm versagt hatte, in seinen Blättern gewinnt er es zurück, Anmut, Eleganz und federnde Kraft. Die farbige Welt der Malerei hat sich Menzel mit gleicher Zähigkeit erschlossen, auch als Maler hat er es zu unvergleichlichem Ruhm gebracht. Wir bewundern n seinen Gemälden die Frische und Beweglichkeit des Vortrages, die Unmittelbarkeit des Eindrucks und den schimmernden Reichtum der Palette. Wir bestaunen die einzigartige Sicherheit, für die es Schwierigkeiten nicht gibt, die alles malen kann: Licht, Nacht und Feuer, Regen, Wind und Bewegung. Menzels unermüdliche Schöpferkraft bringt immer neue Meisterwerke hervor, kleinformatige köstliche Stücke wie das„Balkonzimmer“ in der Berliner Nationalgalerie oder die großen vielfigurigen Bilder aus der preußischen Geschichte. Die besten sind jene, die einen erregenden und entscheidungsvollen Augenblick darstellen; in manchen einzelnen beugt sich allerdings der Hofmaler den Bedürfnissen der Repräsentation, aber auch ihnen schenkt Menzel höchste malerische Schönheit. Menzels Schaffen gehört zum dauernden Besitz des deutschen Volkes, er selbst zu den Unsterblichen in der Ahnengalerie der Nation. Heroisch darf sein Ringen genannt werden, das den tragischen Zwiespalt zwischen Genie und Gestalt überwand. Einsam und bescheiden, als ein Knecht rastloser Arbeit vollbringt er sein langes Dasein, das er mit neunzig Jahren am 9. Februar 1905 beschließt. Selbst die höchsten Ehren vermochten sein Leben kaum zu ändern, das nur der Pflicht gehörte. Der Wandel der Kunstauffassung und des Zeitgeschmacks deirrte ihn nicht. Stolz und selbstbewußt prägt er seinen eigenen Stil, der ehern und unsterblich im Buch der deutschen Kunstgeschichte eingetragen bleibt. „Romeo und Julia" im neuen Sprachkleid Uraufführung der Uebertragung von Rudolf Alexander Schröder Ein Theaterabend, der in dreifacher Hinsicht mit größter Spannung erwartet wurde: zum ersten Male bot er Shakespeares unsterblichen dramatischen Hymnus auf die Liebe in der neuen Verdeutschung Rudolf Alexander Schröders dar, erstmalig trat auch Gusti Huber, vom Film her weitesten Kreisen bekannt, auf der bedeutsamsten Bühne ihrer Heimatstadt auf. und schließlich setzte Lothar Müthel mit dieser Inszenierung die Erneuerung der Klassiker am Burgtheater fort. Schröder hat den Versuch unternommen, den hochbarocken Charakter der Shakespearischen Verse in ihrer kraftvollen Uppigkeit stärker als in der„klassischen" Uertragung Schlegels herauszuarbeiten und den„Rubenschen Überschwall" des Originals zu vollster Geltung zu bringen. Dies ist ihm auch gelungen. Seine neue Verdeutschung ist von strotzender Fülle, ihr erlesener Wortreichium läßt trotz mancher Härte Sprachwerte und gedankliche Zusammenhänge offenbar werden, die den Geist der Originaldichtung atmen. Lothar Müthei hatte auf die üblichen Kürzungen des umfangreichen Werkes verzichtet und sich mit Intensität einer gleichmäßigen Gestaltung mit allen Details und Episoden des dramatischen Geschehens gewidmet. Mitunter wurde die Technik des Films spürbar, wie etwa bei der ersten Begegnung Julias mit Romeo, die sich vor der Rampe gleichsam im Zeitlupentempo(Ausschnitt: Nahaufnahme) voll zog. Rochus Gliese schuf dazu die wuchtig=prunkvollen Bühnenbilder und prächtige Kostüme. Sehr glücklich führte sich Gusti Huber im Burgtheater ein: ihre Julia trägt von Anfang an das Antlitz der vom Tode gezeichneten Liebe, hinreißend und mit packender Gewalt gelingt ihr die Sterbeszene, bezwingend meisterte sie die großen Gefühlsausbrüche. Fred Liewehrs Romeo war durchpulst von der heißen südlichen Glut feuriger Leidenschaft— vielleicht die echteste Leistung des Abends! Markant zeichneten die übrigen Mitwirkenden die Nebenfiguren. Milen Dubrovie Orofessor Wilhelm Teudt 80 Jahre Ein Vorkämpfer der Germanenforschung Am 7. Dezember 1940 vollendete Pros. Wilhelm Teudt in Detmold. der Vorkämpfer der Germanenkunde, sein 80. Lebensjahr. Trotz seines hohen Alters ist Wilhelm Teudt noch immer tatkräftig auf dem Gebiete der Erforschung des Kulturzustandes der Germanen tätig. Er hat mit unermüdlichem Forscherdrang die beschämenden Vorstellungen über das Leben der Germanen zugunsten einer wahrheitsgetreuen Darstellung beseitigt und darüber hinaus wertvollste Aufschlüsse über das kultische Leben unserer Altvorderen erbracht. So ist ihm der Nachweis zu verdanken, daß die Erternsteine im Teutoburgerwald das bedeutendste Volksheiligtum der Germanen sind. Seine Anregungen ebneten der Germanenforschung neue Wege. Seine, Verdienste wurden vom Führer durch die Verleihung des Professortitels anerkannt. Kleine Rundschau Professor Kirchner nach München berufen. Der bisherige Direktor der Frankfurter Bibliothek für Neuere Sprachen und Musik, Professor Dr. Joachim Kirchner, folgt einer ehrenvollen Berufung als Leiter der Universitätsbibliothek in München. Ehrung des flämischen Malers Alber! Servaes. Soeden wurde der„Große Preis der plästischen Künste" dem flämischen Maler Albert Servaes zugesprochen. Servaes wird als der größte lebende Maler Flanderns bezeichnet. Er hat sich mehrfach freudig für Deutschland bekannt. Professor Nauen gestorben. Im 61. Lebensjahr ist in Kalkar der Kunstmaler Professor Heinrich Nauen gestorben. Auch Museen sind gefragt. Nicht nur Konzerte und Theatervorstellungen melden überraschend guten Besuch. auch der Besuch von Museen und Ausstellungen beweist den Kulturhunger des deutschen Volkes. So wird aus Bielefeld berichtet, daß das dortige Museum im Monat November 1940 rund 4000 Besucher und das Städtische Kunsthaus rund 3000 Besucher aufzuweisen hatten. Reichsbühnen gastieren in Wien. Zur Grillparzerwoche in Wien wurden zwei Bühnen des Reiches zur Mitwirkung eingeladen. Die Berliner Volksbühne wird mit der Neuinszenierung von„Medea“ mit Liselotte Schreiner in der Titelrolle und in der Inszenierung Ernst Martins sowie die Bühne der Stadt Bochum mit „Ein Bruderzwist in Habsburg“ in der Neuinszenierung von Professor Dr. Saladin Schmitt gastieren. Unerreicht an Aromafülle") ATNRAN 5 Nahezu 100 der kostbarsten Tabak=Proventenzen und=Klassen verleihen der Atikah eine einzigartige Aromofulle, der man mub-jedem Zug neue Feinheiten 2 MFA Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 8. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 337 Westtalen-Roed und Hachbargese Wer rann steoei! Die Voraussetzungen für den Erwerb des Neubauernscheins Außer Lust und Liebe zur Landarbeit gehören noch andere Vorbedingungen zum Siedeln, damit das Vorhaben, Bauer auf eigener Scholle zu werden, auch gerät. Aus zweierlei Gründen wird eine ganze Reihe Forderungen zur Erlangung eines Neubauernscheins des Reichsnährstandes gestellt, um möglichst alle Fehlerquesken bei der Neuansiedlung auszuschließen, um also den Siedlungsbewerber selbst zu schützen, und um die Mittel, die die Allgemeinheit den Siedlern zur Verfügung stellt, in die richtigen Hände zu leiten. Die Neubauernsamilie muß erblüchtig sein Mit die wichtigste dieser Voraussetzungen lautet: Die Neubauernsamilie muß erbtüchtig sein! Die Auslese soll sich auch für die künftigen Geschlechter günstig auswirken. Die Erhebungen erstrecken sich bis zu den Großeltern des Mannes und der Frau, auch Geschwister, Onkel, Tanten und Kinder werden eingezogen, damit Familien mit Veranlagung zu Erbkrankheiten von vornherein ausgeschaltet werden. Bewerber und Kinder werden ärztlich untersucht, und eine zuverlässige Begutachtung des Erbwertes der Gesamtfamilie wird sichergestellt. Das Aller der Bewerber Hinsichtlich des Alters der Bewerder wird verlangt, daß der Mann wenigstens das 25., die Frau das 18. Lebensjahr erreicht hat. Ist die Braut älter als 30 Jahre, wird der Antrag in der Regel bis zur Heirat und Geburt eines Kindes zurückgestellt, ist die Braut über 35 Jahre alt, wird der Antrag grundsätzlich abgelehnt. Eine Ehe muß spätestens vor Inbesitznahme des Neubauernhofes geschlossen werden. Die derufliche Eignung Daß es vor allem auch auf die berufliche Eignung ankommt, ist selbstverständlich. Der Kreisbauernführer erstattet ein Gutachten darüber, ob der Bewerbei die Gewähr gibt, einen neuen Hof aufzubauen. Neubauern, die nach dem 1. April 1915 geboren sind, haben die bestandene Landwirtschaftsprüfung nachzuweisen, deren Voraussetzung wieder die bestandene Landarbeitsprüfung ist. Sehr erwünscht ist der Besuch einer Landwirtschaftsschule. Frauen von Bewerbern, die nach dem 1. April 1921 geboren sind, müssen die ländliche Hauswirtschaftsprüfung abgelegt haben. Auch in diesem Falle ist der Besuch einer Landwirtschaftsschule oder einer Frauenschule sehr erwünscht und wird angerechnet. Geordnele Vermögensverhältnisse Grundsätzlich sollen die Bewerber alle Kenntnisse besitzen, die notwendig sind, um einen Bauernhof nach neuzeitlichen Grundsätzen selbständig zu bewirtschaften. Geordnete Vermögensverhältnisse, also Nichtvorhandensein von Schulden, sind eine weitere Voraussetzung. Ob der Anwärter Vermögen hat, ist bei der Entscheidung über die Zuerkennung des Neubauernscheins ohne Belang. Nationalsozialistische Gesinnung und Einsatzbereitschaft sind weitere selbstverständliche Grundbedingungen, wie auch die nationalsozialistische Erziehung der Kinder im Elternhaus gewährleistet sein muß. Auch der Leumund wird bei der Beurteilung herangezogen. Alle diese Voraussetzungen bieten in der Regel die Gewähr dafür, daß der Bewerber auf der Neubauernstelle besteht und sich in die Dorfgemeinschaft einfügt. Ind ins Munsteriane NS-Schwestern in Warendorf Warendorf. Die kürzlich in Warendorf eingerichtete Schwesternstation der NSV ist nunmehr mit drei Schwestern besetzt worden. In engster Zusammenarbeit mit dem Amtsarzt versehen sie unter Benutzung von Motorrädern in Stadt und Kreis Warendorf ihren segensreichen Dienst zum Besten der Bevölkerung. Ihre besondere Hilfe gilt den Müttern und Kindern. Diese neue Einrichtung der NSV wird allgemein freudig begrüßt. Von der Treppe gefallen und schwer verletzt Ahlen. Eine hiesige Einwohnerin aus der Stadtmitte erlitt vor einigen Tagen einen bedauerlichen Unfall. Als die Frau morgens in aller Frühe die Treppe in ihrer Wohnung herunterging, kam sie in der Dunkelheit böse zu Fall und zog sich ernste innere Verletzungen zu. Bauernhaus braunte nieder Tecklenburg. Im benachbarten Leeden geriet das Bauernhaus des Bauern Ernst Osterkamp, das von der Familie Steinhage bewohnt wurde, in Flammen und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Sämtliches Vieh und der größte Teil des Inventars konnten gerettet werden. Die Entstehungsursache ist nicht bekannt. Vorghorst soll schöner und größer werden Borghorst. In einer gemeinsamen Arbeitstagung der Gemeinderäte, des Sparkassenvorstandes und des Vorstandes des Heimatvereins legte Bürgermeister Reinbrecht einen großzügigen Bebauungsplan vor, der auch eine Umgestaltung und Verschönerung des Ortsbildes vorsieht. Nach diesem Plan ist nach Kriegsende u. a. folgendes vorgesehen: Neugestaltung des Adolf=Hitler=Platzes und des Platzes„Auf dem Schilde", Bau eines H3=Heimes und eines Heimathauses sowie eines neuzeitlich eingerichteten Lichtspielhauses. Das Rathaus wird durch den Anbau eines Seitenflügels bedeutend vergrößert werden, um alle Verwaltungszweige, die jetzt in drei verschiedenen Bauten untergebracht sind, unter einem Dach zu haben. Nach dem Standpunkt des Bürgermeisters, daß die Schulen die kulturelle Visitenkarte eines Ortes sind, wird neben dem Neubau einer Schule in Wilmsberg auch eine Erweiterung der Mittelschule durchgeführt werden, ferner sollen die Schulklassen von Grund auf instand gesetzt werden. Um auch das Wohnungsproblem in Borghorst zu lösen, ist schon jetzt Vorsorge getroffen, daß im ersten Friedensjahr 75 Siedlungshäuser errichtet werden. Die Umgestaltung und Verschönerung des Ortsbildes sowie der Bau von Siedlungshäusern und Schulen sollen nach vielen hundert Jahren noch Zeugnis ablegen von dem unbesiegbaren Willen und der Kraft der nationalsozialistischen Bewegung. ihr Auskommen geben und die auch den Namen der Industriestadt Emsdetten, vor allem als Ort der Juteindustrie, weit und breit bekannt gemacht haben. Tag für Tag steht Spulmeister Lammers en seinem Arbeitsplatz, und wir wünschen ihm zu seinem Ehrentage, daß ihm noch recht viele schaffensfrohe Jahre beschieden sein mögen. Betriebsführer und Gefolgschaft sprachen ihm ihre herzlichsten Glückwünsche aus. Roch immer vermißt Coesseld. Die Nachsuche nach dem seit Donnerstag vermißten zweieinhalbjährigen Töchterchen der Eheleute Franz Maas, von Coesfeled, worüber wir schon gestern berichteten, blieb bisher leider erfolglos. Auch die seitens der Polizei mit größter Gründlichkeit durchgeführten Nachforschungen sind bis jetzt ergebnislos verlausen. Die Absuche des Unterlaufes der Verkel, an derem Ufer das Kind zuletzt spielend gesehen wurde, hatte auch keinen Erfolg. Die Coesselder Kriminalpolizei teilt zu diesem mysteriösen Fall mit, daß das vermißte Kind leider mit ziemlicher Sicherheit in den Fluten der Berkel ertrunken sein wird. Sie vermutet, daß die Leiche der Kleinen in dem Berkelumlauf Richtung Kuchen=Süring=Straße abgetrieben wurde. Die Coesfelder Bevölkerung wird gebeten, sachdienliche Beobachtungen sofort der Kriminalpolizei mitzuteilen. Jolanihe auf der Ilucht Bockum=Hövel. In dunkler Abendstunde hatte ein hiesiger Volksgenosse ein nicht alltägliches Erlebnis. Auf der Bockumer Straße stieß er plötzlich mit einem Schwein zusammen, das sich mutterseelenallein auf einem Spaziergang befand. Die drei Zentner schwere Jolanthe hatte es wohl in der Nase gehabt, daß das letzte Stündlein für sie geschlagen hatte. Das feiste Borstentier wollte sich jedoch seinem Schicksal und dem Schlachter durch die Flucht entziehen. Aber das Schwein hatte wenig „Schwein“, es wurde aufgegriffen und mußte unweigerlich den Weg allen Schweinefleisches gehen, so wie es sich für eine richtige„Schweinerei“ geziemt. Unsere lieben Allen In Ladbergen(Kreis Tecklenburg) vollendet heute, am 8. Dezember, der Landwirt Wilhelm Stork, sein 81. Lebensjahr. In seinen jungen Jahren war Herr Stork Hollandgänger; er hat als solcher mit Torfstechen sein Geld verdient. Später diente er aktiv bei der Garde in Berlin. Auf diese schöne Zeit ist er immer noch mit Recht sehr stolz. Von seinen drei Söhnen sind zwei im Weltkrieg gefallen. Im Juni 1937 feierte er mit seiner noch lebenden Frau das Fest der goldenen Hochzeit. In Everswinkel feierte in diesen Tagen der Schneider Engelbert Rott seinen 80. Geburtstag. Vater Rott ist trotz seines hohen Alters noch sehr rüstig und nimmt noch immer regen Anteil an allem großen und kleinen Geschehen in der engeren Heimat und im weiten Vaterland. Ihren 80. Geburtstag feierte in Ibbenbüren Frau Ww. Agathe Lagemann. 57 Jahre lebte sie mit ihrem Gatten in glücklicher Ehegemeinschaft und schenkte 12 Kindern das Leben. Oma Lagemann ist noch sehr rüstig und frisch und verrichtet noch alle vorkommenden Hausarbeiten. Wir wünschen allen Geburtstagskindern viel Glück und Freude für die Zukunft. Weihnachtsbeihilfe des Arbeitsamtes Für Urlauber in Außenarbeit Für Gefolgschaftsmitglieder bei Bauvorhaben und allgemein für Dienstverpflichtete und Gleichgestellte, die infolge ihrer Arbeitsaufnahme von ihren Angehöriggetrennt leben müssen, und die von ihrem Betriebsführer von der Arbeit zu Weihnachten freigestellt werden können, hat der Reichsarbeitsminister auch für diees Jahr zugelassen, daß die Arbeitsämter aus Mitteln des Reichsstockes für Arbeitseinsatz im beschränkten Umsange eine Weihnachtsbeihilfe gewähren, um solchen Gefolgschaftsmitgliedern den Besuch der Angehörigen zu erleichtern. Die Weihnachtsbeihilfe wird wie im Vorjahre in der Form gewährt, daß der Unternehmer Entschädigungen für den Verdienstausfall während der Weihnachts= und Neujahrswoche für seine Gefolgschaftsmitglieder zahlt und vom Arbeitsamt erstattet erhält. Die Weihnachtsbeihilfe ist eine Leistung des Reichsstocks und kein Arbeitsentgelt. Sie wird auch neben einer etwaigen Weihnachtsgratifikation gewährt. Selbstverständlich kann es sich mit Rücksicht auf die angespannte Lage des Arbeitseinsatzes und die Belastung der Reichsbahn nur um beschränkte Freistellungen handeln. diger, der über gründliche Kenntnisse des Jugendrecht, verfügen und darüber hinaus auch die menschliche Ougs: tät zum Erzieher haben müsse. Erhaltung des Wildbestandes im Teutoburger Wald Detmold. Um den reichen Wildbestand des lin, vischen Teutoburger Waldes auch in diesem Winter zu erhalten, wird jetzt in den staatlichen Förste, reien die Aufspeicherung der Futervorräte vorge, nommen. Besonders Kastanien und Eicheln sind überall in den beimischen Wäldern in großen Mengen gesammelt worden. So wurden kürzlich u. a. in der Försterei Externsteine annähernd 50 Zentner angefahren. Diese Maßnahmen werden dazu beitragen, daß auch das Wild in den beimischen Gemarkungen in diesem Winter keine Not zu leiden braucht. Umherstrolchende Zigenner festgenommen Jugendverteidiger gefordert Als Mittler zwischen Richter und Jugendlichen Mit der Einführung des Jugendrechtes wurde gleichzeitig die Forderung aufgestellt, daß die Jugend vor besondere Richter, die engen Kontakt mit der H3 haben, gestellt werde. Auch die Jugendschöffen sollen aus den Reihen der HJ=Führer und BDM=Führerinnen herangezogen werden. In der Zeitschrift„Deutsches Recht“ fordert Kammergerichtsrat Dr. Keßler, Mitglied des Jugendrechtsausschusses, außerdem den JugendvecteiPaderborn. Anfang November wurden in der Gemarkung von Henglarn im Kreise Büren vier Zigeuner mit Kindern und anderem Anhang festgenommen, die sich ziel= und planlos dort umhertrieben und sich wahrscheinlich mehr durch Betteln und auf ihre„Art“ als durch Arbeit ernährten. Der 51 Jahre alte, dreimal einschlägig vorbestrafte Martin Matz. seine Frau Olga und sein Sohn Karl Matz, sowie eine 23 Jahre alte Pflegetochter Adelgunde Reingardt, die trotz ihres Ledigenstandes vier Kinder hat, kämen jetzt für einige Wochen in Haft. Martin Matz bekam drei Wochen, die anderen je zwei Wochen. Daran anschließend wurden sie einem Sammellager zugeführt, wo sie für die Dauer des Krieges interniert werden und somit ihre Gefahr für die öffentliche Sicherheit gerade jetzt während der Kriegszeit beseitigt ist. Die Pserorzachl in Westsoten Das Tempo des pferdezüchterischen Aufbaues in Westfalen von 1933— Die Bewegung der Fohlenbestände 1938 40 Jahre bei einer Firma Emsdetten. Vor einigen Tagen konnte der Spulmeister Josef Lammers auf eine ununterbrochene 40jährige Tätigkeit bei der Firma Biederlack u. Co. zurückblicken. Insgesamt steht der Jubilar jetzt bereits 56 Jahre zwischen Spulen und Schifschen, die vielen Tausenden von arbeitenden Menschen des Münsterlandes Goethe=Medaille für Professor Teudt Der Führer hat dem Professor Wilhelm Tend! in Detmold aus Anlaß der Vollendung seines 80. Lebensjahres in Würdigung seiner verdienstvollen Anregungen und seines kämpferischen Einsatzes für die breitere Wertschätzung der germanischen Vorgeschichte die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Doppelmord im Zuchthaus Drei Gefangene sind ausgebrochen Celle, 7. Dezember. Aus dem Zuchthaus in Celle sind am 5. Dezember #n:“ sie sind ja so MONDAMIN Mondamin gibt es auf die mit einem Xversehenen Abschnitte der Reichsbrotkarte für Kinder bis zu 6 Jahren zegen 17,30 Uhr drei Gefangene ausgebrochen, nachdem sie einen Mitgefangenen und einen Strafanstaltsbeamten mit einem Hammer erschlagen haben. Bei den Verbrechern handelt es sich um 1. Heinrich Waldrowitz, geboren am 7. 9. 1903 zu Schadwalde, Kreis Marburg, 1,62 Meter groß, Haar geschoren, beide, Arme tätowiert; 2. Ernst Ehmk, geboren am 15. 7. 1903 zu Kiel, 1,78 Meter groß, schlank, Haar geschoren, Narbe in der Kehlkopfgegend, Leberfleck an der rechten Halsseite; 3. Heinrich Rippe, geboren am 16. 3. 1908 zu Fitzendorf, Grafschaft Hoya, 1,68 Meter groß, schlank, Haar geschoren. Bekleidung: Alle drei tragen wahrscheinlich noch Zuchthauskleidung, bestehend aus schwarzem Käppi, blauer Jacke mit Aermelstreifen, schwarzer Hofe mit Längsstreifen, sowie Arbeitsschuhe aus Stoff. Einer, wahrscheinlich Ehmk, trägt die graue Diensthose des erschlagenen Strafanstaltsbeamten. Ein anderer hat sich vermutlich durch einen Einbruch Zivilkleidung beschafft, wahrscheinlich einen Lodenmantel mit der Firmenbezeichnung„I. H. Dreyer“, eine Lodenmütze mit Ohrenklappen und ein Paar schwarze Reitstiefel. Es besteht die Möglichkeit, daß alle drei falsche Pässe, insbesondere Waffen u. Führerscheine sich verschafft haben. Sie haben geäußert, über Kiel nach Schweden zu entfliehen. Die Ausbrecher sind schwer vorbestraft, Ehmk u. a. wegen Mordes. Gewaltverbrecher hingerichtet Essen, 7. Dezember. Wie aus Berlin gemeldet wird, ist am 5. Dezember 1940 der am 25. September 1910 in Holten bei Oberhausen geborene Heinrich Peters hingerichtet worden, den das Sondergericht in Hannover am 29. August 1940 als Gewaltverbrecher wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt hat. Peters, ein vielfach vorbestrafter Gewohnheitsverbrecher, hat sich nachts in eine Gastwirtschaft eingeschlichen und die alleinstehende Gastwirtin ermordet und beraubt. Zusammenstoß von vollbesetztem Autobus mit Lokomotive. Bochum. Ein Autobus aus Wanne=Eickel, der täglich etwa dreißig weibliche Angestellte zu ihrer Arbeitsstätte bringt, wurde auf dem Bahnübergange der Wittener Straße im Stadtteil Laer von einer Lokomotive der Reichsbahn erfaßt und erheblich beschädigt. Fünf der Insassen wurden schwer, acht weitere leichter verletzt. Eine der schwerverletzten Frauen ist kurz darauf gestorben. Die Entwicklung im deutschen Pferdezuchtstall steht aus naheliegenden Gründen gegenwärtig besonders in landwirtschaftlichen Kreisen im Mittelpunkt erhöhter Aufmerksamkeit. Aber auch die Pferdeverbraucher und nicht zuletzt der Pferdehandel verfolgen die züchterischen Bestrebungen hier mit besonderem Interesse. Von diesem Blickfeld aus betrachtet dürfte im besonderen ein Rundgang durch die Pferdeställe in den westfälischen Landkreisen, soweit sie in der Pferdezucht mit an hervorragender Stelle stehen, befonders aufschlußreich für alle beteiligten Berufskreise sein. Eine derartige Rundreise läßt nach den Ergebnissen der Pferdezählungen des Statistischen Reichsamtes von Dezember 1933 und Dezember 1938 folgendes Bild pferdezüchterischen Aufbaues entstehen: Landkreise: Fecklenburg Warendorf Beckum Lüdinghausen Münster i. W. Steinfurt Coesfeld Ahaus Borken Recklinghausen Minden Lübbecke Herford Halle i. W. Bielefeld Wiedenbrück Paderborn Büren Warburg Höxter Arnsberg Meschede Brilon Lippstadt Soest Unna Ennepe=Ruhrkreis Iserlohn Altena Olpe Fohlen unter Dez. 1933 493 381 690 1052 795 864 1079 1 008 597 603 111 117 91 65 42 172 331 626 " 457 511 180 176 195 331 379 497 84 199 63 27 1 Jahr alt Dez. 1938 976 741 1036 1 452 1243 1554 1561 1699 1089 883 202 325 234 168 85 490 594 868 534 700 284 281 266 479 541 613 165 238 133 75 Veränderung in% + 98% + 94% + 50% + 38% + 56% + 80% + 45 + 69% + 82% + 46% + 82% + 178% + 157% + 158% + 102% + 185% + 79% + 39% + 17% + 37% + 58% + 60 + 36% + 45% + 43% + 23% + 96% + 20% + 111% + 178% Das vorstehende Vergleichsbild ergibt, daß die Zunahme der Fohlenbestände in den westfälischen Landkreisen in der Berichtszeit erheblich schwankte. Der Fohlenbestand Westfalens betrug im Dezember 1933 insgesamt 12847 Stück, im Dezember 1938 dagegen 20264 Stück. das bedeutet eine Zunahme von rund 7417 Stück= 58 Prozent. Vergleichsweise belief sich die Zunahme in Ostpreußen auf 55 Prozent, in SchleswigHolstein auf 109 Prozent und in Hannover auf 95 Prozent. Ohne Zweifel wird das Tempo der Zunahme sich auch in der westfälischen Pferdezucht bisher nicht verringert haben. Zuchtviehversteigerung in Osnabrück Zur 115. Osnabrücker Zuchtviehversteigerung am Freitag, dem 13. Dezember, gibt es wieder ein großes und ausgesuchtes Angebot an reichsgekörten Ebern und Bullen, sowie an hochtragenden Kühen und Rindern. Ueber 60 Eber aus bewährten Zuchten im richtigen Typ mit guter Schinkenbildung sind gemeldet. 50 Bullen aus meist hochprozentigen Leistungskühen, gesund, robust aufgezogen, aus Osnabrücker und Emsländer Herden kommen zum Auftrieb. Große Auswahl ist unter den 150 hochtragenden Kühen und Rindern, die alle auf Euterkrankheiten und Bazillus Bang untersucht und gegegen Transport= und Abkalbeschäden versichert sind. Das Verzeichnis für die zur Vorstellung kommenden Tiere ist durch die Geschäftsstelle der Osnabrücker HerdbuchGesellschaft e.., Osnabrück, Möserstraße 10, Fernruf 5529 kostenlos zu beziehen. FernP An-DA ist zum Mischen mit Bohnenkaffee wie geschaffen! Nles Willshaus uns diar Lindr Im„Wilskotten“ bei Raestrup Wenn eine in ländlicher Abgeschiedenheit liegende Bauernkneipe im Volksmund den hochtrabenden Namen „Kurfürst“ führt, wenn die Bauern und Fuhrleute den behäbigen Schenkwirt scherzhaft mit„Herr Kurfürst“ anreden, dann muß das doch etwas auf sich haben. Ueber der deftigen Eichentür mit dem schmiedeeisernen Klopfer heißt es schlicht und einfach„Wilskotten". Etwas höher aber hängt das„Wahrzeichen" des Hauses, ein von Wind und Wetter mitgenommenes Holzschild. Der unbekannte Maler hat, um der Nachwelt keine Rätsel aufzugeben, in der Unterschrift vermerkt, wen er darstellen wollte, und so lesen wir:„In Bischoff zu Münster und Kuhrfürst zu Kölln“. Zwei oder drei Meter vor dem Hause läuft der Schienenstrang der Bahn Münster—Lippstadt hin und gleich daneben die Landstraße nach Warendorf. Mancher wird das schmucke Fachwerkhaus unter den hochragenden Linden kennen, mancher wird der Bedeutung des Kurfürstenbildes nachgesonnen haben. Vielleicht haben sich auch Heimatsorscher um die Sache bekümmert. Wir wollen einmal eintreten, und bei Münsterländer Korn und Schinkenbutterbrot hören, was die Einheimischen von ihrem„Wilskotten“ erzählen. Der Wirt selbst weiß nur wenig. Er holt eine vergilbte Urkunde aus dem Jahre 1765, in der Maximilian Friedrich, Erzbischof zu Cölln, einem Churfürstlichen Hauptmann in Münster ein Antwortschreiben des Markgrafen zu Baden zur Kenntnis gibt. Der Teufel mag wissen, wie das Schreiden hierhin gekommen ist. Immerhin wird es als wertvolles„Beweisstück“ aufbewahrt. Uns sagt dieses Dokument allerdings nur wenig, und wir freuen uns, als der Wirt uns einen Bauern aus der nächsten Nachbarschaft herholt, der in der Geschichte seiner Heimat beschlagen ist. Sicher wird der Wilskotten, so erzählt er, an die 300 Jahre alt sein. Früher stand er etwa 30 Meter südlich an dem hinter dem Hause herlaufenden alten Münsterweg. Es wur weit und breit das einzige Wirtshaus zwischen Telgte und Warendorf, und der Kurfürst soll hier gerastet haben, wenn er seinen Landsitz in Sassenberg aufsuchte oder wenn er in der„Großen Heide“ zwischen hier und Everswinkel der Brackenjagd nachging. Diese Volksüberlieferung hat dann der eingangs erwähnte Maler, vielleicht gestützt auch auf die ebenfallerwähnte Urkunde, wohl verewigen wollen. Andere Leute erzählen, daß Napoleon in Wilskotten abgestieIs später die Kosaken durch: sie das Wirtshaus nicht ungeschoren gelassen haben. Die Erinnerung an diese Zeit ist übrigens noch recht lebendig. Großvater Beermann, der Vater unseres Gewährsmannes, wußte zu berichten, daß die Bevölkerung ein panikartiger Schrecken erfaßt hatte. Die Mädchen und die Pferde wurden in die„Große Heide“ geschickt. Die Türen hielt man verschlossen. Nur die alte Oma auf Speckenbockholts Hof hatte keine Angst. Sie holte die wilden Reiter ans Herdfeuer, buk ihnen Speckpfannekuchen und ließ sich ihre russischen Lieder vorsingen. Vor rund 100 Jahren tagte im„Wilskotten“ der Schützenverein der Bauerschaft Müssingen, dessen Tradition jetzt vom Schützenverein Raestrup weitergeführt wird. Im Revolutionsjahr 1848 traten die Bauern der Umgegend vor dem alten Wirtshaus an und marschierten mit ihren Schützensäbeln gen Warendorf, um„Ordnung zu schaffen“. An die Eisenbahn dachte damals noch kein Mensch. Sie wurde erst in den 80er Jahren gebaut. Die Botenfuhrwerke und die Post hielten auf ihren Fahrten zwischen Münster und Warendorf am„Wilskotten“ Auch zur Nachtzeit fanden sie Einlaß, wenn sie den eisernen Klopfer in Bewegung setzten. Die Gäste bedienten sich selbst mit der Schnapsflasche, während der mit einer Lederschürze bekleidete Wirt Brot für die Pferde schnitt. Uebrigens war der Aufenthalt am Wilskotten mehr oder weniger zwangsläufig. Bis zu den 80er Jahren etwa war die Straße noch durch einen Schlagbaum versperrt. Für jedes Fuhrwerk mußte eine Wegebenutzungsgebühr bezahlt werden. Ein niedriger Anbau a mrechten Flügel des Wilskottens war die Behausung am rechten Flügel des Wilskottens war die Behausung Fenster und hielt von hier aus den Fuhrleuten den an einem langen Staken befestigten„Klingelbeutel“ hin. Wir schon erwähnt, liegt der Wilskotten unter hochragenden Linden. Direkt hinter dem Hause steht ein mehrhundertjähriger Baumriese, der, wenn auch vielleicht nicht unwidersprochen, für sich in Anspruch nimmt, die dickste Linde des Kreises Warendorf zu sein. Der Stamm, der gespalten ist und früher einen regelrechten „Eingang“ bildete, wächst langsam wieder zu. Sein Umsang soll in Brusthöhe gut sechs Meter betragen. Wenn dieser alte Baum erzählen könnte, würde unser Wissen um die alte Geschichte des„Wilskotten“ nicht so dürftig sein. K. gen sei. Ald pan: ei. Mosaten. Tulchzogen, werden sie En selten Begräwnis u de Hosen Bärnd Riems Röfüs saggen Nu wäör he doch stuorwen, de golle Bärnd Riems. De leste Tied saoll he sick nich gnedd un hadde et grülick up de Buorst. En paar Dage konn he all nich mähr ut't Bedde— un nu wäör he daut. Sin ganze Liäben hadde he nicks anners kannt äs arbeiden von muorns bröh beß gobends lat. Daoniäben hadde he aower eene Liedenschaft,’ne heete Liedenschaft för de Jagd. Off dat nu to de Tied— ei sind all wull vettig Jaohr hiär— ümmer met rechten Dingen togaohn is, off he alltied sinen Padarm— vandage segg man Jagdschin— in Ordnunk harr, dat weet ick nich. Manksen mogg he auk wull den Gränsen nich streng noog beacht“: häbben, dat weet ick auk nich, aower jagen moß he, dat konn he nich laoten. Dör de schwaore Arbeid sien ganze Liäden lang wäör he'n dietken klowerig wuorden; saog he aower 'n„Blömken“ wippen, dann konn he verdaommt slink sine Büß an die Backe kriegen An sinen gollen Püster hadde he sick so wüehnt, dat et all merkwürdig togaohn moß, wenn de Schuß achterhiär gonk. Ick kann mi Bärnd noch guedd vörstellen, äs ick ös Jung met up de Jagd gaohn un dat Holster driägen droff. Wi Jungs sammelnden dann de Patronenhülsen un stuorken se up de Finger. Bärnds Hülsen wäören anners äs de von de annern Jägers, se hadden so’nen giälen Messingpinn, wao de Hahn upflaog. Un prümen deih Bärnd, dao wäör“t Ende von wegg. Den ganzen Dagg schüörf he den Oost Tabak hen un hiär un speeg den drunen Saft in de Giegend. Nu soll Bärnd begrawt wärden, un Losepp Brinkhus, well sin beste Jagdkumpan west wäör, stellde den Wagen met de grönen Rengsten, um den Sarg ut de Buerschopp nao't Duorp to brengen. Faot ächtern Sarg gongen de Fraulü. An de Fraulü schluotten sick de Mannslü an, un unner jähr wäören auk Bärnds Waidgenossen. As se met den dauden Bärnd tüsken de Büsk kaimen un den Angel harupförden, dao luerden un spekuleerden se all in de Strük un üöwer de Hieggen, off nicks te seihen wäör. „Wat sick de Hasen in'n Bokel nu wull freit, dat Bärnd nich mähr langs de Hieggen strieken un jähr wat up'n Pelz briännen kann“, sagg Josepp Brinkhus to Henrich Sundermann. „Dao kanns up an“, gaff Henrich wier trügge,„dat be vonbage berünbend!“ Nu wüör vertelld, wat se alle von Bärnd wüssen un wat se met em beliäwt hadden. „Weeß du noch daomaols, äs Bärnd...“, so gonk et hen un hiär. Se wüssen genog von em, man konn wull'n Book üöwer em schwriewen. „Jau, jau“ mennde Speckings Giärd,„de Hasen wäörn wahne spee, wenn se Bärnd saogen; se gongen em wiet ut'n Weg“. As se nu met den Liekenwagen an Bärnd Rodders sinen Klaower vörbikaimen, dao satten dao twee Hasen. De moken'n Männken un keeken nao den Liekenzug. „Nu kiek äs an“, sagg de aolle Schomaker,„jüst äs wenn se präsenteern willt!“ „Wisse, wisse“, reip Anton Pöttkers,„se willt em noch eenmaol winken". Unner Küern un Vertellen kaimen se up'n Kiärkhoff, de en lück affsiets von't Duorp lagg.“ De Sarg wäör all in't Graff harunnerlaoten. Nu kiek dao, wat is dat dann?— De Jägers stodden sick an un keeken üöwer de Hiegge up'n Kamp. Dao kaim wiet ut'n Busk'n Hasen, mok en grauten Buogen üöwern'n Esk un stüerde up'n Kiärkhoff to. Dör'n Lock in de Hiegge sprüng he üöwer de Griäwer, midden dör de Truerlüde dör un dann üöwer dat noppene Graff von Barnd. Dann gonk de Has den Wegg wier dör de Hiegge nao'n Busk trügge. Alle stonnen äs versteenert, deß Josepp Brinkhus sagg: ."„Nu springt doch waohrhaftig so'nen Krummen uower't Graff un will sick üöwertügen, off Bärnd würklick daut is“. „Vlicht will he Bärnd jüst so äs wi de leste Ehr' bewiesen“, mennde Sundermanns Henrich. Dao wuorden de Augen von sine Frönde so märkwürdig blank, un Henrich wiskede sick’ne Träön von de Backe. He konn de nicks an maken, he hadde sick met Bärnd alltied guedd verstaohn. Naohiär drünken sick de Jägers noch mährere Runden bi Konrad up Bärnd, un mährmaols wuorde up Bärnd noch en Horrido utbracht. Lange Tied küerden de Lüde dann noch üöwer düt seltene Begräwnis. Mine Geschichte häört sick'n dietken nao Jägerlatin an, wat se gower nich is. Se hät den Vördeel, dat se nich utdacht, dat se würklik un waohrhaftig so passeert is, äs ick se hier henschwriewen häb. Th. Speigelegger! Das Mammut aus Ahlen Ein interessauter Jund vor 30 Jahren An der Stelle, wo heute in Ahlen das Gebäude der Kreisberufsschule steht, befand sich vor etwa 30 Jahren eine Ziegelei. Das Material für die Ziegel lieferte eine Grude auf dem Gelände des jetzigen Josef=GoebbelsPlatzes. Im Jahre 1910 fanden Arbeiter in der Grube sonderbar geformte und ungewöhnlich lange Knochen, deren Maß über die Knochen aller bekannten SäugeSnautkuhlenjanns harr sine Plauge mit de Järkstern un Biunhiägers. Di Hiäggers wör hei Här woren. Hei harr se afknallt un kault maket. Dann mochte hei se liehen os den Steinhiäger, den hei sik günede, wenn hei no sure Wiäken te Knappe gönk. Ower de Järkstern, dat unwiese Volk löt em Dag un Nacht kin Ruhe. Dat moßte änners wären. Hei woll de Deiwe es fohren, dat se dorbi liggen bleiwen. Os hei de Piärre fohrt, keik hei de Höhnernester nau un matede sik— et harr muonßen riänget un an Roggensäggen wör nich te denken— up'n Pad. Bür in'n Duorpe dröp hei Bekannte. Sei wollen güst up'n Kurk ruken, un os em duchte, dat sine Liäwer auk dräuge wör, gönk hei mit. Sinen Rucksack liäh hei up Siet un vetellde, wat hei vör harre. Hei woll in de Aptheiken un sik Egger vegiften lauten. Dorbi wörd hei güst up en Slag herutropt, un os hei wäll herinkam, menden de ännern, of se nich en Slag Solo maken wollden. Worümme nich? Wänn et einmol sin sall, dann wüllt wi dat nich up'n Auwend schuwen. Güst harr hei de Aulske un den Böök tehaupestiäken und riskede sik, dau brachten se ne Panne vull Egger up'n Disk. Olle packeden to un dat guete Spell wör in de Wicken. Nau Tit un Wile segg Jans: Nu mot ik no Hus! Hei neimp sinen Rucksack, follde nau un flockte:„Donnerslau, wo sind de Egger?“„Jä“, gnöchelde Klutenwert,„de häst de jä sülws mit upfriäten.“„Käl, bist du unwies, dor wären sä twei vegiftet bi.“„Sü“, segg de Wertsfruwwe, „nu weit ik, wörümme de Rüens den ganzen Hoff vull maked hewt. Ik harr jähr de beiden fulen Egger hensmieten.“ Fr. R. Velpe. sense tiere weit hinausging. Univetsitätsprosessor Dr. Wegner aus Münster stellte bald fest, daß es sich um Knochen des Mammuts handelte. Unter der sachkundigen Leitung Dr. Wegners grüb man mit allem Eifer, aber mit größter Vorsicht weiter. Knochen für Knochen wurde bloßgelegt, und mit Händen und Tüchern wurde der zähe Lehm entfernt. Nach einer Woche rastloser Arbeit hatte man die wesentlichsten Knochen ans Tageslicht gefördert. Um die durchfeuchteten Knochen vor dem Zerfall an der Luft zu schützen, wurden sie nach der Freilegung eingegipst, sorgsam in Kisten verpackt und in das Landesmuseum in Münster gebracht. Dort sollte nun dieses Ungeheuer der Nachwelt aufbewahrt bleiben, und dort begann nun die Rekonstruktion und der Aufbau des Skeletts. An einem zuvor gebauten Eisengerüst wurden die Knochen nacheinander mit Kupferspangen befestigt, und allmählich erstand das Knochengerüst des vorweltlichen Ungeheuers, wie es heute als seltenes Schaustück im Landeomuseum zu Münster zu sehen ist. SC t. Bühl tte! 1dttheater senntag, den 8. Dez 16 Uhr Ende gege n der grünen (Oprreizc). Nentag, den 9. Dez 77 Uhr Ende geu Miete Me.# Auf der grünen (Operette) den 1a. 1 ehr Fiude 20 Miete 11. A 6 der Tragödlie 2. 7 Mlllwech, den 11. n. 11 Uhr Ende 19 Miete MI. A# „Tosea“(Oper) Dennerstag, den 12. Uhr Ende 19 Wiete Do. 4 Zum erstenmal: und Grei(Märchegoper) preltas, den 13. De Miete Fr. A# „Ich habe einen geheiratet“(.ustn Samstas, den 11. D 17 Uhr Ende geg „Der Gral v. Lus (Opcrelte) Senninn, den 15. D# 16 Uhr Ende 1 „Hänsel und Gret (Märchenoper) Wir bitten höflic nen Vorstelln Cels die Trab PEE Schntag Straßenbahnve chen Hbf. es Jus. Olgen und Bildel Münster, ur Michvie Met Ooumer Die Tiere sta sind Obligator. Nähere Aus CE e. G. m. b. 1 Ruf 266 44-45 Art: Fett- u. Ca. 250 1 147. Micht Preitn Die Tiere et 9ls Obligator. Nahere Au W * 6 in 8. Iuf 2 66 11-4 Art: Feit- u. L MIFA — Mikrotilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. Nummer 337 Anntes Die menschsche Dasi. Teutoburger Wald zildbestand des liv. b in diesem Winter staatlichen Förste. sutervorräte vorge. und Eicheln sind äldern in großen so wurden kürzlich eine annäbernd 50 aßnahmen werden Bild in den heimiWinter keine Not festgenommen der wurden in der Kreise Büren vier erem Anhang festanlos dort umhernehr durch Betteln Arbeit ernährten. chlägig vorbestrafte a und sein Sohn alte Pflegetochter ihres Ledigenstanfür einige Wochen ei Wochen, die annschließend wurden rt, wo sie für die werden und somit Sicherheit gerade seitigt ist. len 1933—1938 veise belief sich die ozent, in SchleswigHannover auf 95 Cempo der Zunahme dezucht bisher nicht in Osnabrück iehversteigerung am s wieder ein großes gekörten Ebern und kühen und Rindern. ten im richtigen Typ eldet. 50 Bullen aus sen, gesund, robust Emsländer Herden swahl ist unter den ndern, die alle auf g untersucht und geversichert sind. Das g kommenden Tiere nabrücker Herdbuchserstraße 10, FernAng chen kaffee en! ger! nuge mit de Järks wör hei Här zult maket. Dann hiäger, den hei sik Knappe gönk. Ower em Dag un Nacht ren. Hei woll de in bleiwen. Os hei ster nau un matede 1 an Roggensäggen r in'n Duorpe dröp Kurk ruken, un os juge wör, gönk hei et un vetellde, wat seiken un sik Egger güst up en Slag menden de ännern, vollden. Worümme wüllt wi dat nich hei de Aulske un e sik, dau brachten Olle packeden to un Nau Tit un Wile neimp sinen Ruckrslau, wo sind de rt,„de häst de jä unwies, dor wären de Wertsfruwwe, n ganzen Hoff vull fulen Egger henFr. R. Felpe. Moonmemennm? rofessor Dr. Wegaß es sich um KnoDr. Wegners grub ter Vorsicht weiter. legt, und mit Hänihm entfernt. Nach an die vor dem Zerfall an ach der Freilegung t und in das Lanri sollte nun dieses bleiben, und dort der Aufbau des Eisengerüst wurKupferspangen beKnochengerüst, des eute als fellenes Inster zu sehen#. städt. Bühnen Münster(Westf.) Erseh Pabet Solelzeit 1910101 Sdtthester #ntag, den 8. Dezember ### Thr Ende gegen 18.30 zul der grünen Ailless“ (Operette) Besiag, den 6. Dezember Uhr Ende gegen 19.30 Miete Na.: der grünen Wiese“ (Operette) den 10. Desember ichr Finde 20.00 Uhr Siete Ni. 48 der Traxödlie 2. Teil mtwech, den 11. Dezember 811 Uhr Ende 19.13 Uhr Miete MI. A# „Tosea“(Oper) Dennersteg, den 12. Der. 17 Uhr Ende 19.00 Uhr Miele Do. A# Zum erstenmal: „Hänsel und Gretel“ (Märchenoper) Prestae, den 13. Dezemder Niete Fr. 4# „ich habe einen Engel geheiretet“(Lustpiel) semstas, den 11. Dezember 17 Uhr Ende gegen 19.30 „Der Gral v. Lusemburg“ (Opcrette) senninn, den 15. Dezember 16 Uhr Ende 18.00 Uhr „Hänsel und Gretel“ (Märchenoper) Wir bitten höflichst, die nen Vorstellungen gei Kemmerspiele Senntan, den 8. Dezember 17 Uhr Ende 19.00 Uhr „De Dlärehmaschine“ (Lustsplel) Mentau, den 9. Dezember Prebe der Niederdeuischen Bühne Dienstag, den 10. Dezember 18 Uhr Eude 20.00 Uhr Geschl. Vorst. für d. NSG. Kr. d. Fr.(Ring B 2) „lbe Diärehmaschine“: (Lustspiel) Mittwuch, den 11. Dezember 17 Uhr Ende 19.30 Uhr „Besuch am Abend“ (Lustspieloperette) Donnereing dien 12. Dez. 17 Uhr Ende 19.30 Uhr „Besuch am Abend“ (Lustsieloperette) Freitag, den 13. Dezember 17 Uhr Ende 19.00 Uhr „De Diärskmaschine“ (Lustspiel) Samstag, den 11. Dezember 17 Uhr Ende 19.30 Uhr „Terquale Tasse“ (Schauspiel) Senntag, den 13. Dezember 17 Uhr Ende 19.30 Uhr „Besuch am Abend“. (Lustspieloperette)* Anfangszelten der einzelenauesiens zu beachten! Gelsenkirchen die Traberzentrale des Westens 5 Trabrennen Schntag, u. C. Der., 13 Unt 7 Rennen Straßenbahnverbindung: Linie 17 ab Gelsenkin chen Hbl. ca. 8 Min., ab Essen ca. 30 Min. Preiten, den 13. Dezember 1949, 19 Uhr Dominikaner-Kirche In Münster(Westt.), Salastraße Weihnachts-Konzert Ausführung: Helene Rott(Alt) Professor Haus Bachem(Orgel), Organist des Kölner Doms Das Städtische Orchester Münster Mitglieder des Musikvereinschores Leitung: Generalmusikdireklor Hans Rosbaud Fr. Händel(1685—1730) J. S. Bach(1685—1750) Vortragsfolge 1. Orgelkonzert in-Dur 2. Aus dem Weihnachtsorstorium a Hirtenmusik(Sinfonia) b)„Schlafe mein Liebster“, Arie für Alt c) Choral:„Brich an, 0 schönes Morsenlicht!“ Fantasie für Oruel in-Moll.... N. Bruhns(1666—1697) 4. Weihnachtskonzert für Streichorchester" A. Corelli(1653—1713) 5. Drei Weihnachtslieder für eine Altstimme mit Orgelbegl. J. S. Bach (aus Schemellis Gesansbuch) 6. Zwei Choralvorspiele..,# J. S. Bach 7. Aus der Kantate 169„Gott soll allein mein Herze naben“ J. S. Bach Rezitaiv und Arie für„Alt(mit obligater Orgel) und Schlußchoral DIe Kirche 1et sehelzt. Finheitl. Eintrittspreis.00 RM(die Plätze sind nicht numeriert). Vorverk. ab Montag, den 9. Dezember 1910 im Verkehrsverein, Prinzipalmarkt 8/0 5800 RM. Zermateunätlale=Herutei.. Die Stadt Münster. Bearbeitet von MAX GEISBERG (Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen Dd. 41. Teil—.) Teil 1 und 4 1e UM. 13.—. geb. RM. 16.—: Teil 2, 3 und 5 je RM..—. geb. RM. 12.—: Teil 6 im Druck. Dieses Monumentalwerk unserer Heimatstadt behandelt u..: Die Anlage und Entwicklung der Stadt, die Domimmunität, das Rathaus. die Bürzerhäuser und Adelshöle, die prosanen Bauwerke, den Dom. die Kirchen und Klöster: es ist für jeden Heimet- und Kunstfreund von unvergleichlichem Wert. Bauernkunst im Münsterland von P. ENGELMEIER 40 S. Mit 30 Abbildungen auf Kunstdruck und einer zweiseitigen graphischen Karte. RM..80. seb. R3f..50. Darin liegt die besondere Bedeutung dieses kleinen Werkes, daßl es beispielhafte alle Stücke der bäuerlichen Kunst nehen gute Arbeiten tüchtiger Kunsthandwerker aus unseren Tagen stellt. Dolk erzählt von GOTTFRIED HENSSEN Münsterländische Sagen, Märchen und Schwänke. XVI u. 408 S. Mit 1 Karte u. 7 Bildern. Kartoniert.— RM., Leinenband.75 RM1. Friedrich von der Leyen in der Deutschen Literaturzeitung:„Dieses Buch eines der anziehendsten und frischesten seit lanzer Zeit, findet hoffentlich in Schule und Leben den verdienten Erfolg.“ Mein Münsterland von HERMANN ROSENSTENGEL Ein Hleimatbuch. 112 S. RM..30, geb. Rtf..25. Ein Lesebuch im besten Sinne für alle großen und kleinen Münsterländer, des beglückend unterhält und spielend lehrt, und das uns manche Dinge in ganz neuem Lichte zeigt: ein Buch, das vor allem such unseren Soldaten an der Front schonste Heimatstunden bereitet. In de Uhlenflucht von COTTFRIED HENSSEN Platideutsche Schwänke und Märchen aus Westfalen. Volksausgabe von„Volk erzählt“. 2. Auflage. 164 S. In künstlerischem Einband mit Holzschnitten v. Waldemar Mallek. Kart. RM..20, geb RM..—. In diesem Erzählband funkelt und alitzert’s vom herrlich erzählten seelischen Gut zahlloser Menschen im Lande der Roten Erde. Die meisten Beiträge uind gewachsene Kunstwerke von greilbarer Anschaulichkeit, die nun uns allen gehören. Münsterländer Heimalkalender 1941 Herausgegeben vom Hleimatgebiet Münsterland im Westf. Heimatbund. Großoktav. Mit vielen Bildern. Preis 90 Pig. Auch der neue Jahrgang des Heimatkalenders, der bereits vielen ein alter und lieber Bekannier geworden ist, atmet wieder echte. ungekünstelte Heimatliebe und Heimatverbundenheit. Er wird allen in der Heimat wie auch unseren Soldaten im Felde eine willkommene Gabe sein. Dureh den Buchhandel zu beziehen: Rschendorffsche Verlagsbuchhandlung, Münster in Westfalen zahlen monatlich einschließlich Versicherungssteuer u. a. Beamte, Angestellte, freie Berufe und deren nähere Verwandten und Hinterbliebenen laut nachfolgendem Tarifauszug J. OLLMANN Schmuckkasten Uhren, Gold= u. 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Wort und Satz sprudeln einmal frisch und silberhell wie quickleben diges Quellwasser, dann wieder gleiten sie sanft und klar dahin wie unsere blanken Bäche durch tellerflaches Wiesen- und Weideland. Und neckisch und verschmitzt lächelt aus jedem Satz die Seele eines stillvergnügten Philosophen., der jedem ernsten Ding auch eine heitere Seite abzugewinnen vermag.“ August Hollweg in„Westlälische Tageszeitung“ Ein ansprechender Geschenkband, den Ihnen jede Buchhandlung gern zur Ansicht vorlegt. stschendorffsche Verlagsbuchhandlung Münster(Westf. Briesumschläge im Fachgeschäft für Bürobedart vosef von der Torst Münster, Rosgenmarkt# Fernruf 238 31 KosSen WC Re K Hch. Buschmann Münster Am alten Drubbel 17/18 DALLITA ist eine Ret Ledensversicherung füe die Wäsche.(Sie hält länger.) DALLITA befreit die Wäsche auf zarte Weise vom Schmutz. Kein Reiben und Börsten beim Nachwaschen. Kleigverkeufspreis 30 Pfg. 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Die Abteilung Volkswirtschaft— Hauswirtschaft des Deutschen Frauenwerks wird zeigen, wie man zeitgemäßes We hnachtsgebäck herstellen kann. Voranmeldungen, die in der Hauswirtschaftlichen Beratungsstekle entgegengenommen werden, bitte frühzeitig! Lebensmiltelzuleilung. Wir machen auf die im heutigen Anzeigenteil veröffentlichte Bekanntmachung über die Lebensmittelzuteilung für die 18. Zuteilungsperiode vom 16. Dezember bis 12. Januar aufmerksam. Im Stadtbezirk Münster werden die neuen Lebensmittelkarten den Bezugsberechtigten bis Sonntagmittag durch die Amtewalter der NSDAP zugestellt. Die Ausgabe an die Verbraucher im Landkreise Münster wird besonders bekanntgemacht. Schokoladenverleitung. Wir verweisen auf die im heutigen Anzeigenteil veröffentlichte Bekanntmachung über Schokoladenverteilung, nach der in der Zeit vom 8. bis 15. Dezember nochmals an alle Jugendlichen unter 18 Jahren 125 Gramm Schokoladen= oder Marzipanerzeugnisse auszugeben sind. In der Zeit vom 15. Dezember bis zum 11. Januar können auf den Abschnitt N 38 der Nährmittelkarte 17, der bis zum 11. Januar für gültig erklärt ist, auch an Erwachsene 125 Gramm Schokoladen= oder Marzipanerzeugnisse ausgegeben werden. Anmeldungen für die Lehranstalten Münsters. Im Anzeigenteil vorliegender Ausgabe ist eine Bekanntmachung über die Anmeldungen zu den städtischen und staatlichen Lehranstalten Münsters veröffentlicht, auf die wir unsere Leser aufmerksam machen. Vorsicht beim Straßenüberqueren! Am Sonnabendmittag wollte ein Fußgänger die Adolf=Hitler=Straße in Höhe des Hauptbahnhofes überqueren, wobei er nur auf den Straßenverkehr in einer Richtung achtete. So kam es, daß er beim Ausweichen eines Kraftwagens direkt in einen entgegengesetzt fahrenden Kraftwagen lief. Dabei wurde er zu Boden geschleudert und erlitt stark blutende Kopfverletzungen. Der Bahnhofsdienst des Roten Kreuzes nahm sich des Verletzten an. Auf dem Allen Fischmarkt ereignete sich ein Zusammenstoß zwischen einem rückwärtsfahrenden Pferdefuhrwerk und einem Personenkraftwagen. Personen wurden nicht verletzt. Am Personenkraftwagen entstand Sachschaden. Vorsicht beim Einbiegen. Auf der Hüfferstraße, Ecke Westring, erfolgte ein Zusammenstoß zwischen einem Omnibus und einem Personenkraftwagen. Verletzt wurde niemand. Der Personenkraftwagen wurde erheblich beschädigt. Die Schuld trifft den Fahrer des Personenkraftwagens, weil er beim Einbiegen nach links die Kurve schnitt. Das Fahrzeug nicht beleuchtet. Auf der Steinfurter Straße fuhr ein Lastkraftwagen auf ein unbeleuchtetes Pferdefuhrwerk. Personen wurden dabei nicht verletzt, jedoch ist an beiden Fahrzeugen erheblicher Sachschaden zu verzeichnen. Das Pferd erhielt leichte Verletzungen. Die Schuld trifft den Fuhrwerksleiter, weil er sein Fahrzeug nicht beleuchtet hatte. Wann dunkeln wir ab? Am Sonntag, dem 8. Dezember, von 17.17 Uhr bis Montagmorgen.26 Uhr. uns Aerunde=Kumaiss von Sasst! Münsterische Beiträge zur Ausstellung,„Deutsche Größe“ in München Markang Zeugnisse deutscher Geisteskultur und Geschichte##s Vergangenheit und Gegenwart sind in München#u einer Ausstellung„Deutsche Größe“, die unlängst von Reichsleiter Alfred Rosenberg eröffnet worden ist, zusammengetragen worden und weisen den unendlichen Reichtum an kulturellen Gütern Nerche Borres tercher Leutus Orrchui. ers#hn! FF IMN STNNN BEIE BAID EENAERGE EEE RENG SALE e Gll at. memess ues fre iot. hcken eilsl-entes brags# t Pänens un gueme ium epel erechener age iene. me rad a. 45. hu Aus. geett uut u epenin umemnte usmmt anp geacte uagumi shendtes egurfiane tchugtenbd buarg run 13 m grpcritn meniert. nememii## se 16 i# mme chmste pächl hrb guigihumus: ur Gig En Au lus- Luiblhrumer anie Sptuande dligr mien endem geligener- Hp; undle melecltes (uem un Aetumnelichs fuprur labrig Ansenug Istruunur Ghr anzrnt. gradenend anlipme#li usponies geumeur en mprechene gell urt enfemnst##ns##stluus pierribal MAbro dumne#### ##somf. dene proino. Ouene Weigingo. bodelalle,##rung. ir Weleime#rmanne, Jubet####l tie .wra de. Albm. dgrig muhrus: hermmee at bro Die Urkunde Reinalds von Dassel der einzelnen Gaue des Reiches auf. Auch die Gauhauptstadt Münster darf sich rühmen, zu dieser großen Ausstellung Beiträge geliefert zu haben, mit denen wir uns hier näher beschäftigen wollen. Im Preußischen Staatsarchiv auf der Fürstenberg= straße konnten wir zwei alte Pergamente in Augenschein nehmen, von denen Kopien nach München gekommen sind. Eine Urkunde von Rainald von Dassel und eine mittelalterliche Liederhandschrift mit Notenaufzeichnung stellen sie dar. Rainald von Dassel, der große Kanzler des Kaisers Friedrich Barbarossa, der in geschicktem Kampfe gegen die römische Kurie die Rechte und Interessen des Reiches siegreich zu vertreten wußte, hat auch einige Jahre in Münster gewirkt. Die Jahre 1156 bis 67 sehen ihn an der Seite des Kaisers; vorher aber war er, der Sproß eines an der Weser ansässigen Geschlechtes, der ein längeres theologisch=philosophisches Studium hinter sich hatte, als Dompropst in Münster tätig. Fest steht, daß er diese Stellung seit 1155 bekleidete und 1159 als Erzbischof nach Köln berufen wurde; ob er nun gleichzeitig das Amt des münsterischen Dompropstes weiter innehatte, ist umstritten, wenn auch nicht von der Hand zu weisen. Das in Münster beheimatete Pergament muß wohl aus der Zeit von 1156 bis 1159 stammen, weil sein mit Hand= und Rktentaschen Dieb und etliche Hehler auf der Anklagebank Zu den willensschwachen und haltlosen, Menschen, die aus Gelegenheit zu Verbrechern werden, gehört auch der Angeklagte Jakob Matthinsen aus Münster, der sich wegen allerhand Diebstähle von Hand= und Aktentaschen vor der Strafkammer am Landgericht Münster zu verantworten hatte. Mit ihm saßen etliche Hehler auf der Anklagebank, andere von den der Hehlerei Angeklagten wurden später mangels Beweises freigesprochen. Insgesamt hatten sich acht Personen, Männer und Frauen, auf der Bank der Anklage versammelt; ein Zeichen dafür, daß sich ein Dieb gewöhnlich nicht nur einen Hehler aussucht, sondern meistens mehrere. Der Ma. hatte schon so allerhand Strafen hinter sich, zuletzt hat er wegen Sittlichkeitsverbrechens drei Jahre im Zuchthaus gesessen. Im Zuchthaus mußte er für eine Lederfirma arbeiten. Als er dann die„Schwedischen Gardinen“ hinter sich hatte, wurde er bei der Lederfirma beschäftigt. Das wurde ihm erneut zum Verhängnis. Er mietete sich bei einer Frau Knu. ein. Dort konnte man anscheinend Taschen gebrauchen, zunächst machte Ma. ein ehrliches Geschäft, aber in der Folgezeit stahl er bei seiner Firma Hand= und Aktentaschen die er an seine Wirtin und deren Tochter, eine verheikatete Frau, verkaufte. Da nun Ma. Geld gesfauchte, verschacherte er auch an einen anderen Bekannten gestohlene Taschen. Dieser Bekannte, ein Bu. aus Münster, der auch schon öfter mit dem Strafrichter Bekanntschaft gemacht hat, verkaufte die Taschen an einen Dritlen weiter, der sie wieder weiterverkaufte. Bu. schwindelte diesem vor, er habe die Taschen von seinem Bruder am Westwall bekommen, der sie dort von einem Reisenden erhalten habe, der kein Geschäft mehr mit Taschen machen könne. Bu. schenkte dann eine Handund Aktentasche einer Frau, die die Aktentasche gegen ein Kleid bei einer anderen Frau in Zahlung gab. Der Hauptangeklagte Ma. war sofort voll geständig, dagegen versuchten andere Mitangeklagte, sich aus der Geschichte herauszureden, man habe nicht gewußt, daß Ma. die Sachen gestohlen habe. Aber man hatte sich dadurch verdächtig gemacht, daß man bei der Untersuchung so tat, als ob man keine Taschen bekommen hätte, die dann ans Licht gezogen wurden. Der Hauptangeklagte Ma. erhielt wegen Rückfalldiebstahls eine Zuchthausstrafe von zweieinhalb Jahren und drei Jahren Ehrverlust; der Angeklagte Bu. wurde zu vier Mona. ten Gefängnis verurteilt, die durch die erlittene UnterLsuchungshaft verbüßt sind, eine weitere Angeklagte Knu. wurde zu drei Monaten Gefängnis und eine vierte Angeklagte zu 200 RM Geldstrafe verurteilt. Die übrigen Angeklagten wurden mangels Beweises freigesprochen. Siegel ihn schon als Reichskanzler kennzeichnet, er zu seinem Titel als Dompropst, aber sicher in späteren Jahren noch die Würde des Kölner Erzbischofs hinzugefügt hätte. Das Denkwürdige der Urkunde, deren Inhalt ohne größere Bedeutung ist(sie behandelt die Stiftung von Einkünften, die an Domherren verteilt werden sollen, wenn nach seinem Tode ein Totengedächtnis abgehalten wird), ist das Siegel, das durch eine besondere Zurichtung unten angebracht ist. Allein die Tatsache, daß Rainald von Dassel überhaupt ein Siegel führte, legt Zeugnis ab von seiner überragenden Stellung. Um die Wappengestalt des Greisen, eines für solche Zwecke gern verwendeten Fabeltieres, das durch Volksepen, besonders von Herzog Ernst, überal! bekannt wurde, können wir die Inschrift lesen: Rainaldus Romanorum imperatorum cancelarius. Somit besitzt Münster eine schöne Erinnernug an einen Mann, den man mit Recht als„eine der glänzendsten Erscheinungen der deutschen Geschichte" bezeichnet hat. Das zweite Pergament, das aus Münster zur Ausstellung„Deutsche Größe" nach München gegeben war, stellt ein Blatt aus einer Handschrift des 14. Jahrhunderts dar, das erst im Besitz des Hausarchives eines füdwestfälischen Adelsgeschlechtes war und im 16. Jahrhundert, nach der Auflösung dieser Sammlung, als Umschlag für ein Rechnungsbüchlein verwandt wurde. Es ist zweispaltig beschrieben, jede Spalte zu 42 Zeilen, und enthält Lieder mittelhochdeutscher Minnesänger. Gewiß gibt es solche Handschriften in großer Anzahl; das Eigenartige und Singuläre dieses Stückes aber ist, daß zu den Liedern Noten gesetzt sind, die auch— für den Musikwissenschaftler— einen Einblick in das tondichterische Können der mittelalterlichen Sänger geben. Das bedeutendste Lied, das hier aufgezeichnet ist, ist das gleich zu Anfang geschriebene Kreuzfahrerlied von Walther von der Vogelweide. Das Siegel mit dem Greifen Ihm zufolge hat man annehmen wollen, daß der Dichter einen Kreuzzug mitgemacht habe; es liegt jedoch nahe, daß er einem Kreuzfahrer den Text in den Mund gelegt hat, wenn er ihn aussagen läßt, daß er nun erst sein Leben wert finde, da er das Land gesehen habe, dem man viele Ehren angedeihen ließe. Der genaue Text der Anfangsstrophe heißt: Nu alrest leb ich mir werde sint myn sundich ouge ersicht daz here land und ouch die erde, dem man viel der eren gicht. Dieses Lied ist eines der letzten des Dichters, der ja im Jahre 1230 gestorben sein soll. Auch dieses Stück ist nun in München zu sehen. Wenn diese Ausstellung von Tausenden und aber Tausenden besucht wird, auch viele Münsteraner in ihren Mauern sieht, wollen wir verhüten, daß sie ohne ein Vorwissen um die Handschriften, die aus ihrer Vaterstadt stammen, von Stück zu Stück, von denen ein jedes Zeugnis von deutscher Größe ablegen will, ihre Blicke wandern lassen. Darum sollen sich unsere Leser mit ihnen ein wenig beschäftigen, auch die, die die Reise nach München nicht antreten können. Kh. Gnten Sm 6. Gen A. Coe us 1* g E userfereb. und # Sbeprchere —— n sulche S ebie urer n aetm c em Ter der under betr er wert der tr. 8 . * *** Kurs ***** ##l. a na e7 Torde übeg * * Arer r besers 77 A. kr. Stach sg 5 Su **— an § Sce Die llandschrift mit dem Lied Wallhers von der: Vogelweide Wunschkonzert und Optersonntag Heute ist wieder Opfersonntag. Zum ersten Male im Derember tritt das WIIW an Dich heran. Du zeichnest Dich in die Liste ein. Du schist Dein Opfer. Du freust Dich, daß Du ein 3 gutes Werk tun kannst. : M o r g e n n a c h m i t t a g w e r d e n w i r w i e d e r i m Großdeutschen Rundfunk das bekannte und berühmte Wunschkonsert, anhören, das vor ucht Tagen sein fünfeigstes Jubiläum seiern konnte. An den großen Beträgen, die Front und kleimat da für das WIIW opfern, sollte sich mancheiner mal ein Beispiel nehmen, gan: gleich, ob er Oberregierungsrat ist oder eine Fabrik besitzt oder ob er nur mit schwungvoller Hand den Federhalter zu führen berufen ist. Dein Opfer soll in einem guten Verhältnis zu Deinem Einkommen stehen. Das ist oberster Grundsatz. Und deshalb schauen wir auch nicht einen Arbeiter dumm an. wenn er eine Mark gibt, wogegen sein Nachbar sich mit sünsen rufrieden gibt. Außer dem morgendlichen WIIW-Wunschkonsert wird man sich in Münsters Caféhünsern auch wieder allerhand wünschen können. Die Kapellen haben sich liebenswürdigerweise zur Verfügung gestellt. Ein kleines weißes Blatt mit einem silbernen WII-Adler und einem sinnigen Gedicht läct daru ein, sich ein Musikstück zu wünschen. enn man sich vor Augen hält, was bislang schon alles hier zusammengekommen ist, so freut man sich über diesen anerkennenswerten Betrag. Das wollen wir uns zu Herren nehmen, wenn wir unseren Beitrag zum Opsersonntag leisten sollen. Mit Liebe und Fleiß fürs Ausstellung von Bastel- und Handarbeiten der Annette-Schule für das WIIW Seitdem im September die Schulen wieder ihre Pforten geöffnet hatten, sind die Mädel der AnnetteSchule unentwegt tätig gewesen, im Zeichen= und im Handarbeitsunterricht oder in vielen Freizeitstunden zu Hause Spielsachen und Kleidungsstücke für das Winterhilfswerk herzustellen. Jetzt haben sie ihre Arbeit abgeschlossen und können stolz und zufrieden in der Ausstellung, die sie in ihrer Schule veranstaltet haben und die auch am heutigen Sonntag noch vielen Eltern und Freunden der Schule zur Besichtigung freisteht, ihre eigenen Arbeiten und die ihrer Kameradinnen berachten. Mochten sie eben noch, als es eine Lateinarbeit oder einen deutschen Aufsatz zu schreiben galt, ungestrengt dagesessen haben, jetzt, wo sie sich alle um die Tische geschart haben, freuen sie sich über das vollbrachte Werk, das in den nächsten Tagen dem WHW zur Verfügung gestellt und dann zur Bescherung bedürftiger Kinder weitergeleitet wird. Wirklich, diese Ausstellung birgt unendlichen Fleiß mid viel Liebe, das sieht man aus all den bunten Sachen, die auf Tischen und Regalen ausgelegt sind. Die unteren Klassen haben kleine Lottospiele zusammengestellt; man muß sich wundern, mit welchem Geschick die einzelnen Bilder aufgezeichnet und angemalt wurden. Andere Mädel haben sich insbesondere der Handarbeit gewidmet. Die Kleidchen, Socken, Hemden und was alles noch mehr zu sehen ist, sind sauber gemacht. Zwischen ihnen aber stehen die vielen Spielsachen, die am meisten auffallen und auch die größten Reize auslösen. Die Turner, Schaukelpferde, Puppen, Hühnerhöfe, Hampelmänner, Puppenstuben, Kasperlefiguren und noch vieles, vieles mehr, das recht viel Freude bringen wird. Sicherlich wird man in manchem Spielwarengeschäft um diese Zeit nicht mehr eine solche Fülle schener Sachen anfinden. Diese schöne Ausstellung möge— das ist unser herzlicher Wunsch— auch am heutigen Sonntag noch viele Münsteraner erfreuen, die vielleicht schon ahnen können, wie sehr die vielen Kinderaugen bei der Bescherung glänzen werden. Nicht zuletzt aber wollen wir auch allen Mädeln der Annette=Schule, die zu diesem schönen Werk beigetragen haben, namens all derer, denen dadurch eine große Freude gemacht wurde und noch gemacht werden wird, herzlichen Dank aussprechen. Diese bunte Weihnachtsschau im Ausstellungsraum der Annelte-Schule wird nicht nur die kleinen Hersteller, sondern auch jedes Kind erfreuen. Aufnahme: Hülsbusch Das Mauritztor um 1870 Rekonstruktion des altmünsterischen Stadttores Im Bestße des Denkmalarchivs der Provinz Westfalen uuld des Landesmuseums befinden sich zwei in ihre“ Ausführung sehr verschiedene, im übrigen aber bollständig gleiche Reproduktionen eines mir unbekannten Originals, das außerordentlich wirkungsvoll die klassizistische Schönheit des Mauritztores zu Münster aus der Zeit um etwa 1870 wiedergibt in Vervindung mit einer gar köstlichen Staffage, die dem Charakter der damaligen Zeit entspricht. Wenn dieses Bild auch auf den ersten Blick durchaus seinen Zweck erfüllt und vor allem durch das etwas reichlich gehäufte Volksleben fesdes bekannten Kunstmäzens Joseph Hötte von dem Photographen Karl Röhr geschaffen wurde. Bei scharfem Zuschauen erkennt man aus den beiden vorerwähnten Photokopien, daß sich— der Blick ist stadtauswärts gerichtet— am Sockelfuße des rechten (südlichen) Torhäuschens und um den Wurzelhals der beiden davor stehenden Bäume herum eine Schnittlinie hinzieht, an dem Treppenaufgange herläuft und durch das zweite Gitterfach der Tormauer aufwärts führt die Front des Altbaues der früheren Intendantur empor Dieses Gebäude und die unmittelbar neben ihm ausselt, das uns so recht vom alten Münster unserer Väter erzählt, so muß man es doch aufrichtig bedauern, daß die kritische Betrachtung es leider als eine Fälschung entlatot, als eine mit Photoapparat, Tuschfeder. Schere und Pinsel frühestens 1912 zusammengestellte Bildmonragenden Baulichkeiten sind wohl mit Absicht reichlich verschwommen gehalten, letztere aber vollständig„fehl am Ort“. Denn unmittelbar östlich der alten Intendantur stehen und standen keine Gebäude. Wohl dagegen verliefen hier über Friedrichstraße und Piusallee lage, die, wie mir Prof. Geisberg erklärte, im Auftrage jedenerdig die Gleiskörper der Westfälischen und der Köln—Mindener Eisenbahn. Daher die Bahnschranken und die Signalstange im Mittelgrunde. Ob letztere dort wirklich gestanden hat, will ich dahingestellt sein lassen. An der linken Seite des Bildes sieht man diese Schnittlinie, wie sie den Bürgersteig entlang durch das östliche Stück der Treppenanlage des nördlichen Torhäuschens aufwärts verläuft, über das Giebeldreieck und den Dachfirst weitergeführt ist und dann wie auf der rechten Seite in den Laubkronen des Baumschlages verschwindet. Die beiden Torhäuschen mit ihrem feinen Baumschatten und der duftig=zarten Wiedergabe der Fenstergardinen sind unbedingt Photographie. Ebenso der rückwärtige Anbau der Intendantur aus der Zeit um 1865 Es besteht jedoch ein grundsätzlicher Unterschied zwischen den photographierten architektonischen Linien der beiden Seitenstücke des Bildes und den mit der Tuschfeder weit härter gezeichneten, aber mit dem Pinsel im Gesamteindrucke gemilderten Linien des Mittelteiles. Geradezu grotesk wirkt auf diesem Bilde, das doch wohl die Zeit um 1870 darstellen will, der elektrische Feuermelder am ersten Pfeiler des nördlichen Torhauses, also ein Teil der neuzeitlichen Feueralarmanlage, die doch erst nach dem großen Brande des Martiniturmes(19. November „Krieg' auf dem Roggenmarkt Ein Zusammenstoß zwischen Spaniern und Portugiesen anno 1648 In der Kulturgeschichte unserer Stadt hat das Gebäude des Mathäserbräu auf dem Roggenmarkt eine gewisse besondere Bedeutung. Hier wurde nämlich etwas mehr als 100 Jahre nach seiner Erbauung im Jahre 1727 das Fürstbischöfliche Oberpostamt eingerichtet. Fritz Grotemeyer erinnert an diese Bestimmung des Hauses mit einem Gemälde, auf dem er die Postkutschen — die Personenbeförderungsmittel der damaligen Zeit, die hier auf ihren langen, mitunter über grundlose Straßen führenden Strecken, Station machten— vor dem Hintergrund der Lambertikirche und der Bogenhäuser am alten Postgebäude halten läßt. Die Geschichte dieses Hauses weiß darüber hinaus noch einiges mehr zu berichten; denn schon zur Zeit des münsterischen Friedenskongresses hatte das Gebäude eine besondere Bedeutung dadurch, daß es der portugiesischen Gesandtschaft als Residenz diente. Daher stammt denn auch die Bezeichnung„Portugiesisches Haus“. Man kann an diese Zeit des Hauses nicht denken, ohne zugleich auch an einen kleinen„Krieg“ erinnert zu werden, der sich hier zwischen den Portugiesen und den Spaniern zur Zeit des Friedenskongresses zutrug. Es war ja keine Seltenheit, daß es zwischen dem Personal der verschiedenen zum Kongreß in Münster versommelten Gesandtschaften zu Streitereien und Keilereien kam. Spanier und Portugiesen scheinen häufiger aneinandergeraten zu sein, dabei wurde einmal ein Spanier erstochen. Im Jahre 1648 aber— es war im April— stürmten die Spanier schließlich sogar das Portugiesische Haus. Und das kam so: Zwei vorübergehende betrunkene Spanier riefen angesichts des Hauses, wohl weil sie einen Portugiesen in der Türe stehen sohen:„Es lede Philipp., der König der Spanier“, und der eine der beiden fügte noch hinzu:„Es verrecke Johannes, der Herzog von Braganze, der Aufrührer!“ Worauf der Portugiese aus der Haustüre rief:„Es lebe der König von Castilien: aber daß Johannes, der König von Portugal, ein Aufrührer sei, lügst du.“ Das ging den Spaniern wider die Hutschnur, und sie drangen in das Haus, wobei einer von ihnen am Arm verwundet wurde. Der spanische Hauptgesandte hatte inzwischen Nachricht von dem Vorfall bekommen; er befahl allen seinen Leuten, im Portugiesischen Hause alles niederzumachen oder— sofern sie an die Portugiesen nicht herankönnten— das Haus anzuzünden. So erschienen schließlich 120 Spanier vor dem Hause, konnten aber wegen des geleisteten Widerstandes nicht eindringen. Der portugiesische Gesandte, der sich mit Pistole und Degen am Kampfe beteiligte, flüchtete, als er einsah, daß man der spanischen Uebermacht nicht gewachsen war, mit Hilfe seiner Leute durch eine Hintertür auf die Neubrückenstraße zum französischen Gesandten, der im sogenannten Höchsten Haus(gegenüber der Martinikirche) residierte. Die Spanier hatten bereits sämtliche Fensterscheiben des Portugiesischen Hauses eingeworfen, sie wurden aber durch den vom französischen Gesandten herbeigerufenen Kommandanten von Münster, General-Wachtmeister von Reumont, der mit 100 Mann auf dem Kriegoschauplatz erschien, abgedrängt. Domit war dieser„Krieg“, der nur ein papierenes diplomatisches Nachspiel ohne jede Bedeutung hatte, beendet. Tote hat es dabei nicht gegeben. Immerhin aber wurden nach zeitgenössischen Berichten sieben Spanier und vier Portugiesen bei dem Zusammenstoß verwundet 1911) eingerichtet wurde. Die plumpste Fälschung aber ist das die linke Durchgangspylone überragende, perspektivisch recht wenig gut gelungene Wohnhaus. Das hier auf dem jetzigen Platze des Schorlemer=Denkmals erbaut gewesene v. Stockhausensche Haus(vgl.„Die Bau= und Kunstdenkmäler von Westfalen", Band 41, Erster Teil, S. 255 und„Das schöne Münster" Jahrgang 1937, S. 162) war zwar wie hier ein zweistöckiger, aber von einem Walmdach gekrönter Barockbau mit drei Fensterachsen und sechs Paaren grüner Blendläden an der auf diesem Bilde besonders ins Blickfeld gestellten Westseite. Das hier hineinkomponierte Haus hat dagegen nur zwei kleine Fenster im Dachgeschosse des Krüppelwalms und gleicht vielmehr dem dieser Stelle diagonaliter gegenüberliegenden Beckmannschen Hause an der Ecke zur Winkelstraße. Auch der Blick in die Warendorfer Straße ostwärts scheint unter Berücksichtigung der vorerwähnten alten Photographie von F. Hundt aus der Zeit um 1880 frei erfunden zu sein. Nicht übersehen darf man auch bei dieser kritischen Wertung, daß die Gitterstangen zum Teil mit recht unsicherer Tuschfeder gezeichnet worden sind. Besonders die rechts des Tores zeigen steigende Unsicherheit, am meisten die, die durch die Pfeilerstellung des rechtsseitigen Torhäuschens sichtbar sind. Zusammenfassend möchte ich das Bild werten als eine nicht mit restloser Sorgfalt zusammengestellte Photomontage, bei der man sich nicht einmal die Mühe gegeben hat, die Arbeit von Anachronismen freizuhalten und die nötigen Vorstudien zu machen, um das architektonische Bild der damaligen Zeit richtig wiederzugeben. Aber trotz der vielen Mängel und Schnitzer ist das Bild durchaus geeignet, die vornehme klassizistische Gesamtanlage des alten Mauritztores, deren Beseitigung man nur aufrichtig bedauern kann, uns zu überliefern und durch reizvolle, typische Staffage uns einen köstlichen Einblick zu geben in jene geruhsame Zeit, da Münster noch von dem Leben nachbiedermeierlicher Gemütlichkeit beherrscht wurde. Peter Werland. Ein weiser Ratschlag Sudermann erhielt eines Tages den Besuch einer ihm bekannten Studenten, der dem Dichter erzählte, er habe sein Studium aufgegeben. Er wolle sich um die Menschheit rerdien: machen und Schriftsteller werden. „Aber deshalb brauchen Sie doch nicht Schriftsteller zu werden!“ sagte Sudermann.„Sie haben sich doch bereits um die Menschheit verdient gemacht, indem Sie Ihr Medizinstudium ausgaben!“ 2) MFA — Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 8. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 337 Weihnachtskonzert in der Dominikanerkirche Am Freitag, den 13. Dezember, nachmittags um 16 Uhr, findet das erste der vier angekündigten Dominikaner=Kirchenkonzerte statt. Es ist ein Konzert mit weihnachtlicher Musik. Als Solisten sind verpflichtet: Frau Helene Rott(Alt) und der Organist des Kölner Doms, Professor Hans Bachem. Es wirken ferner mit das Städtische Orchester und Mitglieder des Musikvereinschores. Die Leitung des Konzertes hat General= musikdirektor Hans Rosbaud. Die Vortragsfolge beginnt mit einem Orgelkonzert von Händel. Dann folgen die Hirtenmusik und die herrliche Altarie„Schlase, mein Liebster“ aus J. S. Bachs„Weihnachtsoratorium“. Professor Bachem wird ferner eine Fantasie von Nikolaus Bruhns(17. Jahrhundert) sowie zwei Bachsche Choralvorspiele zum Vortrag bringen und außerdem die obligate Orgel in der großen Altarie aus der Kantate„Gott soll allein mein Herze haben“ übernehmen. Neben drei Weihnachtsliedern für eine Altstimme von Bach und dem Weihnachtskonzert für Streichorchester von Corelli werden sich schließlich noch Mitglieder des Musikvereinschores mit Bachschen Chorälen beteiligen. Die Kirche ist geheizt. Osssessssesseeeeneneneeeeeeneteen Das WhW ist ein Gradmesser der seelischen Kraft unseres Volkes. Köß-Kalender „Kraft=durch=Freude“=Silvesterfahrt. Die RSGemeinschaft„Kraft durch Freude" hat sich entschlossen. in der Zeit vom 29. Dezember 1940 bis 1. Januar 1941 eine Fahrt nach Bad Meinberg durchzuführen. In Bad Meinberg sind folgende Veranstaltungen vorgesehen: Besichtigung Bad Meinbergs. der Externsteine, mit kurzem Vortrag der Lehr= und Forschungsstätte für Schrift= und Sinnbildkunde. Wanderung durch das Silberbachtal. Besichtigung des Heimatmuseums in Horn und Silvesterfeier mit musikalischen Darbietungen, humoristischen Vorträgen und tänzerischen Vorführungen. Die Anfahrt nach Bad Meinberg übernimmt jeder Teilnehmer selbst. Anmeldungen sind umgebend an die Kreisdienststelle der NSG„Kraft durch Freude“. Münster. Alter Steinweg 36/39, zu richten, da die Teilnehmerzahl beschränkt ist. Kammerspielhaus=Rina B Kammerspielhaus=Ring B. Die 2. Veranstaltung des kleinen Ringes(Kammerspielhaus) findet statt am Dienstag, dem 10. Dezember. 18 Uhr. und bringt eine Aufführung des mit großem Beifall ausgenommenen plattdeutschen Lustspiels„De Diäskmaschine“. In dieser Aufführung stellt die Niederdeutsche Bühne erneut ihr Können unter Beweis, so daß sie auch für die Volksgenossen, die des Plattdeutschen nicht mächtig sind, zu einem genußreichen Abend wird. Bei dieser Gelegenheit wird erneut darauf hingewiesen daß auch jetzt noch Anmeldungen zum kleinen Ring möglich sind. Auch sind noch eine ganze Anzahl guter Plätze verfügbar. Anmeldungen auf der Kreisdienststelle der##. Gemeinschaft„Kraft durch Freude“. Alter Stein, weg 36/39, wo auch die verbilligten Einzelkars. ausgegeben werden. RbF=Schachmeisterschaft im Kreise Münster Aus den Kämpfen um die Schachmeisterschaft im KdF=Schach ging die Mannschaft der DAF=Abtei, lung Wehrmacht siegreich bervor. Am vergangenen Sonntag schlug sie in der Aufstellung Mainz..“ nelzik. Rataiizik. Kober, Wirts. Lorenz. Baur Schönrock die Ländliche Zentralkasse mit:2 und am vergangenen Sonntag die Mannschaft deFa. Fahle mit•0 Punkten. Die Wehrmacht wird im Rahmen der Gaukulturwoche auf dem Tournieder RSG„Kraft durch Freude" um die Gaumei, sterschaft im KdF=Schach in Bad Lippspringe Kreis Münster vertreten. Zuel Großilmwerke! Schauburg Apollo-Theater am Serratiglats 1 un Ke Tartend Plats Bis auf weiteres: Der große Varlelé- und Revuefllm Bis Sonntag: Ein Millionenfilm der Tobis Kora Terry! DerTigervon Ee tanzt: Marika Rökk Esspielt: Poter Kreuder Weitere Darsteller: Josef Sieber, Will Quadilieg. Will Dohm, Flockina v. Platen Lochtapur mit La Jana Kitty Jantzen Gustav Dießl Theo Lingen u. v. a. Hierzu: Wochenschau Kassenöffnung...90 Uhr Wochenschau.55.50 Uhr Hauptfilm..30.25 Uhr Ende.95 Uhr Jugendliche haben keinen Zutritt Marika Rökk, strablend. sprühend vor Temperament, mitreißend in Spiel und Tanz- handlungsmäßig und künstlerisch der leuchtende Mittelpankt dieses Films. Hierzu: Deutsche Wechenschau und Varieté- Einlage Kassenöffnung..90 Uhr Vorprogramm.30.25 Uhr Hauptfilm,.55.55 Uhr Wochenschau.45.45 Uhr Ende.15 Uhr Große Lustspielwoche! Ein neuer heiterer OstermayrFilm der Ufa, der gute Laune und Stimmung schafft: mit Fritz Hampers Lee Peukert Charl. Schellbern Fritz Genschou Grethe Weiser Hillde Sessak Das lockend welße Skiparadies der baverischen Berge, das gemütliche München im Holbräuhaus am „Platzl“ und das Berliner Leben bei Tag und bei Nacht sind die reizvollen Schauplätze dieses lustigen Films, der die vermeintlichen Gegensätse zwischen Nord und Süd. swischen Berlin und München in humoristischer Weise herausstellt und dadurch ungeheure Reiterkeit hervorruft In der neuesten Wochenschau sum ersten Male Bilder aus London nach einem der schweren Vergeltungsangritfe unserer Luftwafte. Sie gelangten a. T. unter Umgehung der scharfen britischen Zensur über das neutrale Ausland su uns. Spielzeiten: Rechenschen Hauptfllm Schluß abends .20.35 Uhr .50.25 Uhr ...35 Uhr Deln nunktetreies Wolkndchts-Ctschenk Ist ein Abchhomont des Zos Jabreskarte ab sofort bis zum 31. März 1942 gültig. Familienkarte 10.— Einzelkarte.— Zusatzkarte.— RM., an der Zoo-Kasse zu haben Um Irrtümern vorzubeugen teilen wir unseren verehrten Besuchern mit, daß es sich bei dem neuen Ufa-Großlustspiel die seit 30 Jahren n 6 bewährte, natürlich-milde doks Seesand-Mandelkleie -für sehr Empfindlichs auch ohne SeesandEinbaufertige Oel- Brennstoff- und Zentralschmierschläuche stets auf Lager. Membranen für Kraftstoffpumpen für jeden Typ Leo Bronk Auto-Zubehör Münster in Westt. Horst-Wessel-Straße 16-20. Tel. 200 66 nicht, wie vielfach angenommen wird, um eine Neuauflage des uralten Films gleichen Namens mit Max Adalbert und Weiß Ferdl handelt. Weder was die Handlung noch was die Besetzung der Rollen anbelangt, hat er mit diesem Stummfilm aus der Systemzeit etwas zu tun. Er stammt vielmehr aus der neuesten Ufa- Produktion und wurde erst vor wenigen Monaten gedreht. Gertrauchher Spezialausschank der Dortm. Union-Brauerel Sonntag, den 8. Dez., nachm. ab.30 Uhr Kaftee Konzert gute trockene Räume, mit Heizung, im 1. Stock, 3 Minuten vom Hauptbahnhof in Münster gelegen, für Büro. Handel oder saubere Fabrikation geeignet, sofort zu vermieten. Plettendorf&a Co. Münster i.., Wolbecker Straße 45. Immobilien, Hypotheken. Verwaltungen seit 1912. Mein Runnonsgeschaft wird in der früheren Weise fortgeführt. Georg Benneweg. Münster i. 29. Versteigerer Blumenstraße 8, Fernruf 205 76. NagelpflegeEluis in Leder und Werkstoff. Kästen, lose Instrumente, Scheren. Poliermittel, Polierer, Rautentierner, pass. Meoesnelzer empfichlt in reicher Auswahl Parfümerie Monhof Prinzipalmarkt 42 Negidtistraße 43 Ruf 258 02 Nachhilfe in Latein f. Schüler der 5. Kl. ges. Ang. u. 1766 a. d. .=Gesch. Münster. B. 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Dez. 17,15 Uhr werden drei Solokonzerte von J. S. Bach, A. Vivaldi und C. Ph. E. Bach und ein Tripelkonzert von G. Ph. Telemann zu Gehör gebracht. Der Vorverkauf zu den Veranstaltungen erfolgt im Verkehrsverein. Nachlap=Wersteigerung Am Dienstag, den 10. Dezember 40, vormittags 10 Uhr anfangend versteigere ich in der Versteigerungshalle Deerhacke, hier, Engelstraße 59, folgende gebrauchte Möbel gegen Barzahlung: Doppelschlafzimmer(Tanne), bestehend aus: 2 Bettstellen mit Matratzen, Waschtisch mit Marmor und Spiegel, Nachtkonsole, Stüriger Kleiderschrank, verschiedene Bettstellen mit Matratzen, Bettzeug. Büfett, Partie gute Stühle, Partie Porzellan, Wanduhr, gut erhaltener Gasbackherd, Wäschetruhen, eichene Standuhr, große Partie Keramikblumentöpfe, Küchenschränke, Küchentische, Partie gute Bilder, Nippsachen, eichene Flurgarderobe. Globus, Bürotisch, Damenschreibtisch, Küchenwaage, Stehleiter, Korbsessel und sonstige Möbel und Haushaltungsgegenstände. 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Die Rationen an Brot, Mehl, Fleisch, Schweineschlachtfetten, Margarine, Käse, Quark, Vollmilch, Marmelade, Kunsthonig und Kakaopulver bleiden gegenüber der 17 Zuteilungsperiode unverändert. Die auf die Reichsfleischkarten der 17. Zuteilungsveriode erfolgte Sonderzuteilung von Kunsthonig fällt fort. Abgabe von Butter und Butterschmalz Die Ration an Butterschmalz wird um 50 g auf 100 g erhöht, zum Ausgleich wird die Butterration um 62,5 g gekürzt. Selbstversorger mit Schlachtfetten(Reichsfettkarten SB 2. 4 und 6) erhalten ebenfalls in der 18. Zuteilungsperiode 100 g Butterschmalz unter entsprechender Kürzung ihrer Butterration Regelung der Warenabgabe auf die Reichszuckerharte Alle Verbraucher erhalten in der 18. Zuteilungsperiode eine Sonderzuteilung von 500 g Zucker. Demgemäß lautet der Bestellschein der Zuckerkarte über 1400 o. Die Abgabe der Sonderzuteilung erfolgt auf den Abschnitt 5. der die Bezeichnung„500 g Zucker=Sonderzuteilung" trägt. Regelung der Warenabgabe auf die Nährmittelkarte Die Höhe der Rationen an Nährmittel auf Getreideund Kartoffelarundlage sowie der Teigwarenrationen bleibt gegenüber der 17. Zuteilungsperiode unverändert. Die Abgabe von Teigwaren auch für Selbstversorger ersolgt auf die Abschnitte N 11 bis N 15, die mit einem „T“ versehen sind. Der wahlweise Bezug von Kondensmisch an Stelle von Nährmitteln bleibt gegenüber der 17. Zuteilungsperiode mit der Masgabe unverändert, daß die Wahlmöglichheit für die Selbstversorger(Normalverbraucher sowie Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren) entfällt. Kaffee=Ersatz und Bohnen=Kafsee Auch in der 18. Zuteilungsneriode können die Normalverbraucher an Stelle von 125 a Kaffee=Ersatz= oder =Zusatzmitteln 60 g Bohnen=Kaffee beziehen. Die Abgabe des Kaffees erfolgt auf die durch ein „K“ verbundenen Abschnitte N 24 und N 25 der Nährmittelkarte 18. Die Verteiler haben diese Abschnitte zusammenhängend abzutrennen und nach Ablauf der 18. Zuteilungsveriode entsprechend der Bekanntmachung vom 7. 11. 1940 den Ernährungsämtern zur Abrechnung einzureichen. Für die Abgabe des Kaffees an die Versorgungsberechtigten gelten die Bestimmungen der Bekanntmachung vom 10. Oktober 1940. In der 19. Zuteilungsveriode vom 13. Jan. bis 9. Februar 1941 erhalten die Versorgungsberechtigten, die das 18 Lebensjahr vollendet haben. wiederum die Möglichkeit. an Stelle von 125 g Kaffee=Ersatz oder Zusatzmitteln 60 g Bohnen=Kaffee zu beziehen. Die Versorgungsberechtigten, die von der Wahlmöglichkeit Gebrauch machen wollen, haben den als Bestellschein gekennzeichneten Einzelabschnitt N 29 der Nährmittelkarte 18 bis zum 21. Dezember 1940 bei dem Verteiler abzugeben. Die Verteiler haben bei der Entgegennahme der Vorbestellung den Stammabschnitt der Nährmittelkarte 18 für Normalverbraucher mit Firmenstempel oder=aufschrift zu versehen. Die Verteiler haben die gesammelten Abschnitte N29 der Nährmittelkarte 18 auf Bogen aufzukleben und bei dem für sie zuständigen Ernährungsamt bis zum 31. De. zember 1940 zur Ausstellung von Bezugscheinen abzu. geben. Sonderzuteilung von Hülsenfrüchten In Ausführung der Bekanntmachung vom 7. 11. 1940 über die Sonderzuteilung von Hülsenfrüchten in der 18. Zuteilungsperiode wird folgendes angeordnet: Die Abgabe der Hülsenfrüchte erfolgt auf den gekennzeichneten Abschnitt N 28 der Nährmittelkarte 18 für Normalverbraucher sowie für Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren bei gleichzeitiger Vorlage des Stammabschnitts der Nährmittelkarte 17, der vom Verteiler mit der Firma und dem Zusatz„28“ oder„Hülsenfrüchte" versehen worden ist. Die Verteiler haben die gesammelten Abschnitte N2s der Nährmittelkarten gesondert von den übrigen Abschnitten dieser Karten nach Ablauf der 18. Zuteilungsperiode dem zuständigen Ernährungsamt zur Ausstellung von Bezugscheinen über„Hülsenfrüchte“ einzureichen. Diese Bezugscheine dienen der Belieferung der Kleinverteiler für die in der 19. Zuteilungsperiode vorgesehene Ausgabe von weiteren 250 g Hülsenfrüchten je Versorgungsberechtigten. Abgabe der Bestellscheine Die Verbraucher haben die Bestellscheine einschließlich des Bestellscheins 18 der Reichveierkarte in der Woche vom 9. bis 14. Dezember 1940 bei den Verteilern abzugeben In der gleichen Zeit haben die Verbraucher, die von der Möglichkeit, an Stelle von Marmelade Zucker zu beziehen, keinen Gebrauch machen, den Bestellschein 18 der Reichskarte für Marmelade(wahlweise Zucker) bei den Verteilern abzugeben. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Verteiler nicht berechtigt sind, von dem Verbraucher bereits vom Stammabschnitt abgetrennte Einzelabschnitte der Lebensmittelkarten anzunehmen; die Abtrennung von dem Stammabschnitt darf nur von dem Verteiler erfolgen. Ferner dürfen nichtbelieferte Karten und Einzelabschnitte(insbesondere auch für Brot und Mehl) von den Verteilern nicht angenommen und zum Umtausch gegen einen Bezugschein eingereicht werden. Ausgabe der Lebensmittelkarten Die Lebensmittelkarten für die 18. Zuteilungsperiode vom 16. 12. 1940 bis 12 1. 1941 werden den Bezugsberechtigten im Stadtbezirk Münster am Sonnabend, dem 7. Dezember 1940, nachmittags, und am Sonntag, dem 8. Dezember 1940, vormittags, durch die Amtswalter der NSDAP zugestellt. Die Ausgabe an die Verbraucher im Landkreise Münster erfolgt gemäß besonderer Bekanntmachung. Mit den Lebensmittelkarten wird an alle Haushaltungen je 1 Merkblatt für Kleintierhalter und für die Altmaterial=Schulsammlung ausgegeben. Münster i.., den 6. Dezember 1940. Der Oberbürgermeister: Stadt=Ernährungsamt, Abt. B. Der Landrat: Kreis=Ernährungsamt, Abt. B. bezugsscheinfrei lieferbar Fachgeichdit Radio-Maßmann Anruf 41696 in der Heisstraße 21 K K Sauerkraut 500 ur 12 Pig brieche Allranen 3% Rabalt HEUEE Lehrer i.., ges. u. arbeitsfr., sucht passende Büro oder ähnl. Angeb. unter 2 X 5191 an d. Hauptgeschst. Münster. Täglich morg, von —9 Uhr Putzstelle ges. Ang. u. 1733 a d. H6. Münster Bei welch. Firma od. Behörde find. Fräul., 87 Jahre, g. Allgemeinbild., gute Handschrift Bürostelle? Eintr. u. Wunsch. Ang. u. 1216 a. d. .=Gesch. Münster. In gutem Hause (Stadtm.) u. sep. gel., gut möbl. 3. v. ält. D. f. 25 sof. od. sp. abzug. Ang. u. 1743 a. d. .=Gesch. Münster. Weg. plößzl. Vers. in g. Wohnl. Südviertel abgeschloss. Etage in g. Zust., 3 gr. u. 1 hl.., ., Bad, gr. Balkon, 2 Kell.(Of.heiz.) an saubere, ruh. Fam. f. 93 A zu om. Ausführl. Ang. u. 1776 a. d. .=Gesch. Münster. Laufställchen preiswert zu verkaufen. Domheye, Ostmarkstraße 27. Mod., schwarzes Kleid, Größe 42, u. Puppenstuben zu verkauf. Näh. in d. Hauptgesch. unter A E. 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November 1940 wird hiermit angeordnet, daß auf den Abschnitt N 38 der Nährmittelkarten 17 für Jugendliche bis zu 18 Jahren in der Zeit vom 8. bis 15. Dezember 1940 einschließlich nochmals an alle Jugendlichen unter 18 Jahren 125 g Schokoladen= oder Marzipanerzeugnisse auszugeben sind. In der Zeit vom 15. Dezember 1940 bis zum 11. Januar 1941 können auf den Abschnitt N 38 der Nährmittelkarte 17 auch an Erwachsene je 125 g Schokoladen= oder Marzipanerzeugnisse ausgegeben werden. Dieser Abschnitt der Nährmittelkarte wird bis zum 11. Januar 1941 für gültig erklärt. An Krankenhäuser, Anstalten und sonstige Bezugsberechtigte in Gemeinschaftsverpflegung, soweit diese ohne Nährmittelkarten sind, stellt diejenige Abteilung des Ernährungsamtes(A bzw. B) die erforderlichen Berechtigungsscheine aus, welche auch für die übrigen Lebensmitte.=Bezugscheine ausstellt. Das Abtrennen der Marken von der Stammkarte darf seitens der Verteiler nur gegest gleichzeitige Abgabe der Ware erfolgen. Eine vorherige Abtrennung und Verwendung der Marken ist nicht zulässig. Die Verteiler haben die Abschnitte auf Bogen aufzukleben und mit den in der Zeit vom 25. November bis 8. Dezember 1940 gesammelten Abschnitten sowie den Berechtigungsscheinen den Ernährungsämtern bis zum 15. Januar 1941 einzureichen. Münster den 7. Dezember 1940. Der Oberbürgermeister: Stadt Ernährungsamt, Abt. 8 Der Landrat: Kreis Ernährungsamt, Abt. B Kammerjäger- Pachgeschäft Anton Steffens gegr. 1894 Althoffstraße 40 Pernruf 2 32 12 Mod. Ungeziefer- u. Schädlingsvernichtung Wanzen. Käfer, Schaben, Motten, Helmehen m. Brut ohne Gas. Geruch, Gefahr, ohne Sachbeschäd. u. absolut unfälig in lingstens 5 Stunden mit Detmolin. # Seiiamm . Ratten-Vernichtung " Reler, erster Häuser und böchster Behorten ** Schtets maschinen repariert Schreidmaschinen Schmidt, Windthorftstr. 17, Tel. 21074. Flaschen alle gangd Gorten hauft Rändig Ruf Nr. 400 90 Gufter Sänther. Rünster i. Wests., Hafenstr 30 gegenüber der Zeuerwache Lesen Sie den Anzeigenteil der Westsälischen Togesgeitung Ständige Anzeigenwerdung sichert den Erfolg. Deshalb Werben durch die Mikrotilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. Nummer 337 sienststelle der Re. eude". Alter lligten Kreise Münster schachmeisterschaft ast Der 244g=Abtei. r. Am vergangenen tellung Mainz. Da. ris.„Loxenz, Baur, alkasse mit:2 und e Mannschaft der die Wehrmacht wird e auf dem Tournier e“ um die Gaumei. ad Lippspringe den ber 1940 n. melten Abschnitte N29 n aufzukleben und bei gsamt bis zum 31. De. n Bezugscheinen abzuülsenfrüchten achung vom 7. 11. 1940 Hülsenfrüchten in der indes angeordnet: e erfolgt auf den geer Nährmittelkarte 18 : K i n d e r u n d J u g e n d chzeitiger Vorlage des arte 17, der vom Versatz„28“ oder„Hülsenmelten Abschnitte N28 von den übrigen Abauf der 18. Zuteilungsngasamt zur Ausstellung nfrüchte“ einzureichen. Belieferung der Kleintteilungsperiode vorge10 g Hülsenfrüchten je lscheine bestellscheine einschließReichseierkarte in der 1940 bei den Verteilern haben die Verbraucher, stelle von Marmelade rauch machen, den BeMarmelade(wahlweise geben. hingewiesen, daß die n dem Verbraucher berennte Einzelabschnitte men; die Abtrennung tur von dem Verteiler eserte Karten und Einir Brot und Mehl) von en und zum Umtausch sicht werden. nittelkarten e 18. Zuteilungsperiode 1 werden den Bezugsinster am Sonnabend, ags, und am Sonntag, tags, durch die AmtsDie Ausgabe an die ster erfolgt gemäß bewird an alle Haushalitierhalter und für die geben. der 1940. neister: t, Abt. B. t: 2. Abt. 8. chung rteilung in der K 1340 Bekanntmachung vom lt angeordnet, daß auf elkarten 17 für Jugendseit vom 8. bis 15. Deils an alle Jugendlichen lecziganerzeugnise iber 1940 bis zum 11. zschnitt N 38 der Nähre je 125g Schokoladengeben werden. Dieser ird bis zum 11. Januar und sonstige Bezugspflegung, soweit diese lt diejenige Abteilung B) die erforderlichen auch für die übrigen Ut. von der Stammkarte gegest gleichzeitige Abvorherige Abtrennung nicht zulässig. hnitte auf Bogen aufzuvom 25. November bis Abschnitten sowie den ihrungsämtern bis zum 1940 Ernährungsamt, Abt. B rungsamt, Abt. B aft Anton Steffens Pernruf 2 32 12 Idlingsvernichtung Wanzen. Käfer, Schaben, Motten, Helmehen #. Brat ohne Gas, Geruch, Gefahr, ohne Sachbeschäd. u. absolut unauffällig in längstens 5 Stunden mit Detmolin. Spezialität: Ratten-Vernichtung Reler, erster Häuser und hüchster Behhrten 8. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 337 30000 sahen Henkel und Gies spielen ige genwerdung hert den rlolg. lechelt Verben urch die Begeisterter Empfang der deutschen Sportler in Tokio— 42 Tage auf der Eisenbahn Fernen Osten— Gespräch mit dem deutschen Tennismeister Erlebnisse im Der deutsche Tennismeister Henner Henkel ist in diesen Tagen von einer zweimonatigen Reise nach Japan, Mandschukuo und Nordchina zurückgekehrt. Henkel spielte in Turnieren in einem Dutzend der größten Städte des Fernen Ostens. Zugleich war diese Reise der beiden Tennisspieler Henkel und Gies aber auch ein Ausdruck enger Verbundenheit Japans und Deutschlands auf sportlichem Gebiet. Ein Mitglied unserer Berliner Schriftleitung hatte Gelegenheit, sich mit dem deutschen Tennismeister über seine Eindrücke im Fernen Osten zu unterhalten. In einem Kaffee im Westen der Reichshauptstadt treffe ich den deutschen Tennismeister. Henner Henkel sieht man die Anstrengungen der langen Bahnfahrt und der vielen Turniere noch an.„Wenn man von 62 Reisetagen 42 auf der Bahn verbracht hat", beginnt Henkel zu erzählen,„dann ist das anstrengender als das Spielen selbst. Wir wurden vom Japanischen Tennisverband aus Anlaß des 2600jährigen Bestehens des japanischen Kaiserreiches eingeladen und waren eigentlich die ersten Gäste aus Deutschland, die nach dem Abschluß des Dreierpaktes Nippon betreten haben. Als Abgesandie des befreundeten Deutschland begrüßt Nicht weniger als 31mal waren wir offizielle Gäste der verschiedensten japanischen, staatlichen und behördlichen Stellen und wurden überall mit einer Gastlichkeit aufgenommen, die nicht mehr übertroffen werden kann. Der Dreierpakt, das konnten wir überall feststellen, ist in Japan ungeheuer populär. Es gibt kein Schaufenster in den Städten— und wir haben in zwölf Städten gespielt—, in denen nicht Fähnchen mit dem Hakenkreuz, der aufgehenden Sonne und dem Kreuz von Savoyen hingen. Wir wurden nicht so sehr als Sportler aufgenommen, sondern als Abgesandte des befreundeten Deutschland. So waren auch die Zuschauerzahlen bei unseren Kämpfen mit den japanischen Spitzenspielern so stark, wie man das bei europäischen Turnieren nicht kennt. Zuschauerzahlen von elf bis zwölf Tausend waren keine Seltenheit. In Berlin würden bei einem Davis=Pokal=Treffen höchstens—6000 Zuschauer kommen. In Tokio hatten wir bei drei Turnieren im ganzen 30000 Zuschauer. Entsprechend war auch das Echo in der Presse. Die Sportbegeisterung in Japan ist ungehetter, und wir haben uns nicht wenig gewundert, uns am Tag nach dem Spiel in den größten japanischen Zeitungen auf der Titelseite wiederzufinden. Von zwölf Spielen nur eins verloren Der japanische Sport ist ganz anders organisiert als bei uns. Es gibt einen offiziellen Sportverband, der etwa unserem Reichsbund für Leibesübungen entspricht, aber fast gar keine Vereine. Sport wird fast ausschließlich von den Schulen und Universitäten betrieben. und wenn in Deutschland etwa Schalke gegen Nürnberg im Fußball kämpft, so entspricht das auf japanische Verhältnisse übertragen etwa einem Spiel der Universität Tokio gegen die Universität Osaka. Der Universitätssport spielt in Japan die ausschlaggebende Rolle. Die Zahl der Universitäten und vor allem die Zahl der Hörer ist mit europäischen Maßstäben nicht zu vergleichen. In Tokio gibt es 60 Hochschulen, von denen die größte, die Waseda=Universität, 30000 Hörer hat. Die japanischen Studenten stellen das Reservoir für die japanischen Spitzensportler dar, und auch die Olympiakämpfer in Berlin waren fast alle Studenten. Unsere Kämpfe haben wir fast alle gewonnen. Nur unseren ersten Länderkampf in Tokio verloren wir knapp. Wir hatten allerdings gerade die zwölftägige Reise durch Rußland und Mandschuko hinter uns und waren naturgemäß indisponiert. Den japanischen Spitzenspieler, der mich in Tokio in einem FünfsatzSpiel besiegte, habe ich später bei zwei anderen Turnieren schlagen können. Eine besondere Freude haben wir den Deutschen und Italienern in den Internationalen Niederlassungen von Tientsin und Peking durch unsere Turniere bereitet. In Mukden, der Hauptstadt der Mandschurei, spielten wir bei zehn Grad Kälte, das ist eine Art„Rekord“ und wohl erstmalig in der Tennisgeschichte vorgekommen. Der Platz mußte vor Beginn der Kämpfe erst noch vom Schnee gesäubert werden, und dann haben die Tausende von Zuschauern bei dieser Kälte zwei bis drei Stunden ausgeharrt, um uns spielen zu sehen. und jetzt wieder Rekruten ausbilden Auf der Rückreise nach Berlin hatten wir noch Pech, was uns eine Verzögerung von sechs Tagen einbrachte. Wir werden durch eine pestverdächtige Stadt gefahren und mußten dann in der nächsten Stadt eine Woche lang in Quarantäne, wurden jeden Tag untersucht und durften dann, als sich nach sechs Tagen keine Pestsymptome zeigten, die Reise durch Sibirien fortsetzen. So dauerte die Eisenbahnfahrt auf der Rückreise 18 Tage. 18 Tage keine Zeitung, keinen Rundfunk und keine Nachrichten aus der Außenwelt. Wir wußten nicht, wie die Kriegslage stand und erfuhren von keinem politischen Ereignis. Das war für mich anstrengender als die Kämpfe auf den Tennisplätzen. Beim Abschied vom Land der aufgehenden Sonne sagten uns die japanischen Sportfreunde noch, daß sie im nächsten Jahre nach Deutschland kommen wollten.“ Ein paar Tage hat Henner Henkel noch Urlaud. Er hat einen Tag vor seiner Abreise geheiratet und seine Frau erst jetzt wiedergesehen. Dann geht es wieder zum Militär, wo er als Unteroffizier Rekruten ausbildet. Hö. Frankreichs Tennisführer: René Lacoste Der französische Davispokalspieler René Lacoste wurde, wie die Zeitungen melden, mit der Führung des Französischen Tennisverbandes betraut. Die weitere Nachricht vom sofortigen Rücktritt des jetzigen Präsidenten Gillou entspricht nur zum Teil den Tatsachen. Wie wir aus Paris erfahren, wird Lacoste sein neues Amt nicht vor Beginn des nächsten Sommers übernehmen. Neue Fußbalt-Länderspiele 1941 Ein großes internationales Spieljahr steht in Aussicht Wie in dem jetzt zu Ende gehenden Jahre, so wird der deutsche Fußballsport auch in dem kommenden Jahre 1941 wieder eine Reihe von bedeutenden internationalen Spielen zur Durchführung bringen. Als Höhepunkt der Frühjahrsspielzeit steht bereits ein Länderkampf gegen Italien im Mai in Berlin fest. Diese Begegnung mit dem Fußball=Weltmeister wird wieder die gleiche Anteilnahme auslösen, wie die beiden letzten Treffen. Im November 1939 konnte die deutsche Nationalmannschaft in Berlin mit:2 gewinnen, im Mai 1940 siegte Italien in Mailand mit:2. Wahrscheinlich werden die beiden Mannschaften bei dem neuen Zusammentreffen noch stärker als in den voraufgegangenen Kämpfen sein. Es ist anzunehmen, daß die deutsche Mannschaft vor dem Spiel gegen Italien bereits den internationalen Spielverkehr aufnehmen wird. Das Fachamt Fußball hat es für 1941 mit der Festlegung der internationalen Begegnungen bestimmt nicht leicht, ist doch die deutsche Nationalmannschaft ein vielbegehrter Gegner. Es wird schwer möglich sein, allen Wünschen zu entsprechen. In dem abgelaufenen Jahre wurden trotz der Kriegszeit zehn Länderspiele ausgetragen. Das Jahr 1939 hatte sogar fünfzehn Länderspiele gebracht, von denen sechs auf die Zeit nach dem Kriegsausbruch entfallen. In diesen beiden Jahren wurde der internationale Spielverkehr des Jahres 1938 übertroffen, wurden doch in diesem Zeitabschnitt einschließlich der Spiele bei der FußballWeltmeisterschaft nur neun Länderkämpfe ausgetragen. In den Länderspielen 1940 hat es je zwei Begegnungen mit Ungarn und Jugoslawien und je ein Treffen gegen Italien, Rumänien, Finnland, Slowakei, Bulgarien und Dänemark gegeben. Zu einem Teil wird es 1941 Rückspiele geben, so wünscht Dänemark einen Besuch der deutschen Nationalmannschaft im Juni in Kopenhagen und Bulgarien möchte in diesem Frühjahr gerne ein Spiel gegen Reungewinne unserer Vollblüter Schwarzgold auf der Flachen— Mustafa auf der Hindernisbahn Obwohl das Rennjahr noch nicht ganz abgeschlossen ist— fünf Rentage in Mülheim=Duisburg stehen noch aus— kann man einen Ueberschlag über die Gewinne unserer Vollblüter bereits machen. Auf der Flachen ist Schwarzgold weit voran. Die hervorragende Stute, die in ihrer nur zweijährigen Rennlaufbahn bei 12 Starts neun Siege errang und dreimal Zweite wurde, feierte beispiellose Triumphe und gewann ihre Rennen stets mit ungezählten Längen. 200 898 Mark galoppierte sie als Rennpferd zusammen, davon 170080 im Jahre 1940. Allein zwei erste Preise von 70000 Mark sind dabei einbegriffen, den dritten gewann in ihrer Abwesenheit der Italiener Bellini, der mit dieser Summe den zweiten Platz in der Liste einnimmt. An dritter Stelle steht Schwarzgolds Altersund Stallgefährte Samurai mit 68 465 Mark vor Newa (40 600 Mark), die den Ruhm für sich hat, Schwarzgold die einzige Niederlage dieses Jahres bereitet zu haben. Nach Gewerke(37·625 Mark) kommt dann mit Adastra (36 975 Mark) schon der dritte dreijährige Schlenderhaner. Mit diesen drei„Großverdienern" steht das Gestüt Schlenderhan auch diesmal wieder an der Spitze der Ställe mit einer Gewinnsumme von 407 755 Mark. Seit 1938 ist Schlenderhan somit unangesochten in Front und erreichte eine seit 1930 nicht mehr übertroffene Jahresgewinnsumme. Ueber 30000 Mark kamen fernerhin Sonnenfleck(36 570 Mk.), der Halbblüter Trojaner(36 140 Mk.), Graf Alten(31 220 Mk.) und Nexow(31 490 Mt.). Mustafa auf der Hindernisbahn Unter den Hindernispferden steht wieder der hervorragende Mustafa obenan. Der Gewinner des Großen Preises von Karlshorst, der als Vierjähriger neun Siege errang, gewann 1940 zwar„nur“ drei Rennen, erzielte aber trotzdem die höchste Gewinnsumme des Jahres von 34740 Mark. Dichtauf folgt der alte Halbblüter Capo, der das wertvollste deutsche Hindernisrennen, den Alpenpreis in München, gewann. 34023 Mark kommen auf sein Konto. Die vierjährige Fidanzata hat mit vier Siegen 30 800 Mark gewonnen und ist damit die Beste ihres Jahrganges. Kriegsslamme ist mit 24915 Mark wiederum mit in vorderster Linie zu finden. Dschingis Khan hat sich zu einem sehr guten Pferd entwickelt, 23565 Mark verzeichnet für ihn die Statistik. Meistertitel, der immerhin ein halbes Dutzend Rennen gewann und 22 120 Mark zusammengaloppierte, der Halbblüter Waldteufel(20 588 Mk.), Stromer (20 250 Mk.) und Condottieri(20000 Mk.) gehören sämtlich zu den Aelteren. Der Erfolgreichste unter dem Nachwuchs der Dreijährigen war Akron, der bei drei Siegen auf 18000 Mark kam. Deutschland in Sofia sehen. Weiter wird wohl auch ein Spiel Rumänien gegen Deutschland in Bukarest zur Erwägung stehen. Die Reise nach Dänemark wird möglicherweise mit einem zweiten Spiel verbunden werden, wenn eine Vereinbarung zustandekommt. Es ist nicht ausgeschlossen, daß der internationale Spielverkehr mit Schweden wieder ausgenommen wird. Norwegen strebt nach der Neuordnung der Führung im norwegischen Sport nunmehr für das kommende Jahr auch ein Fußball=Länderspiel gegen Deutschland an. Unganrn und Jugoslawien kommen als Gegner für die Austragung von Länderspielen auf deutschem Boden in Betracht. In beiden Fällen handelt es sich um besonders bedeutungsvolle Treffen. Gegen Ungarn wurde in diesem Jahre zweimal:2 unentschieden gespielt, gegen Jugoslawien hat es mit:2 und:2 zwei Niederlagen gegeben. Schließlich sind auch noch Länderspiele gegen die Slowakei und gegen Finnland mit in Betracht zu ziehen. Möglich bleibt auch noch die Wiederaufnahme der Länderspiele gegen Spanien. Diese erste Uebersicht deutet bereits an, daß ein großes internationales Spieljahr 1941 in Aussicht steht. Die führende Stellung des deutschen Fußballsports im internationalen Wettkampfverkehr wird auch im kommenden Jahre wieder behauptet werden. Obwohl in Anbetracht der Verhältnisse gewisse Beschränkungen in Rechnung zu stellen sind, so kann erwartet werden, daß für die internationalen Treffen eine spielstarke Auswahl zur. Verfügung stehen wird, um das erfolgreiche Ab„neiden in den bisher ausgetragenen Kriegs=Länder= cämpfen weiter fortzusetzen. Luropas Fußballänderkämpfe Der von England in verbrecherischer Weise entfesselte Krieg hatte zur Folge, daß in dem zu Ende gehenden Jahr weniger Fußball=Länderspiele veranstaltet werden konnten als sonst. Keineswegs ist aber der Betrieb auf dem europäischen Festland zum Stillstand gekommen, wie es auf dem von deutschen Bomben zerpflügten Inselreich schon lange der Fall ist. In Anbetracht der besonderen Verhältnisse kann gesagt werden, daß ein stattliches Programm während der zwölf Monate abgewickelt wurde. Die Tatsache, daß Deutschland mit allein zehn Länderspielen weitaus an der Spitze der europäischen Nationen steht, ist ein neuer Beweis für die große, ungebrochene Kraft des deutschen Sports. Nachstehend als Abschluß und Rückblick eine Länderkampftabelle: wirklichen Kampfstärke der einzelnen Nationen zu erhalten, müßte jede gegen jede spielen. Im Kampf um den ersten Platz scheinen Weltmeister Italien und Ungarn in totem Rennen eingekommen zu sein. Das letzte Treffen der beiden Nationalmannschaften in Genua, das:1 ausklang, spricht deutlich für die ausgeglichene Spielstärke. Deutschland spielte gegen Ungarn zweimal unentschieden, unterlag aber gegen Italen. Stark belastet haben unser Minuskonto die vorher nicht in Rechnung gestellten beiden Niederlagen durch Jugoslawien Dennoch zählt Deutschland weiterhin zu den kampfstärksten Fußballändern Europas. Mit berechtigtem Stolz erfüllt uns aber die Feststellung, daß gerade der deutsche Fußballsport den größten Anteil an dem vielgestaltigen und reibungslosen internationalen Spielbetrieb auf dem durch unsere Wafsen befriedeten europäischen Kontinent gehabt hat. Bauern sicherer Sieger? Von der Reichsbundpokal=Zwischenrunde, die am 3. November ausgetragen wurde, ist noch das Treffen zwischen Bayern und Ostpreußen nachzuholen, das am Sonntag in Schweinfurt stattfindet. Wenn sich auch die Ostpreußen gut herausgemacht haben und wieder zur Hauptsache auf die bewährten Kräfte des BfB. Königsberg stützen, so müßten doch die spielerisch überlegenen Bayern zu einem sicheren Erfolg kommen. In der Zwischenrunde haben sich bisher Sachsen, Schlesien und Baden behauptet, während Nordmark und Südwest noch zu einem Wiederholungsspiel antreten müssen, da es seinerzeit ein:0 trotz Spielverlängerung gab. Die Wiederholung steigt am 12. Januar in Saarbrücken. Eine hatbjährige Platesperee Der nationalsozialistische deutsche Sport soll sich durch größte Disziplin und Sauberkeit auszeichnen und gegen jeden Verstoß gegen diesen Grundsatz wird unnachsichtlich durchgegriffen, wie jetzt ein neues Beispiel aus dem Bereich Baden beweist. Am Sonntag ereigneten sich nach dem Fußball=Meisterschaftsspiel zwischen der SpVg Sandhofen und dem BfB Mühlburg (:2) einige häßliche Szenen, die von aktiven Spielern und Mitgliedern des gastgebenden Vereins verursacht wurden. Dabei wurde der Schiedsrichter tätlich beleidigt. Der Sportbereichsführer hat über die SpBg Sandhofen sofort eine halbjährige Platzsperre verhängt, zwei Spieler der ersten Mannschaft ebenso lange Lum 25. Male um den Eishockehritet Am Sonntag setzen die Kämpfe um den 25. deutschen Eishockeytitel ein. Erltmals wurde 1912 um die Meisterschaft gespielt, und damals legte der Berliner Schlittschuhclub den Grundstein zu seinem Ruhm. Füafmal hintereinander gewann er den Titel, bis ihn 1922 der MTV München ablöste. Aber schon 1923 hieß der Meister wieder BSC. 1927 unterbrach dann der SC Riessersee den Siegeszug der Reichshauptstädter, die aber von 1928 bis 1933 wieder auf den Titel Beschlag legten. Brandenburg=Berlin und Riessersee folgten, mußten aber 1937 wieder dem BSC den Vortritt lassen. 1938 war Riessersee wieder an der Reihe, und dann kamen die Wiener. 1939 war es der Engelmann, und jetzt ist die Wiener Eissportgemeinschaft Titelverteidiger. So wurde nach und nach aus dem Zweikampf Berlin— Bayern durch das Hinzukommen der Wiener ein Dreikampf. Der weitaus erfolgreichste Verein ist der Berliner Schlittschuhclub mit insgesamt 17 Meisterschaftssiegen. Mit großem Abstand folgt an zweiter Stelle der SC Riessersee mit drei Titelgewinnen vor MTV München, Brandenburg=Berlin, EK. Engelmann und Wiener EG. Die jetzt beginnende Meisterschaft wird bekanntlich in vier verschiedenen Gruppen ausgespielt. Die Kämpfe beginnen am Sonntag in der Reichshauptstadt mit dem Treffen zwischen Brandenburg=Berlin und dem Titelverteidiger Wiener EG. vom Spielbetrieb ausgeschlossen und die ganze Vereinsführung aus dem Amt entfernt. Auch in Münster und im Münsterland haben sich in den letzten Wochen sowohl bei den Fußballern wie bei den Handballern Dinge ereignet, die jedem Sportgeist Hohn sprechen. Wir hoffen, daß es sich um einmalige Entgleisungen gehandelt hat. Aus dem Urteil gegen Sandhofen mögen jene Heißsporne ersehen, was sie durch ihr unbesonnenes Verhalten ihrem Verein einbrocken. Berlin— Barcelona in Aussicht Unter dem Vorsitz seines Führers, General Moscardo, hielt der Spanische Sportverband in Madrid eine Tagung ab. Barcelona wurde auf dieser Sitzung ein Fußballstädtekampf gegen die Berliner Stadtmannschaft genehmigt. Die neue Lage im Schwergewicht Das Mißgeschick von Sendel— Werner Selle steht vor einem neuen Aufstieg Belgien Bulgarien Dänemark Deutschland Estland Finnland Holland Italien Jugoslawien Luxemburg Lettland Litauen Portugal Rumänien Schweden Schweiz Slowakei Ungarn 1— •4 :4 12:8 * 3— Binnen un Balen Een plattdütsk Waort an usse mönsterlänsken Landsli' „Vandage häß gower äs wier dat verdraitlikste von dine Gesichter upset“t, Jans. Wat is di denn üöwer de Liäwer laupen! „Mags wull säggen, Bernd. Wat is denn nu wull vör ne Tied, wees dat wull? Nu is baolle Middewinter. Nu is de Tied, wo mine Frönde dao buten süß Schlachtefest siern daihen, un mi daoto inviteerden. Hä, wenn'k mi dat so bedenken dohe, so Rippkes un Möpkenbraut met Schriewen ov sonne Panne vull Pannhaas ov braoden Mett un den sonnen ächten aollen Klaoren daobie, et waß doch manks nett un fierlik. Son daut Schwien is doch en schön Dier. Un dat krieg ick nu alle nich, blos wiägen dat de Aöse von Engelänners en Vuogel häwt.“ „Du biß doch en verfriätten Menskenkind. Wenn di süß nicks mankeert, äs dat di to de gewuohnte Jaohrestied dat Fett üm de Muule löp un din Buuk di kniepen döht, denn kanns't noch wull uthollen. Ick mein, wi können met dat, wat wi in düsse Kriegstied kriegt, wull tofriäden sin.“ „Wisse, Bernd, dat wull. Män son daut Schwien—. Nich, äs wenn ick nich tofriäden wäör, dat nich. Män ick sin doch nu maol en mönstersken Paohlbüörger un de häwt so met Jätten un Drinken ehre fasten Gewuohnheiten un to de hört in erste Riege üm düsse Tied en Schlachtefest. Dat geiht jä nich daorüm, dai man sick daobie verfrätt, dat kümp mehrsttied daobie von sölwst, dat geiht auk üm de Küerie daobie, üm dat Praoten later an'tHerdfüer. Süh, dao is mi dat jäbenviell üm to dohn, äs üm de ganse Schwienerie.“ „Dat mot ick sä au doch säggen, Jans, dat wi Krieg häwt, dat schinnt di noch nich recht bewußt to sin. Kiel di äs an, wu dat de Engellänners vandage geiht. De wäören wahne froh daorüm, wenn se män alle Dage halfwegs satt kreegen. Män se möt“t sick nu den Buukreimen dagesdag mehr antrecken. Un Praoterie an': Herdfüer? In Nätte un Käölle möt' se sick Dag un Nacht vör usse Fleigers verkruupen. De geiht dat en lück laiger äs di, golle Schmeerduuk.“ „Rich so hassebassen, Bernd, nich saots so wahne in't Geschirr gaohn. Du un ick, wi wiettet dat beide aud genog, dat in'n Krieg düt un dat naidig is, wat in Friedenstieden nich sien drukt. Un Krieg un Schlachtefest, dat päßt nich tohaupe, weinigstens nich in de Aort, ds wi dat von fröher gewuohnt wassen. Na, de Tieden kummt auk wanners wier. Un denn fiert wi met uffe Suldaoten, dat sall sien werren. Sühs mi nu wier vör'n gansen Mensken an, Bernd?" „Ick kenn di gud genog, üm to wietten, wu du denken döhs. Män wat du dao jüst jäben von'n Klönaobend an't Herdfüer säggen daihs, dao könn naichstens wier. Raot to werren. Den Heimaotverein Spraokel hät vör’n paor Wiäken in de Hölten Schluse sonnen Aobend uptrocken. As ick weet, will de Vereenigunk Neederdütsk Mönster sick nu met de Spraokelers tohaupe dohn un densölwigen Aobend auk bi Pröbstinks ablaupen laoten. Daobie sall auk de golle Diärskerie met Fliägels wiest werren. Dat laot ick mi nich entgaohn, dao gaoh ick hen. Wu is dat denn met di so?“ „Kanns di up verlaoten, dat ick dao auk nich feihlen will. Se maket doch nu viell vör de Heimaot un vör ehre Kultur. Dao waß doch düsse Dage auk sonne Veranstaltunk. Up de hät de Landeshauptmann küert un von dat nie Bauen is auk de Rede west. Sonnen Professer, Wolf haiten de Mann, de wuß dao viell von av. Un wat den städtsken Bauraot is, düssen Peter Poelzig, de sall dao auk gans graut wat vertällt häwen. Na, de Richtlinien vör dat nie Bauen, de häwt se sä nu. De hät de Führer ehr jä giewen.“ „Dat is dat golle Leed. Wat de annern in Jaohre un Jaohre nich anpacken daihen, wo se blos alltied graute Wäörde vör hadden, dat mäck den Führer von Grund up. Dat Bauen, dat hävt de Regeerungen in Dütskland alltolange naolgoten. Dao is wahne viell uptohalen. Män waochte män, wenn wi Frieden häwt, dann sall dat daomet wanners loßgaohn.“ „Den Frieden sallt wi wull erst kriegen, wenn düssen Tschörtschill sin Land utverkaupet hät. De Amerikaners, de maket dao en nett Ramschgeschäft an. Män mi düch, dat Volk dao gient in Engelland, dat mäck sick nu auk baolle egene Gedanken. Den Tschörtschill mot sick all manks wat anlustern, wat em wull nich sachte ingeiht. Streiken doht se auf all. Glaiwen willt se nich viell mehr. Up'n Deckel kriegt se alle Dage wat. An't Schmachten kummt se so sachte auk. Mi düch, lange kann dat dao jä wull nich mehr gud gaohn.“ „Un denn met de Währunk, Jans, met dat Pund. Dat hät sick nu auk all herümspruocken, dat mei dat engelske Geld nich mehr viell loß is. Usse Reichomark, Junge, dat is en gans anner Dink. De steiht so fast #s Düörpm.“ „Jä, dao hät düssen engelsken Botschafter in Amerikt all wahne söete fleiten moßt. Hölpe wull he häwen. Män nee, de Amerikaners, de kiekt up't Geschäft. Un Selbstverständlich kann die Punktwertung nur eine Zahlenspielerei sein Um ein wahres Bild von der dat hät sick dao auk all wiest, dat met de engelsken Bröers, met de ehren Pleitelaoden kin Geschäft mehr to maken is.“ „Daorüm maket se dat au auk wier wet Gift un Murd. Dao häwt se den französken Kommissär vör Syrien avschuotten. Et is doch en laige Volk. Se sallt wull ne nette Wut in'n Liewe häwen, wiägen dat de Italieners ehr ehren Vize=Luftadmiraol avschnappet häwtt. De sitt nu wull noch up Sizilien. Is ne schöne Giegend häw ick mi säggen laoten. Avseihn daovon, dat he oao gefangen sitt, sall em dat dao wull en lück biätter gefallen, äs in dat äösige London, wo vandage de Füerwehr dat mehrste to säggen un to dohn hät.“ „Up Marseille häwt se auk Bomben schmietten. Dat könnt se, up ne uopene Stadt, we nich äs verdunkelt waß. De Franzosen, de miärket nu wull, wat se an ehre fröheren Bundesgenossen häwt.“ „Dat süht met ussen Dreimächtepakt auk wier gans anners ut. Dao kann sick den enen up den annern verlaoten. Un so lanksam kleckert alltied mehr daodie. Nu Nachdem die mit so großer Spannung erwartete Schwergewichtsausscheidung zwischen Werner Selle (Duisburg) und Heinz Sendel(Berlin) in Hamburg keine Klärung des wirklichen Stärkeverhältnisses zwischen diesen beiden Anwärtern auf einen Titelkampf gebracht hat, kann man den weiteren Ereignissen im Schwergewicht mit einiger Spannung entgegensehen. Der Kampf Selle— Sendel mußte bekanntlich in der ersten Runde auf Veranlassung des Ringarztes gestoppt werden, weil Sendel sich durch einen unglücklichen Zwischenfall bei einem Zusammenprall eine Verletzung des linken oberen Augenlides zugezogen hatte, die bei einer Weiterführung des Kampfes schwerwiegende Folgen hätte nach sich ziehen können. Der Kampfabbruch erfolgte gegen den Willen von Sendel und unter einem Protest seines Betreuers Arthur Bülow, die im ersten Augenblick ein Ausscheiden auf diese Art und Weise aus dem Wettbewerb in den Spitzenkämpfen im Schwergewicht vermeiden wollten. Bülow und Sendel mußten sich aber hinterher davon überzeugen, daß die Verletzung schlimmere Folgen hätte haben können. Es ist daher auch nur zu begrüßen, daß der verantwortliche Arzt Dr. Schlüns mit allem Nachdruck eingriff. Für Sendel ist es bestimmt sehr bedauerlich, mit einem Schlage um alle Hoffnungen gekommen zu sein, aber die Niederlage kann, wie Dr. Schlüns betont hat, wieder wettgemacht werden, der Verlust des Augenlichtes würde aber nicht wieder gutzumachen sein. Werner Selle, der im übrigen mit einem großen Vertrauen in den Kampf gegen Sendel gegangen war und der auch während der kurzen Kampfdauer erkennen ließ, daß er sich schwerlich von Sendel überraschen lassen würde, steht nun vor einem neuen Aufstieg. Heinz Sendel ist vorerst aus den Ausscheidungen ausgeschieden. Er wird, wenn er wiederhergestellt ist, wahrscheinlich bald wieder nach vorne kommen. Er hat mit 22 Jahren den Vorteil der Jugend auf seiner Seite. In dem Münchener Kurt Haymann, der in Hamburg einen guten Kampf gegen Jac Schönrath geliefert hat, dürfte Sendel einen guten Gegner und einen Prüfstein für sein Können finden, wenn er wieder in den Ring zurückkommt. Mit Werner Selle, Arno Kölblin, Walter Neusel und Adolf Heuser sind jetzt nur vier Anwärter auf einen Herausforderungskampf gegen den Titelhalter Heinz Lazek gegeben. Für den 2. Februar ist nach Hamburg bereits eine Ausscheidung von Selle gegen Kölblin vorgesehen. Man wird aber auch mit den Plänen der Berliner Veranstalter zu rechnen haben. Gegenwärtig ist jedenfalls Selle derjenige, der die meiste Aufmerksamkeit auf sich zieht. Selle ist auch bestimmt erheblich höher einzuschätzen als 1936 und 1937 bei häwt sick de Ungarn auk all bi uß anmellt un de Rumänen auk un de Slowaken jüst so. Naichstens steiht gans Europa dao äs enen Block un blos de Engellänner, de kann sick de Niäse wisken.“ „Denn giw dat, wirtschaftlick seihen, en total Europa. Wat ussen Führer anpäck, dat wäd üöverhaupt alle total. Düssen Krieg is, dat auk. Den föhrt nich iisse Suldaoten alleen, den föhrt dat ganse dütske Volk. Un daorüm möt't wi auk all bineene staohn. Wat häß dao so dumm bi to gneesen?“ „Aoh, Jans, exküse. Bi dat bineene staohn, dao soll mi jüst son plaseerlick Stücksken in, wu mannichereene sick dat so vörstellt.“ „Unner so vielle Mensken sallt alltied auk wull en paor Dösbartel sin müetten, Na, dann vertäll äs, wat du beliäwt häß.“ „Nee, sölwes beliäwt häw ick dat nich. Otto hät mi dat düsse Dage vertällt. Dat is bi em in de Naichde, in de Naohberschaop passeert. Dao kümp an enen gudden Muorn sonne Frau to ne annere, we mei ehr seinem ersten Vordringen in die Entscheidung der Schwergewichtsmeisterschaft. Damals unterlag Selle zweimal nach Punkten gegen Vincenz Hower bzw. gegen Arno Kölblin. Aus dem„boxenden Gymnasiasten“ ist jetzt ein Schwergewichtler geworden, der im Alter von 26 Jahren über die besten körperlichen Mittel verfügt, und der in rund 50 Kämpfen auch hinreichende Erfahrungen sammeln konnte. Es erscheint daher auch durchaus möglich, daß Selle im Schwergewicht noch eine größere und erfolgreiche Rolle zu spielen vermag. Weder gegen Kölblin, noch gegen Neusel oder Heuser sollte Selle aussichtslos in den Kampf gehen. Der Duisburger hat lange dahin gestrebt, in die Spitzenkämpfe zu kommen. Mag ihm der Weg auch durch das Mißgeschick von Sendel mit geöffnet sein, Werner Selle wird bestimmt in den bevorstehenden weiteren Entscheidungen sehr zu beachten sein. Lichtungskämpte der Boner in Dortmund Eine Reihe von Ausscheidungen sind unter den westfälischen Amateurboxern, die sich erfreulicherweise in großer Zahl meldeten, bereits durchgeführt, die Spreu vom Weizen getrennt. Aber noch ist nicht alles reif für die Kriegsmeisterschaften am 12. Januar im Bochumer Schützenhof. Das Sieben geht weiter. Am Sonntag, 8. Dezember, ferner in Witten am 15. Dezember und 29. Dezember in Hagen. Dann dürfte alles bereit sein für die Endrunde. Im einzelnen lauten die Paarungen wie folgt: Bantam: Kleinschmidt(Edelstahl Dortmund)— Meyer(Hagen 10); Feder: Schmitz (Edelstahl Dortmund)— Sandhoff(Hüttenverein Dortmund); Leicht: Kramer(Gütersloh)— Benisch(Edelstahl Dortmund); Rosenke(MBK. Linden)— Schmedes (Edelstahl Dortmund); Welter: Lewandowski(Edelstahl Dortmund)— Pielenz(Iserlohn), Busch(Lüdenscheid) — Lowanskowski(Gladbeck); Mittel: Steinberg(Soest) — Zinsser(Iserlohn), Günther(Herten)— Brenner (Kamen); Halbschwer: Weirich(Hüttenverein Dortmund)— Roski(Edelstahl Dortmund); Schwer: Seeker (BSK. 19 Bochum)— Schrader(Herten). Opern als Schlafmittel„#:“ Sultan Abdul Hamid war ein leidenschaftlicher Freund der Musik. Er unterhielt an seinem Hof ständig eine italienische Oper. zu deren Vorstellungen er als einziger Zuhörer erschien. Denn Abdul Hamid war ebenso grausam wie ängstlich und menschenscheu: es ist bekannt, daß er jeden, der mit einer durchaus harmlosen Bewegung in seine Tasche griff. auf der Stelle niederschoß. Die Overnvorstellungen fanden statt, wenn der Herrscher es verlangte. Es geschah häufig, daß der Sultan in der Nacht nicht schlafen konnte, und. um sich die Zeit zu vertreiben, noch lange nach Mitternacht Sänger und Musiker herbeiholen ließ. Das war nicht immer leicht, denn im Palast gab es weder elektrische Beleuchtung. noch Telephon. die Abdul Hamid wie jede andere mechanische Einrichtung nicht duldete, weil er in seiner Furcht vor Anschlägen Höllenmaschinen dahinter vermutete. Einmal wurde spät in der Nacht die Truppe zu einer Aufführung der„Traviata“ befohlen. Als der erste Akt zum berühmten Trinklied gediehen war, gebot der Sultan plötzlich dem Tenor mit einer Handbewegung Schweigen und erklärte dem bestürzt herbeieilenden Zeremonsenmeister, daß ihm die Oper heute allzu lävvisch vorkomme. Er wünsche auf der Stelle die Aida zu hören, und zwar zu Anfang den zweiten Akt mit dem berühmten Triumohmarsch, der ihn stets in die angenehmste Stimmung versetzte. Mit größter Geschwindigkeit wurde die Bühne umgebaut, die Statisten geschminkt, und bald konnten die kriegerischen Klänge des Marsches das Ohr des Großherrn erfreuen. Der Sultan war überaus zufrieden, aber als der dritte Akt beginnen sollte, beschied er abermals den Zeremonienmeister zu sich. Diesem teilte er mit. der dritte Akt. der mit der Verhaftung des eben noch so stürmisch gefeierten siegreichen Feldherrn ende, sei für seine augenblickliche Stimmung zu traurig. und er wünsche statt dessen etwas Lustiges, und zwar den„Barbier von Sevilla“ zu bören. Es war vier Uhr morgens, als die hierzu notwendigen Gesangskräfte, die man rasch aus ihren Betten geholt hatte, bereit waren. Der Sultan hatte indessen geduldig gewartet. Der Vorhang hob sich, und die Vorstellung begann. Mitten im Akt stand Abdul Hamid auf und rief mit donnernder Stimme:„Jetzt ist es genug, ich will jetzt schlafen.“ Augenblicklich fiel der Vorhang, und die Sänger — die für ihre besonderen Leistungen allerdings auch besonders honoriert wurden— konnten sich endlich zur wohlverdienten Ruhe begeben. Der Sultan schlief den ganzen Tag hindurch und meinte. als er abends erwachte:„Die Oper ist doch das beste Schlafmittel.“ up enen Flur wuohnen döht. Frau Sowieso, säg se to düsse annere Frau, dat is doch nu Krieg un wi häwt nu doch de Volksgemeinschaop, wo de ene den annern helpen sall. Nu is mi dat Fett jüst utgaohn un ick wull vör minen Mann Pannkauken maken, de frät he so gähne. Daihen se mi dat wull verlöwen, dat ick minen Pannkauken vandage äs in ehre Panne un in ehr Fett backen daih? Ick will dat jä nich vör ümsüß häwen, sag se, nee, dat wisse nich. Ene Leiwe is de annere wert. Ick wull dann muorn auk nicks dertiegen häwen, wenn se daovör dann ehre Wuorst in min Gemöese kuoken daihen.— Süh, Jans, so stellt sick vaken enen de Volksgemeinschaop vör. Düt Fraumensk, dat hät mi doch an“t Lachen kriegen met ehren Tuskhannel." „Dat is jä dull. Jä, de Fraulüde, de sind manks unbeschuft.“ „Säg dat laiwer nich so in'n pohlsken Buogen, Jans. Dine Aolle hönn di doch süß äs ächter de Ohren kleien.“ „Dao häw ick nu kien Last met, Bernd. Ick sin nu bi ehr gans graut anschriewen, Ick häw ehr vör de Faust=Upföhrunk ne Kaort schenket. Du weest jä, se hät dat wahne met de Kultur. Un nu hät dat den Tofall auk noch bracht, dat se nao düsse Upföhrunk von den twedden Deel von Faust auk noch met den Intendanten in't Küeren kummen is. Se schwärmt nu vör düssen Mann. Na, mienetwjägen. Mi is he en lück to schraoh. Aower Fraulüde, de häwt jä annere Augen. Sin Beld hät sä vör enige Tied met en langen Artikel in't Blättken staohn. De Mann, de mot jä doch wull wat konnen, düch mi. Düt Beld, dat hät sick mine Aolske nu utschnieden und hät't uppappet un an de Wand niägelt. Laot ehr. Dat sgeiht met de Tied alle vördi, säg Fennand Theissing.“ „Säg äs, von den stonn jä auk wat in't Blättken. De hät dao sonne Inwuohnerkartei on sowat von Mönster maket. Bis un den Djärttigjäöhrigen Krieg sall de torügge gaohn. Dao mot doch ne wahne Arbeid in stiäken. Se sallt sick in't Stadtarchio wull dao üöwer freien, dat se nu düsse Kartei häwt. He mot doch wisse all lange Jaohre dao an arbeid't häwen. Aower he konn dat doch in vörut auk nich wietten, dat de nie Tied up Abstammunk un üm dat Wietten üm usse Vörfaohren sonen grauten Wert leggen daih. Wu is he dann wull up düsse Arbeid kummen?" „Aloy, düssen Fennand Theissing, de hät en klüftigen Kopp, säg ick di, Bernd. De hät dat villicht doch all in de Niäse hat.“ „Na, mag't sin äs't will. Grauten Wert hät sine Arbeid un dat is de Hauptsake.“ „Hauptsake is nu, dat ick noch rechttiedig nao Huese kumm. Un daorüm will ick nu män laupen. Holl di wacker, Bernd.“ „Auk so, Jans, kumm gud Abwer." EIK. 2) MFA Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 8. Dezember 1940 Westsälische Tageszeitung Nummer 337 Glanzende Pardee des Kassegestageik Erweiterte Geflügelausstellung der Kreisfachgruppe Münster-Stadt und-Land Münster, 8. Dezember. Im Süden der Stadt wurde am Sonnabendnachmittag durch den Kreisfachgruppenvorsitzer Knapp= heide die in den Sälen des Hofes„Zur Geist" geschmackvoll aufgebaute erweiterte Geflügelschau der Kreisfachschaft Münster Stadt und Land eröffnet. Der auch als Leiter der Ausstellung verantwortlich zeichnende Kreisfachschaftsvorsitzer begrüßte zunächst den Vertreter der Reichsfachgruppe Ausstellungsgeflügelzüchter Schmidt=Leipzig. Er überbrachte dann die Grüße des leider nur kurz am Donnerstagabend anwesend gewesenen geschäftsführenden Reichsfachschaftspräsidenten Arthur Riedel und des Landesfachgruppenvorsitzers Wende, die sich über die im Aufbau soeben fertiggestellte Ausstellung sehr anerkennend ausgesprochen hätten. Ferner hieß er den als Vertreter des Kreisbauernführers Pg. Meckmann=Dorsel erschienenen Pg. Hub. Venschott, den Stellvertreter der Landesfachgruppe Rohe=Bochum sowie die Bürgermeister und Amtmänner der Landgemeinden, die erfreulicherweise die Ausstellung auch finanziell tatkräftig unterstützt hätten, willkommen. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß sich daraus eine fruchtbringende Zusammenarbeit für die Zukunft erwachse. Stadtschulrat Glowski überbrachte die Grüße des Oberbürgermeisters und wünschte der prächtigen Ausstellung einen guten Besuch. Im Namen des Protektors Meckmann=Dorsel sprach der Vorsitzer der Kreisgruppe für Kleintierzucht Venschott=Amelsbüren dem Ausstellungsleiter und seinen Mitarbeitern seine Anerkennung für die wirklich hervorragende Schau aus, die eine besondere Note durch die damit verbundene Zuchthahnen=Ausstellung des Reichsgeflügelherdbuches und der Züchtergruppe „Leistung und Schönheit" erhalte. Der Vertreter der Landesfachgruppe, RoheBochum, gab zum Ausdruck, daß diese schöne Schau ihn davon überzeugt habe, daß in der Kreisfachschaft Münster ein reger Eifer herrsche, denn wenn auch die Landesschau in Hamm umfangreicher sei, so sei hier ein so vorzügliches Tiermaterial vertreten, daß er der Kreisleitung restlose Anerkennung zollen müsse. In einem längeren, tiefgründigen Vortrag behandelte der Vertreter der Reichsfachgruppe Ausstellungsgeflügelzüchter Schmidt=Leipzig das aktuelle Thema: „Paßt die Liebhaberzucht noch in unsere Zeitt- und„Was wird nach dem Kriege?“ Die deutschen Rassegeflügelzüchter würden derufen sein, das Ausland mit den Produkten deutscher gründlicher Arbeit zu versorgen. Es sei heute Unsinn, noch von Gegensätzen zwischen Rutzgeflügelzucht und Ausstellungsgeflügelzucht zu reden. Beide hätten das gleiche Ziel. Jeder sorge nach Kräften dafür, das Ziel der Leistungssteigerung zu erreichen. Bei diesem Wettkampf brauche die Schönheit nicht durch die Leistung beeinträchtigt werden. Es heiße jetzt eben, nur von den besten Tieren zu züchten. Und dazu müßten durch Anschaffung von Herdbuch= und Leistungshähnen die Grundlage geschaffen werden. Eine rege Fragestellung bewies, daß die interessanten Ausführungen Anklang fanden. Der anschließende Rundgang durch die Ausstellung löste bei allen Teilnehmern restlose Bewunderung aus, wobei sowohl die prächtigen Rassetiere wie auch die geschickt zusammengestellte Lehrschau anregend und fördernd wirkten.— Am heutigen Sonntag ist die Schau, zu der ab Hauptbahnhof Sonderwagen der Post fahren, den ganzen Tag geöffnet. Die Prämiierung hatte folgendes Ergebnis: ReichsFachschafts=Ehrenpreis: Greßhoff=Freckenhorst(Rhodeländer), Mennekamp Karl, Hamm(Rhodeländer, Stamm): Menne Walter, Witten(Italiener rebhf.): Klug Ed., Simonskall(Leghorn weiß); Witthaus Fr., Bad Oeynhausen(Leghorn weiß); Böhlefeld Fr., Wipperfürth(Italiener goldf.); Weitenberg Josef, Coesfeld (Italiener silberf.): Musfeld Wilhelm, Essen(Rheinländer schwarz); Mogk Wilh., Bremen(Altsteirer): Mugge Gustav, Heepen(Zwerg=Wyand.); Vennhaus Gerhard. Langenberg(Rhodeländer); Pape Anton, Langenberg (dito); Mischendahl Herm., Greven(dito); Brockmann, Heinr., Dortmund(Ital. schwarzscheckig); Ahlers Cl., Bülten über Coesfeld(Silberbrakel): Dynat Adolf, Münster(Wyand. weiß): Hohenbrink Josef, Münster (Rhodeländer): Eickhorst Joh., Enpeln(Ostfr. Silbermöwen); Niester Heinr., Münster(Zwerg=Rhodeländer). Medaille des Reichsverbandes Deutscher Kleintier= züchter:„Greßhoff Jos., Freckenhorst(Rhodeländer); Dietrich Max, Eilenburg=Ost(Italiener rebhf.). Ehrenpreise: Klöpper., Coesfeld(Welsumer); Wagner Joh., Greven(Rhodeländer); Brockmann., Dortmund(Leghorn): Ribbers Rob., Vorghorst Altsteirer): Zellin, Münster(Lachshühner): Beckhoff Jos., Nordwalde(Russ. Orloffs); Bahorst Bernh., Münster (Welsumer): Langenkemper., Münster(dto.): Freemann., Münster(dto.): Wilke Joh., Münster(dto.): Fillies Wilh., Telgte(Barnevelder dopp.=ger.): Flechtker ., Münster(dto.): Abbenhaus., Münster(dto.): Kamp Frz., Münster(dto.): Bosse., Greven(Barnevelder schwarz): Daweke., Münster(Rhodeländer): Krabbe., Coesfeld(dto.): Hohenbrink Jos., Münster (dto.): Königkrämer Aug., Münster(Rhodeländer); Daweke Werner. Münster(dto.): Mischendahl Herm., Greven(dto.): Westermann Hub., Langenberg(dto.): Haape Herm., Münster(Italiener golds.): Rickfelder., Münster(dto.): Bohlefeld Frz., Wipperfürth(dto.): Berning Frz., Nordwalde(Italiener silberf.): Lehmann Wwe., Bösensell(Ital. gestr.): Kogge Herm., Münster(Ital. schwarz): Kogge., Münster(dto.): Averkamp Bernh., Münster(Italiener gescheckt): Holtkötter Jos., Havixbeck (Italiener gelb): Lenter Bernh., Telgte(Italiener rebhf.): Tetzlaff Paul, Telgte(Reichshühner schw. weiß); Krieger, Greven(dto): Pape Heinr., Münster(Rheinländer schwarz): Hohenbrink Jos, Münster(dto.): Daweke Werner, Münster(Dominikaner); Knappheide Cl., Münster(Altsteirer); Morgen Seb., Münster(dto.): Gerka Joh., Münster(Leghorn weiß): Determann Wilhelm, Münster(Ostfr Silbermöwen); Emsmann., Gelmer(dto.): Elfenkämper., Münster(dto.); Pröbsting Ant., Münster(Westf. Krüper schwarz); Michaelis ., Münster(Zwerg=Barnevelder); Hohenbrink Jos., Münster(Zwerg=Rheinländer): Lenz Ferd., Münster (Deutsche silberf. Zwerge): Wittenberg., DortmundWambel(Indische Laufenten). Goevert., Münster (Engl. Kröpfer): Groß Gust., Lengerich(Straßer); Berning Frz., Nordwalde. Schlagschauen der Brieftaubenzüchter Preisgekrönte gesiederte Flieger stellen sich vor Die Reisevereinigung„Westfalia“ Münster plant auch in diesem Winterhalbjahr eine ReisevereinigungsAusstellung durchzuführen. Aus diesem Grunde werden an den Sonntagvormittagen laufend Schlagschauen gezeigt. Diese Schauen unterscheiden sich von der RVAusstellung insofern, da auf der Schlagschau der betrefDie Preisrichter, Vertreter der Herdbuchabteilung der Landesbauernschi glieder der Ausstellungskommission bei der Vorarbeit zur Prämiier Drei Preisgekrönte ihrer Gattung: Links der Ehrenpreishahn, Bes. W. Determann, Gelmer, Ostfriesische Silbermöve. In der Mitte eine Wyandotten-Henne; rechts ein stämmiger Bursche der Orpingtonklasse. Aufn. Hülsbusch(4) glieder fende Züchter seinen ganzen Schlagbestand zur Schau Am heutigen Sonntag stellen folgende Züchter ihre Tauben aus: Sportfreund Krinter, Bergmann, Schleusener, Wenker und Burbank; die sämtlich Mitglieder der B3B„Kolumbia" sind. Besondere Erwähnung verdient der Schlag von Krieter, der sich seit Jahren in der Spitzengruppe behauptet. Er errang u. a. die Bronzene Medaille des Verbandes über 300 km, sowie die Bronzene RV=Medaille 1939. Ferner war es ihm vergönnt, verschiedene RV=Wettbewerbe siegreich zu bestehen und Serienpreise zu erringen. Die Ausstellung findet im Zentrallokal der RV„Westfalia". Restaurant „Zu den Wiedertäufern", Alterfischmarkt, statt. Für alle Sportfreunde der Brieftaubenzucht dürften diese Schlagschauen, die von 10 bis 14 Uhr geöffnet sind, großes Interesse hervorrufen. Hotelmarder am Werk Ein Hotel- und Zechbetrüger wurde in der Person des Fritz Pessel, geb. 12. 9. 24 zu Einbeckhausen, festgenommen, der sich aus der elterlichen Wohnung entfernte, nachdem er ein Fahrrad gestohlen und einen Geldbetrag, den er für Schulgeld einzahlen sollte, unterschlagen hatte. Mit dem gestohlenen Rade hat er mehrere Städte Westdeutschlands und u. a. auch Münster besucht. Um seine Betrügereien zu verschleiern, ließ er sich auf den Namen Fritz Jurczyk Besuchskarten drucken. In einigen Fällen hat er angegeben, daß er beauftragt sei, Hoteldiebe zu überwachen. Beschreibung: 1,80 groß, schlank, hohe zurückweichende Stirn, blondes Haar, blaugraue Augen, kleine abstehende Ohren, aufgeworfene Lippen, 5J=Mütze, grauer Anzug, braune Schuhe. Ein zweiter guter Fang. Weiterhin erfolgte die Festnahme des Hotel= und Zechbetrügers Karl Thiele, geb. 15. 5. 1906 zu Straßburg, der sich im letzten Jahr ohne feste Wohnung im Reichsgebiet aufgehalten und sich mit einem von Hamburg ausgestellten Meldeschein ausgewiesen hat. In einer Anzahl Städte in Rheinland und Westfalen fand er seine Opfer. Thiele hat auch in Münster Hotel= bezw. Gasthausbesitzer betrogen. Beschreibung: Größe 1,80, schlank, dunkelblonders Haar, blaue Augen, dunkler Mantel, heller Hut, braune rnschaft und Miterung. Schuhe. Die geschädigten Hotel= und Gasthausbesitzer werden gebeten, zwecks Erstattung einer Anzeige beim Betrugskommissariat der Kriminalpolizei, Jüdefelderstr. 56, Zimmer—3. Fernsprecher 24011, vorzusprechen. Bei vorgenannter Dienststelle können in Zweifelsfällen auch Lichtbilder der Betrüger eingesehen werden. „Links der Isar- rechts der Spree“ Ein herzhaftes Lustspiel im Roland-Theater Berlin—München, Preußen—Bayern sollen in der „guten alten Zeit“ ja mal Gegensätze gewesen sein. Es waren Gegensätze, die dieses famose Filmlustspiel— um ihnen gerecht zu bleiben— bei Gott nicht ernst nimmt und sie in herzhaft launiger Weise löst. Dabei ist diese Lösung aber noch nicht damit geschehen, daß sich so ein netter Schneehaserl von der Isar und ein nicht minder netter junger Mann von der Spree verlieben. Der brave Spöckmeier, der Münchener Schwiegerpapa, hat nämlich mit tunlichster Unterstützung seines Stammtisches eine derart starke Abneigung gegen die Berliner, namentlich wenn sie Schulze heißen, daß er dem zu gönnenden Glück seines Töchterleins energisch den Weg vertritt. Viel Mühe läßt es sich der gute Spöckmeier dabei kosten. Aber gegen die richtige Liebe muß auch ein bayrischer Dickschädel vergeblich anrennen, bis seine Vorurteile nach vielen grotesk anmutenden Verrenkungen durch die berühmte Berliner Luft selbst und die unbesiegbare Lebensfreude von Papa Schulze dahinschmelzen. Ergebnis: Zwei junge Menschen schlagen die Brücke von der Isar zur Spree und ein Stammtisch ist erstaunt. — Ausgezeichnet sind die Typen herausgearbeitet, und unübertrefflich ist der gesunde Humor dieses ergötzlichen Filmlustspieles, der oft herzhaftes Lachen verlangt. Fritz Kampers ist der hervorragende Darsteller des bärbeißigen, aber gutherzigen Spöckmeier und findet in Oskar Sabo den echten berlinerischen Gegenspieler. Das junge Liebespaar wird von Charlotte Schellhorn und Fritz Genschow in jugendlicher Frische und anmutiger Natürlichkeit verkörpert. Nueo Werdin Wer Kulngehatt drs Gassers in einen kormatgrößen Wüsthnesser frißrniehe Beise, uls es auf eine Seifenkarte gibt. 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