•) MFA Mikrotilmaschiv der deutschsprachigen Presse#V. 1— ach auf einet 90 „Schützenhof Arbeitsfront dez nasvoll geschmüc. sten Saal wurd, marsch und einen obmann Branz vorten on Gon. schen Gäste der betriedsführer und eröffnet. ie sich dann in Rede, die oht. schen wurde, öber und wirtschaftliche opa. Noch einen ge unserer Wehr. er Neugestaltung sehe sich die Neuder britischen Rlu. nd die endgültige uropa zur Folge großen Probleme. holungswerk des irzlich schon angez. in Angriff oejege verwirklichen vahr machen, daß nde des britschen geint im Ro. übereiten Einsatz den letzten Jahren werde auch als in und zusammen ührung im neuen dem Gauobmann beendeten Kund. indern das ganze unverbrüchlicher stlosen Einsatz an es Entscheidungssiheit und Größe ooddinggenneeun bestieg ein Konner machte sofort derholte auf Wei. luch diesmal blieb der Schwarzfahrer rschein nachlösen sollte, sprang er der Jagd ergriffen werden. 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Zemsprecher Nr. 394; DAlmen: Adolf=Hitler=Sraße 55, Fernspecher Nr. 513; Emederten: Mänsterstraßze 1. Ferasprecher Nr..6; Greven: Münsterstraße 1, Fernsprecher Kr.225; Gronau: Adols= Hitler=Sir.36, Fernspercher Nr. 290; Jovenbüren: Adols=Hitler=Str. 7, Fernsprecher Nr. 345: Leugerich: udolf=Htler=Plaz 11. Fernsprecher Nr. 516; Saoinghausen: Mark. Fernsprcher Nr. 33; Schrup: Gahnhofstr. 18. Fernsprecher Nr. 305; Rheine: Bahnhoftr. 2 Zernsprecher Nr. 2152: Warendorf: Oststraße 24 Fernsprecher Nr. 511: Wderne: Kircholat 8. Fernspeecher Nr. 114 ANITLICHESORGANDESGAUES WESTEALEN-NORD DERNSDAP UNDSANITLICHERBEHORDEN Verlag und Dauptgeschäftestelle: Münstu t.##., Orinztpalmarkt 13/14, Fernsprech=Sammel=Nr. 2 4231. Houpeschristlettung: Münster t. W. Galizinstr. 18. Bezugspreis: Ausgabe 4.10 RM, Ausgade 8(mu Unstr erter Wochenschau).35 RM monatlich einschl. Zustellungsgebühr und Versandkosten. Bei Postdezug emnschl 245 dis 28 Kol. im Durchschnin 24.25 Kpf.) Postzeitungsgedühren zuzüglich 42 Kpf. Bestellgeld. Die Westfälische Tageszetung ersecheimn Imal wöchemtl. morgend Anzeigen: Das um Höhe 22 mm bret koster 15 Rol. für Zamillenanzeigen 10 Kpf. für Ste llengesuche 10 Rpf. Nachlat nach Preististe. Erfüllungsor Münster. E. Textanzeigen: Das mm.30 R M, det einer Spaltenbrette von 72 mm. Betlagen: Preis für 1000 Heilagen bis zu 20 Gramm 13.00 RM. dis mu W Gramm 15.00 RM. 945 zn 50 Gramm 1700 KM ohne Rochlasse Für Vozteksantgaden besender Peaislisten Vottscheckkonto: K öln Nr 42114 R. Shrgone Dienstag, den 3. Dezember 1940 Nummer 130. Major wick Major Wick ist vom Feindflug nicht zurückgekehrt. Ungläubigen Herzens las man diese Meldung; aber das Schicksal, das Tod und Leben in seiner Hand hält, fragt nicht nach Sentimentalitäten. Der Krieg ist hart und immer wieder reißt er schmerzliche Lücken in die Front der Männer, die draußen am Feind sind, um für des Reiches Größe und Freiheit zu kämpfen. Eines aber läßt uns stolz sein auf ihr Opfer, denn es waren von seher die Besten, die es brachten, da sie den Tod verachjeien, weil Ehre, Treue und Tapferkeit das Gebot ihres Lebens waren. Einer von ihnen war Major Wick. Erst sechs Wochen ist es her, seit wir ihn das letztemal sahen. Er kam gerade vom Führer, der ihm persönlich als vierten Offizier der Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes überreicht hatte. 41 Luftsiege hatte er damals errungen; 14 französische und 27 englische Flugzeuge waren von seinen Maschinengewehren in den Abgrund gerissen worden. Wir freuten uns mit ihm dieser herrlichen Siege. Mit strahlenden Augen erzählte der erst 25jährige, wenn man ihn nach Einzelheiten, nach packenden Erlebnissen fragte, und doch waren sie für ihn nur eine Selbstverständlichkeit, Taten der Pflichterfüllung. Major Wick war im besten Sinne Soldat, wie jener große Flieger, der ihm als Vorbild vor Augen stand: Manfred von Richthofen, dessen Traditionsgeschwader er als Commodore führen durfte. Der 56. Gegner siel an jenem Tage, an dem er selbst seinen Einsatzhafen nicht mehr erreichen sollte. Nun wird ein anderer an seiner Stelle das sieggewohnte stolze Geschwader führen. Wenn man jedoch in alle Zukunft der Helden Deutschlands gedenkt, dann wird neben Richthofen, Boelcke und Immelmann auch der Name Wick stehen. Ununterbrochen im Angriff 11 Briten über Südengland abgeschossen Berlin, 2. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In der Nachl zum Sonntag grissen, wie bereits gemeldet, starke Kampffliegerverbände in rollenden Anstügen die Hasenstadt Soulhampton mit Vomben schwersten Kalibers an. Ueber 60 große und zahlreiche kleine Brände, die sich im Lause der Nacht zu einem großen Flammeumeer zusammenschlossen, konnien beobachlel werden. Ein großes Krafiwerk wurde getrossen, am Test=Kal und in anderen Hasenteilen standen ausgedehnle Lagerhallen in Flammen. In der gleichen Nacht und am Tage überslogen schwere und leichte Kampflugzeuge Londen und warsen dort Vomben. Im übrigen beschränkle sich die Tätigkeit der Luftwasse am Tage auf Aufklärung sowie auf Jagdvorstöße, die zu mehreren ersolgreichen Luftkämpfen führten. In der Nachl zum 2. 12. wurden die Angrisse auf Southampton und andere Städte forlgesetzl, während britische Flugzeuge auch in dieser Nacht wieder nicht in Tätigkeit traten. Erst in der Morgendämmerung warsen einige Flugzeuge, von der Nordse kommend, im Küstengebiel auf Wohnvierlel einer Stadt Bomben, die mehrere Zivilspersonen verletzten. Jagöflieger schossen gestern über Südengland 11 seindliche Ilugzeuge ab. Zwei eigene Flugzeuge gingen verloren. Briten==Boot„Triad“ verloren Eingeständnis der britischen Admiralität Berlin, 2. Dezember. Die britische Admiralität gab in der Nacht zum Monlag, wie der englische Rundfunk mittellt, eine amtliche Verlautbarung heraus, daß dag britische-Boot „Triad“ als verloren angesehen werden müsse. Das große=Boot„Triad“ gehört zu den modernsten englischen=Booten. Es hat eine Wasserverdrängung von 1090 Tonnen und ist bestückt mit einem 10,2=em=Geschütz und sechs Torpedorohren. V„ Aerbeitkaltal Angriffe auf Southampton auch in der Nacht zum Montag in gleicher Stärke fortgesetzt Die noch anhaltenden Brände systematisch erweitert Berlin, 2. Dezember Nach beim OKW. vorliegenden Meldungen setzten deutsche Kampfverbände in der Nacht zum Montag die Angriffe auf Southampton in gleicher Stärke fort und erweilerlen die noch anhaltenden Brände systematisch. Explosionen in den Lagerhäusern der Hafenvierlel waren weil über den Kanal bis nach Nordfrankreich sichtbar. Die Schwäche der britischen Abwehr erhöhle die Treffsicherheit unserer Ilugzeuge. Rauchende Kuinen Southamplon evakuier!— Ganze Fabrikviertel brennen Englischer Iliegerhorst in Rölen Von unserem ständigen Vertreter he. Stockholm, 3. Dezember. Das Londoner Luftfahriministerium hat diesmal bereits gegen Mittag die Rutzlosigkeit weilerer Geheimnisinerei eingesehen und eingestanden, daß es wiederum Soulhamplon war, dessen Resite in der Nacht zum Montag den Hauptstoß der deutschen Angriffe zu tragen hatten. Eine Anzahl von Bränden, die jedoch bis zum Tageseinbruch unier Kontrolle waren, meldet der amtliche englische Bericht mit seinen stumpfsinnig wiederkehrenden Wendungen, über deren abgegrissene Verlogenheil die Einwohner des vormaligen Southamplon am meisten beiroffen sein mögen. Eine aus Southampton stammende Meldung der amerikanischen United Preß sagt:„Der heftige deutsche Angriff, der Southampton in der Nacht zum Soyntag zum zweiten Male binnen kurzer Zeit traf, kann als der ernsthafteste charakterisiert werden, dem je eine englische Stadt ausgesetzt war. Große Teile der Fabrikviertel der Stadt brennen fortwährend weitex und der Rauch liegt schwer über der ganzen Gegend. Es ist festzustellen, daß sich diese Meldung auf den Angriff in der Nacht zum Sonntag bezieht und daß diesem Angriff binnen 24 Stunden bereits ein weiterer in der Nacht zum Montag folgte. In dem amerikanischen Bericht heißt es dann weiter, daß die Feuerwehren der Stadt sofort die beinahe hoffnungslosen Löschungsarbeiten begannen. Der Angriff richtete sich hauptsächlich gegen das Zentrum der Stadt, wo eine Anzahl ausgedehnter Gebäude vollständig zerstört wurde. Viele der großen Zeitungsgebäude sind jetzt rauchende Ruinen. Das gleiche gilt von den meisten Warenhäusern im Zentrum, die ein Raub der Flammen wurden. Während des Angriffs schlug eine Bombe in das Polizeipräsidium ein, als gerade der größte Teil der Polizisten wegen Brandgefahr abrückte. Die zahlreichen Opfer befinden sich hauptsächlich unter den Feuerwehrleuten und den zur Hilfe herangeholten Truppen. Der amerikanische Bericht meldet zum Schluß, daß während des ganzen Sonntags die Evakuierung der Bevölkerung Southamptons im Gange war... Erst am Sonntag! Von Angriffsversuchen auf Deutschland kann London nichts melden. Mit welchen Schwierigkeiten die englischen Flieger schon im eigenen Lande zu kämpfen haben, geht aus der Schilderung des Londoner Vertreters der„Rya Dagligt Allehanda“ hervor, der jetzt Gelegenheit erhielt, einen englischen Fliegerhorst zu besichtigen. Dieser Flugplatz, der als Ausgangspunkt für Unternehmungen gegen Deutschland dient, ist als harmloser englischer Landsitz getarnt. Es handelt sich also um einen jener Punkte, die jedesmal, wenn deutsche Bomben darauf niedergehen, als abgelegene Landorte oder Gebäude ohne militärische Bedeutung ausgegeben werden. Der schwedische Journalist berichtet nun, daß bereits der Start der Bomber unter Schwierigkeiten vor sich gegangen sei. Aber noch schlimmer wurde es, als die Engländer zurückkehren wollten. Inzwischen waren deutsche Einflüge gemeldet und es wurden Landewarnungen ausgegeben. Auch die wenigen Landungslichter mußten gelöscht werden. Die funkentelegraphische Verbindung zwischen Flugplatz und heimkehrenden Flugzeugen wurde auf das äußerste eingeschränkt. Die englischen Maschinen mußten irgendwo an der Küste kreisen, um zu warten. bis die Gegend ihres Heimathafens wieder einigermaßen gefahrenfrei war. Ein Flugzeug meldete, daß es nur noch für 19 Minuten Benzin habe, ein anderes nur für acht Minuten. Die nahenden deutschen Flugzeuge machten das Anzünden der Landelichter vollkommen unmöglich. Zum Schluß gab es wahrhaftig Alarm: die Deutschen sind dal Reuters Geständnisse „Southampton hatte seinen schlimmsten Luftangriff durchzumachen“ Berlin, 2. Dezember. „Southampton hatte in der Nacht zum Sonntag seinen schlimmsten Luftangriff durchzumachen, der sich bis in die frühen Morgenstunden fortsetzte“, so heißt es in einer Reutermeldung, die in bemerkenswertem Gegensatz steht zu den gewohnten Vertuschungsmanövern des britschen Informationsministeriums. Zahlreiche Gebäude seien zerstört worden, gesteht Reuter weiter ein, und spricht dann von ausgedehnten Schäden in verschiedenen Distrikten und einer großen Anzahl von Bränden. Die deutschen Vomber hätten die gleiche Taktik eingeschlagen, wie bei der Vernichtung von Coventry: Zuerst ein Regen von Brandbomben und dann, wenn die Brände gut in Gang gekommen waren, hochexplosive Bomben. Seuthampten=lodert in Vombengewiller Ein Höllentanz ist ausgebrochen— Rauchwolken qualmen in die Höhe, Brandherd lodert neben Brandherd auf Die Vernichtung braust über die Stadt Von Kriegsberichter Dr. Werner Keller dnb...., 2. Dezember.(PK) 15 Minulen noch sind es bis zum Ziel. Die Umrisse der Insel Wighl lauchen schattenhaft auf. Drüben an der Küste liegt noch alles in kiefstem Dunkel. Friedlich blinken die Sierne am Firmament. Das ist die spannungsvolle, unheimliche Ruhe vor dem Sturm. Jeden Augenblick wird der Orkan losbrechen. Wenige Umdrehungen des Minutenzeigers noch, und dort unten wird es ausblitzen und ein neues surchtbares Strafgericht wird anbrechen über Albion. Der Tod und die Vernichlung sind unlerwegs, geiragen von den Leibern zahlreicher Maschinen, die setzi auslile. gen und noch starten werden im Lause der Nacht. Wir sind diesmal die ersten, wir werden den Reigen mit unseren Bomben eröffnen. In einer tiefen Kerbe schneidet das Meer vor uns in das Land. Portsmauth zieht auf Steuerbord vorbei. Die Blicke wandern nach der Uhr. Acht Minuten noch,——5 Minuten; jetzt muß unsere vorderste Maschine über dem Stadtgebiet sein. Wir starren angestrengt in die Finsternis. Kein Wort fällt. Nur der Lärm der schweren Motoren dröhnt in den Ohren. Da flammt es schlagartig auf. Kometengleich stehen plötzlich mehrere Leucht„Ein feuerglühendes Inferno“ Neutrale Augenzeugenberichte vermitteln ein eindrucksvolles Bild von der gewaltigen Wirkung der deutschen Großangriffe Berlin, 2. Dezember. Die umfangreichen Berichte neutraler Augenzeugen, die trotz der britischen Zensur in immer größerer Jahl ins Ausland durchdringen, vermitteln ein ungeheuer eindrucksvolles Bild von der gewaltigen Wirkung der verheerenden Großangriffe gegen die wichtigsten Industriezentren und Hasenstädte Englands in den letzten Tagen. „Svenska Dagebladet“ verzeichnet die schweren Schäden, die die harten Schläge der deutschen Lustwaffe Southompton und Bristol zugefügt hoben und schreibt dazu in einem Londoner Eigenbericht u..: Der lotale deutsche Bombenkrieg gegen England hat erst jetzt ernstlich begonnen. Alles, was seit Beginn der Massenangrifse gegen London am 7. September sich ereignet hat, ist ein Kinderspiel gegenüber dem, was eine enalische Provinzstadt nach der anderen während der letzten Tage erleben muß. Coventry habe den ersten Stoß aufnehmen müssen. Was jedoch an anderer Stelle passiert sei, bringe eine Vernichtung mit sich, die ebenlo weitgehend seiwiein Coventry. Die Schäden in Bristol urd Southampton seien ebenso groß wie die Zerstörungen in Coventry. Southampton, das fröher schon eimmal angegriffen worden sei, habe seine schwersten Angriffe jedoch am vergangenen Sonnabend erlebt. Neben alten Brönden, die zu löschen mehr oder minder schnell gelungen sei, seien diesmal zahlreiche äußerst große Brände entstanden. Noch am Sonntag habe es an zahlreichen Stellen frisch gebrannt, und der Rauch habe wie ein dichter Redel über dem ganzen tiefer gelegenen Tei der Stadt gelegen. Ein weiterer Eigenbericht von„Soeneka Dagbladet“ behandelt die schweren Schäden, die der vernichtende Arm der deutschen Lustwasse Bristel zugefügt hode. Der Korrespondent schreidt, daß Bristol bereits vor fünf Togen den schwersten Angriff über sich hätte ergehen lassen müssen. Trotzdem hätten die Brandherde unter den Steinmassen immer noch geraucht. Die GeLäude, die beschädigt seien, feien meistene völlig vernichtet. Im Geschäftsviertel von Bristol sei so gut wie alles vom Erdboden verschwunden. Innerhalb eines Gebietes von mehreren Quadratkilometern habe das Feuer so gewütet, daß es kein enziges Gebäude mehr gebe, das nicht abgebrochen werden müsse. Der Korrespondent meldet, daß er ein Gebiet von mehreren Kilometern Länge und 800 Meter Breite durchwandert habe, das einstmals das Geschäftszentrum von Bristol gewesen fei. Hier habe ein einziges seuerglühendes Inferno geherrscht. Die Hitze sei so unfaßbar und phantästisch gewesen, daß sich selbst die dicksten Eisenträger verbogen hätten auf eine Art und Weise, wie man sie kaum zuvor hätte sehen können. Die Massen zusommengestürzten Mauerwerkes hätten in Bristol so ungeheure Formen angenommen, daß es noch immer nicht. d. h. nach fünf Tagen, gelungen sei, aufzuräumen. Viele der Straßen seien noch vollkommen unpassierbar. Außer diesem Geschäftszentrum in Bristol seien noch drei weitere Stadtbezirke total niedergebrannt. Dazu gehört auch eine der wichtigsten Geschäftsstraßen der Stadt. Auch die Newyorker Presse steht stark unter dem Eindruck des odermaligen deutschen Luftangriffes auf Southompton. Die Blätter weisen in großen Ueberschriften auf die Wiederholung des Angriffs bin und bringen Einzelheiten aus der schwer zerstörten Stadt. Lustkämpfe über dem Oeresund Engländer verletzten schwedisches Hoheitsgebiel hw Stockholm, 3. Dezember. In der Nacht zum Sonntag sanden über dem OereSund Lustkämpfe statt, und zwar anläßlich eines englischen Angrissversuches auf Kopenhagen Hierbei flogen wieder einmal zahlreiche englische Moschinen über schwedisches Gebiet. Nach hiesigen Berichten gingen deutsche Flugzeuge sofort gegen die Englönder vor. Die Kömpfe über dem Oere=Sund seien sehr bestig gewesen. Ergebnisse konnten von schwedischer Seite nicht beobachtet werden. bomben in der Luft und werfen ihr taghelles Licht auf Southampton. Glitzernd spiegeln sie sich in den Wassern. Mit den bloßen Augen können wir die Prinz=ofWales=Docks längs der spitzen Landzunge vor der Stadt erkennen. Magisch beleuchtet dehnt sich dahinter die lange Reihe der Docks, Lagerhäuser und Kais an den Ufern des River Test und River Itchen. Die Angriffswellen beginnen mit alles vernichtender Wirkung über die wichtigen Zentren der Hafenstadt zu rollen. Es scheint, als seien Tausende blaßblauer Sterne auf die Erde gefallen. Die ersten Ladungen Brandbomben liegen im Ziel. Dunkelrote Tupfen schwelen auf. Brandherde, Schuppen, Baracken und Dachstühle haben Feuer gefangen. Mitten im Industriezentrum gehen neue unabsehbare Mengen von Brandbomben nieder. Auch dort flackern Brände auf. Zu gleicher Zeit setzt eine wütende verzweifelte Abwehr ein. Scheinwerfer blitzen hundertfach im Umkreis auf. In allen Höhen flimmert das Feuerwerk der schweren Flak, die blind Sperre schießt und flimmernde Vorhänge in die Lüfte legt. Weiter unten steigen von allen Seiten rote Perlschnüre nach den Leuchtbomben auf. Die leichte Flak versucht, das verräterische Licht auszuschießen. Rings um das Stadtgebiet funken rote Lichter, die den Nachtsägern den Standort weisen. Der ganze Lustraum ist von Lichtmengen und Explosionen erfüllt und durchzittert. Das alles ist ein einziges gigantisches, zuckendes und grellbunt leuchtendes Feuerwerk, ein Höllentanz ist ausgebrochen. Inzwischen rollt unten die erste schwere Angriffswelle über die Zielgebiete. Sekunde um Sekunde blitzen die Detonationen schwerer und schwerster Bomben auf, dunkelrot schwesende Rauchwolken qualmen in die Höhe. Brandherd neben Brandherd loder auf, Es ist, als würde Feuer auf das Land gegossen. Rötlich glitzern die Wasser des River Dichen, auf denen sich die riesigen Flammenmeere spiegeln. Eine ungeheure Sprengwolke knallt wie ein Maonesiumblit auf. Das war ein Treffer in das Gaswerk und die Kesselanlagen. Gleich einem riesigen Rost stehen die glühenden Träger und Pfeiler eines umfangreichen Fabrikkomplexes. Auch auf dem anderen User des Flußarmes hat es jetzt zu lodern und zu glühen begonnen. Dort, wo die großen Werstanlagen und die Vickers=Fluazeugwerke liegen, sind weite Strecken mit feuriger Glut übergossen. In der Nähe davon steigen dicke schwarge Rauchsahnen auf, das müssen die Tankanlagen sein. Ein einziges Drama der Zerstörung und Vernichtung hat seinen Anfang genommen. Was unter unserer Kanzel liegt, „Katastrophe wie Coventry“ Schilderungen neutraler Korrespondenten in der dänischen Presse Kopenhagen, 2. Dezember. Die Kopenhagener Montagsblätter bringen ausführ. liche Berichte über die Zerstörung Southampions durch die deutschen Luftangriffe.„Aftenavis“ überschreibt ihre Meldungen, die auf Schilderungen neutraler Korrespondenten beruhen,„Die großen Zerstörungen Southamptons nähern sich der Katastropbe von Coventry“.„Ertrabladet“ spricht in der Schlagzeile von einer Vernichtung großer Teile Southampions und non einer hoffnungslosen Arbeit, die entsesselten Brände zu löschen. Als der Morgen nach dem deutschen Angriss gcgute, lagen— heißt es in der United=Preß=Meldung von Extrabladet— große Teile der Fabrik= und Geschäftsviertel Southamptons als noch drennende und rauchende Ruinen da. Der deutsche Angriff auf Southampton war einer der schwersten, dem irgendeine englische Stadt dieher ausgesetzt war. ist das packende, unvergeßliche Bild einer Stadt, über die die Vernichtung kommt. Ueber den Umschlagplätzen wersen wir Sekunden später ab. Dann wird abgedreht. Ueber den Kanal jagen wir zum Heimathafen zurück, während hinter uns am Horizont blutigrot der Widerschein einer der gewaltigsten Brände steht, die jedoch erst den Auftakt bilden für den Großangriff dieser Nacht. Brutale Aussaugung Gewaltige Steuererhöhung in Indien für Englands Kriegszwecke Berlin, 2. Dezember. In Indien ist durch eine Verordnung des Bizekönigs die Einkommensteuer um nicht weniger als 25 v. H. erhöht worden. Gleichzeilig wurde auch eine Erhöhung der Post=, Telephon. und Telegraphengebühren angeordnet. Für die breiten Massen Indiens, die einkommensmäßig an sich schon nicht günstig gestellt sind, bedeutet diese gewaltige Steuererhöhung eine ungeheure Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage. Es ist bekannt, daß sich aus diesem Grunde die Volksvertretung den Forderungen des Vizekönigs nach Aufbringung gkößerer sinanzieller Mittel für England widersetzt hatte worauf der Vizekönig seine Finanzvorlage trotz Ablehnung durch die Volksvertretung in Kraft setzte und nunmehr zur Aufbringung der vorgesehenen Mittel die Steuererhöhungen verfügte. Obwohl Indien durch einen starken Rückgang seines Außenhandels infolge des Verlustes wichtiger Absatzmärkte für seine Erzeugnisse wirtschaftlich durch Englands Krieg schon schwer belastet war, wird es jetzt auch noch finanziell rücksichtslos und brutal ausgesaugt. Die Vernichtung WX. Die letzte Woche war für England wieder eine richtige Bombenwoche. Die Angriffe auf Coventry und Birmingham haben ihre Fortsetzung in neuen gewaltigen Schlägen gegen Bristol, Liverpool, Plymouth und Southampton gefunden. Auch London stand wieder einmal im Mittelpunkt der deutschen Vergeltungsschläge. Die Reihenfolge der Großangrifse läßt setzt eine systematische Lenkung erkennen. Nach der Vernichtung der großen Industriezentren in Mittelengland folgte die Zerstörung der wichtigsten britischen Häfen an der Süd= und Westküste, die nach dem Ausfall des Londoner Hafens nur noch als Ausweichhäfen für die britsche Hauptstadt gedient hatten. Während der wochenlangen Bombardierungen Londons durch die deutschen Lustwaffengeschwader haben englische Kritiker, deren Urteil bekanntlich über jeden Zweifel erhaben ist, der deutschen Kriegführung schwere Fehler nachgewiesen. Hitler habe seinen Kriegsplan gegen England volkommen falsch angelegt, denn er hätte nicht die englische Hauptstadt bombardieren, sondern den Versuch unternehmen sollen, die englische Rüstungsindustrie zu zerstören. Und da er das eben nicht getan habe, sei der deutsche Krieg gegen England als verloren zu betrachten. Die welterfahrene Weisheit dieser Herren in Ehren. aber auch diesmal haben sie nicht mit der deut: schen Gründlichkeit gerechnet. Die letzten drei Wochen haben den Kritikern die lähmende Gewißheit gebracht, daß der deutsche Kriegsplan gegen England mit einer Präzision und einer beinahe maschinenmäßigen Sicherheit durchgeführt wird. Das Wort des Führers in seiner Rede vom 4. September im Berliner Sportpalast, in der er die Drohung aussprach, daß die deutsche Lustwaffe die englischen Städte ausradieren werde, wenn England nicht von dem niederträchtigen Krieg gegen Frauen und Kinder ablasse, ist zu einer furchtbaren Wahrheit geworden. Coventry, Birmingham, Bristol, Southampton sind im wahrsten Sinne des Wortes ausradiert. Wo vor wenigen Wochen große Industrie= und Hafenstädte standen, wo in gewaltigen Fabrikanlagen Englands Rüstung gefertigt wurde, wo in den Häfen die englischen Zufuhren aus übersee eintrafen, sind heute nur noch rauchende Ruinen. Der Versuch der Londoner Machthaber, diese Tatsachen abzuleugnen oder wenigstens in ihrer Folgewirkung zu bagatellisieren, ist ebenfalls gescheitert. Trotz der strengen englischen Zensur hat die Wahrheit einen Weg in die Weltössentlichkeit gefunden. Nachdem man zögernd die surchtbaren Verwüstungen von Coventry und Birmingham eingestanden und neutralen Berichterstattern die Einreise in diese vernichteten Städte gestattet hatte, liegen nunmehr auch einwandfreie Berichte aus Southampton und Bristol vor. Sie besagen im Grunde das gleiche, nämlich daß diese Städte ausgelöscht und ihre Namen heute nur noch Begriffe von historischem Wert sind. Die gewaltigen Angriffe der deutschen Luftwaffe am vergangenen Wochenende, in der Nacht zum Sonntag und und Montag haben Southampton, einen der wichtigsten englischen Hafenplätze, in ein loderndes Feuermeer verwandelt. Ein schwedischer Berichterstatter, der Southampton besuchte, schildert seine Eindrücke, wie er Straße um Straße passierte, in denen jedes Haus wie ein ausgebranntes Skelett dastand und in denen die zusammengestürzten Reste ehemaliger Bürogebäude oder Warenhäufer, Speicher und Wohnstätten: wie eine schwelende Masse in den Kellerkratern lagen. Die Stadt habe aus glühenden Schutthausen bestanden. Der gleiche Berichterstatter sah Bristol am Sonnabend, fünf Tage nach dem deutschen Großangriff, und er sellte fest, daß trotz dieser Zeit, in der unentwegt Löschversuche unternommen wurden, noch immer Rauchfahnen aus den Feuerherden unter den steinernen Schuttmassen emporstiegen. Stadtviertel von vielen Quadratkilometern Größe seien vollständig dem Erdboden gleichgemacht und es sei fast unmöglich gewesen, zwischen den undurchdringlichen Schuttmassen einen Weg zu finden. Ahnliche Schilderungen liegen aus amerikanischer Quelle vor. Es gibt Berichterstatter, die der Meinung sind, daß das Schicksal dieser großen Industrie= und Hafenstädte furchtbarer sei als das, was London in wochenlangen Bombennächten erleben mußte. Diese Darstellungen, die selbst von der britischen Zensur durchgelassen wurden, bestätigen die Eindrücke der deutschen Flieger und illustrieren in eindrucksvoller Form die nüchternen Feststellungen die Berichte des Oberkommandos der deutschen Wehrmacht. Sie sind aber auch ein Beweis dafür, daß hierbei entsetzliche und unheildare Wunden geschlagen wurden. In einer offiziösen Londoner Darstellung wird darauf hingewiesen, daß der konzentrische Angriff auf Mittel= und Westengland ein ernstes Problem geworden ist. Wie ernst dieses Problem ist, zeigen am besten die verzweifelten Hilferufe der Londoner Katastrophen= politiker an USA. Deutsche Parade in Bukarest Vorbeimarsch der deutschen Lehrtruppen vor König Michael und General Antonescu Bukarest, 2. Dezember. Monlagmitlag 12 Uhr sand aus Anlaß des Beitrilts Rumäniens zum Dreimächlepakt eine Parade der deutschen Lehriruppen des Heeres und der Luktwasse vor König Michael und dem Siaalsführer General Anlonesen stalt. Die Parade wurde eingeleitel durch ein rumänisches Ehrenbakailon. Es marschierten dann Telle der deutschen Lehrlcuppen vorbei. König Michael fuhr in Begleitung des Staatsführers General Antoneseu, des Besehlshabers der Heeresmission und Chef der Wehrmachtsmission, General der Kavallerie Hansen, und des Chefs der Lustwaffenmission, Generalleutnant Speidel, die Paradeaufstellung ab. Im zweiten Wagen folgten der Kommandant der Legionären Bewegung, Horia Sima, und der deutsche Gesandte Dr. Fabrscius. König Michael begab sich nach dem Eintreffen am Paradeort auf die Ehrentridüne, auf der außer den erwähnten Persönlichkeiten noch die Unterstaatssekretäre im Kriegsministerium und einige höhere rumänische Offiziere Aufstellung nahmen. Zur Rechten des Könige stand General Antoneseu, zur Linken General Hansen. Angeführt wurde die Parade durch Generalleutnant von Rothkirch. Wöhrend das rumänische Ehrenbataillon vorbeimarschierte, sah man auch die fliegenden Verbände der Lustwaffe: Jäger. Vomder, Zerstörer und Aufklärer. Es folgten unter den Klängen der deutschen Wehrmachtkapellen die motorisierten Truppenteile, Infanterie auf Krafträdern, Infanterie und Pioniere auf Kraftwagen, leichte und schwere Artillerie, Nachrichtentruppen, Panzerkampfwagen aller Art, Flak. An Truppenteilen zu Fuß marschierten vorbei ein Bataillon der Lustwaffe, ein Infanteriebataillon und die Wachkompanie der Wehrmachtmission. Die Parade dauerte eine Stunde, worauf der König und der Staatsführer den Paradeort verließen. Die Parade machte auf die dichten Zuschauermassen die sich am Rande der An= und Abmarschstraßen eingefunden hatten, den allerstärtsten Eindruck. Ein klarstellendes Telegramm Von unserem ständigen Vertreter hn Rom, 3. Dezember. Die Auslandspressevertreter, denen vom italienischen Marineministerium Gelegenheit geboten wurde, die Kriegsschiffe zu desichtigen, die an der Seeschlacht vor Taulada keilgenommen hatten, richteten an den Unterstaatssekretär für Marine ein gemeinsames Telearamm, in dem sie bestätigten, daß keine der besichtigten Einheiten auch nur die geringste Beschädigung auswies. Die italienische Presse veröffentlicht dazu Aeußerungen deutscher, amerikanischer, sopanischer, schweizerischer und jüdslawischer Journalisten, die sich scharf gegen die Londoner Lügenmeldungen Ader die stalienische Flotie wenden. * Po er* — Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 3. Dezember 1940 Ohne jedes praktische Ergebnis Wirtschaftsbesprechungen Lord Willingdons in Rio de Janeiro erfolglos „Auf politische Agitation gerichtete Absichten“ Buenos Aires, 2. Dezember. Aus gut unterrichteten argentinischen Wirtschafts. kreisen wird bekannt, daß die mit der brasilianischen Re. gierung, vor allem mit dem brasilianischen Finanzminister als Leiter einer für diesen Zweck gebildeten Sonder. kommission unter Führung von Lord Willingdon geführten Verhandlungen ohne jedes praktische Ergebnis geblieben sind Die englischen Vertreter seien auf die von brasilianischer Seite vorgebrachten Anregungen und die Wünsche, die sich neben den Problemen der zurückgegangenen britischen Bezüge an den wichtigsten brasilianischen Ausfuhrerzeugnissen vor allem auf das schlechte Funktionieren der britisch=brasilianischen Verrechnungsverein. barungen bezogen hätten, kaum eingegangen und hätten keinerlei Wege und Möglichkeiten zu einer Besserung der Verhältnisse aufzeigen können. Eine natürliche Folge davon sei, daß die brasilianischen Stellen, die sich schon über die ganze Art des Auftretens der britischen Wirtschaftsmission und ihre offensichtlich auf politische Agitation gerichteten Absichten wenig erfreut zeigten. auch über das wirtschaftliche Ergebnis der Besprechungen stärkstens enttäuscht seien. „Gewaltige Schwierigkeiten“ Generalpostmeister Morrison muß verheerende Wirkung der deutschen Bombenangriffe eingestehen Stockholm, 2. Dezember. Der britische Generalpostmeister W. S. Morrison mußte in einer Rede, die er am Sonntagmittag über den englischen Nachrichtendienst hielt, offen zugeben, daß die Schwierigkeiten, die der englische Postverkehr zu überwinden habe, geradezu gewaltig seien. Vor allem der innerenglische Postverkehr befinde sich dieses Jahr Weihnachten vor so schwierigen Aufgaben, wie er sie bisher noch nie zu bewältigen gehabt habe. Die Oeffentlichkeit dürse in England nicht übersehen, daß eines der großen Hindernisse für einen regelmäßigen Postverkehr die deutschen Bombenangriffe seien. Diese Angrisse wirkten nicht nur auf die Eisenbahnlinien, sondern auch auf die Küstenschiffahrt, die gleichfalls Post befördere. Irlands fester Wille de Valers:„Wir müssen uns für alle eintreienden Fälle vorbereiten“ Gens. 2. Dezember. Wie der irische Rundsunk meldel, sagte de Valera in einer Ansprache in Waterford u.., daß Irland in einer gefahrvollen Zeit lebe und daher alles tun müsse, was zur Verleidigung des Landes notwendig sei. „Ich erwarte“, sagte de Valera,„daß alle jungen Männer zwischen 20 und 25 Jahren den örtlichen Verleidigungstruppen beitreten werden". Weiter wies de Valera darauf hin, daß Irland nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich vorbereitet sein müsse. Größte Sparsamkeit im Verbrauch von Lebensmitteln sei notwendig. Jedes Stück Land, auch das kleinste, müsse bestellt werden. Wir müsen uns für alle eintretenden Fälle vorbereiten, erklärte de Valera, wenn wir das tun, so werden wir die Krise überwinden. Das„Zertrümmerte' Kuhrgeb'et Neutrale Journalisten auf Churchills Lügenspuren Flug von Köln nach Dortmund Eigener Bericht vi Dortmund, 2. Dezember. Unter der Wucht der deutschen Schläge gegen britische Rüstungszentren ist die Stimmung der britischen Kriegsverbrecher von Tag zu Tag verzweifelter geworden. Da sie den einwandfreien deutschen militärischen Erfolgen nichts ebenbürtiges gegenüberzustellen haben. muß die alte Lügenwalze immer schnellere Umdrehungen machen und Erfolge der RAF in die Welt schicken, die samt und sonders am Schreibtisch Duff Coopers erfunden worden sind. Nach der Zerstörung der Berliner Bahnhöse, die als plumper Schwindel vor aller Welt entlarvt werden konnte, startete Churchill eine neue gigantische Lüge, indem er verbreiten ließ, 60 Prozent der Kohlenverschickung aus dem Ruhrgebiet seien lahmgelegt, weil die britischen Flieger das Verkehrsnetz und die Industrieanlagen zertrümmert hätten. Auf Veranlassung des Reichspressechefs Dr. Dietrich hat nun eine Reihe von neutralen Auslandsjournalisten einen Flug über das Ruhrgebiet gemacht, der sie von Köln nach Dortmund führte. Hier hatten sie Gelegenheit, eine der großen Herzadern des Reiches in voller Lebendigkeit zu besichtigen. Sie haben vergeblich nach zerstörten Eisenbahnlinien und pulverisierten Industrieanlagen gesucht, sondern nur feststellen können, daß der Pulsschlag der Arbeit in diesem Zentrum der Wirtschaft so gesund und regelmäßig schlägt wie in den ruhigsten Zeiten. Auf allen Werken läuft die Produktion ungestört. Der Transport der wichtigsten Güter geht Tag und Nacht weiter vor sich. So konnten die ausländischen Journalisten sich selbst überzeugen, daß die Erfolge der britischen Flieger im Ruhrgebiet genau so ein verzweifelter Schwindel sind wie die angeblichen Erfolge gegen die Reichshauptstadt, „Drinz“ Bernhards neueste Großtat Scheck von 35000 Pfund für die britischen Kriegsverbracher Stockholm, 2. Dezember. Nachdem vor einigen Wochen Exkönigin Wilhelmine durch das Geschenk von zwei Flugzeugen die bübischen Fliegerüberfälle auf das holländische Volk unterstützte, glaubt jetzt„Prinz“ Bernhard durch die Ueberreichung eines Schecks von 35000 Pfund, die angeblich von der Bevölkerung Javas gestiftet sein sollen, den britischen Kriegsverbrechern wieder auf die lahm gewordenen Beine helfen zu können. Churchill hat dem sauberen„Prinzen“ dafür seinen wärmsten Dank ausgesprochen. Anders wird der Dank sein, den das holländische Volk dem Landesverräter für die Unterstützung der Nachtpiraten entgegenbringt. Briten allgemein unbeliebt Newyork, 2. Dezember. Der kürzlich aus London zurückgekehrte Leiter des dortigen Associated=Preß=Büros, Milo Thomson, erklärt in einem Aufsatz über die Lage in England: Kein verantwortlicher englischer Wortführer könne den geringsten Grund für die Hoffnung auf eine baldige Kriegsbeendigung angeben. England bete für den Zusammenbruch des Gegners oder für Aufstände in den besetzten Gebieten, doch gebe man zu, es gebe keinerlei Beweise dafür, daß dies jemals eintreten werde. Die Bombardierung der englischen Städte stoße langsam, aber unaufhörlich in die Lebensorgane der britischen Nation. Und es sei zwecklos, vorzutauschen, daß keine kriegswichtigen Objekte getroffen seien. Die Bombardierung komme einer schleichenden Strangulierung gleich. Das Durchhalten der britischen Industrie hänge von Schiffen und Flugzeugen ab. Er habe gehört, daß England mindestens 715 Zerstörer zur Sicherung seiner Einfuhren brauche. Eine weitere gewaltige Schwierigkeit sei das Finanzproblem, dessen Lösung durch den totalen Krieg außerst in Frage gestellt sei. Es handele sich nicht allein um die Finanzierung des Krieges, sondern auch um die Finanzierung des Wiederaufbaues der Zerstörungen durch Bomben, die vielseitig seien. Vielleicht der Gipfelpunkt der britischen Schwäche liege aber in der Unbeliebtheit der Engländer selbst. England habe zahlreiche Freunde, solange es diesen zweckdienlich erscheine. Doch habe Thomson in ganz Europa kein Volk kennengelernt, das England um seiner selbst willen schätze Lustwaffenerfolge in Alexandrien Luftwaffenerfolge in Alexandrien Von unserem ständigen Vertreter hn Rom, 3. Dezember. Während die italienische Luftwaffe an den Operationen gegen Griechenland führenden Anteil nimmt, erleidet ihre Aktivität auf den anderen Fronten keinerlei Einbuße. Allein in Alexandrien sind in der zweiten Novemberhälfte, wie die italienischen Militärbehörden bekanntgeben können, eine Reihe von Erfolgen erzielt worden: Schwere Beschädigungen des ehemaligen französischen Schlachtschiffes„Lorraine“ und des englischen Zerstörers„Hasty“ im Golf von Alexandrien. Im Hafen wurden zwei feindliche Handelsdampfer in Brand gesetzt und zahlreiche Magazine zerstört, sowie 200 Soldaten und Hafenarbeiter getötet. Gelungen ist ferner die Zerstörung zahlreicher Hangars und der Flugstation des Flugplatzes Aboukir, sowie die teilweise Vernichtung der Lagerhäuser der Industriegesellschaft Khedive Misri. Deutsche Technik einsatzbereit Eröffnung der Kolonialtechnischen Arbeitslagung in Stuttgart Stuttgart, 2. Dezember. Der Verein deutscher Ingenieure im NS.=Bund deutscher Technik eröffnete am Montag in Stuttgart seine erste Tropen= und Kolonialtechnische Arbeitstagung, Das giucktiens Jank Von Hans Wörner (7 Fortsetzung) Die Ursel, neben dem Wagen, drehte sich anderthalbmal um sich selber herum und wußte schon jetzt nicht mehr, von woher sie auf diesen runden, überall von Häusern umstellten Brunnenplatz gekommen war. Sie mußte die zwei schmalen Durchfahrten erst suchen. die— jede unter einem Torbogen her— hierhier führten. Es schien ihr nicht ganz sicher, daß man auch wieder von hier wegfahren könne, so geschlossen und mit einem Bann verriegelt war der Kreis der Häuser, so seltsam hoch stand ein Stück Himmel über dieser kleinen, alten Welt. Und da also stand das Haus... Das erste Stockwerk war um Stubenbreite über den Bürgersteig hin gebaut, eine Reihe dunkelbrauner Balken trug die Last, und sie taten sich dabei so leicht, daß sie nicht mit steifen Querstützen, sondern mit durchbrochenen, zu Blumen und Kringeln geschnitzten Schmuckwerken unter die hohe Front griffen. Was man von dieser Front zuerst sah, war ein Aufbau von Gevierten aus Balken, der unten derb und mit vielen Quersicherungen begann und nach oben immer lockerer und weitmaschiger wurde, bis er das Dach nur noch mit schmalen Kraghölzern trug. Die Felder des Gevierts waren, unten rot von Backsteinen, oben weiß von Tünche, mit Ranken und Schildern bemalt. Die Fenster waren klein, die Rahmen zart und in sich aus Rillen und Leisten zusammengesetzt, blanke Messingklinken mit getriebenen Knopfen blinkten durch die quadratischen Scheiben aus grünlichem Glas. „So genau habe ich es mir selber nicht angesehen damais!“ lachte der Jochen und lächelte seine Frau an „Solch ein Haus kann heute niemand mehr gelingen. Die Maße sind verloren, die Werkzeuge und die Rezepte, so scheint es.“ Sie gingen über den Platz und standen unter dem überhängenden Ausbau der Stockwerke. Jochen griff an den kupfernen Knops eines Klingelzuges, der neden einem altertümlichen Namensschild„Sebaldus Waldhöfel, Seifensiederei“ hing. Zugleich aber faßte Ursel Meierhoff seinen Arm und deutete auf die schwere, in sechs Felder ausgeteilte Tür.„Ja, das sind sechs geschnitzte Darstellungen aus dem Arbeitsgang der alten Seifensieder. Die Tür ist zweihundert Jahre alt!“ sagte Jochen. „Ich din schon ganz klein!“ meinte die Ursel. Der junge Mann, der die schwere Tür von innen öffnete, sah in zwei aufmerksame, ihm unbekannte Gesichter; er sah mit dem gleichen Blick den kleinen Wagen auf dem Brunnenplatz. Es wehte ihm etwas Freundliches an, und er ließ dieses Gefühl gern in sich gelten. „Bitte, treten Sie doch näher!“ lächelte er. Die Ursel stak mitten in einem Zauber; aber sie betrat das alte Haus, genau so herzhaft zuschreitend, wie man sich in einem Traum bewegt, in dem alles gut geht. Sie achtete immer nur darauf, daß der Jochen nicht neben ihr verschwand oder sich plötzlich in einen alten weißbärtigen Mann mit Kleidern aus Seide und wallonischem Tuch verwandelte. Aber der Jochen blieb greifbar und brav in seinem sportlichen Mantel, dem bunten Halstuch und den niedrigen Halbschuhen bei ihr und stellte sich gerade dem jungen Herrn vor.„Ich bin Jochen Meierhoff; es sind acht Jahre vergangen, seit ich von hier wegging. Ich war Lehrling in diesem Haus. Könnte ich vielleicht den alten Herrn Viererbel sprechen?“ Der junge Herr schüttelte lächelnd den Kopf.„Ich dachte mir gleich, daß Sie aus der früheren Zeit dieses Hauses zu ihm zurückkommen; es tut mir leid, daß Sie es vergeblich versuchen. Herr Viererbel ist seit fünf Jahren tot, und er war der letzte Seifensieder in diesem alten Haus. Er hatte nur weitentfernte Verwandte als Erben, und die verkauften das Grundstück an meinen Vater den Kunsthändler Baranowsky. Wir übernahmen freilich nicht die Firma. Die wurde, so viel ich weiß, von einer großen Seisenfabrik erworben. Die Werkstätten wurden entfernt, wir haben den Garten um so viel erweitern können. Jochen nickte ernst und sah die Ursel an.„Sie müssen wissen, lieber Herr“, wandte er sich an den Sohn des Hauses,„daß ich meiner Frau die Stätte und die Stuben zeigen wollte, in denen ich lebte, ehe wir uns kennenlernten. Wir machen unseren ersten Ausflug in unserem ersten Wagen diesetwegen, denn ich schaffte es nie, diese kleine Frau mit meinen Erzählungen den rückwärtigen Weg zu führen.“ Herr Baranowsky legte für einen flüchtigen Augenblick eine flache Hand auf Jochen Meierhoffs Schulter. „Da Sie sicherlich von weither kommen, würde es mir leid tun, Ihnen nicht wenigstens so gut zu helfen, wie ich es kann. Wollen Sie nicht wenigstens ablegen und ein paar von den Stuben besehen, die wir unverändert gelassen haben? Bitte, kommen Sie!“ rief er und öffnete beiseitetretend eine Tür, deren inwendige Verriegelung man mit einem Daumenhebel löste. Ursel zögerte, Jochen trat vor.„Das ist Herrn Viererdels Konto, wahrhaftig! Mir ist doch, er selber müßte Tageszeitung Nummer 332 um im gegenseitigen Gedankenaustausch die Anwendung unserer technischen Erfahrungen in den Tropengebieten zu erörtern. Reichsminister Dr. Todt gab der Versicherung Ausdruck, daß die deutsche Technik bereit stehe, ihre Aufgaben in den Kolonien mit der gleichen Energie aufzunehmen, mit der der Nationalsoziakismus jede Aufgabe angefaßt habe. General Ritter von Epp ging in seinen Ausführungen auf die Probleme ein, die der deutsche Ingenieur in den künftigen Kolonien zu lösen habe. Zu den Schwierigkeiten, die der Technik anders geartete Aufgaben stellten als bei uns, so führte der Reichsstatthalter aus, geselle sich der Kampf der Medizin und Chemie gegen die kolonialen Krankheiten und Schädlinge. Da aber die deutsche Wissenschaft auf diesen Gebieten führend sei, hätten wir die Zuversicht, diesen Kampf erfolgreich zu bestehen und alle gesteckten Ziele zu erreichen. Rückkehr in die Heimat Besuch der Freiheitskämpfer aus Elsaß und Lokhringen beendet Berlin, 2. Dezember. Vor ihrer Abreise in die Heimat statteten die Freiheitskämpfer aus Elsaß und Lothringen dem Reichsminister des Innern, Dr. Frick, noch einmal einen Besuch ab. Sie sprachen dabei ihren Dank für die Einladung des Ministers nach Berlin und ihre Befriedigung über die in der Reichshauptstadt gewonnenen Eindrücke aus. Im Anschluß an den Empfang, an dem auch der Chef der Zivilverwaltung in Lothringen, Reichsstatthalter Gauleiter Bürckel, teilnahm, hatte Reichsminister Dr. Frick seine Gäste zu einer Sondervorführung des Filmes„Bismarck“ eingeladen, der auf die verdienten Volkstumskämpfer aus dem Westen starke Wirkung ausübte. Anläßlich ihres Besuches in der Reichshauptstadt wurde die Abordnung der Elsässer und Lothringer auch durch den Reichsjugendführer Axmann empfangen. Der Reichsjugendführer wandte sich in einer Ansprache an die Abordnung und brachte seine Begeisterung über die Jugens des Elsaß zum Ausdruck, die er bei vielen Besichtigungen kennengelernt habe. Für ihre weitere Aufbauarbeit im Elsaß wünschte er der Abordnung besten Erfolg. Unter Führung des Generalreferenten Dr. Robert Ernst hatte am Nachmittag die Abordnung am Ehrenmal Unter den Linden einen Kranz niedergelegt. Versorgung Dienstverpflichteter Durchführungsbestimmungen zur zusätzlichen Altersund Hinterbliebenenversorgung Berlin, 2. Dezember. Der Reichsarbeitsminister hat in der Vierten Durchführungsverordnung zur Verordnung zur Sicherstellung des Kräftebedarfs für Aufgaben von besonderer staatspolitischer Bedeutung vom 28. November 1940 die Frage geregelt, wie die zusätzliche Alters= und Hinterbliebenenversorgung bei Dienstverpflichtung aus einem Beschäftigungsverhältnis im öffentlichen Dienst oder bei Verpflichtung zu einer solchen Dienstleistung zu behandeln ist. Bei einer zeitlich begrenzten Verpflichtung aus einem Beschäftigungsverhältnis im öffentlichen Dienst wird eine zusätzliche Versorgung nach den für die bisherige Beschäftigung maßgebenden Grundsätzen aufrechterhalten (Paragrapy). Bei einer zeitlich begrenzten Verpflichtung für den öffentlichen Dienst tritt keine zusätzliche Versorgung bei dem neuen Dienstberechtigten ein, wenn der Dienstverpflichtete nicht schon vorher in einem Beschäftigungsverhältnis im öffentlichen Dienst mit zusätzlicher Versorgung gestanden hat(Paragraph). Bei einer zusätzlich unbegrenzten Verpflichtung für den öffentlichen Dienst richtet sich die zusätzliche Versorgung nach der für den neuen Dienstberechtigten bestehenden Dienstordnung. Der Dienstverpflichtete hat aber die Möglichkeit, eine zusätzliche Versorgung aus der bisherigen Beschäftigung aufrechtzuerhalten(Paragraph). Auslandsjournalisten aus Paris in Prag Prag, 2. Dezember. 22 Auslandsjournalisten aus Paris, die sich als Gäste der Reichsregierung auf einer Deutschlandreise befinden, trafen am Sonnabend in Prag ein. Nach einer Besichtigung der Sehenswürdigkeiten der Stadt waren sie Gäste des Pressechefs des Reichsprotektors. Montag wurden die Journalisten vom Reichsprotektor Freiherrn von Neurath in Gegenwart des Staatssekretärs Karl Hermann Frank empfangen. Anschließend fuhren die ausländischen Gäste zu einer Besichtigung der SkodaWerke nach Pilsen. Schwere griechische Verluste Gegenangrisse warsen den Jeind auf seine Ausgange. Tellungen zurcs Rom, 2. Dezember. Das Haupiquartier der Wehrmacht gibt bekanni: An der griechischen Front sind heftige Angriffe# Feindes überall zurückgeschlagen worden. Jeind, der durch unsere Gegenangrisse auf seine Ang. gangsstellungen zurückgeworfen wurde, hal schwer, Verluste besonders auf dem rechten Flügel 9. Armee davongetragen, wo der durch intensives Nr. tilleriefeuer vorbereitete Angriff von einem ganzer Armeekorps durchgeführt wurde.— An der Froni der 11. Armee haben sich vor allem zwei Bataillone de, Divisionen Pusteria und die Division Jerrara aus. gezeichnet. An der Spitze des 47. Insanterieregimense ist Oberst Trizio als Held gefallen. Kavallerse. ableilungen, die von unseren Alpensägern überrang wurden, sind vernichtet worden. Jeindliche Flugzeuge haben ergebnislos Bomben auf unbewohnte Gebiele einiger Insein des Dodekaneabgeworfen. In Ostafrika haben unsere Jagdflieger ein Flug. zeug vom Wellesley-Typ auf dem Flugplatz von Chedaes in Brand geschossen. Feindliche Flugzeuge haben in der Zone von Kassala Bomben abgeworsen: unter der Bevölkerung gab es zwei Tote und vier Ver. wundete. Ein feindliches Flugzeug wurde von unserer Flak abgeschossen. Weitere Flugzeugangriffe haben bei Burad, wo zwei Frauen verwundet wurden, bei Assab und bei Meiamma, wo es drei Tote und 17 Verwundele gab, staltgefunden. Tersesteuerei: Zgen=Somder Aufregender Kampf auf hoher See dnb., im Dezember.(PK) Es ist ein Herbstnachmittag auf der Nordsee. Die Sonne hat sich hinter einer dichten niedrigen Wolkendecke versteckt, die See geht ziemlich hoch. Schwer schlägt die überkommende See auf die Decks unserer kleinen Vorpostenboote, die sich in Rotten zu je zwei Booten auf dem Marsch befinden, um ihre Kameraden draußen abzulösen. Nichts Wesentliches ereignet sich. Ein paar treibende Minen werden abgeschossen. Im Schutze von sicherem Geleit passiert ein deutsches Tankschiff. Plötzlich tauchen sechs englische Bomber vom Typ Lockhead=Hudson am Himmel auf. Sie sind von drei Jägern begleitet. Die Bomber teilen sich in zwei Gruppen, und je drei Bomber stürzen sich auf die deutschen Vorpostenboote. Jedes ist auf sich selbst angewiesen. Der starke Seegang erschwert unseren Matrosen die Bedienung ihrer Geschütze und Maschinengewehre. Ein aufregender Kampf beginnt, über den der Kommandant eines der beiden Boote nach glücklicher Rückkehr in den Hasen berichtet. Für englisches Geld wird die Wahrheit verraten Behörden schweigen dazu Und die Schweizer Berlin, 2. Dezember. Korruption ist noch immer das markanteste Kennzeichen, sich westlich=demokratisch gebärdender Länder gewesen, in denen Juden und Judengenossen, Freimaurer und anderes destruktive Gesindel das ihren finsteren Machenschaften willkommene Dorado erblicken. Da liegt zum Beispiel eingeschlossen von dem sich neuordnenden Europa die Schweiz, in der die Moral offensichtlich so tief gesunken ist, daß sogar die verantwortlichen amtlichen Stellen vor einer der übelsten Korruptionserscheinungen die Augen schließen und von nichts wissen wollen. Unseretwegen könnten sie dort im stinkenden Sumpf dieses moralischen Niedergangs ersticken und nach dieser eigenen Fasson demokratischer Verworfenheit selig werden. Sobald jedoch dadurch deutsche Interessen berührt werden, läßt uns der Skandal nicht mehr kalt. Die deutsche Geduld ist lang, was aber kommt, wenn sie einmal zu Ende ist, dürfte wohl irgendwie doch im Bewußtsein jenseits der Berge dämmern. Zu den Gazetten, die dort sich wiederholt ausgesprochene Unverschämtheiten gegen das Deutsche Reich erlaubt haben und sich der dummen Vorstellung hingaben, wir würden es als Neutralität empfinden, wenn immer wieder gegen das deutsche Volk Gift gespritzt wird, gehört die„Neue Zürcher Zeitung". Sie spiegelt die Verwahrlosung der Schweizer Presse am deutlichsten, ist sie doch die typische Repräsentantin einer an Landesverrat grenzenden Korruption. Nachdem auch ihr durch deutsche Warnungen wiederholt auf die schmutzigen Finger geklovft wurde, ist sie mit anderen Gazetten gleicher verrotteter Veranlagung zu der Methode übergegangen, ihre Verleumdungen gegen Deutschland nicht mehr als eigene Meinung auszusprechen, sondern— feige, wie nun einmal solches Gesindel ist— sich derartige Unverschämtheiten von außerhalb der Schweiz berichten zu lässen und einfach diesen Bericht abzudrucken. Dazu gehört in jüngster Zeit auch die üble Kolportage ihres Londoner Korrespondenten, der„auf Grund eigener Anschauung“ naiv genug ist, hundertfach erwiesene Tatsachen zu verfälschen und die zahlreichen in England weilenden Korrespondenten anderer Länder und Zeitungen Lügen zu strafen. Er bemüht sich mit geradezu jüdischer Dummdreistigkeit, die Wirkung der deutschen Bombenangriffe auf die englischen Rüstungszentren zu verkleinern und ihnen die Absicht zu unterschieben, die Zivilbevölkerung zu terrorisieren!! U. a. leistet sich das Bürschchen aus der Schweiz folgenden Satz:„Soweit sich die deutsche Luftwaffe jetzt mehr auf eigentliche Industrieobjekte konzentriert, befolgt sie die bewährte Taktik der Royal Air Force, deren Angriffe sich von Anfang an planmäßig auf die Bombardierung deutscher Industrieobjekte richteten...“ Die Tatsachen werden also einfach auf den Kopf gestellt und der deutschen Luftwafse das unterschoben, was die RAF als ungeheures Verbrechen auf sich geladen hat. Woher nimmt der Schweizer Korrespondent den Mut zu einer solchen frechen Vergewaltigung der Wahrheit? Die Antwort ist nicht schwer zu finden: Er hat sich in den Dienst einer fremden Macht, in den Dienst Englands, gestellt und verrät die Wahrheit für eine gewisse Vielzahl von Pfund, für Geld aus dem Informationsministerium eines Duff Cooper. Und die Schweizer Presse ist korrupt genug, wie das Beispiel der„Neuen Zürcher Zeitung“ zeigt, das verrätetische Machwerk auch noch abzudrucken, das wiederum von einer instinktlos gewordenen Lesermasse widerspruchslos verdaut und von den verantwortlichen Schweizer Behörden gebilligt wird! Dieser Pressesumpf ist typisch für die Verkommenheit sogenannter demokratischer Staaten, in denen dank der ungehemmten„Freiheit" sogar dieser fast landesverräterische Skandal möglich ist. „In geringer Höhe näherten sich die drei Bomber in rasender Fahrt unserem kleinen Boot. Unser Abwehrfeuer zwang zwei von ihnen kurz vor uns zum Abdrehen. Der dritte führte seinen Angriff durch und warf vier Bomben. Mit Hart=Steuerbord=Ruder weichen wir aus, und die Bomben fallen keine zehn Meter an Backbord ins Wasser. Aber der Gegner läßt uns keine Pause. Er setzt zum zweiten Angriff an, und wieder fallen vier Bomben, diesmal kurz hinter dem Heck. Maschinengewehrfeuer fegt über unser Deck und verwundet einen Schützen am Flakgeschütz. Mit durchschossener Wade hält der Mann bis zum Ende des Gefechts durch, und das Gefecht sollte noch ziemlich lange dauern; denn der Feind setzt noch viermal zum Angriff an. Beim dritten Angriff detonieren zwei Bomben 10 Meter von der Bordwand. Beim vierten Angriff drehen die Bomber in unserem Abwehrfeuer ab. Beim fünften Angriff beobachten wir einwandfrei mehrere Treffer an einer der britischen Maschinen. Sie dreht nach Süden ab und verliert stark an Höhe fast bis zur Wasseroberfläche. Dann ist sie verschwunden, und zum nächsten Angriff setzen nur noch zwei Bomber an. Wieder greifen sie unsere Boote im Tiefflug an, aber durch geschicktes Manövrieren gelingt es uns wieder, allen Bomben auszuweichen, und„unser gutsitzendes Abwehrfeuer nimmt ihnen die Lust zu weiteren Angriffen. Erst jetzt können wir uns mit dem Schicksal unseres Rottenbootes beschäftigen. Auch dieses hat sechs Angriffe erfolgreich durchgestanden und konnte den zahlreichen Bomben, die ihm galten, ausweichen. Fünf britische Bomber ziehen noch einmal einen großen Kreis um uns, als ob sie sich davon überzeugen wollten, daß wir doch noch schwimmen. Dann entfernen sie sich in der Richtung, aus der sie gekommen sind. Jetzt nahen aus einer anderen Ecke des Horizonts sechs Flugzeuge. Deutsche Jäger sind es. Sie wissen schon, was los ist. Lebhaft winken wir ihnen zu, als sie über uns hinwegrasen, und unsere besten Wünsche begleiten sie auf der Verfolgung des Feindes. Jetzt ist es Zeit, die Erlebnisse auszutausen; auch unser Rottenboot hat von seinen drei Angreifern einen durch mehrere Treffer in die Tragflächen flügellahm geschossen. Dieser Maschine, die beim Rückflug von den anderen Bombern im Stich gelassen wurde, haben unsere Jäger den Fangschuß noch geben können. Das erfahren wir allerdings erst viele Tage später. Denn unentwegt heißt es zunächst einmal, den Marsch zum vorgeschriebenen Ziel fortsetzen und die Kameraden ablösen, die draußen auf uns warten. Ein paar Verwundete hat es auf beiden Booten durch Bombensplitter und MG.=Kugeln gegeben. Sie werden mit Bordmitteln verbunden, und unsere kleine Apotheke lindert die Schmerzen. Kriegsberichter Ulrich Kurz. Verlag: Westfälische Tageszeitung G. m. b.., Münster(Westf.). Verlagsleiter: Erich Frintrop(z. 2t. im Felde), i. V. Arthur Petsch. Hauptschriftleiter: Dr. Anton Eickhofl(z. Zt. im Felde), Stellvertreter: Karl Kuhl. Verantwortliche Schriftleiter: Politik: Karl Kuhl; Politische Nachrichten und Ver: mischtes: Dr. Eugen Wagner; Bewegung und Provinz: Max Hiemisch(z. Zt. im Felde), i. V. August Hollweg: Volkstum Kunst und Unterhaltung: Wilhelm Vernekohl: Stadtanzeiger: Peter Jurascheck: Kommunalpolitik: Otto Peffer (z. Zt. im Felde); Sport: Allred Strobel(z. Zt. im Felde). i. V. Peter Jurascheck; Bezirksausgaben und Bildberichterstattung: Clemens Hülsbusch: Anzeigenleiter: Horst Enters (z. Zt. Wehrmacht), I. V. Hans Wolfmaler. Sämtlich in Münster. Druck: Aschendorfische Buchdruckerei. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 1 vom 1. Juli 1940 gültig. Die Bürger von L tige Menschen, die Solquellen, die den grsieden und das Sal verdankten. Gerade aber, daß Sparsamkeit zu Anseh weiße Salz in ihren brachte ihnen vielerlei manch habsüchtigen He Zeit jedoch erlitt das scharen seine roten## Tolle Grete“ und de * Dies geschah im I Als eines Morgen Dehmer sein Amt betr ten vertiefen wollte, di polterten schwere Stie Rathauses. Noch bevo sver den ungehörigen schwere Eichentür auf Bote in das Ratszimi „Feinde im Anzug! von Obrist Arne Bor im Anrücken!“ Sein Zipperlein schnellte Herr Konrad wieder ächzend in den „Die Ratssassen und alle Bürger sich dem zitternden Schreib glocken zu läuten und teliegen. Die Kunde von d sich wie ein Lauffeuer. stürzten die Bürger ver wölben und versamme platz. Herr Konrad Mich kommen„daß er mit wögnten Bürgern eine aushalten können. B seine Gedanken mit de er bereits verschiedene Ein Teufelskerl u vor nichts zurückschreck Kampferprobt, hatte er seldern, sondern auch kühner Siege ersochte Fall gebracht. Und d Amors erwarb, wog: Kriegsruhm. Während Herr Ko schweiften seine Gedi Ulrike, die der Graf zu seinem Vergnügen dann vergessen zu ha nicht nur schön und! volle Schönheit schien dazu erkoren worden; Frieden zu stören, Un In diesem bedräng Konrad Michael all Jungfer Ulrike oft in ließ sie durch einen 2 Besuches zu schenken. Als Jungfer Ulri wären sie die besten F flirrte und duftend i hatte, bot Konrad Mi um sie für seine Plä so leicht zu besiegende geschmeidigen Worte, ihren hartnäckigen Wi heiß tief in die eisenb Stadtschatz aufbewahrt „Ich hoffe, daß Si gut spielt!“ sagte Her und blickte ihr nicht oh Bald nachdem die leichtfüßig über die: huscht war, hastete ein renden Stufen und m nahen der Feinde. D kreist und waren eben „Fürigen Teufel“ geg bringen, als die Stadt zeigte und um Pardo Herr Arne Borg auf, als wäre es ihm in die Hand zu bekom demütigen Unterhändl von Orb bat, sich in d nach Festsetzung der B überreicht werden sollt eher kein Kriegsmann Den Vorteil, die wahrnehmend, ging ein, sprengte auf seine ken und betrat sodan Rathaus, wo ihn Her sassen untertänigst em nigen vorlieb zu nehm bieten vermöge. Das war aber be Herr Konrad Michael gleich dort durch die schmale Tür in der Täfelung hereinkommen! Sieh, Ursel...“ Es war ein fast würfeliger Raum, in dem die drei standen; die Wände trugen vom Fußboden bis zur Balkendecke breitgeschnittene Täfelungen. Nur ein einziges Fenster wies auf den Brunnenplatz. Gleich neben ihm stand ein Stehpult, in der Mitte ein Tisch; die Ecke zum Flur hielt ein Ofen aus grünen Kacheln. „An diesem Stehpult sah ich Herrn Viererbel zum erstenmal, als die Oberin aus dem Waisenhaus mich als den neuen Lehrling zu ihm brachte: Hier an diesem Pultbein lehnte der Reisesack mit meiner Ausstattung. Es sind heute nur noch einige von den Wollsocken davon da“, sagte Jochen,„aber ich weiß noch, daß die Oberin mich streng ermahnte und Herr Viererbel mir sagte, daß ich mein Bett selber zu machen und auch die frischen Laken selber aufzuziehen hätte. Es war nämlich nur eine alte Frau als seine Haushälterin vorhanden..“ „Die ist kurz vor ihm gestorben“, warf Herr Baranowsky ein und ging zu der Wandtür,„aber das Kassenzimmer des guten Meisters ist noch da!“ Von nun an ging die Ursel wieder vor. „In diesem Raum bin ich freilich nie gewesen, das Kassenzimmer war uns nie erlaubt!“ rief Jochen.„Wir Jungen bestätigten uns immer, daß der Senior dort nicht einfach nur viel Geld in eisernen Kästen, sondern auch alte Papiere mit geheimen Seifenrezepten aufbewahre.“ Aber es standen nur ein Kassenschrank und ein Regal mit vergessnen Büchern des vorigen Jahrhunderts dort, keine--Truhen und kein eiserner Koffer. Eine steile Treppe führte vom Kassenzimmer gleich in den ersten Stock. „Alles in allem“, erklärte Herr Baranowsky, während er seine Gäste dorthin geleitete,„haben wir gerade an den Zimmern, die der letzte Seifensieder in seiner persönlichen Nutzung hatte, nichts geändert, sondern eher noch vieles verbessert. Ich will damit sagen, daß wir noch einzelne Möbel aus der gleichen Zeit hineingestellt und Unpassendes entfernt haben. Sehen Sie, hier ist Herrn Viererbels Schlafzimmer... er selbst hatte es vom Erbauer des Hauses, dem alten Jeremias Waldhöfel des achtzehnten Jahrhunderts. Es ist zur Gänze aus zweizölliger Eiche, mit Einlegearbeiten aus Nußholz. Der letzte Waldhösel— Sebaldus Waldhöfel, dessen Name auf dem Haustürschild erhalten ist— war schon der fünfte Hausherr, der hier schlief. Herr Viererbel war der zweite Gatte von dessen einziger Schwester, die bald nach der Hochzeit stard. Aber außerdem war Meister Viererbel schon von seiner Großmutter her mit den Waldhöfels versippt!“ „Ja, es war ein alter Laden!“ murmelte Jochen. „Seine Zeit war vorbei, das Blut der Leute war müde. aber sie haben gute Seife gekocht, bis sie dahin mußten. Gute Seife, verbindliche Geschäftsbriefe, ehrbare Kontenbücher und gewissenhafte Geldkladden.“ Die Ursel ging zwischen den Möbeln einher und betrachtete die niedrige Decke.„Also auf diese Decke hat er gesehen, wenn er sich abends ausstreckte, und hat gedacht, daß sein Lehrling ein guter Junge oder ein Lümmel sei...“, lächelte sie. „Er wird mal dieses und mal jenes gedacht haben, meine ich!“ sagte der Jochen,„alles in allem hätte ich ihn gerne heute noch angetroffen!" „Standen Sie nicht mit ihm in Briefwechsel?" fragte Herr Baranowsky. „Nein!" stieß Jochen Meierhoff hervor,„das wäre nicht seine Art gewesen. Ich kam als Waisenhausjunge hierher, er war der Meister und der Oberste am Mittagstisch. Ich hatte eine Kammer, die letzte auf dem Flur im zweiten Stockwerk, den man den Gehilfenilur nannte. Des Morgens weckte der Meister mit einer Glocke, mit der er an unseren Türen vorbeiging; und er sah darauf, daß wir alle fertig zur Arbeit, in unseren blauleinenen Kitteln, aus den Kammern traten. Es gab Frühstück in der Küche, aber Mittagsbrot im großen Eßzimmer. Die Lehrbuben zeigten ihm im Vorbeigehen an seinem Platz die Hände, die sauber sein mußten. Unsere Arbeit war unmodern, der Meister hatte schon im Kriege nur so viel Seife gekocht, wie man ihm guten Talg und echtes Hl zuwies. Und zu meiner Zeit, nach der Inflation, war er ein armer Mann, der hinter seinem Rücken viel verspottet wurde. Unsere Techniken, unsere Fakturen und Bücher waren längst veraltet, der Gewinn winzig klein. Eine halbwegs vernünftige Abschreibung hätte gezeigt, daß wir eine in Wirklichkeit tote Firma waren. Wir lebten und arbeiteten hier in einem vergangenen Jahrhundert, der alte Mann hielt alles so, wie er es übernommen hatte. Er hätte keinen seiner Kupferkessel entbehren können, um etwa ein vernünftiges Rührwerk dafür einzutauschen. Unsere Seifen trugen ein eingegossenes„“, die Formen stammten noch aus der Waldhöfel=Zeit. Herr Viererbel war kein Waldhöfel, aber er wünschte vor sich selber, einer zu sein, und des halb wohl machte er alles besonders sorgsam in der alten Weise. Er erzog auch uns mit den Mitteln der alten Waldhösel, der Lehrplan war ein Ding aus Eisen; was wir zu lernen und schließlich zu beherrschen hatten, war das Metier der Seifensieder aus der Zeit des Krieges mit Dänemark. Also wurden wir gehalten wie Jungen aus der Zeit der ersten Zündnadelgewehre oder vielleicht gar der Handlungsgehilfen in den Fuggerhäusern. Unsere Rechte standen fest, wir hatten unsere Kammer in diesem guten Hause, unseren Respekt. die-blauleinenen Kittel, das Mittagbrot am Tisch des Meisters und das Taschengeld im letzten Lehrjahr. Er forschte uns aber nie aus, der Meister, er fragte nicht nach Wünschen oder Gedanken, er machte uns zu Seifensiedern und Handlungsgehilfen, zu Lageristen oder Kassenboten— das Haus selbst machte uns schon dazu. In Wahrheit aber war man allein. Der Meister und das Haus waren für die Lehre da, die Jungen hatten niemand und nichts, das mit ihnen als mit Jungen gelebt hätte. So war es eine nützliche, aber harte und einsame Zeit. Für einen Seifensiederjungen war es in diesem alten Haus wie für einen jungen Seemann auf einem alten hölzernen Segelschiff, das der letzte Klipperkapitän um Kap Horn knüppelt. Der Jochen hatte zwei aufmerksame Zuhörer. Herr Baranowsky horchte den Schritten des alten Herrn Viererbel nach, der vor ihm durch dieses Zimmer gegangen war— die Ursel Meierhoff dachte an einen kleinen, schmalschultrigen Lehrbuben, der genau in der alten Regel des ehrwürdigen Hauses leise durch das Treppenhaus in seine Kammer schlich, um seine elternlose Einsamkeit dort auszuweinen.„Ich möchte wohl die Lehrbubenkammer sehen!“ sagte sie. „Ich habe genau das gleiche gedacht!“ rief Herr Baranowsky. Aber Sie sollen sie nicht so sehen, wie sie heute ist. Mein Vater hat sie mit Möbeln vollrücken lassen, die wir nirgendwo sonst unterbringen konnten. Da stehen Mahagonitische übereinander und gleich vier Spinde an einer Wand. Aber gingen Sie denn unmittelbar nach Ihrer Lehrzeit von hier weg, Herr Meierhoff?“ „Rein, erst drei Jahre später!“ antwortete Jochen. „Ich war im letzten Jahr sogar der zweite Handlungsgehilfe und wohnte im großen Zimmer gleich neben der Treppe!“ (Zortsetzung folgt Heitere Ecke Ilse und Harry sind jungvermählt und sitzen obends oft zu Hause in ihrem kleinen hübschen Heim. „Was hast du eigentlich mit den Liebesbriefen ge“ macht, Harry, die du von deinen früheren Freundinnen bekommen hast?“ fragte die junge Frau neugierig. „Ach Kind, die habe ich alle vernichtet— davon win ich jetzt nichts mehr wissen.“ „Schade“, meint sie,„ich hatte mich so darauf gefreut, diese Briese zu lesen.“ 9 (Neue Ju. 511. „Gestern habe ich auf ganz merkwürdige Art einen netten jungen Mann kennengelernt. Er sprach mich und machte mich darauf aufmerksam, daß ich eine Lau masche im Strumpf hatte.. „Sag, hest du den Strumpf noch dak" (Ilegende Plolt! Susewind, so hi ler. Es ging ihm Dieser Mann 5# schließendes Fenster setzungen dieser son war es nicht das nicht geschlossenen T Schauer schauderte Schmerz verzerrte Gesicht, sobald nu knarrte. Susewind war kränklich, nicht hypo gewindet und einge den gejagt, von we Sausen der Telegra Zug der Wolken, Regen denn nicht denn nicht endlich di lich scheinen werde. Sie schien nicht. schien. Susewind samm finsternisse, Polarex stürme. So dochte er sich kühlten den Golfstre Industriestädte vern Gasgranaten aus küttete die Almosph Sonnenflecken aus. dall schrumpft, wen ###d von Bergwerk muonhöfen? Die 2 die sich in den Tel Laifune auslöst. M Sise Nebel zusam hoher steigen, weil Wasser nicht im Ei Eintflut ist nicht a dann gewisse Gege und platscht vor Di auf den Quadratme wieder trocknet. 323 des magnetisch nachspiel erklärt si ung nach den west! *• Tr Verluste seine Ausgang. , 2. Dezember. gibt bekann!: esüge Angrisfe# en worden. 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Gerode aber, daß sie es durch ihren Fleiß und ihre Sparsamkeit zu Ansehen gebracht hatten und sich das weiße Salz in ihren Händen zu Gold verwandelte, brachte ihnen vielerlei Ungelegenheiten ein und reizte manch habsüchtigen Herrn, sie zu besehden. Die böseste zeit jedoch erlitt das Städtchen, als friedliche Heerscharen seine roten Mauern zur Zielscheibe für die Tolle Grete“ und den„Wilden Feuerteusel" erkor. “ Dies geschah im Jahre 1634. Als eines Morgens der Schultheiß Konrad Michael dehmer sein Amt betreten hatte, und sich in die Schriften vertiefen wollte, die ihm der Stadtschreiber vorlegte, polterten schwere Stiefel über die ächzende Treppe des Rathauses. Noch bevor der Schultheiß seinen Unwillen syer den ungehörigen Lärm äußern konnte, flog die schwere Eichentür auf, und außer Atem stürmte ein Bote in das Ratszimmer. „Feinde im Anzug!“ keuchte er erschöpft.„Angeführt von Obrist Arne Borg, sind sie vom Wächterbach her im Anrücken!“ Sein Zipperlein in der Aufregung vergessend, schnellte Herr Konrad Michael jäh auf und sank sogleich wieder ächzend in den Stuhl zurück. „Die Ratssassen sollen sogleich ins Amt kommen und alle Bürger sich bereithalten!“ gebot er sodann dem zitternden Schreiber und befahl zudem. die Sturmglocken zu läuten und alle Stadttore und Fallgatter zu chließen. Die Kunde von dem drohenden Unheil verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Aus ihrem Behagen aufgeschreckt. stürzten die Bürger verstört aus ihren Häusern und Gepölben und versammelten sich erregt aus dem Marktplatz. Herr Konrad Michael war längst zur Einsicht gekommen„daß er mit seinen lammfrommen, kampfentwögnten Bürgern einen feindlichen Angriff kaum werde aushalten können. Vor allem aber beschäftigten sich seine Gedanken mit dem Obristen Arne Borg, von dem er bereits verschiedenes vernommen hatte. Ein Teufelskerl war der! Ein Draufgänger, der vor nichts zurückschreckte und kein Pardon kannte! Kampferprobt, hatte er nicht nur auf zahllosen Schlachtseldern, sondern auch im Liebesgetümmel eine Anzahl kühner Siege erfochten und manch stolze Festung zu Fall gebracht. Und der Ruhm, den er sich im Solde Amors erwarb, wog nicht geringer, als sein gewaltiger Kriegsruhm. Während Herr Konrad Michael dies bei sich erwog schweiften seine Gedanken unwillkürlich zur schönen Ulrike, die der Graf Lautzenberg vor Jahr und Tag zu seinem Vergnügen nach Orb gebracht und hier alsdann vergessen zu haben schien. Jungser Ulrike war nicht nur schön und begehrenswert, sondern ihre reizvolle Schönheit schien vom Teufel einzig und allein dazu erkoren worden zu sein, um überall den häuslichen Frieden zu stören, Unheil und Zwietracht zu säen. In diesem bedrängten Augenblick jedoch vergaß Herr Konrad Michael allen Aerger, die die leichtlebige Jungfer Ulrike oft in ihm heraufbeschworen hatte, und ließ sie durch einen Boten bitten, ihm die Ehr eihres Besuches zu schenken. Als Jungfer Ulrike bald darauf vertraulich, als wären sie die besten Freunde, in das ernste Ratszimmer flirrte und duftend ihm gegenüber Platz genommen hatte, bot Konrad Michael all seine Beredsamkeit auf, um sie für seine Pläne zu gewinnen. Doch die sonst so leicht zu besiegende Jungfer schüttelte, taub für seine geschmeidigen Worte, ihr schönes Köpfchen und gab ihren hartnäckigen Widerstand erst auf, als der Schultheiß tief in die eisenbeschlagene Truhe griff, allwo der Stadtschatz aufbewahrt lag. „Ich hoffe, daß Sie ihre Rolle zum Heile von Orb gut spielt!“ sagte Herr Konrad Michael zum Abschied und blickte ihr nicht ohne Mißtrauen nach. Bald nachdem die hübsche Jungfer trällernd und leichtfüßig über die Treppe und aus dem Hause gehuscht war, hastete ein aufgeregter Bote über die knarrenden Stufen und meldete dem Schultheiß das Herannahen der Feinde. Die hatten mittlerweile Orb eingekreist und waren eben dabei, die„Tolle Grete“ und den „Fürigen Teufel“ gegen das Jössertor in Stellung zu bringen, als die Stadt wider Erwarten die weiße Fahne zeigte und um Pardon bat. Herr Arne Borg stampfte unwillig mit dem Fuße auf, als wäre es ihm leid, die Stadt ohne Schwertstriech in die Hand zu bekommen und blickte mürrisch auf den demütigen Unterhändler, der ihm namens des Rates von Orb bat, sich in das Rathaus zu bemühen, wo ihm nach Festsetzung der Bedingungen die Schlüssel von Orb überreicht werden sollten, unter der Voraussetzung, daß eher kein Kriegsmann die Stadt betrete. Den Vorteil, die Stadt kampflos zu gewinnen, wahrnehmend, ging Arne Borg auf das Anerbieten ein, sprengte auf seiner feurigen Schecke durch die Straken und betrat sodann sporenklirrend und herrisch das Rathaus, wo ihn Herr Konrad Michael mit den Ratssassen untertänigst empfing und ihn bat, mit dem wenigen vorlieb zu nehmen, was Orb dem hohen Gast zu bieten vermöge. Das war aber bei weitem nicht so gering, als es Herr Konrad Michael sich vorgestellt hatte und von der Fülle der erlesenen Gerichte sichtlich erfreut, widmete sich der Obrist mit gesundem Appetit dem Mahl, zu dem er sich die wohlgezogenen Weine des Ratskellers trefflich munden ließ. Als er aber bemerkte, wie sehr den Stadtvätern daran gelegen war, daß“ er seinen Becher leerte, wurden seine klugen Augen hell und scharf. Sich rasch aufrichtend, schlug er mit der Hand auf den Tisch und rief:„Genug des Guten, Ihr Herren! Wir sind nicht gekommen, um mit Euch in aller Freundschaft zu taseln, sondern vielmehr um uns die Schlüssel zu holen!“ Herr Konrad Michael indes bewahrte Ruhe und Haltung. Lächelnd ließ er die silberne Taseiglocke erklingen und wies mit artiger Gebärde auf Jungfer Ulrike, die auf das gegebene Zeichen hin in den Saal getreten war. Holdselig lächelnd schritt sie in einem leichten türkisblauen Gewand, das ihr Graf Lautzenberg von einer seiner Reisen aus dem Morgenlande mitgebracht hatte, schön und begehrenswert wie eine Odaliske ohne Scheu auf den Obristen zu und überreichte ihm auf samtenem Polster zwei Schlüssel. Von dem unerwarteten Anblick bezaubert, starrte Herr Arne Borg Ulrike mit unverhohlenem Entzücken an und statt nach den Schlüsseln zu langen, die er eben noch so dringend gefordert hatte, legte er seinen Arm zärtlich um Ulrikes schlanke Hüfte. Als er sie jedoch in einer Aaufwallung seines leichtentflammten Herzens an sich ziehen wollte, trat Herr Konrad Michael rasch dazwischen und stellte ihn vor die Wahl: „Jungefr Ulrike ist der kostbarste Schatz, den Orb in seinen Mauern birgt“, sprach er in die Stille des Saales.„Ihr Reichtum loht feuriger als Gold und gleißt heller als Silber. Und dieser Reichtum soll euch zu eigen sein— unter einer Bedingung! Auf dem Polster liegen zwei Schlüssel: Der silberne Sstlüssel mit dem durchpfeilten Herzen im Blatt öffnet Euch die Pforte zum Paradiese dieser Eva! Der andere hingegen ist der Schlüssel von Orb. Und es wurde beschlossen, daß Ihr nur einen dieser beiden Schlüssel erhalten sollt. An Euch liegt es nun, den wertvolleren zu wählen!“ Herrn Arne Borgs Blicke glitten über die blassen Gesichter der zaghaften Bürger hinweg zu Ulrike und suchten ihre dunklen Augen. Nach kurzem Besinnen zog er die schöne Jungfer heiß an sich und entschied sich damit für den silbernen Schlüssel. „Ich habe gewählt, Ihr Herren", verkündete er, „und ich wünsche nur, daß auch Ihr mit meiner Wahl so zufrieden seid wie ich!“ Dann erhob er sich rasch, bot Ulrike galant seinen Arm und verließ mit ihr stumm grüßend den Saal und bald darauf die Stadt. Von schwerer Sorge befreit und des leichten Sieges froh, nahm Herr Konrad Michael den Dank seiner Mitbürger freudig an und wollte eben den Becher mit einem festlichen Toast auf das Wohl von Orb leeren, als ihm die„Tolle Grete“ vor dem Jössertor ins Wort siel. Bald darauf stürmten die Angreiser über Mauern und durch die rasch gefüllten Tore in die Stadt und hausten darin wie die sieben Plagen. Empört über den Verrat, erhob später der Schultheiß Beschwerde beim Sieger. Doch der lachte ihm ins Gesicht und wies die Beschuldigung zurück.„Ihr allein seid die Ursache Eurer Schmach" erklärte er,„da Ihr mich vor die schwere Wahl gestellt habt! Wie Ihr in Eurer Schiauheit richtig errechnet habt, mußte ich wohl nach dem silbernen Schlüssel greifen, um meine Mannesehre zu wahren. Dafür verblieb Euch der Schlüssel von Orb. So habt Ihr mich genötigt, einen anderen Weg zu finden, um in die Stadt zu gelangen. Denn sie zu gewinnen, war ich meiner Soldatenehre schuldig!“ Eine Ohrfeige Eezählung von Erik Bertelsen Tallbergs kleine Theatergesellschaft war auf einer Provinztour begriffen. Man gab das Schauspiel„Die große Abrechnung". Ein rührendes und erschütterndes Drama, von dem man annahm, daß es die Kasse füllen würde. Aber der Erfolg blieb aus. In jeder Stadt setzte man zu. und die Truppe mußte mit Sorge erkennen, daß das Interesse der Provinzbewohner für die höhere Dichtkunst nicht sehr rege war. Direktor Tallberg überlegte, die Tournée abzubrechen, die Gesellschaft aufzulösen, und sich als geschlagener Mann zurückzuziehen. Aber mit Rücksicht auf die Menschen, die in seinen Diensten standen, zwang er sich dazu, seine Pflicht zu tun bis zum Aeußersten, besonders, da alle Schauspieler ohne Klage ihn getreu unterstützten und selbst unter den verzweifeltsten Verhältnissen in ihre Rollen aufgingen und ihr Bestes gaben. Auch in Lindstadt waren die Aussichten nicht gerade rosig. Am ersten Abend kamen nur wenig Zuschauer. Die Einnahmen deckten kaum die Miete für den Saal. Und die einheimische Presse war nur kühl in der Besprechung. Zum erstenmal verließ die Schauspieler der Mut. Nur Direktor Tallberg zeigte jetzt einen verbissenen Trotz. Ehe die Vorstellung m Tage darauf begann, hielt er seinen Schauspielern eine kurze Ansprache: „Es hat noch niemals so dunkel für uns ausgesehen, wie im Augenblick, aber machen Sie mir die Freude, noch einmal heute alle Kräfte anzuspannen, bis zum Aeußersten. Glückt es dann trotzdem nicht, das Publikum zu besiegen, gebe ich die Sache auf. Heute Abend muß es sich entscheiden, was werden soll.“ Die Schauspieler nickten mit einem Ernst, aus dem hervorging, daß sie an keine Zukunft der Truppe mehr glaubten, aber daß sie beschlossen hatten, mit Ehren aufzuhören. Es begann auch recht vielversprechend. Obwohl der Anblick des halbleeren Saales alles andere als vielversprechend war. Schon die ersten Worte hatten die richtige Glut und brachten das Publikum in Stimmung. Und das wirkte auf die Schauspieler ein. Wenn es nur am ersten Abend so gewesen wäre, die Presse hätte ihre Anerkennung nicht versagen können. Es herrschte tiefe, aufmerksame Stille im Saal, als man zu der großen Szene mit der Abrechnung kam, in der der Held des Dramas, der junge Ehemann, seine Frau auffordert, ihr Heim zu verlassen, falls sie nicht mit dem zufrieden sein könnte, was er ihr bietet. Mit überzeugender Kraft sagte er ihr die entscheidenden Worte— in diesem Augenblick geschah etwas Unvorhergesehenes. Ein junger Mann sprang aus der vordersten Reihe auf die Bühne, ohne daß so schnell ihn jemand daran hindern konnte, stand vor dem jungen Ehemann und gab ihm eine Ohrfeige, die bis hinten in den Saal schallte Einen Augenblick herrschte Totenstille, dann fiel der Vorhang und an Stelle des Schauspiels erhielt man ein Hörspiel übertragen. Oben von der Bühne erschallten Rufe und Schreie, Stampfen und Lärm, als gäbe es dort oben eine Schlägerei. Aber bald fand das ein Ende. Der Vorhang ging wieder hoch, und der Direktor trat vor. Er beklagte das Geschehene tief, sein Personal und er hatten keinerlei Schuld an dem Vorfall. Ein junger Zuschauer habe die Herrschaft über seine Nerven=verloren. Und nun würde die Vorstellung weiter gehen, als sei der Zwischenfall nicht gewesen. Nur ein einziger Journalist war an diesem Abend anwesend. Um etwas Klarheit über das merkwürdige Zwischenspiel zu erhalten, schlich er sich hinter die Kulissen. Hier fand er den jungen Friedenstörer niedergeschlagen und mißmutig vor. Er sah aus, als wünsche er sich weit fort. Aber als der Journalist ihn ansprach, antwortete er sofort. Es schien, als begrüße er die Gelegenheit, sich rechtfertigen zu können: Er war nicht in Lindstadt zu Hause, sondern nur zufällig auf der Durchreise hier. Da er immer gerne in das Theater ging, besuchte er die heutige Aufführnug und war so gepackt worden, daß er sich selber als Mitspieler empfand, der jungen Frau zu Hilfe kommen wollte und sich über seine Tat erst klar wurde, als sie geschehen war.„Also spielte nicht Eifersucht mit?“ fragte der Journalist. Der junge Mann schüttelte den Kopf.„Sie meinen, ich wäre in die hübsche Darstellerin verliebt? Nicht im Geringsten. Und ebensowenig kenne ich ihren Partner. Das ganze war nur die Macht der Illusion.“ Churchill und seine Plutokraten gaben den Startschuß zu diesem Kriege, dessen Auswirkung jetzt auf Grund der deutschen Gegenschläge die Bevölkerung der britischen Hauptstadt zu spüren bekommt. Während die Plutokraten für sich-wohlausgebaute Luftschutzkeller errichten lassen, sind die Untergrundbahnanlagen fast die einzige Zufluchtstätte der ärmeren Bevölkerung. Tag für Tag und Nacht für Nacht sind die Bahnhofsanlagen von vielen tausend Menschen überschwemmt. Diese englische Aufnahme zeigt Londoner, schlafend auf einer,-Bahnstation, zwischen den Schienensträngen(Associated-Preß-.) „Mit anderen Worten— es wurde so hervorragend gut gespielt, daß es Sie mitriß?“ „Das ist möglich. Ich glaube es fast selber. Ich lebte derartig mit, daß ich unwillkürlich reagierte, als der Ehemann mir unnötig hart seiner Frau gegenüber vorkam. Ich fand ihn unritterlich. Und da geschah es. Ich hoffe, die Sache gütlich ordnen zu können. Es wäre mir auch lieb, wenn Sie in der Zeitung nichts erwähnten. Aber wenn das durchaus nicht geht, lassen Sie wenigstens— mit Rücksicht auf meine Familie— meinen Namen fort.“ Alles dies und mehr noch brachte die Zeitung in einem langen Artikel am nächsten Tage. Außerdem hatte sich das Gerücht über das Ereignis schon durch die Stadt verbreitet. Aber was weder der Journalist, noch das Publikum erfuhr, war folgendes: Am Vormittag darauf empfing Direktor Tallberg den Besuch seines Neffen. Der lächelte etwas unsicher, als er seinen Onkel begrüßte. „Sag, Onkel, würdest du mich wohl als Schauspieler in deiner Truppe brauchen können?“ „Ich will es versuchen. Talent scheinst du ja zu haben. Deine Rolle gestern Abend jedenfalls spieltest du meisterhaft.“ „Wenn sie nur die gewünschte Wirkung hatte!“ Der Direktor schob ihm eine Zigarrenkiste zu„Rauch nur in Ruhe eine Zigarre. Für heute Abend ist die Vorstellung ausverkauft.“ (Aus dem Dänischen von Karin Reitz=Grundmann.) Der Kanariensogel intleraufurg Dolly starb an„gebrochenem Herzen“. Der Tierfriedhof von Hollywood Unweit der Studios der Filmstadt Hollywood liegt an der Verbindungsstraße nach Los Angeles ein Ort, den man das„Tal der Stille" nennt. Vermutlich ist dieses „Tal der Stille“ ein Weltkuriosum, wie man es ein zweites Mal nicht findet. Birgt es doch einen prächtigen Tierfriedhof, einen großen, umfriedeten Garten, in dem die Stars von Hollywood ihre vierbeinigen und geflügelten Lieblinge zur letzten Ruhe bestatten. Hier liegen all die verhätschelten und verzärtelten Talismane, vom Schoßhündchen bis zum zahmen Jaguar, von der Schildkröte bis zum Kanarienvogel, von der weißen Angorakatze bis zu dem Zwergpony begraben, und ihre Ruhestätten sind kostbarer und prächtiger als die von hunderttausend Menschen. Gibt es doch im„Tal der Stille“ ein eigenes Krematorium, eine große Urnenhalle mit Marmorwänden, und neben von kundiger Gärtnerhand gepflegten Grabstätten sogar richtige Mausoleen. Mit derselben Hysterie, mit der das Publikum Amerikas mitunter seine Stars anbetet, treiben diese Stars in ihren Bungalows einen kaum zu überbietenden Kult mit Hunden, Katzen, exotischen Vögeln und anderen Lebewesen, die sie zu ihren Hausgenossen gemacht haben. Hier ist die gesunde Tierliebe zu einer oftmals alle Geschmacksgrenzen überschreitenden Leidenschaft geworden, und der Mann, der die Friedhofsverwaltung des„Stillen Tales“ unter sich hat und die Beerdigung der Tiere vornimmt, verdient bei diesem Geschäft mehr als mancher Durchschnittskünstler, der auf der ständigen Jagd nach der Rolle ist. Nahezu 3000 Tiere sind es, die im„Tal der Stille" begraben liegen. Und beinahe täglich kann man irgendeiner„feierlichen" Beerdigung beiwohnen. Da liegt unter einem kostbaren Marmorstein„Dolly“, die Terrierhündin des unvergessenen Rudolf Valentino. Sie soll, als ihr Herr von einem jähen Tod ereilt wurde, an„gebrochenem Herzen“ gestorben sein. So steht es wenigstens auf dem Grabstein. Ein prächtiges Denkmal hat auch die„Glücksschildkröte" erhalten, die Joan Grawford viele Jahre lang Gesellschaft leistete, ehe sie aus einem unerfindlichen Grunde in den Hungerstreik trat. Daß der berühmte Filmhund„Rintintin“ sein schönes Grabdenkmal erhielt, ist noch einigermaßen zu verstehen. Weniger verständlich erscheint es, warum der KanarienVoge!„Tommy“, der Ginger Rogers allmorgendlich seine Lieder vorzwitscherte, ein eigenes Mausoleum bekam.„Mit dir habe ich meinen Sonnenschein verloren“, ließ eine andere Künstlerin auf den Grabstein ihrer Angorakatze schreiben, und Sylvia Sidney hat sogar einem— Goldfisch ein feierliches Gegräbnis zuteil werden lassen.„Warum mußte ich dich, mein Darling, verlieren?“ liest man am Grab eines zahmen Rehes, und auf der für einen Papagei errichteten Gedenktafel heißt es:„Ich werde mein ganzes Leben lang um dich, meinen klügsten Freund, trauern". Das Bestattungsinstitut im„Tal der Stille“ hat eine eigene Preisliste, in der alle Möglichkeiten vorgesehen sind. Am allerbilligsten ist die Bestattung eines Kanarienvogels, die laut Katalog mit Metallsarg und seidener Decke, je nach Wunsch weiß, rosa oder hellblau, schon für 15 Dollars erfolgen kann. Aber manche wollen für ihre Lieblinge Spitzendecken und versilberte Särge haben, und so kommt es, daß für eine derartige Tierbestattung schon bis zu 500 Dollar ausgegeben worden sind. der Erfinder der Schuhcreme gestorben Der jetzigen jüngeren Generation dürfte kaum noch bekannt sein, daß die heute jedem Menschen selbstverständliche Schuhcreme unsern Großeltern noch nicht zur Verfügung stand. Sie benutzten noch die sogenannte Schuhwichse, ein Produkt aus Zuckerrückständen, Säuren und Ruß. Die Schuhwichse gab zwar dem Schuh einen gewissen Glanz, besaß aber keine lederkonservierende Wirkung und war auch lediglich für schwarze Schuhe verwendbar. Der Erfinder der heutigen Schuhcreme ist der kürzlich im Alter von 82 Jahren in Heidelberg verstorbene Chemiker August Künkler. Ihm gelang es, nach mühevollen Lehoratoriumsversuchen im Johre 1897, ein völlig neuartiges Schuhreinigungsmittel herauszubringen. Durch sinnvolle Präparierung von Wachsen und Emulgiermitteln schuf er unter dem Namen Guttalin ein damals völlig neues Produkt, das neben besserer und bequemerer Reinigungs= und Glanzwirkung vor allem erstmalig Wetterfestigkeit und lederkonservierende Wirkung besaß und allen Lederfarben und=arten angepaßt werden konnte. Küsse für die Rekruten Die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht hat in den Vereinigten Staaten eine ganze Anzahl von Organisationen ins Leben gerufen und Veranstaltungen zur Folge gehabt, die alle nur das eine Ziel haben, dem Rekruten den Abschied von der Familie und die vorübergehende Trennung von seinem bürgerlichen Leben weniger schmerzlich zu machen. Das Neueste auf diesem Gebiet ist ein„Hilfskorps der Verliebten, die die Jungen bei der Abfahrt küssen". Der Vorschlag geht von Thomas MeVey Shot aus, der dazu bescheiden bemerkt, ihm liege der Patriotismus im Blute, da schon sein Urgroßvater im amerikanischen Bürgerkrieg gefallen sei. In der Einweihungsrede drückte der für die Rekruten so besorgte Mann den Wunsch aus, daß seine Anregung, die bisher nur im Staate Oklahoma befolgt wurde, eine nationale Einrichtung werden möchte. Die gute Cigarette— gut in jeder Beziehung*) ATIKAH 58 Die Qualitäts=Cigarette zeichnet sich nicht nur dadurch aus, daß in ihr besonders edle und ausgereifte Tabake verarbeitet sind. Für den Laien unvorstellbare Anstrengungen sind darüber hinaus nötig, um die Tabake während der Lagerung und Fabrikation so zu behandeln, daß der Raucher seine geliebte Cigarette immer in der gleichen Qualität erhält. Sasewinr; der Pessimist Von Richard Euringer Susewind, so hieß ein Mann, der litt unterm Wetler. Es ging ihm ans Leben. Dieser Mann besaß die tödliche Gabe, ein schlecht schließendes Fenster auf die letzten seelischen Voraussetzungen dieser sonderbaren Welt zurückzuführen. So war es nicht das bißchen Luftzug, was ihn aus einer nicht geschlossenen Türe anblies, nein: die Summe aller Schauer schauderte ihm durchs Gebein. Ein körperlicher Schmerz verzerrte ihm das stets auf Posten stehende Gesicht, sobald nur irgendwo im Hause eine Ange knarrte. Susewind war nicht rheumatisch, nicht nervös, nicht kränklich, nicht hypochondrisch: nur eingeregnet und eingewindet und eingeschneit, von klappernden Fensterblenden gejagt, von wehenden Gardinen angespenstet, vom Sausen der Telegraphendrähte eingekreist, seekrank vom Zug der Wolken, wahnsinnig vor Erwartung, ob der Regen denn nicht endlich aufhören, ob der Wind sich denn nicht endlich drehen, ob die Sonne denn nicht endlich scheinen werde. Sie schien nicht. Susewind wußte, warum sie nicht schien. Susewind sammelte alles Material über Sonnenfinsternisse, Polarexpeditionen, Funktürme und Wirbel. türme. So dachte er sich das— ein wenig wirr—: Eisberge kühlten den Golfstrom ab. Der Stickstoffüberschuß der Industriestädte vermählte sich mit den Rückständen der Gasgranaten aus dem Weltkrieg. Die Fliegerei zerküttete die Atmosphäre. Mondraketen wirkten sich als Sonnentlecken aus. Ist es ein Wunder, daß der Erdron schrumpft, wenn die ganze Erdkrufte unterminier: Lird von Bergwerken, Kanalisationen und Untergrundraynhöfen? Die Wolkenkratzer ziehen Elektrizität an, die sich in den Telegraphenämtern staut und dann die Laifune auslöst. Mit den Himmelsschreibern hängt der wige Nebel zusammen, und das Meer muß immer hoher steigen, weil in den asphaltierten Städten das Basser nicht im Erdboden versickern kann. Eine neue Eintflut ist nicht aufzuhalten; es läßt sich ausrechnen, bann gewisse Gegenden, in denen schon alles quatscht ind platscht vor Dreck und Sopp, weil Jahr für Jahr ef den Quadratmeter so und so viel mehr einregnet As wieder trocknet, untergehen werden. Die VerschieAng des magnetischen Nordpols mit ihrem klimatischen Nachspiel erklärt sich aus der riesigen Metallverschieung nach den westlichen Ländern während des Krieges und der Inflation. Vor allem Gold und Silber, die Schwermetalle, müßten gleichmäßiger über die Länder verteilt sein, Erdbeben und Vulkanausbrüchen vorzubeugen. Was, vorbeugen..!? Wo Ferngasleitungen und Rundfunk sich den unaufhörlichen Erschütterungen durch Dampfhämmer, Motoren und Maschinen aller Art summieren! Susewind warf ein Auge auf die Adventisten, Bibelsorscher, Untergangspropheten. Die spürten etwas von dem Druck, diesem unerträglichen Tiefdruck, der Katastrophen ankündigt. Mit hachgezogenen Schultern schlich er herum wie einer, dem jeden Augenblick ein Fabrikschornstein auf den Kopf zu fallen droht. Jeden Pfennig, den er irgendwie erübrigte, legte er in Kohlen, Holz und Kerzen an. Er verstand die„Welteislehre" auf seine ganz private Art und wollte nachgerechnet haben, daß seit dem Kriege jeder Sommer eine Sonnenwoche weniger, dafür eine Regenwoche mehr habe. Schon gab es keinen Sommer mehr. Täglich seit dreizehn Jahren fiel die Durchschnittstemperatur um fast einen Wärmegrad. Bald gab es nur noch Winter. Die Meridiane mußten bei den Erdumwälzungen nach Osten zu verschoben worden sein. Der Verbrauch an Sonne in den Sonnenbädern überschritt die Mächtigkeit der Quelle; Susewind war überzeugt, daß die Sonne zu den längst erloschenen Sternen zählte, deren letzte zuckenden Reserven an den zwei Sonnentagen des letzten regnerischen Sommers von ahnungslosen Wochenendlern verplempert und verschleudert worden waren. Seither litt er nicht mehr eigentlich; nun war es geschehen. Nun bekam er recht; die Verfinsterung schlug die Welt mit Blindheit. Nur Susewind sah. Sah den fröstelnden, diesigen, lichtlosen Halbtag vor der ewigen Nacht. Vierzig Tage lugte Susewind geduckt nach Sonne aus. Zweiundvierzig Tage. Da gab er es auf. Da war er seiner Sache sicher. Es gab keine Sonne mehr. Und die Menschen liefen durch die Straßen, in Galoschen, mit Regenschirm und Gummimantel, und merkten nichts davon. „Depression“, sagten die Wetterkarten. Und die Trambahnschaffner:„Schlecht Wetter". Weiter nichts. Sechzig Tage lugte Susewind nach Sonne aus. Achtundsechzig Tage. Da machte er eine Tugend aus der Not. Und schoß sich tot. Mittwoch, den siebten, gruben sie ihn ein. Bei herzerquickendem Sonnenschein. Feinde des volkstums Hinweis auf neue Bücher Den aufbauenden Kräften artechten Volkstums, die in allen Zeiten lebendig weiterwirkende Tradition und gemeinnützige Werte in allen Lebensbezirken hervorbringen, steht das internationale parasitäre Judentum mit seinem destruktwen Egoismus entgegen, wo es, wie im alten Europa, einmal Eingang gesunden hat. In allen Jahrhunderten aber hat gesundes Volksempfinden den Einfluß dieses fremden Volkes bei den Fürstenhöfen und die Versklavung der Staatsregierungen abgelehnt. Aber erst der rassische Antisemitismus des Nationalsozialismus hat die Beseitigung dieser Plage aus dem deutschen und europäischen Volksraum als einen wesentlichen Teil der gegenwärtigen und endgültigen Neuordnung angesehen. Davon zeugen unerbittliche Gesetze, Erlasse und ein reichhaltiges Schrifttum zur Judenfrage, das sich auf umfangreiche und verantwortliche Forschung aufbaut. In diese Literaturgruppe reihen sich jetzt zwei wicht'ge Neuerscheinungen des Deutschen Volksverlages in München ein, die beide den politischen Qualitätsvermerk tragen:„In die RS.=Bibliographie aufgenommen“. E. B. von Rudolf hat die beiden berühmten antisüdischen Kampfschriften Martin Luthers „Wider die Jüden“ und„Schem Hamphoras“ neu herausgegeben und mit vielen Anmerkungen und Nachweisen versehen, die das„vierhunderljährige Ringen des deutschen Volkes gegen jüdische Fremdherrschaft" klar erkennen lassen. Des deutschen Reformators zornerfüllten Traktate und weisen Prophetien hat er aus den eigenen Quellen des Judentums, aus dem schamlosen Talmud und Schulchan aruch, aus den„Protokollen der Weisen von Zion“, sowie aus den Mahnungen großer deutscher Denker und Staatsmänner erhärtet. Goethe, H. St. Chamberlain und Alfred Rosenberg, Friedrich der Große, Bismarck und vor allem Adolf Hitler sind Kronzeugen bei der Anklage gegen das mit den verruchtesten Mitteln nach der Weltherrschaft strebende Judentum. Der Herausgeber hat mit seiner Arbeit ein Bild vom jüdischen Geist entworfen, das weite Kreise der Bevölkerung tief beeindrucken muß.— Auch das zweite Buch zur Judenfrage von Dr. Elisadeth Frenzel:„Judengestalten auf der deutschen Bühne“ wendet sich nicht nur an theaterkundige Fachleute, auch nicht nur an die weit zahlreicheren Freunde der Schauspielkunst, sondern an die Gesamtheit einer defreiten Kulturnation. Denn„diese Arbeit hat sich“, wie es in der Einleitung heißt,„zwei Aufgaben gestellt: eine kulturgeschichtliche und eine theaterwissenschaftliche". Die Verfasserin geht dabei von der geschichtlichen Entwicklung dieses Problems aus und gibt„einen notwendigen Querschnitt durch 700 Jahre Rollengeschichte: In den zeitbegrenzten Kapiteln ersteht ein Bild des Juden auf der Bühne und seine unheimliche Wandlungsfähigkeit in allen Lagen als Wesenszug seines verderblichen Charakters. Dem folgt im Schlußkapitel die Folgerung aus der gewonnenen Erkenntnis für die Gegenwart und für die zukünftige Verwendung des Juden auf der deutschen Bühne aus den bisher vorhandenen Ansätzen seit der politischen Wandlung von 1933. Dr. Hans Thiekôtter Ausstellung des Soester Kunstrings 1940 Die diesjährige Ausstellung der dem Soester Kunsteing angeschlossenen westfälischen Künstler steht im Zeichen des ehrenden Gedenkens an Hermann Kätelhön, des vor wenigen Tagen verstordenen westfälischen Meistergraphikers. Im Mittelpunkte der Ausstellung stehen seine letzten Werke, die noch einmal den großen Verlust aufzeigen, von dem Westfalen mit seinem Tode betroffen wurde. Die Studie zu einer Radierung „Hauer“ scheint das letzte Blatt zu sein, es gehört wie sein ganzes Leben und Schaffen dem westfälischen Bergmann, den er auf seinen vielbeachteten Blättern, die sich durch eine nicht zu überbietende Feinheit und Sorgfalt der Technik auszeichnen, immer wieder darstellte. Kätelhön hatte sich in Wamel bei Soest in den Werkstätten Kätehön einen vorbildlichen und idealen Arbeitsplatz geschaffen, von dem viel Anregung für das Kunstschafsen der Gegenwart ausging. Geschlossen und klarsichtig steht sein umfassendes Werk da, das er zurückläßt. Eine werktreue Portraitplastik gibt auf der Soester Ausstellung den Eindruck dieser leidenschaftlichen Künstlerpersönlichkeit in bleibender Gültigkeit wieder. Sein Freund Wilhelm Wulff schuf sie. Eberhard Viegener zeigt drei seiner weitsichtigen Bördelandschaften, die immer strenger, formvoller und behutsamer werden. Im Gegensatz dazu steht Max Schulze=Sölde, der aus einer furiosen Ergriffenheit schafft und durch seine Farben die zwiegesichtige Dänonie des Hellwegerlebnisses durchleuchten läßt, womit er auch in Dortmund auf der großen westfälischen Kunstausstellung berechtigtes Aufsehen erregte. Richard Klein hat dieses Erlebnis gedämpft zu einer stillen Geistigkeit. Karl'loch ist unbekümmert in seinen Farben, er geht nur an heiteren und sonnigen Tagen in die Börde. Beachtung verdient der junge Fritz Andernach. Walter Schöttler sandte aus Frankreich einige Stizzen vom Vormarsch, die jedesmal eine stimmungsträchtige Impression vermitteln. Heinrich Knisska vom Sinn der Die Größe eines kulturellen Zeitalters kann nicht gemessen werden am Umfang der Ablehnung früherer kultureller Leistungen, als vielmehr am Umfang eines eigenen kulturellen Beitrages, von dem sich erwarten läßt, daß er von den Nachkommen als genügend wertvoll angesehen wird, dem gesamten Kulturschatz endgültig eingegliedert und damit weitervererbk zu werden. Adolf Hitler Hüte dich, den vom Kunstleben unzertrennlichen Dilettantismus(im besseren Sinne!) zu gering anzuschlagen! Denn der Ausspruch:„Kein Künstler, kein Kenner“ muß solange als Halbwahrheit hingestellt werden, als man nicht eine Periode nachweist, in der die Kunst ohne jene Wechselwirkung geblüht habe. Robert Schumann berauscht mit der warmen Palette seiner köstlichen Aquarelle. Höhepunkte der Ausstellung sind die Plastiken; hier stehen starkblütige und offene, energiegeladene Reliefplastiken Fritz Viegeners neben den erhebenden, seinnervigen Akten Wilhelm Wulffs. „ Erwin Sylvanus Die Wiener Staatsoper wird im Kalenderjahr 1941 folgende Werke in neuen Inszenierungen und neuen Einstudierungen zur Aufführung bringen: als Mozartseier zum 150. Todestage des Meisters„Idomeneo“(in der Bearbeitung von Wolf=Ferrari),„Die Entführung aus dem Serail“.„Die Hochzeit des Figaro",„Cosi fan tutte",„Titus“ und„Die Zauberfläte". Ferner: Gluck„Iphigenie in Aulis“, Webers„Freischütz", Verdis „Macht des Schicksals", Bizets„Carmen", Borodins „Fürst Igor“, Moussorgskys„Voris Godunow“(in der Urfassung),„Harry Janos“ von Zoltan Kodaly(Uraufführung der Neufassung),„Romeo und Julia“ von Heinrich Sutermeister. Ohne die tägliche Zahnpflege gibt es keine persönliche Sauberkeit: K 1 Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. Ihre Verlobung geben bekannt Aenne Waltensmann Josef Wieskötter Greven-Aldrup Greven-Herbern 4. Dezember 1940 Statt Karten Lisbeth Schrage Konrad Rappers Verlobte Warendor! Bocholtl. W. Düsternstr. 67 Eintrechtstr. 8 z. Zt. Warendorf, 3. Dezember 1940 Ihre Vermählung geben bekannt Willy Westhoft Lotte Westhoff geb. Dechant z. Zt. Wehrmacht Münster I. W. Gallitzinstr. 38 3. Dezember 1940 Statt Karten In dankbarer Freude zeigen wir die Geburt unserer Tochter Ute an 9 8 z. Zt. evang. Krankenhaus, Wichernstr. Emil Humborg Zt. bei der Wehrmacht Münster, den 30. November 1940 Statt Karten Die glückliche Geburt unseres dritten Kindes, eines gesunden Mädchens, zeigen in dankbarer Freude an Amtsgerichtsrat Dr. Schmitz und Frau Hildeg. geb. Leppelmann Ibbenbüren z. Zi. Münster 2. Dezember 1940 Mathilden-Stift * Nach Gottes Ratschluß entschlief heute mittag plötzlich und unerwartet an den Folgen eines Schlaganfalles mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Bruder, Schwager und Onkel Hlermann aan de Stegge Er starb nach einem echt christlichen Lebenswandel, gestärkt mit den Tröstungen der hl.„Kirche, im Alter von 62 Jahren. Um ein stilles Gedenken bittet Helene aan de Stegge geb. Mittrupp nebst Kindern Münster i.., den 1. Dezember 1940 Eisenbahnstr. 7 Die Beerdigung findet statt am Donnerstag, dem 5. Dezember 1940, nachmittags 15.30 Uhr, von der Leichenhalle des Zentralfriedhofes aus. Das feierliche Levitenamt, zu dem Verwandte und Bekannte freundlichst eingeladen werden, findet statt am gleichen Tage, morgens.30 Uhr, in der St.-LambertiPfarrkirche Sollte jemand keine besondere Anzeige erhalten haben, bitten wir, diese als solche anzusehen. Der Herr über Leben und Tod nahm Samstag abend gegen 10 Uhr meine herzensgute, treusorgende Mutter, unsere unvergeßliche liebe Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Karoline Buchhüter zu sich in die Ewickeit. Sie starb im Alter von 38 Jahren nach jahrelanger, mit großer Geduld ertragener Krankheit, wohlvorbereitet mit den Tröstungen unserer Kirche. Ihr Leben war allzeit durch strengstes Pflichtbewußtsein beseelt und durch Mühe und Arbeit ausgefüllt. Um stilles Gebet bitten: Die trauernden Angehörigen. Münster, den 30. November 1940. Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, den 4. 12. 1940, um 14 Uhr, von der Leichenhalle des Zentralfriedhofes aus. Das Seelenamt ist am gleichen Tage, morgens 8 Uhr. in der Hl.-Kreuz-Kirche. Das Sechswochen-Seelenamt für unsere liebe Mutter Frau Ww. Agatha Verspohl findet statt am Mittwoch, den 4. Dezember, um 8½ Uhr, in der St.-Lamberti-Kirche zu Münster. Geschwister Verspehl Das Sechswochen-Seelenamt für meinen lieben Mann, unsern treusorgenden Vater Bürstenmachermeister Hermann Behner findet statt am Mittwoch, den 4. Dez. 1940, morgens um.45 Uhr in der Herr-Jesu-Pfarrkische zu Münster, wozu hierdurch freundlichst eingeladen wird. Frau Wwe. Maris Behner Bei. Verstopfung ist nicht nur die Verdeuuung gestört, such das Blut wird vergiftel. Kopfu. Kreuzschmerzen, Hämorrholden, Obelkeit, bleicher u. unreiner Teint eind die Folge. Wen föhlt sich müde und verdrossen, äller els men lst. De hilft Dermol, denn es wirkt verlählich u. mild- schmeckt wie Schokoisde. Dermol, de: Abföhrmittel der Famille, ist sparsem und preiswert. In Apoth. u. Orog. RM-.74 u. RM.29 BARLAOL die gute Abführ-Schekolaün Die Verlobung ihrer Tochter Mie mit Herrn Felix Große Sundrup beehren sich anzuzeigen Bernhard Stricker und Fru Maria geb. Wittun Hafen Saerback Mia Stricker Felix Große Sundmp Verlobte 4. Dezember 1940 Greven-Hüttrup Statt besonderer Anzeige Die glückliche Geburt ihrer kleinen Ursula zeigen hocherfreut an Dr. Helga Franke geb. Brökelmann Christian Franke M. d. R. Münster, den 28. November 1940 Königsstraße 10 7* * GROSSES PREISAUSSCHREIBEN * * Der Herr über Leben und Tod nahm heute morgen um 1 Uhr meine herzensgute Frau, unsere treusorgende, über alles geliebte Mutter. Schwiegermutter, Großmutter. Schwester, Schwägerin und Tante Frau Helene Sendker geb. Dartmann zu sich in die Fwigkeit. Sie starb nach langer. schwerer, mit musterhafter Geduld ertragener Krankheil, oftmals gestärkt mit den Tröstungen der heiligen Kirche, im Alter von 68 Jahren. Ihr Leben war voll Sorge für die Ihrigen. In tiefer Trauer: Hermann Sendker Käthe Sendker Maria Edeler geb. Sendker Bernhard Sendker Paul Sendker Erich Sendker Karl Edeler Line Sendker geb. Brockmann Maria Sendker geb. Lindenbaum und 5 Enkelkinder Münster(Westf.), Milte, Sassenberg, Kastellstr. 19 den 2. Dezember 1940. Die Beerdigung findet statt am Donnerstag, den 5. Dezember 1940. nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Zentralfriedhofes aus. Das feierliche Seelenamt findet um ¼ vor 9 Uhr in der LiebfrauenPfarrkirche statt. Sollte jemand aus Versehen keine besondere Anzeige erhalten haben, bitten wir, diese als solche anzusehen. Nach kurzem, schwerem Leiden schied im Alter von 38½ Jahren mein geliebter Mann, meiner Kinder treusorgender Vater, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Rechtsanwalt Dr. Rudolf Jasper Intiefer Trauer: Prau Hildegard Jasper geb. Kluge Münster i.., den 2. Dez. 1940 Körnerstraße 2 1. Seine Beerdigung findet am Donnerstag, den 5. Dezember 1940. in seiner Heimat Kattenvenne um 15 Uhr statt. Es wird herzl. gebeten, von Beileidsbesuchen absehen zu wollen. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, heute nacht.10 Uhr meinen lieben Mann, unsern treusorgenden, lieben Vater und Schwiegervater, unsern herzensguten Opa. Bruder. Schwager und Onkel, den Polizeihauptwachtmeister i. R. Karl Sander zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Er starb nach kurzer, schwerer Krankheit, wohlvorbereitet durch einen christlich-frommen Lebenswandel und andächtigen Empfang der hl. Sterbesakramente, im 68. Lebensjahre, nachdem ihm seine Mutter vor 4 Wochen im Tode vorausging. Wir bitten, der Seele des teuren Verstorbenen im Gebete zu gedenken. Die trauernden Angehörigen. Albachten, Herne-Börnig, Mecklenbeck, Rheine Roxel und Ecklingerode b. Duder: stadt(Eichsfeld), den 1. Dezember 1940. Die Beerdigung, wozu freundlichst eingeladen wird, findet statt zu Albachten am Donnerstag, den 5. Dez., morgens 9 Uhr vom Sterbehause aus, gleich darauf das feierliche Seeienamt. Sollte jemand aus Versehen keine besondere Anzeige erhalten haben, bitten wir, diese als solche anzusehen. Wie sollte das auch anders sein! In vielen arbeitsreichen Jahren, vielleicht Jahrzehnten, haben Sie Ihr Geschäft aufgebaut. Ihre Kundschaft schätzt Sie. Ihre regelmäßigen Anzeigen bildeten die Brücke zueinander. Jetzt lassen Sie auf einmal nichts mehr von sich hören. Ist es da ein Wunder, daß die Kundschaft Sie bald vergißt?— Bleiben Sie also ruhig bei den Anzeigen, wenigstens jede Woche eine. Wundervelle Perser- Teppiche u. Bröcken, darunter seltene allerfeinste Stücke u. Obermaße von leinster Knotung preisgünstig zu verkaufen. Schriftl. Anfragen zw. unverbindlicher Besichtigung unt. U U 8710 an die Hauptgeschäftsstelle Münster. für E. Eageling. Perser-Teppich-Hdig., s. Zt. Münster I. W. Keut es be. H. Buschmann Münster I. W. Drubbei 17/18 KI Landwirt sucht 300s Kikk. gegen Ia. Sicherheit für 1 oder 2 Jahre. Angeb. u. Nr. 78 an d. Westf. Tagesztg., Ahaus I. 19. H. 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Er hatte bereits fünf Erkundungsvorstöße sozusagen auf eigene Faust in das Niemandsland gemacht, war schon drei und vier Kilometer in das tote Gelände gedrungen, hatte beobachtet und skizziert, Straßen, Wege, Gehöfte und eine Bahnlinie in seine Kartenskizze aufgenommen, nach der er heute abend mit seinen drei Männern einen wenigstens sicheren Anmarschweg hatte. Nur bis zu dem geheimnispollen, Wald war er noch nicht vorgedrungen, bessen dunkle Schatten sie nun nach einem Weg von drei Kilometern in der Dämmerung vor sich ragen sahen. Sie hatten zwei Kilometer in der Morgendämmerung zurückgelegt, als der Wald umgangen war. Kein Schuß, kein Ruf, kein anderes Merkmal, das ihnen gesagt hätte, sie seien vom Feind entdeckt. Aber wer beschreibt ihr atemloses Erstaunen, als sie im Rücken des Waldes plötzlich eine Unzahl französischer Bunker aus dem sanft ansteigenden Gelände auftauchen sehen. Erst sind es vier, dann sind es zehn, die sie mit bloßem Auge erkennen können. Unteroffizier., der aus einen Baum steigt und aus der luftigen Höhe einen wunderbaren Rundblick mit dem Glas hat, entdeckt noch einige mehr, macht in der hellen, klaren Mondnacht außerdem fünf schwere Panzerkuppeln aus und sieht, daß rund um die Bunker ein reges Leben herrscht von khakibraunen Uniformen. Während seine Kameraden im Schutz des Waldes sich mit Schokolade stärken, zeichnet er seelenruhig Bunker für Bunker in seine Karte ein, markiert die Panzerkuppeln und legt die erkannten Verbindungswege fest. Da klingt aus dem Walde in ihrem Rücken plötzlich lautes herzhaftes Gelächter. Sie hören Stimmen, anscheinend Franzosen, die in lebhafter Unterhaltung begriffen sind. Mit einem Schlag ist die Situation verändert. Der Wald ist doch besetzt. Der kleine deutsche Trupp befindet sich zwischen den französischen Bunkern und den feindlichen Vorpostenstellungen, eingeklemmt und abgeschnitten, fünf Kilometer von der eigenen Front entfernt. Die Lage ist mulmig. Unteroffizier O. richtet sich auf und blickt mit Späheraugen zu der Stelle hinüber, wo er eben noch eine Stimme zu hören geglaubt hat. Dort steht wirklich ein Franzose, Posten unter Gewehr. Lautlos, wie der Blitz, knickt Unteroffizier O. zusammen und nichnt Deckung. Es juckt ihm in den Fingern, auf den Burschen dort drüben anzulegen, aber das verbietet die Klugheit. Sie müssen noch näher heran. In zehn Könterenzpiane M Kaurs Eine typisch englische Mache— Die indischen Mohammedaner werden vorgeschoben Der englische Plan, auf Grund fingierter Bitten der Mohammedaner Indiens durch die ägyptische Regierung eine sogenannte allarabische Konferenz nach Kairo einberufen zu lassen, an der sich alle arabischen Staaten am Roten Meer und Persischen Golf zu beteiligen hätten, stößt auf die energische Opposition der ägyptischen Nationalisten und hier in erster Linie des Wafd. Der Plan des Foreign Office, der, wie gemeldet, während des Eden=Besuches in Kairo ventiliert wurde, geht dahin, die allarabische Sache für den britischen Imperialismus einzuspannen. Zwar verspricht man sich auf englischer Seite augenscheinlich nicht viel von der Hoffnung, daß die arabischen Staaten der englischen Sache gewonnen werden könnten, wohl aber, daß diese sogenannte IslamKonferenz unter getarnter englischer Regie die ägyptische Regierung unter Druck setzen und zu einer gefügigeren Politik gegenüber England veranlassen könnte. Zweifellos liegt es ebenfalls in diesem englischen Plan, König Faruk von Aegypten durch eine vorgetäuschte Manifestation der arabischen Staaten zu beeinflussen, womöglich mit der immer von der englischen Politik benutzten Chimäre, dem König von Aegypten die Würde des Kalifen zu verschaffen, auf die schon König Fuad im stillen Widerstreit mit König Ihn Saud Ansprüche anmeldete. Hinter dem englischen Vorwand, mittels einer derartigen Konferenz Kairo zum Hauptort des Islam zu erheben und damit den ägyptischen König in der Folge englandfreundlich zu stimmen, verbirgt sich zugleich die Absicht, die Küsten des Roten Meeres und des Persischen Golfs, soweit sie im Besitz arabischer Staaten sind, für England zugänglich zu machen. Dieser Plan liegt gegenwärtig der ägyptischen Regierung in Kairo zur Prüfung vor. Gleichlausend ist aber ein starkes Ansteigen der nationalägyptischen Bewegung zu beobachten, die die überwiegende Mehrheit des ägyptischen Volkes in sich vereinigt und die politische Formel aufgestellt hat, daß Aegypten zwar angesichts der Umstände dem englischägyptischen Bündnis von 1936 Rechnung tragen müsse, aber auf keinen Fall zugunsten Englands darüber hinausgehen dürfe. In dieser Haltung sind sich alle Nationalistenführer Aegyptens von Nahas Pascha über Ali Maher bis Mahmud Khalil Pascha einig. Die Gruppe der von England bestochenen ägyptischen Politiker rechnet jedoch damit, daß es doch noch gelingt, die Regierung Siri Pascha zu einem offenen Kriegseintritt Aegyptens an der Seite Englands umzustimmen. Wie die römische Zeitung „Messagero“ mitteilt, hat jetzt die wafdistische Gruppe ein außenpolitisches Programm ähnlich der Politik Irlands gefunden, das besagt, daß Aegypten England alles verweigern müsse, was nicht dem Buchstaben des englischägyptischen Vertrages entspreche. Immerhin aber berge der Plan der Einberufung einer arabischen Konferenz in Kairo eine gewisse Gefahr infolge seiner möglichen Einwirkungen auf islamische Kreise in sich. Jedenfalls setzen die Engländer alle Hebel in Bewegung, um die nationalägyptische Bewegung durch maßlosen Terror und Hunderte von Verhaftungen mundtot zu machen. Wieweit ihnen das gelingt, bleibt abzuwarten. Die neue Regierung hat inzwischen, zum Aerger der Briten, trotzdem erklärt, daß sie die Politik ihrer Vorgängerin, des Kabinetts Sabry Pascha, fortsetzen werde. Minuten schieben sie sich fünfzehn Meter vorwärts. Der Wald ist auf einmal durch einen Kahlschlag unterbrochen. Es sieht aus, als sei diese Lichtung vom Feind nur geschaffen, um Schußfeld zu haben. Richtig, dort hebt sich auch ein breitflächiges Drahthindernis am Rand des Kahlschlags aus Sträuchern und Büschen. Behutsam schleicht Unteroffizier O. mit seinen Männern noch ein paar Meter vorwärts. Sie sind gerade ins Freie gekommen, da kracht ein Schuß. Dicht neben ihnen detonieren mit hartem Knall zwei Eierhandgranaten, deren wirbelndes Herankommen sie mit gespannten Nerven verfolgen. Minutenlang liegen die vier Kameraden unbeweglich. Als es still bleibt, hebt Unteroffizier O. den Kopf über die Deckung. Nichts. Er richtet sich noch etwas weiter auf. Da gibt es ihm einen Schlag wie mit einem eisernen Hammer. Der linke Arm wird zurückgeschmissen, das Fernglas fällt aus der Hand. Eine Kugel hat den Unterarmknochen zerschmettert. Einen Augenblick wird ihm schwarz vor den Augen. Jetzt bricht ein wahnsinniges Feuer los. Von drei Seiten peitschen die Karabinerschüsse über ihre Köpfe. Querschläger pfeifen ihnen bösartig um die Ohren. Es knallt, furrt und rattert. Aus der Gegend des Drahthindernisses tacken unaufhörlich zwei oder drei Maschinenpistolen. Eierhandgranaten fliegen vier Meter neben ihnen auf den Waldboden, explodieren mit starkem Luftdruck. Nur gut, daß die vier Männer in dem ausgetrockneten Bachlauf genügend Deckung gefunden haben. Aber ewig können sie hier nicht liegenbleiben. Langsam kommt Unteroffizier O. wieder zu sich. Seine Kameraden verbinden den zerschossenen Arm. Er gibt einem der Männer Befehl, mit der Maschinenpistole den Rückweg zu decken. Dann springt der erste in den Wald zurück. Er kommt durch. Er ruft nach den anderen. Wieder knattert die deutsche Maschinenpistole, das Magazin mit dreißig Schuß ist in wenigen Atemzügen hinausgejagt. In diesem Augenblick muß Unteroffizier O. mit den beiden letzten Kameraden den rettenden Sprung in den Wald tun. Auf! Los! Einen Moment schweigt das feindliche Feuer unter den spritzenden Kugeln der Maschinenpistole. Aber ehe Unteroffizier O. den Waldrand erreicht hat, erwischt es ihn zum zweitenmal. Er fühlt einen stechenden Schmerz im Bein. Verdammt! Sie müssen hinaus aus der Hölle dieses krachenden, splitternden, weglosen Waldes. Die Kameraden helfen Unteroffizier O. so gut, wie sie können. Humpelnd und springend gelingt es ihm, Schritt zu halten. Sein Ortssinn führt den kleinen Trupp sicher aus dem Gewirr der Stämme, Sträucher und Farne. Sie gelangen an der gleichen Stelle wieder aus dem Wald hinaus, wo sie ihn betreten haben. Aber nun empfängt sie auch hier das französische Feuer. Drüben von den Bunkern knattern die Maschinengewehre. Es ist kein gezieltes Feuer, glücklicherweise, die Entfernung beträgt immerhin neunhundert bis tausend Meter, aber es beflügelt den Schritt. Unter Aufbietung aller Kräfte schleppt sich Unteroffizier O. mit seinen Männern zurück. Streckenweise tragen sie ihn auf dem quergelegten Karabiner, aber das ist auf die Dauer zu schwer. Sie nehmen nicht die Straße, die am Wald entlang führt, nein, sie müssen jetzt noch weiter ausholen, um nicht abgeschnitten zu werden. Nach ewig scheinenden Stunden erreichen sie das Bahnwärterhäuschen, von dem aus sie ihr Unternehmen gestartet haben Dicht dabei liegt ein verlassenes französisches Dorf. Einer von ihnen rennt hinüber und läutet die Glocken. Triumphierender Stolz klingt aus ihrem Dröhnen. Als der kleine Trupp gegen Mittag bei der Kompanie eintrifft, wissen alle Kameraden bereits Bescheid über das Unternehmen des Unteroffiziers O. Er geht noch zu seinem Bataillonskommandeur, wird zum Regimentskommandeur gerufen, und dieser kann feststellen, daß die von Unteroffizier O. eingezeichneten Bunker und Panzerwerke mit den Signaturen der bereits vorhandenen Karten der französischen Befestigungen übereinstimmen. Unteroffizier O, wird wegen Tapferkeit vor dem Feinde zum Feldwebel befördert. Er und seine Männer bekommen das Eiserne Kreuz. Heute steht Feldwebel O. nach seiner Entlassung aus dem Lazaret schon wieder voll dienstfähig in seiner alten Kompanie. Zweimal Duff Cooper Seiner Majestät Hofnarr, der größte Idiot Europas, der frei herumläuft, war genötigt, sich über die englischen Kriegsziele zu äußern, worauf er folgende schaurige Geschichte seiner von Kriminalromanen offenbar befleckten Phantasie zum besten gab: Wenn ein Mann in einer dunklen Straße von zwei anderen überfallen wird und um sein Leben kämpft, ist er nicht in der Lage, einem Interviewer zu erklären, wofür er kämpfe. Duff Cooper, der alle Begrisse verwechselt, brachte auch hier Ursache und Wirkung durcheinander, denn er vergaß, daß England es war, das im vergangenen September Deutschland übersiel. Aber während des Frühstücks, wo Cooper diese Aeußerung machte, wußte er kurze Zeit später schon nicht mehr, was er anfangs gesagt hatte, und erklärte dann seinen Zuhörern, es komme viel darauf an, daß das eigentliche Kriegsziel Englands immer wieder in der englischen Presse herausgestellt werde. Den Zuhörern blieb die Spucke weg ob soviel Dummheit, und sie verzichteten auf eine weitere Unterhaltung mit diesem geistig wirren Minister Churchills. In Erwartung des Feindes. Auf Wache vor der Stellung der Küstenartillerie (PK-Engelmayer-Atlantic-.) Sturzbdeh der Kriegskosten London will die schlechte Lage verwischen— Rechnungen, die nicht aufgehen Die englischen Kriegsausgaben werden mit täglich 10 Millionen Pfund angegeben, und triumphierend fügt man in London hinzu, daß sich der Krieg verbillige, nachdem die militärischen Kosten im September noch täglich 11 Millionen Pfund betragen hätten. Diese Erklärung soll offenbar den schlechten Eindruck verwischen, den die Stoßseufzer des englischen Schatzkanzlers Sir Kingsley Wood hervorgerufen hatten. Der Minister erklärte bekanntlich auf einer Tagung in Glasgow, der englische Arbeiter müsse zum Sparen und zum Zeichnen von Kriegsanleihe gezwungen werden, damit der Staatskasse wenigstens auf diesem Wege die fehlenden Mittel zugeführt werden. Gegenüber dieser finanzpolitischen Brachialgewalt spielt es wahrlich keine Rolle, ob England täglich 10 oder 11 Millionen Kriegskosten eingesteht. Aber die ganze Rechnung ist läppisch, denn im Grund ist es ziemlich gleichgültig, wie sich die unmittelbaren Ausgaben für die Kriegsführung in den letzten Monaten entwickelten,— wir fragen statt dessen, wie es um die Sonderausgaben für innenpolitische Zwecke bestellt ist. Was kosten die Obdachlosen aus dem Londoner Eastend täglich? Was kosten die verlorenen Schiffsladungen? Die mittelbaren Kriegsausgaben Englands sind, wie als sicher anzunehmen ist, von Woche zu Woche beängstigend gestiegen und haben, wenn die englische Regierung nur einigermaßen für die Arbeitslosen aus den bombardierten Städten sorgen will, wenn sie den Kaufleuten die in den untergegangenen Schiffen verlorenen Waren ersetzen will, einen unvorstellbar hohen Umfang angenommen. Die Instandsetzungsarbeiten in den Fabriken, in den Hafenanlagen, in den Straßen der Städte von Dover bis Liverpool nehmen kein Ende mehr, aber die Regierung muß unausgesetzt bezahlen. Zur gleichen Zeit sind infolge von Produktions= stockungen die Steuereingänge stark zusammengeschrumpft, während ein Sturzbach von Zahlungsforderungen das Schatzamt erfaßt haben dürfte. Alle anderen Erklärungen und englischen Zahlenspiele sind leerer Bluff. Es genügt, die Meldungen neutraler Beobachter aus London und die Reden der englischen Minister genau auf ihre praktische Bedeutung zu prüfen, um sich zu errechnen, daß die britische Insel von der Südküste bis zur schottischen Grenze mehr oder weniger Notstandsgebiet geworden ist, in dem weniger Steuern als je gezahlt werden, aber gleichzeitig ständig neue Städte und Bezirke der öffentlichen Fürsorge— und der Schuttabfuhr— anheimfallen. Hosen für Frauen Der Freiwillige Frauenhilfsdienst für das englische Heer hat ernste Wintersorgen. Daß der Boden unter den Füßen zu heiß wird, spürt man noch nicht, aber um die Waden herum beginnt man mit Eintritt der kälteren Jahreszeit zu frieren. Also verlangt man vom Kriegsministerium die Prüfung der Frage, ob Hosen für Frauen nicht zweckmäßiger seien als Röcke. Endlich einmal eine Aufgabe, bei der der Salonheld Eden, der ja Kriegsniinister ist, als Sachverständiger urteilen kann. Wenn er sich für Hosen entscheidet, dann aber nur mit Bügelfalten à la Eden. Uit zwei ganz verschiedenen Elementen, mit Luft und Wasser, hat es die Zigarette ebenfalls zu tun. Denn ihre Papierhülle soll einerseits den Brand fördern, andererseits aber der Lippenfeuchtigkeit widerstehen; sie muss also nicht nur „Lutftdurchlässig'sondern am Nlundende auch„Nasserabstossend’sein Bei der GULDENRIN G wird das Zigarettenpapier beiden Forderungen Serecht. Es ist leicht brennbar, trägt aber ausserdem ein Uhllundsttick, das den Tabak vor Durchfeuchtung schützt und so das Rauchen appetitlich macht. ME mit Ensichtbarem GMundstück MFA Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 3. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 332 Westgien-Rord und Hachbargene vom„Ich“ und„Du' zum„Wir' Glückwünsche des Reichsbundes Deutsche Familie für jedes neue Ehepaar auf dem Standesamt Die bevölkerungspolitische Einsicht in unserem Volke soll gerade auch während der Kriegszeit bei jeder sich dietenden Gelegenheit gefördert und verstörkt werden. Mit Genehmigung des Reichsministers hat der Reichsbund Deutsche Familie eine sinnvolle Neuerung auf diesem Gebiete eingeführt. Um allen jungen Menschen die biologische Verantwortlichkeit dem Volksganzen gegenüber klarzulegen, war vor einiger Zeit der Reichsbund der Kinderreichen umgewandelt worden in den„Reichsbund Deutsche Familie“, Kampfbund für den Kinderreichtum der Erbtüchtigen. Wie schon der Untertitel besagt, kommt es darauf an, daß sich in unserem Volke besonders die Erbtüchtigen an der Gründung der Familien beteiligen und die Familien zu dem ausbauen, was sie sein müssen: Ewige Bürgen des Widerstandes gegen den Volkstod. Zu dem Familiengedanken muß der Auslesegedanke in unserem Volke bejaht werden. Der Reichsbund Deutsche Familie hat nun im Einvernehmen mit dem Reichsminister des Innern die Deutsche Standesbeamtenschaft gebeten, ab 1. Januar 1941 allen Eheschließenden seine besten Glückwünsche zur Eheschließung durch Verleihung einer Glückwunschkarte, die Reichsbundesleiter Dr. Kaiser vollzogen hat, zu übermitteln. Die Karte trägt auf der rechten Innenseite folgende Ausführungen: „Die Sendung des deutschen Volkes im Nationalsozialistischen Staat kann nur Erfüllung finden, wenn der Fortbestand des Volkes von Generation zu Generation gesichert ist. Die Familie ist der erste Schritt vom„Ich" und„Du“ zum„Wir“ der Gemeinschaft. Das Glück der jungen Ehe findet seine höchste Vollendung im wachsenden Glück=um die Zukunft Deines Volkes. Alle erbtüchtigen Deutschen fühlen mit dem Eingehen der Ehe dem Volke gegenüber die Verpflichtung, ihre wertvolle Erbanlage in gesunden Kindern weiterleben zu lassen; ihnen gilt unser Gruß!" Auf der linken Innenseite der Karte findet sich der Glückwunsch:„Berlin W 15, Sächsische Straße 69. Der Reichsbund Deutsche Familie übermittelt seine besten daß nur die erbtüchtige Familie einer Förderung wert ist. Als kinderreich gilt eine Familie mit mindestens vier ehelichen oder für ehelich erklärten Kindern. Ohne Bedeutung ist es, wie alt die Kinder sind und ob sie noch zum elterlichen Haushalt gehören. Im Rahmen der für die Einstellung, Anstellung und Beförderung von Beamten und für die Einstellung und Höhergruppierung von Gefolgschaftsmitgliedern aufgestellten Richtlinien sind Kinderreiche vor anderen zu bevorzugen. Der Grundsatz, datz für Einstellung, Beförderung und Höhergruppierung der Grad der Tüchtigkeit entscheidet, bleibt bestehen. Unter gleichtüchtigen Bewerbern oder Anwärtern hat aber der Kinderreiche den Verrang. berg, soll auch die Gedenkseier zum 50jährigen Bestehen der Gemeinschaft vieler Tausender von westdeutschen Wanderern durchgeführt werden Das 50jährige Bestehen wird aber erst ein Jahr nach Kriegsschluß in Arnsberg festlich begangen werden, wenn auch des Gründungstages in einer schlichten und würdigen Feierstunde gedacht werden soll. Am 25. Januar 1941, an dem vor 50 Jahren der SGV. aus der Tause gehoben wurde, findet in Hagen eine schlichte Gedenkstunde statt Ein geschichtlicher Rückblick, in einem Festduch zusammengesaßt, wird den Mitgliedern aus Anlaß des Jubiläumstages zugestellt werden. Für das Jubiläumsjahr haben sämtliche Bezirke des Vereins ihren Ehrgeiz darin gesehen, die Wanderwege besonders sorgfältig auszugestalten und zu zeichnen; denn die Wanderwege des Sauerländischen Gebirgsvereins sind nun einmal der Stolz des Vereins und die Freude vieler Tausender, die in vielen Jahren auf ihnen Ausspannung und Erholung gefunden haben. Diebisches Pärchen gesaßzt Osnabrück. Ein Diebespaar, ein erheblich vorbestrafter Bursche und ein etwa 27jähriges Mädchen, hielten sich seit längerer Zeit im Landbezirk von Osnabrück auf. Während der Bursche die Diebstähle von Fahrrädern, Aktentaschen usw. ausführte, unternahm es das Mädchen, die Gegenstände zu Geld zu machen Der Gendarmerie gelang es jetzt, das Paar festzunehmen. Da auch Arbeitsdienstverweigerung vorliegt, wird das Gericht für eine entsprechende Unterbringung der beiden sorgen. Hilslos im Wald gelegen. Hannover. Durch einen Zufall entdeckten Kinder in einem Wald bei Horneburg einen Mann, der hilflos im Dickicht lag. Es handelt sich um einen alten Arbeiter, der schon einige Zeit als vermißt gilt. Vor acht Tagen war er auf einem Spaziergang im Walde zusammengebrochen und hatte die ganze Zeit dort ohne Nahrung gelegen. Er war vollkommen erschöpft, durchnäßt und zum Skelett abgemagert. Gauleiter besuchte die Kreisfrauenschaftsleitung Minden Der Gauleiter besuchte bei seinem Aufenthakt in Minden auch die Dienststelle der Kreisfrauenschaftsleitung und war erfreut über die dort ausgestellten Trachtenpuppen. Gerade wurde wieder ein Wagen Strümpfe zum Stopfen abgeladen, die an die Helserinnen des deutschen Frauenwerks verteilt wurden. In der Mütterschule verweilte der Gauleiter länger in dem Säuglingszimmer, wo die von den Ortsgruppen eingesandten Säuglingsausstattungen viel Interesse fanden. Ein Teil der Ergebnisse der Einkochaktion des Deutschen Frauenwerks des Kreises Minden war in einem leeren Geschäft ausgestellt. Bei der Besichtigung der zahlreichen. Gläser und Dosen sprach der Gauleiter der Kreisfrauenschaftsleiterin seine Anerkennung für die von den Mitgliedern des Deutschen Frauenwerks geeste Abeil aus. 50 Jahre Sauerländischer Gebirgsverein Die Jubelfeier ein Jahr nach Kriegsschluß. Aufbau des Deutschtums im Osten Arbeitstagung des westfälischen Landdienstes In An der Stätte, von der der Gedanke zur Gründung des Sauerländischen Gebirgsvereins ausging, in ArnsGlückwünsche zur Eheschließung. Dr. Kaiser.“ Die hohe Anerkennung, deren sich die Arbeit des „ In der Bauernschule Holtfeld fand eine Arbeitstagung des westfälischen Landdienstes statt. an der alle Führer und Führerinnen der Lager teilnahmen. Innerhalb dieser Tagung sprach Landeshauptmann Kolbow zu den Führern und Führerinnen über die Entwicklung und Siedlung des deutschen Ostraumes. Für die Führer und Fühxerinnen war dieses Referat von besonderer Bedeutung, da es ja im wesentlichen ihre Aufgabe ist, junge Menschen für das Land zu begeistern und zu gewinnen, die später einmal am Aufbau des Deutschtums im Osten mithelfen sollen. Am gleichen Tage weilten der.=Führer des Gebietes, Bannführer van Ooven, und die Obergauführerin Käthe Schoneweg bei den Jungen und Mädeln, um ihnen weltanschaulich die Ausrichtung für ihre Arbeit zu geben. wurde mit einem Spinnstubenabend am Kaminfeuer mit Dr. Bietendüwel. Münster. beschlossen. Alte westfälische niederdeutsche Döhnkes erfreuten die Jungen und Mädel. Im Anschluß an diese Tagung fand eine Schulung der Führerinnenanwärterinnen statt, die am 4. Dezember beendet wird. Die Landdienstreferentin im Gebiet Westfalen, Mädelringführerin Luise Thmmerbeil, leitete diesen Lehrgang selbst und gab in zahlreichen Referaten und Schulungen den jungen Führerinnen Anregungen für ihre schöne, verantwortungsvolle Aufgabe. Tragischer Tod auf dem Heimwege Jehn Meier hohe Böschung hinuntergestürzt und das Genick gebrochen. Hamm, 2. Dezember. " Am Fuße der zehn Meter hohen Böschung, über die früher die Kleinbahn der Zeche Maximilian fuhr und die jetzt als Verbindungsweg zwischen der Kolonie Ostwennemar und der Adolf=Hitler=Straße dieser Gemeinde dient, wurde am Samstagmorgen die Leiche eines Mannes gefunden. Der Tote lag hier auf dem Acker, mit dem Gesicht auf dem Fahrrade, das er bei sich geKriegsrisiko und Lebensversicherung Die Frage, inwieweit die deutschen Versicherunge. unternehmen das im Kriege eintretehde erhöhte Risit, mit in ihren Schutz einschließen, ist vielfach Gegenstanz von Erörterungen gewesen und hat großes Interes, gefunden. Da begreiflicherweise der Regelung der Le. bensversicherung im Kriege besonders große Aufmerz. samkeit entgegengebracht wird, muß mit Rücksicht auf noch bestehende Unklarheiten auf folgendes hingewiesen werden: Vor dem Kriege hatten die einzelnen Lebensversiche, rungsunternehmen die Deckung des Kriegsrisikos in ihren Bedingungen unterschiedlich geregelt, so gab es z. B. Verträge, die das Kriegsrisiko ausdrücklich ausschlossen. Bei Kriegsbeginn wurde eine einheitliche Regelung für die gesamte Lebensversicherung, gleichgültig, ob private oder öffentlich=rechtliche Unternehmungen, dergestalt getroffen, daß das Kriegsrisiko grundsätzlich in alle Le. bensversicherungspolicen— also sowohl für die Einbe. rufenen wie auch für Zivilpersonen— eingeschlossen wurde, und zwar ohne die Erhebung eines laufenden Zuschlages, Für Lebensversicherungen, die nach dem 1. September 1939, also ab Kriegsbeginn, beantragt iomden, wird ein einmaliger geringer Gefahrenzuschlag erhoben. Demgegenüber kommt bei Lebensversicherungen, die vor dem 1. September 1939 beantragt worden sind, ein Zuschlag nicht in Frage. Bei Gruppenversicherungen wird das Kriegsrisiko ebenfalls voll gedeckt, wobei für nach dem 1. 9. 1939 abgeschlossene bzw. noch abzuschließende Gruppenversiche. rungsverträge ein Gefahrenzuschlag zu zahlen ist. Befreit von der Zahlung dieses Zuschlages sind aber bis auf weiteres Neuzugänge innerhalb der schon vor dem 1. 9. 1939 bestehenden Gruppenversicherungsverträge. Reichsbundes bei den maßgebenden deutschen Stellen; erfreut, kam soeben wieder zum Ausdruck durch die Tatsache, daß anläßlich einer Tagung der Landesverbandsleiter des Reichsbundes der Führer Adolf Hitler seine; Grüße übermitteln ließ. Für die westfälische Frau führt hatte. Die Ermittlungen der Gendarmerie ergaben, daß es sich bei dem Toten um den 41 Jahre alten ledigen Magazinarbeiter Karl Plümpe aus Ostwennemar handelt, der in der Nacht auf dem Heimwege die Böschung hinuntergestürzt war und dabei das Genick gebrochen hatte. . Verlegung der Milchviehversteigerung D She Luftwasse fördert Kinderreichtum Der Reichsminister der Luftfahrt hat eine Verfügung: über die Förderung Kinderreicher in seinem Amtsbereich: erlassen. Sie geht davon aus, daß die Förderungs kinderreicher Familien selbstverständlich sei und daß auch Nahmen der bestehenden gesetzlichen Bestimnungen densge, Venn die verwundeten Soldaten im Lazaret Besuch e e. eiche eaie i eice P escr e slenden Kinderaugen den schönsten Sonnenschein in das dann wird haern dus Besir ungebracht?.. 99 Unsere Kindergruppe bei den verwundeten Soldaten wird der Sonntag zu Blick ins Münsterland Burgsteinfurter Nikolausmarkt Dangsaiatent um Friag dite Betze a. Duemn. shoezen, du Socaten aines Lohakrate guis Gradke s sese ese s ece e die ie ecetitcesteie chceanecheschesite = Krankenzimmer tragen, einem wahren Festtag! I Was waren es für kleine Gäste, die am Sonntagmorgen den Saldaten einas Lazgretts soviel Freude Geise eshete e. eseleie ie ie seieant licd aun eadcn Kealich ositn un bnl Baner asd Keie Heilnaes Voresen via. Il heien Cn.Zoliugat.— woei leine Mädel.— sege loh Jahre wird auch der Kirmesrummel, der in früheren Fwoten..leiue Künltlerinnen im Blockststenspiel Jahren zum Rikolausmarkt gehörte, nicht sehlen. Burg=Stleinen Die.,oldaten hatten ihre belle Freude an der steinfurt und die Besucher der Kreisstadt werden am szusamm vie atschten ordentich Beialt. Alle 6. Dezenber, wieder einen zinfigen Rikolausmart nach ifleßen Leungen dus Lied„Wenn abe Brinnlen alter Art erleben. 3e gpp„..frauanschaftslattari: Die Ortsfrauenschaftsleiterin vergaß auch nicht, zu Roch glimpflich verlaufener Verkehrsunfall Ferzählen, wer die Kleinen seien und woher sie kämen. Ahaus. Am Sonnabend kam es hier auf der Kreuz=3 Wir haben das Beste mitgebracht, was wir haben— straße zu einem Verkehrsunfall. Eine Fußgängerin und sunsere Kinder—“, so sagte sie,„denn nur die Kinder eine Radlerin stießen so heftig zusammen, daß die Rad= köngen wirklich reine Freude vermitteln.“ lerin zu Boden stürzte und an Kopf und Arm glück=Kgimpe; seiste sich so recht, als die Kinder dann von lucherweise nur leichte Verletzungen erlitt. Die Fußz 5 Zimmer zu Zimmer gingen und die Verwundeten mit gängerin zog sich einige schmerzhafte, aber harmlose; Kuchen, Zigarren und Zigaretten beglückten. Zutraulich Prellungen zu. spzlauderten sie, erzählten von der Kindergruppe, von Treudienst. Ehrenzeichen in Gald 5 Hutg Muti und wollten genautwissen, wann der Daried. Dem m. Pra 5Jap“ Soldat“ wieder gesund sel. Man vergaß ganz, u n Provinzialstraßenwärter Heinrich shaß man in einem Lazarett war, so. lustig ging es zul , hier wurde für 40jährige treue Dienst=FEiner nach dem andern holte seinen Fotoapparat hervor Sag gesietabe Whige. Treudienst=Ehrenzeichen in zund knipste das kleine Völichen. ein schönes Geldgeschend shr Juviar durch; Ehe nach fast dreistündigem Aufenthalt Abschied ein schönes Gelbgeschenk geehrt. sgenommen werden sollte, dankten der Stabsarzt, die 40 Jahre im öffentlichen Dienst Frau Oberin und der Direktor des Hauses der OrtsVorken. Kreisbürodirektor Dickmann erhielt für sgrauenschaftsleiterin mit herzlichen Worten.„Kommt 40jährige treue Dienstleistung das Treudienstehrenzeichen s pald wieder!“ rief man der kleinen Schar nach, die es in Gold, das ihm im Auftrage des Führers von Landrat stachend und winkend versprach und nun noch lange an Dr. Cremerius feierlich überreicht wurde. 5das Zusammensein mit den verwundeten Soldaten im Dei schendigemn Lelbe vrdrana Lazarel denten wich. A. V. Alllänen. Eine 55jährige Frau aus der Weißen=„Mensch, ganz ukundio!" hurgstraße sand einen schrecklichen Tod. Sie hatte ver Kindurgne. Pand Prnoid: sucht, mit der Schürze einen zu Boden gefallenen glü. Kinhergruppenkinder bastelten Spielsachen henden Herdring aufzuheben. Dabei sing die Kleidungs Als wir bei der letzten Arbeitstagung das ErFeuer. Wie eine lebende Fackel wurde die unglückliche sgebnis unserer Bastelarbeiten für Euven=Malmedy Frau von Mitbewohnern des Hauses, die auf das sbetrachteten, fiel uns gleich die bekannte Geschichte Hilsege schrei, Herhesellen, angetrossen. Noch vor Ein=svon dem Licht unterm Scheffel ein, und wir detressen des urzier trat infolge der schweren Verbrennun=sschlossen, mit den hübschen Sachen ein Schaufenster gen der Tod ein. sauszuschmücken. Es wurde auch eins gefunden, und Unsere lieben Allen zswar in einer der Hauptstraßen gleich vorne an, In Ottmarsbocholt wird heute Herr Kas=Fhestellt. v bei muß. Vier Jungen waren berg, der hier länger als 27 Jahre Dienst als Polizei=5handra ds Spielzeng derbeizuschaffen und beamter getan hat, 90 Jahre alt. Mördentlick arbeien Fhg.. aber es dauerte nicht lange, un mäötig liäwen“ heißt die kluge Lebensregel unseres san der die gande Kindergruppenschar ihre Nase lieben Jubilars, der übrigens auch Beteran des Krieges smit goh gegutten Scheibe vlattdrückte und 1870/71 ist und bei den alten Dreizehnern den siegreichen Fförderze. ritit unsere Arbeit Feldzug mitmachte. Seine fünf Söhne haben am Welt: Es fehlte natürlich auch nicht an anderen 9# rrieg teilgenommen, einer von ihnen ist gefallen.„Ischanern und natürlich auch nicht an anderen ZuIn Ascheberg wurde Frau Wwe. Pötter gen. kgen, als eine Mutter.. In Coesseld beging am Sonntag bei bester Ge.!“ Der Andrang vor dem pe 1 sundheit der Spulmeister i. R. Heinrich Reuter sein kgrößer: Väter blieben stef 87. Wiegenfest. Herr Reuter nimmt trotz seines hohen kundurchdringlichen Sctgrn ar, a dren Alters noch immer lebhaften Anteil an allen kleinen und ssie haben vielfache... a nun ta, großen Geschehen in der Heinat und in der weiten skamen und betrachteten unser entstebendes Werk: danten versichiel- Persen ssealse Keeashenu und iledrnacht oder„Ran an den Feinv“, und ale Baneven pfiegt er besonders auch das zman sich näher heranschlängelte, durfte man sogar um Denrnag üihe Bact, uils u Rhelue= aer dad gsia: elte au. Je 1nd dus bonit : Wie die Westfälische Provinzial=Viehverwertungss genossenschaft Münster mitteilt, muß die ursprünglich auf : Dienstag, dem 10. Dezember, angesetzte 148. Milchviehs versteigerung auf dem Gelände der Münsterlandhalle verlegt werden auf Freitag, dem 13. Dezember. Anmeldungen von hochtragenden oder frischmelken s Kühen und Rindern müssen bis Mittwoch, dem 4. Des zember, bei den viehverwertenden Genossenschaften oder bei der Veranstalterin, der Westfälischen Provinzials Viehverwertungsgenossenschaft e. G. m. b.., Münster, : Windthorststraße 20, Fernruf 266 44/45, erfolgen. Zuchtvieh=Versteigerung in Paderborn I Westäsiche Fargt, de Oesember, dalten die schmerztngetlschaft für die Zucht des s sawu###weißen Tieflandrindes“(Hamm) und das :„Westfälische Rinderstammbuch der Rotbuntzüchs ter“(Münster) in Paderborn ihre 143 ZuchtviehVersteigerung ab. Zum Auftrieb gelangen schwarzbunte und rotbunte angekörte Zuchtbullen, sowie einige hochtragende Kübe und Rinder. Für die Deckfähigkeit und Fruchtbarkeit der Bullen wird s Garantie geleistet. Sämtliche Tiere stammen aus = seuchenfreien Beständen und sind gegen Maul= und Klauenseuche schutzgeimpft. Auskunft und Katalog kostenfrei durch die obengenannten Zuchtverbände. * Vor der Bullenauktion versteigert der„Landess verband westfälischer Schweinezüchter“ reichsgekörte : Eber und tragende Erstlingssauen. Sportecke 30 Spiele in 12 Jagen Gespräch mit Henkel auf dem Moskauer Bahnhof DRB=Sport hatte Gelegenheit, mit den aus Japan zurückkehrenden deutschen Tennisspielern Heinrich Henkel s u n d K u r t G i e s w ä h r e n d e i n e s k u r z e n A u f e n t h a l t e s a u f s dem Moskauer Bahnhof zu sprechen. Henkel ist begeistert gog, seiner Japan=Reise, die seinerzeit aus Anlaß der s 2600=Jahrfeier des japanischen Kaiserhauses gestartet swurde und insgesamt 42 Tage dauerte. In diesen 42 gane Herrlichteit betrachteten, kand da einer un= rief mit Krablenden Augen einmal übers apdere:s koden haben die Deutichen nicht wenier ale 30 Spiele serer Kleinten, den alle immer gern bemuttern..Du, das bat unsere Kindergruppe au auoegagen, von denen Hentel nur eines in Toto ver obgleich er es weder mag noch nötig hat. Flötenkonzert im Lazarettgarten(Aufn.: Hertha Meier) stupste alle großen Leute sacht in die Seite und Der[Du, das bat unsere Kindergrupve gemachtsas0; uis er sich an die verhältnsmäßig weichen Bäte II. K. Was essen wir diese Wir bringen wieder neue Rezepte für den Mittagstisch und das Weihnachtsgebäck Dienstag: mittags: Maccaroniauflauf mit Fleischresten, Grünkohl, Specktunke, Sagoflammeri und Tunke: abends: Vanillesuppe. Vollkornbrot mit gerieb. Sellerie. Möhren. Deutscher Tee. Mittwoch: mittags: Möhrensuppe(Rez.), Kartofelklöße, Tunke, Feldsalat: abends: Milchreis mit Backobst, Vollkornbrot und Wurst, Deutscher Tee. tun. Ja und de kannte See e eute meter(Kreuschute) ihr au. Vdenzsch= Hial zun dabsernaeden die 1o. Nenia and Shn. golienden,„Illen Geburtstagskindern unsern herzlichen z. Und als wir endlich bei anbrechender Dunkelsheit fertig waren und noch einmal von außen die Glückwunsch! Donnerstag: mittags: Porreegemüse, Königsberger Klovs. Kaverntunke, Kartoffeln. Zwiebackauflauf: abends: Vollkornbrot mit gem. Aufschnitt. Hagebuttentee. .„Freitag: mittags: Pfannkuchen, Blumenkohl. Tunke=Kartoffeln: abends: Quarg mit Pellkartoffeln. Deutscher Tee. " Sonnabend: mittags: Wirsing mit Risotto(Rez.): abends: Berchamellkartoffeln. Endiviensalat, Vollkornbrot. Deutscher Tee. Sonntag: mittags: Blumenkohlsuppe, Rosenkohl, Schnitzel, Kartoffeln. Tunke, Zitronencreme: nachmittags“, Weihnachtsgebäck(Rez.): abends Bunter Salat mit Feldsalat, Käsebrote. Apfelschalentee. Montag: mittags: Brotsuppe mit Rosinen. Kartoffelbrei. Wurstebrot. Zwiebeltunke; abends: Nudeln mit Kompott. Vollkornbrot, Hagebuttentee. Rezept 1: Mohrrübensupve. 30 g Speck, 30 g Hefe, 1 ka Mohrrüben, 4 Eßlöffel geriebenes Schwarzbrot, 1¼ 1 Wasser.— Man hackt den Speck sein, röstet darin das Brot an und fügt die Hefe bei. Dann füllt man mit dem Wasser auf, fügt die geputzten und geriebenen Möhren bei und läßt alles garkochen. Man kann die Suppe durchschlagen und mit gehackten grünen Kräutern bestreut anrichten. Rezept 2: Wirsing mit Risotto. 30 g Fett. 25 g Hefe, 1 Liter Würfelbrühe oder Wasser, sund langsamen Plätze gewohnt hatte, vermochte ihn keiner der Japaner mehr zu schlagen. Gespielt wurde sin Japan, Tokio, noch in Nakamura, Osaka, Nogaya. Mukden, Harbin, Tientsin und Peking gab es nur * Schaukämpfe. Überall wurden die Deutschen mit großer Zuvorkommenheit empfangen und die Zahl der ihnen zu * Ehren veranstalteten Empfänge ist genau so groß wie die Sihrer Spiele. Die Japaner werden im nächsten Jahr seinen Gegenbesuch machen und mit ihren beiden besten * Spielern nach Deutschland kommen. Henkel brachte noch eine weitere erfreuliche Nachricht mit. Japans Winter2 mittlere Köpfe Wirsing. 80 g Reis, Salz nachs portler haben die Einladung, die ihnen Dr. Blunck Geschmack.— Der Wirsing wird zerschnitten und ins Hamburg) im Namen des Reichssportführers überWasser gebrüht. In eine gefettete Form gibt man sbrachte, an der Internationalen Wintersportwoche Garden gewaschenen Reis und den Wirsing, bräunts misch=Partenkiichen teilzunehmen, angenommen. Die das Fett in einem Tiegel. löst die zerbröckeltes Japaner wollen mit fünf oder sechs Ski=Läufern sowie Hefe darin auf und verrührt—2 Minuten aufs einer Kunstläuferin, wahrscheinlich Etsuko Inada, nach kleinem Feuer, dann gießt man mit der Wirsing=s Garmisch kommen. Die deutschen Tennisspieler haben brühe auf, läßt 10 Minuten kochen, gibt die Tunkes Moskau noch am Montagvormittag verlassen und werüber den Wirsing und läßt das Gericht gar am Mittwoch wieder in Berlin eintreffen. dämpfen. Man schmeckt mit Salz ab. „Pezevt;, Weibnachtsgebäck. Svit:: Metze bei Rewußtsein Feit. 1 Selsstel# is.„.50 8 Farinzucker. 50 g, Fesice dei wewapiseln. Rosenwasser 1 Teelöffel Pottasche,s Das Befinden des am Sonntag bei den Radrennen in sel. Kaxdamon, 1 Teelöffel Zimt, 1 Tee= der Deutschlandhalle gestürzten Dauerfahrers Erich Metze Melten) oder gemischtes Gewürz=s(Dortmund) ist wohl ernst, doch gibt es zu Besorgnissen wicd peritäsiat und kaltgehels, Zucegnd Fettzieinen Anlaß. Die genaue ärztliche Untersuchung ergab mit den übrigen Zutaten. außer einem Bruch der Schädelbasis eine schwere GeGaccben darn Zutaten vermischt und zum Honigs hirnerschütterung und einen Schlüsselbeinbruch. Nach gegeben. Dann werden—3 cm breite Rollen ge=seiner ruhigen Nacht hat der Weltmeister das Bewußtsein in Dreiece geschniten Es st zu hoffen, doß die robufgpeten dem mit Glasur Adervinseln kann. J unialles zu sbere Volgen des Honigplätzchen man unsaues zu überwinden.“ „##mtenlähchen: 250 g Honig, 125 g Fa; rinzucker, 1 Eßlössel Butter, 500 g Mehl, 1 bee: Die Jurneiege##### häuften Eßlöffel gemischtes Weihnachtsgewürz. 13““ 2eege der Kriegsmarine Paket Backvulper oder 15 g Pottasche. Der Teig;„In der Breslauer Jahrhunderthalle kommt am wird wie oben zubereitet ausgerollt und zus Sonntag, 8. Dezember, der große TurnervergleichsSternforren ausgestochen. Bei mäßiger Hitzeskampf Kriegsmarine gegen Lustwafse zur Durchführung. .. en Zucker wenden. Während die Lustwaffe, deren Mannschaft sich in erster " Spriuratius: 250 g Mehl. 65 g Marga=sLinie auf den Zwölfkampfsieger Flieger Willi Stade rine. 125g Farinzucker. 1 Eigelb. ½ Päckchen Back=sstützen dürfte, die Mannschaft noch nicht aufgestellt ist, hat pulver. k Eßlössel Gewürze,—4 Eßlöffel Wasser.s die Kriegsmarine bereits folgende 8 Turner namhaft ge— Fett schaumig rühren, Zucker und Eigelb hinzu=smacht: Oberfeldwebel Unteutsch, Bootsmannsmuat geben. Gewürz und Backpulver mit dem Mehl mi=FFinke, Mechanikermaat Pflästerer. Maschinenmaat schen, nach und nach hinzugeben. Der Teig wirds Schmidt, Oberfeldwebel Höper, Obermaschinenmant ausgerollt und mit Spekulatiusformen ausge Schröter, Feldwebel Gauck und Moschinengefreite s Mierke. stochen. Sir bollg farl PitTe Fe. Glerchnil enne. g n?. 3. Dezember Chronil Des Eiserne Areu seit vor dem Feinde Roxeler Straße 329, gohen Norden steht un schweren Gebirgskämp Hohes Alter. 96 unsere Mitbürgerin geb. Rothert, Neustra sen Grüße und die de in glücklichen Ledens Der Bauer Anlo Gelmer 39 wohnhaft, Lebensjahr. Bauer und liest noch täglichd Zwei Dienstsubild wochtmeister„Martin und Revier=Leutnant cm 2. 12. 1940 sein Schutzpolizei. Znteilung aus Ab Abschnitt„Nähmittel dürfen, nach einer Bei en für Kleidung und Gegenwert von 30 Pf und bezogen werden: von Nähseide und Se Wertes auf den Absa Bezugscheinstellen schlossen. Wegen der neuen Lebensmittelka vom Mittwoch bise geschlossen. Wir verr heutigen, Anzeigenteil. Treudienstabzeicher pensionäre. Für die zeichens in die zurzei des Gebietes des Al standsbeamten ist nac schriften die Dienstzei den Ruhestand zurück anzurechnen, die sie se tigung ableisteten. Kraftradfahrer sli stürzte ein Kraftradfa letzungen. Er wurde Kraftrad entstand Sai ist noch nicht geklärt. Radfahrer versch Warendorfer Straße zwischen einem Lastk einem Straßenbahnw letzungen davon. Alle Schuld an dem Unfa Fahrrad nicht beleuch Von der Straßenb 23 Uhr wurden auf Fußgänger infolge 1 bahnwagen angefahre „Erst Weihnachtei nachtsgaben, auch Fel zeitig eingeliefert wer nicht vor dem Fest ge „Erst Weihnachten öf Aus de Ortsgruppe Kinde mittelkarten erfolgt von 9 bis 2 Uhr au Die Karten müssen Dr. Kuhlmar Wul Osnabrücker A Die Männer vom erfahren in vielerlei raschen. Dennoch bei Berliner Filmfachleut der Farbfilm eines Schmalfilm über Bal Arzt Dr. G. Mahn Dieser Arzt hat v die ganze Welt bere Reisen erwachsene K schon ungewöhnlich i ein leidenschaftlicher den frühen Schuljahr Zeit des Films bege Weltkriege— mit ersten Aufnahmen. querte mit einer eig von Arizona, wo sein fast ein jähes Endeg daß er ihnen mit dem würde. Eine andereland und Sibirien na und Indien kreuz u Mauer und die Mit ländisch-Indiens, die heiligen Stätten Jer wie der wilde Khait Grand=Canyon und Adamana— von schweigen. Alle diese Reisen festgehalten. Und es er sich auch der Fard sängen zuwandte und 9% Run ist das sich schon schwierig, Ffarbfilm. Feuchtigke Filme zu zerstören u Kußerdem ist es bei Aufnahme peinlich und dennoch schnell u damit wirklich undef Um die Scheuheit Mahn zumeist m Zilder mit einem St über die Aufnahmer der deutschsprachigen Presse.V. chen Versicherungg. ehde erhöhte vielfach Gegenstand t großes Interesse Regelung der Le. rs große Aufmerk. mit Rücksicht au gendes hingewiesen nen Lebensversiche. riegsrisikos in ihren so gab es z. B. jücklich ausschlossen. tliche Regelung für hgültig, ob private igen, dergestalt ge. sätzlich in alle Le. sohl für die Einbe. — eingeschlossen ig eines laufenden en, die nach dem inn, beantragt tomGefahrenzuschlag bensversicherungen, itragt worden sind, das Kriegsrisiko dem 1. 9. 1939 abe Gruppenversiche. zu zahlen ist. Beiges sind aber bis der schon vor dem herungsverträge. M Gendarmerie erden 41 Jahre alten pe aus Ostwennesem Heimwege die dabei das Genick ersteigerung Viehverwertungsie ursprünglich auf ste 148. MilchviehMünsterlandhalle 13. Dezember. oder frischmelken woch, dem 4. Denossenschaften oder ischen Provinzialu. b.., Münster, 45, erfolgen. Paderborn nber, halten die ir die Zucht des samm) und das er Rotbuntzüch143 Zuchtviehelangen schwarzschtbullen, sowie inder. Für die er Bullen wird re stammen aus egen Maul= und ft und Katalog Zuchtverbände. t der„Landeser“ reichsgekörte Jagen lauer Bahnhof den aus Japan n Heinrich Henkel Aufenthaltes auf enkel ist begeistert aus Anlaß der rhauses gestartet e. In diesen 42 zer als 30 Spiele ies in Tokio versig weichen Bälle e, vermochte ihn Gespielt wurde Osaka, Nogaya. king gab es nur itschen mit großer Zahl der ihnen zu u so groß wie die m nächsten Jahr ren beiden besten enkel brachte noch Japans Winternen Dr. Blunck sortführers überrsportwoche Garzenommen. 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Der Bauer Anion Große=Kleimann, St. Mauritz. gelmer 39 wohnhaft, vollendete am 2. Dezember sein 85. gebensjahr. Bauer Große=Kleimann ist noch sehr rüstig und liest noch täglich die WT3. Herzlichen Glückwunsch! Zwei Dienstjubiläen bei der Polizei. Polizei=Hauptwochtmeister Martin Streich beging am 1. 12. 1940 und Revier=Leutnant der Schutzpolizei Paul Kuballa §#9 1940 sein 25jähriges Dienstiubiläum bei der am Z. 14. 1920 fein 25jähriges Dienstjubilaum bei der Schutzpolizei. Zuleilung aus Abschnitt„Nähmillel“. Auf den Abschnitt„Nähmittel 2“ der zweiten Reichskleiderkarte dürfen, nach einer Bekanntmachung des Reichsbeauftragen für Kleidung und verwandte Gebiete, Nähmittel im Gegenwert von 30 Pfg.(Einzelhandelspreis) abgegeben und bezogen werden mit der Maßgabe, daß bei Abgabe von Nähseide und Seidenglanzgarnen nur die Hälfte des Wertes auf den Abschnitt anzurchnen ist. Bezugscheinstellen von Mittwoch bis Freitag geschlossen. Wegen der Vorarbeiten für die Ausgabe der neuen Lebensmittelkarten bleiben die Bezugscheinstellen vom Mittwoch bis einschließlich Freitag dieser Woche geschlossen. Wir verweisen auf die Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil. Treudienstabzeichen für wiederbeschäftigte BeamtenPensionäre. Für die Verleihung des Treudienst=Ehrenzeichens in die zurzeit im öffentlichen Dienst innerhalb des Gebietes des Altreiches wiederbeschäftigten Ruhestandsbeamten ist nach Maßgabe der allgemeinen Vorschriften die Dienstzeit, die sie bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand zurückgelegt haben, sowie die Dienstzeit anzurechnen, die sie seit dem Beginn ihrer Wiederbeschäftigung ableisteten. Kraftradfahrer stürzte. Auf der Hammer Straße stürzte ein Kraftradfahrer und erlitt dabei schwere Verletzungen. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Am Kraftrad entstand Sachschaden. Die Ursache des Unfalls ist noch nicht geklärt. Radfahrer verschuldet Jusammenstoß. Auf der Warendorfer Straße ereignete sich ein Zusammenstoß zwischen einem Lastkraftwagen, einem Radfahrer und einem Straßenbahnwagen. Der Radfahrer trug Verletzungen davon. Alle Fahrzeuge wurden leicht beschädigt. Schuld an dem Unfall ist der Radfahrer, weil er sein Fahrrad nicht beleuchtet hatte. Von der Straßenbahn angefahren. Am Sonntag um 23 Uhr wurden auf dem Katthagen zwei angetrunkene Fußgänger infolge Unachtsamkeit von einem Straßenbahnwagen angefahren und leicht verletzt. „Erst Weihnachten öffnen!“ Sendungen mit Weihnachtsgaben, auch Feldpostpäckchen, sollen möglichst frühzeitig eingeliefert werden. Wer wünscht, daß die Pakete nicht vor dem Fest geöffnet werden, vermerkt auf ihnen: „Erst Weihnachten öffnen!". „ Ein Millionenandrang ist zu bewältigen— Vergnügungsreisen müssen unter bleiben Wie die Reichsbahn den Weihnachtsverkehr regelt Der weihnachtliche Verkehr wird die Deutsche Reichsbahn auch in diesem Jahre vor besondere Aufgaben stellen. Schon vor dem Kriege nahm er um diese Zeit Formen und Ausmaße an, daß es der ganzen Organisierungskunst und des Einsatzes des gesamten Apparates an Menschen, Wagen und Maschinen bedurfte, um ihn reibungslos zu bewältigen. Denn, was größtenteils unbekannt ist: Weihnachten war für die Reichsbahn von jeher die Verkehrsspitze des Jahres schlechthin. Sie übertraf die von Ostern und Pfingsten bedeutend, sie lag auch wesentlich höher als die des Ferienbeginns. Aufs äußerste beansprucht In diesem Jahre ergibt sich nun in mehr als einer Hinsicht eine Situation, die es notwendig macht, den Reiseverkehr zu Weihnachten, insbesondere Vergnügungsreisen in die Berge, zum Skifahren und dergleichen, weitgehend zu unterbinden. Schon vor dem Kriege war die Deutsche Reichsbahn aufs äußerste beansprucht, denn sowohl die Uebernahme der ostmärkischen als auch die der sudetendeutschen und Protektoratsbahnen hatten die Abstellung von Menschen und Maschinen in großer Zahl notwendig gemacht. Inzwischen ist auch der größte Teil der früheren polnischen Staatsbahnen in die Verwaltung der Reichsbahn übergegangen, und auch im Westen liegt die Verantwortung für den regelmäßigen Verkehr in den Händen der Reichsbahn. Hinzu kommt, daß die Einziehungen zur Wehrmacht sich natürlich auch auf den Personalbestand weitgehend ausgewirkt haben, daß heute also weniger Kräfte zur Verfügung stehen als früher, und schließlich noch eins: daß die Reichsbahn natürlich auch militärische Aufgaben der verschiedensten Art zu erledigen hat. Weihnachtsverkehr wie noch nie Der Verkehr aber wird in diesem Jahre weit größer noch sein als im vorigen, ja nie gewesene Ausmaße annehmen. Einmal werden Hunderttausende von Wehrmachtsurlaubern zu befördern sein, dazu kommen mindestens ebenso viele Dienstverpflichtete, die über das ganze Reich verstreut in großen Industriewerken und staatspolitisch wichtigen Unternehmungen beschäftigt sind, außerdem zahlreiche ausländische Arbeiter, Italiener, Jugoslawen, Holländer, Belgier, Slowaken, die in der Mehrzahl ebenfalls für einen kurzen Weihnachtsurlaub „nach Hause“ fahren wollen. So wird es nicht übertrieben sein, wenn man diesmal mit einer in die Millionen gehenden zusätzlichen Belastung rechnet. Nun ist es selbstverständlich, daß Soldaten und Arbeiter, die monatelang, vielleicht ein ganzes Jahr lang, il#e Familien nicht gesehen haben, bei der Beförderung einen unbedingten Vorzug genießen. Die Reichsbahn hat sich auch darauf eingerichtet und Sonderzüge eingelegt, soweit diese überhaupt am Platze waren. Sie kommen aber in der Hauptsache für die ausländischen Arbeiter in Frage. Der Urlauberverkehr läßt sich nur„im großen“ mit Sonderzügen durchführen, im einzelnen wird auch er die fahrplanmäßigen Züge belasten. Die Dienstverpflichteten in Sammeltransporten zu befördern, ist sogar restlos unmöglich. Sie sind aus allen Gauen des Reiches an ihre Arbeitsstätten gezogen, diese Arbeitsstätten aber liegen ebenso über das ganze Reich verstreut. Die Reichsbahn hat aber mit der Industrie und der Arbeitsfront Verhandlungen über eine Lenkung des Dienstverpflichtetenverkehrs geführt und erreicht, daß sich dieser Verkehr wenigstens in zwei großen Wellen vollzieht, von denen die eine wahrscheinlich am Sonnabend vor Weihnachten, die andere unmittelbar vor dem Fest einsetzen wird. Reisendenstrom wird gelenkt Die Folgerungen für den rein„zivilen“ Verkehr ergeben sich daraus von selbst. Alle nicht unbedingt notwendigen Reisen sind zu unterlassen oder aber außervon einem Sportfreund Ein verdienter Förderer des SC Preußen Münster schied von Münster Bewegung Aus der Vrisgruppe Kinderhaus. Die Ausgabe der Lebensmittelkarten erfolgt am Mittwoch, dem 4. Dezember, von 9 bis 2 Uhr auf der Geschäftsstelle der NSDAP. Die Karten müssen an diesem Tage abgeholt werden. Der münsterische Fußballsport erlebte am 1. zember mit dem Gastspiel des Deutschmeisters Schalke 04 seinen diesjährigen Höhepunkt. Mit Stolz kann der SC Preußen Münster auf diesen Tag zurückblicken, an dem er vor 8000 Zuschauern den Beweis lieferte, daß der alte Preußengeist doch noch lebt. Trotz weiter und beschwerlicher Reisen waren die vereinstreuen Stammspieler Engelbert Kock Hannes Hülsmann, August Ausberg und Jedreyczak zur Stelle und trugen im Verein mit ihren Kameraden dazu bei, daß unser Deutschmeister— wie all die Jahre zuvor— um den Sieg kämpfen mußte. Auch Preußens Spielführer Dr. Althoff wäre zur Stelle gewesen, wenn ihn nicht kurz vor dem Spiel eine Versetzung weit von der Heimat geführt hätte. So erbrachte das Spiel gegen Deutschlands beste Fußballelf den Beweis, daß der SC Preußen Münster bei der ersten Friedensmeisterschaft wieder den großen Gegner abgeben wird, wie wir ihr vor dem Ausbruch des Krieges kannten. War der 1. Dezember somit für Münsters Gauligisten ein Tag der berechtigten Freude und HoffKuhlmann überreicht das Abschiedsgeschenk des SC. Preußen(Aufn.: Hülsbusch) nung auf bessere Zeiten, so fiel in diesen Freudenbecher aber auch ein bitterer Wermutstropfen. Denn am gleichen Tage nahm in Hermann Waldhoff der Inhaber des Vereinsheimes der Preußen Abschied von Münster, um beruflich nach St. Goar am Rhein zu übersiedeln. Was Hermann Waldhoff im Laufe eines Jahrzehnts für den SC Preußen Münster und damit für den münsterischen Svort geleistet hat, kann nur der ermessen. der mitten in der Sportbewegung steht und Freud und Leid unserer Vereine kennt. Wenn die Ortsgruvve Münster des RSRL im Namen der münsterischen Turn= und Sportvereine. wenn der SC Preußen Münster, wenn die 1. Fußballelf des SC Preußen und sogar die Elf des Deutschen Fußballmeisters Schalke 04 sowie zahlreiche münsterische Sportfreunde Hermann Waldhoff bei seinem Scheiden aus Münster in sinnvoller Weise durch ihre Abschiedsgeschenke ein Stück der westfälischen Heimat mit ins Rheinland gaben. so beweist dies zur Genüge, wie schmerzlich sie den verdienten Sportförderer und seine Gattin aus Münster scheiden sehen. Hinter dem prächtigen Bild des münsterischen Rathauses lasen wir als Widmung des SC Preußen Münster:„Der SC Preußen Münster von 1906 e. V. gedenkt in herzlicher Dankbarkeit der Treue und aufopferungsvollen Mitarbeit und Hilfe, die elf Jahre lang in guten und schlechten Zeiten der Inhaber seines Vereinsheimes, der Kamerad und Freund Hermann Waldhoff und seine verehrte Frau Gemahlin dem SC Preußen geleistet haben. Er dankt es weiter ihrer Sportbegeisterung, wenn das Vereinsheim des SC. Preußen Münster zu einem weit über Westfalens Grenzen ruhmhaft bekannten Treffpunkt der Mitglieder des RS=Reichsbundes für Leibesübungen geworden ist.“ Obwohl der FC Schalke 04 infolge der Kriegsverhältnisse prinziviell sogleich nach Beendigung seines Gastspieles zum Schalker Markt zurückfährt. nahm er am Sonntag noch Gelegenheit, zusammen mit dem SC. Preußen in einer kurzen Abschiedsfeier sich von seinem alten Sportfreund zu verabschieden. Der Vereinsführer der Schalker, Heinrich Pieneck, hob dabei die kameradschaftlichen Beziehungen zwischen Schalke 04 und dem Hause Waldhoff hervor, die auch nach dem Abschied aus Münster weiter gepflegt würden. Mit dem Schalker Schlachtruf verabschiedete sich dann der Deutschmeister von seinem guten Freund. Und so wünscht auch mit uns die münsterische Turn= und Sportgemeinde dem Sportkameraden Hermann Waldhoff zum Abschied, daß er in seiner neuen Heimat auch weiterhin dem deutschen Sport die Treue bewahrt. halb der Hauptreisetage durchzuführen, also vor dem 20 Dezembar und nach dem 5. Januar. In der Haupt: reisezeit aber sollte es Pflicht eines jeden Volksgenossen: sein, auf Vergnügungsreisen aller Art zu verzichten.: Daß Fräulein Anni, hübsch und warm verpackt, wäh: rend der Weihnachtstage„in den Wintersport" fährt,: mag ihr persönlich von Nutzen sein, von staatspolitischem: Interesse ist es nicht. Wichtig aber ist, daß Familien=s väter und Ehemänner, die monatelang fern von ihrer: Familie gelebt haben, Gelegenheit haben, wenigstens die? Weihnachtstage im häuslichen Kreise zu verleben. 2 Wenn aber auch dem Urlauber= und Arbeiterverkehr: unbedingt der Vorrang gegeben wird, so hat man doch: davon abgesehen, Weihnachtsreisen von bestimmten Be: dingungen abhängig zu machen. Immerhin hat man; eine gewisse Beschränkung getroffen. In allen größeren: Städten und auf allen größeren Bahnhösen werden; „Zulassungskarten“ eingeführt, die gleichzeitig: mi: dem Kauf der Fahrkarte ausgegeben werden. Diese; Zulassungskarte ist auf einen bestimmten Tag und auf: einen bestimmten Zug ausgestellt. Die Reichsbahn hoffts dadurch zweierlei zu erreichen: daß die Züge nicht überfüllt werden, und daß der Strom der Reisenden von den? allgemein beliebten und„gängigen“ Zügen umgeleitets wird auf andere, weniger bekannte, deren es ja, wie die? Erfahrung lehrt, eine ganze Reihe gibt. Das wichtigste bei alledem aber bleibt die Disziplin: des Reisepublikums. Oberstes Gebot für alle aber: wers nicht unbedingt verreisen muß, der bleibe: „zu Hause“ und überlasse die Vehrkehrsmittel der: Reichsbahn denen, die einen größeren Anspruch darauf: haben: den Soldaten und Arbeitern. Fahrpreisvergünstigungen für Kriagsbeschädole Der Reichsarbeitsminister hat entschieden, daß die für., das Kulenderjahr 1939 ausgestellten Ausweise zur Erlangung von Fahrpreisvergünstigungen für Kriegsbeschädigte auch für das Kalenderjahr 1940 gelten. Die Deutsche Reichsbahn hat zugelassen, daß die bisherigen, für die Kalenderjahre 1939 oder 1940 ausgestellten Ausweile ohne weiteres auch für das Kalenderjahr 1941 weiter gelten. Es handelt sich um folgende Ausweise: Bescheinigung für deutsche Schwerkriegsbeschädigte zur Benutzung der 2. Wagenklasse mit Fahrausweis 3. Klasse, Ausweis zur Benutzung des Abteils für Schwerkriegsbeschädigte und Bescheinigung zur freien Beförderung des Begleiters eines Schwerkriegsbeschädigten. Während die eisten beiden Ausweise von den amtlichen Fürsorgestellen ausgesertigt werden, obliegt die Ausfertigung der an dritter Stelle erwähnten Bescheinigung der Eisenbahnverwaltung. Zugleich gibt der Reichspostminister bekannt, daß Inhaber der genannten Ausweise bei den Dienststellen der Reichspost, besonders an den Schaltern, bevorzugt zu behandeln sind. Schart gegen schart „Noch eine Lage Korn, Herr Gastwirt!“ Der Wirt zückte die Flasche. Zum Einschenken kam er aber nicht mehr, denn im gleichen Augenblick ertönte Fliegeralarm. Von nervöser Hast war bei den Gästen keine Rede. wußten sie doch, daß zur Schankstälte ein Luftschuttkeller gehörte, wie es die Polizeivorschrift verlangt. Als der Besteller der Lage Korn an der Theke vorüberging, plinkte er dem Wirt zu: „Die Flasche bringen Sie man mit runter, und genügend Gläser auch, unten geht’s weiter!“ „Nichts zu machen“, wackelte der Wirt ernst mit dem Zeigesinger.„Ausschank im Luftschutskeller streng verboten! Ich werde mir doch keine Laus in den Peiz setten!“ Der Gast wischte die Einrede wie eine Nebensächlichkeit jort:„Was denn für Laus? Die Lage Korn habe ich doch schon vor dem Alarm bestellt! Und... Gepetst wird nicht! Wir sind doch alles erwachsene Leute! Immer milgenommen die Buddel!“ Der Gastwird ließ sich breitschlagen. Er packte Flasche und Gläser in einen Weidenkorb, und im Luftschutskeller begann bald darauf ein fröhliches Zuprosten. Wie man gerade wieder dabei war, eine neue Lage hinter die Schlipsknoten zu giessen, kamen drei unisormierte, ernste Männer in den Keller. Kontrolle! Bleich wie eine Ofenkachel war der Gastwirt:„Da haben wir den Salat! Hab ich's nicht gleich gesagt? Jetrt explodiert die Flasche!“ Salzsäulen gleich saßlen die Zecher da. „Stimmt“, meinte einer der Beamten,„denn nach erfolgtem Fliegeralarm darf in Gaststälten nicht mehr ausgeschenkt werden, auch in Luftschutskellern, die zu einer Schankstätte gehören, ist es verboten, Getränke zu verabfolgen. Wo scharf getrunken wird, wird scharf durchgegrissen. Bitte die Namen, meine Herrschaften?" Der junge Kaufmann erhält sein Lehrhest Der Kaufmannslehrling bekommt bei Beginn seiner Lehrzeit ein Lehrheft, in das die Etappen der betrieblichen Ausbildung eingetragen und vom Betriebsführer bescheinigt werden. Bisher verblieb das Lehrheft nach der Kaufmannsgehilfenprüfung bei den Prüfungsakten der zuständigen Industrie= und Handelskammer. Der Reichsarbeitsminister hat sich in einem neuen Erlaß damit einverstanden erklärt, daß in Zukunft das Lehrhest dem Lehrling nach Beendigung der Lehre überlassen wird. Weitere Eintragungen dürfen dann natürlich nicht mehr vorgenommen werden. Diese Neuregelung ist deshalb wichtig, weil jetzt der junge Kaufmannsgehilfe das Lehrheft auch nach Beendigung der Lehrzeit zum Nachweis seiner Berufsausbildung verwenden kann. Ein beachtliches Akkordeonkonzert Schöne Beweise von Musizierfreudigkeit bei„Kraft durch Freude“ Am Sonntag konnten wir in der Hermann=Lönsschule einem ungewohnten Konzert der NS=Gemeinschaft „Kraft und Freude" beiwohnen, welches von einer „Akkordeon=Spielgemeinschaft" veranstaltet wurde. Der Leiter der Veranstaltung, Musiklehrer Josef Connette, wies in einer einführenden Ansprache darauf hin, daß der Anlaß zu diesem Akkordeonkonzert der Wunsch der Spieler sei, einmal zu beweisen, daß das Akkordeon auch gute Musik vermitteln könne. Junge Schüler und Schülerinnen der Musikschule hatten sich zusammengefunden, um Lieder, Tänze und Märsche auf Akkordeons mit und ohne begleitende Instrumente zu Gehör zu bringen. Der erste Tei der Konzertes begann mit einem frischen Jägermarsch für drei Akkordeons. Im weiteren Verlauf hörte man Volkslieder und Tänze, wobei die wechselnde Instrumentierung mit Violine, Cello, Flöte, Oboe, Klarinette, Klavier und Akkordeons den Vorträgen ihre eigenen Klangreize gb. Zu bemerken ist hier die vielleicht erstmalige Zusammenstellung von Holzbläsern und Akkordeons. Dazwischen sah man in einer Spielbearbeitung von I. Connette zwei Volkslänze, von einer Tanzgruppe des BDM unter Magdalene Sieger einstudiert, die gut gefielen. Nach einer Pause zeigten die jungen Spieler in Solostücken ihre technische Fertigkeit mit Melodien aus Operetten von Joh. Strauß, Lanner, Zeller und Lincke. Wie der Leiter der Spielgruppe bereits zu Beginn aus. führte, bedeutet Paul Lincke die äußerste Grenze bei der Auswahl der einzuübenden Stücke. Die Musikschule sähe es als ihre Hauptaufgabe an, das volkstümliche Lied den jungen Menschen zu vermitteln. Zum Schluß hatten sich alle Spieler zum Vortrag einer Ouvertüre zusammengefunden, in der die Zuhörer die musikalische Fertigkeit des Meisters im Akkordeonspiel, I. Connette, bewundern konnten. Aus dem reich gespendeten Beifall mögen alle Darbietenden entnommen haben, daß sie den Anwesenden während zweier Stunden Freude bereiteten, jedoch auch, daß der Weg, den sie beschritten haben, bei weiterem intensiven Studium und der Überwindung technischer Schwierigkeiten zum sicheren Erfolge führen kann. Wandern gibt Freude Natur= und Heimatliebe sind zwei Begriffe, die sich decken und im Durchwandern der Natur ihren lebendigsten Ausdruck finden. Das war am Sonntag mal wieder denen offenbar, die mit dem Baumbergeverein dessen erste Winterwanderung mitmachten. Als Wanderziel des Vormittags war Telgte festgelegt, das man ja auf mancherlei schönen Wegen erreichen kann. Die schönsten führen nach Ueberquerung der Werse bei Pleistermühle durch die Wälder und Felder der Bauerschaft Schwienhorst. Von ihrer Schönheit konnten die Wanderer sich am Sonntag erneut überzeugen. In Telgte bestiegen die munteren Wanderer den Zug nach Warendorf, wo ein kurzer Rundgang durch die schöne und mustergültige Kreisstadt folgte. Dann ging es wieder zum Tore hinaus auf gewollten Umwegen nach Freckenhorst, das als Ziel der beim Mittagessen vom Vereinsführer, Oberst Schmidt=Hern, angekündigten„Fahrt ins Blaue" bekanntgegeben war. Wie zwei gar nicht so weit auseinander liegende Landschaften verschiedenen Charakters sein können, bewies die Nachmittagswanderung, namentlich der letzte Teil, wo das Kirchpättken durch einen der sehr schönen Hochwälder führte, die sich um Freckenhorst hinziehen. Wenn auch den meisten der Wanderer das schmucke alte Stiftsdorf mit seiner baugeschichtlich bedeutsamen Stiftskirche bekannt war, so waren doch alle von neuem begeistert von dem gepflegten Zustand und köstlichen Reiz, den dieses berühmte Dorf den Besuchern bietet. Wunderians Ban neu entsrat Osnabrücker Arzt schuf den ersten Farbfilm einer untergehenden Märchenwelt Die Männer vom Film sind zumeist weit gereist, sind erfahren in vielerlei Dingen und nicht leicht zu überraschen. Dennoch bedeutete es für einen kleinen Kreis Berliner Filmfachleute eine Sensation, als ihnen kürzlich der Farbfilm eines Amateurs vorgeführt wurde, ein Schmalfilm über Bali und Indien, den der Osnabrücker Arzt Dr. G. Mahn gedreht hat. Dieser Arzt hat vor und nach dem Weltkriege nahezu die ganze Welt bereist. Wenn die aus diesen langen Reisen erwachsene Kenntnis von Ländern und Völkern schon ungewöhnlich ist, so kommt hinzu, daß Dr. Mahn ein leidenschaftlicher Freund der Kamera ist. Schon in den frühen Schuljahren photographierte er; und als die Zeit des Films begann, machte er— lange vor dem Weltkriege— mit einem primitiven Amateurkino die ersten Aufnahmen. Er bereiste Nordamerika und durchquerte mit einer eigenen Karawane die blaue Wüste von Arizona, wo sein Besuch bei den Nawajo=Indianern fast ein jähes Ende gefunden hätte, denn jene fürchteten, daß er ihnen mit dem Photographieren die Seele nehmen würde. Eine andere=Fahrt führte Dr. Mahn über Rußland und Sibirien nach Japan, das er ebenso wie China und Indien kreuz und quer durchstreifte. Die Große Mauer und die Ming=Gräber, die Plantagen Niederländisch-Indiens, die Pyramiden Aegyptens und die heiligen Stätten Jerusalems sind ihm ebenso bekannt wie der wilde Khaibarpaß nach Afghanistan oder der Grand=Canyon und die versteinerten Wälder von Adamana— von den Ländern Europas ganz zu schweigen. Alle diese Reisen hat Dr. Mahn in vielen Bildern lestgehalten. Und es war für ihn selbstverständlich, daß er sich auch der Farbphotographie seit ihren ersten Anlängen zuwandte und alle ihre Entwicklungsstufen mitnachte. Nun ist das Photographieren in den Tropen an lich schon schwierig, erst recht aber die Arbeit mit dem Ffarbfilm. Feuchtigkeit und Hitze wetteifern darin, die Ffilme zu zerstören und vor allem die Farbe zu zersetzen. Außerdem ist es beim Fardfilm notwendig, vor jeder Aufnahme peinlich genaue Lichtmessungen anzustellen und dennoch schnell und vor allem undemerkt zu filmen, damit wirklich unbefangene Szenen gewonnen werden. Um die Scheuheit der Eingeborenen zu bannen, hat Dr. Mahn zumeist mit einem Apparat gearbeitet, der die Zilder mit einem Spiegel einsing, so daß die Zuschauer wer die Aufnahmerichtung getäuscht wurden. Aus der Fülle der farbigen Bilder, die Dr. Mahn von den Reisen der letzten Jahre heimbrachte, sind diejenigen von Bali am schönsten und eindrucksvollsten. Er hat das Märchenland Bali in all seiner Farbenpracht noch einmal und für den Fardfilm zum erstenmal entdeckt und dort ebenso wie in Indien das wirklich Echte und vom Fremden noch Unberührte aufgespürt. Schon 1911 war er auf Java gewesen, hatte weite Strecken der Insel zu Pferde durchquert und vor altem die alte Tempelkultur studiert; sein Buch über den Tempel von Voro Budur war die Frucht dieser Reise. Die so gewonnenen Erfahrungen machten es ihm leicht, bei seinem ersten Besuch auf der Nachbarinsel Bali im Jahre 1938 das Echte von dem Unechten, das Urtümliche und Unverfälschte von der Tünche zu unterscheiden, die dort immer stärker aufgetragen wird. Da die damals gewonnenen Farbfilme Dr. Mahn noch nicht befriedigten, begann für ihn eine Zeit neuen Probens und dauernden Abwägens. Er filmte überall in Deutschland, wo ihm in unserer engeren Heimat die Farbspiele des Kurparks zu Pyrmont beliebte Objekte waren, suchte für seinen Film aber auch in Italien und Griechenland, in Portugal und auf Madeira farbige Landschaften. Im Frühjahr 1939 fuhr er dann wiederum nach Bali, filmte dort längere Zeit, besuchte dazu Java und Sumatra und Indien und gewann eine Fülle herrlicher Bilder. Die leidenschaftliche Besessenheit des Filmamateurs und die Tropenerfahrungen des Weltreisenden ergaben im Verein mit dem zäh erarbeiteten technischen Wissen und einer ausgeklügelten Apparatur farbige, Filmaufnahmen, wie sie bis dahin nicht erreicht wurden, vor allem nicht in jenen Filmen, welche Schwarz=WeißAufnahmen zeigen, die nachträglich koloriert worden sind. Die Reise zurück wurde mit einem Flugzeug gemacht, damit die wertvollen Filme so schnell wie möglich aus dem gefährlichen Tropenklima herauskamen. Aus der Vielzahl der Aufnahmen hat Dr. Mahn die schönsten und bezeichnendsten zu einem 500 Meter langen Schmalfilm zusammengefügt, der ein geschlossenes Bild von Bali vermittelt und als Ausklang lebendige Straßenszenen aus der indischen Wüstenstadt Jodpur zeigt. Die Landschaften und Tempel Balis, das ungebundene und fröhliche Leben der Eingeborenen, Tänze, Prozessionen und Leichenverdrennungen— all das ist zu einer Bildfolge vereint, die ungemein fesselt. Das Ueberraschende ist die Fardigkeit dieses Füms, die in ihrer Reinheit durchaus einmalig und immer wieder verblüffend ist. Die kupferbraune Haut der Balinesen, die Buntheit ihrer Gewänder, das satte Grün der Wälder und das schillernde Blau der Südsee sind erstmals in all ihrer Natürlichkeit auf den Filmstreifen gebannt worden. Als der Film vor einiger Zeit in zwei geschlossenen Veranstaltungen in Osnabrück gezeigt wurde, erregte er begreiflicherweise Staunen und Bewunderung; und die Achtung vor dieser Leistung war unter den fachmännichen Beurteilern der eingangs erwähnten Berliner Vorführung nicht geringer, in Kenntnis der Schwierigkeit eines solchen Unternehmens womöglich noch größer. Dabei geht es ja nicht nur um die ungewöhnliche technische Leistung und um die Augenweide, die dieser Bildstreifen bietet. Vielmehr hat ein Deutscher auf diese Weise Tempel und andere wertvolle Denkmäler Balis im Bilde festgehalten, die vielleicht in wenigen Jahren schon für immer verschwunden sind. Die vielberühmten balinesischen Tempelbauten verfallen in dem feucht=heißen Klima ungemein schnell; und das ist um so bedauerlicher, als si# Balinesen von fremden Eindrücken sehr leicht zu beeinflussen sind. So verschwindet ihre alte Baukultur immer mehr hinter indisch, siamesisch oder japanisch, erst recht aber hinter europäisch bestimmten Nachahmungen. Schon heute steht nicht selten vor einem balinesischen Tempel statt des Abbildes einer alten heimischen Gottheit das Zerrbild eines Europäers in Tropenkleidung oder Jagdanzug. Dieses Filmwerk des Osnabrücker Arztes hat also eine Bedeutung, die weit über die Freude am Ungewöhnlichen hinausgeht. Wenn dieser Schmalfilm am 15. Dezember im Rahmen einer WHW.=Veranstaltung in Osnabrück erstmals der Oeffentlichkeit vorgeführt und anschließend in einer Reihe deutscher Großstädte gezeigt wird, so wird er deshalb vor allem bei jenen Aufmerksamkeit erwecken, denen das Vergehen jener alten Kultur bekannt und damit die Größe dieser Pioniertat eines deutschen Filmamateurs erst recht bewußt ist. H. Schulze-Gattermann. 25 Jahre im Diensie der deutschen Kunst Die Glückwunschadresse an Erich Pabst Die am Sonnabend nach der Erstaufführung des Faust II verlesene Glückwunschadresse an den Leiter der Städtischen Bühnen Münster, Intendant Erich Pabst, hat folgenden Wortlaut: Im Fühlen und Denken jedes Menschen ruht eine Kraft, die uns wunderbar zu verzaubern vermag, wenn ein Berufener sie im Gedichteten lebendig, im Element des Theatralischen zur Tat werden läßt. 25 Jahre von 50; Ihr haldes Leben haben Sie, Erich Pabst, nun für das Recht der Dichtung, für die Wahrheit der dramatischen Darstellung und für die Geltung des Theaters im Leben unseres Volkes gekämpft. Sie haben den Vielen Verdorgenes sichtbar machen und sie erschüttern können, und durch Ihre Leistung Erkenntnisse schaffen helfen, welche gerade Ihre so gewonnenen Freunde aufs innigste mit Ihrem Wesen und Wollen verknüpfen, sei es als Gleichgesinnte, als Verehrende, als Schüler. Nur eine kleine Zahl von ihnen kann hier mit ihrem Namen Zeugnis geben von dem, was lebendig fortwirk! und was die Ernte einer so befruchtenden Arbeit, eines schöpferisch so bewegenden und gestaltenden Ledens ist. Aus Neigung, Dankbarkeit und Liede Aller aber fließt ein Strom von Wünschen und Gedanken unentwegt zu Ihnen hin, der Ihnen die schönsten Jahre der Reise, die nun kommen werden, erquicken möge. Axel von Ambesser, Elisabeth Gräfin von Askanien, Friedrich Bethge, Einst Bacmeister, Felicitas Barg, Hans Baur, Gerhard Bienert, Martin Borne, Eduard Bornschein, Walter Brandt, Frigga Braut, Harry Buckwitz, Freiherr von Cetto. Freifrau Cesca von Cetto, Gitta von Cetto. Otto Daue. Lilly Dürre, Hans Eick, Karin Evans, Helga Dürre, Willo Gallwitz, Hilde Groh, Hans Fitz, Martin Egelkraut, Max Gülstorfs. Hella Graf, August Hausmann, Erna Hausmann, Dr. Hans Hausmann, Dr. Max Herre, Leo Herzog, Eva=Charlotte Hoegel. Ernst Hermann, Erich Keddy. Otto Eduard Hasse, Anne=Li Hermann, Sobille Haastert, Dr. Kleindinst, Charlotte Kühlmann, Bernhard Klein, Sylva Klein, Curt Hotel, Walter Kordt. Ludwig Körner, Magda Karder, Eduard Marks, Annemarie Marks=Rocke, Dr. Kurt Lowien, Erika Meingast, Hedwig Makroski, Lothar Müthel. Ernst Walter Mitulfny, Professor Paul Menge, Rose Oehmichen, Walter Oehmichen, Franz Richlisch, Helene Osterath, Wolfgang Rößler, Else Quecke, Dr. Richard Paulmann, Märtl Sick, Esther von Reichlin, Marga Reuter=Müthel, Hans W. Rückle, Melanie Rückle, Hane Herm. Schaufuß, Helmut Schäfer, Peperl=Schröger, Ritter Dr Wilh. v. Schramm, Fred Schulze=Holz. Gustav Steinbömer, Anni Keim Straut, Erna Sellmer, Luise Schmidt=Rooschütz. Aliee Treif, Dr. Gewald, Joomar Schmidt, Alf von Sivers Emil Wagner und Frau Uja Wagner, Ruty Wolder=Wizenmann, Nathias Wieman. In den Bastelstuben unserer Lazarette herrscht in diesen Wochen Hochbetrieb. Es ist„Weihnachtssaison“. Mit viel Fleiß und Geschick sind die Verwundeten dabei, hübsche kleine Geschenke und Spielzeuge herzustellen(Scherl-.) Netz von deutschen Büchereien Generalgouvernement erfüllt kulturelle Aufgaben Die Schaffung eines neuzeitlichen Büchereiwesens, das in erster Linie den Reichs= und Volksdeutschen eine Auswahl besten Schrifttums aller Gebiete vermitteln soll, gehört mit zu den kulturellen Aufgaben, an deren Lösung im Generalgouvernement gearbeitet wird. Zum einheitlichen Aufbau eines solchen Büchereiwesens im Sinne der nationalsozialistischen Bestrebungen Großdeutschlands ist in Krakau eine„Zentralstelle für das Büchereiwesen" beim Amt des Generalgouverneurs, Abteilung Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, errichtet worden. Der Aufbauplan sieht zunächst größere deutsche Büchereien in Krakau, Warschau, Radom und Lublin sowie einigen weiteren Orten vor. Dann wird allmählich ein Netz von kleineren ortsfesten Stand= und Wanderbüchereien für die Deutschen im Generalgouvernement entstehen. — 2) MFA Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. — 3. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Reges Leben bei Münsters Schützen Nummer 332 Tagung des Unterkreises Münster-Stadt— Stolzer Erfolg der Sammelaktion der 1. Reichsstraßensammlung für das Kriegs-WIIW 1940/41 Daß der Schießsport im Unterkreise Münster=Stadt trotz der Kriegszeit sehr aktiv ist, das konnten wir an Hand unserer Berichte über Schützenkämpfe wiederholt belegen; das kam aber auch in der letzten Versammlung des Unterkreises zum Ausdruck, die in der Ratsschänke zu Münster stattfand. Unterkreisschützenführer Kraneseld konnte eine stattliche Anzahl Vereinsvertreter sowie Kreisschützenführer Edbers und den Gebietssachwart für Schießen, Gefolgschaftsführer Prekel, begrüßen und ging dann auf die zur Debatte stehenden Punkte der Tagesordnung ein. Bis zum 15. Dezember 1940 werden die Fernwettkämpfe des Deutschen Schützenverbandes ausgetragen, an denen sieben münsterische Schützenvereine mit ihren Mannschaften teilnehmen. Das Opferschießen für das Kriegs=WHW 1940/41 ist verbandsseitig auf den 2. bzw. 9. März 1941 festgesetzt worden. Fünf Vereine Münsters führen die Vereinsmeisterschaft mit der Luftbüchse durch, deren Ergebnis bis zum 12. Dezember 1940 an den Unterkreisschützenführer Kraneseld, Münster, Hornstr. 2, zu melden ist. Die Unterkreismeisterschaft folgt am 14. Dezember bei Kimina, Wolbecker Straße. Der nächste Schießwartlehrgang für Schießwarte des Deutschen Schützenverbandes findet Mitte Dezember in Dortmund statt. Unterkreisschützenführer Kranefeld verbreitete sich des weiteren eingehend über die Munitionsbeschaffung, die Frage des Nachwuchses und die Wichtigkeit der Kreigschronik, die jeder Verein zu führen habe. Die 1. Reichsstraßensammlung für das Kriegs=WHW 1940/41 am 21. und 22. September erbrachte die schöne Summe von 4545,95 RM., ein Sammelergebnis, auf das der Unterkreis MünsterStadt mit Recht stolz sein darf. Gebietsfachwart für Schießen, Gefolgschaftsführer Prekel, wies in seinem eingehenden Vortrage auf den Bannleistungswettkampf der H3 hin, der seinem Abchluß entgegensehe. Im Jahre 1941 finden die Deutschen Jugenomeisterschaften erstmalig auch als Mannschaftskämpfe statt und liege es nun an den Schützenvereinen selbst, kampfstarke Mannschaften aufzustellen. Gefolgschaftsführer Prekel unterstrich ganz besonders die Wichtigkeit des Nachwuchses in den Vereinen, von seiten der H3 sei alles mögliche hierfür getan. Kreisschützenführer Ebbers sprach Unterkreisschützenführer Kranefeld seinen Dank aus für die mustergültige Führung des Unterkreises Münster=Stadt und gab der Hoffnung Ausdruck, daß dieser Unterkreis auch in Zukunft ein Musterkreis bleibe. Sein Dank galt auch den Vereinsführern für ihren tatkräftigen Einsatz bei der 1. Reichsstraßensammlung. Der Kreisschützenführer zeichnete sodann die Siegermannschaften der beiden letzten Großkampfschießen durch Ueberreichung von Urkunden aus. Nachdem noch einige interne Angelegenheiten des Unterkreises ihre Erledigung gefunden hatten, betonte der Unterkreisschützenführer, daß es Aufgabe der Schützenvereine sein müsse, gerade die Jugend für den schönen Schießsport zu begeistern und so den Nachwuchs in den Vereinen zu sorgen. Die 53Motorgefolgschaft hat die besten Schützen Um den Stand der Schießausbildung in der HitlerJugend noch mehr zu steigern und andererseits aufeinander abgestimmte Kampfmannschaften heranzubilden, hatte der.=Gebietsfachwart für Schießen, Gefolgschaftsführer Prekel für den Bann Münster=Warendorf(13) einen Leistungswettkampf im Kleinkaliber= schießen ausgeschrieben, der, das sei vorweggesagt, großen Anklang gefunden hatte. Nicht weniger als 22 Gefolgschaften beteiligten sich an den Wettkämpfen, die auf den Ständen des Schützenhofes ihren Abschluß fanden. Jede Gefolgschaftsmannschaft bestand aus fünf Schützen, die je fünf Schuß liegend freihändig, kniend und stehend freihändig— 15 Schuß mit der Kleinkaliberbüchse auf die 12er Ringscheibe, 50-Meter=Stand, schossen. Es galt, die Gefolgschaft zu ermitteln, die sowohl im Erwerb der Schießauszeichnungen als auch im Mannschaftskampf insgesamt die meisten Punkte erzielt hat. Als Favorit auf Grund der schon erhaltenen Punkte ging die Motor=Gefolgschaft 1/13 in diesen letzten Kampf und sie behauptete sich auch hier. Mit ihr ist die beste und beständigste Gefolgschaft verdient Sieger geworden und kann auf ihren Erfolg mit Recht stolz sein. Sie erzielte 353 Punkte, während die Nachrich= ten=Gefolgschaft 1/13 mit 244 Punkten den zweiten Platz sicher hatte vor der Fliegrgefolgschaft 3/13 mit 130 Punkten, der Gefolgschaft 8/13 mit 118 Punkten und der Gefolgschaft 1/13 mit 95 Punkten. Diese fünf Gefolgschaften erhielten vom Gebietsfachwart Prekel Munition, die ihnen allen sehr willkommen war und den besten Lohn für ihre Mühe und Arbeit der letzten Monate darstellt. Die H3 des Bannes 13 hat die in sie gesetzten Erwartungen restlos erfüllt und erneut bewiesen, daß mit ihr auch in Zukunft zu rechnen sein wird. Pokal für Liebfrauen=Schützen Es war ein schöner Kampf, den sich die Vereinigten Schützenbruderschaften Liebfrauen, der Schützenverein„Neutor“ und die Neue Uppenberger Schützengellschaft auf den Schießständen der Wirtschaft Kranefeld an der Grevener Straße lieferten und der von Anfang bis zum Schluß gleich interessant und spannend verlief. Acht Schützen eines jeden Vereins stellten sich zum Kampf und schossen drei Schuß stehend aufgelegt und zwei Schuß stehend freihändig— 5 Schuß mit dem Wehrmanngewehr auf die 20kreisige Lorenzsche Figurenscheibe, 100=Meter=Stand. Gleich zu Anfang legten sich alle Schützen mächtig ins Zeug, denn jeder wollte sein Teil dazu beitragen, seinem Verein zum Siege zu verhelfen und in den Besitz des vom Unterkreisschützenführer Kranefeld gestifteten Pokals zu bringen. Immer interessanter gestaltete sich diese vierte Begegnung zwischen den drei Vereinen von der„Niepaote“, je mehr sich der Kampf seinem Ende näherte. Vor allem waren es die Schützen von„Neutor“, dem Pokalverteidiger, und von„Liebfrauen", die sich einen erbitterten Kampf lieserten, den„Liebfrauen" schließlich mit 457 Ringen zu ihren Gunsten entschied mit einem einzigen Ring Vorsprung vor„Neutor“ mit 456 Ringen und den Neuen Uppenbergern mit 231 Ringen. Bester Tagesschütze war der Schießwart Huster von der Neuen Uppenberger Schützengesellschaft mit 73 Ringen. Unterkreisschützenführer Kranefeld überreichte mit ehrenden Worten dem Sieger, den Vereinigten Schützenbruderschaften Liebfrauen den Pokal in der Hoffnung, daß diese den Wanderpreis demnächst erfolgreich verteidigen werde. Die ehemaligen 13er Die Kameradschaft des ehem. 1. Westf. InfanterieRegiments 13 hielt bei Mackenbrock ihren Hauptappell ab. Kreispropagandaobmann Heesch sprach über die Kriegsaufgabe der Kameradschaften des NS=Reichskriegerbundes, ebenso über die Aufgaben für die Zukunft. Auch des im Mai gefallenen Kameraden Freitag gedachte er in ehrenden Worten. Der Kameradschaftsfuhrer, Stadtrat Mangels, der als Hauptmann in der Wehrmacht steht, wurde dann freudigst begrüßt. Kreisschießwart Lehmann berichtete über den Schießdienst in der Kameradschaft und betonte die Notwendigkeit der Teilnahme aller Kameraden an dem jeden vierten Sonntag im Monat angesetzten Dienst. Kamerad Hervendick berichtete über das Ergebnis der Listensammlung zugunsten der Krieger=Waisenheime des RS=Reichskriegerbundes, die während des Krieges zum Teil als Reservelazarette und Erholungsheime der Wehrmacht zur Verfügung gestellt sind. Kameradschaftsführer Mangels appellierte dann abschließend an die Kameraden. auch weiterhin im Dienst der Heimatfront eifrigst tätig zu sein und schloß mit dem Hinweis auf den am 1. Februar angesetzten Jahresappell. Srezse Sst=Wehrur zeichsen kieschiaßfrafung Fünf Stürme der NSKK-Motorstandarte 66 legten die Geländeprüfung ab Der zweite diesjährige Lehrgang für die Er= Tischer als Prüfer war natürlich seinem alten werbung des SA=Wehrabzeichens fand am Sonntag in Mecklenbeck mit der Geländenrüfung seinen Abschluß. Schon um.30 Uhr wurden die ersten Männer auf die ca.—4stündige Reise gesickt, und gegen 19 Uhr war auch der Letzte der känner wieder aum Ausgangspunkt eingetroffen und die Abschlußprüfung damit beendet. An der Prüfung nahmen 36 Männer teil, die nun schon sämtliche anderen Uebungsgruppen erfüllt hatten und mit frischem Mute auch an die letzte Aufgabe herangingen. Obersturmführer Standpunkt treu geblieben und verschenkte aber auch nichts. Vom Bahnhof Mecklenbeck bis ungefähr nach Noxel und über Dorf Mecklenbeck wieder zum Bahnhof zurück ging der Weg. der entsprechend den Aufgaben, die es zu erfüllen galt. manche Ueberraschung und manche Tücken bot. Jedoch auch die Männer waren schon durch manche Erfahrungen klug geworden. und die meisten der Prüflinge waren im Besitz des vormilitärischen Ausbildungsscheines, so daß die Aufgaben nicht zum ersten Male an sie herantraten. Staffelführer Bernsmann ließ es sich nicht nehmen, seinen Männern schon am frühen Morgen einen Besuch abzustatten und einen Rundgang durch das Prüfunggelände zu machen. Unterwegs konnte er sich dann noch von den Kenntnissen der Männer überzeugen. Der schönste Augenblick allerdings trat dann ein, als Obersturmführer Tischer den Prüfern wie den Prüflingen seinen Dank für die große Einsatzfreudigkeit aussprach und mitteilte, daß alle ohne Ausnahme die Abschlußprüfung bestanden hätten und damit die Bedingungen für die Erlangung des SA=Wehrabzeichens alle erfüllt seien. Damit war wieder ein Tag beendet, der einen Schlußstein unter eine nach Monaten zählende Arbeit setzte und gleichsam doch wieder Ansporn gab für neue Arbeiten und neue Aufgaben, die Tag für Tag den Männern der Formationen gestellt werden. Immer wieder versucht der Feind, deutsche Schiffe durch Minenlegen zu vernichten, aber unsere Minenräumboote sind ständig auf ihren Posten und säubern die verseuchten Gebiete.— Blick von Backbord eines Bootes auf die Flottille, die an der französischen Küste die Hafeneinfahrten frei machte(PK-Mannewitz-Scherl-:) Burch 7 hau Ersinder Schlesier erfand den auswechselbaren Schuhabsatz— Drei- bis viermal haltbarer als normaler Absatz Bad Salzbrunn, im Dezember. Dem 57jährigen ehemaligen Baggermeister Otto Smolka aus Bad Salzbrunn ist es gelungen, den auswechselbaren Schuhabsatz zu erfinden, der in Fachkreisen bereits große Beachtung gefunden hat. Seine Einführung würde eine Revolution auf dem Gebiete der Schuhherstellung bedeuten, zumal die Herstellungskosten so gering sind, daß sie die Schuhfabrikation nicht verteuern. Smolka kam auf ganz seltsame Weise zu der Erfindung, nämlich durch den Rheumatismus, den er sich im Weltkrieg zugezogen hatte. Dieser zwang ihn vor allem im Winter, sich außerordentlich vorsichtig zu bewegen. Er kam nun auf den Gedanken, für diesen Zweck einen Absatz mit Eisspitze herzustellen. Smolka überlegte sich dann, daß es eigentlich unpraktisch ist, nur einen Absatz zu haben, so daß die Soldaten zum Beispiel auf dem Tanzparkett mit ihren eisenbeschlagenen Absätzen sich bewegen müssen. In dünnwändigen Häusern wiederum wäre es praktisch, Filzbesohlung zu haben, damit die Nachbarn durch die Schritte nicht gestört werden. Alle diese Fragen hat der Erfinder aufs einfachste gelöst. Er setzte auf den Schuh zunächst in der Art eines Absatzfleckes eine Aluminiumplatte auf, in die zwei Löcher eingeschnitten sind. In diese Löcher kann man nun je nach Bedarf den Absatz mit Eisenspitzen, den Gummiabsatz oder den Filzabsatz einsetzen. Mit Hilfe einer sederartig gebogenen Nadel werden die Absätze festgehalten wie jeder andere Absatz. Die Erfindung hat nebenbei den Vorteil, daß der Gummi durch Smolkas Befestigung drei= bis viermal länger haltbar ist. fertig geworden. Ein neues Schaffensjahr beginnt. So. weit möglich, hat der Winzer inzwischen schon die Arbeit an den Rebhängen aufgenommen. Gütemäßig betrachtet, dürfte die neue Ernte einen schönen Mittelwein liefern. Mengenmäßig brachte der Herbst einen recht befriedigenden Ertrag. Besonders reichen Behang wiesen die Bodenlagen auf, wo vielfach eine Rekordernte erzielt werden konnte. Moselwinzer erwartet Mittelwein Trier, im Dezember. Vor einigen Tagen sind nun auch die letzten Weingüter an der Mosel mit dem Einbringen der Ernte Zuchterfolge beim Schleswiger Kallblut Itzehoe, im Dezember. Der Staatssekretär im Reichsernährungsministerium Backe unternahm eine Rundreise durch das Zuchtgebiet des Holsteiner Pferdes und des Schleswiger Kaltbluts. Die Fortschritte in den Züchtungsergebnissen machten starken Eindruck. An Stelle des langgebauten Schleswiger Pferdes von früher ist ein zweckmäßigeres, gedrungeneres Pferd von bescheideneren Futteransprüchen herangebildet worden, das sich durch seine Qualität auszeichnet. Bilderhausierer betrügt Gerichtsbeamte München, im Dezember. Ein 36 Jahre alter Gewohnheitsbetrüger, der wegen Eigentumsdelikten bereits mehrmals vorbestraft ist, wurde von einem Münchener Gericht zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Der Angeklagte betätigte sich als Bilderhausierer und forderte für die von ihm angepriesenen„Gemälde" das Fünf= bis Zehnfache des wirklichen Wertes. Der Gauner brachte es fertig, selbst Behörden— vorzugsweise Gerichtsgebäude— aufzusuchen und den Beamten die Bilder anzudrehen, die er auf Wunsch auch mit eigenhändiger Signatur versah. Er gab sich mehrmals als „in Not geratener Künstler“ aus oder er behauptete, er müsse einrücken und deshalb seinen umfangreichen „Kunstsalon“ aufgeben. # Zuel Großtlimwerke! Schauburg Apollo-Theater Bis auf weiteres! Der große Varieté- und Revuefllm am Warfenglatr 6 Heute letzter Tag! Das Groß-Lustsplel: Kora Terry Das Lied Eetanzt: Marika Rölsks Erspielt: Pater Krauder der Liebe Weitere Darsteller: Jesef Sieber, Will Quadtlieg. Will Dohm. Flockine v. Platen mit Paul Eörbiger, Karin Hardt, Sybille Schmitz, Ida Wüst u. v. a. Marika Rökk, strahlend. sprühend vor Temperament, mitreißend in Spiel und Tanz- handlungsmäßig und künstlerisch der leuchtende Mittelpunkt dieses Films. Hierzu: Deutsche Wochenschau und Varieté- Einlage Kassenöffnung...30 Uhr Vorprogramm.30.25 Uhr Hauptfilm..55.55 Uhr Wochenschau.45.45 Uhr Ende.15 Uhr Jugendl. haben keinen Zutritt Zwei schöne Frauen und ein skrupelloser Rivale bringen heillosen Wirrwarr in das Leben eines talentierten Künstlers, der alle Chancen verpaßt und verpatzt, bis ihn das Mädchen seines Herzens durch List und Liebe auf den richtigen Weg bringt. Kassenöffnung".80 Uhr Hauptfilm.10.20.30 Uhr Wochenschau.45.95 Uhr Ende.95 Uhr Jugendliche ab 14 Jahren haben Zutritt Täglich der große Erfolg! Ab Mittwoch nur im Apollo-Theater Der Niger von Lschlapur mit: La Jana Versetzungshalber gut möbl. Zimmer für sofort zu vermieten. Sternstraße 6, 3. Etg. Gr. gut möbl. 3. an ruh. H. zu om. Näh. Hg. unt. M. Kriegerkameradschaft Münster 1870 Die Beerdigung des verstorbenen Lomeraden Josef Deuter 2. Komp. findet am Mittwoch, d. 4. 12., 15.30 Uhr v. d. Leichenhalle des Zentrastrieslhofes aus statt. Des Beirat In allen Gaststäten und Hotels des Münsterlandes verlangen Sie die Westt. Tageszeitung Flaschen alle gangd Sorten hauft Rländig Ruf Nr. 4 1m 96 Gustes Günther. Münster i. Hafenstr. 30 gegenüber der Zeuerwache. 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Auch ander Trefferlage im Zie „von Tag Römische Pressestin Zur Kriegslage seits die nach den und im Atlantik der englischen die Auswirkun lich verschärfenden land. Die Krise der Blätter feststellen, Appelle an die Ue Admiralität sich und ihre unhaltbal wiederholen und al im Falle der Se Zeugnis der Vert worden seien. Was die Lufto man, wie„Messag daß der Dezembei Luftangriffe hätten erhoffte, durch das Verminderung der genommen, sondert zu Tag für diee Provinzstädte im „Popolo di Roma gehe in voller Ir an Heftigkeit Aktionen von heut die man doch für Schatten stelle. M seiner Zeit erklärt, das Höchstmaß ihr Uebere Auftreten deutso Meeren zwingt En Durch das in Auftreten deutsche und Stillen Ozean rungsmaßnahmen Hongkong wu „Empreß of R nahmt und aus de um ein Turbinenst Pacific. Die Pass gebracht. 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