der deutschsprachigen Presse.V. 20 demt * Kraß inisieg n deg Alt 52 . 05 S roktische 0n Setisch Ansor. J4U ∆ 4 üice auf s wich Aug Reise. sudien: er dem Mo. is sind en zu. werrbedin. de und slässig. ür die Der mntnis einer 9 nur S An925 aktische Unter. b au en ge. Auf# mit „Die RS. den eine Der #mein braktiseine m gegen Estrit n am hm ließ. überschaft hrem nur ist, den e die Sie über: zeisen den und emen und choff, 31 dem auch früt sich husden 13 gen, inen Dr. 25 pzu: tiert auf wird farke # in cer sich Zeide lten: Ti. gra. berg, der 9 sich Sits einenn eim den eten innder„„„„„„„„„„„„„— eigese bestetuagen TorrvesleroriePVrrrscvew 10 Rpf. im Einzelverkauf spand: son-Delben-Strebe 6. Hernipencher Nr. 450: Sübien: Sbell-Gitler-Straße#5. Spusprecher Nlr. 444: Bechei: Kaulschulstraße 14 Femnsprecher Ne. 3247; Vorten: Kapuzinargas 4. Jeunspeecher Nr. 11: Vorodorst: Cmsdertener omabe 6. Fernspracher Nr. 212: Gurgsteinfurt: Lindenstraße 74, Hernspeucher Nr. 213: Cooofeld: Hiudendurgplaz 4 Hemsprcher Nr. 384; DAlmen: Adolf=dtlen= Saahe 5b. Heraspucher Nr. 579: Gmodenen: Münsterstraße l. Jeraspacher Nr. 96; Greven: Münsterstraßel, Faraspracher Kr. 215; Oronan: Adols=Htler=Sir. 34. Hernsperchenr Nr. 200; Jovenbüren: Adolf-Hitlen=Str. 7. Hernsoracher Nr. 14): Bengerich: Udols Hiler-=Plaz 11: Fernspricher Nr. 516; Lavinghauten: Nark Zemsprcher Kr. B3; Hcherup: Lahnhostr. 14 Hernspecher Kr.305; Rdeine: Lahnhefte. 2. Hunspercher Nr. 2253: Adarendorf: Onstraße 24 Herasprechen Nr. 311: Adermet Kiecholat a4. Feraspracher Nr. 114 AMTLICHES ORGANDESGAUES WESTEALEN-NORD DERNSDAP UNDSANITLICHERBEHORDEN Verlag und Daupegeschäfsenelle: Bäußter t.##., Beinstpahmantt 13/14, Femnsprech=Sammel-Nr. 2 4231. Houposorisletung: Rünster t. B. Gallztuste. 14. Bezugopreis: Unsgabe à.10 RM, Ansgade B(mit Unstr erten Wochenschau).35 RM monatlich emsch. Zustellungsgedähr und Versandkosten. 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November flarke deutsche Kampfverbände in rollendem Angriff London mit Bomben schwersten Kalibers. Die Wirkung war nach Beobachlungen der Ilngzeugbesatzungen beirächtlich. * Churchill beging am Sonnabend seinen 66. Geburkstag. Nachdem ihm die ersten Glückwünsche hierzu schon durch die denschen Vomben Vdermitelt worden waren, die in der Nachl zum Sonnabend auf London niederhagelten, erschienen auch im Lause des Sonnabend selbst deutsche Ilugzeuge bei helem Tageslicht über der englischen Hauptstadt und warsen— englischen Berichten zufolge— zur Forisetzung der besonderen„Ooalionen“ für Churchill erneul Bomben ab. Die Engländer müssen dobel in ihrer Tagenübersichl seststellen, daß die neuen Bomben auf London einem der heitigsten Nachlangrlsse folglen, der seil Beginn des Krieges im Londoner Bereich zu verzeichnen gewesen tei und daß gleichzeilig Aklionen gegen viele andere engsische Städle ersolgt seien. Die Alarme hütten durchweg ganz besonders früh begonnen. Ferner wied am Sonnabend über Anflüge denischer Luststreitkrüste auf einen englischen Geleilzug im Kaual berichlel. Es wied zugegeben, daß nach Beobachtungen von der Küste aus große Wassersänlen rings um die Schiffse vom Einschlag der Vomben zeugten; ebense unglaubhaft aber in die kühne Behauplung der Engländer, daß„anschelnend“ kein Schisf gelrossen worden sel. W edemn zichtos Honbonnach „Sperrseuergürlel anz allen Richtungen durchbrochen“ Berlia, 30. November. Trotz der strengen Zensurvorschriften lassen Newvorker Berichte aus=London die Wucht erkennen, mit der die deutsche Lustwaffe ihre Angriffe auf die Rüstungsund Wirtschaftszentren der britischen Hauptstadt in der Nacht zum, Sonnabend durchführse. So meldet„United Preß“, daß in den Abendstunden des Freitag deutsche Bomber„in unaufhöglichem Strom“ über London eintrasen und Hunderte von Brand= und Explosivbomben abwarfen. Bald nach dem abendlichen Luftalarm, der früher als sonst ertönte, so heißt es in der Meldung, durchbrachen Angreifer, aus allen Richtungen kommend. den Sperrfeuergürtel. Hunderte von Brandbomden sielen auf ein„Distrikt“ und riesen wütende Brände beroge. „International News Service“ meldet, die Zahl der Angreiser nahm ständig zu. Die Wellen folgten in Abständen von etwa zwei Minuten die ganze Nacht hindurch. Auch von der Themsemündung werden heftige Angrifse berichtek. Einem Bericht von„Associated Pretz“ zufolge wurde außer London auch eine Stadt in Ostengland auf das heftigste bombardiert.„Rya Daslist, Allehanda“ meldet, London habe wieder eine seiner„richtigen“ Vombennächte erlebt. Allein ein einziges deutsches Flugzeug habe Hunderte von Brandbomben abgewarsen. Der King wird beschwindelt Ilugzengführer erzähl dem Klng das Märchen von den bombardierten Verliner Bahnhösen Beelin, 30. November. Reuler erbringt anumehr den Beweis dafür, Laßz die Phanlasiemelbungen über den sogenannten Legien groß angelegten Angriss auf Verlia uichi nue dem britischen Lustsahriministerlum entsprungen sind, sondern auch auf Jalschmeldungen brilischer Plioten zurückgehen, denen es nichts ausmacht, selbst den eigenen Aönig zu beschwindeln. Hiernach hat der englische König einem Vombengeschwader der RAF einen nächtlichen Besuch abgestattet, wobei ihm ein Pilot folgendes erzählte:„Wir haben etwas Glück gehabt. Im richtigen Augenblick gab es eine Lücke in den Wolken, und ich konnte unser Ziel, einen Berliner Bahnhof, sehr deutlich erkennen, als wir unsere„Pomben abwarsen.“ Reuter berichtet ferner, dieser Pilot sei gerade vom Flug über Berlin zurückgekehrt und vom König durch Händedruck beglückwünscht worden. Es zeugt nicht gerade von der Klugheit britischer Propaganda, wenn derartige Märchen erneut verbreitet werden, nachdem die in Berlin ansässigen Lustattachés fremder Mächte sowie die ausländischen Korre: spondenten inzwischen bestätigt haben, daß sie sich auf einer Besichtigungsfahrt zu den angeblich durch die RAF bombardierten Berliner Bahnhösen von der völligen Haltlosigkeit all dieser,„Behauptungen durch Augenschein überzeugen konnten. Todesfahrten für Steuererloß Wie London Seeleute wiebl. Von unserem ständigen Vertreter " hw. Stockholm, 1. Dezember. Die englische Regierung glaubt endlich ein Mittel gekunden zu haben, um billig Kanonenfutter für ihre immer gefährlicher gewordene Schiffahrt zu erhalten. Allen sog, allierten Seeleuten ist durch eine Anordnung des englischen Finanzministeriums vom Sonnobend Einkommensteuerfreiheit gewöhrt worden. Dänische, holländische, norwegische oder griechische Seeleute, die von ihrer Heimat getrennt oder aus irgendwelchen Gründen den Engländern in die Fänge geraten sind, sollen auf diese Weise dazu verlockt werden, de tödliche Schiffahrt zu betreiben. Sie riskieren zwar Kopf und Kragen, aber sie können dafür Einkommensteuer sparen. „Anfang einer Offensivarmee“ Kaum vorstellbare Selbstläuschung Berlin, 30. November. Der Londoner Korrespondent des„Svenska Dagbladet“ gibt eine recht interessante englischel Auffassung wieder, wonach die vorhandenen Truppen der„Anfang, einer Offensivarmee“, seien, mit der England wieder auf dem Kontinent auftreten wolle. Um die deutsche Schlagkraft zu brechen, müsse man allerdings während des Winters die britischen Bomber die deutsche Industrie und die Oelreserven vernichten lassen. Die Engländer können beruhigt sein: Der„Sieg von Dünkirchen“ der britischen Armee war so eindeutig, daß er unwiderruflich das letzte Gastspiel englischer Truppen auf dem europäschen Kontinent bendete, und was es mit den„Erfolgen“, englischer Bombenflugzeuge in Deutschland auf sich hat, davon konnten sich erst dieser Tage die ausländschen Korrespondenten ein B1d machen, als sie vergeblich auch nur die geringste Spur des letzten„groß angelegten Angriffes der RAF auf Berlin“ zu finden suchten. Ministerwohnung im Tunnel Von unserem.-st.-Berichterstatter Stockholm, 30. November. Eine schwedische Zeitung meldet heute, daß, wenn auch das Luftschutzproblem in London immer noch einer Lösung harrt. es den englischen Ministern möglich ist, dank entsprechender Maßnahmen in völligem Schutz und völliger Ruhe die Bombennächte zu durchleben. Der Londoner Berichterstatter von„Goeteborgs Posten“ schildert, daß in einem verlassenen Tunnel im Zentrum der Stadt tief unter der Erde eine kleine Wohnung für den Leiter des Londoner Transportwesens, Lord Ashfield, gebaut worden ist, die aus Schlafzimmer, Küche, Gesellschaftsraum, sa sogar einem Arbeitszimmer besteht. Dorthin begeben sich sehr oft Minister, um einige Stunden, wie er sich ausdrückt, Ruhe zu finden. Karvik“ Berlin, 30. November. Auf Besehl des Jührers hat eine nen in Dienst gestelle Zerstörer=Flotüille, der Kriegomarine den Ramen „Jerstöter=Jloliille Rarolk“ erhalten. Gorei)zsirtVerschaßftl dois Eht Weitere sensationelle Enthüllungen über die ägpptischen Ministermorde Von unserem ständigen Vertreter hn Rom, 1. Dezember. Je mehr Einzelheiten über die jüngsten politischen Morde in Agpplen dekannt werden, deste schwerer erscheinen drei Personen belastel, die in der Nahostableilung des britischen Geheimdiensies in der letzten Zeit eine führende Rolle spielten: der amtliche Abersetzer des engsischen Botschafters und Oberkommissars Mister Smark, die platindionde und sehe mondäne Gattin des Kommandanten der Canal=Control und Konleradmicals Simpsen und der ständig in ihrer Begleitung anzetreisende Marinelentnant Lord Aster funier. Mister Smart gilt allgemein als Chesagent des Intelligenee Service in Kairo. Er begleitete Eden während seines Aufenthaltes in Agypten auf Schritt und Tritt. Smarts unsehlbare Methode, die geheimsten Aktentresore des ägyptischen Außenministeriums zu öffnen, besteht in der überreichung von geldgefüllten Zigaretenschachteln an bestechliche Beamte. Die blonde Lady Simpson undeihr junger Begleiter stehen in dem Rus, sich intensio mit Chemie zu beschäftigen. Daß sie ein Herzgist zur Verfügung haben follen, dos das Leben des Opfers gerade wie mit„Zeitzündung“ zum Sillstand bringt, ist um so bedenklicher, als die Lady und Lord Astor fr. bekannte Erscheinungen in höchsten ägpptischen, Gesellschaftskreisen sind. Es steht heute fest, daß das Herzgift des britschen Geheimdienstes vor mehreren Wochen schon an einem kleinen Veamten im ägyptischen Außenministerium, einem gewissen Mohamed Abigiur, erprobt worden ist. Dieses Versuchskaninchen stürzte in seinem Büro kurz nach dem Genuß einer Tasse Kasse tot zusammen. Der Kassee war ihm von dem Aktenboten Mister Smarts angeboten worden. Als Todesursache wurde„Herzschlag“ festgestellt. Nach dieser Generalprobe ging der Geheimdienst mit dem Anschlag auf Hassan Sabey Pascha aufs ganze. In den engen Grenzen, die der Tätigkeit der ägpptischen Polizei gesteckt sind, konnte sie in ihrer Untersuchung über die näheren Umstände des plötzlichen Todes des ägpptischen Ministerpräsidenten immerhin nachweisen, daß sich Hassan Sabry Pascha vor seiner großen Rede durch einen Diener von der Bar des Parlaments eine Tasse Kaffee bringen ließ. Zufällig befand sich auch Mister Smart in der Bar, und um die Zufälligkeit voll zu machen, sah man wenige Tage später unter den Personen, die sich von Kriegsminister Hunis Saleh Pascha vor dessen Todesfahrt verabschiedeten, den jungen Lord Astor; im Zuge aber fuhr ein Vertrauensmann Mister Smarts mit! Chiappe von Briten abgeschossen Auf dem Fluge nach Beirut einem vorsätzlichen Attentat der RAF zum Opfer getallen Von unserem ständigen Vertreter 1b Bichs, 1. Dezember. Der vor wenigen Tagen„zum„Oberkommissar von Sprien ernannte frübere Polizeipräseti Cbiappe hal durch ein deitlsches Allenlal aus dem Zluge nach Tuals den Tod gefunden. Teia Zlugzeng wurde von englischen Jägern, die von einem Tlugzengträger Peentepen murm, angegaissen und in Zlammen aogr. Odwohl der Flug Chiappes nach dem Zwischenlandeplatz Tunis zeitlich mit dem ttalienisch=englischen Seegefecht bei Sardinien zusammenfiel, kann doch kein Zweifel bestehen, daß es sich umein vorbedachtes Attegtet handelt. Chiappes Adreise nach Bestrut var vorher angekündigt worden, so daß die Briten die notwendigen Vorbereitungen für diesen neuen Anschlag gegen den früheren Allierten treffen konnten. Sie befürchteten offenbar, daß Chiappe, der als starker Mann bekannz war und für England niemals besondere Somsathien aufbringen konnte, mit den verkappten britischen Agenten in Sorien rücksichtslos ausgeräumt hätte. Die ossizielle Mitteilung dazu, die am Sonnabend in Dichn verössentlicht wurde, dat solgenden Wortlaut: „Der Botschaster und Oberkommisar in Syrien, Chiappe, hat unter tragischen Umständen den Tod grsunden. Beim Uebersliegen des Mittelmeeres wurde ein Fiugzeng in vollem Fluge von den enalischen JagdLvgtengen mit Maschinengewehrsener beschossen. Am Nütwochvormitiag um 12.05 Uhr funkie das kranzösiche Flugzeug auf halbem Wege zwischen der Küste Sardiniens und der afrikanischen Küste folgenden Hilferuf: „Berden deschossen. Bluszeus in Sleunen. 606“. Ans den inwischen eingegungenen„Irtogpattonen ocht in der Tat hervor, daß zweil englische Hiogzengträger Jagdpatrouillen hatten aufsteigen lassen. Das Flugzeug der Air France, das nicht dewassnet war und aurlangsam.]199 bot also ein leichtes Ziel. Die italienischen Militärbehörden haben sofort die Wassenstillstandskommision in Tunig benachrichtigt und unverzüglich Nachsorschungen angestellt. Weder die kranzösischen, Flugzeuge, die von Tunis starteten, noch das französische.=Booi„Busson“ entdeckten eine Spur. Erst später hat man Ueberreste der Maschine gefunden, unter ihnen einen Rettungsgürtel,„Air France“ dezeichnet, der nicht denutzt worden zu sein scheint. Die französische Regierung hat diese Nachricht nicht sofort bekanntgegeden, weil sie dis zuletzt hoffte, daß die Passogiere und die Besatzung von Kriegsschiffen oder anderen Schiffen geretiet worden sein könnten. Heute ollerdings dulden die inzwischen eingegangenen Meldungen keinen Zweisel mehr, daß das Flugzeug untergegangen ist und alle Mitglieder der Besatzung mit in die Tiese gerissen, hat. Das französische Flugzeug„Farman“ führte als Passagiere Chiappe und einen Offizer mit sich, die Besatzung destand aus dem Plloten und weiteren oier Mann. Frecher Uebergeist — Helchen nder Wille per schießen spanisches anlliar. Rlugzeng en Mollend, 30. November. Die Turiner Stampa meldet aus Modrid, daß in der Nähe der Westküste der Valearen ein sponisches Millfärfiugzeug von englischen Jagdsliesern, weilche von einem Fiugzeugmutzerschiff gusgestiegen waren, abgeschossen worden seil. Die drei Insasen des spanischen Flugzeuges komen ums Leden. Ihre Leichen konnten nicht ausgefunden werden. „England macht sich lächerlich“ „Rewyork Sun“ macht der Verbikterung über den Zensur-Terror Losi Newyork, 30. November. Seiner Verbitterung über den Londoner ZensurTerror, der die Korrespondenten zwingt, an den Hauptsachen vorüberzugehen und über nebensächliche Kleinigkeiten zu berschien, macht der Berschterstatter von „Newyork Sun“ Lust. Wohl könne man in Kriegszeiten. so heißt es in dem amerikanischen Blatte, die Notwendigkeit einer Zensur einsehen, nicht notwendig aber sei es, lich durch völlige Verdrehung der Tatsachen lächetlich zu machen. England mache sich durch seine verzerrte Berichterstattung und seine Zensur=Vorschriften heute genau so lächerlich wie das Frankreich im Sommer getan habe. Für den Feind bedeute es keine Hilfe, wenn man eingestehe, was er bereite wisse. Es ruse aber Verdacht und Aerger im eigenen Lande hervor, wenn die Beobachtungen der Bevölkerung in verdrehten Verichten entstellt wörden. „Erwartungen nicht erfülle“ Britischer Abgeordueter albt Scheitern der britischen Blockade=Versuche zu Steckholm, 30. November. Der britische Abgeordpete John Wilmoc erklärte in einer Rundfunkansprache: „In der letzten Zeit haben wir nicht viel von der Blockade gesprochen, während die Leute im Ansang des Krieges sehr viel, davon erwarteten. Diese Erwartungen er##ttten sich nicht und die deutschen Eroberungen in Europa haben den Deutschen teilweise über die Schwierigkeiten geholsen. Es ist gu, daß wir jetzt nicht viel von der Blockade sprechen, denn die Blockade allein kann den Krieg nicht gewinnen.“ Hieraus ist ersichtlich, daß auch in englischen Regierungskreisen die Hoffnung guf eine entscheidende Wirkung der Blockade Deutschlands erheblich gesunken ist. Die deutsche Kriegomarine und die deutsche Lustwasse sorgen dafür, daß durch die deutsche Gegenblockode England auf die Knie gezwungen wid. karest, Ilie Gorgani, wo die Särge seit drei Tagen gulgebehrt waren. Nach dem Eintreffen des Staatsführers General Antoneseu legten Reichsleiter von Schirach einen Kranz für den Führer und der Leiter der M0 der RSDAP, Gauleiter Bohle, einen Kranz für den Stellvertreter des Führers am Sarge Codreanus nieder. Anschließend an die deutsche Delegation legten der italienische Gesandte einen Kranz für den Duee und ein Sondergesandter einen Kranz für die faschistische Partei nieder. Dann wurde ein seierlicher Gottesdienst abgehalten, an dem außer dem Staatsführer General Antoneseu und dem stelvertretenden Ministerpräsidenten und Führer der Legionären Bewegung, Horia Sima, die beiden deutschen Vertreter, ferner der deutsche und der italienische Gesandte, der spanische und der sapanische Geschäftsträger, die Generale der deutschen Heeres= und Lustwafsenmission sowie Mitglieder des Diplomatischen Korps teilnahmen. Danach setzte sich der Zug von der Kirche zum Grünen Haus in Bewegung, der durch die ganze Stadt ging. Japan anerkennt Wangtschingwei Vertrag unterzeichnet Tokio, 30. November. Wie das sapanische Außenamt bekanntgibt, erfolgle die Unlerzeichnung eines chinesisch=sapanischen Pakles, mit dem die sapanische Regierung sormell die Ralionalregierung Chinas unter Wangischingwei anerkennt. Gleichzellig erkennen sich die Reglerungen Wangtschingweig und Mandschnkuog gegensellig an. Der Vertrag sehe für die chinesisch=sapanischen Beziehungen u. a. folgende grundsätzliche Regelung vor: Den Japanern werde das Recht zur Stationierung von Truopen in gewissen Gebieten zuerkannt; die Frage des Rückzuges der sapanischen Truppen aus China werde innerhalb von zwei Jahren nach Wiederherstellung des Friedens und der Ordnung geregelt; enge wirischaftliche Zusammenarbeit auf der Grundlage der Gleichberechtigung; die Japaner erhalten zu geschäftlicher Betätigung das Rechi der Niederlossung in China. Außerdem regeli der Vertrag die territorialen Rechte der Konzessionen Japans in China. Jeierliche Heisetzung Codreanne Gebnge des Jührers und Rudelf Hey“ Bokorest, 30. November. Am Sonnabendvormittag erfolgte in Bukarest die seierliche Beisetzung der Gebeine Codreonus und der zusommen mit idm ermordeten 13 Legionäre im Grünen Haus, dem Sitz der Legionären Bewegung in Bukarest. Die Bessetzungsseierlschkeiten Legannen mit einem Gotteadienst in der Legionüren Kirche in VuDas Erwachen beginnt! Während die RS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ dieser Tage den stolzesten Jahresbericht jeil ihrem Bestehen vorlegen konnte, zeugten gleichzeitig amtliche Erklärungen aus London davon, daß das englische Volk noch niemals so freudlos und kraftlos gewesen ist wie jetzt. Die abgelaufene Woche stand geradezu im. Zeichen des Niedergangs der englischen Moral und der englischen Widerstandskraft. Eine Welle von pessimisti=. schen Ministerreden und Korrespondentenberichten ergoß sich von London aus nach allen Himmelsrichtungen, vor allem aber in Richtung der Vereinigten Stagten. Nun ist gewiß nicht anzunehmen, daß dies aus freien Stücken geschah. Die verschärfsten Aktionen Der deutschen Luftwafse, die das britische Rüstungspotential langsam aber sicher zerhämmert, dürften wesentlich dazu beigetragen haben, daß die Churchill=Regierung so plötzlich ihre Tonart wechselte. Andererseits versuchte die englische Agitation, aus ihrer Not eine Tugend zu machen, indem sie durch die auffallende Häufung von pessimistischen Reden und Nachrichten in den Vereinigten Staaten jene Sympathie und Hilfsbereitschaft hervorruft, welche die vorherige Illusionskampagne mit ihren ewigen„Siegesmeldungen“ nicht in dem gewünschten Maße erzeugen konnte. Es ist aber eine offene Frage, ob sich die USA=Bevölkerung durch die Schwatzmalerei mehr beeindrucken lassen wird als durch die frühere Rosafärberei. Denn die Engländer betteln ja drüben nicht nur um Flugzeuge, Frachtdampfer und Kriegsschiffe, sondern sie wollen das Material auch auf Kredit geliefert haben. Darum die zweckbewußte Außerung Lord Lothians, daß die britischen Guthaben nahezu erschöpft seien. Ob nun die Nordamerikaner dem englischen Griff nach ihrem Geldbeutel widerstehen oder nicht, interessiert uns allerdings erst in zweiter Linie, weil diese Frage sowieso für den Ausgang des Krieges nicht entscheidend ist. Viel wichtiger ist die Tatsache, daß die englische„Regierung nun gezwungen ist, die außerordentliche Verschlechterung ihrer Position und damit die Wirkung der deutschen Waffen zuzugeben. John Bull hat die Maske des selbstzufriedenen, über. legenen Optimisten, die er trotz tödlicher Krisen während des ganzen Welkrieges nicht ablegte, beiseite geworsen und zeigt ohne Scham die angst= und wutverzerrte Fratze des erlappten Verbrechers. Es ist verständlich, daß dem Premierverbrecher Churchill und seinen Mitverantwortlichen die Zukunft in immer düsterem Lichte erscheint. Denn wohin sie auch blicken, überall herrscht in England Mangel und Rot Sorge und Verzweiflung. Es beginnt an den notwendigsten Mitteln für die Versorgung der Bevölkerung und der Wehrmacht zu sehlen und die Reserven, mit denen man die Lücken zustopfen könnte, schwinden immer mehr dahin. Schneller und grausamer als gedacht, hat sich das Ministerwort vermirksicht, man müsse„den Leibriemen enger schnallen“. Das Hungergespenst geht um in England, es geht vor allem durch sene von Flüchtlingsströmen verstopften Bezirke, in denen die von Churchill herausgeforderten deutschen Vergeltungsschäge niedergingen. Von überse aber kommen nur noch wenig Nahrungszufuhren, da die englische Regierung alle transportfähigen Schiffe für die Heranschaffung von Kriegsmaterial einsetzt. Um so schmerzlicher wirkt sich ein Verlust, wie der des Kühlschiffes„Port Hobart“ aus, das 500 Semeilen von Puertorico entfernt versenkt wurde. Aberhaupt kennt die englische Schiffahrt keine Straße mehr, auf der sie sicher wäre. Von der Nordatlantikroute, aus dem Indischen Ozean, aus den australischen und afrikanischen Gewässern, von überall her treffen Hiobsbotschaften ein, welche die erfolgreiche Tätigkeit deutscher Kriegsschiffe zum Inhalt haben. Deutschlands Luftwaffe und Kriegsmarine halten den Feind in Schach, während gleichzeitig das deutsche Heer sich auf kommende Kampfaufgaben vorbereitet. Mit der immer schwereren Gefährdung der britischen übersee=Schiffahrt hängt eng zusammen ein anderes Zeichen englischen Machtverfalls, nämlich der ergebnislose Ausgang der Konferenz von Delhi, die mit so lautem Tamtam angekündigt und eröffnet worden war.„Die gesamten Hilfsquellen des Empire stehen zu unserer Verfügung und werden unsere heimische Rüstung ständig verstärken“ so hieß es einst in den prahlerischen Reden englischer Politiker. Der Abschluß der Konferenz von Delhi zeigt ein ganz anderes Bild. Er zeigt, daß die einzelnen Empire=Teile nicht einmal imstande sind, für ihren eigenen militärischen Schutz aufzukommen, geschweige denn dem Mutterland mit Rüstungsmaterial und ins Gewicht fallenden Truppenmengen unter die Arme zu greisen. Das liegt nicht nur an der mangelnden Produktionskapazität der einzelnen Dominien und Kolonien, sondern auch an der Beeinträchtigung des Schiffsverkehrs durch die deutsche Seekriegsführung. Eine Folge dieser Schwierigkeiten muß sein, daß sich der Zusammenhang der Mutterinsel mit den verschiedenen Empiregliedern-. statt inniger zu werden-— im. mer mehr lockert, und daß die englischen Tochterländer Fortsetzung auf der 2. Seite Streichholz-Klub soll England retten Die deutsche Gegenblockade ruft neuerdings in England, zunehmende Versorgungsschwierigkeiten hervor. Es häufen sich die Nachrichten, wonach za Einschränkungen der verschiedenzten Art gegrissen werden muß. Dabei verfällt man oft auf die merkwürdigsten Aushilfsmittel. Der altbritische Hang zur Bildung von Klubs führte schon vor einigen Wochen zur Gründung eines Frauenklubs mit Ilunderten von Ortsgruppen, der sich u. a. die Sammlung von abgedrannten Streichhölzern als idealen Lebenszmeck auserkor, um dadurch dem kalastrophalen Holzmangel zu skeuern. Neuerdings besasst sich eine eigene Gesellschaft mit der Sammlung von Aluminium und Kupfer aus abgesürzten Flugzeugen. Daneben lausen Aufforderungen, Eisensplitter voft Bomben und Fiakgranaten der industriellen Verwertung zuzuführen und nicht etwa als„Andenken“ nach Hause mitzunehmen. Aus dem Holz der durch Bomben zerstörten Häuser werden Notbetten auf den-Bahn-Skationen errichtet. Alle diese kleinen Anzeichen verraten deutlich die Auswirkung des gefährlichen Mangels an Schiffsraum in einer Zeit, in der täglich neue Versenkungen gemeldet werden. Der englische Nachrichtendienst wiederholt jeizt auch seine alten Aufrufe an die Hausfrauen, Abfälle jeder Art abzuliefern, und an die schottischen Bauern ergeht der dringende Appell, für die englische Versorgung im nächsten Jahr das Land intenziver zu bestellen und drachliegende Felder unter den Pflug zu nehmen. Für die Ernährung des Landes werde jede Handbreit Fläche dringend benötigt. Ob nicht diese Einsicht etwas spdt kommt? E Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse eNV. 1. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 330 1. Dezembe Britenzerstörer in Fetzen zerrissen Mit unseren Zerstörern vor der englischen Küste Ven Kriegaberichter Lothar-Günther Buchhelm dnb 30. November.(PK) Wir fahren dem Kanal zu. Für 24 Uhr ist„Alle Mann auf Gefechtsstation" besohlen. Draußen ist es tiefschwarze Nacht geworden. Eine dichte Wolkendecke hat sich vor die Sterne gelegt. Auf der Brücke steht der Kommandant unbeweglich starr. Die Spannung wird körperhaft fühlbar. Alle Augen bohren sich in die Dunkelheit. Wir sind jetzt schon ganz dicht an die Küste herangekommen. Da greifen auf einmal dünne Scheinwerserfinger in den Nachthimmel.„Alarm!“ Scheinwerser an der englischen Küste. Da drüben muß Plymouth liegen! Da: Blitze von Mündungsseuern! Neue Scheinwerfer schießen ihre bläulichen Strahlen hoch, verfangen ihre Lichtkegel, lösen sich wieder, tasten weiter.„Unsere Flieger! Sie greisen Plymouth an!“ Feuersäulen steigen plötzlich hoch, verbreiten rötliche Helle über den Himmel. Wir beobachten den ganzen Angriff. Immer neue Feuersäulen steigen hoch. Ueber Plymouth ist der Himmel taghell. Unsere Flieger packen zu! Irgendwo da oben am Nachthimmel hängen jetzt unsere Kameraden in ihren Maschinen und jagen auf den Feind, wie wir hier auf dem nächtlichen Meer. Ein Gefühl stolzer, sieghafter Freude mischt sich mit der ungeheuren Spannung. Wir greisen an— unsere Flieger und wir! Auf dem vorderen Stand steht der Artillerieoffizier (AO) mit seinen Befehlsübermittlern. An Backbord, Richtung x Grad, ist eine Anzahl Objekte gemeldet. Aeußerste Wachsamkeit! Mit geringer Fahrt pirschen wir uns an den Gegner heran. Vom Führerboot kommen Gefechtsanweisungen. Die Reihenfolge des Angriffes wird bekanntgegeben. Wir wechseln in die Dwarslinie. Ueber die Zieloptik geduckt, sucht der AO das Wasser ab Klar und scharf klingt jetzt seine Stimme: „Geschütze Sucherstellung!“ Der Feind ist gesaßt! Laufend gibt der AO Entfernung und Fahrt des Gegners:„Laden! Sichern! Salve feuern!" Die ungeheuren Detonationen der Abschüsse schlagen über das Boot. Die Blitze der Mündungsfeuer erhellen für Sekunden die Decks. Der AO beobachtet die Aufschläge, laufend gibt er Seiten= und Höhenverbesserung:„Aufsatz 6000!“ Wieder ertönt die Stimme des AO:„Salve seuern!“ Wieder und wieder schlägt die Salvenglocke bei den Geschützen an. Auch die anderen Boote der Flottille feuern auf Bewachungsfahrzeuge der Engländer. Grüne und rote Leuchtspurgrangten ziehen heulend ihre flache Bahn dicht über das Wasser dahin; Funken stieben drüben auf. Flammen schlagen. Feuer und Untergang! Nach wenigen Minuten sind drei der seindlichen Fahrzeuge abgetakelt! Während noch die letzten Granaten über das Wasser fauchen, wird neuer Alarm gegeben. Vom vorderen Stand geht die Meldung an alle Stationen des Bootes: „Zerstörer an Backbord!" Jetzt gilt es! Jetzt stellt sich der Gegner zum Kampf! Unheimliche Sekunden— Minuten. Die Augen saugen sich in die Dunkelheit hinein. Da! Die Schatten an Backbord... Der Feind kommt auf Gegenkurs mit hoher Fahrt, macht Kehrt, um auf Südkurs parallel zu den deutschen Zerstörern den Kampf anzunehmen. In äußerster Spannung klingt die Stimme des Torpedooffiziers(T0): „Torpedowasse Achtung!“—„Torpedorichtung a Grad.!“ Von der Rechenstelle geht der Schußwinkel an die Rohre. Die Stimme des TO:„Eo schießt der vordere Rohrsatz einen Vierersächer!“— Ueber die Zieloptik geduckt, wartet der TB noch Sekunden, bis er die günstigste Position hat. Jetzt: „Viererfächer los!“ Unten schießen die silbernen Aale nacheinander in das Wasser und verschwinden zu ihrer totbeladenen Fahrt. Wieder steigert sich die Spannung bis zur Unerträglichkeit. Die Sekunden dehnen sich zu langen Zeiträumen. Nichts—— kein Laut fällt in die plötzliche Pause nach der sieberhaften Betriebsamkeit. Da!— Ich ducke mich zusammen, eine ungeheure Detonation zerkeißt die angespannte Stille. Eine riesige Stichslamme schießt hoch, eine gewaltige Säule aus Feuer und glühenden Eisenstücken. Verstende Geräuschschläge folgen blitzschnell nach. Drei Explosionen sind zu unterscheiden. Geblendet sehen die Augen noch den roten Feuerschein, dann ist drüben nichts mehr zu sehen. Der Zerstörer ist in tausend Fetzen zerrisen und sofort abgesössen! Da steigt schon in einiger Entfernung eine neue Feuersäule hoch, 80, 100 Meter. Der TorpedoBefehlsübermittler meldet:„Zerstörer I hat Torpedotreffer erzielt!“ Hart und klar bleibt die Stimme des Kommandanten. Von Stufe zu Stufe wird die Fahrt gesteigert. Es wird plötzlich taghell über uns. Leuchtgranaten ziehen steil ihre Bahn gegen Himmel. Das Mündungsfeuer der seindlichen Artillerie blitzt auf. Dicht vor dem Bug stehen die Wassersäulen der Einschläge. Wir werfen Nebelbojen. Schon hüllt uns der weißliche Dunst ein. Ab und zu dringt der Blitz eines Mündungsfeuers durch den Nebel. Die Geschütze richten sich auf diese Blitze. Nach einer Weile ist zwischen den eigenen Abschüssen nur noch fern der Donner der feindlichen Artillerie zu hören. Ein Blick auf die Uhr: Es ist.15 Uhr morgens, wir sind noch im Kanal. Kein Feind läßt sich mehr blicken, kein Flieger heftet sich an unsere jagende Fahrt. Gegen Mittag erreichen die Boote den Hafen. Vor der Einfahrt wird im Topp als Siegeszeichen die Reichskriegsflagge gesetzt. mit den Arbeitgebern über eine Lohnerhöhung, die wenigstens zum Teil die Preissteigerungen ausgleichen soll. Die Verhandlungen sind aber— vor allem in der Metallindustrie— nicht vom Fleck gekommen, da die Regierung sich einer allgemeinen Erhöhung der Löhne widersetzt, die eine Verstärkung der Inslation nach sich ziehen müsse. Die Regierung beruft sich darauf, daß Lohnerhöhungen sofort Preissteigerungen zur Folge haben würden, wodurch der Arbeiter am Schlusse schlechser dastände als am Anfang. Von Arbeiterseite wird dem gegenübergehalten, die englische Preissteigerung sei ganz allgemeiner Natur. Die Regierung habe seit Kriegsbeginn jede Lohnerhöhung grundsätzlich bekämpft und dafür immer wieder versprochen, Preissteigerungen zu verhindern. Sie habe aber keine einzige dieser Versprechen eingehalten. Stabile Löhne setzten aber stabile Preise voraus. In Wirklichkeit aber steige der Preiswucher immer mehr und werde, sobald sich die neuen Umsatzsteuern richtig auswirken, einen Umfang annehmen, der die Arbeiterlöhne auf höchstens 30 bis 40 v. H. ihrer früheren Kaufkraft herabsetze. Nach in hiesigen Gewerkschaftskreisen vorliegenden Berichten sind die Massen infolge dieser Haltung der Regierung außerordentlich ungeduldig geworden und immer wieder kommt es zu Streiks, die zwar bisher örtlich beschränkt waren, die aber angesichts der Stimmung, vor allam der Meialarbeiter, von deute auf Pop Bortsmouth bis Schottland morgen allgemeinen Charakter annehmen können. Die Oon Porlomeuth eie Scheillant oesttolen: Gewerkschaften haben der Regierung zwar versprochen, daß es während des Krieges keinen Streik geben solle, können sich aber der neuen Bewegung unter den Arbei. termassen gegenüber nur noch mit Mühe durchsetzen. Brutale Rusbeutung bis zuletzt Aubezahlte Mehrarbeit in Kanade Stockholm, 30. November. Die Völker, die noch das zweiselhafte„Vergnügen“ haben, dem in allen Fugen krachenden britischen Empire anzugehören, spüren jetzt die Folgen des von den Lonvoner Plutokraten heraufbeschworenen Krieges in immer unangenehmer Weise an ihren Geldbeuteln. So melde!„United Preß“ aus Ottawa, der kanadische Arbeitsminister habe erklärt, daß die Regierung außer der Verlängerung der Arbeitswoche um vier Stunden beabsichtige, eine besondere Bezahlung für Mehrarbeit abzuschaffen. In dem schon immer von der britischen Ausbeuterkaste besonders rücksichtlos ausgesogenen Indien ist, einer Meldung aus Neu=Delhi zufolge, die Einkommensteuer um 25 v. H. erhöht worden. Ab 1. Dezember werden ferner die Gebühren für Telephon und Telegramme ebenfalls erhöht. Peinliche Fragen an Churchill Wer brach im Sardiniengefecht den Kampf ab? Im Abwehrfeuer gescheitert Beitische Lustiorpedsangrifse abgewehrt Berlin, 30. November. Im Lause des Freitagnachmittags versuchten englise Torpedoflugzeuge in der Nordsee wiederholt deutDampfer mit Torpedos anzugreifen. Durch rechtseitiges gut liegendes Abwehrfeuer der Kriegsfahrzeuge, die den Dampfer sicherten, wurden die englischen Flugzeuge bei jedem ihrer mehrmaligen Angriffsversuche zum Abdrehen gezwungen. Sämtliche abgeworsenen Torpedos verfehlten ihr Ziel. Dieser Erfolg der Artilleristen unserer Sicherungsstreitkräfte ist besonders erfreulich. Die verhältnismäßig langsamen Ziele, wie sie Handelsschiffe darstellen, bieten für Torpedoflugzeuge gute Ziele. Um so mehr beweist die Tatsache des Vorbeilaufens der Torpedos, daß der Gegner gezwungen wurde, seine Torpedos in aussichtsloser Entfernung vom Ziel abzuwerfen. Von unserem ständigen Vertreter hn Rom, 1. Dezember. Ebenso sämmerlich wie aufschlußreich für den Nervenzustand des englischen Publikums sind die Versuche der britischen Admiralität, eine Erklärung für den Ausgang des Seegefechtes unweit der Südspitze Sardiniens am 27. Nevember zu finden. Nachdem Churchills Propaganda in England und Amerika wochenlang tolle Phantasien über die angebliche Verstümmelung verbreitet hatte, die die italienische Flotte in Tarent erlitten haben soll, mußte es die Öffentlichkeit an sich schon überraschen, daß diese„dezimierte" Flotte an dem gleichen Tage einem starken britischen Verband ein Seegefecht lieferte und gleichzeitig Korsu beschießen konnte. Daß es sich bei diesen Kriegsschiffen, die die Befestigungsanlagen der griechischen Insel unter so wirksames Feuer nahmen, nicht etwa nur um Zerstörer gehandelt haben kann, liegt auf der Hand. Die britische Admiralität konnte jedenfalls nicht umhin, ein bemerkenswertes Lebenszeichen der italienischen Flotte zu konstatieren. Durch alle Versionen über den Verlauf des Seegefechtes vor Sardinien, die Reuter, Radio London und die Admiralität veröffentlichten, zieht sich wie ein roter Faden die Behauptung, daß die italienischen Kriegsschiffe bei der ersten Feuerberührung abgedreht hätten. Churchill läßt erklären:„Die Stärke der italienischen Flotte liegt in ihrer Schnelligkeit". Diese Methode ist nicht neu. Jedesmal noch, wenn die englische Flotte im Mittelmeer mit italienischen Schiffen in Kontakt kam, schob London die Flucht seinem Gegner zu. (Siehe Zerstörergefecht bei Plymouth!) Wenn die Admiralität in ihrer Meldung Sie spüren den Ernst der Lage Ein neutrales Urteil:„England am Beginn einer Ernährungskrise“ Birminghams wichtigste Werke in Trümmern Von unserem ständigen Vertreter hd Madrid, 1. Dezember. „England am Beginn einer Ernährungskrise“, so beurteilt der Korrespondent der spanischen Zeitung „Pe“ in London die Lage. Es fehlen Zwiebeln und Iltronen: die Einfuhr von Banauen, Aepseln, Trauben und Mandeln ist ab 1. Dezember verboten. Eler sind kaum noch zu haben, die Fleisch= und Milchrationen werden verkürzl, andere Lebensmittel sind von den Märkten gänzlich verschwunden. Der Bevölkerung wird der Ernst der Lage am eigenen Leibe klar und zwar dorl, we siees am meisten spürt. Die Erklärungen der Minister über die wachsende =Bootgefahr haben wie eine Bombe eingeschlagen, da man aus ihnen die Ohnmacht der Regierung, der Flotte und der Schiffsbauindustrie, ihr wirksam zu begegnen, herausliest. Der Mann von der Straße fragt nach den wahren Gründen, die hinter dem plötzlichen einschneidenden Mangel an Lebensmitteln stehen und fürchtet, daß auch die Erzeugung von Waffen und Munition in gleicher Weise nachläßt. Er kann nicht verstehen, wie es in dem Bericht heißt, daß die Produktionsmaschine langsamer läuft, während eine Million Arbeitslose herumlungern. Der Korrespondent von„ABC“ durfte Birming= ham besuchen. Der Zustand der Stadt machte auf ihn einen furchtbaren Eindruck, da sich die Zerstörungen auf eine verhältnismäßig kleine Fläche im Gegensatz zu der Ausdehnung Londons konzentrieren. Er schreibt: „Schwarze Rauchwolken liegen über den Dächern. Aus den Fabrikgebäuden steigen überall Rauchsäulen auf. Diehauptsächlichsten Werke liegen in Trümmern. Viele Straßen im Innern der Stadt waren noch abgesperrt. Die größte Sorge der Verwaltung besteht in der Wasserfrage, da die Leitungen zerstört sind. Behälterwagen verteilen Wasser an die Bevölkerung. Man befürchtet den Ausbruch von Epidemien. Ueberall hängen Plakate:„Kocht das Wasser und die Milch ab und laßteuch gegen Typhus impfen!". Auf den Schutthausen hocken die obdachlosen„Mütter und auf den Ausgangsstraßen drängen sich lange Kolonnen von Männern und Frauen, die ihr Hab und Gut auf Karren oder auf den Schultern in Sicherheit bringen. Englands Arbeiter unzufrieden Es gürt unler der Decke— Plulokralenregierung hält ihre Versprechungen nicht ein Stockholm, 30. November. Da es der brilischen Regierung im Verlauf dieseg Jahres trotz allen Ankündigungen nicht gelungen ist, die Preise unter eine wirksame Kontrolle zu bringen, beAluni troßz allen Beschwichlungsversuchen der Gewerkchuften die sozlale Uuruhe im Lande einen erheblichen Grad zu erreichen. Seit mehreren Wochen verhandeln die Vertreter der verschiedensten Arbeiter= und Angestelltenorganisationen behauptet, ihre Kreuzer hätten die„Verfolgung" der fliehenden italienischen Flotte abgebrochen, weil die italienischen Schlachtschiffe mit ihrem überlegenen Kaliber in Schußweite gekommen seien, so gesteht sie damit, daß der Feuerkontakt von den englischen Einheiten aufgegeben worden ist.— Das Gerede von dem überlegenen italienischen Kaliber ist haltlos, weil ja auch auf englischer Seite Schlachtschiffe eingesetzt waren.— Hätten die englischen Einheiten tatsächlich die italienische Flotte„verfolgt“, so wäre es sicher unmöglich gewesen, den beschädigten Zerstörer„Lanciere“ in einen Hafen abzuschleppen. Daß die von den italienischen Wehrmachtberichten bereits in gewohnter Genquigkeit angegebene Bilanz der Verluste der Wahrheit eittspricht, werden die 15 ausländischen Pressevertreter— darunter unser römischer Korrespondent und 5 weitere deutsche Schriftleiter, ferner Japaner, Spanier, Ungarn, Schweizer und Schweden— die vom italienischen Marineministerium zur Besichtigung der von der Seeschlacht zurückgekehrten Flotteneinheiten eingeladen wurden, am Sonntag feststellen können. knotenpunkte, Truppenzusammenziehungen und feindliche Stellungen wurden wiederholt voll getroffen. In Policani wurden Truppenabteilungen wirkungsvoll unter MG-Feuer genommen. Auf der Straße westlich von Sasade wurden Feldlager und Kraftwagen im Tiefflug angegrissen und wirkungsvoll getroffen. Ueber Shkore wurden drei unserer Bomber von neun seind. lichen Ilugzeugen vom Gloster-Typ angegrifsen. Nach lebhaftem Kampf wurde ein seindliches Flugzeug abgeschossen. Alle unsere Ileugzeuge sind zu den Stützpunkten zurückgekehrt. Am 27. November wurden von unseren Jägern in Luftkämpfen drei seindliche Flugzeuge vom Gloster-Typ und eins vom Blenheim-Typ abgeschossen, dessen Besatzung gefangengenommen wurde. Drei eigene Ilugzeuge sind nicht zurückgekehrt. Während einer Aufklärung in der Nähe von Malte haben unsere Ilugzeuge schon aus großer Enifernung das Lodern eines ausgedehnten Brandes festgestellt, der bei der gestern gemeldeten Bombardierung von Ld Valetta verursacht wurde. In Nordafrika haben unsere Flugzeuge Arlilleriestellungen in der Zone von El Dawaia und Wadi Halazin(60 und 100 Klm. östlich von Sidi Barani) wiederholt mit MG-Jeuer bestrichen. Feind. liche Flugzeuge haben erfolglos Bomben auf Stdi Baran abgeworfen. In.stafrika haben unsere Flugzeuge seindliche Kraftwagen in der Zone Menze(nordwestlich von Gubba) mit Sprengbomben belegt und dabei zwei Brände hervorgerufen. Feindliche Bombenangrisse auf Cheren haben leichte Schäden angerichtet. Bei meAngriffen auf den Hasen von Assab wurden sechs Personen verwundet. Ersolgreiche Bomberdierung kriegswichliger Ziele in zahlreichen Gegenden der britischen Jusel Berlin, 30. November. Das Oberkommande der Wehrmacht gibt bekannt: In der Nacht zum 29. und am 29. war Conde, wieder das Ziel von Vergellungsangriffen der Lusi. wasse. Es wurden umsangreiche Brände in den Bictorig. Docks sowie im Südwesten Londons beobachlel. Starke Kampffliegerverbände beleglen in rollenden Nachlangriffen militärische Ziele in der Hasenstadt#. verpoel sowie die Dockanlagen des gegenüberliegen. den Birkenhead mit Bomben, darunter eine große Zahl schwersten Kalibers. Gewaltige Explosionen und Brände in den ausgedehnlen Lagerhäusern erleuchteten weithin die Nacht. Auch andere kriegswichtige Ziele in Schellland sowie in Süd= und Mitteleng. land, wie Birmingham, Bristol, Poris. meuih und Seulhamplon wurden mit zahlreichen Bomben angegriffen. Südlich von Clzard Polut griffen Kampfflug. zeuge einen Geleitzug an und beschädigten ein Handels. schiff durch schwere Bombentreffer. Britische Häsen wurden weiter vermink. Am Nachmittag des 29. November setzten Fern. kampfbatterien des Heeres die planmäßige Zerstörung von Kampfanlagen im Küstengebiel von Dover ini beobachteter Wirkung fort. Fernkampfbatterien des Heeres und der Kriegs. marine beschossen Dampfer und Geleilfahrzeuge am Oft. ausgang des Kanals. Durch Angriffe britischer Flugzeuge in Nord- und Westdeutschland in der Nacht zum 30. November wurden außer einer kleinen Fabrikanlage wieder mehrere Häuser beschädigt, zwei Personen schwer und mehrere leicht verletzt. Vier seindliche Flugzeuge wurden gestern abge. schossen, davon zwei im Luftkampf, zwei durch Flak. artillerte. Zwei eigene Ilugzeuge werden vermißzt. .ir Ueberfüllte Das Erwachen beginnt! Fortsetzung von der 1. Seite der Gefahr der politischen Vereinsamung gegenüber. stehen. Ille diese Symtome des Niedergangs und der Schwäche, welche die britische Regierung vor der Außenwelt nicht mehr verbergen kann, müssen natürlich der breiten Masse der Inselbevölkerung möglichst verheimlicht werden. Denn würde das englische Volk erkennen, wie hoffnungslos in Wahrheit die Lage Britanniens ist, so wäre das Spiel der plutokratischen Kriegsverbrecher um Churchill schon jetzt verloren. Um die Massen trotz der offensichtlichen Wirksamkeit der deutschen Bombarde. ments und der deutschen Gegenblockade zu Wasser und in der Luft davon zu überzeugen, daß noch nicht alles verloren sei, bleibt daher den amtlichen Meinungs. machern nichts anderes übrig, als der englischen Krieg. führung ebenso starke Erfolge über den deutschen Gegner anzudichten. Es ist natürlich eine sehr gefährliche Maßnahme, diese Lügenaktion, denn wenn eines Tages die britischen Untertanen den Betrug merken, so wird der Rückschlag um so katastrophalere Folgen für das Londoner Regime haben. Und dieser Tag wird kommen, weil die deutsche Kriegsführung nichts hindert, die Churchill=Lügen vor den Augen des Britenvolkes auf das Nachdrücklichste zu berichtigen. In verschiedene Gauleiter Dr. kundgebungen die dem Leitwort„Mit Der Gauleiter gab Winterarbeit. Wi gewiß ein gerüttelt hat er sich gern Verfügung gestellt. heit zu geben, aus über unser Arbeitei über so manche alti über unsere Pflichte Weg ins Volk gen ist, bewiesen immer denen der Gauleit# Am 21. Noven pagandaaktion für vor Beginn der Ku burger Rathauses genossen fanden ke Als Reichsstatth Schaumburg=Lippe das Land bisher geleistet hat. In der Gauleiter dan schen Lebens Ste gleitete immer wie Schon lange ho Besuch unseres Ge es nicht an Vorber über den Besuch 2 sein Festgewand a Tausende zu fasser die Kompfparolef Man kann sagen, Geschlossenheit an große Kurhaussac Bühne war die 2 von reichem Blum gung. In trefflich Ereignisse des letz Amodelten somme Emsdetten. 2 nelten bei der mer das schöne ware. Die von d beit ist um so hi Jungen und Mäd und darum für setzt werden koni auf die zu sam über eine reiche Geförderungen in der Wehrmacht#Jet Wirkungsvolle Gegenangriffe Lebhafte Tätigkeit der stalienischen Luftwaffe an allen Ironten— Jahlreiche feindliche Flugzeuge abgeschossen Rom, 30. November. Der stalienische Wehrmachlbericht vom Sonnabend hal folgenden Worklaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: An der griechischen Ironi haben unsere Truppen seindlichen Angriffen hartnäckigen Widerstand entgegengesetzt= und an einigen Siellen wirkungsvolle Gegenangriffe lokalen Charakiers unternommen. Besondere Erwähnung verdient die Division Jeerara und das Kavallerieregiment Gulde. Zwei Lustgeschwader wurden während des ganzen Tages zu Bomben= und Sprenggranaten- sowie MGAngriffen gegen die bei den in Gang befindlichen Operationen an der albanisch=griechischen Froul interessierenden Ziele eingesetzt. Militärische Anlagen, StraßenBerlin, 30. November. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat befördert: 1. im Heer: mit Wirkung vom 1. November 1940: zum General der Insanterie den Generalleutnant Reinhard(Hans); Mit Wirkung vom 1. Dezember 1940: zu Generalleutnanten: die Generalmajore: Neuling, von Knobelsdorff, Schimpf, Schönhärl, Wetzel, Auleb; zu Generalmajoren: die Obersten: Rossum, Jahr, Schlemmer(Ernst), Hagl, Seuffert, Mittermaier (Wilhelm), Lindig, Stahl, Freiherr von Schleinitz(Siegmund), Will(Otto), Dr.=Ing. Ritter von Weber; zu Obersten: die Oberstleutnante: Kanzler (Richard), Reichert(Rudolf), Weichardt, von Rohr (Otto), Kaiser(Hermann), Freiherr Röder von Diersburg, von Uechtritz, Faeckenstedt, Werther, Koll, Köhn, Diplom=Ingenieur Dr. Stammbach, André, Schwarz (Otto), von Boltenstern(Werner), von Greiffenberg, von Bernuth(Julius), von Heygendorff, Selle(Gerhard), Krug, Freiherr von Buddenbrock, Plehn, Teichmann (Fritz), Negendanck, von Hülsen(Heinrich=Hermann), Weidemann, Noack(Hermann), Schünemann, Hauck, Dr.=Ing. Czimatis, Liß, Voigt(Siegfried), Dr. Koske, Pribyl, Mahr, Geiger(Rudolf), Kemminger, Swiatko, Vichytel, Bittner(Emil), Bürkner, von Wedelstädt (Friedrich Wilhelm), Freiherr von Oer(Adrian), Creutzburg, von Detten, Müller(Walter), Lobach; 2. in der Ariegsmarine: mit Wirkung vom 1. Dezember 1940: zu Bizeadmiralen: die Konteradmirale Fanger, Fuchs; zu Konteradmiralen: die Kapitäne zur See Krastel, Schall=Emden, Lamprecht; zum Konteradmiral(Ing.): den Kapitän zur See(Ing.) Kaufmann(Karl); 3. in der Lustwaffe: mit Wirkung vom 1. Dezember 1940: zum General der Flakartillerie: der Generalleutnant Ruggera; zu Generalleutnanten: die Generalmajore: Vierling, Schulz, Dierstling, Süßmann, Koch, Sommé, Fischer, Haehnelt, Dr. Weißmann; mit Wirkung vom 1. November 1940: zu Generalmajoren: die Obersten: von Dewall, Mensching, von Hachenburg, von Egan=Krieger, Langemeyer, Steinkopf, Harting; mit Wirkung vom 1. Dezember 1940: zu Generalmajoren: die Obersten: Stutzer, Lackner; zu Obersten: die Oberstleutnante: Dipl.=Ingenieur Deutsch, Jürgens, Gosewich, Heise, Gottschling, Kumme, von Hatten, Griepenkerl, Siber, von Criegern. Arbeit der Ems nung zu zollen. einen Schulort liegen. Hühner. Burgsteinfurt. der Paulinerstraf vorvergangenen! muß aber wohl ner durch das ä würden, und zog schwinden. Wie in der letzten Ze Tagung des Jach Gronau. Me genossinnen der Städt. Bül Intendant: Erich Verlag: Westfälische Tagesseitung G. m. b.., Münster(Westf.). Verlagsleiter: Erich Frintrop(z. Zt. im Felde), 1. V. Arthur Petsch. Hauptschriftleiter: Dr. Anion Eickhof(z. 2t. im Felde); Stellvertreter: Karl Kuhl. Verantwortliche Schriftleiter: Politik: Karl Kuhl; Politische Nachrichten und Vermischtes: Dr. Eugen Wagner: Bewegung und Provinz: Mar Hlemiech(z. Zt. im Felde), I. V. August Hollweg: Volkstum, Kunst und Unterhaltung: Wilhelm Vernekohl: Stadtanzeiger: Peter Jurascheck: Kommunalpolitik: Otto Peffer (z. Zt. im Felde): Sport: Alkred Strobei(z. Zt. im Felde). 1. V. Peter Jurascheck: Bezirksausgaben und Bildberichterstattung: Clemens Hiüisbusch: Anzeizenleiter: Horst Enter: (z. Zt. Wehrmacht), I. V. Hans Wolfmaler. Sämtlich in Münster. Druck: Aschendorfische Buchdruckerei. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 1 vom 1. Juli 1940 gültig. Das gtucktiens Jank Von Hans Wörner (5. Fortsetzung.) „Ich brauche wohl gar nicht erst zu fragen, wie die Vertretung klappt, Herr Meierhoff!“ sagte der Herr Schmidthenner. „Klappt, klappert, klappklappert!“ rief der Jochen. Der Herr Schmidthenner behielt im Weitergehen ein stabiles Schmunzeln auf seinem Gesicht, und erzählte daheim seiner Frau nun schon zum drittenmal von diesen jungen Meierhoffs, denen er einen kleinen Wagen verkauft hatte, worauf er merkwürdig stolz war, obwohl es der kleinste Wagen aus seinem großen Geschäft war. Frau Schmidthenner sagte:„Hoffentlich bekommt unser Hans mal so eine Frau, wie sie der Herr Meierhoff hat.“ „Mit solch einer Frau kann ein Mann alles werden, was er will!“ erklärte Herr Schmidthenner und zündete sich die dickste Zigarre an, die er im Hause hatte. In der Küche pfiff der Teekessel, die Ursel mußte dorthin. Aber ste streckte dem Jochen noch schnell die Zunge heraus, ehe sie im Sprung=auf=marsch=marsch verschwand. Anfang März war es offenbar, daß Meierhoffs Kleiner sein Kostgeld verdiente und noch tüchtig etwas dazu. Jochen saß einen ganzen Sonntag und schmiedete eine gründliche Bilanz mit regelrechten Abschreibungen und einem von ihm selbst erfundenen Posten für„Versteckte Schäden". Der Ursel erklärte er das so: Es habe möglicherweise der Kleine irgendein verstecktes Miseräbelchen im Leibe, eine Art Grippe, die erst später schnupft, einen Schaden, der erst heranwächst. Er quälte sich ehrlich, die Wagenkosten eher um eine Mark zu überschätzen, als sie um einen Groschen zu leicht zu buchen. Seine Provisionsabrechnungen überprüfte er sechsmal die Kreuz und die Quer; die Nebenspesen für sich selbst knallte er sogar als lausende Unkosten darauf. Als er den Schlußstrich zog, war das ein Reichsbanksaldo, eine Syndikatsklarierung. eine glasklare Durchsicht durch Jochen Meirhoff. Das mußte nicht nur stimmen, das stimmte wirklich. Es waren per Saldo im neuen Jahr bisher monatlich einhundertvier Mark, sechsundfünfzig Pfennig mehr verdient als im autolosen alten Jahr „Ich habe aber nicht zweihundertundacht Mark, sondern dreihundertsechzig auf die Kasse getragen, Jochen!" widersetzte sich die Ursel. „Das will gar nichts heißen!“ drummte Jochen. „Das versteh ich nicht!“ entrüftete sich Ursel. „Das kommt daher, daß du von Abschreidungen und Bereitstellungen keinen blassen Schimmer hast, gnädige Frau!“ antwortete der Jochen. Nach dem Abendbrot schneuzte die Ursel ihre Nase gründlich wie für eine Woche im voraus und nahm sich den Jochen einmal ganz diplomatisch vor.„Wenn deine Rechnerei dennoch stimmt, dann könnten wir doch mal ein richtiges Wochenende machen mit dem Wagen, von Samstag mittag bis Montag mittag, nach allen Regeln der Kunst, will ich damit sagen!“ Der Jochen horchte auf.„Wer pufft mich denn da ins Kreuz?“ sagte er. „Ich persönlich!“ sagte die Ursel. „Wohin sollen wir denn fahren? Wollen wir die Tante mitnehmen?“ tastete sich der Jochen an diesen neuartigen Fall heran. Die Ursel machte besondere Vorbereitungen, ehe sie antwortete. Die Vorbereitungen bestanden darin, daß sie den Jochen fest ansah und ihre Stimme auf leise stellte. „Rein, Bochen!“ sagte sie also leise,„wir wollen die Tante unter diesen Umständen lieber nicht mitnehmen!" „Von Umständen war bisher noch gar nicht die Rede!“ wunderte sich der Jochen." „Die kommen noch, wenn du mich mal ein bißchen reden lassen wolltest, Jochen!“ „Ranu!“ Mehr wußte Jochen jetzt nicht mehr. Ursel nickte ihm zu. Sie besah ihren Mann genau. Er schien ihr wirklich, als werde er in der nächsten Viertelstunde nun nichts mehr tun als zuhören. Sie wollte diese Viertlestunde jetzt ausnutzen, einerlei, ob ihr Herzklopfen besser werden würde oder im Gegenteil schlimmer. „Ich möchte, weil du doch nicht davon reden kannst, Jochen, mit dir in das Waisenhaus fahren, überhaupt überall dorthin, wo du als kleiner Junge, als Lehrling, als Gehilfe gewesen dist, ehe ich dich hier in dieser Stadt sah. Wir wollen in den zwei Tagen die ganzen zweiundzwanzig Jahre abfahren, die du zu mir unterwegs warst. Von rückwärts, von dieser Wohnung aus rückwärte bis in dein Waisenhaus!“ Das also war Ursele Plan. Jochen nickte, während er daran zu kauen hatte, daß seine Ursel sich nicht den Rhein oder das Meer, keinen der vielen Plätze wünschte, zu denen es Leute mit Autos so sehr hinzieht, daß sie in langen Wagenschlangen dort ankommen. Sie wollte mit ihm in das Waisenhaus. „Du hast schon ein paarmal danach gefragt. Kommst du nicht darüber weg?“ fragte Jochen. „Es geht nicht darum, darüber wegzukommen, Jochen!“ sagte die Frau, und ihr Gesicht war jetzt weich und offen geworden, die Augen ganz von innen hell und ihre Stimme tief, mit einem hellen, schwingenden Oberton.„Ich habe dich so lieb, wie du bist, wirklich. Ich habe noch nie gedacht, es wäre etwas Besonders, wenn man einen Jungen aus dem Waisenhaus heiratet, es wäre gefährlich oder schlimm oder sonst etwas. Aber sieh doch: Ich hätte es gern, wenn ich mir vorstellen kann, wie es früher bei dir war. Man will nicht mäkeln oder hinterher Mitleid haben, was vielleicht unnötig und bestimmt nutzlos wäre. Fast alle Frauen haben Aufnahmen von ihren Männern, als sie noch klein waren, verblichene Dinger. wo ein überfüttertes Kerlchen auf einem Fell liegt und grelle Augen macht— oder ein Klassenbild, wo der Lehrer die Arme übereinanderschlägt und die Jungen einer wie der andere mehr doof aussehen als sonst etwas— oder ein Bild aus einem Garten, mit einem Reifen oder nur einfach mit abstehenden Ohren. Meistens erwischen die jungen Frauen solche Bilder mal bei ihren Schwiegermüttern. spannen sie ihnen aus und verwahren sie gut im Wäscheschub...“ Die Ursel mußte erst Luft holen, ehe sie weitersprechen konnte. Jochen sah sie unverwandt an, es schien ihm, als sei seine Frau an diesem Abend nicht nur einfach aufgeregt, sondern ein bißchen neu, es fehlte ihr etwas, und sie sagte es offen heraus. Man konnte ihr dankbar sein, denn was sie von ihm wollte, war ja, daß er ihr noch mehr auspacken sollte als bisher schon. Das ganze Waisenhaus. „Solche Aufnahmen gibt es wohl von dir nicht" fuhr die Ursel fort. Vielleicht hängt ein Klassenbild im Waisenhaus, darauf käme es mir nicht mal besonders an. Aber wenn ich mal den Schlafsaal sehen könnte, in dem du geschlafen hast, und die Schwestern, die dich gewaschen und für dich genäht haben. Überhaupt das Haus, den Spielplatz, die Kinder, die jetzt da sind. Ich würde ihnen auch etwas mitbringen wollen... Ach, komm schon, ich werde es dir einfach zeigen!“ Die Ursel stand auf, sie taumelte ein bißchen vor dem Jochen her, in das Schlafzimmer. Im Kleiderschrank lag ein Paket. Sie legte es auf ihr Bett, machte es mit zappelndn Fingern auf und hob ein Hemdchen heraus. Es waren, kurz ausgedrückt, zwölf Hemdchen, und zwar eines immer größer als das andere. Ein Junge konnte zwölf Jahre lang jede Weihnacht eine bekommen, das ihm paßte. „Schon weil die Dinger fertig sind, müssen wir in dein Waisenhaus fahren, Lochen!“ sagte Ursei lacheind. „Wir fahren auch— am Samstag. So sicher, wie zweimal zwei vier ist, fahren wir, Ursel“, stieß Jochen hervor. Am Samstag regnete es, was nur auf die Straße passen wollte. Auf dem Kalender war es März, aber die Wolken machten Aprilbetrieb. Wind zog die Regenfäden mal auseinander, mal blies er sie zu engen Bündeln zusammen, die durch die Straßen zogen, als schwenke eine riesige Gießkanne hin über die ganze Stadt. Während der Jochen Meierhoff unter dem rinnenden Rand seines Hutes schräg in die Welt guckte und das Garagentor aufschloß, meinte er bei sich selbst, es habe sich die Ursel ihre Fahrt in ihres Mannes Jugendland vielleicht ganz anders vorgestellt und sie könne einem um des heutigen Wetters willen mörderisch leid tun. Aber die Ursel lachte unter der Kapuze ihres Gummicapes hervor, als sie in der Haustürnische auf den Wagen wartete, der da blank und frisch durch die Pfützen auf der Straße heranrollte und beim Vorfahren zwei mächtige Schwalle trüben Wassers auf den Gehsteig warf. „Einpacken des Expeditionsgepäcks...“. rief sie, und kam schon selbst mit zwei Koffern und einer vollgepfropften Netztasche angesprungen.„Die Netztasche muß aufrecht stehen, Jochen, sonst bullert die Garnierung auf dem Kartoffelsalat durcheinander!“ „Kartoffelsalat?“ fragte Jochen. „Na, für die Hauptmahlzeiten habe ich natürlich vorgesorgt!“ erklärte die Ursel. Hinter dem Gepäck schlüpfte sie aus dem Cape in den Wagen und saß nun da, trocken, lachend, ein paar blinkende Regentropfen in den Augenbrauen, als Jochen die letzte Tür des Wagens zuzog und im Sitzen die Mitnehmsel zurechtstaute. Der Motor lief leise leer, die Scheibenwischer schnurrten gemütlich durch dicke Rinnsale von Regen, auf dem Dach trommelten die Wassertropfen, die Motorhaube war mit tanzenden, rund aufsitzenden, rollenden, im Rollen sich zu Bächlein vereinenden Regenperlen ein Spaß anzusehen. „In einer Wohnung ist es schon schön, wenn es draußen tüchtig regnet, in einem Wagen ist es noch schöner. Man ist noch näher an der Nähe, und es gruselt einem noch schöner den Rücken auf und ab!“ freute sich Ursel. Jetzt war alles zurechtgestaut, jetzt gerade reckte sich der Jochen hinter dem Steuerrad, ordnete seinen Mantel um die Knie, drehte den Schalknoten in der Mitte, setzte den Hut neu auf und zog die Handschuhe an.„Jochen!“ Gose, die Ursel leise.„Es geht los, Jochen!“. Der sen nickte und griff an den Schalthebel. Und er war schon aus der Straße heraus und schon im großen Gang, als ihm einfiel, es habe die Ursel vielleicht einen Kuß haben wollen, als sie so sagte. Jetzt, im Fahren, konnte er ihr nur noch einmal zunicken. Er kniff ihr ein Auge dabei, und die Ursel freute sich darüber; es war ihr das Augenkneifen so recht wie ein Kuß. Jochen Meierhoff hatte hundertfünfzig Kilometer bis zu der kleinen Stadt, in der er bis zu seinem Eintritt in die Firma des Herrn Dr. Schulz als Lehrling und als Handlungsgehilfe gelebt hatte. Er war von seinem vierzehnten Lebensjahr sechs Sommer und Winter dort gewesen, und seitdem waren wieder acht andere Winter durch das Land gewandert. „Während wir diese hundertfünfzig Kilometer fahren, mußt du dir also acht Jahre denken, um die wir zurückrollen. Die sechs letzten kennst du ohnehin, die zwei ersten waren die Anfangsjahre bei Doktor Schulz, im Kontor, aber mehr noch im Lager“, sagte Jochen. „Und mit im ganzen sieben verschieden möblierten Zimmern!" lachte die Ursel. „Natürlich!" bestätigte der Jochen, denn er war nun froh, mit dem Erzählen und Zeigen bei etwas beginnen zu können, was die Ursel wenigstens halbwegs schon von ihm gehört hatte.„Das erste Zimmer hatte Herr Doktor Schulz gemietet, am Tage bevor ich kam, es lag nahe beim Geschäft; es war billig, aber es war nur eine Schlafstelle. Als ich nach der Vorstellung im Geschäft hinkam, saß ich jämmerlich auf dem Bett und glaubte, diese Stadt werde mir nie gefallen. Sie war mir zu schnell, zu laut, zu groß oder nur einfach zu fremd. Aber das war nur der erste traurige Abend. Am anderen Morgen wurde es schon lustig... da kam die Wirtin und war ganz aufgeregt...“ „War etwas passiert?" „Nicht gerade passiert, nur das Pferd des Milchmannes, das war so ein eingewohntes Zuckelpferd, wollte nicht weitergehen Es stand unten vor dem Haus und meuterte; der Milchmann wußte nicht, wie er damn weiterkommen sollte. Vor mir nämlich hatte in meinem Zimmer ein Verkäufer vom Elektrowerk gewohnt, ich weiß nicht, wieviel Jahre! Der war jeden Morgen um die Milchmannzeit aus dem Hause gegangen und hatte dem Pferd im Vorbeigehen ein Stück Zucker gegeben— bei der Frau Hettling gab es nämlich schlechten Kaffee, aber viel Zucker...“ „Und nun wollte das Pferd seinen Zucker weiter“ haben!“ vergnügte sich die Ursel und suchte in ihrer Handtasche nach den Apfeln, von denen sie jetzt essen wollte. „Na klar doch!“ meinte Jochen.„Ein Milchmank“ pferd weiß schließlich mit Gewohnheiten am besten Be“ scheid. Ich ging also runter und gab ihm seinen Zuckes, Und von da an war mir die Stadt fast ganz bekannt. denn wenigstens das Milchmannpferd hatte doch fest de mit gerechnet, daß ich kam und die Zuckerei in Gan hielt!“ „Es war dein erster Freund!“ rief die Ursel Meie“ hoff mit einem Mund voller Apfel. (Kortsetzung folgt Stadtthester Sonntag, den 1. I 11 Uhr Ende 2. Städtisches K 16 Uhr Ende „Der Gral v. Li (Operette) Montag, den 2. D 17 Uhr Ende Geschl. Vorstellu Wehrmacht „Auf der grün (Operette) Dienstag, den 3. 1 17 Uhr Ende Miete Di. B 5 „Der Gral v. L (Operette) Mittwoch, den 4. 17 Uhr Ende Miete MI. B 5 „Ich habe einer geheiratet“(Lut Donnerstag, den 17 Uhr Ende Miete De. B 5 „Die Regimente (Komische Oper Freitag, den 6. D 17 Uhr Ende Miete Fr. B 5 „Faust“, der 7 zweiter Teil Samstag, den 7. 17 Uhr Ende Geschl. Vorst. Kr. d. Fr., Rir „Der Gral v. 1 (Operette) Sennlag, den 8. 16 Uhr Ende „Auf der grü. (Operette) Wir bitten höf nen Vorstel Im St1 ein k zu Wei uns, In finden • MFA rotimarchit der deutschsprachigen Presse.V. Nummer 330 Schottland westsalen-Rord und Nachbargaus egewichliger Ziele beitischen Jusel 1. 30. November. nacht gibt bekannt: 29. war Conde sangriffen der Lust. jände in den Victorig. us beobachtel. belegten in rollenden der Hasenstadt Ci. des gegenüberliegen. darunter eine große tige Explosionen und erhäusern erleuchteten riegswichlige Ziele in und Milteleng. Bristel, Poris uurden mit zohlreichen t grissen Kampfflug. hädigten ein Handels. vermink. vember setzten Tern. anmäßige Zerstörung lel von Dover mit es und der Kriegs. eleitfahrzeuge am Oft. zeuge in Nord- und 30. November wurden sieder mehrere Häuser und mehrere leicht irden gestern abge. pf. zwei durch Flakwerden vermitzt. beginnt! 1. Seite insamung gegenüber. liedergangs und der erung vor der Außenmüssen natürlich der ig möglichst verheimglische Volk erkennen. Lage Britanniens ist, chen Kriegsverbrecher Um die Massen trotz deutschen Bombarde. sckade zu Wasser und daß noch nicht alles amtlichen Meinungs. der englischen Krieg. r den deutschen Gegfährliche Maßnahme, nes Tages die britirken, so wird der Folgen für das Lon: T a g w i r d k o m m e n, hts hindert, die Chur. Britenvolkes auf das BOA ie Kapitäne zur See .): den Kapitän zur 1940: kartillerie: der : d i e G e n e r a l m a j o r e: nann, Koch, Sommé, 1940: ie Obersten: von Devon Egan=Krieger, 1940: ie Obersten: Stutzer, sante: Dipl.=Ingenieur Gottschling, Kumme, on Criegern. 1. b.., Münster(Westf.). im Felde), J. V. Arthur on Eickhof(z. 2t. im Verantwortliche SchriffNachrichten und Verzuns und Provinz: Mar August Hollwes: Volksheim Vernekohl; Stadltmalpolitik: Otto Pesser obei(z. Zt. im Felde). gaben und, Bildberichtzenleiter: Horst Enters Volfmaler. Sämtlich in uchdruckerei. Zur Zeit gültig. senkneifen so recht wie tfünfzig Kilometer bis zu seinem Eintritt in als Lehrling und als war von seinem vierund Winter dort ger acht andere Winter# ifzig Kilometer fahren, en, um die wir zurück: du ohnehin, die zwei ei Doktor Schulz, im “, sagte Jochen. verschieden möblierten hen, denn er war nun en bei etwas beginnen ns halbwegs schon von mmer hatte Herr Doker ich kam, es lag nahe ber es war nur eine orstellung im Geschäft em Bett und glaubte, en. Sie war mir zu einfach zu fremd. Aber Abend. Am anderen da kam die Wirtin und Pferd des Milchmanes Zuckelpferd, wollte in vor dem Haus und nicht, wie er damit imlich hatte in meinem ktrowerk gewohnt, ich war jeden Morgen um se gegangen und hatte tück Zucker gegehen.“ mlich schlechten Kassek, seinen Zucker weitel“ id suchte in ihrer Hand“ n sie jetzt essen wollte. m.„Ein Milchmeyl: nheiten am besten gab ihm seinen Zuckeladt fast ganz bekannt. ferd hatte doch fest de“ die Zuckerei in Gans gies die Ursel Meiel 4 (Rortietzung foigt „Ann unseren= Fahnen ist der=Sieg Ueberfüllte Großkundgebungen mit Gauleiter Dr. Meyer in vielen Orten des Gaues Westfalen-Nord In verschiedenen Kreisen unseres Gaues eröffnete Gauleiter Dr. Meyer in eindrucksvollen Großkundgebungen die neue Versammlungswelle, die unter dem Leitwort„Mit unseren Fahnen ist der Sieg" steht. Der Gauleiter gab damit die Parole für die kommende Vinterarbeit. Wir wissen alle, daß unser Gauleiter gewiß ein gerüttelt Maß voll Arbeit hat, und trotzdem hat er sich gern für die große Propagandaaktion zur Verfügung gestellt. Um allen Volksgenossen Gelegenheit zu geben, aus dem Munde ihrer berufenen Führer über unser Arbeiten und Kämpfen, über unsere Erfolge, über so manche aktuelle und zukünftige Frage, aber auch über unsere Pflichten zu hören, hat die Partei stets den Weg ins Volk genommen. Und wie richtig dieser Weg ist, bewiesen immer wieder auch die überfüllten Säle, in denen der Gauleiter sprach. Am 21. November setzte in Bückeburg die Propagandaaktion für Schaumburg=Lippe ein. Schon lange vor Beginn der Kundgebung waren die Säle des Bückeburger Rathauses überfüllt und Hunderte von Volksgenossen fanden keinen Einlaß mehr. Als Reichsstatthalter sprach der Gauleiter dem Lande Schaumburg=Lippe seinen Dank aus für die Arbeit, die das Land bisher und besonders in dieser großen Zeit geleistet hat. In einer eineinhalbstündigen Rede nahm der Gauleiter dann zu allen Problemen unseres völkischen Lebens Stellung. Begeisterte Zustimmung begleitete immer wieder die Worte des Gauleiters. Schon lange hatte sich Bad Oeynhausen auf den Besuch unseres Gauleiters gefreut, und die Stadt hatte es nicht an Vorbereitungen fehlen lassen, um ihrer Freude über den Besuch Ausdruck zu geben. Das Kurhaus, das sein Festgewand angelegt hatte, reichte nicht aus, um die Tausende zu fassen, die aus dem Munde des Gauleiters die Kompfparole für den Winter entgegennehmen wollten. Man kann sagen, daß ganz Oeynhausen in einmütiger Geschlossenheit an dieser Kundgebung teilnahm. Der große Kurhaussaal bot ein prächtiges Bild, Auf der Bühne war die Büste des Führers aufgestellt, umgeben von reichem Blumenschmuck und den Fahnen der Bewegung. In trefflichen Worten skizzierte der Gauleiter die Ereignisse des letzten Jahres und zeigte die Gründe auf, die zu diesem Krieg geführt haben. Für uns käme es darauf an, den deutschen Lebensraum zu sichern. Die Heimat habe bewiesen, daß sie nicht nur eine Rückendeckung der Front darstelle, sondern in jeder Beziehung der kämpfenden Truppe Hilfe leiste. In Detmold erreichte am 27. November die in den Städten und Dörfern des Lipper Landes eingeleitete Versammlungswelle der Partei ihren Höhepunkt. Wie in Bückeburg und Oeynhausen füllte sich schon lange vor Beginn der Kundgebung der Saal, und mehrere hundert Volksgenossen konnten keinen Einlaß mehr finden. Bevor Gauleiter Dr. Meyer das Wort ergriff, wurden in eindrucksvoller Weise die für Deutschland gefallenen Kameraden geehrt. Dann sprach der Gauleiter in einer großangelegten Rede zu den Lipper Volksgenossen über die gewaltigen militärischen und politischen Ereignisse, die seit Ausbruch des uns aufgezwungenen Krieges die Welt in Erstaunen setzten. Wer sich die großen Siege der vergangenen Monate noch einmal vor Augen halte, der müsse schon sagen, daß der Herrgott unsere Waffen gesegnet habe. Der Glaube an den Führer und seine Idee hätten der Wehrmacht die Kraft zum Siege gegeben; die Idee der nationalsozialistischen Weltanschauung allein sei der Schlüssel des Geheimnisses unseres Erfolges. Die packenden Ausführungen des Gauleiters schlossen mit einem Appel! zur äußersten Pflichterfüllung und dem Dank an den Führer und seine Wehrmacht. Diese Großkundgebungen, in denen der Gauleiter sprach, waren ein aufrüttelndes Erlebnis für alle Tellnehmer. Die Politischen Leiter saßen neben den Soldaten und Offizieren der Wehrmacht, Bauern neben den Vertretern des Staates, Männer und Frauen aus den Betrieben in ihrer Arbeitskleidung neben den Führern der Industrie, alle als deutsche Menschen, Mitglieder einer Gemeinschaft, deren sichtbarer Träger die Partei ist. Wenn nun in Recklinghausen und Bottrop Gauleiter Dr. Meyer noch in zwei Großkundgebungen gesprochen hat, werden Tausende wieder neue Kraft gewonnen haben für die Tagesarbeit, die jetzt im Kriege allein dem Sieg gilt. Westfälische Tageszeitung im ganzen gesehen, normal. Spitzentiere waren nicht vorhanden, so daß auch keine Spitzenpreise erzielt wurden. Die teuerste Kuh war die von dem Bauern Wilhelm Wisseling in Köckelwick bei Breden gelieferte Herdbuchkuh„Rotine“, die den Preis von 730 RM. erzielte. Das teuerste Rind war die„Rosa“ des Bauern Karl Bertling in Wessum. Hier wurde der Zuschlag bei einem Gebot von 650 RM. erteilt. Auf die Tenne gestürzt und schwer verletzt Rhede. Ein Unglücksfall ereignete sich in Crommert auf dem Hofe des Bauern Langkamp. woo der Melkerlehrling Erwin Knuffmann aus Bocholt, als er aus dem Boden mit Strohabwersen beschäftigt Bar, plötzlich zwischen zwei zu weit auseinanderliegenden Balken auf die Tenne stürzte. Der sofort hinzuge zogene Arzt sorgte für die Ueberführung in das Krankenhaus nach Rhede. Ein Mann lag auf den Straßenbahnschienen Bockum=Hövel. Auf der Hammer Straße entdeckte der Führer eines nach Hamm fahrenden Straßenbahnwagens nahe der Gemeindegrenze in der abendlichen Blick ins Münsterland Emsdetten sammelte 50 Jentner getrocknete Heilkräuter Emsdetten. Die Schulen der Stadt Emsdetten ernelten bei der Heilkräutersammlung in diesem Sommer das schöne Ergebnis von 50 Zentnern Trockenware. Die von den Emsdettener Schulen geleistete Arbeit ist um so höher zu werten, als mehrere hundert Jungen und Mädel täglich in der Erntehilfe tätig waren und darum für die Heilkräutersammlung nicht eingesetzt werden konnten. Emsdetten verfügt im Hinblick auf die zu sammelnden Arten der. Heilkräuter nicht über eine reiche Flora. Auch aus diesem Grunde ist der Arbeit der Emsdettener Schulen besondere Anerkennung zu zollen. Mit 50 Zentnern als Ergebnis für einen Schulort dürfte Emsdetten mit an der Spitze liegen. Hühner= und Kaninchendiebe am Werk Burgsteinfurt. Der im Garten eines Hauses an der Paulinerstraße gelegene Hühnerstall hatte in der vorvergangenen Nacht ungebetenen Besuch. Der Dieb muß aber wohl befürchtet haben, daß die Hausbewohner durch das ängstliche Gegacker der Hühner geweckt würden, und zog es vor. unverrichteter Dinge zu verschwinden. Wie die Hühnerdiebstähle, so mehren sich in der letzten Zeit auch die Kaninchendiebstähle. Tagung des Fachamles„Textil“ der D9F. in Gronau Gronau. Mehr als 800 Volksgenossen und VolksBetriebsführer, die Meister und Obermeister der Textilunternehmen und die DAF.=Amtswalter der Betriebe, hatten sich zu einer Großtagung in Gronau zusammengefunden. Der Leiter des Fachamtes„Textil“ der Deutschen Arbeitsfront, Reichsamtsleiter Erwin Voß, Berlin, sprach zu den Anwesenden über den sozialen Aufbau in der Textilindustrie und machte grundsätzliche Ausführungen zur Lösung dieses Problems im nationalsozialistischen Deutschland. Unfall durch Blaustift Ahaus. Ein Mädchen der 7. Schulklasse kam dadurch zu einem Unfall, daß es beim Schreiben zu stark mit einem Blaustift auf das Papier drückte, wobei die Spitze abbrach und ins Auge flog. In sehr kurzer Zeit war das Auge so blau gefärbt, daß sich das Mädchen in ärztliche Behandlung begeben mußte. Eine Ueberweisung zum Spezialarzt nach Coesfeld war notwendig. Unerwartet starker Besuch der Ahauser Mischviehversteigerung Ahaus. Der von der Westfälischen Provinzial=Viehverwertungsgenossenschaft in der neuen Versteigerungshalle abgehaltenen 37. Milchviehversteigerung war eine so große Zahl von Bauern und Landwirten aus der näheren und weiteren Umgegend zugeströmt, daß sogar die neue Halle die Besucher nicht zu fassen vermochte Der Auftrieb an Tieren zeigte die stattliche Zahl von 120 Kühen und Rindern. Ihre Qualität war in beiden Klassen gut. Wenn auch bei den Rindern jüngere Tiere zum Verkauf kamen, so konnte man doch feststellen, daß auch ihre Qualität einwandfrei war. Zahlreiche Käufer, insbesondere die aus dem rheinisch=westfälischen Industriegebiet, zeigten größtes Interesse, so daß der Markt Dunkelheit ein Hindernis auf den Gleisen, vor dem er den Wagen noch rechtzeitig zum Halten bringen konnte. Es stellte sich heraus, daß der Schienenräumer einen Mann ersaßt und zur Seite gedrückt hatte, der mit dem Oberkörper quer über einer der Schienen lag. Der Geistesgegenwart des Wagenführers hatte er es zu verdanken, daß er vor dem Ueberfahrenwerden bewahrt blieb und mit einer leichteren Kopfverletzung davonkam. Mit dem Sanitätsauto wurde der Angefahrene ins Krankenhaus gebracht. Es handelt sich um einen Bockum=Höveler Einwohner, der angetrunken gewesen sein soll. Heißer Kafsee verbrühte zweijähriges Kind tödlich Ahlen. In der Siedlung Ulmenhof ereignete sich auf der Gemmericher Straße ein schwerer Unglücksfall, dem ein 19 Monate altes Kind zum Opser siel. In einem unbewachten Augenblick fiel eine Kanne mit heißem Kaffee, an der sich das Kind zu schaffen gemacht hatte, um. Der heiße Kaffee brachte dem Kind so schwere Brandverletzungen bei, daß es bald nach dem Unfall gestorben ist. Bottrop hilst den kinderreichen Familien Anmeldezwang für freiwerdende Wohnungen Boktrop, 30. November. Die Industriestadt Bottrop hat durch die Initiative ihres Oberbürgermeisters Dr. Graf von Stosch eine neue Schutzmaßnahme in Angriff genommen, die in erster Linie den kinderreichen Familien zugute kommt und sofort in Kraft tritt. Auf Grund der Verordnung zur Erleichterung der Wohnungsbeschaffung für kinderreiche Familien vom 20. April 1939 und der Durchführungsverordnung hierzu vom 15. Juni 1939 hat der Oberbürgermeister mit Zustimmung des Reichskommissars für die Preisbildung und des Oberpräsidenten der Provinz Westfalen einen Erlaß herausgegeben, der alle Hausbesitzer zur Meldung freiwerdender Wohnungen zwingt. Die Verordnung bestimmt weiter, daß Vermieter von Mehrfamilienhäusern mindestens ein Drittel der vorhandenen Wohnungen beim Freiwerden an kinderreiche Familien vermieten. Hausbesitzer, die der Anmeldepflicht nicht genügen, können mit einer Geldbuße bis zu 500 RM. belegt werden. Vermieter, die eine für kinderreiche Familien bestimmte Wohnung an Nichtkinderreiche vermieten, können mit einer Geldbuße bis zu 5000 RM. belegt werden. Landwirtschaftliche Maschinen bis 15.1. zur Reparatur melden Die Kriegsverhältnisse bedingen in verstärktem Maße den Einsatz von Maschinen und Geräten in der Landwirtschaft. In einer Anordnung des Verwaltungsamtes des Reichsbauernführers wird hierzu erklärt, das vergangene Jahr habe gezeigt, welche betrieblichen Erleichterungen durch den Einsatz von Maschinen, die vielfach auch gemeinschaftlich und genossenschaftlich zur Anwendung kamen, erreicht werden. Bis zum Beginn des nächsten Wirtschaftsjahres muß für eine rechtzeitige und fachmännische Instandsetzung unbedingt gesorgt werden. Um den Werkstätten einen Ueberblick über den zu erwartenden Arbeitsanfall und damit die Möglichkeit der fristgerechten Bewältigung der Arbeit zu geben, müssen sämtliche Aufträge für die Instandsetzung von Maschinen und Geräten bei den zuständigen Werkstätten bis zum 15. Januar 1941 in Auftrag gegeben werden. Die Anlieferung für die Instandsetzung hat nach entsprechendem Abruf durch die Werkstättenleitung zu erfolgen. Für Aufträge, die nach dem 15. 1. 1941 bei den Werkstätten einlaufen, kann eine Gewähr für sach= und fristgemäße Instandsetzung nicht übernommen werden. Die Pferde waren schlauer Minden. Ein Fuhrwerksbesitzer, der sich mit Pferd und Wagen auf dem Wege von Bad Oeynhausen nach Rehme befand, kehrte in einer Kneipe ein und„blieb hängen". Als er nach zwei Stunden vor die Tür schaute, hatten die schlauen Pferde sich längst allein auf den Heimweg gemacht. Sie haben ihrem Herrn eine gute Lehre erteilt. 175 Jahre Insel Wilhelmstein Stadthagen. Die Insel Wilhelmstein im Steinhuder Meer, die einstmals als uneinnehmbare Festung galt, kann in diesen Tagen auf ein 175jähriges Bestehen zurückblicken. Es handelt sich hier um eine künstlich geschaffene Insel, die zunächst die berühmte Kriegsschule des Grafen Wilhelm von Schaumburg=Lippe— des BeAuch Scharnhorst, der große Lehrer und Organisator der preußischen Armee, hat hier seine militärische Ausbildung erhalten. Der Sprung auf die fahrende Straßenbahn Wuppertal. In der Ludendorffstraße versuchten ein 16= und ein 19jähriges Mädchen, auf die hintere Plattform des Motorwagens einer Straßenbahn aufzuspringen. Beide Mädchen kamen hierbei zu Fall und gerieten unter den Anhänger der Straßenbahn. Infolge der erlittenen Verletzungen wurden die Mädchen nach dem städtischen Krankenhaus Wuppertal=Barmen geschafft. Einem der Mädchen mußten beide Beine abgenommen werden. Der Zustand ist sehr ernst. Das andere Mädchen trug Prellungen an der rechten Schulter sowie am Becken davon. Fünf Tole bei einem Kraftwagenunglück Malmedy. Hier ereignete sich auf der Straße Malmedy—Stavelot ein schweres Verkehrsunglück, das fünf Tote und mehrere Schwerverletzte forderte. Ein Kraftwagen aus Sourbrodt fuhr in eine Gruppe Fußgänger von denen 5 getötet und mehrere schwer verletzt wurden. Die Insassen des Wagens wurden nur leicht verletz:. Wie sich der Unfall ereignet hatte, konnte noch nicht restlos geklärt werden. Augenzeugen wollen gesehen haben, daß sich ein Rad des Wagens löste, bevor das furchtbare Unglück geschah. genossinnen der heimischen Textilindustrie, darunter die bis auf wenige Tiere geräumt wurde. Die Preise waren, gründers der Allgemeinen Wehrpflicht— behekbergie. Nummer 330 Sie werden nicht vergessen! Vor achl Jahren wurde unser Pg. Eduard Elbrächter in Brackwede zu Grabe getragen. Er ist einer der 7 Blutzeugen des Gaues Westsalen Nord, die im Glauben an Deutschland sielen. Er gab für Volk und Reich das Höchste, was er geben konnte. Und wir erfüllen gerade heute sein Vermächtnis am besten, wenn wir in steter Opserbereitschaft für Deutschland arbeiten, wofür er gesallen ist. Die Innere Iront meldet: Neuer Blutordensträger im Gau Westsalen-Nord. Gauleiter Dr. Alfred Meyer überreichte im Auftrage des Führers dem Kreisschulungswalter der DAF, Pg. Max Fierlings, Detmold, den Blutorden der Bewegung. Bei einem Aufmarsch in Duisburg=Hamborn am 9. Juli 1932 zeichnete sich Pg. Fierlings durch unerschrockenes Handeln aus; er wurde bei diesem Aufmarsch als ½Mann von politischen Gegnern durch einen Revolverschuß schwer verletzt. Werbeaktion der Marine-Hiller-Jugend. Unter der Parole„Seefahrt ist not“ hat das Oberkommando der Kriegsmarine zusammen mit dem NS=Lehrerbund und der Marine=HJ zu einer großen Werbeaktion ausgerusen, die in der Jugend das Verständnis für deutsche Seefahrt und deutsche Seegeltung erwecken und vertiefen soll. Es ist ein Wettbewerb ausgeschrieben, der jedem Schüler die Mitarbeit ermöglicht: Schiffsmodelle, Pläne und Zeichnungen werden ebenso angenommen wie Aufsätze, Erzählungen und Berichte. Die besten Arbeiten werden in Gauausstellungen und auf einer Reichsausstellung gezeigt. Eine Anzahl wertvoller Preise gelangt zur Verteilung. Besonders in den Bielefelder Schulen hat der Appell ein starkes Echo gefunden. Für die besten Arbeiten der Bielefelder Schüler plant der RS=Lehrerbund eine Ausstellung. Otippners W Belrager 5 Jahre Zuchthaus werden ihm eine bittere Lehre sein Bochum, 30. November. Vor dem Sondergericht hatte sich ein 25jähriger Alfred Rösler aus Osnabrück zu verantworten. Er war des Diebstahls in mehreren Fällen, des Betruges, der Verletzung des Ordens= und Titelgesetzes und außerdem des Diebstahls unter Ausnutzung der durch Fliegergefahr gebotenen Maßnahmen angeklagt. In zwei Fällen des Diebstahls bewertete ihn die Anklage als Volksschädling. Der aus gutem Elternhaus stammende junge Mann hat es in seiner Jugend zu gut gehabt. Die große Nachsicht, die man ihm angedeihen ließ, brachte ihn zu einer leichtsinnigen Lebensauffassung. Infolge Unfalls mußte er vorzeitig vom Militär entlassen werden. Nun begann für ihn ein Wanderleben, das von den Straftaten begleitet war, die er in Osnabrück und Umgegend, Münster, Recklinghausen, Bochum, Linz, Frankfurt, Mainz verübte. Er trat einmal als Leutnant, dann als Feldwebel der Luftwaffe auf, obwohl er als Landesschütze entlassen war, legte sich betrügerisch das E. K. 1, das goldene Spanienverdienstkreuz und das silberne Verwundetenabzeichen zu, nachdem er seinen Militärentlassungsschein auf höhere Grade umgefälscht hatte. Das Wanderleben des betrügerischen Aufschneiders hatte in Mainz ein Ende, wo die Ortskommandantur ihn verhaften ließ. Der schon zweimal wegen Diebstahls vorbestrafte Angeklagte hatte auch fünf Diebstähle ausgeführt. Im Bergmannsheil zu Bochum stahl er einem Mitinsassen unter Ausnutzung der durch Fliegergefahr gebotenen Sicherungsmaßnahmen Geld. Das Sondergericht verurteilte ihn zu 5 Jahren Zuchthaus und 4 Jahren Ehrverlust. Von der Maßnahme der Sicherungsverwahrung wurde abgesehen, da das Sondergericht annahm, daß diese schwere Strafe den Mann belehren werde. Der Staatsanwalt hatte 10 Jahre Zuchthaus beantragt. Gefährlicher Leichtsinn wurde bestraft Natzungen. Ein Schüler setzte sich auf dem Heimweg auf zwei aneinandergekoppelte beladene Wagen. Während der Fahrt rutschte er plötzlich infolge Erschütterung der Deichsel ab und stürzte auf den Boden. Er konnte sich vor den Rädern des nachfolgenden Wagens nur so weit retten, daß ihm seine Hand dabei noch zerquetscht wurde. Viehmärkte Dortmund, 29. Nov. Marktverlauf: In allen Gattungen zugeteilt. Preise: Ochsen a) 44—46, b) 42,5, c) —; Bullen a) 44,5, b) 40,5, c) 33—35,5; Kühe a) 43,5 bis 44,5, b) 39—40,5. c) 30—34,5, d) 22—25; Färsen a) 44,5—45.5, b) 40—41,5, c) 36—36.5, d) 27—28; Kälber, Sonderklasse—, andere Kälber a) 57, b) 54 biz 57, c) 45—48, d) 35—38; Lämmer und Hammel a1) a2) 51, b1)—, b2) 48—51, c) 44. d) 32—42. Schafe e) 44, f) 40, g)—: Schweine a) 57,5, b1) 57,5, b2) 56,5, c) 54,5, d) 51,5, e) 49,5, f) 44—49,5; 91) 57,5, g2) 51,5; Altschneider 56,5; Eber—. Sauen Städt. Bühnen Münster(Westf.) Intendant: Erich Pabst Spielzeit 1940141 Kemmerspiele Senntag, den 1. Dezember 17 Uhr Ende 19.30 Uhr „Karl III. und Anna von Oesterreich“(Lustspiel) Stadtthester Sonntag, den 1. Dezember 11 Uhr Ende 13 Uhr 2. Städtisches Konzert 16 Uhr Ende 18.30 Uhr „Der Graf v. Luxemburg“ (Operette) Montag, den 2. Dezember 17 Uhr Ende 19.30 Uhr Geschl. Vorstellung für die Wehrmacht „Auf der grünen Wiese“ (Operette) Dienstag, den 3. Dezember 17 Uhr Ende gegen 19.30 Miete Di. B 5 „Der Grol v. Lunzemburc: (Operette) Mittwoch, den 4. Dezember 17 Uhr Ende 19.30 Uhr Miete MI. B 5 „Ich habe einen Engel seheiratet“(Lustspiel) Donnerstag, den 5. Der. 17 Uhr Ende 19.00 Uhr Miete Do. B „Die Regimentstochter“ (Komische Oper) Preitag, den 6. Dezember 17 Uhr Ende 20.00 Uhr Miete Fr. B 5 „Faust“, der Tragödie zweiter Teil Samstag, den 7. Dezember 17 Uhr Ende 19.30 Uhr Geschl. Vorst. f. d. VSG.Kr. d. Fr., Ring A S „Der Groi g. Annembure“ (Operette) Senntag, den 8. Dezember 16 Uhr Ende gegen 18.30 „Auf der grünen Wiess“ (Operette) Wir bitten höflichst, die Anfangszelten der einzelnen Vorstellungen genauestens zu beachten! Montag, den 2. Dezember 17 Uhr Ende 20.30 Uhr Geschl. Vorstellung für d. Hitlerjugend „Torquato Tasse“ (Schauspiel) Diensteg, den 3. Dezember 17 Uhr Ende 19.30 Uhr „Karl III. und Anna ven Oesterreich“(Lustspiel) Mittwoch, den 4. Dezember 17 Uhr Ende 19.00 Uhr „1ie Wilwe, Grapin“, hierauf:„Der Holzdiek“ (Komische Opern) Donnerstag, den 5. Dez. 17 Uhr Ende 20.30 Uhr „Torquate Tasse“ (Schauspiel) Freitag, den 6. Dezember 17 Uhr Ende 19.00 Uhr „De Diürehmaschins“ (Lustspiel) Samstag, den 7. Dezember 17 Uhr Ende 20.30 Uhr „Forgunte Tosse“ (Schauspiel) Sennteg, den 8. Dezember 17 Uhr Ende 19.00 Uhr „De Dlärekmaschine“ (Lustspiel) Gelsenkirchen die Traberzentrale des Westens Trabrennen K 2 .O1LMANN Schmuckkasten Uhhren, Oob- u. Ollbersnaren #0 Mensrar, LUDGERISTRASSE Im Stillen hofft dech Jeder auf ein klein wonig Luxus zu Weihnachten. Kommen Sie jetst zu uns, in der großen Auswahl finden Sie bestimmt das Richtige. Pin Ersatztelle für alle Modelle Große Mengen Zylinderblöcke und Zylinderköpfe. Zahnkränze, Hinterachswellen, Kohler. Ventile. Kugellager, Getriebetelle, Holzräder Radscheiben: Kotflogel und Lockheed-Bremsen-Ersatzteile sofort lieterbar. Autchof W. Hochstraß, Hagen I. W. Echeseyer Straße 148— Ruf 22712 Das Publikum hat es gern, wenn es die Namen der Kaufleute, die ihm als zuverlässige Lieferanten bekannt sind, dann und wann in den Anzeigen liest. Durch diese Erinnerungswerbung bleibt die Verbindung zwischen Publikum und Kaufleuten aufrechterhalten. Algosch üstcen Altsilber haufe. Dublee —— wir u gesetzl. föchstoresen Mönster, Bogenstraße 2 Rheine, Emastraße 2 Kleinanzeigen sind billiger Legen Sie die Zeitung erst aus der Hand, nach dem Sie den Anzeigen teil der Westfälischen Tageszeitung gelesen haben. Er enthält im mer Anrezunsen, wodurch Sie selbst Vorteile haben können. Keut sie bei H Buschmann Münster I. W. Drubbei 17/18 Ständige Anzeigenwerbung sichert den Erfolg. Deshalb Werben durch die Die 1 48. Milckviehversteigerung Münster, wird von Dienstag, den 10., auf Freitag, den 13. Dez. 1940 verlegt. Anmeldungen von hochtragenden und frischmelken Kühen und Rindern müssen bis Mittwoch, den 4. 12. 40 vorliegen bei der Westfällschen Provinzial-Viehverwertungsgenossenschaft e. G. m. b.., Münster, Windthorststraße 20, Fernruf 2 66 44/45. In allen Gaststäten und Hotels des Münsterlandes verlangen Sie die Westf. Tageszeitung Elaustauschstofte Allei, Plenora, Vollel-Austauschstort bewährt für alle Back- und Kochzwecke. Helmuth Nosbach Eler- u. 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Mit 30 Abbildungen auf Kunstdruck und einer zweiseitigen graphischen Karte. RM..80, geb. RM..50. Darin liegt die besondere Bedeutung dieses kleinen Werkes, daß es beispielhafte alte Stöcke der bäuerlichen Kunst nehen aute Arbeiten tüchtiger Kunsthandwerker aus unseren Tagen stellt. Dolk erzählt von GOTTFRIED HENSSEN Münsterländische Sagen. Märchen und Schwänke. XVI u. 408 S. Mit 1 Karte u. 7 Bildern. Kartoniert.— RM., Leinenbend.75 R11. Friedrich von der Leyen in der Deutschen Litereturzeitung:„Dieses Buch eines der anziebendsten und frischesten seit langer Zeit, findet hoffentlich in Schule und Leben den verdienten Ertelg.“ Mein Münsterland von HIERMANN ROSENSTENGEL Ein Heimstbuch. 112 S. RM..50, geb. RM..25. Ein Lesebuch im besten Sinne für alle großen und kleinen Münsterländer, das beglückend unterhält und spielend lehrt, und das uns manche Dinge in gans neuem Lichte zeigt: ein Buch, das vor allem such unseren Soldaten an der Front schönste Heimatstunden bereitet. In de Uhlenflucht von COTTFRIED HENSSEN Platideutsche Schwänke und Märchen aus Westfalen. Volksausgabe von„Volk erzählt“. 2. Auflage. 164 S. In künstlerischem Einband mit Holzschnitten v. Waldemar Mallck. Kart. RM..25, geb RM..—. In diesem Erzählband funkelt und glitzert’s vom herrlich erzählten sselischen Gut sahlloser Menschen im Lande der Roten Erde. Die meisten Beiträge sind gewachsene Kunstwerke von greilfbarer Anschaulichkeit, die nun uns allen schören. Münsterländer Heimatkalender 1941 Hereusgegeben vom Heimatgebiet Münsterland im Westf. Heimatbund. Großoktav. Mit vielen Bildern. Preis 90 Pig. Auch der neue Jahrgang des Heimatkalendere, der bereits vielen ein alter und lieber Bekannter geworden ist, atmet wieder echte, ungekünstelte Heimstliebe und Heimatverbundenheit. Er wird allen in der Heimst wie auch unseren Soldsten im Felde eine willkommene Gabe eein. Duren den Buchhandet au besichen: Rschendorfssche Verlagsbuchhandlung, Münster in Westfalen P er 4 Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. SULTUTTE SUalkauendkautt au guts Schucht Amtliche Anzeipen Handeleregister Amtegericht Münster 1. W. Veränderung: 28. 11 1940. A 2000: Carl Beinkmann Nachfolger, Münster i.## Die Prokura der Eheftau Elisabeth Spielbusch ist durc Tod erloschen. Dem Frl. Agnes Spielbusch in Münste, ist Prokura erteilt. CaresSrto. Ein Kapital für die bäuerliche Erbauseinandersetzung für die Ausbildung Ihrer Söhne für die Aussteuer Ihrer Töchter für die Gründung Ihres Eigenheims Weinbrand- Korn- Koptwasser- Kölnisch Wasser- Rasierpinsel- Raslerklingen Kopfbürsten- Badebürsten- Fußpuder us. sind beliebte Geschenkgaben für unsere Soldaten Pflichtführmädrr bis 2r. Bez. Wie unfbibern DROGERIEN ROEBROCK Keut ihe bei H. Buschmann Münster I. W. 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So schreibt er von den„Päddkes“ im Münsterland, von Heide und Kies, von der Ems und ihren Ufern, von alten Scheunen, von Bächen und Brücken, von Fischen und vom Fischen in der Ems, von Wacholder, Sand und Moos und vielen anderen Dingen Das Schönste und Beste an dem Büchlein aber ist die eigenwillige Darstellungsart des Verfassers. Wort und Satz sprudeln einmal frisch und silberhell wie quicklebendiges Quellwasser, dann wieder gleiten sie sanft und klar dahin wie unsere blanken Bäche durch tellerflaches Wiesen- und Weideland. Und neckisch und verschmitzt lächelt aus jedem Satz die Seele eines stillvergnügten Philosophen der jedem ernsten Ding auch eine heitere Seite abzugewinnen vermag.“ August Hollweg in„Westfälische Tageszeitung“ Ein ansprechender Geschenkband, den Ihnen jede Buchhandlung gern zur Ansicht vorlegt. Rtschendorffsche Verlagsbuchhandlung Münster(Westf. 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Die Anschriften der Vertrauensfrauen des Deutschen Frauenwerkes und der Abteilungsleite rinnen im Reichsnährstand der einzelnen Ortsgruppen bringen wir nachstehend: a) Münster=Stadt Anschriften der Vertcauensfrauen für das Pflichtjahr Ortsgruppe Abschnittstor Vertrauensfrau: Frau Trier Bohnerwachs Hein Ersatz Plus-, Minus- und Stückzählwaagen BIZERBA- ASE. größte deutsche Schnellwaagenfabrik. Generalvertretung: A. Rasche, Ing., Münster, Am Kanonengraben 1a. Tel. 238 18 Adler Albert=Leo=Schlageter Bahnhof Blitzdorf Danziger Freiheit Rohdich Hehn Filbry Schröder Reimers Gievenbeck Gremmendorf Gutenberg Habichtshöhe Hansa Trier Löwe Möhn Schmidt Schwende 100% streufähiges, reines Bohnerwachs Bodenbelag u. Tapeten Stephan Farwick N. G. Ludgeristraßee(gegenüber der Sparkasse In den nächsten Tagen kommt unser Zeitungsträger. um das Bezugsgeld für den Monat Dezember zu kassieren. Bitte, halten Sie das Geld bereit, damit unser Träger nicht vergebens bei Ihnen vorsprechen muß. 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Heirat. Angebote unter M. N. 336 an die Westf. Tageszeitung, Greven in Westf. Meine 5 Kinder würden eine sorgende, gut kath. Mutter gern begrüßen. Ich bin 48 Jahre, äußerst solide, selbständiger Geschäftsmann, gutes Einkommen, schuldenfreies Eigenheim. Angebote mit Bild von Fräulein oder Witwe ohne Kind unt. 8087 an Anzeigenmittler Vendel, Münster, Salzstraße 9. Suche für m. Schwägerin, Beamtin a.., kath., 52., m. gut., hausfraul. Eigenchaften einen kath., sol., häusl. Herrn mit charakterfest. Gesinnung u. in sicherer Position zwecks späterer Heirat. Angeb. unter Darlegung der Familien= und sonstigen Verhältnisse u. H J 5109 an die Hauptgesch. Münster. Witwer, kath., 37., 165 gr., ein Kind, ang. Erscheinung, in sicherer Stellung mit Eigentum, sucht die Bekanntschaft eines bürgerlichen heiteren Mädels im Alter von 24 bis 33 Jahren zwecke späterer Heirat. Vermögen erwünscht, jedoch nicht Bedingung. Verschwiegenheit ist Ehrensache. 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Ang. u. 1128 a. d. .=Gesch. Münster. Ortsgruppe Beelen Einen Everswinkel Freckenhorst Füchtorf Greffen Harsewinkel. Hoetmar Marienfeld Milte Neuwarendorf Ostbevern Ostenfelde Sassenberg Vohren Warendorf Ortsabteilungsleiterin im Reichsnährstand: Frau Bernsmann Frl. Baggeroer Frau Schulze=Zurmühlen " Petermann " Hiltermann, Dorf 19 „ Niemerg Frl. Bückmann Frau Lohaus " Rolf " Schniehusen " Ahlbrand „ Hokamp " Lohaus Vertrauensfrau d. Abtlg. V.— H. im Deutschen Frauenwerk: Frau Schmidtdiehl Frl. Baggeroer Frau Suttorp " Jasper Frl. Sanen Frau Richter " Rolf Stapel Frl. Bitter Frau Rü „uschhoff Timmerherm Hagemense Schulze=Zumloh Beziehen Sie sich bei ihren Einkäufen auf die Westfälische Tageszeitung Westkirchen Frl. Haurand, Münsterstraße 46 Frl. Helmer WInterkur für Nervös-Erschöpfte Spezialkuranstalt Hotheim 32(Taunus) bei Frankfurt am Main. Teleion 214 Mäßige Preise..-R. Dr. M. Schulze-Kableyes, Nervenarzt Schicken Sie die„Westfälische Tageszeitung“ Ihren Soldaten. 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Feldmann Helker, Badrup 164 Althoff. 137 A. Hinkelmann „ Votzmann Der Arbeitsausschuß für das Pflichtjahr: Deutsches Frauenwerk, Abteilung Volkswirtschaft— Hauswirtschaft, Kreis Münster=Warendorf, Reichsnährstand, Abtlg. I C und das Arbeitsamt Münster Durch Beschluß des Amtsgerichts Borken vom 27. 11. 1940 ist der Gefreite Bernhard Micheel, 1. Kompanie, Reserve=Infanterie=Regiment 98, geboren am 4. 6. 1898 in Groß=Reken, Kreis Borken(Westf.), für tot erklärt worden. Als Zeitpunkt des Todes gilt der 31. Oktober 1918. Das Amtsgericht Borken(Westf.). Mit Ermächtigung des Herrn Reichsverkehrsministers ordne ich im Einvernehmen mit den übrigen beteiligten Behörden im Wehrkreis VI(Rüstungsinspektion, Bezirkswirtschaftsämter, Provinzial=Ernährungsämter, Holz= und Forstwirtschaftsamt) in Anwendung des§ 25 des Reichsleistungsgesetzes vom 1. 9. 1939— RGBI. I S. 1645— hiermit an: Für die Verwendung bzw. Veräußerung von sämtlichen a) Lastkraftwagen über 1 to, Sattelschleppern, Zugmaschinen, Sonderfahrzeugen(z. B. für Langholz=, Vieh= und Milchtransporte) und Anhängern solcher Fahrzeuge sowie b) Kraftomnibussen wird folgendes bestimmt: 1. Jeder Aufenthaltswechsel der Fahrzeuge, der 5 Tage überschreitet, bedarf der Genehmigung. Die Genehmigung wird erteilt für die unter a) genannten Fahrzeuge, wenn sie außerhalb des Wehrkreises VI verwendet werden sollen, sowie für die unter b) genannten Kraftomnibusse bei jedem Aufenthaltswechsel durch den Bevollmächtigten für den Nahverkehr in Düsseldorf, Alte=Garde=Ufer 1; in allen übrigen Fällen durch die bei den Landräten oder Oberbürgermeistern bestellten Fahrbereitschaftsleiter. Die Genehmigung ist nicht erforderlich bei Güter=Fernbeförderungen, die nach der Verordnung zur Einschränkung des Güterverkehre mit Kraftfahrzeugen vom 6. 12. 1939(RGBI. 1 S 2410) angeordnet oder genehmigt sind, soweit es sich um die Durchführung dieser Fahrten handelt. 2. Rechtsgeschäfte(Verkauf, Ankauf, Tausch, Vermietung usw.) soweit sie einen derartigen Aufenthalts wechsel zur Folge haben, bedürfen der Genehmigung und sind ohne diese Genehmigung nichtig. Des Rechtsgeschäften stehen Verfügungen gleich, die n Wege der Zwangsvollstrechung oder der Arrestvoll. ziehung erfolgen. Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnung werden nach§ 34 des Reicholeistungsgesetzes verfolgt. : N S K A l s W o l f g Westfront eingezogen Erika einen weniger ihrer langen Freundso die Schuld daran trug entscheiden. Sie hattei verstanden und viel Aber, wie das bei jun Erika hatte wohl etw wirkte sich mehr und Polfgang fand keine ommenkünften mit erhalten wurden, dan lieben Gewohnheit u bedürsnis. Manchmal lobung gedacht, aber weil er noch so jung nicht mehr, ob Erika Mädchen lange Zeit a hatte, darauf war er Erika kam mit au ständlich. Ihr war ni sie Wolfgang in der wartungsfroh und de hätte sie ihm gernn aber da waren seine Kameraden. Sie scha manche heimliche Ti Frauen, die hier Abs Sie konnte nicht einn weinen.„Auf Wieder die einzigen Worte, d Dann war er schon er kommen würde. Als sie dann zu s nenstrom, und nun wieder, was sie ihm jemals wieder dazu wiß, man könnte so dem weißen Papier damit so wenig ausdr ten wir ab, was er Natürlich schrieb wurde mit glühende brachte doch eine lei herzlich und nett, gan war, aber die Wort Erika nicht. Ob es daß er diese Worte gen von dem großen Gedanken nicht mehr So gingen die 2 hatte mit Wolfgang aber immerhin riß de allerdings auch nicht nommen, nun mal! und sehr lieb zu sein ihm in ihren Briefe wurde immer wichtig gen und Wolfgang Vormarsch ins frem ganz auf sich selbst Feldpost lange Woc gano wirklich keine Und das war gu was es heißt, Seh lange nicht mehr bei war, wurden immer Zärtlichkeit regte sich Jungen dachte, der d Heimat, in der ein wohl wußte, daß sie Erika, diese Gedank immer deutlicher kei Bräute bewegte, de wurde im Herzen wartend und zu Ha sie das Steuer des des Mannes legen Endlich brachte Feldpostbrief. Mit Erika den Umschlag zusehen war. Verl würde er— nein, bleiben und solche lassen. Und doch z den Bogen entfalte senen Zeilen überfle Tage nur, aber er waren alle trüben sie dem Tag entgeggehen könnte, um Heimat zu entbieten Eines Tages w bräuntem, etwas h elskef * Sin intere Im v. Hase un dem Titel„Wir erschienen, das sich See“, mit unserer Korvettenkapitän 2 fasser hat. Reinhard gehöl Marineingenieurkor Buchtitel ließen er Einsatz seiner Waff Blickwinkel sehen wohnt ist. Tatsäch stehen, welche Unz keiten und auch Ge des Weltkrieges b auch, mit welch Schwierigkeiten und Das Buch ist o Schlichtheit geschrie das aus seinen S lauter. Die restlost Personal und seemä beengten Kampfzell findet durch Reinhe diese auch nirgendu schen den Zeilen z In einer Zeit, i zu mitentscheidendBuch allgemeines I verdient es aber Themas, sondern Reinhard dieses T Schreibweise ist na derungen bleiben be Aber auch so mai und mit beinah gewertet. Es ist selbstverst von Not und auch von Sieg und Erft geneinander abgem verklärende Schein eine Wafse und an der Masch fasser schreibt aus packen seine Schill auch gefühlsmäßig. der deutschsprachigen Presse.V. Inzeigen Uünder 1. W. ger, Münster i. 8. Spielbusch ist durch ieldusch in Münster anfordern 42 städtische Haus. Kindern unter 14 Vorbedingung nicht n. die bis zum 24. er Ortsgruppe, be. chonährstand unter, Anträge mehr ent. Frauenwerkes und selnen Ortsgruppen lichtjahr eyerstraße 41, on 22427 raße 8 stastraße 69 Hitler=Straße 62 straße 37 errakstraße 18 b, on 41716 eyerstraße 41 ngheider Weg ienstraße 43 er Grund 33 Dienststelle, ner Straße 9 nstr. 11, Tel. 253 55 ingsweg 49 udenstraße 39, on 26007 lenbeck erhauser Straße 47 sickmann=Straße 1, on 232 80 ener Straße 24 erstraße 51, II. Etg. er Straße 48 benstr. 53, II. Et. r. straße 4 raße 5/6 ertstraße 12 rnstraße 13 auensfrau d. Abtg. H. im Deutschen enwerk: Woeste Pütter Stratmann, Kirchplatz 6 Schmermann Aschwer Schulze Kusenhorst Raring Welling A. Averbeck für Greven Dorf Mann Fallbrügge Vrüntrun Böckmann Kajüter Ratert Pöhling Brintrup Nordhues Greiwing Ogneben! Schäfer, Grabenstr. Feldmann Helker, Badrup 164 Althoff. 137 A. Hinkelmann auensfrau d. Abtlg. H. im Deutschen Inwerk: Schmidtdiehl Taggerger Suttorp Jolger Sanen Richter Rolf Stapel Bitter Rüschhoff Timmerherm Haurand, Münsterstraße 46 Helmer uenwerk, Abteilung irf. Reichsnährstand, Borken vom 27. 11. I, 1. Kompanie, Reen am 4. 6. 1898 .), für tot erklärt 31. Oktober 1918. Borken(Westf.). inderungen von chsverkehrsministers übrigen beteiligten inspektion, Bezirksigsämter, Holz= und es§ 25 des ReichsGBI. I S. 1645— rung von sämtlichen ttelschleppern, Zug. B. für Langholz=, Anhängern solcher hrzeuge, der 5 Tage nigung. Die Genehinter a) genannten des Wehrkreises VI für die unter b) jedem Aufenthaltsten für den NahverIfer 1: die bei den Landn bestellten Zahrich bei Güter=Fernlung zur Einschränhrzeugen vom 6. 12. der genehmigt sind, ing dieser Fahrten uf. Tausch, Vermieirtigen Aufenthaltein der Genehmigung gung nichtig. Der igen gleich, die in oder der Arrestvoll= Anordnung werden verfolgt. 13 lan: abgerbehr: ngebauurg! Das Sidler uach Mitado* Westfälische Tageszeitung Skizze von Horst Bree Nummer : N S K A l s W o l f g a n g k u r z n a c h K r i e g s b e g i n n z u r Gestfront eingezogen wurde, gab es zwischen ihm und Frika einen weniger herzlichen Abschied, als man nach ihrer langen Freundschaft hätte erwarten können. Wer die Schuld daran trug, das konnte wohl niemand mehr entscheiden. Sie hatten sich zwei Jahre lang immer gut verstanden und viele hochsliegende Pläne gemacht. über, wie das bei jungen Mädchen ab und zu vorkommt, Erika hatte wohl etwas die Geduld verloren, und das wirkte sich mehr und mehr auf ihre Stimmung aus. Volfgang fand keine reine Freude mehr an den Zusammenkünften mit ihr. Wenn sie trotzdem aufrechterhalten wurden, dann wohl mehr und mehr um der sieben Gewohnheit willen, als aus echtem Herzensbedürsnis. Manchmal hatte Wolfgang schon an Verlobung gedacht, aber er mochte davon nicht sprechen, weil er noch so jung war, und dann wußte er ja gar nicht mehr, ob Erika überhaupt wollte... Daß das Mädchen lange Zeit auf dieses erlösende Wort gewartet hatte, darauf war er nicht verfallen. Erika kam mit auf den Bahnhof, das war selbstverständlich. Ihr war nun doch sehr bange ums Herz, als sie Wolfgang in der grauen Uniform vor sich sah, erwartungsfroh und doch etwas nervös=gespannt. Nun hätte sie ihm gern noch ein sehr liebes Wort gesagt, aber da waren seine Eltern und dann auch die vielen Kameraden. Sie schaute sich um und sah fast mit Neid manche heimliche Träne in den Augen der jungen Frauen, die hier Abschied von ihren Männern nahmen. Sie konnte nicht einmal dem Drang nachgeben, jetzt zu weinen.„Auf Wiedersehen! Mach' es gut!“ Das waren die einzigen Worte, die sie zum Abschied herausbrachte. Dann war er schon fort; sie ahnte nicht einmal, wohin er kommen würde. Als sie dann zu Hause war, kam der erlösende Tränenstrom, und nun wußte sie auch plötzlich alles das wieder, was sie ihm hätte sagen sollen. Ob sie wohl jemals wieder dazu Gelegenheit haben würde? Ja, gewiß, man könnte schreiben, aber die Buchstaben auf dem weißen Papier sind so nüchtern und kalt, man kann damit so wenig ausdrücken, was das Herz bewegt. Warten wir ab, was er schreibt. Wenn er schreibt... Natürlich schrieb Wolfgang. Der erste Feldpostbrief wurde mit glühender Erwartung aufgerissen und— brachte doch eine leise Enttäuschung. Er schrieb wohl herzlich und nett, ganz so, wie er immer zu ihr gewesen war, aber die Worte, die sie gern gelesen hätte, fand Erika nicht. Ob es Wolfgang auch so ging wie ihr, daß er diese Worte nicht sand? Oder war er so gefangen von dem großen Erleben, daß er überhaupt solche Gedanken nicht mehr hatte? So gingen die Briefe hin und her. Die Feldpost hatte mit Wolfgang und Erika nicht gerade viel zu tun, aber immerhin riß der Faden nicht ab. Das hätte Erika allerdings auch nicht zugelassen. Sie hatte sich vorgestand er in der Tür. Die Heimfahrt war schneller gegangen, als er hatte erwarten können. Kaum sah Erika das schmale rote Band an seinem Rock, sie sah nur ihren Wolfgang und brachte kein Wort heraus, so groß war die Freude, die in ihr aufstieg. Da hatte er sie auch schon im Arm und küßte sie. Diesen Tag wollte sie niemals vergessen! Viel zu schnell vergingen die Stunden und Tage dieses Urlaubs. Manchmal war Erika ganz benommen vor Glück, und dann wieder kamen schwere Min ten für sie. Wolfgang war oft so abwesend, wenn sie mit ihm sprach, und mußte sich gewaltsam in die Gegenwart zurückrufen. Sie merkte ganz genau, was für Mühe es ihn kostete, mit seiner Verschlossenheit nicht unhöflich zu sein. Immer wieder sprach er von den Kameraden da draußen, von dem, was sie Tag um Tag bewegte, und Erika hätte doch so gern etwas anderes gehört. Aber er war mehr draußen an der Front als hier zu Hause, sast so, als wenn ihm die wenigen Tage des Urlaubs schon zuviel wurden. Als sie dann am letzten Abend bei seinen Eltern zusammen waren und einen neuen Abschied herannahen fühlten, da entdeckte Erika, daß ihr Wolfgang jetzt noch viel lieber geworden war, als sie es jemals früher gefühlt hatte. Aus dem Jungen war her von der Zukunft sprach. Plötzlich sahen sich die beiden jungen Menschen allein, und immer karger wurde die Unterhaltung. Die Stunde der Trennung stand zu dicht vor ihnen, ganz anders als damals im Herbst, als sie es beide fast als eine Erleichterung empfunden hatten, daß ihre Wege sich für eine Zeit trennten. Mitten in die Stille hinein fühlte Erika plötzlich, wie Wolfgang ihre Hand nahm und ihr einen Ring auf den Finger schob. Und schon sprach er wieder von etwas anderem, mit einer fast etwas gewaltsamen Fröhlichkeit. Er rief nach den Eltern, die im Nebenzimmer lesend saßen, und meinte, es gehöre sich doch nicht, daß sie die letzten Stunden nicht bei ihrem Sohn verbrächten. So wurde dieser Abend noch einmal recht lebhaft. Aber bei den bewegten und hoffnungsfrohen Gesprächen fühlte Erika immer wieder heimlich unter dem Tisch nach dem schmalen Ring an ihrer Hand. Was kümmerte es sie, daß sie nun morgen nicht wieder mit zum Bahnhof gehen durfte? Was durfte es sie anfechten, daß sie nun wieder vielleicht lange Monate warten müßte, auf die Feldpostbriese, auf jede noch so knappe Nachricht, auf Wolfgang? Denn sie wußte ja nun, daß das Glück nicht allein im Genießen eines frohen Besitzes liegt, sondern in der in diesen Monaten ein Mann geworden. Konnte sie es Gebundenheit an ein gemeinsames Schicksal, selbst dann, da überraschen, wenn er nun auch ganz anders als frü= wenn es schwer wird. Der Zettel des Toten Sin Mord nach 16 Jahren enthüllt Im Juni 1920 wurde in einem bei Tucson im Staate Arizona(USA) gelegenen Walde der junge Bergingenieur Horace Judge mit zwei Lungenschüssen tot aufgefunden. Aus dem ärztlichen Besund ging hervor, daß der Ermordete noch einige Stunden gelebt haben mußte, bevor er gestorben war. Die Polizei suchte monatelang nach dem Täter, gab aber die Nachforschungen auf, als sich nicht die geringsten Spuren finden ließen, mit Ausnahme einer einzigen. Und diese— gehörte einer Katze, die zur Zeit des Verbrechens sich in der Nähe der Mordstelle befunden haben mußte. „Wenn das Tier sprechen könnte“, meinte der mit der Untersuchung beauftragte Kriminalinspektor,„ich wette, es würde das Rätsel lösen und den Mörder der Gerechtigkeit überliefern". Zwei Jahre danach führte der reiche Grundbesitzer Fredy Farnsham eines der hübschesten Mädchen der Gegend als seine Frau heim, Cecily Black, war die Braut von Horace Judge gewesen. Lange hatte Farnsham um ihre Gunst geworben, ohne bei ihr Gehör zu nommen, nun mal Vergangenes bei sich auszuräumen finden. Erst als sie dem Grundbesitzer bedeutete, daß und sehr lieb zu sein. Er sollte draußen fühlen, daß sie ihm in ihren Briefen die Heimat ersetzen wollte. Das wurde immer wichtiger, als die Monate ins Land gingen und Wolfgang mit vielen seiner Kameraden den Vormarsch ins fremde Land antrat. Nun war Erika ganz auf sich selbst angewiesen. Briefe brachte die Feldpost lange Wochen nicht mehr. Jetzt hatte Wolfgano wirklich keine Zeit mehr! Und das war gut so, denn nun merkte Erika erst, was es heißt, Sehnsucht zu haben. Gefühle, die sie lange nicht mehr bewegt hatten, als Wolfgang noch da war, wurden immer stärker wach. Eine fast mütterliche Zärtlichkeit regte sich in ihrem Herzen, wenn sie an den Jungen dachte, der draußen seine Pflicht erfüllte für die Heimat, in der ein Mädchen auf ihn wartete. Ob er wohl wußte, daß sie wartete? Es war nicht leicht für Erika, diese Gedanken zu ertragen, und so lernte sie immer deutlicher kennen, was die vielen Frauen und Bräute bewegte, deren Männer draußen waren. Sie wurde im Herzen auch so eine Soldatenfrau, tapfer wartend und zu Hause ihren Pflichten nachgehend bis sie das Steuer des Lebensschiffes wieder in die Hand des Mannes legen konnte. Endlich brachte die Briefträgerin auch wieder einen Feldpostbrief. Mit bange klopfendem Herzen öffnete Erika den Umschlag. dem die lange Reise deutlich anzusehen war. Verhieß dieser Brief ihr Gutes oder würde er— nein, sie wollte ihren Vorsätzen getreu bleiben und solche Gedanken erst gar nicht aufkommen lassen. Und doch zitterten ihre Hände etwas, als sie den Bogen entfaltete und die mit Bleistift hingeworfenen Zeilen überflog. Wolfgang kam heim! Ein paar Tage nur, aber er bekam Urlaub! Wie fortgewischt waren alle trüben Stimmungen, hoffnungsfroh schaute sie dem Tag entgegen, an dem sie wieder zum Bahnhof gehen könnte, um Wolfgang den ersten Wilikomm der Heimat zu entbieten. Eines Tages war Wolfgang plötzlich da. Mit gebräuntem, etwas hagerem Gesicht und frohen Augen S OE FRANUREN er sich keine Hoffnungen machen solle, da sie den Ingenieur heiraten werde, zog er sich zurück. Um so erstaunter war man, daß sich das Mädchen von den irdischen Gütern, die ihr das neue Leben mit dem reichen Manne überaus reichlich bot, blenden ließ. Im November dieses Jahres ließ der dem Grundstück von Farnsham benachbarte Farmer Jim Towler sein Haus umbauen. Er räumte seinen Keller aus und stieß hierbei auf ein längst vergessenes altes, morsches Faß und in dem Faß lag ein vergilbter Zettel, dem er zunächst keine Beachtung schenkte. Er wollte das Papier gerade in den Abfalleimer werfen, als sein Blick zufällig auf Buchstaben fiel, die mit Bleistift geschrieben und kaum noch leserlich waren. Mit Mühe entzifferte er die Worte„Sterben",„Cecily",„Farnsham" und wurde nun neugierig. Als er den Zettel genau durchgelesen hatte, stand er vor der furchtbaren Gewißheit, das Mordrätsel von Tucson nach zwanzig Jahren gelöst zu haben. Der sterbende Judge hatte mit seinen letzten Kräften den Namen des Mörders genannt:„Farnsham hat mich überfallen und läßt mich verbluten. Weil Cecily nicht zu ihm will Ich bin hilflos und weiß, daß ich sterben muß. Ich weiß, daß Farnsham zurückkommen wird, um alle Spuren zu verwischen. Ich habe die Katze Towlers an mich gelockt und binde ihr den Zettel um. Wer ihn findet, soll sofort mit ihm zum Sheriff laufen. Der Mör.“. Hier verließen den Unglücklichen offenbar die Kräfte, denn er kritzelte nur noch„Judge“ unter seine letzten Worte. Wäre die Katze mit dem Zettel zu Towler gelaufen, hätte sich Farnsham, nicht zwanzig Jahre der Freiheit und des Zusammenlebens mit der Braut des von ihm Ermordeten erfreuen können. Das Tier hatte aber sein Lager in dem Faß aufgesucht und dabei den Zettel abgestreift. Und da sich niemand um das Faß kümmerte, behielt es zwei Jahrzehnte sein Geheimnis für sich, bis der Zufall Licht in die dunkle Angelegenheit brachte. Farnsham leugnete zunächst. Er behauptete, Towler habe selbst den belastenden Zettel geschrieben, um ihm, den er nicht leiden könne, Schaden zuzufügen. Der Sheriff durchsuchte darauf sein Archiv nach alten amilichen Schriftstücken, wie Steuerquittungen, die Judge unterschrieben hatte, und verglich seine Handschrift mit der auf dem Zettel. Sie stimmte genau überein, wenn die Schrift des Sterbenden natürlich auch nicht einheitlich war wie die des lebenden Judge. Erst jetzt brach der Mörder zusammen. Er gestand, den Ingenieur umgebracht zu haben, um in den Besitz des Mädchens zu gelangen, das zwanzig Jahre als Ehefrau mit dem Mörder ihres Bräutigams zusammenlebte. Unsere neueste Aufnahme von den Kindern des italienischen Kronprinzenpaares zeigt diese bei fröhlichem Spiel vor ihrem Zelt auf dem Lande, wo sie sich zur Erholung aufhielten. Links der dreijährige Prinz Victor Emanuel, Prinz von Neapel, der später die italienische Königskrone tragen wird, und rechts die sechsjährige Prinzessin Maria Pia (Associated-Preß-.) angekommen. Möglicherweise auch hörte Graf Bruce, der Parlewuh kein Russisch. Man kümmerte sich also gerade mit anderen Dingen beschäftigt, nicht scharf genug hin. Jedenfalls aber rief er sogleich dem diensttuenden Leibgardisten zu:„Aha, da ist der Lorbas also wieder! Mit dem werden wir aber jetzt mal Schlitten fahren! Führt ihn in den Hof und zählt ihm fünfzig auf! Und dann steckt ihn in die Küche, hopp, hopp!“ Leibgardisten fragen gewöhnlich nicht lange nach den näheren Umständen. Der unsrige holte sich bloß von der Palastwache noch ein paar Kollegen zur Unterstützung heran. Cobert stand bereits in freudiger Erwartung im Anmeldezimmer und glaubte, als die Soldaten in ihren schweren Juchtenstiefeln zur Tür hereinstampften, das sei eine Ehreneskorte, die ihn zum Gouverneur geleiten sollte. Er machte deshalb den eintretenden, ziemlich strammen Herren eine höfliche Reverenz und schwänzelte mit zuckersüßem Gesicht auf sie zu. Die aber ergriffen ihn ohne besondere Einleitung, zerrten ihn auf den Hof und taten, wie ihnen geheißen. Monsieur Colbert mochte sich wehren, mochte schreien, protestieren, beteuern und fluchen was er wollte. Die Soldaten verstanden kein Französisch und wenig um sein Geschrei und lieserte ihn, nach der vollzähligen Verabreichung der besagten Fünfzig, in der Küche ab. Von dort entwich er, begreiflicherweise einigermaßen aufgebracht, sobald es ihm sein rückwärtiges Befinden erlaubte, zu seinem Gönner, dem Polizeipräsidenten, und berichtete ausführlich über den versprochenen liebenswürdigen— oh mon Dieu!— Empfang, wie gehabt. „Was!“ rief Kleifan am Ende und stieß einen einzigen Lachlaut aus, laut wie ein Donnerschlag.„Haben Sie„Beessteak à la tatare“ mit Ihnen gemacht, Väterchen? Ein geradezu lächerliches Mißverständnis.“ Und dann klärte er ihn sachgemäß auf.„Regen Sie sich nicht auf!“ schloß er seine Darlegungen.„Man nimmt das hierzulande nicht so genau. Betrachten Sie das sozusagen als einen Vorschuß. Sie werden sich im übrigen daran gewöhnen.“ Monsieur Colbert aber war der Ansicht, daß er sich nicht daran gewöhnen könne— noch nicht das geringste gestohlen bis dahin, und dann gleich so!— und verließ Petersburg schnell und unauffällig. Er hatte entschieden kein gutes Entree in diesem Lande gehabt. Herreil un Seholtheilslitstieult Verjüngung im Abonnement—.6000 kosmetische Salons im Dienst eitler Männer *„*„* Nach einer wahren Begebenheit von Heinrich Riedel Graf Bruce, der einst Generalgouverneur des alten Petersburg war— zu jener Zeit, als dort die Kultur des Speisens hoch in Blüte stand— hatte einen Koch, der ihm aus Gott weiß welchen Gründen eines Tages davonlief. Der Graf, die repräsentativste Persönlichkeit der Stadt, geriet darob in eine sehr unangenehme Verlegenheit. Denn gute Köche waren damals rar. Niemand von den oberen Dreihundert gab einen bewährten Koch her, auch leihweise nicht. Man hütete sie eifersüchtig, fast wie die Goldmacher, die jener Zeit so— teuer waren. Graf Bruce ging zum Polizeipräsidenten Kleifan, trug ihm den Fall vor und bat ihn, eiligst Nachforschungen nach dem widerborstigen Ausreißer anstellen zu lassen. Die Polizei verfiel auch sofort in fieberhafte Tätigkeit, aber diese blieb zunächst ohne Erfolg.— Schon zwei. Tage waren vergangen. Der Graf kam in Wut. Was solte aus dem großen Staatsdiner werden, das für die bevorstehende Woche angesagt worden war? In diesem Stadium der Angelegenheit meldete sich wie ein himmlischer Ganymed am frühen Vormittag bei dem Polizeipräsidenten ein Koch aus Paris namens Colbert, ein spärliches Männchen, an dem alles schwarz war: die Augen, das auf den Kopf geklatschte ölige Haar und die Fingernägel. Und auch sein Inneres war schwarz; aber das sah man nicht gleich. Er stahl nämlich überalt gewohnheitsmäßig wie ein Rabe. Er war nach Petersburg gekommen, um sich dort nach einer Stelle umzusehen und Geld, Juwelen, goldene Tabaksdosen usw. zu„machen". Hinsichtlich seiner kochkünstlichen Qualitäten brachte er allerdings die besten Auskünfte mit und war insbesondere von Pariser Bekannten des Präsidenten an diesen empfohlen worden. Vielleicht wollten jene einen eulenspiegelmäßigen Scherz damit machen. Kleifan pfiff sich, nachdem er alles begriffen hatte, ein kleines Liedchen. „Väterchen, Väterchen!“ erklärte er dem zierlichen Monsieur in Spitzenmanschetten,„was haben Sie für ein Glück! Sie können sofort in das erste Haus der Stadt eintreten. Gehen Sie nur zum Palast des Herrn Gouverneurs, Pjotrprospekt, und sagen Sie, Sie seien von mir geschickt! Sie werden sicher sehr liebenswürdig empfangen werden."— Nach einer Viertelstunde beauftragte Monsieur Colbert einen vor der Gouvernementspalast=Haustür herumlungernden Diener, seinem Herrn zu melden, er sei Koch und von dem Herrn Polizeipräsidenten geschickt. Der Diener beauftragte einen anderen Diener und dieser meldete dem Gouverneur, vielleicht etwas ungenau, der von dem Polizeipräsidenten gesandte Koch sei Heilleinliea der=Vooi=MKräntier Ein interessantes Kriegsbuch von Korvettenkapitän Wilhelm Reinhard Im v. Hase und Koehler Verlag, Leipzig, ist unter dem Titel„Wir an den Maschinen“ ein Buch erschienen, das sich mit„Kriegsfahrten auf und unter See“, mit unserer Übootwaffe also, beschäftigt und den Korvettenkapitän Wilhelm Reinhard zum Verfasser hat. Reinhard gehörte während des Weltkrieges dem Marineingenieurkorps an. Dieser Umstand und der Buchtitel ließen erwarten, daß der Verfasser uns den Einsatz seiner Waffe einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel sehen lassen würde, als er uns sonst gewohnt ist. Tatsächlich lernen wir aus diesem Buch verstehen, welche Unzahl auch von technischen Schwierigkeiten und auch Gefahren unsere Ubootmänner während des Weltkrieges bedrohten. Wir erfahren allerdings auch, mit welch sicherer Selbstverständlichkeit diese Schwierigkeiten und Gefahren bekämpft wurden. Das Buch ist ohne jedes Pathos und mit gewollter Schlichtheit geschrieben. Vielleicht gerade darum tönt das aus seinen Seiten erklingende Heldenlied um so lauter. Die restlose Kameradschaft zwischen technischem Personal und seemännischer Besatzung in einer so raumbeengten Kampfzelle, wie es ein Uboot nun einmal ist, kindet durch Reinhard eine verdiente Würdigung, wenn diese auch nirgendwo ausgesprochen wird und nur zwischen den Zeilen zu lesen ist. In einer Zeit, in der das Üboot wiederum wenigsten: zu mitentscheidender Bedeutung gelangt, muß dieses Buch allgemeines Interesse finden. Ein solches Interesse verdient es aber nicht nur wegen seines zeitgemäßen Themas, sondern ebenso sehr wegen der Art, in der Reinhard dieses Thema behandelt und ausschöpft. Die Schreibweise ist natürlich und ungezwungen, die Schilderungen bleiden bei aller Lebhaftigkeit sachlich und klar. Aber auch so manche Stimmung ist fein eingefangen und mit beinahe dichterischer Gestaltungskraft ausgewertet. Es ist selbstverständlich, daß dieses Buch von Gefahr, von Rot und auch Tod spricht. Aber es erzählt auch von Sieg und Erfolg. So sind Schatten und Licht geseneinander abgewogen. Über all dem aber liegt der verklärende Schein der Begeisterung, die Reinhard für ###e Wasse und für seine Kampfesart, für den Einan der Maschine dis zum letzten hegt. Der Verfasser schreibt aus vollem und ehrlichem Herzen. Darum packen seine Schilderungen nicht nur inhalts=, sondern auch gefühlsmäßig. Wir besitzen bereits viele Bücher von Übootsfahrten und Ubootsfahrern. Die Schilderung des Übootseinsatzes, wie der Ingenieur am Diesel= oder Elektromotor, an Flutventil oder Tiefenruder ihn erlebte, schenkt uns jetzt Reinhard. Er selbst sagt in Hinsicht auf seine Waffe allgemein:„In schwerster See, durch Minenfelder, durch Netze, Übootfallen entgegen, daherrasenden Zerstörern entgegen——— es wurde übermenschliches, es wurde Unvorstell bares geleistet.“ Die Vorstellungen, die er mit diesen Worten in uns weckt, haben auch das technische Personal, und vielleicht besonders dieses, in sich einzuschließen. Wenn Reinhard über eine Schilderung seiner Erlebnisse in der Zeit des Niederbruchs 1918 und der diesem folgenden Wirren überleitet zu unserer neuen Ubootswaffe, die sich jetzt über ein Jahr lang schon wieder glänzend bewährte, so schließt er damit den Ring, der die Jahre von 1914 bis zur Gegenwart umschlingt. Das Buch liest sich wie ein fesselnd geschriebener Roman. Aber es bringt dabei eine Unmenge Wissenswertes nicht nur an technischen Einzelheiten, sondern auch an Maßstäben für die Einsatzmöglichkeiten und heutigen Erfolgsaussichten unserer Ubootwafse. Es gehört in die Hand jedes deutschen Mannes und Jungen und wird ganz zweifellos auch den verdienten Erfolg bringen. Ludwig Klug „Hallo! Sehen Sie sich einmal Mr. Smith an! Er zeigt Ihnen seinen Taufschein, der beweist, daß er sechzig Jahre alt ist. Wir haben ihn in einen Jüngling verwandelt. Sind Sie ebenso alt wie Mr. Smith, sind Ihre Haare grau oder weiß, und stechen Sie allzu sehr von ihrer schönen Frau ab, dann kommen Sie zu uns, und Sie werden sehen, daß Ihre Frau Sie kaum wieder erkennen wird!“. So ungefähr lautet der Text der zahllosen Prospekte, die täglich von den Verschönerungsinstituten für Männer in Newyork, Chikago, Philadelphia oder Boston der Post übergeben werden, deren es nach einer Statistik in USA über 6000 gibt.„Put up a good front“, ist eine der Redensarten, an die sich fast jeder Amerikaner hält.„Trage eine gute Fassade zur Schau!" Unlängst hat die Klage eines Lederfabrikanten in Newyork wieder einmal gezeigt, welch mächtige Rolle die Kosmetik im Leben der Amerikaner spielt. Mr. Halin, ein Sechzigjähriger, hatte sich durch eigene Kraft zu einem der reichsten Lederfabrikanten emporgearbeitet. Er war unverheiratet geblieben und sehnte sich nun nach einem Erben, dem er sein Vermögen und seine Fabriken übergeben konnte. Da begegnete er in einer Gesellschaft der zwanzigjährigen Miß Ganard, die ihm so sehr gefiel, daß er sie zur Frau haben wollte. Mr. Halin hatte jedoch sein Alter unter= und seine Wirkung auf eine zwanzigjährige Schönheit überschätzt Miß Ganard erwiderte die Sympathien des alten Herrn nicht.„Kein Wunder“, sagte ihm der Vertreter eines Schönheitsinstituts für Männer, der von der unglücklichen Neigung des alten Herrn erfahren hatte.„Eine junge Frau will einen, wenn schon nicht jungen, so doch jugendlich aussehenden Mann haben. Und dazu wird Sie nur meine Firma machen.“ „Gut“, sagte Halin,„ich nehme ein Abonnement, zahle monatlich dreihundert Dollar für die Behandlung und hundert für die Medikamente. Ich verpflichte mich auf ein Jahr. Aber nur unter einer Bedingung: wenn ich dadurch Miß Ganard so sehr gefalle, daß sie meine ausstellung in München zeigten Teile seines reichen graphischen Lebenswerkes. In einem großen Mehrmappenwerk„Arbeit“ hat es den beredtesten Ausdruck von dokumentarischer Bedeutung gefunden. Hans Georg Fellmann Triumph des Seistes Werbung annimmt. Nach zwölf Monaten muß sie meine Frau sein!". Der Vertreter des Schänheitssalons hatte offenbar eine zu hohe Meinung von der Macht der Verjüngungskünstler und eine zu geringe von den Idealen der zwanzigjährigen Amerikanerin; er ging auf alle Vorschläge ein und schloß mit dem Lederfabrikanten einen Vertrag. Nach einigen Wochen war Mr. Halin kaum mehr zu erkennen, er sah um zwanzig Jahre jünger aus. Aber Miß Ganard war er noch immer zu alt. Sie schien sich zwar über die Verjüngung des alten Herrn zu freuen, aber als er nach einem Jahr nochmals um ihre Hand anhielt, wies sie ihn endgültig ab. Nun verlangte Halin von dem Institut erstens den investierten Betrag zurück, zweitens klagte er auf Gutmachung des Schadens, der ihm daraus erwachsen war, daß er täglich vier Stunden im Schönheitssalon zubringen mußte und seinen Geschäften entzogen war. Der Nichter ließ auf Verlangen der beklagten Partei durch eine Reihe von Frauen feststellen, ob Mr. Halin dank der Schönheitskur wirklich wie ein Vierzigjähriger wirke, der sich neben einer zwanzigjährigen Frau sehen lassen könne. Die Frauen sagten„Ja“, womit die Gesellschaft gesiegt hatte. Hermann Kätelhön Mestergwohlkerg In München, wo er sich zu Studienzwecken aufhlelt, ist, wie bereits kurz berichtet, plötzlich der Meistergraphiker Hermann Kätelhön gestorben. Er erlag, 56jährig. einem Schlaganfall. Die Nachricht vom Tode Hermann Kätelhöns trifft die vielen Freunde des Menschen und Künstlers plötzlich und überraschend. Stand er doch mitten im reichsten Schaffen auf der Höhe eines Lebens, das längst noch nicht abgeschlossen war. Dem wachen Geist, dem künstlerischen Auge gesellte sich bei diesem hervorragenden Vertreter der alten, handwerklich durch und durch gebildeten Schule die erstaunliche Sicherheit des Zeichnens in Stein oder auf der Kupferplatte hinzu. Die seine Künstlerhand hatte sich für ein Lebenswerk bezeichnenderweise der Darstellung von Industrie und Technik verschrieben. Das Dasein und der Arbeitsrhythmus des schaffenden Menschen im Industriegebiet, im besonderen des Bergmanns als Arbeiter und Unternehmer, ist von dieser ungemein sorgsam arbeitenden Hand in vielfältigen Abwandlungen eingefangen worden. So wurde Kätelhön zum bekanntesten und echtesten Schilderer des Industrie= Reviers und damit zu einem wirklichen Künder einer neuen Zeit. Mit der Entwicklung Essens is Kätelhöne künstlerisches Schaffen eng verbunden. Die hier am Randgebiet der Stadt, auf der Margaretenhöhe. einmal erstellten Künstlerwerkstätten sind seiner Initiative zu danken, edenso die von ihm aus kleinen Anfängen zur heutigen Bedeutung entwickelten Keramischen Werkstätten. Wer den Vorzug genoß. diesen Idealisten mit harten Hessenschädel erfuhr in manchen ve nur über seine Kur trotzdem er Künstle standen hat. In Kinderherzen und dem Freunde zu haben, der Gesprächen mehr als denn das Persönliche. war, iie im Vordergrund geeinem leidenden Körver aber lebte, immer um etwas Großes und Schönes kreisend. eine Feuetseele; darin lohte der Brand echter Begeisterung bis zum Verzicht auf eigenes Wohlergehen. Der Folkwanggedanke in Essen hat einmal, vor rund 15 Jahren, durch ihn den stärksten Anstoß erfahren. Mit Hilfe der Industrie, der er eng verbunden war. wollte er am Rande der Stadt einen Kunsttempel bauen, nicht einen Kunsttempel als Museums=Ersatz, sondern eine gewaltige Volksanlage mit den Voraussetzungen, die Menschen in Scharen an die Kunst aller Gebiete— auch an die Dichtung und Musik— heranzuführen. Auch ein Sport=Stadion sollte dabei sein und jede Möglichkeit zu großen Zusammenkünften. Im Plan. der damals als Hirngespinst abgetan wurde, steckt manches von dem. wozu unsere Zeit heranreift. Antikisch dachte dieser Künstler, und so konnte es wohl nur einer wie er, der die reine Flamme starken Glaubens und Mutes bei sich hütete bis zum letzten Augenblick, da sie jäh erlosch. Die westsälische Landschaft um Soest, wo er einen Künstlerkreis um sich sammelte, war zuletzt seine Heimat. Die jährlichen westfälischen Kunstausstellungen wie auch die Große Deutsche KunstErnst Bacmeisters„Theseus“ uraufgeführt in Hannover Wenn das Theater seiner uralten Bestimmung als kultischer Stätte nicht untreu werden will, braucht es von Zeit zu Zeit den Atem eines Dichters vom Range Ernst Bacmeisters, des Einsamen aus Wangen, der nach eigenem Bekenntnis„nach der heiligen Meisterschaft strebt, der gotthaltigen Erde durch die Kraft des zugewandten Geistes ihren Himmel abzugewinnen.“ Diesen Himmel einer durchaus eigenen, geistigen Schau tat die Uraufführung der„übergeschichtlich im neugegründeten Athen“, spielenden Tragödie„Theseus" im hannoverschen Schauspielhaus einer Gemeinde auf, die dem reinen dichterischen Wort von Aufzug zu Aufzug beglückter lauschte. Die zentrale Gestalt des Theseus, des sagenhaften athenischen Nationalhelden und Minotauros-Bezwingers, wird von Bacmeister zum übermenschlichen Lichtbringer und Heilskünder erhöht, der künftige Jahrtausende prophetisch vorausnimmt. Seine Idee, in Eleusis, einer Stätte himmlischer Freuden, den „Tod zu erschlagen“ und so die düsteren Vergänglichkeitsvorstellungen des Hades=Glaubens zu überwinden, stößt auf die Gegnerschaft nicht nur seiner Gattin Antiope, sondern auch des mächtigen Zehnmännerrates, dem es schließlich gelingt, die Volksmassen gegen den König zu empören. Zwar gewinnt er Antiope seinem, für Sterbliche kaum faßbaren Glauben zurück. Doch der tragische Ausgang sieht sie und einen der Getreuesten, den Bildhauer Melanippos, als Ermordete, Theseus selbst als Verbannten. Er siegt, indem er scheinbar unterliegt, wußte er doch, daß die Ewigkeit, die„gültige und unverwesliche", einmal mit ihm beginnt. Durch das Zwielicht von Unverständnis, Angst, Haß und Feindschaft steigt der Göttergleiche wie in einer Wolke von Licht immer sichtvarer empor über die Nur=Irdischen. Durch ihn triumphiert der todverachtende und todüberwindende Geist. Dieser Idee dienen die visionären, die letzten Fragen berührenden Gespräche des wundervollen Wort=Dramas, das mehr die seelischen Bezirke der Handelnden durchmißt.— Der besonderen Art dieser Tragödie, die nicht leicht zugänglich ist, und dem bedeutenden Gewicht, das hier dem gesprochenen Wort zukommt, wurde die hannoversche Aufführung unter der Regie von Alfons Pape in jeder Beziehung gerecht. Die Titelrolle war bei Theodor Becker vortrefflich aufgehoben. Selten gespielter Stillparzer im Burgtheater Das Programm der Wiener Grillparzer-Woche Anläßlich der vom 15. bis 22. Januar 1941 unter der Schirmherrschaft von Reichsminister Dr. Goebbels und Reichsleiter Baldur von Schirach stattfindenden Grillparzer=Woche gelangen im Burgtheater das Jugendwerk„Die Ahnfrau" und das Alterswerk „Libussa“ zur Aufführung. Die Inszenierung der „Ahnfrau“ hat Karl Heinz Stroux übernommen, „Libussa“ wird von Lothar Müthel inszeniert. Im Josefstädter Theater wird„Des Meeres und der Liebe Wellen“ mit Paula Wessely wird im Deutschen Volkstheater„Ein treuer Diener seines Herrn“ in einer Neuinszenierung von Walter Bruno Jitz aufgeführt. Im Akademietheater gelangen Fragmente des Dichters zur Aufführung. Dichter, Regisseur und die Schauspieler wurden von einem gebannten Premieren=Publikum wiederholt herzlich gerufen. Werner Schumann Kleine Rundschau Gustav Neckel gestorben. Der o. Professor für germanische und nordische Philologie an der Universität Berlin, Professor Dr. Gustav Neckel, ist in Berlin im Alter von 62 Jahren gestorden. Neckel wies erstmals in den alten indogermanischen Sprachen die Volkscharaktere nach und machte gleichfalls als einer der ersten rassische Gesichtspunkte bei Beurteilung des alten Schrifttums geltend. Intendankenwechsel am Stadttheater Würzburg. Der Intendant des Stadttheaters Würzburg, Otto Reimann, vollendet im März nächsten Jahres sein 70. Lebensjahr. Nach der Sommerspielzeit in Bad Kissingen wird er mit dem 1. September 1941 seine Tätigkeit als Intendant der Würzburger Bühnen beschließen. Sein Nachfolger wird der erste Spiesleiter des Schauspiels und Opernspielleiter des Nationaltheaters Mannheim, Helmuth Edds. „Natur und Gesundheil“. Unter dem Titel„Natur und Gesundheit“ gibt der Hippokratesverlag in Stuttgart soeben eine neue Zeitschrift heraus, deren beson dere Aufgabe es ist, alle Fragen der naturgemäße Lebens= und Heilweise zu behandeln. Sie wird## G. G. Wegener, Reichs=Hauptstellenleiter im Haupto für Volksgesundheit gestaltet. Reichsgesundheitsfül Staatssekretär Dr. Conti hat dem ersten Heft ein leitwort gegeben. MFA Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 1. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 330 W Skketamt and Pienkat Buchberichte von Dr. Hans Thlekötter Eine vielfältige Einheit aus heimatlichen Landschaften ist das ganze Deutschland, das deutsche Volkstum; und aus vielen Volkstümern bilden sich wiederum die Einheiten der großen Stammes= und Völkerkulturen der Erde, von denen die fruchtbarste die nordisch=germanische ist. Dieses sichere Bewußtsein hat uns erst das organische Denken des Nationalsozialismus gelehrt. Es durchdringt nun auch alle Gebiete der Wissenschaft und der Kunst, wie es vor allem im Schrifttum seinen Niederschlag findet. Die sorschende Volkskunde geht im Verein mit der Rassenkunde, der Sprach= und Schrifttumskunde, sowie mit der Kunstwissenschaft der Ergründung des Volkscharakters nach. Dabei fügt sie zumeist aus den landschaftlichen Forschungsergebnissen das große Bild der Einheit. Auch die dichtende und darstellende Kunst erhielten bei Erforschung und Deutung dieses ursprünglichen Bereiches der neuen Artbesinnung bei uns und auch bei anderen Volksgruppen eine tragende Rolle. Ein Blick auf die jährliche Ernte des Schrifttums bestätigt dies, wie auch in der diesjährigen Produktion den volkskundlichen Büchern und den sogenannten Heimatromanen ein beträchtlicher Anteil am Ganzen zusiel. Wir weisen in folgendem auf einige Werke dieser Schrifttumsgruppe hin. Zwischen Ruhr und Lippe Unter den lebenden Dichtern Westfalens nimmt der Erzähler Walter Vollmer aus Dortmund unbestritten einen hervorragenden Platz ein; und auch in der jungen Mannschaft der volkhaftn Dichtung unserer Zeit hat sein Name durch sein künstlerisch reifes Schaffen einen guten Klang. Nach einer romanhaften Deutung der alten niederdeutschen Volkssage vom Nobiskrug (1938) hat er sich nun in dem neuen Roman„Die Pöttersleute“(Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, Preis geb..20 RM.) wieder seinem ureigenen Stoffe, dem Kohlenrevier zwischen Ruhr und Lippe zugewandt. Vollmers Kunst wurzelt in der Heimatliebe. Das liebevolle Erleben des Ruhrlandes unter dem grauverhangenen Himmel und sein beharrliches Bekenntnis zum fleißig fördernden Bergmann, dem er einen gebührenden Platz in der Ehrenfront der Schaffenden sichert, sind die tragenden Elemente seiner Dichtung.— In den Pöttersleuten des vorliegenden Romans finden diese Wesenselemente Gestalt. Es sind Karl und Herm Pötter und ihre leiderfahrene Mutter, deren Lebensgang inmitten einer ereignisreichen Umgebung hier erzählt wird. Schicksaihaft spielt die Begegnung mit Grete Tönjes, der jungen Tochter schlichter Moorbauersleute aus dem Emsland, in die Geschichte, die in Verwirrung und Selbsttäuschung nicht den ihr von den Eltern zugedachten strebsamen Karl, auch nicht den flüchtig liebgewonnenen Herm, sondern nüchterner Vorteile wegen den betagten, aber wohlhabenden Gemischtwarenhändler Krukehle nimmt. Das Leben der Brüder aber geht seinen Gang in Arbeit und Pflichterfüllung. Sie stehen unter dem zwingenden Gesetz des„Berges“, wie der Bauer des benachbarten Münsterlandes seinem Boden verpflichtet ist. Dem Berg gehört ihr hartes Leben, das Herm Pötter, seinen Tod in einer visionären Begegnung mit seinem nach einem Bergunglück verschollenen Vater selbst vorausahnend, opfermutig für die Rettung eines gefährdeten Kameraden hingibt.— Walter Vollmer hat dieses Buch seiner Vaterstadt Dortmund gewidmet, der großen Stadt, die am östlichen Eingang des westfälischen „Reviers“, liegt, wo viele Millionen bei Hochöfen und Maschinen, bei Fördertürmen und Fabriken eine liebenswerte neue Heimat gefunden haben. Ueber die Einzelschicksale hinaus, die Vollmer zu berichten hat, werden die Gedanken auf sittliche und soziale Fragen von großer Tragweite, insbesondere auch auf die Frage der Volkstumsfähigkeit dieses Gebietes gelenkt, die das Buch kraftvoll bejaht: Seitdem die Väter aus vielen deutschen Gauen in dieses reiche Land kamen, haben sich diese Menschen gemeinsame Sitten und Gebräuche selbst geschaffen; sie haben ihre eigene Art, ihr Leben zu ordnen und ihre Gefühle zu äußern. Sie haben ihre Ehre und ihre starken Leidenschaften trotz weitreichender Mechanisierung aller Lebensbezirke. Allein um die Meisterung dieser Gedanken, aber auch wegen seiner natürlichen Sprache und seiner sicheren Form ist das Buch beachtenswert. Wir wünschen ihm weite Verbreitung. Deutsches Volkstum in Siebenbürgen Das geschichtliche Schicksal der deutschen Volksgruppe in Rumänien, einer der ältesten deutschen Siedlungen jenseits der Grenzen überhaupt, ihr Lebenskampf und ihre wirtschaftliche, politische und kulturelle Leistung ist von der volkskundlichen Forschung erschlossen und von namhaften Dichtern oft gestaltet worden. Die nachhaltigsten Künder deutschen Volkstums in Siebenbürgen, Banat und Bessarabien stammen vom eigenen Heimatboden wie Adolf Meschendörfer, Erwin Wittstock und Heinrich Zillich, Adam Müller=Guttenbrunn und Albert Mauch. Aber auch reichsdeutsche Dichter haben mit Begeisterung diesen Teil alten deutschen Lebensraumes für uns erschlossen. Zu ihnen gehört mit seinem neuen Siebenbürgenroman auch der niedersächsische Dichter Heinrich Bauer(Heinrich Bauer: Der Föhn braust durch das Land. Buchmeister=Verlag, Berlin 1940). Der Dichter hat wiederholt, von Freunden gerufen, längere Zeit bei den Siebenbürger Sachsen im Burzenland gelebt, ihren Daseinskampf und ihre Gemeinschaftsformen miterlebt. Hier gestaltet er nun in packender Weise die Geschichte eines gebirgsumschlossenen Sachsendorfes, in deren Mitte die leid= und freudevolle Liebe zweier Nachbarskinder steht. Aber im Kern geht es doch um mehr in diesem schönen Buche, nämlich um die völkische Leistung dieser Menschen, die hier kampfbereit seit Jahrhunderten für das Reich auf mutigem Vorposten stehen, es geht um die Bindung zum Mutterland und um das Wissen vom anbrechenden Reich des Führers, das in den Jungen steckt und sie aufbegehren läßt gegen die Alten, die sich unbewußt der Einheit des deutschen Wesens noch entgegenstellen. Prächtige Gestalten vertreten im Ablauf der ereignisreichen Handlung das einsatzbereite Volkstum, wie der alte, jugendfrische Rektor Roth, die tapfere Maria Foith und der wackere Michael Gorges, der wie eine junge Eiche im Mutterboden seiner Karpathenheimat wurzelt, in dem die Sehnsucht der jungen Generation zum neuen Deutschland Ausdruck findet, wenn er als ihr Führer die Worte findet:„Wir alle, die wir hier draußen am Rande des Reiches oder weit darüber hinaus unter fremden Völkern leben, wir alle konnten nur leben und haben jahrhundertelang nur gelebt von dem Glauben an das ferne Vaterland und von der Hoffnung auf das Reich, das alle, die deutschen Blutes in fernen Zonen sind, zu einer heimlichen, unzerreißbaren Gemeinschaft der Brüder eint!“ Niederländisches Volkstum Seinen bekannten Büchern von der niederländischen Landschaft und der Eigenart ihrer Menschen hat Anton Coolen aus Nordbrabant den neuen Roman„Das Wirtshaus zur Zwietrach!"(Insel-Verlag, Leipzig, Preis geb..— RM.) angefügt. Dieser ist im wachsenden Bilde, das der Dichter in seinen Werken von seiner Heimat zu geben sich bemüht, kein geringerer Teil als die früheren Bücher wie„Brabanter Volk“ und „Dorf am Fluß“, die ihm in Deutschland Eingang und Geltung verschafften. Hier steht nun inmitten des Dorfes ein altes Wirtshaus, viel wissend aus Erlebtem, aber ohne was zu sagen. Und da ist inmitten der Dorfgemeinschaft ein Stammtisch so einfältiger wie gutmütiger Skatbrüder. In der Verschiedenheit ihrer Charaktere und Gepflogenheiten spiegelt sich vielfältig das Leben des Dorfes: Freud und Leid, Liebe und Lust, ja oft besonders Schuld und Sühne mit allen ihren leidenschaftlichen Kräften, Spannungen und Zwiespätigkeiten. Immer aber siegt der gute Sinn des Lebens über Neid und Streit, auch über das bitterste Opfer, den Tod. Wo Zwietracht sich selbst dem Untergange weiht, blüht immer neues Leben als Erhalter der ewigen Naturgesetze.— Mit tiefem Wissen um die schicksalvollen Menschenwege steht der Dichter hinter seinem Werk; gütig=versöhnend sind seine Mahnungen, humorvoll ist oft seine Sprache, aber niemals der stillen Lebensweisheit entbehrend, die alle Gegensätze zusammenführt. So erwächst aus diesem Werke Coolens der Eindruck meisterhafter Reise, die den Leser, wie der „Angriff mit Recht einmal feststellte, an den norwegischen Menschenkenner Knut Hamsun erinnert. Die Übersetzung aus dem Niederländischen hat Bruno Loets aus eigenem Erleben nachgestaltet; sie ist ihm gut gelungen. Daß an vielen Stellen typische Eigentümlichkeiten niederländischen Sprachempfindens zu erkennen sind, ist eine schöne Empfehlung für das Buch, dem auch der Insel=Verlag in bewährter Weise eine sorgfältige Ausstattung auf den Weg gegeben hat. Mit diesem neuen Buche Coolens führt der Verlag sein verdienstvolles Werk der Schrifttumsvermittlung aus dem artverwandten flämisch=niederländischen Raume im Sinne völkischer Annäherung fort, wofür ihm die niederdeutsche Nachbarschaft Dank und Beachtung schuldet. Altfinnische Volkslieder Seit Herders und der Brüder Grimm Bemühungen um die Sammlung und Aufzeichnung echter und naturgewachsener Volksdichtung hat es bei vielen europäischen Völkern artbewußte Männer gegeben, die sich um die Erhaltung des Lied= und Sagengutes ihres Volkes bemüht haben So sammelte mit leidenschaftlicher Hingabe in Finnland. dem Alexander I. von Rußland soeben die völkische Freiheit gegeben hatte, Anfang des vorigen Jahrhunderts der Arzt und Magister Ellias Lönnrot altfinnische Volks= und Heldenlieder, brauchtümliche Verse, Göttermythen, Zauberrunen und fügte sie aus eigenem dichterischen Vermögen zu einem finnischen Nationalepos, dem„Kalewala", mit dem zuerst llacob Grimm die europäische Kulturwelt bekannt machte. Für die Einigung und Formung der finnischen Nationalsprache ist das Epos so grundlegend von Bedeutung wie die lutherische Bibelübersetzung für uns. Die Finnen feiern den Tag der Aufzeichnung der Kalewala als Nationalfeiertag. Die meisten Lieder hat Lönnrot mühsam in Karelien auf ausgedehnten Fußwanderungen erlauscht und aufgezeichnet. Die westlichen, vom christlichen Pietismus Schwedens beeinflußten Gebiete Finnlands haben nur wenige Lieder beigesteuert. Lange bestand die Annahme, daß hinter der Mannigfaltigkeit der Lieder eine alte Einheit stehe, was an die Genesistheorien beim deutschen Nibelungenlied und bei der griechischen Ilias erinnert. Viel augenscheinlicher aber als in diesen Fällen ist der Kalewala eine Reihung einzelner Lieder und Liederzyklen.— Karl Meuli hat uns eine schöne Auswahl dieser Lieder in deutscher Spracher vermittelt(Kalewala, Altfinnische Volks= und Heldenlieder, ausgewählt und eingeleitet von Karl Meuli, Schwabe=Verlag, Basel, Preis geb. 2,70 RM.) und dem empfehlenswerten Bändchen eine aufschlußreiche Abhandlung über Runen, Mythen, Geschichte und Brauchtum Alt=Finnlands und über die Versform der Gesänge vorausgeschickt, die auf eine erfahrene Kenntnis Suomi=Finnlands schließen läßt. Die Kunst der Erzählung Neue Romane, besprochen von Ludwig Klug „Eine andalusische Nacht“ nennt Werner Benndorf eine Erzählung, die im A. H. PayneVerlag zu Leipzig kürzlich erschien.(Preis 2,80 RM.) — Inhalt ist eine Liebesepisode, die ein Landstreicher in einer spanischen Stadt erlebt. Anders als Landstreicher, insbesondere auf gedanklichem Gebiete, kann man den Helden fast nicht empfinden. Selbstherrlich und unbeschwert von jeder ideellen oder materiellen Bindung heht dieser jeder äußeren Zucht widerstrebende Mensch seinen eigenen Weg, denkt seine eigenen Gedanken, vagabundiert in seinen Gefühlen, läßt sich vom Tagesschicksal hierher und dorthin treiben und kennt nur eine Treue, die gegen sich selbst. Das Buch schildert mit erregender Sprunghaftigkeit Menschen und Landschaft. Die eingefügte Liebesgeschichte ist weniger Angelpunkt, als vielmehr Untergrund der Geschehnisse. Darum erscheinen uns die knapp, aber sehr bildhaft geschilderten Nebenfiguren der Handlung fast ebenso wichtig wie das Mädchen, das aber doch immer wieder im Vordergrund steht. Eine hemmungslose Ehrlichkeit gegen sich selbst und seine Umwelt regiert diesen Menschen, den Benndorf in gleicher Ehrlichkeit malt. Das Buch ist in der Ich=Form geschrieben und wirkt darum an manchen Stellen fast suggestiv. Es ist eine Erzählung von Temperament, die rasch und fließend abläuft und den Leser nirgendwo aus der Spannung entläßt. Das Buch will in einem Zuge gelesen werden. „Der Weg der Lena Christ“, den Peter Benedix uns in seinem gleichnamigen Werk schildert, das im Adolf=Luser=Verlag, Wien=Leipzig, erschien, ist der Leidensweg einer Dichterin. Aus kleinsten Verhältnissen stammend durchschritt Lena Christ die Niederung ihrer ersten Ehe, um in ihrem zweiten Gatten den verständnisvollen Förderer ihrer Gaben zu finden, die ohne ihn vermutlich nie zum Leben erwacht wären. Dieser zweite Gatte, der Autor des uns vorliegenden Buches, gibt in diesem den ergreisendsten und bedeutsamsten Ausschnitt aus dem Leben der Frau, die er geistig erweckt und sorgsam fördert und die ihm dann doch entgleitet. Das Buch ist mit einer leidenschaftlichen Subjektivität geschrieben, die bei aller Verhaltenheit der Einzelschilderungen und Klarstellungen überall durchklingt. Diese Subjektivität allein konnte den Schlüssel finden zu den geistigen Innenräumen eines Weibes, dessen Seele sich unter einer Schlichtheit, die an Kindlichkeit gemahnt, versteckt hält. Ist der dichterische Entwicklungs= und Werdegang der Lena Christ bereits mit fesselnder Eindringlichkeit geschildert, so klingt in dem Autor selbst immer dann ebenfalls eine dichterische Seite an, wenn er sich mit dem rein Weiblichen dieser Frau beschäftigt, die an ihrem spielerisch kindlich gebliebenen Verhältnis zum Mann zugrunde geht, in ihrem Untergang sich aber wieder zu tragisch anmutender Größe steigert. Es ist vieles in diesem, mit ebensoviel Freimut wie Sensibilität geschriebenen Buche, durch das man zu Stellungnahmen gezwungen wird. Und nicht immer und nicht bei jedem wird diese Stellungnahme eine unbedingt dem Autor zustimmende sein. Das ist auch unmöglich bei einer Verteidigungsschrift, die so aus dem Herzen heraus geschrieben ist; es würde ihren Wert vielleicht sogar mindern. Denn eine Verteidigungsschrift ist dieses Buch, das Hintergründe aufdeckt und Deutungen gibt, die ein an sich vielleicht unentschuldbares Tun wenigstens verständlich erscheinen lassen. Mag man dem Lebenslauf der Lena Christ mit Ablehnung gegenübertreten, dem Weib wird man nach der Lektüre dieses Buches sein Mitleid nicht versagen können. Damit haben der Autor und sein Werk ihre Beurteilung erfahren. Denn nur dem Weib wollte Benedix Gerechligkeit verschaffen. Die Dichterin steht über den Maßstäben von Sitte und Recht. Die Frau aber hat gefehlt und gebüßt. Es lebt eine seltsame Spannung in diesem Buch, das kein Roman ist und auch keine Biographie und doch überall etwas von diesen beiden Be„Bismarck“- Wirken einer Idee Geschichte gestaltet einen politischen Film— Wolfgang Liebeneiner inszeniert für die Tobis einen Film vom„Eisernen Kanzler“. Kaum ein Staatsmann der deutschen Geschichte steht wieder so lebendig im Bewußtsein unseres Volkes wie der„Eiserne Kanzler“, Bismarck, dessen Lebenswerk lo sicher im Ziel der deutschen Erneuerung dieses Jahrhunderts lag. Und gerade heute, da wir diese ErFriedrich Kayßler als König Wilhelm und Paul Hartmann als Bismarck im neuen Bismarck-Film der Tobis Foto: Tobis-Klegemann innerung weit über die Bezirke des deutschen Gedankens hin sich bereits im Ablauf der europäischen Entwicklung bewähren sehen, gewinnt die Gestalt Bismarcks in der ganzen Breite ihrer politischen Erscheinung jenes Format, das nur wenigen Großen eines Jahrhunderts eigen ist, und das sie zu Sachwaltern eines höheren Schicksals macht. Das Schicksal selbst, das Bismarcks Genie beschworen, erfüllt sich in unseren stolzen Tagen des unvergleichlichen Siegeszuges: Bismarcks Geist wurde Idee in der Gestalt Adolf Hitlers, dessen Genius nun in elementarem Aufbruch die Geschichte vollzieht. Bismarcks Leben mag die Tragik dartun, die das Genie so oft umgibt. Wie weit war er seiner Zeit voraus, die ihn nicht begriff, der er nur mit äußerster Verbissenheit in seine Aufgabe von Mal zu Mal ein„Zugeständnis“ abtrotzen konnte, das sich dann als politischer Schachzug von umfassender Bedeutung offenbarte. Zwischen all den Potentaten und Schwadroneuren stand er einsam, unerreichbar in der Größe seiner staatsmännischen Erscheinung. Wie sehr gerade er die parlamentarischen Schwätzer und Diätenpolitiker verachtete, die den Tag zerredeten und ihre fetten Pfründe sammelten:„Nicht durch Reden und Majoritätsbeschlüsse werden die großen Fragen der Zeit entschieden, das war der Irrtum der Jahre 1848 und 1849, sondern durch Eisen und Blut!“ So schleuderte Bismarck den Parteigängern der Reaktion im Preußischen Landtag seine ganze Abneigung entgegen. Seine größten Erfolge hat er denn ja auch gegen diesen Landtag errungen, den er kurzerhand nach Hause schickte, wo er sich ihm in entscheidenden Stunden plärrend entgegenstellte. Mögen die Politiker jener Zeit, Monarchen wie Parteigänger, ihre politischen Ambitionen gehabt haden: Bismarck war sicherlich der einzige Staatsmann unter ihnen, dessen Wirken von einer Idee getragen war. Und diese Idee beherrschte sein Wirken mit der Unerbittlichkeit ausschließlicher Verpflichtung. Sie stand am Anfang und am Ende aller Gedanken und Pläne und gab ihm die überlegene Selbstsicherheit des Genies, das sich zu jeder Stunde berufen weiß. Das Reich in der Geschlossenheit und Einigkeit seiner Stämme, Zentralgewalt in der Führung der ganzen deutschen Nation und damit ein einziger massiver Block im Herzen Europas— wahrhaftig eine Idee, die den deflissenen Höflingen und der fröhlichen Schar der Thronprätendenten revolutionär erscheinen mochte. Biemarck war unbeirrbar in seinem Entschluß, unnachsichtlich, wo es immer von neuem galt, die Schwächlichkeit der Potentaten wettzumachen und die Staatentümelei geharnischt in ihre Schranken zu weisen. Und es ist wie das Walten ewigen geschichtlichen Rechts, wenn die Idee Bismarcks in der staatsmännischen Erscheinung Adolf Hitlers Gestalt gewann und so in unserer Zeit auch das Lebenswerk jenes„Eisernen Kanzlers“ seine höchste Erfüllung fand.— In einem großangelegten Tobisfilm, dessen Buch den bewährten Dramatiker Rolf Lauckner zum Verfasser hat, gestaltet der Regisseur Wolfgang Liebeneiner einen entscheidenden Ausschnitt aus dem Leben und Wirken Bismarcks. Vom Jahre 1862, da der deutsche Gesandte in Frankreich von seinem König in letzter hoffnungsloser Stunde zur Ministerpräsidentschaft berufen wird, bis zum siegreichen Ausgang des Krieges gegen Oesterreich: Eine knappe Spanne von Jahren, voll von Erregungen und dramatischen Ereignissen. Bismarcks Weg vom„Landjunker“, als den man ihn in Berlin verschrie, bis zum„Eisernen Kanzler“, als der er das Schicksal des Staates gestaltete— freilich unter der zersetzenden Kritik der Parteischreihälse und Höflinge, die denn ja auch ungestraft seinen Sturz griffen in sich trägt. So wendet sich Benedix auch ebensowohl an unseren Verstand wie an unser Gefühl. Dennoch scheint mir man sollte über dieses Buch und seinen Inhalt allein das Gefühl zu Gerichte sitzen lassen. Manches in ihm ist zu sein und zu wenig abgrenzbar, um mit gröberem Maße gemessen werden zu können. Im Rainer Wunderlich=Verlag(Hermann Leins) zu Lübingen erschien unter dem Titel„Die neuen Augen“ ein Roman von Werner Oellers, der das tragische Erleben eines Werkstudenten im Rheinland der Besatzungszeit zum Motiv hat. Schuldlos schuldig ringt ein junger Mann um den Mut zu einem Geständnis, das er einem geliebten Menschen abzulegen hat. Die seelische Entwicklung und der oft so schwierige Weg vom Wollen zum Tun ist in diesem Werk mit bemerkenswert tiesem psychologischen Verständnis geschildert. Oellers zeigt eine außergewöhnliche Feinheit und Zartheit bei der Ausmalung eines Frauencharak= lers, der dem Buche die eigentliche Note gibt. Es sind ausnahmslos liebenswerte Menschen, die der Verfasser uns vorstellt. Gerade in ihrem Kreise erscheint das unglückliche Geschehen, das sie alle mehr oder weniger überschattet, besonders hart und unerbittlich. Oellers schildert gut und wahr. Er hält eine Entwicklungsiinie durch, die sich unwillkürlich zu ergeben scheint und darum überall anspricht. Das Buch zeigt an keiner Stelle zu scharfe Konturen. Auch der Ausklang wirkt lösend und befreiend. Die neuen Augen schenkt das Geschick dem jungen Menschen, den es durch alle Tiefen und Finsternisse zur Höhe der Klarheit über sich selbst und die Welt führte. Ein Buch, das man mitfühlend erlebt und das bereichern kann. Die Empfehlung ist Pflicht.(Preis 6,00 RM.) „Das Himmelsjahr“ Jedes Ding hat zwei Seiten, und es gibt sichersia eine ganze Reihe von Volksgenossen, die selbst#.# nächtlichen Luftalarm, den wir dem Weltverbreg, Churchill und seinen Nachtpiraten verdanken, eine essante und nicht unangenehme Seite abgewonnen habe, Die meisten von uns haben nie vorher so ausgiebig, Gelegenheit gefunden, den bestirnten Nachthimmel gründlich zu bewundern und zu betrachten wie in dieß, #..., oa kein Lichtschein der Erde das Anschauen d, reinen Sternenhimmels beeinträchtigt. Manchem Freunz der Sternenwelt ist da schon der Wunsch gekommen Namen und Lauf der Sternbilder kennenzulernen. Die.# sen Volksgenossen kann geholfen werden. Der Ko Verlag, Frankhsche Verlagshandlung in Stuttgart, va unter Mitarbeit von Dipl.=Opt Rud. Brandt, D. K. Ferrari, Pros. Dr. Arthur Krause, Dr. Fritz Lause Pros. Dr. K. Stumpff, Dr. Walter Weichinger und Walter Widmann ein Büchlein herausgegeben, das den Stand der Sterne für jeden Monat und jede Stunde deJahreslaufes 1940/41 anzeigt und auf bemerkenswerz Himmelserscheinungen in diesem Zeitraum hinwein Der besondere Wert dieses Büchleins liegt u. E. in der volkstümlichen und allgemein verständlichen Darstellung Wir finden in ihm auch mancherlei fesselnde Erzählungen und Schilderungen über Sonne, Mond und Sterne, über Sonnenflecken und Mondlandschaften. Erwähnung verdient ferner die Bastelarbeit„Unsere Sternuhr— eine Uhr ohne Uhrwerk". Die Monatskarten können durch eine dem Büchlein beigegebene sogenannte Maske s# eingestellt werden, daß sie den Stand der Sterne sür jede Stunde genau anzeigen.(Frankhsche Verlagsbuch, handlung, Stuttgart, Preis 1,50 RM.) August Hollweg Nienschen- Fahrten- Länder Hinweise auf neue Bücher Als Bismarch gegangen war. Von Hans Heinrich Welchert. Geb. 5,80 RM. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg. Ein Vierteljahrhundert Weltgeschichte in Anekdoten! Mit dem ganzen Reiz der locker=Itterarischen Form läßt Welchert die persönlichen und menschlichen Züge der Staatsmänner und die allgemeine politische Atmosphäre einer Epoche sichtbar werden, die für die Gesamtentwicklung Europas so verhängnisvoll geworden ist. Die Politik des jungen Kaisers nach Bismarcks Entlassung und Tod, die englischen Entente-Politiker, das diplomatische Spiel am russischen Hof, das sind hier die immer deutlicheren und gefährlicheren Markierungen auf dem politischen Vorfelde des Weltkrieges, Zeichen einer ununterbrochenen, allmählich sich steigernden Krise, die schließlich zur furchtbaren Entladung führte. „Das französische Kolonialreich“ von Karl Hänel. Gebunden 4 RM. Wilhelm Goldmann Verlag, Leipzig. Der Verfasser gibt in knapper aber alles Wesentliche erfassender Darstellung eine Geschichte des französischen Kolonialreiches und behandelt die Grundsätze der französischen Kolonialpolitik: Die Eingeborenenfrage, die militärische Bedeutung der Kolonien, der Aufbau der Kolonialverwaltung und die Bedeutung der Kolonial= wirtschaft werden gebührend gewürdigt. Der Hauptteil des Buches stellt in gesonderten Kapiteln die zahlreichen französischen Kolonien in Afrika, Asien und Amerika dar. „Kampf um Kautschuk“ von Wolfgang Jünger. In Leinen 6,20 RM. Wilhelm Goldmann Verlag, Leipzig. In Fortsetzung seiner Reihe von Rohstoff=Büchern legt der Wilhelm Goldmann Verlag von Wolfgang Jünger einen Band über die Geschichte und die wirtschaftliche Bedeutung des Kautschuks vor. Der Verfasser stellt in packender und allgemeinverständlicher Form die abenteuerliche Geschichte des Kautschuks dar und würdigt die Bedeutung des Kautschuks als eines der wichtigsten Rohstoffe in der modernen Weltwirtschaft. Eroberungszüge in Tibet von Sven Hedin. Mit 240 Abbildungen. Leinen 5,80 RM. Verlag Brockhaus, Leipzig. Diese Abenteuer lesen sich wie ein aufregender Roman und sind doch erlebte Wahrheit. Sven Hedin wendet sich mit seiner neuen Erzählung vornehmlich an alle, die gern Abenteuerbücher lesen, also die Jugend und die in ihren Knabenträumen jung Gebliebenen. Auch sein gehaltvolles Geleitwert ist„Der Jugend Großdeutschlands“ zugedacht. Die vielen neuen Zeichnungen, mit denen der Verfasser seine Worte veranschaulicht, sind von eindringlicher Wirkung. Faltbootfahrt von Zjord zu Fjord. Von Erich Wustmann. Halbleinen 2,40 RM. K. Thienemanns Verlag, Stuttgart. Seine erste Nordlandfahrt von Trelleborg bis Narvik als 19jähriger Bengel— im Faltboot von Fjord zu Fjord— berichtet Erich Wustmann hier. Ein ordentlicher Draufgänger unternahm diese Fahrt, und wir mit ihm, als blinde Passagiere der„Sturmbraut". Schöne Photos und eine anschauliche Karte ergänzen diesen Bericht von Norwegens Fjordküste. Deutsche Seegeschichte. Von Dr. Otto Höver, Akademische Verlagsgesellschaft Athenaion in Potsdam. 148 Seiten mit 48 Abbildungen, Leinen 4,80 RM. In diesen Tagen, da die Heldentaten unserer Kriegsmarine die ganze Welt zu staunender Bewunderung zwingen, erhält das Wort Deutsche Seegeschichte einen neuen hellen Klang. Einen konzentrierten, fesselnd geschriebenen überblick über die Ereignisse und Gestalten der deutschen Seefahrt von der Vorzeit bis zur Gegenwart gibt Dr. Otto Höver, Stadtbibliothekar in Wesermünde, mit seinem in der Reihe„Bilder aus dem deutschen Leben“ herausgekommenen Buch„Deutsche Seegeschichte". Die beispiellose Dramatik, die in der von äußersten Gegensätzen bewegten Entwicklungsgeschichte bewerkstelligen konnten. Knapp acht Jahre preußischdeutschen Zeitgeschehens, aber ein Schulbeispiel für das verhängnisvolle Spiel auf der politischen Bühne, das die Akteure der„öffentlichen Meinung“ damals trieben und womit sie der Besten einem in den Rücken fielen. Paul Hartmann spielt in diesem Großfilm der Tobis die Figur des Kanzlers Bismarck. Nicht so sehr die Gestalt, wie sie uns in ihrer manchmal etwas romantisierten Darstellung bekanntgemacht wurde, sondern den kämpferischen Bismarck, den glühenden Patrioten, den Zyniker, wo es darum ging, die gealterte kompakte Majorität kaltzustellen, und den überlegenen Staatsmann, der sich in der Vollkraft seiner Jahre dem Gegner stellte und ihm mit hartem Griff die Waffe entwand. Ein politischer Film?— Nein, ein dramatischer Kampfabschnitt aus dem Leben eines Staatsmannes, dessen Werk und Wille in diesen stolzen Tagen des deutschen Siegeszuges seinen letzten, tiefsten Sinn empfängt. Des Löwen Auteil Eine irische Fabel— Spiegelbild der englischen Plutokraten-Mentalität Die„Irish World“ vom 29. Dezember 1877 brachte folgende nette irische Fabel, die bezeichnend für die Mentalität der sich bis heute gleich gebliebenen britischen Plutokraten=Lords ist: Ein englischer Löwe, ein irischer Wolfshund, ein schottischer Fuchs und ein walliser Jagdhund schlossen ein Schutz= und Trutzbündnis und lebten gesellig miteinander.„Warum sollten wir auch“, fragte der Löwe, „wir, die wir die nächsten Nachbarn untereinander sind, jemals in Feindschaft leben?“—„Dafür würde sich in der ganzen Welt kein Grund finden lassen, Ew. Majestät,“ antwortete der höfliche Fuchs—„Schön“, meinte der Wolfshund.„Ich stimme auch für die Unverletzlichkeit dieses Bundes, aber ich bestehe auf Selbstverwaltung in meinen eigenen häuslichen Angelegenheiten und, wenn ich schon an den Gefahren der Jagd teilnehmen soll, kann ich wohl auch erwarten, daß ich meinen Anteil an der Jagdbeute bekomme.“„Se. Majestät", bemerkte schweifwedelnd der Fuchs,„wird alles tun, was recht und billig ist.“ Eines Tages hatten die vier bei einem Jagdausflug einen seinen, großen, seisten Hirsch erlegt, der in vier Teile zerlegt wurde.„Das sieht allerdings nach Recht und Billigkeit aus“, sagte der Wolfshund.—„Nun“, schrie der Löwe,„wie sollen diese vier Teile verteilt werden?“ Alle schwiegen.„Oh! Teilen Sie das selbst, Majestät“, sagte listig der Fuchs.„Ganz wie es Ihnen gefällt."...„Stimmt ihr andern zu?“ fragte der Löwe.—„Jawohl, wir stimmen zu“, antworteten alle.„Nun wohl“, dachte der Wolfshund bei sich,„ich habe schon soviel von englischem Edelmut gehört, nun werde ich ja sehen, was daran ist.“ Der Löwe machte sich an die Verteilung der Beute. „Dieses Stück hier beanspruche ich und ergreise Besitz davon, kraft meines angestammten Rechts als direkter Nachkomme und Erbe der königlichen Löwensamilie. Dieses hier", und damit zeigte er auf das zweite Stück, „nehme ich in Anspruch— und ich denke, ich habe allen Grund dazu— weil ich erwäge, daß bei allen Zusammenstößen mit dem Feinde mein Mut und mein Ruhm den Ausschlag gegeben hat, und ihr wißt sehr gut, daß Kriegführen ein zu kostspieliges Geschäft ist.“—„Ihrer Behauptung widerspreche ich mit Unwillen“, brach der Wolfshund los.„Irische Tapferkeit und irischer Elan haben ihren vollen Anteil am Kampfe gchabt. Wer gewann bei Waterloo? Wer waren die ConnaughiSchützen? Wer war Wellinaton? Sie müssen daran denken, daß von dem ersten Erfolge an, in dem er sein militärisches Genie entsaltete, das ihn an die erste Stelle in der Geschichte der modernen Kriegskunst rückte, dis zu dem letzten, unübertrefflichen Kampfe, der seinen Namen unsterblich machte— von Assay bis Waterloo der deutschen Seegeltung liegt, gibt dem Stoff allein schon eine ungewöhnliche Anziehungskraft. Sie wird erhöht durch eine sachlich klare Darstellung, die einen Zeitraum von Jahrtausenden umspannt, mag auch die deutsche Seefahrt selbst in ihrer ganzen Bedeutung erst seit wenigen Menschenaltern tief in das Bewußtsein des deutschen Volkes eingedrungen sein. Es weht Seeluft durch dieses Buch, das in Text und Bildern so reichhaltig und lebendig ist, daß es von allen, die sich mit dem deutschen Seewesen verbunden fühlen, nicht zuletzt von der heranwachsenden Jugend, dankbar begrüßt werden wird. Die glückhafte Schuld. Von Hanna Stephan. Michael Beckstein=Verlag, München. Geb. Leinen 3,80 RM. Die alte Sage von Gregorius, der auf dem Steine saß, wird in dieser Novelle herrlich und edel ausgeschöpft, und man bewundert das große Wissen der Verfasserin, die auch eine so einfach scheinende Sage mit dem vollen Gehalt ihrer dichterischen Schau zu erfüllen und gleichzeitig alle Lebenswahrheit deutscher Seelenentwicklung hineinzubergen vermag. Dabei ist die Sprache wieder volltönend und herb, süß und metallen, so daß sich beim Lesen unwillkürlich die Stimme zum ergriffenen Vortrag hebt. Die Krone im Süden von Otto Gmelin. Verlag Eugen Diederichs, Jena. Geb. 3,75 RM. Dieses Buch des jüngst verstorbenen Dichters ist ein Vorbild der Darstellung des gewaltigen Ringens zwischen den Kaisern und den Päpsten zur Zeit der Hohenstaufen. Die bedeutendsten Persönlichkeiten der Zeit, die Hohenstaufenkaiser und ihre päpstlichen Gegner mitsamt ihren Kardinälen, Kanzlern und andern Trabanten, treten als treibende Kräfte und Gegenspieler auf. Loefs Schiffomodell=Baubriefe Der Verlag E. Loef, Burg bei Magdeburg, fördert schon seit vielen Jahren durch seine Modellbriefe den sachgemäßen Schiffsmodellbau, um allen Liebhabern der See auch im Binnenland die Möglichkeit zu geben, naturgetreue Schiffsmodelle aller Perioden selbst zu bauen. Der Schiffsmodellbau dient jedoch nicht nur zur Belehrung und Werbung für die deutsche Seegeltung, sondern liefert auch einen wertvollen Beitrag zur Vorbildung der Jugend für den späteren Eintritt in die Kriegsmarine. Das Material ist sorgfältig ausgewählt und überprüft und unterliegt der Kontrolle des Oberkommandos der Kriegsmarine. Der Baubrief Nr. 1 „Karl Galster“ enthält den Bauplan eines Zerstörertuns von 1811 Tonnen und zwar im Maßstabe von:300. Die Baupläne(Stück 0,95 Pfg.) bieten in ihrer Art selbst dem Anfänger jede nur denkbare Erleichterung, während die Bauanleitung eine Fülle von Erfahrungen und Belehrungen enthält. Namentlich bieten die Modellbaubriefe jetzt, wo die Tage wieder kürzer sind, unseren Jungen eine willkommene und erzieherisch wertvolle Beschäftigung. GEAMUUPH seit Jahren bei Kopfschmerzen Neuralgien, Rheuma und allen Erkältungskrankheiten bewährt. Erhältlich in allen Apotheken s. Preise von RM--41 u..14 vom Sinn der Kunst Ich bin davon überzeugt, daß die Kunst, weil sie die unverdorbenste und unmittelbarste Wiedergabe des Seelenlebens eines Volkes ist, unbewußt weitaus den größten direkten Einfluß auf die Masse der Völker ausübt, immer unter der einen Voraussetzung, daß sie ein wirkliches Bild des Seelenlebens sowie der angeborenen Fähigkeiten eines Volkes und nicht eine Verzerrung der selben zeichnet. Adolf Kinder, die musikalisch begabt sind, müssen Gelegenheit haben, ein Instrument spielen oder singen zu lernen, ihr häusliches Musizieren muß mindestens so hoch bewertet werden wie andere Leistungen, die Jungen und Mädel müssen wieder Zeit haben, zu üben und in kleinerem Kreise mit Gleichgestimmten Kammermusik zu spielen. Dann ist die Hausmusik von selber da. Peter Raabe Wenn es heute gilt, alle Kräfte unseres Volkes zu mobilisieren, so darf die deutsche Musik nicht beiseitestehen. Wie keine andere geistige Macht vermag sie der seelischen Stärkung und Erhebung des Einzelnen und der Gemeinschaft zu dienen.(Hermann Abendroth) Ich denke Musik ist Musik, und man braucht nur Ohren zu haben, um zu hören, was schön ist. Christoph Martin Wieland Mononooenne — die irischen Soldaten, mit denen Ihre englische Armee angefüllt war(zu einem Schilling pro Tag). die unzutrennlichen Heifer seines Ruhmes waren, in dem seine unvergleichlichen Erfolge gekrönz wurden! Wessen Armeen waren es, die mit ihren Bajonetten zu Vimiera durch die Schlachtreihen brachen? Wessen ver“ zweiselter Mut stürmte die Wälle und füllte die Wallgräben von Bajados? Wessen Hände waren es, die Ihr räuberisches Banner über Indien, durch Afrika und bis zur chinesischen Mauer trugen? Wessen—“„Zut Ordnung!“ brüllte der Löwe.—„Zur Ordnung!“ echof der Fuchs.—„Alle diese seinen rednerischen Floskeln= fuhr der Löwe fort,„sind völlig belanglos bei dem Geschäft, das wir vorhaben. Es ist nur zu klar, Wolfshund, daß Sie ein Rebell und der Ehre nicht wert sind, von mir in ein Bündnis mit meiner köng lichen Person aufgenommen worden zu sein. Doch genus damit! Wieder zu unserem Geschäft! Das dritte Stück — hier blickte der Löwe sarkastisch um sich— ich kraft meines Vorrechtes, das bei einem so pflich“ getreuen und lonalen Volke gar nicht in Frage gesog“ werden kann. Und das vierte Stück“— mit ein malitösen und milden Grinsen—„das vierte Stück das mag nehmen, mer— es wagt!“ 8eg. Zuverlässige hausgeciistn Erarandung jetzig. wird eine Bauerntochter e# vis zu 20 Jahr. zu Jan. od. später in sandwirtsch. Haushalt u. Garten 5 voll. Fam.=Anschl. gesucht. Kochen k. erlernt werd. Angeb. unt. Nr. 132 die Buchhandl. Wüllner, Nordwalde. mit Kochkenntnist s. Privathaushalt für sofort gesucht. Münster, Melchersstr. 2 11. of. od. spät tüchtige in Küche u. Haus erfahrene Haust gehilfin s. ½ Tag in Haushalt gesucht. Frau Anna Sasse, Münster. Achtermannstr. 22, Nähe Bahnhof. 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Dezember, morgens 10 Uhr, in der St.-Antonius-Pfarrkirche in Münster. Der Herr über Leben und Tod nahm heute um 4 Uhr unseren herzensguten, unvergeßlichen Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder und Onkel, den Konrektor i. R. Johannes Schutz zu sich in die Fwigkeit. Er starb nach kurzer Krankheit unerwartet im 81. Lebensjahr. Wohlvorbereitet durch ein tiefreligiöses Leben und versehen mit Tröstungen unserer hl. Kirche. In tiefer Trauer: Hane Schütz, Geistl. Studienrat Bernhard Schultz, Lehrer. u. Frau Hedwis geb. Schütz Stel. Kulas, Lehrer, u. Frau Heiene geb. Schütz Stel. Wilschewskl, Lehrer, u. Frau Gertrud geb. Schülz Allons Schüts, Lehrer, u. Frau Anny geb. Williwitzki Willl Schütz, Lehrer, u. Frau Herta geb. Stenzel Konrad Schütz, Reg.-Rat, u. Frau Ursule geb. Herrmann Dr. H. Dördelmann, Zahnarzt, u. Frau Lueis geb. Schütz Karl Schütz, Steuerinspektor, u. Frau Lotte geb. Fröhlich Otto Schütz, Apotheker, u. Frau Aleysia geb. Velten und 17 Enkelkinder Münster(Westf.), Schneidemühl, Neuisenburg. Warendorfer Str. 69 Dortmund-Hörde, Buchenau, Anrath, Alexandrow, Herressen, Kassel, Stettin, Dortmund, den 29. November 1940. Die Beerdigung findet statt am Montag, den 2. Der. 1940. um 9½ Uhr, von der Mauritz-Kirche aus. Das leierliche Seelenamt ist anschließend daselbst. Du Jahres-Seelenamt für meine liebe Frau, unsere unvergeßliche Mutter Frau WIlhelmine Wirtensohn findet statt am Dienstag, den 3. Dezember 1940, morgens um 8¾ Uhr, in der St. Anlonius-Pfarrkirche zu Münster, wozu freundlichst eingeladen wird. Priedr. Wirtenschn und Kinder Statt Karten Klein-Eleonore hat ein kräftiges Brüderchen. Michael, Clemens, Maria, bekommen. In dankbarer Freude Eleonore Schmitz geb. Sperlich Clemens Schmitz Diplom-Kaufmann Teltow-Sechof b. Berlin, den 27. Nov. 1940 Lichterfelder Straße 64 Statt Karten Für die erwiesene Aufmerksamkeit zu unserer Doppel-Verlobung danken wir allen recht herzlich Anne Eßmann Elli Wieschebrock Theo Wieschebrock Theo Frie Mecklenbeck Brochterbeck Telgte Statt Karten Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst Franz Dillmann Klärchen Dillmann geb. Röttgermann Laer, Ber. Münster, 1. Dezember 1940 Alle Ereignisse des Familienlebens kündet die Westfälische Tageszeitung Nach Gottes Ratschluß entschlief heute abend nach kurzer, schwerer Krankheit mein lieber, guter Mann, unser treusorgender Vater. Schwiegervater, Großvater. Schwager und Oukel, der Bauer und Mühlenbesitzer Fritz Schlingermann Bürgermeister der Gemeinde Ascheberg Er starb nach einem echt christlichen Lebenswandel, gestärkt mit den Tröstungeh der bl. Kirche, im 73. Lebensjahre. Alle, die ihn kannten, können unsern Schmerz durch den herben Verlust ermessen. In tieler Trauer: Frau Maria Schlingermann verw. Heuckmann geb. Drerup-Eilker Elisabeth Claes geb. Heuckmann Dir. Jes. Ciaes. Landwirtschaftsrat Willy Schlingermann Hildegard Schlingermann geb. Leibecke Bernhard Schlingermann Lenchen Schlingermann geb. Lindenbrink Paul Schlingermann da Schlingermann geb. Bauer Miechen Venschott geb. Schlingermann Hubert Venscholt und 8 Enkelkinder Aschebers(Westf.). Comthurey(Mecklenburg), Olpe und Amelsbüren, den 28. November 1940. Die Beerdigung findet statt in Ascheberg am Dienstag, dem 3. Dez. 1940, vormittags.15 Uhr, von der Pfarrkirche aus, anschließend das feierl. Seelenamt. Sollte jemand der Verwandten und Bekannten keine besondere Anzeige erhalten haben, bitten wir, diese als solche anzusehen. Nachruf! Am 28. November 1940 ging im Alter von 72 Jahren unser lieber Parteigenosse und Bürgermeister Friedrich Schlingermann von uns. Immer, wenn es galt, für die Bewegung sich einzusetzen, fanden wir ihn einsatzbereit. Die Ortsgruppe wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Ortsgruppe der NSDAP. Ascheberg(Westtf.) I..: Meer Ortsgruppenleiter Nachruf! Am 28. November 1940 verschied der Bürgermeister der Gemeinde Ascheberg I. W. Pg. Friedrich Schlingermann im 73. Lebensjahre. Der Verewigte war die längste Zeit seines Lebens mit dem Wohl und Wehe der Gemeinde eng verbunden. Von 1905 bis 1918 war er Mitglied der Gemeindevertretung, anschließend bis 1919 I. Amtsbeigeordneter und sejt 1929 Bürgermeister der Gemeinde Ascheberg i. W. Unentwegt hat er die Interessen der Gemeinde mit großem Eifer wahrgenommen. Die Gemeinde wird ihm dies nie vergessen. Ascheberg I.., den 29. 11. 1940. Namens des Gemeinderats, Schulbeirats, sowie der Gemeindebeamten und-angestellten und Erzieherschaft Der k. Amtsbeigeordnete: Ehring Das Jahres-Seelenamt für meinen in Polen gefallenen lieben Sohn, unsern guten Bruder und Schwager Theo Gellenbeck findet statt am Montag, den 2. Dezember 1940, morgens ¼ vor 9 Uhr, in der HerzJesu-Pfarrkirche zu Münster, wozu Verwandte und Bekannte herzlichst eingeladen werden. Familie Ww. Bernh. Gellenbeck Das Sechswochen-Seelenamt für unsern lieben Vater, den Stellwerksmeister i. R. Bernhard Lange findet statt am Dienstag, dem 3. Dezember 1940, morgens 8 Uhr, in der St.-LambertiPfarrkirche zu Münster, wozu freundlichst eingeladen wird. Geschwister Lange Danksagung Für die beim Hinscheiden meines lieben, unvergeßlichen Mannes, unseres guten Vaters, Schwiegervaters und Großvaters erwiesene überaus große Anteilnahme und die reich: lichen Kranzspenden sagen wir herzinnigen Dank. Das Sechswochen-Seelenamt für den lieben Verstorbenen findet statt am Dienstag, den 3. Dezember, morgens 8¾ Uhr. wozu freundlichst eingeladen wird. Familie Berkemeyer-Rummeling Albersloh, im Dezember 1910. Für die Beweise inniger Teilnahme beim Tode meiner unvergeßllichen Frau, unserer guten Mutter sprechen wir allen unsern herzlichen Dank aus. Heinr. Jütte und Kinder Das Sechswochen-Seelenamt für die liebe Verstorbene sindet statt am Montag, dem 2. Dezember, morgens .15 Uhr. in der St.-Josefs-Pfarrkirche zu Münster. wozu freundlichst eingeladen wird. Gespielte Klavlere in bersch. Preislagen. Vianosachgeschätt Dahmen Mietpianos. Martinistr 10 Ecke Herrenstraße Stimmungen. Reparaturen Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Kranzspenden beim Hinscheiden meines lieben Mannes, unseres guten Vaters sprechen wir hiermit unsern innigsten Dank aus Familie Brüggemann Münster, Im November 1910 Jüdefelderstraße 36 Wer sich für Erlindungen und Neuheiten interessie rt liest die Zeitschrift 154 Bezugspreis: jährlich RM..60 halbjährl. RM..80 Verlag„Die Neuheit“ Berlin SW6s Berlin 38924 Allgemeines Bürger-Schützen- Corps 2. Kompanie Unser Schützenkamerad Heinrich Deitenbach ist gestorben. Die Beerdigung findet statt am Dienstag, dem 3. Dezember, um 15.30 Uhr. von der Leichenhalle des Zentralfriedhofes aus. Wir geben dem von uns gegangenen Kameraden das letzte Geleit. Der Kompanieführer Generalvertretung Hanns Knigge, Münster. Münzstraße 10, Tel. 2 07 36 Beharenafken ist die Mutter der Anzeigenwerbung. In ihrer Stetigkeit liegt ihr Erfolg. Darum auch heute unbedingt weiterwerben WEICHER Spiekerhof 15116. es jelggen Oösseldort Eckstr. 10 rrisches tebedenor und Bachn ische Fen Sus Mch VeleWaue llegt in der Autmerksarkeit, die sie Ihrer Verdauung schenken. Wenn Darmol bevorzugt wird, so ist das verständlich. Es ist sparsam und bequem, schmeckt wie Schokolade. Sie werden bestätigt finden, daß Frauen mit reinem Teint und Jugendlichem Aussehen besondert auf die Verdauung achten und das gute Abführmittel Darmol verwenden. In Apoth. u. Drog. RM-.74 u..99 PARMOL die gute Abführ-Schokolade Gegen HZahnschmerzen Frei von schädlichen Alkaloiden. Oie Untersuchungen erfahrener Mediziner beurkunden: Dreieck-Salz wirkt gUf. hilfl schnell und sicher ohne den Magen anzugreifen. 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Kirchengemeinden Münster(Wests.), Moltkestraße 4 Münster I.., Ludgeristraße 93-109 Mikrotilmarchit der deutschsprachigen Presse.V. Der Reichssportführer in Paris und Brüssel Besprechungen mit französischen und belgischen Wortführern Reichssportführer von Tschammer und Osten hat ansäßlich seiner in der ersten Novemberhälfte durchgeführten West=Reise, die mit einem Besuch des Elsaß ihren Abschluß fand, in Paris und Brüssel auch Besprechungen mit französischen und belgischen Sportführern gehabt. In Begleitung des Reichssportführers befanden sich auch Dr. Ritter Karl von Halt und Dr. Carl Diem, von denen der letztere in dem von dem NS.=Reichsbund für Leibesübungen herausgegebenen NS.=Sport im einzelnen über die Reise und die gewonnenen Eindrücke berichtet. In diesen Ausführungen schreibt Dr. Diem über die Besuche in Paris und Brüssel wie folgt: Der Reichssportführer hatte in Frankreich und Belgien auch Gelegenheit, die dortigen Sportführer zu sehen. Bei einem Mittagessen, das der Botschafter Abetz in den Räumen der alten Deutschen Botschaft zu Paris gab, war der neuernannte französische Sportführer, der alte baskische Tennismeister Borotra, zugegen, und so sahen wir ihn nach langer Zeit in unveränderter Frische wieder. Er ist so jung und elastisch geblieben wie in der Zeit, da er der beste Tennisspieler war, und heute packt er mit der gleichen Frische die neue und ehrwürdige Aufgabe an, den französischen Sport zu organisieren. Alie und junge Kräfte helfen ihm dabei; so begrüßten###r Lacost, der nunmehr das französische Fachamt Tennis führen wird, wir sahen Marquis de Polignac, das französische Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee Graf Castellane, den französischen Schwimmführer Drigny, den Vizepräsidenten des Internationalen Schwimmverbandes, und Denis, den bewährten Generalsekretär des französischen olympischen Komitees. Eine besondere Freude war es für uns, daß auch Generalfeldmarschall v. Reichenau für diese Tage nach Paris gekommen war. In Brüssel stattete der Reichssportführer dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees seinen Besuch ab und traf dort das zweite Mitglied Belgiens im IOC., den Baron de Trannoy, ferner den Präsidenten des Internationalen Fechtverbandes, Paul Anspach, und den des Internationalen Eishockeyverbandes, Paul Loicg. Diese Zusammentreffen sind ein Beweis, daß die ritterliche Gesinnung des Sports auch im Kriege nicht verleugnet wird, und zugleich eine Bekundung dafür, daß die Worte zu Recht bestehen, die der Reichssportführer vor kurzem aus Anlaß des Besuches von Erzellenz Parenti dem Vertreter der„Gazzetta dello Sport“ in Mailand auf eine Anfrage gegeben hat:„Wir wollen und werden die ersten Diener der olympischen Idee sein und die stärksten Verfechter ihres Vordringens in der ganzen Welt.“ Jagung des Fachamtes Seisport In den Tagen vom 20. bis 24. November veranstaltete das Fachamt Skisport im NS=Reichsbund für Leibesübungen im Schneefernerhaus auf dem Zugspitzplatt seine alljährliche Tagung. Eine Reihe von Ausführungen des Reichsfachamtsleiters und seiner Mitarbeiter gaben die Richtung für das neue Arbeitsjahr des Skisports bekannt. Gleichzeitig wurden die sportlichen Aufgaben umrissen, die auch im zweiten Kriegswinter sowöhl im innerdeutschen als auch im internationalen Sportleben von größter Bedeutung sein werden. Tag für Tag wurden die Männer der Organisation des Skilaufs unter Anleitung der besten Vorbilder und Lehrer wie Willy Walch, Gustl Berauer, Dusica und Möhn mit allen Stufen neuzeitlichen Fortschritts des Skilaufs vertraut gemacht, so daß der Erfolg der Tagung doppelt groß war und alle Teilnehmer mit neuem Wissen und Können in ihre Bereiche und Kreise zurückkehren, wo sie ihre ganze Kraft der Arbeit dem Volkssport Skilauf widmen werden. Fünf Jahre Deutschlandhalte Europag größte Sporthalle seier Jubiläum Die Deutschlandhalle in Berlin kann am 29. November auf ihr fünfjähriges Bestehen zurückblicken. Vor fünf Jahren wurde dieser nach den neuesten Erfahrungen errichtete Riesenbau in Charlottenburg anläßlich einer Großkundgebung der RSDAP vom Führer eingeweiht. Unwahrscheinlich kurz mutet diese Zeit an, seit die mit ihren Ausmaßen von 100 Meter Länge und 50 Meter Breite größte Sporthalle Europas ihrer Bestimmung übergeben wurde. Rassige Kämpfe erlebten die Tausenden von Zuschauern in diesen fünf Jahren in der mustergültigen Sportstätte, die 1936 Schauplatz des olympischen Box= und Ringerturniers war, deren 215 Meter lange Radrennbahn nun schon seit Jahren die einzige Pflegestätte, des Steher= und Fliegersports in der Reichshauptstadt bildet, und in deren Boxring sich seit seinem Bestehen Berufsboxer von Rang Kämpfe um höchste Titel lieferten. Auch die Leichtathleten, die Turner und Kegler gaben draußen in Eichkamp wiederholt Proben ihres Könnens und lockten die Zuschauermengen in gleichem Maße an wie das alljährliche Reitturnier, das alle Hallenturniere Europas weit in den Schatten stellte. Daneben beherbergte die Deutschlandhalle aber noch viele Veranstaltungen anderer Art. Revuen, Konzerte, Feierabendveranstaltungen und Großversammlungen wechselten mit den sportlichen Geschehnissen jahraus jahrein in bunter Folge ab. So hat sich dieser geniale Bau schon zu Hunderten von Malen bewährt und ist in der kurzen Zeit mit den zahllosen Siegen und Erfolgen deutscher Sportler aufs engste verknüpft. Iinnland wünscht Fis-Kongreß Finnlands Skisportführer Tanno Aarre wird, wie er soeben in Helsinki bekanntgab, die Einberufung eines Kongresses des Internationalen Skiverbandes(Fis) für Februar kommenden Jahres nach Cortina'Ampezzo beantragen. Der letzte Fis=Kongreß fand im Jahre 1938 in Lati(Finnland) statt. Der für 1940 in Budapest vorgesehene Kongreß fiel wegen des Krieges aus. Wie aus Helsinki weiter berichtet wird, soll Schweden den Antrag Aarre unterstützen. Deutschlands Gozer in Mailand Schwere Aufgabe der deutschen Staffel im Länderkampf gegen Italien deshagen, Oelde): SpB Warendorf— Post Münster (Dorandt, Beckum): Tus Ascheberg— Tus Hiltrup (Höischen, Kinderhaus): Westsalia Kinderhaus— BsL Wolbeck(K. Thüinemann, Münster); Reichsbahn=SG Münster kampflos in die zweite Runde Neues Spiel Schalke 04— Admira Wien Nach dem in Wien ausgetragenen Spiel Admira Wien gegen Schalke 04, das bekanntlich:1 unentschieden endete, wird es nunmehr in Gelsenkirchen noch ein drittes Zusammentreffen der beiden Endspielgegner in der großdeutschen Fußballmeisterschaft 1939 geben. Schalke 04 hat dem Wiener Verein bereits eine Einladung übermittelt, doch konnte eine Vereinbarung über den Termin der Begegnung noch nicht getrossen werden. Jugend-Jußball zeitigl Fortschritte Das Fachamt Fußhal des RSRL hat die Aufbauarbeit der Reichsjugenöführung auf dem Gebiete des Fußballsports wiederholt durch den Einsatz von Lehrkräften unterstützt und u. a. wurde auch Reichstrainer Herberger als Leiter von Lehrgängen von Nachwuchsspielern herangezogen. Wie die Erhebungen zeigen, ist in den Bereichen, Gebieten und Bannen im JugendFußball von Jahr zu Jahr ein Aufschwung festzustellen. In der Spielzeit 1934—1935 waren 7801 Jugendmannschaften an den Spielreihen beteiligt. 1936— 1937 waren es bereits 10969, 1938—1939 dann 12954 Mannschaften. Im letzten Spieljahr ist die Beteiligung trotz der Kriegszeit auf 14315 Mannschaften gestiegen. Die Nachwuchsschulung geht also auf einer immer breiter werdenden Grundlage vor sich. Jrabrennen zu Gelsenkirchen Am kommenden Sonntag werden die westdeutschen Trabrennen auf der Gelsenkirchener Bahn fortgesetzt. Diesmal zeichnet der Trabrennverein Recklinghausen für die Veranstaltung. Das Programm umfaßt diesmal sieben Rennen, damit der Beginn eine halbe Stunde später gelegt werden kann. Die einzelnen Rennen sind dafür umso stärker besetzt; in allen Rennen kommen zehn und mehr Pferde an den Start. Es ist also mit gutem und interessantem Sport zu rechnen. Unsere Voraussagen: 1. R. Wattenmeer— Freihafen— Gotlinde. 2. R. Berta— Filia— Milite. 3. R. Ernica— Aprilmädel— Koki. 4. R. Napoleon— Udet— Capitän. 5. R. Marie Guy— Dachstein— Willkür. 6. R. Virginius— Angelus— Lee Pluto. 7. R. Hanni H. — Natango— Davids Bertha. Acht Deckhengste im Gestül Isarland Die Gestüthöfe Isarland, Bayerns bedeutendstes Vollblutgestüt in der Nähe des Starnberger Sees, verfügen jetzt über acht erstklassige Deckhengste. Zu den bisher hier stationierten Orapom, On Top, Flamboyant und Biarritz sind jetzt die vier Franzosen Bokbul, Biribi, Teleferique und der umgetauste Polarstern (früher Ping Pong) gekommen, von denen der Steher Bokbul und der 17jährige Schimmel Biribi großartige Rennpferde waren. Biribi hat sich besonders als Erzeuger von Hindernispferden auszeichnen können. Deutscher Reitererfolg in Südamerika Im südamerikanischen Sport spielen neben den deutschen Turnern und Ruderern auch die Reiter eine bedeutende Rolle. Dies wurde neuerdings erst wieder bei einer großen Remonte=Schau in Buenos Aires unter Beweis gestellt. In einem Mannschafts=Wettbewerb für Zivilreiter belegte der Deutsche Reiterverein Buenos Aires im Kampf mit zahlenmäßig überlegenen Gegnern den ersten Platz. Der achte und letzte Länderkampf unserer Amateurboxer im Kriegsjahr 1940 steigt am Sonntag, 1. Dezember, in Mailand gegen Italien. Es ist die neunte Begegnung, die uns mit den kampfstarken Südländern zusammenführt. Sechs deutschen Siegen stehen nur zwei Verluste gegenüber. Auf beiden Seiten wurden für das Mailänder Treffen sehr ernsthafte Vorbereitungen getroffen. In Murnau und Rom wurden die beiderseitigen Spitzenkräfte zu Lehrgängen zusammengezogen und dann folgende äußerst kampfstarke Staffeln aufgestellt: Deutschland: Italien: Fliegengewicht: Obermauer(Köln) Paesani Bantamgewicht: Börgershausen(Hannover) Paoletti Federgewicht: Graaf(Berlin) Bonetti Leichtgewicht: Nürnberg(Berlin) R. Projetti Weltergewicht: Raeschke(Hamburg) Peire Mittelgewicht: Pepper(Dortmund) Palmarini Halbschwergew.: Baumgarten(Hamburg) Martini Schwergewicht: ten Hoff(Oldenburg) Chiesa Meister Obermauer wird mit dem ungemein harten Paesani große Mühe haben und nur in Bestform gewinnen können. Börgershausen geht unbekümmert an seine Aufgabe, aber mit dem Rechtsauleger Paoletti fertig zu werden, ist sehr schwer. Wenn Graaf genügend Angriffsfreudigkeit zeigt, wird er Bonetti schlagen. Ein sicherer Sieg ist von Nürnberg über R. Projetti zu erwarten, dagegen kann man Raeschke trotz seiner letzten guten Leistungen gegen den famosen Peire kaum einen Erfolg zutrauen. Auf Grund seiner ausgezeichneten Trainingsarbeit wurde im Mittelgewicht Palmarini dem Landesmeister Bonadi vorgezogen, aber auch er wird gegen Pepper nicht bestehen können. Baumgarten hat ebenfalls nichts zu befürchten und ist für einen Sieg über Martini gut. Bei den Schwergewichtlern trifft ten Hoff zum dritten Male auf Chiesa, der einmal ein Unentschieden erreichte, zuletzt aber sogar entscheidend peschlagen wurde. Die Ueberlegenheit in den schweren Klassen müßte etwaige Niederlagen bei den„Kleinen" zumindest ausgleichen, so daß ein knapper deutscher Sieg wahrscheinlich ist. Neusel, Kölblin und Heuser Die deutsche Schwergewichtsmeisterschaft wird in diesem Winter wieder hart umkämpft sein. Nachdem Heinz Lazek den Titel von Walter Neusel gewann, stehen zur Zeit nicht weniger als fünf Boxer in den Entscheidungen als Anwärter. Außer Neusel ist nunmehr auch Kölblin Anwärter. Heuser, der endgültig ins Schwergewicht übergewechselt ist, sowie Sendel und Selle werden am Montag die ersten Ausscheidungskämpfe bestreiten. Europameister Blaho als Anfänger Aller Anfang ist schwer. Das hat auch Karl Blaho (Wien), unser neuer Europameister im Leichtgewicht erfahren müssen, als er den ersten Anlauf nahm, um in die Geheimnisse des Boxsports einzudringen. Karl Blaho war zu dieser Zeit als Lehrling tätig und der Frau Meisterin paßte es ganz und garnicht, wenn der Lehrling mit einigen blauen Punkten und Schwellungen im Gesicht erschien. Es gab einen großen Krach und Karl Biaho zog schließlich die Liebe zum Boxsport seiner Lehrstelle vor. Die Frau Meister wird damals bestimmt nicht geahnt haben, daß ihr Lehrling noch einmal die Würde eines Europameisters tragen würde. Deutsch-dänisches Fechtturnier Deutschland entsendet zehn Fechter und fünf Fechterinnen der Sonderklasse zu einem Länderturnier der deutsch=dänischen Fechter am Wochenende in Kopenhagen. Die Mannschaft lautet: Florett und Säbel: Eisenecker(Frankfurt), Dr. Fraß von Friedenfeldt (11 Berlin), Richard Liebscher(## Berlin); Florett: Wahl(Zella=Mehlis); Säbel: Losert(/1 Berlin), Wahl, Richard(Frankfurt); Degen: Kroggel(65 Prag), Knöbel(“ Dresden), Lerdon(Frankfurt), Schröder(11 Prag).— Frauen: Florett: Allgeier=Deutzer(Offenbach), Haß(Offenbach), Höfer=Oslob(Leipzig), Müller=Preis (Wien) und Dietrich(Berlin). In der dänischen Mannschaft ist Altmeister Aage Leidersdorff in allen Waffengattungen als Hauptstütze zu nennen. Kein Tennis-Länderkampf USA— Australien Wie erst jetzt bekannt wird, hat es in diesem Jahre Verhandlungen zwischen den Tennisverbänden von USA und Australien über die Austragung eines Länderkampfes gegeben. Ein Abschluß ist jedoch nicht zustandegekommen, da Australien keine Zusage geben konnte, weil die führenden Tennisspieler wie Crawford, MeGrath und Bromwich im Militärdienst stehen. Aus dieser Meldung läßt sich entnehmen, daß nicht nur das wirtschaftliche, sondern auch das allgemeine und auch das sportliche Leben in den Dominions durch den von den britischen plutokratischen Kriegstreibern leichtfertig entfesselten Krieg schwer in Mitleidenschaft gezogen wird. Die erste Vorrunde um den Isckammerpokat Obwohl erst am kommenden Sonntag der Endsieger aus den Spielen um den Tschammerpokal 1940 ermittelt wird, rüstet man in den Kreisen des RSRL schon jetzt wieder zur neuen Pokalrunde. Die Spiele der ersten Vorrunde werden diesmal im Kreise Münster am 15. 12. beginnen. Von der sonst üblichen Meldung der Vereine zur Teilnahme an den Vorrundenspielen ist abgesehen worden, so daß alle Vereine des Kreises Münster, die sich an den Punktespielen beteiligen, auch an der Vorrunde um den Tschammerpokal teilnehmen. Die einzelnen Spiele sind wie folgt angesetzt worden: Westfalia Ahlen— BSG Ahlen(Mlinar, Ahlen): SC Oelde 09— Tus Neubeckum(Drögemöller, Ahlen); Spu Sp Ennigerloh— Reichsbahn=SG Ahlen(SchmeWillkommen in Münster, Schalte 04! Zu seinem Gastspiel in Münster entbietet die westfälische Landeshauptstadt dem fünffachen Deutschen Fußballmeister Schalke 04 ein herzliches Willkomm. Wie im August dieses Jahres die Herzen aller Münsteraner dem Deutschmeister bei seinem Empfang durch den Gauleiter und Oberpräsidenten Dr. Meyer freudig entgegenschlugen, so werden die Knappen auch am heutigen Sonntag, wo sie im ernsten Punktekampf gegen den SC. Preßen Münster im Preußenstadion antreten, begeistert empfangen werden. Wenn Schalke spielt, dann strömen die Massen zu Zehntausenden, denn keine deutsche Fullballelf hat es bisher so verstanden wie Schalke, sich die Herzen aller Sportfreunde zu erobern. Die Leistungen im deutschen Fußballsport sind heute so hoch, daßl nur dem Besten der Sieg zufällt. Und dazu gehört eine Mannschaft, eine verschworene Gemeinschaft mit einem stahlharten Glauben an den Sieg. Wer seit der Machtübernahme fünfmal die Viktoria nach Ilause getragen hat, der hat eine Leistung vollbracht, die würdig ist, im nationalsozialistischen Staat hervorgehoben zu werden. Auch im Kriege, unter erschwerten Umständen, haben sie es geschafft, wo ein Teil der Mannschaft das Ehrenkleid der Soldaten trägt und sich an der Front tapfer schlug. Die alten Vorkämpfer haben sich eine junge Mannschaft herangebildet, die von demselben Geist beseelt ist. Bei all ihren großen Erfolgen sind die Schalker Knappen die allen, natürlichen und einfachen Kerle geblieben, wie sie vor Jahrzehnten begonnen haben. Bei Siegen und Niederlagen haben sie sich stets als Meister der inneren Haltung bewährt. Und darauf sind wir Westfalen stolz. Dankbar begrüßt es die Gauhauptstadt aber auch, daß sich eine Reihe von Stammspielern des SC. Preußen Münster trotz weiter Reisen zum Spiel des Jahres in der Heimat eingefunden hat, um ihrer vom Pech verfolgten Elf im schwersten Kampfe des Jahres Rückhalt zu geben und den Meister zur ganzen Hergabe seines Könnens zu zwingen. Möge das große Spiel des Deutschmeisters alle Wünsche und Hoffnungen erfüllen, die Münsters große Fußballgemeinde darauf setzt. Mögen unsere aktiven Fulballer aber auch von diesem leuchtenden Vorbild des Meisters lernen und nochmals lernen. Jugendsport in den Betrieben Die Leibesübung der beruftätigen Jugend Neben der allgemeinen Leibeserziehung der deutschen Jugend in der Hitler=Jugend ist es erforderlich, daß alle berufstätigen Jugendlichen durch einen planvollen Ausgleichssport vor Schäden an der Gesundheit des Körpers, die durch die einseitige Beanspruchung in der Berufsarbeit entstehen können, geschützt werden. Zwischen dem Reichsjugendführer und dem Leiter der DAF., Dr. Robert Ley, wurde zur Durchführung dieser Leibesübungen der berufstätigen Jugend innerhalb der Arbeitszeit folgende Vereinbarung getroffen: 1. Die Reichsjugendführung, Amt für Leibesübungen, gibt die grundsätzlichen Richtlinien für die Durchführung der Leibesübungen der berufstätigen Jugend innerhalb der Arbeitszeit. Grundlage dieser Leibesübungen ist das Ausbildungsbuch der Hitler=Jugend „HJ. im Dienst" bzw.„Mädel im Dienst“. 2. Dem Jugendamt der Deutschen Arbeitsfront mit seinen nachgeordneten Dienststellen obliegt es, die Notwendigkeit der Leibesübungen der berufstätigen Jugend in der Oeffentlichkeit und insbesondere bei den Betriebsführern herauszustellen. Dieser Auftrag bedingt es, daß lediglich die Jugendwalter und Referentinnen in den nachgeordneten Dienststellen des Jugendamtes der Deutschen Arbeitsfront berechtigt sind, Verhandlungen über die Einführung der Leibesübungen der berufstätigen Jugend zu führen. Die Betriebsjugendwalter und Betriebsjugendwalterinnen haben dafür Sorge zu tragen, daß die junge Gefolgschaft ihres Betriebes pünktlich und regelmäßig zu den Leibesübungen in ihren Betrieben antritt. 3. Die Leibesübungen der berufstätigen Jugend werden grundsätzlich während der Arbeitszeit durchgeführt. Die Jugendlichen gehören nicht den Betriebssportgemeinschaften an und beteiligen sich auch nicht an den von diesen veranstalteten Sportwettkämpfen. Sie haben innerhalb der HJ. Gelegenheit zur Teilnahme an den Meisterschaftsrunden und bei entsprechender Leistung an den Kampfspielen. Die Leibesübungen der berufstätigen Jugend sollen sich in der Regel auf mindestens eine Doppelstunde in der Woche erstrecken. Eine große Zahl von Betrieben hat bereits die Leibesübungen für die Lehrlinge und Jungarbeiter in ihr Programm aufgenommen. Damit werden diese Betriebe dem Vorspruch des Jugendschutzgesetzes, gerecht, in dem die notwendige Freizeit für die körperliche Ertüchtigung gefordert wird. Kein Betriebsführer wird sich deshalb, soweit es im Einzelfall mit zwingenden betrieblichen Notwendigkeiten in Einklang zu bringen ist, den Folgerungen der Vereinbarung zwischen dem Jugendführer des Deutschen Reiches und dem Reichsorganisationsleiter der NSDAP. versagen, um auch in seinem Betriebe den Leibesübungen im Hinblick auf die so dringend notwendige berufliche und damit nationale Gesundheitsführung die erforderliche Aufmerksamkeit zu schenken. Dem pflichtgemäßen Ermessen des Betriebsführers, der für das gesamte Betriebsgeschehen die unabdingbare Verantwortung trägt, muß hierüber die Entscheidung überlassen werden. Die Leibesübungen der berufstätigen Jugend innerhalb der Arbeitszeit sind eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Ausbildung der deutschen Jugend. Nur eine Jugend, die beruflich tüchtig sowie körperlich gesund und leistungsfähig ist, kann den großen Anforderungen gerecht werden, die heute und zukünftig im Arbeitsleben an jeden deutschen Menschen gestellt werden. Neue Termine für die Jugend Schwarzgold galoppierte 170000 RM. Die Schlenderhaner Stute Schwarzgold hat durch ihre Siege im Großen DeutschlandPreis der Dreijährigen in Hamburg, im Oleander-Rennen den Großen Preis der Reichshauptstadt, im Preis der Diana und im Kisassony-Rennen die stattliche Summe von 170680 RM.-zusammengaloppiert und sich den ersten Preis in der Liste der gewinnreichen Vollblüter auf dem Flachen im Jahre 1940 gesichert. Unser Bild zeigt Schwarzgold in einem Rennen(Schirner-.) Die bunte Reihe des Sports Abgelehnt wurden die Einsprüche des SSB Troisdorf 05 und des VfL 99 Köln gegen die Mitwirkung des Spielers Ahlbach beim Mülheimer SV. Die beiden Spiele bleiben somit für den MSV gewonnen und in der Tabelle der Mittelrhein=Bereichsklasse ändert sich nichts. Angarische Tischtennisspieler werden am 14. und 15. Dezember in Berlin antreten. Es handelt sich um Soß und Frl. Markas, die zusammen mit den Jugoslawen Hexner und Dolinar nach der Reichshauptstadt kommen und anschließend noch in Wien, Dresden und Leipzig spielen werden. Deutschland, Ungarn und Jugoslawien, deren beste Tischtennisspieler sich am Wochenende in Agram gegenübertreten, haben beschlossen, diesen Dreiländerkampf alljährlich stattfinden zu lassen. Italien beendete in Florenz die Vorbereitungen auf den Fußball=Länderkampf gegen Ungarn mit einem Probespiel über zweimal 25 Minuten, das die Nationalelf:2(:2) gewann. Meazza ist von Ambrosiana Mailand zum FC Mailand übergetreten, der diesen hervorragenden Spieler übernommen hat, obwohl noch nicht feststeht, ob er nach seiner langen Erkrankung die alte Form erreichen wird. Ungarn und Italien haben für den 8. Dezember einen Turnländerkampf nach Budapest vereinbart. Bei dieser Begegnung wird erstmalig neben zwei italienischen und zwei ungarischen Kampfrichtern noch ein neutraler Kampfrichter tätig sein, und zwar ging die ehrenvolle Berufung an Martin Schneider, den deutschen Reichsmännerturnwart. Ungarns Nationalelf bestreitet am 8. Dezember in Valencia einen Länderkampf gegen Spanien, das damit zum ersten Male als Nationales Spanien gegen Ungarn spielt. Aldo Soldi, Italiens früherer Europameister der Leichtgewichtsklasse, schlug in Newyork den Amerikaner Eldridge nach knapp zwei Minuten entscheidend. Ein neuer Beweis für die Schlagstärke des Italieners, der in USA schöne Erfolge hat. Heinz Lazek. der deutsche Schwergewichtsmeister, steht am 21. Dezember im Mittelpunkt deutsch=italienischer Berufsboxkämpfe, die im Münchener Zirkus Krone abgewickelt werden. Lazek wird hier einen hervorragenden Italiener zum Gegner erhalten Spaniens Radsvort wird jetzt von General Uzquiano geführt, nachdem der verdienstvolle Verbandspräsident R. Masserrer im Alter von 72 Jahren aus Gesundheitsrücksichten zurückgetreten ist. Karl Blaho(Wien), der deutsche Europameister im Leichtgewicht, soll am 12. Januar 1941 in Kopenhagen seinen Titel gegen den dänischen Meister Carl Andersen verteidigen. Auf der Hoppegartener Auktion des Union=Clubs wurden 54 Pferde mit einem Gesamterlös von rund 145000 RM. versteigert. Den höchsten Preis erzielte der Graditzer Hengst Pfiffikus, der Oleander=Sproß, mit 7800 RM. HJ.-Jußball der Gruppe Münster-Stadt Klasse 21(Tabellenführer: Preußen 211) 8. Dezember: 08 A1— Preußen Al; Reichsbahn A1 — Wolbeck A1. 22. Dezember: Reckenfeld A1— Preußen A1; Greven A1— 08 Al; Ostbevern A1— Wolbeck A1. 12. Januar: Reichsbahn A1— 08 A1; Wolbeck A1 — Preußen Al; Greven A1— Ostbevern Al. 26. Januar: Reckenfeld A1— Reichsbahn A1: Wolbeck A1— 08 A1; Preußen A1— Ostbevern A1. Die Anschrift von Ostbevern Al ist: Scharführer B. Richter, Ostbevern, Hauptstraße 48. Klasse 22(Tabellenführer: Telgie 211) 8. Dezember: Reichsbahn A2— Kinderhaus A1: Preußen 22— Telgte A1. 22. Dezember: Kinderhaus A1— 08 A2; Post A1 — Telgte Al; Preußen A2— Reichsbahn 22. 12. Januar: Kinderhaus A1— Reichsbahn A2; Telate A1— Preußen A2: 08 A2 4- Post A1. Klasse B1(Tabellenführer: Preußen B1) 8. Dezember: Reichsbahn B1— 08 B1; Telgte B1 — Preußen B1. 12. Januar: 08 B1— Telgte B1; Preußen B1— Reichsbahn B1. Klasse B2(Tabellenführer: Wolbeck B1) 8. Dezember: Preußen B2— Post B1; 08 B8— Jahn B1: Reichsbahn B2— 08 B2. 12. Januar: Wolbeck B1— 08 B2; 08 B3— Preußen B2: Reichsbahn B2— Jahn B1. 26. Januar: Preußen B2— Wolbeck B1; 08 22 — Reichsbahn B2; 08 B3— Post B1. Gruppe Münster=Land(Tabellenführer: Schapdetten) Nienberge zieht seine Mannschaft zurück, alle ausgetragenen Spiele werden gestrichen und nicht bewertet. Termine folgen in Kürze. Jußball= und Handball=Bannspiele der H3. Am 15. Dezember werden sich in Münster die Handballmannschaften der Banne Münster 13 und Ibbenbüren 263 gegenüberstehen. Da die Ermittelung des Gebietsmeisters diesesmal im ko.=System vor sich geht, müssen die münsterischen HJ.=Handballspieler ihr ganzes Können in die Waagschale werfen, um im weiteren Wettbewerb zu bleiden. Am gleichen Tage treten sich die Fußballmannschaften der Gruppe Münster=Stadt und=Land gegenüber, um aus ihren Reihen die Bannauswahlmannschaft zu gruppieren. BOM-Handbaltspiele Untergan Münster— Untergan Gelsenkirchen Am Sonntag. 14 Uhr, werden sich obige Mannschaft auf dem RSM=Platz gegenüberstehen. Mit diesem Kampf wird der Reigen der Spiele um die Gruppenmeisterschaft der Gruppe 3 eröffnet. Da sich die münsterischen Mädels berechtigte Hoffnungen auf den Titel machen, müßten sie das Spiel auf heimatlichem Boden sicher gewinnen. Termine für Münsters Handbalter Da am 8. Dezember in Münster das BDM.=Spiel Münster— Dortmund steigt, wird das Spiel Reichsbahn— TB Münsternabgesetzt. s. Dezember: Ortssportgem. Coesfeld— Reichsbahn Münster(Frauen). 15. Dezember: SC Münster 08— Reichsbahn Münster(Frauen); Polizei— TV Münster 62(Männer), 1. Serie. Die Nug A äche flhh M W För Kinder im Alter bis zo 1/, Johren ouf die 4 Abschnine-8 der Kinderbrotkorte je eine große Dose in allen Fochgeschätten 22. Dezember: Reichsbahn Münster— Polizei (Männer); TV Münster 62— Jahn(Männer). 5. Januar: TV Münster 62— Reichsbahn Münster (Männer); TV Münster 62— Ortssportgem. Coesfeld (Frauen). Für die Spiele am 15. und 22. Dezember ist die Anwurfszeit auf 10 Uhr festzusetzen. Weitere Termine folgen. Die Niedersachsenschwimmer in Osnabrück Der Schwimm=Verein Niedersachsen von 1895 fährt mit seiner jugendlichen Mannschaft nach Osnabrück, um dort in dem prächtigen Hallenbad mit einwandfreier 25=Meter=Bahn einen Klubkampf mit dem Osnabrücker SB Neptun und dem Oldenburger SB 02 auszutragen. Es sind nachfolgende Kämpfe festgelegt: 3mal 100 Meter Lagen, 3mal 100 Meter Brust, 3mal 100 Meter Kraul, 6mal 50 Meter Brust, 6mal 50 Meter Kraul, Schwellstafsel 50, 100, 200, 100, 50 Meter und Wasserball. Die jungen Münsteraner werden gegen die kampferprobten Mannschaften von Osnabrück und Oldenburg einen schweren Stand haben, zumal die Wettkampffolge bei ihrer Einladung bereits festlag und diese ungeändert übernehmen mußten. Aber dennoch erwarten wir von ihnen ein gutes Abschneiden. Der schlimmste Feind der Seife ist hartes Wasser. 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Der Ehemann lag vollständig angekleidet auf seinem Bett. Er hatte durch einen Schuß in den Mund seinem Leben ein Ende gemacht. Ein Weinmuseum in Wien Wien, im November. Im Weinort Kloster=Neuburg, der jetzt in Wien eingemeindet ist, wurde ein Weinmuseum der Stadt Wien eröffnet. Kloster=Neuburg wurde als Sitz dieses Museums gewählt, weil hier schon in alter Zeit der Weinbau des Wiener Gebietes eifrig gepflegt wurde. Wilderer im Salzkammergut erschossen Linz. im November. In den frühen Abendstunden traf in einem Jagdgebiet des Salzkammergutes ein Jäger auf einen im Gesicht geschwärzten Wilderer, der gerade eine erlegte Gemse ausweidete. Da der Wilderer nach Anruf und Abgabe eines Warnschusses sein Gewehr in Anschlag auf den Jäger brachte, gab dieser einen Schuß auf den Verbrecher ab. In den Hals getroffen, stürzte der Wilderer einen Abhang ab und blieb tot liegen. Es handelte sich um einen als Wilderer bekannten 28jährigen Hilfsarbeiter. Bären=Abenleuer im Hühnerstall Itzehoe, im November. Ein Hühnerbesitzer in Bordesholm(SchleswigHolstein) wurde nachts durch lautes Geschrei des Federviehs geweckt. Er lief schleunigst zum Stall, wo sich im Scheine der Taschenlampe mit glühenden Augen zwei unbekannte Tiere entgegenstellten, die gerade mit einer saftigen Hühnerkeule beschäftigt waren. Als er dem Eindringling mit einem Beil zu Leibe ging, entspann sich ein hartnäckiger Kampf, in dessen Verlauf die fremden Räuber zur Strecke gebracht wurden. Sie wurden später als Waschbären identifiziert, die mit zwei weiteren noch in Freiheit befindlichen Artgenossen aus einem Zwinger ausgebrochen waren. Selbstmörderin verursachte Explosion Ruhla, im November. Um ihrem Leden ein Ende zu setzen, verschloß eine Frau in Ruhla(Thüringen) ein Zimmer luftdicht und öffnete dann den Gashahn. Es entstand eine Explosion, die mehrere Zimmerwände und eine Hauswand einriß. Die Frau wurde als Leiche aus den Trümmern geborgen. Gebirgsstraße durch den Thüringer Wald Eisenach, im November. Trotz des Krieges gehen die Vorarbeiten zur Ausgestaltung des Thüringer Straßenwesens ununterbrochen weiter. Als nächste große Aufgabe ist der Bau der Thüringer=Wald=Straße vorgesehen, für die die Planung bereits im Gange ist. Die Straße soll als Gebirgsstraße die schönsten Gebiete des Thüringerwaldes erschließen und von Eisenach über die Hohe Sonne, Oberhof, Neustadt am Rennsteig schließlich nach Hof führen und dort an die Ostmarkstraße anschließen. In eine Marschkolonne gefahren Gotha, im November. Bei Waltershausen fuhr ein Lieserwagen abends m eine Marschkolonne der Hitlerjugend und des BDM Sieben Jungen und Mädel wurden verletzt, drei konnten nach Anlegung eines Notverbandes in die elterliche Wohnung entlassen werden, vier liegen mit ernsteren Verletzungen im Krankenhaus. Der betrunkene Fahre: wurde verhaftet und am nächsten Tag vom Schnellrichter zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Ein zweiter Angeklagter, der den Wagen vorher gefahren und ihn dann dem betrunkenen Mann überlassen hatte, bekam sechs Monate Gefängnis. handwerkse hawo-Nerbung MusIkinstrumeni# aller Art kaufen Sie am besien im Fachgeschäft Max Genner, Rothenburg 20 K N Münster I. W. Prinzipalmarkt 20 Ecke Rothenburg Nähkästchen Carl Hochherz Münster in Westfalen Rothenburg 2 Ruf 26030 Seit 1872 das führende Fachgeschäft B. Kneuertz Münster Jüdelelde str 558 uI 22535 Beste fachmännische Reparaturwerkstatt für Fabrräder und MotorlahrZeuge Ist auch alles beisammen? Oh— warum sich mit Paketen beladen? Was ich noch an praktischen Geschenken brauche, hole ich bei Buschmann, dort bekomme ich alles schön weihnachtlich verpackt und gern gleich auf den Gabentisch geliefert. Man wird gut bedient bei Büschmann Am allen Drubbei 17 18 das Haus für Welhnachtsgeschenke N ähmaschinen Reparaturen sowie Ersatzund Zubehörtelle im Fachgeschäft H. 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Tageshilfe% Ang, m. Zerg### Präsident Münster. Steinfurter Stt(PK) Vor der Bauerngehöftes stel Panzer. Von erhöl webel mit Komme „Aussitzer,„Absitzen Waffen vom...“ schaft auf dem Par auch schon in den schwenkt der Geschi hend richten sich K Dann springen drö ist ein Heidenlärm wegung setzen: ein durch das Hoftor. werke trotten, hing die engen Dorfgass aus einem Hohlweg Böschung hinauf. mieren sich zum Fläche vor. Verblü Ungetüme in Feue hineinsacken, die ge Panzer aufnehmen Seiten Deckung bie Grube, das Hochk Grabenwand ist ei Schon in Polen d Seit Monaten wir während ihres higen, schönen Lan die kaum noch Spi Kampfgeschichte die Einsatz im Westen ten. Hart und hei Grab gefallener marschstraße. Aber gemeistert, keinen wurde. Schon in gewesen. Als dann den Ruhequartiere: belgische Grenze an allen nur den ein den Feind zu komm sche Panzermänner ging es noch ohne Mai, erhielt das eine französische mi Maas her im Ann Abteilung wird da „Laden und Siche bereitschaft gehen. sich strahlend an. u seren deutschen So „Fr. jenen Augenb Dem Feind wird Der erste Kamt tig hat die Abteil der bis an die M Uebergang über di Dinant erzwungen keine Ruhe gelasse griff. ihre Bomben an. und wo sich de stand leistet, da wir Panzern niedergen Deuts MFA — Mikrotilmarchit der deutschsprachigen Presse.V. buchhaltung. schriften, Lichtbild, Lebenslauf erbeten Hauptgeschäftsstelle serin Allgemeinbildung l. 41 in Geschäfts: in müssen durchaus iten gewöhnt sein. der(3½ Jahr und Angenehme Dauerhriftl. Bewerbung, nebst Angabe der 112 an die Hauptkeiner Filialen gegewissenhafte einnen is einer mehrjähNur selbstgeschrie. Lebenslauf, Zeugsowie Gehaltsanen iße 3 1940 od. 1. 1. 1941 4 rntochter tl. Haush. als Stütze. 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Münster Zu sofort Lehrköchin ohne gegenseitige Vergütung od. ein Mädchen für die Küche gesucht. St.=Joh.=Hospital, Altenberge bei Münster. Zu sofort od spät. tüchtiges Mädchen zur Erlernung d. Küche u. d. haltes(eotl. auch perf. Mädch.) Ang. u. 1108 a. d. .=Gesch. Münster Mädel f. Bäckerei=Haus“ halt gesucht. Gute Behandlung. Rud. Deisemans, Bäckerei=Kondit., WuppertalOberbarmen, Schwarzbachstr. 44 Suche z. 1 12. 00. spät. eine zupekt Hausgehltn, ele Hauehältegg zur Unterstüß..6 Hausf. Kunstma-, Schlüter. Hammer Stt. Hausgehilis od. Tageehilfe g# Ang, m. Zeugr. Präsideni Seaht 1. Dezember 1940 1— Westfälische Tageszeitung Nummer 330 Prsgsezag der deutschenranzer bis der Augenblick kommt: Panzer nach vorn!— Vorbereitungen zum Angriff auf das letzte Ziel Sinnlos. Schon sprechen unsere Waffen. Wo unsere Garben einschlagen, entsteht ein heilloses Durcheinander. Die Franzosen möchten türmen, uns mit ihren Wagen überholen. Aber wir halten sie mit dem Feuer unserer Maschinenvistolen in Schach. Es ist ein toller Wirrwarr. Dort steht ein Lkw quer zur Straße. Drauf! Wir müssen weiter Immer wieder schießen! Feuer von allen Seiten. Und dazwischen die Fuhrwerke der Flüchtlinge! Rasend geworden. schlagen die Pferde nach allen Seiten aus, reißen sich los und galopvieren vor und neben unseren Panzern her. Schreckschüsse mit der Pistole vermögen sie nicht zu verscheuchen. Die ersten englischen Gelangenen Wird das Chaos auf der Straße undurchdringlich, so wird schnell ein Umgehungsweg erkundet. Wir gehen sofort zur Sicherung der gefährlichen Enge in Stellung, lassen die inzwischen gefolgten Kompanien passieren und setzen uns dann wieder an die Spitze. Der schnelle Vormarsch stößt vor Le Cateau nochmals auf heftigen Feindwiderstand. Der Feind hat durch Flieger Panzer herangeführt. die niedergekämpft werden. Der nächste Name auf dem Wege des Sieges ist Cambrai, mit dem sich alte Panzertradition aus dem Weltkrieg verbindet. Auf dieses Cambrai marschiert nun die junge deutsche Pantertruppe. Weiter geht es nach Arras, wo die ersten Engländer als Gefangene eingebracht werden. Am vierten Juni trifft nach der Ruhepause der neue Marschbefehl ein. Die Abteilung wird an die Somme herangezogen, erkämpft den Uebergang und stürmt dann nach Süden an die Seine. Das nächste Ziel für die Abteilung ist der kleine Hafen St. Valery an der Kanalküste. Dort soll die Einschiffung der fliehenden Engländer gestört und verhindert werden. Lassen wir wieder einen Teilnehmer über diesen Kampfabschnitt erzählen: Unaufhörlich nach Süden Noch zwei Kilometer trennen uns von St. Valery. Die befohlene Höhe erreichen wir bei nur schwachem Widerstand schnell und gehen mit Front zur Stadt in Stellung. Vom Steilufer aus kann man die Einschiffung der Engländer mit dem Glas verfolgen. Das Erscheinen deutscher Panzer hat viele von ihnen die Nerven verlieren lassen. Zahlreiche Engländer stürzen sich einfach ins Meer, um schwimmend das rettende Schiff zu erreichen. Eine warnende MG=Garbe läßt sie aber schleunigst zurückkehren. Es dauert nicht lange, bis sich 1500 Mann von der Uferstraße aus zu uns heraufbequemen. Es sind fast alles Engländer. Gegen Mittag des 12. Juni ziehen wir in St. Valery ein. Ein Chaos herrscht in dieser Stadt. Gewaltige Zerstörungen hat unsere Beschießung hervorgerufen. Unermeßlich ist die Beute und die Zahl der Gefangenen. Dieser Kampf bei St. Valery war das letzte Gefecht der Abteilung im Westen. Es folgen Tage des schnellen Vormarsches, der kaum noch Widerstand findet. Cherbourg— Rennes— Nantes— unaufhörlich rollen die Panzer nach Süden. Heute liegt die Abteilung in ihren Ruhequartieren, macht ihren Dienst und bereitet sich vor auf den Augenblick, da der Führer den Befehl gibt zum Angriff auf das letzte Ziel, zum Kampf gegen England. Bis wieder der Augenblick kommt, wo es heißt: „Panzerabteilung... nach vorn!“ Stimmen zum Tage „Man kann doch nicht behaupten, daß„die Deutschen geschlagen sind", wie ein Sonntagsblatt Woche für Woche ankündigt. Wir können auch nicht sagen, daß Rußland Deutschland den Krieg erklärt hat. Oder daß die Nazigeneräle sich gezankt haben und zurückgetreten sind. Aber wir lesen dieses blöde Geschwafel an anderer Stelle, Seite um Seite, Spalte um Spalte!“ („Sunday Pictorial“, London) * „Die in Bau befindlichen englischen Schiffe können bei dem Tempo, mit dem augenblicklich britische Schiffe versenkt werden, nur für 15 Wochen ausreichen.“ (Hore Belisha im Unterhaus) * „An einem Tage spricht man von dem wirtschaftlichen Zusammenbruch Deutschlands, am nächsten von seinen Schwierigkeiten, Oel zu bekommen, und am dritten von seinem Mangel an Rohstoffen,— aber dann entdeckt man eines schönen Tages, daß der Feind jedenfalls der britischen Schiffahrt große Verluste zufügen kann und daß er englische Industriestädte schwer beschädigte...“ (Abgeordneter Shinwell im englischen Unterhaus) * „Die Bekenntnisse Lord Lothians laufen auf einen Versuch hinaus, Mitgefühl und Geld einzufangen, zugleich dementiert dieser Feldzug Lothians vollauf die Propaganda Duff Coopers“. („Agenzia Stefani“, Rom) ... im November. (PK) Vor den Scheunen eines französischen Gauerngehöftes stehen tadellos ausgerichtet deutsche Banzer. Von erhöhtem Standpunkt gibt der Feldwebel mit Kommandos und Zeichen die Befehle „Aussitzer, Absitzen. Turmschwenken. Waffen tief, Wassen hoch...“ Mit einem Satz ist die Mannschaft auf dem Panzer und im nächsten Augenblick auch schon in den Luken verschwunden. Leicht schwenkt der Geschützturm nach allen Seiten, drohend richten sich Kanonenrohr und Mé=Läuse auf. Dann soringen dröhnend die Motoren an, und es ist ein Heidenlärm, wenn sich die Panzer in Bewegung setzen: ein ungewöhnliches Bild, wie sie durch das Hoftor, durch das sonst nur Ochsenfahrwerke trotten, hinausschwenken und ratternd durch die engen Dorfgassen marschieren. Vor dem Dorf. aus einem Hohlweg heraus, klettern die Panzer die Böschung hinauf. schwenken auf das Feld ein, formieren sich zum Breitkeil und stoßen über die Fläche vor. Verblüffend ist es, wenn diese schweren Ungetüme in Feuerstellung gehen. d. b. in Gruben hineinsacken, die gerade so groß sind, daß sie einen Panzer aufnehmen können und ihm nach allen Seiten Deckung bieten. Die Ausfahrt aus so einer Grube, das Hochklettern über die fast lotrechte Grabenwand ist ein besonderes Schaustück. Schon in Polen dabeigewesen Seit Monaten liegt die Panzerabteilung. die wir während ihres Dienstes besuchen, in dieser ruhigen, schönen Landschaft an der mittleren Seine, die kaum noch Spuren des Krieges aufweist. Die Kampfgeschichte dieser Panzerabteilung bei ihrem Einsatz im Westen ist eine Folge ruhmvoller Taten. Hart und heiß ging es meist her, so manches Grab gefallener Kameraden steht an der Vormarschstraße. Aber es gab keine Lage, die nicht gemeistert, keinen Widerstand, der nicht gebrochen wurde. Schon in Polen war die Abteilung dabeigewesen. Als dann am 9. Mai der Abmarsch aus den Ruhequartieren im Ahrtal in Richtung auf die belgische Grenze angetreten wurde, da gab es bei allen nur den einen Wunsch: möglichst schnell an den Feind zu kommen, um ihm zu zeigen, wie deutsche Panzermänner kämpfen. Bis über die Ourthe ging es noch ohne Feindberührung, dann, am 12. Mai, erhielt das Panzerregiment den Auftrag. eine französische motorisierte Division, die von der Maas her im Anmarsch war, zurückzuwerfen. Die Abteilung wird dabei als erstes Treffen eingesetzt. „Laden und Sichern der Waffen, in die Funkbereitschaft gehen, ist im Nu geschehen. Alles schaut sich strahlend an, wie es schon immer war bei unseren deutschen Soldaten.“ So schildert Leutnant Fr. jenen Augenblick. Dem Feind wird keine Ruhe gelassen Der erste Kampftag war hart und heiß. Blutig hat die Abteilung den Gegner zurückgeworfen. der bis an die Maas zurückweichen mußte. Der Uebergang über die Maas wird am 14. Mai bei Dinant erzwungen. Dem fliehenden Feind wird keine Ruhe gelassen. Stukas begleiten den Angriff, ihre Bomben richten gewaltige Zerstörungen an, und wo sich der Feind noch hält und Widerstand leistet, da wird er von den rasch nachstoßenden Panzern niedergemalmt. Mehrere Geschütze, viele Schwere Panzer im Morgengrauen bei den Vorbereitungen zum Vorstoß gegen den Feind (PK-Scher!) Paks und Panzerkampfwagen werden an diesem ersten Angriffstag vernichtet. Ist sie feindirei? Der Feind befindet sich in voller Flucht. die Panzer müssen hinterher. Die treiben ihn bis zur französischen Grenze. Auch dort können die Bunker und Festungswerke der Maginotlinie auf die Dauer den Vormarsch nicht aufhalten. Leicht ist der Durchbruch nicht, aber es muß geschafft werden. und es wird geschafft. Vorsichtig tasten wir uns in das fremde Land vor. Die Hand am Abzug der schußbereiten Waffen, den Kopf über der Luke. nach allen Seiten spähend, so stehen die Schützen im Turm. Ein entschlossenes Gespanntsein beherrscht alle. Wir sind die ersten deutschen Soldaten hier! Der Angriff rollt gegen den Feind (PK-Boesig-Scherl) Hinter uns die Division. Wir erreichen die erste Ortschaft. Ist sie feindfrei? Der Zugführer muß Gegner bemerkt haben. Seine Kampfwagenkolonne kracht. Ein vorstehendes Eckhaus scheint verdächtig. Die aufgefahrene feindliche Abwehr kommt nicht zum Schuß. Ein kurzes Warten, wir rollen weiter. Ein heilloses Durcheinander Wir kommen erneut durch Ortschaften. Unzählige Flüchtlinge säumen den Straßenrand. In einer wahnsinnigen Angst fliehen sie bei unserem Nahen. Ihre Fuhrwerke und Karren versperren uns teilweite den Weg. Aber wir fahren weiter. Immer dichter werden die Menschenmassen zu unseren Seiten. Doch da! Sind das auch Zivilisten? Wir sehen französische Stahlhelme und dann Wagen. endlose Lastwagenkolonnen, und Soldaten. Soldaten! Sie wollen zu den Karabinern greifen. Schwere Panzerwagen fahren über eine von den Pionieren errichtete Behelfsbrücke über die Aisne(PK-Schäfer-Scherl) Deutsche Panzerverbände vor dem Angriff auf Dinant(PK-Boesig-Scherl) Bomben gegen Europas Kultur Antwerpens Rubensdenkmal das Ziel englischer Bombenflieger Von Kriegsberichter W. F. Bork(PK) Den verbrecherischen Anschlägen englischer Bombenflieger auf Kirchen. Lazarette. Krankenhäuser, Friedhöfe und nationale Gedenkstätten des Deutschen Reiches und der besetzten Gebiete reiht sich ein neues Attentat würdig an die Seite, das in seiner ganzen Art der Durchführung ein bereits wiederholt bestätigtes charakteristisches Merkmal für die Methoden der Kriegführung des Mörders Churchill und seiner ihm ebenbürtigen Plutokratengenossen ist. In den frühen Morgenstunden des 23. November trafen englische Bomben mittleren Kalibers den „Grünen Platz“ in Antwerven und beschädigten das Denkmak des größten Sohnes der Stadt, Peter Paul Rubens. Noch vor wenigen Tagen hatten sich die Vertreter kulturschöpferischer Nationen in der Stadt an der Schelde zu einer weihevollen Gedenkstunde der 300jährigen Wiederkehr des Todestages des großen Meisters versammelt. Noch vor wenigen Tagen sprach man noch von der europäischen Sendung des universalen Künstlers, der seine Welt mit einer phantastischen Fülle herrlicher Kunstwerke beschenkte, die wie eine gewaltige Symphonie aufklingen, die zeitlos sind wie die Dichtungen Homers und ewig schön, ewig jung wie ein Born immer wiederkehrender Kraft. Nun durcheilt die Welt die Kunde, daß die Splitter englischer Bomben dieses Denkmal, das ein Stolz der fleißigen und kunstsinnigen Antwervener Bürgerschaft ist, beschädigt haben. Besonders in der Antwervener Oeffentlichkeit hat der englische Anschlag auf das Rubensdenkmal tiefste Emvörung und größten Abscheu hervorgerufen. Zu Tausenden ist man im Laufe des Sonnabends, gleichwie zu einer Wallfahrt, auf den Grünen Platz geeilt, um sich von dem Verbrechen, dessen Kunde die Stadt mit Windeseile durchflog, zu überzeugen. Hoch über dem Platz ragt in seiner nächsten Nähe, mit unzähligen Ornamenten geschmückt, der spitze Turm der Kathedrale Notre Dame, mit dessen Prachtwerken sich K seine Baumeister Jean und Pierre Appelmans. Hermann de Waghemaeker und Rambout Keldermans für ewige Zeiten ein Denkmal gesetzt haben. Es ist wie ein Wunder, daß diese Stätte des Glaubens durch die englischen Flieger, denen Treffer auf den Dom zu Speier, der Ruhestätte deutscher Kaiser, auf die Kirche in Duisburg oder auf die Liebfrauenkirche in Hamm gelungen sind. verschont geblieben ist. F. Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. — I. Dezember 1940 Westfälische Tageszeitung Blitzschnell griff die Lustwaffe zu... Wie ein deutscher Oberleutnant die englische Insel lersey nahm— Der Bailiff von der deutschen Landung überrumpelt— Ein Husarenstück unserer Flieger Durch kühnen Zugriff sche Runds# iss der Lustwasse wurden, so meldete der deutsche Rundsunk am Abend des 1. Juli, die Kanalinseln besetzt. Es ist interessant, einma! die Geschichte dieser Besetzung festzuhalten, wie sie wirklich war. Noch später wird gerade diese Teilaktion des Krieges Interesse behalten, weil durch sie zum ersten Male englischer Boden in Europa durch deutsche Truppen besetzt wurde. Von der Normandie aus, vom Cap Caterst oder Cap de la Haguen, sind die Inseln als flache graue Streifen zwischen Horizont und Meer zu sehen, als Streifen, die bei diesigem Wetter verschwinden. Was bergen sie? Die Fernrohre der Küstenverteidigung waren ständig auf sie gerichtet, denn hier lag England, hier lag seine letzte, Europa zugewandte Bastion, nachdem es vom Festland bereits verjagt war. Die Führung hatte darum großes Interesse an den Inseln und hielt sie durch Luftaufklärung unter ständiger Kontrolle. Schließlich wollte man genau wissen, was eigentlich los war, zumal Gerüchte behaupteten, die Inseln seien völlig evakuiert. Aufklärer wurden darum zur Augenerkundung angesetzt. Am 30. Juni flog Oberleutnant Kern einen dieser Aufträge, er sah Guernsey mit seinen Treibhäusern, das selsigere, unwirtlicher erscheinende Alderney, die kleine Insel Serk und wandte sich dann der größten Insel, Jersey, zu. Im Tiefflug rauschte er über Strand und Hafen, über die kleinen Anwesen und Ortschaften hinweg, bis er St. Helier erreichte. Die Straßen in dieser Stadt lagen fast tot, die Insel schien ausgestorben. Bei genauem Zusehen endlich waren Menschen zu entdecken, die sich vorsichtig aus den Luftschutzkellern hervortrauten und neugierig nach oben schauten. Es gab also noch Leben auf Jersey! Das wichtigste Ergebnis aber, das dem General gemeldet werden konnte: Von Abwehr keine Spur! Auf dem Rückflug begegnete die Do drei gleichen Maschinen von der Schwesterstaffel. Sie flogen in Richtung Guernsey und besetzten diese Insel, wie später bekannt wurde. Die Engländer mußten aber inzwischen irgendwie Lunte gerochen haben, sie schickten zwei„Blenheim“ über den Kanal. Diese begegneten den drei Dornier=Kampfflugzeugen vor Guernsey, und dabei gelang es Oberleutnant Forster, sie beide mit seiner Aufklärungsmaschine abzuschießen. Auf Grund der Erkundung beschloß der General, an die Insel Jersey eine Übergabeaufforderung zu richten. Es war 2 Uhr nachts geworden, als die vom General unterzeichneten Übergabeaufforderungen bei der Staffel eintrafen, je drei gleichlautende für Jersey und Alderey. Da es sich um einen Parlamentärbrief handelte, konnten die üblichen farbigen Meldebeutel nicht verwendet werden. Rasch wurden neue genäht mit einer weißen Fahne dran; sie wurden aus dem Bettuch des französischen Staffelkapitäns geschnitten, dessen verlassenes Quartier jetzt die deutsche Staffel übernommen hatte. Noch in tiefer Nacht wurde gestartet, je eine Maschine mit den Aufforderungen für Alderney, eine, mit Oberleutnant Kern, für Jersey. In aller Frühe wurden die Inseln erreicht. Wieder dröhnte ein deutsches Flugzeug über Jersey. Nur wenige „Insulaner" waren schon auf, aber der Meldeabwurfbeutel mit der Übergabeaufforderung wurde beobachtet, gefunden und bei den Stellen abgegeben. Später erzählte man auf der Insel, wie erschrocken das verträmte Städtchen St. Heliber auf Jersey gewesen sei, zu so früher Morgenstunde Besuch und gleich solchen zu erhalten. Ein Hotelportier fand den Brief an den Zivilgouverneur und brachte ihn zum Bailiff(so heißt auf Jersey der oberste Beamte, der direkt der Krone untersteht). Nach dem Abwurf der Meldebeutel kehrten die beiden Flugzeuge zurück; der General wollte die Wirkung der Übergabeaufforderungen abwarten. Er hatte weiße Beflaggung als Zeichen der Übergabe vorgeschrieben. Wilde Gerüchte jagten unterdes durch die Dienststellen. Eines von ihnen behauptete, daß englische Abwehrkräfte bei Jersey aufgetaucht seien, und zwar in Gestalt eines Kreuzers. Um hier Klarheit zu schaffen, wurde Oberleutnant Kern erneut zur Insel geschickt. Unangesochten gelangte er dorthin, er sah und merkte nichts von einer Abwehr; die Insel log genau so friedlich da, wie am Morgen oder am Tage zuvor. Wie dann die Maschine im Tiefflug über den Strand, die Gärten und Städtchen dahinjagte, überkam es ihn. Er sah das friedliche Leben unter sich. er sah die schöne Insel er hatte den Auftrag, die Lage genau zu erkunden. Als sie über dem„Airport“, dem schön gelegenen Flugplatz mit einem eleganten weißen Gebäude dahinsteuerten, hatte er sich entschieden. Sein Beschluß stand fest, er wollte die Insel nehmen. Das Flugzeug zog einige Kurven über dem Flugplatz, dann gab er den Besehl zum Landen. Welche Empfindungen durchströmten die Besatzung!— War der Flugplatz vermint, dann war alles aus, war tatsächlich Abwehr vorhanden, würde es ihnen nicht viel besser ergehen— würde aber alles gut laufen, und daran zweifelte eigentlich niemand, dann waren sie die ersten Deutschen, die den Fuß auf britischen Boden setzten. Einsam und verlassen rollte die Maschine auf dem weiten, leeren Rollfeld aus, dann griff Oberleutnant Kern zu seiner Pistole und sprang auf den Boden. Er schritt geradeswegs auf das Verwaltungsgebäude zu, ihm folgte die Maschine, die mit schußbereiten MG': den Weg ins Ungewisse sicherte. Richts geschah! Aus dem Flughafengebäude stürzte schließlich ein etwas aufgeregter Herr, der zur großen Überraschung der Eindringlinge deutsch sprach. Er führte den Oberleutnant an das Telephon, und dieser setzte sich mit dem Bailiff in Verbindung. Jawohl, der Bailiff hätte die Übergabeaufforderung erhalten. Warum denn noch nicht weiß geflaggt sei? Weil der Bailifs die Entscheidung des Porlaments habe abwarten müssen, das inzwischen die bedingungslose Übergabe gutgeheißen habe. Dieses bat der Bailifs, dem General zu melden. Oberleutnant Kern teilte ihm anschließend mit, daß die Insel von Deutschland besetzt sei. Kurze Zeit darauf erschienen die von ihm herbeige. holten Flugzeuge der Staffel, alles brave Aufklärermaschinen. Sie hatten so viele Männer hineingepackt wie hineingingen. Während die Maschinen über der Insel erschienen, hatte die weiße Beslaggung begonnen Als der Staffelkapitän landete, erwartete ihn bereite der Bailiff mit seinem Staatssekretär und dem Polizeichef im Flughafengebäude. Die Übergabe war in Kürze vollzogen, wobei sich die englischen Beamten sehr korrekt verhielten. Auch heute ist das Verhältnis zwischen Besatzungstruppe und einheimischen Behörden nicht schlechter gewoiden Kühn, hart und schnell zupackend sind die Schläge der deutschen Luftwasse— das spürt der Engländer nun dauernd, seit er die Friedenshand des Führers zurückwies. Ein rascher Zugriff brachte die Insel Jersey in einer Schnelligkeit in deutsche Hand, die nach den Erzahrungen der Kriegsgeschichte nicht für möglich gehalten worde. Noch am Abend wurde auf dem altertümlichen Fort Regent der Insel, das vorher jahrhundertelang die englische Besatzung beherbergt hatte, eine auf ein weißes Tuch gemalte Hakenkreuzfahne gehißt, bis zum Stolz aller Männer der Luftwaffe am nächsten Morgen eine von den Inselbewohnern genähte Hakenkreuzflagge in den strahlend blauen Ather stieg. Kriegsberichter Dr. Hermann Kindt(PK). Sie sichern die Meere Verleihung der ersten Minensuchabzeichen am Atlantik Die führende Qualitäts-Cigarette*) ATIKAN 5 ...„ 28. November(PK). Grau in Grau lastet der Himmel über dem Hafen. In großer Gleichmäßigkeit rieselt es hinab auf den Kai, auf dem unsere braven OT=Männer schipven und schaffen, als ob sie an einem Tage nachholen möchten, was hier in Jahrzehnten versäumt worden ist. Friedlich, unverfehrt und vollzählig. trotz aller nächtlichen englischen Besuche, liegen die Boote der.... Minensuchflottille vor uns. Er ist ein großer Tag für die Männer, die in bescheidener Selbstverständlichkeit bei jeder Windund Seestärke ihre harte Pflicht tun: der Führer der Minensuchboote. Kommodore Ruge, ist zu ihnen gekommen. Eingehend besichtigt er jedes Boot. läßt sich Waffen und Maschinenanlagen. Steuerhaus und Minensuchgeräte zeigen, fragt nach Einzeilheiten, der Unterbringung und Verpflegung. sieht sich Kojen und Kombüse an. Zufrieden geht der Kommodore vom Kai hinüber zur großen, von Wind und Wetter schon stark mitgenommenen Halle, in der die Besatzungen der Boote im offenen Viereck angetreten sind. In In einem Ruck fliegen die Kövfe herum. Blutrot leuchten die kleinen Bänder in den Knopflöchern der dünklen Jacketts. Langsam schreitet der Kommodore die Front ab, fragt, wer schon im großen Kriege mit dabei gewesen war, seit wann die Männer dienen, bei welchen Verbänden sie bisher fuhren, was sie im Zivilberuf sind. Da steht der alte Kämpe von 1914/18. der noch genau so stramm antwortet wie der junge Freiwillige von 1939. Das sind 40=, 30=, 20jährige Gesichter, die das Leben gezeichnet hat, und solche, die noch alles von ihm erwarten. Aber so verschieden sie sein mögen, etwas ist ihnen doch allen gemeinsam. Es läßt sich nicht in festumrissene Worte einfangen. aber es ist da; es ist jene Prägung. die der letzte Einsatz für Volk und Vaterland gibt, jener Ausdruck, den nur Männer haben, die im Bewußtsein. eine eiserne Pflicht zu erfüllen, dem Tod bundertfach ins Auge geschaut haben. Es ist das Gesicht des deutschen Frontsoldaten. Der Kommodore spricht zu seinen Männern. Groß und schlank. eine sportliche Gestalt, steht er vor dem Geviert. Wenn er in der Rede den Oberkörver etwas wendet, blitzt der helle Rand des Ritterkreuzes silbern auf. Knapp und schlicht sind beine Worte. Sie gehen vom Soldaten zum Soldaten. vom Kameraden zum Kameraden. Sie sind getragen von der stolzen Anerkennung der Leistung dieser Männer, die unbekannt und im Schatten der„anderen“ jene schwere, gefahrvolle und hohes seemännisches Können fordernde Arbeit verrichten, ohne die die strahlenden Erfolge unserer Ueber= und Unterwasserstreitkräfte nicht möglich wären. Mein Blick geht hinüber zu den Offizieren am rechten Flügel der Bootsbesatzungen. Er gleitet über die harten Gesichter der Mannchaft. Wieviele von ihnen möchten lieber mit diesen„anderen“ fahren, aber... der Soldat tut seine Pflicht dort, wo er hingestellt wird. „Es ist mir eine Freude. Euch die ersten Minensuchabzeichen verleihen zu können.“ Einer nach dem andern der Aufgerufenen tritt vor, um das schmucke Abzeichen aus der Hand des Kommodore entgegenzunehmen. „Wir sind stolz und dankbar, daß man für uns dieses Abzeichen geschaffen hat. Wir sehen in ihm nicht nur ein Auszeichnung, sondern auch eine Verpflichtung!“ Kriegsberichter Karl Judmaier. Toher komm unser Cruppengelr! Wie die Soldatenbank arbeitet— Lastkraftwagen voller plombierter Geldsücke Atikah hat den weitaus größten Umsatz aller Cigaretten im Preise von 5 Pf. und mehr— die klarste Anerkennung für ihre einzigartige Güte! ..., im November.(PK) Als die deutschen Soldaten in Polen eindrangen, nach Dänemark, nach Norwegen vorstießen, in Holland, Belgien und Frankreich kämpften, da hatten sie schon in den ersten Tagen die Möglichkeit, in dem fremben Lande mit der fremden Währung etwas zu kaufen, wenn es überhaupt etwas zu kaufen gab. Sie bekamen dann Reichskreditkassenscheine, die in einem bestimmten Währungsverhältnis zur Landeswährung standen und überall Geltung hatten. Es war zwar manchmal ein etwas schwieriges Ding mit dem Umrechnen, besonders in Norwegen, aber die Hauptsache bleibt doch, man hatte die Scheine in Händen, die angenommen wurden, während die innerdeutschen Zahlungsmittel nicht ausgegeben werden durften. Die Sache ist jetzt noch einfacher geworden. Der Soldat bekommt seinen Wehrsold usw. in allen besetzten Gebieten in der jeweiligen Landeswährung und hat es damit bedeutend leichter. Wenn die Pariser Mibinette flötet:„Dix frances, monsieur!“, dann legt er einfach seine 10 Franc hin und muß nicht erst ausrechnen, wieviel das denn nun in Mark und Pfennig ausmacht Oft wird er es allerdings trotzdem tun, denn die Preise sind gegen früher nicht niedriger geworden. Mancher Soldat wird sich nun schon gefragt haben, woher kommt denn eigentlich unser Geld? Gewiß, er bekommt es zunächst von seinem Rechnungsführer oder Zahlmeister, der deswegen in hohem Ansehen steht. Doch dieser muß es ja auch erst irgendwie holen. Diese Aufgabe, die Truppe mit Geld zu versorgen, fällt nun den Reichskreditkassen, die bei jeder Armee sich befinden, zu. Schon beim Vormarsch zogen sie unmittelbar hinter der Truppe her, nachdem die Zahlmeister schon einiges Geld mitbekommen hatten. Auf Grund der Dispositionspläne der Acmee und ihrer Divisionen fordert die Reichskredukasse in Paris Schecks an in Höhe der Summen, die sie benötigt. Sind diese Schecks ausgestellt, dann begibt sich einer der Beamten zur Zweigstelle der Banque de France an seinem Standort und läßt sich dort die entsprechende Summe auszahlen. In großen plomdierten Sacken verpackt, wird mit Lastwagen dann das Geld in den Tresor der Reichskreditkasse überführt, bereits nach verschiedenen Geldsorten getrennt. Die Zahlmeister der Armeen und der Divisionen sowie die im Bereich liegenden Einheiten der Luftwaffe und der Marine holen die auf ihrem Scheck angegebene Geldsumme dort ab. Von da können dann die einzelnen Rechnungsführer ihren Bedarf bekommen, der ja außer Wehrsold und Frontzulage noch Bekleidungszulage, Verpflegungsgelder, Zuschüsse für den Einkauf von zusätzlichem Proviant, Brennstoffmitteln usw. umfaßt. Der Bestimmungszweck der Reichskreditkassen war ursprünglich, im Kriegsfall im innerdeutschen Zahlungsverkehr auf Waren in anderen Werten Kredite zu gewähren und in Kreditkassenscheinen auszuzahlen. Da die bestehenden Kreditinstitute diese Aufgaben meisterten, kamen im Inland Kreditscheine nicht in den Verkehr. In Polen fand die deutsche Verwaltung ein Gebiet vor, das, ohne Notenbank und ohne arbeitsfähige Kreditinstitute, in wirtschaftlicher Auflösung begriffen war. Man entschloß sich daher unter Verwertung der im Reich einstweilen nicht gebrauchten Reichskreditkassenscheinen eine behelfsmäßige Notenbank im besetzten polnischen Gebiet zu errichten. In den besetzten Gebieten im Westen hatten die Reichskreditkassen infolge der ausgedehnten und tief in das Wirtschaftsleben eingreifenden Kriegshandlungen eine umfassendere Tätigkeit zu entfalten, die mit den bisher gemachten Erfahrungen und mit stets verfeinerten Methoden betrieben wurde. Für die gegenwärtige Arbeit. der Reichskreditkassen würde das Wort„Soldatenbank" vielleicht genauer treffen. Wir sind jedenfalls froh, daß es diese Einrichtung gibt, auch wenn sie einen Namen trägt, unter dem sich die meisten wenig vorstellen können. Der große Vorteil dieser Kassenstellen ist ihre Beweglichkeit, ihr geringes Personal, das aus Reichsbankbeamten besteht und allen Anforderungen, die oft nicht leicht sind, vollkommen gewachsen ist. Das Reichsbankdirektorium hat auch den Reichskreditkassen, die mit der nur von Zweckmäßigkeitsgründen geleiteten Handhabung ein interessantes Instrument nationalsozialistischer Geldpolitik darstellt, das sich ausgezeichnet bewährt hat, seine hohe Anerkennung ausgesprochen. Wir aber können die Gewißheit haben, daß auch diese, für uns alle so wichtige Einrichtung für die deutsche Wehrmacht ihre stille wertvolle Arbeit leistet und ihren Teil beiträgt zum guten Gelingen des großen Werkes. Kriegsberichter Gerhard Schad. Hochbetrieb beim Waffenmirer Nach jedem Jeindflug wird die Munition sofort ergänzt im November. (PK) Unsere Zerstörerstaffel ist eben von einem Englandflug zurückgekehrt, nach heftigen Kämpfen mit mehreren Abschüssen.„Da gibt's ja wieder Arbeit", stellt der Waffenmeister lachend fest. In einem Winkel des Hafens sind die Waffenmixer, wie man sie scherzhaft bei den Fliegern nennt, schon Der letzte Omnibus zum 50. WehrmachtsWunschkonzert vollauf beschäftigt Hier wird die Kanonenmunition den Kisten entnommen, mit einem sachverständigen Blick geprüft, um dann eine nach der anderen gefüllt zu werden. Auf einem anderen Tisch stehen Behälter mit verschie. dener MG=Munition. Auch hier sind geschäftige Hände dabei, die Munition nach bestimmten Gesichtspunkten einzugurten. Jeder Handgriff will gelernt und muß gekonnt sein. Die Arbeit fließt ohne viel Aufhebens nur so dahin. Trommel um Trommel wird gefüllt, Gurt um Gurt wird länger und länger. In diesem geschäftigen Getriebe gibt der Waffenfeldwebel dann und wann mal eine knappe Anweisung, nimmt hier eine Trommel, da einen Gurt prüfend in die Hand. Kurze Zeit ist erst seit der Landung verstrichen, und schon sieht man die Männer, die MGGurte über die Schultern gelegt, über den Platz zu ihren Maschinen ziehen. Sachverständig wird die Verkleidung der Maschinen entfernt, werden die Gurte mit wenigen Griffen eingezogen. So geht es nach jedem Englandflug unserer Zerstörer. Kaum sind sie gelandet, schon wird das Munitionsbestand ausgenommen, um sofort wieder ergänzt zu werden. In kürzester Zeit sind die Waffen wieder gefechtsklar, bereit zu schwerstem Einsatz. Daß mal eine durch ein Versehen oder gar eine Nachlässigkeit ausfallen könnte, ist bisher noch nicht vorgekommen und wird es auch nie. Dafür sind unsere Männer vom Waffenpersonal zu pflichtbewußte Soldaten. Kriegsberichter Bruno Koster. Sieben Feindflüge an einem Tage Der Weg des Sturzkampffliegers Toni Keil— Nach 80 Feindflügen mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet (PK) Mit einem Sturz auf die von den Polen zäh verteidigte Festung Hela begann der Staffelkapitän einer Stukastaffel. Toni Keil. die Reihe seiner erfolgreichen Sturmflüge gegen den Feind. Heute ist er Kommandeur einer Stukagruppe und Träger des Ritterkreuzes. Schon in Polen stand er als Staffelkapitän mit seinen Fliegern im Brennpunkt der großen Vernichtungsschlachten. In den Rauch und Qualm des brennenden Warschaus stürzten seine Maschinen, um den letzten Widerstand der Polen mit schweren Stukabomben zu brechen. Auch die starke Festung Modlin wurde von den Angriffen dieser Staffel schwer erschüttert. Sie half überall an entscheidenden Punkten. Mit der Offensive im Westen kam dann der große Einsatz der Stukas gegen die stärksten Gegner. In die Tankschlacht bei Cambrai brachen die Stukastaffeln hinein und zersprengten die Formationen der französischen Panzerwagen, die hier zu einem verzweifelten Gegenstoß gegen die Deutschen anrollten. Toni Keil und seine Männer werden diesen Tag des großen Erfolges nie vergessen. Ebensowenig aber auch die Schlacht um Dünkirchen. Wie der heulende Tod mögen damals den flüchtenden Kolonnen des englischen Expeditionsheeres die heranbrausenden Stukas erschienen sein, die in unaufhörlichen Angriffen Bombe auf Bombe auf die Fluchtstraßen, Transportschiffe und Hafenanlagen niedersausen ließen. Die Widerstandslinien bei Nouen erlebten den gleichen Feuerorkan. Angriff auf Angriff ließ die Stukas in diesen Tagen nicht mehr zur Ruhe kommen. Siebenmal flog die Staffel an einem einzigen Tage gegen den Feind! Mitten in diesem großen Sturm erreichte den Staffelkapitän die Ernennung zum Kommandeur seiner Stukagruppe. Gegen die als unüberwindlich gepriesene Maginotlinie rasten die Maschinen dieser Gruppe und brachten Bunker und Forts zum Schweigen. Besonders die um Weißenburg gelegenen Forts erlebten eine Hölle, und mehr als ein Betonklotz zerbarst unter den Treffern der Stukagruppe. Nach der letzten Schlacht gegen Frankreich wurde die Stukagruppe unter Führung des Hauptmannes Keil gegen England eingesetzt. Die Häfen an der Kanalküste, Flugplätze und Geleitzüge vernahmen mehr als einmal den heulenden Ton des Sturzangriffes dieses Stukaverbandes, dessen Erfolge in manchem Heeresbericht erwähnt wurden. Hauptmann Keil erhielt in diesem Zeitabschnitt des Luftkrieges gegen England das Ritterkreuz, nachdem er über 80 Angriffe geflogen war. Kinder der englischen Slums Von Professor Dr. Rudoif Münch Vor einigen Jahren führte mich ein Abgeordneter durch das englische Parlamentsgebäude. Wir standen nach Auffassung meines Begleiters am„Mittelpunkt des Weltreiches", am Zentrum, von dem die Fäden über den ganzen Erdball liefen. Vorher war ich in der mit erlesenen Kunstschätzen ausgestatteten Stadtwohnung des Parlamentariers gewesen, die er zu Zeiten mit seinem großen, hochbetürmten Schloß im Süden Englands vertauschte. Sein Sohn hatte mir die„Glorien" von Oxford gezeigt, an denen die verwöhnten Söhne mit äußerster Vorsicht ausgewählter Eltern sich begeistern. Selbstverständlich war er Schüler der Landesschule der herrschenden Kreise(Eton) gewesen, wo selbst Söhne echter indischer Nabobs unter den Mitschülern Konkurrenten finden. Auf einem der großen Güter hatte ich die Freuden des Landadels kennengelernt bis zur Hirsch= und Fuchsjagd, für die hundertköpfige Hundemeuten bereitgehalten werden mit eigenem Personal, ja sogar mit großer eigener Küche. In einer Londoner Großbank hatte mir ein Direktor die Macht des britischen Goldes vorgeführt. In Privathäusern vermögender Engländer war ich mit prunkvollem, aus fernen Ländern stammendem Familienbesitz bekanntgeworden. Die berühmte Reichsausstellung in Wembley hatte kurz zuvor der staunenden Mitwelt den ganzen Kolonialreichtum gezeigt. Kurzum, man mußte schon den Eindruck bekommen, daß sich an diesem„Mittelpunkt der Welt“ tatsächlich die Schätze der ausgeplünderten Erde in geradezu unsinniger Weise häuften, und zwar in den Händen einer dünnen plutokratischen Oberschicht. London, die reichste Stadt der Welt— und doch auch die ärmste! Sie war und ist es wirklich! Der fremde Besucher sah allerdings für gewöhnlich von den Riesenflächen der Achtmillionenstadt nur jenen kleinen Ausschnitt, der den„oberen Zehntausenden“ Aufenthalt und Wohnung bot. Die Erkenntnis von der Lückenhaftigkeit dieses Paradebildes führte mich auf die Suche nach dem „anderen“ London. Es war nicht ganz leicht zu finden, denn die Reise erwies sich als unbequem und unangenehm— diese Reise aus dem Paradies ins Tal des Jammers, zu den Slums. Aber schließlich, nach stundenlanger Fahrt auf wechselnden Omnibussen, gelangte ich, durchgeschüttelt und schon durch die immer freudloser werdenden, öden Straßenbilder stark ernüchtert, ans Ziel. Dies Land des Elends ist oft genug geschildert worden: Der unglaubliche Schmutz, der Mangel an allen Einrichtungen bis zur Kehrichtabfuhr bogienischen Einrichtungen bis zur Kehrichtabfuhr hin, das Fehlen von Licht, Luft und Grün, die stinkenden Rinnsale in den schlecht gepflasterten Straßen, die erbärmlichen, unglaublich übervölkerten Behausungen, zu deren oberen Stockwerken lebensgefährliche, oft nur leiterartige Stiegen emporführen, der sämmerliche Hausrat in den düsteren Höhlen der„Wohnräume“, die gespensterhaften Gestalten der auf schwachen Beinen einhertaumelnden Bewohner— auch wenn man das alles selbst gesehen und gerochen hat, ist es kaum glaubSchlamper= de haft zu machen.„Die Schlamnerei der Behörden muß beispiellos sein“, sagte ein amerikanischer Beobachter. Nur völliger Mangel an sozialem Verankwortungsgefühl, das sprichwörtliche, gleichgültige„Gehenlassen", die berüchtigte Organisationsunfähigkeit der Behörden mag zur Erklärung dieser Zustände dienen. Mich interessierte im besonderen das Schicksal der Armeleutekinder im Gegensatz zu den Sprößlingen und Hunden(für sie wurde in einem vornehmen Londoner Viertel unlängst ein eigener Hundeschutzraum eingerichtet) der wohlhabenden Stände. Schon auf der Straße waren sie zu finden, bleiche Elendshäuflein armseliger Würmer, stumm, zu kraftlos, um jugendlichen Lärm zu machen. Ihr Spiel bestand darin, sich aus abscheulichen Gossen, welche die Kanalisation ersetzten, Unrat zu fischen. Ihre kurze Vergangenheit und ach so lange Zukunft war leicht zu erraten: Hunger. Krankheit, Arbeitsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit! Sie würden wahrscheinlich kaum je einen grünen Baum oder eine leuchtende Blume, geschweige denn Wald und Wiese kennenlernen. Denn die Fahrt in solches Glück ist viel zu weit und teuer. Im„Elternhause“ fanden sie zum trockenen Brot nur Elendsstimmung, Schimpfen und Schläge, Zank und Unfrieden zwischen Zermürbten und Verbitterten. Gingen sie nicht zur Schule? Sie hätten wohl eigentlich müssen, aber der Schulzwang, ohnehin in England erst ganz zuletzt eingeführt(eigentlich erst seit 1880 und durchgreifend erst seit 1902), schien hier noch nicht recht wirksam geworden. Trotzdem fand ich endlich die Schule. Als „Klassenräume“ dienten„shelters"(Schutzhütten), kümmerliche Holzbaracken mit offenen Schiebetüren zu ebener Erde, kalt, feucht, abgenutzt, schmutzig. Heizanlagen fehlten meist ganz oder bestanden aus primitiven Gasösen. „Warum nichts Besseres für diese Aermsten der Armen?“ fragte ich eine Lehrerin, die hier einen aussichtslosen Kampf führte. Ihre echt englische Antwort lautete:„Man soll sig gar nicht erst an Besseres gewöhnen, das sie im Leben doch nie haben werden. Außerdem sind sie schon vom„Kindergarten“ her (o Fröbel!) an Aehnliches gewöhnt.“ Diese schöne Rede bezog sich auch auf die Kranken. Sie hatten ihre besonderen, aber keineswegs besseren, ja eigentlich doppelt primitiven Shelters. Hier waren die Rickety (Rachitischen) und die Tb.(Tuberkulösen) untergebracht. Ein großes Zelt, nach allen Seiten offen, so daß der kalte Herbstwind fühlbar hindurchpfiff, stellte das„Freilustsystem“, dar, mit dessen Hilfe man angeblich solche Leiden kurierte. Hier lagen die zum Sitzen schon zu Schwachen reihenweise auf harten Pritschen. In dieser Lage nahmen sie auch ihre Krankenessen ein, die ihnen für zwei Schilling in der Woche gereicht wurden, so lange die Eltern das bezahlen konnten. Den„Unterricht" dieser Todeskandidaten, ja, ihren Anblick hält man nicht lange aus. Die Lehrkräfte werden daher nach einem Jahr schon wieder abgelöst.„Gibt es keine Krankenhäuser für diese Dauerpatienten?“ fragte ich erstaunt.—„O ja, viele werden wohl im Winter in das nahe Kinderhospital kommen“, antwortete mir die Engländerin gleichmütig. Notgedrungen hatte dieses von privaten Spenden lebende Hospital inmitten einer sozialen Einöde den harten Kampf mit Krankheit und Sorge aufgenommen, da der Staat solche Pflicht der Mildtätigkeit einzelnen zu überlassen pflegt. Kein Wunder, daß der Tod als ein vertrauter Gast hier ein= und ausging! Auf die Frage nach der Geschwisterzahl kamen Antworten, die— wie in Wordsworths Gedicht„We are seven“— die Verstorbenen mitnannten. Die Geschichte des englischen Kindes ist noch nicht geschrieben. Sie wird voll tiefer Tragik verlorener Jahre und zerstörten Lebens sein und damit eine Anklage gegen jene Stände, die dieses Elend verschuldeten. Der„fliegende Pfau“ von Guatemala Der heilige Vogel der Azteken wiederentdeckt— Seine Federn dienten als fürstlicher Kopfschmuck Im Zoologischen Garten von Chikago trafen drei Exemplare einer äußerst seltenen Vogelart ein, die manche Forscher bereits für ausgestorben hielten. Es handelt sich um den Quetzal, den heiligen Vogel der Azteken, der vor kurzem in den noch unerforschten Teilen von Zuatemala wiederentdeckt wurde. Als vor Jahresfrist in unwegsamen Gebieten von Honduras ein Vogel entdeckt wurde, den man längst ausgestorden glaubte, erregte diese Tatsache ein so großes Interesse in der ornithologischen Welt, daß sofort eine kleine Expedition ausgerüstet wurde, die in der gleichen Gegend systematisch nach diesen sagenhaften Quetzals suchen sollte Zuerst schien es, als ob den Forschern kein Erfolg beschieden sein sollte. Als sie sich aber dem benachbarten Guatemala zuwandten, sanden sie in einem von Weißen noch nie betretenen Gebiet eine Zone vor, welche sogar von einer zahlreichen Gruppe von Quetzals bewohnt ist. Die Urwälder, die dem geheimnisvollen Vogel als Wohnstätte dienen, dehnen sich im Nordwesten Guatemalas aus, ziehen sich an den Abhängen des Vulkane Tajumulco hin und steigen dis zu einer Höhe von 2000 Metern empor. Selbst in einer derartigen Höhe sand man noch Quetzal=Familien. Es handelt sich hier um Vögel von wunderdarer Fardenpracht, die zur Zeit der Azteken eine besondere Rolle spielten. Ihr Name„Quetzal“ ist abgeleitet von einem sagenhaften Aztekenkönig Namens Quetzal, der der Begründer des Aztekenreiches, sowie dessen Kultur gewesen sein soll. Die Federn des auch„Pfauentrogon“ oder „Prachtsuruku“ genannten Vogels dienten den Fürsten der Azteken als Kopfschmuck. Aus ihnen wurden jene phantastischen Federkronen angefertigt, die wir noch auf alten aztekischen Reliefs bewundern können. In Anbetracht dieser Umstände war der Quetzal, wie wir heute sagen würden,„tabu“, das heißt, keiner im Lande durfte diesem heiligen Tier etwas zuleide tun Einen Quetzal zu töten wäre einem Diebstahl am Eigentum des Königs gleichgekommen. Darauf stand die Todesstrafe. Es war dagegen gestattet, Quetzals lebend zu fangen oder auch zu zähmen, um ihnen zur gegebenen Zeit die langen, schillernden Schwanzsedern auszuziehen oder abzuwarten, bis diese, ähnlich wie beim Pfau, seldst ausfielen. Die Federn gehörten zwar dem Gastgeder, der sie jedoch nicht etwa tragen durfte, sondern seinem Stammesfürsten abzuliefern hatte. Dieser war dann allerdings verpflichtet, den Ueberdringer„fürstlich“ zu entlohnen, da die Federn als Glückssymdole und als Heiligtum betrachtet wurden. Das Gesieder der Quetzals ist vorherrschend imaragd= grün, die Brust und die übrigen Teile sind hochscharlachrot, ferner sind die Schwingen schwarz gestreift. Die Ehescheidung wegen Unverträglichkeit der Kinder! Im nordamerckanischen Scheidungsparadies werden bekanntermaßen Ehen aus den seltsamsten Gründen aufgelöst. Jetzt hat das Bezirksgericht zu Tulsa, im wildwestlichen Staate Oklahoma, die Ehe des Paares William und Bella Besser geschieden, weil die aus beiden früheren Ehen der beiden Gatten stammenden Kinder sich beständig stritten und Vater und Mutter oder Stiefvater und Stiefmutter dagegen nichts auszurichten vermochten. Nun sind die Eheleute auseinander gegangen; Mr. Besser nahm seine 7 Jungen mit; Mrs. Besser zog mit ihren 8 Sprößlingen, Jungen und Mädel, ab. Glücklicherweise hatten die bisherigen Ehegatten miteinander keine Kinder gehabt. Sonst hätte der schwierige Fall wohl zu noch weit schlimmeren Verwicklungen geführt. Eine gewonn ne Wette Bismarck war einst mit seinem Freunde KleistRetzow zusammen auf einer mehrtägigen Jagd. Der erste Tag war sehr anstrengend gewesen, und KleistRetzow erklärte, am nächsten Tage nicht aufstehen zu wollen. Bismarck aber wettete mit dem Freunde, daß er ihn am nächsten Morgen um Punkt sieben Uhr aus dem Bette treiben würde. Kleist=Retzow stellte dies entschieden in Abrede und verbarrikadierte seine Tür, um einem etwaigen Schabernack Bismarcks vorzubeugen. Am nächsten Norgen um halb sieben klopfte Bismarck an die Tür des Freundes und ermahnte ihn, aufzustehen, was diesem natürlich gar nicht einfiel. Darauf ergriff Bismarck seine Jagdflinte, ging in den Hof hinab und schoß von da durch Kleist=Retzows Stubenfenster in die Decke, sodaß Kalk und Stukkaturstücke Kleist=Retzow auf den Kopf sielen. Dieser sprang entsetzt aus dem Bek. und eilte ans Fenster, um zu sehen, was los sei. Als er aber niemand erblickte, warf er sich in seine Kleider und eilte hinunter. Auf der Treppe begegnete er Bismarck, die Flinte in der Hand.„Wünsche wohl gerie): zu haben“, begrüßte dieser ihn lachend,„es ist Punki sieden Uhr!“ Ornothologie reiht den Quetzal in die Gattung der Kleitervögel und in die Familie der Trogons ein. Er ist der größte Vogel dieser Art, mit dreitem, flachem Kopf, niedrigem, schmalem, am Ende starkhakigem Schnabel. dem Kopf trägt er eine Art Helm aus zerschlissenen Fe“ dern, üder Flügel und Schwanz wallt ein prachtvolleDeckgesieder herad. Dieser Vogel, den Guatemala heutt noch in seinem Wappen führt, bewohnte früher in ausg“. dehntem Maße die Urwälder Mexikos und Mitt“ emnerdes 1. Dezember Zwei kapfere Br Ferdinand Snoek, ster, Gremendorfer 2 Feldzügen in Polen 1. und 2. Klasse er Bruder August, Leut tapferes Verhalten vi Eisernen Kreuz 1. u nicht erst die Ver die Weihnachtspakete großer Teil der Pakete und Feldpost verspätet eintreffen? dungen sobald als m pezember zur Post Abfahrt, Persone namige„Artikel in teundlicher. Genehm buchhandlung dem B Hermann Rosenst Wehrmachtsveran zweite geschlossene V anstaltet die NS=Ger Montag, dem 2. 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Den ihrer Pflichtjahrtäti wird die Bescheinigt im Arbeitsbuch vers Stadtverwaltung gen der am Dienste den allgemeinen V Dienststellen an die gen Anzeigenteil be sind nur die Stadt Wirtschaftsamt, das amt, die wie üblick Am Dienslag a lag. dem 3. Dezei zählung statt. Sie Patzielel und Esel, Kaninchen, Federvie lich tätigen Zählern sonders große Bezi gerschaft ihre Aufg weisen auf die im machung. Heimathaus mü lichkeit weithin beae gestattete Ausstellu im Heimathaus Mi Sonntag, den 1. D diesem Tage findet die letzte praktische bahn statt. 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Gib darum deine Weihnachtssendungen sobald als möglich, spätestens aber bis zum 15. pezember zur Post. Abfahrt, Personenzug Münster—Hamm. Der gleichnamige Artikel in unserer Freitagausgabe wurde mit steundlicher Genehmigung der Aschendorffschen Verlagsbuchhandlung dem Blch„Mein Münsterland“ von Hermann Rosenstengel entnommen. Wehrmachtsveranstallung im Stadtthealer. Als zweite geschlossene Veranstaltung für die Wehrmacht veranstaltet die RS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" am Montag, dem 2. Dezember, 17 Uhr eine Aufführung der mit so großem Beifall ausgenommenen Operette„Auf der grünen Wiese". Eintrittskarten zu den bekannten stark verbilligten Preisen sind auf der Kreisdienststelle der NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude", Alter Steinweg 36—39, Ruf 25266, erhältlich. Sammelbestellungen sind umgehend fernmüdlich aufzugeben. Auch die zur Zeit in Münster weilenden Urlauber sind zu dieser Veranstaltung eingeladen. Auch sie erhalten ihre Karten auf der Kreisdienststelle. „Tänzerische Gymnastik“. Ein neuer Kursus für Fortgeschrittene unter Leitung einer Tanz= und Gymnastiklehrerin beginnt am Donnerstag, dem 5. Dezember, um 19.30 Uhr in der Annette=Schule, Grüne Gasse. Anmeldungen bei der Leiterin dortselbst.— Anmeldungen auf der Kreisdienststelle der NSG„Kraft durch Freude", Alter Steinweg 36—39, Telephon 25266.— Ein Kursus für Anfängerinnen beginnt Anfang Januar 1941. Das Fußballtressen des SC Preußen Münster mit dem Deutschmeister Schalke 04 beginnt am Sonntag um 14.30 Uhr im Preußenstadion an der Hammer Landstraße. Schiedsrichter ist Huesmann=Rheine. Der Tod am Fahrkartenschalter. Der in Münster wohnhafte Reisende Deitenbach wurde, als er sich am Fahrkartenschalter in Ahaus eine Fahrkarte lösen wollte, plötzlich von einem Unwohlsein befallen. Kurze Zeit päter setzte ein Herzschlag seinem Leben ein Ende. Aulomarder am Werk. Am 26. November 1940 zwischen 19 und 20 Uhr wurde auf der Schillerstraße der Personenkraftwagen„Hanomag=Sturm“, Cabriolet. Kennzeichen IK·179 194(W..), grauer Anstrich. gestohlen.— Das als gestohlen gemeldete Kleinkraftrad „Presto“, Kennzeichen IX— 88 736, wurde wieder herbeigeschafft. Als Täter kommt ein 16jähriger Bursche aus Münster in Frage. Die öffentlichen Lebensversicherungsanstalten in Deutschland zahlten im dritten Vierteljahr 1940 für Todesfälle 7,09 Millionen RM.(6,55 Millionen RM. im zweiten Vierteljahr 1940) Versicherungssumme aus. Dazu traten 3,79 Millionen RM.(4,14 Millionen RM. im zweiten Vierteljahr 1940), die infolge Ablaufs fällig waren. Pflichtjahrmädchen dürfen keine Kurse besuchen. Bei Durchführung des Pflichtjahres haben sich Unzuträglichkeiten dadurch ergeben, daß Pflichtjahrmädchen neben ihrer Tätigkeit Kurse in Kurzschrift und Maschinenschreiben besuchen. Denjenigen Mädchen, die künftig neben ihrer Pflichtjahrtätigkeit kaufmännische Kurse besuchen, wird die Bescheinigung der Ableistung des Pflichtjahres im Arbeitsbuch versagt. Stadtverwaltung Dienstag teilweise geschlossen. Wegen der am Dienstag, dem 3. Dezember, durchzuführenden allgemeinen Viehzählung bleiben die städtischen Dienststellen an diesem Tage geschlossen, wie im heutigen Anzeigenteil bekanntgemacht wird. Ausgenommen sind nur die Stadthaupkkasse, das Ernährungs= und Wirtschaftsamt, das Standesamt und das Stadtsteueramt, die wie üblich geöffnet sind. Am Dienslag allgemeine Viehzählung. Am Dienslag. dem 3. Dezember, findet eine allgemeine Viehzählung statt. Sie erstreckt sich auf Pferde, Maultiere, Maulesel und Esel, Rindvieh, Schafe, Schweine, Ziegen, Kaninchen, Federvieh und Bienenstöcke. Den ehrenamtlich tätigen Zählern, denen bei der jetzigen Zählung besonders große Bezirke zugewiesen sind, wolle die Bürgerschaft ihre Aufgabe möglichst erleichtern. Wir verweisen auf die im Anzeigenteil veröffentlichte Bekanntmachung. Heimathaus Münsterland=Telgte. Die in der öffentlichkeit weithin beachtete und mit reichem Material ausgestattete Ausstellung„Die Seilerei im Münsterland" im Heimathaus Münsterland=Telgte bleibt nur noch bis Sonntag, den 1. Dezember, einschließlich geöffnet. An diesem Tage findet nachmittags von 16 bis 17.30 Uhr die letzte praktische Vorführung des Seilers an der Seilbahn statt. Maikäser gesunden. Gestern nachmittag wurde uns auf der Schriftleitung ein Maikäfer vorgezeigt, der kurze Zeit vorher deim Graben in einem Garten an der Roxeler Straße ans Tageslicht gekommen war. Wir schnuppern in der Wechnausteraute. Münsters Jungmädel haben alle Hände voll zu tun— Nach dem Backen kommt das Packen Wenn es heißt: Wir können für unsere Soldaten etwas tun, dann sind unsere Jungmädel immer Feuer und Flamme, ganz gleich, ob sie nun gerade ihre Jungmädelprobe abgelegt haben oder sich schon stolz zur ersten Schar zählen dürfen, die nun bald den Weg zum BdM. antritt. In ihren Weihnachtsstuben geht es behutsam und feierlich her; als wollten sie es den Heinzelmännchen gleich tun, so flüstern sie oft nur miteinander und geben acht, daß alles schön und sauber zurecht kommt. In diesen Tagen und Wochen haben unsere Jungmädel natürlich„viel" zu tun. Wenn die Eltern sie dann oft stundenlang nicht zu Hause sehen, wenn sie selbst nicht mit der Sprache herausrücken, dann wollen wir ein ganz klein wenig das Geheimnis lüften und erzählen, daß sie als treue Helferinnen des Weihnachtsmannes ein verpflichtendes Schweigegebot abgelegt haben. Aber da wir nun ein wenig von ihnen berichten wollen, aber auch den Soldaten, von denen ja viele zu unseren Lesern gehören, die Vorfreude nicht nehmen möchten, heißt es, hübsch vorsichtig zu Werke zu gehen. Wer sie gesehen hat, die Mädel, wie sie in ihrer Bäckerei arbeiten, wie sie Briefe und Grüße schreiben, wie sie in den Tabakläden„ihre" Zigaretten kaufen, der kann nur das freudige Leuchten ihrer Augen als Gradmesser für die Verbundenheit mit ihren Soldaten ansehen, von denen ihnen auch ab und zu ein Feldpostbriefchen ins Haus geflattert kommt. Sie haben sich schnell angefreundet. Die Mädel erzählen von ihrem Dienst und ihrer Arbeit daheim, und ihr Soldat berichtet dann von dem, was er draußen erlebt hat und dankt auch recht schön für all das, was mit den Zeilen und Grüßen auf den weiten Weg nach Frankreich oder nach Norwegen gekommen ist. Aber wir wollten ja in der Hauptsache von der weihnachtlichen Vorbereitung sprechen. Selbstverständlich legen die Mädel allen Ehrgeiz an den Tag, eigene Sachen hinauszuschicken. Da haben sie seit langem Socken gestrickt, da haben sie Kerzenständer gebastelt, und augenblicklich ist eine ganze Reihe der Führerinnen Von der Rolle unter die. Form und dann in den Backofen(Aufn.: Hülsbusch) dabei, in der Weihnachtsküche nach dem Rechten zu sehen. Wir konnten sie dieser Tage beobachten, wie sie in einem Küchenraum der Berufsschule an der Arbeit waren. Plätzchen sollten gebacken werden. Schöne, leckere Plätzchen... Weithin konnte man schon schnuppern, daß hier für Weihnachten geschafft wurde. Man nehme...., sagt das Kochbuch. Aber sie wußten schon Bescheid, was an Zutaten in den Teig Frohel Nachinaug sur Verwandere Wieder einmal waren verwundete Soldaten zu Gast bei münsterischen Volksgenossen, denen es stets besondere Freude ist, den einsatzbereiten Männern der Front einige unterhaltsame und nette Stunden zu bereiten. Über 100 Verwundete wurden am Sonnabendnachmittag im Saale Mackenbrock von den Männern und mittag. Dieser Wunsch freilich ging in hohem Maße in Erfüllung. Während die Laienspielschar der NSGemeinschaft„Kraft durch Freude“ mit ausgezeichneten Leistungen auf der Bühne zu begeistern wußte, bewirtete die Frauenschaft ihre lieben Gäste. Und als besondere Überraschung erschienen Vorboten des WeihnachtsmanLiesel und Gretel haben Päckchen und Brief ihrem Soldaten selbst überbracht. wird der„Onkel Soldat“ jetzt wohl sagen?(Aufn.: Hülsbusch, Münster) Was Frauen der Heimat— besonders natürlich von den Frauen— gepflegt, umsorgt und in bunter Folge unterhalten. Eingangs betonte der Ortsgruppenleiter, wie gerne Münsters Männer und Frauen auch auf diese Weise Dank und Anerkennung für die Leistungen unserer Soldaten zum Ausdruck brächten und wünschte allen einen schönen und genußreichen Nachnes: Jeder Soldat erhielt ein vielversprechendes Päckchen und, um das Gleichgewicht zwischen leiblichen und geistigen Genüssen zu wahren, ein seines Buch. Es war ein stimmungsreicher Nachmittag mit viel Freude und Abwechslung, ein echter Ausdruck für die tiese Verbundenheit zwischen Wehrmacht und Heimat. hineinkommen mußte, wieviel Gramm Zucker abzuwiegen waren, wieviel Päckchen Backpulver gebraucht würden oder welche Menge Mehl man benötigte. In drei Abteilungen machten sie ihre Sache recht ordentlich und akkurat; und wenn's soweit war, daß die erste Probe genommen werden mußte, bemerkte man neben dem langgezogenen Aaah! auch manch verschmitzt lächelndes Mädchengesicht. Selbstverständlich hatten sie sich auch auf Kriegsrezepte eingestellt. Hier war mit größter Sorgfalt darauf zu achten, daß ganz leckere Plätzchen fertig gemacht würden. Und wirklich, die Kostproben, die wir noch am Tage darauf feierlich überreicht bekamen, legten ein schönes Zeugnis von der Backkunst unserer Jungmädel ab. Bald werden wohl die kleinen Päckchen den Weg zur Post nehmen, damit sie zum Fest auch wirklich bei den Soldaten vorliegen. Die umsichtige Aufschrift„Nicht vor Weihnachten öffnen!“ soll sie gespannt finden; denn sicher werden sie genau so schnuppern, wie wir es taten. Ihre Freude wird dann sicher wieder in vielen kleinen Feldpostbriefen zum Ausdruck gebracht, fleißige Arbeit wird redlich belohnt. Die Jungmädel winken aber ab: Es ist ja für unsere Soldaten... Kh. Altstosf ist Rohstoff! Der Reichskommissar für Altmaierialverwertung und die Reichsfrauenführung erlassen folgenden Aufruf: „Die weltre Durchführung des Vierjahresplanes erfordert die Mitarbeit des ganzen Volkes. Auch Dich. deutsche Hausfrau, rusen wir zur Mitardeit auf. Du kannst Dein Scherflein in besonderem Maße beitragen, wenn Du darauf achlest, daß die in Deinem Haushall anfallenden Altstoffe nicht verloren gehen. Insbesondere Knochen, Allpapler und Lumpen dürfen nicht vernichtel, sondern müssen der deutschen Rohstosswirtschaft wieder zugeführt werden. Die Schulsammlung gib! Dir dazu die Möglichkell. Jedes deutsche Schulkind ist verpflichtel, die Altstoffe des Haushalles, insbesondere Knochen, Allpapier und Lumpen jeder Art(nicht aber Rasierklingen, Glasscherben, Konservendosen und Blechgesäßze, die nach wie vor in den Mülleimer gehören) in die Schulvorsammelstelle mitzunehmen. Jedes deutsche Schulkind ist bereit, in Erfüllung des Kriegsdienstes bei dieser Aufgabe zu heifen. An Dir, deutsche Hausfrau, liegt es, den Kindern die in Deinem Haushall anfallenden Allstosse milzugeben! Denke daran, daß seil langem viele Millonen Kinder sammeln. Viele Wenig ergeben ein Viel! Die alten Zeitungen, Tüten und Schachteln, die Knochen oder die Stoffreste, die an sich werklos für Dich sind, werden durch die Sammlung zu einem wertvollen Beitrag auch zum neuen Vierjahresplan. Deutsche Hausfrau! Die Reichsfrauenführung und der Reichskommissar für Allmaierialverwertung rusen Dich auf: Gib die Altstoffe Deines Haushaltes Deinen oder den Nachbarkindern mit zur Schule. So kannst Du weiterhin im Kleinen mithelsen am Gelingen eines großen Werkes.“ Wohnungen für Kinderreiche Vor geraumer Zeit erging für Münster eine Anordnung zur Erleichterung der Wohnungsbeschaffung für Kinderreiche, die bei Freiwerden einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus von mindestens drei Wohnungen zur Vermietung dieser Wohnung an Kinderreiche verpflichtet. Auf die Einzelheiten dieser Anordnung, deren Durchführung und Überwachung die Städtische Wohnungsfürsorgestelle, die auch in die Vermietung eingeschaltet wird, liegt, soll hier nicht eingegangen werden. In letzter Zeit mußte mehrfach gegen Vermieter eingeschritten werden, die unter Verstoß gegen die Anordnung freiwerdende Wohnungen anderweitig vermieteten. In solchen Fällen werden empfindliche Strafen verhängt, wie das in diesen Tagen wieder ein Hausbesitzer erfahren mußte. Bei dieser Gelegenheit sei auch nochmals auf das für Münster bestehende Verbot der Umwandlung von Wohnräumen in Räume anderer Art hingewiesen. Dieses bei der herrschenden Wohnungsknappheit in Münster wichtige Verbot verhindert also, daß eine bisherige Wohnung in Büroräume oder gewerblichen Zwecken dienende Räume umgewandelt wird, wobei es gleichgültig ist, ob zuvor bauliche Anderungen vorgenommen wurden oder nicht. Abgesehen von dem außerordentlich dringlichen allgemeinen Interesse, auf diese Weise eine weitere unerwünschte Wohnraumverknappung für Münster zu verhindern und der Einsicht der Vermieter dürften in diesem Falle auch die bei Verstoß besonders hohen Zwangsgelder und Bußen die Sicherung der mit dem Verbot verbundenen Absicht gewährleisten. Jude verging sich gegen das Devisengesetz Vor dem Schöffengericht in Münster hatte sich der Jude Julius Israel Terhoch aus Losser(Niederlande) zu verantworten, da er angeklagt war, sich gegen die Devisenbestimmungen vergangen zu haben. Der Beschuldigte wohnte früher in Ochtrup, Mitte August 1937 wanderte er nach den Niederlanden aus. Er hatte bereits längere Zeit vorher Auswanderungsabsichten und versuchte vor seiner Auswanderung in Holland gelegene Grundstücke, die Inländern gehörten, zu erwerben, um so sein Geld günstig zu transferieren. Ebenso versuchte er seinen in Deutschland gelegenen Grundbesitz zu verkaufen und zu Geld zu machen. Da die von Ternoch geübte Handlungsweise bereits im Anfang des Jahres 1937 erkennen ließ, daß er Vermögenswerte der Deutschen Devisenbewirtschaftung entziehen wollte, wurden auf Grund des Devisengesetzes von der Devisenstelle Münster Sicherungsanordnungen erlassen, nach denen Terhoch über sein Vermögen, einschließlich des gesamten Grundvermögens, nur noch mit Genehmigung der Devisenstelle verfügen durfte. Terhoch versuchte nun von den Niederlanden aus, seine restlichen Grundstücke unter Umgehung der Anordnung der Devisenstelle und unter Verletzung der Devisenbestimmungen zu verkaufen. Als Kaufpreis für ein Grundstück forderte T. 22000 RM., jedoch sollten in dem notariellen Kaufvertrag als Kaufpreis nur 15000 RM. genannt werden, während die restlichen 7000 RM. ihm in bar ausgehändigt werden sollten, wodurch T. die Festlegung des Geldes auf Sperrkonto vermeiden wollte. Man ließ sich aber auf dies Geschäft nicht ein. In einem Falle kam ein Kaufvertrag zustande. Der Käufer zahlte unter Umgehung der Devisenstelle 1000 RM. in bar. Die erteilte Genehmigung der Devisenstelle, der der wahre Sachverhalt, insbesondere die Barzahlung von 1000 RM. verschwiegen war, ist durch die unrichtigen Angaben von den Beteiligten erschlichen worden. Der Käufer ist bereits bestraft worden. Der Angeklagte Terhoch erhielt insgesamt eine Gefängnisstrafe von neun Monaten und eine Geldstrase von 9000 RM. Helft Diebstähle verhüten! Wie bereits mitgeteilt, mehren sich in letzter Zeit in Münster wiederum die Diebstähle von Kleintieren. Insbesondere werden Hühner und Kaninchen, hauptsächlich zur Nachtzeit, in allen Stadtbezirken gestohlen. Auch Handtaschen=, Taschen= und Ladendiebstähle sind wieder an der Tagesordnung. Ueberall dort, wo starker Verkehr herrscht, vor allem in größeren Geschäften und auf Märkten während der Hauptverkehrszeit, haben die Taschendiebe ihr Hauptbetätigungsfeld. Leider wird den Dieben das Handwerk, vor allen Dingen von einkaufenden Hausfrauen, nur allzu leicht gemacht, denn immer wieder wird beobachtet, daß sie mit Vorliebe ihre Geldbörsen mit Inhalt oben auf die Einkaufstaschen legen. Um den Dieben ihr unsauberes Handwerk so weit wie möglich zu legen, wird hiermit jeder zur besonderen Vorsicht und Mitarbeit aufgefordert. Auch scheinbar unbedeutende Feststellungen können für die Kriminalpolizei von großer Wichtigkeit sein und sind ihr möglichst bald zu melden. Allen Mitarbeitern an der Aufklärung solcher Diebstähle wird auf Wunsch Geheimhaltung ihres Namens zugesichert. Sachdienliche Angaben erbittet die Kriminalpolizei, Jüdefelderstraße 56, Zimmer 18(Fernsprecher 24011). Die Kriminalpolizei weist bei dieser Gelegenheit darauf hin, daß auf Grund der Verordnung gegen Volksschädlinge vom 5. 9. 39 alle diejenigen eine hohe Strafe zu erwarten haben, die unter Ausnutzung der Verdunkelung strafbare Handlungen begehen, auch wenn die Tat noch so geringfügig ist. Deutsche Graphikschau Am heutigen Sonntag beginnt die neue Ausstellung des Westfälischen Kunstvereins im Landesmuseum, an der sich etwa 50 Graphiker aus allen Teilen Deutschlands beteiligt haben. Die ungemein reichhaltige und qualitativ hervorragende Schau umfaßt Zeichnungen, Holzschnitte, Radierungen, Kupferstiche usw. Eine besondere Verpflichtung sah der Westfälische Kunstverein Das war eine Sache des Dem Appell:„Jedem Soldaten sein Feldpostpäckchen!“ kamen die Münsteraner freudig nach Vater und Sohn Holzschnitt von Hermann Kätelhön darin, im Rahmen dieser Ausstellung das Andenken Hermann Kätelhöns zu ehren, des großen westsälischen Graphikers der Deutschen Arbeit, der erst vor wenigen Tagen stard. Die Ausstellung, die sechs große Säle des Landesmuseums umsaßt, wird an dieser Stelle noch ausführlicher besprochen werden. Die Partei gab vor einigen Wochen diese Parole aus, die Blockleiter trugen sie in die Häuser, und dort mußten sie Eingang finden in die Herzen all der Volksgenossen, die sich bewußt sind, was wir den vielen, vielen Feldgrauen zu danken haben, die in diesem Jahre— vielleicht zum zweiten Male— das urdeutsche Weihnachtsfest nicht im Kreise ihrer Lieben feiern können. Auch sie, die draußen weit in Feindesland, in Nord, Süd, im Westen oder Osten Wache halten für Deutschlands Größe und Zukunft, sollen Weihnacht feiern können. Sie könnten sich zwar selbst ein Bäumchen anzünden, selbst Süßigkeiten und Rauchwaren kaufen dort hinten in der fremden Gegend; vielleicht mehr noch und frischere Ware, als ein Feldpostpäckchen enthalten kann. Aber es würde doch etwas fehlen, was ja erst der Weihnacht die rechte Note, die rechte Weihe gibt: das Band der Liebe, die die Heimat mit der Front verbindet, in diesen Tagen mehr noch als in übrigen Zeiten des Jahres. Und darum haben die Volksgenossen auch begriffen, was es heißt:„Jedem Soldat sein Feldpostpäckchen.“ Da fühlte sich ein jeder dem unbekannten Soldaten gegenüber als Vertreter der Heimat und spürte mit dem Herzen die Pflicht, auch zu geben— nein nicht zu„geben“: seine Dankesschuld, die wir alle einem jeden, auch dem unbekanntesten Soldaten gegenüber haben, zu bezeugen. Oder glaubst du. die Leistungen des Feldgrauen mit einem Päckchen Süßes auch nur im entferntesten abgelten zu können? Das ist das Erfreuliche dieser Tage, da der Blockleiter die leeren Schachteln in die Häuser brachte: Er brauchte niemandem ins Gewissen zu reden. Alle, alle hatten sie begriffen, was die Pflicht der Heimat in dieser großen Zeit ist. Selten, ja wohl noch nie ist die Volksgemeinschaft so rührend mit dem Herzen bei der Sache gewesen. In keinem einzigen Falle ist es dem Schreiber dieser Zeilen vorgekommen, daß man ihm Geld angeboten hätte, weil man„keine Zeit habe“ oder„nichts kriegen“ könne. Wodas Herz spricht, hat kaltes Geld keinen Wert. Oder könnte jemand glauben, er brauche sich nicht zu beteiligen, weil er etwa monatlich über den Durchschnitt der anderen Volksgenossen zur RSB zahle? Glücklich das Volk, in dem solche Gedanken keinen Raum haben— ich glaube kaum, daß — so weit Münster in Frage kommt, ein einziger Fall vorgekommen ist. Ich bin Zeuge gewesen, wie die Kinder mit glühenden Wangen Briefe schrieben mit der Anrede„Lieber Soldat“ und konnte sehen, mit welcher Liebe und innigster Anteilnahme die Päckchen in den Familien fertiggestellt wurden. Da spricht auch das goldene Schleifchen, da spricht auch das grüne Tannenreislein eine Sprache des Herzens und die beigefügte Weihnachtskerze wird auch in die Ferne Licht und weihnachtlichen Odem bringen. Inzwischen sind die vielen, vielen Päckchen von den Blockleitern abgeholt worden und haben ihren Weg zur Front und in die Kasernen gefunden. Man sieht ihnen äußerlich nicht an, wieviel liebe Gedanken und wieviel Herzlichkeit sie für unser tapferes Heer bergen, aber man ahnt den Geist der innigen Volksgemeinschaft, der aus ihnen spricht, jener Volksgemeinschaft, die dann, wenn in den Häusern aller deutschen Volksgenossen, ob arm, ob reich, die alten trauten Weihnachtslieder unterm urdeutschen Weihnachtsbaum ertönen, wenigstens im Geiste die tapferen Söhne unseres Volkes als Gäste unter sich fühlt. Und ein solches Volk hat zur äußeren Voraussetzung auch die innere Kraft zum glorreichen Endsieg. Margareta Thamm stellt aus In Clasings Kleinen Kunststuben hat sich eine alte Bekannte wieder eingefunden: die Malerin Margareta Thamm aus Coesfeld. Die Bilder, die sie hier wollen alle etwas aussagen von dem tiefen Erlebnis der Landschaft, die überall da, wo man sie wesensverwandt fühlt, zur Heimat wird. Wenn sie auch oft noch nicht die letzte Form gefunden hat, so beweisen doch ihre Bilder aus Ostpreußen, aus Jugoslawien oder aus Coesfeld, wo sie gegenwärtig wohnt, daß sie das Wesentliche einer Landschaft erkennt und ihm eine malerische Gestalt zu geden vermag. Manchmal scheint sie in das Reich der Farde fliehen zu wollen, der linearen Aufbauarbeit fast entsagend, aus vielen harmonischen Nuancierungen die fardige Tonfülle auszuschöpfen und das Auge des Betrachters von einem Gegenstand zum anderen springen zu lassen. Immer aber siegt ihre landschaftliche Ausdeutung, ob sie sie nun an dem einsachen, typischen Bild Ostpreußens oder an der Gestalt des bodenständigen Fischers erprobt. Auf derselben Linie liegen auch ihre südslawischen Motive, denen sich das tanzende Mödchen formschön anschließt. Aber auch Coesfeld ist zu seinem Recht gekommen und wird der Malerin sicherlich noch weiteren Antrieb zu ihrem Schafsen geben. Karl=Heinz Henkel Schauburg:„Kora Terry“ Da ist er wieder, der große Ausstattungs= und Revuefilm mit den bewegten Klängen einer rhythmikfreudigen Musik, der hinter der obszönen Atmosphäre der berühmten Sterne vom Varieté menschlich starke und ungewöhnliche Konflikte erstehen läßt. Leidenschaftlicher Tanz in der kunstvollen Vollendung Marika Rökks, gefährliche Sensationen, ernste Liebe und leichte Liebeleien sind die Elemente dieses Filmes, in dem die glänzende Karriere zweier Schwestern beschattet wird durch die Hemmungslosigkeit der einen, und gefeiert wird durch die selbstentäußernde Liebe und Größe der anderen. Sie gibt in ihrer menschlich wertvollen Art, die ganz im Gegensatz zu dem für sie sinnenberaubenden Treiben ihres beruflichen Lebens steht, einem jungen Künstler wieder die Kraft, seinem rechten Wege zu folgen. Sie schießt auf ihre Schwester, um schwerste Schuld zu verhüten, und führt in völliger Selbstentäußerung das Leben der ihr so ähnlich aussehenden, aber grundverschiedenen Schwester weiter, ein größeres Unheil bezwingend. Insgesamt eine zwar ungewöhnliche, aber recht spannungsreiche und effektvolle Gestaltung des bunten Lebens auf der Bühne und hinter den Kulissen. Bewundernswert ist die schauspielerische und tänzerische Leistung Marika Rökks in ihrer Dppelrolle, sympathisch wirkt ihr Gegenspieler Will Quadflieg und nicht minder ansprechend Josef Sieber. Theo Werdin Der vielbeschäftigte Raabe Wilhelm Raabe, der Dichter des„Hungerpastor" und anderer Werke, wurde fünfzig Jahre alt. An diesem Tage begaben sich Vertreter der großen Zeitungen nach Braunschweig, wo Raabe wohnte, und fragten ihn nach seinen Gewohnheiten. Mit Erstaunen mußten sie erfahren, daß Raabe den ganzen Tag beschäftigt sei, daß er vormittags Zeitungen und Bücher lese, Briefe schreide, zu Mittag speise, danach ein Schläfchen halte, nachher Besuche empfange und später in einer Weinstube in Gesellschaft von Freunden bis in die Nacht hinein den Humpen schwinge. Einer der Berichterstatter frogte, wann denn Raabe eigentlich Zeit zum Schreiden finde. „Wie meinen Sie das?“ fragte Raabe zurück. „Nun, ich denke mir, Sie werden doch gewiß an einem neuen Werk schassen?“ Raabe lächelte. „Nein, da sind Sie im Irrtum! Ich gehöre nicht zu den Schriftstellern, die sich vorgenommen haben, in geDer Weihnachtsmonat Ein helles Licht fällt auf die Welt, den Kindern naht der Mann im Barte, die Eltern zählen Feld für Feld die Punkte ihrer Kleiderkarte. Was lebt und liebt, das wünscht sich was und möcht' die Wünsche heimlich nennen, und mancher geht beglückt fürbaß, wenn Lichter im Adventskranz brennen. Ist auch die Zeit in Ernst getaucht, weil uns des Krieges Pflichten drücken, so kriegt doch jeder, was er braucht, um sich und andre zu beglücken. Denn Liebe ist ja mehr als Geld, und wenn wir liebend uns bedenken, kann uns die fremde Außenwelt fürs Lichtfest auch nichts bessres schenken! In uns entfachen wir das Licht der Freude und der Heimlichkeiten, und diesen Quell verstopft uns nicht der Haß, mit dem die Feinde streiten! Dezemberlicht und Weihnachtslicht! Das ist ein Zauber ohne Maßen! Verwandelt ist das Angesicht der Stadt und aller ihrer Straßen! Die Tannen kommen in die Stadt, die Zeit des Lichts uns zu verklären, in Läden sich versammelt hat die Welt der Zwerge, Puppen, Bären! Und, ihre Näschen plattgedrückt, stehn Kinder vor den Fensterscheiben! Frau Holle sieht's und lacht verzückt, Zeit wird's, daß sie die Welt jetzt schmückt mit ihrem lust'gen Flockentreiben! Wau-Wau uuummmumoummemmemeemmeemomemumm wissen Zeitabständen neue Bücher herauszudringen! Es ist mir viel lieber, daß meine Freunde von mir sagen: Schade, daß er keine Bücher mehr schreibt!“, als daß sie mißbilligend ausrusen:„Na, endlich könnte der Kerl doch Schluß machen mit seiner Schreiberei!“. 2) MFA Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 1. Dezember 1940 Westsälische Tageszeitung Nummer 330 haushalten mit der kosibaren Wärme Wie man die Hälfte Brennstoff sparen kann Auch bei strengster Költe will jeder ein warmes Zimmer haben. Dabei kommt es nicht nur auf den Osen und den Brennstoff, sondern auch auf das Zimmer selbst an. Das Zimmer, das wir dauernd beheizen wollen, soll möglichst wenig Fenster, Türen und Außenwände haben. Am günstigsten ist es, ein Zimmer in der Mitte der Wohnung zu wählen, dessen Fenster nach Süden gehen. Wählt man z. B. an Stelle eines nach Nordwesten gelegenen Eckzimmers mit drei Fenstern ein gleich großes, eingebautes, nach Süden gelegenes einsenstriges Zimmer, kann man etwa die Hälfte Brennstoff sparen. Wir sollten uns aber auch mit unseren Hausgenossen einigen. Am sparsamsten und billigsten heizen sich Räume, die neven= oder übereinander liegen. Wenn wir auch unsere Wohnung umräumen müssen, ist damit eine warme Stude nicht zu teuer erkauft. Die Fensterfugen werden mit Papier oder Filzstreifen abgedichtet. Einsache Fenster müssen besonders gut abgedichtet werden, da sie wesentlich mehr Kälte ins Zimmer lassen als Doppelsenster. Zwischen die Doppelfenster oder auf die Fensterbänke vor einfachen Fenstern legen wir Decken oder Rollen aus Papier oder in Stoff genähte Holzwolle, Stroh oder ähnliches.— Auch die Türspalten Türrohmen und Tür ein besonders breiter Spalt, so besestigen wir dort eine passende Holzleiste. Ist das Zimmer besonders„fußkalt", läßt sich ebenfalls Abhilfe schaffen. Unter den Teppich oder Fußbodenbelag legen wir in drei= oder viersochen Logen Zeitungspapier, das großartig warm hält.— Ferner sorgen wir dafür, daß die Haustüren und alle Bodentüren sowie die Fenster im ganzen Haus(Treppenhaus!), Bodenluken(besonders nach dem Wäschetrocknen!) fest verschlossen sind. Langes Lüften kühlt den Raum zu stark aus. Deshalb immer nur wenige Minuten und dafür öfter lüsten. Endlich können wir Brennstoff durch überlegtes Ausnützen der Wänne in den einzelnen Feuerstätten sparen. So z.., wenn wir beim Kochen die Heizplatte möglichst gut mit Töpfen besetzen, beim Waschen die Kesselfüllungen hintereinander kochen und beim Baden den„Badetag“ einrichten, an dem alle Familienmitglieder nacheinander baden.— Wir müssen immer daran denken, daß der Winter sechs, vielleicht sogar sieben Monate dauert, und unseren Brennstoffvorrat danach einrichten. Vor allem müssen wir uns davor hüten, in den Uebergangszeiten und an weniger kalten Togen unnötig Brennstoff zu verfeuern. Unfallbekämpfung in Saus und Büro Wenn von der Unfallbekämpfung die Rede ist. denkt man in erster Linie immer an Baustellen oder große Werkanlagen, an Hütten und Gruben. Es wird noch immer viel zu wenig beachtet, daß sowohl im Haushalt als auch im Büro eine Reibe von Gefahren droben, die bei Achtsamkeit vermieden werden können. Die Praxis hat erwiesen, daß schlecht funktionierende Lichtschalter im Haushalt. nicht in Ordnung befindliche Küchenmaschinen, fehlerhafte Leitern, unordentlich aufgelegte Decken und Teppiche Gefahrenquellen sind. Dabei ist zu beachten, daß im Haushalt nicht nur Erwachsene. sondern vor allen Dingen auch die Kinder in besonderem Maße solchen Gefährnissen ausgesetzt sind. Die Hausfrau muß auch bei der Erziehung der Hausgehilfin auf diese Gefahrenquellen hinweisen und für Abstellung aller Fehler und Mängel sorgen. Das Amt „Haus und Heim“ hat ein reichbebildertes Blatt mit einprägsamen Beispielen herausgegeben, das in keinem Haushalt sehlen sollte, da es erzieherisch wirkt. Auch in den Büros ereignen sich, wie die Unfallstatistik ausweist, noch immer eine Reihe von Betriebsunfällen, die bei richtiger Anwendung des Arbeitsschutzes verhindert werden können. Schlechte Leitern. wacklige Regale, ausgeleierte Drehschemel. schadhafte Büromaschinen, nicht in Ordnung befindliche elektrische Lichtanlagen. Schalter und Kontakte werden viel zu wenig beachtet. Meist erst. wenn der eine oder andere Arbeitskamerad Schaden genommen hat, wird Abhilfe geschaffen. Zu blanke Fußböden sind ebenfalls oft gefährlicher als man denkt. Einige Gaue haben sich der Unfallbekämpfung in Haus und Büro bereits besonders angenommen. Die Arbeitsschutzwalter in den Betrieben in der Ostmark wurden beispielsweise auf die Gefahren im Büro hingewiesen und veranlaßt, hier aufklärend mitzuwirken, damit die Unfälle sich nicht mehren. sondern die Ziffern in der Statistik niedriger werden, was sich bei richtiger Anwendung der Unfallschutzbestimmungen mühelos erreichen läßt. „Deutsches Kraftfleisch“ Das Verbot der Herstellung von Fleisch und Fleisch. waren in luftdicht abgeschlossenes Behältnissen mit Ausnahme von Blut= und Leberwurstkonserven in Schwarz= blechdosen hat jetzt auch eine Anordnung der Hauptvereinigung der deutschen Viehwirtschaft eine Anderung erfahren. Während die Herstellung von Ausschnittwaren aus gekochtem und gebratenem Fleisch verboten war, kann jetzt deutsches Kraftfleisch hergestellt werden. Die Herstellung darf allerdings nicht in Weiß= oder Schwarz= blechdosen erfolgen. Damit kommt praktisch nur die Fertigstellung in offenen Kästen oder in Därmen in Frage. Unter deutschem Kraftfleisch versteht man das früher unter der Bezeichnung Corned Bees in den Verkehr gebrachte Rinderkraftfleisch. Zuchtviehversteigerung in Oldenburg Mit über 200 Tieren weist die Versteigerung der Oldenburger Herdbuch=Gesellschaft am Dienstag, dem 10 Dezember, eine recht beachtliche Beschickung auf. Vorwiegend kommen amtlich gekörte Jungbullen mit vorzüglichen Leistungsnachweisen im Alter von 12 bis 15 Monaten zum Verkauf. Das weibliche Auktionsmaterial besteht aus schweren hochtragenden Färsen, die mit wenigen Ausnahmen Herdbuch= und Leistungsabstammung aufweisen. Die Herdbuch=Gesellschaft übernimmt auf Grund schriftlicher Bestellung treuhändig den Ankauf von Zuchttieren. Anfragen und Katalogbestellungen sind an die Geschäftsstelle der Oldenburger HerdbuchGesellschaft, Oldenburg i.., Osterstraße 16, zu richten. Rühstube in Werse=St. Mauritz Das Deutsche Frauenwerk unter Leitung der Frauenschaft Ortsgruppe Werse=St. Mauritz, Pon. eröffnet am Dienstag, dem 3. Dezember, um 13 an der Warendorfer Straße 411, neben dem Postam; eine öffentliche Nähstube. Zweck dieser Nähstube alte Sachen auszubessern, zu verändern und aus Sachen neue herzustellen. Unsere Parole lautet. „Kleider ohne Punkte“. Die Arbeit soll sic „Kleider ohne Punkte“. Die Arbeit sol nicht nur auf den Eigenverbrauch erstrecken, sondern sie soll auch der NSV gewidmet sein. Alle Frauen., Ortsgruppe Werse=St. Mauritz, die es mit ihrer Zei irgendwie vereinbaren können, werden herzlichst gebe, ten, sich an diesen Nähstunden, die jeden Dienstag 15 Uhr in der Nähstube stattfinden, zu beteiligen. Aus de ——.— NSDAP Orisgruppe Horst-Wessel. Am Mittwoch. dem 4. Dezember 1940, findet um 20 Uhr im Rolinc. Bräu, Horst=Wessel=Str. 24 eine öffentliche Versamm. lung statt. Es spricht der Gauamtsleiter der NSZ. Pg. Siebert. Die Volksgenossen der Ortsgruppe sind zu der Veranstaltung herzlich eingeladen; die Teilnahme Nerteigenolfen der Parieigenossen ist Pflicht. Die Ortsgruppe Niedersachsen bittet alle Angehörigen zur Überprüfung und Vervollständigung der Feldpost. anschriften ihrer eingezogenen Partei= und Volksge. nossen die Anschriften umgehend auf der Ortsgruppengeschäftsstelle, Enkingweg 21, abzugeben, um alle Soldaten zu Weihnachten bedenken zu können. L. Stroh Wh EIEE L. Spezial-Geschäft für Elektrotechnile Rundfunke Beleuchtungskörper aller Art Münster i. 1D. Roggenmarlt 10 Ruf 283 05 Dein punkteireles Welnüachts Otschenk Ist ein Rschhiomont 4U3 ZUs Jahreskarte ab sofort bis zum 31. März 1942 gültig. Familienkarte 10.— Einzelkarte.— Zusatzkarte.— RM., an der Zoo-Kasse zu haben Kafkuntsche Oberschufe, Oberkassei-Bonn Aufnahme von Jungen im eig. Internat. Sorgfältige Erzieh. u. Förderung. Beaufsichtigung der Arbeiten. Prüfung an der Anstalt. Reilezeugnis. Parkenlasen Spertelatz Badehaus— Prospekt Direktor Dr. Beel. 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Lätjohann Hedwis Wangel Gerd Höst Regle: Viktor Tourjansky Durch unergründliches Urwalddunkel vorbei an den Fieberherden abgrundtiefer Sümpfe gejagt von knatternden Maschinengewehrsalven.. in den Ohren noch das Bersten und Knistern ihrer ihnen über den Kopf angezündeten Häuser.. serquält von Sorge um Mann, Welb und Kind... sieht eine Kolonne von Fliehenden, den Haß im Rücken— der Heimat entgegen Volksdeutsche sind es, die wegen ihrer Abstammung und wegen ihrer Liebe zum Vaterland von mordgierigem Gesindel verfolgt rnd iollen Habe meine Praxis wieder aufgenommen. Dr. med. et phil. Schulte Münster. Viktoriastraße 6 Bekanntmachung Mit„Rücksicht auf die Beanspruchung der städtischen Dienststellen durch die am 3. Dezember durchzuführende allgemelne Viehzählung, bleiben die städtischen Dienststellen am Dienstag, dem 3. Dezember, geschlossen. Ausgenommen hiervon sind die Stadthauptkasse, das Ernährungsund Wirtschaftsamt, das Standesamt und das Stadtsteueramt, die wie üblich geöffnet sind. Münster den 29. Nov. 1940. Der Oberbürgermeister. Bekanntmachung über eine allgemeine Biehzählung am 3. Dezember 1940 Auf Anordnung des Herrn Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft findet am 3. Dezember 1940 im Deutschen Reich eine allgemeine Viehzählung statt. Sie erstreckt sich auf Pferde(ohne Militärpferde), Maultiere, Maulesel und Esel, Rindvieh, Schafe, Schweine, Ziegen, Kaninchen, Federvieh und Bienenstöcke. Die Erhebung, die von ehrenamtlich tätigen Zählern durchgeführt wird, dient statistischen und volhswirtschaftlichen Zwecken. niedergemetzelt werden sollen. Ein Kapftel deutscher Geschichte der jüngsten Vergangenheit! Im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Maßnahmen der Reichsregierung kommt dieser Zählung eine besondere Bedeutung zu. Es ist desKein Deutscher sollte es verlän. men, lich dielen Film anzujehen! halb dringende Pflicht aller an der halb dringende Pflicht aller an der Zählung Beteiligten, ihre Aufgabe gewissenhaft durchzuführen. Den Zählern, deren Arbeit insbesondere in Prädikat der Filmprüistelle: Iaatspallicch wecinal! Wir bilten um Einhaltung der Anfange. seilen und empfehlen den Besuch der I. und 3. Vorstellung, da zur 8. Verstellung „larker Andrung. Spielzeiten: # Vechenschan..85.25 1 Nauptllim dar Schluß abend: .20 Uh! den Außenbezirken sehr umfangreich sein wird, ist die Zählung möglichst zu erleichtern. Mit Geldstrafe oder mit Gefängnis bis zu 3 Monaten wird nach§ 9 des Gesetzes über Viehzählungen bestraft, wer die Angaben, zu denen er auf Grund des Viehzählungsgesetzes aufgefordert wird, verweigert, unvollständig oder nicht rechtzeitig macht oder dem Zähler ein berechtigtes Betreten der Ställe nicht gestattet. Daneben kann auf Einziehung des vom Biehhalter oder Eigentümer wissentlich nicht angegebenen Viehes erkannt werden. Das Kaffeekonzert am Sonntag fällt aus Gertladchner Tanzschule Alter Steinweg 1 Neuer Kureus für Anfänger. Zwei neue Steptanzkurse: Marsch- u. Walzer-Step Vorh. Anmeld. erfordl. 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Da der Hafen störung in den Lo Ausweichhafen für Augriff auf South Wie üblich ver ministerium in sein schen Angriffe in faulen Ausrede. d verfügbar seien". zahl von Personen daß im Laufe des Südküste„ein einige große, ve Häusern und an Bomben seien auch den und hätten St Ueber die Ang del International Bomber seien England seit Wo die englischen würts gebrau wie auch London Nach dem schw Hauptstadt seit W abend über 100 F gebrochen und übdon habe im Lauf Fortsetz Hauptziel engl Scheile Von uns Die Engländer lag, daß neue zahlreiche Pu gebiete stattfan mehrere deutsche 1 küste erschienen, ur den Angriffen auf noch nachträglich immer ungenannte habe und daß wä Abwehrfeuer längoffenbar ohne Erft der nicht zu melder Ueber die An zum Sonnabend v am Sonntag einig der englischen Hal der Angriffe und d Englisch Von uns Der englische I Rede am Sonnta ihrer Aufputschung von Luft- und I verfolgt haben un sie sich dort heute Deutschlan hilfe, von Grieche Hintertür a Siegfriedlinie ein wall— könnter Armee(!) und Tages von dort deutschen Drachen Amery hofft der Siegfriedlinie zuhängen— ein läufiger zu sein s# immer einem de Siegfried und we hängnisvoll werd Die Bo1 Angriff italienisch Von un Die Bombard lienischen Flotten machtsbericht kurz am Morgen des eine Stunde. 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