Mikrotilmaschiv der deutschsprachigen Presse.N. S— ummer 326 ichnen wird n wollen. ist der DAF) beit“ auf eine vort. Auf Wunsch der hr 1940 durch die nungspläne aufaller notwendigen Beendigung des lugenmerk richtete ndfreie bygienische önheit der, Arbeit: körper, KontinenNeueinrichtungen ! Die Urlaubsssen war im Friekt. Die Reisen mußerklärlichen Grünvon„Kraft durch volle Urlaubsgestal. dienten im Gau in denen sich 11 438 e weitere Form der nler= und Schachreude“ hat es sich nteressierten Volksre Bestrebungen zu S 1281 Briefmardaß 1000 Tauschseinschaften wurden igsberichtes können die einen allgeseit ermöglichen. Es rnd in Worten zu auswirkl. Ob in sflichteter, deutscher ett der Wehrmacht, etriebe, den SportKonzerten oder Soldaten und Arorten ouszudrücken s Urteil fener, die und ihr Urteil wieErfolge. Der Zahl sen, daß im Gau isten Abschnitte der ch gearbeitet worC Schalke 04 se in den VorderPreußen diesmal 1. Wird diese stark reichen Widerstand Jahren= der Fall sit einem:=Sieg Punkt in Münster die erforderlichen nmenden, Sonntag eren Stammen zu können. ZuHülsmann bemit Scherer imn sche Verteidigungss berg wird ebenelen wird, ist 3. Zt. sird der Halblinke 99, neu eingesetzt reußen, daß Jeesund elbelgt allen eien! wird. Die beiden stehen nicht mehr osten in der Mannwie: Letzgus; enski ausgefülli el ihr ganzes Könrien, daß der Großnden Sonntag zur Is gezwungen Jein egnungen der Fal das Wiederholungsfunde nicht am 8. dar in Saarbrücken —„„„„„„„„„„„„„„„„— eigene Vertretungen Kiunsterhsicher ontheiger 10 Rpf. im Einzelverkauf phaus: van=Delden=Straße 6, Fernsprecher Nr. 450: Ahlen: Adolf-Hitler=Straße 65, Fernsprecher Nr. 444; Bochol: straße 14 Fernsprecher Nr. 3247; Vorten; Kapuzinergasse4, Fernsprecher Nr. 121; Vorghorst: Emadertener Straße 8. Fernsprecher Nr. 224: Burgsteinfurt: Lindenstraße 73, Fernspecher Nr. 22; Coesfeld: Hindenburgplaz 4. Fernsprecher Nr. 394; Dülmen: Adolf=Hitler=Straße 55, Fernspeecher Nr. 578: Emedenen: Mänsterstraße l. Fernprcher Nr. d6; Greven: Münsterstradel. Jarnsorcher Nr.225; Oronam: Adols=Hilen Sir.30., Fernspecher Nr.20; Jovenbüren: Adol=Hüler=Str. 7. Fernsorecher Nr. 34); Leugerich: Adols=Hitler=Pla 11. Fernsprecher Nr. 310; Lädinghausen: Markt Fernsprecher Nr. 336; Ochrrup: Bahnhofstr. 18 Fernspeecher Kr.305; Rheine: Bahnhofstr. 2. Lernsprecher Nr. 252: Warendors: Osstraße 24 Fernsprcher Nu. d11; Werne: Klrcholaz 8. Ferasprucher Nur. 114 ANITLICHES ORGANDESGAUES WESTEALEN-NORD DERNSDAP UNDSANITLICHERBEHORDEN Verlag und Hauptgeschäftostelle: Münster i. L9., Brinztpalmarkt 13/14, Fernsprech=Sammel=Nr. 2 4231. Hauposorinzietung: Munster t. B. Galizinstr. 14. Bezugovreis: Angabe 4 210 MM, Ausgade B(mt Ulustr erter Wochenschau).5 RM monatlich einschl Zustellungsgebühr und Versandtosten. Bei Postbezug einschl. 24chgp um ups. im Durchschnin 2425 Nos.) Postzeltungsgebühren zuzäglich 42 Rpl. Bestellgeld. Die Westsälische Tageszenz####heim imal wöchentl. morgens. Anzeigen: Das mm Höhe 2 mm dreit koster 15 Rpf. füe Familienanzeigen 10Rodaptrecdiengeluche 10 Rof,. Nachlatz nach Preisiste Erfülungsor Münster t. Un Tertanzeigen: Das mm.30 Nc, bei ehdhr bpalianbreite von 72 mm Bellagen: Peeis für 1000 Vellagen bis zu 20 Gramm 1300 RM. dis zm 35 Gramm 150l Nan, dis u 50 Gcamm 17.00 RModne Nachlässe. Für Vezirksausgaden besondere Preislisten, Postscheakonto: K 5ch Ne. 44114 Ru. Shrnong Donnerstag, den 28. Rovember 1940 NummsF Dover wieder unter Feuer Erfolgreiche nächtliche Bombenangrisse auf Avonmouth Bombentreffer auf Geleitzüge Berlin, 27. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannk: Bei sehr ungünstiger Wetterlage beschränkle sich in der Nacht vom 25. zum 26. November und am 26. die Tällgkeit der Lustwasse auf bewassuele Auftlärung und Einzeluuternehmungen. In Avonmeulh riefen nächtliche Bombenangrisse mehrere Brände hervor. Bei Angrifsen auf Geleitzüge wurden bei Jalmonth ein Begleischisf von 7000 BRT versenkt, vor der Themse-Mündung zwei Handelsschiffe mittlerer Größe durch Bombentresser beschädigt, bei Avonmouih ein kleines Handelsschiff durch Flugzeugkanonen in Brand geschossen. Auch gestern wurden britische Häsen weiler vermink. Fernkampfbalterien der Kriegsmarine nahmen Schiffsansammlungen im Hasen von Dover unler wirksames Jeuer. Brilische Flugzeuge warfen im Reichsgebiet vereinzelt Bomben. Es wurden einige Wohnhäuser beschädigt und dabei mehrere Zivilpersonen gelötet oder verletzt. Bei ersolglosen Angriffen britischer Ilugzeuge auf deuische Vorpostenboole gelang es, wie bereits bekanntgegeben, in der Nordsee einem Bool, ein seindliches Ilugzeug abzuschleßen. Ein weiteres Ilugzeug wurde durch Flakartillerie brennend abgeschossen. Zwei eigene Ilugzeuge werden vermißt. vielsagendes Schweigen Ausländische Korrespondenten proteftieren beim Informalionsministerium Von unserem O. St.-Berichterstatter Stockholm, 27. November. Die West möchte endlich die Wahrheit über Birmingham, Southampton und Bristol erfahren, aber London weigert sich, auch nur die geringsten Angaben über diese nächtlichen Angriffe zu machen, ja man versucht sogar mit kindischen Miteln die Wahrheit verluschen. Selbst den ausländischen Korrespondenten in London geht diese Verschweigungstaktik so auf die Nerven, daß sie gesammelt einen scharfen Prolest beim britischen Informationsministerium eingelegt haben und sich in ihren Meldungen über die britische Zenfur lustig machen. Der Londoner Korrespondent der„New York Times“ schreibt, man müsse sich wirklich die Frage stellen, ob die deutschen Bomben der Sache Englands größeren Schaden zufügen, als die britische Zensur. Es sei nun tatsächlich so weit gekommen, daß die englischen Zeitungen sich auf die deutschen Angaben verlassen müßten. um ihre Leser wenigstens einigermaßen über den Stand der Dinge zu informieren. Ein flichst gulk heiteris Jnle Bezeichnendes Eingeständnis Greenwoods „Sanz ähnlich wie April 1917“ — die schweren Verluste der englischen —„Arbeitslosenzahl ein Skandal“ Dekanosow nach Berlin abgereist Verabschiedung des neuen Uds SR-Botschafters in Moskau Moskau, 27. November. Der zum Botschafter der Ads SR in Berlin ernonnte tellvertreiende Außenkommissar Dekanosow hal Mos. kau Dienslagabend verlassen, um sich zur Abernahme seines Amies nach Berlin zu begeben. Zur Verabschiedung Dekanosows hatte sich neben dem deutschen Botschafter Graf von der Schulenburg u. a. der stellvertretende Präsident des Rates der Volkskommissare und stellvertretende Außenkommissar Wyschinski mit einigen hohen Funktionären auf dem Bahnhof eingefunden. an Ribbentrop Berlin, 27. November. Der slowakische Ministerpräsident und Außenminister Tuka sandte dem Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, beim Verlassen des Reichsgebietes ein Danktelegramm, in welchem er gleichzeitig die Bitte aussprach, den Führer der Dankbarkeit und des Vertrauens des slowakischen Volkes zu versichern. Von unserem ständigen Vertreter hw Stockholm, 28. November. In einer Erklärung vor dem Unterhaus mußle die Regierung Churchlll am Mitwoch zugeben, daß Englands Lage im-Bootskrieg heule genau so bedrohlich ist wie im Jahre 1917. Minister Greenwood sagle im Rahmen von sehr bezeichnenden Auslassungen über die schweren Schäden, die England durch Lust= und Seekrieg erlitten hal, es sei kein Zweisel, daß England auch an Schiffsraum schwer geütten habe. Die Lage sei hier„ganz ähnlich wie Im April 1917“. Die Regierung Churchill war zu dieser Feststellung, die Greenwood natürlich durch schönfärberische Verheißungen aufzuwiegen versuchte, gezwungen durch die scharfe Kritik aus den Reihen der Labourparty und der Liberalen, die ihrerseits vermutlich einen Ausfluß der in der englischen Oeffentlichkeit gärenden Zweifel darstellen. Der Labourabgeordnete Shinwell erklärte bei Fortsetzung der Debatte über die Thronrede des Königs, es müsse mehr geschehen zum Ausgleich der schweren Verluste; überhaupt sei die Produktion nicht ausreichend, und das Vorhandensein einer größeren Arbeitslosenzahl sei ein Skandal. Liberale Sprecher unterstützten und erweiterten diese Kritik. Der frühere Kriegsminister Hore Belisha verbreitete sich besonders über Englands ernste Schiffsraumlage und verlangte sofortige Aushilfe aus Amerika. Minister Greenwood erklärte, er sei„trotz der Schifsversenkungen und Bombenangriffe zuversichtlich“. Gewiß biete die Lage insgesamt„ein nicht ganz heiteres Bild“, aber nach zwei Jahren Krieg werde England, was seine Produktion angehe, auf einem Stand sein, den es im letzten Krieg erst nach vier Jahren erreicht habe.(?) Bis jetzt sei die allgemeine Produktion seit Beginn des Krieges bereits verdreifacht, für spezielle Rüstungswaffen vervierfacht. Der Schiffsbau habe nach Greenwoods Angaben dagegen nur um 50 Prozent zugenommen. Die neue Begrenzung der Produktion unnötiger Güter soll bis Mai 1941 die überführung von 75—100.000 Mann in Munitionsfabriken oder ins Heer ermöglichen. Arbeitsminister Beoin teilte in diesem Zusammenhang mit, daß ab sofort bis Ende Juni 1941 größere Einberufungen zur Armee stattfinden sollten, die natürlich, was die englischen Berichte nicht sagen, die englische Produktionskraft erheblich in Mitleidenschaft ziehen. Zu einem Teil hofft England diese der Industrie verlorengehenden Arbeitskräfte, die die Armee in Anspruch nimmt, anscheinend durch Werbungen„unter seinen Allierien“ in Übersee ausgleichen zu können. Minister Greenwood fuhr fort, zweifellos in dem Bestreben, die jetzt bekannt gewordenen furchtbaren Luftangriffsschäden weniger folgenschwer erscheinen zu lassen: es wäre töricht zu bestreiten, daß durch die schweren Luftangriffe der letzten Wochen schwere Schäden in der industriellen Produktion Englands entstanden seien. Aber insgesamt seien sie„überraschend gering...(2) Selbst in Coventry habe er während eines Besuches ständig beobachten können, daß bereits aktive Schritte im Gange seien, um die Produktion wieder zu beginnen(?) Aus der genauen Kenntnis der erlittenen Schäden könne er sagen, daß keine ernste Beeinträchtigung der englischen industriellen Leistungsfähigkeit vorliege—(12) In der Frage des Tonnageausfalls war Greenwood zu ähnlichen Schönfärbereien nicht mehr in der Lage. Hier machte er das eingangs erwähnte Geständnis, das er nur schwach abzumildern suchte durch die Behauptung, Englands„Nettoverlust“ an Tonnags sei gleichwohl nicht so beträchtlich. Er meinte, im Gegensatz zu den steptischen Erklärungen des Schifffahrtsministers Sir Ronald Croß vom Vortage, an Schiffsraum könnten Kanada und Amerika aushelfen. Auch die Regierung werde alles tun, um Englands Schiffsbau anzukurbeln. Zum Schluß sagte Greenwood, der seine Behauptungen über vielfache schwere Luftkriegsschäden in Deutschland vorsichtshalber nicht wieder auffrischte: England müsse sicher neuen Angrissen ins Auge sehen. Enaland sei nicht am Ende seiner Schwierigkeiten, aber Englands Lustwaffe und Blockade würden, wie er hoffe. Deutschlands Wirtschaftskraft„unterminieren“, während England mit Hilfe Amerikas die deutsche Industriekraft zu übertrefsen gedenke.—— Illusionen, nichts als Illusionen! Hatte=Borwurse sur Charchin Abgeordnete Mittelenglands üben schärfste Kritik am Versagen der britischen Verteidigung Stockholm, 27. November. Churchill empfing nach einem hier vorliegenden Bericht aus London eine Abordnung der Parlamenkarier Mittelenglands, die ihm über die verzweifelle Lage in ihren Wahlbezirken Bericht erstattelen. Die Parlamenlarier waren in ihren Darlegungen außerordentlich offen und kritisierlen das Versagen der britischen Verkeidigung auf das schärsie. Churchill erwiderte mit dem Hinweis, daß es in den letzten Wochen notwendig gewesen sei. eine Verstärkung der Verteidigung Londons durchzuführen, das damals das einzige Ziel der deutschen Massenangriffe gewesen sei. Die Parlamentarier stellten die Gegenfrage, ob der Ministerpräsident damit sagen wolle, daß England nicht genügend Flak besitze, um alle wichtigen Industriezentren zu verteidigen. Weiter kam es zu einer erregten Szene, als ein Abgeordneter erklärte, nicht nur die Regierungsmaßnahmen seien unzulänglich gewesen, sondern auch die Fabrikleiter hätten eine rechtzeitige Anlage von ausreichenden Schutzräumen für die Arbeiterschaft abgelehnt oder verzögert, weil sie die Ausgaben gescheut hätten. Ein konservativer Abgeordneter suchte den Fabrikbesitzer zu verteidigen, was zu einem erregten Wortwechsel führte, dem der Ministerpräsident schließlich dadurch ein Ende machte, daß er seinen persönlichen Besuch in Birmingham in Aussicht stellte. rteste wehe.. Churchill gibt setzt zu: Es waren Bristol, Birmingham und Southampton * Von unserem ständigen Vertreter hw. Steckholm, 28. November. Die Regierung Churchills hat sich am Mittwoch dazu durchgerungen, angesichts der umfangreichen Berichterstattung in der deutschen und neutralen Presse über die Vernichtung wichliger Zentren der englischen Kriegswirtschaft nunmehr mitzulellen, gegen welche Städte sich diese Angriffe gerichtel hätten: Birmingham, Southampton und Bristol. Bis dahin halle das englische Volk die Ramen dieser Städte nicht erfahren. Churchill hat mit seiner Offenbarung anscheinend gewartet, bis er über irgendwelche Unternehmungen der eigenen Lustwaffe berichten konnte; daß aber die Hauptwirkung der nächtlichen Angriffe gegen Norditalien wiederum in einer Verletzung der schweizerischen Neutralität bestand, wird in London verschwiegen. Wöhrend bisher die Wirkung der deutschen Vernichtungsangriffe rundweg bagatellisiert wurde, haben die Engländer, vielleicht nach dem Studium der letzten neutralen Zeitungen, brüsk ihre Taktik geändert. Hieran hat vielleicht auch das Echo ihrer nachrichtenpolitischen Methoden in den Vereinigten Staaten einen gewissen Anteil. Noch am Dienstag sagten englische Auslassun„Wir müssen Schiffe haben!“ Verzweifelter Hilfeschrei des britischen Schiffahrtsministers Groß Gens, 27. November. Eine neue klatschende Ohrfeige für den Zweckoptimismus Churchills und seiner Hörigen stellt nach der Erklärung des Londoner Botschafter der Vereinigten Staaten. Kennedy, daß„England so gut wie geschlagen“ sei, und den aufsehenerregenden Ausführungen des britischen Botschafters in den USA. Lord Lothian, über die großen finanziellen Schwierigkeiten Englands ein Vortrag m Londonet Rundsunk dar. In bemerkenswerter Offenheit wird darin die britische Blockade gegenüber Deutschland und Italien, die, wie man so großsprecherisch ankündigte, die autoritären jungen Mächte Europas auf die Knie zwingen würde, abs erfolglos bezeichnet„Selbstverständlich kann man mit dieser Blockade“, so heißt es in dem Rundfunkvorrag wörtlich,„diesen Krieg nicht gewinnen. Deutschland hat große Vorräte im Lande angehäust, und es ist damit zu rechnen, daß es mit diesen, Vorräten noch lange ouskommen wird“(H. Der britische Schiffahrtsminister Ronald Croß zut ein Ubriges, um den Eindruck von dem außerordentlichen Ernst der Lage Großbritanmens noch zu verstärken. Im Anschluß an den Nachrichtendienst im englischen Rundsunk versuchte er, die großen britischen Handelsschiffverluste der letzten Monate seinen Hörern gegenüber zu rechtferigen. Seit Juni dieses Jahres haben sich, so gestand er ein, die Verluste an Handelsschiffsraum verdreisacht. Diese Erhöhung der Verlustziffern sei auf die günstigeren Ausgangsstellungen der deutschen Seestreitkräste zuruckzuführen. Aber England hofft. so versuchte er die sicherlich aus allen Himmeln fallenden Briien zu trösten, diese Verlustquote senken zu können. Croß beauemte sich dann zu dem Zugeständnis, daß die Empire=Länder irotz besten Willens nicht in der Lage seien, genug Handelsschiffe für England zu dauen. „Aber selbst bei Hinzunahme der Werften der USA“ so rundete Croß das düstere Zukunftsbild Englands ab, „ist es recht zweifelhaft: ob England, auf lange Sicht gesehen, über genügend Handelsschiffe verfügt. Die Importe sind sehr stark zurückgegangen, da Deutschland Großbritannien fast von sämtlichen europäischen Märkten ausgeschlossen hat.“ An das britische Volk richtete Croß dann einen eindringlichen Appell, mit Rücksicht auf die Tatsache, daß England unter all diesen Umständen in nächster Zeit weniger überseeische Güter einführen könne, beim Verbrauch von Waren äußerst sparsam zu sein.„Wir müssen Schiffe haben!“, rief Croß am Schluß seiner Ausführungen, alle Schönfärberei und Illusionen unter dem Eindruck der harten Wirklichkeit über Bord wersend, aus.„unser Leben hängt von dem Besitz einer genügenden Anzahl von Schiffen abl“ Weiteres Beschwörungsgemurmel Von unserem.-st.-Berichterstatter Stockholm, 27. November. Außer dem Schiffahrtsminister Croß haben am Dienstag zwei weitere Minister in England das Wort ergrifsen und aufs neue die Oeffentlichkeit aufschwere Zeiten vorbereitet. Der Versorgungsminister Lord Woolton kündigte an, daß das englische Volt sich größte Sparsamkeit im Verbrauch von Mich und Milchprodukten auferlegen, müsse. Gleichzeitig sind von seinem Ministerium zahlreiche Rotverordnungen, erlassen worden, um den Milchoerbrauch in England schon setzt auf ein Minimum herabzudrücken. Landwirtschaftsminister Hudson richtete gestern an die Bauern Englands, Wales und Schottlands einen Appell, sie, sollten mehr Land bebauen. Die landwirtschaftliche Produktion im englischen Mutterlande müsse um jeden Preis erhöht werden. gen:„Von deutscher Seite würden phantastische Behauptungen fabriziert über die Schäden in den englischen Städten, nur um dem deutschen Volk klar zu machen, daß Bomben nicht bloß auf deutschen Boden fallen und daß sich die Tätigkeit Deutschlands nicht nur aufs Diplomatische beschränke“(1) Am Mittwoch aber wurde auf einmal zugegeben, daß Birmingham. Southampton und Bristol, die bisher nur in Umschreibungen bezeichneten Städte waren, gegen die sich die schwersten Aktionen seit Coventry richteten. Entschuldigend fügt man hinzu, die Presse habe die Wirkung dieser Angriffe nicht verringern wollen; sie seien immerhin durchweg „nicht so schlimm gewesen wie die gegen Coventry.“ Natürlich wird jetzt wie jedesmal peinlich vermieden, die geringste Anspielung auf die Zerstörung von Industriewerken und anderen kriegswichtigen Objekten zu machen; lediglich Kaufläden oder andere minder verfängliche Baulichkeiten fanden in den amtlichen Berichten Erwähnung. In Birmingham, das von Industrien förmlich wimmelt, soll beispielsweise vor allem eine große Konzert= und Boxkampfhalle vernichtet worden sein. Immerhin wird zugegeben, daß das Zentrum der Stadt schwer gelitten habe. Von Southampton und Bristol wird gesagt, die öffentlichen Betriebe arbeiteten schon wieder„beinahe normal“. Was von solchen Beteuerungen zu halten ist, hat das Beispiel Coventrys inzwischen gezeigt, wo nach den englischen Beteuerungen bereits nach zwei Tagen eigentlich alles wieder in gewohnten Bahnen gehen sollte, eine Mitteilung, die selbst englandtreuen neutralen Journalisten, die dorthin kamen, zu viel des Schwindels war. Die„rege Verkehrstätigkeit“, an die die Engländer gerade in den Vereinigten Staaten glauben machen möchten, dürste sich im wesentlichen auf die Flüchtlingsströme beziehen, die nach neuen schwedischen Zeugnissen überall zu beobachten sind. Eine schwedische Darstellung aus Birmingham betont, daß nach einem Bombardement von mehreren Nächten auch hier schwere Schäden angerichtet worden sind. In den bombardierten Städten ständen lange Menschenschlangen an jedem Autobushalteplatz. Alle Arten von Fohrzeugen seien unterwegs, Fahrräder, Tandems, Lastautos und Personenautos. Massen von Obdachlosen mit Flüchtlingshabe treffe man in den Straßen. Der schwedische Augenzeuge spricht von einer„Massenflucht“. Vermutlich habe die Bombardierung von Coventry die Eoakuierung aller anderen Städte Mittelenglands vorangetrieben. Welche Stadt war dran! „Sagl uns die Wahrheil“.— Tausende von Anrusen bei den Zeitungen— London in guslender Ungewißhelt Von unserem ständigen Vertreter osch Bern, 28. November. Die Bemühungen der britischen Regierung, die weiteren Schläge der deutschen Lustwasse gegen Industrieund Hasenzentren zu verschweigen, halten, bevog sich die Regierung doch noch zu Eingeständnissen enischloß, das engische Dolk aufs stärkste beunruhigt. Millionen und aber Millionen, se melden die Nachrschten aus London, würden sich seht selbst jeden Morgen die Frage stellen, welche Stadi an der Reihe gewesen sel. Dabei siehe das Bild der Hölle von Covenirg vor aller Augen. In einem privaten Bericht der„Basler Nachrichten“ aus London beißt es, die dritschen Zeitungen könnten sich der telephonischen Anruse und tausender hereinströmender Klagebriefe nicht mehr erwehren. „Sagt uns die Wahrheit“, dies sei der Grundton der tausendfachen Vorwürse, mit denen heute das englische Volk die Zeitungen bestürme. In die Enge gedrängt, hätten sich die Londoner Blätter jetzt gezwungen gesehen, die Verantwortung für die Nichtbekanntgabe der vernichteten Industriezentren dem Informationsministerium in die Schuhe zu schieben. In dem Privatbericht der„Basler Nachrichten“ heißt es weiter, die neue Takik der Angriffe gegen die Industriezentren dient zweisellos dazu, aus der britischen Kriegsmaschine gleichsam Zahnrad nach Zahnrad zu entfernen und diese dadurch zum Stillstand zu bringen. An die Lust gesetzt Britischer Lügenagent mußte Nicaragua verlassen Mexiko Stadt, 27. November. Wie aus Managua gemeldet wird, mußte der englische Agent Steward als Erfinder eines neuen Märchens über die sagenhafte Jünste Kolonne Ricaragua verlassen. Dazu wird ergänzend bekannt, daß eine in der in Managua erscheinenden Zeitung„Estrealla“ veröffentlichte Sensationsmeldung über die Auffindung von 42 Militärgewehren und Munition im Deutschen Klub von Managua auch bei den Behörden Nicaraguas auf so viel Mißtrauen stieß, daß eine Untersuchung des Falles veranlaßt wurde. Als Urheber der Lügennachricht wurde der englische Lügenagent Ronalt Steward entlarot. Die Untersuchung förderte weiteres belastendes Material gegen Steward, der auf rotspanischer Seite mitgekämpft hatte, zutage. Gibt England das Geleitzugsystem auf R WS. Nach Meldungen der neutralen Prusse mehren.: sich in letzter Zeit die Anzeichen dafür, daß Enskand““ weniger von den Geleitzügen Gebrauch miöchl und dige. Handelsschiffe jetzt zum großen Teil allein Zohren=läßis## Besonders bei Gibraltar hat man bechachtet, daß dort keine Geleitzüge mehr zusammengestellzwerden, so daß die vom Atlantik oder vom Mittelmeer kommendenSchife auch einzeln Gibraltar wieder versätet. Daza,; muß einiges festgestellt werden. Bisher war das Geleitzugsystem von Eggland derart organisiert, daß die Schnelldampfer und Fruchtschifse. mit besonders hoher Geschwindigkeit, einzeln fuhren; während die Masse der gewöhnlichen Frachtschifse mit Durchschnittsgeschwindigkeiten zu oft techt soroßenl Geleitzügen zusammengestellt wurden. Mai#chätzt, daß bisher über 90 Prozent der britschen und Wleuglischen Diensten stehenden Handelsschiffe in Geleitzühen-Acen. Bekanntlich haben die Engländer den Gelestzug=als=ölt. lig sicher gegen Angriffe gepriesen und durch ihre Maßnahmen auch die Neutralen veranlaßt, daß die meisten neutralen Reedereien tatsächlich die englischen Geleitzüge benutzten. Für die Neutralen bestand darin eine große Gefahr, da Geleitzüge sekriegsrechtlich als militärische Objekte angesehen, werden. Jedes neutrale Handelsschiff, das einem feindlichen Geleitzug angehört, muß daher ohne weiteres mit unmittelbarer bewaffneter Einwirkung rechnen. Die neutrale Schiffahrt hat daher unserer Auffassung nach keine Sicherheit in englischen Geleitzügen zu erwarten und ist dementsprechend von deutscher Seite immer vor den Folgen gewarnt worden. Wenn daher England jetzt das Geleitzugsystem ganz oder zum Teil aufgibt, dann bedeutet dies ein Eingeständnis dafür, daß das Geleitzugsystem nicht mehr ausreichende Sicherheit bietet. Dafür sind zwingende Gründe maßgebend. Bereits im Weltkrieg hatte die britische Admiralität nach langem Zögern und schweren Kämpfen das Convoysystem in umfassender Weise eingeführt, als der„unbeschränkte Unterseebootkrieg“ fast den Höhepunkt erreicht hatte. Nach Angaben des Admirals Jellicoe standen 277 britische Zerstörer und einige tausend sonstige Bewachungsfahrzeuge im Dienst des Geleitschutzes, ungerechnet einige hundert französischer, amerikanischer, italienischer und japanischer Zerstörer, Kanonenboote und Unterseebvotsjäger. Mit dieser gewaltigen Anzahl von Kriegsschiffen aller Art konnte allerdings, der Geleitschutz folgerichtig durchgeführt werden. Die englischen Fachleute versichern, daß damals das Geleitzugsystem England vor dem Untergang gerettet habe. Wie ist es nun möglich, daß dasselbe System heute versagt und abgeschafft werden soll? In erster Linie ist es zweifellos der große Zerstörermangel, der es England nicht gestattet, seine Geleitzüge so zu sichern, wie es nötig wäre. Im Gegensatz zum Weltkrieg besitzt England nach den schweren bisherigen Kriegsverlusten nur noch etwa 150 bis 160 Zerstörer, von denen überdies ein Teil für Flottenaufgaben im Atlantik und Mittelmeer abgezweigt ist, und außerden, wie ein amerikanischer Sachverständiger schreibt, etwa 40 bis 100 ständig auf den Wersten zur Reparatur oder Ueberholung liegen. Unter diesen Umständen kann den Geleitzügen natürlich kein genügender Zerstörerschutz mitgegeben werden, so daß die Unterseeboote immer wieder in der Lage sind, zahlreiche Dampfer aus den Geleitzügen herauszuschießen bezw. im Sammelangriff ganze Geleitzüge zu sprengen. Dazu kommt nun noch neuerdings der erfolgreiche Angriff deutscher Ueberwasserstreitkräfte, die kürzlich auf dem Nordatlantik einen ganzen Geleitzug restlos vernichteten. Seitdem die deutsche Seekriegführung über die französische Atlantikküste verfügt, kann sie in ganz anderer Weise die Seestreitkräfte einsetzen als im Weltkriege. Von den überaus günstig gelegenen Operationsbasen der Atlantikküste aus können die deutschen Seestreitkräfte ahne langen Anmarsch die britischen Geleitzugwege, im Nordatlantik erreichen und abpatrouillieren. Die Auffindung der britischen Geleitzüge in den riesigen Seeräumen wird heute außerdem erleichtert durch die Aufklärungsarbeit der deutschen Lustwasse, die schon zu zahlreichen guten Erfolgen führte. Ebenso erfolgreich ist die Zusammenarbeit der italienischen Lustwasse und Kriegsmarine im Mittelmeer. Wenn also England unter dem Druck der Verhältnisse das Geleitzugsystem aufgibt, müssen die Handelsschiffe wieder einzeln fahren. Es muß sehr bezweiselt werden ob sie damit bessergestellt sind. Es gibt zahllose Beispiele dafür, daß einzeln sahrende Handelschiffe von deutschen Flugzeugen entdeckt und bombardiert bzw. von Unterseebooten torpediert werden. Sehr lehrreich in dieser Beziehung ist der Fall des britischen Schnelldampfers „Empreß of Britain“ mit seinen 43000 BRT., das zehntgrößte Schiff der Welt, das westlich von Irland auf diese Weise versenkt wurde. Gerade in der totalen Gefahrenzone um England laufen alle englischen und auch für England fahrenden Schiffe Gefahr, unmittelbar versenkt zu werden. Der Angriff auf einzeln Fortseizung auf der 2 Seile * Täglich„nur' 10,3 Millionen Pfund Reuter versucht Englands Kreditwürdigkeit zu rehabilitieren Stockholm, 27. November. Die Enthüllungen englischer Politiker über die zerrüttete britische Finanzpolitik haben in der ganzen Welt großes Aussehen erregl. Neuler siehtl sich darum— zweiselles auf einen Wink„von oben“— veranlaßt, zu beschwichligen und die Kcediltwürdigkeif Beikanniene zu rehabililieren, Die englischen Kriegskosten, so seilt die Londoner Nachrschtenagentur mit, beliefen sich in der vergangenen Woche im Tagesdurckschnitl auf„nur 10.3 Milsionen Pfund, während die täglichen Ausgaben im Durchschnisl für die letzten vier Wochen 11.2 Millionen Pfund betragen hälten gegenüber.9 Millionen Pfund im Oktober und 10 Milionen Pfund im Seplember. Reuter glaubt damit zu widerlegen, daß sich die britüschen Kriegsausgaben einem„Rekordstand“ näherten Wohlweislich verschweigt aber das Nachrichtenbüro Vergleichszisfern aus früheren Monaten. d. h. aus der Zeit, in der England de deutschen Vergeltungsschläge noch nicht zu spüren bekam. Immerhin wird die Plutokratenkaste mit Genugtzung die Reutermeldung, entgegennehmen, daß„die Eingänge an Einkommensteuern eine sehr erfreuliche Steigerung erfahren hätten und die gegenwärtige Entaebe! „Port Brisbaue" verleren wicklung der Staatseinnahmen als ermutigend angesehen“ würde. Welcher Art diese Entwicklung ist, hat Schatzkanzler Kingsley Wood erst vor wenigen Tagen verraten. Das britische Volk soll nämlich mit aufgezwungenen Sparbonds weiter ausgepreßt werden, wöhrend es selbstverständlich das„Vorrecht der Dividendenschlucker ist, von solchen Abgaben verschont zu bieiben. Im Indischen Ozean versenkt Goene un Stockholm, 27. November. Wie Reuter meldet, wurde der britische Fracht. sampfer„Poki Brisbaue“(10612 BRT) Ende voriger Woche im Indischen Ozean verseufl. Wie der australische Marineminister ergänzend mitteilte, ist ein australisches Kriegsschiff mit 27 Uberlebenden der„Port Brisbane“ in einem Hafen Australieneingelausen. Der versenkte Dampfer war in London registriert S 2 * 2) MFA Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 28. November 1940 Westfälische Tageszeitung Antser=Sieg wirs die bouendungAungn. Festakt in der Berliner Staatsoper zum siebenjährigen Bestehen der NS-Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ Eine Rede von Dr. Ley— Die militä rischen Erfolge sichern den sozialistischen Sieg Berlin, 27. November. Aus Anlaß des siebenjährigen Bestehens der NS.Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ sand in der Staatsoper in Berlin ein Festakt statt, zu dem als Vertreler des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbeis, Ministerialdirektor Dr. Gutterer, sowie für den Generalseldmarschall Generallentnant Reinice erschienen waren. Der schöne alte Bau der Berliner Staatsoper war bis auf den letzten Platz gefüllt von Soldaten aller Wehrmachtsteile, von Arbeitern und Arbeiterinnen aus der Rüstungsindustrie und von den Mitarbeitern der Wehrmacht aus dem Bereich der Truppenbetreuung. Auch befreundete italienische Organisationen hatten Abordnungen geschickt. Nach dem„Festlichen Präludium“ von Richard Strauß erstattete Oberdienstleiter Dr. Lafferentz den Leistungsbericht der RS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude“, den wir an anderer Stelle dieser Ausgabe veröffentlichen. Die Arbeit in dem Kriegsjahr stand ganz besonders unter dem Zeichen der außerordentlich großen Leistungen, die„Kraft durch Freude“ im Rahmen der Truppenbetreuung durchgeführt hat. Der Redner verlas ein Telegramm des Generalfeldmarschalts Keitel. in dem dieser dem Reichsorganisationsleiter den Dank ausspricht für die vielen schönen Stunden, die KdF. den Soldaten an der Front und in der Heimat bereitet hat. Anschließend, sprach Reichsorganisationsleiter Dr. Ley:„Sie haben“, so führte er aus,„soeben einen stolzen Bericht über die Arbeit der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" gehört. Ich glaube, nach 1½ Jahren Krieg kann die NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ vor dem Führer und vor dem deutschen Volke feststellen, daß sie nicht nur ihren Platz im Kriege behauptet, sondern darüber hinaus wesentlich zum Siege beigetragen hat. Gerade die Wartezeiten vor den großen Angriffen sind im allgemeinen dem Geist einer Truppe nicht fördernd. Wir stellen fest, daß z. B. die Maginot=Linie die Widerstandskraft der französischen Armee in keiner Weise gehoben hat, sondern das Warten in diesen Befestigungsanlagen letzten Endes mit dazu beitrug, den Widerstandswillen der französischen Armee zu lähmen. Ich glaube behaupten zu können, daß der Einsatz von KdF. bei unseren Soldaten in den Gebieten des Westwalles und später in den besetzten Gebieten immer wieder dazu beigetragen hat, diese schwierige Zeit zu überbrücken. Auf die ausgezeichnete Wirkung der Arbeit von KdF. auf den deutschen Arbeiter und das gesamte deutsche Volk im Inneren brauche ich hier nicht einzugehen. Der sich ständig steigernde Besuch und die starke Inanspruchnahme aller Einrichtungen von KdF. ist der beste Beweis der Richtlgkeit unseres Weges. Die Berichtszahlen stellen zusammen mit der Truppenbetreuung und der Betreuung in der Heimat fest, daß in einem Jahre nahezu an 150 Millionen Menschen Besucher irgendeiner Veranstaltung von KdF. gewesen sind. Das Volk hungert nach Kultur und die RS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ hat— wie der Führer aus einem Reichsparteitag in Nürnberg feststellte— die einmalige Kulturtat vollbracht, das Bedürfnis der breiten Masse nach Kultur vorbehaltlos zu befriedigen. Deshalb werden Sie ermessen, wie stolz wir am 7. Jahrestag im Kriegsjahr 1940 auf die RS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ sind. Daß in dem schwersten Ringen Deutschlands um Existenz und Freiheit Arbeiter und Soldaten Schulter an Schulter neben den Künstlern und der Kunst stehen, ist der beste Beweis für die Richtigkeit unseres nationalsozialistischen Wollens. Wie es uns einmal vor Tausenden von Jahren das Volk von Sparta vorgelebt hat, so wollen auch wir Nationalsozialisten es halten: Saure Wochen— frohe Feste! Harte und härteste Arbeit und Leistungen, selbst unter Einsatz des Lebens, und daneben Kunst, Kultur und wahre Lebensfreude. Wenn die NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ ihr Daseinsrecht beweisen wollte, so mußte dies in den Zeiten der härtesten Belastungsprobe des deutschen Volkes geschehen. Und das ist geschehen! Das stellen wir am heutigen Tage als stolze Bilanz der Kriegsmonate 1939/40 mit Genugtuung fest. Was tun unsere Gegner? Lächerliche Phrasen sollen ihnen über die Katastrophe weghelfen. Das Lachen ist ihnen längst vergangen. Mister Bevin meinte, das Singen in den Betrieben könne helfen. Erst haben sie über KdF. gelacht, jetzt versuchen sie stümperhaft, unsere Maßnahmen zu kopieren. Es gelingt ihnen nicht, weil sie keinen Adolf Hitler haben. Sie haben nun am Schluß des eben vorgetragenen Berichtes gehört, daß das alles nur einen Anfang bedeutet, daß wir in den vergangenen Jahren die Wege gesucht und die Methoden ausprobiert haben, und daß wir erst nach dem Sege das neue große sozialistische Deutschland errichten werden. All das Bisherige war ein Herumtasten und dis zu einem gewissen Grade ein Experimentieren. Jetzt wissen wir den Weg, und jetzt kennen wir die Methoden. Der Sieg schafft uns die Voraussetzungen, um das zu vollenden, was wir unter Sozialismus verstehen. Wir Nationalsozialisten werden ein einmaliges grohes Sozialwerk aufrichlen und mit jeder Illahusterei vergangener Zeiten endgültig brechen. Wir werden, gestützt auf unsere wissenschaftlichen Untersuchungen und gestützt auf die Erfahrungen der Praxis, das gesamte soziale Leben des schaffenden deutschen Menschen so ordnen, wie es der heutige Stand von Technik, Kultur, Wirtschaft und Wissen nur irgendwie ermöglicht. Sie kennen den Auftrag des Führers über die Schaffung der Altersversorgung, dieser Auftrag, der das größte sozialistische Wollen des Führers aufzeigt, jenes Werk darlegt, das neben der Altersversorgung auch die Gesundheidsfürsorge, die Berufserziehung, Erholung und Freizeit, Reichslohnordnung und den sozialen Wohnungsbau umfaßt. Der Führer hat Der Zührer dei Keichvieiler Schwarz Herzliche Ehrungen des Reichsschatzmeisters zu seinem 65. Geburtstag München, 27. November. Der Führer stattele Mittwoch dem Reichsschatzmelster der KsOAp, Reichsleiter Schwarz in seiner Wohnung in München einen Besuch ab, um ihm persönlich seine Glückwünsche zum 65. Geburtstag auszusprechen. Der Führer, der sich mit seinem alten Parteigenossen und Freund längere Zeit unterhielt, gab dabei der herzlichen Hoffnung Ausdruck, daß es dem Reichsschatzmeister vergönnt sein möge, noch recht lange sein verantwortungsvolles Amt zum Wohle der nationalsozialistischen Bewegung und des deutschen Volkes auszuüben. Dem Reichsschatzmeister wurden zu seinem 65. Geburtstage ungemein zahlreiche Glückwünsche zuteil, die von der dankbaren Verehrung für diesen hervorragenden Mitarbeiter des Führers und sein großes Lebenswerk Zeugnis ablegen. Die Ehrungen erreichten ihren Höhepunkt mit dem Besuch des Führers, der seinem alten Parteigenossen Schwarz persönlich seine Glückwünsche aussprach. An der Spitze der führenden Männer der Partei, die zur Gratulation erschienen waren, befanden sich der Stellvertreter des Führers Reichsminister Rudolf Heß, der Reichsleiter Schwarz bei seinem herzlichen Glückwunsch die erste Stufe des Ehrenzeichens für deutsche Volkstumspflege überreichte, Reichsaußenminister von Ribbentrop, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Reichspressechef Dr. Dieterich, der die Glückwünsche der deutschen Presse aussprach, Reichsleiter Oberbürgermeister Fiehler, der für die Hauptstadt der Bewegung ein Gemälde des Münchener Malers Karl Ebert widmete, der Stabschef der SA. Lutze, Reichsjugendführer Axmann, der Gauleiter des Traditionsgaues Adolf Wagner, dessen Festgabe ebenfalls ein prächtiges Gemälde war, der Gauleiter Ost=Hannover Otto Telschow sowie der Reichs=Kriegsopferführer Oberlindober. Für die Wehrmacht überbrachte der Kommandierende General und Befehlshaber im Luftgau 7, Generalleutnant Zenetli und der Kommandant von München, Generalmajor Kieffer, die Glückwünsche. Es erschienen weiter Vertreter des Reichsführers 1 Himmler, des RSKK. und RSFK., des Reichsarbeitsdienstes, der volksdeutschen Mittelstelle und des ½1=Regiments Westland. Von besonderer Herzlichkeit war die Huldigung der Jugend, für die der Reichsjugendführer Axmann„dem größten Förderer der H3.“ eine Mappe mit Aquarellen der neugebauten HJ.=Heime überreichte und die Versicherung entgegennehmen konnte, daß der Reichsschatzmeister die Betreuung der Hitlerjugend auch weiterhin als schönste Aufgabe betrachten werde. Mit der großen Schar der persönlichen Gratulanten vereinten sich im Geist ungezählte Partei- und Volksgenossen, die an diesem Tage der starken Persönlichke:t und des einzigartigen Werkes des Reichsschatzmeisters gedachten. Sie alle verbindet der herzliche Wunsch, daß gute Gesundheit und unverwüstliche Arbeitskraft Reichsleiter Schwarz noch viele Jahre das Glück schenken mögen, dem Führer und seiner Bewegung und damit Volk und Reich zu dienen. Das glückliche Jahr Von Hans Wörner (2. Fortsetzung.) Wobei der Herr Schmidthenner sich nun selber so in Dampf geredet hatte, daß er den fertigen Kaufvertrag mit Quittung und allem Zubehör eine ganze Weile in der Hand behielt, statt ihn dem Jochen Meierhoff zur Unterschrift zu geben. „Und wann liefern Sie?“ fragte Jochen und reichte das Papier zurück. Herr Schmidthenner faltete für Jochen die Kopie und gab sie ihm.„Sie sollen mit mir zufrieden sein", sagte er ganz ernst,„grad Sie. Vielleicht regnet es Backsteine, aber bestimmt steht der Kleine am Neujahrsmorgen vor Ihrer Tür. Und ich bringe ihn selbst!" Die Ursel ging zwischen den beiden Männern zur Tür, genau so breit war der Läufer. Sie spürte Freude in sich, Freude rechts neben sich, Freude links neben sich. So ganz in Ordnung kann das schöne Leben sein, daß man es richtig spürt, wie mit Händen zu greisen. Auf der Straße erinnerte sich Jochen Meierhoff an etwas, was er zuerst gegen Ende seiner Lehrzeit erlebte: er war in das Theater gegangen. Es gab„Wilhelm Tell“, und als alles vorüber war und der Jochen wieder draußen in der Nacht stand, hatte er genau dieses Gefühl wie jetzt. Er war frei, über sich selbst hinaus frei, sehr stark und wach, zu allem aufgelegt, was mit Kraft und Sicherheit getan werden muß. Er faßte seine Ursel um die Schulter und ließ die Hand dann von ihrer Schulter quer über ihren Rücken und unter ihren Arm gleiten. Sie drückte die Hand mit ihrem Ellbogen an sich und wechselte dabei den Schritt. Und so gingen sie jetzt. Ohne ein Wort. Sie waren eben froh, die Ursel so, daß nun eine Weile nichts mehr zu kommen brauchte, aber Jochen Meierhoff so, daß jetzt unbedingt etwas passieren mußte! „Komm, Ursel“, sagte er,„wir gehen mal am Geschäft vorbei!“ „Willst du denn gleich mit dem Chef sprechen?“ erriet sie seine Gedanken. „Das wäre ganz gut!“ lächelte Jochen. „Aber wir wissen gar nicht, ob er gerade heute noch im Büro ist, die Uhr ist fast sieben!" „Wenn wir wirklich Glück haben, wird er noch da sein!" stieß Jochen hervor. Dr. Schulz war wirklich noch da. Dort oben leuchtete seine Schreibtischlampe durch die Gardine, der Torweg zum Lagerplatz war noch offen, die Lampe über der eisernen Außentreppe brannte noch. „Was willst du tun, Ursel? Hier auf und ab gehen oder nach Hause laufen?“ fragte Jochen. „Erst warte ich noch, vielleicht geh' ich dann heim!“ lächelte sie.„Mach's jedenfalls gut, Jochen!“ Und dann stand sie ganz still, so lange sie Jochens Schatten im Torweg, seinen hellen Mantel auf der Außentreppe, seine Hand droben an der Klingel sah... Es war keine schöne Straße, in der sie dann langsam auf und ab ging. Es lagen fast lauter Grossisten hier nebeneinander, und außer der Firma des Dr. Schulz noch eine Seifensiederei und eine Sodafabrik. Die Fronten waren alle aus alten Backsteinen, die sich über eine Wäsche recht gefreut hätten. Toreinfahrten hielten große Löcher in den Fassaden offen. Schilder mit schmiedeeisernen Rändern und altfränkischen Schnörkeln an den Ecken zeigten biedere Namen in die Straße hinein; die meisten konnte man in dem Gaslicht der Straßenlaternen nur lesen, wenn man dicht darunter stand. Ursei Meierhoff las sie ohne die Aussicht, sie auch zu behalten, denn der wichtige Teil ihrer Gedanken war bei dem Jochen und dem Herrn Dr. Schulz. Sie sorgte sich nicht um den Ausgang des Gespräches, sie wußte, daß Jochem seinem Chef schon zweimal oder dreimal davon gesprochen hatte, mit einem eigenen Wagen als Vertreter der Firma auf dem Lande zu arbeiten. Der Dr. Schulz hatte so fest zugesagt, wie er nur konnte, so lange der Wagen noch nicht da war. Ohne den aber wollte er nicht an eine Vertretung heran; denn er war vor Jochens Zeit mal mit einem Reisenden hereingefallen, der ihm einen Geschäftswagen verfahren, seine Zeit aber vertan und sein Fixum mit Vorschüssen überzogen hatte. Ein bißchen stand der alte Dr. Schulz seitdem bei der Meinung, daß Geschäftswagen einen jungen Mann nur leichtsinnig machen und ein Vertreter ein Teilhaber mit einem Partnerhalb am Risiko sein müsse. Genau so hatte es der Jochen im Sinn, dachte Ursel, und darum konnte sie ruhig sein. Sie schickte ihm ihre Gedanken und hatte den Einfall, daß er ja zu seinem guten Vorschlag und seinem ehrlichen Willen noch obendrein in den wollenen Socken aus dem Waisenhaus vor Herrn Dr. Schulz stehe! Natürlich würde ihm das auch Glück bringen. Ursel Meierhoff wußte freilich nicht, wieso eigentlich. Und di war also jetzt, mitten in ihrem als erstes Gesetzeswerk in dem großen Sozialausbau den klaren und eindeutigen Erlaß über den sozialen Wohnungsbau geschaffen, der die Woyrungsnot endgültig deheben wird. Der Entwurf zur Altersversorgung liegt dem Führer bereits vor und ist von ihm gebilligt worden. Das Gesundheitswerk ist im Entwurf fertiggestellt und steht zur Beratung. Das Werk der Berufserziehung ist in Angriff genommen und die Beratungen über das Freizeit= und Erholungswerk sind sehr weit fortgeschritten. So wird bei Beendigung des Krieges das gesamte größte Sozialwerk dem Führer endgültig vorliegen. Das ist unser Sieg, der Sieg der schaffenden Menschen. Die militärischen Erfolge geben uns Nationalsozialisten die Voraussetzungen, um den sozialistischen Sieg sicherzustellen. Dazu werden die zusätzlichen Leistungen der NS.= Gemeinschaft„Kraft durch Freude" treten— ich erinnere an die Seebäder, den Bau einer großen KdF.=Flotte, die Erholungsheime und nicht zuletzt das Volkobildungswerk. Der Führer sprach:„Ich sehe nach dem Sieg u. a. eine große Aufgabe. Das ist der Ausbau des sezlalistischen Deutschlands. Ich will und werde den deutschen Arbeiler zum Träger des zukünftigen Reiches machen. Dann weiß ich, daß dieses Reich für Jahrtausende gesichert sein wird.“ Gibt England das Geleitzugsystem auf? Fortseizung von der 1. Seite Dr. Ley dankt den deutschen Kunsttern Berlin, 27. November. Aus Anlaß des 7. Jahrestages der NSG Kraft durch Freude" sprach Dr. Ley den deutschen Künstlerinnen und Künstlern einschließlich der Artisten, die auf allen Gebieten der kulturellen Betreuung von Heimat und Front sich tatkräftig eingesetzt haben, seinen besonderen Dank aus. Als Zeichen des Dankes ordnete Dr. Ley die Gründung eines Künstlererholungswerkes an, das nach den Worten des Reichsleiters folgenden Zweck hat:„Durch dieses Werk wird den Künstlerinnen und Künstlern, die in Ausübung ihrer KdF=Arbeit infolge Ueberanstrengung oder Krankheit zu Schaden kommen, die notwendige Pflege und Erholung dieses Erholungswerkes habe ich die NSG„Kraft durch Freude" beauftragt.“ fahrende bewaffnete Handelsschiffe ist außerdem für Un, terseeboote noch leichter als wenn sie im Schutz voKriegsschiffen fahren. Deshalb muß von deutscher Sei, noch einmal auf das ernsteste darauf hingewiesen werden daß auch die neutralen Reeder beim Befahren Kriegsgebietes um England mit der Vernichtung ihre, Schiffe rechnen müssen. Es gibt heute keine Sicherhei mehr für die englische Schiffahrt weder in noch außer. halb der Geleitzüge. Wer für England fähr: fährt in den Tod! Herrenmäntel nur gegen Bezugsschein Berlin, 27. November. Früchtiese Lacschungemnanrter Angebliche Erfolge der RAF sollen das englische Volk die eigene Not vergessen lassen Berlin, 27. November Nachdem die britischen Lügen über die angebliche Bombardierung Berliner Bahnhöfe eine Abfuhr erlitten haben, wie es für die Agitalionsmaschine Churchills nicht beschämender sein kann, haben diese Papiersieger nichts eiligeres zu tun, als ihre bloßgestellten Methoden durch neue Lügen zu verdecken. In ihrer verzweisellen Lage brauchen sie als Gegengewicht gegen den depremierenden Eindruck der durch die deutsche Lustwasse angerichteten gewaltigen Zerstörungen unbedingt Meldungen, daß die britischen Bomber Industriewerke und militärische Anlagen in Deutschland getroffen haben. In dieser Zwangslage werden die„Erfolge“ eben gemeldet, wenn die wirklichen Vorgänge auch nicht den geringsten Anhaltspunki dazu geben. So haben die Engländer bekanntlich in der Nacht zum Mittwoch nur vereinzelte Bomben im Reichsgebiet abgeworfen, durch die einige Wohnhäuser zerstört wurden, und die Berliner Sperrzone konnten sie garnicht durchdringen, sondern sie mußten sich damit begnügen, einige wenige Bomben in den äußeren Stadtrandgebieten abzuwerfen, wo sie nur geringen Häuser= und Flurschaden anrichteten. Der Londoner Rundfunk aber macht den Leuten weis, daß„militärische Ziele in Deutschland u. a. auch in Berlin" bombardiert wurden, und sucht diese Lüge durch ebenso erlogene Einzelangaben zu unterbauen. Um sich nicht zu genau auf seine Lügen festzulegen, spricht er allgemein von den letzten Angriffen und behauptet etwa, daß in Berlin eine Fabrik so schwer getroffen sei, daß ein großer Teil der Belegschaft entlassen werden mußte und der Rest gegen halben Lohn arbeiten muß. Eine andere Berliner Fabrik verwandelt er flugs in ein Elektrizitätswerk, das seine Tätigkeit so gut wie eingestellt habe. In Berlin aber weiß jeder, daß weder eine Fabrik getroffen worden ist, noch daß ein Werk seine Arbeit einstellen und seine Arbeiter entlassen mußte. Da nun die Agitationsmaschine, die solche Lügen gleichsam am laufenden Bande erzeugt, mit der Schnelligkeit der Ereignisse nicht mitkommt, werden sogenannte„Zusammenstellungen“ gemacht, die den englischen Hörern ein möglichst eindringliches Bild von den„Erfolgen“ der RAF geben sollen und die natürlich ebenso erfunden sind, wie die neuen Erfolgsmeldungen. Dazu dienen z. B. angebliche „Einzelheiten“, die der Londoner Rundfunk über einen Mitte November auf Hamburg gemachten Angriff am Mittwoch brachte. Die Angaben, daß sechs Fabriken, Oellager und natürlich auf eine Eisenbahnstation beschädigt sein sollen, haben auf jeden Fall nur den Zweck, die Engländer von den an Industriewerken, Hafenanlagen und Vorratslagern in Bristol, Southampton usw. angerichteten Zerstörungen abzulenken. Nicht anders ist es mit der frechen Lüge, daß aus dem Ruhrgebiet 60 Prozent der Kohlen wegen Unterbrechung der Verbindungen nicht mehr transportiert werden können. All diese Lügen können die Welt nicht täuschen, sa sie sind geradezu ein Beweis dafür, wieriesengroß die Zerstörungen an kriegswichligen Werken in England sein müssen, und wie furchtbar der Verkehr und überhaupt das ganze Leben in England durch das unablässige Hämmern der deutschen Vergeltungsaktion mitgenommen sind. mathematischer Dräzision“ Schwedische Stimmen zu den deutschen Luflangriffen Zunehmende Demonstrationen in London frohen Warten auf der alten Straße, der Gedanke an das Waisenhaus, an das unbestimmte Grau, aus dem Jochen zu ihr gekommen war und von dem er nie sprach... So, wie er heute noch war, genau so war er zu ihr gekommen, einfach Jochen Meierhoff, fertig, in sich geschlossen, ohne Vergangenheit, ohne ein Schloß und ohne einen Schlüssel dazu. Sie hatte ihn so oft ausfragen wollen, aber er hatte zu wenig, weniger als nichts eigentlich, dazu getan, daß es dazu kam. Also verschob sie es. Damals, als sie ihn in der Straßenbahn kennenlernte, verschob sie es, weil keine Zeit dazu da war als die Zeit zwischen immer nur drei Haltestellen. Als sie sich zum erstenmal verabredeten, verschob sie es auf den Abend, an dem er mal bei ihrer Tante sein würde. Und dann verschob sie es weiter, über den ersten Kuß hinaus, über die Brautzeit weg, immer weiter. Jetzt waren sie fast drei Jahre verheiratet, und sie mochte kaum noch fragen. Er runzelte ja immer nur die Stirn... Wie war das, ach, sie war in Gedanken schon auf den Heimweg geraten... Vielleicht ist es nicht recht, daß ich schon heimgehe, statt auf Jochen zu warten, dachte Ursel Meierhoff. Darum schlug sie einen Umweg ein, überquerte einen Platz mit großem Fahrbetrieb, Straßenbahnen, Autos, Omnibussen. Sie ging an vielen Schaufenstern vorüber, sah Kleider an, Blumen, Kinoplakate. Sie wurde wieder froh und stark, achtete auf den kürzesten Weg nach ihrer Wohnung. Und stand zuletzt glücklich vor ihrer Haustür, gerade als um die Ecke ein junger eilender Mann mit Namen Jochen Meierhoff bog und ihr einen lustigen Pfiff zuschickte. „Es hat alles aufs Haar geplappt!“ sagte er mitten in ihr offenes, fragendes, vertrauendes Gesicht hinein. Und ehe sie, langsam, die vier Treppen zu ihrem Heim emporgestiegen waren, nebeneinander, hatte er ihr alles auseinandergesetzt. Jochen Meierhoff, mit dem Kaufvertrag für einen kleinen Wagen in der Tasche, war obendrein noch Vertreter für die Firma Dr. Schulz, Provisionsvertreter, aber einziger Vertreter in der ganzen Provinz, die Hauptstadt ausgenommen.„Die Stadt hier brauche ich auch nicht!“ sagte er, während er die Wohnungstür aufschloß. Sie schmückten zu Weihnachten einen Baum und schenkten der Tante ein Paar ordentliche Überschuhe, aber sich selbst kauften sie nichts. Sie brauchten das Geld für Jochens Fahrkursus, die Transportkosten des Wagens, die Garagenmiete und die Versicherung. Von der ersten Fahrstunde kam Jochen wieder und hatte sein Unterhemd vor Eifer durchgeschwitzt. Er erzählte so gut wie nichts, den Führerschein legte er eines Tages einfach auf den Tisch und drummte über die Stempelgebühr. Auf der Straße saß er hinter jedem Auto her, wie es die schen versuchen, stellt ein schwedisches Blatt fest, daß die Auswirkung der deutschen Bombenangriffe immer verheeren der würde, da es England nicht gelungen sei, eine wirkungsvolle Nachtverleidigung durchzuführen. Alles deute darauf hin, so schreibt die schwedische Zeitung, daß die noch vorhandenen Jagdfl ugzeuge zur Abwehr nicht mehr ausreichten. Zwar sei der englische Widerstand zäh, aber die deutsche Zerstörung der englischen Kriegsindustrie arbeite mit einer mathematischen und maschinenmäßigen Präzision, von der sich nur der einen Begriff machen könnte, der sie selbst erlebte. An dem Beispiel des Feldzuges in Frankreich, Belgien und Holland, so drückt das Blatt sich vorsichtig aus, könne man jedoch„zu gewissen Folgerungen" über das Schicksal Englands kommen Ein aus England nach Madrid zurückgekehrter Geschäftsmann erklärt, daß es in London immer häufiger zu Demonstrationen der Massen käme, so versuchte am letzten Abend seiner Anwesenheit in London. eine Schar von Obdachlosen vom=Bahnhof Aldwych in einer Pause edr Angriffe ins Savoy=Hotel einzudringen, um sich dort, wie sie sich ausdrückten, den „Luxusbetrieb“ einmal anzusehen. Nur mit Mühe sei es der Polizei gelungen, die Demonstranten abzudrängen, wobei ihnen ein erneuter deutscher Luftangriff zu Hilfe kam, der die Menge wieder in die Keller und Unterstände zurücktrieb. Durch eine Anordnung des Sonderbeauftragten die Spinnstoffwirtschaft, die im Deutschen Reichsanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger Nr. 278 vom 26. No, vember 1940 veröffentlicht worden ist, ist die Möglich. keit, vom 1. Dezember an auf die Reichskleiderkarte Herrenwintermäntel zu beziehen, vorläufig aus, gesetzt worden. Diese Maßnahme wurde getroffen, weil die vorhan. denen Herrenwintermäntel zunächst den Volksgenossen vorbehalten bleiben müssen, die wegen nachgewiesenen unabweisbaren Bedarfes einen Bezugschein erhalten. Den Bezugscheinberechtigten dürfen auch nicht Mäntel vorenthalten werden, weil andere Verbraucher sie sich zum Bezug auf die Männerkleiderkarte haben zurück. legen lassen. Solches Zurückhalten ist unzulässig. In Kürze Der ägyptische Verleidigungsminister Vunis Pascha Saleh ist Mittwochmorgen, wie Reuter aus Kairo zu berichten weiß, an einem„Herzschlag“ gestorben. Er befand sich angeblich im Zuge auf der Reise von Kairo nach Jayum. Wie Reuler meldet, ist der Präsident der Versammlung der Präsidentschaft in Bombay, Mavlankar, festgenommen und„auf Grund der Vorschriften für die nationale Landesverleidigung inhaftiert“ worden. Das im Solde Englands fahrende 5811 BRT große norwegische Motorschiff„Touraine“ wird von der „Norwegischen Handels- und Schiffahrtszeilung“ als verloren gemeldet. Die Mannschaft konnte vollzählig gerettet werden. Wie„Dagbladel“ meldet, wird der Verlust folgender unter englischer Kontrolle fahrender norwe. gischer Schiffe bestätigl:„Tirranna“(7230 BRT) „Simla“(6031 BRT),„Cubano“(5810 BRT),„Tancred“(6090 BRT) und„Tudor“(6607 BRT). Sämlliche Verluste liegen einige Zeit, teilweise Monale zurück. Italiens Lustwaffe ständig am Feind Bomben auf feindliche Truppen und Verkehrswege— Sechs Kriegsschiffe und Hafen von Alexandrien schwer getroffen Stockholm, 27. November. Entgegen den verkrampften optimistischen Meldungen, mit denen die Londoner Illusionisten die Welt zu täuRom, 27. November. Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: An der griechischen Froni normale Patrouillen- und Erkundungskätigkeit. Unsere Luftwaffe hat ohne Unterbrechung ihre Aktionen gegen die seindlichen Anlagen und Truppen durchgeführt. Außerdem wurden alle feindlichen Verkehrswege zum Ziel heftiger Angrisse gemacht. Die Straßenkreuzungen von Perati. Delvinak! und Doljana, die Zeniren von Erseka und Minina, die Brücken über den Kalamas bei Perati und Minina wurden wiederholt getroffen und unterbrochen. Der Flughafen von Jannina wurde mil Bomben belegl. Auf der Insel Korsu wurden das neue Fort, die Hafenanlagen und die Höhen von Korakiana getrossen. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. Feindliche Flugzeuge bombardierten Valona, ohne Opfer oder Schaden zu verursachen. Während einer offensiven Erkundungsaktion über der Insel Malta wurde ein feindliches Jagdflugzeug im Kampf mit unseren Jägern abgeschossen und stürzte ins Meer. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. In Nordafrika warfen feindliche Flugzeuge Bomben auf Tripolis, wobei es im Hasengebiel zwei Verwundete und unbedeutenden Schaden gab. Andere feindliche Flugzeuge grifsen das Forl Maddalena, ferner Garnul Grein und unsere benachbarten Stellungen an. Ein feindliches Flugzeug wurde von der Ilak getroffen und stürzte in Flammen ab. Ein Mitglied der Besatzung reitele sich mit dem Fallschirm und wurde gefangengenommen. Nach zuverlässigen Nachrichten wurden bei dem von unseren Fliegerstaffeln mit Bomben schweren Kalibers am 19. November auf den Hafen von Alexandrien durchgeführten Lufkangriff sechs Kriegsschisfe schwer getroffen, ferner die von der feindlichen Flotte benutzten Reparaturwerkstätten der Kanalgesellschaft, die Flughäfen von Heluan und Abn-Sceir, in welch letzterem vier Flugzeuge in Brand gerieten, zerstört. In Ostafrika bombardierten unsere Fliegerstafseln die feindlichen Stellungen westlich von Gallabat. Feindliche Flugzeuge warfen Bomben auf Assab, Massaug und Daughila, ohne Opfer zu fordern. Zu den fünf feindlichen Flugzeugen, die bei dem im gestrigen Wehrmachtbericht verzeichneten Luflangriff auf Leros abgeschossen wurden, kommt noch ein sechstes von der Marineflak abgeschossenes Flugzeug hinzu. Jeindliche über die Schweiz gekommene Flugzeuge warfen Bomben und Brandbomben auf Turin. Einige Gebäude im Zentrum und an der Peripherie der Stadt wurden beschädigt. Ein Brand, der in einer Glasbläscrei ausbrach, wurde im Keime erstickt. Viele Bomben fielen auf freies Feld, wo zwei Bauernhäuser zerstört wurden. Ein Soldai, der Wache stand, wurde gelötet, zwei Personen durch Bombensplitter verwundet. Verlag: Westfällsche Tageszeitung G. m. b.., Münster(Westf.). Verlagsleiter: Erich Frintrop(z. 2t. im Felde), 1. V. Arthur Petsch. Hauptschriftleiter: Dr. Anion Eickhofl(z. 2t. im Felde): Stellvertreter: Karl Kuhl. Verantwortliche Schriftleiter: Politik: Karl Kuhl: Politische Nachrichten und Vermischtes: Dr. Eugen Wagner: Bewegung und Provinz: Max Hiemisch(z. 2t. im Felde), 1. V. August Hollwes: Volkstum, Kunst und Unterhaltung: Wilhelm Vernekohl: Stalltanzeiger: Peter Jurascheck: Kommunalpolitik: Otto Peffer 1. V. Peler Jurascheck: Bezirksausgaben und Bildberichterstattung: Clemens Hülsbusch: Anzeigenleiter: Horst Enters (z. 24. Wehrmacht), 1. V. Hans Wolfmaler. Sämtlich in Mänster. Druck: Aschendorfische Buchdruckerei. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 1 vom 1. Juli 1940 gältig. nächste Kurve nehme.„Gut, der Mann!“ oder„Konnte besser sein!“ sagte er dann. Am Silvester schickte Herr Schmidthenner eine gedruckte Glückwunschkarte, und am Neujahrsmorgen um zehn Uhr kam er tatsächlich selber und brachte den Wagen! Die Ursel sah ihn sogar ankommen. Sie drehte sich ins Zimmer und winkte den Jochen herbei in einer Art, als wünsche sie, er möge sowohl schnell als auch leise ans Fenster kommen. Sie selbst sagte keinen Ton, zeigte nur auf die Straße. Da stand das kleine Glück, das Pferdchen, das blanke Wunderchen, das Puppenstübchen, das lustige Wägelchen. Wie aus dem Wattekästchen genommen, wie aus den Wolken gekrant, wie aus dem Ei gepellt. Das Dach blitzte, die Kotflügel, die Radnaben, die Türgriffe, die Scheiben und Scheinwerfer blinkten— und daneben stand Herr Schmidthenner in Llanken Schuhen, in einem schweren, guten Mantel und hod seinen Hut... „Fenster auf, Ursel!“. Die Ursel schob die Blumentöpfe auf der Fensterbank zuerst nicht weit genug zur Seite und dann viel, viel zu weit. „Na, nun mach schon!“ lachte Jochen. „Viel Glück mit dem neuen Wagen, viel Glück mit dem neuen Jahr!“ rief Herr Schmidtbrenner.„Wallen Sie nicht mal ein bißchen runterkommen?" Sie ließen das Fenster offen; die Ursel dachte wenigstens noch daran, ihren Mantel überzuziehen, aber der Jochen rannte die Treppen hinunter, daß die Stufen unter ihm dröhnten und die Portiersfrau aus ihrer Wohnung herausstaunte.„Gucke an, da zeigt sich doch, wo noch Geld zu Hause ist!“ sagte sie, denn sie hatte sich den ganzen Grand schon richtig zurechtgemischt. „Haben Sie eine Garage für ihn?“ fragte Herr Schmidthenner. „Hier um die zweite Ecke, heizbar und schon geheizt“, sagte Jochen. „Sieht die Farbe auch im Straßenlicht genau so aus. wie Sie es sich gedacht haben, Frau Meierhoff?“ fragte Herr Schmidthenner. „Genau so, ich werde sie auch gut pflegen!“ sagte Ursel „Nun, in Politurmitteln kann ich bei Ihnen ja kein Geschäft machen!“ lachte Herr Schmidthenner und wirbelte die Schlüssel des Wagens an einem kleinen Kettchen herum. Und mit dem Gewirbel an der Hand ging er auf Ursel Meierhoff zu— die hielt beide Hände auf. und Schmidthenner ließ die Schlüsselchen klirrend hineinfallen.„Übergabe vollzogen!“ sagte er und hob seinen Hut. Jochen unterschrieb einen Quittungsschein; der linke Kotflügel seines, seines eigenen, seines ihm gehörenden, seines ganz und gar ihm zu eigenen Wagens war das Pult dazu. Herr Schmidthenner wäre gern dabei gewesen, wenn sie mal gleich hätten fahren wollen.„Ach, nein!“ sagten sie. Sie ließen den netten Mann weggehen, und dann fuhren sie allein, und zwar nur um die Ecke und gleich in die Garage. Sie fuhren langsam; die Gänge, die Steuerung, der Motor, alles ging noch ein wenig schwer, ein bißchen hart, wie ein Kind mit seinen ersten Schuhen mit den Absätzchen auftappt. In die Garage schoben sie den Wagen rückwärts mit stehendem Motor hinein, sobten die milde Wärme des Raumes und knipsten ein bißchen mit den Scheinwerfern und den Winkern herum. Sie suchten das Bordwerkzeug hervor, Jochen ging mit dem Zeigefinger den Kabeln nach, die Ursel holte einen großen Karton voll Bohnerlappen, Teppichbürste und Staubtuch hervor und polierte schnell die Scheiben, Türen und Flächen des Wagens nach. Sie verriet, daß sie eine Puppe für das Rückfenster genäht habe, und zog sie dann gleich aus der Manteltasche. Es war ein Hein mit dem Schifferklavier. Und Jochen Meierhoff summte:„Hein spielt abends so schön auf dem Schifferklavier (Fortsetzung folgt) Heitere Ecke „Sie wollen das Klavier Ihrer Tochter verkaufen?“ „Ja— meine Tochter heiratet und mein Schwiegersohn nimmt sie nur ohne Klavier!“ (Fliegende Blätter) „Sag mal, Wolfgang, wie teilst du eigentlich dein Geld ein?“ „Etwa 30 Prozent für Kleidung, 40 Prozent gebe ich für Essen aus und 50 Prozent für Vergnügen!“ „Aber, warte mal, das sind ja 120 Prozent!“ „Ja, leider, mein Lieber, leider!“ Neue Illustr. 316.— Ein Dramatiker, dessen Stücke sehr wenig Zugkraft hatten, unterhielt sich einmal mit dem Direktok des Burgtheaters. Dabei gab der Dichter dem Direktok eine Zigarre. Dieser entzündete das Kraut, legte## aber nach den ersten Zügen beiseite mit den Worten: „Die Zigarre zieht genau so wie Ihre Stücke!" „Gestern war ich im Theater! Wunderbar so#' ich dir.“ „So, was hast du denn gesehen— ein Lustspiel oder ein Trauerspiel?“ „Keins von beiden— Gastspiel stand auf dem Pre“ gramm.“(Berl. 34. 28. Novem Welch ein ge doch dem Stadt: den! Tagaus. t Torturmes über sen und Felder weit unter sich. Mauer mit ihren Blick wehren kon stetem Gleichmaß Herz des alten T daß man meinen alle Unruhen sti. Ein heimliche dem Herz wach. ter. klar gedachte halbverwehtes G der Abend zur! wachsam über Sommers und w Die gelbe Stra Bogen aus dem ihr das Geleit Auf dieser ge Jahren ein jun der Stadtwärtel gestanden und h daß sich der Jun und dann würd die Brüstung tr der Junge hatte das Tor, das er ter den gewunde Blut aus der b kein Streit vora wärtels verkünd Mutter, daß er Quadermauern. Straße, wo er 1 jedes Pluderärm Es war wen wußte dies auch. daß ihm der Jur hinterher noch n einsamer gewor! 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No. ist, ist die Möglich. ie Reichskleiderkarte vorläufig aus. en, weil die vorhan. den Volksgenossen egen nachgewiesenen ezugschein erhalten. auch nicht Mäntel Verbraucher sie sich rkarte haben zurück. ist unzulässig. nister Junis Pascha keuter aus Kairo zu lag" gestorben. Er der Reise von Kairo sident der Versammay, Mavlankar, Vorschriften für die ierl“ worden. fahrende 5811 BRT raine“ wird von der iffahrtszeitung“, als konnte vollzählig geer Verlust folgender e fahrender norwe. nna“(7230 BRT) 5810 BRT),„Tan607 BRT). Sämlteilweise Monale Kriegsschiffe Kriegsschisse von der feindlichen en der Kanalgesellund Abn-Sceir, in Brand gerieten, unsere Fliegerstafstlich von Gallaomben auf Assab, ie Opfer zu fordern. gen, die bei dem im eien Luftangriff auf nt noch ein sechstes flugzeug hinzu. kommene Flugzeuge auf Turin. Einige Veripherie der Stadt n einer Glasbläscrei hiele Bomben fielen ser zerstört wurden. e getötet, zwei Perdei. .., Münster(Westf.). Felde), 1. V. Arthur Eickhoff(z. 2t. im rantwortliche SchriftVachrichten und Ver1g und Provinz: Mar gust Hollweg: VolksIm Vernekohl: Stalltlpolitik: Otto Pester ben und Bildberichtenleiter: Horst Enters fmaler. Sämtlich in hdruckerei. Zur Zeit fältig. habei gewesen, wenn „Ach, nein!“ sagten veggehen, und dann ie Ecke und gleich in die Steuerung, der schwer, ein bißchen n Schuhen mit den ige schoben sie den kotor hinein, sobten knipsten ein bißchen nkern herum. hervor, Jochen ging ach, die Ursel holte ppen, Teppichbürste schnell die Scheiben, h. Sie verriet, daß r genäht habe, und tasche. Es war ein Jochen Meierhoff n auf dem Schiffersortsetzung folgt) Tochter verkaufen?“ nd mein Schwiegerliegende Blätter) du eigentlich dein ), 40 Prozent gebe Vergnügen!“ 120 Prozent!“ s de Illustr. 316.— mit dem Direktor dichter dem Direktok is Kraut, legte es e mit den Worten: re Stücke!“ Wunderbar soge — ein Lustspiel oder stand auf dem (Berl. Ill. Zig.) 28. November 1940 Die Lag? 2e3 Stdolwartels Westfälische Tageszeitung Eine historische Geschichte von Rudolf Witzany Nummer 327 Welch ein geruhsames, schaufrobes Leben war doch dem Stadtwärtel Thomas Furthner beschieden! Tagaus. tagein aus dem Bogensenster des Torturmes über die Zinnen zu schauen. die Wiesen und Felder und Raine in fröhlicher Buntheit weit unter sich, daß nicht einmal Eichen an der Mauer mit ihren hochgekrallten Aesten dem freien Blick wehren konnten! Und die Jahre rannen in stetem Gleichmaß über das Land. überspülten das Herz des alten Torwärtels mit ihrer ruhigen Flut. daß man meinen mochte, davor seien alle Wünsche. alle Unruhen still geworden. Ein heimlicher Wunsch aber war doch noch in dem Herz wach, und eigentlich war es kein bewußter. klar gedachter Wunsch, sondern nur ein leises. halbverwehtes Gefühl, das immer da war, wenn der Abend zur Neige ging und die alten Augen wachsam über das dämmernde Land schauten. Sommers und winters immer die gleichen Bilder. Die gelbe Straße, die in einem unvermittelten Bogen aus dem Wald vorsprang. die Stauden. die ihr das Geleit gaben und dahinter die Berge. Auf dieser gewundenen Straße war vor vielen Jahren ein junger Mann davongewandert und der Stadtwärtel war hinter leinem Bogenfenster gestanden und hatte ihm nachgesehen. Er meinte, daß sich der Junge wohl einmal umwenden müßte und dann würde er, der Thomas Furthner, an die Brüstung treten und den Arm heben. Aber der Junge hatte keinen Blick für die Zinnen und das Tor, das er hinter sich ließ und wanderte weiter den gewundenen Weg, den ihm sein ungestümes Blut aus der heimatlichen Enge wies. Es war kein Streit vorangegangen. Der Sohn des Stadtwärtels verkündete eines Morgens Vater und Mutter, daß er heraus müsse aus den breiten Quadermauern, aus dem stickigen Staub der engen Straße, wo er jeden Stein kenne und die Farbe jedes Pluderärmels. Es war wenig darüber zu reden. Der Vater wußte dies auch, und er konnte nichts dawidertun. daß ihm der Junge davonlief. Die Mutter weinte hinterher noch manchen Tag. und die Stube war einsamer geworden. Aber damals schon hatte Thomas das Weib in den Arm genommen, eine völlig ungewohnte und überraschende Zärtlichkeit, daß er hernach selber darob erstaunte, und hatte ihr zugeraunt, daß man nichts dawidertun dürfe. Der Junge habe eben seinen eigenen Weg. Aber der führe ganz gewiß wieder in die Stadt zurück, in die engen Mauern. wenn der Bub erst einmal draußen erlebt hätte, daß anderswo die Mauern auch nicht breiter seien und die Wämse der Ratsherren zuletzt doch da wie dort die gleichen wären. Von dem Tag an hielt sich das Weib an die karge Hoffnung, die in den Jahren nicht geringer wurde. Sie glaubte eben daran, daß der Junge wiederkehren müsse, und es hatte sich schon zu einem Gruß zwischen ihr und dem Mann ausgebildet, daß sie, wenn er in die Wohnstube trat— zuerst nach seinen Augen schaute und er dann leise den Kopf schüttelte. Gesagt wurde nichts dazu. Das war auch nicht nötig. Beide wußten sie, was gemeint war. Diese Sehnsucht blieb auch im Unbewußten lebendig. und es geschah. daß der Stadtwärtel Thomas Furthner jeden Fahrenden, der aus dem Wald die gewundene Straße einbog, mit zusammengekniffenen Augen beschaute, ob er wohl dem glich, den seine heimliche Sehnsucht meinte. Die Jahre reihten sich aneinander, und Krieg und Not gingen über die Stadt und ließen ihre Svuren an den Quadern. Der Torwärtel tat gleichmütig seinen Dienst und lebte das Leben im Hader der Zeit nicht ängstlicher oder unruhiger als in den stillen Jahren. Und dann kam der Tag. an den er immer denken mußte, aber er sah anders aus, als er ihn wohl geträumt hatte: Ueber das Land strich etwas. das ärger war als Krieg und Not. Es wehte die Menschen mit stickigem Atem an, daß sie davon umsanken und wenn sie seinen Namen nannten, schlugen sie an die Brust. Sie sagten„Pest“ dazu und verriegelten die Tore. daß die Seuche nirgends eine Ritze fände, um einzuschlüpfen. Der Torwärter Thomas Furthner war immer pflichttreu gewesen, und jetzt war er doppelt achtsam. Niemand würde ihm durchs Tor schlüpfen. der den Tod in die Stadt trüge. Der Herbst kam mit grauen Wolken gefahren, die mitunter so niedrig gingen, daß ihre Bäuche über das Kreuz des Turmes strichen. Ein feuchter, naßkalter Herbst. Und an einem Morgen war der Frost im Land und bemalte die Fenster mit einem krausen Blütengarten. Es hatte noch nicht geschneit, aber alle Erde war weiß überschimmert und die Stauden zu Seiten der gewundenen Straße trugen hoffärtig den Rauhreif als wundersamen Putz. Der Tag stieg anders herauf als die vorangehenden. Die Menschen atmeten freier die scharfe. kalte Luft. Und die Seuche hatte um diesen Winkel einen Bogen gemacht. Rätselhaft wie immer sprang der schwarze Tod im Zickzack über das Land. und die Menschen in der Stadt duckten sich mit angehaltenem Atem. Dieser erste Wintertag versank mit brandigem Gewölk im Wald. Und als der Thomas Furthner an das Bogenfenster trat, wie er es alltäglich beim Dämmrigwerden tat, sah er einen Mann aus dem Walde kommen. Er wußte alsogleich, daß dies sein Sohn war, obwohl jede Vernunft dagegen sprach, denn der Mensch tappte in seltsam schwankender Weise gleich einem Rauschigen durch die Stauden und stolverte, daß es schlimm anzusehen war. Ganz still stand der alte Mann an seinem Fenster, und sein heißer Atem taute eine dunkle Insel in den kristallenen Eisblumenvorhang. Ganz langsam öffnete er die Fensterflügel, daß die Eisluft in das Zimmer wölkte. Er schaute auf den Trunkenen und beugte sich vor. und sein Herz war so ruhig dabei, daß er dumpf über sich staunte. Jetzt stolverte der Rauschige, brach in die Knie. reckte sich wieder auf und schaute mit gläsernen. blicklosen Augen zu dem Fenster auf. Da war dem alten Mann, als krampfte sich eine frostige Hand um sein Herz. und er sah das gezeichnete Gesicht des Heimkehrers. Der trug die Pest! Für einen Augenblick stieß den Wärtel das abergläubische Grauen in den Nacken, daß er sich am Fensterbrett anhalten mußte. Der Mann da unten reckte sich auf und bob die bettelnden Hände zum Mund. Er wollte heim. Er lallte. und für einen Augenblick war sein grausig verwandeltes Antlitz wieder jung und unbekümmert wie ehedem, da er auszog. Jetzt kam er als der Bote der Pest. Der alte Mann preßte die Fäuste gegeneinander und stand mit wankenden Knien, da sah er, wie der andere draußen zusammenbrach. Er scharrte mit dem löchrigen Schuhwerk den weißen Reifbelag vom Boden, daß darunter die braune Erde hervorbleckte. Da wandte sich der Stadtwärtel Thomas Furth= ner und tat die große Tat seines Lebens. die wohl vergessen worden wäre, wenn nicht ein Stadtschreiber das seltsame Geschehen hernach zu Urkund genommen hätte. Der Wärtel ging zum Bürgermeister und meldete den grausigen Boten. der draußen sterbend vor dem Tore liege. Und setzte mit fester Stimme hinzu, daß es ein Fremder sei. ein Fahrender wohl. der die Pest im Leibe habe und dem das Tor versperrt bleiben müsse. Die Ratsherren nickten erstaunt, daß der Alte einen Rat wagte, denn zu entschließen und zu raten war eigentlich ihre Sache. Derweil starb draußen im Frost der Eine und der Stadtwärtel Thomas Furthner biß sich in die weißen Knöchel und winselte dumpf wie ein Tier. Niemand hat es gesehen. In der Nacht schafften sie den Fremden mit Harken und Seilen beiseit Niemand erfuhr damals davon: denn die Seuche machte wie ein Wunder den Bogen um die Stadt. und als sie später in ganz Deutschland erlosch, atmeten die Menschen auch hinter den engen Quadern auf. Es war keine sonderliche Tat: später, als es manche hernach in der Chronik lasen, meinten sie sogar. es sei eine wölfische, grausame Tat gewesen. nützlich wohl, aber unmenschlich. Nun, der Thomas Furthner war kein Wolf. und sein Herz war groß und leuchtend. auch wenn er log. Denn als er nach seinem Bekenntnis vor dem Rat zu dem Weib in die Stube kam, fragte sie ihn wieder mit den Augen und er schüttelte den Kovf. nicht mehr und nicht weniger, wie er es sonst tat. Seine Augen wichen dabei dem Blick des Weibes nicht aus, und der wortlose Gruß blieb zwischen ihnen wie alle Tage zuvor. Eine Schallplatte als Tanzfläche schöner Frauen und auf der Membrane Lizzi Waldmüller als buchstäblichen Höhepunkt: das ist ein Anblick für die Herren der Schöpfung! (Eine Ausstattungs-Szene aus dem Itala-Film der Tobis„Traummusik“ den Geza v. Bolvary inszenierte). Foto: Tobis-Itala. 5000 Soldaten marschieren nach Torgau „Der große König“ ein neuer Fridericus-Film Zwischen Döberitz und Spandau begegnet uns der Heereszug König Friedrich des Zweiten nach Torgau: an der Spitze der offene Reisewagen mit dem König, gefolgt von einem Reiter mit der Königsstandarte; dahinter Generäle, Offiziere, und dann in zwei breiten Marschkolonnen das Heer: Seydlitzsche Kürassiere, Ziethenhusaren, Fußvolk mit den hohen, hellglänzenden Metallhelmen und Artillerie. Ungefähr 5000 Berliner Soldaten sind von der Wehrmacht zur Verfügung gestellt worden, um den großen Kampfszenen und Märschen dieses neuen Fridericus=Films militärische Echtheit zu geben. Aber dem farbenfrohen Bilde dieses Heeres auf dem Marsche enspricht nicht die Stimmung der Truppen; der Schritt ist müde, die Stimmung niedergeschlagen, stumm und ernst sind die Gesichter, kein frohes Lied erklingt. Menschen und Uniformen weisen auf schwere Strapazen hin, viele Verwundete sind im Zuge. Der Regisseur, der nach mühevoller Vorbereitung diese Massenszene von einem erhöhten, drehbaren Kran aus mit dem Megaphon leitet und mehrere Male von seinem Kameraden Bruno Mondi aufnehmen läßt, gibt uns später in einer kurzen Drehpause eine Deutung dieses Heereszuges und weiter einen interessanten Einblick in die Geschehnisse seines neuen Werkes. Wir kennen ihn gut, den Spielleiter dieses neuen Tobisfilmes,— es ist Veit Harlan, einer der erfolgreichsten unter den deutschen Filmregisseuren. Und einer der jüngsten obendrein. Obwohl er vor kurzem bereits sein 25jähriges Künstlerjubiläum feiern konnte. Aber dieser Widerspruch ist schnell geklärt. Veit Harlan war geräde dem Knabenalter entwachsen, als er sich schon als Bühnendarsteller versuchte. Durchpulst von hundertprozentigem Künstlerblut, ererbt vom Vater, dem Dichter Walter Harlan, hat Veit Harlan die 25 Jahre intensiv an sich und seinen Aufgaben gearbeitet, erst als Darsteller an vielen Bühnen, dann als Regisseur. Zur Filmregie kam er mit dem„Krach im Hinterhaus“ der gleich ein Riesenerfolg wurde. Starke dramatsiche Stoffe wurden dann sein eigentliches Arbeitsgebiet.„Der Herrscher",„Jugend",„Verwehte Spuren",„Das unsterbliche Herz",„Die Reise nach Tilsit“ und„Jud Süß" waren die letzten seiner in schnellem Arbeitstempo geschaffenen Filmerfolge der letzten drei bis vier Jahre. Zum Regisseur trat auch bald die Autorschaft am Drehbuch, die in besonderem Maße regieliche Verlebendigung der Fantasie ermöglicht. Restlos ist diese Einheit auch in„Der große König“ gegeben, für den Veit Harlan als alleiniger Drehbuchautor und Regisseur verantwortlich zeichnet. Die gedrückte Stimmung der Marschkolonnen— so erfahren wir von ihm— ist auf die vorangegangene schwere Niederlage Friedrichs bei Kunersdorf(1759) zurück zuführen, die von den Oesterreichern schon als entscheidend für den Feldzug angesehen wurde. Obgleich Friedrich dabei den größten Teil seines Heeres eingebüßt hatte, faßte er gegen den Rat seiner Generäle den Schluß, noch eine Schlacht herbeizuführen. Bei Torgau stellte er den Feind erneut und erfocht einen der glorreichsten Siege Preußens. Diese geschichtlichen Ereignisse verbinden sich mit einer spannenden Spielhandlung. Im Vordergrund steht die mutige Tat einer Müllerstochter(Kristina Söderbaum) und das Schicksal eines Feldwebels(Gustav Fröhlich) vom Regiment Bernburg, das die Niederlage bei Kunersdorf angeblich verschuldete, bei Torgau aber durch todesmutigen Einsatz seine Ehre wiederherstellte. II. S. Linde Jahre, der allerorts betörend aus dem schmalen, unansehnlichen Bändchen steigt, und verliere mich noch einmal in den ach so ausführlichen, so herrlichen Plan einer Orientreise, die nirgends gemacht wurde als auf diesen geduldigen Blättern, und die nun, durch die Schuld des Notizbuches, der ungestillten Sehnsucht neue und gewaltige Kräfte leiht. Wo ist das Feuer? Den Schwänken und Anekdoten, die Fritz Reuter in seinen„Läuschen und Rimels" erzählt, lagen sehr oft irgendwelche tatsächliche Begebenheiten zugrunde, denen Reuter dann aber noch eine besondere Pointe aufzusetzen liebte. So hatte auch die Schnurre„Wo is dat Fü'?“ einen realen Hintergrund. Im Jahre 1845 war im Hotel„Stadt Hamburg“ ein Reisender namens Peter Krohn abgestiegen. Dieser erwachte nachts von Feueralarm, riß das Fenster auf und rief zu dem unten tutenden Nachtwächter hinab, wo denn das Feuer wäre. „Dat brennt bei Ihnen!“ lautete die Antwort. Entsetzt weckte nun Krohn das ganze Haus, die Gänge und Treppen füllten sich mit verängstigten Menschen in den seltsamsten Kostümen. Der Wirt konnte aber nirgends Feuer entdecken, und so wandte er sich endlich selbst an den Nachtwächter. Da stellte sich nun heraus: es brannte beim Kaufmann Ihn am Tor! Fritz Reuter aber, der diese Geschichte lustig erzählt, schließt mit folgender dazu gedichteter Pointe: Der Wirt sagt vorwurfsvoll zu Peter Krohn:„Studieren Sie hübsch Orthographie! Denn wenn der Wächter mich gemeint hätte, dann hätte er nicht gesagt: Es brennt bei Ihnen, er hätte gesagt: Es brennt bei Sie!" Japan'U Kaffee anbauen In den Versuchsgärten des japanischen Wohlfahrtsministeriums in der Nähe von Tokio wurde kürzlich ein halbes Kilo Kaffee geerntet. Diesem an sich geringfügigen Ertrag kommt doch eine große grundsätzliche Bedeutung zu. Es ist nämlich der erste Kaffee, der überhaupt in Japan geerntet werden konnte. Sachverständige hatten von Brasilien importierte Kaffeepflanzen gesetzt und sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis dieses ersten Versuchs. Sie halten es danach nicht für ausgeschlossen, daß Japan in einer späteren Zukunft seinen ganzen Kaffeebedarf im eigenen Lande anbauen kann. Prozeß um eine Glatze 10000 Dollar Schadenersatz für ein Reklamebild Das Notizbuch von Werner Oellers Ein bezeichnendes Bild von den Wirkungen deutscher Luftangriffe auf das Hafenviertel der britischen Hauptstadt (Associated-Preß-.) Seine Blätter sind fahl und gelb geworden, knitterig und spröde wie Laub im Herbst, und es bedürfte nicht der Sprache seiner engbeschriebenen Seiten, mich zu erinnem, wie alt es geworden und ich mit ihm. Einst bestimmt, dem Gedächtnis eine Hilfe zu sein, ist nun manches seiner Worte rätselhaft geworden, wie eingehüllt in einen undurchdringlichen Nebel, der das Wesen der Dinge den Blicken entzieht. Namen stehen da, halb verwischt von der Zerstötung der Zeit, Anschriften und Telephonnummern, zu denen keine Brücke mehr hinüberführt, nicht einmal mehr in Gedanken. Wie Meteore aufgeblitzt, schienen sie wohl für Augenblicke von Wichtigkeit, um dann jählings zu verlöschen und nicht mehr da zu sein. Da stehen die Zahlenreihen eines Skatspiels, das ich verlor, denn das W über der dritten Spalte bezeichnet meinen Namen. Wer aber waren P und S, die beiden Partner, und wo wurde gespielt? Dort die Anschrift eines Hotels auf dem Boulevard des Italiens in Paris. Ein Spanier schrieb sie mir auf im Flugzeug, tausend Meter über der Erde. Nichts sah und hörte ich mehr von ihm. Vorbei. Und dennoch, wieviel gute und stets wache Erinnerung spricht mich an aus manchen Zeilen, Erinnerung an Stunden der Not, die überstanden sind, Erinnerung an Glück und Schönheit, die nie verlischt. Hier die Anschrift schrieb eine Freiburger Studentin im Schatten des Münsters, als schon(wie deutlich noch alles ist) der Abend eines heißen Julitages den ragenden Turm zu umdunkeln begann, als alle Umrisse unsicher und schwankend wurden bis auf das klare, feierliche Gesicht des Mädchens mir gegenüber. Dort eine Notiz aus München von dem verschneiten Nornenbrunnen vor dem Justizpalast, als ein Häslein sich mitten in die Stadt verirrt hatte und voll Angst vor dem Getriebe des Verkehrs und den staunenden Augen der Herumstehenden den Schicksalsbronnen umhoppelte. Längst wird das Häslein die Kugel des Jägers erwischt haben, längst wird sein zartes Fleisch mit Speckstriemen gespickt und weiter den ihm vorgeschriebenen Weg gegangen sein, aber steht nun noch, viele Jahre später, im alten Notizbuch und steht nun wieder auf in meiner Erinnerung— ein unbekanntes Häslein. Da sind Notizen von Menschen, die bei der Niederschrift erstmalig in meinen Gesichtskreis traten, Menschen, die es einige Stunden, einige Tage vorher noch nicht für mich gegeben hatte. Welch weiter Abstand, welche Fremdheit war damals noch zwischen ihnen und mir, da ich sie nur aus weiter Ferne, kaum erkennbar, zu sehen vermochte. Nun sind mir viele, seit langem vertraut, manche sind mir befreundet und der dort, dessen Name zwischen den besten Sorten des Rheingaus verzeichnet steht als jüngstes Freundschaftssiegel aus seligen Stunden, ist schon lange tot. Und so blättere ich weiter durch die gelben, spröden und fahl gewordenen Blätter, trinke den Duft der vielen In der Neworker Untergrundbahn erschien vor kurzem ein Riesenplakat, auf dem ein Herr, würdig und wohlbeleibt, aber mit einer vollkommen rosigen Glatze ausgestattet, recht betrübt dreinschaute. Darunter las man:„So wird es auch Ihnen gehen, wenn Sie nicht das X9=Haarwasser benutzen. Ohne einen schönen Haarschopf können Sie niemals Erfolg im Leben haben.“ Um diesen Mann mit der Glatze hat sich nun ein erbitterter Streit erhoben. Das Plakat war augenscheinlich sehr wirkungsvoll, denn das angepriesene Haarwasser verkaufte sich glänzend. Dann aber kam das dicke Ende nach. Einige Wochen nach dem Erscheinen des Reklamebildes hielt vor dem Portal des Büros der Fabrik, die das Haarwasser herstellte, ein stattliches Auto, aus dem ein vornehm aussehender Herr ausstieg, der sich sofort bei dem Direktor melden ließ. Kaum war der Besucher eingetreten und hatte den Hut abgenommen, als der Direktor höchst verdutzt sah, daß da der Mann mit der Glatze von seinem Plakat in Fleisch und Blut vor ihm stand. „Wie konnten Sie sich erlauben“, donnerte der Besucher den Direktor an,„mein Porträt zur Reklame zu benutzen? Wie kommen Sie dazu, zu behaupten, daß ich keinen Erfolg im Leben gehabt hätte? Ich bin der Börsenmakler William Shephard, ich bin Besitzer zweier Villen und verfüge über ein großes Bankkonto!" Der Direktor sah sofort, daß hier leicht ein großer Skandal entstehen konnte. Er rief den Reklamechef herbei und fragte ihn, woher das Bild auf dem Plakat stammte. Dieser verteidigte sich, indem er einen Brief herbeiholte, in dem geschrieben war:„Sie können das beiliegende Porträt für Reklamezwecke benutzen, wenn Sie an die unten angegebene Anschrift die Summe von 150 Dollar schicken. G. S. Parker.“ Der Börsenmakler ließ sich dadurch keineswegs beruhigen, sondern schrie wütend:„Ich bin kompromittiert. Meine Frau hat bereits eine Scheidungsklage eingereicht. Mein Kredit ist erschüttert, meine Geschäfte sind ruiniert. Ich werde Sie verklagen. Dieser Scherz wird Ihnen teuer zu stehen kommen.“ Der Mr. Parker, der das Geschäft mit dem Bildnis des Mr. Shephard gemacht hatte, war natürlich unauffindbar. Die Haarwasserfabrik ließ sofort das Plakat von den Wänden der Untergrundbahn entfernen und ersetzte es durch ein anderes, auf dem ein anderer Kahlkopf abgebildet war, der diesmal vorsichtigerweise zu einem Notar gebracht wurde, um hier zu erklären, daß er mit der Verwendung seines Porträts zu Reklamezwecken einverstanden wäre. Aber Mr. Shephard, über den jetzt die ganze Börse lacht, blieb unversöhnlich und strengte eine Schadenersatzklage an in der er die Zahlung von 50000 Dollar forderte. Als es zur Verhandlung kam, bot sich im Gerichtssaal ein Bild, das gerade bei diesem Fall alle Anwesenden zum Lachen reizte: nicht nur der Kläger, sondern auch sein Anwalt und vor allem sogar der Richter erstrahlten im Glanze einer ausgiebigen Glatze. „Der Herr Anwalt und ich“, sagte der Richter MeCullough im Laufe der Verhandlungen, sich an den Direktor der Haarwasserfabrik wendend,„sind sicher nicht berühmt wie etwa zwei Filmstars, aber trotzdem können Sie uns gegenüber doch nicht behaupten, daß die Männer mit einer Glatze im Leben keinen Erfolg haben. Und gewiß ist Mr. Shephard der beste Beweis dafür, daß Ihre Behauptung vollkommen unbegründet ist.“ Der Haarwasserfabrikant fand denn auch bei diesem Richter keine Gnade, er wurde zur Zahlung eines Schadenersatzes an Mr. Shephard verurteilt, wenn auch nicht zu 50.000 Dollar, so doch wenigstens zu 10000 Dollar. Günther Noacks neue Partnerin. Das bekannte Eislaufpaar Inge Koch und Günther Noack, das zu der deutschen Spitzenklasse zählt, hat sich infolge einer Erkrankung von Inge Koch getrennt. Die neue Partnerin Günther Noacks wird die junge Gerda Strauch, die unser Bild zeigt, sein(Schirner-.) Bohnerwachs Hein Ersalz 100% streufähiges, reines Bohnerwachs Bodenbelag u. Tapeten Stephan Farwich N. G. Ludgeristraßse(gegen über der Sparkasse Warum noch werben! Weil das Kaufpublikum sonst nicht weiß, worin Sie besonders leistungsfähig sind, und mit der Zeit sogar Ihre Firma vergessen wird. möchte ich meiner Kundschaft eine große Auswahl bieten können. Jetzt schon leh denn Rohmateria! Bitte, bringen Sie mir Allgold, alt. Silber, Münzen oder Doublé zum Ankauf. Für jedes Gramm bin ich dankbar. Genehmigungsbescheid A u. C 40/12013 Feinahrmacher und Juwellere Münster(Westl.), Bogenstraße 2 Rheine(Westl.), Emestraße 2(277 Briefmarken Reichhaltige und preiswerte Auswahlen. Ankauf. Gustav Berghoff, Münster.., Bergstraße 15 F ac. 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November 1940 ist Hlerr Dr. Karl Georg Schmidt Oberbürgermeister der Hansestadt Köln Träger des goldenen Ehrenzeichens der NSDAP, Mitglied des Reichstages nach kurzer, schwerer Krankheit verschieden. Nach vier Jahren rastlosen Schaffens für seine Stadt hät ihn der Tod mitten aus seinen Plänen und seiner erfolgreichen Tätigkeit abberufen. Die Hansestadt Köln verliert in ihm einen Mann und Kämpfer, der mit jugendlicher Tatkraft und hoher Begeisterung für seine Aufgaben, mit einem seltenen Mut zur Verantwortung und mit einem klaren Blick für die wesentlichen Ziefe seines Amtes und für die Stellung der Hansestadt Köln im nationalsozialistischen Staate sein hohes Amt erfüllt hat. In seine Amtszeit fällt der Auftrag des Führers zur städtebaulichen Neugestaltung der Hansestadt Köln. Mit der ihm eigenen Energie hat er diese Aufgabe und die grundlegenden Maßnahmen zum Wirtschaftsaufbau der Stadt nach dem Krieg in Angriff genommen und damit seinen Namen mit der Geschichte der Stadt verbunden. Durch seine Führerpersönlichkeit, verbunden mit hoher menschlicher Gesinnung und Lauterkeit des Charakters, hat sich Dr. Karl Georg Schmidt die Verehrung aller derer versichert, denen das Wohl der Stadt am Herzen liegt. Köln, den 26. November 1940 Brande: Oberbürgermeister der Hansestadt Köln Träger des goldenen Ehrenzeichens, Mitglied des Reichstages und Rheinischen Provinzialrats, Inhaber der Dienstauszeichnung der NSDAP in Bronze und Silber, Oberführer im NSKK im 37. Lebensjahre verstorben. Ich verliere in Dr. Schmidt einen treuen, unermüdlichen und in seinen Leistungen weit über dem Durchschnitt liegenden Mitarbeiter. Die alte Garde trauert um einen ihrer Besten. Die Partei verliert eine ihrer wichtigsten Kräfte. Sowohl als Gau-Wirtschaftsberater wie auch als Oberbürgermeister der Hansestadt Köln hat er sich Verdienste erworben, die über seinen Tod hinaus zum Nutzen des Gaues und der Hansestadt Köln weiter wirken werden. Köln: den 26. November 1940 Grohé, Gauleiter Die Trauerfeter für den verstorbenen Oberbürgermeister der Hansestadt Köln Bine gemeinsame Trauerfeier der Partei und der Hansestadt Köln für den verstorbenen Gau-Wirtschaftsberater und Oberbürgermeister Dr. Karl Georg Schmidt findet am Donnerstagnachmittag 16 Uhr im großen Gürzenichsaal statt. Die Einäscherung und Beisetzung erfolgt am Samstag in Gotha. Die Nahrung besser verdauen u. ausnutzen durch die INNERE Reinigung mit Zickufin Oknoblauch-Perlen 1 Monats-Packung 1 RM: Broschüre u. Gratisproben in Apoth. u. Drogerien Nach heute ist die Anzeigenwerbung nätig, um das Publikum über die Kaufmöglichkeiten zu unterrichten. Unsere Stellenanzeigen Buchhalter bilanzsicher, mit Kontenrahmen der Bauindustrie vertraut, von Tiefbaufirma mittleren Umfangs nach Kleinstadt Westfalens in Dauerstellung gesucht, möglichst zum 1. 1. 1941. 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Osthues Mathilde Gerbaulet geb. Osthues Josef Niesert Willy Gerbaulet, Bürgermeister i. R. Münster I.., Essen(Ruhr), Paderborn, Ludgeristraße 92 den 25. November 1940. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 30. Nov., nachmittags 4 Uhr vom Zentralfriedhof aus statt. Das feierliche Seelenamt wird gehalten am Samstag, dem 30. November, um 9 Uhr in St. Ludgeri. Von Beileidsbesuchen bitte absehen zu wollen. Ihre Vermählung geben bekannt Telste Alfred Kleeblatt Luzy Kleeblatt geb. Ciawjnski-Lohrenz Emedettten 30. November 1940 Statt Karten „Klaus heißt unser zweiter Junge. Er paßt jüst zu unserm Peter. In dankbarer Freude: 26. XI. 40 Gereonstraße 17 Max Kirchhoff und Frau My geb. Hülsmann Die glückliche Geburt ihres ersten Kindes, eines kräftigen Stammhalters, zeigen in dankbarer Freude an Ursula Rößing geb. Rothstein Edmund Rißing Oberleutnant der Luftwaffe Münster den 26, November 1940 z. Zt. 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Suche für meinen Geschäftshaushalt wegen Heirat des jetzigen ein ehrl., sauberes Mädchen im Alter von 20 b. 25., welches auch zeitweise, im Geschäft aushelfen kann, z. 15. 1. od. 1. 2. 1941. Fam.= Anschluß. Angeb. unter 1007 an die .=Gesch. Münster. Altere Dame sucht für sofort od. sp. eine selbständige Hausgehilfin od. Tagesmädchen. Frau Lauf. Münster, Ludgeriplatz 6, 1. Etage. Zum 1. Jan. für kl. Landwirtschaft 14—17jähriges Mädchen (auch Land= oder Pflichtj.) gesucht. Otto Gerdemann, Mühle, Ledde bei Tecklenburg. Bauerntochter, 24 ., sucht Stelle als Brage in ein. ruh. Haushalt für Haus= u. Gartenarb. Ang. u. C C 5078 a. d. .=Gesch. Münster. Jung. Mädel sucht Beschäftigung Jüngerer Kaufmann bislang Lebensmittelbr., bew. im Ein= u. Verk. sowie Außend. m. gut. kaufm. Kenntn., Buchungs= u. Rechnungswesen, flott. Korrespondent u. Maschinenschreiber, zuverlässig und arbeitssam, an selbstd. Arbeiten gewöhnt, sucht sof. od. z. 1. 1. 41 pass. Wirkungskreis. 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Angeb. an Erhard Buscheck, Obermelker, Waldesruh Block III. Kr. Liebenwerda. Rud. Deisemann, Bäckerei=Kondit., Wuppertal= Oberbarmen, Schwarzbachstr. 44 Allen Stellenbachenden empfehlen wir. den Bewerbungeunterlage! nur Abschriften und nle mnels Originalpaplere beigr fügen, weil diese leicht 19 Verinst geraten können Kritische der Men National Jahren allen Le Der Lei nationals diese Pr Es ist selbstvei nisse der Kriegslo durch Freude vo der Programmge Maßnahmen Ums men. Trotz diese jedoch die KdF.= reguläre Arbeit keiten fortzusetzen hinaus wichtig tragen erhalten. anfall gerade durt so daß der jungen heit geboten wurd mag und wie trag Vor allem au die Tätigkeit der? zu einem wichtiger arbeit an Volk ur Truppenbetreuul „Kraft durch Oberkommando d rium für Volksai führung der gesa mit Ausnahme d ten, wodurch die arbeit zwischen „Kraft durch Frei Grundlage gestel betreuung hat si aufgaben der entwickelt. Die NS.=Gen Wehrmacht mit folgt. Unsere Ti Küstenstrecke vo bis an die s1 Generalgour ebenso auf wie in Marinestationen Das Progran reichhaltig und wi satz kommen Wa tümlichem Spielp lische Gruppen, Bühnen mit mu gramm, Marione altber chöre und Tar Dichterlesungen u für Bastelarbeite richtet und sogar es die Saalverh lassen, werden die zum Einsatz gebi Gegenwärtig der Betreuun in Norweger und der unweg einer solchen Für Insgesamt 1 „Kraft durch Frei Sonderveranstalt und Ordnungspo nen Angehörige wurden. Von fanden 55000 ir wärtig ist ein Kd.=Veranstaltu Gebieten erreicht faßt werden. Lassreitbeirens Ein besonder Wehrmachtbetreu Trotz der räumli rechnet werden n auch in den Laza Art durchgeführt, und kleineren Gi Das Deutsch stützung des Ob Deutschen Roten Laienschaffen jed der Verwundeter haltung, sondern perlicher und se verfolgen auch d Sportamt in den Bayreuther Fes Außer dem durchgeführten E daten und Verr Umfang auch al teil. Ein ganz be führung der die in diesem Jal Gemeinschaft„K 20000 Arbeiter zügige Maßnahn artigsten Höhept zuerleben. Zu gleicher Z4 Festspiele hat! veranstaltunge Freude" durchge daten ebenfalls Sonderveranstal MIFA — Mikrotilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 28. November 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 327 in und Garde Sowohl er sich sestadt Tücht, lb. Mädel findet gagenehme Dauerstellung als Hausgehilfin b. Fam.=Anschluß. Ang. u. 1052 a. d. .=Gesch. Münster. Suche z. 1. 12. od. spät. eine zuverl. Hausgehilfin als Haushälterin zur Unterstütz. der Hausf. Kunstmaler Schlüter, Münster, Hammer Str. 77. Junges Maochen für leichte Arbeit in der Zigarrenfabrik gesucht. Fried. Wirtensohn, Zigarrenfabrik, Münster, Weseler Str. 38. Herr(Beamter) sucht f. sofort od. zum 1. Dez. eine ges., brave, zuverl. Haushälterin (Alleinmädchen), nicht unter 30., für Etg.=Haushalt. Familienanschluß. Angeb. unt. C D 5018 an d. Hauptgeschst. Münster. Suche für meinen Geschäftshaushalt wegen Heirat des jetzigen ein ehrl., sauberes Mädchen im Alter von 20 b. 25., welches auch zeitweise, im Geschäft aushelfen kann, z. 15. 1. od. 1. 2. 1941. Fam. Anschluß. Angeb. unter 1007 an die .=Gesch. Münster. Altere Dame sucht für sofort od. sp. eine selbständige Hausgehilfin od. Tagesmädchen. Frau Lauf. Münster, Ludgeriplatz 6, 1. Etage. Jum 1. Jan. für kl. Landwirtschaft 14—17jähriges Mädchen (auch Land= oder Pflichtj.) gesucht. Otto Gerdemann, Mühle, Ledde bei Tecklenburg. Bauerntochter, 24 ., sucht Stelle als in ein. ruh. Haushalt für Haus= u. Gartenarb. Ang. u. C C 5078 a. d. .=Gesch. Münster. Jung. Mädel sucht Beschästigung als Sprechstundenhilfe od. Kinderfräulein zu sofort od. z. 15. 12. Bin in d. Krankenpfl. gut ausgebildet, Ang. unt. Nr. 373 a. d. Westf. Tageszeitung, Coesfeld. Jungverheirateter Vbelmeltel sucht f. sofort od. z. 1. 12. Stellung. Gute Zeugn. vorhand. Angeb, an Erhard Buscheck, Obermelker, Waldesruh Blochk III. Kr. Liebenwerde. Allen Stellenbechenden empfehlen wir. den Bewerbungsunterlagen nur Abschritten und ale gnals Originelpapiere beizeHagen, weil diese leicht in Verlust gersten Kraft auren-Preuus iir AriegsjahrVO-O Die entscheidende Probe des Krieges bestanden— Wichtiger Bestandteil der kulturellen Betreuungsarbeit an Volk und Wehrmacht Leistungsbericht zum 7. Jahrestag am 27. November Berlin, 26. November. Krikische Perioden im Dasein der Völker haben steis den Prüfstein für die Lebenskraft der Menschen und für die Festigkeit ihrer Einrichtungen abgegeben. Für alles, was der Nationalsozialismus an geistigen und materiellen Gütern in der Kampfzeit und in den Jahren friedlichen Aufbaues hervorgebracht hat, wurde der Krieg mit seiner Ausrichtung allen Lebens auf ein einziges Ziel, den Sieg, zu einer harten und entscheidenden Probe. Der Leislungsbericht zum 7. Jahrestag am 27. November zeigt, daß, wie so viele andere nationalsozialistische Einrichtungen, auch die AS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" diese Probe bestanden und bewiesen hal, wie sest und organisch sie im Leben unseres Volkes verwurzelt ist. Es ist selbstverständlich, daß die besonderen Erfordernisse der Kriegslage auch die NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ vor die Notwendigkeit gestellt haben, in der Programmgestaltung wie in den organisatorischen Maßnahmen Umstellungen und Aenderungen vorzunehmen. Trotz dieser zeitbedingten Schwierigkeiten waren jedoch die KdF.=Aemter in der Lage, nicht nur ihre reguläre Arbeit im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten fortzusetzen, sondern sie haben allesamt darüber hinaus wichtige kriegsnötige Aufgaben übertragen erhalten. Auf manchen Gebieten ist der Arbeitsanfall gerade durch den Krieg ins Ungeheure gewachsen, so daß der jungen KdF=Organisation erst recht Gelegenheit geboten wurde, zu beweisen, was sie zu leisten vermag und wie tragfähig sie ist. Vor allem auf dem kulturellen Sektor hat sich die Tätigkeit der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" zu einem wichtigen Bestandteil der gesamten Betreuungsarbeit an Volk und Wehrmacht im Kriege entwickelt. Truppenbetreuung „Kraft durch Freude“ hat laut Abkommen mit dem Oberkommando der Wehrmacht und dem Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda die Durchführung der gesamten kulturellen Wehrmachtbetreuung mit Ausnahme der Filmdarbietungen übertragen erhalten, wodurch die schon seit Jahren bestehende Zusammenarbeit zwischen Wehrmacht, Reichsarbeitsdienst und „Kraft durch Freude“ auf eine noch erheblich erweiterte Grundlage gestellt wurde. Die kulturelle Truppenbetreuung hat sich zu einer der wichtigsten Kriegsaufgaben der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" entwickelt. Die RS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ ist der Wehrmacht mit ihren Veranstaltungen überall hin gefolgt. Unsere Trupps befahren heute die ganze riesige Küstenstrecke von Narvik bis Vordeaux und bis an die spanische Grenze. Sie treten im Generalgouvernement und im Protektorat ebenso auf wie in den Truppenlagern, Fliegerhorsten und Marinestationen der Heimatgaue. Das Programm der KdF.=Gastspiele ist ungeheuer reichhaltig und wird jedem Geschmack gerecht. Zum Einsatz kommen Wanderbühnen mit klassischem und volkstümlichem Spielplan, große Orchester und kammermusikalische Gruppen, Kleinkunst= und Varietétrupps, bunte Bühnen mit musikalischem und kabarettistischem Programm, Marionettenbühnen und Puppenspiele, Betriebsallbewährt Um die Erdal-Blechdosen mehrmels vervenden zu können, gibt es nun auch Erdal-Nachföllpackungen. Diese setzt man einfoch in die leere Erdaldose, die sich auf diese Weise lange Zeitverwenden laßt. Deshalb leere Erdaldosen aufbewahren! Qualität undtiengeselbstvertändlich wie in der Blechdose. lichen Schauspielhäusern und dem Deutschen Opernhaus in Berlin geboten. Auch bei den diesjährigen Mozartspielen in Würzburg ist„Kraft durch Freude“ in einem gegenüber den Vorjahren wesentlich erweiterten Umfang hervorgetreten. Betreuung der Arbeltergemeinschaftslager Besonders zu erwähnen ist die in erheblich gesteigertem Ausmaße durchgeführte Betreuung der Arbeitergemeinschaftslager. Diese KdF.= Arbeit, die mit den Reichsautobahnlagern begann, bei den Westwalllagern fortgeführt und nun auf sämtliche Arbeitergemeinschaftslager bei allen Bauvorhaben ausgedehnt wurde, umfaßt kulturelle Veranstaltungen jeder Art ebenso wie Sport und Wandern. In diesen Lagern wurden seit Kriegsbeginn rund 40000 verschiedene Veranstaltungen durchgeführt. Das deutsche Volksbildungswerk Das Streben des deutschen Volkes nach sinnvoller Ausfüllung seiner Freizeit kam besonders deutlich in der Entwicklung des Volksbildungswerkes zum Ausdruck. Im Vordergrunde der Arbeit stand die Erweiterung des Netzes der Volksbildungsstätten. Außer einer Reihe von Gauen des Altreiches, die die Zahl ihrer Volksbildungsstätten vergrößerten, standen in dieser Entwicklung die Gaue der Ostmark und besonders das Sudetenland und die heimgekehrten Ostgebiete in der ersten Linie. Die Belebung des Bildungsstrebens im Volke äußerste sich besonders augenfällig im Anwachsen der Teilnehmerzahlen am fremdsprachlichen Untecricht. Unerwartet war das sprunghafte Ansteigen der musikalischen Erziehungsarbeit im Kriege. Auch die Volksbildungsarbeit auf dem Lande hat durch den Kriegszustand eine starke Ausweitung erfahren. Der Wunsch nach einer engen Verbindung zwischen Front und Heimat auch in den Dörfern und das Gefühl der Verpflichtung, das gegenwärtige große Erleben kommenden Geschlechtern zu erhalten, haben in Tausenden, bisher für die Volksbildungsarbeit noch nicht erschlossenen Dörsern zur Einführung des„Heimat= briefes“ an die im Felde stehenden Dorfgenossen und des Dorfgemeinschaftsabends mit den eingegangenen Feldpostantworten sowie zur Einrichtung des Dorfduches geführt. Die Sammlung der Lehrmittel für Volksbildungsstätten wurde planmäßig erweitert. Das allgemeine Vortragswesen ebenso, wie die Dichterlesungen nahmen einen besonders durch den verstärkten Einsatz für die Wehrmacht hervorgerufenen ganz außergewöhnlichen Aufschwung. Nach den Erfahrungen mit den Kleinbüchereien des Deutschen Volksbildungswerkes versorgte die Deutsche Heeresbücherei zahlreiche Truppenteite mit transportablen Büchereien, die vom Deutschen Volksbildungswerk zusammengestellt wurden. Auch die Werksbüchereien entwickelten sich günstig weiter. Der Aufschwung der Arbeit des Deutschen Volksbildungswerkes während der Kriegszeit findet auch in den Teilnehmerzahlen beredten Niederschlag. So stieg die Zahl der Teilnehmer an Sprachkursen von 379000 Teilnehmern im Jahre 1938 auf 1270000 Kursusteilnehmer im Jahre 1939. In ähnlicher Weise zeigt das Vortragswesen eine ansteigende Teilnehmerzahl von 200 000 auf 300000. Die Zahl der betreuten Werkbüchereien stieg von 7000 auf 8000. Auch das Gesamtergebnis der Arbeit des Deutschen Volksbildungs= werkes zeigt vom Jahre 1938 zum Jahre 1939 eine Erhöhung von 6312 000 auf 8 180000 Teilnehmer. Sportamt Der Wert einer planmäßigen Leibeserziehung des schaffenden Menschen hat durch den Krieg erst recht seine Bestätigung erfahren. Die bis ins kleinste gehende Organisation ermöglichte es, sämtliche Schwierigkeiten, die zu Beginn des Kriges fast unüberbrückbar erschienen, rasch zu meistern. Durch sofortige Schulung geeigneter Mitarbeiter in den Gauen und Kreisen wurde der Ausfall an männlichen Lehr= und Organisationskräften ausgeglichen. Der Kreis der Betreuten wurde wesentlich erweitert. Zu einem Gebiet von besonderer Wichtigkeit ist, namentlich in den Grenzgauen, die sportliche Betreuung der Wehrmacht geworden. Durch Bereitstellung von KdF=Sportlehrern und Geräten wurde es möglich, in zahlreichen Standorten einen regelmäßigen Uebungsbetrieb zu organisieren. Der im Oktober beendete Sommersporttag der Betriebe, die große sportliche Leistungsprüfung der Schaffenden im Kriegsjahr 1940, erbrachte die Rekordbeteiligungsziffer von rund 2 Millionen Schaffender. Der beste Beweis für die Pflege der Leibesübungen in den Betrieben ist das Anwachsen der Betriebssportgemeinschaften, deren es gegenüber 14000 im Vorjahr jetzt bereits Der Ausverkauf des Empire. W..: zwei Zerstörer zum ersten— zum zweiten— zum...“(Zeichnung Hanich— Scherl-.) über 20000 gibt. Ende des Jahres 1939 konnten die Vorarbeiten für eine kollektive Unfall versicherung aller Inhaber von KdF=Jahressportkarten beendet werden, mit dem Erfolg, daß mit Beginn des Jahres 1940 eine lückenlose Sicherung der Sportteilnehmer gegen alle materiellen Unfallfolgen erreicht war. Reisen, Wandern und Urlaub Mehr als die anderen Köff=Aemter wurde durch die Kriegslage das Amt Reisen, Wandern und Urlaub betroffen, weil der Reiseverkehr aus Gründen der Verkehrsdisziplin und aus militärischen Notwendigkeiten fast eingestellt werden mußte. Ein gewisser Ausgleich für die Reisen wurde durch verstärkte Förderung des Wanderns geschaffen, das dadurch gerade während des Krieges eine erfreuliche Aufwärtsentwicklung genommen hat. Die Schiffe der KdF=Flotte wurden in ununterbrochener Folge für verschiedene Sonderaufgaben eingesetzt, so bei der Rückführung der Baltendeutschen, die teils von Riga und Libau, teils von Reval eingeschifft wurden. Schönheit der Arbeit In ganz besonderem Umfang hat auch das Amt Schönheit der Arbeit kriegsbedingten Einsatz gefunden. Die Weiterführung der Aktion„Warmes Essen im Burepus ZrUi.. Püiopor! Generalgouvernement baut am Dunajec 550 m Staudamm— Technisches Nleisterweik mitten im Kriege chöre und Tanzgruppen. Darüber hinaus werden Dichterlesungen und Vortragsabende durchgeführt, Kurse für Bastelarbeiten jeder Art und Bibliotheken eingerichtet und sogar sportliche Wettkämpfe veranstaltet. Wo es die Saalverhältnisse in den besetzten Gebieten zulassen, werden die repräsentativsten Bühnen und Orchester zum Einsatz gebracht. Gegenwärtig gilt unsere besondere Aufmerksamkeit der Betreuung unserer Truppeneinheiten in Norwegen, die infolge der langen Winternacht und der unwegsamen Verhältnisse mehr als woanders einer solchen Fürsorge bedürfen. Insgesamt wurden durch die RS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ während der Kriegsmonate 180 000 Sonderveranstaltungen für die Wehrmacht, Waffen=F und Ordnungspolizei durchgeführt, in denen 50 Millionen Angehörige dieser Formationen als Besucher erfaßt wurden. Von diesen 180000 Sonderveranstaltungen fanden 55000 in den besetzten Gebieten statt. Gegenwärtig ist ein Durchschnit“ von täglich weit über 200 KdF.=Veranstaltungen jeder Art allein in den besetzten Gebieten erreicht, in denen täglich 60000 Soldaten erfaßt werden. Lazarettbetreuung Ein besonders wichtiges Sondergebiet der KdF.= Wehrmachtbetreuung ist die Arbeit in den Lazaretten. Trotz der räumlichen Schwierigkeiten, mit denen hier gerechnet werden muß, werden von„Kraft durch Freude" auch in den Lazaretten regelmäßig Veranstaltungen jeder Art durchgeführt, die im wesentlichen von Einzelpersonen und kleineren Gruppen bestritten werden. Das Deutsche Volksbildungswerk hat mit Unterstützung des Oberkommandos der Wehrmacht und des Deutschen Roten Kreuzes in den Lazaretten Kurse für Laienschaffen jeder Art eingerichtet. Das Laienschaffen der Verwundeten gilt nicht nur der Freude und Unterhaltung, sondern auch der rascheren Ueberwindung körperlicher und seelischer Schäden. Den gleichen verfolgen auch die sportlichen Uebungen, die vom KdF.= Sportamt in den Lazaretten durchgeführt werden. Bayreuther Festspiele Außer dem Besuch der eigens für die Wehrmacht durchgeführten Sonderveranstaltungen nahmen die Soldaten und Verwundeten naturgemäß in sehr großem Umfang auch an den regulären KdF.=Veranstaltungen teil. Ein ganz besonderes Ereignis war hier die Durchführung der Bayreuther Kriegsfestspiele, die in diesem Jahr auf Befehl des Führers von der RS.= Gemeinschaft„Kraft durch Freude" übernommen wurde. 20000 Arbeiter und Soldaten haben durch diese großzügige Maßnahme Gelegenheit erhalten, einen der großartigsten Höhepunkte des deutschen Kunstgeschehens mitzuerleben. Zu gleicher Zeit mit der Durchführung der Bayreuther Festspiele hat die Berliner Staatsoper als Parallel= veranstaltung einen Opernzyklus für„Kraft durch Freude" durchgeführt, dessen Besuch Arbeitern und Soldaten ebenfalls kostenlos ermöglicht wurde. Aehnliche Sonderveranstaltungen wurden auch in den beiden staatvag. Krakau, im November. Von den Nebenflüssen der Weichsel, die durch plötzliche Hochwasserführung als besonders gefährlich bekannt sind, ist der Dunajec, der als reißendes Wildwasser aus der Tatra kommend in ungestümem Lauf die Täler der Beskiden durcheilt, der hochwassergefährlichste. Nachdem viele Jahre hindurch schon seine oft überraschend auftretenden Hochwasser die gesamte Landwirtschaft bedroht hatten und eine geordnete Landeskultur wie auch eine gründliche Wasserwirtschaft nicht zuließen, stellte die Hochwasserkatastrophe vom September 1934 die polnische Regierung vor die Notwendigkeit. endlich Abhilfe zu schaffen. Französisch-polnische Gesellschaft begann den Bau Mehr als 200 000 Hektar fruchtbares Acker= und Wiesenland waren damals überschwemmt worden. zahlreiche Brücken und Wehre hatte der Strom mitgerissen, und der angerichtete Schaden betrug an 100 Millionen Zloty. Zur Bändigung des Stromes wurde jetzt geplant, mehrere Talsperren zu errichten, ein Plan, dem auch die Geländeform, langzügige Bergketten, durchaus günstig ist. 1935 begann eine französisch=polnische Gesellschaft den Bau der Talsperre bei Roxnow. Hauptzweck dieses Talsperrenbaues, der sofort nach Beendigung des polnischen Feldzuges von der deutschen Verwaltung in ebenso großzügiger wie gründlicher Weise fortgeführt wurde, ist ein dreifacher: einmal soll das anlaufende Hochwasser des Dunajec aufgespeichert werden, um Ueberschwemmungen der Ländereien zu verhüten: ferner soll in Trockenzeiten der Niederwasserstand der Weichsel soweit erhöht werden können, wie die Fortführung der Schiffahrt es verlangt: die Lieferung elektrischer Energie ist der dritte Zweck dieser Talsperren, die nach ihren heutigen vielfach verbesserten Plänen als die größte Talsperre Europas angesprochen werden muß. Stausee von 20 km in den Beskiden In einer Weite von 550 m und einer größten Höhe von 35 m über der Talsohle verläuft eine massive Staumauer zwischen bewaldeten, steil abfallenden Berghängen. Der Stausee, der eine Länge von 18 km erreichen wird, liegt eingebettet in waldige Beskidenberge, die, an einigen Stellen vom Flußlauf zurücktretend, dem künftigen See eine größte Breite von etwa. 1 km geben werden. Eine Fläche von 1700 Hektar bedeckend, erstreckt sich der Stausee bis unterhalb der Stadt Neu=Sandez und wird bis zu 235 Millionen ebm Wasser enthalten. In diesem Stauraum werden die Hochwasser aufgefangen, von hier wird Wasser abgegeben, wenn der niedrige Wasserstand der Weichse! es erfordert, und hier ist auch die Wasserkraft gesammelt, die die Turbinen des Kraftwerkes speisen soll. Hunderttausende von Lachsen Im Dunajec Besondere Rücksicht muß bei dem Bau der Talsperre auf die Fischzucht genommen werden: die Gebirgsstrecke des Dunajec ist nämlich Laichvlatz hunderttausender Lachse, die aus der See kommend. weichselaufwärts und den Dunajec hinauf im Oktober und November zu ihren Laichplätzen ziehen. Die Flußfischer und sogar die Danziger Fischer haben ein lebenswichtiges Interesse an der Erhaltung dieses Lachsweges In der Talsperre ist deshalb ein sogenannter Fischpaß eingebaut worden. eine„Lachstreppe“, die im gewundenen Lauf durch mehrere Stufen über dreißig Meter Höhe überwindet. Dadurch wird gewährleistet, daß die Lachsproduktion, deren Wert sich alljährlich auf über 2 Millionen beläuft, nicht geschädigt wird. Der Fischpaß hat nach Oberstrom zu mehrere Oeffnungen. die auch bei unterschiedlicher Höhe des Wasserspiegels des Stausees den ungehinderten Durchzug der Lachse gestatten. Kraftwerk erzeugt 126 Millionen kwh Von der Energieerzeugung des Kraftwerkes werden zahlreiche größere Städte und Industrie= werke Vorteil haben. Alljährlich werden im Durchschnitt 126 Millionen kwh geliefert werden. d.., daß mit dem Kraftwerk der Talsperre von Roznow die erste Wasserkraftanlage von Bedeutung im Generalgouvernement geschaffen wird, die im Verein mit den bestehenden Dampfkraftwerken die Energieversorgung übernimmt. Das Werk soll als Spitzenkraftwerk arbeiten, das nur zu gewissen Perioden. in der Zeit größten Stromverbrauches, eingeschaltet wird. Weitere 35 Millionen kwh wird das Laufkraftwerk der Sperre bei Czchow liefern, die 10 km flußabwärts mit einem Staudamm von.5 Millionen ebm errichtet wird und die Aufgabe hat, die Wasserabgabe, die von der Roznow=Sperre aus veriodisch geschieht, auszugleichen. 45 000 cbm Beton. 60.000 cbm Erdbewegung und 26 km Straßenverlegungen im Bereich des künftigen Stausees, ferner Einbau der Generatoren und der übrigen elektrischen Einrichtungen, das waren die Hauptaufgaben, die der deutschen Verwaltung durch den Talsperrenbau unmittelbar nach dem volnischen Feldzug gestellt wurden. Deutsche Großfirmen sind jetzt eingesetzt, wie ja auch deutsche Firmen bereits zu volnischer Zeit die Maschinen liefern mußten, und 1800 volnische Arbeiter, dazu 300 Juden. letztere hauptsächlich im Straßenbau, arbeiten an der Vollendung der Talsperre. Bis zur Mitte nächsten Jahres wird der gewaltige Staudamm wasserwirtschaftlich bereits betrieben werden können und damit dem Dunaiec. der seine Wassermengen binnen 24 Stunden verfünfzigfachen kann, seine Gefährlichkeit nehmen. Betriebe“, die zur Errichtung von Tausenden von neuen Küchen und Kantinen in den Betrieben führte, hat wesentlich dazu beigetragen, für die werktätige Bevölkerung eine gesunde Ernährungsgrundlage zu schaffen. Auf dem Gebiet„Das schöne Dorf“ konnten die im Verlauf der bisherigen Arbeit gesammelten Erfahrungen bei der kolonisatorischen Erschließung der neuen Ostgebiete erfolgreich angewandt werden. Bei der Planung neuer Dörfer sowie der Umgestaltung und dem Wiederaufbau teilweise zerstörter Dörfer im deutschen Osten ist das Amt Schönheit der Arbeit in Zusammenarbeit mit dem Reichskommissar für die Festigung des deutschen Volkstumes maßgebend beteiligt. Kraft durch Freude vor neuen Aufgaben Die Kriegszeit ist auch für die NS=Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ eine Periode der Klärung und Festigung der Grundlagen ihrer Arbeit. Gleich nach Kriegsende wird der weitere Ausbau mit verdoppelter Energie in Angriff genommen; denn so groß die bisher errungenen Erfolge auch sind, so stellen sie doch nur den Anfang eines gigantischen Sozialwerkes dar, dessen Ausmaße wir auch heute noch kaum überschauen können Gewaltige Pläne für den Ausbau der KdF=Einrichtungen sind in Bearbeitung. Der Umfang dieser Pläne übertrifft alles, was auf dem Gebiet der sozialen Betreuung jemals erdacht und geplant wurde. Das KdF=Werk wird aber einen Umfang erreichen, der des neuen Großdeutschen Reiches würdig ist. Kühne Taten eines kellenischen-Boz-Verbendes Die 28000 BRT versenkten Schiffsraums, die der italienische Wehrmachtsbericht vor kurzem meldete, sind das Werk einer aus sechs Einheiten bestehenden italienischen=Boots=Flottille, die außerdem im Südatlantik an die 100 Handelsdampfer aufgebracht und untersucht hat. Die unzweifelhaft schwierigste Aktion war die Versenkung eines englischen 200 BRT großen, mit Schnellfeuergeschützen und Wasserbomben ausgerüsteten englischen=Boot=Jägers in unmittelbarer Nähe von Nicht an der Qualität sparen*) ATIKAH 50 915 4 „Genuß liegt auf die Dauer nie in der Menge, sondern immer nur in der Güte— auch beim Rauchen. Lieber also ein paar Cigaretten weniger und dafür wirklich gute; das ist überdies vernünftiger! Gibraltar. Die Engländer setzten diese leichten raschen Einheiten neuerdings besonders in der Nähe von Gibraltar ein, um die Durchfahrt italienischer-Boote unmöglich zu machen. Ein gut gezieltes Torpedo schoß aber zur nicht geringen Überraschung der Engländer einen=Boot=Jäger aus einer ganzen Flottille heraus, ohne daß das angreifende Boot festgestellt werden konnte. Der fetteste Bissen der im Südatlantik operierenden italienischen=Boote war der von den Engländern gestohlene 5186 BRT große belgische Dampfer„Kabalo", der mit einer Ladung Kraftwagen und Flugzeuge aus Glasgow auf der Kaproute auf dem Wege nach Agypten war und nördlich von Madeira durch ein einziges Torpedo auf den Meeresgrund befördert wurde. Auf das Konto des erwähnten italienischen=Boot=Verbandes ist ferner ein englischer 8000 BRT großer Tanker und das schwedische Schiff„Maggir Sveridge" zu setzen, dessen Versenkung kürzlich aus Lissabon gemeldet wurde. Der große schwedische Dampfer sollte englische Kohle in eine britische Kolonie führen. Stir immen zum Tage 2 Unter Leitung von 25 deutschen Ingenieuren geht im Generalgouvernement der Bau der Talsperre bei Roznow, der größten Europas, der Vollendung entgegen. Damit ist der gefürchtetste Nebenfluß der Weichsel, der Dunajec, gebändigt worden. In das Flußtal eingebettet, zieht sich die Staumauer von 550 Meter Länge hin, die Grundbreite beträgt 40, die Kronenbreite 6 Meter. Das Entlastungsbauwerk ist so konstruiert, daß binnen 24 Stunden auch die stärkste Hochwasserwelle des Dunajec passieren kann (Scherl-.) „Man kann nicht oft genug wiederholen, daß unser Land, als es von verblendeten und verbrecherischen Politikern in den Krieg gestürzt wurde, ein grauenhaftes Abenteuer unternahm, dessen Folgen nicht nur die Niederlage, sondern auch die Vernichtung hätten sein können."(„Moniteur“, Vichy) * „Für die deutschen Flieger gibt es keine atmosphärischen Hindernisse, nicht die Wolkenfetzen, die über dem Kanal dahinjagen und nicht die Eisstürme, die mit 100 Stundenkilometern einherbrausen,— nichts hält sie am Boden."(„Popolo d' Italia“, Mailand) „Mit einer aus tiefstem Herzen kommenden Freude und einer aufrichtigen Dankbarkeit gegenüber dem Deutschen Reich erlebt die ganze slowakische Nation den Tag des Beitritts zum Dreierpakt. Das ganze Land sollte heute die deutsche Flagge hissen, denn sie ist auch für die Slowakei der Ausdruck der Kraft und Selbständigkeit.“(„Gardista“, Preßburg) # Conkenlaptee nit•8 Rathreiner N 1 MIFA Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 1— 28. November 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 327 Westjalen-Nord und Nachbargaue Verteilung der Repfel im Winter 1940/41 Zur gleichmäßigen Versorgung der Bevölkerung hat der Reichsnährstand die Bewirtschaftung der Aepfel angeordnet Während vor Jahresfrist die Obstmärkte durch gute Beschickung mit Aepfeln bis ins späte Frühjahr die Verbraucher erfreuten, muß diesmal auf die Erfüllung mancher Wünsche Verzicht geleistet werden. Der ungewöhnlich strenge und langanhaltende Winter 1939440 bat in vielen Anbaugebieten Obstkulturen und Baumbestände vernichket. In den meisten euroväischen Ländern liegen die Verbältnisse ähnlich. Die Mißzernte im Obst, insbesondere in Aepfeln, macht sich um so unangenehmer bemerkbar, als andererseits der Obstverbrauch ganz außerordentlich zugenommen hat und gegenüber normalen Zeiten im Reichsdurchschnitt auf etwa das Dreifache gestiegen ist. Der Reichsnährstand hat durch die Hauptvereinigung der deutschen Gartenbauwirtschaft diesem Umstand Rechnung getragen und zwecks gleichmäßiger Versorgung der Bevölkerung mit dem Beginn der Ernte von haltbaren Sorten die Bewirtschaftung der Aepfel angeordnet. Danach gelten Aepfel sowohl der gesamten deutschen Ernte als auch solche ausländischer Herkunft, die bereits im Besitz von deutschen Importeuren und Verteilern sind, als beschlagnahmt. Ueber die beschlagnahmten Aepfel kann somit nur noch die beschlagnabmende Stelle, nämlich die Hauptvereinigung, nicht jedoch der derzeitige Besitzer, also Erzeuger, Importeur, Verteiler usw. verfügen. Die in ihrer Hand befindlichen Aepfel werden vom zuständigen Gartenbauwirtschaftsverband im Auftrage der Hauptvereinigung von Zeit zu Zeit in bestimmten Mengen freigegeben. Damit sind grundsätzlich die bisherigen Abnehmer der Importeure, der Bezirksabgabestellen und der Großverteiler schlüsselmäßig auf Grund der vergleichbaren Mengen in den vergungenen Jahren zu beliefern. Es ist nun selbstverständlich, daß angesichts der Apfelknappheit einerseits und der besonders ungünstigen Versorgungslage in den Großstädten und Industriegebieten andererseits die Hauptvereinigung verpflichtet ist, die verfügbaren Aepfel nur in die Großstädte und bestimmte Industriegebiete zu lenken. Die Abgrenzung der danach zu verlorgenden Gebiete ist die gleiche, wie sie bei der Verteilung von Gemüsekonserven und Trockengemüse in Anwendung kommt. Jeder Einsichtige wird auch ohne weiteres anerkennen, daß die spärlich vorbandenen Aepfel vordringlichst den Kranken, Verwundeten, werdenden Müttern sowie Kindern vorbebalten bleiben müssen. In diesen Tagen haben die Ernäbrungsämter Abtla. B in den vorgenannten Gebieten besondere Obstkarten für Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, die nicht Selbstversorger und im Besitz der Lebensmittelkarte Jad. 17(Rosa) sind. ausgegeben. Die daran befindlichen Bestellabschnitte sind vom Bezugsberechtigten nicht an ein beliebiges Lebensmittelgeschäft, sondern beim zugelassenen Obst= und Gemüsebändler, wie er durch Ausbang erkenntlich ist, beschleunigt abzugeben. damit die erforderlichen Mengen der zum Aufrus kommenden Aepfel auch rechtzeitig in den Obstgeschäften vorbanden sind. Inzwischen wird der Bezugsabschnitt I der Bezugskarte für Aepfel im Winter 1940/41 mit je 2 kg Aepfeln zum Aufruf kommen. Der Bezugsabschnitt I wird bei der Ausgabe der Aepfel vom Obstverteiler abgetrennt. Die Abgabe von Aepfeln an Kranke und werdende Mütter hat nur an solche zu erfolgen, die bereits zusätzlich Lebensmittel auf Grund ärztlicher Bescheinigung bezieben. Sie erhalten zur Vereinfachung des Verfahrens 2 Bezugskarten. Die Zuteilung von Aepfeln an Krankenbäuser und Heilanstalten ist noch nicht geregelt. Preisregelung für Weihnachtsgänse Wie aus zahlreichen Anfragen hervorgeht, besteht sowohl in Kreisen der Erzeuger als auch bei Verbrauchern Unklarheit über die Preise, die für Gänse bezahlt werden dürfen. Es soll deshalb hier auf die z. Zt. geltenden Preisbestimmungen hingewiesen werden. Es sind folgende Verbraucherhöchstpreise festgesetzt: Geschlachtete Mastgänse(nicht ausgenommen) 1. Güte RM..25 je ½ kg, geschlachtete Mastgänse(nicht ausgenommen) 2. Güte RM..10 je ½/ kg. Für Mastgänse, die lebend beim Erzeuger gekauft werden, sind keine Höchstpreise festgesetzt. Hier sind die Stopp=Preise gültig, d. h. die Preise, die der Erzeuger bis Ottiober 1936 erhalten hat. Diese Preise liegen selbstverständlich unter den obengenannten Verbraucherhöchstpreisen für geschlachtete Mastgänse. Für anderes Geflügel sind noch folgende Höchstpreise gültig: Suppenhühner 1. Güte RM..10 je ½/ kg, Suppenhühner 1. Güte(entdarmt) RM..15 je ½/ kg, Blick ins Münsterland Warendorf über eine Million mehr Spareinlagen Warendorf. Ein Gradmesser für die erfreuliche Aufwärtsentwicklung in Stadt und Kreis Warendorf ist der Abschluß der Kreis= und Stadtsparkasse Warendorf. Die Spareinlageen sind im Brichtssahr 1939 um rund 1 Million gestiegen. An Heimsparbüchsen waren Ende 1939 2762 Stück ausgegeben. Von dem Gewinn in Höhe von 231.000 RM. können 57500 RM. dem Kreise und der Stadt Warendorf für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Inmer wieder das böse Steinwersen Ahlen. Auf dem Hermann=Göring=Ring machten sich Jungen ein„Vergnügen“ daraus, sich gegenseitig mit Steinen zu bewerfen. Dabei wurde ein Mädel von einem scharfen Stein im Gesicht getroffen und ganz erheblich verletzt. Die Eltern mögen diesen bedauerlichen Vorfall zum Anlaß nehmen, ihre Jungen vor solch gefährlichem Unfug zu warnen. Schließlich sind die Eltern ja auch JwF“g Das Ist ein Iästiges(bel, sehr ofl mit starker Schuppenbildung verbunden! Abhilfe ist leicht: pflegen Sie Haar und Kopfhaut regelmäßig so, daß kein Aikall und keine Kalkseife Im Haar zurückbleiben, also mit KST SCHAUMPON DD baftbar für den Schaden, den die Jungen auf diese Weise anrichten. Ein Hund zerreißt sechs Kaninchen Emsdeiten. Vor einigen Nächten sind Kaninchenzüchtern in Austum sechs wertvolle Tiere abhanden gekommen. Den Nachsorschungen der Emsdettener PoWagen saß, wurden schwer verletzt. Das Auto wurde vollständig zertrümmert. Ein 81jähriger Herumtreiber festgenommen Dülmen. Hier wurde der 81 Jahre alte C. aus Meschede festgenommen, der sich in der Bauerschaft Dülmen obdachlos herumtrieb und nachts in Scheunen seinen Schlaf hielt. C. wurde zur Beobachtung und Beaussichtigung einer Anstalt zugeführt. 25 Jahre städtischer Hausmeister Bocholt. In diesen Tagen kann der Hausmeister des Bocholter Rathauses, Langela. auf eine 25jährige Dienstzeit zurückblicken. Nachdem er lange Jahre treu und gewissenhaft die Hausmeisterstelle am Gymnasium wahrgenommen hatte, wurden ihm später die Schlüssel des Rathauses anvertraut, die er mit gleicher Treue zu verwalten wubte. Unsere lieben Alten Das älteste unserer heutigen Geburtstagskinder zählt 90 Lebensjahre. Es ist die Witwe Bernhard Tiemann, Franziska geb. Jäger, in Altlünen, die ihren Geburtstag bei bester Gesundheit feiern konnte. Frau Tiemann hat neun Kindern das Leben geschenkt. Zwei ihrer Söhne sind im Weltkriege gefallen. An zweiter Stelle unserer heutigen Gratulationsliste stehen zwei 85jährige: Frau Angela Tenwinkel geb. Decker in Ostendorf bei Borghorst und Frau Ww. Luise Rogalla geb. Schmielewski in Ahlen, vom Eckelshof 8. In Burgsteinfurt seierte der Rentner Adolf Wahlbring, Adolf=Hitler=Straße 83, seinen 83. Geburtstag.„„ Den Schluß bilden zwei 80 Jahre alte Frauen, nämlich Frau Elisabeth Holtwisch in der Bauerschaft Wadelheim bei Rheine und Frau Ww. Anton Elstner geb. König in Nordwalde. Wir freuen uns, mitteilen zu können, daß es allen genannten Geburtstagskindern sehr gut geht. Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für die Zukunft. junge Brathühner RM..10 je ½ kg, junge Brathühner (enidarmt) RM..15 je ½/ kg. Für alles andere Geflügel, wie Enten, Puter usw. sind keine Preise festgesetzt. Hier sind ebenfalls die Stopp=Preise maßgebend, die natürlich für jeden Betrieb verschieden liegen können. Es sei in diesem Zusammenhang noch darauf hingewiesen, daß Verstöße gegen die Preisvorschriften mit Gesängnis und Geldstrafe, letztere in unbegrenzier Höhe, oder mit einer dieser Strafen belegt werden. Ehestandsbarlehn können Witwen von Gefallenen erlassen werden Die Finanzämter sind ermächtigt worden, den Witwen von Gefallenen oder bei besonderen Einsätzen Verstordenen das Ehestandsdarlehn zu erlassen, es sei denn, daß der Witwe nach ihrer wirtschaftlichen Lage die Weitertilgung des Ehestandsdarlehns unbedenklich zugemutet werden kann. Ist aus der Ehe bereits ein Kind hervorgegangen oder wird ein Kind erwartet, so wird die Darlehnsschuld ohne Rücksicht auf die wirtschaftlichen Verhältnisse in jedem Fall erlassen. bin auf dem Wege zur Werkstatt!“ Gladbeck, 27. November. Mit einem Falle von grundsätzlicher Bedeutung im Verkehrsleben beschäftigte sich das Gladbecker Gericht. Es handelte sich darum, ob ein Krastsahrzeugführer bestraft werden kann, wenn er sich nachweisbar mit seinem Kraftwagen, an dem ein Defekt festgestellt wurde, auf dem Wege zur Reparaturwerkstatt befindet. Ein Gladbecker Kaufmann hatte ein Strafmandat erhalten, weil sein Stopplicht nicht funktionierte, wie eine Verkehrskontrolle feststellte. Der Betroffene betonte, daß er sich gerade auf dem Wege zur Werkstatt befinde und deantrocte richterliche Entscheidung. In der Verhandlung beantragte der Staatsanwalt eine Strafe von 15 RM. Das Gericht sprach den Kraftwagenlenker jedoch frei, weil der Einwand, daß sich der Fahrer auf dem Wege zur Werkstatt befunden habe, nicht widerlegt werden ko1 konnte. Schwere Bluttat in Oldenburg Neunzehnjähriges Mädel niedergestochen Oldenburg, 27. November. Nach einem Bericht der Oldenburger Kriminalpolizei wurde in den Abendstunden des Sonnabend in Oldenburg, im Hause Bahnhofsallee 67, eine schwere Bluttat verüb:. Die zu dieser Zeit allein im Hause weilende neunzehnjährige Tochter der Eheleute Oltmanns wurde von einem Anwohner des Uhlenweges mit einem langen stehenden Messer in die Brust gestochen und so erheblich verletzt, daß sie noch in der Nacht im Krankenhaus starb. Der inzwischen festgenommene Täter gibt die Tat zu, er will im Rausch gehandelt haben. Wie die„Oldenburger Staatszeitung“ meldet, handelt es sich bei dem Täter um einen verheirateten Mann, der seit kurzem den Verkehr mit der Familie Oltmanns suchte, wobei er vor allem darauf bedacht war, mit der neunzehnjährigen Tochter näher bekannt zu werden. Er stieß dabei allerdings auf den härtesten Widerstand des Mädels. Am Tage der furchtbaren Tat traf er das Mädel allein in der Wohnung an; es ist zu vermuten, daß er nun seine Werbung in dringlicherer Form vorbrachte und dabei durch den Widerstand des Mädels gereizt wurde. Er griff dann zu dem Messer und führte so den tödlichen Stich gegen das Mädel. Der Oberbürgermeister von Köln gestorben Die Partei verliert mit ihm einen ihrer besten Kämpfer Köln, 27. November. Die Fahnen der Stadt Köln senken sich auf Halbmast: Der Leiter und Verwalter der Stadt, ihr jugendlicher und tatenfroher Oberbürgermeister ist nicht mehr. Voll Schmerz und mit tiefer Erschütterung steht die Alte Garde des Führers, stehen alle Parteigenossen des Gaues Köln=Aachen an der Bahre ihres Kameraden Dr. Karl Georg Schmidt. Unfaßbar war allen die Todesnachricht, die am Dienstagabend aus seiner thüringischen Heimat nach Köln kam. Für kurze Wochen wollte er dort Erholung suchen von der schweren Erschöpfungskrankheit, die die Folge von 10 revolutionären Kämpferjahren und einer bald ebenso langen Zeit des schöpferischen Aufbauwerkes war. „Die alte Garde trauert um einen ihrer Besten. Die Partei verliert eine ihrer wichtigsten Kräfte.“— Diese Sätze aus dem Nachruf des Gauleiters kennzeichnen das Leben Dr. Schmidts, der einer der markantesten Vertreter jener jungen Generation war, die nach dem Schmachfrieden von 1918 sich mit dem Zustand des Elends und der Hoffnungslosigkeit in Deutschland nicht abfinden wollte und sich an der Seite der heimgekehrten Frontsoldaten gegen die Schande erhob. Dr. Schmidt war einer jener Männer, die dem Führer den Sieg errangen, die nach der Uebernahme der Macht die Garanten für den Neuaufbau des Reiches wurden. Schon 1923 war Dr. Schmidt einer der ersten Parteigenossen Adolf Hitlers. Das Mißlingen der nationalen Erhebung in München machte ihn nicht wankend. Sofort nach der Auflösung der Partei trat er dem Bund„Oberland“ bei und war während seiner Frankfurter Studienzeit einer der Ersten, die 1925 zur wiedergegründeten nationalsozialistischen Bewegung zurückkehrten. Im September 1931 ernannte Gaulester Grohe Dr. Schmidt zum Gau=Wirtschaftsberater, und seit 1932 führte er den Kampfbund des gewerblichen Mittelstandes im Gau. Nach der siegreichen Revolution von März bis Juni 1933 zum kommissarischen Beigeordneten des Städt. Wirtschafts=Dezernats berufen, wurde ihm anschließend das Amt des Hauptgeschäftsführers der Industrie= und Handelskammer Köln und das des Geschäftsführers der Wirtschaftskammer Rheinland übertragen. Am 10. Dezember 1936 erfolgte Dr. Schmidts Berufung zum Oberbürgermeister von Köln. Zeitlich genommen, sind die vier Jahre, während der Pg. Dr. Schmidt die Geschicke Kölns leitete, eine kurze Zeitspanne, arbeits= und leistungsmäßig gehören sie aber zu den bedeutendsten Abschnitten der Geschichte der alten Hansestadt. Wohl selten hat ein Oberbürgermeister so viel Tatkraft, so viel kluges, weitschauendes Verständnis für die Aufgaben der Metropole am Rhein besessen, wie der Heimgegangene. Auf allen Gebieten des kommunalen Lebens zeugen bleibende Werke für die Leistungen dieses unermüdlichen Arbeiters. Die Parteigenossen des Gaues scheiden von einem ihrer bewährtesten Kameraden. Das Führerkorps der Partei aber verliert einen der tüchtigsten und initiativreichsten Gauamtsleiter, der bis zuletzt als Gau=Wirtschafteberater, als Brigadeführer im RSKK und als Reichstagsabgeordneter ein aktiver Kämpfer der Bewegung blieb. 1933 vom Führer mit der höchsten Auszeichnung, dem goldenen Ehrenzeichen der RSOAP., gechrt, wurde ihm noch in diesem Jahre die silberne und bronzene Dienstauszeichnung der Partei verliehen. So nehmen wir Abschied von einem alten Gardisten, von einem Mann, der durch seine Arbeit für die Gemeinschaft in die Tat umsetzte, was er einst propagandistisch forderte. Mitten im Freiheitskampf des deutschen Volkes ist er in den Sielen gestorben. Verheerende Folge eines Brandes Unna. Immer wieder wird darauf hingewiesen. bei dem Einsatz von Motoren bei landwirtschaftlichen Arbeiten die nötige Vorsicht walten zu lassen, um kostbares Nahrungsgut dem Volke zu erhalten. Am Hillring bei Unna wurde jetzt wahrscheinlich infolge Kurzschlusses an der Dreschmaschine ein Großbrand entfacht, der ein ganzes Bauernanwesen Keinerlei Nachsicht für Steuerbetrüger Es ist selbstverständlich, daß erst recht im Kriege die Steuerpflichten von jedem Volksgenossen peinlich genau erfüllt werden. Wie Regierungsrat Dr. Stolz von der Zollschule Berlin in einem Bericht über das Steuer. strafverfahren in der„Deutschen Steuerzeitung" hervorbebi, verurteilt die nationalsozialistische Weltanschauung Steuervergehen aufs schärfste. Staatssekretär Rein; bardt vom Reichsfinanzministerium formuliert diese Tatsache wie folgt:„Vergehen gegen die Steuerpflicht sind Bergehen gegen die Volksgemeinschaft und gegen die Nation, sie stellen die schlimmste Art des Eigen. nutzes und der ungerechtfertigten Bereicherung des Einzelnen zum Schaden des Staates und damit aller anderen Angehörigen der Volksgemeinschaft dar. Wer sich seiner Steuerpflicht ganz oder teilweise entzieht, betrüg und bestiehlt den Staat und damit die Volksgemeinschaft“. Der Reserent verweist darauf, daß, je schädlicher die Auswirkungen eines Vergehene auf die Volksgemeinschaft sind, desto schwerer dieses Vergehen bestraft werden müsse. Steuerbetrüger verdienten keinerlei Nachsicht, heute weniger als jemals zuvor. Die erwähnten Leitsätze über die Bedeutung der Steuervergehen für Staat und Volksgemeinschaft seien heute bereits soweit Allgemeingut des Volkes geworden, daß jeder Volksgenosse, der trotzdem ein Steuervergehen begehe, sich der Schwere seiner Tat vollkommen bewußt sei. Ziel des Strafverfahrens müsse demaemäß die unnachsichtige und schnelle Bestrafung des Steuerbetrügers sein. einäscherte. Als plötzlich die Flammen aus der Maschine bervorschlugen, die das umberliegende Strob auf der Deele erfaßten, war es schon zu spät, um mit Selbsthilfe dem Feuer zuleibe zu gehen. Die Feuerlöschzüge aus Massen, Massenerbeide. Billmerich und Holzwickede waren alsbald zur Stelle und griffen den Großbrand mit Motorspritzen an. Es konnte jedoch nicht verhindert werden, daß das Feuer auch auf das anliegende Wohnhaus übergriff. Die Feuersbrunst wütete derart, daß das Bauernhaus, die Stallungen und die große Scheune bis auf die Grundmauern abbrannten. Vom Kleinzug erfaßt und getötet Hamm. Dienstagmorgen, kurz nach 7 Uhr, ereignete sich an dem Uebergang der Kleinbahn in Mark ein Unfall, bei dem ein Menschenleben durch Außerachtlassung der nötigen Vorsicht vernichtet wurde. Eine Frau aus Hamm, die die Soester Straße befuhr, versuchte auf ihrem Fahrrad den Bahnübergang zu überaueren, als ein Kleinbahnzug herannahte. Dies gelang ihr nicht mehr, so daß sie von dem Zuge erfaßt und auf der Stelle getötet wurde. Einwandfreie Feststellungen haben ergeben, daß die Frau ganz allein Schuld an diesem Unglück trägt. Westfülischer Sportanzeiger Tüchtige Jugendschwimmer Prüfung der Gebiets- und Obergauleistungsklasse in Westfalen Die Gebietsführung der H3 hatte ihre besten Schwimmer und Schwimmerinnen nach Dortmund berufen, um auf der einwandfreien=25=Meter=Bahn des Südbades den derzeitigen Leistungsstand zu ermitteln. Die Ergebnisse waren zum Teil zufriedenstellend, obschon einige der besten Kräfte nicht anwesend waren. Die beste Leistung vollbrachte wiederum H. Gehring (Niedersachsen Münster), der über 100 Meter und 200 Meter Brust siegte. Den nachfolgenden Brustschwimmern sällt es schwer, regelmäßig die drei Minuten zu unterbieten. Im Kraulschwimmen ist der derzeitige Leistungsstand nicht überwältigend, zumal auch noch Waßmann(Gelsenkirchen) dieses Mal gänzlich versagte, was man bei ihm sonst nicht gewohnt ist. Im Rückenschwimmen hat sich besonders H. Sandforth(Gladbeck) recht schön nach vorn gearbeitet. Bei den Mädeln sind die Leistungen im Rükkenschwimmen wie immer recht gut. Im Rückenschwimmen und Kraulschwimmen will der erwünschte Umschwung immer noch nicht einsetzen, obwohl zweifellos einige Verbesserungen zu verzeichnen sind. Die Ergebnisse: Kraul, 100 m, 53: 1. L. Buchloh, Westfalen Dortmund:04.6; 2. K. Baumeister, Gladbeck:06; 3. H. Schweitzer. Niedersachsen Münster :08,9.— Kraul, 200 m. H3: 1 W. Waßmann, Poseidon Gelsenkirchen:36.5: 2.., Buchloh, Westsalen Dortmund:36,6: 3. K. Baumeister, Gladbeck:37.6; 4. H. Harhoff, Niedersachsen Münster:43.— Brust, 100 m, H3: 1. H. Gehring, Niedersachsen Münster :18.7; 2. J. Müller, Aegir Gelsenkirchen:19.1; 3. W. Radojewski, Neptun Erkenschwick:21.8.— Brust, 200 m, H3: 1. H. Gehring, Niedersachsen Münster:52: 2. W. Radojewskl. Neptun Erkenschwick:02; 3. J. Müller, Aegir Gelsenkirchen:03.2.— Rücken, 100 m, H3: 1. H. Sandforth, Gladbeck:16.2: 2. A. Höckmann, Westfalen Dortmund:21.6: 3. F. Hemshorn. Poseidon Gelsenkirchen:26.5.— 100 m, Kraul. B0M: 1. J. Poth, Germania Dortmund:17,6: 2. L. Ullrich, Gladlizei ist es gelungen, einen Schäferhund als den Dieb zu ermitteln. Das wildernde Tier hat die Kaninchen mmmm beck:21,2; 3. M. Fritsche, Germania Dortmund :26,4.— 400 m, Kraul, BDM: 1. L. Ullrich, Gladbeck:36,6; 2. J. Poth, Germania Dortmund:59,6; 3. M. Fritsche, Germania Dortmund:00,2.— 100 m, Brust. B0M: 1. H. Schröder. Gelsenkirchen:33.2: 2. H. Niemeier. Bochum:34.5; 3 A. Pues. Niedersachsen Münster:44.— 200 m. Brust, B0M: 1. H. Schröder. Gelsenkirchen:14; 2. Niemeier. Bochum .17.1: 3. H. Bockelbrink, Germania Dortmund.176. — 100 m, Rücken, BDM: 1. L. Teschner, Germania Dortmund:28,4: 2. J. Winkler, Bochum:33.:·3. B. Garski, Bochum:41.— 200 m. Rücken B0M: 1. L. Taschner, Germania Dortmund.24.4; 2. J. Winkler, Bochum:42.7: 3. B. Garski, Bochum:46.— Rückenschwimmen, 200 m, H3: 1. H. Sandforth, Gladbeck .01.5; 2. F. Hemshorn. Poseidon Gelsenkirchen.08; 3. A. Höckmann, Westsalen Dortmund:12,1: 4. E. Schweitzer, Niedersachsen Münster:13,7. Münsters Schützen berheiten die Kensehleämgte Die Fernwettkämpfe des Deutschen Schützenverbandes, die vom 30. November bis 15. Dezember 1940 in ganz Deutschland durchgeführt werden, haben auch bei den münsterschen Schützenvereinen großen Anklang gefunden, was die Meldung von sieben Vereinen am besten beweist. Es starten Mannschaften(eine Mannschaft besteht aus fünf Schützen) folgender Schützenvereine: Allgemeines Bürgerschützenkorps im Kampf B1, B2, B3 und B4; Schießabteilung der DAF=Wehrmacht im Kampf B1 und B2: Schützenverein„Hansa“ im Kampf B 1 und B4: Kleinkaliber=Sportabteilung der PostSport=Gemeinschaft im Kampf B 1 u. B4: die TischlerSchützenbruderschaft im Kampf B2; der Schützenverein „Triangel“ und die Schützenkameradschaft„MünsterWesten“ im Kampf B1 und B4. vollständig zerrissen. Das ist in Emsdetten in letzter Zeit: der zweite Fall, daß nachts umherstreuende Hunde Unheil angerichtet haben. Für den angerichteten Schaden: hat selbstverständlich der Hundebesitzer aufzukommen. Buntes Weltgeschehen 65 Jahre Richtung: Gronau, Ahaus, Dortmund Gronau. Bis zu Anfang der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts hatten die Orte zwischen Dortmund und Gronau keine Eisenbahn. Sie lagen abseits; vom großen Verkehr, als bereits die täglichen Züges zrischen Pinden, Hamm, Dorimund und Köln dahin, n. Die zunehmende Entwicklung des Eisenbahn=:! wesens in den Jahren 1860 bis 1873 brachte es dann: mit sich, daß auch für unsere engere Heimat die große: Welt erschlossen wurde, und zwar durch die Dortmund—s Gronauer Eisenbahnstrecke. Die Gesellschaft, die für den: Bau dieser Bahnstrecke sich gebildet hatte, erhielt am.: Januar 1872 die Konzession. Unverzüglich wurde der? Bau in Angrif genommen. Am 25. November 1874 5. wurde der erste Teil von Dortmund nach Lünen in Be, trieb genommen. Mit Nachdruck ging der Weiterbaus vor sich, so daß bereits am 15. Juni 1875 die Strecke“ Lünen—Dülmen folgen konnte. Am 1. August 18755 wurde die Strecke Dülmen—Coesfeld und am 15. Ok s! tober 1875 die Reststrecke Coesfeld—Ahaus—Gronau—!“ Glanerbrück dem öffentlichen Verkehr übergeben. Lachplatten als Heilmittel Die Schalter Mleistereit gegen Preußen Zwei Unfälle— drei Schwerverletzte Stadtlohn. Auf dem Marktplatz, und zwar in nächster Nähe des Marktbrunnens, geriet die soeben nach längerer Krankheit aus dem Hospital entlassene 28jährige Paula Tenostendarp unter den Autobus des Hauderers Gutt aus Hüls. Die Bedauernswerte die an dem Unfall keine Schuld hat, wurde mit ihrem Fahrrad; in hohem Bogen weggeschleudert und so schwer verletzt,: daß sie in sehr bedenklichem Zustand dem Krankenhaus: zugeführt werden mußte.— Als der Besitzer des Autobus von diesem Unkale hörte, fuhr er mit seinem Personenwagen zu der Unfallstelle. Auf dem Rückwege stieß Professor Dr. Pierre Bachet vom Psychologischen Institut der Sorbonne=Universität will den experimenstellen Beweis für die Wahrheit des Sprichworts erbracht haben:„Lachen ist gesund!“ Er versammelt jeden Sonntagmittag bestimmte Patienten in seinem Heim und spielt ihnen dann Lachplatten vor, also Grommosphonplatten, die das herzliche Lachen von Menschen wiedergeben. Dieses Lachen wirkt tatsächlich ansteckend, swenn einzelne Zuhörer Tränen lachen und dadurch wieder den Lachreiz der übrigen erregen. Professor Vachet behauptet, diese halbstündige Lachplattenbehandlung habe bei mehrwöchiger Wiederholung geradezu glänzende Ergebnisse bei den meisten Leidenden erzielt. Viele Geheilte hätten bestätigt, daß die Besserung erst eingesetzt habe, nachdem ihr Körper und Geist wieder durch kräftiges Lachen erfrischt worden sei. lange. Er küßte die Herzogin und nahm sie beim Ann: „Komm, Fränzel, lassen wir den dummen Jungen stehen!“ lunger Mann einige Jahre lebte, und daran so großen:: Gefallen gefunden, daß er belschloß, in seiner Hein Ein berüchtigter Bandit festgenommen ein Wagen am Wessendorfer Bahnhof mit einer Lokomotive zusammen. Er und sein Stiefvater, der mit im Der dumme Junge. Zu den Kameraden Schillers auf der Karloschule gehörte auch ein junger Grof von Rassau, der steis zu s tollen Streichen aufgelegt war. Wenn er dann Strafzettel erhielt, mußte er damit persönlich vor dem Herzog zerscheinen. Als der junge kecke Bursche wieder einmal mit einer stattlichen Anzahl solcher Strafzettel vor den Landesherrn trat, erging sich der Herzog gerade mit seiner jungen Frau, der schönen Franziska, in seinem s Garten. Der Fürst brummte unwillig:„Was soll ich denn mit Ihm noch ansangen, Er Nichtsnutz? Sage Er mir das! Was würde Er tun, wenn Er an meiner Stelle wäre, he?“ Der junge Grof bedachte sich nicht Dieser Tage wurde in Jugoslawien nach langer Fahndungsaktion endlich der berüchtigte Bandit Draza Eligorievie festgenommen, der volle zehn Jahre lang ganz Mittelserbien terrorisierte und in dieser Zeit nicht weniger als 34 Morde begangen hat. Nachdem die Gendarmen auf seine Spur gekommen waren, mußten sie erst eine richtiggehende Belagerungsaktion durchführen, um des gewiegten Verbrechers, der dieher im letzten Augenblick immer wieder entkommen konnte, habhaft zu werden. Sie umzingelten ihn in einer Berghütte, die in einem schwer zugänglichen Gelände in Mittelserbien lag. Gligorievie hatte diese Hütte zu einer wahren Festung ausgebaut, so daß ein volle drei Tage währender Feuerwechsel nötig war, ehe er sich ergab. Der Bandit kämpfe wie ein Löwe und erst als er die letzte Kugel verschossen hatte, gab er sich verloren und stellte sich freiwillig seinen Häschern. Nach seiner Festnahme war er sehr aufgeräumt und erklärte sich ohne weileres bereit, dem Vertreter einer Belgrader Tageszeitung seinen„Roman“ zu erzählen. Gefallen gesunden, daß er beschloß, in seiner Heimats der größte Bandit dieses Jahrhunderts zu werden. Dass hat er auch wirklich geschafft. Auf seinen Kopf war ein Preis von 130000 Dinar; ausgesetzt, der dem Landwirt Mihailo Pavlovic zuge?“ sprochen wurde. Dieser hatte den Schlupfwinkel des Mordbrenners ausfindig und der Polizei davon Mitteilung gemacht. Außerdem hat er mit dem Einsatz seines Lebens an der Belagerung des Räubers teilgenommen, wobei er durch einen Streifschuß verwundet wurde. Die beste Mannschaft kommt nach Mänster Wie wir erfahren, wird der Großdeutsche Fußballmeister. FC Schalke 04, zu dem sonntäglichen Meisterschaftsspiel gegen Preußen Münster mit seinen besten zur Verfügung stehenden Kräften antreten. Es wird im allgemeinen die gleiche Mannschaft sein, die dank ihres ausgezeichneten Könnens und ihrer überDie Weinprobe Seinen eigenen Aussagen nach hat er nicht nur 34 Morde auf dem Gewissen, sondern auch rund 1000 Raubüberfälle ausgeführt. Seine Opfer waren durchwegs Landbewohner. Bauern und Reisende, die er ganz im Stile mittelalterlicher Wegelagerer auf einsamen Pfaden mit vorgehaltener Pistole anhielt und ausraubte. über die auf diese Art bei ihm eingegangenen Gelder führte er genauestens Buch. Das Gangstertum hatte er in den Vereinigten Staaten kennen gelernt, wo er als Als der„tolle Junker" liebte Bismarck in seiner: Jugend tagelange wilde Ritte. So ritt er einmal auf: seinem„Kaleb“ von Polzin nach Kollin bei Stargard,i eine Strecke von 90 km, eine mächtige Togesleistung für: Pferd und Reiter. Unterwegs kehrte er in Wangerin; ein, um seinen Hunger und Durst zu stillen. Mit den Weinvorräten der Wirtin sah es traurig aus, doch saß zufällig am Nebentisch ein Weinretsender mit allen seinen =Proven. Bismarck setzte sich zu ihm und prodte sach:! verständig alle seine Weine durch, bis der ganze Vorrat, aber auch Bismarcks Durst verschwunden war. Danni erhob er sich mit einer höflichen Verbeugung, bestieg sein? Pferd und trabte davon. Der Reisende blieb einen: Augenblick sprachlos zurück. Grade wollte er in einen? fürchterlichen Fluch ausbrechen über den fremden Herrn.:! der ihm seinen ganzen Vorrat ausgetrunken hatte ohne: eine einzige Bestellung zu machen, da brachte die Wirtini ihm einen Zettel mit einer ansehnlichen Bestellungs Bismarcks. Otäppnere Naur-Batsant Hr W zeugenden Spielweise in den bisherigen sieben Meisterschaftsspielen noch keinen Punktverlust zu verzeichnen hat, und die auch in Münster ihre Spielstärke wieder unter Beweis stellen wird. Das Tor hütet der Nationaltorwart Klodt während Schweißfurth und Hinz in der Verteidigung spielen werden. Auch die Läuserreihe dürfte mit Füller. Tibulski und Gellesch erstklassig besetzt sein. Im Anguiff sind wie immer die beiden Strategen Szepan und Ernst Kuzorra die markantesten Erscheinungen, die den Schalker Angriff dirigieren, denen sich Eppenhoff und Kallwitzki gut angewaßt haben. Ob der jugendliche Schuh oder Burdenski das Angriffsquintett vervollständigen wird, dürfte ziemlich gleich sein, da beide längst als „etatsmäßig“ zu betrachten sind. Man kann diese Mannschaft als rein„friedensmäßig" bezeichnen, so daß zu erwarten ist, daß der FE Schalke d4 am Sonntag im Preußenstadion wieder ganz groß aufspielen wird. Schlosserjacken und=hosen, Malerkittel, Bäcker- und Metzgerkleidung Nurz, alle 8, loas Orionders stärk verdir öder beschmührnt, verlangr nach Inl. Ini macht die Verwendung von Seife und Waschpulver überflüslig! PGefiauy Trhreire. in Taare Beire. 28. Novemb Chroni Des Eiserne Kreu vor dem Feinde in—Frankreich im seggg sers Heinrich Elsenké mit dem Kriegsr sauptmann der Lust taße 5 hat für be sienstkreuz 2. Klasse Jür besondere V# Sendel. Alter Fise sonderer Verdienste befördert und erhielt 2. Kasse. 91 Jahre alt wirk Bühelmine Altrich ferzlichsten Geburtste fir einen auch ferner 40 Jahre vereint. zemeinschaft können zung und Frau M Ltögen sie noch rech ander verleden. Vom Landgericht. Miaister ist zum Lai richt in Essen ernant Staalssekretär Ko Auf Einladung des Wilhelms=Universität Dezember, nachmitta Instituts, für„Wir Staatssekretär I. W. halten über die„R kehrs“. Büroverlegung d# die Abteilung Krie Pohlfahrtsamtes wir 10a nach der Rother Umzuges ist an diese verweisen auf die B Brand in einer 1 Uhr entstand auf der ein Brand, wodurch wurde. Die Feuerst Hinter Schloß un purde der ledige Kau ven 21. Juli 1908 3 dorn, Königstraße 3 Bisher ist erwiesen. bösen einlogierte, ohn Warendorf, Rheda u salls mehrere Gasthe irogen. Weitere Ge zeige erstattet haben, der Kriminalpolizei, Fernsprecher 24011, folgte die Festnahm arbeiterin B. von hie postpaketchen. BeidAmtsgericht vorgefüh Welcher An In dem Erlaß kr# in Wohnuner##ch bestimmt, stalten sind, daß sie dem Einkommen der Wohnungen bestimm Kosten des Wohnu die Frnanzierung des muß, daß die Miete inhaber getragen windigen Ausgaben turelle Bedürfnisse die diese Grenzen gebracht werden. sassung, daß man kommens ausgeben lich auf Grund mitl 500 Mark errechnet kommen zweifellos beitswissenschaftliche Feststellung gründet schaftsrechnungen in nach der bei Jahres 3600 Mark der dur an der Gesamtausg schwankt, so daß Prozent ergibt. Die größten Teil der He Prozent aller Einko Curt U Die Kraft zur den großen Geger lens begreisen, w Ob wir den Myt schau erkennen od eder von uns den Dichter, besser, der ## eck anläßl urpreises des Schicksals" de Lraft des Gleichn oiche Schau aufz: genbeck ein„tragi einer von geistig Bemühung um de ten Tragödie geb Handlungen, sond dle, Menschen aläußere Gang Schwert“ nur Geise der m drit Frieg führt. 1516 einem Rücken insipft und im eie zgesehzt hat. M für abgeschlossen in stürzen. Der desem Schwert die durch den Te kossen wurde, be 37. Vorten:„5 Simme erbebt se der Gottheit antiken Cho ei zom le in der schwe " Curt Langen ai eusche 8 Nodenton unge ##9 Misnchener : Dichter i. pausenlosen nblick sich Trygr Burgt Voiling und 2) MFA — Mikrotilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. recht im Kriege die en peinlich genau Dr. Stolz von über das Steuer. verzeitung" dervor. de Weltanschauung tssekretär Rein: sormuliert diese die Steuerpflicht inschaft und gegen e Art des Eigeneicherung des Eind damit aller anhaft dar. Wer sich se entzieht, betrügt die Volksgemeindaß, je schädlicher auf die Volksses Vergehen beverdienten keinerlei zuvor. Die erung der Steuernschaft seien heute kes geworden, daß n Steuervergehen ollkommen bewußt demgemäß die unes Steuerbetrügers Mossnnesnn ammen aus der umberliegende var es schon zu feuer zuleibe zu assen, Massenerwaren alsbald and mit Motorverhindert werdas anliegende rsbrunst wütete Stallungen und rundmauern abgetötet nach 7 Uhr. erer Kleinbahn in nschenleben durch rsicht vernichtet die die Soester im Fahrrad den ein Kleinbahn= nicht mehr, so auf der Stelle stellungen haben Schuld an diesem falen mania Dortmund L. Ullrich, GladDortmund:59,6; :002.— 100 m, kirchen:33.2; 2. I. Pues, Niederust, B0M: 1. H. tiemeier, Bochum Dortmund:17.6. eschner, Germania zum:33,3:·3. B. ken B0M: 1. L. 4; 2. J. Winkler, :46.— Rückenindforth, Gladbeck elsenkirchen:08: nd:12,1; 4. E. 13.7. den ttkämpte n SchützenverbanDezember 1940 in i, haben auch bei oßen Anklang gesen Vereinen am Rannschaft besteht envereine: Allgepf B1, 82. B3 =Wehrmacht im Hansa“ im Kampf eilung der PostB4: die Tischler= der Schützenverein dschaft„Münsterstereit N ach Mänster deutsche Fußballonntäglichen Meinster mit seinen ten antreten. Es innschaft sein, die und ihrer über28. November 1940 ummer 327 euerbetrüger Münsterischer Stadtanzeiger Chronik des Tages des Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt wegen Tapfergu vor dem Feinde auf dem Vormarsch durch Belsien—Frankreich im Mai=Juni der Obergefreite Josef #senkämper, Sohn des Polizei=Hauptwachtmeiders Heinrich Elsenkämper, Münster, Maikottenweg 56. mit dem Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnet. Der eguptmann der Lustwafse Paul Kisters, Gottfriedaße 5 hat für besondere Verdienste das Kriegsverzienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern erhalten. Jür besondere Verdienste. Der Gefreite Alexander endel. Alter Fischmerkt 11—12, wurde wegen besanderer Verdienste und Leistungen zum Unteroffizier beiördert und erhielt außerdem das Kriegsverdienstkreuz 2. Kasse. 91 Jahre alt wird heute unsere Mitbürgerin Witwe Zilhelmine Altrichter, Achtermannstraße 6. Unsere #rzlichsten Geburtstagsgrüße und die besten Wünsche zür einen auch fernerhin schönen Lebensabend! 40 Jahre vereint. Auf eine vierzigjährige Ehegemeinschaft können heute die Eheleute Johannes zung und Frau Maria, geb. Obermeier, zurückblicken. 1lögen sie noch recht viele und frohe Jahre miteinander verleden. Vom Landgericht. Landgerichtsrat Krämer in Miaister ist zum Landgerichtsdirektor bei dem Landgesicht in Essen ernant worden. Staalssekretär Koenigs spricht im Verkehrssemingr. Auf Einladung des Verkehrsseminars der Westfälischen Wilhelms=Universität wird am Sonnabend, dem 14. Dezember, nachmittags 3 Uhr im Vortragssaale des Instituts für Wirtschafts= und Sozialwissenschaften Staatssekretär I. W. Koenigs(Berlin) einen Vortrag halten über die„Regelung des internationalen Verkehrs“. Büroverlegung der Städtischen Kriegsopferfürsorge. die Abteilung Kriegsopferfürsorge des Städtischen Pohlfahrtsamtes wird am Freitag von der Klosterstraße 10a nach der Rothenburg Nr. 9 verlegt. Wegen des Umzuges ist an diesem Tage keine Abfertigung. Wir verweisen auf die Bekanntmachung im Anzeigenteil. Brand in einer Waschküche. Dienstag um 23,55 Uhr entstand auf der Ritterstraße in einer Waschküche ein Brand, wodurch erheblicher Sachschaden verursacht wurde. Die Feuerschutzpolizei löschte den Brand. Hinter Schloß und Riegel. Von der Kriminalpolizei wurde der ledige Kaufmann Bernhard Pohlmann, geboren 21. Juli 1908 zu Neubeckum, wohnhaft zu Paderborn, Königstraße 36, wegen Betruges festgenommen. Bisher ist erwiesen, daß er sich in zwei hiesigen Gasthöfen einlogierte, ohne im Besitz von Geld zu sein. In Warendorf, Rheda und Herzebrock hat Pohlmann ebensalls mehrere Gasthofbesitzer auf die gleiche Weise betrogen. Weitere Geschädigte, die bisher noch keine Anzeige erstattet haben, wollen beim Betrugskommissariat der Kriminalpolizei, Jüdefelderstraße 56, Zimmer—3, Fernsprecher 24011, vorstellig werden.— Weiter erfolgte die Festnahme einer hiesigen ledigen Postfacharbeiterin B. von hier wegen Unterschlagung von Feldpostpaketchen. Beide Personen wurden dem hiesigen Amtsgericht vorgeführt und in Haft genommen. Wricht Schule sou men Ains desuchen! Eine wichtige Frage für Münsters Eltern— Elf Schulen stehen zur Wahl Für viele münstertsche Eltern ist es eine drennende Frage, in welche Schule sie ihre Kinder, wenn sie die Brundschule hinter sich haben, schicken sollen. Heute ist die Entscheidung insosern noch schwieriger geworden, als sie nicht selten auf die Schultern der Mütter gelegt ist. Sie haben den verantwortungsvollen Entschluß zu fassen, während ihre Männer im Felde stehen. Vor allem müssen die Eltern bei der Entscheidung die Frage genau prüsen ob ihre Kinder überhaupt zweckmäßigerweise eine höhere Schule besuchen sollen. Dies kann nur geraten werden, wenn das Kind die notwendige Begabung mitbringt und die Gewähr dafur bietet, daß es die acht Jahre der höheren Schule auch wirklich durchhält. Es ist für Lehrer und Kind gleichermaßen eine Qual und eine Belastung, wenn bei einem Kinde nicht die Voraussetzungen gegeben sind, die für einen Besuch der höheren Schule unumgänglich notwendig sind. Vor allem Eltern, die ein Geschäft, einen Bauernhof oder einen Gewerbebetrieb haben, sollten es sich überlegen, ihr Kind die höhere Schule besuchen zu lassen, wenn sie beabsichtigen, das Kind später ins Geschäft, auf den Hof oder in den Gewerbebetrieb zu nehman. Einem solchen Kinde ist mit einer Reiseprüfung nicht viel gedient. Wer schon glaubt, für solche Kinder ein übriges tun zu müssen, der schicke sie in eine unserer vorzüglichen Mittelschulen, die nach Lehrer und Schülern eine Auslese darstellen. Münster besitzt eine Knabenund eine Mädchenmittelschule, deren Schüler durch sechs Klassen bis zur mittleren Reise geführt werden. Die Reifeprüfung sollte man sich nur zum Ziele nehmen, wenn sie die Grundlage für einen Beruf werden soll. Was nun die Entscheidung betrifft, in welche Schule man sein Kind geben soll, so ist sie heute insofern erheblich einfacher und leichter zu treffen, da ja im Gegensatz zu früher, wo es eine große Anzahl von Schultypen gegeben hat, heute die normale höhere Schule für alle Knaben und Mädchen die Oberschule ist. Auf der Oberschule selbst gibt es zwei Möglichkeiten der Ausbildung. Man kann entweder den sprachlichen und den naturwitenschaftlichen Zweig wählen, je nach der Veranlagung des Kindes. Es ist aber dafür gesorgt, daß die Entscheidung nicht gleich getroffen zu werden braucht, wenn das Kind in die Oberschule ausgenommen wird. Diese Entscheidung muß vielmehr erst in der fünften Klasse fallen, also in einem Alter, in dem man sich über die Neigungen und Begabungen der Kinder schon allmählich ins Reine gekommen ist und auch bezüglich der Berufswahl klarer sehen kann. Damit ist die Gefahr von Fehlentschlüssen, die sich früher so häufig verhängnisvoll auf die Gestaltung der ganzen späteren Lebens ausgewirkt haben, wesentlich kleiner geworden, wenn nicht gar beseitigt. Wir besitzen in Münster drei Oberschulen für Jungen und zwei für Mädel. Bei der Schulreform sind lediglich eine Reihe von Gumnasien bestehen geblieben, wovon wir auch in Münster noch zwei haben. Die humanistische Bildung eignet sich ihrer Struktur nach besonders für das spätere Studium alter Sprachen. Altertumswissenschaft, aber auch jeder anderen Disziplin. Wie hoch darf die Miete sein! Welcher Anteil des Gehalts kann für die Wohnung ausgegeben werden? In dem Erlaß des Führers zur Vorbereitung des er## in Wohnun= aus nach dem Kriege wird auskruu#ch bestimmt,.; die Lasten und Mieten so zu gestalten sind, daß sie in einem gesunden Verhältnis zu dem Einkommen der Volksgenossen stehen, für die die Wohnungen bestimmt sind. Da sich die Mieten nach den Kosten des Wohnungsbaus richten, bedeutet das, daß die Fnanzierung des Wohnungsbaus so gestaltet werden muß, daß die Mieten vom Durchschnitt der Wohnungsinhaber getragen werden können, ohne daß die notwindigen Ausgaben für Nahrung, Kleidung und kulturelle Bedürfnisse darunter leiden bzw. daß die Mieten, die diese Grenzen übersteigen, auf ein erträgliches Maß gebracht werden. Allgemein herrschte bisher die Aufsassung, daß man für Miete 20—25 Prozent des Einkommens ausgeben könne. Diese Sätze sind wahrscheinlich auf Grund mittlerer Monatseinkommen von etwa 500 Mark errechnet, während sie bei niedrigeren Cnkommen zweifellos zu hoch gegriffen sind, wie das Arbeitswissenschaftliche Institut der DAF feststellt. Diese Feststellung gründet sich auf die Erhebung von Wirtschaftsrechnungen in Arbeiterhaushalten im Jahre 1937, nach der bei Jahreseinkommen von unter 1600 bis über 3600 Mark der durchschnittliche Anteil der Monatsmiete an der Gesamtausgabe zwischen.4 und 12,9 Prozent schwankt, so daß sich ein Gesamtdurchschnitt von 11,8 Prozent ergibt. Diese Verhältnisse dürften für den allergrößten Teil der Haushaltungen typisch sein, denn 89,3 Prozent aller Einkommenbezieher hatten 1936 ein Einkommen bis 3000 Mark und 94,3 Prozent ein solches bis zu 4000 Mark jährlich. Der Anteil der Miete an den Gesamtausgaben bei„ im Höchstfalle— bei den niedrigsten Einkommen— durchschnittlich knapp 13 Prozent. Gewisse Unterschiede ergeben sich in den verschiedenen Gauen und vor allem nach der Größe der Gemeinden(unter 10000 Einwohnern durchschnittlich 10,5 Prozent, mit 50000 und mehr— ohne Hamburg und Berlin— 14 Prozent). Besonders interessant ist die Untersuchung des Verhältnisses von Kinderzahl und Wohnungsmiete, die auf Grund der Erhebung von 1937 bei Arbeiterhaushalten mit mittlerer Kaufkraft eindeutig erkennen läßt, daß das kinderlose Ehepaar einen größeren Teil seines Einkommens für Miete ausgibt als der kinderreiche Haushalt. Es kann mehr als ein Drittel der Ausgaben für Nahrungsmittel für Miete an enden, während die kinderreiche Familie nur knaf ein Viertel ausgibt. Mit anderen Worten: die kinderreiche Familie muß, um mit ihrem Einkommen zu wirtschaften. in einer gleichgroßen oder oft sogar kleineren Wohnung leben als der Haushalt ohne Kinder. Auf Grund dieser Tatsachen kommt das Arbeitswissenschsatliche Institut der DAF. zu dem Schluß, daß der tragbare Mietanteil für ein kinderloses Ehepaar den Satz von etwa 15 Prozent des Einkommens nicht übersteigen darf und für kinderreiche Fomilien sogar noch geringer anzusetzen ist. Mit dem Bauprogramm der Zukunft dürften daher fast ausschließlich Wohnungen mit Mieten von rund 30 Mark zu erstellen sein, wenn nicht noch eine Verbilligung unter diesen Satz mit Hilfe öffentlicher Mittel notwendig ist. Noch einen weiteren Schultyp besitzt unsere Stadt, die Höhere Handelslehranstalt am Hansaplatz. Auch sie kann die Jungen und Mädel nach den Grundschuljahren. aufnehmen und ihnen eine gute Vorbereitung auf die kaufmännische Praxis vermitteln, die ebenfalls mit dem Abitur enden kann. Die Kostenfrage selbst braucht den Eltern heute kein Kopfzerbrechen mehr zu machen. Wenn die Kinder wirklich begabt sind, wird daran der Besuch einer höheren Schule nicht mehr scheitern, denn die nationalsozialistische Staatsführung stellt ja für solche Kinder ausreichende Mittel zur Verfügung. Auf alle Fälle sollten Eltern aber bevor sie sich darüber entscheiden, ob und in welch höhere Schule sie ihr Kind schicken wollen, erst einmal bei dem Lehrer, der das Kind in der Grundschule unterrichtet hat, genaue Nachfrage über die Begabung halten. Er kennt zweifellos die Fähigkeiten der Kinder aus der Schule besset als die Eltern und wird als neutraler und wohlwollender Beobachter ihnen den richtigen Rat geben. Die soziale Ordnung des neuen Reiches verhütet einen Fehler, der früher bei der Begabtenförderung nicht immer vermieden worden ist. Niemand denkt daran, alle Begabten nun etwa einseitig für die akademische Laufbahn gewinnen zu wollen. Begabte werden in allen Berufen gebraucht, und es gibt so viele verschiedene Begabungen, daß man ihren Trägern durchaus nicht immer einen Gefallen tut, wenn man ihnen nahelegt, zu studieren. Die zahlreichen von der Deutschen Arbeitsfront und den Organisationen der gewerblichen Wirtschaft, aber auch von vielen Einzelbetrieben in Industrie, Handel und Handwerk getroffenen Maßnahmen zur Förderung von Begabten verhindern eine unerwünschte Abwanderung in fremde Berufe. So werden für Sieger im Reichsberufswettkampf Freistellen oder Zuschüsse zum Besuch von Fachschulen, zu wirt: schaftskundlichen Schulungsfahrten und Berufserziehungslehrgängen zur Verfügung gestellt, Lehrlingen wird ihre Lehrzeit verkürzt und andere Werktätige, die ihre Begabung unter Beweis gestellt haben, werden an verantwortlichere und besser bezahlte Arbeitsplätze versetzt oder durch Fachbücher oder Sonderurlaub belohnt. Durch die Berufslaufbahnberatung der Deutschen Arbeitsfront kann sich jeder vorwärtsstrebende Werktätige über die ihm am besten frommenden Wege zur Verwirklichung seiner beruflichen Wünsche beraten lassen. Wer aber glaubt, nur durch das Studium an einer Hoch= oder Fachschule zur Entwicklung der in ihm ruhenden Kräfte gelangen zu können, findet ebenfalls jede Unterstützung, wenn er den gestellten Ansprüchen genügt, Teihnaustbeinräufe Zeinig Vesergen! Das zweite Kriegsweihnachten steht vor der Tür. Die ersten Vorbereitungen für das Fest werden bereits getroffen, und sei es nur, daß zunächst einmal Pläne geschmiedet werden. Vom Reichsarbeitsministerium ist inzwischen die Freigabe der Verkaufssonntage vor Weihnachten derartig geregelt worden, daß dafür der., 15. und 22. Dezember in Frage kommen, das heißt nun nicht, daß alle an diesen Tagen einkaufen sollen. Im Gegenteil, es ist dringend zu empfehlen, schon jetzt mit den Weibnachtsbesorgungen zu beginnen, damit die Sonntage in erster Linie wirklich denjenigen zur Publikum besonders drängt, kommen doch viele werktätige Frauen überhaupt erst in dieser Zeit dazu, ihre Einkäufe vorzunehmen. Wer früher geben kann, tue dieses. Er wird dabei sogar besser fahren als wenn er in der Unruhe des Masseneinkaufes die Ware aussuchen muß. Ueberhaupt werden die frühen Vormittagsstunden noch viel zu wenig zum Weihnachtseinkauf ausgenutzt, in denen es auch für Kinder besser ist, die noch nicht zur Schule gehen, sich in Ruhe die Spielwaren anzusehen und den Eltern ihre Wünsche mitzuteilen. Wie in allen Dingen des Lebens der Gemeinschaft. Verfügung stehen, die an Wochentagen überhaupt keine Möglichkeit haben, ihre Geschenke einzukaufen. Wer dies wochentags tun kann, handelt ungerecht an seinen Volksgenossen, die allein auf die Sonntage angewiesen sind und bei ihrem Einkauf durch die nur Schaulustigen behindert werden. Abgesehen davon ist es ja schließlich für das Verkaufspersonal alles andere als ein Vergnügen, mit einem Massenansturm von Käufern fertig zu werden und dabei immer ein freundliches und höfliches Gesicht zu zeigen. Frauen, die nicht berufstätig sind, also jeden Tag ihre Zeit sich so einteilen können, wie es ihnen paßt, handeln vernünftig gegenüber der Gemeinschaft, wenn sie nicht ausgerechnet in den Nachmittagsstunden in den Geschäften auftauchen, in denen sich vor allem nach dem Abend zu an den Wochentagen das kauflustige Aufnahme: Hülsbusch kommt es auch bei den Weihnachtseinkäufen auf die gegenseitige Rücksichtnahme an. Eine Verteilung der Einkäufe ül, den ganzen Tag hinweg und über die ganze Woche entlastet auch die Verkehrsmittel in den Städten wesentlich und trägt in vieler Hinsicht dazu bei, uns in der Vorweihnachtszeit einander manchen Aerger zu ersparen. Auch wer keine Pakete zu verschicken hat, handelt klug, wenn er den Einkauf seiner Geschenke nicht bis zum letzten Augenblick immer wieder von Tag zu Tag verschiebt, sondern rechtzeitig diesen Weg erledigt. Auch hierbei handelt es sich nicht nur um die eigene Bequemlichkeit, sondern um eine wesentliche Erleichterung der schwierigen Aufgaben. die unsere Geschäftswelt jedes Jahr im Monat Dezember zu bewältigen hat. — 1 sam en sieben Meisterist zu verzeichnen Spielstärke wieder irt Klodt, wäherteidigung spielen mit Füller, Tisein. Im Angriff Szepan und Ernst en, die den Schalpenhoff und Kalljugendliche Schuh 1 vervollständigen beide längst als kann diese Mannichnen, so daß zu am Sonntag im spielen wird. Curt Langenera.„Sus Uraufführung im Prinzregententheater zu München der Tragödie, die sich vor dem monumentalen Aufriß des von Otto Reigbert geschaffenen Bühnenbildes erfüllte. Arnulf Schröder führte die zuchtvolle Regie. Am Schluß wich die Erschütterung erst langlam dem heDie Kraft zur Bewältigung des Mythos, den wir als den großen Gegensatz zur zerfallenden Einheit des Denkens begreisen, wächst nur aus dem wissenden Leid. Ob wir den Mythos als eine umfassende Weltgesamtschau erkennen oder nicht, hängt von der Haltung ab, die eder von uns dem Schicksal gegenüber einnimmt. Dem Dichter, besser, dem tragischen Dichter, den Curt Lan= #eeck anläßlich der Überreichung des Rheinischen urpreises in seiner Kölner Rede als den„Hekold des Schicksals" bezeichnete, ist es gegeben, uns durch die Kraft des Gleichnisses und die Macht des Wortes eine olche Schau aufzurichten.„Das Schwert“, das Langenbeck ein„tragisches Drama“ nennt, ist das Ergebnis einer von geistig bewußter Verantwortung getragenen Bemühung um das Tragische an sich. Wie in der antiken Tragödie geht es dem Dichter nicht um menschliche handlungen, sondern um das Walten der Mächte, die die Menschen als Gottheit verehrt oder fürchtet. Der außere Gang des Geschehens ist deshalb auch im „Schwert“ nur von untergeordneter Natur. Der Fürst Gaiso, der im dritten Jahr für die Freiheit seines Volkes Krieg führt, tötet seinen Bruder Evruin, der hinter einem Rücken mit dem Feinde Verhandlungen angeinipft und im eigenen Volk den Dolchstoß gegen Gaiso agesetzt hat. Mit dieser Tat betrachtet er sein Wirken für abgeschlossen und tritt ab, um sich selbst ins Schwert in stürzen. Der junge Feldherr Gerri führt dann mit desem Schwert das Volk zum Sieg. Die Mutter Awa, die durch den Tod ihrer beiden Söhne am tiefsten dekrossen wurde, bejaht das Opser, das Gaiso brachte, mit Worten:„Ich glaube, daß es gut war“. Ihre imme erhebt keine Klage, sondern den Lodgesang auf 903 der Gottheit dargebrachte Opfer. Sie ist die Stimme antiken Chores, der die Einsicht in das Walten der cheit zum Ausdruck bringt. Ihre Ergänzung findet l in der schwesterlichen Gestalt der Skona, aber auch Ne Klage hat wie alles echte Gefühl ihr begrenztes Naß. Curt Langenbecks Dienst am Drama ist Arbeit für deutsche Schicksal, das in diesem Werk mit tiefem Rockenton angeschlagen wird. Die Uraufführung durch : Münchener Staatsschauspiel, dessen Chefdramaturg “ Dichter ist, besaß eine innere Spannung, die trotz pausenlosen zweieinhalbstündigen Ablaufs in keinem Augenblick sich lockerte. Hedwig Bleibtreu vom ### Burgtheater, Anne Kersten, Alerander Soitung und Albert Lippert waren die Träger Am Schluß wich die Erschulterung erst lungsam dem befreienden Beifall, der zu einer begeisterten Huldigung für den Dichter und seine Helfer wurde. Friedrich W. Herzog Sophokles:„Clektra“ in neuer Fassung Uraufführung am Göttinger Stadttheater Der junge, im Vorjahr mit dem Düsseldorfer Dramalikerpreis ausgezeichnete Dramaturg des Göttinger Stadttheaters Ernst Drolinvaux hat es unternommen, in freier Bearbeitung der„Elektra“ des Sophokles eine neue sprachliche Fassung zu geben, die jetzt an der Göttinger Bühne uraufgeführt wurde. Er ging dabei von dem Gedanken aus, daß zur Erfassung eines Werkes einer fremden Kultur nicht die Übersetzung die beste ist, die sich in der Form eng an das Original hält und möglichst wortgetreu bleibt, sondern diejenige, die dem deutschen Menschen das fremde Gedankengut so nahe bringt, daß der geistige Grundgehalt in deutscher Form zum Ausdruck kommt. Er machte sich somit bei seiner Übertragung sprachlich von dem griechischen Vorbild frei und schuf, ohne das Werk als solches im geringsten anzutasten, Verse und Wortbildungen von neuzeitlichem deutschen Sprachgefühl. Der Erfolg gab seinem Bemühen recht. Der Zuhörer fand in der Tat den Zugang zum geistigen Gehalt des Werkes leichter als in der geschraubten Form wörtlicher Übertragungen. Die Aufführung durch das Göttinger Ensemble, die unter Leitung des Intendanten G. R. Seilner stand, war von großer Wirkung, zumal die Träger der Hauptrollen, Senta Bonacker als Elektra und Walter Teelen als Orest über eine entsprechende Beherrschung der Sprache verfügten. *"" Kurt Berenbrock Die Klatschbase von Richard Gerlach Wir hatten gemeint, es gäbe sie überhaupt nicht mehr, jene skandalsüchtige Zwischenträgerin, die sich an den vorgeblichen Schandtaten des lieben Nächsten weidet. Indessen ist sie(auch in ihrer männlichen Abart) in alter Munterkeit und Frische dabei, aus Lust am Geschwätz ganz unter uns eine kieine Ehrabschneiderei zu begehen(ich will niches gesagt haben),— aber was ich da kürzlich unter dem Segil der Verschwiegenheit von N. N. gehört habe, ist denn doch wirklich toll... Sie dürfen es notürlich nicht weitererzäglen... In Kleinstädten wo einer den anderen kennt, gedeiht auch der Klatsch prächtig, und das hat zum Beipiel die Kunst des Romanschreibens zur Foige gehabt Wenn der Romanschriftsteller seine Nase nur in die eigenen Angelegenheiten steckte, hätte er uns kaum das Allerliebste und das Abscheuliche, das Haarsträubende und Törichte in den menschlichen Beziehungen auszuschmücken: er kann nur gewinnen, wenn er sich um Sachen kümmert, die ihn eigentlich nichte angehen: er muß also von der Teilnahme am Menschlich=Allzumenschlichen besessen sein. Aus der Phantasie allein kann er es nicht haben, zuerst muß er dem Leben auf die Schliche gekommen sein. Dies wäre also ein schöpferischer Weg, der mit dem in höhere Ebenen gehobenen Klatschbasentum verbunden sein kann. Aber leider haust die gewöhnliche Klatichbase in den Niederungen, wo schmutzige Wäsche gewaschen wird. Da lästert und denunziert es sich trefflich, da läßt sich mit versteckten Andeutungen ein Bein stellen, damit die Schadenfreude, wenn der Angeprangerte stolpert, zu ihrem Recht gelangt. Was Genaues weiß man natürlich nicht, aber man hat es aus ganz sicherer Quelle gehört, eine Freundin der Tante des Herrn, der selbst beteiligt war, es ist so gut wie sicher, wenn man auch nicht dafür einstehen möchte: ein Gerücht, das sehr viel Wahrscheinlichkeit für sich hat. Nichts ist so schwer, als den Mund zu halten, wen etwas auf der Zunge brennt, was den Zuhötern einen Ausruf des Erstaunens entlocken wird. Aber ein einmal ausgesprochenes Wort ist nicht wieder stumm zu machen, es züngelt weiter, keiner kann sich das Vergnügen versagen, es so rasch wie möglich an den Mann oder an die Frau zu dringen. Haben Sie schon gehört? Was da wieder vorgekommen ist schreit zur Hölle. Nein, eine döse Absicht hat die Klatschbase nicht gehabt, als sie der Neugier der anderen Klatschbasen etwas zwischen die Zähne warf, es war das reine Mitteilungs. bedürfnie. Ueber irgend etwas muß man doch schließlich reden, oder soll man zum dumpfbrütenden Schweiger werden? Klatschbasengerede geht am besten zum einen Ohr hinein und zum anderen wieder hinaus, man lächelt darüber: solche Sorgen habt ihr also. Und damit ist es gut. Es ist ohne Gewissen und Verantwortung ausgepackt, ein Zeug, das auf der Waage der Gerechtigkeit nicht zu wiegen ist, einfach Plunder und Tratsch, sonst nichts. Wenn man es als solches erkannt hat, kann er gleichwohl Vergnügen bereiten, zuzuhören. Man sollte es nicht für möglich halten, was sich so zwei richtig Leichtgläubige nicht einmal mißtrauisch schielend, sondern mit der biedersten Miene von der Welt gegenseitig auftischen. in Amsterdam Geistiger Brückenschlag zwischen zwei Nationen Wenn in der gegenwärtigen Zeit vom Kulturaustausch zwischen dem Reich und den Niederlanden in einer ganz bestimmten Sicht die Rede ist, wenn das Reich durch viele Gastspiele, besonders durch die„Wiener Kunstwoche“ seinen Beitrag zu diesem geistigen Brückenschlag geliefert hat, so dann die Niederlande mit dieser„Fidelio"=Aufführung, die unter der Betreuung der Wagner=Vereinigung geboten wurde, die unter Leitung von E. v. Beinum und J. d. Hertog zu einem künstlerischen Ereignis wurde. Mit einem zusammengestellten Ensemble wurde man den hohen Anforderungen dieser Beethovenschen Musik bestens gerecht. Ruth Horna gab im Stimmlichen und in der darstellerischen Form eine ausgezeichnete Leonore die in jeder Phase des Spiels überzeugen konnte und restlos befriedigte. Henk van Noort(Deutsches Opernhaus=Berlin) stellte mit den besten Mitteln eines wohlklingenden Materials einen prachtvollen Florestan auf die Bühne, der sich immer mehr steigerte und in der Kerkerszene besondere Bewunderung hervorrief. Zahlreiche weilere Mitwirkende fügten sich dem Gesamtrahmen bestens ein. Ausgezeichnet die choristische Leistung der Wagner=Vereinigung, die als Musterbeispiel exakte: Chordisziplin hingestellt werden kann. Die Regie unter Joh. den Hertog, der als Chorrepetitor Bayreuther Großzügigkeit kennengelernt hat, gab dem Werk den großen Rahmen, der nicht nur in einem stilvollen Bühnenbild, sondern in einer lebhaften Lebendigkeit im Darstellerischen sich hervortat.— Das Concertbouw=Orchester unter Leitung von Ed. van Beinum gad bestes Können. Beinum selbst überzeugte als stilvoller Beethovendirigent, dem auch die feinstNuancierung gelang, der somit den größeren Anteil an dem guten Gelingen dieser Aufführung haben dürfte. Dr. Erich Treumenn Nummer 327 Abschied vom Hovember Du warst zwar neblig, doch nicht schwer. zwar stürmisch, doch nicht allzusehr. du küßtest gar im Sonnenstrahl Die Gänseblümchen noch einmal. Auch sch ich einen Löwenzahn goldgelb in meinem Garten stahn. als hättst den Frühling du erquickt und er mir seinen Grus geschickt. s So hat man wohl versehentlich 1 mit dem April verwechselt dich, doch wir gewinnen nichts dabei, * auf den November folgt kein Mai! : Doch danken deiner milden Zeit : wir unsres Ofens Sparsamkeit und reichen mit dem Kohlenschein s vielleicht bis in den Mai hinein! W. L. Bei den Sachbearbeiterinnen In der festlich geschmückten Aula der Freiherr=vomStein=Schule fand am Dienstagmorgen eine Amtsträgerinnen=Dienstbesprechung der Revier=, Gemeindeund Untergruppen=Sachbearbeiterinnen und LS=Lehrer= innen der Ortsgruppe Münster(Stadt und Landkreis Münster) des Reichsluftschutzbundes statt. Die Sachbearbeiterin der Ortsgruppe Münster begrüßte die Versammelten im Auftrage des Orts=Kreisgruppenführers, Hauptluftschutzführer Hansmerten. Die Sachbearbeiterin der RLB=Gruppe Vlb Westfalen, Frau Berns, übermittelte die Grüße des Gruppenführers Generalluftschutzführer Weiß. Sie sprach über die Aufgaben der Amtsträgerinnen und stellte die Arbeit der Blockhelferin als Fundament der Frauenarbeit im RLB heraus. Frl. Hesselbarth, die Sachbearbeiterin im Präsidium des RLB, die zur Zeit die größeren Ortsgruppen im Westen bereist, dankte den Amtsträgerinnen im Namen des Präsidiums für die schon geleistete Arbeit und führte sie in neue Aufgaben, die dem RLB in letzter Zeit erwachsen sind, ein. In eindringlichen Worten bat sie die Amtsträgerinnen, in ihrer Arbeit fortzufahren und ihre ganze Kraft für die Luftschutzbereitmachung der Bevölkerung einzusetzen. Aus der Fülle ihrer Erfahrungen brachte sie Beispiele von selbstlosem, tapferem Einsatz einiger Amtsträgerinnen. Ein Akkordeon Konzert Wiederholt wurde der Wunsch laut, verschiedene Volksmusikinstrumente zu einer Spielgemeinschaft zu vereinen. Diesen Wunsch hat die NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" aufgegriffen und zunächst einmal eine Spielgemeinschaft aus dem zur Zeit wohl volkstümlichsten Instrument, dem Akkordeon, gebildet. Diese Spielgemeinschaft tritt nun mit ihrem ersten Konzert am kommenden Sonntag, dem 1. Dezember, 17 Uhr in der Aula der Hermann=Löns=Schule vor der Oeffentlichkeit. Außer dem Akkordeon wirken in diesem Konzert ein Klavier, zwei Violinen, Cello, Flöte, Oboe und zwei Klarinetten sowie eine Volkstanzgruppe mit. Die Leilung des naturgemäß volkstümlichen Konzertes hat der Leiter der Akkordeon=Kurse der NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude", Musiklehrer Josef Connette. Aus der reichen Folge seien nur verschiedene Volkstänze, Volkslieder, Märsche und Walzer erwähnt. Der Vorverkauf im Verkehrsverein Prinzipalmarkt sowie in der Kreisdienststelle der RSG„Kraft durch Freude", Alter Steinweg 36—39, hat bereits begonnen. Sotelbetrügerin gesucht Ende September dieses Jahres wohnte in einem hiesigen Hotel die angebliche Maria Kruse, geboren 30. Dezember 1910 zu Bochum. Sie nennt sich auch Dr. Mary Kruse. Ohne die Hotelrechnung zu bejzahlen, hat sie das Hotel heimlich verlassen. In einem hiesigen Damenfrisiersalon ließ sich die angebliche Kruse das Haar waschen und gab in Ermangelung von Geld ein wertloses Armband in Pfand. Beschreibung: Alter 30 Jahre, 1,65—1,70 Meter groß, rundes Gesicht, blondgefärbtes Haar, lückenhafte Zähne, wahrscheinlich dunkles Kostüm und dunkler Hut. Falls die Kruse erneut in Münster auftreten sollte, wolle man umgehend das Betrugskommissariat der Kriminalpolizei, Jüdefelderstraße 56, Zimmer—3, Fernsprecher 24011, verständigen. Bei vorgenannter Diebesstelle mögen auch weitere geschädigte Personen vorstellig werden, die von der Kruse betrogen wurden, aber noch keine Anzeige erstattet haben. In Zweifelsfällen kann dort auch ein Lichtbild der Kruse eingesehen werden. der G. Bewegung Ortsgruppe Niedersachsen. Am Freitag findet um 19.15 Uhr im Gertrudenhof eine Versammlung statt, in der der Pg. Hugo Siebert sprechen wird. Zu dieser Versammlung werden alle Partei= und Volksgenossen herzlich eingeladen. Die Veranstaltung wird nur ungefähr eine Stunde dauern. Wagners„Walküre“ in Moskau Die Kritik hebt die Größe und Genialität der Wagnerschen Musik hervor Im Moskauer Großen Theater fand die Premiere von Richard Wagners„Walküre“ statt, die als eines der bedeutsamsten Ereignisse des Moskauer Theaterwinters mit Spannung erwartet wurde. Die Aufführung, mit der zum ersten Male seit mehreren Jahren eine Oper Richard Wagners auf einer russischen Bühne gezeigt wurde, fand beim Publikum großen Beifall. Sie zeichnete sich aus durch hervorragend gestaltete Bühnenbilder und durch eine starke Betonung neuartiger szenischer Effekte. Der Aufführung wohnten auch zahlreiche Mitglieder des Moskauer Diplomatischen Korps, an ihrer Spitze der deutsche Botschafter, Graf von der Schulenburg, bei. Die Moskauer Presse bezeichnet diese„Walküre"Aufführung als wertvolle Bereicherung des Moskauer Opernrepertoires. In den Besprechungen wird vor allem die Größe und Genialität der Wagnerschen Musik einstimmig hervorgehoben. So schreibt die„Prawda“ zum Beispiel:„Die Größe der Gefühle die Heroik des Kampfes, die Kraft der heldischen Leidenschaften in Verbindung mit den unvergänglichen Schönheiten der Musik machen den„Ring des Nibelungen“ zu einer der größten Schöpfungen der klassischen Kunst. Kleine Kundschau Otlo Gmelin gestorden. Der Dichter Otto Gmelin ist im Alter von 54 Jahren gestorden. Er wurde am 17. September 1886 in Karlsruhe geboren und lebte zuletzt in Bensberg bei Köln. Erst nach dem 40. Lebensjahr kam er zur Literatur, nachdem er vorher in Mathematik und Naturwissenschaften an Höheren Schulen Badens und Preußens unterrichtete. Seine Romane sind vielfach dem Reich und der deutschen Geschichte geschrieben, so z. B.„Das Angesicht des Kaisers"(Friedrich II.), „Das neue Reich“.„Der Ruf zum Reich“ und die geschichtliche Erzählung„Konradin reite!". Im„Haus der Träume“ schildert er Selbsterlebtes aus der Jugendzeit. Grabbes„Heinrich VI.“ im Bochumer Schauspiel. Nach der inzwischen erfolgten Inszenierung des 1. Teils der„Hohenstausen"=Dramen Grabbes durch Professor Dr. Schmitt geht am Sonnabend, dem 30. November, der 2. Teil.„Kaiser Heinrich VI.“, zur Aufführung. Im Rahmen der Vordereitungen zur Christian=Dietrich= Grabbe=Woche 1941 sind diese Werke, die erstmalig fast ungestrichen an zwei Abenden zur Aufführung kommen, besonders bemerkenswert durch ihre überraschende Zeitnähe. — 2) MFA Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse eNV. 28. November 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 327 Pionierstoßtrupp greist an Im Kampf gegen ständige Werke— Ausschnitt aus einer Pionierlehrübung mit scharfer Munition Stuttgart, im November. Grau in Grau hängt der Himmel über der sumpfigen Bruchwiese am Rande eines kleinen Wäldchens. Die Luft ist herbstlich kühl, es riecht moderig, und der Wald ist rostbraun mit gelben Zwischentönen wie eine flüchtig gemalte Theaterkulisse. Dort, wo die Wiese leicht abfällt, einige hundert Meter vom Waldrand entfernt, sind einige Bunker als kleine Hügel zu erkennen. Sie verschwinden fast im verwaschenen Grün der Wiese, und der flüchtige Beobachter könnte sie für natürliche Bodenerhebungen halten, würde nicht ein breiter Stacheldrahtgürtel gegen den Wald zu sich davor entlangziehen. Hier sollen wir Zuschauer einer Pionierlehrübung mit scharfer Munition werden. Jetzt folgt der entscheidende Sturm Im Wald herrscht längst Bewegung. Insanterie hat sich auf Sturmnähe an die Werke herangearbeitet, und jetzt soll der entscheidende Sturm erfolgen. Als Lage ist angenommen, daß eine verstärkte Infanteriekompanie, rechts und links angelehnt, den Feind im Stoß von Norden nach Süden aus seinen vorgeschobenen Stellungen auf die Hauptstellung zurückgeworfen hat, die von ständigen Werken gebildet wird. Luftaufklärung und Spähtrupps haben die Werke in ihrer Anlage und ihrer Feuerwirkung erkundet. Ein Hauptwerk und zwei Nebenwerke, die flankierend feuern können, sind zu nehmen. Sturmpioniere werden herangezogen, um der Infanterie den Weg durch die Werke zu öffnen. Sie sind vor dem Waldrand hinter Weidengestrüpp, gegen Feindsicht getarnt, in Bereitstellung gegangen und warten auf den Befehl zum Angriff. Da spritzen drüben vor den Bunkern die ersten Dreckfontänen hoch, und die Luft febriert wie eine Gummihaut in der Wucht der Detonationen. Schon nach wenigen Sekunden sind die einzelnen Detonationen nicht mehr zu unterscheiden, ein dumpfes anschwellendes Rollen zeigt an, daß Trommelfeuer auf die Werke niedergeht. Ein helles Tacken hämmert dazwischen: SMGs bestreichen die Werke, um den Feind niederzuhalten. Auch Paks bellen mit kurzem Knall auf. Sie geben Punktfeuer auf die Bunker. Nebel-Granaten nehmen die Sicht Jetzt zischt vor der feindlichen Stacheldrahtsperre eine weiße Qualmwolke auf, noch eine und noch eine. Minenwerfer haben Nebel=Granaten auf den Meter genau vor die Drahtsperren gesetzt, der künstliche Nebel zieht langsam über die Werke hinweg und nimmt dem Feind in den Kampfwerken jede Sichtmöglichkeit auf den Angreifer. Der Augenblick des Angriffs ist gekommen. In sprungweisem Vorarbeiten geht der Pionierstoßtrupp von zwei Seiten die eingenebelten Werke an. Aus den weißen Nebelschwaden gehen noch immer die schwarzen Fontänen der Granateinschläge hoch. Die angreifenden Pioniere sind nur in den kurzen Augenblicken des Sprunges zu sehen, dann saugt sie wieder der Untergrund auf. Die grauen Uniformen, die getarnten Stahlhelme tauchen in das Graugrün der Wiese. Jetzt haben die ersten Pioniere die Drahtsperre des flankierenden Werkes erreicht, das zuerst genommen werden muß, um leichter an das Hauptwerk heranzukommen. Eine grelle Stichflamme fährt hoch, dann sind die Pioniere vom Nebel verschluckt. Wieder zucken grelle Flammen durch die Nebelwand: Handgranaten! Explosion reißt eine Gasse Das Artilleriefeuer hat nachgelassen, es wurde vorverlegt und liegt jetzt hinter den Werken, um nicht die eigenen Kameraden, die schon am Werk sind, zu gefährden. Nun haben auch die ersten Pioniere an die Stacheldrahtsperre des Hauptwerkes sich herangearbeitet. Wie Schatten huschen ihre Gestalten für kurze Sekunden vor der Nebelwand hin und her. Zwei Pioniere keuchen mit einer gestreckten Ladung heran. Sie stoßen die gestreckte Ladung unter die Drahtverhaue und gehen in Deckung. Eine unheimliche Explosion fährt hoch und reißt eine Gasse in die Drahtsperre. Noch während die Explosionswolke dunkel darüberhängt, sind die Pionäre hindurchgestürmt, hinein in die weißen Nebelschwaden, die über dem Werk lagern. Wieder zucken die Detonationen von Handgranaten durch den milchigen Dunst. Dann tastet ein Flammenstrahl dorthin, wo das Werk sein muß: Der Flammenwerfer, der mit seinen Kameraden, das schwere Flammenwerfergerät auf dem Rücken, vorgegangen ist, tritt in Aktion, um die Besatzung des Werkes zu zwingen, die Scharten dicht zu machen. Noch einmal zerreißt eine gewaltige Explosion die Luft: Eine geballte Ladung hat das Werk aufgesprengt. Da geht auch schon die rote Leuchtkugel hoch RSLTNG Das Theater der gaten Flime Das große Filmereignis! Der Spitzenfllm der Bavaria-Filmkunst von gewaltigenAusmaßen mit Brigitte Horney und Willy Birgel Feinde Sonstige Hauptdarsteller: Ivan Petrovich R. Lütjohann Hedwig Wangel Gerd Höst Regle: Viktor Tourjansky Durch unergründliches Urwalddunkel vorbei an den Fieberherden abgrundtiefer Sümpfe gejagt von knatternden Maschinengewehrsalven... in den Ohren noch das Bersten und Knistern ihrer ihnen über den Kopf angezündeten Häuser serquält von Sorge um Mann, Welb und Kind... sicht eine Kolonne von Fliehenden, den Haß im Rücken— der Heimat entgegen! Volksdeutsche sind es, die wegen Ihrer Abstammung und wegen ihrer Liebe zum Vaterland von mordgierigem Gesindel verfolgt und niedergemetzelt werden sollen. Ein Kapitel deutscher Geschichte der jüngsten Vergangenheit! Kein Deuticher sollte es verläumen, lich diesen Film anzusehen! Prädikat der Filmprüfstelle: Iontspellisch weringl! Wir billen um Einhaltung der Anfangeseilen und empfehlen den Desuch der 1. und 3. Verstellung, da sur 2. Versteillung warber Andrung. 1 Spielzeiten: als Zeichen, daß dag Werk genommen ist. Während die kräftigen Gestalten der Sturmpioniere, pulverrauchgeschwärzt und keuchend nach der Anstrengung des Sturmes, langsam zurückgehen, fluten die Wellen der Infanterie aus dem Wald, um den geworfenen Feind zu verfolgen und ihm die Möglichkeit zu nehmen, sich wieder festzusetzen. Dichtauf folgt die Kolonne des Nachschubes. Schon ist auch ein Minensuchtrupp zur Stelle, der mit Hilfe eines Minensuchgerätes einen minenfreien Durchgang durch die Feldbefestigungen erkundet und markiert. Der Vormarsch geht weiter. Sturmpioniere als Einzelkämpfer Es war nur ein kleiner Ausschnitt aus einer kriegsmäßigen übung, was wir zu sehen bekamen, doch schon diese kleine Lehrübung vermittelte einen Eindruck von der ungeheuren Präzision einer modernen Kriegsmaschinerie. Und es scheint uns, als seien die Sturmpioniere die Krone der Wassen des modernen Krieges. Vielfach herrscht die Ansicht, die Pioniertruppen hätten nur die Aufgabe, Brücken zu bauen und zerstörte Straßen wieder befahrbar zu machen. Es ist zu wenig bekannt, daß die Sturmpioniere es sind, die der Infanterie den Weg durch die stärkste Befestigungslinie bahnen, die mit Flammenwerfern, geballten Ladungen und Handgranaten die schwersten Panzerwerke aufbrechen. In diesem Kampf hat jeder einzelne Sturmpionier seine bestimmte Aufgabe, er ist also Einzelkämpfer im besten Sinne des Wortes. Was die deutschen Sturmpioniere zu leisten vermögen, das haben sie in den Kämpfen um die für uneinnehmbar gehaltenen französischen Werke und die zahllosen Fluß= und Kanalübergänge gezeigt. Hersterer gegen Veilemrruger Erfolgreicher Torpedoeinsatz entscheidet das Gefecht Bei der Kriegsmarine, im November. (PK) Einige deutsche Zerstörer befinden sich am Rande des Atlantischen Ozeans auf Feindfahrt. Mit hoher Geschwindigkeit laufen sie in gefechtsmäßiger Formation den befohlenen Kurs. Plötzlich schlagen in einiger Entfernung von den Booten Aufschläge ein. Es ist ein sonderbarer Eindruck: noch ist nichts zu hören, und es ist auch kein Feind zu sehen. In der Richtung. aus der geschossen wird. ist die Sichtweite nicht schlecht. Also muß es sich um größere Schiffe mit höheren Aufbauten handeln. Allmählich, einer nach dem anderen, kommt der Feind in Sicht. Es ist ein britischer Kreuzerverband, der durch 7 Zerstörer gesichert ist. Die feindlichen Kreuzer schießen aus größerer Entfernung als die Reichweite der Artillerie von Zerstörern beträgt, und so entwickelt sich zunächst ein einseitiges laufendes Gefecht. Durch Ausnutzung ihrer höchsten Geschwindigkeit suchen sich die beiden Gegner die günstigste Kampfposition abzugewinnen, wobei die deutschen Boote immer noch im einseitigen Feuer liegen. Während diese taktische Operation im Gange ist, platzt auf einem der deutschen Zerstörer ein Kesselrohr. Es ist nur eines von vielen, aber der Ausfall genügt. um die Höchstgeschwindigkeit um einige Seemeilen zu verringern. Die Einschläge der feindlichen Artillerie lagen bisher immer noch im Wasser, und kein Boot war getroffen. Der Kommandant des leicht havarierten Zerstörers aber muß nun bedenken, daß die geringe Herabsetzung der Geschwindigkeit doch für sein Boot die Gefahr bedeuten könnte. abgedrängt zu werden. Durch die eingeleiteten Fahrtmanöver war die Entfernung zwischen den beiden Linien schon geringer geworden. Die feindlichen Schiffe waren mit allen ihren Aufbauten näher in das Blickfeld gerückt, und an den beiden Masten des Kreuzers. der den feindlichen Verband führte, waren mehrere große Gefechtsflaggen schon mit bloßem Auge erkennbar. So entschloß sich der Kommandant. durch ein schneidiges Manöver eine günstige Angriffsentfernung zum Torpedoschuß herzustellen. Er dreht auf den Feind zu. Der Feind hat die Drehung bemerkt und dreht nun selbst mit einigen seiner Schiffe ebenfalls auf den einzelnen deutschen Zerstörer zu. Unter dem konzentrierten Feuer der feindlichen Buggeschütze läuft der deutsche Zerstörer zum Passiergefecht an und löst in günstiger Schußentfernung seine Tor pedos, um dann im feindlichen Feuer abzudrehen. Mit der Uhr in der Hand blickt der Torpedooffizier der Laufbahn seiner Aale nach, während der Kommandant durch Zickzackkurse mit Ausweichmanövern vor den feindlichen Salven beschäftigt ist. Aber schnell läßt die Beschießung nach, und auch der Kommandant kann nun seine Aufmerksamkeit wieder auf die Beobachtung des erhofften Erfolges lenken. Alle Augen blicken gespannt auf die Schlußgruppe der feindlichen Linie. und genau nach der errechneten Zeit von soundsoviel Minuten und Sekunden wird auf einem der feindlichen Kreuzer eine Stichflamme von doppelter Masthöhe beobachtet. Wenig später verschwindet der Kreuzer hinter einer Rauchsäule, und die feindlichen Zerstörer nebeln ihn ein. Der erfolgreiche Torpedoeinsatz hat das Gefecht gegen den Feind entschieden. Das geplatzte Kesselrohr hätte bedenklich werden können, aber ein technisches Mißgeschick, wie es beim besten Material eben auch einmah vorkommt, wurde durch den schneidigen Entschluß des Kommandanten zum Kriegserfolg gewendet. Torpedooffizier war derselbe junge Offizier, der im Avril 1940 an Bord eines unserer Narvik=Zerstörer die Torvedos gelöst hatte, die die beiden britischen Zerstörer„Hunter“ und„Eskimo" versenkten. Plötzlich blitzten am Abendhimmel auf den Schiffen des Gegners wieder zahlreiche Geschütze auf. Aber es folgen keine Einschläge im Wasser, mit denen die deutschen Boote immer noch rechnen mußten. Am Himmel stehen große Mengen von Flakwölkchen: ein neuer Gegner hat sich auf den Feind gestürzt, der nun die Zusammenarbeit unserer Wehrmachtteile zu spüren bekommt. Unsere Flieger verfolgen den Feind. Aber auch ein englischer Flieger ist schon da. Von Steuerbord vorne nähert sich unserm Zerstörer eine Bristol=Blenheim und wirft aus 800 Meter Höhe ein halbes Dutzend Bomben fast gleichzeitig ab. Der Kommandant befiehlt„Hart Steuerbord“, und 50 Meter querab an Backbord fallen die englischen Bomben in die See. Inzwischen ist der Feind aus Sicht gekommen, und in heller Vollmondnacht laufen alle unsere Zerstörer einem atlantischen Stützpunkt zu. Noch in der Nacht wird der Schiffskörper untersucht, und es werden fünf faustgroße Löcker von Splittern gefunden, die die Außenhaut sämtlich über Wasser durchschlagen hatten. Der einzige Erfolg. den der Feind trotz seiner überlegenen Waffen erzielen Reichsminister Dr. Goebbels empfing eine Reihe von Kriegsberichtern der Luftwalle, der Kriegsmarine und des Heeres. Sie berichteten dem Reichsminister von ihren Kampferlebnissen und ihrem persönlichen Einsatz mit der Kamera vor dem Feinde. Dr. Goebbels sprach ihnen seine höchste Anerkennung aus, denn ihre Erlebnisse in Wort und Bild brachten dem deutschen Volke und der ganzen Welt den bilddokumentarischen Beweis für die vernichtende Wucht der deutschen Schläge gegen England „(Atlantic-.) Ein= Näcschlagewert fur serermann Das neue Heimat- und Einwohnerbuch für den Landkreis Münster konnte. Kriegsberichter Ulrich Kurz. Münster, 28. November. In diesen Tagen nimmt das neue„Heimat= und Einwohnerbuch für den Landkreis Münster“, das in erster Ausgabe erschienen und unter Benutzang amtlicher Unterlagen bearbeitet ist, seinen Weg in alle Aemter, Gemeinden und Bauerschaften des Kreises, um allen, die seiner bedürfen, ein hilfsbereiter Freund und vielseitiger Beantworter aller Fragen zu sein, die irgendwie Partei und Behörden, Leute und Land, Wirtschaft, Handel und Gewerbe des Kreises angehen. Der Verlag hat dem Buch ein bemerkenswertes Vorwort beigegeben, in dem es über die allgemeine geschichtliche Entwicklung des „Adreßbuches“, wie es im täglichen Leben genannt wird, u. a. heißt:„In Form von Adreßkalendern wird es(das Adreßbuch) zu Beginn des 18. Jahrhunderts erstmals zu einem Begriff; seine Aufgabe war es, über die Standespersonen von Haupt= und Residenzstädten Auskunft zu geben. Der„Hof= und Adreßkalender für das Hochstift Münster", der von 1776—1802 bereits im Aschendorffslegener Breiden Gesteigerte Sicherheit des Fliegens— Die Erfindung eines ostmärkischen Ingenieurs Wien, im November. Zum erstenmal hat nach dem Umbruch ein ostmärkischer Techniker in einer Flugzeugfabrik bei Wien eine zukunftsweisende Erfindung gemacht. Der junge Ingenieur Erich Meindl hat ein Sportmodell konstruiert, das vermöge seiner Bauart einen gewaltigen Fortschritt in bezug auf die Sicherheit des Fliegens bedeutet. Es ist das sogenannte„Dreibein=Flugzeug“, das die Baumusterbezeichnung„WN 16“ trägt und nur ein Gesamtgewicht von 320 Kilogramm hat. Bei diesem neuen Flugzeug liegt der Schwerpunkt zwischen den Anlaufrädern und dem dritten Rad, das unter der Bugkanzel eingebaut ist. Es läßt sich am Boden so lenken wie ein Dreirad und kann auch ausgekuppelt werden. Dadurch ergeben sich Vorteile, die besonders für den Start wie auch für die Landung bedeutungsvoll sind und eine raschere Ausbildung des Piloten ermöglichen. Bei einer kürzeren An= und Ablaufstrecke gibt es kein „Kopfstehen“ mehr beim Landen, da das Bugrad weit vorgelagert ist und außerdem wird die Landung durch das Wegfallen des überaus schwierigen Abfangens des Flugzeuges ganz leicht und überaus sicher. Mit drei Beinen steht man eben am sichersten. Fast wäre man versucht, diesen freitragenden, zweisitzigen Kabinetttiefdecker auf den„drei Beinen“ als das kommende Sport= und Privatflugzeug des kleinen Mannes anzusprechen. Denn die schwierigsten Momente des Fliegens, der Start und das Landen, sind auf diese Weise ganz ungefährlich gemacht. Schwerkriegsbeschädigter als Erfinder Wels, im November. Ein schwerkriegsbeschädigter Schlossermeister meldete ein Patent an, durch das der Fensterbau wesentlich verbilligt wird. Eine Reihe von Firmen bemühte sich, die Erfindung anzukaufen. Der Schwerkriegsbeschädigte lehnte aber die Angebote ab und machte jetzt der heimischen Kreishandwerkerschaft den Vorschlag, gegen eine Lizenzgebühr die Herstellung jedem eingeschlossenen Schlosser= und Tischlermeister zu überlassen. 40 v. H. der Lizenzgebühr sollen an den Erfinder, 30 v. H. an das Rote Kreuz und 30 v. H. an kriegsbeschädigte und alte, unverschuldet in Not geratene Handwerksmeister gegeben werden. schen Verlage erschien, mag als erster Vorläufer gelten; der„Almanach des Lippe=Departements für das Jahr 1813“ und ebenso das„Adreßbuch für den Bezirk der Kgl. Preußischen Regierung zu Münster auf das Jahr 1812“, die Aschendorff ebenfalls verlegte, mögen im weiteren Sinne auch als Vorgänger anzusehen sein. Sie dienten ihrer Zeit in eben dem Maße, wie die heutigen Bücher der unserigen.“ Wer das neue Heimat= und Einwohnerbuch für den Landkreis Münster(Preis 9 Mk.) aufmerksam in all seinen Teilen durchsieht, der wird gern bestätigen, daß das Buch seinem Namen und auch allen Ansprüchen gerecht wird, die man an ein solches Nachschlagewerk stellen kann. Es ist ein Heimat= und ein Nachschlagewerk zugleich; in dieser Form erscheint es auch erstmalig, und es wird sich in seinem stattlichen Aeußeren als ausgezeichnete und sicherlich allseitig sehr begehrte Interessenvertretung auf seinem Gebiet für den heute 65000 Einwohner zählenden Landkreis Münster auch bewähren. Partei und Behörden haben dem Buch jede nur mög. liche Förderung zuteil werden lassen. Kreisleiter Mierig und Landrat Dr. Böckenhoff haben ihm treffliche Geleitworte mit auf den Weg gegeben. Eine ganze Reihe aufschlußreicher und fesselnder Aufsätze berichten in Wort und Bild über Partei und Behörden, über Industrie und Landwirtschaft, über Handel und Handwerk, sodaß der Leser ein fast lückenloses Bild über die politische und wirtschaftliche Struktur des Landkreises Münster erhält. Zu diesem überaus wertvollen heimatgeschichtlichen und heimatkundlichen Teil des Buches kommt noch für jede Gemeinde eine kurzgefaßte Ortsgeschichte, die dem Einwohnerverzeichnis vorangestellt ist. Sehr vorteilhaft sind auch die jeder Gemeinde beigegebenen Angaben parteiamtlicher und behördlicher Art.(Die Personenverzeichnisse sind sowohl alphabetisch als auch nach Straßen und Hausnummern bzw. Bauerschaften gegliedert und geben so in jedem Falle jedem Suchenden Auskunft. Besonders wertvoll ist die Aufstellung der Parteiund Behördenanschriften, die für den Landkreis in Frage kommen. Nicht minder zweckmäßig ist auch das Gewerbeverzeichnis am Schluß des Duches, das der Wirtschaft des Landkreises Münster ganz gewiß wertvollste Dienste leisten wird. Das neue Heimat= und Einwohnerbuch wird von allen Volksgenossen des Landkreises Münster und darüber hinaus von allen Interessenten sicherlich freudig begrüßt werden. Wir sind überzeugt daß es einen erfolgreichen Weg in alle Aemter und Gemeinden des Kreises machen wird. August Höllweg Ins Weihnachts- Pöckchen gehört Kriegerkameradschaft Münster 1870 che Dass 40. 1. Komp. Am Sonntag, dem 1. Dezember d. J. Gerlachs Gehwol Verhütel und beseltigt Fußbeschwerden Fußschweiß Dese 40. 58. 80 Pig. in Apothehen und Dregerten Städt. Bühnen Münster(Westf.) Intendant: Erich Pabst Spielzent 1940141 Stadtthester Donnerstag, den 28. Nov. 17 Uhr Ende 19.30 Uhr „lch habe einen Enzel geheiratet“(Lustpiel) Freitag, den 29. November 17 Uhr Ende 19.30 Uhr Miete Fr. A 5 „Auf der grünen Wiese“ Kemmerspiele Donnerstag, den 28. Nov. 17 Uhr Ende 19.15 Uhr „Die Witwe Grapin“ hierauf:„Der Holzdieb“ Freitag, den 29. November 17 Uhr Ende 19.30 Uhr „Karl III. und Anna von Oesterreich“(Lustspiel) Juhresuppelt beim Kameraden Fockenbrock, Hörsterstr. 37. Beginn pünktlich 15 Uhr nachmittags. Ende 19 Uhr. Die Kameraden werden mit ihren Familien hierzu herzl. eingeladen. Um zahlreiches Erscheinen bittet der Hauptmann. KI Pühhiise ges. f. Etg.=Haush. Regier.=Baurat Elle. Coerdestraße 43, Tel. 206 17. ancdenr Reparaturen sowie Ersalzund Zubebörtelle im Fachgeachtf! H. Gundlage Münster Schillerstr. 9 Ruf 415 68 Dauerstellung als Stütze od. Haushälterin sof. od. 15. 12. sucht Frl., 38., tücht., erf., selbstd., mehrjähr. Zeugn. Ang. unt. 1082 a. d. Hauptg. Möbl. Zimmer zu verm. Schillerstraße 37a, 3. Etg. Nähe der Bahn. Flaschen alle gangb Sorten hauft ständig Ruf Nr. 40996 Gustav Bünther. Münster i. 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Kassenöffnung: Täglich.....30 Uhr Vorprogramm.30.30 Uhr Hauptfilm,.10.15 Uhr Wochenschau.90.90 Uhr Jugendl. haben keinen Zutr. Kassenöffnung...45 Uhr Hauptfilm.10.20.30 Uhr Wochenschau.45.95 Uhr Ende.85 Uhr Jugendliche ab 14 Jahre haben Zutritt ab Freitag- Schaubung Der große varleic- und Rouueillm „Koraferry Ein Film faszinierender Schönheit. Marika Rökk tanst und singt— Peter Kreuder ,pleit dam Ein 9 roßilIm, der alle begeistern wird! eigene Verti sbaus veu=Zelden=8 Kealschulstraße 14. Fern Straße 6. Fernsprecher### Fernsprecher Nr. 394: 2 Nr..6: Grede Ibbenbüren: AdolfLndinghausen: Mark Zernsprecher Nr. 2352: 89. Zahrga Deutsche Nach beim Ober den Meldungen gri Nacht zum 28. No von Plymouth an. Wirkung des Ange Plymouth iste sen der engli mouth selbst zählt bedeulung von Ply gungsaufgabe Plymouth wird ein rungsmitteln verso durch seinen Hafen auch ein Anlaufhaf gierdampfer. 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