der deutschsprachigen Presse.V. K— „„„„„„„„ eigene Vertretungen SribehsrrrsherVoliserper 10 Rpf. im Einzelverkauf uhane: von=Delden=Straße 6, Fernsprecher Nr. 450: Ahlen: Adolf=Hitler=Straße 65, Fernsprecher Nr. 444: Bocholt: Kaulschulstraße 14. Fernsprecgzer Nr. 3241: Vorten; Kapuztnergaset, Hernsorcher Ne. 121, Vorgvorn: Emadenene: enatze 6. Hernsprecher Nr. 22, Burgsteinfurt: Lmndenstratze 73, Kernspecher Nr.232: Coeofeld: Hindendurgplaz 9. Hamnsprecher Nr.394; DAlmen: Adolf= huler=sratze 55, Hernsprcher Nr. 378: Emodenen: Mänsterstaße l. Jernsprecher Na 316; Greven: Münsterstraße 1, Fernsprecher Nr. 225; Gronau: Adolf= Hitler=Str.36, Fernsprecher Nr. 200; Hovenbüren: Adol=Huter Sr. 7. Fernsprcher Nr. 34);: Lengerich: Adol=Hiler=Plat 11. Zernspecher Nr. 919. Büdinghausen: Narkt Fernsporcher Nr.33; Schrup: Hahndoffr.15. Fernsprecher.35; Rheine: Lahnhosser 2 Fernsprecher Nr. 252: Warendorf: Oststraße 24 Fernsorecher Ne. 511: Aderne: Kircholatz 8. 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November 1940 Rummer 324 Granseiranstenr=eie nn.!. Großangriff der deutschen Lustwaffe gegen Hafen= und Industrieanlagen von Southampton mit Bomben aller Kaliber Nach der sunge sir curtsche Staal dem Grelmacstepart=Teigerteri Neuer schwerer Schlag Feserlicher Staatsakt in Berlin Berlin, 24. November. Am Sonnlagvormittag wurde im Botschaftersaal der Neuen Reichskanzlei in seierlicher Jorm das Protokoll über die Aufnahme der Slowakes zum Dreimächlepakt unterzeichnel. In dem gleichen Raume, in dem am Tage zuvor der rumänische Staalsführer General Anioneseu sein Land in die Fronl der Ordnungsmächle einreihle, vollzog Ministerpräsidenl und Außenminister Prosessor Dr. Fuka im Rahmen eines eindrucksvollen Staatsakles den Beitritt des jungen siowakischen Staates zum Dreimächlepakl. Damik, hat auch die Slowakei ihrem Glauben an die Aufrichjung einer neuen und besseren Wellordnung Ausdruck gegeben, für deren Gestaltung der Zusammenschluß der drei mächligsten Länder der Erde zu einem Block höchster gemeinsamer Inleressenveriretung erfolgte. In dem festlich geschmückten Botschaftersaal der Neuen Reichskanzlei hatten sich die Mitglieder der Berliner Missionen der Signatarmächte des Dreimächtepaktes und die Vertreter des nationalsozialistischen Staates, der Partei und der Wehrmacht eingefunden. Kurz vor 13 Uhr betrat Reichsaußenminister von Ribbentrop mit dem slowakischen Ministerpräsidenten Dr. Tuka, dem Leiter der Politischen Abteilung im italienischen Außenministerium, Botschafter Buti, dem japanischen Botschafter in Berlin, Kurusu, dem ungarischen Gesandten Sztojay und dem rumänischen Gesandten Grecsanu den Saal. Zu Beginn des Staatsaktes richtete Reichsaußenminister von Ribbentrop zugleich im Namen des italienischen und des japanischen Vertreters Worte der Begrüßung an den slowakischen Ministerpräsidenten. Er begrüßte desgleichen den Königlich ungarischen Gesandten und den Königlich rumänischen Gesandten, deren Länder als erste dem Dreimächtepakt beigetreten waren. Nach der Verlesung des Protokolls wurde die Slowakei mit der Unterzeichnung in feierlicher Form in den Dreimächtepakt aufgenommen.„Ministerpräsident Dr. Tuka gab im Namen der slowakischen Regierung eine Erklärung ab, an die sich eine kurze Ansprache des Reichsaußenministers anschloß. Der Reichsaußenminister beionte, doß die Slowakei mit den Iden und Zielen des Dreimächtepaktes bereits seit langem solidarisch gewesen sei und erinnerte daran, daß das slowakische Volk einen schweren Kampf um seine Eristenz und seine Selbständigkeit habe führen müssen. Der Dreimächtepakt sei durch die Treue der Slowakei zum Deutschen Reich bereits mit dem Blut ihrer Söhne unterschrieben worden. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop und die Vertreier der Signatarmächte Italien und Japan beglückwünschten am Schluß des Staatsaktes Dr. Tuka zu der Aufnahme des slowakischen Staates in den Dreimächtepakt. Das Protokoll über den Beitritt hal folgenden Wortlaut: Die Regierungen von„Deutschland, Ikalien und Japan einerselle und die Regserung der Slowakei andererseits stellen durch ihre unlerzeichneten Bevollmächligien solgendes fest: Artikel 1: Die Slowakei kritt dem am 27. Seplember 1940 in Berlin unterzeichnelen Dreimächlepakt zwischen Deutschland, Italien und Japan bei. Artikel?: Sosern die im Arikel 4 deg Dreimächlepakles vorgesehenen gemeinsamen lechnischen Kommissonen Fragen behandeln, die die Inleressen der Slowakei berühren, werden zu den Beratungen der Kommissionen auch Vertreter der Slowakei hinzugezogen werden. Arlikel 3. Der Worklaut des Dreimächlepaktes ist diesem Protokoll als Anlage beigefügt. Das vorliegende Prosokoll ist in deutscher, stalienischer, sapanischer und siowakischer Sprache abgesoßt, Von unserem ständigen Vertreter id. Vichn, 25. November. Die englischen Kriegsverbrecher haben in der Nacht zum Sonntag ein neues Aktentat ger gen den einstigen Bundesgenossen Frankreich verübt. Ziel war diesmal die offene Hafenstadt Marseille, die nicht verdunkelt ist. Eine Anzahl von englischen Flugzeugen kreiste zwischen 22 und 24 Uhr über der Stadt. Es wurden eine Unzehl von Leuchtraketen und etwa 20 Vomben wohllos abgeworfen. Sie fielen in die dichtbevölkerte Innenstadt und auf die Arbeiterdiertel und Vororte. Es wurden bis jetzt vier tate und lechs schwerverletzte Zivilisten gemeldet. Mehrere Brände sind entstanden. Fliegeralarm purde von 22.30 bis 23 Uhr gegeben. Die französischen Lustabwehrbatterien traten in Aktion. Der sweite Alarm wurde von.38 bis.38 Uhr gegeden. Auch in Toulon erfolgte Fliegeralarm von 23 bis 23.45 Uhr. Im Hafen von Marseille wurde das Löschen der Leuchtfeuer um.58 Uhr angeordnet. Der Bevölkerung von Marseille hat sich eine Ungebeure Empörung bemächtigt. In Bichy wird das neue Attentat als außerordentlich chwerwiegend beurteilt und in die Reibe der englischen Verbrechen gegen Frankreich in Mers el Kedir, Dakar und Gabon eingereiht. Es kennzeichBerlin, 24. November. Nach beim Oberkommando der Wehrmacht vorliegenden Meldungen haben zahlreiche deutsche Kampfgeschwader in pausenlosen Angrissen während der Nacht vom 23. zum 24. Rovember Southamplon mit Bomben aller Kaliber belegl. In Hafen= und Industrieanlagen brachen ungeheure Brände aus, die bis nach Frankreich hinein sichtbar waren. Die Angrisse konzentrierten sich vor allem auf die sehe wichtigen Hasen= und Werstanlagen sowie einige bedeulende Rüstungswerke, in denen besonders starke Explosionen enslanden. =Boot versenkte 29100 Luftangriff auf die Waffenwerke in Grantham Berlin, 24. November. Am Sonnlagmillag hatte der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht gemeldel: Ein Unlerseebool versenkte sechs bewaffnele seindliche handelsschisse mit insgesamt 29100 BRT. In der Nacht vom 22. zum 23. November setzle die Lusiwaffe ihre Vergellungsflüge gegen London mit großem Erfolge fort und griff mit starken Verbänden erneuf die Anlagen der britischen, Küstungsindustrie in Birmingham an. Mehrere hunderl wobei jeder Texl als Urschrift gilt. Es tritt am Tage der Unierzeichnung in Kraft. Am Sonnlagnachmittag empfing der Reichsminister bes Auswärtigen von Ribbenlrop den siowatischen Ministerpräsidenten und Außenminister Dr. Tuka zu einer Besprechung. Von unserem ständigen Vertreter hw. Steckholm. 25. November. Wieder hat sich das Schwergewicht der deutschen Lustangeisse auf England nach einem anderen Schwerpunkt verlagerl. In der Nacht zum Sonntag wurde nach englischen Berichten vor allem zeine Stadt in Südengland“ mehrere Stunden lang bombardiert. Bemerkenswerterweise werden unter den zerstörten Obsekten auch„öffentliche und wirtschaftliche Gebäude“ aufgeführl, eine elwas zurückhaltende Umschreibung für die vernichtelen Verleidigungs= und Kraftwerke. Industriekomplexe und Lagerhäuser. Anderswo, so behauplet das Lustfahrlministerlum, sei der Schaden in der Nacht zum Sonnlag gering gewesen. Um so mehr werden die englischen Angriffsversuche gegen Deutschland und Norditalien als Riesenerfolge herausgestellt. Siolz wird auch Verin unter den angebich angegriffenen Städten aufgeführt und eine Reutermeldung behauptet sogar, es seien mehrere Punkte in Berlin getrossen worden, obwohl die englischen Vomber das Genet in der Tat die große moralische Verworfenheit Churchills, der eine offene. beleuchtete Stadt bombardieren läßt aus Haß gegen den einstigen Verbündeten, der sich geweigert hat, sinnlos sich selbst zu vernichten, wie England es von ihm verlangte. Britenflieger über der Schweiz Ireche Neutralitätsverletzung— Mehrsach Leuchtvomben abgeworsen Von unserem ständigen Vertreter Bern, 25. November. In der Nacht zum Sonntag verletzten britische Flieger in der Zeit zwischen 20.30 und 22.30 Uhr wieder die schweizersche Lusthobeit und Neutralict. Sie über. slogen, wie üblich, in südöstlicher Richtung das Schweizer Gebiet Wie der schweizerische Armeestab mitteilt, trat die Flak gegen die stemdes Flieger in Aktion. Mehrere Maschinen hätten eine Zeitlang über dem oberen Genser See und Unter=Wallie, wo sie Leuchtbomden abwarsen, gekreist. Wie die Presse berichtet, slogen die Briten diesmal in drei Wellen ein. In St. Maurice im Kanton Wallis verursachte eine Leuchtbomde einen Brand, der jedoch rasch gelöscht werden konnte. In Genf, Lausanne, Nyon und in Wallis wurde Fliegeralarm gegeden. Flugzeuge„warsen hier in rollendem Angriff über 300000 Kilo Vomben. Im Schein der Leuchibomben und Feuersbrünste war deutlich zu beobachten, daß zahlreiche kriegswichlige Jabrikanlagen zerstörf sind. Bei einem in den frühen Morgenstunden des 23. Rovember durchgeführlen Luftangriff auf die Wassenwerke in Grantham entstanden dort mehrere Brände. Weiter richtelen sich Bombenangriffe gegen Portland. Southampion, Porismouth und andere kriegswichtige Ziele in Südengland. Das Verminen britscher Häfen wurde in verstärklem Umfange fortgesetzt. Im Lause des 23. November warsen Flugzeuge im Juge der bewaffneten Aufklärung Vomben auf London. Die Mehrzahl der in der letzten Nachl in das Reichsgebiel einfliegenden britischen Flugzeuge konnte infolge der starken Flakabwehr ihr Ziel nicht erreichen und warf daher die Vomben in freies Gelände ab. In einem kleinen Ort trafen sie Wohnhäuser und verletzten mehrere Zivilpersonen. Das italienische Iliegerkorps schoß im Lufkkampf sechs britsche Zäger ab und verlor zwei eigene Flugzeuge. Bier weilere britische Kampfflugzeuge wurden durch deutsche Zäger, eines durch Flakariillerie abgeschossen. so daß die Gesamiverluste des Gegners sich gestern auf els Flugzeuge belausen. Sieben eigene Fluszeuge werden vermitßt. Empfang zu Ehren Dr. Tukas Berlin, 24. November. Der Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, gab zu Ehren des slowakischen Ministerpräsidenten und Außenministers Professor Dr. Tuka am Sonntagmittag einen Empfang im Hotel Adlon, an biet der Reichshauptstadt bekanntlich überhaupt! nicht erreichten. Eine Meldung der schwedischen Sonntagabendpresse, die diesen Tatbestand gebührend hervorhebt, stellt fest:„Die englischen Vomber hatten sich der Reichshauptstadt genähert, wichen aber, ehe sie bis Berlin vordringen konnten.“ Ahnlich dürfte es bei Turin und den anderen angeblich angegriffenen italienischen Städten zugegangen sein. Wohl aber berichtet Reuter mit wissenschaftlicher Genauigkeit— als ob es sich überhaupt nicht um englische Flugzeuge handeln könnte, die in Wirklichkeit auch bei dieser Gelegenheit wieder die Neutralität der Schweiz aufs schwerste verletzt haben— über mehrfache überfliegung schweizerischen Gebietes durch ausländsche Flugzeuge. Die ergänzenden englischen Berichte über die Aktionen über England geben weitere schwere Schäden zu. bleiben aber natürlich weit entfernt von jeder wirklichen Schilderung der Lage. Auch die mehrfach in Aussicht gestellten näheren Angaben über die Zahl der Toten werden nicht geliefert. über die Lufkämpfe, vom Sonnabend werden wie üblich verlogene„Sieges“=Berichte verbreitet, die offenbar der englischen öffentlichen Meinung einen Trost für die furchtbaren Verherungen durch die deutschen Angriffe bieten sollen. Mehrere schwedische Luftkriegssachverständige haben zum Wochenend die Lustriegslage über England untersucht und dabei Urteile ausgesprochen, die nicht uninteressant sind. Der Lustwassenmitarbeiter des„Soenska Dagbladet“ schildert den Mondschein als besten Helfer der deutschen Angreiser. Die Aktion gegen Coventry sei zweifelos aufgezogen gewesen als ein vernichtender Schlag gegen die Flugzeugmotorenindustrie. die Achillesferse der ganzen Lustwaffenindustrie. Außer Armstrong befänden sich in Coventry mindestens noch fünf große Autosabriken, die bisher Flugzeugmotoren in Serien herstellien: Alois, Daimler, Roothes. Tover und Standard. Eine große Zahl weiterer Fabriken erzeugte Motorenzubehör. An Flugzeugmotorenfabriken dürste es künftig in England kaum mehr als drei große geben, nämlich Bristol in Filton(unweit Bristol), Rolls Roie in Derdy und Austin in Birmingham, sowie drei kleinere, in der Nähe Londons. Praktisch seien alle aus der Lust erkennbaren Industriekomplexe in Coventry Ziele von Bedeutung gewesen, und es sei daher wahrscheinlich, daß die Ziele im Mondschein klar erkannt und auch getroffen werden konnten. Von den 300 Tonnen Vomben, die auf die Stadt abgeworsen seien, dürsten auf jeden Fall, so stellt der schwedische Sachverständige fest, so viele die Industrie getrofsen hoben, daß die Verluste fühlbar und für das Durchhaltevermögen der englischen Lustwasse von Bedeutung seien. „Luftfahrtministerium bemüht sich“ Newyork, 24. November. Im Zusammenhang mit den nicht abreißenden Vergeltungsangrifsen auf London schreibt„Newyork Herald Eribune“, die Schwierigkeit, neue Unterbeindem der javanische Botschafter in Berlin, Kurusu, der Leiter der Politischen Abteilung im italienischen Außenministerium, Botschafter Buti, der ungarische Gesandte Sztojan, der slowakische Gesandte Cernak, der rumänische Gesandte Grecianu, der Geschäftsträger der italienischen Botschaft in Berlin, Zamboni, sowie die in der Reichshauptstadt weilenden Mitglieder der slowakischen Delegation teilnahmen. Von deutscher Seite waren zugegen: Reichsführer tt Heinrich Himmler, der Staatsführer des Auswärligen Amtes von Weizsäcker, General der Infanterie Erfurt, Staatssekretär Keppler, die Unterstaatssekretäre Woermann und Gaus, die Botschafter Ritter und Stahner, Generalleutnant Seifert, Gesandter von Killinger, Ministerialdirektor Wiehl und weitere führende Persönlichkeiten von Staat, Partei und Wehrmacht. Antonescu abgereist Er verließ am Sonntagvormittag die Reichshauptstadt Berlin, 24. November. Am Sonntagvormittag verließen der rumänische Staatsführer General Antoneseu und der rumdnische Außenminister Prinz Sturdza nach einem zweitägigen Aufenthalt die Reichshauptstadt. In ihrer Begleitung befanden sich der rumänische Wirtschaftsminister Cancicor, Arbeitsminister Janseinski und die übrigen Mitglieder der rumänischen Delegation. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop geleitete den rumänischen Staatsführer vom Gästehaus der Reichsregierung, dem Schloß Bellevue, zum Anhalter Bahnhof. Nach dem Abschreiten der vor dem Bahnhof angetretenen Ehrenkompanie der Wehrmacht begrüßte der rumänische Staatsführer die zahlreich zu seiner Verabschiedung auf dem Bahnhof erschienenen Vertreter von Staat, Partei und Wehrmacht. Der rumänikche Gesondte in Berlin, Grecianu war mit den Mitgliedern der rumänischen Gesandtschaft anwesend. Auch der italienische Geschäftsträger in Berlin, Botschaftsrat Zamboni, hatte sich auf dem Bahnhof eingefunden. Nachdem General Antoneseu sich in herzlicher Weise vom Reichsaußenminister verabschiedet hatte, bestieg er den Sonderzug, der um 10.20 Uhr den Anhalter Bahnhof verließ. gungsmöglichkeiten zu finden, wachse ständig, und im gleichen Maße wachse das Leben in den Unterständen. Das gleiche Blatt berichtet auch, daß Abordnungen aus Birmingham und Coventry in schärfster Form bei Churchill vorstellig geworden seien, die Verteidigungsanlagen der industriellen Midlands zu verstärken. Auf diese Beschwerde ist es anscheinend zurückzuführen, daß der Lustfahrtkorrespondent von Neuter am Sonntag in einem längeren Beruhigungsartikel schreibt, die Städte in den Midlands seien„kleiner und dadurch die Aussichten vergrößert, ein Ziel, welches der Mühe werz ist, zu treffen“. Das Lusifahrtministerium verlangsame aber keineswegs seine Bemühungen, Maßnahmen ausfindig zu machen, um zu verhindern, daß die Angriffe weiterhin mit derartiger Heftigkeit und Gewalt wie jeßzt gemacht würden. Mit Worten ist Churchill stets schnell bei der Hand gewesen. Die Abgesandten der Städte, über die die deutsche Vergeltung für Hamburg und München herniedergeht, dürften sich aber für die vagen Versprechungen weniger interessiert haben als wir für das Eingeständnis der Heftigkeit und Gewalt der deutschen Angriffe. Berlin, 24. November. Während man in England die größte Mühe hat, den Schutt wenigstens beiseite zu räumen, den deutsche Bomben von britischen Rüstungswerken übrig lassen, und natürlich gar nicht daran denkt, setzt schon irgend etwas aufzubauen, so daß man das Volk auf das vertröstet, was es nach dem Kriege an herrlichen Bauwerken angeblich zu erwarten habe, erfährt man aus dem Dailo Herald, daß man in London immerhin Zeit und Gelegenheit hat, Lord Halifax um Außenministerium eine Wohnung auszubauen und mit drei Badezimmern zu versehen. Ob der alte Kriegshetzer und Heuchler hier etwa versuchen will, seine Sünden abzuwaschen? Oder ist sein Handwerk so schmutzig, daß er gleich drei Badezimmer braucht, um wenigstens äußerlich einen halbwegs sauberen Eindruck zu erwecken? Der Daily Herald benutzt diese Gelegenheit zu einer bissigen Bemerkung über die Tätigkeit des englischen Außenministers. Das Blatt erklärt, es interessiere sich nicht im geringsten dafür, ob Lord Halisor nochts schlafe, aber es halte es nicht für notwendig, daß er im Außenministerium auch am Tage schlafe. Danach sieht es ganz so aus als ob man nicht einmal mehr in England die amtlichen Londoner Erklärungen übder die anIm gleichen Schritt Von unserer Berliner Schriftleitung Die Revolution der jungen Völker befindet sich auf dem Marsch. Ihre Bataillone ziehen im gleichen Schritt und Tritt auf den großen Heerstraßen unseres Jahrhunderts zur letzten entscheidenden Schlacht, in der nicht Einzelschicksale, sondern Welten auf dem Spiel stehen. Mit 100 Polypenarmen möchte sich England, aus der Gemeinschaft der freien Nationen ausgeschlossenl, am festen Grund des Kontinents anklammern, um sich— nachdem es selbst seine Vernichtung beschwor— vielleichtl:: noch zu retten oder noch andere Opfer in den Strudel seines Unterganges mitzureißen. Nur ein einziges Mal ist es ihm jedoch gelungen, am Festlandboden Fuß zu fassen, als Griechenland seinen Lockungen unterlag. Auch hier wird darum die Nemesis ihren Auftrag erfüllen, wie sie es in Norwegen. Holland und Belgien tat. Das übrige Europa aber ist bereit, jeden der gefährlichen Polypenarme abzuschlagen, falls sich einer an seine Küsten herantasten sollte. England, das einst Meere und Erdteile beherrschte steht heute allein seinem Schicksal gegenM Der Führer an Dr. „Für eine glückliche Zukunft der befreundeten slowakischen Ralion“ Berlin, 24. November. Der Führer hat dem slowakischen Staatspräsidenten Dr. Tiso aus Anlaß der Aufnahme der Slowakei in den Dreimächtepakt folgendes Telegramm übermittelt: „Euer Exzellenz übermittle ich anläßlich des Beitritls der Slowakei zum Dreimächlepakt meine herzlichsten Wünsche für das Wohlergehen Euer Exzellenz und für eine glückliche Jukunft der befreundeten slowakischen Nation. Adols Hiller.“ M über, das ihm von jenen diktiert wird, die es zu untersochen trachtete. Auf der anderen Seite wachsen immer schneller und höher die Deiche, hinter denen im Schutz der Waffen, Deutschlands und Italiens die jungen.— Völker eine völlige Bereinigung ihrer Gebiete vornehmen und sich eine bessere Zukunft gestalten.=Wiese Zukunft steht ausschließlich im Zeichen der Achse, deren Bestrebungen und Ziel zum Gesetz der Neuordnung geworden sind. Nachdem bereits Ungarn und Rumänien dem Dreimächtepakt beitraten, hat setzt auch die Slowakei den Anschluß vollzogen, der jedoch nur formell dokumentiert, was innerlich schon lange Tatsache war. 20 Jahre lang hatten die Slowaken— jene in der Heimat und jene, die ein hartes Geschick über den Atlantik vertrieben hatte— vergeblich um die Freiheit und Unabhängigkeit gerungen. Erst als Deutschland seine Volksgenossen aus der tschechischen Sklaverei befreite und den bisherigen Brandherd im Herzen Europas austilgte, schlug auch ihre Stunde. Seither steht die slowakische Nation in dankbarer Treue an der Seite des Reiches, das ihm seinen volln Schutz und damit die Voraussetzung einer völkischen, kulturellen und wirtschaftlichen Entfaltung gewährte. Im Kampf gegen Polen fochten die Slowaken Schulter an Schulter mit ihren deutschen Kameraden und besiegelten mit ihrem Blut die in der Zeit der Not gegründete Freundschaft. Um so herzlicher begrüßt das deutsche Volk die Slowakei bei ihrem offiziellen Eintritt in die große Völkergemeinschaft, die sich zum Kampf gegen die Kräfte der Zersetzung verbündet und zum Aufbau eines dauernden, dem Interesse aller Nationen in gleicher Weise dienenden Friedens nach dem Sieg verschworen hat. geblichen Erfolge der britischen Außenpolitik für dare Münze nimmt. Das läßt tief blicken. Nach einem Londoner Eigenbericht der schwedischen Zeitung Göteborgsposten macht sich der Dailg Herald auch über die sozialen Versprechungen, mit denen die Plutokraten heute, da ihnen das Wasser bis zum Halse steht, das englische Volk bei der Stange zu halten versuchen, seine eigenen Gedanken. Er hält die Durchführung eines sozialen Reformprogramms mit„Koalitionsministern“ unter dem Vorsitz Churchills für unmöglich und verlangt, daß alle Klassenschronken niedergelegt werden, die tüchtige Mönner aus der Arbeiterklasse daran hindern, im englischen diplomatischen Dienst tätig zu sein. Was sagen eigentlich Bevin, Morrisen und die anderen Konzessionsschulzen der Labour Pario, die sich von den Plutokraten unter Churchill mit hohen Gehältern aushalten lassen, zu dieser Ansicht, die den englischen Klassenstagt, wie er heute besteht, zum Tode verurteilt? Im übrigen läßt der Herzenswunsch des Daily Herald nach„Niederlegen aller Klassenschranken“ erkennen, daß man sich in England in der höchlten Rot auch in dieser Beziehung den verhaßten Nationalsozalismus zum Vorbild nimmt. Natürlich wagt mon dem englischen Vost nicht zu sagen, daß das, wag mon ihm els Zukunftsideal ausmalt, in Deutschland längst Birklichteit it. Englische Bomben auf Marseille Neues ungeheuerliches Verbrechen Churchills— 20 Bomben auf die hellerleuchtete Stadt— Tote und Schwerverletzte Shurasia stegr inn Tagen Erfundene Bomben auf Berlin, aber Zerstörungen in England— Flugzeugindustrie hart getroffen Halifax soll nicht im Amt schlafen Drei Badezimmer für den britischen Außenminister— Aufschlußreiche Randbemerkungen des Daily Herald 2 MFA — Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 25. November 1940 Westfälische Tageszeitung 4 M fAtlt Vem Giur seiner Sehne uneesuhritren. Erklärung Dr. Tukas nach der Unterzeichnung des Beitritts zum Dreimächtepakt—„Ein Akt von großer “ Berlin, 24. November. Nach der Unterzeichnung des Protokolls über den Beitritt der Slowakei zum Dreimächtepakt, über die wir an anderer Stelle berichten, gab Ministerpräsident und Außenminister Professor Dr. Tuka im Namen der slowakischen Regierung folgende Erklärung ab: „Dieser Akt ist für uns Slowaken von großer historischer Bedeutung. Wir wurden formell von dem Kreis jener großen Nationen ausgenommen, die im Dreimächtepakt vereint sind. Diese Großmächte setzten sich als Ziel, eine neue bessere Ordnung zu schaffen, die Verbreitung des Krieges zu vermeiden und einen gerechten und darum dauernden Frieden zu schaffen, der allen Nationen ihre Rechte im eigenen Lebensraum sichern soll. Besonders wir Slowaken wissen diese hohen Ziele zu schätzen, da wir selbst seit langem einen harten Kampf um das Lebensrecht unseres Volkes und seine Anerkennung als gleichberechtigtes Glied der Völkergemeinschaft geführt haben. In diesem schweren Kampf haben wir einen großen Freund in der Person des Führers gefunden, dessen volles Verständnis und Tatkraft uns zum endgültigen Siege verholfen hat. Das slowakische Volk hatte Gelegenheit, durch die Tat zu beweisen, daß es sich die Grundsätze des Dreimächtepaktes zu eigen machte, als es sich vor einem Jahre mit der Waffe in der Hand an die Seite der deutschen Soldaten stellte. Also hat das slowakische Volk seinen Beitritt zu der grundlegenden Idee dieses Paktes bereits mit dem Blut seiner Söhne unterschrieben. Eigentlich bestätigte ich diesen Pakt heute nur mehr nachträglich mit der Feder. Auch hat das slowakische Volk seine Entschlossenheit, an der Verwirklichung der Neuordnung mitzuarbeiten, kundgetan, als es unter den ersten mit dem„Aufbau seiner staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung auf nationalsozialistischer Grundlage begonnen hat. Heute, in diesem Augenblick, wurde das dokumentarisch festgelegt, wovon ich lange Jahre in der Gefängniszelle geträumt habe, wofür unsere Besten gearbeitet und unsere Soldaten und Gardisten ihr Blut vergossen haben. Ich bin glücklich, daß ich in diesem so bedeutungsvollen Augenblick den Gruß des slowakischen Volkes dem großen deutschen Volke, seiner siegreichen Wehrmacht und seinen Freunden Italien und Japan übermitteln kann. Es lebe der Führer und seine großen Verbündeten!“ * Ministerpräsident und Außenminister Professor Dr. Tuka war mit den Herren seiner Begleitung am Sonntag um 10.40 Uhr im Sonderzug auf dem mit den Fahnen der Slowakei festlich geschmückten Anhalter Bahnhof eingetroffen. Der slowakischen Delegation, die mit Dr. Tuka in der Reichshauptstadt ankam, gehören der Chef des slowakischen Propagandaamtes Murgas, der Leiter der politischen Abteilung im slowakischen Außenministerium, Ingenieur Mracna, der Leiter der Protokollabteilung im slowakischen Außenministerium Dr. Radlinsky und der persönliche Adjutant des Ministerpräsidenten, Farkas, an. Der slowakische Gesandte in Berlin, Cernak, war dem Ministerpräsidenten bis an die deutsche Grenze entgegengefahren. Nachdem der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop den slowakischen Gast auf das herzlichste willkommen geheißen hatte, begrüßte Ministerpräsident Dr. Tuka die zu seinem Empfang erschienenen Vertreter des nationalsozialistischen Staates, der Partei und der Wehrmacht sowie die Mitglieder der slowakischen Gesandtschaft in Berlin, den Königlich=rumänischen Gesandten Grecianu und den Königlich=italienischen Geschäftsträger Botschaftsrat Zamboni. Man sah Generalfeldmarschall Keitel, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Reichspressechef Dr. Dietrich. Reichsminister Dr. Lammers,=Obergruppenführer Heißmeyer, General der Polizei Daluege, den Kommandanten von Berlin, Generalleutnant Seifert. Vom Auswärtigen Amt waren erschienen: der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes von Weizsäcker, die Staatssekretäre Bohle und Keppler, Botschafter Ritter, die Unterstaatssekretäre Woermann und Gauß und der Leiter der wirtschaftspolitischen Abteilung Ministerialdirektor Wiehl mit weiteren leitenden Beamten des Auswärtigen Amtes. Nach der Begrüßung schritt der slowakische Ministerpräsident mit dem Reichsaußenminister die Front der vor dem Bahnhof angetretenen Ehrenkompanie der Wehrmacht ab. Sodann geleitete Reichsaußenminister von Ribbentrop den slowakischen Ministerpräsidenten zum Gästehaus der Reichsregierung, Schloß Bellevue, wo der Chef der Präsidialkanzlei des Führers, Staatsminister Dr. Meißner, die slowakischen Gäste empfing. bis zum Sieg“ Eine Botschaft der Legionäre an den Führer Berlin, 23. November. Während eines Empfanges beim Führer anläßlich der Anwesenheit des rumänischen Staatsführers General Antoneseu in Berlin verlas der rumänische Arbeitshistorischer Bedeutung für die Slowakei“ minister Janseinski im Namen des Kommandanten der Legionärbewegung, Horia Sima, folgende Botschaft an den Führer: „Im Namen des Kommandanten der Legionärbewegung, Horia Sima, der in vollem Einverständnis mit dem Conducator des Staates und des legionären Rgimes, General Jon Antoneseu, arbeitet, begrüße ich Sie mit„Sieg Heil!“. Bei dieser Gelegenheit erlaube ich mir, daran zu erinnern, daß unser Beitritt zum Dreierpakt der nationalen Revolutionen für die Legionärbewegung nur eine Formsache ist, weil sie tatsächlich schon selt vier Jahren, durch den Entschluß unseres „Capitan" beigetreten ist. Für diese Haltung sind die Besten unserer Kameraden gefallen, an der Spitze mit unserem Capitan, Corneliu Codreanu. Die ganze Zeit hindurch hat sich die legionäre Bewegung immer an der Seite Ihrer Leiden und Freuden gefühlt im großen Kampfe, den Sie gegen den gemeinsamen Feind, die jüdische und verjudete Plutokratie, geführt haben. Der nationalsozialistische Sieg ist von Anfang an durch das Wort unseres„Capitan“ am 23. April 1933 in Radauti(Bukowina) als erlösend für eine neue europäische Ordnung und für die arische Zivilisation begrüßt worden. Die legionäre Bewegung ist dadurch, daß sie der Erde des rumänischen Mutterlandes Hunderte und Tausende von Märtyrern anvertraut hat, eine Gewähr dafür, daß sie ihren Siegeszug jahrhundertelang gegen alle offenen und verborgenen Feindschaften sortsetzen wird. Die legionäre Bewegung ist stark durch ihr Recht und das Recht des rumänischen Volkes, welches zu neuer Kraft erhoben werden will. Der Capitan hat uns durch sein Testament befohlen, daß wir den Kampf an der Seite Deutschlands und Italiens bis zum totalen Sieg führen sollen. Die legionäre Bewegung steht wie ein Mann zu ihrem Wort und bleibt treu bis in den Tod.“ Legionäre bei Rudolf Berlin, 24. November. Der Stellvertreler des Führers empfing am Sonnabendnachmittag den Besuch einer Abordnung der rumänischen Legionärsbewegung, die in Begleitung des rumänischen Staatschefs, General Antoneseu, nach Berlin gekommen ist. Der Führer der Abordnung. Legionärskommandant Minister Jascinski, überbrachte dem Stellvertreter des Führers die Grüße Horia Simas und gab in herzlichen Worten der Verbundenheit der Legionärsbewegung mit der Nationalsozialistischen Partei Ausdruck. Die Legionäre Codreanus hätten ebenso wie die RSDAP in hartem Ringen die Macht erkämpfen müssen und sähen in diesem gleichen Schicksal ebenso eine sichere Grundlage Rom, 24. November. Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonntag hal folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: An der griechischen Froni versuchte der Feind vergebens, die Bewegung unserer Truppen zu behindern, die sich planmäßig fortsetzt. In der Nähe von Pantelleria ist ein Flugzeug des Blenheimtyps von unseren Jägern erreicht und in Ilammen abgeschossen worden. Im Verlauf eines Offensivfluges über Malia haben unsere Jagdflugzeuge den Feind zum Kampf gestellt und sechs seindliche Flugzeuge brennend zum Absturz gebracht. Anschließend hat eine unserer Bomberformationen die Flughäfen von Miccaba und Hal Far angegriffen, wobei Volltreffer erzielt wurden. Alle unsere Ilugzeuge sind zurückgekehrt. Im Agäischen Meer sind seindliche Segelschiffe von unseren Fliegern in der Nähe der Insel Samos bombardiert und in Brand gesteckt worden. Unsere leichten Marineeinheiten haben ein Schnellboot und einige feindliche Minenleger angegriffen und getroffen. Alle unsere Einheiten sind unbeschädigt zurückgekehrt. In Ostafrika haben feindliche Panzerabteilungen El Galo(Kenia) angegriffen. Sie wurden mit Verlust zurückgeschlagen. Ein feindliches Aufklärungsflugzeug wurde über Chisimaio von unseren Jagdfliegern abgeschossen. Die Besatzung wurde gefangen genommen. Feindliche Flugzeuge haben erfolglos Bomben bei Decamere abgeworfen. Die seindliche Lustwaffe hal der Freundschaft wie in der Gemeinsamkeit der Ideen eine feste Brücke zwischen den beiden Völkern. Rudolf Heß antwortet auf die Grußworte der Legionäre mit einer kurzen Ansprache, in der er den Heroismus würdigte, mit dem die Legionärsbewegung für ihre Ideale eingetreten ist und sie zum Siege führte. Er schloß mit einem Heil auf die Zukunft der legionären Bewegung des wiedererstandenen Rumänien. Reichseinheitliches Wasserrecht Abschluß der Jahreslagung der Akademie für deutsches Recht Eigener Bericht ol. München, 24. November. Den bedeutungsvollen Abschluß der Jahrestagung 1940 der Akademie für deutsches Recht bildete am Sonntag eine Tagung des Ausschusses für Wasserrecht im Berlin, 24. November. Der Außenpolitiker des Madrider ABC kommentiert den Beitritt Rmäniens zum Berliner Pakt und meint, daß damit nur ein bereits tatsächlich bestehender Zustand der Vorherrschaft der Achse in ganz Europa bestätigt werde. Der Berichterstatter der Falangezeitung Arriba betont, daß General Antoneseu durch seine Unterschrift unter den Dreierpakt seine persönliche Verantwortung für den neuen Kurs Rumäniens herausgestellt habe. Rumänien sei eigentlich erst jetzt ein wirklich freier Staat geworden. Bisher sei der Reichtum Rumäniens von den Engländern, Franzosen und Amerikanern ausgebeutet worden, während das rumänische Volk wie der sagenhafte König Midas in Gold gebissen habe, ohne satt zu werden. Der Amsterdamer Telegraaf schreibt u.., der Beitritt Rumäniens zum Dreimächtepakt müsse als ein weiteres Glied in der Kette betrachtet werden, die bei der Neuordnung der Welt im Sinne der Achsenmächte eine konstruktive Rolle zu spielen habe. Die Kopenhagener Sonntagsblätter berichten in großer Aufmachung über den Anschluß Rumäniens an den Dreimächtepakt. Die bei dieser Gelegenheit von General Antonescu und Reichsaußenminister von Ribbentrop gehaltenen Reden werden zusammen mit deutschen Pressestimmen ausführlich wiedergegeben.— „Nationaltidende“ schreibt, durch seinen Anschluß an den Dreimächtepakt nach den bitteren Erlebnissen der letzten Monate habe Rumänien einen großen Fonds von Vertrauen bei den Achsenmächten gesammelt. Durch seinen Anschluß sei die europäische Neuordnung in südöstlicher Richtung weiter vorgeschritten. einen Nachtangriff auf Turin und auf Ligurien durchgeführt und Bomben, Brandbomben und Leuchtraketen abgeworsen. Weder Opser noch Sachschaden. Eine stolze Bilanz Die bisherigen Leistungen der italienischen Luftwafse „3000 Tonnen Bomben in 700 Aktionen“ Rom, 24. November. Viktor Emanuel III. hat, wie alljährlich, die feierliche Sitzung der Königlich=Italienischen Akademie zu Beginn ihres 12. Arbeitsjahres am Sonntag auf dem Kapitol eröffnet. In der Eröffnungsansprache über das Thema„Fortschritte auf dem Gebiete des Flugwesens" erklärte der Akademiker General Crocco, daß die Theorien des italienischen Fliegergenerals Duhets in diesem Kriege, zum Beispiel bei der Bombardierung Londons und den Angriffen auf die britischen Geleitzüge, ihre Bestätigung gefunden haben. Die italienische Luftwaffe habe auf allen Kriegsschauplätzen, über den britischen Inseln, über Afrika und dem Mittelmeer, insgesamt 4 Millionen Kilometer und 12000 Stunden geflogen und in 700 Aktionen 3000 Tonnen Bomben abgeworfen. Von London bis hinunter nach Berbera, von der Nordsee bis zum Persischen Golf stehe die italienische Luftwaffe zusammen mit dem Heer und der Marine in der ersten Linie jenes bereits vor fünf Jahren vom Duce vorausgesagten Befreiungskampfes des italienischen Volkes und zeige sich durch ihren Heldenmut in diesem Kreuzzug würdig der römischen Tradition. großen Sitzungssaale des Münchener Rathauses. In seinen Ausführungen über die Grundzüge des neuen deutschen Wasserrechts legte der Vorsitzende des Ausschusses, der Dekan der rechts= und staatswissenschaftlichen Fakultät der Berliner Universität, Professor Gieseke, vor allem die Schwierigkeiten dar, die die Verschiedenheit der bisherigen 25 Wasserrechte nach sich zog. Reichsminister Cr. Frank nahm dann den von der Akademie für deutsches Recht verfaßten Entwurf des neuen Reichswasserrechts entgegen und gab ihn an den Reichsverkehrsminister Dr. Dorpmüller weiter. In seiner Ansprache wies der Reichsverkehrsminister auf die weittragende Bedeutung des Entwurfs hin und unterstrich die große Rolle, die das Wasser in wirtschaftlicher, kultureller und gesundheitlicher Hinsicht spielt. Außerdem tagte am Sonntagvormittag in Gegenwart des Reichsverkehrsministers Dr. Dorpmüller die Arbeitsgemeinschaft für Verkehrspolitik. Es wurden wichtige Verkehrsfragen der deutschen Großraumwirtschaft behandelt. Außerdem sprachen der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Professor Dr. Helander über „Imperium und Großraumwirtschaft verkehrspolitisch betrachtet", Staatssekretär Königs und Oberbürgermeister Professor Dr. Most(Duisburg) über Fragen der Binnenwasserstraßen in der deutschen Großraumwirtschaft, Reichsbahnpräsident Dr. Schmidt(Dresden) über„Neue Aufgaben der Eisenbahn in der deutschen Großraumwirtschaft" und Diplomingenieur Hoffmann über„Straßen= und Kraftverkehr im großdeutschen Raum“. Die Newyorker Presse meldet in großen Schlag. zeilen den Beitritt Rumäniens zum Dreimächtepakt. Sämtliche Blätter bringen ausführliche Berliner Berichte über die Verhandlungen, enthalten sich aber jeglichen Kommentars. Der Berliner Bericht von„Associated Preß“ hebt lediglich hervor, daß die Achsensphäre damit tsef in den Balkan ausgedehnt worden sei. Von der argentinischen Presse werden die Nachrichten über den Anschluß Rumäniens an den Dreimächtepakt mit großen Überschriften an bevorzugter Stelle gebracht. Die Blätter berichten über das in Berlin unterzeichnete Protokoll und den Akt der Unterzeichnung und geben ausführlich die Rede des Reichsaußenministers von Ribbentrop und Antoneseu wieder.„La Razon“ bringt auf der ersten Seite die Bilder der beiden Staatsmänner sowie eine Landkarte des Balkans mit der darin eingezeichneten Vergrößerung der totalitären Einflußzone. Eindeutige Erklärung de Valeras Irland will unter keinen Umständen in den Krieg hineingezogen werden Stockholm, 24. November. Nach einem von Dagens Nyheter am heutigen Sonntag wiedergegebenen United=Preß=Bericht aus Dublin erklärte de Valera, daß Irland alles tun würde, um zu vermeiden, in den Krieg hineingezogen zu werden. Irland werde unter keinen Umständen die Flottenstützpunkte an England zurückgeben, die es erst vor zwei Jahren erworben habe. Er habe zwar Verständnis für die Lage Englands, aber die irische Regierung müsse in erster Linie die Interessen Irlands wahren. Irland könne nicht wie England täglich 10 Millionen englische Pfund für die Rüstung ausgeben. Mit Entschiedenheit wies de Valera in dieser Erklärung darauf hin, daß Irland auch nicht in der Lage sei, die irischen Häfen an England etwa in der Art auszuliefern, wie England an die Vereinigten Staaten Flotten= und Flugstützpunkte überließ.„Wir werden keine Maßnahmen ergreifen, die irgendwie Veranlassung sein können, daß Irland in den Krieg hineingezogen wird", erklärte de Valera nach dieser United=Preß=Meldung wörtlich. Japan auf der Wacht Auffällig große Vollmachten des britischen Oberbefehlshabers in Singapur Tokio, 24. November. Zu der am 13. November erfolgten Übertragung des Oberkommandos der gesamten britischen Streitkräfte in Fernost an den britischen Oberbefehlshaber in Singapur berichtet Domei aus Hanoi, daß die Vollmachten des neuen Oberbefehlshabers auffällig groß seien, da ihm die gesamten Fernostgebiete einschließlich Burma und Hongkong unterständen. Außerdem stehe ihm das Recht zu, unabhängig von der Heimatregierung direkte militärische Verhandlungen mit den Fernoststaaten durchzuführen. Das neue Oberkommando Singapur sei sieberhaft bemüht, seine Position gegenüber Japan zu verstärken und habe als erste Maßnahme vor allem die dortigen Luftstreitkräfte ausgebaut. Außerdem sei die Schaffung einer direkten Luftverbindungslinie England— Aegypten—Indien—Singapur geplant. Auch die australischen und indischen Truppeneinheiten in Singapur seien in der letzten Zeit auf ein Höchstwaß verstärkt worden. Cssenstestag uder Kraita Acht feindliche Flugzeuge von italienischen Jägern abgeschossen „Kumättien=erst sehr freier Staat Weitere Pressestimmen zu Rumäniens Anschluß an den Dreimächtepakt Umwege des Herzens R OMAN VON H. G. HANSEN (27. Fortsetzung und Schluß.) Sie ging still aus dem Zimmer. Frau'Oleron flüsterte ihrem Sohn zu:„Ich glaube, Richard, daß er über das Schlimmste hinweg ist. Paß auf, heute abend stimmen wir ihn noch um, und er bleibt auf seinem Posten.“ „Ich weiß das noch nicht so bestimmt, Mutter. Hannes hat einen fürchterlich dicken Kopf, der nicht leicht nachgibt. Ich habe sogar Angst, daß er die Deputation überhaupt nicht anhört.“ „Er wird eben überrumpelt.“ Um halb acht trafen die beiden Anwälte ein. Koßmann begrüßte sie unbefangen, und sie gingen alle zu Tisch. Kaum war das Essen beendet, als sich Justizrat Hirte erhob. „Lieber Herr Koßmann! Meine Worte gelten Ihnen allein, deshalb nenne ich nicht einmal die Damen in meiner Anrede. Unsere Glückwünsche haben Sie heute mittag schon empfangen. Seien Sie nochmals versichert, daß wir alle uns mit Ihnen freuen, und für die Genugtuung danken, die Ihnen geworden ist. Gestern abend war ich, wie Sie schon von mir in der Verhandlung gehört haben. in einer Betriebsversammlung Ihres Werkes. Mich alten Mann hat das Erlebnis bis zu Tränen gerührt. Ich gäbe wer weiß was darum, wenn ich eine solche Summe von Treue, Liebe und Anhänglichkeit mir im Leben hätte erwerben können. Es war ein Sturm von dreitausend Herzen für Sie. Ein einziger Schrei kam von allen Lippen, der Ihnen, dem Gefolgschaftsführer galt.“ Hirte griff neben seinen Stuhl und entnahm seiner Aktentasche eine Bündel Papiere.„Hier habe ich einen Brief für Sie, der die Unterschriften von dreitausend Männern und Frauen Ihrer Fabrik trägt. Wenn Sie diese gläubigen und treuen Menschen jetzt enttäuschen, Herr Koßmann, dann habe ich das letzte Wort mit Ihnen gesprochen und bedaure für den Rest meines Lebens, jemals für Sie plädiert zu haben. Ich lese den Brief jetzt vor" Langsam und mit ausdrucksvoller Betonung verlas er die Treuekundgebung und die damit verbundene Bitte. Koßmann hörte aufmerksam zu. Anfangs zeigte er einigen Unwillen. Dann wurde sein Gesicht weicher. Die harten Winkel neben dem Mund verschwanden wie die Falten in der Stirn. Die Augen röteten sich etwas und wurden trübe von den salzigen Tropfen, die er nicht mehr zurückhalten konnte. rr tti..i. Hirte kam zu Ende mit seiner Verlesung.„Ich übergebe Ihnen diesen Brief und die dreitausend Unterschriften dazu, Herr Koßmann, und mache mich zum Sprecher Ihrer Leute.“ Er reichte seinem Klienten das Bündel mit den Namenslisten über den Tisch.„Lassen Sie sich ein Buch daraus machen in bestem Leder und mit Gold beschlagen. Es ist die größte Auszeichnung, die ein Betriebsführer erhalten kann.“ Ehe Koßmann in der Lage war, etwas zu erwidern, ging Frau'Oleron zur Tür. Sie öffnete und ließ sechs Männer eintreten. Es waren Mitglieder des Verkrauensrates in Begleitung von Direktor Wissel. „Hier, Hannes, kommen die Männer, die dich nicht weglassen wollen“ Koßmann sprang überrascht auf. Er fühlte sich überrumpelt und hatte Neigung zu einem zornigen Ausbruch. Als er aber auf die verlegenen Gesichter, die voll rührender Bitte auf ihn gerichteten Augen, die schwieligen Fäufte seiner Männer sah, verflog sein Arger wie Spreu vor dem Winde. „Na, was bringen Sie?“ Er trat auf die Gruppe zu. Wissel ergriff das Wort.„Wir wollen uns persönlich die Antwort auf unseren Brief holen, Herr Koßmann.“ Ein Lächeln überflog das Gesicht des Fabrikanten Es barg Stolz, Leid, Glück und Angst vor der Zukunft in sich.„Es geht nicht, es geht wirklich nicht.“ Seine Stimme war fast tonlos. Da schob sich aus der Gruppe ein untersetzter Mann mit gebeugtem Rücken und derden Fäusten, denen man ein Leben der Arbeit ansah. Er hatte ein scharf geschnittenes Gesicht und einen energischen Blick. „Ich bin nur ein einfacher Schlosser, Herr Koßmann. Niemals habe ich Ihnen bis jetzt widersprochen, aber heute tue ich es auf die Gefahr hin, daß Sie mich rauswerfen, obwohl ich schon seit sechsundzwanzig Jahren im Betrieb bin, die Kriegszeit auch mit gerechnet. Der Herr Justizrat hat uns erzählt, wie er und Frau'Oleron Sie überreden wollten, und daß er Ihnen gesagt hat, es wäre Fahnenflucht, die Fabrik und uns im Stich zu lassen. Zu meinen Kameroden habe ich gesagt: Unser Hannes Koßmann tut so etwas nicht. Ich habe ein halbes Jahr mit ihm in derselben Kompanie gestanden, ich als Gefreiter, unser Herr Koßmann als Leutnant. Damals war der Leutnant Koßmann der tapferste Offizier im Vataillon und hat nach einer Bewaltpatrouille ganz allein in der Nacht zwei Kameraden aus dem Drahtverhau der Franzosen zurückgeholt, die dort verwundet liegengeblieben waren. Und so war er auch immer nach dem Kriege und in den schweren Jahren und jetzt, wo wir wieder mit Volldampf arbeiten. Nein, der Herr Koßmann geht nicht von uns. Aber wenn Sie es doch tun, Herr Koßmann, dann strafen Sie einen ehrlichen Mann Lügen. Dann verraten Sie Ihren Vater, die Fabrik, die Arbeitskameraden und sich selbst. Das wäre Fahnenflucht. Aber das tun Sie doch nicht, Herr Koßmann.“ Der Arbeiter streckte ihm die Hand hin. Koßmann hatte ihn ernst angesehen, während der Arbeiter erregt sprach. Er zögerte einen kleinen Augenblick, dann schlug er ein.„Abgemacht, Barthel, so lange wir noch gehen können, bleiben wir zusammen im Werk. Das könnt ihr den Kameraden sagen, wenn sie es hören wollen.“ Jetzt hielten sich die anderen Männer auch nicht mehr zurück. Sie standen in dichtem Ring um Hannes Koßmann, quetschten ihm die Hände, daß sie rot anliefen und waren in Versuchung, Hurra zu schreien. Einer entfernte sich so weit von allem Respekt, daß er seinem Chef kräftig auf die Schulter schlug. Koßmann schien es gar nicht zu bemerken und stand mit glückstrahlendem Gesicht zwischen seinen Leuten. „Draußen im Werk sind sie alle versammelt, auch die keine Schicht haben“, nahm Wissel das Wort.„Wollen Sie selbst zu den Leuten sprechen?" „Nein, lieber Herr Wissel, das nun doch nicht. Ich freue mich über die Liebe, die mir entgegengebracht wird, aber mich zum Gegenstand einer Huldigung machen, darauf käme es wohl hinaus, das kann ich wirklich nicht. Dafür verspreche ich aber, daß meine für den Fall des Todes bestimmte Stiftung schon jetzt in Kraft gesetzt wird. Und am kommenden Freitag lassen Sie bitte allen Gefolgschaftsmitgliedern einen vollen Wochenlohn gesondert auszahlen. Außerdem gibt es im nächsten Jahre für jeden als Besonderheit eine Woche länger Urlaub. Bitte, teilen Sie das der Belegschaftsversammlung mit.“ „Dann schnell hinfahren.“ Der alte Arbeiter hatte wieder das Wort ergriffen. Ich habe keine Ruhe, bis die andern das wissen.“ Sie verabschiedeten sich schnell, aber doch gründlich, erhielten sogar von Frau'Oleron Händedrücke und besondere Dankesworte, die ersten, die die alte Frau in ihrem Leden mit schwieligen Arbeitern tauschte. Ihrem Lächeln nach empfand sie das aber als besondere Freude. Eine Stunde später verabschiedeten sich auch die beiden Anwälte und ließen die Familienmitglieder allein. Gitta Koßmann saß in einer Ecke hald verborgen und nahm an dem Gespräch nicht tell. Um die letzte noch offenstehende Frage zu klören, damit der neue Tag keine Zweifel mehr vorfände, schnitt Frau'Oleron mutig das heikle Thema an. „Ist es dir recht, wenn ich meine Tochter morgen mitnehme? Sie kann bei mir in Werder wohnen, bis der Scheidungsprozeß erledigt ist und sich dann einen eigenen Wohnsitz suchen.“ Koßmann sah auf und zeigte ein ruhiges Gesicht. „Liebe Mutter, ich habe in den Wochen der Haft sorgsam überlegt, was ich nach Wiedererlangung meiner Freiheit tun müsse. Verbohrt in die Einseitigkeit meiner Auffassungen, bin ich bis in die Gerichtsverhandlung hinein einen Weg gegangen, der starrsinnig und ohne Kompromiß mir als eines Mannes einzig würdig erschien. Heute muß ich gestehen, daß ich mich in vielem geirrt habe.“ Er senkte den Blick und sprach leise weiter. Es ist schwer, Irrtümer zu gestehen, aber es ist nicht minder würdig und mannhaft, als sogenannten Grundsätzen treu zu bleiben, vielleicht noch mannhafter. Meine Arbeiter haben mir die größte Lehre erteilt. Sie stehen dem Leben näher als wir, die wir selbst aus unserer praktischen Arbeit zu leicht eine Theorie machen. Was war es doch für ein irrsinniger Gedanke, ganz allein, ohne Gesetz und mit einem selbsterfundenen Recht Vergeltung zu suchen? Ich will ja nicht sagen, daß ich unehrenhaft gehandelt habe, das nicht, aber es war doch verkehrt.“ Frau’Oleron strich ihm liebevoll mit der Hand über das Haar, um die Erschütterung des Mannes zu beschwichtigen. Aber er fuhr in dem Bekenntnis seiner neuen Erkenntnisse fort:„Ich wollte um meiner selbst, um meines, eigenen kleinen Lebenskreises mein ganzes Werk aufs Spiel setzen, meins und das meines Vaters. Ich sah nur noch mich, und Egoismus ist wohl die größte Sünde, die man begehen kann. Verstehst du das?“ Sie nickte nur und hatte nasse Augen dabei.„Egoismus ist es immer, wenn man sich selbst für wichtiger hält als die Umwelt, als die Familie, den Beruf, das Volk. Man darf nicht so handeln, als sei man allein da und nicht zwischen einer Gemeinschaft nur ein kleines Glied. Deshalb habe ich der Bitte meiner Arbeiter nachgegeben. Was bedeutet schon mein persönliches und privates Erleben, wo es um viel Größeres geht? Jetzt hast du wegen Gitta gefragt. Mutter, es ist die gleiche Problemstellung, die alles andere in mir hat aufkeimen und wuchern lassen. Sie ist schuldig, das will ich nicht verkennen, aber din ich denn ohne Schuld? Mußte ich als der Stärkere von uns beiden nicht meiner Frau helfen? Vielleicht werden alle, du mit, mich verachten, wenn ich mich von Gitta nicht trenne. Es ist ja ein Schlag gegen alles, was ich bisher vertreten habe. Aber ich will es nicht mehr. Sie hat gefehlt, ich habe gefehlt. Sie ist aber meine Frau, die Mutter meiner Kinder und ich bleibe ihr Mann, mögen einzelne daran Nummer 324 25. Novem „Volltreffer auf Potsdamer bechchet Debei haben die Beilen Berlin nicht einmal erreicht * Berlin, 24. November, Der Londoner Rundfunk gibt in einer Sendung an Sonntagnachmittag in englischer Sprache die Darstet. lung eines Luftangriffs der britischen Lustwaffe in der Nacht vom 23. zum 24. November auf Berlin, die nach jeder Richtung frei erfunden ist. Es wird behauptet, daß auf dem Güterbahnhof Putlitzstraße und Lehrter Bahnhof große Feuer entfacht wurden. Auf dem Eisenbahngelände zwischen dem Potsdamer und Anhalter Bahnhof seien über 1000(!) Brandbomben abgeworfen worden, und beim Abwersen von Sprengbomben anschließend an die Brandbomben sei ein direkter Volltreffer auf dem Potsdamer Bahnhof erzielt worden. Demgegenüber wird amilich sestgestellt, daß in der Nacht vom 23. zum 24. November kein einziges englisches Flugzeug Berlinerreicht hal und daß demgegenüber auch keine einzige Bombe auf Berliner Gebiet geworsen wurde. Die Flugzeuge, die sich in Richtung Berlin bewegten, haben sämtlich auf das wirkungsvolle Abwehrseuer der Ilakartillerie hin abgedrehl, bevor sie die Stadtgrenze der Reichshaup“.erreichten. Tod um Englands Küsten Von unserem ständigen Vertreter hwr Stockholm, 25. November. Die englischen Handelsschiffe„Blairesk"(3300 BRT) und„Tymerie“(5200 BRT) sind nach englischer Meldung ungefähr 400 Seemeilen vor der irischen Küste von deutschen=Booten versenkt worden. Ein schwedisches Schiff, das sich offenbar in dem gleichen englischen Geleitzug befand, der Dampfer„Anten“(5200 BRT) hat die Überlebenden aufgenommen, ist aber selbst beschädigt und treibt in östlicher Richtung. Nach späteren Meldungen soll die„Anten“ ebenfalls torpediert worden sein und SOS=Signale ausgesandt haben. Dekanosow Botschafter der UöSen in Berlin Berlin, 24. November. Der Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten hat den Botschafter der UdSSR in Berlin Schkwarzew abberufen und den bisherigen stellvertretenden Volkskommissar des Außern, Dekanosow, zum Botschafter in Berlin ernannt. Neuer USR-Botschafter in dichy Von unserem Lg.-Berichterstatter. Bichy, 24. November. Die Regierung der Vereinigten Staaten hat bei der französischen Regierung um das Agreement für die Ernennung eines neuen amerikanischen Botschafters nach. gesucht. In politischen Kreisen in Frankreich hat man in den letzten Tagen viel herumgeraten, wer der neue Botschafter sein werde, nachdem es klar geworden war, daß der bisherige Botschafter Bullitt sich als unverantwortlicher Kriegshetzer praktisch schon seit Monaten für die weitere Führung dieses Amtes unmöglich gemacht hatte. Die Wahl fiel auf den persönlichen Freund Roosevelts, den Admiral Leahy, ehemals Oberbefehlshaber der amerikanischen Flottenstreitkräfte in Frankreich. In politischen Kreisen in Vichy ist die Tatsache, daß Roosevelt einen seiner guten Freunde für diesen Posten auserwählt hat, mit Genugtuung ausgenommen worden. Man spricht jedenfalls die Hoffnung aus, daß diese persönlichen Bande Leahys zu Roosevelt günstigen Einfluß auf die Bemühungen der französischen Regierung ausüben werden, den Vereinigten Staaten die neue Situation und die neuen Aufgaben Frankreichs in Europa verständlich zu machen. In Kürze Reichsführer 4 und Chef der Deutschen Polizei, Himmler ist vom italienischen Regierungschef Mussolini zu einer herzlich verlaufenen Unterredung empfangen worden. Er hat inzwischen die italienische Hauptstadt wieder verlassen. Reichsführer 1# Himmler hat während seines kurzen Aufenthaltes in Rom auch dem italienischen Außenminister Graf Ciano, ferner Parleisekretär Minister Serona, den Ministern Tassinari und Ricci sowie Unterstaatssekretär Buffarini Besuche abgestattel. Fünf ehemalige indische Minister, unter ihnen die früheren Ministerpräsidenten von Bombay und den Zentralprovinzen, sind nach einer Meldung aus Bombay verhaftet worden. Verlas: Westfälische Tageszeilung G. m. b.., Münater 1 Weail.). Verlagsleiter: Erich Frintrop(z. 21 im Felde). 1. V. Arthur Petsch. Hauptschrittleiter: Dr. Anion Elckholl(z. 21 im Felde): Stellvertreter Karl Kuhl. Verantwortliche Schriltleiter: Politik: Karl Kuhl: Politische Nachrichten und Vermischtes: Dr. Eugen Wagner: Bewegung und Provinz: Mar Hiemisch(z. 21. im Felde). 1. V August Hollwes: Volkstum. Kuost und Unterhaltung: Wilbeim Vernekohl, Stadtanzeiger: Peter Jurascheck: Kommunalpolitik: 011o Peller (z. 2t im Felde): Sport: Allred Strobel(s 21 im Felde), I. V Peter Jurascheck: Bezirksausgaben und Bildbericht: erstattung: Clemen- Hülsbusch: Anzeisenleiter: Horet Enter(2 Z1. Wehrmacht). 1 V Hene Wollmaler. Sämtlich in Mönster. Druck: Aschendorlische Buchdruckerei. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 1 vom 1. Juli 1940 gültig. Nur:2(:0 In den fünf Gauklasse, die am vermochten sich durchzusetzen, und Borussia Dortmun Das 91. Ortstre Bielefeld endete weißen. Große marten. Englich ihren ersten Punk Gelseng. Gelsenki F Schalke 04 Borussia Dortmu BfB Bielefeld Arminia Bielefe! So Vag Röhlingh DSC Hagen Westfalia Herne VfL Bochum 48 Union Gelsenkire Preußen Münster Arminia Martei OSC Hage Das Ende der Hagen verlegte### deutschen Meister Hagener Sportger Zuschauer wollten schaft spielen seher stärksten Mann durchaus verdiente der Pause sicherge sein gewohntes Ki „klebten“ einfach a Spielraum. über Kunst aufbieten, u ner Abwehr, vor hüter Engel, leiste anderen Seite wi Kampfkraft sehr g fährlichen Torjäger men ließ und ande Bestform erreichter Schalke spielte Schweißfurth: Fi Szepan, Burdenski Arminia Marl Neun Spiele zu ihren ersten 1 gelang dem Tabden VfL Bochum im Rückstand lag einen Treffer auf der Strecke blieb. veränderter Aufst Marten den gute ohne Trawny ant Union Gelsenkirch Wenn auch 1 währten Torhüter an dem verdient Borussen nichts ge sich ausgezeichnet Höhe und vor all nicht zu überbieter schönen Erfolg hat Tore auf sein Kor Spog. Röhlingho Vor 2500 Zu senkirchen am Sieg. obwohl de gute Kräfte wie verzichten mußte deren Seite mit ler l auch einige ten schon in der BfB Bielefeld Als in der 8 Verteidigung sp und ausscheiden den Kampf gegen Spielern durchzufi leistung der Rot=Y nicht entmutigen mit einem verdien Die G Preußen Mün kirchen— Westfal Bielefeld, ArminiBfL. Bochum 48 Pokatti Mit ziemlie das Abschneide den Tschammer Olympiastadio und der Dr ihre Spiele jer die Feststellun Klub noch der Ergebnisse mi Beide Mannsa greiflichen Gr ihnen ihre Ge Der DS ten BfB Glau DSC ohne He mäßig und ze Der 1. F schem Boden se Kickers erst in Bis zur Pause Kritk üben. Es ist besser zu verzeihen als nachzutragen.“ Aus einem Winkel drang Schluchzen an das Ohr Koßmanns. Er sah dorthin und erblickte seine Frau. Sie saß zusammengesunken, das Gesicht auf die verschränkten Arme gelegt. Schwerfällig stand Hannes Koßmann auf und trat zu ihr.„Gitta, wir wollen nicht mehr rechten miteinander. Unsere Ehe war lange ein schwerer Irrtum. Die Schuld liegt wohl bei uns beiden gemeinsam. Willst du es noch einmal versuchen? Wir haben noch so viele Jahre vor uns.“ Sie richtete sich auf und sah ihn erst ungläubig, dann strahlend an.„Hannes!“ Ein Jubellaut brach aus ihrer Kehle.„Mein Hannes. Ich werde dir dafür immer danken.“ „Nicht so, Gitta. Zu danken haben wir nicht uns, sondern dem Leben und den Menschen um uns, die uns beide lehrten, daß wir geirrt haben. Wie hochmütig ist es doch, nur in sich selbst Recht oder Unrecht zu suchen. Das war dein und mein Unrecht. Das Geschick ist uns gnädig gewesen Jetzt müssen wir die Hand fassen, die es uns entgegenstreckt. Du bist nicht allein und ich nicht. Wir stehen zusammen. Und zu uns gehören unsere Kinder. Das sind wir, Gitta, wir inmitten einer großen Gemeinschaft, die es nicht duldet, daß wir eigene Wege gehen.“ „Ja, Hannes. Und glaubst du auch, daß ich immer nur dich lieb gehabt habe? Daß ich nur in die Irre ging, weil ich dabei weniger an dich als an mich selbst gedacht habe?“ „Der Egoismus der Liebe ist der verbreitetste Egoismus, wie ich glaube, aber dafür bleibt er doch ebenso falsch wie jede andere seiner Formen. Ich habe dich ja auch lieb gehabt, von Anfang an und immer bis heute, am meisten als ich darunter am schwersten litt...“ Sie sahen sich an und neigten sich zueinander. So hielten sie lange Zeit still, um dem Schlagen ihrer Her“ zen zuzuhören, die im gleichen Rhythmus gingen. Erzählte Kleinigkeiten Ein Dichter,, dessen Werke sich keines übermäßig irken Absatzes rühmen konnten, hatte in einer Gesellaft aus seinen Büchern vorgelesen. Man dankte ihm mit starkem Beifall. Der Gastgeder elt zum Schluß eine Rede auf ihn, die mit den sorten endete: „Unser lieber Dichter soll leden!“ „Mir ist nur unklar, wovon!“ bemerkte der 08 Münste konnte au 2) MFA — Mikrotilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. hi einmal erreicht 24. November, einer Sendung am prache die Darstel. n Luftwaffe in der auf Berlin, die nach Es wird behauptet, straße und Lehrter n. Auf dem Eisenmer und Anhalter bomben abgeworfen Sprengbomben anein direkter Vollerzielt worden. stgestellt, daß in der kein einziges erreicht hal und zige Bombe auf Die Flugzeuge, die ben sämtlich auf das kartillerie hin abge. er Reichshaup““.Küsten Vertreter u, 25. November. „Blairest“(3300 sind nach englischer i vor der irischen senkt worden. Ein ir in dem gleichen ipfer„Anten“(5200 mommen, ist aber er Richtung. Nach n“ ebenfalls torpeausgesandt haben. ister der erlin 24. November. värtige AngelegendSSR in Berlin id den bisherigen des Außern, Berlin ernannt. er in dichy erstatter. ), 24. November. Staaten hat bei der reement für die ErBotschafters nach. Frankreich hat man aten, wer der neue klar geworden war, t s i c h a l s u n v e r a n t n seit Monaten für unmöglich gemacht hen Freund Rooses Oberbefehlshaber in Frankreich. 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Ortstressen BsB Bielefeld gegen Arminia Bieleseld endete mit dem verdienten Siege der Rolweißen. Große Freude herrschte am Sonntag in marten. Englich gelang es der dortigen Arminia, zu ihren ersten Punklen zu kommen. Gelseng. Gelsenkirchen 9 FC Schalke 04 7 Borussia Dortmund 9 BfB Bielefeld 9 Arminia Bielefeld 8 SpVag Röhlinghausen10 DSC Hagen 10 Westfalia Herne 9 VfL Bochum 48 9 Union Gelsenkirchen 10 Preußen Münster 9 Arminia Marten 9 OSC Hagen— JC Schalke 04:2(:0) Das Ende der vergangenen Woche von Schalke nach Hagen verlegte Meisterschaftsspiel des DSC mit dem deutschen Meister hatte seine Anziehungskraft auf die Hagener Sportgemeinde nicht verfehlt. Rund 12.000 Zuschauer wollten auf dem Höing die Schalker Mannschaft spielen sehen. Schalke trat mit seiner derzeit stärksten Mannschaft an und erkämpfte sich einen durchaus verdienten:=Sieg, der allerdings erst nach der Pause sichergestellt werden konnte. Schalke konnte sein gewohntes Kreiselspiel nicht aufziehen, die Hagener „klebten“ einfach am Gegner und ließen ihm nur wenig Spielraum. Überhaupt mußten die Gäste ihre ganze Kunst aufbieten, um den Erfolg einzuheimsen, die Hagener Abwehr, vor allem der Läufer Vogel und der Torhüter Engel, leisteten ganz glänzende Arbeit. Auf der anderen Seite wurde der Hagener Angriff in seiner Kampfkraft sehr geschwächt, da einmal Tibulski den gefährlichen Torjäger Rodekamp nicht zur Entfaltung kommen ließ und andererseits die übrigen Stürmer nicht ihre Bestform erreichten. Schalke spielte in folgender Aufstellung: Klodt; Hinz, Schweißfurth; Füller, Tibulski, Gellesch; Eppenhoff, Szepan, Burdenski, Kuzorra, Kalwitzki. Arminla Marten— BfL Bochum 48:2(:1) Neun Spiele benötigte die Martener Arminia, um zu ihren ersten Punkten zu gelangen. Dieser Streich, gelang dem Tabellenletzten auf eigenem Platz gegen den BfL Bochum 48, der bei der Pause bereits mit:1 im Rückstand lag und in der zweiten Halbzeit nur noch einen Treffer aufholen konnte, so daß er mit:2 auf der Strecke blieb. Beide Mannschaften traten in stark veränderter Aufstellung an, so vermißte man bei Marten den guten Bäumker, während Bochum u. a. ohne Trawny antrat. Union Gelsenkirchen— Borussia Dortmund:5(:2) Wenn auch Union Gelsenkirchen ohne ihren bewährten Torhüter Jankowiak antreten mußte, so kann an dem verdienten:=(:=)Sieg der Dortmunder Borussen nichts geändert werden. Die Mannschaft fand sich ausgezeichnet zusammen, war technisch gut auf der Höhe und vor allem im Ausnutzen der Gelegenheiten nicht zu überbieten. Einen besonderen Anteil an diesem schönen Erfolg hat der Mittelstürmer Erdmann, der drei Tore auf sein Konto brachte. Spog. Röhlinghausen— Gelseng. Gelsenkirchen:3 Vor 2500 Zuschauern holte sich Gelsenguß Gelsenkirchen am Strathmannshof einen weiteren Sieg. obwohl der Tabellenführer diesmal auf so gute Kräfte wie Matzek. Kuster und Patermann verzichten mußte. Allerdings fehlten auf der anderen Seite mit Pywoda. Svieß. Ganski und Zeidler l auch einige bewährte Spieler. Die Gäste stellten schon in der ersten Halbzeit den Sieg sicher. BfB Bielefeld— Arminia Bielefeld:0(:). Als in der 8. Minute der für Düding in der Verteidigung spielende Wörmnan verletzt wurde und ausscheiden mußte, war der BfB gezwungen. den Kampf gegen Arminia vor 6000 Zuschauern mit 10 Spielern durchzuführen. Es war eine große Energieleistung der Rot=Weißen, die sich durch dieses Mißgeschick nicht entmutigen ließen und schließlich für ihren Eifer mit einem verdienten:0(:)=Sieg belohnt wurden. Die Gauklasse am 1. Dezember: Preußen Münster— JC. Schalke, Gelsenguß Gelsenkirchen— Westfalia Herne, Borussia Dortmund— BfB. Bielefeld, Arminia Bielefeld— Spyg. Röhlinghausen, BfL. Bochum 48— Union Gelsenkirchen. Pokaltinalisten enttäuschen Mit ziemlicher Anteilnahme wurde am Sonntag das Abschneiden der Teilnehmer am Endkampf um den Tschammervokal am 1. Dezember im Berliner Olympiastadion verfolgt. Der 1. FC Nürnberg und der Dresdner Sportclub gewannen ihre Sviele jeweils mit:0 Toren, es muß jedoch die Feststellung gemacht werden, daß weder der Klub noch der DSC trotz der zahlenmäßig hohen Ergebnisse mit ihren Leistungen überzeugt haben. Beide Mannschaften haben letzten Endes aus begreiflichen Gründen nicht voll ausgespielt, da ihnen ihre Gegner keineswegs alles abverlangten. Der DSC gewann gegen den Tabellenletzten BfB Glauchau zwar:0. aber der Angriff des DSC ohne Helmut Schön arbeitete höchst unzweckmäßig und zerfahren. Der 1. FC Nürnberg konnte auf heimischem Boden seine sechs Tore gegen die Würzburger Kickers erst in der zweiten Spielhälfte anbringen. Bis zur Pause wollte sich trotz aller Anstrengungen kein Erfolg einstellen. Besser klappte es dann aber in der zweiten Svielhälfte, als Gebhard mit dem Führungstreffer dann den Bann brach. Ungarns Mannschaft für Genua Zu dem Fußball=Länderkampf am 1. Dezember in Genua wird Ungarn folgende 15 Spieler entsenden: Tor: Csiskos und Boldiszar: Verteidiger: Pakozdi, Polgar, Toth, Biro; Läufer: Bela, Sarossi, Lazar, Balogh; Stürmer: Kinczes, Kovacs, Spielmann, Bodola, Dr. Sarossi, Gyetvai. Das im Anschluß für den 8. Dezember 1940 in Valencia geplante Länderspiel gegen Spanien ist auf einen späteren Termin verlegt worden. Ungarns letzte Berufs-Fußballvereine Der Abbau des Berufsspielertums im ungarischen Fußball hat nach der Ausschlachtung der früheren Geschätfsmethoden solche Fortschritte gemacht, daß Ungarns Fußball auch in den Ligaklassen heute vorwiegend von Amateurvereinen getragen wird. Einige früher bekannte Berufsspielervereine, wie Nemzeti, Taxi und Hungaria, sind ganz der Auflösung verfallen. In Budapest und Umgebung sind nur noch vier Vereine vorhanden, die Berufsspielermannschaften stellen, nämlich Ferenevaros, Uspest, Kispest und Gamma. Der Einfluß der Provinzvereine ist aber sehr viel stärker als früher, so daß die ungarische Hauptstadt die einstmals ganz überragende Stellung im Fußballsport des Landes nicht mehr besitzt. Ungarns Turnerinnen besiegten die Italienerinnen In der Musikakademie in Budapest kam es am Sonntag vor 2000 Zuschauern zu dem Frauenländer= kampf im Geräteturnen zwischen Ungarn und Italien. Die Ungarinnen siegten mit 170,35 Punkten gegen 167,45 Punkte der italienischen Gäste. Ungarn stellte auch mit Frau Gamauf bei 28,80 und Fräulein Czillik bei 28,60 Punkten die besten Einzelturnerinnen, dann erst folgte auf italienischer Seite mit 28,40 Punkten Elda Cividino. Um Wünsters Stadtmeisterschaft Preußen besiegt Post:0— Der Spitzenführer der 2. Klasse machte den Sieg schwer Den vom Meisterschaftsspiel freien Sonntag benutzten die Preußen, um im Rahmen der Spiele um die münstersche Stadtmeisterschaft das Rückspiel gegen die Post=SG Münster zum Austrag zu bringen. Wie nicht anders zu erwarten, konnten die Preußen sich durch einen:=Sieg erfolgreich behaupten und dadurch zugleich auch die führende Stellung in den Spielen um die Stadtmeisterschaft weiter festigen. Aber es muß bemerkt werden, daß der Spitzenführer der zweiten Klasse den Preußen alles abverlangte, und der Sieg schwerer erkämpft werden mußte, als es das Ergebnis vielleicht vermuten läßt. Besonders zu Beginn des Spieles legten die Postler sich mächtig ins Zeug und waren den Preußen ein vollkommen ebenbürtiger Gegner. Nach zwanzig Minuten erzielten die Preußen den ersten Treffer, Dahlmann gab den Ball gut vor das Tor, und aus vollem Lauf schoß Stetskamp ein. Fünf Minuten vor der Pause war es wieder Stetskamp, der den zweiten Toerfolg auf sein Konto brachte.— Nach dem Wechsel stand das Spielgeschehen ganz im Zeichen der Preußen, während sich die Postler, abgesehen von einigen schnellen Vorstößen, nur auf die Verteidigung beschränkten. Sie boten dadurch ihren um zwei Klassen höheren Gegner erfolgreich die Stirn, der nur noch einen Treffer erzielte, wobei wieder Stetskamp der Torschütze war. Die Preußen spielten in der Aufstellung: Scherer; Brinker, Hülsmann; Strietholt, Dittert, Wenning; Stetskamp, Scholz. Letzgus, Schneimann, Dahlmann. mann. Die Tabelle der Stadtmeisterschaft: Teider Zwel Spiekatblaute In Münster und Rheine wurden die Spiele vorzeitig beendet. Westfalen-Jahn rettet in Gronau einen Punkt Bei der Durchführung der Meisterschaftsspiel gab es am Sonntag zwei Ereignisse, die zum Glück auf unseren Svortplätzen keine alltäglichen Erscheinungen sind und hoffentlich so leicht sich nicht wiederholen werden. Zunächst kam es beim Spiel des Tabellenführers SC Münster 08 gegen Borussia Rheine zu einem vorzeitigen Svielende. Die 08er glaubten sich durch die Entscheidungen des Schiedsrichter benachteiligt, so daß sie beim Stande von:1 für Borussia Rheine freiwillig auf die Weiterfortsetzung des Spieles verzichteten. In Rheine kam es sodann zu einem Spielabbruch durch den Schiedsrichter. Beim Stande von:1 für Rheine 09 mußte ein Rheiner Spieler vom Platz. Zuschauer liefen auf das Spielfeld. Der Schiedsrichter brach deshalb das Spiel ab. Das weitere liegt bei den Svortbehörden. Vorwärts Gronau und Tus Westf.=Jahn Münster trennten sich unentschieden:1. Unter Nichtwertung des Spieles Rheine 09— SC. Münster 08— Borussia Rheine:4(:1) Die 500 bis 600 Zuschauer, die in der Erwartung eines schönen und spannenden Kampfes den Weg zum Drostebusch angetreten hatten, wurden in ihren Erwartungen diesmal sehr getäuscht. Einmal ließen die von beiden Mannschaften gezeigten Leistungen sehr viel zu wünschen übrig. Besonders die 08er enttäuschten. Auf der andern Seite erlebten die Zuschauer einen vorzeitigen Spielabbruch, da der Platzverein, der sich durch die Entscheidungen des Schiedsrichters benachteiligt fühlte, das Treffen beim Stande von:1 für Rheine freiwillig abbrach. Zum Spiel selbst stellen wir fest, daß der:=Sieg der Borussen über den Tabellenführer durchaus verdient war. Die Gäste stellten die bessere Mannschaft ins Feld, die körperlich gut geschult war und es vor allen Dingen an Eifer und Einsatz nicht fehlensließ. Die besten Spieler waren der Torwart Middelhoff, beide Verteidiger, Mittelläufer und der Mittelstürmer. Bei den 08ern fiel der Angriff ziemlich aus. Es ist allerdings zu berücksichtigen, daß der Platzverein den Kampf größtenteils nur mit zehn Mann durchführen mußte, vor allem wirkte sich das Fehlen des erkrankten Torhüters Camps sehr nachteilig aus, trotzdem Kortmann sich große Mühe gab, ihn würdig zu vertreten. Von beiden Mannschaften sah man zunächst keine besonderen Leistungen, vor allem ließen es beide Stürmerreihen an Energie und Schußfreudigkeit fehlen. Die Borussen gingen überraschend in Führung. Trotzdem Nolden alsbald vom Platz mußte, blieb der Kampf völlig offen. Erst in der 31. Minute kamen die 08er 08 Münster verlor im Punktekampf gegen Borussia Rheine:1. Einen Einwurf von Rheine konnte auf unserm Bilde der Oéer noch gerade wegziehen, als Rheines Flügelstürmer gerade zum Flankenlauf ansetzen wollte. durch einen Elfmeter zum Ausgleich, den Steinbusch verwandelte, und beim Stande von:1 ging es in die Pause. Nach dem Wechsel beherrschten die Borussen in der Hauptsache das Spielgeschehen. In der zehnten Minute der zweiten Spielhälfte erzielte der Rheiner Mittelstürmer wieder den Führungstreffer. Die 08er waren zeitweise sehr gefährlich, aber im Anschluß an eine Ecke konnte Borussia den dritten Treffer buchen, dem bald darauf der Halbrechte Jörrissen den vierten Torerfolg folgen ließ. Als der Schiedsrichter ein Vergehen eines Borussen an einem Stürmer der 08er übersah, gab dieses der Elf des Platzvereins Veranlassung, ungefähr 20 Minuten vor Schluß auf die Preulen siegte in der Stadtmeisterschaft:0 gegen den sich wacker wehrenden Postsportverein. Auf unserm Bild rettet der Posttormann eine Ecke vor dem anstürmenden Steiskamp Aufnahmen: Hülsbusch ugunsten der Borussen, deren Sieg auch ohne weiteres feststand, zu verzichten. Vorwärts Gronau— Westf=Jahn Münster:1(:0) In Gronau kam es zu einem schönen Punktekampf. da beide Mannschaften mit großem Einsatz kämpften. Der Platzverein konnte verstärkt antreten, was auch auf das Ergebnis nicht ohne Einfluß blieb. Der Platzverein hatte zeitweise etwas mehr vom Spiel, aber alle Bemühungen scheiterten an der münsterischen Abwehr, in der sich ganz besonders der Torhüter Böckmann auszeichnete. In der zweiten Svielhälfte gingen die Münsteraner zunächst durch ihren Linksaußen in Führung. der einen vom Torwart abgewehrten Ball geschickt einsenden konnte. Die Elf des Platzvereins legte sich stark ins Zeug. Auf eine Flanke des Rechtsaußen Ladda fiel auch der Ausgleichstreffer. SpVag Rheine 09— SV Emsdetten:1(:1) (abgebrochen) Da der angesetzte Schiedsrichter nicht erschienen war, einigten sich die Vereine unter der Leitung des Schiedsrichters von der Linden, das Meisterschaftsspiel durchzuführen. Beide Mannschaften zeigten bis zur Pause sehr ansprechende Leistungen. Zehn Minuten vor der Pause gelang es den Gästen, die sich inzwischen stärker eingesetzt hatten. den Führungstreffer zu erzielen. Mit diesem Vorsprung wurden die Seiten gewechselt. Kurz nach dem Wiederbeginn kam der Platz= verein bereits zum Ausgleich. Der Halblinke Kapp brachte einen guten Schuß an, den der Emsdettener Torwart vergeblich zu meistern versuchte. Rheine drängte. und es gelang auch dem Rechtsaußen, den Führungstreffer zu erzielen. Im weiteren Verlaufe des Spieles kam es sodann zu einem Zusammenprall von zwei Svielern. Der Schiedsrichter verhängte einen Strafstoß für Rheine 09. aber anschließend beging ein Spieler des Platzvereins eine unsaire Handlung an einem Emsdettener Svieler, so daß der Rheiner auf Geheiß des Schiedsrichters das Svielfeld verlassen mußte. In diesem Augenblick drangen die Zuschauer auf das Spielfeld. Der Schiedsrichter verzichtete auf die Weiterführung des Spieles. — SC Schiltigheim:1; SC Schlettstadt— Mars Bischheim:1; ASV Mülhausen— SV Wittelsheim :1; FC Kolmar— FC St. Ludwig:1. Der Tahlenspiegel des Lonntags Favoriten rücken zur Spitze vor Pommern: Stettiner SC— Preußen Bor. Stettin :2; VfL Stettin— LSV Stettin:2; TSV Swinemünde— LSV Pütnitz:5. VfL Stettin 6 5 1 0 25:8. 11:1 LSV Stettin 4 4 0 0"22:2•0 Pommernsdorf 6 3 1 2 12:13:5 * Berlin=Brandenburg: Minerva 93— Tennis Borussia:1; SV Elektra— Berliner SV 92:1; Union Oberschöneweide— Blau=Weiß:2; Tasmania— Lufthansa:1; Spandauer SV— Hertha=BSC:2; Wacker 04— Brandenburger SC 05:2. Minerva Tennis=Borussia Lufthansa * Schlesien: Vorw. Breslau— Beuthen 09:0; 1. FC Kattowitz— Breslau 02:2; Preußen Hindenburg— Hertha Breslau:1; Tus Schwientochlowitz — Vorw. Rasensport:2; BfB Liegnitz— Germania Königshütte:2. 7 7 0 0 41:6 14:0 7 5 2 0 19•9 12:2 8 6 0 2 25•9 12:4 * Sachsen: Dresdner SC— BfB Glauchau:0; Tura 99 Leipzig— Sportfr. 01 Dresden:3; Polizei Chemnitz— BfB Leipzig:4; SC Planitz— Wacker Leipzig•0. Dresdner SC 7 7 0 0 34:5 14:0 Riesaer SV 9 6 1 2 29:14 13:5 Polizei Chemnitz 7 6 0 1 44:15 12:2 * Mitte: Sportvg. Zeitz— 1. SB Jena:3; CrickVikt. Magdeburg— 1. SV Gera:0; Dessauer SB 05 — FC Thüringen Weida:5; BfL 96 Halle— SC Apolda:1. SV Zena 9 8 0.1 27:9 16•2 Dessau 05 9 7 1 1 35:14 15:3 Thür. Weida. 9 5 1 3 22:19 11:7 * Nordmark: Hamburger SB— Polizei Lübeck:1; Barmbecker SG— Eimsbüttel:9: Victoria Hamburg — Concordia•0; Altona 93— Fortuna Glücksstadt :1; Wilhelmsburg 09— Borussia Harburg:4. Niedersachsen: Arminia Hannover— Linden 07:3. BR Gleiwitz Schwientochlowitz Preußen Hindenburg * Wesisalen: FC 04 Schalke— DSC Hagen:0; Arminia Marten— BfL Bochum:2; Union Geisenkirchen— Borussia Dortmund:5: BfB Bielefeld— Arminia Bielefeld•0; SpBg Röhlinghausen— Gelsenguß:3. Niederrhein: Fortung Düsseldorf— Westende HamMittelrhein: BfL 99 Köln— SV 06 Beuel 13:2: Mülheimer SB— Tus Helene Essen(.=Sp.):1; Köln=Sülz 07— BfR Ohligs(.=Sp.):2. Mülheimer SB 9 8 1 0 29:9 17:1 Düren 99 9 S 1 2 31:23 13:5 BfL Köln 99 9 6 0 3 44:18 12:6 Südwest: Germ. 04 Frankfurt— Kickers Offenbach :1; Rotweiß Frankfurt— Eintr. Frankfurt:1; BfR Frankenthal— 1. FC Kaiserslautern:1: FV Saarbrücken— TSG 61 Ludwigshafen:0; SpVg Mundenheim— SG Burbach:5; Bor. Neunkirchen— FV Metz(.=Sp.):2. V Saarbrücken 6 Kaiserslautern 6 Bor. Neunkirchen 7 Gruppe Ost Offenbacher Kickers 16:5 12:9 27:15 6 1 0 19:6 :3 :3 :6 12.1 Baden: BfB Mühlburg— BfR Mannheim:0; VfL Neckarau— Phönix Karlsruhe:0; SV Waldhof — Freiburger FC:2; 1. FC Pforzheim— SpBg Sandhofen:1. BfB Mühlburg 7 7 0 0 18:2 14:0 VfL Neckarau 7 5 1 1 16:8 11:3 SV Waldhof 6 4 0 2 19•9•4 * Elsaß: SV Straßburg— RSG Straßburg:5; SS Straßburg— FC Bischweiler 11:1; FC Hagenau * Württemberg: SpVg Cannstatt— Stuttgarter Kickers:1; Sportfr. Stuttgart— Union Böckingen :2; SpVg Untertürkheim— BfB Stuttgart:12; Sportfr. Eßlingen— SSV Ulm:12. BfB Stuttgart 8 7 0 1 36:8 14:2 Sportfr. Stuttgart 9 5 2 2 25:12 13:5 Stuttgarter Kickers 6 5 0 1 27:6 11:1 * Bayern: 1860 München— BfR Schweinfurt:0; Bayern München— TSV 83 Nürnberg:1; Schwaben Augsburg— Wacker München:0; 1. FC. Nürnberg— Würzburger Kickers:0; WKG Neumeyer Nürnberg—. BC Augsburg:0; FC 05 Schweinfurt — SpVg Fürth:4. BC Augsburg 7 5 1 1 12:6 11:3 München 1860 5 5 0 0 26:6 10:0 1. FC Nürnberg 6 5 0 1 21:7 10:2 * Ostmark: ASK Linz— Wacker Wien:9. Danzig-Westpreußen: BuEV Danzig— Neufahrwasser 1919:0. 1. Klasse(Kriegsmeisterschaft): Staffel Bochum: MBV Linden— Preußen Bochum:2(:).— Staffel Gelsenkirchen: BfB Gelsenkirchen— SpVg. Erkenschwick:1(:), SpVg Marl— SpVg Herten:4 (:), DSC Rotthausen— BSG Hassel:1(:), SC 07 Gelsenkirchen—. BV Bocholt 1900:1(:), Tus Horst=Emscher— BfB Bottrop:2(:). Staffel Dortmund: SC Hörde— VfL Altenbögge. :1(:). Staffel Minden(Untergruppe Herford): BV Oeynhausen— Grün=Weiß Bielefeld 10:3(:), Bielefeld 06/07— Dürkopp Bielefeld:6(:), SuS Herford— SpVg. Schildesche:3(:).— Untergruppe Lippstadt: SV Neuhaus— SC 08 Unna:8(:). Handball Gauklasse(Kriegsmeisterschaft): Staffel Süd: Sportring Gevelsberg— Hüttenverein Dortmund:0(:). — Staffel Nord: Bielefeld 06/07— Grün=Weiß Bielefeld:4(:), TV Altenhagen—. TB Künsebeck:5 (:), TV Jöllenbeck— LSV Gütersloh 10:8. Niedersachsenergebnisse 1. Klasse: SV Hagen— Osnabrück 97 117: LSV Quakenbrück— Spielverein 16:2. 2. Klasse: Teutoburgerwald. SV Oesede — Tus Glane•0: Borgloh— Georgsmarienhütte :3: Kloster Oesede— Ohrbeck:4: Hardensetten — Hellern•4; Gaste Hasbergen— Rothenfelde :1.— Wiehengebirge. Melle— Bramsche :5: Wissingen— Schinkel 04 II.:7; Postsportverein— Rasensport:0: BfL II.— Sp. Vg. Powe:5. Staffel Rheine In der Staffel Rheine gab es zwei Begegnungen. Reichsbahn=SG Rheine gab Teuto Riesenbeck mit:1 das Nachsehen, während der SpV Ibbenbüren gegen die Sportfreunde Gellendorf mit:0 siegreich blieb, so daß die Reichsbahner infolge des besseren Torverhältnisses an die Tabellenspitze gerückt sind. Reichsbahn Ibbenbüren Gellendorf Riesenbeck Hammersen Klare Ergebnisse in der zweiten Klasse Hiltrup bringt hohen Sieg nach Hause— Tus Ascheberg gewinnt sogar 10:1! Bei den sonntäglichen Punktespielen in der zweiten Klasse Münster gab es diesmal zwei hohe Spielergebnisse. So konnte Tus Hiltrun seinen Besuch bei VfL Wolbeck mit einem:=Sieg abschließen, während sich Tus Ascheberg auf dem eigenen Platz gegen Westfalia mit 10:1 behaupten konnte. Die Tabelle: Kinderhaus VIL Wolbeck— Tus Hiltrup:7(:3) Auch das zweite Spiel konnten die Hiltruver mit einem hohen Siege beenden, wobei allerdings zu berücksichtigen ist, daß der Platzverein gezwungen war. seinen an der Hand verletzten Torwart einzustellen, der dadurch in der Abwehr stark behindert war. Die Wolbecker gingen zunächst in Führung. aber bis zur Pause gelang es den Hiltruvern, eine:=Führung herauszuholen. Nach dem Wechsel beschränkte sich der Platzverein fast nur auf die Verteidigung. aber trotzdem stellten die Hiltruver durch vier weitere Treffer das Endergebnis her. Tus Ascheberg— Westfalia Kinderhaus 10:1(:0) Nach drei auswärtigen Svielen beendeten die Ascheberger das Treffen gegen Westfalia Kinderhaus mit einem 10:=Sieg. Zuerst sah es nicht nach dem hohen Erfolg des Platzvereins aus: denn der Kampf verlief völlig ausgeglichen. Inzwischen trat aber die Ueberlegenheit des Platzvereins immer deutlicher hervor, der bis zur Pause eine:0Führung erreichen konnte. Nach der Pause hatte Ascheberg das Sviel vollkommen in der Hand und erzielte noch sieben weitere Treffer, während Kinderhaus beim Stande von:0 zum Ehrentreffer kam. Rasensport Coesfeld Herbstmeister Rasensport Coesfeld— Sportgemeinschaft Alstätte :0(:0) Der voraussichtliche Herbstmeister Rasensport Coesfeld konnte nach überlegenem Spiel sicher und verdient gewinnen. Der Torwart der Gäste verhinderte für seine Elf eine noch höhere Niederlage. BfE Epe— ABC Ahaus.:0(.0) Die Kreisstädter verloren durch Selbsttor knapp, aber nicht ganz verdient. Sie waren die ganze Spielzeit meist überlegen, konnten aber kein Tor schießen. Sogar ein Elfmeter gegen Epe wurde ausgelassen! Rasensport Coesfeld VfL Vreden FC Gronau 09 VfL Eve 21/24 Gronau Tus Stadtlohn ABC Ahaus Reichsbahn Coesfeld Soc Alstätte BSG Gronau Der Ahlener Sportsonntag In der ersten Klasse verlor Neuhaus auf dem eigenen Platze gegen den SC Unna 08 mit:8, nachdem die Gäste bei der Pause mit:0 in Führung gelegen hatten. In der zweiten Klasse stellte die Reichsbahn=SG. Ahlen ihre ansteigende Form durch einen :=Sieg über Tus Neubeckum unter Beweis. * handball. SpB Ostwennemar— Reichsd. Hamm :4(:); BB Hamm 09— SpVog Hamm:0(.0. M P 4. Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 25. November 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 324 Leipeig Gester im Städtekampf Der traditionelle Kunstturnkampf— Leipzig erreichte 771,8 Punkte vor Berlin und Hamburg Zum 36. Male sand am Sonntag die Turnerbegegnung der Mannschaften von Berlin, Hamburg und Leip. zig in Hamburg im Usa-Palast statt. In ununterbroche. ner Jolge siegten die Leipziger Turner mit 771.8 Punk. ten vor Berlin mit 768 Punkten und Hamburg mit 752.7 Punkten. Die Leipziger hatten sich nach den Vorkämpfen im Pferdesprung und Seitenpferd mit 290,9 vor Berlin mit 280.7 und Hamburg mit 277,7 Punkten an die Spitze gesetzt und gaben diese Führung bis zum Schluß erwartungsgemäß nicht mehr ab. Bester Einzelturner war wieder der Leipziger Haustein, der mit 117,7 Punkten die Berliner Willi Stadel(115.5) und Gauch mit 114,3 Punkten auf die Plätze verwies. Nach drei übungen hatte Stadel zwar noch einen knappen Vorsprung gegen Haustein und Gauch, durch einen unglücklichen Abgang aber mußte der Deutsche Kriegsmeister W. Stadel wertvolle Punkte und damit die Führung einbüßen. Bei sechs ülbungen lag der Leipziger Haustein dreimal in Front, Stadel setzte sich zweimal und Schmidt=Berlin mit dem Pferdsprung einmal an die Spitze. Die höchste Note war im Pferdesprung 19,7 für Schmidt=Berlin, em Seitpferd Stadel=Berlin mit 19.8, an den Ringen Haustein=Leipzig, am Barren Haustein=Leipzig mit 19,7, Bodenturnen Stadel=Berlin 19,7 und am Rech Haustein 19,7 Punkte. Bei der Gesamtwertung des Dreistädtekampfes wurde in jeder Mannschaft der schwächste Turner nicht berücksichtigt. Leipzig hat bisher 18 Siege, Hamburg 11 und Berlin 7 Siege errungen. Zwei Ltunden hinter Motoren Dauerrennen in der Berliner Deutschlandhalle Zwei Stunden lang Rennen hinter Motoren wurden am Sonntag in der Berliner Deutschlandhalle geboten. Acht unserer besten. Dauerfahrer standen sich in vier Wettbewerben gegenüber und heimsten mit ihrem teilweisen ganz hervorragenden Können den großen Beifall der 10000 Zuschauer ein. Nach den erwarteten Ergebnissen der Vorläufe konnte in der Entscheidung Lohmann erneut sein großes Können unter Beweis stellen. Aus dritter Position heraus arbeitete er sich bald an die Spitze und überrundete schließlich Metze und Wengler, während Stach ihm wie sein Schatten folgte, ohne jedoch Lohmann gefährlich zu werden. Im Endlauf der Unterlegenen gab es einen Sseg von Hoffmann vor den Rundfahrtsiegern Umben: hauer, Schindler und Krewer, die ein gutes Rennen fuhren. Im Fliegerkampf der Amateure kam es zu einem Zweikampf zwischen Purann und Schertle; die beiden Kriegsmeister auf der Hallen= und Sommerbahn. Das Hauptfahren gewann Schertle, während im Vor gabefahren der Einlauf umgekehrt war. Ergebnisse: Dauerrennen 4mal ½ Stunde: 1. Vorlauf: 1. Metze 32,150 Kilometer, 2. Stach 50 Meter, 3. Schindler 700 Meter, 4. Umbenhauer 1100 Meter zurück.— 2. Vorlauf: 1. Lohmann 32,370 Klm. 2. Wengler 30 Meter, 3. Hoffmann 750 Meter, 4. Krewer 1490 Meter zurück.— Endlauf der Unterlegenen: k Hoffmann 31.050 Klm., 2. Umbenhauer 150 Meter, 3. Schindler 205 Meter, 4. Krewer 290 Meter zurück. — Endlauf: 1. Lohmann 31,890 Klm., 2. Stach 90 Meter, 3. Metze 415 Meter, 4. Wengler 360 Meter zurück.— Fliegerkampf: 1. Schertle, 2. Purann ¼ Lg., 3. Brose, 4. Kuffel.— Vorgabefahren: 1. Purann, 2. Schertle, 3. Preiskeit. Noch drei Radweltrekorde in Mailand Der italienische Radrennfahrer Palla hat sich seiner fünf neuen Weltrekorde nicht lange erfreuen können, denn vier Tage nach seiner Rekordfahrt gelangen seinem Landsmann Zuccotti drei Bestleistungen über 60, 70 und 80 Kilometer. Die Verbesserung der Rekorde beträgt jeweils nur wenige Sekunden: 60 Kilometer von Zuccotti in:23:50.8 (Palla:24:11), 70 Kilometer von Zuccotti in :38:00.8(Palla:38:25), 80 Kilometer von Zuccotti in:52:26,2(Palla:52:35.). Deutscher Kegtersieg in Finnland Bester Einzelkegler Muck-Dresden— Deutlicher Vorsprung der deutschen Mannschaft Auf der internationalen Einheitsbahn der Verliner Kegelsporthalle wurde am Sonntag der Länderkampf Deutschland=Finnland entschieden. Die acht deutschen Sportkegler siegten mit 6111 Punkten gegen Finnland mit 5735 Punkten. Bester Einzelsieger war der Deutsche Kriegsmeister Muck=Dresden mit 853 Punkten. Bereits nach vier Starten lag Deutschland mit 3019 Punkten um 109 Punkte vor Finnland in Front. Während die Deutschen ihre Leistungen noch zu steigern vermochten, fielen die finnischen Gäste etwas ab, so daß der Endsieg Deutschlands noch deutlicher ausfiel. Berliner Gedenteschwimmen Balke siegte unangesochten Im Mittelpunkt des Berliner Gedenkschwimmens im Stadtbad Lichtenberg stand bei den Männern das Rennen über 200 Meter Kraul und über 200 Meter Brust. Mit Europameister Joachim Balke=Kriegsmarine’haven am Start war der Sieger in den 200 Meter Brust gegeben. Ohrdorf=Kriegsmarine Kiel lag zwar zunächst an der Spitze, fiel dann aber auf den vierten Platz zurück. Der Magdeburger Könninger=Kriegsmarine Kiel trieb Balke zu der guten Siegerzeit von•42.8 an und beendete selbst das Rennen in:46.6 auf dem zweiten Platz vor Temke=LSV:49.2. Auch im 200=Meter=Kraulschwimmen war Könninger die treibende Kraft, auch hier mußte er sich um Handschlag zurück mit dem zweiten Platz hinter dem in.18.3 siegenden Stettiner Laskowski begnügen. Werner Plath konnte auch diesmal nicht am Start erscheinen. Riessersee schlug den#SC Ehepaar Baier erneut umjubelt Die Eissporttage in Berlin mit dem Weltmeisterehepaar Baier waren schon lange Zeit ausverkauft, ein Beweis für die Beliebtheit unserer Olympiasieger. Auch am Sonntag konnte sich das junge Ehepaar kaum vor dem Jubel retten, so daß immer wieder Zugaben gemacht werden mußten. Abgerundet wurde das Programm des Sonntags mit Vorführungen der Juniorinnen von Berlin und Wien sowie dem Berliner Nachwuchs mit Ullrich Kuhn an der Spitze. Schnell und rassig war das Eishockeyspiel zwischen dem SC Rießersee und dem Berliner Schlittschuhelub. Die Süddeutschen, die an Stelle von Nationaltorwart Egginger den Berliner RotWeißen Maus als Schlußmann hatten, siegten überlegen mit:1(in den Dritteln:0,:1,:). Die Tore für Rießensee schossen Egger, Schmiedinger und Dr. Schenk(), für Berlin war Ertl erfolgreich. Günther Noack-Inge Koch haben sich getrennt Das Berliner Eislaufpaar Inge Koch=Günther Noack hat sich getrennt. Inge Koch kann wegen Erkrankung das Training nicht aufnehmen, so daß sich der Berliner Günther Noack entschlossen hat, in diesem Winter mit der jungen Gerda Strauch zu laufen. Die Trennung von Koch=Noack ist sehr bedauerlich, denn neben dem Weltmeisterehepaar Baier und den Geschwistern Pausin gehörte dieses Paar mit zur Spitzenklasse im Paarlaufen. Frauenmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen An Stelle der deutschen Paarlauf=Meisterschaft wird am 23. Februar, dem Schlußtag der Internationalen Wintersportwoche in Garmisch=Partenkirchen, im dortigen Olympia=Eisstadion die Meisterschaft der Frauen ausgetragen. Meisterschaften des Generalgouvernements Im Generalgouvernement werden in diesem Winter Meisterschaften in allen Wettbewerben des Ski= und Eissports veranstaltet. Die nordischen und alpinen Skimeisterschaften werden in Zakopane. die Titelkämpfe im Eishockey und im Rodelsport in Krynica durchgefiährt. Eine Sprungschanze in Salzburg Nunmehr hat auch die Gauhauptstadt Salzburg eine Sprungschanze erhalten. Sie liegt in der Nähe der Gersbergalpe und wird in der Hauptsache übungszwecken dienen. Sie erlaubt Sprünge bis zu 30 Metern. Westtalens Ringer unterlegen Ohne Schäser und Hornsischer Trotz des Fehlens von Europameister Schäfer und Hornsischer sieglen die mittelrheinischen Ringer in der Köln-Mülheimer Stadthalle über Westsalens Ringer vor 1200 Zuschauern mit:3. Die Westfalen holten sich ihre Punkte in den leichteren Gewichtsklassen, verloren im Federgewicht kampflos die Punkte. Nettesheim, Westphal und Beu im Welter=, Halbschwer= und Schwergewicht stellten ihren Sieg auf der Mittelrheinseite sicher, für die Westsalen waren Rößler im Bantam=, Reinhardt im Leicht= und der Jugendliche Mittelgewichtler Funtowitz erfolgreich. Ungarn besiegt Italien:2 In Savona bestritten die Ringerstaffeln von Italien und Ungarn ihren fälligen Ringländerkampf im griechisch=römischen Stil. Die Ungarn zeigten sich von der besten Seite und siegten im Gesamtergednis:2. Entscheidende Siege gab es nur in den beiden leichtesten Gewichtsklassen, alle übrigen Treffen wurden nach Punkten gewonnen.— Die Ergebnisse: vom Bantamgewicht aufwärts: Suppo=Italien besiegt Giarnatis in 11 Min. durch Überroller, Tomarsie=Ungarn besiegte Finochiaro in 6 Min. durch Hüftschwung, Gerioni=Italien besiegt Fabian nach Punkten, Hegedus=Ungarn besiegt Gandolfi nach Punkten, Kovacs=Ungarn besiegt Rangoni nach Punkten, Kassani=Ungarn besiegt Fantoni nach Punkten, Palota=Ungarn besiegte Fanti nach Punkten. Jecht-Länderkampf Dänemark— Deutschland Die deutsch=dänischen Länderkämpfe werben am 30. November—1. Dezember mit einer Begegnung im Fechten in Kopenhagen fortgesetzt. Als Oberschiedsrichter für diesen Kampf hat der bekannte schwedische Funktionär Oberst Bertil Uggla gewonnen werden können. Schöner Erfolg der Berliner im Tischtennis-Städtekampf Die in Berlin durchgeführten Tischtennis=Städtekämpfe brachten den Berlinern einen schönen Erfolg. Bei den Männern wurde Leipzig:1 geschlagen, und auch die Frauen der Reichshauptstadt landeten über Dresden einen:=Erfolg. In der Begegnung zwischen dem Luftwaffensportverein Steiermark und den Leipzigern blieben die Luftwaffensportler, bei denen der Deutsche Doppelmeister Kaspar mitspielte, knapp mit:2 in Front. Neuordnung des norwegischen Sports Im Rahmen der Neuordnung des norwegischen Sportlebens wurde jetzt das Amt eines Sportführers geschaffen, der an der Spitze des gesamten norwegischen Sports steht. Als vorgesehene Behörde dient das Departement für Arbeitsdienst und Sport. Der bisherige Landesverband für Sport sowie der ArbeiterSportbund wurden aufgelöst. Wie der kommissarische Staatsrat Axel Stang ausführte, tritt nunmehr das Verantwortungsprinzip an die Stelle des parteipolitischen Wirrwarrs des alten Systems. Im übrigen wird sich das Sportleben Norwegens wie bisher auf die verschiedenen Sportzweige verteilen. Eine Anderung gibt es lediglich in der obersten Leitung mit ihrer Umorganisation. Diese Neuregelung wird der norwegischen Sportjugend zugute kommen, denn jetzt wird die jeweilige Sportführung große Handlungsfreiheit haben und braucht nicht mehr auf parlamentarische Beschlüsse zu warten. Norwegen baut den Schulsport aus Im Zuge der Neuordnung, die jetzt durch das Land geht, wird in Norwegen auch ein Ausbau der Leidesübungen in den Schulen vor sich gehen. Der neue Chefinspektor für die Volksschulen, Jörgen Bakke, hat in einem Vortrag die Richtlinien aufgezeichnet, nach denen in Zukunft die Erziehung der norwegischen Jugend vor sich gehen wird. Der Schulsport soll einen großen Platz in den Unterrichtsplänen erhalten. Schmuck, Lippenstift, Puderquaste und Nagellack werden für die Schuljugend verboten. Sporttilm Die deutsche Amateurvoxstaffel für den Länderkampf gegen Italien am 1. Dezember in Mailand wurde auf Grund der bei den Münchener Prüfungskämpfen gezeigten Leistungen wie folgt aufgestellt(vom Fliegenbis zum Schwergewicht): Obermauer(Köln), Bögershausen(Hannover), Graaf(Berlin), Trittschack(Hannover), Raeschke(Hamburg), Pepper(Dortmund), Baumgarten(Hamburg und ten Hoff(Oldenburg). Ersatzleute sind Götzke(Hamburg), Nürnberg(Berlin) und Adom Hirsch(Augsburg). Die deutschen Turner ermitteln ihren Meister im Gerät=Zehnkampf am 2. Februar in Karlsruhe. Am 19. Januar findet in Kassel der Reichswettkampf für den Nachwuchs statt, während die Meisterschaft der Frauen am 23. Februar in Passau in einem Achtkampf entschieden wird. Der endgültige Termin und der Austragungsort für die Deutsche Meisterschaft im Mannschaftsturnen der Bereiche liegen noch nicht fest. Für diesen Titelkampf, der im vergangenen Winter zum erstenmal durchgeführt wurde, werden die Vorrunden im März, die Zwischenrunde zu Beginn des Monats April ausgetragen, während der Endkampf voraussichtlich Ende April veranstaltet wird. Einen Judokampf von Bedeutung wird es am 1. Dezember in Dresden gelegentlich eines Mannschaftskampfes zwischen dem 1. Dresdner IJC. und der kombinierten Staffel der Berliner Polizei und=Sportgemeinschaft geben. Hier treffen nämlich zwei unserer stärksten Judokämpfer, Europameister Lehmann(Berlin) und Erich Mitzschke(Dresden), die bei den letzten deutschen Meisterschaften überlegene Sieger im Halbschwer= bzw. Mittelgewicht wurden, zusammen. Der Italienische Turniersportverband hielt seine Jahresversammlung ab und zog dabei die Bilanz für das abgelaufene Turnierjahr. Dabei war festzustellen, daß der italienische Turniersport 1940 kaum Einschränkungen aufwies; im Gegenteil, Italien war sogar das einzige Land Europas, das offizielle Turniere, in Rom und Meran, durchführte und dabei zahlreiche ausländische Reitermannschaften begrüßen konnte. An Preisen wurden rund 750000 Lire vergeben. Veidirrunsper. narl Kadleschlau Reichsbahndirektionspräsident Arzt ehrt verdienstvolle Sportler Von jeher hat es die Reichsbahn=Sportbewegung als ihre vornehmste Pflicht angesehen, möglichst alle Berufskameraden dem Sport zuzuführen. Gesund und wehrtüchtig müssen die Männer vom Flügelrad allezeit sein, um den hohen Anforderungen gerecht werden zu können. Daß sie den hohen Wert der Leibesübungen auch im Kriege erkannt haben und danach handeln, das beweist das Ergebnis der Bezirkstagung der Reichsbahnsportgemeinschaften, die am 21./22. November in der Reichsbahn=Sportschule in Münster stattfand. Die Tagung wurde vom Bezirkssportleiter A. Meyer eröffnet, der eine stattliche Anzahl von Vereinsvertretern begrüßen konnte. Sein besonderer Gruß galt dem Sportdezernenten der Reichsbahndirektion Münster, Oberreichsbahnrat Dr. Flemming, dem Gaustellenleiter Pg. Born und dem Amtsrat im Reichsverkehrsministerium Rühmkorf. Nach einem stillen Gedenken für die im Kriege gefallenen Reichsbahnsportler gab Sportkamerad Meyer einen Bericht über Sportgeschehen im Jahre 1939/40. Es folgte ein Vortrag über die Leibeserziehung und ihre Bewährung im Kriege. Aus den Berichten der Gemeinschaftsführer war zu entnehmen, daß die Reichsbahnsportbewegung im Bezirk Münster trotz des Krieges einen sehr beachtlichen Leistungsstand erreicht hat. Auf die Förderung des KK.=Schießens legt die Reichsbahn größten Wert. An vielen kleineren Orten des Bezirks wird ausschließlich Kleinkalibersport betrieben. Hollenbrock(RSG. Rheine) erkämpfte sich bei den Deutschen Meisterschaften in Chemnitz einen ehrenvollen 19. Platz. Die Handballmädel der RSG. Münster errangen die „Westfalenmeisterschaft". Die Sportkegler in Münster sind besonders aktiv. Lange ist Deutschlands bester Kegler. Bei den Deutschen Meisterschaften errangen Lange, Reul und Goldkuhle(RSG. Münster) den Titel „Deutscher Meister“. Der junge Nachwuchs ist eifrig dabei, es den Meistern gleichzumachen. Sportdezernent Oberreichsbahnrat Dr. Flemming wies darauf hin, daß der Sport auch im Kriege unbedingt aufrecht erhalten werden müsse. Gewisse Sportarten könnten trotz mancher Schwierigkeiten in erhöhtem Maße betrieben werden. Das gelte vor allen Dingen für den Schießsport. Mit besonderer Freude konnte er feststellen, daß sich die Reichsbahn=Sportgemeinschaften bei der Durchführung der WHW.=Veranstaltungen recht tatkräftig eingesetzt hatten. Reichsbahn=Direktions=Präsident Arzt überreichte den Sportkameraden Reul, Lange und Goldkuhle (Reichsbahnsportgemeinschaft Münster) zur Erringung der Deutschen Meisterschaft im Kegeln(Bohle) Urkunden des Staatssekretärs Kleinmann. Von Amtsrat Rühmkorf wurde ihnen als Geschenk der Deutschen Reichsbahn je eine Kassette mit zwei Sportbüchern übergeben. Schießabteilung der DAF-Wehrmacht-Münster schießt Stadtrekord schaft zwischen dem Schützenverein„Hansa“, der Schieß. abteilung der Reichsbahn SG und dem Schützenverein Die Schießabteilung der DAF=Wehrmacht, die schon m ihren besten Kämpfen eine hervorragende Form an den Tag gelegt hatte, wartete am Sonntag im Freundschaftskampf mit der Schützenkameradschaft„MünsterWesten“ auf ihrem Schießstand an der Grevener Straße mit einer Schießleistung aus, die als erstklassig bezeichnet werden muß. Denn 627 Ringe sind in Münster in einem Kampf bislang noch nicht erzielt worden. Sie stellen einen neuen Stadtrekord dar. Die DAF=Wehrmacht und die Schützenkameradschaft Münster=Westen" traten mit je vier Schützen an, die je fünf Schuß liegend freihändig, kniend und stehend freihändig gleich 15 Schuß mit der Kleinkaliberbüchse auf die 12er=Ringscheibe, 50=Meter=Stand schossen. Die DAF=Wehrmacht=Mannschaft befand sich in einer Form. gegen die die bestens bekannte Mannschaft von„Münster=Westen“ mit 561 Ringen die Segel streichen mußte. Als bester Schütze dieses Kampfes und seiner Mannschaft erwies sich einmal mehr Helmut Ohme(DAFWehrmacht) mit 161 Ringen, dem mit 160 Ringen Klötsch(DAF=Wehrmacht) folgte, Während Heini Rüter mit 142 Ringen„Westens" bester Schütze war. Für die DAF=Wehrmacht starteten: Ohme 161 Ringe, Klötsch 160, Wüschen 156 und Büssenschütt 150 Ringe gleich 627 Ringe; für„Münster=Westen": Rüter 142. Gruber 141, Bußmann 140 und Grofmeier 138 gleich 561 Ringe. „Triangel“ gewann knapp Der zweite Freundschaftskampf des Sonntag auf den Schießständen der Reichsbahn=Sport=C gs fand Zemeige „Triange!" statt. Die Organisation ließ keinen Wunsch offen. Sieben Schützen eines jeden Vereins stellten sich zum Kampf und schossen je 15 Schuß in den drei Anschlagsarten mit der Kleinkaliberbüchse auf die 12er. Ringscheibe 50=Meter=Stand. Die Resultate der einzelnen Schützen waren recht unterschiedlich, denn neben guten Leistungen sah man auch erheblich schlechtere. Nach dem Start der ersten zwei Schützen jeder Mannschaft lag„Hansa“ mit fünf Ringen Vorsprung vor der Reichsbahn SG in Führung, während„Triangel" etwas zurück an dritter Stelle folgte. Aber im weiteren Kampfverlauf änderte sich das Bild und es gelang„Triange!“ nicht nur den verlorenen Boden gutzumachen, sondern noch einen kleinen Vorsprung herauszuschießen, der zum Siege langte, der mit 919 Ringen errungen wurde, während„Hansa“ mit 906 Ringen den zweiten Platz belegte vor der Reichs. bahn SG mit 828 Ringen. Bester Schütze dieses Kampfes war Beckmann („Triangel) mit 153 Ringen vor Schuler(„Hansa“) und Zimmermann(Triangel"), beide mit 145 Rin. gen. Für„Triangel“ schossen: Beckmann 153 Ringe, Zimmermann 145, Johanshon(HG=Gef. 1/13) 136, Busche 133, Weckermann 119, Burgard 118, Faustmann 115; für„Hansa": Schuler 145, Roer(H3=Musikzug) 140, Fertmann 137, Lange sen. 131, Gausepohl 126, L. Henken 115, Lange jr.(HJ=Gefolgschaft 3/13) 112, Reichsbahn SG: Stüer 143, Büse 137, Hönerlage 134, Danz 127, Buschmann 122, Uelken 104, Schön 62 Ringe. Die Meisterliste im Gerutsboren Westdeutschland und die Ostmark an der Spitze Nach den Veränderungen, die durch die Titelkämpfe der letzten Zeit gegeben sind, hat die Liste der Meister des Berufsverbandes Deutscher Faustkämpfer nunmehr folgendes Aussehen: Fliegengewicht: Hans Schiffers(.=Gladbach); Bantamgewicht: Hermann Remscheid(Solingen); Federgewicht: Ernst Weiß(Wien): Leichtgewicht: Karl Blaho(Wien); Weltergewicht: Gustav Eder(Köln); Mittelgewicht: Josef Besselmann(Köln); Halbschwergewicht: Jean Kreitz(Aachen); Schwergewicht: Heinz Lazek(Wien). Max Schmeling ist Titelhalter der Europameister= schaft im Schwergewicht. Im Leichtgewicht ist Karl Blaho ebenfalls Europameister. Er wird diesen Meistertitel voraussichtlich im Januar gegen den Dänen Carl Andersen verteidigen. Anwärter auf einen „Europameisterschaftskampf im Mittelgewicht ist Josef Besselmann, der noch in diesem Winter auf den italienischen Landesmeister Mario Casadei treffen dürfte. Es ist auffallend, daß Westdeutschland, das schon immer eine vorherrschende Stellung im Boxen gehabt hat, und die Ostmark zusammen alle Meister stellen. Berlin ist, obwohl es der führende Platz in den Veranstaltungen ist, in seiner Stellung im deutschen Boxsport zurückgegangen. Neuerdings tritt Berlin allerdings durch Heinz Sendel im Schwergewicht und durch Heinz Seidler im Halbschwergewicht wieder mehr in den Vordergrund. Der Gegner von Sendel in der Endausscheidung für die Schwergewichtsmeisterschaft ist aber auch wieder ein Westdeutscher, der Duisburger Werner Selle. Hamburg, das neuerdings wieder mit größeren Veranstaltungen aufwartet, hat lediglich in dem Halbschwergewichtler Richard Vogt einen Vertreter, der zur Spitzenklasse gerechnet werden kann. meradschaft und um 10 Uhr ist Zapfenstreich, die meisten verschwinden aber vorher in ihre Betten. Nach steigernder Inanspruchnahme sämtlicher Lehrgangsteilnehmer soll das Lager am 26. November aufgehoben werden. An diesem Schlußtag steigt noch ein Fußballspiel zwischen den Boxern und einer Soldatenelf. Am Mittwoch, dem 27. November, fährt die Mannschaft nach München zurück und einen Tag später geht es in Richtung Italien. Hollands Goxsport in Fesseln Meisterschaftsausscheidung Selle-Sendel Im Mittelpunkt des nächsten Hamburger Kampftages des Berufsboxer am 1. Dezember steht die Begegnung im Schwergewicht zwischen Werner Selle(Duisburg) und Heinz Sendel(Berlin). Dieses Treffen ist vom Berufsverband Deutscher Faustkämpfer als Ausscheidung zur Schwergewichtsmeisterschaft genehmigt worden. Der Sieger erhält das Recht, Meister Lazek um den Titel zu fordern. Lehrgang unserer Amateurbuker in Murnau In dem herrlichen Gebirgsort Murau am Staffelsee haben unsere deutschen Spitzenkönner mit ihrem Trainingslager die Unterkunft gefunden, die ihnen alles bietet und keinen Wunsch offen läßt. Es wird auch in frischer Luft viel gearbeitet und die Nachwuchsleute sowie die Mitglieder der Nationalstaffel sind den ganzen Tag über unter Anleitung der Sportlehrer Ziglarski und Feldhus beschäftigt. Das Tagesprogramm der 22 Aktiden, die unter der Führung des stellvertretenden Reichsfachamtsleiters Hieronymus stehen, zergliedert sich wie folgt: Nach langem Schlaf(8 Uhr aufstehen) beginnt es mit einem kurzen Morgenlauf, Frühstück, anschließend leichtes Konditionstraining. Der Nachwuchs wird bereits vormittags mehr beschäftigt. Dann oibt es Duschen und Heißluftbäder usw.— Nach einer längeren Mittagspause steigen Medizinballübungen und anschließend meist ein kleines Fußballspiel.— Im weiteren Verlauf des Nachmittag wird auch die Nationalstaffel stärker herangezogen. Gymnastik, Seilspringen, Gerätarbeit und Schattenboxen wird stärker forciert. Anschließend gibt es wieder die verschiedenen Bäder. Ein Rundgang, verschönt durch Marschlieder, beschließt die Tagesarbeit. Kurzes Zusammensein in bester KaDie bisher in zwei Verbänden getrennt marschierenden niederländischen Boxer haben sich zu einer einheitlichen Organisation zusammengeschlossen, um ihren schönen Sport aus den Fesseln zu befreien, in denen er heute noch liegt. In allen niederländischen Städten, außer Rotterdam und Groningen, besteht ein Verbot zur Abhaltung von Boxkämpfen, sofern der Veranstalter sich damit an die öffentlichkeit wendet. Im geschlossenen Kreise kann jeder machen, was er will. Aber Boxveranstaltungen vor einem vollen Haus von Gästen, die den Weg zu einer sportlich wertvollen Veranstaltung suchen, sind ausgeschlossen. Die Bürgermeister als Polizeichefs der Städte haben diese Anordnung erlassen und bei jeder Boxveranstaltung sorgen ihre städtischen Polizisten dafür, daß wirklich nur Angehörige der Boxvereine oder unmittelbare Mitglieder des Boxverbandes in den Saal hineingelangen. Zusammen mit dem neuen Sportbeauftragten der niederländischen Regierung, Karel Lotsy, will nun die niederländische Box=Union die Fesseln abstreifen. Wir geben Auskunft Mielvertrag. Der Mieter war verpflichtet, sich an den vereinbarten Kündigungstermin zu halten. Die diesbezügl. Verordnungen sind insoweit gelockert worden, als eine Kündigung nicht mehr unbedingt zum Quartal erfolgen muß; vielmehr kann sie an jedem Monatsersten zum Vierteljahresende erfolgen. Hält sich der Mieter nicht an die Vereinbarungen, so kann er für jeden Schaden, der Ihnen daraus entsteht, haftbar gemacht werden. Nach Par. 559 BGB. hat der Vermieter für seine Forderungen aus dem Mietverhältnis ein Pfandrecht an den eingebrachten Sachen des Mieters, das sich jedoch auf die der Pfändung unterworfenen Sachen beschränkt. Sie wenden sich am besten an das Mieteinigungsamt.(2287) J. K. 16. Wenn Sie schon bei Lebzeiten der Mutter in dieser Wohnung gewohnt haben, kann Ihnen der Vermieter die Wohnung nunmehr nur bei Vorliegen eines gesetzlichen Kündigungsgrundes, der aber offensichtlich bei Ihnen nicht vorliegt, kündigen. Er ist auch zu einem Mietaufschlag nicht berechtigt, da dies gegen die Preisstoppverordnung verstoßen würde und sich der Hausbesitzer in einem solchen Falle strafbar macht. Sie brauchen also die Kündigung nicht anzuerkennen und verweisen den Hausbesitzer zweckmäßig auf die hierfür geltenden gesetzlichen Bestimmungen.(2295) Otto Fr. Da die Frist versäumt ist, hat ein Antrag auf Aufwertung dieses Kapitals heute keinen Zweck mehr.(2289) E. 100. Wenn diesbezügl. Vereinbarungen nicht getroffen wurden, können Sie einen derartigen Anspruch nicht geltend machen. Maßgebend sind die hierfür geltenden Bestimmungen, über die lediglich die Gemeindeverwaltung Auskunft erteilen kann.(2283) * Nach Gottes heiligem Willen ist mein lieber, herzensguter Mann, unser treusorgender Vater, unser lieber Bruder. Schwager und Onkel, Bäckerme der ister Heinrich Hlelmich Frontkämpfer 1914—1918. Inhaber des Eisernen hreuzes II. Klasse und des Ehrenkreuzes für Kriegsteilnehmer mit Schwertern heute um.20 Uhr nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, sestärkt durch die Gnadenmittel unserer hl. Kirche, im Alter von 48 Jahren sankt entschlafen. Um stille Teilnahme und ein andächtiges Gebet für den lieben Verstorbenen bitten: Frau Anny Helmich geb. Callegari Anni Helmich Thea Helmich Münster(Westl.). Warendorf. Bochum, Rio de Heisstr. 15 de Janeiro. Horst-Emerher, den 23. November 1910. Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, den 27. November 1940. um.20 Uhr von der Leichenhalle des Franziskushospitals aus. Das feierliche Seelenamt ist anschließend um 10 Uhr in der St.-Mauritz-Pfarrkirche. Sollte jemand aus Versehen keine besondere Anzeige erhalten haben, so bitten wir, diese als solche anzusehen. Serier: Fahrradständer SAch led vorcchledenen Mochstoffer Gustav Krabbe, Münster i. Westt. Nachruf Am 8. November 1940 verstarb unerwartet nach kurzer Krankheit in einem Reservelazarett das Mitglied des Aufsichtsrates unserer Genossenschaft, der Gefreite Alfons Welle im 39. Lebensjahre. Wir verlieren in dem Entschlafenen einen verantwortungsbewußten und stets hilfsbereiten Mitarbeiter. Sein aufrechter Charakter und seine klare Beurteilung aller Dinge lassen ihn uns unvergessen und werden uns siets Vorbild bleiben. Molkereigenossenschaft Ibbenbüren c. G. m. b. H. gez. Storck gez. Overmeyer Kout es bei H. Buschmann Münster I. W. Drubbei 17/18 Kaut sie bei Buschmann Münster I. W. Drubbel 17/18 eihna en gichte cch werner Hundschaft Ventebmcht bietenbimen Lesen Sie den Anzeigenteil der Betiülicher Keut sie bei H. Buschmann Münster I. W. Drubbei 17/18 WN M K Presp 4 Chem. iab. schneider Wiecbeten Se gar Loui sie bei 4 H. Buschmann Münster I. W. Drubbei 17/18 t schorbbunhen em Rohmaterial für meine Lieferentnn Bitte bringen Sie mir Altgold, altes Silber veneebbihte umdrtnc. För bder Grann bnrichcntter. Keuf sie bei H. Buschmann Münster I. W. Drubbei 17/18 Feinuhrmacher und Juweliere Münster, Bogenstraße 2 Rheine, Emsstr. 2 Genehmisungsbescheid C 401120 113 Anzeigen bitte nur an die Geschäfte. stelle(nicht Schriftleitung) zu richten. Gefällt Ihnen diese Anzeige? So würde auch Ihre Anzeige wirken, wenn sie an dieser Stelle nlände Von Kriegsbe Die infanterist Gefühl nach dere Soldaten angeseh Aber noch mehr Wunsch, zur Flie gerückt zu sehen. hundert Meter zu von weitem haber sernen und Bara die See. Über u schauen wir hinau zeln der vorüber mit Feuereiser a In den Unter und Staubtücher. den Tagesraum Schlafstube mit gi und Blumen wer panieführer mit sagen nichts, aber wir wollen hier ei sten Morgen beg gehen wir an die ten wir ein MG sinid Navigation u was man uns hie den Flieger. Es sich außerste Mü Hurricane, Devia ander unterscheid kennen wir die 2 Exerzieren erfreut als Erster Schla Immer schneller 1 Ernstfall können von Ladehemmun bedeuten. Jetzt liegen die S Wir haben de gen den Lehrgan teilen nicht nachzu die Ergebnisse jed feststellen, sogar ten zu haben. D essantesten. Es b Feuerstöße abgeb halten. 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November 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 324 ltrekord hansa“. der Schieß. dem Schützenverein ließ keinen Wunsch Vereins stellten sich iß in den drei Anchse auf die 12er. hützen waren recht eistungen sah man Start der ersten „Hansa“ mit fünf n SG in Führung, an dritter Stelle erlauf änderte sich nicht nur den vernoch einen kleinen Siege langte, der hrend„Hansa“ mit sie vor der Reichs. war Beckmann chuler(„Hansa“) beide mit 145 Rin. kmann 153 Ringe, =Gef. 1/13) 136, rd 118, Faustmann der(H3=Musikzug) Gausepohl 126, L. gschaft 3/13) 112. 37, Hönerlage 134, in 104, Schön 62 von der Ztekr, die Kriegsberichter werden Fliegerschützen— Uebungsschießen auf hoher See zen senstreich, die meiBetten. ie sämtlicher Lehr26. November aufztag steigt noch ein nd einer Soldatenwember, fährt die d einen Tag später n Fesseln getrennt marschiesich zu einer einchlossen, um ihren freien, in denen er chen Städten, außer in Verbot zur Abr Veranstalter sich Im geschlossenen will. 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Drubbei 17/18 ich meiner Hundschaft bucht bieterbünen WObruchetcheen fir weine tisherats altes Silben bick um dntnuchk. un Anichchrtter. und Juweliere logenstraße 2 nsstr. 2 cheid C 401120 113 Ihnen e7 So würde nzeige wirken, dieser Stelle inde Von Kriegsberichter Ulrich Haußmann ..., im November.(PK.) Die infanteristische Ausbildung liegt hinter uns. Das Gefühl nach der eben beendeten Rekrutenzeit als richtige Soldaten angesehen zu werden, erfüllt uns mit Stolz. Aber noch mehr freuen wir uns darüber, unseren Wunsch, zur Fliegerei zu kommen, in greifbare Nähe gerückt zu sehen. Erwartungsvoll legen wir die letzten hundert Meter zum Fliegerhorst zu Fuß zurück. Schon von weitem haben wir die riesigen Flugzeughallen, Kasernen und Baracken entdeckt. Weit hinten schimmert die See. über uns brummen Flugzeuge. Sehnsüchtig schauen wir hinauf. Hell glitzern die gläsernen Bugkan. zeln der vorüberbrausenden„Weihen". mit Feuereiser an die neue Aufgabe In den Unterkünften schwingen wir zunächst Besen und Staubtücher. Die Künstler in unseren Reihen haben den Tagesraum mit Reproduktionen alter Meister, die Schlafstube mit guten Photos ausgeschmückt. Eine Vase und Blumen werden besorgt. Abends macht der Kompanieführer mit dem Spieß Stubendurchgang. Sie sagen nichts, aber ihre Miene verrät Zufriedenheit. Gut, wir wollen hier einen guten Eindruck machen. Am nächsten Morgen beginnt der Unterricht. Mit Feuereiser gehen wir an die neue Aufgabe. Noch nie vorher hatten wir ein MG in Händen gehabt. Für die meisten sind Navigation und Technik völlig fremd. Wir wissen, was man uns hier lehrt, ist notwendigstes Rüstzeug für den Flieger. Es bedarf keiner Ermahnung. Jeder gibt sich äußerste Mühe. Anfänglich können wir Spitfire, Hurricane, Deviant und Me 109 nur schwer voneinander unterscheiden. Schon nach wenigen Tagen erkennen wir die Bilder in Sekundenschnelle. Das MGExerzieren erfreut sich besonderer Beliebtheit. Jeder will als Erster Schlagbolzen und Lauf gewechselt haben. Immer schneller und sicherer werden die Handgriffe. Im Ernstfall können ersparte Sekunden bei der Beseitigung von Ladehemmungen das Leben der Flugzeugbesatzung bedeuten. Jetzt liegen die Schüsse im Ziel Wir haben den Ehrgeiz, mit unseren Schießleistungen den Lehrgangsteilnehmern aus aktiven Truppenteilen nicht nachzustehen. Mit Spannung verfolgen wir die Ergebnisse jedes einzelnen. Mit Stolz können wir feststellen, sogar noch besser als die anderen abgeschnitten zu haben. Das ME=Schießen finden wir am interessantesten. Es bedarf vieler übung. Wir lernen kurze Feuerstöße abgeben und die Garben dicht zusammenhalten. Schwieriger und schwieriger werden die Bedingungen, aber gleichzeitig wächst die Treffsicherheit. Am besten gefällt uns das Seeschießen. Es gilt, einen schwimmenden Rahmen zu treffen. Leuchtspurmunition zieht gleich Goldfäden durch die Luft und weist die Flugbahn der Geschosse. Kleine Fontänen zeigen den Aufschlag auf dem Wasser... Mehr rechts halten... Zu weit... Noch kürzer... So, jetzt liegen die Schüsse im Ziel. Zeigesinger krümmt sich am Abzug Voll gedrosselt laufen die beiden Motoren der „Weihe". Die weit gereckten Flügel erzittern unter dem Oberstleutnant Galland und sein Geschwaderhund. Wenn der Kommodore sich ein Stündchen Ruhe in der Herbstsonne gönnen kann, so findet sich stets der Geschwaderhund ein, um ihm seine Treue zu beweisen(PK-Speck-PBZ-.) Luftwirbel der Propeller. Zu zweit klettern wir an Vord. Geladene MG=Trommeln werden hereingereicht. Gebückt drängt sich der Kamerad an Bombenschächten und Führersitz vorbei zur gläsernen Bugkanzel. Unterdessen rollt der Pilot das Flugzeug zum Startplatz. Kurzes Warten. Da—— eine Flagge gibt die Bahn frei. Motoren heuten auf, rumpelnd setzt sich die„Weihe" in Bewegung. Schneller und schneller rollen wir über die harte Grasnarbe. Ein letzter Stoß, wir fliegen. Der Boden versinkt. In=eleganter Kurve umrundet der Vogel den Horst. Der Kamerad in der Bugkanzel hat oie erste Trommel auf das MG gesetzt. Gespannt schaut er hinaus auf die bewegte See. Irgendwo draußen schwimmen die Ziele. Eben verschwindet der gelbe, mit den weißen Schaumstreifen der ans User leckenden Welten. Da—— wenige hundert Meter voraus tauch: das weiß und rot bemalte Balkenviereck auf. Winzig erscheint das Ziel von hier oben. Der Fliegerschütze reißt das MG zum Kinn. Fest umklammert seine Linke das hölzerne Bodenstück. Er zielt, schießt. Das Dröhnen der Motoren verschluckt das Krachen der Schüsse. Der Lehrer beobachtet die Treffer. Gut so. Schon sieht der Schütze das zweite Balkenquadrat herankommen. Trommelwechsel. Blitzschnell, so wie er es beim Exerzieren gelernt hat, führt er die Handgriffe aus. Schon erscheint das Ziel in der Visierlinie. Der Zeigesinger krümmt sich um den Abzug. Bruchteile einer Sekunde später sieht der Lehrer die Treffer auf dem Wasser. Alle Bedingungen erfüllt Der Flugzeugführer steuert dem Festland zu, ziehl eine weite Schleife und der zweite Anflug beginnt. Schnell wechseln wir die Plätze. Kurz darauf sind alle Bedingungen des Luftschießens aus der Bugkanzel erfüllt. Wir klettern nach hinten zum Heckstand. Der Kamerad liegt, den Haltegurt um das linke Bein, um nicht aus der Maschine fallen zu können. Bis zu den Hüften steht er frei im Drehkranz aus dem Rücken des Flugzeuges. Der Fahrtwind pseift ihm um die Ohren. Gut, daß wir Fliegerkombination und Haube anhaben. Alle Bewegungen erscheinen unendlich schwer, insbesondere in den Kurven. Die leichte Trommel wiegt einen Zentner, könnte man glauben. Scheinbar schwerfällig hantiert der Schütze mit dem MG. Wieder schiebt sich die See heran. Das Land verschwindet. Sich dem Wind entgegenstemmend, zielt der Kamerad, als das rotweiße Viereck hinter den Flächen des Tiefdeckers erscheint. Die Schüsse liegen gut. So fliegen wir Runde um Runde. Auf die Sekunde genau! Das Geheimnis der deutschen Normaluhren Zu den Gebrauchsgegenständen unseres täglichen Lebens gehört die Uhr. Sie verrät uns zwar nicht. was die Stunde schlägt, wohl aber, welche Stunde geschlagen hat. Ihr Name selbst, der aus dem Lateinischen von dem Wort hora entnommen ist, heißt Stunde. In alten Zeiten bestimmte man sie mit Hilfe des Sonnenschattens eines Stabes. aber auch Wasser= und Sanduhren kannte man, bevor die Uhr mit dem Räderwerk erfunden wurde. Vom bekannten Nürnberger Ei mit seinem Spindelgang zur heutigen modernen Uhr ist ein weiter Weg zurückgelegt worden. Jahrhunderte sind dahingegangen. und von Jahrzehnt zu Jahrzehnt wurde die Uhr ein für das tägliche Leben wichtigerer Gegenstand. Als Wand=, Stand= und Taschenuhren verwenden wir heute diesen notwendigen Zeitanzeiger, den wir übrigens nach dem Grade seiner Genauigkeit auch Gebrauchs=, Präzisions= oder Normaluhr nennen. Nie Normaluhren sind jene Zeitanzeiger, die wir auf allen deutschen Bahnhöfen finden und zweifellos während der Minuten ungeduldigen Wartens auf einen Zug eingehender studiert haben, wobei jedem wohl schon aufgefallen ist, daß der Minutenzeiger jeweils nach 60 Sekunden ruckartig um einen Strich weiterzugehen pflegt. Wir haben uns daran gewöhnt, unsere eigene Taschenuhr oder auch die Uhren daheim in der Wohnung. wenn wir sie nicht nach dem Gongschlag im Rundsunk ausrichten. nach Möglichkeit nach einer Bahnhofsuhr einzustellen, denn wir wissen, daß die Bahnhofsuhren in ganz Deutschland auf die Sekunde, ja auf den Bruchteil der Sekunde genau gehen. Geheimnisvoll mutet uns dieser Vorgang an. weil wir noch nie gesehen haben, daß ein Bahnbeamter die Bahnhofsuhr aufzieht oder die Zeiger der Bahnhofsuhr dreht, um sie richtigzustellen. Wie von Geisterhand geführt, bewegen sich die Zeiger. Wo aber ist diese unsichtbare Geisterhand? Die Lösung des Rätsels ist verhältnismäßig einfach. Bei der Reichsbahnhauptverwaltung befindet sich eine Zentraluhr. an der die rund 15 000 Bahnhofsuhren in Deutschland elektrisch angeschlossen sind. Zeigt die Zentraluhr beispielsweise mittags 12 Uhr, so entsprechen alle übrigen Bahnhofsuhren dieser Zeit, und zwar auf folgende Art und Weise: Von der Zentraluhr werden über ein Kontaktwerk in die sogenannten sythetischen Nebenuhren in jeder Minute Stromstöße gegeben. durch die der Anker eines Elektromagneten angezogen und damit der Zeiger vorgerückt wird. Maßgebend ist für alle deutschen Bahnhöfe die sogenannte Mitteleuropäische Zeit(ME3), und zwar seit dem Jahre 1893. Das Kagzeug auf der Siüsscheir! Welche Geräte benutzen unsere Flieger bei ihren Vergeltungsangriffen? Auch Nacht und Nebel werden siegreich überwunden Tag für Tag, Nacht für Nacht fliegen die tapferen **—#ug. fu., Nacht fliegen die Besatzungen unserer Kampfflugzeuge, Jäger und Aufklärer gegen England und üben Vergeltung furchtbarster Art für die nächtlichen Bombenabwürfe der britischen Luftwaffe auf deutsche Wohnhäuser, Krankenhäuser und Lazarette. Welche großen Hoffnungen hatten doch die Engländer in ihren„General Nebel“ gesetzt, wie groß muß jetzt die Enttäuschung sein, daß auch dieser Retter in der Not versagt. Ob Regen, Nebel, stockfinstere Nacht oder Sonnenschein, fast pausenlos erfolgen die Einflüge, und ein Angriff folgt dem anderen. Wir wissen, welche Schwierigkeiten es uns bereitet, nachts, in den verdunkelten Straßen, unseren Weg zu finden. Man versuche einmal am Tage, mit geschlossenen Augen, eine Strecke von 20 Meter zurückzulegen. Ganz sicher wird man um mehrere Meter von der Geraden abweichen. Viel schlimmer müßte es einem Flugzeugführer ergehen, der im dicksten Nebel oder stockfinsterer Nacht seine Maschine an ein befohlenes Ziel bringen soll. Er hat nicht nur die errechnete Richtung, also den Kurs, einzuhalten, sondern muß außerdem auf die Flughöhe und auf die alsgemeine Lage des Flugzeuges achten. Wie ist es nun möglich, daß trotz schwierigster Sichtverhältnisse überhaupt Flüge durchgeführt werden können? Außer allgemeinen, hervorragenden fliegerischen Fähigkeiten gehört hierzu eine gründliche Blindflugschulung. Bei völlig verhangenen Fenstern des Führerraums muß der Blindflugschüler seine Maschine nur nach der Anzeige der Geräte fliegen Er sieht nichts von der Umwelt, wie er ja auch Nachts oder im Nebel nichts sehen würde. Dieses Fliegen setzt selbstverständlich genaue Kenntnisse der Geräte, ihrer Wirkungsweise und der Sreitig fahre Hans siirers Die Wandlung eines Schauspielers Im Herbst 1910 stand Hans Albers zum ersten Male vor der Filmkamera. Gegenwärtig arbeitet er mit„Carl Peters— ein deutscher Kolonialvioniers“ an seinem 28. Tonfilm. Als Hans Albers vor dreißig Jahren auf dem Usagelände in Babelsberg zum ersten Male vor der Kamera stand. schien er ein mäßig begabter junger Mann. der vor anderen mäßig begabten Schausvielern die trainierte Sportlerfigur voraus hatte, die gekrümmte Raubvogelnase, die blonden Haare, die fast farblos blauen Augen unter den buschigen Brauen und das feste, eigensinnige Kinn. Das war— wenn er auch im Gegensatz zu den langweiligen, nur„schönen“ Herzensknickern von damals wie ein rechter Mann aussah— nicht viel. Und es hätte bestenfalls zu einer mäßigen Laufbahn mit frühem Vergessenwerden gereicht. Niemals aber zu dem großen Aufstieg bis zur obersten Stufe der Volkstümlichkeit. Wie gesagt: es wäre ihm so ergangen, wenn nicht in dem jungen Mann mit dem eng begrenzten darstellerischen Rüstzeug(dem flammenden Siegerblick, dem sorglos=naiven Lachen, dem etwas schnoddrigen Ton und dem fast tierhaft=federnden Gang) etwas gesteckt hätte, das man gerade in einem Schauspieler und besonders nicht in Albers erwarten mochte: Disziplin und Gewissenhaftigkeit! Die damaligen„Macher“,(sie trugen, als Zeichen ihrer Würde, im Atelier den Zylinder auf dem Kopf) sahen erstaunt: dieser blonde junge Mann maß eine Rollen nicht nach der Meterzahl belichteter Filmstreifen, sondern nach ihrem Gehalt! Er stellte sich nicht in die Mitte des Bildes und quetschte nicht rücksichtslos alle Mitspieler in dunkle Hintergründe. sondern er ließ— weil er begriffen hatte. daß Film nicht Einzel=, sondern Kollektivarbeit — auch den Chargen ihren Anteil am Spiel und am Erfolg. Er war ein guter Kamerad. der such der„in Ungnade gefallenen Größe“ die Treue Relt, und er war— ein sehr wichtiger Faktor bei der technischen Kompliziertheit der Filmberstellung — pünktlich und zuverlässig! „.* Blond. blauäugig, sportlich trainiert, mit Raubvogelnase und festem Kinn, gewissenhaft und diszibliniert: das ist etwas, mit dem sich arbeiten läßt. Und Albers hat gearbeitet... mehr, viel mehr als andere! Damit gemeint ist nicht allein die Zahl seiner Filme(es sind inzwischen 27 große Tonfilme geworden!), sondern vor allem auch die Arbeit an sich selbst! Wäre er stehengeblieben, ewig der „Sieger“, wie in„Quick".„Bomben auf Monte Carlo“ oder„FP“: er hätte nicht der„Sergeant Berry“, der bezaubernde„Sherlock Holmes“. der „Percy“ mit dem Bürstenbärtchen, der Pandurenmajor von der Trenck und nicht der„Kolonialvio= nier Carl Peters“ werden können. Der„Sieger“ von einst brauchte nur mit den blauen Augen zu blitzen, zu lachen, zu küssen, zu reiten und zu raufen. Die Berry. Holmes. Percy, Trenck und Peters verlangten mehr: einen Schauspieler! Der scheinbar mäßig begabte, blonde junge Mann von einst hat an sich gearbeitet, bis er es wurde... * „Aber geht: der Albers ist der Albers! Sein Glück, daß er es ist. aber ein Schauspieler ist er nicht! Nie im Leben!“ Hans Albers— die Jahre haben die blonden Haare dünner und das Gesicht schärfer werden lassen— lacht, als er so die Meinung der lieben Kollegen wiedergibt.—„Schön“. macht er eine großartige, wegwischende Handbewegung.„ich hab' sie reden lassen. Ich bin hingegangen. hab' Sprechunterricht genommen und hab' den „Liliom“ auf der Bühne gespielt. Sie wissen ein Schmarren von Stück in der Systemzeit, aber eine Rolle! Großes Erstaunen: der Albers kann ja was! Gut, ich hab' ihnen zeigen wollen, daß ich noch mehr kann, und hab' den Peer Gynt gespielt. Das war verfehlt, heute weiß ich das: ich war noch nicht soweit. Aber trotzdem: ich hab' auch im Film bewiesen, daß ich mehr sein kann als der ewige„Sieger".“ Als es bekannt wurde, daß er im„Trenck“ nicht nur den vompösen Pandurenmajor. sondern auch noch den Vater Trenck und— aller guten Dinge sind drei— seinen preußischen Vetter spielen würde. hieß es in der Branche":„Natürlich der Albers! Ihm genügt nicht eine Doppelrolle! Er muß drei Rollen in einem Film spielen!“ Wieder ließ er sie„meckern“. Ihm ging es nicht um die drei Rollen an sich—— ihm ging es um die Chance. einmal differenzieren. Nuancen svielen. zeigen zu können, daß er ein Schauspieler ist! Er hat es gezeigt! Möglich, daß der Pandur Trenck Bedeutung ihrer Anzeige voraus. Außerdem erfordert es Mut, Kaltblütigkeit und schnelles Denkvermögen. Betrachten wir einmal die für den Blindflug wichtigsten Geräte. Da ist als erstes der„Künstliche Horizont“. Beim Fliegen, bei normaler Sicht, benutzt man stets den Horizont als Richtlinie, um die allgemeine Lage der Maschine zu erkennen. Den beim Blindflug natürlich nicht sichtbaren Horizont ersetzt man durch einen, hinter der Glasscheibe eines Gerätes sichtbaren, sogenannten Horizontbalken, welcher mit einem schnellaufenden, frei gelagerten Kreisel verbunden ist. Bringt man den Kreisel mit dem Horizontbalken also in eine Lage parallel zum natürlichen Horizont, so wird er diese Lage während des ganzen Fluges beibehalten und damit den natürlichen Horizont ersetzen. Eine auf der Glasscheibe des Geräts angeordnete Darstellung eines kleinen Flugzeuges, macht alle Bewegungen des großen Flugzeuges mit. Man kann also an der jeweiligen Lage des kleinen Flugzeuges zum Horizontbalken sämtliche Fluglagen erkennen. Beim Gleitflug befindet sich das kleine Flugzeug unter, beim Steigflug über dem Horizontbalken; beim Horizontalflug parallel, bei Querlage links oder rechts geneigt zu diesem. Ein weiteres wichtiges Blindfluggerät ist der Wendezeiger, ebenfalls ein Kreiselderät. Ein Zeiger zeigt in Mittelstellung den Geradeausflug an, schlägt der Zeiger nach links um, befindet sich die Maschine in einer Linkskurve, beim Ausschlag nach rechts, in einer Rechtskurve Unsere gute, alte Hauswetterwarte, das Barometer, muß ebenfalls seine Fähigkeiten, den Luftdruck zu messen, zur Verfügung stellen. Es dient hier als Höhenmesser. In dieser Eigenschaft ist es weit zuverlässiger als wir es von ihm als Wetterprophet gewohnt sind. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, denn bei tiefem Barometerauf der alten„Sieger"=Linie liegt oder daß es — mit guter Maske und Perücke, einem Krückstock und etwas gebeugter Haltung—„nicht so schlimm“. ist, den alten Trenck zu spielen. Albers' preußischer Trenck aber ist—„sozusagen jewissermaßen quasi — ein schauspielerisches Kabinettstück, ausgeglichen und rund. in die Tiefe gehend und mit echtem Humor. Schon im Percy hatte Albers Augenblicke, die aufhorchen ließen. Im„Trenck“ wurde die große Wandlung offenbar: der„Sieger" von einst hat sich zum großen Schauspieler entwickelt: zum Menschendarsteller...! Albers ist— auch künstlerisch— in die Spitzenklasse aufgerückt. Und jetzt wird er den Carl Peters spielen—— „Also Peters—.— Glauben Sie vielleicht, daß es genügt, sich für eine solche Rolle einen schwarzen Sauerkohl am Kinn wachsen zu lassen?" fragt er, die Hand auf einen Stavel Bücher gelegt.„Ich habe mich immer um meine Filme gekümmert vom ersten Werden an: Entwurf. Treatment. Drehbuch. Bauten. Besetzung. habe bei allem mitgearbeitet. zusammen mit Herbert Selvin. dem Regisseur, mit Zerlett=Olfenius. dem Autor, mit Fritz Maurischat. dem Architekten, der davon träumt, einen Großfilm allein mit einer weißen Wand auszustatten, und mit dem Kameramann Koch. die alle schon lange mit mir„in Kompagnie“ sind. Für den Nach der Unterzeichnung des Abkommens über Indo-China rückten japanische Truppen in Haiphong in Indo-China ein, um von hier aus in das chinesische Gebiet vorzustoßen. Wie man sicht, war zwischen den Franzosen und Japanern ein gutes Einvernehmen hergestellt worden(Scherl-.) stand, also niedrigem Luftdruck, braucht nicht immer schlechtes Wetter einzutreten, dieses ist noch von vielen anderen Faktoren abhängig. Der Luftdruck nimmt aber mit zunehmender Höhe ab und kann daher als zuverlässiges Mittel zur Höhenbestimmung benutzt werden. Abhängig ist die Anzeige allerdings von dem, am jeweiligen Ort der Höhenbestimmung, am Erdboden herrschen= den Luftdruck, der ja auch ständigen Schwankungen unterworsen ist. Durch einen Einstellknopf kann man den Höhenmesser auf diesen Luftdruck abstimmen. Da eine sehr genaue Höhenmessung nur bei einer Blindlandung notwendig ist und diese im Normalfall auf einem eigenen Flugplatz stattfindet, kann vor der Landung dieser Einstellwert von dort durch die Funkanlage angefordert werden. Der Kompaß, das älteste Navigationsgerät, schon seit Hunderten von Jahren bei den Seefahrern in Anwendung, ist im Aufbau und Verwendungszweck ja allgemein bekannt. Es erfüllt auch im Flugzeug, in verschiedenen Ausführungsformen, seine Pflicht und vervollständigt die Reihe der unentbehrlichen Blindfluggeräte. Am Ende des Blindslugs erfolgt dann die Blindlandung, diese stellt ebenfalls hohe Anforderungen an die gesamte Besatzung. Ein am Heimatflughafen aufgestellter Ultrakurzwellensender sendet einen sogenannetn Leitstrahl. Befindet sich die Maschine in diesem Bereich, hört der Flugzeugführer im Kopfhörer einen Dauerton, weicht die Maschine vom Leitstrahl nach links ab, hört er ständige kurze Töne, die Punkte der Morsezeichen, weicht sie nach rechts ab, ertönen langgezogene Signale, die Morsestriche. Kurz vor dem Landeplatz ertönt dann noch ein Vor= und ein Haupteinflugzeichen, worauf die Maschine zur Landung ansetzt. Belrantener nef gegen Lafthag Aufregender Vorfall auf nächtlicher Landstraße im Graben glatt durchgebrochen Zugmaschine Neumünster, im November. Ein aufregender Vorfall ereignete sich auf der Reichsstraße Hamburg=Neumünster. Der Fahrer eines Lastzuges sah plötzlich vor sich mitten auf den Pflaster einen Mann liegen. Es handelte sich offensichtlich um einen Betrunkenen, der beim Näherkommen des Lastzuges unvermittelt aussprang und diesem entgegenlief. Er wurde überfahren und war auf der Stelle tot. Der Lastzugführer hatte jedoch noch im letzten Augenblick versucht, den Unfall zu vermeiden und war mit seinen hochbeladenen Fahrzeugen in den Straßengraben geraten. Durch die Wucht des Anpralls gegen die Grabenböschung brach die Zugmaschine glatt durch. Fahrer und Beifahrer des Lastzuges wurden verletzt. * Gestohlener Fahrradpark hinierm Buschwall Heide, im November. In Heide(Schleswig=Holstein) stand ein 20jähriger vor Gericht, der auf einem Bauernhof der Umgebung beschäftigt war und von dort aus des öfteren zum Besuch von Gastwirtschaften in die Stadt fuhr. Um nicht zu Fuß gehen zu müssen, nahm er sich dabei unterwegs Räder, wo er sie gerade fand. Auf diese Weise sammelte er allmählich einen ganzen Park gestohlener Fahrräder, den er hinter einem der Knicks, jener für die schleswigholsteinische Landschaft typischen Buschwälle, versteckt hielt. Der Fahrradmarder wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Sehr seltenes Fischerglück Königsberg, im November. Einem Fischereipächter im ostpreußischen Oberland gelang es, in einem Zugnetz einen Wels von über zwei Meter Länge und 75 Pfund Gewicht zu fangen. 10 000 Wohnungen in drei Monaten hergerichtet Saarbrücken, im November. Von den Ereignissen des Krieges ist der lothringische Kreis St. Avold besonders schwer heimgesucht worden. Der Wiederaufbau wurde daher auch hier mit besonders starken Kräften in Angriff genommen, um die zurückkehrenden Einwohner in ihren Häusern unterbringen zu können Dank der großzügig durchgeführten Maßnahmen ist es gelungen, in weniger als drei Monaten über Peters— 1856 geboren. 1891 Reichskommissar für Ostafrika, 1897 zur Dienstentlassung verurteilt: Sie sehen, ich habe mein Pensum gelernt!— mußte ich weiter ausholen. Ich habe den Stapel Bücher hier studiert. Milieustudien getrieben, zeitgenössische Berichte gelesen. Hunderte von alten Photos gesehen. Die Art der damaligen Menschen zu gehen. zu sprechen, sich zu kleiden—— das sind zwar Aeußerlichkeiten wie der Sauerkohl am Kinn. Aber auch das muß historisch sein, wenn das Bild stimmen soll, das ich von diesem Menschen zeigen will.“ Auch diese Vor= und Kleinarbeit traut man Albers kaum zu. Und doch sind sie mit Vorbedingung für den Erfolg und gehören zu dem Thema „Disziplin und Gewissenhaftigkeit". * Vor dreißig Jahren stand er— damals gab es in Babelsberg nur ein altes Gutshaus und einen verfallenen Schuppen— zum ersten Male vor der Kamera. ein anscheinend mäßig begabter junger Mann mit viel Mut und Selbstvertrauen. Dreißig Jahre lang hat er gearbeitet und ist nicht nur der volkstümlichste deutsche Filmdarsteller geworden. sondern— was mehr bedeutet— auch geblieben! In seiner Arbeit verkörpert sich ein gut Teil deutscher Film= und Zeitgeschichte. Zugleich offenbart sich aber in ihr auch die große Wandlung eines Darstellers. W. Hoeppener-Flatow Eröffnung der volksbildungsstätte Straßburg Staatsminister Schmitthenner sprach Am fünften Tage der oberrheinischen Kulturtage in Straßburg wurde im Sängerhaus mit einer Festveranstaltung die Straßburger Volksbildungsstätte eröffnet. Seine besondere Bedeutung erhielt dieser Abend durch einen ausgezeichneten Vortrag von Staatsminister Prof. Paul Schmitthenner über„Der Sinn des gegenwärtigen Krieges". Als Auftakt des Abends erklang Beethovens Leonoren=Ouvertüre, vom Straßburger Sinfonie=Orchester unter seinem Leiter Fritz Münch schwung= und effektooll vorgetragen. Dann nahm der Gauobmann der RS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" Dr. Roth die Eröffnung des Volksbildungswerkes vor. Er sprach über Ziel und Aufgabe dieser Einrichtung. Die erste im Elsaß aufgenommene Arbeit kann im lebhaftesten Besuch der Sprachkurse ihren Erfola verzeichnen. In Zukunft werden aber nicht allein die deutschen Zungen klingen, sondern auch die deutschen Herzen schlagen, beschloß Dr. Roth seine Ausführungen. Danach nahm Staatsminister Pros. Schmitlhen= ner das Wort zu seinem Thema und schuf eingangs zunächst einmal Klarheit darüber, daß im Rahmen von Kulturtagen ein Thema stehe, das den Krieg behandele. Diese Tatsache wachse aus unserer Auffassung von der engen Verschwisterung zwischen Kultur und Krieg, denn nur ein wehrhaftes Volk könne die Voraussetzungen zu kultureller Blüte schaffen. Besonders aber, so fuhr der Redner fort; sei das diesmal der Fall, denn es gehe in diesem Krieg um weittragendste weltpolitische Entscheidungen über Jahrtausende in Europa hin. Dieser Krieg wird die Entscheidung darüber bringen, ob das nächste Jahrtausend europäischer Geschichte mit oder ohne Deutschland bestimmt werden soll. Zum Glück gehört Charaktee Uraufführung eines Lustspiels in Oldenburg Mit einem letzten Augenzwinkern scheint Roland Schacht's neues Lustspiel„Zum Glück gehört Charak= ter“ das Theaterpublikum zu fragen: Was würden Sie tun, wenn Sie plötzlich, nur weil Sie sich von einem 10000 Wohnungen so herzurichten, daß die Bevölkerung sie wieder beziehen konnte. Hinrichlung eines Landesverräters. Berlin, 24. November. Die Justizpressestelle beim Volksgerichtshof teilt mit: Der vom Volksgerichtshof zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilte 38 Jahre alte Rudolf Maier ist heute morgen hingerichtet worden. Der Verurteilte hat in den Jahren 1935 bis 1938 aus Gewinnsucht für den Nachrichtendienst einer fremden Macht Agenten geworben. Schwerverbrecher erschossen. Berlin, 24. November. Der Reichsführer" und Chef der Deutschen Polizei teilt mit: Am 12. 11. 1940 wurde der wiederholt vorbestrafte Schwerverbrecher Herbert Weinhauer wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt erschossen. Eine Goldgrube zu verkaufen Prag. im November. Im Amtsblatt des Protektorats Böhmen und Mähren wird die Versteigerung der Goldgrube Raudnei ausgeschrieben. Die Versuche zur Goldförderung in dieser Grube hatten bisher keinen finanziellen Erfolg. Für zwei Grubenfelder einschließlich des Schürfstollens mit allem Zubehör wurde ein Ausrufpreis von 9500 RM. festgesetzt. Tschechisches Gutenberg-Jubiläumswerk Prag. im November. Der tschechische Buchdruck gedenkt des 500. Jahrestages der Erfindung der Buchdruckerkunst durch die Herausgabe eines großen Werkes, das unter dem Titel „500 Jahre Buchdruck in Bildern“ von der Vereinigung der graphischen Angestellten des Protektorats veröffentlicht wird. Das Werk wird u. a. Dokumente über das Leben Gutenbergs, Reproduktionen seltener Erstdrucke, Lichtbilder berühmter Buchdrucker, Material über die Gesamtentwicklung der schwarzen Kunst in Böhmen und Mähren sowie zahlreiche Illustrationen enthalten. „Romeo und Julia“ von Heinrich Sutermeister in Duisburg In einer szenisch außerordentlich spannkräftigen Darstellung kam die Oper„Romeo und Julia“ des jungen schweizerischen Komponisten Heinrich Sutermeister im Stadttheater Duisburg zu einer überaus eindringlichen Wiedergabe. Sie bestätigte, was anläßlich der Dresdener Uraufführung des Werkes und der westdeutschen Erstaufführung in Düsseldorf Positives über die vielversprechende Arbeit einer großen Nachwuchshoffnung gesagt wurde. Auch hier, unter der hingedungsvollen musikalischen Leitung von Wilhelm Schleuning offenbarte sie in spontaner Unmittelbarkeit die Vorzüge des klaren Aufbaues und der verhalten lyrischdramatischen Schönheiten. Dr. Ernst Fabry und Marta Arazym statteten die beiden Hauptpartien mit unmittelbarer Kraft des Ausdrucks aus. Die großartige Szene, für welche der Generalintendant Dr. Hartmann und der Bühnenbildner Adolf Stripling verantwortlich zeichnelen, verhalsen der Oper zu ihrer besten sinnfälligen Wirkung. Am Schluß der bedeutsamen Aufführung kam es zu hier selten erlebten Ovation für die beteiligten Künstler und den anwesenden Autor, die immer und im. mer wieder vor dem Vorhang erscheinen mußten. HI. G. Fellmann Losverkäufer beschwatzen ließen, 800000 Francen gewannen? Würden Sie der schlichte, nette und bescheidene Metsch bleiben, wie etwa der Prof. Willing? Im Lustspiel soll man nicht fragen. Antworten ist besser. Also machen wir es so wie Professor Willing, diese personifizierte Ehrenrettung des klassischen Gymnasiums. Er weiß, glücklich kann nur der sein, der sich selbst kennt, denn weder Geld noch Gut noch ein reibungsloses Leben machen glücklich. Glück hat man nur, wenn die Grundzüge des Charakters beieinanderbleiben. So sieht Roland Schacht den Professor, der sein altes Leben weiterführen will. Auch in punkto Herzensangelegenheit ändert sich wenig im Leben des Lotteriegewinners, der früher nicht gewagt hatte, um die Hand der silia hospitalis anzuhalten und auch als wohlhabender Gewinner es nicht wagt. Es ist der alte Routinier Roland Schacht, der dieses Lustspiel mit metallen geschliffenen Dialogen schuf. Die Uraufführung wurde im oldenburgischen Stadttheater überaus freundlich ausgenommen, wobei der Beifall neben dem Autor vor allem dem Darsteller des Professors Willing Walter Baumer galt, der der Figur des Professors so menschliche Züge verlieh, daß aus der Lustspielweisheit menschliche Weisheit wurde. B. R. Bechmeter 1 MIFA Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse eNV. 25. November 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 324 Für die neuen Ostlandschulen Erzieherschaft des Gaues Westfalen-Nord lieferte einzigartigen Beweis der Hilfsbereitschaft Zu Beginn dieser Jahres rief der Reichswalter des RS=Lehrerbundes, Gauleiter Pg. Wächtler, die deutsche Erzieherschaft zur großen Ostlandspende auf. um am Aufbau des deutschen Schulwesens im neuen Osten tatkräftig mitzuhelfen. Gleichzeitig veranstaltete die RSLB=Schülerzeitschrift„Hilf mit“ einen Wettbewerb. um zusätzlich Lehr= und Lernmittel und Wandschmuck für die neuen Ostlandschulen zu beschafsen. Die Lehrerschaft unseres Gaues ist mit Begeisterung an die Lösung dieser zusätzlichen Aufgabe herangegangen. Unter ihrer Anleitung hat unsere Jugend vielseitig gearbeitet. Als vor kurzem in Posen der Reichswalter in einer Großkundgebung 550000 Einzelspenden übergeben konnte, waren darin auch die Spenden für unsere beiden Patenkreise Alt=Burgund und Wirsitz enthalten. Das geknüpfte Band wird nun nicht mehr abreißen; denn es handelt sich nicht um eine einmalige Spende, die Betreuung wird so lange weitergeführt werden, bis die Kreise sich selbst helfen können. Während der obengenannte Wettbewerb lief, wandten sich die Kreisleiter Kollmeyer und Kossol, alte Kämpfer unseres Gaues, an unseren Gauleiter mit der Bitte um zusätzliche Spenden für ihre neuen Ostkreise Birnbaum und Wollstein. Gauleiter Dr Meyer, der die Opferfreudigkeit der nordwestfälischen Erzieherschaft und ihrer Schüler und Schülerinnen kennt, rief nun noch einmal zur Tat auf. Es entstand die Gauleiter=Dr.=AlfredMeyer=Ostlandhilfe" des RSLB Westsalen=Nord, die inzwischen auch als ein Ereignis von besonderer Bedeutung in die Geschichte unseres Gaues eingegangen ist. Diese zusätzliche Spende gliederte sich den Bitten der beiden Kreisleiter entsprechend in drei Abteilungen: 1. Büchersammlung für neu zu schaffende Volksbüchereien, 2. Sammlung von Lehrbüchern für die Hand der Lehrkräfte, 3. Sammlung von Lernbüchern und Schulmaterialien für die bedürftigen volksdeutschen Kinder. Das Ergebnis bewies eindeutig, daß unsere Erzieherschaft den Ruf des Gauleiters verstanden hatte. Die folgende übersicht beweist das eindeutig. Es wurden gependet: 8961 Bücher für die Volksbüchereien, 4844 Lehrerhandbücher für alle Schularten, 58 718 Schülerlernbücher, 720 Tornister und Ledertäschchen, 4224 Tafeln, 5873 Feder= und Griffelkästen, außerdem eine unübersehbare Zahl Griffel, Buntstifte, Schwammdosen, Radiergummis, Bleistiftanspitzer, Lineale, Zirkel, Rechen1maschinen. Lesekästen, Handarbeitskörde usw. Auch Gaues erhalten. Laut Meldung der deutschen Zeitung Kisten voll gerahmter Bilder, Kupferstiche, Holzschnitte, Reliefkarten. Anschauangstaseln usw. gingen mit auf die Reise gen Osten. Als das Ergebnis bekannt wurde, sprach der Gauleiter den Kreiswaltern des RSLB und allen Spendern für ihre vorbildliche Einsatzbereitschast und Opferwilligkeit seinen Dank aus. Auf Wunsch der Kreisleiter wurde die Spende durch Vertreter der Gauwaltung des RSLB persönlich an Ort und Stelle überreicht. In Vertretung des zur Wehrmacht einberufenen Gauamtsleiters Pg. Reimpell fuhren die Gauhauptstellenleiter Pa. Harnacke und Pg. Schäfer nach dem Osten. In Anwesenheit des Reichswalters fand zunächst die feierliche übergabe im Grenzkreise Birnbaum statt. Die Feierstunde in einer dortigen Schule wird allen Teilnehmern unvergeßlich bleiben. Kreisleiter Kollmann beionte, daß die Spende für die in der polnischen Zeit hartgeprüfte deutsche Jugend eine wertvolle Stütze bedeute. Auch in der Aula der Ausbauschule in Wollstein sand eine eindrucksvolle Feierstunde statt, zu der die gesamte politische Führerschaft des Kreises, sowie Vertreter der Wehrmacht, der Behörden und des Reichsarbeitsdienstes erschienen waren. Kreisleiter Kossol erinnerte an den polnischen Schulterror, der erschütternde Folgen habe und betonte, daß es eine heilige Pflicht des Altreiches sei, hier helfend einzugreifen. Die„Dr.=Alfred=MeyerSpende" des RSLB Westfalen=Nord werde ein scharfes Schwert im Kampf um die restlose Gewinnung des deutschen Ostraumes sein. Abschließend muß noch erwähnt werden, daß auch der Gauleiter und Reichsstatthalter im Reichsgau Wartheland, Pg. Greiser, in einem Dankschreiben an unseren Gauleiter zum Ausdruck brachte, welche große Freude ihm die Spende aus Westsalen=Nord bereitet habe und daß er der Lehrerschaft dafür herzlich danke. Die Erzieherschaft unseres Gaues hat neben dem Osten aber auch den Westen nicht vergessen. Die deutsche Oberschule in Rotterdam, deren altes Schulgebäude durch den Krieg zerstört war, hatte sich an die Gaue des Altreiches mit der Bitte gewandt, ihr bei der Ausschmückung der neuen, noch kahlen Räume behilflich zu sein. Die neue Schule solle zu einem getreuen Spiegelbild der deutschen Heimat gestaltet werden, und jeder Schulraum solle die charakteristische Prägung irgendeines unseren Fahnen ist der Sieg!“ Eröffnung der Versammlungswelle des Gaues Westfalen-Nord durch den Gauleiter in Bad Oeynhausen Bad Oeynhausen, 24. November. Zum Schauplatz der Eröffnung der neuen Versammlungswelle des Gaues Westfalen=Nord, die unter dem Leitwort„Mit unseren Fahnen ist der Sieg“ steht, wurde Bad Oeynhausen, wo sich in allen Räumen des Staatlichen Kurhauses eine riesige Menschenmenge eingefunden hatte, um aus dem Munde des Gauleiters Dr. Meyer die Parole für die kommende Winterszeit zu vernehmen. Der Gauleiter wurde von dem Mindener Kreisleiter im festlich geschmückten Großen Kurhaussaal. von wo aus die Veranstaltung in sämtliche Nebenräume übertragen wurde, aufs herzlichste unter dem Beifall der Menge begrüßt. Die Bevölkerung wisse dem Gauleiter Dank dafür, daß er in der zweitgrößten Stadt des Kreises Minden den Propagandafeldzug dieses Kriegswinters eröffne. Dann nahm der Gauleiter das Wort zu einer längeren Rede, in der er einen Rückblick und Ausblick gab, Rückblick auf die unvergleichlichen Leistungen unserer stolzen Wehrmacht an allen Fronten, die zu ebenso unvergleichlichen Siegen geführt haben. Einig nach außen und im Innern, beseelt von dem starken und reinen Willen des Führers, der mitten im Kriege auch das soziale Programm weiter ausbaue, werde die Gemeinschaft des deutschen Volkes den Sieg über die plutokratischen Anschauungen und Mächte erringen getreu dem Leitwort, das über dieser Versammlungswelle stebe:„Mit unseren Fahnen ist der Sieg“. Betriebe und Geschäfte der Badestadt hatten am Kundgebungstage schon um 14 Uhr geschlossen, so daß jeder Volksgenosse an der Eröffungsfeierlichkeit teilnehmen konnte. Grenzland=Hitlerjugend Großtagung des HJ=Bannes und B9M=Untergaues 145 in Ahaus Ahaus, 24. November. Nachdem BDM und Jungmädel in Gronau schon am Sonnabend einen plattdeutschen Abend veranstaltet und am Sonntagmorgen einen Vortrag über den Westsälischen Frieden gehört hatten, fanden sich alle Führer und Führerinnen des 53= Bannes und des BOM=Untergaues 145(Grenzland) am Sonntag in Ahaus zu einer Großtagung zusammen. In mehreren einzelnen Arbeitstagungen wurden Arbeit und Leistungen der Hitlerjugend im vergangenen Sommer und die Richtlinien für die kommende Winterarbeit besprochen. Im Anschluß daran fand eine erhebende Feierstunde im grcßen Saale des Kalinos in Abaus statt. Dieser Feierstunde wohnten die Jungmädelheauftragte der Reichsiugendführung Pan. Bäumler, die Obergauführerin Käthe Schoneweg und Kreisleiter Tewes bei. Die Obergauführerin sprach mit packenden Worten zu den Jungen und Mädeln des Grenzlandes und legte ihnen ihre kommenden Pflichten und Aufgaben dar. Kreisleiter Tewes verbreitete sich über die große Bedeutung der Jugendarbeit und stellte die innige Verbundenheit zwischen den Soldaten an der Front und den Jungen und Mädeln in der Heimat heraus. Die Feierstunde hat auf alle Jungen und Mädel einen tiefen Eindruck gemacht, sie klang aus mit der Führerehrung. in den Niederlanden hat dieser ausgezeichnete Gedanke im Gau Westfalen=Nord den stärktsten Widerhall gesunden. Unsere Lehrerschaft spendete auch hier vorbildlich: Bücher und Bilder westfälischer Landschaft, zahlreiche Erzeugnisse westfälischer Töpferkunst und dergl. Ferner wurden Nachbildungen von vorgeschichtlichen Funden, von germanischen Handwerksgeräten und Gebrauchsgegenständen, wie sie wiederholt aus der Roten Erde zutage gefördert wurden, überreicht. Die wertvollste Gabe war das Modell eines altwestfälischen Bauernhauses, sowie eine alte Fürstenberger Porzellanvase. Die Gaben sielen auch hier so reichlich aus, daß auch die anderen deutschen Schulen in den Niederlanden noch bedacht werden können. Der Erfolg der„Rotterdam=Spende“ spricht besser als alle Aufzählungen aus dem Dankesbrief, den der Schulleiter an die Gauwaltung des RSLB übersandte. Es heißt dort u..:„Als wir die Sendung auspackten, meinten wir, der Weihnachtsmann sei zu uns gekommen. Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen. Wenn die Schüler jetzt in der Klasse„Westfalen“ sind, dann wird ihnen ihre Heimat so lebendig werden, wie Sie es sich gewünscht haben. Ihre Sendung und die Gesinnung, die aus ihr spricht, verpflichtet uns aufe neue, alle Krasi für den Wiederaufbau unserer Schule einzusetzen.“ Es gibt wieder Eier=Teigwaren Die Hauptvereinigung der deutschen Getreide= und Futtermittelwirtschaft hat die Bestimmungen zur Ordnung des Teigwarenmarktes geändert. Während die Verwendung von Eiern und Eierzeugnissen bei der Herstellung von Teigwaren verboten bleibt, dürsen ab 1. Dezember bis auf weiteres die von der Reichsstelle für Eier zur Verfügung gestellten Mengen an Trockenei zur Herstellung von Eierteigwaren verarbeitet werden. Die Lieserung der neuen Eierteigwaren in Kleinpackungen ersolgt erst vom 1. Januar 1941 ab. Die Herstellung von Eierteigwaren darf im Rahmen der Gesamtherstellung einen Anteil von 30 Prozent nicht überschreiten. Hund hielt Totenwache Mettmann. Als nach einer Jagd der Jäger Viktor Schäfer nicht zurückkehrte, vermutete man einen Unsall. Erst nach einer längeren Suche fand man ihn am anderen Tage auf einem Rastplatz im Jagdgebege tot auf. Ein Herzschlag hatte seinem Leben ein Einde bereitet. 24 Stunden lang hatte der treue Hund bei seinem toten Herrn die Wache gehalten. Feierstunde in Münster Der Musikzug der SA-Standarte 13 gab ein schönes Konzert im Rathaussaal Münster, 24. November. Schon oft haben wir den Musikzug der SAStandarte 13 musizieren hören. Oft haben wir uns gefreut, wenn die zackigen Märsche erklangen, wenn hinter den Musikern die Männer der braunen Kampfformationen im gleichen Schritt und Tritt marschierten. Am gestrigen Sonntag bewies uns der Musikzug, daß er auch der großen Kunst der Töne viele Stunden seiner Arbeit widmet. Im großen Rathaussaal fand ein Konzert statt, das in jeder Hinsicht erfreuliche Erfolge zeitigte. Viele SA=Kameraden hatten sich mit ihren Angehörigen eingefunden, verwundete Soldaten aus unseren Lagaretten füllten viele Reihen aus, zahlreiche Ehrengäste von Partei. Wehrmacht und Staat bewiesen durch ihr Erscheinen ihre enge Verbundenheit mit der münsterischen SA. Sie wurden in berzlichen Worten von dem mit der Führung der SA=Standarte 13 beauftragten SA=Hauptsturmführer Kruse begrüßt, der in seinen Worten auch zum Ausdruck brachte, daß innerhalb der Bewegung die Kultur nach deutscher Art vorwärtsgetrieben werde, was dieses Konzert auch veranschauliche. Wenn diese Veranstaltung nach vielen Mühen endlich zustandegekommen sei, so solle sie nicht nur das Zeichen einer großen Gemeinschaft sein, sondern diesen Gemeinschaftsgedanken auch tatkräftig ins Volk hinaustragen. Unter der Stabführung von Musikzugführer Alfred Jobst erklang dann als einleitendes Musikstück Schuberts Ouvertüre zu„Rosamunde“, der man eine starke Betonung der Bläser— die ja eigentlich das Element des Musikzuges bilden— anmerkte; das Spiel, das in seinen Besetzungsmöglichkeiten tief durchdacht war, legte beredtes Zeugnis ab von dem Schaffen des uns so vertrauten Wiener Komponisten, der nun zum Abschluß der Woche der deutschen Hausmusik noch einmal eine schöne Interpretation erfuhr. Zwei weitere Musikstücke sprachen von der kompositorischen Arbeit des münsterischen Tonsetzers Kuno Stierlin, der selber dem Musikzug angehört und der Kammermusikabteilung vorsteht. Er selbst leitete auch die Darbietung seiner Werke— Andante antiquo für Streichorchester und Vorspiel zur Oper„Sein Lied“.—. aus denen man eine starke Beherrschung künstlerischer Ausdrucksmittel und schwungvollen Stiles herausfand. Erklang aus dem weiten Rahmen des ersten Stückes schon eine innige Feierlichkeit, so enthielt das Vorspiel zur Oper„Sein Lied“, die vom Stadttheater in Dortmund uraufgeführt ist, eine untergründige, rhythmische Tiefe, der man gern und freudig lauschte. Als wenn aus wuchtigen Bergen ein kleiner glitzernder Quell hervorspringt, so mutete dieses Spiel, das die Trauer überwindet und den Sieg des Lebens verkündet, oftmals an. Ein schweres Trio für Viola, Klarinette und Klavier von Serge Romanow folate in drei Sätzen: Leiden des Lebens. Tod die Erlösung und Ewig der Kampf. Gerade dieses Stück setzte musikalische Könnerschaft für die Solisten voraus, die auch erreicht wurde. Nach dem ersten Satz aus der Symphonie in Dedur von Friedrich Karl Müller, der auch in Münster gewirkt hat, einem klangvollen Werk, spielten die SA=Musiker die Ouvertüre zu „Egmont“ von Ludwig van Beethoven. Diese Musik, die in ihrer Solennität ergreifend wirkt. vermochte auch diesmal wieder die vielen Zuhörer zu bannen und ließ durch ihre Darbietung den Wunsch aufkommen, daß man noch recht oft vom Musikzug der SA=Standarte 13 solch schöne Konzerte zu hören bekommt. Karl-Heinz Henkel Gewaltverbrecher hingerichtet Dorimund, 24. November. Die Justizpressestelle beim Oberlandesgericht in Hamz teilt mit: Am 23. November 1940 ist der am 25. 12 1913 in Elbeu geborene Hans Harm hingerichtet wor, den, den das Sondergericht Dortmund am 10. Oktobe, wegen versuchten Mordes und versuchten schweren Rau, bes als Gewaltverbrecher zum Tode und zum dauen, den Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt Harm hat am 10. September 1940 eine Frau i ihrer Wohnung durch mehrere Schläge mit einem Han, mer zu töten versucht, um sie zu berauben. Gerechte Strafe für zwei Unholde Münster, 24. November. Vor der Strafkammer hatte sich ein B. Sch. aus Bochol: zu verantworten wegen Verbrechens auz Paragraph 176, Ziffer 3, in zwei Fällen. Der bisher unbestraste 45jährige Mann suhr an einem Sonniag, nachdem er schon allerhand Alkohol zu sich genommen hate, mit dem Rade nach Rhede. Auf dem Wege san er junge Mädchen, die Brombeeren suchten. Er sproch sie an und nahin dann an den Kindern, eines war sechJahre und das andere acht Jahre alt, unzüchtige Hand, ungen vor. Andere Personen, die des Weges kamen, sahen dies und übergaben den Unhold der Polizei. Das Gericht verurteille ihn zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr, unter Anrechnung der Untersuchungshaft. Ein zweiter Angeklagter, ein 66jähriger Mann A. D. aus Werne, war ebenfals des Verbrechens auz Paragraph 176, Zilser 3, in zwei Fällen angeklagt Auch er traf junge Mädchen beim Brombeersuchen, wäh. rend er eine Ziege hütete. Er lockte die Kinder heran, tat so, als ob er sich mit ihnen balgen wollte, und dann faßte er sie in unsittlicher Weise an. Er wohnte mi den Kindern in einem Hause, auch hier nahm er später noch einmal unzüchtige Handlungen an den Kindern vor, Mildernd wurde das Alter des unbestraften Manneberücksichtigt. Er erhielt eine Gesängnisstrafe von zehn Monaten, unter Anrechnung der Untersuchungshaft. Hilde„besorg!“ sich ein Rad Werther. Die wegen ihres leichtfertigen Lebenswandels in Fürsorgeerziehung untergebrachte Hilde K. aus Wanne=Eickel hatte sich mal wieder„selbständig“ gemacht und trieb sich vagabundierend herum. Bei Werther traf sie einen 11jährigen Schüler mit einem Fahrrade. Sie redete ihm allerhand vor und lotste ihm mit„sanster Gewalt“ das Rad ab. Dabei kam es ihr vor allem auch wohl auf die am Fahrrad befindliche Tasche an, in der sich u. a. 16 oder 17 Mark befanden, Davon kaufte sich Hilde neue Handschuhe und eine Fahrkarte nach Hause. Das Rad gab sie an der Gepäckabfertigung ab. Jetzt hatte sich das Früchichen wegen Unterschlagung vor dem Richter in Halle zu verantworten. Da der Vater das Geld ersetzt hat und auch das Fahrrad dem Eigentümer wieder zugestellt werden konnte, kam Hilde mit einem Monat Gefängnis davon. Fronttruppen=Betreuung in der Heimat Ein Blick in die Arbeit der Gaufilmstellen der NSDAP Wir spielen in der Heimat für Fronttruppen. Seit einigen Tagen sind sie bei uns einquartiert. Man sieht es ihnen an, daß sie„draußen“ gewesen sind: denn die Uniformen und die Fahrzeuge haben offensichtlich allerhand durchgemacht. Ueberall in den Höfen und Einfahrten stehen wehrmachtsgraue Fahrzeuge und werden repariert und gereinigt. Aus dem friedlichen Bild der Arbeit ist nun für einige Wochen der Waffenrock nicht mehr wegzudenken. Man kann sich denken, mit welcher Begeisterung der Wagen der Gaufilmstelle begrüßt wird, der mit Wochenschau und Hauptfilm zwei Stunden Abwechselung und Erlebnis bringt. Heute findet nun im Gasthause eine Veranstaltung statt. Der Vorführer der Gaufilmstelle hat sogar auf besonderen Wunsch neben der neuesten Wochenschau auch die mitgebracht, in der die Kämpfe um Rotterdam gezeigt werden; denn dort waren die Vergütung für Lustschutzdienst im Betriebe Eine Klarstellung von amtlicher Seite In den Betrieben hat ein kürzlich veröffentlichtes Urteil des Landesarbeitsgerichts Krefeld vielfach Aufsehen erregt, das in einem Einzelfalle den Anspruch auf Vergütung für den Luftschutzbereitschaftsdienst zurückgewiesen hat. Das Urteil hat viele Betriebsführer veranlaßt, die Frage der Vergütung nachzuprüfen, und den Gefolgschaftsmitgliedern andererseits kamen Zweifel, ob sie für den Bereitschaftsdienst Anspruch auf eine Vergütung erheben könnten. Da im Interesse der Sache eine Klärung erforderlich ist, nimmt das Reichsjustizministerium in der„Deutschen Justis“ im Lebenebedingungen in den Tropen, über Vorbeugungs. in Berlin=Lichterfelde. Hier stehen, wie das Reichs. ärzteblatt mitteilt, viele bereit und warten auf den Tag, an dem der Führer dem deutschen Volke die Tore zur Welt aufstoßen wird. Zwei tropenmedizinische Kurse. der eine an der Wiener Akademie für ärztliche Fortbildung unter Leitung von Professor Dr. Fischer, der zweite am Hamburger Tropeninstitut, geleitet von Profesor Dr. Mühlens, vermitteln im Verlauf der letzten Wochen zahlreichen Angehörigen dieser Schwesternschaft aus allen Teilen des Großdeutschen Reiches mit einer Vortragsfolge über die Einvernehmen mit den übrigen beteiligten Stellen zu dem Urteil und den darin angeschnittenen Fragen Stellung. Nach dem geltenden Recht ist bei einer Dauer der Dienstleistung von über 5 Stunden ein Zehrgeld von.50 RM zu gewähren. Träger der Verpflichtung ist im Werkluftschutz der Betrieb. Die Klarstellung weist darauf hin, daß dem Krefelder Urteil keine allgemeine Bedeutung zukomme, weil es sich hier um einen Fall handele, der in der Praris selten vorkommen dürfte. Der Anspruch wurde nämlich deshalb verneint, weil der Kläger nicht ordnungsmäßig zum Luftschutzdienst berangezogen worden sei. Die Heranziehung zur Lustschutzpflicht erfolgt an sich durch polizeiliche Verfügung. Im Werkluftschutz und im erweiterten Luftschutz ist dieser Grundsatz aber nur für die Luftschutzleiter maßnahmen und Bekämpfung der Tropenkrankheiten und einem straff begrenzten Pensum von praktischen übungen(Mikroskopieren usw.) das Rüstzeug für ihre künftige Arbeit. Als Krankenschwestern, Hebammen oder Laborantinnen werden die Schwestern das Wissen aus diesen Kursen verwerten können. SA.-Hauptsturmführer Kruse eröffnet die musikalische Feierstunde des Musikzuges der SA.-Standarte 13 mit einer kurzen Begrüßungsansprache. Aufn. Hülsbusch meisten der Batterie selbst dabei. Nun sitzen sie eng gedrängt beisammen und harren. Heute ist Feiertag. Die Vorführmaschine läuft mit leisem Surren an. Das erste Bild blendet auf: Die neueste deutsche Wochenschau. Nach kurzer Pause folgt die zweite: Deutsche Falschirmjäger besetzten Rotterdam. Rotterdam? Da waren wir doch dabeil Aus geflüsterten Worten und aus der Haltung fühlt man deutlich, wie alle mit gespannter Aufmerksamkeit jedes Bild versolgen. Dal Jawoll, dort sind wir gefahren. Da ist der durchsiebte Omnibus und hier die Dreckstelle, wo wir beinahe nicht weiterkamen. Und das brennende Rotterdam! Jawoll, so ist es gewesen! Es ist eine Freude und Ueberraschung für alle, noch einmal im Bild alle die Stäten zu sehen, wo sie imn Kampf gestanden haben. Und die weiteren Bilder geben ihnen einen lebendigen Einblick, wie die Front an anderen Stellen ausgesehen hat, und sie sehen, daß es überall mit gleicher Unaufhaltsamkeit vorwärts ging. Den großen Ueberblick über das gesamte Geschehen, den eine Wochenschau zu bieten vermag, gewinnt der Soldat, der selbst an der Front steht, nicht. Am Schluß der Wochenschauvorführungen brachte der Hauptmann den Wunsch vor nach einer Veranstaltung, die sämtliche Wochenschauen vom Feldzug im Westen bringt. Nach Ablauf der Wochenschauen wurde eine kleine Pause eingeschoben, damit die„Aufregung“ wieder obebben konnte: denn was nun gezeigt werden solle, war etwas gänzlich anderes: Ein heiterer, unterhaltender Film. Bei dem Titel„Drei Väter um Anna“ wird au verschiedenen Stellen ein freudiges„Ah“ hörbar. Einige der anwesenden Soldaten haben ihn schon einmal sehen können und vor allem, daß auch ihre Kameraden ss unerwartet Gelegenheit haben, ihn kennenzulernen. Schon nach den ersten Szenen— und vor allem nach den heiteren— merkt man, daß ein Unterschied zwischen einem Großstadtpublikum und diesen Soldaten besteht. Diese sind hier eine große Gemeinschaft urd keiner nimmt sich ein Blatt vor den Mund: wenn es etwas zu lachen gibt, dann wird dies herzlich und ausgiebig getan. Keiner hat Angst, daß der Nachbar sich daran stoßen könnte. So wird ein Film bei einer solchen Vorstellung vor Soldaten so dankbar aufgenommen wie man es woanders kaum finden dürfte, und es wäre dem Autor, dem Spielleiter und den Darstellern eines Filmes wirklich einmal zu wünschen, ihn in einem so ungewohnt schlichten Rahmen zu erleben; denn hier wird fühlbar, daß er mit letzter Aufgeschlossenheit und ehrlicher Freude ausgenommen wird. Für den, der sich im Ablauf der Spielhandlung als der anständige Kerl erweist, wird ebenso lebhaft Partei genommen, wie seinem Gegenspieler Unglück und Verderben gewünscht wird. Als der Filmabend vorbei ist, sind wir noch lange eigene vert Buntes Weltgeschehen Nimmt man sich Statistik des Herzens us den sau d ur. Mlacte die Mdhk Bodse, Bsen, Aash eschächke nstese bi eserechalche e ien Ser e nicht zu Ende. Eine ganze Reihe von Soldaten sieht sich die Gerätschaften und unsere Zurüstungen an und möchte so viele Fragen beantwortet haben, wie unser Vorführer in der Eile gar nicht befriedigen kann. Wann wir wiederkommen, wird gefragt? Ob auch wirklich einmal alle Wochenschauen gezeigt werden können? Ob „ ses noch mehr Filme vom Kriege gäbe? Und schließlich selbst beibehalten worden. Die übrigen Gefolg nangtasg schaftsmitglieder werden durch den Luftschutzleiter; normalen menkschlirheg, He berangezogen, was auch mündlich geschehen kann. glangt man zu gergoezu astrongmischen. Ispzrn., gizg ausnahmslos gehandelt. In dem Krefelder Falle; 4200mal in der Stunde, 100 800mal am Tage und Geheimnisvolle Stiche ins Bein hatte nun aber der Betriebsführer gegen den Wil F 36 792000mal im Johre. Setzt man die Dauer eines In ein Stockholmer Krankenhaus wurde eine blutlen des Werkluftschuszleiters den Bereitschaftsdienst Menschenlebens auf 70 Jahre an, so schlägt das Hers uberströmte Frau eingelsefert. Einsam und allein war angeordnet. Die Klarstellung bemerkt, daß gleich= Ein 70 Jahren 2575 440000mal. Erreicht ein Mensch sie auf einem Spaziergang durch die Straßen Stockwohl der Anspruch des Gefolgschaftsmitgliedes auf das 100. Lebenssahr, so muß sein Herz 3 679 200 000mal holms gewandert, als sie plötzlich Stiche in ein Bein Zehrgeld sich hätte rechtfertigen lassen, da sich der Ischlagen.„Diese rpundervolle Krstmerk gerragg mit erhielt. Nur schnelle ärztliche Hilfe hat schlimme, Folgen Werkluftschutzleiter in der Folge mit dieser nahme abgefunden hatte. Der Krefelder nutzt, sondern die Eingeborenen hesitzen die Geschicklich=: Wir wissen, daß wir hier Gedanken angeregt haben, de keit, mit den Lippen so schrille Töne hervorzubringen,; verdienten, weiter gepflegt zu werden. Das, was uns daß sie bis zu 6 Kilomeier weit hörbar sind. Bis zus aber am meisten freut, ist das Schlußwort des Hauptdieser Entfernung können nun zwei Guanchen ein langes; manns, der uns sagt, daß wir mit unserer Vorführung Gespräch führen, bei dem sie sich nur ihrer Pfeissprache; nicht etwa nur etwas Unterhaltsames geboten hätten, ilen, da sich der zsctlagen,„Diesez, windervole Krotw; f, gergeg mit erhielt. Nur schnelle Zrztliche Hise bat schlimpe, Jolen ist es Haher noch keinem Europöer gelungen, das Gerssommenhang mit der großen Nutgode deutsch u mit dieser Maß= jedem Schlage 455 Gramm einen Meter in die 555, Zu verhindern können. Der Vorfall wurde, der Polizei ge; heimnis dieser Pfeisprache zu ergründen und die langens lamzmuenhang mit der großen Aufgabe deutlich# efelder Entschei= Fheben, im Lapfe eines Toges also 46 Tonnen. Bei meldet, die den Tatbestand aufnahm. Der Fall wurde gdax kurzen Töne nachzuahmen, die die einzelnen Buch=3 machen. mt werden. Das s jedem Schlage geraten etwa 100 Gramm Blut in Be= untersucht, der Tatart besichtiat, ober von ein=— untersucht, der Tatort besichtigt, aber von einem geoder kurzen Tone nachzuaymen, die die einzeinen, Bucheg“ staben und Silben der Sprache bilden. Das Pfessen der dung könne deshalb nicht zugestimmt werden. Das: jedem Schlage geraten etwa 100 Gramm Blut in Begelte auch, wenn die Entscheidung Zweifel zum zwegung, die durch das weitverzweigte Neßz der Blut, heimnisvollen Messerhelden wurde keine Spur entdeckt. Eingeborenen ist außerordentich durchdringend, ein GeAusdruck bringe, ob der Nachtdienst, das Schlafen sgefäße getrieben werden. In jeder Minute fließen durch Plößzlich fand das Rätsel eine Lösung, als man zwischen sehrter der die Sprache lernen wollte, erzähli, im Betriebe, überhaupt als Luftschutzdienst ange das Herz sieben Liter Blut, in jeder Stunde 420 Liter, Futter und Pelz der Dame ein vergessenes rasierklingen sodrt““,#?“ Spzache sehen werden könne. Jeder Dienst im Interesse; an jedem Tage 10.080 Liter. In 70 Lebenssahren rinnen scharfes Kürschnermesser entdeckte. des Lustschutzes sei immer Luftschutzdienst. Abschlie= durch durch die Herzschlagader 255000 Kubikmeter Blut, kend wird festgestellt, daß den Gefolgschaftsmitglie= 5genügend, um auf eine Stunde das Bett eines großen dern im Werkluftschutz und im erweiterten Selbst Flusses mit Wasser zu versorgen. ein Eine Pfeif-Speache Eine der merkwürdigsten„Sprachen“, die es auf der Welt gibt, wird auf den Kanarischen Inseln verwendet. Die Guanchen, die Ureinwohner, die die Eilande bereite Jahrhunderte vor der Entdeckung durch die Spanier deSeinen Meister beirogen daß er mehrere Wochen auf einem Ohr taub war, in das er sichs Osnabrück. Bei einem hiesigen Meister war von einem Guanchen die Töne hatte pfeisen lassen. Autofahrer beschäftigt, der durch raffinierte Fälschungen in den Lieferscheinbüchern seinen Arbeitgeber fortgesett 30 kg Sardellen im Haifischmagen schädigte. Die durch die Fälschungen erbeuteten Beträge, „idie zu einer erheblichen Summe anwuchsen, sind restlg; Bei Split in Dalmatien entdeckten Fischer, die 9 Eeipomt haten, um Sardelen zu langen, einen Doi.; fesigenommen. Er wird sich wegen gewinnsüchiger #/0, der bocposchor inss gprvs ernen hate Hurch Urkundenfälschung zu verantworten haben mes in die Maschen eines Netzes verwickelt hatte. Durch; Urkundenfälsch schut, auch wenn sie nur zum Nachtdienst beran= g6..=uuz, anne Martengezogen worden sind, das Zehrgeld nicht versagt Die Tragödie eines Panlosselhelden werden kann.„Sie setzten sich nicht etwa dem Ver Ein Bauer in Seoarec in Jugoslawien ertappte seine Die Guanchen, die Ureinwohner, die die Eilande bereite fisch, der sich bei der Verfolgung eines Sardellenschwardacht aus, geldliche Vorteile zu erstreben, wenn; Frau beim Ehebruch. Als er nun von seinen Haus= Jahrhunderte vor der Entdeckung durch die Spanier de= mes in die Maschen eines Netzes verwickelt hatte. Durchz“ sie dieses Zehrgeld fordern. Das Wesen und die sherrenrechten Gebrauch machen wollte, drehte die ener; wohnten sind zwar als Rasse für sich ausgestorben, aber vorsichtiges Einholen des Netzes gelang es, den Haiß LadendiebinnHöhe des Zehrgeldes ließen einen derartigen Ver= igische„bessere Hälfte“ den Spieß um, verprügelte ihn ihre Nachkommen haben sich mit den Spaniern vermischt, ganz an das Segelschiff heranzubringen.„Einer ders. Soreneitomnnen wurern vertent.4 dacht von vornherein als unbegründet erscheinen, jund warf ihn hinaus. Der Pantotselheld nohm die und diese Mischlinge besitzen wenigstens noch eine de: Fischer saßte die Schwanzflosse des Haifisches, wurdes Osnabrück. In einem hiesigen Lebensmittelgeschoft Hüse des Gerichts in Anspruch, das ihn wieder in seine sondere Fähigkeit, die ihnen dieher noch kein Europäer jedoch im nächsten Augendlick mit ungeheurem Schwungzkonnte durch die Aufmerksamkeit des Personals ein sen pülten für Gehorsog Rechte einsetzte. Der eheliche Friede war dadurch aber abgelernt hat. Das ist die Pfeissprache. Die Inseln sind von dem Raubfisch ins Meer geschleudert. Nur unterz Frau festgenommen werden, die dort Lebensmittel Snk=Schwestern kunten für urverser keinezwegs wieder hergestellt. Es dauerte nur ein paar so. gebirgig, daß die einzelnen Täler von den benach: Lebensgefahr konnten die übrigen Fischer ihren Kame:sGebrauchsartikel entwendet hatte. In einem andere Als der Mittelpunkt einer in alle Himmelsrichtungen Tage, da wiederholte sich derselbe Vorgang mit dem barten Siedlungen durch schroffe Felsenkämme getrennt raden vor dem Haifisch retten, und erst nach ungeheuren; Geschäft wurden zwei schulpflichtige Mädchen deobachtel, der Welt verstreuten, aber durch den Rückhalt der Hei Unterschied, daß der Mann diesmal nur Prügel bezog, sind, so daß man einen Umweg von vielen Kilometern Anstrengungen glückte es, das Ungetüm zu überwäl; i die für über 15 Mark Ware entwendeten. Die Wor, mat fest verbundenen Gemeinschaft wirkt das Mutter= ksonst aber im Hause gelassen wurde. Da auch der ölteste machen muß, um in das benachborte Tal zu gelangen, tigen. Der erbeutete Haifisch hatte eine Länge von.25; wurden ihnen wieder abgenommen. Gegen die Mädch stische über See Sohn des Ehepaares sich an der Prügelei beteiligt hatte. Da es nun den Guanchen zu umständlich war, erst Meter. In seinem Mogen sand man 30 kg Sardellen, werden erzieherische Maßnahmen eingeleltet. haus der DRK=Schwesternschaft für Deutsche i ven=Beiden= Kaulschaulstraßze 14. Hen Srate 4. Zernsprecher se Nr. 994: 2 borcher Nr.s C; Gren Jovenbüren: udolf. Lädingpansen: Mark Farmsprcher Nr. 252: R. Schre: Nach Sou e Nach beim Obe den Meldungen 25. 11. zahlreiche Industrieaule brochener Reihe üb ihr Ziel und warf daß— wie die zahlreichen Brän Häuserblocs Gaswerk expl riesigen Stichflamn slanden in Flamn renden Flugzeuge der Angrisse übe Ilakabwehr war; sicherheit nach. Während das! länder über die f. Birmingham und hauptungen von de höfe zu trösten su wieder zu einem diesmal die west ganzen Wuch traf. Der Großa starken Fliegerkrä schlagende Erfolge schwiegen werden britischen Stellen wieder verschweig england" umschreil Angaben ahnen, deutschen Bomben groß sein muß. Unter dem ni schen Großangriffe daß deutsche Flu ganz besonde england mit P habe kurz nach einige Stunden bomben hätten„ beschädigt und zu dauerndes K gewesen, so daß m es handele sich um Auch der Berscht Ministeriums für hauptsächlichsten 2 zum Montag im wurden daß sie k# und bis nach Mit reiche Brandbomb häuser und Büro durch Explosion o „Büro=“ bzw. Fall nichts andere für die von den de und Hasenon rungen in Wirkli Coventry zur Gei nicht viel anders D Hauptstandort Bristol ist ein lischen Westküste, Lebensmitteln vor den im Jahre 14 950 Ein Das Oberke Eines der operierenden seiner bisherigt BRT seindliche Die Der wasse gege von 23. zum und andere Bombenwürfe. legten außerde losen Angr Kaliber. 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