2 MFA Mikrotilmaschiv der deutschsprachigen Presse en. K— — ummer 316 reisleitung ster Sonnlag, die um wied neben der nstellung der Illme Titel„Die Schlacht der Jilmstunde: Kreisleiler Mierig. über das Thema „Die Schlacht in fahnenausmarsch. zunehmen. Münster-Warendorf eprescamteieler ewegung s. Durch die Gau19. November, im ezeigt werden, dazu i. Beginn pünktlich sen Blockleitern, auf indkasse. he. Die Ortsgruppe igen Sonntag im de mit dem Großhr. Karten sind bei ase erhältlich. in Aepfern scheins und der Beid zu gegebener Zeit kommenden Winter üsekonserven ausge: nservenkarte, bleibt ken müssen sich von seinigung ausstellen ung, der zustöndigen wvelche die Bescheinidas Ernährungsamt rhalten die Zucker, gsschein, den sie bei indler obgeben. Der Abgabe des VerechDie Berechtigungsbei dem Ernährungsund diele von den , Abt. A, in einen auschen. Die Bezugdert von den unter d Großbezugscheinen ind bis zum 28. Degen. gestellten Quittungen zogenen Dosen Kontechtigte st nicht vereinmal abzunehmen. sch um Schwarzblech1. Februar 1941, und idelt, bis zum 1. Mai möglich, WeißblechMöglichkeit deren Gemüsesorten zu bekonserven an andere chdosen sollen, um an einem trockenen ihten oder, sonstigen werden. Die fabrikin Schwarzblechdosen Die Qualität dieser dosen nicht nach, sedes Dosenmaterigls r, den Inhalt der 1941 zu verbrauchen. 41 telbarte 17 Jgd für Jahren(blau) sind, el. sird noch geregelt. bichnitte werden jeMengen vom Ernäher 1940. berbürgermeister hrungsamt, Abt. B. e. ete e. n. taubstummen, taublinden, hochgradig und schwachsichtizen as 4 Lebenssahr vollwerden hiermit auf tes betr. die Beschutaubstummer Kinder ufgefordert, diese bis beim Hauptverwalrsonalamt, Versonalbteilung, III(Schalaße 74(Eingang Ludzumelden. en 15. Nov. 1940. ebüirgermeister: lebrand. ntmachung iume der Abteilung it für Angehörige en bleiben am Monnd Dienstag, dem 19. n Umzugs geschlossen. en 15. Nov. 1940. Oberbürgermeister. seuoermnton Amt Volbeck. Steuerpflichtigen, die Zahlung der Steuern ür das 3. Vierteljahr letzten„Rate Bürgerim Rüchstande, sind, aufgefordert, innersahlung zu leisten. Termin werden die fort im Bege der kung eingezogen weriche Mahnung tritt an eimahnungen n 15. November 1940. nasse Wolbech rechungsbehörde. wiolgsichers abeträger Westlolen-Nors Ist die töleche ereltung! „„„„„„„„„„„„„„— eigene Vertretungen Kiunster hsihser Unniger PPpL imn Eingelverkanf Ahaus: von=Delden=Straße 6, Fernsprecher Nr. 450: Ahlen: Adolf=Hitler=Straße 65, Fernsprecher Nr. 444: Bocholt: Realschulstaße 14. Fernsprecher Nr. 3247, Vorten: Kapuztmergasse4. Hernsprcher Ne. 121; Vorgdorst: Kmodenene: Straße 6. Fernsprecher Nr.22; Burgsteinfurn: Lindenstraße 74. Fernsprecher Nr. 22: Coeofeld: Hindenburgplaz a. Fernsprecher Nr. 394; Dülmen: Adolf= Hüuler= Straßze 55, Fernsprecher Nr. 573: Emodenen: Mänsterstraße l. Fernsprecher Nr. 346; Greven: Münsterstraßel, Fernsprcher N. 22); Gronam: Adolfs=Hiler= Str.30, Fernspricher Nr.200; Ivvenbüren: Adols=hitler=Sr. 7. Fernsorecher Nr. 341: Lengerich: Adols=Hitler=Plaz 11. Fernsprecher Nr.516: Lädingpansen: Marn. Fernsprcher Nr.303; Scarnp: Hahnhostr.14 Fernsprecher Nr.3ch; Rbeine: Lahnhoste. 2 Fernsprecher Nr. 2452; Warendorf: Oststraße 24 Fernsprecher Nr. 511: Wberne: Kichplat 8. Fernsprecher Nr. 14 ANITLICHES ORGANDESGAUES WESTEALEN-NORD DERNSDAP UNDSANITLICHER BEHORDEN Verlag und Haupigeschäntostelle: Münster i. L9., Orinztpalmankt 13/14, Fernsprech=Sammel=Nr. 2 4231. Haupeschriftleitung: Munster i. B. Galizinser. 13. Bezugepreis: Auagebe à.10 RM. Ausgade 8(mit Uufr erter Wochenschan) 2.5 KM monatlich emnsal. Zustellmngsgebuhe und Versandtosten Dei Bostdoezug ansch. 245 dis 25 Not. im Durchschnir 24.25 Rps.) Bostzettungsgedühren zuzuglich 42 Rpf. Bestellgeld. Die Westsätische Tageszeitung erscheine Zmal wöchentl. morgend. 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Während am Sonnlag Verbände der deutschen Lustwasse über den Küsten von Kenl und Susser operierten und in der Nacht zum Sonnlag neue schwere Schläge gegen London sowie die Umgebung der Hauptstadt führien, versuchten die Engländer sich für die furchtbaren Riederlagen, die ihren Kriegsanstrengungen durch die letzten Nachlangriffe auf Coventry und London mit dem ständigen Bombentrommelfeuer auf kriegswichlige Industrien zugefügt wurden, durch einen Ueberfall auf Hamburg zu rächen. Hier, wo ihre„Pulverisierungslaktik“, der großangelegie Versuch zur Zermürbung und Demoralisierung der deutschen Zivilbevölkerung durch wahllose Bombenabwürse auf Wohnviertel und andere nichtmilitärische Bezirke, vor Monaten begonnen hat, möchlen sie setzt wieder anknüpsen. Aber inzwischen hal sie die Strafe für diese verbrecherische Kampfesweise am eigenen Leibe getrofsen und zwar in vielsach schwererer Form, wenn auch die Engländer behaupten, bei den neuen Aktionen der deutschen Luftwasse gegen London geringere Schäden als in den vorhergehenden Nächlen erlitten zu haben. Aber die täglichen Vergleiche zwischen den Berichten des Oberkommandos der deutschen Wehrmachl und den Erzeugnissen des englischen Lustsahrtministeriums haben wohl allmählich die Welt vorsichtig gegen die Londoner Lügen gemacht. Die neutrale Presse ist, sehr zum Aerger der Engländer, die lieber von ihren eigenen angeblichen Taten hören möchten als von den Verwüstungen an der Kriegsindustrie im Lande, noch immer angefüllt mit Berichten über die Schreckensnacht von Coventry. Daß es sich dabei um eine Katastrophe größten Formats handelte, wird selbst in der englischen Presse nicht mehr verheimlicht. Der Daily Herald erklärt in einer Riesenüberschrif:„Coventry gleicht einer bombardierten fronzösischen Stadt“. Dabei denkt das englische Blatt offenbar an Dünkirchen, wo deutsche Stukas und Artillerse feindlichen Widerstand zerbrachen. Der Londoner Vertreter von Stockholms Tidningen macht Ausmaß und Intensität der Zerstörungen in Coventry deutlich, indem er darauf hinweist, daß sich die konzentrierte Kraft der deutschen Vomberwaffe gegen das relativ kleine Coventry mit gleicher Wucht gewandt habe, wie das bisher gegen das riesige London war. Der Unterschied sei entsprechend gewalig.„In den Gewerbevierteln der Stadt ist es stellenweise unmöglich, noch zu unterscheiden, wo einmal Gebäudereihen lagen und wo Straße war“. Um der Vernichtung ihrer Rüstungswerke Einhalt zu gebieten, warfen die englischen Behörden rücksichtslos alle verfügbaren Feuerwehrmannschaften in den Kampf. Dabei gerieten diese Abteilungen mitten in den Bombenhagel. Viele wurden, wie der schwedische Bericht schildert, durch den Luftdruck davongeschleudert oder gar direkt in die Flammen geworfen. Am Sonnabend wurde massenhaft Militär auf Lastautos nach Coventry geschaft, weil die Bahnen nicht mehr funktionierten. Die Soldaten sollen an den Absperrungs= und Aufräumungsarbeiten teilnehmen, weil die verfügbaren zioilen Kräfte nicht im entferntesten ausreichen, um auch nur notdürfig Ordnung zu schaffen. Polizisten mit zerissenen, schuttüberkrusteten Uniformen weisen den Autos den Weg. Der Londoner Vertreter der Dagens Nyheter berichtet aus Coventry:„Viele Leute erklären, sie hätten es nicht für möglich gehalten, daß soviele Bomben auf einmal vom Himmel stürzen konnten, wie bei den Angriffen auf Coventry“. Aber die große Angriffsaktion auf London in der Nacht zum Sonnabend war, wie schwedische Berichte besagen, beinahe genau so schwer wie die gegen Coventry in der Nacht zuvor.„Ein ständiger Strom von Bombern wogte über die Hauptstadt hinweg, ein Flugzeug se Minute. Die Maschinen waren ununterbrochen über London, von der Dämmerung bis zum Morgengrauen.“ Der Londoner Bericht des Spenska Dagbladet verzeichnet einen der gewaltigsten Angriffe, dem die Hauptstadt seit Beginn der Lustoffensive ausgesetzt gewesen sei. Die Hunderte vondeutschen Bombern seien begünstigt worden durch klaren Mondschein. Von dem sternenklaren Himmel hagelte es Brand= und Sprengbomben. Immer neue Vomber kamen in einem nicht versiegenden Strom über das Land herein. Dagens Nyheter sagt, es habe sich um den intenlivsten Angriff auf London seit den ersten großen Brandnächten gehandelt, als Feuersbrünste in der City die Hauptstadt taghell erleuchteten. Seit dem 8. September seien nicht so viele Brände beobachtet worden. Alle Berichte stimmen darin überein, daß Feuers: herde in allen Himmelsrichtungen zu beobachten waren. „Eine wahre Katastrophe“. Schäden in London noch nicht zu übersehen.— Trommelsener auf die Docks Von unserem ständigen Vertreter osch. Bern, 18. November. „Eine wahre Kalastrophe für London" bezeichnet eine sehr kurz gehaltene Meldung aus der britschen Haupistadt die Nacht zum Sonnabend. Starke Angrisse, die sich stundenlang wiederholten, hätten den Dockanlagen gegollen. Die dorf ausgebrochenen Brände seien zahlreich gewesen und hätten noch nicht gelöscht werden können. Auch der britische Nachrichtendienst Erchange spricht von einer der allerschlimmsten und grausamsten Nächte, die London seit Beginn der deutschen Luftangriffe erlebt habe. Die Schäden seien gewaltig und noch gar nicht zu übersehen. Erchange bemüht sich zwar, die neuen schweren Verwüstungen in den Dockanlagen zu verschweigen, aber es werden solgende Schäden im Zentrum Londons zugegeben:„Ein Zeitungsgebäude und 30 Kaufhäuser zerstört; in einem Distrikt zwe: Kinos und ein Gebäudeblock durch Ballen von Brandbomben getrossen“. Ein einziges„Gebäude“. so meldet dieser britische Nachrichtendienst weiter, sei allein durch 40 Brandbomben getroffen worden. Der naßkalte Herbstnebel wirkt sich in den Vierteln Londons, in denen kaum mehr eine Scheibe ganz ist und in denen die Gasleitungen meist zerstört sind, so daß nichts Warmes gekocht werden kann, katastrophal aus. In einzelnen Quartieren muß das tägliche Wasser durch Sprengwagen an die dort noch verbliebenen Hausbewohner geliefert werden, da die zerstörten Wasserleitungen in den feltensten Fällen repariert werden können. Die hygienischen Verhältnisse machen den Behörden Londons, wie eine amerikanische Meldung besagt, schwerste Sorge. Man geht bereits daran, Impfstoffe m größerer Menge bereit zu stellen. Der Zwang, fast aus: schließlich bei Tag und Nacht unter der Erde zu leben, die oft primitiven Verhältnisse in den Londoner Luftschutzkellern, der wachsende Mangel an Heizmaterial und Lebensmitteln, die zertrümmerten „Quadratkilometer Glasscheiben“, der Mangel an den primitiosten Dingen, alles das beschleunigt setzt die Abwanderung aus London. Der Vertreter der„Tribune de Geneve“ in Vichy meldet, nach dort eingegangenen zuverlässigen Meldungen bereits viele hunderttausende Menschen London verlassen hätten. „Schäden nicht zu übertreiben“ Augenzeugenbericht eines englischen Rundfunkreporters über den deutschen Angriff auf Coventry Berlin, 17. November. „Wenn irgendwo Schäden entstehen, dann pflegen die Leute in ihren Gesprächen diese Schäden weil zu übertreiben. Die Schäden von Covenkry aber kann man talsächlich nichl mehr übertreiben.: So erklärie ein Berichterstatter, der am Sonnabend Coventry einen Besuch abgestattel halte, im englischen Rundfunk. Einsam und verlassen sei er kilometerweit dort, wo früher Straßen und Wege gewesen seien, mit seinem Wagen durch Vombentrichter und Glashausen gefahren. Coveniry, ehemals eine große Industriestadt, sei setzt eine einsame und verlassene Ställe. „Der Umfang des Angriffes auf London in der Nacht zum Sonnabend entsprach beinahe dem auf Coventry“— so melden die Londoner Berichte der Newyorker Presse. Minütlich seien neue Vomber über London erschienen. Trotz stärkster Flakabwehr selen Bomben schwersten Kalibers dauernd auf die verschiedensten Stadtteile abgeworfen worden. Vier Stunden lang hätten die Bombenflugzeuge London überflogen und Brand= und Explosiobomben zu Hunderten abgeworfen. Der Angriff. sei einer der schrecklichsten Nachtangriffe der vergangehen Wochen gewesen. Der König zwischen Kuinen Oliver Stuart kröstei die Bevölkerung Von unserem ständigen Vertreter hw Stockholm, 18. November. Oliver Stuart, der Luftkriegssachverständige des englischen Rundfunks, unterzog sich am Sonntag der mühseligen Aufgabe, der englischen Bevölkerung ausDer Heldenkampf im Westen Wehrmachtsausstellung„Sieg im Westen“ in Wien, in Anwesenheit von Reichsmarschall Göring eröffnet Wien, 17. November. Wien erlebie am Sonntag einen besonderen Tag, als zur großen Ueberraschung und Freude der anläßlich der Eröffnung der großen Wehrmachtsausstellung auf dem Heldenplatz versammellen Zehnlausende von Volksgenossen der Reichsmarschall Hermann Göring erschien, um in Begleitung von Generalseldmarschall List und des Reichsleiters von Schlrach als erster Besucher diese einzigartige Schau zu beireten. Nach einer Rede des Generalseldmarschalls List, der die Ausstellung eröffnete und nachdem die Lieder der Nation verklungen waren, verkündeten brausende Jubelruse vom inneren Burghof her das Nahen des Reichsmarschalls. Es war ein Augenblick von unvergleichlicher bedeutsamer Symbolik, als der zweite Reichsmarschall den Heldenplatz, auf dem sich die Denkmäler des ersten Reichsmarschalls Prinz Eugen und des Feldmarschalls Erbherzog Karl, des Bezwingers Napoleons, erheben, betrat und zwischen diesen beiden Standbildern den Vorbeimarsch der Ehrenkompanie abnahm. Die Wiener Wehrmachtsausstellung„Der Sieg im Westen“ ist durch Vermehrung der schon in der Leipziger Ausstellung gezeigten Stücke und vor allem durch die Angliederung einer Sonderschau, die ein Bild vermittein will von dem Heldenkampf der ostmärkischen Truppen, und har wiederum besonders von dem Kampf um Narvik, ferner durch die Aufstellung eines Durchschnittes durch ein deutsches=Boot zu einer einmaligen Schau sener gewaltigsten Taten geworden, die die Kriegsgeschichte kennk. Nach herzlichen Begrüßungsworten und einem Hinweie auf die ruhmvolle miliärische Vergangenheit der Ostmark, die versinnbildlicht und vergegenwärtigt werde durch den Platz, auf dem die Ausstellung stattfinde, führte Generalfeldmarschall List zur Eröffnung u. a. aud: „Wir stehen unmittelbar unter dem Denkmal Erzherzogs Karl, des Feldherrn, der den ersten wirksamen Schwertstreich führte gegen den Bedrücker Europas, gegen den markantesten Repräsentanten eben dieses Frankreichs, das wir durch den Sieg im Westen besiegten. Von der Empore der neuen Hofburg dort drüben gab der Führer in der machtvollen und gewaltigen Kundgebung am 15. März 1938 dem deutschen Volke die geschichtliche Vollzugsmeldung über den Eintritt seiner Heimat in das Reich. Damit hatte er eine der wesentlichsten Voraussetzungen für den Ablauf all der weiteren, dem Zusammenschluß der Ostmark mit dem Reich folgenden großen geschichtlichen Geschehen geschaffen Die ostmärkischen Truppenteile der großdeutschen Wehrmacht haben als Träger einer ruhmreichen einzigartigen Tradition und als Repräsentanten eines neuen großdeutschen starken Heeres maßgeblich zu dem Sieg im Westen beigetragen. Möge diese Ausstellung“, so schloß der Generalfeldmarschall,„dazu anregen, daß die Heimat, in ihr vor allem aber die Jugend, den Wegen und Taten ihrer Väter, Brüder und Söhne tiefer nachspürt, dann wird sie die Größe und das Einmalige dieses geschichtlichen Geschehens und die damit verbundenen Mühen, Anstrengungen, Leistungen, Leiden und Opfer besser ermessen können und sie wird auch weiterhin bereit sein, ihren Teil beizutragen zum Endsieg, zum Sieg, der unser sein muß und unser seinwird. Ehe wir sie betreten, gedenken wir heißen Herzene in tiefer Dankbarkeit und„unverbrüchlicher Treue des Mannes, dessen genialer und kühner Führung wir allein diesen gewaltigen schier unfaßbaren Aufstieg unseres geliebten großdeutschen Vaterlandes verdanken: Adoff Hiller! Begeistert stimmte die Menge in das Siegheil auf den Führer ein. Brausender Jubel kündete nun das Nahen des Reichsmarschalls an, der, nachdem er den Vorbeimarsch der Ehrenkompanie abgenommen hatte, geleitet von Generalseldmarschall List und Reichsleiter von Schirach als erster Besucher einen Rundgang durch die Ausstellung machte. einanderzusetzen, daß die von ihm ausdrücklich eingestandene Verschärfung der deutschen Luftaktionen keine besonders schwerwiegende Bedeutung für Englands Kriegführung habe. Er orakelte des längeren über die Gründe, weshalb angeblich auf einmal das Schwergewicht der deutschen Angriffe von London nach Coventry verlagert sei und gab immerhin zu, daß es sich bei dem Angriff auf Coventry um ein nahezu ununterbrochenes Bombardement von nicht weniger als 10 Stunden gehandelt habe und daß schwere Schäden angerichtet worden seien. Unmittelbar nach all diesen Betrachtungen, durch die er den Eindruck zu erwecken versuchte, als habe sich das Schwergewicht der Vernichtung nunmehr von der Hauptstadt weg nach anderen Gegenden verlagert, mußte er freilich den neuen Luftangriff auf London erwähnen, so daß alle seine vorherigen geistreichen Spekulationen hinfällig wurden. Schließlich meinte der Bedauernswerte, der vorher wohl oder übel hatte zugeben müssen, daß die feindliche Aktion sehr schwer gewesen sei und viele Schäden angerichtet hätte, die Auswirkung der Angriffe auf die Kriegsindustrie sei aber sehr gering. Die Londoner Sonntagsblätter bringen durchweg Photos, die König Georg inmitten des Trümmerfeldes von Coventry zeigen. Immerhin hat Churchill alles getan, um die Bevölkerung Mittelenglands zu ermutigen. Das Innenministerium läßt die Versicherung verbreiten, daß durch Hinzuziehung verstärkter Kräfte für den Hilfsdienst so schnell wie möglich eingegriffen werden solle. Notruf nach Geld Das arme englische Volk soll den Krieg der Plutokraten sinanzieren, Berlin, 17. November. Der Präsident des nationalen englischen Sparausschuss, Sir Robert Kinderlen, richtele am Sonnadend erneut über den englischen Rundfunk einen Notruf an dieenglische öfsentlichkeit, mehr Geld zu spenden. Jeder müsse sich mit Geldbeträgen an diesem Kriege beteilgen. Es müsse kurzum gespart werden, und Sparen unter den gegenwärtigen Verhältnissen in England bedeute Opfer bringen. Jeder Engländer müsse entschlossen sein, vieles zu entbehren, was er gern hätte. Das ist wieder echt Englisch: Nachdem die Plutokraten sich und ihre Reichtümer in Sicherheit gebracht haben, soll nunmehr das arme Volk den Krieg der Plutotraten sinanzieren. „Berlin= Schlüssel der Zukunst Politische Betrachtungen Ansaldos zur diplomatischen Ossensive der Achse Von unserem ständigen Vertreter Dr. v. L. Rom, 18. November. Der weltumspannende, diplomatisch=politische Aktions: To plan der Achse, wie er seit den Tagen der Tressen auf dem Brenner und in Florenz sichtbar wurde, befindet sich nach römischem Urteil in rascher, erfolgreicher Durchführung. Mit den deutsch=russischen Besprechungen sei eine wichige Etappe erreicht, deren Bedeutung schon durch die Tatsache gekennzeichnet sei, daß der Molotowbefuch kunze Zeit nach dem Abschluß des Dreimächteabkommens stattgefunden habe. Auch danach beherrsche die diplomatische Initiatjve der Achse wieder die Weltpolitik. Dem Besuch des sowjetrussischen Regierungschefs folge, so betont man hier, der Besuch des spanischen Außenministers. Berlin sei geradezu zum Schlüssel der politischen Zukunft geworden. Zu dem militärischen Ring trete der politische. der sich immer fester um England und sein Weltreich legt.„Von Algeciras bis Tokio“.— so faßt Ansaldo im„Telegrafo“ die italienischen Gedankengänge zu dieser politschen Tätigkeit zusammen—„wird alles, was über politisches Gewicht verfüge, in ein System eingeordnet werden, das man geradezu als ein Abkommen der Mächte bezeichnen darf, die ein direktes Interesse daran haben, daß die Ausbeutung der Welt durch England aufhört“. Das höchste Ziel der Achsendiplomatie komme immer nöher: Die Errichtung eines diplomatischen Systems, das sich auf der Zusammenarbeit aller europäischen Staaten gründet und die Intensivierung der guten Beziehungen zwischen der Achse und den beiden anderen Weltmächten Sowjetrußland und Japan und endlich unter diesen beiden selbst anstrebt. Gegenüber dieser Vielzahl mächtepolitischer Faktoren könne England, wie Ansaldo weiter ausführt, nur auf die Vereinigten Staaten zählen. Alle englischen Pläne, die Achsenmächte durch die Blockade niederzuringen, seien gescheitert. Nummer 24 Blutige Spuren In einer entscheidenden Stunde war das ägyptische Parlament in der vergangenen Woche zusammengetreten. Das Land stand zwischen zwei Feuern. Solle es dem britischen Drängen nachgeben und Italien den Krieg erklären oder sollte es versuchen, seine Politik aus=. schließlich nach den eigenen Interessen auszurichten und die Taktik des Lavrierens fortsetzen? Bisher war es trotz des Widerstandes der Saad=Partei, die 1938 gegründet, in erster Linie ein Gegengewicht zu dem! national=ägyptischen Wafd schaffen sollte, gelungen, die entscheidenden Beschlüsse hinauszuzögern, selbst auf die X Gefahr der Kabinettsumbildung hin. Aber die letzten Wochen waren schon voll von bedrohlichen Anzeichen dafür, daß die englische Politik““ Mittel und Wege finden würde, den Saad an die Macht zu bringen und damit ihre eigenen Wünsche durchzusetzen. Die Verhaftungen nationaler Politiker deuteten desgleichen in dieser Richtung. Die Möglichkeit, auf diese Weise unbequeme Gegner auszuschalten, hatte natürlich ihre Grenzen dort, wo die staatliche Autorität und das Vertrauen König Faruks maßgebende Männer vor dem Zugriff schützte. Um den ägyptischen Ministerpräsidenten Hassan Sabri Pascha auszuschalten, bedurfte es härterer Mittel. Sein plötzlicher Tod erinnert allzusehr an das Schicksal mancher orientalischer Politiker, die in entscheidenden Tagen dem englischen Willen im Wege standen. Der Neuter=Bericht über die Umstände dieses mysteriösen Todesfalles spricht von einem Herzschlag, dem der Ministerpräsident noch vor der Beendigung seiner Rede zum Opfer fiel.„Von meinem Platz auf der Pressetribüne aus bemerkte ich, wie die Stimme des Ministerpräsidenten etwa in der Mitte der Rede sich plötzlich verwirrte, und einen Augenblick später sank ar vor dem Mikrofon zusammen, sein Manustkript in der Hand zertnitternd“. So meldete der Korrespondent der britischen Agentur. Aber das gleiche Nachrichtenbüro hatte es schon in anderen Fällen eilig, die natürlichen Ursachen plötzlicher Todesfälle zu betonen, oder plausible Gründe dafür zu verbreiten. Aehnlich wie jetzt Hassan Sabri Pascha, fiel einst der ägyptische Khedive Abbas Hilmi geheimen Beauftragten der englischen Diplomatie zum Opfer. Als ihn in den spannungsreichen Tagen des Juli 1914 ein Unbekannter in Konstantinopel niederschoß, geschah es gerade noch rechtzeitig, um eine Besprechung des Khediven mit dem türkischen Großvesir zu verhindern. die das britische Konzept zu durchstreichen drohte. Lord Kitchener, der damals maßgebende Mann in Aegypten und im Sudan, hatte ganze Arbeit geleistet. In dem Buch von Ardern Hulme Beamans, der als Agent des englischen Geheimdienstes über diese Dinge ausgezeichnet unterrichtet war, wird Kitcheners Tat nahezu offen zugegeben:„... und da er keinen anderen ihm ebenbürtigen Gegner besaß, hatte Lord Kitchener sicherlich beschlossen, den Khediven zu enthronen oder ihn auf andere Weise loszuwerden“. Er hattersein Ziel erreicht. Er hatte es ebenso erreicht, wie die britischen Agenten, die ihre Hand im Spiel hatten, als Englands großer Gegenspieler im Jrak. Könia Feisal, am 8. Sepiember 1933 in seinem Hotel in Bern vergiftet aufgefunden wurde. Gerade der Jrak hat sa diese Seite der engFortsetzung auf der 2. Seite Treffer auf die Vaterloo=Brücke Kriegswichtige Ziele in London schwer getroffen— Wieder mehrere feindliche Handelsschiffe versenkt Berlin, 17. November. Am Sonntagmittag hatte der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht gemeldet: Bei. den Vergeltungsangriffen auf London in der Nacht vom 15. zum 16. 11. wurden, wie nachträglich gemeldet wicd, Treiser auf der Waterloo=Brücke, auf einem Bahnhof in Paddingion, auf ein Gaswerk in Kenningion sowie auf ein weileres in der Nähe der Commercial=Docks erziell. Bei letzieren konnten große Brände beobachtet werden. In verschiedenen Städten Süd=Englands, wie in Portsmouth und Southamplon, wurden kriegswichtige Ziele schwer getrossen. Am 16. 11. wurden die Angrisse auf Londen sorigesetzt und verschiedene Orte an der Südostküste Englands mit Bomben belegl. Im Lause des Tages grissen deutsche Kampflugzeuge wieder zahlreiche Schifsziele an. Dabei wurden ein Handelsschif von eiwa 8000 BRT, ein Tanker von 3000 BRT und ein Frachter von 2000 BRT versenkl. Zwei weilere Frachter wurden schwer beschädigt. Die Verminung beilischer Hüsen nahm ihren Jorlgang. In den Vormitlagsstunden des 18. 11. wurde im Kanal ein nur für kurze Zeil sichtbarer englischer GeleilErbitterte Kämpfe in Griechenland Bomben auf Kreta, Alexandria und Port Sudaz. Rom, 17. November. Das Haupiquartier der Wehrmacht gibt bekannt: An der griechischen Froni kamen im Laufe des Sonnabende Angeiff und Gegenangeisf zur Durchführung, die im Abschnit der 9. Acmee besonders erbistert waren. Unsere Lustwasse hal in enger Zusammenarbeit mit den Truppen Straßen, Eisenbahnen, seindliche Stellungen und Artillerie=Stellungen dombardiert, wobel Brände und Explosionen hervorgernsen, Verbindungsstraßen unterbrochen und Truppenzusammenziehungen getrossen wurden. Ein eigenes Flugzeug ist nicht zurückgekehrl. Unsere Lustsormalionen hoben die Hasenanlagen von Inda(Kreia) sowie den Hasen von Alexandrien(Aegopten) bombardiert. In Nord= Aleike hel. unsere Lustwasse die seindlichen Zingzengstützpnnkte von Ei Daba und Maglen Bagush dombardiert, we sich ein ausgedehnter Brand entwickelle, ferner die Anlagen von Marsa Matruf und die Eisenbahnlinie zwischen Marsa Mairuk und Bie Amasia. Ein in Jahrt besindlicher Güerzug von eiwa 30 Wagen erhiell mehrere Vollireiser durch Vomben und Brandbomben und wurde außerdem mit Maschinengewehrsener besirschen. Truppenlager sowie etwa 30 seindliche motorisserte Wassen wurden bei Alam EI Islaguiya(40 Kilomeler südlich von Sidi Barani) im Tiefflug unter Maschinengewehrseuer genommen und mit Sprengbomben belegl, wobei schwere Schäden und Brände verursacht wurden. Jeindliche Ilugzeuge, die sofort von der Flak unter gulgezielles Jeuer genommen wurden, haben wahllos Bomben auf Sollum, Bardia, Derna, Vomba und Vengest abgeworsen, die insgesamt zwei Verwundele, ober keine Maierialschäden zur Jolge halten. Ein seindliches Flugzeug vom Cysander=Top ist von unseren Jägern brennend abgeschossen worden. In der hitze der Verfolgung ist eines unserer Jagdsingzeuge im Tiessing am Boden zerschell. Von Italienisch-Oflalriks aus bei eine unserer Fingsormationen Die Anlagen von Port Sudan bombardierl und einen der angreisenden seindlichen Jäger vom Gloster=Top abgeschossen. Feindliche Angrisse auf Dekamers. Asmara und Massang haben weder Opfer noch Schaden verursacht. Ein seindliches Fiugzeug wurde bei Massang abgeschossen. Feindliche Fingzeuge haben Vomben auf Barl obgeworsen und dabei zwel Verwundete und fast unbedentenden Schaden verursacht, serner auf Monopoll, we einige Wohnhäuser zerstört wurden und ein Toier zu beklagen Ift. zug mit guter Wirkung durch eine Batterie des Heeres beschossen. Die britischen Flugzeuge, die in der Nacht zum 17. 11. in Deutschland einflogen, geissen besonders Hamburg, Bremen und Kiel an. An kriegswichtigen Zielen wurde nur sehr geringer Schaden angerichtel. Eine Brandbombe, die aber sofort gelöscht werden konnle, siel in ein Trockendock. Ein Lazarell wurbe angegrissen, aber die zahlreich abgeworsenen Vomben sielen in den Garlen, ohne Schaden anzurichten. Weilere Angrisse richtelen sich gegen Wohnviertel und Siedlungen. Es entstanden mehrere Dachstuhlbrände, die aber rasch gelöscht wurden. Ein großer Teil der Vomben siel in die Elbe oder in freies Gelände. 14 Tote und mehrere Verletzte sind zu beklagen. In der Nacht zum 16. 11. wurde an der nordfranzösischen Küste ein seindliches Flugzeug von Marine. Artillerie, in der Nacht zum 17. ein anderes bei Hamburg durch Flak=Artillerie und ein drittes durch Nachtsäger abgeschossen. Ein eigenes Flugzeug wied vermißl. Nur ein Rest blieb übrig Ein Neutraler bestätigt die großen deutschen Erfolge gegen britsche Geleitzüge Lissabon, 17. November. Die großen Erfolge der deutschen=Boote und der Lustwosse gegen britische Geleitzüge finden in den Aussogen eines in Lissovon eingetroffenen neutralen Reisenden, der England an Bord eines kleinen Frachtdampfers verließ, um nach Lissovon zu kommen, ihre Bestätigung. Das Schiff habe, so erklärte der Kaufmann, gut 20 Tage.gebraucht, um diese sonst in vier Tagen zu bewältigende Strecke zurückzulegen. Das Schiff habe Cardiff zusommen mit 20 anderen großen Dampfern und begleitet von mehreren Zerstörern verlassen. Schon am zweiten Tage der Reise sei ein Schiff durch ein seindliches=Boot aus dem Geleitzug herausgeschossen worden und sofort gesunken. Die Zerstörer hätten stundenlang Wasserbomben geworsen, ohne daß sich jedoch ein Erfolg gezeigt habe Am selben Tage in den Abendstunden hälten deuische Flugzeuge den Geleitzug angegriffen. Trotz des wülenden Jeuers der Flak-=Abwehr sei nicht eine einzige deutsche Maschine abgeschossen worden. Dagegen seien mehrere Dampfer in Brand geraten. Alle Schisse hätten versucht, dieser Hölle zu enkkommen. Die deutschen Angrisse hälten sich aber mehrmals wiederholt und es sei, weil die Dunkelheit hereingebrochen, nicht mehr jestzustellen gewesen, wieviele Schiffe gesunken seien. Der Feuerschein der drennenden Schiffe habe die Nacht erleuchiet. Das Schiff, auf dem sich der Reisende befunden hade, habe mit aller Kraft diesen Platz des Schreckens verlassen. Am anderen Morgen hätten sich nur noch wenige Schifse zusammengefunden, die ihre Reise dätten fortsedzen können. Wenige Tage darauf sei ein Angriß eines=Bootes erfolgt, bei dem ein weiteres Schi verloren ging. Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 18. November 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 317 Der schönste Befehl: Einsatz! Was machen unsere Männer?— Stun den steter Arbeit .., im November.(PK) Im Traume noch schwingen die Klänge der Musik nach, die uns bis in den späten Abend hinein der Rundsunk übermittelte. Wohlig reckt man sich in den weichen Federbetten und dreht sich noch einmal auf die andere Seite. Aus diesem sanften Dämmern werden wir durch ein langgezogenes schrilles Pfeisen jäh aufgeschreckt. Der„U. v..“ hat wieder mal geweckt. Schon ist auch das Licht an..00 Uhr in der Früh! Verschlafen blinzelt man umher. Weiche, weiße Beiten, Marmorkamine, große Spiegel, Toilettentische, wo man auch hinschaut, eine verblichene Eleganz. Und in dieser Umgebung der U. v..? Da wird es aber auch schon lebendig. Kafseefassen! Über mit dicken Teppichen belegte Marmortreppen eilen die Landser nach unten, man hört nur mehr das Geklapper der Kochgeschirre. In den Badezimmern der verschiedenen Stockwerke rauscht es vernehmlich. Der eine braust, der andere badet schnell noch vor dem Tagewerk. Durch das Zimmertelephon ruft der U. v. D. zu dem Bodenpersonal herauf, daß in fünf Minuten Abfahrt sei. Eine feudale Kaserne wird jeder denken. Es ist ein Bild, wie man es heute in Frankreich sehr oft findet. In irgendeinem der zahllosen französischen Schlösser, Herrenhäuser und Landsitze, derer es in Frankreich noch mehr gibt als Kirchen, die kaum oder nur für wenige Wochen im Jahr bewohnt sind, sind häufig unsere Soldaten. Auf Jeldwegen zum Elnsatzhafen Mit Witz und Humor fängt der Morgen an, wenn auch der Tag nicht weniger militärisch und exakt verläuft wie in der Kaserne. Ein Pfiff, die Läufer verschlucken das Getrappel, und schon steht die Staffel angetreten vor dem LKW.„Abzählen! Alles da!“ meldet der Spieß dem Staffelkapitän.„Aufsitzen", und dann rumpelt der LKW auf den Feldwegen zum Einsatzhafen. 8 Uhr. Ein langer Tag beginnt. Das Bodenpersonal geht erst einmal an die Maschinen und überprüft gemissenhaft, ob sie startklar sind. Langsam versucht die Sonne den Bodennebel zu durchdringen. Wird es Flugwetter oder nicht? Fachmännisch wird die Frage mit Für und Wider erörtert. Aber ebenso sachverständig stecken die Köpfe im Motor. Schnell noch die Maschine warm laufen lassen.: Dann ist alles für den Einsatz klar. Was sieht der Dienstplan vor? Nach den Klarmeldungen versammelt der Spieß die Häupter seiner Lieben um sich. Was sieht der Dienstplan vor? Appell in Stiefeln. Mit Argusaugen betrachtet er Stiefel für Stiefel. Nichts entgeht ihm, denn gerade jetzt in der nassen Jahreszeit sind ordnungsgemäß gepflegtes Schuhzeug das Unterpfand für die Gesundheit der Männer. Anschließend beginnt dann der technische Unterricht mit täglich; wechselnden Themen. Den Abschluß des Morgendienster bildet meist ein Vortrag des Staffelkapitäns oder eines Staffeloffiziers, in dem die politischen Tagesfragen in lebendiger und anschaulicher Form behandelt werden. Hier zeigt es ist täglich erneut, daß unsere Soldaten samt und sonders über ganz erstaunliche politische Kenntnisse verfügen und treffsicher zu urteilen vermögen. nungskasse Berlin und in Frankreich an das Ossiee de Compensation zu leisten. Als Kursrelation gilt eine Reichsmark= 20 Francs. Die Regelung bezieht sich auch auf das Protektorat Böhmen und Mähren. Universitätsrektor in Paris abgesetzt Von unserem al.-Berichterstatter Poris, 17. November. Plötzlich ein schriller Pfiff Nach dem gemeinschaftlichen Mittagessen übernimmt der Spieß die Oberleitung über die freien Männer. Was gibt es auf einem Feldflughafen nicht alles zu tun? Gerade jetzt, wo der Winter vor der Tür steht, ist noch so vieles zu schaffen, um die Unterkünfte fertigzustellen, sie wohnlich einzurichten und zu vervollständigen, so daß sie nicht nur gegen die Unbilden der Witterung Schutz gewähren, sondern auch einen gemütlichen Aufenthalt bieten. Hobel, Pinsel und Kleistertopf beherrschen den Nachmittag. In diese emsige Arbeit hinein plötzlich ein schriller Pfiff: Einsatz! Wie ein geölter Blitz eilen die Männer zu ihren Maschinen. Plane abdecken, Kabinen aufmachen. Das alles ist mit wenigen Handgriffen gemacht. Schon stehen sie bei ihrer Besatzung und helfen ihnen in die Kombinationen, Schwimmweste und Fallschirm. Dann heißt es anlassen und zahlreiche andere Handreichungen mehr. Bis die Maschinen verschwinden, stehen die Männer und schauen. Ihre Maschinen — hoffentlich kommen sie alle heil zurück! Dann geht es weiter an die unterbrochene Arbeit, bis das erste Motorengeräusch vernehmbar ist. Mit erwartungsvollen Augen schauen sie zum Himmel. Alle wieder da! Da, drei wackeln! Unbändige Freude beherrscht sie alle Drei Abschüsse und alles zurück! Großartig! Schon landen die Maschinen und rollen zu ihren Liegeplätzen. Kaum sind sie ausgerollt, dann stehen auch die Warte auf den Flächen, helfen dem Flugzeugführer heraus und dann wird erzählt. Eher kommt keiner weg, bis der Wart aber auch die letzte Einzelheit genau weiß. Dann erst geht er beruhigt daran, die Maschine sofort wieder startklar zu machen. Am Abend um den lodernden Kamin Feierabend? Ein unbekanntes Wort für das technische Personal. Erst, wenn die letzte Maschine wieder klar ist oder die Dunkelheit jede Arbeit unterbindet, dann geht es heimwärts. Abends sitzt dann meist alles in dem alten Jagdschloß noch eine Zeit um den lodernden Kamin. Dann wird erzählt, gelesen, geschrieben, Musik gehört oder Klavier gespielt. Jeder hat so seine eigene Beschäftigung. Und wenn bei einigen der Grand mit Vieren nicht abreißen will, dann macht ihm der Spieß ein jähes Ende. Denn morgen früh heißt es wieder frisch sein, beim ersten Pfiff heraus! Kriegsberichter Bruno Koster. Tergrau auen Nicsgaeen gear acsen Reichskohlenkommissar Walter vor den Männern des Bergbaues München, 17. November. Gerade in der gegenwärtigen, Zeit vor Beginn des neuen Winters stehl der Bergbau des Großdeutschen Reiches vor großen Aufgaben. Dem Ziel der Ausrichlung auf diese Aufgabe diente auch die Reichsarbeitslagung des Fachamtes Bergbau der D23, die in zwei Tagen in München durchgeführt wurde, und an der neben den Gausachableilungsleitern aus allen Gauen des Reiches und den Männern des Reichsfachamtes Bergbau auch zahlreiche Vertreier der Gauleitung München=Oberbayern und der Gauwaltung München-Oberbayern der DA3 teilnahmen. Nach, Berichten der einzelnen Gaufachabteilungswalter nahm Reichskohlenkommissar Pg. Walter das Wort, um zu den Männern der DAF zu sprechen. Er kennzeichnete die entscheidende Bedeutung, die dem Großdeutschen Reich als der ersten Kohlenmacht Europas politisch und militärisch nach der Ausschaltung Englands zugefallen ist. Noch mehr aks bisher stehe damit der deutsche Bergmann an der vordersten Front der schaffenden Heimat. Es werde immer vom deutschen Bergmann und seiner Leistungskraft und Leistungsfreude abhängen, ob die deutsche Kohle den Anforderungen, die nun von ganz Europa an sie gestellt würden, entsprechen könne. Der Reichskohlenkommissar kennzeichnete die deutsche Kohlenversorgungslage und hob hervor, daß wir allen Anforderungen trotz der nun einmal besonders auf dem Gebiet der Verkehrsmöglichkeiten vorhandenen Schwierigkeiten jetzt und in immer stärkerem Maße gewachsen sein würden. Er unterstrich besonders die Notwendigkeit der Einführung einer gesunden Marktordnung im Kohlenhandel, die durch eine planmäßige Verteilungswirtschaft herbeigeführt werden müsse. Seine Ausführungen gipfelten in der Feststellung, daß mit der von der DAF angestrebten Lösung der sozialen und technischen Fragen im Bergbau ohne Zweifel erreicht werde, daß der Bergbau in jeder Beziehung an die Spitze der Schaffenden gelange und daß er mit der Mobilisierung aller Kräfte auch in der Lage sein werde, den entscheidenden Beitrag zum Sieg zu liefern. Reichsfachamtsleiter Stein gab durch Zahlenmaterial zu erkennen, welche großen Ergebnisse auf dem Gebiet der Produktionssteigerung im deutschen Bergbau bisher erzielt worden sind und hob in diesem Zusammenhang die beispiellose Leistung des deutschen Bergmannes hervor. Deutschland habe heute die Aufgabe, den ganzen europäischen Raum auf dem Gebiet der Kohle zu betreuen, und es komme darauf an, die Förderung noch intensiver als bisher zu gestalten. Die Mittel und Wege dazu lägen in der Führung des Menscheneinsatzes, in der erhöhten Anwendung der Bergbautechnik, vor allem aber in der Gestaltung der sozialen Lage für den deutschen Bergmann. Was auf dem Gebiet der Gesundheitsführung, der Nachwuchsheranbildung, der kulturellen Betreuung, des Wohnungswesens und der Lohn= und Arbeitszeitgestaltung jetzt und nach dem Kriege zu tun sei, zeigte der Reichsfachamtswalter in seinen Worten auf. Auf der Tagung kam einmütig zum Ausdruck, daß der deutsche Bergmann weiß, worum es geht und daß deshalb auch der deutsche Bergbau seiner ihm in diesem Kriege zugewiesenen entscheidenden und bedeutenden Aufgaben gewachsen ist. Auf Grund eines Erlasses des französischen Unterrichtsministers sind der Rektor der Pariser. Universität, Roussi, sowie der Generalsekretär der Akademie, Guyot, ihres Postens enthoben worden. Roussi war von jeher führendes Mitglied der Freimaurerei. Zum Nachfolger Roussis wurde der bisherige Rektor der Technischen Hochschule, Jerome Carcolpino, ernannt. Im Rahmen der Säuberungsaktionen der Stadtverwaltungen wurden 70 Beamte und Angestellte von Nimes und Arles ihrer Aemter enthoben. Es handelt sich in erster Linie um jüdische und solche Beamte, die die französische Staatsbürgerschaft erst durch Naturalisierung erwarben. Ferner ist der Stadtrat von Nimes bis auf weiteres von der Regierung suspendiert worden. boten, Keine südischen Arzte mehr Von unserem wf.-Berichterstatter Bukarest, 17. November. Durch ein Gesetz wurde es südischen Aerzten verarische Kranke zu behandeln. Jüdische Aerzte dürsen in Zukunft nur noch jüdische Kranke behandeln und nur an jüdischen Krankenhäusern tätig sein. Sie müssen einen eigenen Berufsverband bilden. Juden, die nach dem Jahr 1919 in Rumänien eingewandert sind, dürsen den Arztberuf überhaupt nicht mehr ausüben. USz=Stützpunkte am Ta Plata Argentiniens Presse spricht von„Dolchstoß gegen die nationale Souveränildt“ Buenos Aires, 17. November. Die gesamte Presse nimmt Stellung zu den Meldungen aus Montevideo, wonach der uruguayische Ministerrat die bisherigen Besprechungen über die Errichtung von Stützpunkten billige und der Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staten zur Ausgestaltung der„Desensiv=Maßnahmen“ zustimme. „Noticias Grafica",„Razon" und„Critica“ wissen übereinstimmend zu berichten, daß Vertreter des USAMarineministeriums in der gleichen Angelegenheit früher schon bei der argentinischen Regierung vorgesprochen hätten. Diese habe nach dem auf der Lima=Konferenz proklamierten Grundsatz:„Kontinentale Solidarität, aber eigene Politik“, die USA=Anträge abgelehnt mit der Begründung, daß die nationale Sicherheit einzig und allein von Heer und Marine des eigenen Landes abhängen solle. Das Blatt„Ahora" bezeichnet in einem Leitartikel die Errichtung von Stützpunkten als„Dolchstoß gegen die nationale Souveränität“ und sieht darin einen überaus kühnen Vorstoß des Yankee=Imperialismus gegen die Eigenrechte der ibero=amerikanischen Republiken. Ein Neuer ist in unserer Staffel Viele Neuigkeiten bringt er mit— Der Soldat an der Kampffront lernt die Innere Front kennen Verrechnungsverkehr Deutschland— Frankreich Berlin, 17. November. Mit sofortiger Wirkung ist ein Verrechnungsverkehr zwischen Deutschland und dem besetzten sowie dem unbesetzten Gebiet Frankreichs einschließlich der französischen Kolonien, Protektorate und afrikanischen Mandatsgebiete, sowie Syrien=Libanon eingeführt worden. Im Verrechnungswege können beiderseitige Zahlungen für die Wareneinfuhr, Dienstleistungen, ideelle Leistungen sowie bestimmte weitere Zahlungen auf dem Gebiete des Kapitalverkehrs geleistet werden. Die Einzahlungen sind in Deutschland an die Deutsche Verrech...., im November.(PK) Eine Morgens war der Neue da. An die zwei Meder groß, ein Hüne von Gestalt kam er als Flugzeugführer frisch aus der Heimat in unsere Staffel. Für uns mal wieder ein kleines Ereignis in dem ewigen Einerlei dieser trüben Herbsttage. Abends in unserem Chateau saßen wir um den traulich lodernden Kamin. Es war so die richtige Stimmung, unsern Neuen kennenzulernen. Flieger sind nun einmal sehr gründlich darin, vor allem kam er dazu noch aus der Heimat. Wenn man, wie die meisten von uns, ein halbes Jahr oder noch länger nicht zu Hause war, gibt es unzählige Fragen, die alle nur den Zweck haben, sich mal wieder eine kleine Vorstellung machen zu können wie es in der Heimat ist. Na, diese Fragen, die alle gestellt und beantwortet wurden. Vor allem: „Wie war das mit der Erholung, wie kamst du auf das phantastische Gut in Dommern. Erzählen!“ drängie es von allen Seiten. Und er erzählte:„Front?“ lachte der Stabsarzt mich aus.„Ins Lazarett zur Erholung schicke ich Sie. Gleich werde ich einen Antrag für ein Luftwaffengenesungsheim ausstellen lassen, damit sie möglichst bald wieder gesund werden. Halt, da hätte ich eine Sache, die noch schneller ginge. Eine Gutsbesitzersfrau aus Pommern hat an das Lazarett geschrieben und gebeten, nacheinander zehn erholungsbedürftige Flieger zum kostenlosen Aufenthalt zu schicken. Das wäre was für Sie. Ich stimmte auch gleich zu. Mir ging es darum, möglichst schnell gesund zu werden, um an die Front zu kommen. So kam ich auf das große Gut mit seinen schattigen Wäldern und seiner herrlichen, himmtischen Ruhe. Gleich am ersten Morgen bekam ich Schelte. Sdnne hatte mich um.30 Uhr bereits geweckt. Ich stand auf und machte einen zweistündigen Spaziergang. Bei der Rückkehr ging die Strafpredigt los, weil ich so früh aufgestanden wäre. Das sei keine Erholung, sagte Frau X. zu mir. Von jetzt an hätte ich mich an den Dienstplan zu halten, den sie aufstellen würde. Die Männer im Kreise lachten—.„So einen Dienstplan wollen wir auch in unserer Staffel einführen!"— „Ja“, fuhr unser Neuer fort,„der sah nur schlafen, essen, trinken und spazierengehen vor. Und wie! In allem wurde ich so liebevoll von Mutter, Kindern, Nichten und Tanten gehegt und gepflegt, wie man es sich besser nicht denken kann. Die Fliegerei war das Hauptgesprächsthema von morgens bis abends. Nur ein Motorengeräusch in der Ferne und schon standen 16= bis 18jährige Jungen und Mädel vor der Haustür und schleunigst mußte ich erscheinen, um den Typ zu erklären. Was soll ich euch noch viel erzählen? Die Wochen vergingen wie im Fluge. Fast zu schnell. Als ich mich beim Stabsarzt zurückmeldete, lachte er nur. „Das hat Ihnen gut getan, jetzt können Sie sofort zur Front". So bin ich denn nun zu euch gekommen.“ „Ausgezeichnet“, hörte man nur von allen Seiten „Das ist ja herrlich, daß die Heimat so an ihre Soldaten denkt und für sie sorgt". So und ähnlich unterhielten sich die einzelnen untereinander. Viele Fragen schwirrten noch hin und her. Wenn jemand solche Tatbeweise der Gemeinschaft mitbringt und dazu noch frisch aus der Heimat kommt, dann weiß er noch vieles zu berichten. Alles kleine Dinge, die aber als Ganzes gesehen ein wahres und getreues Bild des Geistes, der Stimmung und der Gemeinschaft in der Heimat geben. Für den Soldaten ist es ein Ansporn, gibt ihm eine ungeheure innere Kraft und neuen Angriffsgeist, in den kleinen und kleinsten Dingen die unlösbare Verbundenheit der deutschen Menschen immer wieder bestätigt zu finden. Für ihn an der Kampffront ist das der kraftvolle Ausdruck der inneren Front in der Heimat, diese Verbundenheit in kleinen und großen Dingen des Alltags. Kriegsberichter Bruno Kosier. Nachträgliche Ehrung Von unserem schm.-Berichterstatter Madrid, 17. November. Das spanische Heeresministerium hat verfügt, daß alle gefallenen Zivilpersonen, die seit Beginn des Bürgerkrieges in den Reihen des nationalspanischen Heeres kämpften, als Soldaten in die Rangliste des Heeres aufgenommen werden und die Angehörigen entsprechende Pension ausbezahlt bekommen. Blutige Spuren Fortsetzung von der 1. Seite lischen Freundschaft immer wieder erfahren müssen. Der unbequeme Generalstabschef Bekir Sidky, der die anglophilen Politiker des Landes ebenso ausgeschaltet hatte, wie jetzt Hassan Sabri Pascha die Repräsentanten der Saad=Partei, wurde 1936 erschossen, kurz bevor er seine Reise nach Ankara antreten wollte. Ihm folgte König Ghazi., den nahezu drei Jahre später ein mysteriöser Autounfall dahinraffte. Niemand hatte die Hintergründe dieses Attentates aufzudecken vermocht, aber in Mossul stürmte damals die Menge das englische Konsulat und erschlug den Konsul. Man kannte die britischen Freunde. Wenn auch jetzt wieder die Erschütterung über den plötzlichen Tod des ägyptischen Ministerpräsidenten in allen Teilen der arabischen Welt nachzittert, so zeigen sich damit die gleichen Folgeerscheinungen, wie seiner Zeit in Mossul, wenn auch in diesem Falle die spanischen Reiter um das Hotel Semiramis eine spontane Aktion gegen die Hintermänner des Attentats verhindern werden. Hassan Sabri Pascha war zu der Zeit, da der national=ägyptische Vorkämpfer Zaghlul Pascha das Ministerpräsidium in Kairo bekleidete, Gesandter in London. Gemeinsam mit dem Begründer der WafdPartei war er damals— es war im Jahre 1924— zurückgetreten. In späteren Jahren gehörte Hassan Sabri als Kriegsminister dem liberalen Kabinett Mohammed Mahmud an, das gegen Ende 1937 die Regierung des Wafd=Führers Nahas Pascha abgelöst hatte. In die Zeit, da er das Kriegsministerium verwaltete, sielen die englischen Forderungen nach einer Vermehrung des ägyptischen Potentials an Wehrmitteln, so daß sich Hassan Sabri dauernd dem Druck der englischen Bemühungen ausgesetzt sah. Kurz nach Kriegsausbruch, als auch das Kabinett Maher Pascha nicht den britischen Wünschen entsprach, beauftragte König Faruk den früheren Kriegsminister mit der Neubildung der Regierung, obwohl Hassan Sabri ostentativ als Antwort auf den von dem britischen Botschafter in Kairo erzwungenen Abbruch der Beziehungen zu Italien in der italienischen Gesandtschaft seine Karte abgegeben hatte. Seine Ministerpräsidentenschaft stand im Zeichen einer betont ägyptischen Orientierung, die dem britischen Druck nur zögernd nachgab. Jedoch hat die Entlassung der vier Minister aus den Reihen der kriegstreiberischen Saad=Partei gezeigt, daß die Kriegserklärung an Italien in Hassan Sabri einen entschlossenen Gegner fand. Diese Gegnerschaft hat ihn dann das Leben gekostet, wie so manchen orientalischen Politiker vor ihm, der es unternahm, von dem Wege Englands abzuweichen. In Kürze Im Auftrage des Reichsmarschalls des Großdeutschen Reiches wurde in den Betrieben der Reichswerke „Hermann Göring“ einer Anzahl von Arbeitern und Angestellten das ihnen vom Führer verliehene Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse im Rahmen von Betriebsfeiern überreicht. Einer Meldung von Associadel Preß zufolge ging der irische Frachter„Ardmore"(1023 BRT), der nach Wales unterwegs war, verloren. Aneragfumer=Teist der Erhedung Die italienische Presse zum fünften Jahrestag des Sanktionsbeginnes gegen Italie: Rom, 17. November. Zum fünften Jahrestag des Sanktionsbeginnes, der am Montag in ganz Italien ein besonderes feierliches Gepräge erhalten wird, betont„Giornale d' Italia“, dieser Tag stelle den siegreichen Anbeginn der europäischen Erhebung gegen die britische Tyrannei dar. Der 18. November 1935, an dem Großbritannien unter der Mitwirkung Frankreichs dem Genfer Bund die Sanktionen aufzwang, sei aber, wie der Direktor des Blattes ausführt, zugleich der Ausgangspunkt des Krieges in Europa gewesen. Mit zynischer Berechnung habe London damals darauf spekuliert, Italien durch die Abschnürung seines Außenhandels zur Aufopferung seiner letzten Goldreserven zu zwingen und so das italienische Heer ohne Schwertstreich aus Geldmangel zur Kapitulation zu zwingen. Der typisch britische Mechanismus habe aber Schiffbruch erlitten, da die britischen Bankiers und Spekukanten nicht die gewaltigen inneren geistigen Kräfte Italiens in Rechnung gestellt hätten. Mit dem siegreichen Einzug der italienischen Truppen in Addis Abeba sei aber auch der jahrhundertealte Mythos der britischen Unbesiegbarkeit zusammengebrochen, während die Sanktionen zugleich das Ende der„europäischen Solidarität“ darstellten. Italien habe die Falschheit der angeblichen englischen Freundschaft entlarvt sowie die Untragbarkeit des Systemes der europäischen Beziehungen, das durch die Sanktionen die in Versailles geborene europäische Krise in ihre entscheidende Phase eintreten ließ. Die Sanktionen hätten vor allem mit der Armut Italiens gerechnet und Italien diese Armut in vollkommenster Weise zum Bewußtsein gebracht, zugleich aber auch seinen Willen verstärkt, diesem Zustand ein für allemal ein Ende zu bereiten.„Aus den Sanktionen ist zusammen mit der Autarkie der unbeugsame Geist der Erhebung gegen die lastende Ungerechtigkeit der europäischen Ordnung erstanden". Italien habe damals klar erkannt, daß die Worte von Gerechtigkeit und Freiheit nur politische Schlagworte der geizigen, egoistischen und tyrannischen großen Imperien darstellten. Italiens Krieg stelle die bewaffnete Erhebung gegen die Imperien dar. Sein Krieg gehe vom Volk aus und gelte der Gleichheit, der Arbeit und den Lebensmöglichkeiten des italienischen Volkes gegenüber den anderen Nationen.„Wenn das italienisch: Volk in den vergangenen Kriegen für seine nationale Einheit kämpfte, so kämpft es heute für eine bessere Zukunft. Seit den Tagen der ungerechten und beleidigenden Sanktionen beseelt das italienische Volk dieser Wille nach Gerechtigkeit, sowie jene Entschlossenheit zum Krieg, der zur Verwirklichung der Gerechtigkeit notwendig wurde, nachdem die Unmöglichkeit einer friedlichen Lösung erwiesen ist.“ Verlag: Westfällsehe Tageszeilung G. m. b.., Münster( Westl.. Verlagsleiter: Erich Frintrop(z. 21 im Felde), I. V. Artbur Peisch. Hauptschriftleiter: Dr. Anion Elckboll(z. 21. im Felde): Stellvertreter Karl Kuhl. Verantwortliche Schriftleiter: Politik: Karl, Kuhl: Politische Nachrichten und Vermischtes: Dr. Eugen Wagner: Bewegung und Provinz: Max Hlemisch(z. 2t. im Felde). I. V. August Hollwes: Volkstum. Kunst und Unterhaltung: Wilhelm Vernekohl: Stadtanzeiger: Peler Jurascheck: Kommunalpolitik: Otte Pelter (z. 21 im Felde): Sport: Allred Strobel(z. 2t im Felde), I. V. Peter Jurascheck: Bezirksaussaben und Bildberichterstattung: Clemens Hülsbusch: Anzeigenleiter: Horat Entere (a Zi. Wehrmacht). 1 V Hane Wollmaler. Sämtlich in Münster. Druck: Aschendorfische Buchdrucherei. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 1 vom 1. Juli 1940 gdltig. Uindsge des Kerrens R OMAN VON H. G. HANSEN (21. Fortsetzung.) Koßmann war niedergeschlagen und wie betäubt. Er fand sich überhaupt nicht mehr zurecht, was er von allem halten sollte. Klar war ihm nur, daß eine Verurteilung jetzt nicht mehr zu umgehen und damit auch sein eigenes Geschick besiegelt war. Die Ausführungen des Verteidigers waren matt. Er versuchte zwar die Erklärungen seines Mandaten zu stützen. Man merkte aber, daß der Mann auf verlorenem Posten und ohne Überzeugung kämpfte. Er beantragte Bestrafung wegen Wilderns, Schonzeitvergehens und Waffenbesitzes, sowie milde Strafe wegen Totschlags. Die Beratung der Geschworenen dauerte zwanzig Minuten. Nochmals zehn Minuten später kam das Gericht zurück, und der Vorsitzende verkündete das Urteil. Es lautete den Anträgen des Staatsanwalts entsprechend. Von der Anklagebank kam ein heiserer Schrei wie der eines Tieres. Man sah den Justizwachtmeister dem Polizeibeamten zu Hilfe kommen, um den sich verzweifelt sträubenden Verurteilten aus dem Saal zu führen. Hannes Kotmann starrte zu den drei ineinander verkrampften Menschen hinüber. Er fühlte sich wie ausgedörrt und ausgeleert. Langsam stand er auf, zwängte sich durch die Bänke und mußte auf dem Korridor sich an der Wand stützen. Mit schweren Schritten wankte er die Treppe hinunter. Die Verhandlung hatte länger gedaurt, als vorauszusehen war. Es schlug bereits acht Uhr, als Koßmann zu Hause eintraf. Er suchte sofort sein Zimmer auf und versank dort in Grübeln. Wenige Minuten später wurde er gestört. Auf sein Herein öffnete sich die Tür und seine Schwiegermutter stond vor ihm. „Entschuldige bitte den Überfall, Hannes, aber weder Richard noch ich hielten die Ungewißheit länger aus. Wir fuhren schon am Nachmittag von Werder hierher und warteten deine Rückkehr ab.“ Er erhod sich mühsam und reichte Frau'Oleron die Hand.„Bitte, nimm Platz, Mutter.“ „Richard wartet noch draußen.“ „Ich hole ihn schon.“ Koßmann ging über die Diele in das Empfangszimmer und begrüßte seinen Schwager. „Bitte, komm in mein Arbeitszimmer, Richard.“ Als sie zusammensaßen, wagte keiner, die ersten Worte zu sorechen. Das Gesicht und die Haltung Hannes Koßmanns besagten genug. Der Prozeß mußte einen ungünstigen Ausgang genommen haben. Die alte Frau unterbrach schließlich das Schweigen. „Wenn es dir einen Trost gewährt, Hannes, so möchte ich dir sagen, daß ich mich langsam an deine Gedankengänge gewöhnt habe und jetzt einsehe, daß dir nur der Weg bleibt, den du uns genannt hast.“ Sie sah ihn mit Liebe an. „Und wir werden zu dir halten, Hannes, mag kommen was will!" Richard streckte seinem Schwager die Hand hin. „Banke.“ Koßmann sagte das kurz, fast unwirsch. Er hatte diesen Abend mit sich allein verbringen wollen, um alle Vorbereitungen zu treffen, die notwendig waren, bevor er am andern Tage zu dem Staatsanwalt gehen mußte. Wieder verging eine Weile in Schweigen. Alle fühl: ten sich bedrückt. Die alte Frau hatte das Empfinden, als wenn Worte besser feien als dumpfes Nachdenken. „Willst du uns nicht erzählen, wie es ausgegangen ist?“ „Ja“, Koßmann raffte sich zusammen.„Korn ist wegen Mordes zum Tode verurteilt worden. Außerdem ein paar Jahre Gefängnis wegen Wilderns.“ Obwohl die beiden andern nach seinem Aussehen nicht mehr darauf gehofft hatten, daß ihnen etwas anderes berichtet werde, empfingen sie die Mitteilung wie einen Schlag. Dann berichtete Hannes Koßmann. Er sprach übersichtlich, deutlich und nüchtern. Gerade diese Sachlichkeit wirkte drückender als ein leidenschaftlicher Ausbruch oder eine durch Verzweiflung unklar werdende Darstellung. Bei der Schilderung des überraschenden Geständnisses bemühte sich der Erzähler, ganz objektiv den Verlauf anzugeben und enthielt sich dabei jeden Kommentars über den Eindruck auf sich selbst. Als er geendet hatte, bemühten sich alle krampfhaft, neue Überlegungen anzustellen. Sie kamen aber nicht über das hinweg, was Koßmann ihnen schon längst dargestellt hatte." Misterare.4 „Vielleicht ist die Behauptung des Wilberers, daß er diesen Menschen in halber Notwehr erschossen habe, nur ein Ausfluß seines schlchten Gewissens. Es ist doch nicht ausgeschlossen, daß er bereits einen Mord begangen hat.“ Frau'Oleron sagte das wie eine Beschwichtigung. „Nein, ich glaube nicht daran. Aber was für Gründe zu dieser Lüge geführt haben, kann ich mir nicht erNären.“ Hannes Koßmann schüttelte den Kopf. „Ich halte die Lösung für einfach“, meinte Richard. „Der Mann sagte sich, daß er nach dem Verlauf der Verhandlung nicht mehr damit rechnen könne, an einer Verurteilung wegen Mordes vorbeizukommen. In seiner Verzweiflung suchte er nach einem Ausweg. Deshalb auch die Unterbrechung der Verhandlung, damit er Gelegenheit hatte, mit seinem Verteidiger zu beraten. Ich glaube sicher, daß Korn aus Angst vor der Todesstrafe schließlich etwas Falsches gestanden hat, um wenigstens noch die Chance einer Verurteilung zu Zuchthaus zu erhalten.“ „Möglich, daran habe ich noch gar nicht gedacht. Mir war alles so wirr und wüst im Schädel nach der Verhandlung. Je mehr ich darüber nachdenke, um so wahrscheinlicher wird mir deine Erklärung. Ganz sicher sogar. Der Mann hat den Tod vor Augen gehabt und rettete sich in ein unwahres Geständnis hinein, um wenigstens am Leben zu bleiben. Das ist furchtbar. Wie muß es in dem Menschen aussehen? Er weiß ebensogut wie ich, daß er Kühlitz nicht erschossen hat. Von allen Seiten wird er bedrängt und umklammert. Eine Menge irreführender Beweise werden gegen ihn zusammengetragen. Er sieht sich in einer Falle. Mein Gott. Morgen muß der Mensch spätestens seine Erlösung finden. Ich habe sonst keine Ruhe mehr.“ Koßmann stöhnte und bedeckte das Gesicht mit beiden Händen. „Das sollst du auch. Hannes.“ Seine Schwiegermutter hatte sich auf die Lehne des Stuhles gesetzt und nahm ihn in beide Arme.„Nur überstürze es nicht zu sehr. Der Mann erleidet verdiente Strafe für seine Verbrechen, wenn er jetzt einen Tag oder auch zwei Angst um sein Leben ausstehen muß. Bevor du dich der Behörde stellft. mußt du erst mit einem Anwalt sprechen. Mir wäre es lieb, wenn du Justizrat Hirte aufsuchen würdest. Er ist ein alter Freund meines Mannes und sicher am besten geeignet, all diese unerfreulichen und hüßlichen Dinge aus unserer Familie zu hören. Welche Mittel er später benutzt, um dir zu helfen, wird er schon wissen.“ „Meinetwegen, Mutter.“ Ich werde morgen zu ihm gehen.“ „Es wäre besser, du rufst ihn gleich einmal an.“ „Auch das“ Koßmann griff zum Telephonbuch und suchte die Nummer des Justizrates. In seinem Büro erreichte er ihn nicht mehr. Doktor Hirte war schon nach Hause gegangen. Nach kurzem Überlegen rief Koßmann dort an. „Herr Justizrat, Frau d' Oleron, meine Schwiegermutter, hat mir geraten, mich in einer überaus dringenden und wichtigen Angelegenheit an Sie als einen langjährigen Freund der Familie zu menden. Wann kann ich Sie morgen sprechen?“ „Ich habe um zehn Uhr einen Termin wahrzunehmen und werde dann kaum vor drei oder vier Uhr nachmittags frei sein.“ „Wäre es möglich, schon um acht Uhr die Besprechung abzuhalten?“ „Wenn es so wichtig ist, ja, Herr Koßmann.“ „Dann bin ich um acht Uhr bei Ihnen im Büro!“ Er hängte ab.„Morgen vormittag um acht Uhr werde ich zu ihm gehen und dort auch gleich alle Anweisungen geben, die notwendig sind, damit die Fabrik bis zur endgültigen Regelung ordnungsgemäß verwaltet wird.“ „Meinst du, daß diese Maßnahme wirklich nötig ist? Willst du dich tatsächlich ganz zurückziehen? Bedenke Hannes, es ist deines Vaters und dein Lebenswerk." Frau'Oleron sprach gütig und abwägend. „Ich sehe keinen andern Weg, Mutter.“ „Aber einen Wunsch wirst du mir erfüllen. Ich möchte gern bei deinen Verhandlungen mit Doktor Hirte zugegen sein. Oder hast du etwas dagegen?“ „Nein, du weißt ja ohnehin alles.“ „Dann gehen wir morgen früh zusammen.“ „Und mich müßt ihr mitnehmen", erklärte Richard 'Oleron. „Auch das, mein Junge. Wir tragen nun alles gemeinsam, wir drei.“ Koßmann blickte sie dankbar an.„Ihr macht mir doch vieles leichter. Werden die Aufregungen aber nicht deiner Gesundheit schaden. Mutter?" „Nein.“ Und wenn es der Fall wäre, könnte ich daran nicht denken. Was bedeutet schon die Gesundheit einer alten Frau, wenn es um die Existenz ihrer Familie geht. Die Sippe muß zusammenhalten, Hannes, wenn sie bedroht ist.= Das ist Brauch in meiner Familie gewesen, in der meines Mannes und sicher auch bei deinen Eliern. Was einen von uns trifft, trifft uns alle.“ „Du bist unser bester Kamerad, Mutter.“ Richard fuhr ihr liebevoll über die faltigen Hände.„Was wir Hannes von seiner Last abnehmen können, tragen wir, auch wenn du schon alt bist und ich ein Krüppel bin.“ Hannes brachte seine Schwiegermutter und seinen Schwager in ihre Zimmer. Dann setzte er sich an seinen Schreibtisch und begann, jetzt völlig ruhig geworden, eine genaue Aufstellung aller Fragen, die er mit dem Rechtsanwalt zu regeln hatte. Er entwarf einen Plan für die Verwaltung der Fabrik in der nächsten Zeit, fertigte eine Übersicht seiner Vermögenswerte an und legte die wichtigsten Einzelheiten für ein neues Testament fest. Nachdem er fertig war, suchte er sein Schlafzimmer auf und fand zum erstenmal seit Wochen wieder einen ungestörten Schlaf. Morgens trafen sich alle um sieben Uhr am Frühstückstisch. Diesmal fehlte auch Gitta nicht. Wegen des Mädchens, das servierte, begrüßte Koßmann seine Frau mit einem flüchtigen Händedruck und lenkte das Gespräch in nichtssagende Bahnen. Sobald sie allein waren, legte ihnen die Gegenwart der Kinder Zwang auf. Gitta sah verhärmt und blaß aus, mied den Blick ihres Mannes ebensosehr wie den ihrer Mutter. Richard verhielt sich so, als sei sie überhaupt nicht anwesend. Ohne Verabredung war sie aus der Gemeinschaft der Familie ausgeschlossen worden. Nur ihre Mutter sandte ab und zu einen forschenden Blick hinüber nach der Tochter. Sie verurteilte deren Vergehen ebenso wie die Männer, aber weder die Frau noch die Mutter in ihr ließen es zu, daß sie völlig erbarmungs= und mitleidlos über alles hinwegging. Im stillen sagte sie sich, daß sicher viel an Enttäuschungen, Verbitterungen, verkehrten Anschauungen und selbstverschuldeten Fehlern zusammengekommen sein müsse, bis sich eine Frau wie Gitta Koßmann dazu hinreißen ließ, ihre eigene und die Ehre ihres Mannes in den Schmutz zu treten. Verständnis und Entschuldigung fand die alte Frau aber nicht dafür. Ihr erschien es undenkbar, daß sie jemals auch unter noch schwierigeren Umständen und größerer Verkennung der Situation sich zu solchen Abwegen verstanden hätte. Dann wurde Richard'Oleron vorsichtig in dem Auto untergebracht. Hannes setzte sich neben den Fahrer und seine Schwiegermutter blieb hinten bei ihrem Sohn. Die Fahrt verlief schweigend. Alle hatten das Empfinden, als sei sie ein von übermächligen Gewalten erzwungener Schritt zum eigenen Verderben, dem man nicht entgehen sbns. er tiehues 8o. (Forrsetzung folgt.) Heitere Ecke Max klingelt bei der Nachbarin:„Mutter läßt fragen, ob Sie uns sechs Tassen leihen könnten?“ „Nonu“, staunt die Nachbarin,„habt ihr denn selbst tene? „Doch, doch“, nickt Max,„aber ich habe meine Schulkameraden zum Gevurtstag eingeladen, und Mutter meint, dafür wären ihre Tassen zu schade!“ Jeden Tag setzte die junge Frau ihrem Gatten ein anderes Essen vor. Schließlich seufzte der:„Liebling, nun müssen wir das Kochbuch doch bald durch haben?“ Als sich Fröulein Irene mit ihrer fünfzehnjahrigen Schwester auf dem Heimweg defindet, sogt sie zu dieser „Wenn du zu Hause nichts verrötst, daß wir Herrn Schmuser im Tiergarten getroffen haben, bekommst du einen Kuß!" „Kommt darauf an“, antwortete darauf die jüngere Schwester. „Was willst du domit sagen?“ möchte nun die ältere Irene wissen. „Na, ob ich ihn von dir, oder von Herrn Schmusek beionune!“ 18. Novem :0 für Dei Mit dem 10. verzweigte Bezlehr Sonntag auf dem weilere Verkiesung Spiel, bei dem al deutschen Angriffs blieb, sieglen wir Helmut Schön in Halbzeil. Dieser eines ladellosen 3 schaft. Schon frühzeit Heerstraße zur Ho derspiels— in Be hergerichtet, wobei Spiel gegeben wa die Banner des! des Danebrogs u Schiedsrichters Be schmückten Tribün macht zahlreich ver ten für Ordnung. burger Gaumusikz sich zahlreiche di große Hamburger flotte Weise. Die sche Fußball=Länd Eintrittskarten wa wenn Platz genug 50 000 und mehr Die Mannschaften Wenige Minu Mannschaften mit hymnen wurden. Parteien zu folge Deutschlan Rohde, Kitzinger; Pesser. Dänemark: Glümer: Otto Po sen: A. Friedmar Mathiesen, J. Jo Reichstrainer Sonnabend entsch rechten Stürmerpe Torlos bis zur P Am Anpfiff m eine eingespielte 2 fort den Ball und Kupfer den Ba Schweinfurter glä prächtige Einzelle Schuß, wobei der lenkt wurde, erga gelegenheit. Die stunde völlig in di Elf lief während mählich saßt aber muß gesagt werde fackelten, sondern fuhren. Sie störter des deutschen Int deckt, und der W gewünscht einsetze Flügel und von? die größte Gefah den Dänen in de überraschend lauf wehren konnte. schen zur 3. Ecke dann die Dänen spielten sich stets Einen Gewaltschi Torhüter zunichte bei einem Strafst hatte das Pech, köpfen. Auf der Rohde die Arbe Mühe, mit eine Christensenf harte Nuß hatte einem weiteren E Eckenverhältnis p die erste Spielhäl :0 durch Schön! Die zweiten sprechenden deut schoß Pesser d dem dänischen T deutsche Eckballsch zeigten hervorrag Mannschaftszusar Walther hatte bei erwies sich E Spieler. Ein I kann selbst Sch in der ersten Vider dänischen De in der 1 7. M der hatte sich d Lehner über dener steht und unhaltb Dänen starten so der aber scheitert als Pesser ei ist auch diesmal hat der deutsche Rruss Treffen de Das Treff klasse der S Leipziger Westb Nicht nur das 2 deutschen Meiste leistungsmäßig Tages auf hohel war der neue 3 den die junge! Minuten aufstell leistung von Chi auf:56.3 stan Rennen unange Anni Capell=M. lieferten sich mit Meter Brust bacher Rekordin Grauthoff(:01 Eine beträch Männern der Rüske. Er bli Schlauch im Bedauerlich wa Schröder nicht Kraul=Schw Werner Plath Lossowsti=Stetti ger=Kiel und S das 200 Meterkampf und seh mit:41,1 Min brachten hervor der deutschsprachigen Presse.V ummer 317 iren Seite erfahren müssen. kir Sidky, der die benso ausgeschaltet die Repräsentanten sen, kurz bevor er ollte. Ihm folgte Jahre später ein Niemand hatte die zudecken vermocht, kenge das englische Man kannte die sütterung über den nisterpräsidenten in ichzittert, so zeigen zen, wie seiner Zeit alle die spanischen ie spontane Aktion entats verhindern der Zeit, da der ahlul Pascha das ete, Gesandter in ründer der Wafdm Jahre 1924— hörte Hassan Sabri binett Mohammed die Regierung des öst hatte. In die rwaltete, sielen die Vermehrung des teln, so daß sich der englischen Bech Kriegsausbruch, nicht den britischen könig Faruk den eubildung der Restativ als Antwort ister in Kairo erzu Italien in der e abgegeben hatte. im Zeichen einer ie dem britischen hat die Entlassung r kriegstreiberischen klärung an Italien Begner fand. Diese en gekostet, wie so ihm, der es unterwweichen. UIs des Großdentm der Reichswerke von Arbeitern und verliehene Kriegsvon Betriebsfeiern Preß zufolge ging 3 BRT), der noch Punp nsbeginnes „Aus den Sanke der unbeugegen die lastende dnung erstanden". iß die Worte von ische Schlagworte schen großen Imlie die bewaffnete Sein Krieg gehe eit, der Arbeit und sen Volkes gegenin das italienisch: ir seine nationale für eine bessere gerechten und bejenische Volk dieser ntschlossenheit zum Gerechtigkeit notichkeit einer fried18. November 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 31 „ Münster(Westl.!. elde), I. V. Arlbur Ickboil(z. 21. im twortliche Schriftbrichten und Verund Provinz: Max Hollwes: VolksVernekohl: Stadtblitik: Olte Peller (z. 2t im Felde), und Bildberichteiter: Horat Entere aler. Sämtlich in rucherei. Zur Zeit Blick ihres Mannes Richard verhielt sich send. Ohne Verabft-der Familie auszu einen forschenden sie verurteilte deren ber weder die Frau daß sie völlig erbarnwegging. Im stillen iuschungen, Verbitteid selbstverschuldeten nüsse, bis sich eine hinreißen ließ, ihre in den Schmutz zu igung fand die alte es undenkbar, daß eren Umständen und sich zu solchen Abersichtig in dem Auto ben den Fahrer und bei ihrem Sohn. Die das Empfinden, als walten erzwungener man nicht entgehen ortsetzung folgt.) ke :„Mutter läßt fran könnten?“ „habt ihr denn selbst h habe meine Schulsladen, und Mutter schade!“ m ihrem Gatten ein ifzte der:„Liebling, bald durch haben?“ rer fünfzehnjährigen et, sogt sie zu dieser: rätst, gaß wir Herrn haden, bekommst du e darauf die jüngere nöchte nun die ältere von Herrn Schmusek Dänemark machte den Sieg schwer für Deutschland im Länderkampf— 28000 Ueberfülle— Helmut Zuschauer füllten den Hamburger Schön schoß das Siegestor Viktoriaplatz bis zur Mit dem 10. Länderkampf sanden Hamburgs weilverzweigte Bezlehungen zu den nordischen Staaten am Sonntag auf dem Sportplatz der Alten Vikloria eine weilere Verliesung. In einem an und für sich schönen Spiel, bei dem aber dennoch die Zusammenarbeit des deutschen Angriffs nach wie vor viel zu wünschen übrig blieb, sieglen wir knapp mit:0. Das einzige Tor schoß Helmut Schön in der 17. Minute nach der torlosen 1. Halbzeit. Dieser einzige Treffer war die reise Fruch! eines tadellosen Zusammenspiels der deutschen Mannschaft. * Schon frühzeitig waren die Massen auf der alten Heerstraße zur Hohen Luft— dem Schauplatz des Länderspiels— in Bewegung. Die Anlagen waren festlich hergerichtet, wobei alle Vorbedingungen für ein schönes Spiel gegeben waren. Von den Fahnenmasten grüßten die Banner des Reiches, die weiß gekreuzten Farben des Danebrogs und Finnlands Farben zu Ehren des Schiedsrichters Bertel Ahlfors. Auf den bunt geschmückten Tribünen waren Staat, Partei und Wehrmacht zahlreich vertreten. Rund 1000 SA=Männer sorgten für Ordnung. Vor dem Spiel unterhielt der Hamburger Gaumusikzug die 28000 Zuschauer, unter denen sich zahlreiche dänische Schlachtenbummler und die große Hamburger dänische Kolonie befanden, durch flotte Weise. Die Hamburger zeigten für das 179. deutsche Fußball=Länderspiel eine Riesenanteilnahme; alle Eintrittskarten waren schon seit Wochen vergriffen, und, wenn Platz genug vorhanden gewesen wäre, wären 50 000 und mehr gekommen. Die Mannschaften: Wenige Minuten vor Spielbeginn erschienen beide Mannschaften mit dem Schiedsrichter. Die Nationalhymnen wurden gespielt und dann formierten sich die Parteien zu folgender Aufstellung: Deutschland: Jahn; Janes, Moog: Kupfer, Rohde, Kitzinger: Lehner, Walther, Binder, Schön, Pesser. Dänemark: Egon Sörensen; Paul Hansen, Erich Glümer: Otto Podersen, Egon Johannsen, Arno Sörensen: A. Friedmann, W. Christensen, E. Knudsen, N. Mathiesen, J. Jversen.— Reichstrainer Herberger hatte sich noch am Sonnabend entschlossen, Walther auf seinem halbrechten Stürmerposten zu belassen. Torlos bis zur Pause Am Anpfiff weg zog die deutsche Mannschaft wie eine eingespielte Vereinself los; die Dänen verloren sofort den Ball und schon nach den ersten Sekunden schoß Kupfer den Ball knapp über das dänische Tor. Der Schweinfurter glänzte auch im weiteren Verlauf durch prächtige Einzelleistungen. Ein raffinierter LehnerSchuß, wobei der Ball zur ersten deutschen Ecke abgelenkt wurde, ergab in der 4. Minute eine große Torgelegenheit. Die Dänen wurden in der ersten Viertelstunde völlig in die Abwehr gedrängt. Das Spiel unserer Elf lief während dieser Zeit ganz ausgezeichnet. Allmählich saßt aber die Deckung der Gäste Tritt und es muß gesagt werden, daß die dänischen Läufer nicht lange fackelten, sondern stets schnell und entschlossen dazwischen fuhren. Sie störten dadurch erheblich die Zusammenarbeit des deutschen Innensturms. Binder wurde stark gedeckt, und der Wiener konnte sich nun nicht mehr wie gewünscht einsetzen. Am besten war noch der rechte Flügel und von dieser Seite aus drohte auch den Dänen die größte Gefahr. Eine gute Torgelegenheit bot sich den Dänen in der 15. Minute, als Janes einen Ball überraschend laufen ließ und Jahn nur zur Ecke abwehren konnte. Aber im Gegenstoß kamen die Deutschen zur 3. Ecke. Mitte der ersten Spiethälfte gaben dann die Dänen den Ton an. Unsere Innenstürmer spielten sich stets an der inneren dänischen Abwehr fest. Einen Gewaltschuß von Binder machte der dänische Torhüter zunichte. Im Anschluß daran jagte„Bimbo“, bei einem Strafstoß das Leder an die Latte. Lehner hatte das Pech, zwei Flankenschüsse Kupfers zu verköpfen. Auf der anderen Seite blieb Jahn und Rohde die Arbeit nicht erspart. So hatte der Berliner Mühe, mit einem Kernschuß des Halbrechten Walter Christensen fertig zu werden. Aber eine genau so harte Nuß hatte kurz vor der Pause Johannsen mit einem weiteren Schuß von Bimbo Binder. Mit einem Eckenverhältnis von:4 zugunsten der Deutschen schloß die erste Spielhälfte. :0 durch Schön! Die zweiten 45 Minuten begannen mit erfolgversprechenden deutschen Angriffen, aber zum Schluß verschoß Pesser den Ball. Dann wurde Walther vor dem dänischen Tor vom Ball gedrängt. Auch zwei deutsche Eckballschüsse blieben erfolglos. Unsere Spieler zeigten hervorragende Einzelleistungen, aber die richtige Mannschaftszusammenarbeit fehlte. Pesser und Walther hatten kein Glück mit ihren Vorstößen, dabei erwies sich Egon Sörensen als ein hervorragender Spieler. Ein Freistoß hart an der Strafraumgrenze kann selbst Schön nicht auswerten. Der Druck lastet in der ersten Viertelstunde nach Wiederbeginn hart auf der dänischen Deckung und Abwehr. Endlich fäll in der 17. Minute die Entscheidung. Bin der hatte sich durchgespielt, der Ball wandert von Lehner über Walther an Schön, der Dres dener steht frei und jagt die Kugel schar und unhaltbar in die linke Torecke. Die Dänen starten sofort zu einem energischen Gegenangriff, der aber scheitert. Vielmehr kommen sie selbst in Gefahr, als Pesser einen Freistoß schießt, aber Sörensen ist auch diesmal auf der Hut. Auf der anderen Seite hat der deutsche Torhüter das Glück, daß der Ball von den Dänen ins Aus gesetzt wird. Brenzlig sieht es für uns aus, als Jahn aus einen Freistoß von Friedmann das Leder nicht erwischt. Janes wird lausend angegriffen, der Ball springt an die Latte: der Alpdruck weicht erst, als endlich Kupfer die Riesengefahr bannt. Die Dänen hatten ihren nahezu totsicheren Ausgleich verpaßt. Binder kann wenig später nur den linken Torposten anschießen, während Lehner ganz vorbeiknallt. Bei einem Generalangriff der Dänen trifft der Mittelstürmer Knudsen nur das Außennetz und Pesser wird bei einem Alleingang von zwei Dänen hart angegangen und muß verletzt für zwei Minuten ausscheiden. Die deutschen Angriffe mehren sich wieder, ein Flankenball von Pesser nimmt Schön tadellos mit dem Kopf an. aber Sörensen schlägt zur Ecke ab. Mit dem nahenden Spielende wird nun auch der deutsche Sturm matter. Der Ball wandert jetzt von Mann zu Mann und es wird uneigennützig abgegeben. Das Ergebnis jedoch kann nicht mehr gändert werden, obgleich wir dem 2. Tor mehrmals sehr nahe sind. So haben Binder und Pesser noch zweimal gute Gelegenheiten, aber den Dänen steht das Glück treu zu Seite. Sieg zu knapp ausgefallen Der deutsche Erfolg über Dänemark geht in Ordnung: er hat nur den kleinen Schönheitsfehler, daß er ahlenmäßig zu gering ausgefallen ist. Die ehrenvolle Niederlage verdanken die Dänen in erster Linie ihrer großartigen Abwehr. Es war ein wirklicher Freundschaftskampf, den der gute finnische Schiedsrichter Ahlfors unauffällig und korrekt leitete. Der beste deutsche Mannschaftsteil war die Läuferreihe und hier warkes Rohde, der eine ausgezeichnete Partie lieferte. Er war im Kopfballspiel sicher und hielt dem kleinen dänischen Mitelstürmer gut stand. Nach ihm ist Kupser zu nennen, der in den ganzen 90 Minuten keinen Versager hatte, während sein Vereinskamerad Kitzinger erst nach der Pause wie gewünscht auspielte. Das Schlußdreieck war durchaus zuverlässig. Jahn im Tor machte kaum einen Fehler; er sing und hielt gut. Janes hatte dagegen keinen guten Start, gewann aber bald seine alte Sicherheit wieder. Moog erreichte nie das große Vorbild seines Kameraden. Im Angriff verlor Binder schnell die Lust angesichts der scharfen Abwehr durch die Dänen. Der Wiener setzte sich aber in der zweiten Hätfte dann doch mehr ein und zeigte sein reifes Können sowohl im Einzel= als auch im Mannschaftsspiel. Schön hatte nach gutem Beginn eine schwache Zeit, die er aber zum Schluß überwand. Pesser war wohl der beste Stürmer. Ein Lob verdienen seine Flankenbälle, aber selbst er hatte mit seinen Schüssen verschiedentlich Pech. Walther und Lehner verstanden sich ausgezeichnet. Der junge Saarpfälzer schoß jedoch zu schwach und zu wenig plaziert. Lehner hatte vor der Pause einen unbezähmbaren Zug zum Tor, hielt dabei aber nicht durch. Erst nach dem Wechsel blieb er auf seinem Posten und war dadurch auch viel wirksamer. Von den Dänen ist bereits eingangs gesagt worden, daß sie in dem Torhüter Sörensen und dem rechten Verteidiger Paul Hansen, dem Glümer nicht viel nachstand, ihre stärksten Stützen hatte. Der Mittelstürmer Johannsen wurde seiner Aufgabe als Schatten von Binder gerecht. Petersen war der große unermüdliche Arbeiter, auch Arno Sörensen paßte sich gut ein. Die besten Stürmer waren Friedmann und Iversen, während das Innentrio nur wenig ausrichtet. SpVg Canstatt—: gart:0. Stuttgarter SC— Sportfr. StuttBfB Stuttgart 7 Sportfr. Stuttgart 8 Stuttgarter Kickers 5 Danzig, Westpreußen: Polizei Danzig:1 Neufahrwasser 24•7 22:11 26:5 1919 12•2 12:4 10•0 Preußen Danzig Viktoria Elbing BEB Danzig 2 Bayern: BC Augsburg Neumeyer Nürnberg— FC S 0 0 16•4:0 3 0 2 12:13:4 1 0 1•4•2 — 1. FC Nürnberg:1: Bayern München:1: Fl 05 Schweinfurt— TSV 83 Nürnberg:0; SpBg Fürth — BfR Schweinfurt:3; Wacker München— Würz= burger Kickers burg:2. :0: 1860 München— Jahn Regens50000 Wiener sahen Schalke :1 endete das Freundschaftsspiel gegen Admira in der Wiener Praterkampfbahn— Kampf voll dramatischer Spannungen Die Endspielgegner der deutschen Meisterschaft 1939 trafen sich am Sonntag in dem damals versprochenen Rückkampf. Halte im Olympia-Stadion vor fast 1½ Jahren Schalke 04 einen triumphalen Sieg geseiert, so mußte es diesmal im Freundschaftsspiel in Wien sich mit einem:1 Unentschieden zufrieden geben. * Dieses Treffen löste in der sußballbegeisterten Hauptstadt der Ostmark eine Riesenanteilnahme aus. Rund 50000 Zuschauer mit Reichsstatthalter Baldur von Schirach an der Spitze hatten sich in der PraterKampfbahn eingefunden. Sie erlebten einen Kampf voll dramatischer Spannungen, der besonders die Admira sowohl kämpferisch als auch spielerisch auf voller Höhe sah. Streckenweise beherrschten die Weißhemden völlig die Lage und ihr Sieg schien schon sicher, als vier Minuten vor Schluß Kuzorra mit einem Prachtschuß für die Königsblauen noch die Ehre des Tages rettete. Mit Wind und Sonne im Rücken nahm Admira den Kampf auf und hatte bald die erste Ecke erzielt. In der 21. Minute kam es dann zu einem Freistoß gegen Schalke, den Schilling ausgezeichnet vor das Tor brachte, wo jedoch der stark bedrängte Vogl unter Zuhilfenahme der Hand den Ball über die Linie brachte. Klodt stand minutenlang im Kreuzfeuer der schwersten Schüsse. Auf der anderen Seite nutzte Schuh einen schweren Fehler von Marischka, aber Platzer stürzte geistesgegenwärtig aus dem Tor und zwang den jungen Linksaußen zur Abgabe eines hastigen Schusses, so daß der Ball den Weg vorbei am Pfosten nahm. Hahnemann hatte fast die gleiche Gelegenheit, aber selbst unser Nationalspieler brachte nicht die Ruhe auf, um den nahen Erfolg zu verwirklichen. So ginges torlos in die Pause. BC Augsburg München 1860 1. FC Nürnberg Elsaß: SS Straßburg— FC Hagenau 12•2 18•6 15:7 :0: 11:1 •0 •2 Mars Bischheim— RSC Straßburg:1; SV Wittenheim— SpBg Dornach•2; FC St. Ludwig— SV Wittels7 9. am Wwa4— BfR Frankenthal(Ges.=Sp.):4. * 0 1 heim:2: J3 Meß RSC Straßburg SS Straßburg Schiltigheim Mülhausen 93 Wittenheim Kolmar 5 5 5 3 5 3 Oberelsaß 4 4 5 4 6 3 15•3 16•8 11:5 10•0 •3 •3 18•3 11:6 18•7 •0 •2 :6 Nach Wiederbeginn setzten die Wiener noch stärkeren Dampf auf. Es gab bei ihnen kein Nachlassen und eine Zeitlang kamen die Westfalen nicht aus ihrer Hälfte heraus. Zuvor allerdings mußte Platzer noch einen Freistoß von Szepan kühn retten, aber dann kam Klodt gegen Hahnemann in größte Gefahr und schließlich fiel in der 59. Minute der längs fällige Führungstreffer der Admira. Einen von Schilling verlorenen Ball nahm Hahnreiter auf, der Halblinke lief noch einige Schritte und sandte. dann mit herrlichem Flachschuß das Leder unhaltbar in die linke Ecke. Noch einmal mußte Klodt sich gegen Hahnreiter tüchtig strecken. Mitten in der zweiten Spielhälfte trat der verletzte Schilling ab; für ihn sprang Habitzlo ein. Einen weiteren Erfolg der Admira erkannte der tüchtige Dresdener Schiedsrichter Schul nicht an. Denn Klodt wurde in der Abwehr eines Eckballes regelwidrig behindert, so daß Vogls Kopfballtreffer keine Gnade fand. Die Meisterelf zog zum Schluß noch einmal stärker an. Sie kreiselte auch recht geschickt und in der 86. Minute schoß Kuzorra dann den Ausgleichstreffer. 1. FC. Kürnberg gescklagen Im Fußballbereich Bayern hat der 1. FC. Nürnberg seine erste Niederlage in den Meisterschaftsspielen erlitten. Der BC Augsburg siegte daheim über den Klub sicher und verdient mit:1(:0) Toren. Die Augsburger vergaben dabei noch einen Elfmeterball, den Billmann durch eine Regelwidrigkeit verschuldet hatte. Der frühere Ulmer Däubler erwies sich als kein vollwertiger Ersatz für den fehlenden Angriffsführer Friedel. Niedersachsengau 1. Klasse: LSV Quakenbrück— Osnabrück 97:2; Reichsbahn— OTV:2; Holzhausen— SV Hagen:1; Spielverein 16— SC Haste:2. 2. Klasse: Staffel Wiehengebirge: Spielverein 16 II. — Powe:6; Schinkel 04 II.— Rasensport:1; BfL 1I.— OKD•1.— Staffel Teutoburger Wald: Tus Glane— SV Hardensetten:0; Georgsmarien= hütte— Osede:2; Schinkel 04 Igl.— Borgloh:0; Gaste=Hasbergen— Ohrbeck:3. Deutsch-japanisches Golt-Jretten Am Sonntag kämpften auf dem Golfplatz in Wannsee je 20 japanische Spieler und Mitglieder des Golfund Land=Klubs Wannsee um den Wanderpreis des Kaiserlich=japanischen Botschafters in Berlin, Exzellenz Kurusu. Die Wannsee=Mannschaft errang mit 11½ zu 8½ Punkten einen knappen Sieg. Exzellenz Kurusu trat als Kapitän der japanischen Mannschaft selbst an und lieferte dem Wannsee=Kapitän, A. Poensgen, eine fast gleichwertige Partie, die Poensgen schließlich gewann. Zur europäischen Neuordnung im Sport Eine amtliche Erklärung Im Anschluß an den Besuch des italienischen Sportführers Parenti sind in der Auslandspresse Mitteilungen und Kommentare über angebliche deutsch=italienische Abmachungen in bezug auf die internationalen Sportverbände erschienen, die einer Richtigstellung bedürfen. Hierzu wird von zuständiger Seite festgestellt: „Deutschland ist während des Weltkrieges 1914/18 unter teilweise entehrenden Umständen aus den meisten internationalen Verbänden ausgeschlossen worden. Unter dem Einfluß des Versailler Friedensdiktates ist Deutschland in den internationalen Sportverbänden auch in der Folgezeit der seiner sportlichen Leistung und seinen Bemühungen um die internationale Zusammenarbeit entsprechende Einfluß nicht eingeräumt worden. Daß Deutschland jetzt den Wunsch und das Recht hat, eine Berichtigung dieses ungerechten Zustandes zu erstreben und eine Vertretung in den internationalen Sportverbänden zu erreichen, die seiner Sportstellung entspricht, ist selbstverständlich. Ebenso selbstverständlich ist es, daß sich die beiden Nationen Deutschland und Italien dabei unterstützen, umso mehr, als auch Italiens Einfluß nicht seiner sportlichen Bedeutung entspricht. Dabei ist es klar, daß die bewährten Kräfte der anderen Nationen, deren internationale Wertschätzung auch in Deutschland geteilt wird, hierbei im Geiste einer wirklichen Solidarität des Sportes nach wie vor die volle Unterstützung Deutschlands und Italiens finden.“ Jenniskampf Berlin-Barcelona Das Doppel brachte die Führung Der zweite Tag des Tennis=Städtekampfes zwischen Barcelona und Berlin brachte den Deutschen den Sieg im Doppel und damit die:=Führung. Die herrlichen Anlagen des TC Barcelona waren bis auf den letzten Platz besetzt und starker Beifall belohnte die guten Leistungen von Roderich Menzel und Werner Bentschner, die in seiner Zusammenarbeit Juan Manuel Blanc und Carlos Soler in 3 Sätzen:1,:7,:1 besiegten. Die Berliner spielten von Anfang an überlegen. Hart umstritten war dann der zweite Satz, den die Spanier bis:6 überlegen führen konnten. Schließlich gewannen die Berliner aber auch diesen Satz mit :7. Mit:1 fiel dann der entscheidende Satz an die Berliner. Wieder eine böse Schlappe für Preußen Westfalia Herne schlug Münsters geschwächte Mannschaft:1 Zahlenspiegel des Lonntags Unerwartete Favoritenstürze— Die Führung wechselte in vielen Bereichen Ostpreußen: Prussia Saml. Königsberg— Preußen Mlawa:5; SV Insterburg— BfB Königsberg:2; Reichsb. Königsberg— Rasensport Preußen:2; Richthofen Neukuhren— Freya Memel 15:0. Neukuhren Preußen Mlawa BfR Königsberg Pommern: LSB Preußen Bor. Stettin 1 41:7 1 37•6 0 24•4 Stettiner SC SB Pütnitz:5. VfL Stettin Pommernsdorf LSV Stettin 5 4 1 0 21:6:1 6 3 1 2 12:13:5 3 3 0 0 20:2:0 Berlin=Brandenburg: Hertha=BSC— Wacker:1; Blauweiß— Berliner SV 92:2; Lufthansa— Union Oberschöneweide:1; Spandauer SB— Tennis=Borussia:3; Tasmania— SC 05 Brandenburg:1; Minerva 93— SV Elektra:1. * Minerva 9 6 0 3 18:11 12:6 Tennis=Borussia 9 6 0 3 19:19 12:6 Lufthansa 9 5 1 3 17•11 11:7 Schlesien: Breslau 06— 1. FC. Kattowitz:0; Hertha Breslau— Vorwärts Breslau:0; Vorw. Rasensport Gleiwitz—. VfB Liegnitz:1; Preußen Hindenburg— Beuthen 09:0; Germania Königshütte— Breslau 02:2. Klassenleistungen bei den Schwimmern Treffen der großdeutschen Spitzenklasse in Leipzig BR Gleiwitz 7 7 0 0 41:6 14:0 Schwientochlowitz 6 5 1 0 17•7 11:1 Preußen Hindenburg 7 5 0 2 21:8 10:4 Sachsen: BfB Leipzig— Dresdner SC:3; Sportfreunde 01 Dresden— SC Planitz:3; Chemnitzer BC— Tura 99 Leipzig:2; Fortuna Leipzig— Riescer SV:1. Wie nicht anders zu erwarten war, mußten die münsterischen Preußen bei ihrem Gastspiel in Herne abermals eine Niederlage einstecken, die mit:5 wieder recht eindeutig ausfiel. Aber diese neue Schlappe ist weniger verwunderlich, da die Münsteraner gezwungen waren, die Fahrt nach Herne mit einer äußerst schwachen Mannschaft anzutreten. Neben dem Verteidiger Schulte fehlte auch der Halbrechte Bars, während Ausberg mit bei der Partie war. So trat die Preußenelf schließlich in folgender Aufstellung an: Kurella, Briner, Hülsmann, Holtkötter, Stetskamp, Winkler, Pentrup, Ausberg, Menski, Letzgus, Wenning. In der zweiten Spielhälfte ging Ausberg als Stopper zurück, während Pentrup halbrechts und Holtkötter rechtsaußen spielte..., M K 8. Alle Spieler gaben sich die großte Muhe, aber die Niederlage war trotzdem nicht zu vermeiden. Die besten Spielen waren auch diesmal wieder Ausberg, Stetskamp und Letzgus. Der Platzverein hatte eine äußerst spielstarke Mannschaft zur Stelle, in der die bekannten Spieler wie: Krüger, Niklas, Matzkowski und Genderski mitwirkten, und die auch an dem Siege den weitaus größten Anteil hatten. Die Ueberlegenheit der Herner kam besonders in der ersten Spielhälfte eindeutig zum Ausdruck. Schon nach zehn Minuten gelang es dem Halbrechten, durch einen Schuß aus zwanzig Meter Entfernung das erste Tor zu erzielen. Kurella ruschte aus, und der Ball sprang über seine Hände in das Tor. Der zweite Erfolg der Herner fiel durch einen schönen Schrägschuß des Halblinken, so daß Platzverein nach 30 Minuten mit:0 in Führung Preußen konnten verschiedene gute GelegenDie heiten herausarbeiten, aber ihre Bemühungen scheiterten an der guten und sicheren Abwehr des Platzvereins. Dagegen waren die Herner erfolgreicher, die noch zwei weitere Tore vorlegen konnten, so daß es beim Stande von:0 für den Gastgeber in die Pause ging. In der zweiten Spielhälfte verlief der Kampf größtenteils ausgeglichen, obwohl auch in diesem Spielabschnitt die besseren Feldleistungen von seiten der Herner Mannschaft gezeigt wurden. Die beste Gelegenheit, ein Tor aufzuholen, verpaßte Menski, indem er einen Elfmeter dem Herner Torhüter direkt in die Arme trat. Schließlich war es doch Menski, der eine Flanke von rechts verwandelte. Dieser Torerfolg sollte dann auch der einzigste für die Preußen bleiben, während die Herner durch einen weiteren Erfolg das Endergebnis herstellen konnten. * Die weiteren Ergebnisse: Gelsenguß Gelsenkirchen— BfB Bielefeld:0; Arminia Bielefeld— Union Gelsenkirchen:1; BfL 48 Bochum— DSC Hagen:6; Sp.= Vg. Röhlinghausen— Gelseng. Gelsenk. 7C Schalte 04 Bor. Dortmund Röhlinghausen Armin. Bielefeld DSC Hagen Westfalia Herne Bochum 48 Union Gelsenkirchen Preußen Münster Arminia Marten Riesaer SV Dresdner SC Polizei Chemnitz Mitte: 1. SV Gera— Dessauer 29:14 28:5 44:15 13:5 12:0 12•2 Apolda:0; 1. SV FC Thüringen Weida Magdeburg:1; BfL Halle— Sportog Jena— SC SB 05•1; Crick=Vikt. Zeitz:1. SV Jena 8 7 0 1 24:8 Dessau 05 8 6 1 1 29:9 Thür. Weida 8 5.1 2 17•13 Nordmark: Gesellschaftsspiele:Wilhelmsburg 09— Werder Bremen:3; Polizei Hamburg— Polizei Lübeck:1. Niedersachsen: Hannover 96— Eintracht Braunschweig:0. Hannover 96 4 4 Eintracht Braunschw. 4 2 Arminia Hannover 3 2 Niederrhein: Turn Düsseldorf— :2; Duisburg 48/49— Hamborn Alle drei Heulinge vertoren! Münster 08 führt in der ersten Klasse sicher weiter 0 0 18:2:0 1 1 13•3:3 0 1 4·8•2 — Schwarz=weiß Essen 07:0; Meidericher schwimmt deutschen Rekord über 200 Liesel Weber Meter Rücken Das Treffen der großdeutschen Spitzenklasse der Schwimmer nahm am Sonnabend im Leipziger Westbad einen vielversprechenden Anfang. Nicht nur das Meldeergebnis, das zahlenmäßig das der deutschen Meisterschaften übertraf, war großartig, auch leistungsmäßig standen schon die Rennen des ersten Tages auf hoher Stufe. Die herausragende Leistung war der neue Rekord im 200 Meter Rückenschwimmen, den die junge Bayreutherin Liesl Weber mit:52,9 Minuten aufstellte. Sie verbesserte damit die alte Bestleistung von Christl Rupke=Solingen, die seit 19. 3. 1937 auf:56.3 stand, ganz beträchtlich und gewann ihr Rennen unangesochten. Die beste Rekordschwimmerin Anni Capell=.=Gladbach und Helga Grauthoff=Bochum lieferten sich mit der Berlinerin Editha Busse über 200 Meter Brust einen spannenden Kampf. Die Gladbacher Rekordinhaberin gewann in:59,8 Minuten vor Grauthoff(:01,0) und Busse(:03,5). Eine beträchtliche Ueberraschung brachte bei den Männern der wieder im Kommen befindliche Steltiner Rüske. Er blieb in:10,6 Minuten Sieger über Schlauch im 100 Meter=Rückenschwimmen. Bedauerlich war, daß hier der junge Kriegsmeister Schroder nicht om Start war. Das 200 Meter Kraul=Schwimmen konnte in Abwesenheit von Werner Plath=Berlin der Vorjahrsmeister Manfred Lossowsti=Stettin in:20,5 mit Handschlag vor Köninger=Kiel und Schroder=Bonn für sich entscheiden. Auch das 200 Meter=Brustschwimmen brachte im scharfen Endkampf und sehr knapp Joachim Balke=Wilhelmshaven mit:41,1 Minuten für sich zur Entscheidung. Die Kämpfe am Sonntag brachten hervorragende Leistungen bei den Frauen, nichte nuberarbent: liches an sich hatten. Der Titel eines Treffens der großdeutschen Spitzenklasse traf bei ihnen nur zum Teil zu, nachdem Plath, Arendt und Weiß fehlten und Ulli Schrödet in der Rückenlage nicht startete. Ein prachtiges Rennen lieferten sich wieder das westdeutsche Zweigespann Anni Capell und Helga Grauthoff über 200 Meter Brust. Auch am zweiten Tagkonnte Anni Capell über die neue Rekordhalterin triumphieren und in:59,1 Minuten eine Zehntelsekunde vor Helga Grauthoff anschlagen. Die Dritte der Sonderklasse Editha Busse endete mit:04,4 weit abgeschlagen. Die kleine Rekordhalterin Liest Weber=Bayreuth spielte auch über 100 Meter Kraul eine gute Rolle und siegte in:11,1 Minuten vor der„Spezialistin“, Bachmeyer=Nurnberg und Groth Breslau. Ihre ureigene Strecke, die 100 Meter Rücken, waren ihr natürlich auch am zweiten Tage in:16,5 Minuten nicht zu nehmen. Bei den Männern machte sich das Fehlen der Spitzenkönner in den Siegerzeiten bemerkbar, wenn auch die einzelnen Lagen hart umstritten waren und oft nur knappe Entscheidungen brachte. Der Stettiner Gerhacd Rüske konnte sich über 100 Meter Rücken weiter verbessern und in:10,9 Minuten sowohl RundmundBremen wie Altmeister Schlauch hinter sich lassen. Der Stettiner Loskowski reihte dem Vortagssieg über 200 Meter Kraul noch zwei weitere über 100 Meter Brust in:10,2 vor Ohrdorf=Kiel mit:10,8 und über 100 Meter Kraul in:04.8 nor Witzmann=München mit:06,7 ab. Schnellster Krauler über 100 Meter war der Berliner Hitlerjunge Hitziger mit :01,6 Minuten.“ Ueber 200 Meter Brust, legte Joachim Balke(Kriegsmarine Wilhelmshaven) mit 2241,0 eine neue Siegerzeit vor. Heina mußte sich mit •42.2 flar geschlagen bekennen. SB— Tus Helene Essen(Ges.=Spiel):3. * Helene Altenessen 7 5 0 2 21:14 Westende Hamborn 8 5 0 3 16:10 Rot=weiß Oberhausen 9 5 0 4 16:15 Mittelrhein. Tura Bonn— Mülheimer SV BfL Köln— Rotw. Essen(Ges.=Sp.):7: Düren 99— Fortung Düsseldorf(Ges.=Sp.):1; BfR Köln— Wehrmacht:0. * Mülheimer SB 9 8 1 0 29•9 17 Düren 99 9 6 1 2 31:23 13 BfL Köln 99 8 5 0 3 31:16 10 Hessen: Um die Stadtmeisterschaft: SC 03 Kassel— BC Sport Kassel:0; Hermannia Kassel— Kurhessen Kassel:2. Südwest: Kickers Offenbach— Rotweiß Frankfurt :1: Eintracht Frankfurt—. Germ. 94 Frankfurt•0; SB Wiesbaden— FSV Frankfurt a. M.:1: FV Saarbrücken— FK Pirmasons:2; Vor. Neunkirchen — SG Burbach 11:0. * 5 4 0 1 16•5•2 5 4 0 1 11:8•2 7 4 0 S 27:15:6 Gruppe Ost Offenbacher Kickers 6 5 1 0 18:6 11:1 Rotweiß Frankfurt Wormatio Worms FV Saarbrücken Kaiserslautern Vor. Neunkirchen 6 S 0 1 17:5 10:2 7 4 0 3 19:15.6 Boden: B/2 Mannheim— BfL Reckoreu•3: Karlsruher 3V— SL Woldhof:2; 1. JC Birkenfeld — 1. Ja Pforzheim:3. 6 6 0 0 11:2 12:0 6 4 1 1 14:8•3 5 4 0 1 18•7•2 Kickers— un S Ulm:1: B/B Mühlburg VfL Neckarau SB Waldhof Württemberg: SB Feuerdach— Stuttg. - Bse Stuttgart:7: SSB Ulm— In der ersten Klasse Münster sah man dem Abschneiden der beiden Neulinge, Westf.=Jahn Münster und des SB Emsdetten, sowie der inzwischen wieder in die erste Klasse zurückgestufte Borussia Rheine mit großem Interesse entgegen. Alle drei genannten Vereine mußten unter dem Vorteil des eigenen Platzes die Ueberlegenheit ihrer Gegner anerkennen. Westf.=Jahn Münster unterlag dem BB Rheine mit:2, während der SV Emsdetten gegen den SC Münster 08 mit:3 den kürzeren zog. Borussia Rheine mußte sich der TSG Dülmen mit:5 beugen. Es ergibt sich nunmehr nach dem Ausscheiden des Grevener SC 09 folgender Tabellenstand: SC Münster 08 5 4 0 1 21:10:2 TS6 Dülmen 5 3 0 2 13:9:4 BB Rheine 10— 5 3 0 2:10:4 SpUgg Rheine 09 5 3 0 2:6:4 Westf.=Jahn Münster 2 4 0 1:2:2 Borussia Rheine 1 0 0 1:5:2 SB Emsdetten 1 0 0 1:3:2 Vorwärts Gronau 4 0 0 4:16:8 Westf.=Jahn Münster— BB. Rheine 10:2 Nach dem guten Auftakt in Rheine bereiteten die münsterschen Turner ihren Anhängern diesmal eine große Enttäuschung, da sie auf dem eigenen Platz gegen den BB Rheine 10 mit:2 den Kürzeren zogen. Aber die Niederlage kommt in erster Linie auf das völlige Versagen der Stürmer des Platzvereins, die es nicht verstanden, aus den zahlreichen sich ihnen im Verlaufe der Kampfhandlungen bietenden Torchancen auch nur eine zu verwerten. Der Mittelstürmer Wenge konnte es allein nicht schaffen, denn seine Nebenleute sielen vollkommen aus. Aber auch die Rheinenser zeigten insgesamt genommen äußerst schwache Leistungen. Es wurde von ihnen, ebenso wie von den Turnern sehr planlos gespielt. In der ersten Spielhälfte waren die Gäste sehr eifrig. Besonders der Mittelläuser warf den Angriff nach vorne, wo sich der Halblinke Lörracker äußerst aktiv zeigte. Nach einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters, der daraushin einen Streitvall ausführte, erhielt der Rheiner Halblinke in klarer Abseitsstellung den Ball, und gegen den nachfolgenden Schuß war Böckmann machtlos. Zwei Minuten später, in der 20. Spielminute, kam der Halbrechte der Gäste zum Schuß, und von der Innenkante des Torpfostens prallte der Ball, für Böckmann nicht mehr erreichbar, ins Netz. Im weiteren Verlaufe der Kompfhandlungen waren die Turner leicht vonangebend, es boten sich ihnen auch die besten Torgelegenheiten, die aber nicht verwertet wurden, und mit dem:=Vorsprung der Rheinenser ging es in die Pause. Nach dem Wiederbeginn nahm die Elf des Platzvereins das Spielgeschehen völlig in die Hand, so daß die Gäste imer mehr in die Verteidigung zurückgedrängt wurden. Die Überlegenheit wurde so groß, daß die SC abbedes Die Rheinenser fast mit ganzer Mannschaft verteidigen mußten. Trotzdem boten sich den Turnern gute Torchancen, doch es gelang ihnen nicht, den Ball über die Torlinie zu bringen. Der Torwart der Gäste zeigte sich oft als letzter Retter in der Not, u. a. hielt er auch einen Elfmeter, den die Turner fünf Minuten vor Schluß des Spieles zugesprochen erhielten, in seiner Manier, so daß somit den Turnern die letzte und beste Chance, wenigstens ein Tor auf ihr Konto zu buchen, auch noch genommen wurde. Für die erschienenen Zuschauer bildete der Kampf und die gezeigten Leistungen eine große Enttäuschung. SB Emsdetten— SC Münster OS:3(:0) Mit einem verdienten:=Siege konnte der Münster 08 seinen Besuch beim SV Emsdetten schließen und somit seine Tabellenführung erneut festigen. Aber der Sieg wurde den 08ern seitens gastgebenden Vereins keinesfalls leicht gemacht. Emsdettener legten einen großen Eifer an den Tag und waren ihren Gästen bis zur Pause gleichwertig, so daß es beim Stande von:0 in die Pause ging. Nach dem Wiederbeginn setzten sich die Münsteraner infolge ihrer besseren Spielerfahrung erfolgreicher durch, dagegen hatte sich die Elf des Platzvereins vor der Pause zu sehr ausgegeben. Fünf Minuten nach dem Wiederanstoß konnten die 08er in Fuhrung gehen, aber im Gegenangriff gelang es dem Platzverein, den Ausgleich zu erzielen. Nunmehr wurden die Gäste zusehends besser, während die Emsdettener äußerst zerfahren spielten. Ihre Ueberlegenheit im Feldspiel konnten die Münsteraner durch zwei weitere Tore zum Ausdruck bringen. Borussia Rheine— TS6 Dülmen:5 Zu einem torreichen Treffen kam es in Rheine auf dem Delsensportplatz, wo die Rheiner Borussia das erste Spiel in der ersten Klasse gegen die TSG Dülmen absolvierte. Der knappe Sieg der Gäste muß als äußerst glücklich bezeichnet werden, denn nach den gezeigten Leistungen und dem Spielverlauf entsprechend hätten die Borussen ebenso als Sieger hervorgehen können. Im Verlaufe der Kampfhandlungen waren die Dülmener zunächst erfolgreicher, die sich alsbald einen:0Vorsprung verschaffen konnten. Die Borussen holten sodann ein Tor auf, aber bald darauf kamen die Dülmener zu ihrem vierten Treffer und beim Stande von :1 für die Gäste fand die erste Spielhälfte ihren Abschluß. Nach dem Wiederbeginn legten sich die Vorussen mächtig ins Zeug, es gelang ihnen auch, drei Tore aufzuholen und domt den Gleichstand zu erzielen. Im Kampf um den Führungstreffer setzten nunmehr beide Mannschaften ihr ganzes Können ein. Aber die Entscheidung fiel drei Minuten vor Schluß des Spieles zugunsten der Gäste, obwohl ein unentschiedenes Ergebnis eher am Platze gewesen wäre. Nicht unerwähnt soll in erster Linie der ritterliche Charakter der Begegnung bleiden. ) MFA — Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 18. November 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 317 Deutschlands Handbalter siegen 15:8 Dänemark auch im 6. Länderkampf geschlagen Auch im 6. Länderkampf gegen Dänemark kam die deutsche Handballmannschaft wieder zum Siege, der mit 15:8(:5) zahlenmäßig recht deutlich aussiel, dabei aber doch sehr schwer erkämpft war. Ueber 5000 Zuschauer sahen von der deutschen Elf ein raumgreisendes Spiel mit vielen technischen Feinheiten, während die Dänen als Spezialisten in der Halle zu eng kombinierten und ihre Angriffe durch Zuspiel auf kürzeste Entsernung aufbauten, so daß es für die deutsche Deckung schwierig war, regelrecht abzuwehren. fallfreudigen Herzen der Münchener hinein. Im Wettbewerb der Junioren errangen die Münchenerinnen Gerdi Biersack und Irene Braun gegen die Berlinerin Edith Schwabe und Gerda große Erfolge. Das Wiener Tanzpaar Stöhr=Hackl, die deutsche Junioren=Meisterin Inge Gell=München und selbstverständlich Benno Faltermeyer unterhielten die Zuschauer vortrefflich. In dem Schnellaufwettbewerb siegte Bieser=München über 2000 Meter vor Schmidt=Berlin und Tastl=Wien. Im Mannschaftskampf über 50 Runden(6000 Meter) gewann Santner=Bieser(München) mit Rundenvorsprung gegen May=Schmidt(Berlin). Auch der zweite Tag der großen Münchener Eissportveranstaltungen brachte ein ausverkauftes Haus. Den Mittelpunkt des Programms bildete wiederum der Start des Weltmeisterehepaares Ernst und Maxi Baier. In den Einzelwettbewerben gab es wieder einen Münchener Doppelsieg. Dieser gewann über 2000 Meter vor dem Berliner Schmidt und im Mannschaftsrennen über 50 Runden siegten die Münchener Sandner=Bieser vor den Wienern Wazulek=Tastl und Mai=Schmidt Berlin mit je einer Runde Rückstand. Ialiens Ringer ziegen Die verstärkte Ringerstafel von Bologna trug ihren ersten Kampf auf deutschem Boden am Wochenend in Frankfurt aus. Die Gäste kamen gegen die Mannschaft der Main=Stadt mit:3 zu einem glücklichen Gesamterfolge. Die verstärkte Ringerstaffel der italienischen Mannschaft Virtus=Bologna kam auch beim zuheiten Start in Süddeutschland mit:3 zum Siege. Vor 2000 Zuschauern erzielten die italienischen Gäste im I..=Feierabendhaus zu Ludwigshafen ihren knappen Erfolg, der erst durch die beiden Meisterringer Silvestri und Donati sichergestellt werden konnte, die, wie in Frankfurt a.., ihre Gegner Leichter und Gering besiegten. Zweiter Lieg der Mittelekeineinger Die Ringerstaffel des Bereichs Mittelrhein konnte, wie in Stuttgart, nun auch in München eine Auswahl des Bereichs Bayern mit:3 Punkten besiegen. Im Rahmen dieser Veranstaltung legten die Münchener Stemmer eine Leistungsprüfung für den bevorstehenden Städtekampf gegen Wien ab und brachten dabei 1935 kg zur Hochstrecke. Die einzelnen Leistungen vom Bantamgewicht aufwärts: Schuster 275 kg, Bumberger 260 kg, Schubert 285 kg, Ismayr 345 kg. Gietl 360 kg, Meyer 410 kg. Gietl erreichte im beidarmigen Drücken mit 115 kg den bestehenden Weltrekord in der Halbschwergewichtsklasse. Harbig siegle in Hildesheim Rudolf Harbig nahm am Sonntag für die Farben von Eintracht Braunschweig an einem Waldlauf in Hildesheim teil. Unser Weltrekordmann siegte im Wettbewerb der Mittelstreckler über 2500 Meter sicher vor dem Jugendmeister Peine. Ueber 5500 Meter holte sich nach scharfem Endkampf Hagedorn MTV Braunschweig den Sieg vor Funke TSV Helmstedt und Pommring Eintracht. Neger Betrieb in den unteren Klassen Die„Alten“ brachten den Sieg Handballmeisterschaft: Reichsbahn-SG Münster— Polizei-SV Münster:2 Westtalens Liegermannschaft die zweitbeste In der Handballer-Nationalmannschaft ragte der neue Mittelstürmer, Sutter aus Mannheim, vor. Dieser Spieler verfügt über einen gewaltigen Linkshänderschuß.(Schirner-M) Die erste Viertelstunde des Kampfes stand eindeutig im Zeichen der Deutschen, die schnell:1 davonzogen. Das leichtsinnige Aufrücken der deutschen Deckung ermöglichte den Dänen manchen überraschenden Durchbruch, so daß bis zur Pause die deutsche Führung auf :5 zusammenschmolz. Nach dem Wechsel setzten sich die Deutschen aber mit voller Kraft ein, wodurch die Dänen fast ausschließlich in die Verteidigung gedrängt wurden. An dem deutschen Erfolge war der gesamte Sturm beteiligt, der in seinem Führer Sutter mit 6 Erfolgen beteiligt war. Drei Tore warf der Linksaußen Hofmann, je zwei Tore erzielten Brüntgens, Kuckenbecker und Dietze. Bei den Dänen überragte der Mittelstürmer Madsen, der viermal erfolgreich war. Deutscher Radsieg über Ialien Zum bisher größten radsportlichen Geschehnis der vor wenigen Wochen begonnenen neuen Winlerkampfzeit in der Deutschlandhalle wurde am Sonntag der Rückkampf zwischen den besten Berufsfahrern und Amateuren Iialiens und Deutschlands. Die deutsche Mannschaft konnte die Niederlage von Mailand wettmachen und gewann diesmal im Gesamtergebnis mit 33,5:19,5 Pkl. Die deutschen Fahrer zeigten sich diesmal in hervorragender Form. In den Kurzstreckenrennen der Amateure war der zu einem kurzen Urlaub in Berlin weilende deutsche Hallenmeister Gerhard Purann klar überlegen. Er gewann seine beiden Zweierläuse und belegte auch im Viererlauf vor Schertle den ersten Platz. Das gleiche Bild ergab sich bei den Berufsfahrern, wo Stehermeister Toni Merkens sich wieder einmal als Sprinter bewährte und ebenfalls drei Läufe gewann. In den Verfolgungsrennen gab es deutsche Amateursiege. Preiskeit schlug Marini und im Mannschaftswettbewerb wurden die Italiener trotz des vorzeitigen Ausfalls von Schöpflin geschlagen. Die Italiener kamen nur im Verfolgungsrennen gegen Wengler zu einem Siege, während sich im Zeitfahren Merkens und Bergomi in die Siegerpunkte teilten. Lohmann war im Dauerrennen wie schon in Mailand nicht zu schlagen. Er gewann alle drei Läufe wie er wollte, den zweiten sogar trotz eines Reifenschadens, bei dem er 3½ Runden eingebüßt hatte. Deutschland fiel mit diesem großartigen Erfolge auch der kostbare Ehrenpreis des Reichsinnenministers Dr. Frick zu, den Walter Rütt als Mannschaftsführer in Empfang nahm. München eröttnet den Eisportwinter Die Hauptstadt der Bewegung hatte am Wochenende den Vorrang, die neue Eissportzeit zu eröffnen. Das Münchener Eiskunststadion in der PrinzregentenStraße war von 4000 Zuschauern restlos gefüllt. Das Ereignis war der erste Start des jungen Ehepaares Baier, das seine Meisterkür mit viel Rhythmus ausführte und wunderbare Figuren zeichnete. Mit ihrem Rumba=Walzer und Tango tanzten sie sich wieder im wahrsten Sinne des Wortes in die begeisterten und beiAls letzter von allen münsterischen Vereinen begannen in diesem Spiel auch die Reichsbahner die Meisterschaftsspiele und bescherten den Polizisten sogleich eine Ueberraschung. Dem Beispiele des TV Münster v. 1862 und Westf.=Jahn folgend hatten aber die Reichsbahner auf ihre„alten“ Kräfte zurückgegriffen. Genau so, wie sie seinerzeit ihre Plätze für die jüngeren Kräfte räumten, springen sie heute ebenso freudig wieder ein, wo es heißt, auf den Sportplätzen ihre an der Front weilenden Kameraden zu ersetzen. Sogleich im ersten Spiel war für sie und ihrem Verein der Sieg der schönste Lohn. Den größten Anteil an diesen, wenn auch knappen Sieg, hat der Torhüter. Die Polizisten blieben in diesem Spiel weit hinter den Leistungen ihres sonstigen Könnens zurück. Hinzu kam, daß ihr elfter Spieler erst nach der Halbzeit eintrat. Aber auch mit kompletter Mannschaft fehlte dieser Elf im zweiten Spielabschnitt der nötige Angriffsgeist. Ihr sonst so bevorzugtes und auch in erster Linie erfolgversprechendes Flügelspiel fiel völlig aus. Dafür versuchte man es allzuviel mit Einzelgängen, was bei einer so stabilen Hintermannschaft wie sie die Reichsbahner hatten, völlig unangebracht war. Hierdurch haben sie sich in erster Linie ihre Niederlage zuzuschreiben. Im Anschluß hieran ein Wunsch an die„akten Spieler“ des SC Münster 08. Holt auch ihr eure Handballspieler aus dem Versteck wieder hervor, damit euer Verein, der immer mit von der Partie war, auch im Kriege bei den Meisterschaftsspielen vertreten ist. Westf.=Jahn Münster 3 3 0 0 11:5 Reichsb.=S6 Münster 1 1 0 0:2 Polizei=SB Münster 3 1 0 2:8 TV Münster 1862. 2 1 0 1:6 SC Münster 08 3 0 0 3•:0 :0 :0 :4 :2 :6 Das Kleinkaliberwettkampfschießen in den Kameradschaften des RS=Reichskriegerbundes ist nun durch den Reichsentscheid beendigt worden. In diesen Tagen traten die aus den Gauentscheidungskämpfen hervorgegangenen Siegermannschaften zum Reichsentscheid zusammen. Als Reichssieger ging aus diesen Kämpfen mit der Kleinkaliberbüchse, an denen sich 45000 Kameradschaften des NS=Reichskriegerbundes beteiligten, die Mannschaft der Kriegerkameradschaft der Eisenbahnpioniere und Verkehrstruppen Hamburg im Gau Nordwest hervor mit 470 Ringen von 480 erreichbaren! Sie erwarb sich damit den Titel: Meistermannschaft 1940 des NSReichskriegerbundes und damit auch den Wander=Ehrenpreis des NS=Reichskriegerbundes und den ReinhardEhrenpreis. Sämtliche Schützen dieser Mannschaft erhielten das Abzeichen— Wettkampfsieger 1940— in Gold. An zweiter Stelle lag die westfälische Mannschaft der Kriegerkameradschaft Ahaus Ammeln aus dem Heimatgau West mit 448 Ringen von 480 möglichen. Damit erhielt sie einen Wanderehrenpreis des NS=Reichskriegerbundes und einen Reinhard=Trostpreis. Es folgen die Siegermannschaften aus 12 Gauen mit Ringzahlen über 400. Diese Glanzleistungen wurden aber noch übertrumpft durch die des Kameraden August Klauck von der Mannschaft der Kriegerkameradschaft der Eisenbahnpioniere und Verkehrstruppen Hamburg, der als Meister=Einzelschütze 120 Ringe von 120 möglichen erzielte, mithin jeder Schuß des Kameraden eine 12! Joseph-Münster setzte sich durch Beim Ausscheidungsturnen in Remscheid trafen sich die Spitzenturner von Westfalen, Hessen, Mittel- und Niederrhein Am Sonnabendnachmittag und am Sonnlagvormitlag trafen sich in Remscheid die Spitzenturner Westsalens, Hessens, des Mittel- und des Niederrheins zur Ermittlung ihrer 15 Besten, die im Dezember dieses Jahres an den Reichsmeisterschaften in Kassel teilnehmen. Für die Münsteraner ist es eine recht erfreuliche Tatsache, daß es nach dem Weggang von Rudi Wurm endlich wieder gelang, einen vollkommenen Ersatz zu schaffen. Kurt Joseph(TV Münster 62) hat die in ihn gesetzten Hoffnungen befriedigend erfüllt. Der zwölfte Platz stellt eine außerordentliche Leistung dar und reiht sich würdig an die übrigen seiner bisherigen Laufbahn. Bester Pflichtübungsturner war der Gelsenkirchener Braun mit 92 Punkten, der durch seine Sicherheit und saubere Haltung überzeugte. Bei den Kürübungen kristallisierten sich 15 Leistungsturner heraus, die Westdeutschland bei den Reichsmeisterschaften vertreten werden. Besonders zu erwähnen ist der erste Einzelsieger Walter=Essen mit 184.5 Punkten, außerdem Dickhut=Dortmund mit 183,5 Punkten, der allein die volle Punktzahl des Tages errang für seine gut aufgebaute und sauber durchgeführte Bodenübung. Hoffentlich gelingt es mehreren von diesen 15 Spitzenturnern, sich in den Olympianachwuchs vorzuarbeiten, wo auf sie neue Aufgaben warten. Die Ergebnisse: 1. Walter=Essen 184,5 Pkt., 2. Kamps=Düsseldorf 183,5, 3. Dickhut=Dortmund 183,5, 4. G. Braun=Gelsenkirchen 181, 5. Dickhaus=Remscheid 178, Hoker Sieg von Jur Hilteup Tus Hiltrup— Tus Ascheberg 10:0(:0) Das erste Spiel in der zweiten Klasse konnten die Hiltruper mit einem klaren Siege beenden, der in der erzielten Höhe ohne Zweifel als eine Ueberraschung anzusehen ist. Der Platzvereein hatte außer dem Torwart RidderII von den Stammspielern noch einen Urlauber zur Verfügung, während sich die übrige Mannschaft aus älteren Spielern und Jugendlichen zusammensetzte. Die Gäste traten mit einer ziemlich jungen Mannschaft auf den Plan, die zwar sehr eifrig spielte, aber es fehlte der erforderliche Zusammenhang. Das Spiel verlief unter ständiger Ueberlegenheit des Platzvereins, der bis zur Pause mit:0 in Führung gehen konnte. In der zweiten Spielhälfte stellten die Hiltruper durch acht weitere Tore das Endergebnis her. * Post Münster 4 4 0 0 23:5:0 Reichsb.=S6 Münster 4 3 0 1 29:5:2 Tus Hiltrup 1 1 0 0 10:0:0 BfL Wolbeck 4 1 0 3:18:6 Tus Ascheberg 4 1 0. 3:26:6 Westsalia Kinderhaus 3 O 0 3:20:6 Staffel Rheine In der Staffel Rheine war nur ein Punktespiel zwischen Teuto Riesenbeck und BSG Hammersen angesetzt. Da Hammersen freiwillig verzichtete, kam Teuto Riesenbeck kampflos in den Besitz der beiden Punkte. Gellendorf 4 3 0 1:6:2 Reichsbahn 4 2 0 2 13:7:4 Jobenbüren 4 2 0 2 12:11:4 Riesenbeck 4 2 0 2:12:4 Hammersen 4 1 0 3:8:6 Spiele in der Staffel Ahaus-Coesfeld Der Favorit VfL Vreden hatte den FC Gronau 09 zu Gast und konnte sich trotz der Platzvorteile nicht durchsetzen. Einen Punkt mußte er dem Gast mit nach Hause geben. In der Halbzeit stand es noch 00, während beim Schlußpfiff das Ergebnis:2 hieß. Die Kreisstädter in Ahaus hatten den sehr günstig im Rennen liegenden Töpferstädter Stadtlohn zu Gast. Ahaus war verstärkt, ebenso Stadtlohn. Wenn es bei der Halbzeit noch:0 hieß, so lag das an dem bewährten Ahauser Torwart. Das Ergebnis lautet:1 für Ahaus. In Gronau gab es ein Ortstreffen. Die Betriebs. sportler hatten die Concorden zu Gast. Bis zur Halb. zeit hielt man in etwa Schritt, obwohl es schon:0 hieß. In der zweiten Halbzeit hingegen sielen die Betriebs. sportler ihrem eigenen Tempo zum Opfer und mußten sich mit:0 geschlagen bekennen. Im Rahmen der Bannspiele der H3 sind z. Zt. zwei Ergebnisse bekannt: Concordia Gronau konnte FC Gronau 09 mit:0 schlagen, wogegen sich die 1. Jugend von Vorwärts Gronau gegenüber dem BfL Epe zu Hause klar und eindeutig mit:1 als Sieger bekennen mußte. UfL Breden JC Gronau 09 Rasensport Coesseld 21/24 Gronau Die Epe Tus Stadtlohn 4B0 Ahaus Sp.=G. Alstätte Reichsbahn Coesfeld BSc Gronau Der Ahlener Sportsonntag In der ersten Klasse schlug der BfR Heeßen die Spielvereinigung Beckum mit:3(:). Der Sportclub Unna fertigte den Tabellenführer Teutonia Lippstadt mit:2 ab. In der zweilen Klasse gab es folgende Ergebnisse: BSG Westfalen gegen Reichsbahn Ahlen:2(:). Spiel u. Sport Ennigerloh— Westfalia, Ahlen:4 (:). Tus Neubeckum— Sportverein Warendorf:1 (:). Beim Spiel um den Kreispokal schlug der Spiel u. Sport Ahlen den Sportclub Oelde SC Oelde 09 6 4 1 Westfalia Ahlen 5 2 2 BSG Ahlen 6 1 4 Reichsbahn Ahlen 4 2 1 Tus Neubeckum 5 2 1 Sp. u. Sp. Ennigerloh 6 1 2 SpV. Warendorf 6 1 1 Handball. Westfalia Ahlen— Hamm:3(:). Spielverein Ostvennemer— BSC Westfalen 12:5(:). Germania Marl— Reichsbahn Hamm:8. Sportverein Werries— Spielvereinigung Hamm:4(:). Uhsere Brlelkastenecke 6. E. Braun=Dortmund 177,5, 7. Putzig=Gelsenkirchen 170, 12. Kurt Joseph=Münster 149,5. kegeln Wer wird Meister auf der Bohlenbahn 1940/41? Bei dem dritten Durchgang auf der Bohlenbahn mußte sich Hartmann von Ranke und Arens auf den 3. Platz verweisen lassen. Die letzten 200 Schub werden zeigen, wer die Münsterische Bohlenmeisterschaft zu verteidigen hat. Nach dem dritten Durchgang sind bei gutem Sport insgesamt folgende Ergebnisse erzielt: Arens 2216 Holz, Ranke 2211, Hartmann 2208, Borgmeier 2182(unsere große Hoffnung), Tuke, H. 2178, Bartschat 2164, Tuke, Th. 2145, Post 2139, Gravemeier 2130 und Brockmann 2127. Die Klubmeisterschaft wurde durch das Eingreifen von B. Arens vom SpKl 31 leicht gewonnen. Die Ergebnisse sind folgende: SpKl 32 Arens 2216 Holz, Ranke 2211, Bartschat mit 2164 Holz. Jung Münster mit Hartmann 2208, Tuke, H. 2178 und Tuke, Th. 2145 Holz. Unter unseren Nachwuchskeglern sind durch ihre tadellose Sporthaltung und Kampfgeist besonders hervorzuheben Post und Gravemeier. * Italien und Schweden bestreiten vom 29. November bis 1. Dezember in Stockholm einen Tennisländerkampf. Anschließend spielen die Italiener Romanoni. Del Bello. Cucelli und Quintavalle noch in Upsala und Göteborg. Er. Nr. 200. Der Reichsarbeitsminister hat durch Verordnung über die Wiedereinführung der Mehrarbeitszuschläge vom 3. September 1940 angeordnet, daß in Anerkennung der besonderen Leistungen, die von den Arbeitern und Angestellten unter Verzicht auf Teile des Mehrarbeitsverdienstes in den bisherigen Kriegsmonaten verlangt werden mußten, und zur Vereinfachung der Lohnabrechnung die Mehrarbeitszuschläge in dem gleichen Umfange, wie sie vor Ausbruch des Krieges bestanden, wieder eingeführt werden. Infolgedessen wurde das Verbot des Par. 18 Abs. 3 der Kriegswirtschaftsordnung, Zuschläge für Mehrarbeit zu zahlen, mit Wirkung vom 8. September 1940 aufgehoben. Wenn keine besonderen Bestimmungen bestehen, beträgt der Mehrarbeitszuschlag 25 v. H.(2265) G. S. Nr. 200. Wenn Ihr Sohn in der Hauptsache für Ihren Lebensunterhalt gesorgt hat, steht Ihnen die Hinterbliebenenrente zu. Wir raten Ihnen, sich unter Schilderung der Tatsachen an das zuständige Versorgungsamt zu wenden, wo Sie über die Höhe usw. genau unterrichtet werden. Wir können dies nach Ihren Angaben nicht beurteilen.(2276) E. 40. In beiden Fällen liegt ein Verstoß gegen die mietvertraglichen Abmachungen vor. Wenn die Mieter trotz mehrfacher Aufforderung ihrer Pflicht nicht nachkommen, so bieten sie damit einen gesetzlichen Kündigungsgrund. Wir raten Ihnen, die Mieter darauf aufmerksam zu machen, daß Sie die Räumungsklage beim Amtsgericht einreichen würden, wenn sie ihr Verhalten nicht ändern und die mietvertraglichen Abmachungen erfüllen.(2272) J. Si. Es kommt in Ihrem Falle darauf an, ob Sie als hilfsbedürftig im Sinne des Gesetzes anzusehen sind. Da Sie ein Renteneinkommen von 95 RM. zuzüglich 20 RM. Zinseneinkommen haben, ist kaum anzunehmen, daß Hilfsbedürftigkeit anerkannt wird. Außerdem würde geprüft werden, ob Ihre Kinder zum Unterhaltsbeitrag in der Lage sind. Die übrigen Voraussetzungen sind nach Ihren Angaben gegeben. Wir raten Ihnen, sich unter Schilderung Ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse an die hierfür zuständige Stelle (Fürsorgeamt) zu wenden, wo Sie über nähere Einzelheiten unterichtet werden.(2274) A. B. 101. Gegen das Bohnern im Treppenhaus können an und für sich keine Einwendungen gemacht werden, sofern dabei eine starke Glätte, durch welche die Passanten gefährdet werden können, vermieden wird. Wenn außerdem ein Schild mit dem nötigen Hinweis angebracht wird, kann angenommen werden, daß bei einiger Vorsicht ein Schadensfall verhütet werden kann. Die Vermieterin ist dann schadensersatzpflichtig, wenn sich auch bei Anwendung der nötigen Vorsicht ein Schadensfall nicht vermeiden läßt.(2288) Eva O. Die Vermittlung einer bestimmten Anschrift ist uns auf Grund der werbegesetzlichen Bestimmungen an dieser Stelle nicht möglich. Wir verweisen Sie darum an den Reichsverband der wissenschaftlich geprüften Graphologen, Berlin=Charlottenburg 5, Hebbelstraße 8. Durch diese Stelle wird man Ihnen derartige Anschriften vermitteln.(2290) I. G. H. G. S. 21. Der Vermieter muß dafür Sorge tragen, daß das Treppenhaus so beleuchtet ist, daß Personen wegen der Dunkelheit nicht zu Schaden kommen können. Wenn auf gütlichem Wege diesbzgl. keine Einigung zu erzielen ist, wenden Sie sich zweckmäßig an das Mietseinigungsamt(Amtsgericht), um diesen Anspruch durchzusetzen. Gegebenenfalls kann er Sie an den Kosten beteiligen, wenn von Anfang des Mietverhältnisses an keine Treppenbeleuchtung vorhanden war. Näheres hierüber erfahren Sie durch die Preisbildungsstelle.(2283) Legden A. U. Wenn beim Tode des Betreffenden nur noch Geschwister vorhanden waren, so erben diese zu gleichen Teilen, wobei zu berücksichtigen ist, daß Stiefgeschwister dann, wenn ein gemeinschaftlicher Elternteil vorhanden war, die Hälfte von dem erben, was die vollbürtigen Geschwister für sich beanspruchen können. Haben die Stiefgeschwister mit dem Verstorbenen keinen gemeinschaftlichen Elternteil, so kommen sie als gesetzliche Erben nicht in Frage. An die Stelle der verstorbenen vollbürtigen Schwestern treten deren Kinder.(2282) Jos. Br. Ihr Sohn absolviert zweckmäßig eine Lehre in einem einschlägigen Betrieb. Da die Vermittlung derartiger Lehrstellen Sache des zuständigen Arbeitsamtes ist, raten wir Ihnen, sich direkt an dieses zu wenden. Der Berufsberater des Arbeitsamtes wird Sie über nähere Einzelheiten ausführlich unterrichten.(2273) Namensgebung. Auch in dem uns vorliegenden Namensverzeichnis ist dieser Name leider nicht aufzufinden. Vielleicht kann man Ihnen durch die Reichsstelle für Sippenforschung, Berlin RW 7, Schiffbauerdamm 26, auf Anfrage eine Auskunft erteilen.(2292) Vorghorst. Aus dem uns vorliegenden Branchenverzeichnis geht die Bezeichnung der einzelnen Maschinen nicht hervor. Sie wenden sich zweckmäßig an die Industrie= und Handelskammer(Münster), die Ihnen jedenfalls die gewünschte Auskunft erteilen kann.(2296) Paul R. Für die Verdunkelung im Treppenhaus ist der Vermieter verantwortlich. Er trägt auch die Kosten, wenn sich die Mieter nicht freiwillig bereit erklären, für die Verdunkelung Sorge zu tragen, wie dies oft dann der Fall ist, wenn der Vermieter nicht im Hause oder im gleichen Ort wohnt.(2277) A. J. 3. Wenn das Wassergeld in der Miete enthalten ist, kann eine Sonderumlage nicht erfolgen. Lediglich bei Inbetriebnahme eines Wassermotors ist der Hausbesitzer berechtigt, eine bestimmte Summe monatlich zu erheben.(2278) Statt Karten Heinrich Pröpsting Maria Pröpsting geb. Steingrobe Vermählte Ochtrup, den 19. November 1940 Weinerstraße 16 Christus, der König, dem alle leben, holte am 16. November 1940 die Caritas-Schwester Helene nach langer, schwerer Krankheit zu sich. Schwester Helene Thiemann wurde am 15. 12. 1901 zu Werne a. d. Lippe geboren. Mit 24 Jahren weihte sie ihr Leben dem Dienste der Caritas bei den Schwestern des III. Ordens zu Bocholt in Westfalen. Durch 15 Jahre durfte sie Gott in den Armen und Hilfsbedürftigen als echte, treue Dienerin des heiligen Franziskus und der heiligen Elisabeth dienen. Zuletzt forderte der Herr noch das Opfer einer langen und schweren Krankheit, die sie mit starker Seele und Ergebung trug. Um ein Gebet für die liebe Verstorbene bitten Caritas-Schwestern des III. Ordens. Bocholf, 16. November 1910. Nordwall 35. Das Seelenamt wird am Dienstag, dem 19. November 1940..45 Uhr, in der St.-Georgs-Pfarrkirche gefeiert. Die Beerdigung ist um 16.30 Uhr von der Friedhofskapelle aus. Statt Karten Ihre Vermählung geben bekannt Kun Lehmann Lisa Lehmann-Gies geb. Mendel Münster in Westf., den 19. November 1940 Pfusallee 141 SerlerFahrradständer HA0. lad vorrchledener Nerhstoffer Gustav Krabbe, Münster l. Westt. eihre Ah bb erinee lundschof w große Aumnsctt biefen körnen tt schonbusuun Rohmaterial für meine Lidferantn Bitte bringen Sie mir Altgold, altes Silber inzen&mp Double um Ankauf. Für jedes Oramm bh kh darüber. Geiplelte Klavlere in bersch. Preislagen. Vianofachgeschäft Dahmen Mietvianes. Martiniste. 10. Ecke Herrenstraße Stimmungen, Reramtueen Anfängerin (Anlernkräfte) fürs Büro einer angesehen. Großhandlung sofort gesucht. Erwünscht, jedoch nicht Bedingung, sind Schreibmaschinenkenntnisse. Ang. mit kurzem Lebenslauf u. O O 5880 a. d. Hauptgesch. Münster. Keuf es be. H. Buschmann Münster I. W. 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Der Sportelub Teutonia Lippstadt olgende Ergebnisse: Ahlen:2(:). stfalia Ahlen:4 rein Warendorf:1 al schlug der Spiel mit:3(.). 1 15:9:3 1 14:13:4 1 10:12:6 1 10•8•3 2 10:15:5 S 15:15:8 4 10:12:9 Ballsportverein 09 zennemer— BSC Karl— Reichsbahn — Spielvereinigung ke mnschaftlich geprüften 5, Hebbelstraße 8. derartige Anschrif(2290) ermieter muß dafür us so beleuchtet ist, it nicht zu Schaden hem Wege diesbzgl. iden Sie sich zweck(Amtsgericht), um Jegebenenfalls kann enn von Anfang des beleuchtung vorhanhren Sie durch die (2283) de des Betreffenden aren, so erben diese rücksichtigen ist, daß n gemeinschaftlicher Ifte von dem erben, ür sich beanspruchen r mit dem Verstorternteil, so kommen rage. An die Stelle vestern treten deren (2282) t z w e c k m ä ß i g e i n e rieb. Da die Veriche des zuständigen sich direkt an dieses des Arbeitsamtes n ausführlich unter(2273) n uns vorliegenden e leider nicht aufzudurch die Reichsstelle 7, Schiffbauerdamm eilen.(2292) rliegenden Branchener einzelnen Maschih zweckmäßig an die Münster), die Ihnen erteilen kann.(2296) ing im Treppenhaus Er trägt auch die freiwillig bereit erirge zu tragen, wie der Vermieter nicht hnt.(2277) ld in der Miete entage nicht erfolgen. es Wassermotors ist bestimmte Summe (2278) uo 18. November 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 317 „•e von=mörgen! Deutscher Fliegernachwuchs wächst heran— Pilotenmangel in England, verlängerte Ausbildung in Deutschland Von unserer Berliner Schriftleitung Indes das Empire gezwungen ist, seinen immer spärlicher werdenden Fliegernachwuchs in Kanada oder sonstwo„weit vom Schuß“ auszubilden, geht die Arbeit in den deutschen Fliegerschulen ungestört weiter. Monat für Monat werden Hunderte, ja, Tausende von Flugzeugführern„fertig“, so„fertig“, daß man es in England gar nicht merken wird, wenn sie an der Seite ihrer älteren Kameraden in den Kampf gegen die Insel der Plutokraten eingreisen. Was für die deutsche Flugzeugindustrie gilt— daß die Produktion auf vollen Touren läuft und mit gewaltigen Vorräten arbeiten kann— das gilt analog auch für die Heranbildung des deutschen Fliegernachwuchses: sie kann auch im Kriege mit derselben Gründlichkeit und Methodik wie im Frieden verwirklicht werden. Das bewies uns ein Besuch in einer deutschen Flugzeugführerschule. Flach wandert der Blick über das Rollfeld, von den roten Dächern der„Werkwohnungen“, die jenseits des Platzes liegen, zu den Hallen, die breit und geduckt sich fast an den Horizont kauern, zur Wetterstation und zum Kommandeurgebäude, auf dessen Turm Flak mit dem Fernrohr den Himmel absucht. Zahlreiche Kampfmaschinen stehen startbereit, eine Reihe von Typen, deren Profile bekannt sind: dort die Do 17, da drüben eine He 111, daneben ein französisches Beuteflugzeug, und dicht davor eine Ju 88, die gerade klar gemacht wird.— Nach einer Weile rollt sie leicht über das Feld, fast schwebend zieht sie dahin, bis sie sich federleicht vom Boden löst... und über dem niedrigen Waldstreifen entschwindet, der den Platz auf der Gegenseite begrenzt. Jeder Flug wird sorgfältig vorbereitet „Einer von den Flugschülern, der zu einem übungsflug aufstieg!“ Ein anderer steht inzwischen am Kartentisch im Kommandeurgebäude. Ein junger Bursche, dessen Gesicht aus der Fliegerhaube hervorsieht, die er wie die dicke, pelzgefütterte Lederkombination bereits übergezogen hat. Seine Hand fährt über die Karte, auf der sein Kurs eingezeichnet ist. In der anderen hält er ein Instrument, das er prüfend betrachtet. Dann macht er sich einige Notizen, schaut wieder auf die Karte, nickt befriedigt und schreitet trotz der schweren Bekleidung leicht hinaus. Auch er wird in wenigen Minuten zum Übungsflug starten. Er hat eine längere Strecke vor sich, mehrere hundert Kilometer. Starker Gegenwind ist gemeldet, zudem muß er einige bestimmte Orte anfliegen. Der Kurs ist also nicht einfach. Daher die lange, sorgfältige Vorbereitung. Denn ohne ein gründliches Studium der Karte, der Wetterbedingungen, der Funkverhältnisse wird kein einziger Flug gestartet. Der zukünftige Flugzeugführer soll ja nicht nur in der Lage sein, seine Maschine schlecht und recht von einem Flugplatz zum anderen zu fliegen, er soll mit absoluter Verläßlichkeit den Weg finden, auch wenn Wolken jede Erdsicht nehmen, und auf die Minute genau das Ziel erreichen, das ihm gestellt ist. Er soll also mehr als fliegen lernen, er soll sich im Luftraum auskennen.e in seiner Hosentasche und seine Maschine bis ins letzte beherrschen, jede ihrer Reaktionen und Vorzüge kennen und zu„behandeln“ wissen. Das reine Fliegen wird so — sast möchte man sagen— zur Nebensache. Es hat rein motor'sch zu erfolgen, instinktmäßig und ohne Nachdenken, gewissermaßen losgelöst von allem Technischen, damit sich die Aufmerksamkeit des Flugzeugführers desto ungestörter allen übrigen Aufgaben zuwenden kann. Dieses Ziel wird mit einer unerhört gründlichen, geradezu wissenschaftlichen Methodlk verfolgt, ohne Hast und Überstürzung, mit der Stetigkeit eines fest gefügten Planes. Daran hat auch der Krieg nichts geändert. Im Gegenteil! Die Gesamtausbildung ist sogar noch verlängert worden und zum Frontdienst abgestellt wird nur, wer wirklich „hundertprozentig in Ordnung“ ist. Blindflug Im Lehrsaal Davor liegt allerdings eine harte Zeit, die nicht nur mit fröhlicher Fliegerei, sondern auch mit intensivem technischen Studium ausgefüllt ist. Da sitzen die jungen Männer, die in kurzer Zeit vielleicht schon gen England fliegen— die auch keinen größeren Wunsch als diesen kennen— wie Schüler in langen Bänken, Kopfhörer auf den Ohren, eifrig aufnehmend, was ihnen durch ihren Lehrer im selden Raum zugefunkt wird. Oder zu zweien nebeneinander, beide mit Sende= und Empfangsgerät ausgerüstet, über einen Meter hin wie später über hunderte von Kilometern weg in Funkverbindung. Denn auf restlose Sicherheit im Funken wird allergrößter Wert gelegt. Mit gutem Recht, wie die Praxis es erwies: wie häufig war der Flugzeugführer, wenn sein Bordfunker ausfiel, ganz und gar auf sich gestellt, wie wertvoll war für ihn in solchen Augenblicken, wenn er über den Funk jederzeit mit seinem Heimatplatz in Verbindung blieb, der ihn sicher zurücklotste. Auch Blindflug wird auf den Flugzeugführerschulen gelehrt. In einem Lehrsaal ist beispielsweise eine nach allen Seiten geschlossene Kabine aufgebockt, die mit Blinkfunkgerät ausgerüstet ist. Es macht nichts, daß dieses„Flugzeug“ aus demselben Raume „serngeleitet“ wird, für den Piloten selbst besteht kein Unterschied. Er vermag sich nachher sogar zu überzeugen, wie er geflogen ist. Seine„Flugstrecke" wird noch während des„Fluges“ auf einer großen Karte selbsttätig eingetragen. Da ist eine sehr schöne, glatte Linie; sie beginnt an einem Punkt, der als Flugplatz gekennzeichnet ist, schwingt weit von zihm aus und kehrt glatt zurück. So soll ein korrekter Nachtstart mit anschließender Nachtlandung aussehen! Daneben eine andere! Auch sie setzt auf dem„Flugplatz“ an, aber schon bald fängt sie an zu kringeln und sich zu drehen, bis sie sich am Ende rettungslos verfranzt. Hier hat sich ein Flugschüler zum ersten Male als Blindflieger erprobt— mit welchem Erfolge, davon konnte er sich sofort selber überzeugen, als er die Kabine verließ. Er wird noch einige Zeit zu lernen haben, bis man ihm eine Maschine im Blindflug anvertraut. Ein gleiches PrinzipVerständnis für die gesamte Apparatur eines Flugzeuges zu erwecken, indem man Einzelinstrumente in ihren Einzelsunktionen sichtbar macht— wird auch auf anderen Gebieten angewendet: Motoren werden zerlegt und zerschnitten, Instrumente, Höhenmesser, Sauerstoffapparate, Hlanzeiger, aus der Gesamtapparatur gelöst und dem Schüler in die Hand gegeben. Aus der Nähe verlieren sich die Geheimnisse, die der Technik sonst allzuleicht anhaften. Er sieht, daß alles sehr natürlich zugeht und daß man nur offene Augen braucht, es zu verstehen. Er lernt, sich auf seine Instrumente verlassen, Störungen zu beseitigen und selbst die vielen Kilometer Kabel, die ein modernes Flugzeug bis in seine feinsten Adern durchziehen, mit der Überlegenheit des Kennenden und Wissenden anzusehen. Aber entscheidend bleibt natürlich die praktische Ausbildung. Alle theoretische Einzelausbildung zielt ja darauf ab. Die Flugstunden nehmen daher auch den größten Teil des Programms ein. Die Aufgaben die sie stellen, wechseln täglich. So werden in zielstrebiger Arbeit Stück um Stück alle die Fähigkeiten entwickelt, die eines Tages in ihrer Gesamtheit in den Dienst des deutschen Schicksalskampfes gestellt werden, so wachsen die zukünftigen Piloten der deutschen Luftwaffe— von ihren Lehrern sorgfältig betreut— langsam, aber sicher zu routinierten Fliegern heran, so wird auch auf diesem Gebiete der Vorsprung der deutschen Luftwaffe nicht nur gewahrt, sondern täglich weiter ausgebaut. 500. Lustsieg des Richthofen=Geschwaders Rekordzahlen einer Kampfepoche— Die jetzige Fliegergeneration dem Weltkriegshelden ebenbürtig -Obergruppenführer Lorenz, der Leiter der Volksdeutschen Mittelstelle, der im Auftrage des Reichsführers 1 die große Aussiedlungsaktion der Volksdeutschen aus Bessarabien und der Nordbukowina leitete und nunmehr auch die Leitung der Aussiedlung in der Dobrudscha und Südbukowina innehat. Er führt diese Völkerwanderung mit seiner Dienststelle und mit Unterstützung des NSKK., der NSV. und des Deutschen Roten Kreuzes durch (B1-PK-Slapak-Scherl-.). and..., im November(PK) Als vor wenigen Tagen der Reichsmarschall bei seinen Jagdfliegern an der Westfront weilte, sprach er anerkennend die folgenden Worte:„Richthofens Geist und sein Name blüht weiter in einem verdienstvollen und siegreichen Jagdgeschwader unserer Luftwaffe". Nun hat dieses Jagdgeschwader am heutigen Tage den Beweis geliefert, daß es die Wünsche und Hoffnungen der deutschen Heimat heldenhaft rechtfertigt. Drei Luftsiege brachte der heutige Einsatz bei„freier Jagd“ an der Kanalküste von England: Der 499., 500. und 501. Abschuß des Geschwaders ist erreicht. Ein Tag der Ehre und der Freude reiht sich erneut ein in die ruhmvolle Kriegsgeschichte der RichthöfenJagdflieger. Der Frontgeist von 1914/18 hat sich im Jahre des Freiheitskampfes 1940 erfüllt, die damaligen Opfer sind nicht umsonst geblieben und die deutsche Zukunft ist gesichert durch den Führer und die Soldaten der Nation. Gern hören und lesen wir von den Erfolgen unserer Flieger; aber nicht immer ist das zahlenmäßig bestechliche Ergebnis ein so leichter Sieg, wie man es hofft. Die akrobatischen Kunststücke während eines Luftkampfes sind einmal außergewöhnliche Leistungen. Hinzu kommt die militärische Aufgabe, den Gegner zu vernichten, und die Pflicht, mit der wertvollen Maschine möglichst unbeschädigt und siegreich zurückzukehren. Solche Aufgaben können nur ausgewählte Menschen erfolgreich vollbringen. Ihr Todesmut ist unvergleichlich, wenn sie zwischen Himmel und Erde mit einer Geschwindigkeit bis zum 700 st.(km. umhersausen und den Aether von Deutschlands Feinden säubern. Heute ist die Gelegenheit, davon zu berichten, daß von den 501 Luftsiegen der Kommodore Major Wick allein 54 Abschüsse zu verzeichnen hat, und daß sich unter den abgeschossenen feindlichen Flugzeugtypen solche vom Muster Curtis, Morane, Mureaux, Bloch, Potez 63, Leo 45, Fairez Battle, Hereford, Westland Lysander, Vickers Wellesly, Westland Wapiti, Bristol Blenheim, Hurricane und Spitfire befinden. 9 * Es ist kein richtiges Jagdfliegerwetter. Bereits beim Anflug vor der Küste melden sich über unseren Jägern je ein Pulk Spitfire und Hurricane. Die Briten haben sich diesmal rechtzeitig erhoben und warteten bereits angriffsbereit. Da stoßen die Briten auch schon direkt auf uns. Wir weichen mit einem Abschwung aus, und der Angriff geht ins Leere. Inzwischen ist aber unsere linksfliegende Gruppe zum Angriff übergegangen. Eine Dunstschicht liegt zwischen unserer Gruppe und den feindlichen Staffeln. Die Briten konnten nicht mehr entweichen, und es beginnt in großer Höhe bei 7000 Metern eine tolle Kurbelei. Fast jeder Jäger hat sich einen Gegner ausgesucht; der Kampf ist kurz, aber hart. Unerbittlich rasen die deutschen Feuerstöße hinter den kurvenden Briten her. Hier gibt es kein Nachlassen. Gerade heute nicht. Es müssen feindliche Maschinen vernichtet werden, der 500. Abschuß ist fällig. Früher gibt es keine Heimkehr. Und sie haben es geschafft. Zwei Hurricane und eine Spitfire fielen den todbringenden Garben zum Opfer. Brennend stürzen die Trümmer in die Tiefe. Kriegsberichter Oskar Lachmann. Die Londoner Taxenchauffeure ließlen, als die Luftschutzsirenen bei einem deutschen Bombenangriff ertönten, ihre Wagen mitten auf der Straße stehen und liefen zum nächsten Luftschutzkeller. Als sie nach der Entwarnung zurückkehrten, fanden sie nur noch Trümmer vor(Associated-Preß-.). Anweder üder Aaorio Gewaltige Stürme tobten über dem nordspanischen Küstengebiet Madrid, 17. November. Am Sonnabend abend und in der Nacht zum Sonntag ging über Madrid und Umgebung ein wolkenbruchartiger Regen nieder, begleitet von heftigem Sturm, der besonders unter den Lichtleitungen zahlreiche Schäden verursachte. Die Madrider Feuerwehr mußte viele überschwemmte Keller leerpumpen. Der Straßenbahn= und der Untergrundbahnverkehr waren während mehrerer Stunden unterbrochen. Es gab zahlreiche Verletzte. Starke Stürme und heftige Regengüsse suchten in den letzten Tagen das Gebiet der spanischen Nordküste heim, worunter besonders die Fischerei schwer zu leiden hatte. Die Drahtverbindungen zwischen Vigo, Lissabon und Madrid waren am Sonnabend infolge des Unwetters stundenlang unterbrochen. Man befürchtet große Ueberschwemmungen, die Ernte, die noch nicht eingeholt wurde, wird als verloren betrachtet. Ueber La Coruna tobte der Sturm zeitweise mit der Stärke eines Zyklons. Viele Dächer wurden abgedeckt, Bäume entwurzelt und die Drahtleitungen zerstört. Zahlreiche Personen wurden verletzt. Im Hafen staute sich das Wasser, so daß die tieferliegenden Stadtteile überschwemmt wurden. Die Feuerwehren und der Freiwillige Hilfsdienst der Falange waren stundenlang bemüht, Sicherungsmaßnahmen durchzuführen. Mutter bei der goldenen Hochzeil des Sohnes Rom, im November. Wahrhaft langlebig ist die Familie der Frau Maria Ravoni, die 97jährig in Rom lebt. Sie konnte vor kurzem der goldenen Hochzeit ihres Sohnes beiwohnen. der auch schon 79 Jahre alt ist und dessen Frau 73 Jahre zählt. Die jetzt fast hundertjährige Mutter heiratete im Jahre 1861 als Siebzehnjährige und brachte 1862 ihren ersten Sohn Vinzenz zur Welt. Diesem folgReichsmesse Leipzig Frühjahr 1941 Sämtliche 24 Messepaläste bereits jetzt belegt— Mustermesse und zahlreiche Sonderschauen vom 2. bis 7. März Die beiden Reichsmessen in Leipzig im Kriegsjahr 1940 haben bewiesen, daß der größten Messeveranstaltung der Welt gerade in Kriegszeiten eine besondere Bedeutung zukommt Die Leipziger Frühjahrsmesse 1940. die erste Reichsmesse im Kriege, war von 6615 Ausstellern beschickt, darunter 354 aus dem Auslande, und unter den die Messe besuchenden 115 167 Kaufleuten waren 5432 aus dem Auslande. Die Umsatzziffern erreichten rund eine halbe Milliarde Reichsmark. Die vor kurzem abgeschlossene Leipziger Herbstmesse dieses Jahres wies eine Beschickung von 6222 Ausstellern auf, davon kamen 374 aus dem Auslande. Die Umsätze beliefen sich auf rund 350 Millionen Reichsmark. An der Schwelle dieses Jahres. in dem sich die künftige Neuordnung Europas bereits in vielen Umrissen erkennen läßt, kann zurückblickend festgestellt werden, daß die Leipziger Messe mit dem vollständigsten und umfassendsten Fertigwarenangebot der Welt ihre Stellung als Zentralmesse behält. Ueber 20 Nationen beteiligten sich trotz des Krieges an ihr und bezeugten dadurch ihre Bereitschaft, am Neuaufbau Europas teilzunehmen. Die Leipziger Frühjahrsmesse 1941 befindet sich bereits seit längerer Zeit in Vorbereitung. und der starke Andrang deutscher und ausländischer Ausstellerfirmen läßt schon jetzt erkennen, daß die zur Verfügung stehenden 24 Meßvaläste wieder bis auf den letzten Platz gefüllt sein werden. In der heutigen Zeit, wo Geschäftsreisen zu einzelnen Lieferanten zeitraubend und beschwerlich sind, liegt es im Interesse eines jeden Kaufmannes, die Leipziger Messe zu besuchen, auf der jede Branche nicht nur durch die führenden und in Frage kommenden deutschen Firmen vertreten ist, sondern auf der neben Italien auch alle nicht am Kriege beteiligten europäischen Länder in umfassenden Sammelausstellungen oder durch Ausstellungen einzelner Firmen auf ihr Angebot hinweisen. Nach dem heutigen Stande der Anmeldungen haben schon vier Monate vor Messebeginn 16 Nationen ihre Teilnahme an der Leipziger Frühjahrsmesse 1941 durch Sammelausstellungen oder mit dem Angebot von Einzelfirmen zugesagt. Die Reichsmesse Leipzig im Frühjahr 1941 findet zum üblichen Termin vom 2. bis 7. März statt. Wie wir erfahren, sind wieder zahlreiche Sondermessen und Sonderschauen geplant, und auch das übliche kulturelle Programm wird sehr umfangreich sein. ten jedoch noch 15 weitere Kinder, von denen heute noch zehn am Leben sind. Die Nachkommenschaft der noch immer kräftigen Greisin besteht gegenwärtig aus 29 Enkeln und 24 Urenkeln. Schnitzereien aus Kohle Katlowitz, im November. In Hindenburg wurde in Anwesenheit von Vertretern aus Partei, Staat, Wehrmacht und Wirtschaft durch den Oberbürgermeister die Ausstellung„Oberschlesisches Laienschaffen" eröffnet, die zum erstenmal auch das Freizeitschaffen im befreiten Ostoberschlesien berücksichtigt und die als Wanderausstellung durch die neuen schlesischen Kreise gehen wird. Die Ausstellung bringt u. a. werkgerechte Kohle=Schnitzereien. Auch der 76jährige Berginvalide Jaschinsky, der bereits 1896 in Chikago seine Plastiken aus Kohle ausstellte, ist vertreten. Mißgeschick mit dem Ehering Magdeburg, im November. In Atzendorf(Kr. Calbe) blieb ein Mann, der von einem Lastwagen abspringen wollte, unglücklicherweise mit„dem Ehering an einem Schließhaken der Wagenklappe hängen. Er riß sich dadurch die beiden ersten Glieder des Ringfingers aus dem Gelenk. Die Verletzungen waren so empfindlich, daß der Mann in ein Krankenhaus gebracht werden mußte. Während des Kriegsmarsches wird am Flakgeschütz des Zerstörers Wache gegangen. Aufmerksam werden der Himmel und der llorizont beobachtet. Darunter sicht man Kameraden von der Freiwache, die sich zu einer kleinen' Plauderei in das Verkehrsboot zurückgezogen haben (PK-Dr. List-Scherl-.). Ein Genie ringt sich durch Gedanken zum Schiller-Film— Große Namen, große Aufgaben Es war an einem jener großen Drehtage des Films, an denen vom Regisseur bis zum letzten Schauspieler alles vertreten ist. Mittags traf man sich in der Kantine des Ateliers. Es war ein recht ungewöhnliches Bild,— inmitten des nüchternen Raumes die barocke Leidesfülle Heinrich Georges in der Gestalt des Herzogs Karl Cugen von Nürnberg, daneben die Reifrock==Eleganz der Exäfin von Hohenheim, der Lil Dagover ihr schönstes Lächeln schenkte, die kleine Laura Hannelore Schroths, du sich hierin erstmals in einer dramatischen Rolle verrchht, und unter den Eleven der Militärakademie die langaufgeschossene Gestalt Horst Caspars, schon äußerlich jenem Bilde entsprechend, das man sich von dem jungen Schiller, dem leidenschaftlichen Revolutionär der Karlsschule macht. Masik: Herber! Windt Aber auch der Komponist und der Architekt waren zugegen. Herbert Windt fkizzierte in wenigen Sätzen die Musik, die er dem Film zu schreiben gedachte, einen sorgfältig durchgearbeiteten„Vorspann“, der in Tönen und Rhythmen bereits den jungen, begeisterungsfähigen Idealisten zeichnet, der in durchwachten Nächten sich seine„Räuber“ von der Seele schreibt, einige Lieder, Tänze und Märsche sodann im Stil der Zeit als szenische Begleitung, und zum Schluß ein machtvolles Finale, in dem der Weg des Genies zu den Höhen der Menschheit geschildert wird. Franz Schroedter erzählte von seinen architektonischen Aufgaben und Arbeiten und jenen kleinen, hübschen Zwischenfällen, die sich überall bei der Aufnahmearbeit ereignen: diesmal mußten zwei seiner Photographen es sich gefallen lassen, daß man sie in Stuttgart für verkappte Spione hielt und deshalb kurzerhand abführte, dis sich die Angelegenheit als ein großer Irrtum herausstellte. Aber davon abgesehen hatten hm die Bauten zu diesem Film sehr viel Freude gemacht— denn gibt es ein Zeitalter, das dem Filmarchitekten reizvollere und lohnendere Aufgaben stellte als die zwischen Barock und Rokoko ledende Epoche? ganz andere Aufgabe dar: er ist weniger schwarz gezeichnet als der des„Jud Süß", er besitzt Humor und Schöpferfreude und läßt sich von einer klugen Frau— sie saß neben ihm: Lil Dagover— leiten und führen, die es vortrefflich versteht, seine aufbrausenden Herrscherlaunen nicht nur unschädlich zu machen, sondern sogar zum Besten des Württemberger Landes zu wenden. Eine besondere Freude aber bereitete es ihm— dem Intendanten des Schiller=Theaters— daß in diesem Film zum ersten Male ein junger Schauspieler ganz groß herausgestellt wird, der so recht eigentlich seine Entdeckung ist: Horst Caspar. Horst Caspars erste Jilmrolle Caspar kam von den Münchener Kammerspielen, zu denen er im kommenden Frühjahr auch für drei Monate zurückkehren will, zu George, und bereits vorher durfte er sich eines längeren Engagements in Bochum rühmen, am Theater Saladin Schmitts, der schon so manches Talent erkannt und gefördert hat. Immerhin begann in Berlin seine Karviere. Unter Jürgen Fehlings Regle spielte er im vorigen Winter den Prinzen von Homburg— die Aufführung war eine der meist besprochenen der ganzen Spielzeit. Und wieder unter Fehlings einprägsamer Spielführung errang er sich in den letzten Wochen in Max Halbes„Strom“ einen vielbeachteten Erfolg. Von all dem sprach er, jedoch sehr zurückhaltend, mit wenigen, ftüchtig dahingeworfenen Worten, in denen jedoch seine ganze Theaterbesessenheit lebendig ward. Mit dieser Kühle und doch spürbaren Leidenschaft äußerte er sich auch über die Aufgabe, die dieser Film, der erste, an dem er überhaupt beteiligt ist, von ihm verlangt: ein jugendliches, hell loderndes Genie zu verkörpern, die Gestalt eines Dichters zu formen und mit einem starken, unbändigen Lebensdrang zu erfüllen, der in den Nächten und wenigen freien Stunden, die ihm als Schüler der herzoglichen Akademie verblieben, ständig bedroht von den Schergen des Herzogs, jenes vom Feuerstrom einer plötzlich durchbrechenden Glut mitgerissene Drama der „Räuber“ verfaßte, das ihn wenige Monate— als Dalberg es in Mannheim herausgebracht hatte— im Lichtschein des Ruhmes stehen ließ. Der Film endet allerdings schon vorher. Er klingt aus mit der Flucht des jungen Schiller. Er gibt also nur einen kurzen Lebensabriß, allerdings einen sehr entscheidenden, in dem das Genie, niedergeknüttelt zwar, und doch schaffend und ringend, sich seiner selbst bewußt wird und den Mut zu einer Tat findet, aus der ein reiches Leben und großes, alle Zeiten überdauerndes Werk erwachsen sollte. Pö. Liebesleute im Krieg von Haus Be 93•109 An einem schönen, milden Abend schritten auf einem Heideweg zwei Menschen der glutroten untergehenden Sonne entgegen. Es waren die blonde Anne und Jochen, ein junger Pionier, der Urlaub von der Front hatte. „Das waren schöne Tage“. sagte sie, indem sie ihren Arm fest in den seinen schob,„nun gehst du morgen wieder weg ins Ungewisse.. „Wir gehen alle ins Ungewisse“, sagte er. „Aber ihr dort draußen ganz anders als wir hier in der Heimat.“ Dann schwiegen sie wieder eine Weile, denn es waren Menschen der Heide, die nicht viel zu reden pflegen. „Mir wird nicht viel gescheben“, meinte er lächelnd,„die Kugeln pfeisen immer dicht an mir vordei.“ „Immer?" „Du mußt zurückkehren“, sagte sie, denn ohne dich wäre mein Leben erloschen. Ich kenne nichts weiter als dich.“ Er blieb stehen, strich mit der Hand über ihr blondes Haar und küßte sie. aber stand einer Nach sechs Wochen gingen sie wieder so. Jochen trug keine Uniform mehr. Wieder die untergehende Sonne vor ihnen, doch in dunstigen, mattrosa Luft. Annes Gesicht zeigte ein glückliches Leuchten. „Jetzt habe ich dich für immer“, sagte sie mit Nachdruck. „Ja, aber als Invaliden“, entgegnete er. „Gewiß. es sind die zwei Finger der linken Hand“, meinte sie ruhig, ich liebe die Hand darum noch mehr als früher. Du glaubtest dich immer „Wenn du wüßtest, wie es in Polen um mich herumpfiff“, sagte er, es war, als ob ein Schutzengel neben mir stand.“ „Warum war er in Flandern nicht neben dir?“ „In Flandern habe ich etwas zuviel an dich gedacht“, sprach er,„du weißt ja, wie es kam. Ich saß in einem Dorf. in dem gar nichts mehr los war, auf einer halb zerschossenen Bank, holte deinen letzten Brief hervor und las ihn zum zehnten Male. Da kommt aus weiter Ferne eine verirrte Granate, schlägt ein, und ein Splitter reißt mir die zwei Finger weg, daß das Blut auf deine Zeilen spritzt. In Gedanken an dich bin ich verwundet worden.“ „Kein guter Soldat, der so viel an die Liebste denkt“, sagte sie lächelnd. „Ja.“ meinte er,„aber ich habe dennoch Glück gehabt. Der Solitter hätte mir auch in den Schädel gehen können.“ „Also, doch ein Schutzengel“, meinte sie. „Es war dein Brief“, entgegnete er. Sie nahm seine linke Hand, neigte sich darauf nieder und küßte sie. „Den Brief mit deinem verspritzten Blut lasse ich mir einrahmen“, sagte sie.—„für die Kinder, die wir haben werden.“ Kleine Kundschau Wiener Stadtbibliothek kauft Wagner=Handschrift. Die Handschriftenabteilung der Wiener Stadtbibliothek konnte im vergangenen Manat eine interessante RichardWagner=Erinnerung erwerheh. Es ist dies ein Handschreiben des deutschen Musikherden an den Wiener Maler Josef Hoffmanp“ der die Bühnenbilder zum „Ring des Nibelungek“ für das neue Bayreuther Festspielhaus entworsen hat. Das Tagebuch und der Briefverkehr dieses Wiener Künstlers mit seinem Zeitgenossen die ebenfalls in den Besitz der Stadtbibliothek gelangt sind, gewähren einen Einblick in das Leben der Künstlerkreise um 1850. Die Japanische Festmusik von Richard Strauß. Auf Vorschlag des für die Vorbereitung der Musikaufführungen zur 2600=Jahrseier Japans geschaffenen Ausschusses hat Ministerpräsident Fürst Konone als Präsident der Gesellschaft der„Feier des 2600. Jahrestages des Kaiserreiches Japan“ den deutschen Dirigenten Helmut Fellmer, der zur Zeit in Tokio als Dirigent des Orchesters der Ueno=Akademie wirkt, mit der Leitung der Uraufführung der aus diesem Anlaß geschaffenen japanischen Festmusik von Richard Strauß beauftragt Pros. Schuitze=Naumburg im Ruhestand. Der Dire tor der Staatlichen Hochschulen für Baukunst, Bil Soldatenlied Morgenrot durch Pulverdämpfe glutet über Frühlingsflur. Jeder Tag der Not und Kämpfe zeichnet eine blut'ge Spur. Mohn in saftiger Luzerne, ei, wie blühest du so rot? Heißa hei! Ich lebe gerne und doch trink ich auf den Tad. Weiße Wolke, stolzer Schimmel,— heut will ich dein Reiter sein! Trag mich durch den Abendhimmel in die Ewigkeit hinein!“ Soldat Pauck Künste und Handwerk in Weimar, Professor Dr. Dr. h. c. Paul Schultze=Raumburg, tritt am 10. Jahrestage seiner Tätigkeit als Leiter dieser Kunstlehranstalten in den Ruhestand. Schultze=Naumburg wurde vor zehn Jahren von dem damaligen Thüringischen Innenminister Dr. Frick nach Weimar berufen, um ein nationalsozialistisches Exempel zu statuieren. Er reinigte das Weimarer Schloßmuseum von allen Machwerken entarteter Kunst und verwirklichte an der Hochschule das Programm einer deutschen, rassebewußten Kunsterziehung. Italienische Ehrung für deutschen Jorscher. Die Königlich=italienische Akademie der Wissenschaften zu Ferrara hat den Direktor des Kaiser=Wilhelm=Instituts für Hirnforschung in Berlin=Buch, Prof. Dr. Hugo Spatz, zum Ehrenmitglied ernannt. „Carmina Buraya“ in Essen. Nach der Dresdener Staatsoper haben nun auch die Städtischen Bühnen in Essen Carl Orffs„Carmina Burana“ in Verbindung mit der Neubearbeitung des„Orfeo“ von Monteverdi in einer ausgezeichneten Aufführung dargeboten, die auch hier die jubelnde Zustimmung des Publikums sand. Riemenschneider=Plastik entdeckt. Die sast anderthalb Meter hohe, aus Lindenholz geschnitzte Gestalt des Sebastian, die bisher, kaum beachtet, in der Pfarrkirche zu Kapellen=Stolzensels bei Koblenz in Abgeschiedenheit dahindämmerte, ist jetzt überraschend als eine Arbeit des berühmten Würzburger Meisters Tilman, Niemenschneider erkannt worden. Man nimmt an daß diese Plastik nach den Befreiungskriegen und der Säkularisation von Süddeutschland, der Heimat Riemenschneiders, durch Kauf oder Geschenk hierher an den Mittelrhein gelangt ist. Tcmm — WIKTOTmaTCHN der deutschsprachigen Presse.V. Nummer 317 Westfalen-Nord und Nachbargaue Bestnung auf die hausmastr Veranstaltung zum Tage der Hausmusik im Rathaus— Dem Gedenken Franz Schuberts gewidmet Ansprache des Gauleiter: Münster, den 18. November. Der große Rathaussaal hatte wieder einmal sein festliches Kleid angelegt. Das dunkle, feierliche Grün der Lorbeerbäume, der vorn im Soal aufgestellte Flügel und die große Anzohl der Gäste wiesen schon darauf hin, daß eine bedeutende Feierstunde stattfinden sollte. Wenn nun der morgige Tag, der gleichzeitig der Todestag unseres großen Meisters Franz Schubert ist, zum „Tag der deutschen Hausmusik“ auserwählt ist, und im ganzen Reich musikalische Feierstunden stattfinden, hat auch der Gau Westfalen=Nord es nicht unterlassen, eine würdige Morgenfeier, die ganz dem Gedächtnis des Wiener Komponisten zugeeignet war, zu veranstalten, in deren Mittelpunkt eine Rede unseres Gauleiters stehen sollte. Eingangs begrüßte der Landeskultunwalter des Jaues Westfalen=Nord, Pg. Uranowski, alle erschienenen Gäste, die hohen Vertreter aus Partei, Staat und Wehrmacht und an ihrer Spitze den Gauleiter und Oberpräsidenten Dr. Alfred Meyer. In seiner Rede führte der Gauseiter aus, wenn im Kriege der Tag der deutschen Hausmusik begangen werden könne, so danken wir das der Wehrmacht, die nach den einzigartigen siegreichen Feldzügen nicht auf Lorbeeren ausruht, sondern sich in intensivster Arbeit auf neue große Schläge vorbereitet. So sei der deutsche Raum durch die heroischen Taten gesichert. Aber auch die Heimat habe teil an diesen Erfolgen. Wenn nun überall die Pflicht ganz und gar getan sei, so sei es auch recht und erlaubt, die deutsche Kultur zu pflegen; nicht damit ein kleiner Teil deutscher Volksgenossen zu kulturellem Genuß kommen könne, sondern damit auch hierdurch dem deutschen Vokk gedient würde. In diesem Sinn finde in ganz Deutschland der Tag der deutschen Hausmusik statt. Wir predigen heute unabläßlich die Volksgemeinschaft, für die sich jeder zur Verfügung zu stellen hat. Die Lösung aller gigantischen Werke, die wir erwirken müssen, kann nur durch Konzentration der physischen und seelischen Kräfte des Volkes erreicht werden. Der einzelne, die atomisierte Nation zerbräche in den Wettern und Stürmen unserer Zeit. Die Gemeinschaft allein ist das Heil. Das tausendjährige Reich der Deutschen bauen keine Individuen, das baut nur das gesamte deutsche Volk. Natürlich hat dieses Gemeinschaftsleben auch seine Schattenseiten. Es wäre wünschenswert, ja notwendig, daß der deutsche Mensch, die deutsche Jugend mehr Zeit fänden für die Beschäftigung mit sich selbst. Richtig bleibt das Wort:„Es bildet das Talent sich in der Stille“.— Wir sind das Volk der Bauern, Arbeiter und Soldaten, die Schrittmacher einer neuen Revolukton. Wir müssen aber auch das Volk der Dichter, Denker und Künstler bleiben. Der Erfinder, Dichter und. Denker kann sich nur in der Stille der Abgeschiedenheit formen. Als Menschen der Gemeinschaft können wir das heute natürlich weniger. Und trotzdem müssen wir bei allem Einsatz für die Volksgemeinschaft auch die stille Stunde suchen und finden, in der wir uns, innerlich beruhigt, auf uns selbst besinnen können. Bei gutem Willen kann man das trotz aller Forderungen, die die Volksgemeinschaft an uns stellt. So muß das deutsche Volk auch die Ruhe und Muße finden, die Hausmusik zu pflegen: nicht nur, weil diese holde Kunst in schweren Stunden Trost, reichstes innerstes Erleben, Freude und Wonne bringt, sondern auch vor allem, weil die Pflege der Hausmusik die Grundlage des gesamten musikalischen Lebenseines Volkes ist. Das nationalsozialistische Großdeutschland hat in vollem Bewußtsein seiner großen Verpflichtungen das Erbe des deutschen Kulturgutes aus den vergangenen Jahrhunderten angetreten. Wie nie zuvor in der Geschichte erfahren alle Kultureinrichtungen die stärkste Förderung. Das musikalische Leben in Deutschland hat seit der Machtübernahme einen ungeahnten Aufschwung genommen, und der großartigste Nachweis dafür ist gerade die Pflege des musikalischen Lebens während des Krieges. Kein Theater und kein Konzertsaal wurden geschlossen. Selbst eine Kultureinrichtung von so großem Ausmaß wie die Bayreuther Festspiele wurden im Kriegsjahr 1940 in Anwesenheit des Führers in voller künstlerischer Höhe durchgeführt. So war es für den Nationalsozialismus eine Notwendigkeit, auch den Gedanken der Hausmusikpflege aufzugreisen. Seit 1933 ist in jedem Jahr der Tag der deutschen Hausmusik durchgeführt worden und hat den Gedanken immer mehr in das Volk getragen, daß zu einer Musikkultur nicht nur der ausübende Künstler gehört, sondern daß das ganze Volk singend und spielend daran beteiligt sein muß. Das auch, damit der ausübende Künstler nicht ausstirbt. Wie arm wäre das Leben ohne diese holde Kunst!— Der Tag der deutschen Hausmusik liegt nach der Entscheidung des Präsidenten der Reichomusikkammer auf Schuberts Todestog Der Gau Westsalen=Nord hat dies zum Anlaß genommen, in allen Städten des Gaues durch die Reichsmusikkammer großzügige Schubertseiern durchzuführen. Trotz Krieg beteiligen sich in einem Umsange wie noch nie bisher die Partei und die RS=Gemeinschaft „Kraft durch Freude“, die Hitler=Jugend und ebenso auch die Musikbeauftragten der Städte. Gestalter und künstlerisch Mitwirkende sind in jedem Falle die Mitglieder der Fachschaft Musikerzieher in der Reichsmusikkammer und ihre Schüler, so daß im besten Sinne des Wortes deutsche Hausmusik=Pflege zur Darstellung kommt. Besonders wertvoll war in diesem Jahr das erstmalig durchgeführte Wett= und Preisspielen von Schülern unserer Privatmusikerzieher, das in der Gauhauptstadt und in Detmold durchgeführt wurde. Die Ergebnisse waren ausgezeichnet. Danach gab der Gauleiter die Sieger dieses Preisspielens bekannt. Es waren das in Münster: Gruppe der 13—14jährigen Schüler: Klaus Breuning(Lehrerin: Ena Ludwig), Wolfgang Drees(Lehrerin: Josefa Fehige). Gruppe der 15—18jährigen Schüler: Hans Göhre(Lehrer: Erich Hammacher) und Maria Wagner(Lehrerin: Marla Böhm). Möge der Tag der deutschen Hausmusik, so fuhr der Gauleiter fort, trotz Stürmen und Drängens der deutschen Revolution ein Tag der Besinnung sein auf sich selbst, auf die Kunst, auf die Werte des Lebens, die wir trotz Kampf und Krieg pflegen und hinüberretten wollen in eine Zeit, in die das Deutsche Reich nicht nur erstrahlt durch seine Macht und Größe, sondern auch durch die Herrlichkeit seiner Kunst. Reicher, herzlicher Beifall dankte dem Gauleiter für seine schönen Worte. Ihm schloß sich in seiner Ansprache auch der Leiter der Fachschaft Musikerziehung Erich Hammacher an, der dem Gauleiter für seine Anwesenheit dankte, die er um so mehr begrüße, als seine Teilnahme für die Musiker ein Symbol bedeute. In seinen weiteren Worten befaßte sich Erich Hammacher eindringlichst mit dem künstlerischen Schaffen Franz Schuberts, dem die einfache Liedweise des Volkes zutiefst zueigen sei. Wenn irgendwo, so sei bei ihm rein deutsches Seelengut vorhanden, das er zu den höchsten Höhen erhob. In Schubert hat das Deutsche in der Musik das reinste volkhafte Wesen erhalten. Lied und Tanz des Volkes habe er aus jahrtausendlanger Abgewandtheit in die Sphäre der Gegenwart hinübergeführt. Die weiteren Ausführungen des Redners galten den in der Feierstunde dargebotenen Werken des Wiener Komponisten. Auch ihm dankten die Zuhörer recht herzlich, für die die musikalische Feierstunde im großen Rathaussaal ein schönes Erlebns geworden war. Spontan klang zum Schluß der Veranstaltung der Gruß an den Führer auf. Für den musikalischen Teil der Morgenseier hatte Erich Hammacher ein Programm zusammengestellt, das einen Querschnitt durch Schuberts künstlerisches Schaffen gab und zugleich alle Formen des Musizierens zu Worte kommen ließ. Zunächst spielten Grete Ludorff und Erich Hammacher die Sonatine in =moll für Klavier und Violine, ein Werk aus der Frühzeit des Wiener Komponisten, das gleichwohl seine junge Meisterschaft erkennen läßt. Stärker schon klang der eigentliche Schubert, der das Land des Schmerzes in wunderbarer Weise zu verklären weiß, in den Impromptus=Dur und=moll(aus Werk 142) an, jener Schubert, den der von Erich Hammacher zitierte Richard Benz als den klassischen Fall eines inspirierten Musikers feiert. Mit diesen Meisterstücken, von denen das zweite rhythmisch ungemein fesselnd ist, erspielte sich Marianne Steinmenger reichen Beifall. Dann folgte der Liederkomponist mit vier charakteristischen Stücken, die Ine Mennemann mit schöner Hingabe zum Vortrag brachte.(An Franz Schubert“.„An die Nachtigall“, „Suleikas zweiter Gesang" und„Ganymed“.) Hilde Göhre begleitete die Sängerin seinsinnig am Flügel. Das Schönste boten Erich Hammacher und Dr. Hermann Enßlin mit der Wiedergabe des Allegro =moll=Werk 144. Dieses musikalische Juwel, in den letzten Monaten des irdischen Daseins geschaffen, spiegelt in seiner leuchtenden und lotenden Tiese die seelischen Hintergründe Schuberts, ein wahrhaft ergreifendes Werk von höchster künstlerischer Inspiration. Die beiden hervorragenden Pianisten erspielten die geistige Substanz in dem sie das Werk ohne jede Verniedlichung in seiner erstaunlichen und oft ungeglättet erscheinenden Kraft, die in der Tat nach Bruckner weist, hinsetzten. Blick in den Rathaussaal während der musikalischen Feierstunde anläßllich des Tages der deutschen Hausmusik. Aufn. Hülsbusch. Die Schlacht im Westen Erlebnishafte Filmfeierstunde des Kreises Münster-Warendorf Münster, 18. November. Der Kreis Münster=Warendorf der NSDAP. hatte alle Parteigenossen und=Genossinnen am Sonntagmorgen zu einer Filmseierstunde ins Apollo=Theater geladen, um ein halbes Jahr nach den schicksalsschweren Tagen im Westen gemeinsam jene Entscheidungen nachzuerleben, die uns die Männer der Propagandakompanien zu so starken Erlebnissen festgehalten haben. Im dem festlich geschmückten Haus begrüßte Kreisleiter Mierig nach dem Einmarsch der Fahnen die erschienenen Offiziere der Wehrmacht, insbesondere die Vertreter des Wehrkreises und des Luftgaues VI, und die geladenen verwundeten Soldaten. Der Kreisleiter betonte, daß diese Filmfeierstunde den Auftakt der Winterarbeit der Partei im Kreise Münster=Warendorf bedeute. Das Erlebnis der großen Waffentaten unserer Soldaten solle Ptetibrkung der kirden nn Entsprechend der Weisung des Führers ist es Pflicht, bei Fliegeralarm sofort den Luftschutzraum aufzusuchen den schafenden Männern und Frauen in der Heima neue Triebkraft geben und vor allem das Band zwischen Front und Heimat wiederum stärken, das so ein unablässiger Bestandteil für die Aufgaben der Partei sei. Nachdem sich dann die Fahnen zum Totengedenken senkten, fand noch Pg. Schötteldreier von der DAF., selbst Kriegsteilnehmer, mit beredten Worten Ausdruck für das hier im Film gebannte Kriegserlebnis und gab allen die rechte Einstimmung für das sich dann auf der Leinwand abrollende Geschehen. Der bezwingende Rhythmus der Marschmusik, das Donnern der Motoren der Luftwaffe und der siegreiche deutsche Soldat schlug uns alle in seinen Bann. In einer Zeit, deren Ereignisse in schneller Folge auf uns einstürmen, ist es nur zu wertvoll, wenn das dynamische Geschehen um Eben Emael, Dünkirchen, an der Maginotlinie, der heldenhafte Einsatz der jungen deutschen Armee noch einmal mit solcher Eindringlichkeit zum Erlebnis wird. Und das nahmen alle aus dieser Stunde mit, das einmütige Bekenntnis, nicht nachzulassen in dem Schaffen für den deutschen Sieg! Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe hat durch Erlaß Maßnahmen angeordnet, die eine Aktivierung der Arbeit des Reichsluftschutzbundes und damit eine weitere Verbesserung des Luftschutzes zur Folge haben. Auf organisatorischem Gebiet ist aus der Neuordnung hervorzuheben, daß der Präsident des Reichsluftschutzbundes zum Inspekteur des Selbstschutzes im Auftrag des Staatssekretärs der Luftfahrt und Generalinspekteurs der Luftwaffe bestellt wird. Seine fachlichen Weisungen erhält er durch den Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe. Entsprechend ist die Regelung bei den nachgeordneten Stellen verfügt worden. Auf dem Ausbildungssektor ist u. a. hervorzuheben, daß allen zum erweiterten Luftschutz gehörigen öffentlichen und privaten Dienststellen und Betrieben zur Pflicht gemacht wird, die Ausbildung der Betriebsluftschutzleiter und der Einsatzgruppen durch den Reichsluftschutzbund vornehmen zu lassen, soweit nicht die Ausbildung auf polizeilichen Ausbildungseinrichtungen bereits erfolgt. Die Ausbildung im Erweiterten Selbstschutz wird künftig kostenlos durchgeführt. Die zuständigen Dienststellen der Polizei werden, wie der Erlaß ferner bestimmt, Amtsträgern des RLB und Luftschutzwarten bestimmte Aufträge auf den Gebieten der Ueberwachung der Entrümpelung, der Selbstschutzgerätebeschaffung, der Verdunkelung, des behelfsmäßigen Luftschutzraumbaues einschließlich der wohnlichen Ausstattung. insbesondere Beheizung und Schaffung von Brandmauerdurchbrüchen, übertragen. Die betreffenden RLB=Amtsträger und Luftschutzwarte handeln auf den ihnen übertragenen Gebieten im Auftrage der Polizei und werden Bild ins Aunsteriane Sieden Monale Gefängnis für einen allen Meckerer Coesfeld. Vor den Schranken des Sondergerichts stand der 70jährige Andreas Z. aus Dülmen, Bauerschaft Welte. Er war früher Tscheche. Angeklagt war er wegen Vergehens gegen das Heimtückengesetz. Trotz seiner 70 Jahre ist er ein unverbesserlicher Meckerer und Nörgler. Geradezu ungenießbar ist er. wenn er dem Alkohol zugesprochen hat. Vor Gericht backte er ziemlich kleine Brötchen. Er suchte durch allerlei Redewendungen seine Beleidigungen abzuschwächen. Die Zeugen sagten aber anders aus. Das Urteil lautete entsprechend dem Antrage des Staatsanwaltes: Gesamtstrafe von sieben Monaten Gefängnis unter Anrechnung von 35 Tagen Untersuchungshaft. Von der Hochspannungsleitung gelötet Billerbeck. In der Bauerschaft Hamern ereignete sich ein tödlicher Unglücksfall. Der Schülert Karl Robert: kam einer beschädigten Hochspannungsleitung zu nahe. In seiner Unwissenheit berührte er die Leitungsdrähte: und konnte sich dann nicht mehr von ihnen befreien.s Leider kam die Hilfe zu spät. Wiederbelebungsversuche, Ehrenpalenschaft des Führers Olfen Für das neunte Kind Antonia der Eheleute: Dieb stieg durch den Kellerschacht ein und entwendete einen im Luftschutzkeller stehenden Koffer der Hausgehilfin, in dem sich deren gesamte Kleidungsstücke und Schuhe befanden. Da der Dieb mit dem schweren Koffer nicht durch den Schacht hinausgelangen konnte, hat er ein anderes Kellerfenster geöffnet und ist durch dieses nach draußen entkommen. Bei der Arbeit vom Juge ersaßt Hamm. Beim Überqueren der Gleisanlagen im Hammer Bahnhof wurde der Arbeiter ter Elze von einem heranfahrenden Zuge erfaßt. Der Mann konnte sich nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen und wurde auf der Stelle getötet. zur Durchführung dieser Aufgaben mit polizeilichen Ausweisen ausgestattet. Die Zahl der haupt= und ehrenamtlichen Bauberater im RLB wird erhöht. Diese RLB=Bauberater haben außer den ihnen auf dem Gebiet des baulichen Luftschutzes übertragenen und noch zuzuweisenden Aufgaben die Pflicht, mit den für die hygienische Aufsicht über die Luftschutzräume und die äztliche Betreuung der Insassen von Luftschutzräumen zur Verhütung von Krankheitsübertragungen bestellten Aerzten eng zusammenzuarbeiten. Die Ausbildung der RLB=Amtsträger ist zu verstärken. Im Bereich der Selbstschutzmaßnahmen wird angeordnet, daß zum Luftschutzwart die geignetste Persönlichkeit der Luftschutzgemeinschaft zu bestellen ist. Bei hiernach notwendigem Austausch sind in erster Linie solche männlichen Personen vorzuschlagen, die durch ihre Eigenschaften und Stellung in der Luftschutzgemeinschaft die Gewähr für richtiges Handeln bieten. Hierbei kann auch auf Politische Leiter der RSOAP, Wehrpflichtige, Beamte und Behördenangestellte zurückgogriffen werden. Gleiches gilt auch für die übrigen Selbstschutzkräfte. Eine entsprechende Aenderung der gesetzlichen Vorschriften ist in die Wege geleitet: sie ist jedoch zur sofortigen Durchführung dieser Maßnahmen nicht abzuwarten. Soweit ausscheidende Luftschutzwarte, insbesondere Frauen, ihren Dienst angemessen versehen haben, sind sie zu Vertretern des Luftschutzwartes zu bestellen. Die Berufung zum Luftschutzwart geschieht gleichzeitig mit der polizeilichen Heranziehungsverfügung durch die Poliset.„ I 4ur.R Et Sm Unrih. Der Erlaß stellt dann fest, daß der vorschriftsmäßige Luftschutzraum immer der sicherste Aufenthalt bei Luftschutzangriffen ist. Entsprechend der Weisung des Führers ist es daher Pflicht bei Fliegeralarm sofort den Luftschutzraum aufzusuchen. Es wird erwartet, daß die Bevölkerung diese Vorschriften befolgt, ohne daß es notwendig wird, mit Strafen einzugreifen. Die eingeteilten Selbstschutzkräfte müssen schon bei Fliegeralarm den Luftschutzraum aufsuchen. Dadurch wird ihre Aufgabe nicht berührt, erforderlichenfalls nach Angriffen sich durch Rundgänge über Feindeinwirkungen. z. B. Brandbomben, Zündmittel zu unterrichten. Anträge auf Feststellung von Sachschäden und auf Vorschußzahlung sind bei den Bürgermeistern einzureichen. Nach zahlreichen Erfahrungen sind, wie der Erlaß abschließend feststellt, viele Luftangriffe zweifellos auf schlechte Verdunkelung zurückzuführen. Die von der Polizei mit der Ueberwachung der Verdunkelung beauftragten ROB= Amtsträger und die Luftschutzwarte haben daher der strengsten Befolgung der Verdunkelungsvorschriften besondere Beachtung zu schenken. Abgesehen von der Verdunkelung der Wohnhäuser, namentlich der Fenster. Treppenhäuser und der Hofund Hintersenster, gilt dies auch besonders für Krankenhäuser. Auf die neuen Bestimmungen über die Verwendung von Blaulicht wird ausdrücklich hingewiesen. Sauerländer Marmor für Großbauten Dritten Reiches! Grevenbrück. Es darf als bekannt vorausgesetzt werden, daß Schwefelkies, Schwerspat, Eiseners aus dem Saueklande in der ganzen Welt bekannt und geschätzt sind. Nur wenige aber werden wissen, daß auch der sauerländische Marmor hervorragende Verwendung bei den Großbauten des Dritten Reiches findet. So findet man zentnerschwere Blöcke von„Lennestein“ und„Heldener Rot“ jetzt bei den Großbauten in München. Nürnbera und Berlin. Auch die Tür zum Arbeitszimmer des Führers und das Portal in der neuen Reichskanzlei sind mit schön geädertem Marmor des Sauerlandes verkleidet. Maler Franz Hecker wurde 70 Jahre alt Osnabrück. Am 15. November beging Maler Franz Hecker im Kreise seiner Freunde seinen 70. Geburtstag. Die Stadtverwaltung ehrte den Siebzigjährigen durch die große Ausstellung seines Schaffens im Schloß, die einen außerordentlich starken Besuch erfahren hat. Oberbürgermeister Dr. Gaertner überbrachte dem Maler des Osnabrücker Landes in seiner am Schölerberg gelegenen Villa die Glückwünsche der Stadtverwaltung. Bekannter Landesgeologe gestorben Emden. Im Alter von 67 Jahren starb hier der durch seine grundlegenden wissenschaftlichen Arbeiten weit über Ostfrieslands Grenzen hinaus bekannte Landesgeologe Konrektor a. D. Dr. h. c. Dodo Wildvang. Noch bis vor wenigen Monaten hat er sich in echt ostfriesischer Zähigkeit seiner Lebensaufgabe, der Erforschung der Geologie Ostfrieslands, gewidmet. Zehn Jahre Zuchthaus für einen Raufbold Schwelm. Vor einiger Zeit wurde ein junger Fahrlehrer der Motorsportschule Schwelm nach einem nichtigen Wortwechsel in einer Gaststätte in der Kölner Straße von dem vielfach vorbestraften Heinrich Böhmer kurzerhand mit einem Messer so schwer gestochen, daß der Fahrlehrer bald darauf starb. Böhmer stand jetz wegen gefährlicher Körperverletzung mit tödlichem Ausgang vor Gericht. Er wurde zu einer Zuchthausstrafe von zehn Jahren und zu zehn Jahren Ehrverlust verurteilt. Zorleitwlälungerr=En Haurer Bauern und Landwirte, stallt Ferkel auf und dämpft Kartoffeln ein! Nach der im September durchgeführten Schweinezählung hält sich die Entwicklung der Schweinehaltung im Rahmen der ernährungswirtschaftlichen Erfordernisse. Es gilt jetzt, den derzeitigen Umsang des Schweinebestandes zu erhalten und fortzuentwickeln. Die Möglichkeit dazu gibt das günstige Ergebnis der diesjährigen Kartoffelernte, die für Großdeutschland ohne die neuen Ostgebiete auf 58.9 Millionen Tonnen und mit den neuen Ostgauen Danzig=Westpreußen und Wartheland auf rund 70.1 Millionen Tonnen errechnet wird. Ein Teil dieser Ernte wird zweifellos für Speiselartoffelzwecke abgezogen werden, doch wird diese Menge selbst unter Berücksichtigung der im Kriege gesteigerten Anforderungen nur gut ein Viertel der Gesamternte erreichen. Für die Versorgung der Kartoffelverarbeitungsbetriebe, deren Erzeugnisse für die Ernährungswirtschaft ebenfalls wichtig sind, wird außerdem eine bestimmte Menge beansprucht werden. Der Uoousomoeemm Buntes Weltgeschehen uuon Millionen Schweine weitaus größte Teil jedoch bleibt übrig für einen ernährungswirtschaftlich nicht weniger wichtigen Zweck, für die Verwertung im Futtertrog. Ein Vergleich des Schweinebestandes mit der Kartoffelernte zeigt der Landwirtschaft, welche Möglichkeiten gegeben sind, die Ernährungswirtschaft auch auf diesem Teilgebiet im zweiten Kriegsjahr erfolgreich fortzusetzen. Die Pflicht der Bauern und Landwirte ist es, hieraus nun für ihre Betriebe die notwendigen Folgerungen zu ziehen und die in reichlichem Umfang vorhandenen Kartoffeln in verstärktem Maße der Schweinehaltung zuzuführen. Aus diesem Grunde sollte bereits jetzt in größerem Amsange mit dem Eindämpfen begonnen werden. Auf jeden Fall ist der Schweinebestand durch Aufstellung von Ferkeln, die reichlich vorhanden sind, zu ergänzen. Alle Vorstellungen über eine weitergehende Verwertungsmöglichkeit der geernteten Kartoffeln als Speisekartoffeln sind mit den tatsächlichen Verhältnissen nicht vereinbar. Im Sinne der jetzt notwendigen Fortentwicklung des Schweinebestandes sind bereits für.5 Mastverträge zur Verteilung Die unvergessene Geliebte gelangt, denen in Kürje weitere Verträge für rund 900000 Schweine folgen werden. Neben den s im Rahmen der Mastverträge zur Verteilung geslangenden Futtermittelmengen wird gegenwärtig ferner eine gewisse Menge Futtergetreide und Zuckerschnitzel frei verteilt. ! Eins darf natürlich durch die hier dargestellte sich ein Kund#.i Zielsetzung, den Schweinebestand zwecks ausgegliche15 Millionen für Manieure, 17 Millionen für einen Schienenwag kregzg, stellte sich em Dung mn zner Fleischversorgung zu erhalten und zu vermebSsebeug., D zag.—d) kand viel die Blondfärtung, der Haare, 18 Milligen für Geschs= sebhastem Gzebell dem Fahrzeng in den Wez. 1, Pchiren, nicht beieinträchtigt werden: das Verfütteie en eronengve) Die Heiden Leute masag und 15 Millonen Dolar für Dauerwellen aus, der Fahrer den Mogen auhel, um dos Tier,ug2,Jrungsperbot von Proigetreide. Aus der Landesbauernschaft Westsalen Münster, 17. November. Nach Bekanntgabe der Landesbauernschaft Westfalen wurden zu Ortsbauernführern ernannt: Bauer Johann s Peter Lubeley=Müllev in Weringhausen zum Banta Stosanovie war vor Jahren ein auffallend Witzel, as besesche baic e ai. Sunsähsäisen ie 941s Vereinigten Staaten ausgegeben werden, ist nicht mögllch. Die täuschende Nachahmung Wertz. In Wertherbruch wurde die Leiche einer 60= Skeiten und Tränen brach sie völlig mit Rista und heibis 65jährigen unbekannten Frau aus der Issel geborgen. sratete bald darauf den um vieles älteren, aber wohlIrgendwelche Anhaltspunkte, die über die Personalien shabenden Petar Stevanovic. Sie wurde Mutter und Auskunft geben könnten, wurden bei der Leiche nicht sführte an der Seite ihres Gatten ein ruhiges und zuausgefunden. Ob Unglücksfall oder Seibstmord die sfriedenes Leben. Obgleich seit ihrer Heirat schon ge: Um die Jahrhundertwende besaß der Florentiner Todesursache it, muß die Untersuchung ergeben. fals sieben Jahre vergangen waren, vermochte Pito Schriftsteller Jarro einen großen Einfluß in Italien. 40 Jahre im Schuldienst. kdoch nicht seine Geliebte zu vergessen. Sein Groll -ee ie..— Krichtete sich hauptsächlich, gegen Bantas Gatten, und er Stromberg. Schulrat Schmalohr überreichte dem sheschloß, ihn, den er als den Unheilstister ansah, aus Rektor Thiering das Treudienstehrenzeichen in Gold, 5hem Wege zu räumen. Dieser Tage begegnete er ihm Im Sommer dieses Jahres stand Rektor Thiering: Soiort siel er über ihn her und versetzte ihm so 40 Jahre im Schuldienst. Von diesen 40 Jahren hai zwuchige Hiebe, daß Petar blutüberströmi zu Boden er 33 Jahre seine Krafi und seine ganze Persönlichkei zsank. In bewußtlosem Zustand wurde er, der jetzt 60 der Gemeinde Stromberg, vor alem der Stromberger! Hahre zählt, ine Krankenhaus geschafft. Die Arzte Jugend gewidmet. Lzweiseln an seinem Auskommen. Rista Moravee wurde Mit dem Schlehapparat sich selbst schwer verletz!„verhaftet. Wiedenbrück. Ein Hausschlachter, der in Wester=I 888 44en piehe, ein zur Schlochtung bestimmtes Schwein, mit dem Kostspielige S4h# Schießapperat betäuben wollte, bekam das Schußwerk= Der Newyorker Korrespondent des stattstischen zeug nicht zum Auslösen. Als er den Fehler nachsehen ztralbüros in Stockholm macht geradezu erstaunliche Mit= nachahmen ko wollte, ging der Schutz unvermutet las und der Volzen steilungen üder die Ausgaben, die die Amerikanerinnen ging sofort die Sonne aufi“ drang dem Hausschlachter in die Hand. Infolge einer joder vielmehr ihre Ehemänner machen, um die Reize Schäferhund reitet einer Jamille das Ceden Blutvergistung, die im Anschlußz daran austrat, muhte Zihreg Außeren zu erhalten oder wenn es möglich ist zu S4 der Aim amputiert werden. vermehren.„Schön sein um jeden Preis“, das ist die Auf eigenartige„Weise verdankte eine Ein gemeiner Einbruchsdiebstahl 5Parole der die Bewahnerinnen der Vereinigten Staaten Familie einem Schäferhunde das Leben. Ein InduOrtsIn den Zoologischen Garten von Chikago sind jetzts bauernführer der Ortsbauernschaft Weringghausenei Rögel, ein Männchen und zwei Weibchen, ge: Bamenohl(Krs. Meschede): Bauer Wilhelm Schulze einer außerordentlichen seltsamen; zur Heide in Verwicke zum Ortsbauernführer der Ortsdie in der alten Geschichte Ameki=5 bauernschaft Verwicke=Stocklarn(Kre Soest): Bauer olle gespielt, dahen. Man hat sie vors Heinrich Großelümern in Batenhorst zum Ortsbauerndrei Vögel, kommen, die von Italien. Schönheit sind und die sich auf drolige Weise, asg gr, zines Tages mit einer einiger Zeie,. g, Bad wnon Suldest, uh, st, erregien. les führer der Orisbauernschaft Batsenhort Jünger Rimrode erzählten sich die abenteuerlichsten amerika schickte, un diese Gediete nach ihnen durchsor; zum Ortsbauernführer der Ortsbauernschaft Ebbesloh esgrechzen deren seiber mner maehr sahfreiche Gmppe der Vöigel im Rordpesen von Guo: Mi der Führung der Geschste ale Sesce ece ece chice oshie ie i. iei i n i. s e se e Vögel in dichten Scharen herbeilockt.“— Da mischte sich Jarro ein:„Das ist noch gor nichts. Ich hatte einen Freund, der das Kröden des nachahmen konnte. Wenn, lelomerikos, Quetzaleouatl, abgeleitet ist und der heute Schulte Uhlenbrock in Börste bei Recklinghausen; als des Hahnes ungemein kznstool den Woppengoge, Guatemalas darstellt; auch die Böh: Ortsdauernfichger der, Ortsdaurxpschatteg: Wortzehe,. inn er es om Abend 1a1, dann rungseinheit des Landes wird nach ihm denannt. Aus Arnsberg) Bauer sus1: der Zeit der Azieken liegen Berichte über ihn vor, nach Dortmund=Syburg #2. Oeg. Fehern des Duetal al Schmuck für dies Soburg, Westerkap; vermehren.„Schön sein um jeden Preis“, das ist die„ Auf eigenartige„Weise sPardix, der die Bewöhnerinnen der Vereinigten. Staaten Famine einem Schaferhugbe dus Erven. e sgehorchen, und so geben sie 6 Millionen Dollar jähr= strieuter hatte mit seiner Frau und seinen beiden Kin= guereißen konnte. in hause des Dr. Schlüter, Bockelweg, ausgeführt. Ein zlich für die Haarpflege, 13 Millionen für kosmetische dern eine Autofahrt unternommen. Bevor die Straße Freiheit gelassen Theodor Steinrücke in Warstein, nag Dortmund=Syburg Bauer Wigigreß ir„Oosrrag. denen die Federn des Quetzal als Schmua für die; Syburg, Westerkappeln(Kre. Lecklenpurg) Bauer Wil alten Stammeshäupter gebraucht wurden, da aber die helm Twiehaus in Westerdeck bei Westerkappeln. Vögel„labu“ waren, dursten sie nur lebend gefangen Die Berechtigung zum Führen der Bezeichnung werden, damit man ihnen die langen Schwanzfedern; Ortsbauernführer“ wurde den Bauern Theodor Stei Dann aber mußzten sie wieder in rücke in Warstein und Willy Braß in Dortmund=Sydu Verteilt.