der deutschsprachigen Presse.. — er Münster prüngliche Anlage i# Das Bauwerk aber durch und gibt opisch lliges Gebilde ad, dg Ideen vertraten und bis sief in die Goui berscht in allen Schs. höchste Bewunderung in Deutschland gedau ritt für die Senkrechte ion Stöben soll dieser einer der vielen Bau. [eden, vielleicht ober führt bein Werk sor, esonders im Turmbau. Kklichte. Er war nicht ihre Arbeit am Mün.eines großen Werkes, rschmolz das Ganze zu Zeugnts ablegt für den eine Macht der Weli Kh. lhecken bestraft en sich vor dem hiesigen egen das„Gesetz zum worten. Der eine der dstrafe verurteilt, der daß er aus besonderen as Whw. erk wird ein Reit= und bereitet, das noch in surchgeführt wird. Die ter Beteiligung der im eiten bereits in Angriss in Erkeln vor einiger Zeit wurde Erkeln im Rethegan Der Jungbauer„ Josef es Steinmesser. Dieser mn Fund. Er fand auf teres Steinmesser von halb Zentimeter Breite. agegen jat einen gleich rzeit. Am Saum des ir einen auch gut ern0). Das Steinmesser 000 Jahre vor unserer mwirtel aus der Zeitn bedeutsamen Funden Zeit längst eine starke itgefunden haben muß. hen Schule in Soest e Schule in Soeft, die dung der westfälischen andvolkes Vorbildliches onat auf eimn Jubiscun Anstalt der 50. Lehrsind bier viele tausend ste für ihre große Aus* Scholle herangebildet henherz Mmen Papierfabrik wurde im egt., Sehr viel später in Westfalen. Es ist zsenmühle“ in Westo, segründet wurde. Ihr Bekenntnisse übergetreLimburg a. d. Lahn, olland gelernt. Heue singhaus, Inh. Maste“ ner die zweite Papien d es im Amte Hemer siersabriken, von denen bestehen. vteanten en Unglückskall kam lena und Nachrodt. In agen des Großhändlers asungsmauer der Ter Um den Wagen wieder rißz der Fahrer das er regennassen Straße artoffeln deladene Won rechten Winkel über Mm der deutschen Fase die Heimat durch war Schild er und Kind. M Bäumen hindurch direkt rer, der 61jährige S. des Wagens herausgevonzutragen. Im Worige Bruder des S. der id der 29jährige K. aus 1g in den Fluten der od fanden. rung in Borken vemder, wird von der erwertungsgenossenschoft dem Platz neben den rung durchgeführt. Inhochtragende und frisch ustrieb. Damit die, Gebeschaffenheit der Tiert trenge, amtstierärztliche Eutersehler vorgenonum Tiere, welche in der id gute Leistungen aufdürste die Versteigerung Landwirte ein Anrei Milchtiere zu erwerben, Westfälische ProvinzialG. m. 5.., Münstek 0 in Osnabrück ichtviehversteigerung nd etwa 250 Tiere ge“ „mehrere bochtragende Bullen und 155 hochle auf„Bazillus und Abkalbeschaden perKatalge für diese Verdie Geschäftsstelle der ast e. V. Osnabrüc, Ate erlauf: In allen Goigs 46—465, b) 41.-— 42.—445, b) 40—403 445, 5) 39—405.).9 45-455, B) 41—½½ r. Sonderkl.—, anb 148, d 2d-28. Lonl,. .51)—. b2) 48-31.6 4. B 34--40, 8).75 305, 2) 545, d) S 96-57 B. 22) 515. U. „„ eigene Vertretungen TrrlssssrrrherVelrgeoyrr secgt in Sagetunrkend Ahaus: van=Delden=Straße 6, Fernsprecher Nr. 450: Adlen: Adolf-Hitler=Straße E5, Fernsprocher Nr. 441: Bechels: Realschulstraßze 14. Fernsorcher N. 3247: Vorten: Kapuzinergass4 Hernsprecher Nr. 121; Vorodors: Emodenene: Straße 6. Fernsprecher Nr. 214; Burgsteinfur: Lindenstraße 73 Fernspeecher Nr.212: Coeofeld: Hindenburgplaz 4 Fernsprecher Nr. 394; Dülimen: Adolf=huler=Straßze 55, Fernspecher Nr. 576; Emodenen: Mänsterstraßze l. Herasprecher Nr..6; Greven: Münsterstaßel, Hernsprecher Kr. 225; Gronam: Khols=Hüler=Sir. 30. Fernsprcher Nr. 20; Jovenbüren: udolf= Hitler= Str. 7. Zernsorecher Nr. 34): Leugerich: Adol=Hitler=Plaz 11. Zernsprcher Nr. 516; Lädinghausen: Mark, Fernsprecher Nr.33; Ochrrup: Bahnhofstr. 15, Fernspeecher Kr. Ab; Rheine: Lahnhofstr. 2. Jarnsprecher Ne. 2452: Warendort: Onstrade 24 Fernspracher Nr. 311: Wderne: Kircholaz a. Fernspercher Nr. 114 AMITLICHES ORGANDESGAUES WESTEALEN-NORD DERNSDAP UNDSANITLICHERBEHORDEN Verlag und Oauptgeichäfsenelle: Bänfter t.##., Oeinztpalmartt 13/14, Fernspepch-Sammel-Nr. 24231. Haupe. schriniettung: Münster t. B. Gallizinstr. 14. Bezugoprete: Ansgabe à.10 MM, Ausgade 8(mut Unstrerte Wochenschan).35 RM monatlich emscl. Zustellungegedühr und Versandtosten, vel Bostbezug ensat 245 di 23 Npl. im Durchschuin 24.25 Kpf.) Bostzettungsgedühren zuzüglich 42 Rpl. Bestelgeld. Die Westjälische Tageszeiuung erscheim Imnal wöchentt morgene Anzeigen: Las um döte 2 mm bert kosten 15 Pof. fe Hamiltenanzeigen 10Rot. für Sielen gesuche 10 Rof. Nachlatz nach Preististe Erfichunggon Münster. M Tenanzeigen: Das wm.30 KM, deteiner Soalienbreite von 72 mm. Gellagen: Preis für 1000 Gellagen dit m. 20 Cramm 1300 R M. bis zn W Gramm 15.0 m M. dis me io Gum 700 ui ehn Raclsfe Nür Batriaansgeben bsenbens Vricligemn Borichesronset R oln Nr. 41 1: R. Schrung Denstag, den 12. Rovember 1940 Rummer 1 Ohne Unterbrechung Jahlreiche wirkungsvolle Angriffe auf kriegswichtige Ziele in Süd= und Ost=England Berlin, 11. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Bergeltungsslüge aus Condon wurden am 10. 11. und in der Nacht zum 11. 11. ohne Unterbrechung sorigesetzl. Außerdem wurden in Süd= und Ost= England am Tage zahlreiche Angrisse auf kriegswichlige Ziele gefährt. Jn den Häfen von Berhill, Hastirgs. Dover, Clacton on Sea und Greai Parmoulh gelang es, Lagerhäuser und Verkehrsanlagen, in Eastbourne. Margale, sowie an mehreren Siellen der Bahnstrecke Ipswich— Norwich Gleisanlagen und in Chatham ein Industriewerk zu treffen. In den Truppenlagern von WestLutworth und Dungeneß zerstörten Vombentresser mehrere Baracken und Truppenunterkünste. Während der Nacht wurden Birmingham und Liverpool, sowie ein Rüstungswerk bei Grauham mit guter Wirbung dondardert. Im Seegebiel ostwäris Middlesbereugh versenkie ein Kampfflugzeug ein Haudelsschiss von 5000 BRT Jeindliche Flugzeuge warsen in der Nachl zum 11. 11. im Reichsgebiel an verschiedenen Orten Bomben, wobei an einer Stelle ein Holzlager in Brand gesetzl, an zwei anderen Stellen Hochspannungsleitungen beschädigt wurden. Weiler beschädigien seindliche Bomben zwei Bauernhöfe und ein Wohnhaus. Es sind insgesamt ein Toter, ein Schwerverletzier und neun Leichtverletzte zu beklagen. In den Lufkämpfen des geitrigen Tages wurden vier seindliche Flugzeuge abgeschossen. Fünf eigene Fiugzeuge werden vermißt. „Empreß of Japan“ Seschögt Newyork ,11. November. Nach in Newyork eingetroffenen Meldungen ist der kanadische Truppentrausporter„Empreß ef Japan“ (26 036 BRX) im Nordatlantik bombardiert und schwer beschädigt worden. Das Schiff war vor Kriegsausbruch einer det besten Dampfer auf der Route Bancouver—Ferner Osten. Es kann als Truppentransporter rund 7000 Mann unterbringen. Englandfahet- Todesfahrt Berlia, 11. November. Die der norwegischen Emigrantenregierung in London nahestehenden norwegischen Reedereikreise haben im Oktober fortgefahren, den ihnen noch zur Verfügung stehenden Schiffsraum für britsche Rechnung einzusetzen. Der deutschen Gegenblockade gegen Großbritannien sielen im Lause des Monats. Oktober auch 7 Schiffe unter norwegischer Flagge mit insgesamt 32708 BRT zum Opfer. Beim Untergang dieser Schiffe kamen 34 norwegische Seleute ums Leben. Rebeitsdienst für Enoländer! In Wirklichkeit reichten die Aufräumungskräfte bei weilem nicht mehr aus Von unserem.-st.-Berichterstatter Stockholm, 11. November. 50 000 Arbeitslose, Pioniere, Heimwehrleute, Mitglieder freiwilliger Hilfsorganisationen und arbeitslose Bergleute aus Südwales tun ihr Möglichstes, um die Straßen Londons wieder frei zu machen und um wenigstens einigermaßen wieder Ordnung in das äußere Bild der Stadt zu bringen. Aber alle Bemühungen bleiben vergeblich. Von Tag zu Tag wächst dieses Heer der Aufräumer, trotzdem können die Zehntausende mit dem Tempo der Zerstörungen nicht Schrit halten. Die Regierung hat sich daher zu einer geradezu revolutionierenden Maßnahme entschließen müssen: sie hat den Arbeitsdienst für alle jugendlichen Engländer eingeführt. Dieser Arbeitsdienst hat den Namen„Jugenddienstkorps“ erhalten. Die jungen Leute sollen jedoch nicht beruflich ausgebildet werden, oder für die Nation Arbeitsdienst leisten, wie bei uns, sondern dieses„Jugenddienstkorps“ ist auseinereindeutigen Rotlage heraus entstanden. Nach einem Jahre Krieg hat sich England also entschlossen, den deutschen Arbeitsdienst zu kopieren. aber nicht etwa um die Jugend des Landes in den entscheidenden Entwicklungsjahren körverlich zu ertüchtigen durch gesunde Arbeit für die Volksgemeinschaft, sondern aus Mangel an Arbeitshänden. Sraras Zerscinecr0•P Sechs feindliche Handelsschisse versenkt, drei weitere schwer beschädigt— Weitere Erfolge unserer Lustwaffe— Sieben englische Jäger im Lustkampf abgeschossen Berlin, 11. November Die Tätigkeit der deutschen Lustwasse war auch am Monlag von beirächtlichen Ersolgen begleitel. In den Morgenstunden grissen leichte Kampfflugzeuge London und andere kriegswichtige Ziele in Südost=England an und belegten sie mit Bomben. Im Allantik, etwa 400 Kilometer westlich von Irland, warf ein deutscher Fernaufklärer Bomben auf einen britischen Frachter von 2500 BRT und brachte ihn zum Sinken. Deutsche Sturzkampffliegerverbände überraschten im Seegebiel südostwärts Harwich einen stark gesicherten Geleitzug und grissen ihn im Sturzflug an. Dabei gelang es troßz starker seindlicher Flak= und Jagdabwehr, einen Frachtdampfer von 10.000 BRT. zwei von se 8000 BRT, einen von 6000 BRT und einen von 5000 BRT zu versenken, so daß der Gegner mil Sicherheil 37.000 BRE an Handelsschiffskonnage verloren hat. Drei weitere Schiffe wurden so schwer beschädigt, daß mit ihrem keilweisen oder, ganzen Verlust zu rechnen ist. Im Lause dieser Angrisse kam es zu heftigen Lufkämpfen. in denen unsere Jäger sieben gegnerische Ilugzeuge vom Baumuster Spitsire und Hurricane abschossen. Vier eigene Ziugzeuge gingen verloren. Geleitzüge in Nöten! Von unserem EG-Marinemitarbeiter Die Zertrümmerung eines Geleitzuges durch deutsche Stukas vor der Themsemündung ist für die Londoner Admiralität eine neue bittere Ersahrung.) Mit ernsten Sorgen muß die engliche Presse in den letzten Wochen nicht nur ein startes Ansteigen der deutschen=Bootserfolge verzeichnen, sie mußte auch feststellen, daß die Wirkung der=Voote, die nach wie vor den Löwenanteil der Versenkungen für sich buchen, durch andere Waffen ebenfalls besonders kraftvoll ergänzt wird. Dazu gehörte u. a. die Versenkung eines Geleitzuges von 86000 BRT durch ein deutsches Ueberwasserkriegsschiff weit draußen auf dem Nordatlantik, ebenso wie die gesteigerte Aktivität deutscher Flugzeuge gegen die britischen Zufuhrschiffe. In diesem Sinne mußte das Reuterbüro vor kurzem reichlich melancholisch feststellen, daß es beispielsweise gegen die wirksame Tätigkeit deutscher Fernbomber im Aklantik auf Entfernungen bis zu 500 Kilometer westlich von Irland bisher kein Gegenmittel gibt. Der neueste Fall ist jetzt die Bombardierung des Schnelldampfers„Empreßof Japan“, der derselben kangdischen Reederei angehört, wie die kürzlich im Zusammenwirken von Flugzeugen und=Booten vernichtete „Empreß of Britain“. Auch die„Empreß of Japan“ ist mit 26.032 BRT einer der ganz großen Schiffsriesen des Fahrgastdienstes auf dem Nordatlantik. Es ist ein Turbinendampfer von fast 200 Meter Länge, der als Transporter mehrere tausend Soldaten befördern kann. Der Brand, der auf dem Schiff durch die schweren Bombentrefser verursacht worden ist, wird den riesigen Transporter mindestens für längere Zeit verwendungsunfähig machen. Die Art und Weise, in der die britische Admiralität um diesen Erfolg eines deutschen Fernbombers herumredet, zeigt besonders deutlich, wie unangenehm ihr die Fluozeugtätigkeit im Atlantik ist. Die deutsche Lustwaffe trifft aber auch unmitteldak vor den britischen Häfen den seindlichen Seeverkehr durch harte Schläge. Bei einem Angriff im Seeraum von Harwich haben die Stukas eine Reihe von Dampfern mit insgesamt 37000 BRT versenkt und weiteren erheblichen Schiffsraum beschädigt. Damit haben die Erfolge unserer Stukas, die bereits in den letzten Tagen gegen englische Handelsschiffe zu verzeichnen waren, eine neue Steigerung erfahren. Die Wirkung der deutschen See= und Luftkriegführung im Dienst der iatalen Blockade vereinigt sich in solch erfolgreicher Weise, daß englische Zeitungen, wie der„Manchester Guardian", wörtlich schrieben, die deutsche Gegenblockade gegen England sei schon fühlbarer als im Weltkrieg“. Aber sie wird noch weit fühlbarer werden, darauf kann sich Churchill verlassen, denn die deutsche Kriegsmarine und Lustwaffe haben noch keineswegs den Höhepunkt ihrer Wirksamkeit im Handelskrieg gegen jenes England erreicht, das vor einem Jahr in dem törichten Glauben den Krieg entfesselte, es könne Deutschland durch Blockade auf die Knie zwingen! „Schutzwall statt Thronhimmel“ „Stiller" Amtsantritt des neuen Lord-Mayor von London Berlin, 11. November. „Ruinen begleiten die Prozession des neuen LordMayor durch die City. Hüte aus dem 17. Johrhundert und Stahlhelme Modell 1940, Schutzwall statt Thronhimmel“, mit diesen Schlagzeilen umreißt der Londoner Berichterstatter von„Spenska Dagbladet“ den Amtsantritt des neuen Lord=Mayors von London. Die schwere vergoldete Karosse habe zu Hause bleiben müssen. Die vier Ordonanzen in Uniform und Sturzhelm hätten auf dem Motorrad das Auto des LordMayors begleitet. Die traditionelle kilometerlange Prozession sei unterblieben, es habe keine Bedienstete in gepuderten Perücken und blauen Plüschröcken gegeben, auch hätte kein Thronhimmel vor der Tür der Guildhall gestanden, anstatt dessen hobe man dort einen Schußzwall aus Ziegelsteinen aufgebaut. Die bescheidene Prozession habe den kürzesten Weg zu den Law Courts eingeschlagen und nur eine geringe Zohl Zuschauer habe sich versammelt. Das Bankett des LordMayors mit der Rede des Premierministers habe wie gewöhnlich stattgefunden, obgleich man alles auf die Mittagszeit verschoben habe. Zu dieser Zeit so meint der Berichterstatter von„Svenska Dagbladet“, könnten nämlich deutsche Bomben nicht so leicht zum Hindernis werden. „Verniähtel Kaliner, Fraden uns Kinder Britischer„Pfarrer“ verlangt erneut Bombardierung des Kölner Domes und der Peterskirche Berlin, 11. November Seit der berüchtigte Reverend Whlpp die Auscoltung des deutsches Volkes verlangt hal, ist es in England nicht mehr still geworden von ähnlichen bintrünstigen und wieklichkelfssremden Forderungen. Die „Daliy Mal“ vom 29. Otlober enthält wieder eine Außerung echl englisch=„chriftlicher“ Gesinnung. Der Pfarrer Colkan ans Wolton setzt sich in einer Juschrift an das Blatt für Bombardierung des Kölner Domes und der aus dem Boden des sonveränen Kirchenstaales besindlichen Peterskleche in Rom ein. Der sellsame beistsche Gollesmann fordert zum Schluß seines haßgesanges ausdrücklich die Veraschtung von Minners, Jrauen und Alrbern. Wir nageln= auch diese Ausgeburt der britischen Untergangstimmung fest. Es ist nur eine neue zu vielen anderen, die uns bereits restlose Klarheit verschafft haben über den Geisteszustand in diesem überalterten England, das sich anmaßte, die Welt zu beherrschen und nun vor dem Abgrund steht. Irrsinniger Haß, Wut und Verzweiflung über das Fehlschlagen aller Pläne, mit denen man die aufstrebenden jungen Völter durch eine„bequeme“ Hungerblockade niederschlagen zu können hofste, spiegeln sich in solchen Außerungen. Jedoch, England muß sich gesagt sein lassen: Wir sind gewappnet! Der briütische Terror zersplittert an der scharsen deutschen Wasse. Jede brütsche Molotow heute vormittag in Berlin Am Montagabend auf deutschem Gebiet eingetroffen Beelin, 11. November. Der Vorsitzende des Rales der Volkskommissare der UdS SR und Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten, W. M. Molosew, der, wie gemeldel, am Sonntag abend Moskan verlassen hal, um sich auf Einladung der Reichoregierung nach Bersin zu begeben, wied am Dienslag vormitiag in der Reichshauptstadt eutressen. Der Volkskommisor wird am Bahnhes von dem Reichom nister des Auswärligen von Ribbentreg empfangen werden. Am Montag abend kraf Außenkommissar Meletem mit den Herren seiner Begleitung und dem denischen Botschafter in Moskau. Gras von der Schulenbu tg, auf denischem Geviel in Malkinla ein. Deri wurde er von dem deusschen Ehrendienst, dem Chef des Protokolls, Gesandten von Doernberg, dem Siadslelter des Verbindungsstabes des Stellvertreiers des Jührers, 4t-Oberführer Steuger und Kopilän zur See Steephasins begrüßt. * Molokow. seit 1930 Präsident des Rates der Volkskommissare und seit der Entlassung Litwisow; auch Leiter des Volkskommissariats für auswä tige Angelegenheiten, gehört schon von jeher zu den engsten Mitarbeitern Stalins, dessen Vertrauen ihn auf die maßgebendsten Posten des sowjetrussischen Regimes berief. Wiaischgslam Michailowitsch Striadin — den Namen Molstow(Molot= Hammer) nahm er erst 1919 an— wurde am 9. März 1890 als Sohn eines kaufmännischen Angestellten im Gouvernement Wiatka geboren. Als 16jähriger Schüler des Realgymnasiums in Kasan trat er schon in die bolschewistische Partei ein, in der er einer der aktiosten Vorkämpfer der Revolution wurde. Aus diesem Grunde mehrsach verhastet und verbannt, gelang es ihm ober doch immer wieder, den Häschern zu entrinnen und illegal weiter zu, wirken. Während seines Studiume an der Polytechnischen Hochschule in Petersburg lernte er Lenin kennen, der ihn zur Mitarbeit an der 1912 zum ersten Male gls sozialdemokratisches Organ erscheinenden „Prawda“ heranzog, an der auch Stalin tätig wor. Seit dieser Zeit datieren die engen Beziehungen Molotows zu dem Mann, der das Erde Lenins antreten sollte. Nach dem Studium mußte Molotow zunächst in die Provinz, wurde jedoch 1921 als Sekretär des Zentralkomités der kommunistischen Partei nach Moskau derufen. Drei Jahre später wurde er Mitglied des Politischen Büros und gelangte damit in den Kreis der ausschlaggebenden sowsetrusischen Führer. 1928 zum Sekretär des Moskauer Parteikomités ernannt, war er infolge seiner Ersahrung auf innenpolitischem und wirtschaftlichem Gebiet nach dem Abgang Rykowe im Jahre 1930 der gegebene Mann für das Amt eines Präsidenten des Rates der Volkskommissare in dem ihn Stalin wiederholt bestätigte. Im Mai 1939 übernahm Molotow gleichzeitig das Außenkommissarigt, als dessen Chek er die neue Ausrichtung der rusischen Außenpolitik verwirtlichte. Sein setziger Staatsbesuch in Berlim st die erste Auslandereise Molotowe überhaupt. Untat wird tausendfältig vergolten, und es wird nicht mehr lange dauern, bis sich die Unsinnigkeit und Gefährlichkest solcher Wutausbrüche erwiesen ha: Sensationelle Anklage sesgen Seopabrocc Das Geheimnis des torpedierten Kinderdampfers gelüstel? Slockholm, 11. November. Als einziges Blatt von allen Londoner Zeitungen berschtei der„Dallp Herald“ von einem höchst merkwürdigen Vorsal, nämlich über die Anzeige eines gewissen William Jones aus Bournemouih gegen Lord Begverbrook. Jones habe, so meldele das genannte Blat, Lord Beaverbrook bei den englischen Pollzeibehörden beschuldigt, der Leiter einer geheimen Verbrecherbande zu sein, die sogar über private .Boole verfüge. Er und seine Leule seien veranlwortlich für die Torpedierung des britischen Schisses im Allanisk im Seplember 1940, das 89 britische Kinder an Bord halle. Nach dieser sensationellen Anzeige sei nun nicht eiwa, wie das Blatt sortfährt, Anklage gegen Lord Beaverbrook erhoben worden, vielmehr leitete die Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen Beleidigung gegen Jones ein. Beim ersten Verhör erklärte dieser jedoch, er bleibe bei seinen Angaben und habe alle Einzelheiten der Hauptpolizeikommission von Seotland Pard mitgeteilt. Als man ihn fragte, ob er sich der ungeheuren Tragweite seiner Angaben bewußt sei, erwiderte Jones ruhig und fest:„Wasich sag; ist wahr, ich kannes beweisen“. Der Prozeß gegen Jones soll in allernächster Zeit, wahrscheinlich sedoch in geheimer Sitzung durchgeführt werden. Wie gesagt, bemerkenswerterweise berichtet lediglich der„Daily Herald“ diese höchsteigenartige Geschichte, auf deren Ausgang man gesonnt sein kann. Nur ist zu befürchten, daß man die Fortsetzung kaum erfahren wird. Denn sollten sich die Behauptungen des nunmehrigen„Angeklagten“ Jones bewahrheilen, werden die englischen Gerschte den Fall schon auf ihre Weise„erledigen“, ohne daß davon etwas in die Offentlichkeit dringt. Bei dem plutokratischen Regime ist ja alles möglich. Ein Plutokrat hackt bekanntlich dem anderen kein Auge aus. So wird wohl— wenigstens vorläusig noch— der bombastisch aufgezogene Vorsall mit der angeblich deutschen„Torpedierung“ des britschen Kinderschiffes ungeklärt dleiben. Rätselraten in London Selbst amtliche Kreise von der Reise Meleleme oöllig überrascht Von unserem.-st.-Berichterstatter Steckholm, 11. November. Die Nachricht von dem Besuch des sowjetrussischen Außenkommissars Molotow in Berlin ist für London völlig überraschend gekommen, wenn man sich auch alle Mübe gibt, den Schrecken zu verbergen. In politischen Kreisen Londons hat sofort nach dem Bekanntwerden der Tatsache ein neroöses Rätselraten darüber eingesetzt, welches der Zweck dieser Reise sein könnte. Man befürchtet allgemein, daß Molotow als Vertreter der Sowsetunion Besprechungen führen wird, die in Zusammenhang gebracht werden müssen mit der von den Achsenmächten angestredten Neuordnung Curopas, sa, daß diese Besprechungen gegebenenfalls eine Neuordnung noch weiterer Teile der Welt als nur Europas derühren könnten. Im Abrigen scheint man sich in London jetzt aber endlich darüber im klaren zu sein, daß das gute Einvernehmen zwischen der Sowjetunion und Deutschland nicht mehr gestört werden kann. Man ist sich darüber hinaus bewußt, daß dieses gute Einvernehmen zwischen den beiden Großmächten Rußland und Deutschland zwangsläufig auf die Lage im Balkan, im Mittelmeer und im Nahen Osten Auswirkungen haben wird, und man befürchtet, daß die Verständigung zwischen den großen Kontinentalmächten sogar bis in den Fernen Osten hinüberreichen könnte, und daß Rußland in den Kreis derjenigen Mächte eintritt, die bereit sind. auch aktiv gegen die Kriegspolitik der englischen Kriegshetzerklique Stellung zu nehmen. In Oopositionskreisen ist man deshalb empört, daß die britische Regierung wieder einmal durch die diplomatisch=politische Initiative der Achsenmächte völlig überrascht worden ist, und daß man wieder einmal in London vor einer vollendeten Tatsache steht. Chamberlains Tod 17 Stunden verschwiegen Von unserem ständigen Vertreter hm Stockholm, 12. November. Chamberlains Tod ist, wie schwedische Blätter auf Grund eigener Meldungen aus London enthüllen, 17 Stunden lang geheimgehalten worden. Chamberlain lag bereits tot in seinem polizeilich bewachten Landsitz in Heckfield als in zahlreichen Kirchen der Umgebung noch Gebete für seine Wiederherstellung, verlesen wurden. Die Ortszeitung veröffentlichte auch eine Mitteilung der Aerzte, wonach der Gesundheitszustand unverändert sei; in Wirklichkeit war er bereits am Sonnadendnachmittag gestorden, nicht am Sonntagmorgen, wie der englische Rundfunk behauptete, als Sonntagnachmittag die Todesnachricht freigegeben wurde. Klargewischte Sclielben Von unserer Berliner Schriftleitung Die Weltpresse steht, wie es schon so oft gewesen ist, wenn die diplomatischen Methoden einer neuen Zeit über Nacht Tatsachen von unberechenbarer Auswirkung schusen, ganz im Jeichen eines Themos: der Besuch des Vorsitzenden im Rat der Volkskommissare in der Reichshauptstadt. Dieses politische Ereignis. källt, in eine Spanne des weltpolitischen Werdens, die so vol von der Akivität und der Lebenskraft der sie gestaltenden Gedanken ist, daß es dem Geist des Gestern schwerfällt, ihren Sinn und ihr Wesen zu begreisen. Daraus erklärt sich die Reaktion der Oefsentlichkeit und in den politisch maßgebenden Kreisen jener Welt. von der uns heute äußerlich der Kanal, gedanklich und geistig eine Welt trennt. Man entsinnt sich jener Schreckenssekunde, die in Paris und London damals im August 1939 die Reaktionsähigkeit der volitischen Organe hemmte, als die erste Reise des Reichsaußenministers von Ribbentrop nach Moskau gemeldet wurde. Obwohl schon damals manche Erfolge sener blitzartigen diplomatischen Aktionen— deren politischer Auftakt in einer Weise geheim zu bleiben pflegt, wie es das in der alten Diplomatie nicht gab und auch nicht für möglich gehalten wurde— die westlichen Staatsmänner überrascht hatten, glaubte man sich doch in diesem Falle zu einem ironischen ungläubigen Lächeln berechtigt. Jenem Lächeln, das schon oft genug im Schreck der eintreffenden Bestätigung erstarrte und dann mit allem Aufwand an Fassung in das so oft genannte„Na. wenn schon.. verwandelt wurde, dem dann die Feststellung zu folgen pflegte, man habe alles vorausgesehen, sei in keiner Weise überrascht und für jede Entwicklung gerüstet. Bis in dieses Stadium ist im gegenwärtigen Falle die britische Presse noch nicht vorgedrungen. Das Begreifen der deutsch=russischen Beziehungen hat in der jüngsten Vergangenheit die alten Gehirne der Londoner Politiker vor besonders große Aufgaben gestellt. Immer wieder zeigten Reden und Gesten, Auße: rungen, Hoffnungen und Andeutungen in London, daß sich dieser Prozeß des Begreifens nicht bis zu einer Klarheit durchzuringen vermochte, die den Realitäten gerecht wurde. Man hat oft gesagt, London wolle das nicht begreifen; es ist wohl richtiger, von einem Richt: mehrkönnen zu sprechen, nachdem die wachsende Sterlität des politischen Gedankens in den Köpfen, die einst die Welt lenkten, von Ereignis zu Ereignis klor geworden ist. Dies ist die eine Wurzel der Illusion gewesen, unter deren Zeichen London in der letzten Zeit stand. Man glaubte wirklich noch an Silberstreifen— auch am östlichen Himmel. Ihre andere Wurzel zehrte von der Zähigkeit, die die dämmernde Erkenntnis immer wieder zudeckte und alles daran setzte, das Gesicht zu wahren und die Lage entgegen der erkannten Isolierung rosig darzustellen, um mit dieser Beurteilung Kraft und Vertrauen zu zeigen und es anderswo für England zu aktivieren. Aus welchen Wurzeln die Illusionspolitik auch gespeist sein mochte, ihre äußere politische Effektivität, die sa— wie das griechische Beispiel zeigt— vorhanden war, mußte immer in dem Augenblick eine Grenze finden, wo die Tatsachen überzeugend sprachen. Rußland spielte in den Londoner Andeutungen schon seit Kriegsausbruch eine besondere Rolle. Die Bemühungen des Botschasters Sir Stafford Cripps bezwecken das ebenso wie Englands Haltung in den hier und da auftauchenden Fragen der Tagespolitik und bei technischen und wirtschaflichen Anlässen. An dieser Grundlinie haben die aus der dringenden Not an Schiffsraum resultierenden Beschlagnahmungen baltischer Schiffe nichts ändern können. Immer wieder gab es in dem nachrichten=politischen Spiel der Kräste zwei Erscheinungen, die sich abwechselten: die von London stammende, gerüchtweise lancierte Meldung von irgendwelchen Eintrübungen im deutschrussischen Verhältnis und das kalte. kurze, laronische Dementider TASS. Es schien, als häfte es jeweils die Londoner Windschutzscheiben. klargewischt, aber es schien nur so. Schneller als es sonst geschieht, waren die Scheiben wieder beschlagen. Man glaubte es einfach nicht! Es konnte doch nicht sein— und es war doch! Hilferuf eines Britenkreuzere Rom, 11. November. Stefani meldet aus Tanger:„Sonntagvormittag gegen 10 Uhr wurden deutlich Hilferufe aufgesongen, die an Schiffe einer auf Fahrt befindlichen englischen Formation gerichtet waren. Man hat Grund zu der Annahme, daß die Signale von einem englischen Kreuzer kommen, der von einer stalienischen Einheit im Kanal von Sizilien torpediert wurde.“ Ein Klarm nach dem andern Heftige Tagesangriffe gegen London im Verlauf des Montag: griffen Themsemündung an —Italiener Von unserem ständigen Vertreter hw Stechelm, 12. Rovember. Die Lufilätigkeil über England war am Montag besonders lebhaft. Hierbei wird der Einsatz sialienischer Ilugzeuge erstmalig von den Engländern des näheren erwähnt, die bis dahin versucht haben, den stalienischen Ankeil an Lustoperatlionen gegen die englischen Iusein und die englische Schiffahrl als geringsügig zu behandein. Italienische Ilugzeuge beleiligten sich, den englischen Berichtes zufolge, am Montag bei Aktionen gegen die Schifsahrf und die Aseronlagen im Themsemöndungsgebiel. Condon halle am Monlag bereits bis zum Nachmittag nicht weniger als fAnf Tagesalarme. Die Davetsas wurde essendor durch zahlreiche Arisonen, die sich gegen Plähze der engeren Londoner Umgebung, rich, teien. in dauernde Aufregung und Abwehrbereitschaft gehalten. Die wurde auch selbst von Angrissen betroffen. Von einem der ersten Einsiäg wied ein Elusod oon über 100 Zlugzeugen gemeldel, die sich nach Ueberguerung der englischen Küste in mehrere kleinere Verbände teilten. 40 Jingzeuge erschienen öber Loudoner Außenbezirken und einige überslogen auch dos Innere der Stadt. Der nächste Angriss ersolgte, wie die Engländer meiden, von Südwesten der. Wöhrend des ganzen Montag hielt die Unruhe in Louden und in den Küstengebieten an. Ueberall ersolgten blitarlige Uebereaschungsaklienen. Bezeichnenderweise wird hinterdrein auch über die Nachtangriffe ein Bild vermittelt, das von den zuerst aus London verbreiteten Darstellungen erheblich abweicht. Selbst eine Neutermeldung desagt, daß die deutschen Flugzeuge so dicht und beharrlich aufgetreten seien, daß sie an einer bestimmten Stelle des Londoner Sperrgürtels mit einer Häufigkeit von einem Flugzeug se Minute die Verteidigungslinien zu durchbrechen suchten. Das Flakseuer habe vorsorglich schon vor Beginn des Alarms eingesetzt und sei heftiger erschienen als gewöhnlich. Die Angriffe gingen vor sich, während klarer Mondschein die Landschaft erleuchtete. Vergeblich möchten die Engländer glauden machen, daß die angreifenden deutschen Flieger troßdem ihre Ziele nicht genau hätten ermitteln können und daß nur in kleinerem Ausmaße militärische Ziele getrossen worden seien. Da die dieher zu Aufräumungsorbeiten in Londen eingesetzten Arbeitskräfte und Truppenabteilungen nicht ausreichen, ist jetzt eine Spezialtruppe mit herangezogen worden. und zwar 1800 Mann eines Ingenieurkoroe, das erst 1938 für besondere Aufgaden errichtet wurde und auch an den Aktionen in Frankreich teilnahm. P•. Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 12. November 1940 Westfälische Tageszeitung Britenkreuzer im Feuerorkan der Stukas Zwei englische 10000-To.-Kreuzer schwer getroffen— Dramatischer Kampf einer Stuka-Gruppe Von Kriegsberichter Rudolf Wagner dnd..., 11. November.(PK) Wiederholt grissen in den letzten Tagen deutsche Sturzkampfverbände englische Geleitzüge und Kriegsschiffe unmittelbar an der Ostküste mit großem Erfolg an. Bis tief in die Themse-Mündung hinein verfolgten sie den Gegner, um seine Schisse zu treffen und zu vernichten. Bei dem letzten Angriff gelang es sogar, zwei 10 000-To.=Kreuzer mit Bomben schweren Kalibers zu belegen, wie der Bericht des Oum kürzlich berichtele. Eine geschlossene Wolkendecke liegt wie eine Scheidewand zwischen den angreisenden Stukas und den englischen Geleitzügen, die im Dunst der herannahenden Abenddämmerung der Themsemündung zustreben. Ein gewagter Einsatz der deutschen Flieger in diesen späten Abendstunden. Nur Schneid und Können versprechen noch einen Erfolg. Der Einsatz wird von dem Gruppenkommandeur gewagt und das Glück ist mit den Männern, die alles daran setzen, den Feind in seinem Schlupfwinkel aufzustöbern und anzugreisen. Ueber Sandbänken öffnen sich plötzlich Wolkenlöcher und enthüllen den Angreifern trotz diesiger Sicht„zweienglische Kreuzer vom Dienst“, die offensichtlich in Kiellinie einem nachfolgenden Geleitzug voranlaufen. Ein Besehl ruft zum Angriff. Wieder tönt nun das Kommando:„Ran!“ Der Verband löst sich auf und stürzt aus mehreren tausend Metern durch das Wolkenloch auf die dunklen Ziele. Das unheimliche Heulen der stürzenden Kampfmaschinen reißt die englischen Kanoniere aus dem Gefühl der Sicherheit, das sich ihnen bereits bietet. Der erste Kreuzer, auf den nun der größte Teil der Angreifer in überraschendem Sturz herabrast, seuert aus allen Rohren. Wie eine lohende Feuerwand erscheint die Steuerbordseite des feindlichen Kriegsschiffes, von der aus ein unaufhörliches, zuckendes Mündungsseuer aufflackert. Aber die Kanoniere vermögen der rasenden Geschwindigkeit der vom Himmel herabsallenden Maschinen nicht zu folgen. Mit einer eisernen Entschlossenheit zielen die Stukas auf den Kreuzer, dessen Aufbauten, geschützt und umrissen im Pulverdampf der Flakwafsen, kaum mehr zu erkennen sind. Keiner der Angreiser verspürt den Feuerhagel, jeder sieht nur das Ziel. Eben noch erblickt der Flugzeugführer der zweiten Ju, die auf das Ziel herabstößt, wie die Vombe der ersten Maschine seitlich an ihm vorübergleitet. Er selbst stürzk noch weiter, um selbst wenige hundert Meter über dem speienden Vulkan seine schweren Brocken niedersausen zu lassen. Beim Abfangen dicht über dem Schiff quillt ihm die Detonationswolke des ersten Bombentreffers entgegen. Schwarz=geld türmt sich ein gewaltiger Rauchballen über dem getroffenen Vorderschiff auf. Fontänen in Weißgischt sperrten längs um den Kreuzer auf. Feyen und Trümmer klatschten hernieder. Als der zweite Angreiser tief über dem Kanal auf den Feind zu kurvt, pufft aus der Mitte des Schiffes eine neue Wolke heraus. Der zweite Volltreffer! Mit einem Schlage verstummt nun der Feuerzauber der Schiffsflak. Nur ein Geschützt versucht noch zögernd, den verderbenbringenden Sturz der übrigen Stukas, die im riesengroßen Massiv von Qualm und Rauch ein deutliches Ziel nicht mehr ausmachen können, aufzuhalten. Aber auch es schweigt bald. Bombe auf Bombe heult nun in das Zzel hinein. Gewaltige Wassersäulen erheben sich neben dem schwer verwundeten Gegner und die Sprengkraft jeder der haargenau liegenden Bomben schüttern den Koloß durch. Jetzt schlagen auch schon die ersten Flammen aus dem dunklen Rauch. Der Kreuzer brennt lichterlo h Doch nicht nur in das rasende Flakseuer sind die verwegenen Angreiser gestürzt, mitten in einen dichten Hausen von feindlichen Jägern platzen sie nach ihrem Sturz hineln. Die ersten Stukas durchbrechen im Tiefflug die gefährliche Umklammerung und huschen den „Steader gerde cha derostert Tatsachen gegen britische Verschweigetaktik— wachsend schwieriger Londons Versorgungslage Berlin, 11. November. Während die britische Illusionsmaschine weiter auf Hochtouren läuft und sie sich über die durchschlagende Wirkung der deutschen Vergeltungsangriffe mit nichtssagenden Worten vergeblich hinwegzulügen versucht, sieht sich die rauhe Wirklichkeit doch ganz anders an. Das liest man aus den Berichten neutraler Beobachter klar heraus. So schreibt der Londoner Berichterstatter des Madrider„ABC“ u.., daß die Nacht zum Sonntag eine der schlimmsten war, die in der englischen Hauptstadt jeerlebt wurde; die Gebäude seien in einzelnen Stadtteilen geradezu abrasiert worden. Wenn man dazu halte, daß der Winter vor der Türe stehe, dann könne man die Beunruhigung der Londoner Bevölkerung wohl verstehen. Der Berichterstatter erwähnt zum Schluß, daß die alte Festung Londons, der Tower, alle ihre Nordbastionen infolge der Bombardierung bereits verloren habe; das sei der Teil, in dem vor Kriegsausbruch die Kronsuwelen aufbewahrt wurden, die aber jetzt„wo anders“ hingeschafft worden seien. Eine Gotenburger Zeitung weist in ihrem Bericht darauf hin, daß die deutschen Vergeltungsangriffe sich nicht mehr in der Hauptsache auf London erstreckten, sondern ein immer größeres Gebiet umfaßten. Gleichzeitig würden aber die Schläge gegen London im bisherigen Umsang fortgesetzt. Nach der gleichen Zeitung wird die Versorgungslage Londons auf dem Gebiet der Milchlieferung immer noch schwieriger. Zwar hoffe man, wie der Bericht des englandfreundlichen Blattes beschönigend versichert, daß es sich nur um„vorübergehende Schwierigkeiten“ handelt. Doch sähen sich die Meiereien gezwungen, die Milchgeschäfte und sonstigen Milchverbraucher zu veranlassen, ihre Aufträge soweit irgendmöglich einzuschränken. Aber auch auf anderen lebenswichtigen Gebieten der Versorgung sieht es in der britischen Hauptstadt böse aus. Wie aus einer Notiz des„Manchester Guardian" hervorgeht, hat der Vorsitzende des Londoner Wasser=Wirtschaftsverbandes eine Erklärung abgegeben, wonach kein Grund„zur Panik“ hinsichtlich der Londoner Wasserversergung vorhanden ist,„das Publikum jedoch nach Möglichkeit mit dem Wasser sparsam umgehen solle". Wer es versteht, amtliche englische Verlautbarungen zu lesen, der weiß genug. Ein anderes brennendes Problem, besonders im Hinblick auf die fortgeschrittene Jahreszeit, sind die ungeheuren Glasmengen, die tagtäglich durch den Luftdruck der Bomben in London zersplittern. Die zerstörten Glasscheiben können schon seit langem nicht mehr ersetzt werden. Zahlreiche Geschäfte sind daher, wie aus einer Notiz der„Yorkshire Post“ hervorgeht, zu einem Gucklochfenster übergogangen. Die Schaufensterscheiben werden durch große bemalte Holzverschläge ersetzt, in die winzige Glasscheibchen als Gucklöcher eingelegt werden, durch die man die Auslagen betrachten soll.— Daß die Londoner Bevölkerung sich anstelle ihrer Fensterscheiben wohl ebenfalls mit derartigen Hilfsmitteln begnügen muß, interessiert das Blatt des Erzplutokraten und Modejünglings Eden natürlich bedeutend weniger. lauernden Spitfires davon. Ihre Uebermacht ist erdrückend. Von allen Seiten versuchen sie die einzelnen deutschen Maschinen zu bedrängen. Nach dem Sperrseuer der Flak verfolgen nun die blauen Streisen der Maschinengewehrgarben die Stukas. Entschlossen wehren sich die angegriffenen Sturzkampfflieder. Dicht über das Kabinendach einer Zu jagt ein feindlicher Jäger hinweg, um einen neuen Angriff anzufliegen. Während der Fliegerschütze die von hinten angreisenden Gegner abwehrt, sagt der Flugzeugführer dem nächsten eine Ladung aus seinen starren Maschinengewehren entgegen. Ein wilder Kampf tobt. Dann nahen deutsche Bäger. Im stürmischen Anflug werfen sie sich den Spitfires entgegen Sie rächen die beiden deutschen Stukas, die der seindlichen Uebermacht erlegen sind und decken den Rückflug der Kameraden. An der Ostküste Englands liegen aber zwei drennende und qualmende englische 10 000=To.=Kreuzer still, denn auch die Fahrt des zweiten ist von einem schweren Treffer jäh unterbrochen worden. Daneben beklagt der Feind den Verlust von mehreren Handelsschiffen, die in diesen Feuerorkan der Stukas hineingelaufen sind. Die letzten Sturzkampfflieger müssen auf dem Heimflug noch einmal ihr fliegerisches Können beweisen. In der Dunkelheit und im Regensturm landen sie glatt im Heimathafen, wenn auch die Reifen plattgeschossen sind oder mehr als 30 Kanonen= und Maschinengewehrtreffer an einigen Maschinen zu zählen sind. Nach diesem Großangriff kann diese Gruppe am nächsten Tage dem Geschwader allein 34 000 Tonnen versenkten Handelsschiffsraum melden. Sieben Handelsschiffe wurden ferner so stark beschädigt, daß von ihnen über die Hälfte als Verlust gerechnet werden darf. England selbst aber wird am besten wissen, ob die zwei Kreuzer, die angegriffen wurden, die Schlagkraft und Treffsicherheit dieser StukaGruppe überstanden haben. Eire wird seine Freiheit schützen Erneute Eeklärung de Valeras Von unserem ständigen Vertreter hw Stockholm, 12. November. Der irische Ministerpräsident de Valera hielt bei und zwar mit der unerschütterlichen Gewißheit eines neuen Sieges. „Messagero“ glbt einen Ueberblick über die Ereignisse der nunmehr über 40jährigen Regierungszeit Victor Emanuels III. und unterstreicht, daß der König und Kaiser in seiner staatsmännischen Weisheit im Oktober 1922 jenem Mann die Regierung anvertraute, der seitdem die Geschicke Italiens mit starker und sicherer Hand leitet. Mit unbedingter Siegesgewißheit begrüßt das italienische Volk heute den König und Kaiser, dem es seine Dankbarkeit und seine unverbrüchliche Treue bekundet. Abschluß in Tokio Die Hauplveranstaltungen der Gründungsseier des japanischen Kaiserreiches beendet Tokio, 11. Nevember. Die hauplveranstallungen der Gründungsseier des sapanischen Kaiserreiches wurden am Montag nachmittag mit einem Festakt auf dem Gelände vor dem Kaiserpalast abgeschlossen. In Anwesenheit des Kaiserpaares, der Mitglieder des Kaiserhauses, des diplomatischen Korps sowie zahlreicher Mitglieder der Regierung und hoher Würdenträger sand ein Riesenbankett statt, an dem etwa 50.000 Persönlichkeiten aus Japan und Uebersee teilnahmen. Der amerikanische Botschafter Grew als Doyen des diplomatischen Korps übermittelte dem Kasserpaar die Glückwünsche der fremden Mächte. Die Vorführung altjapanischer Tänze und einiger für die Feierlichkeiten komponierter Musikstücke umrahmten das Festprogramm. Stadt und Land seiern inzwischen in festfreudiger Stimmung das historische Fest weiter. England hat keine Truppen Jn Aegppten unentbehrlich— Besestigung Kreias Jortgesetzler Verral an Griechenland Von unserem ständigen Vertreter hw Stockholm, 12. November. Mit einer Dreistigkeit, die nur durch den fortgesetzten Mißbrauch der griechischen Neutralität und ausreichenden langfristigen Vorbereitungen zur jetzigen englischen Festsetzung erklärlich ist, verkünden die Engländer stolz, daß Kreta nun bereits zu einer storken englischen Festung geworden sei. Reuters Sonderberichterstatter auf der griechischen Insel telegraphierte, die Engländer hätten Kreta zu einer starkgerüsteten Insel gemacht, die über moderne Artillerie und eine besonders ausgebildete Besatzung verfüge. Die englische Presse fordert kräftigere Hilfe an Griechenland, da die Rückwirkungen aus einer für England ungünstigen Entwicklung des griechischen Komplexes außerordentlich schwerwiegend sein würden. Die englische Kriegsleitung müsse demgegenüber, wie schwedische Mitteilungen aus London betonen, dem Umstand Rechnung tragen, daß die Kriegslage noch andere Faktoren umfasse, an denen nicht vorbeigesehen werden könne besonders Aegyptens und Englands eigene Verteidigung. Deshalb sei Churchill in seiner letzten Rede vorsichtig in Bezug auf die„Hilfe“ an Griechenland gewesen und deshalb solle Englands Hilfe an Griechenland weiterhin sich auf See= und Luststreitkräfte beschränken, aber keine größeren Truppenentsendungen umfassen. England trieb also Griechenland in den Krieg, obwohl London von vornherein nicht daran dachte, es militärisch wirksam zu unterstützen! „Bürgerbräukeller getroffen Zynische und verlegene Reuterberichte— Vergebliches Bemühen, die Mordabsicht vom 8. November zu vertuschen Berlin, 11. November. einer Heimwehrparade in Südirland eine Ansprache, in der er alle Männer zwischen 25 und 30 Jahren aufforderte, sich bei der Heimwehr einzuschreiben und alles 32,ihrer militärischen Ausbildung zu tun. Seine Rede hloß mit der unverkennbaren Anspielung auf Churchills Attentatspläne gegen die irischen Häfen und die Neutralität Irlands. Es sei nicht länger notwendig, so erklärte er. die Bevölkerung des irischen Freistaates vor den Gefahren zu warnen, die im Umlauf seien, aber wenn die Stunde komme, so werde die neue Generation die Freiheit schützen, die sie erkämpft habe. „Ganterda des Ibleign Esstte! 19 „Gnadenstoß für die englische Politik“— Die Weltpresse zum Besuch Molotows in Berlin Rom, 11. November. Die Reise Molotows nach Deutschland beschäftigt die italienische Presse in ausgiebigem Maße. Der„Corriere della Sera“ erklärt u. a. zu dem bedeutsamen Ereignis, für die öffentliche Meinung der Achsenmächte handele es sich gewiß nicht um einen Ueberraschungsschlag am politischen Horizont; denn die Achsenmächte hätten die neue deutsch=russische Fühlungnahme nach und nach heranreisen gefühlt. Sicher aber bedeute für England und jene Kreise jenseitsdes Ozeans, die um Englands Schicksal bangen, der Besuch Molotows in Berlin nicht nur eine Ueberraschung, sondern eine peinliche Demütigung und den kläglichen Zusammenbruch eines ganzen Gebäudes von Illusionen und Hoffnungen. Er seider Bankerott des Foreign Office. In dem Augenblick, in welchem Chamberlain, der große Konstrukteur des Einkreisungsplanes gegen die totalitären Staaten, verschwinde, so schreibt der„Popolo'stalia“, seien nun auch die letzten Seifenblasen britischer Illusion über die Möglichkeiten eines überraschenden Schlages in Osteuropa endgültig zerplatzt. Toklo: In der sapanischen Presse findet die Molotowreise größte Beachtung. Unter der Ueberschrift„Beziehungen Sowjetunion mit Deutschland und Italien werden der enger“ schreibt„Kokumin Schimbun“, daß man von einem Erfolg der deutschen Diplomatie sprechen könne. Die letzten 20 Jahre der russischen Außenpolitik hätten gezeigt, daß die Sowjetunion nichts unternehme ohne entsprechende Vorbereitungen und Zuversicht auf Erfolg. Die Reise Molotows nach Berlin, die als Erwiderung der Reise Ribbentrops nach Moskau bezeichnet wird, sei daher unter diesem Gesichtspunkt zu bewerten. Kopenhagen: Die Kopenhagener Blätter melden die Abreise Molotows aus Moskau in großer Aufmachung.„National= tidende" schreibt u..: Es werde hervorgehoben, daß der Dreimächtepakt zwischen Deutschland, Italien und Japan einen wesentlichen Teil des Hintergrundes der Berliner Verhandlungen bilden werde, und unterstrichen, daß dieses Abkommen eine durch und durch positive Aufnahme in Moskau gefunden habe, in welchem Zusammenhang man noch hinzufüge, daß das russisch=sapanische Verhältnis sich zunehmend günstig entwickele. Freudentag für ganz Italien 71. Geburtstag König und Kaiser. Bietor Emannel III. Rom, 11. November. Itallen begeht am Montag, mitten im Krieg, den 71. Geburkslag seines Königs und Kaisers Viclor Emanuel III. Die ganze italienische Nation und die Völker des faschistischen Imperiums scharen sich an diesem Tage enger denn je um ihr Herrscherhaus. Auch die Presse würdigt die Persönlichkeit Viktor Emanuels III., unter dessen Regierung Italiens Macht stets gemehrt und vergrößert wurde. Das Mittageblatt des„Giornale'Italia erinnert, daß kaum ein anderer Herrscher mit seinem Volke drei Kriege siegreich bestanden habe und nun mitten im vierten Krieg stehe, Schon die bereits kurz gemeldete Tatsache, daß die britische Lustwasse in München die traditionelle Kundgebung am 8. November zu stören versuchte, hat nicht nur in Deutschland große Entrüstung hervorgerufen. Noch liefere Abschen aber lösen die zynischen und verlogenen Berichte aus, die Reuler nun über den mißglückten überfall herausgibt. Zwar versucht die Londoner Nachrichtenagentur, wie immer, den Bombenabwurf auf Wohnviertel als Angriffe auf militärische Objekte hinzustellen und behauptet, daß die englischen Bomber als Ziel„Eisenbahnanlagen Münchens“ hatten.„Schienenwege seien zerstört, Lokomotivschuppen getroffen und Rangierbahnhöfe in Brand gesetzt worden.“ Nur eine Salve sei über das visierte Ziel hinausgegangen und habe, wie Reuter sich ausdrückt, den„berühmten Bierkeller getroffen". Dem widerspricht schon eine Meldung des Londoner Nachrichtendienstes, in der hervorgehoben wird, daß ein Pilot sich rühme, genau zu wissen, daß eine schwerkalibrige Bombe den Bürgerbräukeller(1) getropfen habe. Die Wetterverhältnisse seien am Freitagabend geradezu ideal gewesen. Nicht eine Wolke habe die Sicht gestört. Noch deutlicher aber geben die schamlosen Lügen, die das englische Nachrichtenbüro verbreitet, von dem mörderischen Vorhaben Zeugnis. „Der Angriff der RAF auf München begann“, so meldet die Londoner Nachrichtenagentur,„eine Stunde später, als die Rede Hitlers beginnen sollte.“ Bis weit nach Beendigung der Rede, so heißt es in dem Bericht, seien die englischen Flugzeuge über München geblieben. Tatsächlich aber war die Führerrede und das Treffen der Alten Garde längst beendet, als die Flieger über der Hauptstadt der Bewegung erschienen. Peinlich ist es auch, daß Reuter von einer Bombardierung des Bürgerbräukellers spricht, während die Versammlung im Löwenbräukeller stattsand. Im übrigen ist aber auch der Bürgerbränkeller trotz der„genauen Feststellung" des englischen Piloten unversehrt. Ebenso wenig sind Eisenbahnanlagen in München zerstört worden. Lediglich Arbeiterwohnvlertel sind wieder das Ziel der englischen Bomben gewesen. Es ist ein vergebliches Bemühen der Londoner Verbrecher, ihren Lügen durch schamlose, dummdreiste Behauptungen den Schein der Wahrheit zu geben. Auch mit diesen skrupellos verlogenen Meldungen wird es Reuter ebensowenig gelingen, sich mit einem„Erfolg“ des Mordvorhabens brüsten zu können, wie die wahren niederträchtigen Absichten zu vertuschen. Bomben auf britische Flotteneinheit Rom, 11. November. Das Haupiquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Ein englischer Flottenverband ist von einem unserer Luftgeschwader im mittleren Mittelmeer erreicht und trotz heftiger Gegenwehr in der Luft und durch die Ilak inienslo bombardiert worden. In Malta haben unsere Jagdflugzeuge drei am Boden befindliche zweimotorige Ilugzeuge im Tiefflug mit Maschlnengewehrfeuer beschossen. Zwei unserer Ilugzeuge sind nicht zurückgekehrt. Unsere Bomber haben trotz schlechtester Witterungsverhältnisse die milltärischen Ziele auf dem Lade und die im Golf von Suda(Kreia) liegenden Schiffe angegrissen, wobei zwei Kreuzer getrossen wurden. Weilere Jormationen haben mit Erfolg den Flotlenstützpunkt von Alexandrien— wo die Hasenanlagen getroffen wurden— El Hamman, El Daba, und militärische Anlagen südlich von Marsa Matruk, die Straßen= und Eisenbahnverbindungen zwischen El Quafsaba, Maaten Bagush und Inka angegriffen— wo große Brände verursacht wurden— und die feindlichen Luftstützpunkte von Helwan(Kairo) und Ismalla angegriffen, wo ebenfalls außerordentlich heftige Brände verursacht wurden, die noch aus weiter Ferne sichtbar waren. Alle unsere Flugzeuge sind zu ihren Stühzpunkten zurückgekehrt. JFeindliche Schiffe haben unsere Positionen in Sidi el Baraul bombardiert, ohne weder Opfer noch Schäden zu verursachen. Feindliche Panzerwagen sind etwa 60 Kilomeler südwestlich von Sidiel Barani in die Flucht geschlagen worden. In Ostafrika hat der Jeind Gallabat mit Artillerie beschossen, ohne irgendwelche Schäden zu verorsachen. Unsere Flugwaffe hal die Verteidigungsstellungen von Reisan(westlich von Gallabai) angegriffen und auf dem Flugplatz von Saraf Said am Boden ein Ilugzeug vom Wellesley-Typ getroffen. Jeindliche Einflüge auf Metemma, Gondar. Massaua, Cheren und Assab haben insgesam! zwei Tote und einige Verwundete unter den Eingeborenen zur Folge gehadt. Der Sachschaden ist unbedeulend. In Kürze Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbenkrop empfing am Montag den neuen Königlich rumänischen Gesandten Constantin Greclann zum Antriktsbesuch. Das italienische Oberkommando gibt bekannt, daß General Soddu, stellvertretender Generalstabschef der Wehrmacht, mit Sonnabend, dem 9. November, das Oberkommando der an der griechischen Froni operierenden Truppen übernommen hat. * Senalor Piliman erlag am Sonntag in Reno (Nevada) im Alter von 68 Jahren einem Herzschlag. Seit 1933 hatte er den wichtigen einflußreichen Posten des Vorsitzenden des Außenausschusses des Senats inne. Verlan: Westfällsche Tagessellung G. m. b.., Münster Verlagsleiter: Erieh Printres(z. 2t. im Feide). 1. V. Artbur Peisch. Hauptschrittleiter: Dr. Anion Eickboll(z. 21 um Felde): Stellvertreter Karl Kubl. Verantwortliche Schriltleiter: Politik: Karl Kuhl: Politische Nachrichten und Vermischtes: Dr. Eugen Wagner: Bewegung und Provinz: Max Hiemisch(z. 24. im Felde). 1. V. Ausust Hallweg: Volkstum, Kuost und Unterhaltung: Wilhelm Vernekohl; Stadtanzeiser: Peter Jurascherk: Kommunalpolitik:(Dtio Pester (s. 2t im Felde): Sport: Allred Strobel(z. 2t im Felde). I. V. Peter Jurascheck: Bezirksausgaben und Bildbericht: erstattung: Cemens Hülebusch: Anzeigenleiter: Horat Enler: (2 Z4. Wehrmacht). 1. V Hane Wallmeler. Samtlich in Mönster. Druck: Aschendorlische Buchdruckerei. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 1 vom 1. Juli 1940 gältig. Umwege des Herzens R OMAN VON H. G. HANSEN (15. Fortsetzung) „Bitte, sei nicht so schrecklich reserviert, Hannes. Ich begreife ja, daß es dir entsetzlich sein muß, mit uns darüber zu sprechen, aber ich kann einfach nicht anders, als zu dir kommen, um noch Schlimmeres zu verhüten.“ „Ich wüßte nicht, was du verhüten könntest. Die Dinge, die passiert sind, können nicht ungeschehen gemacht werden. Und die weitere Entwicklung hängt nicht mehr von unseren Wünschen ab.“ „Das sagst du. Aber bevor ich darauf eingehe, möchte ich dir erst einmal versichern, daß ich mich für meine Tochter schäme. Wenn wir, du und ich, uns auch nie nahegestanden haben, wie es eigentlich zwischen Schwiegermutter und Schwiegersohn besonders dann der Fall zu sein pflegt, wenn die Eltern des Schwiegersohnes nicht mehr am Leben sind, und wenn ich auch oft deine Art und deine Interessen nicht verstehen konnte, ich habe dich stets für einen grundanständigen Ehrenmann gehalten.“ Die Stimme der alten Frau war etwas verschleiert. Etwas wie Rührung ergriff den Mann. Was mußle es für die Greisin bedeuten, für eine so stolze Frau, dem Schwiegersohn ein derartiges Geständnis zu machen. Er empfand Dankbarkeit und stand auf, um sie auf die Wange zu küssen. „Deine Worte sind die erste Freude, die ich in der letzten Woche hatte, Mutter. Ich danke dir für deine gute Meinung und hoffe, sie nie zunichte zu machen.“ „Das weiß ich, mein Junge. Nur mußt du nicht starrköpfig sein.“ „Einen festen Willen und Entschlossenheit kann man nicht starrköpfig nennen.“ „Ihr Männer habt da eure eigenen Begriffe, die oft ein wenig engherzig sind.“ „Möglich. Entscheidend ist aber, daß sie anständig und ehrenhaft sind.“ „So sprecht ihr immer, wenn Frauen anderer Meinung sind."„ „Wir können nicht anders. Mutter, wenn wir die Achtung vor uns selbst behalten wollen.“ „Damit kommen wir nicht weiter, Hannes. Ich muß jetzt darauf zu sprechen kommen, wao mich hergeführt hat.“ SSlitte“ „Einen Augenblick noch.“ Richard'Oleron mischte sich ein.„Bevoi Mutter fortfährt möchte ich dir noch erklären, daß ich in allem völlig auf deiner Seite stehe, Hannes. Auf die Einzelheiten können wir später eingehen. Nur eines sollst du noch wissen. Brigitte hat mit ihrem Treuebruch auch ihre Mutter undmich schwer getroffen. Du aber wirst immer meine Freundschaft und meine verwandtschaftliche Zuneigung haben, wenn dir noch daran liegt.“„ Hundert Gedanken stürmten auf Koßmann ein. Aus allen aber brach das Bewußtsein hervor, daß er Freunde hatte, die ihn verstanden. Damit schmolz die Eisrinde um sein Herz, und er bedauerte lebhaft, nicht schon längst mit ihrem Treuebruch auch ihre Mutter und mich schwer Er reichte ihm die Hand und sagte bewegt: „Ich danke dir für deine Worte, Richard. Sie haben mir sehr wohlgetan. Was meine... was Gitta getan hat, soll nicht zwischen uns stehen. Ich wäre sonst kleinlich und kindisch.“ „Also auf gute Freundschaft in der Zukunft, Hannes.“ „Ich werde sie brauchen können, Richard.“ Zwischen seine Worte schob er eine kurze Pause des Nachsinnens. „Vielleicht bin ich ein wenig eigenbrötlerisch gewesen. Man fühlt sich stark und ist selbstbewußt und vergißt darüber, daß kein Mensch auf sich allein gestellt leben kann. Man braucht neden den Kindern, der Arbeit und dem Gefühl der Volksverbundenheit auch noch die Freundschaft eines Gleichgesinnten. Das habe ich immer entbehrt, das heißt, ich weiß nun erst, daß ich es entbehrt habe.“ Frau'Oleron hatte schweigend zugehört. Jetzt sah sie die Augen des Schwiegersohnes wieder auf sich gerichtet und entnahm daraus, daß sie fortfahren könne. „Lieber Hannes, ich bin eine Frau und gewohnt, daß die Männer ihre Kämpfe nach eigenen Gesetzen austragen. Ich enthalte mich deshalb jeder Kritik an deinem Vorgehen gegen den Menschen, der in deine Familie eingebrochen ist, auch wenn der Kampf zu formlos war, um den hergebrachten Anschauungen meiner Familie zu entsprechen. Aber welche Konsequenzen du jetzt aus der Lage zu ziehen beabsichtigst, das kann ich nicht billigen und widersetze mich dem, soweit es meine Kraft erlaubt.“ „Was meinst du damit, Mutter?“ Koßmann sah sich angesichts der Haltung dieser beiden Menschen ihm gegenüder, angesichts ihrer unbedingten Zustimmung zu seinem Vorgehen und der rückhaltlosen Verurteilung Gittas gezwungen, seine ursprüngliche Absicht, das Gespräch so bald wie möglich abzubrechen, aufzugeben. „Ich meine damit, daß du dem verhafteten Wilderer helfen willst.“ „Darf ich dazu meine Meinung unumwunden erklären?“. Sie nickte.„Helfen muß ich dem Mann und seiner Familie unbedingt. Er ist unschuldig und hat mit der Erschießung Kühlitz' nichts zu tun.“ Frau’Oleron bejahte das lebhaft.„Selbstverständlich. Ich will dich nicht davon abhalten, der Familie in irgendeiner Form finanziell zu helfen.“ Sie atmete erleichtert auf und glaubte, in diesem Zugeständnis schon die Grenze abgesteckt zu haben, die Koßmann für sein ferneres Verhalten beobachten würde. „Darin sind wir uns also einig. Heute vormittag habe ich den Inhaber einer gut renommierten Auskunftei beauftragt, persönlich die nötigen Erkundigungen nach der Familie Korn einzuziehen. Du kannst beruhigt sein, ich habe dem Mann nicht meinen, sondern einen andern Namen genannt. Er hat keine Ahnung; welche Gründe mich leiten. In längstens einer Woche weiß ich Bescheid und werde dann alle Maßnahmen treffen, die geeignet sind, der Frau und den Kindern Hilfe zu bringen, ohne mich selbst zu exponieren.“ „Sehr richtig. Das wird sich arrangieren lassen.“ Die Schwiegermutter Koßmanns nickte kräftig. „Und andere Entschlüsse habe ich bisher nicht gefaßt. Wir sind uns also einig.“ „Also hat Brigitte sich geirrt, als sie meinte, du würdest diesen Mann aus dem Gefängnis herausholen und dich selbst stellen, um ihn zu decken?" „Darüber habe ich, wie gesagt, noch keinen Entschluß gefaßt.“ „Aber du gehst doch mit dem Gedanken um?“ „Ja, natürlich. Alles hängt aber von der Entwick= lung der nächsten Woche ab.“ „Da haben wir es“ Frau'Oleron wurde aufgeregt und verlor ihre bisher zur Schau getragene Fassung. „Ich muß das etwas genauer wissen. Was wirst du tun, wenn der Mann von der Anklage des Mordes frei: gesprochen wird?" „Nichts, Mutter. Es ist mir zwar bitter, zu wissen, daß der Mann höchstens wegen Mangels an Beweisen freigesprochen werden kann. Er trägt dann das Odium des Mörders mit sich herum. Immerhin ist das aber für einen Menschen von der Qualität und Moral diese: Korn von nicht allzu erheblicher Bedeutung. Er kann anderswo hinziehen und entgeht den Folgen des Geschwätzes seiner lieben Nächsten. Ich würde dofür sorgen, daß er die Mittel dekommt, sich eine neue Existenz an einem andern Wohnort zu gründen. Du siehst, daß ich bereit din, mit meinem Gewissen einen Handel abzuschließen. Dabei gidt es den Ausschlag, daß eine Abwägung der Folgen für beide Seiten außerordentlich ungleich ist. Für Korn bedeutet es nicht viel ob er einmal als Mörder angeklagt worden ist, zumal wenn ihm in der Folge dadurch eine wirtschaftliche Hebung seiner Verhältnisse zuteil wird. Für mich würde aber eine öffentliche Darlegung aller Umstände die schwersten Folgen haben. Abgesehen von der Frage, die kich selbst, meine Kinder und euch beide angeht, käme noch hinzu, daß ich mich nicht mehr imstande fühlen würde, hier mein Werk weiterzuführen.“ „Ich stimme dir vollkommen bei, Hannes. Was wirst du aber tun, wenn der Mann verurteilt wird?“ „Wie ich aus dem Munde des Staatsanwalts selbst weiß, wird im Falle einer Verurteilung der Spruch des Gerichts auf Hinrichtung lauten. Selbst wenn eine Begnadigung erfolgen sollte, bedeutet das lebenslängliches Rattestues:. der Mann hat für sein Wildern und den ##noesitz aber eine verhältnismäßig nur kurze Freiheitsstrafe zu befürchten.“ „Die Zeitungen schreiben so, als ob die Schuldfrage völlig geklärt sei. Wenn sie recht haben, dann würde die Verurteilung nicht zu umgehen sein.“ „Ganz richtig. Der Staatsanwalt ist derselben Meinung. Eine Menge unglücklicher Umstände sind zusammengekommen, um die Lage Korns sehr gefährlich zu machen. Ich habe eine Übersicht über die zusammengetragenen Indizien. Danach ist es kaum noch eine Frage, daß er verurteilt wird. Immerhin hoffe ich noch darauf, daß eine Wendung zu seinen Gunsten eintritt, Was es sein kann, weiß ich nicht. Aber der Mensch hofft ja immer bis zum letzten Augenblick.“ Er machte eine resignierte„Handbewegung. „Ich hoffe das auch, Hannes. Trotzdem möchte ich meine Frage wiederholen, was du zu tun gedenkst, wenn tatsächlich eine Verurteilung erfolgt.“ „Dann werde ich mich der Behörde stellen, Mutter.“ Er sagte das mit unbeweglicher Miene und ganz ruhig. als stelle er nur eine Selbstverständlichkeit fest. Frau'Olerons Gesicht überzog sich mit seiner Röte. Sie richtete sich in ihrem Sessel etwas vor und sah den Schwiegersohn so durchdringend an, als wolle sie ihm bis auf den Grund des Herzens schauen. „Dann hat Brigitte doch recht gehabt. Hannes, du darfst das einfach nicht tun. Es gibt ein Dutzend zwingende Gründe, die dagegensprechen und selbst dich überzeugen müssen." „Gründe schon, Mutter, aber keinen, der mich überzeugen kann.“ „Laß mich bitte erst einmal ausreden. Ich will nicht dagegenstreiten, daß dir und uns allen das Geschick des Wilderers, wenn er verurteilt wird, nicht gleichgültig sein kann. Ader eins ist zu bedenken: der Mann ist ohne Zweifel nichts wert, nicht als Mensch, nicht als Staatsbürger, nicht als Gatte und Vater. Er gehört zu dem Heer der Entwurzelten, der ständigen Gesetzesdrecher. Ich habe mich in den Zeitungen noch einmal informiert, ehe ich zu dir fuhr. Die Bestrafungen des Mannes sagen genug. Er wird wie alle seines Schlages mehr Verbrechen begangen haben, als die Polizei überhaupt weiß. Es ist nicht unmöglich, daß er einer von den Verbrechern ist, die in den wüsten Nachkriegsjahren einen Mord an Förstern und Jägern begangen haben. Gibst du das zu?“ „Restlos, Mutter. Das alles habe ich mir in tausend Überlegungen bereits gesagt, und deine Tochter hat sich in ähnlicher Form auch schon geäußert.“ „Schön. Und dann du. Von deiner Arbeit verstehe ich wenig oder nichts. Aber ich habe mir sagen lassen, daß sie wertvoll ist. Dein Vater und du, ihr habt im Laufe von dreißig Jahren ein Werk geschaffen, das heute einige tausend Menschen beschäftigt. Das spricht allein für euch, denn die Entwicklung einer Fabrik fällt einem nicht so in den Schoß wie ein Vermögen beim Handel. Du hast als Erbe deines Vaters eine Menge von Erfindungen gemacht. Welcher Art sie sind und welchen Wert sie haben, weiß ich nicht. Aber sie werden gerühmt und gelobt, haben dein Ansehen gesteigert und deine Fabrik vergrößert. Also muß auch der Nichtsachverstöndige begreifen, daß sie wertooll sind. Heute habt ihr die Parole, für das Volk und seine Zukunft zu arbeiten.— Hannes, halte das einmal gegeneinander, den Wert des verhafteten Verbrechers und deinen. Auf welche Seite muß sich die Waagschale senken?“ „Die Antwort darauf erspare mir, Mutter, du weißt sie selbst. Daß ich mich nicht auf die gleiche Stufe mit Korn stellen kann, ist selbstverständlich.“ (Fortsetzung folgt Erzählte Kleinigkeiten Einmal weilte Reger bei einem Konzert, bei dem auch Kompositionen eines englischen Musikers aufgeführ! wurden. Die Melodien waren gut gemeint, doch nicht gut gelungen. Nachher trat Reger zu dem Engländer, klopfte ihm auf die Schulter und sagte mit gewinnendem Lächeln zu ihm: „Wissen Sie was, lieber Freund: Wenn Ihnen wieder einmal etwas einfalten sollte, dann tun Sie mir den Gefallen und schreiben es nicht wieder auf!“ Max Reger haßte nichts so sehr, als wenn Menschen mit ihren Titeln protzten. Einmal weilte er zur Kur in einem Bad und mußle sich nach den bestehenden Vorschriften in die Kurliste eintragen. Da fand er als letzte Eintragung einen weidlichen Namen eingeschrieben. Die Dame hatte sic stolz und hochtrabend als„Komponistin" bezeichnet. Was tat Reger? Er lächelle ein wenig und schrie sich selbst darauf wie folgt ein: Max Reger, Klavierlehrer aus Meiningen“. Die Fliegerbon in der Brabanter dafür hinten im G Schutt und zersetzt lische Maschine dr aus dem wolkenve schwand sie, und d im blassen Mittags Die alte Frau An sich dachte sie! 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Die englische Maschine dröhnte nur noch dumpf und unsichtbar aus dem wolkenverhangenen Himmel nach. Dann verschwand sie, und die Gasse lag ebenso still und schläfrig im blassen Mittagslicht wie vordem. Die alte Frau hatte die größte Sorge um ihre Ziege. An sich dachte sie kaum. Aber da die Ziege den kranken Enkel ernährte(den letzten, der ihr noch übrig geblieben war), so gab es in der Welt nichts für sie, was sich an Wichtigkeit damit hätte vergleichen lassen. Als sie keinen Ton mehr vernahm, trippelte die Großmutter so eilig wie möglich hinaus zum Stall. Das aufgeregte Gemecker darin beruhigte sie. Dem Tier war nicht das mindeste geschehen. Es war nur sehr erschrocken über den Krach und das dumpfe Dröhnen. Drinnen weinte der Dreijährige mit dünnem Stimmchen. Die alte Frau hörte ihn vor Aufregung gar nicht. iie war an das tiese Erdloch herangetreten, dessen Ränder noch rutschten und bröckelten. Es wollte ihrem siebzigjährigen Kopf durchaus nicht eingehen, daß dort, am selben Platz, ihr Kartoffelfeld und das große Kohlbeet gelegen hatten— noch vor fünf Minuten. Wer würde so viel Kräfte haben, das alles wieder zuzuschaufeln, und woher sollte man die Erde nehmen? Das mochten ja ein paar Dutzend Wagenladungen sein. Und selbst wenn das Loch geschlossen war, wovon sollte sie im Herbst Kartoffeln und Kohl ernten? Die Beine zitterten unter ihr, sie mußte sich niedersetzen. Gewohnheitsgemäß griffen ihre verarbeiteten Finger in die feuchte-Krume, die sie so lange bepflanzt und abgeerntet hatte. Da lagen ein paar verstreute Kartoffeln. Vielleicht gab es noch mehr, die mußte sie sammeln. Es waren doch so viele an den Stauden gewesen! Nein, das Braune bei ihrem Fuß, das war gar keine Kartoffel. Alte Leute sehen schlecht. Das war ein Topfhenkel. Sicher ein Scherben, den die Bombe von unten heraufgerissen hatte, denn seit sie, die Witwe Chrétien, diesen Boden hier bearbeitete, hätte niemand solchen Unrat hier finden können. Aergerlich ergriff sie ihn, um ihn wegzuschleudern. Aber er ließ sich nicht wegschleudern. Es war über haupt kein Scherben, sondern ein schöner, ganz irdener Topf, der leicht zwei Liter fassen mochte. Nun, auch ein Topf hat seinen Wert. Man muß nehmen, was man findet. In ihrer kleinen Küche gab es ohnedem mehr drahtgeflicktes als heiles Geschirr. Die Stimme des Nachbarn, eines alten, seit langem pensionierten Lehrers, schreckte sie auf. „Na, gottlob, sie lebt ja noch, die Mutter Chrétien! Tüchtig erschrocken sind wir alle! Nicht verletzt? Und die Ziege?„Alles muter. Diesmal ging's noch gut!“ „Gut? Da, sehen Sie, Nachbar! Mein schönes Kartoffelfeld! Mein Kohl! Wie soll das werden? Bald wird der Winter kommen. Und der kleine Pierlot! Am besten hätte es uns gleich miterschlagen!“ „Wird schon nicht so arg werden. Was ist denn dem Kerl nur eingefallen, ausgerechnet Mutter Chretiens Grund und Boden mit Bomben zu bewerfen! Mir scheint, der Kleine weint. Gehen wir hinein!“ „Helft mir, bitte, den Topf da tragen, mir zittern die Knie. Das ist auch ein Tausch, ein Stück so guten Bodens und nichts als ein irdener Topf dafür.“ Der alte Lehrer besah sich das Ding.„Der ist ja fest zugebunden. Was habt Ihr denn darin so Kostbares?“ „Ich? Gar nichts! Es ist überhaupt nicht mein Topf! Gefunden habe ich ihn. Aus dem Loch ist er heraufgekommen!“ „Wollen doch schauen! Wo hab' ich denn mein Messer?“ Das alte Pergament war zäh wie Schuhsohlen Es widerstand jedem Angriff. Die Großmutter war auch nicht recht bei der Sache. Sie hielt den Topf nicht fest genug, weil sie zu dem kleinen Pierlot wollte. Endlich gelang ein Schnitt und noch einer. In dem Topf war seiner, weißer Sand, aus dem es gelb blinkte. „Das sind... Das sind alte brabantische Dukaten! Da, schaut her, Mutter Chrétien. Ein Dutzend hab' ich schon!“ Sie sing vor Fassungslosigkeit zu weinen an. Der Schreck, die Angst, die Sorge und nun plötzlich, so schien es, die Hilfe. „Darf man's denn behalten, Nachbar Meninks. Ist das nicht Diebstahl?“ „Ist doch in eurem Kartoffelfeld gelegen! Und wie lang habt ihr schon das Land hier?“ „Wie lang? Ach, du lieber Himmel! Das hat meine Urgroßmutter meinem Urgroßvater zugebracht, hat man mir erzählt. Wir sind nicht immer so armselig gewesen, wie ich jetzt, seit mein Mann und meine Kind tot sind.“ Der andere hatte in dem Topf gewühlt. „Mehr als zwei Dutzend oder ein paar mehr sind's nicht, Mutter Chretien. Aber das wiegt euer Kartoffelfeld doppelt auf. Halt, da hab' ich noch etwas. Wartet!“ Er zog ein fest gesaltetes und mit Schnüren umwundenes Stück Pergament hervor, das er mit vieler Mühe entfaltete. Die Alte steckte nun auch den Kopf hinein.„Ich kann nicht lesen!“ meinte sie dann enttäuscht. „Ich auch nicht so ohne weiteres. Das ist altes Brabantisch, scheint mir. Da oben ist es auch ganz verwischt. Aber darunter. Halt, hier hab' ich eine Zahl. Das bedeutet 1704. Teufel, über zweihundert Jahre ist der Bursche da unter kuren Kartoffeln gelegen. Ich werd's schon allmählich herausbringen... Seht da, das heißt Pieter de Vauinghe, der hat die Dukaten wohl versteckt. „... Und in großer Kriegsnot... kein Hilf' weitum .. so vergrab ich mein Gut... nichts ist treuer, denn die Erd'— Der Feind ist nah!“... Das hier ist ganz verblichen. Aber da ist noch etwas:„Gott schütze uns vor den Engländern!“ Fernes Dröhnen aus dem verhangenen Himmel. Der Mann reißt die alte Frau gegen das Haus zu. Die aber schreit:„Meine Ninon!“, läuft in den Stall und zerrt die Ziege an den Hörnern heraus. Und während er keuchend den Topf und das Pergament zur Kellertür schleppt, wirft alle drei schon der Luftdruck zu Boden. Als sie wieder zu sich kommen, wundern sie sich, daß sie noch nicht tot sind, sondern daß die neue Bombe abseits auf ein Haus gefallen ist. „Ich muß den Kleinen holen! Haltet bitte inzwischen Ninon! Wir müssen weg!“ Und da steht der alte Mann, hat keine Faust frei, Die spanische Jugend ehrt den ermordeten Freiheitskämpfer Primo de Rivera. Am Grabe José Antonio Primo de Riveras im Eskorial bei Madrid fand eine eindrucksvolle Kundgebung der gesamten spanischen Jugend zu Ehren des während des spanischen Freiheitskrieges von den Roten ermordeten Kämpfers statt. Unser Bild zeigt Jungfalangistinnen mit dem Kranz, der am Grabe des José Antonio Primo de Riveras im Eskorial niedergelegt wurde.(Scherl-.). um sie zu ballen und späht mit zornfunkelnden und erschreckten Augen das Wolkengrau ab. „Gott sütze uns vor den Engländern!“ murmelte er fast ohne es zu wissen.„Sie sind schon wieder über uns!" Kleiner Heis umn Gärocer Erzählung von Maria Veronika Rubatscher Die neun Buben in Limone, der Ettore und der Pietro, der Luigi und Luigino, die beiden Orazio und die drei Tonio trieben diesen Herbst kein anderes Spiel als das Kriegsspiel: Einen Tag wie den andern, der herrlich und blau und warm aus dem blauen See aufstieg, spielten sie Schlacht am Jerato=Paß, Marsch durch die Wüste, Einmarsch in Berbera, großes Schießen auf Aden. Sie spielten General Nasi und General Chater, Italiener und Engländer. Sie bräunten, gelbten und schwärzten sich um in Rhodesier und Sudanesen, in Neuseeländer und Australier, in Inder, Kaffern, Askari und Harrari. Kamelreiter waren sie und Motorisierte, Fußtruppen und ME=Schützen, Pioniere, Flieger und Artillerie jeglichen Kalibers. Was sie an Landschaft brauchten, hatten sie auch: Die steile Sandbahn am Nordrande ihrer in Nord und Süd, Ost und West von Fels und Wasser eng umschlossenen Gartenheimat war ihnen die Wüste mit glühheißen Sandstürmen, nackten Felswänden, mit Höhlen voll feindlicher Geschütze, mit Hargheisa, Odueina, Zaila und Buhlar, deren Namen Ein Bar, stürietle Wengeschiähste Achtjähriger als lebendes Reisebüro— Wunderkinder und ihre Erlebnisse In Buenos Aires wurde einer Kommission von Fachgelehrten der achtjährige, erst im zweiten Schuljahr stehende Knabe Georg Fernandez vorgestellt, der die schwierigsten mathematischen Aufgaben spielend meistert und als Rechenkünstler von einmaliger Begabung gilt. Es hat„Wunderkinder“ bei allen Nationen und zu jeder Zeit gegeben. Manchmal handelte es sich dabei um eine wirkliche ungewöhnliche Begabung, oft aber auch nur um eine krankhafte Frühreife des Geistes, die bald zum Tode des von der Mitwelt angestaunten und verehrten„Genies“ führte. Zu den Wunderkindern der ersteren Art gehörten u. a. die beiden großen Tonschöpfer Händel und Mozart. Händel, der Sohn eines Wundarztes in Halle a. d. Saale, begann schon im Alter von sieben Jahren zu komponieren und spielte zu dieser Zeit auch mit vollendeter Meisterschaft Klavier und Orgel. Durch seinen Vater, der ihm zum Juristen bestimmt hatte, wurden jedoch dem begabten Jungen große Schwierigkeiten in den Weg gelegt, bis ihn der Herzog von Sachsen=Weißenfels gehört hatte. Dieser setzte es dann durch, daß das musikalische Wunderkind dem Organisten Zachau in Halle als Kompositions= und Orgelschüler anvertraut wurde. Leichter als Georg Händel hat es Mozart in seiner Jugend gehabt. Er offenbarte gleichfalls auffallend frühzeitig ein außerordentliches musikalisches Talent und erhielt deshalb von seinem Vater, der damals Vizekapellmeister der erzbischöflichen Kapelle in Salzburg war, die sorgfältigste Ausbildung. Bereits als Sechsjähriger spielte der kleine Wolfgang seine ersten Kompositionen, wurde dabei von Kaiser Franz I. am Wiener Hof mit Gunstbezeugungen überschüttet, feierte=mit acht Jahren als Orgelspieler vor dem König von Frankreich und seiner Umgebung in Versailles wahre Triumphe, ließ zur selben Zeit seine ersten Klaviersonaten im Druck erscheinen und schrieb als Zehnjähriger das entzückende Singspiel„Bastien und Bastienne". Ein Wunderkind, dessen Begabung geradezu unheimlich war, wurde am 6. Februar 1721 in Lübeck geboren. Schon als Säugling von zehn Monaten konnte Christoph Heineken alle Gegenstände im Zimmer unterscheiden und mit ihrem Namen bezeichnen. Bald darauf wurde das Kind von einem Lehrer im Lesen unterrichtet und konnte im Alter von etwas über einem Jahr einzelne Kapitel aus einem Buch vortragen. Als das Phänomen fünfzehn Monate alt war, begann es gar die Weltgeschichte zu studieren. Mit drei Jahren aber wagte es das Wunderkind, das auch nach seiner körperlichen Entwicklung ein weit höheres Alter vermuten ließ, als es tatsächlich aufzuweisen hatte, die lateinische Sprache zu erlernen. Christoph war erst fünf Jahre alt, als der Tod den hochgespannten Zukunftshoffnungen seiner Eltern ein jähes Ende bereitete. Als Gedächtniskünstler ersten Ranges begegnet gegenwärtig der erst acht Jahre alte Schüler Hugh Delanti in der kleinen Stadt Aberdeen im Staate Washington in USA der Bewunderung der Mitwelt. Er ist gewissermaßen ein lebendes Reisebüro, da er alle Ankunfts= und Abfahrtszeiten, Anschlüsse, Fahrpreise, Kilometerlängen usw. des riesigen amerikanischen Eisenbahnnetzes auswendig und ohne jede Zuhilfenahme eines Kursbuches nennen kann. Das Wunderkind hat nur zwei Jahre dazu gebraucht, um sich dieses phänomenale Erinnerungsvermögen anzueignen. gleich Palmwipfeln über endlosem Sande, über schwelendem Sumpfe sind. Ihr See wurde in ihrer Bubenphantasie zum Meer, zum Mare Rosso, und rot, blutrot war er ja wirklich an jedem dieser flammenden Herbstabende, im Feuer des Sonnenunterganges. Die paar Schinakel im Hafen— lecke Schifferbarken, ein herrschaftliches Motorboot ohne Benzin, das winzige Paddelboot eines zugereisten Herrensohns— diese ganze unbedeutende, tatenlose Versammlung von Wasserfahrzeugen war den Neun die englische Flotte von Berbera, die da auf den leicht schaukelnden Wellen lag und wartete, wartete auf General Chater und sein flüchtiges Heer. In weitem Bogen spien die neun Buben auf dem Damm über sie hin, bespien sie mit den Kernen der grünen Oliven. Die aßen sie zu Ehren ihrer Verbündeten, der mandelkauenden Wüstensöhne, und so bitter auch die unreifen Früchte waren, sie schmeckten, denn sie mußten schmecken. Das gehörte zu dem Bubenkrieg und seinen Heldentaten. * Heute scheint er abgehlasen. Nirgends zeigt sich eine Spur davon, nicht in der„Wüste", nicht am Wasser, nicht in den Gassen des steinernen kleinen Dorfes. Oben stehen die Neun, an der neuen Straße, der kühn=herrlichen Gardasana. Aus dem Felsen kommt sie. Im Felsen verschwindet sie wieder, kaum daß sie das Fruchteiland von Limone hinter sich hat. Oben über den malerischen braunen Dächern, zwischen dem Dorfe, zwischen seinem Silbersaum von Oliven und dem senkrechten Absturz der Wände ist eine breite kiesbestreute Rampe ausgespart. Da wartet der Postino, der einzige Postbote von Limone auf das Postauto von Desenzano. Ein paar strickende, kinderhütende Weiber sind auch noch da-— und die siegreichen Neun. Die erwarten heute Mario, den kleinen Kalabresen. Aus Reggio ist sein Vater, aus Limone die Mutter. Die Liebe hat die beiden vor bald sechs Jahren über die ganze lange italienische Halbinsel hin zusammengeführt. Erster Sproß dieser Liebe ist Mario, doch nicht mehr der einzige. Bruder Oreste ist auch schon da. Der lernt eben gehen, und das Schwesterlein trinkt noch an der Brust der Mutter. Ein unermüdlicher Kämpfer ist der Vater, der„große Mario“, Mario Dalponte. So oft die Trommel geht und in den Krieg ruft, zieht er seinen Steinmetz=Kittel aus und stellt sich in Reih und Glied. In Abessinien und in Spanien war er dabei. Als Freiwilliger und Führer einer Hundertschaft ist er nach Somaliland gezogen, hat er sich am Jeratopaß die dritte Goldene geholt. Heute steht er vor Sidi al Barrani und morgen wird er als Sieger an den Pyramiden vorbei, in die Stadt der Pharaonen einmarschieren. Darauf schwören die Neun, und ganz aufgeregt vor Stolz und Freude warten sie auf ihren Helden. Höchstselber kommt er ja nicht, aber sein eigen Fleisch und Blut schickt er ihnen, seinen kleinen Mario. Wie klein ist der! Einen Kopf kleiner als sie selber, als der Kleinste von ihnen, der jüngere Orazio. Doch eines Helden Sohn ist er. Die Neun nehmen ihn schnurstracks vom blauen Kraftwagen weg auf ihre Schultern, und auf den Schultern tragen sie ihn durch das Dorf hinab, an den Strand, an ihren blauen See. Das ist erst der Anfang der großen Ehren, die Mario Dalpontes Sohn in so jungen Jahren empfängt. In Meer und Wüste, bei Schlacht und Sieg darf Mario dabei sein, und es geschieht das Unfaßliche: Damit er mitkönne trotz seiner viel kürzeren Beine und zarteren Arme, zügeln die wilden Neun ihr Ungestüm. Mehr noch als Brüder, fürsorgliche Mütter sind sie dem blühjungen Heldensohn, der von so weit her zu ihnen kam. Im Angesicht des Monte Baldo, wo seiner Mutter Vater im Weltkrieg eines heldischen Todes starb, verlebte Mario die bisher schönsten Tage seiner Kindheit: Tage der Kameradschaft und kämpferischer Begeisterung. * Nur zu bald sind sie vorüber. Die Schule hat die Neun verschlungen und ein jäher Wintersturm den ewigen Frühling und Sommer von Limone. Die Frauen vertreibt er aus den Gärten und ihre Männer, die Schiffer und Fischer, vom See. Nicht einmal der kleine weiße Dampfer, der jeden Tag zweimal den Steg von Limone anlief, wagt heute die Fahrt. Leer ist das Ufer, wie ausgekehrt die Lände, wo sonst die Fischer ihre Netze trocknen. Leer stehen die zweizinkigen Stangen im Ansturm des Windes, der vom Altissimo herüber bläst. Mario müht sich, sie zu zählen. Klapp... klapp... klopft es hell Stahl auf Stein die steile Gasse her. Das ist Dabertos Esel, für den es auch heute trotz Wind und Sturm und Regenschauer keinen Rasttag gibt. Vom Saume der Singolschlucht kommt er, vom Thymianboden, wo das Drahtseil endet. Das schafft die harzigen, krummen Föhrenprügel aus dem armseligen Restlein Hochwald fern über den nackten, ungangbaren Wänden in die völlig waldlose Tiefe. Siebenmal schon an diesem Tag hat der Esel seinen martervollen Weg gemacht. Müd und hungrig ist er, und ihn friert. Steif vom Frost, vom Alter ungelenk sind Dabertos Finger. Vergeblich mühen sie sich, den Knoten aufzulösen; den vielfach verschlungenen Strick zu entwirren, der die waldduftende Last an den Schlitten bindet. „Ja, ja!“ Ganz Limone alarmierend, schreit Dabertos Grautier nach Stall und Futter. Seine Geduld ist zu Ende. „Poveruccio!“ will ihn Mario trösten, streichelt und umschmeichelt er das gequälte Tier, und schon hat er den üblen Dank für die Zärtlichkeit seines guten Herzens, das noch von keiner Tücke weiß, keine Gefahr wittert. Mit all seiner Wut und Kraft schlägt der Esel aus, schlägt mit den zwei kleinen, scharf geschliffenen Stahlhörnern an seinem Huf dem Mario in Schenkels Mitte eine klaffende Wunde auf. „Aiuto! Aiuto! Porco...!“ plärrt und flucht der alte Daberto, erschreckt, von der Lache Blut, die schon das Pflaster rötet. Frauen reißen die Fenster auf, stürzen aus den Häusern. Teresina, die Netzwirkerin, läuft und holt Marios Mutter von ihrem Brustkind, von der gichtkranken Nonna weg. Der einzige in all dem Aufruhr, der nicht schreit und weint, ist— Mario. Mit seinen beiden kleinen Fäusten Der Schuldige Fritz Reuter hatte aus seiner Gefängniszeit einen unseligen Hang zum Trunk mitgebracht und mußte, um diesen zu kurieren. ab und zu eine Wasserheilanstalt aufsuchen. Als er sich einst in einer solchen Heilanstalt befand, wo ihm jeder Genuß von geistigen Getränken natürlich streng untersagt war. bekam er Besuch von seinem Verleger Hinstorff. mit dem Reuter ein herzliches Freundschaftsverhältnis verband. Als dem Dichter einmal von anderer Seite ein verlockenes Angebot gemacht worden war, hatte er nur geantwortet:„Esel und Esel paßt am besten zusammen. Ich will den alten Esel von Hinstorff nicht um kleiner Vorteile willen verlassen.“ So saßen denn also die beiden „alten Esel“ auf Reuters Zimmer zusammen und berieten geschäftliche Dinge. Reuter ließ eine Flasche Wein kommen, die auch, weil„für den Gast" bestimmt. bewilligt wurde. Aus der einen Flasche wurden aber bald zwei, drei, und endlich eine ganze Reihe. Zuletzt bekam der Arzt von dem Treiben Kenntnis, und er stürzte in Reuters Zimmer. Seine gestrengen Augen wanderten über die Flaschenbatterie, über den völlig nüchtern und harmlos danebensitzenden Hinstorff. endlich über das weinselig gerötete Gesicht seines Patienten. Aber noch bevor er die Lippen zu einem Vorwurf öffnen konnte, sagte Reuter mit schwerer Zunge: „Je. Herr Doktor. Se glöwen gornich, wat so'n Verleger suven kann!" Da erst tut Mario seinen Mund auf. Er ist allein in der Kammer mit der Mutter und dem Arzt. „Mutter, zeig' ihm das Bild!“ bittet er leise, nur ihr vernehmbar. Die Mutter weiß, was ihr Junge meint. Für ihn gibt es nur mehr das eine Bild: Vaters Antlitz im Tropenhelm. „Siehst du, Herr Doktor, das ist der Vater!“ sagt Mario stolz. Mit einem Mal beredt geworden, erzählt er seinem neuerworbenen Freund: Vom Wüstenwind, dem heißen Ghibli, oh, wie der brennt! Der Durst brennt, und Sand und Sonne brennen tausendmal mehr als die Wunde da am eigenen Bein. Aber der Vater weint nicht, klagt nicht, weicht nicht aus, nicht zurück; geht mitten hindurch durch alles, was brennt und sticht... Ein Held ist der Vater!— „... Ein Held ist Mario und wert, daß ihn die Großen auf ihren Schultern trugen“, schreibt in der Nacht die Mutter in einem langen Brief... Über Meer und Wüste, mitten durch den Kriegssturm muß der Brief. Dann aber, wenn er am Ziele ist, irgendwo in Afrika, wird der„große Mario“, ein Knabenbildnis aus der kleinen Tasche über dem Herzen hervorholen. Er wird den Kameraden in tausend Mühen und Gefahren von seinem Glück erzählen:„Mein Junge ist ein Held...“ - und trotzdem konn die Hout spröde und rissig werden, wenn NIVEA sie nicht schützt. „Auf der grünen Wiese“. Ein bunter Operetten-Bilderbogen im Stadttheater Münster Auf der grünen Wiese— das klingt ein wenig kindlich, ein bißchen naiv. Aber in der Operette ist schon soviel versucht worden, warum soll man es nicht einmal mit der. Kindlichkeit und Naivität probieren? Personen ohne Humor ist der Zutritt zur grünen Wiese verboten. So steht es auf dem reizenden Prospekt, den Theo Döring für das Spiel entworfen hat. Wenn er hochgeht, sehen wir eine grüne Kulisse ringsum, die junge Gräfin kehrt heim und alle haben sich zur Begrüßung eingefunden. Nur der Forstingenieur Heinz Liebling nicht. Ja, wo steckt denn eigentlich der Liebling? Er brach im Garten die herrlichsten Rosen für die Komteß und mußte sich darum verspäten. Dies ist kein Grund, sich nicht zu verlieben. Seis drum! Immerhin sind noch zwei andere Paare da, welche dieelbe Absicht haben: der blaublütige von Putlitz=Putlitz und seine Lola sowie der Agrikulturprofessor Antonius Meyer(mit Botanisiertrommel plus Schmetterlingsfänger) und seine Hanni. Auch hier wird die Sache trotz liefgehender Mißverständnisse schließlich in Ordnung gebracht. Dies ist das Gerippe des Librettos, um das sich die zuckrigen Arabesken einer modernen Operette ranken; eine mit knalligem Schwank=Humor gespickte Handlung, die den Darstellern reiche Möglichkeiten zur Entsaltung ihrer mimischen Talente dietet. Sie wurden— das sei vorweggenommen— restlos ausgeschöpft. Die Musik stammt von Jara Benes der das Böhmerland als Ort der Handlung musikalisch hübsch llustriert. Es schwingt in der Partitur etwas con der Melodienseligkeit der böhmischen Musikanten, bei den einprägsamen Schlagern natürlich für die Operette zurechtgestutzt. Rhythmisch beschwingt die eingelegten Länze. Kapellmeister Hans Eckerle brachte diese Musik mit zündender Leichtigkeit. Sie schlug zischend ns Parkett. Ganz ausgezeichnet war die Regie. Oberspielleiter Karlheinz Gutheim schüttete ein Füllhorn von Einällen aus. Wie ein bunter, höchst amüsanter Bilderdogen für große Kinder zog das Spiel an den Augen vorüder. Alle Szenen frisch und quickledendig mit Pointen geladen. Die Tänze(von Ellen von Frankenberg und Franzisko Tona) pulverten die Stimmung noch mehr auf. Einige Bilder schienen besonders gut telungen, so die Dorfkirmes, die vom Ballett witzig ausbestaltet wurde. Die wunderschönen Kostüme waren von Liselotte Reik entworfen. Sie hatte sich die böhnischen Volkstrachten zum Muster genommen. Freudig ergriffen die Darsteller die schöne Gelegenheit, der mimischen Improvisation ihren Tridut zu zollen. Es war ein rechtes Operetten=Gaudium, sei es nun, daß Kurt Rackelmann als origineller Waldkauz Borstl das Publikum zu Beifallsstürmen hinriß oder daß Horst Müller als neuentdeckte komische Begabung in der Rolle des Herrn von Putlitz=Putlitz die Zuhörer in köstlicher Weise erheiterte. Das seriöse Gesangsfach vertraten sehr glücklich Anja Elkoff und Alf Erie Ronald. In den Duetten zeigten beide schöne, im Parkett dankbar anerkannte Leistungen. Paul Eduard Bruls zog in der Rolle des Botanisiertrommel=Professors und schüchternen Liebhabers alle Register seiner humorvollen Darstellungskunst. Gina Schaghy bewährte sich als kesse, allerliebst schmollende Soubrette. Auch die kleinen Rollen waren trefflich besetzt: Ingeborg von Streit als Lola, Alwin Emmert als Graf, Gert Radamska als Frau Borstl. Paul Pape als Oberförster und Bruno Diez als Ausrufer. Insgesamt: eine flott und schmissig inszenierte Operette, ein lustiger bunter Bilderbogen, ein starker durchschlagender Erfolg. Vorhänge über Vorhänge. Das Kassenstück der Saison. Wilhelm Vernekohl Der Pianist Richard Laugs Eine erfolgreiche Veranstaltung der Gesellschaft für Kammermusik Im vorjährigen Musikwinter hat man den Ausfall der Kammermusik schmerzlich empfunden, denn nicht nur das große Symphoniekonzert, sondern auch die intime Form des Musizierens hat in Münster ihre Freunde. In diesem Jahr brauchen wir nicht ganz darauf zu verzichten, weil inzwischen die verdienstvolle Gesellschaft zur Pflege der Kammermusik wieder auf den Plan getreten ist. Zwar kündigt sie nur zwei Konzerte an, dafür aber wird wahrhaft erlesene Kunst geboten. In der ersten Veranstaltung, die am Sonntagmittag einen stattlichen Kreis von Musikfreunden in der Aula der Hermann=Löns=Schule vereinigte, spielte der Pianist Robert Laugs. Der junge Künstler wurde 1936 mit dem Musikpreis der Stadt Berlin ausgezeichnet und gilt als einer der besten Nachwuchsspieler. Wer ihn am Sonntag gehört hat, wird dieses Lob nicht übertrieben finden. Laugs ist in der Tat eine ursprüngliche musikalische Begabung. Das Programm war ebenso reichhaltig wie anspruchsvoll. Laugs begann mit Robert Schumanns Phantasiestücken Werk 12. Schon die Gestaltung der ersten Sätze, in denen sich ein Meister der pianistischen Improvisation offenbart, ließ aufhorchen und zwang die Hörer in Bann. Der Spieler traf mit instinktiver Sicherheit den Ton des romantischen Musizierens, jene traumhafte Verzauberung ob einer Fülle melodischer Einfälle, die für Schumann so kennzeichnend ist. Mit Mussorgikys Bildern einer Ausstellung ließ er das Paradestück des musikalischen Impressionismus erklingen, eine dunte Palette von Eindrücken und Stimmungen, fardig aufglänzend und schillernd bis es im slawischen Pathos verrauscht. Laugs charakterisierte die Bilderfolge mit wundervoller, schön gestufter Anschlagskunst, ob er nun den Gnomen beschwor oder das glitzernde Ballett der Küchlein brillant hinsetzte. Den stärksten Eindruck— namentlich nach der Seite der geistigen Vertiefung— erhielt man von den Impromptus Franz Schuberts, insbesondere bei dem unsterblichen Werk 4 in As=Dur, einer genialen Komposition, die das Letzte über musikalische Inspiration aussagt. Der Künstler gab es mit jener schwerelosen Heiterkeit, die alles in der Schwebe hält und den dunklen Schatten aus chaotischer Tiefe bändigt. Das Programm schloß wirkungsvoll mit Chopins Ballade in=Moll und Scherzo in=Moll. Daß Laugs auch diese Werke mit strahlender Musikalität bewältigte, das Technische souverän beherrschend, spricht für die Reichweite seiner pianistischen Kunst. Offensichtlich liegt seine Stärke in der Natürlichkeit und Vitalität des Spiels, die nur manchmal im Hindlick auf die geistigen Inhalte noch einer letzten Verseinerung und Zügelung bedarf. Eo war ein erlebnisreicher Vormittag, für den die aufmerksamen Zuhörer mit stürmischem Beifall dankten. Für das zweite Konzert der Gesellschaft zur Pflege der Kammermusik, das am 8. Dezember stattfindet, ist das bekannte Breronel=Quartett verpflichtet worden. Wilbelm Vernekon! Das Deutschlandlies int 100 Jahre alt In Fallersleden, der Geburtsstadt Hoffmann von Fallersleben, daher auch kurz„Hoffmann=Stadt“ genannt, plant man aus Anlaß der hundertjährigen Wiederkehr des Tages, an dem Hoffmann von Fallersleben das Deutschlandlied dichtete, eine Gedenkfeier. Das Hoffmann=Haus in Fallersleben, das Geburtshaus, soll überholt werden. Vor einigen Jahren wurde es im niedersächsischen Fachwerkstil umgestaltet. Es ist eine Sehenswürdigkeit geworden. In diesem Hause befindet sich eine Ausstellung von Handschriften und literarischen Hinterlassenschaften des Dichters. Auch dieses Museum soll neu gegliedert werden. Der Sohn des Dichters, Franz Hoffmann, veranstaltet im Januar im Hoffmann=Haus eine Gemäldeausstellung, die mit einer Gedenkstunde am Todestag verbunden werden soll. Eine 18sährige Geigenkünstlerin Annchen Brugmann spielt Werke von Corelli bis Sarasate Mit einem ersten öffentlichen Konzertabend, der schon eine Woche zuvor ausverkauft war, stellte sich in Hamburg die erst 15jährige Geigerin Annchen Brugmann, Tochter eines Klavierbauers, vor und überraschte nicht nur durch ein staunenerregendes handwerkliches Können, sondern mehr noch durch die unverkenndare Musikalität, mit der sie ohne Ermüdungserscheinungen ein Programm abwickelte, auf dem die größten Geigenkompositionen eines Corelli, Tartini, Paganini, Spohr, Ries und Sarasate standen. Der dekannte Berliner Pianist Professor Michael Raucheisen begleitete die jugendliche, in ihrem äußeren Auftreten außerordentlich bescheiden wirkende Geigerin, die ihrer Begabung nach einmal eine der ersten deutschen Vertreterinnen ihres Instruments zu werden verspricht. W. R. Heilman Kleine Rundschau „Westsalen im Bild“.„Burgen und Schlösser in der Industriestadt Gelsenkirchen" betitelt sich der einleilende Aussatz des Oktoberheftes der Heimatzeitschrift „Westfalen im Bild“(Verl. der E. Gundlach=Aktiengsellschaft, Bielefeld). Aufnahmen zeigen Schloß Horst, Haus Berge, Haus Lüttinghof und Schloß Grimberg und geben zugleich ein Bild von der anmutigen Umgebung Gelsenkirchens, wie es der Fremde hier kaum vermutet hat. Ein weiterer Aufsatz, versaßt von Oderdürgermeister Günnewig. gidt in Bild und Wort die städtebauliche Entwicklung von Wanne=Eickel wieder. Eine längere Abhandlung von Erwin Sylvanus ist dem Maler des Kumpels und der Kokereien, Hermann Kätelhön, gewidmet. Hamburg gründet eine Thealersammlung. Am 11. Novemder wird im Alten Rathaus zu Hamburg=Altona In der Schau„Münslerische Künstler“ hat Bildhauer Albert Ma zzotti ein neues Bildnis des Führers ausgestellt. Photo: Mazzottl eine Theatersammlung der Hansestadt Hamburg eröffnet werden. Die Groß=Hamburger Theater werden dieses Archiv, das unter der Leitung des bekannten Hamburg= Publizisten Dr. P. Th. Hoffmann steht, ständig mit Programmzetteln, Szenenaufnahmen usw. beliefern. Eine Privatsammlung wurde ebenfalls bereits angekauft. Das Ziel wird sein, alle in Hamburg verstreuten wichtigen dramaturgischen Bestände und Quellen in dieser Theatersammlung zu erfassen. Ferner besteht der Plan, alljährlich einen Band Hamburgischer Theatergeschichte herauszugeben. Paul Fralinelli gestorden. Einer der drei weltdekühmten Clown=Brüder Fratinelli, Paul Fratinelli, is1 gebechen. * * Mibrefilmarrbis rottimarche der deutschsprachigen Presse.V. — K Ihre Krlegstredung geben bekannt Gerbard Hönew Maria Hönow geb. Hilgenberg Hiltrup(Westf.) Grüna b. Jüterbog s. Zt. im Wehrdienst 13. November 1940 Statt Karten Als Vermählte grüßen Willy Stiegekötter und Frau Mia seb. Schleuter Everswinkel— Alberslch, 13 Nov. 1910. Peterlein hat ein Schwesterchen bekommen. Es heißt Monika-Maria Käthe Zotz Ludwig Zotz, z. Zt. im Felde Sonntag, den 10. November 1940 z. Zt. Raphaelsklinik. Münster Für die uns aus Anlaß unserer Diamantenen Hochzeit in so großer Zahl erwiesenen Glückwünsche und Blumenspenden danken hierdurch recht herzlich Hubert Johr und Frau Scharnhorststr. 38 Heute um 13.35 Uhr entschlief mein innigstgeliebter Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Großonkel, der Polstermeister Fritz Brüggemann Er starb unerwartet nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 60 Jahren. Sein Leben war Arbeit und Sorge für die Seinen. Um stille Teilnahme bitten im Namen der Angehörigen Frau Wilhelmine Brüggemann geb. Barnekow Heinz Bartels u. Frau Emmi geb. Brüggemann Hans Brüggemann u. Frau Luise geb. Schreiber Erwin Brüggemann u. Frau Thea geb. Zollner und 3 Enkelkinder Münster(Westf.), Jüdefelderstraße 36 Köln, im Felde, Vierow(Pom.), Neviges (Rhld.). Wuppertal-., Oberhausen, Wülfrath (Rhld.), den 9. November 1940. Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, dem 13. November, 15 Uhr. von der Leichenhalle des Zeu-tualfriedhofes aus, die Trauerfeier eine Vierteistunde vorher Sollte jemand aus Versehen keine besondere Anzeige erhalten haben, bitten wir, diese als solche anzusehen. Heute mittag 13.30 Uhr erlöste von ihrer schweren Krankheit Gott der Herr durch einen sanften Tod unsere liebe und gute Tochter, Schwester, Schwägerin, Tante, Nichte und Cousine Josefa Fertmann im jugendlichen Alter von 16 Jahren. In der Blütezeit ihres jungen Lebens warf eine heimtückische Krankheit sie auf das Krankenlager. Mit einer seltenen Opferbereitschaft und Ergebung trug sie in der Kraft der hl. Sakramente ihr schweres Leiden, bis der liebe Gott sie zu sich in den Himmel holte. Wir bitten um ein Memento beim Gebet und hl. Opfer. Die tiefbetrübten Eltern und Geschwister. Münster(Westf.), Albersloher Weg 95. Legden, Drensteinfurt, Kassel und im Felde, den 10. November 1940. Dal Seelenamt findet statt am Donnerstag, dem 14. November, morgens 8½ Uhr, in der Herz-JesuKirche, anschließend 10 Uhr die Beerdigung von der Leichenhalle des Zentralfriedhofes aus. Statt jeder besonderen Anzeige Am 9. November entschlief plötzlich und unerwartet nach kurzer Krankheit, infolge eines Herzschlages, mein lieber Mann, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, Herr Ludwig Brandts im Alter von 38 Jahren. Um stille Teilnahme und ein Gebet für den Verstorbenen bitten: Die trauernden Angehörigen. Worms, Münster i.., Bahnhofshotel Bohlweg 19 Berlin-Charlottenburg, den 9. November 1940 Die Beerdigung findet am Dienstag, den 12. November. in Worms statt. Das feierliche Seelenamt in Münster findet am Freitag, den 15.. November, morgens 9 Uhr, in der Ludgeri-Pfarrkirche statt. Bei Verstopfüng lst nicht nur die Verdeuung gestört, such das Blut wird vergiflet. Koptu. Kreuzschmerzen, Hümorrholden, Obelkeit, bleicher u. unreiner Teint eind die Folge. Wen föhlt sich möde und verdrossen, öller als men lst. 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Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. Der Herr über Leben und Tod nahm gestern abend 7½ Uhr seine treue Dienerin, unsere liebe Schwester, Schwägerin, Tante und Großtante Gertrud Holling gen. Bracht zu sich in sein ewiges Reich. Sie starb nach mehrjährigem, mit musterhafter Geduld ertragenem, schwerem Leiden, gestärkt mit den Gnadenmitteln unserer hl. kath. Kirche, im 73. Lebensjahre, sanft und ruhig im Herrn. Wir bitten, der lieben Verstorbenen im Gebete zu gedenken. Die trauernden Angehörigen. Münster, Albachten, St. Mauritz, Greven, Osnabrück, den 11. November 1940. Das feierliche Seelenamt ist am Donnerstag, dem 14. November 1940 in der St.-Mauritz-Pfarrkirche, um 8½ Uhr, anschließend daran die Beerdigung auf dem St.-Mauritz-Friedhof. Heute morgen, 10.15 Uhr, entschlief nach einem christlichen Leben und nach schmerzvoller Krankheit unsere liebe Tante Miete, die getreue Pflegerin meiner unvergeßlichen Eltern, Fräulein Maria Dohr im 67. Lebensjahre. Seit nun bald 50 Jahren gehörte sie in unermüdlicher Arbeitsfreudigkeit, stets gleichbleibender Treue und Opferbereitschaft zu unserer Familie. Gott, der Herr, möge ihrer Seele gnädig sein und ihr die ewige Ruhe und den ewigen Frieden schenken. In tiefer Trauer: Wilhelm Bruchhäuser Münster(Westf.), den 10. November 1940 Hermann-Göring-Str. 25 Das feierliche Seelenamt findet statt am Donnerstag. den 14. November 1940, vormittags 9 Uhr, in der Plarrkirche zum Hl. Kreuz. Die Beerdigung erfolgt im Sinne der Entschlafenen in aller Stille. Wundervolle Perser- Teppiche u. Brücken, darunter seltene allerleinste Stücke u. Obermaße von leinster Knotung preisgünstig zu verkaufen. Schriftl. Anfragen zw. unverbindlicher Besichtigung unt. U U 5710 an die Hauptgeschäftsstelle Münster. für E. Engeling. Perser-Teppich-Hdig., z. Zt. Münster I. W. Hiesig. Farben= u. Tapetengeschäft sucht kundigen, fleißigen Lagerarbeiter für alle Arbeiten einschl. Heizung. 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Gleichfalls bin ich zur Erfassung der im Sackrückgabeverkehr anfallenden Säcke in diesen Landkreisen berechtigt und verpflichtet, soweit die Lieferanten die Säcke nicht selbst zurücknehmen. Ich bitte deshalb entsprechend dieser Anordnung der Reichsstelle für Papier und Verpackungswesen sämtliche Sackentleerer, sich mit mir unverzüglich in Verbindung zu setzen und mir alle vorkommenden Sackpartien, die von dieser Regelung betroffen werden, anzudienen. Mit meinem Ausweis versehene Aufkäufer werden die Säcke an Ort und Stelle bezahlen und in Empfang nehmen, so daß die Abwicklung für den Entleerer so reibungslos wie möglich gewährleistet ist. Sustav Sünther, Münster i. W. Fernruf 40996 hafenstraße 39 Weg. Erkrankung meiner Frau suche sofort oder später tüchtige Hausgehilfin für meinen Geschäftshaushalt, die im Kochen bewandert ist. Gerhard Schmeing. 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Drubbei 17/18 lolgrichere betrüger Testialen-Nord 1 6ie Wälleche zeltung“ 12. November 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 311 Wie Kamfsfen unsele-Deste Von Admiral Prentzel Es war im Jahre 1803, als der Amerikaner Julton der englischen Admiralität das Projekt eines Tauchbootes anbot, das seine Fähigkeit, sich unter Wasser zu bewegen, zwar erwiesen hatte, allerdings wegen sehr primitiven Antriebs— durch Treträder, die von der Besatzung bewegt wurden— militärisch noch keine Bedeutung hatte. Fulton wurde abgewiesen, dabei soll der Erste Seelord, Sir John Jervis, den Ausspruch getan haben:„Wenn wir das Projekt aufnehmen, werden es andere Nationen auch tun, und das würde der größte Schlag gegen unsere Ueberlegenheit auf dem Meere sein, den man sich vorstellen kann.“ Zwar hat es über 100 Jahre gedauert, bis dieses prophetische Wort des englischen Seelords seine Erfüllung finden sollte. Tatsächlich hat das Unterseeboot den Seekrieg zum Nachteil der bisher beherrschenden mit Elektromotoren. Die Dieselmotoren dienen der Akkumulatorendatterie, die die Elektromotoren speist. Im Weltkriege hatten wir Boote in der Größenordnung von 140 To. bis 2500 To., letztere=Kreuzer genannt, mit einer Besatzungsstärke von 62 Köpfen, darunter 6 Offizieren, während die kleinsten Boote nur 13 Mann und 1 Offizier an Bord hatten. Die Zahl der Torpedoausstoßrohre(2 bis 6) war nach Größe der Boote verschieden, einige waren außerdem mit Minenwurfeinrichtung versehen. Alle erhielten im Laufe des Krieges Geschütze bis zu 15=cm=Kaliber. Wie unsere =Boote damals konstruktiv unübertroffen waren und später anderen Nationen als Vorbild gedient haben, so haben sich auch ihre Besatzungen in dem vierjährigen großen Ringen als unbesiegbare, tapfere Männer immer wieder bewährt. * Unser Bild zeigt ein deutsches-Boot während des Abschusses von Torpedos durch die Bugrohre. Um die Arbeit der Bedienung zu veranschaulichen, gibt der Zeichner einen Einblick in das Innere des Bootes. Durch die Betätigung der Abzugsvorrichtung wird das Geschoß von 53,3 cm Kaliber mittels Preßluft ausgestoßen. Scherl, Zeichnung Schneider-Satori Seemacht revolutioniert, indem es die Bewegungsfreiheit der großen Flotten einengte und lähmte und dem Schwächeren ermöglichte, den Krieg in die feindlichen Gewässer zu tragen, ohne im Besitz der Seeherrschaft zu sein. So wurde es bald auch ein sehr erfolgreicher Handelszerstörer. Torpedo, Mine und Artillerie sind seine Waffen. Es besteht kein Zweifel, daß Deutschland mit den besten und leistungsfähigsten Booten der Welt im August 1914 in die große Auseinandersetzung mit England eintrat und auch zahlenmäßig mit sogenannten Hochseebooten an erster Stelle stand. Nur diese konnten im Kriege mit einer Großseemacht von Bedeutung werden. In richtiger Erkenntnis hatte man bei uns im =Boot=Bau zurückgehalten, bis der Dieselmotor die Entwicklung der neuen Waffe für weitreichende Fernunternehmungen möglich machte. Dann aber wurde der vermeintliche Vorsprung anderer Seemächte nicht nur aufgeholt, sondern übertroffen. Heute fahren die=Boote aller Nationen über Wasser mit Diesel=, unter Wasser Ihr Geist ist wiedererstanden in der neuen jungen =Boot=Waffe unserer Kriegsmarine. Sie steht seit Beginn des zweiten englischen Krieges ununterbrochen am Feinde und hat ihm bereits schwere Verluste an Kriegsund Handelsschiffen beigebracht. Ihre Stärke ist noch im Zunehmen begriffen, denn der große Kriegs==BootBauplan braucht eine gewisse Zeit zum Anlauf. Ständig nimmt die Zahl der Frontboote zu. Als die Kriegsmarine 1935 nach Erringung der Wehrfreiheit den=Boot=Bau aufnehmen konnte, hatte er in Deutschland fast 17 Jahre völlig geruht. Nicht geruht aber hatten die Köpfe in der Kriegsmarine, für den Tag der Wiedergeburt der=Boot=Waffe geistig gerüstet zu sein, und alle Vorbereitungen dazu waren getroffen. Nun mußte aber darauf Bedacht genommen werden, möglichst schnell eine gewisse Anzahl von Booten bereitzustellen. Gestützt auf große Erfahrungen aus dem Weltkriege und unter Ausnutzung aller neuen technischen Errungenschaften wurde zunächst ein kleinerer Typ von 250 To. gewählt, von denen bei Kriegsbeginn 24 fertig und eine größere Anzahl im Bau war; Besatzungsstärke 23 Köpfe. Diese Boote sind alle sogenannte Einhüllenboote, d. h. Armierung, Maschinen, Tauch= und alle sonst noch notwendigen Einrichtungen sind in einem zylindrischen Druckkörper untergebracht, der beim Tauchen den mit der Tiefe zunehmenden Wasserdruck aufnimmt und bei Ueberwasserfahrt als Schwimmkörper dient. Solche kleinen Boote haben besonders gute Taucheigenschaften und sind unter Wasser leicht zu handhaben. Trotz ihrer geringen Größe besitzen unsere Boote dieser Art einen großen Fahrbereich und sind sehr seesüchtig. Sie haben sich auf wochenlangen Fernfahrten im Atlantik voll bewährt. Ihre Geschwindigkeit ist aber geringer als die gröferer Boote, von denen bis zum Kriege zwei Typen von etwa 500 und 700 To. in beträchtlicher Zahl fertiggestellt waren, die als Zweihültenboote gebaut sind; Besatzungsstärke 35 bzw. 40 Köpfe. Die Entwicklung seit Kriegsbeginn entzieht sich aus begreiflichen Gründen der Darstellung. Beim Zweihüllenboot ist der Druckkörper mit einer nicht drucksesten, innen und außen gleich großem Druck ausgesetzten Außenhüille umgeben, in der die Tauchtanks untergebrucht sind. Durch die Außenhülle kann man dem Boot eine für die Geschwindigkeit günstige Form geben. Diese Boote sind daher erheblich schneller als die kleinen, besonders bei Ueberwasserfahrt. Da die Tauchtanks außerhalb des Druckkörpers liegen, wird im Innern des Bootes Raum für Armierung, Maschinen Brennstoff. Unterbringung der Besatzung usw. gewonnen. Die 250=To.=Boote tragen 3 Torpedorohre, die vorn im Bug angeordnet sind. außerdem 1 MG. gegen Luftziele, die 500=To.=Boote 4 Bugrohre und 1 Heckrohr, und die 700=To.=Boote 4 Bugrohre und 2 Heckrohre. Die Artilleriearmierung der beiden großen Bootstypen besteht aus je einem 8,8=cm=Geschütz und einem MG. Das Unterseeboot kämpft im allgemeinen allein, selten in Gruppen oder in loser Verbindung mit Ueberwasserstreitkräften. Seine Stärke liegt in der Unsichtbarkeit, es greift daher meist im getauchten Zustande an. Durch das Sehrohr besteht die Möglichkeit, aus dem Innern des Bootes die Vorgänge über Wasser zu beobachten. Es kann ausgefahren und eingezogen werden und wird immer nur für kurze Zeit über der Wasseroberfläche gezeigt, um nicht entdeckt zu werden. Der Nachtangriff wird in der Regel über Wasser angesetzt, auch die Artillerie kann nur bei Ueberwasserfahrt zu Schuß kommen. Schnelles und sicheres Tauchen und zuverlässiges Unterwasserfahren, besonders auf Sehrohrtiefe, d. h. so. daß das ausgefahrene Sehrohr nur wenig aus dem Wasser ragt, sind Manöver, die von der Besatzung besonderes Können verlangen und für den militärischen Einsatz des Bootes von entscheidender Wichtigkeit sind. Ueberhaupt sind es die Besatzungen, die den stählernen Booten Leben einhauchen, die aus ihren komplizierten Waffen, Maschinen und sonstigen Einrichtungen das Höchste herausholen und das ihnen anvertraute Boot in jeder Lage zu handhaben verstehen. Mit absoluter Gewißheit muß sich der Kommandant auf seine Besatzung verlassen können, jeder Versager kann das Boot und seine Insassen in Gefahr bringen. Einer hängt vom andern ab. Dieses Bewußtsein hämmert allen ein großes Verantwortungsgefühl ein und führt auf dem Boot zu einer Schiffsund Kampfgemeinschaft einzigartiger Prägung. Wenn es zum Angriff unter Wasser kommt, ist der Kommandant der einzige, der den Feind sieht, von seiner Entschlußkraft und seinem taktischen Können hängt der Erfolg ab. Mit blindem Vertrauen auf ihn befolgt die Besatzung seine Befehle. Jeder weiß, daß es auf ihn ankommt, ob er nun an der Maschine, am Tiefenruder, an den Torpedorohren oder in der Zentrale, wo alle Kommandoelemente und Befehlseinrichtungen des Bootes zusammenlaufen, seinen Platz hat. So haben Unsere Zeichnung zeigt ein feindliches Schlachtschiff, das von einem deutschen Torpedo mittschiffs getroffen wurde, während der zweite im nächsten Augenblick das Vorderschiff aufreißen wird.(Scherl, Zeichnung Schneider-Satori) alle ihren Anteil am Erfolg, und groß ist die Freude und der Stolz, wenn dem Schuß nach einer Weile die Detonation folgt, der Gegner also getroffen ist. Meist setzt dann aber auch sofort der Feind zum Gegenstoß an. Zerstörer versuchen das Unterseeboot zu rammen oder durch Wasserbomben zu vernichten. Letzteren ist manches Unterseeboot im Weltkriege zum Opfer gefallen, sie sind auch heute noch die Waffe, die dem Unterseebootsfahrer am unangenehmsten ist. Die Wasserbombe ist ein großer Sprengkörper, der in beliebiger Tiefe unter Wasser zur Detonation gebracht werden kann. Erfolgt diese in der Nähe des-Bootes, wird meist der Druckkörper so beschädigt, daß das Boot nicht mehr an die Oberfläche zu bringen ist. Es sinkt auf den Grund des Meeres und ist verloren, in der Regel, ohne daß Aussicht auf Rettung besteht. Aber auch wenn der Druckkörper dicht hält, rufen detonierende Wasserbomben oft ernste Beschädigungen im Innern des Bootes hervor, die seine Gefechtsbereitschaft beeinträchtigen und zu sofortiger Heimfahrt zwingen. Von der Geschicklichkeit, mit der das-Boot sich seinen Verfolgern durch Wegtauchen— auf 50 Meter Tiefe und mehr— und wechselnde Kurse zu entziehen versteht, hängt vielfach Sein oder Nichtsein ab. Für den Angreifer freilich ist es trotz neuzeitlicher Horchgeräte nicht leicht, den Ort des getauchten=Bootes mit genügender Genauigkeit festzustellen, um die Bomben richtig werfen zu können, und manche verpufft wirkungslos. Außer Wasserbomben dienen Mine und Netz zur Bekämpfung von Unterseebooten unter Wasser. Beides sind stationäre Defensivwaffen, das Netz überdies nur im feindlichen Küstenbereich in engen Durchfahrten oder vor wichtigen Häfen anzutreffen. Das Berühren einer Mine führt meist zum Totalverlust, und wer in ein Netz gerät, kann sich zwar oft wieder befreien, aber wenn er auftaucht, haben sich zahlreiche Feinde versammelt, deren Angriff er dann zu begegnen hat. Nehmen wir noch die Unterseebootsfallen und zahlreichen Bewacher und Luftstreitkräfte hinzu, die große Seegebiete dauernd unter Beobachtung halten, sowie den Schutz der Geleitzüge und Flottenstreitkräfte durch Sicherungsfahrzeuge aller Art, so bekommen wir ein Bild von den Gefahren, die unsere Unterseebote ständig umlauern. Um so mehr müssen wir bewundern, daß es ihnen immer wieder gelingt, Geleitzüge zu zersprengen und oft mehrere Dampfer daraus zielsicher und kaltblütig zur Strecke zu bringen. Es gehören schon Männer mit eisernen Nerven und höchster Unerschrockenheit dazu, solche Taten zu vollbringen, Männer, die ihr ganzes Können und Wollen daransetzen, der englischen Ueberlegenheit auf dem Meere für alle Zeiten ein Ende zu bereiten. — IHI Auf ihre Art pflegt auch die Zigarette ihrem Raucher öfters die Krallen zu zeigen. Das Papier ihrer Hüllemuss nämlich ziemlich porös sein, damit sie gut brennt. Das hat aber zur Folge, dass manchmal der harmlos scheinende Stoffan den Lippen haften bleibt. Ur dem Zigarettenpapier nun diese Untugend zu nehmen, haben wir unsere CUEBENKNU vorsorglich mit dem Ochlundstiick ausge. stattet. Es besteht aus einer Gnsichtbaren, aber wirksamen Schutzschicht,welche die Lippen des Rauchers vor Schaden bewahrt. S „— 5 2) MFA Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 12. November 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 311 Westjalen-Nord und Nachbargaue Lansvon in Ralngf gegen Lustgeahr... Wichtigste Voraussetzung ist die vollkommene Verdunkelung aller Räume Ursprünglich mögen nicht wenige unter uns geglaubt haben, die großen Städte allein würden das Ziel seindlicher Luftangriffe sein. Englands Flieger scheuen zumeist die starken deutschen Abwehrstellungen zum Schutze der Stätten der Arbeit, die sich in den großen Städten zusammendrängen. Um so„mutiger“ gebärden sie sich im Luftraum der dörflichen Landschaft. Sie haben es sogar fertig bekommen, den auf seinem Acker tätigen Bauer mit Maschinengewehrfeuer zu überfallen, Brandbomben auf Stallungen und Scheunen zu werfen. Daraus muß ein jeder lernen, wie notwendig die Maßnahmen zum Luftschutz auch auf dem Lande sind. Die wichtigste Voraussetzung des Schutzes gegen Bedrohungen aus der Lust ist und bleibt die vollkommene Verdunklung alter Räume, in denen Licht brennt. Die Abdunklung von Ställen vor allem wird man nachzuprüfen haben, weil sie meist nur behelfsmäßig vorgenommen worden ist. Es kommt immer wieder vor, daß unterwegs befindliche Gespanne von Fliegeralarm überrascht werden. Wenn der Führer des Gespanns sich in einem Orte befindet, dann sucht er die zunächst erreichbare„Notunterkunft für Tiere“ auf. Sind Notunterkünfte nicht vorhanden, dann ist mit dem Gespann schleunigst in eine Seitenstraße einzubiegen und das Fahrzeug rechts abzustellen. Die Zugtiere werden sodann ausgespannt und möglichst in einer Toreinfahrt untergestellt. Im Notfall müssen sie am fest abgebremsten Fahrzeug kurz angebunden werden. Außerhalb von Ortschaften empfiehlt es sich, mit dem Gespann Deckung gegen Fliegerangriffe unter Straßenbäumen zu suchen. Die Zugtiere sollen dabei ausgespannt werden; auf jeden Fall aber müssen sie kurz angebunden stehen. Zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen sind auf bewohnten Grundstücken in Land und Stadt zu treffen. Zum Schutze des Menschen und seines Besitzes wird überall Wasser zu Feuerlöschzwecken in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen, wo es angebracht ist, auch Sand zu gleichartiger Verwendung. Dabei sollen aber auch Aus der Gauhauptstadt Tageschronik Den Ebeleuten Vernhard Wessel. Den Eheleuten Vernhard Wessel, Maybachstraße 4, wurden zur Goldenen Hochzelt von dem Beauftragten des Polizeipräsidenten namens der Preußischen Staatsregierung eine Ehrenurkunde und ein Geldgeschenk überreicht.— Auf der Hammer Straße. Ecke tom Rinkstraße, ereignete sich ein Zusammenstoß zwischen einem Lastkraftwagen und einem Personenwagen. Personen kamen dabei nicht zu Schäden; die Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt.— Am selben Tage gab es auf der Hammer Straße in Höhe der Endstation der Straßenbahn noch einen zweiten Zusammenstoß zwischen einem Lastkraftwagen und einem Personenwagen. Bei diesem Unfall wurde leider ein Kind Die Fahrzeuge erlitten nur geringfügige Schädie Ställe berücksichtigt werden. Müssen Stallungen in Auswirkung von Luftangriffen geräumt werden, dann entscheidet schnelles, planvolles Handeln das Geschick der Diel Tiere. Im Gedenken an Langemarck Anläßlich des Gedenktages der Helden von Langelemarc, legte am Ehrenmal in Münster der Nationalsozialistische Studentenbund einen Kranz nieder. Eine eindrucksvolle Feierstunde des RSOStB fand für den Gau Westsalen=Nord in Hörter am Sonntagmorgen statt. Zusammenschluß nationalistischer Verbände in den Niederlanden Der Leiter der Verdinasobewegung(Verbond dietsche Nationalsolidaristen) in den Niederlanden. Ernst Voorhöve, hat Sonnabend morgen bei einer Zusammenkunft im Haag mitgeteilt, daß er sich mit seinen Anhängern dem RSB angeschlossen habe. Er, Voorhöve, sei bereits seit einiger Zeit zu der Erkenntnis gelangt, daß Zusammenarbeit aller nationalsozialistischen Gruppen in den Niederlanden eine Notwendigkeit geworden sei. Deshalb habe er nach einer Fühlungnahme mit Mussert beschlossen, sich dem RSB einzugliedern und bitte seine Anhänger, das gleiche zu tun. In der Werre ertrunken Hekford. Ein trauriger Unfall ereignete sich am Lübbertorwall. Der achtjährige Sohn der Familie Rebig, der hier mit seinem jüngeren Bruder spielte. rutschte plötzlich die Böschung zur Werre herunter und fiel ins Wasser. Er wurde sofort von der Strömung mitgerissen und ertrank. Neuer Beitlertrichk Lage. Die Bettler haben es im neuen Deutschland, in dem es Arbeit mehr als genug gibt, wirklich nicht leicht. Kein Wunder, daß sie auf allerlei neue Tricks verfallen. Hier sprach ein Mann in den Häusern vor und erzählte, daß er kurz vor der Stadt mit seinem Lastauto festliege. So fand er hilfsbereite Leute, die ihm mit Verpflegung„aushalfen“. Die Polizei nahm den Burschen unter die Lupe und stellte fest, daß die Geschichte von dem Lastauto ein Märchen war. Der Mann wurde von verschiedenen auswärtigen Polizeibehörden gesucht. Durch Abgase im Badezimmer erstickt Herne. Ein 69jähriger Invalide nahm in seinem Badezimmer ein Bad und wurde später dort erstickt aufgefunden. Nach der Feststellung der Kriminalpolizei war das Abzugsrohr des Gasbadeofens schadhaft. Infolgedessen schlugen die Abgase in das Badezimmer zurück, da sie nicht abziehen konnten, und erstickten den Mann. Einbrecher kocht sich Bohnenkaffee Wesermünde. Es gehört schon eine gehörige Portion Frechheit dazu, nachts in ein Büro einzusteigen und nach einer gründlichen Durchschnüffelung des Geldschrankes sich hinzusetzen, ganz gemütlich ein Täßchen Bohnenkassee zu kochen, Marmelade aufzuschleckern und die Zigaretten des Bürobesitzers aufzurauchen. Dieses Gaunerstück leisteten sich Eindrecher in Wesermünde, die das Fenster eines Lichtspielhauses angebohrt und so Zutritt zu dem Büro erlangt hatten. Da sie nur 40 RM. Wechselgeld sanden, sollte jedensolls der Magen voll werden. Die Einbrecher verschwanden dann und schrieden dem Kinobesitzer auf einer Postkarte einen Gruß auf. Ein Walfisch gestrandet Nordernev. Am Strand von Norderney warf die Flut einen Blauwal, der eine Länge von über drei Metern und ein Gewicht von eg. sechs Zentnern hatte, an Land. Das Tier war in die Brandung geraten und konnte das tiefere Wasser nicht gewinnen, obwohl es mächtig mit der Schwanzslosse arbeitete. Noch am Strande liegend, schlug der Wal wie wild um sich. Soldaten schleppten den Riesenfisch in ein Priel, aus der das Tier bei aufkommender Flut wieder das offene Meer erreichen konnte. Zuchthaus für Vergehen gegen Kriegswirtschaftsverordnungen Düsseldorf. Das Sondergericht verurteilte den 47jährigen Jakob Waldorf und den 39jährigen Otto Wassermann wegen schwerer Vergehen gegen verschiedene Kriegswirtschaftsgesetze: Waldorf zu drei Jahren Zuchthaus,Wassermann zu einem Jahr und seche Monaten Gefängnis. Waldorf war bei einem großen industriellen Werk beschäftigt, das zu Uebergabe an Lieseranten über Kennziffern verfügte. Er hatte nun in einer Reihe von Fällen Kennziffern an Leute überlassen, die auf Kennziffern keinen Anspruch hatten und sich dadurch etwa 1500 Mark Nebenverdienst erworben. Eine ansehnliche Menge der Kennzissern hatte er dem Wassermann überlassen, der sie in ähnlicher Weise verwertete und dadurch etwa 2800 Mark einheimste. Da sie sich in gröbster Weise gegen die Kriegswirtschaftsverordnungen vergangen hatten, erschienen die angeführten Strasen als gerechte Sühne. Das letzte Insanterlegeschoß— amerikanisch versteigert Solingen. Zu einem seinen Erfolg, der gleichzeitig den Opfersinn eines jeden Deutschen freffend beleuchtet, gestaltete sich der Verkauf des letzten WHW.=Abzeichens am Wochenende in einer Solinger Wirtschaft. Dieses Abzeichen, ein Insanteriegeschoß, sand seinen Besiger durch eine amerikanische Versteigerung, die zwei SAMänner durchführten. Der Preis ging mehr und mehr in die Höhe, 10. 15, 20 Mark wurden geboten. Schließlich wurde das kleine Geschoß für rund 23 Mark dem letzten Bieter zugeschlagen. 64 Schase durch zwei Hunde zerrissen Mayen. In einer der letzten Nächte brachen in der Gemarkung Hausen zwei Hunde in eine Schafherde ein, wo sie furchtbare Verwüstungen anrichteten. Beim Einfall der Hunde brachen die Schafe aus der Hürde aus. Die Tiere wurden aber von den Hunden verfolgt und zu einem großen Teil zerrissen. Insgesamt wurden 64 Schafe getötet oder so schwer verletzt, daß sie notgeschlachtet werden mußten. Am folgenden Morgen erschienen die Hunde wieder am Tatort, offenbar in der Absicht, ihr Vernichtungswerk fortzusetzen. Dabei konnten die Hunde erkannt und die Besitzer festgestellt werden. Das germanische Dorf Gerlinghausen Menschen, die so bauten, standen auf hoher Kulturstufe In der Nähe der jungen ostwestfälischen Großstadt Bielefeld, abseits der großen Heerstraße, liegt das freundliche lippische Bergstädtchen Oerlinghausen. Zum erstenmal wird Oerlinghausen in einer Urkunde aus dem Jahre 1036 erwähnt. Das geschichtliche Leben Oerlinghausens und seiner nächsten Umgebung aber reicht viel weiter zurück. Es war ein bedeutsames Ereignis, als es dem Oerlinghauser Schulleiter Diekmann gelang, in unmittelbarer Nähe der Stadt Grundrisse germanischer Häuser auszugraben. 1929 wurde der erste Grundriß entdeckt. Inzwischen ist noch eine ganze Reihe solcher Hausgrundrisse, eine Schmelze und eine Schmiede ausgegraben worden. Dabei kamen wertvolle Funde zutage, Geräte, Tonscherben und Eisenteile, vor allem eine kunstvolle germanische Fidel. Diese Entdeckungen erregten schon damals großes Aufsehen. Noch aber war die Zeit nicht reif zu einer wirklichen Auswertung der Grabungsergebnisse. Das Jahr 1933 brachte auch in diesen Dingen Wandel. Der Leiter des Reichsbundes für deutsche Vorgeschichte, Prof. Reinerih(Berlin), nahm sich der Sache an. Es stellte sich heraus, daß die Oerlinghauser Grabungsergebnisse nach Art und Umfang einzigartig waren. Sie sind heute keineswegs abgeschlossen. So konnte man kürzlich auf der Hanegge, in unmittelbarer Nähe der Stadt, eine altgermanische Grabstätte freilegen. Pros. Reinerth datiert die Oerlinghauser Germanensiedlung auf etwa 200 vor der Zeitenwende. Es bestand schon lange der Plan, die germanischen Häuser wieder aufzubauen. Zur 900=Jahr=Feier der lippischen Bergstadt Oerlinghausen im Jahre 1936 wurde dieser langgehegte Wunsch endlich Wirklichkeit. Der Wiederaufbau erfolgte unter der Oberleitung von Prof. Reinerth. Hervorragenden Anteil an dieser verdienstvollen Arbeit hat der Oerlinghauser Schulleiter Diekmann, der stets für die Belange seiner Heimatstadt eingetreten ist: So wurden zunächst ein Wohnhaus, ein Dachhaus und die Schmelze wiedererrichtet. Das war der Anfang des germanischen Dorfes Oerlinghausen. Mit aller Lieve= und Sorgfalt ist der Wiederaufbau der Häuser erfolgt. Bauweise und Baumaterial entsprechen genau den Grabungsergebnissen. Die Inneneinrichtung des Wohnhauses ist mit peinlichster Genauigkeit nach Originalfunden gearbeitet worden. Im Dachhaus, das Töpferei und Schmiede enthält, sehen wir Geräte und Hilfsmittel, die einst unsere Vorfahren benutzten und die im Schutz der Erde erhalten geblieben sind. Nur mit Staunen und Bewunderung kann man diese germanischen Häuser, die übrigens die einzigen aus dieser Zeit in Deutschland sind, betrachten. Menschen, die so bauten und lebten, standen gewiß schon auf einer hohen Kulturstufe. B. K. verletzt. den.— Am Sternbusch wurde eine Fußgängerin von ummmmmmm1112 Bester Flieger=Nachwuchs Saalsingzeugmodellweitbewerb der RSIK-Gruppe 10 Gelsenkirchen, 10. November. Am Sonntag führte die RSFK=Gruppe 10(West. salen) unter Teilnahme der Saalmodellbauer aus den vier Standarten 57, 58, 59 und 60 den als Au scheidungsweitkampf zum Reichswettbewerd gedachten Gruppenwettbewerb für Saalflugzeugmodelle durch. Am Morgen sand zunächst in der Gelsenkirchener Ausstellungshalle unter Führung des Sachbearbeiters der Gruppe 10, Obersturmführer Deresch, die Bauprüsung statt, die ein mannigfaches Bild nomentlich hinsichtlich der Eigenkonstruktionen dot Da die Gelsenkirchener Ausstellungshalle zur Austragung des Flugwettbewerbs der Saalmodelle nicht zur Verfügung stand, degaben sich die Wettbewerbsteilnehmer mit ihren Modellen zur Stadthalle Wanne=Eickel, wo der Flugwettbewerb ordnungsmäßig durchgefährt wurde. Es wurden Flugzeiten bis zu 200 und 300 Sekunden erzielt. Folgende zehn besten Wettbewerbsteilnehmer wurden als Vertreter der RSFK=Gruppe 10(Westfalen) zum Reichswettbewerb für Saalbaumodelle herausgestellt, der am 30. November und 1. Dezember in Breslau stattfindet: Wolfgang Koester=Dortmund, RSFK=Sturm 1/57. H5=Bann 130, Modellgewicht 11 Gramm. Georg Droste=Dortmund, 1/57, H3=Bann 130, Modellgewicht 6 Gramm. Walter Wolf=Dortmund, 1/57, H3=Bann 130, Modellgewicht 5 Gramm. Hans Liel=Münster, 2/59, H3=Bann 313, Modellgewicht 4 Gramm. Wilhelm Orschel=Münster, 2/59, H3=Bann 313, Modellgewicht 7 Gramm. Hermann Madderseld=Münster, 2/59, H3Bann 313, Modellgewicht 4 Gramm. Wilhelm Hartmann=Münster, 2/59, H3=Bann 313, Modellgewicht 5 Gramm. Heinz Brosch=Gladbeck, 1/59, H3=Bann 262, Modellgewicht 8 Gramm. Fritz Rlehaus=Lemgo, 10/60, H3=Bann 255, Modellgewicht 9,8 Gramm. Friedrich Oelmüller=Lemgo, 10/60, H3=Bann 255, Modellgewicht 10 Gramm. Die neuen Dimpfe und Jungmädel Bestätigungsseiern im Deutschen Jungvolk und Jungmädelbund einem Radfahrer angefahren. Die Frau erlitt erhebliche? Verletzungen. Die Schuld hat der Radfahrer, der die notwenidige Vorsicht außer acht gelassen hat.— Ams 6. November zwischen 13 und 14 Uhr wurde auf der Königstraße das Kleinkraftrad„Presto“, Kennzeichen IX 88 736, und am 7. November gegen 9 Uhr auf der Rosenstraße das Kleinkraftrad„Triumph“. Kennzeichen IX 380 553, gestohlen.— Auf einem schlechten Wegitücks des Cheruskerringes rutschte ein Möbelwagen seitwärts: an einer kleinen Böschung ab, so daß er jeden Augenblick umzustürzen drohte. Alle Bemühungen der beiden Fahrer, den Wagen wieder in die richtige Lage zu: bringen, waren vergeblich. Erst ein Trecker war startk: Wagen wieder klott zu mache Für die westfälische Frau „Wir werden es schon schaffen!“ Von der Kreissiedlerfrauenberaterin zur Treckerfahrerin Im Laufe des Sommers bis in den Herbst hinein sind die Jungmädel= und Pimpfenproben abgeschlossen worden, und auf Grund der erfüllten Bedingungen und der allgemeinen Bewährung im Dienst rückt für jeden Pimpfenanwärter und jede IM=Anwärterin der Zeitpunkt der Bestätigungsfeier näher heran. In diesem Jahr fiel dieser große Tag für unsere zukünftigen Pimpfe und Jungmädel auf den 9. November, den Tag in der Geschichte der nationalsozialistischen Bewegung, der einer Feier tiefsten Sinn und größte Aufnahmebereitschaft gibt. In den Städten wurde die Bestätigungsfeier in der Gemeinschaft einer IM=Gruppe oder eines Fähnleins, auf dem Lande in einer IM=Schar oder einem Jung. zug gestaltet. Alle D3=Anwärter und IM=Anwärterinnen, die ihre Probezeit bestanden haben, wurden an diesem Tage fest in die Gemeinschaft der älteren Kameraden aufgenommen. Die Grundsätze der Treue, der Kameradschaft, des Gehorsams, der Tapferkeit, der Ehre, der Verschwiegenheit sollen als leuchtendes Zeichen nunmehr über dieser Gemeinschaft stehen. Der 9. November in dieser ernsten Zeit, da Väter, Brüder und Kameraden den Feind niederzwingen und ihr Leben einsetzen, wird nie wieder aus der Erinnerung unserer neuen Pimpfe und Jungmädel wegzurücken sein. Den Führer als das schönste Beispiel vor Augen, versprachen am Tage der Bestätigung die nunmehrigen Pimpfe und Jungmädel überall dort mitzuhelfen, wo sie gebraucht werden. Ihre Aufnahmeurkunde wird sie immer daran erinnern, daß sie die jüngste Gefolgschaft des Führers sind. Als äußeres Zeichen der Zugehörigkeit zur Jugend des Führers bekamen die Pimpfe das Fahrtenmesser und die Junzmädel das Halstuch und den Knoten verliehen, sie tragen nun voller Stolz ihre vollständige Uniform. genug, um den Wagen wieder flon zu machen. Jeldpostpäckchen. Jetzt sind wieder Feldpostpäckchen bis 1000 Gramm in beiden Richtungen, also nicht nurt von der Heimat ins Feld, sondern auch vom Feld in dies Heimat zugelassen. Postdienst mit dem neutralen Ausland. Zwischen: Luxemburg und dem neutralen Ausland(auch den besetzten Ländern) sind jetzt Briefe, Postkarten, Druck=2 sachen, Warenproben, Geschäftspapiere und Mischsendungen(gewöhnliche und eingeschriebene) in beiden Richtungen zugelassen. Die Verordnung vom 2. April über den Nachrichtenverkehr muß beachtet werden. Wie grafulieren zum 90. Geburislag Am vergangenen Sonntag feierte Frau Bernhardine: Sprinz, Grevener Straße 59, ihren 90. Geburtstag.s Nach ihrem arbeitsreichen Leben bedeutet dieser Tag ein schönes Fest für die Jubilarin. Zwölf Kinder waren; die Freude der glücklichen Mutter, aber nur vier sind: ihr geblieben. Drei Söhne verlor sie im Weltkrieg.s Frau Sprinz ist trotz ihres hohen Alters körperlich und: geistig frisch und rüstig und interessiert am Geschehen der Zeit in Heimat und Welt. Wir gratulieren der lieben Jubilarin zum 90. Wiegenfest und wünschen ihr: von Herzen weitere Gesundheit und Frisch Seldengedenkfeier Schon im vergangenen Sommer hatte uns unsere Die Abteilung des Sicherheits= und Hilfsdienstes; war am Sonnabend im Schützenhof angetreten, um dies toten Kämpfer der Bewegung und die Männer, die aus; ihren eigenen Reihen im Dienste des Heimatschutzes ge: fallen sind, zu ehren. Zu Beginn der Feierstunde be: grüßte der Abteilungskommandeur, Hauptmann Reitz,: die Vertreter des Besehlshabers im Lustgaukom=3 gpeissiehserirauenhergterin er sit: Maur 14 i.:: mando VI. des Polizeipräsidenten, der Ordnungspolizeis Kreissiedlerfrauenberaterin erzählt:„Wenn ich in dieund der NSDAP. Vor allem galt sein Gruß ders sem Herbst meine Ferien bekomme, will ich zu Hause Witwe des gefallenen S6D=Mannes. Er sprach ins tüchtig helfen; denn meln ältester Bruder ist schon seit kernigen Worten von dem Sinn dieses Tages, von dem langem eingezogen, und auf unserem Hof wird viel ArOpfertod für Führer Volk, der die Krone des deutschens heit für mich sein. Ich werde dann unseren Trecker S50=MNönner, im Gedenlen an sdre ioten Kameradenz sa geg.—.Luren Treckerr“ Anschzgrsg, heopen De hart zu bleiben in Einsatz und Pflichterfüllung. Dies sie ein wenig ungläubig angeschen.„Ja, bestimmt, ihr Klänge aus„Peer Gynt“ von Grieg wechselten dann müßt dann einmal kommen!“ ab mit Liedern, von S6D=Männern gesungen, und: Vor einigen Tagen sind wir nun hinausgefahren sin die kleine Landgemeinde, nahe der alten Emsstadt : Rheine. Wir stehen vor einer fast unübersehbaren Fläche umgepflügten Weidelandes. Es liegt so dichter „ Herbstnebel, daß wir vorläusig nur das Tacken des Motors hören. Eine männliche Stimme ist zu hören:„Eie was mehr rechts halten, so, jetzt umschalten!“ Nun Rauchen Sie als Kenner“) können wir guch erkennen, daß es unsere Kreissiedler* 3 frauenberaterin mit ihrem jüngsten Bruder ist. Er wird Das Umschalten in einen anderen Gang macht manchmal Schwierigkeiten. Der Bruder zeigt's noch einmal. Aufn.: Hertha Meier. gleichfalls in den nächsten Tagen eingezogen und gibt noch einmal kurz Anweifungen Schnurgerade ziehen Trecker mit anhängender Egge ihre Bahn.„Es ist eine holprige Angelegenheit“, meint sie,„es ist schwerer Boden, und immerhin ist ein Trecker kein Wanderer mit Schwingachse." Am Abend zeigt sie uns mit Stolz ihren schönen alten elterlichen Hof, der schon auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Wir gehen durch die frischgekälkten Ställe, über die lange Deele in die große Küche. Ein offenes Herdfeuer! Wie gemütlich mögen hier die langen Winterabende sein, wenn der Vater die Pfeise raucht und Spökengeschichten dazu erzählt! Als wir uns verabschieden, fragen wir den Bauer, ob die Bewirtschaftung des großen Hofes jetzt nicht besonders schwer werde, wenn beide Söhne Soldat seien. Da sogt er zuversichtlich:„Wir werden es schon schoffen, meine Hauptsorge gilt dem Hof=und der wird erhalten bleiben, Wie er sstl“. H. M. ATIKAN 55 Was essen wir diese Milchkohl, Hülsenfruchtbratlinge, Kürbispastete und andere Gerichte Rauchen Sie kritisch prüsend, und Sie werden selbst# seststellen, daß zum wahren Rauchgenuß bessere Cigareiten gehören, bei denen man jeden Zug genießerisch## auskosten kann. einem Gedicht des SHO=Mannes Richter, das von der Verpflichtung, der großen Toten zu gedenken, kündete. Dann nahm Hauptmann Reitz die Enthüllung der Gedenktafel für die beiden in der Ausübung ihres Dienstes gefallenen StD=Männer. Josef Rawe und Josef Günnewig, vor. Als dann die Namen derer erklangen, die in treuem Glauben an die Wiederauferstehung des deutschen Reiches ihr Leben vor ders! Feldherrnhalle ließen, da war es allen ein starkes Gelöbnis, im Geiste all der Kämpfer treu ihre Pflicht für: Führer, Volk und Heimat zu erfüllen. Dienslag: Mittags: Milchkohl(Rezept 1) mit Hülsenfruchtbratlinge(Rezept), Kartossein, Grießflammeri mit Saft; abends: Pellkartoffeln. Rote=Rüben, Gemüse mit Meerretich(Rezept), Deutscher Tee. Mittwoch: Mittags: Gemüsebrühe mit Reis, Kürbispastete(Rezept); abends: Leinweber, Rohkostsalat, Hagebuttentee. Dannerslag: Mittags: Geröstete Grießsuppe, Kohltüben mit Kartoffeln zusammengekocht, frische Blutwurst; abends: Süße Brotsuppe, Quargbrote mit Rettich und Mödren. Jreitag: Mittags: Gedünsteter Fisch, Endiviensalat, Kartofseln, Senftunke, Zwiebackauflouf mit Vanillekunke: abends: Quarg mit Vollkornbrot, Deutscher Tee. Pellkartoffeln. Sonnabend: Mittags: Linsensuppe mit Speck und gerösteten Brotwürfeln, Kompott; abends: Gemüsesalat, Bratkartoffeln, Kösebrot. Sonntag: Mittags:: Tomatensuppe. Blumenkohl, holländische Tunke, Kartofseln, Schnitzel: nachmittags: Käsekuchen: abends: Vollkornbrot mit Fleischaufstrich, Deutscher Tee. Montag: Mittags: Möhrensuppe, Dampfnudeln mit Vanilletunke oder Kompott; abends: Selleriekartoffein, Feitbrote, Deutscher Tee. Rezept 1: Milchkodl: 1. Klgr. Weißkohl, 20 g Speck oder Fett, 40 g Mehl, 1 Zpiebel oder Lauch, 1/2 Liter Milch oder Buttermilch, Salz.— Die gewürselte Zwiebel wird in dem Fett angedünstet, dann gidt man das Mehl hinem, fünt mit der Milch auf und läßt die Tunke gut durchkochen. Den seingeschnittenen Weißkohl dünstei man mit wenig Wasser vor, gibt ihn in die fertige Tunke gäßt gar werden und schmeckt ab. Rezept 2: Hülsensruchtbratlinge: 125 0 Erbsen. Bohnen oder Linsen, 125 g gekochte, geriebene Kartoffeln vom Tage vorher, etwa 100 g Mehl(4 Eßlöffel), 1 Ei, Zwiebel oder Lauch, 20 g Fett oders Speck. 2 Eßlöffel geriebene Semmel, Salz, Thymians, oder Petersilie, evtl. auch frische oder getrocknete eingeweichte Pilze.— Die Hülsenfrüchte werden mit Wasserse bedeckt, über Nacht eingeweicht und am nächsten Tages: gargekocht. Man gibt sie durch ein Sieb und vermengts den Brei mit allen Zutaten. Zwiebel oder Lauch wirds dafür in dem Feik angedünstet. Dann formt man flaches Plätzchen, die in geriebener Semmel gewendet und ins der' Pfanne gebraten werden. Rezept 3: Rote=Rüben=Gemüse mits Meerrettich: 1 Klgr. rote Rüben, 1a Liter saures Milch, geriebener Meerrettich und Salz nach Geschmack.s evtl. auch etwas Zitronensaft oder Essig.— Die rotens Rüben werden gekocht oder ungeschält auf dem Rosts im Ofen gebacken, dann zieht man die Schale ab,: schneidet sie in Würfel, gibt sie in die heiße Brühe.; Wenn sie etwas gedünstet haben und gut heiß sind,s: fügt man Milch und Meerrettich bei und schmeckt ab.s Das Gemüse kann auch mit einer Mehlschwitze gebun: den werden. Tödliche Folgen eines nichtbeachteten Rales Köln. In der Garage einer Brotfabrik in KölnHöhenberg war ein Kraftfahrer mit dem Aufpumpen seines Autoreifens beschäftigt, als sich plötzlich, durch die Druckspannung hervorgerufen, der Springring der Reisenfelge löste und dem Kraftfahrer gegen den Kopf sprang. An den erlittenen Verletzungen ist der Mann inzwischen im Krankenhaus verstorben. Der Autoreisen war kurz vor dem Unfall repariert worden und noch nicht an einem Fahrzeug befestigt. Einen deshalb vom Garagenmeister erteilten Rat, den Reifen mit der Springringseite gegen die Wand zu stellen oder auf den Boden zu legen, hatte der Verunglückte außer acht gelassen. Der bedauerliche Vorfall möge allen interessierten Kreisen zur Warnung dienen. Rezept 4: Kürbispastete: 250 g vorbereiteter: Kürbis. 200 g Hackfleisch, ½ Ei, 250 g Mehl, 50 gs. Fett, Salz, Bohnenkraut und Basilikum.— Das Mehl: wird auf ein Brett gestreut, man gibt das mit wenigs Wasser verquirlte Ei in die Mitte, dann fügt mans das zerpflückte Fett und Salz bei und knetet alles schnell zusammen. Der Teig soll ½ Stunde ruhen. In; er Zeit bereitet man den Kürbis vor, schneidet ihn sein und läßt ihn mit wenig Essigwasser kurz kochen. Dann mischt man das Hackfleisch darunier und schmeckt: ab. 3 des Teiges werden ausgerollt und die gefettete Auflaufform damit ausgelegt. Dann gibt man; die Fülle hinein. Nun wird der restliche Teig ausgerollt und als Deckel obenauf gelegt und festgedrückt. Dies Teigdecke muß—2 öffnungen haben, damit der Dampfs abziehen kann. Man bestreicht die Pastete mit Milchs oder verquirltem Ei und backt sie etwa ¾ Stunde. Wochenendkarzer für zwei Jugendliche Wiesbaden. Das Wiesbadener Jugendgericht hat in s seiner letzten Sitzung erstmalig von der Neueinführung des Jugendarrestes Gebrauch gemacht und in zwei Fällen Jugend=Wochenendkarzer verhängt. Ein junger Bursche aus Dotzheim sollte für eine Nachbarsfrau zwei Feldpostpäckchen, die für ihren Sohn bestimmt waren, A***** * MARYLAN * ein feststehender Begriff erfolgreicher Kosmetik 2c MARVLAN-HAUTCREME MARTLAN-ZANNPASTA K*** Ein Saushaltungsbuch des Deutschen# Welbchech Die Hauptabteilung Volkswirtschaft— Hauswirt=sschaft des Deutschen Frauenwerkes hat ein Haushaltungsbuch für die deutsche Hausfrau herausgegeben. Zurs Anleitung dienen zwei Merkblätter, die den Hausfrauens! bei ihrer Buchführung behilflich sein wollen. Eine: geordnete Geldwirtschaft ist die Grundlage jeder geordneten Haushaltsführung. Wichtig ist aber nicht allein die Uebersicht über Einnahmen und Ausgaben, sondern auch die Frage, wie sich die Ausgaben auf die verschiedenen Gebiete des Haushaltes verteilen. Das Buchfühs zur Post bringen. Diesem Auftrag kam er nicht nach, sondern er begab sich in einen Feldweg, öffnete das Päckchen und eignete sich den Inhalt an. Er stand nun vor dem Jugendrichter und erhielt neben Erziehungsmaßnahmen drei Wochenendkarzer.— Der zweite Jugendliche hatte ein auf der Straße stehendes Fahrrad gestohlen. Eines Tages erkannte der Besitzer sein Fahrrad wieder und ließ den jugendlichen Dieb festnehmen. Der Junge, dem im übrigen ein gutes Zeugnis ausgestellt wurde, erhielt eine gerichtliche Verwarnung und einen Wochenendkarzer. Blick in die Welt rungsschema ist in acht Gruppen unterteilt. Wir geben Ratschläge Aepsel schält man sparsom, indem man sieß! vorher in heißes Wasser eintaucht. Apfelschälen verfärbt die Fruchtstücke bräun=: lich, wenn man sie nicht in Zitronensaft taucht oder ins Essigwasser legt. Trockene Zitronen legt man einige Stunden in kaltes Wasser, das man öfter erneuert. Speisereste von Fleisch. Fisch, Gemüse, Iu Früchten dürfen nicht in Metallhefäßen aufbewahrts werden. Linsen werden beim Kochen nicht dunkel. wenn man sie mit einigen geschälten Kartofsein ansetzt. Rudelteig wird zarter, wenn man statt; Wasser Milch verwendet, da Wasser den Teig zähe macht Paprika darf in Gerichten niemals mit Fett oder Zwiebeln zusammen geröstet werden, sondern wird dens Speisen erst nach dim Bratprozeß zugesetzt, da er sonstz Polnischer Gymnasiast verbreitete Hetzlügen Katlowitz, im November. Welche traurigen Früchte die frühere systematische Verhetzung der polnischen Jugend trägt, lehrte eine Verhandlung vor dem Kattowitzer Sondergericht. Wegen Verbreitung seindlicher Rundfunknachrichten wurde der 19jährige Mieczyslaw Lorek zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Der Angeklagte hatte sich bis Mitte Juni dieses Jahres wiederholt mit dem flüchtigen polnischen Rechtsanwolt Kotula in Slawkow getroffen und sich von diesem Hetnachrichten französischer Sender übermitteln lassen, die er sich notierte und dann an andere Polen verbreitete. Wegen seiner Jugend und seines umfassenden Geständisses vor Gericht kam der Angeklagte mit dieser verhästnismäßig milden Strafe davon. seinen pikanten Farbe einbüßt. Eigengeschmack verliert, auch seine „Tepalo“, ein neues Gemüse Newyork, im November. Einem Gemüsezüchter im Staate Newyork ist es gelungen, durch Kreuzung von Tomaten= mit Kartosfelpflanzen eine neue Gemüsefrucht zu erzielen, die er „Lopato“ nennt. Der größere Stärkegehalt der Karioffelpflanzen soll bewirkt haben, daß die aus der Kreuzung stammenden Früchte zwar ebenso groß ½ schmackhaft wie Tomaten sind, aber ein festeres Fleisch haben. Die Körner liegen also nicht wie bei der Tomote in weichem Schleim. 12. Novem Chran Ehrenvolle Au Aufklärungsabteilu dem Eisernen Kre Mit dem Kriseinen, Einsatz und stehengen Kamera unteroffizier Auge dienstkreuz 2. Kla Wir gratulierer ging, die am be 85. Geburtstag be die herzlichsten G1 Jum Besten Sonntag, dem 24. gunsten des Krieg an dem: der M „Münsterische Mö Orchester unter Le Rosband mitwirke Heute wieder: des Deutschen Fro alle Frauen und von Kleidungsstüc geschulten Krafte mitzubringen. Be Ein dummes 2 brach bei einem d menden Möbelwag in den Hauptverke hielt. Das Hinder seitigt werden. Schornsteinbrat stand am Sonna Schornsteinbrand, vorrief und von de den konnte. Deutsche Reich erinnert, daß am der Lose 2. Klasse Filmfeier In der Feier um 10 Uhr im A. neuesten Wochense der Propagandain Frankreich“ geNachstehend di neneinmarsch, Beg rig, Wochenschau, Thema:„Mit un Schlacht in Frank Kompanien, Gru Da nur eine zu einem Unkoste gruppen Bahnhof, geter, Gutenberg, und Hansa zu he Karten sofort zu einzunehmen. NSDAp gez. Hill Hei „Gefährlich ist Bären diesem gem Zoo schon seinen Drahtzaun und lä zarten Weiblichkei es nun ja den In ten geblieben ist, umzulaufen, so mi rem Zoo, um den sagen. Übrigens raten, daß unsere kommen, und das Auch jetzt kann ter Fülle die viel tierkundlichen Ken Fluidum schöner sonders die Hirsc Geweihe bestaunt ein junges Lama im Herbst und M viele Besucher, die auch nicht auf sich haben für diese heizung und auch Winterpelz. Nur die zarte ger, könnten d bei uns in Münf bereits vorübergel haus und sind de ihrer fernen Heim Übrigens kön verraten, daß die mit einem besor Ein Mann, in Hilflosigkeit, stand hielt einen Brief ter für postlagern stand, daß sein S Baugerüst gestürz dare Gefahr. „Keine unmitt sagen: Seht selbe unterbrecht oder Was seine Fr zweifelhaft. Mai die Maßen gelieb bestünde. Ob mi ohne Bedeutung. daß schließlich jed barer wie unmitt nem Opfer unge wäre verdorben, einem Jahr aufre Der Manng Telegramm auf. Im Hotel blie blick stehen. 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RSFK=Sturm 11 Gramm. 57, H3=Bann 130, 57, H3=Bann 130, =Bann 313, Modell59, H3=Bann 313, inster, 2/59, 53Rl. r, 2/59, H3=Bann 9, H3=Bann 262, 10, H3=Bann 255, 10/60, H3-Bann Jungmädel hen Jungvolk 10 i den Herbst hinein proben abgeschlossen n Bedingungen und enst rückt für jeden Inwärterin der Zeitheran. In diesem unsere zukünftigen November, den Tag istischen Bewegung, größte Aufnahmeätigungsfeier in der er eines Fähnleins, oder einem Jung. ind IM=Anwärter= haben, wurden an ift der älteren Kassätze der Treue, der er Tapferkeit, der uls leuchtendes Zei. saft stehen. sten Zeit, da Väter, niederzwingen und er aus der ErinneJungmädel wegzuschönste Beispiel vor Jestätigung die nunüberall dort mitzuIhre Aufnahmeinnern, daß sie die sind. Als äußeres nd des Führers besser und die Jungverliehen, sie tragen Uniform. achteten Rates Brotfabrik in Kölnit dem Aufpumpen h p l ö t z l i c h, d u r c h d i e Springring der tfahrer gegen den Verletzungen ist der verstorben. Der ill repariert worden g befestigt. Einen en Rat, den Reifen Land zu stellen oder Verunglückte außer Vorfall möge allen dienen Jugendliche Jugendgericht hat in der Neueinführung jacht und in zwei hängt. Ein junger Nachbarsfrau zwei in bestimmt waren, 12. November 1940 Münsterischer Stadtanzeiger Nummer 311 Chronik des Tages Ehrenvolle Auszeichnung. Der Leutnant in eine Aufklärungsabteilung Reinhold Brämitz wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Mit dem Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnet. Für seinen Einsatz und seine Hilfsbereitschaft den im Felde stehenden Kameraden gegenüber wurde der Sanitätsunteroffizier August Springer mit dem Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Wir gratulieren zum 85. Geburtslag. Frau B. Epping, die am heutigen Tage in alter Rüstigkeit ihren 85. Geburtstag begeht, sprechen wir zu ihrem Wiegenfest die herzlichsten Glückwünsche aus. Jum Besten des Kriegs-Winterhilfswerkes. Am Sonntag, dem 24. November, findet im Stadttheater zugunsten des Kriegs=Winterhilfswerkes ein Konzert statt, an dem der Männergesangverein„Constantia“, der „Münsterische Männergesangverein“ und das städtische Orchester unter Leitung von Generalmusikdirektor Hans Rosband mitwirken. Heule wieder Nähberalung! In der Beratungsstelle des Deutschen Frauenwerkes am Servatiplatz bekommen alle Frauen und Mädel kostenlos Rat zum Umändern von Kleidungsstücken. Die Anleitung wird von einer geschulten Kraft erteilt: Stecknadeln und Reihgarn sind mitzubringen. Beginn 15 Uhr. Ein dummes Verkehrshindernis. Am Montagmittag brach bei einem die Kurve am Schützenhofrundell nehmenden Möbelwagen die Hinterachse, so daß der Wagen in den Hauptverkehrsstunden den Verkehr ziemlich aufhielt. Das Hindernis konnte nach etlicher Zeit wieder beseitigt werden. Schornsteinbrand. Infolge verrußter Ofenrohre entstand am Sonnabend auf der Wermelingstraße ein Schornsteinbrand, der allerdings keinen Sachschaden hervorrief und von der Feuerschutzpolizei bald gelöscht werden konnte. Deutsche Reichslotterie. Die Spieler werden daran erinnert, daß am 15. November Schluß der Erneuerung der Lose 2. Klasse ist. Filmfeierstunde der Kreisleitung In der Feierstunde am kommenden Sonntag, die um 10 Uhr im Apollo-Theater beginnt, wird neben der neuesten Wochenschau eine Zusammenstellung der Filme der Propaganda=Kompanien mit dem Titel„Die Schlacht in Frankreich“ gezeigt. Nachstehend die Vortragsfolge der Filmstunde: Fahneneinmarsch, Begrüßung durch den Kreisleiter Pg. Mierig, Wochenschau, Ein Frontsoldat spricht über das Thema:„Mit unseren Fahnen ist der Sieg",„Die Schlacht in Frankreich“, ein Großfilm der PropagandaKompanien, Gruß an den Führer, Fahnenausmarsch. Da nur eine beschränkte Anzahl von Eintrittskarten zu einem Unkostenbeitrag von 30 Pfg. bei den Ortsgruppen Bahnhof, Rathaus, Ueberwasser, Adler, Schlageter, Gutenberg, Kreuztor, Wasserturm, Horst Wessel und Hansa zu haben sind, ist es empfehlenswert, die Karten sofort zu erwerben. Die Plätze sind bis.50 Uhr einzunehmen. NSDAP Kreispresseamt Münster-Warendorf gez. Hillebrand, Kreispresseamtsleiter Kiuik.1e5 kieniste Srate!,, Nach dem Konzert Blick in unsere Kleingärten Arbeit auch im Herbst— Gute Ernte belohnte viele Mühe Geht es uns in der Stadt nicht allen so, brennt uns nicht von Zeit zu Zeit der Asphalt unter den Sohlen? Dann treibt es uns hinaus, dann müssen wir wieder einmal Erde unter den Sohlen spüren. Und ein Stück blauer Himmel, ein Feld, die Weite des Landes, vermag uns wieder froh und leicht zu stimmen, gibt Entspannung von alltäglicher Gleichförmigkeit. Wenn wir an solchen Tagen vor die Tore der Stadt hinaustraben, dann blicken wir gewiß neidisch auf die vielen kleinen Schrebergärten, die viele Münsteraner in liebevoller Weise pflegen. Sie haben es begriffen, nach sechs Werktagen auf einem kleinen Stückchen Land sein eigener Herr sein zu können, ist eine unersättliche Quelle der Freude und der Gesundheit. Ganz bequeme Leute werden zwar sagen: meinen Wirsing und die paar Kartoffeln kann ich auch auf dem Wochenmarkt bekommen. Aber darauf kommt es ja gar nicht an. Man behält ein Verhältnis zum Boden, eine gesunde, natürliche Lebensart, wenn man in seinen Feierabendstunden in seinem Garten arbeiten kann und sich Sonntags mit Frau und Kind freuen kann, wie das. was man selbst gepflanzt hat, nun wächst und grünt. Allerdings gibt es immer Arbeit, auch jetzt im Herbst. Wir besuchten vor Tagen einige unserer Kleingärtner. Viele gruben gerade ihr Land um. Jetzt im Herbst wird der Boden tief umgegraben, damit er im Frühjahr schön locker ist. Wer es besonders gut machen wollte, hatte dazu auch einen Hausen Dünger besorgt. Aber es gibt noch viel mehr zu tun. Da sind die Bäume zu beschneiden, die Himbeeren hochzubinden, die Erdbeeren von Unkraut und überflüssigen Blättern zu befreien und vieles andere mehr. Ueberall sahen wir in sauberen Beeten guten Kohl stehen, münsterischer auskreisschützenführer Hermann Kranefeld, Münster, Hornstraße 2, unter Angabe der Wassenart, der Anzahl der teilnehmenden Mannschaften und des Schießstandes ein= Auuge weg#r, nte, zureichen. Die Ergebniskarten für Mannschasten und, dere, die Bläser wären zu schwach gewesen, Einzelschützen und die beschossenen Scheiben sind spö noch ein anderer, der Dirigent verstände das Das Konzert ist vorbei. Die gewaltigen Klänge sind verrauscht. Die Türen offnen sich und man strömt zur— Garderobe. Was tut man nach der machtvoll zu Herzen gehenden Musik unserer großen Meister? Man jagt nach Hut und Mantel, man sachsimpelt, man krittsiert, man redet. Ob jachliches Verständnis oder nicht, da meint der eine, das Adagio hätte besser herauskommen müssen, der untestens am 16. Dezember 1940 dem Untertreisschützenführer Kranefeld einzusenden. Der Gauleiter spricht am Tage der Sausmustt Werk nicht. Jeder glaubt, sich äußern zu müssen, um zeine geistige Zuständigkeit zu Nachbarliches Erntegeplauder(Aufn.: Hülsbusch) Herestlches aus Mansters Ger Idylle am Bärenzwinger— Auch jetzt viel zu sehen „Gefährlich ist's, den Leu zu wecken“, doch mit dem Bären diesem gemütlichen Trottel, kann man in unserem Zoo schon seinen Spaß haben. Da steht er an seinem Drahtzaun und läßt sich sogar von einer Vertreterin der zarten Weiblichkeit an der Nase herumführen. Und da es nun ja den Inselleuten jenseits des Kanals vorbehalten geblieben ist, mit einem aufgebundenen Bären herumzulaufen, so machen wir schon gern den Weg zu unserem Zoo, um den Bären und Füchsen„Guten Tag“ zu sagen. übrigens können wir unseren Lesern schon verraten, daß unsere Bären in zwei Monaten Zuwachs hekommen, und das ist kein aufgebundener Bär. Auch jetzt kann man in Münsters Zoo in unveränderter Fülle die vielen Tiere bestaunen, sei es, um seine tierkundlichen Kenntnisse aufzufrischen oder sich mit dem Fluidum schöner Abenteuerromantik zu umgeben. Besonders die Hirsche wollen jetzt wegen ihrer prächtigen Geweihe bestaunt sein. Und erst vor vierzehn Tagen ist ein junges Lama angekommen. Aber alle Tiere bleiben im Herbst und Winter draußen und warten weiter auf viele Besucher, die in den letzten Wochen und Monaten auch nicht auf sich warten ließen. All die vielen Tiere haben für diese kalte Jahreszeit zwar keine Zentralheizung und auch keine Kleiderkarte, aber den berühmten Winterpelz. Nur die zarten Vögel, die kleinen exotischen Sänger, könnten das rauhe Herbst= und Winterklima bei uns in Münster natürlich nicht vertragen. Sie sind bereits vorübergehend umgezogen in das warme Affenhaus und sind damit gleichzeitig den kuriosen Gesellen ihrer fernen Heimat eine Kleinigkeit näher gerückt. Übrigens können wir Münsters Zoofreunden noch verraten, daß die Verwaltung des Zoologischen Gartens mit einem besonderen Weihnachtsgeschenk aufwartet, nämlich mit einem Jahresabonnement, das vom Ende dieses Jahres bis zum März 1942 Gültigkeit haben wird. Der braucht keine Kleiderkarte (Aufn.: Dr. Wagner) gedrückt„Kapps“, der dort zur Verwendung zu vielen kräftigen Eintopfgerichten wartet. Besonders der Grünkohl fehlte nirgends. Voller Stolz sagte uns einer dieser „Kleinbauern“, auf den Spaten gelehnt:„Meine Frau braucht nicht im Gemüseladen herumzustehen. Wir haben alles selbst!“. Und um auch weiterhin„alles selbst“ zu behalten, setzte er gerade junge Kohlpflänzchen aus. Jetzt freilich zaust der Herbstwind arg in den dürren Aesten der Obstbäume und Beerensträucher. Das ist aber nicht schlimm. Sie haben längst ihre Pflicht getan. Jeder, den wir fragten, war mit der diesjährigen Ernte sehr zufrieden. Ein kleiner Apfelbaum, der erst vier Jahre dort steht, hat anderthalb Zentner getragen. Ein anderes junges Bäumchen hat an seinen schwachen Aesten sogar fünfundfünfzig dickte rotbackige Aepfel gehabt. Das ist dann der schöne Lohn für viele Mühen. Und der kleine Fritz wird auf seinem Weihnachtsteller so nur Aepfel aus eigenem Garten finden. Und wenn wir einmal über die Grenzen unserer eigenen Stadt hinausblicken, dann beginnt die Arbeit unserer Kleingärtner doch eine hervorragend wirtschaftliche und ernährungspolitische Bedeutung zu erhalten. Es wird manch einen überraschen, zu hören, daß die jährliche Erzeugung aus den deutschen Kleingärten 131 295 135 Kilogramm Obst, 402 885 625 Kilo Gemüse und 105820240 Kilo Beeren beträgt. In normalen Zeiten beträgt die Gemüseerzeugung der deutschen Kleingärtner sogar das Doppelte unserer Gemüseeinfuhr. In diese vielsagende Bilanz dürfen sich auch unsere münsterischen„Kleinbauern", stolz mit einbeziehen. wenngleich auch nicht diese reiche Erzeugung, sondern die Liebe und Freude an ihrem Stückchen Land mit dem netten Häuschen wohl die allererste Triebkraft ist. th. w. Re clch Auch im Kriegswinter 1940/41 setzt der Deutsche Schützenverband die Austragung der Fernwettkämpfe fort. Die nächsten Fernwettkämpfe finden in der Ze.: vom 20. Novomber bis zum 15. Dezember 1940 statt. Die Durchführung erfolgt für alle Wafsenarten nach der Sportordnung des Deutschen Schützenverbandes, Teil 20 (Ausführungs=Bestimmungen für Fernwettkämpfe). Schützenvereine Münsters, die die Fernwettkämpfe bestreiten wollen, haben ihre Meldungen umgehend, spätestens aber bis zum 17. November. 1940 dem UnterAuch in diesem Jahre wird auf Anordnung des Präsidenten der Reichsmusikkammer der Tag der; deutschen Hausmusik im ganzen Reich durch eine 2, große Anzahl musikalischer Veranstaltungen begangen werden. Mit ihrer Durchführung in Münster ist die Fachschaft„Musikerziehung" beauftragt worden, deren Leiter der Pianist und Lehrer an der Westf. Schule für Musik, Erich Hammacher, ist. Da der diesjährige Tag der deutschen Hausmusik auf den 19. November, dem Gedenktag des Todes von Franz Schubert, fällt, hat der Präsident der Reichsmusikkammer angeordnet, daß dieses Meisters bei den Veranstaltungen besonders gedacht werden soll. In Münster beginnt daher die Woche der Hausmusik am Sonntag, dem 17. November, 11 Uhr, mit einer Feierstunde im alten Rathaussaal. in der von Mitgliedern der Fachschaft Musikerziehung Werke von Franz Schubert vorgetragen werden. Gauleiter und Oberpräsident Dr. Alfred Meyer wird diese Veranstaltung mit einer Ansprache eröffnen. Am folgenden Sonntag, dem 24. November, werden Schülervorträge stattfinden. Die Westfälische Schule für Musik wird ebenfalls durch mehrere Veranstaltungen hervortreten. Auch in den Schulen sind kleine Feierstunden vorgesehen. bei denen meist Schüler und Lehrer zusammenwirken. Außerdem veranstaltet in diesem Jahre die Arbeitsgemeinschaft Reichsmusikkammer=Musikinstrumentengewerbe in Verbindung mit der Landesleitung des Gaues Westfalen=Nord ein Preisspielen von Schülern der Musikerzieher des Gaues in Münster und Detmold. Die Sieger des Preisspielens erhalten durch die Reichsmusikkammer und die Arbeitsgemeinschaft Auszeichnungen und Preise. Sie werden außerdem Gelegenheit haben, am Tag der deutschen Hausmusik öffentlich zu musizieren. So ist in jeder Weise Vorsorge getroffen, daß der Tag der deutschen Hausmusik würdig begangen wird und so allen Volksgenossen eine Mahnung sein soll, das herrliche Gut der deutschen Musik selbst im Hause zu pflegen. beweisen. Schude——— Nur ganz wenige sah ich, die gingen still und ergrissen und wollten nichts anderes, als allein sein. Und das waren die wahrhaft Wertvollen. th. w. Ein 80jähriges Geburtstagskind Unsere Mitbürgerin, Frau Elisabeth Schnecking, Theißingstraße 1, vollendet am heutigen Tage ihr 80. Lebensjahr. Das Geburtstagskind erfreut sich noch P einer erstaunlichen geistigen und körperlichen Frische. So näht sie noch ohne Augenglas und liest ohne dessen Hilfe täglich ihre liebgewordene Westfälische Tageszeitung, in der sie die großen Geschehnisse der gegenwärtigen Zeit mit großem Interesse verfolgt. Bis in ihr hohes Alter besuchte Frau Schnecking immer noch ihre langjährigen Nähkunden. Der Jubelarin, der es vergönnt sein möge, noch einen langen, glücklichen Lebensabend zu verbringen, gilt zum heutigen Tage unser herzlicher Glückwunsch. Gedenkseier in Werse=St. Mauritz Die NSDAP. Ortsgruppe Werse=St. Mauritz veranstaltete im Saale des Tannenhofes eine Heldengedenkfeier. Noch standen alle unter dem Eindruck der großen Führerrede, als Pg. Mehlhase die Feierstunde mit einem markanten Wort des Führers einteitete. Pg. Heinrich gedachte sodann in kernigen Worten der 16 Gefallenen der Bewegung vom 9. 11. 1923 und aller jener, die jemals ihr Blut und Leben im Laufe der Jahrhunderte für Deutschland dahingegeben haben. Lieder unserer Freiheit und Fahnen umrahmten diese Vorträge. Ortsgruppenleiter Pg. Voigt schloß die weihevolle Stunde mit der Führerehrung und den Liedern der Nation. „Das Herz der Königin“ Ein historischer Film mit Zarah Leander und Willy Birgel in der Schauburg Erfreulicherweise befaßt sich der Film mit großen Stoffen, der Geschichte, deren Wirklichkeit und Echtheit er nur meist in größtem Ausmaß beibehält und nur dann abwandelt, wenn der Handlungsfluß seine unumstößlichen Forderungen stellt. Er darf es, denn er will ja auch durch eine überlegene künstlerische Zielsetzung höheren Gesetzen dienen, will mehr sein als Exponent einer geschilderten Ueberlieferung. „Das Herz der Königin", ein Film um Maria Stuart, steigt tief in die echte Historie herob. Er versinnbildlicht sie und führt sie geläutert, erhaben an das Licht der Gegenwart. Der geschichtliche Hintergrund ist durch Schillers meisterhafte Tragödie den meisten bekannt. Vielleicht erwartet man überhaupt, wenn man diesen Film besucht, eine filmische Bearbeitung der „Maria Stuart“, des dramatischen Kontrastes zweier berühmter Königinnen. Der Film aber will etwas ganz anderes. Da, wo Schiller seine Tragödie beginnt, setzt der Film schon mit dem Finale ein, hat also den Lebensweg der Königin sich zum Ziel gesetzt. Dabei löst er den Konflikt nicht so sehr aus einer dramatischen Gedrängtheit, als vielmehr aus einem epischen, sachlich berichtenden Aufbau. Professor Carl Froelich hat damit ein logisch gegliedertes, oftmals ergreisendes Werk geschaffen, das sich seinen bisherigen Schöpfungen in würdiger Steigerung anschließt. In die Gestalt der Maria Stuart, die ihr tragisches Ende schließlich in eigener Schuld erblickt— der Schuldbegriff wurde über Schillers Vorwurf der Blutschuld erheblich erweitert—, hat sich Zarah Leander vertieft; es ist ihr gelungen, nicht nur die Königin als Herrscherin darzustellen, sondern viel mehr noch— und damit lehnt sich der Film recht eng an die historische Wahrheit an— ihre musische und seelische Erlebniskraft, aus der ein Großteil ihrer Gedanken Gestalt gewinnt, herauszustellen. Aus beiden überragenden Ausdrucksfähigkeiten resultiert der Charakter einer großen, fraulichen Persönlichkeit, die gegen den schottischen Adel anzukämpfen hat, ihren Machtanspruch aber nicht durchsetzen kann. Der durch englisches Ränkespiel an den schottischen Hof gesandte Prinz Darnley wird der Gemahl der Königin wider ihre Absicht und ihren Willen; die Pflicht des gegebenen Wortes aber bindet sie, obwohl sie in Lord Bothwell eine konigliche Gestalt zu erblicken meint. In diesen Gegebenheiten sieht der Film den Anstoß für ein gutgebautes, harmonisches Spiel und Gegenspiel. Den Lord Bothwell, einen stolzen, herrischen, schottischen Adligen gibt uns Willy Birgel in unmittelbar eindringlicher, sast dämonischer Wucht. Er scheint die Fäden des ganzen Spiels in der Hond zu halten, kann aber das selbst heraufbeschworene Schicksal nicht aufhalten. Es ist ein verstecktes Für und Wider, das seinen Lebensgang leitet, aber als obersten Satz hat er ausgerusen:„Für Schottland!“ Einen geschmeidigen Prinzen Darnley stellt Axel von Ambesser dar. Für den treuen Musensohn und Schreiber Riccio gibt Friedrich Benser sein Bestes ab. Die junge, begabte Schauspielerin Lotte Koch findet sich in der kategorisch strengen und zielbewußten Rolle der Johanna Gordon ausgezeichnet zurecht. Walter Süßenguth spielt den Halbbruder der Königin mit überzeugender Schwere. Und für die Rolle der Elisabeth, Königin von England, hätte im Rahmen dieses Films wohl keine andere Schauspielerin als Maria Koppenhöfer solch gute Dienste getan. Hervorzuheben sind noch die selten erreichte Ausdruckskraft architektonischer Echtheit, für die Walter Haag verantwortlich zeichnete, und die neuen Zielen entgegenstrebende Filmmusik von Theo Mackeben, in die die Lieder der innigen Stimme Zarah Leanders wunderbar hineinklingen. Die Kostümierung erreichte einen schönen, prunkvollen Glanz. Die epische Gestaltung, von der schon gesprochen wurde, findet in der Rahmenerzählung, während der Schicksalsstunde der Königin eine sichere Abgrenzung. Durch sie wird dem letzten Wort der Maria eine überzeitliche Bedeutung zugemessen:„Die Könige siegen im Leben, die Herzen siegen für die Ewigkeit". Karl-Hleinz Henkel kam er nicht nach, eldweg, öffnete das an. Er stand nun neben Erziehungs.— Der zweite e stehendes Fahrrad Besitzer sein Fahren Dieb festnehmen. gutes Zeugnis ausse Verwarnung und Welt leie Hetzlügen , im November. rühere systematische trägt, lehrte eine ondergericht. Wegen chrichten wurde der Jahren Zuchthaus ich bis Mitte Juni lüchtigen polnischen getroffen und sich scher Sender übernd dann an andere Jugend und seines kam der Angeklagte Strafe davon. es er der der und leisch Artaus iit schweter Burde Erzählung von Walter Siemes Ein Mann, im Gesicht einen Ausdruck von Not und Hilflosigkeit, stand vor der Frankfurter Hauptpost und hielt einen Brief in der Hand, den er soeben am Schalter für postlagernde Sendungen erhalten hatte. Darin stand, daß sein Schwager Matthias, der Architekt, vom Baugerüst gestürzt war. Doch bestünde keine unmittelbare Gefahr. „Keine unmittelbare Gefahr!". Das sollte wohl besagen: Seht selber zu, was ihr tut; ob ihr eure Reise unterbrecht oder nicht. Was seine Frau tun würde, war keinen Augenblick zweifelhaft. Matthias war ihr einziger Bruder, über die Maßen geliebt. Sie würde nur lesen, daß Gefahr bestünde. Ob mittelbar oder unmittelbar, wäre für sie ohne Bedeutung. Gesetzt aber, sie ließe sich überzeugen, daß schließlich jeder, der atmet, in Gefahr lebt, in mittelbarer wie unmitteldarer, daß der Sturz selbst mit seinem Opfer ungeschehen zu machen wäre— die Reise wäre verdorben, die Erholung und Zerstreuung nach einem Jahr aufreibender Arbeit wäre dahin. Der Mann ging wieder ins Postamt und gab ein Telegramm auf. Im Hotel blieb er vor der Zimmertür einen Augenblick stehen. Er fühlte in sich eine schmerzliche Beklommenheit, die ihm die Brust beengte. Jäh wurde ihm bewußt, daß er vor seiner Frau— er hörte sie drinnen hantieren und ein Wanderlied summen— nun ein Geheimnis haben würde. Freilich war es ein ehrenvolles Geheimnis, doch um nichts weniger ein Geheimnis. „Du bliebst lange“, sagte sie, wobei sie fortfuhr, vor dem Spiegel ihr Haar zu bürsten.„War Post ba?“ „Nichts von Belang“, antwortete er.„Nur Geschäftliches.“ Sie schien es kaum zu hören. Sie warf die Fristersacke ab und wandte sich ihm zu.„Nun, wie gefalle ich dir?“ fragte sie strahlend. Jetzt erst bemerkte er, daß sie das neue Sommerkleid trug, das sie gestern gekauft hatte. „Weißt du“, fuhr sie fort, ohne eine Antwort abzuwarten,„ich bin lange nicht mehr so froh gewesen. Wie schön ist es doch zu reisen! Bei solchem Wetter zu reisen! Mit dir zu reisen!“ Sie nahm seinen Kopf in beide Hände, und ihre dunklen Augen leuchteten ihn an.„Sag, daß es herrlich ist!“ rief sie, denn ihre Freude wollte den Gleichklang der Mitfreude. „Es ist herrlich!“ antwortete er. Wie ihr Reiseplan es vorsah, langten sie am nächsten Nachmittag in der Stadt seiner Studentenjahre an. Wie hatte er von ihr geschwärmt, wie hatte er alle Seligkeiten des Wiedersehens vorausgekostet. Vom Bahnhof aus führte der Weg an der Post vorbei.„Momentchen mal“, sagte er, stellte den Koffer auf den Bürgersteig und sprang die Freitreppe hinauf. Als er zurückkam, sah sie ihn fragend an. „Nichts von Belang“, sagte er.„Nur Geschäftliches.“ Dabei bückte er sich und nahm den Koffer. Deutlich hörte er die Enttäuschung aus ihren Worten, als sie im Weitergehen sagte:„Der Opa hätte doch mal schreiben können, wie es den Kindern geht.“ Ja, das hätte sie mit Recht erwarten können. Wer aber dachte daheim jetzt an die Kinder? Die Karte, die ihm in der Tasche brannte, mit allen Zeichen der Hast geschrieben, herichtete in telegraphischer Kürze nur dieses: „Zustand ist unverändert. Reist weiter nach Eurem Plan! Notfalls telegraphieren wir." Ein wenig fühlte er sich erleichtert. Jetzt war er es nicht allein, der riet, weiterzureisen und abzuwarten. Sie überquerten den Rottecksplatz, den er verändert fand, ohne daß er hätte sagen können, woran es lag. Rechts und links dunkelten schattige Alleen. Schwarzwaldtrachten wehten vorbei, das liebliche Alemannisch klang auf, und Berthold Schwarz, den Kopf in die Hand gestützt, sah vom hohen Postament tiefsinnig herüber. Ueber ihnen stand der Turm des Münsters, der unvergleichliche, und zog mit magischer Gebärde den Blick empor in die Unendlichkeit des Himmelsraumes. Wie gut das war, wie befreiend! Die Frau war begeistert. Sie spürte in sich eine wohlige Beglückung und nichte fehlte als eine gute Nachricht von den Kindern. Doch würde sie morgen schon kommen. 9 Seligkeit der altertümlichen Weinstuben mit altertümlichem Gerät. O Herrlichkeit des Kaiserstuhlers, der heiß und flammend ins Blut geht. Seit Jahren hatte die Frau so strahlend nicht ausgesehen. Die dunkle Haut war vom drängenden Blut noch dunkler geworden, in den großen Augen wohnten die Klarheit und das frohe Erstaunen eines Kindes, die weißen Zahnreihen dlitzten. Niemand sah ihr an, daß sie vier Kinder geboren hatte. Der Mann demerkte, wie die Gäste zu ihr herüberblickten und sich keine Mühe gaben, ihre Bewunderung zu verbergen. Das machte ihn stolz, und für Augenblicke vergaß er die lauernde Gefahr Durfte er sie nicht auch vergessen, da sie„nicht unmitteldar“ war? „Du bist heute so seltsam“, hörte er die Stimme seiner Frau auf sich zukommen. Fragend sah sie ihn an. Er erschrak ein wenig, als fühlte er sich ertappt. „Das hat nichts zu sagen“, erwiderte er mit abtuender Gebärde.„Das macht das Wiedersehen mit der alten Liebe— ich meine die Stadt.“ Er hob sein Glas und trank ihr zu. Durch die dunklen, still gewordenen Straßen gingen sie heimwärts. Nichts war zu hören, als der Hall der Schritte, das Geschwätz der Brünnlein und Bächlein. die ihre klaren Wasser durch die Gassen trieben. Beglückt spürte die Frau die Liebe des Mannes, der heute seltsam anlehnungsbedürftig schien, die zärtliche Aufmerksamkeit, mit der er sie umgab. Als sie in ihrem Zimmer waren. reckte sie die blanken Arme und rief wiedermals:„Wie herrlich ist doch das Leben! Sag, Ulrich, daß es herrlich ist!“ Dabei legte sie ihm beide 1 die Hände auf die Schultern, und ihre Augen leuchteten ihn an.„Ja“, sagte er,„es ist herrlich!“ Lange saß er in schmerzlicher Wachheit. Als der Schlaf ihn endlich umarmte, kam er mit einem Traum. Er sah Matthias mit einem schweißnassen Gesicht im Bett liegen, eine Eispackung auf der Stirn. Von Zeit zu Zeit wandte der Kranke mit notvoller Mühe den Kopf. und die fieberheißen Augen schienen etwas zu suchen.„Wo ist Maria?“ hauchte er mit schwacher Stimme.„Warum kommt Maria nicht?“. Dann fiel er zurück in Erschöpfung und Dämmernis des Geistes. Wieder wandte er den Kopf, und noch angestrengter suchten seine Augen in der schrecklichen Leere.„Wo nur Maria bleibt!“ hauchte er, und seine Stimme hob sich Komödie in der Komödie Ueberraschendes„Zuschauer-Gastspiel“ in einem römischen Theater Dieser Tage kam es im Teatro Eliseo zu Rom unversehens zu einer Komödie in der Komödie. Aufgeführt wurde ein Kriminalstück„Der Prozeß der Mary Dungan“. In der großen Gerichtsszene war gerade der Vertreter der Anklage dabei, einen verstockten Zeugen in die Enge zu treiben. Da erhob sich im Zuschauerraum ein Herr. der eine Aktenmappe unter dem Arm hielt, und unterbrach mit gebietender Stimme den Redefluß des Staatsanwalts. In wohlgesetzten Worten. in scharfer, doch verbindlicher Form erhob er Protest gegen das vom Vertreter der Anklage eingeschlagene Verfahren. Die Schauspieler auf der Bühne waren start vor Staunen. Die Zuschauer aber standen samt und sonders im Bann des unbekannten Herrn im Parkett, der aus eigenem Gutdünken eine Rolle an sich gerissen hatte. Sie glaudten, es sei ein Schauspieler, und daß er nicht auf der Bühne auftrat. sondern vom Parkett aus redete, sei ein besonderer Trick des an Sensationen überreichen Stückes. Jedenfalls machte der Unbekannte seine Sache sehr gut. Zehn Minuten später griff er nochmals in die auf der Bühne sich abspielende Gerichtsverhandlung ein und erging sich in scharsen Darlegungen, die höchst temperamentvoll vorgetragen wurden. Was er sagte, hatte Hand und Fuß und fügte sich trefflich in den Gang der Handlung ein. Die Zuschauer bereiteten ihm einen Sonderapplaus. Die Stimmung hatte sich durch das Eingreifen= des Schauspielers aus eigenen Gnaden merklich gehoben. Inzwischen hatte aber der diensthabende Regisseur den Direktor des Theaters von dem so seltsamen und ganz unerhörten Zwischenfall verständigt. Der Regisseur selbst war geradezu entzückt. wie gut der Unbekannte seine Sache machte. Denn er hatte stets an geeigneter Stelle eingesetzt, als ob er auf sein Stichwort gewartet hätte. Aber dem Direktor stiegen doch Bedenken auf. wie die Sache enden würde. Er wendete sich also telephonisch an die Polizei. Bevor diese zur Stelle war, hatte der freiwillige Schauspieler sich zum dritten Male vorgewagt. Wieder riß er durch seine Verse die Zuschauer hin. Da betraten zwei Carabinieri den Saal. steuerten auf den selbstberufenen Advokaten=Darsteller zu und erklärten ihn für festgenommen. Widerstandslos folgte dieser den Carabinieri, rief aber mit einer wahren Stentorstimme:„Seht ihr es? Sie verhaften mich, aber ich bin unschuldig!“ Damit waren die vom Verfasser des Stückes durchaus nicht vorgesehenen„Einfügungen“ am Ende. Die Zuschauer aber waren der festen Meinung, daß auch die gewaltsame Abführung des Advokaten in das Stück hineingehöre. Der Beifall am Schluß war stärker denn je. In Rom bat man sich über diese in der Theatergeschichte wohl einzig dastehende Evisode weidlich amüsiert. Und man ist sehr neugierig, ob der geistvolle und schlagfertige Improvisator seines Zeichens ein Schauspieler oder ein Advokat ist. Wie dem auch sei, er hat seine Nolle vortrefflich gespielt. mühsam zu einem Rufen:„Maria! So komm doch Maria!“ Da erwachte der Mann. Aus abgründiger Not rissen das dunkle Gesicht der Frau, dicht über dem seinen, und ihre Stimme ihn zurück. „Was hast du nur?“ sagte sie. Ihre Hand tastete begütigend über Augen und Stirn. Der Mann mußte sich sammeln, ehe er Antwort gab. „Ach“, sagte er,„es war nur ein Traum, Alpdrücken!" Die Hand der Frau blieb auf seiner Stirn, doch schlief er in dieser Nacht nicht mehr. Hatte er nicht oft gehört, daß Träume Vorahnungen wären? Geschah es nicht auch, daß Sterbende bei Schlafenden ihren Tod anmeldeten? Als die Sommernacht ihre dunklen Schatten behutsam aus den Straßen nahm, als über Türme und Dächer das erste graue Himmelslicht herniederfiel, stand er auf. Vorsichtig, um keinen Lärm zu machen, kleidete er sich an. Die Frau, vom langen Abend und vom Kaiserstuhler ermüdet, lag in seligem Schlaf. Tief und ruhig gingen ihre Atemzüge. Ihr Gesicht hatte die Klarheit eines Kindergesichts, und um ihre Lippen war ein erdenfernes Lächeln. Allmählich erwachte das Leben. In dem Maße, in dem sich der Turm mit immer schärferen Umrissen vom erhellten Himmel hob, wurde es lebendig. Als die Sonne über dem Kamm des Schloßberges auftauchte und der Schein ihrer jungen Strahlen in den Fensterscheiben gleißte, rumpelten die ersten pferdebespannten Karren der Marktleute auf den Münsterplatz. Wie schnell ging das alles, und wie langsam! Wie unerträglich zog sich die Zeit, bis das Postamt seine Tore öffnete. Abschied zu nehmen— denn in einer Stunde sollte die Frau alles erfahren— umschritt der Mann noch einmal das Münster, ließ sich noch einmal ergreifen von der Erhabenheit und Makellosigkeit seiner Formen, von der himmelstürmenden Macht seiner Gedärde. Dann schlenderte er langsam, an der alten Universität vorbei, der Post zu. Im Hotel fand er die Frau angezogen und bereit zum Frühstück. Nein, er kehrte nicht, er stürzte zurück. „Nun wird's aber Zeit!“ rief er noch in der Tür, mit glühendem Gesicht.„Weißt du nicht, was draußen alles wartet? O, das Leben ist herrlich! Sag, Maria, daß es herrlich ist!“ Er nahm ihren Kopf in beide Hände, und seine Augen leuchteten sie an. Nach dem Frühstück ging er hinaus und las, ehe er sie verschwinden ließ, noch einmal die Karte:„Matthias außer Gefahr! Brief folgt.“ 2 2) MFA — Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 12. November 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 311 Prächtige Niedersachsenjugend Die jungen Niedersachsen-Schwimmer 18mal in der Bestenliste! Die Gedietsführumng der Hitlerjugend in Westsalen veröffentlichte die Bestenliste in Schwimmen aus dem Sommerhalbjahr 1940. Der Schwimmverein „Niedersachsen“ von 1895 ist mit seiner Jugend hier nicht weniger als 18mal vertreten, ein erneuter Beweis für die Spitzenstellung der jungen Münsteraner im westfälischen Jugendschwimmsport. Am erfolgreichsten waren Herm. Wollschläger und Heinz Gehring. Ersterer hat einen Stammplatz in sämtlichen Kraulstrecken über 100, 200 und 400 Meter. Leider scheidet er jetzt nach Erreichung der Altersgrenze aus der Jugendklasse aus, nachdem er sbeim letzten Prüfungsschwimmen in Recklinghausen alle seine westfälischen Mitbewerber schlug und sich damit einen guten Abgang verschaffte. H. Gehring stellte wiederholt unter Beweis, daß er zur Zeit Westfalens bester Brustschwimmer ist und sich in die deutsche Spitzenklasse hineingeschwommen hat. In der Kraullage finden wir dann noch die Niedersachsen H. Schweitzer, K. Rettig, H. Harhoff und I. Wittkamp vor. Im Rückenschwimmen hat E. Schweitzer erstmalig einen Platz in der Bestenliste erhalten. Daß es auch mit dem Nachwuchs der Niedersachsen gut bestellt ist, beweisen die schönen Erfolge von H. Arnhold, F. Winter, L. Schweitzer und F. Pröbsting in der Pimpfenklasse. Bei den Mädeln ist edenfalls zum ersten Male Anneliefe Pues über 100 und 200 Meter Brust genannt. In der Klasse der Jungmädel ist Ellen Unkel von Münster 91 vertreten. Frauen=Hockey Münster 09— SC Preußen o3:0 Auf dem Sportplatz am Drostebusch kam es am Sonntagnachmittag zum Hockey=Ortstreffen der beiden münsterischen Frauenmannschaften. Die Preußen=Spielerinnen traten komplett an, während 08 mit 10 Spielerinnen den Kampf durchführen mußten. Das Spiel begann mit einer leichten Ueberlegenheit der Preußen. Gut eingeleitete Angriffe wurden immer wieder von den O8ern rechtzeitig vorm Strafraum abgeschlagen. Nach wechselvollem Spiel ging es torlos in die Halbzeit. Nach der Pause lag das Spiel meistens im Mittelseld. Gut vorgetragene Angriffe beider Mannschaften wurden von den gut kämpfenden Hintermannschaften tets zunichte gemacht. #C Münster 08 2 1 1 0:1 3 5G Rheine. 1 1 0 0.0 2 C Preußen 2 0 1 1:2 1 C Hamm.. 1 0 0 1:4 0 Gute Schützen im Reichskriegerbund In der Kriegszeit wird in den Kameradschaften des =Reichskriegerbundes der Schießdienst besonders frig geübt. Diesem Zwecke dient vor allem im zweiten kriegsjahr der große Kleinkaliverwettkampf um die keinhard=Ehrenpreise und um den Wanderpreis des (.=Reichskriegerbundes. An diesen Wettkämpfen aben sich sämtliche Kameradschaften des NS.=Reichsriegerbundes in den westfälischen Kreiskriegerverbänden eteiligt, Nunmehr sind auch die Ausscheidungskämpfe er Siegermannschaften der Kreiskriegerverbände im Zaukriegerverband West(Rheinland und Westfalen) urchgeführt. Die Meistermannschaft siel wieder nach Bestfalen, und zwar wurde sie errungen von der Kriegerkameradschaft Ahaus=Ammeln mit 444 Ringen von 480 möglichen. Meister=Einzelschütze wurde Heinrich Jansen von der Kriegerkameradschaft Kempen im Rheinland mit 117 Ringen von 120 möglichen. Es erzielte u. a. der Kreiskriegerverband Münster 422 Ringe. Mit dieser Leistung kann sich die Mannschaft des Kreiskriegerverbandes Münster sehen lassen, gehört sie doch damit zu den besten 15 Mannschaften im ganzen Gau Westfalen und Rheinland. Die Kreiskriegerverbände des Gaues West führen in diesem Jahre noch ein großes Opferschießen für das WHW. durch.— Der RS.=Reichskriegerbund hat als erste Spende für das Jahr 1940 für das WhW. 10000 Mark gestiftet. Winterarbeit der 53=Leichtathleten In die Lehrgangsarbeit des Winterhalbjahres 1940/41 schaltei die Reichsjugendführung eine Sonderschulung der Spitzenkönner in der Leichtathletik ein, die auf Grund der Ergebnisse bei den Breslauer Meisterschaften ermittelt und in den Reichsleistungsgruppen erfaßt worden sind. Die RSRL.=Sportlehrer Woldemar Gerschler und Josef Christmann werden die HJ.=Leichtathleten in der zweckmäßigen Gestaltung ihrer Winterarbeit unterrichten. Am 25. November beginnt der erste Lehrgang in der Halle des Post=Sportvereins München, und zwar für die Kurz= und Mittelstreckler und die Hürdenläufer. Die 35 Reichsbesten in den Wurfübungen treffen sich vom 2. bis 8. Dezember in den übungshallen des Breslauer Hermann=Göring=Sportfeldes, und am 9. Dezember sind die Springer in der Berliner Reichsakademie an der Reihe. Um die Wirksamkeit dieser fruchtbaren Winterarbeit in der Breite zu gewährleisten, werden demnächst auch in den örtlichen Einheiten unter den gleichen Gesichtspunkten Lehrgänge durchgeführt. DieAuslese hierzu wird durch die Zusammenfassung der Gebiets= und Bannbesten in entsprechenden Leistungsgruppen getroffen. Deutscher Ringererfolg in Ungarn : Nach dem knappen:=Erfolg der Ungarn im Freistilringen am Wochenende konnten die deutschen Ringer 24 Stunden später im Budapester Zirkus im Doppelländerkampf ihre Niederlage durch ein:2 im griechischrömischen Ringen gegen Ungarn wieder wettmachen. Es war dies der zweite Ländersieg über Ungarn von bisher sieben Begegnungen. Sport in Kürze Rot-Weiß Essen folgt am kommenden Sonntag einer Einladung nach Köln zum Freundschaftsspiel gegen den BfL 99. Jortung Düsseldorf trägt am nächsten Sonntag, 17. November, das nach Essen angesetzte Meisterschaftspiel gegen TuS Helene nicht aus, da Janes und Zwolanowskt zum Länderspiel gegen Dänemark in Hamburg angesordert sind. Ein Jußball-Städtespiel zwischen Berlin und Posen wurde zum 26 Dezember nach Berlin vereinbart. Im vergangenen Juli mußten die Reichshauptstädter in Posen eine Niederlage einstecken, die nun Weihnachten wettgemacht werden soll. Zehn Berliner Gerätturner sind zur Aufstellung der Stadtmannschaft zum Kampf am 24. November gegen Hamburg und Leipzig zum gemeinschaftlichen Training zusammengezogen worden, nämlich Heinz Kretschmer, Jakob Becker, Willi Stadel(alle Luftwassen=SB), Alfred Schmidt(TSV Spandau 60), Heinz Boll(TiB), Erich Kiwatschmski, Alfred Zeitzmann(beide TB Guts Muths), Gerhard Blümel, Willi Thieß(beide BT) und Karl Beyer(VfL Weißensee). Der Sudelenbefreiungslauf. eines der bedeutendsten skisportlichen Ereignisse des Sudetenlandes, wird sich am 12. Januar kommenden Jahres in etwas veränderter Form abspielen. In Angleichung an die Spähtruppe läufe wird das Rennen, dessen Ziel wieder in Harrachsdorf liegt, auch Handgranatenwerfen und Ballonschießen enthalten. Polizei-Hauptmann Schaumburg gilt für die am kommenden Sonntag zum Austrag kommende Waldlauf=Bereichsmeisterschaft von Berlin=Brandenburg als Favorit. Gegner sind u. a. Utffz. Tröger, Utffz. Mehlhose, Schütze Wöber, Klos und Nebe. Die deutsche Jechl-Mannschaft zum Länderkampf gegen Dänemark am Monatsende in Kopenhagen wurde im Frauenflorett verstärkt. Die Olympiasiegerin von Los Angeles 1932, Ellen Müller=Preiß(Wien), wird zusammen mit Hedwig Haß, Lilo Allgayer(beide Offenbach), Leni Höfer(Leipzig) und Felicitas Dietrich (Berlin) die deutschen Farben vertreten. Um den deutschen Schützen auch in den Wintermonaten Kampfgelegenheit zu geben, hat der Deutsche Schützen=Verband seine Vereine aufgefordert, an den Fernkämpfen vom 20. November sowie vom 22. März bis 6. April teilzunehmen. Geschossen wird wieder mit allen Waffen, Kleinkaliber=, Wehrmann= und Scheibengewehren, Scheibenpistolen und automatischen Pistolen auf Schattenrisse, ferner mit Zimmer= und Wehrmannzimmer=Stutzen. „Polens Herz“ ein Judennest 90 Prozent Juden und die Folgen davon Im Distrikt Radom im Generalgouvernement liegt eine kleine Stadt mit 3000 Einwohnern, von denen 90 Prozent Juden sind. Diese Stadt namens Przytyk, besangen die Polen als das„Herz Polens“, denn sie soll genau im Mittelpunkt des polnischen Staates gelegen haben. Przytyk ist, so berichtet die„Warschauer Zeitung", eine schmutzige und verwahrloste Anhäufung von Elendsquartieren, wie man es sich nicht schlimmer vorstellen kann. Und dennoch spielte diese Stadt im Jahre 1936 eine große Rolle, weil hier Ereignisse eintraten, die einen drei Wochen dauernden Sensationsprozeß zwischen Juden und Polen zur Folge hatte. Dieser Prozeß entrollte ein trauriges Bild über die inneren Verhältnisse eines Staates, der sich anmaßte, eine europäische Großmacht zu sein. Die Reibereien der Juden und Polen in Przytyk und in der Umgebung begannen damit, daß die Juden, die den.gesamten Handel und das Handwerk dieser Stadt in Händen hatten, einem Bauern die Pferde vergifteten, weil er es gewagt hatte, eine kleine Spedition zu errichten und damit die Monopolstellung der Juden zu brechen. Seitdem bestand ein gespanntes Verhältnis zwischen Juden und Polen. Im März 1936 verhängten die Bauern den Boykott über die Juden. Dabei kam es zu verschiedenen Ausschreitungen, bei denen in Läden und Wohnhäusern viele Fensterscheiben zerschlagen und einige Juden verprügelt wurden. Am 9. März arteten diese Zwischenfälle zu einem regelrechten Gefecht in den Straßen Przytyks aus, bei dem die Juden auf die Bauern schossen, einen Bauern töteten, mehrere verletzten und viele blutig schlugen. Auch bei den Juben gab es blutige Köpfe und keine ganze Fensterscheibe; der weite viereckige Marktplatz sah aus, als sei ein Wirbelsturm über ihn hinweggegangen. Bei dem drei Wochen dauernden Sensationsprozeß in Radom saßen 57 Juden und Polen auf der Anklagebank, 400 Zeugen marschierten im Gerichtssaal auf, und dann kamen Angelegenheiten zur Sprache, die den inneren Verhältnissen in Polen keine Ehre machten. Einige polnische Rechtsanwälte machten zwar den schüchternen Versuch, diesen Prozeß als Anlaß zu einer grundsätzlichen Lösung der Judenfrage in Polen zu nehmen, sie wurden aber niedergeschrien. Wie stark der jüdische Einfluß auch auf die polnische Gerichtsbarkeit war, beweisen die milden Urteile gegen jüdische Mörder. — Ein beschämendes Schauspiel boten auch polnische Rechtsanwälte, denn sie setzten sich mit großer Hingabe für die jüdische Sache und den Talmud ein. Das waren die Anzeichen des Zerfalls eines Staates, der in die Hände der Juden geraten war. Nach dem Prozeß zogen die Juden wieder„siegreich" nach Przytyk und beherrschten weiterhin Handel und Handwerk, bis ihnen nach dem Polenfeldzug im Vorjahr das Handwerk gründlich gelegt wurde. 14jähriges Mädel mit Händeabhacken bedroht Zwei polnische Banditen zum Tode verurteilt Sie erklärte, daß sie sich noch gesund und kräftig fühle und gerade jetzt ihrem Vaterlande dienen wolle. Posen, im November. Das Sondergericht in Posen verurteilte zwei polnische Untermenschen wegen schweren bewaffneten Landfriedensbruches und als Gewaltverbrecher zum Tode. Drei weitere polnische Angeklagte erhielten je fünf Jahre Zuchthaus. Diesem Urteil lagen barbarische Mißhandlungen an Deutschen zugrunde. Am 1. September erschienen die beiden Hauptangeklagten auf dem Hof der volksdeutschen Familie Jahns in Kobylin. Da sie den Mann nicht antrafen, bedrohten sie die Bäuerin und deren 14jährige Tochter mit Pistolen, sie sollten das Versteck des Bauern sowie die verborgengehaltenen Waffen und den„Geheimsender“ herausgeben. Schließlich zwangen sie das 14jährige Mödchen, sie auf der Haussuchung zu begleiten, bei welcher Gelegenheit sie 700 Zloty Bargeld. eine Uhr und Schmuck raubten. In der Scheune zwangen die Unmenschen das Mädchen, die Hände in die Häckselmaschine zu legen. Schon begann einer der Unmenschen das Rad zu drehen, als sie in letzter Minute von ihrem grauenhaften Plan abließen. Am Abend, als Jahns nach Hause kam, ergriffen die Unmenschen den Wehrlosen, zwangen ihn, sich im Straßenschmutz zu wälzen und schleppten ihn schließlich nach Kreising. Dort wurde er schwer mißhandelt und mehrmals in den Teich geworfen, wobei auf ihn geschossen wurde. Am nächsten Tage mußte Jahns den Verschleppungsmarsch nach Kutno antreten. Auch in Grinzing werden die Preise überwacht Wien, im November. Der Wiener Polizeipräsident gibt die Bestrafung eines Buschenschenkers in der Kobbenzlgasse in Grinzing mit 3000 RM. bekannt, weil er minderwertigen Wein, der der Weinbewertungskommission gar nicht zur Prüfung vorgelegen hatte, zu einem Preis für höherwertigen Wein ausschenkte. Ein neues Arbeitsgerät: der Rübenschlitten *" Bitterfeld, im November. Viel beachtet wird gegenwärtig eine Neueinrichtung eines Gutes bei Wolfen, wo beim Rübenernten erstmalig ein Rübenschlitten eingesetzt wurde. Es handelt sich um einen Schlitten, der über die Rüben hinwegfährt und dabei die Blätter abschneidet. Auf diese Weise wird viele schwere Arbeit bei der Ernte erspart. Der Schnitt der Rüben wird zugleich sauberer und gleichmäßiger. Einer, der die Kleiderkarte zurückgab Dessan, im November. Auf dem Wirtschaftsamt in Dessau=Roßlau erschien ein älterer Mann, um seine Kleiderkarte zurückzugeben. Er wollte nicht etwa bemänteln, daß seine Punkte nicht ausreichend seien, sondern er gab die Karte kurzerhand mit dem Bemerken zurück, er brauche die Punkte nicht. Er fügte hinzu, er habe noch genügend Kleidungsstücke und brauche auch in absehbarer Zeit keine neuen. Die Punkte seiner Kleiderkarte solle man getrost einem anderen Volksgenossen geben, der neue Sachen nötiger habe. Stalt auf Urlaub in den Tod Görlitz, im November. Auf dem Bahnhof der Kreisstadt Sprottau ereignete sich ein tragischer Vorfall. Der Verwaltungsangestellte Kern aus Waldenburg war gerade dabei, sich am Schalter eine Fahrkarte zu einer Urlaubsreise zu seiner Familie zu lösen, als der 57jährige Mann plötzlich von einem Unwohlsein befallen wurde und tot umsank. Eine Herzlähmung hatte seinem Leben ein jähes Ende bereitet. „Ich will noch meinem Vaterlande dienen!“ * Bernburg, im November. Auf dem Rübenfeld in Ilberstedt war dieser Tage als eine der eifrigsten Helferinnen eine 82jährige Witwe tätig. Man fragte sie, ob sie in diesem Alter noch so schwere Arbeit leisten müsse. Ihre Antwort war ein leuchtender Beweis des Opfergeistes deutscher Frauen. Raubmordversuch zweier Polen Klagenfurt, im November. Am 4. November um 2 Uhr früh drangen zwei polnische Landarbeiter in ein Haus in Krumpendorf im Kreise Klagenfurt ein und überfielen in räuberischer Absicht die schlafenden Eheleute Grohar, die sie mit einem Gartenhauenstiel schwer verletzten. Nur dadurch, daß die Frau rechtzeitig erwachte und sich energisch zur Wehr setzte, wurden die Verbrecher an der Vollendung ihrer Tat gehindert und in die Flucht geschlagen. Den Lokomolivführer traf der Schlag Augsburg, im November. Auf der Strecke Memmingen=Ulm wurde ein 62jähriger Lokomotivführer während der Fahrt vom Schlage getroffen. Der Heizer mußte den Zug in den Bahnhof Illentissen einfahren. Nach kurzer Unterbrechung konnte die Fahrt mit einem Ersatzlokomotiv= führer fortgesetzt werden. Kleine Kinder als Warenhausdiebe Kopenhagen, im November. Zwei Kopenhagener Familien von reichen, angesehenen Großkaufleuten wurden in keinen geringen Schrecken versetzt, als sie von der Kriminalpolizei telephonisch davon verständigt wurden, daß ihre Kinder als Warenhausdiebe sestgehalten worden seien. Zwei Mädchen und ein Junge im Alter von fünf bis sieben Johren hatten wiederholt die Spielzeugabteilung eines Warenhauses besucht und dort gestohlen wie die Raben. Auf die kleinen, gut angezogenen Kinder hatte zunächst keiner Verdacht, bis sie es zu keck trieben. Die gestohlenen Spielsachen hatten sie an Freunde und Freundinnen verschenkt. Aus Münsters Umgebung Hitrup. Verdiente Auszeichnung. Der Soldat Heinrich Marx wurde wegen besonderer Tapferkeit vor dem Feinde im Sommer zum Gefreiten befördert und jetzt mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Amelsbüren. Ehrenvolle Auszeichnung. Für langjährige ehrenamtliche Tätigkeit in der RSV. erhielten der Ortsgruppen=Kassenverwalter Josef Loevermann u. der RSV.=Arzt Chefarzt Dr. Wegener die Medaille für deutsche Volkspflege. Dieselbe Auszeichnung wurde auch der NS.=Frauenschaftsleiterin Frau Eggemann verliehen. Gelegentlich einer Arbeitstagung der Politischen Leiter überreichte der stellv. Ortsgruppenleiter unter anerkennenden Worten die ehrenvolle Auszeichnung. Der 9. November in Havixbeck. Zu einer kurzen Feierstunde hatten sich am 9. November die Parteigenossen und Formationen im Saale Holzhinrich zusammengefunden. H3. und BDM. trugen einige Lieder vor. Ortsgruppenschulungsleiter Hardewig wies in einer Rede auf die Bedeutung des Tages hin, nicht ohne die Parole auf die Zukunft zu vergessen: weiterschaffen und weiterkämpfen! Kreisleiter Mierig sprach in Havirbeck Im Rahmen eines Schulungsabends der Amtswalter der Partei sprach Kreisleiter Mierig im Saale des Gasthofes Beumer. Ortsgruppenleiter Clausing betonte zu Beginn der Veranstaltung, daß sich die Ortsgrupre freue, wieder einmal den Kreisleiter in ihren Reihen begrüßen zu können und dankte auch den Formatonen und der NS.=Frauenschaft für ihr Erscheinen. Dann ergriff der Kreisleiter das Wort zu den politischen Problemen des Tages. In gespannter Aufmerksamkeit folgten alle seinen Ausführungen. Zu Beginn der Rede überreichte er Frau Elisabeth Schleithoff die Medaille für deutsche Volkspflege und dankte ihr für die so unelgennützig geleistete Arbeit. Zuel neue Großilimwerke! Schäufurg Bie eat welteres: Zarah Leander Willy Birgel in Das Herz der Königin Hierzu: Wochenschau Schauburg-Orchester Bokeratruppe Täglich 22 Vorstellungen I. Verstellung: Kassenöffnung. ½2 Uhr Einlaß 1/12 bis.15 Uhr Vorprogramm..30 Uhr Hauptfilm.15 Uhr Wochenschau.95 Uhr 2. Verstellung: Kassenöffnung.50 Uhr Einlaß.48 bis.45 Uhr Vorprogramm.10 Uhr Hauptfilm.50 Uhr bis.49 Uhr Anschließ, die Wochenschau Ververkauf für 2 Tage im voraus von ½2 Uhr bis ½8 Uhr an der Kasse. Anmerkung! Beachten Sie bitte die Spielzeitänderung der 1. Vorstellung. Eintrittskarten sind nur für die gelöste Vorstellung gültig. Umtausch oder Rückgabe nur bis 1 Stunde vor Beginn der Vorstellung. Nachlösung im Theater nicht mög. lich. Es wird gebeten, rechtzeitig zu kommen und richtige Plätse einzunehmen. Pipons-Khleatel Ganz Münster spricht von unseren beiden Großfilmwerken! Bis auf weiteres! Eine Berliner Zeitung schreibt: „Paule Wesselg: echönster Püim!“ Schletsalbuege rueier Heuschen esescheeene mit in Ein Leben lang Pridikat: „„önsteriech wortroft“ Eine neue Meisterleistung Gustav Ucickye, des Spielleitere der Ftlme„Muterliebe“ u.„Der Postmeibter“ Hierse: Die Deutsche Wochenschan Kassenöffnung:.45 Wochenschau.10.25.40 Hauptfilm.85.30.10 Ende.40 Uhr Städt. Bühnen Münster(Westf.) Intendant: Erich Pabst Spielzeit 1940/41 Dienstag. 12. Nov., 18 Uhr, Ende 20.30. Miete Di. A 4 „Ieh habe einen Engel geheiratet“(Lustspiel) Mittwoch, den 13. November 18 Uhr Ende gegen 20.30 Miete Ml. A 4 „Auf der grünen Wiese“ Dienstag, den 12. November 17 Uhr Ende 19.30 Uhr Zum erstenmal! „De Dlärskmaschine“ (Lustspiel) Mittwoch, den 13. November 17 Uhr Ende 20.30 Uhr „Torquato Tasso“ Jugendliche haben keinen Zutrill! * Kriegerkameradschaft Münster 1870 Die Beerdigung des verstorbenen Kameraden Pritz Brüggemann 3. Komp. Der Beirat Am 14. d. Mts. werden in der Fürstenbergstr. 9 um 16 Uhr Lichtbilder von England gezeigt. Die nächste Monatsversammlung ist am Donnerstag, d. 5. Dezember, um 16 Uhr bei Küpper-Fechtrup. Beziehen Sie sich bei Ihren Einkäufen auf die Westfälische Tageszeitung BAN Kriege. nameradschaft Münster 1870. Monats-Appell am Donnerstag. d. 14. Nov., 20 Uhr, i. Lokale Mackenbroch, Aegidiistr. Togesordnung: 1. Bericht des Kameradschaftsführers, 2. Aufnahmen. 3. Bericht üb. das Schlußschießen. 4. Lichtbildervortr. des Kameraden Behrens. Der Beirat. Heute frische dänische Speise 500 Gr. 13 Pfg. in unserer Verhaufestelle Alter elelumgg Hill. In allen Gaststätten und Hotels verlangen Sie die„Westfällsche Tageszeltung 9 Gelernte und ungelernte Küherinnensowie Hilsskrafte sofort gesucht. Swierssen=Diepenbrock, Michaelisplatz 9 Vorzustellen von—13 Uhr od. 15—17 Uhr. eod bon Leeres Mansard.= Zimmer in gutem Hause an solides, saub. Fräul. oder Frau abzug. Ang. unter 738 an die Hauptg. Münster. Ig. Beamter sucht zum 1. 12. möbl. Zimmer. Angeb. unter 802 an die Hauptgeschäftost. Münster. nicht mehr gen in Wotdel Lndgertstraße* K Zu verkaufen: Gute Kindergarderobe (—8 Jahre), Damenmantel. Näh. Hauptgeschst. Münster u. V W. Große Puppen, Kaufladen u. 2 weiße Küchenstühle zu verkauf. Kettelerstr. 36 1. KI 1 Kleiderschrank 2teilig od. 3teilig, zu kaufen gesucht. Lingener Str. 8, Parterre. Gut erhaltener Puppensportwagen zu kaufen gesucht. 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Tageszeitung SLIE Die Kronzeugin Ein spannender Kriminal-Sonderfilm der Ufa mit: # OSyhille Schmilz S— Sabine Peters elvan Peirovich Sorsuid Gradfe, SGustav Waldau Shadonrlalte KÖLAND Das Thoater der guten Plime Neueste Tohs-Hochenschau Interessante Filmberichte vom Zeitgeschehen Jugendliche nicht zugelassen Bilte merken Sie sich! Beginn der Vorführungen Werktags.30 Uhr! Sonntags.80 Uhr! Beginn der Abendvorstellung.45 Uhr! Schli Großer Viehverkauf Im freiwilligen Auftrage des Bauern Bernhard Richter zu Hopsten werde ich am Mittwoch, den 13. November, vormittags 10 Uhr anfangend, Folgendes meistbietend zum Verkauf aussetzen, an bekannte Käufer auf kurzfristigen Kredit, an unbekannte gegen Barzahlung: 4 bis 6 Stück Milchkühe, 6 Stück tragende Rinder, 3 Stück 1¼jährige Bullen, 11 Stück Jungvich(Rinder und Bullen), 4 Stück Kälber(2 und 6 Wochen alt), 1 Mutterschaf mit Lamm, 2 Stück hochtragende Schweine, 7 Stück Läuferschweine bis 3 Monate alt, und 1 reichsgekörten 9 Monate alten Eber. Außerdem einen größeren Posten Runkel- und Steckrüben, sowie mehrere Morgen Stoppelrüben Letztere befinden sich in der Nähe des Hofes. Der Verkauf der Tiere u. der vorgenannten Rüben Mindet auf dem Gehöft statt. Besichtigung 1 Std. vor Beginn der Versteigerung. Hopsten, den 5. November 1940. Heinrich Withake Otentlieber Versteigerer Ab heute, Dienstag: Ein handfester Filmschwank der„Bavaria“, der ungeheure Lachsalven hervorruft, Lachsalven, wie sie unser Theater seit langer Zeit nicht erlebt hat: " 700 dbt indi mit Hansl Knoteck Erna Fentsch Joe Stöckel Jesef Eichheim Regie: Joe Stöckel Musik: Toni Thoms In dem Film wird gerauft und wird gefenslerlt, es wird geliebt und wird gelacht, es wird verwechselt und wird wieder geordnet— es wird— na, Sie werden es ja selbst erleben. Zu den appetitlichen drallen Frauensleuten des Films gehört auch Hansi Knoteck, das„Seelchen“, der man die Freude am Gesicht ansicht, mal in einem handfesten Lustspiel mitwirken zu können. Prädikat der Filmprüfstelle: „volkstümlich wertvoll“. vorzöglichen Beiprogramm: Die Bentsche wochenschau mit den letzten Aufnahmen von dem großen Geschehen unserer Tage. Wir empfehlen den Besuch der Nachmittage-Vorstellungen und das Einhalten der Anfangszeiten. Kasseneröffnung: 13. 30 Uhr.-Schluß der Abendvorstellung: 20.20 Uhr. Apisnsereilen: Tenweche: 14.93, 16.00 und 18.30 Uhr Alllangsteiten. Hauptflim: 14.5, 16.90 und 18.45 Uhr