Gustreger Redaktion, Druck und Verlag Autliches Ergau für drn Landgrrichtsbestra Vortmund. — Gerechtigkeit.— Gemeinwoßl. 4= von Nr. 99. Erscheint Mittwochs und Samstags und kostet vierteljährlich in der Expedition 1 Mark, durch Boten Mark 1,10— Illustr. Blätter 50 Pie. Mittwoch, den 12. Dezember 1894. Insertkons= Ge die einspaltige Peritzelle oder der Rcklamen per Zeile 80 bähr: deren Raum 10 Pfennige. 20 Pfeunige. 20. Erstes Blatt. Politische Aebersicht. Dentschlaud. Unser Kaiser ist von der Jagd in Hummelshain am Samstag Nachmittag wieder auf der Wildparkstation beim Neuen Palais eingetroffen und begab sich von dort zum Herzoge Johann Albrecht von Micklenburg, um demselben seine Glückwünsche zum Geburtstage darzubringen. Zur Abendtafel waren keinerlei Einladungen ergangen. Sonntag Vormittag wohnten beide Majestäten dem Gottesdienste in der Pfingstkapelle zu Potsdam bei. Zurückgekehrt nach dem Neuen Palais, empfing der Kaiser um 12 Uhr dort das Präsidium des deutschen Reichstages. Um 1 Uhr wurde der russische Botschafter Graf Schuwalow in feierlicher Audlenz empfangen, welcher offiziell von der Thronbesteigung des Czaren Nikolaus und von seiner Wiederernennung zum Botschafter Mittheilung machte. Der Botschafter ward zur folgenden Tafel geladen. Das Präsidium des Reichstages ist am Sonntag vom Kaiser und der Kaiserin in Audienz empfangen. Der Kaiser begrüßte die Herren auf das Freundlichste und freute sich über ihre Wiederwahl. Se. Majestät kam sodann auf die erste Sitzung im neuen Reichstagshause zu sprechen und auf die bekannte tumultuarische Szene. Der Kaiser bezeichnete den Vorgang als sehr bedauerlich, erblickte aber darin weniger eine gegen seine Person gerichtete Demonstration als vielmehr eine schwere Beleidigung gegen die Institutionen des Reiches und besonders des Reichstages selbst, der durch ein solches Vorgehen schwer verletzt werde. Ein solcher Vorgang beweise deutlich die Nothwendigkeit der sog. Umsturzvorlage und könne deren Erledigung nur fördern. Die weitere Unterhaltung berührte vornehmlich landwirthschaftliche Angelegenheiten, es wurden die verschiedensten Themata berührt: die Produktenbörse, Lohnsteigerungen der Arbeiter im Verhültniß zum Getreidepreis, der Zuckerrübenbau und besonders die Konkurrenz, die in diesem Zweige neuerdings durch: Ostpreußen für die Provinz Sachsen drohe usw. Des weiteren theilte der Kaiser mit, daß nach ihm zugegangenen Berichten in Rußland die Landwirthe lebhafte Klagen führen über die Wirkungen des deutsch=russischen Handelsvertrags, dieser also doch für uns vortheilhaft sein müsse. Die ungezwungene und lebhafte Unterhaltung, an der mit dem Monarchensdie drei Präsidenten in gleicher Weise sich betheiligten, dauerte fast dreiviertel Stunden. Mit freundlichem Händedruck wurden die Herren darauf entlassen und dann von der Kaiserin empfangen, welche auf ihre diesjährigen Sommerreisen zu sprechen kam und u. A. nach dem Ernteausfall in den verschiedensten Landestheilen fragte. — Die Herren wurden durch Hofwagen von der Wildparkstation abgeholt und ebenso wieder dorthin zurückbefördert. Der Kaiser ist am Montag Nachmittag 4 Uhr 20 Min. in Hannover eingetroffen und hat sich direkt nach dem königlichen Schlosse begeben. Die„Köln, Ztg.“ nennt in einem Leitartikel ihrer ersten Morgen=Ausgabe am Dienstag die juristische Konstruktion, welche zu dem Antrage der Staatsanwaltschaft auf Verfolgung der beim Kaiserhoch sitzen gebliebenen Socialdemokraten geführt hat, eine Glanzleistung jurtstischer Findigkeit im Auslegen von Verfassungs=Bestimmungen. Damit sei alles erschöpft, was man zu ihrem Lobe sagen könne. Sie nennt das Vorgehen verfehlt; der Reichstag wird sich schwerlich auf eine Beschränkung der Immunität einlassen. Der Präsident der Deutsch=Amerikanischen Kriegervereine, Herr Rentier Jokisch aus Chicago, welcher gegenwärtig in Deutschland bei Verwandten zu Besuch weilt, schilderte in einem Berliner Kriegervereine die Ausdehnung der Kriegervereine in Amerika. Seit dem Kriege von 1870/71, thaten sich in dem stolzen Gefühl, auch für Deutschlands Größe und Einigung mitgefochten zu haben, allenthalben in den Vereinigten Staaten die ehemaligen Soldaten zu Kriegervereinen zusammen, deren es gegenwärtig bereits 163 mit ca. 26 000 Mütglebege abt. Vom Kriege zwischen Japan und China. Angesichts des harten Winterwetters, welches die Japaner nun schon gezwungen hat, die militärischen Operationen gegen die große chinesische Stadt Mukden bis zum Frühling einzustellen, steht man in Tokio den chinesischen Friedensofferten = nun nicht mehr ganz so schroff ablehnend gegenüber, zumal die Pekinger Regierung nun auch einen hohen chinesischen Gesandten zu den Verhandlungen nach Tokio absenden will; die nordamerikanischen Vertreter in beiden Staaten werden vermitteln. Billig wird der Friede den Chinesen aber nicht : gelassen, davon ist die ganze Welt überzeugt. Die japanischen Siege wurden am 10. d. Mts. in Tokio mit großer Begeisterung gefeiert. In Hiroshima sind 151 bei Port Arthur verwundete Japaner angekommen. Die erste japanische Armee soll bis Furanten vorgerückt sein, sie soll nächstens Futschon angreisen. Die zweite Armee rückt nächstens gegen Peking vor. Die japanische Regierung verhandelt wegen des Engagements von 8000 Trägern für den Armeedienst. Lokales und Castrop, den 11. Dezember 1894. — Zum Vorsteher der hiesigen Eisenbahnstation an Stelle des am 30. August d. Is. verstorbenen Herrn Hartlieb ist Herr Breetsch, zuletzt Assistent in Frintrop ernannt worden. Genannter hat bereits die Geschäfte übernommen. — Der„Castroper Anzeiger“ ist immer und bei jeder Gelegenheit dafür eingetreten, daß am Platze gekauft werde. Er hat sich auch dadurch in dieser Befürwortung nicht irre machen lassen, daß Geschäftsleute, denen er im Laufe der Jahre große Summen zu lösen gegeben hat, ihren Bedarf von außerhalb bezogen, obwohl sie ihn gerade so gut und billig und dazu frei ins Haus bei ihm decken konnten. Heute geht uns von anderer Seite ein Schreiben zum Thema„Kauft am Platze“ zu, welches wir nachstehend folgen lassen: geehrter Herr Redakteur! Verbindlichen Dank für Ihr lebhaftes Eintreten im Interesse der Gewerbetreibenden der hiesigen Gemeinde. Es ist dieses um so nothwendiger, weil gerade Leute, die ausschließlich von den Eingesessenen unserer Gemeinde leben und daher ihr Vermögen erworben haben, ihre Haupteinkäufe in nahe gelegenen Städten machen und nur aus Barmherzigkeit ihren armen Mitbürgern von Zeit zu Zeit eine Kleinigkeit zu verdienen geben. Der Zweck dieser Zeilen ist: allen Gewerbetreibenden Anregung zu geben, sich zu vereinigen und gegen Leute— seien es deren des studirten Standes, Kommunalbeamten oder auch selbst Gewerbetreibende(leider hat man auch unter diesen und besonders veren Frauen und mehr oder minder holden Töchtern genug), die auswärts ihre Haupteinkäufe besorgen, Front zu machen. Es kann uus dies kein Wohlpenkender verargen, ba die Geschüfte hier am Platze einen Umfang genommen haben, daß Jedem gedient werden kann.Wer für seinen Magen zu sorgen hat, der wird in hiesigen Bäckereien, Metzgereten und Colonialwaaren=Handlungen gute Waaren in großer Auswahl finden. Wer seine Wohnz, Schlaf=, Eß= und BadeStuben sogar Salons sich einrichten will, hat alles dazu gehörige, als Möbel, Oefen, Heerde, Glas= und Porzellan 2c. 2c. hier am Platze. Wer Kleider und alles dazu gehörige zu besorgen hat, findet alles zur Uebergenüge hierselbst für den größten Mann und Frauen mit der penibelsten Haarfarbe und dem junonisch'stem Körperbau werden hier am Platze Kleider von unseren Handwerkern tadellos angefertigt. Selbst Gold= und Silber=Sachen, sowie wer übriges Geld für Brillanten hat, kann sie hier finden. Auch Hüte für Damen und Herren sind für die größten Köpfe am Platze zu haben, sogar für solche Personen, die nur ihren Kopf haben, um einen Hut darauf zu setzen. Wer seinen Kopf zum Nachdenken braucht, muß sich sagen:„Du machst Deine Mitbürger steuerkräftiger, wenn Du nur am Platze kaufst.“ Alle die Ihr hier am Platze wohnt und Euer UrsprungsAttest nicht verloren habet, Ihr könnt Euren Geschmack hier befriedigen und alles was Ihr nöthig habt hier einkaufen. Deßhelb:„Auf alle Gewerbetreibenden“, verbindet Euch und vergeltet Gleiches mit Gleichem: Wer Euch schädigen will, den schädigt wieder. zu Gastrop am 11. Dezember 1894. ##.k. Der Bergmann Anton W. von Obercastrop hatte ein Polizei=Strafmandat von 9 Mark erhalten, weil er am 12. August d. I. Abends zwischen 9 und 10 Uhr in Holthausen durch Schimpfen groben Unfug verübt und auch bei dieser Gelegenheit mit Steinen auf Menschen und Gebäude geworfen hatte. Gegen diese Strafe hatte derselbe richterliche Entscheidung zu seinem Nachtheil beantragt. Der Gerichtshof erkannte auf eine Geldstrafe von 20 Mark ev. 4 Tage Haft und die Kosten des Verfahrens. 2. Auch der Bergmann Jacob S. von Obercastrop hat am 12. August d. I. Abends zwischen 9 und 10 Uhr zu Holthausen durch Schimpfen groben Unfug verübt und mit Steinen auf Menschen und Gebäude geworfen. Auch er hatte ein Polizei=Strafmandat von 9 Mark erhalten und die richterliche Entscheidung beantragt. Der Angeklagte erhielt zu seiner Ueberraschung eine Geldstrafe von 40 Mark ev. 8 Tage Haft, nebenbei noch die Kosten des Verfahrens. 3. Der Bergmann N. N. von Bövinghausen hatte sich daselbst ebenfalls nicht wie es sich für einen ordentlichen Menschen paßt betragen und eine Frau mit einem Messer in ihrer eigenen Wohnung bedroht, auch Fensterscheiben in derselben eingeschlagen. Der Gerichtshof erkannte mit Rücksicht auf seine Vorstrafen auf eine Gefängnißstrafe von 6 Wochen und wegen der Sachbeschädigung auf eine Geldstrafe von 30 Mark und legte dem Angeklagten selbstverständlich auch die Kosten des Verfahrens auf. 4. Gegen den Bergmann August K. von Börnig war ein Polizei=Strafmandat ergangen wegen unerlaubten Wirthschaftsbetriebes, wogegen derselbe die richterliche Entscheidung beantragt hatte. Aus der Vernehmung der Zeugen ergab sich, daß er verschiedentlich Getränke an Nichtmitglieder der Genossenschaft verabreicht hatte. Der Gerichtshof erkannte wegen fortgesetzter Verabreichung von Getränken auf den doppelten Betrag der Betriebssteuer, eine Geldstrafe von 30 Mark eventuell 6 Tage Gefängniß und die Kosten des Verfahrens. 5. Wegen Zerstörung von Brettern war gegen den Bergmann August., früher in Deusen, nun in Dortmund, Anklage erhoben. Er hatte ohne Erlaubniß seines Hauswirths dessen Breiter zersägt. Der Gerichtshof erkannte auf eine Geldstrafe von 10 Mark eventuell 2 Tage Gefängniß. Der Angeklagte wurde zur Verhandlung vorgeführt. Die Kosten des Verfahrens wurden demselben ebenfalls zur Last gelegt. 6. Die Ehefrau Valentin K. aus dem Castroper=Holz und der Sohn derselben, der Schüler Michael K. von der Erziehungsanstalt Hall bei Gescher, saßen auf der Anklagebank, erstere wegen Begünstigung zum Diebstahl, letzterer wegen Diebstahls. Der Junge ist schon wegen verschiedenen Nichtsnutzigkeiten der Erziehungsanstalt Haus Hall überwiesen und war zur heutigen Verhandlung aus derselben vorgeführt. Derselbe gibt zu, eine Ziege, die einem anderen Bergmann gehörte, in eine Flasche gemolken und die Milch getrunken zu haben; auch hat derselbe ein Ziegenlamm und Kaninchen gestohlen. Die Mutter erhielt wegen Begünstigung dieser Diebstähle eine Haftstrafe von 2 Wochen. Der Knabe wurde von der Anklage des Diebstahls freigesprochen, da angenommen wurde, daß der Junge bei seiner schlechten Erziehung im Elternhause nicht das sträfliche seiner Handlungsweise bei Ausführung der Diebstähle gekannt habe, jedoch wurde seine Ueberweisung in eine Erziehungsanstalt beschlossen und soll derselbe wieder dahin zurück gebracht werden. 7. Die Gergleute Aug,.sein Better Bug. N. 2, Lio R. und Heinrich., sämmtlich aus Deusen, hatten an einem Sonntag Abend sich an dem Wirthschaftslokale der Wittwe Sibbe recht unnütz gemacht, mit Steinen auf das Wirthshaus geworfen und Dachziegel usw. an dem Wirthshause zer trümmert, sogar Zaunlatten abgerissen und damit auf die Hausthür bombardirt. Allerdings waren dieselben an dem fraglichen Sonntag Nachmittag von der Wittwe Sibbe aus der Wirthschaft hinausgewiesen worden. Nach Vernehmung der Zeugen erkannte der Gerichtshof gegen Aug.., Leo R. und Heinrich I. wegen gemeinschaftlichen Hausfriedensbruchs und wegen Sachbeschädigung je eine Strafe von 4 Wochen, gegen Aug. R. außerdem noch eine Geldstrafe von 30 Mark. Der Aug. R. 2 wurde freigesprochen, für denselben wurden die Kosten der Staatskasse auferlegt. 8. Der Schneidergeselle Lambert A. von Mülheim an der Ruhr, früher in Frohlinde bei dem Schneidermeister Diegel 4 Tage beschäftigt, wurde aus dem Gefängniß in Duisburg vorgeführt, um sich hier wegen Diebstahls zu verantworten; derselbe hatte seinem Meister in der kurzen Zeie seiner Beschäftigung Nachts Kleiderstoffe im Werthe von 70 Mark gestöhlen und war damit heimlich verduftet. Der Gerichtshof erkannte gegen den Angeklagten mit Rücksicht auf seine Vorstrafen eine Gefängnißstrafe resp. Zusatzstrafe von 5 Monate und 14 Tage. 9. Gegen den Kaufmann N. von Olfen war eine Polizeistrafe in Höhe von 50 Mark von der hiesigen PolizeiBehörde verfügt, weil er in zwei Fällen während der Zeit der Sonntagsruhe in einer öffentlichen Verkaufsstelle Waaren verkauft haben solle. Hiergegen hatte derselbe richterliche Entscheidung beantragt. Der Angeklagte hatte mit seiner Berufung in so weit Erfolg, als nur eine Geldstrafe von 25 Mark erkannt wurde. Ein Gewervebetrieb während der Sonntagsruhe habe wirklich stattgefunden, wenngleich auch keine Stoffe, sondern nach den Zeugenaussagen nur Muster im Bärwolf'schen Saale ausgelegen haben; ebenso war dieses auch durch den Castroper Anzeiger öffentlich bekannt gemache worden. In einem Falle erfolgte Freisprechung. 10. Der Bergmann Carl W. aus Eickel war wegen Mißhandlung und Bedrohung mit der Begehung eines Verbrechens angeklagt. Die Veranlassung zu dieser Anklage bot sich in Obercastrop. Angeklagter wurde von der Anklage der Mißhandlung zwar freigesprochen, aber wegen Beleidigung eine Geldstrafe von 5 Mark und wegen Bedrohung eine Geldstrafe von 10 Mark gegen denselben erkannt. 11. Eine unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelte Privatklage des Schneidermeisters Aug. W. und dessen Ehefrau gegen die Ehefrau des Anstreichermeisters Fritz Sch., beide Partheien aus Mengede, wegen einer schweren Beleidigung endete mit der Verurtheilung der Beklagten zu einer Geldstrafe von 20 Mark. Die Verurtheilte trägt die Kosten des Verfahrens. Antntntntnnnn?t 24* „„* * * empfehle ich eine große Auswahl in: Buckskins, Kleiderstoffen, Flanellen, Unterröcken, Tischdecken, Taschentüchern, Sp Handschuhen, Wäsche, Chales, Tüchern 2c. * Jetzt noch vorräthige Winter- und Regenmäntel zu ermäßigten Preisen. Ich lege besonderen Werth auf Solidität meiner Waaren bei billigsten Preisen. 2 " W OOUKHENHOLEEN, Gelchochcher Dortmund, Kleppingstraße, Danksagung. durch öftenlch aus. 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Mts., Nachmittags 4 Uhr, soll die auf dem Schlachthausplatz lagernde gute Grabenerde (ca. 40 chm) an den Meistbietenden verkauft werden. Versammlung an Ort und Stelle. Castrop, den 11. Dezember 1894. Der Gemeindevorsteher. Münnek hoff. Mittwoch, d. 12. Dezbr., Abends 8 Uhr, Versammlung der Mitglieder d. Ortskrankenkasse Castrop und Mengede, im Saale des Wirths Hellwig zu Castrop, um verschiedene Angelegenheiten zu berathen. Mehrere Mitglieder. Freitag, den 14. Dezbr. cr., Vormittags 9½ Uhr, werde ich bei Wirthin Wwe. Herdieckerhoff hier Woll= u. Weißwaaren, Shlipse, Kochmaschinen, Mobilien 2c. gegen Baar versteigern. Göttinger. Die Verkaufs=Riederlage meines, aus D reinem Roggenmehle hergestellten an Geschmack und Nährwerth unübertroffenen Oeynhauser Brotes befindet sich für Castrop und Umgegend bei Herrn Fritz Koester. H. Schürmeyer, Oehnhausen. Zur Besorgung von Büchern für den Weihnachtstisch, sowie Lieferung von Oeffentliche Zustellung. Der Bäckermeister Theodor Herveling zu Castrop klagt gegen den Bergmann Wilhelm Reifert, früher zu Castrop, jetzt unb kannten Aufenthalts, wegen gelieferter Waaren, mit dem Antrage: auf Zahlung von 84 Mark 90 Pfg. nebf%/ Zinsen seit dem 1. Januar 1894, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Königliche Amtsgericht zu Castrop auf den 14. Februar 1895, Vorm. 10 Uhr. Zuw Zwecke der Iffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Wibbe, Gerichtsschreiber des Königliche. Amtsgerichts. HerbstMehr als 800 Stück gebrauchte und neue und Winter= P als tots Großer Holzverkauf.(KnabenAm Montag, den 17. d. 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D aber er orc wurde, zu sichern. einzigen di# Kaisers zur Leistungen schahen, der Mann war und es zu das kaiserl Fahne, unt das Gegen Volksglaub ein Elefant aufrichten eine Mond die ganz der Mondf machen, da die Gefahr herum ist sagte:„T Drachen be war, daß lang zur außerhalb errichten, B U sen. nschirme i Nickelgriffen 5 Mk. tschirme, hübsch. Naturstöcke 5 Mk. tschirme de und Seide —10 Mk. uuing und ist dadurch lann. kitmenschen, verden, Verdauungsschwäche, theile ich herzlich gern und vie sehr ich selbst daran gebefreit wurde. Schrebrbat Bichmettrect. tter,* Lohl der Ihrigen sollten stets ossmann's— nischen S sig= Extract# n, um denselben. rkeit, Influenza 2c.# zu haben. Jeder ir gefährlich wer Shülfe t doppelte### en in Fi. 00, in Castrop Adler=Drog. als lerin r dem Hause. 67. Lina Wiegand. d 50 Pfg. nd 75 Pfg. —90 Pfg. 1,00 Mark. erigen Preise ,50 Mark. t. 0 Amtliches Ergan für drn gandgrrichtsbesten Vorimand. Redaktion, Druck und Verlag Bahrheit.— Gerechtigüel— bemeinwohl. von Ph. Sulbart Linf Castrop. Nr. 99. Erscheint Mittwochs und Samstags und kostet vierteljährlich in der Expedition 1 Mark, durch Boten Mark.10— Illustr. Blätter 50 Pie. Zweites Blatt. Politische Aebersicht. Deutschland. Die in der Thronrede angekündigten Justizgesetze, Abänderung der Strafprozeßordnung durch Wiedereinführung der Berufung, Entschädigung unschuldig Verurtheilter, sind im Reichstage eingegangen. Der deutsche Reichstag beginnt diesen Dienstag nach Erledigung mehrerer kleinerer Sachen und der Interpellation über die amerikanischen Zollplackereien für deutschen Zucker die erste Berathung des neuen Reichshaushaltes für 1895/96, zu welchem, wie man annimmt, der Fürst Hohenlohe selbst das Wort ergreifen wird. Die Berathung soll drei Tage andauern, doch ist es nicht unmöglich, daß sie sich auch weiter fortspinnt. Der Dank des Fürsten Bismarck. Fürst Bismarck veröffentlicht in den„Gerl. N..“ folgende Danksagung: „Varzin, 6. Dezember 1894. Aus Anlaß des Todes meiner Frau ist mir und den Meinigen aus Deutschland und dem Auslande eine so große Zahl von Kundgebungen warmen Beileids kzugegangen, daß zu meinem Bedauern die mir verfügbaren Kräfte nicht ausreichen, den theilnehmenden Absendern einzeln zu sagen, wie sehr sie meinem Herzen wohlgethan haben. Ich bitte Alle, welche unserer in diesen Tagen der Trauer freundlich gedacht, meinen und meiner Kinder herzlichen Dank entgegenzunehmen.“— Wie verlautet, siidelt Fürst Bismarck noch vor dem Weihnachtsfeste nach Friedrichsruh über. Die„Norddeutsche Allg. Ztg.“ bringt einen Leitartikel über das Wesen der Umsturzvorlage und schreibt, es könne nicht ausschlaggebend sein, daß die gegenwärtigen Führer einer Partei, wie die der Sozialdemokraten, glauben machen wollen, sie hätten es auf nichts weniger als einen gewaltsamen Umsturz der bestehenden Ordnung abgesehen. Ebensowenig dürfte den Stimmen Derjenigen allzu viel Gewicht beigelegt werden, die ihren Protest gegen den„jetzt beabsichtigten Anschlag auf die Freiheit der öffentlichen Diskussion“ damit zu begründen versuchen, daß sie erklären, die Freiheit der öffentlichen Meinungsäußerung sei schon jetzt in Deutschland auf das Aeußerste beschränkt. Was schließlich den Einwurf betreffe, die sozialdemokratische Bewegung würde durch ein Gesetz, wie das in Frage stehende, nicht erstickt werden, so sei das ja gar nicht die Absicht, die verfolgt werde. Es handelt sich vielmehr darum, die wichtigsten und nationalen Einrichtungen und Sitten, die Monarchie und die Armee, die Religion und das Familien= leben gegen Ausschreitungen einer Propaganda, die mit den Bestrebungen irgend welcher Partei nicht das Mindeste zu thun haben, besser zu schützen als bisher. Mittwoch, den 12. Dezember 1894. Wettkriechen. Ein unwürdigeres Schauspiel, als es gegenwärtig in ganz Europa gegenüber Rußland getrieben wird, hat es seit Langem nicht gegeben. Die angebliche Trauer um Alexander III., den man doch nur als den„Friedensfürsten wider Willen" bezeichnen kann, wird nur überboten durch die Kriechereien vor Nikolaus II., dessen Gesinnung noch nicht bekannt ist. Frankreich lag und liegt im Staube, England winselt durch Lord Roseberry um ein Einvernehmen, die Parlamente aller möglichen Staaten beugten sich tief vor Rußland — was Wunder, wenn der Größenwahn in Petersburg weit überhand nimmt. Die russischen Blätter schreiben seit einiger Zeit in einem so hochnasigen Tone, als wäre das Cjarenreich wirklich der Gebieter der Welt, und die europäischen Börsenzeitungen, die unter der neuen Aera ein„Geschäft“ wittern, leisten ihnen willig Vorspann. Rußland nutzt diese schweifwedelnde Gesinnung sehr praktisch aus, es verlangt von Europa greifbare Beweise der Sympathie in der Form einer großen Anleihe. Die Rangliste der deutschen Marine für das Jahr 1895 ist soeben erschienen. Die deutsche Marine hat danach 2 Admiralee(Frhr. v. d. Goltz und Knorr), 3 Vizeadmirale(Hollmann, Köster, Valois), 9 Kontreadmirale(Karcher, v. Reicher, Thomsen, v. Diedrichs, Oldekop, Hoffmann, Aschenborn, Frhr. von Senden=Bibran und Barandon). Der Erstgenannte befindet sich bereits seit dem April 1889 in dieser Charge. Kapitäns z. S. zählt unsere Marine 39; der älteste, der Inspektor des Torpedowesens Bendemann, ist seit dem 22. Oktober 1887 Kapitän z..; Prinz Heinrich, bekanntlich z. Z. Kommandant der„Wörth“ ist dem Range nach der 4. Kapitän z. S. Korvettenkapitäns gibt es 73. Ferdinand von Lesseps ist am Freitag gestorben. Ferdinand Vicomte von Lesseps wurde am 10. November 1805 in Versailles geboren und war nacheinander französischer Konsul in Kairo, Rotterdam, Malaga und Barcelona und von 1848 bis 49 Gesandter in Madrid. 1854 wurde L. vom Vizekönig von Egypten zum Besuche eingeladen und dabei entstand der Plan der Durchsetzung der Landenge von Suez. L. brachte trotz aller Schwierigkeiten ein Kapital von 200 Millionen Franks zusammen, begann 1859 die Arbeiten und beendete sie 1869. Schlimmer ging es ihm mit dem Panama=KanalUnternehmen, das sich als ein abscheulicher Sumpf von Bestechung, Betrügerei und Verschleuderung fremden Geldes erwies. Hier bewahrte nur Alter und Krankheit den Greis vor Gefängniß, in das aber sein Sohn wandern mußte. Die Weinernte Frankreichs im Jahre 1894 wird auf 39 Millionen Hektoliter geschätzt, was gegen 1893 ein Mindererträgnis von 11 Millionen, gegen den Durchschnitt der letzten 10 Jahre jedoch einen Mehrertrag von 8¾4 Millionen bedeutet. Mit der Produktion Corsika's(300000 Hektoliter) uus astpelige Palthell eder darms Raun 16 Pseautge. Reklamen per Zeile 90 20. Jahrg. und Algeriens(3 600 000 Hektoliter) beläuft sich der Gesammt ertrag auf 48 Millionen. und Westfälisch-Rheinisches. Castrop, den 11. Dezember 1894. — Auf der Zeche„Erin“ wurde der Hauer Wilhelm Schwabedissen aus Obercastrop von niederstürzenden Gesteinsmassen getroffen und an der rechten Hüfte schwer verletzt.— Der Hauer Josef Velten aus Börnig erlitt auf der Zeche „Mont=Cenis" durch ein herabfallendes Gesteinsstück eine schwere Verwundung der rechten Seite. Auf derselben Zeche gerieth der Aufschieber Rudolf Janns aus Börnig mit dem rechten Fuß unter das Rad eines beladenen Wagens und wurde ihm die große Zehe dieses Fußes zerquetscht. — Um den Bergleuten, welche das 70. Lebensjahr vollendet oder Reichsinvalide werden wollen, unnütze Kosten und Lauferei zu sparen, sei hier erinnert, daß sich dieselben an ihren zuständigen Knappschaftsältesten zu wenden haben und nicht, wie es schon oft vorgekommen, aus Amt. Von dort werden sie bann nach Bochum zur Knappschaft geschickt, ohne etwas zu bezwecken. Die betreffenden Leute haben sich mit den nötigen Unterlagen, welche in Geburtsschein, Arbeitsbescheinigung, Quittungskarte oder Aufrechnungsbecheinigung für das Jahr 1891 bestehen, an ihren zuständigen Knappschaftsältesten zu wenden, welcher das Uebrige schon besorgen wird. — Der Centralvorstand des Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter ernannte in seiner letzten Sitzung die Herren Kaplan Dr. Oberdörffer=Köln, Fabrikbesitzer Math. WieseWerden, Pfarrer Lic. Weber.=Gladbach, Kaufmann LegewittEssen wegen ihrer Verdienste um die Gründung des Vereins zu Ehrenmitgliedern. Außerdem wurde noch einer Reihe anderer, um die Bergmannssache verdienter Herren die Ehrenmitgliedschaft verliehen. — Die Herren Minister des Innern und der Finanzen haben entschieden, daß es gesetzlich nicht zulässig ist, eine Gemeindesteuer auf Jagdscheine und Ertheilung von Schenk= und Gastwirthschaftskonzessionen zu legen. — Trinkwasser auf seine Güte zu prüfen. Man gieße zunächst eine Probe des fraglichen Wassers in ein weißes, gut gereinigtes Medizinglas, verschließe es mit einem reinen Kork und stelle es mehrere Tage ruhig bei Zimmerwärme in das Fenster. Zeigt sich nach 8 Tagen noch kein grüner oder brauner Bodensatz, so ist das Wasser gut, tritt aber während dieser Zeit eine solche Bodensatzbildung— Algenvegetation— ein, so hüte man sich vor dem häufigen Genuß solchen Wassers. Mitten in den Ruinen von Manking. Nachdruck verboten. (Fortsetzung und Schluß.) Heut sieht man auf vielen Gesichtern den jüdischen Typus, und die Stadt hat eine zahlreiche mohammedanische Bevölkerung. Ein großer Theil derselben stammt von den Fremden, die in den Tagen des berühmten Herrschers Chu Hung Wo ins Land kamen. Dieser Mann begann seine Laufbahn als ein Bettler, aber er organisierte einen Aufstand, wodurch es ihm möglich wurde, China zu erobern und seinen Nachkommen den Thron zu sichern. Er war der Gründer der Dynastie Ming, der einzigen die China beherrschte, ehe die Familie des jetzigen Kaisers zur Regierung gelangte, und unter welcher die größten Leistungen in Baukunst und öffentlichen Verbesserungen geschahen, deren sich China überhaupt rühmen kann. Dieser Mann war es auch, der die Mauer von Nanking erbauen ließ und es zu seiner Hauptstadt machte. Der Drache ist in China das kaiserliche Wappenthier; man sieht ihn auf jeder chinesischen Fahne, und er soll dem jedesmaligen Herrscher Glück oder— das Gegentheil bringen. Dementsprechend kann— nach dem Volksglauben— ein Drache alles; er kann sich so groß wie ein Elefant, so klein wie eine Mücke machen, kann Königreiche aufrichten und Könige hinwerfen und, als vor einigen Monaten eine Mondfinsterniß war, las ich in der Zeitung von Peking die ganz ernsthafte Aufforderung, das Volk solle in der Nacht der Mondfinsterniß hinausgehen und einen recht großen Lärm machen, dann würde der Drache den Mond verschlingen und die Gefahr beseitigen. Nun wohl, das Land um Nanking herum ist wie ein großer Drachen gestaltet, und der Kaiser sagte:„Wenn ich meine Hauptstadt auf den Rücken des Drachen bauen kann, wird sie ewig bestehen.“ Das Resultat war, daß er sich nach Nanking begab und es für eine Zeitlang zur größten Stadt Chinas machte. Er beabsichtigte außerhalb seiner Mauer eine neunzig(engl.) Meilen lange zu errichten, starb aber, als das Werk kaum begonnen war. Der Sohn dieses Mannes baute den berühmten Porzellanthurm in Nanking, und zwar zu Ehren seiner Frau. Dieser Thurm kostete mehr als 60000000 Mark; von glasierten Platten des feinsten Porzellaus hergestellt, leuchtete er in seiner stattlichen Höhe über das ganze Thal des Yangtse=Kiang. In achteckiger Form erhob er sich über einer Basis von fast gleicher Höhe wie er selbst, die wiederum auf einen zehn Fuß hohen Gemäuer ruhte. Er hat neun Stockwerke, und eine Wendeltreppe führte im Innern des Thurmes bis zum Gipfel. Oben an der Spitze befand sich ein großes eisernes Becken; die Farben der Porzellanplatten waren grün, rot, gelb und weiß. Auf jedem der neun Stockwerke ragte ein Dach von grünen Platten hervor, und an den Ecken dieser Dächer hingen Glocken, welche läuteten, wenn der Wind sie bewegte. Neunzehn Jahre waren erforderlich, um diesen Thurm zu bauen, und wohl vierzig Jahre wurde er im guten Zustande erhalten, bis ein andrer Bettler eine Rebellion anstiftete und Nanking einnahm. Er hatte es sich in den Kopf gesetzt, daß der Thurm sein Auge beleidige und ließ ihn einreißen. Jede Platte davon ist seitdem verschwunden und als ich den Ort, wo er gestanden, gestern aufsuchte, fand ich als einziges Ueberbleibsel das große eiserne Becken, das seine Spitze einst krönte und das man auf einen marmornen Sockel gestellt hatte. Es ist ein eisernes Gefäß von hinreichender Größe, um den größten Heuhaufen zu bedecken oder eine Badewanne für einen Elefanten abzugeben und kann heutzutage für ein schönes Produkt künstlerischer Eisengußarbeit gelten. Als es noch die Thurmspitze deckte, war es vergoldet und konnte meilenweit im YangtseThale gesehen werden. Es muß mehr als 60 Centner wiegen, und wie die Chinesen mit ihren unzulänglichen mechanischen Hilfsmitteln es möglich gemacht haben, diese Last 261 Fuß über den Erdboden zu heben und oben zu befestigen, muß als ein Wunder erscheinen. Es liegt jetzt dem Arsenal des Vicekönigs gegenüber, wo die feinsten modernen Waffen für die chinesischen Truppen gefertigt werden, und der Ton der Dampspfeise, der die Leute am Morgen zur Arbeit ruft, macht seine altersgrauen Theile erzittern. Ich glaube, das Becken wie die Geister setner Schöpfer, die es umschweben, wundern sich, was für eine Art von Teufel jetzt um sie her ihr Wesen treibt. Andere Wunder der alten chinesischen Kunst und Industrie sieht man in den Ruinen der Tartarenstadt zerstreut, wo die Monarchen ihren Hof hielten. Da giebt es große Straßen von Granitplatten, deren jede so groß wie ein Speisetisch ist und die durch die Füße von ganzen Generationen zur Marmorglätte abgewetzt worden sind; da sieht man fünf mächtige Brücken von schweren, zu schönen Bogen gefügten Steinen, ohne einen einzigen Schluß= oder Gewölbstein, und die Einfassung dieser Brückenstraßen besteht aus einem Gemisch von Steinen mit gelbglänzenden Platten, Stücken von grünen und roten, mit Drachenbildern geschmücktem Porzellan, die einst die Paläste zierten, und Marmortafeln, aus denen die kunstreichen Palastmauern bestanden. Die Mauern der Tatarenstadt, die sich von dem Wohngebiet der gewöhnlichen Bevölkerungtrennten, standen noch als malerische Ruinen grasüberwachsen und zerbröckelnd, und neben einer Säule die wahrscheinlich einst den Palast eines Fürsten schmückte, saß ich den mit Erde und Kalk überzogenen Sarg eines Kulis liegen, dem man um seiner Armut willen die schützende Decke des Grabhügels versagt hatte. Dicht dabei arbeiten andere Männer und Weiber in blauen Kitteln auf dem Felde, indem sie den einstmals nur dem Königthum geweihten Boden umgruben, und ein Junge führte mich in einen eingestürzten Palast und zeigte mir zwei mit rötlichen Adern durchzogene Marmorsteine.„Dies ist,“ sagte er,„ein Theil der Quadern, mit denen der Fußboden des kaiserlichen Palastes belegt war. Einer der Hofherren mißbrauchte das Vertrauen des Kaisers, indem er etwas sagte, was er nicht sollte, und sofort wurde ihm die Zunge ausgeschnitten. Das Blut floß aus seinem Munde auf den weißen Marmor und färbte ihn, wie Sie es da sehen.“ Je früher diese Ablagerungen zum Verschein kommen, weniger eignet sich das Wasser als Trinkwasser. Vor der Uebertreibung körperlicher Uebungen warn eindringlich der Pariser Gelehrte Herr Philippe Fissie. In mäßiger Weise und nach bestimmter ärztlicher Vorschrift angewandt, können die körperlichen Uebungen von Nutzen sein. Diejenigen aber, welche zum Zwecke ihrer Kräftigung in dieser Hinsicht des Guten nicht genug thun zu können glauben, befinden sich in einem großen Irrthum. Sie bewirken gerade das Gegentheil von dem, was sie bezwecken, Denn die zu große körperliche Anstrengung wirkt körperlich und geistig aufreibend. Besonders wird durch körperliche Ueberanstrengung das Gedächtniß geschwächt. Die englischen Gelehrten haben in diesem Sinne schon mehrfach ihre Stimme gegen die SportEczesse der Studenten von Oxsord und Cambridge erhoben. Fissie behauptet geradezu, daß der übertriebene Körperübungssport zu geistiger Abtödtung, zum Automatismus führe. Daher komme es auch, daß der Hypnotismus unter den englischen Studirenden so große Fortschritte mache. Wohnungen angesehen.“ Und die Frau genirte sich auch nicht; sie trug dem Geheimen Kommerzienrath Krupp, dessen Leutseligkeit und Freundlichkeit je sattsam bekannt ist, in ihrer Art und Weise der Leute Roth und Klage vor, sodaß der Herr Kommerzienrath sich veranlaßt sah, ihr zu sogen, er habe bisher den Preis der Wohnungsmiethe nicht gewußt; das und das andere, was sie ihm gesagt, wolle er sich überlegen und gab ihr das Versprechen, was angängig, zu ändern. Nachdem er sich noch nach dem Namen und der Arbeitsstelle des Mannes erkundigt, reichte Herr Krupp der Frau die Hand und mit dem Auftrage, ihrem Danne seinen Gruß zu bestellen, schled er, um ein gut Stück eigener Anschauung reicher. Von dem Herrn Kommerzienrath kann man überzeugt sein, daß er sein Versprechen nicht vrgißt und in bälde diejenigen Maßnahmen trifft, die geeignet sind, das Los des Arbeiters und seiner Familie zu erleichtern. udem ihnen je ein Sparkassenbuch, auf 100 Mark kautend, eingehändigt wurde. Mengede, 7. Dezember. Am 27. November wurde der Bergmann Heinrich Finke zu Dingen durch zwei Revolverkugeln, welche demselben durch den Bergmann Pferdekämper beigebracht wurden, lebensgefährlich verletzt. Wenn auch Finke schwer erkrankt darniederliegt, und die Kugeln noch nicht haben entfernt werden können, so ist derselbe doch Dank der geschickten Behandlung des Herrn Dr. Hallermann außer Lebensgefahr. Pferdekämper, welcher sich zur Zeit in Untersuchungshaft befindet, hat sich den Revolver erst am Tage der That neu zugelegt und soll sich vorher geäußert haben, heute muß Finke dran. Pferdekämpers Vater wurde im vorigen Jahr tot in Frohlinde aufgefunden. Da denselben eine Kugel ins jenseits befördert hatte, wurde Selbstmord angenommen, trotzdem der Rwvolver bei dem Toten in der Hosentasche gefunden Selm, 5. Dezember. Heute sand beim königlichen Landrathsamt zu Lüdinghausen ein Termin zur Prüsung der gegen die Anlage einer chemischen Fabrik beim hiesigen Bahnhofe eingelegten Proteste stait. Die Beschwerden gründeten sich haupisächlich auf befürchtete Verunreinigung der Luft und der fließenden Gewässer. Der Unternehmer Göpner aus Hamburg erklärte, daß Belästigungen der Nachbarschaft durch Gase nicht zu besorgen seien, Abwässer überhaupt nicht vorkommen würden. Auch sei er bereit, ebenfalls entstehenden Schaden zu ersetzen. Von den Widersprechenden waren nur drei erschienen, welche ihren Einspruch zurückzogen. Erwähnt sei, daß auch eine mit 150 Unterschriften bedeckte Eingabe von hier vorlag, welche sich für die Genehmigung aussprach. Die Entscheidung über diese steht beim Bezirksausschuß zu Münster. Vor dem Tischler'schen Geschäft an der Brückstraße in Dortmund stand am Sonntag ein Neger als Portier. Die Anziehungskraft, die der schwarze Jüngling ausübte, erklärte und begründete den„Zweck seines Daseins" in ausreichender Weite. Ein Bauunternehmer in Hagen hat an einer belebten Straße eine Reihe mehrstöckiger Häuser bauen lassen, in welchen die Wohnungen vorwiegend an Leute aus dem Arbeiterstande vermiethet sind. Um nun das Aeußere der Häuser nach jeder Richtung hin vortheilhaft zu gestalten, schafft der Hausherr auf eigene Kosten für die nach der Straße belegenen Fenster die Vorhänge an, was die Miether natürlich sich gern gefallen lassen Aus der Kruppschen Kolonie bei Holsterhausen erzählt die„Ess. Volkszig.“ folgendes Geschichtchen: Kommt da eines Morgens ein seiner Herr zu einem dieser Kolonienhäus. chen, klopft an, die Kinder des dort wohnenden Arbeiters., öffnen ihm und rufen dann, als der Herr eintrat, ihre oben in der Schlafkammer beschäftigen Mutter. Diese erscheint und wird von dem Herrn in höflichster Weise gebeten, sich die Wohnung einmal ansehen zu dürfen. Die Frau gewährt ihm seinen Wunsch; sie gibt ihm auf alle seine Fragen bereitwilligst Auskunft. Sie hat Manches an der Wohnung auszusetzen. „Und Uebrigens“, sagt sie,„sind die Wohnungen für uns Arbeitsleute viel zu teuer. Statt in so und so viel Jahren die Häuser schon abbezahlt zu haben, könnte das Kapital auch was wir jetzt zu bezahlen haben, thut uns zu r.„Mein Mann arbeitet in der X.. Werkstadt, wo jetzt ... Tage eine Schicht gefeiert wird. Dabei haben wir bald 0 Kinder zu versorgen, keine Konsumanstalt ist in der Nähe und noch viele andere Stellen könnt ich Euch zeigen, Leute der Schuh drückt. Aber was nutzt das? Es müßt mal das Alles einer dem Herrn Krupp selber sagen, das würde eher helfen. Das können Sie glauben, Herr, wenn wie es um uns arme Leut steht, dann würde Manches geändert und besser gemacht werden.“—„Ich bin Krupp“, sagte der Fremde, der geduldig, freundlich und theilnehmend die Auseinandersetzungen der Frau angehört hatte. „Ah, der Herr Geheimrath! bitte zu...„Nun, liebe Frau, Sieg sich nicht und sprechen Sie frei von der Leber weg; ich will seiose schia und von den Leuten selbst hören, wie es ihnen geht, deshalb bin ich hier und hab mir schon mehrere .„ Die Gutehoffnungshütte hat in ihrer Hauptversammlung beschlossen, behufs Ausbeutung ihres großen Grubenbesitzes in der Nähe der Stadt Holten bei Sterkrade— die Gerechtsame umfaßt nahezu 37 Maximalfelder— einen Schacht niederzubringen. Für diese Schachtanlnge ist bereits ein zusammenhängender Grundbesitz von ca. 500 Morgen erworden worden. Vor ungefähr einem Jahre verschwand von Styrum ein Metzgermeister wegen mißlicher Geschäftsverhältnisse, seine Frau nebst 5 Kindern im tiefsten Elend zurücklassend. Während dieser Zeit ist die Behörde unablässig bemüht gewesen, den Aufenthalt des treulosen Menschen in Erfahrung zu bringen. Jetzt endlich ist es gelungen, ihn durch Vermittelung des deutschen Konsuls in Chicago ausfindig zu machen, wo er bereits wieder verheiratet ist und ein gutgehendes Geschäft betreibt. Die Sache ist dem Gericht übergeben worden, so daß sich der gewissenlose Mensch wegen Bigamie zu verantworten haben wird. Der Vorzug der Volksunterhaltungsabende in Düsseldaß sie stets einen einheitlichen, in sich geschlossenen und abgerundeten Gedanken zum Ausdruck bringen. So war es auch am 2.., wo im Kaisersaal der städtischen Tonhalle über 2000 Personen aller Stände und Berufsarten gemeinsam„Weihnachten" feierten. Ein Damenchor der in der Kakaofabrik von van Houten& Zoon beschäftigten jungen Mädchen brachte das Gesangsmärchen „Christkind“ reizend zu Gehör, ein Knabenchor der BongardSchule sang herrliche Weihnachtslieder, Oberlehrer Dr. Lausberg hielt eine meisterhafte Rede über die Geschichte des Weihnachtsfestes. Eine riefige, lichtergeschmückte Tanne, das Symbol der deutschen Weihnacht, erhellte den Saal. Tief ergriffen und hoch beglückt kehrte die Zuhörerschaft heim, gewiß nicht ohne den Vorsatz, den Weihnachtsgedanken allerbarmender Menschenliebe auch beim heurigen Christ in den der Armen und Bedürftigen in die That umzusetzen. Und das wird auch eine erfreuliche sociale Wirkung dieses Volksunterhaltungsabends sein. das Interesse der Bürgerschaft in Bonn für die Errichtung einer festen Rheinbrücke ist, beweisen die nungebeeschlossenen Garantiezeichnungen. Das Bürgerkomitee gut 200 000 Mark, der Verein„Altstadt“ 420000 Mark gesammelt, insgesammt 670 000 Mark. Diese Summe steht der Stadt als Garantie zur Verzinsung des Kapitals für die Brückenanlage während der fünf ersten Betriebsjahre zur Verfügung und ist zum weitaus größten Theile von den Bewohnern der Stadt Bonn aufgebracht worden. In Trier wohnen, so schreibt die„Trier. Landesztg. zwei Kaufleute nahe beieinander, die sich zum Nutzen und Frommen des Publikums eifrig bestreben, die besten Artikel für das wenigste Geld zu verkaufen. Kürzlich stellte nun der eine in seinem Schaufenster Kinderhemdchen aus zu dem nie dagewesenen Preise von 58 Pfg. pro Stück. Neidvoll betrachtete sein Konkurrent die beispiellos billige Waare. Zu einem solchen Preise konnte er nicht verkaufen. Aberman muß sich zu helfen wissen. Kurz entschlossen schickte er eine Mittelsperson in den billigen Laden und läßt drei Hemdchen für dreimal 58 Pfg. kaufen. Dann stellte er sie triumphirend in seinem Schaufenster aus und giebt als Preis 57 Pfg. an. Dec das Unglück schreitet schnell. Kaum hatte der ursprängliche Veltaufer seine Waare im Laden des Rivalen erblickt, da schickt er ebenfalls eine Mittelsperson hinüber, welche die erwähnten Hemdchen für dreimal 57 Pfg. zurückerwirbt. Dann hängt er sie mit sichtlicher Genugthuung und zufriedenem Lächeln wieder in sein Schaufenster. Drei Pfennig hatte er auf diese Weise bald verdient. Ob das„interessante Spiel“ noch lange gedauert hat, ist nicht bekannt geworden. Eine seltsame Diebin hatte einen Gastwirth in Styrum „bestohlen. Ihm verschwand täglich Geld aus einer Kommode, ohne daß es gelang, des Langfingers habhaft zu werden. Er hatte die fortgesetzten Diebstähle bereits bei der Polizei angezeigt, als er vor einigen Tagen plötzlich die Diebin in der Person seiner eigenen Frau entdeckte, die ihrem Herrn und Gebieter zu Weihnachten aus den„ersparten Groschen“ etwas Ueberraschendes kaufen wollte. S# nahm ich einen Esel und ritt zinans um mitr vun Grad des Betilerkönigs anzusehen. Er liegt, etwa fünf englische Deilen von hier unter Purpur begraben, und sein Mausoleum muß eins der kostbarsten gewesen sin, das je von Menschenhaaden gemacht wurde. Zu dem Begräbnisplatze gehörte eine Allee, von der man die Stadt über eine Meile weit uverblicken konnte, und rechts und links standen riesenhafte Slefauten, Kameele, Löwen und Tieger von Marmor. Diese Ecnusewerte sind noch vorhanden; in feierlicher Größe stehen sie auf freiem Felde und starren einander an. Ihre Reihen vervollständigt eine Anzahl aus massiven gemeißelter Krieger, von denen jeder Poht 12 Fus hoch seia mag. Als ich neben dem einen stand, „.e. die Hand an ihm empor, und meine Fingernägel die Ellenbogen seiner verschränkten Arme. Die aus demselben Material gehauenen Elefanten sind etwa gaue Hanien Tuudo; ihrs breiten Rücken tragen dersentge, der snen Een wit nuich dem Voltsaberglausten Räcken des Thieros n uin so wersen kamn, daß er auf den 16. um waes eie tugen bleilbt, fortan vom Glück begunstigt mit vier gegsrsen Gengc erhebt sich ein großer Thurm Thurmes Kut eioe grcherweden, und mitten in Junemn des ne Schitokröte von schwarzem Marmor. Sie groß, daß sie ein gewöhnliches Besuchszimmer ausfüllen würde und aus einem einzigen Mamorblock gemacht. Auf dem Rüuen der Schildkröte, die bei den Chinesen das Sinnbild der langen Lebensdauer ist, befindet sich eine zwölf bis fünfzehn Fuß hohe Marmortafel, auf welcher ia chinesischen grtsen. ist, der am anderen Ende des Begräbnißplatzes ruht. Ih fuhlte diese ungeheuren Thier= und Krieger nicht, doch stehen sie in geringen Zwischenräumen die ganze Allee entlang, I2, der Grabesstätte führt. Sie müssen ein kolossales Gewicht haben und aus weiter Entfernung hergebracht worden sein, da keine Marmorbrüche in der Nähe sind. Die Gesichter der Elefanten und Männer sind sehr gut ausgeführt, ebenso Vor einigen Tagen wurden in Duisburg mehrere Arbeiter, welche 25 Jahre auf den früheren Bischeroux=Werken (jetzt Eisen= und Stahlwerk) thätig sind, angenehm überrascht, * Baronin Elisabeth Seefried, die Prinzessin Elisabeth sochen Oschaiter seiner nau; Sbeschlihung mit eium ein„e Zeit so großes Aussehen erregte, sieht, wie aus Troppau gemeldet wird, in der nächsten Zeit einem Ereigniß entgegen. Die Baronin sowie ihr Gemahl haben sich die Sympathien der Bevölkerung der Stadt Troppau Kader kennen die Geranie igu ud beibonders die armen Gemabis. Vuzzum nor gut; ob site am Arme ihres Simages oder allein durch die Straßen promeniert, nie unterläßt sie es, die des Weges kommenden Armen zu beschenken. Auch dem Frauen=Wohlthätigkeitsvereine ist die Baronin unter Zuwendung zahlreicher Spenden bereits beigetreten. Der der beim November=Apancement zum Oberstleutnant Samere Vir zgahen plchtzsteitger Osfsizer, den setne Rumtrruben hochschugtin man schildert ihn als einen stillen, se vereinigs, Best und Herzensdie Gewänder und Zieraten 2c. Eines der steinernen Pferde ist umgestürzt und liegt halb eingesunken in einer Grube; manche Figuren sind beschädigt, die meisten aber noch heut so vollständig erhalten, wie zur Zeit ihrer Aufstellung vor vier= bis fünfhundert Jahren. Das Grabmal selbst liegt in Trümmern; es bedeckt einen weiten Raum, und am Ende desselben sieht man die Ruine eines großen, massiv gemauerten Thurmes, der durch einen mit Marmor ausgemauerten Tunnel durchbrochen ist. Derselbe führt vom Boden aufwärts unter einem Winkel von 45 Graden. Dieser Tunnel ist so hoch und breit, daß zwei Wagen darin nebeneinander fahren können, ohne die kunstreich gearbeiteten Wände zu verühren. Auf der Höhe dieses festungsähnlichen Mausoleums muß nach meiner Ansicht ursprünglich ein Tempel gewesen sein, denn noch stehen die vier dicken Mauern eines solchen Gebäudes und erinnern an die gras= und moosbewachsenen Ruinen Europas. Innerhalb dieser Trümmer verzehrte ich wein Frühstück, auf einem Steine sitzend, die Füße auf dem Teppich von wilden, blauen Blumen, die aus den Vertiefungen zwischen den Steinen des grasigen Erdbodens hervorwuchsen. Dabei konnte ich durch eines der großen Thore auf die Tausende von Grabhügeln heutigen Nanking blicken, und zu meinen Ohren drang das Geschrei eiver ärmlich gekleideten Frau, welche wehklagend auf einem derselben saß. Es war die Trauer der Gegenwart mitten unter den großartigsten Gräbern der Vergangenheit, und sagte mir wieder, daß von allen Dingen der Welt der Tod allein König und Gebieter ist, der von Zeitalter zu Zeitalter herrscht und mit seiner mächtigen Hand alle Menschen gleich macht.“— Frank Carpenter.— * Ein braver Millionär. Man schreibt aus dem Elsaß: Auf dem großen Landgute St. Johann bei Ensisheim wohnt een mehrsacher Millionär, Junggeselle, Ferdinand Häbig. Dieser Herr ist eig selenguter Mensch, denn alle Betler und Vagabunden Subbeutschlands als Papa Häbig kennen, weil er allen Menschen, ohne sie nach Papieren zu fragen, unentgeltliche Unterkunft und Kost gibt. Es ist daher nichts seltenes, daß Papa Häbig 25 bis 30 Strolche über Nacht hat. Alle bekommen ihre Kost, bis sie wieder freiwillig gehen, nur eine Bedingung stellt Herr Häbig: Alle müssen Abends 7 Uhr an der Familienandacht theilnehmen und schlafen gehen. Das ist gewiß eine leicht zu erfüllende Bedingung. Seit mehr als dreißig Jahren wurde Herrn Häbig kein Haar gekrümmt, trotzdem er döch mancherlei Inkognitos beherbergt hat; jetzt endlich hat sich ein Untreuer gesunden. Während der Abendandacht, die etwa dreiviertel Stunden dauert, schlich sich ein „früherer Pensionär“ in das odere Stockwerk und stahl dort, was nicht niet= und nagelfest, z. B. ein Hundertfrankenstück, ein Vierzigfrankenstück, andere Münze, Kleider usw. Einen goldenen Becher ließ der Dieb unberührt, weilger dessen Wert wohl nicht kannte. Ob dieser Gemeinheit wurden die anderen freien Kostgänger sehr aufgebracht. Alles, suchte, aber der Dieb war verschwunden. Wenn Herr Häbig sich in Folge dieses Vorfalles entschließt, seine freie Herberge zu schließen, so bedeutet dies für den Herbst für das Pfalzburger 50 Dieg. icalsch, sür de adstens 50 Versonen und bel * v. Staatskasse einen täglichen Verlust von 40 Mark over auf 6 Wintermonate rund 7000 Mark. daß Herr Häbig, der über 80 Jahre alt und mit Glücksgütern gesegnet ist, sich den Verlust der ein Lebensalter lang aufbewahrten schönen Goldstücke nicht so zu Herzen nehmen und seine gastlichen Räume nach wie vor den Kindern der Finsterniß zur Verfügung stellen wird. Es sind unter diesen Kindern sicher auch viele, die einst auf der Sonnenseite des Lebens gestanden haben. mit an daß ich Biotelbog ichea: Gratbeithern vior 65 Nir: Ddem Kute e busche und Guen aud Nie Bche Nr. 10 * Unser eingetroffen Schlosse, an hörden theil Dienstag 8 hierauf auf Hannover zweimaliger zahlreichen der Männer nahm der Ulanenregin königl. Hoft Am 9 halt in Hai Vortrag de Springe be Rückkehr no Die bi von sich rei von Cumber Jahr 1898, Aussicht gei muß abgewi Ueber entnehmen Caprivi den Gestalt, mil druck der ä dritte Reichs Von Gestalt ohne die Fe stark gebückt Reichskanzle benutzt wor erschien, bem der Thronre Caprivi bei in welcher a Krtegäherrn Die Fr trag ein auf die Beaussich die Aufgabe werker in tei 1) Es gie Vaterlande, oder mehrer d. h. sie wi sie in erster, Verein. Wi Woche solch dieser Vereit hinaus, der seinen Beru Statuten wi sprochen, sor gehängt, ind der Gemüthl tiefer. Und es wohl die kol tilgt werden, bald„Jauch biedere Bier Debatten 2c. 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