Redaktion, Druck und Verlag von Ph. Culbart in Castrop. Autliches Ergan für den Landgrrichtsbestra Vortaund. Nro. 17. Mdmadt un damntang un dohe vierteljährlich in der Expedtion 1 Mark, durch Beia Mark.10 Illustr. Blätter 50 Vfo Politische Aebersicht. Deutschland. Unser Kaiser und seine hohe Gemahlin finden sich recht wohl; eine gedrückte Stimmung ist aber infolge der Nachrichten uus San Remo und des plötzlichen Todes des badischen Prinzen im kaiserlichen Palais vorherrschend. Am Sonntag Vormittag umstand wieder eine nach Tausenden zählende Menge das Palais, welche dem geliebten Monarchen begeisterte Huldigungen darbrachte. Am Samstag Nachmittag erschien Fürst Bismarck beim Kaiser zum Vortrag. Vom Kronprinzen. Zur Konstatirung, ob bereits die Zeichen eines Lungenleidens vorliegen, ist am Sonnabend Abend Professor Dr. Kußmaul aus Straßburg in San Nemo angekommen. Am Sonntag Vormittag besuchte er mit den übrigen Aerzten den Kronprinzen, es fand Unter suchung und Konsultation statt. Vielleicht wird ein offizieller Bericht darüber veröffntlicht werd n, vielleicht unterbleibt das aber auch unter bestimmten Gründen, die wohl nicht näher dargelegt zu werden brauchen. In einigen Tagen wird sich ja doch zeigen, ob sich die Gefahr einer Lungenkrankheit nähert oder enfernt. Professor Kußmaul ist Dirigent der medi zinischen Klinik und Poliklinik in Straßvurg und zählt zu deren hervorragendsten inneren Klinikern seit 1876. Die Aerzte haben ihn dem Kronprinzen in Vorschlag gebracht und dieser hat seine Zustimmung zur Berusung gegeben. Der Kronprinz schlief in der Nacht zum Sonntag gut und befand sich am Morgen vortrefflich. Gegen 9 Uhr stand er auf, bis 11 Uhr war die Konsultation der Aerzte beendet. Der Kronprinz dankte dem Professor Kußmaul besonders für sein Erscheinen und ließ sich von diesem mit großer Gelassenheit untersuchen. Die„Voss. Ztg.“ veröffentlicht vom Sonntag Mittag folgende Nachrichten aus San Remo:„Die heutige Untersuchung, welche sicherheitshalber wiederholt werden soll, ergab keine Lungenerkrankung.— Gegenüber Ableugnungen und Entstellungen wiederhole ich auf Grund bester Informationen meine Warnungen gegenüber beunruhigenden Sensutionsnachrichten, wie allzu sanguinischen Hoffnungen. Es wäre thöricht, die Gefahr beseitigt und Heilung nahe zu glau ben; aber grundfalsch ist die Behauptung, neue Gefahren seien aufgetaucht. Sehr langsamer Besserungsfortschritt aber keinerlei Verschlimmerung, das ist die wahre Laie. Auch Professor Kußmaut's Berufung ist nicht als übles Zeichen auszufassen. Unter den Aerzten herrscht jetzt völliges Einverständniß.“ Neuestes Bulletin aus San Remo. Sonntag, 26. Febr., 2 Uhr 1 Minute Nachmittags. Das Allgemeinbefinden und der Schlaf Sr. K. K. Hoheit des Kronprinzen waren gut. Husten und Auswurf etwas weniger; die Untersuchung der Brust ergab kein Zeichen einer Lungenaffektion. Mackenzie. Schrader. Krause. Hovell. v. Bergmann. Bramann. Kußmaul. San Remo, 27. Febr., Vormittags 10 Uhr 20 Min. Se. K. und K. Hoheit der Kronprinz hatte eine gute Nacht. Husten und Auswurf haben sich verringert. Banne der Verhältnisse. Roman von Theodor Mügge. Nachdruck verboten. (Fortsetzung.) Leicht könnte es Anderen eben so gehen, wie mir, fuhr er fort. Ich kann Ihnen über den Inhalt dieses Kastens einigen Aufschluß geben. Wahrscheinlich sind Sie in der Absicht hierher gekommen, diesen Behälter, in welchem Sie Sachen von großem Werth vermutheten, in besondere Obhut zu nehmen? Die Frage hatte einen so spöttischen Klang, daß Herr von Brand, dessen Bestürzung und Scham ohnehin groß genug waren, nur mit einem unverständlichen Gemurmel antwortete. Ihr Irrthum war ein sehr verzeihlicher, sagte Rachau, „denn es giebt wohl Wenige, die nicht von diesem Kasten getäuscht worden sind.“ „Die Sorgfalt, mit welcher unser verewigter Freund ihn behandelte, ihn nie von sich ließ, keine Reise ohne ihn antrat, mußte Jedermann Glauben machen, daß kosibare Dinge darin verborgen seien, dennoch hat er nie etwas Anderes erhalten, als was Sie soeben gefunden haben.“ Herr von Brand hatte sich erholt und begriffen, daß er nichts Besseres thun könne, als einzugestehen, was Rachau voraussetzte. „Ich will nicht leugnen, daß Sie Recht haben,“ sagte er. „Ich vermuthete, daß Wilkens große Summen und Documente mit sich führte, und der Gedanke beunruhigte mich— nicht, wie ich gesollt, Vorsorge zu treffen—“ „Damit kein Unbefugter sich ihrer heimlich bemächtigte,“ siel Rachaukmit seinem ironischen Lächeln ein. „Sie hatten nichts zu besorgen.“ „Unser verewigter Freund war viel zu vorsichtig, um ** Bahrheit.— Gerechtigkeit.— Gemeinwohl. 29. Februar 1888. Zum Tode des Prinzen Ludwig von Baden. Der Prinz war erst Mitte voriger Woche von Karlsruhe, wo er sich acht Tage aufgehalten, nach Freiburg zurückgekehrt. Er fühlte sich in Folge einer Eckältung, die er sich wahr scheinlich in Karlsruhe zugezogen, so unwohl, daß er sich zu Bette legen mußte. Im Anfang war der Verlauf ein nor maler, das Leiden verschlimmerte sich am Tage der Krisis zum tödtlichen Ausgang. Die Leiche des Prinzen kam mittels Extrazuges, in dem sich auch der Großherzog und die Großherzogin, die Hosstauten, Prälat Doll im Ornat und andere Personen befanden, Freitag Abend um ½212 Uhr in Karls ruhe an. Nach kurzem Empfang durch die Prinzen Wilh=lm und Karl und deren Gemahlinnen bewegte sich der Leichenzug nach der Schloßkirche. Entblößten Hauptes bildeten Tausende Spalier. In der Schloßkirche ist die Leiche aufgebahrt und mit reichem Pflanzenschmuck umgeben. Zwei Kammeryerren, zwei Stabsoffiziere und zwei Ehrenposten halten am offenen Sarge Wache. Am Sonntag von 11 bis 4 Uhr war dem Publikum der Zutritt gestattet, Tausende waren herbeigeeilt, den Prinzen noch einmal zu sehen. Die Beisetzung findet am Mittwoch Vormittag 11 Uhr statt. Zu derselben treffen auch der Ecbgroßherzog von Baden und der Kronprinz und die Kronprinzessin von Schweden in Karlsruhe ein. Auf Befehl des Kaisers geht eine Deputation des ersten Garde-UlanenRegimentes in Potsdam, in welchem der Verstorbene gedient, dorthin. Der Bundesrath hat in seiner Sitzung am Donnerstag dem vom Reichstag angenommenen Gesetz wegen Abänderung des Artikels 24 der Reichsversassung betr. die Verlängerung der Legislaturperioden von 3 auf 5 Jahre seine Zustimmung ertheilt. Der nächste Reichstag wird also auf 5 Jahre, nicht mehr, wie bisher, nur auf 3 Jahre gewählt werden, sofern der Kaiser seine Zustimmung zu dieser Aenderung der Verfassung ertheilt, woran nicht zu zweifeln ist. Oesterreich=Ungarn. Aus Rom wird Wiener Blättern berichtet:„Als die beunruhigenden Berichte der letzten Tage über den Gesundheitszustand des deutschen Kronprinzen die Runde machten, fragte einer der Kardinäle den Papst, ob dieser nicht geneigt wäre, für den Kranken, um dessen Wohl Millionen Menschen zittern, ein besonderes Gebei zu sprechen. Der Papst blickte lange und ernst nach dem Fragenden, dann sagte er:„Seit Monaten erhob ich mich nicht von meinem Lager, begab ich mich nicht zur Ruhe, ohne für den Sohn meines erlauchten Freundes, des Kaisers Wilhelm eine Fürbitte zu dem Allerhöchsten zu senden.“ Aus Pest ist der Artillerieoberlieutenant Vitas mit 30 000 Gulden, dem Bestande der Kasse des 4. ArtillerieRegimentes durchgebrannt. Es ist ihm auch geglückt, nach Rußland zu entkommen. Frankreich. Laut der vom Kriegsminister am 22. Febr. in Paris dem betreffenden Ausschuß vorgelegten neuen Armee Einsich mit vielem Gelde zu belasten. Dort auf dem Tische liegt sein Taschenbuch, worin Sie finden werden, was er an Baarmitteln vorräthig hatte, und welches allerdings besser bewahrt sein sollte.“ In jenem größeren Koffer aber befindet sich ein Schreibund Reisekasten, welcher, so viel ich weiß, einen vollständigen Nachweis über das gesammte Vermögen des theuren Dahingeschiedenen enthält, nebst manchen anderen Papieren, die wichtig für Sie sein werden. Der Major beruhigte sich immer mehr; was er vernahm, mußte ihn dankbar stimmen, zugleich auch die Besorgnisse über dies nächtliche Begegnen aufheben. „Ich bin Ihnen sehr verbunden,“ sagte er,„und werde gewiß Ihre freundschaftliche Theilnahme nie vergessen.“ Niemals wird sich diese verleugnen, erwiderte Rachau. Jeder Dienst, den ich Ihnen leisten kann, wird mit Freuden von mir geleistet werden. Dann nehmen Sie im Voraus auch von mir dies Versprechen, sagte Brand mit seiner gewohnten Herzlichkeit. Diese gülige Versicherung macht mich überaus glücklich, versetzte Rachau, ich werde sie zu verdienen suchen. Gut, gut! antwortete Herr von Brand ganz zufrieden gestellt, so können wir diesen traurigen Raum verlassen; aber was zum Henker! hatte denn dieser Kasten mit Stricken und dem kleinen Handpuffer eigentlich zu bedeuten? „Rachau sah lächelnd auf den Kasten nieder und sagte dabei:“„Unser verewigter Freund war der furchtsamste und mißtrauischste Sterbliche, den es geben kann. Beständig quälte er sich damit ab, welches Unheil und welche Gefahren ihn bedrohten.“ Er beschäftigte sich mit allem möglichen Unglück, das ihm begegnen könnte; ganz besondere Angst aber hatte er davor, zu verbrennen. Somit reiste er niemals ohne Strickleiter, um sich zum Fenster hinaus retten zu können. Niemals wohnte er mehrere Saseettess: Gebähr: für die einspaltige Zeile oder deren Raum 10 Pfennige. Reclamen per Reile 30 Pfennige. theilung würde sich das Heer folgendermaßen zusammensetzen: Infanterie: 162 Regimenter zu je 3 Bataillonen mit 4 Compagnien und einer Depotkompagnie; 30 Bataillone Jäger zu Fuß zu je 6 Compagnien und 2 Depoicompagnien; 4 Zuaven=Regimenter zu 4 Bataillonen mit je 6 Compagnien und 2 Depotcompagnien; 2 Regimenter der Fremdenlegion zu 4 Bataillonen mit je 4 Compagnien und einer Depotcompagnie; 5 Bataillone leichte afrikanischer Jafanterie mit einer von dem Minister zu bestimmenden Anzahl von Compagnien. Cavallerie: 12 Cuirassir=, 30 Dragoner, 21 Jäger=, 18 Husaren=, 6 afrikanische Jäger= und 6 SpahisRegimenter, im ganzen 93 Regimenter zu 5 Schwadronen und einer Depotschwadron für die Spahis. Artillerie: 16 Bataillone Festungs=Artillerie, 19 Regimenter Divisionsund 19 Regimenter Corps Artillerie. Genie: 4 Regimenter zu 5 Bataillone mit je 4 Compaanien. Ein Eisenbahn=Regiment zu 3 Bataillonen mit je 4 Compagnien. Ein Bataillon afrikanischer Sappeurs ohne bestimmte Compagnienzahl. Italien. Der Papst empfing Montag Nachmittag die deutschen Pilger und die Deutschen aus Rom, zusammen etwa 1200 Mann, in feierlicher Audienz, welcher zwanzig Kardinäle beiwohnten. Der Bischof von Mainz verlas die Adresse, welche dem Papste anläßlich seines Jubiläums die Glückwünsche und Ehrerbietung der deutschen Katholiken ausspricht. Der Papst erwiderte, er kenne die Frömmigkeit der deutschen Katholiken und deren Liebe zum heiligen Stuhle. Der Papst sprach über die Sache des Katholizismus, welche mit allen Kräften vertheidigt werdin müßte und gedachte der Einigkeit, womit die Nationen ihm und der päpstlichen Macht anläßlich seines Jubiläums gehuldigt. Der Papst sagte weiter, seines Oberhirtenamtes gedenkend, wenn er nicht ablasse, stets aufs neue die ihm zustehenden Rechte in Anspruch zu nehmen, so geschehe dies, damit die Freiheit des Papstes allen Nationen zum Vortheil gereiche. Er wolle den Deutschen keine besonderen Belehrungen ertheilen, sie fänden solche in den Encykliken an die preußischen und vaierischen Bischöfe. Die deutschen Katholiken möchten fortfahren, für die Freiheit und Unabhängigkeit der Kirche zu wirken. Viel sei bereits, dank dem Wohlwollen des deutschen Kaisers und der Regierungen in Preußen und den anderen deutschen Staaten, geschehen. Die Katholiken möchten auch ferner in Einigkeit, Weisheit und Beständigkeit ihrer Sache dienen. Hierauf empfing der Papst die Führer der Pilger. Prinz Louis Bonaparte, der jüngere Sohn des Prinzen Plon Plon, Rffe des Königs von Italien, ist aus der italienischen Armee ausgetreten, um nicht etwa gegen Frankreich, sein Vaterland, kämpfen zu müssen. und Castrop, 28. Febr. Im Anschluß an den in der vorigen Nr. unseres Blattes gebrachten Aktikel:„Die Wehr. Treppen hoch, und jede Treppe von Holz erregte ihm schwere Bedenken. So auch mochte er kein Zimmer leiden, war es auch das schönste und beste, das mehr als eine Thür hatte, weil um so leichter Diebe einbrechen könnten. Die Eingangsthür verschloß und verriegelte er stets sorgsältig, und wenn eine zweite Thür nicht zu vermeiden war, wie dies in Gasthöfen häufig oder fast immer der Fall ist, so dienten der Strick und der starke Knittel dazu, einen Knebel an Klinke und Einfassung festzubinden und zu drehen, welcher jedes Eindringen verhinderte. Niemals schlief er mit einem Anderen in demselben Zimmer, auch mit mir nicht, denn seine Furcht, im Schlafe überfallen zu werden, ließ dies nicht zu; neben seinem Bett aber hatte er stets dies doppelläufige Terzerol, geladen und mit Zündhütchen versehen, um sogleich davon Gebrauch zu machen. Rachau nahm das Terzerol heraus, auf dessen Pistons wirklich die rothen Kupferkapseln steckten, und sagte dabei: „Ich werde es behalten, es soll mir ein Andenken sein; überdies würde es auffallen, wenn es vorgefunden würde. Auch die Stricke lassen Sie uns beseitigen, wir können andere gleichaülltige Dinge dafür hinein thun.“ Niemand braucht von dieser angstvollen Vorsicht etwas zu erfahren. Man könnte sich allerlei Fabeln damit zusammenreimen. Er ist wirklich noch ein größerer Narr gewesen, als ich dachte, sagte der Major. „Nicht allein ein Narr, antwortete Rachau; er war ein herzloser, eigennütziger Mensch.“ „Sie haben dies kennen gelernt.“ „Leider ja,“ murmelte Brand. „Abgefeimt für Alles, was ihm Vortheil versprach. Ohne Gefühl und ohne Gewissen." „Das hat er bewiesen.“ „Ich kann mir Ihre Entrüstung vorstellen. Sein Be pflicht nach dem neuen Wehrgesetz“, welcher jeden Wehrpflichtigen mit den in der Wehrpflicht eingetretenen Aenderungen bekannt macht, erscheint im Anzeigentheil der heutigen Nr. eine Bekanntmachung des Königlichen Bezirks=Kommandos in Dortmund, welche der Beachtung aller Wehrpflichtigen sehr empfohlen wird, da die Nichtbeachtung Strafen nach sich zieht. X Castrop, 27. Febr. Die Unglücksfälle nehmen hier kein Ende und ist besonders Ziche„Victor“ in diesem Monate daran betheiligt. So verunglückte heute Morgen auf gräßliche Weise der junge Pferdetreiber H. Möcklinghoff aus Datteln, indem er unter Tage zwischen 2 Züge beladener Förderwagen gerieth. Hierbei wurde ihm der Brustkasten förmlich zerquetscht. Die Verletzungen sind derartige, daß man ihn in das Krankenhaus tragen mußte und an seinem Aufkommen zweifelt. — Auf„Erin“ wurde gestern Abend dem Bergmann Ufermann aus Obercastrop von einer aus dem Förderkorb ragenden Schiene die Nase buchstäblich abgerissen. Der Unglückliche fand Aufnahme im Krankenhause.— Durch Um schlagen des Wagens beim Holztransport erlitt heute Dienstag Morgen der Landwirth Giesbert Graßmann gent. Bensmann aus Brüninghausen einen Beinbruch. Er wurde in das hiesige Krankenhaus gebracht. — Das am Fastnachtssonntag zum Besten der„Stiftung für Krieg und Frieden“ gefeierte Fest hat einen Reinüberschuß von 211 M. 70 Pfg. ergeben. Das Gesammi=Vermögen der Stiftung beträgt somit jetzt: 2313 Mk. 88 Pfg. — Der diesjährige westfälische Lehrertug wird am 2. und 3. April in Gevelsberg abgehalten. — Der Lehrlings=Vertrag bindet nach der neuen Ge werbeordnung sehr fest. Ein Drechsierlebrling war dieser Tage in Berlin aus der Lehre zu seinem Onkel entlaufen. Die Polizei belegte ihn dafür mit 5 Tagen Gesängniß und brachte ihn dann zu seinem Lehrherrn zurück. Der Junge entlief jedoch wieder. Jetzt suchte ihn der Obermeister persönlich auf und fand ihn bei seinem Onkel an der Drehbank. Er redete be den gütlich zu, und der Junge ging zu seinem Lehrherrn mit. Aber bald war er wieder verschwunden. Er wird nun abermals in Hift genommen und sein Onkel muß, weil er ihn ohne Arbeitsbuch beschäftigt hat, 20“ M. Ordnungsstrafe zahlen und dem Lehrheren für jeden Tag, welchen der Junge bei ihm gearbeitet hat, den halben Lohn eines Gesellen ersetzen. Vor einigen Tagen wurde ein Hausbesitzer in Dortmund durch anhalteudes Geläute aus dem Schlafe aufgeweckt. Merk würdigerweise war aber Niemand an der Hausthür, als diese geöffnet wurde. Am nächsten Morgen stellte sich heraus daß ein Spaßvogel einen Knochen an den Schellenzug befestigt hatte und die Hunde der Nachbarschaft, nach demselben schnappend, das Läuten verursacht hatten. Die Phönix Brauerei an der Adlerstraße in Dortmund in Freitag Avend zum größten Theil niedergebrannt. Das Feuer ist kurz nach 8 Ur auf einem Malzboden über dem Sudhaus entstanden und hatte, als es bemeikt wurde, bereits eine solche Ausdehnung angenommen, daß an eine Löschung des eigentlichen Brandherdes nicht zu denken war, sondern die ganze Kraft auf Erhaltung der an die Brauerei anstoßen den Gebäulichkiten und des Sudhauses konzentrirt werden mußte. Als die Feuerwehr, etwa ¾4 Stunden nach Bekanntwerden des Brandes, mit ihren Geräthschaften anlangte, schlugen die Flammen mächtig zum Himmel empor aus demjenigen Theil der Gebäulichkeit n, welcher die Malzvorräthe enthält. In der kalten Winternacht bot das Riesenfeuer einen schaurig schönen Anblick. Gegen 10 Uhr war das Gebäude bis auf die Umfassungsmauern niedergebranet. Da das im Erdgeschoß liegende Sudhaus und die Comptoire durch gewölbte Mauern von dem brennenden Theil getrennt waren, so gelang es, diese zu erhalten. Der Betrieb braucht demgemäß nur auf wenige Tage unterbrochen zu werden, der Bierversandt gar nicht, da die vorhandenen Vorräthe den Bedarf wohl auf circa sechs Wochen decken können. In Kirchlinde haben sich sämmtliche Vereine dahin vereinigt, den Geburtstag unseres Kaisers gemeinschaftlich zu feiern. In Hofstedde wurde vor einigen Tagen die Leiche eines neugeborenen Kindes gefunden. Wie verlautet, hat die Obduktion der Leiche ergeben, daß das Kind nach der Geburt gelebt und daß es ermordet worden. Die Mutter des Kindes ist bereits ermittelt, sie soll geständig sein. Ein aufregender Vorfall trug sich dieser Tage in der Nähe der Station Dahlhausen zu. Aus dem bereits in voller Fahrt begriff nen Nachmittagspersonenzug nach Steele sprang plötzlich ein Mann auf das Trittbrett, glitt aber aus und hätte sein Wagestück mit dem Tod bezahlen müssen, indem er um ein Haar unter die Räder gestürzt, wenn nicht ein Schaffner den Vorfall bemeikt und das Haltesignal ge geben hätte. Ob sich ber Betreffende im Freisprung hat üben wollen oder was ihm Veranlassung zu seinem Vorhaben gegeben, ist nicht bekannt geworden, vorläufig wurde er dem Stationsvorsteher vorgeführt. Gegen Mißbrauch von Fahrkarten und betrügerischen Manspulationen zur Erlangung freier Eisenbahnfahrt wird in jüngster Zeit mit großer Strenge vorgegangen. Der Zugrevisor Schäfer von Köln nahm kürzlich den Privatlehrer I. K.... aus Gelsenkirchen fest, welcher täglich die freie Fahrt von seinem Wohnorte nach Essen und zurück erschwindelte. Der Mann war früher ein Vierteljahr auf der Eisenbahn abonnirt gewesen und die Beamten kannten ihn als Abonnenten. Später löste er keine weiteren Abonnementskarte; man fragte ihn nicht nach dem Billet und wenn dies je einmal Iemand that, dann sagte K. mit Seelenruhe: Abonnirt! Auch der Zugrevisor fragte ihn und als ihm das „Abonnirt“, entgegenscholl, verlangte er die Karte zu sehen. Ja, die hatte der gute Mann vergessen und bereitwilligst langte er in die Tasche und zahlte 6 M. Strafe.„Ich habe schon einmal Strafe gezahlt, weil ich die Karte nicht bei mir hatte,“ sagte ruhig Herr., die Eisenbahn=Direktion gibt mir das Geld auf R klamation doch wieder.“ Bei solcher Frechheit konnte der Revisor den wirklichen Sachverhalt nicht ahnen und erst als er den Mann sechs Wochen später zum zweiten Male ohne Abonnementskarte im Zuge sah, schöpfte er Verdacht, zumal ihn der Ueberschlaue nunmehr mit einem noch unkoupirten Retourbillet(es war auf der Rückfahrt), das derselbe für alle Fälle stets bei sich trug, zu täuschen suchte. Es stellte sich im Stationsbureau nunmehr die raffinitte Betrügerei heraus, die Sache kam zur Anzeige und das Schöffengericht in Gelsenkirchen.rurtheilte den J. K. zu sechs Wochn Gefängniß. In den letzten Tagen voriger Woche kam in Linden um die Mittagszeit ein Handwerksburche zu einer Bergmanns familie und bat demüthig um eine kleine Unterstützung. Anstatt einer Geldgabe erhielt der Handwerker einen Napf mit Erbsen: suppe, welche er dankend in Empfang nahm und sich auf den Flur begab. Nach einer kleinen Viertelstunde gab er die Schüssel dankend geleert zurück und entfernte sich. Wie erstaunte aber der ehrliche Bergmann, als er einige Stunden nachher seine Stiefel anziehen wollte. Der Bursche hatte die Suppe hineingegossen, anstatt sie zu verzehren. Einige derbe Verwünschungen sandte der Beigmann dem frechen Pennbruder nach und gelobte, solchem Gesindel nie wieder was zu verabreichen. Ueber die Verwendung der seitens des verstorbenen Oberbürgermeisters a. D. Hoffmeister der Stadt Remscheid vermachten 26000 Mk. verlautet, daß die Zinsen von 6000 Mk. für Waisenkinder und von 20000 Mark für Arbeiterwohnhäuser bestimmt sind. Die Justiz'= Commission hat Samstag das Landgericht Bochum bewilligt Vom Schwurgericht in Hagen wurden zwei Straßenräuber aus Schwerte zu je acht Jahren Zuchthaus und den üblichen Nebenstrafen verurtheilt. Die Wittener Turniemeinde feiert in diesem Jahre ihr vierzigjähriges Stiftungsfest. In dem sturmbewegten Jahre tragen in Ihrem Hause war darauf berechnet, Ihnen Widerwillen einzuflößen.“ „Beleidigt hatte ich ihn nie.“ „Aber sein Plan mußte Ihnen bald einleuchten. Anscheinend warb er um ein zärtliches Familienband, in Wahrheit hat er nie daran gedacht.“ Er wollte Ihr Geld, und wenn Sie den Muth gehabt hätten, ihm die Hand, welche er begehrte, zuzusagen, würde er wahrscheinlich schmählich davon gelaufen sein. „Der Niederträchtige!“ rief der Major, indem er zornig auf den Leichnam blickte. Die Unterredung war bisher von Beiden im dumpfen Geflüster geführt worden; bei diesem lauten Ausrufe legte Rachau ihm die Hand auf den Arm und winkte ihm Schweigen zu. „Die allergrößte Vorsicht ist nöthig.“ „Leicht ist ein Verdacht aufgeweckt. „Die Umstände sind allerdings derartig, daß man nicht kann, was schon jetzt in den Köpfen spukt.“ „Welcher Verdacht?“ fragte der Major mit unsicherer Stimme. „Fallen Ihnen nicht alle Vortheile dieses plötzlichen Endes zu?“ „Das ist nicht meine Schuld.“ „Können Sie gewiß sein, daß nicht noch andere Leute wissen, wie es mit jenem Testament steht, dessen Abschrift dort im Koffer liegt, und was dieser kalte Mann hier beabsichtigt?“ „Meinen Sie das wirklich?“ fragte Herr von Brand noch bestürzter. „Ueberlegen Sie es. Weiß nicht ein Jeder, daß Wilkens mit Ihnen ging und nicht wieder lebendig gesehen wurde? Lag er nicht an einem Dornenstrauch, und war es nicht ein Dorn, der Ihren Finger blutig gestochen hatte?“ „Herr von Rachau!“ sagte der Major bebend. Still! flüsterte Rachau. Wissen Sie nicht, daß man Sie für jähzornig und erbarmungslos hält, daß die leichtgläubige Menge Ihnen böse Dinge nachsagt? „Ich— ich!“ stammelte Brand— wer wagt das? Ich verachte die infame Lüge! „Wenn es aber keine Lüge ist?“ „Was— soll das heißen?“ Rachau blickte ihn starr an. Er griff nach der Laterne und faßte den Arm des Majors. Schweigend wandte er ihn dem Todten zu, schweigend faßte er in dessen Haare, theilte es nach beiden Seiten hin und deutete auf eine blutige kleine Vertiefung. Blicken Sie hierher, flüsterte er fast unhörbar. Das ist kein Dornenriß, daß ist ein kleines, tiefes, viereckiges Loch. Es ist durch den Schädel bis ins Gehirn gedrungen, es hat den augenblicklichen Tod herbeigeführt. Kein Schlagfluß, wie der gescheidte Doktor sagt, dies kleine Loch ist die Ursache. Gerechter Gott! stöhnte der Major. Und es ist entstanden durch ein feines und spitzes Instrument, fuhr Rachau in derselben Weise fort. Es sieht auf ein Haai so aus, wie jenes Loch im Schädel des Pferdes. Wahnsinn! Bei meiner Ehre! Nein! nein! rief Brand auf seine Brust schlagend. Beruhigen Sie sich. Um des Himmels willen! keinen Laut, flüsterte Rachau. Ales wäre verloren, wenn Jemand Sie hört.: Alles kommt darauf an, ewiges Schweigen darüber zu werfen. Ich spreche keine Gewißheit aus, ich beschuldige nicht, ich klage nicht an; aber fragen Sie sich selbst, was daraus entstehen würde. Das dieser Schädel zerschmettert ist, würde jede Untersuchung leicht darthun; daß, wie Sie selbst behaupten, Niemand Lier umher den feinen Hammer zu gebrauchen weiß, als Sie allein, ist kein Geheimniß. Himmel und Hölle! Ich ein Mörder! stammelte Brand mit erstickter Stimme. Das soll Niemand sagen— Niemand! fiel Rachau ein. Fort mit jedem so entehrenden Veroacht. Fort mit diesem 1848 gegründet, hat der Verein stets seine turnerischen Bestrebungen hochgehalten und ist aus vielen turnerischen Wettkämpfen preisgekrönt hervorgegangen. Die befreundeten auswärtigen Vereine werd n das Jubelfest, auf welches sich die gesammte Wittener Bürgerschaft freut, verschönern helfen. Gut Heil! Die Typhusepidemie nimmt in Solingen einen bedenklichen Umfang an, bis jetzt sind an 400 Erkrankungen konstatiert. In Rückershausen auf der Aar im Untertaunuskreise lebt ein dem Schreiber dieser Zeilen seit seiner Kindheit genau bekannter Mann, Herr Neumann, welcher bereits in der Mitte der 60r Jahre steht und seit etwa 40 Jahren eine Kanüle trägt, welche durch ein um den Hals gelegtes Band festgehalten wird. Herr Numann ist von Beruf Schneider und treibt nebenbei auch Landwirthschaft. Derselbe wurde in seiner Militä zeit wegen eines schweren Kehlkopfleidens operirt und befindet sich seit dieser Zeit vollkommen wohl. Will Herr Neumann sprechen, dann hält er die Oeffnung der Kanüle zu. Die Sprache klingt eigentyümlich, die Worte sind aber in nächster Nähe ziemlich leicht zu verstehen. Bei rauher Witterung trägt Neumann ein Halstuch so vor die-ffnung der Kanüle gebunden, daß die kalte Luft nicht direkt eingeathmet wird. In der Nähe von Hittorf fuhr ein Schraubendampfer auf ein beladenes Segelschiff, welches sofort sank. Die darauf befindlichen Leute konnten sich nur noch mit genauer Noth retten. Der in voriger Woche nach Unterschlagung einer Summe von 12000 M. von Barmen flüchtig gewordene Commis hat sich, nachdem er in der Zwischenzeit in Aachen gewesen, dieser Tage freiwillig der Polizei gestellt. Von dem Gelde halte er noch etwa 4800 M. im Besitz. In Barmen brachte ein 56 Jihre alter Weber seinem verheiratheten Sohne sieben Stich vunden bei, darunter eine 38 cm lange Schnittwunde, welche quer über den Rücken läuft, und ein sehr gefahrvoller Stich in den Unterleib. Der Verletzte befindet sich in Le ensgefahr, der Thäter ist verhaftet. Einer Metzgerswittwe in Barmen wurden von einem Geistlichen in Polen 50 Mark zugesandt, die ein vor langen Jahren bei ihr in Diensten gestandener Knecht derzeit veruntreut hatte. Das erste Postgebäude Deutschlands, welches durch elektrisches Licht beleuchtet werden soll, wird das Elberfelder sein. Das Licht wird von den elektrischen Werken der Stadt geliefert werden. Die„Crefelder Ztg.“ berichtet: Wir theilten unlängst mit, daß einem Crefelder Bürger, während er von Hause abwesend war, aus einer Kommode nahezu 3000 M. gestohlen worden und daß der reuige Dieb einige Tage später 2000 M. zurücksandte. Hierbei sprachen wir die Hoffnung aus, daß der Dieb auch den Rst zurücksenden möge. Vor einigen Tagen nun ist der Bestohlene auch wirklich wieder in den Besitz der noch fehlenden Summe gelangt. Von der Findigkeit der Reichspost weiß auch die„Forbacher Zeitung“ ein Stückchen zu erzählen. Bei einem Wirte in Philippsburg hatte ein Bauer aus einem Nachbardorfe seine Laterne stehen lassen. Andern Tages fiel ihm sein Versehen ein, er schrieb eine Postkarte mit der Bitte ihm die Laterne zu senden. Als es aber zum Adressieren kam, wußte er den Namen des Wirthes nicht; was thun? Der Bauer, der auch ohne Laterne„hell“ ist, setzte flugs als Aufschrift darauf:„An den Wirth am Weiher, wo den großen Stier hat“, gab die Karte zur Post— und richtig, sie kam in die richtigen Hände und der Bauer zu seiner Laterne. Ein Wagenfabrikant in Duisburg erhielt dieser Tage den brieflichen Auftrag, die Preiskourante und Zeichnungen seiner Wagen einzusenden. Der Briefschreiber wohnte weit ab von der Bahnstation Mülheim, stundenwegs quer über Feld. Unser Fabrikant, recht schneidig, denkt den Auftrag sicherer und rascher zu haben, wenn er trotz des Schneesturmes perTodten in seine Geust! Er hat sein Schicksal zehnfach verdient, keine Thräne wird um ihn fließen. Aber ich, sagte der Major schaudernd— meine Ehre! Herr Gott, meine Ehre! Wer rührt daran? früsterte Rachau. Ein Gehirnschlag ist auf jeden Fall sein Ende gewesen. Wenn er in der Erde ruht, ist Alles vergessen. „Ich darf es nicht zugeben. Nein, ich darf es nicht zugeben!“ Nicht? fragte Rachau, ihn kalt anblickend. Wollen Sie es auf eine Untersuchung ankommen lassen? Ich rathe Ihnen, wohl zu bedenken, was Sie thun. Sie haben Zeit bis Morgen, um darüber nachzudenken, fuhr er fort. Bis jetzt bin ich der Einzige, der das entdeckte, was Sie jetzt bemerken. Als ich den Leichnam mit Toni auffand, untersuchte ich seinen Kopf, weil Blut daran hervorquoll, und mein Entsetzen war groß. Ich entfernte, was sich entfernen ließ, ich drückte die Hautwunde zusammen und strich das Haar darüber.— Wenn es zu einer Untersuchung käme, murmelte er an dem Ohr des alten Soldaten, was wird die Folge sein? Welch' Aufsehen muß dieser Proziß machen! Ihre Familie, mein verehrter Freund— die Vorurtheile der Menschen— die unglücklichen Umstände— Der Major stand mit weit offenen Augen, zitternd drückte er seine Hände zusammen. „Mein Sohn,“ stöhnte er. Alle die Schuldlosen, alle! Kein Wort mehr, handeln Sie rasch und entschlossen; dies kann allein vor Schmach und Verderben retten. Fort mit diesen Stricken, ich werde sie beseitigen. Die Papiere aus dem Koffer legen wir in den Kasten, die Testamentsabschrift nehmen Sie an sich. (Fortsetzung folgt.) sönlich zu dem B steller reist,'eht die großen Schneestiefel an und begiebt sich auf Tour. Heutzutage liegen keinesorts die .schäfte so leicht. Nach einer recht strapaziösen Reise kommt er Auf dem Gehöfte an, wo der Briefschreiber wohnte, und freundlich empfangen zeigte er seine Muster.—„Potztausend“, ruft der Bauer,„so was wollte ich gar nicht haben, keinen Wagen, sondern eine Waage.— Ganz verblüfft schauten beide einander an.—„Mein Junge hat den Brief geschrieben, knurrte verlegen der Alte,„und ich sagte ihm glich, ob denn „Waage“ nicht mit zwei„a“ geschrieben werde, aber der Junge meinte, nach der neuen Schreibweise ging's schon mit einem.“— Ja, die neue Schreibw ise war Schuld an dem Mißverständniß. Der Lateiner würde sich allerdings gefragt haben: cujus generis. In Stockum hatte ein Mädchen von 11 Jahren, wel. ches die Zähne mit einer Stecknadel reinigte, das Anglück, letztere zu verschlucken. Aerztliche Hilfe wurde nicht in anspruch genommen, trotzdem-findet sich das Mädchen bis jetzt ganz wohl. Hoffen wir, daß das Kind mit dem Schrecken davon kommt und mögen andere sich diesen Fall zur Warnung dienen lassen. Der Hauptgewinn der Kölner DombauLotterie fiel auf das Loos Nr. 157781. Die Untersuchung über die Ursache des Unglücksfalles in der Grube Kreuzgtäben bei Saarbrücken ist bereits eingeleitet. Die Bergleute, welche sich in begreiflicher Autregung befinden, geben dem bei den neuen Gruben im Fischbachthal zur Einführung gelangten englischen System die Schuld an dem Unglück. Die alten G uben sind nach dem Tagesstreckensystem, also in der Weise gebaut, daß sie mit zu Tage führenden Ausgängen versehen sind, durch welche eine beständige Luftcirkulation herbeigeführt und die Ansammlung von explosiblen Gasen verhindett wird. Nach englischem System fehlen die Tagesstrecken. Dieselben sind durch senkrecht gehende Einfahitsschächte ersetzt. Die Luftzufuhr muß vermittelst der sogenannten Wetterschächte erfolgen. Wie bei der Grube Kamphausen wird auch das neue Unglück der ungenügenden Zahl dieser Schächte zugeschrieben, und ehe Abhülfe getroffen wird, dü ften weitere Unglücksfälle, namentlich auch in der Grube Maybach, mit Sicherheit vorausgesagt werden können. Hoffentlich bringt die Untersuchung wünschenswerthe Aufklärung und entsprechenden Falls gründliche Abhülfe. Ein armer Fabrikarbeiter in Ehrenfeld hat in der Dombau Lotteri: 15000 M. gewonnen. An Geschenken für Armenzwecke wurden der Stadt Köln im vorigen Verwaltungsjahle von neun Wohlthätern 466 200 Mark überwiesen, darunter 17,100 Mk. für das de Noêi'sche Marien Hospital, 3000 Mark für Studien Stipendien und 4000 Mk. zur Unterstützung würdiger und dürftiger Bureaubeamten. Der Verwalter des städtischen Leihhauses Osnabrück, E. Plümer, Vater von fünf Kindern, hat sich mit einem Re volver erschossen. Das Gerücht, der Mann sei durch ein Kassendeficit zu der unseligen That veranlaßt worden,#weist sich als unrichtig. Die Kasse stimmt völlig mit den Büchern, so daß der Selostmord ganz unerklärlich ist. Eine sonderbare Auktion fand dieser Tage in Oldenburg statt. Es handelte sich um den Nachlaß einer keineswegs sehr wohlhabenden alten Dame, deren einzige Leidenschaft es gewesen war, einen riesigen Vorrath aller uur erdenklichen Klidungsstücke anzusammeln. Es wurden 96 fertige und 37 unfertige Frauenkleider, 335 Schürzen, 300 Halsschleifchen, ebensoviel Kragen, 85 Unterhosen, 170 Taschentücher, 13 Corsets u. s w. verkauft. Ein erschütternder Todesfall setzte die Bewohner v. Neviges in Aufregung. Ein dem Trunke ergebener Mann, welcher sich wieder in einem trunkenen Zustande befand, trank zu Hause aus einer Karbolflasche. Der Unglückliche stürzte als bald nach dem Genusse zu Boden und war tot. Die Frau des Verstorbenen liegt an einer Lungenentzündung schwer krank darnieder. am 28. Februar. 1) Wegen Schulversäumniß seines Sohnes war der Arbeiter Z. aus Obercastrop in eine Polizeistrafe von 1 Mark genommen worden, gegen welche derselbe Berufung an das Schöffengericht eingelegt hatte. Der Angeklagte war zur heutigen Verhandlung nicht erschienen. Nach der Zeugenaussage wurde indeß die Taatsache vollständig erwiesen und eine Gelostrafe von 1 Mark eventl. ein Tag Haft erkannt; gleichzeitig fallen dem Angeklagten die Kosten des Verfahrens zur Last. 2) Wegen ruhestörenden Lärms war gegen den Bergmann Georg A. aus Castrop eine Polizei=Strafe erhoben, gegen welche derselbe die Berufung eingelegt hatte, da er sich an dem betreffenden Skandal nicht betheiligt habe, sondern sich dabei passiv verhalten, wie auch die Zeugenaussagen ergaben. Derselbe wurde von Strafe und Kosten freigesprochen. 3) Die Ehefrau des Bergmanns Heinr. V. aus Merk linde hatte der Wuttwe D. hierselbst früh Morgens aus der Ladentheke 12 Mark und dem Kaufmann B. ebenfalls hier, eine Parthie Butter entwendet. Die Angeklagte, welche noch nicht bestraft, gestand die That sofort ein, hat auch den Bestohlenen das gestohlene Gut zurückerstattet. Trotzoem mußte die Angeklagte doch heute die bittere Erfahrung machen, daß der Diebstahl schwer bestraft wird. Wie die Angeklagte selbst zugab, hatte sie den Diebstahl nicht aus Noth begangen. Es wurde gegen dieselbe eine Woche Gefängniß erkannt. 4) Der Fuhrknecht K. aus Waltrop hatte ein PolizeiStrafmandat erhalten, weil er mit zwei aneinandergekoppelten schweren Wagen die Straße von Waltrop nach Mengede befahren hatte, was nach dem Gesetze bezüglich dr Kunst straßen nicht erlaubt ist. Gegen diese Polizeistrafe hatte der Fuhrknecht Berufung eingelegt. Es stand schon bereits vor vier Wochen in dieser Sache Termin an, die Sache wurde vertagt, es wurde über die Qualifikation des Weges die An sicht des Königl. Kres Bau=Inspektors Genzmer als Sachverständiger in dieser Angelegenheit beantragt. Derselbe erklätte zur Sache, daß die beregte Straße keine Kunststraße auch nicht in dem Verzeichniß der Kunststraßen, sondern nur in dem Verzeichniß verbesserter Wege eingetragen sei. Der Angeklagte der heute nicht anwesend war, wurde durch Herrn Rechtsanwalt Dierickr vertreten, derselbe berief sich auf das gutachtliche Urtheil des Herrn Kreis Bau=Inspektors und beantragte Freisprechung, gleichzeitig für den Angeklagten auch die Zurückerstattung der baaren Auslagen für Vertretung desselben. Der Herr Amtsanwalt beantragte ebenfalls Frei sprechung, die denn auch erfolgte, nur wurden durch das Urtheil der Staatskasse die Kosten des Verfahrens auferlegt, das Erkenntniß lautete aber nicht auf Ersatz der Vertretungskosten, da derselbe nach Ansicht des Gerichtshofes selbst erschinen 5 * Zuckerfabrikation aus Sorghum. Das amerikanische Blatt„Independent“ berichtet: Die von Dr. P. Colliers mit dem Anbau von Sorghum angestellten Versuche drohen eine Revolution in der Zuckerindustrie herbeizuführen. Ei behaup tet, daß Zucker aus Sorghum billiger als aus irgend einem andern Stoff bereitet werden kann. Sorghum ist des Samens wegen lange kultiviert, aber Zucker ist daraus nur gelegent lich gewonnen worden, bis Dr. Colliers sich dafür interessirte. In Japan sind im vorigen Jahr 62 Millionen Pfund Zucker aus Sorghum fabricirt worden, Dr. Colliers hat selbst eine Zuckerfabrik in der Nähe von Cap May in New=Jeresey und eine andere in Kan'as angelegt, welche im vorigen Jahre eine bedeutende Production ergaben. Der Zucker ist nicht von Rohrzucker zu unterscheiden, und es übersteigen Fabrikationskosten nicht 1 Cnt per Pfund, da alle Theile der Sorghumpflanze verwerihbar sind. Der Samen ist ebenso gut als Mais und die Abfallstrünke sind, nachdem der Saft ausgepreßt als Futtter und zur Pipierfabrikation verwendbar, Sorghum kommt in vielen Varietätenvor, die in 90—180 Tagen reifen. In letzter Zeit haben mehrere andere Personen auch den Sorghum Anbau mit mehr oder weniger Erfolg betrieben. * Wasserdichtes Tuch oder Leder. Wenn man Paraffin gründlich mit Leinöl vermischt, in kleine Blöcke gießt und dann abkühlen läßt, kann man diese Mischung brauchen, um irgend ein Fabrikat, Tuch, Filz oder Leder wasserdicht zu machen, indem man selbiges mit solch' einem Block einreibt und dann bügelt, um die Vertheilung des Materials in den Poren zugleichen. Wnn man aber nicht hinreichend aufreibt, so wird das Material blos wasser- nicht auch lustdicht, weil dann die sehr kleinen feitigen Poren wohl das Wasser halten, aber nicht die Luft. * Wie unser Kaiser die alten Kämpfer von anno 13 ehrt. Der älteste Veieran Berlins, der 96jährige Steuerkontroleur a. D. Fried ich Wille, ist am 17. ds. Mis. in Berlin zur Ruhe bestattet worden. Der Verstorbene war Ritter des Eisernen Kreuzes von 1813 und des russischen Georgsordens. Auf Befehl unseres Kaisers wurden dem bescheidenen Manne auf seinem letzten Gange große Ehren zu theil. Der Gouverneur und der Kommandant von Berlin, sowie der Gouverneur des Invalidenhauses mit vielen Offizieren, ferner Deputationen von O fizieren und Mannschaften aller Truppentheile der Berliner Garnison wohnten der Beerdigung bei und geleiteten den Sarg vom Trauerhause zum Friedhofe. Auch der russische Botschafter, Graf Schuwaloff, früher kommandierender General des russischen Gardekorps, war dem entschlafenen Grorgs Ritter zu Ehren erschienen. Die Kapelle des zweiten Garde Regiments spielte die Trauermusik. Abordnungen der Berliner Kriegervereine mit ihren Fahnen folgten. Am Tage vor der Beerdigung war der hochbetagten Wittwe des Verstorbenen folgendes Schreiben zugegangen:„Berlin, 16 Februar 1888. Auf die betrübende Kunde von dem Dahinscheiden Ihres Herrn Gemahls, des ältesten von den wenigen aus den Befreiungekriegen noch verbliebenen Veteranen, haben Seine Majestät der Kaiser und König, in ehrenvoller Anerkennung der Verdienste des teuren Entschlafenen, mir den Auftrag zu ertheilen geruht, Allerhöchst ihre herzliche Theilnahme an diesem schmerzlichen Verluste Ihnen und Ihrer Familie auszudrücken und den beifolgenden Kranz zu überreichen, der als Zeichen der Allerhöchsten Theilnahme und Anerkennung einen Platz auf dem Saege des Verewigten erhalten möchte.(gez.) Graf Perponcher, Ober Hof= und Hausmarschall.“ * Beim Friseur. Friseur:„Darf ich Ihnen auch den Kopf waschen?“— Handlungskommis:„Danke! Das besorgt immer mein Chef!“ * In der„Zeitschrift für Verlobte" lesen wir: Reelles Gesuch. Ein Mädchen, noch nicht zwanzig Jahr, Mit ein'gen Tausend Mark in baar, Wirthschaftlich, eigen, wohl zu leiden, Sehr furchtbar nett, dabei bescheiden, Auch ziemlich hübsch, voll Sangtalent, Am Pianino höchst patent—: Möcht, um ein eigen Heim zu gründen, Mit einem Herrn sich gern verbinden, Der's ehrlich meint, gut situirt, Für Häuslichkeit sich interessirt, Und sich're Lebensstellun; hat! Adressen: A. K. durch dies Blatt. * Der zerstreuteste aller zerstreuten gelehrten Herren ist wohl der hochangesehene Math=matiker Professor Sy vester in Baltimore. Derselbe befand sich vor Kurzem in England, wurde aber plötzlich nach Balt more zurückberufen. In ladelphia ang-kommen, entdeckte er zu seinem größten Verdruß, daß er ein höchst interessantes Manuscript zurückgelassen habe. Spornstreichs reiste er über den Ozean zurück, fand aber kurz vor der Landung in England das vergessene Manuscript in einer Seitentasche seines Ueberrockes. Der Vorstand der Knappschafts=Berufsgenossenschaft zu Berlin hat eine mit vielen Abbildungen versehene Schrift:„Die erste Hilfe bei Unglücksfällen“, herausgegeben, welche(fest gebunden) zum Selbstkostenpreise— für 1 Exemplar 60 Pfg. ohne Porto, in Partien von mindestens 10 Stück zu 55 Pfg. pro Exemplar— durch die Berliner Buchdruckerei=Aktien= gesellschaft zu Berlin SW., Anhaltstraße 11, zu beziehen ist. Ich mache hiermit auf diese zur weitesten Verbreitung geeignete Schrift empfehlend aufmerksam. Dortmund, 15. Februar 1888. Der Landrath. I..: Peters, Kreis=Sekretär. Handelsregisttt des Kgl. Amtsgerichts zu Castrop. In unser Gesellschaftsregister ist unter Nr. 16 eingetragen: Die Firma: Consum=Anstalt Erin Wilhelm Schaefer& Comp. Sitz: Castrop. Die Gesellschafter sind: 1. der Kaufmann Georg Reimer 2. der Kaufmann Wilh. Schaefer beide zu Gelsenkirchen. Die Gesellschaft hat am 1. Febr. 1888 begonnen. Die Befugniß, die Gesellschaft zu vertreten, steht jedem Gesellschafter zu. Eingetragen zufolge Versügung vom 20. Febr. 1888 am 21. Febr. 1888. Hanbrisrigiser des Kgl. Amtsgerichts zu Castrop. In unser Gesellschaftsregister ist bei laufender Nr. 13(Actien=Gesellschaft Wasserwerk für das nördliche, westfälische Kohlenrevier in Castrop) am heutigen Tage eingetragen: Der Director E. Windeck hat laut Anmeldung vom 29. Dez. 1887 seine Stelle als Mitglied des Vorstandes niedergelegt und fungirt als Vorstand nur noch der Wasserwerksdirector Max Schmitt zu Schalke. Castrop, den 20. Febr. 1888. Kgl. Amtsgericht. Gärten-Verpachtung. Am Donnerstag, den 8. März d.., Nachmittags 5 Uhr, werde ich a) die zur Pubskamp'schen Besitzung gehörenden Gärten, b) die bei der Besitzung des Maurer= meisters Denneborg im Sandwege an der Chaussee gelegenen Gartengrundstücke nummerweise durchs Meistgebot auf mehrere Jahre zur Verpachtung aussetzen lassen. Anfang bei Pubskamp. Castrop, den 28. Febr. 1888. Schencking. Suche zum 1. Mai ein braves, erfahrenes Mädchen Remkamp. naun Bekunntmachung. Am Donnerstag den 1. März d. J. morgens 10 Uhr werde ich an der Behausung der Eheleute Bergmann Jacob Mausen zu Obercastrop im Zechenhause Nr. 98 1 Bettstelle mit Strohsack, 1 Tisch, 1 Kommode, 5 Bilder, 1 Kessel, Fruchtkörbchen, um 11 Uhr im Auctionslokale des Wirth Schulte=Becker zu Castrop circa 50 Pfund Schweinefleisch meistbietend zwangsweise gegen Baarzahlung verkaufen. Dortmund, 27. Februar 1888. Menke, Gerichtsvollzieher. Ein Vorr (Rasse Occier) steht zum Decken bei Heinrich Neuhaus in Westhofen bei Castrop. Deutsche Arbeit! Deutsche Marken! * Eine schöne Wohnung von 7 Räumen an eine stille Familie per sofort zu vermiethen. Consum=Anstalt„Erin“. von von Lensing& van Gülpen, Emmerich, werden zu folgenden Preisen verkauft: Per Packet: 12, 14, 15, 16, 19, 20, 22, 23, 24, 25, 28, 30, 32, 36, 40, 50 Pfg. Die Preise sind jedem Packete aufgedruckt. Vorräthig in der meisten Tabak-, Cigarrenund Kolcnialwaaren-Geschäften. 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Bei den schlechten Witterungsverhältnissen und den vielfach 553 258 Baste, aoo ute. eschee hee e ese s eir ie isegite Raen Er Schis ese Sis u. dd Ersatz=Reservisen Giagheistenr Seis geutes anscellsuegngng euin ie aie Katengtin ir g. i. een. Picht uerd un Ausdhaun, Aalasen virn, urden Bunuh, uigier giaghe a euic ein Bich enunitge ue uee Sants bie uen 2. Prornue, luu, u un Vun, Huge au uen ghlngn WVih. Schäfer& Co. mündlch oder sariftlich und wwor bi,g8.t Hemf Birzau dez Begzirks,Kommandos, se. riztgeihgig nn Feldwebeln Bis zum 13. März 1886 Mitärpapiere, bei Verweidzung der in 8 67 bes Reichs, anzumelden. Beschongtoste u, Heiscen ade bichen. Jaspoanis uag Dasehlans Pilaiseg eber ein Bückieher beiehungsweise Abmosterung, verlängert.. n09 er folgter Rüctehr z Hezuggpeiser, ähmusterung, verlängert. e) Dieszengen zur Zeit des Inkrastretens des Geist,., g 4/p; 7 eae elen, erien Eraseheige lder G 4 Jei Sstedu en P sarais 1“ der Siser Digaisen behalen dr Mitsgeniee. 89 Wnuen iue vr, des uustus entbonden werden. Ersat=Commission zu gichten, in deren Bezirk nach abgeleisteter Dienstpflicht im Heere oder in der Flotte zum Landsturm entlassen bezw. von vornherein(bisher der Ersaz= Reserve II. Klasse) dem Landsturm überwiesen sind. bb) Der Uebertritt aus dem Landsturm I. Aufgebots in den des 45 Lebensjahre, ohne daß es dazu einer besonderen Verfügung sesece e le es eche De Manschesen dr Ersab=Reser zerdogr seriaherts=Kihikesesie Vier. selben sind verpslichtet, zu den jährlich im Monat Aprik stattsindenden trefenden Bezirksfeldwebel in Dortmund, Balenstaße Nr.40 an den Wochentagen von Vormittags 8 Uhr bis Abends 8 Uhr zu erfolgen. fehlen. Castrop, 20. Februar 1888. J. Zumloh. Geschef seit längerer Zeit in Dortmund, Brückstraße 0 15 Filiale— i .ehaodem Gut0 Kin Woll-, Weiß= und Kurzwaaren. a Aohdem Gute -ce decken meine beiden angekörten Hengste S Cambridge (Vollblut) und Charlie(belgier Nace). James Toole. Pse— den Bichage 15 Bag Högtereächeis säie is ehiche Sshengen dlse ud buogunb d. (I0 zu erwerben und bitte um geneigten Zuspruch. 1142 ing Feia.sonstiges Gemüse bei Hochachtungsvoll wohnhaft bei Metzger Wittwe Gerichke. Srichreinsie. A. F. Ehrich's obv u„heiten, Flechtenete, Stück 65 Pf, Houtunreindenen, Kopjschmerzen 50 Pf. Bei schriftlichen Meldungen ist unter Beifügung des Militär=Passes genau Die Mannschaften des Bataillons=Bezirks sind in bedt, a. I. Feldwebel=Abthellung die Nannichaften der Garde und die Ersatz= di. Seimatz hortanben Retruen(Gelevege. Se ge.2gil Iientete Dis Setimaty Veurleuhstgung Pier, Geisggebei, S55eh *. Wamen die Prtang. Namnschaften der Provit Die Malz-Extract-Präparate Malz-Extract und Caramellen von L..Pietsch& Co. in Breslau. Engros à Flasche Mk. 1,.75 und 2 50 Caramellen nur in Beuteln(niemallose) à 30 und 50 Pfg. Nur echt. wenn auf jeder Flasche und jedem Beutel diese Schutzmarke steht. Bezogen haben von uns in Castrop:! noer S phnizen, Brszaul Belenz und pr as Bezogen haben von uns in Castrop. Wittwe Hintzen, Rudolf Bolenz und H. Schmidt. Anerkennung. Bei Anwendung Ihrer Caramellen Schutzmarke„Huste-Nicht“ bin ich von meiuem mehrwöchentlichen Husten und Heiserkeit wieder vollständig befreit und kann daher nicht unterlassen, dies zu veröffentlichen. Steie Ve. Auns von Blumenthal. Migräne- gegerg Schrschnlich, C. 95. B6g, S. bke. 9 Vre ier ie ie. Seli. 10 Jdie V. Pasein. 25 Ble, Aianaieli. 10 Vl. Vorräthig bei V. Verkendusch, Mänsers. Preisabschlag! Garantirt reine, ,49/, Lricherihattee 5 N..40, Sühzrahmbutteg N..60, prima Scheibenhonig, .50 versende in Kisten 4 ea. 10, Pte. frco, gegen Nachn. Geräuch, westfälischen .10 Die Gartenpächte je zur Hälfte am Feldwebelabtheilungen einin ee ugzzuchaben.—T. hoben, sowie die zur Disz machte ich mich bereits auf eine mehr und die Tenporairinvelden(Feldwebel Kupasa),(Stperendenden) wöchentliche Eur bei einem Speial Ve oienten, de Heieente Hanipeiler, soichen ano, antalirt ich noc den Danksagung. Vor circa 3 Wochen sing in Folge heftiger Erkältung mein Gehör an von Tag zu Tag schwächer zu werden, bis ich vor einigen Tagen sozusagen stocktaub wurde. Allerhand iztel fruchteten Nichts und be ger eichet uich un Prlhahre 16e7 (Feldwebel Kühn). Dortmund, 21. Februar 1888. Königliches Bezirks=Kommando Dortnund. Brauer-Akademie uu worms, verbunden mit Hefencultur- Anstalt, so brillant von der Gicht curirte, wovon ich periodisch seit meiner Dienstzeit 1870/71 heillos auszustehen hatte, daß ich öfter wochenlang völlig arbeitsunsähig war und jetzt seit einem Jahre nicht das Mindeste mehr verspüre, um mich wegen meines Gehörleidens mit ihm zu benehmen. Herr Dr. Volbeding gab mir sofort Tropfen zum Einnehmen und in circa 3 Tagen war ich curirt, sodaß ich wieder ebenso scharf hören konnte wie immer. Daß damit eine große Besorgniß von mir und den Meinen genommen worden, brauhe ic wotst vicht zu bmertin zum Zingerisat am. Peiche und hielt ich es für meine Pflicht Rut und Frommen derer, welche von)“g Dorloh. ähnlichen Uebeln befallen werden möch Haus Dor. ten, dieses hier zur öffentlichen Kennt= gegen gute Beloßnung. v6 zu briwen. Castroper . Ie. eor Redaktion, Di Nro. 18. Im Kaiser Mittwoch sehr sti Beisetzung des Pri Kaiser erledigt einige Audienzen. Aus San prinzen einlaufe Prinz Wilhelm ha nach San Remo b lich das Leiden de spricht dem, was wußte. Ganz and lauten leider die 9 San Remo eingeh nicht Krebs vorlie erscheinen, daß fü fürchtungen bestehe Tiefste niedergedr Lieblingsenkels! Nach einem Kußmaul sich dah des Kronprinz per im Innern in habe ein ähnliches (Wir bringen dies merken dabei, daß richtenbureau ist, Welt schleudert, d Der„Reichs Bulletin: San„R Die Nacht warf prinzen gut. Da Aussehen ist besse San Remo, Kronprinz ver geringer. Die feier! Wilhelm von ligung der Bevöl gebet in der Schl gehoben und in dem Geläute säm Stadtkirche über eröffnete den Zu des Verstorbenen, rale des badische die Orden des Leichenwagens be Otfiere, welbe. müssen künftig je zur Hälfte am 1. März 1. Juni bezahlt werden. Bei Nichtoberasteon. W. Räterstes. Er legte de die Hülle über: den Koffer. Aus hervor und legt war Alles gesche verstets zahlreich besucht von Bierbrauern aus allen Ländern, beginnt den Sommer-Cursus am 1. Mai.— Programme sendet auf Wunsch Die Direction: Dr. Schneider. abrik von Roll-Jalousien und Boi, soule — Aese, v ,# G. BEC KER, Barmen, Aleestr. 147. niß zu bringen. G. Buurmann, Düsseldorf, Kaiserstraße 26, Tuch= und Maaßgeschäft. Billiaste u. beste Bezugsquelle. Helck. Holländ, Köle Centner ab hier 20 M Postcolli, ca. 9 Pfd. netto frei dort 3 4 Holft. Edamer Käse= Centner ab hier 28 KK Pontcolli, ea 9 Pfd. netto frei dort 3½ M. Versandt nur gegen Nachnahme. ailhe Bene, Ses Auf den 1. Mai habe ich ein Curn- 24 Generalversammlung. auf den 1. Mai habe ich eine Wohnung nebst Garten u. Kartoffelland zu v rmieth n. Mi ther, welche landwirthschaftliche Arbeiten verstehen, erhalten den Vorzug. Boßnacken. am Donnerstag den 1. März abends 8 Uhr. Der Turnrath. „Hier ist d vergessenen Sach mand darf sie erregen kann, so „Stecken E Herr von hielt es in sein er es nehmens „Wenn ich als ob ich— — Sie könnten Was mich nichts zu ändert Ihnen beizusteh „Ich erken ihm die Hand aber dennoch— will warten.“ uer Ashisite Ger J. Behmer. Peetoral bei. „Worauf schlossenem Tor „Auf das zweiflung Ihrer daran und wir