Morgen icke fette u 50 Pfg. per 6 Borgmann. zeige. Auf dem Gute oldschmieding bei Castrop en meine beiden ekörten Hengste ambridge lblut) und ier Race). Toole. Amtliches Organ für den Landgerichtsbezirk Vortmund. sind abzugeben ei veiler sen. astrop. auloose Februar ick 3 Mk. VIIh. Sebald. 0 Pf. per edern 41.304 federn à2,—„ aunen à 2,50„ mn à 3,50„ 10 Pfund fre. Nichtkonvenirende ne zurück. sell, Attendorn. süglich wirkendes umatismen. alben à 60 Pf. be Lastrop. 50 eiter. ustelle des neuen Bahnhof. V. Brämer. KS liefert rasch und billig Ph. Culbart Erpedtion. ordentliches dchen. t. hartenarbeit verd. J. gesucht. Auweiler. Mittwochs und in Castroper Anzur westfälischen st besorgt. Der wei Stunden in . Culbart. Nummer liegt Zeneralkatalo# ann in Erfurt och besonders Redaktion, Druck und Verlag Erscheint Mitwochs und Samsags, u73. Farig vierteljährlich in der Expedition 1 Marr, ourch Mark 1,10.— Illustr. Blätter 50 Pfg. * Wahrheit.— Gerechtigkeit.— Gemeinwohl. Samstag, 11. Februar 1888. von Ph. Culbart in Castrop. Jafertiens-Gebähr: für die einspaltige Zeile oder deren Raum 10 Pfennige. Reclamen per Zeile 30 Pfennige. 14. Jahrg. Reichstagsrede. Die Sitzung des Reichstags am Montag gestaltete sich zu einem großartigen politischen Ereigniß. Schon lange vor Beginn der Verhandlungen waren sämmtliche Tribünen von einem erwartungsvollen Publikum angefüllt, in der Hofloge erschien Prinz Wilhelm, die Tiplomatenloge war bis auf den letzten Platz besetzt. Auf der Straße hatte sich eine nach Tausenden zählende Menge angesammelt, die den Reichskanzleg bei seinem Erscheinen mit brausendem Hurrah empfing. Tandesrathstisch hatten sich fast sämmtliche Mitglieder des Bundesraths und des preußischen Staatsministeriums eingesunden und ebenso zeigten die Plätze im Hause, selbst keine Lücken. Gleich bei Beginn der Sitzung, auf deren Tagesordnung zunächst die erste Berathung der Anleigeporlage für Militärzwecke stand, nahm der Reichskanzler Fürst Vi#m# das Wort, um in einer zweistündigen Rede sich über die augemeine politische Lage zu verbreiten. Indem er vorausschickte, daß er nicht für die Vorlage das Wort ergreife, da er zu dem Reichstag das Vertrauen habe, daß er diese Steigerung unserer Wehrkraft gerechtfertigt finden werde. Er ergreife das Wort, um über die politische Lage zu sprechen, was er freilich nicht gern thue; doch, wenn er schweigen würde, so würde die Beunruhigung in der öffentlichen Meinung noch eine größere werden, man würde glauben, daß er es gar nicht wage, die Lage zu schildern. Er könne nun nicht sagen, daß die Situation sich seit einem Jahr wesentlich geändert habe. Allerdings hätte es in der Presse an gegenseitiger Aufregung, an Drohungen und Herausforderungen nicht gefehlt, aber er könne der Presse ein entscheidendes Gewicht nicht beilegen, für ihn sei sie nur Druckerschwärze auf einem Blatt Papier. Auch habe die russische Presse nicht den Einfluß auf die öffentliche Meinung wie in Frankreich. Gegenüber der russischen Presse könne er sich aber auch auf das Zeugnis des russischen Kaisers selbst berufen; er sei davon überzeugt, daß der Zar keine kriegerischen Absichten hege, daß er nicht gewillt sei, uns anzugreifen, überhaupt einen Angriffskrieg zu führen; dem Kaiser von Rußland vertraue er absolut, und das Zeugnis des Kaisers habe ein durchschlagendes Gewicht. Und was Frankreich anlange, so sei auf einen friedliebenden Präsidenten wiederum ein friedliebender Präsident gefolgt. Er komme nun zu der Frage der russischen Truppenausstellungen. Er sei selbstverständlich nicht in der Lage, darüber eine authentische Erklärung abzugeben, da es ja an und für sich eine mißliche Sache sei, von einem fremden Kabinet darüber Aufklärung zu verlangen. Aber es sei wohl anzunehmen, daß die russische Politik von der Auffassung ausgehe, daß in einer eintretenden europäischen Krisis der Einfluß Rußlands umsomehr ins Gewicht falle, je mehr es seine Truppen an den westlichen Grenzen konzentriert habe. Man erwarte in Rußland vielleicht auch eine neue orientalische Krisis, um dann die russischen Wünsche zur vollen Geltung zu bringen. Wann diese orientalische Krise dcemmen wecde, ttone ir richt logen. Alerom kolte ste. Banne der Verhältnisse. Roman von Theodor Mügge. Nachdruck verboten. (Fortsetzung.) Der Major war mehr als einmal nahe daran aufzufahren, aber er überlegte heimlich, daß dies die Folgen der Mittheiungen seien, welche Rachau ihm gemacht hatte. Wilkens war ohne Zweifel darüber in seiner Eitelkeit beleidigt und nicht edeldenkend und feinfühlend genug, um sich als Mann von Ehre zu benehmen. Herr von Brand wurde dadurch noch mehr bewogen, nachsichtig allerlei Spott und Grobheit aufzunehmen, im Stillen aber nahm er sich vor, daß dies der letzte Auftritt dieser Art sein solle. Er faßte seinen Entschluß, eine kurze und bestimmte Abrechnung mit dem unbequemen Gaste gleich nach Tische zu halten, aber es kam doch noch, ehe das Mahl ganz beendet war, zu einer unangenehmen Scene. Eduard Wilkens hatte sich jetzt zum Gegenstande seiner Bosheit die kleine Toni und den Doktor ausgesucht. Toni hatte ihren Arm auf des Doktors Schulter gelegt und flüsterte und lachte ihm in's Ohr. Wilkens Spöttereien über die Gefahren eines Hauslehrers, der von so reizenden Schülerinnen schwärmerisch verehrt werde, die ihn, wie Ephen den Ulmbaum, umschlängen, wurden von so frechen Blicken und Geberden begleitet, daß der Major die Geduld verlor. Er warf das Tellertuch auf den Tisch und stand mit solcher Heftigkeit auf, daß Wilkens erschrak. Die surchtsame Seite seines Charakters erhielt die Oberhand über seine Unverschämtheit, doch stellte der genossene Wein das Gleichgewicht wieder her. Was ist denn geschehen? rief er. Sie wollen mir doch nichts übel nehmen? Nimm nichts übel, Papa, luchte Toni, es lohnt sich nicht der Mühe. denn jetzt und nicht erst in zehn oder elf Jahren eintreten? Das würde den bisherigen Phasen entsprechen. Wir haben der russischen Rüstungen wegen keinen Grund, schwärzer zu sehen. Bei Eintreten einer orientalischen Krisis werden wir abwarten, was die nächstbetheiligten Mächte thun. Der Reichskanzler giebt dann in einem vom Haus mit Spannung verfolgten Rückblick ein Bild von den Kriegsgefahren, denen Preußen seit 40 Jahren ausgesetzt gewesen ist. Man habe im Allgemeinen doch wohl keine rechte Vorstellung von der kriegsscheuen Gewissenhaftigkeit der Monarchen und ihrer Minister, welche allein uns vor wiederholt drohenden Koalitionskriegen bewahrt hätte. Im Jahr 1866 sei nur durch große Klugheit vermieden worden, daß nicht aus dem deutsch=österreichischen Krieg ein großer Koalitionskrieg entstanden sei. Von da bis 1870 sei man fast ununterbrochen in Kriegsgefahr gewesen. Und frage man nicht seit 1870 jedes Jahr, wann der nächste Krieg sein werde? Unabhängig von der augenblicklichen Lage aber müßten wir in jedem Augenblick im stande sein, jeder Entwickelung der politischen Verhältnisse, jeder denkbaren Eventualität und Koalition mit Ruhe entgegensehen zu können. Wir müßten auch mehr Anstrengungen machen in Bezug auf unsere militärische Ausrüstung, als jeder andere Staat, wegen unserer geographischen Lage. Die Hechte, die im europäischen Karpfenteich seien, hinderten uns, Karpfen zu werden. Der Reichskanzler ging dann weiter auf die Darlegung der früheren freundlichen Beziehungen Preußens und Rußlands des Näheren ein. Das Wohlwollen, das wir für Rußland hatten, der Dank, den wir dem Kaiser von Rußland schuldeten, sind in Olmütz getilgt worden, denn damals nahm Kaiser Nikolaus für Oesterreich Partei. Als ich in Petersburg Gesandter war, habe ich die freundschaftlichen Beziehungen zu Rußland fester geknüpft, und der Krieg von 1870 hat den Russen auch Vortheile im Schwarzen Meer gebracht. Im Jahr 1875 sei allerdings“ von Rußland her die Nachricht gekommen, daß wir die Absicht hätten, Frankreich zu überfallen. Dies habe etwas die freundlichen Beziehungen gestört. Das Präsidium des Berliner Kongresses 1878 habe er widerwillig und zum guten Theil nur aus Anhänglichkeit an Kaiser Alexander II. übernommen. Er habe auf dem Kongreß gewirkt, wie ein vierter russischer Bevollmächtigter. Statt einer hohen Belohnung die ich von Rußland erwarten durfte, folgten allmählich Angriffe in der Presse, es folgten weiter Drohungen und so wurden wir schließlich gezwungen, zwischen Rußland und Oesterreich zu optieren, und es kam zu dem Bündnis mit Oesterreich. Die Veröffentlichung dieses Bündnisses ist durchaus keine Drohung und kein Ultimatum gegen Rußland. Es handelt sich bei diesem Bündnis und dem mit Italien um die Erkenntniß der Gemeinschaftlichkeit der Interessen zur Erhaltung des Friedens und zur Abwehr. Deutschland muß nach seiner Lage mindestens einen zuverlässigen Freund haben, es hat aber glücklicherweise zwei. Die Heeres=Vorlage macht uns star is Versbobeten vod schafft uos dinen Heretunmacht, ber. Es ist mir nichts geschehen, antwortete der Major mir so vieler Ruhe, als er aufzubringen vermochte. Auch soll mir nichts weiter geschehen. So trinken wir noch ein Glas und lachen zusammen. Ich danke für Alles, sagte der Major. Laß den Kaffee in den Garten bringen, Luise. Wir müssen diesen Dingen ein Ende machen. Er entfernte sich, aber Wilkens rief ihm nach: Dann noch ein Glas auf das gute Ende, verehrter Vetter. Und jetzt bin ich bereit, schönste Cousine, der schwachen Stunde mich zu erwehren und allen Thorheiten abzuschwören. In dieser Betheuernng lag etwas Wahres, denn in der nächsten Zeit suchte sich Wilkens einen höflicheren Anstich zr geben, und als der Kaffee erschien und der Major mit dem Cigarrenkästchen kam, schien alles ausgeglichen zu sein und sich persönlicher zu ordnen. Wilkens pries die Cigarren, lobte den Kaffe, wandte sich mit gefälligen Worten bald an den Major, bald an Fräulein Luise, bald an seinen Freund Rachau und bedauerte, daß der Doktor sich schon wieder Dann bellagte er, daß irdisches Wohlbehagen nicht ewig dauern könne, und nach manchen ähnlichen Bemerkungen, die nicht erwidert wurden, schlug er selbst einen Spaziergang vor zu den schönen Waldhügeln, wo es ihm so herrlich gefallen habe. Ich glaube wirklich, daß ich Ihrem vortrefflichen Weine zu viel Verehrung bezeigt habe, mein theuerster Vetter, sagte er. Mein Kopf ist schwer wie Blei, und da Weintrinken sonst nicht meine Sache ist, bin ich um so unvorsichtiger gewesen. Ein Glas zu viel schadet nicht, sagte der Major, wenn nur sonst der Kopf auf dem rechten Fleck sitzt. Mäßigung ist zu allen Dingen gut, lachte Wilkens. Wenn man einen kurzen Hals hat, muß man um so vorsichtiger sein. 8s 12 W Ich habe zunächst einen wang nach meiner Mühle zu allein schon der Stärke einer Großmacht entspricht. Darin liegt eine Garantie des Friedens, und ich hoffe, Börse und Presse werden eine Linderung empfinden. Unsere Landwehr und unser Landsturm müssen, wenn wir sie einmal brauchen, die besten Waffen haben. Sollten wir jemals von zwei Seiten angegriffen werden, so können wir an jeder Grenze eine Million guter Soldaten aufstellen. Die Furcht, daß andere Nationen uns nachstreben, ist unbegründet; sie können es nicht, der Zahl nach vielleicht, der Qualität nach sicher nicht(Beifall). Mit einer so enormen Maschine, wie unser jetziges Heer es ist, führt man keinen Angriffskrieg, man vertheidigt sich nur gegen einen Angriff. Dann wird der Krieg geführt werden mit der ganzen Begeisterung von 1870, dann werden wir furchtbar sein in unserer Rüstung. Wir haben es versucht, Rußland wieder zu gewinnen, aber wir laufen niemandem nach, wir bleiben lieber allein. Wir glaubten, daß Rußland mit seinem Einfluß in Bulgarien bis 1885 zufrieden gewesen sei, und sollte es uns amtlich auffordern, Schritte zu unterstützen zur Wiedergewinnung dieses Einflusses, etwa bei dem Sultan, so werden wir kein Bedenken tragen, dies zu thun. Das deutsche Reich aber durch Drohungen in der Presse dazu zwingen zu wollen, ist eine unglaubliche Dummheit. Die Deutschen fürchten nur Gott, sonst nichts in der Welt. Wer den Frieden bricht, der soll wissen, daß die Kampfbegeisterung der Freiheitskriege heute ein Gemeingut der ganzen deutschen Nation ist und jeder Wehrmann in den Kampf ziehen wird mit dem Bewußtsein:„Gott ist mit uns.“ Als der Reichskanzler geschlossen hatte, erhob sich im Haus stürmischer anhaltender Beifall. Darauf nahmen die Führer der großen Parteien des Hauses, die Abgg. v. Franckenstein (Zentr.), v. Bennigsen(nat.=lib.), v. Helldorf(kons.), Graf v. Behr(Reichsp.) und Rickert(freis.) das Wort, um im Namen ihrer Parteien die Zustimmung zu der Vorlage auszusprechen, deren formelle Erledigung der Budgetkommission zugewiesen wurde. Den Schluß bildete die zweite Berathung der Wehrvorlage, die von der Kommission in einigen Punkten unter Zustimmung der Militärverwaltung abgeändert worden war und nun auf den Vorschlag des Abg. v. Franckenstein (Zentr.) ohne Debatte angenommen wurde. Der Reichskanzler sprach über diese Art der Behandlung der Vorlage seine besondere Befriedigung aus und betonte, daß dieselbe die Bedeutung der Vorlage und die Friedensgarantieen erhöhen werde. Politische Aebersicht. Deutschland. Die Kreuzztg. schreibt aus San Remo: Die offiziellen in Berlin angelangten Nachrichten über den Gesundheitszustand des Kronprinzen sollen leider nicht sehr tröstlich lauten. Die Schwellung ist derart im Zunehmen, daß der Luftröhrenschnitt vielleicht schneller sich als nothwendig erweisen möchte, als man erwarten durfte. Jedenfalls muß man sich auf eine beposchende Kitis pocbertten. Ste Verste schen den lonmene machen, antwortete Herr von Brand. Wollen Sie mich gleiten, so treffen wir später mit der Gesellschaft wieder zusammen. Ich gehe mit Ihnen, sagte Wilkens. „Wir haben Stoff genug, uns lehrreich zu unterhalten.“ „Ist es nicht wahr?“ Er griff dem Major lachend unter den urm uno schwenkte seinen Hut vor dem Fräulein. „Auf Wiedersehen also, schönste Cousine; zürnen Sie mir nicht, wenn ich Sie treulos verlasse.“ So entfernte er sich mit seinem Begleiter, aber seine scharfe Stimme war noch lange zu hören. Es schien Herrn Eduard Wilkens behaglich zu Muthe Er lachte und scherzte weiter, pries den kühlen Waldschatten und dankte dem schweigsamen alten Soldaten für die große Liebe und Geduld, welche er ihm bezeige. Geduld, rief er dann, ihn lustig anblinzelnd, ist aber auch die allerchristlichste Tugend. „Sanftmuth ziert jeden Menschen.“ Man muß niemals zornig werden, ich hasse nichts mehr Zornige Menschen verkümmern sich das Leben und werden niemals alt......, W.5 „Also Alles ohne Leidenschaft, mein bester Cousin.“ „Sie haben Recht,“ antwortete der Major, wir müssen ohne Leidenschaft uns aussprechen. „Also wir wollen uns aussprechen.“ „Gut, das ist auch meine Absicht.“ „Die meinige ebenfalls.“ „Sie wollen also eigentlich gar nicht nach der Mühle geben „Allerdings, aber ich wollte zunächst in passender Weise nich Ihnen erklären. 6..u 2— Herrlich!, theuerster Vetter, auch meine Zeil brung, und unsere Angelegenheit ist von so eigenthümlicher Art, daß ich den Tagen nicht ohne Bangen entgegen. Zu neuer Hoffaung möchte erst wieder Raum sein, wenn dieser Monat ohne ernst: Komplikation vorübergeht.— Nach direkten Meldungen aus San Remo war die Nacht zum Mittwoch nicht gerade gunz gut verlaufen, aber das Allgemeinbefinden war erträglich und der Kronprinz unternahm eine Ausfahrt. Der wieder in San Remo eingetroffene Dr. Mackenzie und die übrigen Aerzte hatten zwei Konsultationen. Eine unmittelbare Gefahr liegt nicht vor; geht die Anschwellung aber nicht zurück, so steht der Luftröhrenschnitt sehr nahe bevor. Lebensgefährlich ist die Operation nicht.— Geheimrath von Bergmann soll die telegraphische Benachrichtigung erhalten haben, sich zur Reise nach San Remo bereit zu halten. Im Anschluß an vorstehende Mittheilungen müssen wir unseren Lesern leider die traurige Mittheilung machen, daß inzwischen(Donnerstag Nachmittag 4 Uhr 50 Minuten) bereits der Luftröhrenschnitt beim Kronprinzen von Herrn Dr. Bramann aus Berlin unter Assistenz aller übrigen Aerzte vorgenommen worden ist. Die Operation wurde ohne Chloroformirung ausgeführt und verlief ganz glücklich. Der Zustand Seiner Kaiserl. und Königl. Hoheit ist ein ganz befriedigender und fühlte sich derselbe Abends sehr erleichtert. Wie aus Florenz berichttt wird, ist im Befinden des an Bronchitis erkrankten Königs Karl von Württemberg eine Besserung eingetreten. Das Fieber ist nur noch mäßig. Der Reichskaniler Fürst Bismarck ist am Dienstag Nich mittag vom Kaiser in einer langen Audienz empfangen worden. In Anknüpfung und unter Hinweis auf seine große Rede am Montag find dem Reichskanzler aus allen Theilen Deutsch= lands enthusiastische Zustimmungs= und BeglückwünschungsTelegramme in großer Zahl zugegangen. Aber nicht nur Privatpersonen, auch die gesammte Berliner Presse und ebenso der größte Theil der ausländischen Zeitungen erolicken in der Rede des Fürsten Bismarck eine hochbedeutende Kundgebung für den Frieden und erwarten, daß von nun an eine Beruhigung und wirkliche Besserung in der politischen Gesamm: lage Europas eintreten werde. Sogar von Rußland her liegen zußimmende Arußerungen bereits vor. So sagt die„Nowoj: Wremja“, die Rede sei ruhig und selbstbewußt, durchaus aufrichtig und ohne Zweifel friedlich. An zufriedenstea ist man in Oesterreich, dort scheint sehr vielen Leuten ein großer Stein vom Herzen gefallen zu sein. Aber auch in Frankreich und in England gesteht man, wenn auch mit dieser oder jener Einschränkung zu, daß Deutschland und sein großer Staatsmann den Frieden aufrichtig wunschen und daß vor der Hand die Kriegsgefahr verscheucht sei. Der„Furor teutonicus“ von dem der Reichskanzler gesprochen hat, ist den Franzosen allerdings in die Nase gefahren, doch veranlaßt sie derselbe nur zu der Mahnung, Frankreich müsse trotz alledem wachsam bleiben. Größere Huldigungen, als die, welche Montag dem Fürsten Reichskanzler beim Verlassen des Reichstages zu Theil wurden, sind schwerlich je einem Staatsmanne dargebracht worden. Eine dichte Menschenmenge begleitete ihn, da sein Wagen wigen des verfrühten Reichstagsschlusses noch nicht eingetroffen war, auf seinem Heimwege zur Wilhelmstraße und machte ihrer Begeisterung in immer sich erneuernden Hochrufen Luft. Der Wagenverkehr in der Leipziger und in der Wilhelmstraß: mußte unterbrochen werden und fünf reit nde Schutzleute hatten Mühe, dem Fürsten Bahn zu brechen. Vor dem Palais sammelte sich die Menschenmasse und abermals erklangen minutenlang die Hochrufe auf den Fürsten. Erwähnt hat's Fürst Bismarck in seiner großen Rede nicht, aber gewußt hat er's genau, daß namentlich die Provinz Ostpreußen von den Russen außerordintlich bedroht ist. Die russischen Grenztruppen sind 70 Bataillone, 42 Eskadrons und 36 Feldgeschütze, zusammen 42000 Mann, nahezu 10000 Reiter und 36 Geschütze stärker als die preußischen Truppen. Dazu kommt, daß die russische Kovallerie dicht an der Grenze liegt und immer auf dem Kriegsius steht und für einen Einfall die geographischen und künstlichen Hiadernisse sehr günstig sind. Nich den gegauesten militärischen Berechtungen hat Rußland an den österreichischen und preußischen Grenzen 315000 Mann mit 698 Feldgeschützmn st hen, denen 136.000 Verbündete mit 498 Feldgeschützen gegenüberstehen. Wir wiederholen die beiden Hauptartikel des Bündnißvertrages zwischen Deutschland und Oesterreich. Wenn eines der beiden Reiche von Rußland angegriffen wird, hit das andere ihm mit seiner gesammten Micht beizustehen und der Friede mit dem Feind soll nur gemeinsam geschlossen werden. danach verlangen muß, je eher je lieber zum Abschluß zu kommen. Ich verarge es Ihnen nicht, sagte Herr von Brand. Meine Meinung ist— er ging schweigend weiter auf dem Pfad in den Wald hinein.— „Es wird mir schwer für das, was ich Ihnen mittheilen muß, den richtigen Anfang zu finden.“ „Lassen Sie sich Zeit," versetzte Wilkens verbindlich. „Sind wir hier auf dem richtigen Wege?“ „Der richtige Weg, antwortete Herr von Brand,„ist doch immer der gerade und offene.“ So sage ich Ihnen denn gerade heraus, daß ich— daß es mir leid thut, aber— er hielt wieder inne und besann sich. „Sie sind vom richtigen Wege abgekommen, lachte Wüllkens. Sie haben Recht, erwiderte der Major. Besser ist es, wenn ich Sie selbst frage, ob schon Absichten— zum Henker! mit einem Worte denn, unterbrach er sich ungeduldig, ob Sie Luisen lieben? „Lieben?“ lächelte Eduard Wilkens. Dies ist eine eigenthümliche Frage, bester Vetter. Ich bin entzückt von ihrer Liebenswürdigkeit; beim Liebeu aber ist wohl zu bedenken, was man überhaupt unter Lieben versteht. Ichkweiß nicht, was Sie darunter verstehen, sagte Herr von Brand, aber— wollen Sie meine Tochter heirathen? „Gewiß." „Wenn ich so glücklich sein kann.“ „Noch jetzt?“ fragte der Major. „Warum nicht, mein bester Vetter?“ witgerbelleg.— Hat Ihnen Herr von Rachan nichts „Das hat er.“ „Und Sie können noch diese Absicht hegen?“ „Meine liebenswürdige Coufine zu meiner Frau zu machen?“ rief Wilkens. Der zweite Artikel sagt: Wird einer von beiden von einer andern Micht als Rußland(Frankreich) angegriffen, so hat der andere Verbündete mindestens eine wohlwollende Haltung zu beobachten; im Fall aber Rußland den Angreifer unterstützt(aktiv oder durch drohende Teuppegaufstellung), so tritt der erste Paragraph in Kraft. In dem Vertrag mit Italien soll festgesetzt sein, daß Jialien 300000 Mini an den Alpenpässen aufstellt, winn Deutschland von Frankreich angegriffen wird, und daß Deutschland eben so viel Truppen an der französischen Grenze aufstellt, wenn Italien von Frankreich angegeiffen wird. Oesterreich=Ungarn. Die österreichische Regierung kommt nun auch mit ihren Forderungen zur Echöhung der Schlagfertigkeit ihrer Armee, und zwar werden dieselben einen ziemlich bedeutenden Umfang haben. Zuaächst wird nur eine halbe Million Gulden zur Bildung von Landwehrregimentsstäben gefordert, dem sollen aber große Forderungen für Neubewaffaung der Landwihr und Erhöhung der Landwehr=Kadres folgen. Die Motivirung ist dieselbe, wie bei der deutschen Wehrvorlage. Min will keinen Krieg, aber Kriegsbereitschaft, um für jeden Fall gedeckt zu sein, und Oesterreich=Ungarn hat wahrlich Ursache, sich zu decken. England. London, 10. Febr.(Oderhaus.) Lord Salisbucy widmite dem deutschen Kroaprinzen Worte der herzlichsten Theilnahme, der der Sympathie und Bevunderung des Hauses sicher sein dürfe. Er sei glücklich, zu vernehmen, daß die Opecation glücklich von statten gegangen und das Befinden des Kronprinzen befriedigend sei. Bei Berathung der Adresse erklärte Salisbury, er glaube an die Echaltung des Friedens. Die bestimmtesten und entschiedensten Mittheilungen Rußlands, daß es nicht an eine unmittelbare Aktion denke und sich solcher sorgsam enthalten werde, seien nicht blos versöhnlich, sondern auch aufrichtig. Die amerikanischen Dyaamitverschwörer Kallan und Harkins sind in England mit ihren projektierten Attentaten schön angelaufen. Die beiden Meuchler wurden zu je 15 Jahren Zwangsarbeit verurtheilt.— Die aufrührerischen Bauern von den schottischen Lewis=Jaseln erhielten—15 Monate Gefängnis. Belgien. Bei den jüngst vorgenommenen Schießversuchen in Belgien haben die Kruppschen Kanonen den Sieg über die der Firma Cockerill in Seraing davongetragen. Die Versuche mit den letzteren haben ein sehr ungünstiges Resultat gehabt, infolgedessen hat Krupp auch die Armierung der neuen MaasForts erhalten. und Westfälisch-Rheinisches. Castrop, 10. Febr. Das am Sonntag Abend statt: findende Fest zum Besten der„Stiftung für Krieg und Frieden“ scheint seine alte Zugkraft wieder zu bewähren, denn der Absatz von Karten zu dem Fest ist schon im Vorverkauf ein ganz flotter. Wohl nicht wenig werden dazu die letzten Ereignisse beigetragen haben, welche das Gefühl eines jeden Deutschen allen direkt oder indirekt patriotischen Veranstaltungen zuwenden müssen. Und daß der Zweck obenerwähnter Stiftung ein idealer und rein patriotischer ist, darüber werden wohl Alle einig sein. So möge denn auch das diesmalige Fest der Stiftung einen hübschen Ueberschuß zuführen. Nicht dem Schreinermeister Epping, sondern dem Immer bin ich dazu bereit. Wenn eine Dame sich derartig ausspricht, wie Luise es gethan hat, sagte der Major streng und laut, so glaube ich, daß ein Mann von Ehre seine Hoffnungen aufgeben muß. Das ist ganz natürlich, mein theuerster Vetter, und ich bin weitab davon, mich meiner grausamen Coufine aufzudrängen, versetzte Eduard Wilkens. „Ich bedaure es innigst, keine Gnade gefunden zu haben; meine Absichten waren die besten.“ „Der Major fühlte sich versöhnt.“ Ich hoffe, sagte er, ihm seine Hand bietend, Sie tragen uns keinen Groll darum nach. Besorgen Sie das nicht, erwiderte Wilkens, ihm die Hand schüttelnd. „Mir ist alle Rachsucht fremd.“ „Den Neigungen des Herzens kann Niemand befehlen. Möge meine liebe Cousine unbehindert ihre Neigungen folgen. Sie treffen ohne Zweifel einen würdigeren Gegenstand, als ich es bin. Sie find gereizt, sagte der Major. Es sollte mir leid thun, wenn Sie uns beleidigt verließen. „Gewiß nicht,“ betheuerte Wilkens. Morgen werde ich reisen. „Bleiben Sie noch einige Tage.“ „Das geht nicht an.“ „Ich habe nichts mehr hier zu thun. Aber ich werde immer mit freundschaftlichen Gefühlen zurückdenken und sehr erfreut sein, wenn ich höre, daß es Ihnen wohl geht. Ich danke Ihnen, mein lieber Vetter, antwortete der Major mit mehr Herzlichkeit, als er jemals seinem Gaste zuwandte. Wenn es so sein muß, so reisen Sie morgen, aber kehren Sie bald einmal zu uns zurück. Wer weiß, sagte Wilkens. Im nächsten Jahre möchte Schreinergesellen Erning wurden am Montag Morgen in der Schreinerei von„Victor" Daumen und der größte Theil des Zeigefiagers der linken Hand von der Kreissäge abgeschnitten. Erning ist verheirathet und Vater eines Kindes. — Donnerstag Morgen erhielt der Bergmann Aug. Hüser aus Henrichenburg auf„Victor“ Brandwunden an Kopf, Hals und Armen und wurde in das hiesige Krankenhaus geschafft. Glücklicherweise scheinen die Verletzungen nicht lebensgefährlich zu sein.— Die Minage von„Victor“ ist so mit Arbeitern überfült, daß keine mehr Aufnahme finden können. — Auf Ziche„Lothringen“ entspann sich kürzlich zwischen mehreren Bergleuten ein Streit, der nicht durch Vernunftsgründe, sondern durch gewichtige Wetterlampen ausgesochten wurde, mit denen die Parteien sich einander die Köpfe bearbeiteten. Einer der rohen Kampfhähne erhielt so bedeutende Wunden, daß er im Krankenwagen nach hier in das Hospital geschafft wirden mußte, woselbst er hoffnungslos darniederliegt. — Veegangenen Sonntag wurde auch in Mengede eine Fortbildungsschule von der Handwerker=Janung des hiesigen Amtsbezirks eröffnet. Die Herren Lehrer Scholl und Bergmann habn den Unterricht übernommen. Die Unterrichtsstunden sind Sonatags und zwar im Winter von Morgens—10 und 11½—12½, im Sommer von Morgens 11—12. Hoffentlich lassen alle Innungsmeister ihre Lehrling= an dem Unterricht Theil nehmen. — Am 26. und 27. d. M. findet zu Witten der diesjährige Handwerkertag fir die Provinz Wenfalen und die anerenzenden Bezirke statt, wozu das Programm und die Einladung an sämmtliche Jinungen, Vereine und die einzelnen Meister Seitens des Verbandsvorstandes bereits versandt worden sind. Dim Programm ist ein in warmen Worten geschriebener Aufruf beigegeben, welcher die noch immer groge Theilnahm= losigkeit vieler selbständiger Handwerker bitter beklagt und den Nachweis führt, daß es größtentheils diesen Gleichgültigen zur Last gelegt werden müsse, daß noch viel: der nothwendigen Rechte nicht wieder erlangt seien. Wolle man das erstrebte Ziel erreichen, so müsse man auch mit ganzer Kraft vereint dafür eintreten. Der Aufruf schließt deshalb mit der Aufforderung, daß jede Innung, jeder Verein und jeder Meister, dem es möglich sei, sich an den Berathungen betheiligen möge. Aus der beigefügten Tagesordnung heben wir hervor: Referate über die Handwerker= und Innungsbewegung mit besonderer Berücksichtigung des Befähigungsnachweises, über die Handwerkerpresse, über die Zuchthausarbeit und Berath: ung eines Provinzialstatuts. X Bladenhorst, 11. Febr. Auch hier scheint der Prinz Karneval seine tollen Sprünge machen zu wollen. Es haben sich nämlich mehrere sidele Brüder zusammengethan, um sein Wiegenfest in althergebrachter Weise zu feiern. Die Gesellschaft führt den gewiß sehr passenden Namen:„Watt en Dingen.“ Die Feier findet Sonntag und Montag in den karnevalistisch geschmückten Räumen des„Dicken op der Eck“ statt. All' diese Anzeichen schließen auf gemüthlichen Verlauf desselben. Eingeleitet wird das Fest durch obligaten Fastnachtszug, wozu die besten Kostüme von Berlin Glote verschrieben sind. Für große Redner hat man eine große„Bütt“ hingestellt und das wichtige Vertrauensamt des närrischen Polizisten ist dem elektrischen Heinr. übertragen. Der bekannte Jubiläumsänger Aug. ist Ceremonienmeister und der berühmte Radfahrer Fritz wird die närrische Kapelle dirigieren. Der lustige M. hat das Ruder der närrischen Regierung. Allen Denjenigen, welche Freude hieran haben, rufen wir zu:„Auf, nach dem Dicken op der Eck“. — Gedenket eurer Brüder zur See! Die„Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger"— Protektor Se. Majestät der Deutsche Kaiser— hat an der deutschen Nordund Ostseeküste von Memel bis Borkum in den vergangenen 22 Jahren nach und nach 90 Rettungsstationen errichtet, durch welche nahezu 1600 Menschenleben dem Tod in den Wellen entrissen sind. Die Gesellschaft bedarf zur Erhaltung der bestebenden und Einrichtung neuer Stationen andauernd ich nach Italien gehen; inzwischen haben Sie Zeit, unsere Angelegenheit ganz, wie Sie es wünschen, zu regeln. Was meinen Sie? fragte der Major. Nehmen Sie sich Zeit ganz nach Ihrem Belieben. Es hat, wen Sie wollen, bis Neujahr Zeit. Der Major blickte ihn starr an. Oder, wern es Ihnen lieber ist, fuhr Wilkens unbefangen fort, und, wenn Sie können und wollen, so machen wir es kurz ab. Ich bleibe bis übermorgen. Ich verstehe Sie noch immer nicht. Wollen Sie auf die Testamentsbestimmung dringen? Gewiß, mein bester Vetter, das ist doch wohl meine Pflicht, lächelte Wilkens. Ist das Ihr Ernst? rief der alle Soldat, dunkelroth im Gesicht. Ich sollte meinen, mit zwanzig tausend Thalern spaßt man nicht, antwortete Wilkens. Der Major schien völlig überrascht. Er stand still und suchte sich zu besänftigen. Ich leugne nicht, begann er darauf, daß Sie diese Forderung machen können— in wenigen Wochen wäre es nicht mehr der Fall gewesen. Ihr Vater hat nie daran gedacht. Niemand hat denken können, daß die verrückte Bestimmung jemals Folgen haben würde. „Es ist mit Testamenten eine sonderbare Sache,“ fiel Wilkens ein. Können Sie als Mann von Ehre, als Verwandter, unter den Verhältnissen, welche Sie kennen, das Beld fordern? Es thut mir leid, sagte Wilkens, aber ich sehe nicht ein, warum Sie Großmuth von mir verlangen. Großmuth? brauste der heftige Mann auf. Bei Gott! nein— aber Scham und Schande über Sie! Das war von Anfang an Ihre Absicht! (Fortsetzung folgt.) die dringende Bitte, sich ihren über ganz Deutschland versreteten Mutgliedern durch Zahlung eines Jahresbeitrazes von mindestens 1,50 Mark anzuschließen. Anmeldungen# werden entgegengenommen vom Büreau der Bremen(Haus Schütling). S s4ch=s u P·s, Föcherung des seit Iuhrea besteheuden Piosets von Hamn über Werne, Südkirchea, Selm, en nach Haltern wurde in einer am 7. ds. Mis. in Olfen von 6 Mitgliedern gewählt, welcher nach Aolauf von 2 Monaten über seine Thätigkeit berichten soll. Die projectirte Hoemugd=eKmstagel." enders als Zubriagbuhu für den Das Terrain bietet wenig SchwierigWie stark und schnell die.phtheritis in Hagen um Srapeheie den 1 zulesr die Plezeria von der tückschn Ktunigeit vefallen worden sind. a„Ein junger, talentvoller Arzt von Borken Dr. med. Sohlus, ist in Otindien dem gelben Fieder erlegen. Derselbe hatte im vorigen Jahre die Reise dorthin als Schiffsarzt zwei Mal vollendet; auf der dritten Reise, als eden öäichen Seag 1rd er von der Sache alet. geit ergrissen. Dr. Sohus orr erst 25 . Das Schöffenzericht zu Iserlohn verurtheilte einen Albeter aus Hohealimburg, welcher mit breanender Zigarre Tagen Gesänguis. Shmähnorte eroidert hae, mit 14 Bag9, Hlachteie dieser Tage ein Schwein, welches er selbst gematrs hatte. Das Dienstmädchen sollte den Trichinenzur Besichtigung des Schweines bestellen. Doch da es den Auftrag nicht sofort ausführte und man es auch überhaupt nicht zu ängstlich mit dort gezüchteten Schweinen nimmt, so bereitete man schon verschiedene Theile, bevor der nun am anderen a; Schwein untersucht hate. Als derselbe gellen uich des uug e masseawäise Trichinen, „#i den personen, welche von dem Fleisch gegessen, Anzeichen der Trichinose ein, was jetzt, nach Feststellung der Thatsache, die Angst noch steigerte. Sofort Hülfe in Anspruch genommen und nur dieser Mäge disienn großeres Unglück verhütet wurde. Fisch.. Fall zeigen, wie ernst es mit dem Schweine. nehmen ist, auch wenn die Thiere in hiesiger Gegei gezogen und gemästet sind. Ein Schwein, welches mit di nrcählich ahashs=kig densülben Stalte var und auch nach, lich abgeschlüchter wulde, zeigte von Trichinen keine Spur. .. Des, Stadtgespräch bildet in Wiesbaden laut„Köln. vur Verschwinden einer englischen Familie, die sich läggere Zeit hier aufhielt und nicht nur bei zahlreichmn.Dessaiohe uoi. s hulden hiaterlasen, sonzra auch ihe Heeschest hur.— Eipuruisse zbratzt hat. De G#n die, winn Sthea abzelifert wardea,„leiaes „isse ans au. Eaertase u.„sis das Ränhen, seiz: Erboue. ag: aus dir Sptklänt zu holen und für die Herrschaft zu Als das Midhmn an Sonttag, au welchim Tage ihm der Nichnittag feeigegehen wir, Abends nach Haus sgzskiechet, fan es die Wyznuig voliäasiz ausze. Hrreschift wir— verschouiden. Die hut sih vi: Suche bereis anzeaommen. der Gaustage ein bischm und geonlig gebeitsichen, Kölner Geoßkausmanas. Sein Peinauch den Dienst und der seitherige Ha zicd Szeig 15 vor. nuch Auzrika auszuomndera, un Reiszeld achaß:.= g. uiuer anzunchmen. Hänt er nur 8## nom nis und der Lchrliaz des Gischif: #5 urtekten bald, daß der Auswanderungslustig: mit dem Gelochranke des Prinzipals liebäuzelte und wiren flugs alle beide mit im Komplot. Sie erklärten, auch der Arbeit müde zu .. golten ,mit hinäber über den Dseau. Endlich wur tache sig Jcuu... 3eheluz übergaden dem Hmus. Rintagtens zischtürtes und, versiezeltes Puckt vol „Eemkola“; mit viesen und diversen Lbensmittela kauerte Deu Juhalt hatte min nicht aus dem Geldschrank. sonder vom nächten Ziezelsteinhaufen geholt. Vermischtes. mit dem Ellzuge nach Hambueg zu spediren. Ales der dringend nöthigen Vorsicht wegen! Diar Eingesperrten ward es in dem engen Korbe indes dald schwül und daß seine ais Pfaher ianV“esen..... aus siche gtn geven, verdeisserte seine Stimmung durchDas groß: Gelopacket klemnte sich eamohoet astauer. Boer, B. uu. 83 .upigase gevozenen Weite, Brod und Butter, Wurst und entschlüpften ihrer papierenen Umhüllung und karambolierten mit seinem Körper und fahres ihm unsauft im Gesicht herum, besonders als jetzt der Korb— augenscheinlich an, eg Sspäckerpedienten— unzzüälpt uad über den Boden wurde. Gerüttelt und geschüttelt, daß ihm fast die Sinue vergingen, meinte schon der arme Schelm am Ende Kiszemache im u d thiuten ihm die Donzervorte entzigen war Als ans. Ee hire, 6s==3! Entickt! o wsh, nn: Hor=h, dis ägelnen Schnüre durchschuit, und als sich nun war er mehr todt als lebendig. Eine Menge reg Mezischen unringten den Kord und begrüßten mit schadenHeitute undtachter dessen Insasen, der sich stöhgend hervorar. ich stlaunend im Hause seines verflossenen Peinzi: Lals iumitten des gesammten Geschäftspersonals vorfand. Die beiden„Spießgesellen“ hatten sich mit dem Amerikafahrer einen eeen Semucht, ihn ein bischen spazieren getragen und ver: chelruchm nun, ehe er in elegantem Bogen aus dem Hause sloz— zum Andenken das 5 Kilo schvere Bunkaotenpacket. .“ Die Herzenszeschichte des Peiazen Oskar von Sgg### 5 2n. ge ehen 1 die Siste di Krask uld dir wr sche.s“ zotten wir sie mit einem Ofizier v. Rosen der auf Aadeinzen seines reichen Buters, dem die seige Stellanz: Wite scrosser Wise mit ihe brach und wurs sich um ihe Liebe, gu.... Veiaz Osaer ber. Gelades dazezen, er schiäct. 414 geunge ie schacht Gdia. uu. en ge still am faste die Hung seiaete.“ iunn, danu erhob er sich rasch, s Sohnis und führte ihn stillschweigend u Fräuleia Eo##, die damit seine Braut wurde. Prinz Osar hat auf sein Erdrecht und seinen Titel als Prinz verden Rame Oskar v. Bernadotte an und ist siett git seiner Peaut und der Könizin nach England gereist, — Enihinuag. sen Gan) Stocholm wor bei sein; Beaut zu sehzen. un eiuen beichen Perizzea und war dieser Taze in Beelin ein Schreider, Herr Adler, ange= Ruf„Wächter!“ erschallen. Der Wichter kam. Haden Sie einen Schlüssel zu diesem Hause? fragte Heer Adler.— engegn der Nichtwächter.—„Das ist gut" sagte Adler sehr zufrieden, ich habe auch einen". Deu Scher# mußte er mit einer Geldstrafe von 20 Murk sühnen. * Sehr wählerische Raucher müssen es gewesen sein, die in einem Zigarrengschäft in Beelin einen Eindruch verübten. den vorgefundenen Spuren haben sie 30 verschiedene Zigarrensorten probiert und die besten 10.000 Stück entführt. in laufenden Jahre zur Gestellung vor der ir ud von Miltiärdient der Milickrpflichtigen aus dem Ante Castrop sind auf dem hierd einzubringen und zwar werden zu diesem Zwecke festgesezt folgende Wehrmann Knecht Sabannes Grüher ans 9. h Termine: 1) für die Gemeinde Castrop am Donnerstag den 16. d. M hansen, Merklinde und. e, eerrr###.#ud Frohlinde am Freitag den 17. d. Mts. fur die Gerzeinder Börnig, Giesenberg=Sodingen, Habing0 fier die Geneinen Semdend den 18. d. Mts., Scpierinaharsen Idera, Deiningharsen, Brininghausen, 5) für die Gemeinden Bodelschwingh, Dingen, Oestrich, Wester2. Fechruer, i Deisan an Dienstag den beginnend Vormittg ohz. Abendhtg und In dem Termine sind vorzulegen: glaubgaste äntliche Veschenigung, aue iesbezot. 2) eventl. Schuldennachweis; 2) Schurizschen dieselben nicht schon beigebracht sind; Nachweisz des Perdiensez und. 1 Jehr aubenden nach den 6) der Nachweis des Arbeitsverdienstes der Reckamirten. Castrop, den 2. Februar 1888. Der Amtmann Horm.„# k Sp, Leltecamn Vrztehungshalber en herriches gen neues krausaitges Concert=Pianino ähernommer, welches spottbilig abgebe. I. Hilger, Bochum, Frislar zulest wohnhaft Ickern wird beschuldigt, im Jahre 1884 als sein, ohne von der bevord d ohue Erlaubnis ausgenandert iu erstater iu baben. i enehenden Auswanderung der Miltärdehörde Anzeige ##u uevertretung gegen§ 360 Nr. 3 des Strafgesetzbuchs. „girdauf Anordnung des Königlichen Amtsgerichts hierselbst auf vin 25. Mai 1888, Vormittags 9 Uhr, Cals us ur 30 Sue erlctung verurhelt euntop, den 90. Julluar 1888. SRRAESE g n-ce Keteicht Zehanntmachung(Dienstag den 14. Febr. er. Vorm. 9 werde ich im Pfandlocale beim Wirth Herrn Smächuug. Am Tonuerstag, den 16. Februar 1 Feohsiande ie Verdiechkerbosf der er strg, eiger Aberv und Biseirskulge mehrere Glas= und bei der turhotischen Schule in Frohlinde,] Hl.#-——“ ko C vraicias m un gr u. ul. 13—), Pleiderschrir Marienstraße 6. 1 hübsches gebrauchtes Pianino habe sehr billig zu verkaufen. Hilger, Bochum, Marienstraße 6. Süßrahmbutter hochfeine ostfrief. Butter enpfieht! zu den billigsten Preisen Gust. Hübener. ne Prg., Osfenllich mindestfordernd vergeben werden. Zeichnung, Kostenanschlag und Bedingungen werden im Termine bekannt gemacht, können auch vorher auf dem Amtsbureau zu Castrop eingesehen werden. Castrop, 6. Febr. 1888. Der Amtmann: i. V. Schulte=Rauxel Baigeordueter. Joi) Seraauf. Dienstag den 21. Fedruar e. Morgens 10 Uhr, sollen in dem Forstorde„Holderikonn“(Castroverhalg circa 80 Nummern Larchen und einige Fichten zu leichtem Bauholz, sowie zu Frechtungsholz tanglich, meistdietend verkauft werden. Versammlung bei Epping. Bladenhorst, den 9. Februer 1888. Heidfeld, Rentmeister. Kleiserschraute, Com moden, Spiegel u. s. w. sowie 2 Schinken, an demselben Tage Vorm. 11 Uhr auf der Landwehr bei Castrop Mobilien aller Art (Versammlung beim Wirth Herrn Kämper), an demselben Tage Nachmittags 1 Uhr in Merklinde 2 Glasschränke und 1 Kleiderschrank (Versammlung beim Wirth Herrn Hovemann) öffentlich meistbietend gegen Baar verkaufen. Castrop, 10. Febr. 1888. Bergerhafl, Grichttonliäche. s Verpachtung. #„Moinar eur. Nachm. 4 Uhr wrter ug meine hinter meinem Hause belegenen Görten Orsomnlung en Ort m Dienstag, den 14. eue dr achm. 3 uhr, Schäferer Behung dr Wittwe Glasschrank 1 Kleider= 1 Bettstelle, mehr. Bilder, 1 Koffer, 1 Fleischbottich, 2 Betten, 1 Ofen, 1 Wandu. 1 Taschenuhr, die verschiedensten Haus= und Küchengeräthe u. s. w. öffentlich meistbietend geben Baar freiwillig verkaufen. Castrop, 10. Febr. 1883. Bergerdoff ern man beonders in Krankheitsfällen kennen und darum erhielt Richters VerlagsAnstalt die herzlichsten Dankschreiben für Zusendung des kleinen Unstgerten Buches„Der Krankensteuns. In demselben wird eine Anzahl der besten und bewahrtesten Hausmittel ausführlich beschrieben durch beigedrucke wiesen, dak scht Scheilur: be. i einfache Hautmittel genügen, um selbst eine scheinbar uuheilbere Krankdeit in urrer Zeit geheilt zu schen. Wern dem Kranken nur das richtige MitSe i2 Sebor Heitt, dam it sogur urr scwerem Teivet noch Heilung zu erwarten, weshalb kein Kranker“ grschumen sollte, mit Postkarte von Nucters Verlags=Anstalt in Leipzig einen„Krankenfreund“ zu verlangen. An Hand dieses leienswerten Buches wird er viel leichter eine richtige Wahl tressen können. Durch Feseaus amachten den Fe. beinerie Boflen. hfientlich vewachten. und Stelle. Castrop, 10. Febr. 1888. Preisabschlag! 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