Kseigerk Redaktion, Druck und Verlag Autlichrs Ergan für den Landgrrichtsorsirk Vorimund. ** Bahrheit.— Gerechtigkeit.— Gemeinwohl. von Ph. Culbart in Castrop. Nro. 8. Geichan mhnuadg und Senton und vierteljährlich in der Expedition 1 Mark, durch Boten Mark 1,10.— Illustr. Blätter 50 Pig. Samstag, 28. Januar 1888. Jaseetiens- Gehäbr: für die einspaltige Zeile oder deren Raum 10 Pfennige. Reclamen per Zeile 30 Pfennige. 14. Jahrg. Politische Aebersicht. Deutschland. Aus San Remo. Der Kronprinz hat der Berliner Kunstakademie auf deren Glückwunschadresse zum neuen Jahr eine herzliche Dankantwort zugehen lassen. Er sagt:„Ich erhoffe mit lebhafter Zuversicht den Zeitpunkt, da es mir vergönnt sein wird, in wiedererlangter Gesundheit mich Ihrer künstlerischen Thätigkeit in Ihrer Mitte zu erfreuen.“ Dr. Mackenzie reist am Sonnabend nach San Remo, um den Fortschritt in der Besserung des Leidens des Kronprinzen festzustellen. Von der Zuziehung anderer Aerzte ist nichts bekannt. Der 30. Hochzeitstag des kronprinzlichen Paares wurde unter Theilnahme von ganz San Remo, das sich recht herausgeputzt hatte, begangen. Die anwesenden Deutschen brachten ihre Glückwünsche unter Ueberreichung von Blumenspenden; massenhafte Sendungen und Telegramme sind eingegangen. Das kronprinzliche Paar erschien bewegt, aber frohesten Muthes. Abends ist Illumination der Stadt und des Hafens. Der Kronprinz wurde auf seiner Spazierfahrt lebhaft begrüßt. Das Wetter ist warm und schön. Vor der Villa Zirto konzertierte die itolienische Militärkapelle. Der Kronprinz empfing Montag in San Remo den Erzbischof von Köln und den Bischof von Trier und zog dieselben zur Tafel. Einem am vorigen Samstag vorgekommenen neuen Zwischenfall an der deutsch=französischen Grenze wird sowohl in Paris wie in Berlin keine große Bedeutung beigelegt. Der„Lothringer Zeitung" zufolge beschränkt sich derselbe auf die auf deutschem Gebiet erfolgte Entwaffnung des französischen Jägers Barberot aus dem französischen Grenzdorf Trieux, etwa 20 Kilometer westlich von Diedenhofen, durch den deutschen Grerzausseher Hahnemann aus Lommeringen. Am Sonnabend war Hahnemann Vormittags um 10½2 Uhr auf einer Patroille zwischen Lommeriugen und der Grenzstation Feutsch. Er bemerkte, wie Barberot auf deutschem Boden jagte. Da Wilddiebereien täglich in dortigem Gebiet vorkommen, beschloß Hahnemann, die Verhastung vorzunehmen. Er setzte Barberot nach, der sich bald zurückzog. Einige Schritte von der Grenze auf deutschem Boden trafen beide zusammen. Barberot knüpfte ein Gespräch mit dem Grenzwächter an; Letzterer jedoch forderte ihn auf, ihm nach Feutsch zu folgen. Als Barberot energischen Widerstand leistete, entstand ein Ringen, welches mit der Entwaffnung Barberot's durch Hahnemann endete. Der Kreisdirektor Killinger und der Polizeikommissar Keller von Diedenhofen haben sich nach dem Thatort begeben, um Erkundigungen einzuzieheu. Barberot wird von den französischen Behörden nicht gut beleumundet. Im Beginn der Sitzung der Wehrgesetz Commission hat der Kriegsminister mitgetheilt, daß die Einmaligen Kosten der Vorlage nebst Zubehör sich auf rund 280 Millionen Mark belaufen werden. Banne der Verhältnisse. Roman von Theodor Mügge. Nachdruck verboten. (Fortsetzung.) „Na,“ lenkte der Müller ein, man kann's nicht sagen, daß er ein Taugenichts war, im Gegentheil, es war ein redlicher, fleißiger Bursche.“ Er suchte ihn weiter noch zu entschuldigen, denn wahrscheinlich wußte er sich von dem Vergehen, das dem Mathis zur Last gelegt wurde, selbst nicht ganz rein. Wenn man so von den Thieren geplagt wird, daß sie bis in die Gärten kommen, oder man sieht sein Feld zerfressen, sagte er, so kann man zuweilen gar nicht anders, als sich wehren. Der Mathis hat freilich weder Kohl noch Kartoffeln zu hüten gehabt, er that's aus Uebermuth, dachte auch wohl, Hasen giebt's genug in der Welt, und Gott hat's wilde Gethier, daß dahin und dorthin läuft, für Alle geschaffen. Ich habe mein Lebtag aber keinen so flinken Kerl gesehen, wie der war. Alles verstand er und versteht's noch, sonst käm' er nicht durch. Und's Stehlen läßt er doch auch nicht, fuhr er lachend fort; sind's keine Hasen und Rehe mehr, sind's Vögel und Weidenruthen, und sie sehen ihm dabei auf dem Gute durch die Finger, denn leid hat's auch dem Herrn gethan; er schämt sich nur, das er's soll merken lassen, und mag den Mathis nicht vor Augen sehen. Der giebt's ihm freilich zurück, so viel in seiner Macht ist, und wenn der könnte— Der Müller hob seine Faust auf und schüttelte sie, seine Frau aber gab ihm einen Stoß und winkte ihm zu.„Na,“ sagte er, der Herr wird kein Gerede macher. Darum sorgt nicht, beruhigte Rachau. Kann man über den Steig nach der Stadt? Der Müller bejahte es. Drüben gehts an der Lehmgrube hin, fügte er hinzu, und gleich dabei im Häuschen, da wohnt der Mathis. Die gesammten Staatsschulden des Königreichs Preußen belaufen sich nach den dem Etatsentwurf für 1888/89 beigegebenen Erläuterungen zur Zeit auf 4 425 104506 Mark zur Verzinsung dieser Summe sind jährlich 176148161 M. erforderlich. Der Besuch des rumänischen Ministers Sturdza in Friedrichsruh, wo er Samstag verweilt hat, wird als ein Beweis der vortrefflichen Beziehungen zwischen Rumänien und Deutschland angesehen. Herr Sturdza war dem Reichskanzler persönlich bekannt und war von diesem auch schon in früheren Jahren empfangen worden. Der Vorstand der„Germania“, Centralverband deutscher Bäcker Innungen, zu welchem 964 Städte mit 21200 Mitgliedern gehören, richtete eine Petition an den Reichstag, welche befürwortet: den§ 66 der Reichs=Gewerbeordnung dahin abzuändern, daß in Zukunft gleich allen Handwerkerwaaren der Verkauf von Backwaaren auf Wochenmärkten nicht mehr gestattet ist und bittet den Hohen Reichstag, dem § 66, worin es heißt:„Frische Lebensmittel aller Art“ die Worte beizufügen:„Mit Ausnahme von Backwaaren.“ Aus Nürnberg wird über Landsturmblusen berichtet, die von der Reichsregierung bestellt sind. Sie sind von starkem blauem Tuch und werden vorn durch sechs schwarze Knöpfe, die durch eine Art Latz versteckt sind, geschlossen. Um den Leib werden sie durch eine Zugschnur, die jeder Körperstärke entspricht, festgehalten. An den Aermeln sind keinerlei Abzeichen; am Kragen ist dagegen zu beiden Seiten vorn ein Stück rothes Tuch ausgenäht, in welchem auch die Unteroffiziersabzeichen in Gestalt von weißblauen Litzen, die den Schießauszeichnungen bei der Linie gleichen, angebracht werden. Die Stelle der Achselklappen vertritt auf beiden Schultern je eine etwa zwei Finger breite rothe Borte. Innen haben die Blusen rechts und links eine Brusttasche. Dieser Beschreibung wird die Bemerkung hinzugefügt: Auffallend ist es, daß nur Blusen; nicht aber auch Beinkleider angefertigt werden; es erscheint demnach sast, als sollten die Landsturmmänner ihre Zivilhosen zu der Bluse tragen. Möglich ist aber auch, daß die Reichsregierung die großen Herstellungskosten vertheilen und die Hosen erst später nach Fertigstellung der Blusen anfertigen lassen will. Wie bestimmt verlautet, beginnt der Bau des Nord=Ostseekanals im Frühjahr auf der ganzen Linie. Es werden auf der 38 Kilometer langen Strecke 7 Barackenlager errichtet in welchen im Ganzen 4000 Arbeiter Platz finden können. Zunächst beginnt man damit von der Elbe aus in den Gebieten des Bauamtes 1 und 2. Auch bei Rendsburg und Holtenau werden die Arbeiten bei günstiger Witterung ihren Anfang nehmen. Schon jetzt drängen sich so viele arbeitslose Menschen zu den bevorstehenden Erdarbeiten, daß schwerlich alle beschäftigt werden können. Belgien. In Brüssel nimmt man mehr und mehr an, daß der Mit diesem Bescheid nahm Herr von Rachau Abschied, ging über den Mühlsteig und befand sich in zehn Minuten vor der ärmlichen Hütte, die am Wege lag. Mit einem Blicke ließ sich bemerken, daß sie nicht vernachlässigt wurde, denn die Lehmwände waren gut erhalten und weiß bestrichen, das durchlaufende Holzwerk schwarz angefärbt. Die kleinen Fenster sahen gewaschen aus, und vor ihnen hingen an Nägeln mehrere kleine Käfige, deren Bewohner sich ihre Gefangenschaft mit Singen versüßten. Als Rachau in den Vorflur blickte, dessen Thür offen stand, sah er den lahmen Mann, der darin saß und mit Korbflechten beschäftigt war. Er bückte sich auf seine Arbeit, und das lange schwarzbraune Haar hing zottig daran herunter; sofort aber rückte er den Kopf in die Höhe, und über sein hageres Cesicht zuckte ein freundliches Grinsen, denn er erkannte den Herrn, der bis an die Schwelle gelangt war. Hier wohnt Ihr? fragte Rachau. Ist das Euer Haus? So lange ich es gemiethet habe, antwortete der Lahme, indem er ausstehen woüte. „Bleib' sitzen,“ sagte Rachau, Du darfst Deine Arbeit nicht versäumen. Tu hast Frau und Kind? Ja, die sind wirklich mein, und es ist ein fressendes Eigenthum, aber ich habe kein anderes, antwortete Mathis lachend. „Eigenthum mag sein, wie es will, man hat es lieb. Jeder will etwas besitzen in der Welt, versetzte Rachau, der einen alten Schemel nahm und sich dem Korbflechter gegenüber setzte. Sein sprechen bewirkte, daß die Nebenthür sich aufthat und eine Frau darin erschien, die ein noch junges Kind auf ihrem Arm trug. Hinter ihr blickte Rachau in die Stube hinein, wo er ärmlich, aber reinlich aussah. Er nickte der Frau zu, die ihn demüthig grüßte, und deren grobe Züge auf Gutmüthigkeit und ein hartes Leben schließen ließen. „Das ist Deine Frau?“ fragte Rachau. „Das ist sie,“ antwortete Mathis. im vergangenen Sommer so kühn in Afrika eingedrungene Stanley doch noch infolge Mangels an Nahrungsmitteln mit seiner ganzen Expedition umgekommen sei. Frankreich. Russen und Franzosen ist das Bündniß Deutschlands, Oesterreichs und Italiens ein scharfer Dorn im Auge und sie sind heimlich und öffentlich eifrig darauf aus, das Bündniß zu lockern und zu sprengen. Da an Bismarck alle solche Versuche abprallen, so versuchen sie ihr Glück bei Oesterreich. Ein französischer Stabsoffizier Hennebert, fordert in einer Flugschrift:„Oesterreich im Jahr 1888“ Oesterreich rund heraus auf, sich von Deutschland loszusagen und sich mit Frankreich und Rußland zu verbünden. Er sucht Oesterreich einzureden, Bismarck meine es mit Oesterreich nicht ehrlich und werde es bei guter Gelegenheit im Stich lassen und stellt ihm die angeblichen Vortheile eines Bundes mit Frankreich und Rußland vor, kurz er spielt die Rolle des Fuchses in der Fabel. Diese Lockungen aber scheinen in Wien, obgleich es dort einflußreiche Franzosenfreunde giebt, nicht zu verfangen, und die Ungarn vollends, die in der Schrift Henneberts gewaltig lächerlich gemacht werden, sind entschiedene Gegner der russisch=französischen Sp kulationen. Sehr auffallend ist es, daß uuch die englische„Times“ starken Anlauf nimmt, Oesterreich gegen Deutschland mißtrauisch zu machen und zu verhetzen. Sie verdächtigt den österreichischen Minister Kalnocky, daß er ganz von Bismarck abhänge und sagt, daß Graf Andrassy ein ganz anderer Minister sein und viel bessere Politik treiben werde. Ein wahnsinniger Bildhauer drang mit einem Revolver in das Elysee ein, Carnot zu tödten. Er wurde verhaftet. Der Bericht über das außerordentliche französische Heereserforderniß zeigt, daß seit 1870 für die Neubewaffnung 2243 833 282 Franken ausgegeben worden. Für 1887 waren 370 Millionen bestimmt. Rußland. Sehr möglich, daß der Zar wieder einmal erfährt, wie's in seinem Land zugeht. Das Schiff, das er mit Lebensmitteln für die hungernden Montenegriner abgeschickt hat, ist noch immer nicht angekommen und ist spurlos verschwunden; ob untergegangen? In Rußland glaubt man eher, daß es gar nicht abgegangen, sondern von ungetreuen Beamten als gute Prise behandelt worden ist. England. Die Londoner„Times“ wird immer unzuverlässiger. Sie nimmt jetzt selber alles, was sie gegen Kalnocky und Andrassy gesagt hat, zurück und spendet beiden das höchste Lob. Andrassy hat ihre Verleumdungen im„Standart“ als reine Erfindungen gebrandmarkt. Italien. Der Besuch des Kaisers von Brasilien im Vatikan, der bisber aus gewissen Etikettenstreitigkeiten unterblieb, wird „Ist sie krank?“ Sie darf nicht krank sein, antwortete Mathis, indem er zu ihr auflachte. Vergangenes Jahr sah sie schlimmer aus, jetzt hat sie sich erholt. „Das war zu der Zeit, wo es Dir überhaupt schlecht oine“ Jetzt geht es besser, brummte Mathis, indem er weiter arbeitete. So gut es gehen kann, setzte er lauter hinzu, wenn die gesunden Glieder fehlen. Sie haben es ja selbst gesehen, Herr, wie mit mir umgesprungen wird, und gehört haben.e gewiß auch von meiner Geschichte. Als ich Dich vor einigen Tagen im Walde bei den Weiden traf, sagte Rachau, versprach ich, Dich aufzusuchen, nun führt mein Weg mich zufällig vorüber. Ich habe mit dem Doktor Gottberg gesprochen, er hat mir Allerlei mitgetheilt, da er Antheil an Dir nimmt. Er kann seinen Antheil für sich behalten, brummte Mathis, weiter arbeitend. Die Frau an der Thür seufzte dazu. Von ihm habe ich auch gehört, daß das Fräulein von Brand in jeder Zeit Manches gethan hat, fuhr Rachau fort, um ihr Mitgefühl zu beweisen. Lieber Herr, sagte Mathis, mit seiner rauhen Hand auf den Korb schlagend, ich bin ein armer Kerl, aber ich danke für alles Mitgefühl von da drüben her! Mathis! Mathis! flüsterte die Frau. Du scher' Dich fort, antwortete er hastig, geh’ an Deinen Topf und koch', was’ein ist! Noch schaff' ich's Brot und werd's schaffen.— Weiber sind schwach, fuhr er fort, als die Frau sich zurückgezogen hatte, in ihrer Noth fallen sie selbst dem Teufel zu Füßen. Ich sage nicht, daß sie es nicht hätte thun sollen— ein Weib bleibt ein Weib— aber jetzt bin ich wieder bei ihr, und so muß es ein Ende haben. Du hast Unterstützung zurückgewiesen? Das habe ich, denn von wem kommt sie? Mathis warf sein langes Haar zurück, seine Augen blitzten. Von dem, nunmehr in Kürze erwartet.— Der Papst vollendet die Encyklika über die soziale Frage, in welcher er die Katholiken auffordert, einerseits die Regierungen bei sozialen Reformen zu unterstützen, anderseits alles, was zur Hebung der Lage der arbeitenden Klassen geeignet ist, namentlich die Genossenschaften und arbeitervereinigungen zu fördern. Lokales und Westfälisch-Rheinisches. b Castrop, 27. Jmn. Die Handwerker=Innung hielt am verflossenen Sonntag ihre ordentliche Innungsversammlung ab. Die Rechnungslage ergab nach einer Ausgabe von ca. 600 Mk. noch einen Kassenbestand von ca. 400 Mk. Die durch Loos ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Steinkühler und Bremer wurden bis auf eine Stimme einstimmig wiedergewählt; hingegen wurde für Kremer der Sattlermeister Narath gewählt. Feiner wurde die sofortige Einrichtung einer zweiten Schule in Mengede beschlossen, welche, wenn eben möglich, Sonntag den 5. Febr. eröffnet werden soll. Zur Deckung der dadurch entstehenden Kosten ist für jedes Mitglied ein einmaliger außerordentlicher Beitrag von 3 M. beschlossen, welche jedoch nur im Bedürfnißfalle vom Vorstande und zwar in halbjährlicher Rate von Mk. 1,50 eingezogen werden kann. Als Delegirte zu dem westfälischen Delegirtentag wurde mit absoluter Majorität Köster und Bremer gewählt. Ein Antrag auf Abhaltung einer Ausstellung selbstverfertigter Sachen von Meistern, Gesellen und Lehrlingen wurde angenommen und wird betr. Ausstellung im Laufe des nächsten Winters stattfinden. Eine Abänderung der Statuten wurde allseitig als nöthig erachtet und ist zu dem Zweck der Vor stand beauftragt, die Abänderungen auszuarbeiten und einer außerordentlichen Innungsversammlung zur Beschlußfassung vorzulegen. — Das gestrige Merkert= Konzert war gut besucht und nahm einen schönen Verlauf. Die Leistungen der Kapelle waren wieder ausgezeichnet, worüber nur eine Stimme des Lobes war. Die großartige Sinfonie Es-dur von Haydn, eine äußerst schwierige Komposition wurde in allen Theilen gediegen wiedergegeben. Herr Rektoratschullehrer Kost brachte ein Mendelssohn'sches Klavier=Konzert in gewohnter vollendeter Weise zum Vortrag und erntete damit lebhaften Beifall. Ganz besonderen Beifall fand noch das sehr populäre Tongemälde„Fröhliche Weihnachten“, welches man hier noch nicht gehört hatte. Ein fröhliches Tanzkränzchen bildete den Schluß des so angenehmen Abends. — Die zweite Strafkammer in Dortmund verhandelte Donnerstag zunächst gegen den 17jährigen Bergarbeiter Johann Biesel aus Mengede. Der junge Bursche hatte mittels eines Dietrichs verschiedentlich den Keller des Wirths Herrn Bernhard Pötter geöffnet und aus demselben Branntwein, Häringe, Petroleum 2c. entwendet. Es war deshalb gegen den Jungen Anklage wegen Diebstahls und Entwendung von Genußmittel erhoben. Wie der Angeschuldigte angab, ist derselbe durch seinen Kostwirth in der That verführt. Das Gericht verurtheilte den Angeschuldigten zu 4 Monat Gefängnis und einer Woche Haft.(D..) — Eine vollständige Mondfinsterniß tritt am 28. Jan. ein. Dieselbe ist in Europa vollständig sichtbar. Der Eintritt des Mondes in den Erdschatten erfolgt Nachts um 10 Uhr 24 Minuten; der Mond braucht eine Stunde, um im Erdschatten ganz zu verschwinden und das tritt ein um 11 Uhr 25 Minuten. In 1 Stunde 35 Minuten hal er den Erdschatten durchlaufen, und der erste Lichtpunkt erscheint am 29. Januar früh 1 Uhr 3 Minuten; der Mond tritt nach und nach aus dem Schattenkegel der Erde wieder heraus und früh um 2 Uhr 4 Minuten hat er denselben vollständig verlassen.(Die betr. Zeiten sind mittlere berliner.) —[Das große Loos und die Eigenschaften, welche ein Lotteriespieler besitzen muß, um dasselbe zu gewinnen.] Bei der Wiederkehr derjenigen Klasse der preußischen Lotterie, bei welcher der erste Hauptgewinn oder das große Loos gezogen S der mich wie einen Hund niedergeschossen hat. Verflucht mag er dafür sein! Du möchtest von Deinem Feinde keine Wohlthaten annehmen, sagte Rachau, möchtest ihm lieber beweisen, daß es in der Bibel heißt: Auge um Auge und Zahn um Zahn. Das ist nobel gedacht, mein lieber Mathis, aber Du siehst aus wie ein kluger Bursche; wie kannst Du also so mürrisch sein! Verfluche ihn, so viel Du Lust hast; Niemand wird Segen von Dir verlangen, doch nimm, was Du bekommen kannst. Ich wollte ihm meinen Segen wohl geben! murmelte Mathis ingrimmig. Das heißt, Du sähest ihn mit Vergnügen am Stricke. „Lieber wollt' ich das Messer verschiucken, als diesen abschneiden!“ Du bist ein schlechter Christ, aber von liebenswürdiger Offenherzigkeit, versetzte Rachau. Ich begreife Deine Gefühle; Lennech, mein guter Freund, muß die Maus niemals der Katze drohen, so lange diese Krallen und Zähne hat. Der Korbflechter schien diesen Vergleich sehr gut zu finden. Er grinste zu dem jungen Herrn auf, der sein Stöckchen zwischen den Händen drehte und ihn unschuldig freundlich anblickte. „Ich ertheile Dir diesen guten Rath, weil ich Dein Freund bin und etwas für Dich thun möchte,“ sagte Herr von Rachau. Meiner Seel! Ich hab so viele gute Freunde, es kann mir gar nicht fehlen, lachte Mathis. Die schönen gnädigen Fräulein nehmen sich meiner an, und der Herr Doktor hält mir's Gewissen vor, es möch' sich ein Stein erbarmen. Aber alles Gered wäscht meine Schand''cht ab, Herr, und all' ihre Almosen machen meine Beine nicht wieder gerade. Ich kann' nimmermehr vergessen und zu Kreuz kriechen. Du bist sehr thöricht, sagte Herr von Nachau. Wenn Du in Demuth den Herrn Major um Gnade bätest, würde er Dir verzeihen. Mir! schrie Mathis, seine Fäuste ballend. Lieber wollt' wird, ist in jedem Lotteriespieler der Wunsch rege, dasselbe zu gewinnen. Dieser Wunsch ist zwar sehr leicht gedacht und ausgesprochen, aber um ihn erfüllt zu sehen, muß der Lotteriespieler gewisse Eigenschaften besitzen. Man nehme eine Klassenlotterie an von 60000 Loosen: der Hauptgewinn sei 50 000 Thaler. Diesen Hauptgewinn oder das große Loos zu gewinnen, ist für den unmöglich, welcher kein Loos genommen hat, der Unmöglichkeet steht stets die Gewißheit gerade entgegen und diese hat der, welcher alle 60000 Loose genommen hätte; innerhalb dieser Grenzen und der Nummern von 1 bis 60000 liegt nun ganz klar die Möglichkeit. Diese Möglichkeit ist unwahrscheinlich von 1 bis zu 29•999 Loosen, wird aber durch zwei noch hinzugenommene, nämlich bei 30001 Loosen zur Wahrscheinlichkeit. Bei einem genommenen Loose ist die Unwahrscheinlichkeit, bei 59999 aber die Wahrscheinlichkeit am größten; jene grenzt an die Unmöglichkeit, diese an die Gewißheit. Wären nun aber bei der Ziehung nur noch 2 Nummern im Glücksrade, die deinige und die eines anderen und du willst wissen, welchen Grad von Wahrscheinlichkeit du für dich hast, dann muß die Anwendung eines anderen Begriffes stattfinden, nämlich der Begriff von dem, was wir Glück nennen. Hast du, wenn andere lose Streiche verübten, die Zeche bezahlen müssen, ist dir die Butterschnitte in der Regel auf die geschmierte Seite in den Sand gefalln; hast du gewöhnlich den rechten Stiefel an den linken Fuß gezogen; sind dir andere zuvorgekommen, bist du gestolpert, wenn du ein recht schönes Kompliment machen, oder hast du dich gar blamirt, wenn du glänzen wolltest: o weh! du hast das, was man Unglück nennt. Sind aber vor und hinter dir Ziegel vom Dache gefallen, ohne dich zu treffen; hast du das Goldstück gefunden, wonach zehn andere umsonst suchten; bist du immer vor Thorschluß noch heraus; oder hereingekommen; hat man dich im Examen grade nach dem gefragt, was du erst gestern oder heute durchstudirt hattest; hast du Schanzen und Redouten erobert mit heiler Haut oder bist du gar Stabsoffizier geworden, ohne je das fatale Pulver gerochen zu haben: o du Beneidenswerther! Du hast Glück und das große Loos trifft keine andere Nummer als die deinige. — Die Dampfkraft. Einer kürzlich veröffentlichen Arbeit des„Statistischen Bureaus“ entnehmen wir folgende Daten, die für die Industrie von Interesse sind. Frankreich besitzt 49590 Dampfkessel, 7000 Lokomotiven und 1350 Schiffskessel; Deutschland 59.000 Kessel, 10000 Lokomotiven und 1700 Schiffskessel. Die Dampfkraft beträgt in den Vereinigten Staaten 7,5 Millionen Pferdekräfte, in England 7 Millionen, in Deutschland 4,5 Millionen, in Frankreich 3 Millionen und in Oesterreich 1,5 Millionen. In diesen Zahlen sind jedoch die Lokomotiven nicht inbegriffen, ihre Gesammtzahl beträgt 105000 mit 3 Millionen Pferdekräften; die Anzahl der auf der gesammten Erde arbeitenden Pferdekräfte beträgt somit 46 Millionen. Eine Dampfpferdekraft ist drei animalischen Pferdekräften gleich, die Kraft eines Menschen beträgt etwa den siebenten Theil verjenigen des Pferdes. Die Dampfmaschinen der ganzen Erde leisten daher die Arbeit von ungefähr 1000 Millionen Menschen, d. h. der doppelten Anzahl der überhaupt arbeitleistenden Bevölkerung der Erde, deren Gesammtbevölkerung sich auf 1455923000 Köpfe beläuft. Der Dampf hat also die menschliche Arbeitskraft nahezu verdreifacht! — Nachdem in Hannover einer größeren Anzahl von Innungen, das Vorrecht, auschließlich Lehrlinge zu halten, verliehen ist, hat der Herr Regierungspräsident von Cranach durch einen Erlaß auf die dem verliehenen Vorrechte entsprechende Verpflichtung der Innungsmeister hingewiesen. Diese Pflichten“, heißt es in dem Erlasse,„beziehen sich vornehmlich auf die förderliche Unterweisung und Ausbildung des Lehrlings in dem Gewerbe, sowie darauf, daß der Lehrling zu Arbeitsamkeit und guter Sitte angehalten, daß ihm die Zeit zum Besuche des Gottesdienstes und der bestehenden Anstalten für seine Ausbildung gewährt und nicht durch Verich— er lachte wild auf.— Die ganze Brut möcht' ich zermalmen, murmelte er in sich hinein. Bedenke wenigstens, was das gnädige Fräulein für Dich thut, fuhr Rachau fort. Die vornehme Dame erzeigt Dir Wohlthaten, kommt in Deine Hütte, um Dich zu trösten. Ihr edles, mitleidiges Herz will ihres Vaters Härte vergüten. Mag sein, antwortete Mathis. Wer weiß, warum sie es thut. Er sah höhnisch auf sein Geflecht. Kommt das Fräulein oft hierher? fragte Rachau nach einiger Zeit. Früher kam sie oft. „Mit dem Herrn Doktor Gottberg?“ Mathis nickte hämisch lachend. Jetzt kommen sie nicht mehr? Es ist ja Besuch im Hause; da geht es nicht an, daß sie zusammen spazieren gehen. Rachau bedachte sich. Es kommt mir vor, mein lieber Mathis, lächelte er, als ob Du Allerlei von dem gnädigen Fräulein und dem Herrn Doktor zu erzählen wüßtest; ich sehe es Dir an und will Dir sagen, was Du denkst. Du denkst, wie vielleicht manche anderen Leute auch, daß das Fräulein den Herrn Doktor besonders lieb hat, oder vielmehr der Herr Doktor das gnädige Fräulein, und Du in Deinem bösen Herzen freust Dich darüber, weil Du meinst, wenn's der gnädige Herr erfährt, wird ein Donnerwetter losbrechen, er in Kummer und Wuth außer sich gerathen. Mathis starrte ihn groß an. Er sah seine innersten Gedanken offenbart und konnte sie nicht ableugnen. Eine Furcht kam ihn an vor dem lächelnden, jungen Herrn, der ihn ansah, als könne er ihn durch und durch sehen. Er blickte nach der Stube hin, wo er seine Frau hörte, und sagte dann mit gedämpfter Stimme: Es ist doch wahr. Ich hab's oft genug mit angeschaut, wie sie ein Herz und eine Seele sind. Das wäre eine Rache, mit der Du als bescheidener Mensch schon zufrieden sein könntest, lachte der junge Herr. wendung vor anderen Dienstleistungen entzogen werde. Endlich sehe ich es als eine durch jene Vorrechte begründete Ehrenpflicht an, daß bei allen auf die Förderung des Lehrlingswesens gerichteten gemeinnützigen Bestrebungen die betreßfenden Innungen und die Meister sich durch rege Theilnahme und bereite Opferwilligkeit auszeichnen.“ Bisher habe er keinen Grund gehabt, in dieser Richtung etwas zu vermissen, könne aber dem Magistrate nicht dringend genug anempfehlen, in Bethätigung seines Aussichtsrechts dem Lehrlingswesen seine besondere Aufmerksamkeit zu widmen und nicht außer Acht zu lassen, daß es eine der wichtigsten Aufgaben der Gegenwart ist, den heranwachsenden Arbeiter zu einem geschickten Meister und zu einem beaven und tüchtigen, der Achtung würdigen Bürger heranzubilden. Er würde es sowohl im Interesse des Handwerks, als auch im allgemeinen Interesse sehr bedauern, wenn er im einen oder anderen Falle sich genöthigt sehen würde, dis verliehene Vorrecht zurückzunehmen Die Sparkasse in Dortmund steht im Begriff, eine Neuerung einzuführen, die von andern Sparkassen gewiß bald nachgeahmt werden wird. Es soll nämlich mit der städtischen Sparkasse eine Alters= und Aussteuer=Sparkasse verbunden werden. Den Theilnehmern soll durch Gewährung von Zuschüssen zu ihren ersparten Zinsen ein möglichst hohes Einkommen: 1) für die Zeit des Alters oder der Arbeitsunfähigkeit, 2) eine bestimmte Summe für die Zeit der Großjährigkeit, Aussteuer, Seßhaftmachung, Studium, Militärdienstpflicht 2c. geschaffen werden. Was die Mitgliedschaft anbetrifft, so soll sich dieselbe auf Arbeiter und sonstige Minderbemittelte erstrecken können; die Einlagen sollen jährlich für jeden Theilnehmer 100 Mk. nicht überschreiten, im ganzen auch nicht mehr als 1000 Mk. betragen. Die Einlagen sollen ferner vor der Erreichung des 55. Lebensjahres oder voc erlangter Großjährigkeit nicht kündbar sein. Die Fechtschule des Oberbergamtsbezirks Dortmund hat seit ihrem vierjährigen Bestehen insgesammt 20885 Mk. eingenommen und 12972 Mk. ausgegeben, der Vermögensstand beträgt somit 7911 M. Die in Bochum befindliche Erziehungsanstalt des Vereins, die seit 4 Jahren besteht, hat gegenwärtig 14 Zöglinge[8 katholisch= und 6 evangelische], die unter Leitung des Hausvaters vollständige Erziehung und Unterhalt genießen. Auf der Tagesanlage der Zeche Monopol bei Camen wurden zwei Maurer durch Zusammenbrechen eines Kanals, in welchem dieselben arbeiteten, verschüttet. Einer wurde als Leiche aus den Trümmern hervorgezogen, während der andere welcher noch lebend befreit wurde, auf dem Transporte nach dem Krankenhause in Camen verschied. Bei dem am Sonntag in Bochum stattgefundenen Gauturntag des bochumer Turngaues wurde als Vorsitzender an Stelle des Herrn Müller, welcher eine Wiederwahl ablehnte, der städtische Turnlehrer von Bochum, Herr Walde, gewählt. Als 1. Gauturnwart wurde Herr Neuland=Baukau, als 2. Herr Middelmann=Holsterhausen und als 3. Herr WirtzBochum gewählt. Zum Gau= Geschäftsführer(Schriftführer und Kassirer) wurde Herr Dietrichs=Hamme wiedergewählt. — Als Ort für das diesjährige Gauturnfest wurde Wanne bestimmt. Eine der in letzter Zeit in Gelsenkirchen stattgefundenen Wetten wird jetzt ein Nachspiel vor Gericht haben. Bekanntlich wetteten der Metzgermeister H. und der Oekonom Kl. B. um 3000., daß ersterer innerhalb 24 Stunden in Neapel sein wollte, welche Reise er auch machte. Kl. B. weigert sich jetzt, die Summe zu zahlen, wozu er sich schriftlich verpflichtet hatte und hat der Metzger H. dieserhalb Klage erhoben. Auf den Ausfall derselben darf man gespannt sein. Die in Gelsenkirchen aufgetretene ansteckende Augenentzündung, welche daselbst die amtliche Schließung sämmtlicher Schulklassen auf 4 Wochen zur Folge hatte, scheint sich nunmehr auch in Schalke einnisten zu wollen. Bereits ist eine ganze Anzahl Schulkinder an dieser Augenentzündung erAber mein guter Freund, damit ist es nichts, das Fräulein ist verständiger; es wird allerdings bald heirathen. Der Doktor? fragte Mathis. Einen Herrn, wie er zu ihr paßt, nach ihres Vaters Wünschen, und wenn Du klug bist und Dich brauchbar bezeigst, wirst Du nicht von ihm vergessen werden.— Es näherte sich Jemand dem Hause, der Schatten eines Menschen fiel auf die Schwelle, und plötzlich stand die, von der soeben die Rede gewesen, das Fräulein von Brand, vor ihnen. Ein großer Sommerhut bedeckte ihren Kopf, in der Hand trug sie einen Deckelkorb, der nicht ganz leicht sein mußte, denn sie war erhitzt von der Anstrengung, der sie sich unterzogen.— Ihr erster Blick fiel auf Rachau, der aufsprang, sie begrüßte und ihr verlegenes Erstaunen nicht zu bemerken schien. Im nächsten Augenblick hatte sie es überwunden. Sie gab ihm seinen Gruß zurück und sagte: Sie hier zu finden, konnte ich nicht denken, Herr von Rachau. Man findet oft, was man nicht denkt, erwiderte er. Es geht mir ebenfalls so. Ich besuche nicht selten diese arme Familie, erklärte sie, deren Mißgeschick meinen Antheil erregt. So ist es auch heut geschehen. Sie kommen, um zu beweisen, daß es noch immer barmherzige Samariterinnen giebt, fiel er ein. Wo ist Eure Frau, Mathis? fragte das Fräulein. Drinnen brummte der Korbflechter, ohne aufzublicken. Und wie geht es dem Kinde? Es fehlt ihm nichts, stieß er grob hervor. Sie ging an ihm vorüber und öffnete die Stubenthür. Die Frau stand mit dem Kinde schon dort. Da seid Ihr ja, guten Tag! rief ihr die freundliche Dame zu, indem sie ihr die Hand reichte.„Wie gehl es Euch?“ (Fortsetzung folgt.) krankt und wird licher Schulkinder Bei der Einf ein Persoktenzug; letzt, der Material Die Verwalti heck hat unter di Brod vertheilen la Ein gefährlie in der Nähe von Thäterschaft lenkte tigen Bleierzgrube denn auch ein T Der Arbeiter wurk Amtsgerichte zuge Die Errichtu und kränkliche Arb herr Aug. von de Grundstücks und Bau= und Unter Anregung im BerHerr Bankier Karl 10000 Mk. gespe Die Trichine In der neuen Ka Schweinefleisch m hatte bereits dav den sein Metzger kam, des Schweir gekochtem Fleisch nich., dafür schl owie die Kochst beweist wieder die beschau. Leider Regierung den gegenüber wiederh Von dem a der kürzlich in M Baugesellschaft“ sit bereits 90000 M Mk. ist jetzt durc Stadt übernomme des bevorstehende häusern beginnen. Eine höchst hat die burbat Auf dem genann seit einiger Zeit guten kräftigen K Zucker kosten 1 9 70 Gramm wiege Stück abgegeben, Pfg. kosten. Es weingenuß und d wird. Auf alle diese Einrichtung Von der kön Mittheilung von etwa 11 Jahren verschwundenen, u Schulte gt. Gro Belohnung von I derjenige 300 M Am Uhr findet in selbst ein Fest, trag kommen, Der Cass für Damen Abends 5 Uhr W. Berkenbus Damenbillets Der gan „Für Krieg! Da diese wird, sondern so hoffen wir Umgebung. Castrop, Prin Kurt verkaufe per Pfu Alex T 2 el mit guter Sch Ostern als L. Wo sagt die C krankt und wird gegenwärtig eine ärztliche Revision sämmtlicher Schulkinder vorgenommen. Bei der Einfahrt im Dorstfelder Bahnhof entgleiste ein Persostenzug; Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt, der Materialschaden ist ein bedeutender. Die Verwaltung der Zinkhütte„Montagne“ bei Borheck hat unter die Armen der Gemeinbe elfhundert Pfund Brod vertheilen lassen. Ein gefährlicher Diebstahl, 50 Pfund Dynamit, wurde in der Nähe von Velbert ausgeführt. Der Verdacht der Thäterschaft lenkte sich auf einen bis vor kurzem in der dortigen Bleierzgrube in Arbeit stehenden Bergarbeiter und wurde denn auch ein Theil des Dygamits bei ihm vorgefunden. Der Arbeiter wurde nebst einem Komplicen verhaftet und dem Amtsgerichte zugeführt. Die Errichtung eines Erholungshauses für schwächliche und kränkliche Arbeiter in Elberfeld, zu welcher Herr Freiherr Aug. von der Heidt unter Zuwendung eines geeigneten Grundstücks und unter Zusicherung von Beiträgen für die Bau= und Unterhaltungskosten in dankenswerter Weise die Anregung im Bergischen Verein für Gemeinwohl gegeben, hat Herr Bankier Karl von der Heidt die ansehnliche Summe von 10 000 Mk. gespendet. Die Trichine hätte beinahe wieder Unheil angerichtet. In der neuen Kaserne in Gießen war das Mittagessen— Schweinefleisch mit Gemüse— fertig, das Küchenpersonal hatte bereits davon gegessen, als eilig der Fleischlieferant, den sein Metzger eben benachrichtigt hatte, mit der Meldung kam, des Schwein sei trichinenhaltig gewesen. Obwohl bei gekochtem Fleisch jede Gefahr so gut wie ausgeschlossen erscheint, wurde doch zur Vorsicht das ganze Mittagessen vernichtet, dafür schleunigst anderes beschafft und die Mannschaft, sowie die Kochfrau erhielten Brechmittel. Der Vorgang beweist wieder die Nothwendigkeit allgemein eingeführter Fleisch: beschau. Leider hat sich bisher die großh. darmstädtische Regierung den Anträgen auf obligatorische Fleischbeschau gegenüber wiederholt ablehnend verhalten. Von dem auf 100000 Mk. festgesetzten Aktienkapitale der kürzlich in Münster ins Leben getretenen„gemeinnützigen Baugesellschaft“ sind durch Zeichnungen aus der Bürgerschaft bereits 90000 Mk. gedeckt worden. Der Rest von 10000 Mk. ist jetzt durch Beschluß der städtischen Kollegien für die Stadt übernommen worden. Die Gesellschaft wird im Laufe des bevorstehenden Frühjahrs mit dem Bau von Arbeiter: häusern beginnen. Eine höchst erfreuliche und nachahmenswerte Einrichtung hat die burbacher Hüttenverwaltung ins Leben gerufen. Auf dem genannten Etablissement wird laut der„M. Zig. seit einiger Zeit allen Arbeitern für 2 Pfg. eine 4/10 Liter guten kräftigen Kaffee enthaltende Tasse gereicht. Zwei Stücke Zucker kosten 1 Pfg. Ferner werden warme Würste, welche 70 Gramm wiegen und sehr schmackhaft sind, für 7 Pfg. pro Stück abgegeben, während 140 Gramm gutes Brot nur 4 Pfg. kosten. Es steht zu hoffen, daß die Maßregel den Branntweingenuß und das Wirthshausleben überhaupt einschränken wird. Auf alle Fälle hat sich die Werksverwaltung durch diese Einrichtung um ihre Arbeiter aufs beste verdient gemacht. Von der königl. Regierung zu Arnsberg ist für die Mittheilung von Thatsachen, welche den Verbleib des vor etwa 11 Jahren auf dem Wege von Villigst nach Iserlohn verschwundenen, wahrscheinlich ermordeten Landwirths Wilhelm Schulte gt. Großenbräuker aufzuklären geeignet sind, eine Belohnung von 200 Mark ausgesetzt worden. Ferner soll derjenige 300 Mark erhalten, welcher über den im Jahre 1877 an dem Knaben Breer verübten Mord nähere Angaben macht. Dieses Kind wurde damals in der Nähe der Michelschen Wohnung am Schälk erhängt gefunden. Dreißig Millionen Dollars(Einhundert und zwanzig Millionen Mark) sollen jetzt in Echternach und Bollendorf geerbt werden. Die„L. Ztz.“ schreibt drrüber: Ein nach Amecika Ausgewanderler mit Nimm Spung, aus Bollen: dorf gebürtig, hatte das plump: Glück, in den Oelgegenden Pensylvaniens ein Terrain zu erwerben, welches ausgiebige Oelquellen ecgab. Auf den einzelnen Erben entfällt diSumme von 1 ½2 Millionen Mark. In der letzten Sitzung der Handelskammer zu Barmen warf der Vorsitzende derselben einen Rückolick auf den Gang von Handel und Industrie im Jahre 1887. Danach war das wirthschaftliche Ecgebniß des verflossenen Jihres, wenn auch nicht für alle, so doch für den geößten Theil unserer Jndustrien kein unbefriedigendes, wie das aus einer Reihe vorhandener Anzeichen geschlossen werden könne. Das Jahr habe freilich nicht gehalten, was es bei Beginn versprachen und was man von ihm erhoffte, nämlich eine Besserung des Unternehmergewinnes und des Arbeitslohnes und die Klagen darüber wären nur zu berechtigt. Das Jahr habe eben unter dem Drucke der nie gani geschwundenen Kriegsbefürchtungen gelitten unter welchem Nothzeichen die Industrie auch heute noch stehe. Immerhin sei erfreulich, daß ein im Allgemeinen flotter Absatz von Waaren es zu Wege brachte, der Arbeiterbevölkerung wenigstens ausreichende Beschäftigung zu gewähren. Gelegentlich einer Montag vorgenommenen umfassenden Revision der in verschiedenen Restaurants 2c. in Elberfeld aufgestellten Automatenwagen ist polizeilicherseits zur Beschlagnahme dieser Wagen geschritten worden, weil dieselben weder vorschriftsmäßig geaicht waren, noch das Gewicht richtig anzeigten. Die Differenz zwischen dem wirklichen und dem angezeigten Gewicht betrug bei einigen Wagen nicht weniger als 7 bis 8 Kilogramm auf 100. Da werden sich die Personen, welcht sich auf diesen Wagen haben wiegen lassen, wohl nachwiegen lassen müssen. Die ergiebigste Jagd, die es wohl in ganz Rheinland und Westfalen gibt, ist die Haßlinghauser. Bei der großen Treibjagd, die am 14. und 17. d. M. in den drei Jagdrevieren Hiddinghausen I und II und Durchholz abgehalten wurde, ist im Ganzen ein Krammetsvogel zur Strecke gebracht worden. Eine unangenehme Entdeckung machte ein Buchbindermeister in Krefeld. Von einem Ausgange heimkehrend, fand er, daß ihm ein Unberufener an seine Kommode gewesen, daraus 3000 Mark gestohlen hatte. Zwei Tage später erhielt er 2000 Mk. von einem Unbekannten durch die Post zurückgesandt. In Köln wurde der mehrfache Millionär Harff. dessen Verhaftung wegen Betrugsverdachts vor mehreren Monaten so großes Aufsehen erregte, von der Anschuldigung freigesprochen. Die Bauthäligkeit war im vorigen Jahre in Köln eine sehr rege. Im ganzen wurden 747 Neubauten fertiggestellt, 442 in der Altstadt und 305 in der Neustadt. Die Zahl der im vorigen Jahre in der Altstadt abgebrochenen Häuser beziffert sich auf 145; bei einem Theile derselben mußte der Abbruch auf polizeiliche Anordnung erfolgen. Die Unverschämtheit mancher Kellner geht wirklich weit. Am vergangenen Montag bestellte ein Herr in Köln in einem großen Vergnügungslokal zwei halbe Beefsteaks Wir haben keine halbe, sondern nur ganze, entgegnete der Kellner, Dame das Essen zu sich genommen, den Kellner bezahlt und ihm auch noch ein Teinkgeld gegeben, sah er zufällig auf einer Speisekarte, daß der Bursche ihm für jedes Beefsteak 30 Pfg. zu viel abgefordert hatte. Er rief ihn zu sich und verlangt; das zu viel gezahlte Geld und auch das Trinkgeld worauf der Herr zwei ganze bestellte. Nachdem er mit seiner zurück, ging dana zum Restaurateue und beschwert: sich. Hier stellte sich heraus, daß der Killner gar keine ganzen, sondern halb: Beefsteaks bestellt und erhalten und dem Herrn dieselben für ganze berechnet hatte. Sie unverschämter Bursche, rief der Herr dem Betrüzer zu, geben Sie auch dieses zu viel bezahlte Geld wieder heraus und entfernte sich, leider ohne den Menschen zur Anzeige zu bringen. Den größten Shaden von solchen Minipulationen ihrer Kellner haben allerdings die Wirthe selbst. Der Coblenzer Zweigverein des Deutschen Sprachvereins hat in vielen dortigen Wirthschaften Placate zum Aufhängen abgeben lassen, welche folgende Inschrift tragen: „Bitte an alle Deutschen. Kein Fremdwort für das, was in unserer Muttersprache ausgedrückt werden kann. Allgemeiner deutscher Sprachverein. Zweigverein Coblenz.“ Die bekannte Wahrsagerin und Kartenlegerin Marie Regus in Bremerhaven wurde am Freitag Abend in ihrer Wohnung am Boden liegend entseelt aufgefunden und zwar mit durchschnittener Kehre. Der Mörder ist entdeckt. Er ist der eigene Neffe der Ermordeten, dessen sich dieselbe, die Schwester seiner Mutter, mütterlich angenommen und den sie erzogen hatte. Vertrauenssache! In Wahrheit ist es heutzutage seitens des Gartenfreundes oder des Landwirthes Vertrauenssache, wo er seinen Auftrag für seine Aussaaten ertheilt, denn es hängt ja gerade genug davon ab, wie er bedient und für seiner Hände Arbeit belohnt wird. Wir haben bei Berührung dieser Angelegenheit eine Bezugsquelle im Auge, die alt und bekannt genug ist, als daß es uns hier um eine pomphafte Empfehlung zu thun sein sollte und überlassen es jedem Gartenfreunde 2c. selbst, sich durch Bezug des uns vorliegenden Generalkataloges*) für 1888 von Herrn F. C. Heinemann in Erfurt zu zeugen, wie sehr es sich diese Firma in jeder Hinsicht angelegen sein läßt, den Bedürfnissen der Privatkundschaft zu ge nügen. Aber auch in seiner ganzen reichen Ausstattung ist der Katalog ein Meisterwerk zu nennen, während seine Abfassung ihn zu einem praktischen, rathgeberischen Freunde für den Gartenfreund macht, wie er nutzbringender kaum gedacht werden kann. Wir haben nur noch hinzuzufügen, daß, wie schon oben angedeutet, die Firma sich durch die solide Art und Weise ihrer Bedienung ein weitreichendes, ehrendes Vertrauen im In= und Auslande erworben hat. Herr F. C. Heinemann versendet den Generalkatalog auf Anfrage gratis und franko. *) Ueber alle feineren Bindearbeiten in lebenden und getrockneten Blumen ist ein Spezialkatalog erschienen; derselbe enthält ferner: Cotillon=Touren in größter Auswahl, Blumentische und Blumentopfständer neuester Fagon, Palmenständer, Schmucktische mit und ohne Springbrunnen, Consols für Blumen, Topfträger, Goldfischgläser, RohrJardinièren, Vasen 2c. Briefkasten der Redaktion. An den anonymen Einsender des Artikels über den St. BarbaraKnappen=Verein in Ober=Castrop. Der Aufnahme Ihres Artikels steht nichts im Wege, wenn Sie uns Ihren Namen nennen und sich wegen einiger Unklarheiten mit uns benehmen. Setanntmachung. Am Fastnachtssonntag den 12. Februar d.., Abends 7 Uhr findet in dem Lokale des Wirthes Schulte=Becker hierselbst ein Fest, wobei musikalisch=theatralische Piecen zum Vortrag kommen, statt. Der Cassenpreis ist auf M..— für Herren und M.—.50 für Damen festgesetzt, jedoch sind bis zum 12. Februar cr., Abends 5 Uhr, im Vorverkauf bei den Herren A. Berkenbusch, W. Berkenbusch und Culbart Herrenbillets à—.75 Mk. und Damenbillets à—.40 Pfg. zu haben. Der ganze Erlös aus der Festlichkeit wird der Stiftung „Für Krieg und Frieden“ zugewiesen werden. Da dieses Fest nicht allein einen genußreichen Abend bringen wird, sondern auch einem rein patriotischen Zwecke dienen soll, so hoffen wir auf einen zahlreichen Besuch aus Castrop und Umgebung. Das Nähere werden die Programme besagen. Castrop, den 9. Januar 1888. Das Comitee Zuverlässiger Ucerrnecht auf anfangs Mai gesucht von in Pöppinghausen. Wohnung von 2 Zimmern, Keller und Stall auf sofort oder später zu vermiethen. Wo sagt die Expedition. 2 möblirte Zimmer, Wohn= und Schlafzimmer, Parterre, sind an zwei Herren mit Frühstück oder voller Pension, per sofort od. später zu vermiethen. Näheres in der Expedition d. Bl. Prima fettes Kurdfteisch verkaufe von heute ab per Pfund 40 Alex Eichwald. Ein = Knabe mit guter Schulbildung wird zu Ostern als Lehrling gesucht. Deutsche Arbeit! Deutsche Marken! *** * KPTERT von Lensing& van Gülpen, Emmerich, werden zu folgenden Preisen verkauft: Per Packet: 12, 14, 15, 16, 19, 20, 22, 23, 24, 25, 28, 30, 32, 36, 40, 50 Pfg. Die Preise sind jedem Packete aufgedruckt. Vorräthig in der meisten Tabak-, Cigarrenund Kolcnialwaaren-Geschätten. Ortskrankenkasse des Amtsbezirks Castrop. Empfangnahme der Beiträge am Sonntag, 29. Januar, von Morgens 10 is 1 Uhr für Castrop, Börnig, Giesenberg, Sodingen, Rauxel, Habinghorst, Frohbnde und Bövinghausen. Die noch restirenden Beiträge werden zwangsweise erhoben. lite Zahlungsleistungen finden bei Hrn. Mertens, Münsterstr. 8 statt. Der Rendant. 2 anständ, junge Leute erhalten)l Eine Pferdeleinist gefunden worden. Hast end kagig. WDer Eigenthümer kann sie wieder in EmKost und Togls.(pfang nehmen bei Joh. Kränker Näheres in der Expedition d. Bl. I Widumerstraße 1364. Bekanntmachung. Montag den 30. Januar d. morgens 9 ¼ Uhr werde ich an der Behausung des Bergmanns Bernhard Lütjahn zu Schwieringhausen bei Mengede 2 Tische, 1 Kommode, 1 Wanduhr, 2 Koffer, 1 Rohrsessel, 1 Spiegel, Bilder, diverse FrauenKleider, circa 50 Ctr. Kartoffeln und sonstige Gegenstände meistbietend zwangsweise gegen Baarzahlung verkaufen. Dortmund, 26. Januar 1888. Menke, Gerichtsvollzieher. Technloum Bühneicn Sachsen a) Naschinen-Ingenieur-Schule b) Werkmeister-Schule. emntersicht freit.— Ordentl. Dienstmadchen kath., zum 1. Mai gesucht. Von wem, zu erfragen i. d. Expedition dieses Blattes. Ein erster und ein zweiter Ucerrnecht und eine Liehmags auf sofort gesucht. Wilh. Langmann Tönishof, Vellwig: GOUFFHGGEMTA Westenheuweg 46. 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Der beste Beweis dafür, daß dieses Mittel volles Vertrauen verdient, liegt wol darin, daß viele Kranke, nachdem sie andere vomphaft angepriesene Heilmittel versucht, doch wieder zum altbewährten Pain=Expeller greifen. Sie haben sich eben durch Vergleich davon überzeugt, daß sowolrheumatische Schmerzen, wie Gliederreißen 2c. als auch Zahn=, Kopf= und Rückenschmerzen, Seitenstiche 2c. am sichersten durch Expeller=Einreibungen verschwinden. Der billige Preis von 50 Pfg. bezw. 1 Mk. ermöglicht auch Unbemittelten die Anschaffung, eben wie zahllose Erfolge dafür bürgen, daß das Geld nicht unnütz ausgegeben wird. Man hüte sich vor schädlichen Nachahmungen und nehme nur Pain=Expeller mit der Marke Anker als echt“ m. Vorrätig in den meisten Apotheken, Haupt=Depot: Marien=Apotheke in Nürnberg. Nähere Auskunft erteilen: F. Ad. Richter& Cie., Rudolstadt. P Christl.=Socialer Arbeiter=Verein Börnig Am Sonntag, den 29. Januar findet die Monatsversammlung Nachmittags 3½2 Uhr statt. Nach derselben Aufnahme in den Rechtsschutzverein wozu sämmtl. Bergarbeiter eingeladen sind. Vorstand. Gesellen= Verein Castrop. Sonntag, den 29. Januar er. Abends von—7 Uhr: Auflage und Aufnahme in die St. Josephs=Krankenkasse. Nach Börnig u. Sodingen. Die für Sonntag angesagte Einschreibung in den Rechtsschutzverein, findet erst am Donnerstag, den 2. Fedruar, Nachmittags von—5 Uhr im Lokale des Herrn Schulte=Ladbeck statt. P. Baumgart, Vertrauensmann. Heratzs=Gesuch. Ein ordentlicher Bergmann im Alter v. 30 Jahren, evang., Wittwer, mit 2 Kinder, wünscht die Bekanntschaft eines häusl. und ordentl. Mädchens od. Wittwe im Alter v. mindest. 25 Jahr., behufs Verehelichung zu machen. Wohlgemeinte Anerbieten werden unter B. 100 an die Exped. des Castroper Anzeigers erbeten. Ein großen Ladenlokal mit Wohnung im gelegensten Theile der Stadt auf sofort oder später zu vermiethen. Näheres in der Expedition d. Bl. Nir ist am Mittwoch, den 25. eur. Morgens zwischen 8 und 9 Uhr in der Nähe von Hubert in Brüninghausen ein Pferdehamen mit Zaum, der dort am Wege niedergelegt war, abhanden gekommen. Der Finder oder Derjenige der mir darüber nähere Auskunft ertheilt, erhält eine gute Belohnung. Gisbert Rensmann in Brüninghausen.