Druck, Redaktion und Erpedition von Aug. Culbart in Castrop. Wahrheit.— Gerechtigkeit.— Gemeinwohl. Verlag der C. Heinemann'schen Buchhandlung in Castrop. Ne. 50. Erscheint Mittwochs und Samstags. Kostet vierteljährlich in der Erpedition 1 Mk., durch Boten 1,10 Mk. Illustr. Blätter 50 Pf. Samstag, den 20. September 1879. Insertions=Gebühr: für die 1spaltige Zeile oder deren Raum 10 Reclamen per Zeile 30 Pf. 5. Jahrg. Abonnements-Eintadung. Beim bevorstehenden Quartalwechsel laden wir zu zahlreichen Bestellungen auf den„Castroper Anzeiger“. ergebenst ein und ersuchen unsere auswärtigen Abonnnenten um gefällige zeitige Abonnements=Erneuerung. Auch in Zukunft werden wir unser Streben darauf richten, unsere Leser in kurzgefaßten, gemeinverständlichen Mittheilungen mit den neuesten und wichtigsten Ereignissen aus Nah und Fern, mit allem Nützlichen und Schädlichen bekannt zu machen und vor allem in unparteiischer Weise die Vorkommnisse, das Gute und Schlechte in unserer Stadt und Amt besprechen. Die uns am 1. Oktober mit dem Amtsgericht zufallenden gerichtlichen Veröffentlichungen werden den Lesern noch ganz besonders wichtig sein und ist es dann für jeden im hiesigen Amtsgerichtsbezirk wohnenden Bürger sehr zweckmäßig, wenn nicht gar nothwendig, auf den„Castroper Anzeiger“ zu abonniren. Alle unsere geehrten Leser und Freunde bitten wir aber, uns im Streben für das Gemeinwohl durch Sammlung von neuen Abonnenten, durch Zuwendung von gemeinnützigen Mittheilungen und Anzeigen unterstützen zu wollen. Wir sagen Allen besten Dank mit der Versicherung, daß wir in jeder Weise bestrebt sein werden, das in uns gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen. Achtungsvoll! Verlag und Redaktion. Politische Aebersicht Deutschland. Der Kaiser, der Kronprinz, Prinz Wilhelm, die Prinzen Karl und Friedrich Karl und der Großherzog von Mecklenburg=Schwerin sind Dienstag Abend 7 Uhr wohlbehalten wieder in Berlin eingetroffen. Der Kaiser setzte Mittwoch die Reise nach ElsaßLothringen fort. In seinem Gefolge werden sich außer dem diesseitigen auch die Kriegsminister von Baiern, Sachsen und Würtemberg so wie ferner auf besondere kaiserliche Einladung der Baierische General von der Tann an den Manövern in Elsaß=Lothriugen betheiligen; die Französischen Offiziere dagegen nicht. Am 25. Sept. wird der Kaiser die Schlachtfelder von Vionville und Mars la Tour besichtigen. Mit dem Kaiser und der Kaiserin werden den Manövern des 15. Armeecorps bei Straßburg beiwohnen: Der Kronprinz und die Prinzen Wilhelm, Karl, Friedrich Karl und Albrecht von Preußen, der Großherzog und die Großherzogin von Baden, der Großherzog von Mecklenburg Schwerin, der Kronprinz von Schweden, Prinz Georg von Sachsen und Prinz'Heinrich von Hessen nebst Gefolge, Moltke, Kameke, General der Cavallerie v. Podbielski, General=Lieutnant v. Biehler, General der Cavallerie v. Tümpling u. s. w. Wie jetzt verlautet, trifft Fürst Bismark am 20. September in Wien und am 24. in Berlin ein. Am 15. ds. trafen Abends um 10 Uhr in Bad Gastein der deutsche Botschafter aus Paris, Fürst Hohenlohe und eine Stunde später mit zwei Sekretären der päpstliche Nuntius aus Wien ein, um mit Fürst Bismarck zu conferiren. Berliner Kreisen spricht man davon, daß in allernächster Zeit die Verlobung der Prinzessin Victoria von Baden, Enkelin des Kaisers Wilhelm, mit dem Kronprinzen von Schweden werde bekannt gegeben werden. Der Kronprinz von Schweden wird den Kaiser zu den Manövern zu dem Elsaß begleiten. Im Auftrage des Unterrichtsministers bereist jetzt der Director Dr. Euler die einzelnen Turnanstalten in den Provinzen, aus Anlaß einer in Angriff zu nehmenden Revision des Turn=Unterrichts. Die Admiralität verlängerte nochmals den mit der Gesellschaft Leutner in London am 15. Sept. abgelaufenen Contract wegen Hebung des„Großen Kurfürsten". Das Directorium der Rheinischen Eisenbahn lehnte die Offerte Maybachs ab, die Bahn gegen Umwandlung der Actien in sechsprocentige Consols an den Staat zu übertragen. Die Rheinische Bahn ist derzeit die bedeutenste und reichste Preußische Privatbahn. Die letzte Dividende betrug sieben Prozent. So viel verlangt das Directorium auch von der Regierung. Letztere dürfte die Verhandlungen fortsetzen. Die Damen des in Königsberg bestehenden katholischen Stifts zum„Grauen Kloster“ hatten vergangenen Sonntag die Ehre, in Hofequipagen abgeholt und im königlichen Schlosse der Kaiserin vorgestellt zu werden, die sich sehr eingehend mit ihnen unterhielt, ihrer Thätigkeit die huldvollste Anerkennuug zollte, ihnen ein schönes Krucifix schenkte und 200 Nark überreichte, welche Summe sie an ihnen bekannte Hülfsbedürftige vertheilen sollten. Ostpreußen und besonders Litthauen nimm in der Pferdezucht nicht nur die erste Stelle in Deutschland, sondern, mit Ausnahme Englands, in ganz Europa ein. Auf diesem kleinen Flächenraum sind der Remonte=Commission 5000 3jährige Pferde vorgestellt worden, von denen 2609 als vollständig fehlerfrei und kriegsbrauchbar gekauft worden sind. Für dieselben wurden 1,730,000 M. bezahlt, der Durchschnitspreis betrug also 660 M. Auch die Englischen Offiziere, die den Königsberger Manövern beigewohnt haben, sprechen sich mit großer Anerkennung über die Ostpreußischen Pferde der Cavallerie und Artillerie aus und nicht nur über diese, sondern auch über die Ausbildung der Deutschen Truppen und die Trefflichkeit des Geschützwesens. In ihren Berichten über den Kaiser und sein Heer stehen manche Englische Berichterstatter(z. B. in der Times) hinter den feurigsten Deutschen Patxioten nicht zurück. England. Der Präsident des Warrington Board of Guardians machte die Mittheilung, daß die Mersey Stahl= und Eisenwerke=Gesellschaft sich entschlossen hat, 500 deutsche Arbeiter kommen zu lassen und zur Ausführung der neu übernommenen Contracte zu verwenden, da die seither beschäftigten Arbeiter sich geweigert hätten, auf die Lohn=Reduction, in Folge deren ihre wöchentliche Löhnung auf 35 sh. reducirt wurde, einzugehen. Asien. Die Nachrichten aus Afghanistan sind so widersprechend, daß ein klares Bild der dortigen Lage sich ihnen durchaus nicht entnehmen läßt. Nach der einen soll der Emir Jakub Khan selbst die Niedermetzlung der Englischen Gesandtschaft verursacht haben, nach andern Ayub Kahn von Herat, von Rußland angestiftet, die Auflehnung der Truppen zu Kabul gegen Jakub Kahn selbst und Aufhetzung gegen die Engländer geleitet haben. Nach den einen Nachrichten soll der Vormarsch der Engländer gegen Kabul bereits begonnen haben, nach andern beschlossen sein, denselben erst Ende d. M. anzutreten. Nach der einen Nachricht soll die Stimmung und das Benehmen der Bevölkerung günstig und entgegenkommend, nach der andern zurückhaltend und schwierig sein, ja es wird sogar von Vormärschen der Afghanen an Ottilie Schmetterling. Eine Novellette aus dem Siebengebirge von Tony. Wir waren schon lange rufend umhergestreift, als sich uns beim Umbiegen um einen Bergvorsprung ein höchst eigenthümlicher Anblick darbot. Am Rande des Wassers standen die beiden alten Damen, blaß vor Aufregung, die Arme zum Himmel erhoben, heiser vom Rufen und Schreien. Vor ihnen im See saß der dicke Diedrich, so nackt wie ein Frosch, so fett wie ein Dachs. Er starrte uns mit wilden Blicken an und schrie: „Schwimmen will ich, ich will schwimmen!“ Und er schwamm. Es sah rührend und lächerlich zugleich aus. Die Tanten trippelten voll Angst an dem Strande umher wie zwei Hennen, denen die jungen Entchen in's Wasser gegangen sind, Sonne und Mond beschwärend, Himmel und Erde anrufend. Sie nannten Diedrich ihren allerliebsten Neffen, ihren einzigen ihr herziges Kind. Aber je mehr sie baten und flehten, klagten und weinten, desto mehr platschte der böse Diedrich im Wasser herum, oft wie ein Leichnam auf den Wellen ausgestreckt und dann wieder wie ein Delphin das Wasser in die Höhe blasend. „Ach, meine Herren!“ riefen die Schwestern, auf uns zulaufend;„haben Sie Mitleiden, retten Sie ihn aus der fahr, bewahren Sie sein Leben, sein kostbares Leben!“ „Die einzige Hoffnung unseres adligen Hauses!“ stöhnte die ältere. „Den letzten Sprossen unseres berühmten Rittergeschlechtes!“ weinte die jüngere. „Den letzten der Spitzsteiner!“ riefen sie zusammen aus, und Diedrich tauchte unter wie eine Ente. Der Professor konnte es nicht länger ansehen und befahl dem Neffen, sofort aus dem Wasser zu kommen. Machte dieses ernst und mit Würde ausgesprochene Wort Eindruck auf ihn? Sogleich kam er auf Händen und Füßen angekrochen, mit Schlamm bedeckt von unten bis oben, mit Grün gefärbt vom Kopf bis zu den Füßen. Die Tanten stürzten auf ihn, als ob sie einen Schatz wiedergefunden hätten. Mit Hals= und Taschentüchern, mit Shawls und Foulards, mit allem, was ihnen in die Hände gerieth, begannen sie den fetten Jüngling zu reinigen und zu putzen, zu reiben und zu wischen, so sorgfältig, daß sicherlich jeder Gefahr, der letzte der Spitzsteiner möchte sich ein Niesen, geschweige einen Husten zuziehen, vorgebeugt wurde. X. Freund Eduard in Liebesnöthen. Für uns hatte dieser Ausflug schlimmere Folgen. Eduard bekam ich mehrere Tage hindurch nicht mehr zu sehen. Er hing buchstäblich an Fräulein Ottiliens Fußstapfen. Sie ritten zusammen aus, bestiegen zusammen Hügel und Berge und suchten zusammen Blumen und Pflanzen. Fräulein Ottilie liebte, wie sie sagte, die Botanik, und es stand ihr gar zierlich, wenn sie die blecherne Botanisirbüsche an grünem Bande trug. Von dergleichen Fahrten kam Eduard gewöhnlich mit einem Sträußchen wilder Reseda im Knopfloch zurück, das er für kein Ritterkreuz hingegeben hätte. Ganze Abende saß er bei dem Piano, während Ottilie mit ihrer schönen Stimme Liebeslieder sang. Eduard und Ottilie schienen nur noch für einander zu leben. „Eduard!“ sagte ich eines Abends zu ihm, als wir im hellen Mondlichte einen kleinen Spaziergang durch eins der einsamen Thälchen, die das Siebengebirge durchziehen, machten, „Eduard, ich schätze mich glücklich, wenn ich einmal auf einige Augenblicke Deine Gesellschaft genießen kann. Du scheinst die alten Freunde ganz vergessen zu haben.“ „Wie kannst Du doch so denken, mein bester Wilhelm?“ rief er.„Bist Du nicht mein Schulkamerad, der Freund meiner Kindheit, mein Vertrauter in Lieb und Leid?“ „So sagst Du, aber Du beweisest es wenig“, versetzte ich eindringlich.„Ganze Tage läßt Du mich allein umherschwärmen, um, ich weiß nicht, welchem bunten Schmetterling nachzurennen.“ „Ach, Wilhelm, tadle mich nicht!“ entgegnete er bittend und das Mondlicht warf durch die Zweige seinen bleichen Glanz auf das schöne, erregte Gesicht des Künstlers.„Nun ja, ich liebe sie mit der ganzen Gluth meiner Seele, mit dem ganzen Feuer einer ersten Liebe. Ich bete sie an, wie nie ein Weib ist angebetet worden, und wie nur sie anbetungswürdig ist.“ „Aber, Eduard“, sagte ich, um seine leidenschaftliche Schwärmerei abzukühlen,„besinne dich doch, ist es nicht gleich die Grenzen gemeldet. Nur soviel läßt sich dem Gewirr der Nachrichten entnehmen, daß General Roberts eine Verstärkung von 4 Regimentern verlangt und daß die Regierung militärische Streitkräfte für den Feldzug sammelt. Locales und Provinzielles. #f. Castrop, 17. Sept. Als Hauptschöffen sind am 4. ds. die Herren: v. Bodelschwing, v. in und von Knyphausen, Vorsteher Völkmann, Bodelschwingh; Vorsteher Schencking, Buchhändler C. Heinemann, Kaufmann C. H. Brinkmann in Castrop; Rentmeister Galland, Giesenberg; Gutsbesitzer Bußmann, Pöppinghausen gewählt worden. Zu Hülfsschöffen wurden die Herren: Kaufmann H. Brüggemann, Kaufmann A. Hintzen, Kaufmann H. Brauckhoff und Schmiedemeister W. Möllenhoff in Castrop ernannt. Die Reihenfolge in welcher die Hauptschöffen an den einzelnen ordentlichen Sitzungen des Jahres Theil nehmen,(es brauchen nur immer 2 in den Sitzungen zugegen zu sein) wird durch Ausloosung in öffentlicher Sitzung des Amtsgerichts bestimmt. Das Loos zieht der Amtsrichter. 4f Castrop, 17. Sept. Ein Bubenstreich, wie er kaum schlimmer gedacht werden kann, ist vor wenigen Tagen in Merklinde von mehreren Jungen aus einer anderen Gemeinde ausgeführt worden. Diese Schlingel haben einen achtjährigen Knaben aus genanntem Dorfe mit Gewalt nach einem ca. 50 bis 60 Schritte entferntem Feuer, welches von Kindern, die in der Nähe die Kühe hüteten, angezündet war, geschleppt und darauf geworfen. Gesicht und Arme des unglücklichen Kindes haben recht erhebliche Brandwunden erhalten. Leider sind die Buben weder von dem Knaben noch von den in der Nähe gewesenen Kindern erkannt worden. Man vermuthet, daß sie aus der Gemeinde Lütgendortmund gewesen sind. Es wäre sehr zu wünschen, wenn die Polizei dort dieserhalb Recherchen anstellte. f Castrop, 17. Sept. Wohin eine schlechte Kindererziehung führen und wie weit die Gefühllosigkeit der Eltern gehen kann, zeigt folgende Begebenheit: Im Juli vorigen Jahres verließen hier zwei Mädchen im Alter von 9 und 14 Jahren heimlich ihre Eltern und zogen als Landstreicherinnen, durch Bettelei sich ihren Unterhalt verschaffend, umher. Das jüngere Mädchen wurde bald gefaßt und polizeilich einer Verbesserungsanstalt übergeben, das ältere hingegen ist noch nicht wieder zur Stelle. Wie es heißt, soll sich dasselbe in Duisburg aufhalten und hier einen weiteren Schritt im Schlechten gemacht haben. Was Wahres hieran ist, wissen wir nicht. Vater und Stiefmutter sollen sich ganz theilnahmslos in dieser Angelegenheit verhalten. Seitens des Waisenvaters wie auch des Vormundes der Kinder sind Schritte zur Auffindung des Mädchens gemacht worden, doch bis jetzt ohne Erfolg. f= Castrop, 18. Sept. Vergangene Nacht entlud sich hier ein furchtbares Gewitter, welches wohl auch den stärksten Schläfer aufgeschreckt hat. Dasselbe war von einem wolkenbruchartigen Regen begleitet, so daß Wege und Stege überschwemut wurden und der Mühlenteich, trotzdem dessen Zuglöcher geöffnet waren, aus seinen Ufern trat und sich für kurze Zeit einen anderen Weg bahnte. — Nach den bestehenden gesetzlichen Anordnungen soll von Personen, welche ein Gewerbe im Umherziehen betreiben, die Erneuerung der Gewerbescheine für das nächste Kalenderjahr wenigstens drei Monate vor dem Schlusse des laufenden Kalenderjahres bei der Polizeibehörde des Wohnorts nachgesucht werden. Deßhalb wird darauf hingewiesen, daß es im eigenen Interesse der betheiligten Gewerbetreibenden liegt, den vorgeschriebenen Anmeldungstermin pünktlichst innezuhalten, weil die betreffenden Gewerbetreibenden sonst an der Fortsetzung ihres Gewerbes gehindert werden. sam eine Gaukelei, die purste Täuschung, welche dich irre führt? Diese prächtige Natur, dieses ungewohnte einsame Landleben, all diese idyllische Schönheit, welche uns umringt, gibt es nicht Allem einen Schimmer, den die Wirklichkeit nicht besitzt? „O nein, nein!“ rief er begeistert.„Von dem ersten Augenblicke an, daß ich sie sah, schlug mir das Herz höher, und meine Seele verweilte nur bei ihr. Ich suchte diese Gedanken zu verjagen als das Resultat eines vorübergehenden Eindruckes. Ich habe gekämpft, gerungen; aber jeden Tag fühlte ich mich fester gekettet. O, die wahre Liebe allein hat eine solche Macht.“ Ich hatte kaum Muth, weiter zu sprechen, aber die Pflicht zwang. „Armer Freund“, entgegnete ich nach einigen Augenblicken Schweigens,„weißt Du denn nicht, was man sich von diesem Mädchen erzählt? Ist es Dir entgangen, daß sie keine höhere Lust kennt, als jeden jungen Mann in sich verliebt zu machen, ohne jemals einen wieder zu lieben? „Ottilie? Niemals!"“ Das war alles, was Eduard auf meine Warnungen antwortete. Der junge Künstler mit seinem weichen Gemüthe und seinem phantasiereichen Herzen hatte sich schon zu sehr in den Netzen dieser herzlosen Sirene verwickelt, und seine unererfahrene Seele vertraute zu sehr noch dem äußeren Schein, als daß er es für möglich gehalten hätte, sein Angebetete berge unter ihrer glänzenden Außenseite ein schlechtes Herz. Seine erste Kunstreise wurde zugleich seine erste Lebens— Der Justizminister hat die in Betreff der vorläufigen Entlassung von Strafgefangenen den Appellationsgerichten übertragenen Befugnisse vom 1. k. Mts. ab bei Eintritt der neuen Gerichtsverfassung den Ober=Staatsanwälten übertragen. Die deßhalb vorgesehenen Anträge und Anzeigen sind demnächst an den Ober=Staatsanwalt desjenigen Ober=Landesgerichts, in dessen Bezirk das Strafurtheil ergangen ist, zu richten, wonach sich sämmtliche Gefängnißvorstände zu richten haben. In Dortmund tagte am 16 d. der Vorstand der Niederrheinisch=Westfälischen Gruppe der Deutschen Eisengießereien. Derselbe beschloß einstimmig nach Vorgang der Hessen=Nassauer, linksrheinischer und süddeutscher Gruppe, die am 8. d. M. in Mannheim sich versammelt hatte, den Preis von Handelsgußwaren um 2 Mk. pr. 100 Kilo zu erhöhen und die Kundschaft hiervon per Circular in Kenntniß zu setzen. Die Preise der Rheinisch=Westfälischen Werke waren bisher immer etwas höher, als die der südlicher gelegenen Concurrenz, es darf also dieser Versuch, die augenblickliche Conjunctur zur Hebung der schlechten Preise zu benutzen, als ein Zeichen wiederkehrenden Vertrauens zu der sich consolidirenden Geschäftslage betrachtet und begrüßt werden. — Die wirthschaftliche Krisis scheint nun doch endlich, so weit sie Eisen und Kohlen betrifft, an einem Wendepuncte angekommen zu sein. Jeden= falls ist ein Stillstand im Rückschritt eingetreten, und das ist auch schon als ein Gewinn zu betrachten. Bisher war der englische und schottische Eisenmarkt maßgebend für den deutschen; es wird daher erwartet, daß sich bald auch bei uns eine Avance in den Preisen einstellen wird, wie sie dort bereits eingetreten ist. Im Kohlengeschäft ist seit Mitte Aug. wieder ein größerer Absatz zu constatiren, der nach dem 1. Sept. sich noch erheblich gesteigert hat. Die Nachricht von der Ermordung des reichen westfälischen Sonderlings Schulte aus Hagen im Staate Connecticut in Amerika dürfte unseren Lesern wohl noch im Gedächniß sein, eben so wie der Umstand, daß der Verdacht, ihn ermordet und beraubt zu haben, sich auf einen Berliner Namens Wilhelm Buchholz gelenkt hat. Eine ganze Reihe von indirekten Belastungsbeweisen verkettete sich dermaßen zu Ungunsten des Verdächtigen, daß an ein Entrinnen bei der demnächst bevorstehenden gerichtlichen Verhandlung kaum zu denken war. Da erhält jetzt die ganze Sache eine neue Wendung, deren Folgen sich noch gar nicht absehen lassen. Der Staatsanwalt, sowohl wie der Vertheidiger von Buchholz erhielten mit dem Poststempel San Francisco versehene annonyme Briefe etwa folgenden Inhalts:„Ich bin jetzt in Sicherheit und will nicht, daß ein Unschuldiger leide. Wenn Sie— hier folgt eine genaue Beschreibung des Ortes— unter dem großen Baume nachgraben wollen, so werden Sie das Geld und manches andere finden, das Sie in Erstaunen versetzen wird. Als der Vertheidiger nach dem ihm bezeichneten Orte eilte, erfuhr er, daß der Staatsanwalt schon vor ihm dagewesen sei, nach kurzem probe. Ich wußte nur zu gut, was für den guten Jungen, zu erwarten war. Ehe wir unseren Abendspaziergang antraten, hatte Fräulein Ottilie im Garten stehen sehen, wo sie sich mit einem jungen Studenten aus Bonn unterhielt, und als wir zurückkamen, war das flatterhafte Mädchen abgereist, ohne für Eduard auch nur einen Händedruck oder einen Abschiedsgruß übrig zu haben. Der schimmernde Schmetterling war weggeflogen. Armer Eduard, guter Freund! Wie rührend war sein Schmerz! Wie flossen ihm die bittern Thränen aus den Augen! Mit zärtlicher Sorgfalt sammelte er die Pflänzchen und Blumen, die verdorrten Erinnerungszeichen seiner ersten Liebe. Kein Laut der Schmähung, kein Wort der Anklage kam über seine Lippen. Ottilie, Du weißt nicht, welch ein Herz du gemartert und verschmäht hast! Am anderen Tage früh Morgens verließen wir die Pension. Dicke Wasserdämpfe, undurchdringliche Nebel bedeckten die ganze Gegend. Von dem Siebengebirge war keine Spur sichtbar; selbst der Thurm des Städtchens Honneff war nicht zu sehen. Schweigend nahmen wir Platz in dem Kahne, der uns vor acht Tagen hierher gebracht hatte und uns jetzt wieder zurück führte an das andere Ufer des Stromes. Plötzlich drang die Morgensonne durch den grauen Nebel. Ein Strahl fiel auf den Drachenfels und erhellte inmitten Graben etwas gefunden und dasselbe mit sich fortgenommen habe. Worin der Fund bestanden, darüber aber wird das tiefste Stillschweigen beobachtet, selbst der Vertheidiger des Buchholz kann darüber nichts in Erfahrung bringen. Der ohnehin geheimnißvolle Fund wird dadurch um so räthselhafter. Jedenfalls soll es uns freuen, wenn es unserem Landsmanne gelingt, seine Unschuld zu beweisen. Ein Steinbrecher in Vörde bei Hagen unterließ beim Sprengen eines Steines die nöthige Vorsicht, indem er, während er die Zündschnur anzündete, den Pulverbeutel unmittelbar an seiner Seite stehen ließ. Die harte Strafe blieb leider nicht aus, denn der Pulvervorrath entzündete sich und verbrannte den Mann so arg, daß er schwer darniederlag. In gestriger Nacht entfloh der Aermste in seinem Fieberwahne und fand man ihn heute früh auf dem Kopfe stehend in einer Regentonne; das Leben war längst entstohen. Herr Commerzienrath Krupp hat fürkdie nothwendige Reparatur und Vergrößerung der katholischen Kirche in Altendorf ein Baargeschenk von 2000 Mark sowie die nöthigen Ziegelsteine bewilligt. Vor einigen Wochen verschwand in Stoppenberg bei Essen ein Mann und blieb trotz der umfassendsten Recherchen, die angestellt wurden, verschollen. Man wußte sich das Verschwinden des Betreffenden, der in guten Vermögensverhältnissen lebte, durchaus nicht zu erklären. Vergangenen Freitag fand man denselben in einem Busche als Leiche. Er hatte durch Erhängen seinem Leben ein Ende gemacht. Samstag Abend sind, wie der Kölner Vztg. mitgetheilt wird, die neuen Glocken von St. Mauritius, nachdem in voriger Woche bereits wiederholt Probeläuten stattgefunden hatte, zum erstenmale feierlich geläutet worden. Nach allgemeinem Urtheil ist das Geläute ein überaus gelungenes zu nennen. Die Glocken sind in einer Glockengießerei zu Metz (Goussel=Francois) gegossen. Die größte der vier Glocken, die„Marienglocke“, hat ein Gewicht von 5390 Pfund, die zweitgrößte, die„Mauritiusglocke", ein solches von 3730 Pfund; die dritte, die„Josephsglocke“, wiegt 2760, und die kleinste, die „Reinoldsglocke“, 2190 Pfund. An einem Kirschbaum in der Gemarkung Kastel bei Mainz wurde Montag die zweite Ernte vorgenommen. Die Besitzerin des Baumes löste von einem Engländer für das Pfund Kirschen 2 Mk. Der fabelhafte Vogel Phönix ist bekannter als die Stadt Phönix. Diese soll in Australien liegen und einen Tausendkünstler beherbergen, der selbst auf dem Thüringer Wald, wo man auch die Finken und Dompfaffen schön singen lehrt, seines Gleichen nicht findet. Dieser Mann hat es dahin gebracht, daß seine Kanarienvögel die fchönsten Opern=Arien 2c. singen. Er bringt die Kanarienvögel in ein Haus in welchem sich keinerlei Vögel befinden und stellt ihren Käfig vor einen Spiegel, indem sie sich selbst des dunklen Nebelmeeres das verwüstete Schloß mit seinen gähnenden Fensterhöhlungen, zerrissenen Mauern und verfallenen Thürmen, so daß es wie ein gespensterhaftes Phänomen in der Luft zu schweben schien. Ich betrachtete einige Augenblicke von dem Fahrzeuge aus dieses zauberhafte Schauspiel. Unwillkürlich drangen mir die Thränen in die Augen. Ich dachte an den trauernden Eduard, an seine düstere Seele und sein zerrissenes Herz. „Schuster, bleib’ bei deinem Leisten!“ konnte man wohl mit Recht dem anglikanischen Bischof von Colombr(auf der englischen Insel Ceylon) zurufen, der sich neben seinen kirchlichen Funktionen auch mit weltlichen Spekulationen beschäftigt, allerdings auf letzterem Felde mit keineswegs ermuthigendem Erfolge, da er kürzlich, wie eine Ceyloner Zeitung meldet, 450,000 Dollar bei einer Kaffee=Speculation verloren hat. Treffende Antwort. Ein Lehrer fragte in der Schule:„Welches ist der höchste Berg am Rheinstrom?“ Schüler:„Der Ehrenbreitstein. Lehrer:„Warum?, Schüler:„Weil unser Pastor drei Monate gebraucht hat, um wieder herunter zu kommen.“ In Görlitz wurden zwei Kinder von 4½2 und 3 Jahren getauft. Das eine der Kinder sagt nach vollzogener Handlung zum Geistlichen:„Ich danke schön. sehen. Hinter den Spiegel stellt er eine Spieluhr, die das Stück unermüdlich spielt, welches die Kanarienvögel lernen sollen. Diese glauben nun, daß ihre Ebenbilder im Spiegel die Melodie singen und geben sich Mühe, sie nachzusingen, was ihnen zuletzt gelingt. Der Ausstralier hofft es bald dahin zu bringen, daß hundert Vögel Richard Wagners Pilgerchor und andere Bravourstücke aufführen. Die Leute gehen dann nicht mehr ins Theater, sondern zu dem Vogelsteller. Der Kleine:„Vater, gib’ mir Deinen Hektografen!“ — Vater:„Wozu denn?“— Der Kleine:„Ich muß zur Strafe für den Lehrer Etwas hundert Mal abschreiben.“ Civilstand des Standesamtes Castrop in der Zeit vom 11. bis 18. Sept. Geburten: Bergmann Ferdinand Bröcker zu Holthausen, T.— Bergmann Friedrich Hagenbötter zu Westerfilde, S.— Kötter Wilhelm Büchte zu Oestrich, T.— Bergmann Diedr. Wember zu Groppenbruch, S.— Maurer Hur. Stoßberg in Rauxel, T.— Maurer Justus Hecktor zu Obercastrop, S.— Berg= mann Anton Wille zu Frohlinde, S.— Schuster Wilhelm Auffermann zu Ickern, S.— Dienstmagd Maria Wesselbaum zu Mengede, T.— Näherin Friederika Möllmann zu Groppenbruch, S.— Bergmann Joseph Hiebel zu Westerfielde, T.— Bergmann Hermann Neuhaus zu Giesenberg= Sodingen, S.— Taglöhner Heinrich Griese zu Ickern, T. — Bergmann Heinrich Fischer zu Westerfilde, T.— Berg= mann Heinrich Pfeil zu Castrop, S.— Maschinist Georg Dierecks zu Castrop, S.— Lehrer Johann Zapfe zu Giesenberg=Sodingen, T.— Bergmann Diedrich Strothmann zu Bodelschwingh, S.— Taglöhner Clemens Sundermann zu Merklinde, T.— Gastwirth Wilhelm Schulte=Middelmann zu Castrop, T.— Landwirth Wilhelm Schemhoff zu Habinghorst, S.— Bergmann Heinrich Wickel zu Obercastrop, S. — Schreiner Wilhelm Jäger zu Nette, 2 S. Gestorben: Carolina, Tochter des Bergmanns Wilhelm Keller zu Bodelschwingh, 2 M.— Louise, Tochter des Bergmanns Heinrich Schmölter zu Mengede, 17 M.— Ehefrau Lisette Rodewald geb. Baak zu Ickern, 41 J.— Franz, Sohn des Blockwärters Bernhard Bultmann zu Nette, 1 J.— Hugo, Sohn des Musikers Hugo Palm zu Bodelschwingh, 11 M. Getraut: Bergmann Adam Junghans mit der Dienstmagd Maria Schneider zu Mengede. Wichtig für sparsame Hausfrauen. Bei den vielfachen grade in letzter Zeit so häufig vorgekommenen Fälschungen, möge man nicht außer Acht lassen, daß der Cacao Thee dieses köstliche, so gesunde und beliebte Nahrungsmittel nur dann echt ist, wenn sich auf der Vorderseite eines jeden Kartons nichts Anderes gedruckt findet, als die 4 Worte Maria Benno von Donat. In Castrop allein echt bei Herrn Conditor Joseph Beulmann Münsterstraße. Ein echter Original=Carton kostet in Deutschland nur 20, oder 50 Pf., Brustcaramels 50 Pf. Die A. Bülow'sche Tabak-& Cigarren-Fabrik in Eitorf a. d. verdankt ihren guten Ruf der gewissenhaften Verwendung vorzüglichster amerikanischer Rohtabake und deren soxgfältigster, durch eigene Erfindungen vortheilhaftester Verwendung! ∆ Unter der Garantie reellster Billigkeit!* offerirt dieselbe ihre Rauchtabake! in besonders schönem Schnitt und anerkannter Güte, deren eigentlich reeller Werth: 60, 70, 80, 90, 100, 120, 150, 180 und 210 Pfg. per Pfund, nunmehr zu 50, 60, 70, 80, 90, 110, 130, 160 und 180 Pfg.„„ und versendet 5 Pfund zur Probe gegen Nachnahme; ferner ihre CTGANNENT A vorzüglicher Qualität und musterhafter Arbeit, deren eigentlich reeller Werth: Mk. 21, 24, 26, 30, 36, 45, 54, 60, 75, 90, 100 und 115 zu Mk. 17, 18, 21, 25, 30, 36, 45, 50, 60, 75, 85 und 100 per Tausend, und versendet Probezehntel gegen Nachnahme. 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Die Westfälische Volkszeitung bringt getreu ihrer bisherigen streng katholischen Haltung gediegene Original=Leitartikel über brennende Tagesfragen und eine vollständige Uebersicht der politischen Ereignisse, interessante, reichhaltige Local=, Provinzial= und vermischte Nachrichten, spannende und belehrende Feuilletons, sowie die neuesten Börsen= und Handels=Mittheilungen, ferner Landwirthschaftliches, Literarisches 2c. Wichtige Nachrichten gelangen an dieselbe auf telegraphischem Wege. Bochum. Exped. der Westfäl. Volkszeitung. A t T liefert schnell und billig A. Culbart's I 0 Zu CAUTRUT! Sonntag den 21. September, Nachmittags 4½ Uhr, findet in Castrop im Saale des Herrn Jul. Husham eine Versammlung des katholisch=politischen Volksvereins statt. Die gegenwärtige politische Lage, besonders die demnächstigen Landtagswahlen werden durch die Herren Pros. Dr. Rebbert aus Paderborn und Dr. Röckerath aus Cöln besprochen werden. Nichtmitglieder des Vereins zahlen 20 Pf. Entree. Der Vorstand des Volks-Vereins: J. Helmus. Freiherr v. Lilien. Rittweger. Reichenhaller Kirchenbau=Lotterie. 200,000 Loose.— Geldgewinnste 185,000 Mark. Ziehung am 15. Oktober 1379. Treffer 60,000 Mark, 25,000 Mark, 10,000 Mark u. s. w. Loose à 2 Mark zu beziehen durch die General=Agentur Carl Lang, Bankgeschäft in München. Dresch-Maschinen liefern als Specialität zu bedeutend ermäßigten Preisen Handdreschmaschinen von Rm. 100 bis 150. Göpel allein von Rm. 140 bis 190. Göpeldreschmaschinen mit Göpel für 1, 2 und 3 Zugthiere von Rm. 240 bis 340 franco jeder Bahnstation, Garantie und Probezeit. Zahlungstermine auf Verlangen. Trieurs (Unkrautauslesemaschinen) Häcksel=Maschinen. Schrotmühlen, billigst. Agenten erwünscht. Neuer Catalog auf Wunsch franco gratis. Ph. Mayfarth& Co., Maschinenfabrik, Frankfurt a/M. Kuriossel= und Samstag, den 27. Septbr., Nachmittags 4 Uhr, werde ich auf Köllmann's Hof in Westhofen drei Morgen Kartoffeln und die Frucht von 50 Apfel= und 30 Birnbäumen öffentlich meistbietend verkaufen lassen. Westhofen, den 11. Sept. 1879. Gisbert Merten. = Bertäuf. Vienstag, den 2o. v. Mu.; Nachmittags 4 Uhr, soll das Gras im Siebenhof nummerweise meistbietend gegen Credit verkauft werden. Castrop, 19. Septbr. 1879. Leser& Sam. Cohen. Sroger Dest=Errtäuf. Am Vienstag, d. 50. Sept., Nachmittags 4 Uhr in dem zum Gute Dellwig gehörigen Obsthofe. Das Obst wird auf den Bäumen verkauft. Sammelplatz: Haus Dellwig. Haus Dellwig b. Marten, 18. Sept. 1879. Der Rentmeister. Kurtoffer Tertäuf. TECHNICUM MITTWEIDA—(Sachsen). Maschinenbauschule. Freitag, den 26. ds. Mts., Nachmittags 3 Uhr, werde ich 6 Morgen mit gut gerathenen rothen Kartoffeln auf'm Pallaft bei Rauxel belegen, parzellenweise öffentlich meistbietend verkaufen. Rauxel, 19. Septbr. 1879. Schulte=Rauxel. Aufgeschlossener Perd Gdche billigst! Stets auf Lager bei Wechsel empfiehlt A. Culbart. H. Brüggemann. Fül die Tehlere Kuche empfehlen: Italienischer Gries, Elergraupen, Tassloca— Sago du Bresl Grünkorn=Extract, feinstes Keismehl, Waizena, Liebig's Fleisch= Extract ntzen a Freiwulge Bürger- Feuerwehr. Als Haushälterin wird eine ältere kath. Dame oder Wittwe gesucht. Näheres zu erfragen in der Exped. ds. Blattes. 8 Sechstg. Auttestet im Thiergarten belegen, sind unter der Hand zu kaufen von Holoopathische Curen. Krankheiten aller Art werden rasch und sicher geheilt, als: Syphilis, Weißfluß, Drüsen, Flechten, offene Wunden, Rheumatismus, alle Hautkrankheiten, Magenkrampf, Lungen=, Leberund Unterleibs=Leiden, Epilepsie(fallende Krankheit), Taubheit, Augenleiden, Trunksucht, Brüche, Braune, Geistesstörungen, Bettnässen, Bleichsucht, Bandwurm(ohne Gefahr), Krebsschäden, Verbrennungen, Verwundungen u. s.., u. s. w. Jeden Tag zu sprechen Alleestraße Nr. 60. Bochum. W. Rathen, Diätetiker. In meinem neuen Wohnhause sind sofort 2 schöne Wohnungen von je—4 Räumen zu vermiethen. Bövinghausen, Sept. 1879. W. Kleffmann. ür die Aufnahme von Feuer= und Vieh=Versicherungen, sowie zur O Abhaltung von Auctionen halte mich bestens empfohlen. J. Zumloh. Sonntag Morgen 5½ Uhr: Special= Uebung der Steiger= und Kuppen=Mannschaft. Der Hauptmann. Sonntag, den 28. Sept. er. findet beim Wirth Herrn Bose in Obercastrop Druz N. 51. statt, wozu freundlichst einladen Die Junggesellen. Zu dem am 1. Oktober eintretenden neuen Geerfahren empfehle ich mich zur Anfertigung von schriftlichen Arbeiten aller Art, als: Klagen, Gesuche und Eingaben 2c., sowie zur Betreibung von Prozessen, Ertheilung von Consultationen in Rechtsangelegenheiten u. s.., u. s. w. Castrop. M. Göttinger Commissionair, Bochumerstr. 36. Vergangene Woche ist zwischen Schmidt=Köllmann und Schaumann auf dem Wege nach Zeche „Graf Schwerin“ eine Uhr gefunden worden. Von wem, ist in der Exped. ds. Bl. zu erfahren. Am Dienstag ist mir in Castrop ei kleiner Hund mit Namen Teckel entlaufen. Derjenige, der über den Verbleib desselben weiß, wolle es mir freundlichst zur Anzeige bringen. Obercastrop, 18. Sept. 1879. Heinr. Kemna. Wochenkalender. Sonntag 21. Sept. 15. n. Tr. Evangel. vom Mammonsdienst: Matthäus Evangelista Markt in Leipzig Michaelsmesse. Montag 22. Sept. Moritz. Markt in Barmes, Dinslaken, Elberfeld, Mengede, Recklinghausen, Sassenberg, Burgsteinfurt, Südloyt Dienstag 23. Sept. Thekla. Herbst=Anfa# Markt in Eckesey, Fröndenberg, Horneburh, Wüllen. Mittwoch 24. Sept. Gerhard. Markt in Barmen, Elberfeld, Essen, Bochum.„ st in Donnerstag 25. Sept. Kleophas.#ggg. Wesel, Lüdenscheid, Witten, Halle i. — Tagrnschrer, Winnen,(ane Freitag 26. Sept. Cyprian. Samstag 27. Sept. Cosmas und Damian= Ihre M sind Donner behalten in Bei dem wesenheit ein schätzenden sässer, hat stattgefunden u. dauerte Kaisers läng von 6 Kil ¾4Stunden. während der allgemeine 2 und die( 4spännigen bildete dies leuchteten ar länder, theil Ebenso fessel obligaten la Fürst B Wien e Indrassy, d sammten grüßung „marck zuget! und von de lichen distin begrüßt. T war überau schaften in Imperial“ zum Hotel das lebhafte Der d das ist das Politiker S Denken, den hingestellte deutsame E die hohen die Coulisse