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Selbstabholer.23 RM. monatlch.- Geschäftsstelle wochentäglich durchgehend geöffnet von.30 Uhr bis 19 Uhr, sonntags von 11 bie 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftleitung, außer mitwochs und sonnabende von 16 bie 17 Uhr.- Postscheckkonte Oortmund 1760 Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Dienstag 29. Juni 1943 Nr. 149 7 S0. Johrg. Einzelpreis 10 Pf. 20 Rpf. licher Art) i0 Rof. Famillenanzeigen 3 Rof., Randleisten-Anzeigen(Werbeanzeigen 4 mm breit) 55 Rpf. Auskunft- und Ziflergeböhr 25 Rpf. Zur Zeit ist Preisliste 12 gältig.-— Anzeigen für einen bestimmten Tag können nicht angenommen werden Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8— Fernruf 67531-54 Dus Seid Spielt kenis KonoT Deutschlands gesunde Geldpolitik- Die Kriegstinanzierung— Werterhaltung der Sparguthaben— Bedeutsame Ausführungen des Reichswirtschaftsministers Berlin, 28. Juni. Auf einer Feierstunde zum 125jährigen Bestehen der Berliner Sparkasse im SchillerTheater der Reichshauptstadt, sprach Reichswirtschaftsminister und Reichsbankpräsident Walther Funk über das Sparen im Kriege in seiner Bedeutung für die Sicherung der Kriegsfinanzierung und als Grundlage für den sozialen Aufstieg des Volkes. Dem törichten Geschwätz von„überflüssigem“ Geld und der verhängnisvollen Einstellung, daß Geld keine Rolle spiele“, würde man am besten dadurch begegnen, daß man den Leuten, die so reden und handeln, das Geld wegnähme: dann würden sie sehr schnell erkennen, daß das Geld nicht überflüssig ist, und daß es eine entscheidende Rolle für das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben des Volkes spiele. Das Geld ist der Gradmesser für die Leistungen des einzelnen wie der Volksgemeinschaft Geld ist der einzig brauchbare allgemeine Maßstab für die Bemessung der Produktionskosten, für Lohn und Preis, und gerade in einer auf Leistungslöhnen und Leistungspreisen aufgebauten Volkswirtschaft muß auf eine richtige und gesunde Geldvolitik entscheidender Wert gelegt werden. Sie hat die Aufgabe, den Wert des Geldes und damit auch der Sparguthaben zu sichern, die Kaufkraft zu erhalten. nicht der Kaufwert, sondern der Gebrauchswert des Geldes ist während des Krieges beschränkt worden— und den Leistungsanreiz des Geldeinkommens mit Hilfe einer vernünftigen Lohn=, Preis= und Steuerpolitik zu bewahren und zu stärken. Es kann keine Rede sein, daß dieser Leistungsanreiz in Gefahr ist, verloren zu gehen. Denn wie wären dann überhaupt noch die Wünsche nach Preis= und Lohnerhöhungen zu erklären? Würde der Leistungsanreiz, den das höhere Geldeinkommen bietet, aufhören, so würde unser gesamtes wirtschaftliches Leben den Boden unter den Füßen verlieren. So erklärlich und verständlich das Tauschen von Gebrauchsund Genußgütern in Zeiten starker Warenverknappung ist, so muß der Tauschhandel dennoch bekämpft werden, weil durch ihn, wenn er in größerem Umfange oder gar organisiert auftritt, die festen Wertrelationen aufgehoben und der Glauben an den Wert des Geldes untergraben werden. Deshalb hat nicht nur der Staat, sondern auch jeder Volksgenosse in wohlverstandenem eigenen Interesse die Pflicht, dem Tauschhandel wegen seiner demoralisierenden und schädlichen Wirkung entgegenzutreten. Die Sparkassen haben neben der geldwirtschaftlichen auch eine nationalwirtschaftliche und eine sozialwirtschaftliche Aufgabe. Pflicht der Sparkassen ist es, den Volke den Sinn und die Notwendigkeit des Sparens vor Augen zu führen und es zum Sparen anzuhalten. Durch das Sparen ist ein natürlicher sozigler Aufstieg möglich, indem es jedem einzelnen in gleicher Weise die Möglichkeit eröffnet, seinen persönlichen Wohlstand und seine Lebenshaltung oder die seiner Nachkommen kraft eigener Leistung zu steigern Indem so der einzelne Mensch im eigensten. Interesse zum Sparen aufgefordert und angehalten wird, dient man gleichzeitig der Volkswirtschaft im ganzen. Denn darüber steht kein Zweifel: Nur dadurch, daß dauernd gespart wird, daß ein immerwährender Strom von Ersparnissen die Wirtschaft durchflutet— nur dadurch kann sie leben und wachsen. Wenn aber solches Sparen schon unentbehrlich ist, um den normalen Gang einer Volkswirtschaft zu gewährleisten, wie lebenswichtig ist es dann erst, wenn eine Volkswirtschaft noch zusätzliche Leistungen von der gewaltigen Größe der Erhaltung und Steigerung unserer Wehrkraft im gegenwärtigen totalen Krieg zu vollbringen hat! —. Deshalb muß heute immer und immer wieder zum Sparen gemahnt werden! Dieses Erfordernis tritt am deutlichsten bei der Frage der Kriegsfinanzierung zutage. Man hört manchmal, der Krieg müsse allein durch Steuern finanziert werden. Gewiß sind sie vom fiskalischen und währungspolitischen Standpunkt das einfachste und wirksamste Mittel, da sie einerseits den Staat nicht verschulden und anderseits Kaufkraft endgültig beseitigen. Die Steuern schaffen also gewissermaßen reinen Tisch. So einfach geht es aber leider in der Praxis nicht. Niemals können die Staatsausgaben im Kriege durch Steuern allein gedeckt werden. Würde man es versuchen, so müßte man derart rigoros vorgehen, daß dem einzelnen praktisch nichts weiter bliebe als das, was er zum notwendigsten Lebensunterhalt gerade noch an Geldmitteln braucht. Man= müßte aber dann den deutschen Menschen in eine Zwangsjacke nach bolschewistischer Art stecken, um überhaupt noch einen Arbeitseffekt zu erreichen. Denn jedes Streben des einzelnen würde erlahmen und schließlich abgetötet werden. Daß heute jeder Deutsche gleich viel Brot bekommt, daß es neben der Mark auch noch Marken gibt— das ist im Kriege notwendig und richtig. Aber dieses System darf keineswegs auf alle Arten der Bedarfsbefriedigung erstreckt und verallgemeinert werden, soll nicht der deutsche Mensch unter Mißachtung aller Persönlichkeitswerte kommunisiert werden. Dieser Grundsatz ist auch hinsichtlich der Steuerpolitik zu beachten. Kriegsgewinne müssen auf das schärfste besteuert werden und Steuern, die zur Sicherung der Kriegsfinanzierung und geordneten Staatsfinanzen notwendig sind, dienen auch der Sicherung der Währung und der Werterhaltung der Sparguthaben. Je stärker sich das Geldeinkommen erhöht, um so höher muß auch die Besteuerung werden Aber es denkt niemand daran, die Sparguthaben mit einer Sondersteuer zu belegen. Auf der anderen Seite werden wir aber alle diejenigen durch steuerpolitische Maßnahmen stärker an die Kandare nehmen, die trotz unserer wiederholten und eindringlichen Hinweise ihre zur Zeit nicht benötigten Mittel dem regulären Geldund Kapitalmarkt und damit der Sicherstellung einer gesunden Kriegsfinanzierung entziehen. Ich zweifle nicht, daß ein solches Vorgehen gegen die„Sachwertjäger“ dem gesunden Volksempfinden, wie es auch immer wieder in Zuschriften unserer Frontsoldaten zum Ausdruck kommt, entspricht. Das deutsche Volk zeigt mit seinem Sparbeitrag immer von neuem in überzeugender Weise sein Vertrauen in die nationalsozialistische Staatsführung und ihre Wirtschaftspolitik. Aus der Hilfestellung des Sparers, die uns die Finanzierungsaufgaben entscheidend erleichtert, eraibt sich für uns als selbstverständliche Konsequenz: Wenn der Staat die Ersparnisse des deutschen Volkes in Anspruch nimmt, dann hat er auch die Verpflichtung, dem deutschen Volk konsequent und geradlinig in Krieg und Frieden weitergehen. Preis= und Lohnüberwachung, die staatliche Lenkung von Produktion und Absatz, eine umfassende Rationierung aller wichtigen Verbrauchsgüter, steuerliche Maßnahmen, die Pflege und Lenkung des Geld= und Kapitalmarktes, Emissions= und Investitionskontrollen sind— um nur die bekanntesten herauszugreifen— die Marksteine dieser Politik. Und wer könnte schließlich, wenn er einen greifbaren Beweis für die Werterhaltung der Reichsmark und damit auch seines Sparguthabens sehen will, an der Tatsache vorübergehen, daß in Deutschland die Großhandelspreise und Lebenshaltungskosten insgesamt seit Kriegsausbruch nur um einen geringen Bruchteil angestiegen sind— im Gegensatz zu den Steigerungen in England und den IISA., die bis zu 54 Prozent seit Kriegsausbruch betragen und in letzter Zeit zu schweren Lohnkämpfen und Streiks geführt haben! Dabei glaubten gerade die Wirtschaftsexperten jener Länder, einen Zusammenbruch unserer Finanzen und unserer Währung mit Bestimmtheit als kurz bevorstehend voraussagen zu können. Es wird 3. B. mit Vorliebe die Steigerung unseres Notenumlaufs als ein Zeichen beginnender oder schon im Gang befindlicher Inflation herangezogen. Tatsächlich erklärt sich aber die Erhöhung zu einem guten Teil daraus, daß der echte Bedarf an Zahlungsmitteln ebenfalls im Verlauf des Krieges eine nicht unerhebliche Steigerung erfahren hat. Das Reichsgebiet hat sich bedeutend vergrößert. Vermehrung der Zahl der öffentlichen und privaten Kassen, Unterstützungszahlungen an Kriegerfrauen und Bombengeschädigte, Hinterbliebene usw., in das Inland überwiesene Wehrsoldzahlungen, vor allem aber die Erweiterung des Kreises der Lohnempfänger durch den starken Einsatz ausländischer Arbeiter und unserer Frauen haben zur Ausweitung des Notenumlaufs leigetragen. Ferner hat sich das Lohnniveau durch Ueberführung von Arbeitskräften in Betriebe mit höherer Tarifordnung u. a. allgemein gehoben. Schließlich brachte die Verlängerung der Arbeitszeit eine Zunahme der Lohnzahlungen mit sich. Trotzdem liegt allerdings eine gewisse Sättigung des Verkehrs mit Zahlungsmitteln vor Dieser Umstand hirgt aber in unserer straff gelenkten Wirtschaft für die Stabilität der Reichsmark— oder in bezug auf die Sparguthaben für deren Werterhaltung— keine Gefahr in sich. Unser Iniexesse gilt in erster Linie dem deutschen Volksgenossen, der sich vorbehaltlos in die Volksgemeinschaft einreiht. Er darf die unumstößliche Gewißheit der Werterhaltung und Unantastbarkeit seiner Ersparnisse haben. Sein Vertrauen wird weder durch willkürliche Eingriffe noch durch leichtsinnige Finanzgebaren enttäuscht werden. Dies gilt um so mehr, als der größte Teil der Sparguthaben, insbesondere auch jetzt im Kriege, aus den kleinen und mittleren Einkommen herrührt. Mit der Sicheruug der Sparguthaben sichern wir dem Arbeiter seine Ersparnisse und damit die Existenz und die Zukunft des deutschen Mittelstandes. Der Reichswirtschaftsminister würdigte im weiteren Verlauf seiner Ausführungen die Bedeutung des deutschen Mittelstandes(Handwerk, Handel und Gewerbe). Wir lassen uns die Erhaltung der Klein= und Mittelbetriebe und ihre verstärkte Einschaltung in das Wirtschaftsleben nach Kriegsende sowie die Beseitigung der bei ihnen im Kriege eingetretenen unvermeidlichen Schäden besonders angelegen sein. Das gilt in gleicher Weise für die Industrie wie für Handel und Handwerk, wo die Freisetzung von Arbeitskräften. Raum, Maschinen und Materialien zugunsten der Rüstungsproduktion und die Einsparung von Energie, Rohstoffen. Dienstleistungen und Aufwand aller Art zu Betriebsstillegungen gezwungen haben. Der Kriegssparer hat eine doppelte Chance. Er sichert seine Zukunft durch den Besitz von Kapital. und er wird mit seinem ersparten Gelde nach dem Kriege besser, billiger und mehr kaufen können als heute; denn es wird dann wieder ein gesunder Leistungswettbewerb aufleben, der sich einerseits in Qualitätsverbesserungen und anderseits in niedrigen Preisen auswirken wird. Der Wert der Sparguthaben wird somit nicht nur gesichert sein, sondern auch eine. fühlbare Erhöhung erfahren. Wer spart, hat Vertrauen in die Zukunft. Und im Vertrauen liegt die stärkste Kraft unseres Volkes begründet, Vertrauen und nationale Disziplin sind die Grundpfeiler, auf denen die Sicherung unserer Währung und damit auch die Sicherheit der Sparguthaben des deutschen Volkes beruhen. Die Kehrseite des Luftterrors Wachsende Entfäuschung im feindlager— Widerstand und Abwehr den Wert seiner Spargelder zu erhalten Sie alle kennen den Weg unserer Finanz= und Währungspolitik mit dem unverrückbaren Ziel der Stabilerhaltung unserer Währung. Diesen Weg werden wie Berlin, 28. Juni. Von unserer Berliner Schriftleitung Schon in den letzten Tagen haben London und Washington einen Teil der empfindlichen Bomberverluste bei den Terrorangriffen auf das Ruhrgebiet und auf Norddeutschland eingestanden. So wurden für den Monat Juni die Verluste von 500 schwersten Maschinen und von mindestens 3000 fachlich ausgebildeten Mannschaften zugegeben. In Washington war man besonders durch die wachsende deutsche Abwehr beeindruckt. Der amerikanische Informationsdienst erklärte: „Nach den in London eingegangenen Berichten sind jetzt in den bombardierten Gebieten mehr als 1000 Jagdflugzeuge und 30.000 Flugabwehrkanonen zusammengezogen. Diese Versteifung in der deutschen Verteidigung hatte Erfolge. Die Verluste der Briten und Nordamerikaner in den vergangenen Wochen waren außerordentlich schwer.“ Als verloren werden 178 Bomber gemeldet. Natürlich handelt es sich hierbei nur um ein Teilgeständnis, mit dem man die amerikanische Oeffentlichkeit beruhigen möchte. In Wirklichkeit ergeben sich, wie die amtlichen deutschen Berichte mitteilen, weit höhere Verluste, die sowehl den Bomberbestand wie den Mannschaftsbestand der feindlichen Luftwaffe empfindlich treffen. So ist denn die feindliche Presse und ebenso der feindliche Rundfunk von der großsprecherischen Zuversicht beträchtlich abgerückt. Auch jetzt liegt eine Anzahl amerikgnischer und englischer Stimmen vor, aus denen deutliche Zweifel sprechen, ob der Luftterror überhaupt den Krieg entscheiden werde. So bestätigt auch der frühere britische Kriegsminister Hore Belisha, offensichtlich auf omtlichen Wink, die schweren Verluste der hritischen Luftwaffe während der letzten 3½ Monate. Diese Verluste seien weit größer, als man anfangs in Rechnung gestellt habe. So kommt Hore Belisha zu dem Schluß, daß, um einen militärischen Sieg zu erringen, die Landstreitkräfte unbedingt eingesetzt werden müßten. England müsse versuchen, die deutsche Wehrmacht niederzuringen. Dieses Eingeständnis ist deutlich. Wie aber der Angriff gegen den Kontinent durchgeführt werden soll und kann, verschweigt der kritische Schreiber jedenfalls. Er warnt sogar, die Einnahme von Pantelleria als eine Probe für die europckische Invasion anzusehen. Hore Belisha erklärt dann weiter, daß Deutschland zu neuen Operationen überhaupt nicht gezwungen sei, sondern Eurova nur zu organisieren bruache. Aber gerade deshalb müßten England und Amerika den Angriff auf Europa wagen. Auch der amerikanische Militärschriftsteller Major Elliot scheint in den Bombenterror kein besonderes Vertrauen zu setzen. Nur so ist es zu verstehen, wenn er in der„Newyork Herald Tribune“ zum sofortigen Handeln auffordert und erklärt:„Es ist keine Zeit, um auf Lorbeeren auszuruhen; laßt uns einen kurzen, wenn auch schrecklichen Krieg führen.“ Also auch Elliot scheint von der verstärkten deutschen Abwehr und vor allem, auch wenn dies öffentlich nicht zugegeben wird, von der stahlharten Widerstandskraft und der tapferen Haltung der Bevölkerung in den bombardierten Gebieten beeindruckt zu sein. Wir selhst, und vor allem die Front im Westen und Norden Deutschlands, sind von all den neuen Haßausbriichen und Drohungen der Gegner nicht überrascht. Diese Männer und Frauen haben den Terrorismus des Gegners kennengelernt. Erst die jüngste Verwüstung des Bochumer Waisenhauses zeigte, von welchem unsoldatischen Ungeist die gegnerische Luftwaffe sich leiten läßt. Keine dieser Taten wird vergessen werden, auch keine der haßerfüllten Mordparglen, die wir täglich herüberklingen hören. Auch die Forderung Elliots, einen schrecklichen Krieg zu führen, wird nicht vergessen werden. Man soll sich im Feindlager über die Bereitschaft, die immer weiter im deutschen Volke um sich greift, und über die Vergeltung nicht täuschen. Keine Schwächung der deutschen Moral durch die angelsächsischen Mordbrenner— Eine Schweizer Pressestimme nur um den Ausdruck der Verlegenheit der anglo=amerikanischen Strategen bezüglich der von den Sowjets JJ. Genf. 28. Juni.(Von unserem TT=Berichterstatter.) Die verzweifelten Versuche der Plutokraten, durch ihren Terrorkrieg in der Luft den Durchhaltewillen des deutschen Volkes zu schwächen, werden auch in der schweizerischen Presse mit größter Aufmerksamkeit verfolgt. Welches ist das Resultat dieser verbrecherischen Gangstertaktik, die von den Engländern und Amerikanern planmäßig und kalthlütig gegen das deutsche Volk durchgeführt wird? Das Urteil der schwetherischen Zeitungen ist in dieser Hinsicht zjemlich einhellig. Wie schon gestern beispielsweise das„Journal de Genépe“ unterstrich, daß dieses Resultat absolut negativ sei, so stellt heute ein anderes Genfer Blatt, der„Courrier de Genéve“, fest, daß der Terrorkrieg gegenüber der deutschen Zivilbevölkerung die in London und Washington erhofften Ergebnisse in keiner Weise gebracht habe. Es lägen überhaupt keine Anzeichen dafür vor, so stellt die Genfer Zeitung heute fest, daß die deutsche Moral irgendeine Schwächung durch diese Art Krieg erfahren habe. Das sei die Ueberzeugung aller Neutralen, die in letzter Zeit Deutschland besucht hätten. Was aber ebenso wichtig sei, so erklärt das Blatt. sei die Tatsache, daß in mehr oder weniger kurimmer wieder„verlangten Errichtung einer zweiten Front in Europa handele. Offensichtlich fürchte man sich in London und Washington vor den ungeheuren Verlusten, die ein Angriff auf Europa zu Wasser und zu Lande im Gefolge hätte. In dieser Hinsicht sei von Churchill und Roosevelt gepriesene Kriegführung gegen die deutschen Städte bequemer. Aber die Erwartungen, die in London und Washington gehegt würden bezüglich des Resultats dieses Terrorkrieges, so stellt das Genfer Blatt zum Schluß fest, hätten sich nicht erfüllt. Weder der Durchhaltewille des deutschen Volkes noch die militärische Kraft Deutschlands seien durch diesen„Terrorkrieg irgendwie geschwächt worden. Das Ritterkreuz für hervorragenden Geslecarmicer Berlin, 28. Juni. Der Führer verlieb auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschalls zer Zeit sicherlich große Veränderungen in dieser Krieg= Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Maführung der Anglo=Amerikaner eintreten müßten; denn es sei wahrscheinlich, wenn nicht vollständig sicher, daß in Deutschland ein fürchterlicher Gegenschlag vorbereitet werde, und diese Erwartung sei nicht etwa zufällig. Darüber hinaus, so schreibt das Genfer Blatt, sei nicht daran zu zweifeln, daß Deutschland auf dem Gebiete des künftigen Luftkrieges noch über manches Geheimnis verfüge. Nach dem gleichen Genfer Blatt ist der Terrorkrieg Churchills offensichtlich anläßlich der letzten Begegnung zwischen dem britischen Ministerpräsidenten und Roosevelt von neuem festgelegt worden, und das ra#. von der Schulenburg, Vataill kommandeur in einem Fallschirmjäger=Regiment. Masor Wolf=Werner Graf von der Schulenburg, als Sohn eines Generals am 14, September 1899 zu Muskau (Oberlausis) geboren, ist ein dervorragend tapferer Offizier, der sich tros eines verkürten Beines, das von schwerer Verwundung im ersten Weltkrieg derrührt, immer wieder dervorgetan dat. Er sprang sowobl über der Festung Holland, wo er sich das E. K. 1 erwarb, wie beim Kretaeinsatz ab und zeichnete sich auch als Truppenführer an der Ostfrone durch persönlichen Einsatz und Entschlußfreudigkeit aus: Ganz guf sich allein gestellt, drachte er in barten AnPlatt bemerkt daau. Zas 2a vich Ca)=cfich.as auz, Ganz auf sio glein gestelt, brachte er, in barten An, Genfer Blatt bemerkt dazu, daß es sich schließlich hier griffs= und Abwehrkämpfen gegen einen zahlenmäßig weit Sechs Jahre Krieg in Ostasien Von Generalmajor Otto Schulz Am 7. Juli 1937 kam es zwischen chinesischen und japanischen Truppen an der Marko=Polo=Brücke bei Peling zu einer Schießerei. Als China Japans Sühneforder ungen ablehnte, begannen die Feindseligkeiten zwischen den beiden Staaten, ohne daß eine formelle Kriegserklärung erfolgte. Chinas Präsident, Marschall Tschiangkaischek, bestrebt, sein Reich wieder zu einer Großmacht zu machen, hatte in den Chinesen wieder Nationalgefühl und Nationalstolz erweckt und trotz der ihnen angeborenen Abneigung, gegen militärische Tätigkeit eine moderne, vaterländisch fühlende Wehrmacht geschaffen, die den Kampf begeistert aufnahm. Obwohl sie sich gut schlug, war sie den besser ausgebildeten und geführten Japanern nicht gewachsen, die Peking, Nanking, Schanghat, kurz alle wichtigen Städte des östlichen Chinas eroberten. Tschiangkaischek mußte seine Regierung nach dem 1300 Kilometer(Luftlinie) von Nanking entfernten Tschungking verlegen. Damit war eigentlich schon 1938 die Entscheidung, gegen ihn gefallen. Von England und den USA. gestützt, setzte er jedoch in der Hoffnung auf die ihm von diesen beiden Staaten versprochene Unterstützung den Krieg fort. Der Japaner verfolgte die zurückgehenden Chinesen nicht in das Innere ihres weiten Reiches, sondern begnügte sich mit der Besetzung der wichtigsten Orte des Ostens und der chinesischen Häfen, da sein wenig freundliches Verhältnis zur Sowjetunion und zu den angloamerikanischen Mächten ihm die Bereithaltung starker Kräfte ratsam erscheinen ließ. Nur wenn der Chinese stärkere Kräfte in der Nähe seiner Besatzungstruppen versammelte, unternahm er einen Vorstoß gegen diese, um sie zu zersprengen. Er hat inzwischen auch sein Ziel fest umrissen. Er will unter Verzicht auf die Eroberung chinesischen Gebietes eine Neuordnung des ostasiatischen Raumes herbeiführen, in dem unter seiner Führung und unter Ausschluß raumfremden Einflusses ein Bund selbständiger ostasiatischer Staaten entstehen soll. Die von den Japanern besetzten chinesischen Provinzen, die sich unter ihrer Führung wohl fühlten begrüßten diese Absicht und bildeten einstweilen den Kern eines modernen Chinas. Wangtschingwei, einst Präsident Chinas, übernahm am 30. März 1941 die Präsidentschaft des neuen selbständigen„nationalen Chinas“ (Nanking=Chinas), in dem Japan und nach ihm alle anderen Staaten auf ihre bisherigen Vorrechte und „Konzessionen“ verzichteten. Nanking=China trat am 15. November 1941 dem Antikominternpakt bei, erklärte England und den USA. den Krieg und beteiligte sich auch mit seiner bereits rund eine halbe Million starken Armee am Krieg gegen Tschungking=China. Dieses hatte, da es keine leistungsfähige eigine Rüstungsindustrie besitzt, mehrere Jahre auf der eigens zu dem Zweck gebauten Burmastraße von England und den USA. genügend Kriegsmaterial, besonders Kampfwagen, Geschütze und Flugzeuge erhalten. Das unterblieb, als der Japaner Burma eroberte. Mit den auf dem wenig leistungsfähigen Luftwege kommenden 3 Prozent des bisher erhaltenen Materials war aber eine wirksame Kriegführung unmöglich. Das Hoffnungslose weiteren Widerstandes einsehend, ließen sich nun die Tschungkingtruppen in Massen gefangen nehmen, ja sie gingen sogar mit ihren Offizieren zum Gegzier, besonders zu den Nanking=Chinesen, über. Die Tatsache, daß diese mit den Japanern zusammenarbeiteten und sich dabei wohl befanden, während sich bei ihnen die wirtschaftlichen Verhältnisse ständig verschlechterten und in einigen Provinzen sogar Hungersnot herrschte, förderte die Kriegsmüdigkeit in ganz Tschungking=China. Gleichzeitig sank das Ansehen des einst so hochgeschätzten Marschalls Tschiangkaischek, der in tragischer Verkennung der ihm vom Schicksal gestellten Aufgabe, mit den auch in Tschungking unbeliebten Anglo=amerikanern gegen seine chinesischen Brüder kämpfte. Der Versuch der Engländer im letzten Winter, Burma wiederzuerobern, endete mit einer schweren Niederlage, und die Bemühungen der Gemahlin Tschiangkaischeks in den USA. um größere Kriegsmateriallieferungen waren bisher erfolglos. Selbst an Flugzeugen, die doch leicht zu schicken wären, sparte der Yankee. Er setzte in China nur eine Luftflotte mit 140 Maschinen ein, eine schwache Unterstützung der kaum 200 Flugzeuge zählenden chinesischen Luftmacht! Die USA. und England wollen zunächst den Krieg in Eurova erfolgreich durchführen und haben für Tschungking=China, das sie als Ausbeutungsobjekt, Blutspender und Basis für den späteren Angriff auf Javan bei der Stange halten möchten, zur Zeit nur schöne Worte, aber keine Hilfe. Der Japaner hat nun aber seit einem Jahr. wähxend seine Flotte und die Masse seiner Luftmacht den Pazifik überwachen und dort weitere Unternehmungen vorbereiten, den entscheidenden Kampf gegen Tschungking aufgenommen. Von Mai bis Juni 1943 säuberte er die Provinzen Tschekiang, Kiangsu und Kwangtung, in denen er bisher nur die Häfen und die wichtigsten Ortschaften besetzt hatte. Das erwies sich auch deshalb als notwendig, weil der Dankee in diesen Provinzen Flugplätze angelegt hatte, um von ihnen dieselben brutalen Terrorangriffe gegen Japan wie gegen Eurova auszuführen. Auch in Bünnan marschierten japanische Truppen ein. Mitte Februar 1943 begannen drei sapanische Offensiven: 1. nordöstlich von Nanking gegen das westliche Schantung und das östliche Schansi, wo gleichfalls Amerikaner einzusickern suchten, 2. südlich von Nantschang und vom Vopangsee in Kiangsi. Die wichtigste Offensive erfolgte von Hankau aus beiderseits des Yangtsekiang gegen die feindliche Hauptstadt. Nach erfolgreichen Schlachten am Tunatinasee brachen die Japaner über die Linie Itschang—Tschangtö in das äußerste Festungssystem von Tschungking ein. In Bünnan und Burma stehen, wie schon erwähnt, bereits javanische Verbände, die Tschungking von Süden und Südwesten bedrohen. Tschiangkaischecks Lage ist kritisch geworden. Das zuationale China“ umfaßte schon vor der diesjährigen Offensive ein Drittel des chinesischen Raumes, aber über die Hälfte seiner Bevölkerung. Wenn Tschiangkaischeck sich in Tschungking nicht behaupten kann, vermag er wohl noch in entferntere Teile seines Reiches zurückzuweichen. Er verliert aber die letzten wichtigen und stark bevölkerten Provinzen und sein Reich, das Präsident Roosevelt noch vor kurzem zu den vier nach dem Kriege weiterbestehenden Weltreichen gezählt hatte, wird ein für den Krieg zwischen den Dreierpaktmächten und ihren Feinden bedeutungsloser Staat zweiter Ordnung. überlegenen Gegner einen sowjetischen Durchbruch bei Orel zum Steben und gewann, aus eigenem Entschluß bandelnd. einige vom Feind Hereiis besetzte Ortschaften im Gegenangriff zurück. Beim Angriff auf Kiel abgeschossen. Das Kriegsministerium der USA, gab amtlich bekannt, daß General Rathan Bedford Forrest, der Füdrer der Bomberstaffel, die am 13. Juni einen Angriff auf Kiel unternahm, von diesem Fluge nicht zurückgekehrt ist. Ein Stützpunktleiter im Osten Es ist fünf Uhr früh. Das Reitpferd des Stützpunktleiters steht gesattelt. Einheimische Agronomen haben sich eingefunden, um Anweisungen zu bekommen oder Bericht zu erstatten, die zwischen Türrahmen und Steiabügel wichtigste Entschlüsse heischen.„Klar, knapp und eindeutig, einen Mann mit grundlichsten Fachkenntnissen und Erfahrungen verratend, disponiert und berät der Stutzpunktleiter, dann wendet er sich uns wieder zu.„Können Sie sich“, werden wir gefragt, „eine Fläche von 12000 Hektar vorstellen?“ Wir mussen verneinen.„Dann werden Sie sich auch kaum vorstellen können, wie lange und wie weit man reiten muß, um ein Gebiet von 50000 Morgen immer im Auge zu behalten. Das ist der Raum, der Arbeitsbereich eines Stützpunktleiters, den acht oder zehn Gemeinwirtschaften mit mehreren tausend Menschen und entsprechenden Vieh= und Pferdebeständen einnehmen. „Und nun, meine Herren“, ein Fuß ist schon im Steigbügel,„bis heute abend. Die Pflicht ruft.“ Damit schwingt er sich in den Sattel, ein Schenkeldruck, und das gepflegte Tier trabt an. Bis heute abend? Wir sind nicht allzu optimistisch, daß wir am späten Abend, wenn dieser Landwirtschaftsführer zu seinem Dienstsitz zurückkommt, nach einem Tag, den er zum größten Teil im Sattel verbrachte, von ihm erschöpfende Vorträge über die Aufgaben und Arbeiten eines deutschen Landwirtschaftsführers in der Ukraine hören werden. Wir haben es ja auch selbst erlebt, wie der Feierabend dieses Mannes, der wie so viele deutsche Bauern hier auf Vorposten für Europas Ernährung steht, aussieht. Die Aufbauarbeit, die sich nicht nur auf die Feldbestellung und die Erschließung unkultivierter Flächen unter anderen Bedingungen als in der Heimat beschränkt, sondern auch Haltung und Aufzucht von Großvieh, Kleintieren, Bienen, Seidenraupen, ja sogar Pelztiere umfaßt, bedarf ja nicht nur ständiger Kontrolle und persönlichen Eingreifens. Sie stützt sich auch nicht allein auf die vielseitigen Erfahrungen der Landwirtschaftsführer, sie muß auch errechnet werden auf Grund allgemeiner Richtlinien, aber auch aus vielen Einzelergebnissen, wenn zum Beispiel den Hofstellen eines Gebietes Ferkel zur Aufzucht und zur Versorgung der bäuerlichen Familien zugewiesen, wenn Aufbauherden eingesetzt, Schafzucht eingerichtet werden oder aber eine gerechte Verteilung der Viehumlagen erfolgen soll. Das ist die Kleinarbeit, die dem Stützpunktleiter nach einem arbeitsreichen Tag als„Feierabend" beschert ist. Was wir hier gesehen haben, planvolles Arbeiten nach dem bolschewistischen Chaos, Menschenführung im europäischen Geiste, praktische Ermunterung zum selbständigen bäuerlichen Denken, Ordnung und Sauberkeit, sagt uns mehr als die Erklärungen eines Mannes, der sich die Minuten stehlen müßte, um mit uns über seine Arbeit zu plaudern. Wie alle Reichsdeutschen, die hier führend im Osteinsatz stehen, ist sich dieser Stützpunktleiter der verantwortungsvollen Aufgabe, bewußt, seinen Beitrag im Kampf gegen den Bolschewismus und für den Sieg zu liefern. Der italienische Wehrmachtbericht Rom, 28. Juni,„Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut: Ein italienischer Flugzeugverband griff die Hafenanlagen von Biserta und im Hafen liegende Schiffe wirksam an. Gestern nachmittag wurden von der feindlichen Luftwaffe Bomben und Sprengkörper auf Gerbini(Catania), deren Bevölkerung einige Verluste erlitt, sowie in der vergangenen Nacht auf Reggio Calabria und einige kleine Ortschaften in der Provinz abgeworfen. Die Schäden und Opfer werden noch festgestellt. Die Flakabwehr von Reggio schoß zwei feindliche Flugzeuge ab. Ein weiteres feindliches Flugzeug wurde in Luftkampfen von deutschen Jägern an der Südküste Siziliens zum Absturz gebracht. Rom ist bereit Rom, 28. Juni. Rom selbst, so erklärt Guido Baroni im„Popolo di Roma“, ist auf eventuelle Luftangriffe vorbereitet, wie sie gerade in den letzten Tagen durch die Feindpresse wieder vertreten wurden unter dem Vorwand, damit militärische Ziele zu treffen. Die Römer werden in diesem Fall denselben Heldenmut beweisen wie die Bevölkerung der anderen italienischen Städte. Unser Haß gegen den Feind, so fährt Baroni fort, wird uns solche Kraft verleihen, daß wir jeden Angriff um jeden Preis zurückschlagen. Wenn die fliegenden Gangster kommen, soll es uns nicht wundern. Wir sind bereit und kampfentschlossen. Das faschistische Italien, das der Feind nicht liebt, zieht es vor, nicht in Knechtschaft zu verfallen für den bloßen Vreis eines Linsengerichts. Das Italien Mussolinis stellt sich auch dem erbittertsten Feind entgegen. Italienische Städte werden gewaltige Festungen werden, die überrannt werden müssen; italienische Straßen werden durch Barrikaden verschanzte Schlachtfelder werden. Jedes Haus wird eine Festung sein, jeder Berg ein unüberwindliches Hindernis, Flüsse und Bache unüberschreitbare Schützengräben. Alle werden kämpfen mit der Kanone oder mit dem Messer. Wenn die Stunde kommt, wird Italien dem Feind zu verstehen geben, daß niemand es beugen kann, jetzt nicht und niemals, so schließt Baroni seine Ausführungen. Geleit kam unversehrt an mindestenss Flugseuge Berlin, 28. Juni. In den frühen Morganstunden des Sonntags wurde ein deutsches Geleit im Seegebiet nördlich Texel durch britische Aufklärungsflugzeuge gesichtet. Am Nachmittag gegen 15 Uhr erfolgte der feindliche Luftangriff, an dem sich etwa sechzig Flugzeuge, darunter 42 Bomber und zahlreiche Jäger, beteiligten. Der Bomberverband flog das Geleit von Steuerbord an und eröffnete den Angriff, während die Jäger sich auf der Backbordseite hielten. Durch das konzentrische Abwehrfeuer der deutschen Sicherungsstreitkräfte, das den in Keilformation in niedriger Höhe ankommenden Flugzeugen bereits auf mehrere tausend Meter Entfernung entgegenschlug, wurde der Verband noch vor Erreichen seines Zieles zersprengt und so unsicher gemacht, daß die zahlreichen von den Beaufighters abgeworfenen Spreng= und Brandbomben wirkungslos ins Wasser fielen. Lediglich auf einem Sicherungsfahrzeug entstand durch eine Brandbombe ein Feuer, das jedoch sofort gelöscht werden konnte. Schon in der ersten Phase des Kampfes waren zwei britische Flugzeuge brennend abgestürzt. Im Verlauf des Kampfes fielen noch sieben weitere feindliche Flugzeuge dem Abwehrfeuer unserer Sicherungsstreitkräfte zum Opfer. Als der feindliche Verband nach seinem erfolglosen Angriff abdrehte, konnten unsere Besatzungen beobachten, daß mehrere britische Flugzeuge lange Rauchfahnen hinter sich herzogen. Außer einer geringfügigen Beschädigung durch Bordwaffenbeschuß und einem Leichtverletzten auf einem Sicherungsfahrzeug erlitten weder die Transporter noch die Geleitfahrzeuge irgendwelche Schäden oder Ausfälle. Das Geleit erreichte vollzählig seinen Bestimmungshafen. Die britische Luftwaffe hat mit diesem wiederholten Versuch, ein deutsches Geleit anzugreifen, eine neue, schwere Niederlage erlitten, die sie mit dem Verlust von mindestens neun Flugzeugen bezahlen mußte. Der OKW.-Bericht Führerhauptquartier 28. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Oertliche Angriffe des Feindes im Raum östlich Demidoff und bei Welikije Luki wurden abgewiesen. An den übrigen Abschnitten der Ostfront verlief der Tag im allgemeinen ruhig. Tages= und Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen Eisenbahnziele im rückwärtigen Gebiet des Feindes. In den Nachmittagsstunden des 27. Juni griff ein Verband von sechzig britischen Kampf= und Jagdflugzeugen ein deutsches Geleit im Seegebiet von Scheveningen an. Der feindliche Verband wurde zersprengt und neun Flugzeuge abgeschossen. Der Geleitzug ist mit geringen Beschädigungen in seinen Bestimmungshafen eingelaufen. Die Kämpfe südwestlich Welikije Luki Berlin, 28. Juni. Die wechselvollen Kämpfe füdwestlich Welikije Luki hielten auch am 26. Juni in unverminderter Härte an. Der Feind, der mehrmals, von eigenen Panzern unterstützt, in Bataillonsstärke angriff, wurde im zusammengefaßten Feuer aller Waffen zerschlagen. Die deutschen Grenadiere schossen etwa 90 auf den Kampfwagen aufgesessene sowjetische Schützen von den Panzern herunter. Die Bolschewisten versuchten mit allen Mitteln und ohne Rücksicht auf Verluste, örtliche Erfolge zu erzielen, wurden jedoch überall abgewiesen. Wolkenbruchartiger Regen hatte die Nachschubwege so stark verschlammt, daß sie für die Kraftfahrzeuge nicht mehr befahrbar waren. Waffen, Gerät und Verpflegung mußten mit Panjewagen oder sonstigen bespannten Fahrzeugen und Tragtierkolonnen vorgebracht werden. Um so höher sind die Leistungen der deutschen Soldaten zu werten, die nun schon mehrere Tage und Nächte in schwere Nahkämpfe verwickelt sind und die deutschen Stellungen mit aller Entschlossenheit verteidigen. Ritterkreuz für 38 fachen Nachtjäger Berlin, 28. Juni. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschalls Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Frank, Staffelkapitän in einem Nachtjagdgeschwader. Hauptmann Hans=Dieter Frank, als Sohn eines Handelsvertretexs am 8. Juli 1919 in Kiel geboren, ist ein junger, schneidiger Offizier, in dem sich bereits fliegerisches Können mit außergewöhnlichem Wagemut und zäher Ausdauer verbindet. Dank seines kühnen, mit Besonnenheit gepaarten Angriffsgeistes errang er 38 Nachtjagdsiege. Vor kurzem vernichtete er sechs feindliche Bomber in eine einzigen Nacht. SA.-Standarte 99 Hattingen heißt jetzt Standarte 99„Viktor Lutze“ Berlin, 28. Juni. Zur Erinnerung an den am 2. Mai 1948 tödlich verunglückten Stabschef der SA. Viktor Lutze verlieh der Führer der SA.=Standarte 99, Standort Hattingen, die Bezeichnung Standarte 99„Viktor Lutze“. Die Wahrung des Vermächtnisses des verstorbenen Stabschefs wurde hierdurch in besonderer Weise der Standarte anvertraut, mit der Viktor Lutze als ehemaliger„Gausturmführer Ruhr“ aufs engste verbunden war und in deren Reihen die ersten Mitkämpfer Viktor Lutzes standen. An den Bächen Sardiniens Kobert Büsenigen: Von Kriegsberichter Robert Büschgens Mit Ausländerinnen verheiratete Türken. Wie verlautet, können von jetzt ab die Türken, die mit Ausländerinnen verheiratet sind, keine amtlichen Posten mehr bekleiden. (PK.) Der deutsche Soldat ist ein weitgereister Mann geworden im Verlaufe dieses Krieges. Wohin immer die Sehnsucht nach der Ferne deutsche Menschen trieb, was vielen in früheren Zeiten lebenslang ein Traum blieb, dorthin hat er seinen Fuß gesetzt, das hat er mit seinen eigenen Augen gesehen. Und immer neue Gebiete und Länder eröffnet ihm der um sich greifende Krieg. Aber ob die ganze Schönheit der Welt vor ihm ausgebreitet liegt, die Weite, Wildheit oder Romantik einer Landschaft, die leuchtenden Farben oder das bunte Leben einer Stadt ihn beeindruckt; immer wieder wird an ihm das vor fast einem Jahrtausend gesprochene Wort Walthers von der Vogelweide wahr: „Lande hab ich viel gesehen, nach den besten schaut ich allerwärts. Uebel möge mir geschehen, wenn ich je bereden ließ mein Herz, Daß mir wohlgefalle fremder Lande Brauch——“ An den Bächen Sardiniens, die blühende Oasen aus dem unter der Sonne dorrenden Lande sprießen lassen, erheben sich die Zelte der deutschen Landser. Die Wasser rieseln teils niedrig über flache Steine, teils haben sie sich tief in den lehmigen Boden gegraben; aber immer windet sich der Wasserlauf durch eine kleine, grüne Wildnis. Sie fließen nicht allzu klar, diese Bache, aber ihre kleinen Wellen bieten in der brütenden Hitze des Tages wohltuende Erfrischung. Es mag sein, daß der Landser auf Sardinien der Heimat besonders nahe zu sein glaubt, wenn frühmorgens der Ruf des Kuckucks in sein Zelt dringt oder abends das Konzert der Frösche, das schrille Zirpen unzahliger Zikaden, der Schrei eines Käuzchens. Aber dann tönt dazwischen das aufreizende Summen der Moskitos, die gierig um das schützende Netz schwirren, und erinnert daran, daß draußen um das Zelt herum nicht Tannen stehen, nicht Buchen oder Birken, sondern bizarre Kaktusgruppen oder Korkeichen und Olivenbäume. Und die kahlen Abhänge der Berge unter der glühenden Sonne des Mittags wissen nichts von dem erquickenden Schatten deutscher Wälder, deren Geheimnis uns von Urzeiten her vertraut ist. Wo deutsche Soldaten mit der einheimischen Bevölkerung in Berührung kommen— einem dunklen, gedrungenen Menschenschlag von heiterem Naturell, der vereinzelt noch die alte Volkstracht trägt—, bilden sie und ihre Waffen einen Gegenstand der Neugierde und des Staunens. Freundliches Winken und Grüßen begleitet das Auto überall hin, und besonders die sardinische Jugend ist ein häufiger Gast in den Zeltlagern, und hat mit den deutschen Soldaten rasch Freundschaft geschlossen. Man stößt auf ruhrende Beweise unerschütterlichen Zutrauens auf die Kraft der gemeinsamen Waffen, die zugleich besonders eindringlich die Entschlossenheit und den Willen zum Ausdruck bringen, sie bis zum Endsieg zu führen. Der deutsche Soldat aber, der neben seiner stündigen Kampfbereitschaft und trotz der anscheinenden Selbstverständlichkeit, mit der er neue Länder und Gebiete betritt, nie die Aufgeschlossenheit für ihre Art und ihre Schönheiten verliert, lernt durch sein Erleben und seine Erfahrungen vor allem eins: Die Heimat lieben... Und er weiß, daß er für sie kämpft, wo er auch stehen mag. Riesige Gewinne der angelsächsischen Reeder Genf, 27. Juni.„Phantastische Profite"— bis zu 80 Prozent— hätte eine ganze Reihe britischer Werften gemacht, schreibt die englische Wochenzeitschrift „Tribune". Diese Werften bauten im Auftrag der Admiralität Kriegsschiffe für die britische Marine. Aber das, was man zur Zeit aus den USA. höre, stelle diese kriegsgewinnlerischen Geschäfte noch in den Schatten. Der Untersuchungsausschuß für die Fragen der Handelsmarine im Washingtoner Oberhaus habe nämlich jetzt einen Bericht veröffentlicht, in dem das Ergebnis einer genauen Untersuchung der Geschäfte enthalten sei, die amerikanische Reedereien machten, deren Schiffe von den Engländern für die Transporte zum Mittleren Osten gechartert wurden. Während der kritischen Monate im Frühjahr und Herbst 1941 seien von 81 privaten amerikanischen Handelsschiffen 90 Fahrten zum Mittleren Osten gemacht worden. Die Schiffseigentümer habe die USA.=Regierung aus Leihund Pachtmitteln bezahlt. die reinen Unkosten hätten für die Schiffseigentümer in diesem Fall 1,1 Millionen Pfund Sterling betragen. während sie sich aber für diese Dienstleistungen insgesamt 7,6 Millionen Pfund Sterling ausbezahlen ließen. Ihr Gewinn habe sich daher auf 6,5 Millionen Pfund Sterling gestellt. d. h. sie hätten einen Reingewinn von 600 Prozent eingestrichen. Man sehe also, bemerkt„Tribune“, die Reeder könnten sowohl in Amerika als auch in England mit diesem Krieg prächtig zufrieden sein. In England frage man sich nur, ob die Bevölkerung, wenn erst einmal über die Leih= und Pachtverpflichtungen abgerechnet werde, auch für diese schieberhaften Gewinne aufkommen müsse, denn diese Art von Profitmacherei sei keineswegs besser als die übelste Spekulation am schwarzen Markt. * Spanische Arbeiter in Deutschland werlin, 28. Juni.(PK.) Daß der Arbeiter des befreundeten Spaniens freiwillig sich zum Einsatz in Deutschland in großer Zahl meldet, gibt seinem Wollen ein ganz besonderes Gesicht. An ihn wird in seinem Heimatland die Werbung der deutschen Vertretung herangetragen, die sich anfangs auf nichts anderes stützen konnte als auf Angaben über seinen Lohn, der ihm in deutschen Betrieben gezahlt wird, über die soziale Betreuung und über das, was er dafür zu geben hat: die Kraft seiner guten und ehrlichen Leistung. Heute, nachdem bereits Tausende dieser Freiwilligen in deutschen Betrieben schaffen, kann man der Werbung eine bedeutsame Untermauerung geben: die Briefe und Aussagen der Spanier, die als erste gewagt und in keinem Falle bereut haben, daß sie dem Rufe Deutschlands folgten. Zwei Jahre müssen sie sich vertraglich verpflichten, und erst nach Ablauf von zwölf Monaten dürfen sie ihren Urlaub antreten, in dem sie bereits nicht nur beachtliche Ersparnisse, sondern eine Summe beruflicher Erfahrungen und Kenntnisse des neuen Deutschlands aus eigener Anschauung mitbringen. So werden sie gleichzeitig auch Propagandisten im besten Sinne: denn was sie zu sagen wissen, wurde ihnen selbst und unmittelbar zuteil. Zunächst werden die sich meldenden Freiwilligen in engster Zusammenarbeit zwischen der deutschen Vertretung für die Werbung und den zuständigen spanischen Syndikaten zusammengestellt, auf ihre fachliche Eignung ausgesucht, von spanischen Aerzten auf ihre Gesundheit untersucht und endlich in Transportzugen oder auch Einzeltrupps nach der französischen Grenzstation Hendaye gebracht, wo sie für 24 Stunden Aufnahme in einem Lager finden. Dort werden sie neu eingekleidet, vom Unterhemd bis zum Anzug, vom Schuh bis zum Hut, ihre Pässe geprüft, so daß sie die lange Reise bis zum Ort ihres Einsatzes antreten können. Was diese willigen und tüchtigen Arbeitskräfte aus Spanien besonders auszeichnet, ist ihre„Kunst der Improvisation“, d. h. sie stellen sich in sehr kurzer Zeit auf die neuen Gegebenheiten und Verhältnisse um und leisten bereits nach wenigen Wochen qualitativ hochwertige Arbeit. Sie sind ihrerseits aber auch begeistert von all dem Neuen, das sich ihnen fachlich bietet. Nicht nur in Briefen, sondern immer wieder auch in Rede und Gegenrede, im Gedankenaustausch untereinander stellen sie die vorzüglichen Arbeitsmethoden deutscher Fabriken, die hervorragende Qualität der Maschinen und des Handwerkszeugs fest. Familienväter sind es, die das Hauptkontingent der spanischen Arbeiter stellen. Sie wollen zu ihrem Fachwissen neu hinzulernen. Und in gleichem Maße wie die Angehörigen der Freiwilligen Spanischen Division, die im Osten Lorbeeren an ihre stolze Fahne heften, sind sie vom Gedanken beseelt, das Ihre beitragen zu müssen zum Sieg, zur neuen Einheit, zum neuen Leben Europas. Sie greifen zurück auf die blutigen Erfahrungen, aus den Kämpfen mit dem Bolschewismus im eigenen Lande. Darin liegt wohl auch ein gut Teil Grund zu ihrer vorbildlichen Haltung, die ihnen vom deutschen Betriebsführer immer wieder nachgerühmt wird. Der Leiter der deutschen Dienststelle in dem Grenzort Hendaye weiß uns viel zu berichten von der Aufgeschlossenheit der in Urlaub Heimkehrenden, von ihren erstaunlich bohen Ersparnissen, von den kleinen Kenntnissen der deutschen Sprache, die zu freundlichen Verwechslungen Anlaß geben, und er weiß auch, daß nicht einer von denen, die heute für kurze Wochen zu den Ihren heimkehren, bei der Rückfahrt nach ihrer deutschen Arbeitsstelle fehlen wird. So ehrlich und überzeugt sind sie von der Notwendigkeit der Brüderschaft mit Deutschland, zu deren immer stärkerer Geltung sie an der Werkbank in gleichem Maße beitragen wie die tavferen Brüder unter der Fahne der FreiwilligenDivision. Kriegsberichter Alfred Guentzel. Seite 3 Nr. Die Opse Nach den n sind bei dem le 100 Volksgenosse Maßlose Niedertrucht Die Deuische Reiehsbalm Miieialen Kneg Technisch und finanziell für alle Aufgaben bereit In einem gigantischen Zahlenwerk legt der in diesen Tagen der Oeffentlichkeit übergebene Geschäftsbericht der Deutschen Reichsbahn Rechenschaft ab über die Entwicklung des Jahres 1942 bei diesem gewaltigen Verkehrsbetriebe. Die Ziffern dieses Jahresabschlusses geben wieder beredten Ausdruck für eine beachtliche weitere Steigerung der Transportleistungen im vergangenen Jahr, eine Entwicklung, die sich übrigens auch im laufenden Jahr noch weiter fortpflanzt. Unwillkürlich erhebt sich da die Frage, wie ein solcher Zuwachs ermöglicht werden konnte angesichts der Tatsache, daß die Materialseite dieser Entwicklung sicherlich nicht das Schwergewicht geben konnte. Ueber die reine Registrierung eines Finanzergebnisses hinaus wird eine Dynamik in diesem Jahresrückblick erkennbar, in der sich deutlich die Impulie ausdrücken, die die in der Reichsbahn tätigen Menschen ihrer Arbeit gegeben haben. Wsb Der deutsche Eisenbahner, besonders der des Außendienstes, hat diese Transportschlacht geschlagen! Wohl kein Berufszweig ist schon in Friedensmaßstäben durch Tag= und Nachtdienst, durch Verantwortung für die Sicherheit von Menschen und wertvollem Gut und durch Einsatz über weite Strecken oft fern von der Heimat derartig in Anspruch genommen wie der Eisenbahner des Lokomotivfahrdienstes, des Zugbegleitdienstes, des Betriebs= und Verkehrsdienstes, des Werkstätten= und Bahnunterhaltungsdienstes. Selbst Sonn= und Feiertage, ja sogar der Nationale Feiertag der deutschen Arheit bindet ihn an den Dienst am rollenden Rade. Was der Geschäftsbericht aber an Mehrleistungen aufweist, ist nur möglich gewesen durch eine weitere Aktivierung dieser traditionellen Einsatzbereitschaft. Diese Mobilisierung der menschlichen Reserven wurde wachgerufen und gestützt durch eine bewegliche und anpassungsfähige Führung des deutschen Verkehrs, die auch mit Improvisationen die tagtäglich auftretenden immer wieder wechselnden Anforderungen an das Transportwesen gemeistert hat. So konnte es möglich werden, daß die im Anfang vorigen Jahres auftretenden Diskussionen über Transportschwierigkeiten still geworden sind. Noch ein Moment bedarf der Hervorhebung: Die Millionengefolgschaft der Deutschen Reichsbahn ist ja nicht nur im Heimatgebiet eingesetzt. Viele Zehntansende erfüllen unmittelbar bei der Truppe ihre Kriegspflicht, viele weitere sind im Feldeisenbahndienst eingesetzt und vor allem ein hoher Prozentsatz der im besten Mannesalter stehenden Stammkräfte tun als„blaue Eisenbahner" ihren Dienst auf den von der Reichsbahn betriebenen stählernen Wegen zu der Front auf den weiten Gebieten des Ostens oder sind in den anderen besetzten Gebieten eingesetzt. Zahlreiche Aushilfskräfte sind dem Stammpersonal der Heimat zur Seite getreten. Hier verdient eine besondere Anerkennung der Einsatz der Frau bei der Reichsbahn. Eine neue Kriegskameradschaft der Reichsbahner in der Heimat hat sich gebildet, die voll Stolz ihre Leistungsergebnisse in dem Geschäftsbericht widergespiegelt sieht, 4 Der Durchbruch der Erkenntnis über die Bedeutung des Transportwesens für Kriegführung, Rüstungswirtschaft und Ernährung des deutschen Volkes, wie er sich seit Ende Mai vorigen Jahres endgültig vollzog, hat noch eine weitere für die Leistungssteigerung wichtige Voraussetzung geschaffen. Mit der Eröffnung der neuen Transportschlacht ging einher eine Aktivierung der Zusammenarbeit aller mit dem Verkehrswesen zusammenwirkenden Stellen in den Reichsministerien, der Wirtschaft und ihrer Selbstverwaltungsorgane, die zu einer engen Kameradschaft von Verkehrsteilnehmern und Verkehrsträgern führte. Für sie wurde z. B. die Gründung der zentralen Verkehrsleitstelle ein organisatorischer Ausdruck. Im Zeichen dieser Zusammenarbeit aab der Reich?minister für Bewaffnung und Munition und der Reichswirtschaftsminister seine Anordnungen zur Transportentflechtung heraus. In der gleichen Bereitschaft wurde die auf Initiative der Reichsbahn betriebene Bevorratungsaktion zum Abbau der Verkehrsspitzen und zur Auffüllung der Verkehrstäler von allen beteiligten Stellen und Wirtschaftskreisen ausgenommen. Als der Führer dem Reichsminister für Bewaffnung und Munition Entwicklung und Bau der Kriegslokomotiven übertragen hatte, brachte Reichsminister Speer durch die Aufnahme des Fahrzeugbaues in sein Rüstungsprogramm auch nach der Materialseite die in diesem Jahr noch um so spürbare wichtige Entlastung, wie auch die OT. bei dem Bauprogramm der Reichsbahn im Osten ihre umfangreiche und schlagkräftige Unterstützung bei dieser kriegswichtigen Aufgabe zur Verfügung stellte. Ja, diese kameradschaftliche Haltung zu der Reichsbahn und den übrigen Verkehrsmitteln dehnte sich auf die gesamte Bevölkerung in der Bildung von Abbolgemeinschaften während des vorigen Herbstspitzenverkehrs aus. Alle diese Faktoren: die gewaltige Leistungssteigerung der Reichsbahngefolgschaft, die lenkenden Maßnahmen der Leitung und die Kameradschaft sämtlicher Verkehrsteilnehmer brachte jenen Zusammenklang, der der Parole:„Räder müssen rollen für den Sieg!" zu ihrer Popularität und damit zu ihrem Gemeinschaftserfolge verhalf. Nach der Rückschau wenden wir den Blick in die Zukunft. Der totale Krieg hat die Menschen härter gemacht und auch dem Eisenbahner in seinem Aufgabenkreis sein besonderes Gepräge gegeben. Der Bombenkrieg in den Heimatgebieten und der ständige Kampf des blauen Eisenbahners auf den Lebensadern der Front in den Weiten des Ostens haben auch die Berufstradtion weiter geformt und fortentwickelt. Ein wehrhafter Typ des Eisenbahners, der wie der Soldat die Waffe zu führen weiß gegen den heimtückischen Gegner, hat sich im Osten herausgebildet. Ihm ebenbürtig steht die soldatische Haltung des Eisenbahners im Bombenkriegsgebiet da. Ein neuer Berufsmpthos hat sich hier enthüllt: Eine Verschworenheit mit dem rollenden Rade, die keine Pausen in diesem Rhythmus duldet, ein sittliches Bewußtsein von der Verpflichtung zur ununterbrochenen Durchführung des Transports. In diesem Berufsethos kann das deutsche Volk die beste Garantie für die Meisterung der Transportaufgaben im Zeichen des totalen Krieges auch in der Zukunft erblicken. Wird eine spätere Geschichtsschreibung erst den Dank der Nation für alles Geleistete abstatten können, so wird heute der Respekt vor dem Eisenbahner, der nicht nur während des Alarms sondern während der Bombenangriffe selbst seinen Dienst weiter versieht, oder der im Osten mit der Waffe in der Hand seine Station oder seinen Zug mit wertvollster Last verteidigt, der beste Dank sein und der höchste Ansporn für seine vielseitigen weiteren Zukunftsaufgaben. Wie die feindlichen Luftgangster auf Sardinien die Zivilbevölkerung überfallen Rom, 27. Juni.(Von unserem..=Berichterstatter.) Die Jagd auf den einzelnen Mann auf der Straße oder auf freiem Feld und seine Beschießung mit Explosivmunition ist von den anglo=amerikanischen Luftgangstern bei ihren kürzlichen Angriffen in Sardinien bewußt zum System erhoven worden, wie ein dorthin entsandter Sonderkorrespondent der„Tribuna" feststellt. Diese Methoden haben überhaupt nichts mehr mit der Kriegführung von Soldaten eines Kulturlandes zu tun. Es handelt sich vielmehr um das zum System erhobene Verbrechen, das aus Gründen der Perversität, maßloser Niedertracht oder toller Raserei begangen wird. Man könnte im übrigen von einer regelrechten Technik dieses Systems sprechen. Sie besteht darin, daß aus einem feindlichen Fliegerverband plötzlich ein oder zwei Bomber sich in großer Höhe absondern, spiralenförmig niedergehen, um dann fast unmittelbar über der Erde dahinzujagen und einen Menschen mit ihrem Kugelregen zu überschütten. Das Verbrechen sei um so niederträchtiger, als es regelrecht über einem Gelände ohne Flakschutz ausgeübt werde, so daß jeder dieser Luftgangster sicher sei, daß er seine Gemeinheit nicht mit dem Leben zu bezahlen habe. Sobald diese Verbrecher jedoch die leiseste Gefahr von Flakbatterien oder Jagdmaschinen wittern, verzichten sie auf dieses gemeine Mordsystem. In seiner Dokumentierung zählt der Sonderkorrespondent der„Tribuna“ eine Reihe von Fällen auf. So z. B. wurde in dem kleinen Stödtchen Lussurgia eine Gruppe von Schülern unter dem Kugelregen eines Feindbombers im Tiefflug hingemordet. In der Nähe von Sassari wurde ein kleines Auto, das eine Hebamme über Land bringen sollte, von nicht weniger als 10 Bombern umkreist und mit Explosivmunition beschossen, Waisenhauses. I schüttet, von den Zustande geborge hause anwesende von denen 6 der die übrigen 43 1 Die ganze A bei diesen Rettun Luftschutzpolizei, gungstrupps der weit wie nur ebe Aus welcher lehrt uns der tä greifen eine Ben nalisten Wickham sten Betrachtunge und italienische einem althergebi und nach einer würden. Er ver überfälle auf we. sen, die von de werden!“ Und vor einigen Tag immer wieder de diese Bombenang zwungen würden Worten spricht! ner, die vor kein immer wieder n zu werden und b einen solchen Fe Mord an diesen nicht ungerächt b Bochums Sän Die Sänger und Eisen".„S ner",„Gußstahlg zu einer Chorpr Mittwoch abend der Chorprobe i für die durch Volksgenossen. 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Der brutalste Ueberfall trug sich in der unmittelbaren Nähe von Sassari selbst zu, wo eine Familie auf der Heimfahrt in ihrem Wagen angegriffen, zuerst das Pferd abgeschossen und dann der Vater ermordet wurde, während Mutter und Kind mit einigen Wunden davonkamen.„Diese Mörder“, so erklärte die Mutter als Kronzeugin für Tausende und aber Tausende anderer Mütter zu dem Korrespondenten,„diese Mörder, die Mütter und Kinder abschießen, können niemals den Krieg gewinnen. Gott wird sie strafen!" Ministerialret Dr.-Ing. Gerbard Sommer Reichsseeschiffahrtsschule Danzig. Zur weiteren Ausgestaltung der neuen östlichen Reichsgaue wurde im Hinblick auf die sich anbahnende Wirtschaftsentwicklung die alte Danziger Navigationsschule als Reichsseeschiffahrtsschule Danzig neu eröffnet. An dieser Schule werden zunächst am 1. 11. 1943 und am 12. 4. 1944 je ein Lebrgang zum Steuermann auf große Fahrt beginnen, denen weitere Lehrgänge für die große Fahrt und bei Bedarf auch für die kleinere Fahrt folgen werden. Organisierter Diebstahl von Lebensmittelkarten Die Pariser Unterwelt arbeitet mit Gründlichkeit JJ. Paris, 26. Juni.(Von unserem Ste.=Berichterstatter.) Der Diebstahl von Lebensmittelkarten hat in Frankreich, Ausmaße angenommen, die alle früheren Erfahrungen äuf diesem Gebiete in den Schatten stellen. Es scheint, daß alle lichtscheuen Elemente, die früher die Wahl zwischen mehreren Betätigungsfeldern hatten, sich jetzt auf den Diebstahl und den Vertrieb echter Lebensmittelkarten umgestellt haben. Die Organisation der Pariser Unterwelt kommt ihnen dabei zustatten. Es handelt sich nämlich nicht mehr um einzelne Diebstähle. Die Diebesarbeit beginnt regelmäßig in der letzten Woche eines jeden Monats, wenn die neuen Lebensmittelkarten zum Versand kommen, noch bevor sie an die Verbraucher zur Verteilung kommen. Die sich häufenden Diebstähle ganzer Lebensmittelkartenpakete aus dem Gewahrsam der Rathäuser zeigen aber auch, daß die„Kundschaft“ keine gefälschten Lebensmittelkarten mehr haben will, sondern für ihr Geld echte kaufen kann. In diesen Tagen werden allein folgende Diebstähle aus den Städten Paris, Evreux, Marseille, Montpellier und Nevers gemeldet: 14 500 vollständige Monatslebensmittelkarten. 700 Milchkarten, 46000 Blatt Brotkarten, ferner Seifenkarten, Fleischkarten sowie Gummistempel von Kartenverteilungsstellen. Italienische=Boote versenkten bisher 210 Kriegs= und Handelsschiffe. Seit Kriegsbeginn bis heute haben italienische=Boote insgesamt 210 feindliche Kriegs= und Handelsschiffe versenkt. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs(im Felde). Stellvertretender Hauptschriftleiter: Dr. Josef Schwermann. Verlag und Druck: Laupenmüdlen& Dierich# Zur Zeit ist Preisliste Nr. 12 gültig. PORTIER R0 17) Melati hat ur was Gedankenfür „So ungefähr „Sehen Sie, zehnmal, nein zu gebracht.. „Ja, das kenn eurer Haut stecke müssen, auf hund würdigkeiten ser Mensch kann ein zur Weißglut rei Nichts machen weiß immer alles lieben Gott in Bianchi zieht die Frau Agyrikos a sind bis vor ihre „Ich brauchte wollte ihr noch e Stock nahelegen. appartements bek Ich hatte schon d sen. Aber sie viel an einer Ur für mehrere Gäst „Sie hätten il tisch zugedrückt, hatten. „Theoretisch— „Wie oft sind — Sie klopften a „Ich bekam ke „Und gingen Welati nickt. „Und was hal „Ich habe den Sie können dort trübten Rest sehhabe. „Das ist imn „Gehen wir also sutschland Arbeiter des bezum Einsatz in bt seinem Wollen wird in seinem Vertretung hers anderes stützen Lohn, der ihm in r die soziale Ber zu geben hat: Leistung. 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Seite 3 Nr. 149/ Bochumer Anzeiger| 2 Bochumer Nachrichten Die Opfer des letzten Terrorangriffs Nach den nunmehr abgeschlossenen Feststellungen sind bei dem letzten Terrorangriff auf unsere Stadt 100 Volksgenossen gefallen, darunter 65 Kinder des Waisenhauses. Insgesamt waren hier 104 Kinder verschüttet, von denen 28 unverletzt und 11 in verletztem Zustande geborgen werden konnten. Von den im Waisenhause anwesenden Erwachsenen waren 53 verschüttet, von denen 6 den Tod fanden, während 4, verletzt und die übrigen 43 unverletzt geborgen werden konnten. Die ganze Anteilnahme unserer Bevölkerung war bei diesen Rettungsarbeiten, die von den Männern der Luftschutzpolizei, der Technischen Nothilfe und der Vergungstrupps der Zechen mit unermüdlichem Einsatz soweit wie nur eben moglich beschleunigt wurden. Aus welcher Gesinnung solche Greueltaten entstehen, lehrt uns der tägliche Blick in die englische Presse. Wir greifen eine Bemerkung des bekannten englischen Journalisten Wickham Steed auf, der in einem seiner jüngsten Betrachtungen zu den Bombenangriffen auf deutsche und italienische Stadte sagte, daß diese Terrorangriffe einem althergebrachten britischen Prinzip entsprachen und nach einer wohlbegründeten Taktik durchgeführt würden. Er vergleicht dann diese verruchten Mordüberfälle auf wehrlose Frauen und Kinder mit„Schüssen, die von der Polizei gegen Gangster abgegeben werden!" Und im englischen Nachrichtendienst sagte vor einigen Tagen der Sprecher, man ertappe sich immer wieder dabei, daß man sich freue, wenn durch diese Bombenangriffe Manner, Frauen und Kinder gezwungen würden, so schrecklich zu leiden! Aus diesen Worten spricht brutaler Mordsinn entmenschter Gegner, die vor keiner Gemeinheit zurückschrecken. Es ist immer wieder notwendig, sich dieser Tatsache bewußt zu werden und bewußt zu bleiben, um im Kampf gegen einen solchen Feind hart zu bleiben. Auch der feige Mord an diesen unschuldigen Bochumer Kindern wird nicht ungerächt bleiben. Bochums Sänger beteiligen sich an der Trauerfeier Die Sänger der Männergesangvereine„Schlägel und Eisen",„Sängervereinigung",„Bochumer Männer",„Gußstahlglocke“ und„Einigkeit“ werden hiermit zu einer Chorprobe in das Lokal Ludger König zu Mittwoch abend 19.30 Uhr dringlichst eingeladen. Zweck der Chorprobe ist die Teilnahme an der Trauerfeier für die durch Feindeinwirkung gefallenen Bochumer Volksgenossen. Der Kreisleiter bittet auf diesem Wege die Betriebsführer, die Sänger zum Zwecke der Teilnahme an der Trauerfeier zu beurlauben. Bochumer wurde befördert =Rottenführer Heinz Reising, Sohn der Eheleute Heinrich Reising(Weitmar), wurde zum Unterscharführer befördert. dem Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnet Dem Obergefreiten Adolf Schröder. Sohn des Kriegsbeschädigten Adolf Schröder(Hordel), wurde im Fronteinsatz das Kriegsverdienstkreuz 2. Kl. mit Schwertern verliehen. Neue Festmengen für Tabakwaren Für die Zeit vom 1. bis 14. Juli 1943 sind neue Festmengen für Tabakwaren bestimmt worden. Näheres ist der Bekanntmachung des Oberbürgermeisters zu entnehmen. Wehrmachtwagen dunkelgelb Das Wehrmachtgrau, das nicht nur die Straßen an den Fronten, sondern auch das Straßenbild der Heimat in den letzten Jahren beherrschte, wird jetzt mehr und mehr verschwinden. Auf Grund der praktischen Erfahrungen hat sich die Wehrmacht zu einer neuen Farbe entschlossen, die dem bisherigen Afrikaanstrich ahnlich ist. Alle Kraftfahrzeuge und Anhänger der Wehrmacht, ferner sämtliche Kraftfahrzeuge und Anhänger des Kriegslieferungsprogramms einschließlich derjenigen, die an Behörden, an die Wirtschaft und für den Export geliefert werden, erhalten statt des jetzigen wehrmachtgrauen Anstrichs fortan einen dunkelgelben Anstrich. Auch die vorhandenen Kraftfahrzeuge werden im Laufe der Zeit auf die neue Farbe umgespritzt. Diebsthal von Jagdgewehren. Beim Bergen von Sachen aus einem beschädigten Hause wurden ein Jagdgewehr, Kaliber 15 Millimeter, ein Browning und eine Vogelbüchse gestohlen. Schafbock gestohlen. Nachts wurde von der Weide der städtischen Ziegelei an der Wasserstraße ein drei Monate alter Schafbock gestohlen. Angaben, die zur Ermittlung der Täter führen können und auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei oder jede andere Polizeidienststelle. (ende Bialnn oi...„„„„„ indem er ihr eine Rente in Hohe von monatlich 130 Reichsmark zahlte. Der Vater der beiden unehelichen Kinder verlangte nun von der Steuerbehörde, daß die Unterstützung der unehelichen Mutter mit monatlich 180 RM. als eine ihm zwangsläufig erwachsende außergewöhnliche Belastung angesehen werde. Er beantragte, ihm mit Rücksicht auf die hohen Unterhaltszahlungen eine Ermäßigung der Einkommensteuer zu bewilligen. Finanzamt und Oberfinanzpräsident lehnten diesen Antrag ab. Der Reichsfinanzhof dagegen erklärte die Ermäßigung der Einkommensteuer in solchem Falle für grundsatzlich zulässig.(RFH. 8. 12. 42 IV. 134/42 RStBl. 1943/20). Der Reichsfinanzhof führt zur Begründung seiner Entscheidung u. a. folgendes aus: Eine außergewöhnliche Belastung im Sinne von § 83 des Einkommensteuergesetzes liege dann vor, wenn einem Steuerpflichtigen zwangsläufig größere Aufwendungen entstanden seien als der Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverhaltnisse, gleicher Vermögensverhältnisse und gleichen Familienstandes, falls diese Aufwendungen die steuerliche Leistungsfähigkeit des Pflichtigen wesentlich überstiegen. Die Belastung erwachse dem Steuerpflichtigen zwangsläufig, wenn er sich ihr aus tatsächlichen, rechtlichen oder sittlichen Grunden nicht entziehen könne. In den Einkommensteuerrichtlinien seien als Beispiele außergewöhnliche Aufwendungen genannt, die dem Steuerpflichtigen durch Unterhaltsgewahrung für mittellose Angehörige oder an geschiedene Frauen entstanden sind. Der Reichsfinanzhof führt weiter aus, diese Beispiele rechtfertigen nicht den Schluß, daß die Aufwendungen des Vaters für die von ihm unterstützte Mutter seiner unehelichen Kinder nach§ 83 des Einkommensteuergesetzes nicht steuerbegünstigt seien. Die Aufwendungen des Steuerpflichtigen für die Mutter der unehelichen Kinder könnten als„zwangsläufig entstandene Aufwendungen" nicht deshalb abgelehnt werden, weil es sich bei der Empfängerin nicht um eine„Angehörige" im Sinne der Steuergesetze handele. Das Gesetz schließe nicht aus, daß Aufwendungen auch für andere Personen je nach Lage des Falls als zwangsläufig anerkannt werden könnten, wenn sich der Steuerpflichtige ihnen nicht zu entziehen vermöge oder dürfe. Dies könne ausnahmsweise auch dann der Fall sein, wenn es sich Mistungen eines Vaters .* Fraller seiner unehelichen Kinder gegenüber steuerlich als„außergewöhnliche Belastung“ anerkannt worden sind. Durch die Gewahrung solcher steuerlichen Vorteile wird ein Anreiz gegeben zur Zahlung solcher aus sozialen Gründen meist erwünschten und notwendigen Unterhaltsbeiträge. Rechtlich kann die uneheliche Mutter derartige Unterstützungen bisher leider nicht verlangen. Das Burgerliche Gesetzbuch gibt der unehelichen Mutter in§ 1715 lediglich einen Anspruch auf Ersatz der Entbindungskosten sowie der Unterhaltskosten für die ersten sechs Wochen nach der Entbindung. Falls durch die Schwangerschaft oder Entbindung weitere Aufwendungen notwendig werden, sind allerdings auch diese zu ersetzen. Mehr kann die uneheliche Mutter dagegen rechtlich nicht verlangen. Besonders steht ihr kein Unterhaltsanspruch für die Zeit zu, wo das Kind noch pflegebedürftig ist und die Mutter nicht arbeiten kann, ohne das Kind sich selbst oder fremden Leuten zu überlassen. Auch durch das neue Gesetz zum Schutz der Familie ist in dieser Hinsicht noch keine wesentliche Aenderung eingetreten. Der Vater eines unehelichen Kindes ist zwar mit Strafe bedroht, wenn er die uneheliche Mutter ihrem Schicksal überläßt. Diese Bestimmungen wollen aber offenbar in erster Linie verhüten, daß uneheliche Mütter vor der Geburt des Kindes zur Verzweiflung getrieben werden, wenn der Vater des zu erwartenden Kindes die Mutter sitzen läßt und sich um sie nicht mehr bekümmert. Dagegen wird durch die neuen Vorschriften kein Anspruch der unehelichen Mutter auf Unterhalt für die Zeit nach der Geburt des Kindes über den oben genannten Zeitpunkt hinaus begründet. Trotzdem ist es aber Pflicht eines jeden anständigen Mannes, sich auch nach der Geburt eines unehelichen Kindes nicht nur um dieses Kind selbst, sondern auch um dessen Mutter zu bekümmern und sie zu unterstützen, soweit dies erforderlich und nach den Vermögensverhältnissen der Beteiligten angebracht erscheint. In solchen Fällen besteht auch die Möglichkeit, daß die Steuerbehörden auf Grund der eingangs mitgeteilten Entscheidung des Reichsfinanzhofs die Unterstützung der unehelichen Mutter berücksichtigen und eine Steuerermäßigung bewilligen. Die Finanzbehörden werden gegebenenfalls das Einkommen des Mannes in Höhe der an die uneheliche Mutter geleisteten Unterstützung im Rahmen des§ 33 EStG, als außergewöhnliche Belastung steuerNeue Abholstellen für den„Bochumer Anzeiger“ sind errichtet bei: Kolonialwarengeschäft Sonneborn, Markstraße 339, für die Bezieher der Wohlfahrtstraße, Markstraße, Knappenstraße: Kolonialwarengeschäft Wegener, Hildegardstraße 7, für die Bezieher der Vollbruchstraße, Dorstener Straße. Hildegardstraße, Robertstraße, Feldsieper Straße. Am Friedensgrund. Wanner Straße: Schreibwarenhandlung Carpentier, Antoniusstraße 7, für die Bezieher des Moltkemarktes, der Sedanund Antoniusstraße: Kolonialwarengeschäft Bäßgen, Wiemelhauser Str. 28, für die Bezieher der Wiemelhauser, Finken=, Düppel=, Süde. Mauritiusstraße: Trinkhalle Hohenstein, Essener Straße 25, auch für die Bezieher der Ernst=, Cimbern=, Goldbammer und Gotenstraße: Wirtschaft Walburg, Poststraße 45, für die Bezieher der Post= und Hofsteder Straße: Drogerie Günther, Hattinger Straße 34, Zigarrengeschäft Meier, Hattinger Straße 86, für die Bezieher der Hattinger, Ehrenfeld=, Diberg=, Meinolphus=, Hugo=Schultz=, York=, Dechen= u. Sternstraße. Verlag des„Bochumer Anzeiger“. rei lassen. Diese Vergünstigung wirkt sich besonders n den höheren Steuerstufen recht beträchtlich aus. So ann es vorkommen, daß die Hälfte der Unterstützungseistungen und mehr durch die Steuerermäßigung ausgeglichen wird. Dr. M. Schulabschlußappelle! Am Mittwoch, dem 30. Juni, finden weitere Schulschlußappelle statt. Gruppe XV in der Verwaltungsakademie, Wittener Straße 61; Annette=von=Droste=Hülshoff=Schule — Mittelschule für Mädchen—. Abe=Straße 10, 9 Uhr; Gruppe XVI in der Bertha=Krupp=Schule an der Schragmüllerstraße 1/5, 11 Uhr: 1. Fontaneschule— Volksschule für Jungen—, Bertastraße 53, 11 Uhr; 2. Bertha=Krupp=Schule— Volksschule für Mädchen—. Schragmüllerstraße 1/5, 12 Uhr: 8. Tirpitzschule— Volksschule für Jungen—. Röhlinghauser Straße 37, 12 Uhr; 4. Richard=Wagner=Schule— Volksschule für Mädchen—. Günnigfelder Straße 60, 12 Uhr. Gruppe XVII in der Verwaltungsakademie, Wittener Straße 61: Hildegardisschule— Staatliche Oberschule für Mädchen—. Augustastraße 6, 15 Uhr. Gruppe XVIII in der Hermann=Löns=Schule, Fröbelstraße 5: 1. Hermann=Löns=Schule— Volksschule für Jungen—. Cruismannstraße 2, 17 Uhr; 2. Jozanna=Sebus=Schule— Volksschule für Mädchen—. Herner Straße 427, 18 Uhr. Versammlung der Klasse 5 der Bismarckschule Dienstag, den 29. Juni, 18 Uhr, findet eine Verammlung der Eltern der Schüler der Jahrgänge 926/27 aus den Klassen 5 der Bismarckschule, Konigsallee, im unteren Korridor der Schule statt. Es handelt sich bei der Besprechung um die Einberufung der Schüler zum Luftwaffenhelferdienst. 6. und 7. Schultraneporte Achtung für die Umquartierung der Bochumer Schulen! Der 6. Schultransport geht am Mittwoch, dem 80. Juni. Er umfaßt: a) die Schillerschule(z. Z. Königsallee 79), b) die Harkortschule(Wiemelhauser Straße 270). Sämtliche gemeldeten Fahrtteilnehmer haben sich um 12 Uhr an der Verladerampe des Guterbahnhofs Bochum Hauptbahnhof, Eingang Ehrenfeldstraße, pünktlich einzufinden. Der 7. Schultransport geht am Mittwoch, dem 30. Juni. Er umfaßt: a) die Boelckeschule(Gahlensche Straße 36), b) die Brenscheder Schule(Baumhofstraße). Sämtliche gemeldeten Fahrtteilnehmer haben sich um 14 Uhr an der Verladerampe des Guterbahnhofs Bochum Hauptbahnhof, Eingang Ehrenfeldstraße, pünktlich einzufinden. Nebenstelle des Finanzamtes jetzt Uhlandstraße Die Nebenstelle des Finanzamtes Bochum ist von der Franzstraße 3/5 in das Hauptgebäude des Finanzamtes Uhlandstraße 37 verlegt worden. Sonderförderung für Soldatenstudenten Das Reichsstudentenwerk hat an zusätzlicher Studienförderung, die über die Sonderforderung hinaus für Kriegsteilnehmer gewährt werden kann, im Wintersemester 1942 einen Betrag von 450000 Reichsmark verausgabt. Davon 250000 Reichsmark für Fachschulförderung. Weiterhin wurden an Familienbeihilfen insgesamt 599000 RM. in 1918 Fällen, wie an zusätzlicher Familienbeihilfe— in 290 Fällen— 115 000 Reichsmark bewilligt. Der Rundsunk am Dienstag. Reichsprogramm: 14.15: Unterhaltung mit Max Schönherr. 15: Erich Börschel spielt auf. 16: Kleines Konzert. 17.15: Musikalische Kurzweil. 20.15: Schubert, Haydn. 21: Wiener Unterhaltungsweisen.— Deutschlandsender: 17.15: Schubert, Mozart, Strauß. 20.15: Musik fürs Herz. 21:„Eine Stunde für dich.“ PORTIER SRetatt ROMANVON HANSFRBTTAG 17) Melati hat wieder Platz genommen.„Wissen Sie, was Gedankensünden sind, Herr Kommissar?“ „So ungefähr, ja. „Sehen Sie, in Gedanken habe ich Frau Agyrikos zehnmal, nein zwanzigmal im Laufe dieser Tage umgebracht... „Ja, das kennt man. Ich möchte überhaupt nicht in eurer Haut stecken: immer höflich, immer gefällig sein müssen, auf hundert alberne Fragen nichts als Liebenswürdigkeiten servieren. Und solch ein aufdringlicher Mensch kann einen mit seiner giftigen Sturheit bis zur Weißglut reizen. Nichts machen Sie recht. Diese wandelnde Hysterie weiß immer alles besser, kann alles besser, pfuscht dem lieben Gott in seinen allerbesten Absichten herum!" Bianchi zieht die Luft durch die Zähne.„Sie haben Frau Agyrikos also einen plötzlichen Tod gegönnt und sind bis vor ihre Tür vorgedrungen, um——?“ „Ich brauchte das Zimmer, Herr Kommissar! Ich wollte ihr noch einmal die Uebersiedlung in den ersten Stock nahelegen. Sie hätte sogar eines der Fürstenappartements bekommen können. Aber sie wollte nicht. Ich hatte schon durch das Mädchen höflichst bitten lassen. Aber sie wurde geradezu ausfällig. Mir lag sehr viel an einer Umordnung, die mir eine Zimmerfolge für mehrere Gäste freigemacht hätte. Aber nein!" „Sie hätten ihr also wahrscheinlich die Kehle theoretisch zugedrückt, falls Sie sie in die Finger bekommen hatten. „Theoretisch— ja, Herr Bianchi.“ „Wie oft sind Sie aus Wut Mörder in der Theorie! — Sie klopften also an?“ „Ich bekam keine Antwort.“ „Und gingen dann wieder?“ Welati nickt. „Und was haben Sie mit Ihrem Aerger gemacht?“ „Ich habe den Kopf unters kalte Wasser gesteckt... Sie können dort in der Waschschüssel noch den ungetrübten Rest sehen, in den ich mein Gesicht getaucht habe, „Das ist immer das beste“, lobt der Kommissar. „Gehen wir also auch wieder aus dem zweiten Stock hinunter und treten wir an die Rampe!“. Er zieht den Brief aufs neue an sich heran. Seine Zigarre ist ausgegangen; er zündet sie wieder an.„Rauchen Sie jetzt mit?“ über Melati dankt abermals. Er hat früher mal gelesen, daß Untersuchungsrichter die Delinquenten mit etwas Tabak behaglicher machen, sie gelassener, sorgloser stimmen, um sie dann desto sicherer hineinzulegen. Jetzt aber braucht er alle Wachheit und Schärfe, keine Umnebelung. „Fragen Sie doch mal nach, ob Herr Lund inzwischen zurückgekehrt ist!" Giorgio verneint es durch die Tür. „Dieser Giorgio——!“ beginnt Bianchi. „Ist ein Windhund, ja; aber zuverlässig, wenn es darauf ankommt. „Wissen Sie, Herr Melati: Wenn es darauf ankommt, tarnen sich die abgefeimtesten Verbrecher als anständige Kerle... Kann ich Giorgios Personalakte sehen? metali geht an den Kassenschrank. Er muß erst den Schlüssel in der Westentasche suchen. Dabei fällt ein silberner Ring zur Erde und rollt bis mitten in den Raum. Bianchi bückt sich, ihn aufzuheben. Eine Weile versucht er, die runenhafte Inschrift zu entziffern.„Hübsches Stück“, sagte er.„Eine charmante Erinnerung?“ „Nein, ein kleines Geschenk. Ganz unverdientermaßen, weil ich auf Befragen ein Datum nannte, das die betreffende Dame dann beim Roulette setzte— und sie gewann. Bianchi wirft einen kurzen Blick auf den Rücken des Portiers, der immer noch in seinem Schrank kramt. Dann legt er den Ring auf den Tisch. Die Akte ist völlig harmlos: Giorgio Arnoldi, gebürtig aus Reggio=Emilia, sechsundzwanzig Jahre alt. Tadellose Zeugnisse. Einmal allerdings wegen Vorlautheit entlassen. Entfernter Neffe des Direktors Vigona, doch vor diesem ins Haus eingetreten. Hier ausgezeichnete Führung. Zur Beförderung vorgemerkt. „Danke!" Bianchi schiebt die Mappe wieder über den Tisch zurück.„Stecken Sie auch Ihr Amulett wieder ein! Lassen Sie das Glück nicht so leichtsinnig davonrollen! Ich fürchte übrigens zu Ihrem Nachteil, die edle Spenderin hat den Wertgegenstand im Warenhaus Primavera gekauft, Höchstpreis zehn Lire.“ „Ach. Herr Kommissar, wenn ich nicht mal das gelernt hatte, über den Geldwert solcher Geschenke hinwegzusehen—! Darüber könnte man wohl einmal eine Studie schreiben: Für wie dumm hält ein Gast einen Portier?.* „Na ja, glaub' ich schon. Und nun möchte ich mir nochmals den Wohnraum des Herrn Lund betrachten, wenn es möglich ist. Mit dem Lieferantenlift fahren sie wieder in den zweiten Stock hinauf. Melati wagt kaum aufzutreten, als sie am Zimmer der Frau Agyrikos vorüberkommen. Clara läuft mit verweinten Augen umher,„weil es so schrecklich ist". Sie muß dann Henrik Lunds Zimmer aufschließen. Bianchi selber dreht den Lichtschalter an.„Seit wann wohnt er hier?" „Im Januar dürften es zwei Jahre gewesen sein", antwortet Melati. „Für diese Zeitdauer— Sie müssen es zugeben— hat der Herr ein bißchen sehr wenig Gepäck.“ „Er lebt auch sonst wie ein Mönch“, sagt der Portier.„Wenn man bedenkt, wie elegant er sein kann, und wie die Frauen ihm Augen machen... „Haben Sie Ihren Beruf eigentlich gern?“ fragt der Kommissar. „Im allgemeinen, ja.“ „Es gibt auch einen Berufsekel... So, das war Nummer eins. Und jetzt möchte ich die Kassette der Frau Agyrikos sehen! Herr Vigona ist im Büro unten?“— Bestimmt. Warum diese nochmalige Visite? wundert sich Melati. Als sie wieder in die Halle kommen, sehen sie den Herzog von Freggiano mit dem Herrn in Grau zusammenstehen. Der Herzog nickt kurz, als die beiden— Melati mit einer Verbeugung— vorübergehen. „Alles in Ordnung", flüstert Giorgio.„Die Dame, befindet sich bereits auf ihrem Zimmer. Der Herr Herzog hat sich noch einen Whisky in die Halle bestellt.“ „Gut!“ murmelt Melati. Er hat das Gefühl eines Bergwanderers, der sich auf allerschmalstem Grat zwischen Absturzgefahren dennoch seinem Ziel zubewegt. Sie gelangen an Viganos Büro. Der Direktor macht ein ungeheuer höfliches Gesicht. Er würde wohl sogar ein feines Lächeln aufsetzen, falls der Ernst der Stunde das erlaubte. „Wo befinden sich die Tresore, in denen auch die Kassette der Frau Agyrikos aufbewahrt wird?" fragt Bianchi. Gleich hinter dem Büro führt eine kleine Treppe hinunter. Darf ich bitten—! Nur wäre es mir erwünscht, wenn noch semand an der Inaugenscheinnahme teilnähme. Es ist Vorschrift des Hotels, Einlagerungen und Abholungen vor zwei Zeugen vorzunehmen.“ Bianchi zündet sich eine neue Zigarre an.„Herr Melati kann uns begleiten!" Der Direktor kreiselt mit zvehenden Rockschößen die Wendeltreppen hinab. Er schließt die schwere Stahltür auf.„Hier ist das Fach Nummer 86!“ Das Schloß wird eingestellt, geöffnet, die Kassette herausgenommen. Sie ist nicht sehr groß und zeigt auf einem kleinen Emailschild die in sich verschlungenen Initialen P A, darunter in winziger Haarschrift die Zahl 24987. „Die letzte Kassette, die ich vor ein paar Wochen aus Anlaß eines Selbstmordes zu untersuchen hatte", erzählt unterdessen der Kommissar,„enthielt nichts als einen sauber gefalteten Büttenbogen mit den Sätzen: „An meinen Rechtsnachfolger! Nicht böse sein! Das Leben war sehr schön, deshalb kann ich auch nichts hinterlassen. Bitte, decken Sie die Kosten meiner Beerdigung!“ „Kostlich!“ schmunzelt Herr Vigona. Auch Melati kann sich eines hoflichen Lächelns nicht erwehren. „Von einem Selbstmord dürfte allerdings bei Frau Agyrikos nicht die Rede sein", bemerkt Bianchi, während er die Zigarre auf den Tischrand legt, um die Schatulle zu öffnen. Doch der Schlüssel, den der zweite Kommissar vorhin in der Handtasche der Toten gefunden hat, schließt nicht. Nein, Schatulle und Schlüssel gehören auf keinen Fall zusammen, obwohl auch im Innern seines Griffes die Ziffer 24987 eingraviert steht... Eigentlich also müßten sie zusammengehören! Bianchi betrachtet beides sehr eingehend. Er klopft mit dem Fingerknöchel gegen die Schatulle. Kein Zweifel— sie hat Inhalt. Es liegen Gegenstände darin, die sich lose bewegen: Geriesel wie von Perlen. Der sonst so gesprächige Bianchi, der seine verwickelte Arbeit immer mit netten, kleinen Anekdoten und Betrachtungen zu würzen weiß, schweigt eine geraume Weile, stellt dann die Kassette an ihren Platz zurück. Vigona denkt: Als ob sie giftig wäre—! Als er aber die Stahltür wieder zudrücken will, sagt Bianchi:„Nehmen Sie das Ding mal mit nach oben!" Und so geschieht es. Die Herren steigen— Vigona als vorletzter vor Melati, mit der Kassette im Arm— die Wendeltreppe hinauf. Dort langes Aufundabschreiten des Kommissars. Eine Winterfliege, die sich brummend meldet, stößt immer wieder gegen die Fensterscheibe. „Drittens“, sagt Bianchi,„bitte, geben Sie mir die Besucherliste des Hotels! Auch den persönlichen Anmeldezettel des Herrn Cardelli!" Aller Humor ist aus seinen Mienen verschwunden. Er hat nur noch die Schärfe und Ungemütlichkeit eines Beamten im Dienst, bei dem die Register der Menschlichkeit beiseitegesetzt sind.(Fortsetzung folgt) Große Grünauer Ruderregatta Einer, Vierer m. St. und Achter für Berliner RC. Vor sehr gut besetzten Tribünen gab es auch am zweiten Tage bei der Großen Grünauer Ruderregatta recht spannende Nennen bei denen der Berliner Ruder=Clup mit drei Siegen im Einer, im Vierer m. St. und im Achter am erfolgreichsten avschnitt. Im Achter sicherte such der „Club“ gleich nach dem Ttart mit einer halben Länge die Spitze, die er bald darauf auf eine Länge ausdehnte. Hinter der Wiener RG./8GOP. Hamburg, eine Gemeinschaft, die erst kurz vor dem Start gebildet wurde, folgte mit halber Länge Rückstand der Hamburger und Germania NE Bei 500 Meter konnten die Hanseaten zu den Wienern ausschließen sielen aber bald wieder zurück. Der Club dehnte seinen Vorsprung weiter aus und siegte mit drei Längen sehr sicher. Im Einer, dessen schwere Abteilung in zwei Läufen ausgetragen werden mußte setzte sich Italiens Meister Romolus Catasta, für den Berliner RE. startend, an die Spitze vor dem Deutschen Meister Edler, der dem Italie ner aber den Sieg nicht streitig machen konnte. Aus Westfalen und Rheinland Der hatte Glück Auf der Reichsautobahn geriet, wie aus Kamen geistkraftwagen ohne rkennbare Urmeldet wird, ein Lastir###agen ohne erkennbare sache plötzlich von der Fahrbahn ab und sturzte den hohen Damm hinunter. Der Wagen überschlug sich dabei verschiedene Male und kam völlig zertrümmert unten an. Aus seinen Trümmern kletterte der Fahrer des Wagens. völlig unverletzt hervor. Er war wie durch ein Wunder mit dem Schrecken davongekommen. Es wird angenommen, daß der Fahrer infolge Uebermüdung die Gewalt über sein Fahrzeug verloren hatte. Mit vier Längen zurück wurde Edler Zweiter vor Beesel. Im zweiten Lauf siegte Graf(Rostock) vor Sternberg während in der leichten Abteilung Carsten Groth(ATV. den ersten Platz vor Seemann(Brandenburgia) belegte. Im Vierer m. St. führte zuerst der Club, wurde aber nach 400 Meter durch Zwischenspurt von der RG. Grünai überholt, die zeitweilig bis drei Viertel Längen in Fron lag. Bei 1200 Meter schloß der Club auf und nun ent brannte ein heißer Kampf, den der Club dürch besserer Endspurt mit halber Lange zu seinen Gunsten, entschied Im Doppelzweier kamen Edler sHenkel vom Berliner RV 76 zum Erfolg. Ergebnisse: Doppelzweier: 1. Berliner RV. 76(Edler Henkel):35; 2. Titania Charlbg.(Göhle Rigo):43.— 1. Toppelzweier: 1. Junkers Schöneveck:58,2; 2. Akad.= Rg. Berlin:01.— Frauen=Doppelzweier(Rennboot): 1. Reichspost Stettin:35; 2. Froh Volk Berlin:40.— Jungmannen: Vineta Potsd.:41; 2. RS6 Allianz:52. Achter: 1. Berliner RC:44,3; 2. Wiener RG./SGOP. Hamburg :56;.=Hamburg u. Germania RC. Hamburg:56,5.— Gig=Doppelzweier o. St.: 1. Sport Borussia Berlin:30,5. — Gig=Doppelvierer m. St., Kriegsversehrte, Schlagzahlrennen: 1. Res.=Laz. 130 Abt. A. Boot 2:47.— Einer: Schw. Abt., 1. Lauf: 1. Berl. RC.(Catasta):24,5; 2. Berl. NV. 76(Edler):37,5; 3. Elektra(Beesel):41,2.— 2. Lauf: 1. Rostocker RC.(Graf):39; 2. Germania Tegel (Sternberg):39,3: L. Abt.: 1. ATV. Berlin(Carsten) :49; 2. Brandenburgia Berlin(Seemann).— FrauenDoppelvierer(Rennboot): 1. RG. Akad. RK.[Post Stephan NV. Wratislavia Breslau:39; 2. RG. Dessauer NV. Roßlauer RG.:46; 3. Frob Volk Berlin:48.5.— Jungmannen: 1. Post SG. Berlin:50;2 Erster Breslauer RV. 76:01.— Erster Vierer m. St.: 1. Berliner RC.:27,6; 2 RG. Grünau:29.5; 3. Wiener RG.:50,5. — Zweiter Vierer m. St.: 1. Vineta Potsdam:41: 2. Hellas Berlin:05.— 5J.=Achter: 1. Vineta, Potsdam :40.5.— Leichte Abteilung: 1. Vineta Potsdam:50. — Alters=Gig.=Achter, 1. Abt.: 1. Sport Borussia Berlin :58,5.— 2. Abt.: 1. RK. am Wannsee:08. Ein wucherischer Zigarettenverkäufer Vor dem Sondergericht in Dortmund hatte sich der Invalide Josef Scherer aus Dortmund zu verantworten. Scherer hatte in großem Umfange Zigaretten zu Ueberpreisen gekauft und mit weiteren erheblichen Preissteigerungen weiterverkauft. So verkaufte er Kartons mit 48 Zigaretten zum Preise von 90 bis 100 Reichsmark. Da der Angeklagte rücksichtslos die Verknappung von Tabakwaren für sich ausnutzte, verurteilte ihn das Sondergericht als Volksschädling zu einem Jahr und drei Monaten Zuchthaus, 400 RM. Geldstrafe und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren. Mittelrheinische Weinberge in voller Blüte Seit etwa acht Tagen ist die Blüte in den Weinbergen des Mittelrheins voll im Gange. Ein eigenartiger Duft erfüllt in diesen Tagen die Weindörfer. Bis jetzt sind die Weinberge im allgemeinen von Schädlingen noch verschont geblieben. Nachdem die Vorblütespritzung überall beendet ist, sind die Winzer jetzt vollauf mit dem Binden in den Weinbergen beschäftigt, damit Luft und Licht zwischen die Weinstöcke gelangen können. Das Binden ist in diesem Jahr um so wichtiger, als durch das gute Wachstumwetter das Laub sich recht üppig entfaltet hat. Neben dem Binden wird auch ein besonderes Augenmerk auf die Unkrautbekämpfung geeichtet. Rekorde in Rotterdam Fanny Blankers[Koen schuf in Rotterdam mit 24,5 Sekunden einen neuen niederländischen 200=Meter=Frauenrekord, lief die 100 Meter in 12,8 und sprang außerdem 5,73 Meter weit. Im Speerwersen erzielte Frl. Dammeré (Zeeburgia) 41.43 Meter, was ebenfalls Landesrekord bedeutet hätte: doch stellte sich später heraus, daß der Speei einige Zentimeter zu kurz war. In Amsterdam zeigte sich Osendarp wieder in Meisterform. Er gewann alle dre Läufe eines Kurzstreckenwettbewerbs, und zwar 60 Mete in.5, 100 Meter in 10.5(europäische Jahresbestzeit!) vo Zwaan 10,7 und 200 Meter in 21.6(gleichfalls=europäisch Jahresbestzeit!) vor Zwaan 21,8. Im Weitsprung kam Weltervier auf 7,22 Meter. Eine seltsame Spukgeschichte Vor dem Amtsgericht Münster hatten sich der 29 Jahre alte Wilhelm Reißmann und sein 23jähriger Bruder Heinrich Reißmann, beide aus Nottuln, wegen Jagdvergehens zu verantworten. Die beiden Angeklagten suchten ihrer Wilddieberei, die sie im Winter 1941/42 in der Nachtzeit betrieben hatten, das Märchen des Spuks umzuhängen. Einige Leute in Nottuln wollten sogar den Spuk gesehen haben, der plötzlich zur Nachtzeit irgendwo einstieg, an anderen Stellen wieder die elektrischen Birnen aus den Fassungen schraubte oder sonstige dumme Dinger machte. Zwei Zeugen bekundeten vor Gericht, daß sie felsenfest an diesen Spuk glaubten. Der Vorsitzende hatte jedoch für solche Spukgeschichten kein Verständnis und schickte die beiden Brüder, die durch einen beherzten Dorfbewohner bei ihrem nächtlichen„Spuk“ überrascht und gestellt worden waren, wegen schweren Jagdvergehens auf die Zeit von sechs Monaten ins Gefängnis. 4X100 Meter in 44,1 Deutsche Jahresbestzeit in der=mal=100=Meter=Staffel lief die Frankfurter Elntracht auf den Meisterschaften von Hessen=Nassau in Darmstadt mit 44,1. Köster gewann die 100 Meter in 11,1. Bei den Frauen gab es in der Staffel insofern eine Ueberraschung, als der FSV. Frankfurt die bis zum Wechsel führende Eintracht in 50,5(Jadresbest= leistung) schlug. Im Hochsprung mußte sich die Deutsche Meisterin Schall(Eintracht) bei gleicher Sprunghöhe der Limburgerin Standt mit 1,53 Meter beugen. Die 80 Meter Hurden sahen überraschend Frl. Westphal(Eintracht) in 12,4 vor Runzheimer Eckert in gleicher Zeit siegreich. Ohne Hilde Sperling Die Entscheidungen in Dänemarks Tennismeisterschaften begannen mit dem Frauendoppel. In Abwesenheit Hilde Sperlings siegten Lisa Granzbolm Vera Nielsen überraschend:6,:5,:3 über Else Prochownik(Johanna Gleerup. Mersch lief 10,8 Mersch gewann in Luxemburg auf den dortigen Kreismeisterschaften die 100 Meter in 10,8. Er gewann außerdem den Hochsprung mit 1,70 Meter und den Weitsprung mit .80 Meter. Die 5000 Meter holte sich Heyrendt(Schifflingen) in 15:33,2. „Rund um Dortmund“ am 4. Juli Am kommenden Sonntag, dem 4. Juli, findet nachmittags 15 Uhr das Rundstreckenrennen„Rund um Dortmund“ über 75 Kilometer statt. Start und Ziel: Lüdinghauser Straße. Das Rennen führt über die Kenninghauser Straße, Osterfeld=, Baurische und Lüdinghauser Straße. Länge der Strecke: 1150 Meter und muß 65mal durchfahren werden. Beste Amateurklasse findet sich am Start ein. Zwillinge Der Fernsprecher schrillt. Der zukünftige junge Vater nimmt den Hörer.„Herzlichsten Glückwunsch, Herr=“ ohon 1“ Schrödor: Est es 2“ DiHerr Meier, soeben...!“ Stimme:„Es sind...!!“ Schrober!„Ist es...! Die Einige beherzigenswerte Worte zu der neuen Anordnung für jeden Käufer „Können Sie mir das nicht einschlagen?“ so fragt Frau Schmidt immer wieder bei ihren Einkäufen, weil sie meint, daß für dieses oder jenes kleine Päckchen doch noch Packmaterial da sein müsse. An dem Schild mit der höflichen Bitte, doch Einwickelpapier mitzubringen, sieht sie dann geflissentlich vorbei. Da ist Frau Müller viel vernünftiger. Altes Packmaterial hebt sie immer sorgsam auf und nimmt es wieder mit, wenn sie einholen geht. Und für die Lebensmittel, vor allem für Brot, hat sie das alte Säckchen wieder hervorgekramt, das fruher für den Brötchenjungen an der Tur hing. Für die regelmäßigen Einkäufe hat sie ja bestens vorgesorgt. Aber nun möchte sie gern wissen, welche Dinge uberhaupt verpackt werden dürfen, denn es kann doch einmal vorkommen, daß man plötzlich etwas zu besorgen hat und nichts zum Einwickeln zur Hand ist. „Das kann ich Ihnen jetzt ganz genau sagen!“ Auf ihre Frage holt ihr alter Lebensmittelhändler ein Blatt hervor und erklärt ihr nun, daß ab 1. Juni 1943 eine neue Anordnung für die Verwendung von Papier und Pappe zu Verpackungszwecken in Kraft getreten ist. Danach dürfen in neues Papier oder neue Pappe bei Abgabe an den Verbraucher nurgenau bestimmte Dinge verpackt oder eingewickelt werden. Das sind Lebensmittel, die notwendig durch eine Verpackung vor Verlust oder gesundheitsschädlichen Einwirkungen geschützt werden müssen, Erstlingswäsche, helle Meterware, seidene oder kunstseidene Damenstrümpfe und neue Weißwaren, also alles Dinge, die durch eine fehlende Verpackung Schaden leiden könnten. Auch Drogen, Arzneimttel, Gifte, Farben, Chemikalien, Desinfektions= und Schädlingsbekämpfungsmittel, orthopädische Hilfsmittel und Bandagen, santiäre Bedarfsartikel, chirurgische Instrumente, soweit eine Verpackung aus gesundheitlichen Gründen erforderlich ist, werden eingeschlagen. Selbstverständlich werden auch alle Waren, die an den nicht im gleichen Ort wohnenden Verbraucher versandt werden müssen, verpackt. Aber immer muß sparsam und einfach verpackt werden. Waren, die schon in Einzelpackungen abgegeben werden, können naturlich nicht noch einmal zusatzlich eingeschlagen werden. Gebrauchtes Packmaterial darf für alle Zwecke wieder verwandt werden, wenn es vorhanden ist. Frau Müller nickt verständnisvoll und beschließt, auch weiterhin alles Packmaterial sorgfältig aufzuheben und beim Einkauf mitzunehmen oder ihrem Kaufmann wieder zurückzubringen. Frau Schmidt, die dabeigestanden hat und sich die Erklärung interessiert angehört und wohl auch ein wenig zu Herzen genommen hat— denn sie kann sich ja vorstellen, welche riesigen Mengen Papier gebraucht würden, wenn diese Anordnung nicht erfolgt wäre—, hat aber noch ein Bedenken. Sie meint, daß Einkaufsnetze oder Taschen fehlen. Aber dann muß sie selbst zugeben, daß sie bei ihren Einkäufen die Frauen immer mit gebrauchsfähigen Netzen, Taschen oder auch mii Koffern getroffen hat und auch schon manche selbstgearbeitete Tasche oder ein aus Papierkordel selbstgearbeitetes Netz dabei gesehen hat. Die neue Anordnung wird sich also— das sieht Frau Schmidt nun ein — mit dem nötigen guten Willen der Käuser schon durchführen lassen. Wenn sie dann allgemein bekannt ist, wird manche Reiberei zwischen Verkäufern und Kunden vermieden werden. Aus dem Nachbargebiet Stadt Wattenscheid Tödlicher Verkehrsunfall. Am 25. Juni, gegen 18.35 Uhr, wurde an der Ecke Bochumer und Bismarckstraße ein vierjähriges Kind von einem Personenkraftwagen überfahren und tödlich verletzt. Drei Bahngutdiebe zum Tode verurteilt Das Sondergericht in Düsseldorf zog nach mehrwöchiger Verhandlung den Schlußstrich unter eine Strafsache, die zu den umfangreichsten Verbrechen auf Reichsbahngebiet gehört. Eine Anzahl Rangierarbeiter des Verschiebebahnhofs Rheydt hatte sich zu planmäßiger Beraubung von Reichsbahngüterwagen zusammengetan und in jahrelanger Tätigkeit erhebliche Warenmengen, vornehmlich zwangsbewirkschafteter Art, entwendet und größtenteils weiter veräußert. Das Sondergericht verurteilte die drei Hauptdiebe, die Rangierarbeiter St., R. und., als Volksschädlinge zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Drei weitere Rangierarbeiter erhielten zehn Jahre Zuchthaus und zehn Jahre Ehrverlust. vier Jahre und sechs Monate Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust bzw. drei Jahre Zuchthaus und drei Jahre Ehrverlust. Die übrigen Angeklagten, drei Rangierarbeiter, denen nur wenige Diebstähle zur Last gelegt werden konnten, kamen mit Gefängnisstrafen von je einem Jahr und drei Monaten davon. Die Haupthehler P. und., deren verwerfliches Tun besonders hervoraehoben wurde, erhielten acht Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust bzw. zwei Jahre sechs Monate Zuchthaus und drei Jähre Ehrverlust, daneben Geldstrafen von je 400 RM, Außerdem wurde dem Hehler ., der sich z. Z. bei der Wehrmacht befindet, die Wehrwürdigkeit aberkannt. Weitere Hehler, darunter auch zwei Ehefrauen, erhielten Gefängnisstrafen von viereinhalb Monaten bis zu zwei Jahren. Der Vorsitzende des Sondergerichts geißelte in der Urteilsbegründung das verwerfliche Tun der Angeklagten und wies darauf hin, daß Eisenbahndiebe keine Gnade zu erwarken haben. Bo Nierenhof(Ahr). Weiße Schwalben. Im Stallgebäude der Geschwister St. wurde die Seltenheit festgestellt, daß sich dort zwei junge weiße Schwalben niedergelassen haben. Bereits im vergangenen Jahre hat man dort eine weiße Schwalbe beobachtet. Daß:Tierchen sich jetzt vermehrt haben, hat die Bewoh esonders ssterreicht rich! siede sere völk Abs gan ein gege ten län Der bred nisch aus Wol ein Mit wie res und Wo kein In gelt schl übe abg Ste best drei Kri um best die des gur wie ble er ten ver sich Wu Lu seie gin un hin erh san sch! tag mu Wi fra vor bri ein völ Wi tes üb eig me ist, sie ne (e1 K— Ernten ohne zu säen Eine Ernte ohne Saat? Das läßt sich hören. Wir meinen damit die Wildpflanzen, die, ohne uns die Mühe der Aussaat und der Pflege zu machen, in reicher Menge für unseren Speisezettel zur Verfügung stehen. Mannigfach ist ihre Artenzahl. Man braucht sich nur zu bücken. Aber kennen muß man sie. Man muß Bescheid wissen um Standort, Erntezeit und Zubereitung. Schmackhafte Salate bieten uns Brennesseln, Brunnenkresse, Sauerampfer, Melde, Spitzwegerich, Löwenzahn, Hirtentäschel und noch eine ganze Reihe anderer. Durch Mischung kann man für jeden Geschmack die passende Zusammenstellung wählen. Und dann erst all die Pflanzen, die sich zur Teebereitung eignen! Man kann sie gar nicht alle nennen. Aber jeder weiß von Hollunderblüten, von den Blättern der Brombeere, er kennt den Lindenblütentee, die Pfefferminze, den Ehrenpreis, den Waldmeister und den Weißvorn. Auch hier bringt die richtige Mischung erst den Wohlgeschmack. Anweisungen. Broschüren und Bücher gibt es genug über diese Themen. Hat es nicht wirklich etwas Verlockendes, an solch mühclosen Ernten teilzunehmen? Ausflüge und Spaziergänge werden dadurch nur noch schöner. Manch einer, der früher nie daran gedacht hat, sich um die„nutzlosen" Wildpflanzen zu kümmern, ist heute stolz auf eine besonders wohlschmeckende Salat= oder Teemischung, die er sich ausgetüftelt hat. den, der auch noch über die Ernte hinaus reicht. Saubere, fleckenfreie Früchte können nämlich, wenn sie zur Zeit der Ernte keinen Schutzbelag durch das Spritzmittel mehr haben, noch auf dem Winterlager von Schorfpilz befallen werden. Diese Früchte verlieren dann rasch ihre Haltbarkeit. Achtet auf die Larven der Stachelbeerblattwespe! Maßnahmen zur Höchstleiftung im Obstbau Die zweite Nachblütenspritzung erfolgt etwa Mitte bis Ende Juni. Die Früchte sind bei Kernobst dann ungefähr walnußgroß und müssen jetzt unbedingt gegen Obstmaden geschützt werden. Die Zugabe von Arsen zu der Solbar= und Pomarsolbrühe ist in der Regel erst bei dieser zweiten Nachblütenspritzung erforderlich, da erst um diese Zeit der Apfelwickler fliegt und seine Eier an die jungen Früchte ablegt. Birnen werden ebenfalls gespritzt. Am besten mit Nasprasit ¼prozentig. Steinobst spritzt man nach der Blüte nicht mehr mit Arsen. Vier Spritzungen genüzen in der Regel zur Erzielung eines einwandfreien Obstes. Nur bei besonders schorfempfindlichen Sorten und bei Lagerobst sind noch weitere Schorfspritzungen bis in den August hinein notwendig. Durch die letzte Schorfspritzung mit Pomarsol 0,75prozentig soll bei Dauerobstsorten der Frucht ein Schutz gegen Schorfkrankheit gegeben werIn diesem Jahr macht sich da und dort an den Stachelbeersträuchern und=bäumchen wieder eine Unzahl von kleinen, etwa ¼ Zentimeter langen, gelbgrünen Räupchen bemerkbar, die das Laub bis auf den Stiel abfressen, wenn man diesen gefährlichen Schmarotzern nicht sofort zu Leibe rückt, bevor sie den Strauch kahl gefressen und die Beeren zum Abfallen gebracht haben. Das sind die Larven der Stachelbeerblattwespe. Die Bekämpfung derselben geschieht durch Abschütteln der Sträucher zeitig am Morgen(zwischen 6 und 7 Uhr) auf vorher untergelegtes Papier, so daß die noch reglosen Räupchen herunterfallen und dann sofort in einem Gefäß gesammelt, verbrannt oder mit kochendem Wasser übergossen und so vernichtet werden können. Auch das Bestäuben der vorher etwas angefeuchteten Unterseite der Blätter mit Thomasmehl, Asche, Tabakstaub, Kalk oder sonstigen Bestäubungsmitteln, serner das Spritzen der befallenen Pflanzen mit eineinhalbprozentigem Fusibar oder mit zweiprozentigem Floraevit oder mit ein= bis zweiprozentigem Parasitol II oder mit 0,2prozentigem Rotenol usw. hilft diese gefährlichen Schädlinge rasch vernichten, die übrigens in zwei bis drei Generationen auftreten(ab und zu auch an den Johannisbeeren). Um die nächste Generation, die bei günstigem Wetter im Juni bis Juli und manchmal sogar noch im August in einer dritten Generation ihr vernichtendes Unwesen wiederholt, auf alle Fälle zu zerstören, empfiehlt sich außerdem das sofortige und öftere Lockern des Bodens unter den Sträuchern und eine flüssige Dungung mit einer scharf riechenden Jauche(verdunnter Urin, aufgelöste Hornspäne, Tauben= oder Hühnerdung usw.), was diese Schädlinge nicht vertragen können, was aber den Sträuchern zur Entwicklung der Beeren zusätzlich noch sehr gut bekommt..S. fütterung im Stall allgemein erübrigt. Einmal werden Gräser und Kräuter bevorzugt, ein andermal wählen sie hartes Gestrüpp, auch Blätter von Eichen, Eschen, Birken und Haselnußsträuchern. Nur an nassen Tagen muß der Halter für eine Zugabe von Heu oder Trokkenfutter sorgen, da die Ziegen bei feuchtem Wetter nur wenig Futter im Freien aufnehmen. Ueberhaupt sind nasse, sumpfige Flächen zu vermeiden, da sie leicht die Gefahr einer Lungenwurm= oder Leberegelerkrankung der Ziegen in sich tragen. Der regelmäßige Aufenthalt auf einer trockenen Weide ist jedoch für die Gesunderhaltung der Tiere außerordentlich zuträglich. Anfruchtbarkeit bei Kaninchen Sommerweide der Ziegen Die billigste und doch naturgemäßeste Ernährung der Liegen ist die Weidehaltung. Ganz allmählich muß von der Stallfütterung dazu übergegangen werden. denn bei schroffem Uebergang treten oftmals Verdauungsstörungen ein, die besonders den kleinen Lämmern schon in vielen Fällen das Leben gekostet haben. Die Tiere haben draußen Gelegenheit, ihren Futterbedarf decken, so daß sich eine B# Vorausgesetzt, daß es sich dem Geschlecht nach nicht um Zwittertiere handelt, ist ausgesprochene Unfruchtbarkeit bei Kaninchen äußerst selten. Häufiger ist es schon der Fall, daß der unerfahrene Halter einer Täuschung zum Opfer fällt insofern, als seine Häsin zwar Junge bekommt, diese dann aber bei der Geburt gleich wieder frißt oder sie totbeißt und im Kotwinkel verscharrt. Aehnlich ist es auch, wenn die Häsin„verwirft", das heißt die Jungen nicht austrägt. Oft kommt es vor, daß die Häsin den Rammler nicht annehmen will. Besonders im Frühjahr, wenn die Tiere infolge des zu reichlichen Winterfutters fett und unlustig geworden sind, tritt die Geschlechtsträgheit zutage. Im übrigen wirkt Sellerie gut auf den Trieb der Kaninchen, gleich welchen Geschlechts; da sie ihn auch gern fressen, kann hier also leicht ein wenig nachgeholfen werden. Handelt es sich um einen hartnäckigen Fall, dann verfahre man so, daß man den Rammler eine Zeitlang in den leeren Stall der Häsin, falls aber die Häsin den Rammler nicht will, diese in den leeren Stall des Rammlers setzt. Die geschlechts=gegensätzliche Witterung des Stalles wirkt auf das geschlechtsträge Tier aufreizend, und wenn dann nach einer Weile der Rammler zur Häsin gesetzt wird, sollte der Erfolg eigentlich da sein. Doch muß es als Tierquälerei bezeichnet werden, wenn man Rammler und Häsin einfach einige Tage zusammen läßt. Denn wenn die Häsin den Rammler nicht annehmen will, tut sie es nach langem Zusammensein wahrscheinlich auch nicht. Dann ist es schon besser, man kauft ein im Handel befindliches Mittel gegen Geschlechtsträgheit bei Tieren und mengt es unter das Weichsutter, das für das betreffende Kaninchen bestimmt ist. leichteste Bestimmung kann man bei den Sporen der! C Stellenangebote Tiere vornehmen. Junge Hühner haben nur eine etwas vergrößerte Schuppe. Sind sie ungefähr 5 Monate alt. bildet sich daraus eine kleine Spitze, die im Alter vor einem Jahr etwa 1½ Zentimeter lang ist und noch keine Krümmung aufweist. Bei zweijährigen Hühnern ist der Sporn ungefähr 2 bis 2½ Zentimeter lang und wächst bei älteren Tieren bis zu 6 Zentimeter Länge. Niedertreten der Zwiebelpflanzen. Mein Nachbar hal die Gewohnheit, das Laub der Zwiefelpflanzen niederzutreten, weil dadurch angeblich das Wachstum gefördert wird und die Zwiebeln besser reifen sollen. Ist das richtig und das Verfahren zu empfehlen? Antwort: Dieser Ansicht begegnet man öfter, obwohl man sich sagen müßte, daß solche gewaltsame Behandlung den Pflanzen keineswegs nützlich sein kann. In Wirklichkeit leiden die Pflanzen stark darunter. Die Blätter dienen, wie bei anderen Gemüsearten, der Ernährung, durch ihr Betreten wird dies unterbrochen, und das Wachstum wird geschädigt. Die Blätter sollen außerdem den Stamm schützen, der durch die Beschattung weicher bleibt und die Nährstoffe leichter weiterleitet. Dagegen müssen die aus den Blattachseln wachsenden Seitentriebe als überflüssige Nutznießer dauernd ausgebrochen werden. Für das Lohnbüro eines Werkes werden zum baldi tritt einige Lohnbuchhalt außerdem mehrere männli weibliche Hilfskräfte ges. versehrte werden besonderzugt. Zuschriften mit Leb Lichtbild, Zeugnisabschrift Angabe des Elntrittsterm der Gehaltsansprüche erbe D. O. 10309 an Ala 9 G. m. b.., Dortmund. Gruppenführer für Rechnungs und tüchtige Rechnungsprt einen Einsatz in der Indu Alpen=Donaugebiete gesuc schriften mit den üblichen lagen unter„Nr. 347“ Anzeigen=Gesellschaft, Lin nau). Zur Ausarbeitung und zun Erkledigung des sich dara. Ein neuer Besen? Einmal ist der Stubenbesen gänzlich abgenützt, so daß wir nicht mehr damit kehren können. Einen neuen Besen bekommen wir aber vielleicht nicht, und so müssen wir einen Besen selbst zu arbeiten versuchen. Wir benötigen den alten Besenstiel mit dem Brett, einige Stoffreste, die wir in 1 bis 2 Zentimeter breite Streifen schneiden, außerdem ein ungefähr 80 bis 40 Zentimeter großes Stück festen Stoffes. Letzteres richtet sich nach der Brettgröße. Die geschnittenen Streifen sollen möglichst aus tuchartigen, wenig fransenden Geweben bestehen. Auch kleinste Reste können verwendet werden. Lange, schmale Streifen sind am günstigsten in der Verarbeitung. Die schmalen Streifen näht man in dicht nebeneinandergelegten Schlaufen auf den Grundstoff. Damit die Schlaufen gleich lang werden, legt man sie um einen 6 bis 8 Zentimeter breiten Kartonstreifen, den man später herauszieht, und näht sie an einem Ende mit der Maschine fest. Man arbeitet— je nach Ba“ F hie 6 gleichlaufenden Reihen, Erleoigung des sich data benden Schriftwechsels wi süddeutscher„Großstadt wandter Kaufmann(Her Dame) gesucht. Handse ausführliche Zuschriften m bild und Angabe der wünsche und der Eintritts keit unter B 6103 an Al chen II. Konstrukteur für den Vorr und Automatenbau von 0 Unternehmen der kunstst beitenden Industrie nach gesucht. Zuschriften unt. an Werbe=Müller, Dresde Neister des Kraftfahrzeugha für mittleren Reparati baldmöglichst gesucht. Zi an Kraftfahrzeugvertrieb Weilburg(Lahn). Werkzeug= Fachmann nrun- Wallustnn.(für stoffspritz= und Preßzwerkze größeres Unternehmen na den gesucht. Angebote un 50 an Werbe=Müller, Dres der Besenbreite— in 5 bis 6 gleichlaufenven wemen, in größter Abwechslung zu beuen, so duß flich Eile SeiFragen und Antworten Altersbestimmung der Hühner. Bei einigen meiner Hühner ist das Anlegen von Farbringen versäumt worden. Wie kann ich trotzdem ihr Alter feststellen? Antwort: Man kann im Notfall das Alter der Hühner an gewissen äußeren Merkmalen erkennen. Die die 1 bis 1,5 Zentimeter voneinander entfernt sind. Der Grundstoff wird, nachdem die Streifen aufgenäht worden sind, an beiden Langsseiten nach oben geschingen und an den Schmalseiten verbunden, damit das Besenbrett hineingesteckt werden kann. Oben wird ein Verschluß angebracht, der Schnür= und Knopfverschluß sein kann. Die Schlaufen können aufgeschnitten werden, es ist dies aber nicht unbedingt notig. Mineure, auch pensionierte für Stollenbau innerhe Reichsgebietes sofort gesuc nel= und Tiefbau, G. m Essan, Kaninenbergstr. 1. sach 159, Telephon 28587. #eltere Schlosser und Drei noch arbeisseinsatzfähig Maschinenfabrik für wicht tigung gesucht. Zuschrift 475 P L.475 Anzeiger. and UrKamen mnbare Ur. stürzte den lug sich dartrümmert der Fahir war wie gekommen. ilge Ueberoren hatte. fer tte sich der verantworgaretten zu erheblichen rkaufte er 90 bis 100 s die Ververurteilte inem Jahr dstrafe und e auf die Blüte n Weinberigenartiger Bis jetzt Schädlingen itespritzung vollauf mit damit Luft innen. Das als durch recht üppig ich ein beapfung gesich der 23jähriger iln, wegen Angeklagim Winter 8 Märchen ttuln wollitzlich zur len wieder schraubte Zeugen beiesen Spuk ilche Spukdie beiden ohner bei stellt woruf die Zeit teilt ach mehrnter eine techen auf erarbeiter planmäßiusammene WarenArt, entDas SonRangier= inge zum hrenrechte erhielten rlust, vier inf Jahre rei Jahre Rangier= last gelegt in von je aupthehler rs hervorhaus und 's Monate ben Geldem Hebler die Wehrinter auch in viereinVorsitzende egründung es darauf ken haben. Im Stalltenheit festwalben nieJahre hat 10 Bewoh ∆ 4 Geheimnis des roten Fingerhutes Ueberraschende Einflüsse auf Pflanze, Zier und Mensch 1 Vo rich! siede ere völk Abs gan ein gege ten län Der brei nisch aus Wol ein Mit wie res und Wo kein In gelt schl übe abg Ste best drei Kri um best die des gur wie blei Er ten ver Wu Lu seie gin un hin erh san sch täg mu Wi fra vor bri ein völ Wi tes üb eig me ist, Sei undenklichen Zeiten weiß die Menschheit von er Giftigkeit des roten Fingerhutes. Vielleicht ebenso ange ist auch bekannt, daß bestimmte Heilwirkungen ei richtiger Anwendung der Säfte dieser Pflanze erielt werden können. Geradezu ein ganzer Wissenchaftszweig hat sich um diesen Digitalis purpurege ntwickelt. Insbesondere sind es bestimmte Herzkankseiten, Herzschwäche usw., auf die die Verwendung von Präparaten aus ihm geradezu unentbehrlich geworden ind. Nun kommt die Nachricht, daß in den Säften des coten Fingerhutes noch weitere geheimnisvolle Fähigkeiten entdeckt wurden. Ein deutscher Arzt, Dr. Karl Fahrenkamp, hat sich seit mehreren Jahren unter besonderen Gesichtspunkten mit den Wirkungen und Kräften des Digitalis beschäftigt und die Ergebnisse seiner Untersuchungen in einer Schrift„Vom Aufbau und Abbau des Lebendigen der Oeffentlichkeit bekannt gegeben. Fahrenkamp stellte bei seinen Versuchen fest, daß z. B. Samen von Nutzpflanzen nach Behandlung mit bestimmten Digitalisstoffen reichere Erträge oder bessere Geschmacksqualitäten aufweisen. Schnittblumen, deren Wasser man die„Gifte“ zusetzte, blieben länger frisch, welkten überhaupt nicht, sondern mumifizierten. Versuche an Butter, an Milch und an Häuten ließen stets einen bestimmten Einfluß des Fingerhutpräparats sowie die Tatsache erkennen, daß es sich hier um Lebensstoffe erster Ordnung handeln muß. Wie die Wochenzeitung„Das Reich" über Fahrenkamps neueste Veröffentlichung zu berichten weiß, haben seine Arbeiten inzwischen großzügigen Fortgang genommen. Er wurde hierbei unterstützt durch eine aus sechs bedeutenden Biologen bestehende Arbeitsgemeinschaft, die Fahrenkamp bestätigen konnten, daß seine Untersuchungen„vollkommen neuartig, bisher unbekannte Blickpunkte und Möglichkeiten“ exoffneten. Fahrenkamp vermochte nachzuweisen, daß es nicht die als Herzmittel benutzten kristallinen Giftstoffe sind, die die Wirkung auf die Pflanzen auslösen, sondern gerade jene „Ballaststoffe“, die man bisher bei der Herstellung der Herzmittel zu beseitigen suchte. Es gelang, mit bestimmten herzwirksamen Mitteln Weizen, Gerste, Hafer und Mais gesünder und kräftiger heranzuzüchten und sie gegenüber Witterunseinflüssen unempfindlicher zu machen. Auffallend war ferner, daß die so mit„Funktionin“, wie Fahrenkamp den entdeckten Stoff nannte, behandelten Pflanzen eindeutig von Tieren bevorzugt vurden. Vögel pickten ihre Aehren ab und das Wild fraß nur die aktionierte Saat, ließ aber die normale unberührt. Aber auch die Erträge der meisten Nutzpflanzen stiegen an. Die bedeutsamste Feststellung Fahrenkamps aber war wohl die, daß er an Kranken mit kleinen Gaben Funktionin offensichtlich einen Mangel abdecken konnte, was keinen Zweifel mehr an der Rolle als echter Lebensstoff dieses Mittels zuläßt. Fahrenkamp schließt aus diesen Ergebnissen am Krankenbett des Menschen, daß es möglich sein muß, von Kind an gewisse Kreislauf=, vor allem also Herzschäden, und, wie seine eigene arztliche Praxis gezeigt hat, anderen gesundheitlichen Störungen mit Hilfe der Funiktionine wirksam vorzubeugen. Der Mensch benötigt also geradezu diese Lebensstoffe genau so wie Vitamine, er benötigt sie wie auch die Pflanzen, und diese wiederum, aktiviert, ist die Trägerin der Funktionen, deren der Mensch bedarf. Was sich hinsichtlich der Haltbarmachung von Fleisch, Fisch und anderen Lebensmitteln oder Gegenstanden ergibt, muß und wird die Zukunft erweisen. Der Begründer der modernen Bienenzucht Eine rationelle Bienenzucht auf neuzeitlichen Erfahrungsgrundlagen gibt es erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit. Ihr Begründer ist der vor 125 Jahren, am 28. Juni 1818 geborene Freiherr von Berlepsch. Schon der siebenjährige Schulbub besaß einen eigenen Bienenstock, und der Student beherbergte sogar in seinem Studierzimmer in seiner Munchener Wohnung einen Bienenstock. Auf vielen Reisen und durch das Studium seiner eigenen Bienenvölker hatte sich von Berlepsch ein reiches Wissen und umfangreiche praktische Erfahrungen erworben. Er gab der Wissenschaft aus seinem gewissenhaften Suchen um die inneren Lebenszusammenhange im Bienenvolk immer wieder neue Anregungen, den biologisch und anotomisch noch nicht erforschten Zusammenhängen im Bienenleben nachzugehen. Das entscheidende Verdienst des Freiherrn von Berlepsch um die Bienenzucht liegt in der Erfindung des sogenannten Mobilbaues mit den herausnehmbaren Rahmchen, wodurch ein jederzeitiger Eingriff des Menschen in das innere Leben des Bienenstockes möglich geworden war. Ein weiterer Vorteil dieser Erfindung gegenüber dem Stabilbau bestand darin, daß die honiggefüllten Rähmchen bei nur einigermaßen sauberer Verpackung auf weiteste Entfernungen hin verschickt werden konnten. Neben dieser praktischen Arbeit schrieb Berlepsch auch eine Reihe von Lehrbüchern, die sich durch ihre lebendige und anschauliche Beschreibung der Lebenszusammenhange im Bienenstaat und ebenso durch die anregende Darlegung seiner und der bis dahin bekannten Erkenntnisse auszeichneten. Seine 1860 herausgekommene Schrift:„Die Biene und die Bienenzucht in honigarmen Gegenden“, fand die Anerkennung als vollständigstes und bestes Fachbuch seiner Zeit. Mit Recht gebührt darum dem Freiherrn von Berlepsch die Bezeichnung eines„Vaters der rationellen Bienenzucht. Sie Erhatten=audrunft ni 05 ne Auch das ist Betriebsunfall! Eine Entscheidung des Reichsversicherungsamtes wird für Sie von Interesse sein. In dem Betriebe der Firma M. waren St. und der Arbeiter R. beschäftigt. Zu den Aufgaben des St. gehörte es, R. und den andern Arbeitern die Arbeit zuzuweisen. R. war wiederholt mit den ihm zugeteilten Arbeiten nicht einverstanden gewesen und war deshalb mit St. öfters in Konflitt geraten, so daß sich zwischen beiden ein recht gespanntes Verhaltnis entwickelte. St., welcher nach einer Kopfverletzung, die er sich vor einigen Jahren zugezogen hatte, häufig Anfälle erlitt und Depressionszustanden unterworfen war, verstand es nicht, mit den ihm unterstellten Arbeitern in kameradschaftlichem Tone zu verkehren, und war bereits vor einiger Zeit auf einen Arbeiter mit der Brechstange losgegangen. Als St. und der Arbeiter R. eines Tages wieder in Streit (erieten, erfaßte St. eine Eisenrunge und brachte damit dem Arbeiter R. so erhebliche Verletzungen bei, daß er an ihren Folgen starb. Die Hinterbliebenen machten nunmehr bei der Berufsgenossenschaft Entschädigungsansprüche geltend, wurden aber mit ihrer Forderung abgewiesen. Schließlich riefen sie das Reichsversichecungsamt an und suchten darzutun, daß R. das Opfer ines Betriebsunfalles geworden sei; die Streitigkeiten wischen St. und R. seien auf die Arbeit im Betriebe zurückzuführen. Das Reichsversicherungsamt entschied auch zu Gunsten der Hinterbliebenen und machte im wesentlichen geltend, ohne Zweifel bilde die Beschäftigung der beiden in Streit geratenen Gefolgschaftsmitglieder die Ursache der gespannten Beziehungen, welche sich zwischen ihnen entwickelt und schließlich zu der tödlichen Verletzung des R. geführt haben. R. sei nach in dem Tage, als zwischen ihm und St. der folgenchwere Streit entstanden sei, bei einem Vorgesetzten ewesen, um seine Versetzung auf einen anderen Posten u betreiben, da ihm eine Zusammenarbeit mit St. nmöglich sei. Da auch das Verhalten des St., welcher genüber den Arbeitern ein wenig kameradschaftliches tenehmen gezeigt habe und dessen Stimmung durch ine frühere Kopfverletzung beeinflußt gewesen sei, zu em Tod des Arbeiters R. geführt habe, so müsse ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Tod des R. und dem Betriebe als gegeben erachtet werden. Was Frauen fragen Klara M. Die Tröpfcheninfektion bei Keuchhusten schaft, aus Zi fernzuhalken. Wenn Eltern Kindern mit ausgesprochenen Keuchhustenanfällen die Erlaubnis geben, eine Vorstellung zu besuchen, so zeigt dies eine unverantwortliche Bedenkenlosigkeit, da auch ein Kind, das selber nur einen leichten Keuchhusten hat, ein anderes Kind so schwer anstecken kann, daß das Kind schweren Schaden an seiner Gesundheit nimmt und unter Umständen stirbt. Aenne 9 in H. Wenn Sie durch Vertrag oder Hausordnung verpflichtet sind zu bohnern, aber kein Material dazu bekommen können, teilen Sie dem Hauswirt diesen Tatbestand mit. Wenn Ihnen dieser jedoch Bohnerwachs oder Ersatzstoffe(gegen Bezahlung) beschaffen kann, sind Sie allerdings an den Vertrag gebunden. Verschiedenes Eduard V. Der Todesfall gilt stets als Begründung für die dringende Notwendigreit vorzeitiger Rückzahlung des eisernen Sparguthabens. Angehorige Gefallener oder verstorbener Wehrmachtangehöriger wenden sich an die Heeresstandortgebührenstelle zur Entscheidung. Fritz., Wattenscheid. Um unangenehme Weiterungen zu vermeiden, schließen Sie mit dem neuen Wohnungsbewohner erst dann einen Mietvertrag, wenn die Wohnung tatsächlich geräumt wird. Auch nach einem Räumungsurteil kann dem Mieter noch eine Nachfrist bewilligt werden; der neue Mieter stände dann mit seinen Möbeln vor Ihrem Hause und könnte nicht einziehen. Er würde Sie schadensersatzpflichtig machen. Auch bedenken Sie, daß der alte Mieter noch tauschen kann, solange er die Wohnung innehat. Freilich ist für solchen Tausch heute auch die Zustimmung der Behörde notwendig. oren der ne etwas nate alt. llter vor ind noch Hühnern ang und r Länge. chbar hat niederm geför. len. Is ? öfter, obame Bein kann. darunter. rten, der rbrochen, er sollen Beschatr weiterIn wachßer dauützt, so neuen o müsn. Wir einige StreiZentistet sich sonen eweben verden. in der in dicht ndstoff. nan sie treifen, einem je nach Reihen, t sind. genäht geschinsit das ird ein rschluß n wer— Stellenangebote Für das Lohnbüro eines großen Werkes werden zum baldigen Eintritt einige Lohnbuchhalter und außerdem mehrere männliche oder weibliche Hilfskräfte ges. Kriegsversehrte werden besonders bevorzugt. Zuschriften mit Lebenslauf, Lichtbild, Zeugnisabschriften und Angabe des Elntrittstermins und der Gehaltsansprüche erbeten unt. D. O. 10309 an Ala Anzeigen G. m. b.., Dortmund. Gruppenführer für Rechnungsprüfung und tüchtige Rechnungsprüfer für einen Einsatz in der Industrie der Alpen=Donaugebiete gesucht. Zuschriften mit den üblichen Unterlagen unter„Nr. 347“ an Ala Anzeigen=Gesellschaft, Linz(Do95. S Zur Ausarbeitung und zum Bitat angeforderter Angebote sowie zur Erledigung des sich daraus ergebenden Schriftwechsels wird nach süddeutscher Großstadt ein gewandter Kaufmann(Herr oder Dame) gesucht. 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Veranst.-Anzeiger (Flla-Theste) Lichtburg:„Die große Nummer.“ Tägl. 4 und 7 Uhr. Wiemelhausen: Tonfilm-Theater.— „Alarm auf Station III“ Tägl. 5 u..90 Uhr. Jug. ab 14 J. zugel. Weltmar: Apollo-Lichtspiele.„Fahrt ins Abenteuer.“ Tägl. 5 und.30 Uhr. Jugendfrei Langendreer: Lichtburg.„Der dunkle Tag.“ Tägl..80 und.30 Uhr. Jugendliche unter 18 Jahre keinen Zutritt Langendreer: Capitol.„Das Mädchen vom Moorhof“ Tägl. 8 und .30 Uhr. Jugendliche zugelassen Werne: Capltol.„Späte Liebe“ Tägl..15 und 7 Uhr Gerthe: Kammerlichtsplele.„Ungarmädel“. Tägl..30 und.45 Uhr. Jugendliche nicht zugelassen PEOANTR erfordert Präzision, schon im Entwurf. Auch die Pause soll scharf wie gestochen werden. Nehmen Sie ERSTEEG. Er zeichnetsofort Aeutpaübreik. 18 Hörten. Die feinen Stifte von AN FABERCRSTEEE Ihebtocon detol gegen Jockreiz v. Entzündung zwischen den Zehen. Erhältlich in Apotheken Merz& Co. Frankf:*## Familien-Nachrichten Reinhold Ulrich! In großer Freude geben wir die Geburt eines Sonntagsjungen bekannt. Dr. Wilme Gephart geb. Schumacher, Studienassessorin Lt. Dr. Rolf Gephart, Studienassesor, s. Z. im Osten, Bochum, Wielandstr. 76, zur Zeit Delbrück Krankenhaus, den 27. Juni 1943 Uwe-Bode! Die glückliche Geburt eines kräftigen Jungen zeigen hochertreut an Margarete Sudhues geb. Radike - Paul Sudhues, Oberfeldwebel Himmelstädt Landsberg e. d. Warthe), Bochum, im Juni 1943 # Wir erhielten die traurige, für uns unfaßbare Nachricht, daß mein innigstgeliebter, unvergeßlicher Mann, unser herzensguter Sohn, Bruder. Schwager, Onkel und Vetter, der Obergefreite Helmut Korelsky im Alter von 26 Jahren in treuer Pflichterfüllung im Mai Im Osten den Heldentod ge funden hat. Ihre Verlobung geben bekannt: Elisabeth Willeke- Günther Koop, Schittsoftizier. Bochum, Wesermunde, im Juni 1945. In tiefem Schmerz: Anni Korelsky geh. Drees, Familie Franz Korelsky. Famille Jakob Drees Ihre Verlobung geben bekannt: Helge Jung, Arbeitsmaid-Heins Stratmann, Obergefr., zur Zeit in Urlaub. Bochum, Drusenbergstr. 95, im Juni 1943 Bochum(Blücherstr. 36) und Solingen-Wald, 23. Juni 1943. Wir haben uns verlobt! Loste MüllerHans Lüttecke, z. Z. Bochum-Stiepel, Galgenteldstr. 46, im Juni 1943 Ihre vollzogene Vermählung geben bekannt: Hans Meurkes, hausen- Berta Meurkes, recht, geb. Lehnert. Bochum-Weitmar, Hennigieldstr. 11, im Juni 1943 Für die uns anläßlich unserer Verlobung übermittelten Glückwünsche u. Blumenspenden allen unseren herzlichsten Dank. Eltriede Kewits- Ulfz. Karl Hintz und Tod Der Herr über Leben und nahm am Sonntag früh melnen lieben, guten Mann, unseren hei ßgeliebten, stets um uns besorglen Vater, Schwiegervater und Großvater 1a lie Martin Kraft nach schwerem Krankenlager im Alter von fast 65 Jahren zu sich in den ewigen Frieden. In stiller Trauer: Frau Maria Kraft geb. Schmidt, Kinder und Anverwandte Bochum(Querschlag 17), und im Felde, den 28. Juni 1943. Beerdigung: Mittwoch, 30.., 10.30 Uhr, vom Tranerhaus aus. Seelenamt:.30 Uhr, Johanneskirche du gr In ür: den danert fahwie ten. beritte. der vorzu chen er 100 Vereilte Herzlichen Dank für die uns zu Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche. Willy Ferchau und Frau Eise geb. Kandula #. Mein lieber Sohn unser guter Bruder. Schwager Und Gnker, der und Onkel, der Gefreite Anton Szalkowski Heute nacht 2 Uhr wurde uns unser guter, geliehter, Sohn, Bruder, Schwager, Neffe. On kel und Vetter fand im blühenden Alter von 30 Jahren bei den Kämpfen im Osten am 2. Juni 1943 den Heldentod. Karl Severing Die trauernden Hinterbliebenen durch einen tragischen Unglücksfall im Alter von 38 Jahren entrissen. ahr und die berBochum, im Juni 1943 Robertstraße 59 Seelenamt: Donnerstag, 1. 8 Uhr(evtl. 10 Uhr), in der Dreifaltigkeitskirche. Den Heldentod fürs Vaterland starb am ##“ unser geliebter., hoffnungsvoller Sohn und Bruder, Unterofflzler und KOB. Friedemann Böcker Inb des Kriegsverdienstkreutes 2. Kl. mit Schwertern und anderer Auszelchnungen Im Alter von 24 Jahren fand er ewigen Frieden. In tiefem Leid: Ewald Böcker und Frau Maria geb. Vogelwiesche, Annemarte Böcker, Hans Georg Böcker, z. Z. im Felde Bochum, den 25. Juni 1943 Mulderpaßstraße Terlenamt=, Aüttrgeh, 2. 8 Uhr(evtl. 10 Uhr), MeinolSchmerzerfüllt erhielten wir die traurige NachAr richt, daß mein einziger, herzensguter Sohn, mein lieber Bruder, Schwager, Neffe, Vetter und Onkel Sanitäts-Obergefreite Alfred Rodegro Statt besonderer Anzeige In der Nacht vom 25./26. Juni wurden uns durch ein tragisches Geschick mein innigstgeliebter Mann, unser stets für uns sorgender Vater, Schwiegervater, unser lieber Opi. Bruder, Schwager und Onkel Johann Voß im Alter von 51 Jahren und mein innigstgeliebter Mann, unser lieber Papi und guter Sohn, Schwiegersohn, unser lieber Bruder, Schwager, Neffe und Onkel In tiefer Trauer: August Severing und Frau Henriette geb. Bolte, Obergefreiter August Severing und Frau Emml geb. Fries, Betriebs-Insp. Rudolf Fries und Frau Elfriede geb. Se. vering, Oberscharführ. Walter Severing und Frau Lisa geb. Goersch, Uffz. Hellmuth Severing und Frau Toni geb. Frerichmann. Oberleutnant Ernst Severing und Frau Ruth geb. Höving iger jetzt igen ung it Luft mit Das urch bege.-Werne(Zum Kühl ten, Westhofen, Berlin, Münster. Massen und im Felde, den 26. Juni 1943. der iger egen Beerdigung: Mittwoch, 30.., 15.30 Uhr, von der Trauerhalle .-Werne aus. Trauerfeier dort. selbst eine halbe Stunde vorher lagnter chen sollzur eder Willy Sartory im Alter von 33 Jahren entrissen. am 5. Juni 1943 den Heldentod im Osten fand. In tiefem Leid: Frau Wwe. Kath. Rodegro geb. Soddemann. Kete Kortmeler geb. Rodegro, Bruno Kortemeler, z. Z. im Felde, Familie Rodegro, Famille Soddemann Bochum, Bad Nenenahr. Gelsenkirchen, Waltrop, 28. 6. 1943 Seelenamt: 3. Juli, 725 Uhr (evtI. 10 Uhr), Rosenkranzkirche Bad Neuenahr In tiefem Schmerz: Frau Julie Voß geb. Kirchhausen und Kinder Frau Julie Sartory geb. Voß und Kinder Hansi und Helga, Fam. Joh. Sartory Bochum(z. Z. Jägerstraße 18) und Krefeld, den 28. Juni 1943. Beerdigung: Mittwoch, 30.., 10 Uhr, große Tranerhalle Freigrafendamm. Levitenamt: .30 Uhr Meinolphuskirche K Nach schwerer Krankheit ging heute, Sonntag, für immer von uns mein lieber, guter Mann, der liebevolle, treusorgende Vater seiner beiden Kinder Kokerei-Assistent Pg. Wilhelm Partmann übte bespuk bukiden bei vorim Alter von fast 48 Jahren. In tiefem Schmerz: Lydia Partmann und Kinder Heldi und Marlanne .-Hiltrop, den 27. Juni 1943 An der Hiltroper Kirche 3. ##, Unsere Hoffnung auf ein u Wiedersehn wurde zer#4 stört durch die schmerzliche Nachricht, daß unser einziger, lieber, stets um uns besorgter Sohn, Enkel. Neffe und Vetter Gefr. Heinrich Zimmermann im blühenden Alter von 20 Jahren am 28. Mai 1943 in soldatischer Pflichterfüllung den Heldentod fand. Er ruht auf einem deutschen Heldenfri hof. Dort weilen unsere Gedanken in Liebe und Trauer. Beerdigung: Mittwoch, 30, 15.30 Uhr, Leichenhalle Hiltroper Friedhof. Trauerfeier eine Viertelstunde vorher Zeit Plötzlich und unerwartet entschlief durch einen Betriebsunfall mein innigstgeliebter Mann, der herzensgute Vater seines Buben, unser guter Bruder. Schwager, Schwiegersohn, Onkel, Vetter und Neffe, der ehreine auf siter äßitenrenentOrtsgruppenleiter Pg. Ewald Haarmann im Alter von 39 Jahron. Sein arbeitsreiches Leben war erfüllt von Pflicht und Treue zu seiner Familie und seinem Führer. In tiefstem Schmerz: Friedrich Zimmermann und Frau Klara geb. Broska und Anverwandte .-Harpen, den 26. Juni 1943 In tiefer Trauer: Edith Haarmann nebst Sohn und Angehörige .-Sundern(Obernbaakstraße Nr. 107),.-Stiepel, Bad Sassendorf, den 27. Juni 1943. Trauerfeier und Beerdigung Mittwoch, 30. Juni, 16.30 Uhr, auf dem Kommunalfriedhof in .-Weitmar.Blankensteiner Str. Unsere geliebte, treusorgende Mutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante Wwe. Anna Katharina Abe geb. Ullrich Trägerin des Goldenen Ehrenkreuses der deutschen Mutter kreuzes der deuts ging heute im 85. Lebensjahr in den ewigen Prieden ein in den ewigen Fri Im Namen der Hinterblichenen: Richard Abe .-Weitmar, den 23. Juni 1943 Stensstraße 29. Beerdigung nach Ueberführung von Kassel, Dienstag, 29. Juni, 3 Uhr, Trauerhalle Friedhof Blumenstraße. Trauerfeier eine halbe Stunde vorher konsierzum ichte lten vier ahre ahre sierlegt 1 je hler vorund nate eldbler ehrauch eininde Tiefes Herzeleid brachte uns die unfaßbare Nachricht, daß unser einziger, unvergeßlicher Sohn. unser guter Bruder, Schwager, Onkel und Vetter, der Gefreite Hans Gosberg Statt besonderer Anzeige Plötzlich und unerwartet verschied Samstag morgen 4 Uhr, nach kurzer Krankheit, mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Urgroßvater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, der Knappschaftsinvallde Jakob Hüther im Alter von 72 Jahren. In tiefer Trauer: Frau Wwe. Elisabeth Hüther geb. Sehl und Kinder .-Eppendorf, Bochum, Essen, den 26. Juni 1943. Beerdigung: Dienstag, 29. Juni, 16.15 Uhr, vom Trauerhause, Auinetraße! Aus einem selbstlosen, nur der Sorge für die Ihren geltenden Leben wurde nach Gottes Ratschluß heute unsere innigstgeliebte, treusorgende Mutter und Schwiegermutter Wwe. Carmen Wagner geb. Palomares im Alter von 59 Jahren durch einen unerwarteten Tod abgerufen. In tiefer Trauer: Alfons Wagner. Carmita Wagner. Edith Wagner geb. Look, Wwe. Johanna Look Bochum(Hermannshöhe), Berlin-Steglitz(Althoffstr.), den 30. Juni 1943. ung auf ben. Beerdigung: Mittwoch, 30.., 8 Uhr. in Wattenscheid vom St.-Marien-Hospital aus, anschließend Seelenamt Achtu len 30. (3. mei tei ram Ein chun, den—. 30. Juni 1913. Er umsgbt:„Hrenscheder“Schule Asac Hum, den. 28. Juni. 109), zu an witwag, den tallfestniebat im blühenden Alter, drei Wochen vor seinem 20. tag, am 13. Juni 1943 bei den Kämpfen vor Leningrad den Heldentod fand. Möge ihm die fremde Erde leicht sein. In tiefem Schmerz: Anton Gosberg und Frau Else geb. Witzel, Kinder und Anverwandte .-Riemke(Hofsteder Str. 328), .üdenscheid, Gelsenkirchen, Thüringen und Westpreußen, den 25. Juni 1943. Nach einem arbeitsreichen Leben verschied Sonntag morgen 7 Uhr nach kurzem Krankenlager mein lieber Vater, Groß. vater und Urgroßvater Johann Malinka im Alter von 88 Jahren. In tiefer Trauer: August Malinka und Anverwandte .-Werne, den 28. Juni 1943. Werner Hellweg 468. W W i r e r h i e l t e n d i e n o c h unfaßbare Nachricht, daß mein über alles geliebter Mann, mein guter. treusorgender Papi, unser lieber Sohn und Schwiegersohn, guter Bruder, Schwager und Onkel, der Beerdigung: Mittwoch, 30.., .30 Uhr, von der Friedhofskapelle.-Werne. Trauerfeier halbe Stunde vorher ei Heute morgen 5 Uhr entschlief nach kurzem Leiden unsere innigstgeliebte Mutter und Schwiegermutter Wwe. Berta Schinor geb. Radke Trägerin des Ehrenkreuzes der deutschen Mutter im Alter von 63 Jahren. In tiefer Trauer: Walter Schinor, Hedwig Kessehohm geb. Schinor, Heinz Kessebohm, z. 2. Wehrmacht .-Gerthe, den 28. Juni 1943 Lothringer Straße 16. Beerdigung: Mittwoch, 30.., 3 Uhr, Trauerhalle Friedhof .-Gerthe. Trauerfeier eine halbe Stunde vorher chum, den 28. Juni 1943. Der Oberbürger: tener Straße 61: Annette=von=Droste=Hülshoff=Schule Mittelschule für Mädchen— Abestraße 10, 9 Gruppe XVI am Mittwoch, dem 30. Juni 1943, in der Bertha=Krupp=Schule an der Schragmüllerstr. 1/5: 1 Fontaneschule— Volksschule für Jungen— . 5 3 1 1 U h r; 2. B e r t h a= K r u p p= S c h u l e— 11 Uhr: 3. Tirvitzschule— Volksschule für Zuugen Schule Vottsschule für Mädchen— Herner Straße 427, 18 Uhr. ten ausgefordert, am Mittwoch, den neu schnellstens an Ihren Milchhändler zurück. Nur dann können Sie eine gefüllte dafür Antanschen. Alkoholfreies Heiß- u. Kaltgetränk auch als süßer Puddingzuguß. Drogerie Farr. Emscherstraße 27. Kur 651 54 gehritt. Denke dran bei jedem„„eitt: Deine Sohlen schützt„Soitit“! Soltit gibt Ledersohlen Haltbarkeit, verhütet nasse Füße! G und Batteisntsniche „Wenn Sie den guten Crem-Ellocar aufgebraucht haben, dann werfen Sie bitte den leeren Topf nicht fort. Für uns ist er wertvoll! 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Zimutta und Söhnchen Hans Jürgen, Fam. St. Brezicha, Famille A. Zimutta und Angehörige Bochum, den 28. Juni 1943 Wittener Straße 219. nach kurzem, schwerem Leiden, im Alter von 8 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Fritz Pleper nehst Frau Gertrud geb. Wieschollek und Sohn Helmut Bochum(Wittener Straße 83), z. Z. Hopfendorf. Kr. Zwittau (Sudetengau), den 26. Juni 1943 -amt: Donnerstag, 1.., ebfrauenkirche.-Al. Diie Beisetzung erfolgte bereits am 18. Juni auf dem Dorffriedhof In Hopfendorf An den Folgen einer Kerwundung durch den Terrorangriff am 13. 6. 43 verschied am 25. 6. meine liebe Frau, unsere gute Mutter, meine liebe Tochter. Schwester, Schwägerin und Tante Frau Maria Christophliemk geb. Deimann im besten Alter von 34 Jahren. In tiefer Trauer: Karl Christophliemk u. Kinder Karl Heinz, Elsbeth, Waltraud, Margret nebst Anverwandten Bochum, Geseke, im Juni 1943. Beerdigung: Dienstag, 29.., 10.30 Uhr, Friedhof Freigrafendamm. Trauerfeier eine halbe Stunde vorher. 9. Iuni Zzunasakademie, Wittener Straße 61, zu erschezen, vrzu verhalten.“ Bochum, den 28. Jun Herderschule„„hanm, Ercham, den 28. Juni 1943. Der Oberdürgermeiner.16 Neue Festmengen, für Tabakwaren. Mit 5“ Reichswirtschaftsmininers werden die Vzucher G. Khatchikian, Perser-Teppiche, auch Reparaturen, Reinigung orig.-persischer Arbeit. Fachm. Beratung und Auskunft, Essen, Alfredstraße 317. Ruf 419 23. ge gründet 1912 Parole: Spar Kohle,.„ Hoblez. leue Festmengen, für Tabaswaren. Wit, Ze1,ezmen. den für Targutteygz big einschleßzlich 14. Juli 1943 24 Jpl., 7Ptüäck in der der Breislage borz2 5 50 Gramm, Kautabak 1 Loppelabsohniz:,(Bese. Mlle oder Stange) 20 Gramm. Schnupftadal#1 Doopelabschnitt: 50 Gramm. Die erhöhten Festmengen dürsen nur auf neue Raucherkarten Bochum beliefert werden. 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