Ponzniere..* ee Ver e Ausenhgraie, Gzpppge i..euz#re u 3 m brize monatlich. Selbstabholer.85 Ric.##f. halbmonatlich. Bezugspreis für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich, Funkzeitschrift„hör mit mir“ 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und 55 Bi. bei Jun, Sonntagen, im, Monotzggx Wenn, Zesthranscheingr de# Zeitung durch höbere Gewalt, Verbot oder, Heiriebsthrung und verhindert wird, können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr, von 11 bis 12 Uhr, Sprechstunden der Schriftleitung, außer mittwochs und sonnabends, von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckkonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Dienstag 12. November 1940 47. Jahrgang Nummer 268 Einzelpreis 10 buo toen erteif und in 78 mm Breite 55 Vl. im Tertell. Familienb P P achil eschähe e. äch de Sieschlche um 16 Uh: des Vorto9“2, ann jeiser Lewäge adernommen werden lich ausgegebener Anzeigen kann keine Gewähr Abernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8 Anruf 67551—54 ———V*„„„„ drei weitere schwer beschädigt— Beträchtliche Erfolge unserer Luftwaffe am Montag— Iu hefiigen Tasslampfen sieden englische Flagzeuge abgeschossen Gse ssnden e üer Grniden uun uct eder! dnb Berlin, 12. November. Die Tätigkeit der deutschen Luftwaffe war auch am Montag von beträchtlichen Erfolgen begleitet. In den Morgenstunden griffen leichte Kampfflugzeuge London und andere kriegswichtige Ziele in Südostengland an und Izur Allantik, etwa 400 Kilometer westlich von Frland, warf ein deutscher Fernaufkläxer Bomben auf einen britischen Frachter von 2500 BRT. und brachte ihn zum Deutsche Sturzkampffliegerverbände überraschten im Seegebiet südostwärts Harwich einen stark gesicherten Geleitzug und griffen ihn im Sturzklug an Dabei gelang es trotz starker feindlicher Flak= und Jagdabwehr einen Frachtdampfer von 10.000 BRT., zwei von je 8000 BRT., einen von 6000 BRT. und einen von 5000 BRT. zu versenken, so daß der Gegner mit heit 37 000 BRT. an Handelsschiffstonnage verloren hat. Drei weitere Schiffe wurden so schwer beschädigt, daß mit ihrem teilweisen oder ganzen Verlust zu rechnen ist. Im Laufe dieser Angriffe kam es zu heftigen Luftkämpfen, in denen unsere Jäger sieben gegnerische Flugzeuge vom Baumuster Spitfire und Hurricane abschossen. Vier eigene Flugzeuge gingen verloren. pausenlose Bombenangriffe Flugzeug versenkte Handelsschiff von 8000 BRT. dnb Berlin, 11. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Vergeltungsflüge auf London wurden am 10. 11. und in der Nacht zum 11. 11. ohne Unterbrechung fortgesetzt. Außerdem wurden in Süd= und Ostengland am Tage zahlreiche Angriffe auf kriegswichtige Ziele geführt. In den Häfen von Bexhill, Hastings, Dover, Clacton on Sea und Great Darmouth gelang es. Lagerhäuser und Verkehrsanlagen, in Eastbourne, Margate sowie an mehreren Stellen der Bahnstrecke Joswich.: Norwich Gleisanlagen und in Chatham ein Industrie= werk zu treffen. In den Truppenlagern von West=Lutworth und Dungeneß zerstörten Bombentreffer mehrere Baracken und Truppenunterkünfte. Während der Nacht wurden Birmingham und Liverpool sowie ein Rüstungswerk bei Granham mit guter Wirkung bomIm Segebiet ostwärts Midlesboronegagersegste ein Kampfflugzeug ein Handelsschiff von Feindliche Flugzeuge warfen in der Nacht zum 11. 11. im Reichsgebiet an verschiedenen Orten Bomben, wobei an einer Stelle ein Holzlager in Brand gesetzt, an zwei anderen Stellen Hochspannungsleitungen beschädigt wurden. Weiter beschädigten feindliche Vomben zwei Bauernhöfe und ein Wohnhaus. Es ein Toter, ein Schwerverletzter und neun Leichtverletzte In den Lustkämpfen des gestrigen Tages wurden vier feindliche Flugzeuge abgeschossen. Fünf eigene Flugzeuge werden vermißt. Mißglückter Angriffsversuch auf Berlin dnb Berlin, 11. November. Einige britische Flugzeuge versuchten in der Nacht zum 11. November die Reichshauptstadt anzugreifen. Die eneraische Abwehr zwang sie jedoch zur Umkehr, ehe sie ihre Bomben abwerfen konnten. Vergeblicher englischer Lufttorpedo=Angriff auf deutschen Sperrbrecher dnb Berlin, 11. November. Am 10. November nachmittags wurde ein deutscher Sperrbrecher in der westlichen Nordsee von zwei engchchche e eschle ce schlagen wurden. Werrmaßig an erlre gspreuegetreige, dabei Heringe, gefolgt von Kakao, Futtermitteln, Holz, Chemikalien und Metallwaren. Besondere Bedeutung hat der Hafen von Great Daxmouth durch seine Aufgabe, die Industriestadt Norwich, mit der er durch einen Kanal verbunden ist und in der zahlreiche Rüstungswerke liegen, weitgehend mit Lebensmitteln zu versorgen. Die wirksame deutsche Gegenblockade Berlin, 11. November. In ausländischen Sachverständigenkreisen wird die Frage der Bedrohung Großbritanniens durch das sammenarbeiten deutscher=Boote mit der Luftwaffe sowie durch das soeben gemeldete Auftreten von deutschen Ueberwasser=Streitkräften im Atlantik als ernst angesehen, da die wichtigsten Versorgungswege stark beFalls es England nicht gelinge, die augenblicklichen Verluste durch militävische Maßnahmen zu wäre es möglich, daß die deutsche Gegenblockade eine entscheidende Rolle spiele. Besonders im Hinblick auf die dauernde Luftbedrobung der englischeg. Höigg sei es für Großbritannien nicht möglich, einen Ausgleich für die bereits erlittenen Tonnageverluste aus eigener Kraft zu schaffen, Aus diesem Grunde habe Großbritannien Schiffahrtssachvexständige nach Kanada entsandt. Es sei jedoch nach Welttwegserfahrungen ausgeschlossen, in der benötigten kurzen Zeit Anlagen der Werftindustrie neu zu errichten oder zu verlegen. Im Handelsteil des„Manchester Guardian“, sand sich vor einiger Zeit folgende interessante Feststellung: „Seitdem der Krieg begann, haben die Fabrikanten und die Großhändler, die die britischen Güter nach überseeischen Märkten ausführen, finanzielle Risiken zu tragen gehabt, die so vollkommen außerhalb jeder kaufmännischen Kalkulation liegen, wie dies in den letzten hundert Jahren niemals der Fall gewesen ist. Die Zeiten der Kaufmannsabenteurer scheinen zurückgekehrt zu sein, in denen eine Handelsreise nach fremden Ländern ungeheure Risiken infolge Piraterie, plötzlicher Kriege, Schiffbruches und anderer Katastrophen in 5 vo, Wieder gesechtsull! Alle norwegischen Küsten= und Torpedobatterien dnb Berlin, 11, November. Die Küstenverteidigung Norwegens ist im Laufe der Sommermonate erheblich gusgebaut, und, Hegitctr g, en den. Bekanntlich war versucht worden, die zur Küstenverteidigung Norwegens eingebauten Geschütze zu zerstören. Abgesehen von den neu aufgestellten deutschen und Küstenbatterien sowie Toxpedobatterien sind nunmehr auch alle norwegischen Küsten= und Torpedobatterien wieder in gefechtsklaren Zustand gebracht worden. Deutsche Ingenienge geist, Foghgrbeiter haben hiermit eine hervorragenoe Leistung vollbracht. idt. Es sei jedoch nach Weltkriegserfahrungen aus= hiermit Mololow auf deutschein=Teden Die europäische Presse unterstreicht die große Bedeutung des Besuches Nie erechtcer Berdte ubde ue uunu fhn tetht ue uhechen gue. Peacrtereg, eischescele und kehrte wohlvehalten an seinen Stützpunkt zurück. Hilferuf eines englischen Kreuzers Rom, 11. November. te sot ve worchen Herlich Hilserise ausgelgngen die an Schfe einer auf Fahxt. he hak'schen. 5% zu der Formation gerichtet, waren. Man Annahme, daß die Sionale von eineniegngl. sger, sreu; zer kommen, der von einer italienischen Einheit Kanal von Sizilien torpediert wurde.“ Kanadischer Truppentransporter bombardiert * Newyork, 11. November. Nach in Newyork eingetroffenen Meldungen ist der kanadische Truppentransporter„#mpreß of (26 032 BRT.) im Nordatlantik bombardiert und schwer beschädigt worden. Das Schiff war vor Kriegsausbruch einer der besten Dampfer auf der Route Vancouver— Ferner Osten. Er kann als Truppentransporter rund 7000 Mann unterbringen. Bedeutung von Great Parmouth Berlin, 11. November. Der englische Hafen Great Darmouth ist in der letzten Zeit wiederholt durch die deutsche Luftwaffe bombardiert worden. Greziege Zthzist, 6. hejanders tender Hafen an, der englige, Lstküste, der bgse der englischen Levensmittelveriorgung dient. ist Great Darmoutch, als seor Pputgoge, Hate spherr dag Heringsumschlag. Great Daxmoutg, verfügt über eine Kailänge von rund sieben Kilomezugerde,eohegenhen Lagerhägsern., und Krgugvsagten., grr rr Genihoe sich im Hafengelände fünf leistungsfähige Zwei Kais dienen ausschließlich der Einfuhr und der Umschlag von„Heringen. Die Bedeutung des Hafens geht aus der Tatsache bervor, daß im Jahre 192..— rund zwei Millionen Pfund Sterling Waren umgeunb Verlirz, I,, Ammisagr# Der Vorsitzende, des Rates der Volkskommissare der UdSSR. und Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten W. M. Molotow, der, wie gemeldet, am Sonntag abeZteichgregierungesterkz) Perlimn 9 begeben. Reichshauptstadt am Bahnhof von dem Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop Am Wontag abend traf Aubenkommissar Mreiston mit den Herren seiner Begleitung und dem deutschen Botschafter in Moskau, Graf von der Schulenburg, auf deutschem Gebiet in Malkinia ein. Dort wurde er von dem deutschen Ehrendienst, dem Chef des Protokolls Gesandten von Dörnberg, dem Stabsleiter des dungsstabes des Stellvertreters des Führers, ss=Oberführer Stenger, und Kapitän z. S. Stöphasius begrüßt. Größte Ueberraschung in London Die Reise Molotows nach Deutschland beschäftigt weiter die norditalienische Presse in ausgiebigem Der„Corriere della Sera“ erklärt zu dem bedeutsamen Ereignis, sicher bedeute für England und jene Kreise jenseits des Ozeans, die um Englands Schicksal bangen, der Besuch Molotows in Berl'sgemisigung eine Ueberraschung, sondern eine peinliche und den kläglichen Zusammenbruch eines bäudes von Illusionen und Hoffgungen. Es sei der Bankrotzt., des Foxeign, Öffice. Der lenglischen Politik, Europa durch die Spekulation auf die Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten zwischen den verschiedenen Staaten und durch Koalitionen zu beherrschen, werde nun der Gnadenstoß versetz,„Popolo'Italia“ schreibt, Chamberlain, der groß planes gegen die totalit Möglichkeiten eines überraschenden Schlages in Oite Der Besuch Molotows in Verlin hat nach„Daa Apbezzt, holmer Zeitung bringt eir#### Leitartikel du, berg, Venisses unterstreicht. Ebenso fmdet dagens Nuheter“ in London größte Ueberraschung Die Stockholmer Zeitung bringt eine United=Preß=MelResce e e eice Keschee e chichchche Peie Keaue beik dier Baide dier ehlische Außenkommissars an Wichtigkeit dem Drei=Mächte=Pakt gleichkomme. Molotows Besuch sei ein Gegenzug angelsächsische Zusammenarheit. Rußlands Anteil der Neuordnung werde beschlossen. Das Kopenhagener Blatt„Nationaltidende“ schreibt u.., es werde hervorgehoben, daß der Drei=MächtePakt zwischen Deutschland, Italien und Japan einen wesentlichen Teil des Hintergrundes der handlungen bilden werde, und kräftig unterstrichen, daß dieses Abkommen durch und durch positive Aufnahme in Moskau gefunden habe, in welchem Zusammenhang man noch hinzufüge, daß das russisch=japanische Verhältnis sich zunehmend günstig entwickele. In Belgrad hat die Nachricht von dem bevorstehenden Besuch Molotows in Berlin größtes Rufsehen erregt. Uebereinstimmend wird anerkannt, daß schon die Tatsache dieses Besuches eine weitgehende Klärung der weltpolitischen Lage mit sich bringe und automatische Rückwirkungen auf verschiedenen Gebieten zu erwarten seien. „Breme" meldet, daß dieser Besuch von größer historischer Bedeutung sei und sich seine Folgen auf alle Fälle nicht nur bei der künftigen Entwicklung Europas, sondern in der ganzen Welt zeigen würden.„Politika“ merkt, man könne heute schon sagen, daß der Besuch Molotows in Berlin im politischen und wirtschaftlichen Leben Europas ungeheure Perspektiven eröffne und man diesem Ereignis eine riesenhafte Bedeutung beimessen müsse. Die Agentur Vala führt aus, daß man beim Molotow=Besuch eine Verständigung über die Neuordnung Europas und die damit verbundene Ausschließung des englischen Einflusses erwarten dürfe. Der Tower schwer beschädigt Auch am Montag vormittag heulten die Sirenen wieder in London Berlin, 11. November. Den wirkungsvollen deutschen Vergeltzngzggeru, im Laufe dieses Wochenendes wußte die sionsprovaganda nichts anderes entgggenaustellen„als böllig belanglose und nichtssagende„Verlautbarungen, denen man dig in bettgziH ent jeder Zeile anmerkt. Diegeführte Verschweigetarrit in jeder Zeile anmerkt. Dieselbe alberne Vogel=Strauß=Politik ist auch am Montag morgen festzustellen. Man muß sich richte der Londoner Berichterstatter ausländischer Blätter halten. So schreibt der Vertreter des Madrider „ABC“, daß die Nacht zu Sonntag eine der schlimmsten war, die in der englischen Hauptstadt je erlebt wurden. Die Gebäude seien in einzelnen Stadtteilen geradezu abrasiert worden. Die alte Festung Londons, der Tower, habe alle ihre Mordbastionen infolge der Bombardierung bereits verloren. Das sei der Teil, in dem vor Kriegsausbruch die Kronjuwelen aufbewahrt wurden, die aber jetzt„woanders“ hingeschafft worden seien. Die zerstörten Glasscheiben können schon seit langem nicht mehr ersetzt werden. Zahlreiche Geschäfte, sind daher, wie aus einer Notig der„Dorkshire Post“ geht, zu einem Gucklochfenster übergegangen. Die Schaufensterscheiben werden durch große bemalte Holzverschläge ersetzt, in die winzige Glasscheibchen als Gucklöcher eingesetzt werden, durch die man die Auslagen betrachten soll. Daß die Londoner Bevölkerung sich an Stelle ihrer Fensterscheiben wohl ebenfalls mit derartigen Hilfsmitteln begnügen muß, interessiert das Blatt des Erzplutokraten und Modejünglings Eden natürlich bedeutend weniger. Bomben überraschten 40 Plutokraten beim Essen Wenn aber die Plutokroten gestört werden, dann gerät das amtliche englische Reuter=Büro sofart in höchste sittliche Entrüstung. So berichtet es:„Wahrend der letzten deutschen Luftangriffe auf London wurden auch Bomben auf einige der berühmtesten Londoner Klubs abgeworfen, darunter den Refarmklub und den CarltonKlub. Etwa 40 Parlamentarier, Konservative, befanden sich im Carlton=Klub, als dieser einen Treffer erhielt. Sie wurden von den Trümmern bedeckt.“ Nach dem englischen Nachrichtendienst dinierten die 40 Unterhausabgeordneten gerade, als die Bombe im Klub einschlug. Sie waren also bei der wichtigsten=Beschäftigung, die ein Mitglied eines britischen Plutokratenklubs auch im „=Nach den heftigen Angriffen in der Nacht zum Montag heulten, wie Associated Preß meldet, am Vormittag in London wieder die Sirenen. In zwei Wellen seien die deutschen Flugzeuge über der britischen Hauptstadt erschienen. An dem ersten Angriff hätten über 150 Bomber, am zweiten 50 Maschinen teilgenommen. Eine der heftigsten Schlachten sei am Himmel über Londont entbrannt. Schutzwall statt Thronhimmel Die Stockholmer Zeitung bringt eine United=Preß-Mel= ßuna Bomden auf engirschen Fielkenderenits im Mittelmeer— Zwei Britenkreuzer bei Kreta getroffen Banzerwagen fnd— a0 dub Rom, 11. November. Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut: „Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Ein englischer Flottenverband ist von einem unserer Luftgeschwader im mittleren Mittelmeer erreicht und trotz heftiger Gegenwehr in der Luft und durch die Flak intensiv bombardiert worden. In Malta haben unsere Jagdflugzeuge Hondt sasct ei süisehete Baszrist verhältnifse, die militärischen Ziele auf dem Lande und die im Golf von Suda(Kreta) liegenden Schiffe angegriffen, wobei zwei Kreuzer getroffen wurden. Weitere Formationen haben mit Erfolg den Flottenstützpunkt von Alexandrien— wo die Hafenanlagen getroffen wurden—. El Hamman, El Daba und militärische Anlagen füdlich von Marsa Matruk, die Straken= und Eisenbahnverbindungen zwischen Ei Qnassaba, Maaten Baaush und Fukg.„ wo große Brände verursacht wurden— und die feindlichen Luftstützpunkte von Helwan(Kairo) und Jemaila angegriffen, wo ebenfalls außerordentlich heftige Brände verursacht murden, die noch aus weiter Ferne sichtbar waren. Alle unsere Flugzeuge sind zu ihren Stüppunkten zuFeindsiche Schiffe haben unsere Positionen in Sidi el Barani bombardiert, ohne weder Opfer noch Schäden zu verursachen. Feindliche Panzerwagen sind etwa 60 Kilometer südwestlich von Sidi el Barani in die Flucht geschlagen worden. In Ostafrika hat der Feind Gallabat mit Artillerie beschossen, ohne irgendwelche Schäden zu verursachen. Unsere Flugwaffe hat die Verteidigungsstellungen von Reijan(westlich von Gallabat) angegriffen und auf dem Flugplatz von Saraf Said am Boden ein Flugzeug vom Wellesley=Typ getroffen. Feindliche Einflüge auf Metemma, Gondar, Massana, Cheren und Assab haben insgesamt zwei Tote und einige Verwundete unter den Eingeborenen zur Folge gehabt. Der Sachschaden ist unbedeutend.“ 554:84 Die britischen und die italientschen Flugzeugverluste .: Kom, 11. November. Wie von zuständiger italienischer Seite mitgeteilt wird, betragen die englischen Flugzeugverluste in den ersten fünf Monaten 554 Flugzeuge, darunter 39 wahrscheinlich abgeschossene. Die italienischen Flugzeugverluste in der gleichen Zeit beziffern sich auf 84 Flugzeuge, so daß also die englischen Verluste rund sechsmal höhen sind. Antrittsbesuch des neuen rumänischen Gesandten in Berlin Der Reichsminister des Auswärzgen sing am Montag den neuen köriglich rumänischen Gesandten Constantin Greciann zum Antklitsbesuch „Ruinen begleiten die Prozession des neuen Lordmayors(Oberbürgermeister) durch die City. Hüte aus dem 17. Jahrhundert und Stahlhelme Modell 1940, Schutzwall statt Thronhimmel“, mit diesen Schlagzeilen umreißt der Londoner Berichterstatter von„Sbenska Dagbladet“ den Amtsantritt des neuen Lordmayors von London. Die schwere vergoldete Karosse habe zu Hause bleiben müssen. Die vier Ordonnanzen in Uniform und Sturzhelm hätten auf dem Motorrad das Auto des Lordmayors begleitet. Die traditionelle kilometerlange Prozession sei unterblieben, es habe keine Bediensteten in gepuderten Perücken und blauen Plüschröcken gegeben, auch hätte kein Thronhimmel vor der Tür der Guildhall gestanden, anstatt dessen habe man dort einen Schutzwall aus Ziegelsteinen aufgebaut. Die bescheidene Prozession habe den kürzesten Weg zu den Law Courts eingeschlagen und nur eine geringe Zahl Zuschauer habe sich versammelt. Das Bankett des Lordmayors mit der Rede des Premierministers habe wie gewöhnlich stattgefunden, obgleich man alles auf die schoben habe. Zu dieser Zeit, so meint der Berichterstatter von„Svenska Dagbladet“ könnten nämlich deutsche Bomben nicht so leicht zum Hindernis werden. Ist Lord Beaverbrook ein Mörder? Ließ er das britische Kinderschiff torpedieren? Stockholm, 11. November. Als einziges Blatt von allen Londoner Zeitungen berichtete der„Daily Herald“ über die Anzeige eines gewissen William Jones aus Bournemouth gegen Lord Beaverbrook. Jones habe, so meldete das genannte Blatt, Lord Beaverbraok bei den englischen Polizeibehörden beschuldigt, der Leiter einer geheimen Verbrecherbande zu sein, die sogar über private=Boote verfüge. Er und seine Leute seien verantwortlich für die Torpedierung des britischen Schiffes im Atlantik im Septemher 1940, das 89 britische Kinder an Bord hatte. Nach dieser sensationellen Anzeige sei nun nicht etwa, wie das Blatt fortfährt, Anklage gegen Lord Beaverbrook erhoben worden, vielmehr leitete die Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen Beleidigung gegen Jones ein. Beim ersten Verhör erklärte dieser jedoch, er bleibe bei seinen Angaben und habe alle der Hauptpolizeikommission von Scatland hn fragte, ob er sich der Tragweite seiner Angaben bewußt sei, erwiderte Jones ruhig und fest:„Was ich sage, ist wahr, ich kann es beweisen.“ Der Prozeß gegen Jones soll in allernächster Zeit, wahrscheinlich jedoch in geheimer Sitzung durchgeführt werden.erigen# Auf den Ausgang dieser höchst eigenartigen, Geschichte kann man gespannt sein. Nur ist zu befürchten, daß man die Fortsetzung kaum erfahren wird. Denn sollten sich die Behauptungen des nunmehrigen„Angeklagten" Jones bewahrheiten, werden die englischen Gerichte den Fall schon auf ihre Weise„erledigen“ ohne daß davon etwas in die Oeffentlichkeit dringt.“ Bei dem plutokratischen Regime ist ja alles krat hackt bekanntlich dem anderen kein Auge aus. So wird wohl— wenigstens vorläufig noch— der bombastisch aufgezogene Vorfall mit der angeblich deutschen „Torpedierung" des britischen Kinderschiffes ungeklärt bleiben.= Senator Pittman gestorden Der nordamerikanische Senator, Lutmay, erlag am Sonntag im Alter von 68 Jahren in Reno Seit 1933 datte er den wichtigen einflußreichen Posten des Vorsitzenden des Augenausschusses des Senats der Vereinigten Staaten inne. Randbemerkungen Irlands Ministerpräsident De -I J„ Valera hat umgehend dem Manas Ablage englischen Premier Churchill eine nicht mißzuverstehende Antwort erteilt. Churchills kaum versteckte Forderung nach Flotten= und Luftstützpunkten auf irischem Boden hat im irischen Freistaat Empörung hervorgerufen. De Valera läßt keinen Zweifel, daß jede Verletzung der irischen Neutralität Blutvergießen herbeiführen wurde. De Valera sagte wörtlich:„Eine Abtretung von Häfen kommt nicht in Frage, solange unsere Nation neutral bleibt. Jeder Versuch, auf uns von der Seite irgendeines Kriegführenden einen Druck auszuüben, würde nur in Blutvergießen enden. Solange die gegenwärtige Regierung an der Macht bleibt, werden wir unsere Rechte auf diese Häfen oder irgendeinen Teil unseres Gebietes gegen jedermann, der sie angreifen wurde, verteidigen.“ De Valera fügte hinzu, es sei nicht wahr, daß deutsche Unterseeboote mit Betriebsstoff und Lebensmitteln in den fraglichen Häfen versorgt würden. Auch die Antwort, die dem britischen Premier auf seine dunklen Anspielungen von der irischen Presse erteilt wurde, ist deutlich genug.„Irish Times“ sieht in der Churchill=Rede nur die äußerst schwierige Lage Englands. Die Hauptverluste erleide die britische Flotte westlich Irlands— was durch die Vernichtung eines ganzen britischen Geleitzuges im Nordatlantik bestätigt wurde—, und oben„Elne Demdeiraf denVurgerbrautenler Verlogene Reuterberichte— Nur Wohnviertel wurden in München getroffen dnb Berlin, 11. November. Schon die bereits kurz gemeldete Tatsache, daß die britische Luftwaffe in München die traditionelle Kundgebung am 8. November zu stören versuchte, hat nicht nur in Deutschland große Entrüstung hervorgerufen. Noch tiefere Abscheu aber lösen die zynischen und verlogenen Berichte aus, die Reuter nun über den mißglückten Ueberfall herausgibt. Zwar versucht die Londoner Nachrichtenagentur, wie immer, den Bombenabwurf auf Wohnviertel als Angriffe auf militärische Objekte hinzustellen und behauptet, daß die englischen Bomber als Ziel„Eisenbahn= anlagen Münchens“ hatten.„Schienenwege seien zerstört, Lokomotivschuppen getroffen und Rangierbahnhöfe in Brand gesetzt worden." Nur eine Bombe sei über das Ziel hinausgegangen und habe, wie Reuter sich ausdrückt, den„berühmten Bierkeller getroffen". Dem widerspricht schon eine Meldung des Londoner Nachrichtendienstes, in der hervorgehoben wird, daß ein Pilot sich rühme, genau zu wissen, daß eine schwerkalibrige Bombe den Bürgerbräukeller(!) getroffen habe. Die Wetterverhältnisse seien am Freitag abend geradezu ideal gewesen. Nicht eine Wolke habe die Sicht gestört. dann umgehend die Burmastraße unter heftiges Feuer genommen. Nunmehr laufen aus Tokio Kabel ein, wonach England trotz der wiederholten Proteste der japanischen Vertretung in Hongkong unter Bruch des bestehenden Vertrages auch die Waffenlieferung auf der von Hongkong über Schaokan laufenden Route aufgenommen hat. Bereits am Donnerstag haben, wie es in Tokioter Meldungen heißt, deshalb starke japanische Fliegerformationen diese Straße 50 Kilometer östlich von Hongkong bombardiert und zu gleicher Zeit 100 mit Munition beladene Lastkähne auf Kanälen, die zu dieser Straße führen, versenkt. Die Munition dieser Lastkähne war für die Regierung Tschiangkaischek bestimmt. Die Tokioter Presse nimmt aufs schärfste gegen den neuen englischen Vertragsbruch Stellung und bezeichnet ihn als einen Akt ausgesprochener Feindseligkeit. „Langemarck— eine Verpflichtung“ Aufruf an das deutsche Studententum München, 11. November. Zum Tag von Langemarck hat der bevollmächtigte Vertreter des Reichsstudentenführers im Kriege, Dr. Kubach, folgenden Aufruf an das deutsche Studententum erlassen: Deutsche Studenten, Kameraden! Langemarck ist für uns alle ewiges Symbol höchster Pflichterfüllung und leuchtender Bewährung der Gemeinschaft unseres Volkes in seiner Jugend und seinen Studenten. Der Geist von Langemarck ist dem deutschen Studenten nicht nur ein hohes Vermächtnis der Vergangenheit, sondern eine in ihm liegende Verpflichtung der Gegenwart. Die Studenten Großdeutschlands erfüllen sie durch höchste soldatische Bewährung im großen deutschen Freiheitskampf und durch besten Einsatz für die Verwirklichung der deutschen Volksgemeinschaft und die Durchsetzung des sozialistischen Gedankens auf den deutschen Hoch= und Fachschulen. Langemarckfeiern der Deutschen Studentenschaft in diesem Jahre, in dem sich der Opfergang von 1914 durch den Sieg der deutschen Waffen im Westen erfüllt hat, sollen Ausdruck dieser Zielsetzung und des unerschutterlichen Glaubens der Studenten des Führers an den endgültigen Sieg der deutschen Idee vor aller Welt sein. Deutsche Buchausstellung in Kopenhagen Soiaß Freme Kovenhagen, 11. November, Schloß Cyarlotrenborg in Kopenhagen nahmen der deutsche Bevollmächtigte von Renthe=Fink und der dänische Unterrichtsminister Jörgen Jörgensen in feierlicher Form die Eröffnung der vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda vorbereiteten deutschen Buchausstellung vor. Außer dem Oberbefehlshaber der deutschen Truppen in Dänemark, dem dänischen Außenminister, einer Reihe von Gesandten auswartiger Mächte, den Vertretern des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda und des Auswärtigen Amtes war ein auserlesener Kreis von Politikern, Gelehrten und Künstlern bei der Eröffnung zugegen. In den Reden des dänischen Außenministers und des bekannten Schriftstellers Svend Borberg wurde die Ausstellung als außerordentliches Ereignis auf dem Wege der Beschäftigung mit dem neuen kulturellen Schaffen des Reiches bezeichnet. Dabei wurde der alten und engen kulturellen Beziehungen zwischen dem deutschen und dem dänischen Volk gedacht. In einer großen deutsch=dänischen Abteilung sind diese kulturellen Zusammenhänge in Dokumenten, Büchern und Bildern verdeutlicht. Diese Beziehungen unter den neu geschaffenen Verhältnissen wiederaufzunehmen und verstärkt fortzuführen, war der eindeutige Ausdruck dieser Feier. Das in zehn Abteilungen gegliederte politische, wissenschaftliche und dichterische Schrifttum des Nationalsozialismus nannte der deutsche Bevollmächtigte das geistige Unterpfand und die zweite Waffe des Reiches beim Neubau Europas. Es seien jene Zeiten wieder angebrochen, in denen die Völker Europas erwartungsvoll auf das kulturelle Schaffen des Reiches blicken. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnungsfeier von der Lübecker Vereinigung für alte Musik. Aus dem benachbarten mitteldeutschen Raum kommen auch die Dichter und Wissenschaftler, die in Rahmenveranstaltungen der Ausstellung sprechen werden und ihr den ayaratter einer deutschen Kulturepoche geben. Nachrichte derischen Vorhaben Zeugnis.„Der Angriff der RA auf München begann“, so meldet die Londoner Nachric Naß. ichrichece hlsche Kheslelächel chase besche ech chill hat diese Schwierigkeiten in der Tonnagefrage zugegeben, als er in seiner letzten Unterhausrede die Verantwortung für die ernstliche Zuspitzung von sich abund denjenigen zuschieben wollte, die seinerzeit mit dem irischen Freistaat jene Verträge abschlossen die Irland die volle Souveränität über sämtliche Häfen und Stützpunkte zugestanden. Erst im Jahre 1933 wurde England gezwungen, vertraglich auf frühere Rechte an irischen Häfen zu verzichten. Im Vertrag über die Gründung des irischen Freistaates von 1921 war nämlich Irlands Wehrhoheit durch besondere Rechte Englands an den Häfen Berehaven, Queenstown und Lough Swilly eingeschränkt worden. Es ist nicht uninteressant, daß anläßlich der Debatte über den Vertrag von 1938 Winston Churchill im Unterhaus gegen die Neufassung des Vertrages protestierte, also ein Beweis, wie Winston Churchill schon damals die irischen Stützpunkte in seine eigene Kriegskalkulation eingebaut wissen wollte. Man wird abwarten müssen, ob dem britischen Fuchs nach der deutlichen Stellungnahme Irlands nunmehr die Trauben zu hoch hängen und ob die englische Presse, die seit dem Vorstaß ihres Ministerpräsidenten im Unterhaus geradezu einen Druckfeldzuß gegen Irland eröffnet hat, ihre Forderungen nach glatten Neutralitätsbrüchen einige Pflöcke zurückstecken wird. Vor mehr als zwei Wochen Partidas 3 Uh: hatte es England für notreindes Albion wendig befunden, den Vertrag mit Japan über die Schließung der Burmastraße für Waffentransporte an die Regierung Tschiangkaischek aufzuheben und mit der Waffen= und Munitionslieferung umgehend zu beginnen. Japanische Flieger hatten mit diesen skrupellos verlogenen Meldungen wird es Reuter ebensowenig gelingen, sich mit einem„Erfolg“ des Mordvorhabens brüsten zu können, wie die wahren niederträchtigen Absichten zu vertuschen. ist britische Humanität Engländer fordert das Opfer von ein paar Millionen junger deutscher Leben Berlin, 11. November. Seit der berüchtigte Reverend Whipp die Ausrottung des deutschen Volkes verlangt hat, ist es in England nicht mehr still geworden von ähnlichen blutrünstigen und wirklichkeitsfremden Forderungen. Einen besonders krassen Fall wollen wir hier wieder einmal festhalten. Seinem Haß gegenüber allem Deutschen machte in einer Zuschrift an die„Yorkshire Post“ ein Engländer Luft, der es allerdings vorzog, sich hinter einem Pseudonym zu verbergen. Er vergleicht Deutschland mit einem Polypen, der seine Fangarme in alle Welt ausstrecke. Um die Zivilisation für die Zukunft zu schutzen, müsse der Körper dieses Polypen zerstört oder so geschwächt werden, daß die Fangarme verkümmern. „Dies kann aber allein nur dadurch zuwege gebracht werden“, so fügt dieser„humanitätsstrotzende“ Brite mit einer an Perversität grenzenden Roheit hinzu,„daß man die möglichen Väter und Mütter der künftigen ten=Agentur,„eine Stunde später, als die Rede Hitlers deutschen Generation unfruchtbar macht. Dies kann beginnen sollte.“ Auch nach Beendigung der Rede, so allein geschehen durch die Vernichtung. Man mag immer heißt es in dem Bericht, seien die englischen Flugzeuge über München geblieben. Tatsächlich aber war die Führerrede und das Treffen der Alten Garde längst beendet, als die Flieger über der Hauptstadt der Bewegung erschienen. Peinlich ist es auch, daß Reuter von einer Bombardierung des Bürgerbräukellers spricht, während die Versammlung im Löwenbräukeller stattfand. Im übrigen ist aber auch der Bürgerbräukeller trotz der„genauen Feststellung" des englischen Piloten unversehrt. Ebensowenig sind Eisenbahnanlagen in München zerstört worden. Lediglich Arbeiterwohnviertel sind wieder das Ziel der englischen Bomben gewesen. Es ist ein vergebliches Bemühen der Londoner Verbrecher, ihren Lügen durch schamlose, dummdreiste Behauptungen den Schein der Wahrheit zu geben. Auch daran denken: Das Opfer von ein paar Millionen junger deutscher Leben rettet Hunderte von Millionen im Laufe des nächsten Jahrhunderts“(!). Der Engländer tritt dann für eine„erbarmungslose Bombardierung der deutschen Zivilbevölkerung“ ein. Wir nageln auch diese Ausgeburt der britischen Untergangsstimmung fest. Irrsinniger Haß, Wut und Verzweiflung über das Fehlschlagen aller Pläne, mit denen man die aufstrebenden jungen Völker durch eine „bequeme“, Hungerblockade niederschlagen zu konnen hoffte, spiegeln sich in solchen Aeußerungen. Jedoch, England muß sich gesagt sein lassen, wir sind gewappnet! Der britische Terror zersplittert an der scharfen deutschen Waffe., Jede britische Untat wird tausendfältig vergolten, und es wird nicht mehr lange dauern, bis sich die Unsinnigkeit und Gefährlichkeit solcher Wutausbrüche erwiesen hat. 9 Tunn hle ihin! Der Reichsmarschall Hermann Göring bei seinen Richthofen=Fliegern Von Kriegsberichter Oskar Lachmann dnb(PK.) Wir stehen auf dem Flugplatz des Jagdgeschwaders Richthofen im westlichen Frankreich. Fast ein festlicher Glanz liegt auf den Gesichtern der wettergebräunten und todesmutigen Fliegergestalten. Heute kommt der Reichsmarschall. Jeder weiß es: Er kommt zu seinem Geschwader, das er selbst im Weltkriege kommandierte und das der Reichsmarschall mit der Schaffung unserer Luftwaffe neu erstehen ließ. Gruppenweise haben die Jagdflieger und das Bodenpersonal des erfolgreichen Geschwaders vor dem Reichsmarschall Aufstellung genommen. Da hält auch schon der Kraftwagen des ruhmreichen Jagdfliegers aus dem Bsltkriggez, des Schopfers der neuen deutschen Schöpfers der neuen deutschen und Graßs Tutwaffe der Feit, des Reichsmarschaus des zeinen Jage#####erben bekannt. Groß ist die Zahl Großbeutschen Reiches Hermann Göring auf dem Flug= heldischen Einsätze und schwer wiegen die Erfolge, platz. Nun strahlen die Augen der jungen Flieger. Der denen da berichtet wird. Es ist fürwahr ein stolzes ErMann, den sie alle lieben, er ist gekommen, um sie zu gebnis von Kampfesmut und Fliegergeist, der hier zuverbande zu verankern. Richthofens Geist und sein Name lebt weiter in einem verdienstvollen und fiegreichen Jagdgeschwader unserer Luftwaffe. „Deshalb habe ich euch“, so sagte der Reichsmarschall wörtlich,„auch einen Führer und Geschwader=Kommodore in dem erfolg= und siegreichen Fliegerhelden Major Wick gegeben, der euch im Kampfe ein Vorbild ist. Ihr sollt ihm nacheifern und den Feind zerschmettern, wo ihr ihn antrefft. Jede feindliche Maschine muß zertrummert werden und brennend abstürzen! So wollen und so werden wir unseren englischen Gegner vernichten!" Nun tritt der Reichsmarschall zu jedem Flieger einzeln heran und läßt sich die Anzahl der Feindfluge und Lustlieeg nelden. Bis zu 170 Feindfluge eines einGroß ist die Zahl der von begrüßen und ihnen seine Anerkennung für ihre Verdienste um Führer, Volk und Vaterland auszusprechen. Zum fliegenden Personal, also zu den Kameraden der von ihm geschaffenen Luftwaffe sprach dann der Reichsmarschall von den Aufgaben und Pflichten des deutschen Fliegers. Dabei stellte er die Leistungen der Weltkriegsflieger in den Vordergrund. Aus ihrem Kampfgeist und ihrem Vermächtnis wurde die neue Luftwaffe geboren; zwar sind die Jagdmaschinen besser, zuverlässiger und schneller geworden, jedoch: der Fliegergeist ist derselbe geblieben! Der Reichsmarschall verwies auf die schweren Stunden, in denen er die Jagdstaffeln des Großen Krieges abrüsten und auflösen mußte, Sein damaliger Entschluß, dem militärisch unbesiegten Deutschland eine neue Luftwaffe mit unerhörter Schlagkraft zu schaffen, hat ihn niemals verlassen. Im Jahre 1935 ist sie dann wiedererstanden. Es war selbstverständlich, die Tradition des siegreichen Geschwaders aus dem Weltkriege in einem neuen Jagdtage tritt. Der Reichsmarschall lächelt dankbar befriedigt und spricht den mutigen deutschen Männern seine Anerkennung aus. So mancher Feldwebel mit 18 und 19 Luftsiegen wird zum Leutnant befördert und mancher, der es nicht erwartete, erhielt aus der Hand des Reichsmarschalls für seine erste bestandene Feuerprobe vor dem Feind das Eiserne Kreuz 1. oder 2. Klasse. „Heil Kameraden!" grüßt der Reichsmarschall und begibt sich wieder zu seinem Wagen. „Heil, Herr Reichsmarschall!" braust es über das herbstliche Rollfeld, auf dem soeben die Bodenwarte die Jagdmaschinen startklar machen. Aus seinem Wagen fragt noch einmal schnell der Reichsmarschall den Geschwaderkommodore Major Wick:„Wo geht's heute hin?" „Nach Portsmouth!" lautet die schneidige Antwort. „Na, dann gib ihm!" ruft der Reichsmarschall, und schon ist er mit lächelndem Gesicht verschwunden. Ein ereignisreicher Tag mehr im Kriegstagebuch des Jagdgeschwaders Richthofen! England räumt wieder eine Machtvosition in China Einem Reuter=Telegramm aus Wetbatwei(China) zufolge wurden die brittschen Marinestreitkräfte. die mit der Ueberwachung von Weibaiwet beauftragt waren, zurückgezogen und die Ausrüstungsgegenstände des Flottendepots nach Honakong gesandt. Weibatwei stand, bevor es 1930 an China Srumuttscher numgf einler Sturagrupze Zwei englische Kreuzer von je 10000 Tonnen schwer getroffen Von Kriegsberichter W. Wagner] Mit einem Schlage verstummt nun der Feuerzauber der Schiffsflak. Nur ein Geschütz versucht noch zogernd, den verderbenbringenden Sturz der übrigen Stukas, die im riesengroßen Massiv von Qualm und Rauch ein deutliches Ziel nicht mehr ausmachen können, aufzuhalten. Aber auch dieses schweigt bald. Bombe auf Bombe heult nun in das Ziel hinein. Gewaltige Wassersäulen erheben sich neben dem schwerverwundeten Gegner und die Sprengkraft jeder der haargenau liegenden Bomben schüttert den Koloß durch. Jetzt schlagen auch schon die ersten Flammen aus dem dunklen Rauch. Der Kreuzer brennt lichterloh. Doch nicht nur in das rasende Flakfeuer sind die verwegenen Angreifer gestürzt, mitten in einen dichten Haufen von feindlichen Jägern platzen sie nach ihrem Sturz hinein. Die ersten Stukas durchbrechen im Tiefflug die gefährliche Umklammerung und huschen den lauernden Spitfires davon. Ihre Uebermacht ist erdruckend. Von allen Seiten versuchen sie. die einzelnen deutschen Maschinen zu bedrängen. Nach dem Sperrfeuer der Flak verfolgen nun die blauen Streifen der Maschinengewehrgarben die Stukas. Entschlossen wehren sich die angegriffenen Sturzkampfflieger. Dicht über das Kabinendach einer Ju jagt ein feindlicher Jäger hinweg, um zu einem neuen Angriff anzufliegen. Wahrend der Fliegerschütze die von hinten angreifenden Gegner abwehrt, jagt der Flugzeugführer dem nächsten eine Ladung aus seinen starren Maschinengewehren entgegen. Ein wilder Kampf tobt. Dann nahen deutsche Jäger. In stürmischem Anflug werfen sie sich den Spitfires entgegen. Sie rächen die beiden deutschen Stukas, die der feindlichen Uebermacht erlegen sind, und decken den Rückflug der Kameraden. An der Ostküste Englands liegen aber zwei brennende und qualmende englische 10000=Tonnen=Kreuzer still, denn auch die Fahrt des zweiten ist von einem schweren Treffer jäh unterbrochen worden. Daneben beklagt der Feind den Verlust von mehreren HandelsErfolg an. Bis tief in die Themsemundung hinein verfolgten sie den Gegner, um seine Schiffe zu treffen und zu vernichten. Bei einem der letzten Angriffe gelang es sogar, zwei 10 000=Tonnen=Kreuzer mit Bomben schweren Kalibers zu belegen, wie der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht berichtete. Eine geschlossene Wolkendecke liegt wie eine Scheidewand zwischen den angreifenden Stukas und den englischen Geleitzügen, die im Dunst der herannahenden Abenddämmerung der Themsemundung zustreben. Ein gewagter Einsatz der deutschen Flieger in diesen späten Abendstunden. Nur Schneid und Können versprechen noch einen Erfolg. Der Einsatz wird von dem Gruppenkommandeur gewagt, und das Glück ist mit den Männern, die alles daransetzen, den Feind in seinem Schlupfwinkel aufzustöbern und anzugreifen. Ueber Sandbänken öffnen sich plötzlich Wolkenlöcher und enthüllen den Angreifern trotz diesiger Sicht zwei englische„Kreuzer vom Dienst", die offensichtlich in Kiellinie einem nachfolgenden Geleitzug voranlaufen. Ein Befehl ruft zum Angriff. Wieder tönt nun das Kommando:„Ran!" Der Verband löst sich auf und stürzt aus mehreren tausend Metern durch das Wolkenloch auf die dunklen Ziele. Das unheimliche Heulen der stürzenden Kampfmaschinen reißt die englischen Kanoniere aus dem Gefühl der Sicherheit. Der erste Kreuzer, auf den nun der größte Teil der Angreifer in überraschendem Sturz herabrast, feuert aus allen Rohren. Wie eine lohende Feuerwand erscheint die Steuerbordseite des feindlichen Kriegsschiffes, von der aus ein unaufhörliches, zuckendes Mündungsfeuer aufflackert. Aber die Kanoniere vermögen der rasenden Geschwindigkeit der vom Himmel herabfallenden Maschinen nicht zu folgen. Mit einer eisernen Entschlossenbeit zielen die Stukas auf den Kreuzer, dessen zsiggt der Feind, den Verlust von mel aufbauten, Geschutze und Umrisse im Pulverdampf dersschiffen, die in diesen Feuerorkan der Stukas hineinFlakwaffen kaum mehr zu erkennen sind. Keiner der gelaufen sind. Die letzten Sturzkampfflieger müssen ungreifer verspürt den Feuerhagel, jeder sieht nur das auf dem Heimflug noch einmal ihr fliegerisches KönZiel. Eben noch erblickt der Flugzeugführer der zweiten nen beweisen. In der Dunkelheit und im Regensturm Ju, die auf das Ziel herabstößt, wie die Bombe der landen sie glatt im Heimathafen, wenn auch die Reiersten Maschine seitlich an ihm vorübergleitet. Er selbst sen plattgeschossen sind oder mehr als 80 Kanonen= und sturzt noch weiter, um selbst wenige hundert Meter über dem speienden Vulkan seine schweren Brocken niedersausen zu lassen. Beim Abfangen dicht über dem Schiff quillt ihm die Detonationswolke des ersten Bombentreffers entgegen. Schwarzgelb türmt sich ein gewaltiger Rauchballen über dem getroffenen Vorderschiff auf. Fontänen in Weißgischt spritzen längs um den Fetzen und Trümmer klatschen hernieder. Kreuzer auf. Feszen und Trummer klatschen hernieder. Als der zweite Anareifer tief über dem Kanal auf den zurückgegeben wurde, länger als 30 Jahre unter britischer Feind zukurvt, pufft aus der Mitte des Schiffes eine Herrschaft.„“ neue Wolke herauf. Der zweite Volltreffer. Maschinengewehrtreffer an einigen Maschinen zu zählen sind. Nach diesem Großangriff kann diese Gruppe am nächsten Tag dem Geschwader allein 84000 Tonnen versenkten Handelsschiffsraum melden. Sieben Handelsschiffe wurden ferner so stark beschädigt, daß von ihnen über die Hälfte als Verlust gerechnet werden darf. England selbst aber wird am besten wissen, ob die zwei Kreuzer die angegriffen wurden die Schlagkraft und Treffsicherheit dieser Stuka=Gruppe überstanden haben. Seldte reist nach Rom dnb Berlin, 11. November. Zur Fortsetzung früher eingeleiteter Besprechungen sozialpolitischer Art mit dem Minister der Korporationen und dem Minister für öffentliche Arbeiten sowie mit anderen Stellen begibt sich Reichsarbeitsminister Seldte nach Rom. Neben den Besprechungen sind vor allem Besichtigungen von Wohnungs= und Siedlungsbauten sowie von Wohnungs= und Industrieunternehmen in Mittel= und Norditalien vorgesehen. Die Dauer des Besuches des Reichsarbeitsministers ist auf etwa zehn Tage berechnet. Viktor Emanuel III. 71 Jahre alt Rom, 11. November. Italien beging am Montag, mitten im Krieg, den 71. Geburtstag seines Königs und Kaisers Viktor Emanuel III. Die ganze italienische Nation und die Völker des faschistischen Imperiums scharen sich an diesem Tage enger denn je um ihr Herrscherhaus. Auch die Presse würdigt die Persönlichkeit Viktor Emanuels III., unter dessen Regierung Italiens Macht stets gemehrt und vergrößert wurde. Das Mittagsblatt des„Giornale'Italia“ erinnert, daß kaum ein anderer Herrscher mit seinem Volke drei Kriege siegreich bestanden habe und nun mitten im vierten Kriege stehe, und zwar mit der unerschütterlichen Gewißheit eines neuen Sieges. „Messaggero“ gibt einen Ueberblick über die Ereignisse der nunmehr über 40jährigen Regierungszeit Viktor Emanuels III. und unterstreicht, daß der König und Kaiser in seiner staatsmännischen Weisheit im Oktober 1922 jenem Mann die Regierung anvertraute, der seitdem die Geschicke Italiens mit starker und sicherer Land leitet. Mit Siegesgewißheit begrüßt das italienische Volk heute den König und Kaiser, dem es seine Dankbarkeit und seine unverbrüchliche Treue bekundet. Ein dip'omatischer Verbrecher Der frühere Generalsekretär im französischen Außenamt Leger ausgebürgert Berlin, 11. November. Von unserer Berliner Schriftleitung. Die Regierung in Vichy hat mit anderen Landesverrätern jetzt auch den langjährigen Generalsekretär im französischen Außenamt, Alexis Leger, seiner Staatsburgerrechte verlustig erklärt und ausgebürgert. Der großen europäischen Oeffentlichkeit weniger bekannt, hat dennoch Leger lange Jahre eine für den europäischen Frieden und für Frankreichs Schicksal äußerst verhangnisvolle Rolle gespielt. Bereits im Jahre 1935 hatte Leger den Versuch des damaligen Außenministers Laval und seines englischen Kollegen Sir Samuel Hoare, den italienischen Ansprüchen entgegenzukommen, dadurch vereitelt, daß er diesen diskreten Plan der jüdischen Hetzjournaille übergab, die dann auch binnen weniger Tage Lavals Ausgleichsmöglichkeit verredet und zerschrieben hatte. Auch in den kritischsten Tagen vor Ausbruch des gegenwärtigen Krieges betrieb Leger gegen seinen Außenminister Bonnet die Sache der englischen und überseeischen Kriegstreiber, obwohl Bonnet seinem Generalsekretär das Ehrenwort abgenommen hatte, den Vermittlungsvorschlag Mussolinis geheimzuhalten. Um diesen sich anbahnenden Weg im voraus zu stören und zu verbauen, setzte Leger umgehend den polnischen und amerikanischen Botschafter in Kenntnis, die, wie nicht anders zu erwarten war, sofort den auf friedliche Lösung hinarbeitenden Bonnet aufs heftigste attackierten Dieser Tage enthüllte die französische Korrespondenz „Interfrance" die verhängnisvolle Rolle des emigrierten Generalsekretärs des Quai'Orsay. Mit einem Klüngel von bestochenen Journalisten umgeben, von einem Josef Bois, dem Hauptschriftleiter des„Petit Parisien", von einem de Keryllis, von einer Madame Tabouis, die alltäglich im Außenamt ein und aus gingen, streute Leger über diese Subjekte, die zumeist noch Juden waren, seine diplomatischen Intrigen in die Oeffentlichkeit und brachte auf diese Weise jeden Ansatz einer vernünftigen europäischen Politik zum Scheitern. Die Aufdeckung dieses Rattenkönigs von Indiskretionen und Intrigen durch die genannte französische Korrespondenz kann zwar den verantwortlichen Leiter der französischen Außenpolitik in den kritischen Augusttagen entlasten, jedoch nicht freisprechen. Der Mangel an Energie und politischem Selbstbewußtsein bleibt an Georges Bonnet haften, denn schließlich war es auch in Frankreich ein offenes Geheimnis, wieweit die Verbindungen dieses Generalsekretärs reichten und daß Monsieur Leger trotz seiner verbrecherischen Aktivität letztlich doch nur eine Puppe englischer Kriegstreiber und berüchtigter überseeischer Kreise war, die in dem Ausbruch des europäischen Krieges politische und wirtschaftliche Profite erblickten. „Die Enthullungen der„Interfrance“ sind ein aufschlußreicher Beitrag für die Vorgeschichte des Krieges und für die Kriegsverantwortlichkeit Frankreichs. Der Freimut, mit dem hier die unheilvollen Ränke aufgedeckt werden, ist„anerkennenswert. Den Intriganten ist das Handwerk gelegt worden. Aber hierzu bedurfte es erst des deutschen Sieges und der französischen Niederlage. Das wird man auch in Frankreich nicht vergessen dürfen. Riesenbankett der 50000 Die Gründungsfeier des japanischen Kaiserreiches Lonmtneranstastu Tokio 11. November. Die Hauptveranstattungen der Gründungsfeier des japanischen Kaiserreiches wurden am Montag nachmittag mit einem Festakt auf dem Gelände vor dem schlossen. Kaiserpalast lossen. In Anwesenheit des Kaiserpaares, der Mitglieder des Kaiserhauses, des Diplomatischen Korps sowie zahlreicher Mitglieder der Regierung und hoher Würdenträger fand ein Riesenbankett statt, an dem etwa 50000 Persönlichkeiten aus Japan und Uebersee teilnahmen. Der amerikanische Botschafew als Doyen des Diplomatischen Korps übermittelte dem Kaiserpaar die Glückwünsche der fremden Mächte. Die Vorführung altjapanischer Tänze und einiger für die Feierlichkeiten komponierter Musikstucke umrahmte das Festprogramm. Stadt und Land feiern inzwischen in festfreudiger Stimmung das historische Fest weiter. Sieben norwegische Schiffe im Dienst Englands im Oktober versenkt Die der norwegischen Emigrantenregierung in London nahrstehenden norwegischen Reedereikreise haben im Oktober fortgefahren, den ihnen noch zur Verfügung stehenden Schi raum für britische Rechnung einzusetzen. Der deutschen Gegenblockade gegen Großbritannien sielen im Laufe des Monats Oktober auch sieben Schiffe unter norwegischer Flagge mit insgesamt 32 708 BRT. zum Opfer. Beim Untergang dieser Schiff# kamen 34 norwegische Seeleute ums Leben. Verlag Druck: Laupenmüdten Dierichs. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs(im Felde). Stellvertretender Hauptschriftleiter: Dr. Josef Schwermann Rauchen Sie als Kenner*) ATIKAN S 7 Rauchen Sie kritisch prüfend, und Sie werden selbst feststellen, daß zum wahren Rauchgenuß bessere Cigaretten gehören, bei denen man jeden Zug genießerisch auskosten kann. Seite 3 Nr. 268] Bochumer Anzeiger] Dienstag, 12. November 1940 Dochatnler=Drachheichdel Die Postbotin Zum Tehn des bedischen Aindes Zehn Jahre Seminarhort der Freiherr=vom=Stein=Schule 84e 4 Ekn Blick in den farbenfrohen, festlich geschmückten Raum. Zehn Jahre im Leben eines Kindes! Wieviel hunrtfältige Freude her vielleicht Sie ist die Frau, die alle gerne haben, sowohl die jungen wie die alten Knaben, selbst junge Mädchen und gesetzte Frauen ihr täglich sehnsuchtsvoll entgegenschauen. Denn sie ist ja mit Mütze und mit Tasche der helle Lichtstrahl auf des Alltags Asche. von ihr erwartet jeder im Reviere sein bißchen Glück auf einem Stück Papiere. Sie selbst natürlich macht parteilos strenge treppauf, treppab flinkfüßig ihre Gänge. in Eile steckt die Post sie in den Kasten, sie hat nicht Zeit, bei fremdem Glück zu rasten. Sie ist im Dienst, wie draußen die Soldaten, ihr darf, wie ihnen, nicht ihr Werkemißraten, hat sie erfüllt der andern kleines Glück, kehrt sie bescheiden zu sich selbst zurück. Dann ist sie. Gattin und auch Mutter wieder. regt nun im Hause doppelt flink die Glieder. und keiner fragt sie, ob auch ihr vielleicht“ die Post ein Zipfelchen vom Glück gereicht. Uns aber, die wir täglich sie erwarten, mit Briefen, Grüßen, Zeitungen und Karten. ist sie im bunten Wechsel dieser Zeit das schöne Sinnbild der Verläßlichkeit! Und wenn wir sie auf unsern Wegen sehen, woll'n wir es würdigen und recht verstehen. daß schwer sie trägt an unserm Alltagsglück— zahlt ihr mit Freundlichkeit den Dienst zurück! Wau—Wau Tödlicher Anfall eines Mannes Von einer Straßenbahn angefahren Am 10. November, gegen 23.45 Uhr, wurde auf der Wiemelhauser Straße in Bochum ein 63jähriger Mann beim Ueberqueren der Fahrbahn von einem Straßenbahnwagen angefahren und tödlich verletzt. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen sind noch im Gange. Wer will einen Gewerbeschein? Der Polizeipräsident in Bochum teilt mit: Wandergewerbescheinanträge für 1941. Personen, die im Jahre 1941 ein Gewerbe im Umherziehen betreiben wollen,, haben die erforderlichen Wandergewerbescheine, falls sie rechtzeitig im Januar 1941 in ihrem Besitz sein wollen, spätestens bis zum 30. November 1940 beim Polizeirevier ihres Wohn= oder Aufenthaltsortes, zu beantragen. Um eine beschleunigte Bearbeitung der Anträge zu gewährleisten, haben die Antragsteller folgendes zu beachten: a) Falls Begleitpersonen bei Ausübung des Gewerbes tätig werden sollen, sind diese bei der Krankenkasse desjenigen Ortes anzumelden, bei dessen Polizeibehörde der Wandergewerbeschein beantragt wird. Ueber die abgeführten Beitrage ist die Empfangsbescheinigung bei Stellung des Antrages vorzulegen. b) Es ist der Nachweis zu führen über vorhandenes Betriebskapital, den Umsätz und den Ertrag des Wandergewerbes im letzten. Kalenderjahr sowie über etwaiges Nebeneinkommen. e) Eine Bescheinigung neueren Datums über die Mitgliedschaft der in Betracht kommenden Wirtschaftsgruppe ist dem Antrage beizufügen, desgleichen eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Arbeitsamtes und ein Lichtbild. Tanz, Gesang, Humor und Artistik Ein froher Nachmittag für die Gefolgschaft des BV., Werk Langendreer Die DAF., RSG.„Kraft durch Freude", Betriebsgemeinschaft Bochumer Verein, führte am Sonntag nachmittag im KdF.=Theater Tonhalle für die Gefolgschaft des Werkes Langendreer mit ihren Angehörigen ein Varieté=Programm durch, das wiederum alle Erwartungen erfüllte und die vielen Besucher restlos begeisterte. Rolf Roderich, ein rheinischer Humorist, sagte an. Seine Aufgabe wurde ihm leicht gemacht, weil ihm eine auserlesene Künstlerschar zur Seite stand; die in jeder Hinsicht gute Leistungen zeigte. Dita Antonie erfreute durch einige ganz entzückende Tänze. Rudi Hoffmann, ein Wiener Sänger. brachte einige Lieder zu Gehör, denen er durch seine Wiener Mundart eine besondere Note verlieh. Henning und Rome waren zwei Jongleure von besonderem Können. Das„starke Fach" vertraten die beiden Potthoffs als Parterreakrobaten. Ihre Leistungen waren staunenswert. Für die musikalische Unterhaltung sorgte Hans Oberneder, der auf einem Akkordion schwierig zu meisternde Werke bekannter Komponisten intonierte, während Heinz Herberg am Flügel alle Darbietungen des Nachmittags tadellos begleitete. dertfi##ge Freude, aber vielleih auch wieviel Stunden die schwer sind und voller Leid, umfassen zehn Jahre im Leben eines Kindes? Wieviel größer an der Zahl sind die Freuden und sind oftmals die schweren Stunden eines Kinderhortes, eines Heimes also, in dem viele hundert Kinder, Glück, Freude und Frohsinn fanden! Unermeßlich groß ist die Zahl der Stunden, in denen Kinder in diesem nun zehn Jahre alten Hort froh, glücklich und geborgen waren, dem Seminarhorte der Freiherr=vom=Stein=Schule, der am vergangenen Sonntag im kleinen Kreise der Kinderhortmutter, der Schülerinnen und der ehemaligen Leiterin, Frau Haarmann, einige frohe Stunden erleben durfte, Stunden, die so kindhaft fröhlich waren, wie sie die Kinder der geladenen Mütter hier täglich erleben dürfen. Abet wieviel frohe und ernste Arbeit wurde in diesen Räumen getan, wieviel Schülerinnen gingen, vorbildlich geschult, mit einem vorzüglichen Rustzeug ausgestattet hinaus, um irgendwo in einem der deutschen Gaue als Kindergärtnerinnen, getragen von dem Willen, ihre ganze Kraft und ihre ganze Liebe dem deutschen Kinde zu schenken, ihre Pflicht zu tun. Eben diese Tatsache seines zehnjährigen Bestehens nahm die Oberschullehrerin und Leiterin des Seminarhortes Fräulein Hagemann zum Anlaß, um diesen Tag zwar in kleinem Kreise, aber dennoch festlich zu begehen. Schon der„Schul“raum, in dem sonst nur frohes Kinderlachen zu hören ist, war festlich geschmückt. Auf den Tischen prangten kleine Puppengruppen, das Leben des Hortes in seinen verschiedensten Phasen darstellend, Puppen, die meist aus wertlosem Material von den Schülerinnen gestaltet wurden und durch ihre Originalität begeisterten. Der erste Teil dieses unterhaltsamen Nachmittags war in Wort und Bild dem Thema„Bedeutung der Hortarbeit“ gewidmet. Anschließend nahm dann Fraulein Hagemann das Wort, um in kurzer Ausführung einen Rückblick zu geben über die zehn Jahre des Bestehens des Hortes. Das Wort Fröbels,„Kommt, laßt uns unseren Kindern leben!“ habe immer über der Arbeit in diesem Horte gestanden, der im Jahre 1930 seine Pforten öffnete Es war in dem Gründungsjahre nicht leicht, der Aufforderung der Regierung nach einer zweijährigen Ausbildung der Kindergärtnerinnen Folge zu leisten, aber die Liebe zu dieser neuen Arbeit, und die Bereitschaft der Behörden wie auch des Leiters der Anstalt, Oberstudiendirektors Dr. Lotz, habe Mittel und Wege gefunden, diese Aufgabe vorbildlich zu lösen. Es war nicht zuletzt der Tatkraft der damaligen Leiterin, „Tante Leni Gärtner“, der heutigen Frau Haarmann zu verdanken, daß dieser Hort zu dem wahren Heim Das Sechamt=Manktunten......... Rund um den Wagnerplatz geworden ist, in dem hunderte Kinder lachen und froh sein lernten und hunderte Kindergärtnerinnen auch ihre Ausbildung genossen. Denn gerade jene Zeit war für eine solche Arbeit sehr, sehr schwer, und es habe schon eines warmen Herzens bedurft und eines starken Willens, um die Arbeit in diesem Horte gedeihlich zu gestalten. Armut, Mangel an Bereitschaft sowohl bei den Eltern der Hortkinder als auch bei den Kindern selbst, wenigstens beim Eintritt in den Hort, habe die Leiterin immer vor die Aufgabe gestellt, die ja vielleicht auch heute noch die Hauptaufgabe der Kindergärtnerin geblieben ist, die seelische Betreuung der Kinder. Aber die feine Zusammenarbeit mit den Eltern habe eine fast familiäre Bindung gestaltet, und auch das Jahr 1933, der Umbruch der deutschen Nation, habe die Arbeit im Hort nicht vor neue Aufgaben gestellt, da hier die Arbeit immer im Sinne Frobels getan wurde. Natürlich sei auch die neueste Zeit nicht spurlos am Seminarhort vorübergegangen. Das Kriegsspiel, die Karte der Kriegsschauplatze seien das wichtigste fast geworden, in den Stunden daneben seien natürlich auch Feldpostpäckchen gepackt und Briefe geschrieben worden. Und wie stark der Zusammenhalt zwischen dem Hort und seinen Kindern sei, das beweise die Tatsache, daß nicht selten Soldaten oder RAD.=Männer zu Besuch kämen. Aber daß auch die Behörden mit der Arbeit in diesem Horte zufrieden seien, das bewiese immer wieder die Bereitschaft, mit der die Wünsche des Hortes erfüllt würden und als schönster Dank wäre wohl der für die Nachkriegszeit geplante Neubau eines Seminarkinderhortes zu werten.6 Und dann hatte wieder Frohsinn und unbekümmerte Freude das Wort, und es war fast so als wären beim frohen Spiel nicht die Mütter zu Gast, sondern die Kinder selbst. Aber dennoch wird in jeder Mutter neben dem Gewinn einer frohen Stunde das Bewußtsein wieder einmal geweckt worden sein, daß in diesem Seminarhort das Heimglück lacht, daß in diesen lichten und farbenfrohen Raumen die Kinder wohlbehütet, froh und glücklich sein dürfen, und daß auch die Schülerin, die hier ihre Ausbildung genoß, wohlgerüstet sich ihrer Berufung, Kindergärtnerin sein zu dürfen, widmen wird, zum Wohle des deutschen Kindes. 150 Jugendfilmstunden in der Gauhauptstadt Die Jugendfilmstunden der HJ. in der Gauhauptstadt sind wetterhin ein Tell der kulturellen Arbeit. Sie haben bereits begonnen in jedem Monat findet eine statt, und zwar zur gleichen Zeit in allen Lichtspieltheatern, so daß im ganzen 150 Veranstaltungen bis zum Frühjahr erfolgen, die sich auf sechs Monate verteilen. Wie viele Bochumer wissen wohl um Ein Musikantenviertel in Bochum? Ja, denn ein Viertel, wo lauter Musikanten wohnen? So höre ich manchen Leser fragen— denn, man gestehe es nur— den meisten Bochumern ist dieser Ortsteil nicht bekannt. Dabei liegt er nur einige Steinwürfe entfernt vom Südpark, im sogenannten Hunscheidtsfeld. Dieses war allerdings noch vor wenigen Jahrzehnten sehr spärlich bebaut. Die Erinnerung an die königliche Zeche„Prinzessin", die 1749 verpachtet war und 1770 zum Erliegen kam, war selbst den ältesten Hunscheidtsfeldern entschwunden.(Von dem Prinzessin=Stollen stieß man 1761 auf ein zweieinhalb Fuß machtiges Flöz, das man zu Ehren des Königs Friedrich des Großen„Friedrika" nannte; in Wiemelhausen legte man die 1772 in Betrieb genommene Zeche„Friederika“ an, die heute noch in Betrieb ist.) Hunscheidtsfeld behielt seinen rein ländlichen Charakter. Die Kötter waren zumeist auch Bergleute. Um die Wende des letzten Jahrhunderts nahm die Besiedlung langsam zu. Nachdem das Ehrenfeld erschlossen war und hier ein ganz neues, schmuckes Wohnviertel erstand,, regte sich auch im Hunscheidtsfeld die Baulust. Als es dann galt, nach dem Weltkriege dem Mangel an Wohnungen abzuhelfen, legte hier der Spar= und Bauverein, unterstützt von der Stadtverwaltung, die das Siedlungswesen tatkräftig förderte, eine große Siedlung an. Auch Private beteiligten sich später am Werk. So entstand eine ausgedehnte Wohnstätte, die sich um den in der Mitte gelegenen großen Wagnerplatz gruppiert. Dieser Platz ist in drei Felder eingeteilt, davon eines als Kinderspielplatz dient, ein anderes ein Wasserbecken enthält. Ruhebänke laden zur Rast ein. Wenn zur besseren Jahreszeit der Platz im Schmuck seiner Grünanlagen prangt, dann läßt es sich hier wohl dieser schöne Zierplatz seinen Namen nach dem Musikheros Richard Wagner trägt, so haven auch die von ihm ausstrahlenden Straßen Namen großer deutscher Komvonisten erhalten: Lehnhartzstraße, Lortzingstraße, Mozartstraße, Schumannstraße, Spohrstraße, Weberstraße. Diese Straßennamen haben der Siedlung die Bezeichnung„Musikantenviertel" eingebracht. Lag die Siedlung bei ihrem Entstehen abseits auf hochgelegenem freien Felde, so ist inzwischen ihre Nachbarschaft nach der Hunscheidtstraße und dem Rechener Busch zu wie auch nach Süden bis zur Erholungsanlage„Im schönAufnahmen: Brüning die Schönheit des Wagnerplatzes? sten Wiesengrunde“ von Jahr zu Jahr mehr zugebaut worden. Die Drusenbergstraße wurde durchgeführt, an der Danziger und Dirschauer Straße usw. erstanden gefällige Häuserreihen. Dennoch ist das„Musikantenviertel“ eine in sich abgeschlossene, ländlichen Charakter tragende Siedlung geblieben, die mit ihren ameistäckigen, in lichtem Gewand gehaltenen und von en umgebenen Häusern den vielen Bestatt bietet. Täglich richtige Zahnpflege treiben: das sind wir unserer Gesundheit schuldig! K Auch in diesem Jahre Weihnachtsbäckerei Früh genug wollen wir den Hausfrauen einige Winke für die zeitgemäße Weihnachtsbäckerei geben, so daß frühzeitig damit begonnen werden kann— denn unsere Soldaten sollen doch schon bereits zu Niklaus mit süßen Feldpostpäckchen bedacht werden. Wenn uns auch nicht soviel Mandeln, Nüsse, Zitronat, Gewürze wie in sonstigen Jahren zur Verfügung stehen, so wissen wir uns doch zu helfen. Wir geben Ihnen nachstehend einige praktische Winke. Statt Mandeln oder Nüsse: Bucheckern werden leicht in trockener Pfanne gerostet, bis sich die Schale löst, dann von der Hülse befreit und in dicht schließenden Gläsern bis zum Gebrauch aufbewahrt. Bucheckern sind besonders nahrhaft und haben einen hohen Fettgehalt. Kürbiskerne können ebenfalls getrocknet und später wie Mandeln verwandt werden. Statt Eier verwende man Milei, das auch zu Schnee geschlagen werden kann. Statt Zimt, Nelken, Muskat und Kardamom nehme man gemischtes Pfefferkuchengewürz. Billiges Zitronat läßt sich leicht herstellen, wenn man die Schalen von 10 Zitronen von dem inneren Pelz befreit, knapp mit Wasser bedeckt und bei starker Hitze und unter Zusatz von ¼ Kilogramm Zucker weichkocht. Dieses Zitronat kann lange aufbewahrt werden und bietet vollwertigen Ersatz für das echte Zitronat. In der Lehrküche des Deutschen Frauenwerks, Bochum, Wittener Straße 21, lausen gegenwärtig dauernd Kurzkurse für zeitgemäße Weihnachtsbackerei. Anmeldungen in der Beratungsstelle, ebenfalls Wittener Straße 21. Die Partei fördert den Ingenieur=Nachwuchs Der an dieser Stelle schon erwähnte DAF.=Fernunterricht„Weg zur Ingenieurschule" ist in erster Linie für Jungarbeiter mit Volksschulbildung eingerichtet worden Er will allen Volksgenossen, die bisher keine höhere Schulbildung erhalten konnten, aber das Zeug zum tüchtigen Ingenieur und Techniker in sich tragen, dazu verhelfen, die Ausleseprüfung für die Aufnahme in die Ingenieurschule zu bestehen. Auch für Mittel= und Oberschüler ist dieses Heimstudium die beste Vorbereitung während der praktischen Arbeitszeit auf diese Ausleseprufung an den Ingenieurschulen. Der nächste Lehrgang beginnt Januar 1941. Ausführliche Druckschriften sind von den Dienststellen der DAF. des Gaues Westfalen=Süd, Abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung, zu erhalten, die auch nähere Auskunft erteilen. Anmeldeschlußtag ist der 30. November 1940. zweistöckigen. in lichtem Gewand gepflegten Gärten umgebenn Häu wohnern eine freundliche Heimsta. Vom Auto erfaßt Beim Ueberschreiten der Hattinger Straße. Ecke Sternstraße. wurde am Sonnabend gegen 10.30 Uhr ein Bademeister von der Yorkstraße von einem Lieferkraftwbagen erfaßt und überfahren. Der Mann trug schwere Verletzungen davon und wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht. Die Mozartstraße, eine der schönsten Straßen im Bochumer Stadtbild, heimeligen Häusern. mit ihren hübschen, Bochumer Filmschau Lichtburg:„Der Herr im Haus“ Ein Film mit und um Hans Moser. Das besagt eigentlich alles. Er ist der Herr im Hause, der selbstverrlich regiert, der ein osienes Herz und eine offene Hand hat und dem man unbedenklich die intimsten Angelegenbetten anvertrauen kann. Er ist das, was man einen guten Schutzgeist nennt, und wie er sich als solcher bewährt, das erzählt die Geschichte, die, wie alle bisberigen Moser=Filme, den Ton auf das Gemütvolle, auf das Herzliche legt. Es werden keine großen Provleme gewälzt. Die Kouflikte, die man fast alltaglich nennen könnte, erwachsen aus dem MenschlichenAllzumenschlichen. Ein Hellsever, der sich als ein großer Gauner entpuppt, vertritt das Prinzip des Bösen. Er bringt die Unordnung in die Hausgemeinschaft. die nicht ohne Absicht die Züge des Familiären trägt. So bleibt der„Fall“ lokalisiert, was der Spielleitung die Ausgabe einheitlicher Führung sehr erleichtert. Die operettenhaut aufgezogene Revueszene am Schluß des Films, die den Geist Napoleons auf die Bühne beschwört, ist als Glosse ein Meisterstück. Im übrigen täte man dem Spiel zuviel Ehre an, wenn man von großen Ambitionen sprechen wollte. Es ist ein gutes Unterbaltungsstück, Adei doch dem Rasten=Aungungen??. Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen - und trotzdem kann die Hout spröde und rissig werden, wenn NIVEA sie nicht schützt. bei dem die Zuschauer schmunzelnd und innerlich vergnügt mitgehen. Im Mittelpunkt des Interesses steht natürlich Hans Moser, der wieder einmal ein ausgeseiltes Kabinettstück seiner großen Kunst der Menschengestaltung liefert. Leo Slezak hat ganz das äußere Format und auch das komisch und erheiternd wirkende Gebaren eines auf Reputation bedachten Kammersängers. Fritz Odemar bietet sein ganzes Können auf, um aus der Gaunerrolle etwas zu machen. An bekannten Darstellern sieht man noch Maria=Andergast, Hans Junkermann, Julia Serda, Rudolf Schündler und Friedrich Ulmer. Josef Ruhmann Bochumer Veranstaltungen 4. Hauptkonzert. Am Donnerstag findet abends im Stadttheater das vierte Hauptkonzert statt. Das Programm bringt Havdns Sompbonie concertante für Violine, Cello, Oboe, Fagott und Orchester: Mozarts Szene und Rondo Ein Angeklagter aus Wattenscheid der für das Milchgeschaft seiner Frau den Verteiler spielt, war vom Schöffengericht zu zwei Monaten Gefängnis wegen Milchverwässerung verurteilt worden. In solchen Fällen, besonders in Kriegszeiten, drohen den Pauschern harte Strafen, einmal wegen des Betrugs an den Kunden, die verwässerte Milch bekommen, zum andern wegen der gesundheitlichen Gefahren, die damit verbunden sind, denn Vollmilch bekommen doch nur die Kinder, die Alten und die Kranken; den Gesunden steht keine Vollmilch zu. Die Berechtigten aber sollen sie dafür auch unverfälscht bekommen. Das ist der klare und starke Wille des Gesetzgebers, der unbedingt beachtet werden muß. „Dieser Angeklagte hatte sogar auch noch Wasser in die' Magermilch geschuttet. Und war dabei erwischt worden! Der Revisor machte sehr erstaunte Augen, als er feststellte, wie hoch der Wasserzusatz in einzelnen Kannen war und daß der Mann sogar eine mit Wasser gefüllte Milchkanne mit auf seinem Wagen führte. Das war ja allerlei! Außerdem hatte sich der Milchverteiler, als er die Revision auf sich zukommen sah, in ein Geschäft begeben und kam nicht wieder zum Vorschein. Draußen wartete der Rerisor hartnäckig und schöpfte daher besonderen Verdacht, als später der Milchverteiler in einer ganz anderen Kleidung unbemerkt. das fremde Haus verlassen wollte. Warum denn so etwas? Und so fand man denn die Wasserkanne! Die Milch im Geschäft der Frau und der Tochter hat dagegen zu Beanstandungen keinen Anlaß gegeben und bisher war auch nichts Abträgliches in beruflicher Hinsicht über den Betrieb bekannt geworden. Jetzt aber dieser Reinfall! Peinlich, sehr peinlich. Auch peinlich gegenüber der eigenen Frau, die von der Wasserkanne sicher nichts wußte und keinen schlechten Schrecken bekommen haben mag. Der Angeklagte rief die Strafkammer als Berufungsinstanz an und bat inständig um Strafmilderung. Nur ja nicht in den Kasten! Das kostet sonst wahrscheinlich die ganze Existenz, denn wo sollte die Frau heute einen Ersatz für die etwa kaltgestellte Arbeitskraft des Mannes hernehmen? Ja, so etwas muß man vorher überlegen! Es sei das erstemal gewesen, daß er„sündigte", bat der Angeklagte. Es„solle nie wieder vorkommen! Er habe aus Ungeschick eine Milchkanne umgeworfen, so daß das weiße Naß verlotenging. Um aber sein Ungeschick der Frau verheimlichen zu können und um seine Kunden alle zu bedienen, habe er gewissermaßen aus einem Anfall von Verzweiflung heraus gehandelt. Da sonst nichts gegen den Angeklagten vorlag, der schon viele Jahre als Milchverteiler tätig ist, wollte das Gericht diese Einrede nicht einfach beiseiteschieben. Es machte dem Manne aber klar. daß es besser gewesen wäre, wenn er sich für die vergossene Milch Ersatz beim Milchhof oder bei den Bauern geholt hätte oder wenn er seinen Kunden eben mitgeteilt hätte was geschehen sei und warum sie einmal eine Kleinigkeit weniger bekämen. Da er je 300 Liter Vollmilch und Magermilch zu verteilen hat, wäre bei rechter Einteilung der Fall schon verständnisvoll zu beheben gewesen. Aber die Milch einfach zu verwässern, siei eine ganz unmögliche Sache, sagte der VVorsitzende. Immerhin wolle man ihm entgegenkommen und ihn vor der Gefängnisstrafe bewahren. Die dafür einzusetzende Geldstrafe aber müsse sehr empfindlich sein und auch für andere abschreckend wirken. Das erste Urteil wurde daber in tausend Mark Geldstrafe umgewandelt. Dazu kommen noch die Gerichtskosten beider Instanzen, so daß dieser Mann ja wobl für immer„geheilt" sein wird,. M. F. Ven=Siaoleilen. Wer wollte sich vom Opfer ausschließen, wenn es um Deutschland geht? In diesem Gedanken spenden wir für das Kriegs=Winterhilfswerk 1940/41! „Ch'io mi scordi di te?“ für Alt und Orchester: fünf WolfLieder für Alt und Orchester: Gebet. In der Frühe, Schlasendes Jesuskind, Anakreons Grab, Er ist's, und zum Schluß die Dritte von Brahms. Solistin: Else Schürhoff, Staatsoper Wien. Heute abend:„Der Strom.“ Nachdem am vergangenen Wochenende Mar Halbes Drama„Der Strom“ zur Feier des 75. Geburtstages des Dichters in Bochum erstmalig in Szene ging, werden auch in dieser Woche die Aufführungen des packenden, in der letzten Zeit besonders erfolgreichen Werkes starken Zuspruch finden. Sportamt„Kraft durch Freude“ Dienstag, 12. November Fröhliche Gymnastik und Spiele für Frauen, von 15.45 bis 17 Uhr, Harmoniestraße 2. Spezialgymnastik für Frauen, von 19.30 bis 20.30 Uhr, Harmoniestraße 2. Mittwoch, 13. November Fröhliche Gymnastik und Spiele für Frauen, von 19 bis 21 Uhr, Hildegardislyzeum. Fröhliche Gymnastik und Spiele für Frauen, von 19.30 bis 20.30 Uhr, Lebrstätte Rottstraße 29. Schwimmen für Männer und Frauen, von 19.15 bis 20.30 Uhr, Städtische Badeanstalt. Körverschule für Männer und Frauen, von 20 bis 22 Uhr, Gortbeschule. Stadtteil Hamme Ihr silbernes Ehejubiläum feierten am Sonntag die Eheleute Ludwig Maschenhofer, Gablensche Str. 19. Ein Sohn des Jubelpaares trägt den feldgrauen Ebrenrock und konnte an dem Festtage seiner Eltern teilnehmen. Ein großer Gratulantenkreis sprach dem Jubelpaar seine Glückund Segenswünsche aus. Stadtteil Gerthe Heute, 12. November, feiert der Reichsinvalide Karl Abring, Klüsenerstraße 12, seinen 74. Geburtstag. Körverlich und geistig ist er noch sehr frisch, so daß er an allen Tagesereignissen noch regen Anteil nimmt. Dem Hochbetagten, der sich allgemeiner Beliebtheit erfreut, werden am heutigen Ehrentage viele Ebrungen dargebracht. Stadtteil Harpen Frau Witwe Itzeck, Harpener Hellweg 18° konnte am Montag, 11. November, im Kreise ihrer Angehörigen ihren 81. Geburtstag seiern. Kinder, Enkel sowie viele Bekannte brachten der Hochbetagten zu ihrem Wiegenfeste die herzlichsten Glückwünsche dar. Stadtteil Werne Der Gauleiter gratulierte Gauleiter Wagner übermittelte den Ebeleuten Vinzenz Koslowski, Heinrich=Gustav=Straße 155, zur goldenen Hochzeit seine persönlichen Glückwünsche. Stadtteil Grumme=Böde Ihr goldenes Ehejubiläum konnten am Sonntag die auf der Eintrachtstraße 13 wohnenden Ebeleute Friedrich Wilhelm Wever und Frau, Elisabeth geb. Wrede, begeben. Der Jubelbräutigam ist geborener Bochumer und immer seiner Heimatstadt treu geblieben. Nach seiner Schulentlassung erlernte er das Schuhmacherhandwerk und legte später in seinem Beruf die Meisterprüfung ab. Im Jahre 1890 gründete er eine Buchdruckerei und Buchbinderei so daß er nunmehr auch sein 50jäbriges Geschäftsjubiläum feiern kann. Daneben versab er das Amt des Küsters. Die Jubelbraut erblickte am 15. Juli 1864 zu Altenbundem (Sauerland) das Licht der Welt, kam aber auch schon in jungen Jahren nach Bochum. Sie schenkte fünf Kindern das Leben, von denen zwei gestorben sind. Als kinderreiche Familienmutter ist sie Trägerin des Ebrenkreuzes der deutschen Mutter. Ein Sohn des Jubelpaares ist Weltkriegsteilnehmer, auch im jetzigen Kriege trägt er wieder den soldatischen Ebrenrock. Viele Glück= und Segenswünsche konnte das Jubelbrautpaar entgegennehmen. Ihr silbernes Ebejubiläum konnten am Sonntag bei bester Gesundheit die im Prattwinkel 22 wohnenden Eheleute Steiger Wilhelm Becker feiern. Viele Glückwünsche gingen dem beliebten Jubelpaar zu seinem Ebrentage zu. Stadt Wanne=Eickel Diamantene Hochzeit in Röhlinghausen Das seltene Fest der diamantenen Hochzeit seiern am heutigen Dienstag die Eheleute Maschinenführer i. R. Jobann Jora und Frau. Rosette geb. Märchel. Humboldtstraße 1 in Röblingbausen. Das seit 1920 in Röhlinghausen ansässige Jubelpaar hat bereits ein Leben voller Arbeit und Pflichterfüllung hinter sich. Der am 22. Mai 1860 in Ostpreußen geborene Jubelbräutigam erhielt während des Weltkrieges für besonderen Einsatz das Kriegsverdienstkreuz. Die am 1. Juli 1858 ebenfalls in Ostpreußen geborene Jubelbraut schenkte zwölf Kindern das Leben. von denen noch sieben leben. Sie trägt voller Stolz das goldene Ebrenkreuz der deutschen Mutter. Trotz des boben Alters sind beide Ebegatten geistig und körverlich sehr frisch und freuen sich seit langem auf das heutige Fest, das in der Wohnung des Sohnes Polizeibauptwachtmeisters Emil Jora Gelsenkirchener Straße 163, stattfindet. Neben sieben Kindern und 36 Enkelkindern werden hobe Persönlichkeiten als Vertreter von Partei. Regierung und Stadtverwaltung dem allseits beliebten Jubelpaar Glück= und Segenswünsche darbringen. Personal=Nachrichten Am Sonntag konnten die Eheleute Friedrich Schiffmann und Frau, Maria geborene Wiechmann, Wortbstraße 11 b, im Familienkreise das Fest ihres silbernen Ehesubtläums seiern, wozu ihnen, zahlreiche Glückwünsche zugingen. Reichsbahnassistent Pauband wurde von der Reichsbahndirektion Essen zum Sekretär befördert. Aus der ASDAp. Dienstag, 12. November Ortswaltung Hamme. 19 Uhr: findet für die Betriebsobmänner eine Arbeitstagung in der Geschäftsstelle der Ortswaltung Bochum=Hamme, Dorstener Straße 101, statt. Es ist Pflicht, daß alle Amtswalter vollzählig erscheinen. RS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk Ortsgruppe Linden. 15 Uhr: Arbeitsbesprechung der Abteilungsleiterinnen dei Timmer.— Hamme. 10 bis 12 Uhr: Sprechstunde der Frauenschaftsleiterin und Kassenstunden. Mittwoch, 13. November Ortsgruppe Altstadt. 14.30 Uhr: Kindergruppe im Heim, Malteserstraße 21.— Griesenbruch. 16 Uhr: Gemeinschaftsnachmittag bei Lotz, Königstraße. Es spriche Pan. Gutjabr. Eine halbe Stunde früher wichtige Arbeitsbesprechung für alle Zellen= und Blockfrauenschaftsleiterinnen. Erscheinen ist Pflicht.— Hamme. 17 Uhr: Nähstunde. Sprechstunde der Frauenschaftsleiterin und Abteilungsleiterin für V. und H.— Grumme. 19.30 Uhr: Bei Göke Jugendaruppe „Sportstunde". Anschließend Heimabend.— Harpen. 15 Uhr: Nähstunde bei Fleitmann(Pantossel).— Werne. 15 Uhr: Kindergruppe in der Vollmondschule. 15.30 Uhr: Kindergruppe im Heim. 15 bis 18 Uhr: Mütterschulungskursus„Näben“(Neues aus Altem) in der Werksfürsorge der Zeche„Robert Müser“. 19.30 Uhr: Heimabend der Jugendaruppe, Werner Hellweg 430.— Altenbochum. 15 bis 17 Uhr: Kindergruppe im Heim.— Weitmar=Bärendorf. 15 bis 17 Uhr: Kindergruppe im Heim in der Schule an der Kohlenstraße.— Dahlhausen. 15 Uhr: Arbeitsstunde.— Langendreer, Alter Bahnhof. 15.30 Uhr: Zusammenkunft bei Wollenweber.— Hofstede=Riemke. 16 Uhr: Zusammenkunft der Zellen= und Blockfrauenschaftsleiterinnen im Josef=Wagner=Heim, Poststraße. „Kraft durch Freude“ Resa=Lehrgemeinschaften. Die Deutsche Arbeitsfront Abteilung für Berufserziebung und. Betriebsführung, Kreiswaltung Bochum. führt auch in diesem Jahr in Verbindung mit dem„Resa“.(Reichsausschuß für Arbeitszeitvermittlung) Resa=Lehrgemeinschaften durch. Die Refa= Vorlehrgemeinschaft(Technisches Rechnen) beginnt im Laufe dieses Monats. Anmeldungen werden bei der DAF.=Kreiswaltung Bochum, Handelshof, Zimmer 14, entgegengenommen. Anmeldeschluß 16 November. „Grundlehren des Nationalsozialismus.“ Da es nicht möglich ist, diese Arbeitsgemeinschaft in dem vorgesehenen Schulungsraum an der Alleestraße wegen zu starker Beteiligung durchzuführen, ist eine Aufteilung erfolgt. Für die Angebörigen des Bochumer Vereins findet die Arbeitsgemeinschaft innerhalb des Betriebes in der Abnahmezentrale an den vorsehenen Tagen statt, für die übrigen Teilnehmer wird die Arbeitsgemeinschaft in der Verwaltungsakademie druchgeführt. Die Eröffnung der Arbeitsgemeinschaft erfolgt Sonnabend, 30. November, um 17.30 Uhr. Alle Teilnehmer, denen es nicht möglich war, vergangenen Montag an dem ersten Vortragsabend teilzunehmen, bitten wir um schriftliche oder telephonische Angabe(655 40) ihrer Anschrift. Die Einlaßkarten für die Arbeitsgemeinschaft sind in der KdF.=Verkaufsstelle, Kortumstraße 62, und in der Geschäftsstelle der Volksbildungsstätte, Wittener Str. 61, zu haben. Hausfrauen=Nachmittag Die Deutsche Arbeitsfront—. NSG.„Kraft durch Freude" veranstaltet am Mittwoch, 13. November, nachmittags 15.30 Uhr, im Parkhaus den nächsten Hausfrauen=Nachmittag. Namhafte Künstler wirken mit, wie: Ernin Eckersberg (Berlin), Ansagen: Erika Lindner Tänzerin vom Deutschen Opernbaus, Berlin: Anna von Schickh=Ohla. Stimmphänomen: Pantel Patrix, der Zaubermeister: Walter Hauenstein, König der Jongleure: 3 Diris, komische Erzentriker. Da diese Veranstaltung eine Sonderveranstaltung ist, ist jedem Volksgenossen die Möglichkeit gegeben, für ein geringes Entaelt diese Veranstaltung zu besuchen. Karten sind in der Verkaufsstelle. Kortumstraße 62. bei allen Amtswaltern und an der Kasse erhältlich. Große Tanzveranstaltung Die Deutsche Arbeitsfront— NSG.„Kraft durch Freude" veranstaltet am Sonntag, 17. November, vormittags um 11 Uhr, im Ernst=Moritz=Arndt=Haus eine große Tanzveranstaltung. Gewonnen ist hierfür das Ballett des Opernbauses Prag. Coppright by Carl Duncher Verlag. Berlin W 35 Roman von Hans Erasmus Fischer 14) Die Ereignisse dieser dramatischen Nacht überstürzten sich. Um 10.02 Uhr hatte Harald Bruck ein einfaches Gespräch nach dem Jrak angemeldet. Er mußte sofort mit Hendricks sprechen. Er hatte das sichere Gefühl, daß irgendwelche gefährlichen Ereignisse sein Eingreifen erforderlich machten. Um 10.15 Uhr hatte der Horcher im Nebenzimmer bereits diese Telephonanmeldung in Clifford Lean geseden.„„„## Um 10.12 Uhr meldete Clifford Lean ein Blitzgesprach nach dem Jrak an. Um 10.26 Uhr hatte er die Verbindung. Um 10.50 Uhr bereits wurden sechs Telephondrähte im Frak durchschnitten.,,# Ji. Migsstur“ Um 11.07 Uhr erhielt Clifford Lean ein Blitzgesprach aus dem Irak, das ihm die Ausführung seines Auftrages meldete..,.. Imamt G. Sanest 6. Um 11.26 Uhr teitte das Fernamt Budavest Parald Bruck im Auftrage des Fernamtes Bagdad mit, daß eine Verbindung mit der gewünschten Nummer nicht hergestellt werden könne, da die Verbindung gestört wäre. Um 11.32 Uhr erhielt Harald Bruck ein Telegramm: „Habe von allem gehört, sehe einzigen Ausweg im sofortigen Abschluß. Hendricks." Harald Bruck bat sofort nach Erhalt des Telegramms mit erregter Stimme um eine Verbindung mit Lorenzas Zimmer. Sie meldete sich nicht. Um 11.35 Uhr erhielt Clifford Lean auf einem Zettel die Mitteilung, daß Harald Bruck nach Empfang des Telegramms sofort versucht habe, Lorenza Aguirre zu sprechen und der Zentrale Auftrag gegeben habe, sie i Jctzen. Diese Mitteilung platzte gerade in die vertrauliche Besprechung Clifford Leanes mit Lorenza Aguirre und Roger St. Martin. Cuifford Lean las den Zettel langsam, sorgfältig, ja mit einer gewissen Andacht sogar. „Was lesen Sie da immer wieder, Lean? Das macht mich nervös. Sie hören ja überhaupt nicht zu.“ Lorenza beobachtete unentwegt Leans Gesicht, aber es blieb unentwegt ruhig, ausdruckslos. Nur schien es ihr, als hätten seine Augen einen häßlichen Glanz. Die Mitteilung auf diesem kleinen Zettel mußte von ungeheurer Wichtigkeit sein. Und sie war es auch für Clifford Lean. Denn in ihm stieg ein furchtbarer Verdacht auf der Verdacht des Verrates durch Lorenza. Welchen Grund sollte es geben, daß Harald Bruck impulsiv und prompt auf das gefälschte Telegramm mit dem Wunsch reagierte, sofort Lorenza zu sprechen. Dafür gab es nur eine Erklärung: Sie arbeiteten zusammen. Aber man muß vorsichtig sein und handeln—o der Verdacht war ein Indiz,„ ein Beweis. Clifford Lean reichte Roger St. Martin den Zettel und sagte:„Antworten Sie nichts, schreiben Sie mir auf, was Sie denken." „Meine Herren, Ihre Geheimnistuerei ist mir zu dumm. Ich gehe.“ „Du bleibst, Lorenza, verstehst du.“ „Nein, ich bleibe nicht, obwohl ich verstehe.“ Und damit warf sie die Tür zu. „Ich verstehe nicht, was diese Mitteilung bedeutet. Wir haben doch selbst mit Gewalt die Bekanntschaft zustande gebracht. „Schade, daß Sie nur so unkompliziert denken können, Martin. Wenn Bruck diese wichtige Nachricht bekommt und keinen anderen Gedanken hat, als nur sofort Lorenza zu sprechen, so liegt es doch auf der Hand, daß er sie um Rat fragen will. Will er sie um Rat fragen, muß sie alles wissen. Weiß sie alles, stecken die beiden unter einer Decke. Stecken sie aber unter einer Decke, hat Lorenza uns verraten. Und hat sie uns verraten, Herr Roger St. Martin, dann dürfte es insbesondere für Sie an der Zeit sein, einen unverzüglichen Klimawechsel vorzunehmen, um so mehr, als Isouf verschwunden ist.“ „Glauben Sie denn, daß Lorenza sich etwa mit diesem Kerl, diesem Bruck, in irgendeinen Flirt eingelassen hat?“ „Mit dem nicht.“ „Was heißt das— mit dem nicht?“ „Das heißt ganz einfach, daß sich Ihre ehrenwerte Lorenza mit einem anderen Manne, und zwar mehr als in einen Flirt eingelassen hat...“ „Sie lügen, Lean, ich warne Sie!" „Lassen Sie doch diese puthetischen Ausrufe, lieber Freund. Geben Sie mir einmal den Vertragsentwurf, den Sie mitgebracht haben.“ „Wenn Sie glauben, mich durch Ihre widerwärtige und seelenlose Ruhe reizen zu können, irren Sie sich. Aber Sie werden mir den Namen des Mannes sagen, oder ich mache einen Skandal...“ „Der Dann heißt... Moment mal... hier ist es schon... Olaf Hennings, hat Zimmer 249, im fünften Stock, ist Schlafwagenschaffner von Beruf und empfing den deuch##1 bor iza lgurre ich. die leser das am besten selbst. So, und nun geben Sie mir einmal den Vertrag." Roger St. Martin warf Clifford Lean den Vertrag hin. Dann las er die eindeutigen Aufzeichnungen des Detektivs, sprang auf, kalkweiß im Gesicht, bekam fast blaue Lippen, er rang nach Luft und wollte aus dem Zimmer stürzen. Clifford Leans Stimme zwang ihn zurück. „Machen Sie keine Dummheiten. Denken Sie daran, daß Sie für den Fall irgendwelcher Dummheiten ganz besonders viel Geld brauchen werden. Und außerdem mein Flugzeug. Also lassen Sie uns erst das Geschäftliche erledigen. Der Galan Lorenzas läuft Ihnn nicht weg. Und dann vergessen Sie nicht, daß wir erst wissen müssen, ob Lorenza uns verraten hat.“ Roger St. Martin sackte in dem tiefen Sessel in sich zusammen. Sein Atem ging unruhig, stoßweise, er: riß sich den Kragen auf, den Schlips herunter und öffnete das Hemd. „Der Vertragsentwurf ist nicht schlecht. Das haben Sie sehr geschickt gemacht. Jetzt fehlt nur noch die Unterschrift Herrn Brucks unter seinen Vertrag.“ „Wo ist Ihr Vhisky, Lean! Ich halte diese unerträgliche Spannung nicht mehr aus.“ „Drüben, am Fenster.= Trinken Sie nicht zu viel, Martin— das macht Blick, Hand und Herz unsicher. Sind Sie sich übrigens darüber klar, was Ihnen passiert, wenn Issouf erfährt, daß Sie ihn in die Falle gelockt haben daß Sie ihn beschwindelt haben, daß wir gar keinen Vertrag mit Bruck abgeschlossen haben?" „Sie sind eine Bestie, aber wenn ich falle, Clifford Lean, fallen Sie mit.“ „Sie erinnern mich heftig an das klassische Drama, Roger St. Martin. Sie werden ebenfalls bemerken, daß. die Anrede mit vollem Namen nach Schmiere klingt. Was das Fallen anbefrifft, lieber Freund, so würde es mir nicht besonders viel ausmachen. Bedenken Sie, daß ich schon zweiundsiebzig Jahre gelebt habe. Außerdem wandle ich nicht mehr auf Freiersfüßen. Und dann habe ich Issouf nicht nach Budapest gebracht, sondern Sie.“ „Aber Sie haben meinem Vorschläg zugestimmt... warten Sie, ich habe ja den Beweis.“ „Sie irren sich schon wieder. Sehen Sie, ich war gleich gegen Whisky. Sie besitzen lediglich ein Chiffretelegramm, in dem zu lesen ist, daß ich Ihren Scharfsinn ehrlich bewunderte. Oder steht da etwas anderes?"“ „Na ja, es ist die Antwort auf meinen ausführlichen Bericht." „Aber es könnte natürlich auch ironisch gemeint sein. Alterieren Sie sich nicht, ich habe Angst um Ihre Gesundheit. Immerhin scheint es mir dringend notwendig, den Vertrag unter Dach und Fach zu bringen. Dann sind wir erst einmal gegen Herrn Issouf gesichert. Ob Sie dann noch als weißer Othello unsterblich werden wollen, ist Ihre Sache. Aber ich rate Ihnen auch davon ab. Was ist denn schon wieder?" Es war wieder einer jener kurzen und trockenen Berichte, die Clifford Lean empfing. Als der Hotelboy gegangen war, las er laut vor: „Lorenza Aguirre- und Harald Bruck haben soeben das Hotel verlassen. Bruck hinterließ an der Rezeption die Mitteilung, daß er in einer halben Stunde zurück wäre." „Und ich habe dieses Weib und ihre Brüder vom Tode errettet! Und das ist der Dank! Betrug und Verrat— das ist zuviel auf einmal!" „Ja, ja, Edelmut wird selten voll belohnt. Vor allen Dingen jener Edelmut, der so ganz umsonst bewiesen wird wie der Ihre. Sie tun mir leid, mein Freund.“ „Lassen Sie Ihren billigen Hohn, Mister Lean, und sagen Sie nicht immer mein Freund', es klingt geschmacklos aus Ihrem Munde. Wissen Sie, daß ich mich furchtbar beherrschen muß, um Sie nicht mit irgendeiner Gewalttat aus Ihrer Ruhe zu reißen, ich könnte Sie niederschlagen, wenn es nach meinen kaum bezähmbaren Wünschen ginge...“ „Brüllen Sie doch nicht so, Martin. Es macht Sie nicht schöner, als Sie ohnehin sind. Und beherrschen Sie sich. Sie sind zwar zwanzig Jahre junger als ich, aber ich breche Ihnen sofort die Knochen. Ich sehe zwar aus wie ein alter Lederlappen, aber ich bin zähe und kann Jin=Jitsu. Die schmeichelhafte Bezeichnung alter Lederlappen' stammt übrigens von Ihnen. Aber ich habe Sie Ihnen nicht übelgenommen.“ Roger St. Martin trank schon wieder. Er ließ sich nicht einmal Soda kommen oder Eisstückchen, sondern trank den lauwarmen, unverdünnten Whisky. „Wir mussen den Vertrag machen, nicht nur für uns sondern für Issouf. Der ist zu allem fähig. Wir müssen ihn zum Handeln treiben und wenn ich Brucks Unterschrift fälschen sollte.“ „Aber, Martin, wir sind doch keine Kriminalfilmgangster. Sie kennen doch meinen Lebensgrundsatz: Je schwerer der Kampf, desto größer der Sieg. Und ich hoffe alf diesen Sieg, immer noch und trotz allem, wenn uns Lorenza nicht verraten hat. Dann allerdings sieht es böse aus. Dann allerdings befürchte ich, daß wir in den tragischen Schlachtruf, aller Unterlegenen „Sauve qui peut“ ausbrechen müssen. Und wir werden uns retten, verlassen Sie sich nur auf mich, mein Freund.“ Trotz dieser ihm so verhaßten Anrede lächelte Roger St. Martin seinen Pactner an. Clifford Lean saß unbeweglich in seinem Stuhl, hatte die endlos langen Beine von sich gestreckt, hielt die Virginia zwischen den Fingern und dachte darüber nach, ob diese fast aussichtslose Partie wirklich noch zu gewinnen wo, Und wenn nicht, wie er dann wenigstens Roger St. Martin, diesen Mann ohne Mut und Haltung, endgültig vernichten konnte. Und er lächelte bei diesem Gedanken zurück, so falsch und doch so scheinbar ehrlich, daß auch ein bedeutender Schauspieler auf diese mimische Leistung hätte stolz sein können. Gerade, als sie in die Andrassy UT einbogen, sagte Harald Bruck:„Entschuldigen Sie einen Augenblick, Senorita Aguirre", drehte sich, ging sehr schnell zehn Schritte zurück, blieb vor dem auffallend=unauffallenden Männchen stehen und erklärte ihm: „Sie sind der dümmste Detektiv, den ich jemals gesehen habe. Sie sind ein zweibeiniges Trauerspiel. Sagen Sie der männlichen oder weiblichen Person, die das Geld für Sie hinauswirft, mein Beileid. Und jetzt reiße ich Ihnen aus, darauf können Sie sich verlassen. Gute Nacht.“ Und damit ließ Harald Bruck den verdutzten Mann stehen, ging zu Lorenza zurück, bog in eine Seitenstraße ein, drehte sich um, bemerkte das Männchen in respektvoller Entfernung, hielt eine einzeln fahrende Taxe an, sprang hinein, zog Lorenza nach, ließ den Chauffeur im Zickzack losfahren und stieg zehn Minuten später fünfhundert Meter von der Stelle wieder aus, wo er eingestiegen war. Das Männchen war verschwunden. Sie gingen weiter. Lorenza hatte von dem Araber berichtet. Obgleich sie sich den Namen nicht ganz genau eingeprägt hatte, wußte Harald Bruck sofort: Das ist Omar el Issouf. Ja, er wußte es nicht nur, sondern er fürchtete es zugleich. Wäre Issouf als sein Freund und Vertrauter gekommen, hätte er sich sofort bei ihm gemeldet, hätte ihn verständigt, durch ein Zeichen, ein Wort. So aber, da er mit der Maschine seines erbittersten Feindes, Clifford Lean, von Bagdad nach Budapest geflogen und nun auch noch entgegen den Abmachungen mit Roger St. Martin verschwunden war, bedeutete es Unheil. Harald Bruck kannte Omar el Issouf genau— er wußte, wie groß er in seiner Treue, wie wunderbar er in seiner Güte, wie graufam er aber auch in seinem Haß, sein konnte. Und noch etwas anderes quälte Harald Bruck— die Auskunft des Fernamtes, daß die Leitungen gestört seien. Er wußte, was das hieß— gestört. Sie waren zerstört. Vorsatzlich und bewußt. Er sorgte sich um Hendricks. Er exkannte, daß er Gegner hatte wie noch niemals in seinem Leben zuvor. Ja, so absurd es ihm auch schien, aber er beschäftigte sich mit dem Gedanken, zu verkaufen und zu unterschreiben, sich mit dem Anteil und Riesengewinn zu begnügen. Harald Bruck war ein Kerl, der sich jedem Gegner stellte. Aber bei dieser Gegnerschaft verwirrten ihn die Mittel, erschreckte ihn die Methode, bestürzte ihn die unheimliche und ungreifbare Systematik von Angriff und Vernichtung. Alle seine Befürchtungen wurden durch Lorenza immer nur noch mehr bestärkt. „Ich bin überzeugt, Herr Bruck, daß Ihr Telephongespräch, das Sie anmeldeten, belauscht worden ist und daß Clifford Lean erst danach seine Maßnahmen getroffen hat. Ich habe den Zettel nicht gelesen, den er bekam, als ich eben bei ihm war, aber ich bin überzeugt, daß ihm ebenfalls mit unheimlicher Promptheit mitgeteilt wurde, daß Sie sich sofort mit mir in Verbindung setzen wollten, als Sie erfuhren, daß die Leitungen géstört sind. Daraus hat Clifford Lean klug und geistesgegenwärtig=kombiniert, daß wir Verbündete sind. Und dieser Verdacht wird durch unseren jetzigen Spaziergang verstärkt. Die Gefahr für Sie wächst von Minute zu Minute.“ „Für mich? Für Sie, Senorita.“ „Für mich gibt es keine Gefahren mehr, die mich schrecken könnten. Glauben Sie mir das, Herr Bruck.“ Er blieb stehen und sah Lorenza an. Er faßte es nicht, immer wieder nicht, daß sie so sprach: Welch eine kühle, mutige Entschlossenheit, welch eine sichere Kraft dennoch, welch eine endgültige Resignation lag in ihren Worten.—„Clifford Lean hat erreicht, was er wollte. Ich bin meiner unsicher geworden. Ich sehe mich Gewalten gegenüber, gegen die ich mich nicht zu verteidigen weiß. Es stürmt zuviel auf mich ein. Am liebsten würde ich verkaufen, aber dann käme ich mir vor wie ein Deserteur. Nein, und ich kann es meinetwegen nicht. Und ich kann es Issoufs wegen nicht. wäre ein glatter und gemeiner Verrat. Ich würde mich selhst aufgehen.„Ich kann auch nicht einfach Budapest verlassen, mir ein Sonderflugzeug mieten und sehen, was drüben im Irak los ist, denn Issouf ist hier, und ich muß ihn sprechen. Es ist möglich, daß dieser Roger St. Martin eine Rebellion gegen mich entfacht hat und mir ein arabischer Patriot ein Messer in den Rücken bohrt, ehe ich mich überhaupt verteidigt habe. (Fortsetzung folgt.) SIE MBacapoT! „Klassisch“ waren unsere Ringer besser Nach dem knappen Siege der ungarischen Ringer über die deutschen Vertreter im Freien Stil am Sonnabend sab man tags darauf dem neuerlichen Zusammentressen der beiden Nationalstafseln, diesmal im klassischen griechisch=römischen Stil, mit großer Spannung entgegen. Wieder war der Städtische Zirkus mit 2500 Besuchern bis auf den letzten Plavz besetzt, als der italtenische Mattenrichter Censky die beiden Mannschaften zum Lamyf aufrief. Den deutschen Beiriebssportgemeinschaften Vertretern war diesmal mit:2 Punkten ein voller und jahre, ein außerordentlich reger Sportbetriev entwickeln. üverzeugender Erfola beschieden Sie konnten die siebente Begegnung in der Geschichte der Ringer=Länderkämpfe mit den Magvaren zum zweiten Sieg gestalten. In der deutschen Mannschaft schlugen sich auch am Sonntag der Kölner Nettesbeim und der Berliner Schweickert ganz ausazeichnet. Der Rbeinländer errang über den Ungarn Gaal scon in der elften Minute einen Schultersieg und war damittags— wiederaufnedmen. Eine Reide von Großergg; Kanztgeist an P Toxzpgung ur9h den Tox Herrfngern, aber ein Geler ad Pe. Leicadier ait Aul gsesre. bae l. und einigen Juniorinnen aus Wien und mit: Zusen„Tto= den-pferten Tresser: Die Gertver paben trot der Riederlage Tüsseldorf(Kreseld steigen. Nannschaft geden in Watienscheid einen guten Eindruck binterlassen. Nach den vorliegenden Meldungen der Sportvereine und Preußen 11 Bochum— Teutonia Riemke:4(:0) Veiriebswvortaemeinschaften wird sich wieder, wie im, Ver= 24 in der ersten Halbzeit tormäßig recht mager in diesem Spiele aussah, gab es dennoch zum Schluß eine reiche Torausveute, die nicht unerwartet zugunsten der Riemker ausfiel. Die Preußen wissen, daß ste um jeden Punkt kämpfen müssen. Im ersten Abschnitt gelang es ihnen auch, die Partie ziemlich ausgeglichen zu gestalten.„Die beiderseitigen Torversuche schelterten an den aufmerksamen. Hintermannschaften. Sieben Minuten nach dem Seitenwechsel wurde der Bann dann gebrochen. Preußen 11 konnte nach Saalmodellwettbewerb der NSFK.=Gruppe 10 (Wesfelen) Gelsenkirchen, 10. November. Aause an galscge uspe Bizis hiesessiehen K Keaig aus ice ui un, Diese gaben sie auch rgeblich um den AnDen schönsten Kampf des Abends zeigten die beiden Feder: die Bauprüfung statt, die ein mannigsaches Bild namenttg schluß kämpfte, hatten die Teutonen bald gewichtler Schmit(Köln) und war techntsch hervorragend und de Schönbeit des Ringkampfsportes bi über die Distanz ließ, der erfolgreichste deutsche Rin= garten, 5% 58. ger üverbaupt. Beidg, Maie gegzäggen ungartswen,—.Fage 9 3zeschswetbewver Hurghg.“=Auts„Mgragr jand zunächst in die Riemter das Signal zum Ausbruch. Kovaes trat der Reichsbaupuigozer an. Am ersten Tage).von(essentirchener Ausstelungsballe unter Fübrung des beirievenen, ungrisse prachten, in kurzer, 34 sigte sich Schweickert 310 nach Punkten überlegen, wäb Tggphegthgitert der Gruppe 10. Oversturmjührers F.;: sch. Ausgleich, sondern auch die Fübrung. Die gend er im klassischen. Stit nach:40 entscheidend gewann. Sachbearbeiters der Gruppe 10. Obersturmführers D ereig, nicht mehr ab. Während Preußzen verg.n, Den Urteilsspruch der Richter,:0 für Schmitz. nahmen Rettbewerbsteilnehmer mit ihren Modellen zur Stadtballe die sportsachverständigen Zuschauer mit starkem Beifall auf. Wanne=Eickel, wo sodann der Flugwettbewerb ordnungsLeichter(Frankfurt a..) gewann im Halbschwergewicht Bgb /gie 300PZetzunden erzielt Folgende Jebn besten Beitüiver den nicht ganz sauber kämpfenden Ribetzky nach:25 bewerbszeilnehmer murden 68 Vertreter der RSFs, vorzeitig. Einen wetteren glatten Bunktsieg bolte Europa= gewerbstezneymer, wurden als Vertreter der meister Schäfer(Ludwigshafen) gegen Kiniszi beraus. Gruppe 10(Westfalen) zum Reichswettbewerb für SaalbauNiederlagen für Deutschland gab es im Bantamgewicht, wo modelle berausgestellt, der am 30. November und 1. Deder Kölner Pulbeim gegen den Heimkehrer Tözser(Groß= zember in Breslau stattfindet: Wolfgang Koester(Dortmund), NSFK.=Sturm 1/57. 5J.= Bann 130. Modellgewicht 11 Gramm: ModellModellwardein) nicht ganz gerecht:3 verlor, und im Schwergewicht. Hier zeigte sich der frühere Eurovameister Hornsischer(Nürnbera) nicht in bester Kondition und verlor gegen Bobis auch:3. Bantam: Tözser(.):=Punktsieger über Pulbeim. im Aarsgigsel Auaseliademer orchen aus Goichkef Bio. menten durch zwei weitere Tore für einen glatten Sieg. Um den Auflticg Georg Droste(Dortmund), 1/57. LI.=Bann 130. gewicht 6 Gramm: Walter Wolf(Dortmund). 1/57. 5J.=Bann 130. gewicht 5 Gramm: zur ersten Fußballklasse Die Vorentscheidung in den Aufstiegsspielen zur ersten Fußballklasse ist gefallen. Die B S G. Hoesch hat sich durch einen weiteren Sieg im vorletzten Spiel die erste Anwartschaft auf den Aufstieg erkämpft. Die Mannschaft sieht mit Castrop 11 zehn Gutpunkten aus sieben Spielen an erster Stelle und Engelsburg könnte nur noch von Merkur Dortmund überflügelt werden, Reichsbahn wenn sie das letzte ausstehende Spiel verlieren und Merkur die beiden restlichen Spiele gewinnen wurde. Aber das ist nebensächlich. Die ersten drei Mannschaften steigen auf und zu denen gebört eben Hoesch, mag kommen was da will. Reichsbahn Wanne verlor gegen Hoesch so klar, daß die Mannschaft erneut auf den letzten Platz zurückgefallen ist. Damit sind die Aussichten für die Wanner restlos bin, denn die beiden letzten Spiele können, wenn sie gewonnen werden, wohl noch vier Punkte einbringen, die aber keineswegs ausreichen würden. Nicht viel besser ist es um den zweiten Vertreter des Kreises Bochum— WaG. Engelsburg— bestellt. Die Bochumer Mannschaft hat zwar noch zwei Spiele zu absolvieren, sie muß sie aber gewinnen, wenn sie mit in die Entscheidung kommen will. Sollten die drei Dortmunder Vertreter den beiden Bochumern das Nachsehen geben? Hoesch— Reichsbahn Wanne:1 Es war borauszusehen, daß die Wanner in auf der Strecke bleiben würden. Daß sie sich aber so kläglich schlagen ließen, ist bedauerlich. Bei der Pause lagen die Gäste schon mit:0 im Rückstand. Auch nach dem Wechsel batten die Werksleute aus Dortmund das Heft weiter in der Hand, bis nach dem:0 die Wanner zu iorem einzigen Gegentreffer kamen. Dann war es aber mit der Kunst des Toremachens vorbet. Die Platzleute schossen noch drei weitere Tore und gewannen nicht einmal unverdient hoch. Erin Castrop— Merkur Dortmund:0 Konnten die Dortmunder den ersten Kampf gegen die Zechenleute gewinnen, so mußten sie diesmal geschlagen den Heimweg antreten. Die Castroper besorgten die Revanche gleich richtig und ließen den Dortmundern gar keine Chance. Sab es bis zum Seitenwechsel auch noch nicht nach einem so klaren Siege der Platzleute aus— die Partie stand bis dahin noch:0—, so legten sich die Castroper nach dem Wechsel derartig ins Zeug, daß den Besuchern einfach die Puste ausging. Vier Tore schossen die Castroper Stürmer. Dadurch hat sich das Torverhältnis der Castroper sehr zu ihrem Vorteil geändert. Die Tabelle: BSG. Hoesch Mertur Dortmund Reichsbahn Wanne seder: Schmitz(.), Zio=Pun#tggeg, über F. Totb. Hans Liel(Münster), 2/59. HI.=Bann 313. Modellgewicht Leicht: Nettesheim(.) siegt nach 11:00 durch Eindrücken 4 Gramm: der Brücke über Gaal. Welier: Schäfer(.):=Punkt: Wilbelm Orschel(Münster), 2/59. HI.=Bann 313, Modellsieger über Kiniszt. Mittel: Schweickert(.) siegt durch Tchulterwurf in:40 über Kovacs. Halbschwer: Leichter(.) siegt in:25 durch Eindrücken der Brücke über Ribetzkv. Schwer: Bobis(.):=Punktsieger über Hornfischer. Eröffnung der Kunfteisbahn Eifen Am 15. November wird nun auch die Essener Hallengewicht 7 Gramm: 2, ag 28#n 919 m. Hermann Madderfeld(Münster), 2/59. HJ.=Bann 313. Modellgewicht 4 Gromm: Wilhelm Hartmann(Münster) 2/59. HI.=Bann 313. Modellgewicht 5 Gramm: Heinz Brosch(Gladbeck), 1/59. HJ.=Bann 262. Modellgewicht 8 Gramm: Fritz Niebaus(Lemgo), 10/60. HJ.=Bann 255, Modellgewicht.8 Gramm: Kunsteisbahn wie fast alle Kunsteisbahnen Deutschlands den Friedrich Oelmüller(Lemgo),,10/60, HJ.=Bann 255, ModellTagesbetrieb in zwei Laufzeiten— vormittags und nach= gewicht 10 Gramm. Dox Jabndeh-Mrianiburz Sendel wieder beifer als Wallner Die Hamburger Berufsborkämpfe am Sonntag vormit= und Henrv Nielsen, für die deutsche oder finnische Berufstag wurden eine richtige Jubiläumsveranstaltung. Nicht boxer als Gegner in Aussicht genommen sind. nur der Hamburger Borring„Punching“ konnte an diesem Tage auf sein 20jähriges Bestehen zurückblicken, sondern auch Tage auf sein 20jähriges Bestehen zurückblicken, sondern auch drei der Aktiven feierten Jubiläen in ihrer Boxerlaufbahn. Kurt Haymann(München) und Werner Selle(Duisburg) bestritten ihren 50., Jakob Schönrath(Krefeld) seinen 75. Kampf. Das schönste Treffen lieferten sich die Berliner Heinz! Sendel und Paul Wallner, die dier schon zum dritten Male zusammentrafen. Sendel beberrschte acht Runden lang eindeutig den Kampf, und, erst in den beiden letzten Runden kam Wallner stärker auf und gestaltete sie unentschieden. An dem bohen Punktsieg des jungen Sendel bestand kein Zweisel. Technisch bochwertig war das Treisen zwischen Exeuropameister Arno Kölblin und Kurt Haymann. Kölblin war trotz der Angriffsfreudigkeit Havmanns immer leicht überlegen, so daß sein Punktsieg nie in Frage stand. Werner Selle hatte mit Jakob Schönrath der wieder seine großen Nehmerqualitäten offenbarte, ansangs einige Mübe, slegte aber dann doch noch verdient. Den einzigen..=Sieg des Tages feierte der inzwischen ins Schwergewicht bineingewachsene Richard Vogt(Hamburg) über den Berliner Franz Hintemann. In der dritten Runde gab Hintemann den für ihn aussichtslosen Kampf auf. Herausforderer im Ring Am 1. Dezember wird in Kopenhagen ein Kampfabend der Berufsborer durchgeführt, um dem dänischen HerausKommodore Bonte und seine Helden von Narvik Der hersische Numpt undererzersiorerErlebnisbericht des Maschinenobergefreiten Hinrich wordbruch Copyright by Presseverlag Ludwig Wollbrandt, Berlin „In einer halben Stunde seeklar“, lautet der knappe Besehl. Alarm=Manöverglocke und Maschinentelegraph werden probiert. Hauptmaschinen werden gedreht. „Klar zur Fahrt“ wird zur Brücke gemeldet. Fieberhaft geht es durch den eisexnen Schiffskörper der Zerstörer. Die Maschinen und Lüfter furren weiter ihr monotones Lied. Die letzten Vorkehrungen sind getroffen. Prüfend wirft der Oberbootsmann einen Blick über das Deck. Alles ist see= und wetterfest geDie Einschiffung der Gebirgsjäger ist beendet. Verwundert betrachten die grauen Kameraden das Treiben an Bord. Sie sind alle zum erstenmal auf einem Schiff. Eng und niedrig ist es allen, die sie Gebirge und frische Luft gewohnt sind.„ Gärex vom Bier ab G. Langsam legen die Zerstorer vom Pier ab. Gurgelnd schäumt am Heck das Wasser unter dem Druck der kräftigen Schrauben. In der Abenddämmerung (der 6. April) verlassen die Zerstörer den Hafen und vereinigen sich draußen mit anderen Einheiten der deutschen Sigte, Bih#i. Silhauatte der Schifte biEin herrliches Bild, die Silhouette der Schiffe, die mit drohenden Geschützen den Kriegsmarsch gegen den Feind antreten, um Deutschland zur See zu verteidigen und ein in der Geschichte noch nie gewagtes Unternehmen zu beginnen,., gm.; 9. Tcheim und r. Noch weis keiner das Ziel. Alles ist geheim, und so ist dem Feind die beste Waffe, die der Spionage, genommen. Mit hoher Fahrt laufen die Einheiten der den Tag und Nacht ohne Abbruciati verlor Landestitel Italiens Bormeister im Leichtgewicht Abbruciati wurde noch seiner Niederlage im Europameisterschaftskampf mit Karl Blaho setzt abermals geschlagen. In Busto Arsizlo unterlag er gegen seinen Landsmann Bruno Bisterzo nach Punkten und verlor seinen Titel als Landesmeister. Pol.=Hauptm. Schaumburg geschlagen Die Sonntag in Hohenneuendorf veranstaltete Waldlaufmeisterschaft des Bereiches Berlin=Brandenburg klang in einem prächtigen Zweikampf zwischen dem Panzerschützen Wöber und dem Hauptmann der Schutzpolizei Friedrich Schaumburg aus.: Beide lagen bald weit vor dem übrigen Felde. Zum Schluß konnte der weitaus jüngere Wöber davonziehen und in 27:38,6 Minuten für die 8 Kilometer lange Strecke noch sicher siegen. Den Mannschaftstitel holte sich die BTSV. 51 knapp mit einem Punkt Vorsprung vor dem Lustwaffen=SP. Admira ilt gerültet Die Wiener Admira, die im Endspiel zur Deutschen Fußballmeisterschaft 1939 von Schalke 04 im Berliner Olympiastadion mit:0 geschlagen=wurde, ist für den Rückkampf nammen. Mit hoher Fahr mit den„Knappen“ am kommenden Sonntag in Wien gut deutschen Flotte gen Norden, gerütet. Im öpter=Stadion seate Admira vor 10000 Zu. Zwischenfall.„(6rint;. Gigrmoloce auf dschauern gegen Die böber eingeschätzte Wiener Vienna über: Am zweiten Tag schriur die Alarmaloge auf den sorderer unseres Leichtgewichts=Europameisters Karl Blabo zeugend mit:2(.). Habnemann(). Hanretter(2) und dentschen Schiffen, aber kein Angriff erfolgt von den Gelegenheit zu einer ernsten Vorbereitung für den Titel= Habitzl schossen die Tore: für Vienna war Hanke zweimal#eindlichen Fliegerstaffeln, kampf zu geben. Außer Andersen kämpfen noch Hans Holdt erfolgreich. teinolichen Fliegerstaffeln.. n MujDSuT! Werne 19— Bochum=West:1(:1) Mit einem unerwartet hohen Siege behaupteten die Werner ihre führende Position gegenüber dem hartnäckigen Vertolger„Weiterbin ungeschlagen führen die Leute von der Rüsingstraße die Tabelle an obwohl die sonntäglichen Leistungen, der bis jetzt so erfolgreichen Elf nicht ganz den Erwartungen entsprachen„Spielerisch betrachtet, waren beide Parteien vollkommen gleichwertig. Der größere Kampfaelst der Werner, neben einigen groben Deckungsfehlern der Bochumer, führten einen Sieg berbei. der nicht ganz das Spielgescheben wiedergibt. In der ersten Hälfte war die Frage nach dem Sieger noch offen, denn die Bochumer vermochten die schnelle Führung der Platzleute im Gegenzuge sofort wieder auszugleichen, erst dann verhalf ein Elfmeter dem Platzverein zur Pausenführung. War der Kampf in der ersten Hälfte zwar beiß umstritten, aber fair, so nahm er in den zweiten 45 Minuten bärtere Formen an. Noch waren die Gäste nicht geschlagen, denn der blau=schwarze Angriff drang wiederholt sehr geschickt in den Werner Strafraum, ohne allerdings den Ausgleich erringen zu können. Langsam kommt der Platzverein wieder auf, für wenige Minuten geraten die hinteren Bochumer Reihen, durch überflüssige Umstellungen verursacht, vollkommen aus dem Tritt. Mit Prachtschuß erdeEndkampf, in dem Stiepel den knappen Vorsprung hauptete. Phönix Bochum— Constantin Bochum:3(:2) Einen solchen mitreißenden Kampf hatten die zahlreichen Zuschauer in Marmelsbagen sicherlich nicht erwartet. Zwei Gegner stritten hier mit dem ganzen Einsatz ihres Könnens, aber fatr um die Punkte. Die Constantiner hatten sich an diesem Tage etwas vorgenommen. Sie haben dem Gastgeber das Letzte abverlangt und den Vorsprung von Phönix aufzubolen gewußt, bis sie dennoch zwei Minuten vor Schluß den schon sicher wähnenden Punkt entschwinden jaben. Phönir mußte=seine Bummelei, mit unvollständiger Mannschaft anzutreten, sofort teuer bezahlen. Die Constantiner fackelten nicht lange, und schon hieß es durch Mittelstürmer Schaaf :0 für die Gäste. Es war nur gut, daß Phönix seine Mannschaft setzt vervollständigen konnte. Hin und her braudete der Kampf. In der 25. Minute belte der PhönirRechtsaußen Kramp den Ausgleich, und der als Urlauber mitwirkende Linksaußen Kenneweg schoß 10 Minuten später für Phönir die Führung heraus. Fast mit dem Halbzeitpfiff aber stellte Constantin durch ein Tor des Halbrechten Brunnstein die Partie wieder remis. Abermals der hald nach Wiederanstoß erneut Veruriawr, Putezumen v##inf, den Zeitt.n Freiar dem war es Kenneweg„der bald nach Wiederanstoß erneut zielt dann der Werner Halblinte den orii#en Treiser, den hie Führung für den Platzverein holte. Unermüdlich aber unmurshar Harauf die beiden Außenfürmer zwei weliere Zzmosien die Säne um den erneuten Ausgleich, der ionen auch nach 30 Minuten durch den Halbrechten Brunnstein beschieden war. Fast sah es schon nach einer Punkteteilung aus, aber der Halblinke Kunnefeld konnte noch wenige Minuten vor dem Abpfiff durch das vierte Tor den knappen Sieg für Phönir herausschießen. SpGem. Wattenscheid—, SpuSp. Gerthe:1(:0) Die Sportgemeinschaft Wattenscheid und ihr zahlenmäßig nicht geringer Anhang mögen jetzt, da ein großer Teil der Stammspieler der Mannschaft wieder zur Verfügung stebt, noch mehr mit dem Schicksal badern, daß die Sportgemeinschaft Wattenscheid in der früheren Bochumer Bezirksklasse den ditteren Weg des Abstiegs geben mußte, während es in der Gelsenkirchener Gruppe keinen Abstieg gab. Tabei haben die Wattenscheider noch die allerbesten Aussichten, in kürzester Zeit ihre komplette alte Stammannschaft wieder zur Verfügung zu haben. Daß sie unter diesen seiten günstigen Umständen in der setzigen Klasse schon allein auf Grund idrer technischen Reise und Erfahrung eine besondere Rolle spielen wird, dürfte ganz außer Zweisel stehen. Spiel und Sport Gertbe war in dem sonntäglichen Spiel bestimmt kein minderwertiger Gegner, aber gegen die technische Reise des Gastgebers mußten die größten Anstrengungen im Sande verlausen. Schon im ersten Abschnitt stellten die Wattenscheider durch drei Tore, die in der Reihenfolge von Dohm Stezka und Lallensack erzielt wurden, den Sieg sicher Angesichts dieses gufen Vorsprunges kämpften unmittelbar darauf die beiden Außennurmer„zwei weiiere Erfolge anreihen, die den Sieg des Tabellenführers sicherstellen. STV. Werne— Langendreer 04:3(:1) Der Kampf in Werne nahm einen interessanten Verlauf. Beide Mannschaften zeigten gute Leistungen. Langendreers Halbrechter brachte bereits nach zehn Minuten den ersten Treffer an. Wenige Minuten später glich dann der STV. durch seinen Mittelstürmer aus, der eine Flanke durch Kopfball verwandelte. Bei diesem Ergebnis blieb es bis zur Pause. Schon kurz nach Wiederanstoß kam dann Langendreer zu einem überraschenden Treffer. Der rechte Läufer hatte einen Weitschuß abgeschossen, Wernes Torwart rutschte aus und der Ball rollte ins Tor. Werne kämpfte nun entschlossen und abermals war der Ausgleich fällig, den der Halblinke erzielte. Wenige Minuten vor Schluß kam dann Langendreer zu einem weiteren Treffer, der den Kampf entschied. Stiepel 04— Concordia Bochum:2(:1) Einen schönen Kampf lieferten sich die beiden benachbarten Mannschaften, aus dem Stiepel als knapper, aber verdienter Sieger dervorging. Stiepel kam durch seinen Mitteltürmer zum Führungstresser und erböhte diesen Vorsprung durch ein weiteres Tor durch den Rechtsaußen. Concordias HalbUinker nutzte einen Schnitzer der Stiepeler Verteidigung entschlossen aus, um noch vor der Pause einen Gegentresser 1 und als dann die Gäste die Wattenscheider dann nicht mehr mit dem ganzen Einsas. einen zweiten Tresser erzielten, gab es einen spannenden Geride dagegen legte im zweiten Abschnit einen ganz großen Erst am dritten Tag wird uns durch den Bordlautsprecher unsere Aufgabe bekanntgegeben, „Am 9. April, morgens 5 Uhr, wird Dänemark und Norwegen von deutschen Truppen besetzt. Unsere Aufgabe ist. Narvik zu besetzen. Es wird mit dem Zusammentreffen, englischer Seestreitkräfte gerechnet. Englische Kriegsschiffe liegen im Ofotenfjord. Etwaiger Widerstand der Norweger ist zu brechen.“ Narvik wird auf der Karte gesucht. Eine schöne Strecke bis in den Norden Norwegens, bei dem herrschenden Seegang. Aber unsere Zerstörer schaffen es. Jeder von uns ist zuversichtlich, stolz und froh, dabei sein zu dürfen.„A4t. Star). keindliche Sestr Ein Funkspruch meldet:„Starke feindliche Seestreitkräfte knapp 10 Stunden hinter uns." Der„L..“ muß Maschinenschaden zur Brücke melden. Jede verfügbare Kraft ist dabei, und nach wenigen Stunden schwerer Arbeit ist die Maschine wieder klar. Doch manöverieren ist nur noch mit einer Maschine möglich. Tapfer halten sich die Zerstörer in dem schweren Sturm, der alles on Oberdeck zerschlägt. Torvedowagen werden aus den Schienen gerissen, das Dingi in Stücke geschlagen, die untergebrachten Motorräder über Bord gespült, die Reeling weggerissen. Plözlich ein Funkspruch:,„Ein„Zerstörer liegt mit feindlichem Zerstörer im Gefecht.“ Wir halten unseren Immer stärker wird der Sturm, immer höher die Wogen des Atlantiks, in welchem der Zerstörer für Minuten verschwindet. Ein Wagnis ist es, das Oberdeck zu betreten. Lebensgefährlich und nur für die Aufbauten möglich, von vorn nach achtern oder von achtern Triefend naß stebl die Heizs= und Naschineghelatzung in den Betriebsräumen, in welche die Wassermassen durch die Lüfterschächte stürzen. Längst sind die letzten Kleider gewechselt und müssen nun am Körper trocknen. Die Wache kann nicht mehr abgelöst werden. Zwölf Stunden bleibt jeder auf seiner Station.„. Die grauen Kameraden liegen in unseren Kojen, die wir ihnen gern überlassen, da sie die See das erste Mal sehen und gleich auch diese Art kennenlernen müssen. Aber wir bewundern sie, wie tapfer sie diesem Seegang standhalten, wenn sie auch seit Stunden nichts mehr essen konnten.„. gi. 964 Von einem Zerstörer kommt die Nachricht:„Mann über Bord!" Alle wissen, daß die Betroffenen Opfer der See werden, da Rettungsversuche den eigenen Untergang zur Folge hätten. Krampfhaft klammert sich jeder an die Strecktaue, wenn er von der Sturzsee mitgerissen wird. Knochenbrüche, glücklicherweise nur bei wenigen Soldaten, sind die Folgen dieses Seeganges. Trotz starkem Nebel und heftigem Schneetreiben fahren wir mit„Alle Fahrt“ und„Höchster Alarmbereitschaft“ in den Fjord. In Kiellinie brechen die Zerstörer durch die enge Einfahrt der Bucht von Narvik. Kein englisches Kriegsschiff ist hier. Zwei unserer Zerstörer sichern den Hafen.,„.54842# Plötzlich drehen die 21=Zentimeter=Geschütze eines norwegischen Küstenpanzers auf uns zu. Der erste Geschützdonner hallt zwischen den Bergen. Im nächsten Augenblick eine Explosion, eine Stichflamme dicht an Bord und von den beiden uns bedrohenden Kriegsschiffen ist nichts mehr. Deutsche Torpedos haben den Widerstand gebrochen.„ngzy, werden 2. e 4454. Ohne weitere Zwischenfälle werden die deutschen Truppen ausgeschifft.„." Sturm und Sasaens u. Trotz schwerstem Wetter, Sturm und Seegang haben die Zerstörer ihre Aufgabe erfüllt. Pünktlich, wie unser Führer befohlen, wird Narvik im Norden Norwegens von deutschen Truppen besetzt. Damit ist dem Engländer der wichtigste Handelsplatz, der einzige eisfreie Hafen im Nordatlantik, der Ausgangspunkt schwedischer Erze, von wo er 42 Prozent seiner gesamten Einfuhr bezog, genommen. Prisenkommandos untersuchen die im Hafen liegenden englischen Handelsdampfer und die Besatzungen, darunter Neger, werden gefangengenommen. Groß ist die Freude der Besatzungen der deutschen Handelsdampfer, als sie die deutschen Kriegsschiffe erkennen, da alle mit einer Besetzung durch die Engländer gerechnet und alles zum Versenken klar gemacht hatten. Jetzt erst haben wir Gelegenheit, den Fjord mit all seiner Schönheit zu bewundern. Die schneebedeckten Berge, deren Felswände fast senkrecht bis zu 1000 Meter in die Höhe ragen, die Gipfel von Wolken eingehüllt, in deren tiefen Schluchten das Gletschereis steht und im azurblauen Wasser des Fjords die ganze Wuchtigkeit der Berglandschaft sich widerspiegelt. Eine herrliche Ruhe umgibt uns, die auf uns einen überwältigenden Eindruck macht und für uns ein nie zu vergessendes Bild sein wird.„„„„ 8— 41. 8. Doch am Morgen des 10. April donnern die Geschütze. Englische Seestreitkräfte versuchen, in den Fiord einzudringen...„.4, uu6#an 9 tus„Alarm“ schrillt die Glocke auf den Zerstörern. Schon ballern die Geschütze, mit„Alle Fahrt" laufen wir dem Feind entgegen. g643-4——8 Das Feuer von vier englischen Zerstörern und eines kleinen Kreuzers empfängt uns. Unser Kommandant auf der Brücke ruft:„Greift den Engländer!", als auch schon die wohlgezielte Salve unserer Geschütze die Brücke eines feindlichen Zerstörers wegfegt und dieser unter der Wirkung der Granaten versinkt. Bedenklich nahe sind die Einschläge der englischen Granaten, und mächtige Wasserfontänen steigen hoch. Mit dreimal äußerster Kraft voraus und Ruder hart backbord entgehen wir der Gefahr eines Torvedoangriffs. Kurz vor dem Bug zeigen Blasenbahnen den Lauf eines, hart am Heck den Weg zweier Torpedos an, die für uns bestimmt waren und durch die der Kommandant sein Schiff glücklich hindurchmanöverieren konnte. Noch durch vier weitere Torpedoangriffe kommen wir heil weiter, müssen jedoch durch den Granathagel der Engländer hindurch. Treffer am vorderen Geschütz, die Bedienung ist bis auf zwei Mann ausgefallen. Blut von unseren Kameraden, von Granaten zerrissene Körper, Gliederfetzen und Schwerverwundete, ein trauriger Anblick für uns, die wir das erste Mal im Feuer der Geschütze des Feindes stehen. Hart macht uns der Tod der gefallenen Kameraden, keiner denkt mehr an sich.„uux greisen. Drei weitere deutsche Zerstorer greifen in das Gefecht ein und entlasten uns vom konzentrierten Feuer. Wir fahren Torpedoangriff. Gespannt stehen die Männer an den Rohren. Eine Stichflamme und Explosion. „Torpedo getroffen!“ schallt es über Deck. Der englische Zerstörer ist vernichtet, umar,##. Srtme esem 5. Schuß auf Schuß hämmert die Artillerie gegen den Feind. Ererziermäßig alle sechs Sekunden fällt eine Salve. Jedermann auf der Brücke, am Geschütz, am Torpedosatz, in der Maschine, Heizraum, Munitionskammer, an Schalt= und Rechenstelle leistet das Aeukerste, alles ist ein zusammenarbeitendes Ganzes vom Kommandant bis zum jüngsten Matrosen, Schiff, Maschine und Mannschaft entfalten ihre größte Kraft. Treffer in Abteilung zwei und elf. Feuer bricht aus. Feuerlöschgruppen sperren alles ab. Krankenträger bringen die Verletzten in den Verbandraum— weiter krachen die Geschütze. Die Artillerierechenstelle ist ausgefallen. Selbsttätig schießen die Geschützführer. (Fortsetzung folgt.) 88% Gutes Eicht erreichtert die Kuchenatdeil. Außer der Leuchte in der Mitte der Küchendecke gehört an die Wand über den Küchenherd eine Opalglasleuchte mit einer 60=Watt=Osram=1) Lampe. Dann ist der Herd gut beleuchtet. D 23 Neue Srosteße um Mionlag Weitere Einzelheiten zum Erdbeben in Rumänien— Tatkräftige Hilfe durch deutsche Verbände " Bukarest, 11. November. Am Montag früh um.85 Uhr wurde in Bukarest ein neues Erdbeben verspürt, das die Häuser empfindlich erschütterte, jedoch anscheinend ohne Schaden anzurichten. Die Stärke dürfte ungefähr 8 bis 4 betragen haben. Die Bukarester Presse ist angefüllt mit Berichten über die Folgen des Erdbebens in Bukarest und im ganzen Katastrophengebiet. Dabei werden umfangreiche Listen von Toten und Verunglückten veröffentlicht. An dem eingestürzten Hochhaus wurde die ganze Nacht hindurch fieberhaft gearbeitet, weil in einem Kellergewolbe eine größere Anzahl Menschen noch am Leben ist und sich durch Klopfzeichen verständlich macht. Jeweils 200 Legionäre arbeiten zwei Stunden lang an den Aufräumungsarbeiten und werden dann von einer neuen Gruppe abgelöst, so daß bisher schon 1600 Legionäre in musterhafter Disziplin und Einsatzbereitschaft dort ihre Pflicht getan haben. Die Zeitungen berichten, daß nach Angabe der Sternwarte am Sonntag drei weitere Erdstöße verspürt worden sind, der erste um 15.45 Uhr, der zweite um 19 Uhr und der dritte um 20.30 Uhr. Sie waren jedoch von geringer Stärke und wurden kaum verspürt. Am Sonntag abend traf General Antonescu aus verzüglich die Wachkompanie der Luftwaffenkommission alarmieren ließ. Später traf auch der Befehlshaber der Militärmission ein und beide Generale zusammen haben die ersten Bergungsmaßnahmen geleitet. Dies sei, so schreiben die Blätter, ein überzeugender Beweis für die deutsch=rumänische Verbundenheit. Im Rundfunk wurde mitgeteilt, daß Angehörige der deutschen Wehrmachtsmission bei dem Erdbebenunglück nicht zu Schaden gekommen sind. Aus der Provinz laufen die Meldungen spärlich ein, da die Telephon= und Telegraphenleitungen größtenteils zerstört sind. In Campina hat es 100 Tote gegeben, in Galatz 36, in Focsani 30. Die Zahl der Toten in Bukarest steht noch nicht fest. Der Eisenbahnverkehr von Bukarest mit der Provinz ist nur teilweise wieder pathen ist vollständig lahmgelegt. Erdstöße auch auf russischem Gebiet Das Erdbeben, von dem Rumänien in der Nacht zum Sonntag heimgesucht wurde war, wie das Moskauer Abendblatt„Wetschernaja Moskwa“ meldet, auch Hermannstadt, wo er die dorthin verlegte Klausenbur: Erdbebenwartetpurde ger Universität eröffnet hatte, wieder in Bukarest ein dauerte und dessen Herd 1200 Kilometer von Moskau und begab sich unverzüglich an die Unglücksstätte. etwa in den Karpathen gelegen haben dürfte, um Die Presse hebt hervor, daß deutsche militärische.41 Uhr MEZ. registriert. Zur gleichen Zeit wurden Verbände als erste an der Unglücksstätte waren, und Erdstöße auch in Kursk, Charkow, Kiew und Kischinew zwar auf Befehl des Befehlshabers der Luftwaffenkom= verspürt. In Kischinew, wo die Erdstöße doppelt so mission, der kurze Zeit nach dem Erdbeben bereits an stark waren wie in Moskau, wurde auch Gebäudeschaden der Stätte des eingestürzten Hochhauses war und un angerichtet. Eann deretst em Ftapzeug! Nicht gleichmäßige Kälte, sondern labile Gefrierpunktlage als Ursache Es ist selten in der Oeffentlichkeit so viel über die Vereisung von Flugzeugen geredet worden, wie in diesen Tagen des ersten Kälteeinbruches. Mit der Entwicklung der Fliegerei rückte das Problem der' Vereisung immer mehr in den Mittelpunkt der Luftfahrtforschung, und überall bemühten sich Theoretiker und Praktiker um wirkungsvolle Mittel gegen den„Flugfeind Nr.". Das läßt schon die Schwierigkeit einer Problemstellung ahnen, über die sich der Laie zumeist ganz falsche Vorstellungen macht. Die Vereisung hat mit der Bodentemperatur jedenfalls gar nichts zu tun. Jeder Mensch weiß, daß sich die Flieger auch im Hochsommer dick einmummen, wenn ihr Flug sie in größere Höhen führt. In manchen Luftschichten über 5000 Meter herrschen auch in den Sommermonaten starke Minustemperaturen. Sie sind aber noch nicht die Vorbedingung dafür, daß ein Flugzeug beim Eintritt in solche Luftschichten vereisen kann. Dazu ist vielmehr erforderlich, daß die Luftschichten Tropfen von unterkühltem Wasser enthalten. Wir wollen diesen Begriff an einem Beispiel klarmachen: Bei geringen Minustemperaturen kann es vorkommen, daß das Wasser in einem in Freien aufgestellten Faß nicht gefriert. Wird aber ein Steinchen hineingeworfen, so bildet sich kurze Zeit später eine Eisschicht. Zum Gefrieren des Wassers bedarf es also außer der Erstarrungstemperatur noch eines gewissen Anstoßes. In Luftschichten von Temperaturen unter dem Gefrierpunkt gibt es nun häufig„unterkühlte Wasserwolken". Sie sind besonders vereisungsgefährlich. Durchfliegt nämlich ein Flugzeug diese Wolken, so schlagen sich die Wassertropfen sofort auf der ohnehin kalten Maschine in Form von Eiskristallen nieder. Bei Temperaturen unter null Grad gibt es aber auch Wolken, die bereits Eisteilchen enthalten. Sie sind für ein Flugzeug völlig ungefährlich, denn die Eisteilchen prallen wie Sandkörner von der Maschine ab. Auch Schnee vermag dem Fluzeug nichts anzuhaben. Nur wenn es sich um schmelzende Flocken— Pappschnee— handelt, ist Gefahr vorhanden. Es ist also keineswegs jeder Wolkenflug mit Vereisungsgefahr verbunden. Sie tritt immer nur beim Passieren der einen Wolkenart, den unterkühlten Wasserwolken auf. Mit dieser Erkenntnis, über die sehr eingehend in den Hauptversammlungen der Lilienthalgesellschaft für Luftfahrtforschung berichtet wurde, haben die anderen, #ers innig haftet oas Eis an den Spitzen und Vorsprungen sowie an der Stirnfläche des Flugzeuges und den kleinen Unebenheiten der Außenhaut. Die Auswirkung der Vereisung kann sehr schwerwiegend sein. Auf jeden Fall bedeutet sie immer eine Gewichtshunahme. Die größte Gefahr leitet sich aber aus der Aenderung der Auftriebs= und Widerstandskräfte des TragflächenDer 9. November in München Weltbild Blick auf den Königlichen Platz während der Gedenkfeier an den Tempeln der Ewigen Wache klar, zumal ja die Warnungen nicht wie im Frieden aus dem Wetterdienst zu entnehmen sind. Bei Tageslicht unterscheiden sich aber die Wasserwolken in ihrem Aussehen deutlich von den Eiswolken. Gelangt nun ein Flugzeug in eine unterkühlte Wolke, so werden die kleinen Wassertropfen zum großen Teil vom Flugwind außerhalb der Grenzschicht vorbeigetragen. Große Tropfen zerspritzen aber und über= ziehen...2., daß man ursigt, der Kttabziehen das ganze Flugzeug mit einer Eisschicht. Be! Es ist naturlich nar, daß man versuchte, der Gefahr der F.? S 9(;, dan Syitzen und Nor, der Vereisung durch mannigfache Hilfsmittel vorzuprofils und aus der Aenderung und damit Verschlechterung der Stabilitätseigenschaften ab. Seit Jahrzehnten bemüht sich die Luftfahrtforschung, Tragflächenprofile zu finden, die den günstigsten Gleitwinkel, d. h. das beste Verhältnis zwischen Auftrieb und Widerstand, aufweisen. Wenn nun durch den Eisansatz die Tragflächen an der Profilnase nur um wenige Hundertteile verstärkt werden, so tritt ein empfindliches Absinken des Auftriebes ein, das soweit führen kann. daß die Maschine absackt. Aber nicht nur die Tragflächen werden ja vom Eisansatz betroffen. Durch die Vereisung der Leitwerkflächen kann die Steuerfähigkeit bis zur völligen Blockierung herabgemindert werden. Durch Vereisung der Scheiben in der Kanzel wird die Sicht genommen und schließlich können sich auch Teile der Instrumente mit einer Eisschicht übeer behen. beugen. Am wirkungsvollsten ist die Erwärmung der eisgefährdeten Oberflache. Daneben aber gibt es eine ganze Reihe von mechanischen und chemischen Gegenmitteln, an deren Schaffung die deutsche Wissenschaft hervorragenden Anteil hat. (Herbert Rudolf im Völkischen Beobachter) „Tiul ist ein Hanz resenerter=Caft Bücher zum Gedächtnis Emil von Behrings vom 19. Oktober d. J. in Wir haben im„BA“ einem ausführlichen Artikel. eine Einfuyrung in Leben und Werk des weltberühmten deutschen Arztes und Forschers Emil von Behring gegeben, dem in aller Welt Hunderttausende von Menschen ihr Leben verdanken. Denn er war es, der vor einem halben Jahrhundert lange, muhevolle Experimente mit der Mitteilung an die wissenschaftliche Welt abschloß, daß er ein Heilmittel gegen die kindermordende Seuche„Diphtherie“ gefunden habe. Seit jener Zeit hat das Behringsche Heilserum in langsamem, stetigem Vordringen dieser furchtbaren Krankheit allmählich ihre Schrecken genommen; man darf sagen, daß heute die an Diphtherie Erkrankten fast ausnahmslos gerettet werden können, sofern ihnen dieses Mittel rechtzeitig zugeführt wird, und sofern ihr sonstiger allgemeiner Zustand nicht zu sehr heruntergekommen ist. Eine weitere Entdeckung von ungeheurer Bedeutung gelang Behring in Zusammenarbeit mit dem japanischen Gelehrten Kitasato, nämlich die Schaffung des Heilserums gegen Wundstarrkrampf(Tetanus), an dem in früheren Zeiten sehr viele Verwundete starben. Im Weltkrieg rettete es erstmalig ungezählten Feldgrauen das Leben. Es war Behring gegen Ende seines Lebens(er starb 31. März 1917) noch vergönnt, den Nachweis obihe am guch von Laien geäußerten zahlreichen Theorien ihren zu führen, daß seinem Diputherieserum nicht nur Wert verloren. Man glaubte fruher u.., die Ver= eine, heilende, sondern in gleicher Weise wie dem Te eisung auf das Vorhandensein elektrostatischer Ladungen tanusserum auch eine vorbeugende Kraft innewohne. in Niederschlägen und Wolkenelementen oder auf das In unseren Tagen werden bekanntlich in zunehmendem Maße in verschiedenen Teilen des Reiches an Kindern solche Diphtherieschutzimpfungen mit sichtbarem Erfolg vorgenommen. Angesichts solcher Leistungen ist es erstaunlich, daß bisher keine biographische Arbeit diesen Mann und sein Werk zum Gegenstand genommen hatte. Erst in diesem Jubiläumsjahr wird dieses Versäumnis gutEintauchen einer unterkühlten Maschine in feuchte, wärmere Luftmassen zurückführen zu müssen; der zweite Fall kommt allerdings manchmal— aber nur sehr selten— vor. Für den Flieger ist es also wichtig, die vereisungsgefahrlichen Wolken von den ungefährlichen während des Fluges zu unterscheiden. Daß diese Möglichkeit bei kriegsmäßigen Nachtflugen gering ist, ist ohne weiteres Eröffnung der Reichsausstellung„Deutsche Größe“. Links: Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, und Reichsleiter Rosenberg beim ersten Rundgang durch die Ausstellung.— Rechts: Reichsleiter Alfred Rosenberg bei seiner Eröffnungsrede Weltbild Alfred —.— gemacht. Nun erscheinen gleich zwei Veröffentlichungen über Behring, die wir in unserer Veröffentlichung vom 19. Oktober schon kurz erwähnt haben. Sie sind ihrem Zweck entsprechend von unterschiedlicher Art. Helmut Unger wendet sich mit seinem Buch„Unvergängliches Erbe“(erschienen bei Gerhard Stalling, Oldenburg) an breitere Volksschichten. Er beginnt mit einer Erzählung, wie in der kanadischen Polarregion ein Arzt seinem Schlittenhund die heilbringenden Serumpackchen umbindet, damit er sie vorauseilend in eine Siedlung trage, wo Kinder an Diphtherie erkrankt sind.„Es ist noch heute wie eine große Nordlandsage, die von Eltern den Kindern und Enkeln weitererzählt wird. Es war ein Eskimohund, der einem Dorf in Kanada im Wettlauf mit dem Tode Rettung brachte.“ Unger erzählt weiter, wie eines Tages auch die Gattin Napoleons, Josephine, an Diptherie erkrankt sei und wie der Korse in ohnmächtiger Wut die Aerzte elende Stümper genannt habe, weil sie kein Heilmittel gegen diesen Feind kannten. In dieser unterhaltsamen, aber gleichwohl gründlichen Weise schildert er dann die Vorstufen, die Arbeiten der Wegebahner und Mitarbeiter Behrings, bis dieser selbst in den Mittelpunkt rückt, sein Werden, seine Forschungen, seine Enttäuschungen, Kämpfe und glorreichen Siege, wobei Unger mehrfach Bezug nimmt auf das Buch, das Anspruch auf wissenschaftlichen Rang erheben kann. Es heißt:„Behring, Gestalt und Werk“, verfaßt von den Professoren H. Zeiß und R. Bieling, verlegt bei Bruno Schultz, Berlin. Das Buch ist auch in seiner äußeren Erscheinung eine würdige Ehrung des großen Mannes. Der sorgfältig auf gründlichem Quellenstudium aufgebaute Text wird ergänzt durch zahlreiche Bildbeigaben und Faksimiles von Briefen. Nach den eigenen Worten der Verfasser war es nicht allein ihre Absicht, einen Beitrag zur Geschichte der Blutserumtherapie, der Tuberkuloseforschung und der Schutzimpfung gegen Seuchen zu liefern, sondern zu zeigen, wie sehr dieser schöpferische Gelehrte im geistigen Raume des Volkes ein beispielhaftes Symbol werden konnte. Den geistesgeschichtlichen Zusammenhängen wurde besondere Aufmerksamkeit geschenkt, zumal Behring auch als Philosoph und Zeitkritiker weit über den Durchschnitt emporragte. Und weiter ist es der Zweck dieser Darstellung, auf eine vielfältige Problematik hinzuweisen, die fur die gegenwärtige Forschung aktuell ist.„Es werden somit Ausgangspunkte für weitere Fragestellungen geliefert, die für den Fortschritt der Heilkunde von entscheidender Bedeutung sind und werden können.“ Wendet sich damit diese Biographie in erster Linie an die Aerzte und Forscher in Deutschland und in aller Welt, so ist sie dennoch nicht minder eine willkommene Gabe für alle, die an der umfassenden Darstellung dieses reichen Lebens ihr eigenes Leben bereichern und ihre Kräfte stärken möchten. Das aber vermag uns in der Tat dieser„Bericht" zu geben der uns Einblick gewährt in das unablässige kämpferische Schaffen, Ringen und Mühen einer genialen Natur, wie sie die Geistesgeschichte aller Zeiten nur sehr selten aufzuweisen hat und uns damit erneut einen tiefen Blick tun läßt in das Geheimnis der schöpferischen Persönlichkeit. Ueber dieses persönliche Erleben hinaus aber sollte uns gerade in Kriegszeiten der Gedanke mit berechtigtem Stolz erfüllen, daß es wieder einmal ein Deutscher war, dessen mit leidenschaftlicher Hingabe errungene Erkenntnisse der ganzen Menschheit zum Segen wurden. Eko van Mark Schweres Flugzeugunglück in Brasilien Rio de Janeiro, 11. November. Ueber der Bucht von Rio de Janeiro beim Stadtteil Botafogo sind am Freitag zwei Flugzeuge in der Luft zusammengestoßen und ins Meer abgesturzt. Es handelte sich um ein kurz zuvor=zum Flug nach Sao Paolo gestartetes Verkehrsflugzeug und ein Privatflugzeug. 19 Personen fanden den Tod. Unter ihnen befinden sich der kubanische Gesandte. in Brasilien und der Trovenkrankheitsforscher Dr. Evandro Chags. Das Unglück wurde durch den englischen Privatflieger Charles Abbot verursacht. Abbot war mit einem Propagandaflugzeug der Anglo=Mexican=Cy. aus Argentinien zur Teilnahme an der brasilianischen Flugwoche nach Rio de Janeiro gekommen. Er hatte über der Botafogo=Bucht akrobatische Flüge durchgeführt und dabei das Verkehrsflugzeug gerammt. Abbots Flugzeug zerstörte im Sturz eine Autoreifenwerkstatt, wo mehrere Personen verletzt wurden. Eine Operation gegen Magerkeit Berlin, 10. November. Die krankhafte Magersucht beruht meist auf Körperzustanden, die nicht von der Willkür des Kranken abhängen. Außer den Basedow=Kranken, die an einem Ueberangebot von Thyroxin leiden, werden namentlich auch diejenigen Menschen erschreckend mager, bei denen der Vorderlappen der Hirnanhangdrüse nicht richtig arbeitet. Je nach dem Sitz der Krankheit muß die Magersucht verschieden behandelt werden. Professor Ehrhardt(Graz) hat den kühnen Versuch unternommen, Magersüchtigen neue Hirnanhangdrüsen von Tieren einzupflanzen, wenn ihr eigener Hypophysen=Vorderlappen versagt. Meist führte das freilich nur zu vorübergehendem Erfolg. Aber in einer ganzen Anzahl von Fällen hat diese Operation gegen die Magersucht doch eine überraschend gute Wirkung auch für die Dauer gehabt.— Sehr oft sind die Hormone des menschlichen Körpers Gegenspieler, das heißt sie heben sich gegenseitig in ihrer Wirkung auf und der Mensch ist nur dann gesund, wenn zwischen diesen Hormonen sozusagen das Gleichgewicht hexgestellt ist. Deshalb konnte bei manchen Formen der Magersucht auch mit Hilfe des Insulin eine ansehnliche Gewichtszunahme erreicht werden.— Vor allem bewährt sich aber auch hien eine kombinierte Kur: Man gibt dem Mageren zunächst am Morgen ein„Zuckerfrühstück“ von stark gesußtem Tee. Nun muß die Bauchspeicheldrüse des Patienten sehr viel Insulin abgeben, damit dieser Zucker richtig verarbeitet wird. Das gesteigerte Angebot an Insulin aber erweckt in dem Kranken geradezu einen Wolfshunger: Er ißt dann alles, was man ihm nur vorsetzt, selbst die außerordentlich deftige Mastdiät, die ihm sonst einfach widersteht. Im Laufe der Zeit läßt sich so selbst in verzweifelten Fällen eine erhebliche Besserung erreichen. Westfalen und Rheinland Brandstifter aus Vergnügungssucht Zuchthaus für jungen Verbrecher Bielefeld, 11. November. Ein Schadenfeuer, das Mitte September den Dachstuhl des Wohnhauses Siekmann in Eilshausen bei Bünde zerstörte und erhebliche Werte vernichtete, fand sein Nachspiel vor der Großen Strafkammer Bielefeld, vor der sich der 20jährige Fritz Brackmann aus Eilshausen wegen vorsätzlicher Brandstiftung zu verantworten hatte. Durch die Scheidung der Eltern war der junge Bursche ohne die strenge Fuhrung, die ihm notwendig gewesen wäre, und so führte er in der letzten Zeit kleine Diebstähle bei Nachbarn durch, die ihn zwar bald im Verdacht hatten, ihm aber nichts nachweisen konnten. An dem fraglichen Tage hat B. dann nach seinem eigenen Geständnis den Strohboden des Nachbarhauses angezündet, weil er wußte, daß die dort wohnende Familie an dem Nachmittag außerhalb weilte. Bei der Aufregung, die der Brand zweifellos hervorrufen mußte, wollte er unter dem Vorwand der Löschhilfe in die Wohnung eindringen und hier Geld stehlen. Zur Ausführung des letzten Teils seines teuflischen Planes ist B. allerdings nicht mehr gekommen, auch behauptete er. angesichts der Flammen Reue empfunden zu haben. Deshalb beteiligte er sich auch rege an den Löscharbeiten. Wenn die Strafkammer auch die Jugend des Angeklagten berücksichtigte, mußte hier doch eine energische Strafe verhängt werden. B. wurde zu drei Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust verurteilt. Auf der Spur der Vorfahren Erkeln(Kreis Höxter), 11. November. Bereits vor einiger Zeit wurden in der kleinen Bauerngemeinde Erkeln im Nethegau vorgeschichtliche Funde gemacht. Der Jungbauer Josef Beller fand vor einiger Zeit ein sehr gut erhaltenes Steinmesser. Dieser Tage machte er einen gleichartigen Fund. Er fand auf dem Hampenhäuserberg ein weiteres Steinmesser von elf Zentimeter Länge und anderthalb Zentimeter Breite. Der Einwohner Josef Kanand dagegen tat einen gleich bedeutsamen Fund aus der Vorzeit. Am Saum des obengenannten Berges fand er einen auch gut erhaltenen Spinnwirtel(Spulenring). Das Steinmesser stammt aus der Zeit 8000 bis 4000 Jahre vor unserer Zeitrechnung, während der Spinnwirtel aus der Zeitwende stammen muß. Was aus diesen bedeutsamen Funden zu, erkennen ist, ist die Tatsache, daß um diese Zeit längst eine starke menschliche Besiedlung des Kreises Höxter stattgefunden haben muß und daß die Entwicklungsstufe der Vorfahren bereits sehr gut war. Säugling verbrannt Duisburg, 11. November. Während der Abwesenheit der Eltern hatte der vier Jahre alte Junge einer in Hamborn wohnenden Familie eine Landkarte gefunden, diese in den Herd gesteckt und die Herdplatte dann entfernt. Durch die hochschlagenden„Flammen wurden über dem Herd hängende Wascheteile in Brand gesetzt, die auf den neben dem Herd stehenden Kinderkorb fielen, in dem ein elf Monate altes Kind lag. Als Nachbarn auf den Brandgeruch hin herbeieilten, stand das Schlafkörbchen bereits in Flammen. Der schwerverbrannte Säugling starb wenige Stunden später. Krren K Swei WOotte, Eizäklung von Fiieda Oettz 'eine Stadt wieder, in der sie tob stand ung rihrte si neben mir stand und kührte sich nicht. Er stand ohne Leben, als ginge ihn das alles nichts an, und hielt doch in der Hand ein Telegramm. Gesichl J..5 ie Pelzmütze saß tief auf seinem Gesicht, ais habe er es beschatten wollen. Klopfen Sie doch“, sagte ich. Er drehte den Kopf und sah mich an. Seine Augen waren leer. Er hatte wohl kaum verstanden, was ich sagte. Doch schien er sich auf etwas zu besinnen, und sein Mund preßte sich zusammen, daß die Backenknochen hervortraten. Er klopfte selber an. Das Fraulein öffnete. „Das müssen Sie selbst ausschreiben“, erwiderte die Beamkin und reichte ihm ein Telegrammformular. „Ich habe schon eins“, sagte er und hielt ihr das „ Sie müssen das selber ausschreiben“, wiederholte die Beamtin, die ihn für schwerhorig halten mochte. „Ich kann nicht schreiben“, sagte er. Das Fräulein nahm das Blatt und sah ihn an. „Schreiben Sie“, sagte er, zog aber erst noch sein rot berändertes Taschentuch und schnäuzte sich umDie Beamtin sah nach der Uhr und schob ihre Augenbrauen zusammen. Sie hielt den Bleistift und wartete. „Mutter tot“, sagte der alte Mann und nannte reichte einen Zettel,„da sind die Adressen.“ Ein Schatten legte sich über das Gesicht der Beamtin, aber sie sah freundlicher dabei aus.„An alle? fragte be.„ gieben.“ Und dann schrieb sie siebenmal: In des Bauern Gesicht rührte sich nichts. Es war ein blaßblauer Schimmer auf seiner Haut, wie von einer verwachten Nacht, und nur seine Augen waren ruhelos und irgendwie hilflos, als suchten sie vergeblich umanden tief in sich...— 22-96t, er. „Wann werden sie es wissen:#ügle er. Die Beamtin blätterte noch einmal die Bestimmungsorte nach.„In einer halben Stunde." Er nickte. Und dann noch einmal. Er war es zufrieden. In einer halben Stunde würde er nicht mehr allein sein mit dem, was nun vergangen war. Er suchte 8868.# „Was suchen Sie: fragte uch... Ein wenig unwillig, wie jemano, sein möchte, sah er mich an, wieder mit denselben abwesenden Augen.„Ich suche meine Mütze.“ „Sie haben sie auf dem Kopfe. Er faßte danach und drückte sie noch tiefer, suchte den Drücker und stieß die Tür nach außen, statt sie zu sich zu ziehen. Er brauchte eine Zeit, bis er hinaus war. „Ich mochte zehn Zwölfpfennig=Marken", sagte ich. Ich wollte Briefe schreiben, irgendweiche Briefe. Meine Die Beamtin trennte die Marken ab, war aber sichtDraußen sah ich den Mann ein Stück vor mir hergehen. Er ging wie alle Menschen, um nichts gebeugt, obwohl er eine Frau verloren, die ihm sieben lebendige Mir saßen die zwei Worte wie Pfeile im Herzen, die jemand aus dem Hinterhalt auf mich abgeschossen Ich widerrief es. Mutter lebt, sprach ich zu mir. Ich meinte nicht jene Liebe, von der ich wußte, daß sie nicht sterben kann. Ich meinte ihre ganze kleine, große Person, und es fiel mir auf, daß ich sie mir klein vorstellte, als wäre sie etwa das Kind und ich die Mutter. Es kam von einer Zärtlichkeit, die plötzlich oa war, die sich auf alles wieder besann, was so fern war und doch so nahe schien, was komisch fremd anmutete in dieser Zeit und doch so vertraut war, auf alles, was einen Menschen ausmacht, und das sind im entscheidenden Augenblick immer seine Besonderheiten, das, was im Vergleich mit anderen nicht untergeht, sondern den Alltag wunderbar durchleuchtet. id höher, das gewisse und siche schien sie mir selber, die Mutter. sie sich wie damals, immer nach steht, aber größer um Merkmal jener Stadt, ist sie, wie mir scheint, um einiges zume Zuge um ein selber, und immer noch kommt sie„zum, Base um ern Kaar zu spat. Immer noch schafft sie, als habe;rgein Dutzend Kinder zu erwarten, und immer noch kaumt sie von der großen Reise, die sie„in diesem Sommer bestimmt“ machen wird..., und schreibt dann doch wieder, daß sie uns allesamt gerne sehen mochte, und legt das gesparte Reisegeld in den blauen Umschlag und schickt ihn an uns, obwohl sie weiß, daß ihr niemand etwas wiedergäbe, wenn der Regen, zum Beispiel, ein Loch in den Umschlag risse. Sie tut es doch. Und immer noch ißt sie für ihr Leben gern Baumkuchen und stebt, wenn sie ihn nun wirklich geschent. be; kommt, oft davor und freut sich an seiner zelsunen Form, die aus irgendeiner Erinnerung das Wichtigste daran scheint, und wenn sie ihn spaltet und zerteilt, vergißt sie den eigenen Teller. Immer noch. und nicht anders möchte ich sie haben, so, wie sie immer war. So ist sie für mich lebendig, und ich würde es fast als ein Unglück betrachten und meinen, daß ihre Zeit zu Ende ginge, würde ich sie einmal Gott behüte, daß sie anders würde, und ein eigenes Lebensgefühl überkommt mich bei diesem Wunsch, denn e anderen, jenen sieben, die es nun wissen, denen solch ein Bild in all seiner bunten, warmen Lebendigkeit zerronnen, wie wenn Mosaiksteinchen sich unerbittlich zusammenschieben. Dies auch war es, glaube ich, dieses Kleine, das niemand ersetzen oder auch nur ähnlich tun kann, dem der alte Mann nachsann, das er unwiderbringlich verloren sah, seit der Tod darüber streifte, dieser kleine, warme Rhythmus persönlichen Lebens. Als ich nach Hause kam, schrieb ich einen Brief an Mutter. Wie es ihr ginge und was sie tagsuber treibe, und ob das und das immer noch so wäre... Und nun warte ich, daß sie schreibt:„Ja, liebes Kind. immer noch...“ Die Ausnahme...u. g. In Sudermanns„Stein unter Steinen hatte Kainz einmal den geächteten Biegler zu spielen, der von seinen Kameraden als Zuchthausler gemieden wird. einer Szene mußte er diesen Kameraden Zigarren anbieten, die jedoch nach der Rollenvorschrift nicht geno# Eines Abends nun brachte Kainz ein paar wundervolle Importen mit, von denen er eine vor der Vorstellung rauchte. Seine Kollegen begannen alsbald, genießerisch den Rauch einzuziehen. Sie schimpften auf Kainz, daß er ihnen nicht eine Zigarre davon anetezsch werde euch diese Zigarren sogar heute abend auf der Bühne anbieten! Gewiß, ich weiß, ablehnen müßt! Aber gerade das Opfer, das für euch in dieser Tatsache liegt, wird einen um so vollkommeneren Triumph eurer Kunst bedeuten! Denkt daran, dann wird euch die Entsagung leichter werden! Der betreffende Auftritt kam. Innerlich widerstrebend, lehnten die beiden ersten Mitspieler ab. Als aber die Reihe an Baumgartner, den dritten Partner, kam, griff dieser blitzschnell zu, nahm alle noch vorhandenen Zigarren an sich und sprach zu dem darob nicht wenig verdutzten Kainz die improvisierten Worte: „Na, ich will diesmal die Dinger noch mal nehmen! Aber das sage ich dir: Komm mir nicht noch einmal mit einem solchen Anerbieten!" nicht selten eine betont motivische Einfachheit. Es aber immerhin der Eindruck einer gesunden und innerlich ehrlichen Musik kraftvoller Akzente und erregender rhytbmischer Führung, so daß auch so die Vortragsfolge wirkungsvoll und in belebender beschwingter Klangfreude zu Ende ging. Und im Schlußbeifall, der herzlich und lang anhaltend war, faßte das Publikum noch einmal seinen aufrichtigen Dank für den interessantel Norgen eulammen. Dr. Jenef Schvermann Sppe neue—.-. Ernst Moritz Arndi„Der LichtZwei neue Werke von Max Drever.„Das Schaufgizl bringer“ wird am Stadttheater Stralfund urausPras, Das Stadtzzegter. Halle erward ebensaß ortes Der in Göbren auf Rügen Gzeze, besfrase. jährige Dichter ist besonders durch seine Werte gzgr„Proße; kandidat".„Die Siebzehnjährigen" und„Reisepla#ung bekannt geworden. Karl Valentin und Lisl Karlstadt treten im Novemberprogramm des Münchner„Deutschen Theaters“ mit ihrer Szene„Der Theaterbesuch“ auf. Wiener Staatsoper spielt für die Jugend. Heinrich K. Strohm, Generalintendant der Wiener Staatsoper, erließ einen„offenen Brief an die Wiener Buben und Mädel als Ankündigung dafür, daß bosz, die Zzugheng beginnen. die heitere Oper„Schwarzer Peter“. Gelchichtstatel Kielgekasklanenterantk? Di: den Vorzügen, die wir an unserem Häusler=sist in den engen Oi Böhmische und rullische Kunlt im dritten Kammerkonzert 1938 Zu den Vorzügen, die wir an unserem Häusler Quartett im Laufe der Jahre schätzen gelernt haben, rechnet auch die von eifrigem Bemühen unterstützte Fähigkeit, einen Konzertwinter durch interessante Programmauswahl so lebendig zu gestalten, daß immer wieder neuer Anreiz entsteht. Wenn man sich vergegenebe ese peut die Kügster den vesach IZaumer. instler den vielfach urnus, klgschereigge ge## wartigt, wie musifwerke, der gleichwobl vor in geouggtet, und reichert haben, die von der Mehrsaf, mung man ihnen und gleichtleifzzden Besuch das wachsende Spteresse, wechslungsreichen Vo,Eonnfagevereinigten sich Anton zwar durch drei nicht zu kurze Streichquartette und verwandt einer förmigkeit nicht entgehen konnte, aber teressante Einzelheiten und soviel klanglichen Genuß vermittelte, daß man die Veranstaltung als ein Gegenstück zum gewohnten klassischen Programm nicht ungern entgegennahm. Indem das Hausler=Quartett das 2. Streichquartett des heute siebzigjährigen Vitezslav Novak an die Spitze der Vortragsfolge stellte, leitete es den Morgen nicht nur mit einer Neuheit ein, sondern eten Guaksesgez, Seigd aigetr se genignt nan aus — ungemein fesselnv#un abur, so gewinnt man auch von der inhaltlichen Erfullung der kompositorischen Absicht stärkste Eindrücke. Das motivische Material offenbart einen Tonschöpfer von ernsthaftem Wollen eigenwilliger Prägung und tiefem Gedankengut. Oftmals ist in den engen Quartettsatz eine musikalische Aufgabe georangt. die der Auswertung durch einen weit großeren Orchesterapparat würdig gewesen ware. Das trifft nicht nur auf die leidenschaftlich bewegten Satze zu, sondern nicht minder ist ein Scherzoteil von einer Vitalität und kapriziösen Formulierung, daß man mit stets wachsendem Interesse diesem gediegenen Werk folgt. Als eine Komposition aus der Zeit modernen Musikschaffens weist das Werk bei neuheitlicher Stimmführung und bei Vermeidung problematischer Harten ein so klangvolles und klangreiches Gesicht auf, daß Zuhörer an dieser gesund empfundenen und ungekünstelten fesselnden musikalischen Sprache Freude hat. Von diesem musikalisch dankbaren und künstlerisch reizvollen Stoff angeregt, erreichte das HauslerQuartett in ganz herrlichem Zusammenspiel, in musikalischer Beweglichkeit und in tonlichem Glanz ein so temperamentvolles Musizieren, einen solch hohen Grad hinreißend musikanticher Energie, daß man auch an diesem Exempel erneut sich bewußt wurde, welch ausgezeichnete Vereinigung die Kammermusikfreunde Bochums ihr eigen nennen. Nicht minder bestrickende Farben und nicht weniger Intensität des Ausdrucks gaben die Spieler auch dem Vorodinschen Streichquartett=dur, das sich durch die eingängige Schönheit der einzelnen Satze im deutschen Konzertpublikum schon längst einen sicheren Platz erobert hat. Man muß auch dem HauslerQuartett die intuitive Fähigkeit nachsagen, die Summungselemente, die etwa dieser russischen Musik innewohnen(Notturno) aufzuspüren und sie nicht nur klanglich, sondern auch gefühlsmäßig überzeugend erschöpfen zu können. In jedem Falle stand die Wiedergabe auf hoher künstlerischer Stufe und das gefesselte Publikum war für den erlesenen Vortrag außerst dankbar. Lag es an der längeren Folge, daß man dem Schlußwerk, dem Es=dur=Streichquartett Anton Dvoräks nicht mehr mit so hoher Aufmerksamkeit folgte. oder bemegt sich die Musik dieses Komponisten hier in zu gleichfarbiger Art wie die Werke zuvor und teilweise auf weniger bedeutsamem. Niveau. böhmischen Meisters thematische Erfindung streift ja bei aller musikantischen Gabe einfallsreicher Bewegung 12. November 1419 Eröffnung der Universität Rostock.#### 1755 Der General Gerhard Johann Davio von Scharnvorst zu Bordenau in Hannover geboren(gestorben 1914 Eintritt der Türkei in den Weltkrieg auf seiten der Sschscht ur Sun un iur Ausien un. schaftsleben. = Handelsteil Ablieferungspflicht für erfrorene Obstbäume Ende vergangenen Monats sind die erfrorenen Obstbäume in die allgemeine Nutzholzbewirtschaftung einbezogen worden. Jetzt hat der Reichsbeauftragte für Holz angeordnet, daß die Elgentümer, Pachter und sonstigen Nutzungsberechtigten von landwirtschaftlichen Betrieben und Gärtnereten, Parkanlagen trieb gelangenden erfrorenen Obstbäume inelden müssen. neber, dos vigt; 9; Aeu freie verfügeneve Zie Kleinsiedler, unw. holz können sie jevoch, frei verfügen. Die Kleinstevter usw. fallen nicht unter diese Anoronung, jedoch sollen aush sie, obwohl für sie, kein Zwang ausgesprochen wurde, ihr frorenen Oostaume melden und abliefern. Obstbaumholz ist deutsches Edelholz, deshalb wäre es unverantwortlich, es zu verfeuern oder verkommen zu lassen. Flottmann AG., Herne Die Gesellschaft, die eine Dividende von wieder 4 Prozeut auf 2,50 Millionen RM. Aktienkopital ausgeschüttet hat, weist für 1939 einen erhöhten Rohüberschuß von 7,10(.42) Millionen RM. aus, wozu noch 0,07(0,18) Millionen 3 und Fehälter mmen. Demgegenüber erforderter,.283. Zinze gewinn von 239 218(139 634) RM. Gewinn von 229 fie(159 634) RM. Börsen fest Die in den letzten Tagen an den Aktienmärkten der Berliner Börse zu beobachtende Aufwärtsbewegung erz, Kutle die Säntentundse glazetiast geilbil“ Pnie voun giesste bis zu 2 Prozent.— Amtliche Kursnotierungen an der Berliner Börse vom 11. Rovember 1940:, Farggg, werke 139.80; Westfalia=Dinnendahl 192.00. In dankbarer Freude zeigen wir die glückliche Geburt unserer Eod an Agnes Koch geb. Kramp Willy soch Bochum, den 9. November 1940 z. J. Londestrauenklinik Heute erhielten wir die schmerzliche Nachricht. daß unser lieber Sohn Bordfunker Karr settsclulk gab er sein Leben für Führer und Vaterland dahin. In tiefem Schmerz: Anton Gottschalk Wilhelmine Gottschalk geb. HeiligerHeinz Gottschalk z. Z. im Felde Anton Gottschalk z. Z. im Felde Werner Gottschalk s. Z. im Felde und Anverwandte Bochum, den 11. November 1940 Wittener Strabe 168 Nach Gottes heiligem Willen verschied heute um 23.30 Uhr nach schwerer. mit großer Geduld ertragener Krankheit unsere liebe Mutter. Schwiegermutter. Großmutter. Urgroßmutter. Schwester, Schwägerin und Tante Frau Wwe. Maria geb. Lueg Im Alter von 76 Jahren. In tiefer Trauer: Die Hinterbliebenen Bochum(Hofsteder Straße 82). Stettin. Heesen bei Hamm. Hörde, den 9. November 1940 Die Beisetzung findet am Mittwoch, dem 13. Nov. um.30 Uhr. von der Kapelle des Friedhofes in Bochum-Hamme aus statt. Das feierliche Seelenamt ist am gleichen Tage mordens 8 Uhr in der Hl.-Dreifaltigkeits-Kirche Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche Heute morgen 7 Uhr verschied meine — liebe Frau, unsere gute Mutter. Großmutter. Schwiegermutter. Schwester, Schwögerin und Tante, die wohlachtbare Frau Eiisabem-Mienacisch geb. Gröne nach kurzer, schwerer Krankheit, wohlvorbereitet durch den Empfang der hl. Sterbesakramente, Im Alter von fast 73 Jahren Um ein andächtiges Gebet für die liebe Verstorbene Die trauernden Hinterbliebenen Bochum(Rottstr. 83), Wilhelmshaven. Siedenberg, Mülheim(Ruhr), den 11. November 1940 Das Levitenamt findet statt am Donnerstag, dem 14. Nov.,.15 Uhr. in der Pfarrkirche St. Marien. Anschließend 10.30 Uhr Beerdigung von der kleinen Trauerhalle am Freigrafendamm gomttiähere. aus anderen Zeitungen übernommen Geboren: Mädchen: Dortm.: Heinz Veith(Aenne Wöbking). Gelsenkirchen: Eman Göbel(Maria Sperling). Herne: Hans Wendt(Hannedore Teubner). Verlobte: Dortmund: Ursula Buskühl mit Hans Karl Stepp. Melitta Ladwig mit Gustav Hacklän= der. Dortmund: Hildegard Becker mit Werner Schwarz., Maxggt Becker mit Ewald Rotng. Eise Köberich mit Kurt Röhle. Hörde: Else Große mit Wilhelm Wulf. Vermählte: Dortm.: Walter Herzberg mit Betty Klär. Gerhard Zuckschwerdt mit Grete Pink. Castrop=Rauxel: Karl Marburger m. Hilde Bergmann. Gelsenkirchen: Heinrich Staudt mit Mathilde Flechten. Herne: Wolfgang Beyer ml: Zeiga Giasow. Gestorben: Dortmund: Otto Becker, 65 J. Johann Braun, 66 J. Andreas Groß, 68 J. Frau Auguste Döring geb. Krause,.81 J. Frau Witwe Emma Walger geb. Kuchans, 68 J. Frau Wilhelmine Massier geb. Baumann, 73 J. Heute vormittag.30 Uhr entschlief nach schwerer, mit großer Geduld ertragener Krankheit mein innigstgeliebter Mann, mein herzensguter Vater, Schwiegervater. Grobvater, Bruder. Schwager und Onkel Gastwirt 1 R. Wilhelm Morjan Im Alter von 65 jahren. Ia tiefer Trauer: Emma Morjan geb. Hasenkamp Georg Ashoff und Frau * Urtt geb. Morjan Ingeborg Ashoff(Enkelkind) Bochum(Alleestraße 34), den 10. November 1940 Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 13. Nov., nachmittags 15.30 Uhr, von der groben Trauerkapelle des Haupttriedhofes am Freigrafendamm Trauerieter eies Vterteistunds vorber daselbet Nur Arbeit war dein Leben. Nie dachtest du an dich: Nur für die Deinen streben. War deine höchste Pflicht. Am 10. d. Monats. 14.30 Uhr. verschied an den Folgen einer schweren Krankheit meine, innigstgeliebte Frau, unsere gute Mutter und Schwiegermutter Helene Stemmann geb. Helermann Im 63. Lebensjahre. la tiefem Schmerz: Georg Stemmann fr. u. Frau Elise geb. Kroniger Heinrich Stemmann u. Frau Hanna geb.Schwittey August Schmidt u. Freu Hedwig geb. Stemmann nebet Enkelkindern und Angehörigen Bochum=Stiepel, den I1. Norember 1949 Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 14. November 1940. 16 Uhr. vom Trauerhause, .-Stiepel, Henkenbergstraße 48, aus statt. Trauerfeier eine halbe Stunde vorher. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als sbiche allen unseren herzlichsten Dank aus Frau Karl Röder und Sohn Bochum, den 11. November 1940 Verloren Sonntag, 3. Nov., schwarz=weiter Handschuh in Linie 20 liegen dicht- und Rheuma-Tee Harnsäurelöser, Paket..30 RM. Orogerte Worme Kortumstraße 116(Nähe„Ritter“) Anger“ Der u. Double nehme ich bei Einkaufen an oder zahle dafür Bargeld Josef Knöpper Uhren. Gold- und Silberwaren Bochum, an der Drehscheibe Telephon 66282 Habe meinen Damen-Frister-Salon wieder erötfnet. 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Abgabe von Kunsthanig Alle Versorgungsberechtigten, die im Besitze der Reichsfleischkarte für Normalverbraucher und der Reichsfleischkarte für Kinder bis zu sechs Jahren sind, erhalten eine Sonderzu.„V.25 Gramm Kunstbonig Auart an der Reichs= teilung von 125 Gramm Kunsthonig scziertsphne. 1 und daversse Kopf. Die Ausgabe des Kunstuuch nabztn und einzulosen, bonigs an die Verbraucher erfolgt us##ezugscheine hierfür nicht auf die Abschnitte Fl 1 dieser Karauszustellen. Bochum, den 11. November 1940. Der Oberbürgermeister. EeTHETT ten. Die Verteiler haben die Abschnitte beim Verkauf des Kunsthonigs abzutrennen und nach Beendigung der Zuteilungsvertode, spatestens aber bis zum 23. Dezember 1940 beim Ernährungsamt gegen Bezugscheine über Kunsthonig umzutauschen. 2. Neueinführung einer Reichssettkarte für Jugendliche von 14 bis 18 Jahren Die Fettration der Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren wird um 125 Gr. je Zuteilungsvertode heraufgesetzt. Mit Rücksicht auf die Einführung der Kundenlisten für Kartosseln. Diesenigen Verbraucher, die Kartoffeln nicht eingetellert haben oder nicht eintellern konnten, haben ihren heraufgesetzt. Mit Rücksicht auf die Bedars an Kartofseln in den Einzel=Versorgungslage mit Butter erhalhandelsgeschäften anzumelden. Zulten diese Jugendlichen zunächst 125 diesem Zweck werden in den ein= Gramm mehr Margarine. Aus dieschlagigen Geschäften Kundeulistens sem Grunde wird allen Jugendlichen aufgelegt. Die Anmeldung zur Kun= im Alter von 14 bis 18 Jahren eine denliste ist bis spätestens zum 16. Reichsfettkarte Igd. ausgehändigt. November 1940 vorzunehmen. 3. Nährmittel und Kondensmilch Die Kleinverteiler für Kartosseln] Der wahlweise Bezug von Konhaben die Durchschrift der Kunden= densmilch an Stelle von Nährmitlisten mit den Anmeldungen bis teln bleibt gegenüber der 16. Zuspärestens zum 23. 11. 1940 dem Er= teilungsperiode nach Maßgabe der nahrungsamt, Abteilung B, einzu= beim Einzelhandel vorhandenen Bereichen. stände unverändert. Der wahlweise Die Vordrucke für die Anmeldun=]Bezug von Hülsenfrüchten an Stelle gen zur Kundenliste sowie die Vor= von Nährmitteln fällt fort. drucke zur Kundenliste selbst können!4. Teigwaren von den Einzelhandol=goschäften hoim4 7 h. drucke zur Kundenliste selbst können von den Einzelhandelsgeschaften veim Ernährungsamt, Richard=Wagner= Straße 10, Zimmer 1 a, in Empfang genommen werden. Bei Einführung der Kundenliste für Kartofseln handelt es sich um eine vorsorgliche Maßnahme, die lediglich den Haushaltungen, die aus irgendwelchen Gründen nicht Die Abgaben von, Teigwaren erfolgt auf die Abschnitte N 11— N 15 der Nährmittelkarten, die mit einem „T“ versehen sind. 5. Nährmittel auf Kartoffelstärkebasis und auf Getreidegrundlage " Von der 17. Zuteilungsperiode ab werden wieder 100 Gramm Nährmittel auf Kartoffelstärkebasts(Sago, aus irgendwelchen Gründen nicht mittel auf Kartoffelstärkebe oder nicht genügend Kartoffeln ein=Kartoffelstärkemehl, Puddingpulver. kellern konnten, die Gewähr geben Reisflocken oder ähnliche Erzeugnisse) soll, die erforderlichen Kartoffeln abgegeben. Die Abgabe erfolgt auf lausend von dem jetzt zu bestimmenden Geschäft beziehen zu können, sobald sich eine solche Regelung als notwendig erweist. Wanne=Eickel, 9. November 1940. Der Oberbürgermeister. die Einzelabschnitte N 21, N 22, N 30 und N 31. Dementsprechend wird die Ration an Nährmitteln auf Getreidegrundlage wieder auf 500 Gr. festgesetzt. Die Abgabe erfolgt auf die Abschnitte N 1— N 20. Die Abschnitte N 28 und N 29 berechtigen nicht mehr zum Bezuge von Nährmitteln. 6. Bohnenkafsee a) Abgabe von Kaffee in der Zuteilungsveriode 17 Die Versorgungsberechtigten, die den als Bestellschein gekennzeichneten Abschnitt N 30 der Nährmittelkarte 16 bei dem von ihnen gewählten Verteiler bis zum 26. Oktober 1940 abgegeben haben, können bei diesem in der 17. Zuteilungsperiode(18. November bis 15. Dezember 1940) an Stelle von 125 Gr. Kafsee=Ersatz= oder=Zusatzmittel Bohnenkafsee beziehen, jedoch mit der Maßgabe, daß die wahlweise abzugebende Menge an Bohnenkassee 60 Gr. beträgt. Die Abgabe des Kafsees erfolgt auf die durch ein„K“ verbundenen Abschnitte N 24 und N 25 der Nährmittelkarte 11, bei gleichzeitiger Vorlage der Nährmittelkarte 16 zum Nachweis dafür, daß der Kaffee auch bei dem Verteiler bestellt ist. Die Verteiler haben, wenn Kaffee bezogen wird, die Abschnitte N 24 und N 25 zusammenhängend abzutrennen und nach Ablauf der 17. Zuteilungsperiode, spätestens aber bis zum 23. Dezember 1940 auf Bogen aufgeklebt beim Ernährungsamt unter Benutzung des vorgeschriebenen Vordrucks zur Abrechnung einzureichen. Hierbei ist gleichzeitig die den Verteilern auf Grund der Vorbestellung gelieferte Kafseemenge, die an die Verbraucher abgegebene Menge und der sich daraus ergebende Vorrat anzugeben. b) Vorbestellung von Kaffee für die 18. Zuteilungsperivde In der 18. Zuteilungsperiode vom 16„Dezember 1940 bis 12. Januar 1941 werden die Versorgungsberechtigten, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, wiederum an Stelle von 125 Gr. Kassee=Ersatz= oder=Zusatzmitteln 60 Gr. Bohnenkaffee beziehen können. Die Vorbestellung der Verbraucher hat jedoch auf den Abschnitt N 29 der Nährmittelkarte 17 bis zum 23. November 1940 und die Einreichung der gesammelten Vorausbestellungen durch die Verteiler bis zum 29. November 1940 beim Ernährungsamt zu erfolgen. Die Verteiler haben bei der Entgegennahme der Vorausbestellungen den Stammabschnitt der Nährmittelkarten 17 für Normalverbraucher mit ihrem Firmenstempel und mit dem Zusatz„Kaffee“ zu versehen. 7. Bezug von Hülsenfrüchten In der 18. Zuteilungsveriode werden die Verbraucher, die nicht Selbstversorger sind, eine Sonderzuteilung von 250 Gr. Hülsenfrüchten erhalten. Damit die Verteiler in die Lage versetzt werden, sich für die Ausgabe dieser Sonderzuteilung die erforderlichen Vorräte an Hülsenfrüchten zu beschaffen, wird folgendes angeordnet: Die Versorgungsberechtigten lassen bei den von ihnen gewählten Verteilern in der Zeit vom 18. bis 23. November 1940 den Einzelabschnitt N 28 der Nährmittelkarten 17 abtrennen, der durch den Aufdruck „Bestellung von Hülsenfrüchten für die 18. Zuteilungsperiode“ gekennzeichnet ist. Die Verteiler haben diese Abschnitte den Ernährungsämtern bis spätestens zum 29. November 1940 gegen einen Bezugschein „Sonderzuteilung Hülsenfrüchte“ einzutauschen. Damit sichergestellt ist, daß die Ware später nur bei den Verteilern bezogen wird, bei denen sie bestellt ist, müssen diese den Stammabschnitt der Nährmittelkarte Gewichtseinhetten der vorbezeichneten Suppeneinlagen abgegeben werden. Wanne=Eickel, den 11. Nov. 1940. Der Oberbürgermeister Günnewig 17 mit ihrem Firmenstempel und dem Zusatz„Hülsenfrüchte" versehen. Die Abgabe der Hülsenfrüchte darf zur gegebenen Zeit nur auf den hierfür bestimmten Einzelabschnitt der Nährmittelkarte 18 bei gleichzeitiger jabe der Hülsenfrüchte darf zur gegebenen Zeit nur auf den hierVorlage des vom Verteiler in der angegebenen Weise gekennzeichneten Stammabschnitts der Nährmittelkarte 17 erfolgen. Um Verwechslungen zu vermeiden, muß der Verteiler bei der Vorbestellung des Kaffees wie bereits unter 4b ausgeführt, die Nährmittelkarte neben dem Firmenstempel auch mit dem Vermerk„Kaffee“ versehen. 8. Kartenpflicht für Suppeneinlagen Hauptvereinigung der deutschen Getreide= und Futtermittelwirtschaft hat mit sofortiger Wirkung die Kartenpflicht für aus Mehlteig hergestellte gebackene Suppeneinlagen (Radle und Suppenklößchen) einge#i# Die Abgabe erfolgt auf die Einzelabschnitte der Reichsbrotkarten, der Brot=Zusatzkarten für Schwerund Schwerstarbeiter, die Brotabschnitte der Zulagekarten für Langund Nachtarbeiter und der Reichskarte für Urlauber sowie auf die Reise= und Gaststättenmarken für Brot. An Stelle von 100 Gewichtseinheiten Brot können 75 Gramm Vorbestellung von Bohnenkgffee und Hülsenfrüchten für die 18. Zuteilungsperiode. 1. Bohnenkassee. „In der 18. Zuteilungsperiode vom 16. Dezember 1940 bis 12. Januar 1941 werden die Versorgungsberechtigten, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. wiederum an Stelle von 125 Gramm Kafsee=Ersatz 60 Gramm Bohnenkaffee beziehen können. Die Vorbestellung der Verbraucher hat jedoch auf den Abschnitt N 29 der Nährmittelkarte 17 bis zum 23. November 1940 und die Einreichung der gesammelten Vorbestellungen durch die Verteiler in der Zeit vom 25. bis 29. November 1940 beim Ernährungsamt zu erfolgen. Die Verteiler haben bei der Entgegennahme der Vorbestellungen den Stammabschnitt der Nährmittelkarte 17 für Normalverbraucher mit ihrem Firmenstempel und dem Zusatz„29“ oder„Kafsee“ zu versehen. 2. Hülsenfrüchte. In der 18. Zutetlungsperiode werden die Verbraucher, die nicht Selbstversorger sind, eine Sonderzuteilung von 250 Gramm Hülsenfrüchten erhalten. Die Vorbestellung der Verbraucher hat auf den Einzelabschnitt N 28 der Nährmittelkarte 17 bis zum 23. November 1940 und die Einreichung der gesammelten Vorbestellungen durch die Verteiler in der Zeit vom 25. bis 29. 11. 1940 beim Ernährungsamt zu erfolgen. Die Verteiler haben bei der Entgegennahme der Vorbestellungen den Stammabschnitt der Nährmittelkarte 17 mit ihrem Firmenstempel und dem Zusatz„28“ „Hülsenfrüchte" zu versehen. Die Abgabe der Hülsenfrüchte darf zur gegebenen Zeit nur auf den hierfür bestimmten Einzelabschnitt der Nährmittelkarte 18 bei gleichzeitiger Vorlage des vom Verteiler gekergzeichneten„ Stammabschnittes der Nährmittelkarte 17 erfolgen. Herne, den 9. November 1940. Der Oberbürgermeister. Stellenangebote Buchhalter(in) für Einzelhandelsgeschäft zum Anlegen der beschäftsdücher, halbtagsweise oder abends, sofort gesucht. Durchschreidebuchführung bevorzugt. Auskunft Anzeiger. Erfahrenes Erstmädchen für kinderreich Haushalt sof. ges. Bochum, Liebfrauenstraße 4, part. Ocmt, Friggr, eber=hemistn Saub., fleiß. Hausgehihn evtl. auch für Tag, zum 15. 12, früher od. später, Bertcht. etnergehilfe oder=gehilfin gesucht. mit Ersahrung in Binderei oder Uhlandstr. 62. Se de hei geren Ausbildung, und Erf., zuverlässige sofort gesucht. Fritz Haerecke, Gartenbaubetrieb Friedbofsgärtnerei, Holzwickede, Ruf Dortmund 530 28. heizer der nebenberuflich in Stadtm. 2 Heizungen verseh.., für sofort gesucht. 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