Setnkbosth berelle uo,. u— Asbe f. m um Mreite 1n Bezugspreis mit Botenlohn:.15 RM. monatlich oder.08 RM. halbmonatlich. Selbstabholer 1,85 RM. monatlich oder 93 Pf. Bezugspreis für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich. Funkzeitschrift„bör mit mir“ 45 Pf, monatlich bei vier Serzzggen,## 55 vi. bei sünf Sonntagen im Monat.— Versegzsgranic uns bef Zeitung durch höhere Gewalt, Verbot oder Berrsegengrugg und del. verbindert wird, können keine„3luntg poxiche Ppzse 10 uhr, sonntags Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Donnerzigg 7. November 1940 47. Jahrgang Nummer 264 Einzelpreis 10 Anzeigenpreise: Grundpreise für 1 mm Höhe in 22 mm Breite 10 Pf. im Anzeigentell und in 78 mm Breite 55 Bl. im Terttell.„Samiten: anzeigen 8 Pf., Stellengesuche 8 Pf., kleine Anzeigen(nicht geschaftlicher Art) 8 Pf., Auskunft= und Zifsergebühren 25 Pf. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 11 gültig. Nachlaßstaffel.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck fernmündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8 Anruf 67551—54 Bilanz des Handelskrieges leit Kriegsbeginn: ArortnnteuktrW Achterraldses Allein im September und Oktober über 1,3 Millionen BRT. feindliche Schiffsverluste— Wieder Tag und Nacht Bomben auf England dnb Berlin, 6. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: der Nacht dum un diperursag, richteten sich außerdem auf Hafen=, Industrie= und act ie aus eleigeice Aicshiätete eäcké eäie ger schossen alleig ger,„Portland neun zeuge ohne eigene Verluste ab. Bei nächtlichen Angriffen auf Industrie=Anlagen konnten in Dundee besonders starke Brände festgestellt werden. en eaaen. eise eie une. Britische Flugzeuge flogen bei Nacht in Holland und in das Reichsgebiet ein und warfen an verschiedenen Orten Bomben. Nur an einer Stelle gelang es ihnen, eine Industrie=Anlage zu treffen und dabei in einer Spinnerei ein Nebengebäuhe in Brand zu setzen. Das Feuer konnte jedoch in Kurze geloscht werden. Die übrigen Bomben fielen entweder auf freies Feld, oder in Wohnviertel, wo einige Häuser beschädigt, zwei ZiDie gehtrigen Per zute Austkampf, eing durch Fialartillerie und eins durch Marine=Artillerie. Sechs Beim Verminen britischer Häfen zeichnete sich das Kampfgeschwader„General Wever“ in ununterbrochenem Nachteinsatz auch unter ungünstigsten WetterverDie Kriegzomarine füherte in den beigr. erigergf, steigendem Erfolg. Durchführung ihrer Hauptaufgabe, dem Einsatz gegen die britische Insel, in den letzten beiden Monaten eine große Zahl von Schiffen und Geleitzügen an. Es wurden an feindlichem oder dem Feind nutzbarem Handelsschiffsraum in den Monaten September 1 308 600 BRE; Havon durch Unterseboote allein Damit sind seit Kriegsbeginn insgesamt 7162200 BRT. feindlichen oder dem Feinde nutzbaren schiffsraumes vernichtet worden. Hieran sind beteiligt: Ueberwasserstreitkräfte der Kriegsmarine mit 1 810 000 BRT., Unterseeboote mit 3714000 BRT., Verbände der Lustwaffe mit 1638200 BRT,„ Nicht eingerechnet sind in diesen Zahlen luste an feindlichen Kriegsschiffen und Kriegsfahrzeugen sowie die Verluste der feindlichen und für England nutzbaren neutralen Handelsschiffahrt infolge ver Mi: nenunternehmungen der Kriegsmaripe Zäge,hef, waffe und infolge Beschießung durch Die Gesamtverluste des Feindes, seit Kriegsbeging liegen demnach noch wesentlich zumal die schwer beschädigten Schiffe— die Luftwaffe allein hat seit Kriegsbeginn Handelsschiffe mit mehr als 3 Millionen BRT. zum großen Teil schwer, ggtroffen— nicht in vorstehenden Zahlen enthalten sind. Es kann aber mit Sicherheit angenommen werden, daß ein Teil dieser beschädigten Schife ihre Heimathäfen nicht mehr erreicht hat oder nicht mehr wiederhergestellt werden konnte. Mittwoch 18.30 Uhr Nachtangriffe Stockholm, 6. November. Nachdem am Mittwoch im Laufe des Tages bereits zweimal Luftalarm gegeben worden war, so meldet Associated Preß aus London. heulten um 18.30 Uhr kurz nach Einbruch der Dunkelheit als Einleitung zu den üblichen Nachtangriffen die Sirenen ihre Warnung über die britische Hauptstadt. Es folgten Bombenexplosionen und das Getöse des Flakfeuers. Am Dienstag fanden laut Reuter drei hintereinander folgende Angriffe der deutschen Luftwaffe statt. Auf mehrere Städte im Osten von Kent, darunter auch Ramsgate, seien Bomben abgeworfen worden. Sobald die Dunkelheit begonnen habe, seien die Angriffe fortseien viele umgekommen, die man niemals identifizieWährend sich die deutschen Vergeltungsangriffe auf London mit der Genauigkeit eines Uhrwerks wiederholen, ohne daß die Engländer sie verhindern können, malen die Regierungskreise die Zukunftsaussichten rosenrot.„Nur noch weitere sechs Monate intensivster Produktion, und wir werden Deutschland überflügelt haben! In sechs Monaten werden wir Deutschland, an Flugzeugen, Schiffen und Kanonen überholt haben!"— ruft der Arbeitsminister Bevin den Engländern zu. Ob diese allerdings von der Aussicht, mindestens noch ein halbes Jahr lang dem deutschen Bombenhagel ausgeliefert, zu sein, sehr entzückt sein werden, ist eine •! Doch die Unzufriedenheit ist nicht nur bei den englischen Zivilisten zu finden. Auch im englischen geliefert zu se andere Frage. gelnde Fürsorge für die Londoner Opfer des Luftkrieges festzustellen. Damit diese Stimmung, die unter den Soldaten herrscht, nicht auch in der Oeffentlichkeit bekannt wird, hat das Kriegsministeriun angegrdnet, daß die im Zivilleben Gemexrscharter#hger, 55 ilungen über die Verhältnisse dürfen. Andernfalls machten sie sich eines schweren Verstoßes schuldig und hätten harte Strafen zu erwarten. Die Kampse in Griechenians Italiens Luftwaffe bombardierte Stützpunkte, Truppenkolonnen und Verbindungswege— Ein feindliches-Boot im mittleren Mittelmeer versenkt Ehurchills Jorgen Berlin, 6. November. Von unserer Berliner Schriftleitung. Am Dienstag nachmittag sprach Churchill im Unterhaus. Wir haben darüber bereits kurz berichtet. Seine Rede ist ein„Ereignis“, denn zum erstenmal sieht sich der Schönfärber Churchill gezwungen, ein ganzes Bündel von Schwierigkeiten zuzugeben, das Großbritannien zu tragen hat. Diese„Bekenntnisfreudigkeit" des sonst so verschlagenen Premiers macht stutzig. Will er bei bestimmten Mächten Mitleid erregen? Verlangt die englische Oeffentlichkeit endlich nach Klarheit und Wahrheit? Es ist unnötig, den Churchillschen Erguß, pendelnd zwischen Eingeständnis und durch nichts begründetem Zweckoptimismus, wörtlich zu zitieren. Der vom parlamentarischen Mitarbeiter des Reuter=Büros gegebene Kommentar sagt mehr als die hinter optimistischen Wenns versteckten Bekenntnisse des Pre„Nach seiner Gewohnheit“, so sagt Reuter,„trug Churchill seine Erklärungen ganz frei und ohne rhetorische Blumen vor(ausnahmsweise!).“ Nachdem er sich mit der Frage der Luftangriffe auf Großbritannien befaßt hatte, teilte er dem Lande schonungslos mit, „daß im gegenwärtigen Augenblick der Krieg der Unterseeboote noch weit bedenklicher sei als der Krieg der Luftwaffe. Nach der Rede wog unter den Abgeordneten der Eindruck vor, daß Churchill diesmal die Kriegslage in düstereren Farben als gewöhnlich geschildert, gleichzeitig aber auch wiederum verschiedene Gründe für einen wohlüberlegten Optimismus aufgezeigt hat.“ Also der Seekrieg macht dem britischen Premier mehr Sorgen als der Krieg zur Luft! Dies Eingeständnis ist aufschlußreich. Churchill wiederholte damit nur das, was der britische Großadmiral Chatfield weit nachdrücklicher erklärte, als er die außerordentlich dub Rom, 6. November. Der italienische Wehrmachtbericht hat folgenden Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Im Epirus=Abschnitt und auf den Höhen des Pindus sind die Operationen im Gange. Feindliche Angriffsversuche, nördlich des Kapesticapasses, und zwar bei den südlichen Ausläufern des Presbasees, sind unter Mitwirkung der Luftwaffe, die die Verbindungswege und die feindlichen Kolonnen heftiges Feuer nahm, zurückgeschlagen worden. Die Brücke über den Isthmus des Presbasees wurde unterbrochen, feindliche Kraftwagen wurden unter MG.= Feuer genommen und zerstört und Truppenkolonnen mit Volltreffern veriprengz. g. gu Unsere Fliegerverbände bombardierten ferner Straßenkreuzungen im Gebiet von Jannina, Metzovo, die Bahnstation von Phlorin, wobei die Bahnlinie unterbrochen wurde, sowie die Flottenstützpunkte Pylos(Navarino), Pyräus, Argostolion sowie die militärischen Ein feindliches.Boot versuchte einen Angriff auf einen unserer im mittleren Mittelmeer auf Fahrt befindlichen Geleitzüge. Ein zum Geleitzug gehörendes Torpedoboot griff in raschem Manöver an und versenkte es. In Nordafrika verfolgten unsere Schnellkolonnen den Feind bis 50 Kilometer südöstlich von Sidi Barani. Feindliche Flugzeuge warfen erfolglos Bomben auf das Fort Maddalena und Garn ul Grein. wo es drei Verwundete gab. : In Ostafrika zogen sich feindliche Panzerwagen, die in der Gegend des Seiusceib=Gebirges auf unsere Kolonnen stießen, zurück und ließen einen Offizier tot aus dem Gelände. Einige indische Gefangene fielen in unsere Hände. Ein Jagdflugzeug vom Gloster=Typ wurde von unseren Jagdfliegern bei Matemma abgeschossen. Eines unserer Flugzeuge bombardierte im Roten Meer unter militärischem Schutz fahrende Frachtdampfer. Bei feindlichen Luftangriffen auf Cherin gab es einen Toten und zwei Berwundete, bei Kisimayo und bei Gerille weder Opfer noch Sachschaden. Feindliche Flugzeuge haben in der vergangenen Nacht versucht, Neapel zu erreichen, wurden aber von der prompt einsetzenden Luftabwehr zum Abdrehen gezwungen. Einige Bomben, die bei Surbo, einem Dorfe in der Provinz Lecce, fielen, haben zwei Häuser zerstört, wobei es sechs Tote und vier Verwundete gab. Weitere Bombeneinschläge bei San Vito dei Normanni hatten acht Tote und sechs Verwundete zur Folge. Arrsteter= Wulsgewaht. Im Repräsentantenhaus und Senat behalten die Demokraten die Mehrheit de gesetzt worden. Wie der britische Rundfunk meldet handelte es sich in der Nacht zum Mittwoch um den frühesten Luftalarm, den die Hauptstadt des britischen Emvire seit Beginn der deutschen Angriffe erlebt habe. Kurz nach dem Alarm seien auch schon die deutschen Bomber über London erschienen.. Wisuunz bt den Angriffen in der Nacht zum Mittwoch gibt das englische Luftfahrtministerium bekannt, daß außer London auch Ost=Schottland und eine Stadt an der Küste von Wales bombardiert worden seien. Uebrigens, so wird Mittwoch abend amtlich gemeldet, seien die in London verursachten Beschädigungen doch größer gewesen, als man vorher angenommen hatte. Die finnische Wochenschrift„Svenska Botten“ fragt, wie lange England das noch aushalten könne, und weist dabei auf einen bewegten Artikel der englischen Zeitschrift„New Statesman and Nation“ hin. Dort sei in äußerst starker Form auf die Mißstände in dem schwer heimgesuchten London und die wachsende Woge des Pessimismus und der Kriegsmüdigkeit hingewiesen. Die Pfarrer aus dem Eastend berichten, daß an sie fortlaufend unangenehme Rückfragen gerichtet würden, wann das Elend vorüber sei, wieviel Tote es gegeben habe. Das seien die üblichen Fragen, aber niemand könne sie beantworten. Zu Tausenden seien dem„New Statesman and Nation" zufolge die Leichen noch unter den Ruinen begraben, und in zahlreichen abgebrannten Gebäuden Newyork, 6. November. Unter riesiger Beteiligung und ungeheurer Anteilnahme der gesamten Bevölkerung gingen in den Vereinigten Staaten am Dienstag die Wahlen vor sich. Das endgültige Ergebnis liegt noch nicht vor, da außer dem Präsidenten auch das Repräsentantenhaus mit 435 Abgeordneten und ein Drittel des Senats(32 Senatoren) gewählt wurden. Nach den bisher vorliegenden Nachrichten kann aber nicht daran gezweifelt werden, daß Roosevelt wiedergewählt worden ist. Die Zählung der Stimmen ergab bisher für Roosevelt über 22 Millionen und für Willkie über 18 Millionen. Entscheidend für den Ausgang der Wahl sind aber bekanntlich nicht die abgegebenen Stimmen, sondern ist die Zahl der Wahlmänner. Und diese Zahl ergibt gerade bei dieser Wahl wieder ein sehr krasses Mißverhältnis. Roosevelt führt nach den letzten Meldungen in 39 Staaten, die insgesamt 451 Wahlmänner entsenden, während Willkie nur in neun Staaten mit 80 Wahlmännern über eine Mehrheit verfügt. Das Verhältnis der abgegebenen Stimmen, wie es sich jetzt zeigt, ergibt, daß Roosevelt mit:5 vor Willkie liegt, das Verhältnis der Wahlmänner aber steht fast wie:1 für Roosevelt. Auch im Repräsentantenhaus und im Senat haben die Demokraten die Mehrheit behalten. Nach amtlicher Berechnung von 14.10 Uhr haben die Demokraten im Repräsentantenhaus 222 Abgeordneten=Mandate erhalten, die Republikaner 107. Für die Mehrheit im Repräsentantenhaus genügen 218 Sitze. Die demokratische Mehrheit im Senat ist nie ernstlich gefährdet gewesen. Der neue Senat wird sich aus 68 Demokraten, 26 oder 27 Republikanern und einem oder zwei Unabhängigen zusammensetzen. Die dritte Amtsperiode Berlin, 6. November. (Von unserer Berliner Schriftleitung.) Nach den vorliegenden Meldungen über das Wahlergebnis in den Vereinigten Staaten von Nordamerika steht die Wiederwahl des denzeitigen Präsidenten Franklin D. Roosevelt fest. Damit wird zum erstenmal in der Geschichte der Nordamerikanischen Union ein Präsident seine dritte Amtsperiode antreten.“ Die USA. haben mit einer alten Tradition gebrochen. Unter den verschiedenen Gründen, die für eine Wiederwahl sprechen, dürfte vor allem die Ueberlegung ausschlaggebend gewesen sein, daß man in einer Zeit höchster internationaler Spannungen das Amt des Präsidenten nicht einem unbeschriebenen Blatt, einem Pgegm., ehegn gz g die Frage des Kriegseintritts oder nicht, denn noch kurz vor dem Wahltag versicherten beide Kandidaten, sowohl Roosevelt wie Willkie, daß ihr erstes Ziel sei, die USA. aus einem Krieg herauszuhalten. Gleichzeitig hatten aber beide ebenso die restlose Unterstützung Englands zugesagt, so daß gerade in diesem außenpolitischen Punkt keine Unterschiedlichkeit des Programms der beiden Kandidaten bestand. Da zudem Roosevelt als der Mann gilt, der in USA, eine neue wirtschaftliche Ordnung zu errichten sich mühte, da zudem alle diejenigen die aus den neuen Rüstungsaufträgen profitierten, sich für Roosevelt entschieden, so kann seine Wiederwahl nicht überraschen. Im übrigen hat das äußerst komplizierte amerikanische Wahlsystem, das die wirkliche Mehrheit unberücksichtigt läßt, das übrige beigetragen. Wenn dennoch die gleichzeitigen Wahlen zum Kongreß einen nicht unbeträchtlichen Rückgang der Demokraten gegenüber den Republikanern im Repräsentantenhaus ergaben, so wird auch dadurch die Eigentümlichkeit des Wahlsystems unterstrichen. Denn während von den gestern gewählten 531 Wahlmännern nach der vorläufigen Zählung 451 auf Roosevelt und 80 auf Willkie entfallen, so sind die bisher im Repräsentantenhaus mit 61 Prozent vertretenen Demokraten auf 55 Prozent zurückgegangen. Wie den ganzen Wahlkampf, so betrachten wir auch die Wiederwahl als eine inneramerikanische Angelegenheit. Wie sein Gegenkandidat Willkie, hat auch Roosevelt seinen hlern die Heraushaltung aus dem europäischen Krieg versprochen. Dieses Versprechen einzulösen, wird vom amerikanischen Volk als eine Hauptpflicht des Wahlsiegers wahrscheinlich angesehen. Kranklin D. Roosevelt wurde am 30. Januar 1882 in Hydepark im Staate Newyork geboren. Von Beruf Rechtsanwalt, trat Roosevelt sehr jung in die Politik. In den Jahren 1913 bis 1920 verwaltete er das Amt eines Unterstaatssekretärs im Marineministerium. Als vertrauen wollte. Zudem stand dem veamteten denten der gesamte Verwaltungsapparat, der ausschließlich von Roosevelt=Anhängern besetzt ist, zu Propagandazwecken zur Verfügung. Diese Dinge dürften für die Wahlentscheidung ausschlaggebender gewesen sein als Kbenlings air ohale Kaoselesienine Veraiahse dnr eine Zeitlang aus dem politischen Leben herauszubleiben. Durch persönliche Energie gelang es ihm, die Folgen dieser Krankheit zu überwinden. Nachdem er in den Gouverneur=Wahlen für den Staat Newyork erstmalig unterlegen war, wurde er im Jahre 1928 zum Gouverneur gewählt. Bereits im Jahre 1932 siegte er in der Präsidentschaftswahl gegenüber dem damaligen Präsidenten Hoover mit der großen Mehrheit von 472 gegen 59 Wahlmanner=Stimmen, vier Jahre später ebenso über seinen Gegenkandidaten Landon. Der Kern des Rooseveltschen Programms bestand in einer„Art Revolutionierung“, die er mit gesetzlichen Mitteln durchzuführen gedachte, nicht ohne sich vorher weitgehende Vollmachten durch den Kongreß gesichert zu haben. Unter dem Schlagwort„New Dea!“ ist Roosevelts innerpolitisches Programm bekanntgeworden. Nach Anfangserfolgen auf innerpolitischem Gebiete mußte Seslcs elsche. Se alaie Beie ce ie im Laufe des letzten Monats mit unserer mari timen Schlagkxaft nicht gerade auf starkem Ribeau.()„ 8 Muß so viel Offenheit aus dem Munde Churchills nicht stutzig machen? Welcher Zweck wird damit verfolgt? Lassen sich die zunehmenden Verluste Englands im Unterseebootkrieg nicht mehr so wie bisher verheimlichen? Oder fordert die englische Oeffentlichkeit endlich reinen Wein? Der„Daily Telegraph“ hat festgestellt,„daß Deutschland mit Erfolg einen fünfmonatigen Blitzkrieg im Atlantik geführt und damit der Nahrungsmittelversorgung Englands schwer zugesetzt hat und daß England in diesen Tagen mehr Verluste an Handelsschiffen gehabt hat als je“. Aber der britische Premier müßte nicht Winston Churchill heißen, wenn ex nicht auch für diese schwersten Schläge vor seiner Oeffentlichkeit eine Erklärung fände. Er unterstreicht die außerordentlichen Aufgaben der britischen Flotte, er erinnert auch diesmal wieder an die bevorstehende Invasion, deren Gefahr starke Flottenkräfte binde, betont aber, daß die britische Mittelmeerflotte nach dem Zusammenbruch Frankreichs und im Hinblick auf die italienische Aktivität im Mittelmeer verstärkt werden müsse. Auch das griechische Problem bildet nach Churchills Auffassung eine zusätzliche Belastung für England. Auf diese Weise sucht also der Premier die schweren Tonnageverluste mit einer Ueberbeanspruchung der Hochseeflotte zu entschuldigen. Wie aber tönte es aus dem gleichen Munde vor Tagen. Wochen und Monaten? Großsprecherisch wurde die„Beherrschung der Meere" verkündet. Noch lauter war von der Dezimierung der deutschen Flotte die Rede. Ungestört könnten britische Geleitzüge, so hieß es wiederholt. den Kanal passieren. Heute weiß derselbe Churchill keinen praktischen Ausweg aus der prekären Lage, denn seinen Zweckoptimismus,„daß sich dennoch England heute in einer besseren Lage befinde als vor vier oder fünf Monaten", werden ihm höchstens seine eigenen Parteigänger glauben. Wie stets, sucht Churchill auch diesmal nach Sündenböcken. Da wird zuerst Frankreich verantwortlich gemacht, und dann— das ist recht aufschlußreich— werden Ausführungen über die staatsrechtliche Stellung des irischen Freistaates herangezogen. Churchill beklagt sich, daß die irischen Stützpunkte für die englische Flotte und Luftwaffe nicht in britischen Händen sind,„eine", wie er wörtlich ausführte, „schwerste und drückendste Bürde die niemals auf Englands Schultern gelegt werden durfte". Irland dürfte gerade diese Ausführungen des englischen Premiers mit besonderem Interesse gehört haben, denn schließlich wird hier in einem Nebensatz ein Anschlag gegen die Neutralität und Hobeitsrechte des irischen Freistaates angekündigt, eine Forderung, die übrigens dann in der anschließenden Unterhausdebatte noch weit genauer formuliert wurde. Auch in diesem Punkte bleiben Churchills Ausführungen eine Verteidigung. Churchill braucht vor seiner Oeffentlichkeit Sündenböcke, und so werden neben Frankreich und allen anderen ehemaligen, heute besiegten Verbündeten auch Englands frühere Ministerpräsidenten, die jene Abkommen mit Irland schlossen, als schuldig befunden. Noch deutlicher sprechen Churchills Sorgen aus seinen Betrachtungen zum griechischen Konflikt und über die Situation im Mittelmeer. Geradezu erstaunlich mutet es an, wenn derselbe Politiker, der die Kriegsausweitung auf jeden Fall jahrelang betrieb, heute sich vor dem Parlament entschuldigt, daß er es mehrmals abgelehnt habe, ein günstiges Ergebnis im Mittelmeer und im Nahen Orient zu erwarten. In Athen wird man ob dieser Churchillschen Aeußerung auflauschen, denn unverblümter kann die britische Selbstsucht nicht zum Ausdruck gebracht werden. Trotz der Kenntnis von der Unzulänglichkeit der eigenen Hilfsmittel hat also Großbritannien dennoch Griechenland in das aussichtslose Abenteuer hineingetrieben. Wird Griechenland hellhörig werden? Diese Frage legen sich in Kenntnis der Churchillschen der Präsident schwere Rückschläge einstecken. Die zweite Amtsperiode war durch scharfes Vorgehen gegen den Großkapitalismus gekennzeichnet. wennoch konnten diese mehr propagandistischen als revolutionierenden Leitsätze nicht die Arbeiterschaft einfangen, denn der Führer der stärksten amerikanischen Gewerkschaft, der vordem als ausgesprochener Roofevelt=Anhänger galt, war in diesem letzten Wahlgang auf die Seite des Gegenkandidaten Willkie getreten. Rede die verschiedensten Blatter des Auslandes vor. Stockholmer Zeitungen melden, daß neben Kreta auch andere griechische Inseln von England besetzt worden seien, aber auf dem Festland glanze England durch Abwesenheit. Man sieht in diesem Verhalten Englands eine auffallende Parallele zu Norwegen und man erkennt, daß es sich nicht um praktische Hilfe für Griechenland, sondern einzig und allein um die Sicherung von für Englands ostindischen Seeweg wichtigen Positionen handelt. Zus fUhnsterpett Fünf neue Ritterkreuzträger der Luftwaffe zureißen und so eine außerordentliche Einsatzbereitschaft zu erzielen. Als erster Offizier des Geschwaders Noch offener läßt der„Daily Expreß“ die Katze aus Eisernen Kreuzes: Major Hahn, K em Sack, indem er zur Besetzung Kretas meint,„end= Kampfgruppe; Major Petersen, K no sei ein Angxiffsziel, gegen„Italien gewonneg. Kampfgruppe; Major Kleß, Kor is kann eintreten„so meint das Blatt,„daß wir Grie= Kampfgruppe; Hauptmann Stor 312 der lich Es kann eintreten„so mein dus Tlatt,„daß chenland fahren lassen mussen, wie wir vereits Norwegen, Holland, Belgien und Frankreich räumen mußten". Kann die Aufopferung Griechenlands noch deutlicher ausgedrückt werden? Doch.„News Chronicle" wird noch deutlicher. Unumwunden spricht das Blatt aus, was Winston Churchill in seiner Rede wohlweislich verschwiegen hat.„Britische Truppen“, so fordert das Blatt, „dürften bereitstehen, um in kürzester Frist in Syrien einzumarschieren. Diesmal müssen wir unserer Sache sicherer sein. Syrien darf nicht ein anderes und größeres Dakar werden.“ Das Blatt weiß also die Gefahren eines solchen Unternehmens abzuschätzen. Sind sie der Grund für die gedämpften Töne, die der Ministerpräsident Churchill anschlug? Wir= pflichten dem Reuter=Korrespondenten bei, daß Winston Churchill weit pessimistischer gesprochen hat als sonst und Sorgen in allen Ecken des Empire aufdeckte. Eingeständnis oder Tricks? Wir tipven auf Tricks, denn ohne die Selbsterkenntnis, daß dieser Ministerdräsident persönlich die ganze Verantwortung am Krieg, an seiner Fortsetzung und an der Hineinzerrung neuer Staaten trägt, kann trotz aller begründeten Sorgen auf irgendeine Sinnesänderung Winston Churchills nicht geschlossen werden. Geheimsitzungen der Parlamente in London Stockholm, 6. November. Unter= und Oberhaus hielten, wie aus London gemeldet wird, am Mittwoch Geheimsitzungen ab. Churchill hielt in der Geheimsitzung des Unterhauses eine Ansprache. dnb Berlin, 6. November. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschalls Göring, das Ritterkreuz des Kommandeur einer Commandeur einer kommandeur einer Kampfgruppe; Hauptmann Storp, Kommandeur einer Kampfgruppe: Oberleutnant Peltz, Staffelkapitän in einem Sturzkampfgeschwader. Major Hahn hat seine Kampfgruppe in fast täglichen Angriffen auf London und eine große Anzahl wichtiger Ziele in England zu bedeutsamen Erfolgen geführt. Besonders hervorzuheben sind dabei die Versenkung eines Dampfers sowie das Inbrandwerfen eines weiteren Schiffes. In zahlreichen Tiefangriffen, die den Schneid der Gruppe wiederholt unter Beweis stellten, wurden Flugplätze, Industrie= und Dockanlagen erfolgreich mit Bomben belegt. Vorbildlich im eigenen Einsatz, gab Major Hahn seiner Gruppe ein Beispiel und schuf so die Voraussetzungen für die hervorragenden Leistungen seiner Gruppe. Major Petersen hat mit seiner Gruppe an den Kämpfen gegen Norwegen, Frankreich und England teilgenommen. Die Einsätze im Kampfgebiet um Närvik haben wesentlich zur Entlastung der dort-kämpfenden Erdtruppe und zu deren Erfolgen beigetragen. In der Nordsee, im Atlantik und in England wurden 103000 Tonnen Schiffsraum versenkt und 75000 Tonnen beschädigt. Die hervorragenden Leistungen dieser Gruppe sind in erster Linie das Verdienst ihres Kommandeurs, der mit seinen Flügen beispielgebend gewirkt und durch sein fliegerisches Können und seine Erfahrung zu dem großen Erfolg entscheidend beigetragen hat. Die Leistungen des Majors Petersen und die seiner Gruppe wurden bereits lobend im Wehrmachtbericht genannt. Major Kleß konnte mit seiner Kampfgruppe innerhalb von drei Monaten in ständigem Einsatz gegen England 780000 Kilogramm Bomben abwerfen. Gekrönt wurden diese Erfolge der Gruppe durch den An.„„(griß, auf ein für die britische Rüstungsindustrie sehr Keise Beflaggung am 9. Adbembel Danfess. Elzgzenswerk. an der Südküste Englands. dnb Berlin, 6. November. Der Reichsminister des Innern und der Reichsminister für Volksaufklärung und Provaganda geben bekannt:„„„.„. 8 Die am Gedenktage fur die Gefallenen der Bewegung(9. November) übliche Beflaggung der Gebäude unterbleibt in diesem Jahre. Besuch Ur. Goebbels bei Staatspräsident Hacha dnb Prag. 6. November. Reichsminister Dr. Goebbels stattete am zweiten Tage seines Prager Aufenthaltes dem Staatspräsidenten Dr. Hacha einen längeren Besucht ab. Feierliche Beisetzung der Opfer des feigen britischen Bombenüberfalls auf ein Amsterdamer Lazarett Amsterdam, 6. November. Auf sehr feierliche und eindrucksvolle Weise wurden in Gegenwart des Reichskommissars für die besetzten niederlandischen Gebiete, Reichsministers Seyß=Inquart, am Dienstag in Amsterdam mit militärischen Ehren die sterblichen Ueberreste der 22 deutschen Soldaten beigesetztz die am vergangenen Freitag bei einem feigen englischen Bombenüberfall auf das Amsterdamer Wilhelmina=Krankenhaus für ihr Vaterland ihr Leben ließen. Außer Reichskommissar Seyß=Inquart wohnten General Siburg, der Befehlshaber der Luftwaffe im Luftgau Holland, der Ortskommandant von Amsterdam sowie viele andere hohe deutsche Offiziere und Vertreter der Partei den Beisetzungsfeierlichkeiten bei. Englisches Wachtschiff torvediert an der südspanischen Küste Algeciras, 6. November, 28 Ueberlebende des englischen Wachtschiffes„Kingston Shopgirl“, das auf der Höhe von Huelva torpediert und versenkt wurde, sind in Gibraltar an Bord eines englischen Schiffes eingetroffen, nachdem sie vorher von einem spanischen Tankschiff ausgenommen und nach Huelva gebracht worden waren. Drei Mitglieder der Besatzung werden vermißt. besuchte Luxemburg, Elsaß und der geschiaten Fuyrung des Majors Kleß gelang es, trotz stärkster Flak= und Jagdabwehr, das Werk durch zielsichere Bombentreffer vollkommen zu zerstören. Ueber diese hervorragende Tat hinaus führte Major Kleß gegen Frankreich und als Gruppenkommandeur gegen England eine große Anzahl erfolgreicher Flüge durch. Hauptmann Storp ist eine ausgesprochene Führerpersönlichkeit. Er versteht es, seine Einheit stets miterhielt Hauptmann Storp in Norwegen das Eiserne Kreuz I. Klasse. Seine=persönliche Erfolgsliste: Vernichtung eines Zerstörers in norwegischen Gewässern, Beschädigung von 12000 Tonnen Handelsschiffsraum an der englischen Küste, Versenkung eines Truppentransvorters auf einer französischen Reede. Mit der von ihm geführten Staffel griff er erfolgreich Stabsquartiere und Eisenbahnknotenpunkte in Frankreich an. Nachteinsätze mit Bomben und Minen auf das belgischfranzösische Kustengebiet sahen ihn ebenfalls entscheidend in den Erdkampf eingreifen. Mit seiner Kampfgruppe gelang es ihm, zwei Zerstörer und 65 000 BRT Handelsschiffsraum zu versenken sowie drei Zerstörer, ein Küstenwachboot und weitere Handelsschiffsraumtonnage zu beschädigen. Er führte Nachtangriffe auf englische Flughäfen aus, wobei Hallen und Anlagen sowie Flugzeugfabriken völlig zerstört wurden. Wegen dieser seiner Erfolge wurde Hauptmann Storp bereits im Wehrmachtbericht genannt. Oberleutnant Peltz hat als Staffelkavitän während des Feldzuges gegen Polen und Frankreich erfolgreichen Anteil an allen Stuka=Angriffen seiner Gruppe. An der Spitze seiner Staffel fliegend, hat Oberleutnant Peltz mit ungewöhnlicher Umsicht, Kaltblütigkeit und Treffsicherheit entscheidende Erfolge erzielt. Im Osten zerstörte er die wichtigsten Bahnknotenpunkte Miechow und Kamienne mit den sich daraus für die polnische Südarmee ergebenden verheerenden Folgen sowie die Bahnstrecke Chelm—Wlodowa. Im Westen konnte er trotz wiederholter überlegener feindlicher Jagdangriffe erfolgreich feindliche Panzeransammlungen zerstören. Nach Ausfall der Kommandeurmaschine führte er seine Einheit und die Stabsrotte erfolgreich zum Angriff. Vor Dünkirchen versenkte dieser bewährte Offizier einen vollbeladenen Transporter, außerdem gelang ihm die Unterbrechung einer Eisenbahnlinie, die für den Feind einen erheblichen Verlust bedeutete. Auch die Vernichtung eines Transport= und Munitionszuges ist sein Werk. Nachdem Oberleutnant Peltz wegen seiner besonderen Fähigkeiten als Sturzfluglehrer zu einem Geschwader kommandiert war, hat er bei äußerst schwieriger Wetterlage im englischen Luftraum zwei Störangriffe und einen Sonderauftrag mit großem Erfolge durchgeführt. Hierbei gelang ihm u. a. ein wirkungsvoller Angriff auf einen Flugplatz mit dreimaligem Anflug aus niedrigster Höhe. Oberleutnant Peltz ist als tapferer und erfolgreicher Sturzkampfflieger seiner Staffel stets ein vorbildlicher Führer und ausgezeichneter Vorkämpfer gewesen.. Tueum Zagene derest? Kundgebung der Akademie für Deutsches Recht— Reichsjugendführer Armann, Reichsjustizminister Gürtner und Staatssekretär Freisler sprachen Reichsleiter Bouhler Lothringen In Durchführung eines Führer=Auftrages besuchte der Chef der Kanzlei des Führers der NSDAP., Reichsleiter Bouhler, die Gebiete Luxemburg, Elsaß und Lothringen, um über die im Rahmen dieser Aufgabe sich ergebenden Fragen Besprechungen mit den zuständigen Gauleitern abzuhalten. Berlin, 6. November. Aus Anlaß der Einführung des Jugendarrestes veranstaltete der Jugendrechtsausschuß der Akademie für Deutsches Recht in den Kroll=Festsälen eine Kundgebung, die im Zeichen bedeutsamer Ausführungen des Jugendführers des Deutschen Reiches, Axmann, des Reichsjustizministers Dr. Gürtner, und des Staatssekretärs im Reichsjustizministerium, Dr. Freisler, stand. Unter den zahlreichen Ehrengästen von Partei, Staat und Wehrmacht bemerkte man=Oberführer Freiherr von Eberstein als Vertreter des Reichsführers und Chefs der Deutschen Polizei sowie Staatssekretär Landfried vom Reichswirtschaftsministerium. Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Arthur Axmann, umriß die Zielsetzung des nationalsozialistischen Jugendrechtes und betonte, daß der Stellung der Jugend in der völkischen Lebensordnung die Stellung der Jugend in der Rechtsordnung unseres Volkes entsprechen müsse. Reichsleiter von Schirach habe den Satz geprägt:„Nicht, daß der Jugendliche bestraft wird, scheint mir das wesentliche Ziel, sondern daß er und seine Gemeinschaft die an ihm vollzogene Strafe als einen erzieherischen Akt empfinde. Oberstes Ziel der Jugenderziehung sei, jeden Jugendlichen, der es verdiene und der noch zu retten sei, zurückzugewinnen. Der Jugendarrest, der nun eingeführt worden sei, solle die kurzfristige Freiheitsstrafe ersetzen und zu gleicher Zeit die Verurteilungen unter Bewilligung von Bewahrungsfrist beseitigen. Der Reichsjugendführer erörterte dann den gleichzeitig eingeführten Jugenddienstarrest der „Bisher wurde der Jugendliche, bei dem der Appell an die Ehre nicht mehr fruchtete, aus der Gemeinschaft der ausgeschieden. Aus der HJ. als der Staatsjugend kann nunmehr der Jugendliche entfernt werden, der sich der Zugehörigkeit zu dieser Gemeinschaft unwürdig erwiesen hat. Die HJ.=Unwürdigkeit steht aber der Wehrunwürdigkeit gleich. Unser Ziel ist jedoch, zu erziehen, und zwar gerade auch diejenigen, die sich gegen die Gemeinschaftsordnung vergangen haben. Nur in ganz schweren Fällen der Verletzung der Gemeinschaftspflichten kann noch ein Ausschluß erfolgen. Zur Sicherstellung der Disziplin bedürfen nir deshalb einer Dienststrafe, die auch den Jugendlichen trifft, der nicht mehr durch den Appell an seine Ehre zu leiten ist. Deshalb ist als neue Dienststrafe der Jugenddienstarrest eingeführt worden." Staatssekretär Dr. Freisler setzte sich mit der Frage der Jugenderziehung und dem Sinn und Zweck der neuen. gesetzlichen Vorschriften auseinander.„Das Gesetz über den Jugendarrest will durch die aufrüttelnde Wirkung einer hart gestalteten, kurzen Freiheitsentziehung das Ehrgefühl des Jugendlichen wachrufen, ohne ihn ehrmindernd zu treffen. Demgemäß sollen nur solche Jugendliche dem Jugendarrest zugeführt werden, die einer solchen Aufrüttelung zugänglich sind. Daher muß auch der Vollzug der Strafe verständnisvoll gestaltet werden. Die Oeffentlichkeit aber soll ihn als das auffassen, was er ist: als ein Mittel der Zucht, das keine Schande für den Jugendlichen bedeutet. Jugendarrest ist kein Gefängnis, aber auch kein blößer Schularrest. Die Elternschaft kann völlig beruhigt sein, denn während des Vollzugs sind die Jugendlichen dem Jugendrichter anvertraut, der sich persönlich um sie kummert. Der Vollzug findet in den Räumen der Justiz, die nicht Gefängnis sind, in Einzelhaft statt. Die Geschlechter sind getrennt, Mädchen werden nicht von Männern bewacht. Keiner kann vom anderen etwas Schlechtes lernen. Im Vollzug soll auch unter Berücksichtigung der körverlichen Leistungsfähigkeit des einzelnen Arbeit geleistet werden. Der Jugendarrest soll durch FreiheitsDas Werk der Umsiedlung der Deutschen aus Bessarabien ist beendet, die Umsiedlung der deutschen Volksreile aus der Dobrudscha und der Südbukowina bereits im Gange. Nur noch einige Kommandos der H, des RSRK. und neuaufgestellter volksdeutscher Formationen sind im großen Lager Galatz mit der Abwicklung beschäftigt, leer sind die breiten Lagerstraßen, leer die Riesenzelte, die Zehntausenden von Volksgenossen für einige Tage Heimat waren, bevor sie donauaufwärts den Weg nach Großdeutschland antraten. Die Pontonbrücke am Pruth, über die ungezählte Wagen der Heimkehrer, über die die Lastkraftwagenkolonnen des deutschen Umsiedlungskommandos vielhundertmal gefahren sind, ist abgebrochen. Ein riesiges Gemeinschaftswerk der Partei hat jetzt seinen Abschluß gefunden, und wenn auch in wenigen Wochen die äußeren Spuren des großen Umsiedlungsvorhabens verwischt sein werden, so wird doch, was nationalsozialistische Tatkraft, Organisationskunst und persönlicher Einsatzwille aller Beteiligten vollbrachten, für alle Zukunft unvergessen bleiben.„„ 4— 62 Korpsführer Adolf Huynlein, der sich in Galatz über Ablauf und Erfolg der Umsiedlungsaktion, insbesondere über den Einsatz des RSKK. Bericht erstatten ließ und durch seine Anwesenheit den Männern seiner Gliederung sein versönliches Interesse an ihrem aufopferungsvollen Dienst bekundete, äußerte sich in einer Unterredung mit dem ihn auf der Reise nach Galatz begleitenden NSK.=Schriftleiter E G. Dickmann über das hier vollbrachte Werk und fand dabei Worte der Würdigung des hier bewiesenen politischen Soldatentums die für alle an der Umsiedlung beteiligten RSKK.=Männer höchste Anerkennung bedeuten. Vollbracht aus der Kraft der Idee Tleise Teinenschuftetal=der=Purtel im Osten— Hühnlein über die Umsiedlung der Bessarabien=Deutschen Mit besonderer Genugtuung aber erfüllt es mich, daß die Mithilfe der Einheiten des NSKK. geradezu entscheidend für die planmäßige Umsiedlung war. Hier handelt es sich um einen Einsatz, den ich als die Frucht der in langen Jahren im Korps geleisteten Erziehungsarbeit ansehe. Denn nicht nur die Aufgabe als solche stand fest, sondern auch der Termin, bis zu welchem sie erfüllt werden mußte. Da galt es, alle Widerstände äußerer Natur unter ganzem Einsatz der Persönlichkeit und ohne jede eigene Schonung zu überwinden. Denn bei Einbruch der Regenzeit in Bessarabien mußte das letzte Fahrzeug über den Pruth gebracht worden sein, andernfalls es in dem grundlosen Schlamm der dann nicht mehr gebrauchsfahigen sogenannten Straßen hoffnungslos steckengeblieben wäre. Ein Wettlauf mit dem Wetter Unsere RSKK.=Kolonnen mußten einen wahrhaften Wettlauf mit dem Wetter vollführen. Als der erste Wagen am 14. September über den Pruth in russisches Gebiet fuhr, lag die baumlose Weite des Landes noch in der Glut einer erbarmungslosen Spätsommersonne, und der fürchterliche Staub des ausgetrockneten Gebietes wurde der treueste Wegbegleiter unserer Männer bis genau zu dem Tage, da das letzte Fahrzeug russischen Boden verließ. Zur gleichen Stunde aber öffneten sich auch die Schleusen des Himmels und verwandelten die Straßen Bessarabiens in einen einzigen Morast. Die bessarabischen Straßenverhältnisse sind einfach unmöglich. Auch die sorgsamste Wege=Erkundung, die der eigentlichen Umsiedlung vorausging, konnte nichts als tief versandete Landwege mit riesigen Schlaglöchern und ohne festen Untergrund feststellen. Aber die Männer des Korps gingen im Bewußtsein der politischen Bedeutung ihrer Aufgabe und im Vertrauen auf ihre zuverlässige technische und Fahrausbildung ans Werk. trotzten allen Widerständen und wurden in der vorgeschriebenen Zeit mit ihrem Auftrag fertig. Man muß diese Umstände berücksichtigen, wenn man die Tatsache richtig bewerten will, daß wenige hundert NSKK.=Männer— das gesamte Kommando umfaßte einschließlich des technischen Personals nur 499 RSKK.=Führer und =Männer— auf bessarabischem Gebiet 500000 Kilometer Wegstrecke, also mehr, als den zwölffachen Erdumfang zurückgelegt haben.“ „Ich bin glücklich“, so betonte der Korpsführer, „hier dicht an der Mündung der Donau ein Gemeinschaftswerk der Partei erlebt zu haben, das nur aus der Kraft unserer Idee und im Geiste alter nationalsozialistischer Kampfkameradschaft zu vollbringen möglich war. Zur gleichen Zeit, da Hunderttausende von Parteigenossen und Männern unserer Gliederungen als Soldaten der deutschen Wehrmacht ihre Pflicht erfüllen, hat hier die Partei einen Feldzug des Friedens führt, der ein unvergeßliches Stück deutscher Gegesühlt, der ein unbergeßlis Staa venlscher Geschichte werden wird. Angesichts der unvorstellbaren Schwieriakeiten, die das Gelände und die Transportverhältnisse boten und im Hinblick auf die kurze zur Verfügung stehende Zeit können wir Nationalsozialisten auf das vollendete Werk besonders stolz sein. An ihm haben die im Rahmen des=Umsiedlungskommandos tätig gewesenen Männer und Frauen aller beteiligten Organisationen einen unschätzbaren Anteil. Tag und Nacht am Steuer ohne „Es wäre nicht möglich gewesen auf den LKW.= Kolonnen des RSKK. mehr als 35000 Umsiedler mit ihrer beweglichen Habe nach Galatz, Reni und Chilia zu bringen“, so würdigte der Korpsführer weiter den Einsatz seiner Männer,„wenn nicht jeder einzelne das Aeußerste an Energie und Leistungswillen aufgebracht hätte. Obwohl die fahrtechnischen Umstände dieser Umsiedlung nach deutschen Begriffen einer schwersten Geländeprüfung— zu der noch Staub und Hitze hinzukamen— vergleichbar waren, haben die Männer des RSKK. wochenlang am Steuer gesessen und so gut wie keinen Schlaf gefunden. An Erholung oder Ausspannen war überhaupt nicht zu denken. Viele von ihnen sind nach endlosen Tag= und Nachtfahrten durch die staubige Weite nur für wenige Stunden, noch am Steuer sitzend, eingenickt und starteten dann in vorbildlicher. Einsatzbereitschaft zu neuer Fahrt, um Frauen, Kinder und Habseligkeiten weiterer Umsiedler aufzuladen und an das Ufer der Donau oder zum Pruthübergang zu fahren. Diese schweigende Pflichterfüllung ist die schönste Bewährung des politischen Soldatentums, das, wie in allen Formationen der Partei, auch im Korps Inhalt jahrelanger unermüdlicher Erziehungsarbeit war.“ Anerkennung für die hervorragende Bewährung „Zu allen diesen Schwierigkeiten“, fuhr Korpsführer Hühnlein fort,„traten die durch die schlechten Wegeverhältnissen bedingten Ausfälle an Fahrzeugen. Federbrüche, Getriebe= und Kupplungsschäden sowie Reifendefekte waren an der Tagesordnung. Dann setzte die Arbeit der sechs Werkstattzüge des Korps ein, die die ausgefallenen Fahrzeuge in dirzester Frist abschleppten und wieder gebrauchsfertig machten. Auch der stille Dienst unserer Tankwagenfahrer darf hierbei nicht vergessen werden. Sie haben den Brennstoff für die RSKK.=Fahrkolonnen in Hitze und Staub Hupderte von Kilometern weit zu den Tankplätzen im Lande gefahren und so zu ihrem Teil die reibungslose Abwicklung des Umsiedlungsprogramms ermöglicht. So ist es dem bis ins kleinste durchorganisierten und von Standartenführer Gutsche vorbildlich geleiteten RSKK.=Umsiedlungskommando gelungen, eine Bewährungsprobe durchzustehen, welche aller Anerkennung würdig ist. Wie all unser Handeln“, so schloß Korpsführer Hühnlein die Unterredung ab,„so ist auch das Werk der Umsiedlung der deutschen Volksgruppe aus Bessarabien nur aus der Kraft der Idee erwachsen und durchgeführt worden. Sie hat den letzten#= und RSKK.=Mann auf vorgeschobenem Posten in der unendlichen Weite der. östlichen Landschaft mit der erforderlichen Zähigkeit des Willens und mit der Beharrlichkeit des Durchhaltens ausgerüstet. Und wie für alle bei der Umsiedlung angesetzten Nationalsozialisten, so ist auch für die Männer vom RSKK. der schönste Lohn aller ihrer Bemühungen das Bewußtsein, mitten im Kriege an einem Kraftzuwachs für das Volk und Reich mitgeholfen zu haben, der unser Volk nach dem Siege mit in den Stand setzen wird, die großen, ihm vom Führer gestellten Aufgaben zu erfüllen. entziehung, evtl. als Wochenendkarzer, wirken, und seine Strenge besteht in der Einzelverbüßung und Einlegung einiger weniger strenger Tage, d. h. von Tagen mit vereinfachter Ernährung. Der ganze Vollzug steht unter ärztlicher Aufsicht, so daß korperliche Schäden nicht zu besorgen sind. Der Verkehr mit der Außenwelt ist beschränkt auf erziehliche Besuche. Einer der Hauptgründe für seine Einführung ist es, die Freiheitsentziehung vollstrecken zu können, ohne damit eine kriminelle Vorbestrafung eintreten zu lassen. Der Jugendarrest wird daher auch nicht im Strafregister vermerkt. Eine der hauptsächlichsten Forderungen muß die Schnelligkeit sein, mit der der Tat das Urteil, dem Urteil die Vollstreckung folgt. So wird der Jugendarrest entscheidend mithelfen, daß das Jugendstrafrecht zum Jugendehrrecht wird." Reichsjustizminister: Dr. Gürtner dankte dem Reichsjugendfuhrer herzlich für seine freundlichen Worte der Anerkennung, die er der Mitarbeit der Justiz bei der Jugenderziehung gewidmet hatte. Er gab seiner Befriedigung darüber Ausdruck, daß der Jugendrechtsausschuß Arbeitsmethoden entwickelt habe, die für die Zukunft das Beste erhoffen lassen. Dr. Gürtner wies dann darauf hin, daß die Einführung des Jugendarrestes einen Anfang der großen Reformarbeit auf dem Gebiete des Jugendrechtes bedeute. Das Anwendungsgebiet des Jugendarrestes liege grundsätzlich dort, wo zum ersten Male ein Jugendlicher strauchele.„Wir haben“, so schloß der Reichsjustizminister,„das sichere Bewußtsein, daß die deutschen Jugendrichter, in deren Hände das neue Gesetzesinstrument zur Anwendung gegeben worden ist, mit Liebe und Verantwortungsbewußtsein diese Aufgabe anpacken und sie zum Besten des deutschen Volkes lösen werden." Die Flucht über den Ozean Die britische Plutokratenkaste verschiebt ihr Vermögen nach den Vereinigten Staaten Mailand, 6. November. In der norditalienischen Presse findet eine aus Newyork eingetroffene Nachricht starke Beachtung, die wie kaum etwas anderes das sinkende Vertrauen der britischen Plutokratenkaste auf einen günstigen Ausgang des von ihr angezettelten Krieges beleuchtet. Das verbreitetste amerikanische Wochenblatt, die„Newyork Saturday Evening Post“, meldet nämlich, daß die englische Königsfamilie zur Sicherung gegen„eventuelle. Mißgeschicke" Teile ihres Vermögens in amerikanischen Grundstücken angelegt habe.Auch andere englische Persönlichkeiten hätten in Newyork Grundstücke von hohem Wert angekauft, so daß z. B. die Häuser der berühmten Fifth=Avenue fast alle in englischen Besitz übergegangen seien. Die Königin Wilhelmine von Holland besitze ein ganzes Häuserviertel in Washington im besten Teile der Stadt. Trotz des Verbotes der Devisenausfuhr nähmen die Käufe der englischen Artstokratie ihren Fortgang. Ohne Zweifel, so schreibt hierzu das„Regime Fascista“, könnte das Vertrauen der herrschenden Klasse in den Sieg Großbritanniens nicht besser zum Ausdruck gebracht werden. Nur die Armen, die Tag und Nacht die deutschen Bombenangriffe über sich ergehen lassen müßten, hätten unter den Folgen des verbrecherischen Treibens der Leute vom Schlage Churchills, Edens, Coopers usw. zu leiden. Aber man moge nicht ein übertriebenes Vertrauen in die Langmut eines Volkes setzen. Auch das gezähmteste Tier könne tollwütig werden. Englische Bomben auf Monastir Dreiste Verdächtigung Italiens einwandfrei widerlegt Rom, 6. November. Zu der von ausländischer Seite gemeldeten Bombardierung der in Südserbien an der griechischen Grenze gelegenen Stadt Monastir durch unbekannte Flugzeuge erklärt Stefani, daß sicheren Unterlagen und Belegen zufolge die angreifenden Flugzeuge englische BlenheimBomber waren. Es sei von britischer Seite der Versuch unternommen worden, Italien diese unqualifizierbare Bombardierung zuzuschreiben. Dieser Versuch ist, wie die halbamtliche italienische Nachrichtenagentur einwandfrei nachweist, vollkommen fehlgeschlagen. Italien hat am gleichen Tage in der fraglichen Gegend eine einzige Bombardierung, nämlich die der griechischen Stadt Phlorina, durchgeführt. Die italienischen Behorden sind im Besitze von Aufnahmen, die unzweideutig beweisen, daß das getroffene Ziel tatsächlich Phlorina ist, eine Stadt, die leicht auf Grund ihrer Lage in der Nähe von Seen und anderer charakteristischer Geländepunkte erkannt werden kann. Man muß hinzufügen, daß die italienische Bombardierung= von Phlorina um 16.30 Uhr stattgefunden hat, während die Bombardierung von Monastir gegen 13 Uhr erfolgt sein soll. Von maßgebender italienischer Seite wird daher die von der englischen Propaganda verbreitete vollig willkürliche Behauptung, wonach italienische Flugzeuge die jugoslawische Stadt Monastir bombardiert haben sollen, auf Grund der Untersuchung der zuständigen italienischen Militärbehörde in aller Form bestritten. Wenn ein Bombenangriff auf Monastir tatsächlich erfolgt sein sollte, so könne er nur von Engländern unternommen worden sein. Italien habe zu Jugoslawien sehr herzliche Beziehungen und sehe darauf, sie weder trüben zu lassen noch zu trüben. Freitag Eröffnung der Ausstellung„Deutsche Größe“ in München Der Großdeutsche Rundfunk überträgt am Freitag, 8. November, von 16 bis 16.40 Uhr aus München die Eröffnung der Ausstellung„Deutsche Größe“, mit einer Rede des Reichsleiters Alfred Rosenberg. 4.=Abordnung in Bukarest Mittwoch mittag traf in Bukarest eine Gruppe von 200 Hitlerjungen ein, die am Donnerstag in Jassy an den großen Feierlichkeiten des 8. November teilnehmen, der der Gründungstag der legionären Bewegung und gleichzeitig der Namenstag des Königs ist. Schweizer Zeitungen in Italien verboten Der Verkauf Schweizer Zeitungen ist mit wenigen Ausnahmen bis auf weiteres in Italien verboten. Die Maßnahme wird von unterrichteter Seite mit der unfreundlichen Haltung der Schweizer und insbesondere der Westschweizer Blätter im italienisch=griechischen Konflikt begründet. Verdunkelungsanordnung in der Schweiz Wie das Schweizer Armeekommando mitteilt, wurde im Einvernehmen mit dem Bundesrat die allgemeine Verdunkelung mit Wirkung vom 7. November an für das ganze Gebiet der Schweiz angeordnet. Verlag und Drück: Laupenmühlen& Dierichs. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs(im Felde). Stellvertretender Hauptschriftleiter! Dr. Josef Schwermann Gute Cigaretten enthalten nur volldurchreifte Tabake*) ATIKAH 5 Zur Herstellung von Qualitäts-Cigaretten verwendet zschließlich die 9“ Bs“: Fabak: man ausschließ. Die oberen Biatter der Tadarpflanze, die der Sonne besser ausgesetzt sind und erst geerntet werden, wenn sie ganz durchreift sind. Vor der Verarbeitung werden sie noch—3 Jahre gelagert. Wenn alle Pracht der Gärten sich still verloren haf, aus grünen Mipfelbärten längst flel das letzte Blatt. dann trägt'm Diademe der Herbst zum Nebelkleid den Schmuck der Chrysantheme in herber Lieblichkeit. Was eines Jahres Biühen verschwenderisch uns bof, im letzten Farbensprühen der Chrysantheme loht. Was alles auch versunken an Schönheif, Glanz und Pracht, ihr feierfrommes Prunken * hält an den Gräbern Macht. Ein Licht in grauen Tagen, steht sie im Nebelflor und hebt die Totenklagen zum Himmel stumm empor, als ahne sie im Schauern und eigenen Vergehn, dass hinter allem Trauern der Hoffnung Sterne stehn. Sie führt das Jahr zu Grabe mit ihrem letzten Duft und sinkt als Dankesgabe an manche stille Gruft— Und knupff doch im Vergehen den Anfang an das End’. wenn hoch am Himmel stehen die Sterne des Aduent... WiIll Lindner Hans Friedrich Blunck liest aus eigenen Werken Der Altpräsident der Reichsschrifttumskammer liest auf Einladung der Volksbildungsstätte Bochum am Mittwoch, 13. November, um 19.30 Uhr, im Ernst=Mgrit= Arndt:Haus. an der Königsallee aus eigenen„Werken. Der Name Hans Friedrich Blunck gehört längst zu den bekanntesten der deutschen Dichtung der Gegenwart, und wie selten einer hat er es verstanden, in seinem Geschichtsroman,, seinen Legenden und Märchen sowie in seinen vielen sinnvollen Erzählungen die Sprache unseres Volkes so zu meistern, daß diese Werke bei alt und jung ein gleich freudiges Echo finden. Denken wir nur an seine großartige„Urvätersaga“, an die Trilogie „Werdendes Volk“, an den letzten Ordensritter„Wolter von Plettenberg“ und die prachtvolle Gestalt des Vandalenkönigs„Geiserich". Immer und überall steht Blunck mitten im kämpferischen Leben unseres Volkes und weiß uns ganz in den Bann dieses Geschehens zu ziehen. Wir erinnern uns seiner herrlichen niederdeutschen Balladen, seines Bühnenspiels um Jakob Leisler„Kampf um Newyork“ und wollen schließlich auch nicht seine Romane aus der Gegenwart vergessen, von denen insbesondere das soeben erschienene reife Werk„Die Jägerin“ genannt sei. Kein Bochumer lasse sich das einmalige Ereignis entgehen, Hans Friedrich Blunck persönlich kennenzulernen. Eintrittskarten sind in der KdF.=Verkaufsstelle. in den örtlichen Buchhandlungen sowie an der Abendkasse erhältlich. Ueber eine Fußbank gestürzt Dem Krankenhaus zugeführt wurde am Montag abend die 19jährige Hausangestellte Emma O. von der Dorstener Straße. Als sie Abendessen reichen wollte, glitt sie über eine Futzbank aus und kam so schwer zu Fall, daß sie sich einen Unterschenkelbruch zuzog, der Krankenhausbehandlung notwendig machte. Ser Wichtuntenee=rounnt Jeden Morgen fast um die gleiche Zeit klingelter— Vierhundert Kunden müssen an einem Vormittag bedient werden Frühmorgens zwischen vier und fünf Uhr, wenn viele tausend Volksgenossen durch den Wecker unbarmherzig aus dem Schlaf gerüttelt werden und kurze Zeit darauf den Weg zu ihren Arbeitsstellen antreten, ist auch schon der Milchhändler unterwegs. Auch er muß bei jedem Wetter, ob es regnet, stürmt oder schneit, heraus aus den warmen Federn, damit er seine Kunden pünktlich beliefern kann. Nicht nur die Hausfrauen erwarten ihn sehnsüchtig mit der Milch für ihre Kleinkinder, sondern auch viele Volksgenossen, die erst um sieben oder acht Uhr mit der Arbeit beginnen, um von ihm, so seltsam es klingen mag, geweckt zu werden. Man könnte sogar die Uhr nach ihm stellen, wenn alles so klappen würde, wie er es gern wünscht und wie es im Interesse aller Hausfrauen notwendig wäre. Die Sache hat aber einen Haken, der weniger bei dem Milchhändler als vielmehr bei den Hausfrauen zu suchen ist. Der Milchhändler verläßt jeden Morgen pünktlich auf die Sekunde sein warmes Bett, und eine kurze Zeit später steht er schon auf dem Milchhof, bezahlt seine Ware von dem vorhergehenden Tag und wartet dann an der Laderampe, bis er„drankommt“ und seine Milch in Empfang nehmen kann. Jeden Tag, fast um die gleiche Minute, fährt er ab, um frühzeitig seinen Bezirk zu erreichen. Dort angekommen, fängt die eigentliche Arbeit erst richtig an. Er drückt auf mehrere Klingeln zugleich, damit alle Milch begehrenden Hausfrauen mit den Töpfen und dem Kleingeld bereit stehen, weil er schnell wieder weiter muß. Manchmal klappt es ausgezeichnet, manchmal auch nicht. Vielfach stehen die Töpfe mit dem notwendigen Kleingeld vor der Tür und es kommt oft vor, daß der Milchhändler seine Kunden wochenlang, ja sogar monatelang nicht zu Gesicht bekommt. Das ist weiter nicht schlimm. Bedenklich wird die Angelegenheit erst, wenn keiner in dem betreffenden Hause die Haustür aufdrücken will und sich eine Hausfrau auf die andere verläßt. Als wir dieser Tage einen Milchhändler fragten, der schon eine langjährige Praxis hinter sich hat, ob morgens die Bedienung seiner Kunden reibungslos vonstatten ging, sagte er weder ja noch nein. Erst nach einer kleinen Pause— er hatte sich wahrscheinlich an diesem Vormittag wieder geärgert— erzählte er uns eine kleine Geschichte, die wert ist, verzeichnet zu werden. Da hatte sich ein Kunde beschwert, weil ausgerechnet er jeden Morgen von dem Milchhändler aus den Federn getrommelt wurde. Es war einer von denen, die sich selbst nicht leiden können und sich am frühen Morgen darüber ärgern, weil sie sich geärgert haben.„Warum", fragte er,„klingeln Sie immer bei mir an? Andere Leute bekommen von Ihnen doch auch ihre Milch, weshalb schellen Sie nicht bei denen?" Der Milchhändler mußte nun versprechen, am nächsten Morgen bei den„anderen Leuten" anzuklingeln. Gesagt, getan. Er hatte es zwar gut vorgehabt. um seinen„lieben Kunden", der im fünften Stock wohnt und jeden Morgen ein halbes Liter Magermilch bekommt, nicht noch mehr zu ärgern, aber er hatte nicht mit den verschlafenen Nachbarn gerechnet. Zweimal ließen sie es sich gefallen und drückten brav die Tür auf. Eines Tages aber klingelte der Milchhändler vergebens. Er mußte wieder bei dem verärgerten Kunden anschellen. Später stellte es sich heraus, daß die lieben Nachbarn einfach die Schelle abgestellt hatten, um nicht zu„mitternächtlicher“ Stunde und„nachtschlafender" Zeit geweckt zu werden. Keinem der geehrten Kundschaft konnte es der Milchhändler recht machen, denn sie brauchten erst um.55 Uhr aufzustehen und der Milchhändler kam schon um.45 Uhr:„Aber schließlich muß doch jemand die Tür aufdrücken", erklärte. der milch— von einer Familie zur anderen, bis die bereits leeren Kannen in seinem Wagen anzeigen, daß er bald mit dieser Arbeit fertig ist. Er ist immer freundlich und wird nicht einmal böse, wenn er mühsam mit seinen Milchkannen einen Kunden im fünften Stockwerk erreicht hat und nun erfahren muß, daß man für heute keine Milch benötigt. Hat er dann gegen 13 Uhr mit einer Hilfe etwa 400 Kunden beliefert, ist er rechtschaffen müde, denn das Treppensteigen strengt an. Nachmittags macht er seine schriftlichen Arbeiten. Er führt über jeden Kunden genau Buch, damit seine Frau oder seine Gehilfin sofort die Arbeit übernehmen können, wenn er durch irgendeinen Umstand verhindert würde Nachdem er noch mit besonderer Sorgfalt die Milchkannen gereinigt hat, kann er sich endlich der wohlverdienten Ruhe hingeben. Und nach kurzer Zeit rappelt wieder der Wecker, dann fängt das Tagewerk von neuem an. Treppauf treppab... Wetten, daß das für Oma sogar Vollmilch wird? Milchhändler. Ja, hier war guter Rat teuer. Energisch sagte er dann, wenn am nächsten Tag die Tür nicht sofort aufgedrückt würde, brächte er überhaupt keine Milch mehr. Diese Entschlossenheit wirkte Wunder. Die Leute dieses Hauses wurden sich einig darüber, daß jede Woche abwechselnd einer der Bewohner„Milchdienst" hat und der Betreffende dann den automatischen Türöffner in Tätigkeit setzen müsse. Von dieser Zeit an hat es in diesem Hause ausgezeichnet geklappt. Daß man von dem Milchhändler in sölchen Fällen, die sich zum Glück nur ganz selten ereignen, keine ist selbstverständlich, denn an salsch ol ochelal alde Pgeitek aod bes ber Milchhändler ganz genau und deshalb ist er eifrig bemüht, alle seine Kunden früh genug zu bedienen. Es geht treppauf, treppab, immer mit zwei Milchkannen bewaffnet— eine enthält Magermilch, die andere VollGesetz ist Gesetz Aufnahmen: Brüning Und immer, wenn eine Kanne leer ist, steht eine andere auf dem Wagen bereit, um wieder zehn Liter Milch zu spenden. und Eigennat Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Die Kriegsverordnungen und Kriegsgesetze sind für alle da. Es darf sich niemand darüber hinwegsetzen, richt in Berührung zu kommen. zu Se sisr donr den Kolgen Eeiche. keit" ist zudem sehr fragwürdig, da sie leicht auch mit Eigennutz verbunden sein kann. Es mag sein, daß manche Milchhändler nicht widerstandsfähig genug sind gegenüber den wiederholten Bitten ihrer Kundschaft, aber die Milchabnehmer sollten auch selbst so viel Haltung in dieser Zeit zeigen, die Milchvertreiber nicht auf Abwege zu führen. Was dabei herauskommt, sind Kosten und viel Aerger. Ein solcher Milchhändler setzt unter Umständen seine Existenz aufs Spiel, er fängt zu manschen an. Dem einen Kunden tut er gut, den anderen aber schädigt er. Das geht eben nicht. Bei einer Milchkontrolle ergab sich, daß ein Milchhändler Vollmilch und Magermilch zusammengeschüttet hatte. Das Gemisch verkaufte er als Vollmilch. Wer diese Milch bekam, war natürlich geschädigt; denn er zahlte einen zu hohen Preis. Andere wieder bekamen die erübrigte Vollmilch, die ihnen gar nicht zustand. Solche Dinge sind unhaltbar. Besonders, wo Säuglinge oder Kleinkinder vorhanden sind, können bedenkliche Folgen eintreten, auf die näher einzugehen, hier nicht nötig ist. Jetzt hatte das Gericht das Urteil zu sprechen. Es wurden 200 Mark Geldstrafe festgesetzt nebst Urteilsim Keime zu ersticken. Die KriegsDa stehen nun die Milchtöpfe, das Geld schon abgezählt auf einem Teller, und warten auf das süße Naßz. „Gutmütigkeit im Keime zu ersticken. Die Kriegs verordnungen sind für alle bindend. Niemand hat das Recht, sie nach eigenem Gutdünken oder nach geschäftlichen Rücksichten abzuändern. Wer Vollmilch verlangen kann, dem steht sie zu und der muß sie auch unverfälscht bekommen. Die anderen haben darauf kein Anrecht, und wenn sie den Milchhändler zu Uebertretungen verleiten, so sind sie unter Umständen ebenfalls schuldig, Die Kontrolle muß scharf sein, sonst kämen wir leicht zu gänzlich unhaltbaren Verhältnissen in der Winterieden in Eierpart Das Interesse der Bochumer an ihrem Tierpark ist auch im Winter noch erfreulich rege. Die schönen Oktobertage brachten lebhaften Besuch, und das feiste Eselein wurde nicht müde, auf seinem geduldigen Rücken Mägdlein und Büblein als stolze Reiter zu tragen im Paßschritt. Etwas anders als zur Sommerzeit ist freilich das Treiben im Tierpark nun, wo es kälter geworden und an manchen Tagen die Luft feucht und rauh ist. Die Gehege der Singvögel, in denen sonst ein munteres Leben herrscht, beherbergen nur noch gefiederte Sänger, die auch bei uns im Winter in der freien Natur verbleiben; die Zugvögel haben ihr behaglich erwärmtes Winterquartier im Vogelhaus bezogen. Sie zwitschern und piepsen und fliegen lustig umher und haben kein Verlangen, in die Ferne au ziehen. Fernweh aber scheint Störche, Kraniche und Reiher erfaßt zu haben, die melancholisch am Rande des Teiches stehen. in dem frohgemut die Enten gründeln. Zuchs und Dachs und die große Pardelkatze blinzeln aus warmen Ecken den Besucher an, indessen die quicklebendigen„Waschbären in ihrem dicken Pelz der Kälte spotten und bettelnd am Gitter auf und ab Uettern. Der Iltis spielt Verstecken wie der Marder. Ergötzlich ist das Treiben der schon tüchtig herangewachsenen jungen Bären, deren große Vettern im Bärenzwinger gemessen einherwatscheln, Gaben heischend für ihren rlahgenden Magen. Traulich nähern sich der hege teilen mußten mit der Schar der Bronzeputen. Allerlei Kaninchenrassen sind die Lieblinge der Jugend. Im Exotenhaus träumen Flamingos und Löffelreiher von fernen Gestaden, Papageien und Kakadus kreischen, Wellensittiche und verschiedene Exoten erfreuen durch ihr buntes Gefieder. Stur hocken Uhus und Eulen in ihren Winkeln: Adler, Bussarde, Habichte und Weihe äugen sonderes Vergnügen daran gefunden, mit seinem FutterVinimmer verlahgenden Magen. Traulich nähern sich dem Besucher die Bergziegen und Heidschnucken, die ihr Genapf durch Hin= und Herschieben einen Höllenspektakel zu vollführen, den die Amazonen durch ihr Gekreisch zu überbieten trachten. Still ist es dagegen im Aquarium, denn Fische sind stumm. All die vielen Arten Fische fühlen sich hier wohl, denn Kalt= wie Warmwasserfische haben in ihren kristallklaren Becken die Temperatur, die ihnen zusagt. Bereichert sind die Sammlungen durch interessante Neuerwerbungen, wie beispielsweise die schönen Prachtkarpfen. Im Hühnerhof ist es auch stiller geworden, die Fasanerie aber ist belebt von den in herrlichen Farben einherstolzierenden Ziervögeln. Fleißig hämmern die Spechte an knorrigen Stämmen, die Rabenvögel wie die Tauben allerlei Art lassen sich nicht vom Wetter beeinflussen und leben unbekümmert in den Tag hinein. Viel Mühe und Arbeit erfordert die Hege und Pflege all der Geschöpfe, deren Leben und Treiben die Besucher des Tierparks immer aufs neue fesselt. Milchversorgung. Das aber würde eine große Gefahr für die Allgemeinheit bedeuten. Extrawürfte gibt's nicht Von einem Arbeitgeber sollte man in erster Linie voraussetzen, daß er die Verordnungen über den Wechsel des Arbeitsplatzes kennt und daß da das Arbeitsamt ein entscheidendes Wort mitzusprechen hat. Dagegen hatte ein Arbeitgeber gefehlt und brachte dadurch sich und den Arbeiter, den er einfach mit auf eine Arbeitsstelle an der Wasserkante nahm, obwohl er wußte, daß er solches nicht ohne vorherige Lösung der älteren Verpflichtungen durfte, in eine sehr schiefe Lage. Jetzt standen beide vor dem Strafrichter. Der Arbeiter war allerdings vom Erscheinen an Gerichtsstelle entbunden. Der Arbeitgeber entschuldigte sich damit, daß er damals noch nicht so genau im Bilde war und nur irrtümlich gefehlt habe. Die Zeugenvernehmung ergab jedoch, daß er vom Arbeitsamt mehrfach ins Bild gesetzt worden war, daß er sich aber an diese Belehrungen nicht kehrte. Bei dieser Sachlage hielt der Richter eine empfindliche Geldstrafe für durchaus angebracht und setzte sie gegen den Hauptschuldigen, den Arbeitgeber, auf 200 Mark fest, gegen den Arbeitnehmer auf 100 Mark. Gesetz ist eben Gesetz, es darf weder der eine noch der andere Teil aus irgendwelchen Gründen für sich eine Extrawurst in Anspruch nehmen. Wenn die Sirene ertönt... Auch die Verdunkelungsvorschriften sind ohne Ausnahme genau zu beachten. Besonders wenn Luftgefahr verkündet ist, muß man mit Licht sehr vorsichtig umgehen. Auch das vorübergehende Geleucht einer Taschenlampe kann verräterisch wirken und schwere, Folgen für eine ganze Stadt nach sich ziehen. Naß- Kalt ster NIVEA Oenn Niveo-Creme schützt Ihre Haut und erhält sie glatt und geschmeidig. endlich jeder einzelne begriffen haben. Was hatte der Angeklagte denn auch aus Neugier oder sonst einem Grunde das gegenüberliegende Haus anzuleuchten? Was gab es dort so„Interessantes" zu sehen? Nun, der Strafbefehl hatte auf nur zehn Mark gelautet. Dagegen erhoh der Empfs„nicht gewesen sein,„„Die Zeugen müßten sich getäuscht haben. Aber sie blieben vor Gericht mit einer Bestimmtheit dabei, daß jeder Zweifel für den Richter daher kein 5öht gurde, wozu noch die Terminkosten treten; denn dieser Einspruch gegen eine milde Buße erschien dem Richter denn doch gänzlich unverständlich. M. F. Das Goldene Treudienst=Ehrenzeichen verliehen dienstecgorenzeschen i“ Erlaß vom 29. Juni das TreuBilsterer und g; dez verlieden en de Smdtentht. ##gase##.## sneg von der Freiderr=hom=SteinOverschule für Mädchen. Durch den gleichen Elaß erhielten das Treudienst=Ehrenzeichen in Silber der Studienrat Aldekamp und die Lyzealoberlehrerin Klocke von der gleichen Schule, der Oderstudiendirektor Dr. Hüper und die Oberschullehrer Polo und Rods von der Heinrich=von=KleistSchule, Oberschule für Jungen. der Studienrat Haberlas von der Bismarckschule. Oderschule für Jungen. der Oberschulledrer Klinkdart und die Studienrätin Dr. Frohn von der Schillerschule, Oderschule für Mädchen. Megugge sallerieMoltke. „Köniaxtigen nd den us, und den gese eine das ge — * Jugenddiensipflicht Erfassung des Jahrganges 1923 Der Führer hat am 1. Dezember 1936 das Gesetz über die Hitler=Jugend erlassen, durch das die gesamte deutsche Jugend in der Hitler=Jugend zusammengefaßt Der Jugendführer des Deutschen Reiches hat den Jahrgang 1923 zur Dienstpflicht aufgerufen. Im Gebiet und Obergau Westfalen(9) werden ir Ven Eidoneien Stadten Horde 22.Puugzeok. Lanlf set Sit, Vrite Ktlsgrioneradschalt Aut eine Wläagrige Tätiokeit im Schuldtenst konnten in, SoiFhschnltt Ost. die Kameradschaft, die die böchste Anzabt diesen Tagen drei Lehrer im bietigen Oryzemp#ebigen, der besten und stegreichen Schüben gestell vat. Folgende s bug e. e, eove, Do Hegiug 2 Hennff, Han, Kameraden wurden ausgezeiohnetz, Pwald Weis,Jgs, Ugg. in noverstraße, und Marie Trimborn, Röblinapauier Karl. Schlaboch,„Johann, Lannissek, Hermgln, Moler,„Jeden Monaten November und Dezember 1940 die Ers Straße. Des silbernen Dienstjubiläums dieser bewahrien m fassungsappelle in allen Bannen und Untergauen Lehrkräfte wurde in ehrender Weise gedacht. Stadtteil Riemke Von der Reichsbahndirektion Essen wurden die Bediensteten Röse und Alibaus zu Siellwerksmeistern beför Stadtteil Weitmar dert. Klüting die Ebrung vor und bob in seinen Ausführungen günstige Abschneiden der Kameradschaft bei diesem Personal=Nachrichten Der auf der Dorstener Straße 195 wohnende Berginvalide Wilbelm Bischofi seiert am heutigen Donnerstag seinen 45 Geburtstag. Er ist geborener Bochumer und liest auch beute noch sein Heimatblatt, den„BA“. mit großem Interesse. durchgeführt.„.n Garsen umd Wähelu baß Wir erwarten von aulen Jungen und Madein, daß sie der Aufforderung, in der Gemeinschaft nationalsozialistischer Jugendbewegung ihre Pflicht für Führer und Volk zu erfüllen, freudig nachkommen. Die Führerin des Obergaues Westfalen(9) Käthe Schoneweg, Obergauführerin. Der.=Führer des Gebietes Westfalen(): Wilhelm van Ogpen, Bannführer. consen“ gütz bre: SOL1 „Soltit“ gibt den Schuhsohlen Sfache Haltbarkeit und macht sie wasserdicht! zak. Hermann Moller, hann Köring. Max Honke. Peter Schafer, Johann Targowin. Heinrich Besser, Kuri Seitz, Viktor Balzer und An= Ode dreas Urhöfer. Im Anschluß hieran hielt Kamerad große Schlieper einen interessanten Vortrag über das Fern=! Städt geschütz im Weltkrieg. Bochumer Veranstaltungen chübe im bützenbof aufführen, und zwar die großangelegte sinsonische „Das Meer“ von Nicodé. für Männerchor, Tolo, oßes, Orchester und Orgel. unter Mitwirkung des gesamten dtischen Orchesters. Paul van der Hurts Sie singen für due Kriegs=WHW. Schon immer waren die Wettmarer Sänger mit Freude dabei, wenn es galt, das deutsche Lied zu pflegen oder#s in den Dienst einer guten Sache gepzebent. as kam auch Stadtteil Gerthe Das Sturmabzeichen verliehen bekommen Dem Leutnant Friedrich S Materialienverwalters Friedrich Schmuck, Bi Gerthe, Böpinghauser, Hellweg 96. ber uer Iuparr:: Soolgemgtuggt„Saugxtoxteinggung. und Männergesang. in einer Vorausabteilung einer Panzerjägerkompanie verein„Frobsinn“ stattfand. Beschlossen wurde, am 24. Heute:„Schuß im Rampenlicht.“ Kriminalschauspiel„Schuß im Rampenlicht“, das in der vorigen Spielzeit besonders erfolgreich war. wird auch heute abend mit seiner spannenden und wirksamen Gestaltung eines Kriminalfalles ein zahlreiches Publikum interessteren. Die Inszenierung besorgte Viktor Ablers. Cwu6, Sotag, des borziser Vesäinschreribebrechug, zen Ausdruck, Vezeie fesia ein tsdenein Sitegeliss Progtann 56 der ols Zugführer Eborgemeinschaft Sängervereinigung“ und Männergesang= rung, und zwar wird das Häusler=Quartett Meisterwerke von eingesetzt war, wurde das Sturmabzeichen verliehen. Ein Gummikabel gestohlen In der Nacht zum 2. November wurde auf einem Wert in Bochum Geribe ein 50 Meter langes Gummisabelg##e Zentimeter start, mit vier unverzinkten Kupferadern(Litzen) gestohlen. Sachdienliche Mitteilungen, die zur Ermittlung des Täters führen können. nimmt die Kriminalpolizet in Bochum=Gertbe entgegen. Abteilungsleiter Ernst Schotte, Hiltrover, Landwehr 80 geb. Erfolg der Schulsparkassen Die Einführung der Schulsparkassen hat sich auch in Bochum gut bewährt, und nennenswerte, Beträge sind hereits der Sparkasse augeflossen. Besonders rege war Schüler am November im Saal Wagner an der Karl=Friedrich=Straße ein Kriegs=Winterbilfskonzert zu veranstalten. Hierbei wird auch das Streichorchester der Bochumer Schutzvollzeilgpelle mitwirken. Dem Freunde schöner Musik und eines klangvollen Liedes werden also schöne Stunden bevorstehen. Hierfür bürgt nicht zuletzt der gute Ruf der beiden Chore. wohnhaft, konnte bei der Bergbau=AG. Lothringen sein 25jähriges Dienstsubiläum seiern. Dem Jubilar wurden zu seinem Ehrentage mancherlei Ehrungen zuteil. Stadtteil Grumme=Böde In seinem Vereinsheim tagte der Geflügelzüchterverein Grimme=Bödes unter Leitung seines 2. Vorsibzers,,„=Fax, g bewährt, und nennenswerte, Beträge sind übischen Vereinsbesprecpugegg, stend, Z46„cPheesen Pepis partage augersonen. Beiosoerg rene war und Autgugp hgorgehenden Gezisgelschauen ein. Zu der die Entnahme von Sparmarten, seizens der Schüler am gxpeiterten Schau des Kreises wurden die Anmeldesormulare lebten deutschen Spartag am 30. Oktober. Da die Be verteift, die in der nächsten Versammlung zusammen mit gen deutung dieses Tages für unsere gesamte Volkswirt= Legelisten wieder abgegeben werden. Den Schluß der Vervinterricht nahegebracht war, scmumlung bildete eine Aussprache über die die Züchter zuvereits der die Entnahme von schaft den Kindern im Unterricht nahegebracht war, stellte sich ein erfreulicher Erfolg ein. Auch in den Schulsystemen, die vorzugsweise von Kindern körperlich arbeitender Volksgenossen besucht werden, wurden am deutschen Spartag den Verhältnissen entsprechend erhebliche Umsätze erzielt. Daß die Sparkassenverwaltung den Kindern das Sparen noch besonders schmackhaft macht durch wertvolle zeitnahe Bildgaben und anregende sammlung bildete eine Aussprache über die teressierenden Fragen. Der Verein steht mit seinen Tieren auf einer beachtenswerten Höhe. Stadtteil Langendreer Der Don=Kosaken=Chor sang in Langendreer Im Rahmen des Feierabendwerkes sand am Sonntag nebenbei bemerkt“ 68 in. der„Lichtburg“ für die Gesolgsezzt, der Zestegsghmisn und beiehrende Spieze, sei nur nevenpei(gehganfe, Es eine gebaltvese, HrTgustaltug,grühungsansprache darauf u, eltge bent hargez. Joh,. der, oong., Hatalialer 9. zas is das aiel des Feiergzgestergs ui uialterlch i(wvole Veranstaltugg,„Pguingsassriebsvpinurtz on dern wies in seiner Begrngwggfeg ge##hon Tarvereitigten vin, daß es das Ziel des Feiergthggrgtierles jei, von bietungen rein unterbaltenden Charakters u,#zngtlertsch wertvollen Veranstaltungen zu führen. Soigenten egnid Auftreten der vierzehn Sänger mit ihrem Dirigenten Jwanof machte einen vorzüclichonet zuit pez schnegrlage liche Leistung war nur als ausgezeichnet zragier deg Liedes Schulsparkassen dank des Einsatzes aller Stellen sich segensreich auswirkt. Lebervrütung der Schutraume(sig, Leug, vezasgsiessechshase onguche unvonn gier zeianglighen Mintel riser Die Bie. gen Kellerräume durch die Polizei und den Reichsluftund Ausnutung aue z„inier aufs naue wieder mit. Die merksamen Zuhörer immer, aufs neue wieder mit. Die Weite der russischen Landschaft und die verhaltene und leidende Schwermut der russischen Volksseele wurden wirtungsvoll zum Ausdruck gebracht.„Sämtliche Lieder wurden in russischer Sprache vorgetragen und wirkten so nur durch Haeführt. den Klang. Der erste Teil war Liedern, geistlichen, Inschusbung aurchgeug Verwalter und sanstige Ver= valts gewidmet, während im zweiten und dritten Teil des Alle Hauseigentümer; Herzoatrer und sonstige vot= Zrogramms Voltslieder zum Vortrag gelangten. fügungsberechtigte sind verpflichtet und werden hier diese künstlerisch wertvolle Veranstaltung nur als mit ausdrücklichst aufgefordert, den mit den Kontrollen zeichnen. Ein Zeichen dafür war der äußerst berzliche Beibeauftragten Polizeibeamten und Amtsträgern des Reichsluftschutzbundes, die sich durch Uniform oder Amtsträgerausweis ausweisen, unbeschränkten Zutritt zu den Kellerräumen zu gestatten. über Noch einmal Brandplätichen In der Luftschutz=Kriegsausstellung in die wir eingehend verichtet haben, in Langendreer, waren auch Brandplättchen zu sehen. Damit nun keine irrige Auffassung entsteht, sei zur Aufklärung noch einmal darauf asung enttebt, Hiesgev Hraudpichtiechen leicht entzündich sind und bei" biete Peinwpirtung von Licht oder fall der den Sängern und ihrem Dirigenten von den zahlreichen Zuhörern gespendet wurde. Stadtteil Werne Im Kameradschaftsheim Reinert hielt die Dritte Kriegerkameradschaft einen außerordentlichen Appell ab. Ein besonderer Gruß galt dem Kreisschießwart Klüting der zur Verleihung der Ehrennadeln erschienen war. Nach Bekanntgabe der Parolebefehle verbreitete sich Kameradschaftsführer Weitz über die jetzigen Aufnahmebedingungen in die Krsiegerkameradschalt. Feegen##es er au weihe im Parkhaus vin. Fechtwarr Otto Zenker, gab dann einen ausführlichen Bericht über zdie Sammlung für die Kyffhäuserwaisen, deren Ergebnis als Wärme brennen. Größte Vorsicht ist daher am Platze. angesprochen werden kann. Dann nahm Stadtteil Linden=Dahlhausen Ihren 84. Geburtstag kann Frau Witwe Anna Bludau, Karbau— die bei ihrer Tochter Martha Leipski, Im Wolffsfeld 25, den Lebensabend verbringt—, bei noch auter körperlicher und geistiger Frische heute feiern. Mit Stelz trägt sie das goldene Ehrenkreuz der deutschen Mutter, denn neun Kindern schenkte sie das Leben; von diesen leben heute noch drei Söhne und eine Tochter. Zwei Söhne gaben im Weltkrieg ihr Leben für das Vaterland. Die Altersjubilarin wurde in Bürgerwalde, Kreis Braunsbera(Ostpreußen), geboren. Beim Einfall der Russen in Ostpreußen 1914 mußte ihr Mann sein Lebenelassen, sie selber mußte Hab und Gut lassen und flüchten. Im Jahre 1921 kam sie nach Westfalen. Zum Geburtstage werden der Hochbetagten viele Glückwünsche zugeben aus dem Verwandten= und Bekanntenkreise. Auch wir wünschen dem greisen Geburtstagskinde— das zu der Leserschaft des„BA“ zählt— noch manches Jahr bei der gleichen Gesundheit wie heute.— 72 Jahre alt wird am gleichen Tage Frau Friederike Müller, geb. Römbild. Dahlhausen, Scharpenseelstraße 14 wohnhaft. Ihre Ehe war mit 12 Kindern gesegnet, davon leben heute noch neun, fünf Söhne und vier Töchter. Mit diesen bringen 26 Enkel und vier Urenkelkinder ihre Glückwünsche zum Geburtstage dar. Auch sie. trägt das goldene Ehrenkreuz der deutschen Mutter. Aus dem Nachbargeviel Stadt Wattenscheid Aus der DAF. Am 7. November tagen bei Bohnenkamp die Klempner=, Elektriker=, Schmiede= und Schlossermeister, während am 11. November die Bezirksmeister, Ortshandwerksmeister und Fachschaftswalter der Fachabteilung„Das deutsche Handwerk" zusammenkommen. Stadt Wanne=Eickel Mit dem E. K. II ausgezeichnet Für besondere Tapferkeit vor dem Feinde erhielt der Sanitätsunteroffizier Horst Hoffmann, AdolfHitler=Straße 9, das E. K. II. 20 587,98 RM. kamen zusammen Bei der 3. Reichsstraßensammlung am verftossegen Wochenende setzten sich die Männer von SA., H. und RSFK. so fleißig ein, daß trotz des schlechten Wetters 20 587,98 RM. zusammenkamen, also 7000 RM. mehr als bei der gleichen Sammlung im Vorjahr. Der Opferbereitschaft der Bevölkerung von Wanne=Eickel und Wattenscheid ist das gute Ergebnis bester Ausdruck.— Am heutigen Donnerstag können die Eheleute Theodor Tewes und Frau. Maria geb. Hülshoff, das schöne Fest der goldenen Hochzeit feiern. Opa Tewes hat 44 Jahre als Bergmann treu seine Pflicht getan. Oma Tewes trägt das silberne Ehrenkrenz der deutschen Mutter. Sieben Kinder und 13 Enkel gehören zu den Gratulanten.— Das Fest der Silberhochzeit feierten die Eheleute Ewald Heihaus, Wibbeltstraße 8. Novak. Borodin und Dvorak zu Gehör bringen. Von den zwei Erstauffübrungen wird besonders das 2. Streichquartett von Novak hervorzuheben sein. mit welchem wieder einmal der Beweis angetreten wird, daß die zeitgenössischen Komponisten dem Publikum weit mehr zu sagen haben, als allgemein ungenommen wird. Bochumer Verbände und Vereine Sauerländischer Gebirgsverein. In gewohnter Weise werden auch im zweiten Kriegswinter die Wanderungen und Heimabende fortgesetzt. Auf dem letzten Heimabend am Dienstag in der„Uhle“ richtete Bezirksführer Kurt Döring Grüße aus von dem Abteilungsführer Loewer. der in Norwegen, im Lande der Mitternachtssonne, dienstliche ausfübrt. Vortringe,„Bzit Plergef, und launige„inschagte ülltei des Wanderfreunges Att„cheriggg sowie Gemezupgge licher Gesang frischer Wandernever füllten den gemütvollen Abend aus. Aus der ASDAp. NS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk Freitag, 8. November Kreis. 16 Uhr: Nachmittags=Arbeitsgemeinschaft für alle Ortskindergruppenleiterinnen im Turnsaal der Klosterschule, am Plas der SA.— Ortsgruteg,##rsesenbruch. 17 Uhr: Sprechstunde der Ortsfrauenschaftenererg im Heim, Metzstraße.— Hunscheidtsfeld. Der angesetzte Spielnachmittag der Kindergruppe fällt aus.— Weitmar=Bärendorf. 15 Uhr: Backnachmittag in der Kreisküche, Wittener Str. 21. — Dahlhausen. 16 Uhr: Nähkursus„Neues aus Altem“. — Hamme. 16 Uhr: Zusammenkunft der Frauenschaft (Werbeveranstaltung der Kindergruppe) im Saale Gahlensche Straße.— Gerthe. 16 Uhr: Mütterschulungskursus „Säuglingspflege“ in der Heinrich=von=Kleist=Schule. Werne. 15 bis 17 Uhr: Mütterschulungskursus„Wie erziehe und beschäftige ich mein Kind?“ in der Werksfürsorge der Zeche„Robert Müser“.— Erbhof. 19.30 Uhr: Jugendgruppe. Basteln in der Mütterschule, Bochum, Freiligrath= straße 5. durch Freude“. „Der gestirnte Himmel über uns“ Eines der gewaltigsten Naturerlebnisse nicht gebunden an Frühling oder Sommer, an Meeresufer oder Bergeshöhen, täglich gegenwärtig auch dem Menschen der Großstadt, ist der gestirnte Himmel über uns. Seit der Verdunkelung wird mancher Großstädter erstmals seinen Blick fragend emporgerichtet haben zu dem ewigen Stexnenrund Abnungen von der unergründlichen Pracht und Tiefe des Weltalls mögen dabei manchem gekommen sein, aber zu spärlich ist vielfach das Wissen um die staunenerregenden Wunder des Himmels, unnahbar scheint die Astronomie, die Wissenschaft von der Sternenwelt vielen Menschen zu sein. So ergab sich für die Volksbildungsstätte Bochum die dankbare Aufgabe, in einer Arbeitsgemeinschaft hineinzuführen in das Zauberreich der Astronomie.. Die Arbeitsgemeinschaft beginnt am Mittwoch, 20. November, abends 19 Uhr, in der Bismarckschule an der Königsallee(nicht, wie im Arbeitsplan angegeben, am Freitag, 15. November 1940). Anmeldungen für die Teilnahme an dieser Arbeitsgemeinschaft nimmt die Geschäftsstelle der Volksbildungsstätte, Verwaltungsakademie. Wittener Straße 61, schriftlich bis zum 16 November entgegen. Roman von Hans „Oder soll ich Frau Schlafwagenschaffner werden und irgendwo sitzen und warten, bis du, mein Gemahl, dann von einer Fahrt heimkehrst in unser kleines, ach bescheidenes Glück? Nein, das war einmal mein Traum, so dumm es heute klingen mag, wenn ich es ausspreche. Ich kann das alles nicht mehr— es nicht denken, es nicht hoffen oder fürchten, verstehst du, ich kann es nicht mehr.“ Dr. 1666Ari Sie hatte ihm diese Satze zugeschrien. Und sie hatten Olaf wirklich getroffen...„oder soll ich Frau Schlafwagenschaffner werden und irgen sitzen und warten, bis du, mein Gemayt, pann von einer Fahrt heimkehrst in unser kleines, ach so bescheijünd soll ich wieder fortfahren, dich für immer verlieren und niemals wiedersehen und zudem, noch denken, daß du dich noch einmal diesem St. Martin ver... nein, das kann ich nicht. Lorenza. Du mußt frei sein!" „Warte auf mich, Olaf, ich habe eine Verabredung Jetzt fiel Olaf auch diese Geschichte wieder ein. Er wollte gerade aufbrausen, da fiel ihm Lorenza scho „Sei beruhigt, ich helfe ihm, ich bin seine Verbünden Telephon surrte. Sie bekamen beide einen Schreck, dachten beide dasselbe: Roger St. Martin ist zurückgekommen. Olaf war blaß, und sogar Lorenzas Hand zitterte ein wenig, als sie den worer nahm. „Ich muß Sie unbedingt sehen, Lorenza. Ich habe mich um neun Uhr mit Bruck verabredet. Ich habe außerordentlich interessante Nachrichten von St. Martin. Wann können Sie kommen?" „Ich bin jetzt mit Bruck zum Fünfuhrtee verabredet. Ich denke, daß ich um sieben Uhr bei Ihnen sein kann.“ Und dann sagte sie, zu Olaf gewandt:„Es war Lean. Ich werde dich vor acht oder neun Uhr nicht sehen können. Warte auf mich.“ Lorenza kam zu spät zu ihrer Verabredung mit . Harald Bruck.„Clifford Lean hat Hier, in der Zeitung liegt ein Brief. Lesen Sie ihn vorsichtig. En u „Nicht nötig, ich weiß schon. Er hat mich eben angerufen und will mich noch vorher sprechen. Er hätte außerordentlich interessante Nachrichten von Roger St. Martin. Glauben Sie mir, Senorita Aguirre sich bin in heftiger Unruhe und tiefer Sorge wegen der Gischichten, die dieser St. Martin drüben angezettelt haben lag. Sie müssen bedenken, die ganze arabische Welt befindet sich in einer latenten Revolution, in einer andauernden Krise, in einer ungeheuren Anspannung der Nerven. Die Zahl der Ueberfälle, ja der Morde aus fanatischem Rassestolz, aus Haß gegen die fremden Ausbeuter und Unterdrücker ist immerhin beunruhigend: Copyright by Carl Duncher Verlag. Berlin W 35 Erasmus Fischer verstehe Sie ausgezeichnet, Herr Bruck. Aber glauben Sie mir, das Wartenkönnen bis zum richtigen Augenblick, um dann den Gegner desto.sicherer zu vernichten, gehört zur hohen Strategie.“ „Ich muß wiederholen, was ich schon einmal festgestellt habe, Sie reden wie ein Mann, Sie denken und handeln auch wie ein Mann.“ „Aber ich fühle wie eine Frau.“ „Das habe ich nie bezweifelt, Senorita. Das weiß man, wenn man sie nur einmal sieht.“ „Ich werde Sie nach meiner Unterredung mit Lean irgendwie zu erreichen versuchen. Es ist möglich, daß ich Ihnen wertvolle Tips geben kann. Bleiben Sie am besten zwischen sieben und neun in Ihrem Zimmer.“ Die Musik spielte einen Tango. Harald Bruck tanzte mit Lorentzg, Agerper, vie Lorenza Aguirre kam. Er entschloß sich, liebenswürdig zu sein. Er wäre in dieser Stunde sogar bereit gewesen, schatmant zu sein, aber das konnte er „Ich beglückwünsche Sie, Lorenza. Sie haben Ihre Sache ausgezeichnet gemacht. Der Mann muß ja heftig in. Sie verliebt sein. Glauben Sie übrigens, daß er jetzt, da er meinen Brief bekommen hat, mißtrauisch ist und einen Zusammenhang zwischen mir und Ihnen wittert?“ noch heute „Wann wird er hier sein?" „Ich weiß es nicht genau. Vielleicht nacht. Spätestens jedoch morgen früh." „Mister Lean, ich mische mich nicht in Ihre Geschäfte, ich kritisiere auch nicht Ihre Methoden, aber ich glaube, ich gebe Ihnen dieses Mal keinen schlechten Rat, wenn ich Ihnen sage, daß dieser Bruck nicht zu unterschätzen ist. Der ist nicht aus Holz, sondern aus Lorenzg.„Ich, sagte „Nein, Mr. Lean. Dieser Harald Bruck „Ich, danke Ihnen„aufrichtig, Lorenu macht nach Ihnen ja schon; ich will sein Bestes. 4# rienreise nach es auch will, ist mir zweifelhaft. Aber Oob St. Marrin einundzwanzig Jahren seine erste Ferienreise, nach es auch will, ist mir zweifelhgft. Aber jetzt ist es Zeit. Europa, seinen ersten Ausflug in die Freiheit, der ist Ich muß mich umkleiden.“ Lorenza lief mehr, als sie so glücklich, abenteuerlustig und heiter, daß er gar keine Gedanken für derlei komplizierte Vorgänge hat. Er hat mir zwar von seinem Großhandel erzählt, aber kein Wort sonst von Geschäften. Er macht— Ferien vom Ich, scheint mir. Im liebsten würde er morgen früh mit mir irgendwohin fahren, nach Venedig oder an den Plattensee oder sonstwohin.“ Clifford Lean erwähnte kein Wort von dem Schlafwagenschaffner. Er lehnte sich in seinem Stuhl, der am offenen Fenster stand, zurück, bat Lorenza, etwas näher zu rücken, da er nicht laut sprechen könne, und begann seinen Plan zu entwickeln. „Ich werde heute abend Herrn Bruck mein Angebot machen. Er wird sicher in seiner Antwort, erst recht aber in seiner Ablehnung auf seine Oelbohrungen hinweisen, denn sie sind ja für ihn der einzige Grund, gerade diesen an sich unfruchtbaren Boden behalten zu wallen. Ich werde ihm daraufhin erklären, daß es Niemand sah ihnen an, daß, ihre zu den.g beiße rade diesen an sich unfruchtbaren. Zerreißen gespangz, zwaren. Sie verstanden es veior, wonten.“ I#xtbe uimm etumem ennegranes sich ,vorbildlich zu beherrschernich,.ch von Zeit zu Zeit theoretisch natürlich möglich ist, daß er dort Und sie vergaßen sogar nicht, sich von Zeit zu Zeit anzulächeln und mit zarten Blicken und behutsamen Gesten so zu tun, als wären sie das glücklichste Liebespaar der Welt. Vor Clifford Lean stand der auffallend=unauffällige Mann und erstattete Bericht,gganschaffners und „Was sagen Sie? Ein Schlafwagenschaffner? Und er ging zu Senorita Aguirre ins Zimmer und verließ es erst nach drei Stunden? Irren Sie sich auch nicht? Verwechseln Sie den Mann auch nicht mit diesem Bruck?“ Aber der Beobachter war seiner Sache ganz sicher. Er hatte sich nach der Eintragung erkundigt und sogar *„Das ist immerhin ungewöhnlich und interesant. Glauben Sie, daß Sie es allein schaffen werden? Sonst nehmen Sie sich noch ein oder zwei Leute. Es ist mir wichtig, über jeden Vorgang auf das genaueste orienDer Detektiv versprach, sich einen Gehilfen zu engagieren, verbeugte sich devot und ging. 2, Clifford Lean verspürte Lorenza gegenubet nicht das leiseste Mißtrauen. Sie arbeitete so sicher, umsichtig und raffiniert, daß man sie nur bewundern konnte. Die ihm lächerlich erscheinende Liebesgeschichte mit dem Schlafwagenschaffner, offenbar ein Weekendausflug der Gefühle, war allerdings gefährlich, denn Roger S. Martin mußte bald zurückkehren, und er war wie alle von der Natur mit wenigen körperlichen Vorzügen bedachten Männer von einer unerträglichen Eifersucht. Wenn er Lorenza wenigstens liebte, dann hätte Clifford Lean, der Gefühle überhaupt und große und starke Gefühle insbesondere als Gedankenverschwendung empfand, mühsam etwas Verständnis für St. Martin aufgebracht. Aber er liebte sie nicht wie einen Menschen, wie eine Frau, sondern wie einen kostbaren(im materiellen Sinne kostbaren) Gegenstand, auf den er seine ausschließlichen Besitzerrechte geltend machte. Clifford Lean fand immer mehr, daß Roger St. Martin eine eigenen Blutes. Sie können sich nicht vorstellen, welche gerächtliche Kreatur, wäre, ein Mann und Mensch ohne Stcv rechten Leit ausgestreutes Gerucht sformat. Clirforo Lean hatte Martin jedenfaus durch Verträge und Kredite fest in der Hand. Und er war Foigen, ein zur rechlen Zeu „heiche N Zeir ausgestreutes Gerucht haben kann, ja, welche Panik es sogar hervorzurufen vermag! Es ist schon eine verdammte Geschichte. Wenn ich mich nur rühren könnte, wenn ich mit meinem Freunde Hendricks in Verbindung treten dürfte, um jeder Intrige oder Schweinerei, entschuldigen Sie die barten Worte, vorzubeugen. Dieses zur Untätigkeit Verdammtsein macht die Nerven mürbe!" entschlossen, ihn so schnell wie nur möglich fallen zu lassen, ja, mehr noch, er war bereit, das unabänderliche Schicksal dieses Mittelmäßigen zu beschleunigen. Und er hatte ihn nicht umsonst nach Bagdad und Kirkuk geschickt. Hier waren Kohlen aus dem Feuer zu holen, und man konnte sich verdammt leicht verbrennen. theoretisch narürlich möglich ist, daß er dort Dei finoet, es praktisch aber für ihn wenig Wert hat, da der Petrol=Trust ihm sofort jede Ausfuhrmöglichkeit und jede Absatzauelle verschließen würde. Kein Land, das der Petrol=Trust beliefert, würde ihm Kredit zur Einrichtung der Raffinerien und zum Ankauf einer Tankschiffflotte geben, ohne sich der Gefahr des Boykotts durch uns auszusetzen. Findet er also Oel, so aibt es für ihn wiederum nur einen Partner: den PetrolTrust. Bleibt er also trotz der verlockensten Angebote bei seiner Weigerung, mir das Land zu verkaufen, so schlage ich ihm vor. daß er mir die Durchführung seiner Pipe=Line gegen Gebühren gestattet und mit mir einen Vertrag schließt, wonach zwischen ihm und der PetroTrust=Company die Ausbeutung epentueller Oelvorkommen geteilt wird. Antwortet er darauf auch abschlägig, so erkläre ich ihm, daß wir sofort und mit aller Macht auf alle Länder, die seine Datteln und zugleich unser Oel abnehmen, einen Druck ausüben werden. Und wenn auch das nicht hilft, dann allerdings sehe ich schwarz für Herrn Harald Bruck, denn Roger St. Martin befindet sich auf dem Flua hierher und mit ihm fliegen Neuigkeiten und Nachrichten, die dem Oelmagnatentraum des Herrn Bruck unter Umständen ein jähes Ende bereiten dürften— wenn ich es will.“ :„Wieso? Sind Sie entschlossen, Gewalt anzuwenden?" „Aber Sie sind doch auch davon durchdrungen, daß Sie einen glatten Betrugsversuch—“ „Halt, Lorenza, ich verbiete Ihnen, dergleichen Beleidigungen auszusprechen. Ich dulde das nicht. Ich bin Kaufmann, ich unterhalte einen ausgedehnten Nachrichtendienst, der sehr viel Geld kostet. Ich verdanke es also meinem Organisationstalent, daß ich früher als dieser Herr Bruck von den Oelvorkommen erfahren habe. Ich biete ihm Geld für seinen Grund und Boden. Alles das ist juristisch völlig einwandfrei und unanfechtbar. Wenn er sich mit konstanter Bosheit weigert. Vernunft anzunehmen, liegt es nicht mehr in meiner Macht, zu verhindern, wenn etwas Unvorhergesehenes geschieht.“ „Sie reden in Mirakeln. Sie wissen doch längst, was Unvorhergesehenes geschehen könnte, Mister Lean.“ „Nein, ich habe nur das Gefühl, es wäre für Herrn Bruck, sagen wir einmal, gesundheitlich vorteilhafter, Vernunft anzunehmen und zu verkaufen. Ihr und mein Kreund St. Martin neigt im Gegensatz zu mir ging, in ihr Zimmer. Sie mußte Harald Bruck warnen— sie hatte Clifford Lean noch niemals so brutal entschlossen gesehen. Sie wußte, wozu St. Martin fähig war, und mußte vorsichtig sein. Und dann noch eines: Olaf mußte abreisen. Heute nacht noch. St. Martin würde ihn einfach über den Haufen schießen, wenn er ihn womöglich in flagranti erwischte. Und Olaf war ebenfalls unberechenbar, wie nur ein blind Verliebter oder blind Liebender es sein konnte. Lorenza spürte, wie die Entscheidungen näherrückten. Sie spürte auch, wie gefährlich und wie endgültig sie sogar dieses Mal sein würden— für sie und die anderen. * Tief unter dem viermotorigen Riesenflugzeug Clifford Leans schimmerte, von dem Purpurball der ertrinkenden Sonne überglänzt, das Schwarze Meer. In der Kabine war es unerträglich heiß. Roger St. Martin hatte das Gefühl, als wären Rumpf und Tragflächen glühend. 92 Imo#grr. Er sah vor sich die beiden Flugzeugfuhrer in ihren weißen Tropenuniformen, wie sie ruhig über den Kurs und das Wetter sprachen. Hin und wieder brachte ihm der Steward einen Zettel vom Pilotensitz, auf dem alles Wissenswerte angegeben war: die Fluggeschwindigkeit, die Höhe, die Windstärke und natürlich die Position. Sie mußten eine schwere Gewitterfront umfliegen, die von der Adria über Cetinje und Sofia in Richtung Constanza zog. Von den verschiedenen Flugplätzen kamen bereits die radiotelegraphischen Warnungen. Der Bordfunker überbrachte Roger St. Martin ein Chiffretelegramm von Clifford Lean. Der Franzose war nicht der einzige Passagier an Bord dieses Flugzeuges: während er an der rechten Seite saß und einen phantastischen Blick über das Meer und hinüber bis Sewastopol hatte, während er sich fast ununterbrochen mit allen Anzeichen einer heftigen Nervosität den Schweiß vom Gesicht wischte und ein Glas Eiswasser nach dem anderen trank, saß der zweite Passagier still und unbeweglich, und seine statuenhafte, versteinerte Ruhe hätte vielleicht nicht nur Roger St. Martin unheimlich gefunden. Der Mann trug zwar einen europäischen Anzug, aber man erkannte sofort, daß er ihm ungewohnt war. Jede seiner Bewegungen, die er machte wonn er ging und die Rager St Martin Freuso zu Brachialgewalt.“ die er machte, wenn er ging, und die moger St. Me vor dem Abflug sorgfältig beobachtet hatte, verriet es. Seine Hautfarbe war tiefbraun, seine Augen hatten ein müdes Feuer, seine Hände waren lang und schmal und man wußte, wenn man sie einmal ansah. daß in ihnen eine furchtbare Kraft steckte. Omar el Issouf galt als einer der fanatischsten Verfechter der großarabischen Idee und erbitterter Feind Englands. Dieser Mann saß also in dem Flugzeua Clifford Leans, den man als Prototyp englischer Wirtschaftspolitiker bezeichnen könnte, denn er verfolgte bei allen kaufmännischen Transaktionen drei Grundsätze: den eigenen materiellen Vorteil, die Stärkung des politischen Machtbereiches Großbritanniens und die damit verbundene Schwächung anderer Völker und Staaten durch die gefährlichste Waffe der Welt— das Geld. Omar el Issouf war ein Fanatiker; er gehörte zu den Männern, die lächelnd und erhaben gestorben wären, wenn mit diesem Sterben eine Tat verbunden war, die dem eigenen Volk diente. Wörtsetzung folgt.) Der große Turn-Länderkampf in Berlin am 10. November Der Start in die Winterkampfzeit unserer Turner stellt die deutsche Nationalriege im Länderkampf gegen Fiunland gleich vor eine der schwierigsten Aufgaben. Die finnischen Turner haben einen großen Ruf, gewannen den ersten Länderkampf mit Deutschland im November 1935 in Helsinki mit 346,8:344,15 Punkten und belegten bei den Hiympischen Spielen 1936 in Berlin in der Mannschaftswertung den dritten Platz und rangierten damit hinter Deutschland, das auch die beiden nächsten Länderkämpfe im Frübjahr 1937 in Hamburg mit 344,85:340:60 und im November 1938 in Helsinki mit 346,60:340,50 Punkten gewann. Das Ergebuts all dieser Kämpfe zeigt deutlich, wie schwer die Auseinandersetzungen gewesen sind und in wel dem Maße jeder Punkt seine Bedeutung hatte. Der jetzige Länderkampf, der am Sonntag in der Berliner Deutschlandhalle vor sich geht, dürfte einen nicht weniger harten Kampf bringen, auch wenn man berücksichtigt, daß Finnland zwei seiner besten Turner verloren hat; vor allem Uosikkinen dürfte so schnell nicht zu ersetzen sein. Aber die Finnen haben auch siets einen ausgezeschneten Nachwuchs gehabt, und„sie haben die vergangenen Wochen zu umfangreichen und intensiven Vorbereitungen benutzt, so daß es ihnen gelungen ist, ihre Mannschaft in die beste Form zu briugen. Zwar soll das letzte Prüfungsturnen nicht alle Wünsche erfüllt haben, aber das will nicht allzu viel besagen, denn im Länderkampf wird sich obne Zweisel der bekannte finnische Kampfgeist durchsetzen. Dabei muß man bedenken, daß die Finnen gerade im Kürturnen ihre besondere Stärke hatten, und der Länderkampf fordert ja nur diese. Unsere deutsche Auswahl wird sich also auf einen schweren Kampf gesaßt machen müssen. Sie erscheint jedoch ausreichend gerüstet, zwei Lehrgänge mit harter Einzelarbeit und das Prüfungsturnen des vergangenen Sonntags in Weimar haben eine Festigung der Form jedes einzelnen Auserwählten und eine Verbesserung der einen oder anderen Schwäche ergeben. Dazu kommt, daß es sich ausnahmslos um erfahrene Turner handelt, die schon in manchem Länderkampf gestanden vaben, so daß Ueberraschungen größeren Ausmaßes von vornherein ziemlich ausgeschlossen sind. Wenn jeder seine normale Form erreicht, wird der Gesamtsieg wieder an Deutschland fallen. Die beiden Mannschaften werden sich in folgender Bejetzung gegenübertreten: #n Punkte„sehr gut“; 2.„Pandin von Haus Schütting“(Besitzer und Führer Otto Müller), 96 Punkte„sehr gut“. 3.„Alma von Haus Schlegel"(Besitzer und Führer Ewald Somon), 95 Punkte„sehr gut". Schutzhund I: 1.„Asta“(Besitzer und Führer August Kischkel), 95 Punkte„sehr gut“; 2.„Anni von Haus Schlegel“(Besitzer und Führer Otto Günia). 94 Punkte„sehr gut“: 3.„Cito“(Besitzer Otto Döbler Führer Karl Pfeiser). 86 Punkte„gut“; 4.„Arras“(Besitzerin Elli Achenbach, Führer August Kischtel), 84 Punkte„gut“; 5.„Castor vom Heidelbacher Hof“(Besitzerin Luise Hoffmann, Führer Ludwig Mertens), 83 Punkte„gut“. Tschammerpokal-Endspiel am 1. Dezember im Olympiastadion Der großdeutsche Vereinskampf der Fußballmannschaften um den Pokal des Reichssportführers erreicht am 1. Dezember seinen Höhepunkt. An diesem Tage findet das Endspiel statt, das nach Bekanntgabe des Reichssachamtes wieder im Bertiner Olympiastadson veranstaltet wird. Unsere Fechter für Kopenhagen Die deutsche Ländermannschaft für die Begegnung mit Dänemark am 30. November und 1. Dezember in Kopenhagen wurde wie folgt aufgestellt: Florett: Dr. Fraß von Friedenfeldt, Richard Liebscher (beide Berlin), Kurt Waal(Zella=Mehlis), Julius Eisenecker(Frankfurt a..). Degen: Josef Losert Otto Schröder, Erwin Kroggel (alle Berlin), Kurt Knöbel(Dresden), Siegfried Lerdon (Frankfurt a..). Säbel: Dr. Fraßz von Friedenfeldt, Richard Liebscher, Josef Losert(alle Berlin). Julius Eisenecker, Siegfried Lerson(beide Frankfurt a..), Frauen: Florett: Lilo Allgaver, Haas(beide Offenbach), Fellcitas Dietrich(Berlin), Leni Höfer(Leipzig), Juliane Müller(Göttingen). Bühemerks Randbahmannschaftgegen Beutschlund Finnland: Heilki Savolainen Esa Seeste Aale Saarvala Einari Teräsvirta Eino Tukiainen Eelis Martikainen Kalevi Laitinen Aimo Tanner Ersatz: Gunnar Karma Deutschland: Alfred Müller(Leuna) (Eugen Göggel(Stuttgart) Franz Beckert(Neustadt) Innozenz Stangl(Münch.) Kurt Krötzsch(Lützen) Kurt Haustein(Leipzig) Feldw. Karl Stadel(Konstanz) Funker Walter Steffens (Lüdenscheid) Ersatz: Flieger Willi Stadel (Konstanz) An jedem Gerät turnen acht Turner jeder Mannschaft, von denen aber nur die sechs besten Leistungen gewertet werden. Gegen Ungarns tarke Ringer Der Doppel=Länderkampf in Budapest Nach dem erfolgreichen Länderkampf gegen Dänemark am vergangenen Wochenende in München stehi unsere NationalRingerstaffel diesmal vor einer noch schwierigeren Aufgabe. In Budapest kämpft unsere Staffel in beiden Stilarten gegen Ungarns starke Ringer, die auf eigener Matte kaum zu schlagen sein werden. Ueber die Kampfkraft der Magvaren kann man sich das rechte Bild machen, wenn man bedentt, daß die deutschen Ringer erst einmal in sechs Begegnungen erfolgreich sein konnten. Zwar waren die Riederlagen mit jeweils:4 Punkten recht knapp, aber ihre nur einmal unterbrochene Regelmäßigkeit stellt doch den Ungarn das beste Zeugnis aus. Die sechs bisherigen Begegnungen verteilen sich zu je drei auf die beiden Stilarten. Im griechisch= römischen Stil trafen sich die beiden Ländermannschaften erstmalig 1932 beim Länderturnier in Stockbolm, wo die Ungarn:3 siegten. Im Jahre 1934 holte Deutschland in Ludwigshafen mit:1 Punkten den bisher einzigen Sieg heraus. Im April des vergangenen Jahres gab es in Wels mit:4 wieder eine knappe Niederlage. Die drei Begegnungen im freien Stil gingen sämtlich:4 verloren, erstmals am 11. Mai 1938 in Budapest, dann beim Vierländerturnier in Stockholm im Sepiember und schließlich am 16. November des vergangenen Jahres in München. Die deutsche Staffel ist auf Grund der Erfahrungen beim Länderkampf gegen Dänemark und des voraufgegangenen Lehrganges ausgewählt worden, sie wurde in dieser Woche in Ebenhausen noch einem Sondertraining unterzogen. Die Schwierigkeit ihrer Aufgabe liegt wohl in erster Linie darin, daß jeder Ringer in beiden Stilarten anzütreten hat und so höchste Anforderungen an seine Vielseitigkeit gestellt werden. Es ist nicht daran zu zweifeln, daß sich vor allem unsere Soldaten mit besten Kräften einsetzen werden, aber ob es zu einem Sieg langen wird, erscheint sehr zweifelhaft. Vom Bantam= bis Schwergewicht vertreten die deutschen Farben: Pulheim, Schmitz, Nettesheim(alle Köln). Schäfer (Ludwigshasen), L. Schweickert(Berlin), Ehret(Ludwigshasen), und Müller(Bamberg). Die ungarische Mannschaft ist bis zur Stunde noch nicht bekannt geworden. Kanu-Dreiländerkampf Für den im emenden Jahr zwischen Deutschland. Schweden und Finnland geplanten Kanu=Dreiländerkampf hat der mit der Ausrichtung betraute schwedische Verband den 9. und 10. August als Termin vorgeschlagen. Schauplatz des Treffens wird die Regattastrecke in den Schären von Barholm bei Stockholm sein, wo im Jahre 1938 die Weltmeisterschaften veranstaltet wurden. Reichsprüfungskämpfe der Schwimmer in Stuttgart „Die Reichsprüfungskämpfe im Schwimmen der HJ. und des BDM, werden im Rahmen der Hallenkampfspiele vom 1. bis 6. April in Stuttgart durchgeführt. Die Reichsjugendführung hat fölgende Lehrgänge für Schwimmen, Springen und Wasserball angesetzt: 19. November bis 24. November: Wasserball in Darmstadt: 26. Novemder bis 1. Dezember: Springen in Innsbruck; 21. bis 26. Januar: Wasserball in Leipzig: 28. Januar bis 2. Februar: Springen 2 J. in Bayreuth; 18. bis 23. Februar: Schwimmen in Schreckenstein; 25. Februar bis 2. März: Schwimmen 2J. in Döbeln oder Leipzig. Hundeprütung im Zillertal Ein schöner Erfolg der Fachschaft Gebrauchshunde Die Ortsgruppe Bochum=Riemke in der Fachschaft Gebrauchsbunde hielt in dem Gelände um das Zillertal ihre diesjahrige Hundeprüfung ab, die sich auf zwel Prüfungsklassen für Schutzhunde und auf drei Prüsungsklassen für Schutzhündinnen erstreckte. Prüsungsleiter war Karl Bervar, während Prüfungsrichter Lienenlücke die einzelnen Tiere richtete. Durch ungünstige Umstände war die Arbeit der Führer wie auch der Hunde sehr erschwert. Dennoch muß das Ergebnis der Prüfung als sehr gut bezeichnet werden. In der höchsten Leistungsklasse„Schutzhund III“ wurde die Schäferhündin„Anka von Haus Lohe“ Siegerin. Die Ergebnisse der einzelnen Prüfungsklassen waren: Schutzhund III: 1.„Anka von Haus Lobe“(Besitzer Heinrich Hoffmann. Führer Karl Bervar), 90 Punkte„sehr gut“; 2.„Egon von Württemberg"(Besitzer Emil Hardtke, Führer Karl Pfeiser), 81 Punkte„gut“. Schutzhund II: 1.„Bella“(Besitzer und Führer Hermann Schimmel), 98 Für den 6. Handball=Länderkampf mit Deutschland am 17. November in Kopenhagen, dem Tage des deutsch=dänischen Fußballspiels in Hamburg, hat Dänemark seine Mannschaft bereits wie folgt aufgestellt: Ludig Fieldsted Erlin Andersen Ole Philipsen Ove Jörrner Heuri Christensen Egon Sander Erik Christensen Georg Dahlseldt, Aage Madson Knnd Lundberg Rolf Branckhorst Mit Ausnahme des linken Läufers, des Mittelstürmers und des linken Angriffsflügels ist dies die gleiche Els., die im letzten Kampf am 8. Oktober 1939 in Leipzig mit:11 Toren unterlag. Bent Jakobsen, der damals halblinks stürmte, ferner Erik Sörensen und Egon Nielsen stehen als Ersatzleute bereit. Sämtliche Spieler nehmen noch an einem mehrtägigen Lehrgang teil und werden zum Abschluß ein Uebungsspiel gegen eine Kopenbagener Stadtelf austragen. Gegen Dänemarks Handballspieler haben wir bereits fünf Länderspiele durchgeführt, die sämtlich gewonnen wurden. Die Ergebnisse der vier Treffen im Feldhandball waren 16:5, 11:2,:3 und 11:7. Den einzigen Hallenkampf entschied unsere Mannschaft mit 11:3 zu ihren Gunsten. Wieder Vollblutzucht im Elsaß Im wieder deutschen Elsaß faßt jetzt mit der Wirtschaft auch der Sport wieder sesten Fuß. Gleichzeitig hält auch eines unserer bedeutendsten Vollblutgestüte in dieses Gebiet wieder seinen Einzug. Die von Richard Hansel im Gestüt Walburg begründete Vollblutzucht, die seit 1914 zwischenzeitlich in Rohrenfeld und zuletzt in Lausenburg untergebracht war, kehrt an die Stätte ihres Ursprungs zurück. Obwohl der Stall Haniel infolge des mehrfachen Die Heimat will der Front würdig sein— Denkt an das Kriegs=Winterhilfswerk! Wechselns seiner Zuchtstätte zeitweise schwere Rückschläge in der Güte seines Materials in Kauf nehmen mußte, hat Frau von Haniel noch einmal die Verlegung nach Walburg gewagt, wo die wertvolle Zucht nach 26jähriger Abwesenheit wieder bodenständig werden soll. Helga Grauthoffs Rekord anerkannt Der von der Bochumerin Helga Grauthoff am 1. Oktober 1940 in Duisburg aufgestellte deutsche Rekord im 200-MeterBrustschwimmen von.58,3 Minuten ist jetzt vom Reichsfachamt als neue deutsche Höchstleistung anerkannt worden." TARIEGSWINTEKHILFSWERK1P4OAA Traditionsecke Die Kameradschaft der Fußer 7 und anderer schwerartillertstischer Formationen hai mit ihrem letzten Monatsappell das Programm für das Winterhalbjahr 1940/41 begonnen. Eingeleitet wurde dies mit einem Vortrage des Kreispropagandaobmanns Kaup vom Kreiskriegerverband über die kriegspolitische und außenpolitische Lage, wie sie sich sehr günstig für Deutschland in dem jetzigen Kriege ergebe. Diese Lage verbürge uns den unweigerlich endgültigen deutschen Sieg. In den nächsten Appellen sollen diese Uebersichten über die seweilige Lage fortgesetzt werden. Die Kameradschaft 137er trat zu einem gut besuchten Appell im Kameradschaftsheim Hasselkuß an. Nach dem Gedenken an die Gesallenen des Weltkrieges und des jetzigen Krieges berichtete der Kameradschaftsführer über das Ergebnis der letzten Schnellsammlung zugunsten der Kriegerwaisenheime des NS.=Reichskriegerbundes. Es soll eine Reisesparkasse angelegt werden, um im nächsten Jahre eine gemeinsame Kameradschaftsreise zu der in diesem Kriege befreiten Garnison der 157er nach Diedenhofen zu unternehmen. Kreispropagandaobmann Kaup gab in einem ausführlichen Vortrage eine Uebersicht über die kriegspolitischen und außendiplomatischen Erfolge Deutschlands in den letzten Wochen. Dor hottel der Farmer Ein Talsachenbericht vom Segen und Fluch des welzens Von ANTON GELDNER VII. Der Untersuchungsausschuß In einem Konferenzzimmer des Wirtschaftsdepartements in Washington saßen sechs Männer. Vor jedem vor ihnen lagen auf dem grünbespannten Tisch Aktenstücke und Notizblöcke. Die sechs Männer saßen bereits seit Stunden hier und berieten. An den Fenstern rüttelte ein wütender Sturm, und gegen die Scheiben trommelte mit schweren Tropfen trister Herbstregen. Wenn einer dieser Männer sprach, schien es, als gälte die Aufmerksamkeit der anderen nicht ihm, sondern dem strömenden Regen, der draußen niederging. „Meine Herren“, sagte Professor Trenton, der den Vorsitz der Konferenz hatte,„wir müssen endlich zu Ende kommen, schließlich sind wir keine gemütliche Kaffeegesellschaft, sondern ein Untersuchungsausschuß— wollten Sie etwas sagen, Herr Senator?“ unterbrach er sich und sah einen der Heryen fragend an. „Ja, das wollte ich“, sagte Senator Flynn grimmig und stand auf.„Ich habe lange genug zugehört, und will nun meine Meinung sagen, Die anderen Herren am Tisch setzten sich aufrechter und sahen Senator Flynn aufmerksam und erwartungsvoll an. „Wir sind hier“, fuhr der aggressiv fort,„zusammengekommen, um über Mr. Carleton zu richten. Wir sollen entscheiden, ob er in seinem Amt belassen werden soll oder nicht. Meine Herren, ich schäme mich, daß ich den Auftrag, an diesem Untersuchungsausschuß teilzunehmen, überhaupt angenommen habe. Irgendeiner der karrierehungvigen Beamten aus Carletons Abteilung, irgendeiner dieser bedeutungslosen Menschen, die ihm ihre Existenz überhaupt verdanken und dessen beschränkte Welt die Ordnung der Akten ist, setzt dem Landwirtschaftsminister den Floh ins Ohr sein Chef Carleton vernachlässige sein Amt; private Schulden belasten ihn so sehr, daß die Arbeitskraft darunter leidet: Carleton sei aufgerieben von privaten Sorgen und verzettele sich in privaten Geschäften, er sei daher als Leiter seines Amtes fehl am Platze." „Gut, es mag richtig sein, daß Carletons verzweifelte Sorgen ihn bei seiner amtlichen Arbeit so bedrücken. Wir wöllen nicht sentimental sein und gelten lassen, daß das Maß seiner Arbeitskrft nicht so ausgenutzt wird, wie es eigentlich notwendig wäre. Aber richtiger ist, zu bedenken, daß das, was er bisher geschaffn hat, weit über alles hinausgeht, was man von einem Beamten erwartet. Fahren Sie einmal hinaus nach Kansas oder Nebraska oder Dakota oder Minesota und sehen Sie sich da um. Freilich, nirgends werden Sie dort eine Tafel finden, die Ihnen von dem einsamen Kampf und großen Sieg Carletons, der den Hunger und die Armut bezwang, erzählt. Aber das unübersehbare goldene Meer herrlichen Weizens, aus dem das Brot für mehr als 50 Millionen Amerikaner stammt. ist Carletons Werk, und ist zugleich das unvergleichlichste Denkmal für einen großen Menschen. „Ich sagte Ihnen, meine Herren, ich schäme mich, Sie und ganz Amerika müßte sich schämen. Carleton hat Hunderttausende Farmer wieder zuversichtlich und glücklich gemacht, und er selbst ist krank und müde von Sorgen und Verzweiflung und Armut. In Chikago baut man für 20 Millionen Dollar einen Palast als Börse für Weizen, für Carletons Weizen— und ihn trieben seine Gläubiger aus seinem kleinen Haus. Er mußte froh sein, in einer jämmerlichen Holzhütte unten am Pontomar=Fluß unterzukommen. Ich sage Ihnen, meine Heren, an dem Tage, da ein Untersuchungsausschuß Carleton verurteilt, müßte die amerikanische Nation drüben auf dem Kapitol Halbmast flaggen. Und ich bin überzeugt, daß von dem Tage ab eine höhere Gerechtigkeit Gericht halten wird über uns Menschen, die wir einen Mann, der Millionen Hungernden Brot gab, dem Hungertode auslieferten. So, und nun machen Sie, was Sie wollen. Aber ohne mich." Senator Flynn holte tief Atem, dann machte er eine leichte Verbeugung, drehte sich um und ging mit schweren, zornigen Schritten aus dem Zimmer. Die Männer des Untersuchungsausschusses saßen mit gesenkten Köpfen erschreckt und schweigsam da. Und es dauerte lange, bis Professor Trenton fragte:„Nun, hat einer der Herren noch etwas zu sagen?" Erst schwiegen alle ratlos. Dann sagte Newton leise und nachdenklich mit gesenktem Kopf:„Ich glaube, das Beste wäre, wir lassen die ganze Sache fallen. Die Anklagen gegen Mr. Carleton stehen wirklich in keinem Verhältnis zu seinen Verdiensten." Professor Trenton sah die Männer fragend an, er sah, wie alle Köpfe zustimmend nickten. Draußen hatten Regen und Sturm nachgelassen. Die Sonne war wieder durchgebrochen. Ein goldener Strahl fiel flimmernd auf den Tisch. „Dann können wir die Sitzung also schließen“, sagte Professor Trenton erlöst. Ein Mann wied vernoschiedet Der Landwirtschaftsminister empfing Carleton kühl und ohne Lächeln. „Sie haben mich rufen lassen, Herr Minister", fragte Carleton leise. „Ja, nehmen Sie doch Platz“, sagte der Minister farblos und unpersönlich. Carleton spürte sein Herz bis zum Halse klopften. So hatte ihn der Minister noch nie empfangen. Mit ängstlicher Erwartung sah er zu, wie der Minister einige Schreiben aus seiner Briefmappe nahm, sie mit gerunzelter Stirn las und ihm dann ein unzufriedenes Gesicht zuwandte. „Sie haben, Mr. Carleton“, sagte der Minister empört,„in der letzten Zeit mehrfach Anlaß zur Unzufriedenheit gegeben. Es wurde bereits öfters darüber geklagt, daß Ihre Leistungen als Abteilungschef den Aufgaben und Bedürfnissen der Abteilung nicht gerecht würden, weil Sie Ihre Berufspflichten privaten Interessen unterordnen. Wir haben bis jetzt darauf verzichtet, zu prüfen, inwieweit sich diese privaten Interessen mit den Anforderungen eines guten Beamten vertragen. Denn wir haben bedacht, daß Sie lange Zeit als wertvoller Beamter an Ihrem Platz gestanden haben. Aber nun teilte mir ein einflußreiches Kongreßmitglied mit, daß es Informationen habe, wonach Sie als Beamter des Landwirtschaftsdepartements sich von Weizengroßhändlern einige tausend Dollar entliehen haben sollen. Stimmt das Mr. Carleton?“, „Ja, es stimmt, Herr. Minister“, gab Carleton gequält zu.„Aber verzeihen Sie, wenn ich das erwähne, es ist doch schließlich nicht außergewöhnlich, wenn...“ Schröff unterbrach ihn der Minister.„Ich erlaube mir darüber anderer Meinung zu sein. Außerdem handelt es sich hier um einen besonders gelagerten Fall. Jene Herren, es handelt sich um drei, und die Gesamtsumme ist rund 7000 Dollar— Sie sehen, ich bin gut informiert—. also jene Herren, die Ihnen das Geld liehen, gehören einer Partei an, die in schärfster Opposition zur Regierung steht. Ihre Verbindung zu ihnen muß doch, vorsichtig ausgedrückt, sehr sonderbar berühren.“ Carletons Gesicht wurde rot und blaß und seine Stimme zitterte vor Erregung:„Herr Minister, es hat mich nie interessiert, welcher Partei die Herren angehören. Sie sind seit vielen Jahren meine persönlichen Freunde und es gibt keinen Grund, der...“ „Ich weiß, Mr. Carleton", unterbrach ihn ungeduldig der Minister,„Sie wollen doch sagen, es gäbe keinen Grund, anzunehmen, daß diese Geldtransaktion mehr als eine rein freundschaftliche Angelegenheit sei. Gut. Ich will Ihnen glauben. Aber ich bin dabei überzeugt, daß, wenn die Sache in die Presse kommt, Ihnen kein Mensch Ihre Aussage glaubt. Warum, um alles in der Welt, haben Sie als Beamter es notwendig, sich Gelder auszuleihen. Können Sie mir das erklären? Sie haben doch ein auskömmliches Gehalt.“ Carletons Kehle war wie zugeschnürt, sein Kopf brannte und schmerzte. Er dachte aufgewühlt an die langen Jahre verzweifelten Sorgens. Während seine Kollegen auf dem Amt jahrein, jahraus bequem über ihren Akten gesessen haben, war er in der Welt herumvagabundiert, durch Hitze und Kälte; er hatte Einsamkeit, Unverstandensein, Widerstand und offenen Hohn ertragen müssen. Er hätte nun mit Recht sagen können: „Ich habe von meinem schäbigen Gehalt das Grundkapital hergegeben, aus dem der Reichtum hunderttausender Farmer und Weizenhändler und Spekulanten stammt. Denn die amerikanische Regierung hat keinen Cent dafür hergegeben, als ich den Weizen aus Rußland holte.“ Aber Carleton sagte es nicht. Er sagte auch nichts von der Verzweiflung und Not der letzten Zeit, von den schwindelnden Aerzterechnungen für seine Tochter, die einen großen Teil seines Gehalts fraßen, nichts von der schweren Erkrankung seines ältesten Sohnes. Carleton hätte erzählen können, daß er, als er vor einigen Wochen mit wilder Angst das Ergebnis einer Operation seines Sohnes erwartete, die Nachricht von dem Tode seiner Tochter bekommen hatte. Er hätte erzählen können, daß er nicht einmal Geld zu einem würdigen Erdbegräbnis gehabt hatte und daß er, als seine Tochter verbrannt wurde, ohnmächtig zusammengebrochen war. Aber er schwieg hilflos und gehetzt. „Mir ist es ja schließlich gleichgültig, was Sie mit Ihrem Gehalt anfangen“, sagte heftig der Minister, der durch Carletons Schweigen erbittert war.„Aber ich kann keine Schulden= und Spekulationswirtschaft der Beamten des Ministeriums dulden. Sie müssen also zusehen, Mr. Carleton, daß Ihre Geldverhältnisse wieder in Ordnung kommen. Und zwar bald und endgültig.“ Carleton nickte nur hoffnungslos. „Ich habe mich daher entschlossen“, fuhr der Minister mit erhobener Stimme fort,„Ihnen einen Urlaub von drei Monaten zu geben. Nach diesen drei Monaten müssen Sie vollkommen schuldenfrei sein, wenn Sie weiter zum Beamtenstab des Ministeriums gehören wollen.“ Der Minister wartete, ob Carleton darauf etwas zu sagen habe. Aber der saß wie gelähmt in seinem Sessel. Sein Gesicht war verfallen und grau. Und nur ein leises Zittern seines Schnurrbartes veriret, daß noch Leben in ihm war. „So, das war alles, was ich Ihnen zu sagen hatte, Mr. Carleton", sagte abschließend der Minister. Carleton stand schwerfällig auf, grüßte leise und ging schwankend zur Tür. „Noch etwas, Mr. Carleton“, rief ihm der Minister nach:„Ich habe vergessen, zu betonen, daß Ihr Urlaub selbstverständlich nicht bezahlt wird. Auf Wiedersehen!" (Fortsetzung folgt.) Leig: 200 g Weizenmehl. 6 g(2 geste. Teel.) Dr. Oether„Bachin“, 25 g(1 gehäuster Estl.) Zucher, 1 Dächchen Dr. Oether Danillinzucher. 1 Swweist. ½2 Eigeld, 3 Eslöffel entrahmte Frischmülch, 30 g Margarine oder Schweineschmalt. Füllung:+) 750 g Apfel. 30 g Horinthen oder Rosineh, 1/4 Fläschchen Dr. Oether RumAroma, 1 Dächchen Dr. Oether Danillinzucher, 50. 75 g(•3 gehäuste Efl.) Zucher. Zum Bestreichen: V2 Eigelb. Souhftr.mmsogfarahufer. auf, den keig gegeben. der Rest des Teiges wicd dümn ausgerollt und in## LI#. ale Gitter über die Füllung gelegt und mit Eigeld bestrichen werden.######9DDTR, e Mittelbide. BPSTT Den Teig bereitet man nach der Anmeilung„Apfelpastete“ im Heft„Zeitgemäsle Rezepte“ oder nach„Hafelnußihranz“ im Bachbuch„Bachken macht freude“ oder nach„Knetteig-Regeln“ im„Schulkochbuch Ausgabe D oder“. Gut die Hälfte des leiges wird für den Boden einer Spring- oder Auslaufform passend ausgerollt und in die gefettete form gelegt. Von der häifte des übrigen Teiges stellt man einen etwa 1 V2 cm hohen Rand her. Die geschälten Aofel werden in feine Scheiben geschnitten, mit Horinthen(Rosinen) und Gewürzen vermischt und mit Zucker abgeschmecht. Die Füllung wicd auf ettoa 1 cm breite Streifen gerädert, die olBach:ait: Enoa 10 Mliguten bei guter Mittelhige. +) Man hann auch folgende Füllung nehmen: 300 g abgetropftes Rompolt(Dreiselbeeren, Johannis: 7#% beeren, Stachelbeeren, Pflaumen) werden mit 1/31 Kompottsast vermischt und zum Rochen gebracht. 2 Dächchen VeininIIn-RtIcREP URG Dr. Oether Sostenpulver Danille=Geschmach werden mit 1/81 Kompottsast oder Wasser angegührt. Sobald das Kompott hocht, wied das angerührte Sossenpuloer hineingegeben und einige Ilale aufgehocht. Man läßtt die Füllung aushühlen und schmecht sie gegebenenfalls mit Zucher ab. Im übrigen siche oben! Sitte ausschneiden! M Moltke. „Könifartigen nd den 19, und den gese eine das ge Kanalbatterien feuern auf einen englischen Geleitzug, Presse-Hoffmann der zum Teil vernichtet und zum Teil in den Hafen zurückgetrieben wurde Weltbild Das Rathaus in Mülhausen im Elsaß Der Runipf der Götter und Eigunten 10 Jahre Pergamon=Museum in Berlin— Eine Schaustätte antiker Baukunst darin befindlichen wichtigen Verträge und Aktien noch offen hätte. In kurzer Zeit hat eine Tüchtigkeit bereits zum Berlin, 6. November. Das weltberühmte Pergamon=Museum in Berlin kann nunmehr auf sein zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Es ist in erster Linie eine Schaustätte antiker Baunst, welche die deutsche Wissenschaft mit dem Pergan Sau: rmitteln dem Besucher dieses Museums die Illusion, sich inmitten eines altgriechischen Forums zu befinden. Die bedeutendsten Schaustücke stammen von den in den Jahren 1878—86 auf Anregung des Ingenieurs Karl Humann von der preußischen Regierung durchgeführten Ausgrabungen am Fuße der Akropolis. Es wurde damals eine antike Ruinenstadt mit wertvollsten Bauresten und Skulpturen aus der Attaliden= und Römerzeit freigelegt. Ihren Mittelpunkt bildete der Burgberg, ein geräumiges Hochplateau, das in mehreren Terrassen emvorstieg und eine große Anzahl stattlicher Bauwerke aufwies. Hier befanden sich auf der untersten Stufe ein Gymnasium, dann höher hinauf, auf der eigentlichen Akropolis, der Marktplatz, ein Tempel der Athene und ein solcher des Dionysos. die berühmte vergamonische Bibliothek, die einst 200000 Rollen umfaßte, die königlichen Paläste, ein Theater mit großer Terrasse und andere Tempel. Das Glanzstück aller dieser Bauwerke aber bildete der heute in dem Berliner Museum untergebrachte einzigartige Pergamon=Altar, der durch Eumenes II. von 183—174 v. Ztw. erbaut und dem Zeus und der Atbene geweiht worden ist. Er ist 34.60 Meter breit und 37,70 Meter lang. Die Außenwand ist mit einem prachtvollen Hochrelief geschmückt, das den Kampf der Götter und Giganten darstellt. Bereits in den Jahren 1902—1908 bestand in Berlin ein kleines Pergamon=Museum, das jedoch, zumal sich in seinem Fundament Risse zeigten, den räumlichen Anforderungen bald nicht mehr genügte. Man begann daher zu Beginn des Weltkrieges mit einem Neubau, dessen Vollendung sich durch Revolution und Inflation erheblich verzögerte. Das neue Museum, dessen Bestände nun durch die Ausgrabungsergebnisse von Dydina, Samos, Priene und Milet bereichert und vermehrt wurden, konnte daher erst im Oktober 1930 seiner Bestimmung übergeben werden. Um seinen Aufbau besonders verdient gemacht hat sich der frühere Direktor der Antikenabteilung der Berliner Museen, Staatsrat Theodor Wiegand, der 1936 gestorben ist. Die Fülle kostbarster Kunstschätze, die diese Schaustätte heute gufweist, hat wohl nicht ihresgleichen auf viel empfindlicher getroffen. sich, Joe Barney, durch seine, Tüchtigkeit Sekretär des Oelmagnaten heraufgearbeitet und bewohnt mit seiner Frau und drei Kindern ein nettes Häuschen in der Nähe Newyorks. Papageien als Lebensretter Tokio, im November. Ein großer Frachtdampfer, der von Melbourne nach Tokio unterwegs war und Tausende von Papageien geladen hatte, ging im Stillen Ozean während eines schrecklichen Sturmes unter Mit knapper Not konnte sich die Besatzung in die Rettungsboote begeben, und auch die Papageien nahmen da in Platz, indem sie sich auf jeder freien Stelle niederließen, sogar auf den Köpfen und Armen der Insassen. Durch nichts ließen sich die bunten Vögel verscheuchen. Das sollte die Rettung der Schiffbrüchigen sein, die schon zwei Tage und drei Nächte bilflos auf dem Meer trieben, ohne daß sie von einem Schiff bemerkt wurden. Plötzlich erhoben die Papageien ein furchtbares Geschrei, erhoben sich in die Luft und flogen, so rasch sie konnten, in einer bestimmten Richtung davon. Erst später verstanden die Insassen der Bodte das ihnen unerklärlich scheinende Verhalten der Vögel. Denn diese nahmen, von einem Instinkt getrieben, Kurs auf einen japanischen Dampfer, der— ungesehen von den Schiffbrüchigen— in weiter Entfernung vorüber fuhr und ihnen wohl auch keine Hilfe gebracht hätte, wenn nicht dessen Kapitän, durch das überraschende Auftauchen der Papageien auf hoher See stutzig geworden wäre und den Horizont hätte absuchen lassen. Wenige Stunden später waren die Schiffbrüchigen geborgen und sahen nun das Rettungsschiff über und über bedeckt von den schwatzenden Papageien, denen sie ihr Leben verdankten. sir in„Werdenn Wie die Berliner Japanisch lernen sgleich Bed Berlin, 6. November. Vor der schwarzen Tafel steht, wie wir dem„Völk. Beobachter" entnehmen, ein kleiner, zierlicher Japaner und gibt mit beiden Händen das Zeichen zum Einsatz: „Watakushi wa Doitsujin desu, ano kata wa Nipponsin desu...“ Im dumpfen Chor klingen diese geheimnisvollen Sätze durch den Klassenraum:„Ich bin ein Deutscher, jener Herr ist ein Japaner...“ Män= ner und Frauen sprechen diese. Worte, sie beugen sich über ihre Hefte und schreiben fein säuberlich eine Vokabel unter die andere. Es ist nicht leicht, Japanisch zu lernen. Die Zungen gewöhnen sich nur langsam an die mancherlei Zischlaute, und die Lippen haben Mühe, die vielerlei ganz fein ausgeprägten Vokallaute zu formen. Der Lehrer Dr. Toyofumi Muratg— er ist Dozent am Auslandswissenschaftlichen Institut an der Ugiversität Berlin— weiß von diesen Schwierigkeiten seiner Schüler und sucht sie zu trösten.„Unsere Sprache ist schön und klangvoll“, lächelt er ihnen aufmunternd zu,„und längst nicht so schwer wie die deutsche. Ja, Ssches eheie echelchie hei chche großen Saal zur Verfügung gestellt. In seiner edlen Einfachheit und der klassischen Linienführung der Gesimse und Säulen, die nur durch die Darstellungen des Hochreliefs belebt wird, begeistert dieses Kunstwerk immer wieder die Besucher des Museums. Nach Jahrtausenden noch gibt es uns einen Begriff von den Bauformen und dem Schönheitsideal der Antike, denen wir heute wieder nachzueifern bestrebt sind. Glück fiel vom Himmel Newyork, 6. November. Einem seltsamen Zufall verdankte der arbeitslose Amerikaner Joe Barney sein Glück, das ihm außer der Beendigung seiner unverschuldeten Erwerbslosigkeit noch eine ansehnliche Belohnung einbrachte. Eines Tages war Joe wieder auf— vergeblicher— Stellungssuche gewesen, die ihn bis in das Geschäftsviertel von Newyork geführt hatte. Da spürte er, als er gerade am Woolworth-Building vorüber ging, einen klatschenden Schlag auf die Schulter, und als er sich ziemlich unwillig umwandte, sah er eine gewichtige Brieftasche neben sich liegen, die anscheinend von dem Wolkenkratzergebäude herabgefallen war.„So etwas bietet sich nicht alle Tage“, dachte der Finder- und sprang mit seinem Fund geschwind auf den nächsten Omnibus. Daheim angelangt, prüfte er den Inhalt und mußte zu seinem Erstaunen feststellen, daß der wertvolle Fund— er enthielt ein paar tausend Dollar!— einem reichen Geschäftsmann, Inhaber wichtiger Oelkonzessionen, gehörte. Lang stritt Joe mit sich selbst: das Geld hätte ihm und seiner Familie für Monate aus jeder Verlegenheit gebolfen. Dann aber siegte doch die Ehrlichkeit, und er fuhr auf dem kürzesten Weg zurück an den Fundort. Schnell wurde er vorgelassen und erwartete nun, mit dem üblichen Finderlohn abgefunden zu werden. Aber der begüterte Amerikaner war mit dem Verhalten des Finders so zufrieden, daß er ihm kurzerhand, nachdem er sich über dessen Verhältnisse informiert hatte, eine Stellung als Gärtner auf seinem großen Besitztum anbot. Außerdem schenkte er dem ehrlichen Arbeitslosen die Hälfte des Inhaltes der Brieftasche, etwa 5000 Dollar, weil ihn der Verlust der eigene Lehrer in Sprachnöte kommen kann, und wieder sprechen sie die Wörter nach und die langen Sätze. Wir sitzen hinten auf der letzten Bank und werden unwillkürlich, obwohl wir doch nur zum Zuhören und Beobachten hergekommen sind, Lernfieber ergriffen. Es ist ein und etwa vierzig Männer und Frauen füllen die engen flgen großer Klassenraum, schule Groß=Berlin, Dr. Kosmehl, mit Recht sehr Jahre 1936 schon wurden hier die ersten japanischen Kurse eingerichtet. Damals, es war zur Zeit der Olympiade, meldeten sich Dutzende von Berlinern und Berlinerinnen und jeder rechnete schon damit, als geübter Sprachkenner, den nichts mehr überraschen könnte, vier Jahre darauf durch die zur Olympiade festlich geschmückten Straßen Tokios streifen zu können. Daraus ist nichts geworden, und dieser und jener kehrte daraufhin dem japanischen Unterricht der Volkshochschule voller Enttäuschung den Rücken. Durch die politische Annäherung an Japan aber und schließlich den Dreierpakt stieg das Interesse geradezu sprunghaft! und dieser volle Klassenraum im eben erst begonnenen neuen Lehrjahr ist das Ergebnis. Aus welchen Gründen aber lernt man Japanisch? Kaum einer dieser Schüler wird doch wohl in absehbarer Zeit Gelegenheit haben, einmal nach Japan hinüberzufahren und die hier angeeigneten Sprachkenntnisse zu verwerten, so überlegten wir, und wer wird Javanisch schon in seinem Beruf gebrauchen können? Und doch kommen so viele Menschen Woche für Woche hierber in die Innenstadt: sie opfern ihre Freizeit, um Vokabeln und grammatikalische Formeln zu lernen Rumäniens Legionäre beim Reichsjugendführer Presse-Hoffmann und unermüdlich die so schwierigen japanischen Zeichen zu malen. Die Anwesenheitsliste wird uns zugeschoben. Wir lesen Namen und Berufe: gleich zehn Ingenieure und Kaufleute sind vertreten. Aha, denkt man, also doch berufliche Gründe, sie wittern Zukunftsmöglichkeiten und wollen sich beizeiten mit Land und Sprache vertraut machen. Aber die Liste ist lang, und wir finden unter den Teilnehmern eine Sängerin, zwei Lehrer, eine Ehefrau, einen Falzer und einen Kunstschlosser, Schüler und eine ganze Reihe. von Stenotypistinnen— warum wollen sie Japanisch lernen? In einer kurzen Pause fragen wir sie danach, und ihre Antworten sind merkwürdig übereinstimmend: man will mehr von diesem fernen und geheimnisvollen„Land der aufgehenden Sonne" hören, von dem man bisher so wenig weiß, man will das fremde Volk durch seine Sprache kennenlernen und nach der politischen nun auch für eine kulturelle Vertiefung der gegenseitigen Beziehungen eintreten. Der Unterricht geht weiter.„Are wa tsukue desu“ — jenes ist ein Schreibtisch.„Kore wa mado desu ka?“— Ist dies ein Fenster? Noch auf der Treppe hören wir die Stimmen der lernbegierigen Berliner... S. U. Verbrecher schießt auf Beamte Berlin, 5. November. In Ausübung des Dienstes sind in Berlin zwei Polizeibeamte von dem 22jährigen Rudolf Tlitz durch Pistolenschüsse verletzt worden. Einer der Beamten erhielt einen schweren Bauchschuß, während der andere durch einen Hüft= und Armschuß leicht verletzt wurde. Der Täter ist nach Abgabe der Schüsse entkommen. Den beiden Polizeibeamten war der Schlupfwinkel des gesuchten Tlitz bekannt geworden. Er wurde auch in der Wohnung angetroffen und von den Kriminalbeamten sofort nach Waffen durchsucht, wobei ihm eine Pistole abgenommen wurde. In dem Augenblick, als sich der Täter seinen Mantel anzog, um abgeführt zu werden, zog er blitzschnell eine weitere Pistole aus dem Mantel und schoß sofort auf die beiden Beamten. Bevor diese das Feuer erwidern konnten, hatte der Verbrecher durch ein Fenster das Freie gewonnen. Die Frau, die ihm Unterschlupf gewährt hatte, ist wegen Begünstigung festgenommen worden. Landesverräter hingerichtet Berlin, 6. November. Die Justizpressestelle beim Volksgerichtshof teilt mit: Die vom Volksgerichtshof wegen Landesverrats und Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens am 19. März 1940 zum Tode und zu dauerndem Ehrverlust verurteilten 23 und 20 Jahre alten Hermann und Hugo Steigleiter aus Speyer sind heute morgen hingerichtet worden. Sie haben als Spione einer fremden Macht deutsche Befestigungshauten und andere wehrwichtige Anlagen und Vorgänge in Westdeutschland ausgekundschaftet. Weiter sind der 89jährige Wilhelm Paton, der 44. jährige Valentin Czech und der 52jährige Franz Ratzki, die der Volksgerichtshof ebenfalls zum Tode und zu dauerndem Ehrverlust verurteilt hat, heute morgen hingerichtet worden. Diese Verurteilten haben in den Jahren 1938 und 1939 aus Gewinnsucht für den Nachrichtendienst einer fremden Macht Agenten geworben und Ausspähdienste geleistet." Generalinspekteur Dr. Todt besichtigte slowakische Straßenbauten Preßburg, 6. November. Der Generalinspekteur für das deutsche Straßenwesen, Reichsminister Dr. Todt, besichtigte in diesen Tagen die gemeinsam mit den zuständigen slowakischen Stellen in Angriff genömmenen Straßenbauten in der Slowakei. Nach Abschluß der Besichtigungsfahrt traf Dr. Todt am Dienstag in Preßburg ein, wo er in Begleitung des deutschen Gesandten, Frhr. von Killinger, dem slowakischen Ministerpräsidenten Dr. Tuka einen Besuch abstattete. Er wurde vom slowakischen Ministerpräsidenten im Beisein des Innenministers Sano Mach herzlich begrüßt wobei von beiden Seiten mit Genugtuung die von sammenarbeit unterstrichen wurde, die bereits wextvolle Erge für die Verbesserung des slowakischen Straßennetzes gebracht habe. Ueber 6000 Menschenleben der See entrissen Bremen, 6. November. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger teilt mit: Das Motorrettungsboot der Station Curhaven konnte am 3. November vier Mann eines in Seenot geratenen Schleppers glücklich bergen. Seit Bestehen der Gesellschaft wurden insgesamt 6077 Menschenlehen der See entrissen. Davon entfallen 105 auf dieses Jahr. Berufskleidung kann noch so verschmiert, verölt oder verkrustet sein— In löst alles und reinist gründlich. in macht beim Reinigen der Berufskleidung die Verwendung von Waschpulver und Seife überklüslig. Hausfrau, begreike: ini spart Seife! Das TiebLingsLied erzäktung von L. L. Heünine„Die gute Ancksote= Süöen Mromemontrütse! Ihre letzte Stunde war gekommen. „Schwester Käte", sagte sie,„ich weiß, daß ich heute sterben muß.“ Stoßweise entrangen sich die Worte der Greisin. die mit weißem Gesicht tief in dem bunten Kissen lag, mit spitzem Kinn und noch spitzerer Nase. Schwester Käte zog sich einen Stuhl ans Bett, legte den Finger an die Lippen und sagte:„Nicht so viel sprechen, liebe Frau Krüger; es wird schon wieder alles gut werden! Nicht so viel sprechen! Denken Sie an etwas Schönes!„.—##4 Kucht. 8. „Ja, ja, denken, immer denken“, hauchte die Sterbende und ihre übergroßen Augen lösten sich von dem Gesicht ihrer Pflegerin, irrten durch den Raum, als suchten sie etwas und blieben an einem Wandbilde haften. Leise erhob sich Schwester Käte, nahm das Bilduis von der Wand und legte ihr es in die Hände, die zukkend über die Decke gingen. „Franzl, Franzl, Franzl“, murmelte der zahnlose Mund. Dann drehte sie sich zur Seite, aber die Hände losten sich nicht von dem Rahmen.„.g..s ce Die Schwester wußte um die Geschichte dieses Bildes. Es zeigte einen jungen Mann, den Sohn der Witwe Krüger, der seit den Jahren des Niederganges hinausgezogen war, um in Amerika sein Fortkommen zu haben und das ersehnte Glück zu finden. Die Freinde hatte ihn verschlungen, wie so viele. Seine ersten, Briefe lagen dort links im obersten Fach der alten Kommode. Dann waren sie ganz fortgeblieben... Nie hatte die Mutter diesen Verlust verwinden können, obwohl sie äußerlich damit fertig werden mußte, so gut es eben ging; denn das Leben forderte. Jetzt lag sie auf dem Sterbebett, und hinter der welken Stirn zogen die Gedanken und Erinnerungsbilder um den verlorenen Sohn. Ihre Lippen formten Worte, die keinen Klang mehr brachten; die der kundigen Schwester jedoch immer wieder verrieten, was sie bedeuteten. Sie trat ans Fenster und sah hinunter auf die Lebhaftigkeit der Straße, die sich nur marionettenhaft abzeichnete, da ihre Geräusche die Weite verschluckte, ehsie ins Giebelstübchen dringen konnten. Ruhig und friedlich lag die sierbende Frau. Die Wanduhr tickte ihr einförmiges Lied. Ueber den Bahndamm jenseits der Straße rollte ein Zug. Die Lokomotive hatte schwer zu ziehen, und pruschend und fauchend nahm sie es mit der langen Wagenreihe auf. Die Fensterscheiben in dem Stübchen klirrten leise. Plötzlich hielt der Zug und das Klirren verstimmte... Ttimme JJur e 1264.5 „Ist etwas?“ fragte die Stimme dünn und mühselig von der Wand ber... 2. N.12 kaft bi. „Weiter nichts, Mutter Krüger, ein Zug hält hier auf den Schienen vor unserm Fenster.“ „Was ist das für ein. Zug?" wollte sie mit letztem Interesise wissen. A2—35le, 8 „Es sind Soldaten darin", erzählte ihr die gute Schwester,„viele, viele Männer in grauen Uniformen, Muttchen Krüger, Sie sollen ruhen und schlafen.“ „Ach, ich werde schlafen, lange schlafen, bald für immer...“—„Soldaten?“ hub sie von neuem an,„Sole daten? Mein Franzl könnte auch dabei sein. Ich wollt, er wäre dabei, hier vor unserm Fenster. Mein Franzl!“ Trockenes Schluchzen schüttelte den sterbenden Körper, dessen Seele die unsterbliche Liebe zu dem verschollenen Kinze fühte. x Enstantint 92 Ein.#t Da klangen Trompetentöne auf. Ein Soldat unten auf dem Bahndamm blies sein Instrument.„Noch sind die Tage der Rosen", jubilierte es herauf und machte nicht Halt vor dem Sterbezimmer. Es drang hinemn, füllte den letzten Winkel und fand auch den Weg ins Ohr der Sterbenden. Sie wandte den Kopf. Schwester Käte war bei ihr und stpich liebevoll die grauen Strähnen aus dem Gesicht. Tränen traten beiden Frauen in die Augen. „Noch sind die Tage der Rosen", flüsterten die bebenden Lippen,„Schwester, es ist mein Lieblingslied. Franzl spielte es mir immer. Schwester, das Fenster... auf... ich muß es hören... seinen Gruß.. vom Franzl Sie ging mit ruhigen Schritten noch einmal zum Fenster und schob die Riegel zurück Nun klang es voll und rein ins Zimmer:„... noch ist die blühende, goldene Zeit Der Zug rollte wieder an, und Schwester Käte winkte den Weiterfahrenden ein kurzes Willkommen zu. Dann wandte sie sich um und ging ans Bett. Sie fand eine Tote.— Das Bild des Sohnes deckte die erloschenen Augen. Mit seinem Lied war sie hinübergegangen... Zwei Freunde Oberstallmeister Graf Schwerin war vom König zu seiner Gesellschaft nach Potsdam eingeladen worden. Bei dieser Gelegenheit fiel Friedrich die frohe Laune seines Gastes auf und er fragte: „Wie fängt Er es nur an, lieber Schwerin, daß Er stets so guter Dinge ist?" Schwerin entgegnete:„Majestät, ich habe zwei gute Freunde, die mich stets zufrieden erhalten!" „Und wer sind diese?" Die Antwort des Grafen lautete:„Erstens unser Herrgott, der mir immer nur Gutes erwiesen hat, außer, daß er mir im vergangenen Jahr meine Scheunen in Schlesien in Flammen aufgehen ließ, Der zweite ist mein König. Obwohl Eure Majestät oft genug mit mir zürnen, tun Sie dir doch viel Gutes!“ Am nächsten Tage sagte der König zu Schwerin: „Hier, Ihr erster Freund hat mir Auftrag gegeben, Ihnen für die Feuersbrunst einen Betrag von 2000 Talern zukommen zu lassen!“ 1„Amen!“ sprach Schwerin, indem er sich verneigte. Scunst und Wissen „Xar und Zimmermann“ Auch der zweite Lortzing=Abend der Spielzeit konnte! vor einem stark besuchten Haus vor sich gehen. Freude an der schönen beschwingten Musik, fröhliche Laune über den heiteren und lustigen Stoff und herzliches Lachen über die geschickten Dialogpointen waren das Ergebnis der mit großem Beifall aufgenommenen Aufführung. als besonders wertvollen Fattor des Abends darf man die musikalische Leitung Alfred Eichmanns bezeichnen, der diese wertvolle Lortzingsche Partitur mit mozartischer Feinheit und Klangkultur, mit einer vorbildlichen stilistischen Empfindlichkeit interpretierte und das Orchester zu lockerstem Spiel anregte In der uns bekannten Besetzung, in der diesmal Richard Riedel den Peter Iwanow sang, fiel in der Rolle des französischen Gesandten der schlanke, biegsame und seidige Tenor Franz Bohoneks vorteilhaft und angenehm auf. Dr. Josef Schwermann Berliner Rutführungen „Scheingesecht der Liebe“ mit Victor de Kowa Der Italiener Dario Nicodemi ist ein Meister dessen. was man„Kamerspiel“ nennt: der kleinen, seingestrichelten dramatischen Studte. Auch„Scampolo“, sein in Deutschland bekanntestes Stück, gehört dazu. Das Lustspiel„Tageszeiten der Liebe“ ist ein Zwei=Rollen=Stück, eine Abart, die eigentlich nicht mehr zum Drama zählt. sondern als ein dialogisiertes Feuilleton anzusehen ist. Nicodemi macht das sehr geschickt: ein Schuß Lyrik, ein Schuß Humor, ein Schuß Geist in der Form süßen Sektes. Ein Er und eine Sie, ein Mario und eine Anna, lernen sich an einem zauberhaften Frühmorgen kennen und lieben, zanken sich am Mittag auseinander und finden sich wieder am Abend. Das ist alles. Und es ist, so nett die Szenen plaudern, plätschern und auch manchmal ein bißchen schäumen, auf die Dauer 12 10 K 10 K 0 22 und im ganzen etwas wenig. Das Stück wurde in Berlin bereits vor Jahren einmal gegeben. Jetzt spielt im„Kleinen Haus“ des Staatstheaters Victor de Kowa mit seinem tänzerischen Scharm den Mario und Maria Bard, guirlich und in allen Farben schillernde Evastochter, die Anna. Beide Darsteller sind im Florettgesecht der Verliebtbeit, des Schmollens, der durchaus nicht othellohaften Eifersucht und der übrigen Künste des Katz= und Mausspielens zwischen den Geschlechtern erprobt und erhalten reichen Beifall. Die drei Szenchen sind kurz, und das ist an sich schon ein Vorzug, jetzt, da die Berliner Theater meist um 18½ Uhr, oft auch schon um 18 Uhr beginnen und spätestens um 21 Uhr schließen. Im„Kleinen Theater“ spielt man eine Gemeinschaftsarbeit zweier Schauspieler. Just Scheu und Peter Albert Stiller:„Großer Herr auf kleiner Insel.“ Es ist eine moderne Robinsonade. Ein Generaldirektor mit Frau, Tochter, Schwiegersohn und Diener scheitert mit seiner Jacht an einer„einsamen Insel“, und die Snobsamilie muß nun ein paar Wochen von Kokosnüssen und selbstgefangenen Fischen leben. Nur der junge Diener, der übrigens gelehrt wie ein Professor und weise wie ein Diogenes spricht, zeigt sich der Sache gewachsen und nimmt nun seine verwöhnte„Herrschaft“ in die Schule. Die drei Akte mischen in die Situationskomik etwas allzu viel moralisierende Predigt über Klassendünkel und Gemeinschaftsgeist. Am Schluß hat der Diener den hochnäsigen Schwiegersohn kuriert, aber auch ausgestochen und führt auf dem rettenden Schiff das Generaldirektorstöchterchen als Braut heim. Die Aufführung gab dem Schauspieler Wolf Kersten Gelegenheit, zu zeigen, daß er vermutlich ein sehr begabter Komiker von der so wirksam pomadig=krachtrockenen Art ist. Karlernst Knatz Das Häusler=Quartett und Ewald Kaldeweier kehrten soeben von ihrer Konzertreise für die Wehrmacht durch Belgien und Nordfrankreich zurück. In 14 Kammerkonzerten, u. a. in Anwesenbeit von Generalfeldmarschall v. Reichenau, konzertierten die Künstler vor über 5000 Soldaten und wurden überall begeistert geseiert. Bedeutung der Wörter von oben nach unten: 1. Wasserfahrzeug, 2. Interpunktion. 3. japanische Kolonie in Ostasien, 5. deutsches Land, 7. das Frankenland(latein.), 9. alte Landschaft im mittleren Italien, 11. Franzosenkaiser, 12. Neusilber, 15. Staat der USA., 17. Zitrone, 19. Schnellsegler, 21. männlicher Vorname. Bedeutung der Wörter von links nach rechts: 1. das größte Boot eines Seeschiffs. 4, das Altertum, 6. Elendszustand, 7. Freigebühr bei Postsendungen, 8. italienische Stadt 10. röm. Adelsfamilie, 12. Alpenjäger(ital., Mz.) 13. Fußgestell. 14. weiblicher Vorname, 16. Salz, 18. französische Sperrbefestigung, 20. Donauzufluß und Hauptstrom Serbiens, 21. Muse, 22. Rheinstadt im Regierungsbezirk Kohlenz. luflösung des Silbenrätsels aus der vorigen Nummer: 1. Menuett, 2. Orange, 3. Rbachitis, 4. Gera, 5. Essig, 6. Nationalökonomie, 7. Martin, 8. Orta, 9. Riegel, 10. General, 11. Etüde, 12. Nährstoff, 13. Nora, 14. Uhn, 15. Rachel, 16. Niere, 17. Italien, 18. Sboral, 19. Trophäe, 20. Honolulu, 21. Eremit, 22. Urne.—. Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle saulen Leute.. Unentbehrlich Klöhnemann hat sich einen Feuerlöschapparat zugelegt und erlautert seinem Freund Dusselmann die Vorzüge in derselben überzeugenden Weise, wie es vorher der Vertreter der Fabrik getan haben mag. Klöhnemann behauptet:„Der Apparat lösch einfach alles und ist für jeden Hausbesitzer unentbehrlich.“ Meint nunmehr auch begeistert Dusselmann:„Großartig, dann kannst du ihn mir mal keihen, ich habe eine Hypothek zu löschen.“ Geschichtstatel 7. November 1737 Eröffnung des ersten Postkontors in Bochum. 1750 Der Dichter Friedrich Leopold Graf zu Stolberg in Bramstedt in Holstein geboren(gestorben 1819). 1810 Der plattdeutsche Dichter Fritz Reuter in Stavenhagen geboren(gestorben 1874). 1914 Einnahme Tsingiaus durch die Japaner. 1918(bis.) Ausrufung der bayerischen Räterepublik in Künchen,.: Taame in Sauigrans Alllach. 1924 Der Maler Hans Thoma in Karlsruhe gestorben(geboren 1839). i Wnr 8 1938 Jüdischer Mordanschlag auf den deutschen Botschaftsrat Ernst vom Rath in Paris. Nach Gottes hl. Willen ist Dienstag seten 22 Uhr unser lieber, allzeit zuter Vater, Schwiegervater, Oroßvater, Schwager und Onkel sanft entschlafen Er starb nach einem arbeitsreichen Leben, vorbereitet durch einen christlichen Lebenswandel. sestärkt durch die Tröstungen unserer hl. Kirche, im Alter von iast 83 Jahren: In stiller Trauer: Wilhelm Dinstübler Luise Schmittwilken seb. Dinstühler Aenne Dinstühler geb. Knepper August Schmittwilken Friedrich.Paul u. Karl Oinstühler z. 2. im Felde Bochum(St.-Mauritius-Stift), Dortmund(Bismarckstraße), Mänster i.., den 6. November 1940. Die Beisetzung findet statt am Samstag, dem 9. November 1940, 15 Uhr, von der Kapelle des Friedhofes an der Blumenstraße aus. Das feierliche Seelenamt ist am gleichen Tage.50 Uhr in der St.-Pleinolphus-Kirche. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute morzen um.30 Uhr unsere herzensgute, treusorsende Mutter. Grobmutter, Schwiegermutter, Schrester und kanto Frau Helene Bartel geb. Dombrowsky nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, im Alter von 58 Jahren in die Ewiskeit aufzunehmen. In tiefem Schmerz: Die Kinder nebst Angehörigen Bochum(Wittener Str. 32), 5. November 1940 Die Beerdigung findet Freitag. 8. Nov., um 15 Uhr. von der Trauerhalle des Friedhofes am Freigrafendamm aus statt. Trauerteler eine halbe Stunde vorher. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche Ein treues Mutterberz hat aufgehört zu schlagen Nach Gottes hl. Willen entschlief Dienstag morten 2 Uhr nach langem, schwerem Leiden unsere liebe, zute Mutter, Grobmutter, Schwester und Tante im Alter von 82 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen Bochum, den 6. November 1940 Siepmannstraße 29 Die Beerdigung findet Freitag, den 8. Nov. 1940. um 14.30 Uhr, von der Trauerballe des Zentralkriedhofes am Freigrafendamm aus statt. Trauerteier eine halbe Stunde vorher. neue Methode Bisher mußte man ein künstliches Gebiß tüchtig bürsten, um es einigermoßen sauber zu bekommen. Häufig glitt die Platte dobei ous der Hand und broch entzwei, s0 daß manche Zohnersatzträger togelang ohne Zähne waren. Eine unangenehme Situation. Jetzt lösen Sie ½ Teelöffel Kukiden: in erwas Wasser auf und legen dos könstliche Gebiß hinein. Schon nach kurzer Zeit nehmen Sie die Platte völlig sauber heraus Durch diese selbstfätige, völlig unschödliche Reinigung wird die Gebißplatte außerordentlich geschont. Ausföhrliche Aufklärungen öber Kukident erhalten Sie von der bekannten Kukirol-Fabrik, Berlin-Lichterfeide. Gei quälendem. und zäfter Verschleimung auch d und ∆ Katarrhen von Kehlkopt. Cuftröhre, Bronchten, Bronchiolen, Asthma? kommt es nicht nur auf Lösung u. Auswurf des Schleimes, sondern darauf an, das empfindliche Atmungsgewede weniger reizbar recht widerstandsfähig zu machen und so Gie Krankdeitsursache zu treffen. Das bezwect der Arzt, wenn er das dewädrte„Süpboscalin“ verordnet, über das se viele gute Erfabrungen u. 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Die Kinder und Anverwandten Bochum-Querenburg, im November 1940 Altgold, Silber u. Double nehme ich bei Einkäufen an oder zahle dafür Bargeld Josef Knöpper Uhren. Gold- und Silberwaren Bochum, an der Drehscheibe Telephon 66282 Verloren Sild. SchlangenArmband (Andenken) Montag verloren. Ausk. Anz.(16968 Am 4. 11., gegen 17 Uhr, wurde in der Kl. Beckstr. ein Reserverad verloren, gelbe Felgen. Der Herr, der das Rad an sich genomm, bat, wird gebeten, dasselbe sof. abzugeben bei Menze Ehrenfeldstr. 14 AutoAndrehhubel v. Fürstenstraße z. Friederikastr. verloren. Gegen Belobnung abzugeb. Spediteur Jacobi, Friederikastr. 102 Famitienanzeigen finden im„BA“ weite Verbreitung Familien-Nachrichten aus anderen Zeitungen übernommen Geboren: Knaben: Castrop=Rauxel: Heinz Sigger(Trude Walter). Duisburg: Gottfried Herbers(Marie Philipps). Verlobte: Dortmund: Else Schmidt mit Willi Mühlbaus. DortmundAplerbeck: Anni Bald mit Helmut Gräse. Essen: Käthe Pütz mit Paul Lindner. Vermählte: Dortmund: Roli Holtbusen mit Hilde Schmid. Castrop= Rauxel: Walter Kolzmann mit Maria Kutsche. Wetter: Albert Hartmann mit Aenne Gockel. Gestorben: Dortmund: Friedrich Sennholz, 80 J. Eduard Dünisch, 57 J. Hugo Werner, 58 J. Frau Witwe Elisabeth Hermkes ged. Teichmann, 64 J. Dortmund=Klev: Frau Witwe Lina Rohlsing geb. Haubrock, 79., Doxtmund=Barop: Frau Witwe Amalie Haake geb. Peppmöller, 85 J. Dortmund=Salingen: Friedrich Wendt, 67 J. Dortmund=Eving: Fritz Watermann, 80 J. Castrop=Rauxel: Frau Luise Richter geb. Eusterdues, 26 J. Witten: Friedrich Hilleringhaus. 81 J. Dutsburg: Karl Antes. 69 J. Hamborn: Jakod Puderbach, 76 J. Heiraten Rüdel 35 Jahre alt berufstätig. m. Aussteuer und Vermögen, sucht die Bekanntschaft ein. pass. Herrn in fest. (Stellung zw. spät. Zuschr mit Bild u M 5125 Anzeig. eche elichsche= Ehen sind schon durch Heirgisanzegge zustande gekof gen kommen! Versuchen Sie's doch auch einmal mit einer Kleznanzeige. im Bochumer Anzeiger Wer etwas schonden ul sucht den rechtmäßigen Besitzer durch ein Kleinanzeige im„BA“. Entlaufen Entlausen schw. Scotchterrier, auf rechter Hinterpfote binkend. Abzugeben bei Roetschel Fürstenstraße 55. Telephon 614 68 Serercet e Betr.: Ausgabe neuer Lebensmittelbezugskarten. I. Für einen weiteren Zeitraum vom 18. November 1940 ab sind die neuen Bezugskarten für Lebensmittel zu verausgaben. Die Ausgabe dieser Bezugskarten erfolgt am Sonntag, dem 10. November 1949, von 9 bis 13 Uhr, in den Klassenzimmern der Schulgebäude, in denen die Bezugskarten auch zuletzt ausgegeben wurden. Neu zugezogene Versorgungsberechtigte erfahren die für sie bestimmte Ausgabestelle bei ihrem Nachbar. Anspruch auf Zuteilung von Lebensmittelkarten baben nur solche Personen, die in Wanne=Eickel ihren ständigen Aufenthalt haben. II. Die Ausgabe erfolgt in allen Ausgabestellen nach Maßgabe der Anfangsbuchstaben der Familien= namen in nachbezeichneter Buchstabenfolge: Wer nimmt ein Bett mit nach. Selsbrick Bochum, Fahrendeller Str. 6, 1. Et. B. C, D. E. F. S: J. K. L. M: um 10 P. O. R. S: um U. V. W. 2. V. 3: Buchstaben. A. um 9 Uhr: Buchstaben H. Ubr: Buchstaben N. 11 Uhr: Buchstaben T, um 12 Uhr.##. III. Als Ausweis sind das Familienbuch oder sonstige amtliche Ausweise mitzubringen und vorzulegen. IV. Aenderungen in der Zahl der Ort und Stelle“ sofgrr in n Ort und Stelle sofort zu„melden. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß alle Volksgenossen nur einmal Bezugskarten in Empfang nehmen dürfen. An Kinder werden keine Bezugskarten ausgehändigt. Unberechtigter Bezug von Lebensmittelkarten wird strafrechtlich verfolgt. V. Die Bezugskarten sind von den Empfängern auf Richtigkeit und Vollständigkeit an Ort und Stelle einer sofortigen Nachprüfung zu unterziehen. Nachträgliche Reklamationen können keine Berücksichtigung finden. VI. Haushaltungsvorstände, die am Ausgabetage abwesend sind und an diesem Tage auch keinen Vertreter zum Empfang der Karten schicken können, haben erst ab Dienstag. dem 12. November 1940, die Möglichkeit, die Bezugskarten im Stadternährungsamt, Richard=Wagner=Straße Nr. 10, in Empfang zu nehmen. VII. Die Bestellscheine der neuen Bezugskarten einschl. der Bestellscheine 17 der Reichseierkarte sind in der Woche vom 11. bis 16. November 1940 bei den Verteilern(Einzelbandelsgeschäften) abzugeben. Die verspätete Abgabe der Bestellscheine hat nach den gelienden Vorschriften eine entsprechende Kürzung der Warenmengen für den Einzelhändler und auch für den Verbraucher zur Folge. Wanne=Eickel, 6. November 1940. Der Oderbürgermeister: Sünnewig. Zuverldssiger als der beste Preund ist eine ausreichende Versicherung: diese schützt Sie und Ihre Familié vor wirtschattlichen Schäden Wir übernehmen: Unfall- Haftpflicht-, Auto-, Einbruch-Diebstahl-, PersonenGarantie-, Personen- Kautions-, Lebens-, Aussteuer-, Studiengeld-, Renten-Versicherungen Verlangen Sie Prospekte Winkerthur Verorehtertingen Subdirektion Dortmund, Göringstr. 2 — Miterbeiter überall gesucht Auf weite sicht planen! Das war schon immer ein Merkmal deutscher Gründlichkeit. Und so halten wir’s heute auch in der Werbung. Gewiß, im Augenblick könnte man vielleicht darauf verzichten; aber einmal rächt sich das. Wer etzt durch regelmäßige Anzeigen im„Bochumer Anzeiger“ dafür sorgt, daß die Kundschaft ihn In Erinnerung behält, leistet für sich selbst die beste Zukunftsarbeit „Konte irtigen id den s. und sen gee eine as gr agen. Durch die Erschütte wurde der 89 Jahre alte Rangierer Erich Aus Westtalen und Rheinland Die bedischr Hagene uild geschaht Hohe Zuchthausstrafe für einen Kinderverderber Duisburg, 6. November. Es hat nicht lange gedauert, dem Schlackenberg ein Papen.#### dir Stirgt bis man dem äußerst verwerflichen Treiben des 33 Jahre rung alten Hans Nehlen aus Dusseldorf auf die Spur kam und ihn unschadlich machen konnte. Kein Mensch hätte dem., der als intelligenter und fleißiger Mann bekannt war, sein abscheuliches Treiben zugetraut. In der täglichen Mittagspause durchfuhr er mit einem Fahrrad die verschiedenen Stadtteile Duisburgs, machte sich an kleinere und größere Kinder heran und trat ihnen als„Onkel Doktor" entgegen. Nachdem er ihnen Mund und Zähne„nachgesehen“ und sich so das Vertrauen der Kleinen erschlichen hatte, lockte er sie in einen Hausflur und unterzog sie dort einer eingehenden Untersuchung". Dabei verging sich der Unhold in der schändlichsten Weise. Riefen die Kinder um Hilfe oder sah er sich entdeckt, flüchtete er jedesmal auf seinem Fahrrad. Nehlen war so, hauptsächlich in den Stadtteilen Hochfeld und Neudorf, zu einem wahren Kinderschreck geworden. Schließlich mußte er bei einer Flucht sein Fahrrad zurücklassen, und dadurch kam man auf seine Spur.....„. 5255 9i: ihm— 9, Vor Gericht gav der Unholb die iym zur Last gelegten 14 Fälle zu. Er wurde zu sechs Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust verurteilt. Die Sachverständigen bezeichneten den Angeklagten als voll verantwortlich und befürworteten die Entmannung, die das Gericht auch anordnete. Auf der Schlackenhalde tödlich verunglückt Duisburg, 6. November. Auf der Thyssenhütte in Hamborn entgleiste von einem Schlackenpfannenzug auf Struwe, der sich auf dem ersten Wagen befand, untergeschleudert und so schwer verletzt, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Straßenraub an kleinen Kindern Aachen, 6. Novemben. Die Ueberfälle auf kleine Kinder, die sich vor wenigen Monaten in der Aachener Gegend ereigneten, fanden nun ihre Sühne. Wegen Diebstahls und Raubes angeklagt war der erst 20 Jahre alte Hubert B. aus Eschweiler=Pumpe. Tratz seiner Jugend war er nicht mehr ein unbeschriebenes Blatt, denn wegen schweren Diebstahls in 23 Fallen war er schon als Achtzehnjähriger zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Nach der Strafverbüßung hatte er dann einige Zeit gearbeitet, um sich in der Folgezeit müßig herumzutreiben. Geld verdiente er sich auf leichtere Art. Er sprach auf der Straße kleine Kinder, die von ihren Eltern zum Einkaufen geschickt worden waren, an und benutzte eine günstige Gelegenheit, die Einkaufstasche zu durchsuchen und das gefundene Geld einzustecken. Fand er gelegentlich bei den Kleinen Widerstand, so wandte.er auch Gewalt an. Bei einem solchen Gewaltakt(er hatte einen elfjährigen Jungen zwischen Gärten gelockt und dort zu Boden geworfen), wurde er von Passanten gestellt und der Polizei übergeben. Der Strolch, der diese Art von Straßenräuberei an Kindern zu einem System ausgebaut hatte, um seiner frönen zu können, wurde verschiedentlich von einem 17jährigen Burschen aus Eschweiler unterstützt. Das Gericht verurteilte den Hubert B. zu acht Monaten Gefängnis. Der Vorsitzende verwarnte ihn dahingehend, daß er das nächste Mal Zuchthaus und Sicherungsverwahrung zu gewärtigen habe. Lastwagen fährt in die Lenne Drei Todesopfer Altena, 6. November. In der Nacht zum Dienstag geriet ein mit Kartoffeln beladener Lastkraftwagen aus der Grüne bei Iserlohn auf der Fahrt durch das Lennetal zwischen Nachrodt und Altena von der Straße ab und fuhr in die Lenne. Der Wagen versank sofort. Während einer der Mitfahrer sich durch schnelles Abspringen retten konnte, wurden der Chauffeur und zwei andere Mitfahrer mit in die Tiefe gerissen und ertranken. Die Leichen konnten noch nicht geborgen werden. Vor den Augen des Vaters überfahren Leverkusen, 6. November. In der Nähe des IG.= ckes ereignete sich ein grausiger Unfall. Als das bahn schritt, näherte sich eine Werklokomotive. Der in der Nähe weilende Vater des Kindes versuchte, die Gefahr erkennend, vergeblich, die Lokomotive durch Zurufe zum Halten zu bringen. Auch der Versuch, das Kind zurückzureißen, mißlang. So wurde es von der Lokomotive erfaßt, wobei ihm vor den Augen des Vaters beide Beine abgefahren wurden. Handelsteil Befriedigende Klöckner=Abschlüsse Der Abschluß der Klöckner=Werke AG in Duisburg zeigt die günstige Verfassung der deutschen Montanindustrie auch im Kriege und ihre ausreichende Vorsorge für die ihr noch zufallenden Aufgaben. Die Klöckner=Werke teilen in ihrem Geschäftsbericht für 1939/40 mit, daß im verklossenen Geschäftsjahr, gestützt auf den mit erheblichem Aufwand vorgenommenen Ausbau aller Betriebsanlagen und den vollen Einsatz der Gefolgschaft, von den Zechen des Unternehmens die größte semals zu verzeichneude„Förderung erzielt und in der Robstahlerzeugung die Rekordziffer des Vorjabres gehalten werden konnte. Auch der Umsatz sei trotz der kriegsbedingten Umstellungen dem des Vorjahres gleichgeblieben. Die Absatzlage für Kohle sei nach wie vor derart, daß in allen Sorten volle Beschäftigung vorliege. Es sei ferner damit zu rechnen daß die gegenwärtigen Verhältnisse fortbestehen und die Anforderungen in Zukunft eher noch zunehmen werden. Unter diesen Umständen bilde die Beschaffung weiterer Arbeitskräfte nach wie vor die Hauptsorge der Gesellschaft, wobei die erforderlichen Vorbereitungen für deren Einsatz getroffen worden seten. Das gleiche gelte für die Heranbildung eines geeigneten Bergarbeiternachwuchses. Um der besonderen Steigerung des Koksbedarfes Rechnung zu tragen, sei die Kolserzeugung ausgeweitet worden. Die Leistungsfähigkeit der Gefolgschaftsmitglieder sei, wie schon in den letzten Jahren, durch Schulung und Umschulung gesteigert worden...... Zusammenfassend wird zu dem Ergebnis des Berichtsjahres festgesteut, daß— im Gegensatz zur Produktionsgestaltung, die sich neben der Erhöhung der Kohlenförderung im allgemeinen auf der Grundlage des Vorjahres bewegt habe — die Gestehungskosten sowohl auf der Kohlen= als namentlich auf der Eisenseite eine weitere Zunahme erfahren hätten. Hinzu seien noch die besonderen, durch den Krieg bedingten Unkostensteigerungen gekommen. Zur Erfüllung aller durch den Fortgang des Krieges erwachsenen Anforderungen sei das Unternehmen gerüstet. Börsen fest Wenn auch das Geschäft an der Berliner Börse nur auf einigen Marktgebieten etwas lebhaftere Formen annahm und weiterhin bei Festsetzung der ersten Kurse zahlreiche Strichnotierungen erfolgten, so war der Grundton. an den Aktienmärkten doch als fest zu bezeichnen.— Die Befesti: gung an der Rheinisch=Westfälischen Börse zu Düsseldor# setzte sich fort, zumal Material nur knapp herauskommt und die Bankenkundschaft sich mit kleineren Käusen bejätigt.— Amtliche Kursnotierungen an der Berliner Börse vom 6. November 1940: Farbenindustrie 194,30; Harpener Bergbau 159,00.— An der Düsseldorfer Börse wurden notiert: Constantin der Große 7800., 8350.: Balcke Maschinen 158.50: Vereinigte Stahlwerke 138,30; Westfalia=Dinnendahl 192.00. Verwaltungsakademie Industriebezirk in Bochum mit Zweiganstalt in Dortmund Vintersemester Semesterbeginn: 17. November 1940 I. Vorlesungen und Uebungen aus den Wirtschafts-, Rechts-, Kommunal- und Sozialwissenschaften II. Fachwissenschaftl. Sonderveranstaltungen III. Einzelvorträge über aktuelle Tagestragen. Die Vorlesungen und Uebungen finden nur an SonntagVormittagen in der Zeit von.46 Uhr bis 13.30 Uhr statt. Vorlesungsverzeichnisse und Auskünfte durch die Hauptgeschäftsstelle der Verwaltungsakademie, Bochum, Wittener Straße 61, Fernruf 655 40 Städtisches Orchester Bochum Vormiete Orlties-Rammer-Konzert Sonntag, den 10. November, 11 Uhr Im Ernst-Moritz-Arndt-Haus. Vitezelav Novak: 2. Streichquartett op. 33— Erstaufführung— Alex P. Borodin: 2. Streichquartett-dur Anton Ovoräk:„ Streichquartett Es-dur. op. 61— Erstaufführung— Ausführende: Das Häusler-Quartett Erwin Häusler. Alfred Oligmüller. Fritz Geistfeld. Karl Fränkle. Preise: 0,75 bis.50 RM. Karten sind an der Konzertkasse Im Stadttheater von 10— 14 Uhr zu haben. Vorbestellungen unter Nr. 61061. Die Baistte Bochum Intendant: Prof. Donnerst.,.Nov., 18.30—21 Uhr. Vormiete A 6: sealhib Rampenlicht“ Kriminalstück von v. d. Hurk Dr. S. Schmitt Freitag. 8. 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