0 Anzeigenpreise: Grundpreise für 1 mm Höhe in 22 um Breite 10 Pf. Bezugspreis mit Botenlohn:.15 RM. monatlich oder.08 RM halbmonatlich. Selbstabboler.85 RM. monatlich oder 93 Pf. balbmonatlich. Bezugspreis für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich. Funkzeitschrift„bör mit mir“ 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und 55 Pf. bef fünf Conntagen im Monat. a— Wenn das Erscheinen der Zeitung durch höbere Gewalt, Verbot oder Betriebsstörung und dal. vervindert wird. können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr, von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftleitung, außer mittmochs und sonnabends, von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckkonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Dienstag 22. Oktober 1940 47. Jahrgang Nummer 250 Einzelpreis 10 Ssch-ecserescesheise äichen uis gechlice 11 güttig. Nachlaßzstaffel B.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck fernmundlich ausgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551—54 1— HhertzitselteugeePrrsener rfen. In dem einen wurden sechs Personen, dar dnb Berlin, 21. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Ein Unterseeboot hat einen britischen Hilfskreuzer von über 10.000 BRT. versenkt. Durch die Beteiligung ihrer Unterseeboote an der Vernichtung der beiden britischen Geleitzüge hat Kapitänleutnant Bleichrodt die Erfolge seiner jetzigen Fahrt gegen den Feind auf 53 300 BRT., Kapitänleutnant Schevke auf 40 565 BRT. gesteigert. In den Abendstunden des 20. 10, versenkten Torpedoflugzeuge an der englischen Ostküste drei stark gesicherte Handelsschiffe mit insgesamt 20 000 BRT. Leichte Kampffliegerverhände, führten auch gestern Vergeltungsangriffe auf die britische andere Städte in Süd= und Mittelengland durch. Dockund Hafenanlagen sowie lebenswichtige Versorgungsziele wurden erfolgreich mit Bomben belegt. Im Großtanklager von Thameshaven brachen nach den Angriffen weithin sichtbare neue Brände aus. Im Laufe des Tages und in der Nacht kam es zu mehreren für uns siegreichen Luftkämpfen. In der Nacht verstärkten schwere Kampfverbände die Angriffe auf London und warfen große Mengen von Bomben aller Kaliher, die zu beiden Seiten der Themse zahlreiche weitere Brände und schwere Zerstörungen hervorriefen. Werke der Rüstungsindustrie in Mittelengland und Hafenanlagen an der britischen Westküste waren ebenfalls das Ziel wirkungsvoller Bombenangriffe. Wie bereits bekanntgegeben, beschoß schwere Artillerie des Heeres und der Kriegsmarine zwei große feindliche Handelsdampfer im Hafen von Dover. Die Schiffe und die Hafenanlagen wurden mit einer Reihe deckender Salven belegt, die schwere Verheerungen anrichteten. Im Anschluß hieran beschoß eine feindliche Fernkampfbatterie die französische Kanalküste mit wenigen Schüssen, ohne irgendwelchen Schaden anzurichten. Das Verminen britischer Häfen nahm seinen FortFeindliche Flugzeuge flogen in der letzten Nacht in Deutschland ein und warfen auf die Reichshauptstadt und an anderen Stellen Bomben. Als risches Ziel ist eine Gleisanlage in Westdeutschland getroffen worden, ohne daß eine Verkehrsunterbrechung eintrat. Im übrigen wurden bei Angriffen auf Wohnviertel einige Häuser zeostört und mehrere ZivilpersoDer Gegner verlor gestern 19 Flugzeuge, bavon im Luftkampf 16. durch Flakartillerie drei, von denen eins über Berlin abgeschossen wurde. Vier eigene Flugzeuge werden vermißt. Britisches Schnellboot versenkt Berlin, 21. Oktober. In den frühen Morgenstunden des 21. Oktober versuchten mehrere englische Schnellboote, sich der küste vor Ostende zu nähern und griffen ein Vorpostenboot mit Maschinengewehrfeuer an. Das Vorvostenboot erwiderte das Feuer mit guter Trefferlage. Durch das sofortige Eingreisen der Küstenbatterien der Kriegsmarine wurde ein britisches Schnellboot versenkt, die übrigen vertrieben. Die Sprache verschlagen haben England die Schläge unserer=Boote dnb Berlin, 21. Oktober. England hat, wie durch die beiden letzten Wehrmachtberichte bekanntgegeben werden konnte, innerhalb von zwei Tagen durch Angriffe deutscher Unterseeboote 327000 Brutto=Registertonnen Handelsschiffsrgum, eingebüßt. Ein Verlust von 55 großen Transportdampfern mit ihrer wertvollen Fracht an Kriegsmaterial und Versorgungsgütern bedeutet immerhin einen in keiner Weise zu übersehenden, äußerst schweren Schlag für die britische Handelsflottez. Bis jetzt hat sich jenseits des Kanals noch keine Stimme vernehmen lassen, die irgendwie auf die neuen Großerfolge der deutschen Vergeltungsblogaße eingegangen wäre. Wir können uns freilich heyr, wou vorstellen, die britische Regierung und die britische Admiralität viel Zeit brauchen, um sich von diesem großen Schock zu erholen, und daß sie es sich erst ganz müssen, wie sie sich dem Lande und der Weltöffentlichkeit gegenüber in dieser wenig beneidenswerten Lage verhalten sollen. Das alte Rezept des Leugnens versagt hierbei auf die Dauer natürlich vollkommen angesichts des gewältigen Umfanges dieser sensationellen Verluste der britischen Handelsflotte. „Kämpfer für die Zivilisation“ Bara in Aseialand m. öiegestgnbten auf Verliner Wohnviertel Berlin, 21. Oktober. onnie bereis Peim Anflag durch, Pirigns, shpeher maßnahmen zerstreut ,werden. Einige Flugzeuge, die Berlin erreichten, warfen auf verschiedene Wohnviertel Brandbomben ab. Getroffen wurden ausschließlich nichtEin Flugzeng wurde über Groz=Verlin, ein zweites im Anflug auf die Reichshauptstadt durch Flakartillerie Auch eine in Westdeutschland, besonders in der Kölner Gegend bekannte Burg, die unter Denkmalsschus gestellt ist, erschien den„Kömpfern für die Zivilisation“ offensichtlich besonders zerstörenswert. Dieses monumentale Bauwerk zählt zu den bedeutendsten Profanbauten des Rheinlandes und besitzt als einen der ältesten Bauteile ein prachtvolles Herrenhaus, das aus dem PZarächst warfen die englischen Fliegg., mehrere Brandbomben auf das Schloß ab. Als bald, Feuer aus einem Nebengebäude schlug, sammelten sich die Angreifer über der Burg, die seit längst vergaggsner Zeit keinen militärischen, dafür aber einen bedeutenden kulturhistorischen Wert hat. Allein die Tatsache, daß, die englischen Flieger innerhalb weniger Augetzblicke rund 30 Sprengbomben und außerdem 60 Brandbomben auf Burg und Ort niedergehen ließen, zeigt, daß sie den Weisungen der plutokratischen Kriegshetzer gemäß ihre Bomben völlig undiszipliniert abwarfen. Nur dem Glück verdanken es die Anwohner des Dorfes, daß nur wenige Bomben dig, Vebengebäude. der Burg trafen, während die Mehrzahl ihr Ziel verfehlte und in Wiesen und Felder einschlug. Wieder Bombenabwürfe über Holland Amsterdam, 21. Oktober Am Sonntag haben britische Flieger erneut Bomben auf das Zentrum Rotterdams abgeworfen, wodurch mehrere Personen verletzt worden sind. Am Sonntag abend haben englische Flieger auch Bomben militärisch völlig belanglose kleine holländische Orte abunter ein 3Zjähriges Mädchen, getötet. Der materielle Schaden ist groß. Neue Einflüge in die Schweiz So respektiert England die kleinen Staaten Bern, 21., Oktober. Der Schweizer Armeestab teilt mit:„Jr der Peacht vom 20. zum 21. Oktober wurde schweizerisugg, Hor heitsgebiet durch englische Flieger mehrfach gerießz. Einflüge, erfolgten über die Jura=Grenze nach„Stt. osten. Unsere Fliegerabwehr hat, an„mehreren Orten Hierzu wird aus Vern erganzend. gemeldet: In der Alarm. Hensnae Phenzagrurvierl EEnglische vurger grimen auch Wohnierztel in, Oberstalten an ebAen Be nbe n aua aage sei es unter der eingebo dub Rom, 21. Oktober. Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag hat Has Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In Nordafrika Erkundungstätigkeit. Einige feindliche Luftangriffe verursachten keinen Sachschaden, „IPr cktrouille mit keinsfischen Sastraftwagenkolonnen unter der eingebogenen Bevölkerung einen Toten elf Verwundete gab. Leichter Schaden an Baracken: ferner wurden wirkungslos Bomben abgeworfen auf Asmara, Gura, Agordat und Massaua. Von der Schweiz kommend, wurden vom Feind Luftangriffe auf oberitalienische Ortschaften durchgeeiner Patrouille mut feindlichen glrrastwageniga an der erürelchen Grenze der Gegner zum Müchrg Prus uniergehracht waren.„ Iusgesamt sind dei Tote und zwölf Verwundete zu beklagen. In der Provinz Pavia wurden zwei Wohnhäuser zerstört, wobei es vier Tote und einen Verwundeten gab. In der Provinz Alessandria wurden drei Häuser zerstört, eine Persc getötet und zwei verwundet, eine davon schwer. In der Borgi Berezzi(Savona) wurden in einem Gehölz kleine Brände verursacht, eine Kirche schwer getroffen und die benachbarten Häuser leicht beschädigt, ohne Personen zu verletzen. Bei zwei anderen Ortschaften wurden Vomben auf freies Feld abgeworfen. Unsere Luftwaffe bombardierte die feindlichen militärischen Stellungen bei Habhas Wein(Kenia), den Flughafen Wajir, motorisierte Truppen auf der Straße Wajir=Gherille und in der Umgebung von Arbo sowie im Roten Meer einen von Kriegsschiffen begleiteten feindlichen Geleitzug. Bei dem im Wehrmachtbericht vom Donnerstag erwähnten Luftangriff auf den englischen Stützpunkt Perim wurden— wie nachträglich festgestellt., wurde zwei kleinere, dort stationierte Kriegsschiffe versenkt. London Inderkeine Ratse Nach pausenlosen Nachtangriffen Wontag früh wieder Fliegeralarm Pvesenieeru### b. esihenr Aiühe uin Shch dener Vre. Stockholm, 21. Oktober. Nach den pausenlosen Angriffen in der vergangenen Nacht wurde, wie der englische Nachrichtendienst meldet, bereits in der Frühe des Tages wieder Luftalarm im Londoner Stadtgebiet, gegehen. In einem Bezirk, so berichten Nachrichtenbüros, seien Bomben gefallen. Gebäude seien getroffen und Gasleitungen schwer beschädigt worden. Auch Liverpool sei bereits in den frühen Morgenstunden von deutschen Maschinen. worden. Desgleichen hätten feindliche Flugzeuge Montag morgen bei Tagesanbruch über den Midlands und einer Stadt an der britischen Westküste angegriften. Der pausenlose Einsatz der deutschen Luftwaffe gegen England war auch in der Nacht zum„Montag erfolgreich. Die Angriffe, die gleich nach Anbruch der Dunkelheit begonnen haben, wären nach dem amtlichen Bericht des britischen Luftfahrtministeriums in der Hauptsache wieder gegen Logdog und die Midlands gerichtet. Der Angriff auf London endete in den frühen Morgenstunden des Montags, während der auf die Midlands noch wesentlich länger dauerte. Im Gebiet von London wurde, wie der amtliche Bericht zugibt, an vielen Gebauden Schaden angerichtet und„mehrere“ Brände sind entstanden. Der Angriff, gegen die Midden Angreifern hätte zum Schutz dienen können, und trotzdem seien nicht weniger als fünf Tagesangriffe erfolgt. Abends seien die deutschen Flieger ungeachtet des dicken Nebels über der Stadt gewesen, hätten Leuchtbomben und riesige, Sprenghombeg abgeworfen, deren Erplosionen die Skadt von einem Ende, zum an„Bombardiert Frauen und Kinder!“ Neue englische Autforderung zum Mord Berlin, 21. Oktober. Von unserer Berliner Schriftleitung. Churchill will durchaus seinen Engländern, die mehr und mehr die deutschen Vergeltungsschläge zu fühlen bekommen, mit Erfolgen aufwarten. So wurde der Angriff der vergangenen Nacht auf Berlin und eine Anzahl Städte des Reiches befohlen. Wieder wurden die englischen Bomben mit Ausnahme einer westdeutschen Gleisanlage nur auf Wohnviertel abgeworfen. Wieder wurden Männer und Frauen das Opfer des britischen Anschlags. In London will man die nächtlichen Ueberfälle als„Repressalien“, hinstellen gegen die deutschen Angriffe auf London. Ein heuchlerisches Unterfangen, denn selbst den eingeschworenen Englandfreunden muß es langsam eingegangen sein, mit welcher, Deutschland mehr als vier Monate die wahllosen Bombenangriffe der Royal Air Force auf deutsches Reichsgebiet hingenommen hat und wie keine der ernsten Ermahnungen Deutschlands von England beherzigt wurde. Gewiß werden auch in London in der unmittelbaren Nachbarschaft von kriegswichtigen Zielen andere Gebäude getroffen, wie in einer belagerten Festung ebenfalls neben den Befeitigungen andere Gebäude vernichtet werden Die Genauigkeit aber, mit der tagsüber deutsche Aufklärer das Gelände sondieren und sich über die zu bombardierenden Ziele unterrichten, läßt keinen Vergleich mit dem sinnlosen Gebaren der britischen Flieger zu. Das müssen selbst Holländer, Belgier und Nordfranzosen bestätigen, über deren Wohnstätten der ehemals verbündete Brite seine Bomben ebenfalls ausklinkt. Der Versuch, die Ueberfälle auf deutsche Wohnstätten plötzlich als„Repressalie, hinzu: stellen, beweist uns nur das schlechte Gewissen des Gegners. Im übrigen geben genügend mehr oder minder bedeutende Erklärungen jenseits des Kanals Aufschluß über die wirklichen Beweggründe der britischen Soeben schreibt die„Vorkihire Post“, das Organ des britischen Kriegsministers Anthony Eden:„Noch immer gibt es nur eine Art von Hunnen. Man muß die kämpfenden Männer und ihre Mittel zunächst einmal niederschlagen. Auf den Hunnen einzuhämmern ist der einzige Weg, ihm seine Ungezogenheit auszutreiben.“ An anderer Stelle des gleichen Blattes heißt es weiter: „Es ist der Wunsch der englischen Nation, Frauen und Kinder zu bombardieren. Man muß durch Rundsunk die Namen von einem halben Dutzend deutscher Städte bekanntgeben und ihnen mitteilen, daß innerhalb von 48 Stunden zwei dieser Städte schwer bombardiert werden. Es ist Krieg. Wir müssen unseren Ministern Diese Haßsprache des Eden=Blattes nimmt nicht wunder. Es sind dieselben Mordaufforderungen, die uns aus dem Munde führender Engländer längst bekannt sind. Erklärte Churchill selbst nicht am 20. August,„daß die englischen Bomber seit Monaten tief in Deutschland eingedrungen seien und den Nazis schreckliche Schäden zugefügt" hätten? Verstieg sich nicht in den letzten Tagen der ministerielle Arbeiterfuhrer Greenwood zu der tollen Verdrehung,„daß das, was London angetan sei. Verlin dovbestznsterprägent werde“? Und dabei hat der englische Mininerpgcsident selbst erklärt, daß britische Flugzeuge duxch„Maz deutsches Reichsgebiet bombardiert haben. Dieser spruch Churchills allein genügt, um der Welt zu zeigen, auf welcher Seite das Recht deß, Iergeltzung ist. Sie ist hart, sie wird noch härter aueiguen. Auch die neuen Opfer der britischen Luftüberfälle werden geahndet werden. sis ecsce ktac Gehcice- Geie die Senge. nicht verhindert hätte. Im Anschluß daran zitiert der Korrespondent. einen Artikel Loxd Begverbrooks im „Sunday Expreß“. Hier heißt es wörtlich: „Wenn wir den Krieg gewinnen wollen, brauchen wir sofortige und anhaltende Steigerung der gesamten Produktion. Statt dessen ist als Ergebnis der deutschen Luftbombardierungen ein starker Produktionsrückgang zu verzeichnen.“ „Sunday Erpreßl. beklagt, sich weiter über dig ZangBrände sind entstanden.„Der Igzgolfsgngegg, die Mid=„Sunday Froreß,. beklagt sich weiter. lands richtete sich, wie geheimnisvoll, angedeutet wird, samkeit der Reparaturen von Bombenkratern, Gaslei„in der Hauptsache auf eine bestimmte Stadt“, obwohl tungen und Wasserrohren. London weise auch eine Anzahl anderer Bezirke heimgesucht worden Wochen gähnende Bombenkrater auf. Der Zugverkehr sei: Unter den getroffenen Zielen werden vielsagend sei zu einem Schneckentempo gekommen. „Handelsgebäude“ genannt, in denen Brände entstanDie amerkansche, äge gauzsigzted Breß melbe, aus London, die britische, Hauptstadt, haßr mehr als 24 Stunden lang wenig Ruhe gefungen. Verluste und Schäden wüchsen ständig. Die verheerende Wirkung des deutschen Bombardements am Sonntag kann selbst ein so englandfreundliches Blatt wie„Newyork seinen Lesern nicht verheimlichen. Anscheinend, so meldet der Londoner Korrespondent des Newyorker Blattes, könne nichts„diese Deutschen“ aufhalten. Sonntag sei über London kein Wölkchen gewesen, das D5 Seiser einiskt aes Kelsbes autr Veseltalg der Schäden bei Luftangriffen herangezogen werden sollen. Er schildert, daß in einer Stadt in Yorkshire ein großer Gebäudekomplex durch einen Luftangriff zerstört wurde. Am nächsten Morgen seien 5000(), So aus den Lagern und Kasernen der Nachbarschaft zusammengezogen worden, die zwei Tage gebraucht ten, um mit Lastautos den Schutt fortzuschaffen und den Platz wieder einigermaßen aufzuräumen. Feierstunde in München Der Stellvertreter des Führers übergab Dr. Frank die Hoheitsfahne der NSDAP. für die Deutschen im Generalgouvernement zur Biscaya. Wo deutsche Soldaten ihren Dienst täten, in der ehemaligen Tschecho=Slowakei,„im ehemaligen Polen, in Holland, in Belgien, in Frankreich, arbeiteten die Männer der Partei zugleich in allen diesen Gebieten in Erfüllung der ihnen gestellten, Aufgaben. Eine große gemeinschaftliche Arbeit kämpferischen deutschen Mannestums werde dort geleistet. Und über dieser gewaltigsten Gemeinschaftsleistung der Geschichte wehe erneuz dr. Fraui die Hobeitsoine der Ve.up, mn süherah dos Shmbol des fungen, Vertslanrdz, dosz eiplt einer kurzen Ansprache führte, der Stellpextreter ein einsamer„Kämpfer, vor bald einem VierteljahrMünchen, 21. Oktober. Wie die N8X. meldet, übergab am Montag der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß. im Senatorensaal des Braunen Hauses in Anwesenheit der führenden Mitarbeiter der der RSDAP. und des Arbeitsbereiches Generalgouvernement der RSDAP. an Reichsleiter Generalgouverneur Dr. Frank die Hoheitsfahne der RSDAP. im In einer kurzen Ansprache des Führers aus er übergebe die Fahne in lands größter geschichtlicher Zeit, während die Fahnen des neuen Reiches aufgepflanzt seien vom Nordkap bis hundert geschaffen habe.„412en Be Im Hakenkreuz der nationalsozialistischen Bewegung sei die Wehrkraft des deutschen Volkes in Verteidigung und Angriff ebenso versinnbildlicht wie die politische Größe und die wirtschaftliche Leistung. Großdentschlands. Ueber allem aber sei darin versinnbildlicht der deutsche Nationalsozialismus, für den Deutschlands Soldaten kämpften, für den ein ganzes Volk in leidenschaftlichem Einsatz seine Kraft hingebe. Und dieses Volk wisse, daß der Krieg mit all seinen Grauen und all seiner Zerstörung, mit seinen Opfern und Leiden geführt werde für ein nationalsozialistisches, Großdeutschland, für ein Reich des sozialen und kulturellen Aufbaues, für die Gewinnung des gesicherten Friedens und der gegen jeden Feind geschützten Arbeit. für ein Land der glücklichen Jugend und eines froh schaffenden Die Fahne der nationalsozialistischen Bewegung sei durch Blut geweiht. Sie sei über zwei Jahrzehnte lang das Symbol des deutschen Freiheitslampfes. Heute wehe sie über dem Sieg unseres Kampfes um die Erhaltung der Freiheit, England und seinen Trabanten “ Zim Anschluß an seine Ansprache nahm Rudolf Heß die Weihe der Fahne vor und übergab sie Reichsleiter Generalgouverneur Frank. Dieser dankte für die verpflichtende Auszeichnung, die ihn und alle Nationalsozialisten im Generalgouvernement bewege. Die Fahne sei das äußere Zeichen des Zusammenhaltes der Nationalsozialisten im Ostraum des Deutschen Reiches. „Wir haben“, so fuhr Dr. Frank fort,„unsere Aufgabe dort auf Befehl des Führers übernommen, weil wir nach siegreich beendetem Kriege in Polen vom Führer dort in amtlicher Sendung hingestellt wurden. Wir konnten diese Aufgabe nur übernehmen, weil wir Nationalsozialisten sind, die Erziehung der nationalsozialistischen Bewegung in uns fruchtbar tragen und weil wir getreu dem Vorbild des Führers drüben die Kraft finden, mit den ungeheuersten Problemen so fertig zu werden, wie es uns die Kampfzeit gelehrt hat. Diese Fahne ist für uns eine heilige Verpflichtung. Im Namen aller Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen des Generalgouvernements lege ich hier feierlich den Schwur ab, nicht zu rasten und unsere ganze Kraft einzusetzen im Sinne des Führers und seines nationalsozialistischen Reiches. Wir sind stolz auf unsere Aufgabe und darauf, daß wir im Sinnbild dieser Fahne für den Führer und die Nationalsozialistische Partei arbeiten dürfen.“ Mit einem Sieg=Heil auf den Führer klang die Feierstunde aus. Japanischer Vormarsch fortgesetzt Schanghai, 21. Oktober. Wie der japanische Heeresbericht mitteilt, setzten die japanischen Streitkräfte nach erfolgreichen Angriffen auf die Reste der 77. und 79. Tschungking=Division, die das bedeutende Verkehrszentrum Tschuki wiederzunehmen versuchten, ihren Vormarsch weiter fort. „Lieber Astor! Meinen berz. 8cHiilen in das schäunende Glalk! se Burmastraße erneut bombardiert Herzlichen Glückwunich Wenn jemand eine Reile tut mmenbetg; lichen Glückwunsch, daß die „Times" trotz der schweren Bombentreffer und Unannehmlichkeiten, die Ihr Verlagshaus im Printingshouse Squatze betroffen haben, noch erscheinen kann. Eure Leser haben sicher nicht gemerkt, daß Eure Verwaltung und Eure Redaktion vernichtet worden sind.(gez.) Winston Churchill.“ So zu lesen in der„Times". Der Brief ist interessant, denn durch ihn bestätigt der britische Ministerpräsident selbst— was wir allerdings aus neutralen Quellen schon wußten und auch unseren Lesern nicht vorenthalten haben—, daß im Verlaufe der deutschen Vergeltungsangriffe auf London auch das Verlagsgebäude der englischen Lügentante„Times“ getroffen wurde. Die Lugentante hat also ihre Giftküche an anderer Stelle Englands aufgeschlagen. Und die konservativen Leser werden diese Veränderung nicht bemerken. Mit dieser Feststellung darf Churchill sich beruhigen und den Verleger der„Times" beglückwünschen. Vielleicht aber würde sich die Bevölkerung der Londoner Slums ebenso herzlich beglückwünschen, wenn der Regierungssitz Churchills... Aber nein! Der Mann, der den Krieg seit zwei Jahrzehnten predigte, soll ihn auch an seiner Wirkungsstätte bis zur Neige auskosten. Es war einmal ein britischer Außenminister, der den Sanktionskrieg gegen Italien während des abessinischen Feldzuges verlor. Der hieß Anthony Eden. Ein Unterstaatssekretär im britischen Außenamt reiste einmal nach Moskau und glaubte, mit der nationalrussischen Kleidung, in der er sich auf dem Dach des Kremls knipsen ließ, den nötigen Eindruck für eine weitgespannte englisch=russische Politik zu machen. Der Mann hieß Anthony Eden. Ein englischer Außenminister zeichnete für den Bankrott des sogenannten Völkerbundes verantwortlich. Auch er hieß Eden. Ungeeignet für die Außenpolitik, wurde er schließlich nach einigen ministeriellen Zwischenstationen britischer Kriegsminister. In dieser Eigenschaft hat er nunmehr eine längst vorbereitete Reise nach dem Nahen Orient angetreten. Ueber Gibraltar, Malta ging die Reise nach Aegypten, nach Arabien, vielleicht noch nach Palästina. Ob er seine Reisepläne nach Ankara und Athen verwirklichen kanns bleibt dahingestellt. Sein außenministerieller Bankrott läßt seine kriegsministerielle Sendung in trübem Licht erscheinen, denn schließlich wird mit gutsitzendem Cutaway kein Krieg entschieden, und die Oelfelder des Nahen Orients werden kaum gerettet. Im Mittelmeer, auf dem Balkan und vielleicht sogar im Nahen Osten haben sich die politischen Schwergewichte erheblich verschoben, seitdem der schöne Anthony seine Orientreise vorbereitete. Die italienische Offensive ist gegen Aegypten vorgestoßen, im Südosten hat der Wiener Schiedsspruch die stickige Luft gereinigt, die Entsendung einer deutschen Militärmission nach Rumänien samt den zugehörigen Instruktionstruppen hat den britischen Einfluß in diesem Gebiet restlos beseitigt. In Aegypten halten sich die Neutralitätspolitik der Kairoer Regierung und der englische Druck auf Kriegseintritt die Waage. Italiens Luftwaffe hat mit dem erfolgreichen Angriff auf das Oelzentrum von Bahrein den Briten die Reichweite der italienischen Geltung nachgewiesen. Eden findet also im Orient Wie die beiden englischen Geleitzüge vernichtet wurden Von Kriegsberichter Dr. Wolfgang Frank dnb(PK.) Irgendwo im Atlantik, westlich von England, stehen deutsche=Boote, stehen da schon seit mehreren Tagen. Nichts kommt in Sicht. Groß ist der Atlantik und viele Wege führen darüber hin. Leicht kann man sich bei schlechter Sicht den schönsten Bissen ahnungslos vorbeilaufen lassen. Es gehört eben Glück zum=Boot=Fahren, bemerkt der Wachtoffizier, Glück und Nase. So berichtet er nun. Vom Westen kommt eine wahre Flotte von Schiffen. Vier, fünf, sechs nebeneinander, immer die fettesten in der Mitte, und durch die Flankenfahrer gedeckt, ziehen Kolonnen hinter Kolonnen, die Nachschubdampfer Englands, der belagerten Insel entgegen. Tief im Wasser schieben sie schwerfällig dahin, beladen bis unter die Halskrause. Eine kostbare Herde fetter Schafe. Ringsherum tummelt sich die Schar der Schäferhunde: schnelle Zerstörer, Kanonenboote und=BootAuf allen Schiffen halten die Besatzungen schärfsten Ausguck. Es kann ja immerhin sein, datz trotz der britischen Versprechungen von der völligen Sicherheit des Geleitzugsystems ein deutsches=Boot zum Angriff kommt! Man hat so seine Erfahrungen gemacht mit britischen Versprechungen, und es sind ja leider nicht nur Engländer, die in diesen Geleitzügen fahren. Das britische System zwingt manchen unschuldigen Neutralen in den Geleitzug und bringt ihn in die Tiefe. Das wissen sie, und darum wird ihnen von Stunde zu Stunde unbehaglicher zumute, wenn sie sich der blockierten Insel nähern. Immer häufiger werden Kurs und Geschwindigkeit geändert, immer mulmiger wird den Seefahrern zumute, die hier für England Unterstützung fahren. Aber: das Geld lockt. Bei den hohen Frachtsätzen für Englandfahrt, den sagenhaften Prämien und Heuern, mit denen die Seeleute geködert werden, muß man schon in Kauf nehmen, daß einem für Stunden das Herz in die Hosen fällt. Flugzeuge nahen, schwere englische Flugboote, die in unablässigen Schleifen wie dicke Bienen die kostbare Dampferberde umkreisen. Haha, das gibt schon wieder ein Gefühl größerer Sicherheit. Die da oben haben ja doch einen mächtigen Ueberblick, da kommt die „bloody German submarine“,(blutigen deutschen UBoote) überhaupt nicht heran. Jawohl, so sind wir in bester Hut. Außerdem ist es in drei Stunden dunkel und morgen früh sind wir drin. Vielleicht ist die UBoot=Gefahr überhaupt nicht so groß. Deutsche Propaganda wahrscheinlich. Irgendwo im Bach hängen die deutschen=Boote. Der Abend kommt. Rasch steigt die Dämmerung. Enger drängen die Wachhunde, die Zerstörer und Kanonenboote, ihre Schäflein zusammen, jagen sie bald diesen Weg, bald den entgegengesetzten. Alles, um die Wölfe unsicher zu machen, von denen noch nicht einmal sicher ist, daß sie überhaupt da sind. Aber— der Abendhimmel sieht so komisch aus, es liegt irgend etwas in der Luft, was auf schlechtes Wetter schließen läßt. Immer dichter wird das Grau des Abends, immer weniger unterscheidet sich Luft und Wasser. Da durchbricht der erste der wartenden Wölfe die träge dünende Oberfläche. Ein Luk klappt auf, ein Kommandant nimmt einen Rundblick. Hinter ihm die Brückenwache, scharfe Augen mit scharfen Gläsern bewehrt. Sacht gehen die Dieselmotoren an. Alle Sinne drängen hinaus in die Nacht: Wo steht das Wild? Noch an anderen Stellen tauchen sie aus dem Bach, Boote, hungrig, schußgierig, wie das erste.— Da erspäht das Augenpaar eine Reihe von Schafen. Blitzartiges Ueberlegen, Rechnen, Einstellen, dann die Erschütterung, mit denen die ersten Aale das Boot verlassen. Herum den Kahn! Wieder ein Schatten, wieder ein Schuß. Detonationen, die die Nacht zerreißen. Grell aufflackernde Stichflammen! Hier wird gerissen! Immer weitere Treffer. Der schaurige Klang zerreißenden Eisens ist es, der den Wölfen beweist, daß ihre Opfer für immer auf Tiefe gehen. Plötzliches Scheinwerferlicht: Alarm! Tauchen! Die Schäferhunde jagen heran. Wasserbomben krachen und klirren ums Boot. Aber dann auch schon Hieder: Hinein in das schäumende Glück! Wir laden inzwischen neue Aale!„Zerstörergeräusch wandert aus, nimmt ab....!“ Um so besser. Und wieder kracht es, jagen arausig die Stichflammen durch die Nacht, in der die„Schäferhunde" ratlos von einer Ecke in die andere laufen, planlos Wasserbomben fallen lassen und nur eine Panik erhöhen, die ohnehin durch nichts mehr aufzuhalten ist. Die Herde flieht in kleinen Gruppen auseinander. Und wieder die Wölfe: hinein in das schäumende Glück! Sechs Stunden lang, durchschnittlich alle Viertelstunden geht in dieser Nacht Dampfer auf Dampfer in die Luft. Der Tag vergeht.— Ein Tag wie viele. Die Nacht kommt.— Eine Nacht wie gestern! 17 Dampfer fallen um in dieser zweiten Nacht. Der Feind wird erschlagen, versenkt von deutschen=Booten. Allen voran rast Prien, der Erste Seewolf“, quer durch die fette Herde. Acht Dampfer mit 50 500 BRT. bucht sein Boot in dieser einen Nacht für sich. Weitere neun Dampfer mit 59.500 BRT. zerreißen seine Kameraden. Leergefegt liegt am anderen Morgen die See. Es ist der Morgen des 20. Oktober 1940. Genau vor einem Jahr lief ein deutsches Unterseeboot von Feindfahrt zurückkommend in Kiel ein. Es kam von Scapa Flow. Tokio, 21. Oktober. Japanische Marineflugzeuge führten am Sonntag einen zweiten Bombenangriff auf die von den Engländern zur Verlängerung des Krieges in China vor einigen Tagen wiedereröffnete Burmastraße durch. Sie hatten den Auftrag, vor allem wichtige Brücken zu zerstören. Dieser Auftrag ist, wie die Berichte besagen, trotz teilweise schlechter Sicht und Wolkenbildung über den Gebirgen der Provinz Yünnan erfolgreich durchgeführt worden. Außerdem haben die Flugzeuge mehrere Lastwagenkolonnen angegriffen, auseinandergesprengt und zerstört. Eine zweite Bomberformation hat erneut in der Gegend südwestlich von Mengtse militärisch wichtige Fabrikanlagen angegriffen und erfolgreich u. a. eine Munitionsfabrik, bombardiert. Ce 9 -sdg ZETSCHUAN TSCHUNGAUNG Aur ep Lutschos KUEITRCHOU * lrachanc Setoggte ∆ Loschio% B URMAN ENGL Huegyang Kaumiod 0 N. IN A N bc c „ INDOCHINA (7841208) Hanoi Zeihonges Kuelling Kolten und Mal=keinmnphierten Die Erfolgslaufbahn des Eichenlaubträgers Günther Prien Berlin, 21. Oktober. Am 28. Juni konnte der Wehrmachtbericht als TeilDer durch die Tat. von Scapa Flow mit einem ergebnis einer neuen Unternehmung Priens eine VerSchlage weltberühmt gewordene Kapikänleutnant Gün= senkungsziffer von über 40000 Brutto=Registerkonnen eine Lage vor von der sich das Londoner Kabinett noch ther Prien hat jetzt ein Jahr nach dieser kühnen Hel= bekanntgeben, und am 6. Juli wurde gemeldet, daß vor wenigen Monaten nichts träumen ließ. Nicht ohne dentat durch seinen führenden Anteil an der Vernichtung Prien gleich diese erste Feindfahrt nach der Norwegenel richtete„Stabschef Lutze an die SA.=Manner Front und in der Heimat nachstehenden Gruß: an den Ufern der Weichsel grüße ich die Männer ugen SA.=Gruppe, die als Soloaten in des Fühvor wenigen Monaten nichts träumen ließ. Nicht ohne Grund gestehen deshalb auch Londoner Zeitungen ein, daß es bei dieser Reise um die Verteidigung eines der wichtigsten britischen Besitze auf dem Seewege nach Indien geht. Daß ausgerechnet aber Anthony Eden für diese knifflige Aufgabe der richtige Mann sein soll, muß füglich bezweifelt werden. Er wird den Aegyptern nichts anderes vorschwätzen als jede englische Regierung in 50 Jahren dem nationalen Aegypten vorgeredet hat. Er wird den Arabern, heute das versprechen, was er morgen den palästinensischen Juden zugestehen wird. Ob ein Eutaway oder ein arabisches Nationalkostüm oder sogar die Uniform des britischen Kriegsministers wirken wird, ist zu bezweifeln. Das Hauptgewicht bei dieser Reise trägt wahrscheinlich Mister Edens Kleiderkoffer. Kleider aber machen weder Staatsmänner noch Feldherren, sondern höchstens Leute. Und Anthony Eden ist einer von ihnen. Lutze an seine SA.=Männer dnb Danzig, 21. Oktober. Beim Verlassen des Gebietes der SA.=Gruppe Weichsel, richtete„Stabschef Lutze an die SA.=Männer an der „Von der jungen SA.=Gruppe, die als Soloaten in des Führers Wehrmacht, zu jedem Opfer bereit, die Waffen gegen Großdeutschlands Feinde tragen. Vereint mit den Kameraden, die in Danzig und Westpreußen im alten Idealismus als SA.=Männer ihre Pflicht tun und von deren Wirken ich in diesen Tagen beste Eindrücke gewonnen habe, werden wir in unerschütterlichem Glauben an die Kraft der nationalsozialistischen Idee als des Führers getreue Gefolgsmänner am Neubau des Reiches und Volkes arbeiten. Die Einsatzbereitschaft aller wird den deutschen Sieg in die fernste Zukunft garantieren. Heil Hitler! (gez.) Viktor Lutze.“ Himmler im Escorial Kranzniederlegung am Grabe des Falangegründers Besichtigung der Ruinen des Alcazars Madrid, 21. Oktober. Der Reichsführer f Heinrich Himmler begab sich am Montag morgen in Begleitung des Sekretärs der Falange, Ministers Gamerd, des Grafen Mayalde und des deutschen Botschafters von Stohrer sowie der deutschen Waffenattachés nach dem 50 Kilometer von Madrid am Fuße der Sierra Guadarrama gelegenen Monasterium Escorial, um am Grabe des Nationalhelden José Antonio Primo de Rivera einen Kranz niederzulegen. Anschließend wurde die Fahrt nach Toledo angetreten, wo die Ruinen des Alcazars, der nationalen Weihestätte, besichtigt wurden. Am Sonntag abend fand zu Ehren des Reichsführers# Himmler im Gebäude des Politischen Ausschusses der Falange in Madrid ein Empfang statt, zu dem Außenminister Serrano Suner geladen hatte. 50000 Soldaten paradierten vor dem Kaiser in Tokio Tokio, 21. Oktober. Nachdem erst kürzlich in den Gewässern Yokohamas eine Flottendemonstration stattfand, wurde Montag morgen vor dem Kaiser in Tokio eine große Militärvarade abgehalten. Von den frühesten Morgenstunden an marschierten auf dem Paradeplatz Yoyogi unter dem Oberbefehl des Prinzen General Asaka 50000 Mann der verschiedensten Waffengattungen auf. Unter dem Kaisersalut und der Nationalhymne erschien der Kaiser, der mit seinem Gefolge und in Begleitung ausländischer Militär=, Marine= und Luftattachés die Front der angetretenen Formationen abritt. Dann nahm der Kaiser die Parade ab, an der 200 leichte und schwere Tanks und 500 Flugzeuge teilnahmen. Nach der zweistündigen Parade richtete der Kaiser eine kurze Ansprache an die Truppen, auf die Kriegsminister Tojo erwiderte. Der Parade wohnten 80000 Angehörige gefallener javanischer Soldaten aus ganz Japan bei, die zur Wallfahrt nach dem Yasukunischrein in Tokio weilten sowie rund 100000 Zuschauer, darunter zahlreiche führende Persönlichkeiten der Militär= und Zivilverwaltung sowie des Diplomatischen Korps. eines britischen Geleitzuges seine Versenkungsziffer im Handelskrieg auf über 200000 Brutto=Registertonnen gebracht. Zwischen diesen beiden Taten liegt eine Kette von militärischen Erfolgen, die seinen Namen immer wieder in den Wehrmachtberichtsbrachten. Am 14. Oktober 1939 hatte Prien es fertiggebracht, durch die Sperren des britischen Kriegshafens Scapa Flow hindurchzubrechen, das Schlachtschiff„Royal Oak“ zu versenken und das Schlachtschiff„Repulse“ schwer zu beschädigen. Obwohl der Feind durch die erlittene Einhuße zu höchster Wachsamkeit angespornt war, gelang es Prien, sein Unterseeboot und die ihm anvertraute Besatzung den gefährlichen Weg durch die Sperren zurückzuführen und als Sieger in den Heimathafen zurückzukehren. Schon am 28. November wurde er wieder im Wehrmachtbericht genannt. Er hatte bei den Shetland=Inseln einen Schweren Kreuzer der„London"=Klasse torpediert. Schon vor der Tat von Scapa Flow für Erfolge im Handelskrieg mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet, stand der Ritterkreuzträger Prien nun in langen, schweren Wintermonaten im Handelskrieg gegen England. Dann erfuhr diese Tätigkeit im Frühjahr 1940 eine kurze Unterbrechung.„Denn mit anderen Unterseebooten war auch das Boot Priens in der Sicherung der Norwegen=Aktion eingesetzt. Ueber die Leistungen aus dieser Zeit, in der es galt, gewaltige Transporte gegen die Flankenbedrohung der vielfach überlegenen britischen Flotte sicher ans Ziel zu bringen, wird im einzelnen erst später berichtet werden können. Das deutsche Volk freute sich nach der eingetretenen Pause um so Unternehmung zur Rekordfahrt gestaltet hatte. Mit über 66000 Brutto=Registertonnen hatte Prien das bisher höchste Ergebnis einer einzigen Feindfahrt eines deutschen Unterseebootes im Handelskrieg gegen England erreicht. Auf dieser Fahrt hatte Prien obendrein drei deutsche Flieger aus dem Wasser gerettet, deren Maschine auf einem Aufklärungsflug abgeschossen worden Ueber den Abschluß dieser Rekordfahrt hat Prien nach seiner Rückkehr selbst das Folgende berichtet:„Wir hatten alles verschossen, bis zum letzten Aal und bis zur letzten Granate. Da begegnete uns auf der Heimreise noch dieser Rekordschlitten, ein Tanker von 15 000 Brutto=Registertonnen. Wir schossen unseren letzten Torpedo, er hatte eine ziemlich lange Laufzeit. Da knallte es, der Aal saß genau mitschiffs. Es gab ein kurzes Brillantfeuerwerk, dann war Old England um 15 000 Brutto=Registertonnen ärmer. Jetzt war es endgültig Zeit, nach Hause zu fahren. Denn nun hatten wir gar nichts mehr zu schießen.“ Am 25. September meldete der Wehrmachtbericht ein neues Versenkungsergebnis Priens von 45 130 Brutto= Registertonnen. Der Wehrmachtbericht setzte hinzu: „Damit hat Kapitänleutnant Prien außer der Vernichtung des britischen Schlachtschiffes„Royal Oak“ 154 100 Brutto=Registertonnen feindlichen Handelsschiffsraumes versenkt. Er steht mit diesen Erfolgen an der Spitze aller Unterseeboot=Kommandanten." Sein neuester Erfolg hat ihn nun mit der Versenkung von 50 500 Brutto=Registertonnen in einer einzigen Nacht über die 200 000=Tonnen=Grenze gebracht— eine eden mehr, schon wenige Wochen nach dem Siege im Norden fast unvorstellbare, Ziffer, wenn man bedenkt, was alles den Namen seines Lieblingshelden wieder im Wehr= an Können und Mut dazu gehört hat, diese Rekordmachtbericht zu lesen. statistik aufzustellen. Die Audiese der Hüherrschuft Jugendführer werden von der Partei übernommen— Erklärungen Armanns Berlin, 21. Oktober. versetzt wird, frei Atem zu holen und so besondere Veranlagung pflegen kann. Der Wunsch des Reichsjugendführers nach möglichst rationeller Arbeit geht auch aus dem Interesse hervor, das die Hitler=Jugend trotz aller Abgrenzung mit der Schule für die Frage des Lehremachwuchses hat. Der Mangel an Menschen wird es unter Umständen notwendig machen, daß an manchen Stellen der Posten des HJ.=Führers und der des Lehrers in einer Person vereint sind. Auch die Angleichung der Banne an die Kreise in der Partei, was nebenbei die Neuerrichtung von 223 Bannen bedingt, liege auf der gleichen Ebene des rationellen Arbeitens. Der künftige Bannführer in einem Kreise der Partei wird gleichzeitig auch der Führer des Jungvolkes sein, so daß die Dienststellung des Jungbannführers überflüssig wird. Das bedeutet neben einer großen Ersparnis an Jugendführern eine Konzentration der Arbeit. Der Bannführer wird einen genauen Ueberblick über die Jugend des ganze Kreises haben; er wird daher die Führerauslese, die schließlich immer nur von einer einzigen Stelle verfolgt werden kannz voll übersehen und er wird auch dem Kreis gegenüber der einzige Vertreter der HJ. sein und so zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit mit dem Kreisleiter beitragen. Damit der Bannführer jedoch genug Zeit hat, um bei seinen Formationen zu sein, wird er einen Hauptstammführer zur Seite haben, der ihn von den Verwaltungsarbeiten entlastet. Reichsjugendführer Axmann schloß seine Ausführungen mit dem Hinweis darauf, daß der Krieg für die Jugendarbeit eine große Belastung darstelle, gleichzeitig aber auch für sie einen großen Gewinn bedeute. Die Not werde auch hier zur Tugend. So sebe er der Entwicklung der Hitler=Jugend mit großem Vertrauen entgegen. Schwedischer Protest in Washington Die schwedische Regierung beauftragte ihren Gesandten in Washington, bei der Regierung der Vereinigten Staaten einen Protest gegen die Beschlagnahme der von Schweden in den Vereinigten Staaten bestellten Flugzeuge einzulegen. (Die Flugzeuge wollen die USA. an England liefern.) Reichsjugendführer Axmann hat in der Reichspressestelle der NSDAP. die Schriftleiter um sich versammelt, um sie mit seinen neuen Aufgaben als Reichsjugendführer der RSDAP. und Jugendführer des Deutschen Reiches bekannt zu machen. An die Spitze seiner Ausführungen stellte der Reichsjugendführer seine Sorge um die Auslese der Führerschaft. In der Erkenntnis, daß es des großen Menschenmangels wegen immer schwieriger werden wird, tüchtige Jugendführer zu besitzen, hat er mit dem Stellvertreter des Führers vereinbart, daß die Jugendführer der HJ. auf alle Fälle von der Partei übemnommen werden. Und zwar werden die betreffenden Jugendführer das letzte Jahr ihrer Tätigkeit in der HJ. bereits zur Partei abkommandiert, um sich mit den neuen Aufgaben vertraut zu machen. Eine von der HJ. noch zu schaffende Schule wird außerdem den Jugendführer für den Uebergang auf die Arbeit in Partei und Staat vorbereiten. Sie werden dann ranggemäß mit irgendwelchen Parteiposten, z. B. dem des Kreisleiters, betraut. Um solche Jugendführer, deren Veranlagung sie für irgendwelche Aufgaben im Staate vorausbestimmt, dem Staat zur Verfügung stellen zu können, werden noch Verhandlungen geführt. Die Tatsache, daß der junge Deutsche von vornherein weiß, daß er als Jugendführer eines Tages von der Partei oder dem Staat übernommen wird, ist von außerordentlicher Bedeutung. Bei der Berufswahl kennt der künftige Jugendführer schon die Linie seines Lebens. Bis jetzt hat die HJ. ihre Formationen nach Jahrgängen aufgebaut. In Zukunft sollen auch die Arbeitsgebiete den Jahrgängen angepaßt werden. Zum Beispiel auf dem Gebiete der Fahrten wird der Elfjährige nur seine engste Heimat kennenlernen, erst mit 12 Jahren wird er in Lager kommen, erst mit 17 Jahren wird er das Ausland sehen. Auch auf dem Gebiete der körperlichen Ertüchtigung und der weltanschaulichen Schulung wird ein fester Plan erstehen, der nach Jahrgängen aufgebaut ist. Es ist ein Achtjahresplan, dem das schulische Pensum zugrunde liegt. Dieser jahresweise Aufbau ist auch maßgebend bei der Arbeit der Akademie für Jugenderziehung. Der Jugendführer wird dort lernen, wie er jedem einzelnen Jahrgang, gerecht werden muß. Durch diesen präzisen Aufbau und diese genaue Planung der HJ.=Arbeit wird jede Wiederholung vermieden und viel Zeit gewonnen werden. Diese Zeit soll jedem deutschen Jungen und Mädel zugute kommen. Der Reichsjugendführer unterstrich die Bedeutung der FreiAuf unserer Karte ist die Burmastraße eingezeichnet, die von Laschio in Burma(englischer Besitz), über Kumming nach Tschungking, dem Sitz der chinesischen Regierung Tschiangkaischek, führt. Die Eisenbahnlinie, die von Haiphong in Französisch=Indochina über Hanoi nach der Grenze der chinesischen Provinz Yünnan führt, kann von den japanischen Truppen nach dem Abkommen zwischen Frankreich und Japan benutzt werden. Die Bahnlinie geht auf chinesischem Gebiet weiter nach Kumming. Das Elsaß für immer deutsch Erste Großkundgebung der NSDAP. in Straßburg Straßburg, 21. Oktober. Die erste Großkundgebung der NSDAP. in der wieder deutschen Stadt Straßburg hatte so starken Besuch, daß die festlich geschmückte Markthalle eine halbe Stunde vor Beginn der Versammlung infolge Ueberfüllung geschlossen werden mußte. Mit stürmischer Begeisterung wurde Gauleiter Robert Wagner von der Menge begrüßt., der u. a. ausführte, es sei nie die Absicht Deutschlands gewesen, das Unglück des Jahres 1918 durch Krieg wieder gutzumachen. Der Führer habe verzichtet auf Elsaß und auf Lothringen, und es sei weder ihm noch einem anderen Deutschen leicht gefallen diese alten deutschen Kulturlande aufzugeben. Deutschland wollte verzichten um der deutschen und französischen Mütter willen, die in einem 800jährigen blutigen Ringen ihre besten Söhne für das Elsaß geopfert hätten. „Doch Frankreich und England wollten es anders. Sie haben Deutschland den Krieg erklärt und nunmehr das Elsaß aufs neue und diesmal endgültig und für alle Ewigkeit an seinen rechtmäßigen Besitzer, Deutschland, verloren.“ Der Gauleiter erwähnte dann die zahlreichen Sofortmaßnahmen, die nötig waren zur Versorgung der Bevölkerung, zur Ingangsetzung der Wirtschaft, zum Wiederaufbau zerstörter Orte, zur Minderung der Zahl der Erwerbslosen und zur Lohn=, Gehalts= und Preisangleichung. Heute sei die elsässische Wirtschaft im ganzen gesehen schon gut beschäftigt. „Elsässer und Elsässerinnen“, so schloß der Gauleiter,„vertraut Adolf Hitler, schenkt ihm Eure Liebe und Eure Gefolgschaft, dann wird die Zeit kommen, in der auch Ihr Euch wieder glücklich schätzen werdet, Deutsche zu sein. Deutsches Elsaß, erwache!" Die Darleaungen des Gauleiters wurden von stürmischen Beifallskundgebungen unterbrochen. Kurze Nachrichten Axmann weihte HJ.=Fahnen im deutschen Osten Am Sonnabend abend nahm der Reichsjugendführer in Bromberg die Weihe von 280 Fahnen des HJ.=Gebietes 37 Danzig=Westpreußen, mit der Bkutfahne der 5J. vor. Im Anschluß an die Feier veranstaltete die HJ. einen Schweigemarsch zum Ehrenfriedhof, wo der Reichsjugendführer gegen Mitternacht einen Kranz an den Gräbern der von den Polen ermordeten Deutschen niederlegte. Bei der Besichtigung Brombergs bestimmte der Reichsjugendführer, daß diese Stadt die größte und modernste Jugendherberge des Reichsgaues erhalten soll. 20 Todesopser der Hochwasserkatastrophe in den Pyrenden Die Hochwasserkatastrophe in den französischen Pyrenäen hat nach den bisherigen Feststellungen 20 Todesopfer gefordert. Die Lage in dem schwer beimgesuchten Dorf Tech hat sich durch ein neues Skeigen des Hochwassers noch verschlimmert. Fast das gesamte Dorf einschließlich der Kirche und Schule wurde von den Fluten weggerissen. Das Dorf Banat soll bis auf zwei Häuser von den Wassermassen vollständig zerstört worden sein. England gibt wieder einen kleinen Verlust zu Die britische Admiralität meldet den Verlust des Hilfspatrouillenschiffes„Girl Mary“ infolge seindlicher Tätigkeit. Englischer Trawler beschießt spanischen Passagierdampfer Der im Hasen von Rio de Janeiro eingetroffene spanische Passagierdampfer„Cabo de Hornos“ wurde bei der Fahrt nach Südamerika von einem englischen Trawlex ohne jede Warnung mit mehreren Salven aus einer Entfernung von sechs Meilen beschossen. Der„Cabo de Hornos“ entging nur durch größere Geschwindigkeit dem Feuer. Spanische Luftverkehrsfachleute bei der Lufthansa Auf Einladung der Lufthansa trafen Montag nachmittag der Unterstaatssekretär im(panischen Luftfahrtministerium. General Don Apolinar de Buruaga v Polanco, ferner der Direktor der spanischen Luftverkehrsgesellschaft Iberia. Don Daniel de Aracz y Aresula, und maßgebende Herren der spanischen Zivilluftfahrt in Berlin ein. Sie werden Einrichtungen der deutschen Handelsluftfahrt besichtigen. zeit für den einzelnen, der nur durch sie in die Lage Verantwortung zu ziehen. Fahrzeugverkehr verboten nach Auslösung des Fliegeralarms dnb Berlin, 21. Oktober. In letzter Zeit ist vielfach beobachtet worden, daß nach Auslösung des Fliegeralarms Kraftdroschken und private Kraftwagen die Straßen durchfahren, deren Insassen sich in Gaststätten usw. aufgehalten haben und nunmehr auf schnellstem Wege nach Hause streben. Ein derartiges Verhalten ist nach den bestehenden Vorschriften verboten und strafbar. Im Interesse des allgemeinen Luftschutzes ist die Polizei angewiesen worden, verbotenen Fahrzeugverkehr bei. Fliegeralarm zu unterbinden und die Beteiligten zur Verlag und Druck: Laupenmüdlen& Dterichs. Hauptschriftleiter:„Dr. Paul Dierichs(im Felde). Stellvertretender Hauptschriftleiter: Dr. Josef Schwermann Wer vernünftig lebt, raucht auch mit mehr Verstand*) ATIKAH 5n Verständig rauchen heißt, bessere Cigaretten wählen, die zum langsamen und daher viel bekömmlicheren Genuß anregen. Seite 3 Nr. 250 Bochumer Anzeiger Dienstag, 22. Oktober 1940 Bochumer Der kleine Bücherfreund.. Bochum mußte lange warten Erst am 22. Oktober 1860 pfiff die erste Eisenbahnlokomotive in Bochum Weltbild „Was ein Hälchen werden will,.. Krümmt sich“, wie man sagt,„beizeiten,“— Diesen kleinen, netten Kerl Sah man aus dem Bette gleiten. Ja, wohin wohl geht sein Schritt? Sollte man wohl solches denken! Unsere Augen gehen mit: Zu den Büchern sie sich lenken. So, hier steht der kleine Mann, Reicht hinauf mit seinem Händchen, Suchend, ob er fassen kann Eins von jenen bunten Bändchen. Was mag drin verborgen sein? Er sah Vatern darin blättern! Hätte er doch einen Stuhl, Um genügend hochzuklettern! So fängt das„Studieren" an. Es beginnt auf Kindesbeinen, Ja, ein sehr gelehrter Mann... Wird„er“ werden, will mir scheinen, Wer ein„Doktor" werden will, Muß fürwahr viel Bücher lesen, So was keimt vielleicht schon still In des zarten Kindes Wesen. Ob er wohl Assessor wird Einst am hohen Amtsgerichte? Ob's in seinem Kopfe schwirrt, Daß er später macht Gedichte? Oder wird er Ingenieur? Solche können gut wir brauchen. Wird er einst gedankenschwer In Weltweisheit sich verkrauchen? Vielleicht wird er Pionier Für die deutschen Kolonien? Oder sonst ein großes Tier! Solche Fragen uns berühren. Vielleicht wird er General In dem großen deutschen Heere: Ja, er soll auf jeden Fall. Seinem Volke machen Ehre. Wünschen also wir viel Glück Unserm kleinen Bücherfreunde, Daß er wachse Stück um Stück Kraftvoll in die Volksgemeinde. Doch bis dahin wird viel Zeit Ueber uns und ihm vergehen. Denn wir stehen Mitten drin im Weltgeschehen. Darum, kleiner Gernegroß, Ehe du bist reif zum Sprunge, Werde frisch und froh und frei.,„ung Erst ein echter deutsche Brandbomben auf ein Bauerngehöft Feindliche Flieger warfen in der Nacht zum 21. Oktober über dem Stadtgebiet Bochum einige Brandbomben ab. Dadurch wurde an einem Bauerngehöft ein Dachstuhl in Brand gesetzt. Mit dem E. K. II. ausgezeichnet Eiserne Kreuz II. Klasse. Wunschkonzert der Schutzpolizei in Bochum ein große zugunsten des Kriegs=Winterhilfswerks,„1911 statt. Der Beginn der Veranstaltung mußte auf 19 Uhr vorverlegt werden, um allen Besuchern die Möglichkeit zur Rückfahrt mit der Straßenbahn zu geben. Einlaß ab Die Veranstaltungen der Schutzpolizei erfreuen sich großer Beliebtheit, da immer etwas Besonderes geboauf ihre Kosten das bekannte Tanzpaar Melitta und Makgot Abendgespräche frühzeitig anmelden Zur Erleichterung und Verbesserung des Fernsprechbetriebes in den Abendstunden ist es notwendig, Gespräche nach 19 Uhr möglichst bis 21 Uhr anzumelden. Bei späterer Anmeldung muß mit VerzögeDie Fernsprechtellnehzgerg perden daßeg, gezetez, ihre Gespräche in den uvenofrunden tunlichst bis 21 Uhr zu erledigen. Es hat lange gedauert, ehe die Stadt Bochum Anschluß an das Eisenbahnnetz bekam und nicht mehr auf den Bahnhof„Herne—Bochum" angewiesen war. Erst am 22. Oktober 1860 lief, von Witten über Langendreer kommend, der erste Eisenbahnzug in Bochum ein, das damals 9000 Einwohner zählte; die weiterführende Strecke Bochum—Essen—Mülheim Oherhausen konnte erst am 1. März 1862 in Betrieb genommen werden. Wie kam es, daß Bochum, obwohl Mittelpunkt der Kohlen= und Eisenindustrie, nicht eher Eisenbahnanschluß erhielt An Bemühungen darum hat es wahrlich nicht gefehlt und die Legende, als ob unsere Vorfahren schuld daran seien, daß Bochum nicht mit zu den ersten Städten gehörte, die einen Bahnhof erhielten, muß als abwegig bezeichnet werden. Vielmehr weisen die Akten nach: Die erste Eisenbahn mit Dampfbetrieb(solche mit Pferdebetrieb gab es schon 1828, nämlich die PrinzWilhelm=Bahn Steele—Vohwinkel, die Kohlenbahn im Rauendahl usw.) wurde in Preußen am 29. Oktober 1838 zwischen Berlin und Potsdam, am 20. Dezember zwischen Düsseldorf und Erkrath als Teilstrecke Düsseldorf—Elberfeld eröffnet. Im Jahre 1843 wurde die Köln=Mindener Eisenbahngesellschaft gegründet. Von Bochum aus wurde sofort eine Eingabe nach Berlin gerichtet, in der ersucht wurde, die geplante Köln=Mindener Eisenbahn über Bochum—Essen—Duisburg zu führen. Als dann die 1838 in Elberfeld gebildete Bergisch=Märkische Eisenbahngesellschaft die bis Witten vorgetriebene Eisenbahnstrecke bis Dortmund zu führen beschloß, zum Anschluß an die Köln=Mindener Eisenbahn, befürwortete der Magistrat von Bochum unterm 10. August 1843, den gesuchten Anschluß über Bochum herzustellen. Die Köln=Mindener Strecke wurde aber über Altenessen, Gelsenkirchen, Wanne, Herne nach Dortmund gebaut, da diese Streckenführung um 600 000 Taler billiger war. Bochum hatte 3000 Taler Zuschuß angeboten, die umliegenden Zechen waren ebenfalls zu Opfern bereit vergebens. Nun tauchte der Plan auf, die PrinzWilhelm=Bahn mit der Köln=Mindener zu verbinden, wiederum bemühte sich Bochum und schlug vor, die Verbindungsstrecke von Steele über Bochum nach Herne zu führen. Der Vorschlag wurde abgelehnt und auch der dann von der Stadt vorgelegte Plan, eine Dampf=Eisenbahn von Herne nach Eppendorf zu bauen, wurde von den interessierten Zechen General, Hasenwinkel, Engelsburg und Maria Anna und Steinbank verworfen, obwohl die Stadt 25.000 Talex, dazutun wollte. Ebenso erging es Bachum, als 1849 der Plan auftauchte, eine Bahn von Witten über Bochum nach Altenessen zu eshauen; die Stadtverordneten zeichneten dazu 25·000 DAler Aktienkapital unter der Voraussetzung einer vom Staate garantierten Verzinsung von 3½ v. H. Das lehnte Väterchen Staat ab. Endlich wurde dann 1859 mit dem Bau der Strecke Witten— Langendreer—Bochum begonnen, sie wurde am 22. Oktober 1860 eröffnet, die Strecke Bochum—Essenburg am 1. März 1862, die Strecke Langendreer—Dortmund am 5. Oktober 1862. Die Stadt Bochum hatte zum Bau 275000 Taler gezeichnet, Mülheim und Duisburg je 300000 Taler. Nach unendlichen Bemühungen und unter mancherlei Opfern hatte endlich Bahnanschluß erhalten— der Bochumer Verein hatte es nicht mehr nötig, seine Erzeugnisse mit Pferdefuhrwerken nach Herne zu schaffen. Mit Böllerschüssen begrüßt Man kann sich vorstellen, mit welcher Freude die Bochumer die Eröffnung des Eisenbahnverkehrs begrüßten. Als am 10. Oktober der erste Provezug die neue Strecke befuhr, wurde er mit Böllerschüssen begrüßt. Die zunächst auf den 15. Oktober angesetzte Eröffnungsfeier sand am 22. Oktober statt. Die Ortspresse veri#htete darüber erst am 25. Oktober. Unter dem Donner der Böller und den Jubelrufen zahlreich versammelter Zuschauer erfolgte um 11 Uhr die Abfahrt des beflaggten Zuges nach Witten. Die nahe der Bahn gelegenen Zechen hatten Fahnen gehißt. Nach der Ankunft in Witten brachten zwei Züge von Dortmund bzw. Elberfeld die Mitglieder der Khl. Eisenbahndirektion und Deputationen, mit ihnen fuhr nach einer halben Stunde der Festausschuß zurück. Im Gasthof Hopte in Bochum fand ein Festessen statt, an dem sich 200 Personen beteiligten. Nach den offiziellen Trinksprüchen kamen auch einige Redner zu Worte, die keinen Zweifel darüber ließen, daß es nicht die Schuld der Stadt Bochum war, wenn sie so lange auf Bahnanschluß warten mußte. Das wurde auch in einem launigen, beim Fest gesungenen Liede zum Ausdruck gebracht. Wir entnehmen ihm folgende Verse: W M Achtzehnhundert vierzig schon Wies ein vielgeprüfter Sohn Wie Köln—Mindener Eisenbahn Ueber Bochum Weg ging sie uns vor jeder Christ Daß auf führen kann. 8 Aber ach, es war nur Spaß der Nas. Und seit der Zeit weiß er Herne.=Bochum;, das klang schön Omnibus und Posten gehn Auf der reizenden Chaussee 1 Schaukelnd Achizehnhundertvierzig acht Wird ein neuer„Plan gemacht— Witten—Essen ist nicht weit Und die Gelder Gelder Gelder, Gelder achl Machen alle Serupel wach Und so blieb denn für und für Bochums Bahn auf dein Papier. Das Gedicht erzählt dann, wie endlich die neue Streit, ob Nord oder Süd, die Entscheidung für den Bahn in ngriff genommen wurde und nach langem Bahnhof zugunsten des Griesenbruchs fiel. War auch der Personenverkehr auf der Eisenbahnlinie Bochum (von Bochum nach Wit vorab noch gering(von Sochum nach Witten.45 und 11.15 morgens..10 und.05 nachmittags, nach Bochum.07 morgens, 12.30,.43 und.50 Uhr nachmittags), so war diese Bahn doch für den Kohlenversandt und Güterverkehr von großer, wachsender BeDie weitere Entwicklung ist bekannt. Wie schon vor hundert Jahren und fernerhin, so hat Bochum— geographischer und wirtschaftlicher Mittelpunkt des Ruhrgebiets— auch heute noch um seine Stellung als naturgegebener Knotenpunkt für den Nord=Süd=Verkehr zu kämpfen. Hoffen wir, daß nach beendetem Kriege der letzte, im September 1935 vorgelegte„endgültige“ Plan für die Umgestaltung unserer Bahnhofsverhältnisse ehestens zur Ausführung gelangt! ap. Iinmn Wiedel Rumpf der=Ennndse Nach menschlicher Erwartung bestehen für den künftigen Bergmann keine Bedenken mehr, staubkrank zu werden Im September dieses Jahres berichtete der „BA“ über den„Kampf der Silikose". Zu diesem Thema ist noch folgendes nachzutragen: Seit der Einführung der durch Preßluft angetriebenen Bohrhämmer im Bergbau fällt beim Bohren im Gestein bedeutend mehr feiner Staub an, als es früher beim Treiben von Bohrlöchern mit Hammer und Meißel der Fall war. Die Unannehmlichkeiten des feinen Steinstaubes machten sich besonders beim Bohren im Aufbruch bemerkbar, so daß man dazu überging, diesen Staub durch Trichter und andere einfache Geräte abzufangen. An die Schädlichkeit des feinen Bohrmehls für den menschlichen Körper dachte man noch nicht; es wurde eben als unliebsame Belästigung empfunden, die die Arbeit erschwerte. Erst einige Jahre später stellten Aerzte fest, daß der Steinstaub nicht nur die oben angeführten Unannehmlichkeiten mit sich bringt, sondern auch eingeatmet wird, in die feinen Verästelungen der Lunge dringt und schwere Erkrankungen der Lunge nach sich zieht. Die sich hieraus ergebende Krankheit ist unter der Bezeichnung Silikose bekannt und gilt seit dem Jahre 1929 als entschädigungspflichtige, Berufskrankheit. Es kommt deshalb darauf an, in erster Linie den Steinstaub unwirksam zu machen. Seit 1929 sind maßgebende Fachleute in der von der Knappschaftsberufsgenossenschaft,„Sektion II eingerichteten Hauptprüfstelle für Bohrstaub unermüdlich tätig, um dieser Krankheit wirksam zu begegnen. Bevor es aber geeignete Staubbekämpfungsgeräte gab, gingen in vielen Fällen die Bergleute„von sich aus dazu über, auf eine ihnen richtig und wirksam erscheinende Art vor der Einatmung des Staubes Schutz zu suchen. Schulschwämme wurden von den mitgebracht und vor Mund und Nase gebundern.„angi dann zu Schichtschluß der Schwamm reichliche Stauz mengen zeigte, wurde dies als Beweis für einen reichenden Schutz angesehen. Es dauerte auch nicht lange, bis Firmen dazu übergingen, aus Schwammgummi Masken anzufertigen, die sich der Gesichtsform weit besser anpaßten als die Naturschwämme. Es wurde daraus gefolgert, daß hiermit die Staubbekämpfung in wesentlich besserer Weise durchgeführt würde. Durch spätere Messungen ließ sich aber nachweisen, daß die Filterwirtung bei Schwammgummimasken gering war. Die erhöhte Schweißbildung beim Tragen derartiger Masken und das Nachlassen der Leistung gaben Anlaß, nach wirksameren Staubbekämpfungsgeräten zu suchen. Als wirksames Mittel zur Niederschlagung des Staubes haben sich Wasser. und Schaum erwiesen. Die Bekämpfung des Staubes durch Schaum ging aber bald zurück, weil dieses Verfahren zu umständlich ist. Im Laufe der Zeit wurden weitere Geräte ausprobiert und von den einzelnen Firmen auf Grund der Erfahrungen vervollkommnet. Zu diesen Staubbekämpfungsgeräten gehören Hohlbohrer mit Wasserspülkopf und Vollrundbohrer mit Wasserspritzarm, die beide heute einen guten Schutz gewähren, weil sie zwangsläufig angewandt werden müssen. Das heißt, daß es ohne Wasser nicht möglich ist, das Bohrmehl aus dem Bohrloch zu befördern. Aus diesem Grunde kann das große gesundheitliche Ziel „Verhütung der Silikose" nur durch ein zwangsläufiges Verfahren erreicht werden, bei dem sich die Gesteinshauer unbedingt der Wasserspülung bedienen Die Entwicklung des Bohrverfahrens mittels Hohlbohrer und Wasserspülkopf und anderer Staubbekämpfungsgeräte ist lange vor dem Weltkriege eingeleitet worden. Waren die in unserem Gebiet hergestellten Wasserspülköpfe anfangs noch sehr schwer— sie wogen etwa 6 bis 8 Kilogramm—, so führte die Entwicklung bald zu erheblichen Verbesserungen. Der heutige Flottmannsche Wasserspülkopf wiegt etwa ein Kilogramm. Er zeichnet sich aus durch eine einteilige Bauweise des geschmiedeten und gehärteten Körpers und durch die Eigenart der Dichtung, die aus Bergmann bei der Arbeit mit einem Bohrhammer mit Hohlbohrer und Wasserspülkopf zwei Hohlgummiringen besteht. Beim Arbeiten fließt das Spülmittel nicht nur durch den mittleren Kanal in den Hohlbohrer, sondern gleichzeitig durch die Schrägkanäle in den inneren Raum der beiden Gummi ringe. Diese blähen sich hierdurch aus und dichten auf diese Weise das Einsteckende des. Bohrers, auch wenn es stark verschlissen ist, nach beiden Seiten ab., Die Staubbindung ist einwandfrei, da den Hohlbohrer unmittelbar der Entstehungsstelle des Bohrstaubes zugeführt wird.„„ 16. 5. Mit allen im Gebrauch befindlichen Geräten in der Stand der Gesteinstaubbekämpfung so weit gediehen, daß bei richtiger Anwendung der Verfahren mit großer Wahrscheinlichkeit neue Staublungenerkrankungen kaum mehr zu erwarten sind und daß nach aller menschlichen Erwartung für den künftigen Bergmann ängstliche Bedenken, staubkrank werden zu können, nicht mehr am Platze sind. Bochumer Lehrlinge wurden Gesellen Vor dem Abschluß der Herbstgesellenprüfung im heimischen Handwerk— Nahezu alle Prüflinge erhielten den Gesellenbrief Auch in der Kriegszeit wird streng darauf geachtet, daß die Ausbildung des Handwerkernachwuchses nicht vernachlässigt wird, obwohl eine große Anzahl der Handwerksmeister zum Wehrdienst einberufen worden ist, und das Handwerk wie alle übrigen Zweige unseres Wirtschaftslebens erhöhten Berufsaufgaben nachkommen muß, die zum Teil auch durch die Umstellung auf andere Werkstoffe hervorgerufen werden. Bei der Ueberprüfung der Ergebnisse der diesjährigen Herbstgesellenprüfungen in der Kreishandwerkerschaft Bochum=Wattenscheid darf man mit Fug und Recht behaupten, daß das heimische Handwerk den ihm in dieser Hinsicht erwachsenen Aufgaben im vollen Umfange gerecht geworden ist, denn von rund 200 Prüflingen, die bisher in diesem Herbst geprüft worden sind, vermochten nur acht den Anforderungen nicht zu genügen. Um die Prüfungsarbeiten im ganzen Reich einheitlich zu gestalten, sind vor einiger Zeit Richtlinien festgelegt worden nach denen auch die Prüfungen im Bereich der heimischen Kreishandwerkerschaft durchgeführt wurden. Die Auswertung der jetzt vorliegenden PrüfungsErgebnisse aus dem Bereich der Kreishandwerkerschaft Bachum Mattenscheid vermittelt ein aufschlußreiches Bochum=Vattenscheid„vermittelt ein aufschlußreiches Bild über' die Beliebtheit gewisser Handwerksberufe in der gegenwärtigen Zeit. Dabei muß jedoch berücksichtigt werden, daß mehr als ein Drittel sämtlicher in der Kreishandwerkerschaft zusammengeschlessenen, Junnngen zum Herbst keine Prüflinge abgestellt hat, da die hier laufenden Lehrverträge erst durchweg zum Frühjahr beendet sein werden. Die größte Anzahl von Prüflingen, nämlich 34, stellte heuer das Kraftfahrzeughandwetk, dem die Schlosser mit 25 und die Tischler mit 23 Prüflingen folgten. Ferner stellte das Damenschneiderhandwerk 23, das Klempner= und Installateurhandwerk 19. das Maurerbandwerk 14, das Putzmacherhandwerk 12, das Fleischeryandwerk 10, das StellManchmal ist nicht zu helfen Ein mißglückter Versuch... Bilder vom Bochumer Arbeitsgericht Kündigung in Abwesenheit des Gekündigten 11 8 is Das Reichsarbeitsgericht hat die Umstände, unter denen eine Kündigung tros Abwesenheitgodes###ritg; traf einen am 28. April zum 31. Mai 1939 gekündigten und infolgebessenrie henenen günsschunssehrier sandten eingeschriebenen Kundigungsbrief erst am Die nur Monatschlußz, zulälige, Kündigung wurde vom Reichsarbeitsgericht trotzdem nicht als verspätet angesehen. Eine empfangsbedürftige Willenserklärung wie die Kündigung geht einem Abwesenden schon dadurch zu, daß sie in seinen Machtbereich gelangt und daß er dadurch unter gewöhnlichen Verhältnissen die Möglichkeit erhält, von ihr Kenntnis zu nehmen. Das war mit der Annahme des Kündigungsschreibens durch die Angehörigen der Fall, mochte der selbst auch durch Krankheit oder wie hier durch zeitweilige Abwesenheit von Hause an degsgtartigen Zenntnisnahme gehindert gewesen sein,„Wichtig,# verner, daß der Gekündigte der Firma seine neue Anschrift nicht mitgeteilt hatte. Die Rechtzeitigkeit der Kündigung stand danach außer Zweifel.(RAG. 42/40. 81. 7. 1940.) Ein ehemaliger Grubensteiger war von einer Zeche wieder in Arbeit genommen worden. Er wäre auch wieder zum Grubensteiger gemacht worden, wenn sich herausgestellt hätte, daß er genügend Kenntnisse, Umsicht und Fleiß entwickelte, um einem Revier vorzustehen. Das war ihm gleich bei seiner Arbeitsauferklärt worden. Die näheren Mitteilungen würguge hen Einstweilen war er für den Hauerlohn nebst gugenen. Einstweiten war er für den Hauerlogn ngost eines Aufschlages tätig und bezog ihn eine grgufgeke lang, auch versuchte man es mit ihm als Revieraufseher, dann aber kam er unter Wegfall des Zuschlags in eine Raubkolonne und klagte nunmehr gegen die Zeche, da er mit dieser Lösung nicht zufrieden war. Er war der Ansicht, daß er höher besoldet bleiben müßte und daß die Zeche für diese Verlegung seiner Arbeit die Zustimmung des Arbeitsamtes nötig habe. Das Arbeitsamt war aber nicht der Ansicht, hier eingreifen zu müssen. Der Streitfall ging bis vor das Landesarbeitsgericht, da der Kläger sich bei der Erkenntnis des Bochumer Arbeitsgerichts nicht beruhigen wollte. Aber auch die zweite Instanz kam zu der Ansicht, daß das Arbeitsamt 1 hier nicht einzuschalten war. Die Anlegung des Klägers als Steiger habe sich nicht als tunlich erwiesen, nachdem sich herausgestellt hätte, daß ihm die notwendige Energie und Umsicht für den Posten nicht mehr innewohnte und daß sich im Revier allerhand Ordnungswidrigkeiten zeigten. Diese Zeit sei als eine Probezeir zu werten, die aber keinerlei Rechtsansprüche für später begründe. Die Verlegung in eine Raubkolonne sei eine Direktionsmaßnahme im Rahmen der Dienstordnung, gegen die an sich nichts einzuwenden sei. Eine Kündigung begründe sie nicht. Eine solche sei auch nicht ausAllen, die sich infolge von Aufregungen, Schlaflosigkeit, Uberarbeitung müde fühlen das altbewährte Nerven-Nähr- und Kräftigungsmittel. Es verbessert die gesamte Grundlage der Ernährung. " S t e t e i a b e s t e r Q u a l i t s t in jeder Apothekeoder Drogerie erhaltlich. gesprochen. Der Kläger werde nach Maßgabe der Betriebsnotwendigkeiten zur Arbeit eingesetzt und nach dem Tarife besoldet. Eine andere Abmachung sei nicht getroffen und infolgedessen sei eine Mehrforderung rechtlich nicht verfolgbar, nachdem sich die ursprüngliche Absicht, ihn wieder in die Steigerlaufbahn zu überführen, als nicht tunlich erwiesen hatte. * Anspruch auf Akkord? Ein Pflichtarbeiter war in Akkord auf einem hiesigen Werke beschäftigt worden. Als diese Arbeit zu Ende war, wurde er auf seinen Wunsch wieder in eine andere Akkordarbeit gestellt, dort aber wieder fortgenommen, weil er dabei nicht auf seine Kosten kam, d. h. seine Leistung zu niedrig war. Es wurde ihm dann eine andere Arbeit im festen Lohn gegeben, er hatte aber die feste Ueberzeugung, daß er stets weiter in einem Akkorde beschäftigt werden müsse, ihm den alten hohen Lohn garantiere. Als das Werk ihm eine solche Arbeit nicht geben konnte, beschritt er den Weg der Klage und konnte es durchaus nicht begreifen, daß seine Arbeitsverpflichtung einen Rechtsanspruch auf dauernde Akkordarbeit durchaus nicht begründe, während der Werksvertreter geltend machte, daß ihm ein noch anderer Akkord angeboten worden sei, den er aber abgelehnt habe. Unter diesen Umständen mußte die Klage abgewiesen werden, so sehr man auch den Wunsch des Klägers nach einem erhöhten Lohne gelten lassen möchte. Aber zwischen Lohn und Leistung muß ein Einklang bestehen und die Arbeiten müssen nach den Erfordernissen des Betriebes verteilt werden. M. F. macherhandwerk 8, das Tapeziererhandwerk 5, das Uhrmacherhandwerk 4, das Schuhmacherhandwerk 5 und das Konditorenhandwerk 4 Prüflinge zu der Herbstgesellenprüfung. Hinzu kommen noch im Konditorenhandwerk 7 Prüflinge, die ihre Prüfung als Konditorengewerbegehilfen, und im Fleischerhandwerk 5 Prüflinge, die ihre Gesellenprüfung als Fleischer=Gewerbegehilfen ablegten. Bei den Schuhmachern ist die Prüfung noch nicht gänzlich abgeschlossen, ebenso bei ein paar weiteren Innungen. Eine echte Soldatenfamilie Sieben Söhne im feldgrauen Rock Im Hause Johanniterstraße 20 wohnt, das Ehepaar Siepmann. Es wohnt in bescheidener Zurückgezogenheit und macht nicht viel Aufhebens von sich. Neun Kinder von elfen besitzt es noch, von denen sieben Jungen sind. Und alle diese Jungen tragen den feldgrauen Ehrenrock des Soldaten. Das dürfte wohl einzigartig dastehen. Der älteste. der 87 Jahre alt ist, zwölf Jahre bei der Marine gedient und ist heute Stabswachtmeister bei einer Flakformation. Der eine ist in Polen gewesen, der andere hat den Feldzug in Frankreich mitgemacht. Dieser war in Belgien, jener in Holland.= Und so könnte jeder von den Siepmanns Jungen von den siegreichen Kämpfen erzählen, die er mitgemacht hat. Keiner hat eine Verwundung davongetragen, :: die Eltern am meisten, daß alle Sohne ein Kärtchen ins Haus geflattert. Mal kommt der eine auf Urlaub, mal der andere. Aber das Schicksal hat es noch nicht gefügt, daß sie einmal alle beisammen gewesen sind. Vielleicht kommt doch in Bälde der Tag, daß ein gemeinschaftliches freudiges Wiedersehen gefeiert werden kann. Auf Reisen durch die Bulkangebiete Italiens Die Bochumer Ortsgruppe der Geologischen Gesellschaft für den rheinisch=westfalischen Industriebezirk eröffnete die Reihe der Winterveranstaltungen mit einem Vortrage ihres Leiters, Prof. Dr. P. Kutut, über seinen Besuch der Vulkangebiete Italiens im Frühjahr 1039. Die wissenschaftliche Lehrfahrt wurde von der Deutschen Geologischen Gesellschaft veranstaltet und galt dem Studium des heute noch tätigen Vulkanismus in seinen mannigfachen Erscheinungsfoimen und Auswirkungen. An Hand von eindrucksvollen Lichtbildern, ergänzt durch einen Schmalfilm, schilderte der Redner die drei klassischen Vulkangebiete Italiens, nämlich den Vesuv in Kampanien, die Liparischen Inseln mit dem Stromboli sowie Sizilien mit dem gemaltigen Aetna. Der Besuch des Vesuvkraters ließ die aus dem Zentralkegel aufsteigenden Dampfwolken aus größerer Nähe beobachten, ebenso eindrucksvoll war ferner die Beobachtung der in Bewegung befindlichen, zäbflüssigen rotgluhenden Lava sowie ihrer mannigfachen geologisch hochinteréssanten Erstarrungsformen. Dem weltbekannten Ausgrabungsgelände von Pompeji wurde ebenfalls ein Besuch abgestattet, ehe es nach einer Besichtigung der vulkanischen Erscheinungen auf den Phlegraischen Feldern bei Neapel zu den Liparischen Inseln weiterging. Zu den bemerkenswertesten Erlebnissen gehörte hier der Blick in den heute noch offenen Feuersee des Strombolikraters sowie vor allem ein nächtlicher Ausbruch des Vulkans, bei dem AusAus den=Siaeneien Personal=Nachrichten der Erdal-Nachfüllpackung. Eine Hülle gegen Stoß und Schlag. damit die darin befindlicherunde Dose unversehrt zum Verbraucher kommt. Man entfernt den Deckel und setzt das Unterteil in die leere Erdal-Blechdose ein. Das Außere ist neu, das altbewährle Erach würfe glühender Steine und Lavafetzen sowie der Ausfluß eines Lavastromes bis ins Meer hinab die Beschauer tief beeindruckten. Dem gewaltigen Vulkangebiete des Aetna auf Sizilien war der Schluß der Reise gewidmet. Obwohl der Gipfel des Berges infolge starken Schneefalls nicht erreicht werden konnte, waren zahlreiche bemerkenswerte Sondererscheinungen und vulkanische Ablagerungen zu studieren. Die große Herzlichkeit, mit der die deutsche Reisegesellschaft von den italienischen Gastgebern überall empfangen und betreut wurde, bekräftigte das Gefühl der engen Verbundenheit zwischen den beiden Nationen. Einem früheren Kenner des Landes mußten die inzwischen Tatsache gewordenen gewaltigen Fortschritte auf allen Gebieten zudem besonders ins Auge fallen. Eine Reihe schöner Farbenaufnahmen schloß die eindrucksvollen Darlegungen des Redners. Stadtteil Harpen 79 Jahre alt. Witwe Marie Trautwein, Ecksee 51, seiert heute in guter Gesundheit und Frische foren 79. Geburtstag. Sie versieht ihren Haushalt noch selbst und nimmt an allen Tagesereignissen noch regen Anteil. Fünf Kindern hat sie das Leven geschenkt, davon leben noch zwei. Ein Sohn fiel im Weltkriege. Stadtteil Laer Filmveranstattungen der Ortsgruppe. Am kommenden Donnerstag finden zwei Filmveranstaltungen der NerAP. in Vervindung mit der Gausilmstelle Westsalen=Süd in der Ortsgruppe Bochum=Laer im Saale von Wilhelm Küpper, Wittener Straße 449 statt. Die erste Vorstellung beginnt um 16 Uhr. Zur Aufführung gelangt„Sommer, Sonne, Erika". Die zweite Vorstellung beginnt 19.30 Uhr. Der Film ist jugendfret. Stadtteil Werne 70 Jahre. Am heutigen Tage wird der Invalide Aug. Michalsti, Heroldstraße 23, 70 Jahre alt. Er ist noch rüstig und arbeitei noch täglich bei einem Landwirt. Von seinen Kindern leben noch drei Töchter und vier Söhne: zwei Söhne stehen im Felde. Kameradschaftsappell. Im Kameradschaftsheim Eichhorn versammelten sich die Kameraden der ersten Kriegerkameradschaft zu ihrem Monatsappell. Nach der Begrüßung durch den Kameradschaftsführer Krapf verlas dieser den Nachruf des Reichskriegerführers General der Infanterie Reinyard anläßlich des Hinscheidens des Admirals von Trotha. Ein besonderer Tank wurde den Kameraden zuteil, die am Tage der Straßensammlung des Roten Kreuzes für verwundete Soldaten sich in ausopfernder Weise in den Dienst gestellt hatten. Kameradschaftsführer Krapf überreichte dem Kameraden Adolf Sommer, der sich beim Admiral=GrafSpee=Hilfsschießen verdient gemacht hat, die Ehrenurkunde des Kreisverbandes. Kamerad Krapf ehrte dann die Kameraden Krapf junior, Matthaei und Sperz, die bei dem Kampf um die silberne Nadel siegreich hervorgingen. Ein günstiges Ergebnis zeitigte die Sonderzeichnung für die Kuffhäuserwaisen. Interne Besprechungen beschlossen den Appell. Stadtteil Weitmar Dienstappell der DAF.=Amtswalter Weitmar=Nord. Auf dem von der Deutschen Arbeitsfront, Ortswaltung WeitmarNord am Sonntag im Lokal Göbel durchgeführten Dienstappell der Amtswalter sprach Parteigenosse Fern über die Pflichten der Politischen Leiter. Kreisobmann Pg. Meinert erläuterte die Hauptaufgaben der Deutschen Arbeitsfront: die Berufserziehung, betriebliche Gesundheitspflege. Wohnungsbau, Volksbildung. Das Gebiet der Berufserziehung ist für den einzelnen Schaffenden wie auch für die Betriebe von großer Bedeutung. Die Gesundheitspflege ist ein wichtiger Faktor im Betrieb. Der Betriebsarzt muß der beste Berater für den Betriebsführer, Betriebsobmann und für die Gefolgschaft sein. Die Volksbildungsarbeit in der DAF. ist eine der wichtigsten Ausgaben. Das Ziel ist die Pflege des deutschen Kultur= und Geistesgutes.— Sturmbannappell. Im Rahmen eines Sturmbannappells des Sturmbannes IV /11, der am Sonntag vormittag im Saale Lohrmann an der Hattinger Straße stattfand, sprach Chefarzt des Katholischen Krankenhauses, SA.=Truppführer Dr. Böcker über Wesen und Anwendung der Blutübertragung. Die seit etwa vierzig Jahren in Anwendung kommende Uebertragung von Blut bei schweren Verletzungen und gewissen Erkrankungen sei durch den Forschergeist deutscher Aerzte zu großem Segen entwickelt worden. An Hand eines Schemas ging Dr. Böcker dann näher auf die vier Blutgruppen ein. Abschließend forderie der Redner auf, sich als Blutspender zu melden, um so zum Retter für gefahrdete Volksgenossen zu werden. Die listenmäßig zu erfassenden SA.=Männer bekämen natürlich se nach der Höbe des gespendeten Blutes eine Entschädigung. Nach einer kurzen Pause wandte sich Obersturmbannführer Robert Langer an seine Kameraden. Er wies darauf hin, daß der SA.=Mann nach wie vor der erste Soldat Adolf Hitlers zu sein habe, der hier in der Heimat, so wie die Kameraden an der Front, der Idee des Führers zu leben hätte. Mit dem Horst=Wessel=Lied klang der Appell aus.— Hausgehilfinnen sollen sich melden. Die Weitmarer Hausgehilfinnen, die im kinderreichen Haushalt mindestens drei Jahre oder in einem anderen Haushali mindestens fünf Jahre beschäftigt waren und sich noch nicht für die am 28. Oktober durch die Deutsche Arbeitsfront stattfindende Ehrung gemeldet haben, wollen dieses umgehend bei der DAF., Ortswaltung Weitmar. Am Gosepötken 5, tun.— Mit„Kraft durch Freude" durch die Heimat. Die Deutsche Arbeitsfront, NS.= Gemeinschaft„Kraft durch Freude“, veranstaltet am Sonntag, dem 27. Oktober, in der Zeit von 8 bis 13 Uhr eine Herbstwanderung nach der Burg Blankenstein. Treffpunkt: Amtsplatz Weitmar. Alle Wanderfreunde sind herzlich eingeladen. — Gut besuchte Plakettenausstellung. Im Rahmen der Reichsstraßensammlung fand im Lokal Lohrmann eine rund 1500 Winterhilfs=Abzeichen zählende Ausstellung statt, die einen regen Besuch zu verzeichnen hatte. Die Sammlung, die Pa. W. Klein zustandegebracht hat, war mit einer Briefmarken=Ausstellung verbunden, die dem Pg. Lehrer Helbing gehörte. Es waren in erster Linie Winterbilfsmarken vom Jahre 1933 bis in die jüngere Zeit. Auch diese Ausstellung erfreute sich einer regen Besichtigung. Vor dem Lokal gab der MGV.„Nachtigall“ unter Chorleiter Fischer ein beifällig ausgenommenes Konzert. Hohes Alter Heute seiert der Reichsrentner Friedrich Lange, .=Weitmar, Dewinkelstraße Nr. 44, seinen 92. Geburtstag. Er wurde 1848 in Steinheim geboren. Schon 70 Jahre ist er in Wettmar ansässig. Weit und breit ist er als der kleine Muermann Lange bekannt. Sechs Söhne, 2 Töchter, 27 Enkel und 2 Urentel Ztlichoünscghe die verstichtefi,ege stenden dar. Im Wellriegesichlbe fünf seiner Söhne. Heute i es sein Stolz, daß fünf seiner Enkel das deutsche Ehrenkleid tragen. Stadtteil Linden=Dahlhausen Befördert. Signalwerkführer Jäger in Dahlbausen wurde von der Reichsbahndirektion Essen zum Signalwerkmeister befördert. Betagter Mitbürger. Der Berginvalide Johann Bertram, Linden=Ostbolz, Holzstraße 11 a, kann heute in körverlicher und geistiger Frische seinen 73. Geburtstag begeben. Er arbeitete über 40 Jahre auf den örtlichen Zechen und trat dann in den verdienten Ruhestand. In hohem Alter. Ihren 83. Geburtstag kann am Donnerstag, 24. Oktober, die Witwe Frau Christine Pitschak, Oberdahlhausen, Karl=Wagner=Straße 25, im Kreise ihrer Familie begehen. Die Hochbetagte wurde in Süß, Kreis Rotenburg in Hessen, geboren und kam in ihren jungen Jahren nach hier. Ihre Ehe war mit acht Kindern gesegnet, wovon heute noch drei Söhne und drei Töchter leben. Oma Pitschak, wie unser Geburtstagskind schlicht im Volksmunde genannt wird, ist noch geistig und körperlich gesund und verbringt ihren Lebensabend bei ihrer Tochter Grete. Aus Tem Nache argerl.. Diebstahl auf einem Wochenmarkt Am 19. 10., gegen 14 Uhr, wurden einer Händlerin von ihrem Verkaufsstand auf dem Platz der SA. in Bochum die Handtasche mit 300.— RM. Bargeld und u. a. ein Führerschein, lautend auf den Namen Josefine Winking, Coesfeld, Limbergen Nr. 12, und die Zulassungsbescheinigung für das Kraftfahrzeug IX— 164 869 gestohlen. Sachdienliche Angaben, die zur Ermittlung des Täters führen können, ervittet die Kriminalpolizet in Bochum(Polizeiprästdium). Bei Dacharbeiten abgestürzt Ein Handwerker von der Dorstener Straße war am Sonnabend früh mit der Ausbesserung der Abflußleitung an einem Hause an der Herner Straße beschäftigt. Turch einen Fehltritt stürzte er vom Dach und ftel in den Hausgarten, wo er mit einem Armbruch und einer Schulterverletzung liegen blieb. Man schaffte den Verletzton in ein Krankenhaus. Stadt Wattenscheid Persönliches. Auf eine 25jährige ununterbrochene und treue Diensttätigkeit auf der Zeche Fröhliche Morgensonne konnte der Schietzmeister Otto Baldhoff zurückblicken. Aufgaben der HJ. Der Bann, Jungbann und Untergau 300(Wanne=Eickel[Wattenscheid) hielt am Sonntag eine Arbeitstagung ab, an der auch der.=Gebietsführer van Lopen und die Obergauführerin Käthe Schonneweg teilnahmen..=Bannführer Isenverg leitete mit der Ehrung der gefallenen Kameraden des Bannes 300 die Tagung ein, nachdem vorher Einzeltagungen der Hitlerjungen, Pimpfe, Mädel und Jungmädel stattgefunden hatten. Der Gebietsführer und die Obergauführerin sprachen über die Aufgaben im kommenden Winterhalbjahr. Stadt Wanne=Eickel Die Ratsherren tagten Die Wanne=Eickeler Ratsherren hielten unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Pg. Günnewig eine Tagung ab. Der Bürgersteuersatz für 1941 bleibt der gleiche wie bisher. Der Oberbürgermeister sprach über die Wetterent, wicklung der Stadtfinanzen. Ueber die im Haushaltsplan 1940 bereits vorgesehene Schuldentilgung von 680000 Mart hinaus konnten weitere Schulden im Betrage von 1 Million Mark überplanmäßig abgestoßen werden. Trotzdem werden die Rücklagen weiter vermehrt. Nach dem Kriege will man an den Bau von Hitler=Jugendheimen und an die Errichtung einer würdigen Ehrenmalsanlage für die Gefallenen herangeben. Zur Errichtung eines würdigen Ehrenmals ist bereits eine Rücklage von über 100000 Mark gebildet. Das Mal ist im Rahmen der Bebauung des Eickelplatz= geländes vorgesehen, wo auch das bereits vorhandene Kriegerehrenmal untergebracht werden sonk. Weiter konnte der Oberbürgermeister mitteilen, daß die Reichsbahn Grundstücke gegenüber dem Hauptbahnhof erworben hat, um nach dem Kriege Wohnsiedlungen zu errichten. In Wanne=Eickel fehlen rund 5000 Wohnungen. Ueber 1000 Wohnungen sollen alsbald nach dem Kriege geschaften werden. Persönliches. Auf der Zeche Pluto konnte der Schlosser Ernst Eickelkamp auf eine 25jährige ununterbrochene und treue Diensttätigkeit zurückblicken. Stadt Witten Leiche aus der Ruhr gelandet Am 20. Oktober, gegen 15.30 Uhr, wurde in Witten aus der Ruhr, etwa 500 Meter oberhalb der neuen Ruhrbrücke (Insel), eine unbekannte männliche Leiche gelandet. Beschreibung: Etwa 45 bis 55 Jahre alt,.60 bis 1,65 Meter groß, mittlere Figur, gestutzter Schnurrbart, Glatze oder glattrasierter Kopf. Bekleidung: Brauenkarierte Jacke, graugestreifte Hose und Weste, halbhohe Arbeitsschuhe mit Nägel= oder Stoßeisenbeschlag, braunes, wollenes Vorbemd, grüngestreiftes Hemd, wollene Unterhose, graugestreifte Hosenträger. In den Taschen befanden sich ein Westwallsiegelring, ein Taschenmesser mit Perlmuttgriff, ein lederner Tabaksbeutel, eine Mutzpfeise, ein braunes Taschentuch ohne Zeichen, eine braune lederne Geldbörse ohne Inhalt, eine Brille mit Futteral und der Firmenbezeichnung Hermann Obermann, Fachgeschäft für Optik, Langenberg (Rbeinland), Fernruf 246. Der Tote batte keine Papiere bei sich. Die Leiche hat nach dem Aussehen schon mehrere Wochen im Wasser gelegen. Sachdienliche Mitteilungen erbittet die Kriminalpolizei in Witten oder jede andere Polizeidienststelle. rade Ia. Soan ail Veligen 2iezseg i Boes.=schienr sei Tilftt, kam er im Jahre 1900 mit seiner Familie nach Bochum gingen zwei Söhne und vier Töchter hervor. Ein Soyn starb 1911 den Heldentod. Staatliches Gymnasium und ehem. Realgymnasium Als Anerkennung für 25jährige treue Dienste wurde, dem Studienrat Hans Anton Fischer, jetzt an der Overschule für Jungen in Meschede, und dem Oberschullehrer Dr. Bruno Lange, zur Zeit als Hauptmann im Felde, das silberne Treudienstehrenzeichen verliehen. Bochumer Veranstaltungen Vor Zhige an Verdsggas 3e, Verisenoläit. 9i. Titelrolle singt Siegfried Tappolet. Drittes Hauptkonzert. Am Donnerstag findet abends im Stadttbeater das 3. Hauptkonzert des Städtischen Orchesters Bochum statt. Zu Beginn, spielt das Orchester unter Leitung von Klaus menntaeter eine Urauffuh rung: Die Symphonische Musik um„Innsbruck" von Hermann Henrich. Als Erstaufführung für Bochum gelangt Dvoraks„Aus der neuen Welt" zur aufführung. Der Solist des Abends, Siegfried Borries, bringt das ViolinKonzert.von Brahms zum Vortrag. Aus der NSDAp. NS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk Mittwoch, 23. Oktober Ortsgruppe Altstadt. 14.30 Uhr: Kindergruppe im Heim, Malteserstraße 21.— Hofstede=Riemke. 15.30 Uhr: Gemeinschaftsnachmittag. Erscheinen der Zellen= und Blockfrauenschaftsleiterinnen ist Pflicht! Es spricht Pan. Gutjahr.— Hamme. 17 Uhr: Nähstube und Sprechstunden der Ortsfrauenschaftsleiterin in der Geschäftsstelle.— Hiltrop= Bergen. 16 Uhr: Nähstunde in der Geschäftsstelle der NSV. — Grumme. 16 Uhr: Zusammenkunft aller Frauen in der Kaiseraue. 19.30 Uhr: Heimabend der Jugendaruppe in der Kaiseraue.— Werne. 15.30 Uhr: Kindergruppe im Heim. — Wiemelhausen. 15 bis 17 Uhr: Kindergruppe in der Schule Wiemelhauser Straße.— Weitmar=Bärendorf. 15 bis 17 Uhr: Kindergruppe im Heim in der Schule an der Kohlenstraße.— Dahlhausen. 15 Uhr: Arbeitsstunde. Ortsgruppe Hamme. 15 Uhr: Kindergruppe in der Vonder=Recke=Schule. Donnerstag, 24. Oktober Ortsgruppe Hamme. 16 Uhr: Zusammenkunft mit Lichtbildervortrag von Medizinalrat Dr. Brämer.— Erbhof (Hofstede=Riemke). 16 Uhr: Gemeinschaftsnachmittag im Heim, Herner Straße 83. Es spricht Pan. Gutjahr.,— Wiemelhausen. 16 Uhr: Gemeinschaftsnachmittag, in der Verbrauchergenossenschaft. Es spricht die Kreisfrauenschaftsleiterin. Anschließend Besprechung der Block= und Zellenfrauenschaftsleiterinnen und=helferinnen mit Frau Goebbels. Sportamt„Kraft durch Freude“ Dienstag, 22. Oktober Fröhliche Gymnastik und Spiele für Frauen von 15.45 bis 17 Uhr, Harmontestraße 2. Spezialgymnastik für Frauen von 19.30 bis 20.30 Uhr, Harmoniestraße 2..... 29 Stigh Mittwoch, 25. Onober Fröhliche Gymnastik und Spiele für Frauen von 20 bis 21 Uhr, Hildegardislyzeum. Euigf. zu. Eranmn u. Fröhliche Gymnani und Spiele für Fruuen von 19.30 bis 20.30 Uhr, Lehrstätte Rottstraße 29. Schwimmen für Männer und Frauen von 19.15 bis 20.30 Uhr, Städtische Badeanstalt. Kürperschule für Männer und Frauen von 20 bis 22 Uhr, Goetheschule. KI A 18) Was weißt du von meinem Herzen Regina? Warum kannst du nicht glauben, daß Martin mich liebt? Gibt es nicht noch anderes, was er an mir lieben könnte, was ihm mehr bedeutet als ein junges, glattes Gesicht!„.. 552 eins Mursgl Müde stolperten unnas Fuße üver eine Wurzer. Sie warf sich ins Moos und grub das heiße Gesicht in das taunasse Blätterwerk der Heidelbeeren. Ich gab ihr mein Wort, hatte Martin gesagt. Vielleicht hatte er noch mehr gesprochen: Worte der Zugehorigkeit, der Freundschaft, Worte, die nicht mehr an ihr Ohr gedrungen waren, weil Wetter und Sturm sie verweht hatten? Drei Monate hatten die beiden Menschen mit ihr gelebt, drei Monate lang hatten sie ihren guten Glauben getauscht... Her 4431324 Nein, sie wollte gerecht sein. nicht getauscht, nur geschont war sie worden. Sie hatten keinen Verrak an ihr begangen und... jetzt sah Anna es klar... sie hatten beide unter ihrem Geheimnis gelitten. Ein trockenes Schluchzen kam über ihre Lippen, die den geliebten Namen des Mannes immer wieder aufs neue formten:„. 66 Iun die.5 „Martin.. Mart.... vur Ich tann oich doch nicht hergeben... Nach einer Weile ließ das krampfhafte Zucken ihrer Schultern nach. Anna lag ganz still, kraftlos, zermürbt, erschöpft. Ein Käfer krabbelte über ihre Hand, ein Eichkätzchen huschte neben ihr einen Baumstamm hinauf und augte von der Gabel eines Astes neugierig auf die Regungslose herab. Hoch in den Wipfeln krachzte ein Flug Krähen. Auf dem Hof wußte sich unterdessen die Len' keinen „D' Bäuerin is furt“, sagte sie zu Regina, die mit einer Schürze voll frischgeschnittenem Salat aus dem Garten kam,„ganz fremd hat sie heut in der Früh tan. Da auf der Bank hat sie'sessen und kein Wort net'redt, und dann is sie davon und bis zur Stund is sie net heimkommen. I66. L. A Die Len' war in großer ung um die Frau, und auch in Reginas Gesicht spiegelte sich Sorge. „Vielleicht ist sie oben in ihrer Stube!" beruhigte sie sich selbst. Im Haus is sie net.“..„„„ Die Len hatte schon überau nachgeschaut, und der Lenz, der eine Fuhre Sägemehl von der Bahn geholt hatte, wußte auch nichts.... 4„.. „Wenn sie bis zum Essen nicht ba int, mussen wir sie suchen“, sagte Regina und fühlte eine Schwäche in den Kniekehlen. Konnte die Tante gestern abend gehört haben, daß Martin noch einmal zurückgekommen war, weil er seine Joppe vergessen hatte, in der seine Brieftasche mit wichtigen Papieren steckte? Wußte sie, daß sie noch draußen miteinander gesprochen hatten? Das Geschirr, das sie auf den Tisch trug, klirrte in ihren Händen. Sie stellte die Teller auf ihre Plätze, legte die Löffel und Gabeln daneben und merkte nicht, daß sie ein Gedeck zu viel aus dem Schrank genommen hatte. Immer wieder lief sie vor die Tür hinaus, um nach Anna auszuschauen. Einmal stand sie am vorderen Eingang, von dem aus sie die Wiesen übersehen konnte, und das andere Mal spähte sie durch die offene Küchentür in den Hof hinaus. Nichts regte sich...n.„ Die Wiesen lagen stiu unter der flirrenden Sonnenhitze. Die Hühner hatten sich in den heißen Sand eingescharrt und dösten träge mit breit aufgepulsterten gedern vov sich hin.„„„km ane e Als Regina die Suppe vom Hero naym und die Teller füllte, hörte sie plötzlich den Hund bellen. Ekko! Daß sie den ganz vergessen hatte! sie lief hinaus, kettete den Hund los und sagte: „Such Fraule, Ekko... geh, such Fraule. Das Tier stellte die Lauscher hoch, mit klugen Augen sah es das Mädchen an, aber es schien noch nicht begriffen zu haben, was es von ihm wollte. Da holte Regina eine Schürze der Tante und hielt sie dem Hund unter die Nase.„ „Such Fraule, Ekko, such, verloren: sagte sie noch einmal, und mit einem kurz aufjaulenden Laut stob das Tier über den Hof, den Kopf uber der gefundenen Spur gesenkt. Beim Hühnerstall schlug er einen Haken, jagte ums Haus, und immer noch die Nase dicht am Boden, lief er den Abhang hinunter, überquerte die Wiese und verschwand im Walde. Eine halbe Stunde später, sie hatten schon gegessen, kam Anna zurück. Neben ihr trabte Ekko mit weit heraushängender Zunge und offenen Lefzen. Er sah aus, als ob er lache und sich seines Erfolges freue. „Gottlob, daß d’ wieder da bist, Bäuerin", empfing sie die Len' und rannte geschäftig zum Herd, um der Frau das warmgehaltene Essen zu richten. „Laß... ich habe keinen Hunger, wehrte Anna müde ab. Mit leeren, wie erloschenen Augen sah sie sich um, als sei ihr das eigene Haus fremd geworden. Dann fragte sie nach Regina.„„ „Die war eben noch oa... wo sie jetzt hin is, weiß i net“, antwortete die Alte und nickte, als Anna sie bat, ihr das Mädchen nach oben zu schicken, wenn es Regina hatte sich in den Garten geflüchtet, als sie Anna die Anhöhe hatte heraufkommen seben. Hinter einer Hecke verborgen hatte sie gewartet Unbemerkt hatte sie einen Blick in das Gesicht der Tante getan und war über die herbe Strenge des festgeschlossenen Mundes erschrocken gewesen. Sie weiß alles!"— Das war der erste Gedanke, der sie überfallen hatte, und der nächste war der, ihren Koffer zu packen und sich heimlich aus dem Hause zu stehlen. Leise hatte sie sich die Treppe hinaufschleichen wollen, aber da war mit einem Male die Len' dagewesen und hatte gesagt, die Tante habe nach ihr gefragt, sie solle'naufgehen und nachschauen. Nun stand sie mit klopfendem Herzen vor der Tür, hob zaghaft den Finger und pochte an. Ein leiser Ruf von drinnen hieß sie eintreten. Anna lag angekleidet auf dem Bett. Als Regina mit kleinen zögernden Schritten näherkam, öffnete sie die Augen und wendete ihr den Kopf zu. 211—— „Komm nur, du brauchst dich nicht zu furchten, sagte sie. Reginas Gedanken begannen in einem wirren Taumel zu tanzen. Angst, Ungewißheit und die Not ihres Herzens druckten sie fast zu Boden. Mit einem Male lag sie vor Annas Bett auf den Knien und schluchzte:„Laß mich fort, Tante... ich kann nicht länger hierbleiben... ich kann nicht... Eine Hand legte sich auf ihren Scheitel, eine Stimme fragte:„Liebst du ihn denn so sehr?" Der Körper des Mädchens erstarrte. Was... was sollte sie jetzt sagen?— Die Wahrheit... eine Lüge? „Antworte doch, Kind.“ Da hob Regina ihr tränenüberströmtes Gesicht. Ihre flehenden Augen klammerten sich an das ernste, trauervolle Antlitz der Frau. „Ich habe ihn dir nicht weggenommen, Tante, glaub es mir, klagte sie,„ich wußte ja nicht, daß er hier ist. Hätte ich es ahnen können, nie wäre ich hergekommen. „Und liebt Martin dich auch?" fragte Anna. Regina sah sie an, klar und offen. „Er hat es mir nie gesagt... nie.“ Anna fragte nicht mehr, fragte auch nicht, ob sie es denn nicht gefühlt habe, daß Martin sie liebe. Sie wußte es auch so. Als Regina noch einmal bat, sie doch gehen zu lassen, schüttelte sie den Kopf. Heute im Walde hatte sie den Entschluß gefaßt, das Mädchen fortzuschicken. Vor einer Stunde noch hatte sie geglaubt, daß damit alles gut werden könne. Um ihr Glück hatte sie kämpfen wolleh, um den Mann, den sie nicht aufgeben konnte, und um den Hof. Jetzt erschien ihr alles zweifelhaft. Was fest und sicher gewesen war, hatte sich aufgelöst, zerrann ihr unter den Händen.„... Lause käme? Was nützte es, wenn Regina aus dem Hausg#####. Das änderte nichts daran, daß Martin das Maochen liebte, und wenn er ihr selber die Treue hielt, geschah es doch nur, weil er ihr sein Wort nicht brechen wollte. So scharf getrennt sah sie jetzt alles, was heute morgen noch verworren gewesen war. So schmerzhaft klar war das Unabänderliche, und doch lehnte sich ihr Herz dagegen auf. Es wollte nicht glauben, daß das junge Ding, das da noch immer neben ihrem Bett kniete, zutiefst verstört, mehr Macht über den geliebten Mann besäße als sie......, u#„ Er selber sollte entscheiden, er soute sich verennen, zu ihr oder zu dem Mädchen, und damit er das könne, mußte Regina bleiben. Sie sprach es aus, fest und entschlossen, und sah in den ungläubig auf sie gerichteten Augen einen leisen Hoffnuhgsstrahl blinken.... 64, kanais Du Kind, dachte sie bitter, ou veneidenswerte Junge! Du darfst noch darauf bauen, daß andere dir den Weg ebnen und dir aus deiner Wirrnis helfen. Aber mir hilft niemand, und der Mann, auf den ich mich stützen wollte, vermag es dieses Mal auch nicht. „Geh jetzt, Regina, laß mich allein“, sagte sie,„ich will alles überdenken. Heute abend, wenn Martin kommt, werde ich mit ihm sprechen. Regina lief hinaus.„. Mm 6. Warum fühlte sie sich nicht befreit, warum war sie mit einem Male wieder so hoffnungslos und bedrückt? Wie hatte sie sich vor dieser Aussprache gefürchtet, und wie gütig war Anna zu ihr gewesen. Ach, wäre sie heftig geworden, hätte sie gezurnt und auf ihrem Recht bestanden, die Scham ware geringer gewesen, die Regina jetzt empfand. Wie eine Diebin kam sie sich vor, die einem Menschen, der immer freundlich und gut zu ihr gewesen war, das letzte Glück stahl, das er vielleicht in diesem Dasein noch erwarten durfte. Das hatte sie nicht gewollt, das nicht. Sie mußte fort... noch ehe Martin kam. In ihrer seelischen Unsicherheit sah sie keinen anderen Weg und wußte nicht einmal mehr, ob es wirklich so sei, daß Martin sie liebte, und ob auch ihr eigenes Gefühl sie nicht betrogen habe. Sie stand am offenen Fenster ihrer Kammer und weinte wie ein ratloses Kind. Zehntes Kavitel. Langsam wanderte Martin den Wiesenweg entlang zum Wendlerhof. Er war in der vergangenen Nacht spät heimgekommen und hatte kaum eine Stunde geschlafen. Uebermüdet, vergrübelt und gereizt hatte er seinen Dienst hinter sich gebracht, unzufrieden mit sich selbst und nicht fähig, einen klaren Entschluß zu fassen. Auch jetzt war er nicht weiter als am Morgen. Was zu geschehen hatte, was einmal laut gesagt und bekannt werden mußte, Auge in Auge mit der Frau, die ihm vertraute, wußte er wohl, aber er war zu seige, Jawohl, das harte Wort traf zu. Sein Mut krümmte sich, sein Herz bangte, weil es Furcht hatte, Leid zuzufügen und ein Leben zu zerstören, dem in wenigen Jahren nicht einmal mehr die Heimat gehören Martin wußte, wie sehr Anna an dem Hof hing und wie hart es ihr geworden war, sich dem Willen ihres verstorbenen Mannes zu beugen. Und nun sollte er vor sie hintreten und ihr durch sein Bekenntnis das Letzte nehmen, was sie noch besaß: Liebe, Vertrauen, Glück, Halt und Geborgenheit? Sollte sie zurückstoßen in Einsamkeit und seelische Armut, weil er selber sein Glück in einem anderen Menschen sah? Hier, auf dieser Anhöhe am Walde, hatte er schon einmal gesessen und zum Wendlerhof hinübergesehen, bis ins Innerste bewegt von der ersten Begegnung mit der Frau, an die ihn heute ein gegebenes Wort band. Es war notwendig, daß er sich in dieser Stunde alles noch einmal ins Gedächtnis rief, und daß er jeden Gedanken an Gini auszuschalten versuchte. Drüben auf den Wiesen hatte er mit Anna gearbeitet. Hier, auf diesen stillen Waldwegen, waren sie zusammen gewandert. An viele Gespräche erinnerte er sich, in denen sich das herbe, verschlossene Wefen der Frau weit aufgetan hatte. g. g. 4um—6. Wie froh hatte es ihn gemaci, ais er zum ersten Male ein warmes Lachen von ihren Lippen gehört hatte, das aus einem befreiten Herzen gekommen war. Und das sollte er nun zerstören, das gläubige, glückliche Herz, das sich aus den Lasten leidbedrückter Jahre losgerungen hatte, wieder von neuem beladen? Er konnte nicht. Bei Gott, er war nicht aus so hartem Holz gemacht, daß er es vermochte. Da half ihm auch der Gedanke an Gini nicht. Sie war jung. Sie hatte noch ein ganzes Leben vor sich und würde vielleicht darüber hinwegkommen, wenn Anna und er fortzögen und ihr der Hof bliebe, das Haus des Vaters, die Heimat...„ Sie war hübsch und liebenswert... es wurde iyr an Bewerbern nicht fehlen... Mein Gott, wohin verirrten sich seine Gedanken? Feige Ausflüchte waren es, mit denen er sich um die letzte Entscheidung, die ganz bei ihm lag, herumdrücken wollte.. G. Srm Ja. mußte er sagen... oder nein. Die Frau voer das Mädchen. Die Pflicht oder das Glück, von dem er nicht einmal wußte, ob es schwerer wog als die gute und klare Freundschaft, die ihn mit Anna verband. Bevor Regina auf den Wendlerhof gekommen war, hatten sie sich in ihrem Denken, Empfinden und Hoffen ganz eins gefühlt, und das Opfer, das er Anna hatte bringen wollen, war ihm, als er sich an den Gedanken einer Ehe mit ihr gewöhnt hatte, nicht mehr so unt tragbar erschienen. Ja, es hatte Stunden gegeben, in denen der Stolz und die Freude darüber, daß sie ihn liebte, alle seine Bedenken und Zweifel verscheucht hatten. und in denen er ihrem gemeinsamen Schicksal mit ruhigem Vertrauen entgegengesehen hatte. (Fortsetzung folgt.) Deunuls Schalsen-fahren-inBadupen Nach zwei Wettkampftagen in Budapest führen Deutschlands Schützen im Länderkampf mit Ungarn mit 29:19 Punkten. Bereits am ersten Tage wurde im Kampf mi der Scheibenpistole und mit der Kleinkaltverbüchse ein klarer Vorsprung herausgeholt, der am Sonntag mit Armeegewehr noch vergrößert wurde. Die Ungarn hatten am zweiten Tage mit der automatischen Pistole ihren zweiten Mannschaftssieg zu verzeichnen. Die bisherigen Ergebnisse: Schelbeupistole: 1. F. Krempel(.) 535 Ringe, 2. Martin(.) 533, 3. E. Krempel(.) 4. Tölavessy(.) 528; Mannschaften: 1. Ungarn 2621 Ringe, 2. Deutschland 2610 Ringe.— Kleinkaltbergewehr: 1. Alvert Sigl(.) 1150 goz, 3, Brod(.) 11%3, F, den Gaugruppentämpfen in Hagen belegte Weszaler 855,6 Punkten vor der starken Mitte=Riege(851,6),pen ersten Platz und verwies weiterhin Brandenburg und Mittelrbein auf die Plätze. In der Zwischenrunde wurde Westsalen Zweiter binter Baden vor Nordmark und Bavern„während die westfalische Riege im Endkampf unter Berüasichiigung einer Reihe unglücklicher Umstände nur den vierten und letzten Rang besetzte. Im Gau selbst ist als ganz besonders erfreuliche Tatsache das hervorragende Ergebnis der Vereinsmannschaftskämpfe zu nennen, stieg doch die Zahl der Mannschaften von 350 im Jahre 1938 auf 1063 im Jahre 1939. und verschiedene nige Turner der Westsalenriege## verse suchsturner zeigten zum Schluß der Tagung an mehGeräten und in der Bodenübung Auszüge aus der schen Lehrarbeit, die einen anschaulichen Unterricht hie alte unn neie Schule bermitterten Einige Turner Nachwuchsturner reren Geräte praktischen„eyt#torng.* Auf gemittelten über. die alte und neue Schule vermittelten. Automatische Pistole: 1. Borzsonyi(.) let(.) 54/18,7, 3. Takacz(.) 54/17; Mannschaften: 1. Ungarn 268 Tresser, 2. Deutschland 267 Treffer. Tschammer sprach zu den Bulgaren Die deutsch=bulgartsche Gesellschaft veranstaltete am Sonntag abend aus Anlaß der Anwesenheit der bulgarischen fußball=Nationalmannschaft einen Empfang. Mit den beiden Mannschaften erschien auch der Reichssportführer. Prästdent Repp der deutsch=bulgarischen Gesellschaft überbrachte die Grüße des am Erscheinen verhinderten Ministerprästdenten Siebert. Der Reichssportführer erinnerte dann an die herzliche Aufnahme der deutschen Mannschaft in Sofia und übermittelte die Grüße des Gauleiters Staatsminister Adolf Wagner. Italien gewann den Königs-Preis Den Abschluß und zugleich Höhepunkt des Internationalen Reitturniers in Meran bildete am Montag bei prächtigem Herbstwetter der Sprung um den Preis des Königs und Kaisers. Nur die 24 besten Pferde des gesamten Turniers waren zugelassen. Mit je 10 Italienern und Deutschen, 3 Schweizern und 1 Bulgaren kam das Turnierergebnis der einzelnen Mannschaften zum Ausdruck. Italien stellte in dem Schimmel„Frinquello“ mit Masor Vitucct den Sieger und behielt so den begehrten Preis im Lande. Die nächsten Plätze wurden gleich von vier deutschen Pferden eingenommen, nämlich von„Boxeapzrzk gsteunz Litho“ und„Oherst;, der allgemetn, als Fghreniz ver#ich um ein Haar fast seinen dritten Erfola warzger Ferzn raner Woche errungen hätte. Der von Rittmeister Brinckmann mit gewohntem Schneid über den schweren Kurs gesteuerte Hannoveraner erztelte mit 1,54,1 die beste Zeit, machte aber am Graben vier Fehler, und so waren die Aussichten auf den Erfolg dahin. Es langte nur noch zum 5. Platz hinter„Baron",„Element" und„Litho“, die wie der Sieger gleichfalls fehlerlos blieben, aber schlechtere Zeiten hatten. Westfälische Kreisobmänner für Männerturnen tagten Die Aufgaben im zweiten Kriegsjahr Auf der in Hagen abgehaltenen Tagung der westfälischen Kreisobmänner für Männerturnen wurde auf die Aufgaben im bevorstehenden Winterhalbjahr 1940/41 ausführlich eingegangen. Voraussichtlich findet am 17. November ein Turnkampf mit den Bereichen Nieder= und die Jahrgänge 18 bis 23 statt. Die westfältschen Gaumeisterschaften im Gerät=Zwölfkampf werden aller Wahrscheinlichkeit nach im Januar durchgeführt werden. Vorkämpfe in Kreisen oder Kreisgruppen sind in diesem Jahre nicht vorgesehen. Die Vorrunde für die Gau=Mannschaftskämpfe ist für Mitte März vorgesehen, für Anfang April die Zwischenrunde, während der Endkampf am 28. April veranstaltet werden soll. Die HJ.=Gebietsriege 9 Westfalen soll gegen Ende des Jahres einen Kampf gegen andere Gebiete Der stellvertreiende Gausachwart Alfred Bertram würdigte dann die Leistungen und Erfolge der westfälischen Türner im abgelaufenen ersten Kriegsjahr. Bei der deutschen Zwölfkampfmeisterschaft in Hildesheim habe von allen Bereichen und in allen Kämpfen am besten abgeschnitten. Allein im Zwölfkampf konnte der Gau Westfalen neun Sieger, darunter drei unter den ersten Zehn, aufweisen. Ein gleich gutes Ergebnis wurde bei den Jugendwettkämpfen in Gera im Frühjahr 1939 erzielt. Bei Postsport Dortmund vor Post Bochum Sonntag auf dem Dortmunder Postsportplatz Jugendklubkampf nahm den erwarteten Verkonnten die beiden Dortmunder Vereine Der am Sonntag durchgeführte Hörde und Postsportverein Dortmund nicht genügend Kämpfer stellen, um an dem Versuch um die Deutsche Jugendvexeinsmeisterschaft teilnehmen zu können. Die Bochumer sahen sich dayer gezwungen, diesen allein durchzuführen. Die Dortmunder Postsportler stellten mit den verhältnismäßig wenigen Leuten eine überraschend gute Mannschaft. Sie konnten daher den sich auf wenige Uebungen erstreckenden Klubkampf knapp für sich entschetden. Trotz der vorgeschrittenen Jahreszeit konnten in einigen Uebungen noch verhältnismäßig gute Ergebnisse erzielt werden. Erwartungsgemäß kam es in den Mittelstrecken zu den spannendsten Kämpfen, wo auch die besten Leistungen erzielt wurden. So gewann der gut veranlagte Dchumer Küpper die 400 Meter in der für die schlechten Bahnverhältnisse ausgezeichneten Zeit von 54,0 Sekunden. Im 1500=Meter=Lauf kam es zu dem erwarteten Zweikampf zwischen dem Gebietsmeister Karrasch und dem Hörder Maas. Letzterer konnte diesmal den Kampf knapp für sich entscheiden. In den technischen Uebungen kam es durch den Ausfall einiger Bochumer Kräfte zu weniger guten Leistungen. Niederrhein Meisterschaftsspiele: Rot=Weiß Oberhausen— Westende Hamborn:0 TuS. Helene Essen— Duisburg 48/99:1(:0) BfR. Ohligs— Rot=Weiß Essen:3(:0) Gesellschaftsspiel: Turn Düsseldorf— Bergbau Hamborn:1(:1) Tabelle 6 37.42 1 17:12 7 3 2 2 14:10. 8 4— 4 12:14 6 3 1 2 14:15 6 3— 3 16:9 4 2 1 1 12:5 6 2 1 3•9 8 2 1 5 10:26 3 2— 1 15:3 6 2— 4:21 (:0) TuS. Helene Essen Westende Hamborn Rot=Weiß Oberhausen Turn Düsseldorf Hamborn 07 ETB. Schwarz=Weiß Essen Rot=Weiß Essen BfR. Ohligs Fortuna Düsseldorf Du Duisburg 48/99 Mittelrhein Meisterschaftsspiele: VfL. 99 Köln— Mülheimer SV,:2(:2) SSV. Troisdorf— Düren 99:2(:1) Tura Bonn— Sppg. Sülz 07:2(:0) BfR. Köln— SV. Beuel 06:1(:1) Spog. Andernach— Bonner FV.:2(:1) Tabelle: Köln=Mülheimer SV. 6 B/L. 99 Köln 6 Düren 99„ 6 Spog. Sülz 07„ Bonner FV. S8V. Troisdorf SV Beuel 06. BIR. Köln„ Spog. Andernach Tura Bonn 6 21:6 30:12 23:16 12:5 15:13 16:15 :25 10:11 :20 :25 . SC. Werne 19— WKG. Bochumer Verein:0(:0) den guten Leistungen det Bochumer im letzten Spiel waren die Werner Zuschauer über das Spiel enttäuscht. Werne 19 hatte das Heft klar in der Hand. rend die Angriffe der Bochumer, die eine stark verfüngte Mannschaft gestellt hatten, leicht von der Werner Hiniermannschaft gestoppt werden konnten, war es bei der Werner Mannschaft wesentlich anders. Die Läuferreihe konnte sich voll der Unterstützung der eigenen Stürmerreihe widmen. Doring in der Abwehr der Bochumer vermochte dem Truck allein nicht standzuhalten. Dreimal waren die Werner bis zur Pause erfolgreich. Dann brach der letzte Widerstand der Gäste, und in gleichmäßigen Abständen sielen bis zum Schluß fünf weitere Treffer. Langendreer 07— Concordia Bochum:3(:0) Langendreer büßte gegen Concordia überraschend einen wertvollen Punkt ein. Der Start war für Langendreer recht gut. Während die Stürmerreihe der Wiemelbauser sehr unproduktiv spielte, waren die Langendreerer Stürmer erfolgreicher. Sie wurden dadurch begünstigt, daß cordia noch vor der Pause einen ihrer Verteidiger durch Verletzung verlor und nur mit zehn Mann spielte. gendreer kam durch den Halbrechten zum Führungstor. Seine Nebenleute schraubten das Ergebnis bis zur auf:0. Alles glaubte an einen überlegenen Sieg der Langendreerer Mannschaft. Von deni“=Pittellauser“ gesechnet Wschjan Der Angri der Conegzhigges Fahrt, und als es zum ersten Male, besgintermanuschaft eingeschlagen hatte, wurde Langendreezz. gn gf“ ussen nervös. So konnte Concordia mit wuchtigen ungressen durch ihre Halbstürmer noch zwei weitere Treffer erzielen und einen Punkt aus Langendreer entführen. Langendreer 04— Stiepel 04:2(:1) Einen ausgeglichenen Kampf lieferten sich diese Mannschaften, wobei Langendreer knapper und glücklicher Sieger blieb. Die erste Halbzeit brachte wechselvolle Anarisse, doch beide Hintermannschaften waren sehr entschlossen. Nachdem 04 durch den Mittelstürmer erfolgreich gewesen war, glich der Gast noch vor der Pause aus. Nach Scitenwechsel setzte ein harter Kampf um den Sieg ein. Nachdem beide Mannschaften noch je einen Treffer erzielt gatten, blieb Langendreer, im Endkampf mit einem drinen Treffer siegreich. Alle Anstrengungen der Stiepeler, wenigstens ein Unentschieden zu erzwingen, scheiterten an der verstärkten Deckung der Platzmannschaft. Bochum West—. STV. Werne:0 In Bochum West gab es einen großen Kampf der beiden Spitzenmannschaften, der torlos mit einer, Puzttete#: lung endete. Es war ein aufregender, spannender Kampf. Von beiden Seiten wurden gute Leistungen gezeigt. Die schnell wechselnden Angriffe sahen beide Tore oft in Gefahr, doch die Hintermannschaften verstanden es immer wieder, zu klären. Auch die zweite Halbzeit brachte spannende Kämpfmomente, aber keine der beiden war in der Lage, die sich bietenden Chancen in Erfolge umzuwerten. Weitmar 09— Laer 87/06:3(:2) Auch in Weitmar blieb der Tabellenletzte ohne Sieg, denn die junge Gastmannschaft vermochte nur eine zeit lang eine gleichwertige Partie zu liefern. Weitmar zeigte im ersten Spielabschnitt einige Schwachen in der Lintermannschaft, so daß Laer, Pggegent,eger Zage be g. Führung gegangen war, zu zwei Gegentenern kam. Nach der Pause fiel Laer stark ab, und Weitmar drängte nun stärker. Noch dreimal waren die Weitmarer erfolgreich und sicherten sich einen klaren Sieg, an dem ein oriner Treffer der Gäste nichts ändern konnte. Westfalia Bochum— Constantin Bochum:1(:0) der Kantersieg am Vorsonntag über die allerdings ersatzgeschwachte Polizeimannschaft kein Zutallsgr##gg, bewies Westsalia„Bochum am Sonntag im Punktekampf gegen Constantin Bochum. Wenn auch noch ler der Stammannschaft fehlen, so hat Westfalia jetzt doch wieder ihren alten Linksaußen Lukas zur Stelle, der für Lebendigkeit im Sturm sorgt. Die erste Halbzezfogng durchweg im Zeichen des Gastgebers, der seine Tar,#### legenheit in der 10. und 15. Minute durch zwei##ugen Halblinken Steden zahlenmäßig zum Ausdruck konnte. Die Constantiner spielten streckenweise so lau, als ob ihre günstige Tabellenposttion ohne Gewinnpunkte erhalten bliebe. In der zwetten Halbzeit kamen die Gäste durch einen Fehler des Westsalia=Mittelläufers zum Gegen: tor durch ihren Mittelstürmer Brunnstein. Das#### so fair durchgeführte Spiel erfuhr dann eine leichte Trubung, als der linke Läuker Westfaltas wegen eines groben Fouls vom Platz verwiesen wurde. Trotz dieser merraren Schwächung der Westfalia=Mannschaft waren die Constantiner nicht in der Lage, den erstrebten Ausgleich herbeizuführen. SpGem. Wattenscheid— Rasensport Bochum:2(:1) Rasensport Bochum hat sicherlich an einen für ihn günstigen Ausgang des Spieles gedacht, als der Halblinke bereits nach 5 Minuten in Wattenscheid den ersten Treffer buchen konnte. Aber die Sportgemeinschaft war dadurch keineswegs entmutigt. Die Mannschaft raffte sich vielmehr zusammen, konnte aber erst nach 25 Minuten den Ausgleich herbeiführen, als Mittelstürmer Dohm einen gegen Bochum verhängten Haudelfer,, verwandelte. Im zweiten Abschnitt brachten die Wattenscheider ihre,„Ueberlegenheit alsbald durch zwei weitere Tore des Rechisaußen Langensack zum Ausdruck. Ein Mißverständnis in der Wattenscheider Verteidigung nutzte der Bochumer Halblinke geschickt aus, seine Mannschaft um ein Tor wieder heranzuführen. Der zunächst gefährdet scheinende Wattenscheider Sieg wurde aber wieder gefestigt, als Mittelstürmer einer hohen Vorlage nachspurtete und den vierten Treiter anbringen konnte. Das Spiel wurde auf beiden fair durchgeführt, da Schiedsrichter Skiba(Herne) jede aufkommende Härte sofort zu unterbinden wußte. Carolinenglück Bochum— Teutonia Riemke:3(:2) In diesem Punktekampf hat Teutonia Riemke erneut seine augenblicklich gute Form unter Beweis gestellt. Obschon bei Carolinenglück die Punkte immer sehr hoch hängen, so kam der Gastgeber trotz aller verzweifelten Anstrengungen in der zweiten Halbzeit doch nicht mehr zum angestrebten Ausgleich. Die wobldurchdachten Angriffe der Riemker führten bereits im ersten Abschnitt zu zwei Toren, die in der 20. Minute vom Linksaußen Butzeck und in der 40. Minute vom Rechtsaußen Varnholt erzielt wurden. Nach dem Seitenwechsel konnten die Riemker ihren Vorsprung auf drei Tore ausdehnen, als Mittelstürmer iedler einer Steilvorlage erfolgreich nachsetzte. Durch die mit aller Macht vorgetragenen Gegenangriffe des Gastgebers bekam das Spiel jetzt zeitweilig eine harte Note. Durch den Halblinken und den Mittelstürmer konnte rolinenglück noch zwei Tore aufholen, und die Riemker mußten schon hart verteidigen, um den vorher klar scheinenden Sieg noch zu behaupten. Reichsbahn Wanne— Merkur Dortmund:3(:2) Charakteristisch an diesem spannenden Kampf war, daß beide Mannschaften über ausgezeichnete Mittelläufer und zuverlässige Verteidiger, aber auch über äußerst schwache Torhüter verfügten. In der ersten Hälfte sah man auch gar nichts von dem früheren flinken Spiel der Wanner, bei denen vor allem der verletzte, sonst so schußfreudige Ratais.s,ag nicht zur Entfaltung kam. Die Dortmunder spieltzgnzzgr#g, zeichnet zusammen und hatten vor allem eine rechte Seite. Der Halbrechte und der linke Läufer stellten das Halbzeitergebnis her. Nach der Pause ließen die Dortmunder nach. Reichsbahn holte durch einen vom Mittelläufer gegebenen Elfmeterball auf, doch sorgte der Dortmunder Mittelläufer durch einen Weitschuß für einen weiteren Vorsprung. Reichsbahn kämpfte von nun an mit aller Kraft, holte durch den Halbrechten ein Tor auf. Den ausgleich stellte der Linksaußen mit einem präzise bereingegebenen Eckball her. Beide Mannschaften hatten im Schlußteil des Spieles mehrsach klare Gelegenheiten, die aber verpaßt wurden. Dortmunds Mannschaft hinterließ einen guten Eindruck, während man von Reichsbahn sagen muß, daß die Mannschaft weit von ihrem früheren guten Können entfernt ist. BSG. Hoesch— BSG. Engelsburg:2(:1) Nun haben sich die Engelsburger doch die Spitze nehmen lassen. Ob sie die Anwartschaft auf den Aufstieg überhaupt aufgegeben haben, wird sich in den kommenden Spielen erweisen. Am Sonntag spselten sie so, daß man ihnen wenig Hoffnung machen kann. Die Mannschaft hatte zu wenig Zutrauen zu sich selbst. Nachdem sie in der zehnten Minute geführt hatte, ließ sie sich das Spiel des Gegners aufdrängen. Zudem war sie wieder einmal von allen guten Geistern des Fußballglücks verlassen. Bereits zwei Minuten später hatte Hoesch den Ausgleich gebolt, und kurz darauf lagen die Engelsburger schon mit zwei Toren im Rücknano. Die Werksleute hatten einen Sturm stehen, der ein seines Fingerspitzengefühl für Torgelegenheiten hatte. Und was entscheidend war, er schoß aus allen Lagen. Der Engelsburger Torhüter verteidigte sein Heiliatum sehr tapfer. Aber gegen die Treffer, die allesamt aus nächster Näbe geschossen wurden, war er einfach machtlos. Nach der Pause konnten die Bochumer für eine Viertelstunde sogar das Heit an sich reißen. Aber die wohlaczieltesten Bälle gingen neben den Pfosten oder hoch in die Wolken. Hoesch antwortete mit kraftvollen Vorstößzen. Da Engelsburgs Verteidigung sich überspurten ließ, konnten Erfolge nicht ausblethen, die, auch in zwei Toren zum Ausdruck kamen. Daß die Engelsburger trotzdem das Rennen nicht aufgaben, muß ihnen boch angerechnet werden. Ihre kraftvollen Bemühungen wurden auch durch ein Tor belohnt. Mitten in eine hoffnungsvolle Aktion, die von dem Innensturm eingeleitet worden war, ertönte der Schlußpfift. Mttu na Snchut 0 94 4 7. Weltbild Herbst im märkischen Land PK.— Winkelmann— Weltbild Aufbauarbeit in Norwegen Von Drontheim nach Tromsö fahren wir durch das nunmehr befriedete Land und sehen überall die zielbewußte Aufbauarbeit, die unter dem Schutze der deutschen Wehrmacht schnell vorwärts schreitet. Bei den Aufbauarbeiten legen unsere Gebirgsjäger überall kräftig Hand an. Weltbild Die zweite Reichsstraßensammlung in Berlin Auf dem„Platz des Handwerks". Die Schornsteinfeger beim Sammeln. Ueberschwemmungskatastrophe auch im französischen Pyrenäengebiet— Mehrere Ortschaften zerstört Bern, 21. Oktober. Die wolkenbruchartigen Regenfälle, die in Katalonien so schwere Verheerungen anrichteten, haben auch im französischen Pyrendengebiet furchtbaren Schaden verursacht. Nach den ersten vorliegenden Schätzungen langbfischen Regierung machen die einstweiligen chäden mehr als eine Milliarde Frank aus. Im Tag und Racht aber die„Kenbuhn Wie der Verpflegungs=Nachschub unseres Frontheeres sicher gestellt wird der französischen Regierung Gesamtschaben mehrlals eine Mialalbe Frant aus. Im Tete=Tal sind 60 Häuser fortgespütt worden darunter fünf Hotels und ein Sanatorium. In Pervigran wurde ##'s der Bevölkerung evakuiert. 140 Schwertranke ein Teil der Bepollerung, tralnitt.g 140 Schwerkranke konnten unter Lebenseinsatz des Personals aus den Krankenhäusern von Perpignan gerettet werden. La Preste oberhalb von Prat=de=Molle ist verschüttet worden. Die Aerzte dieser Station wurden von den Fluten fortgerissen. 63 Häuser sind in Amelie=les=Bains vernichtet. 25 Menschen allein sind in diesen Ortschaften verschollen. Arles=sur=Tech ist vollkommen dem Erdboden gleichgemacht. Das Elektrizitätswerk von Pas=de=Loup ist vernichtet. Asiatischer Volkswohlfahrtskongreß Teilnahme deutscher und italienischer Delegierter Tokio, 21. Oktober In Osaka tagte der asiatische Volkswohlfahrtskongreß, der nach viertägiger Dauer am schlossen wurde. Auf der Schlußsitzung billigte der Kongreß einstimmig eine öffentliche Entschließung, in der die tiefste Dankbarkeit für die Teilnahme der deutschen und italienischen Delegierten an der Konferenz sowie der ernste Wunsch nach engerer Zusammenarbeit bei der Förderung der Volkswohlfahrt in der ganzen Welt ausgedrückt wird. Die Entschließung hebt ferner das außerordentliche Interesse, das Deutschland und Italien, die„Pioniere der erfolgreichsten Volkswohlfahrtsbewegung der Welt" durch die Entsendung ihrer Delegierten bekundet hätten, hervor, womit sich die Bedeutung des Kongreises erhöht habe. Abschließend drückt Von Kriegsverwaltungsrat Kames, Berlin. Alle Eisenbahnverbindungen in dem weitläufigen Raum Holland, Belgien, Nordfrankreich sind durch den Krieg abgerissen. Die Mehrzahl der Brücken ist durch den Gegner, der vergeblich hoffte, das unwahrscheinliche Tempo des deutschen Vormarsches dadurch unterbrechen zu können, zerstört worden; dort, wo an Flüssen Widerstand geleistet wurde oder wichtige Knotenpunkte der Versammlung gegnerischer Kräfte dienten, fielen andere unseren Stukas zum Opfer. Ihre Wiederherstellung, ihr Ersatz durch tragfähige Notbrücken erfordert Zeit. Auch die wahrhaft beispiellos arbeitende Organisation Todt kann nicht zaubern. Sie hatte zunächst alle Hände voll zu tun, um wenigstens die wichtigsten Uebergänge an den Straßen, die für den militärischen Nachschub im weitesten Sinne notwendig waren, befahrbar zu machen. So entstand die„Rollbahn", die eine immerhin schon glatte Fahrt von Holland quer durch Belgien weit nach Frankreich hinein ermöglicht. Diese Rollbahn ist nichts anderes, als eine Verknüpfung an sich bestehender Straßen. Aber diese Straßen sind im Zug des Vormarsches und also nur unter dem Gesichtspunkt der rückwärtigen Verbindung für das vorstürmende Heer immer soweit betreut worden, wie es dieser Zweck erforderte. Hier wurden Brücken, die 16 und mehr Tonnen zu tragen vermögen, aus dem Nichts erstellt, ungeheure Bombentrichter eingeebnet und wohl auch diese oder jene Umleitung gebaut, mitten durch die einsturzdrohenden Trümmer einer Stadt reine Bahn geschaffen. Und auf diesem Wege vollzieht dunstet. Daß das Mehl richtig gelagert ist, der Reis iffig wird Kaffee und Tee die Entschließung die Hoffnung aus, noch engere und andauernde Freundschaftsbeziehungen zwischen den drei Mächten zu erzielen, so daß zur Erreichung des gesich nun seit dem Tage, da die erste Widerstandslinie an der Maas fiel, ein unvorstellbar drängender Verkeh; nach vorn Nachschub an Menschen und Material Mächten zu erzielen, so daß zur Erreichugg, de meinsamen Zieles, eine Neuordnung der Welt durch den Austausch von Missionen, kulturelle Zusammenarheit und eine Ausdehnung der Freundschaftsbestrebungen auf die Mächte innerhalb eines größeren ostasiatischen Blocks zu erreichen, beigetragen werde. keyr, ach vorn, nccuschar an Menschen und Material und vor allem an dem, was der Soldat mit am ersten braucht, soll er kampffähig bleiben, an Verpflegung und den anderen täglichen Bedürfnissen. Ein modernes Heer kann sich nicht auf den Zufall des Beutemachens verlassen, braucht auch bei großer Beute die planmäßig geordnete Versorgung.— So stand die Heeresverwaltung, der diese Pflicht obliegt, beim Sturmlauf im Westen plötzlich vor ganz neuartigen, durch kein im Frieden sorglich ausgearbeitetes Schema zu lösenden Aufaaben..„7 6. in Mglen schan RrohlZwar hatte der Blitzkrieg in Polen schon Probleme aufgeworfen, die als Vorstufen hierfür anzusehen sind, waren in Dänemark und Norwegen wertvolle Erfahrungen gemacht worden, aber den aus den ruhigen Ministerialzimmern in Berlin per Telegramm zum „Generalquartiermeister Belgien" nach Brüssel berufenen Männern blieb trotzdem nichts anderes übrig, als die Organisation der Versorgung buchstäblich aus dem Boden zu stampfen. So vorzüglich und bis ins Kleinste ausgearbeitet auch der Plan der Versorgung war, hier mußte bei dem Ausfall aller Eisenbahnverbindungen schon des Verteilungsproblems halber nahezu alles improvisiert werden Die Aufgabe wurde soldatisch=selbstverständlich bewältigt. Die geschaffenen Einrichtungen bestanden in den zwei aufeinander folgenden Kriegshandlungen von bisher unerreichtem Ausmaß im wahrsten Sinne des Wortes ihre Feuervrobe. Schon vor dem Beginn der Offensive im Westen hatten die zuständigen Wehrkreisverwaltungen ihre nicht murfig wirv, Kufsee und Tee keinen Geruch annehmen, Konserven nicht durch Temperatureinwirtung zu schaden kommen! Man muß schon selbst ein Fachmann auf dem Gebiet der Lebensmittelkunde sein, um auch nur einigermaßen übersehen zu können, welche Verantwortung das bei einem solchen Mammutlager bedeutet. Aber der Chef eines solchen Heeresverpflegungslagers ist nicht nur ein Lagerverwalter. Er hat zugleich zu disponieren, zu berechnen und zu kalkulieren in einer Weise, daß manchem Großhändler darüber graue Haare wachsen könnten. Welche Anforderungen werden an ihn gestellt! Da fährt mit einem prustenden Pkw. ein verstaubter Kamerad vor. Man kennt sich ja meist untereinander, und so ist die Begrüßung kurz und bündig. Dieser Oberzahlmeister, der da plötzlich in die Lagerhalle hineingeschneit kommt und es— selbstverständlich— schrecklich eilig hat, will einige hundert Tonnen aller möglichen Nahrungs= und Genußmitte! für ein neu zu errichtendes Lager, das viele hundert Kilometer weit in Frankreich liegt. Seine zwölf Lastwagen hat er gleich mitgebracht und sie warten auf die Was der Mensch braucht, das muß er haben“ konstatiert philosophisch der Chef und tut nur noch schnell einen Blick zu einer anderen Kolonne, die schon halb beladen ist und deren Führer bereits daran ist, die „Papiere" fertigzumachen. Aber wer soll laden? Die Frage ist nicht einfach. Theoretisch steht zwar in allen Vorschriften, daß dem Heeresverpflegungslager und seinen Leuten die Ladepflicht obliegt, aber in der Praxis und besonders in der Praxis des Krieges nützt eine solche Vorschrift nicht allzu viel. Woher die Leute kommen, wenn sie nicht vorhanden sind und die Arbeit doch getan werden muß? Also müssen Führer und Beifahrer heran und selbst zusehen, daß sie ihre Lkw. vorschriftsmäßig voll kriegen. Da fackelt. die Packerei beginnt sofort. Es ist nicht nur eine Packerei, es ist auch eine Plackerei, trotzdem die aus Deutschland stammenden Waren schon so gepackt sind, daß sie sich möglichst leicht und mit bester Raumausnützung verfrachten lassen, und obwohl, die Srapei der verschiedenen Waren von vornherein so angeordnet werden daß jeder unnütze Arbeitsvorgang fortfällt. Aber alles hat doch sein Gewicht! nach den Erfahrungen in Polen und nicht zuletzt auch im Weltkrieg allerlei zutrauen zu können. Dazu die ständige Fliegergefahr! Auch den Weg zu finden, ist nicht einfach bei der Entfernung, die hier bewältigt werden muß. Zwar ist es fast das erste, was schon die Nachhut der kämpfenden Truppe einrichtet, daß überall Wegschilder und Richtungsweiser angebracht werden und daß vor allem Pioniere und Organisation Todt Barrikaden auf den Straßen wegräumen, Granattrichter auffüllen und Notbrücken bauten, aber eine erste Fahrt mit so wertvollem Gut durch unbekanntes Gelände bleibt schwierig und verantwortungsreich genug. Der Erfola, die voll bewältigte Aufgabe, zeigt schon an diesem Beispiel, daß der deutsche Zahlmeister den ihm gewährten soldatischen Rang nicht zu Unrecht trägt. So zieht denn Kolonne hinter Kolonne Tag um Tag und Nacht um Nacht über die„Rollbahn“ Belgiens und Nordfrankreichs dahin. Sie bringen das Stapelgut eines solchen großen Heeresverpflegungslagers zur Neueinrichtung anderer Lager von der Schelde zur Seine und weit darüber hinaus. Sie verfrachten Mehl aus den Silos Pommerns und Ostpreußens, Fleischkonserven aus oberbayrischem Vieh, Käse aus Dänemark und Holland, Tabak aus Bulgarien und Wein vom Rhein bis zu den Verteilungsstellen, wo die Troßzüge des Heeres oder der Luftwaffe bereitstehen, um die Bezüge und„sonstigen Kompetenzen“, die dem deutschen Soldaten im Felde zustehen, zu empfangen. Eine Güterbewegung von einer Organisation und einem Ausmaß beispiellos, wie so vieles in diesem Kriege unter der genialsten Führung aller Zeiten ohne Beispiel in der Geschichte ist. bis unmittelbar an die Reichsgrenze vorgeschoben. Nun wurden an geeigneten Plätzen Belgiens,— kaum, daß die kämpfende Truppe das Gebiet besetzt hatte—, große Armeeverpflegungslager eingerichtet und mit grauenden Morgen steht die Kolonne abmarschbereit. Ein kurzer Appell, und der Start heginnt. Da liegt im Wagen VII ein Mehlsack dessen Inhalt aus einer gstvreußischen Mühle allem Nötigen aus der Heimat versehen. Der Laie verPK.— Dietrich— Weltbild Casimir, der kleine Staffelhund Er ist der Liebling der Besatzung und zugleich des Flugzeugführers Talisman. Treuherzig erwartet er seinen Herrn. allem Nötigen aus der Heimat versehen. Der....“, mag sich keine Vorstellung von dem Umfang eines solchen Stapelplatzes zu machen, und es ist nur schwer möglich, einen Begriff= von der organisatorischen Arheit, die hier allein schon um der sachgemäßen Lagerung der verschiedenen Güter willen geleistet werden mußte, zu vermitteln. Da ist in einem der gewaltigen Schuppen ein Lager eingerichtet. Ueber ein solch umfangreiches Lager von allen Lebensnotwendigkeiten und Genußmitteln wie Zigaretten und Alkobol, verfügt in Friedenszeiten keine Großstadt. Kein Großhändler kann sich rühmen, jemals einen Gemischtwarenladen von solcher Fülle, Ssolcher Verschiedenheit und solcher Vollkommenheit der Waren besessen zu haben. Diesem unübersehbaren Stapelgut steht ein Beamter der Heeresverwaltung, ein Oberzahlmeister. vielleicht ein Stabszahlmeister vor. Er trägt alle Verantwortung. Er hat dafür zu sorgen, daß dem anvertrauten Gut nichts geschieht, daß sich nicht plötzlich Zigarren und Zigaretten„verkrümeln" oder der Alkobol verschiedener Provenienz geheimnisvoll verund der Start beginnt. Da liegt im Wager.## Mehlsaa, bessen Inhall aus einer ostpreußischen Muhle stammt und der per Schiff bis hierhin gelangt ist. Nun reist er per Achse zu einem Ziel. das weit hinten in Frankreich an der Küste des Atlantischen Ozeans liegt. Wenn man sich das beispielsweise klarmacht, bekommt man erst einen Begriff davon, welche Organisation hier vorwaltet. Eine solche Leistung wird überhaupt nur möglich, wenn jeder seine letzte Kraft einsetzt und höchste Verantwortungsfreudigkeit zum selbständigen Handeln entwickelt.„ Die Schwierigkeiten einer solchen riesigen Materialbewegung mußten beim Fehlen der Eisenbahnverbindungen und infolge der Verstopfung der Wasserstraßen durch gesprengte Brücken, versenkte Schiffe und angehäufte Tierkadaver als schlechterdings unüberwindlich erscheinen. Sie wurden überwunden durch motorisierte Kolonnen, wie solche zwar für den Nachschub der Divisionen vorgesehen sind, aber als selbständige Formationen mit derart umfangreichen Aufgaben bisher noch nicht existierten, ja eigentlich im festen Gefüge der Wehrmacht nicht denkbar waren. Hier galt es nun für den Heeresbeamten sich einer äußerst verantwortlichen soldatischen Aufgabe, der Führung dieser Kolonnen auer durch unbekanntes feindliches Land gewachsen au Jeigen...„ i# Lax Tührer der.alEin Oberzahlmeister In ver Fuhrer der Kolonne, der ich mich anschließe. Da bei dem Tempo des Vormarsches nahezu alles improvisiert werden mußte, sind auch diese Kolonnen so zusammengestellt, wie es eben gina. Was alles an Lastkraftwagen und Anhängern verfügbar war. wurde genommen ohne Rücksicht auf die Verschiedenartigkeit der Systeme. Das Begleitversonal besteht aus Soldaten, die aus den verschiedensten Gauen des Vaterlandes kommen und von denen gestern noch kaum einer den anderen gesehen hatte. Es muß jetzt eine Einheit bilden und sich fest in die Hand des Führers geben, damit der Auftrag befehlsgemäß durchgeführt werden kann. Schließlich ist ja Krieg, sind Landstraßen keine idealen Promenadenwege mehr, und ist die Bevölkerung undurchsichtig genug, um ihr Der„Spion“ im Hemd Mailand, 21. Oktober. Eine aufgeregte Stimme teilte mitten in der Nacht telephonisch einem Mailander Polizeikommissariat mit, daß sich ein Mann auf der Galerie des obersten Stockwerkes des Hauses Nr. soundso in der Via Lomellina auf geheimnisvolle Weise herumtreibe. Er halte trotz der streng durchgeführten Verdunkelung in Mailand eine brennende Kerze in der Hand, mit der er von Zeit zu Zeit in auffälliger Weise herumsuchtle. Es müsse sich hier um einen Spion handeln, der herannahenden feindlichen Fliegern Zeichen gebe. Nun, die Polizeibeamten taten ihre Pflicht und trafen tatsächlich auf dem Galeriegang des betreffenden Hauses einen Mann an, der nichts als ein Nachthemd an seinem Körper trug und so feierlich eine Kerze in der Hand hielt, als schreite er in einer Prozession. Die Polizei war überrascht, in dem Schlafwandler oder Spion einen lange gesuchten Einbrecher zu finden, der die Komödie nur vorgetäuscht hatte, weil er sonst keinen anderen Ausweg mehr wußte. Er hätte in dem Hause ein Ding drehen wollen, gestand er, sei aber von zwei Schutzleuten beobachtet und verfolgt worden. Er habe sich daraufhin rasch seiner Kleider entledigt, die er mit den Brechwerkzeugen im Treppenflur versteckte, und sei dann auf die Galerie geeilt, um hier einen ilosen Nachtwandler zu spiel harmlosen Nachlwändier zu spielen. Presse=Hoffmann Eine Ankündigung in mehreren Sprachen an einem Trintihafferorunnen für Arbeiter, die on einem Trinkwasserbrunnen in den besetzten Gebieten arbeitslos waren und in Deutschland eingesetzt wurden Ko Aribeg. aud irdsSterr! Ein ralsachend Tod über Morgens sagte eine Weizenfarm be „Ich werde heute Seine Frau we sie zu sagen:„We doch, wie es da au zenhalm krank und ganze Ernte kein 2 Gottes willen, reit Aber Frau Bailey standen voll Träne nen machte sie stut Bailey ging schn und ritt los— Es war einsat schwammen schwef giftige Sporen überbarmungslos die ganz Kansas verr Den ganzen T seine Felder. 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Du weißt doch, wie es da aussieht, du weißt doch, daß jeder Weizenhalm krank und verloren ist. Du weißt doch, das die ganze Ernte kein Mensch mehr retten kann. Warum um Gottes willen, reitest du noch hinaus und quälst dich? Aber Frau Bailey konnte es nicht sagen. Ihre Augen standen voll Tränen und verzweifelt unterdrücktes Weinen machte sie stumm.„ Stamf gattasts sein Bferd Bailey ging schwerfäuig zum Srau, sattelle sein Pfero und ritt los— JJukund heig. in 4 Guft Es war einsam und gluheno heiß; in der Luft schwammen schweflige, stinkende Wolken, die Billionen giftige Sporen über die gelben Weizenäcker trugen und erbarmungslos die harte Arbeit tausender Farmer in ganz Kansas vernichteten. Den ganzen Tag ritt Bailey kreuz und quer über seine Felder. Einmal, als sein ermüdetes Pferd nicht mehr weiter wollte, sprang er ab und warf sich erschöpft und verzweifelt zwischen die hochstehenden Halme des sterbenden Weizens. Er sah die gräßlichen schwarzen Pusteln an den Halmen; er hatte diese unerbittlichen Anzeichen des gefurchteten schwarzen Halmrostes in den letzten Wochen mit ohnmächtigem Haß betrachtet. Wütend riß er ein Büschel heraus, knüllte es zusammen und wischte sich damit den Schweiß vom Gesicht. Und zwischen dem Schweiß waren seine Tränen. Am Abend kam er auf die Farm zurück. Seine Frau sah ihn langsam und müde über den Hof gehen. Als er nach langer Zeit nicht ins Haus kam, sah sie voll banger Angst nach ihm. Sie fand ihn erhängt an einem Balken in der leeren Scheung...g, ggäter beilsett Als John Bailey einige Tage spater beigesetzt wurde, waren viele Farmer aus der ganzen Gegend um sein Grab versammelt. Mit verkniffenen Gesichtern sahen sie zu, wie der Sarg ins Grab gelassen wurde, ihre Köpfe beugten sich, als sie das Schluchzen der jungen Pitwe Baileys hörten, und als die Schollen dumpf aus den Sarg prasselten, hob sich manch hoffnungsloser Blick und schweifte über das Grab hinaus, über die sonnendurchzitterte, wellige Landschaft, die gelb war von Weizen, der rettungslos starb. Und mancher der Männer fragte sich in ohnmächtiger Erbitterung: Wer wird von uns der Rein, die Farmer waren keine schwachen und widerstandslosen Menschen, die leicht und feige die Flinte ins Korn warfen und aus einer Schwierigkeit leichtsinnig die Flucht in den Freitod suchten. Aber die meisten von ihnen hatten ihr ganzes Leben lang schwer und hart geschuftet. Sie oder ihre Väter waren mutig in die Einsamkeit dieser Prärien gekommen und hatten mit unbeirrbarer Mühseligkeit und blutigem Schweiß aus der Oede Land gemacht. Sie hatten bald erfahren müssen, daß die ganzen Erfolge ihres härtesten Fleißes nur eine Kette steter und bitterster Enttäuschungen und Niederlagen waren.„Sechs Jahre Farmerleben in Kansas heißt vier Jahre Hölle", sagten sie. Und nur die Entschlossensten und Mutigsten von ihnen blieben. Sie wollten nicht den Boden, den sie sich in harten Kämpfen schwer erobert hatten, wieder verlieren. Aber es schien; als sei die Natur stärker als sie. Eiskalte Winter und glühende Sommer fielen über die Pflanzen her; am schlimmsten war aber der schwarze Halmrost, der Toi über die Weizenfelder und den Farmern Verzweiflung, Wahnsinn, Armut und Ruin brachte. John Bailey war in einem Zeitraum von nur drei Wochen der fünfte, der sich in den Tod geflüchtet hatte. Sie fragte gar nicht erst, was der Mann da wollte: sie kannte diese Art Besucher und wußte, warum sie herkamen. Es war das Bequemste, allen den Rat zu geben, sie möchten ihre Wünsche und Beschwerden schriftlich einreichen. Dabei nutzten die Schreiben auch gar nichts. Sie häuften sich zu Tausenden in den Regalen und erzählten erregende Tragödien verwüsteter Felder, verödeter Farmen, gebrochener Existenzen und Menschenleben, qualvollen Hungers und hoffnungsloser Kämpfe. „Wo ist der Chef?“ fragte Bryan laut und drohend. „Ich will ihn sprechen. Unbedingt! Glauben Sie, ich will nach Kansas zurückkehren, ohne eine Hoffnung, ohne eine gute Aussicht? Glauben Sie, ich will zu meinen Kollegen, die auf mich warten, zurückkommen und ihnen sagen, wir müssen warten, bis wir ganz vor die Hunde gegangen sind. Der Chef in Washington war nämlich Die dürre Buchhalterin nahm von ihrem halbfertigen Frühstück wehmütig Abschied und sagte nachdrücklich: „Ich weiß wirklich nicht, wo der Chef ist, ich weiß auch nicht, wann er kommt. Es kann vielleicht heute sein oder morgen, vielleicht auch erst in einer Woche.“ Bryans Gesicht wurde rot vor Wut.„Sie wissen nicht, inn der Chef kommt. Vielleicht in der nächsten Woche Kansas eine Wüste oder ein Friedhof ist. Jahr um Jahr schuften wir auf unseren Feldern, damit ihr Brot e könnt, und wir werden mager und grau dabei vor Angst, ob wir auch einmal ernten können; unsezggrgugz herlieren den Verstand da draußen in der#, und hier. hier wo man uns helfen soll, hat man keine Zeit für un und ist nicht da. Euch hier sollte man hinausschicken auf die Felder, damit ihr alle einmal die Arbeit, Enttä schung. Verzweiflung und den Hunger kennenlernt. sollte man...“ Bruan konnte nicht mehr weiter vor Emporung. He Hause, um seinen Kollegen zu sagen, daß von den Bürokraten in Washington keine Hilfe zu erwarten sei. Da wurde die Tür von außen geöffnet und ein Mann wie Dreschflegel, und in melancholischen Gesicht wucherte ein trübseliger Walroß=Schnurrbart. renden Fragen so sehr belgftigt F/Zgrzsetzung folgt.) Schenkt Gücker Sizze von stans Guresck nc“' Ihnen sehr dankbar.!“ Aber Später, als die traurige Zeremonie am Grabe Baileys vorüber war, saßen und standen die Farmer vor dem Wirtshaus des kleinen Städtchens und beratschlagten erregt und lärmend, wie man die Regierung dazu bewegen könne, Hilfsmaßnahmen zu treffen. „Wenn uns nicht bald geholfen wird“, sagte Bryan, der älteste Farmer in dieser Gegend,„ist ganz Kansas bald ein großer Friedhof. Wir kommen alle um. In dem einen Jahr läßt der Frost den Weizen erfrieren, in dem andern Jahr verdorrt die Frucht vor Trockenheit und Hitze, oder aber, was am wahrscheinlichsten ist, es kommt der schwarze Halmrost und mordet, was Kälte und Hitze übrig gelassen haben.".. „Und ermordet uns!“ schrien einige Farmer erbit„Jawohlte sagte Pryan, ger mordet uns auch. So oder so, jedes Jahr gibt es Selbstmorde. Tausende Farmer wandern ab. Sie haben jahre- oder jahrzehntelang schwer geschuftet, und jetzt sind sie Arbeiter in den Städten. Und wir, die wir hier bleiben, verhungern zwischen unseren toten Weizenfeldern. Wozu haben wir eine Regierung und ein Landwirtschaftsministerium, wenn man uns dort nicht helfen kann?" Es wurde noch vieles und heftig geredet, bis man sich entschloß, ein dringendes Ansuchen um sofortige Hilfsmaßnahmen an das Landwirtschaftliche Departement in Washington zu richten.„ 96 11 Aber auch später blieben die Farmer noch zusammen. Sie hatten alle uneingestanden Angst vor ihren toten Sf„## Veu#weiflung z; Hause; jeder wallte für einen fremden Tramp zu haben, jetzt, da man selbst keine Arbeit hatte... inem Fästiaan Erssen nicht Der Mann ließ sich mit seinen lastigen Fragen nicht abschutteln. Ob sie immer dieselbe Weizensaat als Aussaat benutzten, wollte er wissen, woher der Weizen ursprünglich sei. Ob sie schon Versuche mit anderen Sorten gemacht hätten,— er hatte hundert Fragen und er fragte mit sanfter Stimme, aber mit grausamer Beharrlichkeit. Einige fertigten ihn unwirsch ab, andere sagten ihm: „Mann, was suchen Sie hier eigentlich? Hier gibt es nichts für Sie zu tun. Höchstens Totengraber können hier noch auf ihre Kosten kommen.„„ 8 Der Mann, der wie ein Vagabund aussah, ließ sich alles schweigend und ohne Lächeln gefallen. Er behielt sein melancholisches Gesicht und fragte weiter. Einer der Farmer, der etwas viel getrunken hatte. sagte mit höhnischer Nachsicht:„Laßt den Mann doch, das ist unser kommender Weizenmessias. Der hilft uns Man fand das trotz der verzweifelten Lage so komisch, daß man laut lachend brüllte. Nur der Mann mit dem melancholischen Gesicht nickte still und ernsthaft, und mit verträumten und nach innen gerichteten augen ging er Der Mann, der durch das prunkende Portal des Landwirtschaftlichen Departements in Washington eintrat, fühlte sich von seiner Umgebung offensichtlich bedrückt. Ex sei der Farmer Bryan aus Kansas, sagte er zu dem uund malle im Auftrage seiner Farmerrouegen 9 In die große Buchhandlung am Hauptplatz tritt ein den Vortritt und mustert eiegahen hisch.o= aber endicgi muß. Das ist nicht so einfach. Er Weile herum:„Wissen Sie... ich suche ein Buch... soll aber ein gutes Buch sein und doch nicht zu teuer...!“ Der Verkäuser nickt verständnisvoll.„Was lesen Sie denn ##eg, ener Verkäufer läßt seinen Scharfsinn leuchten; lacht.„Der Verkäufer mbtnemen Scharfsinn leuchten: „Ah, Sie wollen das Buch für jemand anderes kaufen? Und jetzt lacht der Kunde frei heraus:„Ja! Stellen Sie sich vor! So eine Idee..! Meime, Praugig; zux#i# weiß der Verkäufer doch schon erwas.„a, su Frau... einen netten Liebesroman..., da haben wir: kommt nicht weiter. Der kleine Herr stottert bereits wieder:„Ja... also einen Liebesroman... aber wissen Sie... namlich meine Tochter... die möchte lieber etwas Modernes... na... wissen Sie... ein junges Mädel...!“„Ich dachte, das Buch soll für Ihre Frau...“ versucht der Verkäufer einzuwenden.„Ja, ja, natürlich! Es ist ein Geschenk für meine Frau... aber es soll etwa sein, was eben meine Tochter auch lesen kann...!“ nicht ausreden.„Die Sache ist nämlich die...!“, gesteht er,„gar zu modern soll es auch wieder nicht sein, da ist nämlich die Großmutter... die wird bestimmt das Buch auch lesen wollen, eine alte Frau... ich verlasse mich da sans gu; geveZerzäufer lächelt noch imm Wenin auch Felvern, vor der Verzweillung zu Gause, seder wollte seine quälende Furcht vor dem kommenden Ruin und Zusammenbruch in den gemeinsamen Gesprächen zerreden und betäuben.„ Zwischen den kleinen Gruppen, die vor dem Wirtshaus saßen und herumstanden, ging ein Mann herum, den niemand der Farmer kannte, der aber alle mit geduldigen und bohrenden Fragen so sehr quälte, daß alle ihn als lästig abschüttelten. Einige erinnerten sich, den Mann auch am Grabe Bailys gesehen zu haben. Der Mann sah aus wie ein Vagabund. Seine Kleidung war derb und bescheiden. Er war groß und robust wie ein Bär; er hatte breite, stämmige Schultern und Hände wie Dreschflegel. Sein Gesicht war ohne Lächeln und wirkte noch melancholischer durch einen gewaltigen Walroß=Schnurrbart. Seine Stimme war ungewöhnlich sanft und weich. Es schien den Farmern, die er in ein Gespräch zu ziehen versuchte, als verstehe er etwas von Landwirtschaft und als wolle er sich damit anbiedern, um Arbeit zu bekommen. Dabei war es lächerlich, Arbeit Die Geburk ihres Stammhalters Horst Helmut zeigen in dankbarer Freude an: Erna Schmidt geb. Bolhmann Helmut Schmidt oberleumnant d. Lustw. Königsberg Neumarh, den 17. Oktober 1940 z. J. Kronkenhaus Statt#orten In Freude und Dankbarkeit zeigen wir die Gedurt unseres zweiten Jungen an Ilse Roth ged. Cornelius Ing. Otto Roth Kamburg- Lohdrügge(Wilhelmstr. 44), den 18. Oktober 1940 z. J. Rdolfstift, Reindech bei Hamburg-Vergedorf Er sei der Farmer Bryan aus Kansas, sagte er zu Pförtner, und wolle im Auftrage seiner Farmerkollegen einen der maßgebenden Leute des Departements sprechen. Worum es sich denn handle, wollte der Pförtner wissen.„Um uns und um den verfluchten Weizenrost", sagte Bryan lakonisch und erbittert. Der Pförtner lächelte nachsichtig, winkte einen Boy heran und gab dem den Auftrag, Bryan zu Mister Carletons Abteilung zu bringen. Mister Carletons Abteilung war die Abteilung, die für alle Dinge des Weizens zuständig war. Sie befand sich in einem abseitigen Winkel des großen Gebäudes und bestand aus einigen engen, schäbigen Räumen. Aber diese sichtliche Schäbigkeit nahm jede Verlegenheit Beengung von Bryan. Eine dürre, lange Buchhalterin, die ihr Frühstück unterbrach, fragte Bryan mißbilligend, „Ich will den Chef hier sprechen“, sagte Bryan erregt, als habe man ihm widersprochen. Die Buchhalterin seufzte leicht und sagte uninteressiert:„Der Chef ist nicht da. Das Beste ist, Sie schreiben ihm, was Sie wollen.“ haben: Der Veklaufer lachelt noch mmer.“ De nuch schon etwas gezwungener. Ein Buch fur die Frau, oas aber auch die junge Tochter und die alte„Gergßrpetter in gleicher, Weise erfreuen,sollen!. Eine Zactlte Hieseicht nach. Der Kunde hilft ihm weiter Abenteuerliches...!“ mal überlegen.„Etwas Abenteuerliches? Das wird doch die Frau Großmutter kaum fesseln......e. g die Großmutter!“ gibt der Kunde zu,„aber va ist doch noch der Junge mit seinen zwölf Jahren... der schwärmt natürlich wieder nur für Kriegsabenteuer...ng,ig das werden Sie doch begreifen... nicht wahr: Verkäufer begreift.„Aha!“, sagt er deshalb,„und der Junge soll das Buch auch lesen können...!“ Irgendetwas klingt in der Frage mit, das den Kunden aufhorchen läßt. Seine Antwort klingt etwas gereizt:„Natürlich! Wenn man schon so viel Geld ausgibt für so ein Buch... überhaupt... was kostet denn so ein Buch? Wissen Sie, gar zu viel will ich jä wieder Der Verkäufer denkt eine Weile angestrengt nach. Dann erhellt sich plötzlich sein Gesicht:„Da habe ich etwas für Sie! Da findet sowohl Ihre Frau, wie auch alle Ihre anderen Familienmitglieder alles das drinnen, was jeder sucht!" Der Kunde ist sichtlich erfreut. Wirklich? Ich habe schon geglaubt, Sie werden so ein Buch gar nicht haben! Aber... was kostet es denn?" Der Verkäufer lacht:„Gar nichts!"„Gar nichts?"„Sie verstehen... Reklame!"„Ahl Reklame! Ja, ich verstehe... also, wenn Sie mir dieses Buch wirklich geben wollen... ich bin Ihnen sehr bantbar...!„Aber gewiß, mein Herr!", sagt der Verkäufer und überreicht dem Kunden einen großen, dicken— Bücherkatalog! Bochumer Dramaliker ertolgreich Bernd Böhle:„Der lange Tag“ uraufgeführt Schedeteit“ schon einen Namen gemacht vat, zergusetlstr, larwinters führen müssen. Aber nicht nur das unbekannte sondern auch das Winter lang und oft Jahre auf den Mann bis er wieder in die heimatliche Stube zurückkehrt. Der erste Akt, gleichsam ein Vorspiel, gibt die Einstimmung. Wir erfahren von der unbedingten Kameradschaft dieser Männer im ewigen Eis, die sich vergeblich mühen, einen alten Kameraden vor dem Tode zu bewahren. Stunde des Sterbens gibt Ole Hedlerg seinem jungen Freund Knud Aakre den Auftrag, für seine Tochter Maja Damit gleitet das Stück aus dem rein Atmosphärischen hinüber in eine neue Problemstellung. Tagen des Sommers kümmert sich Knud Aakre, getreu seinem Versprechen, um Maja, die in innerer Haltlosigkeit im Elternhause ausgewachsen ist. Maja weiß, das sie zerbreHartes Vollkornbrot, das den Zähnen Arbeit gibt, ist ein wertvoller Bundesgenosse der Zahnbürste. chen muß, wenn Knud Aakre sie wieder verläßt.„Der szgg Pelztiersager wird hineingeworsen in den Konflin zwischen zwei Pflichten. Teine Witingersehnsucht treibt ibn hinaus ins Eis, aber die Verantwortung für einen Menschen, der ihm anvertraut wurde:„die Pflicht des Herzens“ wie sie der Dichter nennt— zwingt ihn, zu bleiben. Es siegt das höhere Gesetz der Selbstüberwindung. Böhle arbeitet dieses Problem vielleicht etwas zu langsam heraus, so daß die Lösung am Schluß psychologisch nicht genug fundiert erscheint. Erfreulich ist, daß er sein Schauspiel aus dem Gebiet einer bemerkenswerten und oft dramatischen Zustandsschilderung auf die Höhe der Ebene gedanklicher und seelischer Auseinandersetzung erhebt. Die Aufführung im Magdeburger Wilhelmtheater unter der behutsamen und sicher kontrastierenden Regie von Friedrich Schwark in einer sinnfälligen Darstellung der von Böhle gut durchgezeichneten Charaktere verdient volle Anerkennung. Die Uraufführung fand aufrichtigen und berzlichen Beisal.„„ g Dr. Arne Kupferschmior Geschichtstatel 22. Oktober 1811 Der Klaviervirtuose und Tondichter Franz v. Liszt in Raiding im Burgenland geboren(gestorben 1886). Nur Arbeit war dein Leben. nie dachtest du an dich. nur für die Deinen streben, war deine höchste Pflicht. Heute abend 23 Uhr starb nach kurzem, schwerem, und doch mit großer Geduld ertragenem Leiden meine innigstgeliebte Frau, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter. Großmutter, Schwester, Schwägerin, Tante und Kusine Eheirau-Friedrich Böcher Wilhelmine geb. Göbel nach einem arbeitsreichen Leben Im Alter von 52 Jahrenla tietem Schmers:„ 4### Friedrich Becker und Kinder Bochum, z. Z. im Felde, Lintfort, Baak, 19. Oktober 1940 den Wir haden ung verleb: Sisela Idim Farl-Heinz bödim Uffz. u. Flugzeugführer Wanne-Eichel im Oktober 1940 Shamrochstr. 12 Oetar-Koffmann-Str. 46 Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 23 Okt., nachmittags 4 Uhr. vom Trauerhause,.-Stiepel. Im Königsbusch 47a, aus statt. Trauerteier eine halbe Stunde vorher. Allen, denen aus Versehen keine Nachricht zusing. diene diese als solche Familien-Nachrichten aus anderen Zeitungen übernommen Geboren: Knaben: Dortmund: HansHervert Picconka(Hildegard Sprenger). Witten: Dr. Sgggge Thomas(Maria Winzer). chen: Dortmund: Nikolaus Monske(Margret Elden). Verlobte: Dortmund: Margret Seibert mit Otto Fibranz. Gertrud Paschvoß mit Kurt Streffing. Ursula Estner mit Helmut Turstig. Hamm: Rita Senge mit Werner Eick. Castrop=Rauxel: Lotte Kalthoff mit Dr. Heinrich Schneider. Witten: Anneliefe Schürmann mit Arthur Rother. Vermählte: Dortmund: Hans Fleiß mit Elfriede Butz. Gelsenkirchen: Nikolaus Kohl mit Marga Rademacher. Gestorben: Dortmund: Heinrich Trelle, 61 J. Dortmund=Kley: Georg Scheibe, 53 J. DortmundAplerbeck: Wilhelm Wünderich: 66 J. Hagen: Julius Rath sen. 78 J. Herne=Sodingen: Frau Ida Dreher geb. Schulze. 73 J. Gelsenkirchen: Johann Ahlbach, 79 J. Heiraten Hetrat. Wer möchte meinen beiden Buben, 11 u. 13 Jahre alt, eine gute Mutter sein? Bin 44 J. alt u. stehe in fest. Arbeit,Witwe nicht ausgeschloss. Nur ernstaem. Zuschr. G G 15162 Anzeia. Famillenanzeigen haben im„BA“die größteVerbreitung 80CH U M 120 fOr ERT 170 Vermischtes ANZEIGEN sind keine Ausgabe sondern eine Anlage Heinz Kreiten Martha Kreiten ged. Wehmeier geben ihre Vermählung bekannt Heute nacht ist meine liebe Frau. meine herzensgute Mutter, unsere Schwester. Schwägerin und Tante Prad Eim Grone geb. König nach längerem, mit sroßer Geduld ertragenem Leiden, Im Alter von 41 Jahren sanft entschlafen. KENNN Werne a. d. Lippe z. z. Wassen22. Oktoder Bochum Uhlandstr. 30 In tiefer Trauer: Ludwig Große Heinz Große und Angehörige Für die vielen Beweise aufrichtiger Tellnahme anläblich des Helmganges unserer lieben Mutter sagen wir allen. besonders dem Pfarrer Bohnenkamp. unseren herzlichsten Dank Bochum-Riemke, den 21. Oktober 1940 Am Hausacher 32 Geschwister Kahle Die Beerditung findet am Donnerstag, dem 24. Oktober 1940, nachmittahe 3 Uhr. von der Trauerhalle des Friedhofes in Riemke aus statt Bochum. Im Oktober 1940 Stadtleihamt Bochum Die Versteigerung der verfallenen Pfänder aus dem Monat März 1940, Pfandnummern, 821 388 bis 825 814, bestebend in Wertsachen, Bekleidungs= und Gebrauchsgegenständen aller Art findet den 7. November, und Donnerstag, den 14. November 1940, vormittags ab.30 Uhr, im Stadtleihamt, TrankNachmittags in das Leihamt für den allgemeinen Verkehr wieder geMit dem Erscheinen der Versteigerungsbekanntmachung werden Erneuerungen dieser abgelaufenen Psandscheine abgelehnt. Die bei den Versteigerungen etwa erzielten und innerbalb Jahresfrist nicht abgeholten Ueberschüsse verfallen zugunsten der WohlfahrtsBochum, den 18 Ottober 1940. Der Oderbürgermeister Mantel vertausch Die erk. Person, welche am Sonnt. nachm. i..Lichtb.= Gard. irrt. einen fremd..=Mantel i. Empfang genommen, wird ersucht. dens. sofort dort abzugeben.(15160 Wer nimmt 2 Nähmaschinen mit nach Roln Reuter, Clemenestr. 5 Wir haben wieder eine Anzahl Barken in Schwarz, Nußbaum, Eiche und Rüsterholz zur sofortigen Lieferung anzubieten. hilger& Co. Essen. Huvssenallee 38 Werbung dient nicht allein dem heute Werbung soll vor allem Zukunftsarbeit leisten. Das gilt von unserer Werdung i. Besonderen. Jede Erinnerungswerdung ist also ein gutes Stüch Juhunftsardeit. Denn eines loges wird wieder angebegen,, Der Verhauf fällt leichter, wenn die andietende Firma dehannt ist. Diestnzeige im Bochumer Rnzeiger Ihr bester dukunttoheiter Ruhige Nerven Gesundes Herz Tiefen Schlaf erlangen Sie durch eine Kur mit unserem, zehnten bewährten natürl. Nerven- u. Herz-Kraftmittel E NERGETIC UM ges. geschütst.— Nechahmungen weise man zurück Echt zu haben in den Reformhäusern Viktoriastraße 24, Hortumstraße 24, Viktoriastraße 3, Kronenstraße 3 Oetel schötzt Sie ver Ansteckung! Gutol fölet die Bokterien! Dedurch wird die Krankheit abgestoppt. Nehmen Sie rechtzeilig — Westsalen und Riseinattt Das Fachbuch ein Weg zum Erfolg Eröffnung einer Fachbuch=Ausstellung der DAF. Schg Dortmund, 20. Oktober. Sinn und Bedeutung einer von der DAF. in sehr übersichtlicher und plastischer Form aufgegliederten Ausstellung, die wertvolles Schrifttum für die verschiedensten Fachgebiete und reiches Anschauungsmaterial enthält, wurden in Ausführungen des Gauberufswalters Gundermann umrissen: Die großen Aufgaben der Zukunft verlangen gebieterisch, daß der deutsche Mensch zum besten Fachmann auf seinem beruflichen Arbeitsgebiet entwickelt wird. Spitzenleistungen setzen voraus, daß alle mit der Fertigung irgendwie im Zusammenhang stehenden Menschen beste Fachkräfte sind. Aufgabe der Berufserziehung ist es, hierfür die Voraussetzungen zu schaffen, und zwar für den Nachwuchs und für die erwachsenen Gefolgschaftsmitglieder. In dieser Arbeit stellt das Fachbuch einen wesentlichen Faktor dar. Es ist auch ein Weg zur Leistung und zum Erfolg; es hilft dem schaffenden Menschen, sein Wissen zu verbreitern und zu vertiefen. Mit der Fachbuch=Ausstellung will man dem schaffenden Menschen das Fachbuch in seiner Mannigfaltigkeit zeigen, abgestellt auf die Fachgebiete, die in dieser Gegend besonders stark die hen Wisvorhanden sind. Ziel der Ausstellung ist es, die Bedeutung des Fachbuchs in Verbindung mit der gesamten Berufserziehungsarbeit der DAF. herauszustellen. Die Berufserziehungsmaßnahmen der In einem klar und klug formulierten Vortrag zeichnete Gauberufswalter Gundermann die Grundgedanken der Berufserziehungsmaßnahmen der DAF. auf. In der Ausbildung musse für eine eingehende praktische Schulung gesorgt werden. Der Mensch muß mit all den Fertigkeiten vertraut gemacht werden, die zu seinem Beruf gehören, mit der Blickrichtung auf die Anforderungen, die nach dem Beruf dargelegt sind. Der Lehrberuf erfordert eine Ausbildung nach festen Ausbildungsplänen und muß auf breiter Grundlage erfölgen und auch die Gebiete behandeln, die in dem Ausbildungsbetrieb nicht oder nur sehr wenig vorkommen. Die Lehrwerkstätte ist deshalb allein die geeignete Ausbildungsstätte für unseren Facharbeiternachwuchs. Betriebe, die hierfür zu klein sind, müssen sich zusammenschließen und in einer Gemeinschaftslehr= werkstatt gemeinsam ihrem Nachwuchs die Grundausbildung vermitteln. Die DAF. gewährleistet hierbei ihre Unterstützung. Das Netz der schon bestehenden Gemeinschaftswerkstatten im Gau Westfalen=Süd wiro nach dem Kriege weiter ausgebaut. nicht erschöpft. Es gehört die Erwachsenenerziehung dazu. Die schaffenden Menschen sollen nicht Knechte der Sachwelt sein, sondern deren Beherrscher. Die Berufserziehungsarbeit wird betrieblich und überbetrieblich gestaltet. Trotz Krieg und stärkster beruflicher Inanspruchnahme jedes einzelnen konnte die Berufserziehungsarbeit gegenüber der Vorkriegszeit gesteigert werden. In den ersten neun Monaten des Jahres 1940 wurden im Gau Westfalen=Süd 1271 Berufserziehungsmaßnahmen mit 31 453 Teilnehmern durchgefuhrt gegenüber 1007 Berufserziehungsmaßnahmen mit 25714 Teilnehmern in der entsprechenden Zeit des Vorjahres. Ein Besuch der hervorragend anschaulich gestalteten Ausstellung gibt jedem Interessenten wertvolle Anregungen dazu, wie er sich täglich mehr Rustzeug des Wissens erobern kann. Leichtsinn mit dem Tode gebüßt Mettmann, 21. Oktober. An den Folgen eines oft zu beobachtenden kindlichen Leichtsinns ist hier jetzt ein achtjähriger Knabe gestorben. Er hatte sich die Versischen einem Lastkraftwagen und ausgesucht, und als der anzog, versuchte der Junge abzuspringen. Dabei wurde er aber vom Anhanger überfahren und schwer verletzt. Handelsteil Der Preis der beheizten Garage Der Preiskommissar hat sich damit einverstanden erklärt, daß die Besitzer gewerblicher Garagen in der Zeit vom 1. Oktober 1940 bis 31. März 1941 einen Heizungskostenzuschlag von höchstens 5 RM. monatlich erheben dürsen. Der Satz von 5 RM. sei aber ein Höchstsatz, er dürfe z. B. ungeachtet dieser Obergrenze nicht höher sein als der Heizungskostenzuschlag, der am 17. Oktober 1936 erhoben wurde. Für diejenigen Besitzer von stillgelegten Fahrzeugen, die keinen Wert aus die Beheizung der Garage legen, soll der Garagenbesitzer einen unbeheizten Raum zur Verfügung stellen, oder anderswo eine unbeheizte Garage nachweisen. Börsen schwächer Bei sehr ruhigen Umsätzen eröffneten die Aktienmärkte der Berliner Börse zu Beginn der neuen Woche uneinheitlich, überwiegend aber etwas schwächer. Die Verfassung des Marktes wird dadurch trefsend gekennzeichnet, daß zahlreiche Werte keine Anfangsnotiz erhielten. Hervorzuheben ist jedoch, daß nennenswerte Verkaufsneigung nicht bestand.— An der Rheinisch=Westfälischen Börse zu Düsseldorf kam das Geschäft nur langsam in Gang. Die Allgemeintenden; gestaltete sich nicht unfreundlich. Nach den ersten Kursen etwas nachgebend.— Amtliche Kursnotierungen an der Berliner Börse vom 21. Oktober 1940: Faxbenindustrie 190.20; Harpener Bergbau 156,00.— An der Düsseldorser Börse wurden notiert: Constantin der Große 8100., 8700 .: Schlegel=Scharpenseel 162.50: Vereinigte Stablwerke 135.70: Westfalia=Dinnendahl 193,00. FRIEDL SZEPR S PRUL RICHTER machen lustige Enthüllungen über die Abenteuer und Erlebnisse eines ungewöhnlichen Liebespaares in BEATES VETTTERWOUTE Ein Ufa-Film mit Kurt Vespermann, Gertr. Wolle, Alb. Florath, H. Ziegler Nach dem Roman„Muckenreiters Flitterwochen“ von G. v. 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