els u: 1 mm esse in 22 un Breits 10 Vi. Anzeigenpreise: Grundpreise für 1 um Höhe in 22 um Breite 10 Pf. Ssche hre ce sehäsece ai di. sche 55 Bi. bel sünf,„Sonntagen im Monat.— Wenn, das Erschelnen der Zeitung durch böhere Gewalt, Verbot oder Betriebsstörung und dgl. Fästshen, wid, können lzs I3 upd bon 14.2 bis 1R üdr, sonnags Verlag und Druck: Laupenmühlen a Dierichs in Bochum Freitag 18. Oktober 1940 47. Jahrgang Nummer 247 Einzelpreis 10 Penp gtei und in 78 um Breite 55 Vl. im Tertell. Hanistenlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werven. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 62551—54 Schaden in=Sonsen Etrt, Iusereneinle., ##maczegen, trotz der erneut wisch“-=ichnen.„Svenska Dagbladet"“ beric Stockholm, 17 Oktober. Am Donnerstag hatte London, wie Asociated, Hreß meldet, bereits fünf Luftalarme. Um die Bevölkerung zu beruhigen, hat die Regierung bekanntgegeben, daß trotz der letzten schweren Bombardierungen(1) nicht klärte der Minister nämlich, daß zur Zeit„nur 5500 Betten in den Krankenhäusern von Opfern der letzten Angriffe belegt seien.„Es würde eine Dummheit sein“. so sagte Macdonald,„sich einzubilden, daß wir nichts Schlimmeres als dieses erleiden werden. Wir müssen", so meint er kaltschnäuzig,„noch Betten frei halten, um eine weit größere Zahl an Opfern aufnehmen zu können.“ Wie verheerend die Wirkung der deutschen Bomben in London sein muß, geht aus der Tatsache hervor, daß das britische Informationsministerium jetzt ein Verbot für Absendung von Pressetelegrammen über die deutschen Luftangriffe ins Ausland erlassen hat. Trotz dieser strengen Zensur erklärt die argentinische Zeitung„Paires Herald“, das Sprachrohr der engltiget Kolonie(), die Nachrichten aus London seien Ficht,### Sie seien, um offeg zu reden, ausgesprgßen jäalich ihr die deutschen Bomber, so erklärt das Blatt, täglich, ihr Zerstörungswerk fortsetzen und unversehrt heimfliegen können, gäbe es nur eine Schlußfolgerung: Der britische Widerstand sei erschöpft, und Deutschland habe endgültig die Initiative im Luftkampf ergriffen. Die Geschichte der RAF. sei jammervoll. Es scheine, als ob die Regierung tatsächlich die Absicht habe, London in Trümmer legen zu lassen. Das Murren des Volkes schwelle zu lautem Protzst, gegen die Staatsfährung an. Das schreibt, das Blatt der hritischen„Kolgnie in Buenos Aires. Auch dem englandfreundlichsten Berichterstatter ist es nicht mehr möglich, die Wirkung der deutschen Bombenangriffe in London zu ignorieren. Das bleibt allein der Plutokratenelique und ihren Sprachrohren vorbehalten. Die amtliche englische Schönfärberei, die unter dem ersten frischen Eindruck der Schreckensnächte vom Dienstag und Mittwoch sogar in den offiziellen Berichten etwas in den Hintergrund getreten war, am Donnerstag wieder in dem Bericht des englischen Nachrichtendienstes, festzustellen. Man versucht darin der englischen Oeffentlichkeit auf einmal ganz dreist und unverfroren weiszumachen, daß die letzten nächtlichen deutschen Luftangriffe nicht das Ausmaß angenommen hätten wie frühere Nachtangriffe(). Allerdings sei auch in der Nacht zum Donnerstag London wieder einmal das Hauptangriffsziel gewesen. Häuser und IndustrieAnlagen hätten Bombentreffer erhalten und Brände seien ausgebrochen. Auch über dem Gebiet des Flusses Mersey, in einer Stadt in den Midlands, in den um London liegenden Grafschaften, Sud= und Südostenglands, Wales und über einzelnen Punkten in Schottland habe der Feind Bomben geworfen. In der bombardierten Stadt in den Midlands seien Handelshäuser getroffen worden. Im ganzen gesehen, sei jedoch der angerichtete Schaden„geringfügig". Illusionspropaganda reinsten Wassers ist es aber auch, wenn Lord Snell auf eine Anfrage im Oberhaus über die Organisation der RAF. großspurig erklärt: Frage, den Krieg in der A. Stadtrundfahrt zeige, daß kein einziger Bezirk frei von Kriegsspuren sei. Noch vor wenigen Wochen sei es möglich ausgedehnte Stadtgegenden zu durchstreifen, ohne auf Bombenverwüstungen zu stoßen, heute sei dies nicht mehr möglich. Die am Donnerstag vorliegenden Londoner Eigenberichte der schwedischen Presse lassen durch ihren geringen Umfang an neuem Material und ihre vorsichtige Ausdrucksweise, den verstärkten Eingriff des briZensors erkennen. So kann„Svenska bladet“ nur andeuten, daß einer der berühmtesten Londoner Plätze getroffen und viele Häuser in der Umgebung dieses Platzes durch dauernde Bombardierungen zerstört sind. Immerhin erklärt der Londoner Verkreter von„Dagens Nyheter“ rundweg, daß das, was London jetzt erlebe, wohl das Schwerste sei, was den Londoner Einwohnern bisher zugemutet wurde. Man müsse staunen über das menschliche Vermögen, überhaupt noch so viel aushalten zu können. Die Schäden in der Londoner City könne man bereits als„astronomisch“, bezeichnen,„Svenska Dgabladet, herichtet von unzähligen Verschüttungen durch die Trümmer der zerstörten Gebäude. An verschiedenen Stellen würde teils mit, teils ohne Erfolg durch die Rettungskolonnen versucht, Ausgrabungen durchzuführen. Die Berge von Glasscherben von den zertrümmerten Fenstern in den Londoner Straßen seien unerhört groß. Die Zeitung„Helsinki Sanomat“ bezeichnet den Luftangriff auf London in der Nacht zum Mittwoch als den schlimmsten aller bisher dort erlebten. Zum erstenmal hätten die Bewohner Londons auch mit hloßem Auge die deutschen Formationen beim hellen Mondschein sehen können. Der Angriff sei der erste eigentliche Nachtangriff geschlossener Formationen auf London gewesen, Gewaltige Feuerschäden seien entstanden, und die Brandmannschaften hätten unter den schwersten Bedingungen arbeiten müssen. Englischer Kurzwellensender zerstört Stockholmer Meldungen aus London zufolge ist in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag ein englischer Kurzwellensender, der bisher für den Dienst nach Fernost eingesetzt war, von einer deutschen Fliegerbombe getroffen und zerstört worden. Wie der Korrespondent des schwedischen Blattes berichtet, seien die Hörer dieser Sendungen aufgefordert worden, sich auf einen anderen britischen Sender einzuschalten. Immer im Dienste des Betruges Sseand, Sechelan un heur aue ese eie eier aer e Das war so: 1816 wurde dem späteren Rabbinatsverwalter in Kassel, Israel Beer=Josaphat, ein Sohn geboren, der den Vornamen Jakob erhielt. Der offensichtlich geschäftstüchtige Judenknabe Jakob kam bereits mit 13 Jahren in die Lehre zu einem Onkel, der in Göttingen ein obskures Bankgeschäft betrieb. war der junge Josaphat bereits so weit, auf eigene Faust kleine Geld= und Gaunergeschäftchen abzuschließen. Da er hoch hinauswollte, ließ er sich taufen und nahm den Namen Paul Julius Reuter an. 1847 war er, nunmehr„christlich“ getarnt, schon so weit, als Teilhaber in eine große Berliner Buchhandlung einzutreten. Nach noch nicht ganz dreivierteljähriger Tätigkeit unterschluger 6000 Taler. Er flüchtete über die deutsch=französische Grenze, wobei er sich— denn es war das Jahr 1848 und die politischen Wogen gingen hoch— als„politischer Flüchtling“ tarnte. In Paris gründete Reuter mit seineg hprich anterschlagung erworbenen Betrieghergonnt, sich jegach gicht regt aie für der Londoner City könne man Wirder Vomden aller Kunder auf Englans dliche Kriegsfahrzeuge am Kanal zum Abdrehen gezwungen—=Boot versenkte 21000 BRT.— Neue nächtliche Angriffe auf deutsche Wohnviert ..e liu. 12 Httober, Mritische Klugzenge warken in der Nacht zum 17. 10. dnb Berlin, 17. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Luftwaffe setzte trotz ungünstiger ihre Angriffe auf London und andere kriegswichtige Ziele Mittel= und Südenglands fort. Besonderen Erfolg hatte der Bombenwurf auf einen Liverpool. In einem Rüstungswerk Mittelenglands gelang es, mehrere Hallen und Werkstätten durch schwere Bomben in Brand zu setzen. Mit einbrechender Dunkelheit nahmen die Bergeltungsangriffe auf die englische Hauptstadt wieder größeren Umfang an. Bomben aller Kaliher wurden bis zum Tagesanbruch auf kriegswichtige Ziele zu den Seiten der Themse geworfen. Die Brände ließen die über London liegende Wolkendecke auf weite Entfernung hell aufleuchten. Weitere Angriffe richteten sich gegen Städte Mittel= und SüdengAn zahlreichen Stellen vor der britischen Küste Am Bestausgang des Kanals wateg., wiedernm Resche e eich chece Ein=Boot versenkte aus einem Geleitzug drei beden zusammen 21000 waffnete Dampfer, von darunter einen Tanker von 10000 BRT. 000 BRT., Britische Flugzeuge warfen in der Nacht zum 17. 10. im Reichsgebiet Bomben, ohne militärischen Schaden anzurichten. Dagegen wurden erneut in verschiedenen Städten Wohnviertel getroffen, wobei u. g. in Kiel eine Anzahl Häuser beschädigt wurde. Ein britisches Flugzeug wurde in der letzten„Nacht schon vor Erreichen der Reichsgrenze durch die Abwehr zum Absturz gebracht, ein weiteres Flugzeug im Luftkampf abgeschossen. Marine=Artillerie schoß ein drittes feindliches Flugzeug ab. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. Stuka vernichtet=Boot dnb Berlin, 17., Oktober. Ein deutscher Nahaufklärer, der in geringer Höhe die Kanalküste zu sichern hatte, sichtete heute nachmittag ein feindliches=Boot und meldete dies sofort an seinen Geschwaderstab. Daraufhin startete eine Kette deutscher Sturzkampfgr zzezog zum Angrifa.g Einniteggs. 6 das Boot, das dicht unter Wasser fuhr, unmittzurt: Es erfolgte eine große Explosion unter Wasser, durch die Wrackteile hoch über Wasser geschleudert wurden. Danach war von dem Boot nichts mehr zu sehen. Es bildete sich jedoch ein großer Oelfleck auf der Oberfläche. Ver. 815 aiakant ius Bans ur. In London richtete Jakob Josaphat alias Paul Julius Reuter gleichfalls eine Agentur für Handels= und Börsennachrichten ein, die recht gut ging, während er zunächst auf dem Gebiete der politischen Nachrichten sich nicht durchzusetzen vermochte, bis es ihm gelang, eine Rede Napoleons III. an die„Times“ zu verkaufen. Nun ging es schnell vorwärts, nachdem die Engländer erst einmal begriffen hatten, welche Möglichkeiten ihnen, die schon immer Lüge und Falschmeldung als Mittel der Politik betrachtet und angewandt hatten, die Nachrichtenzentrale und Lügenfabrik des kleinen jüdischen Betrügers bot. 1865 wurde das bisherige Familienunternehmen in den Konzern„Reuters Telegram Company Ltd.“ umgewandelt, der bis zum Jahre 1879 unter der Leitung des alten Reuter=Josaphat stand, dem sein Sohn Herbert folgte. Nebenbei betätigte sich, um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagzggpig eirge mit Banggeschaf ten, vor allem solchen, kolonialer, Art,„lieber alle von England beherrschten oder unter dem Einfluß der Engländer stehenden Länder spann Reuter sein Netz. Eigene Telegraphenlinien und Kabel wurden gelegt. easte echeske ieche ae Vereinigten Staaten bewältigen müssen, und mit Rücksicht darauf haben wir alles Recht, an ein günstiges Ergebnis dieses Lebenskampfes zu glauben. Eine beträchtliche Steigerung der Angriffs= und Verteidigungskraft der Royal Air Force ist in diesen letzten fünf Monaten trotz der intensivsten Operationen möglich gewesen. und wir können mit Zuversicht noch weit günstigere Entwicklungen im Laufe der künftigen Monate erwarten.“(!) Derselbe törichte Zweckoptimismus und die gleiche größenwahnsinnige„Verkennung der wirklichen„Lagg kommt zusammen mit einem typisch englischen Sadismus auch bei einem Leser der„Times“ zum Ausdruck. der in einer Zuschrift vorschlägt, Flugblätter folgenden Inhalts über Berlin abzuwerfen:„Wir haben eure Stadt in unserer Gewalt(!). Wenn wir wollten, könnten wir Bomben auf eure Wohnhäuser, Krankenhäuser und Kirchen werfen und eure Frauen und Kinder unter Maschinengewehrfeuer nehmen. Aber wir sind keine Barbaren.“ Reine Prahlerei Reuters Ein Musterbeispiel unverfrorener Schönfärberei ist kerner ein Bericht eines Sonderberichterstatters von Reuter, der folgende, angesichts der wirklichen Zustände nahezu idyllisch anmutende Schilderung zum besten gibt: „Während meiner heutigen zweistündigen Auto=Rundfahrt durch London an beiden Ufern der Themse stellte ich fest, daß das industrielle und private Leben ebenso aktiv war wie jemals zuvor(). Es ist den deutschen Bombern in der letzten Nacht gelungen, ein wenig mehr(1) dieser ungeheuer ausgedehnten Stadt und ihr Weichbild zu beschädigen, aber es, ist reine Prahlerei zu behaupten, daß in London bereits„beispielloses Chaos“ berrscht. Die Verkehrsverwirrung ist nicht schlimmerals in Vorkriegstagen. Unterwegs setzte ich mich in ein Café. Der Milchmann, der Bäcker und der Fleischer waren alle darunter einen Tanker von 10 00 Elf Britenflugzeuge am Boden zerstört bombardierten Militarantagen und 9,%„L Stmmm Amm. Spulere, Ondoyo gek. Fr Der Milchmann, der Bäcker und der Fleischer gekommen und hatten ihre Waren normal geliefert. Frauen gingen mit Einkaufkörben und Netzen vorbei Die Gegend der Tocks war weit davon entfernt, ihre Lebendigkeit zu verlieren. In der Stadt arbeiteten die Geschäftshäuser und Banken wie gewöhnlich. In den Dutzenden der Londoner Distrikte, die ich durchfuhr. konnte man eine gewisse Menge früherer Schäden und auch neue(abal) feststellen, aber das, was mich am, mei: sten überraschte, war die Tatsache, daß die Londoner sich eifrig mit der Wiederherstellung beschäftigten und sie in ihren normalen Beschäftigungen fortfuhren.“ Wenn dieser von Lügen=Reuter, fahrizierte Erguß schon trot aller gespielten„Harmlougteu, doch gemisse Eingeständnisse enthält, so beweisen die Berichte unvordnb Rom, 17. Oktober. Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag vo:)„ Haaptauartier der Webrmacht gibt bekannt: Der Kommandant des=Bootes, der das im gestrigen Wehrmachtbericht erwähnte feindliche=Boot vom Perseus“=Typ versenkte, ist Korvettenkapitän Bandino Bandini. Bei dem englischen Kreuzer, der, wie bereits im Wehrmachtbericht von gestern mitgeteilt wurde, von einem italienischen Lufttorpedo getroffen worden ist, handelt es sich nach einer Mitteilung der englischen Admiralität um die„Livervool“„Dieser Krenzzf bet 9300 Tonnen Wasserverdrängung und ist mit zwölf schützen von 15.2 Zentimeter, acht Geschützen von 10.2 Zentimeter, sechs Torpedorohren und drei Flugzeugen In Nordafeika Patronillenzusammenstöke, die zu unseren Gunsten verliefen. Unsere Jagdstaffeln sombardierten die keindliche,„ Zlugplä zger teihgglng; Quassaba,„Daba und die„feindlichen Verteidigungsstellungen im Gebiet von Maaten Bagush und Marsa Matruk. Trotz der heftigen Flakabwehr wurden ausgezeichnete Ergebnisse erzielt. Alle unsere Flugzeuge Luftwaffe bombardierte heftig die Stadt Tobruk mit Brisanz= und Brandbomben. Anlagen und 45 Wohnhäuser wurden beschädigt. racken zerstört, keine Opfer. Einige auf Derna abgeworfene Bomben haben weder Opfer noch Schaden verIn Ostafrika hat eine Eingeborenenabteilung einen englischen Posten südöstlich von Daga River Post angegriffen. Der Feind ergriff die Flucht und ließ in der Eile Waffen, Munition und Zugtiere zur tch.. Unsere Fliegerstaffeln bombardierten die Militäranlagen auf der Insel Perim sowie den Flughafen von Ghedarem. neber dem lerzagßgäsesnveiz. Bser: außerdem gon einex, unserer,„Jagdstaffeln einz Hherraschender Tiefangriff durchgeführt bei dem elf Flugzeuge am Boden zerstört, ein Munitionslager in die Luft gesprengt und ein Lastkraftwagen zerstört wurden. Eine weitere Fliegerstaffel hat im Roten Neer zwei große, von einem Kriegsschiff begleitete Frachtsampfer angegriffen, Einer davon waref, P wogz. 6f: troffen. Feindliche Fhozenge, die gaxpf gegelte, die wurden von unseren Bombern zum Kampf, gestellt, die ein Flugzeug vom Blenheim=Tup und wahrscheinlich auch eines vom Glaster=Typ abschießen konnten. Feindliche Flugzeuge bomhardierten Diredaua, Decamere, Tessenei, Cassala und Gondar, wobei es nur in Gondar einen Toten und einige Verwundete gab; leichte Sachschäden. Spätere Angxiffe auf Diredaua und Harrar wurden von unseren Jagbstaffeln verhindert, die die feindlichen Flugzeuge zum Abdrehen zwangen, bevor sie ihre Bomben abwerfen konnten. Reuter=Josaphat, der sich 1871 von irgendeinem käuflichen deutschen Kleinstaat=Souverän den Freiherrntitel hatte verleihen lassen, starb als Paul Julius Baron de Reuter 1899 als„Engländer“. Höchst interessant und merkwürdig ist der Einfluß des Weltkrieges auf das Reuter=Büro. Es stellte sich nämlich heraus, daß die allzu eifrig verbreiteten und allzu plump und unverschämt erfundenen Greuel= und Hetzlügen dem Geschäft abträglich waren! 1915 beging der„junge Baron". Josaphats Sohn Herbert, Selbstmord. In der Erkenntnis, daß ein privates Nachrichtenbüro sich einen derart ungeheuerlichen Lügenfeldzug nicht leisten könne und daß, wenn schon gelogen werden soll. nach den unmittelbaren Richtlinien der Regierung selber mit System und Methode gelogen und gehetzt werden müsse, ließ die englische Regierung durch ein vorgeschobenes Konsortium von Strobmännern das ReuterBüro übernehmen, nachdem die Aktionäre mit weit über einer halben Million Pfund Sterling ausgekauft worden waren. Zur Leitung der nunmehr offiziösen Hetzund Lügenzentrale Reuter wurde Sir Roderick Jones bestimmt, der heute noch— man merkt es!— die Leitung innehat: ein Mann, der kaum je in der Männer des jetzt zusammenbrechenden Empire ist. Hauptschriftleiter des Reuter=Büros ist der ehemalige Gardeoffizier Rickettson=Hatt, der— und hier werden wieder geheime Zusammenhänge sichtbar— im Weltkrieg leitender Offizier des Intelligence Service Gefecht auf 30 Meter Entfernung Die Versenkung des englischen=Bootes durch das italienische=Boot„Toti“ Rom, 17. Oktober. Ueber die Tat des italienischeen=Bootes das ein englisches=Boot der„Perseus“=Klasse versenkte, gibt einer der Sonderberichterstatter der Agenzia Stefani folgende Darstellung: 1. mmmerDie„Toti“ befand sich im mittleren Mittelmeer in aufgetauchter Fahrt, als sie kurz nach Mitternacht das seindsiche=Boot in einem Abstand von weniger als einer Meile sichtete. Das feindliche=Boot hatte einerseits auch die„Toti“ in einer günstigen Position zum Torpedoschuß entdeckt. Aber das italienische=Boot machte eine schleunige Backbordwendung, durch die es mit dem Bug zum Gegner stand. Die beiden Einheiten fuhren nun gegeneinander los und begegneten sich in einer ganz kurzen Entfernung von nur etwa 30 Meter. In diesem Augenblick eröffnete das italienische=Boot das Geschützfeuer, das von den Engländern erwidert wurde. Dem Feuer der italienischen Maschinengewehre folgten die Schreie verletzter englischer Matrosen, die sich auf Deck befanderz..aagt#uns in dr u St. Als sich das englische=Boot etwa in einer Entfernung von nun wieder etwa 200 Meter befand, versuchte es ein schnelles Tauchmanöver. In diesem Augenblick traf das englische=Boot jedoch das Geschoß des italienischen=Bootes, dem kurze Zeit darauf ein wohlgezielter Torpedo folgte. Im gleichen Augenblick sank das englische=Bogt schnell ab. Man sah noch den Bug des englischen=Bootes senkrecht etwa 30 Meter aus dem Wasser emporragen und dann in wenigen Augenblicken zuter der Waserezeffläche, gerschminder. Die „Toti“ kreuzte ,noch kurze Zeit über der Stelle, an der das englische.Boot gesunken, war, setzte dann aber ihre Fahrt fort, da eine Hilfe für irgendeines der englischen Besatzungsmitglieder nicht mehr möglich war. Im Dienste Englands geopfert Nach einer Meldung des Londoner Nachrichtendienstes wird amtlich bekanntgegeben, daß im Laufe des Septembers sieden norwegische Schisse mit einer Gesamtionnage von 31 266 BRT versenkt wurden. Von vier dieser, Schize., fonpze, de Besatzung gerettei werden, von den Abrigen drei Schiffen kamen 17 Mann ums Loden. hast ioden Autcaisfere, Seriste Be,; Kreise,. d4 de. Welt— es gibt deren tausende ständige und zehntausende gelegentliche!— gleichzeitig als Geheimagenten ansetzte. Der Beweis dafür ist kürzlich in Japan durch die bekannte Spionageaffäre des Tokioter Reuter=Vertreters Cox eindeutig erbracht worden. Mitte der zwanziger Jahre wurde die Aktienmehrheit von Reuter Ltd. auf die Preß Association übertragen und damit eine Konzentrierung auf die eigentliche Aufgabe des Reuter=Büros, den Auslandsdienst, durchgeführt. Jedoch unterhält Reuter auch bis in die jüngste Zeit einen ständigen Wirtschafts= und Börsendienst, der über zwei eigene Rundfunkstationen verfigt. Die Reuter=Zentrale in London umfaßt allein einen Stab von mehr als 500 Personen. Schicksal nicht mehr aufgehalten werden! Im teil, durch die Maßlosigkeit seiner Lügen und Greuelhetze und durch die Präzision, mit der die deutsche Propaganda immer und immer wieder die Reuter=Lügen zu entlarven und festzunageln pflegt— Lügen haben wirklich kurze Beine bekommen!—, trägt die alte jüdische und nun anglisierte Lügenzentrale nur zum endgültigen englischen Niedergang bei, indem es die letzten Reste von morglischem Kredit und Glaubwürdigkeit, die England bei einigen besonders vertrauensseligen oder gleicherweise verblendeten Völkern noch hat, systematisch zerstört! Eine neue Welt ist im Entstehen begriffen, die das britische jüdisch=kapitalistische System längst durchschaut, enthüllt und damit wirkungslos gemacht hat. Bald wird auch die britische Lügen= und Hetzzentrale Reuter keinen Schaden mehr anrichten können. Zurückbleiben wird ein würdeloses Gleichnis: ein aus Deutschland geflüchteter kleiner jüdischer Betrüger begründete den englischen Nachrichtendienst. der ein wesentliches Instrument der britischen Politik wurde, zu seinem Teil die inneren Zusammenhänge, zwischen dem jüdischen und dem entarteten britischen Geist bestätigend. Getreu dem Vermächtnis des kleinen jüdischen Gauners, der ein großer englischer Gauner wurde, wurde die Lügenzentrale fortgeführt, bis das plutokratische jüdisch=englische Weltsystem vernichtet wird, und mit ihm alle seine Methoden und Einrichtungen, zu denen wesentlich auch das Reuter=Büro gehört, fortgefegt sein werden! K. M. * 1— liegen die Beobachter in ihren Ständen. Fieberhaft blättern sie in ihren Karten, rechnen Kurse aus und geben sie an die Flugzeugführer weiter. Nun kann das Spiel beginnen. Ein ellenlanger Güterzug kommt ihnen entgegen. Sie fliegen so tief, daß der Rauch der Lokomotive für kurze Zeit den Ausblick aus der Kanzel behindert. Denen vorn zuckt es in allen Fingern, wenigstens eine Bombe auszulösen. Aber sie bewahren ihr nüchternes Denken. Noch höchstens zehn Kilometer. Bis jetzt sind sie unbehelligt geblieben, die Maschinen. Ein einziges Mal nur hat unten irgendein wildgewordener Heckenschütze versucht, mit einer Schrotflinte oder einem alten Jagdgewehr die deutschen Kampfflugzeuge zu„töten". Armselige Witzblattfigur! Neue britische piratentat Englische Zerstörer schießen auf Schiffbrüchige dnb Berlin, 17. Oktober. Vor der norwegischen Küste haben englische Zerstörer ein kleines Hilfsfahrzeug der Kriegsmarine mit überlegenen Kräften angegriffen. Das deutsche Schiff ist nach tapferer Gegenwehr mit wehender Fahne untergegangen. Die englischen Zerstörer haben mit Artillerie und mit Maschinengewehren auf die im Wasser schwimmende Besatzung weitergeschossen. Sie haben damit einen neuen Beweis für ihre verbrecherische Kriegführung gegen Schiffbrüchige geliefert. Diese britische Methode ist nun schon so oft angewendet worden, daß in ihr System liegen muß. Daß die eingetretenen Verluste nur gering waren, ist lediglich darauf zurückzuführen, daß die britischen Zerstörer sich nach ihrer Heldentat schleunigst zurückzogen. Die Ueberlebenden konnten von den deutschen Fahrzeugen gerettet werden. Sechs gut liegende Salven vertrieben die Engländer Berlin, 17. Oktober. Durch gut liegendes Feuer unserer Marine=Artillerie wurde, wie im OKW.=Bericht vom 16. Oktober gemeldet, an der Kanalküste ein nächtlicher Angriffsversuch zurückgeschlagen.#l. Eir kinen gex eekahren u n Es war, wie wir hierzu noch erfahren, eine mondhelle Nacht, als der Ausguckposten einer Küstenbatterie plötzlich auf See Mündungsfeuer erkannte und Alarm gab. Die Batterie eröffnete sofort das Feuer und es genügten sechs gutliegende Salven, um den Feind in kürzester Zeit zum Abdrehen zu zwingen. Nur wenige Schuß hatte der Feind abgeben können, die dem Hafen von Dünkirchen gelten sollten. Es zeigte sich, wie schlecht der Engländer von See aus auf Landziele schießt. Obwohl es Nacht war, hatte sich der Feind der Küste nicht auf kurze Entfernung genähert, sondern das Feuer schon eröffnet, als er sich noch weit draußen auf See befand. Ohne jede Möglichkeit, Einschläge beobachten zu können, schoß er planlos gegen ein von ihm aus nicht erkennbares Landziel. Es war dieselbe Methode, mit der die britischen Flieger bei ihren nächtlichen Einflügen aus großer Höhe operieren. So wurde militärischer Schaden nicht berursacht, dagegen in einem Nachbardorf ein Wohnhaus durch Volltreffer zerstört, wobei ein belgischer Zivilist schwere Verletzungen erlitt. Serrano Suner Außenminister spanische Kabinett umgebildet Madrid, 17. Oktober. Der spanische Staatsanzeiger veröffentlicht ein Dekret, wonach der bisherige Außenminister Oberst Beigbeder aus der Regierung ausscheidet und der bisherige Innenminister Serrano Suner zum Außenminister ernannt wird. Der bisherige Unterstaatssekretär des Innenministeriums, Lorente, wird mit der Führung aller Geschäfte des Innenministeriums beauftragt und direkt dem Regierungschef unterstellt. Ferner scheidet der bisherige Industrie= und Handelsminister Alarcon de la Lastra aus der Regierung. Der Gauleiter der Falange von Katalonien und Mitglied des Politischen Ausschusses, Demetrio Carceller, der Serrano Suner auf seiner Deutschlandreise begleitete, ist zum neuen Minister für Handel und Industrie bestellt worden. * Der Augenblick, in dem der Caudillo den bisherigen spanischen Innenminister Serrano Suner mit der Führung der Außenpolitik betraut, gibt dem Vorgang eine besondere Bedeutung. Nach der 14tägigen Reise Suners durch Deutschland und Italien Bug, Fiße in Dakar überlistet, ebenso wie in Suners Betrauung für uns keine Ueberraschung, dürftes niens Oel für Deutschland ist ein ar aber gerade in England mit gemischten Gefühlen entgegengenommen werden, da England mit der Entsendung Sir Samuel Hoares als Botschafter nach Spanien verzweifelte Versuche unternommen hat, um mit Quertreibereien und Versprechungen Spanien seinen natürlichen Freunden, den Achsenmächten, zu entfremden. Für uns bleibt die Umbildung des spanischen Kabinetts und die Ernennung Suners zum Außenminister nur die erneute Bestätigung, daß Spanien als lebendiges Glied am großen europäischen Neuordnungsprozeß teilnimmt und die schon bestehende, auf den spanischen Schlachtfeldern gegründete Freundschaft mit den Achsenmächten noch enger schließt. Suner gehört zu den vertrautesten Männern des Caudillo. Die Einblicke, die Suner mit seinen Aussprachen in Berlin und Rom in die Ziele und in die Dynamik der Achsenpolitik gewonnen hat, haben in seiner Betrauung ihren Niederschlag gefunden. Unmißverständlich gibt das national geeinte Spanien seinen Willen kund, die Lebensrechte als Mittelmeermacht zu verteidigen und seine unverjährbaren territorialen Ansprüche einzufordern. In der augenblicklichen Phase des Krieges gegen England liegt die Bedeutung der spanischen Kabinettsumbildung auf der Hand. Das deutsche Volk und ebenso unsere italienischen Achsenfreunde begrüßen den neuen spanischen Außenminister mit herzlichster Sympathie. 36 holländische Zivilisten getötet Wilhelmina und der Biesterfelder lieferten das Geld für die englischen Bomber Berlin, 17. Oktober. Wie bereits im OKW.=Bericht gemeldet, hat die britische Luftwaffe in der Nacht vom 14. auf den 15. Oktober wiederum nichtmilitärische Ziele ihres früheren französischen Bundesgenossen angegriffen. So wurden in Le Havre eine Kirche und mehrere Wohngebäude zerstört. Die Zivilbevölkerung hatte drei Tote und vier Verletzte zu beklagen. Auch Holland hatte unter den Bombenangriffen der britischen Flieger zu leiden. Bei den Bombenüberfällen, die sich in der Woche vom 28. September bis 5. Oktober hauptsächlich gegen die Stadt Haarlem richteten, sind insgesamt 36 niederländische Zivilpersonen 72 verletzt worden, danon 26 schwer. I.* 7 im Vorbeifahren gibt dieser seinen Männern den BeDie Hunge Antage eineirberner Faller lange Munitionskotonne schließen sich vier Batterien, Kaliber 15 Zentimeter und 7,5 Zentimeter. Eine Kette steckte im Tiefflug ein Truppenlager in Südengland in Brano Von Kriegsberichter Emil Weihmüller dnb(PK.)„. Andere Kampfflieger=Einheiten griffen ein Truppenlager in Südengland aus niedrigster Höhe an. Die hier in den Baracken und Unterkünften hervorgerufenen Brände waren auf dem Rückflug„noch bis zur Mitte des Kanals zu beobachten...“ (Aus dem OKW.=Bericht vom 15. 10. 40.) Sechs Augenpaare bohren sich in das hereinbrechende Zwielicht der Dämmerung. Deutsche Bomber rasen im lentempo im Tiefflug über die englische Erde hinweg und suchen ihr Ziel. Unten stehen die Menschen auf Straßen und Wegen und starren entgeistert nach oben.„German?" Jawohl, ihr großbritannischen Spießer, German! Und in wenigen Minuten sollt ihr ein blaues Wunder erleben, garantiert„Made in Germany". Keine Bange, ihr Bürger Seiner Majestät, wir tun euch nichts, sinnlos ist euer Hasten nach dem rettenden Graben, sinnlos, daß ihr euch flach auf die Ein dicker Gürtel von Flakstellungen ist rings um das Truppenlager gelegt, und aus diesem Gürtel leichter und mittlerer Flak schlägt der Kette mit einem Male ein Abwehrfeuer entgegen, das keinen Wunsch offenläßt. Von allen Seiten kommen sie herangepirscht, die weißen und rötlichen Leuchtspurgeschosse. Bei aller Feindschaft: sie schießen ausgezeichnet, die alten Obergefreiten der britischen Flakartillerie. Na, wir geben ihnen ja auch seit Monaten Gelegenheit um Gelegenheit ihre Treffsicherheit zu erproben. Fla=MGs. mischen sich ein und auch die Besatzungen unserer Maschinen schießen zurück. Die reinste Hölle. 500 Meter noch, vorn wird schon eifrig an den Knöpfen gedreht. 600 Meter lang und 400 Meter breit ist die Anlage. Rechts und links ziehen sich die Unterkünfte hin, in der Mitte liegt ein großer Truppenübungsplatz mit einzelnen Bauten, 100 Meter noch. Im nächsten Augenblick beginnen die Maschinen sich ihrer Last zu entledigen. In wundervoll gleichmäßigen Abständen fallen die Bomben in die Dächer. Jetzt ist schmutzige Straße werft und alle viere von euch streckt, schinen stiegen Hicht über den Dächern. ae rann mit Was wir suchen und was wir zerstören werden, wird##nen mete### uver ven Dächern. Da, kann euch eure geistig so hochstehende Regierung noch recht= dem besten Wiuen nichts danebengehen. Die erstei zeitig genug verschweigen.— Vomben haben gezündet. In der, Hestzese zähngesu geun z ch 9w=:nd schon ganz lustig, een anderen Steulen zumn zunächst weaschinen brausen nebeneinander her, von tauseno noch schüchtern die Flammen hoch. Man stehr auf dem Gefahren umdroht. Jeder Baum, jeder Strauch, jedes Kasernenhof Gestalten in alle Richtungen laufen. Eine Haus und jeder Mast kann zum Verderben werden. Die Bombe muß einen Treibstoffbehälter oder etwas Aehnausgesuchtesten Flugzeugführer sitzen am Knüppel. Da liches getroffen haben; denn am Ostrande schlägt plötzgibt es kein Ueberlegen, für jeden Handgriff stehen lich eine haushohe Stichflamme gen Himmel und gleich nur Bruchteile von Sekunden zur Verfügung. Daneben darauf zeigt sich eine riesige kerzengrade schwarze Rauchsäule. Das Flakfeuer wird noch wilder. Aber nun ist es zu spät. Das Vernichtungswerk ist vorüber, bald wird die ganze Anlage eine lodernde Fackel sein. Da nützt das beste Flakfeuer nichts mehr. Und lanasam beginnt auch die Dunkelheit hereinzubrechen. In ihrem Schutze machen sich die Maschinen auf den Rückmarsch. Daß der Erfolg hundertprozentig war, dafür bürgt der glutrote Feuerschein, der noch bis zur Mitte des Kanals deutlich zu sehen war. Und das Ganze war ein Werk der vierten Staffel unseres Geschwaders. Wir nennen sie=Kette, weil die Anfangsbuchstaben der drei Kommandanten die gleichen sind: Staffelkapitän., Oberleutnant H. und Leutnant H. „Was Wiro Witler zehr kun? 46 Eingeständnisse der Ratlosigkeit— Naive Wünsche englischer Zeitungen Genf, 17. Oktober. Trotz aller Bemühungen Churchills, außer den militärischen auch die politischen Niederlagen zu verschleiern und zu verschweigen, bleibt die Wahrheit über die peinliche Lage Englands der britischen Oeffentlichkeit nicht verborgen. So wird in offenen Briefen an die „Daily Mail“ neven heftiger Klage über Verzögerungen beim Post= und Telegrammverkehr, über Wucherpreise der Hausbesitzer und Kaufleute in den Flüchtlingsgebieten auch bittere Kritik an der Außenpolitik Englands laut. „Es scheint“, so heißt es in einem dieser Briefe, „daß unser Auswärtiges Amt in Rumänien wieder einmal ins Hintertreffen gekommen ist. Was wäre das für eine große Sache, wenn wir einmal die ersten wären, anstatt immer von jedem Ereignis überrascht zu sein!" Ein anderer Schreiber meint verbittert:„Man hat uns in Dakar überlistet, ebenso„wie in Rumänien. Rumäniens Oel für Deutschland ist ein großer diplomatischer Sieg der Achse." In der allgemeinen Ratlosigkeit erhofft man eine Besserung aus einem Personalwechsel in der Außenpolitik und erhebt darum offen die Forderung nach einem Rücktritt des Außenministers Lord Halifax. Völlige Ratlosigkeit und ein jämmerliches Eingeständnis der Ohnmacht klingt auch aus einem Leitartikel des„Daily Herald“. Hier heißt es: Seit der Krieg begonnen hat, und schon Jahre vorher, war unsere Frage immer:„Was wird Hitler jetzt tun?“ Hitler entschied über die Zukunft Spaniens, beseszte Prag, erreichte unter unserer Nase einen Pakt mit Rußland, Hitler kam uns in Norwegen, Dänemark, Holland und Belgien zuvor, er legte Frankreich an die Kette, er ging nach Rumänien, und nun fragen wir uns:„Was wird Hitler jetzt tun? Wo wird sein Schlag zu fühlen sein? In welcher Richtung wird er geführt?" Bequeme Leute sagen, wo immer er auch hingeht, sind wir bereit, ihn zu empfangen. Ein schwacher Trost. Optimisten prophezeiten, er würde sofort zusammenbrechen, wenn die Invasion Englands nicht im September gelingt. Es scheint nicht, als ob sie recht hätten. Was für Hitler gilt, gilt auch für Mussolini. Er drang in Somaliland ein und besetzte es, und nicht wir getötet, und 72 berseht wolben egvon Durch die Angriffe, die sich wie überall auf nichtmilitärische Ziele richteten, wurden 25 Häuser zerstört und 156 Wohngebäude mehr oder weniger schier beschädigt. Außerdem fielen zehn infer. Op Stück Vieg ven Bomben zum Die Holländer werden dafür nicht nur der gewesenen tigin Wilhelming die arst kürzlich der RAF. ein König Wildelmitm, die erst. kurztich der große Si Withelmina, die erst, kurglah der Kaß. eine zumme für die Anschaffung von Bombern übergab, sondern auch dem Schwiegersohn Bernhard Biesterfeld Dank wissen, da nun auch dieser der englischen Luftwaffe ein„hochherziges Geldgeschenk“— von Geldern, die ihm nicht gehören— für die Herstellung von 60 Jagd= und 13 Bombenflugzeugen gemacht hat. Wirtschaftliches Sofortprogramm in Rumänien Bukarest, 17. Oktober. Der rumänische Ministerrat faßte wichtige Beschlüsse, mit denen den gegenwärtigen wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes entgegengewirkt werden soll. Die erlassenen Bestimmungen, die vom Staatsführer General Antonescu maßgebend beeinflußt wurden, sehen ein wirtschaftliches Sofortprogramm sowie eine Reihe von Maßnahmen vor, die im Laufe der nächsten Zeit etappenweise verwirklicht werden sollen. Zur Erfüllung dieser wirtschaftlichen Programme sei vor allem eine Bestandsaufnahme erforderlich, heißt es in der amtlichen Verlautbarung, damit die Staatsführung einen genauen Ueberblick über die in der Landwirtschaft und in der Industrie vorhandenen Vorräte bekomme. Der Steuerdruck soll vermindert, das Steuerwesen vereinfacht werden. Empfang des deutschen Gesandten in Bukarest Der deutsche Gesandte in Bukarest und Frau Fabrieius gaden zu Ehren der deutschen Wehrmachtmission am Dienstagabend ein Essen, an dem General Antonescu, der stellvertretende Ministerpräsident und Kommandant der legionären Bewegung,, Horia Sima, Außenminister Sturdza und der Unterstaatssekretär im Kriegsministerium teilnahmen. Deutscherseits waren die höheren Offtziere der Wehrmachtmisston mit General der Kavallerie Hansen und Generalleutnant Speidel an der Spitze eingeladen. fielen in Abessinien ein. Er steht in Aegypten und nicht wir in Libyen, kurz, die Initiative während des Krieges hatte und hat der Feind. Wir wollen, so meint der Leitartikler naiv, daß man in Deutschland, Italien und in der Welt fragt:„Was wird England jetzt tun?" Die Wirkung einer erfolgreichen britischen Offensive wäre wunderbar. An dem Willen Englands nach größerer Initiative wird niemand zweifeln. Auch Rydz=Smigly und Reynaud wollten in Berlin einmarschieren. Harten Tatsachen gegenüber nützen aber alle Wünsche nichts. Auch England wird bis auf den Grund die Suppe auslöffeln mussen, die es sich selbst eingebrockt hat. Die Londoner„News Chronicle" ist mit Churchill ernstlich böse, und zwar wegen der recht pessimistischen Erklärungen, die der alte Kriegsverbrecher dieser Tage im Unterhaus über die Lage im allgemeinen und die Frage der Kriegsziele im besonderen abgegeben hat. Das Blatt schreibt vorwurfsvoll:„Wir hören mit Bedauern, daß Mr. Churchill die Zeit noch nicht für gekommen hält, um die offiziellen Erklärungen, die bereits über unsere Kriegsziele abgegeben worden sind, zu erweitern. Wir kämpfen, so sagte er, um mit dem Leben davonzukommen. Aber diejenigen, die die unverzügliche Erweiterung unserer Kriegsziele fordern, machen geltend, daß unsere Fähigkeit, den Krieg zu gewinnen und mit dem Leben davonzukommen, erhöht wird, wenn wir es dahin bringen, daß die freien und die unterworfenen Völker der Welt an die neue Ordnung der Freiheit glauben, die wir aufzubauen hoffen(). Kriegsziele könnten eine starke Kriegswaffe sein. Wir sind überrascht, daß der Premierminister nicht erkennt, welchen Wert für unsere Sache die Parole Ein Frieden der Freiheit und Gerechtigkeit unter den Völkern" haben würde." Das alte Londoner Hetzblatt hat ausnahmsweise recht. Kriegsziele sind eine starke Waffe, allerdings nur, wenn sie—— wie im Falle der Forderung Deutschlands nach Lebensraum— sittlich begründet sind und von dem einmütigen Willen des gesamten Volkes getragen werden. Auf die hohlen britischen Phrasen von einem„Frieden der Freiheit und Gerechtigkeit" fällt nachgerade niemand mehr herein. Alles auf eins Kurte gesehl Wie Feldwebel Reinefarth das Ritterkreuz erwarb— Einer gegen vier Batterien und zwei Bataillone— Ferner große Munitionskolonne erbeutet Von Kriegsberichter Dr. Leixner (PK.) Seit 5 Uhr morgens ruhen die Waffen gegen Belgien. Seine Armee hat kapituliert. Es kommt für uns alles darauf an, die belgische Nordseetüste so rasch wie nur möglich, zu gewinnen. Wir fahren hinein in das Chaos einer sich auflösenden Armee— teilweise stoßen wir auf belgische Truppenteile, die noch vollbewaffnet sind und noch gar nicht wissen, was los ist. Aber der Krieg ist aus für Belgien... Die französischen und englische Truppenverbände auf belgischem Boden haben sich ausdrücklich von der Kapitulation ausgenommen. Sie sollen also den Kampf haben, den sie wünschen. Ran! Entlang den belgischen Marschkolonnen brausen die Vorausabteilungen der Küste zu. Gegen Mittag rückt das II. Bataillon in Pervyse ein. Ihm ist ein Pakzug der 14. Kompanie unter der Führung des Feldwebels Reinefarth unterstellt. Er hat zunächst einen Sicherungsauftrag: Mit drei Pak=Geschützen und einem MG. die Süd= und Westausgänge von Pervyse zu sichern. Dann aber gilt es die feindlichen Batterien zu erkunden, die aus südlicher Richtung auf Nieuport feuern und dadurch unsern Angriff von der Flanke her bedrohen. Ein Offizier des II. Bataillons ruft Reinefarth zu, daß sich eine französische Kolonne westlich von Pervyse auf dem Rückmarsch befinde. Man müsse ihr den Weg verlegen. Mit seinem Kübelwagen und zwei Mann Begleitung, den Fahrer eingerechnet, braust Feldwebel Reinefarth die Straße Richtung Furnes hinab. Während der Fahrt erkennt er durch das Glas die auf das Dorf Avecapella zu marschierende Kolonne als bespannte Artillerie— es müssen Franzosen sein. Er biegt links ein, hält auf das Dorf Avecapelle zu und erwartet jeden Augenblick das Eintreffen der feindlichen Marschkolonne. Da— da ist sie auch schon. Voraus ein Oberst mit seinem Stab, zu Pferd. Er starrt die paar deutschen Soldaten an, entsetzt, sprachlos. Diesen Empfang hat er in Avecapelle nicht erwartet. Die Marschkolonne hält an. Die Franzosen bringen ein MG. in Stellung. Die Sache wird kritisch. Jetzt heißt es, die Nerven behalten und eiskalt denken. Jede übereilte Geste kann den Tod der paar Männer bedeuten. Sie stehen einer hundertfachen Uebermacht gegenüber. Die einzige Chance, die der Feldwebel hat, ist die, das Moment der Ueberraschung auszunutzen. Reinefarth— es liegt in dem Namen beiläufig das, was der Namensträger jetzt vollbringt: er fährt rein in den Feind, mitten hinein und nimmt ihm durch die Kühnheit dieses Wagnisses die Besinnung. Der französische Oberst stutzt und muß denken: Wenn die so auftreten— da muß doch allerhand dahinterstehen. Aber es steht nicht mehr dahinter als drei PakGeschütze. Dicht vor dem Obersten hält Reinefarth mit vorgehaltener Pistole:„Uebergabe, Herr Oberst!" Der Oberst weigert sich. Er radebrecht mit mühsamem Deutsch daher, daß die Franzosen doch bei weitem überlegen seien. Er könnte den Feldwebel gefangennehmen, er könnte ihn jetzt niederschießen, und die Affäre wäre erledigt; das französische MG. brauche nur eine Garbe hinauszustreuen und die Kolonne könnte weiter. Der Oberst spricht, aber er handelt nicht. Der eine deutsche Feldwebel beherrscht das Feld. Es ist der äußerste Wagemut, es ist ein verwegenes Spiel der Sekunden, der richtigen Worte und der überlegen tuenden Gebärden. Wer jetzt die Nerven behält, hat gewonnen. Noch ist das Spiel nicht entschieden. Die Offiziere des Stabes kommen heran. Nichts es sei denn die Pistole des einen deutschen Feldwebels— könnte sie hindern, ihn gefangenzunehmen. Aber sie stehen wie gelähmt um ihren Oberst. Der steigt vom Pferde. Der Feldwebel scheint gewonnen zu haben. Reinefarth tritt auf den Obersten zu und deutet auf dessen Pistolentasche:„Her mit der Pistole!" Aber der Oberst versteht kein Deutsch. Feldwebel Reinefarth, der sich darüber klar ist, va banque zu spielen, bleibt die Ruhe selbst. Er tut, als käme es gar nicht so darauf an. Schließlich nimmt einer der Stabsoffiziere die Pistole aus der Tasche, feuert sie ab und schmeißt sie in den Graben. Der Anfang ist gemacht. Das Beispiel zieht, es zieht unheimlich. Die Mannschaft, die das sieht, tut dasselbe. Aber noch immer steht die Entscheidung auf des Messers Schneide. Die Franzosen hinten, die es knallen hören, meinen, es sei ein Gefecht im Gange. Reinefarth siegt wieder durch seine sichere Ruhe. Wie aber soll er diese Massen, selbst wenn sie alle die Waffen wegwerfen, abtransportieren? Wenn die anderen den Trick durchschauen, daß nur ein einzelner Feldwebel ihnen gegenüberstebt, dann ist das Spiel verloren. Reinefarth schickt seinen Fahrer zurück, damit er die beiden anderen Pakgeschütze und Radfahreinheiten heranhole. Ganz allein steht er nun der langen Kolonne gegenüber. Gottlob, da kommen endlich die Pakgeschütze heran! Spannende Minuten, die sich ewig dehnen, gottlob! Das war der Trumpf— im letzten Augenblick dieses Hasardspiels um Kopf und Kragen. Die Franzosen denken: das ist nur der Anfang— da kommt noch allerhand nach. Der Oberst setzt sich vorn in Reinefarths Wagen zum Fahrer hin, und ab geht die Fahrt. Noch immer hat er seine Pistole. So rollt der Feldwebel mit dem gefangenen Obersten entlang der Feindkolonne, und Reinefarth fährt wie ein General an den Kolonnen seiner Gefangenen entlang zurück zum Bataillon, und wie, um dem Erlebnis noch einen Schlußpunkt zu geben, folgen hinter der feindlichen Artillerie auch noch zwei französische Infanterie=Bataillone, die nach dem Beispiel des Obersten gleichfalls die Waffen strecken. M*•"" ssientareich Als Reinefarth am Abend dieses ereignisreichen Tages die Geschehnisse überdachte: eine zwei Kilometer lange Munitionskolonne und vier Batterien erbeutet, zwei Bataillone gefangengenommen, er selbst in mehreren Augenblicken ganz auf sich selbst gestellt, auf des Messers Schneide balancierend— da wurde es dem Rechtsanwalt aus Kottbus, Feldwebel Reinefarth, doch etwas eigen zumute: Es hatte auch anders ausgehen können, dieses Spiel mit dem höchsten Einsatz. Als Sechzehnjähriger bereits Teilnehmer des KappPutsches, später bei der Artillerie der„schwarzen Reichswehr“— und jetzt Träger des Ritterkreuzes im großdeutschen Volksheere— das ist Reinefarth. Die richtige Berufswahl Berufsaufklärung der vor der Schulentlassung stehenden Jugend— Ein Tagesbefehl des Reichsjugendführers anb Berlin, 17. Oktober. Reichsjugendführer Axmann hat zu Beginn der von der Reichsjugendführung, dem Reichsarbeitsministerium und der DAF. gemeinsam durchgeführten Berufsaufklärung der vor der Schulentlassung stehenden deutschen Jugend den nachfolgenden Tagesbefehl erlassen: „Es ist ein Zeichen für die Kraft und Stärke des Reiches, daß auf allen Gebieten des Lebens die Arbeit so weitergeführt wird, als gäbe es gar keinen Krieg. Das gilt auch insbesondere für die berufliche Ertüchtigung der deutschen Jugend. Der Berufseinsatz der Jugend muß im Hinblick auf die gewaltigen Aufgaben, die nach dem Kriege zu erfüllen sind, so gestaltet werden, daß die natürlichen Anlagen zur höchsten Entfaltung kommen. Damit erhält die richtige Berufswahl der Schulentlassenen nicht nur für sie persönlich, sondern auch für die Leistungsfähigkeit unseres Volkes eine überragende Bedeutung. Ich mache es den HJ.=Führern und den BDM.= Führerinnen zur Pflicht, im Zusammenwirken mit den Eltern und den beteiligten Dienststellen ihren erzieherischen Einfluß so anzusetzen, daß jeder Junge und jedes Mädel gewissenhaft und verantwortungsvoll die Frage der Berufswahl prüft. Dabei ist vor allem unter Berücksichtigung vorhandener Begabung die Werbung für die Berufswahl so zu lenken, daß der Nachwuchs für die staatspolitisch wichtigen Mangelberufe gesichert ist. Der Heimabend ist mit in den Dienst dieser Aufgabe zu stellen. Durch diese Maßnahme der Berufsaufklärung leistet jeder einen wesentlichen Beitrag zur Freiheit der Nation.“ * Seit dem Beginn des Nachwuchsmangels, unter dem die Wirtschaft infolge der bis 1933 rückläufigen Geburtenentwicklung leidet, ist die Aktion zur berufskundlichen Aufklärung der vor der Schulentlassung stehenden Jugend zu einer ständigen Gemeinschaftsarbeit von Partei und Staat geworden. Die Hitler=Jugend stellt alle verfügbaren Erziehungsmittel in den Dienst dieser Aufgabe. Ziel der Aktion ist die Ablenkung der Jugend von den unerwünschten Modeberufen und ihre Hinführung zu den staatspolitisch wichtigen Mangelberufen. Zu diesen gehören in erster Linie die Lehrberufe der Landwirtschaft, der Bergbau die Bauberufe Maurer und Zimmermann, die sozialen und pflegerischen Berufe für Mädel, die kaufmännischen Berufe des Groß= und Einzelhandels sowie vor allem auch auf pädagogischem Gebiet der Volksschullehrer und Volksschullehrerinnen. Diese Berufe bieten allen Begabungen bessere Aussichten und eine vorzügliche Ausbildung; sie stehen auch in vorderster Linie der nach dem Krieg einsetzenden großen Arbeitsprogramme des Reiches. Durch die Tatsache, daß sich Jugendorganisation und Arbeitseinsatzverwaltung in den Dienst einer umfassenden berufskundlichen Aufklärung stellen, wird unterstrichen, daß der Staat trotz des Ueberangebotes an Ausbildungsstellen gegenüber der Zahl der Schulentlassenen von einem Zwang in der Lenkung absehen wird. Die Berufswahl der Jugend untersteht nach wie vor der Verantwortung der Eltern. Im Rahmen eines allgemeinen Verteilungsplanes bleibt die Freiwilligkeit des Berufseinsatzes aufrechterhalten. Mit Rücksicht auf die Nachwuchsverknappung wird im deutschen Arbeitshaushalt durch Qualität ersetzt werden müssen, was an der Zahl fehlt. Im Rahmen des Zustimmungsverfahrens der Arbeitsämter werden daher nur diejenigen Betriebe mit einer ausreichenden Zuweisung von Berufsanwärtern rechnen können, die einwandfreie Ausbildungsstellen angeben. Londoner Defaitistenprozeß Deutsche Luftwaffe als Entlastungszeuge Madrid, 17. Oktober. Neben den Kriegsverweigerungsprozessen, von denen seit Kriegsbeginn schon rUnd 40000 in England durchgeführt wurden, stehen jetzt die Defaitistenprozesse bevorzugt auf der Tagesordnung englischer Gerichte. Wer Zweifel am britischen Sieg äußert, kommt vor den Kadi. Bei einem dieser Prozesse griff die deutsche Luftwaffe persönlich zugunsten des Angeklagten in die Verhandlung ein. Der Richter las gerade die Anklageschrift vor. Es war um die Mittagszeit, die Sonne stand am Himmel und kein Wölkchen trübte die Sicht. Die Anklage warf dem Manne vor, er habe behauptet, die RAF. sei nicht einmal mehr in der Lage, deutsche Tagesangriffe, selbst bei hellstem Sonnenschein, auf London zu verhindern. Luftraum über aber er hörte nämlich das Heulen der Warnsirenen und das Herannahen deutscher Flieger. Dem Richter blieb nichts anderes übrig, als die Anklageschrift unter den Arm und den Missetäter an der Hand zu nehmen, um hinunter zu wandern in den liefen Keller des Polizeigerichts in der Bow=Street und den deutschen Fliegern über London die Beurteilung der Schwere des Vergehens zu überlassen. Ob der Luftangriff während der Gerichtsverhandlung dem Defaitisten mildernde Umstände eingebracht hat, verschweigen die englischen Blätter schamhaft in ihren Berichten. Verlag und Druck: Laupenmühlen& D Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs(im Felde), Stellvertretender Hauptschriftleiter: Dr. Josef Schwermann Selbstverständlich ohne Mundstück*) ATIKAN S Mit Recht legt ein Kenner Wert darauf, das edelsten Tabaken eigene Aroma in jeder Weise unbeeinträchtigt auskosten zu können. Atikah war von jeher Vorbild der mundstücklosen Cigarette. Seite 3 Nr. 247] Bochumer Anzeiger Bochumer Nachrichten Wehrmachtbericht in der Schule Es gibt vieles im menschlichen Leben, von dem sich unsere Schulweisheit nichts träumen läßt. So hat man wenigstens gesprochen, als wir noch vor zeyn, zwanzig oder dreißig Jahren die Schulbank drückten. Aber auch dieser Satz hat an sich die Umwertung aller Werte exfahren mussen. Denn die Schulweisheit, die früher so abfällig beurteilt wurde, ist heute zu größeren Ehren gekommen. Es gibt eben heute Begriffe im Schulleben, die sich nicht mehr umbiegen lassen. Und zu diesen Be* Pan mag sie früher etwas stiefmütterlich behandelt haben. Das lag vielleicht an den Umständen. Denn man hatte verlernt, in großen Räumen zu denken. Wenn wir zu unserer Zeit den Schulatlas aufschlugen, schaute uns nur die Heimat, das deutsche Vaterland an. Wir kannten uns in allen aus, lernten, daß die Zugspitze der höchste Berg Deutschlands war, daß Deutschland das Herzstück Europas genannt wurde und als solches sich auch im Ablauf seiner Geschichte bewährt hatte. Aber uns fehlte der Mut, diese Erkenntnis weiter zu untermauern, sie zu einem gewichtigen Stuck unserer politischen Weltanschauung Uns überkommt so etwas wie eine kleine Beschämung, wenn wir die Buben und Mädchen von heute sehn, die sich mit einer Begeisterung ohnegleichen, deren sie nur fähig sind, in die Materie der Erdkunde vertiefen. Fur sie ist Deutschland zu einergg# in die Welt geworden, durch das ihre beflugente Phanhinaustritt in alle Reiche und Erde. Der Wehrmachtbericht hat für sie alle erdkundlichen Geheimnisse entsiegelt. Sie kennen Polen, sie kennen Norwegen. Mit glühenden Wangen haben sie den Vormarsch der deutschen Heere nach Holland, Belgien und verfolgt. Ihre brennenden auger, schauen die# karte an, auf der sich ihnen das Inselreich der Briten zeigt. Ihr Zeigefinger streicht über die Enge des Kanals, geht den vielen Einbuchtungen nach, um aus dem Wirrwarr der Linien, Kanäle und Wasserstraßen die Namen der im Heeresbericht aufgeführten kriegswichtigen Ziele ausfindig zu machen. Glasgow ist ihnen so geläufig wie Manchester, Livervool, Portsmouth oder Calais und Dünkirchen. Im Mittelpunkt ihres Interesses steht natürlich Lonvon. Von hier aus werden die Fäden zu den Räumen des britischen Empire geknüpft, zu Indien, zu Aegypten Hameraden haben von ihrem Taschengeld eine eigene Landkarte erschwungen. Je größer sie ist, um so größer ist auch die Freude. Bäuchlings liegen sie jetzt auf dem Boden, um die bunten Fähnchen aufzustecken. Es ist ein Wetteifer um die günstigsten Positionen. Für die Gedankenwelt der Schulbuben hat die. Landkarte immer einen eigenen Zauber, von dem wir Erwachsenen sogar nicht loskommen.. e Aus ihren Gesprächen klingt der Stolz herauf, in einer solch großen und ereignisreichen, Zeit zu leben. Sollen wir uns kleinlicher zeigen? Unsere Erinnerungen gehen in unsere Jugend zurück. Da war der Wertkrieg. Da war auch dieselbe Zegeisterung, unteguns Schulkameraden. Auch wir haben mit heißen##### über der Landkarte gesessen, sind mit unserem Leyrer den Spuren unserer Soldaten in Feindesland nachgegangen. Nur war es damals etwas ganz anderes. Als der Krieg vorbei war, da war es auch mit der Liebe zur Landkarte vorbei. Sie wanderte in den Müll oder kam auf den Papierhaufen. Nur hier und da dachte einre so weit, sie als Jugend= und Schulerinnerung für spätere Zeiten aufzubewahren. Wer so gehandelt, hat sich einen Schatz in seine jetzigen Tage herübergerettet. Ihm ist vielleicht schon damals die Bedeutung des Satzes aufgegangen:„Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.“ KIOmOs MRUPMOELS Aufnahme: Brüning Wie viel hat Lotti doch zu sFgfgge, Muß nachseh'n, ob die Kleinen das Puppenbett behutsam rollen und zwischendurch mit Teddy tollen. Denn heftig liegen ihm im Magen die stark verwöhnten„Puppenblagen". wie das so ist nach Hundesitte. „Was muß ich seh'“, sagt er,„wie, bitte!! Die lütte, hübsche Hundsmamsell hat fast wie ich das gleiche Fell. Doch das ist, sag ich, nicht genug. Wo bleibt der gute Hundsgeruch?!“ Die Sonne lacht, der Garten lockt! Zu dumm, wer da im Hause hockt. Drum flugs die Tasche umgehangt, ein Frühstücksbrötchen drin versenkt; und wie der Blitz ist Lottimaus mit allem„Anhang“ vor dem Haus. Das ist Klein=Lottis einz'ger Kummer: „Ist eifersüchtig gar, so'n Dummer!“ Wär'- da nicht Stubs, das Hundemädchen, ein gar zu nettes Svielkam'rädchen? Der Hund äugt voll Befriedigung. Dann nimmt er erst mal Witterung, Er brummt voll Wehgefühlsgemisch: „Der Köter ist ja nur aus Plusch!“ Schnell kommt die Dame Lotti an und tröstet unseren Teddymann, der drob sein erstes Liebesleid vergißt an Lottis Schürzenkleid. Hauptmann d. R. Dr. Schönert Gaubeauftragter für das militärische Vortragswesen Eishe air de Stelderltekeide Kealeile der Veriei. genossen Hauptmann d. R. Dr. Karl Schönert, Bochum, ernannt. Schraginadel feuls uls erstel inntschieren ###ische Numeg'gressen lassen wollte weil er sich nicht in die napoleonisihe urmee pressen tasse.. Ein interessantes Dokument aus dem Hausarchiv des Schlosses Dahlhausen Büu Gach-undgn in beser die Wibem die Sibior dr Bid. im unglücklichen Prieg,„emarden, gls sie schon daau dem unglücklichen Kriege von 1806/07 in unserer H# mat noch nicht warm geworven, als sie schon dazu „n Pahen#am geimgltigen übergingen, die Söhne der alteingesessenen Familien in ihre Soldnerheere zu pressen. Neven den gewairigen Summen, die unsere Vorfahren als Kontrihutionen an gandaDie Dienststelle befindet sich in der Gauprongt leitung der NSDAP., Bochum, Wilhelmstrupe 20. einer kürzlich stattgehabten Tagung wurden die Gaubeauftragten von Reichsminister Dr. Goebbels empfangen und über ihr Arbeitsgebiet unterrichtet. Die Dienststelle hat ihre Tätigkeit bereits ausgenommen. Summen, die unsere Vo., ,I.u, mußzten mitechatione den verhaßten Korsen zahlen mußten, wurden sie gezwungen, sogar ihr Liebstes für ihren Unterdrücker hinzugeben. Bereits im Jahre 1808 erfolgten in dem damaligen Kanton Bochum die ersten Aushebungen. Aber nicht nur die alten, sondern auch die jungen Leute waren von dieser Maßnahme wenig erbaut und zu einem großen Teil zogen sie es vor, der Aufforderung zum Eintritt in die napoleonische Armee nicht nachzukommen. Die Arbeit der nunmehr kaiser#ich französischen Beamten im Kanton Bochum, an deren Spitze Freiherr von Untzer zu Haus Dorneburg stand, dürfte somit keine leichte, gewgigiglich Anzeigen, in denen die Eitern ihre Sohne zur Ruckkehr aufforderten. Außerdem fanden in unserer Gegend von Zeit zu ste Mit dem E. K. II ausgezeichnet Unteroffizier Heinz Schmidt, Bochum=Weitmar, Neulingstraße 42, erhielt das Eiserne Kreuz II. Klasse. Dem Unteroffizier der Luftwaffe Helmuth Franzmann wurde nach Erfüllung einer besonderen Aufgabe von seinem Kommandeur das Eiserne Kreuz II. Klasse Matrose Hugo Königsbüscher Sohn der Witwe Königsbüscher, Altenbochum, Goystraße 5, erhielt in Norwegen das Eiserne Kreuz II. Klasse, das Edelweißabzeichen und das Kriegsabzeichen für Unterseebootjäger. gende strenge Vorschriften Konskription erließen: „Ein jeder Untertan im militärpflichtigen Alter ist inskription unterworfen. Kein Stand, kein Rang, eingebend untersuchten. Die aufgegriffenen Miltärpflichtigen wurden dann an den Präfekten in Dortmund abgeliefert. Auch die Strafen für dieses###. gehen wurden immer härter,„So erließ der mu#ce Steelmann unterm 21. Juli 1811,„da sich gefunden, daß sogar einheimische und aus angrenzenden, Marrien vorhandene Deserteure und Refraktaire in hiesiger Municipalität ohne die geringste. Störung fortwährend Aufenthalt gehabt", folgende Bekanntmachung:„Jeder Untertan, welcher überwiesen ist, einen Deserteur oder Refraktair wissentlich verborgen gehalten sowie seine Flucht befördert oder ihn auf irgendeine Art der Verdes Gesetzes entzogen zu haben, wird mit ####ldhuße von 300 bis Frann und mit daß er, wenn er ohne einen vom Herrn Präfekten für rechtmäßig erkannten Grund ausbleiben möchte, als Strafe seiner zuerst marschieren müsse. Gegeben in der Municipalität zu Bochum, den 8. Februar 1811.„ Der Konskribierte Schragmüller wurde aber vom Militärdienst befreit und mit folgendem Befreiungsschein nach Hause geschickt: „Großherzogtum Berg. Der Rekrutierungsrath des Departements der Ruhr bewilligt hierdurch auf den Grund des Konskriptions=Reglements vom 1. Juni 1809 und mit Eine Kriegsdienstkarte der Hitler=Jugend Jugendliche, ganz gleich, ob er der 5J. angehört oder nicht, soll in Zukunft eine„Kriegsdienstkarte der HI.“ erhalten. Diese Karte soll als lückenloser Nachweis über geleistete Hilfsdienstarbeit im Kriege gelten und jederzeit eine einwandfreie Nachprüfung ermößlichen, wo und in welcher Weise der Jugendliche während des Krieges planmäßigen Hilfsdienst geleistet hat. kein Verhältnis, es möge Namen haben wie es wolle, begründet eine Ausnahme. Den letzten Platz im Depot (Anmerkung: gleichbedeutend mit militärfrei) können erlangen: 1) der einzige Sohn einer Witwe, 2) derjenige Konskribierte, weicher schon einen älteren Bruder in der Armee hatte, 3) diejenigen Konskribierten, deren Väter von ihrer Handarbeit lebten und das 71. Lebensjahr erreicht hatten, 4) die Stellung von Stellvertretern ist gestattet und muß derjenige, der einen solchen stellt, 25 Thaler Kaution erlegen, 5) die DienstObwohl die„Deserteure“ und„Refraktaire“ sehr hart bestraft, wurden, nahm ihre Zahl nur wenig av. Um diesem„Ueber nun Zu Herveinen Ausreißer verhaf: folgung d einer Gel einer einjahrigen Festungshaft bestraft. Ist ein Deserteur mit Armatur und Gepäck verheimlicht worden, so findet eine zweijährige Strafzeit statt.“ zu Haus Dahlhausen, Kanton's Bochum, Arrondissements Dortmund, Departement der Ruhr, welcher 5 Fuß 5 Zoll 6 Strich groß ist, braune Haare, braune Augenbrauen, blaue Augen, eine hohe Stirn, spitze Nase, einen kleinen Mund, ein spitzes Kinn und längliche Gesichtsbildung hat, eine definitive Befreiung von dem Militärdienst, indem derselbe 150 hoben. Schon ein Jahr später wurden in diesem reich abermals 1800 Mann ausgehoben, von denen auf das Ruhrdepartement 633 Mann und auf den Kanton Bochum 35 Mann entfielen. In Anbetracht der geringen Bevölkerungsdichte war dieses eine enorme Zahl, aber was kümmerte das die fremden Gewalthaber! Unter den Letztgenannten befand sich auch der Sohn des auf Schloß Dahlhausen, in####ver wohnenden Gutsbesitzers, Schragmuuer, der fon schein erhielt: Wenn man sich anhängt Mittwoch abend bängte sich ein Radfahrer auf bgse,#tener Straße an einen Lieferkraftwagen. An der Tankhggt#... straße ließ er sich los, rutschte aus und stürzte davei so unglücklich auf das Straßenpflaster, daß er einen doppelten Armbruch und schwere Gesichtsverletzungen erlitt. Er wurde einem Krankenhaus zugeführt. Basser und Brot eingesperrt, bis sich der Sohn freiUmständen ist es erklärlich, daß sich die ies herbeizuführen. So den„Allgemeinen Politischen Nachrichten“, die zu jener lgemeinen. Politischen Nachrichten, He Zeit in Essen herausgegeven wurden und die fur die hiesige Gegend als amtliches Bekanntmachungsblatt galten, in einigen Ausgaben des Jahres 1808 mehrfach in Hordel der folgenden„Losungswegen eines Bruchleidens ausgemustert worden ist. Der Schragmüller hat nach beygebrachter Quittung vom 22. September 1812 dreihundert Franks Indemnitätsgelder bezahlt. Geschehen zu Dortmund, den 11. Dezember 1812 Der Präfekt Präsident des Rekrutierungsrath: von Romberg. Konnten die Franzosen also den Mann nicht gebrauchen, so nahmen sie doch, gewissermaßen als Wehrsteuer, bereitwilligst sein Geld. Daß der„Bruchschaden“ jedoch nur ein Vorwand war, um dem Dienst unter der französischen Fahne zu entgehen, geht aus „Departement der Ruhr, Arrondissement Dortmund, Kanton Bochum, Municipalität Bochum. Dem Herrn Karl Heinrich Wilh. Friedr. Schragmüller, Konskribierten des Jahres 1810 aus der lität Bochum, Nr. 114, der alphabetischen Gemacht, daß richtigung dieser Liste, die Verlosung und das Examen der Konskribierten aus dem Kanton Bochum den 18. ds. M. Vormittags 8 Uhr zu Bochum an H. Menke's Hause vorgenommen werden sollen. Der Herr K. H. W. F. Schragmüller hat sich alsdann persönlich einzufinden unter der Verwarnung, Wilhelm III. seinen„Aufruf an mein Volk“ zum freiwilligen Eintritt in das preußische Heer meldete, wie aus einem Schreiben hervorgeht, das der Vater am 18. November 1813 an den Kriegs= und Domainen=Rat von Bermuth in Hamm richtete und in welchem es heißt:„... Gleich, beim Einmarsch der preußischen Truppen unter Groumann und Major von Arnim meldete ich mich für zwei meiner Söhne zum freiwill. Vaterlandsdienste im stehenden Jäger=, nicht aber Frei=Corps." Der preußische Oberstleutnant Grollmann aber war mit 11 Husaren am 11. November 1813, als die ersten Freiheitskampfer in Bochum erschienen, den fliehenden Franzosen dicht auf den Fersen. Und mit den beiden Schragmüllers fanden sich auch jetzt viele der„Konskribierten“ aus dem Kanton Bochum ein, die vorher unauffindbar gewesen waren, um gemeinsam für die große vaterländische Sache in den Kampf zu ziehen: Fur die Befreiung unserer Heimat vom französischen Joch! Frunnischr„en Warden erotielt Wichtige Versammlung der Baugewerken=Innung Bochum Die Versammlung der Baugewerken=Jnnung Bochum am Donnerstagnachmittag im„Haus der Stände“ die vom Obermeister Gründer eröffnet und geleitet wurde, befaßte sich vorwiegend mit praktischen Berufsfragen, die gerade in dieser Zeit von ausschlaggebender Bedeutung sind. Geschäftsführer Dr. Grünewaro wies zunachst auf die Holzbewirtschaftung für 1940/41 hin und hob hervor, daß diesmal eine einheitliche Regelung durchgeführt werde. Des weiteren erläuterte er Fragen über Zuteilung von Eisen, der Arbeits= und Berufskleidung sowie die für das Winterbalbjahr 1940/41 vorgesehene Schlechtwetter=Regelung. Ein besonderes Perersegeng Ein besonderes Angenmerk werde man nach wie vor der PP5psing, des Nachwuchsgs. schenfezz, Der Bedarf, 9y„Hgehaltene Die Warteri in dei Trnmhune... Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen des Nachwuchses schenken. Der„ Bedarf, a; sei gesichert. Kurz auf die vor kurzer Zeit abgehaltene Bauwirtschaftstagung eingehend, betonte er, daß die maßgebenden Männer nach besten, Kräften bemüht seien, die Leistungskraft, der Bauwixtschaft wiederhexzustellen. Der Wohnungsbau soll gefordert werden, deshalb würden die künftigen Aufgaben der Bauwirtschaft noch größer sein als die früheren. Um der Verstädterung keinen Vorschub zu leisten, sollen besonders das flache Land und die kleinen Städte berücksichtigt werden. : Der Geschäftsführer der Bezirksstelle, des Reichsinnungsverbandes des Baugewerkes. Dr. vielefeld, erörterte ausführlich die Baupreisverordnung. Insbesondere betonte er, daß die einmal angegebenen Preise Festpreise darstellten und später nicht mehr ergänzt oder berichtigt werden könnten. Aus diesem Grunde sei eine sorgfältige Kalkulation erforderlich. Ueber den Weg der Baupreisverordnung soll eine Leistungssteigerung des Baugewerbes erzielt werden. Die großen künftigen Aufgaben könnten nur dann erfüllt werden, wenn jeder einzelne Betrieb in dieser Hinsicht gewissenhaft handle und die einzelnen Bauunternehmer mit Hingabe an ihren Beruf arbeiten. Von diesem Standpunkt aus sei die Baupreisverordnung zu betrachten, die, im Grunde genommen, auch dem Allgemeinwohl der Versammlung das heng„Eisenbeton falsch oder richtig?“ Er stellte zunächst fest, daß auf den Baustellen hier und dort immer wieder einige Fehler gemacht werden und nicht immer die geltenden baupolizeilichen Vorschriften beachtet würden. Es sei deshalb notwendig, sich von Zeit zu Zeit über den neuesten Stand der amtlichen Vorschriften zu unterrichten und sich Rechenschaft darüber abzulegen, ob die Arbeiten auf den Baustellen fehlerfrei verlaufen. An Hand von vielen Lichtbildern erklärte er Fragen der Festigkeit des Eisens, die richtige Herstellung des Eisenbetons und die hier und da vorkommenden Fehler, sei es bei der Verlegung der Armierung, bei der Betonbereitung oder bei der Einschalung bzw. Abstützung des Eisenbetons. Die kommende Zeit werde die an das Baugewerbe gestellten Forderungen zweifelles noch erheblich steigern, der Arbeit und dem Können des einzelnen Bauunternehmers das Beste abverlangen und ihnen hohe Verpflichtungen dem Volksganzen gegenüber auferlegen. Das Baugewerbe werde diesen Aufgaben um so besser gewachsen sein, je mehr es sich auf sie vorbereite und Arbeiter, Ingenieure, Bauunternehmer und Behörde in engster und lebendiger Zusammenarbeit vereinige. : E i n T r i n k h a l l e n s t r e i t b e s c h ä f t i g t e d a s B o c h u m e r Arbeitsgericht. Die Klage richtete sich gegen einen Mineralwasserfabrikanten in Bochum, der auch auswärts Trinkhallenbetriebe besitzt. Es handelte sich um einen Streitwert von 70 RM. Er ist dadurch entstanden, daß zwischen beiden Teilen eine Differenz aufkam, bei der sich die Klägerin im Recht glaubte; sie mußte sich jedoch vor dem Arbeitsgericht eines anderen belehren lassen, und zwar trägt sie selbst die Schuld, wenn jetzt zu ihren Ungunsten entschieden wurde. Wenn Differenzen entstehen, müssen sie baldigst ausgetragen werden; sie jahrelang zu verschleppen, ist nicht ratsam. Man kann dann meistens„in die Röhre gucken“, wie der VolksDie Klägerin war seit 1987 Trinkhallenwärterin bei dem Beklagten. Die Firma hat nicht, wie lich der gesetzlichen Regelung entspricht, den auf den Arbeitgeber entfallenden Teil der Angestelltenversicherung getragen, sondern hat bei den Abrechnungen die Klagerin allein damit belastet. Die Firma behauptet, daß dies im Einvernehmen mit der Klägerin geschehen sei. Eine gleiche Verabredung habe die Firma mit allen Trinkhallenwärterinnen mit etwa dem gleichen Verdienst getroffen. Eine solche Verabredung bestreitet die Klägerin jedoch und behauptet, sie habe sich dagegen beschwert, aber nicht durchsetzen können. Sie verlangt nunmehr die angeblich zu Unrecht abgehaltenen Beitragsteile zurück. Der Trinkhallenbesitzer verlangt Abweisung der Klage, da er verabredungsgemäß gehandelt habe. Der als Zeuge vernommene Sohn der Beklagten wies nach, daß mit allen Trinkhallenwärterinnen eine solche Abmachung tatsächlich bestehe und legte Abrechnungen vor, die bewiesen, daß die Klägerin erheblich mehr verdient habe, als 65 RM. im Monat, wie durch den Gaststättentarif als Mindestbezahlung eines Trinkhallenwarters festgesetzt ist. Danach könne nicht davon die Rede sein, daß die von den Parteien getroffene Vereinbarung dem sozialen Empfinden widerspreche und schon deshalb nichtig sei. Der Verdienst der Klägerin läge so hoch, daß ihr durchaus zugemutet werden konnte, die den Arbeitgeber an sich treffenden Anteile der Versicherung zu tragen. Bezüglich der behaupteten Vereinbarung standen sich die beiderseitigen Angaben gegenüber. Das Gericht fand keine Veranlassung, eine der Parteien zu vereidigen. Mit dem Eide wäre nichts gewonnen. Umstände, die gegen eine der beiden Parteien sprächen, lägen nicht vor. Wenn aber die Klägerin selbst vortragt, sie habe gegen die Abrechnungen, in denen sie mit den vollen Beiträgen belastet wurde, Einspruch erhoben, sei dann aber doch drei Jahre lang unter den Bedingungen, unter welchen allein der Beklagte sie weiterbeschäftigen wollte, geblieben, dann müsse die Klägerin ihr tatsächliches Verhalten, das in Widerspruch steht mit ihrer mündlichen Einrede, gegen sich gelten lassen. Dann habe sie eben ihren Einspruch fallen lassen und die Bedingung stillschweigend anerkannt. Sie mußte deshalb mit der Klage abgewiesen werden. Das Gericht hat jedoch Berufung gegen das Urteil zugelassen, so daß sich ohne Zweifel das Landesarbeitsgericht mit der Angelegenheit demnächst wird befassen müssen, besonders, was die soziale Seite der Angelegenheit angeht, deren grundsätzliche Bedeutung damit unterstrichen wird. M. F. Die schwache Minute Zusammenstoß zwischen Straßenbahn und Milchwagen Der Lenker eines Wagens der Straßenbahn und der Lenker eines Milchfuhrwerks hatten an einem Septembermorgen im Vorjahre in Herne auf der Bahnhofstraße ihre schwache Minute. Der eine sowohl als der andere saßen schon viele Jahre lang am Steuer, und jeder kannte seinen Beruf. Nie war ihnen bisher ein Verschulden im Straßenverkehr zur Last zu legen. An jenem Morgen befand sich das Pferdefuhrwerk des Milchhändlers von der Bismarckstraße unterwegs zum Herner Bahnhof und mußte die Bahnhofstraße über.KRIEGSWINTERHILFSWERR 1940 queren. Dabei gab es einen Zusammenstoß mit der Straßenbahn: Scherben und Wunden waren die Folge. Die Beifahrerin des Milchwagens wurde erheblich verletzt. Wer trug nun die Schuld an diesem Unfall? Die Straßenbahn hatte das Vorfahrtsrechst. Der Milchwagenfahrer hätte also die Straßenbahn besser erst vorüberlassen mussen, bevor er mit seinem langsamen Gefährt die Straße überquerte. Er behauptete aber, daß er noch bequem hinübergekommen wäre, wenn die Straßenbahn nicht in einem ganz ungewöhnlichen Tempo gefahren wäre. Die Straßenbahn wäre noch etwa 90 Meter entfernt gewesen, als er sich mit seinem Fuhrwerk anschickte, die Straße zu überqueren. Nun darf man freilich weder das Recht auf die Vorfahrt übersteigern und einfach drauflos fahren, noch darf man diejenige Vorsicht beim Ueberqueren einer Straße außer acht lassen, die sich aus dem Umstande ergibt, daß die Straßenbahn an ihre Schienen gebunden ist und nicht ausweichen kann, sie kann auch im letzten Augenblick nur schwer ihre Geschwindigkeiten vermindern. Ganz so schnell, wie einige Zeugen es darstellten, kann die Straßenbahn aber auch nicht gefahren sein; denn sie hatte kurz vorher eine Haltestelle passiert, und so könne der Wagen an der Unfallstelle höchstens 25 bis 30 Kilometer gehabt haben. Das alles aber wird kaum völlig aufzuklaren sein. Jedenfalls hielt das Schöffengericht, beide Fahrer für schuldig:##s 8000 Schweine wurden gemästet durch das Ernährungshilfswerk im Gau Westfalen=Süd Obwohl der Gau Westfalen=Süd nicht der erste im Reich war, in dem das Ernährungshilfswerk der NSV. aufgezogen wurde, hat er doch bereits, gemessen an der Zahl der Mastanstalten und deren Ergebnisse in der Rangfolge der Gaue eine beachtliche Stufe erreicht. Achtzehn Stadte besitzen eigene Zuchtställe, die zur Zeit wie folgt belegt sind: Dortmund 1300 Schweine, Bochum 750, Wanne=Eickel 600, Wattenscheid 450, Lünen 450, Castrop= Rauxel 450, Endorf 450, Hagen 450, Siegen 400, Herne 350, Hamm 300, Iserlohn 250, Liesborn 250, Witten der Meinung, daß eine geringe Schuld 250, Mindenbeke 250, Altena 200, Hemmerde 130, HatTtez, Sue,, zamgsgn sei Heahalbschisat, noch eine Mastanstalt zu bauen, in der weitere 2000 Schweine eingestaut werden. verurteilte den Straßenbahner zu 200 Mark wegen zu schnellen Fahrens und zu späten Bremsens, den Lenker des Milchfuhrwerks zu 100 Mark wegen Verletzung des Vorfahrtsrechts. Beide waren mit dem Urteil nicht zufrieden und fochten es an, so daß die Strafkammer den Fall erneut nachzuprüfen hatte. Das geschah in einer sehr ausgiebigen Verhandlung, die jedoch Neues nicht zu Tage förderte und etwa eine Aenderung des ganzen Bildes auch nicht im Gefolge hatte. Die Verteidigung der beiden Angeklagten ging auf Freispruch hinaus nach der gegenseitigen Annahme:„Nicht der eine, sondern der andere hat die Schuld.“ Das Gericht war aber mit dem auf beiden Seiten vorlag und daß das erste Urteil auch im Strafmaß durchaus richtig gewesen sei. Deshalb mußte die Berufung verworfen werden. Ven=Sidoieien Stadtteil Harpen Die im Bezirk Harpen bestehenden beiden Kriegerkameradschaften des Kreiskriegerverbandes Bochum hatten sich im Saale Flettmann(Arend) zu einem Gemeinschaftsappell vereintat. Kameradschaftsführer Bauer Homborg aus Kornharpen lettete den Gemeinschaftsappell mit einer Dankeskundgebung für die glänzenden Wassentaten unserer Wehrmacht im jetzigen Kriege ein. Kreispropagandaobmann Kaup vom Kreiskriegerverband Bochum gab in seinem Vortrag ein übersichtliches Bild über die Ereignisse des jetzigen Krieges und ihre Auswirkungen auf die Lage Europas. Im zweiten Teile des Vortrags behandelte er die großen Aufgaben der Heimatfront in der Stärkung der nationalen Haltung und des Abwehrwillens. In seinem Schlußwort betonte Kameradschaftsführer Homborg, daß auch die Bevölkerung Harpens einmütigen Sinnes sei im Durchhalten bis zum deutschen Siege. Stadtteil Gerthe Der, Dienst des BDM.=Werkes in Gerthe wird ab sofort sonntags um 11 Uhr in der Heuwegschule durchgeführt. Es nehmen sämtliche Mädel aus Gerthe, Hiltrop und Harpen an diesem Dienst teil. Stadtteil Altenbochum Halden verschwinden Als Bergeversatz verschwinden nach und nach die gewaltigen Halden der Schachtanlagen„Dannenbaum 1 und II“. Was in Jahrzehnten aus dem Innern der Erde geholt und als Schutt zu Bergen angehäuft wurde, wird nun wieder in die Erde befördert zum Ausfüllen abgebauter Flöze. Der Abbruch der rotgebrannten Halde der Zeche„Dannenbaum“ macht gute Fortschritte. Das losgebrochene Material wird vom längst nicht mehr zur Kohlenförderung benutzten Schacht aus unteririsch zum Schacht I befördert. Mit der Halde verschwindet später leider auch das schöne Birkenwäldchen, das hier im Laufe der Jahrzehnte herangewachsen war und der einzige Waldbestand unseres Stadtteils ist. Dafür wird dann umfangreiches Gelände gewonnen, das zu mancherlei Zwecken benutzt werden kann. Stadtteil Wiemelhausen Zu einem Monatsappell hatte sich die Kriegerkameradschaft von Bochum=Wiemelhausen in ihrem Kameradschaftsheim unter Leitung ihres Kameradschaftsführers Rektor Philipp versammelt. Es konnte berichtet werden, daß die Schnellsammlung für die Kriegerwaisenheime in der Kameradschaft ein befriedigendes Ergebnis erzielt habe. Der Schießdienst soll auch im kommenden Winterhalbjahr kräftige Färderung erfahren. Als Auszeichnung für seine zwanziajährige verdienstvolle Tätigkeit im Beirat der Kameradschaft wurde Kamerad Schermuly mit einem Kuffhäuserbild geehrt. Kreispropagandaobmann Kaup sprach in einem ausführlichen Vortrag über den unsichtbaren Krieg. Ihr silvernes Ehejubiläum begingen am Dienstag die auf der Drusenbergstraße wohnenden Eheleute V. Guzik und Frau, Katharina geb. Miesing. Dem allseits geachteten Jubelpaar gingen zu seinem Ehrentage zahlreiche Glück= und Segenswünsche zu.— Seinen 78. Geburtstag konnte am Dienstag der Berginvalide Wilhelm Erlenbruch, Wasserstraße wohnhaft, begehen. Der Alterssubilar, ein alter Wiemelhauser Mitbürger, hat von seiner Schulentlassung an jahrzehntelang im beimischen Bergbau gearbeitet. Seit längeren Jahren lebt er im wohlverdienten Rubestande. Nach seiner aktiven militärischen Dienstzeit trat er der Kriegerkameradschaft Wiemelhausen bei, der er nunmehr weit über 50 Jahre angehört. Er ist Inhaber verschiedener Ehrenauszeichnungen. Der Hochbetagte ist verhältnismäßig noch sehr rüstig und beschäftigt sich noch gern mit kleineren Arbeiten. Er liest noch jeden Tag den„BA“. Seinen Lebensabend verbringt er bei seinem Sohn. Ihm gingen zahlreiche Glückwünsche zu. Stadtteil Stiepel Filmveranstaltungen Die Gaufilmstelle Westfalen=Süd zeigt am Sonnabend, 19. Oktober, im Saale Runtberg den Film„Waldrausch“ und die neueste Wochenschau. Es wird besonders darauf hingewiesen, daß die Abendveranstaltung bereits um 18.30 Uhr beginnt. Die Vorstellung für die Jugend mit Wochenschau und Kulturfilm ist um 16 Uhr. Aus dem Nachbargeviel Stadt Wattenscheid Mit dem E. K. II ausgezeichnet Der Gefreite Heinrich Hussemeier Sohn der Witwe Heinrich Hussemeier, Höntroper Straße 48, erhielt für außerordentliche Tapferkeit vor dem Feinde das E. K. II. Das Treudienst=Ehrenzeichen für 25jährige treue Diensttätigkeit wurde dem Postschaffner Friedrich Orlowski z. Z. in Schokken(Wartbegau), verlieben. Ehrung von Hausgehilfinnen Die DAF. weist nochmals darauf hin, daß alle Hausgehilfinnen, die länger als fünf Jahre in einem Haushalt Hilfe geleistet haben, sich für die Ehrung, die für alle diese Hausgehilfinnen öffentlich stattfinden soll, bei der Deutschen Arbeitsfront oder beim Deutschen Frauenwerk, Freiheitstraße 12, anzumelden haben. 90 000 Plaketten werden abgesetzt Die Reichsstraßensammlung der DAF. wird wieder den vollen Einsatz aller Schaffenden sehen. Im Kreise WanneEickel[Wattenscheid werden 90 000 Plaketten verkauft. Sammlung von Roßkastanien Die Stadtverwaltung weist auf die Wichtigkeit der Sammlung der Roßkastanien für die Kriegswirtschaft hin und ruft die Bevölkerung zur tatkräftigen Mitarbeit bei der Sammlung auf. Für die bei der Sammelstelle für den Stadtbezirk Wattenscheid. Stadtgärtnerei im Stadtgarten. Parkstraße, gesammlt abgegebenen Roßkastanten zaylt die Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschafsung. e.., Gauabteilung Westfalen=Süd. in Bochum, Wilhelmstraße 14, eine Entschädigung. Stadt Wanne=Eickel Auf eine 40jährige ununterbrochene treue Diensttätigkeit kann heute der Reichsbahnsekretär Peter Berlau, Landarafenstraße 34, zurückblicken. Er wird durch die Ueberreichung des vom Führer verllehenen Treudienst=Ehrenzeichens besonders geehrt.— Fräulein cand, med. Elisabeth Schlüter, Tochter des Kaufmanns Albert Schlüter, Mozartstraße 3, bestand an der Universitätsklinik in Münster das medizinische Staatsexamen mit dem Prädikat„Sehr aut“. Beim Wanderpreisschießen des Bürger=Schützenvereins wurde der Schützenkamerad Scelmann von der 3. KomPersonal=Nachrichten Reichsbahnrat Kaminski von Bochum wurde von der Reichsbahndirektion Essen nach Frankfurt a. d. Oder überwiesen. Reichsbahnrat Stärkel wurde von Breslau nach Bochum versetzt. Reichsbahnrat Stärkel übernimmt als Vorstand das Verkehtsamt Bochum. Bochumer Veranstaltungen Heute abend:„Karl III. und Anna von Oesterreich“. Zum zweiten Male stellen sich heute abend Karl III. und Anna von Oesterreich vor, und zwar, wie die Besucher der Premtere am Sonntag gemerkt haben, ohne Hofstaat und große Zeremonien. Unter den Lustspielen des Jahres ist das Stück von Manfried Rötzner sicher eins der apartesten und darum mit Recht eines der erfolgreichsten. In der Spielleitung von Viktor Ahlers und aus der von Reinhold Schaefer bebauten Drehbühne werden Marianne Grote und Willv Mavenknecht auch heute abend wieder vor einem zahlreichen Publikum residieren. Städtische Kammermusik. In der zweiten städtischen Kammermusik am Sonntag vormittag im Ernst=Moritz= Arndt=Haus spielt Udo Dammert. Der Münchener Pianist, der dem Bochumer Konzertpublikum bereits bekannt ist, spielt als Erstaufführung für Bochum„Bilder einer Ausstellung“(10 Stücke für Klavier) von Modest Mussorgski. Die Städtische Blälervereinigung bringt das Bläser=Quintett von Mozart und das Quintett von RimstisKorssakow. Das letztere Werk ist für Bochum ebenfalls eine Erstaufführung. In beiden Quintetten wirkt auch Udo Dammert mit. panie mit 54 Ringen Sieger. Wanderpreisträger des Spielmannszuges wurde Jungschütze Beiersdorf mit 44 Ringen. Die 16 besten Schützen erhielten je einen Ehrenpreis. Traditionsecke Ehemalige Reserve 16. Zu einem Appell hatten sich die Kameraden der ehemaligen 16er=Reserve von Bochum, Wattenscheid und Herne in ihrem Kameradschaftsheim Hasselkuß versammelt. Die innerhalb der Kameradschaft vorgenommene Schnellsammlung für die Kriegerwaisenheime des Ns=Reichskriegerbundes hat ein gutes Ergebnis gezeitigt. Der Schießsport soll trotz der Schwierigkeiten weiter getrieben werden. Wegen der Verduntelung werden die künftigen Appelle eine Stunde vorverlegt. Kreispropagandaobmann Kaup vom Kreiskriegerverband Bochum zeichnete in einem Vortrage die gegenwärtige Kriegslage auf. Der Kampf gehe nun allein gegen den Unruhestifter in Europa, England, dem die ehemalige 16er=Reserve zu Beginn des Weltkrieges die erste Schlappe beigebracht habe. Dem Appell folgte ein Schießen mit der Luftbüchse. Kameradschaft der Nachrichtentruppen. Die Kameradschaft der Nachrichtentruppen von Bochum—Wanne=Eickel und Wattenscheid fand sich zu einem anregenden Monatsappell im Kameradschaftsheim Hasselkuß zusammen. Kameradschaftsführer Elspermann hob in seiner Ansprache die Bedeutung hervor, die die Nachrichtentruppen gerade im jetzigen Kriege erhalten haben. In einem der nächsten Appelle wird in einem Vortrage das neuartige Wirken der Nachrichtentruppen dargelegt werden. Die Schnellsammlung für die Kriegerwaisenheime des NS.=Reichskriegerbundes hat auch in der Kameradschaft vorbildliche Opfergesinnung gezeigt. Kreispropagandaobmann Kaup gab in einem Vortrage ein allgemeines Bild über den Kampf der Luftwaffe gegenüder England. Dem Appell schloß sich wieder ein Schießen an, das gute Ergebnisse in der Uebung mit der Waffe zeitigte. Aus der Sonntag, 20. Oktober Am Sonntag, dem 20. Oktober 1940, werden noch einmal die leichtathletischen Bedingungen für das BDM.= Leistungsabzeichen und Reichssugendsportabzeichen abgenommen. Beginn: Pünktlich.30 Uhr auf dem Sportplatz an der Krümmeve an der Castroper Straße. NS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk Sonntag, 20. Oktober Ortsgruppe Weitmar=Mitte. 10 Uhr: Jugendgruppe in der Geschäftsstelle Hattinger Straße 332.— Gerthe. 11 Uhr: Zusammenkunft der Jugendgruppe bei Kalthoff. Erscheinen ist für alle PflichtKA OT.“ 15) „Wenn's an der Zeit is, hol i di auf den Hof“, hatte er ihr einmal gesagt. Freilich, damals hatte keiner von ihnen geahnt, daß er selber die Heimkehr seiner Tochter nicht mehr erleben würde. Und jetzt war sie zu Hause.„ g.# Regina wusch sich Hände und Gesicht, band die Schürze um, die ihr die Len gebracht hatte, und ging in die Küche hinunter. „Ums Essen brauchst di net kümmern, das mach i allein fertig“, sagte sie. 2—441, 91 6. „Kannst denn auch kochen: fragte oie Len mißReging lachte hell.„Da brennst di, wenn d' meinst, i versteh nix davon. Zwei Jahr hab i in einer großen Wirtschaft gelernt, und auf der Maidenschul war i auch.“ Die Len sagte nichts mehr. Sie brauchte das Madl nur anzuschauen, wie geschickt es alles anpackte, um ihm aufs Wort zu glauben. Sie war recht froh, daß die Regina da war. Leise ging die Tür auf. Mit einem Holztablett, auf dem ein Teller Suppe stand, trat Regina über die Schwelle. Vorsichtig kam sie mit ihrer Last näher, stellte den Teller auf das Rachtkästchen und lehnte das Tablett an das Fußende des Bettes. Alle diese Hantierungen verrichtete sie so lautlos, daß Anna, die schon vorher erwacht war, von so viel Rücksichtnahmesgerührt war. Aber nicht nur das, auch der Anblick des Mädchens, das sie unter halbgeschlossenen Lidern beobachtete, rührte sie. Was für ein liebes, junges Gesicht war das! Und... Annas Herz zuckte schmerzhaft... hatte es nicht auch Züge, die ihr vertraut waren? Die Formen des Mundes und der Nase glichen denen ihres Buben.— Ein warmes Gefuhl wallte in ihr auf. Sie öffnete die Augen..„ In diesem Augenblick beugte sich Regina über sie, und ihre Blicke trafen sich. Sekundenlang hielten sie einander fest, bis sich die Lider des Mädchens mit scheuem Flattern senkten. „Willkommen daheim“, sagte Anna mit müber, ein wenig rauher Stimme. Sie wunderte sich selbst, wie leicht ihr dieser Gruß über die Lippen kam, und wie rasch er die Befangenheit im Antlitz des Mädchens löste. „Ich bin so froh, daß ich kommen durfte", sagte Regina... Sen mar mit einem Mg. Alle Angst und Scheu war mit einem Maie fort. Daß die Frau ihres Vaters so freundlich zu ihr war, machte ihr dieses Haus erst richtig zur Heimat. Oh, sie wollte sich schon dankbar erweisen, wollte die Kranke wie eine Tochter pflegen, und keine Arbeit und Mühe würden ihr zu viel werden. Geschickt und umsichtig griff sie zu, als Anna sich aufrichtete, stützte ihr den Rücken mit Kissen, erneuerte den Halsumschlag und reichte ihr die Suppe. „Isch habe sie selber gekocht", sagte sie, setzte sich auf den Bettrand und begann die Kranke zu füttern. Lächelnd ließ Anna sich ihre Fürsorge gefallen, und während sie aß, hörte sie dem Plaudern des Mädchens zu. Immer wieder sah sie in das helle Gesicht, aufmerksam und suchend. Genau so hatte ihr Heiner den Nasenrücken angespannt, und dasselbe Grübchen hatte sich beim Lachen auch in seiner linken Wange angezeichnet. Regina war keine Fremde, Anna spürte es deutlich. Die vielen, kleinen Merkmale, die das Blut ihres Mannes seinen beiden Kindern vererbt hatte, machten ihr das Mädchen, vor dessen Kommen sie sich gefurchtet hatte, lieb und vertraut. „Schenke ihr Liebe, und sie wird dir mit Liebe anworten“, hatte Martin gesagt, und Anna fühlte, daß es nicht schwer sein würde, dieses junge Ding, mit den zarten und behutsamen Händen einer kleinen Mutter, liebzugewinnen.— Martin hatte den ganzen Vormittag vergeblich auf das Telegramm gewartet. Um 4 Uhr stand er auf dem Bahnhof, aber Regina kam nicht. Da machte er sich auf den Weg zum Wendlerhof. Am Eingang des Dorfes begegnete ihm der Lenz auf dem Radl. Martin hielt ihn an und fragte, wie es der Bauerin gehe..„.ff.x heinand. „I glaub, daß sie schon besser beinand is... und jetzt is ja auch das Fräulein da, die Regina. Die Len hat gsagt... luhr Martin stutzte und unterbrach ihn. „Wie... das Fräulein ist schon angekommen? Wann denn?"„„„„„ „Heut in der Fruh, antwortete der Lenz, er sei gerade auf dem Wege zur Bahn, um den Koffer zu Martin schritt schneller aus. Es verdroß ihn, daß er das Fahrrad nicht mitgenommen hatte, und um den Weg abzukurzen, bog er bald nach Verlassen des Dorfes seitlich ab und folgte dem Pfad über die Wiesen. Sie schimmerten schon zartgrun. Rot leuchtete die knospende Wand der Buchen vor dem dunkelgrunen Tannenwald, und darüber strahlte die Kette der Berge im weißen Licht des letzten Schnees. Regina hatte darauf bestanden, der Len beim Melken zu helfen. Die Kranke war versorgt, und in einer guten halben Stunde würde wohl auch der Herr Liebl da sein, der würde schon nach ihr schauen, hatte die Len gesagt. „Unsere Frau und der Liebl sind mitanand versprochn, auf den Sommer wollen s’ heiratn", erzählte die Len dem jungen Mädchen und tat, als vertraue sie ihr damit ein großes Geheimnis an. In dem verschossenen Leinenkittel der alten Magd saß Regina auf dem Melkschemel, und die Len, die ihr eine Weile zuschaute, fand nichts an der flinken und sauberen Arbeit ihrer Hände auszusetzen. „I seh schon, du verstehst dei Sach“, sagte sie zufrieden und schloff auf klappernden Holzschuhen davon. Unterdessen hatte Martin den Hof erreicht. Die große Küche war leer, nur Ekko, der vor dem Herd gelegen hatte, sprang dem Eintretenden freudig winselnd entgegen. Da nahm Martin den Hund mit nach oben. „Grüß Gott, Anna, wie geht'?“ Die Kranke streckte ihm die Hand entgegen. Die Augen blickten noch matt, und die Wangen waren fieberheiß und schmal, aber Anna sagte, daß sie sich besser fühle, und berichtete, daß ihre junge Pflegerin schon da sei. „Und... wie gefällt sie dir?“ fragte er. „Gut, Martl.“— Anna lächelte und streichelte die Hand des Mannes, die auf ihrer Bettdecke lag. „Sie sieht meinem Buben sehr ähnlich, und da war es nicht schwer, freundlich zu ihr zu sein.“ Martin freute sich darüber, aber er war vorsichtig genug, nicht weiter nach Regina zu fragen. Er kannte Annas leicht aufflammende Eifersucht und wollte alles vermeiden, was eine vorzeitige Trübung in das sich so glücklich anbahnende Verhältnis der beiden Frauen hineintragen könnte. Als er den Lenz die Stiege herauftappen hörte, ging er hinaus. „I bring den Koffer vom Fräulein", sagte der Bursch,„aber i weiß net, in welcher Kammer sie schlaft.“ Martin hieß ihn das Gepäck abstellen und ging mit ihm hinunter. Die Len' stand in der Speisekammer und separierte die Milch in der Zentrifuge. Das summende Geräusch der Maschine wies Martin den Weg, aber als er eintrat, fand er nur die Alte allein bei der Arbeit. „Na, Len““, sagte er freundlich,„ich dache, Sie hätten jetzt eine tüchtige Hilfe bei der Hand... wo steckt sie?“ „Droben in ihrer Kammer... sie wäscht sich.“ Die Len' lachte und zeigte dabei ihre großen, gelben Vorderzähne. Wenn das geschah, war die Alte in bester Laune, und während der nächsten Minuten kam Martin nicht mehr von ihr los. Lang und breit erzählte sie ihm, was die Regina für ein nettes und fleißiges Dirndl sei. „Und flink. Herr Liebl, net zum sag'n. Da hat unsere Frau eppas'scheit's tan, daß sie'Regina herg'nommen hat."... Die Len' ließ den Schwengel der Zentrifuge los und kam ein paar Schritte näher. Geheimnisvoll tuschelnd, fragte sie: „Gell... d' Regina is doch das ledige Kind von unserm Bauern selig i Ueberrascht sah Martin sie an. „Woher wissen Sie das?" „O mei... i hab's schon lang'wußt, warum der Bauer selig jed's Monat einmal auf Munchen'fahrn is, und wenn eine, wie i, a alt's Leut is und's Maul halt, dann kann's schon sein, daß man eppas hört, was einem verbitterten Mann's Herz abdruckt hat, und was die eigene Frau net wissn hat durfn.“ Martin nickte, er hatte verstanden. „Sie müssen auch weiterhin schweigen, Len“, sagte er. „Von mir erfährt niemand eppas, Herr Liebl.“— In einem weinroten, wollenen Dirndlgewand und gelbseidenem Schürzerl stand Regina in der Haustür. Sie kehrte Martin, der aus der Küche durch den Gang kam, den Rücken zu und schaute in das im Abendsonnenschein liegende Land hinaus. Es war ein hübsches Bild: Der schlanke, zierliche Schattenriß des Mädchens im hellen Viereck der Tür, dahinter grüne Tannen, rotgoldenes Gewölk und die weißen Spitzen des Gebirges, vom rosigen Schimmer der scheidenden Sonne überhaucht. „Guten Abend“, sagte Martin,„ich muß die neue Hausgenossin doch auch begrüßen.“ Regina wandte sich um. Lächelnd und heiter hatte sie den Gruß erwidern wollen, aber das Lächeln erstarb jäh. Ihre Augen weiteen sich. Ueberraschung, Freude und Schrecken wechselten rasche ihren Ausdruck, und auch der Mann ließ die schon ausgestreckte Hand wieder sinken. „Gini. du?“ „Martl!" Es klang wie ein Schrei, und beschwörend hob Martin die Hände.„„„ „Still, Gini... um Gottes willen! Niemand darf wissen, daß wir uns kennen.“ Regina fragte nicht. Sie wußte, warum Martin das von ihr verlangte. Droben, die Kranke, war seine Braut, aber in seinen Augen, in seiner ganzen Haltuing las sie die zurückgedrängte Erschütterung über dieses unerwartete Wiedersehen. Er sah sie an. Alle Liebe, alle Zärtlichkeit und alle Trauer des Verzichtes standen in seinem Blick. Wie gern hätte er dieses liebe Gesicht mit seinen Händen umschlossen und geküßt. In wie vielen Träumen hatte es ihm zugelacht: Gini auf der Oktoberwiese braunäugig... im weißen Spenzer... jauchzendes, glückliches Antlitz, zwischen zwei goldenen Seilen in der Schiffsschaukel auf= und abschwingend.„Höher, Martl, noch höher!" Gini, türkischen Honig knappernd... im Bierzelt aus eine mriesigen Maßkrug trinkend. Süßer, lachender Mund, den er geküßt hatte... viele Male.... und tausendmal im Traum. Aber immer war dann ihr Bild entschwunden, so, wie er es damals verloren hatte, am Abend, uner den bunten Lichterketten der Festwiese im Gedränge der Menschen. Und jetzt stand es vor ihm, zum Greifen nahe, nur lachte es nicht mehr. Traurig war das liebe Gesicht und verschattet, ferner denn je. „Wir müssen uns aussprechen, Gini“, sagte Martin und wies zum Wald hinüber.„Sei heute abend, wenn ich heimgehe, drüben bei den Tannen.“ Sie nickte stumm, wandte ab und stieg langsam die Treppe hinauf. Daß Martin sie nicht begleitete, war ihr eine Erleichterung. Wie hätte sie Anna in seinem Beisein unbefangen in die Augen sehen können? Mit wirrem Kopf und bangem Herzen betrat sie das Krankenzimmer. Anna war wach. Sie klagte über Schmerzen und hatte fieberglänzende Augen. „Wo ist Martin?" fragte sie unruhig. Regina beugte sich tiefer über das Glas, in dem sie das Gurgelwasser mischte. „Ich sah ihn eben über den Hof gehen... er wird gewiß gleich kommen.“ „Habt ihr euch schon begrüßt?“ „Ja. Eins, zwei, drei, vier, fünf. Die Mädchenhand, die fünf Trofen in einen Löffel zählte, zitterte. Als sie der Kranken die Medizin an den Mund hielt, war sie wieder fest und sicher. Ruhig sein, Regina! Hatte sich denn so viel verändert? Das kurze Glück jener Stunden auf der Oktoberfestwiese war zerronnen, ehe sie sich recht bewußt geworden war, daß das Spiel ihrer Augen, der Druck ihrer Hände und die zärtlichen Worte, die sie getauscht hatten, Liebe gewesen war. Später freilich war dann die Unrast über sie gekommen, als müsse sie das Verlorene suchen gehen, bis sie sich damit abgefunden hatte, daß sie Martin niemals wieder begegnen werde. Abfinden, sich in das Unvermeidliche fügen, das mußte sie auch jetzt. Sie hatte kein Anrecht an den Mann, der Anna gehörte, und als habe sie schon in Gedanken einen Verrat an ihr begangen, bemühte sie sich mit noch größerer Sorgfalt um die Kranke. Am Abend wartete sie unter den Tannen. Martin kam. Sein Gesicht war ernst und zergrübelt. Als sie sich anschauten, brannte in beider Augen die Frage: Warum... warum müssen wir uns so wiederfinden? Im Dunkel der Bäume stehend, hastig atmend, bedrängt von dem Verlangen, die Hände nacheinander auszustrecken, brauchten sie sich nicht mehr zu sagen, daß sie sich liebten. Jeder Blick, jeder Herzschlag, jede leiseste Bewegung verrieten es. Aber so groß war ihre Scheu, der kranken-Frau droben im Hause ein Unrecht zuzufügen, daß sie es nicht einmal wagten, sich bei den Händen zu fassen. Anna ahnte nichts. Würde es ihnen gelingen, ihren Argwohn niemals zu wecken? „Wenn die Tante gesund ist, gehe ich wieder“, sagte Regina leise. Da begann Martin endlich zu sprechen. „Ich gab ihr mein Wort“, kam es gepreßt von seinen Lippen. Es war mehr als Leid, es woar die Verzweiflung darüber, daß Regina ihm erst jetzt verloren war, jetzt, da er sie wiedergefunden hatte. Sie sollte wissen, wie es zu diesem Verspruch gekommen war. Alles sollte sie wissen. „Komm“, sagt er und rührte flüchtig an ihren Arm, „hier könnte man uns noch vom Hof aus sehen.“ Seite an Seite gingen sie tiefer in den Wald hinein, aber zwischen ihnen blieb ein Abstand, als habe sich ihnen ein unsichtbarer Schatten zugesellt, der sich in ihre Mitte schob. Neuntes Kapitel Solange Anna krank war, hatten Martin und Regina es vermeiden können, sich unter ihren Augen zu begegnen. Es waren immer nur kurze Minuten gewesen, die sie gemeinsam in der Stube der Kranken verbrachten, und immer verstanden sie es einzurichten, daß sie nicht beide zugleich an das Bett traten. Martin war freundlich und höflich zu Regina. Kein Blick, kein Wort, deutete engere Vertrautheit an. Herr Liebl und Fräulein Regina nannten sie sich, bis Anna, die sehr langsam genas, eines Tages scherzend meinte:„Sagt doch„Du“ zueinander.“ Sie mußten sich auch auf ihren Wunsch die Hände reichen, und Martin drückte die schmale, zitternde Hand des Mädchens fest und beruhigend. (Fortsetzung folgt.) Presse=Hoffmann. Tag und Nacht itt der Kommandant des Transporters auf der Brücke, denn der Weg an der . Westküste Norwegens führt durch englische Minenfelder Der Bug eines=Boot=Jägers Das Auge der Artillerie Ein Fesselballon steigt auf — Gentsch— Presse=Hoffmann. Stukas werden startfertig gemacht Weltbild Das war ein Bombentreffer In einer Stadt im Südosten Englands wurde der Bahnhof von einer deutschen Bombe getroffen. 6cc letzte Zigarette raucht der Soldat selten allein; sie mit dem Kameraden zu teilen, war auch im Weltkrieg schon Brauch. Dir geben uns deshalb alle Mühe jede Zigarette so gut wie nur eben möglich zu machen, damit geteilte Freude immer doppelte Freude bleibt! KISSNER KAlser * 49 14-18 GULDENRING 4P Aischung, sondern trägt auch ein bietet dlem Raucher einen doppet--MUNDSTUCK, das die Cippen. ten Genuss. Denn sie hat nicht schützt und den Jabak vor nacheine bewährte, reine Orient- keiliger Durchseuchtung bewahrt. Rindereiene in enhirsusen=Cerorun Sechsjährige arbeiteten unter Tage Kein Land der Welt ist so stolz auf seine Tradition wie England. Alles, was im Inselreich auf ein großes Alter zurückblicken kann, scheint allein schon durch diese Tatsache ehrwürdig. Nirgends werden so gern Jubiläen gefeiert wie dort; man läßt kaum eine Gelegenheit zu einer solchen Festlichkeit vorübergehen. In diesem Jahre hätte der englische Bergbau guten Grund, ein solches Jubiläum zu feiern— aber man hat nicht gehört, daß es irgendwo festlich begangen worden wäre. In diesem Jahre nämlich ist genau ein Jahrhundert vergangen, seitdem das Parlament sich auf Grund nicht enden wollender Beschwerden— auch des Auslandes— endlich gezwungen sah, eine Kommission mit der Untersuchung der Kinderarbeit im englischen Bergbau zu betrauen.„„-knn, Kinder im Bergbau, Kinder als Arbeiter unter Tage! Das ist eine Vorstellung, die uns fast unmöglich scheint. Wenn irgendein Beruf die körverlichen und vor allem die moralischen Kräfte eines Erwachsenen verlangt, dann ist es der Bergbau mit seinen Anstrengungen und Gefahren in der ewigen Dunkelheit. Wer heute durch den Kinderhort einer deutschen Zeche geht und dort die unbekümmerte, sorglose, lachende Jugend in hellen Räumen spielen sieht, sorgfältig betreut von geschulten Kräften, der kann nur mit Schaudern daran denken, daß noch in jüngster Vergangenheit in England sechsjahrige Kinder in der Grube keine Seltenheit wares.„„ I Im Septemberyeft der Zeitschrift„Das Werk", Monatsschrift der Vereinigten Stahlwerke, ist ein authentischer bebilderter Bericht über dieses„Kinderelend im englischen Bergbau" erschienen. Die grauenhaften Tatsachen, die hier aufgedeckt werden. gewinnen noch besonderen Nachdruck dadurch, daß im selben Heft auch die Ausbildung eines Bergjungmanns im hochentwickelten deutschen Bergbau vor hundert Jahren und in einem vorangehenden Bericht die heutige Lage der deutschen Bergmannsjugend ausführlich dargestellt werden. Welch ein Kontrast zwischen der Situation des jungen Bergmanns diesseits und jenseits des Kanals! Es lohnt sich,„die andere Seite" einmal näher anzusehen. Die Kommission, die 1840 vom englischen Parlament ausgesandt wurde bereiste zwei Jahre lang die Bergwerksdistrikte in Cornwall, Wales, Lancashire, Devonshire usw. und befragte dabei über viertausend Personen. Der umfangreiche Gesamtbericht(mit allein 1800 Seiten Beweisstücken: Protokollen, Untersuchungen. Berichten und Abbildungen), der dann schließlich dem Parlament vorgelegt wurde, war ein erschütterndes Dokument geworden. Auf einer beliebig herausgegriffenen Seite des Berichtes kamen z. B. zu Wort: Philipp Philipps, 9 Jahre alt, Wettertürschließer: Catherine Richard, 18 Jahre alt, Karrenläuferin; Mary Davis, beinahe 7 Jahre alt, Wettertürschließerin: John Reece, 8 Jahre alt, Pferdetreiber: Susan Reece, 6 Jahre alt, Wettertürschließerin. Was diese Kinder über ihre Tätigkeit berichteten, war folgendes: Den Anfängern in der Grube, den Sechs= und Siebenjährigen, wurde vor allem das Amt übertragen, die mit Kohlen beladenen, oft räderlosen Karren von Ort zum Hauptstollen zu befördern. Die Nebenstollen waren so eng und niedrig, daß selbst die Kinder darin auf allen vieren kriechen mußten, wobei sie an einer Kette um den Leib die schweren„Hunde" hinter sich herzogen. Wegen der schlechten Bewetterung arbeiteten die Kinder meist nackt. Ihre Arbeitszeit betrug durchgängig 12, in manchen Revieren 13 bis 14 Stunden taglich. Die Arbeit war so anstrengend, daß die Kinder aus dauernder Uebermüdung oft während der Arbeit umfielen, um zu schlafen. Wegen der geringen Stollenhöhe hatten viele dieser unglücklichen Geschöpfe keine Haare mehr auf dem Kopf. Sie blieben durchweg von magerem kleinen Wuchs und sahen bleich und ungesund aus. Sehr oft waren Rückgratverkrümmungen und ähnliche Fehler, die dem Betroffenen fürs ganze Leben blieben, die direkte Folge ihrer Tätigkeit. Dem Bericht zufolge waren besonders die Wettertürschließer, die allein und in völliger Dunkelheit arbeiten mußten, außerst furchtsam, schreckhaft und fast stumpfsinnig. Die Einzelaussagen von Bergarbeitern, Frauen, Lehrern, Beamten, Pfarrern und sonstigen der Grube nahestehenden Leuten brachten die volle Bestätigung dieser grauenhaften Zustände! Aufschlußreich sind die Antworten, welche die Bergwerksbesitzer auf die Frage erteilten, in welchem Alter die Kinder ihre Arbeit in den Gruben aufnehmen sollten. Der ehrenwerte Mr. Appleby hielt 6 Jahre für angemessen, Mr. Redhead 6 bis 7 Jahre, Mr. Croßfield 9 Jahre... Nur wenige der Befragten erklärten, daß erst Fünfzehnjährige zur Grube zugelassen werden sollten. Eine große Anzahl von Zeichnungen, die von einem Mitglied der Untersuchungskommission jeweils an Ort und Stelle angefertigt sind, um die in den Berichten und Ermittlungen festgelegten Untersuchungsergebnisse bildlich zu belegen und zu bestätigen, gleichen Illustrationen zu Dantes„Hölle". Trügen die drei schweren Foliobände nicht den Aufdruck„Acts of Parliament 1842 Vol XV. XVI. XVII. Reports from Commissiones of Childrens Employment(Parlamentsakten 1842 wo. 15. 16. 17. Berichte der Untersuchungskommission über Kinderarbeit) und verbürgten sich nicht für ihre Richtigkeit sechs vom Unterhaus in die Kommission gewählte Parlamentsmitglieder, man wäre geneigt, Darstellung als tendenziöse Hetschrift anzusprechen. So bleibt nur die Feststellung, daß man Einblick in eine Dokumentensammlung erhalten hat, der hundert dazwischenliegende Jahre nichts von ihrer Grausamkeit und Furchtbarkeit nehmen konnten. Man ist vielleicht geneigt, auch die Eltern zu verdammen, die ihre Kinder aus Geldgier in die Grube schickten. Aber sie waren durch bitterste Not dazu gezwungen; ihr eigener Lohn wurde künstlich so niedrig gehalten, daß sie selbst auf den kümmerlichen Beitrag der Kinder nicht verzichten konnten, auch wenn diese bis zum 10. Lebensjahr nur ein Achtel des Normallohnes erhielten. Man sage nicht, daß diese so jammervollen Verhältnisse längst überholt seien und daher nicht mehr der Betrachtung wert. Es leben noch heute Menschen in England, die als Siebenjährige unter Tage gearbeitet haben. Und wenn heute auch die Kinderarbeit in den Gruben verboten ist, so arbeiten doch immer noch Frauen im Bergbau unter Tage! Die Lage des Bergmanns in England ist noch immer nicht vom Staat aus wesentlich gebessert— und der alte Geist der Profitgier und Hartherzigkeit feiert auch heute noch im englischen Bergbau seine Triumphe. Die häufigen Streiks der Bergarbeiter sind bisher immer wieder an dem völligen Unverständnis der englischen Regierung gescheitert. Heute aber ist der Tag vorauszusehen, an dem auch hier endlich der neue Geist der Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Freiheit hereinbricht und jahrhundertealtes Unrecht wegfegt. mors, von denen jede einzelne 8000 Lei kostete. Die Treppen und viele Wandelgänge sind mit echtem schwarzem Marmor belegt, allein das Treppenhaus kostete zwei Millionen Lei. Die Wände der meisten Räume waren mit edlen Naturhölzern belegt. Für die Heizungs= und Küchenanlagen war ein Petroleumtank außerhalb des Hauses in die Erde gebaut worden, der zwanzig Waggonladungen Petroleum faßt. Ein Park von 78 Hektar Land umgibt das Schloß. Die Rumänen gehen heute betroffen durch dieses Phantasiegebilde einer Ausbeuterclique, die so volksfremd war und ist, daß alle mitteleuropäischen Maßstäbe davor verblassen. Auftakt zu weiteren kulturellen Beziehungen Gastspiele der Staatsoper Wien und der Wiener Philharmoniker in Holland Amsterdam, 17. Oktober. Auf Einladung des Reichskommissars für die besetzten Gebiete, Reichsministers Dr. Seyß-Inquart, an den Reichsstatthalter in Wien, Reichsleiter von Schirach, im Haag und in Amsterdam je zwei Aufführungen der Staatsoper Wien und je zwei Konzerte der Wiener Philharmoniker zu veranstalten, vefinden sich zur Zeit die Wiener Staatsover und die Wiener Philharmoniker unter der Leitung des Direktors der Staatsoper, Generalintendanten Heinrich Strohm, auf einer Gastspielreise in Holland. Am Dienstag ging das erste Gastspiel mit Mozarts„Figaros Hochzeit unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Professor Hans Knappertsbusch in Szene. Die holländische Presse und der hollandische Rundfunk widmeten in eingehenden Betrachtungen und Aufsätzen den Ankommenden größte Aufmerksamkeit, in denen die beiden Wiener Ensembles als Repräsentanten der heutigen deutschen Kulturpflege gewürdigt werden. Die Aufgeschlossenheit der holländischen Bevölkerung den deutschen Gastspielen gegenüber wird dadurch deutlich, daß in beiden Städten die„Figaro"=Aufführungen schon viele Tage vorher ausverkauft waren. Reichskommissar Reichsminister Dr. Seyß=Inquart empfing Dienstag in seiner Dienststelle im Haag den Direktor der Staatsoper Wien, Intendanten Strohm, und den persönlichen Referenten des Reichsstatthalters in Wien zu einer längeren Unterredung, in der er seiner besonderen Freude Ausdruck gab, daß gerade die Wiener Staatsoper und die Wiener Philharmoniker nach Holland gekommen seien und daß der Reichsstatthalter in Wien, Reichsleiter von Schirach, seiner Einladung in so schöner Weise entsprochen habe. Diese neuntägige Gastspielreise der Wiener Künstler wird der Auftakt zu weiteren kulturellen Beziehungen zwischen dem Deutschen Reich und den Niederlanden sein. In diesem Sinne nahmen die Festspiele der Staatsoper und der Philharmoniker in den Haag und Amsterdam ihren Anfang. Die Ausländer in Frankreich Brüssel, 17. Oktober. Höchst interessante Angaben machte die französische Kommission zur Nachprüfung der Zuerkennung der französischen Staatsburgerschaft an Ausländer. Der Pariser„Matin" berichtet hierüber, der Großteil der Einbürgerungen erfolgte unter der Volksfrontregierung von 1936 bis 1938. Das Blatt fügt hinzu, daß viele dieser Einbürgerungen bereits wieder ruckgängig gemacht worden sind. In den letzten 15 Jahren hätten 200 000 Ausländer die französische Staatsbürgerschaft erworben. De der Herrst um tunhsten Went??. Der Bodensee als Wärmespeicher und Riesenreflektor Der Bodensee, nur Deutschlands größtes. Friedrichshafen, 17. Oktober. das„Schwäbische Meer", ist nicht dinnengewässer, sondern er besitzt auch klimatische Eigenschaften, wie wir sie in diesem Ausmaße bei keinem zweiten deutschen See mehr finden. Die Natur hat es gut mit dieser Gegend unseres Vaterlandes gemeint, sie schickt ihr einen frühen Lenz und hält den milden, sonnigen Herbst besonders lange im Land. Das hat naturlich seine Gründe. Erstens ist der Bodensee ein einziger großer Wärmespeicher, der seinen im Sommer erhaltenen Wärmeüberschuß in kälteren Jahreszeiten langsam wieder abgibt, zweitens stellt die Oberfläche des Bodensees einen riesigen Spiegel dar, der die einfallenden Licht= und Sonnenstrahlen auffängt und zum großen Teil an die Dunstschicht der Atmosphäre wieder zurückZahlreiche Messungen haben ergeben, daß die jahresdurchschnittliche Wasserwärme der Oberfläche des offenen Sees 10,4 Grad Celsius beträgt. Prof. Dr. Forel hat sich der Mühe unterzogen, die Wärmemenge zu berechnen, die der See im Herbst und Winter 1890 verlor, nach der Aufspeicherung der Wärme im Laufe des vorangegangenen trockenen Sommers. Danach betrug der Verlust 180000 Milliarden Wärmeeinheiten oder deutlicher vor Augen geführt: Die Wärme, die der See an die Luft abgab, entsprach dem Verbrennungswert von 23. Milliarden Kilogramm Kohlen, eine Menge, mit der man einen Güterzug in der Länge von der Südspitze Afrikas zum Nordvol füllen konnte. Die Höchsttemperaturen erreicht der See im August, wo 24 bis 25 Grad Celsius keine Seltenheit sind, aber auch im Herbst halten sich die Temperaturen immer noch um 17 Grad Celsius. Erst im Oktober kühlt sich das Wasser rascher ab, immerhin ist eine Durchschnittstemperatur von 12 Grad in diesem Monat ebenfalls noch nicht kalt zu nennen. Nicht einmal im Winter sinkt die Wärme unter 5 Grad. Es ist eine große Seltenheit, wenn Teile des Bodensees einmal zufrieren, eine Erscheinung, die nur bei anhaltendem übermäßig strengen Frost eintritt. Im übrigen gleicht der Bodensee einem riesigen Reflektor, der das ganze Ufergebiet bis weit in das Land hinein mit einer verschwenderischen Fülle von Licht versorgt. Vergleicht man beispielsweise die Lichtverhältnisse Friedrichshafens mit denen Münchens, so findet man bei verhältnismäßig geringer Abweichung der geographischen Breiten am Bodensee in den Monaten April bis September einen Lichtüberschuß von 40 Prozent, im Winterhalbjahr einen solchen von 12 Prozent. Auch in der Oberrheinischen Tiefebene wurden Messungen vorgenommen, die das überraschende Ergebnis zeitigten, daß die Lichtmenge, von der zum Beispiel Karlsruhe überflutet wird, sogar noch hinter jener von München marschiert. Das Bodenseegebiet ist diesem Frühlingsland, was die Lichtmenge betrifft, um 57 Prozent überlegen. Dagegen hat die Oberrheinische Tiefebene dem„Schwäbischen Meer“ eine günstigere gergraphische Lage voraus. Selbstverständlich findet man ausgezeichnete lichtklimatische Bedingungen auch an anderen größeren Seen, jedoch spielt dabei die Weite des Wasserspiegels und vor allem die landschaftliche Lage eine große Rolle. Der Bodensee ist nicht nur das größte Binnengewässer Deutschlands, sondern er verschafft auch den von Süden kommenden Sonnenstrahlen dadurch eine außerordentlich günstige Angriffsfläche, daß sich die Ufer vom Westen nach Osten sehr weit erstrecken, die noch dazu durch die Höhen der gegenüberliegenden Berge sehr windgeschützt sind. Der hohe Lichtgenuß im Verein mit der im Wasser aufgespeicherten Wärme bedeutet einen unermeßlichen Schatz für das Bodenseegebiet, der bisher bei weitem noch nicht voll ausgenützt worden ist. Schwerer Sturm verwüstet Bombayer Straßen Madrid, 17. Oktober. Nach einer Reuter=Meldung erlebte Bombay am Mittwoch morgen den schwersten Sturm seit Menschengedenken. Viele der wichtigsten Straßen sind verwustet und mußten für den Verkehr gesperrt werden. Zahlreiche Wohnhauser an der See seien„hinweggeblasen“ worden. An der Küste sind viele Wrackstücke angetrieben. Man befurchtet, daß die Verluste an Menschenleben in der Kustenschiffahrt groß sind. Die Lokomotive im Speisesaal Buenos Aires, im Oktober. Buenos Aires hatte ein seltsames Eisenbahnunglück zu verzeichnen. Auf dem Bahnhof Retiro der Pacific= Bahn rangierte eine Lokomotive. An einer Weiche stieß sie mit einem einfahrenden Güterzug zusammen. Der Lokomotivführer hatte, anstatt die Lokomotive zum Stehen zu bringen, ihren Gang beschleunigt, da er hoffte, noch vor ihr das Nachbargleis erreichen zu können. Durch den Stoß wurde nun der Lokomotivführer, noch ehe er die Lokomotive abstellen konnte, auf den Bahnsteig geschleudert, und die Lokomotive setzte, ohne Führer, ihre Fahrt fort. Sie fuhr in Richtung auf das Bahnhofsgebäude, prallte gegen die am Ende des Bahnsteiges aufgestellten Puffer und fuhr über sie hinweg auf den Bahnsteig hinauf. Auch hier setzte sie, nunmehr außerhalb der Schienen, ihre Fahrt zum Entsetzen der zahlreich auf dem Bahnsteig versammelten Menschen fort— es war um die Mittagsstunde, kurz vor Geschäftsschluß. Die Lokomotive bewegte sich geradewegs auf den Speisesaal zu. Sie drückte die Wand mitsamt der Türe ein und fuhr, Stühle, Bänke und Tische zertrümmernd, in den Saal hinein, wo gerade die Kellner damit beschaftigt waren, die Tische für das Mittagessen zu decken. Die Lokomotive wäre auf den vor dem Bahnhof liegenden Platz hinausgefahren, wenn sie nicht ein breiter Eisenpfeiler aufgehalten hätte. Tom Mix tödlich verunglückt Newyork, im Oktober. Der amerikanische Filmstar Tom Mix, der seine größten Erfolge in den stummen Wildwestfilmen als Cowboy und Meisterschütze feierte und der seinerzeit der Held unzähliger Abenteuergeschichten war ist, wie die„Berliner Morgenpost" berichtet, in Amerika tödlich verunglückt. In seiner Laufbahn als Sensationsdarsteller hat er sich wiederholt Beine, Hände und Rippen gebrochen und 1932 einen so schweren Unfall gehabt, daß man bereits damals mit seinem Ableben rechnete. 1925 machte er auch Berlin einen Besuch. Sein Vater war irischer Abstammung, die Mutter ein Halbblut, schottisch=indianischer Mischung. Bekannt wurden seine Filmpferde„Tony I“ und„Tony II“. In den letzten Jahren war es eigentlich recht still um den fast Sechzigjährigen geworden, der noch im vorigen Jahre mit einem Wanderzirkus in Dänemark reiste; wo er aber selbst auftrat da wurde er wie früher gefeiert. Nun ist auch sein in mehr als einer Beziehung echt wildwestromantisches Leben abgeschlossen. Seltsames Vorgehen zweier Erfurt, 17. Oktober. Eine junge Ehefrau in Erfurt wohnte mit ihrer Schwiegermutter und einem Untermieter zusammen in einer Wohnung. Der Ehemann stand im Felde. Die Schwiegermutter beschuldigte die junge Frau, mit dem Untermieter unerlaubte Beziehungen zu unterhalten. Der Soldat kam auf Urlaub und stellte seine Frau zur Rede, die ihre Schuld eingestand. Daraufhin reichte der Mann die Scheidungsklage ein. Auch vor Gericht wiederholte die Frau ihr Geständnis. Die Ehe wurde daraufhin geschieden, die Frau als allein schuldiger Teil erklärt. Der Untermieter aber hatte in diesem Prozeß unter Eid versichert, daß er keine Beziehungen zu der angeklagten Frau unterhalten habe. Er sollte sich deshalb in einem zweiten Prozeß vor der Strafkammer wegen Meineids verantworten. Doch er blieb bei seiner Aussage, daß kein Ehebruch vorliege. Nach langen Vorhaltungen gestand die Frau endlich ein, daß der Untermieter sowohl von der Schwiegermutter als auch von ihr zu Unrecht beschuldigt worden sei. Das Meineidsverfahren endete daraufhin mit einem vollen Freispruch des Untermieters, der durch das ungewöhnliche„Ehebruchs=Gestandnis“ der Frau in schwere Ungelegenheiten gekommen war. „Kidnapping“ in Aarhus Kopenhagen, 17. Oktober. Das feige, scheußliche Verbrechen des Kinderraubes zum Zweck der Lösegelderpressung ist eine angelsächsische Spezialität, darum wird es auch international mit dem englischen Wort„Kidnapping" bezeichnet. Die friedliche Stadt Aarhus war von Grauen geschüttelt, als sich mit Windeseile die Nachricht verbreitete, daß sich auch hier ein Fall von Kidnapping ereignet hätte. Eine junge Mutter, die nachmittags aus einem Konfektionsgeschäft kam und vergeblich nach dem Kinderwagen forschte, den sie vor dem Laden stehen gelassen hatte, schrie verzweifelt:„Mein Kind! Mein Kind ist geraubt!“ Schuldbewußt eilte nach einiger Zeit ihre Mutter herbei. Sie hatte eigentlich auf das Kind im Wagen aufpassen wollen, war aber dann selbst in einen Laden gegangen, und inzwischen war der Kinderwagen verschwunden. Die Polizei nahm sofort die Suche auf, und auch die Stadtbewohner bildeten freiwillige Suchkolonnen. Schon nach wenigen Stunden waren die gemeinsamen Bemühungen von Erfolg gekrönt. Der Großmutter war es gelungen, in einem Hauseingang am andern Ende der Stadt den Kinderwagen zu entdecken, in dem das vermißte Kleinkind friedlich und wohlbehalten schlummerte. Es fehlte nur die Handtasche der Mutter, die vorher im Kinderwagen gelegen hatte. Auf diese allein hatte es wohl auch die Diebin abgesehen. Sie konnte den Diebstahl gar nicht unauffälliger bewerkstelligen, als dadurch, daß sie mit dem unbeaufsichtigt dastehenden Kinderwagen abfuhr. Scunst und-Wissen Der Palast der Jüdin Lupeseu Bukarest, 17. Oktober. In Banessa, vor den Toren Bukarests, hat man den vor der Vollendung stehenden Palast der Jüdin Lupescu, der Freundin des ehemaligen Königs Carol, zur Besichtigung freigegeben. Auf einem breiten Parkweg von fast einem Kilometer Lange erreicht man einen Palast in einem venezianisch=marokkanischem Stil, der der Sitz der ungekrönten Königin Rumaniens werden sollte. Das Haus enthält 28 große Wohn= und Empfangsräume, Terrassen und Wandelgänge, eine moderne Küchenanlage und einen Anbau für die Dienerschaft, für die allein vierundzwanzig Zimmer vorgesehen sind. Was man hier sieht, zeigt, daß einige hundert Millionen Lei ausgegeben wurden und noch ausgegeben werden sollten für ein Luxusleben, das zu der Primitivität und dem bäuerischen Charakter des Landes in katastrophalem Widerspruch steht. Die Verkleidungen der Heizkörper sind aus sizilianischem Stein kunstvoll gearbeitet. Fußböden und Treppen sind mit echtem Marmor bedeckt, die Bibliothek mit etwa hundert Platten karrarischen MarNochmals die„Schreckenlleiner“ Die tolle Posse von August Griditz„Das neunzackige Mädchen“ hat in der letzten Woche der vorigen Spielzeit einen so gewaltigen Publikumserfolg gehabt, daß es schade gewesen ware, wenn man das groteske Stück nicht allen Freunden einer derben Komik hatte zugängig machen wollen. Wohl waren durch den Weggang von Alfred Schieske und Hilde Jansen zwei Umbesetzungen in wichtigen Rollen notwendig, aber man unterzog sich gern dieser Mühe, um den erfolgreichen Schlager auch in den neuen Spielplan wiederaufnehmen zu können. Adolf Schneider steckt jetzt in der Haut des Pseudografen und Schmierenkomödianten und nach damaligem Muster spielt er seine Rolle, wenn auch nicht so vollfaftig wie Schieste, so doch auch reich nuanciert und mit allerlei wirkungsvollen Effekten. Gewandt weiß er eine leichte Unsicherheit in der übernommenen Partie zu überbrücken. Hanna Posteher ist als falsche Komtesie ebenso temperamentvoll und lebendig, erfreulicherweise weniger überspitzt und auch ebenso scharmant=verliebt wie ihre Vorgangerin. Wilhelm Grimm als köstlicher, echt wirkender, verkalkter Wiener Aristokrat, Willy Mayenknecht als liebenswürdiger junger Mann, Willi Schröder als geschäftstüchtiger Kunsthändler und Franz Rehfeldts eifersüchtiger Diener erfüllen ihre Rollen so erfolgreich wie in der vorigen Spielzeit und tragen das nicht weniger beifällig und unter großen Heiterkeitsausbrüchen aufgenommene burleske Stück zum Siege. Dr. Josef Schwermann Bruckner-Felt in Leipzig Zum zweiten Male veranstaltete die Leipziger BrucknerGemeinschaft ein mehrtägiges Bruckner=Fest. Sechs Konzerte waren den verschiedenen Schaffensgebieten des Meisters von St. Florian gewidmet. Der Sinfoniker Bruckner stand dabei im Mittelpunkt: die Fünfte erklang unter Hermann Abendroth in einem Gewandhauskonzert, die Neunte wurde, ebenfalls vom Gewandhaus=Orchester, unter Hans Weisbachs Leitung großlinig gestaltet, die Vierte erklang in einem Gastkonzert der Dresdner Staatskapelle unter Karl Böhm. Mit dieser dreifachen Auslegung Brucknerscher Sinfonten(selbstverständlich in den Urfassungen) durch drei der berufensten Interpreten gab das Leipziger Fest einen gültigen Beitrag zur Frage heutiger BrucknerDeutung. Darüber hinaus vermittelte es noch einen erstmaligen fesselnden Einblick in die schöpferische Werkstatt des Sinfonikers durch die studienmäßige Uraufführung des Finale=Fragments zur neunten Sinfonie. Diese Skizzen sind die Hinterlassenschaft der beiden letzten schweren Lebensjahre Anton Bruckners; in ihnen ringt; er um die letzte Krönung und Gipfelung seines Werks. Die Entwürse zum Finale sind weiter gedlehen als man bisher angenommen hat. Es fehlt nur die Coda, die freilich bei Bruckner stets eine neue große Steigerung bringt. So bleibt Bruckners letztes Wort unausgesprochenes Geheimnis. Was von dem Finale nach sorgfältiger Ueberprüsung der Skizzen zu entI anfeufshren war erklang in Leipzig Knab streichquintettmäßig gesetzt hat, so daß ihre reich blühende melodische und barmonische Substanz zu klingendem Leben geweckt werden konnte. Das Strub=Quartett spielte außerdem ein meisterlicher Formung Bruckners einziges Kammermusikwerk, das Streichquintett.(in der Original= fassung). Chor= und Orgelkonzerte in der Thomaskirche und der Universitätskirche galten dem Kirchenmusiker Bruckner: der Riedelverein unter Max Ludwig sang die FemollMesse und den 150. Psalm; die Kantorei des Landeskonservatoriums unter Joh. Nep. David vier Gradualien im Rahmen einer Motettenstunde. die als Uraufführung noch ein Orgelwerk brachte, das Joh. Nep. David aus einem Brucknerschen Thema in kontrapunktisch reicher und formal kühner Gestaltung entwickelt hat. Dr. Wolfgang Steinecke. Kleines Zeultleion Bernd Böhle, der Bochumer Dramatiker kommt mit seinem neuen Schauspiel„Der lange Tag“ am 18. Oktober an den Städtischen Bühnen in Magdeburg zur Uraufführung. Die Zelter=Plakette für einen südwestfälischen Musikverein. In Arnsberg beginnt am Dienstag die Reihe der Winterveranstaltungen mit einem Klavier= und Liederabend des Städtischen Musikvereins. An diesem Abend erfolgt die feierliche Ueberreichung der vom Präsidenten der Reichskulturkammer dem Musikverein in Anerkennung seiner Verdienste um das Musikleben verliehenen Goldenen ZelterPlakette. Die Plakette überreicht ein Vertreter der Reichsmusikkammer, Gau Westfalen=Süd, in Bochum. Felix Lützkendorf:„Das Jahr 1000.“ Felix Lützkendorf, einer der bemerkenswertesten Autoren unserer Zeit, legt als neues Werk das Schauspiel„Das Jahr 1000“ vor Das Recht der Uraufführung haben sich die Städtischen Bühnen Wuppertal gesichert. schleiern und orchestral aufzuruoren war, erklang in erstmals unter Weisbachs Leitung. Eine Ergänzung zu der erstmaligen Studten=Aufführung zweier von Bruckner Schönheltssinn und wahrer Naturfreude wie geschaffen. für das Scherzo der Neunten fkizzierten Trios, die Armin! Der Büchertisch für die Jugend Bunte, frohe Welt. Wer macht mit? Elisabeth Strietholt. Verlag Industriedruck AG., Essen. Ja, so ein Buch habt Ihr Kinder Euch sicherlich immer schon gewünscht, ein Buch, das nicht allein für Euch geschrieben wurde, das sogar von Euch selbst geschrieben wurde. Denn hier kommen eine ganze Reihe kleiner Buben und Mädel mit Märchen Geschichten, wunderseinen Zeichnungen zu Wort, und Ihr werdet sicherlich an all dem seinen, bunten Zeug Eure helle Freude haben. Ein Buch, das so recht aus der Welt des Kindes heraus gestaltet wurde und darum mehr Freude als irgendein anderes Buch Euch bringen wird. Wassertröpschen. Nora Scholly. Verlag Josef Müller, München. „Tannenbäumchen“ und Wolkenkinder“ sind Bücher, die diese Künstlerin auf dem Buchmarkt der Kinderbücher bekannt machen. Nun schenkt sie den Kindern ein neues, reizendes und frohes Büchlein ihre„Wassertröpschen“, eine kleine, muntere Schar, winzig kleiner Wassertröpschen, die ihren Weg durch Quellen,„Flüsse, Meere machen, an Fensterscheiben klopfen, sich auf Muhlrädern schaukeln, auf der goldenen Leiter gen Himmel steigen, um dann sich wieder in ihrer übermütigen Lebensfreude an Regenschnürchen zur Erde fallen zu lassen.... Ein Buch mit wunderseinen Zeichnungen für die Erziehung des Kindes zu echtem Erika Scheidt Hufeisen von Ochsen zogen Strom an und führten Tod herbei In Jauernig(Schlesien) ereignete sich in der Nähe eines Transformatorenhäuschens ein ungewöhnlicher Unfall. Durch Kurzschluß war im Innern des Häuschens Feuer ausgebrochen, und der feuchte Erdboden leitete den elektrischen Strom weiter, als gerade ein Ochsengespann die Gefahrenstelle passierte. Der Strom wirkte so stark, daß zwei hufbeschlagene Tiere sofort tot umfielen, während der dritte Ochse, der keine Hufeisen hatte, am Leben blieb. Ein Gefängnis für Rohköstler In den Vereinigten Staaten von Amerika ist nunmehr das erste Gefängnis der Welt für Rohköstler errichtet worden. Die Vegetarier von Jacksonville bekamen keinen gelinden Schrecken, als sie eines Tages die irreführende Ueberschrift in der Zeitung lasen:„Gefängnis für Rohköstler“; sie glaubten, nun würden sie alle eingesperrt und veranstalteten einen Protestmarsch. Bis ihnen bedeutet wurde, daß dorthin nur diejenigen Häftlinge anderer Gefängnisse eingeliefert wurden, die auf vegetarische Kost aus gesundheitlichen Gründen angewiesen tad. Völkerwanderung im 20. Jahrhundert Die große Heimkehr der Volksdeutschen ins Reich Mitten in der Spannung des entscheidenden Krieges, am 6. Oktober 1939, zeichnete der Führer in seiner Reichstagsrede das geschichtliche Problem der Rücksiedlung der Volksdeutschen in das Großdeutsche Reich auf und verkündete dabei gleichzeitig seinen Entschluß, dieses Problem in positivem Sinne zu lösen. Nach kurzer und intensiver Vorbereitungszeit wurde das Werk der Umsiedlung in Angriff genommen und damit ein geschichtlicher Vorgana von ungeheurem Ausmaß vollzogen: Im Baltenland, in Wolbynien, in Galizien, im Narewgebiet und in Südtirol folgen die Volksdeutschen dem Ruf des Führers und den Gesetzen ihres Blutes und wandern zurück in das Land, das einst ihre Ahnen verließen, nicht als Bettler oder Flüchtlinge, sondern im stolzen Bewußtsein ihres Wertes und ihrer Kraft. Hellmut Sommer gibt in seinem im Wilbelm=LimpertVerlag, Berlin SW 68. herausgegebenen Buch aus eigenem Erleben ausgezeichnete Stimmungsbilder von der Heimkehr der Volksdeutschen ins Reich und vermittelt darüber hinaus ein Bild der umfassenden organisatorischen Vorbereitungsarbeiten, die zur Vollendung des gewaltigen Werks notwendig waren, und einen Ueberblick über die Geschichte der Heimkehr der deutschen Volksgruppen ins Reich. Ein schwungvoll und gewandt geschriebenes Buch, dem man Beachtung schenken mus, weil sein Inhalt Zeitgeschichte schildert, die jedes Deutschen Erlebnis ist. Breschen in Albions Bollwerk Ein Tatsachenbericht in Wort und Bild Offiztere, Wissenschaftler und Journalisten gestalteten dieses Buch, dessen Herausgeber Dr. Wilhelm von Kries(Adler=Bücherei, Verlag Scherl, Berlin SW 68) ist. In einer Reihe interessanter und aufschlußreicher Aussätze, deren Eindruck noch durch gute und eindringliche Photos unterstützt nuird. werden unter bistortschem, wirtschaftlichem, polttischem und machtpolitischem Blickwinkel die Schwächen des britischen Inselreiches und der Nimbus der Unangreifbarkeit dieser Inselfestung in sachlicher und überzeugender Form durchleuchtet. Das Ziel dieses Buches ist, dem Leser einen deutlicheren Begriff von den Dingen zu geben, die heute noch wie eine verschwommene Vorstellung vor seinen Augen liegen. Georg Schemmerling Ittene gekeim Von Feliz Kiemkasten D69. Der Schwiegervater hatte stets das Gefühl, daß ihn sein Schwiegersohn mit einem gewissermaßen uneclaubten Gefühl der Heiterkeit betrachtete. Es machte ihn unruhig, sich so betrachtet zu fühlen. Es machte ihn unsicher. Er kam auf allerlei Gedanken. Bot er, ohne es zu ahnen, mit seiner Person eine Zielscheibe für Humor? Er betrachtete sich im Spiegel, aber er konnte nichts finden. Er achtete auf seine Worte upgerz, c nehmen, aber er fand darin nichts, das ihn#l# stutzig werden lassen. Er war ein würdiger Herr. Es gehörte zu seinem Beruf, würdig zu sein, denn er leitete eine große Geschäftsstelle der Versicherung und mußte zu jeder Zeit ein ernst genommener Herr sein, das## Mal ein hoflicher verbindlicher Herr, das andere Mal ein energischer Herr. Nicht umsonst war er der Herr Seinen Schwiegersohn hatte er lange Zeit im Geschäft unter der Fuchtel gebabt. Er batte ih#ggegehiehet, Die Zentrale, in Berlin hatte„ihm eines Beschäftigung bis dahm unbekannten Herrn Aoitschreiten, das unter Sesche e e Naßaabe, ihn in veirgziziplin keine Vorhaltungen zu machen und ihm die Dienststuppoissen, a6 dieser Herr zu stellen. Die Zentrale,wollte, Pen#en, o vcgeichaftg, Doktor mit der selbstandigen Fuhrung errzge,#hfen. stelle betraut werden könnte, falls eine Geschaftsstenl einmal frei würde. Einen ihme poslen Fereihert sägr a5 begeistern und es gibt Herren, die weit lieber ihren privaten Reigungen nachgehen. Ein ehrliches., Bekenpt; nis läßt sich von niemand erwarten, denn den schöne, Posten wollen sie alle gern haben, das gute Gehalt und den langfristigen Vertrag. Verlassen kann man sich Der Herr Subdirektor und nunmehrige Schwiegervater war nicht umsonst Subdirektor geworden. Er verstand die Gedanken der Zentrale durch bloßes Anfühlen. Dieser Herr Doktor hatte„oben“ Fürsprache, er sollte etwas werden, wenn er geeignet war, aber im anderen Falle ließ es sich dem besten genüber mit Bedauern eröffnen,, daß leider versagt habe, und die Berichte darüber lieferten die Grundlage. Der Subdirektor, heute sehener Mann in der Stadt, hatte gedient und sich das Feine und manche Leute es leichter haben. Geic zir Eirr Weitte fangen sie an, glein gaus auter Fargzemangtbei##e Umgagsformen, die nenntnisse, g geichen,#e sei Dank fehlt es ihnen oft am Wesenllichen, un dem Als das Protektionskind bei ihm anlangte, vor drei Jahren, hatte er den jungen Herrn mit Höflichkeit begrüßt und ihn an einen Schreibtisch gesetzt. Er erinnerte sich heute noch, wie es begonnen hatte. Der Herr Doktor sahen etwas jugendlich und leichtfertig aus. Herrn Doktor erschien der ganze Laden— diesen Ausdruck hatte er sich erlaubt,„der ganze Laden"— also der ganze Laden erschien dem Herrn leise lächerlich. Im Besitz der Protektion in Berlin und des Dortortitels gedachte, es der junge Herr mit der Pxovinz zu haben. Als er hörte, daß man es einem Herrn wie ihm nicht zumuten wolle, punktlich zu sein wie die kleinen Schreiber, strahlte er über das ganze Gesicht, und die Augen blitzten vergnügt. gbahn Gleich Dementsprechend begann die Laufbahn. Gleich zu Anfang erschien der junge Herr aus Grundsatz um eine halbe Stunde zu spat. um den Unterschied festzulegen, und innerhalb der Dienststunden erheiterte er das nüchterne Büroleben durch gloxreiche Späße. gemäß berichtete der Subdirektor nach Berlin, daß der Herr Doktor einen eleganten Stil liebe, in deg Arbeit flüssig und mit Intelligenz verfahre, in der keit jedoch einen Spielraum neve, und an besonders schönen Nachmittagen zum Rudern ginge. Aus der Zentrale wurde geantwortet, daß man von dem Bericht mit Interesse Kenntnis genommen habe und weiterer Berichte gewärtig bleibe. Das las der Subdirektor nicht ungern. Er sah mit einem satanischen Schmunzeln zu, wie sich der elegante Herr das Leben und die Arbeit leicht machte. Er selbst hatte seinerzeit eine Treue aus Erz, eine Geduld aus Leder und einen Eifer wie ein Buffel aufbringen müssen, um vorwärtszukommen. Das Geschäft verlangt Zuverlässigkeit, Fleiß und volle Hingabe. Wenn dieser Herr Doktor noch langer so fortfuhr, würde die Zentrale mit vollem Recht von der weiteren Beschäftigung Abstand nehmen. Mit vollem Recht war ein solcher Herr als Leiter einer Geschäftsstelle abzulehnen. Sogar ein Gönner oder eine Gönnerin— wer weiß, wer dahinter verborgen war— sogar eine starke Fürsprache mußte alsdann die Waffen strecken. Bei alledem war sich der Subdirektor wohl bewußt, daß er eine schwere Verantwortung trug, denn seine Berichte konnten Gott weiß wem vorgelegt werden, konnten genau untersucht werden. Er hütete sich um so mehr, als er sich bewußt war, daß er gegen den Herrn Doktor eine instinktive Abneigung empfand. Diese Abneigung unterdruckte er nach Kräften. Er war nicht gehassig. Es tat ihm ir manchen Augenblicken sogar leid, dem jungen zuzusehen, wie er sich ahnungslos und albern eine große Laufbahn verdarb. Diese Stunde des längeren Schlafens morgens, diese Schwäche, bei gar zu schonem Wetter wegzubleiben, die übertrieben vielen Zigaretten, diese leichten, flachen Schexzg inz Dienst, dies alles Haldzes Leben lung mit Her gaös, us=Taisie(ceri wie Sie wollen, Herr Doktor!“ sagt:„Morgens früh eine Stunde zu spät gekommen, Sesice ocde Kaseick elir Keäue e Wut dunkelrot geworden, aber gleich darauf sch so beteub halte er teg, saßen mussen. und das Versicherungsgeschäft svenrsagen keben kann, es hat mich gepackt, und varum inie ich mich jetzt hinein und will dabei bleiben. Das ist die Erklarung.“ Diese Erklärung hatte er nach Berlin berichtet, auch die felgengen„Ferichte hatten nichts an res als warm empfehlent lingen können, so daß es für ihn keine Ueberraschung war, als eines Tages die Weisung einlief:„Herr Doktor Sporn wird Ihrer Geschäftsstelle entnommen und als Leiter der Geschaftsstelle in DingsAlseuen, gabe für diese Mitteilung teilte ihgr, der Doktor ebenfalls etwas mit. Er stellte sich als ter Trudchens vor und bat um Einwilligung. Davon hatte der Subdirektor nichts geahnt. Er hatte nur in Erlösung aufgeatmet, daß er— ohne davon etwas zu snen— jenen Bericht damals nicht abgesandt hatte, daß nachher alles gut gegangen war, und daß sich seine Tochter gottlob nicht in einen Menschen vernarrt hatte, der geschäftlich nichts wert war. Wie die Dinge nun lagen, hatte es ihn von Herzen gefreut, und er hatte dem Schwiegersohn beide Hande gedrückt. Auch seine Seitdem war mehr als ein Jahr vergangen, die jungen Leute wohnten in ihrem Bezirk und ihn ging alles nichts mehr an. Es gab nur eine einzige Frage, die ihn plagte, sooft er bei den jungen Leuten zu Besuich weilte.,„Apng, sgct, d,. Schwienersohn! Möglicherwaren. Jedesmar lachte der Schwiegersohn. Möglicherweise war es nur Einbildung, oder der Schwiegersoyn saßte von Natur aus einen Hffen mit der Frage her. der sehr kosten. war vor satte er samkeit, einer Ueberlegung, daß selbst der Herr Subein bochaler. von der Pike auf Gepflegte erst in bitIhn wurmte es, daß bleich als Herr Doktor haben sie die Gott aus: oder irre ich !!“ Hier Lachst du denn eigentlich dauernd,##r# mich? Ich habe den Eindruck daß du grienst lachte der Schwiegersohn so stark, daß kein Leugnen „Entschuldige“ bat er und lachte befreit und offenherzig von dem einen Ohr zum andern,„die Wahrheit muß ja einmal woh.„„Jawobizch nämlich, die direktor das Staunen nicht verbergen konnte.—„Was ist denn los mit Ihnen:. war, ehrich angeseben, wie ein Mensch es nur ich Das kianke7 kann es nicht unteroruaen. Sooft ich ich lachen. Deine geheimen Anweisungen du über mich aus Berlin bekommen hast...“ So geheim sie auch gewesen waren,,zn#,#ePghr Gattin waren sie dennoch ggzlZghmalg er ve der: Pater. hatte mehr gewußt, als damae##er, der Vater, ahnte. Von der Muter erfuhr es die Tochter, sie schlug sofort Alarm, und von da an...„„#.5.h. „Von da an gab ich mir einen Nua. Ich sah jetzt, was für ein Esel ich gewesen war, und legte mich ins Geschirr für die Geschäftsstelle und vor allen Dingen für Trude.“ Trude, das war die Tochter. Der Alte mußte sich erst fassen, dann aber wagte er eine Fragg: „Sag mal, bist du jetzt tüchtig? Leisten ou jetzt etwas: „Klar“, sagte der Schwiegersohn.„dafür sorgt doch schon Arude!“ Meisenzahl wollte rasch auswelchen doch da traf ihn schon der schwere Huf gegen die Prust. „Er ist halt schon z' alt, unser Vererinar! Ist nimmer'schwind, genug zur Seiten'sprungen! Auch dos muß ma halt noch können bei demselb''schäft meinte der Ederbauer, als man den Bewußtlosen in gilian Meisenzahl lag im Bette in seinem chen am See. Neben ihm saß sein alter Freund, der Arzt Schurf, den man aus der Bezirksstadt herübergeholt hatte. Er schüttelte bedenklich den Kopf: Der Hieb war schwer! Und bei seinem Alter—? Hoffentlich reißt er sich noch einmal durch——“ Der alte öffnete müde die Augen: „Und das Roß! Die Minka!...,## „Die ist wieder gesund“, beruhigte der urzt.„Deine Mittel haben dem Pferd gut geholfen. In den nächsten Tagen wird man es zur Ersatzkompanie bringen!“ „Na also—!“ lächelte der alte Kilian Meisenzahl zufrieden.„Dann ist ja alles gut! Wenn sich's auch nur um ein gutes Pferd handelt. Auch das ist jetzt immerhin von Wert fürs Land und für den Sieg Siegalt Tanlvoll Aerztliche Maulwürfe 1861 verstorbene berühmte Heidelberger Anatom Tiedemann pflegte in seinem Lehramt die jungen Studenten in der ersten Stunde schon eindringlich zu ermahnen, das Kolleg nicht zu schwänzen und jede freie Stunde zu Uebungen im Prapariersaal zu benutzen.„Aerzte ohne Anatomie“, sagte er bei dieser Gelegenheit,„gleichen den Maulwürfen: sie arbeiten im Dunkeln und ihrer Hände Tagwerk sind— Erdhügel.“ Auch ein Operationsgrund Der Breslauer Chirurg Traugott Wilhelm Benedict, der von 1785 bis 1862 lebte, war in Fachkreisen wegen seines Operationseifers bekannt. Unter seinen Assistenzärzten kam daher die Redensart auf:„Der Herr Geheimrat hat einen neuen Grund zur Amputation beider Unterschenkel gefunden, nämlich, wenn dem Kranken die Bettstelle zu kurz ist.“ Der Kreuswortrütsel Skizze von&a. Crost Es war ein trüber Tag, Hunst, Pog#echg Seeufer standen in leichtem,giten. Der alte Doktor schnur ein und machte sich mißmutig auf den Heimher einmal—— worden. Und j am Kälbern und jetzt is bei uns die gute Kuh, die Scheck, ind's schaut gar net gut aus! Da hat erin'meint, ob net Sie ge 10 12 halt mei Bäugerig gmeint, ob net Sie ganz gusnatzgge, weis.—— I hab mei Fuhrwerr drüben deim Wirt Und dein' da früher!,#,vgeinen Sitz hrühen im kleinen suchter Tierarzt, der seinen, Sig. brgben im weiten, reichen Bauernland„äzarzeper, serlis“ mit dem vorgespanten; flotten Eisenschimme, Fie, un dem bggespainten„loirg Eisenschimmel. Ebenso wie das„Vottorwagert des##ipar und schen= und Viehdoktor neckten sich gegenseitig derb und herzlich mit ihrem beiderseitigen Wirkungskreis, und wenn sie ihr Tagewerk irgendwo draußen im Lagd, eit sammenführte, tranken sie gemütlichen Dorfwirtshausern. Nun lebte der Arzt schon seit Jahren im Städtchen im Ruhestand und auch der Veterinär hatte sich längst in sein Altenhausel im Fetzt im Krieg behagte denr alten Meisenzahl das friedliche Privatdasein freilich nicht mehr. Er hatte so gerne auch noch etwas geschafft. Aber wo konnte man schon einen von Gicht und Rheuma vielgeplagten hohen Siebziger gebrauchen? Der andere allerdings, Jahre jünger, und noch stramm beisammen, drüben im Städtlein den eingerückten Arzt#e# Meisenzahl beneidete den alten Freund darum ein Als Kilian Meisenzahl nach Hause kam, stand der Kleiderbauer von Marling unter der Tür und drehte den Hut in den Händen. 61 „Herr Veterinär—“, sagte er zogerno,„ver Tierarzt in Haushofen drüben ist vorgestern auch ein'zogen etliche durfte vertreten. Der alten Meisenzahl horchte hoch auf: Ferber hat einrücken mussen? Kuh kann net richtihringentr auch als steinalter Kraumit Fischen. Arbeit gab es, man wurde nach gebraucht, Der eingeruckte Tierarzt Ferber sgzilianv„ezenigg zeit an allen Ecken und Enden. mußte ihn ersetzen, so gut es ging. In der Bauerngegend mit den vielen Ställen und dem regzchfg„eiehbestand war alle Daumenlang oa oder dort Bald gewöhnten sich die Bauern daran, in dem kleinen Ruheständlerhäusel im Seedorf Rat zu suchen. alte„Chaiser., war noch vorhanden, Meisenzahl spannte einen alten friedlichen Braunen davor und kutschiecte herum, fast wie in früherer Seha, man seiner so notder Alte wieder vor Freude, dag mun seiner so notwendig bedurfte, jetzt, in dieser Zeit, wo jedes Stück Vieb wertvolles Volksgut bedeutete.„ Eines Abends holte man den alten Veterinär noch spät nach dem Ederhof in Reuth. Dort stand das prächtige, schwere Zugpferd Minka. Es war gemustert und sollte am nächsten Tag nach der Stadt befördert und im Kasernenstall einer Ersatzkompanie abgeliefert werden. Nun war die Minka plötzlich erkrankt. Die Kolik schüttelte den mächtigen Körper des Tieres. Das glatte rote Fell war mit Schweiß bedeckt, schwer und keuchend drang der Atem aus den weit geDHer alte Tierarst, weilte die ganze Nacht bei dem kranken Tier. Mit unterstützung der Leute vom Hof wurden Ueberschläge gemacht, Spritzen und lir Tränke eingegeben. Gegen Morgen schien es mit der Minka besser zu werden. Plötzlich aber bäumt sich das ch einmal auf und schlu 15 16 190 11 5 22 24 17 18 25 788 Pferd noch einmal auf und schlug wie rasend um sich. Waagerecht: 1. Seehorizont, 4. Laubbaum, 8. nordisches Göttergeschlecht, 9. Kornexfrucheggeni##tische Münze, 11. Euxopaer, 12. deutsche Krigistchht, Möbelstück, 20. Schmetterlingslarve, 22. Vierhander, 23. Stadt in Thüringen, 24. Pelzart, 25. Gewehe. Senkrecht: 1. junges Haustier, 2. Nevennluß der Donau, 8. Längenmaß, 4. Planet, 5. seergnnzigrg H; zeichnung, 6. Sprengkorper, 7. Haustier, baum, 14. Insekt, 15. Futterpflanze, 16. Geldschrank, 18. spanischer Fluß, 19. mythischer König, 21. russische Stadt.(ä= ae.) Geschichtstatel 18. Oktober Der kaiserliche Feldmarschall und Eugen von Savoyen in Paris geboren(gestorben Her Dichter Heinrich von Kleist in Frankfurt an der Fölterschlacht bei Leipzig: Rückzug Napoleons in die Kaiser Friedrich III. in Potsdam geboren(gestorden Enthüllung des Kaiser=Wilhelm=Denkmals in Bochum durch Generalfeldmarschall Wilhelm von Sa#nte. Eröffnung der Universität Franifurt am Der nordamerikanische Elektrotechniker Thomas Alva Edison in West=Orange gestorben(geboren 1847). Weihe des Ehrenmals in Bochum=Altenbochum. Esset, zum Schutz der Erbgesundheit des veutschen Der Führer stiftet das Kriegsverdienstkreuz. 1663 1777 1813 1831 1905 1914 1931 1931 1935 1939 leiganisch, die Das Gras, leer. war ** ROMAN VoN MARIA vON KIRCHBACH In der letzten Minute vor seinem Tod war D es dem Professor Arturo Landi, als stehe er auf dem Pu Khao Tong, dem Goldenen Berg. Unter ihm breitete sich Bangkok, die königliche Stadt, mit ihren hundert Tempeltürmen, deren märchenhafte Pracht in der Sonne aufgt In den trägen Fluten des Menam spiegel## die flammende Keramik des Wat arung des Tempels der Morgenröte, dessen Gold, Kupferbraun und Rosenrot im Wasser zu tamsend bunten Scherben zerbrochen schien, wenn die Ruder eines vorbeigleitenden Bootes die Fluten Der Wind spielte in den Aesten der Bäume um den Grabbau Buddhas. Eine Prozession zog heran. Die Menschen in ihren gelben und blauen Gewändern wirktenzgreiegechegien, unArturo Landi fühlte beie Preuse, br 6 P rg doch gelungen war, allen Hindernissen zum 4er. nach unendlichen Leiden herzukommen. Nun tauchte die Spitze des Zuges aus den Bäumen auf, nun drängte auch die Masse der Pilger in den Klosterhof. Er faßte Elmas, Hagd, um bicßt von ihr getrennt zu werden. Dulch die Seibe ihrer Bluse fuhlte er ihre zarte Haut. Er hatte ihr etwas sagen wollen, aber es schien ihm, sein Herz werde eher zerspringen, als daß er Worte finden könne. Und währenddessen warf sie der mächtige Pilgerstrom, daß sie wie ein Ball auf den Wogen tanzten. Ihm war, als ob seufzte.„Ich kann nicht mehr atmen“, sagte sie. „Sie zerdrucken mir die Brust.“ Jetzt waren aller Augen auf ihn gerichtet. „Sie wollen uns töten“, schrie Elma auf. Er stand flach gegen die Mauer gepreßt, daß die roh behauenen Steine ihm in den Rücken drangen. Elma war unter den Füßen der Pilger verschwunden. Aber er konnte sich weder bücken noch schreien. Er konnte auch nicht mehr atmen. Sein Herz schwang wie eine Glocke gegen seine Rippen. Plötzlich fühlte er, wie seine Wirbelsäule brach. Nun bin ich tot, dachte er. Er spürte einen Schmerz, der wie ein Lanzenstich seinen Körper durchstieß. Sein Kopf fiel auf seine Brust, Finsternis umgab seine Augen. Elma Landi beugte sich über den Toten. Sein Gesicht, durch Jahre des Leidens abgezehrt, einem aus Wachs gebosselten Bildnis. Der Mund war halb offen, die Nase mit den feinen Flügeln ragte zwischen den dichten Bogen der Brauen. Die Augen waren von bleifarvenen Schatten umgeben, zwischen den dunklen Wimpern hervor glänzte die erstorbene Pupille. Auf der Stirn standen feine Schweißtropfen. Er war stumm hinübergegangen. Hatte er gelitten? Hatte irgendein Traum ihn noch beunruhigt? Gesicht Die Augen gaben keine Antwozt.„ Wher der Mund, der so ausdrucksvoll in Zartlichtett und Spott gewesen war, sprach noch. Er sagte ihr: Ich war müde. Ich bin gern schlafen gegangen. Nur die hochgezogenen Augenbrauen schienen abweisend in Verwunderung. Sie richtete sich auf und atmete tief. Sie hatte gedacht, daß der Tod sie erschüttern werde. Aber nun stand sie erstarrt, ohne jedes Gefühl. Sie konnte nicht umhin, über sich selbst zu staunen. Sie ging mit wankenden Knien zum Fenster und schob die Vorhänge beiseite. Die Helle der ersten Frühe mischte sich mit dem Schein der Nachtlampe, die unter einem mattgrünen Schirm brannte. Sie öffnete das Fenster, um die er stickende Luft des Krankenzimmers hinauszulassen. Sie stand und füllte die Lungen mit dem jäh eindringenden Hauch des Morgens, daß ihr schwindelte und sie sich am Voryang festhalDann wandte sie sich wieder um. Sie löschte die Lampe, sie schloß den noch aufgeschlagenen Grammophonkasten und ordnete mec Gegenstände auf dem Arzneitisch. aus dem der Tote getrunken hatte, Aber auf der Platte lag noch eines der Röhrchen, aus denen eine hastige Hand die Tabietten herausgerissen hatte. Sie ergriff Eines zersplitterte an dem buntgefleckten Terrazzogestein des Bodens. Das andere schleuderte sie hinaus in den Garten, irgendwohin, ohne Vernunft, ohne Bewußtsein. Eine sanfte Glut färbte schon den Himmel. Der ganze Garten erschauerte im Fruhwind. Sechs schlug die Turmuhr. Das Weiß des Kiesgerolls auf den Wegen und das dunkle Grün des Buchses und der immergrunen Sträucher wirkten kalt und traurig. Auf einmal spürte Elma, daß sie vom Kopf bis zu den Füßen erzitterte, daß Schweiß aus allen Poren brach und ihre Haut überströmte. Es war ihr, als wache sie aus einem Traume auf und begreife erst jetzt, was hatte. Sie trat nochmals an das Bett, auf dem der Tote lag. Die Mundwinkel hatten sich gesenkt, die Brauen ihre Spannung verlorerzg##ie drückte die Augen zu. Sie nahm eine der schie auf der Decke liegenden Hände und küßte sie. Sie legte die Hand zurück. Dann ging sie durch das Schreibzimmer auf den Flur hinaus. Sie ergriff den Hörer des Telephons.„Auf der anderen Seite meldete sich eine schlafrige Stimme: Doktor Ricordi.“„.„.in.ur „Hier spricht Elma Landi. weein Mann ist soeben gestorben. Ich bitte, kommen Sie. Sie wartete im Schreibzimmer, bis das Schrillen einer Glocke ihr der„Arzt ankündigte. Niemand war in der kleinen dina als sie; der Gärtner und Pförtner und seine Frau waren einer Erbschaftssache wegen nach Ostia verreist. Sie schritt zur Tur und ließ Ricordi ein, wie noch zuletzt vor zwei Wochen. Der Arzt, schmächtig und streng, folgte Elma in das Schlafzimmer. Inzwischen war die Sonne voll aufgegangen. Dr. Ricordi“ untersuchte den Entseelten mit einiger Umständlichkeit. Er streckte die Hand nach dem Glas aus. Scharf blickte er Elma an. „Wollen Sie mir nicht sagen, Signora, wie das geschehen konnte!" Er rausperte sich und wartete. „Ich weiß es nicht“, sagte die Frau mit leiser, belegter Stimme. „Sie wissen nicht, Signora!“ „Mein Mann hat heute nacht, als ich nicht bei ihm war, eine Ueberdosis seines Schlafmittels genommen. Er hatte mir verboten. Sie wieder zu rufen. Seit vorgestern litt er an krampfartigen Anfällen, die ihn fast verrückt machten. Sein Leben war, bedenken Sie, eine Kette von Qualen, deren Ende nicht abzusehen war. Nun ist er von diesen Qualen erlöst.“ Arzt zuckte mißbilligend sor Landi war so matt, daß die„Achseln. er sich kaum ochte. Es überrascht mich, daß solchem Handein fahig war.“ Die Blicke des Arztes wanderten. Dieses Schweigen war, er zweifelte mehr daran, ein Verhehlen. Ex, wollte die frau fragen, wo die Hülsen der Schlaftabletten seien. Da trat sein Fuß auf die eine, die zerschellt war und zwischen den Marmorstückchen Bodens glitzerte. Das Bild des KrankenDer „Professer zu bewegen vermoch er ohne Hilfe zu sc. Elma Landi schwieg. vande nicht Instrumententasche und ging Laut d zwischen nebenan.“ auf den Flur. Kein.—, drang zu Elma Land. Ihre Stirn brannte, in ihren Augenhöhlen bohrte ein Schmerz, aber dann wurde ihr kalt vor Ekel. Sie sprang auf und lief durch ihr Schlafzimmer in den Baderaum. Sie mußte erbrechen. Nachher war ihr leichter. Sie ging wieder in das Schreibzimmer. Jetzt waren wohl die Polizeibeamten da. Sie lehnte den Kopf in die Hände. Der Polizeikommissar fand sie schlafend und mußte sie wecken. Ihr Gesicht war erschöpft, bleich und sehr jung. Sie sah nicht aus wie ein Mensch, der einen anderen mit Vorbedacht töten konnte. Nichtsdestoweniger hatten die Beamten festgestellt, daß hier Spuren verwischt worden waren. Drei, vier Schritte vom Fenster hatte der Detektiv, der den Kommissar begleitete, im Gras die leeren Glasröhrchen entdeckt. Der Kommissar rüttelte Frau Landi am Arm. „Signora!" Sie war sofort wieder wach. Ihr Gesicht wurde verkrampft und sah älter aus. Die Lider der ein wenig schief stehenden Augen flatterten. „Ich habe viele Nächte nicht geschlafen", entschuldigte sie sich. „Es tut mir sehr leid. Signora“, sagte der Kommissar.„Ich muß Sie bitten, mit mir zu kommen.“ Portsetsung im neusten Heit der Berliner Illustrirten Besingta * Der Narvikschild, gestiftet zur Erinnerung an den heldenmütigen Kampf, den die in echter Waffenbrüderschaft bei Narvik kämpfenden Verbände des Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe siegreich bestanden, enthält Edelweiß, Anker, Propeller und die Inschrift„Narvik 1940“ und wird vom Hoheitszeichen gekrönt. Der Narvikschild wird nur zur Uniform am linken Oberarm getragen, und zwar für Heer und Luftwaffe silberfarben, für Kriegsmarine goldfarben. Die Verleihung vollzieht im Auftrage des Führers General Dietl. T Zs Großkrenz des Eisernen Kreuzes, etwa doppelt so groß wie das Eiserne Kreuz 2. Klasse, wird an einem breiteren schwarz=weiß=roten Bande am Halse getragen.— Links: Das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes besteht aus einem silbernen Eichenlaub von drei Blättern, das auf der Bandspange aufliegt. Das Gelingen dieser gewaltigen Schlachtenfolge der Weltgeschichte ist in erster Linie dem deutschen Soldaten selbst zu danken. Er hat sich auf allen Plätzen, auf die er gestellt war, auf das höchste bewährt. Alle deutschen Stämme nehmen an diesem Ruhm gleichmäßigen Anteil. Auch die Soldaten der jungen, erst seit 1938 angegliederten Reichsgaue haben vorbildlich gekämpft und ihren Blutzoll entrichtet. Durch diesen heldenhaften Einsatz aller Deutschen wird das aus diesem Kriege hervorgehende nationalsozialistische Großdeutsche Reich nicht nur den heute lebenden, sondern auch den nachkommenden Geschlechtern für immer heilig und teuer sein.“(Der Führer am 19. Juli im Reichstag). Die Verleihung des Eisernen Kreuzes einer höheren Klasse setzt immer den Besitz der vorangehenden Klasse voraus. Eine Sonderbestimmung ist für das Großkreuz des Eisernen Kreuzes getroffen worden. F Ritterkreuz des Eisernen KreuFAi größer als das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Es wird an einem schwarzweiß=roten Bande am Halse getragen. Das Esserne Kreuz 2. Klasse slnict und dos Eserne Kreuz 1. Klasse(oben) gleichen in Größe und Aus. führung denen des Weltkrieges mit der Abweichung, daß auf der Vorderseite das Hakenkreuz und die Jahreszahl 1939 angebracht sind. Die 2. Klasse wird an einem schwarz=weiß=roten Bande im Knopfloch S oder an der Schnalle, die 1. Klasse ohne Band auf# der linken Brustseite getragen. Alle Ehrenzeichen sind in natürlicher Größe dargestellt.#### Aufnahmen(20): Weltbild, Zeichnungen(): Gliese(). Die silbernen Spangen zum Eisernen Kreuz 2. und 1. Klasse für diejenigen, die bereits das Eiserne Kreuz aus dem Weltkrieg besitzen. Die silberne Spange zum EK. II(links) liegt auf dem Band auf, die silberne Spange zum EK. I(rechts) wird über dem EK. 1 angesteckt. Is kiegt im innersten Wesen des Großdeutschen Das Infanterie=Sturmabzeichen(links) ist die besondere Auszeichnung für den Infanteristen, der dreimal einen Sturmangriff mitgemacht hat und im Nahkampf das Weiße im Auge des Gegners sah. Das Infanterie=Sturmabzeichen wird nach den erweiterten Bestimmungen auch an Angehörige der motorisierten Infanterie=Regimenter verliehen.— Das Panzer=Kampfabzeichen(Mitte) erhalten Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der Panzereinheiten, die haven. Es kann auch an Angehörige der Schützenregimenter und der Kradschützenbataillone der Panzerdivisionen und der Panzerpüheinheiten verliehen werden, zu, die GSostbaten der WaffengatA Reiches, daß bewiesene Tapferkeit auch ihre Anerkennung durch den Führer vor dem Volke findet. Als der Führer zu Beginn des großdeutschen Freiheitskampfes die Verordnung über die Erneuerung des Eisernen Kreuzes erließ, schuf er damit eingedenk der heldenmütigen Kämpfe, die Deutschlands Söhne in den früheren Kriegen zum Schutze der Heimat bestanden haben, die schönste Verbindung zwischen den Weltkriegskämpfern und den Soldaten des neuen Reiches. In einem Siegeszug ohne Beispiel in der Weltgeschichte hat sich die soldatische Tapferkeit in seiner edelsten Form bewährt. Die überragenden kriegerischen Tugenden unserer Wehrmacht und der Volksgeist, der sie beseelt, haben zusammen mit einer genialen Führung die Wege gewiesen, die zu vernichtenden Schlägen für unsere Gegner führten. Sie sind zugleich Garanten für die restlose Niederringung des plutokratischen Englands, das diesen Krieg anstiftete, und damit für einen sicheren Endsieg. Das Verwundetenabzeichen, das in drei Stufen(Schwarz, Silber und Gold) verliehen wird. Frühere Verwundungen, für die bereits ein Verwundetenabzeichen verliehen wurde, werden für die Verleihung angerechnet. Das Verwundetenabzeichen ist das gleiche wie im Weltkriege, nur trägt der Stahlhelm ein auf der Spitze stehendes Helentreug bewährt haben.— Das Zerstörer. Kriegsabzeichen(Mitte), insbeson. dere für die Zerstörer=Besatzungen, die unter Führung des Kommodore Boute an den Kämpfen in Narvik und an den erfolgreichen Vorstößen gegen England teilnahmen. Das Abzeichen wird auf Grund besonderer Leistungen auch an andere Zerstörer=, Torpedoboot= und Schnellbootbesatzungen verliehen.— Das Kriegsabzeichen für die Besatzungen von Minensuch=, Unterseebootjagd= und Sicherungsverbänden(rechts). Das Abzeichen wird als Anerkennung für die erfolgreiche Tätigkeit der Besatzungen dieser kleinen Fahrzeuge verliehen. Das Abzeichen, das eine explodierende Mine zeigt, wird wie das Unterseeboot=Kriegsabzeichen und das Zerstörer=Kriegs. abzeichen zur Uniform getragen. KAIN Houe CeberruschunsenimTechammerpokurT Handelsteil Deutscher Zementverband Zusammenschluß der Zementhersteller und=verbände in einer Zusammense Marttregelnden Spitze 42. Der Reichswirtschaftsminister dat durch Anordnu##g, von Oktober 1940 die Hersteller von Zement und die bestehenOtover„=hande zum„Deutschen Zementverband“ zuSpeerwerst rsen Leichtathletik-Jugendkampf Von den am kommenden Sonntag stattfindenden Spielen der vierten Schlußrunde um den Tschammer=Pokal findet die Begegnung von Ravid Wien mit der Spielvereinigung Fürth in Wien allgemein die meisie Beachtung, gilt doch der Sieger dieses Treffens als erster Anwärter auf das Endspiel. Fürth hat bekanntlich in der letzten Runde den Deutschen Fußballmeister Schalke 04 mit:1 geschlagen. Wien war in Stuttgart gegen die Kickers Stuttgart mit:1 erfolgreich. Beide Mannschaften haben in diesem Treffen aroße Leistungen geboten. Am levten Sonnigg, Pat.u Rapid Wien im Meisterschaftssoiel gegen,„Wacker Wieg, nur ein :1 erreichen können, aber dieses Ergebnis ist gewissermaßen als eine letzte Warnung vor dem Pokalspiel anzusehen. Für die Spielvereinigung Fürtb, die in einem Freundschaftsspiel gegen eine Stadtmaunsghgt, von Zamberg ein 1111 erreigte, Turn= und Sportabtellung. wird es von ausschlaggebender Bedeutung sein, o. in.—.—, Nachmittag um 16.30 Uhr treten'is, ZiusezestsamufansWiener Spiel der Mittelläuser Schnelder als Hastspieler von Vereine an, um einen leichtatbletischen. Mannschaftskamt. Waldhof Mannheim wieder in voller Einsatzkraft zur Ver= zutragen, der folgende Disziplinen enthält: 100-Meter=Lauf, fügung steht. In diesem Falle dürkte Rapid ein Sieg sehr 80g. Meter=Lauf 3000=Meter=Lauf. Viermal=100=Meter=Staffel, schwer fallen, obwobl die Wiener den Vorteil haben, auf Dreimal=1000=Meter=Staffel, Kugelstoßen, Diskuswersen, Hochihrem Hütteldorser Platz zu spielen. Ein Unentschieden und sprung, Weitsprung und Preisprung. eine Wiederbolung des Spiels würde auch keine üeberraschung„on jedem Verein starten in jeder Uebung zwei Jungen, die nach Sieg oder Plätzen mit Punkten 5(für den ersten eden epeh eee ue ie, ie Mieak ie v. Hlesbas an ner urter, Pevzsistesähse Lils ds der aslente danz, mier dann vu sowcgzuf der Strecke. Das Spiel verspricht verantwortuichen, martzregelnden Spite für die gesamte, deutVostenider Sutmikt-a. uiekt“- Vorielangele ait. sP; Neneninsduagse Riechlusts gelteden. die a. Kampf einen recht guten Erfolg. Dreisprung, Stadhochsprung, Kugelstoßen, bringen. Tklb. Gelsenkirchen— Westfalia Bochum Der Sieg der Gelsenkirchener in Wattenscheid darf nicht als Maßstab für den voPeun Hags schleghse=Gursvermögen Am Bochumer Verein— TG. Witten 48 mer angelegt werden. Turngem=—2= poriatzeglunts nach Bocgzogum Turn= und Sportapzenung des BV. Bochum zu sein„Amn bedeuten. Der Pokalverteidiger 1. FC. Nürnberg wird gegen Schwarz= Weiß Essen auch keinen leichten Stand haben. Wenn auch ein knapper Sieg der Nürnberger erwartet wird, so schelnt die Niederrhein=Mannschaft, doch alle Aussichten zu haben, mit einer Ueberraschfing aufwarten zu können. mimen### Fortung Düsseldorf müßte gegen den Wiener, Spoxtklus das Feld behaupten können. Die Düsseldorfer haben Platzvorteil, die Wiener eine lange Reise auf sich zu nehmen. Die Wiener haben aber schon manches Mal auch auswärts große Spiele geltefert, und an technischem Rüstzeug sehlt es ihnen nicht, um auch einen Gegner von der Stärke der Düsseldorfer Fortung in Gefahr zu bringen...— Puastem gluen Der VfB. Königsberg hat in dem Treffen gegen den Dresdner SC. nach der Papserform kaum eine Siegesaussicht, aber Dresden ist nicht immer beständig und dann muß in diesem Falle auch die weite Reise in Betracht gezogen werden, Der Ostpreußen=Meister dürfte ein Kampfspiel ersten Ranges liefern. Das Trefsen wird für Dresden wahrscheinlich schwerer zu gewinnen sein, als man dieses anzunehmen geneigt ist. Box=Länderkampf Deutschland— Italien Am 1. Dezember in Mailand Der 9. Box=Länderkampf zwischen Deutschland und Italien ist endgültig für den 1. Dezember nach Mailand festgesetzt worden, wo er im Dal=Verne=Theater veranstaliet wird. Ursprünglich war Rom als Schauplatz in Aussicht genommen, doch hat die ttaltenische Hauptstadt zu Gunsten vomwenz, oc die Durchführung verzichtet. Im A. 97 usw.), 3. .), 3, 2, 1 und in den Staffeln 3, 1 bewertet werden. Da die Turngemeinde Witten über ausgezeichnete, Leicht: atbleten verfügt, sa sogar jugendliche„Weitspringer von .25 Meter unter sich hat, dürfte auf dem BV.=Svortplatz an der Essener Straße ein interessanter Sportnachmittag zum Wochenende zu erwarten sein. Ueber den Ausgang läßt ugumo un achmittag zum Ueber den Ausgang läßt sich kaum etwas Genaueres voraussagen, denn auch die Jugend des Bochumer Vereins besitzt recht beachtliche Könner. Bochumer Handball Auch der vierte Durchgang in der Handballrunde im Kreise Bochum=Gelsenkirchen verspricht einige bemerkenswerte: Begegnungen. Wohl wird der Spitzenreiter BfL. Bochum 48 ungefährdet seine Stellung halten können, und auch der Favorit Bochumer Verein braucht sich am Sonntag keine grauen' Haare wachsen zu lassen, aber Eickhoff, AG. und Dr. Otto Bochum— um nur die Bochumer Mannschaften zu nennen— werden vermutlich großes Können aufbieten müssen, um Punkte zu ernten. Dr. Otto Bochum— VfL. Bochum 48 schnellem Stürmerspiel erzielen. Doch dürsen die Bochumer, die auf tremdem Platz und vor fremden Zuschauern spielen. die Gelienkirchener Handballer nicht unterschätzen, da ste schon ersreuliche Leistungen zuwege gebracht haben. Tklb. Wanne— Westfalia Herne Die Klubspieler mußten sich im lepten.gäater gut; Herne unentschieden begnügen, doch auch die Westsalen aus Herne sanden sich bisber noch nicht zur einheitlichen Leistung und geschlossenen Spielform zusammen. so daß am Sonntag bei beiden die augenblickliche Versassung für den Sieg ausschlaggebend sein wird. Wir halten die Wanner für ein wenig wirkungsvoller und sehen auch in ihnen den knappen Bochumer Verein— Schalker Verein Die Handballmannschaften der beiden Schwerezperg, schon des österen im Kampf gestanden haben, tag erneut zusammen. Doch geht es diesmal um die Punkte, und da nimmt der Spielverlauf durch stärkeren Einsatz und bessere Markierung des Gegners leicht einen„Oxbsgeune, lauf, als der eine oder andere es wünscht. Verein käuft aber kaum Gefahr etwas zu verlieren, da die junge Schalter Elf den dauernden schnellen Angriffen der Bochumer nicht immer wird Widerstand leisten können. Beide Punkte werden in Bochum bleiben. Gebr. Eickhoff Bochum— Dahlbusch Gelsenkirchen Dahlbusch hat sich am Sonntag respektvoll ein Unentschieden über die guten Wanner erkämpft. Das mag Bochumer etwas bedeuten! Eickhoff spielt auf eigenem Platz und müßte, wenn sie zur besten Form auflaufen, die Dahlbuscher In Schach halten, können. Doch ob die„Bochu= lche Zementindusizie„ Rechnung getragen, die in der Lage iu, die schwebenden Probleme unter Ausgleich regionaler Interessen zu lösen und die Gesamtheit der Industrie einschlicßlich der bisherigen Außenseiter auf dem Gebiet der Markiorgnung nach innen und außen zu vertreten. Der Deutsche Zementverband hat hiernach die Aufgabe, die für die Marktregelung notwendigen Maßnahmen und Vereinbarungen zu treffen, soweit diese Aufgabe nicht unmittelbar von der staatlichen Wirtschaftsfübrung wahrgenommen wird, und die zwischenverbandlichen, Brager,#, et, ih, en gebletlich verschiedenen Produktions= und Absasverhältzissen ergeben, sowie die Angelegenheiten überverbandlicher Natur zu klären und zu regeln. Er hat ferner die gemeinsamen Ausfuhrinteressen der deutschen Zemenzer#####pgchzung men und nötlge Vereinbarungen mit der ausiun###en Lementwirtschaft zu treffen, die zur Zeit besonders für die besetzten Gebiete von Wichtigkeit sind und nach Beendigung des Krieges im Rahmen der Großraumwirtschaft erhöhte Bedeutung erlangen werden. Auch die Frage der Foxschugg, Werhung, und Leistungssteigerung wird der Deutsche Zementverband zentral bearbeiten, soweit dies nicht zu den Autgaben der Srggpisgtag der gewerblicheg, Wirtschaft gehört. Zi Zusamzmeng der Organtsation der gewerblichen Wirtschaft ist jedoch nicht nur in diesen Sonderfragen gesichert, sondern den Aufbau des Deutschen Zementverbandes, gewährleistet, da der Leiter der Fachgruppe Zementindustrie dem Beirat des Deutschen Zementverhandes angehört und die Geschäftsführer der Fachgruppe in dem Arbeitsausschuß vertreten sind. Die Mitarbeit der bisherigen Zementverbände ist sichergestellt, daß die Vorsitzenden der Verbände dem Beirat babeg, die Dohtzgnent Poxtin Herne unterlagen aber gegen z ais ie vur wrsten wir8 kein Kraut gewachsen sein. Ehrer Müller AG. Bochum— Tilb. Herne Daß in diesem, Handbastrtel die=Ottonzen:)hte Woßi mer über sich hinauswachsenr.„Davon bängt, der Sies, ab, des werden ausrichten können, dürkte klar beizergasfeß, denn sonst wandern beide Bunkte unweigerlich nach Gelsend den Aeadentaub i duoes Zaslaenschen Austagg“ Voit odzutoneiben, das mutze dr. Sie gerder. 23gsehigstihse Soak iu Cesilisl Veil.= Zeld eleise annSpannende Kämpfe"“:eich Kommende Aufgaben der deutschen Schützen Zwei schwere Prüfungen stehen den deutschen Schützen in den kommenden Wochen bevor, Nach derz ghzpgrigzusgt vom 19. bis 21, Ottober gegen Ungarn in, Budag## olat vom 24. bis 27. Otiober in Berlin der Dreiländerkampf Teutschland—Schweden—Finnland. Am 23. Oktober werden die ausländischen Kleinkallber= und Scheibenpistolen=Schützen in Wannsee üben, um sich mit den Ständen und kest,;, verhältnissen vertraut zu machen. In Wannsee wird mit diesen Waffen der Dreikampf am 24., Oktober eröffnet. Am 26. Oktober wird auf den 300=Meter=Ständen des Schützenbauses Kaulsdorf mit dem Armeegewehzy, gescholsen, ,negiger bereits am 25. Oktober die Deutsche Meisterschaft in dieser Waffe entschieden wird. Das Schnellfeuerschießen auf Schattenrisse ist für den 26. Oktober in Wannsee angesetzt. Den Abschluß bildet am Sonntag. 27. Oktober, das Schießen mit freien Wassen in Kanlsdorf. Flieger=Nachwuchs aus der Die Zusammenarbeit von HJ. und REFK. Am Sonntag fand in Dortmund eine Tagung des HI.= Gebietes Westfalen für die Gefolgschaftsführer der FliegerHJ. statt. Diese Arbeitstagung diente in erster Ausgabe der Richtlinien für die Arbeit der kommenden Monate und galt ganz besonders der Schulung für die fliegerische Ausbildung des Nachwuchses der Lusiwasse.„Die, Prüfungen der insgesamt 80 Mann starten Teiluebmer,Lieferten des Beweis für#inen stürkeren fizatechuischen Erfolg, als es Am Vorjahre der Fall wak. Diese Leistungssteigerung ist bemerkenswert, well sie erreicht wurde trotz der Einberufung vieler Fluglehrer und anderer Schwierigkeiten. Der Führer der RSFK.=Gruppe 10, Gruppenführer Sieler, der am Sonntag anwesend war, nahm vor den jungen Kameraden eingebend Stellung zur Frage der Zusammenarbeit 5J. und sowie zur fliegerischen Ausbildung.— Die Tagung brachte einen schönen Erfolg. Orlandi schlug Venturi Im Mailänder Puccini=Theater standen sich zwei der kampfstärksten italienischen Weltergewichtsboxer gegenüber. Nach einem bewegten Kampf wurde Orlandi nach zehn Runden zum Punktsieger über Venturt erklärt. Orlandi war sooneller und schlagsicherer als der bärtere und rahuliere Venturt. Das Urteil sand nicht den Beisall der Zuschauer, zumal Venturt als Herausforderer des Meisters Michele Palermo zu einem Titelkampf am 12. November in Florenz zugelassen ist Die zweite Reichsbundlotterie Der Reichsminister des Innern hat mit Zustimmung des Reichsschatmeisters der NeDAB, begg Zerzgichefund für Leibesübungen eine Losterle„Pire schuft bis zum 15. Robember. Die Lotterle, die einen günstigeren Gewinnplan dat als die erste Reichsbundlotterie für das Deutsche Turn= und Sportsest 1938, bringt den Höchsigewinn von 50.900 RM. auf ein Doppellos bzw. 25000 RM. aus ein Einzellos. Der RSRL. ist mit Recht stolz auf die Genehmigung seiner Lotterie. Stebt doch hinter dem kurzen Vermerk„zur Förderung seiner Bestrebungen“ nicht mehr und nicht weniger als die Anerkennung seiner Arbeit auch— oder besser Zugelassen ist die Lotterie im Gebiei des Deutschen einschl. der Ostmark, des Sudetengaues, des Memelgebietes, der Stadt Danzig und des Regierungsbesirks Martenwerder. Es werden ausgegeben je 1000 000 Lose zu.50 RM. (einschließlich Lotteriesteuer) in zwei Abteilungen A und B. Lose mit gleichen Rummern in beiden Abteilungen sind Doppellose. Die Auslösung erfolgt am 16. November 1940. Bochumer Poltsportsemeinschaft bei der Deutschen Jugendvereinsmeisterschaft in Dortwund Wanne, den rußbaliklälfe Man muß die Feste feiern wie sie fallen. Das gilt besonbei den Fußballern, die sich ihre Kämpfe durchaus nicht aussuchen können. Der Terminkalender ist unerbittlich er stellt die Mannschaften Sonntag für Sonntag vor Aufgaben. die teils leichter, teils aber schwerer Natur sind. Da es nun einmal Sieger und Besiegte geben muß, wenn man sich die beiden Punkte nicht teilt, so ereilt früher oder später jede Mannschaft ihr Schicksal, das heißt, sie muß sich dem Gegner stellen, der ihr nicht sonderlich liegt und der dann die Punkte entführt, die keine Mannschaft gern von ihrem Konto abDer Sonntag könnte gerade in der Staffel I der zweiten Klasse solche Punkteinbußen bringen. Drei ungeschlagene Mannschaften zählt das Feld noch, davon stoßen zwei aufsvonder. Bochum=West— STB. Werne Das ist die Paarung zweier noch nicht besiegter Mannschaften. Der ExB. führt die Tabelle an, bat noch, feinen Punktverlust erlitten und hofft auch am Sonntag ohne, sole Einbuße dayanzucommen., Oh, Bochum=West diese Hoffn zunichte machen kann, muß abgewartetz, werden.#, arie (Hayt hat sich bisher ausgezeichnet geschtagen, hat leßiglich in Sttebel durch das Unentschieden einen Pünkt abgegeben. Sfefliche 6 kämpft aber auf eigenem Platz und vor beimischem Publikum, Wenn einen sicheren Sieg über die in dieser Spielzeit recht schwache Laerer Vertretung zu. Langendreer 07— Stiepel 04 Die Stiepeler haben ein ausgeglichenes Punktekonto, während Langendreer 04 über ein mageres Unentschieden noch nicht hinweggekommen ist. Selbst der Platzvorteil dürfte für Langendreer kaum ausreichen, sich vor einer neuen Niederlage zu schützen, wenn Stiepel durch die Niederlage gegen den BV. nicht aus dem Konzept gebracht worden ist. In der zweiten Staffel. die mit vier Spielen aufwartet, sieht es enwas zahmer aus. Phönix Bochum— Polizei Bochum Wenn die Marmelshagener nicht von allen guten Geistern verlassen sind und den Gegner nicht unterschätzen, so müßten ihnen die beiden Punkte sicher sein. Die Polizisten können zur Zeit nicht die erste Garnitur stellen, sie geben mit einer erheblich geschwachten Mannschaft in die Kämpfe. Das muß unbedingt verücksichtigt werden. Es zeigt aber, däß der sportGelst im Polizeisporwerein eine rechte Heimstätte hat. die Mannschaft am Sonntag auch auf verlorenem sie stellt sich und wird versuchsn, gegen den Taunbedingt als Plus gewertet werden muß. Bochum=West Posten steht, sie stellt sich und wird versuchen, gegen verfügt über eine ausgezeichneig putzszmanzugant, an der sich bellenfuhrer so gut wie nur möglich abzuschnelden. Carolinenglück— Teutonia Riemke Die Werkssportler haben Constantin am Sonntag einen ertvollen Punkt abgeknöpft. Das wird der Mannschaft den die Werner unter Umständen die Zähne ausbeißen werden. Versteht es die Stürmerreihe, die weniger erfolgreich war, sich gegen die Werner Deckung durchzusetzen, so könnte der sich die erste Schlappe holen. Langendreer 07— Concordia Bochum In Langenöreer geben wir den Wiemelhäusern keine Gewinnchance. Der Mannschaft fehlt das Stehvermögen, ohne das sich zweimal 45 Minuten nicht erfolgreich überstehen lassen. Da 07 noch dazu den Vorteil des eigenen Platzes hat, ist mit einem Siege des Gastgebers zu rechnen. Werne 19— Bochumer Verein Dieser Kampf könnte unter Umständen die bringen. Die Werner sind nicht nur ungeschlagen, sie haben bisher nicht einmal einen Punkt abgegeben. Die Mannschaft steht zwar noch weit hinten in der Rangliste. sie hat in den letzten Spielen eine derartige Formverbesserung gezeigt, daß man ibr eine Ueberraschung schon„zutrauen kann. Sicherlich werden die Werner alles daransetzen, um sich vor dieser unangenehmen Sache zu schützen, aber sie werden kämpfen müssen, wenn sie siegen wollen. Der Ausgang dieses Kampfes dürfte allgemein Interessieren. Weitmar 09— Laer 87/06 Wenn auch die Weitmarer bisher noch keine Heldenigten vollbracht haben, so trauen wir ihnen auf eigenem Platz doch nimmt. Rücken gestärkt haben, so daß die Widerstand gefaßt machen müssen. Selbst bei dem besseren Tabellenstand der Gäste halten wir eine Punkteteilung nicht für unmöglich. Westfalia Bochum— Constantin Bochum Die jungen Westsaliaspieler kommen von Spiel zu Spiel besser auf und werden sicherlich versuchen, dem Sieg über die Polizei einen solchen über Constantin anzureihen. Das ist nun noch nicht so sicher, denn die Zechenleute steben in der Rangliste an dritter Stelle und werden nicht gewillt sein, sich abhöngen zu lassen. Spom. Wattenscheid— Rasensport Bochum Hier stehen die Rasensportler auf verlorenem Posten, denn Wattenscheid ist auf eigenem Platz ein nur sehr schwer zu bezwingender Gegner. Die Mannschaft hat das Zeug in sich, in den Kämpfen um die endgültige Tabellenführung eine entscheidende Rolle zu spielen, so daß die Gäste auf einen Gegner stoßen, der es mit seinen Spielen um die Punkte sehr ernst Degndter Boppeliog AHerun Selstce alis chaics äie ie hace lde lack äce um die Deutsche Jugendvereinsmeisterschaft, an. Diesglg. folgen sie einer Einladung des Post=Sportvgreigs Lapte mund, der außer den Bochumern noch den eingeladen bat. Beide Mannschaftez,pertigen Aberg stper SVSechergn#esonders die„##rder Jugendmannschaft wird versuchen, die führende Rolle im Gebiet Westfalen zu behaupten. Somit stehen die Bochumer vor einer schweren Aufgabe, die jedoch keineswegs unlösbar scheint. Die Bochumer Postsportler haben eine Jugendmannschaft zur Stelle, die außer der augenblicklich guten Form sicherlich noch den nötigen Ehrgeiz Spannende Kämpfe wird es vor allem in den Mittel= un Langstrecken geben, in denen sowohl die Bochumer als auch die Dorimunder über ausggsenlnete„rtunigs geniz##s. den technischer, Uebungen paben erggrtwigsee zn“,ogenden chumer ein kleines Plus, hayen. Es wird in folgenden Uebungen um die Deutsche Jugendvereinsmeisterschaft ge100 Meter. 400 Meter, 800 Meter, 1500 Meter, 110 Meter Hürden, 4X100 Meter Staffel, Weitsprung, Hochsprung, Der Preis des Herzogs von Pistoia, das mit 20000 Lire am böchsten ausgestattete fir ser deutschen“ Pferdes wpie ge: schafsen. Klobige Hinggerisg, elant ie Sprlagse Batak untet Verveasdls don feichken Blumenschmuck zu einem Kurs zusammengestellt worden, der sa noch weit unterbot. Da die Italiener sämtlich Fehler machten, war der erste und zweite Preis für Deutschland bereits gesichert und Masor Momm verzichtete auf den nochmaligen Start von Olaf und Baron, die ebenfalls als starke Waffen für einen deutschen Erfolg zu gelten hatten. Nach zwei Ruhetagen kommen am Sonnabend das Kanonen=Springen und als Abschluß des Turniers am Montag der Königs=Pokal zur Abwicklung. Ergebnisse: Preis des Herzogs von Pistoia: 1. Oberst (Rittm. Brinckmann. Deutschland) 0 Febler.:53.2 Min., # Reichsstollensonensbr? 49.4,20,. O angehören und je einer der Geschäftsführer der Verbände in den Ausschuß berufen ist. Im übrigen hat der Deutsche Zementverband gegenüber den bestehenden Zementverbönden Weisungsbefugnisse. Die Erfüllung der Aufgaben des Deutschen Zementverbandes ist durch die klar herausgearbeitete führende Stellung des Vorsitzenden, der gleichzeitig Vorsitzer des Beirats ist, wesentlich erleichtert und gesichert. Verteilung von Arbeitsschuhwerk Anordnung der Reichsstelle für Lederwirtschaft Auf Grund der Anordnung 83 der Reichsstelle für Leder= wirtschaft über Verteilung von Arbeitsschuhwerk vom 19. Juni 1940 wird, einer Veröffentlichung im Reichsanzeiger vom 14. Oktober 1940 zufolge, in einer dritten Durchführungsbestimmung verfügt, daß Arbeitsschuhwerk in Abweichung von den Bestimmungen der genannten Anordnung auch gegen von der Reichsstelle für Lederwirtschaft ausgestellte Bestellscheine an Händler verkauft und geliefert sowie von Händlern gekauft und bezogen werden darf. Die Gültigkeit der Bestellscheine für Arbeitsschuhe ist befristet. Lieferer(z. B. Her: steller) dürsen nur soviel. Bestellscheine annehmen, als sie bis zum Ablauf von deren Gültigkeitsdauer Arbeitsschuhe liefern können. Die vereinnahmten Bestellscheine sind von den Lieferern nach Verfall(spätestens 15 Tage nach Ablauf ihrer Gültigkeit) geordnet und gesammelt der Reichsstelle für Lederwirtschaft, Berlin=Charlottenburg, Knesebeckstraße 78/79, einzusenden. Arbeitsschuhwerk mit Holzsohlen, das bezugscheinfrei ist, unterliegt der Bestellscheinpflicht. Diese Durchführungsbestimmung trat am 15. Oktober 1940 in Kraft. Bestandsaufnahme der Möbelläger Nachdem im Juli die Herstellung von Sertenmöbeln genedmigungspflichtig gemacht worden war, wird nunmehr eine allgemeine Bestandsaufnahme, der Möbelläger heim Möbelhandel angeordnet. Der Reichswirtschaftsminister hat besimmt, daß alle neuen Möbel. außer,„Purems hsin,„Schzz; möbeln, Kühlmöbeln und Unterkunftsgerch###,#in umtan hamber 1940 gemeldet werden müssen. Außerdem haben die 2. Fridolin(Oblt. Perl=Mückenberger, Deutschland) O/2:05.3. eso;, Sprungen genaltete uo zu einen Bwertgnsgntische Rlemack, Leuschlgis) 4/1.353, 3. Jarino(Mator Lensoen Italien und Deutschlen guscharten zuit bardo, Fialten) 4/2.00, 6. Zanzur(Cavoman., Fogliags, Jraz Tehlern bereits vorber ausgeschieden waren. Zehn itali= lien) 4/2:05.3, 7. Torno(Capt. Consort, Iialien) 8/2:02 Fehlern bereits vorher ausgeschieden waren. entsche und neun deutsche Pferde blieben unter 70 Teilnehmern fehlerlos und qualisizierten sich für das Stechen über erhöhte Hindernisse. Rittm. Niemack mit Alant und Olaf sowie Rittm. Brinckmann mit Oberst und Baron hatten je zwei, Eisen, im Feuer, ebenso die italienischen=Reiter Coccta und Fogliaga, während Capt. Conforti sogar mit dre. Pferden in die Entscheidung ging. Leider zog sich der Wettbewerb bis in die tiefe Dämmerung binein, so daß die zuletzt gestarteten Teilnehmer in der Sicht bebindert und der sportliche Wert der Prüfung etwas berabgemindert wurden. Ein Teil der Reiter gab deshalb schon nach dem ersten Fehler auf oder trat gar nicht Obern(Rittm. Brinckmann) und Fridolin(Oblt. Perl=Mückenberger), kamen als einzige nochmals fehlerlos über die Bahn, wobei Oberst mit:53.2 Minuten sämtliche bisder erreichten Zeiten trov der erschwerten Hindernisse Minuten. Das Gesöff Irgendwo in Norddeutschland hat eine Familie Besuch. Aus München. Da es bei der Unterkunft kalt ist, setzt man dem lieben Gast ein Warmbier vor, in das man allerlei liebliche Ingredienzien gemischt hat. Der Gast trinkt— setzt das Glas wieder hin und „Nanu“, erkundigt sich, da die Hausfrau,„schmeckt Ihnen das Getränk nicht?“ „Hm“, brummt da der Münchener, den Kaffee anders!" „meine Frau vember.1940 gemeldet werden mussen, Außerpem paben die Möbelhändler den Umsatz. die Bezüge sowie die Lieferrückstände zu melden. Die Reichsstelle für Waren verschiedener Art wird entsprechende Fragebogen berausgeben, die insbesondere eine Gegenüberstellung der Vorkriegszeit und der Kriegszeit gestatten werden. Die Erhebung über Umsätze und Bezüge an Möbeln ersaßt den Zeitraum vom 1. Januar 1938 bis 31. Oktober 1940. Chemische Industrie AG., Bochum Wie mitgeteilt wird, wurde Ravan Freiherr Göler von Ravensburg(Bochum) zum stellvertretenden Vorstandsmitglied bestellt. Börsen uneinheitlich Die Geschäftstätigkeit an den Aktienmärkten der Berliner Börse war bei Festsetzung der ersten Kurse auch am Donnerstag nur gering. Die Kursgestaltung war wiederum uneinheitlich. Die Kursgewinne entsprachen sowohl zahlenmäßig als auch in ibrem Umsang den Abschlägen— An der Rheinisch=Weßtfälischen, Bör#.Au 2,613 seldorf gestaltete sich die Tendenz nicht einheitlich. Nach den ersten Notierungen bröckelten die Kurse leicht ab.— Amtliche Kursnotierungen an der Berliner Börse vom 17. Oktober 1940: Farbenindustrie 189.00: Harpener Bergbau 156.00. — An der Düsseldorfer Börse wurden notiert: Constantin der Große 8100., 3600.: Balcke Maschinen 168.50; SchlegelScharpenseel 162.50; Vereinigte Stahlwerke 137.20; WestfaltaDinnendabl 195.00. Waschpulver und Seife muß man klug einteilen und auf Wäsche und Körperpflege beschränken. Bei den meisten anGerei KenngengserseierleisterArA die Gieichen Bielisie. WUerrac,Pesl W Wpert Vehre. tie Aus Wei Dach- u. Schieferdeckermeister Gustavstraße 11 Ruf 66970 Ausführung sämtl. Neudeckungen und Reparaturarbeiten M WE Eine Tonfllmko OLGA TSCHECHOWA In dem Frauenschicksal ATZUMNA mit ALBRECHT SCHUNHALS Jugendliche nicht zugelassen NUR BIS MITTWOCA Wochent. ab.45 Uhr# Sonntags ab.30 Uhr Zielbewußt und konsequent Mußt du deine Werbung führen, ·Denn nur so wird's dir vergönnt, Wirklich den Erfolg zu spüren Die S der Stadt Bochum Freitag, 18. Okt., 19—21.30 Uhr. Vormiete B 3: „Karl III. und Anna von Oesterreich“ Sonnad., 19. Okt., 18—21.15 Uhr. Brauner Ring 2: „Florian Geyer“ Tragödie von G. Hauptmann Hämorrhoiden sind eine unerfreuliche schmerzhafte Angelegenheit, und hier kommt es ganz besonders darauf an. für einen regelmäßigen und ganz leichten Stuhl zu sorgen. Da wird das durch Verdampfen aus dem weltbekannten wasser gewonnene Hunhadi=Jänos-Brunnensalz ganz hervorragend gute Dienste leisten. Mild und vollkommen reizlos in der Anwendung, regt es die Blut= und Stoffwechsel=Zirkulation an und wird von Erwachsenen und Kindern gut vertragen. Ein Versuch überzeugt! Erhältlich in Avotheken u. Drogerien in Hauspackungen von 100 Gramm .50 RM. und Reisepackungen mit 10 Beuteln à 7 Gramm.— RM. General=Vertrieb: Alfred Rienäcker, Berlin W. 59. Spichernstraße 4. nach G. E. Lessing KXTHE GOLD, E. BALSER. FITA BENKHOFF. PAUL DAHLKE" THEO LINGEN" FRITZ KAMPERS ERICH PONTO„ H. LEIBELT„ P. WAGNER. E. F. 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Unterrichts-Anzeigen finden im„BA“ große Verbreitung Bahnhotshotel-Betriebe Geisenkirchen Bunte Bühne Jeden Nachmittag 15.45 Uhr Vorstellung mit ungekürztem Programm und freiem Eintritt Dal pale der inbegriff Münchener Fröhlichkeit um die Jahrhundertwende „Bal paré“ der glanzvolle Höhepunkt des Faschings im alten, verliebten München „Bal pare der große, stimmungsvolle Unterhaltungstilm der Ufa Neueste Deutsche Wochenschau erscheint Sonnabend ächten Sie auf die neuen Anfangszeiten Wo..00.00.30 So..30 Ende der letzten Vorstellung.50 Uhr z W E 1 TE W 0 C M E UFA-TONHALLE Das tli8mp Pregramm Apollo-Theater Bochum-Weitmar den trobm„Hans-Aibera-Flimi JNERCe. den Pandish. ugendllehe haben Zueritt. Anfandsselten: Werktags 16.30 Uhr und 19.00 Uhr(letste Vorstellung). Sonntags 1. Vorstellung 15.30 Uhr, letste Vorstellung 19.30 Uhr. Sonntag 13.15 Uhr: Jugendvorstellg. mit„Trenck der Pandur“ konfilm-Theater Boch.-Wiemeinausen Freitag bis Montag: „Sprung ins Glück“ Ein lustiger Film mit Rolf Wanka, Rozel Ceikoe. T. v. Halmay, Lizzi Holzechuh. Für Jugenui. Sogeinosen Dienstatz bis Donnerstag: TOM MIK in Tom IIlixräumt auf dl. zugelassen. Für Jugendl. ab 14 Jahre zugelassen. Capitol-Theater Bochum-Langendreer Wir beginnen in den Winterwochen! Wochentags 3 Uhr. 5 Uhr. 7 Uhr; sonntags 3 Uhr. 5 Uhr. 7 Uhr — Besuchen Sie unsere Nachmittags-Vorstellungen! Freitag bis Donnerstag: 80 Mit GRETE WEISER, EIn neues to CARLA RUST, SEPP RIST IIes Lustsplel. Sonntat morgen 11 Uhr. Sonntat nachm..30 Uhr Kindervorstellung:„Wie einst Im Mal“ Beachten Sie bitte unsere neuen Agfangsreiten Lichtburg Bochum-Langenoreel Bis Montag Gusti Wolf. Lixzi Horzschun, Faul Hörbiger, Wolf Albach-Retty in „Falstaft in Wien“ Jugendliche zugelassen Enlungesetsse. 3 Uhr, 5 Uhr, 7 Uhr. KalserStraße 179 Dienstat bis Donneretag: Hilde Krahl, ige Sym, Albert Matteretock in „Serenade“ Jugendliche nicht zugelassen Schluß der Vorstellung gegen 9 Uhr. Anfangszeiten: 3 Uhr. 5 Sonntag.30. Montag 2 Uhr. Dienstag 2 Uhr: Sondervorstellung(auch für lusendl). Tom Bikx mitseigem Wundepterd Tonp in Fom btin raumt aus Lapitol-Theater Bochum-Werne Freitag bis Montag: „Zwei Welten Mit Marianne Simson, Antje Weißgerber, Hanei Wendler. Joachim vennecke, Max Eckard u Ida Wüst Jugendliche haben Zutritt Dienstat bis Donnerstag: Johannes Riemann, Käthe Haack, Carola Höhn, Gerda Maurue, Harald Pauisen, Hermann Brix in 66 99 „Die gute Sieben Jugendliche haben keinen Zutritt Kammerlichtspiele Bochum-Gerthe Freitag bis Dienstag: „Taronns Zeugen Der größte Kriminalfilm der Weltgeschichte nach einer wahren Begebenheit. Jugendliche nicht zugelassen. Ab Dienstag bis Donnerstag: „Hochzelt am Wollgangsee“ Ein entzückendes, fröhliches Spiel im Rahmen der majestätischen Berzwelt an den Ufern des weltbekannten Wolfgangsees.— Jugendliche sugelassen Union-Theater Bochum-Gerthe Freitag bis Montag: „Ihr Privatsekretär“ Nach dem Roman„Haus Klepergab und seine Gäste“ Qust. Fröhlich, F. Benkhoft, Th Lingen, M. Andergast, P. Henkele, R. Karl, C. Löck. Nicht für Jugendliche Dienstag bis Donnerstag Soldaten-Kameraden Ein heiterer Militärfilm. R. A. Roberte, H. Kirchner, H. Richter. ugendliche zugelassen MARTE HARELL. OLLY HOLZMANN HANS MOSER PAUL HÖRBIGER OSKAR SIMA SIEGFRIED BREUER SPIELLEITUNG: OEZA VONBOLVARY Ein echter Wiener Flim mit Marte Harell— wer kennt sie nicht aus dem„Opernball“? Die schöne Frau steht auch hier im Mittelpunkt eines heiteren Geschehens. Paut Hörbiger und Hans Moser als Ob rkellner im Café Fenstergucker servieren Ihnen eine gehörige Portion köstlichen Humors Ab Sonnabend die neueste Wochenschau Täglich.30.50.00 Uhr Jugendliche über 14 Jahre zugelassen APT POL Vielleicht etwas hleiner im Umiange werben— auf alleFälle aber durchgehend werben! — Senntag 2 Uhr Kindervorstellg. Der spannende Wilderer-Film Die Sporck'schen Jäger Rotraut Richter-Theodor Loos Augendlche aundiasson.) S Anfandeselten: Wochentags.30 Uhr, sonntags 2 Uhr Dienstag, d. 22., Mittwoch, d. 23., Donnerstag, d. 24. Oktt. ei. grofße Mäichen-Nachmittage unle „Schneeweißchen und hosenrot Betisn nechmittats 8 Uhr, Bade 8 Uhr.: Brwachs. 40. 60, 80 S. Kinder 20. 40 J. Karten im Vorverk. an der Abendk. Schauburg Wanne-Eickel adolf-Hitier-Platz „Krambambuli“ Mit Viktoris von Ballasko. Bepp Riet, allse Aulinger Ab Sonnabend neue Wochenschau! Anfangezeiten: Werktage und sonntage.30,.00 und.30 Uhr. lagendl. hab. keinen Zutritt. Sonntat u. Montat mittag 2 Uhr Märchenvorstellung Schneeweißchen und Rosenrot ANGELA SALLOKER" ATTILA HURBIGER HILDE KRAHL Ein Filmwerk, welches mit reifer Kunst das Erlebnis zweier Menschen gestaltet, die dem Gesetz der Pflicht ihre große Liebe opfern Jugendllehe zugelassnn Neue Antangszelten .55, 4. 55,.05 Uhr, Ende gegen 9 Uhr Sonntag ab.20 Uhr Ar Suus Letel Paderborn, 17. L waltigen Ausmaßen Es handelt sich um übertreffenden Gewi bei„Paderborn kann Runkel sehen, die de hat und auf dem G gewachsen ist. Siei exemplar dieser Zuck ganze Reihe im sell Kartoffeln wurden geerntet. Nachdem in einer Schwere v werden konnten, er Wallrabe in Lendrit Kartoffeln, von den die zusammen also Die schwerste wiegt die Börde die schn Westfalen hervorgeb Kapitale 4 Aus der Eifel, wurden in den Ros kapitale Hirsche zur von Daun gelang A mit Paul Fritz Gen! Ein dramati unserer Verl daß Im Beiproer Beg Sonntag, An GT Telephon 6 Aus Wesitalen und Rheinland Lietoro=Kartessein in der Söesiel Volde Eine Runkelrübe im Gewicht von 30 Pfund Baderborn, 17. Oktober. Eine Runkelrübe von ve. Kreriherg konnte ein Oberforstmeister sogar einen Acht. waltigen Ausmaßen erntete ein Bauer in Lückhausen, zehnender zur Strecke bringen. Diese kapitalen Ss handett sich, um ein Exemplar mit derr. 4uu, 9. Trophäen sind der beste Beweis dafür, daß, die begeübertreffenoen Gewicht von 80 Pfund.— In Aeubaus zischenMaßnahmen der letzten Jahre im Gebiet der bei Paderborn kann man in eiggemjSchggtetzstex, eine Runkel sehen, die das stattliche Gewit, von 24 Pfund hat und auf dem Grundstück des Lanowirts Hunstiger gewachsen ist. Sie ist durchaus nicht das einzige Riesenexemplar dieser Zucht, sondern mit ihr stehen noch eine ganze Reihe im selben Fenster zur Schau.##, Rziard: Kartoffeln wurden in der fruchtbaren Soester geerntet. Nachdem schon verschiedentlich Riesenkartoffeln in einer Schwere von 900 bis 1000 Gramm vorgelegt werden konnten, erzielte jetzt der Landwirt Dietrich Wallrabe in Lendringsen den Rekord. Er erntele brei Kartoffeln, von denen jede rund 1000 Gramm wiegt, die zusammen also mehr als sechs Pfund schwer sind. Die schwerste wiegt genau 1050 Gramm. Damit dürfte die Börde die schwersten diesjährigen Kartoffeln Westfalen hervorgebracht haben. Kapitale Hirsche kamen zur Strecke Aus der Eifel, 17. Oktober. In den letzten Tagen wurden in den Rotwildrevieren der Hocheifel mehrere kapitale Hirsche zur Strecke gebracht. In der Gegend von Daun gelang es einem Jäger, einen Kronenrischen Mahnuhnen der letzten Jahre im Gebiet der Eisel beachtliche Erfolge zeitigten. Zuchthäusler als Schwerathlet Duisburg, 17. Oktober. Daß Jakob Bink ausgerechnet einen vier Zentner schweren Amboß stahl, wurde ihm zum Verhangnis. Während er sich nächtlicherweite herumquälte, ihn wegzuschaffen, wurde er von der Polizei überrascht und sengenommen. Man hatte einen alten Tunichtgut eingefangen, der schon 3½ Jahre im Zuchthaus gesessen hatte. Arbeit scheute er und verübte Schwindeleien am laufenden Band. Neben der Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr 4 Monaten ordnete das Gericht seine “ Unterbringung in einer Heil= und Pflegeanstalt an. Es half ihm nichts Duisburg, 17. Oktober. Nicht weniger als 27 Vorstrafen, mit 16 Jahren Gefängnis und Zuchthaus, hatte der Angeriggngentratzg, üller bereits binter dieg. als er ins Konzentatonslager kam. Da es ihm hier aber durchaus nicht gefiel, schrieb er an die Staatsanwaltschaft und bezichtigte sich mehrerer Diebstähle. Das Urteil lautete auf vier Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. Außerdem wurde die Sicherungsverwahrung gegen ihn angeordnet. Ein besonders unverfrorener Dieb Lüdinghausen, 17. Oktober. Ein besonders, unperfrorener Dieb gab hier ein kurzes Gastspiez,„Der Mann war während der Dunkelheit in die Wohnung eines Schneidermeisters eingestiegen, holte sich aus dem Kleiderschrank zwei gute Anzüge, die er sorgfältig in einen ebenfalls dort gestohlenen Koffer verpackte und is einer Wirtschaft unterstellte. Nachdem er sich hier erst noch in Gesellschaft eines Hilfspolizisten, der naturlich nichts von der„Tätigkeit" des Mannes wußte, gestärkt hatte, versuchte er einen weiteren Einbruch in ein Juweliergeschäft. Hierbei wurde er aber gefaßt und in das Spritzenhaus gesteckt. Es gelang ihm aber, von hier aus wieder auszubrechen und mit Hilfe seines ebenfalls mit eingesperrten Fahrrades das Weite zu suchen. Aefoillen ausrunft H. Eppendorf. Senden Sie Ihren Sohn an den int fkanzösischer Gefangenschaft war. Kelschasd“ aar io. Plak Toll:=bliak Shest“ n 1. April 1933. W.., Gerthe. 1. Nach Ihrer Darstellung ist der Hausauch im Vertrage steht. Sie 2. Der Hauswirt hat nicht das Rechi, Ihren einseitig abzuändern. Die alten Bestimmungen bie#ben auch unter dem neuen Mietbuch in Kraft, das ja nach Ihrer Schilderung nur ein Qutttungsbuch sein kann. gun##r 16 293. Das Abhören ausländischer Senver ist schlechthin vervoten, auch das Avhören der Musik dieser Sender fällt nach einem Reichsgerichtserkenntis unter das strafbure Verbot. Die Verordnung vom 1. September v. J. ist ohne jede Einschränkung ergangen. Was Frauen fragen. Fr. A. Ueber die Art, wie das Reinigen der Natraven und Ausbürsten der Bettwäsche zu geschehen hat, bestehen keine Gesetze. Hier müßte die Hausordnung Verhaltungsmaßregeln treffen. Die Hausordnung bestimmt der Hauswirt. An ion. mühten. Sez fge Pichlchtnme, man Se gglich des die Futmate auf den Ent. es in allgemein kolla, bap.- zt. Pinersie Treppen= Flurpodest gelegt wird, nicht aber auf die unn:n: Jaunen“ stufe. Wenn Sie Beschwerden deshalb zu haben glauben, müßten Sie sich zunächst an den Hauswirt wenden, der berechtigt und verpflichtet ist, eine Hausordnung zu erlassen. ∆ 905 köniren, ist nicht obne weiteres erkennbar. Sie müßien dann dessen grobes Verschulden nachweisen, wenn Sie ein Schmerzensgeld verlangen wollen. Wegen des bloßen Schadenersatzes dürfte eine Einigung wohl zu erzielen sein. Wir raten, den Fall vorher genau durch einen Rechtsanwalt prüfen zu lassen. Große Hoffnungen dürfen Sie sich nicht machen, da auch eigene Schuld angenommen werden kann. mangelhafte Zustand bekannt war, mußte doppelte Vorsicht walten. Gustav Fröhlich Hell Finkenzeller in Aude Gaße?“ Tam ist Sattlct Dar mit Paul Hoftmann, Otto Wernicke, Hilde Sessack, Fritz Genschow, Toni v. Bukovics u. Eduard Wendt Ein dramatisch und menschlich packender Film aus dem Leben unserer Verkehrsbeamten. So lebenswahr, so unkonstruiert echt, daß man fühlt: morgen könnte jeder es erleben! Im Beiprogramm: Der Füntzigmarkschein- Wochenschau Beginn der letzten Vorstellung abends.30 Uhr Sonntag, Anfang 2 Uhr, große Jugendveretellung mit Weiß Ferdl, Trude Haefelin, Kurt Vespermann in „Der arme MlIllonär“ Eine Tonfilmkomödie nach dem Bühnenstück„Schusternaz!“ von Ludwis Thoma. Otofteh-Paft K K Wenn Ihre Füße vor Abermädung und Anstrengung schmerzen, dann ist und bleibt Saltrat das tausendfach bewährte Mittel zur schnellen Linderung der Beschwerden. Es lohnt sich deshalb, wiederholt danach zu fragen, wenn Sie es beim ersten Versuch nicht gleich erhalten. Saltrat gibt es nach wie vor Telephon 68776 Bochum Rottstrabe 29 Gufe Weine Bochum Zur Postkutsche Inh. Josef Blum Viktoriastraße 7 Ruf 68576 Vor die Füße pflegen! Wundlaufen- Fußschweiß verhüfet und beseitigt Gerlach's F06krem Dose 40, 58, 80 Pf. in Apoth. u. Drogerlen KE Gehwol Magen, Barin GLoberin ul nehmen„A EbohK! Kein Teel Prospekt gratis. Stadt-Drogerie Bongardstr. 12. 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Woche bis einschließlich Montag verlängert Täglich 3 Uhr—.15 Uhr-.30 Uhr 8 nntag vormittags 11 Uhr und nachmittags.30 Uhr, Montag und Dienstag je nachmittags.30 Uhr: Märchen-Vorstellungen Schneewittchen u. die sieben Zwerge Kreiter mm In 4 Tagen beginnt die neue 4. Deuisqe Reizislofteri Spielen Sie mit, denn es kostet 19Dos für Suhmm Hauptgewinne RMI: 68500000 Sete SR800UI 10S St und viele weitere große Gewinne. Ziehung 1. Klasse am 22. u. 23. Okt. Loo U.oo ½ Loo ¼.09 S RRA G RLA 12 RA 24 RbG für jede Klasse erhält man bei Staatliche Lotterie-Einnahme FRASS Gochum, Wilhelmsplatz Betr. Abgabe von Kindernährmitteln brzegn der Zutetlungspgrlong.16, also vom 21. Oktober 1940 ubgape von Kindernagrmzllen neu geregelt und vereinfacht Ruf 64338 Marienstr. 14 W Lieferant aller Krankenkassen Kortumstraße 25 Rut 64692 EeRUZTTNMNE Bekanntmachung. Auf Abschnitt C der karte wird in der Zeit vom 16. bis 20. Oktober 1 Ei ausgegeben. Herne, den 15. Oktober 1940. Der Oberbürgermeister. Vom Beainn der Zutetlungs ab, ist die Abgabe von Kindernaueminein neu geregelt und worden. Die auf Getreide= und Reisbasis hergestellten können für Kinder bis zu 18 Monaten in einer Menge von wöchentlich 375 Gramm an Stelle von wöchentlich 500 Gramm Brot oder 375 Gramm Mehl abgegeben werden. Die Abgabe erfolgt gegen Abtrennung der über 500 Gramm Brot oder 375 Gramm Mehl lautenden Einzelabschnitte 5 bis 8 der Reichsbrotkarte für Kinder bis zu 6 Jahren.„Für die##ch. bezeichneten Kinder milch nährmittel muß in jedem Falle die üver täglich ¼ Liter Milch lautende Milchkarte einschließlich des Bestellscheines abgegeben werden. Die Lieferung dieser Milchnährmittel erfolgt nur durch G3 Hürfen folgende Mengen Kindermilchnährmittel abgegeben werden: Höchstbezug je Zuteil.= Periode, 4 Wochen 5 Dosen 18 Dosen 9 Dosen 9 Dosen 5 Dosen 5 Dosen 5 Dosen 5 Dosen 14 Dosen 9 Dosen 7 Dosen Erzeugnisse Alete=Milch, 500=Gr.=Dose Pelargon rot 225=Gr.=Dose Pelargon rot 500=Gr.=Dose Pelargon grün 225=Gr.=Dose Pelargon grün 500=Gr.=Dose Edelweißmilch 500=Gr.=Dose Ultrahtina 500=Gr.=Dose Edelweiß=Buttermilch 500=Gr.=Dose Ramogen 340=Gr.=Dose Eledon 250=Gr.=Dose Bumena 200=Gr.=Dose Zahl d. Abschn. Dosenzahl Oeffentliche Mahnung. Die im Monat Oktober 1940 fällig gewesenen und bisher noch nicht entrichteten Abgaben werden bierdurch angemahnt, nämlich: Fällig am 15. 10. 1940: Abgaben Scasf oisese, Sälsiesen fur ben beiträge fs#r den Monat Oktober 1940: Schulgelver für den Monat Oktober 1940: Lohnsummensteuer für den Monat September 1940. Mit dem Ablauf des genannten Fälligkeitstermins wird auf Grund des Gesetzes vom 24. 12. 1934 zu den Staats= und Gemeindesteuern ein Säumniszuschlag von 2 Prozent erhoben. Die nach dem 23. d. M. noch vorhandenen Rückstände werden im Verwaltungszwangsverfahren beigetrieben. Wattenscheid, den 16. Oktober 1940. Der Oberdürgermeister(Stadtkasse) als Vollstreckungsbebörde. auf je 5 Abschnitte auf je 3 Abschnitte auf je 3 Abschnitte auf je 3 Abschnitte auf je 5 Abschnitte auf je 5 Abschnitte aus je 5 Abschnitte auf je 5 Abschnitte auf je 2 Abschnitte auf je 3 Abschnitte auf je 4 Abschnitte 1 Dose 2 Dosen 1 Dose 1 Dose 1 Dose 1 Dose 1 Dose 1 Dose 1 Dose 1 Dose 1 Dose Da die Kindernährmittel nur für Kinder bis zu 1½ Jahren bestimmt sind, ist bei jeder Abgabe von Kindernährmitteln die Vorlage eines amtlichen Nachweises über das Lebensalter(Geburtsschein, Familien= stammbuch usw.) notwendig. Die Apotheken, Drogerien und sonstigen Verteiler können von der jedesmaligen Vorlage des Geburtsnachweises nnerhalb einer Zuteilungsvertode absehen, wenn die Verkaufssteue dei der die Kindernährmittel regelmäßig bezogen werden, beim 1. Kauf auf der Rückseite des Stammabschnittes der Reichsbrotkarte für Kinder bis zu sechs Jahren oder der Reichsmilchkarte über 1/ Liter Milch auf Grund des vorgelegten Geburtsscheines das Geburtsdatum einrragt und mit ihrem Firmenstempel versieht. Das Ernährungsamt kann gegen Vorlage einer ärztlichen Berechtigungsscheine für Kindernährmittel für besondere Fälle und für Kinder über 1½ Jahre ausstellen. Bei Erwachsenen müssen die Atteste dem Ernäbrungsamt durch die ärztliche Genehmigungsstelle vorgelegt werden. Die Einzelabschnitte der Brotkarten und die Berechtigungssgeine sinz ven ErsgrI,geasgseen füir eine Kartenberlode gelammelt fusernge eines Versorgungszeitraumes, spätestens aber in der darauffolgenden Woche Der Bezug von deutschem Buddingmebl, Mondamin und ähnlichen auf die mit einem Kreuz(+) bezeichneten Abschnitte der Kinder=Brotkarte und die Abgabe von Nährmitteln aulgemeiner Art auf Grund der Nährmittelkarte bleiben von dieser Regelung underührt. Wanne=Eickel, den 17. Oktober 1940. Der Oberbürgermeister Statt jeder besonderen Anzeiße Ein treues Vaterher: hat aufgehört zu schlagen. Heute mitteg 12.45 Uhr entschlief sanft nach kurzer Krankheit mein herzens##uter, treusorgender Vater, unser Schwager. Onkel und Vetter Gastwirt 1. R. Friedrich Frische Im Alter von fast 75 Jahren. In tiefer Trauer: Frau Hedwie Niepmann geb. Frische und Anverwandte Bochum-Stiepel, den 16. Oktober 1940 Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 20. 10.. um 3 Uhr, vom Trauerhause, Bochum-Stiepel, Kemnader Strabe 339, aus statt. Trauerteler eine halbe Stunde vorher Am Dienstat, dem 15. Oktober 12/0, entschliet nach langem, schwerem Leiden, jecom plötzlich und unerwartet unser lieber Vater. Schwiegervater, Grobvater. Urgrobvater, Schwager und Onkel, der Klempner Karr Sasse im Alter von beinahe 80 Jahren Um stille Tellnahme bitten Die trauetnden Hinterbliebenen. Bochum-Weitmar, den 17. Oktober 1940 Wasserstr. 392 Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 20. Oktober 1940, nachmittags.30 Uhr. von der Totenhalle des evgl. Friedhofes in Bochum-Weitmar, Blumenfeldstraße, aus statt. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachsicht zußing, diene diese als solche. Bescheiden war Dein Leben. Nie dachtest Du an Dich: Nur für die Deinen streben Galt Dir als höchste Pflicht. Mittwoch nachmittag.30 Uhr verschied unerwartet nach kurzer, schwerer Krankheit meine liebe Frau, Mutter. Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante, die wohlachtbare geb. Bruns“ Im Alter von 24 Jahren, wohlvorbereitet durch den Empfang der heiligen Sterbesakramente. beier Schme. Famille Haus Hielen Familie Frans Bruns Bochum(Sternstr. 6) und Essen, 17. Oktober 1940 Die Beerdigung findet Sonnabend, den 19. Oktober. vormittags 10 Uhr. von der kleinen Trauerhalle des Zentraltriedhofes am Freigrafendamm aus statt. Das Seelenamt ist am gleichen Tage um.30 Uhr in der St.-Meinolphus-Kirche Statt besonderer Anzeige Ein sanfter Tod erlöste heute meine einzige Schwester, meine liebe Freundin Eila Srehter Lehrerin a. D. von sehrelangem, schwerem Leiden. büies Tee.. Padia Cremer Käthe Gieffers Bochum, den 16. Oktober 1940 sterate Die Beisetzung findet in aller Stille am Sonnabend, dem 19. Oktober, von der Kapelle des Grummer Friedhofes aus statt. Das Seelenamt gleichen Tage um.45 Uhr in der Propsteikirche Nach kurser, schwerer Krankheit verschied unser Oefolgschaftomitglied„ Fritz Pohlmann In der Zeit seiner 21jährigen Werkerugebörigkeit ##st der Verstorbene uns allen ein treuer und zülchtbewubter Arbeitchamernd gewesen. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. Bochum, den 16. Oktober 1940 führung und befolgschalt der Maschlnenfabrik Mönninghof Sumi Familien-Nachrichten aus anderen Zeitungen übernommen Geboren: Knaben: Dortmund: Ernst Stiebritz(Elly Dethloff). Hagen: Emil Berges(G. Stremmler).— Mädchen: Dortmund: Eduard Rüßmann(Otty Strumpelmeyer). Essen=West: Willi Kurt(Gerda Verlobte: Witten=Annen: Ilse Kohl= leppel mit Walter Schild. HagenHaspe: Dr. med. Lotte Weiß mit Dr. med. Otto Hans Kahler. Joswig v. Lieferwg. Mittwoch verlor. Finder erh. Belohn. 61720 anrusen Hagen: Heinz, Joswig e Flasnocker. Essen: Frz. Vermählte: mit Hilde. gurnruer. A. O. Grieß mit Hilde Weiler. Gestorben: Dortmund: Werner Henning, 19 J. Dortm.=Körne: Ernst Hinderlich, 71 J. Dortm.=Schüren: Luise Fley, 50 I. Wanne=Eickel: Gust. Pleuger 44 J. Witten: Hugo Hohrath sen., 65 J. HagenHaspe: Georg Schnell. Gelsenkirchen: Matthias Bongartz, 55.: Anton Hommel 80 J. Essen: Karl Menz; Karl Nörrenberg, 66.: Frau Emmy Neuhaus geb. Steinbach, 45 J. Wattenscheid: Frau Wwe. Katharina Hain geb. Löchel 81 J. Gelsenkirchen: Heinrich Vehre 84.: Johann Oberberg, 70 J. Duisburg: Bootsmaat Heini Antheck, 25.: Frau Anna Küpper geb. Bach, 36 J. Duisb.= Buchholz: Peter Steffens, 44.: Frau Elisabeth Krause geb. Steinbach er vach, 55 Jahre. Verloren Vermischtes Der Herr welch. a. Dienstag abend im Cafe Fuchs mein. Mansel vertauscht hat, wird gebet., dens. sof. im Café Fuchs wied. umzutausch. Großer Baum Platane, geg. Abholz, zu verschent, Ausk. Anz.(14802 Graue beseitigl- ORFASrade Rasche.74, extra slark.40 Haare Unschädlich! Sich. Wirkung. Parfümerie R. Pracht, Kortumstraße 3 Freibank. 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Oktober 1940 Die Trauerfeien findet statt am Montag, dem 21. Oktober 1940, nachmittags.30 Uhr. in der groben Trauerhalle des Haupttriedbofes: Beerdigung von dort um 4 Uhr zum Friedhof Altenbochum. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nacheicht zußing, diene diese als solche Wegen Erkrankung meiner jetzigen Hilfe suche ich für meinen kl., gepfl. Haushalt zum 1. 11. eine zuverl. Hausgenilt!n. für alle Hausarbeiten. Wilhelm Diergardt, Blankenstein(Ruhr), Sprockhöveler Straße 4 #u. eih., zu kaufen B S 14831 Anz. Wohnschrank eu ensellus Vermietung verkaufen. ställch." g„ döde 24, 8o#— Zuschriften unter 4 72- 9. 4000n. Guuzerhaggner 8 S 170 Anz. si vermieten 1 zu verkauten, Aausnaschen sucht Hotel Dell, Bad Honnef; Rhein zu Vermieten. Zuschriften unter St 14785 Anz. Gut erhaltene Maxstraße 15 Knabenschuhe, indert Gr. 35, u. Gr. 40, Groß., komvimerl. zu kaufen gesucht. 6on* Auschriften unser Ve Ziurder. ver möbl. Iinmer ruh. Lage, an sol. in Herrn zu vermiet.(z. gut. Verf.,##. 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