Gezugspreis mit Botenlo'z; 3..9v, Jig gdeg 3 G,. Halbmonatlich. wonag; Hrels fürebo)=Bochumer Illustrierte: 30 Bf. monatlich, Funtseitischrift vör mir“ 45 Bf. monatlich bei vier Sonntagen und etgf heg##., r# w..7 im Angnat.— Wenn das Erscheinen der 55 Bi. bei fünt Sonntagen zir Verbot oder Veirjebsstörung und del. Jettung burch böbere Gerwal, Grsatansprüche gestelt werden.— Gee rzisselle bird, vönnen ge fgig., und von 143z bis 19 Uhr, sonnags von 11 bis 12 Uhr:. Sprechstunden der Schriftleltung, außer mittwochs und sonnabends, von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckkonio Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Donnerstag 8. August 1940 47. Jahrgang Nummer 186 Einzelpreis 10 Pf. anzeigenpreise: Grundpreise für 1 um B5.“, Terttest. Hamitteneun egt Sielkengetuche S olt. Reite Knzeigen nicht gehetlsge: seieen, Svs, Steiz und Zisergebahren 25 Bl. Zur Zeit in Breisuine bed) vv., Au, Naglahtasel B.— Schluß der Anzeigenagahue lich ausgegebener Anzeigen kann teine Gewähr übernommen Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551—54 Bichnse=SrnennatHerkin Purtel und Staul Die Gauleiter Bürckel, Robert Wogner und Einon Chess der. Zrigerputzegenin ere ig gggen hnen lelten, Vir lueshen Bos vich besgeicgers. Die) beve zubaste, v, eop p ader scher lahmiulegen.„Pionser der Arbeit dnb Berlin, 8. August. Die Presseabteilung der Reichsregierung und die Reichspressestelle der NSDAP. teilen mit: verwaltung geführt. die der Hilsitärischen Hoheisrechte verbleibt auch weiterbin hen pilstärischer, Pesetiegsta Der Führer hat für, rotyringen den Reichsstatthalter und Gauleiter Josef Bürckel, für das Elsatz den Reichsstatthalter und Gauleiter für Luzemburg den Gauleiter Gusta Simon zum Chef der Zivilverwaltung bestellt. Der Bührer bezute heg Reichstathalters und Gauleiters in Wien entbunden unter, Karbehalt tiger Verwendung als Reichsstatthalter. „ Führer den Reichsleiter Baldur Schirach sührer der Ne DAs. und Zugendishreg,. 53,Zerischen Reiches entbunden. Zugleich wur gtelung ais Reichst Schirach unter Pelassung in ein Hper RGHAG, mit der Vcerohszäihe Feidie 2. Feice K erscgrst. Shacse. sührer Hartmann Lauterbacher ist zum stellbertretenden Gauleiter ernannt worden. Die britische Luft= und Seemacht von Kand hnwegesegt nischer Augenzeugenbericht nach einem die britische Industriearbeit geht trotz der deutschen Luftdie britische Industriearbeit geht trotz der deutschen LuftLeider sind die Verichterstate 941ed We, Zetautze 3: Bouder Haßg die deutschen Luftangriffe auf England dort, schon„wichtige Industrien produktionsunfahig gewoc; bepen,.itjsh, Heffentlichkeit nun mahr GlauWem soll die britisce Veffentzichren, nun meyr Zut# ben schenken, ihrer Regierung oder den befreundeten Amerikanern? Und jedenfalls fällt auf, daß die Arbeitslosigkeit trotz der„rollenden Räder“ in England anstatt ab= stetig zunimmt, daß der englische Export wie Import zurückgeht und daß England in steigendem Naße und nach Kräften bemübt it, Ehaesenlsgtrfange phantastischem, und daher undur Heisthanderer, Worten: aus dem Auslande zu beziehen. Mit anderen Worten: Die deutsche Luftwaffe, die im Gegensatz zu der britischen ihre Angriffe nicht gegen die unschuldige Zivilbevölterung, sondern einzig und allein gegen militärische Ziele richtet und sie auch zu treffen weiß, ist auf dem Wege, die Produktionskraft der englischen Rüstungsindustrie allmählich, aber sicher lahmzulegen. England kann nicht mehr liefern Nach einer Erklarung des australischen,„Pinistgg: ssgsies Großbritannien nicht mehr geliefert werden „Ausfuhrfeldzuges zu halten ist. Der in Großbritanbeliefert werden können. beliefert werden können. iele richtet und sie auch zu Der Führer ehrte Krupp von Bohlen .. Eheenzeichens der Partei— Der Siebzigjährig Amerikanischer Augenzeugenbericht nach einem Flug über der belgisch=französischen Küste „Newyork, 7. August. Ein Vertreter der Agentur Associated Preß berichtete am Montag aus.( und Semacht vom englischen Kanal hinweggesegt wor„.5c Hur boetsen in Gen gelanhe ,lochzeigen. 8 13 habe nicht ein einz“ sches Schiff oder irgendein Manchnal befanden wir uns über dest Belg und nanchmal über Lasich winßestesh eif, versenite Schiffe einziges englisches Schif in diesem, Teil. des Kanals. de graste Stelle ist entdecken, und auch keinerlei Zeichen einer britschen Bl.igrtagfgandt gaus räcßten liegt. Frankreich und Belgien, wo die große Flandernschlacht stattgefunden hat.“ So wirkt unsere Luftwaffe Wichtige britische Industrien produktionsunfähig gemacht Berlin, 7. August u, Die FZudust Angrifse seg prischen Inselreiches Kesheaelscheslt ehosche-be sisen. de. Bachchaben; se loneieren daser erzsgrechf nie Gelise Verkinse glse die herischen gestangrifse io gut Eor schreibt z. B. die„Sunday Times“ am 8. August:„Was die Deutschen auch planen und untererbielt ferner den Adlerschild und oas Arieyl. ue Sulns eiune Blse un aund essen, I. Angok,., Luschloeted Pergisgen Fabike=siebereidl uds nei Der Führer stattete am Witpggchrargipege gile Sisel un Sser eliten Bejchzide ersgeich Keiuts chaihsk. wäriche euder Fahrer dr. Pravo von Lohien und Hallach in Würdio=Gh,erzeschen Der BeBsa““ 21d Reich das Goldene Ehrenzeichen der RSDAP. Reichsminister Funk überbrachte dem Jubilar die eichie in Aotr=Zaesteslude alde Verskeise da biel Büniche Vhermisein. *er Ehrenring der Stadt Essen für Krupp von Bohlen isdter De. Todt, Merdktechi in Laltage!“Prenting d. geun. I. Kansd Werkstätten der Krupeswarde er pont her“ Kruppschen Arbeiterschaft und der Bevölkerung der Stadt Essen fürmisch begrüßt..4 g..4t G6. Sodann verließ der Führer wieder die Stadt Essen. Grüße und Glückwünsche des Reichsmarschalls wünsche übermitteln. 446 Dr. Krupp von Bohlen und Halbach erster Träger dieser neuen Auszeichnung dnd Essen, 7. August. Im Austrage bes buschzseter, Derb=sZeye helt ain stritich, Eeberbefehlsleiter M erenbach dem Shef Drit, Prapp=Verte Pr.“ Pr..en Bohlen au Halbach, anläßlich dessen 70. Geburtstags eine vom schlse echce echce bele der Arbeit und das Ehrenzeichen hierzu in Gold verleihe. Berlin, den 7. August 1940. (gez.) Adolf Hitler.“ als erstem Deutschen vom Führer verliehene KriegsDer Stelbertreter des Führers, Rudolf Hes. liet Dr. Krupp von Bohlen und Halbach durch Reichsleiter Der“ Leiter der Reichswirschaftsklanngr.„Aberz Pietsch, übermittelte, dem Jubilar die Grüße und wünsche der dentlcher Bilstesg besen Vaterstaht die Glückwünsche der deutschen Presse aus. escher ier Seial eien be Gätezis feschäiese balz. die Glückwünsche der deutschen Presse aus 30000 Bkc. i aberser dersemt Vonben auf brtnyg.. aualr eiue Galgelienele un 9s.. dnb Berlin, 7. August. Das Oberkommande der B0/0gg“ Pp Lit, inhsichet Handelschiffsraum in überseischen Gewässern verSsch. Achnseang. Gise. 938 —=eiche Fagernge. U der Nacst sun 7. ohne nennenswerten Schaden anzurichten Verschleppte Elsässer kehren heim Straßhurg, 7. August. es deshalb, Adolf Hitler zu danken. Schlachtschiff„Resolution“ schwer beschädigt saicht de Kesiaen hsga es de Ketelier 6. zur Stunde noch nichts bekannt. NS K- ueche ur dun Auund Aundun u e Bilder der Männer, die der Führer mit neuen wichtigen Ausz * Josef Bürckel Robert Wagner Gustav Simon Schirach Arthur Axmann Hartmann Lauterbacher In einer Unterredung mit einem Schriftleiter der NSK, äußerte sich Reichsleiter Dr. Ley über die Voraussetzungen, die zur Schaffung des Begriffes„Pionier der „Wir setzen damit /6a S Zea bgrifh Grieß asct schohe see ehe. eaee schem Gebiet,. Iutf epjesertthggtethewerg wird von der gestellt. Dieser Wettbewerh wird von der Mannschaft, der Betriebsgemeinschaft, durchgeführt und an ihm haben Betriebsführer und Gefolgschaft den gleichen Anteil. Um Musterbetrieb zu werden, müssen die Betriebe zunäch Heeifgerziehung für".Kraft“ durch Freude für Siedlung. und, Wohnungsbau und für Volksgesundheit erworben haben. Und ebenso müssen sie sich das Gaudiplom vorher errungen haben. Da aber alles im Leben, auch die Mannschaftsleistung, immer aus der Initiative und aus dem Willen des einzelnen strömt, hat der Führer jetzt als Krönung dieses Leistungssystemes die Auszeichnung„Pionier der Arbeit“ geschaffen, um damit denjenigen Volksgenossen im Betrieb— ob Betriebsführer oder Betriebsobmann— auszuzeichnen, der den größten Anteil an der Erreichung eines nationalsozialistischen Musterbetriebes hat. Wir freuen uns, daß der Führer als ersten den verantwortlichen Betriebsführer des größten Rüstungsbetriebes Deutschlands, der auch einen gewaltigen Anteil an unserem Siege hat. Herrn Krupp von Bohlen und Halbach, auszeichnen konnte. Herr Krupp von Bohlen und Halbach ist für uns Nationalsozialisten der Typ des verantwortlichen Betriebsführers auch bei großen und größten Konzernen. Die Krupp=Werke und alle, die zum Hause Krupp gehören, beweisen damit, daß man bedenkenlos, einen großen Konzern aufbauen kann, wenn die Verantwortlichen gewillt sind, die Verantwortung zu tragen. Herr Krupp von Bohlen und Halbach trägt für alle seine Perke hundertprozentig die volle Veranzggtr., as ist entscheidend. Damit ,veterscpheihet sichgdigigg#ronern grundsätzlich von den vielen anonymen Gebilden, die in der Inflation und in der liberalistischen Zeit antwortungslosigkeit gebildet wurden. Wir beglückwünschen Herrn Krupp von Bohlen und Halbach und wünschen der Gefolgschaft des Hauses Krupp, daß dieser verantwortungsfreudige Mann noch lange an der Spitze seines Hauses stehen möge. In Churchills Schublade verschwunden Gorts Bericht über den„glorreichen Rückzug“. aus Flandern Berlin, 7. August.: Der Londoner Nachrichtendienst teilt mit, daß die Frage der Veröffentlichung der Berichte Lord Gorts über die Operationen des britischen Expeditionskorps in Frankreich und Belgien seit einiger Zeit erörtert würde. Es liege aber, wie der Sekretär des Kriegsministeriums im Unterhaus mitteilte, nicht im„öff lichen Interesse, sie im gegenwärtigen Augenblick herauszugeben. Die Veröffentlichung einer abgekürzten Beschreibung des gesamten Feldzuges, die geeigget. sein würde, die„heute umlaufenden törichten Erzählungen darüber in das rechte Licht zu stellen“(), Ferde, eheg; falls erwogen, aber die Schwierialeiten des.-Shzigenpheg und insbesondere die außergewöhnlichen Versgtrozu#.4 in den Beziehupgen, zur, französischen Nation ließen auch eine solche Veröffentlichung nicht ratsam erscheinen. Das klinat durchaus überzeugend. Es ist schon eine verteufelt schwierige Geschichte, dem englischen Volk eine auch nur einigermaßen tragbare Darstellung des * „glorreichen Rückzuges“ über den Kanal, dieser„glanzvollsten Aktion“ in der britischen Geschichte, zu geben. Da trifft es sich gerade gut, daß zur gleichen Zeit, wo man den Bericht Gorts in der schon langst überfüllten Schublade Churchills verschwinden läßt, ein walisischer Sergeant eine Zuschrift an die„Daily Mail“ richtet, die sich W. C. bestimmt nicht hinter den Spiegel stecken wird. Der Sergeant wendet sich scharf gegen die Schaffung einer Militärmedaille für Dünkirchen=Flüchtlinge und meint, daß die einzige Heldentat der britischen Flandern=Soldaten. nämlich vom Keind erschossen zu werden, bald das allgemeine Schicksal Englands werden würde. Eine Sonderauszeichnung für Angehörige dieser Rückzugsarmee sei also überflüssig und ungerecht. Es wäre überhaupt ratsamer, das wertvolle Metall dieser Medaillen anderweitig zu verwenden. Marceline— komplett verrückt! Hatfn Wireer=Lemdardirel von italienischen Fliegern— Grenze von Britisch=Somaliland überschritten Der neue Reichsjugendführer Englisches Flintenweib gibt„Instruktionen“. Berlin, 7. August. Die Plutokraten haben ihren Krieg, und sie lassen keinen Zweifel, daß sie ihn auch durchführen wollen bis zum Ende, von dem sie sich allerdings eine Vorstellung machen, die genau so irrsinnig ist wie die Mestellung machen, die genau so irrsinnig ist wie die Methoden, die sie sich für ihre Kriegruyrung ausgedacht haben. Es verlohnt sich schon, wieder einmal ein Beispiel dafür zu geben. Ein typisches englisches Flintenweib, Marceline'Alroy, veröffentlicht unter der Ueberschrift„Wenn die Invasoren kommen" im „Daily Sketch“ vom 3. August einen Artikel, in dem es „Frauen! Wenn ihr eurem Lande helfen wollt, laßt keine Panik entstehen. Wenn feindliche Autos und Krafträder kommen, werft Flaschen und Glasscherben auf ihren Weg. Erinnert euch, daß sie dadurch aufgehalten werden und so unserem Heer die Möglichkeit geben, sie zu stellen. Erinnere dich, daß Drähte, Stacheldraht und Drahtstücke, über die Straße gespannt, sich in die Ketten der Tanks verwickeln und sie zerstören. Wenn du nicht den Mut hast, dem Feind entgegenzutreten, verschließe dein Haus und flüchte dich in den nächsten Wald. Am nächsten Tag ist der Feind wahrscheinlich vorbei, und du kannst zurückkehren. Noch ein beruhigendes Wort über Fallschirmspringer: Bedenke, daß er nicht einige hundert Meilen fliegt und alle Gefahren auf sich nimmt, entdeckt zu werden, um eine Handgranate unter deine Tur zu werfen. Seine Aufgabe ist von größerer Wichtigkeit. Vor allen Dingen bemüht er sich, so wie du und ich auszusehen. Er kann als Reisender, Mechaniker, Metzgerjunge oder Bäcker kommen. Was er unter allen Umständen vermeidet, ist, in Uniform zu erscheinen. Er kann blond sein, mit blauen Augen, und er kann wahrscheinlich zwischen fünfzehn und sechzehn Jahre alt sein. Er ist so darauf verseffen, unbemerkt zu bleiben, daß er nur an deine Tür klopft, wenn er seinen Weg nicht findet oder Essen haben will. Wenn er dieses Risiko auf sich nimmt und kommt, wird er versuchen, jeden erreichbaren Hut oder Mantel zu stehlen und sich mit deinem Motorrad oder Auto davonzumachen. Wenn er dich besucht, versuche ihn festzuhalten, bis die Polizei kommt. In der Regel springen sie abends ab und suchen den Weg zu den Flugplätzen. Also ließ sich dieses gackernde Huhn vernehmen, diese plutokratische Musterblute, die zweifellos ihren Fahrschein für den vorletzten Dampfer nach Kanada längst in der Tasche hat. Wahrlich, das englische Volk kann den kommenden Ereignissen ruhig entgegensehen und wird all denen, die es jetzt mit ihren guten Ratschlägen fürsorglich hegen und pflegen, zur gegebenen Zeit den gebührenden Dank zu sagen wissen, auch dem Flintenweib Marceline. Es dämmert spät in Frankreich Gewisse Zeitungshetzer endlich als Verbrecher erkannt Genf, 7. August. Einem Teil des französischen Volkes scheint nun doch das Verständnis aufzugehen, daß es durch eine Verschwörung verblendeter und machtgieriger, seniler, politischer Verbrecher ins Verderben getrieben worden ist. Der erste Zorn entlädt sich über jene käuflichen Subjekte, die im Sold der Plutokratenclique die Stimmung der Unversöhnlichkeit vorbereiten halfen und die Parolen des Hasses ins Volk trugen. Jahrelang hat die gesamte deutsche Presse, haben führende deutsche Persönlichkeiten vor der ungehinderten Hetze dieser verkommenen Gesellen gewarnt und betont, daß die Hetze zu einem schlimmen Ende führen müsse. Aber Frankreich wollte nicht hören. Die„demokratische Meinungsfreiheit" verbot es seiner Regierung angeblich, diesem Treiben entgegenzutreten. Nun ist es so gekommen, wie es kommen mußte. Das französische Volk büßt für seine Verblendung, während jene Greuelerfinder längst in England und Amerika der gleichen schmutzigen Beschäftigung nachgehen. Es ist kein Erwachen, wenn jetzt ihre Schande beim richtigen Namen genannt wird, es ist nur ein schwaches Zeichen, daß es dämmert. Die Correspondance inter=France nimmt sich die berüchtigten Kriegshetzer Madame Tabouis, Pertinar. Emile Buré und Kerillis vor und bezeichnet sie als Provokateure und Verräter. Sie kennzeichnet den Juden Pertinar als den Theorctiker der Bande.. Jeden Tag, zuletzt im„Ordre“, habe er seine„eiskalte Logik“ in den Dienst der Theorie vom„unteilbaren Frieden“ gestellt, die in Wirklichkeit die Theorie des Krieges um jeden Preis gewesen sei. Keine internationale Reibung und kein diplomatischer Zwischenfall habe sich ereignet, ohne daß Kerillis sich seiner bemächtigt hätte,-um daraus Erplosivstoff zu fabrizieren. Im Augenblick der Gefahr habe sich dieser Kriegshetzer nach England und dann nach Amerika begeben, wo er weiter von England besoldet werde. Man wisse heute, daß Kerillis ein großes Bankkonto in England hatte und daß er in diesen Tagen sogar die Bewilligung erhielt, es nach Amerika zu schaffen. dnb Rom, 7. August. Der italienische Wehrmachtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: „Das italienische Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Unsere Luftstreitkräfte haben zum drittenmal das Oelzentrum von Haifa bombardiert, dabei wurden weitere Brennstoffbehälter in Brand geworfen und die Hafenanlagen getroffen. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. Nachrichten aus zuverlässiger Quelle zufolge hat der heim ersten Angriff auf Haifa verursachte Brand mehrere Tage gedauert. Bei der zweiten Bombardierung wurde die Shell=Raffinerie zerstört. In Nordafrika sind feindliche Zeltlager südlich von Sollum sowie die Eisenbahnlinie Alexandrien— Marsa Matruk mit Bomben belegt worden. Ein viermotoriges englisches Flugzeug vom Sunderland=Typ wurde von unseren Jagdfliegern bei Tobruk abgeschossen; die aus acht Mann, darunter drei Offizieren, bestehende Besatzung wurde gefangengenommen. In Ostafrika wurden die Flug= und Seestützpunkte von Aden und Berbera wirksam bombardiert. Ein feindliches Flugzeug wurde abgeschossen. Unsere Kolonnen überschritten an verschiedenen Stellen die Grenze von Britisch=Somaliland.“ Volltreffer auf Depots und Hafeneinrichtungen in Haifa Rom, 7. August. Ueber die im heutigen Wehrmachtbericht gemeldete Aktion der italienischen Luftwaffe auf Haifa gibt ein Sonderberichterstatter der Agentur Stefani erganzende Einzelheiten. Wichtigstes Ziel dieses Angriffs war, wie der Korrespondent hervorhebt, diesmal der Hafen von Haifa, wo die englischen Streitkräfte bedeutende Material= und Lebensmitteldepots angelegt hatten. Die bei mittelmäßiger Sicht von den italienischen Flugzeugstützpunkten im Aegaischen Meer gestarteten Staffeln erreichten nach längerem Flug über offenem Meer Haifa, wobei sie Cypern in weitem Bogen umflogen, um nicht vorzeitig von den englischen Horchposten gemeldet zu werden. Die Fliegerabwehr bei Haifa war überaus heftig. Die italienischen Flieger hatten den Eindruck, daß das englische Kommando um die wichtigsten Militärzonen der Stadt verstärkte Flakbatterien mittleren und schweren Kalibers aufgestellt hatte. Die Bombardierung ist aber trotz der ungünstigen Sicht auftragsgemäß durchgeführt worden. Tonnen von hochbrisanten Bomben sind abgeworfen worden. Die Depots und wichtigsten Hafeneinrichtungen haben Volltreffer erhalten. Die gleichzeitig mit den starkkalibrigen Bomben abgeworfenen Brandbomben verursachten Brände und schwere Zerstörungen. Der Stefani=Berichterstatter erklärt dann, daß auf Grund der inzwischen eingegangenen Informationen die beiden vorhergehenden italienischen Bombenangriffe auf Haifa die schwersten Schäden angerichtet hatten. So habe z. B. die Irak=Petroleum=Company die Zufuhr des Oels aus der Mossul=Leitung in die Vorratsbehälter und in die Raffinerien unterbrechen müssen, um zunächst zu versuchen, den entstandenen Brand einzudämmen. Es stehe jedoch fest, daß sämtliche Oeltanks in Brand geraten seien und daß der Brand so lange angedauert habe, bis die gesamten Petroleumvorräte ausgebrannt waren. Die Vernichtung der Oelraffinerien von Haifa wird, wie der Stefani=Korrespondent zum Schluß hervorhebt, dem britischen Oberkommando größte Schwierigkeiten bereiten, da in Haifa u. a. auch das Flugzeugbenzin für das englische Heer im östlichen Mittelmeerraum hergestellt wurde. Entgiune? kurastrephuls Iinunglape 2,2 Milliarden Pfund Fehlbetrag— Neue Steuern für das Volk Welche ungeheuren Summen der Krieg der Plutokraten dem britischen Volke kostet, geht aus Anfragen hervor, die jetzt im Unterhaus dem Schatzkanzier Kingsley Wood gestellt wurden. Kingsley Wood erwiderte darauf, daß die Staatsausgaben mit 2,2 Milliarden(!) Pfund Sterling über den Einnahmen liegen. Damit lüftet der Schatzkanzler ein wenig den Schleier über die katastrophale Finanzlage Englands, auf die in ausländischen Blättern schon seit längerer Zeit wiederholt hingewiesen wurde. Dieser Fehlbetrag müsse zum größten Teil durch neue Steuern gedeckt werden, so fügte Kingsley Wood hinzu und versuchte sich damit zugleich gegen den im Hause und in der Presse erhobenen Vorwurf zu rechtfertigen, daß er nur ungenügende Steuern auflege. Wir können Kingsley Wood nur beistimmen, wenn er sich gegen diese Beschuldigung verwahrt und an„einigen Beispielen“ zeigt, daß die neuen Steuern in„gewissen Fällen" viermal so hoch sind wie vor einem Jahre. Die „Beispiele" und„gewissen Fälle" sind uns bekannt. Als Sachwalter der Plutokraten hat er keine Gelegenheit verpaßt, das britische Volk mit neuen Steuern auszupressen. Es darf neben den andern Opfern auch seine sauer verdienten Schillinge für den Krieg der Plutokraten aufbringen. Daß diese selbst Millionen an Aktien gewinnen. die„durch Kriegsmaßnahmen“ auf ein Vielfaches gestiegen sind und diese Gewinne nicht oder zum mindesten nur gering besteuert einstecken, bleibt eben ihr besonderes Vorrecht. Heute erst wieder meldet der Londoner Korrespondent der„Newyork Herald Tribune“ seinem Blatte, daß die Vereinigung britischer Industrien mit allen Mitteln veranlassen will, daß eine neue Umsatzsteuer vom Detailpreis statt vom Engrospreis erhoben wird. Das britische Volk wird sich nach den bisherigen„Beispielen" und„gewissen Fällen“ darüber im klaren sein, was ihm bevorsteht, wenn Kingsley Wood nun dem Ansinnnen der„Volksvertreter" im Unterhaus nachkommt und die Steuerschraube noch drückender anspannt. Nach der bisherigen Praxis des Schatzkanzlers werden die Witwen, Waisen und Militärrentner aber auch wissen, was sie zu erwarten haben, wenn der edle Lord„weitere Einsparungen“ ankündigt. Die Londoner Zeitungen bringen Einzelheiten über die von Kingsley Wood im Namen der englischen Plutokraten angekündigten neuen Steuererhöhungen. Die mente usw. werden mit einem Sechstel des Wertes besteuert. Kingsley Wood glaubt, daß die Steuer 110 Millionen Pfund jährlich aus dem englischen Volk herausholen werde. Schimpfkanonade im Unterhaus Einkommensteuer beträgt hiernach jetzt 8½ Schilling auf das Pfund, wobei„Daily Mail“ erklärt, daß die Steuer in Kürze auf volle 50 v. H. erhöht werden würde. Dazu kommt eine weitere Erhöhung der Umsatzsteuer, von der alle Bedarfsgüter erfaßt werden. Kleidungsstücke besserer Qualität, Möbel, Lampen, Eßgerät und Dutzende anderer Gegenstände werden künftig mit 33½ Umsatzsteuer belegt, billigere Bekleidung, Kochtöpfe, Medikagegen Duff Cooper— Weibliche Abgeordnete in einerKochschule„tüchtig angeführt“ Lissabon, 7. August. Wie die Londoner„Daily Mail“ berichtet, kam es im englischen Unterhaus zu einer wüsten Schimpfkanonade gegen Churchills Busenfreund Duff Cooper. Die Abgeordneten haben mit kraftvollen Worten nur so um sich geworfen.„Würdelos, unfair, ehrlos“, das waren einige der Prädikate, mit denen der Lügenminister ausgezeichnet wurde. Einige Abgeordnete regten sich darüber auf, daß das sogenannte Infokmationsministerium geheime Anordnungen zur Räumung von Küstenstädten, zum Beispiel von Bournemouth, gegeben habe, wodurch nur noch mehr Aufregung in die breite Masse gebracht worden sei. Duff Cooper mußte zugeben, daß diese Anordnungen auf einen„Fehler, zurückzufuhren seien. Zugleich beklagte er sich uber die scharfe Kritik in der Londoner sowie über die Schwierigkeiten, die seine Schnüfflerkompanion“ überall fänden. An dieser Stelle schrie ihm der Abgeordnete Walngun zu:„Die Leute trauen Ihnen eben nicht!" Laut„Daily Mirror“ haben selbst weibliche Unterhausabgeordnete unter großem Tamtam eine Kochschule besichtigt, um sich davon zu überzeugen,„daß die britischen Soldaten glänzend verpflegt werden und daß man in England Nahrungsmittelschwierigkeiten überhaupt nicht kennt". Den hohen Gästen wurde ein Essen vorgesetzt, das aus Fleisch, Kartoffeln, Suppe, Kabeljau mit Sauce, Knödeln, Erbsen und Apfeltorte bestand. Leider hatte die Besichtigung ein unliebsames Nachspiel: Einer der Köche nämlich schrieb an„Daily Mirror":„Sollte diese Besichtigung zeigen, was wir haben? Dann hat man aber die Leute tuchtig angeführt.“ Wie es in Wirklichkeit mit der Ernährungslage in England aussieht, geht aus einem Bericht eines amerikanischen Journalisten hervor. Dieser berichtet, die Vorräte seien viel geringer, als die Regierung zugebe, und die Aussichten auf Ergänzung seien angesichts der verstärkten Blockade durch Deutschland und Italien alles andere als rosig. Der Schiffahrtsminister Croß habe ja auch zugegeben, daß die geschrumpfte Tonnage für Munition und Kriegsmaterial= ersatz gebraucht werde und daß deshalb nur verhältnismäßig wenig Schiffe für die Lebensmitteleinfuhr übrigblieben. Ebenso sei es doch recht bezeichnend, daß man zum erstenmal in England Leute, die brachliegendes Land nicht kultivierten, gerichtlich verfolge. Berlin, 8. August. „Zwei große Gedanken“, heißt es in Schirachs 1937 erschienenem Werk„Idee und Gestalt",„sind durch mernen Mitarbeiter Arthur Axmann in die Tat umgesetzt worden: erstens eine planmäßige zielbewußte Gesundheitsführung der gesamten Jugend, zweitens die Zusammenfassung aller mit dem sozialen Leben der Jugend zusammenhängenden Maßnahmen und Pläne.“ Heute ist Arthur Axmann als der Leiter der sozialen Jugendarbeit und sals der Schöpfer des Reichsberufswettkampfes der deutschen Jugend nicht nur der Jugend ein Führer, dessen Ziel und Werk durch Erfolg gekrönt wurde, sondern weiten Volkskreisen als eine erzieherische Persönlichkeit bekannt, die es vermochte, das Ethos des Berufes und das Ideal der Leistung wieder in jungen Herzen zu wecken und mit dieser Mobilmachung der werktätigen Jugend zu seinem Teil mit am Gelingen des Gesamtwerkes unserer Bewegung in den ersten Aufbaujahren beizutragen. Diese beachtliche in sich abgeschlossene Leistung für die Erziehung der schaffenden Jugend durch die HJ. reifte bei einem so jungen Menschen durch das tiefe Erlebnis der Kampfzeit. In Westfalen 1913 geboren, aber in Berlin aufgewachsen, lernte der 15/16jährige im Wedding von Berlin das Problem der Arbeiterjugend an seiner Wurzel kennen. Hier inmitten der Stätte des rücksichtslosen innenpolitischen Kampfes begründete er 1928 die erste Gruppe der Hitler=Jugend. Fähnleinführer und später Gefolgschaftsführer ist er hier gewesen, hat in kommunistischen Versammlungen Rede und Antwort gestanden, war mit seiner, tapferen Schar Mord und Terror ausgesetzt, und einer aus ihrer Mitte dem die Messer des Gegners das Leben raubten, lebt heute in der Hitler=Jugend unsterblich fort: Herbert Norkus, dessen Gefolgschaftsführer Arthur Axmann einst gewesen ist. Mit Tatkraft und glückhafter Hand ging Axmann, als er 1932 in die Reichsleitung der Hitler=Jugend berufen wurde, daran, die Jungarbeiter in den Berufsschul= und Jugendbetxiebszellen zu erfassen. Mit der Einführung eines planmäßigen Gesundheitsdienstes, durch die Erholungspflege, die Neubelebung der Artamanen=Bewegung im Landdienst, durch die Vorbereitung des neuen Jugendrechtes, die Freizeitaktion und schließlich durch den Reichsberufswettkampf hat Arthur Armann wesentliche Gedanken der modernen Jugendarbeit aufgestellt und verwirklicht. So war es nur allzu naturlich, daß Baldur von Schirach den erst Siebenundzwanzigjährigen, der das Prinzip der jungen Führung in seiner Person verkörpert und der im Westen an vielen Spähtruppunternehmungen als Unteroffizier teilgenommen hat, als seinen Nachfolger in der aktiven Führung der Jugend benannte. Weit über 50000 Besucher in zehn Tagen in der Großen Deutschen Kunstausstellung in München dub München, 7. August. Die Große Deutsche Kunstausstellung 1940 hat schon vom ersten Tage an die stärkste Anziehungskraft auf die Oeffentlichkeit ausgeübt. In den ersten zehn Tagen seit der Ausstellungseröffnung haben weit über 50000 Volksgenossen die Ausstellung besucht. Von dem reichbebilderten Ausstellungskatalog wurden bisher rund 20000 Stück benötigt. Wie außerordentlich lebhaft die Verkaufstätigkeit ist, geht aus der Tatsache hervor, daß bisher rund 300 Kunstwerke im Werte von über 800 000 Reichsmark verkauft wurden. Die Ausstellung ist täglich, auch an Sonn= und Feiertagen, von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Tagung des Obersten Sowjets beendet Moskau, 7. August. Um 17 Uhr Ortszeit trat heute die Zweite Kammer des Obersten Sowjets, der Nationalitätenrat, zu einer abschließenden Sitzung zusammen und bestätigte in derselben Weise, wie vorher der Bundesrat, die durch den Anschluß der vier neuen Bundesrepubliken an die Sowjetunion erforderlichen Verfassungsänderungen sowie die im Zeitraum zwischen der 6. und 7. Session des Obersten Sowjets erlassenen Gesetze und Verordnungen, Damit ist die 7. Tagung des Obersten Sowjets der UdSSR. beendet. Törichter Hetzer im USH.=Senat erhält eine schlagfertige Antwort Washington, 7. August. In der Senatsaussprache über die von Roosevelt geforderte Ermächtigung zur Einberufung der Nationalgarde verstieg sich der demokratische Vorsitzende des Militärausschusses zu der Behauptung, nach seiner festen Ueberzeugung plane Hitler, eines Tages die Vereinigten Staaten anzugreifen. Demgegenüber erklärte der demokratische Senator Wheeler, Amerikas angebliche Gefahrenlage sei größtenteils von Propagandisten fabriziert worden, die den Senat und das amerikanische Volk einzuschüchtern versuchten, damit „eine gewisse Person“ diktatorische Vollmachten erhalte. Die einzige Gefahr für Amerika sei die kommende Präsidentenwahl. Buré, so fährt die Korrespondenz fort habe denselben Weg eingeschlagen. Er habe allen anderen, nur nicht Frankreich gedient. Schließlich sei er dort aufgenommen worden, wo er seine Interessen hatte. Die französische Oeffentlichkeit müsse wissen, daß dieser Mann einen der schändlichsten Fälle von Verrat und Korruption darstelle. Was Madame Tabouis betreffe, so sei sie meistens geschont worden, weil sie eine Frau sei.(1) Ihre Tätigkeit jedoch, Frankreich in den Krieg zu stürzen, sei geradezu verbrecherisch gewesen. Jeden Abend habe sie mit großen Unkosten mit allen Hauptstädten telephoniert, um alle möglichen Schauermärchen zusammenzutragen, die den Kriegsausbruch beschleunigen konnten. Genfer Liga im Straßengraben Finanzsektion auf dem Wege nach Lissabon verunglückt Genf, 7. August. Am Dienstag morgen verließen etwa 40 Mitglieder der Wirtschafts= und Finanzsektion der Genfer '' darunter Engländer, Belgier und Holländer in Liga, Parunter Engländer, Veigler und Vollandgl,In aller Stille Genf, um sich in einem komfortablen ReiseOmnibus nach Lissabon zu begeben, wo sie die Ueberfahrt nach den Vereinigten Staaten antreten wollten. Aber schon einige Stunden später nahm die Fahrt in der Nähe von Grenoble ein jähes Ende. Beim Versuch, einer Straßenbahn auszuweichen, fuhr der Chauffeur der illustren Reisegesellschaft in den Straßengraben, wo der schwerbeladene Omnibus unter fürchterlichem Krachen umstürzte. 20 Leicht= und drei Schwerverletzte wurden aus den Trümmern befreit. Die ganze Gesellschaft sitzt nun in Grenoble in Erwartung eines neuen Beförderungsmittels, das sie der neuen Heimat näher. bringen soll. Die immer wieder dementierte Nachricht von der Uebersiedlung der Genfer Liga nach Amerika hat durch dieses Pech wieder einmal eine unverhoffte, wenn auch nur teilweise Bestätigung erhalten. HeHre. Die japanische Presse weiter im Zeichen des Spionagefalles Wachsende antibritische Bewegung in Japan Tokio, 7. August. Die antibritische Bewegung nimmt in ganz Japan immer größere Ausmaße an. In zahlreichen Städten wurden Demonstrationen durchgeführt und Entschließungen eingebracht. Neben Tokio, Kobe, Osaka, Schimonoseki wurde nun auch in Hiroshima, Fukuoka und anderen Städten gegen die englischen Verhaftungen protestiert. Alle nach Tokio gelangten Entschließungen fordern die sofortige Freilassung der Japaner und die Entfernung des britischen Einflusses aus Ostasien. „In Tokio hat sich eine„antibritische Union der Bürger Tokios“ gebildet, der auch alle Stadtverordneten angehoren. Wie„Hotschi Schimbun“ berichtet, soll diese Union im einzelnen als dringlich bezeichnet haben, daß Japan Hongkong und Singapur angreift und Rangun besetzt.„Tokio Asahi Schimbun“ meldet, daß der britische Konsul in Schimonoseki zurückgetreten ist und gleichzeitig die von ihm geleitete Handelsgesellschaft aufgelöst wurde. Im Zusammenhang mit der Haltung Englands in der Spionage=Angelegenheit des Secret Service erklärt „Tokio Nitschi=Nitschi“:„Es gibt Fälle, die nicht mit Diplomatie, sondern nur mit Gewalt gelöst werden können.“ England habe immer versucht, schwache Staaten einzuschüchtern. Ein solcher Versuch gegenüber Japan könne jetzt als lächerlich bezeichnet werden. „Tokio Asahi Schimbun“ erklärt, daß Japan als Großmacht zunächst Ruhe bewahren könne und England zur Selbstbesinnung Zeit geben werde. Japan werde seine berechtigten Forderungen in Verhandlungen erheben, die hauptsächlich in London und Tokio, aber auch in Rangun, Singapur und Hongkong geführt würden. „Hotschi Schimhun" bemerkt ebenfalls, daß England einige Tage Zeit zur Besinnung gegeben werde, daß Japan aber äußerstenfalls zu schärfsten Maßnahmen entschlossen sei. Bezeichnend für die Entwicklung der japanisch=britischen Beziehungen sei, wie hiesige politische Kreise bemerken, ein Artikel der früher stark für britische Interessen arbeitenden„Afahi Schimbun“, die nach einem Ueberblick über Englands Fernost=Politik in den letzten 50 Jahren zu dem Schluß kommt:„Mit friedlichen Mitteln kann sich Japan nicht so leicht aus den Maschen des Netzes freimachen, das England moralisch und wirtschaftlich über Japan geworfen hat. Die Verschlechterung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern wegen des Spionagefalls legt den Auftakt eines Kampfes zwischen England und Japan fest, der für den Aufbau einer Neuordnung Ostasiens unvermeidlich geworden ist.“ Wenn Japan jetzt schwach werde, so würden nur seine geschlagenen Ueberreste auf dem Felde bleiben. Der Wagen sei im Rollen und eine Feuerprobe stehe bevor. Regierung und Volk müßten wie ein Mann marschieren und entschlossen durchstehen. „Einsatz und Opferbereitschaft“. Eine Rede Dr. Tisos dnd Preßburg, 7. August. In einer Rede vor dem erweiterten Parteivorstand der slowakischen Volkspartei Hlinkas nahm Staatspräsident Dr. Tiso in seiner Eigenschaft als Parteivorsitzender zu den letzten politischen Ereignissen Stellung, wobei er hervorhob, daß das nationalsozialistische Deutschland als führender Faktor des neuen Europas nicht nur Schützer der slowakischen Selbständigkeit und theit, sonde territorialen Unversehrtheit, sondern auch wohlmeinender Helfer der Siowakei sei. Der Staatspräsident unterstrich die Bedeutung der Volkspartei Hlinkas im ile wakischen Poises. u. esialen(Werte des Llowakische,, Volles, unter deren neuem Geiste die Siowakei einen sozialen Staat unter Ausgleich aller Klassenunterschiede aufbauen wolle. Der Staatspräsident kündigte sodann Maßnahmen für eine gesunde Verteilung des Gewinns des in Industrie und Handel investierten Kapitals sowie weitere Maßnahmen zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit, zur Einführung angemessener Löhne und zur Lösung der Aufgaben der Arisierung an. Nach dem Hinweis darauf, daß Einsatz und Opfereinen sein bereitschaft Sinn des neuen slowakischen Geistes### müßten, erklärte Dr. Tiso, daß die Slowakei einig den höchsten sittlichen, kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Zielen der slowakischen Nation unter dem mächen Schutz des Großdeutschen Reiches und seines Adolf Führers aoo. Hitler entgegengehen wolle. Kurze Nachrichten Führer=Glückwunsch zum bolivianischen Unabhängigkeitstag Der Führer hat dem Präsidenten der Republik Bolivien zum Unabhängigkeitstage Boliviens drahtlich seine Glückwünsche übermittelt. Griechischer Frachter torpediert Südlich von Kreta ist der er griechische Frachtdampfer„R (1044 BRT.) von einem italienischen=Boot torpediert wor„Roula“ den. Acht seiner Besatzungsmitglieder werden als vermißt gemeldet. Größte rumänische Erdölgesellschaft soll 70 britische Ingenieure entlassen Das rumänische Innenministerium fordert die dem Shellkonzern angehörende größte rumänische Erdölgesellschaft Astra Romana auf, 70 ihrer englischen Ingenteure zu entlassen. Nach ihrer Entlassung erhalten die Engländer sofort ein Ausreisevisum. Verlängerung des Handelsvertrags zwischen Rußland und USA. Der zwischen der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten von Nordamerika seit 1937 bestehende Handelsvertrag wurde am Dienstag abend durch Notenaustausch zwischen dem Volkskommissar für den auswärtigen Handel und der Uds SR., Mikolan, und dem amerikanischen Geschäftsträger um ein wetteres Jahr verlängert. Der Handelsvertrag steht ebenso wie im verflossenen Vertragsjahr wiederum Wareneinkäufe in den Vereinigten Staaten in Höhe von vierzig Millionen Dollar vor. Telephon=Kontrolle in USA, durch Anzapfungen Das nordamerikanische Abgeordnetenhaus des angeblich „freiesten Landes der Welt" nahm am Dienstag ein an den Senat weitergeleitetes Gesetz an, das das Justizministerium ermächtigt, zur Untersuchung von Sabotage. Spionage, Landesverrat und Hochverrat die Telephonverbindungen anzuzapfen. Allgemeine Dienstpflicht in Mexiko Die merikanische Abgeordnetenkammer nahm ein Gesetz über die Einführung der allgemeinen Dienstpflicht an. Ferner wurde die Einführung der militärischen Ausbildung in Staatsschulen beschlossen. Außerordentliche Vollmachten für den Präsidenten der Philippinen Das philippinische Parlament nahm ein Gesetz an, welches „angesichts der Weltlage" dem Präsidenten Quezon außerordentliche Vollmachten erteilt. Sie kommen geradezu einer Diktatur über Wirtschaft, Landwirtschaft. Arbeitskräfte und Transportwesen gleich. Neue Warnung Gandhis an England Der amerikanischen Presse zufolge warnte Gandhi England erneut, die Entscheidung zugunsten der Unabhängigkeit Indiens weiter hinauszuzögern. Der Allindische Nationalkongreß werde nicht endlos auf die Freiheit warten. Verlag und Druck: Lauvenmüdlen& Dierichs Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs(im Felde), Stellider Hauntschriftleiter: Dr. Josef Schwermans. Seite 3 Nr. 186 Denkt an di Ein gutes Wort di Es heißt:„Der Drum laßt Gehör! Man muß im E denken! Damit ihr wißt, Es steht in stiller Jetzt ist er kalt u Jedoch, es sei das Im Winter solle Nur so kann er di Besieh dir deinen Ob er erfüllt die Er muß„im Sta Soll er dir späten Sieh nach, ob ihr bald. Wer weiß, wie sch Du weißt ja, wie Es ist nicht leicht, Drum, lieber Le Besieh dir Herd u Bestelle jetzt, n Da fröhlich knist Nachher, wenn's Dann, lieber Les Und fängt es den Vervielfacht sich Gerät in große Er kann doch ül Beseht euch eurer Ob er noch brau Drum laßt Gehö Man muß im denken! Nit Das waren Fr Messern fielen sie die in ihre Händ wurden in der s# Peitsche aus gef Pfote eines anti scheint, benutzten wurde einer die von Soissons vor chum abgenomm war mit einem Die deutsche Franzosen einf wird, sich dieser dienen. Es ist erinnern, daß d an solchen Grer Sentimentalität zu bewahren. Mit! Unteroffizier Straße 344, erk Am 18. 7. 1940 Sohn des Steig wegen Tapferke Frankreich wur stahlstraße 465, Doch Ist die Rose so die Dahlie Hochsommers 1 kommt ihr zu Georgine hat d zehnten die pri und Parkanlag Berückend ist der mit Dahli durch eine„Do das Blumenwi Augen. Die „Waldeplatz" Dahlien angel schmeide anzul lenkt seine Friedhof. Hier Buschwerr vor über hundert, angepflanzt. A allen Farben einige ganz 1 der Blutenblä haber, in den seinen ganze einen Besuch Umfang messe Städten, so einen entzück Anblick. Sturz aus der In einem Fensterbank sp Dienstag mor zenpflaster. D fort ins Krar vertretender Haupischeisnents. Dr. Joser Sohwermunm Sturz von dei Bei der eine junge Fr von der Leite Krankenhaus Seite 3 Nr. 186( Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 8. August 1940 Bochumer Nachrichten Ein kleiner Wink Denkt an den Freund in der Ecke! Ein gutes Wort dringt jetzt an euer Ohr:, Es heißt:„Der wirklich kluge Mann baut vor.“ Drum laßt Gehör der ernsten Mahnung schenken: Man muß im Sommer an den Winter Damit ihr wißt, was hiermit ist gemeint: Es steht in stiller Ecke euer Freund! ist er kalt und wird nicht sehr beachtet. Jedoch, es sei das Ding hier recht betrachtet: Im Winter soll er Glut und Feuer speien, Nur so kann er die Herzen dann erfreuen. Besieh dir deinen Ofen in der Ecke, Ob er erfüllt die ihm geword'nen Zwecke. Er muß„im Stande“ sein in den Gedärmen, Soll er dir später deine Wohnung wärmen. Sieh nach, ob ihm was fehlt, und— möglichst Wer weiß, wie schnell vielleicht schon wird es kalt! Du weißt ja, wie die Dinge heuer liegen, Es ist nicht leicht, schnell dann Ersatz zu kriegen. Drum, lieber Leser, bitt' ich dich, sei schlau, Besieh dir Herd und Ofen jetzt genau. Bestelle jetzt, was nötig für die Zeit, Da fröhlich knistern sollen Kohle und Scheit. Nachher, wenn's eisig schon vom Norden weht, Dann, lieber Leser, kommst du leicht zu spät. Und fängt es demnächst schon zu herbsteln an, Vervielfacht sich der Ruf. Der Handwerksmann Gerät in große Not und schwere Pein: Er kann doch überall zugleich nicht sein. Beseht euch euren Freund in stiller Ecke, Ob er noch brauchbar für des Winters Zwecke. Drum laßt Gehör dem guten Rate schenken: Man muß im Sommer an den Winter denten! Opkel Mar. Einz StkarondTucgeur... 7. Oberbauarbeiter gewährleisten die Sicherheit des Verkehrs Richt vergessen! * 4 B. ∆ 905 Das waren Frankreichs schwarze„Kulturträger“! Mit Messern fielen sie die deutschen Soldaten an; Verwundete, die in ihre Hände fielen, mordeten sie, und Gefangene wurden in der schändlichsten Weise mißhandelt. Diese Peitsche aus geflochtenem Leder, deren Kopf aus der Pfote eines antilopenähnlichen Wildtieres, zu vestehen scheint, benutzten sie gern, Gefangene zu schlagen. Sie wurde einer dieser schwarzen Bestien in der Gegend von Soissons von einem deutschen Soldaten ausgchum abgenommen. Die Schleife am Ende der Peirsche war mit einem Metall gefüllt. Die deutsche Wehrmacht hat dafür gesorg, daß den Franzosen ein für allemal die Moglichkeit genommen wird, sich dieser Wilden gegen das deutsche Volk zu bedienen. Es ist aber nützlich, immer wieder daran zu erinnern, daß die Machthaber Frankreichs die Schuld an solchen Greueltaten trugen, um sich vor falscher Sentimentalität gegenüber den geschlagenen Franzosen zu bewahren. Mit dem E. K. II ausgezeichnet Unteroffizier Heinrich Pieper, Straße 344, erhielt das Eiserne Kreuz II. Klasse. Am 13. 7. 1940 erhielt der Gefreite Wilhelm Klocke, Sohn des Steigers Wilh. Klocke, Feldsieper Straße 63, wegen Tapferkeit vor dem Feinde das E. K. II.— Frankreich wurde der Gefreite Fritz Borzug, Gußstahlstraße 465, mit dem E. K. II ausgezeichnet. Bochumer Dahlienarena Der„BA“ berichtete in der vergangenen Woche über einen für Oberbauarbeiter der Reichsbahn eingerichteten Bauzug und wies in diesem Zusammenhang darauf hi auch auf die Tätigkeit der unbekannten Oberbauarbeiter zu achten, da gerade von ihnen zum nicht geringen Teil die Sicherheit des Verkehrs abhängt. Dieser Tage hatten wir in unmittelbarer Nähe eines auzuges Gelegenheit, einige Rotten bei ihrer schweren Arbeit zu beobachten. Als Nichtfachmann kann man sich vorerst nicht recht vorstellen, was hier gemacht wird. Wenn man zum Beispiel sieht, wie etwa zwanzig Männer mit Hacken auf Steinen an den Schwellen herumklopfen, erscheint einem diese Tätigkeit zunächst sinnlos. Erst nach längerem Zuschauen wird dem aufmerk samen Beobachter zur Gewißheit, daß diese Tätigkeit nach einem bestimmten Plan verrichtet wird. Es liegt System in der Sache, wir haben uns sagen lassen, daß gesamte Eisenbahnnetz in Deutschland täglich überwacht, geprüft und in bestimmten Abständen oder verändert wird. Das nach einem best durchgeführte Klopfen auf den Steinschlag ennt der Fachmann„Stopfen". Das heißt, daß der Steinschlag unter die Schwellen gestopft wird, und zwar so fest, daß keine Lücke entsteht und die auf den Schwellen befestigten Eisenbahnschienen eine stabile und zugleich doch etwas elastische Unterlage erhalten. Dieser Stopfarbeit geht natürlich die Erneuerung oder Veränderung des durchzuarbeitenden Schienenstranges voraus. Hier müssen die Weichen ausgewechselt und da die Stöße nachgesehen werden. Stöße sind die Stellen, an denen die Schienen durch Laschen und Schrauben miteinander verbunden sind. Die Durcharbeitung der Stöße, das Nachziehen der Schrauben und das Stopfen der Schwellen unter den Stößen muß mit besonderer Sorgfalt erfolgen, weil ungenügende Festigkeit der Stöße und Schwellen sich auf den darüber fahrenden Zug auswirken und unter Umständen starke Erschütterungen verursachen. Wenn Fachleute die Strecken befahren, so spüren sie sofort, welche Stellen durchgearbeitet werden müssen; Laien dagegen merken von den Erschütterungen kaum etwas, und wenn sie etwas spüren, glauben sie, es müsse so sein. Die Oberbaukontrolleure aber sind darauf bedacht, sogar die kleinsten Störungen zu beseitigen, um den Reisenden das Fahren mit der Reichsbahn so angenehm wie möglich zu machen und gleichzeitig die Sicherheit des Verkehrs zu gewährleisten. Um die Zahl der Stöße zu verxingern, sind auf Hauptstreuen Schienen bis zu 30 Meter Länge verlegt worden. Eine gerade nicht angenehme Beschäftigung für die Oberbauarbeiter ist das Saubermachen des Bodens zwischen den Schwellen. Der Steinschlag läßt sich mit den nur schlecht beseitigen, weil keine feste Unterlage vorhanden ist. Diese Arbeit verrichten die Männer von der Rotte nicht gern, aber sie muß gemacht werden. Zu Georgine hat des Gärtgggßjie enst, ig. den letten Jahrzehnten die prunkvolle Dahlie enticelt, die in Garten und Parkanlagen leuchtet und glüht in allen Farben. Berückend ist der Glanz ganzer Riesenbeete und Felder mit Dahlien. Einzelne Städte wetteifern darin, durch eine„Dahlienarena" Besucher das Blumenwunder genießen mit aufnahmefreudigen Augen. Die Stadt Bochum hat auf dem früheren Waldeplatz“ im Stadtpark Finsnntleingg.##rag Dahlien angelegt, die nun beginn, ihr schmeide anzulegen. Wer aber davon mehr sehzen,will, lenkt seine Schritte zum nabegelegenen Frischmer dier sind auf einem lang Bgget, Hoe igetreunt, öber hundert Arten Dahlien in alen Farbenspielen leuchtendezigenatigem Schmeig Anblic. Sus aus den Venter. ganste an au e Wcrde Verletzungen soSturz von der Leiter Wenn die Wände gar zu dünn sind Bei gesirina.gestierrn.. Ein Kapitel für Hausbesitzer und Architekten blatt" veröffentlichten Entscheidung als nicht zutreffend. Aufnahmen: Brüning Ein fahrbarer Kran befördert ein 18 Tonnen schweres Weichenstück der gesamten Arbeit sind schon Energie und starke Arme erforderlich, um die schweren Werkzeuge zu handhaben, die Schienen zu befördern und fachgerecht zu verbinden. Nur ganze und gesunde Männer, die Wind und Wetter nicht fürchten, sind in der Lage, diese Arbeit zu verrichten. Sie sind aber alle trotzdem zufrieden und hadern nicht mit dem Schicksal, weil sie die dringende Notwendigkeit ihre Beschäftigung erkannt haben und genau wissen, daß im heutigen Deutschland auch ihre dürfte allgemein bekannt sein, daß die Strecken Tag und Nacht befahren werden, so daß größere Arbeiten nur während der Zugpausen ausgeführt werden können. Wenn nun zum Beispiel auf einer der Hauptstrecken eine Schiene von etwa dreißig Meter gehoben und ausgerichtet werden muß, müssen etwa vierzehn Winden angebracht werden. Reicht die Zugpause nicht aus, sind alle Vorbereitungen umsonst gewesen. Die Arbeit muß dann von vorn begonnen werden. Die maßgebeno### Männer haben in diesen Dingen aber schon eine große Erfahrung gesammelt, daß sie genau ausrechnen können, wieviel Zeit für diese oder jene Arbeit erforderlich ist. Jeder Reisende wird schon einmal beobachtet haben, daß eine ganze Rotte sehnsüchtig einem vorbeisausenden Ferienzug nachschaut. Vernünftige wissen, daß die Rotten wegen des hin und her flutenden Verkehrs öft beiseitespringen müssen. Dieses sah auch einmal ein Reichstagsabgeordneter der Systemregierung. Er befand sich auf der Reise nach Berlin und beschwerte sich kurzerhand über die faulen Oberbauarbeiter der Reichsbahn. Er, der nur ganz selten mit der Reichsbahn fuhr und nur wenig Lebenserfahrung besessen haben dürfte, erklärte groß und breit im Reichstag, daß diese Arbeiter ihren Lohn eigentlich gar nicht verdient hätten, weil sie immer auf der Strecke ständen und dem Zug nachschauten. Seine Ausführungen fanden bei seinen Anhängern Anklang; Fachleute dagegen lachten aber nur über diese blode Ansicht und nahmen den Mann, der sich Volksverteter nannte, nicht ernst. Trotz des groben Steinschlags, mit dem die Schwellen gestopft werden müssen, kommt es bei dieser Arbeit auf einen Millimeter an. Die Kurven werden mit Ferngläsern und optischen Instrumenten, die Höhenunterschiede ebenso genau berechnet und dann ausgerichtet. Jede, auch die geringste Abweichung wird beseitigt, um nicht nur ein ruhiges Fahren zu gewährleisten, sondern auch das rollende Material zu schonen. Die Ervoyung der Geschwindigkeit in den letzten Jahren machte umfangreiche Arbeiten auf den Hauptstrecken erforderlich, denn eine für 60 Kilometer Durchschnittsgeschwindigkeit in der Stunde berechnete Strecke mit ihren Kurven kann nicht für Züge mit einer DurchschnittsBeim„Stopfen“ des Gleisunterbaues geschwindigkeit von vielleicht 100 bis 120 Stundenkilometer benutzt werden. Viel Zeit nimmt auch der Aus= und Einbau einer Weiche in Anspruch. Bei unserem Rundgang sahen wir, wie gerade eine 15 bis 18 Tonnen schwere Weiche von einem Weichenkran gepackt und auf einer eigens## diesem Zweck eingerichteten Lore verladen wurde. Von dieser Lore aus wurde die Weiche schräg gestellte Schienen in die Lücke eingeschoben. Auch derartige schwierige Arbeiten müssen in einem bestimmten Zeitraum durchgeführt werden. Es ist in diesem Rahmen natürlich nicht möglich, auf technische Einzelheiten dieser Arbeit näher einzugehen. Die Reisenden aber sollen einmal wissen, daß es die Rotten sind, die durch ihre schwere Arbeit die Sicherheit des Schienenweges gewährleisten und dazu beitragen, das Reisen so angenehm und sicher als möglich zu gestalten.—sis# 5 0 E. beshehtendent ngue Helenhen Anfgesgugenz Vemähft. na4geriht aufgestellt und dabei hinzugefügt, verwallungsgericht Atggeseut Selbstverständlich gebe es ganz leichte, unvermeidliche Störungen, deren Vorhandensein noch nicht bewirkt, Vorhanbensein goch nichr den an sie 9u. btegeohnaufschtsbe. e ve, ut Hent sere Redempzorin in der Lelter, n die mit einem Oberschentelbruch einem Krankenhaus zugeführt werden mußte. eindes 9 a us reichen den Schallschußes nicht erwie das Auge gegen Verunstaltungen, so das Ohr gegen band kam es zu Unzuträglichte glsichztigung dber eare Hecherhaishung sech estichen boecben Kalte. , aber, daß weder dieser Umstand noch auch die stehenden Geräusche eine erhebliche Beeinträchiigung eine erbebliche Beinträchtigung der Hausbewohner den Anlohzeichnet das Preußzische Oberverwaltungsgericht in der im daß eine Wohnung rungen nicht entspricht, so d hörde nach Artikel 6§ 8 des Wohnuggsgeseßgcheineget; fen müßte.. Aber um einen Fall. dieser#etagen Art handle es sich hier nicht. Die Prüfung an Ort und Stelle habe ergeben, daß die in der Nachbarwohnung hervorgebrachten Geräusche, Klappern mit Tellern, Betätigung des Wasserhahns, Sprechen, WC.=Spülung. in dem Schlafzimmer des H. deutlich zu hören wären. Weit mehr als in früheren Zeiten müsse heutzutage, wo der Einsatz der ganzen geistigen und körperlichen Kraft aller Volksgenossen zum Nutzen der Allgemeinheit eine selbstverständliche Pflicht sei, lich darauf geachtet werden, daß der Wohnungs frieden gewahrt und in der Wohnung die für die die Arbeit oder Erholung notwendige Ruhe nicht gestört wird, und zwar nicht nur nachts, wo allerdings ein gesteigertes Ruhebedürfnis besteht, sondern auch zu sonstigen Zeiten. Das gelte um so mehr, als die Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen sich namentlich bei den in der Großstadt tätigen Volksgenossen in den letzten Jahrzehnten nicht unwesentlich gesteigert habe. Die Wichtigkeit ausreichenden Schallschutzes zwischen verschiedenen Wohnungen sei neuerdings auch in einem Runderlaß des Preußischen Finanzministers betont worden. * Der Tod auf der Straße Ein Autobus wurde zu spät gebremst An einem Junitage erlitt der Maschinist Anton Töpling auf der Hans=Schemm=Straße in Recklinghausen den Tod. Er wurde während seiner Heimfahrt auf dem Rade von einem Autobus erfaßt, zu Boden gerissen und so schwer am Kopfe verletzt, daß er infolge [Zertrümmerung der Schädeldecke sofort sein Leben aushauchte. Unter der Anklage, den Tod des Genannten fahrlässig verschuldet zu haben, stand der Fahrer jenes Kraftwagens vor der Bochumer Strafkammer. Es war ein Mann, der schon lange Jahre am Steuer sitzt und bisher noch nie mit den Gesetzen in Widerstreit kam, nüchtern und zuverlässig, — bis jetzt in einer schwachen Sekunde dieses Verhängnis über ihn kam, daß seine Nerven versagten und ein Menschenleben ausgelöscht wurde. Um gleich vorwegzunehmen, was das Gericht auch besonders betonte: An diesem Unglück traf den Radfahrer selbst keinerlei Mitschuld. Er hatte sich ordnungsmäßig auf der richtigen Seite und konnte nicht ausweichen. Der Autobus wurde auf die falsche Seite gerissen, als ein zweitet Autobus ihm in die Fahrbahn kam. Es war eine sehr böse Lage. Der Angeklagte will gebremst haben, die Bremsen hätten jedoch versagt. Dieser Einwand ließ sich jedoch nicht halten. Es stellte sich durch Vernehmung der Sachverständigen heraus, daß die Bremsen zwar schon stark verbraucht waren, daß sie aber immer noch richtig arbeiteten. Zudem war der Wagen gerade erst fachmännisch überholt worden. Die Bremsspuren ließen erkennen, daß die Hebel zu spät betätigt worden waren, so daß sich das Unheil nicht mehr aufhalten ließ. Im Bruchteil einer Sekunde müssen dem sonst so umsichtigen Fahrer die Nerven versagt haben, so daß er seine klare Uebersicht verlor. Seine bisherige Bewährung wurde ihm zugute gerechnet. Das Urteil lauvier Monate Gefangnis. M. F. tete auf vier monate Gefängnis. Geschäftliches (Außer Verantwortung der Schriftleitung) Um die Erdal=Blechdosen können, gibt es nun auch Er Nachfüllen ist eine einfache, Deckel abnehmen und das gefüllte Unterteil ig die.#1# Erdaldose setzen. Das ist alles! Auf diese weise läßt sich die Erdal=Blechdose lange Zeit verwenden und man hat immer Erdal, das altbewährte Erdal! Tasut Feren dn unseren Aoc. Tentag Ein Blick auf die umfassende Leistung der NS.=Volkswohlfahrt im Gau Westfaten=Suo NSG. Wir sind sicher, daß es in unserem Gau keinen deutschen Menschen gibt, der etwa der Ansicht gewesen wäre, daß nach dem Abschluß des Kriegs=WHW. die großen Kriegsaufgaben der NS.=Volkswohlfahrt beendet seien. Es ist heute allgemein bekannt, daß der Sommer genau wie die anderen Zeiten des Jahres den immer gleichbleibenden großen und vielseitigen Einsatz der NSV.=Arbeit ganz selbstverständlich verlangen. Darum ergeht immer wieder an jeden Deutschen der Appell, der NeV. als Mitglied anzugehören und ihr durch den regelmäßigen Beitrag auch regelmäßige Mittel zur Lösung ihrer Aufgaben zur Verfügung ezu stellen. Wenn wir auch wissen, daß niemand mehr die dumme Frage stellen wird: Wofür wird dieser RSV.= Beitrag verwandt, so geben wir doch gerade für den Gau Westfalen=Süd in eindrucksvollen Zahlen heute noch einmal einen Beweis, wie notwendig es ist, daß jeder in unserem Gau seinen NSV.=Beitrag entrichtet. Wir nehmen Zahlen und führen Tatsachen an! Im Gau Westfalen=Süd gibt es rund 300 Kinderheime, Kindergärten, Kindergaststätten sowie ähnliche Einrichtungen. Dazu kommen noch rund 70 Erntekindergärten, die in diesem Sommer eröffnet worden sind. Während des Krieges wird überhaupt die Zahl der Kindergärten immer mehr gesteigert. In diesen Einrichtungen hilft unser NSV.=Beitrag, daß deutsche Kinder kerngesund, gesichert und geschützt ihr junges Leben führen können, und die gleichen Einrichtungen nehmen den Eltern viele Sorgen und Lasten bereitwillig von den Schultern. In der Kinderbetreuung und Kinderpflege sind in unserem Gaugebiet hauptamtlich rund 670 Mitarbeiterinnen tätig, zu denen jetzt noch die Leiterinnen der Erntekindergarten kommen, bei denen unsere Kinder in bester Hut sind. Ueber vier eigene Mütterheime verfügt der Gau Westfalen=Süd. 431 Hilfsstellen„Mutter und Kind" nehmen sich der Betreuung der Mütter in unserer schaffenden Heimat, in der großen Industriestadt, ebenso wie im kleinsten Sauerlanddorf, mit ganzer Liebe an. Im Durchschnitt werden diese Hilfsstellen monatlich von rund 16.000 Müttern aufgesücht. Also auch für die deutsche Mutter in unserem Land der Roten Erde wird restlos alles getan, und auch diese Maßnahmen erfahren im Kriege noch ihre besondere Steigerung. 98 Volkspflegerinnen, 12 Volkspfleger, 74 soziale Hilfskräfte sind in unserem Gau tätig. Rund 32.600 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen im Sommer und im Winter unermüdlich, uneigennützig und mit ganzer Freude für die großen Aufgaben zur Verfügung. Ohne diese ehrenamtlichen Mitarbeiter, die aus allen Kreisen unseres Volkes kommen, hätten wir die großen Aufgaben niemals lösen können. Rund 1200 hauptamtliche Kräfte halten den vielgestaltigen Apparat der NS.=Volkswohlfahrt in einer mustergültigen Ordnung. Als Helferinnen und gute. Kameradinnen unserer Frauen und Mütter und des gesamten schaffenden Volkes in Stadt und Land sind in unserem Gau rund 800 Schwestern der NS.=Schwesternschaft und des Reichsbundes der Freien Schwestern und Pflegerinnen eingesetzt. Hinzu kommen 700 Vorschülerinnen, die eines Tages ebenfalls frohgemut an ihre schwesterlichen Aufgaben herangehen werden. Wir brauchen diesen Zahlen und Tatsachen nichts hinzuzufügen; wir rufen nur aufs neue nun auch den Letzten in die Reihen dieses einzigartigen sozialen Instrumentes in der Hand des Führers, und wir wissen, daß dieser Kriegsappell nicht vergeblich sein wird! Geil Stadtteil Hamme Schwere Erdschäden an einem Wohnhaus Das fünfgeschossige Wohngebäude, das auf der Ecke der Goldhammer Straße und der Straße An der Maarbrücke liegt, hat unter unterirdischen Vorgängen so stark gelitten, daß es mit dicken schweren Holzbalken abgestützt und gänzlich geräumt werden mußte. Es mutet wie ein Witz an, daß das Wirtshaus, das sich im Erdgeschoß des Gebäudes befindet, die Bezeichnung„Zum windigen Eck“ führt. Es wird umfangreicher Instandsetzungsarbeiten bedürfen, ehe das Gebäude wieder für Wohnzwecke benutzt werden kann. Stadtteil Grumme=Böde Das Planschbecken im Grummer Tal erfreut sich in der Ferienzeit nicht nur des Besuches der Jugend. sondern auch der Erwachsenen. Wenn man von einem„Planschbad" spricht, so trifft die Bezeichnung zur Zeit nicht zu, denn von Wasser ist keine Spur zu sehen. Dafür buddelt das Jungvolk im Sand der Becken, baut Burgen und legt Wege an, häuft Pyramiden an und zerstört sie wieder im kindlichen Spielverlangen. Die Mütter und Väter sehen dem Treiben von den Ruhebänken aus zu oder„aalen“ sich mit dem Kleinvolk auf den sonnigen Liegewiesen am Hang zwischen Getreidefeldern, durch deren Aebrenmeer die Mähmaschine Gassen schneidet. Hat man sich genug gesonnt, sucht man wohl ein schattiges Plätzchen auf in den Anlagen des Tales, das ein Schmuckstück des Stadtteils Grumme geworden ist. Stadtteil Gerthe Anton Kutschinski Karl=Ernst=Straße 20, feiert heute seinen 71. Geburtstag. Körperlich und geistig ist er noch sehr frisch, so daß er heute noch im Arbeitsverhältnis steht und an allen Tagesereignissen regen Anteil nimmt. Den„BA“ hält er schon seit einigen Jahrzehnten. Kinder, Enkel und Urenkel wünschen dem Hochbetagten an seinem Ehrentage Glück und Segen. Stadtteil Langendreer 90 Jahre Amt Langendreer Ein Blick in die Vergangenheit Das Jahr 1850 bedeutete für den heutigen Stadtteil Langendreer etwas Besonderes. Der Aufstieg der Industrie in Langendreer und Werne hatte eine so große Steigerung der Bevölkerungsziffern mit sich gebracht, daß damals die Selbständigkeit des Amtes erklärt werden konnte. Das Amt Langendreer mit dem Kirchdorfe Langendreer und den Bauernschaften Werne. Somborn. Stockum und Düren wurde von dem Amte Witten abgezweigt. Um 300 u. Chr. haben, wie die Ueberlieferung berichtet, Brukterer den Ort Langendreer gegründet, dessen Name zum ersten Male im Jahre 1338 genannt wird, nachdem der Ort vorher„Dreer“ hieß, was darauf zurückzuführen ist, daß die ursprüngliche Bauernschaft an drei Bächen lag. Die ältere Geschichte Langendreers ist verknüpft mit den Rittern von Dreyer, dem Geschlecht von der Borch und den Rittern von Ovelacker, deren Besitzung das Haus Langendreer war, das um das Jahr 1250 erbaut wurde. Im Jahre 1599 zerstörten die Spanier Dorf. Kirche. Burg und die Ritterhöfe in Langendreer. Die Burg wurde um das Jahr 1643 wiederausgebaut. Um 1680 waren in Langendreer 23 Höfe und 55 Kotten vorbanden. Im Jahre 1753 hatte Langendreer in 141 Haushaltungen 610 Einwohner. Der Ausstieg begann im Jahre 1799, als auf der Zeche „Vollmond“, die erste westfälische Zechendampfmaschine aufgestellt wurde. Als Langendreer im Jahre 1807 der Landbürgermeisterei Witten zugeteilt wurde, zählte der Ort noch keine 1000 Einwohner. Aber dann setzte um so schneller der Aufstieg ein. Im Jahre 1850 wurde deshalb Langendreer von Witten getrennt und zur selbständigen Gemeinde erklärt, deren erster Amtmann ein Herr Lechner war. Im Jahre 1852 wurde mit dem Bau eines Amtshauses an der Unterstraße begonnen. Als dann der Gutsbesitzer Schulze=Vellinghausen von Stockum Ehrenamtmann wurde, verlegte die Gemeinde das Büro ihres Amtes 1857 nach Stockum. 1871 zählt Langendreer in 935 Haushaltungen 4850 Einwohner. 1875 sind bereits 6804 Einwohner vorhanden. Ein Jahr vorher wurde das Standesamt eingerichtet. Im Jahre 1880 kaufte die Gemeinde das einstige Amtsbaus in der Unterstraße. 1884 schied die Bauernschaft Werne aus dem Amtsverbande Langendreer aus. Im Jahre 1900, als Langendreer 19928 Einwohner zählte, begann man mit dem Bau des heutigen Amtshauses, das also in diesem Jahre auf ein 40jähriges Bestehen zurückblicken kann. Mit der endgültigen Einrichtung dieses Verwaltungsgebäudes wurde 1901 auch ein Amtsbauamt geschaffen, dessen erster Leiter Baumeister Seyffert war. 1905 wurde Langendreer Amtsgerichtsbezirk; im Jahre 1909 wurde das der Gemeinde gehörende Amtsgerichtsgebäude vollendet, im gleichen Jahre wurde das Gewerbegericht geschaffen. Ebenfalls im Jahre 1909 erbaute die Gemeinde ein Krankenhaus und Mutterbaus für die Schwestern vom Roten Kreuz. Das Krankenhaus wurde im Jahre 1917 an die Ruhrknappschaft verkauft. Später erstanden Grünanlagen. Svortplätze und ein Licht=, Luft= und SchwimmbadAm 1. August 1929 wurden Langendreer und Werne als Stadtteile nach Groß=Bochum eingegliedert und erlebten nach der Machtübernahme einen neuen Aufstieg. Stadtteil Linden=Dahlhausen Am Montag beging der Dahlbauser Mitbürger Franz Fuchs, Eiberger Straße 10a. die Feier seines 70. Geburtstages.— Am Dienstag vollendete Frau Witwe Adam Maslowsky in Oberdahlhausen. Im Uhlensiepen 62, ihr 80. Lebensjahr.— 25 Jahre im Dienst. Am Dienstag, 6. August. konnte der Markenkontrolleur Hans Altenhoff Oberdahlhausen, Hasenwinkeler Straße 143, auf eine 25jährige Diensttätigkeit zurückblicken. Auf den heimischen Zechen „Hasenwinkel",„Friedlicher Nachbar" und„Engelsburg“ hat er in Treue seine Pflicht getan. Aus dem Nachbargebiet Stadt Wattenscheid Kriegerkameradschaft West. Der stellvertretende Kameradschaftsführer Derse berichtete auf dem gut besuchten Kameradschaftsappell im Kameradschaftsheim Marxmeier über verschiedene Tagungen. Propagandawart Jeschke hielt einen aufschlußreichen Vortrag zum Thema„Der unsichtbare Krieg". Eingehend behandelte Kamerad Jeschke Sinn, Zweck und Ziel des NS.=Reichskriegerbundes. Dann sprach er über eine neue Werbeaktion um alle zur Entlassung kommenden Kameraden in die Kriegerkameradschaft einzurethen. — Durch einen tragischen Unglücksfall wurde der Zimmermann Hermann Roß im Alter von 37 Jahren aus dem Leben gerissen. Er wird am Freitag auf dem Kommunalfriedhof in Höntrop zur letzten Ruhe gebettet. Man bringt der schwergeprüften Familie aufrichtige Teilnahme entgegen.— 43 687,04 RM. kamen zusammen. Die am letzten Wochenende durchgeführte Haussammlung für das DRK.= Kriegshilfswerk erbrachte im Kreis Wanne=Eickel Wattenscheid insgesamt 43 687,04 RM., ein beredtes Zeichen der Opfer= und Einsatzbereitschaft des Kreises. Stadt Wanne=Eickel Für besondere Tapferkeit vor dem. Feinde erhielt der Maschinenobergefreite Max Detmar, Adolf=Hitler=Straße 69, das E. K. II.— Mit dem Eisernen Kreuz UI. Klasse wurden ferner ausgezeichnet: Gefreiter Heinrich Delbeck, Hermann=Göring=Straße 160, sowie der gleichzeitig zum Unteroffizier beförderte Willi Büttner, Moltkestraße 30.— Ehrenkreuze für unsere Gefallenen. Alle Soldatengräber im Stadtgebiet, auf den Ehrenfriedhöfen in Eickel, auf dem Waldfriedhof sowie auf den übrigen Friedhöfen ziert ein schlichtes Kreuz, auf dem in goldener Schrift Name, Geburtstag und Todestag des für sein Vaterland gestorbenen Soldaten zu lesen sind. Jetzt hat die Stadtverwaltung weitere 20 Kreuze bezogen, die auf den Gräbern gefallener Soldaten im Stadtgebiet aufgestellt werden sollen. Persönliches. Der Invalide Karl Leisen, Moltkestraße 3, seiert am heutigen Donnerstag in gesundheitlicher und geistiger Frische seinen 80. Geburtstag.— Der Invalide Wilhelm Dörendahl, Adolf=Hitler=Straße 80. wird am heutigen Donnerstag 80 Jahre alt.— Ein großer Kindertransport der NSV. verließ Dienstag abend Wanne=Eickel. Die Kinder werden in den Kreisen Halle Merseburg Wochen der Erholung finden.— Jugend hilft bei der Ernte. Hitlerjungen und Mädel des BDM. leisten in den Kreisen Herford und Halle bei Bielefeld Erntehilfe. In den letzten Tagen sind Jungen aus Wanne=Eickel und Wattenscheid ins Landdienstlager Exter gefahren, um dort bei der Ernte zu helfen. Personal=Nachrichten Von der Wertschätzung, die sich unser Mitbürger Gustav Werringloer in weiteren Kreisen erfreut, zeugten die zahlreichen Glückwünsche, die ihm am Mittwoch aus Anlaß seines 70. Geburtstages zugingen. Der in Soest geborene Jubilar ist ein Westsale von echtem Schrot und Korn. Bochum ist ihm zur zweiten Heimat geworden. Hier gründete er im Jahre 1897 das weit über den Industriebezire hinaus bekannte Spezial=Plattierungsgeschäft, dem er noch heute in voller Schaffensfreudigkeit vorsteht. Auch die in den Landjahrbeimen Greeistel Esens und Heiligenhofen untergebrachten Jungen und Mädel haben stolz von ihrem Ernteeinsatz nach Hause berichtet. Darüber hinaus sind viele hundert Jungen und Mädel aus dem Kreis Wanne=Eickel[Wattenscheid aufs Land gefahren, um bei Verwandten oder bekannten Bauern bei der Ernte zu helfen. Aus der NSDAp. NS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk Donnerstag, 8. August Ortsgruppe Griesenbruch. 20 Uhr: Heimabend bei Schiffmann.— Ortsgruppe Hofstede=Riemke. 15 bis 16 Uhr: Sprechstunde der Abteilungsleiterin„Volkswirtschaft— Hauswirtschaft“. 15 Uhr: Kindergruppe im Josef=Wagner= Heim.— Ortsgruppe Wiemelhausen. 15 Uhr: Kindergruppe in der Schule an der Wiemelhauser Straße.— Ortsgruppe Erbhof(Hofstede=Riemke). 10 bis 11 Uhr: Sprechstunde der Frauenschaftsleiterin im Hause Herner Straße 76.— Ortsgruppe Weitmar=Mitte. 15 bis 17 Uhr: Kindergruppe für Knaben und Mädchen im Evangelischen Gemeindehaus.— Ortsgruppe Hamme. 15 bis 17 Uhr: Sprechstunde der Frauenschaftsleiterin und der Abteilungsleiterin„Volkswirtschaft— Hauswirtschaft“ in der Geschäftsstelle.— Ortsgruppe Werne. 20 bis 22 Uhr: Mütterschulkursus„Kochen“ in der Werksfürsorge der Zeche„Robert Müser“. „Kraft durch Freude“ Wer wandert mit? Sonntag, 11. August: 1. Ortswanderung für Langendreer=Werne: Trefspunkt .30 Uhr vormittags Amtsplatz Langendreer. Fußwanderung: Bömmerdelle— Annener Berg— Stockum— Düren. Rückkehr gegen 13 Uhr. Wanderführer: Giersbach. 2. Treffpunkt.00 Uhr vormittags, Handelshof. Straßenbahnfahrt nach Hattingen. Fußwanderung Waldhütte— Sprockhövel— Hackstück. Fahrtkosten: 1,20 RM. Wanderführer: Stritzke. 3. Treffpunkt.00 Uhr vormittags am Rathaus Straßenbahnfahrt bis Blankenstein. Fußwanderung Blankenstein— Holthausen— Hattingen(Schulenburg)— Bredenscheid— Raffenberg— Elfringhausen— Langenberg. Fahrtunkosten 0,75 RM. Wanderführer Dißmann. 4. Wanderung der Ortswaltung Altenbochum. Treffpunkt.30 Uhr, Bahnhof=Nord. Eisenbahnfahrt bis Sinsen. Wanderung durch die blühende Heide. Rucksackverpflegung und Badezeug mitbringen. Fahrtkosten 2,20 RM. Wanderführer Wegmann. Abnahme für das Reichssportabzeichen. Das Sportamt teilt mit, daß am Sonntag, 11. August, ab 9 Uhr auf dem Polizeisportplatz, Wrangelstraße am Lohberg, die Abnahme für das Reichssportabzeichen stattfindet. Bewerber hierfür haben das Leistungsbuch mitzubringen. Bochumer Verbände und Vereine Sauerländischer Gebirgsverein. Der letzte Heimabend in der„Üble“ gestaltete sich recht unterhaltend. Bezirksführer Döring übermittelte Grüße des Abteilungsführers Gauinspekteur Loewer, der mittlerweile zum k. Kreisleiter für Wanne=Eickel ernannt wurde und dienstlich verbindert wat. Wanderfreund W. Oschmann las Erzählungen in holsteinischer und pommerscher Mundart, Wanderfreund Köhler ergötzliche Geschichten aus Spoerls„Man kann auch darüber sprechen". Fränzken Fromme ließ Otto Reutter und sich selbst in launigen Versen zu Worte kommen. Muntere Wanderlieder, gemeinsam gesungen und von Wanderfreund Gohres auf dem Klavier begleitet. süllten die Pausen bestens aus Wanderführer Köhler wies auf die am kommenden Sonntag stattfindende Wanderung in die Ruhrberge, die am 18. d. M. erfolgende Heidewanderung hin und machte darauf aufmerksam, daß Anmeldungen zu der am 21. September beginnenden AchtTage=Wanderung von Züschen oder Arnsberg aus bis zum 15. September beim Wanderfreund Uhe erfolgen müssen. AtelipP OhPErZ Roman von M. Bergemann 14) „Ja, ja, Herr Direktor! Zahlen Sie mir die gleiche Provision und ich bin bereit, auf den Geheimrat dahin einzuwirken, daß er bis auf zehn Millionen herabgeht; so daß in Wirklichkeit nicht Sie, sondern der Geheimrat die gleiche Summe noch einmal bezahlt.“ Vlada sah den Makler mit einem verschmitzten Lächeln an. „Sie sind doch ein schlauer Fuchs, lieber Herr Arca! Und Sie glauben das wirklich durchdrücken zu können?" fragte er mit sichtlich erleichtertem Aufatmen. „Ich hoffe es stark. Ausschlaggebend bei den Verhandlungen ist die Tochter des Geheimrats. Die dumme Pute versteht nicht allzuviel von Geschäften." Der Jude streckte dem Makler die Hand entgegen. „Ihr Vorschlag wird akzeptiert! Sie sind doch klüger als ich dachte, lieber Freund! Wenn die Sache in Ordnung geht, so werden wir wahrscheinlich noch öfter Geschäfte zusammen machen. Leute Ihres Schlages können wir gebrauchen. Arca lächelte. „Das hoffe ich auch, Herr Direktor. Aber bevor ich Ihnen das Vorkaufsrecht einräume, dürfte ich wohl darum bitten, mir eine schriftliche Bestatigung über die mir von Ihnen zugesagte Provision auszustellen?" „Trauen Sie mir nicht?" „Um Gottes willen, Herr Direktor! So ist das keinesfalls aufzufassen. Was bedeuten für Sie schon dreihunderttausend Mark! Für mich ist es ein Vermögen! Aber ich bin nun einmal für Klarheit. Und schließlich geschieht ja alles im beiderseitigen Interesse, nicht wahr?" „Da haben Sie allerdings recht, Herr Arca.“ Mit süßsaurer Miene stellte Vlada das Schreiben aus, worauf er von dem Makler die schriftliche Bestätigung des Vorkaufsrechtes ausgehändigt bekam. „Und wann sehen wir uns wieder, Herr Arca?“ fragte Vlada, der die Werke schon sicher in seiner Hand zu haben glaubte. Die soeben bestätigte Pronision sowie den Verlust der zweihundertachtzigtausend Mark für den Ankauf der Aktien wollte er auf seine britischen Auftraggeber vom Secret Service abwälzen. Wichtig war es jetzt erst einmal, daß er schleunigst Madochey zurückrufen ließ, damit er nicht etwa Unheil anrichtete und alles wieder, zum Scheitern brachte. „Sobald ich mit dem Geheimrat im Reinen bin, Herr Direktor. Ich werde ihn sofort aufsuchen.“ „Vielleicht rufen Sie im Laufe des Vormittags noch einmal an?" Arca nickte zustimmend. „Das werde ich machen.“ Er reichte dem Juden die Hand und verabschiedete sich. Zwölftes Kavitel Während der Makler Arca mit dem Bankjuden Vlada verhandelte, bestieg sein Rassegenosse und Agent Madochey eiligst seinen Wagen und verließ trotz des jetzt einsetzenden feinen Spruhregens in rascher Fahrt die Stadt. Sein Weg führte ihn nach Penalja, wo er dem Armenier Effdi einen Besuch abstattete. Effdi war in der ganzen Umgegend als ein Mann bekannt, der zwar jeder Arbeit aus dem Wege ging, um so besser aber lebte. Obwohl er stets in der schmutzigsten und schäbigsten Kleidung herumlief, war es doch allgemein bekannt, daß er ein ansehnliches Bankkonto im Bankhaus Vlada& Co. sein eigen nannte; ein Konto, das er sich mit allerhand dunklen Geschäften, in denen auch oftmals der Name Vlada genannt wurde, zusammengegaunert hatte. Es gab reute in Samsua, die die Behauptung aufstellten, Effdi und Salus Vlada hätten früher einmal in Armenien ein kleines Geschäft zusammen betrieben. Das alles war zwar stadtbekannt, doch hatte ihm die Polizei, die ständig auf ihn aufpaßte, noch niemals die geringste Gesetzesubertretung nachweisen können. Mit großem Geschick war es ihm stets gelungen, rechtzeitig genug den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Und zu diesem Manne fuhr der füdische Agent Madochey, um ihn, wie schon so oft vorher, um eine„Gefälligkeit" zu bitten, die, wie das immer gewesen war, damit endete, daß der Jude seine Brieftasche hervorzog und dem Armenier ein paar große Geldscheine in die Hand drückte. An diesem Morgen mußte Madochey dem Armenier eine besondere Freude bereitet haben, denn als er sich von ihm verabschiedete und nach der Stadt zurückfuhr, verließ Effdi mit einem zufriedenen Grinsen seine schmutzige Hütte. Ueberlegene Schlauheit glänzte auf seinem Gesicht, als er mit einer Petroleumlampe unter dem Arm den Weg zu der alten Klosteruine Vonozo antrat. Es war genau 10 Uhr, als Madochey wieder in Samsua eintraf und die beiden im„Meera=Hotel" wohnenden englischen Agenten Begham und Ransome aufsuchte. Die Engländer saßen gerade beim Frühstück, als der Jude bei ihnen eintrat. „Na, Madochey, Sie machen ja ein Gesicht, als hätten die Hühnen Ihnen das Brot weggepickt!“ sagte Begham und schob einen Stuhl heran.„Setzen Sie sich und langen Sie zu, vielleicht wird Ihnen dadurch etwas beiser" „Haben Sie eine halbe Stunde Zeit für mich?" antwortete der Jude, ohne der freundlichen Aufforderung Folge zu leisten. „Warum nicht, Madochey. Aber das muß doch wohl nicht gleich sein „Doch, sofort! „Nanu! Wo brennt's denn?" Madochey machte eine verzweifelte Gebärde. „Ich habe da vorgestern verdammtes Pech gehabt", erklärte er, worauf er die Geschichte mit den Aktien zum besten gab. Begham lachte aus vollem Halse. Dann schenkte er aus der auf dem Tisch stehenden Flasche eine Runde Cory ein. „Trösten Sie sich mit uns, Madochey. Auch wir sind von den beiden geleimt und schmählich hintes Licht geführt worden. Sie brannten in Boru mit unserem eigenen Wagen durch, gerade in dem Augenblick, als wir sie aus dem Bett heraus festnehmen lassen wollten!" Der Engländer erzählte nun seinerseits, wie Grith und der Ingenieur des Nachts über die Dächer entkommen waren und sich das vor dem Hotel stehende Auto, mit dem sie abtransportiert werden sollten, angeeignet hatten. „Dann seid Ihr eigentlich die Schuldigen an meinem Unglück", jammerte Madochey.„Denn wenn die Deutschen von euch festgehalten worden wären, so hätte die Verwechslung in Nargi nicht stattfinden können.“ „So ganz unrecht haben Sie nicht, Madochez. Aber wir werden uns schon noch revanchieren, darauf können Sie sich verlassen!" „Dazu haben Sie jetzt die beste Gelegenheit", äußert: sich der Jude. „Gelegenheit? Jetzt? Wie ist das zu verstehen? Sollen wir ihnen die Aktien wieder abjagen?" fragte Begham. „Nein, das besorge ich schon selbst. Sie können mir aber dabei behilflich sein, falls das Frauenzimmer sich weigern sollte, sie freiwillig herauszugeben.“ „Wie haben Sie sich das gedacht?“ „Die Sache ist ganz einfach. Es ist bereits alles vorbereitet. Ich fahre jetzt zu Raimunds Villa hinaus und verlange die Aktien von ihr zurück. Weigert sie sich, die Tasche herauszugeben, so werde ich sie aus der Villa fortlocken und so lange festhalten, bis sie klein beigibt“, antwortete der Jude und erklärte den beiden den Plan. „Ausgezeichnet!" lachte Begham.„Das gibt einen Riesenspaß! Nur die Sache mit dem Armenier gefällt mir nicht, obwohl ich dem Frauenzimmer diese Lektion gönne. Für den Kerl ist sie viel zu schade. Es wäre eher was für uns. Wenn Effdi nicht dicht hält, kann es die bösesten Auswirkungen im Gefolge haben! Vor allem darf es nicht herauskommen, daß wir dahinter stecken. Man hat den Sekret Service schon zur Genüge anggprangert. Madochey wehrte ab „Auf Effdi können Sie sich voll und ganz verlassen. Es ist nicht das erstemal, daß ich mit ihm zusammen arbeite. Er ist ein schlauer Bursche, der nur so blöde aussieht. Aber er hat es hinter den Ohren.“ „Hm— was meinst du, Ransome? Wollen wir uns beteiligen?" „Sie brauchen ja nicht mit nach der Klosterruine zu kommen“, bohrte Madochey von neuem.„Ich benötige nur jemand, der telephoniert, falls sie sich weigern sollte. Natürlich müssen Sie anrufen, solange ich noch vor der Villa halte, damit man sieht, daß nicht ich es bin, der das Telephongspräch führt." „Aber wie können wir denn wissen, ob Sie Erfolg gehabt haben oder nicht?" „Ganz einfach. Habe ich die Aktien nicht bekommen, so behalte ich meinen Hut in der Hand, wenn ich das Haus verlasse." „Kann man das denn von der Wirtschaft aus feststellen?" „Ohne weiteres. Sie brauchen nur an dem Eckfenster Aufstellung zu nehmen." „Na, gehst du mit, Ransome?“ „Natürlich gehe ich mit. Es betrifft ja unsere ureigenste Sache. Es handelt sich hier nicht allein um die Aktien sondern um die Hüttenwerke! Wir haben uns weiß Gott schon zur Genüge dabei blamiert, so daß es wirklich an der Zeit ist, auch endlich einmal einen Erfolg verbuchen zu können.“ „Gut, Madochen. Wir gehen mit. Sie haben doch hoffentlich Ihren Wagen unten? Bei diesem Wetter sagt man keinen Hund hinaus. Der Jude nickte. „Gehen wir.“ Der Regen schwoll fast zu einem Wolkenbruch an und setzte die Straßen der kleinen Stadt unter Wasser, so daß sich der Staub zu Schlamm verwandelte. Ein stürmischer Passatwind fauchte durch die Gassen und Gäßchen Samsuas, als Grith Raimund mit hastigen Schritten der väterlichen Villa zustrebte. Gerade als sie das Haus betrat und sich in die Diele den Regen von den Kleidern schüttelte, fuhr draußen ein Auto vor. Sie trat an das Fenster und blickte in den Garten hinaus. Ein-Herr, der ihr merkwürdig bekannt vorkam, sprang mit großen Schritten durch den Garten dem Hause zu. Aber soviel das junge Mädchen auch nachdachte, konnte sie sich nicht entsinnen, wo sie ihn schon einmal gesehen hatte. Sie legte schnell den Mantel ab und ging in die Halle hinuber, wo ihr Franz, schon auf halbem Wege entgegenkommend, den Besuch meldete. „Wie heißt der Herr?" fragte Grith, die glaubte, sich verhört zu haben. „Madochey", antwortete der Diener. Madochey! Das war doch der Agent, von dem sie in Nargi auf dem Bahnsteig die Tasche mit den Aktien bekommen hatte! Deshalb kam er ihr auch gleich so bekannt vor. Der hatte heute gerade noch gefehlt! Sie blieb einige Augenblicke stehen und überlegte. Dann wandte sie sich dem Diener wieder zu. „Sagen Sie dem Herrn, ich komme sofort.“ Während Franz sich entfernte, blieb sie noch eine Weile am Fenster stehen, um sich darüber klar zu werden, wie sie sich dem Besucher gegenüber verhalten sollte. Gab sie zu, die Tasche von ihm erhalten zu haben, so konnte sie sich jetzt nicht weigern, die Aktien herauszugeben. Sie waren von Madochey käuflich erworben worden und gehörten somit ihm: oder richtiger gesagt, Vlada! Bekam der Jude aber gerade jetzt die Aktien zurück, so war es leicht möglich, daß alle ihre so gut ausgeklügelten Pläne scheiterten und eine Katastrophe herbeiführten! Das mußte vermieden werden! Aber was konnte sie jetzt Madochey sagen? Sollte sie einfach ableugnen, als hätte sie nie mit der Sache zu tun gehabt? Das wäre eine große Frechheit, blieb aber doch der einzige Ausweg, den es jetzt für sie gab. Und hatten die Leute nicht schon ganz andere Mittel angewandt, um sie zu vernichten? Sie schreckten ja nicht einmal vor dem Mord zurück! Sie argerte sich jetzt im stillen, daß sie sich nicht einfach hatte verleugnen lassen. Aber daran war nun leider nichts mehr zu ändern. Nun mußte sie die Sache aus ausfechten. Hoffentlich kam ihr Vater nicht gerade herunter, wenn sie Komödie spielte. Sie nahm sich vor, den ungebetenen Besucher möglichst schnell abzuwimmeln. Vor dem Spiegel noch einmal ihr Haar zurechtstreichend, ging sie anschließend in die Halle hinüber, wo der Jude schon mit Ungeduld auf sie wartete. Madochey kam ihr mit einem freundlichen Lächeln entgegen und verbeugte sich. —.„Guten Morgen, gnädiges Fräulein! Ich freue mich, Sie wiederzusehen. Sie haben es sicherlich schon erraten, weshalb ich komme? Ich empfinde es als sehr peinlich, daß mir in Nagi dieser kleine Irrtum unterlief, aber Sie werden wohl Verständnis...“ Grith zeigte sich äußerst verwundert. „Ich verstehe Sie nicht, mein Herr! Sie sprechen von einem Wiedersehen? Ich glaube, hier liegt wohl ein Irrtum vor?“ Sie schüttelte den Kopf.„Sie sind mir völlig unbekannt!" Der Jude lächelte. Er durchschaute ihre Taktik, wollte es aber noch einmal im Guten versuchen. „Ach— sollten Sie mich wirklich nicht wiedererkennen, gnädiges Fräulein? Ich traf Sie doch auf dem Bahnsteig in Nargi, wo ich Ihnen kurz vor Abgang des Expreßzuges irrtümlicherweise eine Tasche aushändigte, die für Herrn Direktox Vlada bestimmt war?“ Sie zuckte bedauernd di Achseln. „Sie mir eine Tasche ksgehändigt? Für Vlada? Mit diesen Leuten haben wir nichts zu tun! Da haben Sie sich bestimmt in der Person geirrt, mein Herr! Sie sind mir völlig fremd!“ „Dann waren Sie wohl vorgestern abend gar nicht in Nargi?“ fragte er, indem er sie mit seinen schwarzen Augen forschend anblickte. Sein Ton hatte schon an Höflichkeit eingebüßt. Sie lächelte kühl. „Ob ich in Nargi war? Sie sind sich doch hoffentlich darüber im klaren, mit wem Sie sprechen? Ich wüßte nicht, wem ich darüber Rechenschaft abzulegen hätte!" „So!" Madocheys Gesicht verzerrte sich zu einer Fratze, und auf seinen Wangen zeigten sich zwei rötlich Flecke.„Sie lehnen es also ab, die Aktien freiwillig herauszugeben?" fragte er mit gänzlich veränderter Stimme, alle Höflichkeit über Bord werfend. kalter Ausdruck legte sich auf Griths Gesicht. Nur ihre braunen Augen brannten wie flüssige Opale.„ „Frang.. Sie winkte dem Diener zu worauf sie sich umdrehte und wortlos die Halle verließ. „Wir sehen uns wieder!" rief der Jude ihr nach, dann ließ er sich von Franz hinausbegleiten. haben, stand am Fenster und sah dem Judenagent nach, wie er langsam durch den Garten ging und seine Wagen bestieg. Dabei wunderte sie sich, daß er tri des strömenden seinen Hut in der Hand trug und ik erst im Auto aufsetzte. Im selben Augenblick, als er abfuhr, läutete de Telephon. Sie hörte, wie Franz draußen den Hör abnahm und mit jemand sprach. Dann kam er eilige Schrittes in die Diele, wo Grith noch immer am Fenststand. (Fortsetzung folgt. 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BoHier gründustriebezire dem er noch JS Kriegs Ball re ues Woitz. In 16 Sportarten gegen 9 Länder des Konfinenis haben stolz Larüber, bin8 dem Kreis en, um bei * Ernte zu werk id bei Schiffis 16 Uhr: wirtschaft— lel PäanerKindexgruppe Ortsgrupbe echstunde der 76.— Oris. ergruppe für indehaus.— hstunde, der erin„Volkselle.— Ortssus„Kochen“ F :„ T r e i s p u n k t Fußwandekum Sm“ ,. iersbach. of. Straßensaldhütte— N. Wanderhaus, Stra9. Blanken9) Wep Langenberg. ann. sum. Treifbis Sinsen. (verpflegung M. Mander: 8 Sportamt ihr ouf dem ie Abnahme rber hierfür reine eimabend in Jezirksführer ihrers GauKreisleiter verbindert ihlungen in anderfreund „Man kann ließ Otto Worte komingen und er begleitet, Köhler dende Wanerfolgende erksam, daß enden Achtu8 bis zum 1 müssen. ß alle ihre eine Kata; zu werden! en? Sollte der Sache heitz, blieb ür sie gab. Mittel anen ja nicht e sich jetzt verleugnen ehr zu änhten. 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Ttelle der bewährien„Vseigez Pöneng9 gtas rentleid ##gen, glänzende Proben seines Könnens ahleat. Iin den eif Monaten seit Ausbruch des Krieges mit den eimöchten bet der ReRe, nun bereits 50. Lhugderfämple ohmsjeine Nachbarn auf dem Kontinent ausgetragen, eine die zür sich spricht. Zum Bergleich braucht sa nur #ran erinnert zu werden, daß in England und Frankreich nährend dieser Zeit der Sportbetrieb mehr und mehr zu#mmenschrumpfte, um schließlich nach einigen Wochen vollAn diesen 50, Länderkämpfen waren unsere Männer und eure mit sechs. Geaner unserer Auswahlmannschaften varen insgesamt neun Länder, nämlich Italien, Ungarn, Bulgarien, Böbmnen=Mähren, Rumänien, die Aowaket, Dänemark und Holland. Am stärtsten baben nach lage der Dinge Italien und Ungarn mit Deutschland im Wettkampf gestanden, mit Ungarn s; und mit Italien 16 Ländertreffen durchgeführt. Aber sicht allein die beispiellose Zahl von 50 Länderbegegnungen die Kraft des deutschen Sports, sondern auch st rein keistungsmäßiger Hinsicht ist das Ergebnis außerdentlich erfreulich. Obwobl in manchen Fällen der jugendliche Nachwuchs in starkem Maße berangezogen werden zie, sind nicht weniger als 30 Länderkämpfe gewonnen vorden. Wler gingen unentschieden aus und nur 15 gingen kloren. Dabei ist zu berücksichtigen, daß der Turnwetytreit suischen Deutschland und Italten obne Wertung durchaeführt purde. Dei deutsche Sport und mit ihm das ganze Volk #und ganz besonders seine Soldaten dürfen stolz sein auf eine strartige Zwischenbilanz. Die stolze Liste der Länderkämpfe: Blau=Weig Vektin—— Werder Bremer EXB. Eimsbüttel Hampurg„ Spandauer SB. Hamburger SB.— Dis Steitin— Polizei=SB. Chemnitz RGTG, Mährisch=Ostrau— Herta Breslau EC. Planiy— Vorwärts=Rasensport Gleiwitz Rerc, Graslity— Dresdlgs,hg SV. Dessau 05— Kickers Offenbach REB. Hildesheim.— Barmbecker SG. 1. SB. Jena— Turg Leipzig SV. Steinbach— SC. Kassel 03 Niederländische Auswahl schlug Amsterdam spielte tät sich vor allem der Sturm Hervor und vier wieder Dräger und einmal De Harder erfolgreich. Das Wohltätigkeitstressen wurde als Abendspiel durchgeführt. Nan Uante vteg bausche, Salatuag Die Deutschen wvielten Pug.1. zu der zweszen Häsie schoß Verkontn sur die Zhalener das Siegar. i Lalie 90 Westfalens Turnerinnen für Chemnitz Dahmen(Bochum) im Achtkampf Wesisalens Turnerinnen bestritten für die Deutschgf, Friegs; meisterschaften, in Chemnitz eine Ausscheidung im Achtkamipf, die in Bocholt schöne Leistungen brachte. Hertha Brix,(TG. Witten) war, mit,133=5, Bunkten, die Beste von I. Grunewald(Bottrop), M. Dürr(Lippspringe) und A. Dahmen (Bochum) Dlese vier Turnerinnen werden für Chemuttz. gemeldet. Für den Zwölfkampf der Männer steben, die, westsälischen Teilnehmer noch nicht fest; in die engere Wahl konimen: Binke(Holthausen), Braun, Stöcker, Dahme alle Witten) und Dickhut(Dortmund). Tennistpieler auf der Meisterluche Die Titelkämpfe in Braunschweig 1939: Fußball: 24. 9. Budapest: Ungarn—Deutschud 511 verl. Handbalk: 8. 10. Leipzig: Deutschland— änemark 11:7 gew. Radsport: 8. 10. Berlin: Deutschind-Ungarn 35:19 gew. Boren: 14. 10. Budapest: Unurn—Deutschland.,:9 gew. Fußball: 15. 10. Agram: sgoslawien—Deutschentzgian,#eg.,#ußbalgi.10 sosg:„Bulgefteungarn—Deutschland 368=270 gem Ky:: 22. 10. Budapest: Ungarn—Deutschland, 268:270, gew. Tur: b. 11. Dresden: Deutschland—Italien ohne Wertung. 12. 11. Breslau: Deutschlandt-Böhmen=Mäh.4 unentsch. Fußball: 26. 11. Berlin: Deutschland— stalien:2 gew. Boxen: 26. 11. Dresden: Deutschland— Zödmen=Mähren 1412 gep. Fußball: 3. 12,„Ehemnit deutschland—Slowakei, 311 gew. Boren: 3. Leutschland—Dänemark 12:4 gew. Boxen: 10. 12. Rom: Italien—Deutschland 10:6 verl. Ringen(fr. St.): 16. 12. Rünchen: Deutschland—Ungarn:4 verl. 1940: Rizgen.(ar. gö.): 7. 1. Kovenbagen:. Täggpnnen. zeutschland.3 gew. Boren: 10. 1. Brünn: Nähren—Deutschland:12-gew. Etshockey: 11. 1. Böhmen=Mähren—Deutschland,:1 verl. Boren: 12. Preßburg: Slowakel—Deutschland 2114 gew. Eisbockep; I. 2. Garmisch=Partenkirchen: Deutschland—Jugoslawien:0 Kisbockev: 3. 2. Garmisch=Partenkirchen: Deutschind—Ungarn:3 verl. Boxen: 11. 2. Breslau:„Dezisch. 93 üe Afäi 3. Bersn: San Nemo: Italien-Deutschlanz.3 berl. Fschtennis: 25. 3. Bukarest: Rumänien—Deutschland :3 gew. Tischtennis: 1. 4. Wien: Deutschland— wirn(N. u. Fr.):7 verl. Fußball: 7. 4. Berlin: Aschland—-Unggrn:2 unentsch. Fechten: 7. 4. Bubest: Ungarn—Jeutschland,(Säb. u. Fl.),:0, verl. Fuß#ll: 14. 4. Wien: Deutschland—Jugoslawien:2 verl. ken nis: 26./28. 4 Rom: Italien—Deutschland:1 verl. fußball: 5. 5. Mailand: Italien—Deutschland:2 verl. Schießen:./9. 5. Rom: Italien—Deutschland 1059:1040 drl. Hockev: 10. 5. Budapest: Ungarn—Deutschland 131 mentsch, Schießen: 25./26, 5. Neavel: Italien—Deutschland:7 verl. Tennis:./9. 6. Budapest: UngarnLeutschland:0 verl. Radsport: 5. 7. Budapest: Un: gg—Deutschland 23.23 unentsch. Radsporz,(Str.); 5f7. 7. München.—Mailand; Deutschland—Italien gew. kennis:./7, 7. Berlin: Deutschland—Italien:5 verl. Legeln: 7. 7. Leipzia: Deutschland—Ungarn 6307:6033 gew. Fußzball: 14. 7, Frankfurt a..: Deutschland— Aumänien:3 gew. Schwimmen: 20./21. 7. Budapest: Ungarn—Deutschland 21:23 gew. Leichtatbletik: 28. 7. Larma: Italien—Deutschland(Fr.) 31:53 gew. Boren: 8 Klagenfurt: Deutschland—Slowakei 1640 gew. Leicht“ atblettk:./4. 8. Stuttgart: Deutschland—Italien, 104:74 gew. Radsport: 4. 8. Nürnberg: Deutschland-Ungarn 30:14 gew. Segeln: 27./28, 7. Plattensee und./4. 8. Berlin: Deutschland—Ungarn:0 gew. Tennis:./4. 8. Rimini: Italien—Deutschland(Fr.):4 gew. Schalke in Halle Fortung in Kaiserslautern— Am 18. August 32mal um den Tschammer=Pokal Der volkstümliche Pokalwettbewerb der deutschen Fußkal=Vereinsmannschaften, wird am 18. Spielen der 1. Schlußrunde fortgesetzt. Hier greisen zum ersten Male die 19 Bereichsmeister mit den 45 in der Hauptrunde verbliebenen Mannschaften in den Kampf aibt also am 18. August insgesamt 32 Spiele. kunde folgt am 8. September, die 3. am 29. September und die 4. endlich am 20. Oktober. Am 10. November den in der Vorschlußrunde die beiden Endsptelgegner festgestellt, die am 1. Dezember um die Entscheidung spielen. Für den übernächsten Sonntag siteben reizvolle Spiele an. Die Saalestadt, Halle hat das Glück gehaht, für den ersten Svieltag den alten und neuen Fußballmeuter Schalte 04 bei sich zu seben: das Los paarte Sportfreunde Halle mit den Wesifalen. Der Spielplan für den 18. August hat solgendes Aussehen: Germania Mudersbach— EXB Schwarz=Weiß Essen Edelstahl Krefeld— Rot=Weiß Essen LuS. Neheim— SG. Eschweiler Sportfreunde Halle Schalte 04 u 1 FC. Kaiserslautern— Fortung Düsseldorf Einiracht Frankfurt— Westsalig, Ferge, Bs2. Osnabrück— Gelsenguß Gelsenkirchen Sport Kassel— Dutsburg 48/99., TuS. Neuendorf— BfR. Mannheim BiR. Schweinfurt— Köln=Mülheimer SB. SB. Waldhof— Rot=Weiß Frankfurt Phönix Karlsruhe— FSB. Frankfurt 88. Cannsatt.— Wacker Wiez, Svielvgg, Fürih— Vis,Krutzegt Sturm Graz— 1. KC.„Kürnbere Rapid Wien— BSG. Neumeyer Nürnberg Bayern München— Wiener Sportklud„nsang Eichere EC. Freiburg oder BfB. Waldshut— Stuttgarter asel abl be eue, eschle.s sescäihice üver die Durchfübrung, Pon, Der gauberen Seite aber auch sur Stele Oib Votswpiederum im somit auch in Braupsgweig,iv gösgnern Gulez,: Sies Puchkaschur kann auch von den go Ties, BuchRoderich Menzel und Werner Menzel.„mt,ruerggeze 8 665 Käppel die erste Rolle spielen, doch sind Enger, Thiemen, Fuchs und Fabian nicht zu unterschätzen. Für das FrauenDoppel und auch für das Gemischte Doppel wurden noch keine Paarungen bekanntgegeben, doch ist bei der allgemein guten Beteiligung auch hier mit spannenden Kämpfen zu rechnen. :1 für Deutschland in Rimini Der Frauen=Tennis=Länderkampf in Rimini wurde von der deutschen Vertretung überlegen mit 411 gewonnen. Lediglich das Doppel ging verloren und trug den Italienerinnen den Ehrenpunkt ein. Wie erwartet. siegten die Deutsche Meisterin Anneliese Ullstein und auch Margarete Käppel in den letzten Fiazzlszigsen, und zwar schlug, Fri,g Ullsielg, die Stre Manzit, 8 geragez. 4Peutigh, 611 siebt damit in der Schluhrunde, des. Mitrovezxenntspoials und erwartet den Sieger des Treffens Jugoslawien— Ungarn. Italien— Ungarn:1 in Viareggio In Viareggio endete der von Italien schon nach dem zweiten Tage bei einer:=Führung mit einem==,::,:=,:=Sieg über Cucelli noch den Ehrenpunkt herausholen. Luftschutz, Vermieter und Mieter R.., Stadttheater. Für die Anlage der Verdunseh. Die Verhlcelune fercde dir Bliähk betrefende Wocze übernonmen get gS äegses. hass: ses cis ecie chsce ece chcschese als dauernde Verbesserung anausehen. Die Kosten mit 7 v. H. jährlich auf die Wohnparteien nach ihrem Mietsanteil umzulegen, was monatlich nur Pfennigbeträge ausmacht. Mieter und Vermieter einheitlich. G. E. 1. Wenn nichts anderes vereiphart ,istzir## Miete das Wassergeld enthalten. 2. Wird das Wassergeld umgelegt, so ist auf Verlangen der tatsächliche Verbrauch vom Vermieter nachzuweisen und anteilig auf die Wohnparteien umzulegen. 3. Das Geld für die Benutzung des Wassermotors wird besonders berechnet. Ein Satz von 50 bis 75 Pf. monatlich gilt als angemessener wenn nicht eine stärkere Benutzung erfolgt. 4. Wenn die Stromkosten nicht in der Miete einbegriffen sind, hat im vorliegenden Falle der Mieter anteilig beizutragen. P. S. Es ist Sache der vom Hauseigentümer zu erais ssegand fesieg e en lemn Mishrauch getrezez gelegentliche Trocknen von Wäsche auf dem Palkon der Hinterfront des Hauses nichts einzuwenden sein. 11 — A eg Ruhlin, Koch II, Hugo ErnstGroiden. Zusammehtretfen der Favoriten Alter Abonnent. Der Hauseigentümer hat Abnutzungen durch normalen Verschleiß Zu tristerscgzeihen, erzzelse ter. Sind die Verkittungen der Fenuerigr###n, gröckelig geworden und hat der Hausbesitzer trotz Kenntnis davon auf Anfordern des Mieters die Fenster nicht in Ordnung bringen lassen, so trägt er aug gegz# ggzer, wenn eine Fensterscheibe, entzwei geht. Hat ein Mieter laut Vertrag die Schönheitsreparaturen übernommen, so hat er für diese Kosten allein aufzukommen. Pflanzkartoffeln für Kleingärtner Kleingärtner in Riemke. Nach Anordnung Nr. 16/40 der Saatgutstelle vom 20. Juli darf der Verkauf von anerkannten inländischen und von Ztelspof hößgog Esz: tartoffeln an Einwohner von Etgaßgaber einer Bescheiest alscheisk Kereclise en Keiche oie elce es el e e schiael haice bese st e. e Saatgutstelle zu richten. Wer anerkannte, Pflanzkartoffeln ausführen will, bedarf ebenfalls der Genehmigung. Der Antrag ist auf dem vorgeschriebenen Formblatt an die Saatgutstelle zu richten. Luftschutzfragen Gt. Der Gesetzgeber und auch Fpitzenorganzotien der Ponzgendie zu Beichaszidgn Pautischlsggsete beteiligg. Handseuersprite. Ein klagbares Recht bat aber der für volles Einvernebmen verbeigeführt wird. volles Einvernehmen herbeigeführt wird. R. 1. Der Lungenkranke soll sich vom Arzt ein Attest soll er die Rubestörer und Stänker der Polizei zur Bestrafung melden. J. G. Die Hausfluxtüren müssen während der des Fliegeralarms geöffnet werden. Sie können eingeklinkt, dürfen aber nicht geschlossen werden. Eiead“. Pischislsladtishe Al staer, Ssz,iselile sesofat berden für frische Lust., guume vom 1. 9. 39 oder Klovsen aufzufordern, der Anordnung vom 1. 9. 39 oder Klopfen aufzufordern, der Anordnung vom 1. 9. 39 Folge zu leisten. Verschiedenes Anfrage„B. 100“. Wer einen Brief öffnet, der nicht an ihn adressiert ist, macht sich strafbar. Die Verfolgung tritt nur auf Antrag ein. (Eigenbericht des„BA“.) Bad Oeynhausen, 7. August. ase baes sche beste s s s. elhit sei, Vatale aul Krit PGle sdoeg, 83faodie Se chasl fi. ei, Kcehst se gewann im Gegenlot wweil Pa-Grhgssk urt Slier 41s. Dr: Lachmann“versuchte mit AierMegedinstt(Litzmannstadt).— Heinicke(Hambura) ergab e Ni gg beinige,(camburch ergab ein schwerblütiges Positionsspiel. Heinicke kam durch vorEs ist fraglich, ob Regedzinftl die abgebrochene. Stellung auch Keller„Hlsg), röfneten Parke Der kampf drepi sich Kll. Ver elsl nicher als calches Sisseksbser Kate und domi! Zogen überannt. Die Parie Herrmann(Bogum) gegen Engert(Düsseldorf) wurde vertagt. Herrmann befindet sich auf dem Wege der Besserung, und es ist möglich, daß er das Turnier doch noch sortsetzen und die zurückee'stand nach der vierten Runde: Richter Vitz. Kleninger mann ½+., Dr. Lachmann ½, Regedzinsti und Engen Heute nachmittag ist spielfrei, da die Teilnehmer einen Ausflug zur Porta Westsalica unternehmen. Treuer Leser, Altenbochum. Paris mußte sich am 28. Januar 1871 ergeben, wurde am 1. März teilweise besetzt, aber schon am 3. März geräumt, da die Nationalversammlung den Vorfrieden rasch genehmigte. Beim Einzug in Paris wurde auch der Stadtkern berührt. G. R. 1. Benninghausen liegt im Kreise Lippstadt. 2. Das Spiel ist nicht hinfällig, sondern Mittelhand ist verpflichtet, den„Ramsch“ mitzuspielen. Mieter und Vermieter G. V. 1. Es ist allgemein üblich, für die Benutzung des Wassermotors allmonatlich einen Pauschalbetrag, au erheben, der durchschnittlich 50 bis 75 Pf, betragz,.—.4l1 das Wassergeld umgelegt, oder im„Nietzins mit einberechnet wird, könnte, wenn der jedesmalige Wasserverbrauch genau festgestellt werden kann, eine Anrechais ese beschseie. iese a. alb e Luftschutzraum brennen. Läßt der Hauseigentümer für diesen Raum elektrisches Licht anbringen, so soll sich die Mieterschaft anteilig an den Kosten beteiligen. Einen Rechtsanspruch hat allerdings der Haushezitzer nicht. (Westdeutscher Türmer, Nr. 14, 15. Juli 1940. Uns Kfdterwa Sctemassgaraufa Gushn-Rens Ru num: Dea rührt das Fett geschmeidig und gibt etwas Zucher, de e eue Gezu 4tund zuch uns udh in bas in Zuctan feuis edoectsebe 7j., 5. e, magt. e n Aundn n, aus ee als ihn eu emn un uen Maier ae., en beg an, ain un ge lse egen er fäh se nshenit ui un ELHI FLELLET FEOPE Bachzell: Stwa 10 Miguten bei starher hite. S1tte#usschheiden! Phre Steis, Ser Die„Sihn der Puppen Neue Wege zur Mädchenerziehung in Spanien— Die Spielpuppe als Symbol der Mütterlichkeit Madrid, 7. August. In Spanien ist soeben eine„Liga der Puppen“ ins Leben gerufen worden, die schon in den ersten Tagen ihres Bestehens viele Tausende von Mitgliedern zählte. Diese Vereinigung hat es sich zum Ziel gesetzt, unter den Mädchen die Tradition der Spielpuppe wieder zu Ehren zu bringen, um dadurch zur Lösung moralischer und sozialer Probleme beizutragen. Das neue Spanien Francos war nicht länger gewillt, die merkwürdigen Erziehungsmethoden, die früher unter der weiblichen Jugend angewandt wurden, zu billigen. Die Puppe soll wieder das für die Mädchen werden, was sie gesunderweise immer ist: das Symbol der Mütterlichkeit, der Familie, der Reinheit der Familiengefühle, der echteste Ausdruck der kindlichen Weiblichkeit. Mitglied der Puppenliga kann jedes Mädchen zwischen 10 und 15 Jahren werden, ganz gleich aus welcher sozialen Schicht es kommt. Auch das ärmste Geschopf kann eine schöne Puppe anvertraut erhalten, der es seine ganze liebende Sorgfalt angedeihen lassen kann. Die Puppen haben allesamt die Größe eines neugeborenen Kindes und besitzen lange schwarze Haare und bewegliche Augen. Meistens bestehen sie aus Porzellan, manchmal auch aus Zelluloid, Holz oder Wachs. Spaniens führende Erzieher sind der Ansicht, daß gerade in der Zerbrechlichkeit der Puppen ein großes erzieherisches Moment liegt, weil dadurch schon das Kind lernt, daß man mit einem Neugeborenen zart und sorgsam umzugehen hat. Bei der Aufnahme in die„Liga der Puppen“ erhält jedes Mädchen kostenlos ein unbekleidetes Spielbaby. Der Name, den das junge Mütterchen seinem „Kinde“ gibt, wird in ein Register eingetragen. das gleichsam das Standesamt der Liga darstellt. Sogar ein Taufschein, der die Personalien des Mädchens aufzeichnet, wird dem neuen Mitglied ausgestellt, nachdem es sich entschieden hat, ob es eine Puppe männlichen oder weiblichen Geschlechts betreuen will. Die Mädchen, die sich so eine Puppe von der Vereinigung geben ließen, müssen sich nun verpflichten. sie aus eigenen Mitteln und nach eigenem Geschmack zu kleiden, und genau so für sie zu sorgen, wie eine erwachsene Mutter für ihr Pflegekind. Ein Tagebuch, das zu führen den Mitgliedern der Liga nahegelegt wird, soll die mütterliche Phantasie der Mädchen anregen. Es ist, als ob ein ganzes kleines Mutterleben darin seinen Niederschlag fände. Die Aufzeichnungen werden den Lehrern und Erziehern zugeleitet, die dadurch ein derart wertvolles, psychologisches Material erhalten, wie es ihnen sonst nie zugänglich wäre. Jede Woche findet unter der Aufsicht einer Lehrerin in den Schulen eine Versammlung der„kleinen Mütter“ statt. Da berichten nun die Puppenmütter, was in der vergangenen Woche alles mit ihren Kindern sich zugetragen hat, die neuesten Kleidchen werden gezeigt, Stoffe getauscht und Schneideranweisungen erteilt. Mit diesen gewiß ungewöhnlichen Methoden zur Mädchenerziehung will Spanien in das Herz jedes Kindes die Liebe zu Heim und Familie pflanzen und nicht zuletzt schon das kindliche Mädchen mit der richtigen Säuglingspflege vertraut machen. heit. Und nun sehen wir, daß dazu eine Arbeit nötig ist, die größer ist, als die Halfte unserer Briefträgereinheit, größer als die halbe Tagesarbeit eines großstädtischen Briefträgers im Treppensteigen! Diese ungeheuer, großen, Arbeiten werden tagtaglich in jedem großen. Arbeiten werden tagt Haushalt der Welt ohne jedes Aufsehen von den unWenn das Wasser kocht Wir haben im BA“ vom Mittwoch unter der Ueberschrift Die Kletterpartie des Briefträgers" eine kleine Plauderei von der Arbeit des Alltags gebracht, wie sie der Physiker„berechnet“. Hier folgt noch eine Ergänzung, die vielleicht auch unsere Frauen interessiert. Wir wollen nun einmal feststellen, wieviel Arbeit nötig ist, um 1 Liter Wasser erstens von 100 Grad zu erwarmen— ein Vorgang, der sich Tag für Tag in jeder Küche abspielt—, und zweitens, um das siedende Wasser bis auf seinen letzten Rest zu verdampfen. Diese Arbeit wird dem Wasser als Warme zugeführt, und wir könnten uns vorstellen, daß das dadurch geschähe, daß wir den Kochtopf genügend heftig und lange durch Reibung erhitzen, also durch richtige mechanische Arbeit. An der Größe der erforderlichen Arbeit wird aber nichts dadurch geändert, daß wir die Wärme tatsächlich mit Hilfe einer Flamme oder eines elektrischen Stromes erzeugen. Wenn eine Arbeit in Gestalt von Wärme auftritt, so mißt man sie meist nicht in der Einheit 1 Meterkilogramm, sondern in der Einheit 1 Kalorie. Das ist diejenige Wärme, die 1 Gramm Wasser braucht, um 1 Grad wärmer zu werden. Die Kalorie ist also auch eine Arbeitseinheit und spielt unter anderem auch eine Rolle bei der Berechnung des Nährwertes unserer Nahrung. Daß es zwei Arbeitseinheiten gibt, die nebeneinander gebraucht werden(es gibt deren sogar noch einige mehr), ist nichts Ungewöhnliches. So messen wir ja auch Entfernungen auf dem Lande in Kilometer, auf dem Meere aber in Seemeilen. Nötig ist nur, daß wir wissen, in welchem Verhältnis die verschiedenen Einheiten zueinander stehen, damit wir Angaben, die in der einen Einheit gemacht sind, leicht in die andere Einheit umrechnen können. Das Verhältnis von 1 Kalorie zu 1 Meterkilogramm kann man durch geeignete Versuche bestimmen. Sie haben ergeben, daß 1 Kalorie gleich 0,427 Meterkilogramm ist. Um 1 Gramm Wasser um 1 Grad zu erwärmen, ist also die gleiche Arbeit nötig wie bei der Hebung von 1 Kilogramm um 0,427 Meter. Wenn wir 1 Liter oder 1000 Gramm Wasser um 1 Grad erwärmen, so brauchen wir dazu 427 Meterkilogramm; um aber 1 Liter Wasser von 15 Grad auf 100 Grad, also um 85 Grad, zu erwärmen, brauchen wir 85mal 427 oder rund 36000 Meterkilogramm. Jetzt ist der Augenblick gekommen, wo wir uns wundern müssen. Die Erwärmung von einem Liter kalten Wassers bis zum Sieden ist doch wahrhaftig eine sehr unauffällige und anscheinend harmlose Angelegenscheinbaren Flämmchen unserer Küchenherde geleistet. Nun können wir uns auch vorstellen, wie sehr wir uns anstrengen müßten, wenn wir das Wasser wirklich durch Reiben des Kochtopfes zum Sieden bringen wollten. In Wirklichkeit würden wir das mit unseren Körverkräften gar nicht fertigbringen. Noch mehr werden wir uns wundern, wenn wir erfahren, wieviel Arbeit nötig ist, um das schon siedende Wasser gänzlich zu verdampfen, bis es auf den letzten Rest verschwunden ist. Dazu braucht man nämlich die ungeheure Arbeit von 540000 Kalorien. Das sind aber 540 000 mal 0,427 oder rund 230000 Meterkilogramm oder fast vier von unsern Briefträgereinheiten. Vier Tage lang muß ein Briefträger seine Treppen steigen, bis er die gleiche Arbeit geleistet hat wie die Flamme unseres Kuchenherdes, wenn sie ein Liter siedenden Wassers bis auf den letzten Rest verdampft. Jede Hausfrau, der einmal der Kohl angebrannt ist, weil sie ihn zu lange. am Feuer hat stehenlassen, weiß, daß das ziemlich schnell geht. Man sieht, welch ungeheure Menge von Arbeit in dem Wasserdampf steckt, der schließlich aus dem siedenden Wasser geworden ist. Wenn das nur gut geht Nar##m Jut:...„ Halle, 7. August. Vor dem amtsgericht Halle stand ein Angeklagter aus Künsebeck, um sich wegen Diebstahls zu verantworten. Die Sache hatte einen tragikomischen Beigeschmack. Der Mann. soll seiner Braut die Bettwäsche. geklaut und verkauft haben; Strafanzeige und Strafantrag waren von der Braut ausgegangen. Vor Gericht sagte der Angeklagte, daß er trotz dieser Geschichte seine Braut heiraten wolle, das Aufgebot sei in Ordnung und Ende August schon könne die Hochzeit sein. Leider war die Braut beim Termin nicht zugegen, so daß man nicht recht weiß ob sie durch die Vr dus mun, nicht recht mets, bo sie burch die Vorgange das Verlöbnis als gelöst betrachtet, oder ob sie den aus„e strafantrag vielleicht nur aus„erzieherischen Gründen" stellte, um dem zukünftigen Ehemann einen heilsamen Denkzettel erteilen zu lassen. Der Richter traf eine weise Entscheidung. Es soll zunächst geklart werden, ob die„Bestohlene" sich noch als Braut des„Diebes" betrachtet. Ist das der Fall, dann soll der diebische Bräutigam nach Möglichkeit seine bestohlene Braut veranlassen, den Strafantrag zurückzunehmen. Fünfjähriger Junge wollte ins Feld ziehen „„„ Leipzig, 7. August. Daß viele deutsche Jungen, die noch die Schulbank drücken, den Drang in sich spüren, ins Feld zu ziehen und unseren tapferen Truppen es an Mut und Kühnheit gleichzutun, des sind wir gewiß. Der jüngste all dieser ob ihrer Jugend verhinderten Helden ist aber zweifellos der fünfjährige Knirps, der unlängst sehr zum Schrecken seiner Mutter von Hause ausriß. Ritterkreuzkrager Teuinant von Schwerin mit der Besatzung seines erfolgreich geführten Bombenflugzeuges Mit einem kleinen Rucksack angetan, der die seiner Meinung nach notwendigen Habseligkeiten barg, verließ er heimlich die elterliche Wohnung in der Ortschaft Arendsee in Sachsen, marschierte auf einigen Umwegen zum Bahnhof und setzte sich dann in einen Zug. Auf der nächsten Station ist der winzige„Krieger“ einem Mitreisenden aufgefallen, der mit ihm ein Gespräch anknüpfte und ihn fragte, wohin er denn fahren wolle. Man kann sich denken, wie überrascht alle Insassen des Abteils waren, als sie da aus dem Kindesmund hörten, daß der Kleine unter allen Umständen ins Feld ziehen wolle,„um Vati zu besuchen". Der sogleich verständigte Zugschaffner sorgte für die rasche Heimbeförderung des Jungen, der über diesen„Eingriff" recht wütend wwar. Air Werdrn=Tiert? Die Schildkröte hat das zäheste Leben „„„ Berlin, 6. August. Es darf nach den neueren Beobachtungen angenommen werden, daß Elefanten in der Freiheit mitunter 150 Jahre alt werden. In der Gefangenschaft erreicht der Elefant nur ganz selten ein Alter von über 100 Jahren. Meist wird der gefangene und zum Arbeiten abgerichtele Elefant nicht alter als 70 bis 80 Jahre. Sein Lebensalter entspricht also etwa dem des Menschen. Bei anderen Tieren des Urwaldes ist die Feststellung, wie alt sie werden, fast noch schwerer, da nur die wenigsten an Altersschwäche sterben. Es ist nun einmal das Gesetz des Urwaldes, daß sich Tiere, die nicht mehr im Vollbesitz ihrer Kräfte sind, im Kampf ums Dasein nicht behaupten können und früher oder später ihr Ende im Magen eines Feindes finden. Selbst der „König der Tiere" macht dabei keine Ausnahme. Auch er wird niedergerissen und gefressen, wenn er sich nicht mehr mit der Gewalt seiner Pranken Respekt verschaffen kann. Kommt es dennoch mitunter vor, daß ein Löwe an Altersschwäche stirbt, so dürfte das auch etwa im siebzigsten oder achtzigsten Lebensjahr geschehen. Menschenaffen dagegen von denen man annehmen 9 sollte, daß sie auch in der Lebensdauer dem Menschen von allen Tieren am meisten ähnlich seien, entwickeln sich doch viel rascher und sterben demgemäß auch viel früher, etwa mit vierzig bis fünfzig Jahren. Das gleiche Alter erreicht auch nur der Bär. Bei ihm ist es ebenfalls schwer, genaue Feststellungen zu machen, denn stirbt schon einmal ein Bär eines natürlichen Todes, dann zieht er sich in ein sicheres Versteck zurück, daß sein Leichnam so gut wie unauffindbar bleibt. Das zählebigste unter den Tieren dürfte die Riesenschildkröte sein. Aus der Größe ihres Panzers kann man verhältnismäßig genau Schlüsse auf ihr Alter ziehen, und da hat es sich gezeigt, daß für sie ein Alter von 200 bis 300 Jahren durchaus keine Seltenheit darstellt. Diese Berechnungen stimmen übrigens auch mit Beobachtungen an gefangenen Riesenschildkröten überein, von denen bei mehreren ein derart hohes Alter dokumentarisch nachweisbar ist. Auch der Papagei hat eine besonders große Lebensdauer, wenn sie auch nicht so groß ist, wie man sie ihm gern andichtet. Doch ein Alter von 100 Jahren können sie in der Gefangenschaft bei guter Pflege leicht erreichen. Eine kaum geringere Lebensdauer scheint der Kolkrabe zu haben, und vom Adler nimmt man an, daß er wie der Schwan, gut sechzig Jahre alt werden kann. Die Gans bringt es auf 40 Jahre, die Taube auf 30 Jahre, die meisten anderen Vogel kommen jedoch kaum auf Atgnzig Jahre. Seitsamerweise haben unsere Haustiere im Verhältnis zu den in der Wildnis lebenden Tieren eine sehr kurze Lebensdauer. So werden Pferde 30, höchstens 40 Jahre alt, Kühe sterben schon mit 25 Jahren an Altersschwäche, Katzen mit 10 bis 12 Jahren und Hunde mit 12 bis 14 Jahren. Man sagt, ein Hundejahr bedeute so viel wie sieben Menschenjahre. Vergegenwärtigt man sich, daß ein Hund mit einem Jahr noch im Kindesalter, mit zwei Jahren im Jünglingsalter, mit drei Jahren bereits in der Geschlechtsreife und mit zehn Jahren im Greisenalter steht, so müssen wir zugeben, daß diese Behauptung zutrifft. Kurzlebig sind die Insekten, wir brauchen uns da nur an die Eintagsfliege zu erinnern, doch muß man sich vor Augen halten, daß sie oft mehrere Jahre im Ei=, Puppen= und Larvenstadium zubringen, wodurch sich die Gesamtdauer ihres Lebens beträchtlich erhöht. zu verlassen. Die Suche nach ihm blieb erfolglos, so daß die Frau infolge der Ungewißheit am 31. Dezember 1927 ihren Mann für tot erklären ließ. Als die offiziell zur Witwe gewordene Frau die Witwenrente beantragte, ging die Behörde der Sache erneut auf den Grund und diesmal mit Erfolg. Der Mann lebte also noch und man stellte sogar fest, daß er 1922 zum zweiten Male geheiratet und zehn Kinder habe. Obwohl seine fadenscheinigen Ausflüchte den Richter nicht befriedigten, fiel das Urteil gegen den Bigamisten in Anbetracht des unwesentlichen Schadens, den er angerichtet hatte, mit neun Monaten Gefängnis verhältnismäßig milde aus. Gemeinsam in den Tod Doppelselbstmord eines Liebespaares Berlin, 7. August. Im Hause Berlin, Alte Jaköbstraße 121, wurde der Doppelselbstmord eines Liebespaares entdeckt. Aus der Wohnung der 87jährigen Frau Elisabeth K. drang Gasgeruch, was den Hauswart veranlaßte, Polizei und Feuerwehr zu alarmieren. Nach gewaltsamer Oeffnung der Wohnung fanden die Beamten in einem mit Gas gefüllten Raum die Wohnungsinhaberin und einen etwa 38jährigen unbekannten Mann, auf einem Ruhebett liegend, tot auf. Die Lebensmüden hatten die Verschraubung am Gasrohr gelöst. Weshalb sie gemeinsam aus dem Leben geschieden sind, ist nicht einwandfrei geklärt, doch scheint es, daß sich ihrer ehelichen Verbindung Hindernisse in den Weg gestellt haben Bigamist nach seinem„Tode“ Berlin, 7. August. Ein jetzt 62jähriger Mann, der seit 1927 amtlich als tot erklärt worden war, mußte sich dieser Tage vor dem Gericht in Bernburg wegen Bigamie verantworten. Da der Angeklagte tatsächlich erschien, mußte er von den Toten wiederauferstanden sein. Im Laufe der Vernehmung klärte sich dann der eigentümliche Vorgang auf. 1902 hatte der Mann zum ersten Male geheiratet, um seine Frau und seine beiden Kinder nach sechs Jahren infolge Streitigkeiten mit seiner Frau wieder Die Frauen als Hundertjährige Dieser Tage starb in Berlin im Alter von 105 Jahren der älteste Berliner. Nun hat die Reichshauptstadt noch fünf Hundertjährige. Es sind alles Frauen. Interessant ist, daß in Berlin ebenso wie im ganzen Reich auf eine Million Einwohner immer nur ein Hundertjähriger kommt. Leihkörbe für Hausentbindungen Die Stadt Wien die bereits seit längerer Zeit bedürftigen Müttern Neugeborener Säuglingsausstattungen zur Verfügung stellt, hat kürzlich 52 sogenannte „Leihkörbe“ für Hausentbindungen gestiftet, die der Deutsche Frauendienst in Bedarfsfällen einsetzt. Der Leihkorb ist eine Art größerer Reisekorb, dessen Innenseite mit einer waschbaren Auskleidung versehen ist und der alles an Wäsche und Verbandzeug enthält, was für eine hygienisch einwandfreie Entbindung nötig ist. Die Leihkörbe werden den Frauen jeweils acht Tage zur Verfügung gestellt. PK— Piepen— Presse-Hoffmann Englischer Transporter von unseren Stukas vernichtet Dieser englische Transporter konnte nicht mehr fliehen und wurde bei einem Stukaangriff völlig vernichtet Reichsprotektor von Neurath besucht Verwundete Presse-Hoffmann 18 Erdrutsch verschlingt Getreidebinder mit Gespann Bernburg, 7. August. Bei der Ernte auf dem Gut Preußlitz wurde ein mit drei Pferden bespannter Getreidebinder über das Feld gezogen, als plötzlich die Erde einbrach. Der das Gespann führende Junge konnte sich durch geistesgegenwärtigen Absprung vom Binder retten. Die Maschine und alle drei Pferde verschwanden in der Tiefe. Die Tiere konnten nicht gerettet werden. Das Ackerstück, auf dem der Erdrutsch vor sich ging, befindet sich über einem stillgelegten Schacht. Es war während der Hausmeisters an u ##ab. Der Junge war de Auf der Obertertia. Eines Tages brach i Rbewohnheit der Haus: ###n der Frage:„Hör maul X. für ein Kerl? 1 Reine Ueberraschung #n Kerl war? Ich wu ###len zurück, war sehr Duckmäuserisch, er ####n Vater war im F chas sagte ich den #rte.„Seltsam“, hörte ## kopfschüttelnd zur T Was war mit Paul #etwürdigen Frage? Afalls mußte ich Par ##beugen konnte, wen ahm ich ihn beiseite. „Du, Paul, hast du Er sah mich erstaut „Der Zerberus mar *„Was für eine Ber Anz Gesicht, in seinen Er fragte so seltsa Einen Augenblick se me, dann stieß er he Drückt!“— wandte sich * V e r b l ü f f t u n d u n g e Bilerlegte er nicht, wa in so mochte er ir sich helfe. * S e i t d e m g i n g i c h i h ###ir darüßer Gedanken Aich einen Blick von ihm Des, Unsicheres darin. #nehr auch in sein Ve luach als früher, aggger ner auf dem Schul. ## einer aus der Obe * Oft hatte ich das( seind, als warte er a u stellen. Als wire ## fremdes Städtche eienen Fenster eines ##zißigkeiten in die K ##r Unterrichtsstunde ##sn bunten Mützen ##nder, daß am näch Ams eine geharnischte ###suchung noch kaum ###ch als derjenige hir nahmen die anderen #uschauer gewesen— ##ch. Ich aber hatte mich, offen oder verst Verwunderung gabe der meinen Verdacht Noch erinnere ich später, die wie eine schlug.„Wo sind wi Klassenleiter, seltsam diesen Morgen wiede nicht, wo Sie sich h er das Klassenbuch a hatte, es ginge aus einem verkrampften weiß, und um seine kam von seinen Lip Einige Zeit späte er krank sei. Woche wir schließlich bemer güiltiger Abgang gen “ schr entrückt, als de tum noch verwunde De S Klingl macht die das Zeichen zur Ab langsam anfährt, herta Godner mit den vorläufig nur gen, um nach den sehen. Seit drei Monat diesen verantwortur wohl ein bißchen sch fremden Menschen 1 Aber nun hat Herte tut ihre. Pflicht gen legen. und was he nicht alles im Kopf nen der Haltestelle Dienstvorschriften. fast gar keine Zeit, irgendwo im Westen nuß Herta Godne haltestelle zufällig Las er wohl gerade #eschrieben, daß es einige Zeit dauern Der Zug der E hier gibt es stets Fahrgasten. Urlau und braungebrannt ein paar Landser gleiche Gestalt wie kommt und sein einen freudigen St „Richard!" jube Der Soldat we Plötzlich liegen sich gäste im Wagen se zeln, und begreifen „Ich habe den chard, wahrends gestiegenen Leute Lage kann ich blei Herta ist selig. wenn man jung „Ich habe nur sie.„Fahr du ein bequem. „Kommt gar im feldgrauen Re Dienst hast. Eine Vergnugt reich ihr Mann mit ihr haltestelle. Er ist Der Reichsprotektor in Böhmen und Mähren besuchte dieser Tage in einem Reservelazarett bei Prag verwundete Soldaten Hermann Eris 1 Die alemannische deten Sänger. Da Roman den Hebbel des Landes, das er beschrieb. Es ist kerer Generationen und in einer une komanbafter Erzäh nen besonderen Re Lust und Tragik, verwoben zu einen zu den wertvollste nen ist. " William von Potsdam. Nicht Romans mit solch B1c„Der Enkel Werkes„Die Ba Die Barrinas“ Aichtbald Barring Das vorkäufige Ende Von Weiner Oeléen: Dde Zaie ner Kertels alf de Seik. ia seike emohnheit der Hausmeister ein und, uherzel il De: Fürr ein, zesf,„mal, Peter, wus int vocg der hiest sich von hochmäusertschger im gelde. Freunde noch Zeinde. Hhas sagte ich dem Alten, der mir nachdenklich. auich ihn murmeln, dann schluppte F Bas war mit Paul“ Wie lam der Alte zu seiger zis mußhte ich Paut einen Mini gebep, dagit.er prbeugen konnte, wenn etwas drohte. Tags darauf „Du, Paul, hast du was ausgefressen!“ Röte ging ich ihm aus dem Wege, ohne daß esiogen Gedanken gemacht hätte. Manchmal, wenn einen,.3, Harin. Diese Unsicherheit kam mehr und erfolglos, so 31. Dezember Als die offiwenrente bejeut auf den nn lebte also r 1922 zum r habe. ObRichter nicht igamisten in den er anges verhältnisires 7. August. 1, wurde der ckt. Aus der h, K. drang Polizei und ter Oeffnung em mit Gas und einen einem Ruhehatten die halb sie geist nicht einihrer eheestellt haben. it Gespann August. wurde ein er über das ch. Der das urch geistesn. Die Man der Tiefe. Das Ackerbefindet sich Ige er von 105 Reichshauptlles Frauen. im ganzen er nur ein sen rer Zeit besausstattunsogenannte let, die der insetzt. Der ssen Innenversehen ist eug enthält, ndung nötig jeweils acht veh, aucg her zog er sich von ihnen zurück, und wenn während 6. Ich aber hatte, wich peschuldigte hatte. Zu meiner Noch erinnere ich mich ich mich einer Szene, zwei,„Zahr; Lichenseiter, kelsiom gereioht, ihn on. WWie erggrg. nicht, wo Sie sich verzetteZestdeckel daß man Angst er das Klassenbuch auf ven Pu.„Faul aber stand mit ve, erkrampften Lächeln da, sein Gesicht war kreide. weiß, und um seine Mundwinkel zuckte es. Kein Wort „ Frause, Leigoche um Woche blieb er weg, und als * c„en, daß aus dem Fehlen ein endvir schließlich bemer. zen war, war er uns schon zu lum noch pernunt die Ickalenetin. Klingl macht die Glocke, die dem Wagenführer vorne den vorläufig nur von wenigen..-. Tthrtzsten.. den vorläufig nur von wenigen Leuten besetzten Wagen, um nach den neu zugestiegenen Fuhrgasten zu Seit drei Monaten versieht die junge Soldatenfrau beien veraptworschwerg hg Zäitgkeit Ainferes Prgie pohl ein bißchen schwer, gie Tatzgleit unter den viele fremden Menschen und all das Neue und ungewohnte. Aber nun hat Herta Godner sich schon eingewöhnt und tu hre Pflicht genau seo aut vesträßenbahnschäfnerin nct alles im Kopf zu behaßzen! Alle Leinzuhaltenden Lienstvorschriften. Bei sopig., tendwo im Westen für, ie, Heimat kämpft.— Riechefe ruß Herta Godner denten, aus sie bis zuggg## haltestelle zufällig ein paar, ruhige Augenbliche hat. Las er wohl gerade tun mag? Vor einer Woche hat er teschrieben, daß es mit dem erwarteten Urlaub noch Der Zug der Straßenbahn hält, vor dem Bahnhof. gibt es stets besonders viele Soldaten unter der bahrgasten. Urlauber, Männer mit schwerem Gepack und braungebrannten Gesichtern. Auch diesmar. ein paar Landser zu. Einer ist darunter, der ha. die sleiche Gestalt wie Richard. Als die Schaffnerin### kommt und sein Gesicht erblickt, gibt es ihr olötzlich einen freudigen Stich im Herzen. „Richard!" jubelt sie auf.„Bist du's wirklich?" Der Soldat wendet sich um. Erkennt seine Frau. Rlötzlich liegen sich die beiden in den Armen. Die Fahrgaste im Wagen sehen einander erstaunt an. Schmuneeln, und begreifen schtießlich.„ammen“ erzäßst Ri. „Ich habe den Urlaub doch berommen, erzahlr 9 chard, während seine Frau inzwischen die neu zu gestiegenen Leute mit Fahrscheinen versorgt.„Acht Gerta ist selig. Acht Tage sind eine kleine Ewigkeit, „Ich habe nur noch zwei Stunden Dienst“, berichtet sie.„Fahr' du einstweilen nach Hause und mach es dir „Kommt gar nicht in Frage!" lächelt der Mann im feldgrauen Rock.„Ich bleibe bei dir, solange Dienst hast. Einen Tagesfahrscheen, bitte! Vergnügt reicht sie ihm die Karte. Und nun fährt ihr Mann mit ihr viermal von Endhaltestelle zu Endhaltestelle. Er ist richtig stolz auf seine Frau, wie er Etliche Jahre gingen dahin, und ich wohnte in einer fremden Stadt bei fremden Leuten, als eines Tages ein Herr mich zu sprechen wünschte. Ein knochendurrer Mensch mit ausgemergeltem, aschgrauem Gesicht, in einem geckenhaft modernen, dabei schon allerorts blinkenden Anzug, stürzte mit fahrigen Gebärden und gewaltigem Wortschwall auf mich zu: „Peter, alter Schwede, bei Philippi müssen wir uns wiedersehen? Wie geht es, altes Haus? Siehst aus wie das ewige Leben. Komm Mensch, gehn wir einen verkümmeln, dabei läßt sich besser schwatzen.“ Ich hatte Mühe, Paul wiederzuerkennen, so alt war er geworden, so schlecht sah er aus. Widerstrebend hängte ich meinen Mantel über und ging mit. Aus wild durcheinander sich tummelnden Sätzen erfuhr ich, daß er einen„fabelhaften“ Posten bei einer großen Firma habe, die ein fabelhaftes“ Patent auszuwerten im Begriff stünde, daß er zufällig auf einer Geschäftsreise in der Stadt sei und naturlich die„fabelhafte“ Gelegenheit nicht habe ungenützt lassen wollen, dem alten„Freund und Schlachtgenossen“ mal ordentlich die Hand zu drücken. Schließlich, nachdem ich dem Katarakt seiner Rede über eine Stunde standgehalten und den Aufbruch erzwungen hatte, erfuhr ich noch, daß er sich in einer „momentanen Verlegenheit" befände(deren zufällige Ursachen er auf das breiteste zu schildern bemuht war) und daß er mir die Ehre antäte, ihm mit„ein paar Märkern" aushelfen zu dürfen. In seiner ganzen Erscheinung, in seinen irrlichternden Blicken war etwas wie Angst, eine kleine Unheimlichkeit sprang mich an, gegen die ich mich so wenig zu wehren wußte wie gegen ein auftommendes Mitleid mit dem erbarmungslos Gezeichneten. Eine seltsame Not im Herzen, sah ich ihm nach, wie er zwischen den Menschen der Straße davonging und sich noch einmal mit lächelndem Gesicht und winkender Hand nach mir umdrehte.— Und wieder hörte ich lange Jahre nichts von ihm, bis mich eines Tages der Weg in meine alte Pennalstadt führte, wo ich unseren Zerberus sehr ergraut antraf. Die Last des Amtes war von seinen nun gebeugten Schultern abgenommen und auf die stärkeren seines Sohnes gelegt worden. Aber sein Gedächtnis war noch von erstaunlicher Kraft, und manchen Lebensweg hatte er weiter verfolgt, dessen entscheidenden Beginn viele Jahre lang seine Augen gesehen hatten. Einer dieser glücklichen und unglücklichen, außergewöhnlichen und alltäglichen, rühmlichen und unrühmlichen Wege hatte, so erzählte er mit schmerzlicher Bekümmertheit, zwischen hohen Mauern, hinter eisenvergitterten Fenstern ein vorläufiges Ende gefunden. „Vielleicht", sagte er,„wäre es besser gewesen, wenn ich damals geschwiegen hätte. Vielleicht wäre es damals noch möglich gewesen, den Keim des Bösen zu ersticken. Erinnern zeit in den Pausen Augen genug im Kopf haben konrte.„. Haifgnächiiger Gelegenheit tat er, damals noch ein halbwuchsiger Bursch, einmal sehr erstaunt, daß ich ihm auf fünfzig Pfennig herausgab, während er mir doch eine Mart gegeben hätte. Damals konnte ich ihn nicht überführen, obwohl ich meiner Sache sicher war, und er hat sich gehütet, es noch einmal zu versuchen. Und so habe ich geschwiegen. Hätte ich seinem Lehrer vertrauliche MitDr. Mesmer ist das Fräulein von Paradies aus ihrer Blindheit erlöst worden. Eine große Liebe. die Retter in ihrer Seele emporkeimte, muß zerfallen vor der und der enttäuschenden Wahrheit des Lebens. Und im Herzen der einst Blinden lebt nur noch der eine Wunsch, ins Traumland der Blinden zurückzukehren. Gepflegt und lebendig, tief empfunden und warmherzig hat Frowein dieses romanhafte Geschehen dargestellt und in der Schilderung zu einer wertvollen und kultivierten Erjählung aelormt..„ Waum Cen. Annemarte Koeppen:„Die viaue Möve“. Hesse& Becker. Leipzig. Weit zurück in die Zeit der Jahrtausendwende und ins ferne Samland entführt uns dieser Roman, der das Re. e e eiche e cee Niveas bebaupten, wenn es dem Versasser gelingt, das Geschwiegen. Galle ich,frnng, teitungen gemacht, vielleicht wäre alles anders gekommen.“ So erzählte der Alte voll Kümmernis, und wenn ich, dem nun plötzlich einiges deutlich wurde, mir auch alle Mühe gab, dem Greis seinen Selbstvorwurf auszureden, so glaube ich doch nicht, daß es mir gelungen ist. Denn er gehörte zu den Leuten, die nicht nur im stets wachen Bewußtsein der eigenen Verantwortung leben, sondern immerfort geneigt sind, sie auch da zu suchen, wo sie nicht zu finden ist. Von Sduard sie hier so umsichtig walten sieht.— Zwei Stunden vergehen unter diesen Umständen rasch, dann hat Herta Godner abgerechnet und ist dienstfrei. Arm in Arm gehen sie nun in ihre nur eine kurze Strecke Weges entfernte Wohnung. Daheim angelangt, packen beide aus; Richard seine Erlebnisse, Herta, die Pakete mit Lebensmitteln, die sie auf dem Heimweg beim Kaufmann besorgt bat..: Mährand sich vl3z „Und morgen?" fragt Richard, wahreno sich plotzlich eine Falte auf seine Stirn legt.„Muß ich da wieder den ganzen Tag Straßenbahn fahren, wenn ich dich sehen will?"# „Nein, morgen ist mein freier Tag!"„ Da schlingt er seine Arme um seine Frau. Damit beginnen für den Soldaten Richard Godner acht wundervolle Tage, in denen er zufrieden feststellt, daß der Krieg trotz allem auch seine angenehmen Seiten hat.. Zusammenarbeit zwischen Aerzten und Heilpraktikern (PDH.). Bis zum Erlaß des Heilpraktikergesetzes war den deutschen Aerzten die Zusammenarbeit mit Heilpraktikern untersagt. Nunmehr ist der§ 21 der Berufsordnung für die deutschen Aerzte dahingebend geändert, daß Heilpraktikern, denen die Erlaubnis zur weiteren Ausübung der Heilkunde erteilt ist, Kranke behandeln und deren Behandlung unterstützen darf. Die Reichsärzteführung hat anläßlich einiger Zweiselsfragen hierzu festgestellt, daß es dem Einn des Heilprattikergesetzes entspricht,„das eine Zusammenarbett zwischen Arzt und Heuptartiter überall da stattfindet, wo die gesetzliche Lage es gestattet. Die Verpflichtung der Zusammenarbeit zwischen Aerzten und Heilpraktikern gilt besonders für die Bekanntgabe ärztlicher Untersuchungsbefunde an Heilpraktiker, für die Zuziehung eines Arztes zur gemeinsamen Untersuchung und Beratung eines Kranken(Konsilium) usw. Lediglich besondere Gründe würden die Ablehnung eines Konstliums mit einem Heilpraktiker rechtfertigen, wenn es bei vergleichsweiser Lage mit einem Arzt auch abgelehnt werden müßte. Wie die Reichsärzteführung ausdrücklich feststellt, gebört Ausstellung ärztlicher Zeugnisse, zug„xlatzeune Zuäice Ausstellung ärztlicher Zeugnisse zur Ersogenprgrntetzlicher Lebensmittel für in Behanolung eines Heitprunel befindliche Kranke zu der Erfüllung der Verpflichtung der Zusammenarbeit zwischen Arzt und Heilpraktiker. Gelchichtstatel 8. August 1912 Schigo paz ünglück kaiste 117 Knapben dadin, ter 34 verbeiratete. Kaiser Wilhelm II. und sein Bruder Heinrich statteten der Unglückszeche einen 1918(bis 20.): Abwehrschlacht zwischen Somme, und Abre. Verhängntsholler Durchbruch des Feinder in die 1929 Beginn des ersten Zeppelin=Weltfluges. Vont-Vuchernisel Die aermannsohe Lanbisg“ Hase. Sie ,elsek- leailenr gesen seter“. as int ein Roman, der Zamislen Sepuahden istr kerer Generationen und mehrerer, Familten Sume## ist und in einer unerreichten Verbindung von menschenechter, komanbafter Erzählung und landschaftlicher Würdigung# nen besonderen Reiz hat. Besinnliches und Leidenschaftliches, Lust und Tragik, Traum und Wirklichkeit sind Zueingoder berwoben zu einem Buch, das als„Saga borge, au rech. Iu den wertvollsten Erscheinungen der letzten„., zu rechnen ist." Ageni „ William von Simpson:„Der Enkel“, Rütten& Voctzg. Lotsdam. Nicht immer ist die Fortsetzung eines große Romans mit solcher Spannung erwartet worden wie dieses Buch„Der Enkel“, das den Erzählungsfaden des großen Verkes„Die Barrings“ aufnimmt und fertzg#nzgugg die Barrings= las, wird um jeden. Iienßurgerg veriol. Aichtbald Barrings. des Entels des Wiesenouigees, Beefolgen wollen. Und wie im ersten Roman defindet der Leser sich auch hier wieder in einer Welt, die ion mit allen Mitteln reifer, plastischer und unmittelbar anschaulicher Erzählerkunst packt und fesselt. Der Ablauf der Familiengeschichte wie die geradezu meisterhafte Milien=Fchilderung geben ihm alles, was er von einem hochinteressanten und gediegenen Buck erwartet. Wilhelm von Scholz:„An Ilm und Isar“. bunderts bis in die ersten Tage des Weltkrieges umsaßt dieser abschließende Band der Selbstviographie unseres DichGast wi: erzische Gestalten anreaten und von allem, was und Bedeutung wird. Go ward auch dieses Lebensbekenntnis ein Dichtwerk. Leipzig. Von dem bekannten Arzt Täglich verweist der Ansager im Rundfunk auf die ausführlicheren Berichte in der Tagespresse. Ein Beweis für die große Wichtigkeit des Zeitungslesens! K Rufnummern empfehlenswerter Firmen Htelier zur moteme Sehiter. u. Retlanenalest. Franz Hardt gur 1oa. ger 564412 ür BOchum ganüaunte. 64591 65621 Khoindertries-von Ruf Huto-Fahrschule F. Berge, Allstrase 24. Huto-Schäfer Fahrbetrieb vonmergens Uhr Ciemensstr. 2 66A 01/02 bis 8 Uhr abends - Ruf Ewaldstr. 8, Rut Sost Heliueg 62822 Bochum, Herner Str. 34 68041 Bau- u. Möbelschreinerei- Kuhlmann u. Gockein Bergwerks- u. Hülienbedart-—zaitstr. Haus Geig Müsalsst Dier in Flaschen Schlegel-Scharpenseel-Brauerei.; 67141 vunen Peier Binger gäte ür Freud und Leid„ Gartenbeu, Kohlenstraße u19 31910 Rücher Stüih Verefd gses. Wilh. Gustorf gerunstsss er 67895 Gartengestaltung Joh. 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Nach der Tat hatte er längere Zeit in der Stadt herumgelungert und war dann am Abend in den Hertzgarten eingeschlichen, um auf dem in dem Geräteschuppen stehenden Sofa zu übernachten. Hier konnte er dann festgenommen werden. Wie die von der Kriminalpolizei und von Muckel selbst bestätigten Ermittlungen ergaben, hatte er an dem Tage, an dem der Gärtner tot aufgefunden wurde, bei van den Vorst um Arbeit gefragt, war aber abgewiesen worden. Aus Wut hierüber kletterte er einige Stunden später über das Gartentor und begab sich in den Geräteschuppen. Hier fand er ein Tesching. Mit der Waffe in der Hand lauerte er dem alten Mann auf. Als dieser herankam, schoß der Bursche auf ihn und verletzte ihn am Schulterbein. Der alte Mann setzte sich energisch zur Wehr und versetzte seinem Gegner mit einer Mistgabel mehrere Schlage auf die Schulter. Der Bursche schlug dann mit dem Kolben der Schußwaffe und schließlich noch mit einer Eisenstange auf den Gärtner ein, der dann tot zusammenbrach. Wegen Mordes in Verbindung mit Verbrechen gegen die Verordnung gegen Gewaltverbrecher vom 5. Dezember 1939 hatte sich Muckel jetzt vor dem Sondergericht zu verantworten, wo er die Straftat im wesentlichen zugab und erklärte, er sei aus Wut darüber, daß ihn der Gärtner abgewiesen habe, zu ihm hingegangen, um ihn zu töten. Ein medizinischer Sachverständiger bekundete in seinem Gutachten, daß Muckel, der als Siebenjähriger seine Mutter verlor und dessen Vater als Trunkenbold sich um den Jungen nicht kümmerte, für seine Straftat verantwortlich ist. Das Gericht verurteilte den Angeklagten entsprechend dem Antrage des Staatsanwalts wegen Mordes in Verbindung mit Verbrechen gegen die Verordnung gegen Gewaltverbrecher zum Tode. Die bürgerlichen Ehrenrechte cka wurden ihm auf Lebenszeit aberkunnt. Vierjähriges Kind als Brandstister Neuwied, 7. August. Durch leichtsinniges Spiel eines vierjährigen Kindes mit Streichhölzern brach in einer Feldscheune ein Brand aus. Da in der Scheune erst vor wenigen Tagen die Fruchternte von vielen Morgen Land eingefahren worden war, fanden die Flammen reiche Nahrung. Die Feuerwehr, die bald an der Brandstelle erschien und die Bekämpfung mit mehreren Schlauchleitungen vornahm, mußte sich vor allem davauf beschränken, ein weiteres Umsichgreifen des Feuers auf nahe gelegene Scheunen zu verhindern, was auch nach stundenlanger angestrengter Tätigkeit gelang. Die Scheune selbst brannte mit allen Vorraten bis auf die Grundmauern ab. Für alle Eltern mag dieser Vorgang nochmals eine dringende Mahnung sein, unter allen Umständen dafür Sorge zu tragen, daß Kinder nicht in den Besitz von Streichhölzern oder ahnlichen leicht entzündbaren Dingen kommen. Der vorstehende Fall zeigt wieder einmal, welche verheerenden Folgen dies nach sich ziehen kann. Baden ertrunken Beverungen, 7. August. Ein 15jähriger Junge aus Bühne war mit seinen zwei Freunden per Rad zur Beverunger Badeanstalt gefahren, wo die jungen Burschen alsbald ins Wasser gingen. Plötzlich tauchte der Fünfzehnjährige hilferufend unter. Trotz aller Bemühungen konnte seine Leiche nicht gefunden werden. Kleinkunstbühne„Groß=Essen“. Es ist wieder eine sehr gute, glückliche Mischung, das erste Programm. Ein Zauberkünstler(Orlanto) August=Programm. Ein Zauherkunftter(Orignio) und gar ein so tüchtiger, ist immer willkommen. und Leute, die, wie Zauser und Williams, so waghalsige Schwünge durchführen und so kühne Saltos, sind immer des Beifalls sicher. Der wird auch reichlich und verdient den beiden Walfrieds gespendet, die ihre Künste hoch oben unter der Decke treiben. Ein Artist von Sonderart ist Hoover. Margot Kraslit singt mit wohllautender Stimme Filmschlager; die Rolf=HardenGruppe erweist sich in ihren orientalischen, spanischen und ungarischen Tänzen als eine temperamentvolle, ausgezeich, Handelsteil Kein Vorgriff auf die Punkte! Auch der Einzelhändler muß mit seiner Karte auskomme Bei der Kleider= und Seisenkarte wurde es bisher#der Fälligkeit der einzelnen Abschnitte nicht immer aus genau genommen. Künftig sollen jedoch unzulässige Vorgris# wie es in neuen Anweisungen des Reichswirtschaftsministe### heißt. nicht mehr geduldet werden. Ferner wird auch die### her straffrei gewesene Uebertragung von Karten dann##### straft, wenn sie in Bereicherungsabsicht geschieht. Der Tau#bezugsbeschränkter Erzeugnisse unter Verbrauchern oder##### Verkauf von Verbraucher an Verbrauche ist nicht stafto#h Selbstveständlich darf die Veräußerung nicht etwa gewer#### mäßig erfolgen. Auch die Fälle Auch die Fälle sollen getroffen werden, in denen Geschäftz## inhaber für ihren eigenen Bedarf Waren dem eigenen Betna entnehmen, ohne hierzu berechtigt zu sein. Kein Seisenl händler darf zum Beispiel zum eigenen Verbrauch mehr### seiner Seifenkarte entspricht, aus den eigenen Geschäftsbesta. den entnehmen. Fälle von Tausch unter Gewerbetreibend. zum Beispiel des Tausches von Spinnstoffwaren gegen Seit#h oder Lebensmittel, sind besonders scharf zu ahnden. Börsen wenig verändert Bezugspreis mit Botenl nonatlich.„Selhstabholer Bezugspreis für die E zeitschrift„hör mit mit Pf. bei fünf Sonnte zeitung durch höhere 4 verbindert wird. könner sgöftsstelle geöffnet vor von 11 bis 12 Uhr.— und sonnabends, von 14 nete Vertreterin dieses Faches und von Anneliese vom Hor gilt das gleiche im Solotanz. Willy Mehler sagt mit Witz und Humor an und der Hausherr selbst ergötzt im Verein mit begabten Mitspielern das Haus durch eine Burleske, in der er sich vom Enkel zum braven Kerl wandelt. Es wird wie immer viel und herzlich gelacht. Eko van Mark An den Aktienmärkten der Berliner Börse hiel## sich bei der Eröffnung die Kursgewinne und=abschläge## wohl zahlen= als auch wertmäßig die Waage.— Im alla# meinen war die Tendenz an der Rheinisch=Westfäln schen Börse zu Düsseldorf freundlich, das Gescha## unverändert klein. Von der Kundschaft lagen einige Kau# aufträge vor, doch erfolgten in verschiedenen Werten auch gaben, so daß sich die Kursentwicklung nicht einheitlich### staltete.— Amtliche Kursnotierungen an der Berliner Bo#### vom 7. August 1940: Farbenindustrie 178,60; Harpener Bera# bau 150.00.— An der Düsseldorfer Börse wurden notien## Constantin der Große 6950., 7450.; Balcke Maschin### 136.00; Vereinigte Stahlwerke 125,00; Westfalia=Dinnen dahl 175,00. Verlag und Druck: Die glächliche Geburt einer gesunden rochter zeigen in danhborer Freabe an hans Scheidt Polizei-Oberwachtmeister Else Scheidt ged. Sen Bochum=Hamme(von-der-Rechestr. 30), den J. Rugust 1940 z. J. Elisabeth-Holpital Du warst so jung. Du starbst so früh. Wer Dich gekannt, Vergibt Dich nie Am S. August, morgens 4 Uhr, starb in treuer Pflichterfüllung für Führer und Vaterland infolge eines Unglückstalles auf einer nächtlichen Meldefahrt unser lieber Sohn. Bruder, Schwager. Onkel und Freund Kurt Wissemann Meldefahrer bei einem Divisions-Stab Im blühenden Alter von fast 21 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Karl Wissemann und Anverwandte Bochum(Hermannstraße 30), den 7. August 1940 Die Beerdigung findet Donnerstag, den 8. August. 13.45 Uhr. von der großen Trauerhalle des Hauptfriedhofes am Freigrafendamm aus statt Stets einfach war Dein Leben. Nie dachtest Du an Dich. Nur für die Deinen streben. War Deine höchste Pflicht. Heute nachmittag.15 Uhr entschlief nach kurzer. schwerer Krankheit mein lieber, guter Mann, unser treusorgender Vater. Schwiegervater, Großvater, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Im Alter von 59 Jahren Um stille Teflnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen Bochum(Paulstraße 35), Münster 1.., Neubrandenburg u. Niederschelden, den 6. August 1940 Die Beerdigung findet Freitag, den 9. August, 15.30 Uhr, von der kleinen Trauerhalle des Friedhofes am Freigrafendamm aus statt. Trauerfeier eine halbe Stunde vorher Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche Gott der Herr über Leben und Tod nahm heute 3 15 Uhr nach kurzer Krankheit unseren lieben, guten Vater. Schwiegervater. Grobvater. Bruder und Onkel Hörrn Anton- Preltag Im Alter von fast 77 jahren zu sich in die Ewigkeit Er starb nach einem arbeitsreichen, christlichen Leben, versehen mit den Gnadenmitteln unserer heiligen Kirche. In tiefer Trauer: Alois Krawinkel und Frau Anna geb. Freitag Elisabetn Freitag Anton Freitag u. Frau Gertrud geb. Seelbach Georg Kinauer und Frau Gertrud geb. Freitag 8 Enkelkinder und Anverwandte. Bochum. Siddinghausen(Kr. Büren), 7. August 1940 Brunsteinstrabe 24 Das Hochamt Hindet stat am Sosnabend, dem 10. August, morzens 8 30 Uhr, in der Christ-KönigKirche. Die Beerdigung erfolgt 11 Uhr von der kleinen Trauerhalle des Hauptfriedhofs am Freigratendame Tamtkenunzeigen Am 5. d. M. verschied nach schwerer Krankheit Hert Gberge Mörer Angestellter im Betriebsbüro des Walzwerks Stahlindustrie Wir verlieren in dem Heimgegangenen einen treuen Mitarbeiter, der stets mit unermüdlichem Eifer und vorbildlicher Pflichttreue dem Werk wertvolle Dienste geleistet hat. Dem Verstorbenen werden wir ein ehrendes Gedenken bewahren. NähmaschinenReparaturen aller Fabr., schnell. Alle ersatzteile u. Zub. Nadeln, Oel, Riem. W. Langohr, Humboldtst. 56 N. Bahnh. Ruf 63861 Harn untersuchungen Bochum, den 6. August 1940 Führung und Gefolgschaft des Bochumer Vereins für Gußstahlfabrikation.-G. Ladoratorium der Drogerie Fischer, Kortumstraße Ecke Rottstraße. Heute nachmittag 5 Uhr ging unsere liebe Schwester, Schwägerin, Tante. Nichte und Cousine Fräulein Wilhelmine Heidbrink nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 62 Jahren in Frieden heim. Familie Wilhelm Heidbrink und Geschwister Bochum, den 6. August 1940 Vierhausstraße 75 Die Beerdigung findet am Sonnabend, 10. August. nachmittags.30 Uhr von der Trauerhalle des Grummer Friedhofes aus statt. Trauerfeier eine halbe Stunde vorher Familien-Nachrichten aus anderen Zeitungen übernommen Geboren: Knabe: Wattenscheid: Heinrich Busse(Gretel Schwarz). Verlobte: Hagen: Inge Kons mit Verloren auf Zucker und Eiweiß etc. .50 RM. im Vereckleimte BBuffurge von Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien, Bronchiolen, sowie Asthma werden mit großem Erfolg mit dem bewährten behandelt. 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