dere abboster.85 RM. nonatlch oder 8 Vi., Hasigergisg, ese ae ehen seist, ste esie eehh n i von 11 bis 12 Uhr.“ Sprechstunden der Schriftleitung, außer mitwachs und sonnabends, von 16 bis 17 Uhr.— Posischeckonte Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Mittwoch 24. Juli 1940 47. Nummer 173 Einzelpreis 10 Pf. DR Wer 00 #7. inre ar Textteil i id ureitiüste der Anzeigenannahme „gend Fricheinende„Jeiine oen richtigen Abdruck fernmünd#ann keine Gewähr übernommen werden. „ene: Rathausplatz 8. Anruf 67551 bis 54 Wvr. Außenminister Lord Halisax:„Wir werden den Kampf durchführen, auch wenn er uns alles tosten mag— Eine von Hrüchelel und Tüge strotzende Kror Die Warfel find gesanen?soder unrecht sind.“ jund das ganze boländische Volt ine Rerderben zur...“ Peuenschahmatseg! Berlin, 23. Juli. Von unserer Berliner Schriftleitung. England hat sich abermals für den Krieg entschieden, das ist das nüchterne Ergebnis der gestrigen Rundfunkrede des britischen Außenministers Lord Halifax. Damit hat Großbritannien sein Schicksal gewählt. Das wahrhaft großzügige und von tiefstem Verantwortungsbewußtsein getragene Angebot des Führers war also umsonst. Uns kommt diese Antwort auf das hochherzige Angebot Adolf Hitlers nicht überraschend, nachdem wie in den vorangegangenen Tagen auch in der vergangenen Nacht wieder offene deutsche„Städte und Dörfer wahllos und ziellos von englischen Fliegern bombardiert wurden. Unsere Vermatung, daß diese Verbrechen, an geben, und so ist das Volk dur Droserwpagter, ogo sie reche göni din Fale nur die Befehle ausführt, ohne zu erwägen, ob sie recht Königin, am. Das also ist die Vorstellung, die diese elende Plutokrateneligne vom deutschen Arbeiter und Soldaten hat. Die Entschlossenheit ist ein wundervoller Charakterzug. Dort aber, wo ihr der gesunde Menschenverstand geopfert wird, wird sie zum Verbrechen oder zu gzighn; sinn. Entschlossen wie Lord Halifar, und sein Felrigr; präsident war auch ein volnischer Außenmipiner. Beck samt seiner Ministerkamarilla. Die Vernichtung des volnischen Staates und die Zerstörung seiner Hauptstadt und bez, gerge Apegndische Vel. ine Berderkgetz,. Zur e cece feige, als erster den Vernunstappel., des Führers abzulehnen, Jätzt,. Pinston Churchill seine schlecht versteckte Antwort durch ,englische Bomber erteilen und schickt dann seinen frömmelnden Außenminister ins Treffen, um mit moralinbiefenden Redensarten nach Art sektierexischer Wanbrprediger die angelsächsische Welt zum„Kreuzzug, für aufzurufen. Heute wird es„klar, Lerum W. a. den Zord des Pgätlomien garsgaischez Uns Entschlossenheit rief auch ein Reynaud auf und, vinterließ einen Scherbenhaufen. Zur Entschlossenheit haben englische Staatsmänner seit elf Monaten ihre Pasallenvölker immer wieder ermuntert und ebenso entschlossen dann preisgegeben. Wenn aber derselbe Lord der mit seiner eigenen Unterschrift dem Deutschen Reich den Krieg erklärte, die Verantwortlichkeit abstreitet, man nur den Aether bedauern, der eine solche Schamlosigkeit zu kolportieren gezwungen war. Deutschland wird geschmäht ##.1d##d#'ifgr? In langatmigen Sätzen tröstet s hasce, Die Geicer ulis hilich aisr er schleimige Tonfall seiner Ausführungen nicht, denn er vollendet nur das Bild, das sich mit uns das erwachende Eurova längst von der geistigen Verfassung der britischen Plütokratenkaste gemacht hat. Sie ist blind gegenüber den großen geschichtlichen Vorgängen, versessen auf die Beibehaltung der sozialen und internationalen Bevormundung, jederzeit aber bereit, Gott und alle Heiligen zu Verhündeten des auserwählten Volkes der Engländer und der jüdischen Hochfinanz anzurufen. „Die Würfel sind gefallen. Halifax' Ausführungen lassen keinen Zweifel mehr bestehen, daß Großbritannien die letzte selbstmörderische Auseinandersetzung gewählt hat. Ob Winston Churchill selbst noch das Wort ergreifen wird, bleibt nach der Halifax=Rede helanglos. Das englische Volk wird die Folgen tragen, Rücksichten, die bisher von uns noch auf dieses Volk genommen wurden, sind gegenstandslos geworden. Unsere Antwort kommt, und sie kommt mit die durch die blinde Unvernunft der britischen Machthaber und durch unsere Entschlossenheit bedingt ist, Europa so schnell wie möglich aus der englischen Hörigkeit endgültig zu befreien. Bewußte. Lügen und Verdrehungen chen Volkes und seiWir werden nicht vergessen. Wenn Halifax von dem„ständig wachsenden Appetit des Führers und den Kreaturen und bleichen Schattengestalten“ sprach,„durch die Adglf Hitzleg heute herrscht“— es bleibt alles registriert, Auch. de faschistische Italien wird die Anwürfe gegen sein Regime und gegen den Duce im Gedächtnis hehglter. Die Vorstellung, mit der sich das narionatsoziatixtce meutschland im Hirn dieses fleischgewordenen Deutschenfressers spiegelt, ist wert, festgehalten zu werden. Für Adolf Hitler, so wird geschwätzt, sei die Gewalt die oberste Grausamkeit und Verbrechen würden in Deutschland zu Recht. Dies bedeute die Herausforderung des Antichristen, den England mit allen seinen Mitteln bekämpfen werde, das christliche England, das den anderen Völkern zu einem besseren Leben verhelfen werde. Diese Bölker beteten gemeinsam, daß der Angriff Hilers. guf die englische Festung zusammenbrechen möge. Sie sehre ten den Tag herbei, daß die Engländer einen Ausfall aus ihrer Festung machten und Schlag um Schlag zuHer edle Lord ist reichlich übereilt und unvorsichtig. wenn er in der hilflosen Lage seiner Insel bereits von einem Angriff auf Deutschland träumt. Sind die Schläge von Norwegen, Holland, Belgien und Flandern schon vergessen? Im übrigen steht es dem ehemaligen Vizekönig von Indien, Halifax, unter dessen Regentschaft brutale Ausbeutung und Unterdrückung ausgeübt wurde, nicht zu, über Begriffe der Staatsund Gesellschaftsmoral zu rechten. Auch Lord Halifaxwird wissen, daß er mit seiner Charakterisierung des nationalsozialistischen Deutschlands bewußt die Unwahrheit sagt. Aber es ist=für einen reaktionären Lord gefährlich,„die Wahrheit einzugestehen, weil sie eine soziale Anklage gegen die vom Kastengeist, sozialer Ausbeutung und gesellschaftlicher Verlogenheit beherrschten innerenglischen Verhältnisse wäre. Heuchelei und Gotteslästerung Daß Albion den He Beschlag belegt hat, ist Lord Halifax? In langatmigen Sätzen tröstet er sich und seine Hörer über die drohenden Gefahren hinweg und hofft, daß der liebe Gott schließlich seinen lieben Engländern helfen werde. Dem, der ihn demütig darum bitte, werde Gott einen Geist verleihen, der allen Gefahren zu trotzen fähig sei. In einem hätten sich die Einwohner im Gotteshause als„Sechste Kolonne zusammengefunden, um zu beten, daß die„Fünfte Kolonne“ nichts auszurichten vermöge.„Dies ist der Geist“, so schloß der Lord,„in dem wir zusammen marschieren. Wir und unsere großen Dominions stehen standhaft gegen die Macht des Bösen, gestärkt durch den Glauben, und so werden wir mit Gottes Hilfe siegen.“ Es widerstrebt uns dieser scheinheiligen-Frömmelei mit der notwendigen Deutlichkeit zu antworten, so wie wir es ablehnen, die Probleme der Politik mit Phrasen der Religion zu vermengen. Es ekelt uns an, wenn ausgerechnet der Staat des brutalsten Imperialismus, den die Welt jemals gesehen hat, mit der aufgeschlagenen Bibel und mit frömmelndem Blick durch die Geschichte der Gegenwart schreitet und die Schuld am Kriege abzuleugnen versucht, den er persönlich heraufbeschwor. „Herrgott als Vollblutbriten mit ist bekannt. Warum nicht auch Eingangs seiner Rede weigerte sich der Lord, sich den„Drohungen“ des deutschen Führers zu beugen. Dabei weiß jedermann, der die Rede hörte oder las, daß sich der Führer jeder Drohung enthalten und lediglich die harten Folgen einer Fortsetzung des Krieges 9# angedeutet hat. Halifar verdreht also Wort und Sinn des Führerangebots und verlangt einen Frieden der Gerechtigkeit und Selbstbestimmung. Adolf Hitler habe sich nur an die„niedrigen Instinkte“ gewandt und nur Drohungen ausgestoßen. Mit bekannten Phrasen malt der edle Lord dann die Zukunft Europas als einer Vereinigung von freien und unabhängigen Staaten... So redet ausgerechnet der Außenminister des Landes, das seine Weltmacht auf der Knechtschaft von mehreren 100 Millignen fremder Völker aufbaute, das diese Stämme und Nationen mit den drokonischsten Wirtschaftsmitteln ausquetschte und seit 1918 nichts unversucht gelassen hat, um auch das Kulturvolk der Deutschen in nationaler und wirtschaftlicher Hörigkeit zu halten. Für Selbstbestimmung und für eine freie Vereinigung der europäischen Völker war während der tetzten 20 Jahre Zeit genug. England hat sie verstreichen lassen. So fassen denn die jungen Völker an und formen gegen die Reaktion des britischen Geldsacks einen neuen Kontinent. Schamlos wie ein Engländer Sodann rief Halifax zur Verteidigung auf.„Wir werden“, so meinte er.„den Kampf durchführen, auch wenn er uns alles kosten mag. Es hat niemand irgendwelche Zweifel darüber, daß, wenn Hitler Erfolg haben würde, dies das Ende für viele bedeuten würde von allen denjenigen Dingen, die das Leben lebenswert machen.“ Hier hat der alte Heuchler in gewisser Hinsicht recht. Denn was hat das Leben für die Plutokraten lebenswert gemacht? Die Unterdrückung so vieler anderer Bölker, ihre unbarmherzige Ausbeutung und das blutbefleckte Zusammenraffen unerhörter Reichtümer. Diese Art von Lebensauffassung wird jetzt ein Ende haben. Mit nicht mehr zu überbietender Heuchelei wagte Halifax die freche Behauptung:„Wir haben niemals den Krieg gewollt und sicherlich wünscht auch kein Engländer, daß der Krieg länger als notwendig fortgesetzt wird.“ Aber England sei zum Kampfe für die eigene Freiheit und die der anderen Nationen fest entschlossen, bis diese lsichergestellt sei.„Wir wünschen unser Leben leben zu können, wie wir es leben wollen. Wir wollen einen Gottesdienst und eine Berehrung von Gott, wie es uns beliebt, und diese religiöse Freiheit basiert auf gutem Gewissen. Gewissen ist nicht etwas, was Sie jedem Beliebigen sonst weitergeben können. Aber in Deutschland haben die Deutschen ihr Gewissen an Hitler überDreimal hat sich nun die englische Regierung innerhalb eines Jahres gegen den Frjeden Europas vergangen: am 3. September, als sie Deutschland den Krieg erklärte, am 6. Oktober, als sie hochmütig die dargereichte Friedenshand ausschlug, und nun heute, da sie die letzte Möglichkeit einer vernunftgemäßen Lösung ablehnt.: So werden denn die Dinge unausweichlich ihren Lauf nehmen, die Waffen werden sprechen. Das englische Volk aber wird über kurz oder lang die prophetische Wahrheit des Führerwortes begreifen:„Es wird ein Weltreich zerstört werden.“ Ob es ihm dann noch gelingt, die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen? Kanada, das rettende Asyl der Plutokraten, liegt nicht außerhalb der Welt. 46 dnb Berlin, 23. Juli. Vor kurzem mußte bereits einmal mit Nachdruck darauf hingewiesen werden, daß die gegenwärtigen, größtenteils kopflos betriebenen Vorbereitungen in England für den Krieg im eigenen Lande völkerrechtswidrig sind und daß sie darauf abzielen, die englische Zivilbevölkerung zum Heckenschützenkrieg zu Die deutlichen Warnungen, die demgegenüber von deutscher Seite ausgesprochen wurden, will man offenbar in London unbeachtet lassen. Es liegen jetzt neue dokumentarische Beweise dafür vor, daß die tung des englischen Volkes zur Bildung von bewaffneten Banden offensichtlich mit Wissen und Einverständnis der britischen Regierung durchgeführt wird. So sind beispielsweise in den Vereinigten Staaten Pressephotos eingetroffen, die die Ausbildung von Zivilisten im Gebrauch von Schußwaffen aller Art zeigen. Eine Aufnahme zeigt Unterhausmitglieder, die im Parlamentshof in Zivilkleidern exerzieren, und eine Newyorker Zeitung bringt eine Aufnahme aus England, auf der ein britischer Untexoffizier dem Sakristan der Westminsterabtei, Pfarrer Perkins, die richtige Gewehrhaltung beizubringen sucht. Der dazugehörige Bildtext besagt, daß unter den letzten englischen Reserven jetzt auch die Kirche ihren Platz in den Kämpferreihen erhalte... gs. 4 8 Noch kennzeichnender ist der Artikel eines englischen Mütsärschriftstellers in der weitverbreiteten Bilderzeitschrift„Pictur=Post“, der die Ueberschrift trägt: „Bewaffnet die Bürger!" Der Artikel enthält im einzelnen Anweisungen über den Gebrauch von Waffen, das Ausheben von Schützengräben, den Bau von Tankfallen und Unterständen, die Bekämpfung von Tanis u a. Der Artikel schließt mit den Worten:„Eine Waffe mag eine Büchse mit Explosivstoff sein oder auch ein Gewehr, das nur auf fünf Dards trifft. Bewahre es, damit du Gelegenheit hast, einen Deutschen zu töten. Wenn du auch nur einen triffst, dann hast du dazu beigetragen. Hitler zu schlagen. Aus zahlreichen Photos und Zeichnungen, die den Text dieses Artikels illustrieren, wollen wir schließlich noch eine Zeichnung erwähnen, die zeigt, wie Frauen und Greise auf einer Straße Flaschen zerschlagen, deren Scherben als Hindernis gegen Kraftradschützen dienen sollen. Diese traurigen Dokumente zeigen, wie weit die Geistesverwirrung in England gediehen ist. Wir wiederholen demgegenüber noch einmal unsere Warnung nater Hinwbeis auf das Schicksal, das den polnischen Heckenschützen und Mordbanden nicht erspart werden konnte. Zivilpersonen, die gegen einen Soldaten der deutschen Wehrmacht zur Waffe greifen, sind nichts anderes als gemeine Mörder, wobei es gleichgültig bleibt, ob sie den Rock des Priesters tragen oder mit dem Ausweis des britischen Unterhauses ausgestattet sind. Das schlimmste Verbrechen aber begeht die britische Regierung, die diese offenen Vorbereitungen zur Bildung von Mordbanden offensichtlich nicht nur duldet, sondern auf jede nur mögliche Weise noch fördert. Kufferrreng 0. Prsrsinr. erste Echo der Halifar=Rede in der Welt 98 Juli.“ spunkt für die engtäscheg,-#raggen,„ sondern die abgeBerlin, 28. Juli. Die Rede des britischen Außenministers Lord Halifax hat in der Welt, soweit bisher Stimmen vorliegen, keine gute Aufnahme gefunden. Sie hat in italienischen politischen Kreisen keineswegs überrascht Nachdem, so betont man in diesen Kreisen, Lord Halifax herzigen Appell des Führers nicht angenommen hat, kann nur festgestellt werden, daß die ganze Verantwortung für die kommenden Dinge auf jene englischen demokratischen Phrasen von Freiheit und Staatsmänner falt.„MPargenpreste wich di. NaundVon der italienischen Morgenpresse wird die Rundfunkrede von Lord Halifax als glattes, mit einigen moralintriefenden, schönfärberischen und lästerhaften sen verbrämtes„Nein“ gewertet.„In seiner negativen und jesuitischen Rede, so erklärt„Popolo di Roma“. habe der englische Außenminister die Vorsch#ge des Führers zu kritisieren versucht. Seine Ausführungen über Englands Absicht, einen von Juden und Freimaurern angeführten„Kreuzzug anstalten oder eine„Sechste Kolonne des Gebets“ zu bilden, seien lächerlich und in ihrer Dummheit eines großen Inperiums unwürdig.„Beglerozgg gesense, Halifar habe mit der Stimme des zuternosg Kerget., 65e sprochen. Sein Appell sei eine regelrechte Aufforderung an die Engländer zum Selbstmord.„Appell an den Fanatismus“ nennt„Giornale d' Italia“ die Rede des englischen Außenministers. Die ganze Welt wisse, daß heute wie gestern die Politik Englands ausschließtich eigenen kapitalistischen Interessen gelte, die es heuchlerisch zu einem Kreuzzug für das Christentum perdrehe.— Wie könne sich Halifax erdreisten, so betont „Tribuna“, die Behauptung aufzustellen, daß die Völker Europas den Sieg Englands wünschten? Er würde besser daran tun, sich an Polen, an„Holland, Norwegen, Belgien und vor allem an Frankreich zu wenden, die alle dem englischen Egoismus zum Opfer fielen. Aus diesen Völkern steige nur ein Gebet zum Himmel: Möge England untergehen! Die Madrider Zeitung„ABC.“ stellt der Rede des Führers das Alse baise e. eie Milht sie a s möchten, habe Halifax nicht einmal einen klaren und vernünftigen„Grund, für seine Kriegstreiberei, anzuführen vermocht. Nicht die Ver droschenen echn dernpurgarischen Oeffentlichkeit hat die Rede; den denkbar schlechtesten Eindruck hervorgerufen. Die Feindseligkeit und Starrheit, die die eR Einwand sasf chashce die ie b. s. Sihe an. l müßte, daß Adolf Hitler bereits in seiner Rede am 6. Oktober 1939 einen ausführlichen Friedensplan dargelegt hat. Die Erklärung Halifar', England kämpfe für eine gerechte Ordnung der Welt, wird hier im Hinblick auf die Friedensdiktate und die englische imperialistische Politik lediglich als Hohn aufgefaßt. Auch der„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ lehnt die Rede des britischen Außenministers entschieden ab. Halifax habe in seiner Antwort, so schreibt das Blatt, als Hauptargument angeführt, England und die Völker des britischen Weltreiches wolten ein eigenes Leben leben. Aus der Rede des Führers sei eindeutig hervorgegangen, daß Deutschland dieses Recht niemals habe verkleinern wollen. Auch die Preisgabe Londons werde England nicht retten, denn die Zerstörung Londons durch moderne deutsche Kampfmittel werde lediglich ein Symbol der Zerstörung des britischen Weltreiches sein. Ritterkreuz für Generallentnant Coeler dub Berlin, 23. Juli. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschalls Göring, dem Generalleutnant Coeler- für die hervorragende Führung seines Verbandes und in Anerkennung der ausgezeichneten Leistungen seiner Truppe das Ritterkreug des Eisernen Kreuzes verlieben. Seine Flieger=Division hat durch ihre unaufhörlichen Angriffe gegen die britische Flotte und ihre Häfen Operationen durchgeführt, die für den Verlauf des Krieges von wesentlicher Bedeutung sind. dever Pertinar nach Newyork weitergeflüchtet Der berüchtigte jüdische Hetziournalist Pertinar, der sich seine Kriegstreiberei anzu= auch in London nicht mehr sicher füblte, wodin er aus Vernunft sei der Ausgangs= Paris geflüchtet war, ist jetzt in Newvork eingetroffen. Erstattung des Lohnausfalles bei Fliegeralarm und bei Fliegerschäden . dub Berlin, 23. Juli. In den beteiligten Kreisen besteht vielfach noch Unklarheit darüber, inwieweit den Betrieben Lohnausfälle erstattet werden, die bei Luftangriffen durch Fliegeralarm oder durch Beschädigung von Betrieben eintreten. Es wird deshalb zusammenfassend vom Reichsarbeitsministerium auf folgendes hingewieser: Bei Fliegeralarm Nach den Lohngestaltungsanordnungen der Reichstreuhänder der Arbeit haben die Unternehmen den Gefolgschaftsmitgliedern für den Lohnausfall, der durch Fliegeralarm entsteht, bestimmte Vergütungen zu gewähren. Der Reichsarbeitsminister hat durch Erlaß vom 19. Juni 1940 zugelassen, daß die Arbeitsämter den Unternehmern diese Vergütung erstatten, und zwar bis zu 90 v. H. des Lohnausfalles, der für die Arbeiter des Betriebes eingetreten ist. Wenn der Unternehmer den Arbeitern seines Betriebes also eine Vergütung gewährt, die 90 v. H. des tatsächlichen Lohnausfalles nicht übersteigt, so wird ihm diese Vergütung vom Arbeitsamt voll erstattet. Dies gilt auch für Wirtschaftsgebiete, für die eine besondere Lohngestaltungsanordnung nicht ergangen ist. Gewährt der Unternehmer eine über 90 v. H. hinausgehende Vergütung, so wird der Teil der Vergütung, der über 90 v. H. hinausgeht, vom Arbeitsamt nicht erstattet, ist also vom Unternehmer selbst zu tragen. Die Möglichkeit der Erstattung durch das Arbeitsamt entfällt, soweit der Lohnausfall durch Nacharbeit innerhalb der nach den Arbeitszeitvorschriften vorgesehenen Zeit ausgeglichen werden kann. Oeffentlichen Verwaltungen und Betrieben wird für die von ihnen gewährten Vergütungen vom Arbeitsamt keine Erstattung gewährt. Der Erlaß vom 19. Juni 1940, der im Reichsarbeitsblatt 1940 Nr. 19 Seite I 339 veröffentlicht ist, gilt mit Wirkung vom 10. Mai 1940 ab. Bei Fliegerschäden Durch eine Anordnung vom 6. Juli 1940(Reichsarbeitsblatt Nr. 20 Seite I 355) hat der Reichsarbeitsminister ferner die Vergütungen für Arbeiter und die Erstattung dieser Vergütungen in den Fällen geregelt, in denen durch Luftangriffe Beschädigungen von Betrieben oder Betriebsteilen und damit nach dem Fliegeralarm noch weitere Lohnausfälle für die Arbeiter eingetreten sind. Hier sind die Gefolgschaftsmitglieder in erster Linie bei den Aufräumungsund Wiederherstellungsarbeiten einzusetzen und haben 5 dabei Anspruch auf Bezahlung entgelts, das ihnen nach der Arl des vollen Arbeitsnach der Art ihrer bisherigen Beschäftigung zusteht. Die Arbeiter, deren Arbeitsausfalle nicht auf diese Weise vermieden werden, sind, soweit irgend möglich, zu anderen Arbeiten innerhalb oder außerhalb des Betriebes heranzuziehen. Ist auch dieser Arbeitseinsatz ausnahmsweise nicht möglich, so hat der Arbeiter gegen den Unternehmer einen Anspruch auf Gewährung einer Vergutung, die 75 v. H. seines Lohnausfalles beträgt, jedoch für höchstens 14 Arbeitstage nach dem Tage, an dem das schädigende Ereignis eingetreten ist. Diese Vergütung wird den Betrieben(mit Ausnahme der öffentlichen Verwaltungen und öffentlichen Betriebe) vom Arbeitsamt- voll erstattet. Ist die Arbeitsaufnahme im Betriebe auch nach Ablauf der 14tägigen Frist noch nicht möglich, so erlischt das Arbeitsverhältnis, falls der Unternehmer und der Arbeiter nichts Abweichendes vereinbarten. Vom Arbeitsamt werden für die Zeit nach Ablauf der Frist Erstattungen nicht mehr geleistet. Erlischt das Arbeitsverhältnis und kann der Arbeiter nicht sofort in andere Arbeit eingesetzt werden, so erhält er vom Arbeitsamt Arbeitslosenhilfe ohne Wartezeit. Die Anordnung enthalt ferner besondere Schußbestimmungen für den Arbeiter zur Aufrechterhaltung der Rechte, die von der Dauer der Betriebszugehörigkeit abhängen. Nähere Auskunft über die Erstattung der Vergütungen, insbesondere auch über die Form und die Frist, in der die Erstattungsanträge zu stellen sind, erteilen die Arbeitsämter. Erbeitager in Peidreis-Lemdardtert Deutsche Flieger griffen zahlreiche englische Hafenanlagen, Flugplätze und Flakstellungen an—=Boot versenkt 18000 BRT. aus Geleitzügen Ciano an Ribbentrop „Feierliche Voranzeige des sicheren Triumphes“ # En v## dnb Berlin, 23. Juli. Der Koniglich Italienische Minister des Aeußern Graf Ciano sandte nach seinem Berliner Besuch anläßlich der Sitzung des Deutschen Reichstages beim Verlassen des Reichsgebietes folgendes Telegramm an den Reichsminister des Auswärtigen: „Lieber Ribbentrop! Beim Verlassen des deutschen Reichsgebietes entbiete ich Ihnen einen herzlichen Gruß und erneuere meinen aufrichtigen Dank für die mir erwiesene herzliche Gastfreundschaft. Wollen Sie bitte dem Führer zusammen mit meinen ergebenen Gefühlen auch meine tiefe Befriedigung darüber ausdrücken, daß ich der Reichstagssitzung vom 19. Juli beiwohnen konnte, welche durch die Rede Ihres großen Chefs und Heerführers die neuesten Siege der glorreichen deutschen Wehrmacht historisch abgeschlossen hat und die unlösbaren engsten Bande bestätigt, die das nationalsozialistische Deutschland mit dem faschistischen Italien verbinden; sie war für die Welt eine feierliche Voranzeige des sicheren Triumphes unserer gemeinsamen Sache. In herzlicher Kameradschaft Ciano.“ dnb Berlin, 23. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Eines unserer kleinen=Boote hat 18000 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes aus stark gesicherten Geleitzügen herausgeschossen und versenkt. Die=Luftwaffe klärte über England und Schottland auf und griff am 22. Juli und in der Nacht zum 23. Juli mit Kampfverbänden Hafenanlagen, Flugplätze, Flakund Scheinwerferstellungen des Feindes an. Besonders die Häfen Pembroke mit seinen Erdöllagern, Chatham, Sheerneß, Edinbourgh und Aberdeen sowie Flugplätze in Gegend Portsmouth und am Bristol=Kanal wurden mit Bomben belegt. Im Kanal und an der englischen Ostküste wurden drei Handelsschiffe durch Bombentreffer beschädigt. Feindliche Flugzeuge setzten auch in der Nacht zum 23. Juli ihre Angriffe gegen nichtmilitärische Ziele in Nord= und Westdeutschland fort. Dabei sind in einem Dorf die Kirche und einige Häuser beschädigt worden. Ein feindliches Flugzeug wurde durch Flatartillerie abgeschossen, ein deutsches Flugzeug wird vermißt. Wie nachträglich bekannt wird, sind bei dem in der Nacht zum 21. Juli stattgefundenen Angriff auf Wilhelmshaven zwei weitere feindliche Flugzeuge abgeschossen worden. Damit erhöht sich die Zahl der bei diesem Angriff durch Flakartillerie der Kriegsmarine abgeschossenen Flugzeuge auf sechs. Italienische Luftangriffe in Nord= und Ostafrika dnb Rom, 23. Juli. Der italienische Wehrmachtbericht hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: In Nordafrika sind im Gebiet von Marsa Matruk und Sidi Barrani wirkungsvolle Angriffe mittels Bomben und anderer Sprengkörper an der ägyptischen Grenze durchgeführt worden. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. In Ostafrika hat unsere Luftwaffe erneut mit Erfolg Wajir mit Bomben belegt. Der Feind hat wiederholt Diredaua bombardiert, ohne Schaden anzurichten. Ein Eingeborener wurde getötet. Hiter scheillt dem Burd einen Eisenduhnstarzag „Ein neues Zeichen unverbrüchlicher Waffenbrüderschaft“ London sperrt Handelsrouten zur englischen Südwestküste— Eine Folge der steigenden deutschen=Boot=Gefahr Berlin, 23. Juli. Die steigende=Boot=Gefahr hat die britische Admiralität veranlaßt, neue einschneidende Maßnahmen für die gesamte Schiffahrt nach der englischen Südwestküste zu treffen. Sie hat sich gezwungen gesehen, die Eingänge zum St.=Georgs=Kanal und Bristol=Kanal zu sperren. Sie erfolgt durch die Erklärung eines Warngebietes, das in 50 Seemeilen Breite von Cornwall bis zur Südküste Englands verläuft. Alle Schiffe, die Häfen der englischen Westküste, anlaufen wollen, müssen den Weg durch den Nordkanal und die zwischen England und Irland gelegene Irische See nehmen. Damit ist die normale Handelsroute für die Schiffahrt nach Bristol— Cardiff. den übrigen Häfen von Südwales sowie die Hauptroute nach Liverpool aufgegeben worden. Alle Häfen der englischen Westküste können nur noch zuf dem erheblichen Umwege über die Nordspitze Irlands erreicht werden. „Diese einschneidenden Bestimmungen der britischen Admiralität sind eine unmittelbare Folge der gesteigerten=Boot=Bedrohung und der Tatsache, daß Deutschland im Besitz der französischen Kanal= und Atlantikküste ist. Erst vor wenigen Tagen hatte der Erste Lord der britischen Admiralität, Alexander, behauptet, daß der Besitz der ausgedehnten Kusten von Narvik bis zu den Pyrenden für Deutschland ein Nachteil sei, da es nunmehr auf viele tausend Kilometer einer Expansionsgefahr ausgesetzt sei. Diese unsachliche Bemerkung dürfte im englischen Publikum ebensowenig geglaubt worden sein wie bei den Fachleuten der Admiralität, die trotz der überheblichen Sprache ihres Ersten Lords die bisher meist benutzten Atlantik=Routen der englischen Westhäfen sperren mußte. Katastrophaler Rückgang der englischen Ein= und Ausfuhr Genf, 23. Juli. Selbst das amtliche Reuter=Büro kann nicht umhin, wenigstens zögernd die schweren wirtschaftlichen Schäden zuzugeben, die England durch die Schläge der deutschen Wehrmacht erlitten hat. Die ohnehin durch den Wegfall der meisten europäischen Märkte stark zusammengeschrumpfte britische Ausfuhr ist im Monat Juni in einem geradezu katastrophalen Ausmaß zurückgegangen. Im Laufe eines einzigen Monats betrug der Rückgang mehr als 20 v.., so daß die Ausfuhr auf 36,8 Millionen Pfund gesunken ist. Noch bezeichnender ist die Tatsache, daß die englischen Einfuhren in möglich noch stärkeren Maße schrumpften. Hier beträgt der Rückgang wertmäßig nicht weniger als 148 Fßang, Werihäßig, Nicht cheniger als 17,0 Millionen Pfund, eine glänzende Bestätigung der Erfolge der deutschen Seekriegführung, die den eisernen Ring um England immer enger zieht. Reuter gibt in der von ihm verbreiteten Handelsstatistik, schließlich sogar zu, daß im Monat Juni auf dem Rohstoffmarkt eine, wie man es so nett umschreibt, zzeitweilige Störung“ geherrscht hat. Die deutsche Weyrmacht wird, darauf kann sich England verlassen, für weitere„zeitweilige Störungen“ Sorge tragen. 60000 Burenfrauen fordern Frieden „Smuts spricht für Engländer und Juden“. Lissabon, 22. Juli. „Die Frauen der burischen Bevölkerung in Sudafrika haben eine Friedensbittschrift, die mehr als 60000 dnb Rom, 23. Juli. Der Duce hat, wie die Agenzia Stefani meldet, am Montag einen Eisenbahnftakzug besichtigt, der ihm vom Führer zum Geschenk gemacht worden ist. Er wohnte anschließend einigen Uebungen bei, die die außerordentliche Feuerkraft des Zuges zeigten. Die Besichtigung fand an der tyrrhenischen Küste unweit Roms statt. Der Duce, der die Uniform des Ersten Marschalls des Imperiums trug, befand sich in Begleitung des Staatssekretärs im Kriegsministerium General Soddu. Er wurde bei seiner Ankunft vom deutschen Botschafter von Mackensen, dem Minister für Volksbildung Pavolini, dem Staatssekretär im Luftfahrtministerium, General Pricolo, vom Generalstabschef der Faschistischen Miliz, vom stellvertretenden Generalstabschef der territorialen Verteidigung und vom Befehlshaber der Flugabwehrmiliz sowie von anderen hohen Offizieren begrußt. Nachdem der Duce die Front der Ehrenkompanie abgeschritten hatte, erfolgte im Namen des Führers die Uebergabe des Zuges durch General Ritter von Pohl fol ender Ansprach mit folgenver, Ansprache: „Exzellenz! Ich habe die große Ehre, Ihnen zwei Spezial=Eisenbahn=Flakwagen mit ihrer deutschen Besatzung vorzuführen. Der Führer hat Ew. Exzellenz diese Flakbatterie zum Geschenk machen wollen, die Sie in Zukunft auf Ihren Reisen begleiten soll, um Ihr Leben, das für das italienische Volk und die deutsche Nation so wertvoll ist, zu schützen. Die deuksche Luftwaffe mit dem Reichsmarschall an der Spitze, ist stolz, Ew. Exzellenz eine solche Eisenbahnflakbatterie zu übergeben. Mit ihren 16 modernsten Geschützen, mit ihrer mächtigen Feuerkraft und dank ihrer Beweglichkeit stellt sie eine außerordentlich wirksame Angriffs= und Verteidigungswaffe dar. Von tapferen italienischen Soldaten bedient, möge sie, wenn nötig, im Dienste des Duce glänzende Erfolge bei allen ihr gestellten Aufgaben erfüllen. Mit diesem herzlichen Wunsch übergebe ich im Namen des Fuhrers und im Auftrage von Reichsmarschall Göring diese Waffe Ew. Exzellenz.“ Hierauf antwortete der Duce:„Ich habe bereits dem Führer gedankt und danke nunmehr Ihnen, Herr General, für dieses Geschenk, das ein neues Zeichen der unverbrüchlichen Waffenbrüderschaft ist, die Großdeutschland und Italien im Frieden wie im Kriege verbindet.“ Anschließend besichtigte der Duce alle Einrichtungen des Flakzuges und schritt die Reihen der deutschen Besatzung wie auch der italienischen Artilleristen ab, die die Bedienung des Zuges übernehmen werden. Sodann beobachteten der Duce und seine Begleitung von einer Tribüne aus einige Ziel= und Schießübungen, in deren Verlauf schon bei der ersten Salve eine Zielscheibe wwenige Meter über dem Meeresufer getroffen wurde. Bei weiteren Schießübungen, die mit Leuchtspurmunition durchgeführt wurden, zeigte sich die ungeheure Treffsicherheit der deutschen Flakgeschütze und ihre überraschende Reichweite. Nach Abschluß der interessanten Uebung wurde der Flakzug der italienischen Mannschaft übexgeben. Bei seiner Rückkehr wurden dem Duce auf dem ganzen Wege von den herbeigeeilten Landarbeitern herzliche und begeisterte Kundgebungen zuteil. Der Hatter in Watteutt, Er wohnte inmitten seiner Soldaten und Arbeiter der„Götterdämmerung“ bei dnb Bayreuth. 23. Juli. Die Bayreuther Bühnenfestspiele, die im Kriegsjahr 1940 von der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude". für Soldaten und Arbeiter als Gäste des Führers durchgeführt werden, erreichten am Dienstag ihren Höhepunkt mit dem Besuch Adolf Hitlers im Festspielhaus. Inmitten der Repräsentanten des kämpfenden und schaffenden Volkes wohnte der Führer einer überwältigenden Aufführung der„Götterdämmerung“ bei. Der erste Soldat und Feldherr des Reiches weilte unter seinen bewährten Kämpfern, der erste Arbeiter des Volkes unter den opferberett schaffenden Arbeitern aus Rüstungsbetrieben, um gemeinsam mit ihnen den künstlerischen Genius Richard Wagners in einem seiner unsterblichen Werke zu erleben. Wie die Bayreuther Festspiele dieses Kriegsjahres eine in der Welt einzig dastehende Kulturtat bedeuten, so wirkte dieser einnkalige Besuch Adolf Hitlers bei seinen Gästen wie ein Sinnbild für die unlösliche Gemeinschaft zwischen Führer und Volk in Kampf, Arbeit und aus der Umgebung bereiteten dem Führer bei seiner om Haus Wahnfried zum Festspielhügel beFahrt vom geisterte Kundgebungen der Freude und der Dankbarkeit. Am Portal des Festspielhauses empfingen die Hüterin des Wagnerschen Vermächtnisses, Frau Winifred Wagner, Reichsleiter Dr. Ley, der im Auftrage des Führers die Kriegsfestspiele durchführt, und Frau ello bergen, und schnitt auch zum ersten Male offiziell die Frage einer„kollektiven Schirmherrschaft" über europäische Besitzungen in Amerika an. Weitere Beförderungen im Bereich der Luftwaffe In der Luftwaffe wurden weiter befördert wegen besonderer Verdienste in der Führung der ihnen unterstellten Verbände: Zu Generalleutnanten: Generalmajor Coeler, Joachim, Kommandeur der 9. Fliegerdivision; Detzloch, Otto, Kommandierender General des II. Flattorps. Wegen hervorragender Verdienste in der Leitung der Operationen der Luftwaffe werden mit sofortiger Wirkung befördert: zu Generallentnanten: die Generalmajore Speidel Wilhelm, zur Zeit Chef des Generalstabes der Luftflotte 2; von Seidel, Hans Georg, Generalquartiermeister der Luftwaffe; zu Generalmajoren: die Obersten Korten, Günther, zur Zeit Chef des Generalstabes der Luftflotte 8; Hoffmann von Waldau, Otto, Abteilungschef im Generalstab der Luftwaffe(1. Abteilung). Bulgarische und rumänische Staatsmänner besuchen Deutschland dnb Berlin, 23. Juli. „Der bulgarische Ministerpräsident Filoff und der nister Popoff treffen Ende der hulgarische Außenminin#e##groif treffel Woche auf Einladung der Reichsregierung zu einem kurzen Besuch in Deutschland ein. Der rumanische Ministerpräsident Gigurtu und der rumänische Außenminister Manoilescu werden im Laufe der Woche zu einem kurzen Aufenthalt nach Deutschland kommen. In drei Nächten vier Britenbomber abgeschossen rwd Münster, 23. Juli. Der Wehrmachtbericht meldete in den letzten Tagen beachtenswerte Abschußergebnisse unserer Flakartillerie und unserer Nachtjager im Heimatgebiet. Daraus ergibt sich die Treffsicherheit unserer Flakartillerie, die die feigen Briten, sobald sie sich aus ihrer schwindelnden Höhe einmal herabwagen, auch in der Nacht wohl zu treffen weiß. Auch im Münsterland schossen Flakartillerie und Nachtjäger unübertrefflich gut und holten manchen Britenbomber bei seinem verbrecherischen Angriff auf die wehrlose Zivilbevölkerung herunter. Nachdem bereits in den Nächten zum Sonnabend und zum Sonntag der vergangenen Woche je ein britisches Flugzeug im Münsterland abgeschossen worden war, wurde in der Nacht zum Sonntag noch ein zweites Bombenflugzeug von einem Nachtjäger im Münsterland gestellt und zum Absturz gebracht. Das Flugzeug verbrannte. Der vierte englische Bomber wurde in der Nacht zum Montag im Münsterland vernichtet. Nachdem der Brite bei seinem Versuch, wieder planlos Bomben abzuwerfen, von unserem Jäger unter Feuer genommen war, mußte er— ebenso wie die vorhergehenden drei— zu Boden gehen, wobei er zerschellte. Die Besatzung kam ums Leben. Die noch im letzten Augenblick abgeworfenen Sprengbomben richteten nur geringen Flur'schaden an. Sie werden schon wieder frech Französisches Blatt verlangt Freilassung der Kriegsgefangenen Berlin, 23. Juli. Die französische Zeitung„Jour— Echo de Paris“ hält schon die Zeit für gekommen, die Auslieferung der französischen Kriegsgefangenen zu verlangen und stellt diese Forderung in naiver Frechheit. Wir glauben gern. daß die Franzosen ihr Verhalten im Weltkrieg vergessen machen möchten, sie haben auch allen Grund dazu; venn Freude. Die Verwundeten und Urlauber der Front, die Soldaten aller Wehrmachtteile und der Waffen=f. die Arbeiter der Organisation Todt, die Männer und Maiden des Arbeitsdienstes und die viele len namenlos Schaffenden aus den verschiedenen Rüstungswerken statteten aus überglücklichen Herzen ihrem Fuhrer durch Kundgebungen bei seiner Anfahrt und während der Pause den Dank der fast 20000 Volksgenossen ab, denen durch den Willen und das Geschenk des Führers in diesem Kriegsjahr der Besuch der Festspiele im traditionsgeweihten Theater Richard Wagners, ermöglicht worden ist. * Die Kunde von der Teilnahme des Führers an der Vorstellung der Götterdämmerung hatte in wenigen; Stunden ganz Bayreuth in eine gehobene Stimmung versetzt. Die einheimische Bevölkerung und Tausende Ley den Führer. Als er in der Mittelloge Platz nahm, begrußte ihn die innerlich bewegte Kunstgemeinde getreu den Ueberlieferungen des Festspielhauses schweigend mit erhobener Rechten. Deutschlands würdigste Sängerdarsteller Wagner= scher Heldengestalten, seit Jahren im verpflichtenden Dienst am Idealkunstwerk von Bayreuth geschult, schufen sodann vor den gebannt lauschenden Zuhörern eine Darbietung des letzten Werkes im Nibelungenring, die die weltberühmte Leistungshohe der Bayreuther Aufführungen den zum ersten Male an ihnen teilnehmenden Volksgenossen zu einem unvergeßlichen Erlebnis werden ließ. In der Inszenierung des bedeutendsten Wagner=Regisseurs und künstlerischen Oberleiters der Bayreuther Festspiele, Staatsrats Heinz Tietien, von damals vergingen nicht Wochen, sondern Jahre, ehe endlich dazu bequemten langsam mit den erste sie sich enblich bagu peqllemten, tangsam aullweil ersten Entlassungen zu beginnen. Erst nach dem Inkrafttreten des Versailler Diktats sollte, wie es im Artikel 214 besie Heimschaff stimmt wurde, die Heimschaffung der Kriegsgefangenen sobald wie möglich durchgefuhrt werden. Und da das am 28. Juni 1919 unterzeichnete Diktat erst am 10. Januar 1920 in Kraft trat, wurden die deutschen Kriegsgefangenen erst nach diesem Datum so langsam wie möglich aus ihrer qualvollen Gefangenschaft erlöst. Nicht einmal die Verwundeten wurden vorher freigegeben! Ar der die monumentalen und stimmungsvollen Buhnenbilder Emil Preetorius" und ihr technischer Einsatz durch Paul Eberhardt nicht zu trennen sind, sangen unter Franz von Hoeßlins musikalischer Leitung Max Lorenz den Siegfried, Marta Fuchs die Brünhilde, Ludwig Hofmann den Hagen, Hans Reinmar den Gunter, Margarete Klose die Waltraute und Käthe Heidersbach die Gutrune. Die Ergriffenheit der Zuschauer von dieser in Spiel und Gesang bis in die kleinste Rolle vorbildlichen Aufführung kam in bewegten Dankesbezeigungen nach jedem Akt zum Ausdruck. Die Festspielbesucher und die Bevölkerung von Bayreuth bereiteten dem Führer, als er nach Schlüß der Vorstellung die Stadt wieder verließ, nochmals begeisterte und überwältigende Kundgebungen. inttt=Tügen Rieuter! Mahnung an englandhörige Blätter. Unterschriften trägt, an den Premierminister der Südafrikanischen Union, Smuts, eingereicht, in der sie fordern, daß Südafrika sofort den Krieg mit Deutschland beendet. Nachdem diese Bittschrift von Smuts zurückgewiesen worden war, ist der Beschluß gefaßt worden, die Schrift nunmehr dem Parlament zu unterbreiten. Auch die nationalistischen Studenten Südafrikas lehnen sich offen gegen die Politik von Smuts auf. Der Vorsitzende des nationalen Studentenbundes richtete ein Schreiben an Smuts, in dem er mitteilte, daß die Studenten sich weigern, das Abzeichenverbot zu befolgen und die Gewehre abzuliefern. Weiterhin forderte er die Einstellung der einseitigen Rundfunkpropaganda und den sofortigen Friedensschluß Sudafrikas mit Deutschland. Einige fuhrende Nationalisten veranstalteten am 20. Juli in Bloemfontein und Strydom Massenversammlungen für die republikanischen Bestrebungen in Sudafrika. In Strydom erklärte der Versammlungsleiter Springs in einer Ansprache, daß diejenigen, die die republikanischen Bestrebungen nicht unterstützten, damit die Bindung an England aufrechterhielten. Unter gewaltigem Beifall rief er aus, daß die Südafrikaner die Engländer in Südafrika nicht mehr dulden könnten, wenn sie sich schon anschickten,„wie schleichende Hunde aus England zu flüchten“,— wotit er offenbar auf die Erklärung Churchills anspielte, daß England notfalls nach einer deutschen Invasion den Krieg von Kanada aus weiterführen würde. Wenn England sich selbst nicht retten kann", führte Springs weiter aus, „mag es in Gottes Namen untergehen. Die Welt aber muß wissen, daß Smuts nicht für das Afrikanertum 11 spricht, sondern für Engländer und Juden.“ Unter der Ueberschrift„Hinaus mit Lügen=Reuter" beschäftigt sich der Stabsleiter des Reichspressechefs, Helmut Sündermann, in der NSK. mit dem unmöglichen Zustand, daß es im europäischen Pressewesen selbst heute noch Organe und Persönlichkeiten gibt, die sich wider besseres Wissen und Gewissen als Handlanger der vor der ganzen Welt entlarvten englischen Lügenkriegführung zum offenen Betrug an ihren eigenen Völkern hergeben. Noch heute gebe es Zeitungen, die es wagen, ihren Lesern ganze Seiten voll von „Meldungen“ mitzuteilen, die von Reuter stammen, dem Lugenbüro Churchills, das seit Kriegsbeginn fast ausnahmslos Nachrichten verbreitet hat, die sich teils als erfunden, teils als entstellt, jedenfalls aber als Betrug erwiesen. Das Maß an europäischen Erfahrungen mit englischem„Nachrichten"=Stoff, so fährt Helmut Sündermann fort, ist so übervoll, daß eine Zeitung, die es heute noch unternimmt, die Londoner Kloakenströme ihrer Leserschaft zuzuleiten, sich des Vorwurfes des bezahlten und absichtlichen Volksbetruges nicht mehr wird erwehren können. Wie es zum Programm der Plutokraten gehört, die Völker durch eine routinierte Lügenfabrikation vom Denken abzuhalten und zum gefügigen„Werkzeug ihrer blutigen Angriffspläne zu machen, so ist es eine— auf den Nürnberger Parteitagen von Dr. Dietrich immer wieder vor aller Welt erhobene— Forderung des Nationalsozialismus, den unerhörten Betrug zu beenden, der von anonymen Kräften an den Voltern Europas durch einen schamlosen Mißbrauch der Presse seit über einem Jahrhundert begangen wurde— und in manchen Ländern heute noch begangen wird! Sündermann schließt seine warnenden Ausfüheststellun wesen herbeigeführt werden kann. Diese Stunde aber breche erst an, wenn dem letzten Churchill=Handlanger in den Redaktionen das Handwerk gelegt und die letzte englische Lügenmeldung aus den Spalten europäischer Zeitungen verschwunden ist! Außenministerkonferenz in Havanna rungen mit der Feststellung, daß gerade die Völter, die durch eine jahrelange verhetzung geute den Zusammenbruch alles dessen erleben, was sie für wahr hielten, weil sie ihren korrupten Pressejuden glaubten, jetzt ein Recht darauf haben, vor einem weiteren Mißbrauch, vor einer Fortsetzung dieser verhängnisvollen Irreführung und damit vor Fehlurteilen bewahrt zu werden, was nur durch die Wiederherstellung die Wiederherstellung von Treu und Glauben, im europäischen NachrichtenHavanna, 23. Juli. Die zweite Tagung der Außenminister aller amerikanischen Länder eröffnete am Sonntag der kubanische Präsidents Laredo Bru mit einer Ansprache, in der er sich als der gelehrige Schüler seines Herrn präsentierte. Er stellte den Wert gesetzlichen Erwerbs den„brüchigen Eroberungen durch Macht und Gewalt" gegenüber. Er meinte, Amerika, das er den„letzten Schirmherrn einer verratenen Zivilisation“ nannte, könne seinen Frieden leider nicht länger in Ruhe genießen. Amerika müsse sich fertigmachen für den Schutz seiner Rechte sowie für seinen Anspruch auf„ungestorten Genuß seiner eigenen Zufriedenheit". Am Montag fand die erste formelle Sitzung der Konferenz statt. Nachdem der kubanische Außenminister Campa als Stimme seines Herrn die Gefahren der „Fünften Kolonne“ ausgemalt und der Außenminister Panamas, Garay, ihn dabei nach Kräften unterstützt hatte, wies der mexikanische Finanzminister Suarez darauf hin, daß ein interamerikanischer Plan nicht die Isolierung Amerikas bedeuten dürfe, de Amerika die Welt und die Welt Amerika brauche. da Amerita die Wein und die Weir amerita bratsche. Der USA.=Außenminister Hull beteuerte in einer längeren Rede zunächst, daß man frei vom Geiste der Feindschaft gegen irgendeine Nation sei und daß es nicht in der Absicht der USA. liege, natürlichen Handelsbeziehungen mit Europa irgendwelche Hindernisse entgegenzustellen. Dann aber sprach er in der altbekannten Art von dunklen Kräften, die innerhalb Amerikas am Werke seien, um es ausländischen Zwecken gefügig zu machen. Vor dieser Kulisse einer erzeugten Angstpsychose entwickelte er danach ein Programm von „Abwehrmaßnahmen“ auf wirtschaftlichem Gebiet, hinter dem sich höchst eindeutige Protektorgzzhestzehungern der USA. über die südamerikanische Wiltschuft vereinmäl die Verwunderen wurden vorher Weigegeben an dieses niederträchtige Verhalten sollten sich die Franzosen erinnern, ehe sie derartige Forderungen, und noch dazu mitten im Kriege, zu stellen beginnen. Wieder Flugzeuge über Gibraltar La Linea, 23. Juli. Gibraltar wurde am Montag um 11.10 Uhr und 14.30 Uhr von fremden Flugzeugen überflogen, gegen die die englische Flak ein heftiges Feuer eröffnete. Bomben wurden nicht abgeworfen. Montag früh wurde aus Richtung Mittelmeer in der Höhe von Gibraltar leichter Kanonendonner vernommen. „Tötet von den Boches so viel ihr könnt!“ Der Ueberfall Smutsscher Polizisten auf das Interniertenlager Baviaansport Lissabon, 23. Juli. Zu dem feigen Ueberfall Smutsscher Polizisten auf das Internierungslager Baviaansport(Südafrika), wo hauptsächlich Deutsche untergebracht sind, werden jetzt weitere Einzelheiten auf Grund eines offenen Briefes an die burische Zeitung„Transvaale“ bekannt. Am 30. Juni wurde dem deutschen Lagerleiter mitgeteilt, daß zwei Internierte wegen angeblicher Uebertretung der Lagervorschriften zur Strafe in ein anderes Lager übergefuhrt werden sollten. Darauf beschlossen die Internierten des Lagers, ihre Kameraden zu schützen, indem sie die beiden Auszuliefernden umringten. Am 1. Juli fuhren plötzlich 16 Lastautos mit einer Polizeitruppe vor, wokauf sich fast die gesamten 1200 Internierten in geschlossenem Block zu passivem Widerstand sammelten. 500 Polizisten sturmten mit geladenem Gewehr und gefälltem Bajonett auf sie ein, um sie auseinanderzutreiben, was jedoch mißlang. Während noch der deutsche Lagerleiter mit dem Lagerkommandanten wegen Beilegung des Konfliktes verhandelte, stürmten 400 weitere aus Durban angekommene Polizisten mit Knüppeln und Küchenstühlen in das Lager. Ein englisch sprechender Major gab hierbei den Befehl:„Tötet von den Boches so viel ihr könnt.“ Bei dem darauf folgenden Angriff stürzte als erster der deutsche Unterhändler und Lagerleiter. Die waffenlosen Internierten wurden niedergeknüppelt, in die Flucht geschlagen und die Polizisten plünderten nach gut englischem Vorbild die Unterkunftsräume der Internierten. Schließlich wurde die Auslieferung von elf Internierten erzwungen. Als sie aus dem Lager geführt wurden, grüßten sie ihre zurückbleibenden Schicksalsgenossen mit„Heil Hitler", worauf der Polizeikommandant androhte, daß sie bei Wiederholung des Deutschen Grußes erschossen würden. Als Repressalie ließ er noch weitere 13 Internierte abführen. Herr Smuts kann sich darauf verlassen, daß in Deutschland auch über sein Schuldkonto sorgfältig Buch geführt wird. Verhandlungen über die Umsiedlung der Volksdeutschen aus g. Bessarabten und der Nordbukowina Am Montag traf in Moskau mit dem Flugzeug aus Berlin eine deutsche Kommission ein, die mit den zuständigen Moskauer Stellen Verhandlungen über die Umsiedlung der Volksdeutschen aus Bessarabten und der Nordbukowina nach dem Deutschen Reich führen wird. Die Abordnung wird von Generalkonsul Nöldeke geleitet. Verlag und Druck: Lauvenmühlen a Dieriche Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs(im Felde), Stellvertretender Hauptschriftleiter: Dr. Josef Schwermans. Seite 3 Nr. 173 Richard war vor er wieder, wie frü alten Ehrenplatz in seine bessere Halfte ihrem letzten Brief rückkommt. telephol ich muß doch auch kommen ist.“ Schwiegermutter mung. Sie scherzte, sen zu und bemutt dem Kompott setzte los, Richard. Was deine Erlebnisse bi Wider Erwarte freudige Schwieger nicht böse sein, er nuten aufs Ohr Mutter in der Küc die Mutter etwas Mache ich mich erti er so, als sei ich L Frau Müller unter den kalten 2 übelnehmen, Mutt ßen alles erlebt, g Augenblick den T. geln und Granate Handumdrehen w meraden stehen ne fen wir nicht ver Gleich, als ich Ri mit Geduld und leiten muß. Das Moment vergessen drücken auf ihne für die Heimat a nicht die kleine M mat frei zu mach „Du hast recht warte gern, bis Furchtl Sich selbst u Dienstag, am der Friedhof in baren Tat. Hier Gründen der Fri Kinder im Alter Achil Anders als Blindgänger eine kischsten Waffen dann, wenn es f gerbomben hande englischen Bomb zugreifen wagen, von denen wohl sogenannte Blind bleiben. Wenige dere dagegen sin! die oft erst nach zur Auslösung! Explosion bringt. Heute be von„Blind densgefahr! erfolgt; nur We gen, daß diese anrichten. Jeder Volksg Blindgänger ode ges ungefähr be darauf aufmerks und Leben noch Vor allem muß gänger liegt, ab nachts sofort die Detonationsberei Locke Der Polizeip fortiger Wirkun öffentliche Tanz verordnung vom wieder abgehalt 19 Uhr bis zur Oeffentliche auch weiterhin Kin Ein Verke hätte haben k vor 19 Uhr a Wessel=Straße Einfahrt von beneinbiegung und auf den der Wagen u scheiben des Zwei große S auslagen schr befindlichen Seite 3 Nr. 173] Bochumer Anzeiger] Mittwoch, 24. Juli 1940 Zeit lassen Richard war von der Front heimgekommegn,„n er wieder, wie früher, am Mittagstisch, nahm alten Ehrenplatz im Familienkreise ein. Frau Müller, seine bessere Halfte, hatte ihre Mutter eingeladen. In ihrem letzten Brief stand nämlich:„Wenn Richard zurückkommt. telephoniere mir. Ich will bei Euch sein, ich muß doch auch von Richard hören, wie er durchgeSchwiegermutter war bei Tisch ganz groß in Stimmung. Sie scherzte, lachte, schob Richard die besten Bissen zu und bemutterte ihn wie eine echte Mutter. Nach dem Kompott setzte sie sich zurecht:„Nun schieß mal los. Richard. Was meinst du, wie gespannt ich auf deine Erlebnisse bin. Wie ein nasser Regenschirm!" Wider Erwarten blieb der früher so mitteilungsfreudige Schwiegersohn einsilbig. Schwiegermutter solle nicht böse sein, er wolle sich eben mal ein paar Minuten aufs Ohr legen. Als Frau Müller mit ihrer Mutter in der Küche das Geschirr säuberte, zeigte sich die Mutter etwas eingeschnappt:„Das ist aber auch... Mache ich mich extra frei, um... Na ja, und nun tut er so, als sei ich Luft für ihn. Was hat er denn nur? Frau Müller hielt einen heißgewaschenen Teller unter den kalten Wasserhahn:„Das darfst du ihm nicht übelnehmen, Mutter. Denke nur, was Richaro oa oranßen alles erlebt, gesehen und durchgemacht hat! Jeden Augenblick den Tod vor Augen, mitten zwischen Kugeln und Granaten! Glaubst du, daß das alles so im Handumdrehen weggewischt ist? Die gefallenen Kameraden stehen noch lange vor seiner Seele. Das dürfen wir nicht vergessen, wir müssen ihm Zeit lassen! Gleich, als ich Richard sah, bemerkte ich, daß ich ihn mit Geduld und Liebe in das alte Leben hier zurüaleiten muß. Das ist eine ernste Pflicht, die wir keinen Moment vergessen dürfen. Denn alles, was an Eindrücken auf ihn eingestürmt ist, hat er doch für uns, für die Heimat auf sich genommen. Sellten nicht die kleine Mühe machen, ihm die Brucke zur Heimat frei zu machen?“, 41.., hast recht, Mädel!“ sagte die Mutter.„Ich warte gern, bis er selbst zu erzählen beginnt!“ Zinn Furchtbare Bluttat in Werne Sich selbst und seine drei Kinder erschossen Dienstag, am Spätnachmittag gegen 18 Uhr, wurde der Friedhof in Bochum=Werne der Ort einer furchtbaren Tat. Hier erschoß aus uns nicht bekannten Gründen der Friedhofsinspektor sich und seine drei Kinder im Alter von drei, fünf und zwölf Jahren. ee Nachrichten Sang durch die Felder — Achlung, Bindganger! Relce aeie eie-eh. dann, wenn es sich um nicht detonierte englische Fliegerbomben handelt,„Seit einigen Monaten werfen die englischen Bomvenflugzeuge, die fast nur nachts zugreifen wagen, im deutschen Hinterland Bomben ab, von denen wohl einige erplodieren, Izährfig abziegen. sogenannte Blindgänger, zunächst„ungefähr. bleiben. Wenige davon sind wirkliche Blinogunger. Andere dagegen sind mit einer Langzeitzündung versehen, die oft erst nach vielen Stunden— ja sogar Tagen— zur Auslösung kommt und erst dann die Bombe zur Erlosion bringt. Heute bedeutet das Vorhandensein von„Blindgängexn„ allerhöchste Lebensgefahr! Niemano weiß, wann die Detonation erfolgt; nur Wehrmachtsspezialisten können dafür sorgen, daß diese heimtückischen Bomben keinen Schaden anrichten. Jeder Volksgenosse hat daher die Pflicht, wenn er Blindgänger oder auch nur die Stelle ihres Einschlages ungefähr bestimmen kann, unverzüglich die Polizei darauf aufmerksam zu machen, damit Schaden an Gut und Leben noch rechtzeitig vermieden werden kann. Vor allem muß die Stelle, an der ein solcher Blindgänger liegt, abgesperrt werden. Notfalls müssen auch nachts sofort die Wohnungen in dem zu erwartenden Detonationsbereich der Bombe geräumt werden. Löckerung des Tanzverbotes Der Polizeipräsident in Bochum teilt mit: Mit sofortiger Wirkung dürfen mittwochs, und sonnabends öffentliche Tanzlustbarkeiten im„Ogghrgegcher Besghg verordnung vom 27. September 1959(nwol. wieder abgehalten werden, und zwar in der Zeit von 19 Uhr bis zum Eintritt der Polizeistunde(24 Uhr). Oeffentliche Tanzlustbarkeiten vor 19 Uhr bleiben auch weiterhin verboten. Wie köstlich ist ein Abendgang durch Felder, die in Halme stehn wenn heimlich meinen Weg entlang im milden Wind die Rehren wehn! Sie wehen leis, als wüßten sie um jedes Körnlein Brotes Tracht, und jeder Hauch ist Melodie, der ihrer Nächte Schlaf bewacht. Ich leg die Hand ins Halmenmeer, und wenn die Flut sie überspült, dann hab ich, wie von ungefähr, des neuen Werdens Gruß gefühlt. Und wie Erkennen übersprüht mich leßtes, glimmes Abendrot: Was hier dem Licht entgegenglüht, ist morgen meiner Brüder Brot! Willl kindner Wei kunn sich sen st re1 sicht!n der Avv=Pelteite aller nach dem 1. Jannar 1892 Geborenen Ziel und Zweck des Rentenausbaugesetzes ist es, eine große, allen deutschen Volksgenossen im In= und Ausland zugängliche Volksversicherung zu schaffen. Deshalb haben jetzt alle deutschen Staatsangehörigen bis zum vollendeten 40. Lebensjahr die Möglichkeit, freiwillig der Angestellten= oder Invalidenversicherung beizutreten. Um diesen Zweck in großem Umfang zu erreichen, hat der Gesetzgeber auch die einmalige Entrichtung von Beiträgen für eine länger zurückliegende Zeit vorgesehen. Nach einem Bescheid des Reichsversicherungsamtes vom 4. September 1939(Deutsche Rentenversicherung 1940 S. 90) soll auch diese einmalige Verlängerung neu in die Versicherung eingetretenen Deutschen möglichst weitgehend zugute komemn. Demzufolge genugt es, daß der Berechtigte die Selbstversicherung durch Verwendung von Marken bis zum 31. Dezember 1941 und vor Vollfür die ganze Zeit zurück bis zum 1. Januar 1932 wahrsten Sinne, die nicht nur preiswert, sondern auch Marken nachentrichtet. Denn damit wird der Beginn von höchster Nährkraft sind! Bochum gehört ja glückdes Versicherungsverhältnisses auf den 1. Januar„, licherweise mit zu den Städten, die trotz des Krieges zurückverlegt, an dem er das 40. Lebensjahr noch nuut] ten Fischan derkehrende Vergünstigung und Ausnahme, da im normalen Falle die Vorschrift gilt, daß die Ausstellung der Versicherungskarte zur Verwendung der Marken vor der Vollendung des 40. Lebensjahres beantragt sein muß. Die deutschen Volksgenossen werden auf die hier bestehende Möglichkeit des Beitritts in die Angestelltenund Invalidenversicherung hingewiesn. Auskunft erteilt das Versicherungsamt. Eine sagt es der anderen Wie schnell sich doch so etwas herumspricht! Da ist man in der Beratungsstelle des Deutschen Frauenwerks dabei, den Hausfrauen von Bochum und Umgegend etwas ganz Besonderes zu bieten: Fischgerichte, zubereitet nach den neuesten Rezepten. Leckerbissen im zurückperlegt, an dem er das. 40, Lebensjahr noch nich vollendet hatte. Es handelt sich hier um eine nicht wieEin Snrapenrannuagel. agi sich um mit guten Fischanlieferungen bedacht sind, und so sagt es eine Hausfrau der anderen weiter, was für wertvolle Anregungen man in diesen Tagen in der Wittener Straße 21 bekommt. Man hat ja gar nicht geahnt, daß man Fisch in so vielerlei Gestalt auf den Tisch bringen kann— und was das Schönste ist: durch Gratisproben kann sich jede selbst von der Richtigkeit des Gesagten überzeugen, und die Rezepte zu den neuen Gerichten kann man ebenfalls kostenlos mit nach Hause nehmen! Nicht nur unsere tüchtigen Hausfrauen, nein, auch die Männer sind restlos begeistert. Auch sie zählen zu den gern gesehenen Besuchern per Beratungsstelle. Welche Sonderabschnitte der Kleiderkarte sind bis jetzt freigegeben? In der„Textil=Zeitung" heißt es: Von den Sonderabschnitten der Frauen=, Mädchen=, KnabenKleinkinderkarten wurden bisher folgende aufgerufen: Von der Reichskleiderkarte für Männer: I(1 Krawatte): II(bis 26. April 1940: 1 Paar gewirkte Stoffhandschuhe); III(Nähmittel im Gegenwert von 20 Rpf. bzw. Nähseide im Gegenwert von 40 Rpf.); IV(ab 15. Juni 1940: Nähmittel im Gegenwert von 25 Rpf. bzw. Nähseide im Gegenwert von 50 Rpf.): V(Nähmittel im Gegenwert von 20 Rpf.); X bis XIII (je ein viertel Meter Stoff für Ausbesserungszwecke, zusammenhängend nicht mehr als ein halber Meter Von der Reichskleiderkarte für Frauen: 1(wahlweise 1 Paar Damenstrümpfe aus Naturseide, 1 Paar kunstseidene Damenstrümpfe zweiter oder gerinoerer Wahl, 1 Paar Damenkniestürmpfe oder 1 Paar Damenunterziehstrümpfe); II(bis 26. April 1940: 1 Paar gewirkte Stoffhandschuhe): III(Nähmittel im Gegenwert von 20 Rpf. bzw. Nähseide im Gegenwert von 40 Rpf.): IV(Nähmittel im Gegenwert von 25 Rpf. bzw. Nähseide im Gegenwert von 50 Rpf.); V mittel im Gegenwert von 20 Rpf.): VI(wahtweise 1 Paar Damenstrümpfe aus Naturseide, 1 Paar kunstseidene Damenstrümpfe zweiter oder geringerer Wahl, 1 Paar Damenkniestrumpfe(1 Paar Söckchen) oder 1 Paar Damenunterziehstrümpfe). Von der Reichskleiderkarte für Knaben und Kleinkinder: III(Nähmittel im Gegenwert von 20 Rpf. bzw. Nähseide im Gegenwert von 40 Rpf.); IV(ab 15. Juni 1940: Nähmittel im Gegenwert von 25 Rpf. bzw. Nähseide im Gegenwert von 50 Rpf.); V(Nähmittel im Gegenwert von 20 Rpf.). Von der Reichskleiderkarte für Mädchen: III (Nähmittel im Gegenwert von 20 Rpf. bzw. Nähseide im Gegenwert von 40 Rpf.); IV(Nähmittel im Gegenwert von 25 Rpf. bzw. Nähseide im Gegenwert von 50 Rpf.): V(Nähmittel im Gegenwert von 20 Rpf.). Ernteeinsatz der Frauen Sofortige Meldung sehr erwünscht! Vielfältig gestaltet sich die Erntehilfe der Frauen. Neben Feld= und Gartenarbeit, die nicht jede Frau leisten kann, tritt in erster Linie die Hilfe beim Einmachen der Gartenfrüchte, Betreuung des Haushaltes und der Kinder in Abwesenheit der Landfrau. Um bei Bedarf jede Verzögerung zu vermeiden, bitten wir schon heute alle hilfsbereiten Frauen, sich bei ihrer zuständigen Ortsgruppe des Deutschen Frauenwerks, Abteilung Hilfsdienst, zu melden. Landdiensteinsatz der H3. 1940 Meldeschluß am 25. Juli Jungen und Mädel im Alter von 14 bis 16 Jahren, die ein Jahr in den Landdienst der HJ. gehen oder auch für längere Zeit auf dem Lande bleiben wollen, können in diesem Jahr ausnahmsweise auch im Laufe dieses Monats eingestellt werden. Der Einsatz erfolgt in Landdienstgruppen des Gebietes Westfalen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Unterbringung im Landidenst der deutschen Bauern des Protektorats Böhmen und Mähren. Anmeldungen werden von den Sozialstellen der Standorte der HI. sofort entgegengenommen. Meldeschluß ist der 25. Juli 1940. Mit dem E. K. II ausgezeichnet Der schon im Polenfeldzug wegen Tapferkeit vor dem Feinde besonders ausgezeichnete Unteroffizier Helmut Bock, Hattinger Straße 87, erhielt bei den Kämpfen an der Somme das Eiserne Kreuz II. Klasse. Der Obergefreite Wilhelm Behnke errang durch besondere Verdienste des E. K. II. Der Gefreite in einem Panzerabwehrregiment Wilhelm Funke, Kampmannstraße 13, wurde wegen Tapferkeit vor dem Feinde mit dem E. K. II ausgezeichnet. Der Obergefreite Theo Koch, Hermannshöhe 8, der bereits den Polenfeldzug mitmachte, erhielt wegen Tapferkeit vor dem Feinde in der großen Flandernschlacht das Eiserne Kreuz II. Klasse. Wieder die Leitung des Landesarbeitsamtes übernommen Der Präsident des Landesarbeitsamtes Westfalen, Gärtner, der nach der Eingliederung der Ostmark in das Deutsche Reich mit der Einrichtung der Arbeitseinsatzdienststellen in der Ostmark beauftragt worden war, ist nach Durchführung seines Auftrages nach Dortmund zurückgekehrt und hat die Leitung des Landesarbeitsamtes wieder übernommen. Arbeitsopferveranstaltung Die Deutsche Arbeitsfront— NSG. Kraft durch Freude“— führt am 81. Juli, um 16 Uhr, im Tonhallen=Varieté, Bongardstraße, für alle Arbeitsopfer und Invaliden des Kreises Bochum und deren Frauen eine Varietéveranstaltung mit dem Ansager Heinz Vogel(Düsseldorf) durch. Der Eintritt ist frei, jedoch ist bei Besuch der Veranstaltung der Arbeitsopfer= bzr Invalidenausweis vorzuzeigen. bzw. Die„Hiekrricht Wesahungeninte Ein Verkehrsunglück, das leicht schlimme Folgen hätte haben können, ereignete sich gestern abend kurz vor 19 Uhr an der Ecke Kaiser=Wilhelm= und HorstWessel=Straße: Ein Wagen der Linie 9 sprang in der Einfahrt von der Kaiser=Wilhelm=Straße in der Kurbeneinbiegung zur Horst=Wessel=Straße aus dem Gleis und auf den linken Bürgersteig zu. Plötzlich legte sich der Wagen um und der Bügel drang in die Fensterscheiben des Geschäftes Gebrüdge, Siraßhurger ein. Aufnahmen: Brüning durch ein Wunder niemand verletzt. Der Insassen des Straßenbahnwagens bemächtigte sich natürlich ein großer Schreck. Ein zufällig vorbeikommender Soldat eilte hinzu und half den Fahrgästen, den Wagen zu verlassen. Glücklicherweise trugen nur einige Perso; nen leichte Verletzungen davon, meist von Glassplittern herrührend. Einige Frauen erlitten einen Nervenschock. Der Wagen wurde erheblich beschädigt. Polizei war rasch zur Stelle; sie sperrte die Unfallstelle ab und nahm den Tatbestand auf. Es darf als ein Grüa gelten, daß der Unfall noch so glimpflich ablief. Bochumer Soldaten fanden in einem französischen Privathaus diese Aufnahme: zösischen Besatzungs=Kompanie, aufgenommen auf einem Bochumer Schulhof. lautet:„Erinnerung an Bochum— Zum Ruhme der alten 22. Halbzug einer franNer“ Halbzug einer franDie Tafelinschrift Staat und Ten son Tn heing zei Das Sondergericht, das im Bochumer Landgerichtsgebaude zu einer Sitzung zusammengetreten war, mußte sich mit einem schweren Verstoß gegen das Heimtückegesetz zum Schutze von Staat und Bewegung vom Jahre 1934 beschäftigen. Dieserhalb wurde ein 65jähriger S. von hier angeklagt. Der Angeklagte geriet vor einiger Zeit in der Kronprinzenstraße inBochum mit einem bei seiner Arbeit beschäftigten städtischen Arbeiter, den er irrtümlich für einen vor vielen Jahren ihm bekannten Mann ansah, ins Gespräch. Dabei ließ er sich unter Hinweis auf ein in einem Schaufenster ausgehängtes Bild zu Aeußerungen hinreißen, die auf eine böswillig gehässige und hetzerisch geartete Einstellung gegen Staat und Bewegung Aus dem Bochumer Gerichtssaal schließen ließ. Der Vorfall wurde auch von einem anderen Zeugen aus der Nähe beobachtet. Als der Anklagte auch wegen schwerer Beleidigung und falscher Anschuldigung vorbestraft worden. Der Staatsanwalt beantragte unter Berufung auf die außerordentliche Schwere der Aeußerungen des Angeklagten eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren. Das Sondergericht erkannte aus dem Heimtuckegesetz auf eine Suhne von 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis. Es betonte, daß die Annahme des Angeklagten auf ein Mißverständnis auf seiten der Belastungszeugen völlig niach Lage der Sache ausgeschlossen sei. Der Glaubwürdigkeit der Zeugen stehe die völlig unlogische Art des Einwandes des Angeklagten über die angebliche Deutung seiner Aeußerungen gegenüber, ein Deutungsversuch, der von vornherein durchaus an Glaubhaftigkeit auf seiten des Angeklagten mangele. Das Gericht bewertete die Aeußerungen des Angeklagten als gemein, um so gemeiner, als sie in einer Zeit des heroischen Kampfes und der größten Einmütigkeit des Volkes gefallen seien und diese herabzuwürdigen geeignet seien. Das erheische eine empfindliche Sühne. Wenn das Sondergericht unter dem Antrag des Staatsanwaltes gesich bei Personal=Nachrichten blieben ist, so dann nur, weil die Strafe an sich bei dem Alter des Angeschuldigten sich schwerer auswirke, als es sonst der Fall sei. Die verbüßte Untersuchungshaft wurde dem Angeklagten auf die erkannte angerechnet. Strafe geklagte sah, daß sich die betreffenden Zeugen darüber in ihrer Gesinnung getroffen fühlten, verschwand er plötzlich in ein nahegelegenes Haus der Straße. S. versuchte in der Sondergerichtssitzung seiner Aeußerung eine mehr harmlose Deutung zu geben, die aber wegen der ihr anhaftenden Unwahrscheinlichkeit unlogisch wirken mußte. Die beiden Zeugen hielten ihre Aussagen über Art und Inhalt des Gespräches des Angeklagten voll aufrecht, Aeußerungen, die besonders in der Gegenwart, in der das deutsche Volk im Entscheidungskampf steht, gegen englische Willkür und Deutschenhaß nichts anderes als gemein bewertet werden müssen. Wenn die Anklage dieses Auftreten des Angeklagten aus einer etwaigen kommunistischen Einstellung früherer Jahre annahmsweise herzuleiten glaubte, so erwies sich in der Verhandlung eine solche Annahme als nicht gegeben. Anderseits mußte aber Charakter und Wortlaut der Aeußerungen des Angeklagten in ihrer beleidigenden und herabsetzenden Art noch verwerflicher sich dartun. Zudem war der AngeWeihnachten werden weitere Mütter=Ehrenkreuze verliehen. Der Reichsminister hat entschieden, daß Mütter, die die Anwartschaft auf die Verleihung des Ehrenkreuzes bis zum Muttertag 1940 erworben hatten, die Mütter=Ehrenkreuze am 22. Dezember 1940 erhalten. Dieser Zwischenverleihungszeitpunkt(allgemein werden Mütter=Ehrenkreuze zum Muttertag ausgehändigt) ist angesetzt, um möglichst bald alle Mütter in den Besitz des Ehrenkreuzes gelangen zu lassen. An der Staatsbauschule in Essen für Hoch= Tiefbau und Vermessungswesen bestand Heinrich Kampmann, Bochum=Hamme, Gavlensche Straße 160, sein Staatseramen als Hochbauingenieur. Justizoberwachtmeister August Heidemann von der hiesigen Staatsanwaltschaft tritt mit Erreichung des Ruhealters am 1. August 1940 in den Ruhestand Er bat 33 Jahre im Justizdienst gearbeitet. Zwei seiner Söhne, einer als Leumant und der zweite als Gefreiter, stehen gegenwärtig im Felde und wurden wegen Tapferkeit vor dem Feinde im Polenfeldzug und in den Kämpfen im Westen beide mit dem Eisernen Kreuz UI. Klasse ausgezeichnet. Frau Witwe Karoline Neubert, Zechenstraße 13, begeht heute, am 24. Juli, ihren 75. Geburtstag. Zu ihrem Ehrentage, den die Jubilarin in Rüstigkeit und Gesundheit begeben kann, wünschen ihr drei Söhne und acht Enkelkinder Glück und Segen. Die Eheleute Gustav Bauer und Frau, Sophie geb. Spahn. Adolfstraße 49. feiern heute ihre silberne Hochzeit. Aus den=Cladieien Stadtteil Gerthe Die Reisevereinigung Bochul=Gerthe schickte an ihrem sonntäglichen Preisflug ab Rehfelde 204 Tauden, die um 51 Preise konkurrierten. Die erste Preistaube erreichte einen Minutendurchschnitt von 900,6 Meter, während die letzte Preistaube noch 705,6 Meter erreichte. Die ersten Sieger sind: 1. Gebrüder Meiser,„Siegespalme“ Bochum; 2. Buschei,„Brüderlichkeit“ Harpen; 3. Köster,„Wandervogel“. Bochum; 4. und 5. Gebrüder Meier,„Siegespalme“; 6. Bahr.„Laßt uns reisen“ Harpene 7. WittkowskiChristoph,„Treu zur Heimat“ Wieschermühle: 8. Bahr. „Laßt uns reisen“ Harpen; 9. Hohmann,„Auf zur Heimat“ Gertbe; 10. Schüttrumpf.„Froh Wiedersehn“ Harpen. Seriensieger wurden die Gebrüder Meier vom Verein „Siegespalme“, Bochum. Derbypreise erhielten die Züchter: Gebrüder Meier, Buschei, Köster, Gebrüder Meier, Gebrüder Meier, Bahr, Wittkowski=Christoph. Bahr. Wegner, Wittkowski, Masanek. Köster, Mengelkamp. Waschlitz und Zimoch. NS.=Reichskriegerbundes verliehen. Das Bild des verstorbenen Ehrenvorsitzenden Dyckeryoff erhält einen Ehrenplatz im Kameradschaftsheim.— Auch der von Kameradschaftsführer Burghardt geleitete Appell der Kavalleristen war gut besucht. Eingehend wurde über die Kreisverbandssitzung berichtet. Die vier besten Schützen Prangemeier, Reinecke, Kube und Kotzlowski nehmen am Wettkampfschießen des Kreisverbaneds teil. Kamerad Groß schilderte den Marsch durch Belgien und Frankreich.— Die Krieger= und Soldaten=Kameradschaft hatte General= appell unter Leitung von Kameradschaftsführer Hörstgen. Ueber die Eppendorfer Tagung wurde eingehend berichtet. Anschließend an die Tagung fand ein Opferschießen für das Deutsche Rote Kreuz statt. 30 RM. konnten als Ertrag dem Roten Kreuz überwiesen werden. Die besten Schützen waren Mülders. Röhr, van Boxen, Rüther, Teubert, Berlinger, Cup. Adamczak, Hörstgen, Cibulfki, Lewandowski und Vather. mischen Aufgaben immer mehr hineinwächst, bereitet aufrichtige Freude. Unter den Chargenspielern lassen Margarete Schön, Elisabeth Lennartz und vor allem Charlotte Daudert aufmerken. Stadtteil Werne Wntter neuer Kontan Kampf und Sieg stehen im Jahre 1940 leuchtend über der Geschichte des jungen Deutschen Reiches. Im Geist einer neuen Zeit erringen Wehrmacht und Heimatfront den Endsieg! Dieser Kampf- und Siegeswille durchtlutet auch unseren neuen Roman von M. Bergemann Pranterr In packender und mitreißender Darstellung erleben wir den heroischen Einsatz deutscher Menschen fern der Heimat und ihren Triumph über die Umtriebe des Secret Service und seiner jüdischen Helfershelfer. Am Ende steht der Sieg der Kameradschaft über die Geldgier der englischen Plutokraten! Am gestrigen Dienstag konnte der Rentner Fritz Oberste Kleinebeck. Werner Hellweg 471, seinen 83. Geburtstag feiern. Der Altersjubilar“ erfreut sich einer geistigen Frische und körperlichen Rüstigkeit. Apollo:„Schloß Vogelöd“. Dieser Film behandelt in einer romantischen Aufmachung die Geschichte von zwei feindlichen Brüdern; von denen der jüngere auswandert, während der ältere sich sein Erbteil und seine Braut aneignet. Zu den dramatischen Konflikten, die diese Auseinandersetzung auslöst, kommt noch ein kriminelles Moment hinzu. Der ältere Bruder wird auf Schloß Vogelöd unter geheimnisvollen Umständen tot aufgefunden. Der Verdacht fällt auf den Auswanderer, der natürlich in glänzender Weise rehabilitiert wird. Es ist also alles vorhanden, um die Spannung der Zuschauer aufs höchste zu steigern. Die Regie arbeitet mit großen Mitteln. In die Darstellung teilen sich so bewährte Kräfte wie Walter S teinbeck, Hans Stüwe, Hans Adalbert von Schlettow, Giesela Sessak und Käthe Haack. Josef Ruhmann. Stadt Wattenscheid Stadtteil Laer Auf der Zeche„Dannenbaum“ konnte der Hauer Heinrich Schäfer auf eine ununterbrochene 25jährige Gefolgschaftszugehörigkeit zurückblicken. Nach seiner Schulentlassung arbeitete er etwa zehn Jahre auf der Zeche„Mansfeld" und trat dann zur Zeche„Dannenbaum“ über, wo er noch heute als Hauer tätig ist. Während des Weltkrieges geriet er in englische Gefangenschaft, aus der im Jahre 1919 zurückkehrte. Zu seinem Jubiläumstage wurden dem geschätzten Juvilar der Arbeit von Zechenverwaltung, Vorgesetzten und Arbeitskameraden herzliche und verdiente Ebrungen zuteil. Wieder einmal Fahrerflucht Am 22. Juli ereignete sich an der Ecke der Walzwerkstraße und des Hindenburgdammes, ein Verkehrsunfall. Ein Radler, der die Walzwerkstraße befuhr und anscheinend in den Hindenburgdamm einbiegen wollte, wurde von einem Kraftwagen angefahren, so daß er mit schweren Verletzungen ins katholische Krankenhaus geschafft werden mußte. Der Fahrer des Kraftwagens fuhr, ohne sich um den Verletzten zu kümmern, weiter. Wer hat den Vorfall beobachtet? Wer kann Angaben über den Kraftwagenführer machen? Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. der Bochumer Filmschau Aus dem Nachbargebiet Stadt Wanne=Eickel Mit dem E. K. II ausgezeichnet Für Tapferkeit vor dem Feinde erhielten die Gefreiten Heinz, Böhning, Kurfürstenstraße 112, und Heinz Mrozowski, Wilbelmstraße 5, das Eiserne Kreuz II. Klasse.— Frau Berta Springer geborene Hornig, Thiesstraße 10, feierte in Gesundheit und Frische den(5. Geburtstag.— Heute wird der Pensionär Herm. Schunk, Luisenstraße 10, 74 Jahre alt.— Kameradschaftsführer Düsterloh gedachte beim Appell der Westwacht ehemaliger 137er im Kameradschaftsheim Kumpmann des heimgegangenen Kameraden Meierewert. Alsdann stand die Siegerehrung vom diesjährigen Schießwettbewerb im Vorderarund. Als bester Schütze i id Wanderpreisträger wurde der Kamerad Kasper geehrt. Ein Filmvortrag gefiel hinterher allen Kameraden.— Kameradschaftsführer Schalke leitete den Appell der Artilleristen. Kamerad Kreugel erhielt für 40jährige Mitgliedschaft das Ehrenzeichen des Ufa=Tonhalle:„Ihr erstes Erlebnis“ Es war einmal ein Mädchen vom Lande, das in die Stadt zog, um das Malen zu erlernen. So haben schon viele Filmmärchen begonnen, und auch diese Geschichte unterscheidet sich in nichts von den romantisierenden Erzählungen, die mehr an das Gefühl als an den Verstand appellieren. Das Liebeserlebnis der Tochter aus gutem Hause, die in der ersten Aufwallung ihres Gefühls sich in den um viele Jahre älteren Malerprofessor verliebt und sich schließlich doch für ihren Jugendgeliebten entscheidet, entbehrt jeder Problematik, obwohl es tunlicher wäre, das Thema in eine höhere Ebene zu verlagern. Die Frau, die um die Seele ihres Mannes kämpft und ihn schließlich zur reuigen Umkehr bewegt, erscheint nur am Rande des Spiels. Man hätte sie gern im Mittelpunkt gesehen. Spielleiter Josef von Baky hat dem unterhaltenden Element den Vorzug gegeben. Und man muß es ihm gerade deswegen boch anrechnen, daß er sich bemüht, das Menschliche=Allzumenschliche in dem Spiel der Irrungen und Wirrungen in den Vordergrund zu stellen. Im übrigen zeichnet sich der Film durch eine saubere Haltung aus, die im letzten Grunde das Verdienst der Darstellung ist. Die sympatbischste Figur aus dem großen Ensemble ist Volker von Collande, der dem jungenhaften Gutsverwalter, einem echten Naturburschen, gewinnende Züge mitgibt. Johannes Riemann gibt sich alle erdenkliche Mühe, um den seelischen Zwiespalt des Malerprosessors glaubhaft zu machen. Das Wiedersehen mit Ilse Werner, die in ihre filNS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk „ Donnerstag. 25. Juli Ortsgruppe Griesenbruch. 20 Uhr: Heimabend bei Schiffmann.— Hamme. 14 Uhr: Nähstunde„Neues aus Altem“.— 15 bis 17 Uhr: Sprechstunde der Ortsfrauenschaftsleiterin in der Geschäftsstelle.— Erbhof(Hofstede=Riemke). 10 bis 11 Uhr: Sprechstunde der Frauenschaftsleiterin im Hause Herner Straße 76.— Gerthe. 15 bis 16 Uhr: Arbeitsbesprechung für Zellen= und Blockfrauenschaftsleiterinnen der Zellen 7 und 8 im Frauenschaftsheim.— Werne. 20 bis 22 Uhr: Mütterschulkurses„Kochen“ in der Werkfürsorge der Zeche„Robert Müser“.— Wiemelhausen. 15 Uhr: Kindergruppe in der Schule Wiemelhauser Straße.— Weitmar Mitte. 15 bis 17 Uhr: Kindergruppe für Knaben und Mädchen im evgl. Gemeindehaus.— Linden. 10 bis 12 Uhr: Sprechstunde der Ortsfrauenschaftsleiterin in der Geschäftsstelle der NSDAP.— 16 Uhr: Arbeitsbesprechung für alle Abteilungsleiterinnen, Zellen= und Blockfrauenschaftsleiterinnen bei Vorkötter im Ostholz.— 19.30 Uhr: Säuglingspflegekursus. „Kraft durch Freude“ Abt. Deutsches Volksbildungswerk Raubstaat England! Im Britischen Imperium unserer Tage haben wir eine Raummacht vor uns, die als geschichtliches Beispiel gewordener Größe einzigartig dasteht. Weder das als helleuchtender Meteor aufgestiegene und rasch wieder versunkene Großreich Alexanders, noch das räumlich in sich geschlossene Imperium Romanum sind in ihrer Struktur vergleichbar mit der britischen Raummacht. Welche Faktoren haben dieses Weltreich geschaffen? Mehr als je interessiert uns die Frage, denn das Britische Imperium lebt heute im Stadium größter Spannungen, und der Ausgang dieses Krieges wird die Zukunft Englands und seines Weltreiches für Jahrhunderte entschieden. Die Gründe für die Entwicklung des Inselstaates England zum Brittschen Imperium wird ein ausgezeichneter Kenner der geographischen Grundlagen des Britischen Imperiums in einem öffentlichen Vortrag des Deutschen Volksbildungswerkes darlegen der Donssästinde“ um 19 Uhr im Kosthaus Stablhausen Pg. Plümer aus Wuppertal über das Thema„Der Raubstaat England— So entstand das britische Weltreich“. Eintritt frei!440 Das AtllirAnFEiz Roman von M. Bergemann 1) Erstes Kapitel Ein Schleier von Staub zitterte über der kleinen, am Schwarzen Meer gelegenen Gebirgsstadt Samsua und brachte einen matten Goldton in die schwüle Morgenluft, als Grit Raimund, die neben ihrem Vater am Steuer ihres Wagens saß, auf die Uhr blickend, erschrocken ausrief: „Ei der Tausend! Es ist schon sieben Uhr durch!" Sie drückte mit dem Fuß auf das Gaspendel und steigerte die Geschwindigkeit in kürzester Frist von siebzig auf hundert Kilometer. Der alte Geheimrat Raimund sank in die Polster zurück. Er hielt mit beiden Händen seinen Hut und rang nach Atem. „Mädel, bist du denn ganz und gar des Teufels! Was sind das wieder für dumme Streiche!. Willst du uns ins Unglück fahren mit deiner Raserei?" „Ins Unglück nicht, Papa, aber in unser Hüttenwerk!" lachte Grith und ging mit elegantem Schneid in eine Kurve. Sie stoppte das Tempo ab, bog in eine Seitenstraße ein und hielt kurz darauf vor dem Verwaltungsgebäude des großen Berg= und Hüttenwerkes. Auf dem flachen Dache des Gebäudes standen elf schlankgewachsene junge Mädchen, elf weibliche Büroangestellten, die schon alles zur Morgengymnastik vorbereitet hatten. Die erst zweiundzwanzigjährige Grith Raimund war eine ungewöhnlich gute Erscheinung. Ihre eigenwillige kleine Nase mit der lustigen Aufstülpung, der schöngezeichnete Mund und die vor Lebensfreude sprühenden braunen Augen gaben ihrem schmalen Antlitz eine eigene Rote. Das charaktervolle Kinn jedoch erweckte den Eindruck, daß ihr bei all ihrer Schönheit eine gesunde Willenskraft nicht fremd war. Grith nahm auf einem etwas erhöhten Podest Aufstellung und kommandierte nach den scharfen Rhythmen der Rundfunkmusik. Die jungen. Mädchen hoben die Köpfe an und begannen leise zu kichern. Mitten in der Bewegung wendete Grith geschmeidig den Kerf. In der Tür, die nach unten führte, stand ein junger Mann und sah mit lächelndem Gesicht zu, wie die Mädels nach den flotten Weisen der Musik ihre schlanken Beine mit graziösem Schwung auf und nieder wippten. Als er mit dem Korkhelm in der Hand dastand, der Ingebriff kühler Selbstsicherheit und gemessener Höflichkeit, wurde ein gelegentlicher Beobachter ihn kaum für den Mann gehalten haben, der in einem Jahrzehnt Schulter an Schulter mit Geheimrat Raimund und vierhundert deutschen Facharbeitern das größte Berg= und Hüttenwerk Kleinasiens aus dem Boden gestampft hatte. Er trug ein braunes Seidenhemd, das am Halse offen stand, Breecheshosen und Gamaschen. Seine schlanke, sehnige Gestalt machte den Eindruck konzentrierter Kraft und rascher Entschlossenheit. Grith sprang sofort auf und trat auf ihn zu. „Guten Morgen, Rolf! Du darfst uns jetzt unmöglich stören. Wir machen unsere Uebungen— in zehn Minuten sind wir fertig. Der Grubeningenieur Rolf Hartung zeigte lachend eine Reihe blendendweißer Zähne. „Dann gibst du mir vielleicht schnell die Büroschlüssel, die du gestern abend in der Eile mitgenommen hast.“ „Ich—!“ Sie öffnete rasch ihr Handtäschchen. „Weiß der Himmel! Du hast recht. Bitte sehr. Du bist doch nachher im Büro?“ Er zwinkerte ihr lustig zu. „Sogar ganz allein!“ „Und Papa?“ „Er besichtigt den neuen Hochofen. Da klappt irgend etwas nicht." „Gut, Rolf. In zehn Minuten bin ich bei dir. Und nun verschwinde, sonst stehen wir zum Frühstück auch noch hier oben. Wir haben ohnehin schon etwas später begonnen.“ Sie schob ihn, mit einem verständnisinnigen Lächeln ihm die Hand drückend, zur Tür hinaus und wendete sich wieder ihren Gymnastikübungen zu. In den Hüttenwerken war der Betrieb in vollem Gange. Die zwölfhundert Mann starke Belegschaft, unter der sich auch vierhundert deutsche Facharbeiter befanden, arbeiteten in drei Schichten, so daß die vier großen Hochöfen ständig in Betrieb waren. Vor der Feuerung des größten, erst vor wenigen Monaten fertiggestellten Ofens„Saturn", stand, nur mit einer leichten Leinenhose bekleidet, der Oberheizer Koch und hantierte unter Schimpfen und Fluchen an der Ventilation herum. „Wenn das nun nicht bald klappt, schlage ich den ganzen Kram kaputt! Man bekommt es nun so langsam satt. Ich möchte wissen, was die Kerle hier zusammengebaut haben! Das ist doch bei den anderen Oefen nicht vorgekommen! Ja, zum Teufel noch mal, stehst du denn noch immer da!“ schrie er den erst seit zwei Monaten im Werk arbeitenden Hilfsheizer Lipinski an. „Mach doch endlich die linke Feuerung frei! Glaubst du vielleicht, ich will hier oben verschmoren?" Lipinski warf ihm einen wütenden Blick zu. „Als wenn ich daran schuld wäre. Die Arbeit kannst du dir sowieso ersparen. Die Ventilation ist völlig in Ordnung. Sie ist erst gestern abend von dem Ingenieur Hartung geprüft worden.“ „Was du nicht sagst, du Schlauberger. Die Ventilation ist in Ordnung? Und woher kommen die Kohlengase, die wir nun schon seit drei Tagen einfressen? Ne, ne, mein Lieber, mir kannst du nichts erzählen. Ich stehe nun seit zehn Jahren vor diesem Höllenfeuer und kenne mich damit aus.“ Lipinski zuckte die Achseln. „Tut mir leid, wenn ich dir trotzdem widersprechen muß. Aber vielleicht steigst du mal auf den Wasserbehalter und schaust dir den Abzug an. Ich fah vorhin, daß das Auspuffrohr eingedrückt ist." „Das ist doch gänzlich ausgeschlossen. Wie soll denn das passiert sein? Dort oben kommt noch niemand hin.“ „Das weiß ich nicht. Das Rohr ist jedenfalls eingedrückt. Aber wenn du es nicht glauben willst, so überzeuge dich doch selbst. Damit nahm Lipinski die breite Schaufel zur Hand und machte sich an der Feuerung zu schaffen. „Das werden wir gleich feststellen.“ Koch sprang von der Leiter herab und trat in den Hof hinaus. Tatsächlich war der Auspuff dicht über dem Wasserbehälter stark eingebeult. Er schüttelte den Kopf. Wie war so etwas moglich? Daß das noch niemand gesehen hatte? Er trat wieder in den Heizraum zurück, um Leiter und Werkzeug zu holen. „Ich gehe jetzt nach oben und nehme das Rohr ab. Es ist wirklich eingedrückt. Wodurch das nur gekommen sein mag? Wann hast du den Schaden entden entdeckt?" „Vor zehn Minuten, als ich draußen die Leitung anstellte.“ „Nichts für ungut, Lipinski, daß ich dich vorhin so anschrie. Es ist kein Wunder, wenn man in dieser Hitze fast blödsinnig wird. Und die verdammten Gase dazu. Nun kannst du auch die Feuerung drin lassen. Es kann ja nichts weiter passieren. Sobald ich oben bin, pfeife ich. Dann machst du für kurze Zeit die Ventile zu. Aber nicht länger als höchstens drei Minuten.“ Der Hilfsheizer nickte und wartete, bis Koch die Leiter anstellte und auf den Wasserbehälter kletterte. Dann warf er rasch einen orientierenden Blick in den Hof. Er lag wie ausgestorben da. Es war ja auch noch verhältnismäßig früh und alle standen auf ihrem bestimmten Posten. Nirgends sah er in der Nähe einen Arbeitskameraden. Nur drüben an der Halde waren einige Männer damit beschäftigt, eine in der Nacht abgerutschte Kipplore wieder nach oben zu bringen. Auf dem Dache des Bürogebäudes sah er die Mädchen bei ihrer Morgengymnastik. Flotte Musik klang zum „Saturn“, herüber. Die Luft war also rein. Er konnte es getrost wagen. Bevor Koch das beschädigte Rohr abmontiert hatte, war alles erledigt. Lipinski trat rasch zurück, nahm seinen in der Ecke hängenden Rucksack ab und zog zwei sorgfältig verpackte Sprengkapseln hervor. Dann warf er noch einmal einen Blick in den Hof und rannte zum Ofen, wo er die Kapseln unter der toten Feuerung verstaute. Die beiden getränkten Zündschnüre zog er zwischen dem Rost hindurch nach oben und zündete sie an. In diesem Augenblick pfiff Oberheizer Koch, zum Zeichen, daß sein Kamerad die Ventile schließen sollte. Doch Lipinski nahm keine Notiz davon. Er zog seinen Rock über und rannte schnell durch den Heizraum nach der Koksniederlage, wo er durch einen schmalen Ein Roman aus unleren Tagen: „Deutsches Unternehmen im Kampf mit feindlichen Mächten“ M Gang ins Freie trat. Als er seine Blicke noch einmal zurückschweifen ließ, schrak er jäh zusammen. Er sah, wie sein Betriebsführer, der alte Geheimrat Raimund, auf ihn zukam. „Nun, Lipinski? Was macht der Ofen? Habt eihr den Schaden noch immer nicht gefunden?" fragte der Geheimrat stehenbleibend. Der Hilfsheizer nickte. „Soeben haben wir ihn entdeckt, Herr Geheimrat. Der Auspuff war verstopft. Koch ist eben dabei, die Sache in Ordnung zu bringen. „Der Auspuff?“ fragte der alte Herr erstaunt.„Wie kann denn das passieren? Die Rohrleitungen sind doch alle ganz neu?“ „Das ist auch uns ein Rätsel“, antwortete Lipinski, der wie auf Kohlen stand und darüber nachsann, wie er sich schnellstens verdrücken konnte. „Wo ist denn Koch?" „Er steht auf dem Wasserbehälter und montiert das Rohr ab. „Na, dann werden wir gleich mal sehen.“ Der Geheimrat entfernte sich und trat auf den Wasserbehälter zu. Eine Weile stand der Hilfsheizer wie ein ertappter Dieb am Boden festgewurzelt da. Sein Hirn arbeitete fieberhaft. Er war sich im Zweifel, ob er Raimund warnen sollte oder nicht. Aber dann gab er sich einen und das leise in ihm aufsteigende Gefühl der Reue schmolz wie Schnee an der Sonne. Pielleicht war es sogar gut so! Ihm konnte es nur begrüßen 10“ Seine Auftraggeber würden es sicher begzrußen, wenn er gleich ganze Arbeit machte! brprugen, wenn er gleich, gunge arben machte: Sich abwendend, lief er rasch über den Hof und betrat die Kantine. Welzer, der-“- Lentinenwirt, war gerade dalbei. alte Kantinenwirt,—— ade dabei das Büfett zu putzen, als Lipinski eintrat und vier Flaschen Bier verlangte. „Habt ihr denn schon in aller Frühe Durst?" fragte der Wirt, die Putzlapven aus der Hand legend.„Ihr habt doch kaum angefangen?!" kannst dich ja mal einige Zeit vor den Ofen stellen! Vielleicht sprichst du dann anders!" gab Lipinski zurück. „So war das ja auch nicht gemeint", lenkte Welzer ein.„Ich bin froh, wenn ich mein Bier los werde.“ Der Hilfsheizer steckte umständlich zwei Flaschen ein und suchte in seiner Geldbörse, um Zeit zu gewinnen. Dann legte er einen großen Schein auf den Tisch und ließ ihn wechseln. „Was macht denn der Ofen? Ist er wieder in Ordnung? „So ziemlich. Koch ist gerade dabei, den Schaden zu beheben. Das Auspuffrohr war verstopft.“ Der Kantinenwirt lachte. „Das war alles? Und danach habt ihr drei Tage lang suchen müssen? Ihr seid aber begabt! Hahaha! Na warte nur, wenn Koch heute abend kommt, werde ich ihn tüchtig durch den Ka...“ Der Katinenwirt brach jäh ab. Eine heftige Detonation erschütterte das ganze Hüttengelände, und ein scharfer Luftbruck drückte sämtliche Fensterscheiben ein. Die auf einem Regal stehenden Gläser begannen zu klirren und gerieten ins Wanken. Lipinski, der blaß wie eine Kalkwand wurde, ließ vor Schreck die beiden noch in der Hand haltenden Flaschen fallen. „Teufel noch mal! Was war denn das?" Der alte Welzer stürzte zum Fenstek und starrte mit vor Schreck weit aufgerissenen Augen über den Hof. „Der Ofen!" Dort, wo soeben noch der Hochofen gestanden hatte, sah man jetzt nur noch einen großen Schutt= und Trümmerhaufen. Auch die Koksniederlage und der Wasserbehalter waren wie vom Erdboden verschwunden. Dicke, schwarze Rauchwolken und hell auflodernde Flammen, von der leichten Morgenbrise angefacht, flackerten gegen den Himmel. Im Hof wurde es sofort lebendig. Aus den Grubeneingängen, von den Halden und aus allen Gebäuden strömten die Arbeiter herbei, um irgendwie Hilfe zu leisten. Die Feuerspritze wurde aus dem Schuppen geholt und die Pumpen in Bewegung gesetzt. Das Sanitätspersonal brachte rasch einige Bahren heran, und die Arbeiter bewaffneten sich mit Hacke und Schaufel, um eventuelle verschüttete Kameraden schnell befreien zu können. Stanislaus Lipinski war einer der ersten, die sich an den glühenden Schutthaufen heranwagten und ihren toten Kameraden Koch unter den Trümmern hervorholten. Als der Ingenieur Hartung an der Unglücksstätte erschien, sah er im Scheine der hell auflodernden Flammen die nur mit einem Sportanzug bekleidete Grith Raimund stehen, die mit starren Augen, in denen sich widerspiegelte, auf den leblosen Körper ihres Vaters schaute, den man soeben aufgefunden hatte. das den jungen Ingenieur tief erschütterte. Für die ersten Sekunden war er unfähig, zusammenhängend zu denken. Aber dann fand er sich doch rasch in die Wirklichkeit zurück. „Beide tot?“ „Nein! Der Geheimrat ist nur schwer verletzt. Er lag ziemlich weit abseits und ist vermutlich von dem Luftdruck gegen die Mauer geschleudert worden. Der Oberheizer dagegen ist buchstäblich zerquetsch worden.“ „Und Lipinski?“ „Er hat noch einmal Glück gehabt. Er befand sich gerade in der Kantine, als der Ofen in die Luft ging.“ Mit tiefernster Miene beugte Hartung sich herab und behorchte das Herz des Geheimrats. Als er mit deutlicher Gewißheit feststellte, daß es schlug, schöpfte er neue Hoffnung. „Bringt ihn ins Büro hinüber. Koch wird in der Montagehalle aufgebahrt. Hat jemand Dr. Wolff benachrichtigt? „Wir haben soeben angerufen.“ „Gut. Weinert, du sperrst die Straße ab, daß die Menschen nicht bis in den Hof vordringen. Kathe übernimmt die Löscharbeiten. Achtet darauf, daß die Grubenhölzer nicht Feuer fangen“, gab Hartung seine Anordnungen. (Fortsetzung folgt.) Der Wenig bekannt, al sache, daß Madag geworden wäre. Im an der Oder ein fran lde Langallery, nieder ler trug, zeigten, da eurpaischen Armeen hatte. Nun war sei heere und seinem Dienste zu leisten. E nicht allzu schwer, erwirl. Friedrich 2 „kaiser von Madaga hatte sich der Marau bei Beginn des denk Verwunderung Ausdi dienen wolle. Wah Langallery zwar ein dies erfuhr er erst den Preußenkönig belannt war, ist nie er nicht übel Lust g militärischen Aktion Die Antwort gab schaft rief er aus: eine Flotte. Senden daten nach der an ermeßlich reichen In und Preußen eine gewaltiger ist als Ihr Ahn in Besitz ich doch selbst einmal und für Sie, Sire, Ruhm noch späteren Friedrich Wilheln er halte im allgemei Besitzungen, solange schaffen sei. Aber nicht übel. Es sei sagen, denn vorläufi psischer Besitz und m und diplomatisch bedem„Kaiser von M geben zu können. Es scheint, als für Langallerys Prscnell den Termin Zu diesem Gesprach hierfür ist in einen Wenige Tage nach Friedrich Wilhelm in Berlin ein jun einem Freund der er über die Mora hatte. Die Folge dat des preußischen Kör verließ. Friedrich des Schicksals selbst Kuodelt Das Bezugscheit Leihhausern in den zeitigt, denen man getreten ist. In den die Feststellung, d Leihhäuser viel zu ländischen Presse, denen sie den Bayreuther Festspielgedanken erläuterte und einen Einblick in die technischen Einrichtungen, die Zusammensetzung des Ensembles und seine Betreuung gab. Besonders interessiert zeigten sich die Gäste für die berühmten akustischen Verhältnisse des Hauses, die von dem Erbauer Richard Wagner selbst entworfen worden sind. Die Auslandsjournalisten wohnten dann der„Siegfried"=Auffuhrung bei. Kartoffelkäferbekämpfung in Frankreich? Berlin, 28. Juli. Frankreich hat bisher so gut wie nichts zur Bekämpfung des Kartoffelkäfers unternommen. Diese Haltung entsprang der individualistischen„Wirtschaftsauffassung, wonach jeder für sich selbst sorgen muß. Auch in einer so entscheidenden Frage, wie der Bekämpfung des Kartoffelkäfers, die nur möglich ist, wenn alle Energien unter einer gemeinsamen Führung vereinigt werden, hat sich dieser Standpunkt der Bequemlichkeit und Verantwortungslosigkeit durchgesetzt. Infolgedessen berichten unsere in Frankreich stehenden Soldaten, daß weite Gebiete auch in diesem Jahre vom Kartoffelkäfer völlig kahlgefressen sind, so daß die Ernte vernichtet ist. Da Frankreich einen ständigen SeuchenFlüchtlinge an der Besatzungsgrenze Nach Kontrolle der Ausweise erhalten sie von den deutschen Truppen Rat und Hilfe für den weiteren Rückweg PK.— Picornelly Hoffmann herd für die gesamte europäische Kartoffelerzeugung darstellt und das Reich gezwungen ist, alljahrlich in den westlichen Grenzgebieten Millionen aufzuwenden, um der Gefahr der Einschleppung des Kartoffelkäfers wirksam entgegenzutreten, sollen jetzt Maßnahmen erwogen werden, um Frankreich zu veranlassen, die bisher versäumte Bekämpfung des Kartoffelkäfers systematisch durchzuführen. Ein Volksschädling hingerichtet Berlin, 22. Juli. Am 20. Juli 1940 ist der am 21. August 1920 in Teplitz=Schönau geborene Leopold Schrödel hingerichtet worden, den das Sondergericht in Leitmeritz als Volksschädling zum Tode verurte##t hat. Schrödel hat aus nichtigem Anlaß die mit Erntevorräten gefüllte Scheuer eines Bauern, bei dem er in Arbeit stand, rachsuchtig angezündet und so erhebliche Erntevorräte und landwirtschaftliche Maschinen vernichtet. „General Dietl Ehrenmitglied des Deutschen Alpenvereins Die Führung odes Deutschen Alpenvereins hat den Helden von Narvik, General der Infanterie Dietl, zum Ehrenmitglied ernannt. Beunnpser nn Wtul Lüftet sich das Krebs=Geheimnis? Der Lilllscht Als Maruguerur=drutsch Wereen sene Der Soldatenkönig und der„Kaiser von Madagaskar“ Die Pläne des Marquis de Langallery Berlin, 23. Juli. Wenig bekannt, aber historisch verbürgt ist die Tatache, daß Madagaskar beinahe deutsche Kolonie zeworden wäre. Im Jahre 1714 ließ sich in Frankfurt in der Oder ein französischer Adliger, Marquis Philippe de Langallery, nieder. Viele fremdländische Orden, die er trug, zeigten, daß der Graf sich in verschiedenen eurspaischen Armeen durch Kriegsruhm ausgezeichnet hate. Nun war seine Absicht, auch dem preußischen grre und seinem„Soldatentönig“ Friedrich Fi#helm I. Dienste zu leisten. Es war in der Tai für Langallery nicht allzu schwer, bei dem König eine Audienz zu erwirl. Friedrich Wilhelm I. war neugierig auf den „Kaiser von Madagaskar“— denn unter diesem hitte sich der Marquis einführen lassen—, und gleich bei Beginn des denkwürdigen Gesprachs gab er seiner Verwunderung Ausdruck, daß ihm ein„hoher Monarch“ dienen wolle. Wahrscheinlich wußte er nicht, daß Langallery zwar einen Titel, aber keine Macht hatte; dies erfuhr er erst im Laufe der Unterredung. Ob den Preußenkönig der Name des Grafen Langallery beiannt war, ist nicht erwiesen. Auf jeden Fall soll er nicht übel Lust gehabt haben, den Mann mit einer militärischen Aktion zu betrauen. Doch mit welcher? Die Antwort gab der Franzose selbst. Mit Leidenschaft rief er aus:„Sire, Ihr großer Ahn schuf einst eine Flotte. Senden Sie mich mit Schiffen und Soldaten nach der an Gold und anderen Schätzen unermeßlich reichen Insel Madagaskar. Ich werde Ihnen und Preußen eine Kolonie erwerben, die größer und gewaltiger ist als Groß=Friedrichsburg, das ehedem Ihr Ahn in Besitz nahm! Ich kenne die Insel, war ich doch selbst einmal ihr Kaiser. Mir wird für Preußen und für Sie, Sire, eine Tat gelingen, die Preußens Ruhm noch späteren Geschlechtern künden wird!“ Friedrich Wilhelm, stets nüchtern denkend, erwiderte, er halte im allgemeinen nicht zu viel von ausländischen Besitzungen, solange noch in der Heimat Ordnung zu schaffen sei. Aber der Plan Langallerns gefalle ihm nicht übel. Es sei allerdings schwer, Endgültiges zu sagen, denn vorläufig sei die Insel doch zum Teil franvsischer Besitz und man müsse die Sache also äußerst klug ud diplomatisch beginnen. Er glaube und hoffe aber, im„Kaiser von Madagaskar“ in Kürze guten Bescheid eben zu können. ,„ Eanhönig wirtlich Es scheint, als habe sich der Preußenronig wirklich für Langallerys Projekt interessiert, denn er setzte sehr schnell den Termin für eine zweite Unterredung fest. Zu diesem Gespräch kam es aber niemals. Der Grund hierfür ist in einem merkwürdigen Vorfall zu suchen: Wenige Tage nach der Unterredung Langallerys mit Friedrich Wilhelm I. wurde in Langallerys Wohnung in Berlin ein junger Adliger beim Kartenspiel von einem Freund der Gattin des Marquis erstochen, weil er über die Moral der Marquise schlecht gesprochen hatte. Die Folge davon war, daß Langallery das Gebiet des preußischen Königs in Nacht und Nebel fluchtartig verließ. Friedrich Wilhelm soll später diese Wendung des Schicksals selbst lebhaft bedauert haben. Knobelbecher im Leihhaus München, 28. Juli. Das Bezugscheinwesen hat in deutschen Städtischen Leihhäusern in den letzten Monaten Erscheinungen gezeitigt, denen man sofort mit allen Mitteln entgegengetreten ist. In den verschiedensten Städten machte man die Feststellung, daß bei Wäscheversteigerungen der Leihhäuser viel zu hohe Preise geboten wurden, eine Tatsache, die sich natürlich aus dem Bezugscheinwesen ergab, da man bekanntlich für Wäsche im üblichen Geschäftsvexkehr.„Punkte herzugeben hat. Der Direttor des Staotischen Zeihhauses in München hat jetzt dem zuständigen Ministerium und dem Preiskommissar einen Plan unterbreitet, der sofort hundertprozentig genehmigt wurde. Danach liegt das „Ei des Kolumbus bei künftigen Wäscheversteigerungen in Leihhäusern im Knobelbecher. Für jedes zur Versteigerung gelangende Wäschestück wird künftig ein Stoppreis angesetzt, der dem richtigen Wert des Wäscheteiles entspricht und dem Auktionsinteressenten natürlich unbekannt bleibt. Um ein Beispiel zu nennen: Der„heimliche“ Stoppreis für ein Bettlaken könnte mit sechs Mark angesetzt werden. Beginnt die Versteigerung, so klettert der„Mann mit dem Hammer" auf den Stuhl und sagt:„Hergehört, Herrschaften, dieses prima Bettlaken... wer hat Interesse? Mindestpreis Dreifuffzig. Wer bietet mehr? Dann kann der Kampf um den Groschen beginnen. Wird der heimliche Stoppreis erreicht, so sagt der Herr Versteigerer:„Halt, bis hierher und nicht weiter... Indessen hal die Erfahrung gelehrt, daß im Augenblick der Erreichung des festgesetzten Preises drei oder auch vier Gebote in gleicher Höhe laut wurden. Doch auch für diesen Fall hat der Münchener Leihhausdirektor den Kopf angestrengt. Fortan werden hinter dem Tresen der Versteigerungsräume Städtischer Leihhäuser in Deutschland Knobelbecher bereitstehen. Die gleichzeitigen „Bieter" dürfen vortreten, und dann, geht es los: „Hamburger Pasch“ oder auch„Chikago", Herren es wünschen. Und wer Pech in der Liebe und Glück im Spiel hat, der geht mit dem prima Bettlaken nach Hause. Berlin, 23. Juli. Der Blutsaft eines gesunden Menschen besitzt die Fähigkeit. Krebszellen zu zerstören. Das ließ sich in Experimenten nachweisen. Der Gesunde hat also einen starken Verteidiger gegen den Krebs in seinem Blut. Das Serum des Krebskranken aber verfügt über eine solche auflösende Kraft gegen die Krebszellen nicht. Möglicherweise liegt eben darin die Krankheit. Um di Verhältnisse näher kennen zu lernen, mischte man wie Dr. v. Christiani kurzlich aus Wien berichtete—, Blutflüssigkeit von Gesunden und von Krebskragken zu gleichen Teilen und prufte, ob auch dieses gemischte Serum die Krebszellen vernichten könnte. In den gemischten Blutproben wurden die Krebszeuen nicht angegriffen. Daraus folgerte man: Der Blutsaft des gesunden Menschen enthält einen Stotf, der die Krebszellen zu zerstören vermag. Im. Serum der Krerkranken aber sitzt eine andere Substanz, welche diese Abwehrkraft des gesunden Blutes lahmt. „Die wichtige Fähigkeit, Krebszellen aufzulösen, verliert die Blutflüssigkeit des Gesunden auch dann, wenn sie auf 58 Grad erwarmt wird. Diese Beobachtung sowie die nähere chemische Untersuchung führten zu der Ueberzeugung, daß der Verteidiger des Körpers gegen den Krebs zum Kreis der Wirkstoffe gehört, die der Stoffwechsel des Organismus regeln, und zwar zu den sogenannten Fermenten. Das Krebszellen verdauende Ferment steht in engstem Zusammenhang mir dem wasserlöslichen Eiweiß des Körpers. Doch auch der Gegner dieses Fermentes im Blut der Krebskranken wurde chemisch festgestellt. Man entlarvte ihn als eine komplizierte Verbindung des Gallenfettes„Cholesterin“ mit der im Körper vorhandenen Buttersäure. Damit wird auch die krebserregende Wirkung, z. B. des Teers, begreiflicher: Bereits vor einigen Jahren ließ sich namlich feststellen, daß gerade diejenigen Bestandteile des Teers, welche am wirksamsten Krebs hervorrufen können, chemisch nahe Verwandte des kötvereigeneeg## sterins sind. Wenn man der Krebszellen auflösenden Blutflüssigkeitsprobe eines Gesunden diese Verbindung von Cholesterin und Buttersäure zusetzt, dann büßt auch das gesunde Blut seine zerstörende Wirkung auf die Krebszellen ein. Ferner wurden Serumproben von Krebskranken künstlich von dem„Cholesterinbutyrat“ gereinigt und es gelang dann, in dem gereinigten Serum aus Cholesterin und Buttersäure den Störenfried wieder entstehen zu lassen. Der Störenfried wird gestört Chemisch und biologisch ist damit zweifelsfrei einer der Stoffe erkannt, der mindestens die Mitschuld am Entstehen des Krebses trägt. Aber letztlich ist die Schuldfrage jetzt nur verschoben: Denn woher kommt es schließlich, daß sich im Blutserum des Kranken der Störenfried„Cholesterinbutyrat" bilden konnte? Als die Aerzte und Chemiker ihn weiter untersuchten, kam es zu neuen Ueberraschungen. Es gelang nämlich, auf drei verschiedenen Wegen das Cholesterinbutyrat künstlich herzustellen Alle drei Produkte stimmten in ihren chemischen Eigenschaften vollkommen überein, nicht aber in den biologischen: Eines von ihnen lähmte die Krebszellen zerstörende Kraft des gesunden Blutes nicht wie die beiden anderen und wie das naturliche Cholesterinbutyrat. Auch dieses Rätsel wurde gelöst! Das Gallenfett ist fast immer von geringen Spuren eines anderen Stoffes begleitet, des„Ergosterin", aus dem bekanntlich unter Einwirkung der ultravioletten Strahlen das Vitamin D wird. Bei dem einen Verfahren zur Herstellung von Cholesterinbutyrat konnte sich nun dieses Ergosterin mit Sauerstoff verbinden. Das ergab aber eine Substanz, welche ihrerseits wieder dem Störenfried der Krebsabwehr seine Aktivität raubt. Man nennt sie daher auch„Entaktivator". Hier Krebszellen lösendes Ferment!— Hier Störenfried!— Hier Entaktivator!— Diese Fronten im Körper sind jetzt klar. Während sich im gesunden Blut der Entaktivator bildet, entsteht er im Blut des Krebskranken nicht. Es fehlt dem Krebskranken nicht etwa an Ergosterin. Aber es fehlen offenbar Stoffe, welche das Ergosterin mit Sauerstoff in Verbindung bringen. Krebs ist gewiß nicht„aus einem Punkte zu kurieren"! Doch diese neuen Entdeckungen eröffnen die Möglichkeit und die Hoffnung, daß es gelingen kann, aus den chemischen Verhältnissen im Blut: aus der Unwirksamkeit des krebslösenden Ferments in der Blutprobe bzw. aus dem Vorhandensein jenes Cholesterinbutyrates auf eine Neigung des Körpers zu Krebs oder auf schon beginnenden Krebs frühzeitig zu schließen. Die Verputung der Mehratern für Lehrlinge und Anlernlinge— Eine Anordnung des Reichstreuhänders Westfalen/Niederrhein usw.) tätig sind, gelten die Vergütungssätze für das Handwerk(Betriebsgruppe II), wenn ihre Lehrvertré Dichterfahrt in das Kampfgebiet des Westens Berlin, 23. Juli. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda und das Oberkommando der Wehrmacht führen in diesen Tagen eine Fahrt deutscher Dichter in die Kampfgebiete des Westes durch. Die Fahrt, die ihren Ausgang von Baden=Baden nahm, wird den daran teilnehmenden Dichtern Gelegenheit geben, das Kampfgebiet der Maginot=Linie, die Schlachtfelder bei Verdun, an der Seine und Somme, im Artois und Flandern kennen zu lernen. Im Gespräch mit der Truppe werden sie die Möglichkeit haben, von diesen Kämpfen zu erfahren. An der Fahrt nehmen folgende Dichter teil: Hans Friedrich Blunck, Bruno Brehm, Karl Broeger, Hermann Burte, Hermann Erik Busse, Friedrich Griese, Fritz Hanns Johst, Kurt Kluge, Erwin Guido Kolbenheyer, Wilhelm Pleyer, Friedrich Schnack, Hans Erwin Wittstock. Sie werden im Auftrag des Reichspropagandaministeriums von Regierungsrat Dr. Erckmann und des Oberkommandos der Wehrmacht, von Leutnant Siegmund Graff begleitet. Die Fa###vinvet ihren Abschluß durch einen Kameradschaftsavend in Köln am 26. Juli. Ausländische Journalisten in Bayreuth Bayreuth, 23. Juli. Eine Gruppe von Journalisten aus Italien, Bulgarien, Jugoslawien, USA., Peru, Panama und Chile stattete den Bayreuther Kriegsfestspielen einen Besuc ab. Die Gäste wurden von Frau Winifred Wagner empfangen und wohnten einer Vorstellung bei.—. Am Sonntag empfing Frau Winifred Wagner im Bayreuther Festspielhaus Münchener Vertreter der ausEssen, 23. Juli. Der Reichstreubänder der Arbeit für das Wirtsctgietägchigt Westfalen=Niederrhein teilt mit: Die kriegswirtschaftiichen Verhältnisse haben es mit sich gebracht, daß Lehrlinge und Anlernlinge regelmäßig zur Leistung von Mehrarbeit verangezogen werden. Dem Reichstreuhänder der Arbeit wurve daher die Frage vorgelegt, wie diese von Lehrkingen und Anlernlingen regelmäßig geleistete„Mehrarbeit zu vergüten sei. Er hat diese Frage wie folgt beantwortet: Grundsätzlich ist an der Auffassung„festzuhalten, daß das Lehr= bzw. Anlernverhältnis ein Erziehu## ozw. Ausbildungsverhältnis ist. Im Vordergrund dieser Verhältnisse steht die Erziehung zu dem erwählten Beruf bzw. die Ausbildung für eine zu erlernende Fertigkeit. Demzufolge war in Friedenszeiten bestimmt, daß jugendliche Lehrlinge und die diesen gleichzustellenden Anlernlinge nur zum Zwecke ihrer Ausbildung zur Leistung von Meyrarbeit herangczogen werden durften. Die jetzt von Lehrlingen und Anlernlingen zu leistend=Zusigpgghurtgegient dagegen der Wiechstechtugg, moft oge höbere Aufwendungen verbunden Jsind.„Durch vie 22. algemeine Anordnung, die am 1. Juli 1940 in Kraft tritt, wurde verfügt daß den Lehrlingen und Anlernlingen diese regelmäßige Mehrarbeit zu vergüten ist. Um dieser„Vergutung nicht durch stundenweise Berechnung einen Looncharakter zu verleiben, wurde sie ais Ernoyung der Erziehungs= bzw. Ausbildungsbeihilfe(Pauschalsumme) festgelegt. Die durch die 22. allgemeine Anordnung vorgesehene Vergütung von Mehrarbeit ist den Lehrlingen und Anlernlingen bis zum Letzten des Monats, in dem die Lehr= bzw. Ausbildungszeit durch Abschlußprüfung oder durch Ablauf der vertraglich festgelegten Zeit beendet ist, zu zahlen. Nach Beendigung der Lehr= bzw. Ausbildungszeit ist die Mehrarbeit entsprechend den für jugendliche bzw. ältere Gefolgschaftsmitalieder bestehenden Bestimmungen zu vergüten. Die Vergütungssätze wurden für eine Wochenarbeitszeit bis zu 56 Stunden und über 56 Stunden festgesetzt. Nach § 3. Ziffer 1, des Jugendschutzgesetzes gilt für die Jugendlichen als Wochenarbeitszeit die Arbeitszeit von Montag bis einschließlich Sonntag. In die Wochenarbeitszeit in die Unterrichtszeit in einer Berufsschule einzurechnen(§ 8. Ziffer 2 des Jugendschutzgesetzes). Ob die Vergütungssätze wöchentlich oder monatlich zu zahlen sind, richtzepligg###g,#e wöchentliche oder eine monatliche Erziedungs= ozw. ausbildungsbeihilse gezahlt wird. Für die monatlich gewährte Erziehungs= bzw. Ausbildungsbeihilfe kommt der wöchentliche Vergütungssatz dann in Frage, wenn nur in einigen Wochen des Monats regelmäßig Mehrarbeit geleistet wird. Die Anordnung unterteilt die Betriebe in drei Betriebsgruppen(Handel— einschließlich Verkehr—.=Banken, Versicherungen und freie Berufe— Handwerk und Industrie). Für die Gemischtbetriebe, das sind Betriebe, die mehrere Betriebszwecke erstreben, zum Beispiel Handel und Handwerk, gelten die Vergütungssätze der Betriebsgruppe, die dem Hauptbetriebszweck entspricht. In den Handwerksbetrieben ist als Betriebszweck die handwerkliche Erzeugung und in den Industriebetrieben die industrielle Erzeugung anzusehen. Für Lehrlinge, die in den Betrieben der Betriebsgruppe I(Handel wer.(Gellno=glügpe, II/,, wenn ihle Pehtbellläge in die Lehrlingsrollen bei den Handwerkskammern(Handwerkerlehrlinge) eingetragen sind. Die Anordnung findet keine Anwendung, wenn eine Beichstarifordnung eine andere Vergütung der von Lebrlingen und Anlernlingen geleisteten Mehrarbeit vorsieht. Dagegen werden die Bestimmungen der nur für das Wirtschaftsgebiet Westfalen=Niederrhein geltenden Tarjfordnungen für die Laufzeit dieser Anordnung außer Kräft gesetzt. Die Mehrarbeitsvergütung für Lehrlinge und Anlernlinge enthält keinen Zuschlag für Mehrarbeit. Es wird daher kein Lohnzuschlag erspart, weshalb die sonst vorgesehene Abführung des Mehrarbeitszuschlags für dies neunte und zehnte Arbeitsstunde an das zuständige Finanzamt nicht in Frage. kommt.(Der Wortlaut der 22. Anordnung erscheint in der Nr. 15 der„Amtlichen Mitteilungen des Reichstreuhänders der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Westfalen=Niederrhein“ am 5. August 1940.) Beurlaubung werktätiger Kriegerfrauen bei Entlassung des Ehemannes aus der Wehrmacht Berlin, 23. Juli. Werktätige Frauen, deren Ehemänner nach Beendigung des Kriegsdienstes in die Heimat entlassen werden, haben vielfach den verständlichen Wunsch. in den ersten Tagen der Rückkehr Freizeit zu erhalten. Der Reichsarbeitsminister gibt daber der Erwartung Ausdruck, daß die Betriebsführer solchen Frauen auf Antrag einen kurzen Urlaub von drei bis vier Tagen aus Anlaß der Rückkehr ihres Ehemannes bewilligen. Dabei wird bei Bestehen eines Urlaubsanspruches bezahlter Urlaub zu gewähren sein. Auch kann im beiderseitigen Einvernehmen bezahlter Urlaub unter Anrechnung auf einen demnächst fällig werdenden Urlaubsanspruch bewilligt werden. In sonstigen Fällen ist das Gefolgschaftsmitglied wenigstens für einige Tage von der Arbeit freizustellen. Börsen uneinheitlich Perliner Wertpapierbörse. Auch am Dienstag lagen die Aktienmärkte bei außerordentlich kleinen Umsätzen uneinheitlich. Bei der Enge des Marktes genügten bereits unbedeutende Aufträge, um größere Wertschwankungen auszulösen. Daneben erfolgten wieder zahlreiche Kursstreichungen.— Rheinisch=Westfälische Börse zu Dusseldorf. Zwar hielten sich die Umsätze in engsten Grenzen, doch gestaltete sich die Stimmung im heutigen Verkehr freundlicher. Abgaben waren nur vereinzelt zu beobachten, denen verschiedentlich Kaufaufträge gegenüberstanden, so daß bei ruhigem Geschäft die Abweichungen der=Kurse nach beiden Seiten nur Prozentbruchteile ausmachten. Amtliche Notierungen an der Berliner Börse vom 23. Juli: Farbenindustrie 177.00, Harpener Bergbau 149.79. an der Düsseldorfer Börse: Constantin d. Gr. 700., 7600.,#legel=Scharpenseel 148,00, Vereinigte Stahlwerke 122.80. O aln dle die ich Ratschlag 4 zur Pflege der Berufswäsche Alb ür dir schmutzigen Metzgerjacken und-schürzen ihres Mannes recht heiß einweichte. Aber das Ergebnis war leider nicht gut: eingebrannte häßliche Flecke laßen hartnächig im Gewebe fest.= Blut= und eiwelßhaltige Flecke Dart man niemals in heißem Waller, fondern immer nur lauwarm einwelchen. Schmutzige Metzger=, Bäcker= und KonditorenMi für Berufswäsche Hergestellt in den Persilwerken wälche wird deshalb am Abend in lauwarmer bi= Lölung eingeweicht. Am nächsten Morgen reibt man Die Flecke aus, und erst Dann wird in friicher biLauge kurz gekocht. Gei be genügt wenig, um viel zu leisten, 1 Daket auf s Eimer Wasler schon gibt eine Lölung von Kark reinigender Mirkung. Wer de nimme, Ipart Seite und Waschpulver. Fortfetzung der leichtathl. Abendveranitaltungen heute im VIL.-Stadion Der ersten leichtathletischen Abendveranstaltung des BfL. Bochum 1848, über deren erfolgreiche Durchführung wir bereits ausführlich berichteten fokgt nun am kommenden Mittwoch abend die Fortsetzung der Kämpfe. Für diesen Tag steht die Ausschreibung folgende Uebungen vor: 400 Meter=, 800Meter=, 1500,Metex; 5000=Meter=Laus Hochsprung Weitsprung, 80=Meter=Hurden=, 200=Meter=Hürdenlauf. Hammerwurf. Außerdem ist vorgesehen, die Sieger des SprinterDreikampfes vom vergangenen Mittwoch mit einem Einladungslauf über 100 Meter zusammenzustellen. In Anbetracht der bisherigen guten Leistungen der an dieser Serienveranstaltung des PfL. teilnehmenden Leichtathleten wird man diesmal bei der Eigenart der Uebungen mit noch höherem Einsatz rechnen können, um so mehr, als in verschiedenen Disziplinen wiederum die Teilnahme sehr guter Kräfte gesichert ist. Mit besonderer Spannung sieht man dem Hochsprung entgegen, in dem u. a. Henkemeier an den Start geht. Henkemeier, der beim ersten Versuch um die Deutsche Kriegsvereinsmeisterschaft bereits.86 Meter übersprang und im übrigen schon in der deutschen Bestenliste verzeichnet ist, wird versuchen, sein bisheriges Ergebnis noch zu verbessern. Sehr guten Sport versprechen auch die Laufübungen, zumal dann wenn der Wettergott dem Veranstalter diesmal günstiger gesinnt ist als am vergangenen Mittwoch, an dem der starke Regen die Bahn sehr aufgeweicht hatte, so daß Bestleistungen nicht gelaufen werden konnten. — Hat schon die erste Abendveranstaltung bewiesen, daß der VfL. durch seine Maßnahme, den Leichtathleten während einer gewissen Ruhezeit die Möglichkeit zu einem planmäßigen Wettbetrieb zu geben, einem Bedürfnis abgeholfen hat, so erwarten wir von der zweiten und schließlich von der dritten und letzten Veranstaltung eine Bestätigung hierfür. Bochums Leichtathletik liegt jedenfalls in sehr guten Händen und es darf als sicher angenommen werden, daß diese Königin des Sports in unserer Heimatstadt auch weiterhin ihr behaupten wird.—#m ihr TTG. Zollverein Katernberg— TTG. Bochumer Verein:7 Sonnabend war die Mannschaft des Bochumer Vereins in Katernberg zu Gast, um das Rückspiel zum Austrag zu bringen. Obschon die Kämpfe härter als im ersten Treffen waren, das mit:3 für die Bochumer endete, konnten sich diese abermals den Sieg mit:5 erringen. Im Laufe dieser Woche wird die TTG. Bochumer Verein zwei Spiele zum Austrag bringen. und zwar gegen die Tischtennisgemeinschaft Henrichshütte und gegen den Kreismeister Schwarz=Gelb Steele. Man kann besonders auf das Ergebnis des Kampfes gegen Steele gespannt sein, da das letzte Spiel nur ein Unentschieden brachte. Marathonlauf in Helsinki In Helsinkt wurden am Sonnabend, dem geplanten Eröffnungstag der XII. Olympischen Spiele, die großen nationalen Kampfspiele Finnlands begonnen. Die Veranstaltung, die alle Sportarten einschließt, ist von allen Sportlern Finnlands beschickt, denn zum erstenmal nehmen auch die Arbeiter=Sportverbände teil. Der Marathonlauf über 35.5 Kilometer, der im Mittelpunkt des ersten Tages stand, wurde von dem Europameister von 1938, Muinonen, in :14:41,4 Stunden gewonnen. Gisela Mauermayer ist unerreicht Einige hervorragende Leistungen gab es bei einem Frauenklubkampf in München. Unsere Olympiasiegerin Gisela Mauermeyer erzielte im Kugelstoßen mit 14,04 Meter das bisher weltbeste Jahresergebnis. Im Diskuswerfen kam sie auf 40,69 Meter und verhalf dadurch dem TSV. Neuhausen=Nymphenburg zu der stattlichen Zahl von 482,5 Punkten. Rapid-Waldhof wird in : W i e n w i e d e r h o l f Das im Olympia=Stadion zwischen Rapid Wien und SV. Waldhof Mannheim:4 unentschieden ausgegangene Sviel um den dritten Platz der Deutschen Fußballmeisterschaft muß bestimmungsgemäß wiederholt werden. Das Los hat entschieden, daß die Begegnung am Sonntag, dem 28. Juli, in Wien veranstaltet wird. Mit Obermauer und Pepper Die Voxstafseln für Klagenfurt Für den zweiten Länderkampf der Amateurboxer von Deutschland und der Slowakei am 4. August in Klagenfurt sind nun die Staffeln aufgestellt worden. Zwei westdeutsche Jungen kämpfen mit: Obermauer und Rudi Pepper. Europameister Nürnberg und Addi Baumgarten sind eins höher" gerutscht, sonst ist es eine blutjunge deutsche Acht: Fliegen: Obermauer(Köln)— Steburka(Slowakei): Bantam: Schopp(Speyer)— Ostracka(Slowakei): Feder: Graaf(Berlin)— Pauer(Slowakei): Leicht: Trittschack (Hannover)— Blesak(Slowakei); Welter: Nürnberg(Berlin)— Köszegi(Slowakei): Mittel: Pepper(Dortmund)— Hrebicek(Slowakei); Halbschwer: Baumgarten(Hamburg) gegen Lavorek(Slowakei); Schwer: Weidinger(Wien)— Kuß(Slowakei). Keßler Sieger im Großen Straßenpreis von München Der Große Straßenpreis von München wurde am Sonntag auf einer neuen 181 Kilometer langen Strecke durch das bayrische Oberland durchgeführt.“ Sieger wurde Keßler (Kürnberg) im Endspurt vor Kittsteiner(Herpersdorf) und Linder(Augsburg).— Ergebnisse: Großer Straßenpreis von München, 191 Kilometer(A= und=Klasse): „.=Leßler(Nürnberg):30:00, 2. Kittsteiner(Herpersdorf) :30:52, 3. Linder(Augsburg).—=Klasse: 1. Egle(Ulm) :32:45.* Landsberg Mittelrhein=Bereichsmeister Der Wettbewerb der mittelrheinischen Straßenamateure um die Bereichsmeisterschaft im Einer=Straßenfahren wurde am Sonntag vormittag auf einer Rundstrecke in Köln=Deutz Landsberg(Staubwolke Köln) siegte aus einer zwölfköpfigen Spitzengruppe heraus im Endspurt vor seinem Landsmann Franz Decker.— Ergebnis: Mittelrhein=Bereichsmeisterschaft im Einer=Streckenfahren über 70 Kilometer: 1. Landsberg(Wehrmacht=Staubwolke Köln):04:18 Std. 2. Kölner Rennfahrer), 3. Barthel Mertens(RV. Düren). Der junge Peg.I Aufnahme: Hans Gräwe Mit weit gelpannten Schwingen Flieg ich hinauf ins All Und werd' mit Stürmen ringen, Beraulchen mich am Singen Des Windes überm Tal. Heut will ich wieder treiben Mit dir im Segelflug, Mich nicht zur Erde neigen, Den Wolken nahe bleiben— Es geht nicht hoch genug! Vom Berg bin ich geltiegen An manchem lchönen Tag, Ich wollte immer liegen Und mich in Höhen wiegen.. Tieffunten Stadt und Hag. Dort bin ich frei von Schwere, Dem Adler gleich an Mut, Ein Glied im großen Heere, Zu dem ich Itolz gehöre In Leidenlchaft und Glut. Max Nevoigt Beunenebugend Wilrmegen. FI.„„ F„„„„„ Das Fliegen eine sache des volkes— Vom Pimpf zum Piloten Neuer Wettbewerb in den Borkenbergen! Stunde um Stunde klingen in diesen historischen Tagen, die wir alle miterleben dürfen, Meldungen des Drahtlosen Dienstes an unser Ohr und künden von zahllosen Heldentaten unserer tapferen Soldaten an der Front. Unter ihnen vernehmen wir immer wieder Erfolge unserer stolzen Luftwaffe, die mutig und zum Siegen entschlossen in Feindesland eindringt, um dort militärische Ziele zu vernichten. Große Siege sind durch das massierte und energische Eingreifen der deutschen Flieger errungen worden, und mit innerer Bewegung und stolzem Dank vernahmen, wir die Worte des Führers vor den Männern des Großdeutschen Reichstages, als er den Schöpfer der Luftwaffe Hermann Göring zum„Reichsmarschall" erhob. Darin liegt ein Verdienst für eine jahrelange, unermüdliche Arbeit, nicht allein in der Schaffung der technischen Mittel und in der Schulung der besten Piloten der Welt, sondern auch in der Verwurzelung der fliegerischen Idee im ganzen deutschen Volk. Selten hat sich eine Masse so schnell von einem Gedanken gefangennehmen lassen wie hier, und des Reichsmarschalls in weiteste Zukunft reichende Zielsetzung: „Das deutsche Volk muß ein Volk von Fliegern werden!" ist bereits Wirklichkeit geworden. Fest verankert ruht das Fliegen, vor kurzem noch ein Problem, wie eine Selbstverständlichkeit im Herzen jedes Volksgenossen. Und hat man Ohren zu hören, so kann man oft genug staunen, wie weit die„Alten" selbst in technischen Dingen mit der Entwicklung mitgegangen sind. Sie sprechen wie die jüngsten Pimpfe über Segeln und Fliegen, über Typen und Staffeln, daß man seine Freude hat. Das Fliegen ist Sache des Volkes, ja es ist sogar eine Herzenssache des Volkes geworden. Daß dies in verhältnismäßig kurzer Zeit gelungen ist, muß der Hitler=Jugend hoch angerechnet werden, da sie durch die Erfassung der Pimpfe und Hitlerjungen für den Fliegernachwuchs beste Pionierarbeit leistet. Daneben gebührt das Verdienst auch dem Nationalsozialistischen Fliegerkorps, das für die technische Ausbildung der mit Begeisterung und Liebe erfüllten Jungen Sorge trägt. „Oft„schon haben wir von der erfolgreichen sportlichen Arbeit geschrieben. Wir unterrichteten noch vor Zeit unsere Leser von der Siegermannschaft der RSFK.=Gruppe 10(Westfalen), die auf der Wasserkuppe(Rhön) zum zweiten Male die Plakette des Korpsführers erwarb. Sie legte damit Zeugnis ab von dem brauchbaren Nachwuchs der im Gau Westfalen vorhanden ist und auf die Weiterbildung wartet. Für Sonnabend und Sonntag, den 27. und 28. Juli, hat das NS.=Fliegerkorps, Gruppe 10(Westfalen), die Jugend zu einem neuen Wettbewerb in die Borken, berge gerufen. Die begeisterungsfähigen Jungen wer, den an den Hängen des Gelandes ihre Motorflug, modelle starten lassen und damit beweisen, wie wei sie bereits in der flugtechnisch=fliegerischen Richtung geschult sind. Es wird in den Borkenbergen ein recht bewegtes und buntes Leben geben, und man wird staunen über das Wissen um Segel= und Motorenflug, das diesem Nachwuchs eigen ist. Sie alle wollen ja einmal die Piloten von morgen werden! Sie wollen der sieg, gewohnten Luftwaffe die ganzen Kerle" stellen, welche die Tradition, von den heutigen Lufthelden geformt. wahren und fortführen können. Um diesen lobenswerten Geist der Jugend und ihre Einsatzbereitschaft für die Widerstandskraft des gesam, ten Volkes dem Staate dienstbar zu machen, muß man bei den zuständigen Stellen Verstandnis für die dring. lichen Wünsche der Fliegerjugend aufbringen. Wir er. innern hier an die mutigen und frischen Worte, die der junge Einheitsführer der Bochumer Flieger=H) anläßlich eines WHW.=Konzertes der Sing= und Spielschar im Schützenhof in den überfüllten Saal rief: „Wir brauchen ein geeignetes Gelände für unsere fliegerische Ausbildung, so daß wir nicht Sonntag für Sonntag den weiten, Zeit raubenden und mit hohen Kosten verbundenen Weg in die Vorkenberge zurücklegen müssen.“ Aus Westfalen und Rheinland Vier Ehrenpaten in einer Fämilie Wewelsburg, 23. Juli. Die Familie des Waldarbe### ters Heinrich Kluthe in Wewelsburg wurde dieser Tage### durch die Geburt des 12. Kindes, eines gesundes Knaben, beglückt. Sämtliche zwölf Kinder, darunter hab Zwon Rinhen, darunter neun sungen, sind kerngesund. Bei früheren Geburten iben viermal Ehrenpatenschaften entgegengenommen werden können, und zwar hat der Führer die Ehrenpatenschaft eines Knaben, Hermann Göring, Reichsführer i Himmler und der Stellvertreter des Führers die weiteren Patenschaften von drei Kindern übernommen. Aus Anlaß der jetzt erfolgten Geburt des zwölften Kindes wurde der Mutter durch den Landrat des Kreises Düren eine Ehrenurkunde überreicht und außerdem der Familie eine namhafte Erziehungsbeihilfe gewährt. Daß für die soziale Stellung gesunder kinderreicher Familien heute ganz besonders gesorgt wird, ist ja allgemein bekannt. Ende eines zügellosen Lebens Kleve, 23. Juli. Der aus bester Familie stammende Angeklagte Rudolf Schröder, zuletzt in Aachen wohnhaft, hatte eine gute Ausbildung genossen. Er trat in die damalige Reichswehr ein, wurde dann aber infolge seines zügellosen Lebens und wegen Schuldenmachens entlassen. Aehnlich erging es ihm in achfolc den assen. Kehnzich Erzingen ihm in einer nachtolgenStellung. Es begann fur ihn eine ziellose Wanderung ourch ganz Deutschland als Gelegenheitsmusiker. cheithenenggger Jahren 1937/88 machte er sich in neun Fauedes Betruges, Diebstahls und der Wechselschwinveleie schuldig und wurde insgesamt zu 1 Jahr und 7 Manaten Gefängnis verurteilt. Bereits zwei Monate nach seiner Entlassung wurde er wieder straffällig. Er hatte sich jetzt wegen Betrugs in sechs Fällen unter Voraussetzung strafschärfenden Rückfalles und wegen Dienstpflichtverletzung zu verantworten. Zuletzt war er zehn Tage bei einem Landwirt in Kamp=Lintfort tätig, von wo aus er mit der Hose eines Arbeitskameraden und dem Fahrrad seines Arbeitgebers verschwand. Das Gericht betonte, der Angeklagte habe keinerlei Hemmungen mehr und müsse deshalb als gefährlicher Gewohnheitsverbrecher angesehen werden, wenn es sich bei den Betrugsfällen auch nur um kleine Beträge handele. Das Urteil lautete antragsgemäß auf eine Zuchthausstrafe von drei Jahren, auf Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf dieselbe Zeitdauer und auf Anordnung der Sicherungsverwahrung. Die Untersuchungshaft seit dem 29. August 1939 kam wegen seines Geständnisses in Anrechnung. Der Vogelzug beginnt Aus dem Bergischen, 23. Juli. Die Vorbereitungen zum diesjährigen Vogelflug nach dem Süden haben im Bergischen Land begonnen. Als erste Wandervogel versammeln sich in großen Scharen die Mauersegler, eine große, spitzflugelige Schwalbenart. Sie werden die deutsche Sommerheimat in wenigen Tagen verlassen. Eine grabs„Anzahl weiterer Vogelarten ist bereits in die tauser getreten, was man an den zahlreichen herumfliegenden Federn in den Wupperbergen feststellen kann. Bekanntlich setzt nach deren Beendigung der große Vogelflug gegen Ende Juli und im August ein. Eine eigenartige Erscheinung konnte übrigens in diesem Jahre festgestellt werden. Wohl als Folge des strengen Winters hat der Kuckuck, der sonst seinen Ruf bis zum 21. Juli bei uns ertönen läßt, diesen erst in den letzten Tagen eingestellt, sich also um ungefähr einen Monat in der Zeitrechnung geirrt. Unterhal Eine Geschiel Endlich fuhr der I Der Uhrze turscten. Dei die letzten armseligen par alles schon Verg es Urlaubs bis zum Sie gingen nebene #und her, ohne daß ihre liebte es nicht, Gefühls verraten, und das Mä hlieb im Grunde glei der Soldat mit heiter eebenheit aus dem Kr. I den schmalen Bri Es müßte bei Verständnis und gutem Willen mög. lich sein, diesen Wunsch zu,erfüllen. Dann werden wir# in Bochum einen Aufschwung erleben, der die schon gezeitigten großen Erfolge noch in den Schatten stellen wird. Mit dieser Ausbildung der Jugend und mit dem Einsatz dafür würden die Leibesubungen die geschicht. liche Aufgabe erfüllen, die ihnen vom Dritten Reich gestellt worden ist. Sie haben immer im Zusammenhang mit der Geschichte zu stehen und sollen mit der Zeit unlösbar verbunden sein. Dadurch erst erhalten sie ihren Wert! Und es kann kaum ein anderer Zweig der Leibesübungen sich so konkret in den Dienst der Staatsformung und=erhaltung stellen wie das Fliegen. Die geschichtlichen Tage der Gegenwart beweisen klar und eindeutig, daß die Sinngebung der Leibesertüchti. gung, gemessen an der Erstarkung des Volkes, richtig ist. Somit werden Führung und Ausübung der Leibes. ertüchtigung zu einer politischen Tat. M. N. zir den schmalten Dri Porte zog dennoch der enheit, in dessen Wa ssihlten seine schweiger In eines lichten Jahr Dieser Abschied ble der Mann, während ablte.„Ich liebe die #urch des Mädchens 5 mherging, kaum zuhr guf den Lippen zu der Als sie ihm die Ha er diese fest. Sie fül sam anfuhr, etwas Ki schließen. Und als de und der Wagen schli schwand, schaute das ßenden Armes auf ein Ornamente getrieben tenden Tropfen verg seltener Schönheit bei ihren Arm umschloß. „Kostbar! Handa nächsten Tage der Go und die Endglieder se Trägerin wollte es si sie entzückte, hinaus Einnbild einer Gebu liebten, mit dem sie stumme Geste des Ge nal hatte danken kör Veise vereint war. So wurde der E nehr als eine Bestä ges kühl und festgefüzend, wandelte er sie Verbundenheit. Und Fernen unvorstellbar gleitung des Freund ten Gliedern des E geheimnisvollen Sch magische Kraft verli ken umschließend, sch blauen Steine als ers gen über ihr Lager Dennoch geschah rung durch die Wäld chen mit jähem Ersc hatte den geliebten Das Suchen, for zur einfallenden Du In dieser Zeit br ter Monate das Feu Fruten. Sein Lich aufberchende Heimat bunderheit zu jene und zu jenem ehrf Sage, mie sie vom an der Front begle fast unertraglicher E des Meschen, die L ihrer Söhne im Kre Und so hörte auch berichte und blickte Tagen der geliebte sachlichen Berichte, ges Geschehen umris sal und Sein des und voll eines gute der Fügung. Sie f net in den großen über den Schlag de schickten, das Lebens Dieses Gefühl der unter ein höheres( nicht, tagein, tagaus Weg jener Wander zulegen, um nach Sie tat es unbeirrt Stunde um Stunde eines Suchens im zu lassen. Sie fuhr jeder Versuch, das täuschte, unbeirrba# #elingens. Fuhr. zuweilen ein Geful giff sie ins Leere, ken, die getreuen P seinen fernen Weg und kühl die glatt ihren Arm zu spüre Und als der Kar und das Maß men als die spärlichen? ten Märschen eilig schließlich nach quc schritt das Mädchen aus, tagein über di ten Waldes dahin, am Abend mit leer Die Zeit, die sd Das Schweigen der und suchte. Ein Tag melde war ein kalter Ne Fensterscheiben wa Jeden Mittwoch Konzert 961 unter Mitwirkul Westialenha soch Achiun Ab MIt eden M ab 19.30 Honz statt— Sonnts Es ladet freund! An der Frontsammelstelle „Meusch, Maxe, da haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir unsere Kameraden finden.— Eine Rückfrage hier auf der Frontsammelstelle, und schon haben wir unseren Marschbefehl in der Hand!". PK.— Koch— Hoffmann. Am Strand von Dünkirchen PK.— Schneider—Hoffmann. in die Borken. Jungen wer. re Motorflug. sen, wie wren chen Richtung rgen ein rech nan wird stau. storenflug, das llen ja einma ollen der sieg. stellen, welche elden geformt, gend und ihre ift des gesam. sen, muß man für die dring. ngen. Wir er. en Worte, die r Flieger=H3. 19 und Spiel. Saal rief: de für unwir nicht eit raubenen Weg in ssen.“ Willen mög. n werden wirh die schen g# chatten stellen und mit dem die geschicht. Dritten Reich 7 Zusammenollen mit der erst erhalten inderer Zweig n. Dienst der das Fliegen beweisen klar LeibesertüchtiVolkes, richtig 1g der Leibes. M. N. einland milie s Waldarbei. e dieser Tage esundes Kna. arunter neun en Geburten gengenommen ir die Ehrenring,„Reichsdes Führers ern übernomirt des zwölfLandrat des ht und außergsbeihilfe geunder kinderorgt wird, ist bens ie stammende lachen wohnEr trat in aber infolge uldenmachens r nachfolgeniellose Wanheitsmusiker. neun Fällelschwindeleia und 7 Mona. Monate nach ig. Er hatte nter Vorausegen Dienstwar er zehn irt tätig, von neraden und wand. Das lei Hemmunher Gewohnsich bei den handele. Das ichthausstrafe bürgerlichen f A n o r d n u n g ungshaft seit Geständnisses rbereitungen en haben im dervögel verersegler, eine den die deutclassen. Eine ereits in die ichen herumtstellen kann. der große st ein. Eine diesem Jahre rengen Winuf bis zum in den letzten einen Monat Unterhaltung Das Urmland Eine Gesekickte aus underen Tagen von Rudoct Glters Endlich fuhr der Zug in die Halle. Die Bremsen ###rschten. Der Uhrzeiger würde sehr gleichgültig über ie letzten armseligen Minuten weiterrücken, und dann par alles schon Vergangenheit, was die kurzen Tage Urlaubs bis zum Rande glückhaft gefüllt hatte. die gingen nebeneinander über den Bahnsteig hin Und her, ohne daß ihre Hände sich berührten. Der Mann ##cte es nicht, Gefühlsregungen vor den Kameraden zu verraten, und das Mädchen wußte und achtete es. Esieb im Grunde gleichgültig, worüber sie sprachen, ob ### Soldat mit heiterer Stimme eilig eine lustige Be##enheit aus dem Kreise der Kameraden erzählte. Un## den schmalen Brücken der fast hastig gesprochenen ####rte zog dennoch der Strom ihrer Nähe und Verbun#heit, in dessen Wasser sie ihre Hände tauchten. Sie ##hlten seine schweigende Kraft,— die aus vielen QuelUin eines lichten Jahres genährt— sie aneinänder band. Dieser Abschied bleibt gleichwohl das schwerste, dachte #r Mann, während er angeregt von seinem Pferd erjhlte.„Ich liebe dich“, dieses Wort klang tausendfach ##ch des Mädchens Herz, das neben dem Erzählenden inherging, kaum zuhörte, doch eifrig mit einem Lächeln ##uf den Lippen zu den Worten des Freundes nickte. Als sie ihm die Hand zum Fenster hinaufreichte, hielt diese fest. Sie fühlte, während der Zug schon langsam anfuhr, etwas Kühles, Glattes, ihr Aringelenk umschließen. Und als der Wind die Rauchschwaden vertrieb und der Wagen schließlich in einer fernen Kurce verschwand, schaute das Mädchen im Sinkenlassen des grüßenden Armes auf ein Armband. Acht fein gehämmerte Ernamente getriebenen Silbers, jedes— einem leuchtenden Tropfen vergleichbar, einen blauen Stein von seltener Schönheit bergend, bildeten das Rund, das nun ihren Arm umschloß. „Kostbar! Handarbeit! Lapislazuli“,— sagts am nächsten Tage der Goldschmied, der das Schloß entfernen und die Endglieder fest aneinander schmieden sollte. Die Tragerin wollte es so. Ueber die kunstvolle Arbeit, die sie entzückte, hinaus erblickte sie in diesem Schmuck das Einnbild einer Gebundenheit an das Schicksal des Geliebten, mit dem sie auf diese Art, schon durch die stumme Geste des Geschenkes, für das sie ihm nicht einnal hatte danken können, nun auf eine geheimnisvolle Peise vereint war. So wurde der Silberschmuck mehr als eine Gabe, nehr als eine Bestätigung. Zu jeder Stunde des Tages kühl und festgefügt das schmale Handgelenk umschließend, wandelte er sich so in ein Symbol naher täglicher Verbundenheit. Und Gedanken, die aufbrachen in die Fernen unvorstellbaren Geschehens, schufen in steter Begleitung des Freundes aus den scheinbar so fest gefügten Gliedern des Schmuckes einen unsichtbaren Ring geheimnisvollen Schutzes, dem das Herz des Mädchens magische Kraft verlieh. Den kühlen Reif mit der Linken umschließend, schlief es am Abend ein und sah die blauen Steine als erstes Zeichen leuchten, wenn der MorDennoch geschah es nach einer weiten Tageswande. rung durch die Wälder am Ufer des Sees, daß das Mädchen mit jähem Erschrecken nach ihrem Arm griff. Sie hatte den geliebten Schmuck verloren. Das Suchen, fortgesetzt auf dem weiten Wege bis zur einfallenden Dunkelheit, blieb erfolglos. In dieser Zeit brach aus der Ruhe quälend gespannter Monate das Feuer erbitterter Kämpfe in die neuen Fronten. Sein Licht wie sein Schatten fielen über die aufhrchende Heimat, belebten die immer fühlbare bundrheit zu jenem Stolz leuchtender Bewunderung und zu jenem ehrfürchtigen Schweigen menschlicher Sarge, wie sie vom ersten Tage an die fernen Brüder an der Front begleitet hatten. Aber in diesen Tagen fast unerträglicher Spannung gedachte auch der Mensch des Meschen, die Liebende des Freundes, die Mutter ihrer Söhne im Kreis des eigenen„Schicksas. Und so hörte auch das Mädchen schweigend die Frontberichte und blickte auf ihr Armgelenk, an dem seit Tagen der geliebte Schmuck fehlte. Sie wandelte die sachlichen Berichte, die in klarer Nüchternheit gewaltiges Geschehen umrissen, in die bange Frage nach Schicksal und Sein des Freundes. Sie tat es wohl ruhig und voll eines guten Vertrauens in den Würfelwurf der Fügung. Sie fühlte sich ohne Widerstand eingeordnet in den großen Ablauf der Dinge dort draußen, die über den Schlag des eigenen Herzens hinweg sich anschickten, das Lebensschicksal eines Volkes zu entscheiden. Dieses Gefühl der Tapferkeit und einer Unterordnung unter ein höheres Gesetz hinderten jedoch das Mädchen nicht, tagein, tagaus zu jeder freien Stunde den weiten Weg jener Wanderung in Abständen erneut zurückzulegen, um nach dem verlorenen Schmuck zu suchen. Sie tat es unbeirrt, bei jedem Wetter. Tag für Tag, Stunde um Stunde, ohne sich von der Aussichtslosigkeit eines Suchens im laubverwehten Waldboden abhalten zu lassen. Sie fuhr fort in ihrem Beginnen, auch wenn jeder Versuch, das Verlorene zu finden, sie täglich enttäuschte, unbeirrbar in der festen Hoffnung endlichen éelingens. Fuhr sie über ihr Handgelenk, so befiel sie zueilen ein Gefühl der Einsamkeit. Es war ihr, als griff sie ins Leere als erreichten ihre täglichen Gedanlen, die getreuen Begleiter, den Freund nicht mehr auf seinen fernen Wegen. Das Verlangen war groß, fest und kühl die glatten Glieder des Silberschmuckes um ihren Arm zu spüren. Und als der Kampf der Fronten heftiger entbrannte, und das Maß menschlicher Vorstellung fast überschritt, als die spärlichen Nachrichten, aus dem Sattel auf weiten Märschen eilig geschrieben, weniger wurden, um schließlich nach quälendem Warten ganz zu schweigen, schritt das Mädchen eiliger, tiefer den Kopf neigend, tagaus, tagein über die pfadlosen Strecken des laubverwehten Waldes dahin, ohne enttäuscht zu sein, wenn sie am Abend mit leeren Händen heimkam. Die Zeit, die schweigende, begann sie zu umdunkeln. Das Schweigen der Ferne lähmte. Das Mädchen ging und suchte.„.. 4. S. 17.24 g. Wbt Kinaen E; Ein Tag meldete die Verluste der Abteilungen. Es war ein kalter Nachmittag, der den Regen gegen die Fensterscheiben warf und die Bäume im Winde bog. Die Suchende ging durch die Wälder, den Mantel fester um die Schultern ziehend. Am Fuße einer von Nässe txiefenden Buche stieß ihr Fuß ins braune Laub. Etwas klirrte leise, ein metallener Laut, es blinkte auf. Sie bückte sich schnell und hielt leuchtenden Blickes das Armband in der Hand. Die Glieder waren unversehrt. Am gleichen Abeikd meldete ein froher Brief des Freundes aus dem Stolz im Erleben großen Geschehens sein Wohlergehen und die Freude auf ein Wiedersehen. Das unbekannte Mädcken Von Ernst Rostek Hastig schreitet der Maler Herbert Bertz durch den sommerlichen Wald der kleinen Provinzstadt zu. Die letzten Strahlen der sinkenden Abendsonne tiegen auf den Bergen, die das Städtchen umgeben. Tiefer Friede über dem Tal, tiefer Friede auch bei den Menschen, die dem Maler grüßend begegnen. Doch Bertz fühlt dies alles nicht. Sein Künstlerauge ist allen Dingen verschlossen. Er ist seinem Atelier entflohen. Als er vor einiger Zeit in dieses ländliche Paradics zog, glaubte er hier Werke schaffen zu können, die ihn, den jungen Maler, bald bekannt machen würden. Doch sein unermüdlicher Fleiß führte ihn nicht zum erwünschten Erfolg. Immer wieder sind seine Arbeiten von den Ausstellungen erfolglos zurückgekommen. Obwohl er von seinem Können überzeugt ist, haßt er die Arbeit jetzt und weicht ihr überall aus. will heute in der Stadt alles vergessen. Unwillkürlich lentt er seine Schritte zu einem Saalbau, in lung hat schon begonnen. Er löst eine Karte und will gerade eintreten, als die Tür von Iunen geöffnet wird. Verbrauchte, dumpfe Luft schlägt ihm entgegen. Ein Sanitäter trägt ein junges bewußtloses Mädchen heraus. Als er des Malers ansichtig wird, bittet er ihn, ihm behilflich zu sein. Teilnahmlos folgt er dem Sanitäter in einen anschließenden Raum, wo sie das Mädchen in einen Sessel betten. Während der Sanitäter sich entfernt, um Wasser zu holen, findet Bertz Gelegenheit, sich das Mädchen anzusehen. Erstaunt bleibt sein Blick auf dem Antlitz haften. Das Mädchen, das neunzehn bis zwanzig Jahre alt sein kann, ist von einer ungewöhnlichen Schönheit. Als der Sanitäter in Begleitung einer Frau das Zimmer wieder betritt, fährt Bertz aus seiner Betrachtung erschrocken auf. Er erkennt, daß er nicht mehr gebraucht wird, grüßt und geht. Die Oper und alles andere hat er vergessen. Es zieht ihn zur Staffelei hin, er will das liebliche Gesicht festhalten. Einen Entwurf nach dem anderen zerreißt er, alle sind ihm nicht gut gesug. Als der Morgen ins Tal dringt, hat er das Bild des Mädchens lebensecht Wochen vergehen, der Maler steht Tag für Tag an der Staffelei. Dann kommt der große Erfolg. Dem Gemälde wird auf einer großen Ausstellung der erste Preis zugesprochen. Es stellt einen Feentanz dar. Aus der Mitte der Tanzenden leuchtet wie ein Edelstein das Gesicht des unbekannten Mädchens als Feenkönigin hervor. Die Zeitungen bringen Artikel über den jungen hoffnungsvollen Maler. Oefter hält sich Bertz in der Stadt auf. Er hofft hier das Mädchen einmal wiederzutreffen, doch bald läßt er das Suchen und nimmt seine Arbeit wieder auf. Der Herbst hat den Sommer schon verdrängt. In den ruhigen Stunden kehren des Malers Gedanken oft zu dem unbekannten Mädchen zurück. Während eines Aufenthaltes in der Stadt geht er in die Marktapotheke. Beim Betreten bleibt er wie angewurzelt in der Tür stehen. Mit lächelndem Blick steht das unbekannte Mädchen hinter der Theke. Verwundert nimmt sie das Benehmen=des jungen Mannes wahr. Bertz fühlt hier eine Erkläxung schuldig zu sein. Die sinkende Herbstsonne sieht den Maler und die ich von meinem Leutnant erzählen muß, und daß dieser Brustschuß mich zum Leben führte?" „Ich hatte längst begriffen, drückte ihm die Hand und wünschte ihm baldige Genesung und die Erfüllung seines Wunsches, nach Kriegsende in die Heimatstadt seines Leutnants übersiedeln zu können, um in der Nähe eines Freundes und guten Menschen zu sein. Und ich ging in dem Bewußtsein, eine große Stunde erlebt zu haben, eine unvergeßliche Stunde. ** Apothekertochter Thea Wittstock als glückliche Menschen. Der gute Mlensek Von Friedtick Franz Geldau **—* 5192 Bei einem Vorstoß hatte es ihn erwischt. Er lag mit einem Brustschuß zur Ausheilung zim Stadtischen Krankenhause meiner Heimatstadt. Ich suchte iyn auf und wunderte mich seiner Ruhe.„.n5 van Guaens Severt war Vierzig, Zivilingenieur, und von Jugend auf ein kollernder Bruder und Nörgler gewesen.. Einen wirklichen Freund hatte er nie gehabt. Er war ein sehr hochfahrender, leicht reizbarer Kopf. Ich fragte ihn, wie es ihm gebe. Pcmerser fächelt....f Trotz empfindlicher Schmerzen lächelte er:„Besser als jemals in meinen vierzig Lebensjahren. Der Brüstschuß hätte mir den Lebensfaden glatt abschneiden können. Statt dessen fand ich das Leben. Das verstehen Sie wohl nicht?“„ u8 4# Nein, ich verstand ihn nicht und fragte ihn, ob ihm das Sprechen nicht Schmerzen verursache, doch er hielt mich zurück und bat mich, mich zu ihm zu setzen. Ich etzte mich ihm so nahe, daß ich nicht laut zu sprechen brauchte, und er erzählte gm.u, ix zekunden und durch „Ich habe den guten Menschen gefunden, und durch ihn das Leben. Der gute Mensch müßte eigentlich der Alltägliche sein. Es ist leider nicht so. Ich hatte in meinen vierzig Lebensjahren nicht einen einzigen gefunden, der wirklich gut war, wirklich gut, meine ich. Nicht jene sind gut, die sich unsere Freunde nennen, weil sie mit uns Skat spielen und kegeln. Auch nicht jene sind gut, die dem Armen geben. Wenn sie deshalb schon gut wären, dann wären alle Stammtischbrüder, dann wäre ja jeder, der etwas in eine Sammelbüchse steckt, dann wären die Beamten der Wohlfahrtsämter und alle Vertreter der dienenden Organisationen allesamt gut. Und das will doch wohl keiner behaupten. Gutsein ist etwas anderes.“ 6— „Ich fragte ihn wieder, ob ihm das Sprechen wirklich nicht Schmerzen verursache, und er verneinte:„Ich muß Ihnen erzählen. Es ist zu schön, wenn ich davon sprechen kann. Gutsein ist das Ueberströmen der eigenen Herzensgüte auf den anderen, auf alle, nicht nur mit Auswahl. Der wirklich gute Mensch ist gegen alle gut, wenn auch diejenigen, die ihm nahestehen, seine Güte noch viel mehr empfinden als der Fernstehende. Vor allem trägt der gute Mensch ein herzliches Mitleid mit dem Mitmenschen. Das gilt auch von seinen Untergebenen. Die Schmerzen seiner Untergebenen sind seine eigenen. Strengt es Sie wirklich nicht zu sehr an?“ „Nein, wirklich nicht“, sagte er lächelnd.„Ich freue mich, es Ihnen erzählen zu dürfen. Da war mein Leutnant. Dreißig war er. Eine ganze Welt vol Liebe und Glaube leuchtetz mir aus der Vergangenheit, wenn ich an ihn denke. Wer war ich denn, daß er, selbst am Oberschenkel schwer verwundet, nach einem Vorstoß mich auf die Arme nahm, als ich mit einem Brustschuß zusammenbrach. Die blauen Bohnen pfiffen uns um die Köpfe wie die Hagelkörner. Er hatte eine bildschöne Frau und ein sonniges Kind in der Heimat und blieb doch bei mir. Wenn er mich nicht mehr tragen konnte, legte er mich sanft nieder, rieb mir das Gesicht, die Hände und Beine und trug mich weiter, nachdem er sich ein wenig erholt hatte. Bei zehn Grad Kälte und selbst schwer verwundet, brauchte er vier Stunden in feindlichem Feuer, um mich die sechs Kilometer zu unserer Stellung zurückzutragen. Wissen Sie...“ Er wischee sich durch die Augen. Ich war erschüttert und wagte es nicht, etwas zu sagen.„Ein guter Mensch ist auch ein bescheidener Mensch“, sprach er nach einer Weile weiter.„Kein einziges Wort des Hochmutes oder der Ueberhebung kommt über seine Lippen. Er ist natürlich und gibt nicht nur deshalb, weil es dem anderen Freude macht, sondern weil es ihn selber beglückt. Der gute Mensch will helfen und dienen, aber so, daß der andere nicht das Gefühl hat, ein Almosen zu empfangen, sondern es dankend hinnimmt als die selbstverständliche Gabe des bessergestellten Bruders. Der gute Mensch wird niemals den Schein erwecken, als denke er an soziale Unterschiede. So einer war der Leutnant. Nach einer kurzen Pause sagte ich scherzend, sein Leutnant habe denn schon, was ihn und Severt betreffe, eine siegreiche Schlacht geschlagen, eine Aeußerung, der Sevort begeistert zustimmte: „Ja, eine siegreiche Schlacht! Er hat alle Feinde in mir selbst niedergeschlagen. Ich glaube, daß ich jetzt auch ein guter Mensch werde. Begreifen Sie nun, daß „Der Kohlenmann ist ein netter Junge. Heut ist es ihm gelungen, mein Herz zu erobern.". „Ja, man kann es sehen, er hat ein Zeichen draufsiasen.“..(.11 Trasaus;, Ron) Daher „Sie scheinen der einzige Kavalier hier zu sein.“ „Als ich vorhin beim Tanzen stolperte und das Kleid meiner Dame zerriß, waren Sie der einzige, der nicht gelacht, Bot Frau und für has Slaid Fah„Die Dame ist meine Frau, und für das Kleid habe ich gestern hundertfünfzig Reichsmark bezahlt!“ Verwunderung „Na, Junge, wie war das Examen?“ „Gut, Papa! Der Professor ist ein so frommer Mann! Kromm, wieso:“, J4. Jah, Salug i. Li. Gänd„Bei jeder Antwort, die ich gab, schlug er die Hände zusammen und sagte: Mein Gott, mein Gott!“ Vorsicht Der Lehrer ist über das Betragen des kleinen Fritz, dessen Vater Arzt ist, ungehalten:„Wenn du dich nicht besserst, mein Junge, dann werde ich mal deinen Vater kommen lassen!“. 5412 Eerscht: I..— 6. „Tun Sie das lieber nicht!" versetzte da der Bengel, „der nimmt für jeden Besuch zehn Reichsmark.“ Silbenrätsel Blutgetränktes Land! ach— do— el— fer— le— na— neis— ro Aus diesen Silben sind zweisilbige Wörter zu bilden, zu denen die stets gleiche zweite Silbe noch zu suchen ist. Die Wortanfänge nennen sodann, in der Zahlenfolge gelesen, ein Stück blutgetränkte Erde auf europäischem Boden.— Bedeutung der Wörter: 1. Teil des Fußes, 2. Ernte, 3. Teil des. Wagens, 4. schlesische Stadt, 5: Behältnis,=6: weiblicher Vorname, 7. duftende Blume, 8. Teil des Kopfes. Sichles Jehllelon 1. 6. Auflösung des Silbenrätsels aus der vorigen Nummer: 1. Edmund, 2. Halma, 3. Rangoon, 4. Termiten, 5. Eierstav. 6. Umbra, 7. Rebhuon, 8. Edison, 9. Darmstadt, 10. Eisengießerei, 11. Unruh, 12. Tabulatur, 13. Saibling, 14. Chevreau. 15. Egmont. 16. Notbremse. 17. Mittag, 18. Eibsee, 19. Ili. 20. Silversuchs. 21. Talent, 22. Einheitsschule, 23. Rasier.— Ebrt eure deutschen Meister, dann bannt ihr gute Geister.(Richard Wagner„Die Meistersinger") 11 000 Volksmusikkapellen mit etwa 150000 spielenden Lebens= und Schaffensbilder dieser beiden großen Deutschen, Mitgliedern umfaßt heute die deutsche instrumentale Volks= denen er in seiner Arbeit und in seinem Wollen gefolgt ist. musik. Von, ipnen sind 1200 Streich; und Sinfonie: Erich Ebermayer, dessen Roman„Befreite Hände“ Waagerecht: 1. Diana, 4. Regel, 7. Korsika,., Ast, 11., Begorchester, 6600 Blaskapellen, 1100 Hand= und Mund= von der Bavaria ersolareich verfilmt wurde, bat nach zwei= 12. Ulm, 14. Regal, 16. Aera, 18. Idee. 20. Haselmaus. Auflösung des Kreuzworträtsels aus voriger Nummer: Waagerecht; 1. Diana, 4. Regel, 7, Korsika, 9. Ast, 11. Bea. barmonikakapellen. 700 Bandoneon= und Konzer= jähriger Arbeit einen neuen Roman„Unter anderem tinakapellen, 950 Mandolinen= und Gitarrenchöre und 450 Himmel Zitherchöre. Die Mehrzahl dieser Kapellen ist in Kleinstädten s, erat Her. Hamde Gatatmgtgt#larm!“ ist der Titel eines neuen Adler=Films von der und auf dem Lande beheimatet. ausgestattet und faßt 2500 Zuschauer. Hendrik Diels, der Generalmusikdirektor der Königlich Flämischen Oper in Antwerpen, wird am 22. September zugunsten des Deutschen Roten Kreuzes Wagners„Meistersinger“ im Kölner Opernhaus dirkgieren. 15 Operngastspiele in Holland wird das Stadttheater Münster in der Spielzeit 1940/41 absolvieren. Rudolf Morakt, der zum ersten Dirigenten der Wiener Staatsoper berufen wurde, verabschiedete sich von Graz, dessen Musikleben er drei Jahre hindurch in vorbildlicher Art bestimmte. „Alarm!“ ist der Titel eines neuen Adler=Films von Gcbin unens tan uac Arbeit der Kriminalolizet, der zur Zeit unter der SpielDas große Städtische Opernhaus von Addis Rbeva soll nach leitung von Herbert B. Fredersdorf gedreht wird. Hauptseiner bevorstehenden Bauvollendung im Sehtember 1940 mit darsteller sind Maria von Tasnady, Hilde Sessak, Hilde Gastspielen der Mailänder Skala, der Oper in Rom und Hildebrand, Karl Martell. Paul Klinger, Rolf Weih. Theodor des Theaters San Carlo in Neapel eröffnet werden. Der Loos, Fritz Rasp. Rudolf Platte und Erich Fiedler. Opernbausneubau ist mit allen technischen Errungenschaften sashtatet und frät 3öah Brichaue.„ Spiele und Köpse für das Kasper=Theater. Die interesante, bebilderte Druckschrift gibt über die gegenwärtige Arbeit des Reichsinstituts für Puppenspiele„Auskunft. Das Institut wurde von der Reichsjugendführng, der NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ und der Stadt der Auslandsdeutschen Stuttgart, gegründet. Interessenten wird die aufschlußreiche Schrift von der Vorbereitungsstelle, Berlin W 35, Bissingzeile 11, kostenlos übersandt. Kriegsfestspiele der Zoppoter Waldoper eröffnet. Mit einem Festkonzert nahmen am Sonntag abend die Festspiele der Zoppoter Waldoper im Kriegsjahr 1940 in Anwesenheit des Gauleiters und Reichsstatthalters Forster idlicher Art besimmie.. toren Austakt,„Am Dienstag, findet die erste„TannDer Literaturpreis der Stadt Kassel wurde jetzt zum bäuser“=Aufführung statt, die eine Wiederholung der ersten Male verlieben. Die Auszeichnung erhielt der Volks= Inszenierung des Jahres 1939 darstellt. Als Neuauffühtumsforscher Dr. Paul Zaunert. Sie bedeutet nicht nur rung folgt in den ersten Augusttagen der„Fliegende die Ehrung eines bekannten Gelehrten, sondern ist zugleich Holländer:: Als Sänger und Sängerinnen sin ein Beitrag der Stadt Kassel zr der eraßen Grimm=erste deutsche Opernkräfte engagiert worden. Das 21. Rute. 22. Note, 24. Niobe, 27. Ida, 29. Sou. 30. Ire, mmel" beendet. 31. Stettin, 32. Speer, 33. Tanne.— Senkrecht: 1. Tranzg, 2. Akt, 3. Arbe, 4. Riga, 5. Gau, 6. Lumme. 8. Segel„Alarm!“, ist der Titel eines neuen Adler=Films, vox der bogt, 10. Seebund, 13. Luester, 14. Rasen., 15. Liane, 17. heit der Kriminalvolizei, der zur Zeit unter der Soter.., 10 gug 91 Reims, 23. Evene. 25. Jser., 16. Bult. Rat. 19. Duo. 21. 28 Ase, 30. Inn. Geschichtstatel zu der großen GrimmBiographse, an der Dr. Zaunert arbeitet. In der Grimm=Biographie zelchnet Dr. Zaunert die umfassenden Holländer“. Als Sänaer und Sängerinnen sind wieder erste deutsche„Opernrrafts, engggtert worden.„Das„Festipztel= orchester zählt 135 Künstler, während der Chor 500 wirkende umfaßt. Mit24. Juli: 1655 Der Dichter Friedrich Frhr. v. Logau in Liegnitz gestorven(geb. 1604). 1783 Simon Bolivar, der Befreier Südamerikas in Caracas geb.(gest. 1830). 1915 Erstürmung der Festungen Rozan und Pultusk am Narew durch die Armee von Gallwitz. 1920 Der Schriftsteller Ludwig Ganghofer in Tegernsee gestorben(geb. 1855). 1925. Durch einen Brand wurde die katholische Kirche in Hordel größtenteils zerstört. Erst am 17. Juni 1928 konnte sie nach Wiederherstellung in Benutzung genommen werden. 1927 Schacht 3 der Zeche„Augusta Viktoria“ in Hüls eingestürzt. Fünf Knappen, die verschüttet wurden, konnten erst im Juli und August 1937 als Leichen geborgen werden, nachdem der Schacht wieder erneuert und in Betrieb gekommen war. 1932 Adolf Hitler sprach in einer gewaltigen Massenkundgebung im Bochumer Stadion. Jeden Mittwoch Konzert unter Mitwirkung der beliebten Kapelle Cola von „ 19 bis und Sonnabend TAN2 Westialenhaus 2 Haus der Bochum, Brückstraße 44 Achtung! Ab Mittwoch, den 24. JyII, findet jeden Mittwoch und Sonnabend ab 19.30 Uhr Honzert u. statt Tanz Sonntags von 18 Uhr ab Konzert Es ladet freundlichst ein WIIIG Pleiken Parkhotel Haus Rechen Bochum Mittwoch und Sonnabend ab 20.30 Uhr KONZERT U. TAN2 UnterrichtsAlselen nur im„#“ Bahnhofs-Hotel Konzert-Cafe Mittwoche und sonnabends Konzert u. Tanz Sonntage Konzert Es epleit die Stimmungekapolle Fred Biom Wittelsbacher Hof Fr. Lewald Ruf 65622 Ab heute wieder jeden Mittwoch und Sonnabend KONZERT.TANZ Sonntage Konzert mit humoristisch. Einlagen W E Vielleicht etwas hleiner im Umsange werben— auf alle Fälle aber durchgehend werben! Die„Bfrehnzeige.— Dein Feiser Piforge MitoumgBlutsceislauf=Tee verschafft rudigen Schlaf. ist erprodt dei Vergaltung, Bellemmung, Atemnot, Herzklopfen, Kopfwed, Schwindel Anfädigkeit, klar zu denken, Gemätsverstimmung, harnausscheidend. Allein echt im Wörishofener Kräuter=Haus Reinhold Marnach, Bochum, Kortumstraße 31 neden dem Capitol=Kino, Ruf 63101 Wir haben unsere Betriebe der Zeit entsprechend auf Tagesbeirieb umgestellt. Die Wiedereröffnung erfolgt Mittwoch, 24. Juli 1940, nachm. 5 Uhr. Es gelangt zum Ausschank: Dortmunder Actien-Bier u. die bekannten Spezialitäten der Firma Braukämper zu zivilen Preisen. Wir werden uns bemühen, unsere Gäste in jeder Beziehung zufrieden zu stellen. Der Eingeng zu unserer bekanntlich schönen Gaststätte befindet sich Kortumstraße,(Straßenbahnhaltestelle Drehscheibe) und Grabenstraße. Central-Betriebe G. m. b. H. j. A. W. Braukämper ottmann. Ihre Vermühlung geben behannt Willi Konnert Trude Konnert ged. Radzen Bochum, den 23. Juli 1940 z. J. Wehrmacht Arnoldstraße 22 Du warst so jung. Du starbst zu früh: Wer Dich gekannt. Vergibt Dich nie. Montag früh.30 Uhr starb nach kurzem, schwerem Leiden mein lieber Mann, mein herzensguter Vater, unser guter Sohn. Bruder. Schwager und Onkel Karl Koch Im Alter von 29 Jahren Um stille Tellnahme bitten: Frau Henriette Koch geb. Böckmann und Tochter Christel Bochum, den 23. Juli 1940 Die Beerdisuns findet Donnerstas. 25. Jull. 16 Uhr. vom Trauerhause Wohlfahrtstraße 162 aus statt. Trauerteier eine Viertelstunde vorher Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß verschied Sonntag abend 11.30 Uhr plötzlich und unerwartet intolge Herzschwäche mein einziger unvergeßlicher Sohn mein lieber Bruder und Schwager, unser Neffe und Vetter Helmut Rickert Im Alter von fast 21 Jahren. In tiefem Schmerz: Frau Witwe Elisabeth Rickert geb. Klump Irmgard Rickert Gustav Lins Bochum, den 21. Juli 1940 Taubenstraße 7 Die Beerdigung ündet am Donnerstag, dem 25. Jul. um.30 Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofes Bochum-Grumme aus statt. Trauerfeier eine halbe Stunde vorher. Allen Freunden und Bekannten, denen aus Versehen keine Nachricht zuging, diene diese als solche Unser Kamerad Pieinniat Rickert ist am 21. Juli verstorben. Ein Leiden, gegen das er sich mit allen Kräften gewehrt hat, hat ihn plötzlich dabingerafft. Dahingegangen ist ein Förderer unseres Ortsvereinslebens, wie er selten zu finden ist, ein treuer Kamerad und Freund. Sein Tod hat eine schwer zu ersetzende Lücke gerissen. Unvergessen wird er in unseren Rethen fortleben. An der Beerdigung am Donnerstag, dem 25. Juli 15.30 Uhr, auf dem Friedhof in Grumme nehmen die Mitglieder teil. Deutsche Stenografenschaft Ortsverein Kurzschriftfreunde Otto Kramp Ortsvereinsführer Am 22. d. M. verschied plötzlich nach kurzer Krankheit unser Arbeitskamerad, der kaufmännische Angestellte Helmut Rickert Im blühenden Alter von noch nicht 21 Jahren Herr Rickert war seit Januar 1936 bei uns, zuerst als kaufmännischer Lehrling und dann als Lohnbuchhalter, tätig und erfreute sich wegen seines guten Charakters, seines bescheidenen Wesens und seines Fleibes bei Vorgesetsten und Mitarbeitern allseitiger Beliebtheit: Wir bedauern aufrichtig den frühen Helmgang dieses jungen, hoffnungsvollen Menschen und werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren.* Führung und Gefolgschaft aus anderen Zeitungen übernommen Geboren(Knaben): Dortmund: Ewald Gutverlet(Ollv Kölmel). Hagen: Paul Fehr(Hannv Hoppe). Witten: Jos. Dürscheidt(Grete Leußer.— Mädchen: Dortmund: Oskar Guski(Herta Dahlmann). Eugen Mever=Marbach(Liselotte Loose.„„„„„„ Verlobte: Dortmund: Else Quick mit Helmut Loose. Dortmund=Avlerbeck: Irene Sträter mit Robert Meister. Vermählte:„Wanne=Eickel: Helmut Gericke mit Grete Hitkamp. Gestorben: Dortmund: Hermann Galle, 53., Wwe. Maria Merten, 81., Hubert Lammert, 55 J. Dortmund=Grevel: Heinrich Dreifuß, 65 J. Hagen: August Poßfeld, 68., Ruth Kobabe, 25 J. Wanne=Eickel: Elisabeth Rebein, 83 J. von der Wehrmacht zurüch! Friseurmeister Felir Reichel Oskar-Hoffm.-Str. 36 Verloren Sonnt. i. Autobus ab Bahnh.(.20.) n. Querenburg o. weit. auf d. Wege Markstr. b. Landw. Deilmann gold. .=Armb.=Uhr verlor. Ehrl. Find. w. geb., sie geg. gute Bel. abz. G. Schulten, Viktoriastr. 20 Montag mittag verloren. Abzug. Elsaßstr. 11, Lad. Selbochnr verloren von Redemptoristenstr. b. Schlachthof über Dorstener St. Gegen gute Belohn abzug. bei Metzg. Schulte=Ladbeck, Malteserstraße Unzählige Firmen gingen schlafeh, nur, weil sie aus irgendeinem Grunde die Werbung unterbrachen K Arbeitsamt Bochum. Bochum, den 22. Juli 1940. Bekanntmachung Arbeitsbuchpflicht Die Arbeitsbuchpflicht ist durch Verordnung vom 22. 4. 1939 erweitert und wird auf alle selbständigen Berustatigen, Heimarbeiter, Hausgewerbetreibenden und Zwischenmeister mit ihren mithelfenden Familien= angehörigen ausgedehnt. Außerdem sind nunmehr auch die Gefolgschaftsmitglieder mit einem Entgelt von mehr als 1000.— RM. monatlich arbeitsbuchpflichtig. Ich ordne hiermit für diesen Personenkreis an, sofort die Ausstellung eines Arbeitsbuches zu beantragen. Zu den selbständigen Berufstätigen gehören alle zu Erwerbszwecken tätigen Personen, auch Pächter, Teilhaber und Mitinhaber, die das wirtschaftliche Risiko ihrer Tätigkeit selbst tragen, insbesondere Fabrikanten, Handwerker, Kaufleute, Händler, Vertreter, Makler, Verwalter, Heimarbekter, Hausgewerbetreibende, Zwischenmeister usw. Weiter sind arbeitsbuchpflichtig alle Personen, die auf Grund von Werkverträgen bestimmte Arbeitsleistungen vollbringen, z. B. freischaffende Künstler, Schriftsteller Dolmetscher, Privatlehrer, Handelsvertreter und Artisten. Nicht arbeitsbuchpflichtig sind Rechtsanwälte und die als Selbständige in Berusen des Gesundheitswesens tätigen Personen. Zu diesen zählen Aerzte, Zahnärzte, Tierärzte, Apotheker, Heilpraktikanten, Dentisten und Hebammen. Arbeitsbuchpflichtig sind weiterhin alle Personen, die als Familienangehörige im Betrieb oder sonstigen Unternehmen des Ehegatten, der Eltern, Voreltern oder sonstigen Verwandten mitarbeiten, ohne daß ein Arbeitsvertrag geschlossen ist. In Zweifelsfällen ob eine Arbeitsbuchpflicht besteht, erteilt das Arbeitsamt Auskunft(Nebenanschluß Nr. 37). Die Ausstellung der Arbeitsbücher erfolgt durch das Arbeitsamt Bochum, und zwar für den Stadtkreis Bochum im Hauptamt, Kreuzstraße 10 Zimmer 43, und für den Stadtkreis Wattenscheid in der Nebenstelle Wattenscheid, Nikoleistraße 2. Die Antragsformulare sind dort abzuholen. Vor der Abgabe der ausgefüllten Anträge ist die auf dem Formvordruck vorgesehene Bescheinigung der Ortspolizeibehörde einzuholen. Die Unterlassung der Beantragung des Arbeitsbuches und die unrichtige oder unvollkommene Ausfüllung der Anträges wird auf Grund des§ 28 der Verordnung des Reichsarbeitsministers über das Arbeitsbuch vom 22. 4. 39..G. Blatt I. Seite 824, bestraft. Die Einreichung der Arbeitsbuchanträge hat bis tthen Siter KETT K Peivatdetestit Graf=Engelbert=Str. 37— Ruf 6622 Ermittlungen und Beobachtungen Haus= und Grundstücksverwaltungen Kleine Vermögen kommen zusammen, wenn unwichtige„Basgatell-Ausgaben“ im Monat, in einem Jahr oder gar in einem Jahrzehnt zusammengerechnet werden! Wäre es da nicht vernünftiger, die nebenbei ausgegebenen ,Kleinigkeiten im Laufe der Zeit zu einem wirklich ansehnlichen Kapital anwachsen zu lassen? Haben Sie erst einmal begonnen, dann geht es schnell voran— und... 1a Botstterwack. Wer spart, der kommt Im Leben weiter! spätestens zum 15. 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