#is Anzeigenpreise: Grundpreise für 1 mm Höbe in 22 mm Breite 10 Pl. gspreis mit Botenlohn: 2,15 RM. monatlich oder 1,08 RM. halbmonatlch. Selbstabholer.85 RM., monatlich, oder 93, Bf. balhmongticgh. Bezugspreis für die„Bochumer Illustrierte: 30 Bf. moratlich, Funksbör mit mir“ 45 Bf, monatlich bei bier Sonntagen und Pi. bei fünf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der durch höbere Gewalt, Verbot oder Betriebsstörung und dal. wird können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— schäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 18 Uhr, von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftleitung, außer mittwochs und sonnabends, von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckkonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmählen& Dierichs in Bochum Dienstag 2. April 1940 47. Jahrgang Nummer 77 Einzelpreis 10 Pf. im Anzeigenteil und in 78 mm Breite 55 Pf. im Textteil. Familienanzeigen 7 Pf., Stellengesuche 6 Pf., Vereinsanzeigen(die nicht der Wirtschaftswerbung dienen) 5 Pf., kleine Anzeigen(nicht geschäftlicher Art) 8 Bf. Anzeigen im Vereins= und Sportkalender Im Textteil 10 Bfz Auskunst= und Zifsergebühren 25 Pf. Zur Zeit zu. Preisliste Nr. 10 gültig. Nachlaßstaffel B.— Schluß der Anzeigenannahme sür die sechömal wöchentlich frühmorsesigener gezregde, Ferlne um 16 Uhr des Vortages. Für den richtiger, gurggug, tersmnd: lich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr Abernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551 bis 54 Sie Srrschuster Wunnre= huln Vorng estte bröhtenn Zwangsiitkem= Vie lehten Vorumente des beutschen Weizbuches Berlin, 2 April. Aus der Dokumentensammlung des Auswärtigen Amtes, deren erste Folge aus 16 Dokumenten besteht, ringen wir heute noch die nachstehenden Dokumente Nr. 4, 9 und 14 mit unwesentlichen Kürzungen: Krieg Deutschland—Rußland wünschten die demokratischen Staaten Pericht des polnischen Botschafters in Washington, Grafen Jerzy Potocki, an den polnischen Außenminister in Warschau vom 21. November 1938. Botschaft. Republik Polen in Wastington girstm Jun 9u 11 1988 Washington, den 21. 11. 1938. Betr.: Unterredung mit Botschafter Bullitt An den#— Jnkauministe Herrn Außenminister in Warschau. Vorgestern hatte ich eine längere Unterredung mit dem Botschafter Bullitt, der hier in Urlaub ist. Eingangs bemerkte er, daß sehr herzliche Beziehunen ihn mit, dem Botschafter Lukasiewicz in Paris ver„Zweifellos ja, aber erst dann, wenn England und Frankreich sich zuerst rührten!“ Die Stimmung in den Vereinigten Staaten ist, wie er sagte, gegenüber dem Nazismus und Hitlerismus so gespannt, daß schon heute unter den Amerikanern eine ähnliche Psychose herrscht wie vor der Kriegserklärung Amerikas an Deutschland im Jahre 1917. Bullitt erkundigte sich dann über Polen und über unsere Situation in Osteuropa.,### Bullitt zeigte sich hinsichtlich der Situation in Osteurova nicht allzu gut informiert und führte die Konversation in ziemlich oberflächlicher Weise. Jerzy Potocki,„ Botschafter der Polnischen Republik. „Mverfruns Frankreichs unterstähen Bericht des polnischen Botschafters in Paris, Jules Lukasiewicz, an den polnischen Außenminister in Warschau vom. Februar 1939 gen ihn mit dem Botschafter Lukasiewicz in Paris verbinden und daß er mit ihm sehr gerne verrehrt. Da Bullitt den Präsidenten Roosevelt über die internationale Situation in Europa ständig informiert und vor allem über Rußland, werden seine Mitteilungen vom Präsidenten Roosevelt und dem Staatsdeparkement mit großer Aufmerksamkeit aufgenommen. Bullitt zeigte in seiner Unterhaltung im allgemeinen einen großen Pessimismus. Er sprach davon, daß das Frühjahr 1939 zweifellos wiederum sehr aufregend sein wird, verstärkt noch durch das ständige Aufblitzen der Kriegsmöglichkeiten und der Drohungen von seiten Deutschlands sowie der Gefahr der ungeklärten Verhältnisse in Europa. Er stimmte mit mir überein, daß der Schwerpunkt der europäischen Frage sich vom Westen nach dem Osten verschoben habe, da die Kapitulation der demokratischen Staaten in München ihre Schwäche gegenüber dem Deutschen Reiche offenbart hat. Sodann sprach Bullitt über das vollständige Nichtvorbereitetsein Großbritanniens zum Kriege und über die Unmöglichkeit, die englische Industrie auf die Massenkriegsproduktion, insbesondere auf dem Gebiet des Flugzeugwesens, umzustellen. Ueber die französische Armee außerte er sich mit ungewöhnlichem Enthusiasmus, bestätigte jedoch, daß das französische Flugwesen überaltert sei. Nach dem, was die Militär=Experten Bullitt während der Herbstkrise des Jahres 1938 gesagt haben, würde ein Krieg mindestens sechs Jahre dauern und würde nach ihrer Ansicht mit einer völligen Zerschlagung Europas und mit dem Kommunismus in allen Staaten enden. Zweifellos würde Sowjetrußland am Schluß davon den Nutzen ziehen. Ueber Sowjetrußland sprach er mit Geringschätzung. Er redete davon, daß die letzte Reinigung und inbesondere die Beseitigung Blüchers eine vollständige Desorientierung in der Roten Armee hervorgerufen habe, die zu keiner kriegerischen aktiven Anstrengung fähig sei. Im allgemeinen ist Rußland, wie er sagte, gegenwärtig der Kranke Mann von Europa. Er verglich es mit dem ottomanischen Vorkriegsstaat. Ueber Deutschland und den Kanzler Hitler äußerte er sich mit größter Behemenz und mit starkem Haß. Er sprach davon, daß nur Stärke, und zwar am Schluß eines Krieges, der wahnsinnigen Ausdehnung Deutschlands in Zukunft ein Ende machen könne. Auf meine Frage, wie er sich diesen kommenden Krieg vorstelle, erwiderte ex, daß vor allem die Vereinigten Staaten, Frankreich und England gewaltig aufrüsten müßten, um der deutschen Macht die Stirn bieten zu können. Gt.Pgrig Wis i(aunx.. Dann erst, wenn der Augenblick reif ist(sprach Bullitt weiter), wird man zu der letzten Entscheidung schreiten können. Ich fragte ihn, in welcher Weise die Auseinandersetzung erfolgen könne, da Deutschland vermutlich nicht England und Frankreich als erster angreifen werde. Bullitt erwiderte, daß die demokratischen Staaten absolut noch zwei Jahre bis zur vollständigen Aufrüstung brauchten. In der Zwischenzeit würde Deutschland vermutlich mit seiner Ausdehnung in östlicher Richtung vorwärts schreiten. Es würde der Wunsch der demokratischen Staaten sein, daß es dort im Osten zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Deutschen Reich und Rußland komme. Da das Kräfte=Potential der Sowjetunion bisher nicht bekannt sei, könne es sein, daß sich Deutschland zu weit von seiner Basis entferne und zu einem langen und schwächenden Krieg verurteilt werde. Dann erst würden die demokratischen Staaten, wie Bullitt meint, Deutschland attackieren und es zu einer Kapitulation zwingen. Auf meine Frage, ob die Vereinigten Staaten an einem solchen Kriege teilnehmen würden, antwortete er: Wertvolle Aufklärungsergebnisse Der große Erfolg der deutschen Jagdflieger dnb Berlin, 1. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Westen geringe Spähtrupptätigkeit und schwaches Artilleriefener. Südlich Saarbrücken, über französischem Boden, kam es am Nachmittag des 31. März zu verschiedenen gröferen Luftkämpfen zwischen deutschen und französischen Jagdflugzeugen. Trotz zahlenmäßiger Ueberlegenheit der Franzosen schossen die deutschen Jäger ohne eigene Verluste sieben Morane=Flugzeuge ab. Tagsüber wurde über Ostfrankreich und der Nordlee bis zu den Shetland=Inseln aufgeklärt. Die eingesetzten Flugzeuge kehrten mit wertvollen Ergebnissen unversehrt zurück. Politischer Bericht Nr. IV/4. Botschaft der Republik Polen Nr. 1/8/10 Paris, den. Februar 1939 Streng geheim! An den Herrn Außenminister in Warschau. Vor einer Woche ist der Botschafter der Vereinigten Staaten W. Bullitt nach einem dreimonatigen, in Amerika verbrachten Urlaub nach Paris zurückgekehrt. In der Zwischenzeit hatte ich mit ihm zwei lange unterredungen, die es mir gestatten, Herrn Minister über seine, die europäische Situation betreffenden Ansichten zu informieren wie einen Ueberblick über die Politik Bashingtons zu geben. 1. Eine Außenpolitik der Vereinigten Staaten, deren Bestreben es ist, unmittelbar an der Entwicklung der Verhältnisse in Europa teilzuhaben, gibt es nicht. Eine solche Außenpolitik wäre auch nicht möglich, da sie von der öffentlichen Meinung, die in dieser Hinsicht ihre isolationistische Einstellung nicht geändert hat, nicht genehmigt werden würde. Dagegen besteht, ein gußerordentlich verstärktes Interesse des amerikanischen Volkes für die europäische Lage. Demgegenüber treten sogar die inneren Angelegenheiten in den Hintergrund und verlieren die Aufmerksamkeit, deren sie sich früher erfreut haben. Die internationale Situation wird von den Wa soffiziellen Kreisen als ungeheuer ernst und unter der Gefahr eines bewaffneten Konflikts stehend betrachtet. Die maßgebenden, Faktoren sind der Ansicht, daß, wenn s zwischen England und Frankreich einerseits wie Deutschland und Italien anderseits zum Kriege kommen sollte, in dem England und Frankreich eine Niederlage erleiden könnten, dann würden die Deutschen den realen Interessen der Vereinigten Staaten auf dem amerikanischen Kontinent gefährlich werden. Aus diesem Grund könne man die Teilnahme der Vereinigten Staaten am Kriege auf seiten Frankreichs und Englands von vornherein voraussehen, natürlich erst eine gewisse Zeit nach Ausbruch des Konfliktes Botschafter Bullitt drückte das wie folgt aus:„Sollte ein Krieg ausbrechen, so werden wir sicherlich nicht zu Anfang an ihm teilnehmen, aber wir werden ihn beenden.“ Nach Meinung Botschafter Bullitts ist die obige Einstellung der maßgebenden Washingtoner Kreise jeglicher jideologischer Eiemente har und ergibt sich ausschließlich aus der Notwendigkeit, die realen Interessen der Vereinigten Staaten zu verteidigen, die im Falle einer französisch=englischen„Niederlage ernstlich und unmittelbar zugleich vom Pazifik wie vom Atlantik her bedroht wären. (Fortsetzung auf Seite 2) Außererbenlicher Einbrau in CsA. Amerikanische Abgeordnete verlangen öffentliche Klarstellung Berlin, 1. Aoril. Wir wünschen nicht, uns irgendwie in inneramerikanische Dinge einzumengen. Aber die Vereinigten Staaten sind denn doch ein zu gewaltiger Faktor der Weltpolitik, als daß es nicht, fast möchten wir sagen, schon die Höflichkeit erforderte, auch das deutsche Volk über die wesentlichen Vorgänge in Amerika zu informieren. Dazu gehört der außerordentliche Eindruck, den drüben die Geheimberichte der volnischen Gesandten in Paris und London über die in der Tat verblüffende Rolle der dortigen amerikanischen Vertreter, der Herren Bullitt und Kennedy, bei der Anzettelung des Krieges gegen Deutschland gespielt haben.,„.zzetrauge 8. Sehr bemerkenswert ist, daß der Staatssekretär des Aeußern. Hull, es notwendig fand, diese Rolle der Herren Bullitt und Kennedy zu dementieren. Aber die gerade Herrn Hull nahestehende„Washington Post“ bedauert, dieses Dementi als ungenügend ablehnen zu müssen; sie hält es lediglich für die dienstliche Ausführung eines höheren Befehls. Die„Washington Post“ erinnert daran, daß Herr Hull erst vor einer Woche den amerikanischen Gesandten in Kanada, Herrn Cromwell. habe zur Rechenschaft ziehen müssen wegen ganz ähnlicher Aeußerungen, wie die der Herren Kennedy und Bullitt in London und Paris. Leider seien deren Aeußerungen, wie sie in den Geheimberich= ten der Vertreter der gewesenen Beck=Regierung mitgeteilt worden sind, gar zu glaubwürdig, und leider gehörten diese beiden, Herr Kennedy und Herr Bullitt, genau so wie Herr Cromwell zu jenen amerikanischen Gesandten, die„nicht als Angestellte des Staatsdepartements des Auswärtigen, sondern als persönliche Abgesandte des Präsidenten Roosevelt zu betrachten seien und daher ihm und nicht dem Staatsdepartement Gefolgschaftstreue zu schulden glaubten“. Wir wissen nicht, ob und wieweit das zutrifft, aber wir glauben, von einer so prononcierten Feststellung eines Blattes von der Bedeutung und besonderen Stellung der „Washington Post“ doch Notiz nehmen und Kenntnis geben zu müssen. 26.—#1. u u. 4 u. Offenbar ist die Erregung über die Rolle der Bullitt und Kennedy drüben noch immer im Wachsen.„In einer Rundfunkrede erklärte Herr Hamilton Fish, das führende republikanische Mitglied des Außenausschusses des Abgeordnetenhauses, nach seiner schon längst gebildeten Ueberzeugung„stamme die Kriegshysterie in den Vereinigten Staaten unmittelbar aus dem Weißen Haus“. Gegen den Herrn Bullitt will der Abgeordnete Fish— vorbehaltlich weiterer Prüfung der volnischen Geheimberichte— öffentliche Anklage beantragen: ja, er behält sich dasselbe gegen den Präsidenten Roosevelt vor wegen dessen„unerhörter Einmischungspolitik“. Die polnischen Geheimberichte, meint Herr Fish, zeigten den Amerikanern, daß Roosevelt in dem Streit zwischen Deutschland und Polen bereit war, in einer Weise Partei zu ergreifen, die sich mit Neutralität nicht vereinbgren läßt. 1..u.14, u. SeunWir können nicht beurteilen, wie weit solche Behauptungen zutreffen. Aber Presse und— was in Amerika heute vielleicht noch stärker wirkt— Rundfunk sind erfüllt von dieser Angelegenheit. Nicht nur die Repuhlikaner, auch die Demokraten zeigen sich aufs äußerste beunruhigt. Es ist das demokratische Mitglied des Auswärtigen Senatsausschusses, Senator Reynolds, der erklärt, mit bloßen Presse=Dementis würde das amerikanische Volk über diese Sache nicht zu berubigen sein: der„profranzösische und probritische“ Herr Bullitt vor allem müsse vor die Schranken und unter seinem Eide vernommen werden. Es ist der ebenfalls demokratische Senator Holt, der feststellt, die mitgeteilten Aeußerungen des Herrn Bullitt stimmten durchaus mit dessen sonstigen und früheren Aeußerungen überein, und der sich scharf dagegen wendet, daß„Botschafter und Gesandte ihre Ernennungen nicht ihren Fähigkeiten verdanken, sondern ihren Zuwendungen an die Partei" Bir enthalten uns jeder Stellungnahme zu all dem. Wir überlassen die amerikanischen Angelegenheiten den Amerikanern. Um so schärfer weisen wir es zurück, wenn drüben Stimmen sich erheben, die hier von„dentscher Propaganda“ reden. Von deutscher Seite ist nichts erfolgt als die Veröffentlichung einer Reihe von Dokumenten, die dazu dienen, dem deutschen Volke und— falls es sie, wie es ja scheint, interessiert— der Welt die grundlegende Wahrheit über einen weltgeschichtlichen Vorgang, wie die Vorbereitung und den Ausbruch des Krieges gegen Deutschland offenbar zu machen. In der Presse aller Länder— von den Feindstaaten England und Frankreich abgesehen— stehen auch heute die Dokumente im Mittelpunkt der Veröffentlichungen, wobei besonders die Rolle der amerikanischen Botschafter in Paris, London und Warschau und auch der Eindruck in den Vereinigten Staaten hervorgehoben wird. Eine Stellungnahme Roosevelts dnb Washington, 1. April. Präsident Roosevelt, der auf der Pressekonferenz über das deutsche Weißbuch befragt wurde, war offensichtlich bemüht, von der Behauptung des volnischen Botschafters Potocki abzurücken, daß der USA.= Botschafter Bullitt den Westmächten amerikanische Kriegshilfe gegen Deutschland versprochen habe. Roosevelt erklärte, er habe das Weißbuch bisher nicht gesehen, wolle aber grundsätzlich sagen, daß in gegenwärtigen Kriegszeiten alle Provaganda=Mitteilungen aus kriegführenden Ländern mit mehreren Körnern Salz genossen werden sollten. Roosevelt fügte hinzu, daß Bullitt in der nächsten Woche auf seinen Pariser Posten zurückehren werde. Ausländische Journalisten sahen die Originale Newyork, 1. April. Mehrere Newyorker Blätter veröffentlichen eine United=Preß=Meldung aus London, die einem direkten Eingeständnis der Echtheit der deutschen Dokumentenveröffentlichung durch polnische Kreise gleichkommt. Auch wird in diesem Zusammenhang betont, daß einige Berliner Korrespondenten ausländischer Blätter die Originaldokumente im Berliner Auswärtigen Amt gesehen und diese Urkunden für echt hielten. Der Bericht beschreibt dann die zahlreichen Unterschriften und Randbemerkungen auf den Dokumenten. Alles dies beweise, daß die Dokumente im polnischen Außenamt durch viele Abteilungen gegangen seien. Asociated Preß meldet, daß den Auslandsjournalisten in Berlin die Einsicht in die Originaldokumente zur Prüfung ihrer Echtheit ermöglicht worden sei. sanile Vodis ZoschuahrahWetorn Derrussisch=finnische Friedensschluß verhinderte das— Schwedische Regierungserklärung — Auterminist== in ber a= auflärte die Resismengen in genammen N— R'rs werde die(So Stockholm, 1. April. Die schwedische Regierung hat am Montag in den beiden Kammern des Reichstages eine Erklärung über die politischen und diplomatischen Ereignisse während des finnisch=russischen Konfliktes und über die Haltung Schwedens hierzu abgegeben. Die Erklärung wurde in der Ersten Kammer von Außenminister von Günther und in der Zweiten Kammer vom Ministerpräsidenten Hansson gleichlautend verlesen. Die Regierungserklärung enthält im wesentlichen einen historischen Rückblick auf die Ereignisse, die zumeist bekannt sind... W. Aim 524, 22123. 84. Ueber die Haltung der Westmächte enthält die Erklärung jedoch eine Reihe außerordentlich interessanter neuer Mitteilulngen, so über die Tatsache, daß der französische Ministerpräsident Daladier, am 2. März, also zu einer Zeit, als bereits Gespräche über den Frieden zwischen Finnland und Rußland geführt wurden, dem schwedischen König eine Mitteilung über die Stärke der französischen und englischen Truppen zugehen ließ, die nach Finnland geschickt werden sollten, sowie über die Frage der Durchfahrt dieser Truppen durch Schweden. Der schwedische König sprach in seiner telegraphischen Antwort den Wunsch aus, die von den Westmächten geplante Aktion möge nicht zustande kommen, da er wegen ihrer Konsequenzen äußerst besorgt sei. Der König fügte hinzu, daß nach wie vor Versuche gemacht würden, einen für Finnland annehmbaren Frieden zu erzielen. Am gleichen Tage, also am 2. März, richtete der britische Gesandte in Stockholm im Auftrage seiner Regierung eine mündliche Anfrage an den schwedischen „Außenminister, in der er erklärte, die Regierungen in London und Paris seien der Auffassung, daß die einzige Weise, in der sie Finnland wirksame Hilfe, leisten könnten, die Entsendung englischer und französischer Truppen sei. Diese Truppen müßten norwegisches und schwedisches Gebiet passieren. Die britische Regierung beabsichtige, um förmliche Genehmigung des Durchmarsches zu bitten. Die britische Regierung sei sich dessen bewußt, daß die schwedische und norwegische Regierung befürchten könnten, 6. März wurde die Sowjetregierung daß die finnische Regiexung bedieses Vorgehen sie einer starken Reaktion von deutscher Seite aussetzen werde. Für diese Eventualität seien die englische und die französische Regierung bereit, Schweden und Norwegen weitgehende militärische Hilfe zu leisten, und die Vorbereitungen seien schon weit vorgeschritten. Diese britische Darlegung wurde am selben Tage vom hiesigen französischen Gesandten im Auftrage seiner Regierung unterstützt. Jedoch wurde die Anfrage von der schwedischen Regierung am 2. und 8. März mündlich abschlägig beschieden. Am 5. März ließ die finnische Regierung über die schwedische Regierung und deren Gesandten der Moskauer Regierung mitteilen, daß sie die bereits früher übermittelten russischen Vorschläge im Prinzip annehme und eine Mitteilung über Zeit und Ort für die Erörterung der Verhandlungen erwarte. Sie schlage gleichzeitig den Abschluß eines Waffenstillstandes vor und zwar brachte der schwedische Gesandte in Moskau den Termin des 6 März, 11 Uhr vormittags, in Vorschlag. Der Vorschlag für einen Waffenstillstand wurde jedoch russischerseits nicht angenommen. Am 6. März dahin unterrichtet, daß die finnische Regierung beschlossen habe, eine Abordnung von fünf Personen nach Moskau zu schicken. Am 8. März wurden der hiesige britische und französische Gesandte durch den schwedischen Außenminister über Schwedens Beitrag zur Eröffnung der Friedensverhandlungen informiert. Dabei wurde hervorgehoben, daß ein deutsch=schwedischer Kontakt in dieser Frage nicht vorgekommen sei. Gleichzeitig unterstrich der Außenminister, daß die Gerüchte von einem schwedischen Druck auf Finnland unwahr seien. Obgleich die Friedensverhandlungen weitergingen, überreichte am 12. März, 12 Uhr mittags, wie in der schwedischen Regierungserklärung festgestellt wird, der britische Gesandte in Stockholm dem schwedischen Außenminister folgendes Schreiben: „Gemäß Instruktion von seiten des britischen Außenministers beehre ich mich, zur Kenntnis zu bringen, daß die britische Regierung von der finnischen Regierung ein eindeutiges Ersuchen erhalten hat, daß die britischen und französischen Regierungen an die schwedischen und norwegischen Regierungen einen sofortigen Antrag stellen möchten, die Durchfahrt britischer und französischer Truppen nach Finnland über schwedisches und norwegisches Staatsgebiet zuzulassen. Unter diesen Umständen habe ich die Ehre, um die Einwilligung der schwedischen Regierung zu ersuchen, für baldige Durchfahrt solcher Truppenverbände über schwedisches Staatsgebiet.“ Eine gleichlautende Mit teilung wurde vom britischen Gesandten in Odlo übergeben. In der schwedischen Regierungserklärung heißt es hierzu:„Im Hinblick auf das vorgeschrittene Stadium, das die Moskauer Friedensverhandlungen erreicht hatten, und hinsichtlich dessen, daß, wie mir(Außenminister von Günther) der Außenminister Tanner ausdrücklich versichert hat, von finnischer Seite bei den Westmächten kein Ersuchen um Hilfe gemacht worden sei, entgegnete ich dem britischen Gesandten, daß man die Sache auf sich beruhen lassen solle, wenigstens bis zum nächsten Tage. Schon am Abend desselben Tages Friedensvertrag in Moskau unterzeichnet.“ Ueber die früheren Aktionen der Westmächte wird in der Regierungserklärung mitgeteilt, daß auf die französischen und britischen Denkschriften vom 27. bzw. 28. Dezember, in denen Finnland ein indirekter Beistand zugesichert worden war, die schwedische Regierung mitgeteilt habe, daß Schmeden bereit sei, mit allen Mitteln Finnland zu helfen, jedoch mit Ausnahme eines militärischen Eingreifens. Am 13. Januar fragte die britische Regierung in Stockholm an, wie sich Schweden zur Frage der Durchreise durch schwedisches Territorium stelle. Die schwedische Regierung antwortete darauf am 23. Januar, daß sie keine Hindernisse für die Durchfahrt einiger hundert britischer Freiwilliger mit Spezialausbildung durch Schweden sehe. Diese Freiwilligen sollten jedoch keine aktiven Posten in den Streitkräften der Westmächte bekleiden und sich in Zivil und in kleinen Gruppen nach Finnland begeben. Zu der Frage der Entsendung schwedischer Truppen wird in der Regierungserklärung festgestellt, daß bereits auf eine Frage des damaligen finnischen Außenministers Erkko anläßlich der Zusammenkunft der nordischen Staatsoberhäupter in Stockholm Staatsminister Hansson geantwortet habe, daß man nicht auf schwedisches Eingreifen mit Truppen auf Aaland rechnen dürfe. Im Falle eines Krieges zwischen Finnland und der Sowjctunion sei auf Hilfe durch schwedische Truppen nicht zu rechnen. Spätere Anfragen der finnischen Regierung wurden ebenfalls ablehnend beantwortet. Die kehlen=Sorumente=dre Weißbucher (Fortsetzung von Seite 1) Erwiesene Schuld Berlin, 1. April. Von unserer Berliner Schriftleitung Wie das politische Wochenende, so wird auch der Beginn der neuen Woche restlos durch die Veröffentlichung des deutschen Weißbuches und das ihm folgende Echo in aller Welt bestimmt. Natürlich haben die betroffenen Diplomaten allerlei Entgegnungen und Ausflüchte an der Hand. Herr Bullitt, der Hauptverantwortliche für die systematische Kriegshetze, erklärt die Dokumentenveröffentlichung als ein„propagandistisches Instrument". Das ist billig. Er behauptet ferner, niemals derartige Aeußerungen getan zu haben. Sein Freund Potocki, ehemals polnischer Botschafter in Washington, schwört ebenfalls ab. Wer wird auch schließlich derartige Gespräche, die zu einer geschichtlichen Verurteilung führen müssen, eingestehen? Durch irgendeine Ausflucht aber werden die beglaubigten Dokumente— das sei noch einmal genau festgestellt— nicht aus der Welt geschafft. Daß wir mit unserer Auffassung recht haben, hat der Widerhall in der amerikanischen Presse bewiesen. Führende Zeitungen in Newyork, Washington usw. kümmern sich um die billigen Dementis überhaupt nicht. In offener Form kritisieren sie das Verhalten ihrer europäischen Diplomaten. Selbst amerikanische Parlamentarier haben bereits das Wort ergriffen. So hat der bekannte Politiker Hamilton Fish in einer Rundfunkrede scharf gegeißelt daß offensichtlich amerikanische Diplomaten Geheimabmachungen mit europäischen Regierungen getroffen haben. Mit diesem Hinweis ist auch nach unserer Auffassung die außerordentliche Bedeutung der Veröffentlichung und ebenso die Verantwortungslosigkeit des Gebarens amerikanischer Diplomaten aufgezeigt. Besonders auch das Dokument über eine Unterredung des polnischen Botschafters Potocki mit Mister Bullitt im Januar 1939 beweist, daß dieser amerikanische Botschafter sich über die Neutralitätsgesetzgebung seines Landes und über die Nichteinmischung klar hinwegsetzte. Allein die scharfen, beleidigenden Worte, die über die Person des Duce hier fielen, lassen die wahren Motive erkennen, nach denen Bullitt und Genossen ihr Kriegshetzerhandwerk betrieben. Zieht man das Fazit aus den Veröffentlichungen und aus ihrem Echo, so muß man zweierlei feststellen: 1. haben Amerikas europäische Diplomaten dem offiziellen Neutralitätskurs ihrer Regierung zuwidergehandelt und 2. sind wir in den Besitz wertvollster Dokumente zur Ergänzung des Beweises für die Schuldverantwortung an diesem Kriege gelangt. Diese unsere Meinung wird von dem größten Teil der neutralen Presse, besonders aber von den römischen Zeitungen, unterstrichen. In London schweigt man betreten In Paris hat sich erst eine Stimme nebenbei zum Wort gemeldet. Im übrigen überläßt man die Angelegenheit großzügig den Amerikanern. Selbst der sonst so gewandte und auf Sensationen verbissene Churchill hat in seiner letzten Rede die ganze Angelegenheit überhaupt nicht gestreift, dafür aber den Neutralen wieder einmal eine Lektion gegeben. Offen gibt er zu, daß der Krieg für die Engländer Botschafter Bullitt stellte fest, das Gerücht, als ob Präsident Roosevelt gesagt habe, die Grenze der Vereinigten Staaten liege am Rhein, sei falsch. Er gab bis zum nächsten dagegen seiner Ueberzeugung Ausdruck, der Präsident Tages wurde der habe bestimmt gesagt, er verkaufe Frankreich Flugzeuge, :* da die französische Armee die erste Verteidigungslinie der Vereinigten Staaten sei. Dieses entsprache nämlich vollkommen seinen Ansichten. 2. Die italienischen Ansprüche gegenüber Frankreich entbehren absolut aller Grundlagen und Argumente, die sie auch nur teilweise rechtfertigen könnten. Frankreich kann und darf also nicht einmal scheinbar Zugeständnisse machen. Irgendein Nachgeben Frankreichs würde die Unterhöhlung seines Prestiges(Ansehens, Schriftleitung) in Afrika bedeuten. Man muß daher jeden eventuellen Kompromiß auf Kosten französischer Interessen ausschließen. Theoretisch genommen besteht die Befürchtung, England könnte vielleicht zusammen mit Berlin versuchen, Frankreich im Augenblick irgendeiner Spannung einen mit seinen eigenen Interessen nicht zu vereinbarenden Kompromiß aufzuzwingen. In diesem Falle jedoch wird Frankreich auf die kräftige Unterstützung Washingtons rechnen können. Die Vereinigten Staaten verfügen England gegenüber über verschiedene und ungeheuer bedeutsame Zwangsmittel. Allein die Drohung ihrer Anwendung dürfte genügen, England von einer Kompromißpolitik auf Kosten Frankreichs zurückzuhalten. Man muß damit rechnen, daß das Prestige Englands durch die Ereignisse im Fernen Osten wie die Resultate der Münchener Konferenz in der amerikanischen öffentlichen Meinung sehr stark gesunken ist. Anderseits ist die amerikanische öffentliche Meinung sich darüber im klaren, wieviel England heute an einer Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten und ihrer Unterstützung gelegen ist. Unter diesen Bedingungen kann man vermuten, daß Hitler und Mussolini es auf der Grundlage der italienischen Ansprüche Frankreich gegenüber nicht zu einem sächlich deshalb, weil sie der Ansicht sind, daß die neuen Erfolge der Achse Rom—Berlin, die das Prestige wie die Autorität Frankreichs und Englands als Imperial= mächte unterhöhlten, fast schon unmittelbar die realen Interessen der Vereinigten Staaten bedrohen. So wird auch die Außenpolitik Washingtons einer eventuellen Weiterentwicklung der Situation in dieser Richtung entgegenwirken. Die Vereinigten Staaten verfügen in ihren Beziehungen zu Italien und Deutschland über verschiedene Zwangsmittel, die heute schon sehr ernstlich gepruft und aufgestellt werden. Diese überwiegend wirtreitiges(An= prüft und aufgestellt werden. Diese Man muß schaftlichen Mittel sind derart, daß sie ohne die geringste Befürchtung eines innerpolitischen Widerstands angewandt werden können. Sie werden zweifellos sowohl für Rom wie für Berlin genügend ausdrucksvoll und fühlbar sein. Botschafter Bullitt ist der Meinung, ein von den Vereinigten Staaten gleichzeitig auf Italien und Deutschland einerseits wie England anderseits ausgeübter Druck könne in bedeutendem Maße dem Ausbruch eines bewaffneten Konfliktes vorbeugen bzw. die Entwicklung der europäischen Situation in einer Richtung verhüten, die vom Standpunkt Washingtons aus gesehen unerwünscht wäre. Auf meine Bemerkung, es sei bei der gegenwärtigen Sachlage jedoch nicht klar, ob die Vereinigten Staaten bereit wären, sich mit Deutschland und Italien um die französischen Kolonien zu schlagen bzw. gegen gewisse Systeme und Ideologien zu kämpfen, erklärte Botschafter Bullitt kategorisch, die Haltung Washingtons würde allein von den realen Interessen der Vereinigten Staaten bestimmt, nicht aber von ideologischen Problemen. Ich muß hinzufügen, daß Botschafter Bullitt sich des rücksichtslosen Widerstandes Frankreichs gegen die italienischen Ansprüche gewiß zu sein scheint und in der Konsequenz eine eventuell mögliche Vermittlung englischerseits bzw. englisch=deutscherseits, deren Ziel ein Kompromiß auf Kosten Frankreichs wäre, ausschließt. Ich möchte vorläufig von der Formulierung meiner Meinung gegenüher den Aeuberungen NatKonflikt mit England und Frankreich kommen eigenen Meinung gegenüber den Aeußerungen Botlassen werden. schafter Bullitts Abstand nehmen. Es ist, nämlich mein Eine schwache Seite der Vereinigten Staaten ist es Bestreben, vorher von ihm noch einige zusätzliche Ernatürlich, daß sie, obwohl sie schon heute ihren Stand= läuterungen zu erhalten. Eines aber scheint mir sicher, punkt im eventuellen Konfliktsfalle bestimmt haben, nämlich, daß die Politik Präsident Roosevelts in der gleichzeitig jedoch an der positiven Lösung der euro= nächsten Zeit dahin gehen wird, den Widerstand Frankpäischen Probleme keinen aktiven Anteil nehmen kön= reichs zu unterstützen, den deutsch=italienischen Druck nen, da die isolationistisch eingestellte amerikanische z# hemmen und die Kompromißtendenzen Englands zu Meinung dieses nicht gestatten würde. schwächen. J. Lukasiewiez 8. Das Verhältnis der maßgebenden amerikanischen Maticafter der Reruhfis Gale Faktoren zu Italien und Deutschland ist negativ haupt= Botschafter der Republik Polen. Die nederungedersucfe dei Nußtune Bericht des polnischen Botschafters in London, Grasen Edward Raczynski, an den polnischen Außenminister in Warschau vom 26. April 1939 London, 26. April 1939. Geheim! lung miteinander, wenn jedoch die britische Regierung ihre Versuche einer Beeinflussung aufgibt und sich entschließt, Polen die Garantie zu geben, dann wird diese Verbindung abgebrochen und damit große Unzufriedenheit der Sowjets hervorgerufen. Der hiesige Botschafter gibt allen zu verstehen, daß er en écart gehalten werde, und beklagt sich vor den Vertretern der Opposition über diese Behandlung.“) Zwei Stunden vor der Abgabe der bekannten Erklärung des Premiers vom 31. März wurde Botschafter Majskij über ihren Inhalt unterrichtet. Die Erklärung, die von der Opposition bejahend aufgenommen wurde, regte allerdings sofort zu der Frage an nach der Rolle, die man den Sowjets zuzuerkennen beabschige. Der Ministerpräsident antwortet darauf: „Die Regierung halte mit verschiedenen anderen Nächten Beratungen ab, u. a. natürlich auch mit der atragianen Lord Halifax have yeute früh den Botschaft der Republik Polen in London AB/ME=Nr. 1/SE=Sow /191 An den Herrn Minister für Auswärtige Angelegenheiten in Warschau Politischer Bericht Nr. 10/3 Englisch=sowjetische Beziehungen Die Ereignisse der letzten Wochen haben ein Interesse für die Beziehungen zwischen Großbritannien und der Sowjetunion auf die Tagesordnung gesetzt. Daher scheint es zweckmäßig, ihre Entwicklung in den vergangenen Monaten zu schildern und Aeußerungen der Leiter der britischen Politik darüber, die gewöhnlich unter dem Druck aggressiver Fragen der Opposition gemacht wurden, zusammenzustellen. 1467; Meig, In den letzten Jahren wünschte die britische Regie Sowjetregierung. rung, obwohl sie keine„Sympathie für das Sowjet= sowjetischen Botsck regime hegte, korrekte Beziehungen zur rung zu unterhalten, wobei sie jedoch jede engere Ver= gäbe keinen Zweifel bindung mied. Als 1938 Minister Eden Moskau be= Grund deren man gegenwärtig handle, von dieser Resuchte, stellte das damals herausgegebene Kommunigué gierung vollkommen verstanden und gewürdigt würden.“ fest, daß„in keiner grundsätzlichen Frage der inter In der Debatte am 3. April wird die russische Frage nationalen Politik ein Widerspruch zwischen den Inter= erneut von der Opposition angeschnitten. Der Premier essen der britischen und den der Sowjetregierung be= wird dadurch veranlaßt, während seiner Rede folgende %%„„„ 4i.54 kam den zum Erkläxung abzugeben.(Folgt die Erklärung, die beals Herr ehamberlain an die Macht kam, der zum sagt, der englische Standpunkt sei der, daß ideologische Unterschied, von seinem„Vorgänger seinen eigenen Verschiedenheiten, ganz gleich welcher Art, keinen EinStandpunkt zur Außenpolitit hatte und nach einer fluß auf solche Angelegenheiten habe Verständigung der vier Westmächte strebte, wurde nicht einem solchen Vorschlag keine prinzipiellen Bedenken dabe.„—4 8 mm Inzwischen finden in London und Moskau weitere Verhandlungen statt über den Anteil und die Rolle Rußlands in dem entstehenden neuen Kräfteverhältnis in Europa. Zweifellos wünscht England, daß Rußland an diesem Kräfteverhältnis teilnehme, will jedoch keine formale oder engere Bindung. Aus den mir von dem ständigen Unterstaatssekretär im Foreign Office, Cadogan, gegebenen Erläuterungen geht hervor, daß England und Frankreich sich darauf beschränken wollen, von Rußland eine Erklärung, es werde im Kriegsfalle eine wohlwollende Haltung einnehmen, zu erlangen, um sich so Transit, Zugang zu den Rohstoffen usw. zu sichern. Das könnte z. B. auf dem Wege einer einseitigen Erklärung der Sowjetregierung erfolgen, die feststellen würde, daß im Falle eines deutschen Angriffs auf Polen oder Rumänien Rußland im voraus seine Haltung zu einem derartigen Konflikt feststellen würde. Die Gegenvorschläge der Sowjets aber. die zu einem politischen Vertrag der gegenseitigen Hilfeleistung zu gelangen wünschen— sei es in zweiseitiger englischrussischer Form bei entsprechender Anpassung des französisch=russischen Vertrages, sei es in der Form eines Vertrages zwischen England, Frankreich und Rußland—, könnte, wie Cadogan erklärt, England nicht annehmen und auch Frankreich wolle das nicht. Cadogan berief sich dabei auf wesentliche Rücksichten, wie auf die Reaktion, die das in anderen Ländern hervorrufe, wobei er unter diesen Polen, Rumänien, Jugoslawien und Spanien aufzählte. Gleichzeitig jedoch betonte Cadogan die Schwierigkeiten, die die britische Regierung habe: sie wolle eine abschlägige Antwort nicht in einer Weise geben, die verärgern könnte. Dieser Standpunkt wurde auch Minister Gafeneu mitgeteilt. In seinen hiesigen Unterredungen vergewisserte er sich, daß die britische Regierung eine engere Annäherung an die Sowjets meide. Der rumänische Außenminister brachte mir gegenüber die Ansicht zum Ausdruck, daß die jetzigen englisch=sowjetischen Unterredungen ohne konkretes Ergebnis bleiben könnten. Daher bemüht sich die britische Politik, die allzu deutliche antideutsche Akzente noch meidet, einer allzu unmittelbaren Bindung an die Sowjets auszuweichen. Jedoch kann die weitere Entwicklung der internationalen Lage in eine Richtung gehen, die die Einhaltung dieser Linie unmöglich macht. Daher treffen die inzwischen laufenden Verhandlungen auf viele Hindernisse. Eine zusätzliche Schwierigkeit ist die Haltung der Opposition und eines gewissen Teiles der konservativen Partei mit Churchill an der Spitze, die sich deutlich auf einen Krieg vorbereiten und in den Sowjets einen Staat mit großen Reserven und potentiellen militärischen Kräften sehen. Die Schwierigkeiten mit der Opposition können noch mehr mit den Angriffen wachsen, die der Entschluß über die Militärdienstpflicht hervorrief. Denn die Regierung wird in Betracht ziehen und sich möglicherweise Argumenten entgegenstellen müssen, daß eine „Allianz“ oder eine andere Form der Verbindung mit Rußland eine so drastische Beschlußfassung hätte verhindern können. Edward Raczynski, Botschafter der Republik Polen. Altersversorgung unseres Volkes Dr. Ley sprach über die Vorarbeiten dnb Berlin, 1. April. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley sprach am Montag auf Einladung des Reichspressechefs Dr. Dietrich im Rahmen der vom Amt Presse betreuten, in der Reichspressestelle der NSDAP. regelmäßig durchgeführten Nachmittagsbesprechungen vor führenden Berliner Schriftleitern über die bisherigen Vorarbeiten und Maßnahmen zur Schaffung einer nationalsozialistischen Altersversorgung für das deutsche Volk, womit Dr. Ley bekanntlich an seinem 50. Geburtstage vom Führer beauftragt wurde. Dr. Ley legte in einer ausführlichen Rede die Vornur eine stärkere Bindung an die Sowjets unmöglich, sondern man sah auch unwillig auf die allzu weitgehende prosowjetische Politik der französischen ReVerschiedenheiten, ganz gleich welcher Art, keinen Einluß auf sosche Angelegenheiten gaben kannen.). In dem Bericht des polnischen Botschafters heißt es dann u. a. weiter: Die Ereignisse in Albanien rufen die Notwendigkeit hervor, das Parlament während der Ferienzeit auf einen Tag, und zwar am 13. April, einzuberufen. Der Premier eröffnet die Debatte, in der er nach Darlegung der internationalen Lage von gipi er zu, daß der Krieg für die Engignoer geändert. Wochenlang unterhielt die englische„Regie= dem Beschluß Mitteilung macht, Rumänien und Grienicht leicht sein werde, daß er sogar von langer Dauer rung keine Verbindung mit dem Sowjetbotschafter, ja chenland eine Garantie zu erteilen. Er erwähnt die sein müsse wann sich die Rautralan nicht auf Erglands dieser war sogar im September meist abwesend von russische Stellungnahme jedoch nicht... London. Um so größere Verwunderung erregte daher Erst als Sir John Simon auf die zahlreichen, ihm dann die bis heute noch nicht ganz geklärte Angelegen= während der Debatte gestellten Fragen antwortete, beheit des Kommuniqués des Foreign Office(Auswär= sprach er ausführlich die Verhältnisse zu Rußland. tigen Amtes in London, Schriftleitung) vom 26. Sep Hier folgen die Darlegungen Simons, von denen tember abends. in dem es hieß, daß, wenn Frankreich wir zum Verständnis nur folgendes wiedergeben: wegen seiner Verpflichtungen in Mitteleurova in einen„Schon gleich vom Beginn unserer neuen Politik an Krieg verwickelt würde, es an seiner Seite Großbritan= strebten wir nach einer raschen Gewinnung der russinien und Rußland fände. Nach diesem unverhofften schen Mitarbeit. Gleich nach der Einnahme der Tschecho„Hervorspringen“, das eher aus einer Stimmung des Slowakei durch Deutschland wandten wir uns an die sein müsse, wenn sich die Neutralen nicht auf Englands Seite stellen würden. Das ist immerhin ein Eingeständnis! Im Grunde ist solche Feststellung im Munde Churchills verblüffend. Sie wird nur erklärlich dadurch, daß Mister Churchill vor seiner Oeffentlichkeit die englischen Kriegsausweitungspläne auch motivieren muß. Churchill hat die Rechte der Neutralen als„Fetzen legaler Uebereinkünfte" bezeichnet, über die sich Großbritannien hinwegsetzen kann. Die Absichten Englands stehen damit fest, und hoffentlich sind auch dem letzten Neutralen damit die Augen geöffnet. Wir haben die„Bekenntnisse" des Ersten Lords der britischen Admiralität mit besonderer Genugtuung empfunden, denn wir wissen heute aus seinem eigenen Munde, daß Englands Kraft ohne die Neutralen zur Durchführung des Krieges nicht ausreicht. Wenn aber soeben der amtliche britische Rundfunk noch seine Hoffnung auf die Möglichkeit setzt, daß sich die Sowjetunion den Westmächten beigesellen könnte, wohlverstanden „könnte", so dürfte in diesem Punkt die Rede des sowietrussischen Außenkommissars Molotow am Wochenende eindeutig Klarheit geschafft haben. Ja, man muß sich fragen, woher nach diesem Ereignis der britische Funk noch die schwächste Hoffnung auf derartige Möglichkeiten nimmt. Molotows Rede war bündig, eine unmißverständliche Warnung an die Westdemokratien. Umtriebe, geschweige denn Verwicklungen im Nahen Osten wird die Sowjetunion nicht dulden und ihnen ein Halt gebieten. London und Paris haben also eine neue Absage einstecken müssen. Selbst die englischen Versicherungen, daß Großbritannien keinerlei Auseinandersetzung mit dem russischen Volk wünscht, sind zu veraltet und plump. daß sie irgendwie verfangen könnten. Es ist der gleiche Dreh, den man gegenüber Deutschland und Italien anwandte und noch heute anwendet. In England jedoch muß man sich allmählich daran gewöhnen, daß die Uebereinstimmung zwischen Nation und Regierung in den autoritären Staaten ganz im Gegensatz zu den Westdemokratien vollkommen ist. ihn bei der Erfüllung dieser Aufgabe leiten. Geheimrat Professor Schütte gestorben Ein verdienter Pionier der Luftfahrt und Mitarbeiter des Grafen Zeppelin Dresden, 1. April. In Dresden starb nach längerem Krankenlager der Geheime Regierungsrat Professor Dr.=Ing. e. h. Johann Schütte, ein verdienter Mitarbeiter des Grafen Zeppelin. Geheimrat Schütte, der am 26. Februar 1873 in Oldenburg geboren wurde, galt als eine anerkannte Autorität auf dem Gebiete des Schiffbaues. Von ihm stammen verschiedene Verbesserungen der Stromlinienform der Schiffe. Das Zeppelin=Unglück bei Echterdingen veranlaßte ihn zum Studium der damaligen StarrLuftschiffe. Mit dem Großindustriellen Lanz gründete er die Firma Schütte=Lanz, die ihr erstes Luftschiff nach den Erkenntnissen Schüttes in der bekannten Stromlinienform baute, wodurch sein Name in der ganzen Welt bekannt wurde. Nach den Entwürfen von Professor Schütte, die später in ihren Einzelheiten auch vom Luftschiffbau Zeppelin übernommen wurden, sind bis 1918 20 Luftschiffe gebaut worden, die im Kampfe gegen England und Frankreich erfolgreich eingesetzt wurden. Ueber 1000 Flugzeuge gingen damals aus der Schütte=Lanz=Werft hervor. Professor Schütte war lange Jahre Präsident der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Luftfahrt und der Schiffbautechnischen Gesellschaft. Gemeinschaftsempfang in den Schulen am 3. April zum Anhören der Rede Görings Wie bereits bekanntgegeben, findet am Mittwoch, 8. April, die Uebertragung der Rede des Generalfeldmarschalls Göring vor der Jugend statt. Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat angeordnet, daß in denjenigen Schulen, die an dem Die betreffenden Tage Unterricht haben und denen Rundfunkgeräte zur Verfügung stehen, Gemeinschaftsempder Sendung stattfindet. Diese Anordnung gilt Augenblicks als aus einem überlegten und vereinbarten Plan hervorging, wurden die Beziehungen kühler. Eine neue Etappe entstand in dem Augenblick, als nach einer gewissen Stagnation und Desorientierung in der Zeit nach der Krise und nachdem man zu der Ueberzeugung gelangt war, die Politik der„Entspannung“ mit Deutschland habe keine Aussicht auf schnelle Verwirklichung— wie es scheinen konnte, als Herr Chamberlain von seinem letzten Besuch beim Reichskanzler zurückkehrte und verkünden konnte, er habe„peace in our time“(Frieden in unserer Zeit, Schriftleitung) erlangt—, die britische Regierung größere Initiative zu zeigen begann und sich einen günstigen Boden für mögliche Verhandlungen mit Deutschland vorbereitete, worauf man fast bis zum Augenblick des Ausbruchs der Märzkrise rechnete. Die Gesten gegenüber Rußland haben damals eher den Charakter einer Kundgebung als wirklicher politischer Schachzüge(z. B. der demonstrative Besuch des Premiers Chamberlain in der Sowjetbotschaft), dennoch soll die Einbeziehung Moskaus in die Route des Ministers Hudson der Ausdruck eines nicht nur wirtschaftlichen Interesses an Rußland sein. Allerdings ändert sich die grundsätzliche Einstellung nicht sehr: korrekte, wenn auch keineswegs herzliche Beziehungen und der Wille, sie auf derselben Temperatur zu halten. Die Opposition zwar, die die Schaffung einer„antiaggressiven“ Front der „demokratischen“ Staaten verlangt, wünscht eine größere Annäherung an Rußland: derartige Tendenzen sind sogar bei einigen Mitgliedern der konservativen Partei vorhanden, die einen Entscheidungskampf mit Deutschland wünschen(Churchill, Duff=Cooper). fang die auch für die Berufsschulen, Berufsfachschulen und Landwirtschaftlichen Schulen für diejenigen Klassen, die zu den Zeiten der Sendung Unterricht haben. Jedoch unterstützt die Mehrheit der Partei diese Anschauungen nicht. Die tschechische Märzkrise schafft eine neue Lage. ie sowjetischen Vorschläge, eine Konferenz der interessierten oder von der weiteren deutschen Aggression „bedrohten“ Staaten einzuberufen, können sich nicht behaupten. Ebenfalls fällt aus den bekannten Gründen der englische Vorschlag einer gemeinsamen Erklärung der vier Mächte weg. In diesem Zeitabschnitt nehmen die beiden Regierungen verhältnismäßig häufig Führussische Regierung mit der Bitte, sich der Vier=MächteErklärung anzuschließen. Die russische Regierung antwortete sogleich, daß sie sich damit einverstanden erkläre, an der Vier=Mächte=Erklärung teilzunehmen, wenn nur Frankreich und Polen diesen Vorschlag annehmen würden. Wir kommen jetzt zu einem delikaten Punkt, denn, wie dem Hause bekannt ist, ließ sich dieses Projekt leider nicht verwirklichen, und wir waren gezwungen, eine andere Methode einzuschlagen, obwohl wir noch denselben Zweck verfolgten. Dann trat Rußland mit dem Vorschlag einer Konferenz der Mächte hervor. Die Einwendungen der britischen Regierung ergaben sich nicht aus der Tatsache, daß der Vorschlag von russischer Seite ausging: Ihre Stellungnahme hierzu erfolgte vielmehr auf Grund einer Einstellung aus rein praktischen Motiven... Es ging darum, die rascheste und am meisten Erfolg versprechende Methode zur Erlangung eines Einverständnisses unter den interessierten Staaten zu finden. Der russische Botschafter wurde über die allgemeinen Umrisse dieser neuen Methode informiert, die wir uns überlegt hatten und die dazu führte, daß wir gemeinsam mit Frankreich Polen und Rumänien Garantien gaben. Der russische Botschafter erkannte an, daß dies eine revolutionäre Umänderung in der britischen Politik darstelle und daß es in hohem Maße zur Aufrechterhaltung des Vertrauens in anderen Ländern beitrage. Während der Unterredungen wurde ihm offen zu verstehen gegeben, daß wir keineswegs die Absicht hätten, eine Hilfeleistung der russischen Regierung auszuschließen, wenn diese nur bereit sei, sie in möglichst zweckentsprechender und effektiver Weise zu erteilen...“ Der Abgeordnete Dalton unterbrach Simon und fragte, ob die Regierung die Möglichkeit berücksichtige, gemeinsam mit Frankreich und Rußland eine endgültige Militärallianz vorzuschlagen. Sir John antwortete nicht direkt auf diese Fragdern er erklärte, daß man britischerseits gegen *) Der sozialistische Abgeordnete Dalton behauptete in einer Unterhausxede vom 1. April, daß zwischen dem 19. und 81. März keine Verbindung wietbotschafter und dem britischen standen habe.(Es folgt ein Zitat.) Staatssekretär Fritz Reinhardt 45 Jahre alt Der Staatssekretär im Reichsfinanzministertum. SA.=Obergruppenführer Fritz Reinhardt, begeht am 3. April seinen 45. Geburtstag. Er steht am 4. April sieben Jahre auf seinem verantwortungsvollen Posten im Reichsfinanzministerium. Der Staatssekretär hat sich Verdienste um die Ueberwindung der Arbeitslosigkeit, um die Stärkung der Finanzkraft des Reiches und um die Stärkung des Zollgrenzschutzes erworben. Die Ehestandsdarlehen, Kinderbeihilfen und Bildungsbeihilfen sind sein Werk. Reinhardt ist zugleich Hauptdielstleiter im Stabe des Stellvertreters des Führers. age, songegenüber a zwische zwischen dem Solußenminister beDie meistgerauchte 5 Pf.-Cigarette Deutschlands*) ATIKANS Die Atikah allein hat einen weit größeren Umsotz als alle anderen Cigarettenmarken in den höheren Preisklassen(5 Pf. und mehr) zusammen— der beste Beweie für ihre überragende Gütel Hauptschriftleiter: Dr. Paul Diarichs(im Felde), vertretender Hauptschriftleiter: Dr. Josef Schwermann. Berliner Schriftleitung: Michael Haupt. Verlag und Druck: Lauvenmühlen& Dierichs. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Kurt Scholz, Jur Zett ist Anzeigen=Preisliste Nr. 10 gültig. staffel B. Seite 3 Nr. 77] Bochumer Anzeiger Dienstag, 2. April 1940 Sechmiir Whhelhsteit „Gewichtige Leute“ Nichts gegen die Dicken: sie sind im allgemeinen verträgliche, gut gesinnte Leute. Ihre wohlgerundete Erscheinung atmet Harmonie und wirtschaftliche Zuverlässigkeit. Die knapp anliegende Weste sitzt ihnen gut, sie verstehen mit leichter Mühe, etwas aus sich zu machen. Plus auf der Waage machen sie durch fleißige Be* Sie haben zudem ihren zusätzlichen Aerger. Mein früherer Hauswirt fährt jetzt wieder nach Karlsbad. Als ich ihn neulich fragte, was er dort eigentlich treibe, antwortete er seufzend:„Fasten!" „Das könnten Sie ja auch in Bochum tun!“ „Gewiß, aber Sie wissen ja, wenn man nicht zur Diät gezwungen wird, dann bleibt es dabei. Und Sie kennen mich ja: Wenn ich einen guten Abschluß gemacht habe, dann pflege ich mir anschließend ein kleines Fest zu bereiten. Und das setzt Fett an.“ * Der Weinhändler, Tropfchen in meiner Straße ißt und trinkt sehr mäßig, aber es hilft ihm alles nichts. Vorige Tage überraschte ich ihn bei sonderbaren Verrenkungen. Er suchte buchstäblich im Schweiße seines Angesichts mit Arm und Bein ein sogenanntes„“=Eisen zu bilden, wie man es gelegentlich bei Turnübungen „Warum soll ich das denn nicht können? Kersten kann das doch auch, und der ist noch zehn Jahre älter als ich.“ „Ja, Kersten. Das ist doch ein alter Turner und schlank wie eine Tanne.. „Hier, paß auf, jetzt...“„Aber da rutschten die 210 Pfund aus und der dicke Toni lag auf der Erde. Mein alter Schgllametab Poppinga verfachl, sein leisch 5 Tonnen Bronze auf einen Hieb Gmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm Schmuck= und Denkmalsfiguren einer vergangenen Epoche wandern in die Metallspende zum Geburtstag des Führers R eu in alter Schulkamerad Poppinga versucht sein „allzu festes Flei# mit Dampfbädern zum„Schmelzen“ zu bringen.„Wieder zwei Pfundchen minus", erklärte er vor Ostern freudigen Gemütes. Aber der Bademeister sagte mir: „Nützt ihm alles nichts, hinterher trinkt er Pils!“ Ja, so was... Wie gesagt, die Dicken sind mir im allgemeinen durchaus sympathisch, aber unlängst habe ich mich doch über einen geärgert. Wir sprachen über den Balkan, und da ergaben sich Ungenauigkeiten im geographischen Gedächtnisbild. „Beim Peter hängt eine Karte überm Stammtisch!“ Wir kehrten also bei Peter ein, um einen Blick auf die Karte zu werfen. Aber die Skatecke war dicht besetzt, und just vor dem Balkan saß ein Volksgenosse von einigen 200 Pfund. Wie sich mein langer Hals auch anstellen mochte, es bot sich keine Sicht auf die Donaumündung. Eisern hielt der Schwergewichtler die Walachei besetzt und auch von Bulgarien war keine Spur zu entdecken. So kann ein Dicker zu Zeiten doch sehr verkehrshindernd wirken. Aber sonst, wie gesagt... v. M. Ein sauberes Bürschchen Mit 17 Jahren wegen Einbruchsdiebstahls, Unterschlagung und Urkundenfälschung festgenommen Ein 17jähriger Lehrling hatte seinem Lehrherrn zunächst fortgesetzt kleinere Geldbeträge zur persönlichen Verwendung entwendet. Um zu größeren Summen zu kommen, verschaffte er sich gegen eine Empfangsbescheinigung seines Lehrherrn ein Scheckbuch, worauf er ein neues Scheckkonto errichtete und verschiedene Schecks mit der Unterschrift und dem Firmenstempel seines Lehrherrn versah. Hierdurch gelang es ihm, sich widerrechtlich in den Besitz von 2200 Reichsmark zu setzen. Von dem Gelde kaufte er einen Personenkraftwagen, wobei ihm ein anderer Mann behilflich war, und machte Vergnügungsfahrten, ohne im Besitze eines Führerscheins zu sein. Das Fahrzeug wurde später auswärts stehengelassen und konnte polizeilich sichergestellt werden. Der Jugendliche wird sich wegen Einbruchsdiebstahls, Unterschlagung, Urkundenfälschung zu verantworten haben; er wurde festgenommen und dem Amtsgericht zugeführt. Tot schlagsversuch an der Ehefrau Am 30. März, gegen 11 Uhr, hatte ein 29jähriger, auswärts arbeitender Mann, der auf Urlaub gekommen war, Klagen über den Lebenswandel seiner Frau gehört. Bei der Auseinandersetzung geriet der Mann in eine derartige Erregung, daß er seiner Frau mit einem Hammer schwere Kopfverletzungen beibrachte, die ihre Einlieferung in ein Krankenhaus notwendig machten. Lebensgefahr besteht nicht. Der zunächst flüchtige Täter stellte sich am 31. März der Kriminalpolizei selbst; er wurde festgenommen. ese Die Bochumer Sammlung für die Metallspende des deutschen Volkes zum Geburtstag des Führers hat, wie soeben bekannt wird, sozusagen auf einen Hieb eine große Menge Bronze zugeführt bekommen; die Stadtverwaltung Bochum hat sich entschlossen, die zehn großen Bronzefiguren des Rathausinnenhofes und die beiden Nebenfiguren des Denkmals für Kaiser Wilhelm I. vor der Goetheschule in die Sammlung zu geben. Zu dieser Maßnahme führt die Stadtverwaltung selbst folgendes aus:„„Kt ac 85 2. „Schon seit längeren Jahren bemuht sich die Stadtverwaltung, die öffentlichen Anlägen, Straßen und Plätze den Erfordernissen der nationalsozialistischen Zeit anzupassen. Im Zuge dieser Bemühungen sind in weitgehendem Maße Vorgärten und ihre Gitter gefallen, sind Plätze umgestaltet, die Parks freigelegt und Denkmäler umgesetzt worden. Nachdem das Gesicht Bochums in den letzten Jahren nunmehr von besonders ins Auge fallenden Häßlichkeiten befreit worden ist, kann die Sanierung nur noch langsam vor sich gehen, da die gestellten Aufgaben umfassenderen Charakter annehmen, Durchbrüche usw. erforderlich sind, die nach dem Kriege im Rahmen des Generalbebauungsplanes durchgeführt werden. Der Aufruf des Generalfeldmarschalls Göring zur Erfassung aller für die Kriegführung wichtiger Metallgegenstande hat die Stadtverwaltung veranlaßt, im Zuge der Bereinigung des Städtebildes ihr Augenmerk auf die viel umstrittenen Figuren des Ratshofes zu lenken. Man wird nicht behaupten wollen, daß die Figuren besonderen künstlerischen Wert haben; man muß vielmehr sagen, daß die etwas„süßliche“ Auffassung der heutigen großen, monumentalen Zeit nicht entsprechen kann. Die Stadtverwaltung hat sich deshalb entschlossen, die zehn großen Figuren des Ratsinnenhofes zu entfernen und sie dem Vaterlande unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Ebenso soll auch die bronzene allegorische Figurengruppe hinter dem Kaiser=Wilhelm=Denkmal an der Goethestraße entfernt und dem Reich zur Verfügung gestellt werden. Der Platz mit dem verbleibenden Denkmal Kaiser Wilhelms I. wird nach dem Kriege eine grundlegende Aenderung erfahren.“ Durch diesen Entschluß der Stadtverwaltung erhält die Metallspende in Bochum schon allein durch die zwölf Figuren etwa 100 Zentner Bronze, denn jede der zehn Figuren im Rathaushof wiegt sieben bis acht Zentner, während die beiden Figuren hinter dem Kaiser=Wilhelm=Denkmal auf mindestens je 10 Zentner geschätzt werden müssen. Die Stadtverwaltung hat damit aber die Sammelaktion im eigenen Hause noch nicht beendet. Im Gegenteil, es sind im Rathaus allein noch einige Zentner entbehrliche Bronzeteile zusammengesucht worden. Die Abgabe der vielen(und nebenbei schönen) Bronzegitter im Rathaus, deren es ja eine erhebliche Menge gibt, konnte nicht in Erwägung gezogen werden, weil es nicht möglich ist, diese Gitter abFe In vielen Sammelstellen, wie beispielsweise der hier gezeigten in der„Kaiseraue“, sind reiche bemerkenswerte Gegenstände, die gespendet wurden, zu kleinen Ausstellungen vereinigt worden. Untei tädfer„Hrrurer!...... Das Gastspiel von Marita Gründgens im Rahmen eines KdF.=Programms in der Gauhauptstadt mit großem Erfolg gestartet machen und durch andere ersetzen zu lassen. Ebenso verhält es sich auch mit anderen beim Rathausbau seinerzeit aus Bronze hergestellten Bauteilen, wie beispielsweise den Kellerrosten, die abzunehmen und zu ersetzen zur Zeit ebenfalls nicht moglich ist. Dafür hat die Stadtverwaltung aber durch die Weggabe der unserem heutigen Kunstempfinden nicht mehr entsprechenden erwähnten Figuren, ungeachtet deren materiellen Werts, ein Beispiel gegeben, das sicherlich in der Oeffentlichkeit anspornend wirken wird. Im übrigen wird das Abnehmen der Figuren schon in den nächsten Tagen erfolgen. Die Sammelaktion für die Metallspende des deutschen Volkes hat im übrigen in Bochum einen sehr guten Anfang genommen. Besonders am Wochenende hatten die Sammelstellen Hochbetrieb. Manchenorts mußten Hilfskräfte eingesetzt werden, da einfach Hände zu wenig da waren. um die Spenden entgegenzunehmen. Es dürfte sich jetzt auch herumgesprochen haben, was nun für die Metallspende in Frage kommt. Manche Sammelstellen geben dafür einen praktischen Anschauungsunterricht. Auf Tischen, die durch Grunschmua eingefaßt sind, hat man die abgelieferten Gegenstände, aufgestellt. Der haftende Eindruck ist der, daß der „Razzia“ in den Bochumer Haushaltungen nach kriegswichtigen Metallen ein großer Erfolg beschieden sein wird. Die Augen weiten sich vor Staunen, wenn man sieht, was alles ans Licht des Tages gezerrt worden ist. Pfundschwere Nickelvasen, die sich nur mit beiden Händen tragen ließen. Kerzenleuchter und Rauchservices, die aus reinem Kupfer gearbeitet waren. Um die Jahrhundertwende mochten sie noch der Familien= stolz gewesen sein, jetzt schimmerten sie ins Grünliche. Also mußten sie irgendwo ein unbeachtetes Dasein geführt haben. So mußte es auch dem Kupferkessel gegangen sein. Er prunkte zwar noch mit seiner vollen Blänke, da ihn der Spender ganz auf neu poliert hatte. Vielleicht sollte er sich noch einmal in seinem alten Glanze sonnen. Aber dieser Glanz war nur geborgt. Denn das Innere war fingerdicker Staub und Grünspan. Also konnte er fnicht verheimlichen, daß er von seinem Besitzer schon längst„zum alten Eisen geworfen“ worden war. Eine Kindergruppe— es waren drei Mädchen aus einer Familie— hatte sich an einem großen Karton müde geschleppt. Und was enthielt er? Erinnerungsmünzen von drei Generationen, mindestens 40 an der Zahl, alte Nickelgroschen, Bleisoldaten vom älteren Bruder, der jetzt beim Landdienst ist, Türklinken und Schrankknöpfe aus Messing und verschiedene Kleinigkeiten aus Kupfer, wie drei Nippesschalen, eine Streichholzdose und ein Granatstück aus dem Weltkriege. das zu einem Briefbeschwerer umgearbeitet worden war. Sie hatten das ganze Haus abgesucht, vom Dachboden bis zum Keller. Jetzt waren sie stolz, eine so reiche Spende abgeben zu können. Wenn es jeder Bochumer Haushalt mit der Entrümpelung so ernst nimmt, muß ein stolzes Ergebnis bei der Metallspende herauskommen. Tatsache ist, daß sich bis jetzt schon die Metallspenden in den Annahmestellen gehäuft haben. Der Leiter einer Außenstelle erklärte uns, daß er in drei Tagen über 15 Zentner gehortet habe. Das will wahrhaftig schon viel bedeuten. Hoffen wir, daß auch in den anderen Bezirken die Lage so ist. Dann wird die Gauhauptstadt Bochum zu dem Geburtstagsgeschenk für den Führer einen Beitrag liefern, der sich sehen lassen kann! Die Urkunden für die Spender eingetroffen Die den Spendern zur Metallspende des deutschen Volkes auszustellenden Urkunden sind bei den Annahmestellen nunmehr eingetroffen. Die bisherigen Spender, die vorläufige Empfangsbescheinigungen erhalten haben, können gegen Rückgabe dieser Bescheinigungen die Urkunden bei der Annahmestelle in Empfang nehmen. trotzdem soll man ihn bekampfen! W T T KA Der Gangeriteis Techain un der Aden Geschlossene Einheit der Sänger— Großes Konzert im Schützenhof Alle Aufnahmen: E. Söhngen. Mit Marita Gründgens in der Mitte(dritte von rechts) lachen sie alle, die uns im neuen KdF.= Programm des Monats April Freude und Unterhaltung in frohen Stunden bringen wollen. Unter den deutschen Gesangs= und Rezitationskünstlexinnen, die durch Bühne und Rundfunk zu Ruf und Rühm kamen, steht mit an erster Stelle Marita Gründgens. Diese Künstlerin im Rahmen eines der neuen Programme für den April zum Gau Westfalen=Süd verpflichtet zu haben, ist ein besonderes Verdienst der Gauwaltung der NSG.„Kraft durch Freude", die dafür auch sofort beim Start dieser Tournee am 1. April in der Gauhauptstadt Bochum einen durchschlagenden Erfolg zu verzeichnen hatte. Die Parkhaussäle waren mehr als ausverkauft, und nicht allein Marita Gründgens— wer kennt nicht vom Rundfunk her ihre Kinderlieder—. sondern auch die übrigen Künstler des Programms konnten außergewöhnlichen, dankbaren Beifall erringen. Marita Grundgens war schon nachmittags im Parkhaus, wo man Gelegenheit hatte, von dieser Künstlerin und den anderen Künstlern des Programms persönliche Eindrücke zu gewinnen. So, wie wir sie uns vorstellen, ist diese Frau auch in Wirklichkeit: gewinnend und von jener geistigen Beweglichkeit und Wendigkeit, die nur dem Menschen eigen sein wird, der aus eigener Kraft sein Ziel erreichte. Sie wird nun in zahlreichen Städten und Orten unseres Gaues zusammen mit ihren Kollegen Tag für Tag und Abend für Abend auftreten und damit einer der schönsten Aufgaben dienen, die es gerade auch jetzt zu erfüllen gilt: allen deutschen Volksgenossen die Freude zu bringen, die nur der wirkliche Künstler, gleich welcher Richtung, zu vermitteln vermag. Im„Bochumer Hof“ hatten sich die Vertreter des Sängerkreises Bochum fast vollzählig eingefunden, um in der ordnungsmäßigen Jahreshauptversammlung die Marschlinie für das neue Jahr festzulegen. Sängerkreisführer Winand Kolfenbach dankte in seinen Begrüßungsworten allen Vereinen für die geleistete treue Mitarbeit, die trotz des uns aufgezwungenen Krieges eine recht verständnisvolle und rege war, getragen von der Verpflichtung, auch in schweren Zeiten Künder der deutschen Kultur zu bleiben. Im Dienste des Kriegs=WHW., in Krankenhäusern, auf öffentlichen Plätzen, bei Veranstaltungen der Partei und Behörden erklang das deutsche Lied und half die Herzen unverzagt und mutig zu erhalten. Er gedachte der im Felde stehenden Sangeskameraden, des für das Vaterland gefallenen Sangeskameraden Johann Menne und der im letzten Jahre heimgegangenen Mitglieder. Lobend konnte er hervorheben, daß das Kassenwesen des Kreises sich in bester Ordnung befinde und keine Rückstände zu verzeichnen seien. An Stelle des zu den Fahnen einberufenen Schriftwartes Max Merkel, erstattete Sangeskamerad Philipp Glaeser den Jahres= und Kassenbericht. Beide Berichte ließen eine erfolgreiche und zielbewußte Arbeit erkennen, und der Kassenprüfer, Sangeskamerad Kennter, hob die einwandfreie Kassenführung hervor, so daß einstimmig die Entlastung des Führerrates erfolgte. Der Kreispressewart behandelte die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Presse zur Förderung der Belange des deutschen Liedes. Der Sängerkreisführer verpflichtete 22 neugewählte Vereinsführer durch Handschlag für ihr gerade in dieser Zeit verantwortungsvolles Amt. Dann referierte Kreischorleiter Rudolf Hoffmann über die musikalische Arbeit in den Vereinen. Wir müssen zeigen, daß der Männer= und Frauenchor nicht nur da ist, sondern daß er für unser kulturelles Leben etwas bedeutet. Um den im Felde stehenden Sangeskameraden eine Freude zu bereiten und um ihnen die Verbundenheit mit der Heimat zu zeigen, wird am 19. Mai im Schützenhof ein großes Konzert stattfinden unter dem Leitwort:„Die Sanger der Heimat singen für die Sänger der Front!" Die Ausfüh an rung Die Hühnerdiebstähle mehren sich In der Nacht zum 81. März wurde in einem Stall der Hiltroper Straße in Bochum nach Zertrümmena des Vorhängeschlosses eingebrochen. Gestohlen ter bereitzustellen, und wies auf die vorbildliche Hal: Am Nachmittag sprach Gauprovagandaobmann un des Vorbängeschtossez zingehrochen,„Gestobten tung, der„Hattinger Sängervereinigung 1872 bin, die Eckert(Köln) vom Gau West über den Wert der den in Bochum=Harven gde ptfast alle in den letzten Jahrzehnten erworbenen Aus= Propaganda während des Krieges. Es komme, so be= ebenfalls Hühnerdiebstähle ausgeführt. So während des Krieges Zelterplaketten nicht verliehen soldatischen Gedankengutes sei. werden, daß aber berechtigte Anmeldunge folgen sollen. Nachdem er noch eine Reihe Anmeldungen weiter erwichtiger seordnungen bekanntgegeben hatte, richtete er die Gedanken auf unsern Führer Adolf Hitler. Mit dem Ertlingen des Westfälischen Sängerspruches schloß die in Einmütigkeit und Geschlossenheit glänzend verlaufene Jahreshauptversammlung des Sängerkreises Bochum. Erfolgreiche WöW.=Veranstaltungen der Ortswaltung Grumme=Böde der DAF. Die Deutsche Arbeitsfront, Ortswaltung Grummezöde, veranstaltete am 30. März einen Fußballwettkampf im TuS.=Stadion zugunsten des Kriegs=Winterhilfswerks 1939/40, und zwar das Spiel Eisen= und Hüttenwerke gegen Matten=Dietrich. Das Ergebnis des Spiels war:2 für Matten=Dietrich. Am 31. März veranstaltete die Ortswaltung Grumme=Vöde dann, das große Wunschkonzert für die Ortswaltung. Etwa 1000 Volksgenossen waren anwesend. Der Ortswart der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude". Köster, eröffnete den Abend mit der Parole:„Wix alle helfen unserem Führer, den Feind zu besiegen.“ Im Auftrage des Ortsobmanns, Pg. Glasmacher, hieß er alle Erschienenen herzlich willkommen, insbesondere den Ortsgruppenleiter Pg. Backhaus und den Gefolgschaftsführer der Eisen= und Hüttenwerke, Pa. Direktor Make. Die Ansage hatte ebenfalls Pg. Köster übernommen. Er verstand es, die Anwesenden humorvollab mit einem gemeinsamen Schziselen her cloß In der Nacht zum 29. März wurden aus einem Stall warte, das beachtliche Ergebnisse brachte. hornhühner gestoßlen. Der geide, fünt weiße LegEiner, der seine Schuld einsieht... Dei„Raddttei auf dem=Tanzboden Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Vor Erkältung schützen Bei Husten nützen setin 2 Rheita In Apotheken u Drögerien aso u.-RA mehrmels täglich freudig anzuregen. Es wirkten mit die Werkskapelle Eisen= und Hüttenwerke unter Leitung von Kapellmeister Merkert, die Werkskapelle der Schachtanlage „Constantin 6/7° Grumme, der Werkschor der Schachtanlage„Constantin 6/7“, die KdF.=Tanzgruppe der Betriebssportgemeinschaft Matten=Dietrich, die bekannte Bochumer Konzertsängerin Fräulein Neumann und die „Zwei Blauen Jungens" von den EHW. Für das Wunschkonzert war vorher schon ein ansehnlicher Betrag gestiftet worden. Meist wurden Soldatenlieder und Märsche gewünscht. Alle Mitwirkenden fanden großen Anklang bei allen Besuchern. Im Verlauf des Programms wurde viel gespendet, so daß das Wunschkonzert zu einem vollen Erfolg wurde. Aus Anlaß der Sammelaktion„Schaffende sammeln — Schaffende geben“ hatte die Ortswaltung weiter vier Bergknappen in Bergmannstracht durch den Ortsteil entsandt, die ein Schild mit dem Sonnenrad, dem Symbol der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude", trugen. Dieses Sonnenrad auf rotem Grunde wurde mit goldenen Nägeln benagelt. Die Sammlung dieser Bergknappen mit dem Sonnenrad erbrachte eine schöne Summe. Das Sonnenräd soll dem Führer zum Geburtstag überreicht werden. Annabme=Untersuchung für Waffen= und Schutzpolizei Am Montag, 15. April 1940, findet im Hotel„Monovol", Luisenstraße, eine Annahmeuntersuchung statt. Beginn 15 Uhr. Angenommen werden Freiwillige für: 1.=Verfügungstruppen(einschließlich Leibstandarte;„Adolf Hitler"); Mindestgröße 170 Zentimeter; 2.=Totenkopf=Standarten: a) mit Dienstzeitverpflichtung(12 Jahre, Lebensberuf: Polizei oder Wehrbauer); b) ohne Dienstzeitverpflichtung, bevorzugt SA.=Männer und Parteigenossen, Mindestgröße 168 Zentimeter mit 17 Jahren. 8. Schutzpolizei: Ungediente Männer, Mindestgröße 170 Zentimeter. Geeignete Bewerber können sich bei der Annahmeuntersuchung als Freiwillige melden. Ferner erteilen Auskunft die Ergänzungsstelle West (VI), Düsseldorf. Alexanderstraße 2, sowie sämtliche ½. und Polizeidienststellen. Vor der Bochumer Strafkammer hatte sich ein gewisser Erich Lukasz, ohne festen Wohnsitz, wegen einer Reihe von einfachen und eines schweren Diebstahls zu verantworten. Der erst 26jährige Angeklagte hatte bereits ein bedenkliches Strafregister. Auch im Zuchthaus hatte er schon gesessen. Aber er war doch wieder gestrauchelt. Einem Arbeitsgenossen erbrach er den Kleiderschrank und ging in dessen Mantel stolz wie ein Pfauhahn spazieren. Weiter betätigte er sich bei Tanzgelegenheiten als sonderbarer Kavalier. Er mischte sich unter die Gesellschaft, und wenn die jungen Mädchen tanzten, ihre Handtaschen auf dem Stuhl oder auf dem Tisch liegen ließen, durchsuchte er die Taschen nach Geld und Wertsachen oder verschwand mit der ganzen, Tasche. Jedenfalls eine besondere Art, den„Kavalier" zu spielen. Es soll derartige„Kavaliere" übrigens leider noch mehr geben. Man wird ihnen hoffentlich tüchtig auf die Finger klopfen. Auch die Mädchen seien gewarnt vor allzu großer Vertrauensseligkeit. Es hat keinen Zweck, all der Taten des oben genannten Angeklagten im einzelnen zu gedenken. Ableugnen konnte er sie nicht, so war er denn geständig und spielte den Reumütigen, den jetzt die Scham und das heulende Elend vackte. Er wußte, was ihm jetzt blühen würde. Der Staatsanwalt beantragte gegen den rückfälligen vielfachen Sünder drei Jahre Zuchthaus und drei Jahre Ehrverlust. Als der Vorsitzende ihn fragte, was er dazu noch zu sagen habe, bekannte er, daß er die gegen ihn beantragte Strafe als durchaus gerechtfertigt ansehen müsse und nahm das Urteil sofort an. Wenn es wahr ist, daß Selbsterkenntnis der erste Weg zur Besserung sein soll, so käme diese Einsicht zwar reichlich spät, aber wenn der Wille zum Guten nicht wieder einschläft, kann Erich vielleicht langsam sich doch noch zu einem brauchbaren Menschen entwickeln. Viel Hoffnung ist bei einer solchen Landstreicher= und Diebsnatur dafür freilich nicht vorhanden. M. F. Unter und über Tage Unter Tage hatte sich in einer hiesigen Zeche ein Vorerharssgfeen, der einen Mann wegen dauernder Wischwere Tätlichkeiten 50 verbocftigreit, die zum Schluß in schwere Tätlichkeiten gegen einen Vorgesetzten ausartete, auf die Anklagebank brachte. Die Verhandlung vor dem Amtsgericht endete mit der Verurteilung des Täters zu zwei Monaten Gefängnis.— Der andere Fall trug sich über Tage zu, und zwar war hier ein Betriebsführer angerempelt worden. Der Angeklagte litt an Staublunge und wollte daher eine Gedingearbeit nicht verrichten, weil ihn der Arzt obendrein arbeitsunfähig geschrieben hatte. Er hatte mehrfach um Zuweisung leichterer Arbeit gebeten, weil er nicht feiern wollte. Ohne auf den Vorfall näher einzugehen, kann man doch ein Bedauern darüber nicht unterdrücken, daß es nicht gelungen ist, den Vorfall auf andere Weise zu regeln, da wir uns doch im Kriege befinden und alle miteinander uns etwas nachsehen sollten. Jetzt mußte ein Urteil gefällt werden. Es lautete auf 50 Mark Geldstrafe gegen den Angeklagten, der nach Lage der Sache an der Ausweitung der Angelegenheit nur als bedingt schuldig bezeichnet werden konnte; ganz im Gegensatz zu dem Angeklagten unter Tage, der vor ihm auf der Anklagebank saß. Personal=Nachrichten Heute, am 2. April, begeht Herr Johann Sunkel Am Maarbach 22 a. seinen 74. Geburtstag. Der Jubilat ist körperlich und geistig noch sehr rüstig. 36 Jahre war er auf dem Bochumer Verein beschäftigt. Vier Kinder, acht Enkel und vier Urenkel bringen ihm ihre Glückwünsche dar. Den„BAl“ liest er seit dessen Bestehen. „#Dis. Ehefrau Klara Oestreich, ged. Klothake, Mauriausstraße 35 konnte am Sonntag im Kreise ihrer Familie ihren 79. Geburtstag feiern. In Minden geboren, kam sie, nachdem sie am 29. Juni 1889 mit ihrem Gatten den Ehebund geschlossen hatte, im Jahre 1890 nach Bochum und ist seit nunmehr 50 Jahren hier ansässig. In ihrer jetzigen Wohnung wohnt sie seit dem Jahre 1907. Aus ihrer Ebe gingen drei Söhne und drei Töchter hervor, von denen noch drei Kinder leben. Ein Sohn stand während des Weltkrieges im Felde. Die alte Dame erfreut sich noch einer beneidenswerten körperlichen und geistigen Gesundheit und Frische. Mit ihrem Ebemann und ihren Kindern gratulierten ihr noch elf Enkelkinder zu ihrem Ehrentage. „„Dis. Ebefrau Chorlotte Domat. geb. Klimaschewsti, Schulstraße 5, konnte am Sonntag bei gutem körperlichen und geistigen Wohlbefinden ihren 74. Geburtstag feiern. Sie wurde in Ploschitzen im Kreise Lyck(Ostpreußen) gevoren. Am 23. Dezember 1889 schloß sie mit ihrem Gatten den Ehebund. Aus ihrer allzeit glücklichen Ebe gingen sieben Kinder vervor, von denen ein Sohn in der Jugend gestorben ist. Die anderen drei Söhne nahmen am Weltkrieg teil und kehrten wohlbebalten ins Elternhaus zurück. Die ltersjubilarin wohnt seit dreißig Jahren in ihrer jetzigen Wohnung. Mit ihrem Ebemann und ihren Kindern können der Hochbetagten noch 13 Enkelkinder, von denen zwei ihre soldatische Ehrenpflicht erfüllen, zu ihrem Ehrentage ihre Glück= und Segenswünsche entbieten. Stadtteil Linden=Dahlhausen Ihren 74. Geburtstag begeht heute in körperlicher und geistiger Frische Frau Witwe Gertrud Reimert, BochumLinden, Dr.=.=Otto=Straße 41. Stadtteil Langendreer Wer kenmt die Nadschrerias Am 21. März, gegen 17.55 Uhr, befuhr ein Lastkraftwagen die Straße„Am Heerbusch“ in Richtung Stadtmitte. Zu gleicher Zeit befuhr auch eine Radfahrerin die Straße „Zum Kühl“ in westlicher Richtung. Beim Ueberqueren der Straße„Am Heerbusch“ stieß diese dann mit dem Last„verwegen nach den Gasmasken griffs und mit Regenschirm und Zylinder verschwand.— Herzliches Lachen und dankbares Klatschen begleitete die„Unterhaus=Mitglieder“ wieder auf ihrem Weg nach London.— So reihte sich noch mancherlei Fröhliches aneinander. Zum Abschluß gab Gefolgschaftsführer Rosteck im Namen aller Jungen und Mädel seiner Freude darüber Ausdruck, daß es gelungen war, allen lieben Volksgenossen einige frohe Stunden zu bereiten. Er gab gleichzeitig seiner Hoffnung dahin Ausdruck, daß, wenn Jungen und Mädel Hordels in Zukunft abermals zu einer Veranstaltung aufrufen, alle Volksgeherzliche Verbundenheit mit der Jugend durch ihr Erscheinen bekunden. Stadtteil Harpen Errichtung einer öffentlichen Fernsprechstelle in Kornharpen. In Bochum=Kornharpen wird am 1. April eine öffentliche Sprechstelle eingerichtet und an die Vermittlungsstelle in Bochum angeschaltet werden. Die Anstalt nimmt auch Telegraphen= und Unfallmeldedienst wahr. Aus dein Nachbalgeviel Stadt Wattenscheid Unter Leitung von Ortshandwerksmeister Pg. Müller tagten bei Bohnenkamp die Handwerksmeister von West und Westenfeld. Gaufachabteilungswalter Pg. Schulte(Bochum) behandelte in einem aufschlußreichen Vortrage die Aufgaben des Handwerks in unserer Zeit. Kreisobmann Pg. Baum sprach ebenfalls über die besonderen Aufgaben des Handwerks.— Vor dem Prüjungsausschuß der Handwerkskammer zu Dortmund begestent: Trad in keim Basers##. szand der Fleischer Christian Vous die Meisterprüfung.— das Motto, gestellt:„Froh zu sein bedarf es wenig, und Im Damenschneiderinnenhandwerk bestand vor dem gleichen wer froh ist, ist ein Köntgugan#.e., gr##m##e, Pritungsausschuß Frau Lydia Barmeier die ReisterFanfaren kündeten den Anfang an, und in großem Chore prüfung.— Edith Schier, Weststraße 142, bestand an ang es aus Jungen= und Mädchenkehlen:„Guten Abend, den Städtischen Krankenanstalten in Elberfeld das Eramen guten Abend, ihr alle vier beisammen..: Gefolgschafts= als Bech., Schmeper ig Pialtet ku.t6e Per 1e.d,#8. Sete. fführer Rosteck begrüßte Eltern und Gäste auf das herzlichste und sprach kurz in freudig beschwingten Worten von Ven=Sidbieien dem Sinn des Abends.=Den Ausführungen schloß sich auch im Namen aller Mädel Gruppenführerin Bayer an.— Wegen der Fülle des Saales und weil angeblich„Hunderte von Menschen noch draußen stehen mußten“, hatte man den Ansager vom Reichssender Hordel noch zu„nachtschlasender Zeit“ herbeigeholt, damit er durch sein Mikrophon(das er leider doch in der Aufregung und Eile vergessen hatte) kraftwagen zusammen. Hierbei wurde das Vorderrad des die draußen stehenden Leute an dem Geschehen im Saale Fahrrades verbogen. Nach dem Unfall hat sich die Rad= teilnehmen ließ. Er nahm durch seine humorvolle Art fahrerin sofort entfernt. Es ist daher anzunehmen, daß schon bald die erste Beklemmung, die anfänglich bekanntlich sie nicht oder nur leicht verletzt wurde. In ihrem eigensten immer da ist, von allen Anwesenden, und es wurde aus Interesse wird diese ersucht, sich bei der Verkehrsunfallbe; allen Versammelten schon bald eine herzliche Gemeinschaft. reitschaft in Bochum. Castroper Straße 148, oder auf dem Man sang zusammen und freute sich von Fall zu Fall Polizeirevier in Bochum=Langendreer zu melden. auf die neuen Ereignisse, die sich vorn auf der Bühne abals NS.=Schwester. Sie nimmt heute bereits ihre Tanigkeit in Wülfrath auf.— Mittwoch, 3. April, findet in der Luisenschule 14.30 Uhr der Nähnachmittag der R.= Frauenschaft der Ortsgruppe Höntrop statt. Es werden Pantoffel genäht. Alle Frauen sind herzlich dazu eingeladen.— Das Wirtschaftsamt in der Swidibertstraße wird in dieser Woche die Schuhaustauschstelle in Betrieb setzen. Hier werden reparaturfähige oder zu klein gewordene Schuhe gegen einen Grundwertschein und Reparaturkosten gegen vergestellte gut aussehende Schuhe eingetauscht. So ist hiermit dem augenblicklichen Schuhbedarf eine große Hilfe geschaffen. Stadt Wanne=Eickel Anderweitige zweckdienliche Angaben obige Polizei=Dienststellen entgegen. nehmen ebenfalls Stadtteil Hordel Hordeler HJ. und BDM. bereiteten viel Freude! spielten. hier besonders hervorgehoben, wobei sich auch kleine Talente entwickelten. Der Name dieser Scharade wäre noch zu verraten. Sie hieß„Medizin=Ball“. Gleichsam eifrig waren die Mädel bei ihrem Stegreifspiel. Es gab immer aufs neue Lachsalven. Die Volkstänze, vom BDM. dar#reinzung gestellt, rissen alle Herzen in einem Takte mit.— Natürlich Die Hordeler Hitler=Jugend veranstaltete in Verbindung durften auch Mister Chamberlain und„WE.“ mit mit dem örtlichen BDM. am vergangenen Sonnabend, dem ihrem Unterbaus nicht fehlen. Eine„große Rede“ ließ 30. März, abends im großen Saale des Hordeler Saal= Mister Chamberlain vom Stapel. Natürlich nur bis zu baues einen Elternabend, der einen überaus guten dem Zeitpunkt, zu dem die Luftschutz=Sirene brauste und Erfolg zu verzeichnen hatte. Der Abend war nämlich unter das ganze Unterhaus, an der Spitze Mister Chamberlain Das 40= bzw. 25jährige Dienstjubiläum können im April folgende Arbeitskameraden auf den Shamrock=Zechen der Eine Schärade, von den Jungen dargesiellt, sei hagrar Fegese“chaft Hiberpia,begehen: 40 Jahre: ZimmerSet###n gen Jungen pargestellt, Jei hauer Gustav Ullrich, und Vorarbeiter Gustav Wagner; 25 Jahre: Aufseher Theodor Heitkämper, Schmied Walter Jetzt vier Amtauschtage bei der Schuhtauschstelle für Kinderschuhe Die vom Wirtschaftsamt der Stadt Bochum eingerichtete Schuhtauschstelle für Kinderschuhe hat sich bestens bewährt. In den zwei Wochen ihres Bestehens wurden dort rund 600 Paar Kinderschuhe getauscht. Der Andrang war in der letzten Woche derart stark, daß die drei Ausgabetage nicht mehr ausreichen. Das Wirtschaftsamt sieht sich daher veranlaßt, den Schuhtausch an vier Wochentagen vorzunehmen, und zwar am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 15 bis 18.30 Uhr. Die Volksgenossen werden dringend gebeten, die Tauschstelle nur zu den angegebenen Zeiten aufzusuchen, Personen, die außerhalb der festgesetzten Stunden vorsprechen, können nicht abgefertigt werden. Alle an die Gewehre! Arbeitstagung der westfälischen Kreisschießwarte im NS.=Reichskriegerbund Die Kreisschießwarte des NS.=Reichskriegerbundes aus ganz Westfalen traten in Bochum zu einer Tagung zusammen, die im Saale des Bochumer Hofes unter der Leitung des Gaukriegerschießwartes Oberleutnant d. L. Schlagehan stattfand. Nach einer Begrüßung seitens des Kreisschießwartes Klüting (Bochum) verbreitete sich Gaukriegerschießwart SchlageTuenen und Auel Hedier Bielbi rieher Wegen eines Formfehlers keine Wertung des Titelkampfes gegen den Aachener Kreitz Im Anschluß an den Kampf um die Deutsche Halbschwergewichtsmeisterschaft zwischen Adolf Heuser und Jean Kreitz, den Kreitz im Berliner Sportpalast nach Punkten gewann, hat sich der Berufsverband Deutscher Faustkämpfer noch einmal mit dem Ergebnis beschäftigt und dabei festgestellt, daß die Bestimmungen über die Punktwertung bei Meisterschaftskämpfen eine Lücke entbalten. Aus diesem Grunde wurde der Kampf nicht als Meisterschaft gewertet und Kreitz, der vom Sprecher im Ring bereits als neuer Deutscher Meister verkündet wurde. wird noch einmal gegen Heuser antreten müssen, wenn er den Titel erringen will. Der BOF, gibt aus:„Da die Faustkämpfer eine klare sit Siterige, solaunde Rersamuterung.s bel der Gesantwvergun. bt hierüber folgende Verlautbarung der= nicht ganz gerecht. Am Satzung des Berufsverbandes Deutscher die erste„20“, wobei klare Entscheidung über die Wertung bei rung behalten konnte Platz besetzt war. Nach dem Aufmarsch der Turnerinnen und Turner begrüßte der stellvertretende Vereinsführer Bommert die Gäste. Dann setzten die Wettkämpfe ein, und zwar starteten je fünf Gerther Turnerinnen und Turner im Fünfkampf gegen die Vereine Herner Turnclub und Turnverein Brenschede. Beim Pferdsprung der Turner gingen die Herner mit 53:46.5 Punkten in Führung. Die Gerther hatten hier das Pech, daß ein Turner wegen Verletzung am weiteren Wettbewerb nicht mehr teilnehmen konnte und darum ersetzt werden mußte. Die nachfolgende Gymnastik der Turnerinnen wurde der Gertber Leistung bei der Gesamtwertung mit 15:12 Punkten für Brenschede Am Barren holte der Herner Friedrich Herne mit 88:82 Punkten die Fühzung, behalten konnte Am gleichen Gerät gingen, auch die Gerider Turnerinnen von denen Gertrud Becker 18 Punkte Meisterschaftskämpfen nicht enthält, kann der Kampf zwischen Adolf Heuser und Jean Kreitz vom 30. März 1940 nungen, des Baß, ul del Auscheldungen und aegg, sen delle der derner Arsortchzganseut eigie, B. Psserh, meisterschaften ein notwendig, bei den von 2½ vom Hundert der Gemeinschaftsempfang der berufstätigen Jugend Mittwoch, 3. April, morgens 8 Uhr, spricht im Rahmen der Aktion für die geistige Betreuung der Hitler=Jugend Generalfeldmarschall Hermann Göring zur deutschen Jugend. Anläßlich dieser von sämtlichen Reichssendern übertragenen Rede finden für die Schulen Morgenfeiern und für die berufstätige Jugend Betriebsappelle statt. Die Deutsche Arbeitsfront weist darauf hin, daß auch im Gau Westfalen=Süd für die werktätige Jugend Gemeinschaftsempfang durch Betriebsappelle durchgeführt wird. psg. mit 73,5:72 Punkten in Führung. Beim Bodenturden Bestim= nen holte der Herner Friedrich erneut eine„20“, während F. ist bei Ausscheidungen und Europa= der Gerther Stöber es auf 19 Punkte brachte. Beim PferoVorsprung von einem Punkt zum Siege springen der Turnerinnen siegte Brenschede mit 82:78 Punknberh“icer Setarispuntza Ss ieset ten, während bei den Turnern in dieser Uebung der Herner Fesintenlung wird daßer... daß der Kampi. ein Konto brachte. Der kaum Kreit nicht ais Gesserlschest Ve.,ereis.“ Teidgehmäese sicge von seiner Kranibeit genesene Herider Stbber konnte leider als Meisterschaft gewertet, reroromaßig nicht nicht weiter mitkämpfen. Außerhalb der Wertung ais Deezterschaft geführt und in Kürze neu angesetzt werden die Gerther Turnerinnen als Einlage einen„Wiener Walverblaibt kamit bis au euisches Hel chals Peusersmeisters Frez, Fez, der nun solgenden Schwebekante zeigten sich die verbleidt somit bis auf weiteres bei Avolf Heuser." Brenscheder Turnerinnen mit dem Gerät weit besser vertraut und brachten die Wertung mit 78.:64.5 Punkten an sich. Hier verlot auch die bis setzt an der Spitze liegende Gertber Turnerin Becker bei Erreichung von nur 14 Punkten ihre günstige Aussicht auf alle Einzelsiege. Mit dem „Polka=Tanz“ beendeten die Brenscheder die Darbietungen der Turnerinnen. Beim abschließenden Reckturnen mußten die Turner erneut die Feststellung machen, daß dieses Gerät oft sehr tückisch ist. Nicht alles gelang, was man vorhatte. Auch hier war der Herner Friedrich bester Einzelturner mit der Punktzabl 19. Im Endergebnis siegte der Herner TurnDer Aachener teilt somit das Schicksal des früheren Hannoveraners Trollmann, der nach einem Meisterschaftssiege später gleichfalls nicht als Titelhalter anerkannt wurde, wenn auch damals andere Gründe maßgebend waren. Die deutschen Tischtennismeister Die Deutschen Tischtennismeisterschaften in Baden bei Wien brachten den Wiener Spielern und Spielerinnen die club über Gerthe mit der Punktzahl 333.:291, während der erwarteten Erfolge. Im Einzel wurde der Deutsche Mei= Wettkampf der Turnerinnen mit dem Ergebnis von 247.5 ster Eckl(Wien) durch seinen Landsmann Diewald abge= Punkten für Brenschede endete und die erstmalig am und bei den Frauen verteidigte Trude Pritzt ihren Wettkampf teilnehmenden Gertber Turnerinnen es immerTitel mit Erfolg und holte sich dazu noch mit ihrer Ver= hin schon auf 228 Punkte brachten. Bester Einzelturner war einskameradin Grassl das Doppel sowie mit Eckl als Part= Friedrich(Herne) mit 98 Punkten während bei den Turdritte Meisterschaft das Gemischte Doppel. Das nerinnen Lipinski(Brenschede) mit 51.5 Punkten den Einzelhan über die Bedeutung und den Stand der Schießpflege. Er konnte mitteilen, daß während der Kriegszeit die Schießpflege innerhalb des NS.=Reichskrieger= Unterbrechung erfahren hobe. Ueberall in Westfalen zeige sich innerhalb der Kreisverbände und der Kamemöschaften ein ertre scher We der zu den besten Hoffnung Gesichtepunkt aus sin Männerdoppel ergab den Sieg von WunschKaspar. Die Ergebnisse: Diewald— Wunsch(Wien):2: Pritzt— Butzmann(Düsseldorf):1; Wunsch Kaspar(Wien Klagenfurt)— Pilsl sHolv(Wien):0. Pritzi Grassl— Feblgut Butzmann(Berlin(Düsseldorf):2; Pritzi[Eckl—. Schult Sohgeger(Verstuszmspug 34. meßer den internazonalen Wettbewerden age es einige zor dem Abschlußz.„Sonntag. wurde die Porschlußrunde mit Ueberraschungen. Die dreifache Meisterin Trude Pritzi drei Begegnungen ausgetragen. Im Kampf um den zweiten spielte sehr leichtsinnig und wurde von der Ungarin Far= Tabellenplatz mußten die Langendreerer mit nur 5 Spielern Hste 331 Jesolasen, Auch bei den, Rännern gab es aine 25=Rlederlage burcg Türm Lamme Hiunnedme ungnrschen grsig)“ Wrene naveur zu vstang, inn Eine gut gelungene Werbeveranstaltung Mannschaftskämpfe der Turnerinnen und Turner in Gerthe Zur Förderung des Gedankens der Leidesüdungen und sieg davontrug. Vorschlußrunde im Bochumer Schachturnier Die Meisterschaftsspiele im Schachbezirk Bochum stehen vor dem Abschlutz. Sonntag wurde die Vorschlußrunde mit eine:=Niederlage, durch Turm Hamme hinnehmen. In Altenbochum gab es ein erbittertes Ringen um die Punkte. Odwobl die Bochumer Schachfreunde auf ihre besten Kräfte verzichten mußten, nahmen sie unbeirrt den Kampf auf. den die Altenbochumer schließlich mit 4½:3½ Punkten siegreich beendeten. Der Lindener Schachverein bestätigte leinen„Foxmanstleg durch einen 5½:2½=Sieg über Schachtreunde Weitmar. Hierbei ist aber zu berücksichtigen, daß die Beitmarer Mannschaft nicht komplett zur, Stelle war. schaften ein erreuucger, Wetteifer, Ieteg Tomnasenz, eresetsg, der Turverein Geride am Die Langendreter gaden damit das Tade Hafnungeg berechtige. Von gegiem eine Werbeveranstaltung die Teisen ale gut ge. 1. Pog: Der Zadlensbiege, vac, Hamme,“3. Schag: muinst aus fino„guch Die gevorstebenden Klein= zue Verveprannel wegzen am Igr Teuen au aut ger 1. Bocumer Schachberein. 2. kalibermettkämpfe des RS.=Reichsfriegerbundes zu be Nerhäftmis des veranstaftenden Vereins zur Gerider Ein, ssag Bochum, 4. Schacverein Langendreer. 3. werten. Sie stellen reine Leistungskämpfe dar, die der woonerschaft, daß der gerkumige Saal bis ausf den lepten Weitmat. Müller, Kesselheizer August Kaiser, Hauer Martin Nowack, Schlosser Martin Döring, Verlader Paul Schäfer, Hauer Otto Obluda, Gesteinshauer Johann Teipel, Lokomotiv= heizer Heinrich Peters und Reviersteiger Albrecht Gerstenmeier. Die Jubilare werden in der üblichen sinnvollen Weise geehrt.— Gestern wurde der Pensionär Wilhelm Gietmann, Antonstraße 20, 70 Jahre alt. Bochumer Veranstaltungen Pflege junger Dichter im Bochumer Schauspiel. Das Bochumer Schauspiel hat es von jeher als Ehrenpflicht betrachtet, junge, aufstrebende Kräfte nach bestem Vermögen zu fördern. So genoß die Bühne seit ihrer Gründung den Ruf einer Uraufführungsbühne, und es gibt unter den heutigen namhaften Bühnendichtern nicht wenige, die ihre Laufbahn mit einer Uraufführung in Bochum begonnen haben. Erinnert sei an Rehbergs„Cecil Rhodes“, mit dem der heute so bekannte Dichter erstmalig auf der Bühne erschten, weiterhin an die Uraufführung von Paul Joseph Cremers„Richelieu" und Mirka Jelusichs„Cromwell“, Werke, die von Bochum aus einen Siegeszug über viele deutsche Bühnen antraten. Ein Zeichen dieses Einsatzes des Bochumer Schauspiels für junge Dramatiker war auch die Woche der„Dramatiker der HJ.“, die erstmalig in Bochum veranstaltet wurde. Auch hier ging zum ersten Male für den geschlossenen Bühnenraum Eberhard Wolfgang Möllers„Das Frankenburger Würfelspiel“ in Szene, das seitdem an mehreren Bühnen gegeben wurde. Auch die am kommenden Sonnabend, dem., April, stattfindende alleinige Uraufführung von Hans Joachim Haeckers„Die Stadt“ ist in diese Bemühungen um das dramatische Schriftgut unserer Zeit einzureihen. Das Stück nimmt eine alte westsälische Sage zum Vorwand, die es in kühner sprachlicher und szenischer Ausdeutung vertieft und erweitert. Die Gestalt des Rattenfängers von Hameln ist in einer neuen Sicht gestaltet. Sein Gegenspieler ist der Bürgermeister der Stadt als der Repräsentant der Ordnung und des Opfers an die Gemeinschaft.— Die Inszenierung besorgt Walter Thomas. In den Hauptaufgaben u..: Ingeborg Egholm, Johanna Koch=Bauer. Josef Dornseif. Wilhelm Grimm, Heinz„Hinze, Heinz Holtbuvsen. Ernst Holznagel Hans Krull Willv Mayenknecht, Wilhelm Pitsch, Adolf Schneider und Willi Schröder. Professor Alfred Hoehn spielt im Hauptkonzert am Sonntag vormittag. Am Anfang des Programms stebt eine Uraufführung, das„Symphonische Vorspiel“ von Ludwig Roselius. Dann spielt Hoebn das Klavierkonzert in =moll von Peter Tschaikowsky. Beschlossen wird das Konzert mit der 4. Sinfonie in=moll von Robert Schumann. Aus der ASDAv. RS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk Dienstag, 2. April Ortsgruppe Griesenbruch. 15—17 Uhr: Abschiedsfeier in der Kindergruppe bei Köbler. Eltern und alle Kinder sind herzlich eingeladen. 18 Uhr: Wichtige Arbeitsbesprechung der Zellenfrauenschaftsleiterinnen im Heim. Erscheinen aller ist Pflicht. Im Verbinderungsfalle muß eine Vertreterin geschickt werden.— Ortsgruppe Erbhof(Hofstede=Riemke). 14.30 Uhr: Kindergruppe. 20 Uhr: Zusammenkunft. Beides im Heim, Herner Straße 83.— Ortsgruppe Altenbochum. 15 Uhr: Arbeitsbesprechung für alle Zellenfrauenschaftsleiterinnen und den Ortsgruppenstab im Heim. Wittener Straße. Abgabe der Monatsberichte.— Ortsgruppe Hamme. 10—12 Uhr: Sprechstunde der Ortsfrauenschaftsleiterinnen in der Geschäftsstelle.— Ortsgruppe Felsenburg. 16 Uhr: Kindergruppe in der Verwaltungsakademie.— RS.=Frauenschaft Hordel. Dienstag, 2. April. 4 Uhr: Gemeinschaftsabend im Gemeinschaftshaus. Es spricht Frl. Gutjahr. Erscheinen ist Pflicht! NS.=Volkswohlfahrt Ortsgruppe Altstadt. Dienstag, 2. April, 20 Uhr: Dringende Besprechung aller Zellenwalter in der Geschättsstelle Gummertsbof.„ „Kraft durch Dienstag, 2. April Fröhliche Gymnastik und Spiele für Frauen von 15.45 bis 17 Uhr. Harmoniestroße 2. Spezialgymnastik für Frauen von 19.30 bis 20.30 Uhr. Harmoniestraße 2. Mittwoch, 3. April Fröhliche Gymnastik und Spiele für Frauen von 20 dis 22 Uhr,„Hildegardislyzeum. Bymnastik und Spiele für Frauen von 19.15 dis 20.15 Uhr, Lebrstätte Rottstraße 29. Schwimmen für Männer und Frauen 20.30 Uhr, Städtische Badeanstalt. von 19.15 Si2 1 11 K 460 2 Tae PK-Hinz-Presse-Hoffmann Uebungen einer schweren Haubitzbatterie Die gesamte Geschützbedienung muß anpacken, um das Rohr auf die Lafette zu ziehen Verwechseiten=Gauginge Eine Tochter für zwei Familien San Franzisko, Ende März. Verschiedene Fälle von aufsehenerregenden Verwechslungen Neugeborener in den Vereinigten Staaten haben dazu geführt, daß nun in den Kliniken von Kalifornien ein neuartiges Identifizierungssystem mit Hilfe des Abdrucks der Fußsohlen eingeführt wurde. Bisher hatte man sich damit begnügt, den Babys einfach Erkennungsmarken umzuhängen. Da sich das als ungnugend erwiesen hat, macht man nun von beiden Fußsohlen des Säuglings Abdrucke, die genau registriert werden, damit kein Irrtum mehr möglich ist. Die papvilaren Linien der Fußsohle sind, genau wie diejenigen des Daumens, bei allen Menschen verschieden. Einer der Anlässe zu dieser Maßnahme war der Fall Watkins=Berry, der sich in Chikago zutrug. Zwei Mütter namens Watkins und Berry hatten im selben Zimmer einer Klinik zur selben Zeit einem Knäblein das Leben geschenkt, und beide Neugeborenen erhielten zufällig denselben Vornamen„John". Als die beiden Frauen das Hospital verließen, ging das Abeinen nicht. Eid Ein der Frau Berry erhalten. Frau Berry be diese Behauptung, aber so sicher, daß sie hätte schwören konnen, war sie gleichfalls..—. Kollegium, bestehend aus Chefarzt, ussistenzarzten, Schwestern und Sachverständigen, sollte schließlich die Entscheidung treffen, aber da die Blutprobe keinerlei Anhaltspunkte gab, mußte man schließlich feststellen, zweifelsfrei zu klädaß es. kein Mittel. gab, den Fall zweifelztrei ren. Die beiden Mutter einigten sich am Ende gutlich, aber keine von ihnen ist ganz sicher, ob sie nicht ein Baby großzieht, das gar nicht das ihrige ist. Man hatte den Sauglingen, als die beiden Frauen die Klinik verließen, vorzeitig das Erkennungszeichen abgenommen. Ein ähnlicher, weil ernsterer Fall, trug sich in Atlanta zwischen den beiden Familien Garner und Pittman zu. Auch hier waren zwei Babys angeblich verwechselt worden, und die beiden Mütter riefen die Gerichte an. Da infolge der Sachlage mit dem besten Willen nicht zu klären war, welches der beiden kleinen Mädchen, um die es sich handelte, der Mutter Garner und welches der Mutter Pittman gehört, fällte der Richter das weise Urteil, daß die Kinder bei der Familie, bei der sie sich im Augenblick befanden, bis zu ihrem 17 Geburtstag großgezogen werden sollten. Dann sollte jedes Madchen das Recht haben, sich für eine der beiden Familien zu entscheiden. Der Fall fand jedoch eine unerwartete Lösung. Bereits nach zwei Jahren starb das Mädchen, das von der Familie Garner aufgezogen wurde. Nun waren die Garners außer sich über diesen Verlust und machten erneut ihre Ansprüche auf die Tochter der Familie Pittman geltend. Erneut entbrannten Prozesse um Mary Pittman, die monatelang die Presse beschäftigten. Zu guter Letzt einigte man sich dahingehend, daß das Mädchen Mary in Zukunft als die Tochter beider Familien betrachtet werden und den Namen Mary Garner=Pittman führen sollte, bis es sich selbst entschließen wird, zu welcher Familie es gehören will. 7 Meter über Normalstand zeigt der Donaupegel bei Belgrad. Gewaltige Ueberschwemmungen in Jugoslawien Belgrad, 1. April. Die Ueberschwemmungen in verschiedenen Landesteilen Jugoslawiens, vor allem aber im Donaugebiet, drohen katastrophale Ausmaße anzunehmen. Ministerpräsident Zwetkowitsch überflog zusammen mit dem Bautenminister Krek am Sonnabend fast vier Stunden die Hauptüberschwemmungsgebiete, in die sich andere Minister direkt begeben haben. Am Sonntag erreichte die Donau bei Belgrad 709 Zentimeter über Normalstand. Save und Donau haben damit das Höchstwasser aus den Jahren 1888 und 1932 überschritten. In Belgrad sind bereits ganze Straßenzüge überschwemmt. Der Verkehr wird durch Boote aufrecht erhalten. Verschiedene Bahnhöfe in Belgrad sowie, zahlreiche Lagerhäuser stehen ebenfalls unter Wasser. Das Elektrizitatswerk ist umflutet. In den Donaustädten ober= und unterhalb Belgrads wurden ganze Stadtviertel geräumt. In den Tälern der Nebenflüsse der Donau staut sich das Hochwasser zu riesigen Seen. Besonders gefährlich ist die Lage im nördlichen Banat, wo die Bega unaufhörlich weitere Gebiete überschwemmt. Aber auch aus Altserbien und Montenegro werden schwere Verwüstungen durch Hochwasser gemeldet. Englischer Sperrballon in Belgien abgestürzt Brüssel, 1. April. Nachdem bereits ein englischer Sperrballon bei Zeebrügge an der belgischen Küste angetrieben wurde, ist ein weiterer Ballon der britischen Luftsperre, der vom Sturm losgerissen und über die Nordsee getrieben wurde, am Sonnabend mittag bei Wevelghem in der Nähe von Kortrijk in Flandern niedergestürzt. Der Ballon beschädigte die elektrischen Leitungen und rief Störungen in den telephonischen Verbindungen hervor. Mehrere Industrieunternehmen wurden einige Zeit stillgelegt, da sie des elektrischen Stromes beraubt waren. Rekordbesuch auf der Prager Frühjahrsmesse Viele ausländische Interessenten Prag, 1. April. Am Sonntag wurde die diesjährige Frühjahrsmesse, in der Reihe die 40., eröffnet. Schon in den frühen Vormittagsstunden waren sämtliche Ausstellungsraume Besuchern überfüllt. Die Beschickung der Messe, die Ausstattung d*##ch hahen wie sich sch von reiche und der Besuch haben, wie sich schon am ersten Tage zeigte, durch den Krieg in keiner Weise gelitten. Der offiziellen Eröffnung wohnte u. a. Ministerialrat Roth als Vertreter des Reichswirtschaftsministers Funk bei. Der Vorsitzende der Prager Mustermesse, Kommerzienrat Barta, begrüßte die Gaste und hob in seiner Ansprache hervor, daß sich die Prager Mustermesse im Geiste ihrer langjährigen Tradition ganz in den Dienst des organischen Aufbaues der Tirtschaftsbeziehungen mit dem Reich gestellt hat. Ein so starter Besuch wie diesmal— er wird auf ungefähr 120 000 Personen geschätzt— war auf der Prager Messe schon lange nicht zu beobachten. Neben einer beträchtPK-Grosse-Weitbild „Schiebekommando unter Notsegel“ Die Vorposten unserer Luftabwehr, die Männer an den Horchgeräten, den Scheinwerfern und Flatgeschutzen, sind an der Rordseeküste am —geesten Punkt stationiert. Eine einfache Feldbahn verbindet sie mit der Zentrale; von hier holen sie sich auch in Kanistern das warme Mittagessen. Steht der Wind günstig, dann erleichvert das von findigen Köpfen errichtete„Notsegel“ dem Schiebekommando die Arbeit. Rumänien, Norwegen und Dänemark. Obgleich es am ersten Messetage noch nicht zu Geschäftsabschlüssen zu kommen pflegt, wurden Sonntag doch schon zahlreiche Bestellungen überschrieben. Ein hunderttausendstel Millimeter sichtbar gemacht Das Uebermikroskop Berlin, 31. März. Die Erfindung des Mikroskops hat dem menschlichen Auge den Vorhang vor zahllosen verborgenen Vorgängen geöffnet. Wesen, die nicht mehr als ein zehntausendstel Millimeter groß sind, enthullten sich. So war es möglich, den Kampf gegen sie, wenn sie als Bakterien ihr Unheil taten, aufzunehmen. Jetzt können deutsche Wissenschaftler die Aufsehen erregende Mitteilung machen, daß es ihnen gelungen ist, ein Mikroskop zu bauen, das Einzelheiten von weniger als einem hunderttausendstel Millimeter sichtbar macht. Es handelt sich um ein„Uebermikroskop“, bei dem die Lichtstrahlung durch Elektronenstrahlung und die Glaslinsen durch elektrische und magnetische Felder ersetzt sind. Professor Dr. Ramsauer und Dr. Brüche haben dieser Tage darüber in Berlin Mitteilungen gemacht. Danach ist das Uebermikroskop bereits in über 1000 Aufnahmen erprobt. In der Abteilung für Zell= und Virusforschung des Robert=Koch=Instituts in Berlin wurden mit seiner Hilfe Bakterienuntersuchungen durchgeführt, die ganz neue Ergebnisse zeitigten. Man sah Vorgange im Leben der Bakterien, von denen man nie eine Ahnung hatte. So stellte man fest, daß viele Baktieren in Kavseln eingeschlossen sind, und man beobachtete, wie das winzige Lebewesen aus einer solchen Kapsel herausschlüpft. Das Uebermikroskop, das geeignet ist, den Lebenstraum Robert Kochs in einer Weise zu verwirklichen, wie es der große Forscher wohl nicht zu träumen wagte, ist bereits der ärztlichen Praxis zugeführt worden. Treuer Hund rettet fünfköpfige Famile In Tournai wurde ein Hausbesitzer des Nachts von seinem Hund durch lang anhaltendes Heulen und Bellen geweckt. Schließlich ging der Besitzer hinaus, um den Hund zur Ruhe zu bringen. Wer beschreibt nun sein Entsetzen, als er den unteren Teil der Treppe in Flammen fand. Da keine Möglichkeit mehr war, auf dem Weg über die Treppe das Freie zu erreichen, lief der Hausbesitzer zum Fenster und rief um Hilfe. Nach einer Weile gelang es denn auch, den Hausbesitzer, seine Frau und seine drei Kinder mit Hilfe von Leitern zu retten. Leider mußte aber der Retter der Familie an den Folgen der Rauchvergiftung sterben. Blaue Jungs erzählen... Herausgegeben und bearbeitet von Korvettenkapitän Gerhardt Böhmig.(Dr. Hans=Riegler=Verlag, Berlin.) Die Erzählungen dieses Buches, das in neuer Auflage vorliegt, sind aus einem Preisausschreiben hervorgegangen, an dem sich zahlreiche Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der Kriegsmarine beteiligt haben. So entstanden echte, lebenswahre Schilderungen aus dem unmittelbaren Erleben im Dienstbetrieb. Sie werden sich bei ihrem Neuerscheinen zu den alten Freunden jedes Alters ungezählte neue gewinnen. Namentlich für unsere heranwachsende Jugend die für alles, was mit der See zusammenhängt, begeistert ist. bietet das Buch eine Fülle wertvoller Beledrung und fesselnder Unterhaltung. Bko von Mark S * "— 911 5 WAAREND DER FELDARBEIT BILDEN DIE ZISTERNEN DEN MITTELPUNKT DES MAUERUCHEN LEBENS Etelhen geden.„„ Und unmer ewal Vorr einere WDiese Gein des innerlichen und der epiegeln sic albii den Ildenude die den Jebeninun des Gabak Bauen. * 6 0 10 114s 69 C gtes ∆* Unterhaltung Das Gied der fteimat, Von Franz Haust Nein, es ist mir nicht gelungen, weder im Kleinen noch im Großen, Ingrid davon zu überzeugen, wie schön es bei uns ist. Ich trat mit ihr ins Klassenzimmer. Die Herbstsonne fiel durch unsere hohen Fenster und legte ihre goldenen Lichtschleier über die Bänke.„Schön!" sagte ich,—„was?“ Sie guckte mich von der Seite an, nickte gnädig und meinte im lieblichen Klang ihrer Pfälzer Mundart:„Nunja,— ganz schön! Aber das Schulzimmer bei uns zu Hause, das ist viel schöner.“ Ich erwiderte nichts. Ich fragte auch nicht, weshalb und warum. Nein, nein! Ingrid hätte es wohl kaum mit Worten begründen können, warum das Schulzimmer daheim viel, viel schöner war. Es gab sich die Gelegenheit, die Klasse auf einen hohen Turm zu führen. Dergleichen ist nicht von der Hand zu weisen; denn unten, tief unten liegt dann die wirkliche Landkarte und ihr Anblick hilft uns, den papierenen Plan zum Leben zu erwecken. „In kleinen Abteilungen war ich mit der Klasse hinauf auf dem Turm. Bei der letzten Gruppe war Ingrid. Während die anderen Mädel wieder über die vielverschlungene Wendeltreppe hinabstiegen, blieb Ingrid noch ein wenig mit mir stehen und schaute in die Weite. Wir sahen die Stadt im Dunste unter uns liegen und sahen in der Ferne die leichtgeschwungenen Höhen im zartesten Blau. „Herrlich,— nicht wahr, Ingrid?“ „O. bei uns ist das viel schöner" erwiderte sie rasch, als hätte sie schon auf meine Frage gelauert. „Viel schöner!" bestätigte sie noch einmal;„bei uns weht immer so gute Waldluft vom Westen her...“ Sie schaute versonnen vor sich hin und ich wußte, daß jetzt vor Ingrids Augen die Pfälzische Heimat stand und daß unser fränkisches Land, so nahe und greifbar es lag, vor diesem inneren Blick versinken mußte. Und dann besuchten wir die Burg, unsere Nürnberger Burg. Im Funfeckigen Turm standen wir mit leisem Gruseln vor den Foltergeräten einer vergangenen düstergrauen Zeit. Im tiefen Brunnen blickten wir hinab auf das kleine glitzernde Wasserrund, das den Schimmer von vier Kerzen wie das Licht von Perlen widerstrahlte. Wir traten hinaus aus der Brunnenstube und schauten hinauf auf den hohen Sinwelturm. Wir sahen die hohen Zinnen und die stattlichen Mauern und waren stolz auf diese Burg, die wir unsere Burg nennen dürfen, wir: 48 Nürnberger Kinder und ein Lehrer. genug und sogar ein verfallenes Tor. Ein schrecklicher Raubri Kaubritter habe dort gewohnt,— nein, Eppelein hatte sicht heißen,, sei ein ganz pfiffic er nicht geheigen,— aber der sei ein ganz„pfiffiger und mutwilliger Geselle gewesen. Sowas gäb's nur in der Pfalz,— jaja! " Da schwiegen wir und blieben bescheiden in unserm Stolz. Nur einigen von den Mittelschulerinnen wurde dieses„Geprahle“, wie sie es nannten, schließlich zu bunt und sie wollten endlich Ingrids Heimat sehen. „Hast du denn keine Ansichtskarte von dort?" fragten sie ungeduldig und Ingrid erwiderte gelassen:„Doch, doch!— Morgen bringe ich sie mit.“ Und sie brachte die Ansichtskarte, ein schlechtes Foto, von ihrem Heimatort. Ich durfte das Bild als Erster sehen. Es zeigte ein kleines stilles Dörfchen in einer hügeligen Landschaft. Das dort in der Ferne, das sei der Warndt, erklärte mir Ingrid und dort hinten läge Völklingen und hier, hier jenseits des Berges, die Raubritterburg. Dieses Dach da sei die Schule und der Giebel hier zur Rechten Vaters Haus. Nur die Neunundvierzigste, Ingrid, fand nichts besonderes an all dem. Eine Burg, die gäbe es in ihrer Heimat auch, meinte sie. Ganz nahe läge sie beim Ort. Da sei auch ein Turm und sie sei schon droben gewesen, wenn der Sturmwind von Frankreich herüberblies. Da hätte man ordentlich gemerkt, wie der alte Turm hin= und herwankte. Hei, das sei fein gewesen! Und auch ein Brunnen ware da,— wohl nicht ganz so tief wie dieser hier, aber vom grünen Efeu umwachsen, auch im Winter. Und Mauern gäb's auch Silben-Kreuswortrütsel Waagerecht: 2. Südfrucht, 4. Grenzfluß zwischen Schleswig und Holstein, 5. Feldvogel, 7. chem. 5. kleine„Durchminhostrade, Ne Element, 9 kleine Durchgangsstraße, 11. türkischer Ehrentitel, 13. afrikanischer Negerstamm, 14. engl. Bier, 16. nordische Göttin der Jugend, 19. Maurergerät, 21. Längenmaß, 22. Färbemittel, 24. Gestalt aus dem „Fliegenden Holländer“, 25. Wassermotor. Senkrecht: 1. Kurort in Sudtirol, 2. deutscher Fluß, 3. Stadt in Thüringen, 4. Teil des Rhein. Schiefergebirges, 6. deutscher Bildhauer, 7. europ. Land. 8. Ankerplatz, 10. Teil mancher Wasserfahrzeuge, 11. kleiner Behälter, 12. Göttin der Jagd, 15. Verwandter, 17. bekanntes deutsches Wörterbuch, 18. Hohlmaß, 20. Leihgut, 21. Mädchenname, 23. die Schöpfung, 24. Heidegebiet in Westfalen, 26. Pelztier. Die Mitschülerinnen drängten ans Pult heran. Ich verwies sie auf ihre Plätze, denn ich fürchtete, daß die eine oder die andere ein spöttisches Wort nicht würde unterdrücken können. Es war dieses Dorf nämlich gar zu schlicht und zu klein. Wir hatten uns alle ein anderes, ein großartigeres Bild davon gemacht. Kein Zweifel, man kann in wenigen Minuten den Ort vom einen zum anderen Ende durchschreiten. Und gar hier dieses sogenannte Schulhaus! Ingrid hatte es mit dem unsern verglichen. Lächerlich! Ein putziges, niederes Häuschen war es, mit schmalen Fenstern. Aber das Mädel behauptete immerhin, die Sonne scheine dort viel goldener durch die Fenster. Und was ist diese Ruine? Ein unbedeutender Trümmerhaufen, mit einem Türmchen, knapp etliche Meter hoch. Gar kein Vergleich mit unserer Burg! Aber, der Efeu wächst am Gemäuer und der Turm wankt und schwankt im welschen Wind. Und was war diese Landschaft? Eine Landschaft wie viele, mit Hügeln und Tälern und einem Wald im Hintergrund. Nichts besonderes. Aber,— von den Bergen her drang die reine Luft der Heimat, die alles, alles verzaubert. Wo sie weht, breitet sich lauteres Gold über den Staub des Alltags und selbst am toten Gemäuer grünt Leben empor. „Ich nahm die Karte zu mir und gab sie Ingrid erst auf dem Heimweg. Sie solle sie den andern nicht zeigen, sagte ich; das wäre nicht nötig und schließlich würde eine unbedachtsame Hand das Bild beschädigen Weltbild Adolf Heuser am Boden!— Ein dramatischer Augenblick aus dem Kampf um die deutsche Halbschwergewichtsmeisterschaft, der überraschend mit dem Punktsiege des jungen Herausforderer Kreitz (Aachen), über den bisherigen Meister Adolf Heuser(Bonn) endete. Heuser blieb durch nachträgliche Entscheidung(siehe die Meldung unter Sport auf Seite 4) trotz der Niederlage im Besitze des Titels. oder gar zerreißen. #inig, da haltg as B„Stillen aber dachte, ich mir: halte es heilig, das Bulb der Heimat, kleine Ingrid! Ja, bewayre es in deiner Seele, Kind; denn ich habe inzwischen ein anderes Bild gesehen. Es war in der Wochenschau eines Lichtspieltheaters. Deutsche Truppen hatten die französische Vorhut an die Grenze zurückgeworfen. Aus Geschützen blitzte das Feuer. Granaten schlugen ein. Hoch auf spritzen Erde und Gestein. Da,— ein Dorf. Die Häuser zerschossen, Stuben und Kammern zerwühlt. Marokkaner hatten hier gehaust und deutsches Eigentum in blinder Zerstörungslust verwüstet. Niedergebrannte Hütten. SchulSchnsr-knu Dissel Wittener Muliktage Es ist doch wohl etwas mehr als nur auffälliger musikalischer Ehrgeiz, wenn die kleinere Ruhrstadt Witten auch in der Kriegszeit ihre traditionellen Musiktage durchführt— ja sie diesmal noch großzügiger ausstattet als zuvor. Es bedarf bei den Veranstaltern wie bei den finanziell verantwortlichen Stellen einer bemerkenswerten Einsicht und eines betonten Verantwortungsgefühls gegenüber dem zeitgenössischen Kammermusikschaffen, diese geistige wie geldliche Belastung zu übernehmen. Denn der Erfolg ist überwiegend ideeller. Natur, während der Aufwand durch die begrüßenswerte Verpflichtung auswärtiger Solisten von Ruf nicht klein ist. Dem musikalischen Interessenten aber bieten die Tage viel und mancherlei Interessantes. und mag auch das eine oder andere Werk er veisen, daß die Versuche moderner Kammermusik in aussichtslosen Bahnen sich bewegen und mehr vom konstruktiven Willen als von schöpferischem Können zeugen— immerhin erhält der Zuhörer durch Ur= und Erstaufführungen eine ziemlich lückenlose Uebersicht über das füngste Schaffen, und wenn hier in der Mehrzahl Kompositionen namhaftester Tonsetzer wie— um nur einige zu nennen— Rasch. Henrich, Westermann, Dressel und Riethmüller erstmalig erklingen, so ist damit das künstlerisch hohe Niveau der von dem rührigen und Ruthenfranz großzügig und Tage hinreichend gekennzeichnet. So werden sie auch von den Interessenten ausgenommen und gewertet— und schon vor diesem kleinen Auditorium entscheidet sich in gewissem Sinne der Erfolg der einzelnen Werke. Je nach Wert und Bedeutung der Kompositionen ist das Interesse und ist auch der Beifall recht unterschiedlich. Die Solistenfrage war in diesem Jahre in besonders wertvoller Art gelöst. Namen wie Udo Dammert, Elisabeth Bischoff. Josef Suttner und das FehseQuartett weisen auf die betonte Qualität der mitwirkenden Künstler bin. Daß unter den Kräften aus der näberen Umgebung auch unser Häusler= Quartett und unser Flötist Otto Schneebera vertreten waren— und das nicht zum ersten Male—, sei nicht vergessen. Vieles von dem, was in diesen Tagen in dem wundervollen Saale des Wittener Rathauses erklang, wird kaum seinen Weg in die große Oeffentlichkeit finden, manches aber dürfte doch die Kammermusik von heute interessant und auch gehaltvoll bereichern. Und das ist der keineswegs zu unterschätzende Erfolg der Wittener Mustktage 1939/40. Dr. Josef Schwermann. Viktor Staal, Johannes Heesters inszeniert, die Rolle eines Verlegers. Marika Rökk in einer Doppelrolle. In dem in Vorbereitung befindlichen Ufa=Film„Kora Terry spielt Marika Rökk die Doppelrolle eines Revue= und TanzGeschwisterpaares. Spielleiter dieses großen Tanz= und Ausstattungsfilms ist Georg Jacoby. Attila Hörbiger wird in dem Tobis=Film„Die letzte Runde“ eine Hauptrolle spielen. Es handelt sich in diesem Film um das Schicksal eines großen Boxers. Vom Büchertisch Sondernummer:„Englands „Illustrierter Beobachter"— Schuld.“ * In einem Umfang von 48 Seiten, mit drei hochinteressanten Englandkarten als Umschlag— so präsentiert sich die Sondernummer„Englands Schuld", die der„J..“ herausbrachte. Reichsaußenminister von Ribbentrop schrieb das Vorwort zu, diesem umfangreichen, vielsettigen und hochit das künstlerisch hohe Barwert Iu, diesem umfangreichen, vielseitige kenntnisreichen Robert aktuellen Bild= und Wortvericht, der in fast lückenloser Art sorgsam vorberetteten und mit einer Fülle von Material uns Aufklärung gibt über ein Problem. das im Augenblick im Vordergrund aller deurschen Interessen steht. Wer diese Sondernummer liest, kann keinen Augenblick mehr im Unklaren sein über das, was Englands Plutokratie in Verfolg seiner hier aufgezeigten Herrschaftswillkür auch mit dem jetzigen Deutschland plant. Das neue Soldatenlieverbuch.(Verlag Schott Söhne, Mainz.) Die bekanntesten, meistgesungenen Soldatenlieder— Marschlieder, Reiterlieder, Lieder der Heimat— hat Fr. J. Breuer in einer leichten Klavierfassung mit vollständigem Text herausgegeben. Auch die neuesten Erscheinungen, wie Herms Niels„Erika“, sind in der Sammlung enthalten. Ein Albert Florath spielt in dem neuen Ufa=Film„Die unvollkommene Liebe“ die Rolle eines alten Seebären inmitten seiner sehr distinguierten HanseatenVerwandtschaft. Unter Erich Waschnecks Regie spielen Willy Fritsch und Gisela Uhlen die Hauptrollen. Hans Brausewetter spielt in dem neuen Ufa=Film „Liebesschule", den K. G. Külb mit Luise Ullrich, Textbuch mit zweistimmigem Melodiensatz ist dazu erschienen. Soldatenliederbuch.(Franz=Eher=Verlag, München.) Vom Generalkommando des 7. Armeekorps wurde dieses umfassende Soldatenliederbuch herausgegeben„daß so ziemlich alles enthält, was wir an guten alten und wertvollen neuen soldatischen Weisen kennen und singen. Ein= bis zweistimmiger Melodiensatz und vollständiger Text machen die Sammlung zu einem handlichen und berwendbaren Liederbuch. „Morgen marschieren wir."(Ludwig=Voggenreiter=Verlag, Potsdam.) Im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht hat Leutnant Hans Baumann ein Liederbuch der deutschen Solstimmigem Se bänke auf einem kleinen Platz, wirr durcheinander geworfen. Rauch schwelte noch aus den Trümmern. Und hier am verfallenen Brunnen eine Ortstafel. Schräg baumelt sie am zersplitterten Balken. Mein Herz stand für eine Weile; man konnte den Ortsnamen ganz deutlich lesen. Es war Ingrids Heimatdorf. Sie weiß es nicht, Gottlob, sie weiß es noch nicht! Am andern Morgen fiel der erste Schnee. Ingrids Augen leuchteten.„Jetzt wird's erst schon bei uns zu Hause“, sagte sie.„Das sollten Sie mal sehen, wie herrlich das ist, wenn die Gartenzäune weiße Mützen tragen! Abends gehen wir dann von Haus zu Haus und sitzen in den Stuben und hören das ist wundervoll!" Wir schweigen beide und sahen Schneetreiben. Dann sagte ich:„Das heb's gut auf, hörst du? „Ach ja“, antwortete sie und guckte mich mit treuherzigen Augen an:„aber selbst wenn ich's verlieren würde, so wäre das nicht so schlimm...“ „So?— Warum?" „Weil ich unser Dorf immer vor mir sehe, brauche nicht einmal die Augen zu schließen...“ Nun, das tröstete mich wieder. er Geschichtstafel 742 1798 1805 Zeichnungen geschmückt. Rund dreistimmige Sätze beigegeben. 50 Liedern sind zweiDr. J. Schwermann und 1910 1917 1939 Aus West Ein hem Vielefeld, 1. rabestand hatt — Grogen wrat! heblich vorbestre sen bei Herford Aufforderung Monaten Gefa unfforderugg Monurgr. Gera wegen des St. hatte Revisi stattgegeber„a erwarteten Ma Verleitung zum ten Strafe ein ferner zu prüf wohnheitsperhr Die Strafke „Die Ee#cht Prüfung diese Verhängung ei haus und acht verwahrung ar bösen Ende fül brink gegen ei ringe Rolle. stohlen und we Berufung ein ## gen zum Mein # hielt vier Jahr sucht, einen Schäfer um d vor allem die C Stelle TEe für 2½=To. Joses9. Tüchtiger Herren beschichten. O, hinaus in das bild, Ingrid.— selbständiger# Parfümerie Bochum, Kortu Stelle sofor Särtner ich Sarter ein. Gartenbau Ko .=Weitmar, 4 Sofort für je Sonntag guter Panist und Geiger gesucht. Ausk. Anz.(a7 Nur nicht weich werden Ein kleiner Berliner Junge erzählte zu Hause, daß wegen Unaufmerksamkeit in der Schule verprügelt worden ist. Der Vater fragt ihn:„Haste auch jeflennt?“ Da sagt der Junge:„Ick hab die Zähne fest zusammenzebissen un hab keenen Ton jesagt, sonst denkte der ja wunder wat er for ne Marke haut!" „Immer, wo Soldaten sind...“ Ein junges Mädchen von auswärts wollte in der Artilleriekoserne einer Garnisonstadt in Wurttemberg Besuch machen. Da sich aber das kleine Fräulein in der Stadt nicht so rasch auskannte, war es über das Ziel hinausgegangen und stand nun vor der Infanteriekaserne. Schließlich wandte es sich an einen vorbeikommenden Fußgänger um Auskunft. „Ja“, sagte dieser,„do send Se schon z' weit drussa! Etzat no a paar Schritt, no send Se glei bei dr Enfanterie! Sie müassel wieder zruck!" Darauf das Mädchen:„Des macht nix! Etzat ben i scho do— na gang i zur Enfanterie, da han i au oin!“ (Lustige Blätter) herrenFilseargehl sofort gesucht. und Logis Hause. Erich Grimml Ergste. Guter Friseur 6 gesucht. Kleinespel, Hauptbahnh sesich zahlenschestr. Ich suche betrieb ein Baro 2. April Kaiser Karl der Große geboren(gestorben 814). Der Dichter August Heinrich Hoffmann(Hoffmann von Fallersleben) in Fallersleben geboren(gestorben 1874) Der dänische Dichter Hans Christian Andersen in Odense geboren(gestorben 1875). Der Philanthrop Friedrich von Bodelschwingh in Bethel bei Bielefeld gestorben(geboren 1831). Beginn der Frühjahrsschlacht bei Arras(bis 20. Mai). Franco erklärt den Krieg in Spanien für beendet. mit Kenn schreiben Walther DobKortumstr. 62 Sienoig welche mit traut ist, n auch eine Angeb. m. Anspr. unter Tüch Langsam richtete sie sich auf, ließ ihn aber nicht los. Er streichelte ihr Haar und legte den Arm um ihre heftig zuckenden Schultern. „Ach Sch„uch, Schorsch, wenn du wüßtest...“ „Ich weiß alles,“ sagte er,„vor wem wolltest du denn wieder ausreißen? Der krampfhafte Griff, mit dem sie seinen Hals umklammert hielt, löste sich.„Du weißt alles?“ fragte sie, „von Lisa?“ „Ja. Und von Christians.“ „Er ist da“, sagte sie, und von neuem stürzten ihr die Tränen aus den Augen. Do bachte, mit, ennpehgieig Srorg keise. „Ich dachte mir“ entgegnete Georg leise. „Ich will ihn nicht sehen! Ich kann ihn nicht sehen. h. Schorsch, wenn du wüßtest, wie er mich behandelt it. Du hattest das nie von mir geglaubt!. Wo mir „Unbedingt. Als Direktor der Borchert=Brack=Werke brauche ich eine unbedingt zuverlässige.“ „Als was?" fragte Hella verwirrt. „Ja, weißt du denn noch nicht? Hat dir dein Vater noch nicht erzählt?“ Er muß meinen Brief heute morgen bekommen haben.“ In kurzen Worten erklärte er ihr den ganzen Fall. Es war das erste Mal, daß Hella „geschäftlichen Dingen“ freiwillig und interessiert zuhorte. Jetzt begriff sie auch ihres Vaters Andeutungen am Morgen. In ihrer Angst und Verwirrung hatte sie gedacht, er hätte einen Brief von Christians bekommen. „Und weißt du, durch wen ich hinter Clemens Schliche kam? Durch dich! Als du mir in Essen ein Geschäftsgeheimnis von Dr. Mr. Brown ausgeplaudert hast. Zum Dank kann ich dir jetzt auch eins verraten. Du kennst doch Herrn Dr. Jürgen Althoff, nicht wahr?" Hella wurde rot.„Das ist lange aus!“ sagte sie. „das war ein ganz großer Irrtum!“ ## hat. Du hättest das nie von mir geglaubt die Arbeit bei ihm so viel Freude gemacht hat!“ „Es hat sich alles aufgeklärt, Hellachen. Christians ist sicher gekommen, um dir das zu sagen. Ihr werdet euch gegenseitig um Entschuldigung bitten müssen.“ Georg lächelte, aber sein Lächeln war nicht froh. „Oh“, sagte Hella,„und warum bist du gekommen, Schorsch?“ „Ich hatte Angst, du könntest eine neue Dummheit anstellen. Die ganze Zeit hatte ich Angst um dich. Schon seit Essen. Nein, auch schon vorher. Wo wolltest du denn eben hin?" Sie umklammerte wieder seinen Hals.„Schick mich nicht fort, Schorsch! Schick mich bitte nicht fort. Laß mich bei dir!" Er nahm sie in seine Arme und hielt sie fest. Du hättest doch schon immer bei mir sein können, Hellachen dachte er. Laut aber sagte er: Ich brauche eine tüchtige Sekretärin mit erstklassigen Zeugnissen. Wie denkst du darüber. Hellakind?" Sie sah auf. Zum ersten Male huschte so etwas wie ein Lächeln über ihr Gesicht.„Müssen die unbedingt echt sein, Schorsch?“ „Er mußte dir vorgestern seinen Platz einräumen. „Er interessiert mich überhaupt nicht mehr.“ „Nur noch Christians?“ fragte Georg. „Christians? Wenn du wüßtest, wie er mich behandelt hat!“ „Hat dir das so weh getan, Hellakind? Vielleicht... weil du ihn liebst?“ Georg sah sie mit seltsamem Ausdruck an. Sie hielt seinen Blick aus und schüttelte den Kopf. „Aber verliebt warst du? Ein bißchen verliebt?" „Vielleicht ein ganz kleines bißchen“, gestand Hella zögernd,„er war so anders, so besonders, weißt du... und die Arbeit... aber geliebt habe ich ihn nicht!“ schloß sie mit fester Stimme. „Hella!" rief Georg,„Hella, sag das noch einmal!" „Sag mal", begann Georg zögernd,„was hältst du eigentlich von einem gewissen Georg Brack?"“ „Was ich von dem halte? Ich glaube, eine ganze Menge. Noch viel mehr sogar. Ich habs mir nur nicht eingestehen wollen.“ „Von ihm weiß ich, daß er es sich immer eingestanden hat, daß er Hella Borchert liebt.“ „Warum hat er es denn nie gesagt?" „Er wollte den günstigsten Zeitpunkt abwarten. Hella sagte nichts mehr. Sie still, als Georg sie küßte. lächelte und hielt ganz Borchert saß mit Christians bei einer Flasche Burgunder in seinem Arbeitszimmer und ließ sich erzählen. Er sagte gerade:„Ich würde sie ja wecken, aber ich fürchte, meine Schwester läßt das nicht zu", als Tante Gertrud ins Zimmer trat, „Ihr braucht das Kind gar nicht mehr zu wecken", sagte sie,„sie ist ganz allein aufgestanden und weggegangen.“ „Nicht möglich!“ rief Borchert erschrocken und sprang auf. Auch Christians war aufgesprungen. „Ja“, sagte Tante Gertrud ganz ruhig,„sie ist auf und davon.“ „Das sagst du so ruhig!“ rief Borchert erregt,„hast du mit ihr gesprochen?" „Nein. Aber eben wurde etwas abgegeben.„Dabei reichte sie jedem der Herren einen Zetter. Der fur Christians war noch zusammengefaltet, der für Borchert bereits geöffnet.„Den für dich habe ich schon gelesen, Richard, deine Erlaubnis vorausgesetzt." Borchert und Christians tauschten einen fragenden Blick aus. Dann lasen sie. „Lieber Pal las Borchert,„Georg und ich sind nur schnell zur Post gefahren, um ein Telegramm an Lisa und Rudolf aufzugeben. Wenn wir in einer Stunde zurück sind, hast du mir wohl unterdessen verziehen. Von jetzt an wird Georg dafür sorgen, daß ich so bald keine neuen Dummheiten anstelle. Und ich sehe ein, als zukünftige Frau des neuen Direktors der Brack=BorchertWerke muß ich brav sein. Deine Hella.“ Borchert sah seine Schwester kopfschüttelnd an.„Was soll ich ihr denn nur„verzeihen?“ murmelte er,„ich freue...“ da gab ihm Tante Gertrud unauffällig ein Zeichen. Verstohlen sah sie zu Christians hinüber, der Male Christians sah auf und griff nach einer Zigarette. Sein Lächeln war etwas gequält. Tante Gertrud ging hinaus, um Wein kaltzustellen. „Da steckt ein Mann dahinter!" Das war von Anfang an ihre Ueberzeugung gewesen. Und jetzt merkt sie, es waren sogar zwei. Christians gefiel ihr. Georg hatte ihr schon immer gefallen. Hella und Georg Brack? Dazu sagte Tante Gertrud aus vollem Herzen: Ja. — Ende.— eben seinen Zettel zum zweiten Male las. „Lieber Herr Christians ich habe ein bißchen Angst, Sie wiederzusehen. Was habe ich aber auch alles angerichtet mit meiner dummen Namensänderung. Ich verstehe jetzt, daß Sie so böse auf mich waren. Mein Freund Georg hat mir gründlich den Kopf gewaschen ra bat, mir gri und die Augen geoffnet. Und ich mußte ihm versprechen, erst Ihr Manuskript fertig zu tippen, bevor ich wieder einen anderen Namen tragen darf. Aber diesen neuen Namen, er wird der dritte sein, den darf ich dann berechtigt führen. Seien Sie mir bitte nicht mehr böse. Wenn Sie ihr gesagt Schluß, mit Fräulein Müller! Wenn Sie ihr gesagt haben— in einer Stunde ist sie zurück—, daß Ste ihr verzeihen, dann schreibt Ihnen das Manuskript zu Ende., Ihre Hella Borchert.“ Morgen beginnen wir mit einem ungewöhnlich spannenden Kriminalroman von dem im Felde weilenden Schriftsteller A. van Nuß Unter dem Titel Es gekt um eine PETEETON eriebt der Leser die rätselhafte Geschichte eines geheimnisvollen Mordes. Die Lösung des undurchsichtigen Falles, in dem auch eine feine Liebesgeschichte eingeflochten Ist, zeigt sich verblüffend und überraschend in ange oder sp Salon Dr Dorstener E# Tüchtig sowie sofort Salon Wittener Wegen suche ich Jeise Anton Schm Lattstit sofort g Salon II Wittener S Verkät und Le gesucht. Georg K Redemptort Suche## mi ab Waffelfat .=Weitm Suche ft eingerich Haus Putzfrau Kart Haitin schichte Lösung em auch flochten aschend Aus Westfalen und Rheinland Dat Eie Trierste.. kannten ihn zunächst nicht wieder, und nur kundungen, daß dieses oder jenes Möbelstück ursprüng lich da oder dort gestanden hatte und er noch manche Einzelheiten zu erzählen wußte, überzeugten. Seine Briefe, die er in den ersten Jahren aus Rußland gesandt hatte, waren nicht angekommen. Handelsteil Weltbild HalbKreitz nachge im echeinander gecümmern. Und stafel. Schräg ein Herz stand snamen ganz dorf. s noch nicht! hnee. Ingrids on bei uns zu nal sehen, wie weiße Mützen haus zu Haus beschichten. O, inaus in das ild, Ingrid.— mich mit treuich's verlieren mir sehe, ich ßen.. Vielefeld, 1. April. Mit einem recht ungewöhnlichen Tatbestand hatte sich eine Revisionsverhandlung vor der Strafkammer Bielefeld zu befassen. Der erheblich vorbestrafte Wilhelm Stellbrink aus Hiddenhausen bei Herford war Anfang vergangenen Jahres wegen ufforderung zum Mord zu einem Jahr und sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden, seine Mutter wegen des gleichen Delikts zu vier Jahren Gefängnis. St. hatte Revision beim Reichsgericht eingelegt, der auch stattgegeben wurde, jedoch mit der von St. gewiß nicht erwarteten Maßgabe, daß aus einer schon fruher wegen Verleitung zum Meineid erkannten Strafe und der letzten Strafe eine Gesamtstrafe zu bilden sei und daß ferner zu prüfen sei, ob St. nicht als gefährlicher Gewohnheitsverbrecher in Sicherungsverwahrung gehore. Die Strafkammer mußte jetzt nach eingehender Prüfung diese Frage bejahen und ordnete neben der Verhängung einer Gesamtstrafe von fünf Jahren Zuchthaus und acht Jahren Ehrverlust auch die Sicherungsverwahrung an. Bei den Vorgängen, die zu diesem bosen Ende führten, spielte der Haß der Familie Stellbrink gegen einen benachbarten Schäfer eine nicht geringe Rolle. St. hatte diesem Schäfer ein Schaf gestohlen und war deshalb verurteilt worden. Er legte 1 Berufung ein und verleitete für die Verhandlung Zeugen zum Meineid. Die Sache kam heraus und St. erhielt vier Jahre Zuchthaus. Vorher hatte er schon versucht, einen Morder zu dingen, der den verhaßten Schäfer um die Ecke bringen sollte. Später verfolgte vor allem die Mutter Stellbrink diese Mordpläne. Die Frau hatte zwei junge Leute mit einer Pistole und 20 RM. ausgerüstet und sie losgeschickt, damit sie nachts den Schäfer überfielen und ihn stumm machten. Die beiden„Mörder" vertranken das Geld, beschmierten sich die Kleider mit Schafblut, gingen zu der Frau zurück und erklärten, es sei alles in ihrem Sinne erledigt. Die Strafkammer konnte keinen Zweifel haben, daß die wiederholten Mordaufforderungen durchaus ernst gemeint waren. Sie hielt den W. Stellbrink für so gefährlich und hemmungslos, daß die Oeffentlichkeit vor ihm geschützt und die Sicherungsverwahrung verhängt werden mußte. Vom Spiel in den Tod Gronau, 1. April. Auf der Wiesenstraße in Gronau spielten Kinder vor und zwischen einem haltenden Kohlenlastzug: obwohl der Fahrer es ihnen verboten hatte. Als der Lastzug wieder in Gang gesetzt wurde, geriet ein zweijähriges Mädchen unter die Räder des Anhangers und wurde so schwer verletzt, daß es kurz darauf starb. Den Fahrer trifft keine Schuld. 24 Jahre verschollen und jetzt zurückgekehrt Isselhorst, 1. April. Bei den Kämpfen in Rußland im Jahre 1916 war der aus der Nachbargemeinde Avenwedde stammende Infanterist Johann Schlickmann mit anderen Kameraden in russische Gefangenschaft. geraten. Seitdem hatte seine Familie nichts mehr von ihm gehört, bis er jetzt nach 24 Jahren wieder auf dem elterlichen Hofe erschien. Seine Angehörigen erAbschluß und Firmenänderung in der HV. der Commerz= und Privat Bank genehmigt In der Hauptversammlung der Commerz= und Bank, die den Abschluß genehmigte und die wirmenänderung in„Commerzbank" beschloß, gab das Vorstandsmitglied Boode einen Ueberblick über die Geschäftsentwicklung im letzten Jahr und die wetteren Aussichten. Das letzte Jahr habe eine wettere Geschäftszunahme gebracht. Die Vorjahrszisfern wurden sowohl in den Fremdmitteln als auch in den Krediten und im Umfang der Geldanlagen erheblich übertroffen. Die Einlagensteigerung, die sich namentlich in den ersten Kriegsmonaten bemerkbar gemacht habe, finde ihre Erklärung darin, daß in vielen Zweigen der Wirtschaft, namentlich in der Verbrauchsgüterindustrie, durch Produktionseinschränkungen,„ Abbau, der gesigigg, durch Verlangsamung ooer Aussau von Freizemacght wur, umsangreiche Teile des Betriebskapitals, freigemann,#urden. Trotz der damit zusammenhängenden Verminderung des Kreditbedarfs einzelner Wirtschaftszweige war im ganzen der Stand der in Anspruch genommenen Buchkredite am Ende des Jahres höher als am Anfang, wie auch die Zahl der neubewilligten Kredite über dem Stai des Vorjahres lag. Die Entwicklung der neuen Geschansneuen und Filialen entspreche den Erwartungen. Nachdem sich die Ueberleitung der Friedens= auf die Kriegswirtschaft reibungslos vollzogen hat, dütte zuversichtlich erwartet werden, daß auch in Zukunft kreditwirt schaftliche Schäden, wie sie früher auftraten, nicht vorkommen werden. Die geringe Beanspruchung der zur Deckung außerordentlicher Kriegsbedürfnisse kriegswirtschaftlicher Betriebe geschaffenen Sondereinrichtungen sei ein Beweis dafür, wie gesund die Wirtschaft ist und wie die Finanz= kraft der bestehenden Kreditinstttute auch veränderten Bedingungen gewachsen ist. Bei Beurteilung der Zukunftsaussichten der Kreditwirtschaft dürfe festgestelt werden, daß die Grundsätze der Währungspolitik— Stavilität der Lödne und Preise— eine gesunde Entwicklung der kreditwirtschaftlichen Verhältnisse auch während des Krieges und darüber hinaus sicherstellen. Im Kampfe unserer Nation, in dem auch die wirtschaftliche Leistungssähigkeit von entscheidender Bedeutung sei, sei das Kreditgewerbe in der Lage, allen Anforderungen gerecht zu werden. Gefolgschaftsversicherungen im Kriege Nach einem Rundschreiben des Reichsaussichtsamtes für Privatversicherung vom 22. Februar 1940 können Gefolgschaftsversicherungsverträge„bis auf weiteres“, nach den schon bisher geltenden Bestimmungen von 1934 und 1935 abgeschlossen werden. Gefolgschaftsversicherungsverträge, die von den Bestimmungen für Einzellebensversicherungen abweichen und für die seit dem 1. Januar 19140 die Aufstellung eines besonders genehmigten„Geschäftsplanes“ notwendig gewesen wäre, brauchen diesen Geschäftsplan jetzt im Kriege wegen der damit verbundenen Mehrarbeit vorläufig nicht aufzustellen. Das Rundschreiben fordert die Gesellschaften weiter auf, beim Abschluß von neuen Gefolgschaftsversicherungsverträgen„von sich aus“ zu prüsen, ob die Verträge nicht gegen die Lohnstoppbestimmungen verstoßen. Jusbesondere sollen sie, um unnötige Kosten und Arbeit zu vermeiden, darauf achten, daß der Reichstreuhänder der Arbeit dem Betriebe, der die neue Gesolgschaftsversicherung abschließen will, die Genehmigung dazu erteilt hat. Börsen fest Zu Beginn der neuen Woche wurden die Aktienmärkte der Berliner Börse durch ausgesprochen feste Haltung gekennzeichnet. Nach wie vor bestand Anlagebedürfnis, das sich sowohl den Renten= als auch den Aktienmärkten zuwandte, während Verkaufsneigung so gut wie nicht bestand. — Die Rheinisch=Westfälische Börse zu Düsseldorf begann den neuen Abschnitt in fester Haltung. Von der Bankenkundschaft lagen wieder Kaufaufträge vor. Matertal ist aber sehr knapp vorhanden. Infolgedessen waren auch die Umsätze nicht allzu groß. Amtliche Kursnotierungen an der Berliner Börse vom 1. Abin 1340. Farbenindustrie 185,75: Orenstein&a Koppel 125,56.— An der Düsseldorfer Börse wurden notiert: Constantin der Große 7050., 7500.; Harpener Bergbau 173.50; Vereinigte 113,00. Stellenangebote Aecft, für 2½=To.=Wagen sofort gesucht. Josef Fromme, Ruf 683 35 Tüchtiger Ffeeren Frhseul selbständiger Arbeiter, sofort gesucht. Parfümerie Rodert Pracht, Bochum, Kortumstraße 3. Ruf 674 18 Stelle sofort mehrere Särtner und Sartenarbeiter ein. Gartenbau Karl Wünnenberg, .=Weitmar, Hasenkampftr. 5. 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Aprtl 1940 Castroper Strabe 250a Die Trauerteier vor der Einäscherung findet am Donnerstag, dem 4. April 1940, 12 Uhr, in der kleinen Trauerhalle des Haupttriedhotes in Dortmund statt. Von Blumen- und Kranzspenden bitten wir Abstand zu nehmen Heute am frühen Morgen wurde meine liebe Frau, unsere gute Mutter und Grobmutter Plau-Eise Weusthen geb. Hüttenhein nach langem Leiden ruhig und sanft aus diesem Leben zur Ewigkeit abberufen. Um stille Teilnahme bitten: Carl Weusthoff Karl August Barnstedt und Frau Hildegard geb. Weusthoff Otto Henrich und Frau Elsbeth geb. Weusthoff Michael und Regine Henrich Bochum(Gersteinring 85) und Gleiwitz, den 1. April 1940 Die Trauerfeier findet am Donnerstag. 4. April. nachm..15 Uhr in der Trauerhalle des Friedhofs in Grumme statt: anschließend daran die Beerdigung(Straßenbahnlinien 9 und 19) Seiraten) Suche für meine Nichte, ohne ihr Wiss., Landwirts= tochter, 29 Jahre, dunkelblond, große, schlanke, gute Erscheinung, beruft. tätig, mit großer Wäsche=Aussteuer, guten Exsparnissen und Verm., gutem Char. u. einwandfreier Verg., einen Herrn in sich. Lebensstellg. zwecks Heirat Anonym zwecklos. Zuschriften unter S S 82902 Anz. 2 Freundinnen, 50 Jahre, such. solide Herren zwecks sp. Wir erfüllen biermit die traurige Pflicht bekanntzugeben, daß unser junger Fahrer und Laßerverwalter Herr Alois Fierke Hauptgetreiter in einer Luftwaffen-Abtellung durch einen tragischen Unglückstall in treuer Pflichterfüllung für Führer und Volk aus dem Laben gerissen wurde. 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April. vorm. 10 Uhr. von der Kapelle des Friedhofes an der Blumenstrabe aus statt. Das Seelenhochamt ist vorher um 8 Uhr in der St.-Marien-Klrche Orog. Fischer, Kortum-Ecke Rottstr.; Drog. Höltermann. Marienstr. 21: Orog. Störing. Hellweg 1: Drog. Steizer, Brüder- Ecke Märkische Straße 2; Weitmar: Drog. Steizer, Hattinger Straße 313;.-Lingen: Drog. Feuerstein, Hattinger Straße 827 Familien-Nachrichten aus anderen Zeitungen übernommen Geboren(Kngbe): (Luise Schrer(Emi Harbrinh).— !: Dortmund: Witfrieh Holl(Fanna, Baumang)! eyign= Geboren(Knabe): Dortmund: Ernst Sioröder(Lui Mädchen: Vortmund: mann(Hanna Backmann): Gelsenkirchen: Dr. med. vet. Helmuth Günider(Amry Günther).— Verlobte: Dortmund: Irmgard Knoche mit Siegfried„Marks; Gelsenkirchen: Agnes Stadtfeld mit Heinrich Höning, Mimi Kleinekampmann mit Karl Ackermann; Hagen: Erna Reinhardt mit Werner Schroth.— Gestorben: Dortmund: Heinr. Hollmann, 83.: Dortmund=Derne: Gustav Adolf Bedder; DortmundHörde: Erna Krüger, geb. Lappe, 25.: Hagen=Haspe: Kaufmann Reinhold Seuthe sen., 57.: Hamm: Anna Heitkemper, geb. Hense, 77 Heute abend gegen 10.30 Uhr efttschlief sanft und gottergeben meine liebe Frau, meine liebe, gute Mutter. Schwiegertochter, unsere Schwester. Schwigerin und Tante Prad Vins-Kobiel Elise geb. Aufleiter Sie starb nach langem, echwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 51 Jahren. In stiller Trauer: Fritz Keßler Tochter Hildegard und Anverwandte Bochum-Hamme(Löbkerring). Gelsenkirchen. Mengede-Bodelschwingh, den 30. März 1940 Die Beerdigung ist am Donuerstag, dem 4. Aprtl. nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Hammer Priedhofs aus. Trauerteier eine halbe Stunde vorber Sollte jemand aus Versehen keine besondere Nachricht erhalten haben, möge er diese als solche betrachten zur Reinigung des Gesichts und der Hände benutzen Dr. Gaudiltz-Mandelkleie hot nicht nur dieselbe Zeinigungskraft wie Seite, sie ist auch von alters her ein bewährtes Schönheitsmittel. 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April 1940. Der Oberbürgermeister als Ortspolizeibehörde Del„DA Zum zweche der Erbauseinandersetzung soll die Besitzung Bochum, Wiemelhauser Straße 76 verhauft werden. Juschriften sind unter RR7763 Anzeiger erdeten Verloren 1ln kennenzulernen. Zuschriften unter O K 83035 Anzeig Witwe, 49 J. alt. w. die Bekt. ein. sol., kath. Mannes i. fest. Arb., i. Alter v. 50—60., zwecks spät. Hetrat. Zuschriften unter S K 82901 Anz. Herr, 53., sucht auf diesem Wege Damenbekanntsch. zwecks Heirat. Anonym zwecklos. Zuschriften unter K K 83022 Anzeig. Welt-Atlas 1940 mit den neuen Finnlandgrenzen. Eine Höchstleistung! Großformat 30x42 cm. 313 meist mehrfard. Haupt= u. Nebenkarten, v. d. Meisterhand d. Kartographen in Stein gestochen. Mit einer geogr. Einlettung u. einem umfass. Register mit rd. 100000 Namen. Als Zeitungsleser brauchen Sie ihn unbedingt z. Verständnis der kommenden Ereignisse in aller Weit. Preis in Ganzleinen gebd. 17.50 RM. Wenn Sie ihn von uns be ziehen, i. bequem. 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