vr öhn Farlaseih Anseigenbreile: Grundpreise für 1. mm Hobe,. in 22 cm Preite 10, Vf. Bezugspreis mit Botenlohn:.15 RM. monatlich oder 1,08 RM. halbmonatlich. Selbstabholer.85 RM. monatlich oder 93 Pf. halbmonatlich. Bezugsbreis für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich, Funkzeitschrift„hör mit mir“ 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und 55 Pf. bei fünf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Zeitung durch höhere Gewalt, Verbot oder Betriebsstörung und dal. verhindert wird. können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 18 Uhr, sonntags von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftleitung, außer mittwochs und sonnabends, von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckkonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Freitag 19. Januar 1940 47. Jahrgang Rummer 16 Einzelpreis 10 Pf. Anzeigenpreise: Grundpreise für 1. mm Höhe in 22 wm Breite 10 Pf. im Anzeigenteil und in 78 mm Breite 55 Pf. im Textteil. Familien= anzeigen 7 Pf., Stellengesuche 6 Pf., Vereinsanzeigen(die nicht der Wirtschaftswerbung dienen) 5 Pf., kleine Anzeigen(nicht geschäftlicher Art) 8 Pf., Anzeigen im Vereins= und Sportkalender im Tertteil 10 Pf., Auskunst= und Zisergebühren 25 Pl. Zur Zeit.(.„Breishute Nr. 10 gültig. Nachlaßstaffel B.— Schluß der unzeigenaungnnte für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende, Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck fernmündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr Abernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551 bis 54 WD ERRRRRS.....****** durch einen Brief des Reichsaußenministers an den französischen Außenminister Bonnet erwiesen Frantreichs Außenpolitik verior im Schlepptau Tonvons jede Selbstänvigreit dnb Berlin, 18. Januar. Amtlich wird verlautbart(Zweite amtliche deutsche Veröffentlichung zum französischen Gelbbuch): Wie vor kurzem durch die Veröffentlichung von Urkundenmaterial über den Besuch des Reichsaußenministers von Ribbentrop in Paris im Dezember 1938 nachgewiesen worden ist, schien im Winter 1938/39 seit langen Jahren zum erstenmal die Voraussetzung für eine wirkliche und dauernde deutsch=französische Entspannung gegeben zu sein. Deutschland hatte durch den schriftlich bekräftigten endgültigen Verzicht auf eine Revision seiner Westgrenze jedes Uebergreifen seiner Politik auf das Gebiet französischer Lebensinteressen ausgeschlossen; Frankreich hatte durch seinen verantwortlichen Außenminister erklärt, daß sich in der Einstellung Frankreichs zu den osteuropäischen Fragen seit München ein grundsätzlicher Wandel vollzogen habe, und damit zu verstehen gegeben, daß die französische Regierung in Lebensinteressen Deutschlands in Mittel= und Osteuropa nicht mehr störend in den Weg treten werde. Trotz innerpolitischer Widerstände mannigfacher Art ist die französische Regierung bis in den März 1939 von dieser neuen realistischen Politik nicht offen Erst die seit dem 17. März 1939 zum politischen Programm erhobene englische Einkreisungspolitik hat die hoffnungsvollen Ansätze zu einer deutsch=französischen Verständigung mit einem Schlage zerstört., Es zeigte sich sofort, daß die französische Außenpolitik jede Selbsändigkeit verloren hatte,„reich.,.at=Zaem Pali. Bedingungslos folgte Frankreich der britischen Politik. Der englische Blankoscheck für Warschau erhielt auch die französische Unterschrift, die einseitigen englischen Garantien für Rumänien und den von Frankreich gegengezeichnet, der Türkei im Interesse Englands das Gebiet von Alexandrette überantwortet, und bei den Bemühungen, Sowjetrußland für das Einkreisungsnetz zu gewinnen, spielte Frankreich eine beionders alibe Pode, uig bereits in Frühahe 1939 Somit hatte Frankrezg ,verens im Fruszicher 1039 durch seine aktive Teilnahme an der antideutschen Einkreisungspolitik der deutsch=französischen Erklärung die Grundlage entzogen. Trotzdem ist der französische Außenminister Mitte Juli 1939 nochmals von maßgebendster deutscher Seite auf seinen politischen Kurswechsel festgenagelt und auf die verhängnisvollen Folgen der Polen gegebenen Bündnisvollmacht hingewiesen worden. Deutliche Sprache Ribbentrops Führers an Polen zur Regelung der Danziger Frage und die etwas eigenartige polnische Reaktion zum Anlaß genommen hat, mit Polen neue, verstärkte Bindungen, gegen Deutschland einzugehen. Am Schluß Ihrer Notiz werden diese Bindungen dahin charakterisiert, daß jedes militärische Eingreifen Polens bei einer Veränderung des Status quo in Danzig Frankreich veranlassen würde. Polen sofort militärisch beizustehen. Zu dieser Politik der fpanzösischen Regierung habe ich folgendes zu bemerter:.##. wg Kurt. ui, 2. uxh e. 1. Deutschland muß, ebenso wie es sich niemals in vitale französische Interessensphären eingemischt hat, eine Einmischung Frankreichs in seine vitalen Interessensphären mit aller Entschiedenheit ein für allewal ablehnen. Die Gestaltung des Verhältnisses Deutschlands zu seinen östlichen Nachbarn berührt keinerlei französische Interessen, sondern ist ureigenste Angelegenheit der deutschen Politik. Die Reichsregierung sieht sich daher nicht in der Lage. Fragen der deutsch=polnischen Beziehungen mit der französischen Regierung zu erörtern oder dieser gar das Necht zu einer Einflußnahme auf Fragen zuzugestehen, die mit der zukünftigen Gestaltung des Schicksals der deutschen Stadt Danzig zusammenhängen. 2. Zu Ihrer persönlichen Orientierung über den! deutschen Standpunkt in der polnischen Frage will ich aber folgendes sagen: Die volnische Regierung hat das historische einmalige Angebot des Führers zur Regelung der Danziger Frage und zur endgültigen Konsolidierung der deutsch=polnischen Beziehungen mit Kriegsdrohung beantwortet, die man nur als seltsam bezeichnen kann. Es ist im Augenblick nicht zu erkennen, ob die polnische Regierung diese eigenartige Einstellung revidieren und zur Vernunft zurückehren wird. Solange sie aber bei dieser unvernünftigen Haltung bleibt, kann dazu nur gesagt werden, daß jede Verletzung Danziger Bodens durch Polen oder eine mit dem Ansehen des Deutschen Reiches nicht zu vereinbarende Provokation seitens Polens mit dem sofortigen deutschen Vormarsch und der Vernichtung der polnischen Armee beantwortet werden würde. 3. Die bereits erwähnte, im Schlußsatz Ihrer Notiz enthaltene Feststellung würde nach ihrem Wortlaut bedeuten, daß Frankreich Polen das Recht zugesteht, sich jeder beliebigen Aenderung des Status quo in Danzig, militärisch zu widersetzen und daß wenn Deutschland eine solche Vergewaltigung deutscher Interessen nicht duldet, Frankreich Deutschland angreifen will Sollte dies tatsächlich der Sinn der französischen Politik sein, so müßte ich Sie bitten, zur Kenntnis zu nehmen, daß solche Drohungen den Führer in seinem Entschluß, die dautschen Interessen mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln wahrzunehmen. nur noch bestärken würden. Der Führer hat immer die Eingeltändnisdes britilchen Blockademinilters Abwürgung der Neutralen deutsch=französtsche Verständigung gewünscht und einen nochmaligen Krieg zwischen den beiden Ländern, die durch keinerlei vitale Interessengegensätze mehr getrennt werden, als Wahnsinn bezeichnet. Liegen die Dinge aber so, daß die französische Regierung den Krieg will, so wird sie Deutschland jederzeit bereit finden. Die Verantwortung für einen solchen Krieg würde dann ausschließlich die französische Regierung vor ihrem Volk und vor der Welt zu tragen haben. Angesichts der angenehmen persönlichen Beziehungen, die ich mit Euer Exzellenz gelegentlich der Unterzeichnung der Erklärung vom 6. Dezember 1938 aufnehmen konnte, bedauere ich, daß Ihre Notiz mich zu dieser Erwiderung gezwungen hat. Ich möchte die Hoffnung nicht aufgeben, daß letzten Endes doch noch die Vernunft obsiegen und das französische Volk erkennen wird, wo seine wahren Interessen liegen. Nachdem ich mich seit über 20 Jahren für die deutsch=französische Verständigung eingesetzt habe, würde das auch für mich persönlich die Erfüllung eines aufrichtig empfundenen Wunsches sein. Mit den besten Empfehlungen Ihr sehr ergebener Joachim von Ribbentrop. Frankreich ist also im Juli, noch ehe die polnischen Provokationen ihren Höhepunkt erreicht hatten, eindringlichst vor den Folgen der von England gewollten aggressiven Haltung Polens gewarnt worden. Es wurde nicht der geringste Zweifel darüber gelassen, daß der dringende Wunsch Deutschlands nach Verständigung mit dem westlichen Nachbarn seine natürliche Grenze in der Notwendigkeit der Wahrung der deutschen Lebensinteressen und des Schutzes des deutschen Volkstums finden mußte. Sollte Frankreich die Einmischung in ureigenste Angelegenheiten der deutschen Politik bis zum Angriffskriege treiben, so würde es Deutschland bereit finden, diesen ihm aufgezwungenen Krieg aufzunehmen. Alle diese Warnungen sind in den Wind geschlagen worden. Die französische Regierung ist Enaland bis zuletzt gefolgt. Somit wird sie vor ihrem Volk und vor dar Geschichte die Verantwortung dafür zu tragen haben, daß am Ende aller deutschen Bemühungen um den Frieden am Rhein wiederum der Krieg steht. soll der Amweg Englands zur Aushungerung Deutschlands sein Berlin, 18. Januar. (Von unserer Berliner Schriftleitung) Mit selten brutaler Offenheit hat der britische Aufk'ärungsflüge Am 1. Juli war dem deutschen Botschafter vom französischen Außenminister eine schriftliche Notiz zur Weiterleitung an Reichsaußenminister von Ribbentrop übergeben worden. Hierin hatte Bonnet behauptet, daß im deutsch=französischen Abkommen ein Vorbehalt hinsichtlich der fortdauernden Geltung des französisch=polnischen Bündnisses enthalten sei, und gle uig exklärt, das Frankreich fest entschlossen sei, die Polen gegebenen Versprechungen unter allen Umständen eisezulzeß, Der Reichsaußenminister beantwortete diese französische Drohung mit dem folgenden Schreiben an den französischen Außenminister: Reichsaußenminister von Ribbentrop an den französischen Außenminister Georges Bonnet Persönlich! Fuschl, den 13. Juli 1939. Sehr geehrter Herr Bonnet, Sie haben Graf Welczek am 1. Juli eine für mich bestimmte persönliche Notiz übergeben, deren Inhalt es nunmehr auch mir zur Pflicht macht, Eure Exzellenz klar und unmißverständlich die Einstellung der Deutschen Regierung zu den deutsch=französischen Beziehungen im allgemeinen und der Danziger Frage im besonderen bekanntzugeben. Die deutsche und französische Regierung haben am 6. Dezember 1938 eine Erklärung unterzeichnet, wonach sie feierlich die zwischen Deutschland und Frankreich bestehenden Grenzen als endgültig anerkennen und wonach sie alle ihre Kräfte einsetzen wollen, um friedliche und gutnachbarliche Beziehungen zwischen den beiden Ländern sicherzustellen. Diese Erklärung war auf seiten der Reichsregierung die logische Folge der seit der Machtübernahme konsequent verfolgten Politik der Verständigung mit Frankreich, eine Politik, an der sie grundsätzlich auch heute noch festhalten möchte. Vorbehalt bezog sich nicht auf polen Was Ihre Bemerkung über den in dem Artikel 8 der deutsch=französischen Erklärung aufgenommenen Vorbehalt bezüglich der besonderen Beziehungen Deutschlands und Frankreichs zu dritten Mächten anlangt, so trifft es keineswegs zu, daß dieser Vorbehalt eine Anerkennung besonderer Beziehungen Frankreichs zu Polen in sich schlösse. In den Besprechungen, die in Berlin und Paris bei den Vorverhandlungen über die Erklärung und bei Gelegenheit ihrer Unterzeichnung stattgefunden haben, bestand vielmehr volle Klarheit darüber daß sich der Vorbehalt auf das besondere Freundschaftsverhältnis Frankreichs zu England und Deutschlands zu Italien bezöge. Insbesondere haben wir bei unseren Besprechungen am 6. Dezember 1938 in Paris übereinstimmend die Respektierung der beiderseitigen vitalen Interessen als Voraussetzung und als Grundsatz der künftigen Entwicklung guter deutsch=französischer Beziehungen festgestellt. Dabei habe ich ausdrücklich auf Osteurova als deutsche Interessensphäre hingewiesen und Sie haben— ganz im Gegensatz zu der Behauptung in Ihrer Rotiz— damals Ihrerseits betont, daß sich in der Einstellung Frankreichs zu den ofteuropäischen Fragen seit der Konferenz von München ein grundsätzlicher Wandel vollzogen habe. Mit diesem von uns anfangs Dezember festgestellten Standpunkt steht es im direkten Gegensatz, daß Frankreich den großzügigen Vorschlag des Blockademinister Croß in der Unterhaussitzung am Mittwoch die Pläne seiner Regierung klargelegt, wie man sich in London die Abwürgung der Neutralen denkt, um die Hungerblockade gegen Deutschland erfolgreich durchzuführen. Nach den hier über die Rede vorliegenden Amsterdamer Meldungen, hat Croß eingestanden, daß England nicht imstande ist, heute eine effektive Blockade gegen Deutschland durchzuführen, denn Deutschland hat ganz im Gegensatz, zum Weltkrieg nach Süden, nach Osten und nach, norgen, Handelswege offen. Das haben jetzt selbst die Engländer eingesehen, also hat, wie Croß erklärte, England sich nach einer„neuen Technik“ umsehen müssen, und diese glaubte es in der Errichtung von Kontrollstützpunkten in der ganzen Welt zu finden, die gegen die neutrale Handelsschiffahrt überall errichtet worden sind. Selbstverständlich machte Croß eine Verbeugung vor den Neutralen und erklärte, daß man sie nicht angreifen und in ihrem Handel belästigen wolle, aber man müsse auch gegenüber den Neutralen von dem Recht der Kriegführenden Gebrauch machen.(!) Die Aushungerung Deutschlands führt also nach Auffassung dieses britischen Ministers nur über die handelspolitische Terrorisierung der Neutralen. Von solchen Feststellungen müßten sich diese Neutralen eine Scheibe abschneiden.„Croß, schloß seine Ausführungen mit folgenden Worten:„Die britische Regierung verwendet hauptsächlich drei Waffen in ihrem Wirtschaftskrieg: 1. Die Beschlagnahme des nach Deutschland gerichteten Banngutes; 2. die Unterbindung der deutschen Ausfuhr und 8. den vorsorglichen Warenaufkauf in den neutralen Staaten. Großbritannien wartet auf den Tag, und er ist nicht mehr fern, daß es Deutschland unmöglich ist, den Krieg aus wirtschaftlichen Gründen fortzusetzen.“ Daß jener Tag weit ferner ist, als der britische Blockademinister vorgibt, und daß England mit anderen Faktoren als im Welttrieg rechnen muß, das hat der hochwerte Minister selbst zugegeben, als er von jenien neuen Techniken sprach, die England in diesem Krieg verwenden müsse. Er hat weiter zugegeben, daß England auf größte Schwierigkeiten, bei den Neutralen zn der Durchführung seiner Handelskriegsmethoden stoße. Wir selbst fügen hinzu, daß die deutschen Gegenmaßnahmen in der Organisation zur Abwehr einer Hungerblockade den Briten noch weit größere Schwierigleiten bereiten werden, als sie Croß zugeben kann. Für die Brutalität, mit der Croß jedoch den englischen Willen zur Aushungerung deutscher Kinder, Frauen und Greise erneut zum Ausdruck brachte, sind wir fast dankbar. Denn diese Frivolität, mit der hier zu Werke gegangen wird, wird auch den unpolitischen Menschen in Deutschland nachträglich darüber aufklären, weshalb England Krieg führt, mit welchen Mitteln und gegen wen. Vor Monaten versteckte man seine Kriegsziele noch hinter den lächerlichen Beteuerungen, als ob man nur Krieg gegen die Nazis.; aber nicht gegen das deutsche Volk führe. Heute, da man jenseits des Kanals erkannt hat, daß niemand auf solche Leimruten hüpft, läßt man Ausflüchte fallen und schmettert der deutschen Nation die brutale Wahrheit ins Gesicht. Nun, England wird seine Antwort erhalten, und sie wird von der deutschen Wehrmacht und dem deutschen Volk gemeinsam gegeben werden. über der schottischen Küste dnb Berlin, 18. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Westen keine besonderen Ereigniffe. Die Luftwaffe führte neben Grenzüberwachungsflügen an der Westfront Aufklärungsflüge über der schottischen Küste durch. „Ohne gleichwertige Gegenwaffe“. Amerikanischer Fachmann über das neue MesserschmittFlugzeug Newyork, 18. Januar. Wie aus Detroit gemeldet wird bezeichnete Robert Insley, leitender Ingenieur der Pratt=Whitney=Flugzeugmotorenwerke, auf der Jahrestagung der Gesellschaft der Motoren=Ingenieure das neue deutsche Messerschmitt=Flugzeug als eines der besten der Welt, Moskauer Kälterekord seit 100 Jahren 44 Grad am Dienstag abend— Drei Meter dickes Eis in dänischen Gewässern Moskau, 18. Januar. Treibendes Eis liegt auch über dem ganzen Oeresund. #turguneter Die Dampfhaotverbindungen zwischen Kovenbagen und Englands edle Ziele „Frauen und Kinder müssen schneller umgebracht werden“ Mailand, 18. Januar. Das„Regime Fascista" zitiert ein Wort des früheren britischen Premierministers Baldwin, das „ein grelles Schlaglicht auf die Art der englischen Kriegführung und auf die edlen Ziele“ wirft, die England angeblich zum Schutze der Humanität und des menschlichen Fortschrittes verfolgt. In einer Rede, die Baldwin am 10. November 1932 im Unterhaus gehalten hatte, erklärte er wörtlich:„Die einzige Verteidigung ist der Angriff oder mit anderen Worten, wenn wir uns retten wollen, dann müssen wir Frauen und Kinder schneller umbringen als der Feind.“ Hierzu dürfte sich wohl jeder Kommentar erübrigen. An Deutlichkeit läßt diese Ausdrucksweise wahrlich nichts zu wünschen übrig! Seit 100 Jahren ist in Moskau das Thermameter gicht mehr so tief gefallen, wie in den letzten, Tagen. Dienstag nachmittag wurden in Moskau 40 Grad minus gemessen, am Abend 44 Grad. Für das europäische Rußland ist das ein seltener Kälterekord. Um den Vergleichspunkt zu finden, muß man schon bis in die vierziger Jahre des vorigen Jahrhunderts zurückgehen, wo das Thermometer jedoch auch nur bis auf 42 Grad unter Null fiel. Große Eisstauungen in dänischen Gewässern— Boote vom Eis zerquetscht, Fischfang eingestellt Kopenhagen, 18. Januar. Der nun schon seit zwei Tagen andauernde strenge Frost beschleunigt die Vereisung der dänischen Gewässer. Infolgedessen ist eine Einziebung der die Schiffahrtsstraßen kennzeichnenden Leuchtbojen und Feuerschiffe in den Sunden und Belten notwendig geworden. Das gilt insbesondere auch für die Abmarkung der dänischen Neutralitätssperren im Großen und Kleinen Belt sowie auf der Reede von Kopenhagen. Die Suche nach treibenden Minen in den Gewässern um die Sperrfelder, vor allem auch in der Kjöge= und der Fare=Bucht, mußte eingestellt werden. Die größten Schwierigkeiten für die Schiffahrt bestehen im wesentlichen im Limfjord und im Oeresund. Der westliche Teil des Limfjords und vor allem der Aggersund sind völlig zugefraxen, so daß, Post und Güter über das drei dicle Eis in Schlitten befördert werden können. völlig zugefraren, so daß Post und Güter über das drei Von Amsterdam, sind, Ei Meter dicke Eis in Schlitten befördert werden können. beiden Schiffe zu bergen. liegt Kuch über dem gangen Veresund. Die. Dampfboolberhinbungen amichen Hobenhagenland Malmö werden unter diesen Umständen von bisher täglich je vier auf je eine in beiden Richtungen eingeschränkt. Wie im Oeresund, so nimmt auch die Eisbildung schnell zu in den verschiedenen Bassins des Kopenhagener Hafens. Die Eisbrecher der Hafenverwaltung haben bereits verschiedentlich zur Befreiung von Schiffen eingesetzt werden müssen. Als ganz ungewöhnlich wird endlich die Eisbildung an der westjütischen Küste gemeldet, wo in der Jammer=Bucht die Nordsee zum ersten Male seit Jahren über drei Kilometer hinaus ins offene Meer mit Packeis bedeckt ist. Der Fischfang mußte eingestellt werden. Von Südholland werden schwere Eisstauungen bei Errindlev berichtet, die die im Hafen liegenden Boote zerouetschten und sich auf die Krone des Sturmflutdeiches hinaufschoben, was seit den Sturmfluten von 1872 nicht mehr geschehen ist. Holländische Schiffe in Eisnot Amsterdam, 18. Januar. Drei Binnenschiffe„Holland",„Friesland" und „Jissel“, sind auf der Zuidersee durch das starke Treibeis in ernste Gefahr geraten. Die„Friesland“ wurde durch Eispressungen so schwer beschädigt, daß sie sich im sinkenden Zustand befindet. Man nimmt an, daß das Schiff verloren ist. Die Besatzung der„Friesland“ ist an Bord der beiden anderen Schiffe gegangen, die gleichfalls bedeutenden Eisschaden aufzuweisen haben. Von Amsterdam sind Eisbrecher unterwegs, um die Das Sorgenkind Da nützt nichts als Trockenlegen, Mr. Churchill! Seite 2 Nr. 16/ Bochumer Anzeiger] Freitag, 19. Januar 1940 Kakabenterkungen In einer Zeit, da die wichtigKeine Anleihen sten Lebensmittel nur in berferanr stimmten, wenn auch genügenbeim Selbstverjorget den Mengen abgegeben werden, ist der Selbstversorger ein beneideter Mann. Es ist jedoch grundfalsch, wenn heute noch irgendwo der Gedanke auftaucht, daß der Selbstversorger wahllos über jede von ihm erzeugte Ware frei verfügen kann. Zwar ist es selbstverständlich, daß der Selbstversorger, und sei es auch nur ein Kleingärtner oder Kleinsiedler, im Hinblick auf seine Nahrungsmittelversorgung eine größere Beweglichkeit hat als der Verbraucher. Aber wenn auch während des Weltkrieges die Regelung der Beziehungen zwischen dem Selbstversorger und dem Verbraucher viele schwache Punkte gehabt hat, heute wird auch auf diesem Gebiet der Grundsatz sozialer Gerechtigkeit voll und ganz durchgesetzt. Der Bauer ist nicht Selbstversorger in dem Sinne, daß er sich selbst mit möglichst viel Waren versorgen soll oder kann, sondern Treuhänder der Nahrungsguter, die er aus dem Boden erarbeitet hat. Es sind eingehende Bestimmungen darüber erlassen, was der Selbstversorger für sich und seine Familie verwerten kann und was er abzuliefern hat. Die führenden Männer des Landvolkes haben immer wieder mit Nachdruck gefordert, daß die ländliche Bevölkerung sich darüber hinaus in dem Verbrauch von Nahrungsgütern und landwirtschaftlichen Rohstoffen einschränken soll, soweit es irgend geht. Es ist aus diesem Grunde auch vollkommen unsinnig, wenn Verwandte oder gute Bekannte diesen oder jenen Bauern bitten, daß er ihnen doch Nahrungsmittel ablassen möchte. Zunachst einmal: von den Rationen, die ausgeteilt werden, wird schließlich jeder satt. Die Rationen sind auf Grund eingehendster Ueberlegungen und Arbeiten festgesetzt worden und sichern unsere Ernährung auf Jahre hinaus. Wenn von den landwirtschaftlichen Höfen Deutschlands nun gewisse Mengen an Nahrungsgutern„schwarz" verteilt werden wuroen, dann fehlen diese Güter in der gesamten Nahrungsbilanz Deutschlands. Es ist daher ein Vergehen an der Wirtschaft unseres Volkes, wenn jemand verlangt, daß der Bauer außerhalb der Rationierungsvorschriften Lebensmittel abgeben soll. Die so abgegebenen Nahrungsgüter können zwar einzelne bereichern, sie belasten aver die Ernährungsbilanz des Volkes. Die unhaltbaren Zustände des Weltkrieges wiederholen sich nicht. Auch hier haben wir gelernt. Der Bauer hat nicht mehr als der Städter. Wer die landwirtschaftlichen Betriebe heute kennt, der weiß, daß auch hier Sparsamkeit auf allen Gebieten oberstes Gebot ist. NAchesusessene Tefahungen erhatten Englische Vorpostenboote unter dänischer Flagge— Sieben englische Zerstörer und ein Kreuzer feuern vergeblich auf ein deutsches Kampfflugzeug Die Haltung Faschismus (P..) Es ist schon Nacht, als über die Gebäude unseres Horstes heimkehrende Flugzeuge hinwegbrausen; kriegerische Gespenster, die eine lange Reise hinter sich haben, die in Winter und Nacht über der Nordsee jagten, den Engländer packten, wo sie ihn fanden, und die den Drehscheinwerfern ihres Platzes zugestrebt sind und nun im aufstaubenden Schnee landen. Bewaffnete Aufklärung, so hat ihr Auftrag gelautet. Hier die Erlebnisse der Besatzung: Der Leutnant, der selbst am Steuer sitzt und Kommandant seines Flugzeuges ist, hat den Flug bis kurz vor der englischen Kuste hinter sich. Da erreicht ihn durch Funk ein neuer Befehl, und er geht auf neuen Kurs. Etwa 10 bis 15 Kilometer von der englischen Küste entfernt trifft er ein Schiff, ein britisches Vorpostenboot. Das Fahrzeug führt aber die dänische Flagge. Er fliegt es an, er feuert Warnschüsse vor Bug und Heck. Dem Völkerrecht entsprechend, müßte jetzt das Schiff die Flagge niederholen und die richtige Flagge erneut setzen. Nichts davon geschieht. Statt dessen aber ziehen um die deutsche Maschine die Leuchtspuren englischer Flak herum, die dieses Schiff eindeutig als englisches Vorpostenschiff erkenntlich werden lassen. Zum Glück gehen alle Schüsse vorbei, schon fliegt auch unser Leutnant einen Angriff auf den Gegner, bringt die Flak durch sein MG.=Feuer zum Schweigen, wirft seine Bomben an dem Schiff einmal vorbei und setzt ihm dann, in 30 Meter Höhe anfliegend, einen ganzen Segen von Brandbomben auf das Deck. Er hat nach dem Angriff seine Kurve noch nicht beendet, als der Brite schon lichterloh brennt. Das Schiff war etwa 800 bis 1000 Tonnen groß. Ein Oberleutnant mit seiner Besatzung bekommt einen britischen Geleitzug vor die Nase. 20 Handelsdampfer fahren eng zusammen, umgeben von einem Haufen von Zerstörern und begleitet noch von einem Kreuzer. Etwas abgesetzt von den anderen fährt ein etwa 3000 Tonnen großer Kahn, den das deutsche Flugzeug angriff. Beim ersten Anflug haben sich die Kriegsschiffe von ihrem Erstaunen erholt und feuern aus allen verwendbaren Rohren. Sieben Zerstörer Der neue Generalsekretär der Faschistischen Partei, Minister Muti, hat, wie wir gestern berichteten, anläßlich eines Gauleiter=Appells grundsätzliche Richtlinien für die Faschistische Partei aufgestellt. Das halbamtliche „Giornale'Italia" selbst erklärt, daß es sich hierbei nicht um überraschende Offenbarungen handele. Sie könnten nur diejenigen jenseits der Grenze überraschen, die seit der„Ablösung der Wache“ mit einem Kurswechsel des Faschismus rechneten. Diese westdemokratischen Besserwisser hätten wieder einmal ihre Wünsche und ihre politischen Manöver mit der faschistischen Wirklichkeit verwechselt und seien deshalb enttäuscht worden. Wie das„Giornale'Italia", so urteilen auch die übrigen italienischen Blätter. In Paris und in London wird man ob der Feststellungen Mutis die Ohren spitzen oder sie an den Kopf legen müssen, denn schließlich erinnert sich die gesamte politische Welt der Anbiederungsversuche und der von Verlogenheit triefenden Lobeshymnen, mit denen die Westdemokratien das faschistische Italien gleich zu Ausbruch des europäischen Konflikts einzufangen versuchten, wobei aber der Wunsch, die Achsenpolitik zu zerbrechen, immer nur der Vater des Gedankens blieb. Nach den Erklärungen Mutis wird das auch den westdemokratischen Hasardeuren eingegangen sein, denn schließlich ist der Generalsekretar der Faschistischen Partei nicht irgendwer, sondern aus seinem Munde spricht der Schöpfer des italienischen Imperiums, der Duce persönlich.„Das faschistische Italien kann in jedem Augenblick in die Lage komnen“, so sagte Muti,„aus Notwendigkeit oder aus Pflicht die Waffen zu ergreifen. Es muß materiell und geistig bereit sein. Es ist absurd und gefährlich, Genugtuung über kürzlich erfolgte internationale Sympathiekundgebungen zu empfinden, die nicht den wahren Gefühlen des italienischen Volkes entsprechen. Dieses Volk hat gelernt, die Geschichte, die es in letzter Zeit dramatisch miterlebte, nicht zu vergessen.“ In Paris und in London jedoch scheint man restlos vergessen zu haben, was der Weltkriegbetrug an Italien, was der Abessinienkrieg mit seinen Sanktionen und was schließlich der Spanienkrieg für das faschistische Italien bedeutet hat. Die Kommentare der italienischen Zeitungen zu den Erklärungen Mutis könnten Frankreich und England belehren und vor Enttäuschungen bewahren. Den Illusionen der Westdemokratien jedenfalls setzt Italien eine Realpolitik entgegen, die seinen Belangen unter folgerechter Weiterführung seiner Prinzivien entspricht. Italiens Weg zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit Rom, 18. Januar. Unter dem Vorsitz des Duce trat am Donnerstag abend im Ministerium für Italienisch=Ostafrika der Ende April 1939 ins Leben gerufene Generalrat des Beratenden Korporativausschusses für Italienisch=Ostafrika zusammen. Der Eröffnungssitzung wohnten u. a. sämtliche Mitglieder der Regierung bei. In einer großangelegten ausführlichen Rede schilderte der Minister für Italienisch=Afrika, General Teruzzi, die Aufgaben der Beratenden Ausschüsse, die vor allem auch dafür zu sorgen hätten, daß die wirtschaftliche Tätigkeit in geregelten Bahnen verlaufe. Hauptziel der Arbeit sei die wirtschaftliche Unabhängigkeit des ganzen Imperiums. Die afrikanische Wirtschaft habe in dieser Hinsicht gewaltige Aufgaben vor sich. Nach den mit lebhaftem Beifall ausgenommenen Ausführungen des Ministers für Italienisch=Afrika ergriff Mussolini das Wort, um die Zielsetzung des faschistischen Italiens in seiner Kolonialtätigkeit wie folgt zu präzisieren:„Die Geschichte der Völker, die die Fähigkeit zu Imperien haben, lehrt uns, daß das Imperium im ersten Stadium eine geistige, politische und militärische Schöpfung des Mutterlandes darstellt. In einem zweiten Stadium lebt und entfaltet sich das Imperium mit zum größten Teil vom Mutterlande gelieferten Mitteln. In einem dritten Stadium versorgt das Imperium sich selbst, d. h. es erlangt eine vollkommene wirtschaftliche und militärische Selbstversorgung. In einem vierten Stadium ist das Imperium in der Lage, die Hilfsquellen des Mutterlandes zu vervollständigen, indem es ihm Rohstoffe liefert. Um die Imperien sicher zu behalten, muß man sie bevölkern.“ „Von diesen Stadien kann", wie Mussolini abschließend betonte,„das erste als abgeschlossen gelten. Die Aufgabe der neuen Beratenden Ausschüsse, die heute mit ihren Arbeiten beginnen, besteht darin, mit möglichst wenig Papier und Tinte den Ablauf der anderen zu beschleunigen. Mussolinis richtunggebende Worte wurden mit stärkstem Beifall aufgenommen, der sich nach Schluß der Sitzung zu einer großen Kundgebung für den Duce steigerte. Erster Lehrgang des Langemarck=Studiums in der Ostmark Der erste Lehrgang des Langemarck=Studiums der Reichsstudentenführung wurde nun auch in der Ostmark eröffnet, und zwar durch Gauletter Bürckel und Reichsstudentenführer Dr. Scheel. 25 junge Arbeiter aus allen Berusen wurden im Wiener Vorstudienhaus in anderthalb Jahren zur Hochschulreise gebracht und nach dieser Vorbereitungszeit an die einzelnen Hochschulen weitergelettet. Die neuen Langemarck=Studenten wurden aus 250 Bewerbern ausgewählt und stammen aus allen Gauen der Ostmark. Wasser dahin. Sogar mit Schiffsgeschützen feuert der Englander noch bis auf eine Entfernung von 8 Kilometer, getroffen hat er aber nicht. Die deutsche Flugzeugbesatzung entwischt, jedoch nicht etwa in Richtung Heimat, sondern sie fliegt noch in der Dämmerung zur englischen Kirste, greift dort ein Vorpostenboot an, ohne indessen wegen der Dunkelheit und wegen Zeitmangels den Erfolg genau feststellen zu können. Dann aber heißt es: Parole Heimat. Vergnügt sitzt jetzt wieder eine dritte Besatzung des gleichen Verbandes zu Hause, die ganz besonders Grund hat, sich ins Fäustchen zu lachen. Der englische Rundfunk meldete nämlich am Morgen nach dem Unternehmen, daß dieses Flugzeug von drei Schiffen angegriffen und vernichtet worden sei. Nun wollen wir erzählen, wie es wirklich war: Der Oberfeldwebel und der Feldwebel— Flugzeugführer und Beobachter dieses Flugzeugs— sind zwei prächtige Burschen, die den nötigen Humor haben. Sie bekamen auf ihrem Flug die Südostküste von England in Sicht und flogen dann nordwärts. Dabei überflogen sie ein Handelsschiff, das sofort auf sie das Feuer eröffnete und ihnen eine Leitung durchschoß, so daß es ihnen nicht mehr möglich war, ihre Bomben gezielt zu werfen. Unmittelbar danach wurden sie von vier feindlichen Jägern angegriffen, so daß sie ihre Bomben im Notwurf in die See abwarfen, die Kiste auf Fahrt drückten und in geringer Höhe über dem Wasser zu entwischen versuchten. Zwölf Minuten dauerte das Gefecht. Der Flugzeugführer ließ die Kiste einen richtigen Walzer tanzen. Hin und her, nach links und recht geschaukelt, so daß die Geschoßgarben der Jäger möglichst oft vorbeispritzten. Der Pimpf aber hinten— damit meinen sie ihren kleinen Funker—, der ist nicht ängstlich. Er schoß, was er aus seinem MG. herauskriegte, und freudestrahlend konnte er melden, daß einer der Engländer unter erheblicher Qualmentwicklung nach Hause flog. Ob dieser Jäger nun nach Hause gekommen oder ob er in die See gefallen ist, wie es den Anschein hatte, das haben unsere Flieger nicht mehr sehen können. Sie sind so ehrlich, das zu sagen, und sie melden keinen Abschuß, wenn er nicht ganz sicher ist. Es war der englische Rundfunk, der uns sozusagen die Bestätigung des Abschusses brachte. Er gab ihn nicht etwa zu— bewahre!—, wohl aber meldete er, daß das deutsche Flugzeug von drei Jägern angegriffen und vernichtet wurde. Mit dieser Meldung sind also offenbar die zurückgekehrten Flieger gemeint, denn vier waren es, die angegriffen haben. Der vierte dürfte wohl„verschütt“ gegangen sein, das deutsche Kampfflugzeug aber nicht, trotz der 60 Treffer, die es in Rumpf und in Flächen abbekommen hat. Ensrunre=Schinlareher umnusterei siah Tanz auf dem Vulkan— Schamlose Vergnügungsanzeigen ja für diese reich gewordene Händlerschicht der englische Arbeiter und der französische Poilu. Gipfelpunkt englischen„Taktes“ sind aber drei Inserate, die folgendermaßen lauten:„Fahnen flattern über .„ Amsterdam, 18. Januar. Ein bezeichnendes Licht auf die Gewissenlosigkeit und hemmungslose Vergnügungssucht der herrschenden Schicht in England werfen die Inserate, die jetzt täglich in allen englischen Zeitungen, soweit sie von den„besseren Klassen“ gelesen werden, erscheinen. Es sind Anzeigen der englischen Hotels, die in nicht mehr verhüllter Deutlichkeit einen Amüsierbetrieb und einen Genußtaumel der Londoner sogenannten guten Gesellschaft verraten, den selbst wir kaum für möglich gehalten hätten. „Je drei Reihen für sechs Schilling" verkauft die „Times“ von ihrem Anzeigenplatz an Hotels. Das führende Hotel in Bournemouth, das Royal Bath=Hotel, inseriert hier mit folgenden Worten:„Laßt den ganzen Rummel hinter euch und stürzt euch in die verlende Munterkeit des frohesten Hotels zu Bournemouth. Hier verschwinden die Sorgen, hier im„Königlichen Bad“ in Verbindung mit Tanz, freundlicher Musik und ausgelassener Unterhaltung. Sie wird unterstützt und gesteigert durch unseren berühmten Weinkeller und die bekannte gute Küche. Ja, es ist wirklich wunderbar vergnüglich bei uns. Eure Sicherheit steht ganz außer Frage. Ein Luftschutzraum, gassicher und vorzüglich durchlüftet, ist im Hotel eingerichtet. Fordern Sie unsere Preisliste an.“ Das Suncourt=Hotel läßt sich folgendermaßen in seinen Inseraten vernehmen:„Hauslichkeit! In Kriegszeiten wird jede Art eigener Haushaltsführung zu einer Last, ganz besonders, wenn andere Verpflichtungen und Zumutungen so viel Zeit beanspruchen. Weshalb nicht in eines der„Nord“=Hotels in London übersiedeln? Bei besonders günstigen, herabgesetzten Kosten und mit der Gewißheit der Befreiung von allen Unbequemlichkeiten! Ganz hervorragende Luftschutzeinrichtungen!" Wenn man bedenkt, daß diese„herabgesetzten“ Kosten immerhin bedeuten, daß das billigste Zimmer in diesen Hotels je Tag50 Reichsmark kostet, dann ist es allerdings verstandlich, daß eine Gesellschaftsschicht, die in dieser Form während des Krieges auftritt, sich auch gern allen„Verpflichtungen und Zumutungen“ dadurch entzieht, daß sie ihren Amüsierbetrieb, zu dem nach den Feststellungen des englischen Gesundheitsministeriums nicht nur Sekt und Whisky, sondern auch Morphium, Herolin und Opium gehören, in die lururiösen Hotels verlegt, wo sie garantiert„unter sich" ist. Die besonderen„Verpflichtungen und Zumutungen“ ertragen dem Orchard=Hotel! Dieses Schiff kann Hitler nicht zum Sinken bringen! Auch seine Mannschaft kann er nicht von ihrem Posten verscheuchen. Alte und neue Freunde erholen sich bei uns. Unsere Preise sagen allen fröhlichen Menschen zu!“(Was wir gern glauben wollen, denn dem englischen Arbeiter, der diese Preise nicht bezahlen kann, ist schon längst jede Fröhlichkeit vergangen.) Das Selsdon=Park=Hotel preist sich als„einzigartiger Aufenthalt in Kriegszeiten“ an und empfiehlt: „Kostenfreie Golfspielgelegenheit, Billard, Tennis, Tanz, elektrischer Turnraum, Sonnenbad, Reiten, luxuriöser unterirdischer, durch vier Eisenbetondecken gesicherter Luftschutzraum.“ Der Gipfel aller dieser Inserate ist aber eine immer wiederkehrende Anzeige:„Bei uns finden Sie ganz private, mit allen Wünschen einer diskreten Bequemlichkeit eingerichtete Luftschutzkabinen." Angesichts solcher Schamlosigkeiten erübrigt sich jeder Kommentar. Eine solche korrupte Schicht will den deutschen Arbeiter und seinen Sozialismus zerschmettern! Schon einmal sprach eine untergehende, hemmungslosem Genuß hingegebene Klasse das Wort:„Nach uns die Sintflut!" Das war in Frankreich zur Zeit Ludwigs XVI. Die Sintflut kam in Form der Französischen Revolution. Auch über die Ausbeuterschicht an der Themse wird diese Sintflut kommen! England sperrt Altersrenten, weil die Rentner private Weihnachtsgeschenke erhielten Amsterdam, 18. Januar. Die britischen Behörden haben, wie„News Chronicle" in größter Aufmachung mitteilt, den Altersrentnern, die zu Weihnachten aus privaten Wohltätigkeitskreisen Geschenke erhielten, die Rente auf die Dauer von einigen Wochen gestrichen. Die Rente beträgt fünf Schilling in der Woche. Bemühungen der Altersrentner um eine wenigstens geringfügige Erhöhung ihrer Bezüge angesichts der immer stärker werdenden Preissteigerungen blieben ergebnislos. Tobreurtene Feyen Feindsche Werder Gerichtliche Nachspiele der blutigen Vorgänge in Bromberg dnb Bromberg, 18. Januar. Das Sondergericht in Bromberg hat den Mörder des Chirurgen Dr. Stämmler zum Tode verurteilt. Es handelt sich um den 39 Jahre alten Hilfspolizisten Wladislaw Borkowski der die Deutschen auf ihrem Leidenswege nach Lowitsch begleitete und spater in Bromberg gestellt werden konnte. Die Verhandlung enthüllte grauenvolle Einzelheiten über die Leiden der Deutschen auf dem siebentägigen Höllenmarsch. Bis zur letzten Minute hatte der in Bromberg allgemein beliebte und hochgeschätzte deutsche Arzt Dr. Stämmler seinen Leidensgenossen aber auch den erkrankten Polen der Begleitmannschaft ärztliche Hilfe geleistet. In aufopfernder Selbstlosigkeit, obwohl er selbst unter den schweren Strapazen sehr zu leiden hatte, sorgte er für die unterwegs Erkrankten. Am 9. September trafen die gefangenen Deutschen in Lowitsch ein, das zu gleicher Zeit von deutschen Truppen besetzt wurde. Eine Gruppe der Volksdeutschen in Stärke von etwa 800 Mann wurde abgetrennt und machte auf einem Hügel unweit von Lowitsch Rast. Auf diesem Hügel wurde Dr. Stämmler von dem polnischen Hilfspolizisten Borkowski wenige Minuten vor der Befreiung durch die deutschen Truppen feige ermordet. In einer weiteren Verhandlung wurden der 52= jährige Andreas Wienckowski und der 26jöhrige Bernhard Zakrzeski wegen gemeinschaftlichen Mordes an Volksdeutschen und Landfriedensbruches zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Die beiden hatten aus eigener Machtvollkommenheit Haussuchungen bei Deutschen durchgeführt selbstherrlich Verhaftungen vorgenommen und mehrere Volksdeutsche verschleppen und erschießen lassen. deutsche=Boot handelte korrekt“ Lissabon, 18. Januar. Der Kapitän des von einem deutschen=Boot torpedierten holländischen Dampfers„Arendskerk" gab dem „Diario de Lisboa“ eine Unterredung. Er betonte, daß die Besatzung von dem=Bootskommandanten korrekt behandelt worden sei und daß das Schiff nicht, wie englische und französische Nachrichtenbüros behaupten, nach Südafrika unterwegs gewesen sei, sondern eine Ladung für englische Häfen an Bord gehabt habe. Schweden geht England nicht ins Garn Der schwedische Ministerpräsident erklärte:„Schweden wird seine Unabhängigkeit und Neutralität verteidigen“ Stockholm, 18. Januar. Der schwedische Reichstag nahm am Mittwoch seine Tätigkeit„mit einer großen Aussprache wieder auf. Ministerprasident Hansson betonte in einer Rede, daß die schwedische Außenpolitik keine Aenderung erfahren habe. Schweden werde seine Unabhängigkeit und seine Neutralität verteidigen. Jeder Versuch, diese Neutralität zu verletzen, werde mit allen zur Verfugung stehenden Mitteln zurückgewiesen werden Von Akten, die im Gegensatz zur Neutralität stünden, wie etwa die Durchmarscherlaubnis für kriegführende Truppen oder die Bereitstellung von Stützpunkten, könne keine Rede sein. Schweden halte an der Zusammenarbeit mit kleinen bündnisfreien Staaten fest, die nach einem Frieden der Sicherheit und der Gerechtigkeit strebten. Das Ziel der Zusammenarbeit der nordischen Staaten bestehe in der Sicherung der Neutralität und Unabhängigkeit: Von einer militärischen Koalition sei niemals die Rede gewesen. Für Schweden bestehe auch keinerlei Verpflichtung, sich an die Seite Finnlands zu stellen. Das schwedische Volk sei zwar von einem Gefühl der Wärme gegenüber Finnland getragen, was aber keine Feindseligkeit gegen das russische Volk bedeute. Die schwedische Regierung bringe der Frage der Hilfe für Finnland lebhafte Sympathie entgegen, es sei aber Vorsicht geboten, wenn Schweden nicht ein Teil des Kampffeldes werden wolle. Auf Minen gelaufen London, 18. Januar. Der britische Dampfer„Cairnroß“(5500 BRT.) ist in der Nacht zum Donnerstag an der Westküste Englands auf eine Mine gelausen und gesunken. Die 48 Mann starke Besatzung wurde gerettet. Der englische Dampfer„Gracia“(5624 BRT.) ist infolge Explosion unmittelbar nach der Ausfahrt aus einem englischen Hafen an der Nordwestküste Englands gesunken. Die Besatzung wurde gerettet. Auf Grund geraten Amsterdam, 18. Januar. Wie die holländische Presse meldet, ist am Dienstag infolge des starkes Sturmes der italienische Dampfer „Premuda“ an der englischen Küste aufgelaufen. Von Ramsgate aus ist ein Rettungsboot unterwegs, um der Mannschaft zu helfen. Das italienische Schiff ist 4427 BRT. groß. Der holländische Dampfer Virgo“(900 Tonnen) ist in der Nähe der Westküste Zeelands auf Grund gelaufen. Bei starkem Sturm strandete an der Hafeneinfahrt von San Sebastian das spanische Schiff„Castillo Simancas“ Bemühungen zur Flottmachung blieben bisher ergebnislos. Schwere Explosionen in London Eine Fabrik in die Luft geflogen? Amsterdam, 18. Januar. Wie Reuter mitteilt, wurden Donnerstag vormittag um 10.45 Uhr fast gleichzeitig zwei Explosionen in einer Fabrik in der nördlichen Umgebung von London vernommen. Kurz danach bedeckte ein schwerer Rauch einige Minuten lang die Gegend. Viele Fenster wurden zertrümmert und eine Anzahl Decken stürzten ein. Bis jetzt ist die Ursache der Explosionen noch unbekannt. Die Explosionen wurden noch in einer Entfernung von über 30 Kilometer gespürt. Laut Reuter sollen„verschiedene Personen getötet und verwundet worden sein.“ Englands„Schah keiner Staaten „Vermeidung der Verletzung neutraler Interessen nur, wenn mit den englischen Kriegszielen vereinbar!“ Amsterdam, 18. Januar. Die Erklärung, die der englische Premierminister im Unterhaus zu den militärischen Maßnahmen der belgischen und der holländischen Regierung abgab, ist geeignet, den Eindruck zu verstärken, daß der Grund für die Maßnahmen beider Lander in englisch=französischen Zweckinformationen zu suchen ist. Im übrigen gab sich Chamberlain dazu her, noch einmal die längst eindeutig widerlegten Lugen über englische Erkundungsflüge bis nach der Ostmark und Böhmen und die deutschen Luftangriffe auf„unbewaffnete Fischkutter“ aufzufrischen. Von den sonstigen, keine neuen Gesichtspunkte aufweisenden Ausführungen Chamberlanns sind nur die mit zynischer Offenheit ausgesprochenen Worte des Ministerpräsidenten festzuhalten, wonach England die Verletzung der Interessen neutraler Mächte nur insoweit zu vermeiden gewillt ist, als dies mit den englischen Kriegszielen vereinbar sei. Wieder Erdbeben in der Türkei 200 Häuser zerstört, bisher 5 Tote und 16 Verwundete Istanbul, 18. Januar. Am Mittwoch abend um 21.15 Uhr wurde die Türkei abermals von einem schweren Erdbeben heimgesucht. diesmal im südlichen Anatolien. Im Kreise Nigte wurden 400 Häuser zerstört, fünf Personen getötet und 16 verletzt. Außerdem wurden in den letzten 24 Stunden in dem von dem kürzlichen großen Erdbeben zerstörten Gebiet in Nordanatolien erneut acht Erdstöße verspürt. Verluste an Menschenleben wurden aus dieser Gegend noch nicht gemeldet. Eif finnische Flugzeuge abgeschossen meldet der Leningrader Heeresbericht dnb Moskau, 18. Januar. Der Heeresbericht des Leningrader Militärbezirks meldet vom 17. Januar Spähtrupptätigkeit und von einzelnen Frontabschnitten Gewehr= und Artilleriefeuer. Die sowzetische Luftwaffe habe eine Reihe von Erkundungsflugen und Luftangriffen auf Eisenbahnen und militärische Objekte durchgeführt. In den dabei sich entwickelnden Luftkämpfen seien elf finnische Flugzeuge abgeschossen worden. Der Stab des Leningrader Militärbezirks verbreitet ein Dementi, das sich gegen die Behauptungen der Londoner Zeitung„Daily Herald“ richtet, wonach sowjetrussische Bombenflugzeuge Arbeiterviertel in Helsinki mit Bomben belegt hätten. Demgegenüber wird festgestellt, daß sowjetische Bombenflugzeuge Helsinki überhaupt nicht angegriffen und noch weniger ihre Angriffe gegen Arbeiterviertel der Stadt Helsinki gerichtet hatten. Der finnische Heeresbericht Helsinki, 18. Januar. Der finnische Heeresbericht vom 17. Januar meldet von der Karelischen Landenge lebhafte Störungstätigkeit und von der Ostgrenze am Ladogasee Patrouillengefechte. In Lappland sollen finnische Truppen erfolgreich in der Gegend von Salla gefochten haben. Von den anderen Frontabschnitten wird von Patrouillen= und Artillerietätigkeit berichtet. Am 16. Januar war die russische Flugtätigkeit mit Ausnahme der Karelischen Front und der Gegend von Kajaani gering. Die finnische Luftwaffe hat im Laufe des Tages militärische Ziele der Russen angegriffen. Auf Helsinki und Südfinnland fanden bei scharfer Kälte bis zu 40 Grad unter Null keine Luftangriffe statt. Ribbentrop an Botschafter Attolico Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop suchte am Mittwoch mittag den Königlich Italienischen Botschafter in Berlin, Attolico, auf, um ihm zu seinem 60. Geburtstag persönlich seine Glückwünsche auszusprechen. Der Reichsaußenminister überreichte dem italienischen Botschafter als Geschenk eine Bronzefigur von Professor Klimsch. Die Gauwirtschaftsberater der RSDAP. tagten Unter dem Vorsitz von Reichsleiter Bouhler sand am 17. Januar im großen Saal des Reichsluftfahrtministeriums in Berlin eine Zusammenkunft der Gauwirtschaftsberater der NSDAP. statt, bei der aktuelle Wirtschaftsfragen besprochen wurden. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs(im Felde), Stellvertretender Hauptschriftleiter: Dr. Josef Schwermann. Verantwortliche Schriftleiter: Politik: Rudolf Foest, Bochumer Teil: Hans Schulte, Kulturpolitik u. Unterhaltung: Dr. Josef Schwermann, Kunst u. Wissen: Kurt Dörnemann(im Felde), t. V. Dr. Josef Schwermann, Unpolitische Nachrichten: Eko van Mark, Sport u. Provinz: Hans Hornberg, Wirtschaft: Georg Schemmerling, Gerichtsdienst u. Briefkasten: Max Flegel, Nachbargebiet u. Stadtteile: Erika Scheidt. Berliner Schriftleitung: Michael Haupt Berlin=Karlshorst Heiligenberger Straße 25. Ruf 500 340 und 211 670. Sprechstunden der Schriftleitung wochentags außer mittwochs und sonnabends, von 16—17 Uhr. Für unverlangte Einsendungen keine Haftpflicht. Rücksendung nur bei Rückporto. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs. Bochum, Rathausplatz 8. Ruf 675 51—54. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Kurt Scholz. Zur Zeit ist Anzeigen=Preisliste Nr. 10 gültig. Nachlaßstaffel B. Berliner Anzeigenvertretung: F. W. Pempe, BerlinCharlottenburg, Uhlandstraße 194, Ruf 316 813. Seite 3 Nr. 16.] Bochumer Anzeiger] Freitag, 19. Januar 1940 Zipfelmütz bleib stehn! ... bleib stehn, bleib stehn! Wißt ihr noch, als wir uns bei den Patsche=Patschehandchen nahmen, mit Nachbars Grete in kindlicher Unbefangenheit Ringelreihen spielten und noch nichts von der menschlichen Schwäche der Eitelkeit kannten, die später besonders stark unsere Spielgefährtinnen belasten sollte? Die Erinnerung an die Zipfelmütze taucht wieder auf, wenn man die inzwischen älter gewordenen Geeten, Hertas und Annys wie die sieben Zwerge jenseits der sieben Berge durch die winterlichen Straßen huschen sieht. Und da die Frauen außerordentlich stark dem Gesetz der Serie unterworfen sind, huschen sie gleich rudelweise, wenn eine huscht. Ja, das Studium der Weiber ist schwer... Zurückkommend auf besagte Zipfelmütze, zerbreche ich mir deswegen meinen männlichen Schädel, ob der Schutz vor des Winters Kälte die Veranlassung zu dieser Vermummung ist. Fußend auf Beobachtungen auf der Kortumstraße, muß aber der Weisheit letzter Schluß sein, daß das nicht der Fall ist. Eine solide, wollige Zipfelmütze oder Kapuze, bitte, das leuchtet ein, aber die zu eigenartigen Turbanen geformten Sommerschals, bittascheen, die können doch nicht die rosigen Ohrläppchen vor dem Einfrieren bewahren. Nein, hier hat wieder Frau Mode ihre neckische Hand im Spiel. Wie war es doch mit den Sommerschals? Sie waren ursprünglich gedacht als äußeres Kennzeichen der Autobesitzerin, Fahrerin oder Beifahrerin. Der Bubikopf hat langst die Eigenschaft der Bequemlichkeit verloren, derentwegen„sie" ihren natürlichen Haarschmuck opferten. Ondulation, Wasserwellen, Haarfärben, Papillotchen. Röllchen und Tüpfchen sind weitaus schwieriger zu handhaben als früher der dauerhafte„Wilhelm". Schwand einst der Locken Fülle, schaffte man sich einen Wilhelm an, und der hielt fürs ganze Leben. Um einesteils im offenen Sportwagen die kunstvollen Kopfaufbauten nicht den heftigen Breitseiten des Fahrwindes auszusetzen, band man sich den Schal um die Windstoßfrisur. Hinzu trat der Vorteil, daß man mit einer wasserstoffsuperoxydgefärbten und dauergewellten Haartolle den Wind sein neckisches Spiel treiben lassen konnte. Wenn man nun im Wagen sitzt, bedarf es keiner äußerlichen Kennzeichnung, also blieb der Turban immer auf dem Kopf, um den in der Nebenstraße geparkten Wagen vorzutäuschen. Den Trick hatten die anderen bald heraus, und so täuschten sie sich gegenseitig. Was nun, in drei Deubels Namen, soll mit den winterlichen Zipfelmützen vorgetäuscht werden? Das ist das Rätsel, das mir die Nachtruhe raubt. Und ich hätte dennoch geschwiegen, wenn ich nicht seit drei meinen prima Wollschal vermißt und mich meine Frau heute früh mit der Frage überrascht hätte:„Guck einmal, Mäuserich, kleidet mich die aus deinem Schal gemachte Zipfelmütze nicht gut?...“ Weil die Zipfelmtze nicht wärmen, sondern kleiden soll, deswegen ist dagegen M angghen * PS.: Das Tolle dabei ist, daß„sie" wieder einmal unter ihrem Glauben leiden. Sie glauben tatsächlich, daß diese neckische Hutzelmännchenmode für alle Jahrgänge zwischen 13 und 43 kleidsam sei. Wir Männer glauben das mitnichten. Der Obigte. Versammlung des deutschen Handels im Kreis Bochum Aus Anlaß der Großtagung des deutschen Handels in Essen findet Montag, 22. Januar, 20 Uhr, im Parkhaus in Bochum eine Versammlung statt. Es spricht Gauamtsleiter Parteigenosse Laminger(Halle Saale). Zu dieser Zusammenkunft sind alle Betriebsführer mit ihrer Gefolgschaft herzlichst eingeladen. An diesem Abend tritt der deutsche Handel geschlossen an, als Beweis seiner steten Einsatzbereitschaft. Rudolf Hoffmann 60 Jahre alt Ein gee pee Weri der Wilst für die Neugeborenen unseres Volkes— Eine wichtige, neue Einrichtung der Säuglingsklinik der Landesfrauenklinik in Bochum 82 # +X Aufnahme: E. Söhngen Große Bedeutung kommt der genauen Kontrollarbeit in der FMS. zu, durch die vermieden wird, daß die Säuglinge ungeeignete oder nicht einwandfreie Nahrung erhalten.— Das beigefügte Bild hält den Vorgang der Säureprüfung der am gleichen Tage eingesammelten Milch fest. Kinder sind das kostbarste Gut unseres Volkes, denn mit ihnen setzt sich unser Leben in die deutsche Zukunft fort, der unser ganzes Denken und Handeln gilt. Es ist deshalb nichts anderes als eine Selbstverständlichkeit, daß gerade auch die medizinische Wissenschaft nach immer neuen Wegen gesucht hat, um die Säuglingssterblichkeit zu bekämpfen. Es ist aber eine alte Erfahrung, daß das beste Mittel zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit die Ernährung des Kindes bis zum ersten Lebenshalbjahr an der Mutterbrust ist. Leider gibt es aber Kinder, auch wenn sie aus erbgesunden Familien stammen, die aus irgendeinem Grunde von der Mutter nicht selbst genährt werden können oder die frühzeitig abgestillt wurden und erkrankten. Um diesen kranken, schwachen oder zu früh geborenen Kindern zu helfen, ihnen die notwendige Frauenmilchnahrung zu verschaffen und ihnen damit die erste und stärkste Grundlage der Gesundheit für das ganze Leben mitgeben zu können wurden seit alters her Mittel und Wege zur Beschaffung von Frauenmilch gesucht. Es ist in ärztlichen Kreisen eine bekannte Tatsache, daß ein großer Teil unserer stillenden Mütter mehr Nahrung hat, als zur Ernährung des eigenen Kindes benötigt wird. Dieses kostbare Volksgut fand aber nur in geM“ zum Aufziehen kranker und schmacher wird. Dieses kostbare Volksgut fand aber nur in ringem Maße zum auffl##n tranter und schwache Kinder Verwendung. In den traurigen Jahren nach 1918 faßte die jetzt in Erfurt lebende Kinderärztin Frau Dr. med. Marie=Luise Kayser in Magdeburg den Plan, die Milch von den Müttern, die Ueberfluß hatten, zu sammeln und sie ihren armen, kranken und schwachen Patienten mitzubringen. Auf Grund der dabei gemachten guten Erfahrungen richtete Frau Dr. med. Kayser 1925 eine Frauenmilchsammelstelle(FMS.) in Erfurt ein. Ihrer Arbeit ist es zu danken, daß heute bereits 15 Sammelstellen im Großdeutschen Reiche bestehen. Eine dieser segensreichen Sammelstellen zur Sicherung unseres Nachwuchses wurde nach längerer Vorbereitungszeit im April 1939 in der von Kinderarzt Obermedizinalrat Dr. Ballas geleiteten Säuglingsklinik bei der Landesfrauenklinik in Bochum eingerichtet. Landeshauptmann Kolbow setzte sich stark für den Ausbau der Bochumer FMS. ein, der durch die Provinz Westfalen als Trägerin der Landesfrauenkliniki auch die ersten Mittel zur Verfügung gestellt wurden. Die technische Leitung der FMS. in Bochum liegt in den Händen der Hebammenschwester Luise Refflinghaus. Diese Schwester holt die von den Frauen gesammelte Milch ab, wobei sie sich von dem Gedeihen der Kinder, die gestillt werden, überzeugt und den Müttern mit kleinen Ratschlägen in der Pflege und Ernährung zur Seite steht. Außerdem werden Mutter und Kind regelmäßig noch durch eine Aerztin der Säuglingsklinik betreut, um ganz sicher zu gehen, daß weder die Mutter noch ihr Kind durch diesen Dienst am deutschen Volke in irgendeiner Weise gesundheitlich geschädigt werden. Die milchspendenden Mutter erhalten eine Geldgebühr, um ihnen einmal eine Verbesserung ihrer Lebenshaltung zu ermöglichen, zum anderen aber als äußeres Zeichen der Dankbarkeit für die kleinen Opfer, die sie an Zeit und Geduld bringen. Damit sie auch in die Lage versetzt werden, in der heutigen Zeit für das Entgelt Lebensmittel zu erwerben, laufen zur Zeit Bestrebungen, den Milchspenderinnen zusätzlich bestimmte Lebensmittel zuzuteilen Durch die sichergestellte Ernährungslage unseres Volkes ist die Stillfähigkeit auch im Kriege voll erhalten geblieben, und es hat sich gezeigt, daß die Brustkinder nach wie vor gut gedeihen. Ja, es konnte erfreulicherweise nach den Aussagen spendender Mütter festgestellt werden, daß sie trotz der Abgabe länger nährfähig blieben, zum Wohle ihrer eigenen Kinder, denn es gibt nun einmal für junge Kinder keine bessere Nahrung als die alle Nähr= und Schutzstoffe enthaltende Frauenmilch. Die gesammelte Milch kommt selbstverständlich zunächst Bochumer Kindern zugute. Aber ein Teil geht täglich an auswärtige Kinderkliniken, wo Mangel herrscht, oder an Familien, deren Kinder laut ärztlichen Zeugnisses zur Erhaltung des Lebens Frauenmilch dringend benötigen. Die diesen Zwecken dienende Frauen: milch muß natürlich sorgfältig untersucht sein. In einem Milchlaboratorium werden von der eigens darin geschulten Leiterin täglich Untersuchungen auf, Panschungen, Unverdorbenheit und Alter durch Feststellung des Säuregrades und auch des Fettgehaltes usw. vorgenommen. Darauf wird die Milch sterilisiert und unterkühlt. Erst dann kann sie als vollwertiger Ersatz für Muttermilch abgegeben werden. In Bochum ist in den wenigen Monaten schon eine recht erfolgreiche Arbeit geleistet worden. Mütter aller Kreise und Stände haben auch hier voller Stolz und Freude an diesem Aufbauwerk mitgearbeitet. Aber auch hier reicht— wie in allen anderen Frauenmilchsammelstellen in Großdeutschland— die nach Tausenden von Litern gespendete Milch bei weitem nicht aus, um all den flehentlichen Bitten, die täglich brieflich und telephonisch einlaufen, nachzukommen. Die zahlreichen Dankschreiben, die die FMS. Bochum im Laufe der letzten Monate erhalten hat, zeigen, wie dankbar die Eltern der kranken Kinder oder die Aerzte diesen hilfsbereiten Bochumer Müttern sind. Es wird noch vieler Aufklärungsarbeit bedürfen, bis die noch junge Sammelstelle hier in Bochum die ihr zukommende allseitige Förderung erfährt. Das Bestehen dieser Einrichtung der Allgemeinheit zur Kenntnis zu bringen und ihren Wert für das Aufziehen unseres Nachwuchses aufzuzeigen, ist der Sinn dieses Berichtes. Sicherlich wird einmal der Tag kommen, an dem wenigstens der größte Teil der Frauen, die von der Natur zur Mitwirkung geschaffen und berufen sind, so denken wird wie eine Spenderin aus einfachen Kreisen, die an Frau Dr. med. Marie=Elise Kayser schrieb:„Es muß die selbstverständliche Pflicht einer jeden deutschen Mutter sein, ihren Ueberschuß an Brustnahrung gefährdeten deutschen Kindern zukommen zu lassen.“ Kalionatse hlanstischeu.saschisiische Wirtschaftseirnung Reichsamtsleiter Dr. Zilcher in der„Nordischen Gesellschaft“ Morgen, am 20. Januar, kann Rudolf Hoffmann seinen 60 Geburtstag feiern. Aus diesem Anlaß werden dem weit über Bochums Grenzen hinaus bekannten Chorführer und Komponisten zahlreiche Glückwünsche und Ehrungen zuteil werden. In zielbewußter Lebensarbeit hat er sich nicht nur in Sängerkreisen einen Namen geschaffen, doch hat er sich auf dem Gebiete des Männerchorwesens als Chorerzieher. Dirigent und Komponist gehaltvoller Männerchöre besonders verdient gemacht. Zwölf Jahre amtierte er als Bundeschormeister der Westfalen und führte mit unverkennbarem Geschick auf den von ihm geleiteten Bundesfesten in Bochum, Münster, Gelsenkirchen und Dortmund die gewaltigen Massenchöre zu künstlerischen Erfolgen. Auch als Festdirigent beim 11. Deutschen Sängerbundesfest in Frankfurt a. M. 1932 bewährten sich seine Fähigkeiten in anerkannter Weise, so daß ihm als sichtbare Anerkennung die Goethe=Medaille der Stadt Frankfurt überreicht wurde. Seine mit dem MGV.„Schlägel und Eisen“ und der„Gußstahlglocke“ gegebenen alljährlichen. Konzerte zeichnen sich nicht nur durch vortreffliche Ausführung aus, sondern zeigen in der künstlerischen Gestaltung und dem Aufbau der Vortragsfolgen den ernststrebenden Kunstler und erfahrenen Musiker, der sich nicht zu billigen Publikumserfolgen verleiten läßt. In aller Erinnerung sind noch die Karfreitags=Konzerte, die er 25 Jahre lang mit dem MGV.„Schlägel und Eisen" durchführte und die stets wertvolle geistliche Musik boten. Unvergessen ist die Aufführung der von ihm wiederentdeckten Missa=moll von Liszt=Herbeck. Als Kreischorleiter des Sängerkreises Bochum versucht er unablassig, die ihm anvertrauten Bundesvereine im Sinne der Richtlinien des Deutschen Sängerbundes zu beraten, um dem Chorgesang im weitesten Sinne zu einem beachteten und unentbehrlichen Faktor im Rahmen der gesamten Musikpflege zu verhelfen. Durch das von ihm gegründete und geleitete„Hoffmannsche Konservatorium“ hat er in über 25 Jahren seiner Heimatstadt Bochum in der Pflege der ernsten Musik wertvolle Dienste geleistet, die in der Berufung zum Mitglicd des Musikbeirates unserer Stadt verdiente Anerkennung fanden. Bei seiner Rüstigkeit wird der Jubilar noch viele Jahre im Dienste am deutschen Lied und der deutschen Musik erfolgreich weiter schaffen und wirken. Im Gegensatz zu den Ländern mit liberalistischer Wirtschaftsauffassung und demokratischer Regierungsform haben die autoritär geleiteten Staaten ein neues Wirtschaftssystem aufgebaut, das sich grundsätzlich von der alten Ideenwelt unterscheidet. Zwei Staaten sind es, die— abgesehen von Rußland, das eigene Wege geht— Bahnen eingeschlagen haben, die weitgehend sich nähern: Italien und Deutschland. Faschismus und Nationalsozialismus sind aber nicht Kreise, die sich vollständig decken, jedoch sich weitgehend überschneiden. Die Berührung ist gegeben und die Zukunft wird erweisen, wie eng sie sich noch gestalten wird. Das war die Schlußfolgerung, die Reichsamtsleiter Parteigenosse Dr. Zilcher am Ende seines Vortrages zog, den er gestern nachmittag in der Verwaltungsakademie auf Einladung des Westfälischen Kontors der„Nordischen Gesellschaft" hielt. Einleitend zeigte der Redner auf, wie nach Ende des Weltkrieges in Italien die Anarchie auszubrechen drohte, der Kampf aller gegen alle, des Marxismus gegen die Bürgerlichen. Mit kühner Entschlossenheit stellte sich ein Mann, ein Frontkämpfer, der weißen wie der roten Flut entgegen und sammelte ein Häuflein um sich, das immer mehr anschwoll und schließlich die Macht eroberte. Mussolini, der Begründer des Faschismus, stellte den Gedanken an die Nation in den Vordergrund und verkündete das Ethos der Arbeit, weckte gegenüber dem sterilen Kult der Vergangenheit das Ideal produktiven Schaffens. Geradeaus verfolgte er seine Ziele, ohne sich von vornherein auf wirtschaftlichem und sozialem Gebiete auf ein bestimmtes Programm festzulegen. Interessant war die Beleuchtung des Verhältnisses zwischen der römisch=katholischen Kirche und dem Faschismus durch den Redner; begründet in der Vergangenheit Italiens und in der Geschichte der Papstkirche, wie auch im italienischen Volkscharakter. Politisch, wirtschaftlich und sozial ist allein der Faschismus bestimmend. Von weittragender Bedeutung für Italiens künftige Politik war der Abessinienkrieg, der es zur Abkehr auch von den letzten Resten liberaler Wirtschaftspolitik, nötigte. Nach eingehender Darlegung der verschiedenen Phasen des Faschismus in seinem Werdegange befaßte sich der Redner, ein gründlicher Kenner der Materie, mit dem Aufbau des faschistischen Wirtschaftssystems. Zwischen politischer Tat und sozialpolitischer Aktion besteht ein ursächlicher Zusammenhang, erst mit dem politischen Erstarken erwuchs nach und nach das faschistische Wirtschaftssystem. Es weist gegenüber dem nationalsozialistischen mancherlei Unterschiede auf. In Italien faßte nach dem Regierungsantritt Mussolinis im Jahre 1922 der Staat die Arbeitgeber und die Arbeitnehmer getrennt in Syndikaten zusammen. Die Syndikate sollen den Klassenkampf überwinden und vereint in Zusammenarbeit die nationale Erzeugung disziplinieren. Alleiniges Sprechrohr der Arbeitnehmerschaft sind ihre Syndikate. Sie machen einen Unterschied zwischen Mitgliedern und Nichtmitgliedern— es braucht nicht jeder Arbeitnehmer Mitglied zu sein, wird aber durch die Syndikate betreut. Sie schließen Tarifverträge mit den Arbeitgebersyndikaten— in Deutschland, wo jeder Arbeitnehmer der DAF. angehört, erläßt der Treuhänder der Arbeit Tarifverordnungen. Das Gesetz von 1926 verbietet in Italien Streiks wie Aussperrungen; bei Nichtzustandekommen eines Vertrages erläßt der Staat eine Tarifordnung. Innerhalb der Betriebe besteht keine Organisation, doch sollen jetzt Vertrauensmänner als „Berichter“ der Arbeitersyndikate eingeführt werden, nicht zu vergleichen mit deutschen Obmännern und Vertrauensräten. Im Jahre 1930 wurde ein Nationalrat der Korvorationen gebildet als Krone der 22 Korvorationen und Generalstab der italienischen Wirtschaft. Die Syndikate, die vom Spitzenverband sich unterschieden, bis zum Gemeindesyndikat, haben zwar die Mehrheit in den das ganze Wirtschaftsleben erfassenden Korvorationen, den maßgebenden Einfluß aber hat sich die Partei gesichert. Der Staat bedient sich der Korvorationen als Organe bei besonderen Anlässen. Die Blockade von 52 Nationen gegen Italien während des Abessinien= krieges zwang Italien, Wege zu beschreiten zur Herbeiführung einer gesicherten Versorgung durch Einleitung der Autarkie da, wo sie möglich ist. Mit einem kurzen Ausblick auf das Imperium Italien und seine innere und äußere Politik endete der Redner seine aufschlußreichen Darlegungen, betonend daß in manchen wirtschafts= und sozialpolitischen Dingen Italiens Gesetzgebung sich der deutschen mehr nähere.— Der Leiter des Kontors, Varteigenosse Dr. Schwarzschulz, der die stattlich besuchte Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnet hatte, dankte dem Redner und ließ seine Worte ausklingen in ein Sieg=Heil auf unseren Führer. Schweres Verkehrsunglück durch einen rutschenden Lastkraftwagen— Zwei Schülerinnen ersaßt. eine schwer, die andere tödlich verletzt Am Mittwoch gegen 8 Uhr befuhr ein Lastkraftwagen mit Anhänger den Werner Hellweg. Etwa 20 Meter oftwärts des Hauses Werner Hellweg 25 rutschte der Lastkraftwagen aus der Fahrtrichtung ab. Zwei Schülerinnen, neun und dreizehn Jahre alt, wurden von dem Lastkraftwagen erfaßt und schwer verletzt. Sie mußten einem Krankenhaus zugeführt werden. Die dreizehnjährige Schülerin ist inzwischen an den Verletzungen gestorben. Goebel=Quartett erscheint am Sonntag vormittag zum erstenmal in den städtischen Kammerkonzerten im Ernst-Moritz= Arndt=Haus. Durch ihr temperamentvolles Spiel gehören die Künstler zu den beliebtesten Gästen im Kölner Rundfunk und auf den westdeutschen Musikfesten. Eine Einladung, beim Künstlerempfang des Führers in Bayreuth zu konzertieren, wurde für die Vereinigung zu einer besonderen Auszeichnung. Das Programm sieht folgende vielfach erprobten Meisterwerke vor: Streichquartett Des=dur, Opus 15— Erstaufführung— von Ernst von Dohnanvi: Streichquartett Gedur, Opus 76 Nr. 1 von Jos. Handn; Streich= quartett gemoll, Opus 51 Nr. 2. von Joh. Brahms. Junger Mann vom Auto ersaßt Der Wagen gegen eine Maner geprellt und schwer beschädigt Am 17. Januar gegen 11.25 Uhr wurde auf der Castroper Straße in Höhe der Blumenstraße ein 19jähriger junger Mann von einem Personenkraftwagen angefahren. Der junge Mann erlitt innere Verletzunaen und mußte einem Krankenhause zugeführt werden. Der Personenkraftwagen, der noch gegen eine Mauer fuhr, wurde erheblich beschädigt. Kraftwagen in ein Schaufenster geschleudert Am 17. Januar gegen 14.15 Uhr geriet auf der Alleestraße ein Personenkraftwagen ins Schleudern und fuhr gegen eine Schaufensterscheibe. Die Scheibe wurde zertrummert. Personen wurden nicht verletzt. 20 Jahre Geologische Gesellschaft Gedenkschrift zum 20jährigen Bestehen der Ortsgruppe Bochum Aus Anlaß des 20jährigen Bestehens der Geologischen Gesellschaft Bochum gibt der Vorstand eine Gedenkschrift heraus, die insofern ein besonderes Interesse beanspruchen darf, als sich in ihr das Vereinsgeschehen von der Gründung an bis heute widerspiegelt. Das von dem Vorsitzenden der Gesellschaft, Professor Dr. Kukuk, geschriebene Vorwort gibt einen kurzen Ueberblick über die geschichtliche Entwicklung der Gesellschaft, die in den hinter ihr liegenden wechselvollen Zeiten stets in einer engen und lebendigen Verbundenheit zu der von ihr gepflegten, im Boden unserer Erde wurzelnden geologischen Wissenschaft stand. Sie ließ sich in ihrer dem geistigen Aufbau des deutschen Volkes gewidmeten Arbeit von dem Gedanken bestimmen, in eitesten Kreisen unserer Industriebevölkerung durch und Heimatliebe zu fördern, in ihnen im Hinblick auf die notwendige Versorgung unseres Vaterlandes mit Rohstoffen das Verständnis für die so wertvollen Mineralschätze des Heimatbodens zu wecken und damit auch dem mit ihm aufs engste verbundenen und für unsere Heimatprovinz so lebenswichtigen Bergbau zu nüten. Um die Erinnerung an die seit der Gründung gehaltenen wertvollen Vorträge und anregenden Exkursionen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, sind deren Ergebnisse in kurzen Vortragsauszügen niedergelegt. So gibt die Festschrift gewissermaßen auch ein Bild von dem geistigen Schaffen auf dem Gebiete der deutschen geologischen Forschung in den letzten zwanzig Jahren. Eine bisher unveröffentlichte geologisch=bergmännische Abhandlung des hochverdienten Altmeisters der deutschen Geologie und vortrefflichen Kenners des Ruhrkarbons, des späteren Wirklichen Geheimen Rates und Oberberghauptmanns Dr. H. von Dechen, die im Jahre 1821 von dem derzeitigen jungen Bergreferendar bei dem Königlichen Bergamt in Bochum eingereicht und mit sehr anerkennenden Worten dem Königlichen Oberbergamte in Dortmund vorgelegt wurde, sichert der Festschrift auch eine literarische Bedeutung, weil die Ergebnisse dieser wertvollen Arbeit auch heute noch von großem Interesse sind, die sich mit dem Einfluß des „Primussprungs“, der seinerzeit größten Störung de westfälischen Karbons, auf die Lagerungsverhältnisse det Steinkohlengebirges im Felde der Zeche„General" beschäftigt. Ein Mitgliederverzeichnis rundet das Bild de Gedenkschrift, der eine gute Aufnahme bei allen Freun den der Gesellschaft gewiß ist. UN Seite 4 Nr. 16/ Bochumer Anzeiger] Freitag, 19. Januar 1940 Batten tundenvon giezer Anden Jahresbericht des Deutschen Frauenwerkes im Kreise Bochum Das ereignis= und schicksalsreichste Jahr seit der nationalsozialistischen Machtübernahme ist in die Geschichte eingegangen. Das Deutsche Frauenwerk darf— Rückschau haltend— mit Recht stolz darauf sein, an den großen Aufgaben, die Deutschlands Schicksalskampf fordert, tätigen Anteil gehabt zu haben. Durch den Ausbruch des Krieges ist deutlich eine Zweiteilung der Arbeit entstanden. Galt der erste Teil des abgelaufenen Jahres der zielbewußten, ständigen Aufbauarbeit, so war die zweite Hälfte in ganz großem Maße der praktischen Arbeit gewidmet. Große Leistungen der Abteilung Hilfsdienst Von allen Arbeiten, die in den einzelnen Abteilungen geleistet wurden, muß die der Abteilung Hilfsdienst daher ganz besonders hervorgehoben werden. Die nachfolgenden Zahlen sprechen für die Größe des aufopferungs= und hilfsbereiten Schaffens der Frau der Partei. Es wurden 1198 Milch= und Lebensmittelscheine ausgegeben, 775 Anträge für das Ehrenkreuz der kinderreichen Mütter bearbeitet, 873 Anträge im Rahmen Mutter und Kind geprüft, 667 Familien, 2435 werdende Mütter betreut, 322 Hausbesuche gemacht. An Spenden gingen ein: 152 Pakete Kinderwäsche, 145 Wäsche= und Kleidungsstücke, dazu einige Kinderbetten und Kinderwagen. Ganz besonders fleißig wurde im Berichtsjahr fur die NSV. eingekocht, es konnten 4709 Kilodosen Obst und Gemüse abgeliefert werden, dazu kamen einige hundert Gläser Marmelade, die aus 7½ Zentner gespendeter Hagebutten von unseren Frauen verarbeitet wurden. Die für die gesamte Volkswirtschaft so wichtige Einbringung der Flachsernte sah 750 Frauen des Deutschen Frauenwerks freudig die ungewohnte und mühsame Arbeit verrichten, während von 54 Frauen Hilfe bei der Hackfruchternte geleistet wurde. Die Nachbarschaftshilfe, den Frauen im Laufe der letzten Zeit bereits zu einer selbstverständlichen, schönen Pflicht geworden, geschah in 3749 Fällen. Für den Bahnhofsdienst, der mit Ausbruch des Krieges von der NSV. übernommen wurde, stellten sich 387 Frauen des Deutschen Frauenwerks Tag und Nacht zur Verfügung. Den Einzelhandelsgeschäften, die jetzt durch Zählen, Sortieren und Aufkleben der Lebensmittelkarten mehrbelastet sind, halfen 222 unserer Frauen. In den für den Sicherheitsdienst eingerichteten Küchen halfen 302 m Gomüsevutzen. Kartoffelschälen frauen=Beratung hielt 22 Schulungsabende, davon allein 10 in Gemeinschaft mit dem Siedlervund, vor 782 Teilnehmerinnen, 305 Hausbesuche wurden gemacht und 13 Kurse vor 172 Frauen gegeben. Die Abteilung Grenzland Ausland hatte im vergangenen Jahr die Aufgabe, durch Aufklärung das Verständnis für das oft opfervolle Leben unserer Bruder und Schwestern an den Grenzen und darüber hinaus im Ausland zu wecken, dann aber auch durch Fühlungnahme und Verbundenheit mit ihnen sie den Gleichklang mit uns fühlen zu lassen. 77 Vorträge, 25 Arbeitsgemeinschaften und 91 politische Kurzberichte gaben jeweils einen zusammengefaßten Ueberblick über die außenpolitische Lage. Die praktische Arbeit der ersten acht Monate beschränkte sich auf die Hilfe für unseren neuen Kameradschaftsgau Steiermark— dem in mehreren Kisten Spenden, besonders als Hilfe für die Grenzlanddeutschen geschickt wurden,— mit dem uns eine echte Kameradschaft verbindet. Vielen Rückgeführten wurde durch Betreuung die Heimkehr erleichtert. Kulturarbeit, Erziehung und Schulung Die Abteilung Kultur, Erziehung, Schulung gibt durch ihre Schulungsvorträge vor den Amtsleiterinnen sowie auch in den Ortsgruppen allen Frauen die weltanschauliche und politische Richtung. Es wurden insgesamt 103 Vorträge gehalten, u. a. über folgende Themen: Der Versailler Vertrag und seine Folgen für Deutschland, die außenpolitische Lage, die lebenstüchtige Familie sichert die Zukunft des Volkes, Neuordnung in Europa, Kampf um den deutschen Osten, Beziehung zwischen Deutschland und Polen im Laufe der JahrhunUnter uns Männern gesagt: derte. Auch die seelische Betreuung liegt dieser Abteilung ganz besonders am Herzen, es soll sich heute keine Frau keine Mutter, verlassen fühlen, in schwesterlicher Liebe und Verbundenheit steht eine der anderen bei. Die Arbeit in den Jugendgruppen ist im ab= noch rüstig und gesund. gelaufenen Jahr ein gutes Stück weitergekommen, d. h. durch eine Reihe von Schulungen und Besprechungen wurde für eine Vertiefung und straffere Zusammenfassung Sorge getragen. Neben den monatlichen ZusamPersonal=Nachrichten Heute, 19. Januar, seiert der Invalide Johann Pasz= kowiak Wasserstraße 51. seinen 70. Geburtstag. Er ist Jeden Tag liest er den„BA“. menkünften der Führerinnen standen im Vordergrund Pillglieber war die Bühnentätigkeit im die Ganztags=Schulungen im Februax und das große cetwas geschwächt. Vereinsleiter Sabotta Gautreffen im Laai in Erwitte.„Außerdem nahm die arheitern für iyr#: Jugendgruppe zum ersten Male Fühlung mit den Werköffnung der Tagesordnung durch den Vereinsleiter Savotta wurde der Jahresbericht durch den Bühnenleiter urch die Einberufung einzelner vergangenen Jahre Jahatta dankte allen Mitarbeitern für ihre Tatigkeit im vergangenen Jahr. Bei der Vorstandswahl wurde Savotta einstimmig wiedergewählt. Poll, der die Kassenkommende Jahr Geschäftsführer wurde Jugendgruppe volle Einsatzbereitschaft. Soweit eben möglich, stellten sich die Mitglieder der Erntehilfe, dem Bahnhofsdienst, der Nachbarschaftshilfe und dem DRK. zur Verfügung. In allen Ortsgruppen steht die JugendStadtteil Weitmar Kriegerkameraden hielten Rückschau. Am Sonnabend trasich die Mitglieder der Kriegerkameradschaft WeitmarDie Entwicklung der Kindergruppe hat im Laufe des vergangenen Jahres ihren stetigen Fortgang genommen. Kindergruppen stehen in allen Ortsgruppen. Sie sind zum Teil so groß geworden, daß Aufteilungen erforderlich geworden sind. Auch während des wurde gedacht, Briefe stehenden Kameraden wurden die Grüße aus Weitmar=Mitte übermittelt. Stadtteil Baak=Sundern Ehrenkrone des Alters. Am Donnerstag wurde die Witwe Wilhelmine Tüselmann aus Bochum=Sundern 88 Jahre Die Kindergruppenleiterinnen sind regermah#n,#mal monatlich geschult worden, um ihnen die erforderlichen hästufcn, Krieges geht die Arbeit in den Kindergruppen weiter. Habezmine Tufermunn aus Bochumeennrei 8m 1 lmäßig einmal alt. Die hochbetagte Mitbürgerin wohnt bei ihrem Sohn Anregungen und Kenntnisse zu geben, die für die Arbeit nötig sind. Es wurden methodische Hinweise gegeben. ferner Liedmaterial und Anleitungen zu Bastelarbeiten. an der Blankensteiner Straße. Sie ist noch verhältnismäßig rüstig. Aus ibrem großen Bekannten= und Verwandtenkreis gingen ihr herzliche Glückwünsche zu. Stadtteil Linden=Dahlhausen In hohem Alter. 79 Jahre wurde der in Linden. ArWie der Mann an der Front, so tun alle Frauen des straße 10, wohnende Volksgenosse Theodor Meischein. Deutschen Frauenwerks in verschworener Gemeinschaft freudig auch weiterhin ihre Pflicht, bis Deutschland den ersehnten und gerechten Frieden erhält. Sach vorm„Ernachterungrur!... Bilder aus den Gerichtssälen „Hilfe!———ve!“ Ein toller Film rollte da ab! Ein unserer Frauen beim Gemüseputzen, Kartoffelschalen schwerer Schlagseite zackte über die Straße. und Kochen. Fur die Einquartierung von Soldaten wur= schweg###ugt i„ Rut“ uuah#e den Unterkunftsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt, auch in den Luftschutzrettungsstellen waren die als Bereitschaftsdienstleiterinnen ausgebildeten Frauenschaftsmitglieder tätig. Im Polizeipräsidium arbeiteten während des Monats September 45 unserer Frauen, um etwa 350000 Volkskarteikarten alphabetisch einzuordnen. Der Polizeipräsident hat der Kreisfrauenschaftsleiterin für die Hilfeleistung seinen Dank ausgesprochen und dabei erwähnt, daß durch die Mithilfe der NS.=Frauenschaft die Stadt Bochum zu den wenigen Städten gehörte, die als erste die Volkskartei in Ordnung hatten. Auch bei der Bezugscheinausgabe war es wieder die NS.=Frauenschaft, die sich augenblicklich zur Verfugung stellte, um die Ausgabestellen einzurichten und die Scheine auszustellen. Für die Sammlung der BrotMann Raubtierinstintte schienen in iym erwacht zu sein. Wer sich ihm hilfreich näherte, wurde sofort mit Boxhieben zugedeckt. Der Radfahrer, der da soeben um Hilfe rief, hatte sich bei dem Versuch, den Betrunkenen zu stützen, einen saftigen Volltreffer auf die Nase zugezogen. Sie blutete heftig. Ein großer Menschenauflauf umstand den „Ring“. Im Dauerlauf näherte sich ein Schupo. „Ei wei“, meinte ein ernster. Zeuge zu seinem Nebenmann,„der wandert haustief ins Loch! Das ist Körperverletzung! Sehen Sie doch, die Nase sitzt ganz schief!“ 4. F. Minn.„.. 65 „Aber, ich bitte Sie!“, winkte der Angesprochene ab, „was soll dem Mann schon passieren! Er ist ja sinnlos bezecht! Freigesprochen wird er!" „Sie irren sich! Trunksucht ist heute kein Freibrief mehr für Allotria und dicke Brocken. gießen! Ich glaube, man sollte doch recht vorsichtig sein, mit wegen des neuen Paragraphen!" „Das ist nur zu empfehlen! Man kann auch ohne— öffentlichen Affen feiern!" Zinn. schickung bearbeitet, Pakete an alleinstehende Mütter am Muttertag zugestellt, 22000 Kilogramm Pfundspenden gesammelt u. a. m. Reiche Arbeit des Mütterdienstes Eng zusammen mit der Abteilung Hilfsdienst arbeitet die Abteilung Mütterdienst. Im Jahre 1939 konnten von der Mütterschule Bochum 149 Lehrgänge, durch die 2283 Frauen erfaßt, durchgeführt werden und zwar im Kochen, Nähen, der Sänglings= und Krankenpflege, in Erziehungsfragen und Heimgestaltung. In diesen Zahlen sind sieben Sonderlehrgänge enthalten, die nach Ausbruch des Krieges eingerichtet wurden, um geeignete Frauen und Mädchen für den Einsatz durch den Hilfsdienst fähig zu machen. Es handelt sich hierbei um die Massenverpflegung. Hilfe in Familien und um Mithilfe in Kindertagesstätten. Außerdem fanden vor Weihnachten sieben Mütter=Nachmittage statt für die Herstellung von Hausschuhen und Spielzeug. Für die Schulen der benachbarten Kreise wurden 3 Lehrgänge übernommen. Die Ortsbeauftragten der Mütterschule wurden viermal zu Besprechungen zusammengerufen, außerdem fanden acht fachliche Schulungen für die Lehrkräfte und Kreisabteilungsleiterinnen statt. Ueber die Aufgaben der Mütterschule wurden in den Ortsgruppen zehn Vorträge gehalten. Es fand eine Ausstellung und eine Märchenstunde statt. Wichtige Aufgaben der Abteilung.=H. erfüllt Hand in Hand mit vorgenannten Abteilungen arbeitet die Abteilung.=H. Ihre wichtigste Aufgabe gilt der Aufklärung volkswirtschaftlicher Belange: 162 Vorträge vor 13440 Mitgliedern über folgende Themen: Wäschebehandlung, Seifenersparnis, Holzeinsparen, Saftbereitung, Nahrungsfragen, Kräuter, Einmachen, Knochenverwertung, Verbrauchslenkung, Arbeiten der Landfrau, neue Kleidungsstücke aus alten Stricksachen u. a. wurden gehalten. 46 Kochkurse wurden von 745 Teilnehmerinnen besucht. Ferner wurden sechzehn Kurse in der Lehrküche vor 256 Mitgliedern der DAF. und des RSLV. abgehalten, weiter in vier Kursen 43 Pimpfen gezeigt, wie man auf Wanderungen billig, schmackhaft und dabei schnell Essen bereitet. Im November wurden vier Kurzschulungen in der Beratungsstelle über das kommende Pflichtjahr in Zusammenarbeit mit dem Reichsnährstand, Arbeitsamt. Untergau des BDM. und der DAF. mit je zehn Teilnehmerinnen durchgeführt. Daneben wurden von der Abteilung.=H. 500 Pflichtjahr=Haushalte geprüft und 280 Vereinbarungen für Stellen für das Hauswirtschaftliche Jahr getroffen. Es fanden weiter im Berichtsjahr zwei Lehrfrauentreffen statt. Es laufen zwei Lehrgange für Meisterhausfrauen mit insgesamt 34 Teilnehmerinnen. In vier Lehrschauen stellte die Abteilung.=H. ihr Können unter Beweis. In der im November eingerichteten Beratungsstelle in der Wittener Straße konnten bereits in den zwei Monaten 238 Beratungen erteilt werden. Die Kreissachbearbeiterin für SiedlerWer von Sinnen ist, kann doch nicht gezogen werden! Wozu haben wir denn Paragraphen 51?“ „So hat schon mancher gedacht, der nachher mit ein paar Monaten Ernüchterungsurlaub einen schmerzlichen Katzenjammer erlebte. Da gibt es nämlich jetzt einen neuen Paragraphen, eigens für jene, die zu tief ins Glas geguckt haben und im Rausch Unfug „Einen neuen Paragraphen? Das interessiert mich! Was steht denn in diesem Paragraphen?" „Wer sich betrinkt, obwohl er genau weiß, daß er im Rausch ausschlägt oder sonst zu Straftaten neigt, wandert ins Kittchen! Tiaja, so ein paar Striche über den zuträglichen Pegelstand können teuer zu stehen kommen. Paragraph 330a! Sie können's selbst im Strafgesetzbuch nachlesen!".. gia garfe„ „Um Gottes willen, da muß man sich ja vorsehen! Wie leicht kommt man zu einem Affen! Das läuft darauf hinaus, daß man sich auch noch sein Glas Bier abgewöhnen muß!"... „So ist das nun wieder nicht! Seinen Schlummerschoppen braucht sich keiner zu verkneifen, und das gewohnte Schnäpschen bricht niemand den Hals. Nur das Uebermaß! Da liegt der Hase im Pfeffer!" „Hm! Wissen Sie was? Ich hatte mir vorgenommen, mich auf dem nächsten Kegelabend tüchtig zu beIm Amte gestrauchelt Traurig ist es, einen Mann von 54 Jahren, der sich in seinem Berufe viele Jahrzehnte treu bewährt hat, unter Anklage der Unterschlagung im Amte zu sehen. Es handelte sich noch nicht einmal um ganze hundert Mark, freilich nebenher um Aktenbeseitigung. Ein mit schwerer Strafe bedrohtes Verbrechen. Das Gericht darf da nach dem Gesetze keine Milde walten lassen. Das Urteil lautete auf ein Jahr und zwei Monate Zuchthaus sowie Ehrverlust. Man steht oft vor Rätseln im Menschenleben. Das Gericht aber muß hart bleiben, denn das Ansehen des beamteten Standes und die Sicherheit der Behörden stehen in solchen Fällen auf dem Spiel und die Strafen sollen nicht nur Sühne, sondern auch Abschreckung für andere sein. Ein bedenkliches Tauschgeschäft Ein Angeklagter aus dem Stadtteil Gerthe hatte sich verleiten lassen, Fleisch ohne Karten im Tausch gegen einen Anzug und Wäsche an einen Juden abzugeben. Das brachte den Meister und seine Frau wie auch den Juden auf die Anklagebank; denn hier waren die Kriegswirtschaftsgesetze verletzt und weiter erscheint dieser„Geschäftsverkehr" aus völkischen Gesichtspunkten anrüchig. Zwar hatte es sich noch nicht um sehr große Mengen Fleisch gehandelt, aber man weiß nicht, welchen Umfang der Verkehr noch hätte annehmen können, wenn er nicht in den Anfängen abgedrosselt worden wäre. Bei der Gegenleistung handelte es sich um getragene und bereits benutzte Ware. Das Gericht hielt für erwiesen, daß bei diesem Tauschgeschäft das Ehepaar nicht der treibende Faktor war. Der Jude wurde zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt, die durch die Haft als verbüßt erklärt wurden, der Wurstverkäufer erhielt einen Monat Gefängnis, bei der Frau wurde die sonst verwirkte Gefängnisstrafe in eine Geldstrafe umgewandelt. Der Fall mag zur Warnung dienen, sich auf solche nach verschiedenen Seiten hin bedenkliche Tauschgeschäfte nicht einzulassen, es kommt nur schwerer Aerger und Schaden dabei heraus. Zeinen Lebensabend verbringt der noch rüstige Altersjubilar bei seiner Tochter Frau Bäsch.— 76 Jahre wurde Frau Witwe Möller, Linden. Keilstraße, wohnhaft. Auch sie erfreut sich noch einer schönen Rüstigkeit. Stadtteil Wiemelhausen Amtswalter=Appell der Deutschen Arbeitsfront. Am Sonntag, 21. Januar, findet um 10.30 Uhr im Gemeinschaftssaal der Verbrauchergenossenschaft ein Amtswalter= Appell der Deutschen Arbeitsfront statt. Das Erscheinen aller Amtswalter und=warte ist unbedingte Pflicht. Aus dein Nachbargeviet Stadt Wattenscheid Jubilar der Arbeit. Auf der Zeche„Rheinelbe“ der Gelsenkirchener Bergwerks=AG. konnte der Kraftfahrer Jos. Baadsch, wohnhaft Zeche„Holland 1/2“, auf eine 25jährige ununterbrochene und treue Tätigkeit zurückblicken. Dem im Feld stehenden Jubilar wurden seitens der Verwaltung Glück= und Segenswünsche übermittelt. Wer will mitarbeiten? Die Männer, die gewillt sind, sich im Sanitätswesen ausbilden zu lassen, können sich in der DRK.=Kreisstelle, Rathaus, Zimmer 45, von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr anmelden. Für 100 RM. Wäsche gestohlen. In der Zeit vom 29. Dezember 1939 bis 1. Januar 1940 wurde in der Aschebruchstraße ein Einbruchsdiebstahl verübt. Der Täter gelangte mittels Nachschlüssels in die Wohnung und stahl Wäschestücke und Bargeld im Werte von etwa 100 RM. Stadt Wanne=Eickel Silberhochzeit. Die Eheleute Franz Elsner und Frau, Emilie geborene Pietsch, aus der Schalkestraße 7, seierten gestern das Fest der silbernen Hochzeit und empfingen zahlreiche Glückwünsche und Aufmerksamkeiten. Geflügelzüchter vor neuen Aufgaben. Der Rassegeflügelzuchtverein hielt Sonnabend im Lokal Schulte=Berge eine außerordentliche Versammlung ab. Im Vordergrund stand die Wahl eines neuen Vereinsführers, da der bisherige Leiter Gottfried Graf infolge beruflicher Arbeiten das Amt nicht weiterführen kann. Die Versammlung wählte den Züchter Wilhelm. Bruckskotten als neuen Vereinsführer. Mitgeteilt wurde, daß die übliche im Jänuar stets vorgesehene allgemeine Geflügelausstellung in diesem Jahre ausfällt. Die Betreuung der Geflügelhalter wurde besprochen. Alle Mitglieder setzen sich dafür ein, daß die Leistungsfähigkeit der heimischen Geflügelzucht gerade in den jetzigen Kriegszeiten in größtem Ausmaße gefördert wird. Der neue Vereinsleiter Bruckskotten rief zum Schluß alle Mitglieder zu stärkstem Einsatz in der Zukunft auf. Traditionsecke Ven=Siavneien ihre diesjährige Generalversammlung ab. Es wurde einstimmig beschlossen die Proben wiederaufzunehmen. Aus den Berichten des Kassierers bzw. Schriftführers war zu ersehen, daß der Verein recht gut gearbeitet hat. Der ganze Vorstand unter Führung des Sängerkameraden Artur Vogt wurde einstimmig wiedergewählt. Für März ist ein Winterhilfskonzert geplant. Weitere Veränstaltungen werden von Fall zu Fall entschieden. Stadtteil Werne Tagung der Taubenväter. Die Reisevereinigung Werne und Umegend hatte am Sonntag abend ihre Mitglieder zu einer außerordentlichen Versammlung in ihrem Vereinsheim Ewald eingeladen. In seiner Begrüßungsansprache wies Reisevereinigungsvorsitzender Baack auf die Bedeutung der Taubenhaltung hin und ermaynte die Mitglieder, in jeder Richtung alles zu tun, was dem Vaterlande dienlich sei. Inhaltsreich war der Geschäftsbericht, den der Schriftwart Grob gab, der eine ausschlußreiche Tätigkeit der Reisevereinigung vermittelte. Vom Kassenwart Ewald wurde der Kassenbericht gegeben. Hierzu sprach der Sportfreund Kalthoff als Mitprüfer, der eine mustergültige ### ims nueiln Schzima in#ar Kassenführung hervorhob. Der bisherige ReisevereiniJannat 1866 im Kreis Schrimm, in der, gungsvorsitzende Baack wird au chim neuen Geschäftsjahr geboren. Im Jahre 1890 siedelte#, Geschicke der Vereinigung lenken. ZR seinem StellverStadtteil Hamme Die heimischen Sänger rüsten zum Kriegs=WHW.= Konzert Nach eingehenden Vorarbeiten wurden nunmehr in einer abschließenden Besprechung die letzten Einzelheiten für das am 28. d. M. im Gemeindehaus Hamme stattfindende KriegsWHW.=Konzert festgelegt. Neben der bewährten Kapelle unserer Schutzpolizei haben sich auch die Sänger des MGV. „Concordia“ freudigst in den Dienst der NSV. gestellt. Von besonderem Interesse dürfte es aber für die heimische Bevölkerung sein, daß man als Solisten Ludwig Heppner gewonnen hat, einen alten Hammer Jungen, der früher auch in der„Concordia“ eifriges Mitglied war. Nach der nunmehr vorliegenden Vortragsfolge verspricht das Konzert für jeden Musikfreund ein wirklicher Genuß zu werden, so daß das Gemeindehaus sicher wieder einmal ausverkauft sein wird. Die Bühne der Stadt Bochum: 20 Uhr: Minna von Barnhelm(geschlossene Vorstellung). Ernst=Moritz=Arndt=Haus: 20 Uhr: Ein bunter Abend der Harmonika.„„ M S Apollotheater: ab 15 Uhr: Rose=Marie. Capitol: ab 15.30 Uhr(Sonntag ab 14 Uhr): Brand im Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Paradies der Junggesellen. Hammer Lichtspiele: ab 15.45 Uhr: D III— 88. Lichtburg: ab 15.15(Sonntag ab 14) Uhr: Befreite Hände. Lichtspielhaus: ab 15.15 Uhr: Dein Leben gehört mir. Odeon: ab 15.30 Uhr: Hallo Janine. Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Hallo, Janine. Ufa=Tonhalle: ab 15.15(Sonntag ab 13.50) Uhr: Mutterliebe. Weltlichtspiele: ab 15.15(Sonntag ab 14) Uhr: KongoExpreß. Apollotheater Weitmar: Die barmberzige Lüge. Capitol Langendreer: Das Gewehr über. Capitol Werne: Zentrale Rio. Kammerlichtspiele Gerthe: Hochzeit mit Hindernissen. Lichtburg Langendreer: Alarm auf Station III. Schauburg Wanne Eickel: Verwehte Spuren; ab 22.30 Uhr: Gabriele— eins— zwei— drei. Union=Theater Gerthe: Die Reise nach Tilsit. Aus der Hammer Alterschronik. Der an der Poststraße wohnende Arbeitsinvalide Franz Wosczak konnte am Mittwoch im Familienkreise seinen 74. Geburtstag fetern. Eer wurde am 17. Kannar iszsh im Zreasd Legrimas in der Provinz. Posey,#####-##g 11a; im. er mit seiner Frau nach Bochum über. Er trat auf dem Bochumer Verein in Arbeit. Ununterbrochen 41 Jahre hindurch war er auf dem Werk beschäftigt, davon die meisten Jahre als Schmelzer am Hochofen. Sein 25jähriges Arbeitsjubiläum beging er am 3. Oktober 1915. Im Mat 1931 trat er im Alter von 65 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand. In Kürze wohnt er 25 Jahre in seiner jetzigen Wohnung. Von seinen zehn Kindern leben noch vier Söhne und vier Töchter. Der Hochbetagte erfreut sich noch eines recht guten körperlichen und geistigen Wohlbefindens und betätigt el.“ steben 9aodter Heinric, Hesitgereiste, Pänhin sielen den die Geschicle der Vereinigung kenten. In seinen treter bestimmte man den Sportkameraden Pg. A. Brücher, da der Sportfreund Ufer ausschied. Uhrmacher Weimann wird auch fernerhin für die Reisevereinigung tätig sein. In dem abgelaufenen Geschäftsjahr sind insgesamt vierzehn Flüge durchgeführt worden. Eine besondere Ehrung wurde den Züchtern Baack, V. Meinzhausen und Burdel=Huso zuteil, denen ein Diplom überreicht werden konnte, da sie die Vereinigungsmeisterschaft errangen. Vorsitzender Baack erzielte bei 47 Preisen 94 Punkte, Züchter Meinzhausen bei 34 Preisen 65½ Punkte und die Züchter euunten Eutelkiunder und zwei Urentel übre verzlischsten Wünsche für einen gesegneten Lebensabend entbieten. Stadtteil Riemke vollende. 19. Januar, ihren 70. Geburistag. Sie Japresappell ab. Einleitend gedachte Kameradschaftssührer begeht diesen Festtag im Kreise ihrer Kinder und Enkel= Durst der verstorbenen Kameraden, der Gefallenen des gei, neven Preise für die venigereine Täubin Züchtern Burdel=Huso zu. Jahresappell der Gardisten. Im Kameradschaftsheim Kraney hielt die Gardekameradschaft ihren diesjährigen Kameradschaft ehemaliger Freikorpskämpfer Bochum. Die Kameraden hatten sich mit ihren Frauen im Hotel„Monopol“ zum ersten, gut besuchten Appell im Jahre 19.10 zusammengefunden. Trotz Krankheit wohnte Kameradschaftsführer Hauptmann d. Sch. Hohendabl diesem Jahreshauptappell bei. Er gedachte der vielen Kameraden, die ihr Leben dem Vaterlande geopfert haben, und gab einen kurzen Bericht über das abgelaufene Jahr. Es war für die Kameradschaft ein Jahr des Erfolges. Aus den kleinsten Anfängen— mit acht alten Freikorpskämpfern— hatte sich die Kameradschaft wieder zusammengefunden. Heute sind es über 100 davon aber stehen rund 30 Kameraden zum dritten Male an der Front. Nach Schluß des dienstlichen Teiles zeigte Kamerad Ellerkmann drei ausgezeichnete Filme:=Boote auf Kaverfahrt, Kampftag an der Westfront und einen Film vom Arbeitsdienst.— Kamerad Erich Werner vom„Reiter gen Osten“, der einzigen noch bestehenden Freikorps=Zeitschrift, ein persönlicher Kamerad Albert Leo Schlageters, sprach über Kämpfe, Streben und Tod dieses deutschen Freikorpskämpfers. An Hand eigener Lichtbilder führte er noch einmal in jene unglückliche und doch für jeden Freikorpsmann so stolze Zeit zurück. Bilder aus dem Baltikum, aus Oberschlesien und dem Ruhrkampf rollten vorüber. Starker Beifall dankte dem Kameraden für seinen mitreißenden Vortrag. Bochumer Veranstaltungen Meisterspieler Schittenhelm. Das Gastspiel des berühmten Harmonika=Virtuosen im Rahmen des Bunten Abends der Harmonika heute im Ernst=Moritz=Arndt=Haus findet bei allen Freunden des Harmonikaspiels stärkstes Interesse. Zwette Veranstaltung der Westfälischen Schauspielschule. Die Westfälische Schauspielschule in Bochum wird— nachdem sie bereits im Juli 1939 eine Szenen=Matinée bieten konnte, und nachdem das diesjährige Weihnachtsmärchen „Der Froschkönig", gespielt von den Schülern der Westfälischen Schauspielschule, mit großem Erfolg in Szene ging— eine zweite Szenen=Matinée bringen. Gegeben werden neben einem Werk, in dem das Ensemble insgesamt berausgestellt werden soll, Einzel= und Duo=Szenen. Die Einzelheiten dieser Veranstaltung werden noch bekanntgegeben. Bochumer Verbände und Vereine Die Kameradschaft der Schlosser=Maschinenbauer 1885, Bochum, hielt im Vereinslokal Bischoff ihre Jahresversammlung ab. Kameradschaftsführer Johann Kersting begrüßte die Kameraden. Es standen wichtige Punkte auf der Tagesordnung, unter anderem Kassenbericht, Vorstandswahl und Lokalfrage. Den zufriedenstellenden Kassenbe=richt gab Kamerad Fritz Löffler. Dem 1. Kassierer Heinrich Kaiser wurde Entlastung erteilt. In den Vorstand wurden gewählt: Johann Kersting., Hanns Pöppe 2. Kameradschaftsführer: Heinrich Jungbäcker., Josef Teutenberg 2. Geschäftsführer: Heinrich Kaiser., Takob Schulte 2 Kassierer. Als Beisitzer Kurt Radtkle, Paul Arndt; Kassenprüfer Fritz Lössler und August Röllke. Das Vereinsheim wurde wiedergewählt. kinder bei bester Gesundheit. Jahreshauptappell der Riemker Artilleristen. Heeres und der Ermordeten der Bewegung. Besonders hob Die Mit hervor, daß vor allem auch hier in der Heimat jeder glieder der Artilleriekameradschaft Riemke hatten sich am an seinem Platze seine Pflicht erfüllen müsse, geikau so wie Sonntag im Kameradschatsbeim Koede Ausammeggszut Ge. in zeinem Jahresbericht einen poltischen Rucblick, Lan dann zu dem geschäftlichen Teil des Jahresberichtes überzugehen, der sehr abwechslungsreich war. Hierauf erstattete Kassenwart Gottschalk den Kassenbericht, der eine geum die Arbeit im neuen Jahre mit dem traditionenen. neralappell zu eröffnen. Einlettend gedachte Kameradschaftsführer Wilhelm Kotuik aller für Führer, Volk und Vaterland gefallenen Volksgenossen und besonders der vier im Vorjahre verschiedenen Kameradschaftsmitglieder. Nach der Jahresrückschau erstatteten die Kameraden Schriftführer Könia. Kassenwart Hermann Schäfer, Propagandawart Karl Schäfer. Fechtmeister Klüppel und Schießzwart Bube ihre Jahresberichte, die von einem recht regen Kameradschaftsleben zeugten. Dem Kameraden Fritz Molkentin wurde für besondere Verdienste um das Kameradschaftsleden eine schöne Ehrengabe überreicht. Stadtteil Grumme=Böde Generalversammlung„Preciosa=Schudert“. Am vergangenen Sonntag hielt die Sänger=Veinigung„Preciosa=Schuber!“ Aus der sunde Finanzlage erkennen ließ. Für das neue Geschäftsahr wurden als Kassenprüfer die Kameraden Müller und Schreiber bestimmt. Ein besonderer Gruß der Kameradschaft galt dem Gründer und Ehrenmitglied Kamerad Hummel, der nunmehr seine alte Heimat wieder aufgesucht hat. Eingehend besprach man dann das ordnungsmäßige Tragen der Hoheitsabzeichen. Stadtteil Laer Generalversammlung der Volksbühne Laer 1898. Im Vereinsheim Willi Küpper hielt die Volksbühne am ver= bausen, Hattingen— Rückfahrt. gangenen Sonntag ihre Generalversammlung ab. Nach Er-] Wanderführer: Saxarra. NS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk Freitag, 19. Januar Altstadt. 20 Uhr: Jugendgruppe im Heim, Malteserstraße 21. Einführung der neuen Jugendgruppenführerin. Alle Mädchen und Frauen bis zu 30 Jahren sind herzlich eingeladen. Wanderung mit KdF.! Trefspunkt: Sonntag, 21. Januar, um.30 Uhr am Handelshof. Fahrt zur Blankensteiner Straße. Wanderung: Weitmarer Holz, Bliestoll, Kosterbrücke, Gethmannscher Garten, Blankenstein. HoltFahrtkosten:—.55 RM. Seite 5 Nr. 16] Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 19. Januar 1940 Aus aller Welt Maochenraue in Zernirk! Ein 10 Cent=Stück brachte es an den Tag Fa Newyork, 18. Januar. Alberta Zervith, die Tochter eines kalifornischen Viehzüchters, liebte ihren Hengst„Nero" über alle Maßen. Fast täglich, ritt sie auf ihm in die Wildnis hinein, und auf einem solchen ausfluge geschah es, daß sie von zwei gutgekleideten Herren, die in einem Auto des Weges kamen, angehalten und um eine Auskunft gebeten wurde. Ehe sie sich versah, wurde sie vom Pferde gerissen, gefesselt, geknebelt und in das Auto gezogen. Und während„Nero“, zurückblieb, entfernte sich das Auto in rasender Geschwindigkeit. Kein Zweifel— das junge Mädchen war einer Kidnapperbande zum Opfer gefallen. Man wollte vermutlich von ihrem reichen Vater ein Lösegeld ervressen, ein Verbrechen, das in Amerika trotz aller drakonischen Strafen immer noch nicht ausgerottet ist.„grt 1m2## i Mstarres Nach einstündiger Fayrr rauchte eine Motorradpatrouille auf. Alberta hörte, wie Schüsse gewechselt wurden und wie sich der Kraftwagen in entgegengesetzter Richtung in rasender Fahrt entfernte. Die beiden Banditen unterhalten sich aufgeregt miteinander.„Irgend jemand muß uns verraten haben“, hörte Alberta den einen sagen.„Es wäre doch sonst unmöglich, daß man uns so schnell auf der Spur ist." Nach kurzer Zeitspanne taucht abermals in der Ferne eine Polizeipatrouille mit Motorrädern auf. Das Auto der Kidnapper flüchtet in einen Seitenweg. Im Walde wird angehalten.„Jetzt weiß ich genau“, sagte der eine Bandit,„nur einer von uns beiden kann den andern verraten haben, und da= ich es nicht war, bist du es gewesen, du Schuft!" Im Nu entwickelt sich ein wütendes Handgemenge, dem erst die von allen Seiten in den Wald eindringenden Polizisten ein Ende machen. Das gefangene Mädchen wird befreit, die beiden Banditen haben Handschellen an, ohne erst richtig zur Besinnung gekommen zu sein.„Wie konnten Sie nur so schnell erfahren, daß ich entführt worden bin", erkundigt sich Alberta bei den Polizisten.„Weit und breit war kein Mensch zu sehen, als ich überfallen wurde, und jetzt sind kaum zwei Stunden seit meiner unliebsamen Begegnung vergangen.“ Und nun klärt sich auf, daß ein junger Mann, der sich mit dem Wagen auf einer Urlaubsfahrt befand, das ganze Drama, das scheinbar keinen Augenzeugen hatte, mitangesehen hatte. Er befand sich viele Meilen weit entfernt auf einem Aussichtsturm, der auf einem Hügel steht, und blickte durch das hier angebrachte, mit einem 10=Cent=Stück zu betätigende Fernrohr. Dabei fiel sein Blick ausgerechnet auf jenen Hohlweg, in dem der Ueberfall stattfand. Er konnte die Tat in allen Einzelheiten verfolgen und sturzte sogleich ans Telephon, um die nächste Polizeistation von dem Vorgefallenen zu benachrichtigen. Es wurde Alarm gegeben, und eine halbe Stunde später hatten motorisierte Polizeiabteilungen die Kidnapper bereits eingekreist. So ahnungslos waren die Banditen gewesen, daß sie schließlich sich selbst des Verrats beschuldigten und aufeinander losgingen.„Wie Ein Presse-Hoffmann Bei den Soldaten mit dem Edelweiß Die weißen Schneemäntel der Gebirgsjäger tarnen ausgezeichnet und lassen den Feind nur schwer die Bewegungen unserer Truppe erkennen. abtransportiert wurden. Alberta wurde von dem erwähnten jungen Mann nach Hause gebracht, und das Happyend zu diesem Wildwestfilm der Wirklichkeit kann sich jeder selbst ausdenken. 40 Kinder adoptiert Newyork, 17. Januar. Ein in Dallas(im Staate Texas) lebendes Ehepaar Erskine Beall hat, wie die BV3.— Abendausgabe berichtet, vor kurzem ein vierzigstes Kind als eigen angenommen, womit diese guten Leute, denen in ihrer langjährigen Ehe der Segen eigener Kinder verwehrt geblieben ist, sicherlich eine Art Weltrekord aufgestellt haben dürften.„ Die ersten beiden Kinder wurden von dem Ehepaar Beall vor nunmehr genau zwanzig Jahren adoptiert. Bei der Wahl der Kinder ließ man sich von allem Anfang an bewußt durch keinerlei Gefühle der Sympathie oder Antipathie, bestimmen, sondern einzig und allein durch das Mitleid. Infolgedessen wurden grundsätzlich auch nur die häßlichsten Kinder ausgesucht, solche Kinder also, die sonst im Leben kaum eine Chance gehabt haben dürften. Aber diese Großzügigkeit und reine Menschlichkeit scheint sich in jeder Hinsicht gelohnt zu haben. Jedenfalls haben die Eheleute Beall mit ihren sämtlichen Adoptivkindern, die alle etwas Gescheites gelernt haben— ein Teil von ihnen hat sogar studiert — nur die allerbesten Erfahrungen gemacht. Diese Tatsache dürfte das Ehepaar wohl auch bewogen haben, auch in diesem Jahr— wie bisher in jedem Jahr— noch zwei Kinder zu adoptieren, obgleich die beiden Leutchen heute doch schon recht betagt sind. Sowohl Herr Beall als auch seine Frau sind nämlich schon über siebzig Jahre alt. Bedrohung mit der Tabakspfeise Stockholm, 18. Januar. Die Räuber= und Erpresserbande der„fünf. Revolver“, die in den letzten Tagen den Schrecken der Bauern im schwedischen Bezirk Svarta bildete, sitzt nun, wie die„Morgenpost" berichtet, in Stockholm hinter Schloß und Riegel. Den Bauern waren Briefe mit der Unterschrift„fünf Revolver" zugegangen, in denen ihnen unter Todesdrohung befohlen wurde, 500 Kronen an einer bestimmten Stelle niederzulegen. Bauer hat sich dieser Drohung gefügt. Als er die 500 Kronen an der bezeichneten Stelle ablegen wollte trat ihm der Häuptling der Bande entgegen. Der Bauer berichtete, daß der Mann schwarz maskiert war und drohend mit einem Revoloer auf ihn anlegte, bis das Geld abgeliefert war. Die Polizei hat diesen Straßenräuber sehr schnell erwischt. Es ist ein zwanzigjähriger Bursche, dessen Phantasie durch Detektivromane vergiftet ist. Er hat keine Komplicen und ist das einzige Mitglied der von ihm exfundenen Bande der„fünf Revölver"; verfügt nicht einmal über einen Revolver. Die„Waffe“, mit der er die Bauern eingeschüchtert hatte, war die— Tabakspfeife seines Vaters. Fairbanks Testament Newyork, 18. Januar. Eine Testamentseröffnung ist, in Amerika immer eine sensationelle Angelegenheit, besonders, wenn es um das Testament eines berühmten Filmschauspielers geht. So hat man wochenlang daran herumgerätselt, wie groß wohl das Vermögen des kürzlich verstorbenen „Helden des stummen Films“ sei und wem er es wohl vermachen würde Nun, das Rätselraten ist nun zu Ende. Amerika weiß jetzt, daß Douglas Fairbanks rund zwei Millionen Dollar besaß, daß Mary Pickford, mit der er einmal verheiratet war, keinen Pfennig bekam, daß dafür aber seine dritte und letzte, Gattin Lady Asbley eine ganze Million und daß Douglas Fairbanks jun. drei Zehntel des väterlichen Vermögens erbte. Der Bruder des jungen Douglas, Robert Fairbanks, erhielt hunderttausend Dollar. Ein Rätsel bleibt für die Allerneugierigsten noch, was der verstorbene Filmschauspieler in einem geheimnisvollen Brief seinem Sohn als eine Art Vermächtnis mitgeteilt hat. Es sollen darin die Adressen verschiedener armer Leute genannt sein, die der Verstorbene kannte und an die nun insgesamt 50000 Dollar verteilt werden sollen. „Vernünftiges Denken“ als Lehrfach Newyork, 18. Januar. An der Cornell=Universität in Ithaca im Staate New Jersey wird zur Zeit ein Experiment durchgeführt, das darauf hinausgeht, festzustellen, inwieweit der junge Amerikaner es lexnen kann, vernünftig zu denken und sich insbesondere der europäischen Propaganda gegenüber richtig einzustellen. So hat man„Vernünftiges Denken" als Lehrfach eingeführt und will vermittels eines dreijährigen Kurses erreichen, daß die Studenten sich über Zeitungsnachrichten und weltpolitische Vorgänge ein selbständiges Urteil bilden. Nach Ansicht Professor Marchams, des Leiters dieser Kurse, wäre Amerika niemals in den Weltkrieg eingetreten, hätte es damals schon ein solches Lehrfach gegeben. Kampf um zwei Zentimeter Newyork, 18. Januar. Wer in den Vereinigten Staaten den Flugschein für zivile Fahrten erwerben will, muß mindestens fünf Fuß zwei Zoll groß sein, also 1,57 Meter. Aber Fräulein Kathleen Hildebrand aus Kansas Zity, die für ihr Leben gern Fliegerin werden wollte, war nur fünf Fuß ein Zoll groß und konnte sich daher nicht zur Prufung stellen. Um die fehlenden zwei Zentimeter nachzuholen, tat das neunzehnjährige Mädchen alles mögliche. Nicht nur trieb sie fast den ganzen Tag leichtathletische Uebungen, sondern sie schaukelte sich mit einem schweren Gewicht an den Füßen an einem hohen Ast und klammerte sich an ihn so lange fest, bis sie sich nicht mehr halten konnte. Ihre Ausdauer wurde belohnt. Im Verlauf weniger Wochen war die begeisterte Flugschulerin, die inzwischen ihre Ausbildung schon hinter sich hatte, um gut zwei Zentimeter länger und stellte sich nun strahlend der Weltbild Deutscher Brückenbau in Argentinien In Buenos Aires wird in diesen Tagen eine neuartige Hubbrücke über den Riachuelo dem Verkehr übergeben, die von der Gutehoffnungshütte, Oberhausen, erbaut wurde. Interessant an dieser Brücke ist, daß die Fahrbahn beim Passieren großer Schiffe um 22 Meter gehoben werden kann. In der höchsten Brückenstellung ist dann eine Höhe von 43 Meter für die Durchfahrt größter Schiffe frei. Die neue Brücke wird bald ein Wahrzeichen von Buenos Aires werden und gleichzeitig ein überragendes Zeugnis für deutsche Technik. Prüfungskommission. Sie bestand ihr Examen glänzend und konnte endlich den ersehnten Fliegerschein in Empfang nehmen. Die erste und die letzte Person Washington, 18. Januan. Als John Young fünf Wochen alt war, entwickelte sich bei dem Kind eine schwere Augenkrankheit, die zur Erblindung führte. Aber er wurde trotzdem ein Mann, der sich im Leben durchzusetzen wußte und der eine große Familie gründete und gut ernährte. Aber das größte Ereignis seines Lebens spielte sich im 91. Levensjahre ab— und zwar fünf Minuten vor seinem Unter dem Einfluß der schwindenden Lebenskräfte verformte sich das Auge des Sterbenden so, daß er auf einmal sah und zum ersten— und auch letztenmal bewußt Gesichtseindrücke in sich aufnahm. An seinem Bett saß als Nachtwache sein Urenkel, der somit der einzige Mensch war, den dieser 91jährige zu Gesicht bekam, indem er wenige Minuten später seinen Geist aufgab. Die Augen, die sich eben erst geöffnet hatten, schlossen sich für immer. Liebe durch— Gas Kopenhagen, 18. Januar. In Thistedt, westlich von Aarhus, wurde unlängst ein 19 Jahre altes Mädchen, das in Pension bei einer Frau Sorensen wohnt, schwer gasvergiftet in der Küche aufgefunden. Die angestellten Nachforschungen ergaben, daß das Gasrohr angebohrt worden war. Das junge Mädchen, das seinerzeit schwer gasvergiftet in ein Krankenhaus gebracht werden mußte, kehrte nach seiner EntCae hrearaderterl (b Sie bislang Zigaretten mit oder ohne Mundstück bevorzugt haben, die CULDENRING mit GMundstück wird Ihnen auf jeden Fall gen. Denn dieses neue Mundstück vereinigt die Vorzüge beider Arten: Es ist vollkommen unsichtbar,ausserdem frei von jedem Geruch und Beigeschmack! Man könnte die GULDENRINGfast für eine muendsttcktose Zigarette halten. Dennoch gewährt ihr GMiundstück den Lippen genau denselben Schutz wie eine Zigarette mit Gold; es macht dadurch das Rauchen der GULDENRING auch noch besonders angenehm und appetitlich! Mir’nunbsrück Seite 6 Nr. 16/ Bochumer Anzeiger Freitag, 19. Januar 1940 lassung in der vorigen Woche in die Pension zurück. Aber schon am selben Tage bemerkte Frau Sörensen, als sie abends von einer Besorgung nach Hause kam, wiederum Gasgeruch in der Wohnung. Es gelang ihr, das junge Mädchen, das sich bereits zum Schlafen niedergelegt hatte, rechtzeitig zu wecken. Polizeiliche Ermittlungen ergaben, daß die Gasleitung von neuem angebohrt worden war. Nach dem Täter wird eifrig gefahndet. So lautet eine Meldung, die die Erinnerung wachruft an eine ähnliche Meldung, die im vorigen Jahre aus einer südfranzösischen Stadt in die Presse gelangte. Damals fanden die geheimnisvollen Attentate eine überraschende Aufklärung. Ein junges Mädchen spielte auch in dem französischen Fall eine Rolle. Es hatte sich in den Gasleitungsinstallateur verliebt und bohrte selbst immer wieder die Leitung an, um bei der Reparatur den Traum ihrer Nächte anhimmeln zu können. Giatons und dei„sischener Hane Ein toller Stammtischstreich mit polizeilichem Nachspiel Ganz Mailand lacht über eine„neue“ Hunderasse Mailand, 18. Januar. Giacomo heißt der Held eines Mailänder Stammtischstreiches, der in diesen Tagen ein höchst belustigendes polizeiliches Nachspiel hatte. Giacomo ist ein leidenschaftlicher Angler. Jeden Sonntag eilt er an die Gestade der Muzza, um dort der Fischerei zu huldigen, aber sei es, daß er ein Pechvogel oder ein wenig geschickter. Jünger Petri ist— das Glück ist ihm nicht hold. Obwohl es in der Muzza bekanntermaßen von Hechten geradezu wimmelt, will nicht ein einziger bei ihm anbeißen. Betrübt klagt er seinen Freunden am Stammtisch sein Leid.„Ja“, sagt da einer von ihnen, „was dir fehlt, ist ein richtiger Fischerhund. Es wissen nämlich nur die wenigsten Leute, daß es ebenso wie Jagdhunde auch dressierte Fischerhunde gibt.“ Giacomo wundert sich. Der Freund aber fährt fort: „Freilich sind diese Hunde in Italien nur wenig bekannt. Aber in Norwegen werden sie bereits seit vielen Generationen gezüchtet. Wie der Jagdhund das Wild wittert, so riechen sie die Fische. Man braucht sich nur von ihnen führen zu lassen. Am Wasser angelangt, springt diese Art von Hunden, wenn man sie losläßt, sofort in den Fluß und schnappt die Fische mit dem Maul. Man braucht nicht einmal die Angel auszuwerfen... Die Stammtischrunde pflichtet eifrig bei. Giacomo erscheint diese Sache wunderbar. Und als einer der Freunde gar versichert, er kenne einen in Mailand lebenden Norweger, der einen solchen Fischerhund besitze und ihn vielleicht verkaufe, wenn Giacomo dafür Interesse habe, da ist der Jünger Petris gleich Feuer und Flamme. Selbst der Einwurf, daß solche Hunde in Norwegen überaus teuer seien, vermag ihn nicht zu erschüttern. Er möchte sofort den„Norweger“ kennenlernen. Dies geschieht am nächsten Tage, und wenn der„Fischerhund“ auch nicht gerade sehr schön aussieht, erweist er sich doch als eine struppige Kreuzung mancherlei undefinierbarer Rassen, so wird das Geschäft doch sehr schnell perfekt. Für 300 Lire erwirbt Giacomo das Tier und begibt sich mit ihm am nächsten Sonntag zum Angeln. Aber vergebens wartet er darauf, daß der„Fischerhund“ irgendwelche Zeichen von sich gibt, obwohl in den Fluten allerlei Fischlein sichtbar sind.„Hinein mit dir, du Teufelsköter!“ ruft Giacomo ergrimmt. Der Hund wedelt mit dem Schwanz und tuk nichts dergleichen. Da wird es dem Angler zu dumm: er wirft den Hund kurzerhand ins Wasser, damit er endlich zu jagen beginne. Das Tier kehrt jedoch so schnell wie möglich ans Festland zurück. Das Schauspiel wiederholt sich einige Male, dann greifen ein paar Zuschauer ein, die Giacomo einen elenden Tierquäler nennen. Ob er denn das arme Hündchen ertränken wolle, fragen sie ihn. Der Angler verbittet sich jede Einmischung und wirft mit den Worten, es handle sich hier um einen Fischerhund, das Tier in hohem Bogen in das feuchte Element. „Werft doch den verrückten Angler selbst ins Wasser!" ruft jemand. Und schon lassen die ergrimmten Neugierigen, die sich mittlerweile in hellen Scharen angesammelt haben, dieser Aufforderung die Tat folgen. Die Polizei macht dem Drama ein Ende und bringt den schlotternden Giacomo mitsamt seinem zitternden Hund zur Wache. Da klärt sich dann das ganze Ränkespiel des Stammtisches auf, und Giacomo muß erfahren, daß es bis heute noch keine„Fischerhunde“ gibt und daß man ihn zum Narren gehalten hat. Zwar werden ihm auf Geheiß der Polizei die 300 Lire zurückgezahlt, aber ganz Mailand biegt sich vor Lachen über den einfältigen Giacomo, der vorerst nicht mehr zum Angeln gebt. 20 Millionen Feldpostpakete Weihnachts- und Neujahrs=Bilanz der Feldpost Auf Grund der Stückzahl der gefragten Beutel sind, wie von der zuständigen Stelle des Reichspostministeriums verlautet, nach vorsichtigen Schätzungen in der Zeit vom 10. bis 20. Dezember 1939 rund 18 bis 20 Millionen Feldpostpäckchen von der Reichspost befördert worden. Allein in Berlin lagen in jenen Tagen 2 bis 2½ Millionen solcher Sendungen vor. Die Abbeförderung der Sendungen von den Feldpostpäckchenstellen erfolgte in der Hauptsache mit Eisenbahngüterwagen. Daneben fuhren Lastkraftwagenzüge der Wehrmacht sowie Kraftwagen der Reichspost von den Feldpostpäckchenstellen bis zu den Feldpostvermittlern an den Fronten. Welch ungeheure Arbeitsleistung damit erledigt war, kann nur der ermessen, der die riesigen Berge von Päclchen bei den Verteilstellen gesehen hat und die einzelnen Arbeitsvorgänge„bei diesen Stellen kennt. Bei den Weiterleitungsstellen, besonders im Westen sowie bei den Feldpostdienststellen hielt natürlich der Hochbetrieb bis zu den Weihnachtstagen selbst an. Im allgemeinen aber war am 24. Dezember abends die Arbeit überall getan. Vor wenigen Ausnahien abgesehen, die sich, wie zum Beispiel Fehlleitungen, leider nicht vermeiden lassen, sind unsere Soldaten zum Weihnachtsfest in den Besitz ihrer Päckchen gekommen. Der Briefverkehr hielt sich zu Weihnachten und auch zu Neujahr in den erwarteten Grenzen. Der gegenüber dem Normalverkehr gesteigerte Arbeitsanfall konnte bei den Postsammelstellen glatt erledigt werden. Volksschädlinge vor dem Sondergericht Verwerfliche Geschäfte mit Fleisch— Acht Jahre Zuchthaus Pforzheim, 18. Januar. Vor dem Sondergericht in Karlsruhe hatten sich der 41 Jahre alte Metzgermeistex Klink, dessen 35 Jahre alte Ehefrau Klink, der 61 Jahre alte Metzgermeister Finn und der 52 Jahre alte Angestellte Roemmel zu verantworten. Dem Angeklagten Klink wurde zur Last gelegt, in der Zeit vom 80. September bis 9. Oktober vorigen Jahres auf Grund von Lieferungsverträgen mit der Heeresverwaltung mindestens 155,5 Kilogramm Fleischund Wurstwaren teils für sich verarbeitet, teils im Laden verkauft zu haben. Die Heeresverwaltung hatte das Fleisch unter der ausdrücklichen Vereinbarung, daß es restlos zu Wurst verarbeitet werden sollte, geliefert. Dessen ungeachtet begann Klink gleich am ersten Lieferungstage mit der Wegnahme von Fleisch, das ihm nicht gehörte. Die übrigen Angeklagten waren der Beihilfe beschuldigt. Es erhielten Klink acht Jahre Zuchthaus, dessen Ehefrau fünf Jahre Zuchthaus, Finn sechs Jahre Zuchthaus und Roemmel zwei Jahre sechs Monate Zuchthaus. Den Angeklagten Klink Frau Klink und Finn wurden die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von je fünf Jahren und dem Angeklagten Roemmel für drei Jahre aberkannt. Hingerichtet Berlin, 18. Januar. Am 18. Januar 1940 ist der am 4. April 1920 in Schweinfurt geborene Hans Nickel hingerichtet worden. Nickel ist vom Sondergericht Bamberg wegen dreier Verbrechen gegen die Verordnung gegen Volksschädlinge zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden. Der Verurteilte, ein vielfach vorbestrafter unverbesserlicher Gewohnheitsverbrecher, hat am 21. November 1939 in Schweinfurt unter Ausnutzung der Verdunkelung Diebstähle begangen. Handelpten für Obstbaum=Neupflanzungen Auch in diesem Jahr werden wie bisher Reichszuschüsse für die Neupflanzung von Obstbäumen gewährt.„Diese Neupflanzung, darf keinesfalls durch den Krleg ins Stocken geraten, sie ist eine Maßnahme, die schon in eine friedliche Zukunft nach siegreicher Beendigung dieses uns ausgezwungenen Krieges weist, denn die Ernte dieser Arbeit können wir erst in vier bis fünf Jahren zum ersten Male einbringen. Außerdem würde durch ein Nachlassen der Neupflanzung von Obstbäumen in wenigen Jahren die Zahl der jährlich— weil altersschwach— abgängig werdenden Obstbäume überwiegen und so der Gesamtbestand an ertragsfäbtgen Obstbäumen absinken. Dagegen werden die ebenfalls bisber bewilligten Reichszuschüsse für das Umveredeln(Umpfropfen) von Obstbäumen vorläufig nicht mehr gewährt, da diese Maßnahmen für mehrere Jahre einen Ertragsaussall bedeuten. Die näheren Bedingungen für die Reichszuschüsse aus Neupflanzungen von Obstbäumen sind bei den Gartenbauabteilungen der Landesbauernschaften zu erfahren. Gesellschaften berichten Dortmunder Hansa=Brauerei AG. in Dortmund: In der wurde der Abschluß für 1938/39 vorgelegt und die Verteilung einer Dividende von wieder 12 Prozent beschlossen.— Dortmunder Ritterbrauerei AG. in Dortmund. Es wird die Ausschüttung einer Dividende von wieder 7 Prozent auf 6,2 Millionen Reichsmark Stammaktien vorgeschlagen während die 10.000 Reichsmark Vorzugsaktien A wieder 7 Prozent und die 160.000 Reichsmark Vorzugsaktien B wieder 6 Prozent erhalten.— Glückauf=Brauerei AG. in Gelsenkirchen: Die Verteilung einer Dividende von wieder 7½ Prozent auf 1 433 200 Reichsmark Stammaktien in fremdem Besitz und von wieder 3 Prozent auf 1 099 200 Reichsmark Stammaktien in gebundenem Besitz(Dortmunder Ritterbrauerei) wird vorgeschlagen. Die Vorzugsaktien erhalten wieder 4 Prozent Dividende. Börsen freundlich Umsatzmäßig hat sich an den Aktienmärkten der Berliner Börse kaum etwas geändert. namentlich was den Umfang des Geschäftes betrifft. Die Kursbewegung war bei Festsetzung der ersten Notierungen fast allgemein nach oben gerichtet, jedoch kann aus einer größeren Steigerung nicht in jedem Falle auf eine Belebung des Umsatzes geschlossen werden. Das Geschäft an der Rheinisch=Westfälischen Börse zu Düsseldorf bleibt weiter klein. Da es an Angebot mangelt, wurden schon bei kleiner Nachfrage vereinzelt erhebliche Kurssteigerungen beobachtet. Nach den ersten Kursen war es unverändert still. Amtliche Kursnotierungen an der Berliner Börse vom 18. Januar 1940: Farbenindustrie 168.80; Orenstein& Koppel 108.50.— An der Düsseldorfer Börse wurden notiert: Constantin der Große 6700., 7100.; Harpener Bergbau 116,50; Vereinigte Stahlwerke 104.87. Gegegnung 191) 7 Von Weinet Als sie in die kleine, fachwerkene Scheune trat, um Grünzeug für die Kaninchen zu holen, sah sie im Heu einen Menschen liegen. Sie erschrak bis ins Innerste. Nicht aus Angst erschrak sie, denn sie war schon seit langem allein und war an vieles gewöhnt. Aber die Ueberraschung war zu jäh gewesen. Beinahe hätte sie dem Schlafenden auf den Fuß getreten. Als sie es überwunden hatte, lächelte sie, traurig und ein wenig verschämt. Sie war groß und stark, in den vierziger Jahren, mit einem breitknochigen, nicht unschönen Gesicht. Das lange schwarze Haar war zu einem Knoten zusammengesteckt. Derb, aus grobem Leinen, war das graue Arbeitskleid, rundum von blauer Schürze bedeckt. Ein Schmuggler, dachte sie, keine große Absonderlichkeit. Zwar war keine Schmuggelware zu sehen, aber auch das war nicht absonderlich. Tief und regelmäßig, deutlich hörbar. gingen die Atemzüge des Mannes. Er stak in einem dicken, dunkelblauen Mantel, der eher für den Winter als für diese Sommerzeit getaugt hätte. Am Halse kam der hohe Kragen eines grauen Leinenkittels hervor. Der Kopf lag seitlich auf dem ausgestreckten rechten Arm. Ein Vollbart, wirr und ungepflegt, mischte sich mit den Strahnen des Heues. Das Haupthaar war glatt geschoren. Das Gesicht, bräunlich und ledern, war streng und hager, die Backenknochen sprangen weit hervor. Die Stirn, hoch und gut gewölbt, war kariert von einem Netz feiner Runen. Der im Schlaf entspannte Mund zeugte von Güte. Lange, als überlege sie, schaute die Frau auf den Mann. Dann stieß sie ihn, nicht unsanft, mit dem Fuß in die Seite. Ein nervöses Zucken ging durch den Körper, der linke Arm fuhr im Halbkreis herum in den Heuhaufen, und einen Herzschlag später stand der Bärtige vor ihr, unsicher auf dem schwankenden Grund. Groß und dunkel, mit einem Schimmer von Angst, blickten die Augen auf die Frau, sahen verstört, noch abwesend und ohne Fassung, um sich in alle Ecken der Scheune, so wie einer blickt, der nach einem Rausch oder nach tiefem Schlaf in der Fremde überlegen muß, wo er denn sei. Dann aber, während die Angst aus ihnen zurückwich, begannen die Augen zu strahlen und zu leuchten, und mit ihnen strahlte und leuchtete das ganze Gesicht. Etwas von Befreiung, von Erlösung nach schwerem Kampf, war darüiber ausgebreitet. Tief und hörbar atmete er. Er hob die Arme, als wolle er sich recken, und ließ sie aus halber Höhe wieder fallen. „Pardon, madame“, murmelte er,„pardon!“—„Was wünschen Sie?" fragte die Frau, wobei ihr einfiel, daß sie etwas sehr Dummes gefragt hatte. In seinem noch immer leuchtenden Gesicht war Verwunderung, dann plötzliches Begreifen, ein verstehendes Lächeln. Er hob die Hand an den Mund, wie man ein Glas hebt, und machte die Gebärde des Trinkens. Einen Augenblick noch, während sie forschend in das Gesicht des Fremdlings sah. überlegte sie; dann winkte sie ihm zu und schritt voraus. Sie gingen über den Hof, der klein war und offen nach zwei Seiten, mit einem Komposthaufen in der Mitte. Wie vielfach bei den Häusern dieser Gegend lag die Haustür nicht an der Straßenfront, sondern auf der rückwärtigen Seite, auf der Seite des Hofes. Sie war niedrig und schmal, so daß die Frau in aufrechter Haltung nur knapp hindurch konnte, der Fremde aber bückte sich, mehr aus Vorsicht als aus Notwendigkeit. Hinter der Tür war die Küche. Der Boden war mit rotbraunem Sandstein belegt, die Wände waren getüncht. Alles atmete luftige Helle und blitzblanke Sauberkeit. Während die Frau sich am Herde zu schaffen machte, blieb der Mann in Küchenmitte stehen. Es war jetzt etwas von Scheu, Befangenheit und Verschämtheit an ihm, wie das wohl einsamen und bedürftigen Menschen eigen ist. Es wirkte nahezu rührend bei dem grotzen. bärtigen Mann und machte ihn liebenswert. So mochte es auch der Frau erscheinen, die, als sie sich umwandte, ihn hilflos dastehen sah und ihm nun mit rascher Bewegung einen Stuhl zuschob.„Merci, Madame“, murmelte er,„merci bien.“ Die Frau glaubte nun zu wissen, daß sie keinen Schmuggler vor sich habe, und ahnend begann sie zu! begreifen, um was es hier ging. Als sie ihm den schnell bereiteten Eichelkaffee hinsetzte, zitterte ihre Hand, und sie verschüttete viel.„Merci“, sagte der Mann,„merci.“ Gierig leerte er die Tasse. Danach sah er die Frau an und begann wieder zu sprechen.„Maastricht—.wo?“ verstand sie.„Magstricht— da?“ Er wies mit der Hand irgendwo, ziemlich nach Westen. Die Frau wußte selber nicht, wo Maastricht lag; es war schon lange her, daß sie, ein Kind noch, dagewesen war, das einzige Mal in ihrem Leben. Während sie noch überlegend und unsicher dastand und etwas stammelte, daß sie es nicht wisse, fing der Fremde an, in seinen Taschen zu kramen und holte einen verschmutzten Briefumschlag hervor, daraus er ein Bild zog und es ihr hinüberreichte. Eine Frau war auf dem Bild, in den mittleren Jahren, und hatte um sich sechs Kinder, vier Buben und zwei Mädel, das jüngste drei oder vier, das älteste wohl zwölf Jahre alt. Das Bild war recht abgegriffen und befleckt vom vielen Betasten. Die Frau aber, einer Eingebung folgend, langte nach dem Umschlag, der auf dem Tische laß, nahm ihn und las die ungelenke, offenbar von weiblicher Hand geschriebene Schrift: Prisonnier Gustave Calin, Wahn via Cologne, via Suisse, Allemagne. Und in einer Ecke die Anschrift„der Absenderin: I. M. Calin, Bretagne, Gradouen. Da wußte sie genug. Denn wenn sie auch die Worte nicht im einzelnen verstand. so wußte sie doch daß in Wahn ein großes Kriegsgefangenenlager war, und sie entsann sich auch aus der Schulzeit, daß Bretagne, eine Stadt oder eine Provinz, in Frankreich lag.„„„„„ Sie wußte Bescheid. Die strahlende Freude des Mannes nach seinem Erwachen, sein Gehaben und Betragen, die Frage nach Maastricht, sie sagten genug. Hatte sie nicht, es war schon lange her, einmal gehört, daß ein Flüchtling in das Amtsgebäude eines Nachbardorfes gelaufen war, in der Meinung, es sei ein niederländisches? Denn die Grenze macht hier einen eigenwilligen, nach Nord offenen Haken, dergestalt also, daß man, wenn man sich geradeswegs von Osten nach Westen bewegt, zuerst von deutschem in holländisches Gebiet, nicht viel später aber wieder in deutsches Gebiet und erst dann, wieder nach einer Weile, endgültig in bolländisches Gebiet gelangt. Die Deutsche ließ sich, mehr als sie sich setzte, mit leisem Seufzer auf einen Stuhl sinken und begann aufs neue, das Bild zu betrachten die Französin und ihre Kinder. Sehr schmal war die Frau, und die Blässe des Gesichts hob sich weiß vom Hintergrund der schwarzen Haare. Weh und leidend blickten die Augen, die Augen einer Frau und Mutter, wie sie selber eine war. Denn auch ihr schliefen oben in der Kammer ein Bub und ein Mädel, auch sie war allein seit Jahr und Tag, einsam und verlassen, auch ihr war der Mann vom Tode umdroht, jede Sekunde. Auch sie kannte das Leid und kannte die Sehnsucht, die den Menschen verzehren. Von der Seite her sah sie an dem Manne vorbei, gleich als habe sie auf einmal Angst, ihm voll und gerade ins Gesicht zu blicken. Der Franzose begann nun wieder, während er das Gestrüpp seines Bartes kraulte, zu sprechen, mit spärlichen, schwer verständlichen Brocken von Deutsch. mit vielen Gesten und Gebärden und mit der mehrfach wiederholten Frage nach Magstricht. Vielleicht, daß er die Veränderung im Gesicht der Frau bemerkt hatte und unruhig zu werden anfing. Vielleicht, daß ihn eine Ahnung der Wahrheit beschlich. Die Frau, ängstlich und unsicher, stand vom Stuhle auf, ging zwei Schritte vorwärts und blieb dann stehen, den Kopf gebeugt. Ihre Haltung war die eines Menschen, der etwas tut, um etwas zu tun, der ratlos ist und hilflos, der nicht ein noch aus weiß. Sie ging wieder an den Küchenschrank, man hörte sie kramen und klappern. Als sie wiederkam, stellte sie dem Manne, der ihr mit verwunderten und besorgten Blicken gefolgt war, zwei Brote auf den Tisch. Da dankte der Franzose mit vielen Worten und Gesten, am deutlichsten aber mit dem strahlenden Gesicht, aus dem Unruhe und Besorgnis wieder zurückwichen. Während er zu essen anfing. machte die Frau ein paar Schritte hin und her, blieb, indessen sie scheu hinübersah zu dem friedlich kauenden Fremdling, aufs neue eine Weile stehen, wandte sich dann um und ging in das anschließende Zimmer. Von der Küche aus sah der Franzose sie am jenseitigen Fenster stehen. Sie blickte hinaus. Vor ihr in der Breite eines Kilometers lag flaches, fruchtbares Ackerland. Kartoffeln wuchsen darauf, Kohl und Rüben, denen das Kraut schon zu gilben anfing. Dahinter streckte sich, hoch und dunkel, der Saum des Grenzwaldes. Von ihm versteckt und beschattet, standen die deutschen Grenzposten Wacht, gingen auf und ab, kamen bis an den Waldrand, um über die baumlose Ebene zu spähen, nach Flüchtigen und Schmugglern zu fahnden. Landstürmer waren es, alte, bärtige Gesellen, die Frau und Kind zu Hause hatten. Sie kannte sie alle, und viele kamen im Vorbeigehen auf einen Sprung in ihr Haus, die Tageszeit zu bieten, ein wenig zu plaudern mit der Einsamen, eine Erfrischung zu sich zu nehmen. Halbrechts, drei oder vier Kilometer von hier, war in einer alten Mühle das Wachlokal. Sie taten ihre Pflicht. Sie mühten sich, das Ihrige zu tun zur Verteidigung des Vaterlandes. So wie ihr Mann. Wie ein jeder. Wie das ganze deutsche Volk. Genau so wie der Fremdling in der Küche die seinige getan hatte. Gegen sie selbst, gegen ihr Volk. Es war seine Pflicht gewesen, es würde wieder seine Pflicht werden. Plötzlich hatte die Frau ein Gesicht: Der Mann in der Küche legte das Gewehr an, zielte ruhig und kaltblütig, zielte auf ihren Mann. Da entfuhr ein nur halb unterdrücktes Stöhnen ihrer Brust, und alle Farbe wich aus ihrem Gesicht. Ohne zu sehen, blickte sie hinaus ins Ungefähre, während die Rechte den Feustergriff umfaßt hielt. 6 Als sie nach langer Weile wieder in die Küche trat; schien sie entspannt. Nichts war geblieben als ein Ausdruck von Trauer und Leid, eine stille Wehmut. Etwas wie Rührung, schaute aus dem Blick, der den Fremdling streifte. Der sah groß und verwundert zu ihr auf. Er sagte etwas, und aus seinen Bewegungen mochte sie schließen, daß er aufstehen wollte. Da legte sie ihm die Rechte auf die Schulter und drückte ihn nieder auf den Stuhl. Mit der Linken aber nahm sie das Bild, das noch auf dem Tische lag. Lange sah sie es an. Es war, als ob sie mit den Blicken die Kinder streichle, als ob sie der fremden Frau zunicke. Dann ging sie wieder quer durch die Küche an den Schrank, zog eine Schublade auf, entnahm ihr etwas und schob es dem anderen über den Tisch. Es war ein Bild, das sie mit ihren Kindern zeigte, den Buben an der Rechten, das Mädchen zu ihrer Linken. Sie wies mit dem Finger an die Decke: Dort oben schliefen sie in den Morgen hinein. Während der Fremde das Bild betrachtete und zwischendurch immer wieder mit seltsamen Augen die Frau ansah. rückte sie den Teller vor ihn hin, auf dem noch eine Brotschnitte liegen geblieben war: Bitte! Er nickte dankbar und aß. So saßen sie stumm, bis vom Hofe her Schritte zu hören waren. Da reichte ihm die Frau ein zweites Bild. Während der Fremde es noch mit überraschten, dann entsetzten Augen ansah, den Mann in Stahlhelm und Uniform, ging die Tür auf und ein Landstürmer trat berein mit schußbereitem Gewehr. Ergeben nickte der Franzose, als der Deutsche ihn anwies, vorauszugehen. In der Tür aber drehte er sich noch einmal um, kam ein paar Schritte zurück, nahm Haltung an, legte“grüßend die Hand an den unbedeckten Kopf und murmelte: „Merci, Madame, merci bien!“ Sie wandte sich ab und ging mit schweren Schritten davon. Aus dem Fenster im Nebenzimmer nahm sie ein weißes Tuch, das dort herausgehangen hatte. Kreuzwortrütsel Waagerecht: 1. Griechischer Sänger, 2. Strom in Marokko, 3. gespenstisches Wesen, 4. Schweizer Kanton, 5. Ausstellung, 6. nordischer Dichter, 7. schlimme Lage, 8. weiblicher Vorname, 9. Spielgestaltung im Skat, 10. weibliches Haustier, 11. Schmiermittel, 12. Oelpflanze, 13. Berg in Armenien.— Senkrecht: 1. Stadt und Fluß in Krain, 4. Stadt an der Donau, 9. japanisches Brettspiel, 10. Badeort in Belgien, 14. Stadt in Schlesien, 16. Gestalt aus der Trojasage. 17. Fettgehalt der Milch, 18. Stadt in Frankreich, 19. Hühnervogel, 20. französische Insel im Atlantischen Ozean, 21. Stadt in Norditalien, 22. starker Zweig, 23. Flächenmaß. Nicht so schlimm „Ich kann Ihr Leiden heut nicht genau feststellen, anscheinend ist der Alkohol schuld.“ „Ach, das macht doch nichts, Herr Doktor, kann vorkommen, ich komme dann wieder, wenn Sie nüchtern sind.“ Frommer Wunsch Der kleine Willi(der gerade von seinem Vater eine Tracht Prügel bekommen hat):„Mutti, kamen in der Sündflut alle bösen Menschen um?“ „Ja, mein Junge.“„..4 „Wann ist denn mäl wieder eine Sündflut?" Offenheit „Jetzt möchte ich aber doch wissen, warum Sie fortwährend meine Frau anstarren?“ „Muß ich das sagen?“ „Jawohl, das verlange, ich!“ „Jawohl „Ja, schaut Sie, so oft ich sie betrachte, denk ich mir, die möcht ich nicht!“ Herr Professor! Frau Schwatz schwärmte:„Nehmen Sie teil an meiner Freude, verehrter Herr Professor, ich bin gestern Großmutter geworden!" „Gratuliere, ich gratuliere herzlich, gnädige Frau! — und heute schon wieder auf den Beinen! Einfach beneidenswert solch Naturell!“ sagte zerstreut der gute Professor. Kassenmagnat „Ich muß unbedingt Ferien haben", erklärte die hübsche Kassiererin,„ich sehe nicht gut aus.“ „Unsinn“, antwortete der Geschäftsführer. „Doch, doch, die Männer fangen an, das Geld zu zählen, das ich ihnen herausge##.“ An jedes Waschbecken gehört eine Flasche AlA. AlA ist beim Händereinigen(allein oder auch in Verbindung mit etwas Seite) ein ganz ausgezeichnetes Mittel, Seite zu sparen. Hausfrau, begreite: AlAspart S STT e Seite 7 Nr. 15 Bochumer Anzeiger Freitag, 19. Januar 1940 Tuenen und Sport Die Kreiskfahe Mieider Sonntag Pokal- und Meilterschaftsipiele reisklasse auf. Die am vergange= führer Reichsbahn Wanne„wird den Gast aus Boau ee en beibhe gu aune de vunne, ne bezigzrt, guteten iasen, heilte, deizeshungl.kerseglis ie Ver Päaestisetet vion, Herausholen Knucg. ege, einen. Zeitrigh in Bisgtal in sieben Falen und uegen Dietz: eue eoten bouise stahls in zwei Fälgn zu einer Gesamtitzas, gen svei Jahren und sechs Monaten Zuchthaus, 420 RM. Geldstrafe, fünf Jahren Ehrverlust und ordnete außerdem d: Sicherungsvorwahreing an da sie als gomeingefähr2. Kreisklasse: Bochum=West— Reichsbahn Langendreer Querenburg— Postsport Bochum D SC. 31 Bochum— Kaltehardt Mit einem gemischten Programm wartet am Sonn= sum die Punkte zu tag die Bochumer Kreisrlasse gus.„Die am vergange= führer Reichsbahn Panne nen Sonntag ausgefauenen Pokal geholt. Dadurch müssen zah ausfallen. Die Pokalspielg: Westfalia Bochum— BV. Herne=Süd SC. Werne 19— Langendreer 07 Preußen 11 Bochum— SpSp. Gerthe BC. Hordel— Haunibal Bruchstraße—. Edelstahl Bochum Stiepel 04— Weitmar 09 Mit wenigen Ausnahmen setzten sich am ersten Pokal=Sonntag die favorisierten Mannschaften durch. Es gibt am Sonntag gleichwertige Paarungen, wobei der Vorteil des eigenen Platzes auschlaggebend sein kann. Die Punktespiele 1. Kreisklasse: Engelsburg— SxV. Werne Langendreerholz— TG. Ehrenfeld Das wichtigste Treffen steigt in Eppendorf. Hier stößt der Tabellenführer auf einen gefährlichen Mitbewerber um die Meisterschaft. STV. Werne wird in Eppendorf einen schweren Kampf zu bestehen haben, schon ein Unentschieden wäre eine achtbare Leistung für die Gäste. Langendreerholz hat gute Aussichten auf Verbesserung seines Punktekontos, denn Ehrenfeld ist nicht mehr so stark. Carolinenglück— Polizei=S8. Bochum Reichsbahn Wanne— Rasensport Bochum WKG. Holland— Constantin Bochum Eine interessante Paarung gibt es in Hamme, wo der Polizei=SV. Bochum gegen Carolinenglua schwer Aus Westfalen und Rheinland Das Wal nicht nen, Gisurk,, Unverbesserliche Rechtsbrecherin kommt in Sicherungsverwahrung in Mädchen erlag den schweren Brandverletzungen. Man muß annehmen, daß das Mädchen das Feuer selbst angelegt hatte. strafe, fünf Jahren Ehrverlust, und ordnete außerdem die Sicherungsverwahrung an, da sie als gemeingefährliche Gewohnheitsverbrecherin gekennzeichnet wurde. Sie war in Solingen in zwei Hotels abgestiegen Gute Siegesaussichten muß man BorzvzitPein bezahlen. Kine Hausangestellte hate sie um 1 K P. gegen Langendreer einräumen. Querenvurg in# ein Stag gegen den Postsport zuzutr 31 Sieg gegen den Postsport zuzutrauen. Ob der DeC. 1 den Gast bezwingen wird, bleibt abzuwarten. Tus. 26 Altenbochum— Rasensport Wanne Wanne 11— BfL. Herne Harpen— TuS. Holsterhausen Jahn Holsterhausen— Viktoria Herne TuS. 26 hat am vergangenen Sonntag mit guten Leistungen aufgewartet und müßte gegen Wanne siegreich bleiben. Harpen ist durch Spielerabgänge geschwächt und wird es schwer haben, dem Gast die Punkte streitig zu machen. In den anderen Spielen sind Wanne 11 und Jahn Holsterhausen als Favoriten zu bezeichnen. Bannmeisterschaften im Mannschafts=Gerätturnen Die Bannmeisterschaften im Mannschafts=Gergtturnen und im Einzelkampf, finden am Sonntag, 21. Januar 1940, um 15 Uhr in der Turnhalle an der Bleichstraße statt. Der Mannschaftskampf besteht aus einem Acht= und Sechskampf. Ausgetragen wird er in der., B= und=Klasse.#u B.8. Die Jugendabteilung des Bochumer Vereins tritt zu diesem Kampf mit sechs Mannschaften an. betrogen. In Hagen in Westfalen hatte sie bei verschiedenen Geschäftsleuten unter Vorspiegelung falscher Tatsachen erreicht, daß ihr Waren auf Kredit geliefert worden waren, die sie nicht bezahlen konnte, so daß sie den Geschäftsinhabern Beträge von 80 bis 120 RM. schuldig blieb. In weiteren Fällen hatte sie Kleidungsstücke geliehen und nicht zurückgegeben. Als sie in Düsseldorf eine Stelle als Hausangestellte ein paar Tage bekleidet hatte, stahl sie einem Untermieter 760 RM., mit denen sie schleunigst verschwand. Sie nahm in Dortmund eine Stelle als Haushälterin bei einem nicht vermögenden Witwer an und entwendete dem Mann seine ganzen Ersparnisse von 620 RM. Da der Angeklagten als typischer Hochstaplerin ein Hang zu derartigen Straftaten innewohnt, erschien die oben erwähnte Strafe als angemessene Sühne. Schwerverbrecher aus dem Gerichtssaal ensprungen Natammer-Pohdrrs 10 m nederFert Erstmals auch der Warthegau beteiligt Während in diesen Tagen die große Anhängerschar hertschelf(Bstpreußen), 2:(8 des deutschen Fubballpcgere Porschlutzrunde“ ie burg) und 19(Warthege. letten Entscheidungen„gx, Hegrgemggruggs, und End=(burg) und 19., Tporthereig, Tragischer Auf der Hochzeitsreise vom Tode ereilt Berleburg, 18. Januar. Ein seit drei Tagen verheiratetes Ehepaar befand sich in diesen Tagen auf der Hochzeitsreise im Sauerland. Am vierten Tage nach der Trauung ereilte die junge Frau in Grafschaft ihr Schicksal. Sie wurde von einem Herzschlag getroffen, der ihren sofortigen Tod zur Folge hatte. Trecker geriet auf den Bürgersteig Drei Kinder getötet Ochtendung, 18. Januar. Auf der abschüssigen Adolf=Hitler=Straße ereignete sich ein gräßlicher Verkehrsunfall, der drei Todesopfer forderte und bei dem drei Personen verletzt wurden. Ein Trecker mit einem Anhänger befuhr die Straße und geriet plötzlich ins Rutschen. Der Anhänger wurde dadurch gegen ein Haus geschleudert, vor dem Kinder und mehrere Erwachsene standen. Während ein Kind auf der Stelle getötet wurde, erlitten zwei weitere so schwere Verletzungen, daß sie bald starben. Zwei Männer und eine Frau wurden erheblich verletzt. Leichtsinn kostet zwei Personen das Leben Haan, 18. Januar. Die in unseren Tagen besonders verwerfliche Unsitte, in der Dunkelheit die Straßenbahnschienen als Gehbahn zur Orientierung zu benutzen #ziuar Untarhaltung zu wählen hat Köln, 18. Januar. Am 10. Oktober wurde der Ein= soder sie zum Ort einer Unterhaltung zu wählen, hat brecher Heinrich Hoß wegen verschiedener Straftaten zu in Haan ein folgenschweres Unglück zur Folge gehabt. sechs Jahren, Zuchthaus und zur Sicherungsverppahrung Zwei Gefolgschaftsmitgliede P#„En##cmmer#e Vorsewerg 1936 runde im Tschammer=Poralweitbenzt 1659—1940 erwartet, liegt bereits der Spielplan für die fünfte Austragung dieses Wettbewerbs vor. Die Vorrunden und Zwischenrunden werden in den nächsten Monaten so weit gefördert, daß die erste Hauptrunde mit den Siegern der Zwischenrunden und den Gauligavereinen nur die Gaumeister sind spielfrei— am 12. Mai zur Durchführung tommt., Die Zzweite., Hauptrunge wird am irchführung, kommt. Die zweite Hauptrun, 2. Juni und die dritte Hauptrunde am 23. Juni In der Gruppe la werden die Sport(Pommern), 8(Branden= burg) und 19(Warthegau), vereinigt, sein, währeno die Gruppe lb, die Spottogtriug(Schggiienz, 5(Sag, sen) und 18(Sudetengau) umfaßt, Die Gruppe II, deren Leiter Gruppensportwarr Rave(Hamburg) ist, sieht die Sportbereiche 6(Mitte), 7(Nordmark) und 8(Niedersachsen) in einer Spielgruppe.„#n Gruppe III sind unter Leitung von Gruppen##ortwart Knehe(Duisburg) die drei westdeutschen Sportbereiche 9(Westfalen), 10(Niederrhein) und 11(Mittelrhein), vereinigt, während in der Gruppe IV unter Gruppensportwart Professor Dr. Glaser(Freiburg) die Sportbereiche 12(Hessen), 18(Südwest) und 14(Baden) zu=Hlossen sind Große Anteilnahme werden Zwei Gefolg###mmer eines Metallwerkes gingen auf den Schienen, als sie von einem Straßenbahnwagen, der in Richtung Hilden=Benrath fuhr, angefahren und so schwer verletzt wurden, daß der Tod bald darauf im Haaner Krankenhaus eintrat. Bei den Verunglückten handelt es sich um ältere Leute. Pflichtverletzung eines Schrankenwärters Gefängnis bei sofortiger Verhaftung Gevelsberg, 18. Januar. Es war sicherlich nicht das fesseln aus seiner Tasche nahm und sie Hoß anlegen Verdienst des am Bahnübergang Gevelsberg—Poeten wollte, machte, dieser einen Satz zu der Tür und ver= diensttuenden Schrankenwa###, huß am 24. November „Zuchthaus und zur Sicherungsver verurteilt. Am Dienstag nun sollte er als Zeuge in einem Prozeß gegen seinen eigenen Hehler vernommen werden. Da Hoß gegen den ihn zu Zuchthaus und Sicherungsverwahrung verurteilenden Spruch Revision angemeldet hatte, war das Urteil noch nicht rechtskräftig, so daß er in seinen Zivilkleidern in den Gerichtssaal gebracht wurde. Als seine Vernehmung beendet war und er wieder abgeführt werden sollte, befahl der Staatsanwalt die Fesselung des Verbrechers, da dieser schon wiederholt Fluchtversuche unternommen habe. In dem Augenblick jedoch, als der Wachtmeister die Hand Gevelsberg, 18. Januar. Es war sicherlich nicht fesseln aus seiner Tasche nahm und sie Hoß aizetzen Herhienst, bes Am Suhngztagg haß am he Potemf““ wollte, machte, dieser einen Satz zu der Tür und ver= diensttuenden Schrankenwärters, vuß am 24. November schwand über die Treppe, über die er in den Gerichtssaal gebracht worden war. Obwohl die Verfolgung und die dritte Hauptrunde am sue gergegre.„ eiter dieser Hauptrungen kind jeweile hereiche 12(Hessen), 18(Südwest, und, 14.(GBaden) zu. Ve Sup,## Supoxwor“zuswert ist. di. Einteilung s sammengeschionen uno. Große Anteilnahme werden Gana vesonders vemertenswer: vn. grsten die Pokalspiele der Gruppe V finden, wo unter GrupFer Künk. Crupven, die in diesen ,Zahre, Zum, en., Hensportwart Dr. Hagenmisser.(Pürnberg, die VerNale mit Einbeziehung, des Zurzumfassen swpirhtebglasz eine der Sportbereiche 1d(zurtreugpecg), 16(Bayern) Portsegau=cg. Henr vgügte ih;(hrupbe I. unterteilt und 17(Ostmark) sich begegnen, werden. raktischen Grunven mußte, die Grurenge.„ Bach der Klärung in den Zwischenri naktischen Grunden mußte, die verden, und zwar in eine Gruppe la und Gruppe lb, die beide Hauptsportwart Wolz(Berlin) als Leiter SSHASIP PÖN begeanen werden.„en wirh hi. Stuch ver vitnrunz en Zwischenxungen###rd die de die Hoß' sofort ausgenommen wurde, gelang es nicht mehr, seiner habhaft zu werden.— Gegen den Hehler Willms, der bereits wegen Münzverbrechens mit Zuchthaus vorbestraft ist, wurde die Verhandlung indessen zu Ende geführt. Das Urteil lautete wegen Hehlerei auf vier Jahre Zuchthaus, sieben Jahre Ehrverlust und Anordnung der Sicherungsverwahrung. Entsetzlicher Flammentod einer Geisteskranken Ein Endlpiel aus der Praxis Schwarz: H. Herrmann erste„Schlußrunge, vrr,.%„ Sieger## und 19 Gaumeister, also insgesamt 64 Mannschaften umfaßt, am 18. August ausgetragen. Für die weiteren Schlußrunden, deren Leitung’sämtlich in den Händen von Hauptsportwart Wolz(Berlin) liegt, sind folgende Termine angesetzt: 2. Schlußrunde am 8. September, 3. Schlußrunde am 29. September, 4. Schlußrunde am 20. Oktober und 5. Schlußrunde am 3. November. Das Endspiel um den Tschammer=Pokal 1940 soll dann am 10. Dezember stattfinden. Wie in den bisherigen Jahren wird der Kampf um den Tschammer=Pokal 1940 wieder ein bedeutendes Ereignis im großdeutschen Fußball sein, dem durch die Einbeziehung des Warthegaues noch eine besondere Bedeutung zuzusprechen ist. Nun Niederrhein—Weftfalen in Dülfeidorf Zwischenrunde um den Reichsbund=Pokal verlegt Infolge der notwendig gewordenen Einschränkung des Reiseverkehrs hat das Fachamt Fußball sich veranlaßt gesehen, den Spielplan für die Zwischenrunde um den Reichsbundpokal der Gaue umzuändern. Ursprünglich sollte bekanntlich der Gau Westfalen in Wien gegen die Ostmark antreten, während das Spiel Niederrhein—Schlesien für Beuthen vorgesehen war. Der neue Spielplan sieht nun so aus: Niederrhein—Westfalen in Düsseldorf Schlesien— Ostmark in Wien Die Spiele werden am 28. Januar durchgeführt. Mit der Wienfahrt der fünf Bochumer ist es also endgültig Essig. Walter Neusel wird nach seinem Kampf mit Paul Wallner am 27. Januar in Berlin im Laufe des Monats März seinen deutschen Meistertitel der Schwergewichtsklasse gegen den Wiener Heinz Lazek verteidigen. Auch diese Begegnung ist für Berlin vorgesehen. Emsdetten, 18. Januar., Die Angehörigen eines Mädchens, das nicht im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist, hörten plötzlich furchtbare Hilferufe. Als sie auf die Tenne ihres in Isendorf gelegenen Hauses eilten, fanden sie das Mädchen umhüllt von lodernden acht Monate Gefängnis,„Gleichzeitig Hauptrunden Flammen vor. Hilfe war nicht mehr zu bringen; das Angerlagten ein Haftbefehl erlassen. Mannschaften 1939 seine grobe und ungeschrewliche Verantwortungs. losigkeit kein unsagbares Unglück zur Folge hatte. Schon im angetrunkenen Zustand kam der Schrankenwärter zum Dienst, um dann im weiteren Verlauf seiner Tätigkeit, anstatt auf das Passieren der Züge zu achten. eine Flasche Schnaps zu vertilgen. Natürlich warf diese Menge Alkohol den Schrankenwärter um. Drei Züge passierten in voller Fahrt den ungesicherten Straßenübergang, der zudem noch recht belebt ist. Erst als eine Frau geistesgegenwärtig ein drohendes Unglück durch ihr energisches Dazwischentreten verhütete, fand man den Schrankenwärter schlafend in seinem Bahnwärterhäuschen. Die grobe Pflichtverletzung des Angeklagten glaubte das Gericht mit der von der Staatsanwaltschaft beantragten Strafe von sechs Monaten nicht genügend gesühnt. Das Urteil lautete auf acht Monate Gefängnis.„Gleichzeitig wurde gegen den Mündliche. kostenlose Auskunft für die Bezieher unserer Lettung nur nachmittags(außer mie vochs und sonnabends) von 4 bfs 5 Uhr in unserer Schriftleitung Was Frauen fragen Erleidet jemand im Hause oder auf der Treppe einen geben sein; dem Verletzten nicht gerade Lilie Hoize Bilanz 50 Länderliege unferer Amateurboxer Kann Schwarz am Zuge gewinnen! Man sieht schnell, daß dem Schwarzen kein anderer Zug als 1...., 12 übrig bleibt, wenn er überhaupt einen vernünftigen Gewinnversuch machen will. Aber nach...., 12 behindern die eigenen Steine den schwarzen König. und außerdem ist der weiße König in unangenehmer Nähe. Wus soll also auf 2. Ta2+ folgen! Geht der König nach fl. so folgt natürlich Tal“, und es muß wieder Ken folgen. Ebenso folgt auf Kdl, Talt. Bleibt also nur(2. Tazt) Kdz.. Pi, 11p4 und ue a T. Schwarz droht nun mit fID“, und auf 3. Tal zieht er Tgl! nebst flDf. Weiß muß also 3. Tas“ geben. Zieht der König nun wieder auf die zweite Reihe, so folgt natürlich wieder Taz“. Es liegt also nahe, 3. Kdf zu spielen. Weiß muß nun 4. Tt3 ziehen. Was macht aber dann Schwarz! Bei näherer Prüfung sieht man aber, daß Schwarz keinen Zug machen kann, ohne den Bauern 12 zu verlieren. Zum Beispiel würde auf einen Zug des Königs Weiß Kes und auf Th2 einfach Kgs folgen. wonach der Bauer 12 fällt und damit ein Gewinn unmöglich geworden ist. Also geht es scheinbar nicht. Wenn wir nun nochmals unsere bisher gemachten Züge(1.... 12 2. Ta2“, Kds 3. Tas“, Kd4) überprüfen, finden wir, daß alle Züge wohl erzwungen waren. Aber was war in der Stellung nach 1.... 12 2. Ta2+, Kds 3. Ta3“, Kdd 4. T/3 ausschlaggebend! Auf jeden„näghsten Zug von Schwarz ging, der-Gewinnbauer 12 verloren. Wie aper ware die Sache Pferterf-Mlüdte nämlich Weis zieben..s warer u Kiö grewungen, Uns dann virte Sechmarz mitl, sechs gewowigen Miecelschiesen gesenüibersanden. Tg8! gewinnen, weil Tf2: wegen Tf8“ nicht geht. Man mußte also Weiß in Zugzwang bringen. Das ist zu machen! Nach 3. Tas“ ziehen wir nicht Kd4f, sondern Ke4l! Weiß muß dann auch 4. T73 antworten, wonach Schwarz den Gegner durch 4. Kd4ll zum Ziehen zwingt!... Perane Jetzt muß also Weiß 5. Kf5 ziehen. Darauf stellt Schwarz den Gewinn mit 5.... Tg8! 6. Ket. 7. Kdß(oder Kf7) Te2t sicher. Der schwarze König geht nun an den Bauern heran, und der Gewinn danach, da der feindliche König nicht zur Hilte herbeiellen kann, ist gesichert. von der Schuldentilgung keineswegs rechtlich ausgenommen. Beim Amtsgericht Bochum ebenso wie in Wattenscheid besteht eine Auskunftsstelle für Schuldnerschutz, an die Sie sich wenden können. Den Erfolg können wir Ihnen jedoch nicht voraussagen, da er von Ihrer sonstigen finanziellen Belastung abhängig ist. 2. Reichsleiter Philipp Bouhler, Berlin W. 8, Voßstr. 4. Anni W. Es gibt auch jetzt noch Ehestandsdarlehen seitens des Reiches. Der Höchstbetrag ist jetzt vorläufig auf 600 RM. festgesetzt. Zugleich ist eine Härteklausel für die Tilgung eingeführt für Heeresdienstpflichtige. Während des Heeresdienstes ist die Möglichreit der Stundung gegeben. Es kann jetzt auch die künftige Ehefrau den Antrag stellen, wenn die Beibringung der Unterschrift des Mannes Schwierigkeiten macht, seine Unterschrift wird später nachgeholt. Lotte B. Bettlägerige Kranke sind bei Fliegeralarm in der Wohnung zu belassen. Sie dürfen nicht ohne Pflege und Betreuung bleiben. Nach der„Sirene" wird das Krankenbett am besten weit vom Fenster in die Mitte des Zimmers gerückt. Die Hauptsache bleibt, beruhigend auf die Kranken einzuwirken und sie absulenkerz.,###erhaufen In####ransent Frau Käthe Holsterhausen. In der Krankenversicherung ist auch eine Beschäftigung als entgeltlich anzusehen, für die als Entgelt nur freier Unterhalt gewährt wird. Bei dem Mädchen im Pflichtjahr besteht also Krankenversicherungspflicht. Verschiedenes Kurt M. Der Versicherungsschutz gegen Unfall ist infolge der Verdunkelung durchaus nicht abgeändert. sie nach diesem Abschnitt vorlegen, wurden, weniger als 50 dieser 65 Kämpfe gewonnen. Sieben Treffen endeten unentschieden und nur acht gingen verloren. Insgesamt haben unsere Ländermannschaften gegen die Vertreter von siebzehn Nationen im Kampf Im Jahre 1922 wurde der erste Länderkampf ausgetragen, der in Wiesbaden gegen die Schweiz mit 12:4 Punkten gewonnen wurde. Erst 1924 folgte der zweite bsten Zug von Schwarz Fins, der-Ge- wurde,„oz' gahr 1635 brachte wieder nur, einen Wettverioren.„Wie aber vüre dle Sacus stegt. vor Lgleich mit.10 Bunkten in verlin gegen venn picht Schrerz, vondern vo), spoit,arf zur ersten Riederlage führte. Sehr erfolgselsh ese esce esce e acht Tage später die bereits erwähnte Niederlage gegen Italien in Rom mit:10 Punkten. Im neuen Jahr ging es dann in Brünn gegen Böhmen=Mähren und in Preßburg gegen die Slowakei, die 12:4 bzw. 14:2 besiegt wurden. Einen genauen Ueberblick über die fünfundsechzig Länderkämpfe bietet die nachstehende Zusammenstellung: EinzelKämpfe gew. unent. verl. derlage und auch rein Unentschieden gegenüberstanden. s scheleseice.c. ecie e Res :10=Punkt=Riederlage. Seit Ausbruch des Krieges haben die deutschen Amateurboxer sechsmal in Ländertreffen gestanden. Im OkAmerika Böhmen=Mähren Dänemark England Finnland Frankreich Irland Italien Norwegen Oesterreich Polen Schweden Slowakei Spanien Tschecho=Slowakei Ungarn 2 2 8 2 3 2 3 7 3 2 10 4 * 4 " 1 " 1 2 0 1 2 5 1 2 unent. 1 2 1 1 ?—— 2— 1 5— 2 3—— 8— 2 2 1 1 4—— 65 50 siege 18:14 26:6 76:52 18:14 32:16 23:9 28:20 69:43 32:16 25:5 100:60 36:28 55:7 14:2 15:1 22:10 92:48 681:351 Schaden, so würde Anspruch auf Entschädigung gegeben sein, wenn dem Verletzten nicht gerade grobe Fahrlässigkeit zur Last gelegt werden könnte. Otto B. Den ersten Entwurf des Eisernen Kreuzes verfaßte auf Anregung König Friedrich Wilhelms III. Schinkel. Der Berliner Juwelier Neuwerker und die kgl. Eisengießerei Gleiwitz lieferten die ersten Probestücke. Alfons. Ihr Kamerad war nicht im Bilde. Der Bochumer Ratskeller ist am 7. April 1936 eröffnet worden, nicht zu Weihnachten. Josef D. Die Hundebesitzer haben die Pflicht, während der Verdunkelung auf öffentlichen Straßen und Plätzen ihre Hunde an kurzer Leine zu führen. W. P. Violett und lila sind die gleichen Farben Lila ist die spanische Bezeichnung für ein blasses Violett. Violett heißt auf gut Deutsch Veilchenblau.— Das gefragte Lied heißt: Innsbruck, ich muß dich lassen, ich fahr' dahin meln' Straßen in fremde Land' dabin. Mein' Freud' ist mir genommen, die ich nit weiß bekommen wo ich im Elend, Elend bin. Groß' Leid muß ich jetzt tragen, das ich allein iu klagen dem liebsten Buhlen mein! Ach Lieb', nun laß mich Armen im Herzen dein erbarmen, daß ich muß ferne, ferne sein. Mein Trost ob allen Weiben, dein tu ich ewig bleiben, stets treu der Ehren fromm: nun muß dich Gott bewahren in aller Tugend sparen, bis daß ich wieder. wieder komm'. Haus und Wohnung M. R. Wenn die Bitte um Unterlassung nicht hilft, werden Sie den Hausbesitzer brieflich veranlassen müssen, für Ordnung und bessere Hausgemeinschaft zu sorgen. Andernfalls müßten Sie beim Amtsgericht Klage auf Unterlassung erbeben oder die Polizei benachrichtigen, wenn Ihnen Ihr Balkon wieder einmal versaut wird.„„„„„ 95 A. L. Ladr. Ohne Grund soll überhaupt keine Kündigung mehr erfolgen. Sie haben das Recht, die Kündigung abzulehnen, müssen das aber sofort dem Hauswirt mitteilen. I. S. Wenn kein ruhestörender Lärm aus dieser Sachlage entsteht, kann der Hauswirt ein Verbot nicht erlassen.— Wegen des einen Zimmers braucht der Hauswirt nicht mit zu reinigen. Da eine Stoppverordnung besteht, müßte die Erhöhung der Kosten durch die Mietspreisbildungsstelle der Stadt Bochum genehmigt werden. H. Br. Behördlich ist gegen die Waschküchenordnung nichts zu unternehmen. Werden Sie zuerst persönlich bei dem Hauswirt vorstellig, daß Ihnen die Zeit nicht ausreicht, vielleicht wird er dann die Reihenfolge andern. M. L. B. Gerthe. Ohne Zustimmung der Mietpreisbildungsstelle der Stadt Bochum darf die Miete nicht erhöht werden. Sport-Kalender) Turngemeinde Bochum-Ehrenfeld Wiederbeginn des Kinderturnens Sonnabend, 20. Januar, 15.30 Uhr, in der Turnhalle des Hildegardis=Lyzeums, Augustastraße 6. a 5879 Ae*?**.. Die der Lralerite DerPim!, Gerwimherten 3 Täglich.15,.30 und 8 Uhr Sonntags ab.50 Uhr Jugendliche haben Zutritt Ufren M „BA“-Anzeigen heifen verkaufen Stadt Bochum Freitag 19. Jan., 19.30—22.15 Uhr: Geschl. Vorstellung KdF. Boch.=Gelsenkirch. Straßenbahnen AG. „Minna von Barnhelm“ Sonnabd., 20. Jan., 20—22.15 Uhr: Brauner Ring 5 Tanzabend der Kölner Oper Annahmestellen tür Klein-Anzeigen Bochum Rathausplatz 8 Hauptge schäftsstelle Hattinger Strabe 20 G Langenstück Schreibwarenhandig. Hattinger Straße 14 Karl Regelmand Buchhandlung .-Altenbochum Wittener Straße 170 Druck Menne Wittener Straße 241 Geors Lillpopp: Wittener-Strabe 226 Bernhard Sure: Wittener Strabe 255 H Stüchemann .-Dahlhausen Eiberger Strabe 4 E. Kipper: Dr.=.-Otto-Str. 117 E. Binge .-Grumme losephinen straße 59 Frau Hleinrich Pohl Zigarrengeschäft .-Oerthe Castroper Hellweg 417 Buchdruckerei Zülch .-Hamme Dorstener Straße 171 Franz Grummet Hattingen Viktor-Lutze-Str. 3 Carl Albert .-Hordel Am Lakenbruch 30 Reim .-Laer Wittener Strabe 428 Auguste Echert .-Rlemke Aut dem Dahlacker 46 ob Sayska, Buchh Herner Strabe 259 Friedrich Kilbsch: Herner Strabe 384 Wilhelm Cornellus .-Stiepel Am Hang 52a Alfred Berlet A EIm In teusenden Bochumer Familien liegt frühmorgens der Bochumer Anzeiger eut dem Tisch. Meist gilt denn der erste Blick den Familienenzeigen Wollen Sie also Familiengeschehen einem großen Personenkr eis zur Kenntnis bringen, veröffentlichen Sie eine Anzeige im Bochumer Anzeiger Kochtsder, Komantik, Vorlkamtmhert, das sind die Elemente dieses großen Filmwerkes aus der afrikanischen Kolonialwelt!. Selten ist wohl ein menschlicher Konflikt so spannend, atemraubend und packend dargestellt worden, wie in diesem einzigartigen Filml Die Presse Die neueste Ula-Wochenschau Wissenschaft weist neue Wege, Kulturfilm. Täglich.15,.30 und 8 Uhr. Sonntag ab 2 Uhr S 60* Heinz Rühmann, Josef Sieber, Hans Brausewetter, Trude Marlen, Paul Bildt, Eduard Wenck Machen Sie sich auf zwei Stunden Lachmuskelanstrengung gefaßt.„Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“ singen die drei Junggesellen u. diesen Schlager werden Sie so leicht nicht vergessen Im Beiprogramm: Im Reiche der Lillputaner Rosemarie will nicht mehr lügen Wochenschau Sonntag Antang 2 Uhr große Familien-Vorstellung mit ida wüst, Paul Henckels in Eine Seefahrt die ist lustig Sonnabend und Sonntag Einlaß abends 10.15 Uhr 2 Spätvorstellungen Theo Lingen, Wolf Albach-Retty, Richard Romanowaky und Hans Moser in WINTERNACHTSTRAUM TONUPANUT MTT I Sop K MAT A K Ruf 9e770 Böchan ROtIStraße 29 Seite 9 Nr. 16/ Bochumer Anzeiger Freitag, 19. Januar 1940 Ps VON S. BUDEICH-MIERSWA 5) Peppi, du wirst“ fuhr Herr Amreiter fort,„für ein paar Monate den erkrankten Privatsekretär des Barons Hochdörfer auf Schloß Hochdorf in Tirol vertreten. Ich weiß nicht, ob dir bekannt ist, daß Hochdörfer ein in Fachkreisen anerkannter Kunsthistoriker und Schriftsteller ist. Er ist ein Bekannter von mir. Leider ist der Baron durch ein Augenleiden sehr behindert und braucht einen gebildeten und zuverlässigen Menschen, dem er seine Arbeiten in die Maschine diktieren kann. Man hat mich gefragt, ob ich ihm jemand empfehlen könnte. Die Frau Baronin ist augenblicklich auf einer Auslandsreise bei Verwandten. Da dachte ich sogleich an dich und habe für dich die Stellung bereits angenommen. Man erwartet dich Anfang April auf Schloß Hochdorf. Du wirst da ein sehr angenehmes und interessantes Leben führen, das auch deinen Neigungen entsprechen würde. Außerdem ist die Bezahlung glänzend. Du erhältst außer freier Station ein monatliches Gehalt von sechshundert Schilling. So sag' doch was, Bub! Wonach sich Hunderte die Finger lecken würden, fällt dir ganz mühelos in den Schoß. Na, ich denke, du freust dich und wirst nicht nein sagen.“ Aber Peppi rührte sich nicht. Wie versteinert, ohne ein Wort zu sagen, saß er regungslos da und starrte vor sich hin. Da ergriff Seppl für ihn das Wort. Er sagt auch nicht nein, Onkel! Er wird deinem Wunsch nachkommen und die Stellung annehmen. Ein todestrauriger Blick des Bruders traf Seppl, als sie das sagte, aber sie kehrte sich nicht daran.„Allerdings, Onkel, nur unter einer Bedingung geht Peppi hin. Hontostr PVarlanetraße 14 Und die wäre? Da ja dein Bruder die Sprache verloren zu haben scheint, muß ich schon mit dir verhandeln, Sepperl.“ „Daß er nicht Kaufmann zu werden braucht, sondern im Herbst sein Studium beginnen darf.“ „Ich habe ja bereits gesagt, daß ich zur gegebenen Zeit noch mal mit Peppi über den Fall sprechen werde. Vor allem hängt die Entscheidung davon ab, wie er sich in Hochdorf benimmt. Hier—“ er reichte Peppi einen Briefumschlag mit Geldscheinen—„ist dein Reisegeld. Ich denke, du wirst zufrieden sein. Ich habe es reichlich vemessen. Außerdem habe ich die Reiseroute, den Tag der Ankunft und was du an Papieren und so brauchst, aufgeschrieben. Das ist einfach und übersichtlich. Bei einer mündlichen Aussprache wird so leicht was Wichtiges vergessen. Also, mache deine Sache gut, Bub, und mache mir Ehre in deiner ersten Stellung, hörst du? Peppi nickte kaum merklich. Ohne Dank nahm er das Gereichte. Seppl aber sagte:.„ K 9. 0 „Ich verbürge mich, daß alles nappt, Ontei. Da, meine Hand darauf!" Wie von einer Last befreit, atmete, nachdem alles vorbei war, Herr Amreiter auf. Um sein voriges schroffes Wesen wieder gutzumachen, sprach er sehr liebevoll und nett mit den Zwillingen und war sehr ritterlich gegen Fräulein von Stelling, die ganz verstört und erschreckt wie ein Häuschen Unglück in ihrem Sessel Ihre Aufforderung, teilzunehmen an dem bescheidenen Mittagessen, lehnte Herr Amreiter mit dem Bemerken ab, daß er noch eine wichtige geschäftliche Besprechung in Dresden im Hotel„Bellevue“ habe und am Spätnachmittag schon nach Hamburg fahren wolle. Er würde sonst nicht verfehlen, das gnädige Fräulein und die Kinder zu sich ins Hotel einzuladen, wie sonst immer. Daraufhin verabschiedete er sich, vor Liebenswürdigkeit überfließend, wortreich und überschwenglich. Die erste leere Autotaxe, der er begegnete, rief er an und sauste damit zu Lilo, die im Hotel auf ihn wartete. 4. Kapitel Die Geschwister hatten den Onkel bis zur Gartentür gebracht. Sehr zärtlich, sogar mit Kuß und Umarmung. hatte er Abschied genommen. Langsam, in Gedanken versunken, kehrten sie nun zum Hause zurück, Peppi bleich und verstört, Sepperl rot und trotzig. Die Unterhaltung sprang, nachdem kurz gleichgültige Sachen gestreift worden waren, sofort zu dem über, was alle Herzen beengte: Onkel Wenzel Amreiters Besuch und seine Folgen! Immer wieder wurde alles noch mal durchgesprochen, beleuchtet und eingehendster Prüfung unterzogen. Von allen Seiten wurde alles, was der Onkel vorgeschlagen hatte, erwogen und zergliedert. Seppls Verhalten war dabei auffallend. Sie schien manchmal, als hielte sie die Maßnahmen des Onkels für gar nicht so schwerwiegend, wenigstens soweit sie ihre Person betrafen. Ihre Besorgnisse galten eigentlich mehr der Zukunft des Bruders. Sie versuchte immer wieder, ihm alles so lelcht und aussichtsreich wie möglich vorzustellen. Aufmerksam las sie dabei das durch. was Onkel Wenzel schriftlich über die Bedingungen. unter denen Peppi in Hochdorf angestellt war, zurückgelassen hatte. Sein Reiseweg und der Tag der Ankunft waren genau angegeben. Der sonst so fügsame. ruhige Mensch war nicht wiederzuerkennen. Endlich erklärte Seppl sehr energisch nun sei es aber die höchste Zeit, daß Mutterl zu ihrem so lang hinausgeschobenen Mittagsschläfchen käme. Nach den Aufregungen heute sei ihr das doppelt nötig. „Wir beide, lieber Bruder, werden inzwischen einen Spaziergang machen und uns tüchtig auslaufen. Vielleicht wirst du dann vernünftig und genießbar. Was auf diesem Spaziergang sich zugetragen hatte. erfuhr Fräulein von Stelling nicht; aber irgendwie mußte da ein Wunder geschehen sein. Als die Zwillinge heimkamen, war Peppi wie ausgewechselt. „Es wird schon alles gut werden, Mutter“, sagte er und umarmte sie. Dabei sah er mit strahlendem Gesicht Seppl an. Die nickte ihm fröhlich zu und lachte ihr altes, übermütiges Schelmenlachen.— „Und nun, Mutterl, zieh dich fein an. Ich habe eine Ueberraschung für dich und Seppl! Eure Lieblingsoper „Tosca“ wird heut' abend gegeben. Ich lade euch feierlich dazu ein. Ich bin ja, wie ihr wißt, auf einmal ein„schwerreicher“ junger Mann geworden. schlug dröhnend auf die Brust wo die Brieftasche mit dem von Onkel Wenzel gespendeten Gelde stak.„Jetzt kann ich es mir leisten, gleich zwei Frauen, die ich liebe, auf einmal auszuführen." „Du bist wohl nicht recht klug geworden, Peppi“. wehrte Fräulein von Stelling.„Ueberhaupt, was ist denn auf einmal in euch beide gefahren? Ihr strahlt ja förmlich.“„ Morgen wirst du's wissen“, sagte Seppi, uno Peppi fügte hinzu, in dem er die Hand der Schwester in die seine nahm: „Etwas Großartiges hat sich zugetragen, Mutterl. Das muß gefeiert werden!" Fräulein von Stelling sah von einem zum andern. Sie konnte sich kein Bild machen, was los war, aber eine Stunde später saß sie in ihrem schwarzen Samtkleid, mit dem alten Familienschmuck, samt ihren Kindern im Opernhaus. Man hatte sehr schöne Plätze in einer Loge des zweiten Ranges. Dicht aneinandergeschmiegt studierten Fräulein von Stelling und Seppl aufmerksam noch mal das Textbuch. Immer mehr füllten sich Parkett und Ränge mit festlich gekleideten Menschen. Das Orchester stimmte seine Instrumente. Wie Bienensummen zog das Geräusch leiser Menschenstimmen durch das Haus. Langsam suchten Peppis Augen mit dem Opernglas die Logen des ersten Ranges ab. Plötzlich hielt er inne, stutzte, setzte das Glas ab, putzte mit dem Taschentuch aufgeregt die Linsen, beugte sich weit vor, um scharf sehen zu können und richtete seine Blicke abermals nach der Proszeniumsloge. Das Paar, das diese betrat, hatte sich inzwischen gesetzt. Eine sehr schöne, dunkelhaarige Frau lehnte sich in ihren Sessel zurück. Mit beinahe liebevoller Bewegung nahm ihr Begleiter ihr den weißen Hermelinpelz von den entblößten Schultern und legte ihn auf den Sessel neben sich. Dann reichte er ihr das Opernglas und den Theaterzettel. Ein bezauberndes Lächeln der schönen Frau dankte ihm. Er lachte. „Ha!“ schrie halblaut Peppi und versetzte Seppl einen kleinen Puff in den Rücken. (Fortsetzung folgt.) Rut 64338 Mafienstrabe 14 .n Film, den Sie nicht vergessen werden! Nach dem Roman: „AdteFabrlan!“ Ura-Von. und Sonnabend und Sonntag abends 22 Uhr Spalversichungen mit NOG Fahrach gndf getorenal KarlnHardt— DorotheaWieck Karl Martell— Ivan Petrovich Rolf Wanka— Harald Paulsen larl Schönböck Carste Löck, Hans N eisen üthe Moet, Franz Schafneitlin— Musik: Anton Profes SEN MCO MAUT HONSGER Jenny Jugo- Rhoi! mit Paul Hörbiger, Friedrich Benfer, Käthe Haack, Horst Birr, Vicku Werkmeister, Sünther Lüders, Walter Groß. Ein entzückendes Filmlustspiel voll Humor und Lachen. Köstliche Situationen und tollste Verwechslungsszenen Kame Haat In der spannunggeladenen Atmosphäre einer Schwersten Verdachf, Ein Füm mit einer Band. ung von hochster Dramatik. Im Vorprogramm: „Eine große Famille“(Kulturfilm) „Liebe aut den ersten Blick“(Lustsplel) Wochenschau Täglich.15,.30 und 8 Uhr vir zeigen wieder für groß und klein: Sonntag vorm. 11 Uhr— nachm. 2 Uhr Montag und Dienstag nachm. 2 Uhr den neuen„,„Dornröschen“ Märchentontum: PSOt Kniee Sonntag 11.30 Uhr vorm. Pat und Patachon Dor„pf= Marika Röhk Johannes Heosters Rudt Godden In der großartigsten UFA-Operette Das ist der schönste u. temperamentvollste Film, der je mit Marika Rökk gedreht wurde. Sonntag 2 Uhr Kinderverstellung S in dem Film-Lustapiel Blinde Passagiere Berliner Morgenzeifung:... Die blioden Passagiere sind... Pat und Parachon, die mit ihren grotecken Späßen mit ihren zündenden Eintällen einen Bombenerfoln einheimsen Stuttgarter Neues Tageblatt:... Soviel komische Situationen auf einmal hat man haum einmal in trüheren Pat- und Patachon Filmen Leipziger Tageszeitung:.... Man acht über die beiden, komischen Tollpatsche, daß einem die Tränen kommen. Jugendliche haben Zutritt! Oldvonkune Dergroße Spieltimvon derl jungen deutschen Luttwatte BANSS Ein begeisterndes Erlebnis. Herm. Braun Heinz Welzel Otto Wernicke, Carsta Löck TOBIS-WOCHENSCHAU UE LICHTSPIELE aungentreer befindet sich die Annahmestelle des.Ba“bei der #ch- u. Schreibwarenhandlung Mar Nußbaum Kaiserstrabe 201 C ERNST-MORITZ-ARNDT-HAUS BOCHUM, KONISSALLEE 44 Freitag, den 19. Januar 1940, abends 8 Uhr Ein Lunten##bend, der Ramonika Meisterspieler Deutschlands bester Akkordion-Virtuose spielt. Unter Mitwirhung des Harmoniker-Spielringes„Rot-Weiß“ Bochum. Leitung: Hermann Häßler jun. Vorverkauf: Musikhaus Häßler, Bochum, Kortumstr. 33, Rut 67412 Eintrittspreise: RM..- und.50 Rpond=enleuter bomum=Weitmar Ab Freitag, den 19. Januar 1940: „Die barmherzige Lüge“. Ab Dienstag, den 23. Januar 1910: „Ein hoffnungsloser Sall“ Sonntag und Montag 2 Uhr: Märchenvorstellung Union-Theater Bochum-Gerthe Der droße Jobis-Stlm Die Reise nach Jilsit * der-um Frite ven Dongen, Anna Mit Kristina Soder aum. Frils van bongen. Damann, Ernst Legal, Eduard von Wintersteln. Wochentags ab 17.30 Uhr, Sonntag ab 2 Uhr rapntor-Eneuter bomkam=Lungenöttr! Freitag bis Donnerstag: Ein neuer, lustiger Soldatenfilm unserer neuen Wehrmacht „Das Gewehr über“ mit den Schlagern: Schön blüh’n die Heckenrosen“, Laßt uns froh und lustig sein“,„Söhne des Vaterlandes“. Jugendliche zugelassen. Wochentags 4 Uhr. 6 Uhr, 8 Uhr. Sonntag 2 Uhr. 4 Uhr. 6 Uhr. 9 Uhr. Besuchen Sie bitte die Nachmittags-Vorstellungen 8 95 Capitol-Theater Bochum-Werne Freitag bis Montag: Leny Marenbach, Camilla Horn. Ita Rina, Werner Fuetterer, Ivan Petrovien in Dienstag bis Donnerstag: Magda Schneider. Albert Matterstock, Herm. Speelmans, Herti Kirchner,-rnat Waldow in Zentrabe REc- Wer küht madeleine? Kammerlichtspiele Bochum-Gerthe Nur bis Montag: „Hochzeit mit Hindernissen“ Mit Josef Sieber, Ingeborg Hertel, dise Petri, Erien Fiedler. Sonntag 2 Uhr: Ab Dienstag: „Suis Motl opel Mit Loretta Young, Tyrone Pewer, Adolphe Menjen Jugendverstellung lichtburg Bochum-Langendreer KalberStr. 214 „" Eerotahenn. Gustav Fröhlich, Jutta Freybe, Kirsten Heiberg, Herm. Speelmans„## Gustav Fröhlich In einer Rolle, die für ihn geschrieben wurde, und die er mit virtuoser Könnerschaft splelt 2 Spätvorstellung Mit LiI Degover. Pet. Petersen u A. Schoenhale Sonnabend, den 20., und Sonntag. den 21. Januar: „Die Kreutzersonate“. Schauburg „Verwehte Spuren“. Krietina Söderbaum, Frits van Dengen, Friedr. Kayßler— Freitag u. Sonnab. 2 Spatvorstellungen: Oabriele eins— zwei- drei Mit Gustar Fröhlich. Marianne Hoppe Grethe Weiser Anfang 22.8 Uhr. Kinderveretellg.: Sonntag. Montag und Dienstag, nachm. 2 Uhr:„Schneewittchen und die sieben Zwerge“ im Biede über das, was in den Kinos gespielt wird, sind Sie nach Studlum des„BA“ Hans Söhnker. René Deltgen Rudolf Fernau. Winnie Markus Alexander Engel. Mich. Bohnen Abenteuer und Sensationen! Hampf um Oel und Gold und um eine schöne Frau. Ooldrausch und Eitersucht! Ein Wirbel von Oestalten und Ereignissen! Gewaltig das Thoma, grandios die Derstellung, jede Szene lst ein Trefter! Neueste Wochenschau: Kufturfhm: Weidewechsel über wilde Pässe Täglich.30.40 G Senntag ab 2 Uhr S ATVYUE A Nachruf Am 17. Januar 1940 verschied der ehrenamtliche Fürsorgepfleger im 16. Fürsorgebezitk Hert Gotthard Miöner Der Verstorbene war seit 1912 In der Bezirksfürsorge des Wohlfahrtsamtes segensreich tätig. Die Stadt Bochum verliert in ihm einen geschätzten und eifrigen Mitarbeiter. Sein Andenken werde ich in Ehren halten. Bochum, den 17. Januar 1940 Der Oberbürgermeister Dr. Piclum Am 17. Januar 1940 verschied nach kurzer, schwerer Krankheit unser Berufskamerad Pflasterer Wmemi KEctuet Wir werden das Andenken an den treuen Kameraden in Ehren halten. Führung und Gefolgschaft der Straßenbausirma Karl Frede Bochum Die Beerdigung findet am Sonnabend, dem 20. Januar 1940. um 15 Uhr. von der Totenhalle des Friedhofes am Freigrafendamm aus statt BNGN Bekanntmachung der Stadt Wattenscheid Ab Freitag, den 19. Januar 1940, wird für das Wirtschaftsamt, Abteitung Spinnstoff= und Schuhwaren, eine wettere Außenstelle für den Ortsteil Wattenscheid= Günnigfeld, und zwar in der Falkschule, Günnigselder Straße, eingerichtet. Die Abfertigung des Publikums erfolgt dort dienstags und freitags in der Zeit von 9 bis 12 und 15 bis 17 Uhr. Für die übrigen Ortsteile, Altstadt, Westenfeld, Feldmark, Ost und Leithe, erfolgt die Absertigung des Publikums weiter im Verwaltungs= gebäude des Wirtschaftsamtes, Swidbertstraße, jedoch nicht, wie bisher, nur an einem Wochentag, sondern wieder täglich von 9 bis 12 und 15 bis 17 Uhr, außer mittwochs und sonnabends. Wattenscheid, 17. Januar 1940. Der Oberbürgermeister Dort gibt es kein Leiden, noch ammer noch Schmerz: Vom Todeshauch ist keine Spur. Dort gibt es bein Scheiden, kein brechendes Herz. Nein nur Wonne auf himmlischer Flur. Keine Nacht kann da sein. well dalesus als Sonne stets scheint Heute nachmittag.45 Uhr, erlöste der liebe Gott meinen lieben Mann, unsern guten Vater. Schwiegervater. Grobvater und Onkel, den Reichsinvaliden Wilhelm Neumann nach kurzem, schwerem Leiden. im Alter von 76 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wwe. Wilhelmine Neumann geb. Rosowakl und Kinder .-Altenbochum(Laer Str. 16). Wilhelmsharen. Langenbers(Rhld.) und Berlin, 16. Januar 1940 Die Beerdigung ist Sonnabend, den 20. Jan 1940. 14.30 Uhr. von der kleinen Leichenhalle des Zentraltriedhofes Freigratendamm. Trauerteier eine halbe Stunde vorher Katze zu verschenken. Pottstraße 14 Heiraten Wanne=Eickel Zuteilungen auf die Lebensmittelkarte In der Zuteilungsperiode vom 15. Januar bis 11. Februar 1940 werden auf die Abschnitte N 21, N 22, N 30 und N 31 je 25 Gramm Sago, Kartoffelgraupen, Kartoffelstärkemehl oder Puddingpulver wahlweise abgegeben. Für ein Päckchen Puddingpulver mit einem Gewicht von etwa 45 bis 60 Gramm sind zwei Abschnitte, für ein Päckchen Puddingpulver mit einem Gewicht von etwa 75 Gramm drei Abschnitte der Nährmittelkarte von der Verteilungsstelle einzubehalten. Die Abgabe von Puddingpulver in loser Form kann ebenfalls auf die genannten Kartenabschnitte erfolgen. Kindernährmittel werden geliefert auf die mit einem(X) bezeichneten Abschnitte der Reichsbrotkarte für Kinder bis zu 6 Jahren mit se 125 Gramm DPM.(Deutsches Pudding= mehl) Gustin, Maizena, Mondamin, Ricena oder Wetzenin. Wanne=Eickel, 18. Januar 1940. Der Oberbürgermeister We 1 S Tellr Bchwau Cungervereinigung Bechum C. C. Künstlerische Leitung Musikdirektor Albert Lamberts. Dortmund singt am Sonntag, dem 21. Januar 1940, nachmittags.30 Uhr, im Schützenhofsaal von Buck, Carl Maria von Weber, Lißmann, Napiersku. Bathe, Laugs, Othegraven u. a. als Uraufföhrung: „Deutsches Matrosenlied“ von Buck. Sämtliche Lieder singt der Verein zum erstenmal Mitwirkung: Paul Erlinghäuser 1. Tenor am Opernhaus Essen Am Flügel: Kapellmeister Fritz Fritsche, Essen Der Konzertilügel wird von dem Planchaus Marks, Bochum gestellt. Eintrittspreise: Numerierter Sperrsitz 2,- RM., Saalplatz.— RM. Unsere passiven Mitglieder erhalten treien Eintritt für 2 Personen gegen Vorzeigung des Jahresbuches 1940.— Vorverkaut beim Verkehrsverein Bochum Witwer, 34 Jahre. ohne Anh., wünscht Damenbekanntsch. zwecks Heirat Wohnung vorhd. Zuschriften unter H A 73303 Anzeig. Reparat. an Lederwaren Zimmermann, Kortumstr. 20 Gesunden Kl. Portemonn. m. Inhalt gesunden. Abzub. Wielandstraße 12. 3. Eta. r. Geldbörse in d. Bülowstraße gefunden. Eigentümer melde sich Gabelsbergerstr.61 Lieferant aller Krankenkassen Jetzt Kortumstr. 25 Rut 64692 Entwürfe Zeichnungen Fotos Bochumer Anzeiger Klischee-Abteilung Oie 3 Toner. A 5 eu 2 Eingemummt bis über die Ohren hilft nicht allein. Die kalte Luft trifft trotzdem die Schleimhäute der oberen Almungsorgane. Aber wenn man dann immer wieder so ein malzbraunes Hustenbonbon, die echten „mit den 3 Tannen“ In den Mund steckt, das fut gut. Freibank Fleischverkauf Freitag. 19.., ab 13 Uhr Nr. 151 bis 200 rot. danach Nr. 251—300 blau; Sonnabend. 20.., ab 7½ Uhr Nr. 301 bis 400 blau. Schlachthofverwaltung Zur kostenlosen Einsichtnahme liegen in unserer Geschäftsstelle auf: die Adreßbücher von Bochum Berlin * Dortmund Duisburg Düsseldor Essen ReichsTelegrammAdreßbuch Bochumer Anzelger Knoblauch-Beeren „Immer jünger“ machen froh und frisch Sie enthalt alle wirksamen Bestandteile des reinen unverfälschten Knoblauchs in leicht löslicher, gut verdaulicher Form. vorbeugend gegen: hohen Blutdruck. Magen-, Darmstörungen, Alterserscheinungen, Stottwechselbeschwerden. Geschmack- und geruchfrei. Monatspackung.— Achten Sie auf die grün-weiße Packung! Stadt-Drog. Altmikas, Bon gerdstraße Drog. Fischer, Kortum- und Rottetr.-Eche Drog. F. 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Schwiegervaters und Grobvaters sagen wir allen, besonders der NSKOV., unseren innigsten Dank Frau Berta jeschio und Kinder Bochum, den 18 Januar 1940 Stellenangebote (männlich) Die Beerdigung des verstorbeneg Karl Mertens fludet statt am Sonnabend, dem 20. Januar 1940. 14 Unr, von der kleinen Trauerhalle des Friedhofes am Freigrafendamm. Trauerteier eine halbe Stunde vorher Wer etwas gefunden hat sucht den rechtmäßigen Besitzer durch ein Kleinanzeige im BA“. Wegen Einberufung des jetzigen Gehilfen Brogisten=Geistise für sofort gesucht. Drogerie J. Fneider Bochum, Große Beckstraße 10 Selbständiges Mädchen Hausgehilfin nicht unter 20 Jahren, das kochen nicht unter 20 Juhlen, dur tochen kann, sofort oder 1. Februar gesucht. Schriftlich oder persönlich vorstellen, Fahrt wird vergütet. Schulte, Boch.= Linden, Hattinger Straße 804 Familien-Nachrichten nach anderen Veröffentlichungen und Zeitungen Geboren(Knabe): Wetter: Dr. med. Karl Drowatzky(Waltraut Bönnhoff). 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