gnd gng gag—— Bezugspreis mit Botenlohn:.15 RM. monatlich oder.08 RM. halbmonatlich. Selbstabboler.85 RM. monatlich oder 93 Pf. balbmonatlich. Bezugspreis für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich. Funkzeischrift=hör mit mir“ 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und 55 Pf. bei fünf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Zeitung durch höbere Gewalt, Verbot oder Betriebsstörung und dgl. verbindert wird, können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 18 Uhr, sonntags von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftleitung; außer mittwochs und sonnabends, von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckkonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Donnerstag 4. Januar 1940 47. Jahrgang Nummer 3 Einzelpreis 10 Pf. Anzeigenpreise: Grundpreise für 1 mm Höhe in 22 mm Breite 10 Pf. im Anzeigenteil und in 78 mm Breite 55 Pf. im Textteil. Familienanzeigen 7 Pf., Stellengesuche 6 Pf., Vereinsanzeigen(die nicht der Wirtschaftswerbung dienen) 5 Pf., kleine Anzeigen(nicht geschäftlicher Art) 8 Pf., Anzeigen im Vereins= und Sportkalender Im Tertteil 10 Pf., Auskunft= und Ziffergebühren 25 Pf. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 10 gültig. Nachlaßstaffel B.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck fernmündlich ausgegebener Anzeigen kann keine Gewähr Abernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551 bis 54 OLeninse=Schronckns“ Brennmt=Täftsteg! Der Neujahrsgruß des Jagdgeschwaders Schumacher an England dnb.., 8. Januar.(P..) Ein aufregender Luftkampf, bei dem, wie bereits gemeldet, drei englische Flugzeuge vernichtet wurden, spielte sich am Dienstag nachmittag in der Deutschen Bucht ab. Der„Adler von Friesland“ gibt hierzu einen ausführlichen Bericht von diesem Neujahrsgruß des bekannten Jagdgeschwaders Schumacher an England. Schwarmführer Leutnant., den wir auf einem Flughafen dicht an der Nordseeküste trafen, erzählte unserem=Berichter über den Luftkampf folgende Einzelheiten: „Am Dienstag nachmittag flog ich mit vier Zerstörern vom Typ Me. 110 Sperre bei Helgoland. Plötzlich erhielt ich durch Funk den Befehl, auf West bis Nordwest zu gehen. Unsere Maschinen schlugen sofort den neuen Kurs ein und hielten eine durchschnittliche Höhe von 3= bis 4000 Meter. Zuweilen stießen wir bis auf 6000 Meter hoch, doch herrschte dort starker Dunst. Kein Engländer würde darin fliegen. In dieser Annahme gingen wir wieder auf unsere alte Höhe zurück. Längere Zeit flogen wir so in dem uns zugewiesenen Raum etwa 80 Kilometer westlich von Helgoland, ohne etwas zu finden. Als ich Kurs West bis Südwest fliegen ließ, bemerkte ich plötzlich in weiter Entfernung drei dunkle Punkte, die ich zuerst für deutsche Aufklärer hielt. In einem Kilometer Entfernung jedoch erkannte ich an dem spitzen hohen Leitwerk englische Vickers=Wellington=Naschinen, die ich schnell anflog, um mich über ihre Bewaffnung zu unterrichten und danach meinen Angriff zu fliegen. Nur ein weißer Ring deutete das englische Hoheitsabzeichen an. Alles andere verschwand in der braungrünen Tarnungsfarbe. Die Engländer hatten uns längst gesehen, kümmerten sich aber kaum darum, sondern flogen in Ostrichtung weiter. Ihr Ziel war anscheinend Helgoland. Ich ging sofort zum Angriff über und erhielt dabei starkes Abwehrfeuer. Feldwebel F. Aeue Crrunstanhen burch Erborden und Hochwusser in der Turkel Hunderte von Häusern zerstört—1000 Tote in der Stadt Mustafa Kemal Kelshaste GC eschice et ire sie ce eine Ladung in die rechte Tragfläche, worauf der Gegner abrutschte. Im Notwurf warf er noch etwa acht bis zwölf Bomben aus der Maschine, die auf dem Wasser explodierten. In Steilkurve folgte ich ihm und sah, wie er senkrecht auf das Wasser aufschlug und bald versank. Ich selbst hatte acht Treffer in meiner Maschine. Mit nur einem Motor flog ich nach Hause zurück, wo die Begeisterung über den neuen Luftsieg natürlich groß war.“ Und nun erzählt Feldwebel F. von seinem siebenten Luftsieg. Noch ist sein Gesicht frisch vernorbt von den Splittern, die englische Kugeln aus seiner Maschine rissen. Ueber zwanzig Einschüsse weist sie auf, und hauptsächlich ist die Kabine getroffen. Der Bordfunker, Unteroffizier P. erhielt einen Schuß in das Bein und wurde durch Metallsplitter an Oberkiefer. Kinn, Nase und Mund verletzt. Feldwebel F. schildert seinen Luftkampf folgendermaßen: „Als ich die Engländer sah und als solche erkannte, setzte ich mich hinter sie und griff sie an. Das vereinte Abwehrfeuer der Heckschützen der drei Maschinen traf naturgemäß meine Maschine zuerst, doch stürzte ich mich entschlossen auf den Gegner und nahm mir den mittelsten auf das Korn. Innerhalb kurzer Zeit explodierte er in der Luft und flatterte aus 3500 Meter auf das Wasser. In aller Nähe beobachtete ich seinen vollständigen Untergang. Mit einem Motor— der andere war mir gleich dem meines Schwarmführers zerschossen worden— brachte ich meine Maschine glücklich über die Nordsee zum Flughafen, wo wir uns alle ncktürlich zuerst um den verletzten Kameraden bemühten.“ Auch der Gefreite., der sich mit fünfzehn Feindflügen das Eiserne Kreuz bereits in Polen geholt hat, war bei diesem Kampf mit einem Abschuß beteiligt. Er sah den letzten Engländer fluchtartig den Kampfraum verlassen und jagte ihm nach. Aus fast 4000 Meter Höhe war der Gegner mehr als 3000 Meter hinabgestoßen, doch alles half ihm nichts mehr. Schon beim ersten Angriff stürzte er zerschossen hinab und klatschte schwer auf die Wogen der Nordsee, darin jeder englische Flieger, der sich der deutschen Küste zu nahe wagt, sein Grab finden soll. Das jedenfalls ist der feste Wille aller Flieger des xuhmreichen Jagdgeschwaders Schumacher, das hier Tag und Nacht an der Nordsee die Wacht hält. Englandfahrt— Todesfahrt Stockholm, 3. Januar. An der Ostküste von England ist vor einigen Tagen der schwedische Dchmpfer„Lars Magnus Trozelli“(1400 Tonnen) aus Norrköping auf eine Mine gelaufen und gesunken. Das Schiff sank innerhalb kürzester Zeit. Von der 22 Mann starken Besatzung wurden 15 Mann von einem anderen Schiff aufgenommen. Der Rest scheint ums Leben gekommen zu sein. Nach einer Bekanntgabe des schwedischen Marineamtes hat Schweden im Dezember insgesamt elf Schiffe mit 17000 Tonnen verloren. In der Nordsee ist der estnische Dampfer„Mina“ (1173 Tonnen) mit 17 Mann Besatzung anscheinend infolge Auflaufens auf eine Mine gesunken. England droht neutralen Reedern Die Frachtraten sind den Briten zu teuer Berlin, 3. Ignuar. In der Zeitschrift„The Shipping World“ hat der Präsident der britischen Schiffahrtskammer eine Warnung an die neutralen Reeder gerichtet und diesen empfohlen, daß sie ihre Gewinne nicht allzu hoch treiben sollten. Wenn sie nach dem Kriege wieder frei am britischen Handel teilnehmen wollten, dürften sie jetzt keine höheren Frachtraten fordern, als es durch die Zunahme der Kosten berechtigt sei. Diese britische Warnung hat begreiflicherweise in den neutralen Schiffahrtskreisen keine günstige Aufnahme gefunden. Allgemein wird erklärt, zweifellos vergesse man in England, daß heute jedes neutrale Schiff, das die Fahrt nach England antrete, außerordentlich großen Gefahren ausgesetzt und daher mit einem sehr beträchtlichen Risiko belastet sei. Diese erhebliche Verteuerung der Schiffahrt nach England, die den maßgeblichen britischen Kreisen offensichtlich so ernste Sorgen macht ist als ein bedeutender Erfolg der deutschen Seekriegführung gegen England zu werten. Auskömmliche Versorgung der Schwesternhelferinnen und Helferinnen des Deutschen Roten Kreuzes dnb Berlin, 3. Januar. Viele tausend deutsche Frauen und Mädchen haben sich in vorbildlicher Einsatzbereitschaft für die Pflege Verwundeter und Kranker zur Verfügung gestellt. Sie sind, soweit sie die erforderliche Ausbildung in den Bereitschaften des Deutschen Roten Kreuzes erhalten haben, teils in Lazaretten der Wehrmacht, teils in zivilen Krankenhäusern eingesetzt worden. Obwohl es sich um einen Ebrendienst am deutschen Volk handelt, kann und soll diesen Frauen und Mädchen nicht zugemutet werden, diesen Dienst auf die Dauer unentgeltlich zu leisten. Soweit sie in Wehrmachtslazaretten beschäftigt werden, erhalten sie eine Vergütung nach der Dienstordnung des Oberkommandos der Wehrmacht für Krankenschwestern, Schwesternhelferinnen und Helferinnen der Wehrmacht vom 26. August 1939. Zur Behebung von Zweifeln wird durch einen Erlaß des Reichsministeriums des Innern vom 22. Dezember 1939 über Einsatz und Besoldung von Ersatzkräften für weibliches Pflegepersonal in zivilen Krankenhäusern bestimmt, daß diese Dienstordnung auch der Besoldung der Schwesternhelferinnen und Helferinnen zugrunde zu legen ist, die in zivilen Krankenhäusern eingesetzt werden. Neben freier Wohnung und Beköstigung werden danach Barbezüge gewährt, die je nach Alter 55 bis 104 RM. monatlich betragen. Die Barbezüge sollen jedoch jeweils 90 v. H. des Betrages nicht übersteigen, den eine auf Arbeitsvertrag im gleichen Krankenhaus angestellte voll ausgebildete Krankenschwester erhält. Die Gebühren sind vom Träger des jeweiligen Krankenhauses zu zahlen. Da gegebenenfalls zu den zu zahlenden Bezügen auch Kinderzuschläge treten, ist mit dieser Regelung dafür gesorgt, daß die im Dienst des deutschen Volkes eingesetzten Schwesternhelferinnen und Helferinnen des Deutschen Roten Kreuzes überall gleichmäßig und auskömmlich versorgt werden. Gleichzeitig trifft der Erlaß Vorsorge, daß der Einsatz von Schwesternhelferinnen und Helferinnen nur stattfindet, soweit berufstätige Krankenschwestern nicht verfügbar sind. Istanbul, 3. Januar. Das erneute Erdbeben am 2. Januar nachmittags verursachte den Einsturz von 184 Häusern in Bozgad und Umgebung. Verluste an Menschenleben werden bis jetzt nicht gemeldet. Durch die Ueberschwemmung in Balikesri Brussa, Ismid und Adabasar stürzten 336 Häuser ein. 300 wurden von dem Wasser fortgeschwemmt und 662 wurden unbewohnbar. Zahlreiche Brücken sind ebenfalls eingestürzt. Nach einer Meldung des Sonderberichterstatters der Zeitung„Cumburihet“ ist bei den Ueberschwemmungen in Westanatolien die 16 000 Einwohner zählende Stadt Mustafa Kemal besonders schwer heimgesucht worden. Mehrere Stadtviertel wurden von den Fluten des Flusses Simaw nahezu vernichtet. Man rechnet mit rund 1000 Toten. Auch die umliegenden Dörfer wurden schwer betroffen, doch sind die Einzelheiten noch nicht zu übersehen, da alle Verbindungen abgerissen sind. Die Wassermassen des Flusses Simaw haben das alte Bett verlassen. Statt ins Marmara=Meer ergießt er sich in den See Apollonia bei Brussa. Auch in dieser Gegend sind verschiedene Dörfer durch Ueberschwemmung bedroht. Geringe Artillerie= und Spähtrupptätigkeit dnb Berlin, 3. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Westfront geringe Artillerie= und Spähtrupptätigkeit, Grenzüberwachungs= und Aufklärungsflüge. Bei dem Versuch, in die Deutsche Bucht einzufliegen, wurden drei britische Bickers=Wellington=Bombenflugzeuge modernster Bauart von deutschen MesserschmittFlugzeugen abgeschossen. Auf deutscher Seite sind Verluste nicht eingetreten. plumver geht's nicht Englische Widersprüche und Lügen am laufenden Band dnb Berlin, 8. Januar. Am 29. Dezember wurde in London bekanntgegeben, daß zwischen dem britischen bewaffneten Handelsschiff„Ustmouth“, einem deutschen=Boot und einem französischen Kriegsschiff ein scharfer Kampf stattgefunden habe. Die„Uskmouth“ sei dabei im Golf von Biskayg versenkt worden. Einen Tag später, am 30. Dezember, gab die britische Admiralität eine Mitteilung heraus, in der es hieß, von einem bewaffneten Handelsschiff, das einer deutschen(1) Behauptung zufolge in der Biskaya versenkt worden sei, habe man keine Kenntnis. Am 31. Dezember verbreitete der Londoner Rundfunk über North Regional die Nachricht, daß der deutsche Dampfer„Bahia Blanca“ von einem britischen Kreuzer bei Rio de Janeiro gekapert worden sei. Diese Nachricht wurde von der brasilianischen Presse aufgegriffen, worauf„Daily Expreß“ mit der Mitteilung reagierte, daß in maßgebenden Kreisen Londons keinerlei Nachricht über die Aufbringung der „Bahia Blanca“ vorliege. In dem ersten Falle wurde also das ursprünglich britische Eingeständnis einer Niederlage mit dreister Stirn zu einer unbegründeten England—Frankreich hetzen zum Weltkrieg Eine deutliche Feststellung in Moskau Berlin, 8. Januar. (Von unserer Berliner Schriftleitung.) Es liegen Anzeichen vor, daß sich die englisch=französische Diplomatie weiter bemüht, wie im Sommer des vergangenen Jahres, andere Staaten in die kriegerische Auseinandersetzung hineinzuziehen, um auf diese Weise neue Hilfskräfte, gegen Deutschland zu gewinnen. In schonungsloser Offenheit kennzeichnet die Moskauer Zeitung„Krasnaja Swesda“ dieses intrigante Treiben der Westdemokratien mit folgenden Ausführungen: „England und Frankreich sind nicht nur am Kriege interessiert, sondern wünschen vielmehr seine Dauer und Ausdehnung auf ein Maximum zu erweitern. Der Gedanke, in Osteuropa einen Krieg zu provozieren, macht den Angreifern dauernd Kopfschmerzen. Wenn sich das englische und das französische Kommando an der Westfront auf eine Verschleppungstaktik verlegt, so erklärt sich dies aus dem Wunsch, die eigenen Kräfte nicht zu schwächen, solange es den Diplomaten nicht gelungen ist, ganz Europa und schließlich die ganze Welt in den Krieg zu zerren. Wenn das englisch=französische Kommando wenigstens ein bißchen Siegeshoffnung hätte, so würde es nicht davor zurückschrecken, Millionen von Soldaten am Westwall zu opfern. Aber das englisch=französische Kommando hat diese Hoffnung nicht. Hieraus erklärt sich die Tatsache, daß alle Anstrengungen der Alliierten auf eine Ausdehnung des Krieges hinauslaufen. Die Allierten haben die Finnen zum Angriff aegen die Sowjetunion veranlaßt in der Hoffnung, in Nordeurova die Brandfackel zu entfachen. Sie wollen die skandinavischen und Balkanländer in den Krieg treiben und schließlich die ganze Welt in den Kreis ihrer kriegslustigen Politik zerren.“ Diese sowjetrussische Auslassung nennt das infame Treiben der westdemokratischen Diplomatie beim richtigen Namen. Moskau hatte das englisch=französische Doppelspiel bereits erkannt, als die verschiedensten englischen Abordnungen in Moskau während des Frühjahrs und Frühsommers wochenlang antichamhrierten, um die Sowjetunion in eine deutschfeindliche Front hineinzuzwingen. Nachdem der westlichen Diplomatie in Moskau sämtliche Türen verschlossen worden waren, verlegt sie sich auf politische Brandstiftung im Norden und Südosten. Nicht zuletzt geben die Cabotageakte des britischen Geheimdienstes in Rumänien und in Jugoslawien genügenden Aufschluß, welche Pläne London und Paris verfolgen. Es ist die Sache der Neutralen, sich gegenüber den politischen und verbrecherischen Anschlägen stark zu erweisen. Die vorliegende sowjetrussische Stimme müßte auch einem Blinden die Augen öffnen. England und Frankreich wollen Finnland helsen Brüssel. 8. Januar. Aus Paris wird berichtet, daß sich Frankreich an die Genfer Liga gewandt und mitgeteilt habe, es wolle Finnland Hilfe leisten. Nach einer Meldung des Poriser„Jour“ werde der Vorschlag gemacht, Frankreich möge doch etwa 10.000 Mann seiner Alpentruppen nach Finnland entsenden. Amsterdam, 8. Januar. Während des Wochenendes hat die britische Regierung auf das Rundschreiben des Generalsekretärs des Genfer Vereins, welche Art-von Hilfe die einzelnen Zegierungen Finnland geben wollten, geantwortet, Dem diplomatischen Korrespondenten der„Times“ zufolge hat die britische Regierung erklärt, daß sie der finnischen Regierung jede nur mögliche Hilfe geben wolle. Neue Dienstgrade bei den Freiwilligen Seuerwebten dnb Berlin, 8. Januar. Im Zuge der Neuordnung des deutschen Feuerlöschwesens sind bei den Freiwilligen Feuerwehren, die bekanntlich als technische Hilfspolizei zum Korps der deutschen„Polizei gehörer, neue Dienstgradbezeichnungen eingeführt worden. Danach gibt es bei den Freiwilligen„Feuerpehren die Dienstarade: Anwärter, Truppmann, Obertruppmann, Haupttruppmann, Truppführer, Obertruppführer, Haupttruppführer Zugführer, Oberzugführer, Hauptzugführer(dem Range eines Hauptmannes entsprechend). Kreisführer(dem Range eines Majors entsprechend). Bezirksführer(ders„Range eines Oberstleutnants entsprechend), Abschnittsinspekteur(dem Range eines Obersten entsprechend). Die neuen Dienstgrade sind einheitlich für das ganze Reich und treten an Stelle der bisher in den einzelnen Ländern voneinander abweichenden Dienstgradbezeichnungen. deutschen Behauptung umgefälscht. Da kann man nur sagen: Plumper ging's nimmer! Der zweite Fall spricht kommentarlos für sich:„Daily Expreß“, gegen Londoner Rundfunk! Randbemerkungen iegskuasen minh Hal okut Zum Kriegführen ge„Kriegssparen wird belohnt“ hört nicht nur eine starke Wehrmacht, sondern auch eine leistungsfähige Wirtschaft, die der Wehrmacht die scharfen Waffen in die Hand gibt, mit denen der Feind geschlagen werden kann, und nicht zuletzt gehört dazu auch Geld. In seiner Salzburger Rede hat der Reichswirtschaftsminister Funk nach einer Herausstellung der wahren Ursachen des von England entfesselten Krieges dargelegt, wie wichtig der wirtschaftliche Seitor im Kriege ist. Denn wie immer kämpft Großbritannien auch in diesem Kriege in erster Linie mit wirtschaftlichen Waffen. Es will uns von sämtlichen Zufuhren abschneiden. Dazu sollen ihm die Hungerblockade und in jüngster Zeit auch die Aufkäufe von Rohstoffen und sogar künftigen Ernten in aller Welt dienen. Dieses Beginnen überrascht uns nicht. Die Führung des nationalsozialistischen Reiches hatte damit gerechnet und durch die Erzeugungsschlachten und den Vierjahresplan dem britischen Wirtschaftskrieg wirksam entgegengearbeitet. Durch die Verständigung mit Rußland und durch unsere guten wirtschaftlichen Beziehungen mit den Neutralen, vor allem im südosteuropäischen Raum, sind die wirtschaftlichen Einkreisungsabsichten unserer Gegner zunichte gemacht worden, so daß, wie Reichsminister Funk mit Genugtuung feststellen konnte unsere wirtschaftliche Rüstung der militärischen ebenbürtig ist. Bleibt die Frage der Kriegsfinanzierung. Während wir im Weltkriege die notwendigen Mittel in erster Linie durch Anleihen aufgebracht haben, liegt im nationalsozialistischen Staat das Schwergewicht bei den Steuern. Es wird durch den Zuschlag zur Einkommensteuer sowie durch die Zuschläge auf Tabak und Alkohol ein erhöhter Eintommensprozentsatz direkt für die Kriegführung in Anspruch genommen. Dieser ist aber nicht so hoch, daß damit schon alle vorhandene Kaufkraft weggesteuert wäre. Vielmehr bleiben noch Einkommensteile verfügbar, die bei den einzelnen verschieden groß sind. Diese Einkommensteile hat der sparsame Deutsche schon in Friedenszeiten auf die Sparkasse oder die Bank gebracht. Im Kriege sollte er das erst recht tun. Das hat auch Minister Funk betont und eine besondere Art des Kriegssparens angekündigt, bei der der Kriegssparer belohnt werden soll. Das kann nur bedeuten, daß man ihm einen materiellen Anreiz zum Kriegssparen geben will. Es ist zu hoffen, daß dieser Appell an das vermehrte Sparen im deutschen Volke einen kräftigen Widerhall findet. Denn würde der deutsche Volksgenosse den Appell überbören, dann müßte man— auch darüber hat der Reichswirtschaftsminister keinen Zweifel gelassen— zu einer noch, schärferen Besteuerung schreiten. Eins steht auf alle Fälle fest: die notwendigen Mittel zur Kriegsfinanzierung müssen und werden aufgebracht werden, so oder so. Und darum sollten wir freiwillig alles tun, um dem Kriegssparen zu einem vollen Erfolge zu verhelfen. Irgendwelche Befürchtungen wegen der Stahilität unserer Währung sind völlig unangebracht. Die Entwertung der Mark lehnt die Führung des Großdeutschen Reiches entschieden ab. Sie sorgt dafür, daß alle Lasten gerecht verteilt werden. Diesen Grundsatz hat auch der Reichswirtschaftsminister in seiner Salzburger Rede wieder unterstrichen. Es gilt, uns immer zu vergegenwärtigen, daß wir uns in einem totalen Kriege befinden, in dem nicht zuletzt die wirtschaftlichen Waffen entscheiden, und uns danach zu richten. „. Auch ein blindes Huhn findet Einmal die Wahrheit dann und wann ein Korn und ein englischer Publizist kann auch einmal die Wahrheit sagen! Vernon Bartlett. einer der bekannten englischen Deutschenfresser, zjeht im „News Chroniele“ gegen eine vom britischen Informationsministerium herausgegebene Broschüre„Die Sicherheit des Sieges“ zu Felde, die in bombastischer Form den Reichtum Englands als angeblich unzerstörbar erklärt, und kommt zu der gegenteiligen Schlußfolgerung. indem er rundheraus feststellt:„Was sich in der Tschecho=Slowakei in Polen, in Spanien und in Finnland zugetragen hat kann sich auch in England ereignen. Das englische Volk ist nicht bereit, zuzusehen, wie seine Chancen von ängstlichen alten Männern vergeudet werden, die sich weniger um das Wohlergehen der Völker aller Nationen kümmern als um die Erhaltung ihrer eigenen Macht und ihres eigenen Standesurteils“.. Diese Charakterisierung stimmt haargenau mit unserem eigenen Urteil über die englischen Plutokraten überein, nur verschweigt Bartlett, daß im Endeffekt jeder Engländer ebenso wie Großbritanniens alte Männer denkt und bereit ist, den durch die Regierung Chamberlain heraufbeschworenen„englischen Krieg“ zu decken. Dem Artikelschreiber sind die Regierenden zu alt, weil sie nach seiner Ansicht den Krieg nicht mit allen Mitteln führen. Wir können demgegenüber nur erklären, daß die jungen Völker über ausreichende militärische und vor allem pfychologische Mittel verfügen, um diesen Kampf auch gegen eine verjüngte Plutokratie zu führen und siegreich zu bestehen. Denn aus seinen plutokratischen Bindungen kommt kein Engländer heraus. H Daß Großbritannien seit Hannemann, geh du voran! Jahrhunderten andere Völker für sich kämpfen läßt, ist eine historische Tatsache: Frankreich insbesondere, alle übrigen Alliierten im Weltkrieg, Polen im gegenwärtigen, Krieg. Die englischen Neujahrsergüsse lassen darauf schließen, daß die britische Politik auch im neuen Jahre alle Hebel in Bewegung zu setzen versuchen wird, um die kriegerische Auseinandersetzung auszuweiten und neue willfährige Hilfsvölker gegen Deutschland zu mobilisieren. Das alles ist nicht neu. Wenn aber ein englisches Blatt diese urbritische Einstellung geradezu proklamiert, so darf man auf das Echo gespannt sein, das eine solche unverblümte Offenherzigkeit Nr. 3/ Bochumer Anzeiger Donnerstag, 4. J Januar 1940 bei denen finden wird, die es betrifft. Da erklärt der „Daily Expreß" zur Neujahrs=Proklamation des englischen Königs, der neun Jahrgänge zur Musterung aufgerufen hat:„Eine Erweiterung der englischen Armee er daß der Führer unüberwindlich im Glauben an das Illusionslos gegenüber der Möglichkeit schwerer Opfer,i chen, daß die englische Regierung baldigst die Versicheg= Recht der deutschen Sache ist. bedingungslos dem einzigen Ziel verschworen, gesam=rung abgebe, daß diese Methoden aufhören. .! So hat er Mann für Mann seiner politischen Ge, melt zu außerster Entschosenheit, kreisen alse unsere„ Migltamee Weic auans er Kräfte außer Kurs gesetz.— Zus die geonerischen.Natürlich, das Leben des Alags gebt seiten Gang] Neun Riulosten Relthsplliutt ergab der„Kaperkrieg der HJ.“ alche aitelale ie Tait geischsehl Plagsecechlie Frankreich dort keine weitere Hilfe zu gewähren.“ Deutlicher kann es dem französischen Poilu nicht Das Rad des sesi und i. kandel der iu. Heidat Seitnct sit ui; Pagscicer Geshkaceie seit. de daich der abisechenet * Schicksals rollt. die sich vorbereitet, ten zum Mozes Lechesez gesheren. einnat als Schaiz, Wir fühlen die täuscht sich darüber, daß abseits vom Schicksal der Geund erleben, meinschaft jedem einzelnen Volksgenossen Mühsal und Akt Leid ebenso beschieden sein können wie Glück und Tapferkeit wirkt Wunder Des Führers Beilpiel in Stunden härtelter Entscheidung Von Einlt Sünter Dickmann (Schluß.) Mit Ritler anzubinden, ilt Leichtsinn Nachdem sein eiserner Wille Benesch zur Herausgabe der sudetendeutschen Gebiete gezwungen hatte, fuhr der Führer im Oktober 1938 durch die befreiten nach hüllt wi lichste eines der wird. 66 8. Je kleiner das Herz eines Menschen ist, desto bänglicher wird seine Fragestellung an das Schicksal in diesen Zeiten sein.. Pegf mit einem Karf„Ich gehe in diesen Kampf mit einem starken Her.“ So bekannte Adolf Hitler bei Kriegsausbruch. dnb Berlin, 3. Januar. Die von der HJ. und dem BDM. am 16. und 17. Dezember 1939 unter dem Motto„Kaperkrieg der uns aber Adolf Hitler führt, wissen wir, daß HJ.“ durchgeführte dritte Reichsstraßensammlung für Geschick wichtiger sind das Kriegs=Winterhilfswerk stellt in ihrem Ergebnis der wir desto Opferfreudigkeit des deutschen Volkes und dem Samferkeit wirkt meleinsatz der deutschen Jugend wieder das beste ZeugStädte und Dörfer, begrüßt von einem Jubelsturm einer dankbaren und befreit aufatmenden Bevölkerung. In einem der kleinsten Städtchen des nun wieder deutsch gewordenen Böhmer Waldes, auf dessen Marktplatz Adolf Hitler selber die Einwohnerschaft mit bewegten Worten als neue Volksgenossen des Großdeutichen Reiches begrüßte, war es auch, daß er in ernster Lesinnung auf den vorangegangenen Kampf betonte, diese dentwürdige Stunde sei nur möglich geworden, weil Deutschland für den letzten Einsatz gerüstet gewesen sei und„entschlossen, wenn notwendig, ihn auch zu vollziehen. Wir erinnern uns noch deutlich der Tage voll europäischer Spannung, da ein haßgeborenes, uns minderwertiges System in Prag im Vollbesitz aller demokratischen Sympathien daränging, Hunderttausende von deutschen Familien physisch und moralisch zu vernichten. Doch damals stand das Reich bewaffnet an den Grenzen dieses widersinnigen Staates, und Stunden nur noch, dann hätte es zugeschlagen, wie es ein Jahr später gegen Polen zuzuschlagen genötigt war. Vergessen wir es nie, denn das ist die bindendste und verpflichtendste Kraft unseres neuen deutschen Volksbegriffes: Adolf Hitler war gewillt, wenn nötig, unter Einsatz des ganzen deutschen Volkes, der Vergewaltigung Deutscher vor den Toren des Reiches ein Ende zu machen. 1008„ So war es im September 1938, so war es im Frübjahr 1938, da der Führer genötigt war, dem Schützling aller Feinde des deutschen Volkes, Schuschnigg, zu sagen, es könne einmal die Stunde kommen, daß das Reich nicht mehr länger würde zusehen könven...# june uatianalte“ Mehr als einmal stand das junge nationalsozialistische Deutschland Gewehr bei Fuß, wenn es ein Gebot der Ehre und des nationalen Lebensrechtes vollzog. Das waren immer Stunden, in denen man nie wissen konnte, ob nicht der alte Feind Deutschlands uns zu einem Kampf auf Leben und Tod zwingen würde. Bei allen diesen geschichtlichen Gewinnen mußte auch mit der Möglichkeit von Verlusten gerechnet werNur ungeschichtlich denkende Menschen könnten wünschen oder gar fordern, man solle auf scheinbar kleine Erfolge verzichten, wenn man notfalls für sie das ganze Leben in die Waagschale werfen müsse. Dieses Denken ist falsch. Zu diesem Denken wollten die außeren Feinde und die inneren zersetzenden Elemente das deutsche Volk nach Versailles erziehen. Natürlich: das deutsche Volk sollte verlernen, jemals wieder ein Risiko zu wagen, um so leichter konnte man es nach und nach zerstückeln. Drei Beispiele belegen dies schlagend: 1. Der polnische Aufstand in Oberschlesien, der nur gelingen konnte, weil das schwache Novemberreich als Gesamtheit nicht wagte, seinen Besitz mit Zähnen und srallen zu verteidigen,„„" 8ax Mittan im tiaf. 2. der Raub des Memellandes, der mitten im tiefsten Frieden erfolgte. g.#.2.-braehist##. 3. Frankreichs Einbruch ins Ruhrgebiet, dem man amtlicherseits einen zum Scheitern verurteilten„passiven Widerstand" entgegensetzte, Gerade zu diesem letzten Fall hat der Führer in „Mein Kampf“ unmißverständlich Stellung genommen und nachgewiesen, daß der passive Widerstand, wenn überhaupt, nur einen Sinn haben konnte, wenn hinter ihm die rücksichtslose Entschlossenheit stand, nötigenfalls auch einen verzweifelten aktiven Widerstand zu leisten. Eine Politik, die nichts wagt, gewinnt auch nichts. In diesen Tagen, da das amtliche Deutschland versagte, wuchs auf ihren genau entgegengesetzten moralischen Grundlagen die nationalsozialistische Freiheitsbewegung. onatsozialig Ohne ein drohendes bewaffnetes Eingreifen des Reiches hätten die Ostmark und das Sudetenland niemals zu Großdeutschland zurückgefunden. Heute herrscht bei uns auch Klarheit über die sogenannte„Friedenspolitik, von München", wie sie für Chamberlain aussah. England konnte sich damals den Krieg in keiner Weise leisten. Der friedliche Sieg von München aber wurde erfochten, als keine Menschenseele auf der Welt mehr zweifeln konnte, daß Hitler des deutschen Volkes Rechte so oder so. wenn nicht anders, dann mit der scharfen deutschen Waffe, auf jeden Fall durchsetzen werde. Niemand, der sie erleben durfte, wird je die Stunde vergessen, da der Führer im Berliner Sportpalast am 26. September 1938 entscheidende Abrechnung mit Benesch hielt, entschlossen bis zum äußersten, bis zum letzten Gedanken glühend erfüllt von der großen Aufgabe und klar gewillt, nicht einen Quadratmeter deutschen Volksbodens, nicht einen Tropfen deutschen Blutes mehr preiszugeben— und koste es den Krieg. Das erkannten die vielen Tausende im Saale, deren Raunen und Rufen, deren Bewegung und zustimmendHinneigung wie in einem brodelnden Kessel brandete. Hier stand ein Mann für die Ehre. Sie hätte jedes Opfer von ihm fordern können. Und bei ihm stand sein Volk. Erst dadurch wurde die friedliche Lösung erzwungen. Ohne den Willen zum Risiko wäre der ehemalige tschechische Staat noch heute der Aufmarschplatz der Westmächte gegen das Reich und vielleicht sein Verderben. Und Oesterreich? Auch Schuschnigg trat erst zurück, als er erkennen mußte, daß sein längeres Bleiben des Reiches Eingriff unvermeidlich gemacht haben würde, daß der doch nicht mehr vermeidbare Sieg des Nationalsozialismus, wenn nicht anders, mit der harten Waffe gedeckt werden würde. Auch hier erzwang die Risikobereitschaft den Frieden....., In beiden Fällen murmelte es im internationalen Blätterwald: Hitler blufft. Allein der seelenlose Rechner wird im Leben der Völker Gewinn und Verlust materiell gegeneinander abwägen. Wir erkennen in allen Gewinnen des Führers Siege des einmaligen Mutes, des Glaubens und der Kraft zur Verantwortung, die ihm die Vorsehung in die Wiege gelegt hat. Von Stufe zu Stufe seines Aufstieges verschoben sich zwar die Dimensionen der Macht, des Kampfplatzes und der Gegner. Der Kampf weniger Männer wurde zum Kampf der Partei, der der Partei zum Kampf Deutschlands— gleich und unveränderlich, wie aus den tiefsten Gründen der Geheimnisse des Lebens emvorgestiegen blieb aber der Charakter Adolf Hitlers.„Und setzet Ihr nicht das Leben ein.“ Wir Deutschen haben Adolf Hitler, was kann uns anfechten?.. I4 gig 2t sich der SuhWir haben verfolgt, wie oft sich der Führer gegen weit überlegene Kräfte durchsetzen mußte, wie er mit seiner eisernen Härte stets bis zur letzten durchhielt, wie er ungebrochen durch jeden Rückschlag sofort zu neuem Sturm ansetzte und den Feind dennoch bezwang, wir haben vor allem die Erkenntnis, zen So bekannte Adolf Hitler, bef, Kriegs Dies starke Herz ist Vorbild aller Deutscheg.„ Et Sm ux Satic. Mit der Waffe der Zuversicht formiert sich Deutschland zum Marsch in die Zukunft. Es ist des Volksgenossen Ehrgeiz, diese Haltung auch persönlich in großen und kleinen Angelegenheiten zu dokumentieren. im Greise, verpflichtender Beispiele. Wir haben uns nur einige von ihnen vergegenwärtigt, um den einzigen Maßstab zu gewinnen, mit dem eine große Zeit von Menschen, die ihrer würdig sein wollen, beurteilt und geleht sein will..„ K 487228 kat.2 am. iie Nun komme, was will. Deutschland hat das Beispiel Adolf Hitlers. Eine stärkere Waffe kann es nicht haben. Mag der kalte Rechner allein die Kräfte wägen, die er sieht; die Waffen und Goldbarren und Reichtümer. Reichtum kann zerfließen, Gold kann entwerten, Waffen können zerbrechen— unbezwinglich bleibt nur das stärkste Herz. Und das hat Deutschland. Denn Deutschland hat den Führer. Die Englunder=hatten=Eus Raussehen Wie sich das Hapag=Motorschiff„St. Louis" nach der Heimat durchschlug dnb Hamburg, 8. Januar.[Es herrschte außerordentlich schlechtes Wetter. Wiederholt fegten Schneestürme über das Schiff hinweg, aber " die Reise verlief glatt. Am Neujahrsmorgen wurde der Hamburger Hafen erreicht. Gegen Mittag fand an Bord klainar Empfang statt, auf dem Am Neujahrstage ist das Hapag=Motorschiff Louis" nach mehrmonatiger Abwesenheit nach Hamburg zurückgekehrt. Die Kunde, daß das letzte der fünf großen Passagierschiffe der Hamburg=Amerika=Linie im Nordamerikadienst unter Führung des Kapitäns Gustav Schröder wieder im Heimathafen ist, hat in Hamburg, aber auch in ganz Deutschland, große Freude erweckt. Wieder haben sich seemännische Erfahrung und seemännische Tüchtigkeit bewährt. Ein deutsches Schiff ist dem Zugriff der Feinde entzogen worden und befindet sich im sicheren Hafen. Bewegte Monate hat die tüchtige Besatzung der„St. Louis“ hinter sich, deren Erleben sich in der nachfolgenden Schilderung widerspiegelt: Es war im Mai des vergangenen Jahres, als das Schiff den Hamburger Hafen mit dem Ziel Havanna verließ. An Börd befanden sich jüdische Emigranten, die aber in Havanna nicht an Land gehen konnten, da die kubanische Regierung die Einreise verweigerte. Das die kubanische Regierung die Einreise verweige Schiff nahm nun von Havanna Kurs nach Antwerpen. Hier gingen die jüdischen Emigranten von Bord, die auf verschiedene europäische Länder verteilt wurden. Die „St. Louis“ dampfte nun nach Newyork, um programmdurchzuführen, Digse„Feisen fielenz in dig, Monate Juli Deutschland soll sich also durch, Unte und August. In Newyort wuroe das Schiff vom Aus= den Seiten bruch des Krieges überrascht. Es gelang Kavitan Schrö. Bei der Sechgerklichfehinzmpezag, vasr alessiete Be. der, mit dem Schiff Newyork zu verlassen und einen erübrigt es sich, darauf hinzuweisen, daß alle diese Be Mann. in der Hauptsache, Deck:, und Maschinenversonal, russischen Konflikt die Aufnahme ig vem neurraten waren war ein kleiner Empfang statt, auf dem der Betriebsführer der Hapag, Dr. Hoffmann, in einer kurzen Ansprache Kapitän und Besatzung die herzlichen Glückwünsche zur glücklichen Heimkehr aussprach. Völlig aus der Luft gegriffen dnb Berlin, 3. Januar. Das englische Lügenministerium, dessen Propagandawalzen so abgespielt sind, daß kein Mensch sie mehr hören mag, geschweige ihnen glaubt, hat sich in seiner Hilflosigkeit neuerdings den finnisch=russischen Konflikt ausgesucht, um Deutschland einer unklaren Haltung zu verdächtigen. So werden zur Zeit von England und Frankreich in die europäische Presse Meldungen lanciert, wonach Deutschland Finnland mit Waffen unterstütze, während gleichzeitig dieselben Quellen verbreiten, daß Rußland Deutschland um militärische Hilfe gebeten und Deutschland diese Hilfe in Gestalt von Offizieren, Technikern und Kriegsmaterial nach Rußland entsandt habe. tschland soll sich also durch Unterstützung nach beiSeiten gewissermaßen selbst bekämpfen! ieser Bropagandamethoden Zweideutigkeit zu bezichtigen, war sehr um hierdurch bei den Vevzsen: Machenschaften tzr nis aus. Mit 8980 692,43 RM. steigerte sich das Ergebnis der gleichen Sammlung des Vorjahres um 2 691 773,97 RM. gleich 42,8 v. H. Davon entfielen auf das Altreich 7076 315,45 RM., auf die Ostmark 1 318 305,02 RM. und auf den Gau Sudetenland 586 071,96 RM. Insgesamt steigerte sich je Kopf der Bevölkerung der Durchschnitt von 7,86 Pfennigen im Vorjahr auf 11,14 Pfennige in diesem Jahr. Wieder ein erfolgreicher Sammeltag für das KriegsWinterhilfswerk, ein Tatbekenntnis nicht nur zur Volksgemeinschaft, sondern mehr noch ein wuchtiger Schlag jedes einzelnen deutschen Volksgenossen gegen Chamber= lain und Churchill, eine Antwort auf die Pläne der Vernichtung Großdeutschlands. Die Deutschen schaffen Ordnung Ein Amerikaner bereiste Polen Washington, 3. Januar. Ernest Swift, der Leiter der Auslandsabteilung des amerikanischen Roten Kreuzes, der nach längerem Aufenthalt in Deutschland und Polen nach Washington zurückgekehrt ist, gewährte„Washington Times Herald“ eine Unterredung, in der er erklärte, er habe in Berlin stets genug zu essen bekommen, wenn er auch Lebensmittelkarten benötigte. In Polen habe er außer in Krakau und Warschau wenig Anzeichen des kürzlichen Krieges vorgefunden. Sehr beeindruckt habe ihn die systematische Art, wie die deutschen Behörden Warschau säuberten und hygienische Maßnahmen träsen. Dort hätten bisher nur 40 Prozent der Behausungen Kanalisation oder Wasserleitung gehabt. Das meiste Trinkwasser sei aus Brunnen oder aus der Weichsel gekommen, mit dem Ergebnis, daß ständig 400 bis 500 Typhusfälle in Warschau zu verzeichnen gewesen seien. Jetzt sei die Gesundheitslage Warschaus besser als vor dem Kriege. Niemals habe er gesehen. daß die deutschen Soldaten die polnische Bevölkerung drangsalierten. Kurze Nachrichten Reichskennziffer für die Lebenshaltungskosten im Dezember Die Reichskennziffer für die Lebenshaltungskosten stellt sich für den Turchschnitt des Monats Dezember 1939 auf 126,4 (1913/14— 100). Sie hat gegenüber dem Vormonat (126.1) um.3 v. H. angezogen. Belgischer Ministerbesuch in Holland Ende Dezember wurde die Heimreise nach und sie durch solche dunklen Mache Hamburg angetreten. Die Fahrt dauerte mehrere Tage. Ziele der Westmächte einzuspannen. um vierdurg, bei den Neutralen. Vervitrung.1 die, Der, beigsche Miniter de Won it unerpgrist,. 33, einen und sie durch solche dunkten machenschaften—.—. Besuch in Den Haag eingetrossen. Wie Minister de Man Pressevertretern gegenüber erklärte, wolle er in Holland die Freizeitgestaltung im Heere kennenlernen, da es seine Aufgabe sei, die Freizeitgestaltung im belgischen Heere“ durchzuführen. Vitlere Wührheiten für die Gelosaubeinerratten „Giornale'Italia“: Die Vorherrschaft der Plutokratien hat allein die großen Gegensätze zwischen den Völkern verursacht und tragen unseren eigenen Namen. Wir leben und arbeiten nunmehr für uns selbst. Die ausländische Rom, 3. Januar. Unter der Ueberschrift„Der Friede und die Freiheit“ greift der Direktor des halbamtlichen„Giornale 'Italia“ die Aeußerung des„Temps“ auf, wonach eine Befriedung Europas die Freiheit der Wirtt,#s# zur Voraussetzung habe und die wirtschaftliche###.= ung das Haupthindernis sei, das einer Wievetannze, „Was auch immer geschehen mag", so schreibt das angesehene römische Blatt.„Jtalien wird das System seiner Nationalwirtschaft verteidigen und nicht gestatten, daß man diese Ordnung antastet, die nunmehr einen wesentlichen Teil seines nationalen Lebens ausmacht. Die wirtschaftliche Selbständigkeit, und das möge sich der„Temps“ gesagt sein lassen, ist für Italien der wichtigite Fattor gegenüper, den wirtschaftlichen und politischen Gewalttätigkeiten der anderen Großmächte.“ Das halbamtliche Blatt widerlegt dann das Märchen, wonach die totalitären Staaten durch ihre Autarkievolitik für die Krise und die politischen und wirtschaftlichen Konflikte der Welt verantwortlich seien. In Wirklichkeit habe Versailles.a. den drohenden Sieg der drei gewaltigen autarkischen Imperien bedeutet. Lit diesem Siege hatten die großen DemokraMit Lebensrechte tien andere Völker ihrer beraubt. Zu den reichen Schätzen ihres Mutterlandes ihrer Imperien und ihrer Kolonien hätten Frankreich und England noch die Deutschland und der Türkei abgenommenen Gebiete hinzugefügt. Frankreich und Enaland redeten nur deshalb nicht von nationaler Sperrballon nach Mittelschweden abgetrieben Ein über Mittelschweden treibender Sperrballon. der mebrere Schäden an Hochspannungsleitungen anrichiete, wurde in der Nähe von Svarta unschädlich gemacht. Auf„unbegrenztem Urlaub“ Wie der Londoner Rundfunk mitteilt, hat der britische Botschafter Seeds Moskau verlassen und einen unbegrenzuns selbst. Die ausländische ten Urlaub angetreten. Auch der französische Botschafter Propaganda, die uns gerne wieder vor fremde in Moskau, Naggiar, werde sich demnächst auf unbegrenzInteressen spannen würde, kann uns nicht be ten Urlaub begeven. irren und auch die Stimmen=unzufriedener Tschecho= Weitere in Dublin geraubte Munition gefunden klowaken, die ihre Vorherrschaft über die Slowatei zing weitere wenge der aus dem Duvliner Munitions. Munition, nämlich 2½. Tonnen, wurde bei Clarnagh, in der Grasschaft in Nordirland, aufgesunden. Man nunmehr von den gestohlenen 28 Tonnen 23 Tonnen wiees Volkes auf sein dergefunden worden seien. es„in vollem„Pr, Warenhausbrand in Frankreich der freudigen aatigge: Das slowakische, Vo#k Das größte Kauspaus der franzssische use, die slowatische gepublik ist seine Heimat, sort, die sogenannte„Moderne, Galerte“, ist am Mittwoch und unabhängige Heimat“ ein Raub der Flammen geworden. Verluste an Menschenleben sind nicht zu beklagen. Mussolini weiht Führerschule der Partei Der Duce übergab am Mittwoch im Forum Mussolini in Rom die neue„Zentrale für politische Schulung“ ihrer Bestimmung, in der der Füyrernachwuchs aus allen Gauen Italiens sich künftig auf seine hohen Ausgaben vorvereiten wird. Der Bau nimmt über 47000 Quadratmeter ein und hat eine Marmorfassade von rund 180 Meter Länge. 9##„ urgt unseres Polkes Eine weitere Menge der au gs Haupthind is sei das einer Wiederannähe= nicht mehr gusüben und für, den Verrat unserer Vvt### lager geraubten Munition, rung das Zanpthmgepp, ezzgg## an fremde Interessen keine Belohnung mehr bekommen, versteckt in einem Feld bei rung der Lölter im Wege stehe, um festzusengn, daß können uns nicht mehr beirren.„Wir, die wir auch in Arugab ir. Perkersand au das offiziöse französische Traan offenbar ein„besseres der Vergangenheit nicht uns selbst, sondern nur das n Eurovg, als Folgg des„usorhaftzantärkien anstrebe. historische und natürliche Recht unseres Volkes auf sein de eiren veaimes und der Virtiagnsauarnen uudu.—, arteigenes Leben suchtei, teigene., S gihposiscen abe m Italien, so betont das halbamtliche Thatt, erblicke wußrsetz, der freuzigngziche#:.#,8,. cepot Das größte, Kauspaus der französischen, Festungsstadt. Beidie Uebel, an denen die Welt kranke, in einer ist zu Hause, die slowarische mevublik ist seine Heimat, torf Htebsogengunte„Moderne“ Salerie= Vist ank Mitnpoch ganz anderen Richtung als der„Temps“. seine freie und unabhängige Heimat.“ Washingtons protest in London gegen die Beschlagnahme amerikanischer Post Washington, 3. Januar. In dem Protest der amerikanischen Regierung gegen die Beschlagnahme amerikanischer Post auf neutralen Schiffen durch die Engländer werden folgende Schwere Sturmschäden in Portugal Fälle als Beispiele aufgezählt: Das seit der Neujahrsnacht wütende Unwetter mit Sturm Am 10. Oktober nghmer, I/, Ergrnterstanischer Post, den an Fluren und Gebäuden an. Große Teile der Provinz fer„Blackaul!“, 293 Sage„amerirgggzer, Po Aleatseo sind überflutet. Alle Post= und Eisenbahnverbingdressiert nach Rotterdam, 10 Säcke, adressiert nach dungen sind unterbrochen. Mehrere Menschen wurden geAntwerven. Am 12, Oktober nahmen die Behörden in###e# den Downs„vom Dampfer„Zaandam“„I7 Säcke PaDomns vom Dampfer„Zaandam“ 77 Säcke Patetpost, 33 Säcke eingeschriebene Post. 156 Säcke gewöhnliche Post für die Niederlande, 65 Säcke gewöhnliche Post für Belgien, vier für Luremburg, drei für Danzig 259 für Deutschland. Am 12. Oktober nahmen die Behörden in Weymouth vom Dampfer„Blacktern" 94 Säcke amerikanischer Post für Rotterdam, 81 für Antwerpen. 184 für Deutschland. Am 24. OktoWirtschaft, weil sie diese bereits auf Grund ihres un ber nahmen die Behörden von Kirkwall vom Dampfer itgritglen Iesitzes verwirklicht hätten, Vim Astrid Norden“.48 Säcke Lost von Newyork, nach Hotenburg und 18 Säcke von Newyork nach Helsinki. geheuren territoriiglen Besitzes verwirklicht hätten. Um diesen imperialen Wirtschaftsblock in vollem Maße auszuwerten, hätten aber Frankreich und England den Grundsatz der„lebenswichtigen imperialen Interessen" aufgestellt, die geschützt werden müßten, und deshalb eine Politik der Aufrüstung und der über die ganze Welt zerstreuten Flottenstützpunkte sowie der Kontrolle der Zufahrts= und Durchfahrtsstraßen betrieben. „An die Seite ihrer wirtschaftlichen Vorherrschaft ist damit die politische Vorherrschaft getreten, die, wie die gegenwärtigen Ereignisse beweisen, nicht den totalitären Staaten, sondern lediglich den großen plutokratischen Demokratien eigen ist. Diese Vorherrschaft allein hat vor allem die großen Gegensätze zwischen den Völkern verursacht.“ Man müsse ein für allemal, so schließt das Blatt, mit der Lüge aufräumen, wonach die Autarkie ein Wahrzeichen der autoritären Regimes und an der Zerrüttung der Weltwirtschaft schuld sei.„Die Provleme des Friedens und der Freiheit haben in Europa und in der Welt ein ganz anderes Gesicht als das, das ihnen der„Temps“ in seinem erneuten Kreuzzug gegen die Wirtschaftssysteme Deutschlands und Italiens andichten möchte.“ slowakische Volk ist zu Hause“ Rundfunkansprache von Staatspräsident Dr. Tiso Preßburg, 8. Januar. In einer Ansprache über die slowakischen Sender erklärte der slowakische Staatspräsident Dr. Josef Tiso, daß das slowakische Volk im vergangenen Jahre die Erfüllung der Sehnsucht vieler slowakischer Generationen erkämpft habe:„Das slowakische Volk ist heimgekehrt. Wir haben den Kampf für das Recht unseres Volkes, der seit Jahrhunderten von unseren Besten geAußerdem seien viele Einzelfälle britischer Beschlagnahme, Oeffnung und Zensur amerikanischer Post zur Kenntnis des Statesdepartements gekommen. Die Militärische Besprechungen der Westmächte mit Ankara General de Arbonneau vom französischen Generalstab ist zu Besprechungen in Ankara eingetroffen. Ferner trafen zu dem gleichen Zweck zwei englische Generalstabsoffiziere in der türkischen Hauptstadt ein. USA.=Flugzeugindustrie arbeitet mit Hochdruck Die Aeronautische Handelskammer gab bekannt, daß die amerikanische Flugzeugindustrie in das neue Jahr mit einem Auftragsbestand im Gesamtwerte von 550 Millionen Dollar gegenüber 153 Millionen Dollar zu Beginn des vorigen Jahres eintrete. Nabezu die Hälfte der Aufträge sei nach Mitte Oktober eingegangen. Auch Australien bewaffnet Handelsschiffe USA.=Regierung gebe das Recht der englischen Regie Die„Newvork Times“ meldet aus Sydney(Australien), daß rung zu, Privatpost zu zensieren, die aus britischen sämtliche australischen Handelsschiffe mit Zehn=ZentimeterGebieten komme oder dorthin bestimmt sei, oder Pri(gichtinen vatpost, die auf normalem Wege durch britische Gebiete zur Weiterleitung an das Endziel laufe.* Die ISA.=Regierung könne jedoch nicht irgendein Recht der englischen Behörden anerkennen, in amerikanische Post auf amerikanischen oder anderen neutralen Schiffen auf See einzugreifen, noch könne sie das Recht der englischen Regierung anerkennen, Post auf Schiffen zu zensieren, die unfreiwillig Britenhäfen anliefen. Die Elfte Haager Konvention stelle fest, daß der Postverkehr von Neutralen oder Kriegführenden auf hoher See unverletzlich sei. Die Ii8A.=Regierung glaube, daß die gleiche Regel auch die Post auf Schiffen betreffe, die von englischen Behörden gezwungen werden, in britische Häfen zu gehen. Diese Auffassung finde eine Stütze im Artikel 1 der Konvention, die bestätige, daß, wenn Schiffe angehalten werden, die Post.von den anhaltenden Behörden mit geringstmöglicher Verzögerung weiterzuleiten sei. Die UsA.=Regierung betrachte als ganz besonders unzulässig die Praxis der englischen Behörden. Post von Schiffen zu nehmen, die direkt zwischen Amerika und neutralen europäischen Häsen verkehren und die durch englischen Zwang veranlaßt werden, bestimmte britische Kontrollstationen anzulaufen. Hierin erblickt die USA.=Regierung eine klare Verletzung der Immunität, die in der Haager Konvention vereinbart worden sei. Die USA.=Regierung fühle sich veranlaßt, gegen obige Methoden entGeschützen bewaffnet werden sollen. Grundsätzliches Einverständnis über die Regelung der außenmongolisch=mandschurischen Grenzen Das japanische Außenamt teilte mit, daß zwischen JapanMandschutuo und Rußland=Außenmongolei ein grundsätzliches Einverständnis über die Einsetzung Gemischter Kommissionen zur endgültigen Festlegung der Grenzen und zur Beilegung von Grenzzwischenfällen erziekt wurde. Ueber Einzelheiten solle weiterverhandelt werden. führt wurde, zu Ende gekämpft. Wir sind zu Hause schieden zu protestieren und die Hoffnung auszuspreHauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs(im Wehrmachtdienst), Stellvertretender Hauptschriftleiter: Dr. Josef Schwermann. Verantwortliche Schriftleiter: Politik: Rudolf Goest, Bochumer Teil: Hans Schulte, Kulturpolitik u. Unterhaltung: Dr. Josef Schwermann. Kunst u. Wissen: Kurt Dörnemann(im Wehrmachtdienst), k. V. Dr. Josef Schwermann, Unpolitische Nachrichten: Eko van Mark, Sport u. Provinz: Hans Hornderg, Wirtschaft: Georg Schemmerling, Gerichtsdienst u. Briefkasten: Mar Flegel, Nachbargebiet u. Stadtteile: Erika Scheidt. Berliner Schriftleitung: Michael Haupt. Berlin=Karlsdorst. Heiligenberger Straße 25, Ruf 50l 340 und 211 670. Sprechstunden der Schriftlettung wochentags, außer mittwochs und sonnabends, von 16 17 Uhr. Für unverlangte Einsendungen keine Hasipflicht. Rücksendung nur bei Rückporto. Verlag und Druck: Laupenmüdlen& Dierichs, Bochum, Ratbausplasz 8, Rus 675 51-54. Verantwortlich für den Anzeigentell: Kuri Scholz. Zurzeit ist Anzeigen=Preisliste Nr. 10 gültig Nachlaßstaffel B. Berliner Anzeigenvertretung: F. W. Pempe, BerlinCparlottenburg. Uhlandstraße 194. Ruf 316 813. Seite Seite 3 Nr. 3/ Bochumer Anzeiger Donnerstag, 4. Januar 1940 uef wece uum„Blütenwunder zur Winterszeit Sochen.! Im Reiche der Blumen unter Dach und Glas . „Eines Tages hatte ich mal auf einem geliehenen Aktordion gespielt(ich kann nämlich spielen), und da hatten wir den Wunsch, auch so ein Instrument zu besitzen und uns dadurch die Abende schöner zu machen. Nun höre ich von Zuhause, daß der„BA“ Bochumer Jungen bei solchen Wünschen hilft.“ So steht es in einem Feldpostbrief, der zwischen den vielerlei und schon mehrfach erwähnten Bitten von der Front, aus der Heimat den Soldaten Rundfunkgeräte zu schicken, bei uns eingelaufen ist. Und in einem anderen Briefe heißt es:„ „So bitten wir Bochumer Jungen auf einsamer Wache um ein„abgelegtes“ Schifferklavier." Wer wäre wohl unter uns, der nicht bereit ist, jedem irgendwie erfüllbaren Wunsche unserer Soldaten nachzukommen. Die Wiedergabe der Bitten der Bochumer Jungen geschieht nicht nur des Interesses halber, sondern soll veranlassen, daß überall dort, wo ein nicht benutztes Schifferklavier im Hause ist, baldmöglichst Nachsuche nach diesem Instrument gehalten wird. Es hat eine lange Zeit gegeben, in der viele von uns nicht mehr so recht wußten, was des Soldaten Herz begehrt und was der Feldgraue sich wünscht. Heute, wo unsere Brüder Freunde und Kameraden ja zum Teil auch unser Väter wieder das stolzeste Ehrenkleid des deutschen Mannes tragen, ist uns dieses Verständnis wiedergekommen. Und so sind wir überzeugt, daß unsere Bitte Erfolg haben wird, daß heute, morgen oder übermorgen das Telephon bei uns klingelt und eine vergnügte Stimme am anderen Ende des Drahtes fragen wird: „Ist dort der„Bochumer Anzeiger“? Hier ist Familie Soundso auf der=Straße. Wir haben ein„abgelegtes“ Schifferklavier, das wir gern geben wollen für unsere Soldaten." 100 Jahre Chaussee Bochum—Elberfeld Die wichtige Verkehrsstraße Bochum—Elberfeld kann im neuen Jahre 1940 auf ein 100jähriges Bestehen zurückblicken. Mit dem Bau der Chaussee Elberfeld— Bochum war im Jahre 1828 begonnen worden. Sie wurde zunöchst bis Hattingen durchgeführt und dann bis Bochum=Weitmar fortgeführt. Dieser Teil, der die Verkehrsstraße in das heutige Bochumer Gebiet brachte, war im Jahre 1840 vollendet. Ihre Verlängerung bis zum Stadtinnern Bochums war bis zum Jahre 1842 fertiggestellt. Von 1839 an hatte man auch an der Herrichtung einer breiten Landstraße von Bochum nach Hofstede gebaut, die auch im Jahre 1842 vollendet wurde. Um die Anlage dieser ersten Chausseen, von denen die erste Chaussee, die Bochum mit der weiteren Nachbarschaft verband, die von Crengeldanz über Bochum nach Essen 1792 fertiggestellt worden war, haben sich der damalige Kammerdirektor Freiherr vom Stein und der Minister Heinitz sehr verdient gemacht. Sie bereisten im Jahre 1787 die Wegstrecken der neugeplanten Chausseen. Sie waren auf dieser Reise auch in Bochum und besprachen hier mit dem Wegekommissar Bergassessor von Grolmann, dem Oberwegeinspektor Steinmeister und dem Bürgermeister Jacobi den Lauf der Wegestrecken. Zuvor war im Jahre 1791 mit dem. Bau der Chaussee Bochum—Steele begonnen worden. Zu diesem Chausseebau sollte Bochum 40 Haufen Steine anfahren. Da man hier und anderwärts dem Chausseebau Mißbehagen entgegenbrachte, konnte man die Bochumer nicht dazu bringen, dies aus freiwilligen Stücken zu tun. Es bedurfte einer scharfen Verwarnung seitens des zu Wetter wohnenden Freiherrn vom Stein, der, als auch diese nicht half, der Stadt androhte, daß die Regierung in Hamm mit Execution vorgehen und eigens einen„Kreisreuter" nach Bochum entsenden würde. Das half. Als die Straße fertiggestellt war, fand man Gefallen an ihr, denn als 1797 Minister Heinitz zur Besichtigung der Straße in Bochum eintraf, bereitete man ihm in Bochum einen festlichen Empfang. Ein neues Wanderjahr bricht an Mit alter Tatkraft verfolgt die Abteilung Bochum des SGV. auch im neuen Jahre ihre idealen Bestrebungen. Davon legte beredtes Zeugnis die erste diesjährige Zusammenkunft in der„Uhle" ab. Bezirksführer Döring und Dietwart Gölzenleuchter ermunterten in ihren Ausführungen zu reger Wandertätigkeit und zur Pflege heimattichen Volksguts. Gerade jetzt gelte es, seelische Kräfte dem um seine Zukunft ringenden Vaterlande zu erhalten und zu stärken. Unverbrüchliche Treue dem Führer! Ein kurzer Rückund Ausblick auf das Vereinsleben wurde gegeben. Ehrend gedachte der Dietwart des am 19. Dezember verstorbenen Heimatdichters und Förderers des Westfälischen Heimatbundes Karl Wagenfeld. Der Reichswanderführer Professor Werner(Darmstadt) und der Hauptdietwart Grabowski hatten Grüße gesandt. Gehaltvolle Musikvorträge des Wanderfreundes Gohres, gemeinsame Gesänge und tief empfundene Worte des Dietwarts zeugten von dem Geiste, der die SGVer auch in dieser ernsten Zeit zu einer dem Vaterlande und der Heimat verschworenen Volksgemeinschaft vereint. gen Die Blumen auf ein Höchstmaß zu bringen und die hohe Zeit der Blüte von dem Kreislauf der Jahreszeiten vollständig unabhängig zu machen. Das besagt wieder nicht, daß alle Wünsche der Käufer erfüllt werden könnten. Besonders in unserer Zeit heißt es sich nach der Decke strecken und das nehmen, was gerade auf dem Markt oder in den Geschäften zu haben ist. Aber wir dürfen wohl sagen, daß der Blumenmarkt in Bochum noch sehr reich beschickt ist. Wenn Chrysanthemen nicht mehr zu haben sind, wie wäre es dann, gnädige Frau, mit Flieder oder Nelken, die es zwar nicht an Schönheit, aber an Wohlduft mit den Chrysanthemen aufnehmen können. Und gar eine Vase mit Edelkätzchen? Sie sind für diese Zeit der schönste und auch beständigste Zimmerschmuck. Ein Weidenkätzchen in der angehenden Blüte ist ein Wunder an Farbenspiel Bald kommen die Tulpen und Narzissen, und dann ist es wieder so weit, daß wir vom Gabentisch der Natur selbst nach Belieben und nach Wunsch nehmen dürfen. Bis dahin wollen wir uns noch des Blütenwunders zur Winterszeit von Herzen freuen. Die ersten Neueinstudierungen der Bochumer Bühne im Jahre 1940 Die in der Pflege klassischer und auch zeitgenössischer Dramen großzügige Spielplangestaltung der Bochumer Bühne wird auch im neuen Jahr ihre konsequente Fortsetzung erfahren. So sieht der Arbeitsplan der Bochumer Bühne für die nächsten Wochen als Wesentlichstes Shakespeares„Ein Sommernachtstraum" vor, der, nachdem er viele Jahre den Spielplan beherrscht hat, nun in ganz neuer Ausstattung und Inszenierung und auch in vollkommen neuer Besetzung wieder erscheinen wird. Das Werk wurde in den letzten Jahren an den deutschen Bühnen des öfteren sowohl mit Musiken aus der Zeit Shakespeares wie auch mit Sommernachtstraum=Musiken heutiger Komponisten gegeben. Die Bochumer Bühne machte jetzt den Versuch, aus dem Werk des Meisters, der diesem Dichter in seinem geistigen Schaffen am nächsten steht, nämlich Carl=Maria von Weber. geeignete Teile auszuwählen und für die Bochumer Bühne zu bearbeiten. Diese Aufgabe liegt in Händen von Kapellmeister Emil Peeters, während die Privataufnahmen Ein herrliches Feld von Chrysanthemen blühte im Gewächshaus. Es ist ein herrlich Ding um eine Blume. Und mag sie noch so schlicht in ihrem Blütenkleide sein, sie bringt es zuwege, den ärmlichsten Raum zu einer Sonntagsstube zu machen. Spricht sie doch die Sprache der allgütigen Mutter Natur, eine Sprache, die jeder versteht. Niemand möchte sie missen, am wenigsten der, dem die Natur zu einer großen Freundin geworden ist. Nur die Blume darf von sich behaupten, daß sie keinen Feind besitzt. Nur sie kann von sich sagen, daß sie alle Menschen zu Freunden hat. Eine Blume, mit Liebe geschenkt, wirkt Wunder. Sie kommt immer und bei jeder Gelegenheit zur rechten Zeit. Sie ist das Symbol der Freude, das Zeichen der Liebe, ein Sinnbild der körperlichen Schönheit und der Herzensanmut. Nehmt irgendeine Gefühlsaufwallung des menschlichen Herzens oder eine Haltung des menschlichen Charakters, alles das spiegelt sich in den Blumen wider. So wird die Blume zum Spiegelbild der menschlichen Seele, zum Spiegelbild der Welt schlechthin. Nimmt es da wunder, daß der Mensch der Blume mit ganzer Liebe ergeben ist, daß er sich freut, wo immer er ihr begegnet! Manches Dichterwort hat es ausgesprochen, daß eine Begegnung mit Blumen die Verzauberung der Welt bedeutet. Haben wir es selbst nicht oft erfahren, daß eine Blume. von irgendeinem gegeben, die Verzauberung unseres Alltags war? Laßt deshalb Blumen sprechen! Es will so scheinen, als wenn dieser Aufruf heute mehr denn je beherzigt würde. Das mag vielleicht an den veränderten Verhältnissen liegen. Tatsache ist, daß die Zahl der Blumenfreunde ins Ungemessene gewachsen ist. Wir wollen uns freuen, daß es so geworden ist und daß der Kurswert der Blume gewaltig gestiegen ist. Sie ist ein begehrter Geschenkartikel geworden, wenn nicht sogar der begehrteste. Noch niemals haben die Bochumer Blumengeschäfte einen so großen Ansturm erlebt wie in den Weihnachtstagen und zu Neujahr. Und die Jagd nach den Blumen hält immer noch an. Der materielle Wert steht ja auch in keinem Vergleich zu dem ideellen Wert. Welche Freude vermag nicht eine Blume auszulösen! In Bochum hat es sich ereignet, am Morgen des ersten Weihnachtstages. Ein altes Mütterchen lag krank zu Bett, ganz mutterseelenallein mit ihren Gedanken. Da tat sich plötzlich die Tür auf und das Nachbarskind kam herein. Den linken Arm hatte es voll von Chrysanthemen, und in der Rechten trug es ein kleines Tannenbäumchen. Diese Gabenspende trug es an das Bett heran. Es war sein Weihnachtsgeschenk, zusammengespart von den Kupferpfennigen, die es für kleine Botengänge hin und wieder einmal bekommen hatte. Das Mütterchen wußte sich vor Freude nicht zu fassen. Immer wieder drückte es dem Kinde die Hand. Und als gar das Lichterbäumchen aufflammte und die Blüten der Chrysanthemen in seinem silbrigen Glanz aufschimmerten, da war es mit der Fassung des Mütterchens ganz vorbei. So krank es war, es verließ das Krankenlager und setzte sich mit dem kleinen Spender unter den Weihnachtsbaum und sang die alten Lieder der Weihnacht. Die Nachbarn hörten es, und bald war das Krankenstübchen gefüllt von fröhlichen Menschen, die die Genesung des Mütterchens feierten. Wenn dem Mütterchen der Lebensmut und die Lebensfreude wiedergeschenkt worden waren, dann war es nächst dem Kinde den Blumen und dem Tannenbaum zu danken. Woher kam nun das Wunder zur Winterszeit? Irgendeine Gärtnerei aus den vielen in Bochum ist der gütige Vermittler gewesen. Zu Tausenden haben sie in den Treib= und Gewächshäusern gestanden, die Chrysanthemen und mit ihnen Alpenveilchen. Primeln und Maiblumen im trauten Verein, nur auf den Augenblick wartend, daß sie als Weihnachts= oder Neujahrsgeschenk zum Versand kamen. Der Laie macht sich keinen Begriff davon, was an liebevoller Pflege und sorgsamer Wartung dazu gehörte, um das Blütenwunder in seiner vollsten Pracht erblühen zu lassen. Die Blumen mußten behandelt werden wie kleine Menschenkinder. Wohltemperiert mußte ihre Behausung sein. Und wenn die grimmigste Kälte gekommen wäre, es wäre kein Reif in der künstlichen„Frühlingsnacht“ gefallen. Die Schutzdecken aus Stroh, die alle Gewächshäuser zur Winterszeit wie eine schirmende Wand umgeben, waren die beste Wacht. Und das Auge des Gärtners sah darauf, daß das Wachsen, Blühen und Gedeihen sich in den natürlichsten Formen vollzog. Die Erfahrung des Menschen hat der Natur sehr viel abgeguckt. In mancher Hinsicht, so in der Kultivierung der Blumengewächse, ist sie sogar überlistet worden. Wenn, um nur ein Beispiel zu nennen, die Rosenzeit in der Natur schon längst vorbei ist, dann beginnt das Rosenwunder in den Gewächshäusern. Und so geht es mit vielen, vielen anderen Blumen. Die Kunst des Gärtners hat den Winterschlaf der Blumen ad absurdum geführt. Sie ersinnt immer neue Wege und Möglichkeiten, um die Zeitbeständigkeit der In rein natürlichem Urzustand unter Kontrolle der Staatsregierung in ½- und 3g- Flaschen abgetüllt Eine Auswahl der schönsten Chrysanthemen, die den Schmuck des Weihnachts= und Neujahrstisches in vielen Bochumer Familien bildeten. Bochuns=Geid in gaien=Handen Der Schuldenstand unserer Heimatstadt gegenüber dem anderer Kommunen künstlerische Gesamtleitung Professor Dr. S. Schmitt innehat; die Bühnenbilder entwirft Johannes Schröder. Diese neue Inszenierung wird wiederum ein Beweis unermüdlicher Arbeitskraft der Bochumer Bühne sein. Gerhart Hauptmanns„Elga“, eine der subtilsten und schönsten Dichtungen des Meisters, gelangt ebenfalls in Bälde an der Bochumer Bühne zur Aufführung. Die Inszenierung besorgt Viktor Ahlers die Titelrolle spielt Leonore Fein. Als zweites Werk wird mit„Elga“ Sudermanns„Teja“ an einem Abend in Szene gehen, ein Werk, das in Bochum nie gespielt wurde und nunmehr zur Erstaufführung gelangt. Der Unterhaltungsspielplan sieht nach der Neuinszenierung von Goetz'„Ingeborg“ die Erstaufführung von Zinns „Die gute Sieben“ vor. Das Lustspiel hat bereits auf zahlreichen deutschen Bühnen seine außerordentliche Wirkungskraft unter Beweis stellen können. Junges Mädchen beim Kleiderreinigen schwer verbrannt Ein junges Mädchen von der Ehrenfeldstraße, das sich am Dienstag abend ein Kleid mit Benzin reinigte, kam dabei dem Küchenherd zu nabe. Das Kleid des Mädchens stand plötzlich in Flammen. Obwohl das Feuer sofort erstickt wurde, hatte das Mädchen erhebliche Brandverletzungen davongetragen. Neuverteilung polizeilicher Aufgabengebiete Wie der Polizeipräsident in Bochum mitteilt, ist durch ministerielle Anordnung im Polizeipräsidialbezirk Bochum, also für die Städte Bochum, Witten. Wattenscheid Herne. Castrop=Rauxel, Wanne=Eickel, die Ausübung der Maß= und Gewichtspolizei und der gewerblichen Unfalluntersuchungen der staatlichen Polizei vom 1 Januar 1940 an übertragen worden. Auf die Gemeindepolizei ist die Zulassung gelegentlicher Theaterveranstaltungen übergegangen. Ungültig werdende Postwertzeichen. Es wird nochmals daran erinnert, daß eine Reihe Postwertzeichen mit Ablauf des 31. Dezember 1939 ihre Gültigkeit verloren hat. Es handelt sich dabei um Sondermarken und Sonderpostkarten aus dem Jahre 1938 sowie um die Luftpostmarken von 1934. Von einem Teil dieser Wertzeichen, über die die Aemter und Amtsstellen der Deutschen Reichspost Auskunft geben, können die nicht verbrauchten im Januar 1940 bei den Postämtern gebührenfrei gegen andere Postwertzeichen umgetauscht werden. Bochumer Filmschau Lichtburg:„Befreite Hände!“ Selbst in den Zeiten des furchtbaren wirtschaftlichen Niederganges unseres Vaterlandes vor dem großen Umschwung aller Dinge, der mit der Uebernahme der Macht durch Adolf Hitler einsetzte, ist in Bochum immer wieder mit einem gewissen Stolz darauf hingewiesen worden, daß die außerordentlich vorsichtige Finanzgebarung der Stadtverwaltung trotz des seinerzeitigen Rathausneubaues eine zu starke Verschuldung der öffentlichen Hand verhindern konnte. Diese vorsichtige Finanzgebarung ist stets eins der charakteristischen Kennzeichen der stadtseitigen Arbeit gewesen, und sie ist es auch in den verflossenen Jahren bis zur jüngsten Zeit geblieben. Es hat Zeiten gegeben, in denen Leute, die nur auf den Augenblickserfolg und auf das Verhalten anderer Großstädte sahen, diese Vorsicht als eine freiwillige Hemmung der städtischen Entwicklung betrachteten. Eine, äußerlich gesehen, im Augenblick vielleicht bestechende Betrachtungsweise, aber dennoch ein Standpunkt, der vor der rauhen Wirklichkeit nicht bestehen kann. Jedenfalls ist unzweifelbar, daß es der Stadt Bochum kaum jemals an den Mitteln zur Bestreitung, wirklich notwendiger Ausgaben gefehlt hat. Das ist sicher wertvoller— um den Vergleich einmal ins Private zu übertragen—, als sich von geborgtem Geld eine fürstliche Villa hinzubauen, um dann noch höchstens Geld für Pellkartoffeln mit Salz zu besitzen. Die neuesten Zahlen, die von der finanziellen Lage der deutschen Städte und Gemeinden bis zu 10.000 Einwohnern abwärts vorliegen, zeigen, daß in Bochum der Brauch der verantwortungsbewußten und strengvorsichtigen Wirtschaftsführung fortgesetzt worden ist. Natürlich, ganz ohne Schulden sind die großen Kommunalgebilde nie durchzubringen gewesen. Dafür waren die ihnen obliegenden Aufgaben teilweise zu groß. Und so hatte auch Bochum am letzten Stichtage der Erhebungen des Statistischen Jahrbuches deutscher Gemeinden, dem 31. Dezember 1938, immerhin noch 34 811 000 Reichsmark Schulden, aber diese Verschuldung ist doch so gering, daß Bochum damit unter den erfaßten 103 größten deutschen Städten nach der Kopfzahl der Bevölkerung erfreulicherweise mit an einer der letzten Stellen steht. Während in Berlin beispielsweise auf den men, entfallen in Bochum auf den einzelnen Einwohner 110,62 Reichsmark Schulden. Unter diesem Betrag liegen von sämtlichen deutschen Städten nur noch Halle an der Saale(107.38), Beuthen in Oberschlesien(106.08), Dessau(96,24), unsere Nachbarstadt Wattenscheid(81.56), Ratibor in Oberschlesien(69,42) und an letzter Stelle Wilhelmshaven(41,73). Selbstverständlich fällt der Schuldenstand aller Kommunalverwaltungen kein endgültiges Werturteil über die Güte ihrer Finanzverwaltung, da bekanntlich die Aufgaben der Städte sehr verschieden sind und obendrein noch die Steueraufkommen entsprechend der sozialen Schichtung der Bevökkerung gegenüber dem Reichsdurchschnitt sehr erheblich schwanken. Da wir indessen aus den genauen Erhebungen wissen, daß Bochum im Steueraufkommen gerade durch seine Bevölkerungsschichtung gegenüber dem Reichsdurchschnitt im Nachteil ist, sind wir doppelt berechtigt, mit vollem Vertrauen das wirtschaftliche Geschick unserer Stadt gut verwaltet zu sehen. Interessant ist in dieser Beziehung noch, daß Bochum auch in der Tilgung beziehungsweise in der Abnahme seiner Schulden gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 1932 nur von wenigen Städten übertroffen wurde. Bochum nämlich tilgte in den sechs Jahren von Ende 1932 bis 1938 86,7 vom Hundert seiner Schulden, während für die in dieser Beziehung als am„erfolgreichsten" ermittelten Städte folgende Zahlen angegeben werden: Gladbeck 38.6, Wattenscheid 39.5, Halle a. d. Saale 46,8, und Lübeck 66 vom Hundert. Eine erfreuliche Bilanz unserer Heimatstadt! da. Das Programm der Bochumer Filmtheater in nach Ueickos„Mutierliebe“ in dem gestern in, westdeutscher Erstauffübrung in der Lichtburg angelaufenen Schweikart=Film „Befreite Händel um einen weiteren Film von hobem künstlerischen Wert bereichert worden. Filme, denen zwei unserer größten und reifsten Darstellerinnen Gehalt und Tiese geben. In der„Mutterliebe“ aeht Kätbe Gold in der Verpflichtung der Mutterschaft den von Glück und Leid überschatteten Wea der Martde Pirlinger, in„Befreite Hände“ ringt sich Brigitte Hornen als das charakterlich verschlossene, jäde und sinnenfrode Naturkind Dörten, dem die Götter das Geschenk einer großen Begabung in die Wiege Seite 4 Nr. 3 Bochumer Anzeiger Donnerstag, 4. Januar 1940 schäftsrisiko. Daher wurde der Schadenersotzänspruch ibgewiesen. * Pflichtjahrmädel unter besonderem Rechtsschutz gelegt haben, in der Verpflichtung ihrer künstlerischen Be=, durchgesetzt hat. Weder Brigitte Hornev noch Carl Raddatz, rusung zur Entsagung durch. Der Film hat die hochge: Ewald Balser und Paul Dablke sind im landläusigen Sinne spannien Erwartungen nicht enttäuscht; sie vielleicht noch, das, was Backsische oder Primaner unter„schön" verstehen. wenn man an den letzten, leichter gebaltenen Hornev=Film Diese Mauserung war unvermeidbar auf dem Wege von der „Eine Frau wie du“ denkt. noch übertrosfen. Man muß Amüsterschaustellung zum künstlerischen Durchbruch. Eine zurückgeben bis zu Sudermanns„Katzensteg“, um die Bri= Verbeugung deshalb vor Olaa Tschechowa, die auch im Kreis Ein unwürdiger Volksgenosse, der sich an einem gitte Horney wiederzufinden, wie sie in„Befreite Hände“ der neuen Sterne als oberflächliche Engros=Verkäuserin in Mäd#:et Voitrgenosse, der suggan einem in ihrem breitflächigen Gesicht in den seinsten Nuancen die Kunstkitsch besteht. Carl Raddatz, der sich endgültig durch: Madchen vergriffen hatte, das in seiner Familie das Gefühlsregungen der Magd=, Frauen= und Mutterstele wider= gesetzt hat, albt dem zwischen Verspieltbeit und Männlich= Pflichtjahr ableistete, ist vom Reichsgericht zu einer spiegelt. Herb wie die unendliche Weite des schweren Marsch= kelt schwankenden Joachim sympatbische Züge, Ewald Balser besonders fühlbaren Strafe verurteilt worden, Vom landes, so steht sie unter ihren Schafen und am Grabe ihres spielt den jungenbasten, ewig suchenden Bildbauer Wolfram Reichsgericht wird betont, daß die Tatsachd, daß auf Lindes. scheu und gebetzt im Trubel der Großstadt, ver= in klaren„Umrissen, und Pay Tablke schließlich den schwer: Grund staatlicher Ordnung viele eben schulentlassene Bauerngesicht in reih, Madten in einem fremden Haushalt zienst leisten bei einer unsittlichen Beeinflussung des Wolfram, der ihre Hände befceite. Der Film ist ferner Der Film ist ein packendes Erlebnis, dem sich niemand bemerkenswert desbalb, weil Schweikart in ihm eine radikale entzieben kann und will. Abkehr von dem einst unabdingbar notwendigen Filmgesicht Hans Hornberg Personal=Nachrichten Kindes. scheu und gehetzt im Trubel der Großstadt. ver= in klaren Umrissen und Paul Dahlke schließlich den schwer= Grund staa anastiat im„Kunst"=Atelier der Frau Tbomas, beseligt und blütigen Thomsen, dessen verschmitztes Bauerngesicht in rüb= Mädchen in glückstrablend im hellen Licht der italienischen Sonne und, render Hilflosigkeit um Liebe bettelt und in träuenschwerer müssen, boernst erfüllt von ihrer Berufung, im Atelier des Professors Qual um den Tod seines Kindes trauert.. PflichtiahDas war denn doch zu viel verlangt Aden snästwagen za Sracheglug... Bilder vom Bochumer Arbeitsgericht Pflichtjahrmädels gerade während des Pflichtjahres mit Rücksicht auf die gemeinen Belange zum Nachteil eines Angeklagten verwertet werden kann. „Reichsgerichtsbriefe"(2 D 413/39). er habe zu Wer gilt als Beamter? „ Dem Grundsatz der Einheit von Partei und Staat entsprechend, ist der Kreis derjenigen Personen, die als Beamte im Sinne des§ 359 StGB. gelten, im Laufe der letzten Jahre erheblich erweitert worden. Allgemein gilt als Beamter in strafrechtlichem Sinne derjenige, dem von einer dazu berufenen Stelle Obliegenheiten öffentlich=rechtlicher Art übertragen worden sind, die aus der Staatsgewalt abgeleitet sind und staatlichen Zwecken dienen, mithin das Wesen der öffentlichen Amtstätigkeit haben. Es gehört nicht dazu, daß der Betreffende Beamter im staatsrechtlichen Sinne ist oder es in seiner künftigen Laufbahn werden „Reichsgerichtsbriefe." kann. (3 D 727/39.) elteichek elicie eit tastes hat fesheisel st Ge Bade Uhadslsch es siefiche. Entscheidung gleich vorwegzunehmen: Die Klage retten versucht, was zu retten war. Daß es ihm nicht Ausgediente„Treter“ nicht wegwersen! des Unternehmers gegen seinen Angestellten wurde gelingen würde, an dem an der Ecke des abzweigenden] Es ist vielfach üblich Schube die nicht mertostenpflichtig abgewicsen. Da der Fall aber an sich Weges stehenden Baume vorbeizukommen, konnte er fähig sind dam ug Schude, die nicht meor kevataturäußerst selten ist und weil die Begründung des Ur=nicht vorhersehen, er konnte überhaupt dagegen nichts teils von grundsätzlicher Bedeutung sein dürfte,— das tun. chaupt dagegen nicht Urteil sucht nämlich nach einer zeitnahen Entscheidung—, sei hier etwas näher darauf eingegangen:] Nach Ansicht des Arbeitsgerichts###t daher de Zunächst sei vorausgeschickt, daß den Kraftfahrer fall allein in das vom Unterne#.:“ (ein Wittener) an dem Unfall kein strafbares Verschul dus vom Unternehmer zu tragende Geden traf, wie unterdes einwandfrei festgestellt worden war. Um einem Zusammenstoß auszuweichen, mußte der Fahrer den Omnibus seitwärts in einen Nebenweg reißen und fuhr dabei gegen einen Baum, so daß es Späne, Splitter und Scherben gab. Der Schaden betrug etwa 4000 Mark. Der Unternehmer wünschte gegen den Fahrer ein Teilurteil auf Ersatzpflicht aus Verschulden nach dem BGB. zu erreichen. fähig sind, dem Mülleimer zu überantworten. Es sei daher darauf hingewiesen, daß auch das älteste Schuhwerk noch verwertbar ist, und zwar zur Herstellung von Sohlen aus gepreßtem Leder und dergleichen. Alle Volksgenossen mögen also künftig auch die ausgedientesten„Treter“ aufbewahren, um sie bei Gelegenheit der Wiederverwertung zuführen zu können. jahresplanes haben eine außerordentlich günstige Auswirkung bereits in den ersten vier Monaten des Krieges für die Ernährungslage des deutschen Volkes gezeitigt. An dieser Entwicklung sind insbesondere die GeflügelDas Gericht vertrat dagegen die Ansicht, die es auch schon früher in anders gelagerten Fällen zum Ausdruck brachte, daß der Angestellte nicht für jede leichte Fahrlässigkeit hafte. Zwischen den Parteien war über den Umfang einer Haftung keinerlei besondere Abmachung getroffen. Nach welcher gesetzmäßigen Bestimmung soll in solchem Falle verfahren werden? In dieser Hinsicht vertritt das Das hat sich in der Steigerung der MitgliederArbeitsgericht Bochum den Standpunkt, daß es mit Kreisverbande der Geflugelzuchter und noch mehr in dem Grundsatze, der Unternehmer habe das Risiko zu dem Ausbau der Geflügelzucht selbst bewiesen. Darüber B S T R S E g e t g a c h e i n k o u o g h j a h r 1 9 S 9 Zahlen, die für sich sprechen Die zielbewußten Maßnahmen des Reichsverbandes der deutschen Geflügelzüchter im Rahmen des Vierzuchthaltungen in Westdeutschland beteiligt. Das Jahr 1939 hat in Westdeutschland eine starke Förderung der Geflügelzucht gebracht, die auch in der Kriegszeit trotz mancher Schwierigkeiten ihre Fortsetzung gefunden hat. Das hat sich in der Steigerung der Mitgliederzahl der erzeugung von 907291 244 Eiern, was einen Erzeugungswert von 90729 124,40 Reichsmark betrage. Dabei sei noch zu beachten, daß eine übergroße Zahl von Kleintierhaltern in der Eierzucht nicht erfaßt sei, die aber in Vorträgen und Lehrschauen über die Steigerung der Eiererzeugung unterrichtet worden sei. tragen, nicht vereinbar sei, Angestellte überhaupt bei jeder leichteren Fahrlässigkeit— und dann noch dazu in voller Höhe— haften zu lassen. Eine solche Einstellung des Bürgerlichen Gesetzbuches für den Arbeitsvertrag stamme aus Zeiten einer Auffassung von den beiderseitigen Rechten und Pflichten, die nicht mehr auf das von der Fürsorgepflicht und Treuepflicht des Arbeitgebers beherrschte Arbeitsverhältnis von heute anwendbar seien. Hier müsse also nach neuen Wegen gesucht werden, um das Ergebnis einer gerechten und tragbaren Verteilung der Haftung zu erzielen. Es sei ein unmöglicher Umweg. dem Arbeitgeber die Verfolgung von Rechtsansprüchen etwa deshalb nicht zu versagen, weil er sich nicht gegen Schaden versichert habe. Der neuen Zeitauffassung entspreche es unbedingt, daß er sich eben versichere. Wenn solches wegen der Höhe der etwa zu zahlenden Beiträge untragbar wäre, so könne doch keineswegs der Angestellte als der schwächere soziale Teil darunter leiden. Wenn das Reichsarbeitsgericht seinen bisherigen Standpunkt noch nicht aufgegeben habe so sei auf den Fall aus den Inflationsjahren verwiesen, als es nur sehr langsam gelang, den Standpunkt„Mark ist Mark“ aus den Angeln zu heben. Die Front dankt der Heimat Bekanntlich hat im Monat Dezember das Amt für Kriegsopfer, Westfalen=Süd, durch eine Weihnachtsspende von 21000 Christbaumkerzen der herzlichen Verbundenbeit zwischen Front und Heimat ganz besonders Ausdruck verberichtet der„Bräsiden: dea aschstgngniaen Darüber lieben. Runmehr eing dem Amt für Kriegsopier vom rerichtet der Prasident des Reichsverbandes deutscher Armeehauptquartier ein persönlich gehaltenes Schreiben zu, Kleintierzüchter, Vetter, mit einem Zahlenmaterial, in dem die Front durch ihren Oberbefehlshaber für die das wahrlich die Beachtung im Innern Deutschlands Spende herzlichen Dank sagt. verdient. und das auch das feindliche Ausland belehrt, daß seine Hoffnung auf ein Versagen der deutschen Ernährungslage im Kriege eine Utopie darstellt. Präsident Vetter leitet diesen vielsagenden und aufschlußreichen Bericht mit den Worten ein, daß die Wissen Sie... daß in Eickel schon im Jahre 1795 eine Bierbrauerei vorhanden war, die die ganze Umgegend mit Bier verdeutsche Kleintierzucht wie alle anderen Wirtschafts= sorgte? ein Programm zur daß in Westfalen der Anbau von Heil= und GewürzSaussafit ans Serrgic ehant lase Futgzien tarke p osien pflanzen ganz gering ist und im Jahre 1938 nur varsteut. Die Ernte für diese Arbeit sei schneller reif 1,93 Hektar dafür zur Verfügung standen. im Reiche geworden, als max habe annchmen Lönnen. Ihre Ueber=sader 2aos Heltars zur Verfügung standen, in Reice leitung von der Friedensarbeit zur Kriegsarbeit habe sich reibungslos vollziehen können. Die Millionen deutscher Kleintierzüchter an der Jahreswende 1939 ständen gewappnet da, im Ernährungsfeldzug der kommenden Kriegsmonate das Durchhalten als gesichert anzusehen. Ueber die vorbereitenden Arbeiten der Geflügelzuchtvereine und deren Auswirkung auf die Kriegszeit wird in dem umfassenden Bericht ein Zahlenmaterial wiedergegeben, das hohe Befriedigung erregen muß. So wurden im Jahre 1939 insgesamt 245 255 Hofbesuche durchgeführt, Stallneubauten errichtet mit Reichshilfe 14•166, ohne Reichshilfe 11 390, weiter 12 500 Stallumbauten, 123 833 Geflügelhalter verbesserten die Heitar: daß im Großstadtgebiet Bochum 6000 Maulbeer= baumpflanzen in diesem Jahre gesetzt wurden, die in drei Jahren reif sind zur Fütterung von Seidenraupen? daß im Jahre 1821 auf der früheren Zeche„Vollmond“ in Bochum=Werne nur 12 Bergleute beschäftigt waren? daß im Jahre 1776 in Bochum eine Garnbleicherei angelegt und ein Bleichhaus errichtet wurde, das aber schon 1790 wegen Unrentabilität abgebrochen wurde? Die Bleicherei lag an der Ladbecke im Zuge der hautigen Bleichstraße. daß die Albertstraße in Bochum nach dem früheren diese Straße Volksschüler in 21:16 beträgt? läche der Stadt lügelkleinhaltungen erfaßt. Aus 23.000 eingereich= Bochum nur 476 Hektar= 3,9 v. H. auf Wald und Holten Legelisten ist zu ersehen, daß eine jährliche Durch=zungen, 102 Hektar= 0,8 v. H. auf Gewäsier entfallen. schnittsleistung von 148,6 Eiern je Henne bei den Mit=während Dortmund 7,225 Hektar Wald= 8,2 v. H. der gliedern des Reichsverbandes und bei den in Beratung Gesamtfläche(27147 Hektar) und Essen 1552 Hektar ht kein Beweis geführt werden kön= stehenden Geflügelkleinhaltern von 130,9 Eiern je Huhn Wald= 82 v. H. der Gesamtfläche(18 847 Hektar) venen. Mindestens sei kein Anhaltspunkt dafür gegeben jährlich sich ergeben hat. Diese Zahlen bewiesen, daß in sitzt? worden, daß der Unfall nicht auch bei völliger Nüch= der Reichsfachgruppe die als Ziel gesetzte Leistung von ternheit des Fahrers eingetreten wäre. Die Beweis= 140 Eiern erreicht worden ist. Die Gesamtzahl der aufnahme habe ergeben, daß der Fahrer gegen Mittag des Unfalltages kleinere Mengen Alkohol zu sich nahm. Am Nachmittage habe der Fahrer ein Alkohol niederschlagendes Getränk zu sich genommen. Bei der Blutprobe war auch kein Alkoholgehalt mehr zu finden. Wenn ein Zeuge bekundet habe, daß der Fahrer bei der Mitteilung des Unfalls am Fernsprecher ganz durcheinander“ war, so sei nicht unbedingt auf Alkohol zu schließen, viel näher liege als Ursache die Zerrüttung der Nerven durch den Unfall, zumal andere Zeugen zur selben Zeit keinerlei Anzeichen von alkoholischer Beeinflussung bei dem Fahrer beobachtet haben. Wäre der Fahrer betrunken gewesen, so hätte er nicht mehr die Arbeiten unter dem Wagen, wie zum Beispiel das Lösen der Bremsen, vornehmen können. Der Unfall ist nach Ansicht des Gerichts auf die besonderen Umstände der Arbeiten am Für die Behauptung des Autounternehmers, daß der Fahrer angetrunken gewesen sei, habe vor dem erkennenden Gericht kein Beweis geführt werden könHühner der in Einzelberatung stehenden Mitglieder und Kleintierhalter betrug 2218316 Stück. Wenn man annehme, daß die in Beratung stehenden Kleintierhalter und die von der Beratung noch nicht erfaßten neuen Mitglieder nicht mehr als 90 Eier je Huhn jährlich erzielten,(das ist der Reichsdurchschnitt), dann bedeute die durchschnittliche Leistung von 130,9 Eiern eine MehrAus den Stadtteilen daß die drei Glocken der Christuskirche in Bochum ein Gewicht von 3450 Kilogramm besitzen und aus der Glockengießerei des Bochumer Vereins stammen? daß der letzte Freigraf in Bochum Johannes Bremer 1516 genannt wurde? daß am 1. Oktober 1876 die Stadt Bochum aus dem damaligen großen Landkreis Bochum ausschied und einen eigenen Stadtkreis bildete? Westwall zurückzuführen, ohne daß ein Verschulden des Fahrers festgestellt werden konnte. Er ist auch mit durchschnittlicher Geschwindigkeit gefahren. Mit dem Standpunkte, jeder Fahrer habe so langsam zu fahren, daß er jederzeit auf kürzeste Entfernung halten könne, sei nicht immer durchzukommen; damit würden wohl der vom Führer geförderte Autoverkehr. insonderheit aber die Arbeiten am Westwall, überhaupt unmöglich werden. Gewiß dürfe kein Autofahrer damit rechnen, daß jeder Mitbeteiligte am Autoverkehr sich unbedingt richtig verhalte. Er müsse mit Feblern der ihm entgegenfahrenden Wagen rechnen, er könne dann aber doch trotzdem nicht viel mehr tun, als im Augenblick der Gefahr zu handeln.“ Und wenn er dann auch einmal falsch handele, so daß er nicht den erwünschten Erfölg habe, so sei daraus Wohin gehen wir heute? Die Bühne der Stadt Bochum: 19.30 Uhr: Rebellion um Preußen. Apollotheater: ab. 15.30 Uhr: Das Gewehr über. Capitol: ab 15.30 Uhr: Wir tanzen um die Welt. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Die Reise nach Tilsit. Hammer Lichtspiele: ab 15.45 Uhr: Flucht ins Dunkel. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Befreite Hände. Lichtspielhaus: ab 15.15 Uhr: Abenteuer in China. Odeon: ab 15.30 Uhr: Der Vorhang fällt. Stala=Lichtspiele: ab 17 Uhr Der Vorhang fällt. Usa=Tonhalle: ab 15 Uhr: Mutterliebe. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Zentrale Rio. Apollotheater Weitmar: Wer küßt Madeleine: Capitol Langendreer: Fräulein Winnetou. Capitol Werne: Das Verlegenheitskind. Kommerlichtspiele Gerthe: Es war eine rauschende Ball100l. Lichtburg Langendreer: Der singende Tor. Schauburg Wanne=Eickel: Ich bin Sebastian Ott. Union=Theater Gerihe: Robert und Vertram. Aus Gennluugenen=agen Wer heute die schön angelegte Ferdinand=Krüger=Straße begeht, die die Verbindung herstellt zwischen der Hattinger (früher Königs=) Straße und der Lewackerstraße bzw. der Jeche„Dahlbauser Tiefbau", denkt wohl kaum daran, daß diese vom Cvursbusch begleitete Straße einst Schauplatz von Ueberlieferungen war, die in altgermanische Zeiten zurückfüorten. Nach der Sage soll hier im Chursbusch ein Druidenbain gewesen sein. Durch dieses frühere Walddickicht floß die Haimbecke, im Volksmund„Hemke“ genannt. Sie entspringt„Am Kolk“ in Linden. Einst, zu gewissen Jahreszetten ein wild dahinbrausender Gebirgsbach, der der Ruhr zuströmte, ist sie heute ein zahmes Wässerlein, von Menschenband gebändigt. Wie das Rauendabl, so war nach der Sage auch das Haimbecktal eine beidnische Opferstätte. In einer schwer zugänglichen Schlucht, die ebedem schaurig genug gewesen sein mag, lag der Horkenstein in den„Wibekeln“, d. h. geweihten Eichen. An diesem 400 Zentner schweren Felsklotz, der eine Blutrinne ausweist, sollen die nach der Varusschlacht in hiesiger Gegend gefallenen Römer dem Götzen Krodo, dessen Bildnis man vor gut hundert Jahren im Rauendabl gesunden haben will, geopfert worden sein. Das Blut der Eindringlinge floß in„Haimbecks Siepen“ in den Bach, der davon überfloß.(Das gleiche behauptet die Ueberlieferung von der Hönnebecke in Höntrop.) Im Jahre 1876 wurde der Horkenstein durch den Amtmann Schubmacher, dem er von dem Holzbändler und Gastwirt H. Eggemann geschenkt worden war nach dem Amtsgarten in Winz geschafft, wo er heute noch stebt. Der Transport erfolgte auf Schlitten, zur Winterszeit, sonst würde man ihn wohl nicht von seiner alten Sielle gekriegt haben. An der Hattinger Straße, gegenüber dem Eingang zum Cbursbusch, liegt das„Tuskulum“, das dem Arzt und platideutschen Dichter Dr. med. Ferdinand Krüger und seinem Nachfolger, dem ebenfalls verstorbenen Dr. med. Alovs Laarmann, als Wohnung diente. Die Ferdinand=Krüger=Straße dält das Andenken wach an den Dichter und Menschenfreund, dem keine größere Ebrung zuteil werden konnte als die Benennung der Volkserbolungsstätte im Cbursbusch nach seinem Namen. Die Straße wurde 1923/24 angelegt. Jahrbundertelang waren die Dörfer Linden und Dahldausen rein ländliche Gesilde. bis im 19. Jahrbundert der Bergbau aufkam, der in der letzten Hälfte des vorigen Jahrbunderts dier so recht zur Blüte kam. Eine der ältesten Zechen war der Röderschacht dessen Ubriggebliedenen Gebäude, nabe dem Viadukt der Verbandsstraße im Newel. Wdonzwecken dienstbar gemacht wurden. Die Kohlen wurden im Zuge der beutigen Jägerstraße mit der Pferdeschleppbadn am Krügerhause vorbei durch Chursbusch zum Ladeplatz an um die Dörfer Liaden und Dahchausen der Ruhr befördert. In den 60er Jahren erstand die Zeche „Friedlicher Nachbar“ an der Jägerstraße, deren Kohlen unterirdisch zur Ladebühne gegenüber der Zeche„Hasenwinkel“ transportiert wurden, um mit der Eisenbahn weiterbefördert zu werden. Dieser alte Schacht besteht ebenfalls nicht mehr. Der neue Schacht wurde nahe der Zeche „Vaaker, Mulde“ angelegt und beide miteinander vereinigt. Dieser Schacht„Friedlicher Nachbar“ ist noch heute in flottem Betrieb. Auch„Baaker Mulde“ führte durch einen Tunnel, der gegenüber der Besitzung Kestermann in Munscheid im Moddertal zutage kam, die Förderung der Staatsbahn zu. Die aus mehreren Stollengruben gebildete und dann zum Tiefbau übergegangene Zeche„Hasenwinkel“ besaß schon 1867 durch den Schacht„Fortuna“ Bahnanschluß. Auch von„Hasenwinkel“ sind nur noch in Wohnungen umgewandelte Restgebäude vorbanden. ganz verschwunden die ältesten Schachtanlagen von„General Erbstolln“ am Hediberg und an der Waldstraße sowie die Zechen„Johann Friedrich“ in Linden und„Robert“ in Dahlhausen. Nur noch Dablhauser Tiefbau" und„Friedlicher Nachbar“(„Baaker Mulde“ geben den ansässigen Knappen Arbeit und Brot. Viele von ihnen haben Arbeit auf der Zeche„Alte Haase" und aus Groß=Bochumer Zechen gefunden. Neuerdings hat sich die Metall= und Eisenindustrie günstig entwickelt. Auch das Geschäftsleben blübt auf. Verkehrspolitisch ist manches geschehen, um Linden=Dablbausen als geschätzte Außenbezirke Groß=Bochums zu fördern. Seit der Eingemeindung vor zehn Jahren ist für den Straßenausbau viel gescheben, insbesondere ist die Hattinger Straße nun durchweg mit Bürgersteigen verjeden. un Bürgersteige Oberzugschaffner Schelkmann vom Bahnhof BochumLangendreer und Stellwerksmeister Hilgert in BocumDahlhausen wurden von der Reichsbahndirektion Essen in den Ruhestand versetzt. zahl Kameraden, die die braune Uniform mit dem grauen Rock vertauscht hätten. Gelegenheit, ihre im RSnK. erworvenen Kenntnisse praktisch zu verwerten. Ein reger Briefwechsel würde mit tonen geführt. Ein im Laufe des Abends vorgeführter, aus Wochenschauen zusammengesetzter Film über den Krieg in Polen zeigte recht anschaulich den Einsatz und die Bewährung der motorisierten Wehrmacht. Der weitere Abend nahm durch musikalische Darbietungen einiger 1 S t u r m k a m e r a d e n e i n e n f r ö h l i c h e n V e r l a u f. Stadtteil Werne 5J.=Heim vor der Einweihung. Die vor einiger Zeit vorgenommenen Arbeiten an der Kaiserschule in Bochum=Laugendreer sind so weit gedieben, daß in Kürze die HitlerJugend in dieses so wohnlich eingerichtete Heim einziehen kann. Die Innenräume der genannten Schule haben ein ganz anderes Bild erhalten. Große helle Räume, die der Hitler=Jugend und dem BDM. in Zutunft als Unterkunftsmöglichkett dienen, sind aus den einstigen Klassenräumen entstanden. Weitere kleinere Räume dienen zur Einrichtung von Dienststellen. In ganz kurzer Zeit wird nun die Einweibungsfeier dieses schönen Heimes vorgenommen werden. Auf diese Weise ist der Wunsch der Hitlerjungen, die im Ortsteil„Alter Bahnhof“ wohnen, ebenfalls erfüllt worden. Weihnachtsfeier des Gesangvereins„Cäcilia“. In der Gastwirtschaft Berg fanden sich am Neujahrstage die Mitglieder und Angehörigen des Gesangvereins„Cäcilia“ zusammen, um ihr diesjähriges Weihnachtsfest zu begehen. Der große Raum war bis auf den letzten Platz gefüllt, als die eigentliche Programmfolge begann. Der Vereinsführer des Gesangvereins„Cäcilla“, Schulze, konnte in seiner Begrüßungsansprache seiner Freude über das zahlreiche Erscheinen Ausdruck verleiben. In seinen weiteren Ausführungen ging der Vereinsführer auf den Sinn und Zweck der diesjährigen Weihnachtsseier ein. Im Mittelpunkt dieses Abends standen Darbietungen des Chores unter Leitung seines Dirigenten Backenecker. Die hervorragenden Leistungen zeugten von dem augenblicklichen Können des Chores und hinterließen bei den Zuhörern einen ausgezeichneten Eindruck. Die schlichte Feierstunde wurde serner von gemeinsam gesungenen Wethnachtsliedern umrahmt. dem Nachbargeviel Stadt Wanne=Eickel Folgenschwerer Unglücksfall Ein folgenschwerer Unglücksfall wird aus einem Hause an der Schwerinstraße gemeldet. Das Ehepaar Jakob R. wurde mit schwerer Gasvergiftung ins St.=Anna=Hospital eingeliefert. Beide Ehegatten liegen in bedenklichem Zustande danieder. Zu dem Unglücksfall erfahren wir solgende Einzelheiten: Das Ehepaar blieb am Silvesterabend bis Mitternacht auf und ging dann zu Bett. In dem Schlafzimmer schlief auch der Sohn der Eheleute. Der ältere Sohn kehrte am Neujahrsmorgen nach Hause. Am Neujahrstag, mittags, wurde der jüngere Bruder wach, nachdem er draußen Lärm vom Hühnerhof gehört hatte. Als er dann auch die Eltern wecken wollte, rührten sich diese auf die Anrufe nicht. Man verständigte alsdann den Arzt. Das Ehepaar wurde ins Krankenhaus geschafft. Wie es zur Oeffnung des Gashahnes gekommen ist, steht noch nicht fest. * 70 Jahre alt. Gestern feierte Frau Witwe Margarete Peters aus der Unser=Fritz=Straße 70 den 70. Geburtstag und empfing zahlreiche Glück= und Segenswünsche. Ein Rekord=Heiratsmonat. Unser Standesamt erreichte im Monat Dezember 1939 mit 117 Trauungen die bis jetzt nie erreichte Rekordziffer. Ueberhaupt brachte das abgelaufene Jahr 1939 eine außerordentliche Heiratsfreudigkeit. 1939 wurden insgesamt 907 Paare getraut, das sind also 150 Paare mehr als im Vorjahre. Der Dezemberrekord stützt sich vor allem auf die vielen Kriegstrauungen, die zu einem beträchtlichen Teile zum Wethnachtsfeste erfolgten. Ferntranungen, von denen man in der letzten Zeit mehrfach gelesen hat, haben in Wanne=Eickel noch nicht stattgefunden. Bochumer Veranstaltungen „Wesen, Stärke und Schwäche des englischen Weltreiches“ Die Verwaltungsakademie Industriebezirk veranstaltet in ihrer Sondervortragsreibe des Wintersenkesters 1939/40 einen Vortrag des Schriftstellers Otto Graf. München=Obermenzing, über das Tbema:„Wesen, Stärke und Schwäche des englischen Weltreichs". Der Vortrag findet in Bochum in der Verwaltungsakademte, am Sonntag, 7. Januar, statt. Völkerrecht unter besonderer Berücksichtigung der Gegenwartsfragen. Die Vorlesung des Professors Dr. Bühler in der Verwaltungsakademte Industriebezirk in Bochum über „Völkerrecht unter besonderer Berücksichtigung der Gegenwartsfragen“ beginnt, nicht wie angekündigt, bereits am., sondern am Donnerstag, 11. Januär, in der Verwaltungsakademie in Bochum. Aus der Kameradschaftsabend im RSKK.=Sturm 14/M 69. Am Tage vor Silvester datten sich die RSKK.=Männer vom Motorsturm 14/M 69 aus Linden, Dahlbausen und Weitmar mit idren Frauen in der Wirtschaft Schwager in Linden zu einem Kameradschaftsabend zusammengesunden. Zweck dieser Feler war vor allem, den zur Wehrmacht eingezogenen Kameraden, die sich zur Zeit auf Urlaub befinden. Gelegenbeit zu einem Wiederseben zu geben Der Führer des Sturms. Obertruppführer Drenhaus begrüßte die Kameraden mit ihren Angebörigen und gab einen Ueberblick über das vergangene Jahr. Er fflorte u. a aus, daß der Sturm auf das erste Fahr seiner Selbständigkeit zurückblicken könne und sich schon in diesem Jadre ein eigenes Sturmdeim geschaffen habe Dier gebühre für ior tatkräftige Mitarbeit vor allem Dank den Kameraden Klammer. Schurmann und Lübbert. Der Krieg gebe einer beachtlichen AnRS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk Jugendgruppe Griesenbruch. Donnerstag, um 20 Uhr: Heimabend bei Schiffmann. Deutsche Arbeitsfront Abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung Lehrgang„Buchführung II“. Am 10. Januar 1940 beginnt ein neuer Lehrgang in„Buchführung für Fortgeschrittene“. Anmeldungen nimmt die Kreiswaltung der DAF., Abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung, Bochum, Humboldtstraße 75, Zimmer 20, entgegen. „Kraft durch Freude“ KdF.=Theaterring. Die NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ macht alle Theaterringmitglieder des Ringes 1 darauf aufmerksam, daß aus technischen Gründen am 13. Januar 1940 das Schauspiel„Die Spielereien einer Kaiserin" nicht zur Aufführung gelangen kann. Zur Freude aller kann mitgeteilt werden, daß an diesem Abend die Premiere stattfindet mit dem Lustspiel„Die gute Sieben“. Als nächste Veranstaltung ist für den Theaterring I„Der Troubadour“. Oper in 4 Akten von Ginseppe Verdi, vorgesehen. Skifahrt mit KdF. ins Hochsauerland! Die nächste Skifahrt ins Hochsauerland mit den Aufnahmegebieten Brunskappel, Siedlinghausen und Silbach(in Nähe Winterberg) wird von Sonnabend, 6. Januar, mittags, bis Sonntag, 7. Januar, abends, durchgeführt. Die Fahrt ist als Gesellschaftsfahrt mit dem Zuge von Bochum bzw. Dortmund geplant. Der Preis beläuft sich auf 12.50 RM. und enthält Fabrt(einschließlich=Zug=Zuschlag von Schwerte), Abendessen, Uebernachtung, Frühstück und Mittagessen. Weiter ist den Teilnehmern Gelegenheit geboten, an einem Ort des Aufnahmegebietes einen Skikursus mitzumachen. Der Preis dafür beträgt—.70 RM. für die Doppelstunde. Nähere Auskunft erteilt der Skilehrer. Anmeldungen nimmt die Verkaufsstelle Bochum, Kortumstraße 62, entgegen. Dort auch Auskunft über Verpflegung usw. „Mit Schaffenskraft und Zuversicht ins neue Das Januarbeft der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" trin setzt seine Reise durch den Gau Westfalen=Süd an, um allen Schaffenden der Stirn und der Faust zu künden, daß die Arbeit der RS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ auch im neuen Jahre weitergeht, und das im verstärkten Maße. Ein Aufruf des Gauobmanns Stein bewertet den nationalen Einsatz in den 12 Monaten erfolgreicher Arbeit, die zeitlich geseben, bald der Vergangenheit angehören, uns aber unvergeßlich bleiben, weil sie politische Entscheidungen brachten, die für immer in die Geschichte unseres Volkes eingehen werden. Werken und kämpfen, opfern und siegen hieß die Parole des Gaues Westsalen=Süd, die auch Aufgabe und Ziel für das Jahr 1940 bleibt. Wir stärken unsere Kraft durch Freude. deshalb besuchen wir die Bühne der Stadt Bochum, die, wie der Veranstaltungskalender aufweist, den Bochumer Betriebsringen nicht weniger als acht Vorsiellungen eingeräumt dat. Die Tegernseer Bauernbühne gastiert Anfang Januar in Langendreer und bringt das Lustspiel„Das blauseidene Strumpfband“ zur Aufführung. Das Gau=Varieté mit dem Anlager Kreidt ist verlängert worden. Auch das Volksbildungswerk wird mit bedeutsamen Vortragsabenden auswarten, auf denen dochaktuelle politische Themen behandelt werden. Weiter kündigt es die Eröffnung von Mal= und Zeichenkursen an. Die Abhandlung über den Schleßsvort mit dem Kdff.=Gewehr gebt alle Betriebssportgemeinschaften an. Auch an die„Ski=Hasen“ ist gedacht, die sich natürlich freuen werden, daß das Wintersportgebiei des Sauerlandes allen Sportfreunden offensteht. Seite 5 Nr. 3 Bochumer Anzeiger Donnerstag, 4. Januar 1940 Tuenen und Sport Megetanbummeisterschaften-Kart umotritton Der Stand der Gautabellen nach den Feiertagscreignilfen In fast allen großdeutschen Fußballgauen wurden die Meisterschaftsspiele an den Feiertagen tüchtig gefördert. Nunmehr beginnt auch schon der entscheidende Abschnitt, denn bis Ende März müssen die achtzehn Gaumeister ermittelt sein. Wenn nicht unvorhergesehene Ausfälle eintreten, sollte dies auch möglich sein. Ueber den gegenwärtigen Stand der einzelnen Gauligatabellen dürfte ein kurzer ueberblick von Interesse sein. Ostpreußen: Der letzte Gaumeister Hindenburg Allenstein ist aus bekannten Gründen an der Kriegsmeisterschaft nicht beteiligt. Die besten Aussichten, Nachfolger der Allensteiner zu werden, haben die beiden Königsberger Vereine VfB. und Prussia=Samland und die Danziger Vertreter BuEV. und Preußen. Die Spiele sind aber noch recht rückständig. Pommern: Hier bestehen zwei Gruppen. Gaumeister Viktoria Stolv beherrscht die Ostgruppe, hat aber in dem Ortsrivalen Germania einen ernsten Gegner. Wesentlich offener ist die Westgruppe mit den Stettiner Vereinen. Gegenwärtig fuhrt Nordring Stettni Berlin=Brandenburg: Auch hier zwei Gruppen, so daß die rechtzeitige Abwicklung der Pflichtspiele gewährleistet sein sollte. Bisher haben Außenseiter die Fuhrung der Gruppen inne, in der Abteilung A Elektra und in der Abteilung B Union Oberschöneweide. Schlesien: Vorwärts=Rasensport Gleiwitz als Verteidiger der Gaumeisterschaft dürfte in der oberschlesischen Gruppe die gegenwärtig stärkste Elf besitzen. Die zweite Abteilung wird von Hertha Breslau mit allerdings nur geringem Vorsprung vor Breslau 06 und ATV. Liegnitz angeführt. Die Führung im schlesischen Fußball dürften aber die oberschlesischen Vereine behaupten, zumal sie einen bedeutenden Zuwachs aufzuweisen haben. Sachsen: An der Spitze der beiden Gruppen stehen der Dresdner SC. als Verteidiger der Gaumeisterschaft, sowie der VfB. Leipzig. Die Konkurrenz ist aber hier recht stark, so daß es den beiden Tabellenführern nur nach harten Kämpfen gelingen wird, ihre Position zu bebaupterz.„ 61.64 Mit.5, Mitte: Der 1. SV. Jena seht mit sehr gutem Torverhältnis an der Spitze der Gauliga, und es dürfte dem letzten Gaumeister Dessau 05 nicht leicht fallen, den Rivalen zu überholen. Nordmark: Die überlegene Rolle des Hamburger SV. ist unverändert geblieben. Der Verteidiger der Gaumeisterschaft beherrscht bereits eindeutig die Abteilung A. In der Abteilung B sind Eimsbüttel und die stark verbesserte Altona 93/ Borussia ohne Verlustpunkte an der Spitze. Niedersachsen: In der Nordstaffel liegt der Gaumeister VfL. Osnabrück in Front, hat aber in Werder Bremen noch einen ernsten Gegner vor sich. Die Führung der Südstaffel eroberte in großem Stil Hannover 96, obwohl der Deutsche Meister 1938 allerlei Spieler für die Kriegsspielzeit verloren hat. Hessen: SC. Kassel 03 und SpVg. Kassel konnten die Führung der Nordgruppe erkämpfen, während in der Südgruppe der VfB. Großauheim die Spitze vor Hanau 98 innehat. Südwest: In beiden Gruppen wird mit großem Einsatz um die Punkte gestritten. In der Abteilung Nain haben die Offenbacher Kickers knappen Vorsorung. doch werden die beiden Frankfurter Vertreter „SV. und Eintracht bestimmt noch ein wichtiges Wort Jahn Regensburg. Es wird noch einen harten Endkampf geben.„..ktam Spialen hat sie 9. Ostmark: In den letzten Spielen hat sich Rapid. Wien die Führung der Bereichsliga gesichert. Die Position wird aber nicht leicht zu behaupten sein, zumal wenn es sich bewahrheitet, daß einige der besten Kräfte zum Militärdienst einberufen werden. Sudetengau: Nach Lage der Dinge liegt das Rennen der Abteilung I zwischen Eger und Graslitz, während in der zweiten Gruppe mit dem Endsieg von Gabloni gerechnet werden kann. Auf jeden Fall werden die noch ausstehenden Spiele eine weitere Steigerung der Kriegs=Gaumeisterschaften bringen, so daß die nächsten Sonntage sehr viel Spannung versprechen. Und dies— trotz Kriegszeit! In Argentinien Automobilrennen über 20 000 Kilometer Argentinien hat für 1940 das längste Automobilrennen der Welt ausgeschrieben. Die Strecke für diesen Wettbewerb ist 20 000 Kilometer lang und führt über Autostraßen und dann wieder durch unwegsames Gelände. Für den Sieger des„Großen Preises der Neuen Welt“ wurden eine Million Peseten ausgeworfen. In Argentinien waren so lange Rennen von jeher beliebt. Als letztes Rennen des Vorjahres wurden die „1000 Meilen von Argentinien“ für Sportwagen mit Start und Ziel in Florencio Varela entschieden, das der Italo=Argentinier Amerigo Orsi auf Ford in 14:38:09 Stunden(110 Stundenkilometer) gewann. Gaug" Peil kehen ien Großes Programm auch im Turnen— Weittalen in Gruppe II der Deutsche Meister Adolf Heuser gehört zur dritten Gruppe und steht an achter Stelle hinter Lesnevich Bettina. Harvey, Clark, Fox und McAvoy. Heuser— Andersson am 4. Februar Die Arbeit der deutschen Turner und Turnerinnen hat auch im Kriege keine Unterbrechung erfahren. Das Reichsfachamt Turnen hat für das erste Vierteljahr des Jahres 1940 eine Reihe von Veranstaltungen festgesetzt. u. a. die Vereins=Mannschaftskämpfe der Männer und Frauen, die Gau=Mannschaftskämpfe, die zum Der Kampf zwischen unserem Halbschwergewichtsersten Male ausgetragen werden, außerdem die Kriegs= meister Adolf Heuser und dem Schweden John Andersmeisterschaft im Gerätturnen für Männer und Frauen. Zu den Gau=Mannschaftskämpfen haben funfzehn Gaue ihre Meldung abgegeben. Die Gaue Schlesien, Grüindelt keine Monnscaft stelen, Die Meisrschgif Aus Westfalen und Rheinland nimmt in vier Gruppen ihren Anfang, die bereits feststehen: Gruppe 1: Pommern, Sachsen, Nordmark, Niedersachsen: Gruppe 2: Berlin=Mark Brandenburg, Mitte, Westfalen, Mittelrhein; Gruppe 3: Niederrhein, Baden, Württemberg; Gruppe 4: Hessen, Südwest, Bayern, Ostmark. Die vier Gruppensieger und die Zweitbesten aus jeder Gruppe bestreiten die Zwischenrunde, die in zwei Abteilungen bis zum 10. April ausgetragen wird, während die Vorrunde im Januar und Februar entschieden wird. Am 28. April findet der Endkampf zwischen den beiden besten Gauen der Zwischenrunde statt. Neben diesen reinen Wettkämpfen werden auch die Veranstaltungen für das Kriegs=Winterhilfswerk durchgeführt. Die Reichsriege startet am 3. Februar in Königsberg und einen Tag später in Danzig.— Die Mannschaft lautet: Innocenz Stangl, Hans Friedrich (beide München), Kurt Krötzsch(Leuna), Kurt Haustein (Leipzig), Eng. Göggel(Stuttgart), Richard Reuther (Oppau), Rudolf Luttinger(Ludwigshafen), R. Schumacher(Leipzig). Die Schulung der Leistungsbesten wird mit Beginndes neuen Jahres fortgesetzt. Die Aufstellung der Arbeitsgemeinschaften und Zuteilung der einzelnen Turner erfolgt in Kürze. Zum Kampf gegen das Protcktorat Deutsche Voxstaffel geändert son in Königsberg ist nun endgültig für den 4. Februar abgeschlossen worden. Olympia-Erlatz Pan=Pazifik=Spiele in Japan In fremden Erdteilen besteht überall der Wunsch, im Jahre 1940 etwas Großes auf sportlichem Gebiet aufzuziehen, das einen ähnlichen Charakter trägt wie die Olympischen Spiele. Nach den inzwischen wieder aufgegebenen Plänen über panamerikanische Spiele in USA. taucht jetzt in Japan der Gedanke an PanPazifik=Spiele auf. Wenn auch bisher noch keinerlei Vorarbeiten erledigt werden konnten, so hat man doch schon ein ungefähres Programm aufgestellt. Die Kämpfe sollen Leichtathletik, Schwimmen, Segeln, Tennis, Rugby, Radfahren und Basketball umfassen. Man hofft auf die Teilnahme von USA., Mexiko, Kanada, der südamerikanischen Staaten, Philippinen und Siam. Die Starkltromleitung als Mörder Merkwürdiger Unfall auf der Trainingsbahn Ein nicht alltäglicher Unfall ereignete sich in der letzten Woche auf der Trainingsbahn in Neapel. Drei zweijährige Stuten erhielten hier eine kurze Morgenarbeit, als alle drei plötzlich stürzten und ihre Reiter in hohem Bogen ins Gras flogen. Regungslos blieben die Pferde liegen, den Reitern war jedoch weiter nichts passiert. Die nähere Untersuchung ergab, daß eine Starkstromleitung vom Sturm heruntergerissen worden war und eines der dicht zusammen galoppierenden Pferde war damit in Berührung gekommen. Sesungnllenasseheirischlagen Zwei jugendliche Schwerverbrecher ausgebrochen Wittlich, 3. Januar. In der Nacht zum 31. Dezember sind gegen 2 Uhr die beiden jugendlichen Schwerverbrecher Hermann Steinebächer und Stephan Sukkow aus der Strafanstalt Wittlich ausgebrochen. Beide stehen im jugendlichen Alter von 19 Jahren. Steinebächer hatte in der Nacht seine Gefängniszelle aufgebrochen. Mit einem Schemel schlug er dann den 55 Jahre alten Gefängnisaufseher Trimborn, der auf verdächtige Geräusche herbeigeeilt war, nieder. Der Aufseher blieb bewußtlos liegen; er ist inzwischen seinen schweren Verletzungen erlegen. Steinebächer bemächtigte sich der Zellenschlüssel und befreite seinen Mitgefangenen Suckow, einen Ausländer, der wegen schwerer Diebstähle mehrere Jahre Gefängnis zu verbußen hatte. Steinehächer hatte vor zweieinhalb Jahren den Erbhofbauer Hermann Strecker aus Wollendorf bei Neuwied in einer Waldlichtung überfallen, erschossen, und beraubt und war vom Jugendgericht Koblenz nur deswegen nicht zum Tode, sondern zu einer Gefängnisstrafe von achteinhalb Jahren verurteilt worden, weil er bei Begehung der Tat noch nicht 17 Jahre alt war. Nachdem der Komplice befreit war, eigneten sich die beiden Verbrecher die Dienstvistole des Aufsehers Trimborn an und konnten dann in Anstaltskleidung mitsprechen. In der Gruppe Saarpfalz hat sich der 1. FC. Kaiserslautern den ersten Platz mit:0 Punkten und 20:5 Toren erobert. Baden: Für diesen Gaubereich bestehen sogar fünf Abteilungen. Die Gruppe Nord hat der Waldhof, mit 10:0 Punkten, und dem glänzender verhaltnis von 32:2 als überlegenen Tabellenführer. Der letzte Gaumeister PfR. Mannheim wird kaum noch berankommen können. An der Spitze der Abteilung Mittelbaden stehen Birkenfeld 08 und VfB. Mühlburg. Die Abteilung Süd ist in drei Untergruppen gegliedert. Hier dürfte der Freiburger FC. die spielstärkste Mannschaft besitzen. Württemberg: Die Abteilung A verspricht ein Duell zwischen dem VfB. Stuttgart und dem Stuttgarter SC. zu bringen, während in der anderen Gruppe die Conen=Mannschaft der Stuttgarter Kickers vor den besten Aussichten steht. Die Kickers sind auch die Verleidiger der Gaumeisterschaft. Vayern: Vom ersten Tage an verliefen die Punktekämpfe spannend und abwechslungsreich. Gegenwärtig steht der Gaumeister Schweinfurt 05, nach Verlustpunkten gerechnet, am besten, allerdings nur ein Punkt vor Neumeyer Nürnberg und zwei Zähler vor 8C. Augsburg, 1. FC. Nürnberg, 60 München und Die Nationalstaffel unserer Amateurboxer für den das Freie gewinnen. Da der Ausbruch der Verbrecher Länderkampf am 10. Januar in Brünn gegen das Pro=erst eineinhalb Stunden später bemerkt wurde, hatten tektorat Böhmen=Mähren ist auf zwei Posten geändert sie einen großen Vorsprung. Da anzunehmen war, daß worden. Die Hamburger Raeschke und Weber sind durch beide weitere Verbrechen begehen würden, unternahHeese und Wilke ersetzt worden, so daß die deutschel men Gendarmerie, Polizei und Soldaten gemeinsam sen SP. Staffel nun wie folgt vom Fliegen= bis Schwergewicht eine Suchaktion, die sich vor allem auf die Wittlicher den Tor- antritt: Obermauer(Köln, Wilke(Hannover), Graaf Wälder erstreckte. Am Abend fand man den Mörder (Berlin), Nürnberg(Berlin), Heese(Düsseldorf), Baumgarten(Hamburg), Schmiöt(Hamburg) und ten Hoff (Oldenburg). Max an vierter Stelle Schmeling und Heuser in der Rangliste Eine der führenden amerikanischen Box=Zeitschriften, das„Ring=Magazin", veröffentlicht eine Box=Rangliste, in der natürlich in der Hauptsache USA.=Boxer berücksichtigt wurden. Immerbin sind aber auch zwei deutsche Boxer verzeichnet, Max Schmeling und Adolf Heuser; sonst erscheinen aus Europa nur noch einige Engländer sowie je ein Italiener und Franzose. Mar Schmeling steht im Schwergewicht hinter Weltmeister Joe Louis, Tony Galento und Bob Pastor an vierter Stelle und erst hinter ihm folgt Louis' nächster Titelkampfgegner Godoy(Argentinien). Unter den Halbschwergewichtlern führt der Titelhalter Billy Conn; kteinebächer in einem Wäldchen erschossen auf. Ob er in einem Gefecht mit einer anderen Person gefallen ist oder Selbstmord verübt hat, konnte noch nicht einwandfrei geklärt werden. Der zweite Verbrecher, Sukkow. wurde in der Nähe von Trier umstellt. Mit seiner Festnahme ist in Kürze zu rechnen. Wertvolle Auszeichnung Grube„Anna II“ erhielt Wanderpreis für Verdienste um die Grubensicherheit Alsdorf, 3. Januar. In einer eindrucksvollen Feierstunde überreichte am Dienstag Berghauptmann Heyer vom Oberbergamt Bonn dem Werksdirektor Knepper von der Grube„Anna II“ den Wanderpreis für Verdienste um die Grubensicherheit für das Jahr 1938. In seiner Begrüßungsansprache hob Bergassessor Bäcker hervor, daß der im Jahre 1936 geschaffene Wanderpreis für Verdienste um die Grubensicherheit in den Jahren 1936 und 1937 der Grube„Sophia Jakoba“ in Hückelhoven zugefallen sei, während er für das Jahr 1938 an die Grube„Anna II“ vergeben werde. Der Preis, der seinem Besitzer endgültig zufällt, wenn er dreimal gewonnen worden ist, wird für den niedrigsten Unfallwert vergeben, der errechnet wird nach der Zahl und Schwere der Unfälle und dem Verhältnis der Unfallzahl des letzten Jahres mit denen der drei vorhergegangenen Jahre. Der Preis besteht aus einer künstlerisch wertvollen Bernsteinschale, die auf der Rückseite eine kleine Silberplakette mit den Namen der Siegerzechen trägt. Schwerer Verkehrsunfall beim Rodeln Gelsenkirchen=Buer, 3. Januar. Auf der Beckeratsstraße in Buer gerieten beim Rodeln auf der Straße zur Lohmühle drei Kinder mit ihren Schlitten unter einen Lastkraftwagen und wurden schwer verletzt. Bei einem Kind besteht Lebensgefahr. Durch das starke Bremsen geriet der Wagen infolge der Glätte ins Schleudern und prallte gegen einen Lichtmast. Die Lichtleitung wurde zerstört. Der Fahrer erlitt= eine Gehirnerschütterung. Geisteskranker als Brandsiifter Unterbringung in einer Heil= und Pflegeanstalt Aachen, 3. Januar. Im August ereigneten sich in Welldorf bei Jülich zwei Schadenfeuer. Eines Nachts brannte ein Stallgebäude nieder, zwei Tage darauf eine Scheune mit Strohballen. Der angerichtete Schaden belief sich auf rund 10000 RM., wovon nur ein geringer Teil durch die Versicherung gedeckt war. Der Verdacht fiel auf einen 25jährigen Dorfbewohner, der selbst Mitglied der Feuerwehr war und sich seit einiger Zeit durch wirre Reden auffällig gemacht hatte. Er legte auch dem Brandmeister ein Geständnis ab, worauf man ihn festnahm. Im Untersuchungsgefängnis Klingelpütz in Köln setzte der Bursche die Zelleneinrichtung in Brand. Als man ihn daraufhin auf seinen Geisteszustand untersuchte, ergab sich, daß er an Schizophrenie erkrankt war. Der Brandstifter hatte sich jetzt vor der Zweiten Strafkammer des Landgerichts Aachen zu verantworten, wo er einen verwirrten, aber doch unbewegten Eindruck machte. Der Psychiater billigte ihm den Paragraphen 51, Absatz 1, des Strafgesetzbuches zu. Nach übereinstimmendem Antrag seitens der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung ordnete die Strafkammer die Ueberführung des Angeklagten in eine Heil= und Pflegeanstalt an. auf den Tabak kommt es an! Eine Verpackung ist notwendig, um die Zigarette unversehrt in die Hand des Rauchers zu bringen. ECKSTEIN vermeidet jedoch jede kostspielige Ausstattung, die über den notwendigen Schutz der Zigarette hinausgeht und bietet dafür einen hochwertigen Orient-Tebak von erlesener Güte. * Seite 6 Nr. 3] Bochumer Anzeiger] Donnerstag, 4. Januar 1940 Aus aller Welt Seite 7 Nr. 3 Das Eist um Inlamessti nach 2000 Jahren tötete es eine Frau Kib de Jukeiro, Ende Bezemder. st bewundernd ngr Rio de Janeiro. Ende Dezember. Mancher Fremde steht bewunverno vor der Vitrine des peruanischen Sonnengottes im Kulturgeschichtlichen Museum in Rio de Janeiro. Die Schätze, die sie birgt, sind mehr als 2000 Jahre alt. Und mit einem kunstvoll gezierten, im Lauf der Jahrhunderte grau gewordenen Opfermesser sind dereinst Menschen zu Ehren des Sonnengottes getötet worden. Niemand kann sagen, wie viele Menschenleben die alten Inkapriester in Ausübung ihrer religiösen Bräuche mit diesem Messer auslöschten, aber noch nach zwei Jahrtausenden ist es für den Besucher ein seltsam erregendes Gefühl, diese religiöse„Mordwaffe zu betrachten. Der, Museumsreligiöse Mordwaffe zu betrachten. Der Museumswärter Pinto beobachtete dabei schon seit längerem einen Amerikaner, der sich von diesen Schätzen kaum trannen nes Tagos kam er mit dam einer Amerikaner, der si trennen konnte. Eines Tages kam er mit dem seltsamen Besucher ins Gespräch, wobei dieser den Wunsch äußerte, eine genaue Nachbildung des Opfermessers der alten Inkas zu bekommen. Die Museumsleitung habe jedoch die Erlaubnis zur Entlehnung des. Original= messers abgelehnt. Er sei bereit, dem Aufseher 500 Kronstadt befand. Eines Tages tauchte die Jacht eines spleenigen, reisenden Ausländers auf; an Bord befand sich eine lustige Gesellschaft, und der Schiffsherr ließ durch Sianale anfragen, ob man dem Leuchtturm einen Besuch abstatten könne. Der Wärter hatte nichts dagegen, zumal er sich ein ausgiebiges Trinkgeld erhoffte. Eine Schar von ausgelassenen Gästen kletterte nun die Treppen hinauf. Sie brachten gleich eine ganze Batterie von Champagner= und Whiskyflaschen mit, und oben auf dem Turm begann nun eine wüste Zecherei, der auch der Wärter nicht widerstehen konnte. Schließlich wälzte sich die ganze Gesellschaft samt dem Wärter betrunken am Boden. Am nächsten Morgen, als die Zecher mit schwerem Kopf erwachten und wieder ihre Jacht besteigen wollten, sahen sie, daß die stürmische See das Schiff vom Anker wenn sie angesprochen werden. Der General fragte nun solch einen Posten:„Was machst du hier, mein Sohn?“— In reinstem Berlinerisch kam die Antwort: „Ick friere! Wat fraachste denn so schlau?"—„Das ist meine Pflicht. Ich bin der Armeeoberkommandierende.“—„Det sloobe ick! Den Posten möchste woll haben!" Schweres Eisenbahnunglück in Japan Ein mit Neujahrsbesuchern überfüllter Zug stieß am Dienstag bei Tokorosawa in der Provinz Saitama westlich von Tokio mit einem Güterzug zusammen. Bei den Aufräumungsarbeiten wurden bisher elf Tote und zwölf Schwerverletzte geborgen, jedoch muß mit höheren Verlusten Verlusten gerechnet werden. Schwedisches Schiff an der Kattegat=Küste gestrandet schwedische Dampfer„Kiell Billner“(Gotenburg, Nacht zum Sonntag in der Nähe von Svarteskaer. Dem Schiff scheint keine unmittelbare Gefahr zu drohen. Der jüdische Verbrecher Lepke Buchhalter zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt Der berüchtigte jüdische Racketeer Lepke Buchhalter, Amerikas„öffentlicher Feind Nummer“, wurde am Dienstag vom Bundesgericht zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt. Der Jude war der Anführer einer Opiumschmuggelbande sowie zahlreicher anderer Gangsterunternehmungen. Lepkes persönliche Einnahmen allein aus dem Opiumschmuggel sollen fünf Millionen Dollar betragen haben. * Der 844 Tonnen) strandete in der Nacht zum Sonntag in Riesige Alkoholsteuerhinterziehungen in Brooklyn Das Bundesgeschworenengericht des Newyorker Stadtteils Brooklyn erhob Anklage gegen 48 Personen wegen Alkoholsteuerhinterziehungen von drei Millionen Dollar. Die Angeklagten werden beschuldigt, ohne Lizenz Brennereien betrieben zu haben. * Erste abgeben.„Else der Nähstube eines mnicht die eigene Schy #die anderen dafter., AAderen weiß. Sreund uun heireten, scht bog, gar nicht sahen sie, daß die stürmische See das Schiff vom Anker losgerissen und ins offene Meer hinausgetrieben hatte. Plonlich vershatten sie Brandgeruch. Eine furchtbare Manit entstand Offenbar batte jeman Plötzlich verspürten Panir entstand. Ossenvar hatte jemand durch ein unachtsam fortgeworfenes Streichholz das Feuer verschuldet. Da die Flammen zuerst die unteren Räume Dollar zu bezahlen, wenn er ihm das Messer für einige des Turms ergrifsen hatten, war den Opfern jeder Nächte zur Verfügung stehl., Zzitrin, nahmen und am auch die Rettung, von außen, ber unmöglich. Sämtliche Versonen. einschließlich des Leuchtturmwärters, tamen in den Flammen um. Lediglich eine einzige Frau konnte mit erheblichen Brandwunden lebend geborgen werden. se Nächte zur Verfugung stellen wolle. Er solle das Messer jeweils am Abend aus der Vitrine neymen und am nächsten Morgen wieder an seinen gewohnten Platz tegen..„ f. 5. Srembe José Pinto konnte schließlich, als der Fremde immer mehr drängte, der Versuchung nicht widerstehen. Erstaunt sah er dem Amerikaner, der ein leidenschaftlicher Sammler war, bei seiner Arbeit zu. Mit einem eigenen Metallschneider arbeitete er alle Feinheiten des Stückes aus der Nachbildung heraus, nachdem er sich zuerst einen Rohabguß von einem Schmied hatte anfertigen lassen. Als die Arbeit fertig war, machte der Sammler Pinto den Vorschlag, er möge doch die Nachbildung in die Vitrine legen und das Original ihm überlassen, kein Mensch würde den Tausch bemerken, und er sei bereit, ihm für sein Entgegenkommen weitere 500 Dollar zu geben. Pinto fand den Vorschlag sehr verlockend, wollte aber die Sache vorerst noch mit seiner Frau besprechen. Er nahm also das Opfermesser mit und versuchte seiner Ehehälfte den Vorteil seines „Geschäftes" auseinanderzusetzen. Doch die Frau war empört über die beabsichtigte Unredlichkeit ihres Gatten und drohte ihm, sie werde die Sache der Museumsleitung melden. Dabei kam es zu einem heftigen Streit, in dessen Verlauf Pinto so in Wut geriet, daß er das am Tisch liegende Messer gegen seine Frau warf. Eine Viertelstunde später war diese tot. obwohl sie nur eine leichte Ritzwunde erlitten hatte. Der Sonnengott hatte die Frau getötet— nach 2000 Jahren! Die Klinge war, wie die chemische Untersuchung ergab, mit einem festhaftenden, im Blut sofort löslichen Gift bestrichen, das den Tod der Frau des Museumswärters herbeigeführt hatte. Zwei Jahrtausende altes Inkagift hatte im Glasschrank des Museums nicht seine Wirkung verloren. Pinto wurde wegen fahrlässiger Tötung und versuchter Untreue zu drei Jahren Kerker verurteilt. Kampf mit Eingeborenen Die Australierin Cis Berryman war auf dem Leuchtturm von Ulladullah, der von ihren Eltern betreut wurde, zur Welt gekommen. Da sie sich in der Einsamkeit, zwischen Himmel und Meer, am wohlsten fühlte, ergriff sie den gleichen Beruf. Sie hatte jedoch nicht nur gegen die feindlichen Elemente, sondern auch gegen die australischen Eingeborenen zu kämpfen. Von Zeit zu Zeit kamen sie scharenweise vom nahen Festland hinühar und vorsuchten den Louchtturm 3“ Zeit zu Zeit kamen sie scharenweise vom nahen Festlano hinuver uno versuchten, den Leuchtturm zu sturmen, weil sie dachten, daß in ihm ungeheure Schätze aufgestapelt seien. Einmal wurde Cis Berryman nahezu drei Wochen von den Wilden belagert. Sie hatte den Turm verbarrikadiert und wehrte sich tapfer, trotzdem sie nur einen Revolver besaß. Schließlich wäre sie wohl doch der Uebermacht der Wilden erlegen, wenn nicht ein vorbeifahrendes Schiff ihre Notsignale gesehen hätte, zu Hilfe gekommen wäre und die Wilden in die Flucht geschlagen hätte. Die unerschrockene Leuchtturmwärterin hatte noch oft solche Abenteuer zu bestehen, aber sie blieb ihrem Beruf bis zum Lebensende treu. Flammentod auf dem Teuchtturm Berlin, 8. Januar. Viele Leuchttürme sind schon durch Brandkatastrophen zerstört worden; mancher Wärter hat, fern von menschlicher Hilfe, den Heldentod in Erfüllung seiner Pflicht gefunden. Die Geschichte kennt aber auch einen Fall, in dem die Leichtfertigkeit und Bestechlichkeit eines Leuchtturmwärters ein furchtbares Unglück verschuldete. Dieser Mann versah seinen Posten auf dem Turm, der sich bei der Einfahrt zur russischen Seefestung Nur noch 90 Rhinozerosse Nach einer neuen Schätzung, die in Newyork aufgestellt wurde, soll das Rhinozeros nur noch in 90 Exemplaren auf der Welt vertreten sein. Auch das weißschwanzige Gnu steht auf der Liste der aussterbenden Tiere und weist nach dieser Schätzung heute nur noch 150 in Freiheit lebende Vertreter auf. Sogar von den Gorillas soll es nur noch 2000 Stück geben, eine Ziffer, die freilich sehr niedrig gegriffen erscheint Dagegen wird der Bestand der Kamele auf 5 Millionen Stück, der der Elefanten auf über 100000 Stück und der der Tiger auf mindestens 150000 Exemplare geschätzt. „Det jloobe ick!“ General Sixt von Arnim inspizierte eines Nachts im Winter 1916/17 den vordersten Graben. Die Grabenposten müssen bekanntlich immer mit dem Gesicht zum Feinde stehen, dürfen sich auch dann nicht umdrehen, Schutz vor strenger Kälte Links oben: Vor dem Oberkommando Süd in Krakau steht der Wachposten bei der augenblicklich herrschenden strengen Kälte im warmen Schafspelz. Rechts: Die Verkehrspolizisten in den ehemals polnischen Gebieten tragen bei strenger Kälte Ueberziehschuhe aus Stroh, die besonders warm halten. ∆ Weltbild S 8 aber leider 9r2 9ich ##an, sie hämisch dan # mit unverhohlenem beiraten, werde. aber zur Abwehr Statt die anderen tigen, antwortete sie # Der Spoft schlue fragte es mit drenn - Mann denn!“ „Uebermoggen!““ Wie ein Lauffer #trieb die Kunde: E s a m m e l t e a u c h f ü r 30 RM. zusammen wurde. Am nächste mit Blumen und mit einer Ansprach zeigte sich nobel un Tage bezahlten Url Nach drei Tagen zeitsurlaub, zurück. der Nähstune. „Else, du möcht bas dr,.krexen Ant. die Hoffnung verließ ihn nicht. Nach wenigen Stunden des Schlafs würde ein neuer Tag dämmern. Dann wollte er alles daransetzen, um zu entwischen und nach Brühl zu laufen. während der vergangenen Tage in Betracht zog— er hatte d. Mnen“ ger 21) Raimund gehorchte stumm und verwirrt. Vampa folgte ihm bis zur Tür und überzeugte sich, daß der Junge wirklich hinunterging. Dann kehrte er ins Zimmer zurück. Er stellte das volle Glas auf einen Schrank, um sich hierauf Maria zuzukehren. „Mörderin!...“ zischelte er zwischen den Zähnen. Sie fuhr wild empor und sprang mit leidenschaftlich erregtem Gesicht vor ihn hin. „Mörderin!...“ Ein gellendes Lachen.„Schön, ich bin eine. Aber du... was bist denn du? Ist dieses mein Verbrechen nicht tausendmal verständlicher als die harmloseste deiner Untaten? Du prellst die Menschen um des Geldes willen und reißt mir die Seele aus dem Leib, um deinen Haß zu befriedigen! Ich aber kämpfe um meine Kinder, um meine Heimat, um mein Leben!" Ein keuchender Atemzug entrang sich ihrer Kehle, und ihre erhobenen Hände sanken herunter.„Es gibt keinen Ausdruck, der deiner Schlechtigkeit gerecht würde", fuhr sie mit fliegendem Atem fort.„Ein Teufel müßte sich deiner schämen. So begegnest du einer Frau— einer Frau, der du bereits Jahre hindurch die Hölle bereitet hast!“ Sie schüttelte den Kopf und lachte irr. Dann: „Was stierst du mich an? Erwürge mich! Es wäre Barmherzigkeit! Erschieße mich, oder reich mir das Glas Perunfer„,.5 G. Tachte meamerfend Seine Diebsseele regte sich. Er lachte wegwerfeno „Damit du die Giftbrühe fortschütten und mich um mein Beweismaterial bringen könntest!, rief er schneidend. Ihre Lider flatterten. Sie beugte sich vor, maßlose Verachtung in den Blicken. „Du... du!...“ Ihre Stimme schwankte, und dann spuckte sie ihm ins Gesicht. Mit einem unartikulierten Schrei sprang Vampa auf sie zu. Seine Hände krallten sich an sie. Sie stand still und regte sich nicht. „Schlage mich...!, sagte sie, unendliche Bitterkeit in der Stimme.„Du hast es früher auch getan. Töte mich. es wäre Erlösung!“ gn I, Kaud., fuchend Er stieß sie von sich. Eine Weite stand er teucheno, dann eilte er an den Schrank, hob das gefüllte Weinalas herunter und schleuderte es durch das offenstehende „Fertigl“ schrie er.„Wenn du morgen abend neun Uhr nicht zur Stelle bist, komme ich nach Mariental und erzähle dem Doktor und den Kindern Dinge, daß sie dich mit den Hunden hinaushetzen... Fort!“ Maria schritt aus dem Zimmer. Sie wankte nicht, sie ging aufrecht. Das furchtbare Erlebnis dieser halben Stunde hatte sie derart in Anspruch genommen, daß sie unfähig war zu denken. Sie schritt wie träumend die Straße nach Mariental entlang, und ein Beobachter, der ihr von rückwärts nachgesehen hätte wäre auf keinerlei besondere Gedanken verfallen. Anders ihr Gesicht. Das gehörte keinem lebenden Menschen mehr an. Die Wangen waren von einer gespenstischen Blässe, und die Augen waren tot und gläsern. So erreichte sie den Garten. Dort, angesichts des Hauses, kam ihr die ungeheure Verzweiflung ihrer Seele wieder zum Bewußtsein. Nun gab es keine Hoffnung mehr. Vierundzwanzig Stunden noch dann schlossen sich Marientals Pforten hinter ihr, und sie stand auf der Straße, heimatlos eine Enterbte des Glücks... Die Unglückliche brach mit einem verhaltenen Wehschrei in die Knie. Nacht umfing sie. Und in dieser furchtbaren Schwärze, die wie ein Meer in ihren Ohren rauschte, tauchte Vampas gehässiges Gesicht auf, und eine Stimme befahl: Fort...! Aber es war nicht Vampas Stimme, es war die Stimme Hans Peters. Ein Wimmern aus schmerzzerrissenem Herzen schwebte unter den Bäumen empor. Marias Körper taumelte vollends auf den Rasen nieder. Sie fühlte einen wehen Schmerz am Kinn, mit dem sie an einen Stein geraten war. Dann schwanden ihr die Sinne... Raimund stand den Ereignissen verständnislos gegenüber. Er wußte nicht, was das Experiment mit dem Weinglas hatte bedeuten sollen, wußte nicht einmal, daß es ein Experiment gewesen war. Nur ein Gedanke lebte in seinem Innern: Der Vater haßte die Mutter! Er hatte die weinende Stimme der schönen Frau gehört, nachdem er von dem Vater aus dem Zimmer getrieben worden war. Ganz gewiß hatte der Teufel sie geschlagen. Wut züngelte in seiner Seele gegen den Mann empor, der die Mutter haßte. Ob er ihr helfen konnte? Er hätte es getan. Ohne Besinnen und mit tausend Freuden hätte er. sein Leben für die schöne Frau gegeben. Aber was konnte er für sie tun? Der Vater war ein starker Mann, und er ein hilfloser Knabe. Mit der alten Haushälterin konnte er sich nicht verbünden. Die steckte mit dem Vater unter einer Decke. Und in Brühl kannte er niemanden, dem er sich hätte anvertrauen können. Oder sollte er sich mit der Polizei ins Benehmen setzen? Der Gedanke hatte irgendeinen Schrecken für ihn, aber er fand, daß dieser Schrecken nur der Angst vor dem Vater entsprang. Wenn er die Polizei verständigte, so würde ihn der Vater dafür prügeln.— Aber, was war das schon? Er bekam sowieso mehr Schläge als Essen. Und schließlich konnte er die Polizeibeamten ja bitten, daß sie ihn nicht anDer Gedanke an die Polizei in Verbindung mit seinem Vater versetzte den Knaben ins Grübeln. Der Vater hatte zwei Namen; das wußte er genau. Als er ihn in London abholte, hatte er sich Vampa genannt. Und hier hieß er Völker. Ehrliche Leute, das fühlte der Knabe, hatten nur einen Namen und legten sich nicht hier diesen und dort jenen Namen bei. Das tat man doch nur, wenn man nicht erkannt werden wollte. Warum wollte der Vater nicht erkannt werden? Die Polizei mußte es wissen. Vielleicht wurde er eingesperrt. Er hatte ja schon lange Jahre im Zuchthaus gesessen. Bei einem Haßgespräch über die Mutter war ihm das einmal entfahren...f..ck; ua 4 Je länger der Junge über diese Sache nachdachte, desto fester wurde in ihm der Entschluß, die Hilfe zu rufen. Er tat es ja nicht seinetwegen, denn es war sein persönlicher Nachteil. Aber er wollte der Mutter helfen. Er hatte die schöne Frau zweimal weinen gesehen und jedesmal wegen der Roheit des Vaters. Das durfte nicht länger geschehen. Je früher er die Polizei verständigte, desto besser!. 66. An diesem Nachmittag jedoch konnte der Junge seinen Entschluß nicht mehr durchführen. Vampa machte keinen Schritt aus dem Hause und abends scheuchte er den Knaben in die Schlafkammer und sperrte hinter ihm ab Raimund wälzte sich fröstelnd in der dünnen Decke. Aber Banges Schweigen herrschte im Schlafzimmer in Mariental. Die Läden waren geschlossen und die Gardinen vorgezogen, so daß kein Geräusch von außen in den Raum gelangen konnte. Man hatte den roten Lüster entfernt, und die hochkerzige Glühlampe verbreitete Tageshelle im Zimmer. Eine stumpfe Angst in den glanzlosen Blicken, sah Hans Peter auf Dr. Frank vom Brühler Krankenhaus, der regungslos über Maria gebeugt stand und ihr schmales durchsichtiges Handgelenk in seiner Rechten hielt. Minuten später richtete sich der Arzt auf und kehrte sich achselzuckend Grütte zu. „Ich kann nichts entdecken, das Sie beunruhigen müßte, Herr Kollege...“ sagte er flüsternd.„Es scheint mir ziemlich sicher festzustehen, daß Ihre Frau Gemahlin aus irgendeiner seelischen Erregung heraus das Bewußtsein verlor.“ g Hans Peter atmete tief auf und sah auf Maria nieder, die wie eine Tote auf dem Lager ruhte. seidiges Haar floß über die Kissen und um das schmale Gesicht, das von einer geisterhaften Blässe war. „Das war auch mein erster Gedanke“, gab er leise und heiser zurück. Aber um des Himmels willen was sollte sie denn in dieser Weise erregt haben? In der Familie ist alles in der denkbar besten Ordnung. Die Kinder sind alle gesund, und übermorgen wollten wir den Geburtstag Klein=Marias feiern. Sie können sich mein Entsetzen ausmalen, als ich vor zwei Stunden meine Frau bewußtlos im Garten liegend auffand. Ich brachte sie sofort hierher, und als diese schreckliche Ohnmacht nicht weichen wollte, rief ich Sie herbei, denn ich war so kopflos, daß ich nicht mehr wußte, was ich denken, viel weniger was ich tun sollte.“ „Sie haben also keine Ahnung, wodurch Ihre Frau Gemahlin in Schrecken gesetzt worden sein könnte?“ Hans Peter schüttelte den Kopf. Nicht im entferntesten! Ich will nicht prahlen, aber unsere Ehe ist eine Idealehe. Und jetzt diese Ohnmacht, die an einen Starrkrampf erinnert und. nur durch eine unerhört seelische Zerrüttung bewirkt worden sein kann! Das verstehe ein anderer!...“ „Ihre Frau Gemahlin war Schauspielerin?“ Grütte bohrte die Blicke in die Augen des Frage„Ist das irgendwie von Bedeutung...*, fragte er heiser zurück. Etwas in ihm bäumte sich auf. Blitzartig erinnerte er sich jener Vorfälle, die nun fast zehn Jahre zurücklagen, in Leipzig und in Berlin.— Ein tiefer Atemzug hob seine Brust. Dr. Frank antwortete nicht gleich. Er wandte das Gesicht und betrachtete die Bewußtlose. Dann, unIch weiß nicht.. irgendeine Ursache für diese seltsame Ohnmacht muß doch gefunden werden. Ihre Frau Gemahlin besitzt eine zarte, empfindsame Künstlerseele. Das dürfte feststehen. Vielleicht war es irgendeine Anwandlung, die sie niederwarf, ein Erinnern an etwas Unangenehmes.... gen.mm.; Hans Peter stand mit hangenven Armen. Das, was Dr. Frank aussprach, hatte er bei sich gedacht. Er wußte, daß Maria, als sie noch Schauspielerin gewesen war, etwas Leidvolles durchgemacht hatte. Aber ob Marias Ohnmacht darauf zurückzuführen war? Ob sie unter jener ihm unbekannten Tragödie jetzt noch litt! Das war undenkbar. Nie hatte er diesbezügliche Beobachtungen an ihr gemacht. Wenn er allerdings ihr Wesen darüber eigentlich noch nie nachgedacht, aber jetzt, als er vor ihrem Krantenlager stuno, dämmerte es iym auf, daß sie in letzter Zeit ein verstörtes Wesen an den Tag gelegt hatte.— Schlagartig kam ihm die Erinnerung an die Einzelheiten: ihre Schweigsamkeit und die häufigen Kopfschmerzen... oder sollte das nur ein Vorwand gewesen sein, um ihn über den wahren Grund ihrer Niedergeschlagenheit hinwegzutäuschen?.. jener Weinkrampf, der so unvermittelt und ohne jeden ersichtlichen Grund während des Essens aufgetreten war, und die während dieser Zeit gelegentlich gesteigerten Liebesbezeigungen ihm und den Kindern gegenüber. „Eine seelische Komplikation...“ sagte er tonlos. „Ich danke Ihnen, Herr Kollege! Ich will nun abwarten, bis sie wieder zu sich kommt. Er geleitete Dr. Frank hinaus. Als er zurückkehrte, trat er in das Wohnzimmer, wo die Kinder stumm beisammenkauerten. Er strich ihnen über die gesenkten Köpfchen.„Ihr müßt ganz ruhig sein! Mama ist sehr krank. Aber wenn ihr brav seid, wird sie bald wieder gesund..„„„5n.. Mit müden Schritten reyrie er ins Schlafzimmer zurück und nahm taumelnd am Lager der Bewußtlosen Platz. Stunden saß er so. Als sich außen der Tag Pigo. Ftumen jug#. sv. Als sich außen ,der Tag senkte und die ersten Schatten der Nacht auf Mariental fielen, kam ein seufzender Atemzug über Marias farblosen Mund. Ihre Brust hob sich, dann glitten langsam und müde ihre Lider hoch. Ein toter Blick irrte zur Decke empor und ihre Lippen zuckten:„Hans Peter...“ „Herz...!“ flüsterte er verhalten und neigte sich über ihr bleiches Gesicht. Ihre Blicke trafen ihn. Sie verloren alles Tote und nahmen ein Leuchten an. Seine Hände kosten ihre Wangen, dann beugte er sich nieder und küßte den blassen Mund. Der Glanz in ihren Augen verstärkte sich. Es schien, als hätte ihr der Kuß Leben eingehaucht. Ihre Arme schlossen sich um den Nacken des Mannes. Sie war still, selig und völlig ruhig, nur müde und erschöpft. Sie erinnerte sich an nichts, bis es ihr plötzlich zum Bewußtsein kam, daß etwas nicht in Ordnung war. Wie kam es denn, daß sie auf dem Bett lag? Sie war doch nicht zur Ruhe gegangen! Sie schloß die Augen... Da waren Bäume, und da schrie jemand... was war es nur?... Sie stürzte... und knarrte da nicht irgendwo ein Tor... weinten nicht irgendwo Kinder? Ein Gesicht im verschwommenen Nebel, häßlich haßverzerrt... eine weiße Hand im Dunkel und ein Giftkelch... und da wieder Kinderwimmern, und eine graue Gestalt, die durch den Nebel schritt, fort von Mariental... in den Tod... und diese Gestalt hatte ihre Züge!... Maria fuhr in den Kissen empor und streckte die Arme gegen Hans Peter aus.„Bi, g. hen wicht, „Fort!...“ keuchte sie.„Fort!... Wir haben nichts mehr gemein! Weißt du es noch nicht? Warum bist du ch hei mir? Veriage mich hepe mich hinaus ermehr gemein! Weißt du es noch nicht? Warur noch bei mir.... Verjage mich, hege mich hinaus, r. würge mich, aber glaube, daß ich dich liebte!...“ Sie sank wimmernd zurück und verbiß sich in die Kissen. Eine furchtbare Angst kroch in Grütte empor. Hatte sie den Verstand verloren, um so zu sprechen? War sie irrsinnig geworden? Er faßte sie krampfhaft an den „Marial.“ Sie erstarrte und richtete die glanzlosen Augen auf ihn. „Du bist krank!“, sagte er eindringlich.„Hast du denn überhaupt eine Ahnung von dem was du eben sagtest? Warum erklärst du mir deine Liebe? Gibt es da noch etwas zu erklären? Du Liebe, Süße!... Am Sonntag feiern wir Klein=Marias Geburtstag. Du mußt sehen daß du bis dahin gesundest. Ich bringe dir "(Fortset lein Glas Wein— vann (Fortsetzung folgt.) men!“ Else erblaßte ur ihr blühte. Ihre werden. Trotz mehr Tage lang nicht un Abenteuer, in das über den Kopf. Das Ungluck w noch den Freund 1 Der fiel aus de gratulierte, und so Else beteuerte 1 gericht, daß sie zwhineingerutscht sei, anderen hatte er kein unbeschriebene derholt vorbestraft setzung vorlag, lief besonderen, Umstän nur auf vier Mon Die Säuglin „Hier gil Im Herzen Sd aus der Zeit der beachten dieses sch seine Geschichte. Chen=Chi=Wohltäti ner hohen Umfas „Säuglingsse erwünschte kleine große Buchstaben halten die Auffor gibt man kleine Stätte der Schau Mütter gewesen. hai tobte und ein lich die Straßen näherte sich im Haus und legten des Bündel in di Heute Wieder 2 Uhrn Gro Märchen-U mit dem nach Gebr Im Beipi Kallf! Ein Märchen In der Nac Heilige (Der Weihl Ein reizen Kinder 30, 30. Erwachsene * Nr. 3/ Bochumer Anzeiger Donnerstag, 4. Januar 1940 Seite 7 int keine Jahren ichhalter, urde am efängnis Opiumhangsteren allein n Dollar lyn r Stadtin wegen Dollar. nz Bren= „Dil gegen zum=Slandrdam Else konnte keinen Spott vertragen Kind, das Not und sie freilich nicht mehr sehen wird, damit vor Hunger bewahrt. Meistens hahdelt es sich Handelsteil Wie muß Vollkornbrot beschassen sein? Wie aus einer Anordnung der Hauptvereinigung der deutschen Getreide= und Futtermittelwirtschaft(Rnobl. Nr. 116 vom 22. Dezember 1939) hervorgeht, wird Vollkornbrot aus Mahlerzeugnissen des Roggens oder Weioder aus Mischungen von beiden hergestellt, die lichst bald heiraten zu können. Der Freund hatte es ##aer leider gar nicht eilig, und nun fingen die anderen ##a, sie hämisch damit aufzuziehen und immer wieder mit unverhohlenem Spott zu fragen, wann sie denn beiteines Tages wurde ihr das mit Recht zu dumm, aber zur Abwehr wählte sie eine verkehrte Methode. Statt die anderen mit einem knappen Zitat abzuferantwortete sie plötzlich mit Entschiedenheit:„Ja## tohl, wir gehen zum Standesamt!“ Der Spott schlug im Nu um, und von allen Seiten fragte es mit brennender Neugier: „Rann denn“ Wie ein Lauffeuer verbreitete sich im ganzen Be#trieb die Kunde: Else heiratet. Man tat begeistert und sammelte auch für das Hochzeitsgeschenk. Es kamen 30 RM. zusammen, für die ein Kaffeeservice gekauft wurde. Am nächsten Tage schmückte man einen Tisch mit Blumen und überreichte der„glücklichen Braut" mit einer Ansprache das Geschenk. Auch die Firma zeigte sich nobel und spendierte einen Betrag und drei Tage bezahlten Urlaub.„ Nach drei Tagen kehrte sie punttlich von dem„Hochzeitsurlaub zurück. Da klingelte der Fernsprecher in „Eise, du möchtest mal zur Personalabteilung komElse erblaßte und sagte:„Ja, ja.“ Sie wußte, was ihr blühte. Ihre Personalakten sollten richtiggestellt werden. Trotz mehrfachen Mahnungen erschien sie drei Tage lang nicht und blieb am vierten ganz aus. Das Abenteuer, in das sie hineingeschlittert war, wuchs ihr „Das Unglück wollte, daß eine Arbeitskameradin noch den Freund traf Spanischer Dampfer in Brand geraten Ein französisches Kriegsschiff brachte die Passagiere des syanischen Damyfers Cabo San Antonig“, der auf zugelassenen Backhilfsmitteln wesensfremde Zumisch gen enthalten, nicht als Vollkornbrot bezeichnet werden. Das Brotgetreide für das Vollkornbrot muß ausreichend gereinigt werden. Erzeugnisse aus Brotgetreide, bei denen einzelne Bestandteile des Korns, insbesondere Kleie oder Keime, beim Herstellungsvorgang zum Zweck giere des Kleie oder Keime, beim Herstellungsvorgang zum Zy spanischen Tampfers„endo San Antoni“, der aufl einer Sonderbearbeitung abgeschieven und hoher See in Brand geraten war, an Land.“Haupterzeugnis wieder zugesetzt werden, sind nicht als Der vierte Mann Eine Lustige Skatgeschickte von fterbeit Eckert Schneider, schwarz, 3og— er aber jetzt, rie es ihm sen an den ie Erinneit und die r ein Vorten Grund .. jener den ersichtwar, und ten Liebeser tonlos. I nun abzurückkehrte, stumm beie gesenkten ma ist sehr bald wieder chlafzimmer Jewußtlosen n d e r T a g Mariental #arias farbten langsam ck irrte zur Peter...“ neigte sich n ihn. Sie an. Seine sich nieder ihren Augen Kuß Leben den Nacken ruhig, nur nichts, bis etwas nicht sie. auf dem angen! 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Auch ein wenig Geringschatzigkeit ist dabei, etwa so:„Na, mit solchem Blatt kann ein toter Hund auch noch spielen!" und nicht zu vergessen ist noch ein Teilchen Wut; denn ausgerechnet kloppt man jetzt eine Bockrunde, und da kostet's „Tial“ meinte Bröseke und streicht= den ersten saftigen Stich behaglich und höchst zufrieden ein.„Tja, mich soll's wundern, wer die Bowle bezahlen wird!“ Anton Stiegler und Fritz Krüger, so heißen die anderen, machen lange, um nicht zu sagen, mißvergnügte i dent Gechun tand„„„ Hochzgn Gesichter, und Kruger bemerkt anzüglich: Der fiel aus den Wolken, als sie ihm zur#####n„Dusel kann wohl mal jeder haben und brauchte atulierte, und so kam der Schwindel heraus. darum noch keinen Skat zu können! N dem Schnell= haupt ist noch lange nicht aller Tage...“ „n Abend: unterbricht ihn eine Stir erkturnuer, und Else beteuerte nun unter Tränen vor dem gericht, daß sie zwangsläufig in diese Verrugsgeschichte hineingerutscht sei, wahrend sie sich nur des Spottes der anderen hatte erwehren wollen. Leider ist sie aber kein unbeschriebenes Blatt und wegen Betruges wiederholt vorbestraft. Obwohl nun die Rückfallvoraussetzung vorlag, ließ das Gericht mit Rücksicht auf die besonderen Umstände doch Milde walten und erkannte nur auf vier Monate Gefängnis. Die Säuglingsschublade von Schanghai „Hier gibt man kleine Kinder ab!“ Schanghai, 3. Januar. Im Herzen Schanghais steht ein graues Haus, das aus der Zeit der Jahrhundertwende stammt. Wenige beachten dieses schmucklose Gebäude, und doch hat es seine Geschichte. Seit vielen Jahren ist darin das Chen=Chi=Wohltätigkeitsinstitut untergebracht. In seiner hohen Umfassungsmauer aber befindet sich die .Säuglingsschublade“ Schanghais, in der unerwünschte kleine Kinder abgelegt werden können. Drei große Buchstaben an dieser seltsamen Einrichtung enthalten die Aufforderung:„Chieh Ying Ch'u“(„Hier gibt man kleine Kinder ab"). Häufig schon ist diese Stätte der Schauplatz traurigen Erlebens verarmter Mütter gewesen. Besonders als der Krieg um SchangNa, und überhai tobte und ein Strom von Flüchtlingen unaufhörlich die Straßen der Stadt durchzog. Manche Frau Naherte sich im Schube der Dunkelheit dem grauen haftem Griff ein kleines lebenhat ihr näherte sich im Schutze der Haus und legte mit zaghchlem Hre, ein tieilnes des Bündel in die„Sauglingsschublade". Sie b In Abend!“ unterbricht, ihn eine Stimme.„Kann man da nicht als vierter Mann mithalten?" Die Skatbrüder blickten auf, mustern den Fragenden von oben bis unten, stellen gegenseitiges Einverständnis fest, und dann entgeanete Julius Bröseke: „Ja, wenn's beliebt! Ein vierter Mann ist gar nicht so von ohne!“ Sie rückten ein wenig, um dem Vierten Platz zu machen. „Um was geht's denn?" fragte der. „Viertelpfennigskat, aber wir spielen'ne Bowle aus!“ „Großartig! Einverstanden! Mit Vergnügen!" Der Fremde setzt sich, und das Spiel beginnt. Die Karten fliegen nur so, und der Kampf wird immer heftiger. Der Fremde ist stark im Verlust. Entweder muß er passen oder, wenn er ein Spiel hat, haben die Gegenspieler ein besseres und er fällt hinten runter. Eine ausgesprochene Pechsträhne. „Dafür sicher Glück in der Liebe!" tröstete man ihn und heuchelt so etwas wie Mitgefühl. „Wie man's nimmt!“ entgegnete er und denkt an den letzten Krach mit seiner„besseren Hälfte“, und der war erst gestern...„ Nach drei aufregenden Stunden hat der vierte Mann etwa vierzehn Mark reingebuttert. Nun hat auch er genug. „Ich meine, das langt für die Bowle, was?“ „Genau!" wird ihm erwidert. „Na, also denn, Herr Wirt, hier sind die vierzehn Emm für die Bowle!" „Danke verbindlichst, mein Herr! Vielen Dank!“ Der Wirt verbeugt sich, streicht das Geld ein und verschwindet. Der Fremde hat den Spielverlust schon fast überwunden im Gedanken„an die bevorstehende Bowle. Den Löwenanteil, den gieße ich mir hinter die Binde! nimmt er sich vor. Denn Verlust hin, Verlust her, bezahlt habe ich die Bowle letzten Endes ja doch allein!... Die Zeit geht hin im Plaudern. Man trinkt ein Bierchen nach dem andern. Von wegen Bowle, keine Spur! Endlich wird's dem vierten Mann doch zu bunt. „Jesses, ist das hier eine Sanwirtschaft!" macht er seinem Herzen und seiner Bowlensehnsucht Luft.„So was von Bedienung!“ „Weshalb denn?" fragt Bröseke erstannt. „Na, horen Sie, jetzt sitzen wir hier schon eine geschlagene Stunde, und die Bowle?" „Was für eine Bowle?". „Nun, tun Sie bloß nicht so. als ob Sie vom Stengel fallen! Na, um die es beim Skat ging und die ich mit den vierzehn Emm dem Wirt bezahlt habe!" sagt Bröseke mit Unschuldsmiene, während Siegler und Krüger hell auflachen.„Ja, dann warten Sie man, bis Sie schwarz werden! Die haben wir nämlich bereits gestern getrunken, und heute haben wir den Skat gekloppt, wer sie bezahlen soll! Donnerwetter, war das eine Bowle! Prima, primissima!“ Bröseke schnalzt noch mit der Zunge in Erinnerung „Ganz groß!“ kommt es aus dem Munde der beiden anderen.„.... Gizrchen un Der Fremde steht auf, zahlt seine Bierchen und geht ohne Gruß. „Feines Benehmen hat er doch nicht!“ meint Anton Stiegler nachdenklich, und seine Skatbrüder nicken. Vollkornerzeugnis anzusehen. Die Anordnung tritt am 1. Januar 1940 in Kraft. Trinkbranntweinpreis erhöht Nach einer Anordnung des Beauftragten des Reichsnährstandes für die Trinkbranntweinwirtschaft(Ruvbl. Nr. 116 vom 22. Dezember 1939) dürfen Kleinverteiler von Trinkbranntwein und trinkbranntweinähnlichen Erzeugnissen statt des durch die Anordnung Nr. 6 des Beauftragten für Trinkbranntweinwirtschaft genannten Zuschlags im Altreich einen solchen von 1,10 RM. je Liter reinen Alkohols(in der Ostmark einen solchen von 1,40 RM.) bei Abgabe an den Verbraucher berechnen. Für Kleinverteiler, die selbst herstellen, bleibt es bei der ersten Anordnung. Börsen weiter besestigt Die Aktienmärkte der Berliner Börse wurden am Mittwoch durch nicht unerheblich größere Umsätze gekennzeichnet. In Anbetracht der sehr flüssigen Geldmarktlage zeigte sich allgemein Kaufinteresse. Die Aufwärtsbewegung erstreckte sich über alle Marktgebiete und betrug im allgemeinen 1 bis 2 Prozent. Verschiedentlich waren auch darüber hinausgebende Befestigungen zu verzeichnen. An den Märkten der Rheintsch=Wenfälischen Börse zu Düsseldorf setzten sich die regen Kaufe der Bankenkundschaft fort. Matertal kommt nur wenig beraus. Bei zunehmenden Umsätzen lagen die Kurse meist über 1 ProAmtliche Kursnotierungen an der Berliner Börse vom. 3. Januar 1940: Farbenindustrie 167.80: Orenstein& Koppel 109.50.— An der Düsseldorser Börse wurden notiert: Constantin der Große 6850., 7300.: Harpener Bergbau 163,00; Vereinigte Stahlwerke 106.62. ECCNLCTCTSLSOENE .30 .20 .00 10.10 11.30 11.45 12.00 14.15 15.00 15.30 16.00 17.10 .30 17.50 18.00 19.00 20.15 22.30 22.40 23.00 17 Frühkonzert Morgenmusik(Schallplatten) Ein echter Frauenberuf: Die soziale Betriebsarbeiterin Violinmusik(M. Reger) 15 bunte Minuten(Schallplatten) Und Simba lacht... Mittagskonzert„ G5 Melodein aus Köln am Rhein Wirtschaftsführer des Westens Für große und kleine Kinder Musik am Nachmittag Russische Lieder, gesungen von Iwan Tschub Die Heimat spricht Soldatenhumor Musik zum Feierabend(Schallplatten) Nach des Tages Arbeit(Kapelle H. Schmidt) Zwei bunte Stunden Kriegsmeisterschaften im Eiskunstlauf für Männer Musik(Schallplatten) Abendkonzert UEEE Geschichtstafel 1643 1785 1849 1880 1913 fragt er. 1932 1936 4. Januar Der Mathematiker Physiker und Astronom Newton in Woolstyorpe geboren(gestorben 1727). Der Sprach= und Altertumssorscher Jakob Grimm in Hanau geboren(gestorben 1863). Der Begründer der deutschen Kurzschrift Franz Xaver Gabelsberger in München gestorben(geboren 1789). Der Maler Anselm Feuerbach in Venedig gestörben (geboren 1829). ,18 Wicn Wiirss W. Der preußische Generalfeldmarschall Alfred Graf von Schlieffen in Berlin gestorben(geboren 1833). Hochwasser der Ruhr, 68 Meter über Amsterdamer Pegel(normal 65 Meter). Am 6. Januar fiel das Wasser stieg am 7. aber wieder um 0,84 Meter, am 9. start gefallen. 126, 115 Jum Sllhemahlas Zum letztenmal Wochenmartt auf dem Wilhelmsplatz in Bochum. .30 Frühkonzert .20 Morgenmusik(Schallplatten) .00 Selbständigkeit in der Kinderstube 10.10 Lieder und Gitarrenklänge 11.30 Wilfr. Krüger spielt(Schallplatten) 11.45„Männer der Grenze“. 12.00 Die Werkpause 13.00 Zur Unterhaltung 13.55 Zwischenmusik 14.15 Melodein aus Köln am Rhein 15.00 Mutter singt 15.30 Das Dorf einlang 17.10 Jungmädel singen 17.30 Die Heimat spricht 17.50 Technik und Forschung 18.00 Ballade in=moll(Liszt) 18.25 Musik zum Feierabend(Schallplatten) 19.00 Otto Dobrindt spielt. Dazwischen: Berichte 20.15 Gruß aus der Heimat 20.45 Die Berliner Philharmoniker spielen 22.30 Es spielt das Walter=Raatzke=Quintett 23.00 Abendkonzert Dra-Tohbuns Heute letzte Wiederholung 2 Uhr nachm. Große Märchen-Vorstellung mit dem Tontilm Siädüisches orchester Bochum Vormiete: 6. Veranstaltung Sonntag, 7. Januar, 11 Uhr, im Ernst-Moritz-Arndt-Haus Kammer- Konzert Wolfgang Amadeus Mozait: Serenade Nr 11 für 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Hörner, 2 Fasotte. Ludwig van Beethoven: Serenade für Flöte, Violine undViola,.Dur. op.25. Ludwig Spohr: Noner für Violine. Viola. Violoncello. Kontrabab. Flôte, Oboe. Klarinette. Horn und Fagott, .Dur, op. 31— Erstaufführung— Ausführende: Erwin Häusler(Viollne)/ Fritz Geistfeld(Viola)# Karl Fränkle(Vloloncello) Heinrich Bloc(Kontrabaß) Otto Schneebers(Flöse) 1 Herbert Lohse(Oboe) Walter Schreiber(Oboe)/ Arthur Fischer(Klarineste) /Willy Noachk (Klarinette)# Claus Voß(Horn)# Peter Schmidt(Horn) Max Uhlein(Fagott) Paul Richter(Fagott) Preise: RM..75 bis.50. Karten sind an der Konzertkasse im Stadttheater werktags von 10 bis 14 Uhr zu haben. Vorbestellungen nimmt die Konsertkasse unter Nr 61051 entgegen Busten, Verschleimung, Asthma Katarrhe, Bronchitis sind die guälenden Zeugen einer geschwächten, reizempfindlichen, ofimals entzündlich veränderten Atmungsschleimhaut; daher ihre Hartnäckigkeit. Tritt man ihnen aber mit „Silphoscalin“ entgegen, so zeigt man das richtige Verständnie für das, was hier nottut, nämlich: nicht allein der jeweiligen Beschwerden Herr zu werden, sondern vor allem auch auf das anfällige Schleimhautgewebe in wirklich heilkräftigem Sinne einzuwirken. Das ist der Vorzug von„Silphoscalin“, das bei Drofessoren, Aerzten und Kranken entsprechende Anerkennung gefunden hat.— Achten Sie beim Einkauf auf den Namen„Silphoscalin“ und die grüne Dackung.— 80 Tabletten RM..87 in allen Apotheken, wo nicht, dann Rosen=Apotheke, München, Rosenstraße 6— Verlangen Sie von der Herstellerfirma Carl Bühler, Konstanz, kostenlos u. unverbindlich Zusendun der interessanten illustrierten Aufklärungsschrift S, 255 von Dr. phil. nat. Strauß, Werbeschriftsteller. W M K 80 „BA“. Anzeigen heien verkaufen nach Gebrüder Grimm Im Belprogramm: Kallf Storch Ein Märchen aus 1001 Nacht In der Nacht vor dem Heiligen Abend (Der Weihnachtsmann) Ein reizender Farofiim Kinder 30, 30, 70, 90 Pf. Erwachsene 30, 70, 90, 120 Pf. der Stadt Bochum Donnerst.,.Jan., 19.30—22.30 Uhr. Vormiete C. 11: sechlin um Preußen“ Tragödie von Bethae Freitag, 5, Jun., 19.30—22.15 Uhr: Grüner Ring 4: „Minna von Barnheim Lustspiel von Lessing. „.und heiste akend zur TONHALLENGASTSTATTE Kaseece —-ELE ER T W W VEFER RE Si Vermschtes Harnuntersuchungen auf Zucker und Eiweiß etc .50 RM. im Laboratorium der Drogerte Fischer, Kortumstraße Ecke Rottstraße. Kaasen-Scheskrollen Hlefert: Trautmann, Viktoriastr. 73 Frau EIIy Pawlak Hellpraktikerin Naturheilweise Homöopathle Zugel. zu den petr Krankenversicherungen .-Langendreer, An denLothen 15, Fernruf 71666 Reparat. an Lederwaren Zmmermann, Kortumste. 25 Schenken leicht gemacht! Alle Gold- und Silbersachen, die bei Ihnen nutslos liegen, nehme ich bei Einkäufen an oder sahle such dafür gern Bargeld JOSEF KNUPPER uweller und Uhrmacher Bochum, an der Orehschelbe Gen Berlio 26474 gibt es nicht mehr! Die lästigen Schmerzen verschwinden. Sie können wieder leicht und beschwingt genen, wenn Sie Ihre Fuße pflegen lassen durch Fuspraktiker Viktoriastraße 41 Rut 62038 Einlagen n. Man. AuchHühneraug„Hornhaut: eingew. Nägel new entlerne ich schmerslo“ Zünkeler neue u. gebrauchte Pianos, Flügel. Harmoniums, Handharmonikas u. sämtl. KleinInstrumente. Angen. Teilzahl Bochum. Marktplatz 7, am Kubhirtendenkmal. Fernruf 63336 Wer eine K Wi2e braucht nicht erst zu unserer Hauptgeschäftsstelle, Rathausplatz 8, zu kommen. Unsere Annahmestellen nehmen Ihre Familienoder Kleinanzeigen entgegen und sparenihnen Zeit und Wege Dechum: Essener Straße 12, Frl. Jeckel Hattinger Straße 20, 6. Langenstück. Hattinger Straße 14, Karl Regelmann, .-Altenboch.: Wittener Str. 241, G. Lillpopp. Wittener Straße 226, Bernhard Sure. Wittener Straße 255, H. Stückemann. .-Dahlhausen: Eiberger Str. 4, E. Kipper Dr.-.-Otto-Straße 117, E. Bings. .-Gerthe: Castroper Hellweg 417, Zülch. Lothringer Straße 18, August Reuter. .-Drumme: Josetinenstr. 59, Fr. Heinr. Pohl. .-Hamme: Dorstener Str. 171, Fr. Grummet. .-Harpen: Harpener Hellweg 183, Hugo Richter Echses 9. Fritz Schneider. .-Hordel: Am Lakenbruch 30. Reim. .-Laer: Wittener Str. 426, Auguste Eckert .-Langendr.: Kaiserstr. 201, M. Nußbaum. .-Linden: Hattinger Str. 807, Eduard Beck .-Rlemke: Auf dem Dahlacker 46, J. Szyeke Herner Straße 259, Fredrich Kilbsch Herner Straße 384, Wilhelm Cornellus. .-Stiepel: Am Hang 528, Altred Berlet: .-Weitmar: Hattinger Str. 200(Ecke KohJenstraße), Marg. Höbel. 9Oektmacktangekörige heben stets den Wunsch. Ihre gewohnte Helmetzeitung welterlesen zu können. Dieser Wunsch ist begreiflich. Sie können Inn leicht erföllen. Indem Sie uns beaut tragen, Ihrem Soldaten jeden Tag den„Bochumer Anzeiger“ zuzusenden. Das kostet.15 RM. monetlich. 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Bochum und Wolbeck. 2. anuar 1940 Die Beerdigung findet am Freitag, dem S. Januar 1940. 16 Uhr. vom Trauerhause Lütkendorpweg 179 aus statt. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging. diene diese als solche Statt jeder besonderen Anzeige Nach langem, schwerem Leiden entschlief heute 11 Uhr sanft unsere gute, unvergeßliche Mutter. Schwiegermutter, Großmutter. Schwägerin u. Tante Prad Mathirde-Beuuig geb. Fiergolla Inhaberin des goldenen Ehrenkreuzes der deutschen Mutter Im Alter von fast 75 jahren. Sie folgte unserem guten Vater nach sieben Wochen. In tiefer Trauer: Die Hinterbliebenen Bochum, den 3. Januar 1940 Maxstrabe 13 Die Beerdigung findet am Sonnabend, dem 6. Januar 1940, um 14 Uhr. von der ekleinen Trauerhalle des Friedhofes am Freigrafendamm aus statt.— Trauerteier eine halbe Stunde vorher Was Gott tut, das ist wohlgetan. Gott dem Allmächtigen hat es getallen Dienstag nachmittag.30 Uhr meinen lieben Mann, meinen guten Vater. Schwiegervater. Schwiegersohn. Bruder. Schwager, Onkel und Vetter Aage Sänders nach langer echwerer Krankheit, zu eich in die Ewigkeit zu nehmen. Er starb wohl vorbereitet und ötter gestärkt mit den Heilsmitteln unserer hl. kath. Kirche, Im Alter von 59 Jjahren. In tiefer Trauer: Frau Maria Sanders geb. Lues Frau Maria Volkmann geb. Sanders Franz Volkmann Familie Lueg und Anverwandte Bochum(Alleestr. 141). Altenbochum, Münster, den 2. Januar 1940 Das feierliche Levitenhochamt ist Sonnabend, morgens 8 Uhr, in der St.-Antonlue-Kirche. Die Beisetzung ist am gleichen Tage um 11 Uhr von der Leichenhalle des Zentralfriedhofes. Statt Kransspenden, wolle man des St.-Antonins Stifts gedenken. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche Dienstag abend.30 Uhr entschlief nach Oottes heiligem Willen mein innigetgeliebter Mann, unser hersensguter Vater, unser lieber, einziger Sohn. Schwießersohn, Schwager. Onkel und Netfe, der so wohlachtbare Sosel-Strutimunn f. Er starbd nach 4monatiger schwerer Krankheit. versehen mit den Heilsmittein unserer vöm.-kath Kische, im besten Mannesalter von 32 Jahren. In tieler Trauer: Frau Aenne Struttmann geb. Ing rt Josef Struttmannsen. und Frau Maria geb. Dünnebacke und Anverwandte Bochum(Hermannshöhe 12), Hagen. Geseke, Berlin, den 2. Januar 1940 Letmathe. Die Beerdigung findet statt am Sonnabend, dem 6. Januar, morgene 10.30 Uhr. von der kleinen Trauerhalle des Haupttriedhofes Freigrafendamm aus.— Das Seelenamt ist vormittags 8 15 Uhr in der Christ Königs Kirche Zuntien=Racheichten nach anderen Veröffentlichungen und Zeitungen Geboren(Knabe): Dortmund: Walter Kronsbein(Grete Schindewolf). (Mädchen): Dortmund: Landgerichtsrat Dr. Amedick(Margret Horn). Karl=Heinz Schütz(Aenne Kupitz). Verlobte: Herne: Hanni Junker mit Friedrich Wilhelm Krämer. Witten: Wilhelmine Lindemann mit Albert Biegel. Gestorben: Dortmund: Witwe Paula Klaas, geborene Wiemer, 78 J. Elisabeth Daubenspeck, geb. Jaeger, 63 J. Magdalene Weimann, geb. Hoffmann, 65 J. Karl Fenner, 77 J. Emilie Sonntag, geb. Zimmermann, 58 J. Maria Schwarzhoff, geb. Winkelmann, 82 J. Alma Lehmann, geb. Hellinger. mit übernehmen(mögl. Lebensmittel). Fahrer wird gestellt. Telephon 656 11 Habe meinen Fahrbetrieb wieder ausgenommen! Josef Spittler, Autovermietung, Telephon 62888 KEN Ausgabe der Reichsverbilligungs= scheine für Speisejette für den Zeitraum Januar März 1940 und der Seifenzusatztarten für Kinder bis zu 8 Jahren am Freitag, dem 5. Januar 1940, von 9 bis 15 Uhr. Schließung der städtischen Dienstund Verwaltungsstellen. Die Ausgabe der Reichsverbilligungsscheine erfolgt in den bisherigen Bezirksausgabestellen des Ernährungs- und Wirtschaftsamtes. Jeder Bezugsberechtigte muß seine Scheine selbst in Empfang nehmen oder ein empfangsberechtigtes Familienmitglied mit der Abholung beauftragen. Familienbuch und Lohnausweis für die letzten drei Monate müssen zur Einsichtnahme vorgelegt werden. Neu Zugezogene haben sich durch den polizeilichen Anmeldeschein auszuweisen. Damit die Abfertigung der Bezugsberechtigten ungehindert und ohne Andrang vonstatten geht, ist dringend zu empfehlen, in den ersten Vormittagsstunden zu erscheinen. Aus Anlaß der Ausgabe der Reichsverbilligungsscheine sind alle Stadtämter und Verwaltungsstellen mit Ausnahme der Städtischen Sparkasse, des Ernährungsamtes, des Wirtschaftsamtes, der Beleuchtungs= u. Wasserwerke, der Schwimmund Badeanstalt, des Stadttheaters, des Städtischen Orchesters, des Hygienisch=Bakteriologischen Laboratoriums, des Schlacht= und Viehhofes und des Stadtleihamtes geschlossen. Die Stadtämter sind nur für die Anmeldung von Sterbefällen und Totgeburten geöffnet. Das Wohlfahrtsamt und die Abteilung für Familienunterhalt bleiben auch am 6. Januar 1940 geschlossen. Die Seifenzusatzkarten für Kinder bis zu 8 Jahren für die Zeit vom 1. Januar bis 31. März 1940 werden am gleichen Tage ausgegeben. Schwer= und Schwerstarbeiter, deren Einkommen den Richtsatz der Familie nicht übersteigt, erhalten für ihre Person auch den Reichsverbilligungsschein III neben dem Reichsverbilligungsschein 1 oder II für die Familie. Der Nachweis, daß sie als Schwer= oder Schwerstarbeiter anerkannt sind, geschieht durch Vorlage des Stammabschnittes der Reichsbrot=,=fleisch= oder=fettkarte, der den Aufdruck S oder Sst trägt. Bochum, den 2. Januar 1940. Der Oberbürgermeister. Eierverteilung. Auf Abschnitt c der Reichskarte für Marmelade, Zucker und Eler wird in der Zeit vom 4. bis 13. 1. 1940 ein Ei verabfolgt. Der Abschnitt wird hiermit aufgerufen. Bochum, den 3. Januar 1940. Der Oberbürgermeister. Viehseuchenpolizeiliche Anordnung. Die Maul= und Klauenseuche unter den Rindviehbeständen des Landwirts Wilhelm Balte in Bochum=Querenburg. Auf der Hustadt Nr. 26, und des Landwirts August Dieckmann in Bochum=Weitmar, Dietrich=Eckardt=Straße Nr. 43, ist erloschen. Ich hebe daher die Viehseuchenpoltzetlichen Anordnungen vom 14. bzw. 25. November 1939 auf. Bochum, den 2. Januar 1940. Der Oberbürgermeister als Ortspolizeibehörde. Ksscuis acte Bekanntmachung der Stadt Wanne=Eickel Das Büro für Hausschlachtungen im Stadternährungsamt ist wegen dringender Abrechnungsarbeiten am Donnerstag, dem 4. Januar 1940, für den Publikumsverkehr geschlossen. Wanne=Eickel, 3. Januar 1940. Der Oberbürgermeister Ausgabe der Reichsverbilligungs= scheine für Speisefette Die Reichsverbilligungsscheine für die Monate Januar, Februar und März 1940 werden nicht, wie bisher, den bezugsberechtigten Personen in die Wohnung zugestellt, sondern in folgenden Nebenstellen des Städt. Wirtschaftsamtes ausgegeben: a) Nebenstelle Nr. 1 in der Diesterwegschule, Hindenburgstr. Nr. 324, b) Nebenstelle Nr. 2 in der Goetheschule, Hedwigstraße Nr. 45, c) Nebenstelle Nr. 3 in der Liboriusschule, Schulstraße Nr. 7, d) Nebenstelle Nr. 4 in der Fichteschule, Bochumer Str. Nr. 175, e) Nedenstelle Nr. 5 in der Wilhelm. schule, Hindenburgstr. Nr. 27, t) Nevensteue Nr. 6 in der Kan schule, Hiverniastr. Nr. 81. Die Reichsvervinigungsscheine müsser in diesen Nevenstellen abgeholt wer. den. Die Straßen und Straßentein# sind auf die Nevenstellen in der selben Weise ausgeteilt, wie bei der Kleidertartenausgave. Die Ausgabe erfolgt nach den Anfangsbuchstaben des Familien= namens in nachstehender Ordnung: Freitag, 5. Jan., 1940, 8 bis 9 Uhr: Buchst. A. C. D, 9 bis 10 Uhr: Buchst. B, 10 bis 11 Uhr: E. 8. J. 11 bis 12 Uhr: Buchst. G, U# bis 13 Uhr: H. 13 bis 14 Uhr.# Ka— Ko, 14 bis 15 Uhr: Kp Kz. L, 15 bis 16 Uhr: M. O. Sonnabend, 6. Jan. 1940 8 big 9 Uhr: Buchst. N. P, 8 bis 1 Uhr: Buchst. R. T, 10 bis 11 Uhr. Sa—Se, Sch, U, 11 bis 12 Uhr Ss—Sz, St, V, 12 bis 13 Uhrt 2, 9. 3. Um eine reibungslose Abwicklung der Ausgabe zu erreichen, müssen diese Stunden genau innegehalten werden. Empfangsberechtigt ist nurder Haushaltungsvorstand, seine Ehefrau oder ein sonstiges erwachsenes Familienmitglied. Es müssen der Lohnnachweis vom letzten Monat, die Rentenpapiere, der Unterstützungsausweis, das Familienbuch vorge# legt werden. Empfänger von Fa# milienunterhalt müssen gleichfalls die Höhe ihres Einkommens nachweisen. Die Einkommensgrenzen sind dieselben, wie bisher. Es muß das Einkommen sämtlicher Familienmitglieder nachgewiesen werden. Bei Ueberschreitung der Einkommensgrenze können keine Reichsverbilligungsscheine verabfolgt werden. Wer die Scheine im obigen Termin nicht abholt, verliert den Anspruch auf spätere Verabfolgung. Das Wohlfahrtsamt ist an beiden Ausgabetagen nur für dringendste Eilfälle geöffnet. Wanne=Eickel, 2. Januar 1940. Der Oberbürgermeister Betr. Eierverteilung. Auf die vom 13. Dezember 1939 bis 14. Januar 1940 gültige Reichs. karte für Marmelade, Zucker und Eler kann für jeden Versorgungsberechtigten auf den Abschnitt c in der Zeit vom 4. Januar bis 13. Januar 1940 ein Ei ausgegeben werden. Der Abschnitt c der zur Zeit gültigen Reichskarte für Marmelade, Zucker und Eier wird hiermit auf. gerufen. Hühnerhalter haben keine Bezugs. berechtigung, Wanne=Eickel, 3. Januar 1940. Der Oberbürgermeister 05 F B Stellenangebote (männlich) Kräftiger Tageratbritel gesucht. Bäckergenossenschaft Bochum in Wanne=Eickel, Dorstener Str. 8 Zum 1. Februar oder früher kräftiger Naß-Wäscher sowie erste Büglerin Tüchtige Friseuse in Dauerstell. per sofort gesucht. H. Lienau, Kortumstraße 78 Ehrliches und zuverlässiges Junge Verkäuferin oder Lehrmädchen sofort“ gesucht. Zuschriften unter S G 71422 Anzeig. Gute für Gardinen=Spannerei gesucht. Färberei Jork, Bochum, Dorstener Straße 186, Ruf 678 75 Tüchtiger Klempner= Installateur sofort gesucht. A. Fantini Schmechtingstr. 29 Kraftfsahrer Hochbe„#t und lebensmdde etag: Hat der Tod dich nun gekübt Und dich hingebracht, wo Friede Ohne Unterlaß dich grübt. Dienstat mittag nahm der liebe Gott unsern guten Vater. Schnießervater. Orobvater. Bruder. Schwager und Onkel Wilhelm Mark Im Alter von 84 Jahren zu sich in die Ewigkelt. Er starb im festen Glauben an seinen Erlöser. In diefer Trauer: Die Hinterbliebenen Bochum(Schmechtingstr. 19), den 3. Januar 1940 Die Beerdigung findet Freitag, den 5. Januar 1940. nachmittags.30 Uhr. von der Kapelle des Hammer Friedhofes aus statt. Trauerteier eine Vierteistunde vorher Familienanzeigen haben im„BA“die größteVerbreitung Verloren Am 2. Weihnachtstag schwarz=weiß kar. Damenschirm verlor. Bitte abz. Keller., Malieserstr. 19. 1. Uniformmantel am Mittwoch verloren Ruhrschnellweg—Straßenb.= Haltestelle Dellmannshof b. Dorstener Str. Gegen Belohn, abzugeb. Paul Nowak. Wattenscheid. Bochumer Str. 85 Kleiderkarte am 1. 1. 40 Wattenscheider Straße verloren. Geg. Belohnung abz. bei Fröhlinghaus, Brandenburgstr. 8 Klasse 3. stundenweise gesucht. W.., Kortumstraße 40 Junge v. 16—17 Jahren. z. 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