Bezugspreis mit Botenlohn: 2 15 RM. monatlich oder 1,08 RM. haldmonatlich. Selbstabholer 1,85 RM. monatlich oder 93 Pf. halbmonatlich. Bezugspreis für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich, Funkzeitschrift„hör mit mir“ 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und 55 Pf. bei fünf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Zeitung durch höhere Gewalt, Verbot oder Betriebsstörung und dgl. verhindert wird, können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr, sonntags von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftleitung, außer mittwochs und sonnabends von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckkonto Dortmund 1760 Verlag und Druck: Laupenmühlen## Dierichs in Bochum Donnerstag 16.November 1939 Pi. tender ttliche? in Teritel , Zur Zeit ist Preisliste echug der Anzeigenangahme ich frühmorgens erscheinende Zeitung ages Kür den richtigen Abdruck sernmünder Angeigen kann seine Gewahr übernommen werden. Tauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551 bis 54 Ein deutlches-Boot verlenkte LoUUUSetettete Schifssrau in Welgen=Tagen Ferner brachte das=Boot eine Prise ein — Britischer Zerstörer lief auf deutsche Mine dub Berlin, 15. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Westen außer geringer örtlicher Artillerietätigkeit keine besonderen Ereignisse. Die englische Admiralität gibt den Verlust eines Zerstörers bekannt, der auf eine deutsche Mine gelaufen sei. Der englische Frachtdampfer„Matra(8600 Tonnen) wurde durch eine Explosion vernichtet. Eine unserer=Boote hat in den letzten Tagen 26 000 Tonnen versenkt und eine Prise eingebracht. Weitere britische Schiffsverluste Amsterdam, 15. November. Der 8000 Tonnen große britische Handelsdampfer „Matra“ ist nach einer Meldung aus London auf eine Mine gelaufen und gekentert. Zwei Mann wurden getötet und zwei verwundet. London, 15. November. Der Fischdampfer„Creßwell“ aus Fleetwood ist versenkt worden. Sechs von der aus 12 Mann bestehenden Besatzung wurden vermißt. Die Besatzungsmitglieder wurden von dem=Boot aufgenommen, das sie sieben Stunden lang an Bord behielt und dann dem Fischdampfer„Phylisia“ übergab, von dem sie am Nachmittag in Fleetwood an Land gesetzt wurden. Als der Kapitän des Fischdampfers das=Boot verließ, segte ihm der deutsche Kommandant:„Sagen Sie dem Herrn Churchill, deutsche=Boot=Leute sind keine herzlosen Mörder.“ Ein anderer Mann der Besatzung erzählte:„Die=Boot=Männer taten alles um es uns bequem zu machen. Sie gaben uns Kleidung, warmes Essen und Branntwein.“ Boston, 15. November. Besatzungsmitglieder des hier eingetroffenen britischen Dampfers„Nova Scotia“ berichteten, daß ein deutsches=Boot im Mittelatlantik aus einem britischen, von Zerstörern geschützten Geleitzug ein Schiff erfolgreich torpediert habe. Miami, 15. November. In amerikanischen Flottenkreisen nimmt man an, daß der Dampfer„Cripple Creek“ untergegangen ist. In der Nähe von Titusville wurden 4000 Liter Oel in Fässern angeschwemmt sowie ein Gebrauchsgegenstand, der mit dem Namen eines an Bord des Dampfers gewesenen Matrosen gezeichnet war. Die „Crippie Creek“ hatte 6300 Tonnen Wasserverdrängung. Das Volk steht hinter dem Führer Erster Opfersonntag: 11 203 971,06 Reichsmark dnb Berlin, 15. November. Nachdem schon die gemeldeten Einzelergebnisse aus den deutschen Gauen erkennen ließen, daß ebenso wie die erste Reichsstraßensammlung, der an die Stelle des Eintopssonntages getretene erste Opfersonntag des Kriegs=Winterhilfswerkes ein überzeugender Beweis für die Opferbereitschaft des deutschen Volkes sein werde, wird diese Auffassung nunmehr durch das Gesamtergebnis bestätigt. Die von den deutschen Haushalten in den Listen des Opfersonntages gezeichneten Einzelbeträge ergaben die Summe von 11 203 971,06 Reichsmark. Gegenüber dem ersten Eintopssonntag des vorjährigen Winterhilfswerkes mit 8 524 942,87 RM. ist das eine Steigerung von nicht weniger als 31,43 v. Während im vergangenen Jahr je Haushalt ein Betrag von 38,61 Pfennig gezeichnet wurde, steigerte sich dieser Betrag am ersten Opfersonntag des Kriegs=Winterhilfswerbes auf 50,74 Pfennig, d. h. mehr als eine halbe Reichsmark. Auf das Altreich entfielen von der Gesamtsumme 9 781 601,22 RM., d. h. je Haushalt 50,56 Pfennig, auf die Ostmark 1 038 767,61 RM. oder je Haushalt sogar 56,56 Pfennig. während der noch stärker im Aufbau begriffene Sudetengau mit der Summe von 383 602,23 RM. je Haushalt ein Aufkommen von 42,79 Pfeutig ergielte. I Liske, Tumme Haat Sait. Welche soziale Kraft in dieser Summe steckt, ergibt sich aus der Tatsache, daß das deutsche Volk mit dem Aufkommen des ersten Opfersonntages der NS.=Volkswohlfahrt die Möglichkeit gegeben hat, nicht weniger als 1300 Kindertagesstätten mit rund 50000 Kindern zu errichten und ein Jahr lang zu unterhalten. Mussolini an die Studenten Roms „Stellt dem Buch das Gewehr zur Seite!“ Rom, 15. November. Anläßlich des Beginns des neuen akademischen Jahres, das in allen Universitätsstädten Italiens durch eindrucksvolle Feiern eröffnet wurde, fand am Mittwoch abend in Rom eine Kundgebung für den Duce statt. In geschlossenen Zügen strömten sämtliche Studenten der römischen Universität auf die Piazza Venezia, wo sich eine unübersehbare Volksmenge eingefunden hatte. Auf die sich immer wiederholenden Zurufe erschien Mussolini auf dem historischen Balkon und richtete folgende kurze Ansprache an die Studenten: „Ich danke euch. Kameraden der Studentenschaft Roms, für euren begeisterten Gruß. Da die Universitätsstadt ihre Studiensäle wieder aufgetan hat, geht mit voller Ruhe und Disziplin an die Arbeit: aber stellt nach faschistischem Brauch und aus Gründen der Vorsicht dem Buch— und zwar wohl sichtbar— auch das Gewehr zur Seite. Der Friede des faschistischen Italiens ist kein wehrloser, sondern ein bewaffneter Friede.“ Die Worte des Duce lösten bei den Studenten und der Menge sich immer erneuernde Beifallskundgebungen aus, so daß sich Mussolini verschiedene Male auf dem Balkon zeigen mußte. Nach der Kundgebung zogen die Studenten unter Absingen vaterländischer Lieder durch die Straßen zur Universität. In Venezuela: Cierterstart Latunntae in Frammen 500—1000 Tote?— Auch der Maracaibosee brennt Erledigt Der belgisch=holländische Friedensschritt nach der Ablehnung durch England und Frankreich dnb Berlin, 15. November. Reichsaußenminister von Ribbentrop empfing heute den belgischen Botschafter und den holländischen Gesandten. Er teilte den Vertretern Belgiens und Hollands im Namen des Führers mit, daß nach der brüsken Ablehnung des Friedensschrittes des belgischen Königs und der Königin der Niederlande durch die englische und französische Regierung auch die Deutsche Reichsregierung diese Vorschläge damit ansähe. als erledigt Amsterdam, 15. November. Nach hier vorliegenden Meldungen aus Caracas (Venezuela) ereignete sich in einem Petroleumfeld bei Lagunillas eine schwere Brandkatastrophe. Das Großfeuer brach Dienstag aus. In allen der Oelstadt Lagunillas lodern die Flammen empor. Hunderte von Personen haben bereits den Tod gefunden. Die Zahl der Todesopfer wird gegenwärtig auf 500 bis 1000 geschätzt. Mehr als 3000 Männer, Frauen und Kinder befanden sich in der am Rande des Oelfeldes erbauten Siedlerstadt, als diese von dem Flammenschicksal heimgesucht wurde. Flöße und Fähren mit Feuerwehr und Hilfsmannschaften wurden sogleich zu der 40 Meilen südöstlich von Maracaibo gelegenen Stadt entsandt. Das Feuer hat den von einer dicken Oelschicht bedeckten Maracaibo„Kruffer, eine wuliger Einperictft Die„Newyorker Staatszeitung“ Newyork, 15. November. Unter der Ueberschrift„Die Maske fällt" veröffentlicht die„Newyorker Staatszeitung“ einen Leitartikel, in dem sie feststellt, daß durch die Churchill=Rede und die Antwortnoten Englands und Frankreichs an Belgien und Holland jede Hoffnung auf einen Frieden endgültig zerstört erscheine und die völlige Vernichtung des Gegners als die grauenvolle Alternative übrig bleibe. „Die Churchill=Rede läßt keine anderen Möglichkeiten offen“, schreibt das Blatt.„Aus ihr spricht der krasse, machtpolitische, bedenkenlose und blindwütige Imperialist. Wenn wir den Phrasenwust beiseite schieben, erkennen wir unter der Tarnkappe eines eitlen selbstgefälligen Pharisäertumes den engstirnigen Imperialisten, für den das Schlagwort vom„Hitlerismus“ nur ein Mittel zum Zweck ist, um Deutschland restlos zu zertrümmern und die Vorherrschaft Großbritanniens erneut auf dessen Ruinen aufzubauen. Wir sind überzeugt, daß Churchill nur die Fleisch= werdung einer Doktrin ist, die sich mit gleicher Schärfe und Heftigkeit auch gegen eine wiedererstarkte deutsche Republik gerichtet haben würde, falls sie es gewagt hätte, den Vormachtsansprüchen Englands in Europa Einhalt zu gebieten. Die Kriegsziele der Alliierten treten immer klarer als die alten Begriffe von der Mainlinie, dem Rheinbund, der süddeutschen Föderation usw. hervor. Deutschland soll höchstens als geographischer Begriff geduldet, als historische und wirtschaftliche Einheit aber vernichtet werden. Das Zwangsdiktat eines Winston Churchill, der sein Bestmöglichstes zum Versailler Schanddiktat beigetragen hatte, möchte erneut das deutsche Volk in Sklavenfesseln schlagen. Was die besten und edelsten hat Lügenlord Churchill erkannt Geister der deutschen Nation erstrebten, würde restlos zertrümmert und vernichtet werden.“ So läßt sich der Krieg aushalten! Eden frühstückt an der französischen Front Brüssel, 15. November. Die Hauptbeschäftigung Edens und der fünf Dominienminister, die sich bekanntlich zu einem Besuch der Front in Frankreich befinden, scheint im Frühstucken zu bestehen. Der Londoner Rundfunk, der über jeden Schritt und Tritt der sechs Minister gewissenhaft berichtet, teilte mit, daß die„hohen Herren" zunächst im britischen Hauptquartier mit dem Oberkommandierenden General Gort gefrühstückt, darauf im strömenden Regen der Front einen kurzen Besuch abgestattet und dann wieder mit General Gort diniert haben. Anscheinend hatten sie dann„informatorische Gespräche" mit dem englischen Oberkommandierenden. Italien zum deutschen Luftangriff auf die Shetland=Inseln Rom, 15. November. Zu dem in Italien stark beachteten deutschen Luftangriff auf die Shetland=Inseln erklärt„Giornale 'Italia", daß die Engländer anscheinend aus Furcht vor Angriffen deutscher=Boote oder Flugzeuge ihre Kriegsflotte von Scapa Flow 250 Meilen nordwärts beordert hätten. Die englische Flotte sei aber dennoch für den Gegner, wie dies die jüngsten Angriffe bewiesen hätten, nicht unerreichbar, habe aber dagegen den Deutschen eine größere Bewegungsfreiheit in der Nordsee einräumen müssen. 41 Gän###d 641 a 1.89 31 21 see in ein höllisches Flammenmeer verwandelt. Etwa 300 Wohnhütten, die unmittelbar am Ufer gelegen sind, waren sofort von den Flammen völlig eingehüllt. Das Feuer ist dadurch ausgebrochen, daß eine Gasolinlampe in der Caracas=Bar der kleinen Stadt Feuer gefangen hatte. Der Präsident der Provinz Zulia, Manuel Maldonado, hat sofort die Leitung aller Hilfsmaßnahmen übernommen, die jedoch im Kampf gegen dieses Flammenmeer bisher wenig erfolgreich sind. Die Flammen dehnen sich mit ungeheurer Geschwindigleit über die ganze Lagune und darüber hinaus aus. Eine Brücke, die die Inselstadt mit dem Festlande verbindet und die sich auf der Rückseite der Lagune befindet, wohin sich das Feuer gerade jetzt auszudehnen droht, wird wahrscheinlich den Flammen auch noch zum Opfer fallen. Damit würde die letzte Hilfsmöglichkeit von außen her für die Stadt vernichtet werden, denn nur über sie könnten sich die vielleicht 2000 Ueberlebenden der Stadt auf das sichere Festland retten. 200 Personen, die dort in den See gegangen sind, wohin das Feuer noch nicht vorgedrungen ist, konnten von einem kleinen Schiff an Bord genommen und gerettet werden. In Caracas hat Staatspräsident Aleazar eine dreitägige Trauer angeordnet. Sämtliche Gebäude der Hauptstadt haben halbmast geflaggt. Schindluder mit den Neutralen treibt England Amsterdam, 15. November. Das britische Ministerium für wirtschaftliche Kriegführung hat, wie der Korrespondent des„Handelsblad“ in London meldet, wieder einmal neue verschärfte Maßnahmen zur Durchführung der Konterbanden=Kontrolle angekündigt. Bisher wurde die britische Kontrolle in der Form gehandhabt, daß für neutrale Länder bestimmte Ladungen, bei denen der endgültige Empfänger nicht angegeben war, so lange in England festgehalten wurden, bis der britische Konsul in dem jeweiligen neutralen Land seiner Regierung einen günstigen oder ungünstigen Bescheid über den endgültigen Empfänger der Fracht gegeben hatte. Im Falle eines ungünstigen Bescheids wurde die Ladung im englischen Kontrollhafen sofort beschlagnahmt. Die am 20. November in Kraft tretende Neuordnung geht nach dieser Meldung des Londoner Korrespondenten des„Handelsblad dahin, daß von der britischen Konterbanden=Kontrolle alle die Güter sofort beschlagnahmt werden, in deren Schiffspapieren der endgultige Empfänger nicht aufgefuhrt ist. Anscheinend fällt auch diese Maßnahme unter die von Lord Finlay großspurig angekündigte„Rücksichtnahme" auf die Neutralen.(Siehe die nachstehende Meldung.) Beschönigungsversuche Lord Finlays London, 15. November. Der Leiter des berüchtigten britischen Kontroll= ausschusses für Banngut, Lord Finlay, versuchte am Montag vor Pressevertretern die britischen Kontroll= praktiken und Schikanen gegenüber den Neutralen mit schönen Worten zu verteidigen. Aber schon zu Beginn seiner Ausführungen ließ er keinen Zweifel darüber, daß England seine Rücksichtslosigkeit gegenüber der neutralen Schiffahrt nicht im geringsten abbremsen werde. Lord Finlay unterstrich nämlich erneut, Großbritannien werde von seinen Rechten als Kriegführender vollen Gebrauch machen, um die Banngutkontrolle zu erzwingen. Beschwichtigend, fugte er lediglich die alte Phrase an, England beabsichtige jedoch, die Kontrolle„mit möglichst wenig Unannehmlichkeiten" für Presse-Hoffmann Unser Bild zeigt die hundert wertvollen Abschnitte oder Punkte der Reichskleiderkarte. In der Mitte das Muster des Umschlages der Reichskleiderkarte. Natürlich befindet sich auf den zu verteilenden Karten nicht das Wort„Ungültig". Die ses Wort wurde lediglich auf die zu Photozwecken ausgegebene Karte gestempelt Presse-Hoffmann =Boot=Kriegsabzeichen für erfolgreiche Feindfahrten Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Dr. h. c. Raeder, hat für die=BootBesatzungen der Kriegsmarine die Einführung eines=Boot=Kriegsabzeichens angeordnet. Das Abzeichen kann allen Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften der vor dem Feinde tätigen=Boote verliehen werden, die sich auf zwei oder mehr Fahrten gegen den Feind bewährt haben. Seite 2 Nr. 269 Bochumer Anzeiger Donnerstag, 16. November 1939 die Neutralen anzuwenden. Der Oberkontrolleu verwies in diesem Zusammenhang, offensichtlich um die „rücksichtsvolle“ Behandlung der Neutralen durch England besonders herauszustreichen, darauf, daß zurzeit die britische Regierung mit verschiedenen Regierungen verhandele, um den Kontrollzwang„mit möglichst wenig Unannehmlichkeiten", durchzuführen. Daß durch die Tätigkeit der britischen Banngutkontrolle Verzögerungen eingetreten sind, mußte Finlay ohne weiteres zugeben. Er schob die Schuld dafür aber auf die„komplizierten modernen Verhältnisse" und„die Größe der Schiffe", die es unmöglich machten, Verzögerungen auszuschalten. In seinen weiteren Ausführungen stellte es Lord Finlay so hin, als ob die Banngutkontrolle schon seit Jahrhunderten das erste Recht der Kriegführenden sei. Sodann machte er„Vorschläge" zur Erleichterung der Kontrolle. Er regte dabei an— welch ein Wink mit dem Zaunpfahl!—, daß die Schiffspapiere im voraus eingesandt werden sollen, was auch in vielen Fällen bereits geschehen sei. Zahlreiche Schiffahrtsgesellschaften hätten sich auch verpflichtet, falls ihre Schiffe sofort weiterfahren dürften, Teile der Ladung, über die Zweifel beständen, bis zur Entscheidung im Kontroll= hafen liegenzulassen. Britische Seeräuberpraxis auch im Mittelmeer Belgrad, 15. November. Der regelmäßig zwischen jugoslawischen und griechischen Häfen verkehrende jugoslawische Frachter„Vardar" wurde in der Nähe der Insel Korfu, wie die Agramer Zeitung„Jutarnji List“ mitteilt, von einem britischen Zerstörer angehalten und durchsucht. In jugoslawischen Schiffahrtskreisen hat dieser freche englische Eingriff in die Schiffahrt zwischen zwei neutralen und dazu noch weit vom Kriegsschauplatz liegenden Staaten einen äußerst peinlichen Eindruck hinterlassen, der dadurch noch verstärkt wird, daß jetzt die konsularischen Vertretungen Großbritanniens mitteilten künftig müßten alle jugoslawischen Schiffe vorher Zertifikate über die Ausfuhrgüter beim zuständigen britischen Konsulat für die Abfertigung an den britischen Kontrollstationen einholen. Griechenland muß Einheitsbrot einführen Athen, 15. November. In Griechenland wurde ein neues Einheitsbrot eingeführt. Auch diese Maßnahme ist eine Auswirkung der englischen Hungerblockade. Auf Fahee hinaus gesicheet ist unsere Ernährung— Ministerialdirektor Dr. Moritz über„Unsere Ernährungswirtschaft im Kriege“ Eine neue Hinterlist britischer Seekriegführung Newyork, 15. November. Deutsche Pressemeldungen über bewaffnete britische und französische Handelsschiffe finden in den Vereinigten Staaten aufmerksame Beachtung. Das neueste Beispiel hinterlistiger britischer Methoden liefert der britische Dampfer„Cameronia", der mit 93 Fahrgästen, darunter 34 Amerikanern, aus England kommend, in Newyork einlief. Der mit einem dreizölligen und einem sechszölligen Geschütz bestückte Handelsdampfer, der auf seiner letzten Reise noch kriegsschiffgrau gestrichen war, hatte diesmal ein neues Farbenkleid angelegt: Aufbauten grau, Schiffshülle leberfarben und Bug schwarz. Der„Associated Preß" zufolge erklärte ein Mannschaftsmitglied bei der Ankunft, daß die Tarnung geändert wurde, um die britische Identität des Schiffes zu verbergen. Die neue Tarnung locke die=Boote an die Oberfläche, um festzustellen, ob die„Cameronia“ neutral sei oder nicht, und dann, so erklärte das Mannschaftsmitglied wörtlich,„können wir dem =Boot Saures geben.“ Wie„Newyork Herald Tribune“ mitteilt, hatte der britische Passagierdampfer„Mauretania“ mit einem Hundertvfünder das größt: Geschütz aller feindlichen Handelsschiffe, die seit Kriegsausbruch Newyork bisher anliefen. Drei englische Flugzeuge landeten in Belgien Brüssel, 15. November. Drei englische Flugzeuge haben am Dienstag nachmittag belgisches Gebiet in der Nähe der belgisch=fran= pagandisten, zösischen Küste überflogen. Einer der drei Apparate ist Glauben, in Coxyde auf belgischem Boden niedergegangen, ein zweiter in La Panne, ebenfalls auf belgischem Boden, und der dritte in unmittelbarer Nähe der französischen Grenze, aber auch noch in Belgien. Die Piloten erklärten, sie hätten geglaubt, sich über Frankreich zu befinden. dnb Berlin, 15. November. Zur Eröffnung der von der Verwaltungsakademie Berlin veranstalteten kriegs= und wehrwirtschaftlichen Vortragsreihe sprach der Ministerialdirektor im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft Dr. Moritz über„Unsere Ernährungswirtschaft im Kriege". Er ging davon aus, wie die Erkenntnis von der Totalität des modernen Krieges dazu geführt habe, daß bei uns nicht nur die Wehrmacht, sondern auch die: Verwaltung und die Wirtschaft für einen Kriegsfall vorbereitet worden sind. Damit ist für Deutschland von vornherein eine grundlegend andere Lage als im Weltkrieg geschaffen. Das gilt ganz besonders für die Organisation unserer Ernährungswirtschaft, bei der die schlimmen Erfahrungen des Weltkrieges berücksichtigt wurden. Wichtig ist, daß gerade auf dem Ernährungsgebiet alle Vorbereitungen für eine lange Kriegsdauer getroffen waren und daß das Bewußtsein der Sparsamkeitspflicht im Volke schon bei Kriegsbeginn geweckt wurde. Im Weltkrieg hat man dagegen zunächst zu sorglos die vorhandenen Vorräte verbraucht und erst allmählich eine Kriegsernährungsorganisation aufgebaut, für deren gedeihliches Arbeiten inzwischen aber viele Voraussetzungen geschwunden waren. Heute hat, als der Ausbruch der Kampfhandlungen unvermeidbar schien, die ganze ernährungswirtschaftliche Organisation mit einem Schlage in Tätigkeit gesetzt werden können. Dabei wurden zur Erhöhung der Schlagkraft staatliche Verwaltung und Reichsnährstand zweckentsprechend vereinigt. Das war durch die Personalunion in der Spitze beim Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft und Reichsbauernführer in der Person R. Walther Darré„von vornherein wesentlich erleichtert.„Parit gab danr ir im 1chMinisterialdirektor Moritz gab dann einen Ueberblick über die Tätigkeit der ernährungswirtschaftlichen Organisation im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft, in den Landes= oder Provinzialernährungsämtern sowie in den Kreisernährungsämtern. Durch die Zusammenfassung aller ernährungswirtschaftlichen Aufgaben in diesen Stellen ist die Gewähr dafür gegeben, daß sowohl die Erzeugung wie auch die Verarbeitung und Verteilung von Lebensmitteln nach einheitlichen Grundsätzen erfolgt. Ein besonders wesentlicher Unterschied zur Ernährungswirtschaft im Weltkriege besteht heute darin, daß vom ersten Tage des Krieges an ausführliche Versorgungsbilanzen für alle wichtigen Gebiete vorhanden waren. Im Weltkriege hatten auch diese erst allmählich beschafft werden müssen. Dr. Moritz beschäftigte sich dann mit der Versorgungslage bei den wichtigsten Erzeugnissen. Hierbei konnte er zeigen, wie durch die Erzeugungsschlacht in den letzten Jahren bei den sogenannten Mangelerzeugnissen, vor allem Fleisch und Fett, eine erhebliche Verbesserung erzielt worden ist und wie heute durch eine vorsichtige Verteilung alles geschieht, um eine ausr Varratswirtschaft zu ermöglichen. Auf diese Vorratswirkschaft zu, ermöglichen. Auf Weise sind wir auf Jahre hinaus unter allen Umständen vor einer Bedrohung unserer sorgung gesichert. VerBei der Zuteilung der Lebensmittelrationen war man bestrebt, soweit wie möglich nicht nur die verschiedenen Bedürfnisse der Berufe, des Alters u. a. m. zu berücksichtigen, man hat weitgehend auch auf die Ernährungsgewohnheiten einzelner Gebiete des Reiches Rücksicht genommen und die Lebensmittelkarten entsprechend eingerichtet. Auf die Verkehrsbedürfnisse wird durch das System der Reise= und Gaststättenmarten Rücksicht genommen. Die Kriegsernährungswirtschaft hat nicht nur die mengenmäßige Deckung des Nahrungsbedarfs, sondern auch die richtige Zusammensetzung im Auge. Die Gesundheitsschäden im Weltkriege beruhten zum großen Tei lauf der Nichtbeachtung der Vitamin= und Schutzstoffbestandteile unserer Nahrung. In engster Zusammenarbeit zwischen dem Reichsgesundheitsführer und dem Reichsernährungsminister geschieht alles, um auch die Beachtung dieser Frage in unserer Ernährungswirtschaft zu Schließlich wandte sich Dr. Moritz den grundlegenden Fragen der Produktion zu. Diese sind im Weltkriege in den ersten Jahren überhaupt vernachlässigt worden, stehen heute aber um so stärker im Vordergrunge, gle die deutsche Landwirtschaft durch die Arbeit des mexcsnährstandes in der Erzeugungsschlacht schon seit Jahren zur Leistungssteigerung erzogen worden ist. Die Aufgabe der Führung in der Kriegsernährungswirtschaft ist es nun, alle Hemmnisse, die im Kriege naturnotwendig die Erzeugung zu verringern drohen, nach Möglichkeit auszuschalten. Hierbei hat insbesondere auch eine enge Zusammenarbeit mit der Wehrmacht gute Erfolge gezeigt. Das muß und wird auch in Zukunft so bleiben, denn eine gute Produktionspolitik ist die beste Ernährungspolitik, vor allem bei längerer Kriegsdauer. Tiefer tap ist Wutehen Erkenntnisse eines Engländers über die Ehrlosigkeit und Wortbrüchigkeit Uns nichts Neues. Bemerkenswert aber diese BestätiBerlin, 15. November. Vielleicht— es ist nicht wahrscheinlich—, aber vielleicht gibt es auch heute noch oder heute wieder hier und dort ein paar Leute, die auf das hören, was englische Provaganda ihnen über die tugendhaften Absichten erzählt, die allein England bei seinem Kriegstreiben gegen Deutschland leiten; also Humanität, leidenschaftliche Liebe zur„Freiheit" aller demokratischen Ideale und der eingeborene englische Drang, sich für gung durch einen der Nächstbeteiligten, noch dazu zu einem Zeitpunkt, da das England der Winston Churchill und MacMillan, der Chamberlain und Eden glaubt, dieses abgespielte Spiel einfach von vorn anfangen zu können und nichts zu tun zu brauchen, als die Walze von Anno dazumal wieder aufzulegen. Leicht ist es Herrn H. G. Wells sicherlich nicht geworden, sich zu diesem Geständnis seiner Enttäuschung durchzuringen; sich für siesem Geständnis setnege, Entfähzschung durchenerigeig; anders Leutz vu., Opfern, Joi, beseig Heute wbezumer härdigen Weltgeschichte die englische Legende von 1914 grüindete, Zaschinzsohez Sautetzigzt. Lestritsehe eHzesersiähe ja nach Türkisches Hetzblatt erhält von der Moskauer„Prawda“ eine Abfuhr Moskau, 15. November. In einem scharfen Artikel wendet sich die Moskauer „Prawda“ gegen die Lügennachrichten der bekannten türkischen Zeitung„Tan“ in Ankara, die in den letzten Wochen planmäßig irreführende Phantasiemeldungen in die Welt gesetzt hat und auf diese Weise die Stimmung der türkischen Oeffentlichkeit im Sinne des mit England und Frankreich abgeschlossenen Beistandspaktes beeinflussen wollte. Sie schreibt...;,.g. „Als z. B. die Sowjetarmee in die Westukraine und in Westweißrußland einrückte, verkündete der„Tan“ aller Welt, daß ein Zusammenstoß zwischen deutschen und sowjetrussischen Truppen bevorstehe und daß in Berlin eine„schreckliche Unruhe" herrsche. Die allzu lebhafte Phantasie der türkischen Journalisten gaukelte ihnen ein Wunschbild vor. Vor kurzem teilte der„Tan“ mit, daß niemand anders als die Sowjetunion die Hauptschuld am Kriege trage, da sie Deutschland in einen erbitterten Kampf an der Westfront hineintreiben wolle. Dieser Lüge liegt der fromme Wunsch der türkischen Zeitung zu Grunde, Deutschland auf die Sowjetunion zu hetzen. Richt von einem eigenen Korrespondenten aus Moskau, sondern aus ihren eigenen Fingern in Ankara erfuhr die Zeitung von der Aufteilung ganz Indiens zwischen der Sowjetunion und Deutschland. Nach einer Woche erfährt man wieder aus der gleichen Quelle, daß Deutschland die Sowjetunion betrüge und daß die Sowjetunion Deutschland gegenüber unaufrichtig sei.„ L446am Mäun viast r. u Wenn man all diesen Unsinn liest, so wird einem klar, daß die türkische Zeitung einen deutlich ausgesprochenen Wunsch hat: die Sowjetunion und Deutschland zu verzanken. die Sowjetunion mit den Völkern der Balkanhalbinsel in Streit zu bringen, überhaupt mit allen. die nicht am Kriege auf seiten der englisch=französischen Auftraggeber teilnehmen. Die türkische Zeitung ärgert sich schrecklich darüber, daß die Sowjetunion neutral bleibt.“ Kurze Nachrichten Französische Zeitungen in Belgien beschlagnahmt Außer dem„Paris Soir“ und dem„Intransigeant“, die am Dienstag in Belgien verboten wurden, ist auch die Pariser „Epoque“ an der Grenze beschlagnahmt worden, weil die Blätter beleidigende Artikel gegen den König der Belgier enthielten. Zum Tode des französischen Generals Pigeand Der französische Divisionsgeneral Pigeaud, der; wie berichtet, am 11. November im Militärlazarett in Paris gestorben ist, war Befehlshaber der 21. Division in Nantes, die die Operationen im Waldgebiet des Warndt durchgeführt hat. Frankreich muß Tabakpreise um 30 Prozent erhöhen Das französische„Journal Officiel" veröffentlicht einen Erlaß, der eine sast 30prozentige Erhöhung aller Tabakpreise vorsieht. Frankreich zählt den Jahrgang 1940 Im Hinblick auf ihre spätere Mobilmachung findet in ganz Frankreich die Zählung des Jahrganges 1940 stgtt, d. h. all der jungen Leute, die bis Ende Dezember 1920 geboren sind. Militärdienstpflichtig sind aber nicht nur die französischen Staatsangehörigen und diejenigen, die über keinerlei Nationalität verfügen, sondern auch alle von ausländischen Eltern in Frankreich geborenen Kinder. Englische Arbeiter fordern Lohnerhöhung In ganz England und Nordirland hat das Fahrpersonal auf Autobussen und Straßenbahnen Lohnerhöhungen gefordert, insgesamt 250000 Menschen. 25 Jahre„Popolo'Italia“ Der Mailänder„Povolo'stallo“ genge, vam PGrgatet ber englischer Provagandg zuscrumengelogen, wird,„a, nach die Gewissensnöte des Mannes ganz alter abgegriffener Schablone geschieht. Auch vor die Gewisse 25 Jahren versicherte England der Welt, nur um der gewesen sein, daß er gerade jetzt, an einem für EngFreizeit der Freien, un des Rechtes der Schwachen,„um land so ärgerlichen Zeitpunkt, sich gedrungen fühlt, dieder Neutralität der Neutralen willen führe das selbst= ses Zeugnis für die Wahrheit abzulegen!: lose England Krieg gegen das militärische, barbarische, Aber auch wenn er das nicht getan hätte, würde „kaiseristische" Deutschland. Damals gab es in England selbst, ja sogar in den Reiben der englischen ProLeute, die allen Ernstes und in gutem diesen Schwindel mitmachten. Heute erinnern sich noch gar zu viele der Enttäuschung ihrer damaligen Gutgläubigkeit. Das ist natürlich peinlich für die Winston Churchills und Zeitungen bringen sehr berzlich gehaltene Glückwunschartikel, in denen die Bedeutung des Blattes für die faschistische Revolution hervorgehoben wird. Auch Portugal löst seine Währung vom Sterling=Kurs Oie= Portugal hat seine Währung jetzt ebenfalls vom Kurs des englischen Pfunds Sterling losgelöst und die Ausrichtung nach dem Dollar vollzogen. Tommy verhätschelt, poilu schlecht versorgt Madrid, 15. November. Der Londoner Berichterstatter der Madridex Zeitung„ABC“, der kürzlich englische Truppen in Frankreich besuchte, faßt seinen Eindruck wie folgt zusammen: In London merke man mehr vom Krieg als inmitten des britischen Expeditionsheeres. Er hebt in seinem Bericht auch den großen Unterschied zwischen dem schlecht versorgten französischen Soldaten und dem englischen hervor, der verhätschelt werde. Abschluß der Reise Funks durch Ostpreußen und die neuen Reichsgaue dnb Posen, 15. November. Die Reise des Reichswirtschaftsministers Funk durch Ostpreußen und die Reichsgaue fand Mittwoch in Posen ihren Abschluß. Die Besprechungen, die der Reichsminister während seines Posener Aufenthalts mit dem Reichsstatthalter und Gauleiter Greiser und dessen Mitarbeitern hatte, galten den verschiedensten Fragen des wirtschaftlichen Wiederaufbaues im Warthegau. Mittags verließ Reichsminister Funk mit seiner Begleitung Posen zur Rückreise nach Berlin. Den Dienstagabend hatte der Reichsminister als Gast des Reichsstatthalters im Hotel„Bazar" verbracht. Gauleiter Greiser hatte hierbei seiner Freude über den Besuch des Reichsministers herzlichen Ausdruck gegeben und betont, er wisse, daß der Minister, der selbst ein Kind des deutschen Ostens sei, mit besonderer Anteilnahme die Probleme dieses Ostraumes verfolge und dem neuen Reichsgau seine tatkräftige Hilfe zukommen lassen werde. Reichsminister Funk hatte dem Reichsstatthalter seine Genugtuung darüber ausgesprochen, daß der Führer ihn mit dieser Aufgabe betraut habe. Er freue sich, daß der Reichsstatthalter, der ebenfalls ein Kind dieser Erde sei. zur Lösung der hier vorhandenen Probleme eine reiche Erfahrung und Kenntnis des Landes mitbringe. Mehr Zurückhaltung fordert Schweizer Armeebefehlshaber von der Zivilbevölkerung Berlin, 15. November. Die„Neue Zürcher Zeitung" bringt heute eine Unterredung des Schweizer Journalisten mit dem Befehlshaber der Schweizer Armee, General Guisan. Auf die Frage, ob sich die Schweizer Zivilbevölkerung wohl genügend Rechenschaft gebe über den Ernst der Situation, führte General Guisan u. a. aus:„Sagen Sie Ihren Lesern, daß wir nur so lange für neutral gehalten werden, als wir uns neutral verhalten. Es wird im ganzen Lande geschwatzt, vor allem in den Wirtshäusern, in Eisenbahnzügen und auf Bahnhöfen. Darum muß sich die Zivilbevölkerung in iirem Meinungsaustausch, in der Aeußerung von Symt#sthien oder Antipathie viel mehr Zukückhaltung auferlegen.“ Fliegeralarm in Lille Am Mittwoch vormittag um 11.50 Uhr wurde im Gebiet von Lille Fliegeralarm gegeben, der eine halbe Stunde dauerte. benlgich fur Fie Wgg Waha MacMillans. Jetzt werden im Osloer„Dagbladet" Teile einer Rede zitiert, die noch vor Kriegsausbruch getan hätte, würde die Wahrheit über die englische Kriegsheuchelei sich heute Hungersnot in Cafablanca nicht mehr unterdrücken lassen, denn der zuckende Hab Aus Casablanca, dem bedeutenden Wirtschaftszentrum von verführt immer wieder bald diesen, bald jenen Wort= Französisch=Marokko, werden die ersten Anzeichen einer Hunführer Englands dazu, diesen Haß und sein Ziel un= aersnot gemeldet. Es fehlt an den lebensnotwendigsten bedacht herauszuschreien. So genügt zur Widerlegung Dingen, wie Reis, Oel, Zucker, Kartoffeln. Am meisten des Schwindels von den tugendhaften englischen Kriegs= leidet selbstverständlich mativen schon allein die Tatsache, daß 24 Stunden vor# USA.=Rüstungen Kriegsaushruch angeordneten die Eingeborenenbevölkerung unter motiven schon allein die Tatsache, daß 24 Stunden vor diesen Zuständen. dem Münchener Mordversuch gegen Adolf Hitler die 271 Millionen Dollar für zusätzliche „Daisy Mail“ einen Leitartikel mit den Worten, schsoß: Der Nachtragsetat für die bei Kriegsaushruch angeordn „Die Erörterung der Kriegsziele ist einfach sinnlos; zusätzlichen Mannschaftsverstärkungen bei der amerikanischen einzige, was uns heute zu tun bleibt, ist, Hitler 3u Armee und Marine, im Küstenschutz und bei der BundesDas deckt sich aufs genaueste mit dem Haß= geheimpolizei wurde am Dienstag von Roosevelt auf 271 das beseitigen.“ der nächst Vernard Shaw wohlbekannteste un), Peisezenitg bekenntnis Herrn Chamberlains, daß er den Tag der willionen Dolar beziffert. englische Schriftsteller H. G. Wells in Stockholm zu halten beabsichtigte. Er wurde durch den Kriegsausbruch daran verhindert, obgleich oder weil der Kriegsausbruch seiner beabsichtigten Rede erst ihre wahre Bedeutung und Aktualität verlieh. H. G. Wells, vor 25 Jahren einer der wichtigsten, vielleicht der wichtigste literarische Propagandist Englands, gedachte in dieser bens die angeblichen tugendhaften Kriegsziele Englands lands Bemühungen um die Erhaltung des Friedens ...: hahe und dafür von der englischen Politik und von dieses Friedens einziger und alleiniger GeVernichtung Hitlers noch zu erleben hoffe. Massenkundgebung in Bombay gegen den englischen Krieg as ist die Wahrheit, wie wir sie nicht wieder Wie aus Bombay gemeldet wird wurde dort auf einer werden verwischen und verleugnen lassen. Das ist die Massendemonstration, an der 90 000 Arbeiter teilnahmen, seinen Willen bineinreißen will. aus jedem Satz der Rundfunkrede sprüht Winston Churchill am Sonntag sein Seemannsgarn gesponnen hat von der Friedensliebe Englands, von Engpropagiert habe und dafür von der englischen Politik aufs niederschmetterndste enttäuscht und zu erschreckender Erkenntnis der Wahrheit aufgerüttelt worden sei. „Während des Krieges„1914/18“, so wollte Wells sagen, so schreibt er jetzt,„arbeitete ich guten Glaubens für die englische Kriegspropaganda, erntete aber nur Schmach und Schande und wurde zuletzt durch das Foreign Office(Auswärtiges Amt) völlig verraten... Wir Provagandisten mußten dem deutschen Volk eine liberale Friedensregelung versprechen, die zu halten unsere Auftraggeber nicht einen Augenblick beabsichtigten. Wir wurden getäuscht, und durch uns täuschte man ganz Deutschland. Alles Böse und Schlechte im heutigen Europa ist ausschließlich auf die Phantasielosigkeit, die Bauernschläue, die Ehrlosigkeit und Wortbrüchigkeit dieser Leute in den Jahren nach dem Kriege seit 1918 zurückzuführen.“ fährdung durch„die Hunnen“— jawohl, auch das holt er wieder aus der Mottenkiste— und durch den„rasenden Herrn Hitler". Auch der olle ehrliche Seemann Churchill weiß nur von einem zu reden und zu träumen: von der Vernichtung Adolf Hitlers, die gerade eben zum brünstigen Bedauern aller Ehrenmänner seines Schlages mißglückt ist. Dieser Haß ist die Wahrheit. Er ist die diesmal von uns und anderen schon von Anfang an erkannte Wahrheit. Während es das vorige Mal 25 Jahre brauchte, um einen H. G. Wells diese Wahrheit erkennen und bekennen zu lassen ist sie diesmal von der ersten Stunde an von 80 Millionen Deutschen und darüber hinaus von ungezählten Hunderten von Millionen Menschen aller Staaten und Nationen erkannt, durchschaut und damit zur Erfolglosigkeit verurteilt. „Aeverenirunft int England unns Frich, Vor einer neuen Aktion der indischen Kongreßpartei Amsterdam, 15. November. Wie United Preß aus London meldet, ist dort ein Telegramm des Führers der indischen Kongreßpartei eingegangen, in dem dieser eine neue Aktion seiner Partei ankündigt. In dem Telegramm heißt es, daß die Position der Kongreßpartei völlig klar sei. Es sei unmöglich, irgendeinen Vorschlag zu erwägen, der nicht auf folgenden Punkten basiert: Völlige Klarlegung der Kriegsziele, Unabhängigkeit Indiens mit unmittelharer Uebertragung der tatsächlichen Macht an das Volk und Uebereinstimmung in der Frage eines konstitutionellen Parlaments. g21: zunsigt. Nehru. der Führer der Kongreßpartei, kündigte an, daß am Sonntag der Aktionsausschuß der Kongreßpartei in Allahabad zusammentreten werde, um die Lage zu prüfen, die durch den Rücktritt von elf Kongreßmitaliedern entstanden ist.„ Aes 4# 85 Nehrn sagt in seinem Telegramm weiter, daß Lord Zetlands Rede im Oberhaus als eine Ablehnung der Forderungen der Kongreßpartei ausgelegt wurde. Dadurch werde es unmöglich, zu einer Uebereinkunft zu gelangen. Das bringe mit sich, daß die Kongreßpartei nicht an der britischen Politik mitarbeiten könne. Wenn sich dieser Fall nicht vermeiden lasse, müsse das notwendigerweise zu weiteren Folgen führen. Gandhi und die Kongreßpartei seien eins. Wenn England das nicht berücksichtige, müsse es zu einer Katastrophe führen. Zahlreiche Minderheiten, darunter die Sikhs, die indischen Christen und die Radikalen, unterstützten die Kongreßpartei. Es treffe nicht zu, heißt es dann, daß die Mohammedaner des Pundschab gegen den Kongreß seien. Auch neben den Mohammedanern, die im Kongreß vertreten seien, gebe es mächtige mohammedanische Organisationen, die die Kongreßpartei unterstützen. Im nordwestlichen Grenzgebiet der Provinz gebe es eine überwiegende Mehrheit für den Kongreß. Alle acht Kongreßministerien zurückgetreten Batavia, 15. November. Nach einer Meldung aus Schillong(Assam) ist nun auch das von der Kongreßpartei beherrschte Koalitionsministerium der nördlich von Kalkutta gelegenen Provinz Assam zurückgetreten. Es handelt sich um das restliche der acht indischen Kongreßministerien, das als Folge der Unzufriedenheit der Kongreßpartei mit den verständnislosen Exklärungen des britischen Vizekönigs über die Zukunft Indiens zurückgetreten ist. auf deutschem Gediet festgeWestwall— unbezwingbar. Aufklärungsdienst zur Reichsverteidigung, Heft 2. Wenn wir es nicht schon längst wüßten, so würde uns dieses zweite Heft in der wehrpolitischen Schriftenreihe die Ueberzeugung vermitteln, daß sich jede feindliche Truppenmacht an unserm Westwall die Köpfe einrennen muß, sofern sie einen Angriff wagen sollte. Auf wenigen Seiten wird mit bestem authentischen Material eine Darstellung von unserm Westwall gegehen, die jedem Volksgenossen klarmacht: Hier kommt keiner durch. Das Heftchen, das mit zahlreichen Bildern versehen ist, kostet nur 10 Reichspfennig. R. F. Probieren auch Sie es einmal mit besseren Cigaretten! ATIKAN Zwei holländische Soldaten nommen Sonnabend nachmittag wurden zwei holländische Soldaten, die sich in der Nähe von Niekerk einem bei Eidergen in der Provinz Geldern gelegenen Weiler, auf deutsches Gebiet verirrt hatten, von der deutschen Grenzwache fesigenommen und interniert. Frankreichs Finanzminister in London Der französische Finanzminister Reynaud ist in London eingetroffen, um mit der englischen Regierung„verschiedene Unanzielle und wirtschaftliche Fragen“ zu besprechen, die! sich aus der Kriegslage ergeben. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs(im Wehrmachtdienst), Stellvertretender Hauptschriftleiter: Dr. Josef Schwermann..sang, Smm. Verantwortliche Schriftleiter: Politik: Rudolf Foest, Bochumer Teil: Hans Schulte, Kulturpolitik u. Unterhaltung: Dr. Josef Schwermann, Kunst u. Wissen: Kurt Dörnemann(im Wehrmachisdienst), i. V. Dr. Josef Schwermann, Unpolitische Nachrichten: Eko van Mark, Sport u. Provinz: Hans Hornberg, Wirtschaft: Georg Schemmerling, Gerichtsdienst u. Briefkasten: Max Flegel, Nachbargebiet u. Stadtteile: Erliä Schelbt.„icm Arug, Mirlm Sarser Berliner Schriftleitung: Michael Haupt, Berlin=Karlsdorst. Heiligenberger Straße 25. Ruf 500 340 und 211 670. Sprechstunden der Schriftlettung wochentags, außer mittwochs und sonnabends, von 16—14 Uhr. Für unverlangte Einsendungen keine Hastpflicht. Rücksendung nur bei Rückporto. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs, Bochum, Rathausplatz 8. Ruf 675 51—54. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Kurt Scholz. Zurzeit ist Anzeigen=Preisliste Nr. 10 gültig. Nachlaßstaffel B. Berliner Anzeigenvertretung:., W. Vempe, BerlinCharlottendurg, Uhlandstraße 194. Ruf 316 813. Seite 3 Nr. 269] Bochumer Anzeiger Donnerstag, 16. November 1939 Nachrichten 130 Hatzer Viellungeunsralt Die älteste Rettungsanstalt in eatschlend Aufnahme: Söhngen hatte, zu einer„Anstalt zur Rettung und Erziehung verlassener Waisen und Verbrechern angehöriger Kinder“ einzurichten. Am Abend des 19. November 1819 erfolgte die Uebersiedlung in das neue Gebäude, nachdem vorher in der Zeitschrift„Hermann“ ein im Einvernehmen mit der Königlichen Regierung in Arnsberg veröffentlichter Aufruf zum Eintritt in die durch den Grafen Adelbert gegründete„Gesellschaft der Menschenfreunde“ geworben hatte und um Unterstützung der von der Gesellschaft befürworteten Ziele gebeten worden war. Das neue Hilfswerk hatte einen schönen Aufschwung zu verzeichnen. Die Zahl der Betreuten stieg zusehends, so daß sich der Gründer nach einigen Jahren entschloß, auch das Kloster in Düsselthal zu erwerben, um so sein Rettungswerk auf eine größere Basis stellen zu können. Ein kleinerer Teil der Zöglinge blieb aber nach wie vor in Overdyck. Die Königliche Regierung sprach sich nach verschiedenen Kontrollen im Anstaltsgebäude sehr lobend über die dort herrschenden Zustände aus. Doch schien das Unternehmen plötzlich dem Untergang geweiht zu sein, als am 30. Januar 1852 ein Zögling, der sich schon seit fünf Jahren in der Anstalt befand, das Gebäude in Brand steckte. Das Haus wurde völlig, zerstört. Eine Anzahl Kinder wurde nach Düsselthal gebracht, während die restlichen neunzehn im Balkeschen Hause untergebracht wurden, für dessen Benutzung jährlich 100 Taler Miete gezahlt werden mußten. Aber auch dieser alten, verfallenen Bauernhütte drohte der Einsturz.„Wenn der Wind ging, krachten die Sparren; es wirbelte das Stroh des Daches hoch in die Luft. und die morschen Wände bekamen manches Loch. Beim Regen waren die Kinder nicht einmal in den unteren Räumen des Gebäudes geschützt. Selbst unsere kleinen Vorräte im Keller konnten wir vor der Nässe und Kälte nicht bergen“, heißt es in dem Bericht dieses Jahres. Der Gründer der Anstalt entschloß sich aber für den Wiederaufbau des Hauses, zumal ihm sein älterer Bruder, der Königliche Landrat und Major, Besitzer des W Gesunde, blendend weiße Zöhne durch storkwirk. some Zahnpflege mit Schlosses Overdyck, Karl Gotthard Graf von der Recke, außer dem Grundstück der Brandstätte auch die Brandkassengelder in Höhe von 400 Talern zur Verfügung stellte. Die weiteren zum Bau des Hauses erforderlichen Mittel wurden durch einen Zuschuß der Anstalt in Düsselthal sowie durch Haussammlungen, aufgebracht. So konnte der Neubau bereits im Mai 1853 begonnen werden. Dieses Haus, das nahezu fünfzig Jahre seinem Bestimmungszweck gedient hatte, wurde später zu Privatwohnungen umgebaut und im Frühjahr dieses Jahres Der Abbruch Hellweg beginnt jetzige Anstaltsgebäude in Bochum=Hamme, erbaut im Jahre 1898 Die Geschichte der im Stadtteil Bochum=Hamme gelegenen Rettungsanstalt Overdyck ist aufs engste mit der Geschichte der sozialen Bestrebungen unseres Stadtgebiets verbunden. Ihr Gründer, der edeldenkende Graf Adelbert von der Recke=Volmarstein, nannte die Anstalt in einer seiner Aufzeichnungen selbst„die erste Rettungsanstalt in Europa“. Eine im Jahre 1899 erschienene Statistik erwähnt zwar einige ältere Erziehungsanstalten, so die der Rheinprovinz vom Jahre 1675. die von Mühlhausen in Thüringen aus dem Jahre 1714, die von Augsburg aus dem Jahre 1699 usw., die aber mehr der Versorgung armer elternloser Kinder, als der Rettung verwahrloster Kinder gedient haben werden. Die ben, endfing Graf Welber durch die namenlose Ret. die nach den Befreiungskriegen als Folge der vorhergehenden Notjahre in Erscheinung trat. Das elterliche Haus des jungen Grafen lag nur wenige Meter von dem jetzigen Anstaltsgebäude entfernt. Der Besitzer des Schlosses Oberdyck und Vater des Grafen Adelbert erwarb sich auch um die kulturelle Lob des Grünkohls Ja, jetzt kommt für ihn das Wetter, das ihn reift zur Winterkost! Nebel tropft in seine Blätter, und er freut sich auf den Frost! Denn durchnebelt und durchfroren fühlt er sich erst richtig wohl, und vergnügt spitzt man die Ohren, wenn es heißt: Jetzt gibt es Kohl! Und weil er so gut gelitten und man ihn auch zollfrei kriegt, bleibt's nicht aus, daß er dem Briten drückend schwer im Magen liegt! Denn was wir genüßlich kauen: und mit bestem Appetit, ach, das kann er nicht verdauen. und es nimmt ihn schrecklich mit! W. L. Förderung innerhalb unseres Heimatgebietes große Verdienste, indem er sich nach vierzehnjähriger militärischer Tätigkeit und längeren Reisen mit hervorragendem Interesie der Förderung des Schulwesens widmete. 1790 gründete er, nur wenige Minuten vom Schloß entfernt, eine Freischule für alle Religionen, deren Einweihung der Heimatdichter Dr. C. A. Kortum in dem Blatt „Niederrheinische Unterhaltungen, eine gemeinnützige Monatsschrift“ in äußerst lebendigen Farben geschildert hat. Unter der Leitung des jungen vortrefflichen Pädagogen Johann Friedrich Willberg entwickelte sich hier alsbald eine Musterschule, deren Methode von vielen Lehrern studiert wurde, und später auf Anregung der von dem Freiherrn gestifteten„Gesellschaft der Lehrer und Kinderfreunde“ ein kleines Schullehrerseminar, das dem Schuldienst in der Mark viele vorzügliche Kräfte zur Verfügung stellen konnte. Leider machte der Krieg von 1806 und der Einmarsch der Franzosen dem Unternehmen ein Ende, das Seminar wurde aufgehoben und das Gebäude unter König Jerome als Schenke und Herberge benutzt. Der junge Adelbert besuchte erst die Schule in Soest, wurde dann Student in Heidelberg und später auch in Karlsruhe und Hofwyl in der Schweiz, um sich dann in den Befreiungskriegen ganz dem Kranken= und Verpflegungsdienst zu widmen. Als die Not im Lande immer größer wurde, nahm er im Jahre 1816 als ersten Pflegling den siebenjährigen Theodor Vloor aus Emden in das elterliche Haus auf; dann einen Wilhelm Obergünn aus Wetter, dreizehn Jahre alt, entstellt und zerkumpt, der Völlerei ergeben, der auch dann, als er zweimal seinen Pflegern ausgerückt war, wieder in Liebe aufgenommen wurde; dann Ferdinand Schönlau aus Schwelm, dreizehn Jahre alt, den bettelnden und stehlenden Begleiter einer liederlichen Frauensperson; dann eine Minna Schöler aus Cronenberg, die im Alter von zwölf Jahren im größten Elend in den Ruhrbergen aufgefunden wurde und vorher„wie ein wildes Tier aufgewachsen und von einer unglaublichen Verdorbenheit,war“. Obgleich die Anfänge des Unternehmens unter den geschilderten Bedingungen denkbar schwer waren, ließ sich der junge Graf im Aufbau seines Lebenswerkes nicht beirren. Nachdem die Kinder die erste Zeit im elterlichen Hause inmitten seiner Geschwister verpflegt und betreut wurden, entschloß sich der Graf, als sich die Zahl der Hilfesuchenden von Tag zu Tag mehrte, die frühere Schule, in welcher der Lehrer Willberg gelehrt Daß dieses alte Wohnhaus, selbst wenn man mit noch soviel Liebe an ihm hängen mag, nicht dem Straßenbild einer modernen Großstadt einfügt, das beweist das Bild vollauf. Siraßenolto Seit dem Juni 1939 besitzt die Stadtverwaltung nunmehr sämtliche Häuser an der Ostseite des Hellwegs, also jene Häuser, die unmittelbar an den Marktplatz„In der Krimm“ anstoßen. Schon seit Jahren tragen sich die verantwortlichen Stellen mit dem Plan, die Innenstadt aufzulockern. Altes muß fort, um Neuem Platz zu schaffen. Auch mit den Häusern am Hellweg ist nunmehr der Anfang gemacht, das alte Schieferhaus Hellweg 23 wird abgerissen, ein Haus, mit dem ein gut Teil Bochumer Geschichte verwachsen ist, das wohl mehr als 150 Jahre treu seine Dienste tat. Am Dienstag morgen ging hier zum ersten Male die Spitzhacke ans Werk, das Dach wurde abgedeckt, die Fenster herausgenommen, riesige Staubwolken stiegen hoch, und nur noch wenige Tage, und es wird von ihm nichts mehr zu sehen sein. Ein weiteres Stück Alt=Bochums ist dann verschwunden und in absehbarer Zeit wird diese Lücke nicht mehr schmerzlich empfunden werden, da sie neuen Anlagen Platz schaffen wird. gibt es auf die neuen Lebensmittelkarten? Ausschneiden und auf bewahren! Die Tebendmteiderforgung Vom KS. Robeindel bis II. Bezeinder 1533 1. Fleisch oder Fleischwaren Aum.: Auf die FlEinzelabschnitte ohne, Mengenaufdruck Zuteilung vorbehalten Normalverbraucher Abschnitt—:je 100e " 5- 7: je 100 "-11: je 100 " 13—15: je 100 " FI 12: 125 16" a. d. c. de se 50 Schwerarbeiter Karte für Normalverbraucher: 2125 6 8 Zusatz=Abschnitte a. d: je 150 6 8.. e. 4: je 100 4 Schossteattester Karte für Normalverbraucher: 2125 6 8 Zusatz=Abschnitte a. de je 250 g 8„: e. 4: je 1004 Kinder IIII S JOLEE Abschnitte—:je 1254 "—4: je 125 " n:1e 125 D9 n S T1e 6J4hre Abschnitte—4: je 125 e "-ds je 125 " n 1: je 125 2. Brot od. Brot u. Mehl Abschnitte 1- 4: je 1000e Brot „ 5— 8: je 500 8 Brot "-—12: jse 500; Brot (oder je 375 8 Mehl) a. beie 508 Brot * Karte für Normalverbr.: 9600 6 Brot (bder 7600 8 Brot und 1500 e Mehl) Zusatz=Abschnitte—4: je 5004 Brot "„-8: je 510 Brot (oder je 3754 Mehl) 32." a. bi je 504 Brot Karte für Normalverbr.: 9600. Brot (oder 7600 a Brot und 1500 8 Mehl) Zusatz=Abschn. 1— 4: je 1000e Brot „„ 5— 8i se 5004 Brot ""-12: je 500 Brot (oder je 375 e Mehl, 32.. 4 be je 30. 4 Brot 24 Abschnitte—4: je 100g Brot „—8: je 500e Brot soder je 375 8 Medl) Auf die 4 mit einem Kreuz.(+) bezeichneten Abichnitte je 125 Kindernährmittel Abschnitte—4: je 100 c Brot "—8: je 500 4 Brot "(oder je 373 8 Mehl) Auf die 4 mit einem Kreuz(+) bezeichneten Abschnite je 1252 Kindernährmittel De# SLA 14. J4ALes Abschnitte 1— 3: je 100* „ 5— 7: je 100 4 -11: se 100 " 13-15: je 100 " M1 12: 25 16" a. d. e. d: se 50; Abschnitte 1— 8: je 500 g Brot "-12: je 5004 Brot (oder je 375 4 Mebl) 8„ a. b: je 100 4 Brot Auf Abschnitte mit Kreuz.(+ und „“: Zuteilungen vorbehalten Anm. Bei der Brotkarte gebt die Altersstufe nur von—10 Jahren: Kinder über 11 Jahre gelten bereits als Normalverbraucher 3. Fett Anm.: Auf die F. Einzelabschnitte. ohne Mengenaufdruck bleiben Zuteilungen vorbehalten Abschn. 1, 3, 4„Butter“: je 125 g „* 2„Butter“: 200 g Abschn. Conderzuteilung„Butter“: 125 g Abschn.—4„Käse od. Quarg“: se 62.5 g Käse od. je 125 g Quarg Abschn. a1 a2„Margarine, Kunstsett, Oel“: se 80 g " d 1„Margarine. Kunstsett, Hel“: 90 g " d2„Margarine. Kunstfett, Oel“: 62.5 K Abschn.—3„Schmalz, Speck, Talg“: se 62.5 8 Karte für Normalverbraucher: 1075 g Fett und 250 g Käse Zusatz=Abschn. a1.—.1„Margarine, Kunstfett, Oel“: je 40 g Zusatz=Abschn. b„Margarine, Kunstsett, Oel“: 90&g Zusatz=Abschu.—4„Schmalz, Speck, Talg“: je 62.5 g Karte für Normalverbraucher: 1075&g Fett und 250 g Käse Zusatz=Abschn. 81—24„Margarine, Kunsisett, Oel“: je 40&a Zusatz=Abschn. b 1, d2„Margarine, Kunstsett, Oel“: je 125 m Zusatz=Abschn. b 3,„Margarine, Kunstsett, Oel“: 90&g Zusatz=Abschn.—3„Schmalz, Speck, Talg“: je 375&a Zusatz=Abschn. 4„Schmalz, Speck, Talg“: 250 g Abschn.—4„Butter“:„je 125 a " F 6 Sonderzutellung„Butter“: 125 g "—4„Käse oder Quarg“:je 62.5 g Käse oder je 125 K Quarg " F 3: 125 g Kunsthonig " F 5: 125 g Kakaopulver Abschn. 1, 3„Butter“: je 125 " 2, 4„Butter“: se 125 g. " F 6 Sonderzuteilg.„Butter“: 125 g Abschn.—4„Käse oder Quarg“: ie 62.5 g Käse od. je 125 g Quarg " F 3: 125 g Kunsthonig " F ö: 125&g Kakaopulver Abschn. 1, 2. 4„Butter“: je 200 g " 3„Butter“: 125 : F 6 Sonderzuteilung„Butter“: 125&g Abschn.—4„Käse oder Quara“: je 62.5&a Käse oder je 125 g Quarg Abschn. 1,,3„Margar., Kunstfett, Oel“: se 125 g. " 2„Marg., Künstsett, Oel“: 62.5 F Abschn. F 1 u. F 2: je 100&g Marmelade " F 3: 125 g Kunsthonig " F ö: 125 g Kakaopulver 4. Marmelade, Zucker und Eier Anm.: Die Reichskarte für Marmelade, Zucker und Eier ist für Normalverbraucher, Schwerarbeiter, Kinder usw. gleich 4 Abschn.„Marmelade“ je 100 g (oder se 40 g Zucker) 4 Abschn.„Zucker“ je 250 g 4 Abschn.„Eier“: nach Aufruf 4 Abschn.„Marmelade“ je 100 g (oder je 40 g Zucker) 4 Abschn.„Zucker“ je 250 g 4 Abschn.„Eier“: nach Aufruf 4 Abschn.„Marmelade“ je 100 g (oder je 40 g Zucker) 4 Abschn.„Zucker“ je 250 g 4 Abschn.„Eier“: nach Aufruf 4 Abschn.„Marmelade“ je 100 g (oder je 40 g Zucker) 4 Abschn.„Zucker“ je 250 g 4 Abschn.„Eier“: nach Aufruf 4 Abschn.„Marmelade“ je 100 g (oder je 40 x Zucker) 4 Abschn.„Zucker“ je 250 g 4 Abschn.„Eier“: nach Aufruf 5. Nührmittel (Die Nährmittelkarte ist für alle Beruse u. Lebensalter die gleiche.) Nährmittel: Abschn. N—10, N 17—26: je 25 g (Nährmittel sind: Graupen. Gerstengrüße,„Wetzengries, Reis. Haserflocken, Teigwaren usw.) Sago: Kartoffelmehl u..: Abschn. N 11, 12, 27, 28: je 25 S Kaffee=Ersatz oder=Zusatzmittel Abschn. N 13, 29. 30: je 125 g " N 14: je 25 g 4 Abschn.„Marmelade“ je 100 g. (oder je 40 g Zucker) 4 Abschn.„Zucker“ je 250 g 4 Abschn.„Eier“: nach Aufruf Seite 4 Nr. 269( Bochuuer Anzeiger Donnerstag, 16. November 1939 niedergelegt, um Raum für die Neubauten, die gegenwärtig am Hindenburgplatz erstellt werden, zu schaffen. Das jetzige Anstaltsgebäude stammt aus dem Jahre 1898. Es wurde gebaut, nachdem das Unternehmen in Overdyck sich einige Jahre zuvor von dem in Düsselthal endgültig getrennt hatte und ihm seitens des in Düsselthal amtierenden Kuratoriums die Rechte eines selbständigen Unternehmens gegeben worden waren. Mit der Einrichtung des geräumigen Hauses hatte der Neubau 65000 Mark gekostet. Mit der Vergrößerung des Heimes wurden natürlich auch die Pflichten der Betreuer umfangreicher, die aber immer von den jeweiligen Leitern und Pflegern des Hauses liebevoll wahrgenommen wurden. Gegenwärtig sind etwa 85 Kinder im Hause untergebracht, das in den beiden letzten Jahren von Grund auf umgestellt und mit allen erforderlichen, der Neuzeit entsprechenden Einrichtungen ausgestattet worden ist. Zur Freude der jetzigen Leiterin des Heimes, Schwester Klara Gößling, sind dem Hause in den letzten Jahren alle größeren Nöte erspart geblieben. Der Gesundheitszustand der Kinder war ein durchweg guter, so daß sich Schwestern und Kivergärtnerinnen ganz der Erziehung der Kinder widmen konnten. Ein recht wertvoller Erziehungsfaktor für die Kinder ist in dem landwirtschaftlichen Betrieb gegeben, der der Anstalt angegliedert ist und eine Größe von dreißig Morgen hat. Hier sind die Kleinen ganz in ihrem Element, wenn sie sich an der Feldarbeit beteiligen oder bei der Betreuung des Viehs helfen dürfen. Mit welcher Liebe selbst schon die allerkleinsten Hausinsassen an ihrer „Schwester Klara" hängen, davon kann man sich leicht überzeugen, wenn man sie an einem der schönen Tage auf dem Spielplatz vor dem Hause tummeln sieht oder wenn sie bei ihren täglichen Spaziergängen durch die Straßen des Stadtteils Hamme ziehen. Abgabe von Kakaopulver, Schokoladenpulver oder kakaopulverhaltigen Mischungen Für die Zeit bis zum 19. November 1939 erhalten Kinder bis zu 14 Jahren 62,5 Gramm Kakaopulver. Schokoladenpulver oder kakaopulverhaltige Mischungen. Die Ausgabe kann ab sofort auf den Abschnitt F 4 der Reichssettkarten für Kinder bis zu 6 Jahren und für Kinder von 6 bis 14 Jahren erfolgen. Hausschlachtungen in Bochum! Um Erleichterungen für die Hausschlachtungen in den äußeren Bezirken des Stadtgebietes Bochum während der augenblicklichen Verhaltnisse eintreten zu lassen, hat der Oberbürgermeister ein bestimmtes Gehiet, das um den Stadtkern liegt und in großem Zuge durch die Ringstraßen und die bisherige Schlachtungszwanggrenze abgegrenzt ist, vom Schlachthauszwang freigestellt. Aus zur? der neuen Sedendinntteitarten in Bochum am 12. November— Aber rechtzeitig abholen! Die Ausgabe der neuen Lebensmittelkarten für die Zeit vom 20. November bis 17. Dezember 1989 erfolgt am Freitag, 17. November, in der Zeit von 9 bis 15 Uhr, in den bekanntgegebenen 90 bisherigen und vier neu hinzugekommenen Ausgabestellen für Spinnstoff= und Schuhwaren. Die Ausgabezeiten für die einzelnen Straßenteile erden von den Bezirken selbst bestimmt und den Beviele Bergsteiger zu ihrer Bezwingung verlockt, aler sehr ofr endete die Besteigung mit einer Tragödie. Die Bezwirgung der Eiger=Nordwand durch die vier Bergsteiger Fritz Kasparek, Heckmayr, Harrer und Vörg kunn man deshalb als eine der größten Leistungen in der Geschichte des Alpinismus bezeichnen. Bie zum Jahre 1938 galt dieser Bergriese als schier unüberwindwerven von den Orgirten#r.*.„6 Lag at zugsberechtigten bekanntgegeben. Wegen des unterrichts in der Bismarck=Oberschule an der Königsallee erfolgt die Ausgabe für den Bezirk 29 diesmal im Ernst=Moritz=Arndt=Haus, Königsallee 40. Für den neugebildeten Bezirk 8a, Freiherr=vom=Stein=Oherschule, erfolgt die Ausgabe in den auf dem Schulhof stehenden Baracken(Eingang Arndtstraße neben dem Hauptgebäude über den Hof). Alle Bezugsberechtigten werden ersucht, die Karten in den Ausgabestellen zu den festgesetzten Zeiten in Empfang zu nehmen. Wer die Karten nicht am 17. November abholt, kann sie erst von Donnerstag, 23. November, an in der Hauptausgabestelle des Ernährungsamtes im Rathaus beziehungsweise in den Verwaltungsstellen der Außenbezirke in Empfang nehmen, da aus technischen Gründen eine frühere Ausgabe in diesen Stellen nicht möglich ist. Die Ausgabestellen sind berechtigt, von den Bezugsberechtigten die Vorlage von Ausweispapieren(Familienbuch, Anmeldebescheinigung) zu verlangen. Die Schwer= und Schwerstarbeiter erhalten bei dieser Ausgabe nur Normalkarten. Die Zusatzkarten und die jetzt eingeführten Zulagekarten erhalten sie in den Betrieben.... 9 Awirte) erbe Die Selbstversorger(Bauern und Landwirte) erhal ten ihre Lebensmittelkarten nicht in den Ausgabestellen, sondern am Montag und Dienstag, 20. und 21. November, in der Hauptausgabestelle des Ernährungsamts(Rathaus, Zimmer 440 und 443 bis 449) beziehungsweise in den Außenbezirken in den zuständigen Verwaltungsstellen. Aus Anlaß der Ausgabe der Lebensmittelkarten werden alle Stadtämter und Verwaltungsstellen am 17. und 18. November für den Publikumsverkehr geschlossen, mit Ausnahme der Städtischen Sparkasse, der Beleuchtungsund Wasserwerke, der Schwimm= und Badeanstalt, des Schlacht= und Viehhofes, des Hygienisch=bakteriologischen „Laboratoriums, des Stadtleihamtes, des Ernährungsamtes, des Wirtschaftsamtes, der Familienunterhaltungsstelle und der Steuerkasse. Die Standesämter sind nur für die Anmeldung von Sterbefällen und Totgeburten geöffnet. Personal=Nachrichten Die Kriegermutter Rosa Welt, geb. Grabosch, Pochum, Ostar=Hoffmann=Straße 86, wird am 17. November 80 Jahre alt. Die Hochbetagte ist Inhaberin des Ehrenkreuzes für Kriegermütter und kinderreiche Mütter. Zu ihrem Ehren tage gratutieren drei Kinder, vier Enkelkinder und drei Urenkel. Sie ist langjährige Leserin des„BA“ und erwartet ihn täglich mit Spannung. Vormilitärische Wehrerziehung Wo können sich wehrtangliche Männer im Alter von 18 bis 45 Jahren melden? Die männliche Jugend bis zum vollendeten 18. Lebeusjahre wird bekanntlich innerhalb der Hitler=Jugend auf den Wehrdienst vorbereitet. Für das deutsche ManEienrere. Diesmal ruhiger Markt Der Mittwoch=Markt In der Krimm unterschied sich in seinem Angebot durch nichts von den Vorwochen. Gemüse und Obst wurden wiederum reichlich angeboten und auch ebenso gern gekauft. Guten hatte vor allen Dingen der Fischmarkt. Es notierten die Preise am 8. November Aevfel. ½ ke 18—30 J Weintrauben........ ½ ks 40-45 J Birnen.. W Kampf um die Eiger=Nordwand Ein Lichtbildervortrag im Deutschen Alpenverein, Sektion Bochum Ein beredtes Zeugnis von Mut, Tapferkeit. Entschlossenheit und Tatkraft deutscher Bergsteiger legte der Lichtbildervortrag des Bergsteigers Fritz Kasparek ab, den er am Dienstag abend auf Einladung des Deutschen Alpenvereins, Sektion Bochum, im„Schlegelbräu" über seine Erlebnisse im„Kampf um die Nordwand“ hielt. Gerade die Eiger=Nordwand hat schon klärte, hatte er schon seit langem den Wunsch und den Willen gehabt, die Eiger=Nordwand, deren Besteigung er als eine der schwierigsten Aufgaben bezeichnete, zu bezwingen. Bevor er aber an diese Aufgabe heranging, führte er als Trainingstour die Besteigung des Patternsattels in den Dolomiten durch. Dann wurden mancherlei Vorbereitungen getroffen, um allen„Gefahren gegenüber gewappnet zu sein. Im Juli 1938 begann der schwierige Aufstieg. Anhand einer Reihe von interessanten Lichtbildern schilderte er die vielfältigen Gefohren und Umstände, die mit einem solchen Unternehmen verbunden sind. Oftmals mußten sie stundenlang auf kleinen Felsvorsprungen warten, bis sie weiterklettern konnten. Ein Zurück gab es nicht, da der Abstieg manchmal noch schwieriger war. Graße Freude herrschte bei den vier Bergsteigern, die mit der Bezwingung Unmenschliches geleistet hatten, als sie den ebenso gefahrvollen Abstieg antreten konnten. Die Zuhörer folgten den Ausfuhrungen des Redners mit starkem Interesse und kargten zum Schlusse nicht mit Beifall. Verschönerung auf der Kortumstraße Der Platz vor der Reichsbank an der Kortumstraße hat ein neues Gesicht bekommen. Die hohen Pfeiler und die Eisengitter waren vor einiger Zeit schon gefallen. Nun haben an dieser Stelle Gärtner eine schmucke Anlage geschaffen durch Anpflanzung von Rhododendronbüschen. Ausbildung zum Lehrerberuf auf Staatskosten Um in Elternkreisen bestehende Unklarheiten über die Aufbaulehrgänge für das Studium an den Hochschulen für Lehrerbildung zu beseitigen, hat der Reichserzieyungsminister ein Merkblatt herausgegeben. Darin wird betont, daß jährlich für Tausende von Jungen und Mädeln aus den breiten Schichten des Volkes die programmatischen Forderungen der Partei auf Ausbildung besonders veranlagter Kinder armer Eltern auf Staatskosten auf einem der wichtigsten Gebiete der Volkserziehung in die Tat umgesetzt werden. In eine Verkaufsbude eingebrochen Vor einigen Nächten wurde in eine Verkaufsbude an der Ecke Clemens= und Jägerstraße eingebrochen und daraus 25 Grammophonplatten gestohlen. Es ergeht an alle Volksgenossen die dringende Aufforderung, bei Einbruch der Dunkelheit nach Möglichkeit zu Hause zu sein. Hausfrauen, tätigt eure Einkäufe während der hellen Tageszeit! Eltern, sorgt dafür, daß eure Kinder bei Dunkelheit in der Wohnung sind und nicht die Straßen und Plätze unnötig bevölkern! Nur so kann bei Fliegeralarm während der Dunkelheit ein Andrang vor den öffentlichen Luftschutzräumen vermieden werden. vormilitörische Wehrerziehung durch auf freiwilliger Grundlage. An alle wehrtauglichen Manner im Alter von 18 bis 45 Jahren richtet die Standarte 17 die Aufforderung, sich bei den SA.=Stürmen ihres Wohnbereiches beziehungsweise bei den Ortsgruppenleitungen der NSDAP. zur Eintragung einzufinden. Bei folgenden Sturmdienststellen können Eintragungen erfolgen: Sturm 1/17, Bochum, Ferdinandstraße 36, Sturm 2/17, Bochum, Essener Straße 2, Normaunenstraße 21 und Kohlenstraße 151, Sturm 3/17, Bochum, Trankgasse 5, Eingang * Gochum, Trankgasse 5, Eingang E, 59. Radieschen Rotkohl Frischer Wirsing Steckrüben... Spinat Frische Möhren Sellerieknollen Melonen.... Kovssalat Feldsalat Endiviensalat Rübchen.... Stielmus Weißkobl Grünkohl Zitronen Bananen Zwiebeln Frische Kartoffeln Bund 10 J 13 be 8 3 1 ke 7 L 12 ka 6 S % ke 11 J 1/5 ke 7 Stück 20 J ½ ke 10 J Stück 10 S ¼ ke 28 S Kopf 10 S ½ ks 11 S ½ ke 10 J ½ k4 5 J 9 b6 9 3 Stück 6 3 1 ke 30 S ½ ke 10 S 5 ke 41 S Kohlrabi........... Stück-10 L Eier Sick. 12.5 J Zuronen...... St 16160; Butter Kindsteisoh.:........ J. be—1 Kalbsleisch. 1, 1a 90—1303 Hammelfleisch........“ ½ 1e 120# 15. November ½ ke 18-30 S ½ be 40—45 ½ ke 20—43 3 Bund 10 J ½/ ke 8 S ½ ke 7 ½ ke 6 S ½ ke 11 S ½/ ke 7 Stück 15—30 S 12 ke 10 Stück 10 B 1. ke 28 B 10 J ½ ke 11 B ½ ke 10 S ½ ka 5 J 12 ke 9 S Stück 6 3 ½ kp 30 J ½ ke 10 J 5 ke 41 S Stück—10 J Stc. 12,5 J Stück•7 3 ½ ke 160 S ½ ke 40 S ½ ke 25 S ½ ke 85—100 S ½ ks 85- 110 ö ½ ks 90—130 U ½ ke 120 J Streit am Biertisch und seine Folgen: Dei zernunmiee...... B Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Wohin gehen wir heute? Ein Streit„um des Kaisers Bart" war früher schon die Bezeichnung für einen Zwist, für den gar keine vernunftige Grundlage vorhanden war. Und wie oft ist solcher„Streit um nichts" böse ausgegangen; vielfach entstand solcher Zwist selbst zwischen Freunden und Kameraden, wenn sie zu tief ins Glas geschaut hatten. Es gibt ja Menschen, die im Zustande des Rausches sich selbst und andere nicht mehr kennen. Andere wieder geraten in eine Beseligung und möchten die ganze Welt umarmen. Beide Wirkungen des Rausches sind bedenklich.„. Ptreit m ekr um 84 Heute gibt es zwar teinen Streit mehr um des Kaisers Bart. Aber da der Schanktisch der gleiche geblieben ist und die Wirkung des Alkohols auf die Gemüter sich auch nicht geändert hat, findet man eben andere Ursachen zum Streit am Biertisch, um ein Nichts, ein Garnichts. Um so trauriger liegt nachher die Sache, wenn der eine der Kampfhähne für sein ganzes Leben einen Denkzettel empfängt, eine Schädigung an Gesundheit und Leben, die nie wieder zu überwinden ist. Und wenn ihm dann obendrein bescheinigt werden muß, daß er an dem tragischen Ausgang jenes Streites ein vollgerütteltes Maß Schuld selbst trägt! Wenn wir nur immer rechtzeitig darüber nachdenken lernten, wenn uns ein Unheil zustößt, wieviel eigene Schuld uns selbst trifft, es ließen sich Schmerz und Leid dann leichter tragen... Die Bühne der Stadt Bochum: 20 Uhr: Iphigenie auf Tauris. Apollotheater: ab 15.30 Uhr: Frau im Strom. Capitol: ab 15.30 Uhr: D III 88. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Sergeant Berry. Hammer Lichtspiele: ab 15.45 Uhr: Renate im Quartett. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Die Reise nach Tilsit. Lichtspielhaus: ab 15.15 Uhr: Wer küßt Madeleine? Odeon: ab 15.30 Uhr: Der arme Millionär. Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Der arme Millionär. Usa=Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Heimatland.###tnig, Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Hochzeit mit Hinvernissen. Apollotheater Weitmar: Menschen vom Varieté. Capitol Langendreer: Er oder Ich. Capitol Werne: Es geht um mein Leben. Kammerlichtspiele Gerthe: Der Vorhang fällt. Lichtburg Langendreer: Ich bin Sebastian Ott. Schauburg Wanne=Eickel: Roman eines urztes. Union=Theater Gerthe: Robert Koch. Es war Anfang April im Schloß Strünkede(Herne) zwischen zwei Männern um einer solchen Nichtigteit willen zu einem erregten Wortwechsel gekommen. Der eine wollte dem andern das Bierglas an den Kopf werfen. Als ihn der Bedrohte zur Seite stieß, ergriff jener einen Stuhl, um nun damit seinen Angriff zu wiederholen. Infolge rechtzeitiger Abwehr schlug der Stuhl auf einen Nebentisch. Die beiden Trunkenen kriegten sich jetzt zu fassen und lagen bald beide am Boden. Sie flogen vor eine Tür, die aufsprang und wurden, dann von anderen Gästen auseinandergebracht. Der Angreifer hatte erhebliche Schläge von der Faust des andern bezogen und mußte zum Arzt gebracht werden. Dieser stellte die Zertrümmerung eines Augapfels fest und überwies ihn sofort dem Krankenhause. Obgleich sich der Verletzte zuerst dagegen sträubte, so war— um die Sehkraft des andern Auges nicht zu gefährden— doch schließlich die Entfernung des verletzten Augapfels zur unabweisbaren Notwendigkeit geworden. Auch hatte der Verletzte einen Bruch des Nasenbeins davongetragen. Der Faustschlag mußte mit einer sehr rohen, stumpfen Gewalt gefuhrt worden sein, wenn er solche Folgen haben konnte. Der Täter stand jetzt wegen schwerer Körperverletzung vor der Strafkammer. Er konnte freilich mit Recht den Einwand der Notzwehr erheben. Der Angeklagte war der Ansicht, daß nicht der Faustschlag die Verletzung verursacht haben könne, sondern der unglückliche Zufall sei schuld. Der Verletzte sei beim Sturze auf die Türklinke gefallen, diese sei ihm ins Auge gedrungen. Es bestand für diese Ansicht zwar eine Möglichkeit, aber nach Aussage der Zeugen keine große Wahrscheinlichkeit. Das ärztliche Gutachten konnte nach dieser Richtung begreiflicherweise keine unbedingte Klärung bringen.„ Das Gericht hielt strafoare Ueverschreitung der Notwehr für vorliegend, ließ aber Straffreiheit eintreten, da eine höhere Strafe als drei Monate Gefängnis nicht zu erwarten war. Beihilfe zur Rassenschande Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelte die Strafkammer am Mittwoch gegen ein Ehepaar, das der Beihilfe zur Rassenschande beschuldigt war. Dieses Ehepaar wohnte auf gleichem Flur mit einer jüdischen Familie, die eine achtzehnjährige lockere Tochter hatte. Ein Arbeitskamerad, der in seiner Freizeit oder weil er bummelte, bei dem Ehepaar die Zimmermöbel anstrich, war mit jenem Mädchen bekannt geworden, in einer Weise, die zu seiner Verurteilung wegen Rassenschande führte. Er erhielt anderthalb Jahre Zuchthaus und trat jetzt mit der Behauptung auf, daß er ohne die das Zutun des Ehepaares gar nicht in die bedenkliche Bekanntschaft mit der Jüdin gekommen wäre. Das Gericht war von der Schuld des Ehepaares nach längerer Verhandlung über die Vorgänge überzeugt und verurteilte den Ehemann zu einem Jahre Zuchthaus, die Ehefrau zu vier Monaten Gefängnis. Die Verteidigung legte dar, wie verhängnisvoll sich jeder weitere Verkehr zwischen Juden und Ariern auswirken könne und daß es daher schon lange ratsam gewesen sei, alle weiteren persönlichen Verbindungen besser abzubrechen. Sturm 7/17, Bochum, Alleestraße 77, Sturm 8/17, Bochum, Pieperstraße 2a, Sturm R 1/17, Bochum, Johanniterstraße 3, Sturm 11/17, Bochum, Poststraße 8, Sturm 12/17, Bochum, Castroper Straße 180, Sturm 13/17, Bochum, Harpener Hellweg 45, Sturm 14/17, Bochum, Heinrichstraße 33, Sturm 15/17, Bochum, Castroper Hellweg 820, Sturm 16/17, Bochum, Blücherstraße 36, Sturm 17/17, Bochum, Riemker Straße 8, Sturm 21/17, Wattenscheid, Günnigfelder Str. Sturm 22/17, Wattenscheid, Hansastraße 47, Sturm 23/17, Wattenscheid, Weststraße 114, Sturm 24/17, Wattenscheid, Freiheitstraße 12, Sturm 25/17, Wattenscheid, Freiheitstraße 12, Sturm 26/17, Wattenscheid, Hellweg 74, Sturm 31 und 36/17, Wirtschaft Kaldeweier, Dahlhausen, Hasewinkelexstraße, Wirtschaft Möller, Dahlhausen, Dr.=.=Otto=Straße. Sturm 32 und 35/17, Wirtschaft Lohrmann, Bochu n, Hattinger Straße 312, Wirtschaft Niedballa, Bochum, Wohlfahrtstraße 111, Sturmdienststelle 35/17, Hattinger und Kohlenstraße Ecke, Sturm 33 und 37/17, Wirtschaft Frische, Stiepel, Kemnaderstraße, Wirtschaft Spitz, Stiepel, Kemnaderstraße, Wirtschaft Höltermann, Bochum, Markstraße 261, Wirtschaft Glahn, Bochum, Karl=Friedrich=Straße, Sturm 31, 34 und 86/17, Sturmdienststelle, BochumLinden, Hattinger Straße 826. Schon wieder Fahrerflucht Beim Besteigen der Straßenbahn angefahren Am 15. November, gegen.45 Uhr, wurde an der Haltestelle Nordstraße auf der Wittener Straße eine Frau beim Besteigen der Straßenbahn von einem in Richtung Stadtmitte fahrenden Kraftradfahrer angefahren und.verletzt. Der Fahrer des Kraftrades setzte seine Fahrt fort, ohne die Feststellung seiner Person und seines Fahrzeuges zu bewirken und sich um die Verletzte zu kümmern. Wer hat den Unfall wahrgenommen und den Kraftfahrer erkannt? Mitteilungen nimmt jede Polizeidienststelle entgegen. Eltern, achtet auf eure Kinder! Schon wieder ein kleines Mädchen angefahren Dienstag, 14. November, gegen 13 Uhr, wurde auf der Wittener Straße vor dem Hause 749 ein sechs Jahre altes Mädchen von einem Personenkraftwagen angefahren und erlitt Fleischwunden am Kopf und innere Verletzungen. Das Kind wurde ins Knappschafts=Krankenhaus gebracht. Bochumer Veranstaltungen Zur heutigen„Iphigenie"=Neuinszenierung. Nach Wochen intensiver Vorberettung geht heute erstmalig in der neuen Inszenierung von Professor Dr. S. Schmitt Goethes Schauspiel„Iphigenie auf Tauris“ mit Heidi Kuhlmann in der Titelrolle, mit Friedrich Mahnert als Orest, mit Günther Schoof als Pylades, mit Heinz Moog als Thoas und Wilhelm Grimm als Arkas in Szene. „Kraft durch Freude“ Konzert Willi Domgraf=Faßbaender wegen Erkrankung des Sängers verschoben Das angekündigte Konzert am 19. November, 20 Uhr, Ernst=Moritz=Arndt=Haus muß leider wegen Erkrankung des Sängers verschoben werden. Die Karten behalten ihre Gültigkeit. Der neue Termin wird bekanntgegeben. durch Keude. Donnerstag, 16. November Kindergymnastik von 15.30 bis 17.30 Uhr, dis zu 7 Jahren: Bismarckschule an der Königsallee. Kindergymnastik von 15 bis 16 Uhr: Harmoniestr. 2. Fröhliche Gymnastik und Spiele von 19 bis 20 Uhr: Schwimmen für Frauen von 19.30 bis 21 Uhr: Städtische Badeanstalt. Ven Eidenonen Stadtteil Hordel Verschönerungsarbeiten an der Hannoverstraße. Nachdem bereits vor einiger Zeit das eiserne Gitter von der Mauer vor dem Kruppschen Verwaltungsgebäude an der Hannoverstraße entfernt wurde, hat man jetzt mit den Verschönerungsarbetten innerhalb des Vorgartens des Gebäudes begonnen. Auch bei den weiter unterhalb liegenden Beamtenhäusern sind im Augenblick die Gärtner der Zeche damit beschäftigt, die Vorgärten instand zu setzen und dem Gesamtbild ein einheitliches geschlossenes Gepräge zu geben. chum erk Die Beete sollen in Zukunft von den Gärtnern regelmäßig Tätigkeit. gepflegt und in Ordnung gehalten werden, so daß nach Schützen im Kampf um den Wanderpreis. Fertigstellung der Anlagen das Gesamtbild der, Tzegengcer Jayren bedeutet das Schießen um den Wanderpreis inn Der beste Schütze im Kleinkaliberschießen war Rohgrzggt#; nimus 5 Kompapjähre, Lus beionte in setr. 1 Ju.. Schutzertauvimayr. 2 u. pe von der her=Schätg, Blero: Her mit 100 Ringen beizg sechn Schztz,ligenz,(53 Päneh. den Wangerpe iv., Speicozelug alz hegter Tchütze des Jahres Rudolf Dzeia erreichte 99 Ringe, Dto Ba.l vo Ring. Beschluß gefaßt, an den nächsten Sonntagen zu einigen Wettbewerben zusammenzutreten. Gemäß der Richtlinien des NS.=Reichskriegerführers soll auch die Jugend in stärkerem Umfange als bisher zu diesen Wettbewerben herangezogen werden. Stadtteil Gerthe Für treue Dienste. Der Sparkassenrendant Otto Kaiser von der Nebenstelle Gerthe der Städtischen Sparkasse Boerhielt das Treudienstehrenzeichen für 25jährige nimus von der 9. Kompozig,u. venv. Vuu.,.. Lzinen Im Diovterschießen war Karf Bzela mit,zhhstugen, l5 Untertreis= und Kreismeisterschaften und gab der Erwartung erzielten se 52 Ringe, Oto Dzeta und Robert, S40der muit einer.io=, grenschelbe scherte sich Audolf zeic Schon seit wesentlich schöneres und freundlicheres sein wird geven##; yalv des Bürger=Schützenvereins Gerthe den Hoyepunkt aller früheren Tagen, als die gesamte Häuserfront durch das schießsportlichen Veranstaltungen, bei denen sich die 5. Komstörende Eisengitter verunstaltet wurde. panie bislang als die beständigste erwiesen hat da es ihr Stadtteil Riemke Die alten Soldaten stehen geschlossen hinter dem Führer. Die Krieger= und Landwehrkameradschaft Riemte setzte ihre kameradschaftliche Schulungsarbeit mit einem Appell fort, der am Sonntag bei guter Beteiligung im Kameradschaftsheim Dorlöchter stattsand. In einem ehrenden Nachruf gedachte Kameradschaftsführer Kenkmann zu Beginn der der Nach Veranstaltung der Opfer des Münchener Attentats, einem Ueberblick über die letzten großen polttischen Geschehnisse gab der Kameradschaftsführer die neuen Führeranordnungen Einsatz der dem pante birgung uis die Vestandignn eywiesen, hat, ba es iht im Vorjaore gelang, sich den Wanderpreis endgültig zu sichern. Beim ersten Kampf um den neuen Wanderpreis, der am Sonntag auf dem Scheibenstand Düppe durchgeführt wurde, wurden aus jeder Kompanie nur die Ergebnisse der zehn besten Schützen gewertet. Wieder einmal spitzte sich der Endkampf, wie schon in den letzten Jahren, zwischen der 5. und 6. Kompanie zu, aus dem schließlich die 6. Kompanie mit nur vier Ringen als Sieger hervorgeben konnte #nd sich damit erstmalig in den Besitz des Wanderpreises Dienst der Wehrhaftmachung des deutschen Volkes stellen. Stadtteil Langendreer Viehhaltungen im Stadtteil Langenpreer. Im industriellen Stadtteil Langendreer, der allerdings auch räumlich ausgedehnt ist, gibt es neben einigen größeren Bauernhöfen, die sich seit Jahrbunderten erhalten haben, noch viele Haushaltungen, die mit dem Kleingartenbau auch die Kleintierzucht verbinden— beides ist ja gerade jetzt von hoher Wichtigkeit für die Volksernährung. Nach der letzten Viehzählung gibt es in Langendreer 2197 Viebhalter. An Pserden wurden noch 141 angeführt, an Rindvieh 207, an Schweinen 1639 an Ziegen 192, an Schafen 48. An Kleinvieh wurden 3304 Kaninchen, an Gänsen 208, an Enten 173, an Hühnern 15267, an Trut= und Perlhühnern 35, an Bienenstöcken 26 gezählt. Stadtteil Weitmar Zehnjähriger Radfahrer von einem Auto angefahren und verletzt. Am Montag, 13. November, gegen.30 Uhr, wurde ein zehnjähriger Junge, der mit einem Fahrrade die Stensstraße in Richtung Kohlenstraße befuhr und die Hattinger Straße überqueren wollte, von einem Personen„#„guuhgng mt 348 fraftwagen angefahren.„Der Junge, erlitt einen Knöchelbrachte. An zweiter Steue folgte die 5. Kompanie mit zwe bruch und einige Hautabschürfungen, er wurde ins BergRingen vor der 1. Kompanie mit 206 Ringen. Die übrigen mannsheil eingeliefert. meradschaften im Kriege besonderes Interesse uppurdg an; Hanie 83 Runge. Bester Einzelschüte war Röltmann von der wehrsportlichen Tätgkeit 5. Kompanie mit 30 Ringen. In der anschlietzenden„Batallnnerbald der Riemter Kriegerkameradschaft beraten und der konsversammlung aberreichte Vereinsfubrer 27# Um die Schützenehre Der hielt am Sonntag auf dem Volkssportplatz Stadt Wattenscheid Aus den Kriegerkameradschaften. Im Kameradschaftsheim Floren tagte die Marinekameradschaft unter Leitung von Kameradschaftsführer Schütte, der einleitend der Toten von München gedachte. Der Kameradschaftsführer machte mit vorübergehenden Aenderungen in der Bundesführung bekannt. Bei der am 18. November stattfindenden Musterung des Landesverbandes in Dortmund ist Kameradschaft vertreten. Der Kameradschaftsführer wies darauf hin, daß der Schießdienst unbedingt durchgeführt werden muß.— Bei Redemann tagten die ehemaligen Jäger und Schützen unter Leitung von Kameradschaftsführer Leppler. Kamerad Diestelhorst, der Sieger beim Wanderpreis= und Hubertusschießen, wurde geehrt. Kamerad Kramer erhielt die Ehrenscheibe als bester Schütze. Einzelpreise beim Hubertusschießen konnten erringen: die Kameraden Diestelhorst, Redemann, Meier, Horstmann, Hoffmann, Leppler, Sandmann, Wolf und Adler. Großkundgebung. Die NSDAP., Ortsgruppe Höntrop, gibt bekannt, daß am Mittwoch. 22. November, im Saale Nolde eine Großkundgebung stattfindet. Stadt Wanne=Eickel Lux wurde Wanderpreissieger. Im Zusammenhang mit dem am Sonntag abgehaltenen Appell wurde ein Schießen Schützenverein„Jägerslust“ veranstaltet. Die Beteiligung seitens der Eickeler Gardisten iu#r ein Uebungs= war groß. Die Leistungen ließen keine Wünsche offen. Kodem schießen ad. Geschossen wurde mit Kleinkalider und Diopter. merad Lux erreichte mit 57 Ringen die beste Leistung. Seite 5 Nr. 269: Bochumer Anzeiger# Donnerstag, 16. November 1939 Deine scköne kteimat Eine stitke Gesckickte von Karl Kurt Sie stiegen durch den Waldgrund die Anhöhe hinauf, das Mädchen Gitta und der Seemann Michael vom Frachter„Golubba“. Sie hielten sich an den Händen, wie sie es als Kinder getan, und verbargen den Jubel ihres Wiedersehens nach langer Trennungszeit in glückSzeit lichem Schweigen. Zuweiten blieben sie stehen, um dem Geplauder der Quellwasser an ihrer Seite zu lauschen oder dem Gaukelspiel eines Falters zuzuschauen. Doch wenn Michael sich zu lange versäumte beim Träumen über lang entbehrten Wundern, dann zog die Hand in der seinen ihn fort mit einem:„Komm, die Höhe ist bald erreicht!“ Dann standen sie auf dem Gipfel, der den Blick freigab in die Weite des Talgrunds bis hinüber zu den Wäldern und Höhenzügen, die das Land umkranzten. Sie setzten sich ins Moos am Fuße einer Eiche.„Das ist deine schöne Heimat!“ sagte das Mädchen und lehnte den Kopf an Michaels Schulter. Der hatte die Ellbogen auf die Knie gelegt und das Kinn in die offenen Hände gestützt. Er blickte hinüber zur nahen Berglehne, die nach dem Schneebruch mit jungen Tannen bepflanzt worden war. Damals als er noch zur Schule ging, waren die Bäumchen so winzig klein, jetzt trugen sie schon viele Zweigkränze und eine stolz aufgereckte Spitze. Nur den Rehbock, der an den frischen Trieben knabberte, konnten sie nicht ganz verdecken, daß sein rostrotes Fell aus dem Grün hervorschimmerte. „Ahoi!“ rief Michael hinüber, wie er die Kameraden auf See zu grüßen pflegte, wenn die Frachter aneinander vorbeitrieben. Blitzartig wandte das Tier den schmalen Kopf in die Richtung des Rufes und starrte lange die beiden auf der Höhe an. Doch dann ging es furchtlos seiner Beschäftigung wieder nach. Ins Tal hinab ließ Michael seine Blicke schweifen, zum Dorf, dessen bucklige Häuslein sich zwischen die Bergrücken schmiegten, wie Kücken in das Gefieder der Klucke.— Dort, das Haus mit dem hochaufspringenden Giebel, war sein Vaterhaus, daneben das rotbedachte Schulzenhaus war Gittas Heim, dort die Schule neben dem trutzigen Kirchbau, das Pfarrhaus und dort hinten, fast am Ausgang des Dorfes, das Puppenheim von Tante Babette, die so saftige Pfirsiche und solch leckere Sauermilch hatte... überall liebe Erinnerungen... „Ja, hier ist's schön!“ sagte Michael und atmete tief den Hauch des Waldes ein. Da legte Gitta ihren Arm um seinen Kopf und zog ihn in ihren Schoß, daß sie in seine Augen schauen konnte.„Und willst du nicht hierbleiben, Michael? Hier in deiner schönen Heimat?“ Doch da glitten seine Augen von der lieblichen Röte ihrer Wangen ab und stiegen hinauf zu den weißen Wolkenseglern, die über die Höhen auf blauen Himmelsbändern gezogen kamen. „Nein, Gitta!“ klang es ernst und versonnen, wie nach langem Ueberlegen.„Meine Heimat ist die See, der Wind, der Sturm, die Weite, die Unendlichkeit. Meine Heimat sind die Wolken und die Sterne!" Michael setzte sich auf.„Schau, du kannst das gar nicht verstehen, weil du das Meer nicht kennst und nur die Enge gewohnt bist. Aber wenn du einmal draußen warst auf See, wenn du die Gefahren kennst und rings um Kap Horn die Nächte unter dem Kreuz des Südens, wenn du in Valparaiso und Frisko, in Rio und in Yokohama, in Schanghai und in Kapstadt zu Gast gewesen bist, wenn du die Passate und die Albatrosse, die Möven und die Wolken als Freunde gefunden hast, dann wirst du sie lieben— die Weite der Wasser! Du mußt einmal am Steuerrad gestanden haben, wenn die Kameraden ihre Weisen summten oder der Quetschebüdel träumte in zärtlichen Akkorden— du mußt einmal die Sehnsucht gefühlt haben, die uns alle auf dieser winzigen Plankenwelt erfüllt— ach— Gitta...“ „Sehnsucht? Wonach?“ fragte das Mädchen. Für einen Augenblick senkten sich die Lider über des jungen Mannes Augen, dann sah er Gitta groß und klar an und sagte:„Nach der Heimat— nach dir.“ „Und warum ziehst du dann immer wieder hinaus nach diesen kurzen Wochen deines Besuches, immer Abschied, immer Trennung und Leid?“ „So sind wir Seeleute nun einmal: wir ziehen fort, um wiederzukehren!" „Aber du bist kein Seemann, Michael, wie die anderen, die an der Küste geboren, dich hat die Freude am Abenteuer, am Erleben, an der Gefahr hinausgetrieben. Wann wirst du einmal wiederkehren, um wirklich hierzubleiben?“ „Das weiß ich nicht, Gitta, das... Muß es denn sein““ „Ja“, sagte das Mädchen hart und fest.„Soll ein Fremder deinem Vater den Pflug aus der Hand nehmen, soll deine Heimat immer nur Gastland sein wie diese anderen Städte, von denen du sprachst? Soll...“ „Sprich weiter, Gitta!“ bat Michael. „Soll ich einmal mit einem ungeliebten Fremden vor den Altar treten, nur weil der dem mein Herz gehört.. nicht heimgekommen ist?“ Da nahm Michael das Mädchen in seinen Arm, küßte ihm die Tränen von den Augen und ließ es im Kusse das Herzeleid vergessen. Die Lerche sang ihren Jubel dazu und der Rehbock äugte herüber... Michael ist noch einmal mit der„Golubba“ hinausgefahren und hat Abschied genommen von der See vom Wind und von den Sternen. Es ist ihm nicht leicht gefallen und er hat die Zähne zusammenbeißen müssen, als er in der letzten Nacht am Steuer stand und vom doch einige Unruhe. Der Marschall bemerkte dieses. Dann sagte er mit einer Handbewegung zu seinem Adjutanten: Bax.5 „Da unter meinem Tisch steht eine wundervolle Erika. Man soll einen Strauß davon pflücken und ihn meiner Frau nach Hannover senden!" Das half, und die Unruhe der Offiziere verflog. Sparsamkeit In einer Schlacht des Sezessionskrieges in Nordamerika wurde der rechte Arm des Generals Howard von einer Kugel zerschmettert und mußte oberhalb des Ellenbogens abgenommen werden. An seinem Lager stand der General Kearney, der im mexikanischen Kriege den linken Arm verloren hatte. „General", sagte Howard, ein Mann von unverwüstlich guter Laune,„wie wäre es, wenn wir zukünftig unsere Handschuhe gemeinsam einkauften?" Das tapfere Herz! Ein sagenhafter alter Haudegen, ein Marschall Ranzau, war in zahlreichen Schlachten so sehr verstümmelt worden daß er bei seinem Tode nur noch ein Auge, einen Arm und ein Bein besaß. Auf seinen ausdrücklichen Wunsch erhielt er folgende Grabschrift: „Von Ranzaus Leib liegt nur die Hälfte hier, die andere hat Gott Mars vorausgenommen. Auf dessen Feldern säte Ranzau schier die Glieder all, um Nachruhm zu bekommen. So floß sein Blut gar oft zum Siegesglanz und Mars ließ nur das Herz ihm ganz!“ H. G. Weber Geschichtstafel 16. November 1632 Gustav Adolf fällt bei Lützen. 1855 Der Dichter Joseph von Lauff in Köln geboren(gestorben 1933). 1869 Eröffnung des Suezkanals. 1928 Adolf Hitler spricht zum erstenmal im Sportpalast. Deutsche Wirtschaft 09/9 Tilerse ury, Etwas vom Bierausstoß 1938/39 Bug die Lieder der Kameraden herüberwehten... Aber er hat dann doch tapfer sein Bündel geschnürt und ist in seine Berge gezogen, weil dort das auf ihn wartete, was ihm die See nicht geben konnte: die Heimat, in der er geboren und die seine Kraft brauchte und die Liebe, die ihn zurückgerufen... Die Tapleren Nerven behalten! Während der Schlacht bei Tannenberg hielt Hindenenns mir SEiisem Stade auf einem Wapr.,„. mit Bier ist nun einmal— wenn auch nicht das meist verzehrte Getränk—, so doch eines der beliebtesten Getränke. Im Altreich sind im vorigen Rechnungsjahr (das heißt Rechnungsjahr der Steuerstatistik) 69,9 Liter je Kopf der Bevölkerung(gegen 63,7 Liter im Vorjahr) getrunken worden. Daß für das Reich dabei eine recht ansehnliche Einnahme an Biersteuern herauskommt, zeigt das Ergebnis mit insgesamt 415,20 Millionen Reichsmark. Ein Blick auf die Steuerstatistik des Rechnungsjahres 1938/39, die am neuesten Heft von„Wirtschaft und Statistik" zur Veröffentlichung gelangte: Es wurden in diesem. Jahre 48,11 Millionen Hektoliter Bier ausgestoßen, das sind rund 43 v. H. mehr. als im Jahre 1932/33, das den Tiefpunkt des deutschen Bierausstoßes sah. Gegenüber 1937/38 stieg der Bierausstoß um 4,51 Millionen Hektoliter, das heißt um 10,3 v. H. An dem Aufschwung hatten alle Teile Deutschlands Anteil, am stärksten jedoch die Westgebiete, da ihnen die Nachfrage der zahlreichen Arbeitskräfte, die zu Befestigungsarbeiten eingesetzt wurden zugutekam. Vom Gesamtausstoß entfielen im Jahre 1938/39 auf Vollbier 95,8 v. H. Von der Gesamtmenge erhöhte sich die des untergärigen Bieres um 3,99 Millionen Hektoliter, das heißt um 9,8 v.., der Ausstoß von obergärigem Bier stieg dagegen um 0,51 Millionen Hektoliter, das heißt um 18 v. H. Die Bierein= und losigkeit in der Ostmark nach der Vereinigung mit dem Reich und durch den großen Aufschwung des Reiseverkehrs bedingt. Börsen fest Die Kursbefestigung setzte sich an der RheinischWestfälischen Börse zu Düsseldorf am Mittwoch in bescheidenem Ausmaße fort. Von der Bankenkundschaft wurden kleinere Anlagekäufe vorgenommen. Abgabeneig###g bestand nicht. Im Verlauf flaute die Umsatztätigkeit wieder ab, doch erfolgten bei den im Verkehr befindlichen Papieren weitere Kursbesserungen. Die Grundstimmung an den Aktienmärkten der Berliner Borse war bei Eröffnung der MittwochBörse als fest zu bezeichnen. Die Umsätze bewegten sich etwa im Rahmen der Vortage, jedoch setzten sie sich fast ausschließlich aus Kaufauftragen zusammen. Amtliche Kursnotierungen an der Düsseldorfer Börse vom 15. November 1939: Constantin der Große 6050 G, 6450 B: Harpener Bergbau 145,25; Vereinigte Stahlwerke 94,75. An der Berliner Börse wurden notiert: Farbenindustrie 159,6; Orenstein& Koppel 100,2. burg mit seinem Stabe auf einem Hügel, der mit bruhendem Heidekraut bedeckt war. Es eitten fliehende Bauern vorbei, die aufgeregt riefen:„Rettet euch, die Russen kommen! Sie sind gleich hinter uns!" Hindenburg blieb unbeweglich. Als die Scharen der Flüchtlinge nun immer größer und die Warnungen immer eindringlicher wurden, bemachtigte sich der Offiziere wesentliche als 99 v..) kam aus der früheren Tschech (rund 106000 Hektoliter). Die deutsche Bierausfuhr hatte dagegen stark unter ausländischen Gegenmaßnahmen(Zollerhöhungen, Kontingentierung, Boykott) zu leiden und betrug im Vorjahr nur noch 229000 Hektoliter im Werte von rund 7 Millionen Reichsmark. Dabei ging der Faßbierexport weniger stark zurück als der Flaschenbierexport. Einen besonders sensationellen Aufschwung hatte die Biererzeugung in der Ostmark. Sie stieg von 2,24 Millionen Hektoliter auf 8,72 Millionen Hektoliter, das 66 4 H D' hrdentlich starke heißt um 66,4 v. H. Diese außerorbenling stalte Zunahme ist durch den schnellen Rückgang der ArbeitsCin NOD Sonrigen Roman von Karl Unselt Copyright by Knorr& Hirth, München 27) Horand schob ihm einen Stuhl hin, auf den er sich niederließ. „Tja, Herr Doktor“, begann er, indem er seine Aktentasche öffnete.„Das ist eine unangenehme Sache. Da Sie mich anrufen ließen, nehme ich an, Sie sind bereits im Bilde.“ „Absolut nicht. Ich wollte mit Herrn Riffarth wegen eines seiner Steinhauer sprechen, da verwies er mich an Sie, und zwar mit der Bemerkung, daß er reinen Tisch machen wollte. Es ist mir vollkommen unklar, was das bedeuten soll.“ Eversbach hatte eine gelbe Mappe aus seiner Aktentasche genommen, schlug sie auf und räusperte sich.„Sie haben vor einem halben Jahr die Erbschaft Ihres verstorbenen Bruders Hans angetreten.“ „Jawohl.“ „Sie hätten die Erbschaft innerhalb sechs Wochen ausschlagen können. Es wäre für Sie vielleicht besser gewesen, Herr Doktor, Sie hätten es getan.“ „Es wäre bequem, aber unanständig gewesen.“ „Wie Sie meinen“, sagte Eversbach kühl.„Sie haben mit der Erbschaft nicht nur den beweglichen und unbeweglichen Besitz Ihres Bruders übernommen, sondern auch dessen Schulden.“ „Die Schulden waren der Grund, weshalb ich die Erbschaft überhaupt angetreten habe.“ Eversbach streifte Horandes hartes Gesicht mit einem erstaunten Blick. Beate wandte sich plötzlich ab und trat aus Fenster. Sie fühlte, wie sich die Luft des Zimmers mit einer gefährlichen Spannung auflud. „Mein Mandant“, fuhr Ebersbach, ein wenig unsicher geworden, fort,„Herr Robert Riffarth, hat Ihrem Bruder ein größeres Darlehen zum Aufbau seiner Praxis gegeben. Ein Teil dieses Darlehens ist zurückgezahlt. Ueber die Restsumme hat Ihr Bruder meinem Mandanten einen Schuldschein gegeben. Es handelt sich um Reichsmark fünftausend.“ „O. Gott“ entfuhr es Beate vor Schreck. „Wollen Sie sich, bitte, von der Echtheit der Unterschrift Ihres Bruders überzeugen“, sagte Eversbach und hielt Horand die Mappe hin, in der der Schuldschein lag. Dieser warf nur einen kurzen Blick darauf.„Es ist die Unterschrift meines Bruders.“ „Mein Mandant stellt Ihnen nun eine Frist von vierzehn Tagen. Sollten Sie innerhalb dieser Frist die Summe zuzüglich Zinsen nicht gezahlt haben, bin ich beauftragt, auf Zahlung zu klagen.“ Er klappte die Mappe zu, steckte sie wieder in die Aktentasche und erhob sich. Horand holte tief Atem. Das war also das Ende. Die Entscheidung war gefallen, darüber brauchte er sich nicht mehr den Kopf zu zerbrechen. Eine eisige Ruhe überkam ihn. „Herr Doktor“, sagte er ohne Besinnen,„ich kann die Summe nicht bezahlen.“ „Ich kenne Sie“ erwiderte Eversbach mit völlig veranderter Stimme, sie war nun voll menschlicher Anteilnahme, und ich weiß, mit welchen Schwierigkeiten Sie hier zu kämpfen haben. Glauben Sie mir es ist mir nicht leicht gefallen, den Auftrag zu übernehmen. Soll ich Herrn Riffarth bitten, die Frist zu verlängern und Ihnen Ratenzahlungen zu bewilligen?“ „Nein, das möchte ich unter keinen Umständen. Ich stelle hiermit Herrn Riffarth zur Deckung seiner Forderung die ganze Erbschaft zur Verfügung.“ „Ernst", stieß Beate entsetzt hervor.„Das ist doch Wahnsinn.“ „Seien Sie doch vernünftig", pflichtete ihr Eversbach bei.„Herr Riffarth wird bestimmt mit sich reden lassen. Vielleicht kann ich ihm auch noch einen tragbaren Vergleich vorschlagen.“ Horand schüttelte den Kopf. Um seine Lippen lag ein Zug trotziger Verbissenheit.„Vielen Dank für Ihren guten Willen, Herr Doktor. Ich kann Ihr Angebot leider nicht, annehmen.“ „Tun Sie es. Ich rate Ihnen dringend dazu“, beschwor ihn der Rechtsanwalt.„Es können jeden Augenblick Umstände eintreten, nach denen Sie bereuen würden, mein Angebot abgelehnt zu haben.“ „Das verstehe ich nicht. Was sollten das für Umsein?“ Eversbach hob die Schultern.„Darüber darf noch nicht sprechen. Vielleicht habe ich überhaupt schon zuviel gesagt. Aber als Mensch kann ich es nicht verantworten, wenn Sie Ihre Existenz unnötig ruinieren. Ueberlegen Sie es sich noch einmal in Ruhe. Ich werde Ihnen morgen die schriftliche Zahlungsaufforderung zustellen.“ Dann reichte er Horand die Hand, und als er sich von Beate verabschiedete, sagte er:„Reden Sie Ihrem Bruder zu.“ Als er gegangen war, sahen sich die Geschwister lange an. Sie dachten beide an die seltsamen Worte des Rechtsanwalts und fanden keine Erklärung. Nach einer Weile sagte Beate in einem bittenden Tone:„Laß doch Eversbach einmal versuchen, wenigstens eine Fristverlängerung zu erreichen, damit wir Zeit gewinnen.“ „Nein", erwiderte Horand entschlossen.„Es kommt nicht in Frage, daß irgend jemand für mich diesen rachsüchtigen Menschen um Gnade anfleht. So weit kann ich mich nicht erniedrigen. Ich würde einen gnädig gewährten Zeitgewinn noch weniger ertragen als eine höhnische Ablehnung. Nein, Beate, ich will jetzt den reinen Tisch haben, den Riffarth machen will. Soll er meinetwegen auf der ganzen Linie triumphieren. Er wird nicht viel von diesem Triumph haben, denn ich werde dann längst über alle Berge sein. Ich mache einen endgültigen Strich unter Lutterode.“ Beate nickte und tat so, als stimmte sie ihm zu. „Soll ich dann die beiden Briefe noch schreiben?“ Einen Augenblick überlegte Horand.„Nein, er könnte sie unter diesen Umständen falsch auslegen. Ich werde Kühn bitten; diese Angelegenheit zu erledigen. Er wird ja wahrscheinlich doch meine Praxis überschmen.. Er bricht bereits alle Brücken hinter sich ab, es wird Zeit, daß ich handle, dachte Beate und ging, unter dem Vorwand, das Päckchen mit dem Rachenabstrich zur Post bringen zu wollen, hinaus. Es war mit Riffarth nicht mehr auszuhalten. Noch nie in ihrem Leben hatte Cornelia eine so erschütternde Veränderung eines Menschen erlebt. Sie begann ihr allmählich Grauen und Furcht einzuflößen. Seit jener Fahrt am Morgen nach dem Konzert schien er alle Sicherheit und Ueberlegenheit verloren zu haben und trieb ohne Ziel und Richtung dahin. Alles, was er tat und sprach, war nur von dem blinden Haß gegen Horand und seine Schwester beherrscht. Cornelia hatte ihn in diesen Tagen wenig gesehen, aber immer, wenn sie mit ihm zusammentraf, begann er nun auch ihre alte Freundschaft mit diesem Haß zu zersetzen, und sie merkte bereits mit Sorge die ätzende Wirkung. Es war ihr nicht mehr möglich, vernünftig mit ihm zu reden. Jeden Versuch, ihn zu beschwichtigen, lehnte er sofort schroff ab. Heute, schien er seine Nerven vollkommen verloren zu haben. Cornelia war kaum auf dem Hof angekommen, da wurde sie Zeuge einer beschämenden Auseinandersetzung zwischen ihm und Wedekind. Sie hörte Riffarths scharfe Sitmme aus einem geöffneten Fenster neben dem Hauseingans,„.„sß., Suchen Si. „Nein, geben Sie sich reine Muhe. Suchen Sie sich einen anderen Paten für Ihren Jungen. Sie wenden sich am besten an Ihren Freund Horand, für den Sie ja plötzlich so viel übrig haben. „Aber, Herr Riffarth, ich verdanke ihm doch das Leben—“ „Alles ganz schön und gut“ unterbrach ihn Riffarth in einem ungeduldigen Tone,„ich will aber nicht. und damit basta.“ „Und Sie selbst?“ versuchte Wedekind mutig aufzubegehren.„Hat Herr Doktor Horand Sie nach dem Unfall—“ 4 „Was fällt Ihnen ein!“ schrie ihn Riffarth plotzlich an.„Sie scheinen zu vergessen, wen Sie vor sich haben. Machen Sie, daß Sie rauskommen. Aber schnell, sonst passiert was.“ Wedekind stürzte an Cornelia vorbei, sein Gesicht war von Wut entstellt. Als sie das Zimmer betrat, sah sie Riffarth hin und her rennen. Er schien sie gar nicht zu bemerken. Erst nach einer Weile blickte er auf und blieb vor ihr stehen. Er starrte sie finster an, dann stieß er unbeherrscht hervor:„Jetzt wird reiner Tisch gemacht. Aber gründlich. Wer mit diesem Rattenfänger noch was zu tun hat, soll draußen bleiben. Du gehörst ja auch zu denen.“ „Darf ich mich vielleicht erst mal setzen?“ Er stutzte einen Augenblick und schob ihr dann einen Stuhl hin. „So. Und nun mach, bitte, noch das Fenster zu, damit man deine Brüllerei nicht am anderen Ende der Stadt hört.“ „Meine Brüllerei kann jeder hören“, sagte er bissig, aber er schloß trotzdem das Fenster. „Was ist eigentlich heute mit dir los?“ fragte sie ruhig, obgleich ihr Herz bis zum Halse klopfte, und schlug ein Bein übers andere. „Das sagte ich dir bereits. Ich mache reinen Tisch. Ich habe es Herrn Horand auch schon gesagt. Der Bursche rief mich doch vorhin tatsächlich an und wollte sich mit mir gemütlich unterhalten. Ich wußte ja, was er auf dem Herzen hat.“ „Und was war das?“ Er lachte grimmig auf.„Er hat heute von Rechtsanwalt Eversbach eine Aufforderung gekriegt, die fünftausend Mark innerhalb von vierzehn Tagen zu zahlen, widrigenfalls ich ihn verklagen und pfänden lasse. Und da wollte er wohl um schön Wetter bitten.“ Cornelia sah zu ihm auf.„Und da hast du ihm gesagt, daß du reinen Tisch machen willst?“ „Ja. „Pfui, Teufel, Robert. Das war gemein.“ „Sok Findest du? Das freut mich. Ich weiß jetzt wenigstens eindeutig, woran ich bei dir bin.“ Er trat vor ihr hin und stemmte die Fäuste in die Hüften. „Für die Gemeinheit seiner Verleumdung hast du vielleicht kein Empfinden.“ „Ob seine Aeußerung eine Verleumdung oder Gemeinheit war, weiß ich im Augenblick nicht. Ich habe Horand bisher noch nicht sprechen können. Er geht mir aus dem Wege. Aber mag es sein, wie es will, die Art, wie du dich an ihm rächen willst, ist niederträchtig, denn was kann Horand dafür, daß sein Bruder sich von dir Geld geliehen hat und es dir schuldig bleiben mußte, weil er zu früh starb?“ „Das ist mir ganz egal. Ich habe ihm angeboten, seine Schulden zu bezahlen, wenn er Lutterode verließe, und ich hätte damit auch die Schuld seines Bruders gestrichen. Aber das hat er hochmütig, wie seine ganze Sippe nun mal ist, abgelehnt. War mein Vorschlag anständig oder nicht?“ Cornelia erhob sich.„Robert, ich will dir mal was sagen. Du hast in allen Dingen, die Horands betreffen, den Maßstab verloren. Deshalb muß man dir vielleicht manches nachsehen. Dein Vorschlag war nicht anständig und nicht unanständig, er war einfach demütigend. Ich hätte ihn an Horands Stelle auch abgelehnt, und du selbst hättest es im umgekehrten Falle auch getan. Dieser unterirdische Kampf hat ja keinen Zweck. Weshalb sprichst du dich mit Horand und Beate nicht einmal aus*„ wic ansshrachens „Ich soll zu denen hingeyen und mich aussprechen: Du bist wohl verrückt geworden! Wozu denn auch! Ich will ja gar nichts von ihnen. Die Sache ist längst für mich erledigt.“ „Siehst du, Robert, das ist dein großer Irrtum. Die Sache mit Beate ist eben für dich noch nicht erledigt, und sie wird, wie ich glaube, nie erledigt werden.“ Riffarth starrte sie fassungslos an. Dann wandte er sich plötzlich ab, ließ sich auf dem Stuhl vor dem Vertikov nieder und stüzte den Kopf in seine Hände. Ein tiefer Atemzug hob seine Schultern. Die Tür öffnete sich. Troll kam herein, musterte erst Cornelia und ging dann bedächtig zu seinem Herrn. Während Cornelia die Tür schloß, betrachtete er ihn und wartete auf ein gutes Wort. Da sein Herr sich nicht rührte, blickte er sich mißtrauisch nach Cornelia um, als wollte er fragen: Was ist denn hier los? Noch einmal hob er den Kopf zu Riffarth, dann legte er ihn auf dessen Oberschenkel und schmiegte sich dicht an ihn. Es war ganz still im Zimmer. Nur vom Hof klang gedämpft das Gackern der Hühner und ein helles Hämmern der Schmiede herein. Cornelia hatte sich gegen die Tür gelehnt und überlegte, ob es jetzt nicht besser sei, ihn allein zu lassen. Sie hatte da an eine Wunde gerührt, die sich nicht schließen würde, so lange er sich einredete, sie sei schon längst vernarbt. Ihm mußte einmal wieder der Schmerz bewußt werden, denn der Schmerz alarmiert den kranken Menschen und mahnt ihn daran, etwas für seine Heilung zu tun. Ob es allerdings bei ihm nicht schon zu spät war, das wußte sie nicht. Sie legte vorsichtig die Hand auf die Klinke und wollte leise hinausgehen. Aber da fielen Riffarths Fäuste schwer auf den Tisch, so daß Troll erschreckt zurückfuhr und die Ohren still nach vorn richtete. „Es muß aber erledigt werden“, sagte Riffarth mit der festen Stimme eines Menschen, der einen unwiderruflichen Entschluß gefaßt hat. Und es geht nur mit Gewalt. Die Horands müssen hier weg. Dazu ist mir jedes Mittel recht. Ich weiß, du kannst das nicht verstehen, Cornelia, vielleicht willst du es auch nicht verstehen, weil du dich auch schon von dem Rattenfänger hast einfangen lassen.“ Er stand schwerfällig auf. „Schade ich hatte mich auf deinen Besuch gefreut, weil ich gehofft hatte, ich könnte mit dem einzigen Menschen, der noch mein Freund ist, einmal offen reden und bei ihm Verständnis finden.“ „Ich versuche ja auch, dich zu verstehen, Robert“, erwiderte Cornelia leise,„denn ich bin ja wohl der einzige Mensch, der dich genau kennt. Ich kann es begreifen, daß man sich gegen einen Feind wehrt, und daß man ** Ehre verteidigt.(Fartsetzune fo#seine Ehre etnnidigt. WHortsegung fbigt.) Seite 6 Nr. 269 s Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 16. November 1939 Aus aller Welt Gunzarte dur in Roten Soll er nun zum fünften Male heiraten? Newyork, 15. November. Das Publikum, das an einem der letzten Abende in einem Newyorker Theater dem Tanzakrobaten Roß Wyse begeistert Beifall klatschte, der seine Kunst als Einlage in dem Lustspiel„Scandales“ von George White zeigte, hatte, wie wir einem Bericht der„BVZ.=Abendausgabe“ entnehmen, keine Ahnung davon, daß sich zwischen dem Rampenlicht und den Kulissen zugleich ein Drama aus dem wirklichen Leben abspielte. Nur mit Mühe konnte der Tänzer durch ein gezwungenes Lächeln seine Aufregung verbergen, während er den biegsamen Körper seiner Gefährtin durch die Luft wirbeln ließ. Die Tänzerin ist einmal seine dritte Frau gewesen, und er muß ihr noch heute eine Rente von 35 Dollar in der Woche zahlen. Hinter den Kulissen stand aber eine andere Frau und überwachte den Tanz des Paares: Janis Williams, die vierte, nun auch schon wieder geschiedene Frau von Wyse, und neben ihr war ein Sheriff erschienen, der von dem Tänzek die Zahlung einer anderen Rente verlangte. Wyse wußte, daß ihm bevorstand, sein Nachtquartier im Gefängnis aufzusuchen, sobald der Vorhang gefallen war aber er führte seine Rolle trotzdem entschlossen bis zum Ende durch. Der Sheriff war schon zu Beginn der Vorstellung in das Theater gekommen, aber er war so höflich gewesen, Wyse zu erlauben, daß er noch seine Szene in dem Schauspiel durchführte, ehe er ihn perhaftete. Die vierte frühere Frau forderte 185 Dollar für die Woche und dazu noch die Gerichtskosten. Die Verhaftung war durch die Tatsache gerechtfertigt, daß Wyse alles vorbereitet hatte, sofort nach der Beendigung seines Kontraktes mit dem Autor des Lustspiels abzureisen. Der Anwalt des Tänzers hatte dargelegt, daß dieser 310 Dollar in der Woche verdiente, von denen die Hälfte seiner Mitarbeiterin vertraglich zustand. Wie sich Wyse mit seinen beiden ersten Ehefrauen abgefunden hat, ist nicht bekannt. Aber jedenfalls hat er ein so gewaltiges Defizit durch die an die anderen beiden Frauen zu zahlenden Renten, daß man ihm keinen andern Rat zu geben wußte, als daß er eine fünfte Ehefrau suchen sollte, die in der Lage wäre, die Renten ihrer Vorgängerinnen zu zahlen. Die„neunschwänzige Katze“ wird weiterhin in England Hiebe austeilen Stunde angeregter Unterhaltung plötzlich eine Wand vor sich haben. Angela Salloker im Hasen der Ehe Die beliebte Bühnen= und Filmkünstlerin Angela Salloker hat sich mit Dr. Helmut Habersbrunner, dem Intendanten des Reichssenders München, vermählt. Patentierte Hutlüpfung Newyork, 15. November. Hutabnehmen bei kaltem Wetter war den Amerikanern seit langem sehr unangenehm. Deshalb erinnern sie sich zur Zeit an ein schon 40 Jahre altes Patent, bei dem ein sinnreicher Mechanismus von Drähten und verborgenen Stangen dafür sorgt, daß man von der Ueberziehertasche aus durch Knopfdruck den Hut leicht und graziös lüpfen kann. Kein Finger braucht sich an die Kühle der Außenluft zu wagen. dem pfeil, dem Bogen...“ Andere Jagdwaffen strengstens verboten Washington, 15. November. Aus einer amerikanischen Jagdübersicht geht hervor, daß heute schon elf amerikanische Staaten der Union besondere Jagdreservate eingerichtet haben, in denen sich freilich nur eine ganz stille Jagd abspielen darf, wo jede Feuerwaffe streng verboten ist. Vor mehreren Jahren trat ein amerikanischer Jäger, im Privatleben Versicherungsagent, mit dem Vorschlag an die Oeffentlichkeit, nach dem Muster der südamerikanischen Eingeborenen nur noch mit Pfeil und Bogen Statt Blumen wird Gemüse angepflanzt Weltbild In zahlreichen Berliner Treibhäusern und auf Freilandflächen wird jetzt statt Blumen Gemüse angepflanzt. Da diese Erzeugung zusätzlich ist und die Ernte wesentlich später als die übliche liegt, werden diese Erzeugnisse insbesondere für Krankenhäuser und Lazarette von besonderer Bedeutung sein. die Pafen ausreichen mußten und die Uebung der Ve= kommission etwäs vorschießen. Unter Umständen ist die Viel mehr fesslten sie, heispzielsweisg, Beschgeißeneen teiligten damit groß genug sein mußte, um einem Tier Bogenjagd freilich recht gefährlich: wenn nämlich der über die Lebensgewohnheiten ferner südliche auch rasch und sicher den Tod zu bringen. K. T. Durhee Pfeil mit Stahlspitze doch nicht tief genug eindrang deren Zonen es so heiß ist, daß man ohne... Die Englanver vereiten seil einiger Zeit eine StrafHeibehalten wird dabei— trotz gege Wir lesen Engländer bereiten seit einiger Zeit eine Strafrechtsreform vor. Beiveyalten wird dabei— trotz gegeneilizer Bestrebungen die Rrügelstrafe. Mir lesen teilig — so hieß der Amerikaner— drang mit seinem Ge= und ein vor Schmerz rasender Hirsch den Kampf mit leben kann. danken durch. Er besorgte auch die nötigen Vaffen. dem Gegner aufnimmt. Und dieser Gegner ist, ig nie die wichtigst Und heute sind in elf Staaten die Pfeil=und=Bogen= mals sehr weit entfernt. Denn das ist ja das Reizvolle So fingen Jäger unterwegs, um auf diese Art ihre Beute zu an diesem Jagdsport, daß man sich bis auf kleinste Ente res 1933 ein an die Beute heranarbeiten muß, um sie auch sozialistische leben kann. Gleichwohl hat man natürlich stets auch wichtigsten„europäischen Gescheynisse aufgezeicnet. in wir bereits in der dritten Nummer des Jaheinen kurz gefaßten Bericht über die national1agen.„. zuuam Juchschein Jöfen'; icher anbars fernung an die Sie müssen ihren Jagdschein losen wie jeder andere wirklich zu erlegen. Jäger auch. Außerdem aber müssen sie vor einer Jagdternung an die Beute horangrhesten i sie aug Der„Gratisbote“ von Grönland Jetzt soll er wegen des Krieges in Europa monatlich erscheinen teiliger Bestrevungen— die Prügelstrafe. darüber in der„Frankfurter Zeitung": „Man hat sich offenbar zum Rückzug entschlossen, weil sich bekannte Richter für die Beibehaltung der Prügelstrafe ausgesprochen hatten. Auch die konservativen Frauenorganisationen des Landes waren scharf gegen die beabsichtigte Reform aufgetreten, weil— so wurde in ihren Versammlungen erklärt— nur die Furcht vor Prügeln die Frauen vor Angriffen von Wüstlingen schützen könnte. Es mag an eine Londoner Versammlung erinnert werden, in der eine geistig hochstehende Frau, die eine andere Ansicht äußern wollte, einfach niedergeschrien wurde. Eine Gutachterkommission hatte die Meinung vertreten, die Prügelstrafe schrecke keineswegs andere verbrecherisch veranlagte Menschen von den gleichen Verbrechen ab; sie wirke vielmehr verrohend, erniedrigend und verbitternd auf die, welche die schwere körperliche Züchtigung erhalten hätten. Doch in der britischen Politik geht es, wie man gerade auch aus der Behandlung der Strafrechtsreform ersieht, oft nicht um objektive Erkenntnisse, sondern um Stimmenfang. Die Frauenorganisationen der Konservativen Partei gebieten über sehr viele Stimmen. Ihnen zuliebe wird nun in England weiter geprügelt werden, bis die Verurteilten unter den Hieben der„neunschwänzigen Katze" zusammenbrechen.:, Li.5, Gatzes nicht einmal Schade, daß man diese„Katze“ nicht einmal auf den Rücken der„sehr ehrenwerten“ Kriegshetzer an der Themse tanzen lassen kann. Die Drehscheibe bei Wurlitzens Cincinnati, 15. November. Mister Carl Butler aus Des Maines im Staate Jowa hegt eine starke Abneigung gegen Stiegen und Treppen. Als der Baumeister sein Haus entwarf, fand er an Stelle von Treppen eine Lösung, die das helle Entzücken seines Auftraggebers Butler erregte, und auch in die Tat umgesetzt wurde. So hat Carl Butlers Haus heute anstatt einer Treppe eine Rampe, die sich in der Mitte des Gebäudes in sanfter, spiralförmiger Windung vom Keller bis zum Boden hochschraubt. Diese komische Treppe hat Mister Butler in den Verdacht gebracht, daß er sie gelegentlich, wenn er guter Laune ist, in Erinnerung an seine Kinderzeit als—, Rutschbahn Der in Cicinnati lebende Rudolph Wurlitz dagegen kam nicht aus Gründen des Spleens an sich, sondern eigentlich aus pädagogischen Gründen dazu, das Eßzimmer seines Hauses„gemütlich“, sprich„komfortabel". auszustatten. Stets entbrannte kurz vor Beginn der gemeinsamen Mahlzeiten unter seinen Kindern ein Streit, wer heute an der Seite des Tisches sitzen sollte. die den breiten, nach dem Garten zu gelegenen Fenstern gegenüberlag, und wer die Wand vor sich haben sollte. Mister Wurlitzer wußte Rat: er ließ an Stelle des Fußbodens eine Drehscheibe anbringen, die zu einer vollen Umdrehung eine halbe Stunde braucht. Auf diese Weise erreichte er, daß jedes seiner Kinder einmal die Wand vor den Augen hat und dann wieder das Fenster. Die Gäste aber, die der kluge Vater bei sich sieht, sind manchmal überrascht, wenn sie gegenüber dem Fenster am Tisch Platz genommen hatten und nach einer halben Kopenhagen, 15. November, ziert, und man erblickt in ihm den geeignetesten KulWie sehr die gevenwntig#en temgege. Eugraftutgerbtenet.7v. Bierteljahr erschiene ihre Wellen bis in die entlegensten Gebiete der Erde erzeuanis nur schlagen, mag eine rleine Geschichte illustrieren, die dieser Tage aus Godthah der kleinen agen, mag eine kleine Geschichte illustrieren, die zer Tage aus Godthab, der kleinen Estimo=Stadt in Grönland, eintraf. Auch die Bewohner der Schneehütten im Polargebiet, die grönländischen Eskimos, haben seit langem ihre Zeitung, die„Atuagodliutit" heißt— zu deutsch„Gratisbote“— und in Godthab hergestellt wird. Ihren Verleger, Hauptschriftleiter und Alleinhersteller, den Dänen Kristoffer Lynge, konnte man vor einigen Jahren sogar einmal auf einer Studienreise durch Deutschland begrüßen. Der„Gratisbote“, der, wie schon sein Name sagt, seinen Beziehern kostenlos zugestellt wird, ist vom dänischen Staat, unter dessen Oberhoheit ja das Land des ewigen Eises steht, finanNun aber, da in Europa die Kanonen zu brüllen begannen und todbringende Unterseeboote die Meere durchfurchen, wollen selbst die Leser im Polargebiet eine schnellere Berichterstattung und begrüßen es, daß ihr „Gratisbote" nun allmonatlich erscheint. Es ist keine leichte Aufgabe, das Blatt herzustellen. Herr Kristoffer Lynge muß die ganze Arbeit allein vollbringen. Er empfängt auf seinem Rundfunkapparat die neuesten Nachrichten, schreibt die Artikel, macht den Typensatz, druckt und heftet. Die zwei Druckereimaschinen und die Heftmaschinen werden durch einen Petroleummotor betrieben. Die Kuh im dritten Stock Rom, 15. November. In der italienischen Stadt Fondi lacht man viel über ein Abenteuer, das man mit einer Kuh erlebte. Man weiß nicht, wie es geschah, aber man mußte plötzlich feststellen, daß eine Kuh mit einem Kalbe, die beide einem Bauern gehörten, in den dritten Stock eines Wohnhauses gestiegen waren und dort aus dem Fenster schauten. Der Anblick der Köpfe der beiden Tiere, die es sich auf dem Fensterbrett bequem gemacht hatten. verursachte natürlich auf der Straße ein lautes Hallo der. In(gemeinen vaven hucn oie Lesex im Seehunos= und Gelächter. Als man den Kühen nachging, mußte fell nicht sonderlich für europäische Politik interessiert, man feststellen, daß ihre Körpermaße augenscheinlich nicht für die Verhältnisse eines Wohnzimmers berechnet waren, die gegenwärtigen Ereignisse in Eurova turverbreiter. Bislang ist dieses eigenartige Presseis in die entlegensten. Gebiete der Erde erzeugnis nur einmal im Vierreljahr erschienen. Das Geschichte illustrieren die die, war mehr als genug; in diesen hohen nordlichen Breiten bietet eine Zeitung so viel Unterhaltungsstoff, daß es genügt, wenn alle drei Monate ein Eremplar erscheint — auch wenn die darin stehenden Mitteilungen nicht mehr ganz„aktuell“ sind. In Zukunft aber wird der„Gratisbote“ der grönländischen Eskimos monatlich erscheinen. Herr Kristoffer Lynge hat sich zu dieser Maßnahme entschlossen, weil die jüngsten Ereignisse in Europa so bedeutungsvoll und gewaltig sind, daß man sie nicht mehr drei Monate alt werden lassen kann, ehe man sie dem Leserkreis meldet Ir: allgem; an haben sich die Leser im SeehundsAus Westfalen und Rheinland Eroßaliige Ersbige emes Westsalischen Ersinderk Das Uebermikroskop des Herforders v. Borries— Vererbungsvorgänge bei Bakterien festgestellt in einer fixen Idee zum gefährlichen Brandstifter entwickelt hat. In mehreren Fällen hat er sich, nachdem er die Haustür durch Nachschlüssel geöffnet hatte, in die Keller der Häuser eingeschlichen und dort Feuer angelegt. Zum Glück wurde in jedem Falle von den Hausbewohnern der Brandgeruch früh genug wahrgenommen, so daß der Brand gelöscht werden konnte. Nord und Selbstmord auf den Schienen Solingen, 15. November. In der Nähe der Müngstener Brücke wurden auf einem Eisenbahngleis die Leichen eines 31jährigen Mannes und seines 4½jähSohnes aufgefunden. Vater und Sohn hatten ihre Herford, 15. November. Vor Jahresfrist ließ eine Erfindung die Welt aufhorchen: der junge Herforder von Borries hatte im Zusammenhang mit Dr. Ruska der Wissenschaft und der Menschheit das Uebermikroskop geschenkt. Dieses Gerät gestattete in einem unerhört komplizierten Arbeitsvorgang Einblicke in eine Welt, die bislang der Forschung noch nicht zugänglich war. Unvorstellbar„kleine Größen“ können fortan erfaßt und studiert werden. Wir bedeutsam jene Erfindung ist, läßt der erste Bericht über jene Ergebnisse erkennen, für die man das neue Gerät der beiden jungen deutschen Erfinder einsetzte. Besondere Erfolge konnten bereits auf dem Gebiete der Blutforschung, der Bakteriologie und der Virusforschung errungen werden. So hat man u. a. bei den Blutplättchen, die beim Gerinnen des Blutes eine Rolle spielen, Strukturveränderungen des Protoplamas während des Gerinnungsvorganges feststellen können. Bei Bakterien wurden Vererbungsvorgänge untersucht; bei den Bazillen der Hühnertuberkulose wurde der Sitz bestimmter chemischer Bausteine festgestellt. Bislang hat man die Formen von Erregern tierischer Viruskrankheiten als kugelförmig angenommen; das Uebermikroskop berichtigt diese Annahme. Es handelt sich um Bildungen kubischer bzw. prismatischer Gestalt, mit abgerundeten Ecken und Kanten. Schon diese ersten Ergebnisse beweisen die unerhörte Bedeutung der Erfindung. Sehr bald bereits wird ihre praktische und theoretische Bedeutung der Wissenschaft Möglichkeiten geben, zum Segen der Menschheit neue Wege einzuschlagen. Neben Dr. Normann, dem die Welt die Erfindung der Fetthärtung verdankt, hat sich mit dieser Leistung der junge Herforder von Borries in die Reihe der großen deutschen Erfinder eingereiht. Brandstifter gesucht Unheimlicher Besucher rigen Sohnes gusgefunden. Vater und. Sohn hatte Wohnung in Wermelskirchen am Freitag morgen verlassen und waren am Sonnabend zuletzt in RemscheidReinshagen gesehen worden. Nach dem bisher vorliegenden Untersuchungsergebnis liegt einwandfrei Mord und Selbstmord vor. So geht es nicht Der„freie Tag“ führte zur fristlosen Entlassung Köln, 15. November. Ein in einem Kino tätiger Angestellter hatte dienstags seinen freien Tag. Eines Tages verfügte der Inhaber, daß der Angestellte am nächsten Dienstag arbeiten müsse, wofür er dann am Mittwoch frei haben könne. Der Angestellte lehnte dies ab. Daraufhin bedeutete ihm der Betriebsführer, wenn er Dienstag nicht zur Arbeit komme, sei er fristlos entlassen, was auch eintrat, als der Angestellte, der dienstags fortgeblieben war, am darauffolgenden Tage an der Arbeitsstätte erschien. Er klagte nun am Kölner Arbeitsgericht auf Zahlung von Kündigungsentschädigung und begründete dies mit der Feststellung, daß er dienstags seinen freien Tag habe und er für diesen Tag schon gerichtet sei. Das Gericht jedoch wies den Antrag kostenpflichtig ab. Der Kläger hatte die Pflicht, der Anordnung des Betriebsführers Folge zu leisten, um so mehr, als er mit Entlassung bedroht war, wenn er ausbleibe. so daß sie eine tolle Verwirrung angerichtet hatten. Nun aber begann erst die eigentliche Schwierigkeit, als es sich darum handelte, daß die Kuh, die die Treppe so gut hinaufgekommen war, nun auch wieder hinabsteigen sollte. Dazu konnte sie sich durchaus nicht entschließen, und so konnte man sie nur wieder zur Straße hinabbringen, indem man ihr Säcke an die Füße band und sie mit Hilfe von Stricken gewaltsam wieder über die Treppe herunterzog. 400jähriges Rathaus niedergebrannt Königsberg, 15. November. In den späten Abendstunden des Dienstags brach in Bischofstein in einem der Höuser, die an das Rathaus angebaut sind, in einer Wohnung des Händlers Korioth durch Unvorsichtigkeit Feuer aus. In kurzer Zeit stand das Haus in Flammen. Das Feuer griff bald auf das 400jährige Rathaus über. Sämtliche Wehren der Umgegend waren an der Brandstätte tätig. Die Feuerwehrleute mußten infolge der kolossalen Rauchentwicklung im Schutze der Gasmasken arbeiten. Auch in Urlaub befindliche Soldaten halfen bei der Bekämpfung des Feuers mit. Der größte Teil des Rathauses wurde vernichtet. Die neben dem Rathaus liegenden Häuser sind ebenfalls zum Teil niedergebrannt. Sieben Familien wurden obdachlos. Der Händler Korioth wurde festgenommen. Er ist ein asozialer Mann, der bei Ausbruch des Brandes in seiner Wohnung unter Alkohol stand. Ein Wrack zerstörte drei Schiffe Amsterdam, 15. November. Nach einer United=Preß=Meldung aus London sind während der letzten drei Tage an der britischen Küste an ein und derselben Stelle drei Schiffe dadurch gesunken, daß sie auf ein unter der Wasseroberfläche befindliches Wrack stießen. Bei dem ersten Schiff handelt es sich um die bei Leith registrierte„Dryburgh“, deren Besatzungsmitglieder gerettet werden konnten. Am Sonnabend sind dann noch zwei weitere, in der Meldung nicht näher genannte Schiffe gleichfalls an dieser Stelle gesunken. Auch in diesen Fällen konnten die Besatzungsmitglieder an Land gebracht werden. Frau Marie Hamsun bereist Deutschland Frau Marie Hamsun, die bekannte norwegische Schriftstellerin und Gattin Knut Hamsuns, traf auf EinNordischen Gesellschaft in Lübeck ein. Frau # WETE W S KA u A WE Tinn M R! c DasToneki, VOm K4E7 E SU UUUTT KAEEE BRRUTUUTSCRGIBIEITETE bekommen Sie zur Zeit auf die mit einem u bezeichneten 4 Abschnitte der Reichsbrotkarte für Kinder bis zu 6 Jahren und zwar innerhalb 4 Wochen für jedes Kind 2 Däckchen. Verlangen Sie das Rezeptblatt f. Säuglings- u. Kleinhind-Ernährung von Seite 7 Nr. 269/ Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 16. November 1939 Turnen und Sport Wedelltenun, der Bezirkungu Wegen tadelloser soldatischer Haltung Unter den„Fall Klacl“ ist der Schlußstrich gezogen. Klael, der noch sehr junge Mittelläufer der Wiener Admira, hatte sich im Endspiel um die Deutsche Fußball=Meisterschaft, das Schalke mit:0 gegen Admira gewann, eine böse Entgleisung gegenüber Fritz Szepan zuschulden kommen lassen. Szepan ging durch einen Voxhieb von Klacl glatt.o. Der anwesend gewesene Reichssportführer griff sofort ein und schloß Klael für dauernd aus dem RSRL. aus. Inzwischen hat Klacl nun den Feldzug in Polen mitgemacht und dabei eine tadellose soldatische Haltung an den Tag gelegt. Als er nun dieser Tage auf Urlaub in Wien eintraf, wurde ihm eine große Freude durch ein Telegramm des Reichssportführers zuteil, mit dem ihm seine Begnadigung mitacteilt wurde. Admira hat Klael sofort wieder in die Mannschaft eingereiht. Sicben Staffeln gebildet— Umbildung der Bochumer Gruppe Bisherige Spiele werden nicht angerechnet Um den Tichammer-Pokal am Sonntag Die zweite Schlußrunde verspricht viel Ein an großen fußballsportlichen Ereignissen reicher Spieltag folgt jetzt dem andern. Der Sonntag steht im Zeichen der zweiten Schlußrunde um den TschammerPokal. Von den noch im Wettbewerb befindlichen Vereinen ist der Pokalverteidiger Rapid Wien spielfrei, das Treffen zwischen Wacker Wien und dem VfB. Muhlburg wird erst am 26. November ausgetragen. So bleiben folgende vierzehn Spiele: Viktoria Stolp— Blau=Weiß Berlin; TennisBorussia Berlin— Konkordia Plauen; Berliner SV. 92 — SV. Klettendorf; Vorwärts=Rasensport Gleiwitz— Hertha BSC. Berlin; Borussia Neunkirchen— BC. Hartha; Dresdner SC.— WKG. Neumeyer Nürnberg: Sportfreunde Leipzig— Göttingen 05; Borussia Tortmund— VfL. Köln 99; VfL. Osnabrück— Schalke 04; Hamburger SV.— Polizei=SV. Hamburg; Fortuna Düsseldorf—. FSV. Frankfurt; Sülz 07— Westende Hamborn; Eintracht Frankfurt— SV. Waldhof und 1. FC. Nürnberg— Stuttgarter Kickers. Als Gewinner des Tschammer=Pokals sind bisher 1. FC. Nürnberg, VfB. Leipzig, Schalke 04 und Rapid Wien verzeichnet, von denen sich nur die Leipziger diesmak bereits vorzeitig ausgeschaltet sahen. Eine schwere Aufgabe findet der„Club" am Sonntag vor, der die allerdings ohne Conen antretenden Stuttgarter Kickers empfängt. Schalke 04 hat es mit dem Niedersachsenmeister, VfL. Osnabrück, auch nicht leicht. Diese zweite Schlußrunde ist reich an interessanten Auseinandersetzungen und verspricht viel. Ohne Ueberraschungen wird es wohl nicht abgehen. Anordnungen für die Kriegsmeisterschaft Im Hinblick auf die demnächst beginnenden Fußballspiele zur Deutschen Kriegsmeisterschaft— in einigen Gauen haben die Kämpfe bereits begonnen— sind von der Reichsführung des RSRL. einige grundsätzliche Anordnungen getroffen worden. So mussen die Spiele um die Gaumeisterschaft entweder in einer Staffel zu zehn Vereinen oder in zwei Staffeln zu je sechs Vereinen durchgeführt werden. Eine Ausnahme macht allerdings u. a. die Ostmark, wo acht Vereine in einer Staffel spielen. Von einschneidender Bedeutung für die bereits im Gange befindliche Meisterschaft im Gau Bayern ist die Bestimmung, daß Vereine der Gauklasse— die Bezeichnung Gauliga ist abgeschafft— keine Arbeitsgemeinschaften bilden dürfen. Zur Zeit bilden in der Bayrischen Meisterschaft BC-Augsburg und Schwaben Augsburg sowie Vost=SV. München und 1860 München solche Arbeitsgemeinschaften, die also aufgelöst werden müssen. Grundgedanke bei dieser Anordnung ist der, daß nur ein Verein den Titel Deutscher Meister erwerben kann. Die Spieler müssen vor den Meisterschaftsspielen wieder ihren RSRL.=Mitgliedsausweis vorlegen, aus dem die Spielberechtigung zu ersehen ist. Notfalls genügt eine Erklärung des Vereinsführers, daß der Spieler spielberechtigt ist. Fuhrt jedoch eine Nachprüfung zu einem andern Ergebnis, werden dem Verein die etwa gewonnenen Punkte aberkannt. Mit dem 19. November setzt der Kampf um die Kriegsmeisterschaft auch in der westfälischen Bezirksklasse ein. Es sind wieder sieben Staffeln gebildet worden, die jedoch hier und da auf Grund der derzeitigen Verhältnisse gegenüber der ursprünglichen Zusammenstellung etwas geändert werden mußten. Sie haben nur für die Dauer des Krieges Gültigkeit. Die beiden Staffeln Sauerland und Minden sind noch einmal in zwei Gruppen zergliedert worden. In einigen Staffeln tauchen auch verschiedene Kreisklassenmannschaften auf, die die Lücken ausfüllen, die durch unabkömmliche Bezirksklassenvereine entstanden sind. Nach Ermittlung der sieben Staffelmeister wird im Hin= und Rückspiel der Kriegs=Bezirksklassenmeister des Gaues ermittelt. Die bisher als Notspiele durchgeführten Punktespiele werden nicht angerechnet. Die Gruppeneinteilung zur Durchführung der Spiele um die Kriegsmeisterschaft der westfalischen Bezirksklasse wurde wie folgt vorgenommen:## Staffel I(Bochum): Preußen Bochum, Phonix Bochum, MBV. Linden, SC. Dahlhausen, SC. Altenbochum, SV. Höntrop, SG. Wattenscheid, TB. Eickel, Preußen Wanne, FC. Witten 92, SC. Witten 07, SG. Welper.— In der Bochumer Gruppe ist also der BfB. Börnig ausgeschieden. Neu hinzugekommen sind: Witten 07, Witten 92 und SG. Welper. Staffel II(Gelsenkirchen): Union Gelsenkirchen, SC. Gelsenkirchen 07, BfB. Gelsenkirchen, DSC. Rotthausen, BV. Buer 07, Spfr. Gladbeck, BSG. Hassel, VfB. Börnig, VfB. Bottrop, Olympia Bocholt, Spyg. Herten. Staffel III(Dortmund): Alemannia Dortmund, Spfr. Dortmund, Phönix Lindenhorst, SC. Hörde, SG. Mengede, BC. Bövinghausen, BV. Brambauer, BfL. Altenbögge, Sppg. Kaiserau. Staffel IV(Münster): SC. Münster 08, TuSG. Dülmen, SC. Greven 09, Borussia 08 Rheine, BV. Rheine 10, Vorwärts Gronau, SV. 09 Rheine, TuS. Hiltrup. Staffel V(Sauerland): 1. Unterstaffel Hagen: DSC. Hagen, Tura Hagen 72, TSV. Germania Boelerheide, FC. Schwelm 06, TuS. Milspe, Sportring 33 Gevelsberg, RSV. Lüdenscheid=Höh 1910.— 2. Unterstaffel Arnsberg: SuS. Hüsten 09, TuS. Neheim, Menden 09. TuS. Meschede, Arnsberg 09, Sppg. Herdringen. Staffel VI(Siegerland): Sppg. Olpe, BC. Sportfreunde Siegen, BfB. Weidenau, Sppg. 08 Klafeld=Geisweid, RSV. 06 Eiserfeld, Sppg. 10 Altenseelbach. BC. Eintracht Siegen..., Antersant. Staffel VII(Minden): 1. unterstaffel Herford: Union 08 Herford, BfB. OlympiaBünde, SB. Grün=Weiß 26 Bielefeld, Sppg. 13 Schildesche, SuS. Herford 28, MSVg. 05 Minden(Küster).— 2. Unterstaffel Lippstadt: Teutonia Lippstadt, Borussia 08 Lippstadt, BfL. 09 Geseke, Sppg. Beckum, SuS. Ahlen 05, BfR. Heeßen 22. Spiele in der Bezirksliga am 19. November 1939 Phönix Bochum— Sppg. Welper Witten 92— Preußen 07 Bochum MBV. Linden— Spog. Wattenscheid TB. Eickel— Preußen Wanne SV. Höntrop— SC. Dahlhausen SC. Altenbochum— Witten 07. Vom Breslauer Länderkampf Begrüßangstelegramme an den Reichsprotektor und den Reichssportführer Anläßlich des ersten Fußballwettkampfes zwischen der deutschen Nationalmannschaft und der Mannschaft des Protektorats Böhmen Mähren wurden von den tschechischen Sportlern folgende Begrüßungstelegramme abgesandt: „An Seine Exz. Herrn Reichsprotektor Frhr. von Neurath, Prag Vom sportlich verlaufenen Fußballkampf der deutschtschechischen Fußballmannschaften in Gegenwart von 30000 begeisterten Zuschauern zu Breslau entbietet Ihnen als dem Förderer einer wahren Verständigung aufrichtigste Grüße die tschechische Nationalmannschaft, Professor Pelikan, Präsident." „Herrn Reichssportführer von Tschammer und Osten, Berlin, Reichssportfeld Zum glücklich verlaufenen Fußballkampf der deutschen und tschechischen Mannschaften erlauben wir uns, Sie, Herr Reichssportführer, als den warmherzigen Förderer der deutsch=tschechischen Sportbeziehungen herzlich zu grüßen. Die tschechische Nationalmannschaft, Professor Pelikan, Präsident.“ Beclunriehmf garab Welttalens Tennis-Ranglifte für 1939 Das Gauverordnungsblatt bringt jetzt die westfälische Tennis=Rangliste für 1939 heraus, die auch auf tennissportlichem Gebiet einen Leistungsanstieg in Bochum erkennen läßt. Wenn auch die mehrfache Westfalenmeisterin Frl. Brunswick nicht mehr aktiv tätig ist, so steht Bochum bei den Frauen mit Frl. Strauch immer noch an führender Stelle. Hinter Frau Unckenbold=Wendels wurde Frl. Strauch in diesem Jahre auf den zweiten Platz gesetzt. Unter den zehn besten Frauen ist Bochum weiter an neunter Stelle mit Frau Heitmann(ebenfalls Tennisklub im Rechener Wald) vertreten. Drei Bochumer Spieler konnten sich einen Platz unter den zehn Besten bei den Männern erkämpfen. Dr. Adam(TC. im Rechener Wald) liegt hinter Engelbert Koch(Munster) und Karl=Heinz Saß(Dortmund) an dritter Stelle, der Junior Heinz Simonides hat sich schon bis zur achten Stelle vorkämpfen können. Auf dem 13. Platz folgt Michael Florak, auf dem 14. Hans Graßhoff. Die Rangliste: Gäth, uIn4ubei m.7. Frauen: 1. Frau Karhe undenvold=Wendels (Bielefelder Tennis=Turnier=Klub); 2. Frl. Mieze Strauch(Tennisklub Rechen Bochum); 3. Frl. Gisela Ernst(Tennisklub Preußen Munster); 4. Frau Liesel Gonnermann(Gelsenkirchen, Tennisklub), 5. Frl. Anneliese Lange(Tennisklub Rot=Weiß Dortmund); 6. Frau Maria Kerkhoff(Tennisklub 22 Rheine); 7. Frl. Wilma Bühner(Recklinghäuser Tennis=Gesellschaft); 8. Frau Ellen Harras(Tennisklub Rot=Weiß Dortmund); 9. Frau Lissi Heitmann(Tennisklub Rechen Bochum); 10. Frau Liesel Fellmer(Bielefelder Tennis=Turnier=Klub). Männer: 1. Engelbert Koch(Tennisklub Preußen Münster); 2. Karl=Heinz Saß(Dortmunder Tennisklub 1898); 3. Dr. Robert Adam(Tennisklub Rechen Bochum); 4. Gerhard Schöppner(Tennisklub Preußen Munster); 5. Hans Freitag(BSG. Hoesch, Dortmund); 6. Albert Aisch(Dortmunder Tennis=Gesellschaft); 7. Dr. Hans Kanthak(Tennisklub Preußen Münster); 8. Heinz Simonides(Tennisklub Rechen Bochum); 9. Willi Müller(Dortmunder Tennisklub 1898); 10. Günther Hensel(Bielefelder Tennis=TurnierClub); 13. Michael Florak(Tennisklub Rechen Bochum); 14. Hans Graßhoff(Tennisklub Rechen Bochum). Gultav Eder— Hans Norbert Zweite Kriegsmeisterschaft der Berufsboxer Die lange Reihe der Kriegsveranstaltungen unserer Berufsboxer wird am Freitag in der„Neuen Welt" zu Berlin fortgesetzt. Nach dem Titelkampf im Federgewicht zwischen Karl Beck und Ernst Weiß steigt diesmal die zweite deutsche Kriegsmeisterschaft. Der Kölner Gustav Eder setzt seinen Titel als Deutscher Weltergewichtsmeister freiwillig gegen den Wiener Hans Norbert aufs Spiel. Dieser Titelkampf wird für unsern Meister, der seit dem 8. August 1930, also jetzt schon im zehnten Jahr, die Meisterkrone trägt, eine harte Prüfung, denn Hans Norbert ist nicht irgendwer. Der 25jährige Wiener steht seit rund acht Jahren im Lager der Berufsboxer und ist erst vor wenigen Monaten nach fast dreijährigem Aufenthalt in Sudamerika in seine Heimat zurückgekehrt. Norbert hat die Mehrzahl seiner insgesamt 62 Kämpfe in Südamerika ausgetragen und davon 27 entscheidend gewonnen. Nur drei Kämpfe verlor er drüben nach Punkten. Im ersten Kampf nach seiner Rückkehr besiegte er in Wien den Dortmunder Sporer sicher nach Punkten. Neben einer ausgezeichneten Schlagkraft ruhmt man dem Wiener auch eine ausgefeilte Technik nach, so daß Gustav Eder wirklich sein ganzes Konnen aufbieten muß, um auch diesen Angriff auf seinen Titel erfolgreich abzuwehren. Wir schatzen die Kampfkraft des gebürtigen Westfalen dazu aber immer noch hoch genug ein. Im Rahmenprogramm sind gleichfalls zahlreiche stde westdeutsche Boxer tätig: Jakubowski(Bochum) kämpft preis, Lelmwiege, Menternich gegen Stegemann(Berlin), der frühere Leichtgewichtsmeister Esser(Köln) gegen Seisler(Berlin), der Dusseldorfer Knoth gegen Kurt Stary(Böhmen Mähren) und im Schwergewicht Siepmann(Düsseldorf) gegen Thieß(Ludwigshafen). Training für Berlin 19 Azzurri nach Florenz berufen Nach der verunglückten Generalprobe der Azzurri in Zürich hat Italiens Verbandskapitan Vittorio Pozzo die Vorbereitungen für das Länderspiel gegen Deutschland unverzüglich ausgenommen. Fur diesen Donnerstag wurden 19 Spieler zum ersten gemeinsamen Training nach Florenz beordert. Darunter befinden sich auch Piola, Colaussi und Olivieri, es fehlen dagegen aus der gegen die Schweiz eingesetzten Elf Masetti, Varglien II. Perazzolo, Puricelli und Ferraris. Die 19 Spieler sind: Foni, Rava, Depretini(alle Juventus Turin), Sardelli, Neri, Genta, Scarabello, Conti(alle Genua 93), Demaria, Ferrari, Locatelli(alle Ambrosiana Mailand), Sansone, Tormann Ferrari, Andreolo (alle Bologna SC.), Colaussi, Rancilio(beide Triest), Piola(Lazio Rom), Voniforti(FC. Mailand) und Olivieri(FC. Turin). Mittwochrennen in Düsseldorf Für einen Wochentag waren die Mittwochrennen in Düsseldorf noch verhältnismäßig gut besucht. Auch der Umsatz erreichte eine ansehnliche Höhe, so daß der Veranstalter alles in allem noch einen schönen Erfolg erzielte. Es gab bei durchweg starken Feldern auf der ganzen Linie spannende Kämpfe und teilweise auch knappe Entscheidungen. Die Ergebnisse: 1. Preis vom Drachensels: 1. Thardwin(Lommatzsch), 2. Eilbote, 3. Stonyx, 4. Elster. Toto: Sieg 57, Platz 14, 13, 22, 49:10. Einlaufswette: 96. Lg.: 2½——4. Ferner: Rohrlöwe, Celsius, Rotraud, Pelargonie, Walburg, Cyste, Vicky, Pilis. 2. Preis vom Rhenser Königsstuhl: 1. Blumengöttin (Hellmann), 2. Sto, 3. Erste von Bonenberg, 4. Maiglöckchen. Toto: Sieg 83, Platz 18, 16, 20, 34:10. Einlaufswette: 528. Lg.:——1. Ferner: Kohinor, Johannes., Lebensart, Torgowy, Titine, Bärbel, Lavant, Fangschuß. 3. Lohengrin=Rennen: 1. Walburga(Eggers), 2. Ahnherr, 3. Melizza. Toto: Sieg 49, Platz 22, 14, 18, 41:10. Einlaufswette: 434. Lg.: 1½——2. Ferner: Melle, Kampfspiel, Goldprobe, Flott, Gerra, Palast, Markheld, Igumenos. 4. Rheinsagen=Preis: 1. Steinbach(Zehmisch), 2. Barsdorf, 3. Werner. Toto: Sieg 39, Platz 13, 11, 15:10. Einlaufswette: 100. Lg.:——6. Ferner: Treuer Geselle, Trojaner, Cote, Basque II, Nanette. 5. Rheinisches Hürdenrennen: 1. Thorlind(Vaas), 2. Samara, 3. Schwanenhals. Toto: Sieg 23, Platz 12. 14, 13:10. Einlaufswette: 76. Lg.: 10——6. Ferner: Gabelweihe, Galate, Balzruf, Viper. 6. Preis der Loreley: 1. Siona(H. Wenzel), 2. Janiculus, 3. Pomponius. Toto: Sieg 32, Platz 16, 35, 32:10. Einlaufswette: 386. Lg.:——1½. Ferner: StaatsHelmwiege Metternich, Meist Reister, Romantik. S Ausgabe der Lebensmittelkarten Die Ausgabe der neuen Lebensmittelkarten für die Zeit vom 20. November bis 17. Dezember 1939 erfolgt am Freitag, dem 17. November 1939, in der Zeit von 9 bis 15 Uhr in den bekanntgegebenen 90 bisherigen und 4 neu hinzugekommenen Ausgabestellen für Spinnstoff= und Schuhwaren. Hinzugekommen sind: Bezirk Nr. 4a, Ausgabestelle: Schule Humboldtstraße 18, mit folgenden Straßen: Adolfstraße, Griesenbruchstraße, Karlstraße Königstraße, Marienstraße, Moltkemarkt, Rottstraße 68 bis Schluß. Bezirk Nr. 7a, Ausgabestelle: Schule Wiemelhauser Straße 84, mit folgenden Straßen: Alsenstraße. Am Gerstkamp, An der Schalwiese, Brunsteinstraße, Denisstraße, Haderslebener Straße Knüwerweg, OskarHoffmann=Straße 98 bis Schluß, Querenburger Str. 1 bis 28a, Steinring, Tonderner Straße, Wiemelhauser Straße 66 bis 160. Bezirk Nr. 8a, Ausgabestelle: Verwaltungsgebäude, Jahnstraße 2, mit folgenden Straßen: Arndtstraße, Bachstraße, Bleichstraße, Blumenstraße, Bismarckstraße, Friedhofstraße, Hagenstraße, Jahnstraße, Ringstraße, Rheinische Straße, Scharnhorststraße, Wittener Str. 1 bis 75. Bezirk Nr. 15a, Ausgabestelle: Schule Haldenstr. 75, mit folgenden Straßen: Haldenstraße, Hedwigstraße, Hildegardstraße, Robertstraße 1 bis 50, Zechenstraße. Die Ausgabezeiten für die einzelnen Straßenteile werden von den Bezirken selbst bestimmt und den Bezugsberechtigten bekanntgegehen. Wegen des Unterrichts in der Bismarck=Oberschule an der Königsallee erfolgt die Ausgabe für den Bezirk 29 diesmal im Ernst=Moritz=Arndt=Haus, Königsallee 40. Für den neugebildeten Bezirk 8a, Freiherr=vom=Stein=Ober= schule, erfolgt die Ausgabe in den auf dem Schulhof stehenden Baracken(Eingang Arndtstraße neben dem Hauptgebäude über den Hof). Alle Bezugsberechtigten werden ersucht, die Karten in den Ausgabestellen zu den festgesetzten Zeiten in Empfang zu nehmen. Wer die Karten nicht am 17. November abholt kann sie erst von Donnerstag, den 23. November 1939, ab in der Hauptausgabestelle des Ernährungsamtes im Rathaus bzw. in den Verwaltungsstellen der Außenbezirke in Empfang nehmen, da aus technischen Gründen eine frühere Ausgabe in diesen Stellen nicht möglich ist. Die Ausgabestellen sind berechtigt, von den Bezugsberechtigten die Vorlage von Ausweispapieren (Familienbuch, Anmeldebescheinigung) zu verlangen. Die Schwer= und Schwerstarbeiter erhalten bei dieser Ausgabe nur Normalkarten. Die Zusatzkarten und die setzt eingeführten Zulagekarten erhalten sie in den Betrieben. Die Selbstversorger(Bauern und Landwirte) erhalten ihre Lebensmittelkarten nicht in den Ausgabestellen, sondern am Montag und Dienstag, dem 20. und 21. November 1939, in der Hauptausgabestelle des Ernährungsamtes(Ratbaus, Zimmer 440 und 443 bis 49) bzw. in den Außenbezirken in den zuständigen Verwaltungsstellen. Aus Anlaß der Ausgabe der Lebensmittelkarten werden alle Stadtämter und Verwaltungsstellen am 1. und 18. November 1939 für den Publikumsverkehr §Plossen, mit Ausnahme der Städtischen Sparkasse, Beleuchtungs= und Wasserwerke, der Schwimmund Badeanstalt, des Schlacht= und Viebbofes, des Ovg.=bakt. Laboratoriums, des Stadtleihamtes, des Eknäbrungsamtes, des Wirtschaftsamtes, der Familien= Unterhaltsstelle und der Steuerkasse. Die Standesamter sind nur für die Anmeldung von Sterbefällen Und Totgeburten geöffnet. Bochum, den 15. Novemder 1939. Der Oberdürgermeister Eierzuteilung das Postscheckkonto Dortmund 19637 mischerse wis'sa., die Bei. d= e,d, Steuerar und Adender sud 15. bis 19. November 1939 se 1 Eiszyrgs guzngggsnäßiger Verbuchung für jeden Versorgungsberechtigten*Hochum, Hen 16. November 1939. ausgegeben. Der Nährmittelabschnitt L 46 wird hiermit aufgerufen. Hühnerhalter dürfen keine Eier erhalten. Bochum, den 15. November 1939. Der Oberbürgermeister Abgabe von Kakaopulver, Schokoladenpulver oder kakaopulverhaltigen Mischungen Für die Zeit bis zum 19. Nov. 1939 erhalten Kinder bis zu 14 Jahren 62,5 Gramm Kakaopulver, Schokoladenpulver oder kakaopulverhaltige Mischungen. Die Ausgabe kann ab sofort auf den Abschnitt F 4 der Reichsfettkarten für Kinder bis zu 6 Jahren und für Kinder von 6 bis 14 Jahren erfolgen. Bochum, den 14. November 1939. Der Oberbürgermeister Bochum, pen 16. Die Stadtkasse als Vollstreckungsbehörde Oeffentliche Mahnung Die nachstehend aufgeführten, im November 1939 fällig gewordenen und nicht gezahlten Steuern und Abgaben werden hierdurch angemahnt: Am 4. November 1939 fällig: Schulgeld für die staatl. höheren Lehranstalten, Unterhaltsbeiträge für November 1939. Am 10. November 1939 fällig: Getränkesteuer für Oktober und Bürgersteuer für Oktober Dezember 1939. Am 15. November 1939 fällig: Gewerbesteuer von der Lohnsumme für Oktober 1939, Abgaben vom Grundbesitz, Vergnügungssteuer für ständige Veranstaltungen, Schulgelder für die städtischen höheren Lehranstalten, für die Gewerbe= und Betriebsfachschule, für die Haushaltungs= und Gewerbeschule für November 1939, die Gewerbesteuer vom Ertrage und die Hundesteuer für Oktober Dezember 1939, die landw. Berufsgenossenschaftsbeiträge, die Handwerkskammerbeiträge und die Gebühren für die im Monat Oktober 1939 ausgeführten Krankenwagenfahrten. Für Steuerbeträge, die nach den Fälligkeitsterminen gezahlt werden, ist ein Säumniszuschlag in Höbe von 2 v. H. des Steuerbetrages zu entrichten. Rückstände und Säumniszuschläge werden nach dem 22. November 1939 zwangsweise eingezogen. Zahlungen können während der Kassenstunden bei der Stadtkasse, Rathaus. Eingang B. und bei den Zahlstellen erfolgen. Die Steuerpflichtigen vermeiden unnötiges Warten bei der Absertigung an der Kasse. wenn sie die Steuern möglichst unbar, und zwar durch Ueberweisung auf ein Bankkonto der Stadtkasse bei den Bochumer Banken oder auf Wstshe Zwangsversteigerung jüdischen Grundbesitzes. 14 K. 35/39. Gemarkung Bochum, Grundbuch von Bochum, Band 47, Blatt 2368. Flur“60, Parzelle Nr. 676/34, a) Wohnhaus mit Hofraum, groß::34 Ar; b) Lagerhaus mit Pferdestall, Moltkemarkt 18. Grundsteuermutterrolle Nr. 2354. Einheitswert nach dem Stande vom 1. Januar 1935: 14 600.— RM. Der Versteigerungsvermerk ist am 21. Juli 1939 in das Grundbuch eingetragen. Als Eigentümer war damals der Kaufmann Isidor Herz in Bochum Nr. 3 eingetragen. Zwangsversteigerungstermin am 10. Januar 1940, vormittags 10 Uhr, an der Gerichtsstelle, Viktoriastraße 14, Zimmer Nr. 52. Kauflustige werden darauf hingewiesen, daß zur Abgabe von Geboten die Genehmigung des Herrn Oberbürgermeisters der Stadt Bochum erforderlich und diese Genehmigung bei Abgabe von Geboten im Zwangsversteigerungstermin vorzulegen ist. Ferner ist bei Abgabe von Geboten die Genehmigung des Oberfinanzpräsidenten in Münster i. W.(Devisenstelle) ebenfalls vorzulegen. Das Amtsgericht in Bochum. Reifensammelstelle Alfred Clever, Wanne=Eickel, Wilhelmstraße 77, abzuliefern. Wegen der Einzelheiten wird. Bezug genommen auf die Bekanntmachung der unterzeichneten Behörde vom 26. September 1939, veröffentlicht am 27. September 1939. Wer der Ablieferungspflicht nicht nachkommt, setzt sich strafrechtlicher Verfolgung nach den Vorschriften der Verordnung über den Warenverkehr vom 4. September 1934(RGBl. S. 816) in der Fassung der Verordnung vom 18. August 1939 (RGBI. I S. 1430) aus. Wanne=Eickel, den 14. Novbr. 1939. Der Oberbürgermeister: Günnewig K e ee Bekanntmachung. Betrifft: Ablieserungspflicht für lose Fahrzeugreisen. Bekanntlich sind durch Verordnung Nr. 51 der Reichsstelle für Kautschuk und Asbest alle Kautschuk=Fahrzeugbereisungen beschlagnahmt, wovon lediglich die Wehrmacht und die Schutzgliederungen außerhalb der Wehrmacht ausgenommen sind. Die auf Fahrzeugen nicht aufgelegten (also losen) Kautschuk=Fabrzeugbereifungen mußten bis zum 30. September 1939 abgeliefert werden. Wer heute noch einen losen Fahrzeugreisen im Besitz oder Eigentum hat, wird letztmalig hiermit aufgefordert, die Bereisung sofort bei der Bekanntmachung. Lebensmittelkartenausgabe. Die Ausgabe der neuen Lebensmittelkarten findet am Sonnabend, 18. November, nachmittags, und am Sonntag, 19. November, vormittags, in sämtlichen Volksschulen der Stadt Wattenscheid nach den Anfangsbuchstaben der Familiennamen wie folgt statt: Sonnabend, 18. November, 14 Uhr: Buchstaben A bis D, 15 Uhr: Buchstaben E bis H. 16 Uhr: Buchstaben I bis K. Sonntag, 19. November, 9 Uhr: Buchstaben L bis R, 10 Uhr: Buchstabe S, 11 Uhr: Buchstaben T bis Z. Die Haushaltsvorstände werden aufgefordert, die ihnen zustebenden Lebensmittelkarten in den zuständigen Volksschulen(das sind die Volksschulen, die durch die Kinder ihrer Straße besucht werden und in denen bereits in den Vormonaten ausgegeben worden ist) in Empfang zu nehmen. Um unnötiges Ansteben und Warten zu vermeiden, ist die genaue Innehaltung der angegebenen Termine unbedingt erforderlich. Zur Ausgabe ist mitzubringen: 1. der im September 1939 ausgegebene Ausweis. 2. der Vordruck mit den Eintragungen über die zu empfangenden Karten, 3. ein Blei= oder Tintenstift. Die abgelaufenen Karten für den Zeitabschnitt 22. 10. bis 19. 11. 1939 sind bei der Ausgabe der neuen Karten abzuliefern. Ferner ist die Karteikarte für die Kleiderkartenausgabe abzugeben. Die Ausgabe der Mischkarten an hoffende und stillende Mütter sowie an Wöchnerinnen erfolgt Anfang der kommenden Woche durch die Ortsgruppen der NSV. Bescheinigung des Arztes oder der Hebamme ist vorzulegen. Bei den Zusatzkarten für Kranke und Gebrechliche ist insofern eine Aenderung eingetreten, als die Anträge auf Bewilligung besonderer Zusatznahrungsmittel bei den Aerzten zu stellen sind. Nachdem der Beauftragte der Reichsäkztekammer die zusätzlich zu gewährenden Nahrungsmittelmengen festgesetzt hat, werden die Zusatzkarten durch das Ernährungsamt ausgefertigt und die Antragsteller zur Abholung aufgefordert. Es ist zwecklos, vor Empfang dieser Benachrichtigung auf dem Ernährungsamt vorstellig zu werden. In Abweichung von dieser Regel erhalten über 70 Jahre alte Volksgenossen die Zusatzkarten auf Grund der alten Bescheinigungen unmittelbar auf dem Ernährungsamt. Diese Volksgenossen können schon vom 17. Növember ab vorstellig werden. Wattenscheid, den 16. Novbr. 1939. Der Oberbürgermeister. Bekanntmachung. 1. Betr.: Kakaopulver usw. Für die Zeit bis zum 19. November 1939 erhalten Kinder bis zu 14 Jahren 62,5 Gramm Kakaopulver, Schokoladenpulver oder kakaopulverhaltige Mischungen. Die Ausgabe kann ab sofort auf den Abschnitt F 4 der Reichsfettkarten für Kinder bis zu 6 Jahren und für Kinder von 6 bis 14 Jahren erfolgen. 2. Betr.: Sago usw. Ich weise besonders darauf hin daß bis zum 19. November 1939 auf die Abschnitte L 11, L 12, L 27 und L 28 der Nährmittelkarte je 25 Gramm Sago, Kartoffelgraupen, Kartoffelstärkemehl oder Pudding= pulver wablweise abgegeben werden. Für ein Päckchen Puddingpulver mit einem Gewicht von 45 bis 60 Gramm sind je 2 Abschnitte, für ein Päckchen Puddingpulver mit einem Gewicht von etwa 75 Gramm 3 Abschnitte der Nährmittelkarte von der Verteilungsstelle einzubehalten. Die Abgabe von Puddingpulver in loser Form kann ebenfalls auf die genannten Kartenabschnitte erfolgen. 3. Betr.: Kindernährmittel. Ebenfalls bis zum 19. November 1939 werden auf die mit einem Kreuz(), bezeichneten Abschnitte der Reichsbrotkarte für Kinder bis zu 6 Jahren je 125 Gramm DPM. (Deutsches Puddingmebl), Gustin, Maizena, Mondamin, Rizena oder Weizenin abgegeben. Wattenscheid, den 14. Novbr. 1939. Der Oberbürgermeister. schwächt Arbeitskraft und Lebensfreude. Quälen Sie sich nicht länger. Rehmen Sie Solarum, das bewährte Spezialmittel. Packg. 18 Tabl..28 Apotheken!(u. a. seidum pbenplalhplberbitale. 19) Schreibmaschinen Trautmann, Viktoriastr. 13 Zünkeler Bekanntmachung. Wegen Ausgabe der Vordrucke für die Lebensmittel= und Kleiderkartenausgabe bleiben die Büros des Ernährungs- und Wirtschaftsamtes am Donnerstag, dem 16. November 1939, des Nachmittags geschlossen. Wattenscheid, den 15. Novbr. 1939. Der Oberbürgermeister. Das Wirtschafts= und Ernährungsamt der Stadt Herne ist wegen dringender Vorarbeiten für die Ausgabe der Lebensmittelbezugskarten ab Mittwoch, den 15. November 1939, bis Sonnabend, den 18. November 1939, einschließlich für Publikumsverkehr geschlossen. Urlauber der Wehrmacht und sonstiger Formationen werden jedoch während der üblichen Dienststunden abgefertigt. Herne, den 14. November 1939. Der Oderdürgermeister. gibt es nicht mehr! Die lästigen Schmerzen verschwinden. Sie können wieder leicht und beschwingt gehen, wenn Sie Ihre Fuße pflegen lassen durch Fußpraktiker Viktoriastraße 41 Rut 62038 Einlagen n. Maß. Auch Hühneraug.,Hornbaut, eingew. Nägel vow entteros ich schmerslos An alle Haushaltungen. Die nächste Ausgabe der Lebensmittelscheine findet am Sonntag, dem 19. November 1939, statt. Sie erfolgt in den bisherigen Ausgabestellen. Es ist nur eine Aenderung in den Zeiten vorgenommen worden. Die bisher in der Zeit von—14 Uhr bestellten Haushaltungen halten ihre Zeiten ein. Für die näch 14 Uhr bestellten Haushaltungen ist folgende Regelung getrossen worden: Bisherige Ausgabezeit: 14—16 Uhr, jetzt—10 Uhr: bisherige Ausgabezeit 16—17 Uhr, jetzt 10—12 Uhr: bisherige Ausgabezeit 17—18 Uhr, jetzt 12—14 Uhr. Sämtlichen Haushaltungen wird im Lause dieser Woche noch ein besonderer Benachrichtigungszettel durch die NSV.=Helfer zugestellt. Herne, den 13. November 1939. Der Oberbürgermeister. Oeffentliche Steuermahnung. Wir erinnern hiermit an die Zahlung folgender Rückstände: 1. Grundbesitzabgaben(Grundsteuer pp.) für November: 2. Lohnsummensteuer für Oktober: 3. Getränkesteuer für Oktober: 4. Gewerbeertragsteuer für das III. Vierteljahr 1939; 5. Hundesteuer für das III. Vierteljabr 1939: 6. Vergnügungssteuer; Bürgersteuer: 8. Anliegerbeiträge für das III. Vierteljahr 1939: 9. Berufsgenossenschaftsbeiträge für das II. Halbjahr 1939. Die Zwangsbeitreibung der Rückstände beginnt am 23. dieses Monats. Von diesem Tage an werden die Beitreibungsgebüdren, dagegen die Säumniszuschläge von deute an erboben. Herne, den 15. November 1939. Stadt Herne(Stadtkasse). Wir haben uns verlobt Annemarie Hofmann Wilhelm Bechmann 12. November 1939 Bochum. Eppendorf Freigrosendamm 23 engelsburgerstr. 50 J. J. im fieeresdienst Dir haben die Ehe geschlolsen Dr. med. dent.[Ollhelm Gabbert Univerlltäts-Oberallistent, z. H. bei einer Lustw. San. Staffel ella Gabbert geb. Helle z. O. Lelpzig, Kochstraße n Im 2ovember 1939 Wir grüßen als Verlobte Elfriede Leffler Paul Peitzert Unteroffizier in einem Ins.-Rgt. Im November 1939 Bochum vomtliehunzeigen z. J. im Heeresdienst finden Im„BA“ welte Verbreitung Wilhelm Fischer Marta Fischer geb. Lippik Vermählte Bochum 16. Nlovember 1939.=Eichel Hochstr. 16 Heute abend.10 Uhr nahm Gott der Allmächtige unseren guten Vater, Schwiegervater und Großvater, unseren besten Freund und Berater PIRUIeS Prcher Inhaber des Verdienstkreuzes für Kriegshilfe nach einem Leben treuester Pflichterfüllung und Aufopferung für die Seinen, im Alter von fast 77 jahren zu sich in sein Reich. In tiefem Schmerz: Die Kinder Bochum und Wiesbaden, den 14. November 1939 Wörthstraße 21 Stadt Bochum Donnerstag. 16. November, 20—22.30 Uhr. Vormiete A 4: In neuer Inszenierung! Sohigene auf Tauris Schauspiel von I. W. v. Goethe Freitag, 17. Nov., 20—22 Uhr, Vormiete C 4: „Der Triumph Dies Talge Unterricht — Gründliche Nachille i. Englisch u. Mathematik s. Quartanerin gesucht. Ausf. Zuschr. unt. V H 65519 Anz. UnterrichtsAnzeigen finden im BA“ troße Necbreitune Städtisches orchester Bochum Vormiete: 3. Veranstaltung Buß- und Bettag Mittwoch, den 22. November, 16 Uhr. im Schützenhof HAUPT-KONZERT Hans Pfitzner: Das dunkle Reich— Chorfantasie— Johannes Brahms Ein deutsches Regulem Chöre: Der Städtische Muslkverein Bochum Die Sängervereinigung Bochum e. V. Der Volks-Oher Bochum 99 Willy Mehrmann Leitung: Klaus Nettstraeter Solisten: Else Gerhart-Voigt Gerhard Bertermann Preise: RM..— bis4.—, Karten sind an der Konzertkasse im Stadttheater werktags von 10 bis 14 Uhr und sonntags von 11 bis 12.30 Uhr zu haben. Vorbestellungen unter Nr. 61051 Sonntag, den 19. November, 17½ Uhr sprichtim großen Saale des Ernat-Moritz-ArndtHauses, Könlgsallee Schriftsteller August Winnig. Polsdam Karten zu.00.4 und 50 S in den Buchhandlungen Endemann— Gustortt—. Hengstenberg Reparat. an Lederwaren Zimmermann, Kortumstr. ZU Peizarbeiten modern— billig A. Rau, Hattinger Straße 55 Kinder gedeihen prächtig, haben geregelte Verdauung, sind gesund und widerstandsfähig und machen ihren Eltern Freude! 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