Esthaksrigchsh 2 8 Bezugspreis mit Botenlohn:.15 RM. monatlich oder.08 RM. halbmonatlich. Selbstabboler.85 RM. monatlich oder 93 Pf. halbmonatlich. Bezugspreis für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich, Funkzeitschrift„bör mit mir“ 45 Pf, monatlich bei vier Sonntagen und 55 Pf. bei fünf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Zeitung durch höhere Gewalt, Verbot oder Betriebsstörung und dal. vervindert wird. können keine Ersatzansprüche gesiellt werden.— Geschäftsstelle geöffnet von.30—13 und von 14.30—18 Uhr, sonntags von 11 bis 12 Uhr. Sprechstunden der Schriftleitung, außer mittwochs und sonnabends, von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckkonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Donnerstag 19. Dezember 1940 47. Jahrgang Nummer 300 Einzelpreis 10 Pf. Anzeigenpreise: Grundpreise für 1 mm Höhe in 22 mm Breite 10 Pf. im Anzeigenteil und in 78 mm Breite 55 Bf. im Tertteil. Familienanzeigen 8 Pf., Stellengesuche 8 Pf., kleine Anzeigen(nicht geschäftlicher Art) 8 Pf., Auskunft= und Zifsergebühren 25 Pf. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 12 gültig. Nachlaßstaffel B.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck fernmündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8 Anruf 67551—54 11 serter to Verisrtr Gurepur! Die Meinung des englischen Minisiers Lord Beaverbrook— Reuter: Schiffsversenkungen im Wochendurchschnitt größer als im Weltkriege Berlin, 18. Dezember. Wohl um die infolge der erfolgreichen deutschen Bombenangriffe auf London, Birmingham, Coventry, Liverpool, Bristol, Southampton und Sheffield erschütterte Stimmung des englischen Volkes wieder aufzupulvern und um sich gegen die wohl immer lauter werdenden Vorwürfe, die man gegen die englische Luftverteidigung erhebt, zu rechtfertigen, sprach am Dienstag abend wieder einmal Lord Beaverbrook, der Minister für die Flugzeugproduktion, im Rundfunk. Ganz nach der Methode seines Premiers und Meisters Churchill erging er sich in tröstenden Illusionen. Dabei mußte er jedoch wiederholt zugeben, daß England schwer unter den wuchtigen deutschen Schlägen aus der Luft und zur See zu leiden hat. Ja, einmal machte sich das sorgenbeschwerte„Ministerherz Beaverbrooks in dem ihm sicherlich sehr schwer gefallenen Eingeständnis Luft:„Hitler ist noch immer der Herr Sürobae#### n Mmhensgrache bemabt. Gleich zu Beginn seiner Rundfunkansprache bemühte sich Beaverbrook, seinen Hörern beschwichtigend klarzumachen, daß in seinem Ministerium alles geschehe, um eine Steigerung der britischen Flugzeugproduktion herbeizuführen. Aber damit nicht genug. England kaufe in Amerika Flugzeugmaterial auf. Trotzdem habe die englische Bevölkerung noch keine Veranlassung, mit sich selbst zufrieden zu sein und sich in Sicherheit zu wiegen. Die Engländer hätten keine Berechtigung zu übertriebenem Optimismus. Jetzt sei für England eine neue Gefahr entstanden, die Angriffe der Deutschen auf die britische Schiffahrt. England müsse alles tun, um die Zufahrtsstraßen im Nordwesten Englands weiterhin offen zu halten. Zu diesem Zweck müsse man die britische Küstenluftwaffe weiter verstärken, damit sie den ein= und auslaufenden Schiffen genügend Schutz gegen feindliche Luftangriffe bieten könne. Lord Beaverbrook widersprach sich dann selbst, da er einerseits behauptete, daß die„Knapphot“ an Flugzeugen nun in England behoben sei, kurz darauf aber feststellen mußte, daß„England einer größere Anzahl von Bombern höchst notwendig habe“. Bezeichnendes Eingeständnis Reuters Den bornierten und verkrampften Illusionismus über die starke englische Waffe der Blockade zerstört heute Reuter mit dem Eingeständnis:„Die britischen Schiffsverluste infolge des=Boot=Krieges„und der Bombardements durch die deutsche Luftwaffe haben einen gefährlichen Punkt erreicht.“,„ 8; Wie Reuter weiter meldet, sei im Kreis der Admiralität und des Parlaments am Dienstag bekanntgegeben worden, daß der Durchschnitt der wöchentlichen Versenkungen weit größer als der des Veltirieges sei. gag. gesgnte.amn u Auch der Londoner„Daily Telegraph“ äußert sich wiederum sehr besorgt über die englischen Schiffsverluste. Nach dem Hinweis darauf, daß Churchill erst vor einigen Wochen von den sehr ernsten Auswirkungen der Verschärfung des Handelskrieges gesprochen habe, ruft das Blatt aus:„Die Gesamtziffer der Handelsschiffsverluste der letzten Woche ist ein ernster Hinweis auf die Größe der Gefahr!“ Der„Daily Telegraph“ gibt dann unumwunden zu, daß das gegenwärtige Schiffbautempo in keiner Weise an die Verluste heranreiche. London gibt immer noch kaum die Hälfte der Schiffsverluste zu Zu diesem Klageruf des Londoner Blattes ist festzustellen, daß es sich hierbei hauptsächlich auf die von der englischen Admiralität für die Woche vom 2. bis 9. Dezember veröffentlichte Ziffer von 101 190 BruttoRegistertonnen gezieht, eine Ziffer, die nur knapp die Hälfte der wirklich versenkten Tonnage in dieser Zeit umfaßt. Die andere Hälfte verschwindet immer noch in Churchills Schreibtischschublade. Dem deutschen Volke ist durch den OKW.=Bericht bekannt, daß der 2 Dezember einen vernichtenden Angriff deutscher=Boote auf einen englischen Geleitzug brachte. Fünfzehn Schiffe mit über 110.000 Brutto=Registertonnen und ein zur Sicherung bestimmter Hilfskreuzer von 17000 BruttoRegistertonnen wurden herausgeschossen, zwei weitere Schiffe mit 16.000 Brutto=Registertonnen wahrscheinlich versenkt. Dieser eine 2. Dezember bedeutete für die Engländen allein durch=Boote einen Gesamtverlust von mehr als 160.000 Brutto=Registertonnen, da unabhängig von dem Anariffe auf den Geleitzug ein anderes =Boot noch zwei Handelsdampfer mit 21 247 BruttoRegistertonnen versenkte. Im Verlauf der nächsten Tage gab der OstW.=Bericht weitere englische Schiffsverluste etwa im gleichen Ausmaß bekannt. Insgesamt kostete die eine Wache England 221 047 Brutto=Registertonnen. In dieser Zahl ist der Hilfskreuzer von 17000 BruttoRegistertonnen noch nicht eingerechnet. „Die Wochenübersicht der britischen Admiralität, die sich auf das Eingeständnis des Verlustes von insgesamt 23 Schiffen mit 101 190 Brutto=Registertonnen beschränkt, geht alle dings zum ersten Male auf den Schreckenstag des 2. Dezember überhaupt ein, den man 'sher anscheinend noch totschweigen zu können geglaubt hatte.„Die Woche war kaum gut!“, heißt es.„Dus große Ausmaß der Verluste wurde durch einen besonders schlechten Tag während der Woche verursacht.“ Unser Interesse verdient auch eine weitere Wendung dieses amtlichen Berichtes, mit der in aller Heimlichkeit die Rieseneinbußen vor Dünkirchen zugegeben werden. Die Verluste dieser mit dem Unstern des 2. Dezember anhebenden Woche übertrafen nämlich, so wird mitgeteilt, den„mittleren Wochenverlust seit Beginn des Krieges, „ohne die Verluste während der Episode von Dünkirchen mitzurechnen“. Churchills Dosierungstaktik arbeitet mit einem„mittleren Wochenverlust seit Beginn des Krieges“, um die Engländer nicht durch zu hohe Verlustziffern erschrecken zu müssen. Und jetzt rückt man noch damit heraus, daß die„Spisode“ von Dünkirchen dabei einfach außer Ansatz blieb. Ein treffendes Beispiel Churchillscher künste, wenn es sich um die Venschleierung von Schiffsverkusten handelt, in der er der alte Meister geblieber,„.„„" Jan Eimmt Ep.— Cntnis Mit Schmunzeln aber nimmt man zur Kenntnis, daß aus dem„siegreichen Rückzug“ von Dünkirchen in diesem Zusammenhang eine„Evisode“ wird, Ebenso wie der Generallügner nun die riesigen Schiffsverluste bei dieser„Episode“ verschweigt, so frisiert er auch seine übrigen Zugeständnisse; denn die Wirklichkeit zu hören wäre für England eine Katastrophe. Einen neuen eindeutigen Beweis der Unzuverlässigkeit amtlicher britischer Mitteilungen liefert auch eine „Berichtigung“ der Verluste in der Woche, die mit dem 1. Dezember endete. Die Admiralität gibt diese„Berichtigung“ erst in der Nacht zum 18. Dezember, also nach reichlicher Ueberlegungszeit und nachdem sich gewiß die Unmöglichkeit herausgestellt hatte, den Untergang einiger Schiffe zu verheimlichen. Jetzt wird bekanntgegeben, daß die Einbuße jener Woche 81 658 BRT. und nicht 52229 BRT., wie seinerzeit gemeldet, betragen habe. Man songliert hier also mit rund 30000 BRT., was nach den Londoner Meldungen etwa dem „normalen“ Wochenverlust gleichkommt, den Churchill zuzugeben gestattete. Solche„Differenzen“ in amtlichen Berichten, nach so langer Zeit erst„entdeckt“, lassen die ganze Verlogenheit englischer Auslassungen erkennen...„ A In, H7 EE VATafungen CchatDie Verlogenheit der englischen Auslassungen scheint man auch in den Vereinigten Staaten von Nordamerika erkannt zu haben. Im„Newyork Journal American“ schreibt nämlich Mallon, die Berichte über englische Tonnageverluste seien unklar, doch besitze die USA.=Regierung jetzt glaubwürdige, genaue Ziffern., Diese bewiesen, daß die deutschen Angriffe Ende Juni ernst geworden seien und Ende September kritisch zu werden drohten. Die gegenwärtige Lage sei viel ernster geworden als irgendeine andere Phase des Krieges. Die Tatsache, daß die Verluste höher seien als der Ersatz, habe die Engländer stark beunruhigt. Jetzt, da die englischen Schiffswerften dauernd Bombenangriffen ausgesetzt seien, könne Englands Lage leicht verzweifelt werden. Immer weitere Versenkungen Daß die Versenkungen trotz Winterstürme, Nebel und langen Nächten immer weitergehen, beweisen nachstehende Meldungen aus Newyork: Mackay Radio fing einen Funkspruch des holländischen Tankschiffes„Pendrecht“ auf, wonach das Schiff 850 Meilen weitlich der nördlichsten Spitze Schottlands durch ein=Boot torpediert worden ist. Der Tanker„Pendrecht“ ist eines der modernsten Tankschiffe. Er wurde im Jahre 1939 in Dienst gestellt und hat 10746 BRT.„ I. gen#. Zwei Stunden nach Erhalt des Funkspruchs des für England fahrenden holländischen Tankschiffes„Pendrecht“ fing Mackay Radio einen weiteren SOS=Ruf auf. Er wurde ausgesandt von dem gleichfalls in englischen Diensten fahrenden norwegischen Tankschiff„Dalfonn“. Das Schiff ist 9860 BRT groß. Es teilte mit, daß es von einem=Boot angegriffen werde. Newyorker Schiffahrtskreise erklären einer Meldung der Associgted Preß zufolge, daß der 7555 BRT. große belgische Dampfer„Ville, d Arlon“, der frühere Armeetransporter„Cambrai“, der im Solde Englands fuhr, überfällig sei und als verloren betrachtet werden müsse. Das Schiff, das normalerweise eine Besatzung von 80 Mann hat, verließ Newyork am 15. November. Die„Ville'Arlon“ ist eines der acht Schiffe, die die USA, an eine Antwerpener Gesellschaft im Februar verkauften, nachdem das Neutralitätsgesetz die ameriknischen Schiffe aus den Gewässern der Kriegführenden verbannte. Fünf von diesen acht Schiffen sind gesunken, darunter auch der frühere„President Harding“. Der Führer gab die Parole 5000 Offizieranwärter beim Appell im Sportpalast dnb Berlin, 18. Dezember. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht sprach heute mittag im Sportpalast zu 5000 Offizieranwärtern des Heeres und der Luftwaffe sowie Junkern der Waffen=ff, die vor ihrer Beförderung zum Offizier stehen und nun nach Abschluß ihrer Ausbildung wieder zu ihren Feldtruppenteilen gehen. In einer packenden und mitreißenden Ansprache gab der Führer den jungen Soldaten die Parole für ihre spätere Aufgabe als Vorgesetzte in der nationalsozialistischen Wehrmacht und die Ausrichtung ihres Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generalfeldmarschall von Brauchitsch, ließ den Appell in einem von den Offizieranwärtern begeistert aufgenommenen Treuegelöbnis und Sieg=Heil auf den Führer und Obersten Befehlshaber ausklingen. Weibnachtsschiff für unsere Soldaten in Norwegen Oslo, 18. Dezember. In Oslo traf am Mittwoch ein Weihnachtsschiff für die deutschen Soldaten in Norwegen ein. Zur feitlichen Begrüßung waren Abordnungen der Wehrmachtteile, der Waffen=H und der Polizei am Kai angetreten. Nachdem der Kapitän des Weihnachtsschiffes die Ankunft gemeldet hatte, nahm Reichskommissar Terboven das Wort zu einer Begrüßungsansprache. Dieser Gruß aus der Heimat zeige erneut, wie die Heimat dem deutschen Soldaten in Norwegen in ganz betätiger Liebe und Fürsorge verbunden sei. Diese Weihnachtsgaben seien zusammengekommen aus allen Teilen des Reiches. Alle Gaue Deutschlands seien bestrebt gewesen, ihr Bestes zu geben. Die Gabe habe in kürzester Frist organisiert, zusammengetragen und auf den Weg gebracht werden können, weil sich Reichsminister Dr. Goebbels der Verwirklichung dieser Sonderaktion mit größtem Interesse angenommen habe. Anschließend an die Uebergabe des Inhalts des Weihnachtsschiffes durch Reichskommissar, Texboven an Generaloberst von Falkenhorst dankte der Wehrmachtbefehlshaber Norwegen für die Uebersendung mit einer Ansprache, in der er abschließend auf die unbedingte Siegeszurersicht der deutschen Soldaten und des ganzen deutschen Volkes hinwies. Bei dieser zweiten Kriegsweihnacht sei die Zupersicht auf den Endsieg noch stärker als im vorigen Jahre, denn stolzeste Siege seien geerntet worden: Glaube und Handeln sei die Varole für das neue Jahr. Deutschlands Führungsanspruch Peruanische Wochenschrift: Germanischer Einfluß seit über 15 Jahrhunderten in Eurova vorherrschend Lima, 18. Dezember. Die bekannte in Lima erscheinende Wochenzeitschrift „Cascabel" beschäftigt sich in einem Leitattikel unter der Ueberschrift:„Was Europa nicht vergessen kann“ mit Deutschlands Anspruch auf Europa. In einer eindrucksvollen historischen Untersuchung stellt der Leitartikel fest, daß der germanische Einfluß kulturell, wirtschaftlich und politisch=militärisch, seit über 15 Jahrhundesten in Europa vorherrscht. Der Artikel schließt, mit den Worten, es sei töricht, Deutschlands Recht auf Führung in Europa abzustreiten. Der kommende Frieden könne kein einfaches diplomatisches Geschäft sein, sondern müsse das Ergebnis geographischer, rassischer, wirtschaftlicher und kultureller Wirklichkeiten werden. Kriegsgroßgewinnler Berlin, 18. Dezember. Von unserer Berliner Schriftleitung Recht spät beschäftigt sich der Londoner„Daily Herald“ in einem Leitartikel mit den ungeheuren Gewinnen der britischen Großrüstungsgktipnäre. Anlaß hierfür ist die englische Finanzpolitik. Das. Blau unterstreicht ironisch die Aufforderung des britischen Schatzkanzlers an die kleinen Sparer, ihre Anstrengungen zu verdoppeln, und meint, eine solche Aufforderung müsse an jeden gerichtet werden. Aber die britische Regierung lasse„die großen Fische aus dem Netz schlüpfen“. Das englische Linksblatt erinnert in diesem Zusammenhang an jenes im April im Parlament eingebra Gesetz, wonach die Dividenden auf den Stand vor dem Kriege beschränkt werden sollten, ein Gesetz, das aber im Parlament aus begreiflichen Gründen nicht durchkam. Ueber die Gründe der Ablehnung schweigt sich der „Daily Herald“ aus. Das kann nicht verwundern, wenn man erfährt, daß im britischen Unterhaus 181 Abgeordnete in Aufsichtsrats=, Direktorposten von Schifffahrtsgesellschaften. Handelsgesellschaften, Banken und Industrie=Unternehmungen sitzen, deren Zahl mit(00 nicht hoch veranschlagt ist. Da auch der„Daily Herald“ dem parlamentarischen System verhaftet ist, verschweigt er diese Tatsache. Um so mehr ist es jedoch anzuertennen, daß sich das Blatt mit den Dividenden der englischen Rüstungsindustrie beschäftigt und einige Beispiele als Beweise aufführt. Danach hat die Gesellschaft Dennis Brothers ihre Dividende auf 133½ Prozent, die bekannte Flugzeugfirma Handley Page auf 44,8, die Firma Raleigh Cyele auf 25 Prozent erhöht. Von den bekannten Firmen haben weiter namhafte Erhöhungen der Kriegsdividende vorgenommen: B. F.., Assoeiated Equipment, A. C. Cossor, die Großfirma Neepsend Steel, die Stahlwerke von Brown Bayley, die Betriebe Isaak Holden. Josuha Hoyle, die P. and O. Dampfschiffahrtsgesellschaft, Thomas Ward und Harrison and Croßfield. Die Dividendenerhöbungen, dieser Firmen hielten sich in den„bescheidenen“ Grenzen bis zu 50 Prozent. Diese Aufzählung des englischen Blattes ist lückenhaft. Der„Daily Herald“ selbst gibt dies zu, indem er feststellt, daß ihr noch„ein ganzer Schwarm“ anderer Firmen beigefügt werden könnte. Für uns ist es von besonderem Interesse, das von einem Blatt bestätigt zu lesen, was wir immer behaupteten, was aber immer wieder vom englischen Agitgtionsapparat bestritten wurde. Hier haben wir, also schwarz auf weiß den Beweis, wer am Krieg gewinnen wollte, und wer zu diesem Zweck den Krieg herausAlls Adolf Hitler in seiner letzten Rede vor den deutschen Rüstungsarbeitern den Nachweis führte, daß einzig und allein die plutokratischen Rüstungsmagnaten auch diesen Krieg wie jeden früheren wünschten, um an ihm verdienen zu können, erhob sich in den plutodemokratischen Lagern ein Sturm der Entrüstung. Pas der Führer am 10. Dezember in einem Berliner Nüstungsbetrieb von Dividendenziffern der englischen Rüstungsindustrie mitteilte, wird also heute vom„Daily Herald nur befätgt. g4uue,.kesteiblatesDie Erkenntnis des Londoner„Arbeiterblattes“ kommt nicht von ungefähr. Es ist reichlich Anlaß für die Annahme gegeben, daß auch dieses Blatt auf höhere Weisung hin sich zu den kritischen Aeußerungen nur aufschwang, um dem englischen Volk das beruhigende Gefühl von Meinungsfreiheit zu geben, im übrigen aber gleichzeitig ihm das Recht jeder weiteren Kritik zu nehmen. In England durfte der„Daily Herald“ mit Genehmigung der Regierung sich zu einer Kritik aufschwingen, in Deutschland trat der verantwortliche Führer auf und brandmarkte öffentlich die hlutige Dibidendenrechnung der privatkapitalistischen Rüstungsindustrie Englands. „Diese englischen Kapitglisten;, so stellte der Führer damals fest,„haben die Möglichkeit, um nur ein Beispiel zu nennen, aus ihrer Rüstungsindustrie 76, 80, 95, 140, 160 Prozent Dividende einzustreichen. Ja natürlich, sie sagen:„Wenn diese deutschen Methoden um sich greifen oder gar siegen, hört das auf.“ Da hahen sie vollkommen recht. Das würde ich nicht dulden. zich Wetler=Womden auf Engians London, Birmingham und andere kriegswichtige Ziele in den Midlands angegriffen— Nachtjäger schossen zwei britische Flugzeuge ab die dnd Berlin, 18. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Kampfflugzeuge griffen in der Nacht zum 17. Dezember Birmingham. London und andere kriegswichtige Ziele in den Midlands erfolgreich mit Bomben an. An verschiedenen Stellen konnten Brände und Explosionen beobachtet werden. 4 Sstsse Infolge der Wetterlage beschränkte sich die Tätigkeit der Luftwaffe im Lause des Tages auf Aufklärung. In Sheffield wurden ein noch immer brennendes Stadtviertel und andere einzelne Brandherde festgeEinige britische Flugzeuge warken in der Nacht zum 18. Dezember in Südwestdeutschland, Bomben. An zwei Orten wurde geringer Gebäude= und Brandschaden verurfeght.„## Smnt ame Geinslich. Nachtjäger schossen im Luftkampf zwei feindliche Flugzeuge ab. Ein britisches Flugzeug wurde durch Flakartillerie zum Absturz gebracht. Auswirkungen unserer Luftangriffe Starker Menscheneinsatz im Londoner Rettungswesen Berufsfeuerwehren verzehnfacht Genf, 18, Dezember. Der Vorsitzende des Londoner Grafschaftsrates, Emil Davies, gab vor der Londoner Presse Erklärungen über den Einsatz von Kräften der Stadt= und Bezirksverwaltung zur Bekämpfung der Luftkriegsschaden in London ab. Danach stehen im Dienste Londons an Aufräumungsmannschaften insgesamt 18 250 Mann. Gearbeitet werde in Zwölfstundenschichten, so daß ständig die Hälfte der Zahl mit Rettungs= und Raumungsarbeiten beschäftigt sei. Das Londoner Rettungswesen habe vor den regelmäßigen Luftangriffen 400 Angestellte beschäftigt, sei heute aber schon auf 10 000 Männer und Frauen ausgedehnt. Die Londoner Berufsfeuerwehr von 3000 Mann sei im Verlauf des Luftkrieges auf 30.000 angewachsen. Da in England schon beträchtlicher Mangel an technischen Geräten herrsche, habe man eine Menge mechanischer Einrichtungen für Räumungsarbeiten in den USA, erwerben müssen.. 96g.##an in Jv., Sentisten u Schon diese Ziffern zeigen in aller Deutlichkeit den vollen Umfang der Auswirkungen der deutschen Luftangriffe, obgleich auch hier die sogenannten amtlichen Zahlenangaben zurechtfrisiert sein dürften. Su. an allen Fronten— Zwiegespräch im Kundfunk Der deutsche Rundfunk Aberträgt am 19. Dezember im Reichs=Zeitgeschehen in der Zeit von 18.30 bis 19 Uhr ein Gespräch des Ebeis des Haubtamtes,„Führugs in der Obersien ST.=Führung,„Sel.=Ohergruvgensübrars.„Itiuet,#lt dem bekannten Rundsunksprecher Rolf Wernicke über den Kriegseinsatz der SA. sie vollkommen recht. Das würde ich nicht dulden. glaube, daß 6 Prozent genügend sind, aber von diesen 6 Prozent nehmen wir auch wieder die Hälfte nieg, und von dem Rest müssen wir den Nachweis erhalten, daß das wieder im Interesse der Volksgemeinschaft angelegt wird. Das heißt also: Der einzelne hat nicht das Recht, vollkommen frei über das zu verfügen, was im Interesse der Volksgemeinschaft angelegt werden muß. Wenn er persönlich darüber vernünftig verfügt, ist es gut, wenn er nicht vernünftig verfügt, dann greift der nationalsozialistische Staat ein.“ So dokumentiert sich der Unterschied zwischen der zweckpolitischen Aeußerung irgendeines englischen Blattes und der fundamentalen Auffassung des deutschen Sozialismus. In London eine leicht hingeworfene Kritik mit irgendwelchen. Ziffern, die sicherlich sogar den meisten Engländern bekannt sind, ohne daß eine Aenderung dieses beschämenden privatkapitalistischen Wirtschaftsprinzips erfolgt oder in absehbaxer Zeit erfolgen könnte! In Deutschland vollzogene Tatsachen! Ein wirtschaftlicher Staatsgrundsatz, der bereits nach noch nicht acht Jahren liberalistische Begriffe ausgeräumt hat, und heute im Krieg den alten Satz über den Haufen rennt, als ob das Volk für die Wirtschaft und die Wirtschaft für das Kapital geschaffen sei...## 2 Dieser uns aufgezwungene Krieg wird, wie abch immer Schläge und Rückschläge aussehen mögen, die revolutionäre Erkenntnis des Nationalsozialismus erhärten: Das Primäre ist das Volk. Schweizer protest in London Basel trotz vollkommener Sicht bombardiert Gern. id. Osenben. Das Eidgenössische Politische Departement teilt mit: „Nachdem die Untersuchung die britische Nationalität der Flugzeuge, welche das Gebiet von Basel unter Verletzung der schweizerischen Neutralität überflogen haben. sowie die britische Herkunft der auf den Sbb=Bahnhof von Basel und die benachbarten Stadtviertel abgeworfenen Bomben ergeben hat, ist die Schweizer Gesandtschaft in London beauftragt worden, gegen die neue Bombardierung einer Schweizer Stadt einen um so strengeren Protest zu erheben, als der Vollmond und der Schnee eine vollkommene Sicht gewährten und den Piloten gestatteten, sich zu orientieren. Die Gesandtschaft wird die vollständige Wiedergutmachung der Schöden verlangen und erneut darauf drängen, daß alle Maßnahmen ergriffen werden, um die Wiederholung dieser Zwischenfälle zu verhindern.“ — heute Der entscheidende Wandel— Notwendiger zusätzlicher Lebensraum Einem Artikel von Dr. J. H. Krumhach, dem Leiter der Hauptabteilung VI des Kolonial= politischen Amtes der NSDAP., in der Nationalsozialistischen Partei=Korrespondenz entnehmen wir die folgenden Ausführungen: Wenn man heute von„Kolonien“ spricht, so verbindet man mit diesem Wort vielfach Anschauungen, die einer Zeit und einem System völlig überholter Weltverteilung entstammen. Die Aufteilung der Räume der Welt, wie sie im Laufe der Jahrhunderte bis zum Weltkrieg und dann weiterhin durch das Diktat von Versailles geschah, hat sich als unhaltbar erwiesen. Die Verteilung der auf der Erde vorhandenen Raumreserven nach Lage und Wert ging nach Maßstähen vor sich, die heute keine Geltung mehr haben. Das System, das eine solche Verteilung vornahm und auch für die Art bestimmend war, in der man die dem Staatsraum hinzugefügten Gebiete in Uebersee verwaltete und ausbeutete, entspricht Anschauungen und Verhältnissen, die längst nicht mehr bestehen. „Kolonien“, nannte man die dem staatlichen Hoheitsgebiet in Uebersee hinzugefügten Räume und entnahm damit der lateinischen Sprache ein Wort, ohne seinen eigentlichen Sinn zu erfassen und mit zu übernehmen. Denn colere heißt:„den Boden bebauen“.„Colonia“ nannte das Altertum neue Siedlungen, die für die vermehrte Menschenzahl durch Ausweitung der Bodenbearbeitung gewonnen worden waren. Die sich vergrößernde Menge der Menschen schuf neue Siedlungs= und Arbeitsmöglichkeiten, eben „Kolonien", und brachte mit diesem Wort das Abhängigkeitsverhältnis der Menschen vom Boden richtig zum Ausdruck. Nach der Entdeckung der„Neuen Welt", seit dem fünfzehnten Jahrhundert, bezeichnete man aber auch alles das, was man willkurlich an Raum dem eigenen Machtbereich hinzufügte, als„Kolonien". Da in diesen Zeiten kein fühlbarer Raummangel vorlag, konnten die neuen Länder auch nicht in ein natürliches Verhältnis zu den Wirtschaftsbedürfnissen des Mutterlandes und seiner Menschen gebracht werden, wie die durch Erweiterung des Ackerbaues gegründeten Kolonien. Die neuentdeckten und eroberten Gebiete waren Ueberfluß an Land. Damit aber war der eigentliche Sinn des„Kolonisierens", des„Bodenbebauens“, schon verloren. Es galt nicht, das gewonnene Land nun zu bearbeiten, zu pflegen und zu fördern. Man beutete es lediglich aus, allein nach dem Gesichtspunkt des schnellsten und reichsten Gewinnes. Alles wurde genommen, was Wert hatte oder Gewinn einbrachte: das Gold wie der Mensch, Tiere und Pflanzen, das Land selbst als Stützpunkt für Seefahrt und Seeraub oder willkommene Quelle für Steuer= und Zollerhebungen. Zielund planlos wurde geraubt,„kotonisiert", ohne daran zu denken, daß auch das reichste Land auf diese Weise ausgeschöpft und auf die Dauer geschädigt werden mußte. Der augenblickliche Gewinn aus einer solchen Kolonialpolitik kam aber nur den Herrschenden und ihrer Macht zugute. Auf die Gesamtheit ihrer Völker blieb es ohne jede Wirkung. Wenn wir heute angetreten sind, um mit der Waffe in der Hand die sinnwidrige und rechtswidrige Verteilung der Reserveräume der Welt nach„Alleshabenden" und„Habenichtsen" zu beenden, so müssen wir uns darüber klar sein, daß wir vor allem auch den Sinn des„Kolonisierens" wieder richtigstellen müssen. Denn eine gerechte Verteilung des Erdraumes kann nur auf Grund eines durch die Tat berechtigten Begriffes„Kolonie" vor sich gehen.„Kolonie" soll nicht mehr ein Raum zur Ausnutzung und Ausbeutung für wenige sein, kein Gebiet mehr zur Sicherung von Machtansprüchen— der Boden soll wieder seiner natürlichen Bestimmung dienen: durch seine Gesamtnutzung den Lebensstandard der Gesamtheit eines Volkes sicherzustellen. Es ist kein Zufall, daß der heute noch vielfach vertretene Begriff von„Kolonie" oder„Kolonisatkon" im Sinne des Länder= und Werteraffens britischer Herkunft ist. Großbritannien ist das klassische Land einer solch ausbeuterischen Kolonisationsmethode durch Jahrhunderte bis heute. Es hat sie recht eigentlich gegründet und ist seine Vertreterin durch Macht und Idee. So verdanken wir dem hervorragenden Vorkämpfer schrankenkosen Raumerwerbs und schonungslosester Ausbeutung, dem Briten Cecil Rhodes, die treffendste Bestimmung des Begriffes einer Kolonisation, wie sie nicht sein soll und wie sie heute nicht mehr sein kann. Rhodes meint:„Kolonisation, kurz gesagt, ist die feste Begundung unseres Imperiums... Nachdem ich die Geschichte anderer Völker gelesen hatte, sah ich, daß Ausbeutung alles war, und daß es, da die Oberfläche der Welt begrenzt ist, das große Ziel der Menschheit sein sollte, so viel wie nur moglich von der Welt in Besitz zu nehmen.“ Dieser so ausgedrückte Bedeutungswandel des„colere" ist kennzeichnend für die Methoden, die dem„Zeitalter der Entdeckungen“ folgten und die bis in die heutige Zeit von England und seinen Vasallen betrieben wurden. Länder beherrschen und ausbeuten und damit andere direkt und indirekt von sich abhängig machen und erhalten, ist das Gegenteil von Kolonisation, ist das Gegenteil von einer gesunden Raumordnung, die ein gut ausgewogenes Verhältnis von Mensch und Raum zur Voraussetzung und Begrundung hat. Wir verstehen heute unter„Kolonien“. über den völkisch begrenzten Staatsraum hinausgehenden zusätzlichen Lebensraum, der notwendig ist, um die Zahl und Tuchtigkeit der Menschen eines Volkes in ein ihrem Lebensstandard entsprechendes, auskömmliches Verhältnis zum Raum zu setzen. Die Größe dieses zusätzlichen Lebensraumes wird bestimmt von der Lage und der Güte dieses Gebietes sowie den berechtigten Bedürfnissen des Volkes, dem es gehört. Wir kämpfen heute um eine neue Epoche kolonialer Politik: für eine sinn= und planvolle Verteilung und Entwicklung der natürlichen Reserveräume auf dieser Welt. Raum und Volkszahl müssen in einem solchen Verhältnis zueinander stehen, daß das Leben jedes einzelnen gesichert ist. Größe und Güte des Raumes müssen der Zahl und der Art der Menschen, die in ihm leben, entsprechen. Starke Völker werden immer den Raum finden, der notwendig ist, die Zahl ihrer Menschen so leben zu lassen, wie es ihnen zukommt, wie es eben die Höhe ihres Lebensstandards bestimmt. Der Führer sagt zu Deutschlands Raumnot: „Mit einer geistlosen Aufteilung der Welt in Besitzende und Habenichtse wird dieses Problem aber genau so wenig gelöst oder abgetan, wie man auch die inneren sozialen Probleme der Völker nicht einfach durch mehr oder weniger witzige Phrasen zu erledigen vermag! Im Laufe der Jahntausende erfolgte die Durchsetzung der Lebensansprüche der Völker durch die von ihnen ausgehende Gewalt." Die Hohe des Lebensstandards ist der beste Gradmesser für die machtmäßige und politische Stellung eines Volkes nach innen und außen. Ihm entsprechen in gewissen Maßen seine kulturelle, vor allem aber seine zivilisatorische Höhe. Das beweist wiederum daß ganz zuerst Mensch und Raum nach Güte und Größe in einer Abhängigkeit voneinander stehen, die alle anderen Fragen: die der sozialen und wirtschaftlichen Stellung, die der politischen Macht und die der kulturellen Höhe bestimmt. Im Laufe der geschichtlichen Entwicklung, von den Anfangen der Menschheit bis heute, hat sich das Verhältnis von Mensch und Raum in seinem Grundbestand nicht geändert. Viehzüchtende Nomaden strebten mit Gewalt nach neuen Weideplätzen, Ackerbauende Stämme brachten neuen Boden an Stelle des unfruchtbar gewordenen mit Macht in ihre Gewalt. Völker waren gezwungen, durch Auswanderung aus dem Raum oder Krieg mangelnde Lebensgrundlagen auszugleichen. Andere Nationen haben mit Hilfe ihres Könnens, ihrer Industrie, ihrer Technik und Wissenschaft— wie beispielsweise Deutschland im 19. Jahrhundert oder heute durch seinen Vierjahresplan— mangelnde Raumkräfte ersetzt. Immer geht es darum, die Zahl der Menschen zu den vorhandenen Kräften des Raumes in eine erträgliche Beziehung zu setzen. Gewandelt haben sich die Herrschaftsformen im Innern der Völker wie die Verbindungen der Völker untereinander; gewandelt haben sich die Lebensbedürfnisse der Schichten innerhalb der Völker wie der Nationen als Gesamtheit; gewandelt hat sich die unumstößliche Tatsache, daß auch das beste und tüchtigste Volk nur dann sein Leben lebensfähig gestalten kann, wenn ihm eine ausreichende Menge an Raum zur Verfugung steht. Die Normen, die das Verhältnis von Mensch und Raum im Verlauf der Geschichte geschaffen hat, wurden völlig umgeworfen, als nach dem Zeitalter der Entdeckungen die neuen Weltteile einem völlig sinnwidrigen System der Aufteilung und Ausbeutung anheimfielen. Einer gesunden und gerechten Verteilung der gewaltigen Flächen stand das machtmäßige und politische Verhalten entgegen. Man mußte den Weg der technischen und industriellen Aushilfe gehen. Die Reumbesitzer aber behielten ihre Lander, um sie nunmehr zunachst als Absatzgebiet und dann als Rohstoffliefe= rant zu verwerten. So kam neben der starken Bevölkerungssteigerung eine gewaltige Ausweitung der Bedürfnisse. Diese wirkte sich in einer sehr weitgehenden Ausbreitung des Wirtschaftens auf bis dahin nicht knapp gewesene Rohstoffe aus, und so führte auch der industrielle Ausweg wieder auf den Raum zurück. In einer Zeit also, in der man normalerweise zur Neugestaltung des Verhältnisses von Mensch und Raum gemaß der völlig veränderten Menschenzahlen und Raummengen hätte schreiten sollen, wurde ein Ausweg gefunden, der als„Weltwirtschaft" die Völker in ein sehr ungleiches, jedoch zunächst tatsächlich bestehendes Abhängigkeitsverhältnis brachte. Die die Raumnot allmählich aufhebende Industrialisierung und die damit gegebene weltwirtschaftliche Verflechtung ließen die Völker übersehen, daß sie schließlich doch auf den eigenen Besitz an Raum angewiesen sind. Denn jede Grundlage einer Steigerung der Leistung, also die Voraussetzung von Technik und Industrie, zieht schließlich ihre Mittel aus dem Raum. Technik und Industrie sind nur dann gesichert, wenn ihre Rohstoffe, und zwar der sie liefernde Raum, im staatlichen Machtbereich, also im eigenen Besitz sind. Wer den Raum besitzt, ist der Erste. Das Volk ist das mächtigste und gesichertste, dessen Volkszahl das günstigste Verhältnis zu eigenem Raum und damit Rohstoffen aufweist. Mit den Entwicklungen des 19. Jahrhunderts, das die Zahl der Bevölkerung weit über die Grenzen des bisher zum Leben ausreichenden, staatlich begrenzten Lebensraumes hinauswachsen ließ, bekam der Kolonialbesitz“ eine völlig veranderte Bedeutung. Vom Sinne des Ueberflusses wandelte er sich zum Sinne des lebensnotwendigen Ergänzungsraumes, der für das Volk zu klein gewordenen heimatlichen Raumkraft. Diese Aenderung wurde zunächst nicht anerkannt und ihre Auswirkung nicht durch sofortige zweckdienende Raumausweitung und eine neue Raumordnung ausgeglichen.„„..,.nfan e.. Da das Verhaltnis des Menschen zu seinem Lebensraum in erster Linie seine soziale und wirtschaftliche Stellung bestimmt, so kam mit der eintretenden Raumverknappung ganz folgerichtig, nicht etwa nur infolge der Industrialisierung, die soziale Frage in den Vordergrund. Diese Sozialfrage ergab sich aus dem zu klein werdenden Raum und der dadurch bedingten Wirkung auf die Lebenshaltung. Die zutage tretenden Folgerungen, wie die Abwanderung der Menschen von der Landwirtschaft in die Industrie, vom Lande in die Stadt, die neuen Lebensbedingungen von Stadt und Fabrik, sind erst Folgeerscheinungen der aus dem Gleichgewicht gebrachten natürlichen Zuordnung des Menschen zu seinem Raum. Durch dieses Auftreten der Sozialfrage machten sich in allen Völkern, die von der plötzlich einsetzenden Raumnot betroffen wurden, tiefgehende, machtmäßige und politische Erschütterungen bemerkbar, sei es durch Revolutionen oder andere innerstaatliche Erscheinungen. Diese sind eine selbstverständliche Folge der einsetzenden, durch die Raumnot bedingten Veränderungen. Die vollige Neuformung der sozialen und der wirtschaftlichen Bedingungen und ihre Einwirkung auf die politische Haltung brachte als drittes im Gefolge eine wesentliche Aenderung des kulturellen, besonders aber des zivilisatorischen Lebensgesichtes der Völker. Insgesamt drängte somit alles den weitblickenden Staatsmann neben einer sofortigen Lösung akut auftretenter Sozialfragen zu einer Wiederherstellung der natürlichen Raumgrundlage als Voraussetzung einer geordneten Lebenshaltung des Sottes... ist im Grusnd; nichts anbeus## Die Sozialfrage int im Grunde nichts anderes als die Sicherstellung des dem Volke eigentümlichen Lebensstandards, und zwar für die Allgemeinheit. Und diese Sicherstellung laßt sich grundlegend nur erreichen bei einem nicht gestörten Verhältnis von Mensch zu Raum. Man kann keine Raumverteilung aufrechterhalten, die einem längst überholten Raum= und Bevölterungsstand entspricht, die aber nicht der Steigerung der Menschenzahl und ihrer Leistungen gerecht wird. Neuerungen auf jedem Gebiet, wie das 19. und 20. Jahrhundert sie brachten, bedingen auch eine Neuregelung des Verhältnisses Mensch und Raum. Es ist unsinnig, soziale und politische Verhältnisse aufrechterhalten zu wollen, die einer Zeit entsprechen, in der ein Volk allein durch Ackerbau und Viehzucht seinen Lebensstandard aufrechterhält..1.—grhernig, Man muß umlernen auf die Erfordernisse der neuen Zeit. Diese bat ihre Größe nicht zuletzt daher, daß sie von Männern gestaltet wird die diese Erfordernisse klar erkennen und die an die Stelle überholter Begriffe und Zustände wie Imperialismus und Kapitalismus eine neue Raumordnung und damit eine neue Sozialordnung setzen. Kolonien sind heute nicht mehr kavitalistische und imperialistische Domänen, sondern der notwendige zusätzliche Lebensraum einer ihren Qualitaten entsprechenden und ihrem Lebensstandard nach lebenden Volksgemeinschaft. Heinsbruu in=Verruftiralußi nach vor Bardia torpedierte englische Kreuzer gesunken— Port Sudan wirkungsvoll bombardiert— 23 feindliche Flugzeuge vernichtet dnb Rom, 18. Dezember. Eine unserer Bomberformationen hat einen erfolgitglienische Wehrmachtbericht vam Mittmoch hat reichen Nachtangriff auf die Hafenanlagen und die Der naghentsche Wehrmuchwericht vom wenndocz Vr: Oellager von Port„Sudan durchgeführt. Auf dem folgenden Wortlaut:. Rückflug„mußte infolge des schlechten Wetters eines „Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: unserer Flugzeuge auf feindlichem Gebiet landen. Es Im Grenzgebiet der Cyrenaika haben die seind= gelang ihm jedoch später, wieder zu starten und unverlichen Truppen infolge der erlittenen Verluste an sehrt zu seinem Stützpunkt zurückzukehren. Menschen und Material am gestrigen neunten Tage Weitere Vombenangriffe wurden von unseren Abder großen Schlacht, ihren Druck verringert. Unsere teilungen auf den Bahnhof von Ghedaref und die VerArtillerie hat feindliche motorisierte Abteilungen be= teidigungsstellungen von Otrub und den Reganberg schossen, während unsere Luftstreitkräfte die entfern= durchgeführt. Im Verlaufe des Tages haben Bomberteren Panzereinheiten mit Bomben belegten. Der ge= formationen in aufeinanderfolgenden Wellen einen mäß dem gestrigen Wehrmachtbericht vor Bardia torpe Angriff auf den Luftstützpunkt, den Hafen und das dierte feindliche Kreuzer ist, wie beobachtet wurde, gekentert und gesunken. Das erfolgreiche Torpedoflugzeug stand unter dem Befehl von Hauptmann Croß und Oberleutnant Bareani, Beobachter waren die Oberleutnante z. S. Marazio und Riva. Unsere Flugzeuge haben englische Kriegsschiffe, die sich vor Bardia zeigten, mit Bomben belegt. Feindliche Jäger versuchten, den Angriff unserer Bomber zu vereiteln, die einen Gloster abschossen. Unsere die Bomber begleitenden Jägerformationen haben im Kampf mit den feindlichen Jagdflugzeugen eine Hurricane abgeschossen. Eines unserer Jagdflugzeuge ist nicht zurückgekehrt. Von den fünf eigenen Flugzeugen, die im gestrigen Wehrmachtbericht als verloren gemeldet waren, sind zwei zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. Unter den drei als endgültig verloren zu betrachtenden Flugzeugen befindet sich auch das des zweimaligen Atlantikfliegers Oberst Aramu, der sich wiederholt ausgezeichnet hatte und an der Spitze eines Sturms den Angriff geleitet hatte. Am 16. wurden fünf englische Jäger abgeschossen. An der griechischen Front gab es im Abschnitt der XI. Armee heftige Kämpfe. Unsere Jagdformationen haben wirksame MG.=Angriffe auf feindliche Truppenansammlungen durchgeführt. Im Aegäischen Meer haben feindliche Flugzeuge am gestrigen Morgen einige Bomben auf Rhodos und Stampalia geworfen. In Ostafrika haben unsere Fliegerformationen einen Nachtangriff auf die Flugplätze von Erkovit und Sabt el Summit durchgeführt, die in vollster Tätigkeit überrascht wurden. Rund zehn Apparate wurden am Boden mit Sprenggranaten belegt. Oellager von Port Sudan wiederholt. Vier feindliche Flugzeuge wurden mit Sicherheit am Boden zerstört. Die Hafenanlagen und die Oellager wurden in sichtbarer Weise beschädigt. Große Rauchsäulen waren noch aus der Ferne zu sehen. Eine unserer Formationen, die von sieben Jagdflugzeugen angegriffen wurde, hat zwei gegnerische Apparate abgeschossen. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. Bei El Uak hat unsere Luftwaffe feindliche motorisierte Abteilungen mit Bomben und Sprenggranaten belegt. Ein Flugzeug ist nicht zurückgekehrt.“ Treuegelöbnis der italienischen Frauen Kranzniederlegung am„Altar des Vaterlandes“ Rom, 18. Dezember. Mittwoch morgen legten die Vertreterinnen der faschistischen Frauenverbände am„Altar des Vaterlandes“ einen Lorbeerkranz nieder, um die Wiederkehr des Tages zu feiern, an dem sie vor fünf Jahren in freiwilliger Opferbereitschaft ihre Trauringe dem Vaterland darbrachten, das damals von 52 Staaten unter Führung Englands mit der wirtschaftlichen Blockade des Sanktionskrieges belegt wurde. Heute wie damals gelobten die Frauen des faschistischen Italiens an gleicher Weihestätte unverbrüchliche Treue zum Vaterland im Kampf gegen den damaligen wie heutigen britischen Gegner.— Gleichzeitig fanden Kranzniederlegungen in allen Provinzhauptstädten statt. In ganz Italien wurden in den Lazaretten, Krankenhausern und Heilanstalten den Opfern des Krieges von den Frauen Italiens die Geschenke des italienischen Volkes überbracht. Die Wrihnachlsgare ree niiege Ugurt 600000 Kilo Lebkuchen, Spielzeug für 1,5, Wertscheine für 20 Millionen RM. Auch im Kriegsjahr 1940 waltet in diesen Tagen wieder wie in jedem Jahr seit der nationalsozialistischen Machtübernahme ein einzigartiger Weihnachtsmann seines Amtes. Es ist der Weihnachtsmann des Winterhilfswerks, und es ist, wenn man die Fülle der Geschenke und die Zahl der Bescherten betrachtet, der größte Gabenspender, den es jemals irgendwo gegeben hat.-ies—-Ganz-besonders aber gedenkt das Kviegs=WHW. zu dautscho Nalk hat durch das ständig stoigande Syonden= Weihnachten der Kinder der beirenten Samilien. beutsche Volr har durch oas standig steigende Spenvenaufkommen auch in diesem Jahr wieder bekundet, daß es gerade im Kriege die große sozialistische Tatgemeinschaft des WHW. bejaht. Für die Durchführung wurde ergänzend angeordnet, daß vor allem überall da einzusetzen ist, wo wegen des Krieges ein besonderer Notstand besteht. Hierbei werden die Familienangehörigen der Einberufenen besonders berücksichtigt. Der maßgebende Sachbearbeiter in der Dienststelle des Reichsbeauftragten für das WHW. machte der Berliner Börsen=Zeitung" auf Befragen Mitteilungen über die Weihnachtsbescherung des zweiten Kriegs=WHW. Danach sorgen die Gaubeauftragten für das WHW. dafür, daß das Weihnachtsfest als schönstes Fest der deutschen Familie auch im allgemeinen ausschließlich in der Familie gefeiert werden kann. Die Gaben des WHW. zum Weilnachtsfest bestanden in Friedenszeiten in schönen, nützlichen Sachspenden aller Art. Die Bewirtschaftung der Güter des täglichen Bedarfs durch Karten und Bezugscheine hat zur Folge, daß die Betreuten diesmal ihren Weihnachtsanteil in Form von Wertscheinen erhalten, die zu 50 Pf., 1 RM. und 5 RM. ausgegeben werden, und zwar im Einzelfall nach der Kopfzahl der Familie. Auf diese Wertscheine können beim Einzelhandel Nahrungsmittel, Bekleidung und Kohlen im Rahmen der allgemeinen Zuteilung bezogen werden. Die Einzelhändler lösen die Wertscheine bei den Banken gegen Bargeld ein. Um welche Summen es sich dabei handelt, wird daraus deutlich, daß für das ganze Kriegs=WHW. 1940/41 rund 20 Millionen RM. für Wertscheine vorgesehen sind, wobei Weihnachten der eine, der Gedenktag der Machtübernahme, der 80. Januar, der andere Hohepunkt der Verteilung ist. Weihniülchten der Kinder der Verrenten Firmitien. 600 000 Kilogramm Lebkuchen und für fast 1,5 Millionen Reichsmark Spielzeuge sind für die rund zwei Millionen in Betracht kommenden Kinder als Weihnachtsgeschenk des WHW. beschafft worden. Die Ortsbeauftragten werden Lebkuchen und Spielzeug rechtzeitig den Eltern zustellen, damit sie die Gaben am Weihnachtsabend selbst den Kindern überreichen können. Auch den ins Reich heimgekehrten Volksdeutschen aus Bessarabien und Wolhynien usw., soweit sie noch nicht endgültig angesiedelt sind und sich noch in Lagern befinden, wird ein deutsches Weihnachten bereitet. Dabei werden rund 120000 Kinder zusätzlich beschert werden, und zwar gemeinsam mit der Volksdeutschen Mittelstelle vom WHW. Es wurden allein außer den genannten Mengen für diese volksdeutschen Kinder 100•000 Kilogramm Lebkuchen und für etwa 240000 RM. Spielzeug zur Verfügung gestellt. Die NSDAP. hat aber auch, wie wir schon berichteten, dafür gesorgt, daß auch von der Partei aus jeder Soldat und gleichgestellte Einberufene ein Weihnachtspäckchen bekommen wird. Im Auftrag des Stellvertre= ters des Führers hat die NSV. ihre bewährte und erfahrene Organisation in den Dienst der Sache gestellt. Mit Hilfe von Sonderkontingenten wurden die benötigten Gaben zentral eingekauft und gleich von den Lieferanten über die Kreise in die Ortsgruppen geleitet, wo ein eifriges Päckchenpacken erfolgte. So sind viele Millionen von Weihnachtspäckchen der Partei zustande gekommen. Dabei wurden u. a. versandt rund 160 Millionen Rasierklingen, 100 Millionen.i gavetten, 15 Millionen Zigarren, 25 Miltionen Rollen Drops, 8 Millionen Päckchen getrocknete Früchte, 9 Millionen Pakete Lebkuchen und für rund 3 Millionen RM. Bücher und Zeitschriften. Sonderzuteilungen an Lebensmitteln dnb Berlin, 18. Dezember. In nächster Zeit werden auf Anordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft nachstehend aufgeführte Sonderzuteilungen an Lebensmitteln ausgegeben. Die Einzelheiten der Durchführung dieser Sonderzuteilung werden, wie zum Teil bereits erfolgt, örtlich von den Ernährungsämtern bekanntgegeben.„. 18 Ssamb. 1. In der Zeit vom 16. Dezember d. J. bis 9. März 1941 werden dreimal je 250 Gramm Hülsenfrüchte, insgesamt also 750 Gramm, je Kopf der Versorgungsberechtigten zur Verteilung gelangen. 2. In der Zeit vom 13. Januar 1941 bis 4. Mai 1941 werden für die Versorgungsberechtigten viermal für je vier Wochen je 125 Gramm Reis als Sonderzuteilung ausgegeben werden. 3. In der Zuteilungsperiode vom 16. De zember 1940 bis 12. Januar 1941 werden je Kopf der Bevölkerung 500 Gramm Zucker als Sonderzuteilung gewährt. 4. Die Marmeladeration wird vom 18. Januar 1941 an bis auf weiteres um 100 Gzamm für je vier Wochen je Kopf der Bevölkerung erhöht. Die Marmeladeration wird von diesem Zeitpunkt an je Kopf der Bevölkerung für vier Wochen also nicht mehr 600 Gramm, sondern 700 Gramm betragen. 5. Die Zuteilung von Bohnenkaffee, mit der Ende Oktober bzw. Anfang November begonnen wurde, wird bis zum März 1941 fortgesetzt werden. 6. In der Zeit nach dem 20. Januar 194! wird für Personen über 18 Jahre die einmalige Möglichkeit geschaffen, an Stelle von 125 Gramm Kaffee=Ersatz 25 Gramm Tee zu beziehen. Kriegsgefangenenpost Das Rote Kreuz bemüht sich um raschere Beförderung über Portugal Genf, 18. Dezember. Um eine raschere Beförderung der Briefe und Paketsendungen an deutsche Kriegsgefangene in England und den Dominien oder umgekehrt an britische Gefangene in Deutschland zu erreichen, hat das Internat nale Komitee vom Roten Kreuz Oberst F. Iselin mit einigen Mit bon entsandt. Er soll dort die Möglichkeit einer Beschleunigung des Verkehrs zwischen der Schweiz und Portugal prüfen. Bekanntlich sind in den Postverbindungen zwischen den beiden Ländern wegen der Benzinknappheit und der Ueberlastung der Bahnlinien große Verzögerungen eingetreten. Hirnverbranntes Schauermärchen des Londoner Rundfunks— Die deutschen Erfolge auf Rauschgiftwirkungen zurückgeführt Genf, 18. Dezember. Der Londoner Rundfunk setzt seinen Horern ein neues Schauermärchen vor, das die seitherigen Erfolge der deutschen Wehrmacht erklärlich machen soll. Hiernach werden die Truppen mit verschiedenen Arten von Rauschgift versehen; daß die englische Expeditionsarmee in Flandern vernichtend geschlagen und übers Meer verjagt wurde, ist nur auf ein Zaubermittel zurückzuführen; denn„durch Rauschgift wurden die deutschen Panzerdivisionen in Frankreich dazu gebracht, daß sie mit einer Sicherheit wie im Schlaf ihren Weg gingen: Aber der an groben Unfug grenzende Unsinn wird noch überboten durch die Darstellung, wie angeblich die deutschen Piloten vor ihrem Einsatz gegen England innerlich behandelt werden. Zunächst erhalten sie eine Dosis Pervitin. Dieses„Rauschgift“ steigert die Reaktionsfähigkeit, die Beweglichkeit des Geistes und des Körpers um das Dreifache. Hiermit will man, nach dem Londoner. Rundfunk, verhüten, daß die Flugzeugbesatzungen während der Bombenangriffe einschlafen. Damit sie aber durch das Pervitin nicht zu übermütig und leichtsinnig werden, erhalten sie gleichzeitig eine Dose Sedormit. Dies ist wiederum eine Art Schlafmittel, und der Londoner Rundfunk stellt fest, daß die beiden Mittel„sich gegenseitig aufheben". Allerdings meint er, die Piloten mußten auf Grund der Pillen früher zu den Sauerstoffapparaten greifen, auch könnten sie sich leichter erkälten, wenn sie wieder den Apparat abnehmen. Im ganzen gesehen, sei die Wirkung somit schädlich und die Engländer könnten guten Mutes sein, daß die Anwendung von Rauschgiften allmählich zu einer Schwächung der Angriffskraft der deutschen Luftwaffe führen würde. Nach diesen geradezu hirnverbrannten Darlegungen bleibt nur noch zu untersuchen, was wohl der Sprecher zu sich genommen haben mag, um sich in einen Geisteszustand zu versetzen, der es ihm ermöglichte, derartige verfrühte Faschingsscherze von sich zu geben. Denn ein normaler Höner kann sich doch wohl auch in England mit dem Rauschgiftschwindel nur angeulkt und angeödet fühlen. Steigende Schwierigkeiten in der englischen Rüstungsproduktion— Mangel an Facharbeitern Berlin, 18. Dezember. Die Tatsache, daß jetzt selbst im englischen Nochrichtendienst und in der englischen Presse in steigendem Maße auf Schwierigkeiten in der englischen Rüstungsproduktion hingewiesen wird, läßt Rückschlüsse darauf zu, wie groß diese Schwierigkeiten tatsachlich schon sein müssen. Als ein besonderes Hemmnis scheint sich die Tatsache zu erweisen, daß es in England an Facharbeitern fehlt. England hat zwar eine Arbeitslosenarmee von immer noch mehr als 800000 Arbeitslosen. Diese Arbeitslosen können aber offenbar nicht für die Rüstungsfertigung eingesetzt werden. Das ist auch erklärlich, da ein großer Teil schon so lange arbeitslos ist, daß er kaum noch als arbeitseinsatzfähig angesprochen werden kann. Es kommt hinzu, daß in steigendem Maße Arbeitskräfte vom englischen Heer abgezogen werden. Der englische Nachrichtendienst klagte daher in diesen Tagen: „Die englische Waffenindustrie hat Mangel an gelernten Arbeitern. Es wird davon gesprochen, daß neue Arbeitev angelernt werden müssen. Anderseits braucht die Armee immer mehr Männer, um für alle Fälle gerüstet zu sein.“ Professor Dubois gestorben Brüssel, 18. Dezember. Am Montag morgen starb auf seinem Landgut bei dem kleinen belgischen Ort Haelem der bekannte Anthropologe Professor Eugene Dubois. Professor Dubois hat sich in der wissenschaftlichen Welt durch die Entdeckung und Beschreibung einer wichtigen Stammform des Menschen, des Pithecanthropus erectus, einen Namen gemacht. Seine grundlegenden Ausgrabungen, die er hauptsächlich auf den holländischen Sunda=Inseln ausführte, fallen in die Jahre 1887 bis 1895. Von 1898 bis 1928 war er Professor der Geologie, Mineralogie und Paläontologie an der Amsterdamer Universität und baute seine Entdeckung aus. Verwaltungsakademie Straßburg eröffnet Im Sängerhaus in Straßburg fand Mittwoch vormittag die feierliche Eröffnung der neu gegründeten Verwaltungsakademte Straßburg durch Reichsminister Dr. Lammers statt, der die Aufgaben der Akademie aufzeigte. Den Festvortrag hielt Professor Dr. von Leers(Berlin) über das Thema„Der geschichtliche Kampf um die deutschen Westlande“. Verlag und Druck: Lauvenmühlen& Dierichs. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs(im Felde). Stellvertretender Hauptschriftleiter: Dr. Josef Schwermann Seite 3 Nr. 300,] Bochumer Anzeiger Donnerstag, 19. Dezember 1940 Wackere Tat eines deutschen Arbeiters! Großbetrieb in allen Geschäften der Stadt. Jeder will noch etwas für den Weihnachtstisch kaufen. „In einem Lederwarenhaus an der Brückstraße stehen die Kunden— Handtaschen, Einkaufstaschen—, eine große Auswahl zeigt sich dem Auge. Eine Frau mit ihrer Tochter— beide schwarzgekleidet— suchen unter der Auswahl. Da gefällt eine Tasche ganz besonders dem Töchterchen— doch der Preis ist zu hoch. Der Mann und Vater ist nicht zurückgekehrt aus dem Polenfeldzug, da heißt es rechnen und richtig einteilen, jedes der Kinder muß etwas haben,— so sagt die Mutter der bedienenden Verkäuferin. Ein schlichter Mann, der gerade eine schöne Tasche für seine Frau einpacken läßt, wird auf das Gespräch neben ihm aufmerksam.„Wieviel Geld fehlt denn?“ so mischt er sich in die Unterhaltung. Etwas verlegen wird ihm geantwortet,„um 6 RM. ist die Tasche zu teuer!“ Schon greift der Mann in die Tasche— sucht das Geld zusammen und legt die fehlende Summe mit den Worten auf den Ladentisch:„Nehmen Sie das Geld— ich bin Arbeiter auf dem Bochumer Verein und habe heute mein Weihnachtsgeld bekommen. Das Geschenk für meine Frau habe ich gekauft— ich schädige also niemanden damit!" Als man verlegen zurückweisen will, verschwindet schnell der brave Mann mit einem herzlich gerufenen „Frohe Weihnachten“ aus der Tür. Alle im Laden— es sind eine ganze Reihe Zeugen dieser Tat— sehen sich mit glänzenden Augen an und freuen sich—. Doch der Arbeiter schien am frohesten gewesen zu sein. Der Spruch: Anderen durch dein Opfer Freude bereiten heißt: Dir selbst Freude bereiten! bewahrheitete sich wieder einmal. Das nennt man Glück Der erste Tausender der Kriegs=Winterhilfe=Lotterie in Bochum gezogen In einer freundlichen Spenderlaune zeigte sich am Dienstag abend Glücksgöttin Fortuna. Sie streute ihr Füllhorn über einen Volksgenossen aus, der in Langendreer im„Hotel Reichshof" saß und die Stunde nützend, einem Losverkäufer der Kriegs=Winterhilfe=Lotterie zwei Lose abkaufte. Ev gewann zunächst ein Freilos und eine Mark. Unter den nächsten drei gekauften Losen aber befanden sich ein Fünf=Mark= und— der erste in diesem Jahr in Bochum— ein Tausend=Mark=Gewinn. Bei dem glücklichen Gewinner handelt es sich um einen kinderreichen Geschäftsmann aus Langendreer, der dem Losverkäufer durch eine freigebige Spende ebenfalls eine schöne Weihnachtsfreude bereitete. Der Weihnachtsmann im Parkhaus Eine schöne Feierstunde der DAF.=Gauwaltung FachminkWrryr autagtein Reichsfachamtsleiter Pg. Stein sprach zu den Betriebsobmännern Bochumer Sechceer des Ruhrbergbaus Sescheche deie Seie iescasie ae cisheie zahl von Frauen und Kindern seiner Mitarbeiter begrüßen, die an festlich geschmückten Tafeln der Dinge harrten, die da kommen sollten. Der helle Schein der Kerzen spiegelte sich in den erwartungsvollen Augen der Kinder wider, und als nach einem schönen Märchenspiel des Marionettentheaters Kastner der Nikolaus erschien, kannte der Jubel keine jedes Kind hatte er Leckereien, schöne Unterhaltungsspiele, Puppen oder nette Bücher. So herrschte an allen Tischen bald eitel Freude. Gau=Obmann Stein erwähnte die schwere Zeit, in der das deutsche Volk steht, und gedachte der vielen deutschen Soldaten, die das graue Kleid des Soldaten tragen. Nach der Niederringung des Erzfeindes England könnte Groß=Deutschland einen Frieden feiern, der ewigen Bestand habe. Gerade solche Feierstugden seien am besten dazu geeignet, den Gemeinschaftsgedanken zu vertiefen, der die Grundlage für den Endsieg sei. Achtung— Frostgefahr! Immer wieder muß darauf hingewiesen werden, was zu kun ist, um Frostschäden zu verhüten und die Inanspruchnahme von Arbeitskräften und Material zu vermeiden. 1. Sofort: Wasseruhren sowie freiliegende Zu= und Ableitungsrohre mit Stroh oder nicht mehr anderweitig verwendbaren Säcken, Lumpen usw. einpacken. Ausdehnungsleitungen und Ausdehnungsgefäße der Heizungsanlagen auf dem Dachboden mit Holzverschlag und Packung aus Glasgespinst, Sägespänen oder Torfmull, schützen. 2. Bei Frostwetter: Fenster und Türen auch in Nebenräumen(z. B. Dachboden, Mansarden, Keller) geschlossen halten. Klosettfenster nur vorübergehend zur Lüftung öffnen. Bei starkem Frostwetter: 8. Haupthahn der Wasserleitung absperren und Wasserleitung entleeren. Wenn das nicht möglich ist, Zapfhahn ein wenig geöffnet lassen, damit ständig ein dünner Wasserstrahl fließt. 4. Salz in den Klosettopf streuen, um Einfrieren zu verhüten. 5. Eis im Klosettopf oder Spülkasten nur mit Viehsalz auftauen. 6. Soweit vorhanden, kleine Gasflamme im Klosett brennen lassen, um das Einfrieren zu verhüten. 7. Eingefrorene Rohrleitungen nur vom Fachmann auftiuen lassen. 8. Bei Warmwasserheizungen. In allen Räumen, in denen wassergefüllte Rohre oder Apparate vorhanden sind, Temperatur stets über dem Gefrierpunkt halten, Lüften nur bei angestellten Heizkörpern. Wenn Rohre in der Außenwand liegen, Temperatur im Kessel nicht unter 30 Grad absinken lassen. Ausdehnungsgefäß mit Zuleitung muß gut isoliert sein. Beim Einfrieren besteht Gefahr, daß beim Anheiz Reichsfachamtleiter Gauobmann Pg. Ernst Stein spricht. Das Fachamt Bergbau in der Deutschen Arbeitsfront hatte die Hauptbetriebsobmänner des Ruhrbergbaues mit ihren Betriebsobmännerm zu einer zweitägigen Arbeitstagung nach Bochum geholt, um sie mit den augenblicklichen wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen im deutschen Bergbau bekannt zu machen. Nach der Begrüßung des Vertreters des Fachamtsleiters, Pg. Siebert, sprach der Fachamtsleiter Gauobmann Ernst Stein. Er führte aus, daß trotz der Vergrößerung des deutschen Raumes und dem Hinzukommen neuer Bergbaugebiete der Ruhrbergbau unumstritten entscheidend bleibe für den gesamten deutschen Bergbau. Es sei notwendig, am Schluß des Jahres die Bilanz zu ziehen über die bisher geleistete Arbeit und gleichzeitig die im neuen Jahr zu leistende Arbeit herauszustellen. Je klarer der Betriebsobmann die Probleme sähe, desto leichter sei es für ihn, erfolgreiche Arbeit zu leisten. Der Mann am Brennpunkt des Kampfes, eben der Betriebsobmann, müsse in die Lage versetzt werden, aus der Gesamtschau der deutschen Politik die bergbaulichen Fragen so zu regeln, wie es im Intenesse der Nation notwendig sei. Der Bergmann müsse stets das Gefühl haben, daß die Deutsche Arbeitsfront ihm bei all seinem Bemühen helfe und ihm den Lebensweg sichere. Im Kampf um den neuen Lebensweg Großdeutschlands müßte oft das sozkalpolitische Moment zurückgestellt werden, die Politik habe in jedem Fall den Vorrang. Der Gauobmann streifte dann eine Reihe politischer, wirtschaftlicher und sozialpolitischer Fragen. Er gab einen Ueberblick über die Lage und kennzeichnete die Stellung Großdeutschlands innerhalb des europäischen Raumes. Deutschland sei auf dem besten Wege, die Führungsnation in Europa zu werden. Der Kampf gegen England sei in der Hauptsache auch ein wirtschaftlicher Kampf. Es gelte, alles einzusetzen, was dem baldigen Siege dienlich sei. Je mehr der einzelne zu leisten imstande sei, desto schneller könnten sich auch die Räder der ausländischen Wirtschaft wieder in Gang setzen und somit Deutschland im Kampf gegen den Erzfeind eine gute Stütze sein.„„„, nicht mur Stafien### Der deutsche Bergvau habe nicht nur Italien, das früher seine Kohlen von England bezogen hätte, mit Blick in den dicht besetzten Saal des Parkhotels Haus Rechen. Aufnahmen: DAF. Gau Westfalen-Süd(Niepel) diesem wertvollen Produkt zu beliefern, sondern auch die nordischen Staaten, Holland, Belgien und zum Teil auch Frankreich, sowie den südosteuropäischen Raum. Es sei unsere Verpflichtung, für die Menschen zu sorgen, deren Länder wir besetzt hätten. Auf der andern Seite erhielten wir im Austauschverfahren Agrarprodukte und vieles mehr, die zum endgültigen Sieg unerläßlich seien. Um dieses Ziel endgültig zu erreichen, käme es auf die Mehrleistung eines jeden einzelnen an. Die überraschenden Erfolge stellten klar unter Beweis, daß der deutsche Bergmann voll und ganz seine Pflicht getan habe, aber auch der Betriebsobmann habe an diesem Erfolg einen großen Anteil. An Hand einer ausführlichen Zahlenstatistik wies der Fachamtsleiter dann in Prozenten die gesteigerten Leistungen des deutschen Bergbaues seit Beginn der Göring=Verordnung Heute ständen viele junge, arbeitstüchtige Bergmänner als Soldat an den Grenzen Großdeutschlands, und da auch der Nachwuchsmangel sich gerade im deutschen Bergbau staik bemerkbar mache, sei es heute besonders schwer, im Ruhrgebiet den Förderungsstand nicht nur zu halten, sondern noch zu erhöhen. Es gelte zu ferschen, wie die Produktion zu steigern sei. Das sei möglich durch einen stärkeren Einsatz der Technik und durch die Verbesserung der Betriebsorganisation. Jede Arbeitskraft sei richtig anzusetzen. Vielleicht sei es möglich, auf einzelnen Schachtanlagen den einen oder anderen Arbeiter für die Kohlengewinnung anzustellen. Gegen notorische Bummelanten und Simulanten, die sich durch ihre verantwortungslose Haltung an der Volksgemeinschaft versündigen, würde streng vorgegangen. Besonders der Betriebsobmann habe in dieser Angelegenheit ein wichtiges Wort mitzusprechen. Alle Dinge müßten vom Betrieb selbst geordnet werden. Pg. Stein sprach dann über die Gesundheitsführung im Bengbau, die nirgends so wichtig sei wie gerade für den Bergmann. Die Leistungssteigerung sei in erster Linie eine politische Aufgabe. Der Bergmannsberuf müsse, um es klar herauszustellen, begehrenswert gemacht werden. Leider bestehe die Tatsache, daß in andern Berufen bisher weit mehr als genade im Bergbau darin getan worden sei. Wichtig sei auch die Erziehung und Ausbildung aller Bergmänner. Die staatliche Anerkennung des Lehrberufes als Knappen im Steinkohlenbergwerk wäre nicht allein ausschlaggebend. Die Ausbildung habe nach rein beigmännischen Gesichtspunkten zu geschehen.„ 4472: Irkeitsfrent hamste Unermüdlich sei die Deutsche Arbeitsfront bemüht, den Bergmannsstand zu heben. Es sind unter anderem jetzt in Schlesien die ersten staatlich anerkannten Meisterhauerkurse ins Leben gerufen worden. Nach Absolvierung dieser Kurse würde der Hauer entsprechend seinem Können eingesetzt und habe so die Möglichkeit, einen Sprung nach vorn zu machen. Die Berufserziehung; der Reichsberufswettkampf sind Hilfsmittel für eine bessere Berufsausbildung im Bergbau. Der Bergbau, der die Schlüsselstellung für die gesamte deutsche Wirtschaft abgebe, würde beim vom Führer aufgestellten Sozialprogramm besonders berücksichtigt werden. 9259 u mäc.. Mit nationalsozialistischer Zähigkeit würde das soziale Aufbauwerk des Führers in Angriff genommen. Jede Leistungssteigerung sei ein Hilfsmittel für den Führer bei seinem großen Werk.— Im weiteren Verlauf der Tagung, die am Mittwoch abend abgeschlossen wurde, sprachen noch Pg. gold. Amt Soziale Selbstverantwortung, über„Die soziale Selbstverantwortung im Betrieb", und Pg. Laier, Fachamt Bergbau, über Versorgungsfragen. In der Form von Arbeitsgemeinschaften der Hauptbetriebsobmänner mit ihren Betriebsobmännenn wurden die in den Referaten behandelten Bergbaufragen durchgesprochen und ausgewertet. Diese DAF.=Arbeitstagung in der Kohlenstadt Bochum bewies wieder einmal die verantwortungsbewußte Haltung aller der Stellen, die durch ihre gestaltende Sozialarbeit die Voraussetzung für die Erfüllung der dem deutschen Bergbau obliegenden Aufgaben schaffen. Das Volksinteresse verlangt vom Bergmann Pflichtbewußtsein und Höchstleistung. Daß dafür auch alles getan wird, um ihn— sozialpolitisch betrachtet— die Stelle einnehmen zu lassen, die er gemäß seiner Arbeit verdient und beanspruchen kann, dessen darf er gewiß sein. W. P. Sochumer Sangene ssenschuften und dur=Ocfort=Kregrumm Vor dem Zusammenschluß der genossenschaftlichen Wohnungsbau=Unternehmungen Die rechtliche Steulung der gemeinnutzigen Balgenossenschaften jahr, daß veim Anyeizen Kessel oder Heizköxperglieder zerspringen. Bei mehr als eintägiger Abwesenheit Heizungen entleeren. Von einem Kraftwagen angefahren. Am 17. Dezember, gegen.50 Uhr, wurde auf der Wrangelstraße in Bochum eine Fußgängerin beim Ueberqueren der Fahrbahn von einem Kraftrad angefahren. Sie erlitt einen rechten Unterschenkelbruch und wurde dem ElisabethKrankenhaus zugeführt. Nur bessere Cigaretten erwecken ehrliche Freude Nachdem die Grundlagen des vom Führer angeordneten Sofort=Programms vor kurzem in ausführlicher Weise der Oeffentlichkeit bekanntgegeben worden sind, haben bereits mehrere Städte aus der näheren und weiteren Umgebung ihre Baupläne, die sie im Rahmen des Sofort=Programms auszuführen gedenken, auch amtlich voröffentlicht. Eine gedrängte Uebersicht über die baureifen Pläne der Bochumer Wohnungsbauunternehmungen ist ebenfalls vor einiger Zeit an dieser Stelle bekanntgegeben worden, ohne daß die Stadtverwaltung aber bisher ihren Standpunkt in dieser Frage sowie den Stand der Vorarbeiten, die zur Durchführung dieses gewaltigen Bauprogramms bewältigt werden müssen, der Oeffentlichkeit näher unterbreitet hat. Wie man hört, soll diese Zurückhaltung der verantwortlichen Verwaltungsstellen ganz besondere Gründe haben, die es ratsam erscheinen lassen, die Vorhaben nicht eher bekanntzugeben, bis nicht nur die Baupläne in allen Einzelheiten vorliegen, sondern die baureifen Pläne auch zur Ausführung an die einzelnen Unternehmungen weitergeleitet werden können. Es ist jedoch gewiß, daß man auch in der Gauhauptstadt Bochum energisch daran arbeitet, die nötigen Voraussetzungen für die sofortige Aufnahme des Wohnungsbaues nach dem Kriege auf breitester Basis zu schaffen. Die reibungslose Durchführung dieses in seiner Großzügigkeit einmaligen Bauprogramms wird natürlich eine besonders straffe Lenkung erfordern, und man kann schon heute mit Bestimmtheit annehmen, daß der Wohnungsbau in seiner Gesamtheit in den ersten Jahren nach dem Kriege nicht nur von einer reichseinheitlichen Stelle überwacht, sondern guch geleitet vird, ähnlich wie das z. B. bei den ATIKAN 5n wird, ahnlich wie das z. p. bei dem gewalrigsten Bauwerk aller Zeiten, dem Westwall, der Fall gewesen ist. Es ist daher fraglich, ob die einzelnen Städte ihr Sofort=Programm, wie sie es bereits jetzt bekanntgegeben haben, werden durchführen können, da es ja von dem Entschluß der zuständigen Reichsstelle abhängen wird, ob und wo die Wohnungen erbaut werden sollen, die ja in erster Linie für den schaffenden Volksgenossen bestimmt sind, bei ihrer Planung also auch schon der Frage des Arbeitseinsatzes nach dem Kriege Rechnung getragen werden muß. Einen verhältnismäßig breiten Raum wird natürlich der Wohnungsbau im Industriegebiet einnehmen. Die steigende Entwicklung auf diesem Gebiet geht auch schon aus den statistischen Tabellen der letzten Jahre hervor. Während zum Beispiel der Rohbauzugang im Reich— laut„Statistisches Jahrbuch deutscher Gemeinden“— von rund 340000 im Jahre 1937 auf 800000 im Jahre 1938 zurückgegangen ist, zeigt das Ruhrgebiet im gleichen Zeitraum eine Steigerung in der Zahl der fertiggestellten Wohnungen auf 19931. Bochum schneidet bei einem Vergleich der Wohnbautätigkeit mit anderen Städten des Reiches mit einer Einwohnerzahl von über 200 000 und unter 500000 nicht schlecht ab, obgleich es weit hinter Hannover zurückbleibt, das in dieser Städtegruppe mit 1128 fertiggestellten Wohngebäuden den größten Zugang hatte. Im Jahre 1937 wurden in Bochum 436 Wohngebäude fertiggestellt, das sind 235 weniger als in Duisburg, aber noch 28 mehr als in Gelsenkirchen. Zusammenschluß der Baugenossenschaften ist notwendig Die vorstehenden Ausführungen lassen erkennen, daß der Wohnungsbau in der vom Führer angeordneten Großzügigkeit nur dann reibungslos durchgeführt werden kann, wenn die Träger der einzelnen Bauabschnitte auch über eine gewisse Festigkeit und Stärke verfügen und das Sofort=Programm somit vor allzu großen Zersplitterungen bewahrt bleibt. Inzwischen haben sich in verschiedenen Nachbarstädten die einzelnen genossenschaftlichen Wohnungsunternehmungen zu einem Ganzen zusammengeschlossen, und auch in Bochum ist in den letzten Jahren die Zahl der Baugenossenschaften durch Zusammenschluß zusehends kleiner geworden. Immerhin bestehen heute in unserer Stadt noch rund 30 derartige Unternehmungen. In baulicher Hinsicht haben wir diesen Unternehmungen sehr viel zu danken, denn die von ihnen im Laufe von rund fünf Jahrzehnten erbauten Häuser würden, zusammengestellt, eine kleine, nichtsdestoweniger aber nach großzügigen Gesichtspunkten erbaute Stadt für sich ergeben. Seit kurzem sind auch unter den heimischen Baugenossenschaften Bestrebungen im Gange, durch weiteren Zusammenschluß die Vorbedingungen für eine größere Aktivität zu schaffen. In den einzelnen Gruppen, die zusammengelegt werden sollen, haben die ersten Vorbesprechungen bereits stattgefunden. Ueber die endgültige Form der nach den beendeten ZusammenschlußVerhandlungen noch bestehenden Wohnungsbauunternehmungen kann zur Zeit noch nicht viel gesagt werden. Zudem dürften sich die Verhandlungen auch noch eine gewisse Zeit hinziehen, da die vermögensrectlichen Ansprüche, die sich die Mitglieder der einzelren Genossenschaften durch ihren Beitritt zu diesen Vereinigungen erworben haben, in allen Einzelheiten geklärt werden müssen, zumal die Höhe der Geschäftsanteile bei den einzelnen Wohnungsbauunternehmungen verschieden ist. Ebenso wenig kann man schon heute über die Zahl der Wohnungsbauunternehmungen, die noch bestehen bleiben werden, sagen. die als Dachgesellschaft alle Langendreerer und Werner Baugenossenschaften betreut. Durch enge Zusammenarbeit konnte hier manches schöne Werk vollbracht werden, an das sich nur größere Unternehmungen heranwagen durften. Der künftige Aufgabenbereich der gemeinnützigen Wohnungsbauunternehmungen Inzwischen ist mit der Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Gemeinnützigkeit im Wohnungswesen vom 23. Juli 1940 die Gesetzgebung auf diesem Gebiet endgültig abgeschlossen worden. Diese Verordnung dürfte weiteste Bevölkerungskreise interessieren, da sich die Zahl der Genossenschaftsmitglieder durch den sozialen Wohnungsbau der Zukunft schon in Bälde erheblich steigern dürfte. Wie Ministerialrat Werner Meier kürzlich im Reichsarbeitsblatt mitteilte, stellt das Gesetz über die Gemeinnützigkeit im Wohnungsbau eine Zusammenfassung des bis dahin auf mehrere Gesetze und viele. Verordnungen verteilt gewesenen Rechtsstoffes dar, zugleich aber auch eine Ergänzung desselben und seine weitere Durchdringung mit nationalsozialistischem Gedankengut. Es galt hier, die staatliche Führung zu verstärken, den Einfluß der Partei zu steigern, die Auswirkungen der Idee der Gemeinnützigkeit zu erweitern und die Vorschriften zu verbessern, die der Erhaltung der Wirtschaftlichkeit der Sche les bense Kolie aik er ie L she e unter Führung der politischen Gemeinde Langendreer im Jahre 1927 gegründeten Vereinigten Baugesellschaft, die, in den, Durchführungsbestinmungen erfolgte Klar: Beachtet die Verkehrszeichen stellung, daß ein Wohnungsbauunternehmen sich nicht als ausführendes Bauunternehmen betätigen darf. Diese Vorschrift gilt ohne Ausnahme für alle Neubauten. Die Aufgabe der gemeinnützigen Wohnungsbauunternehmungen wird darauf beschränkt, daß sie als Bauherren auftreten, die Pläne für ihre Bauvorhaben technisch und wirtschaftlich vorbereiten, die Herstellung der Bauten überwachen, die Abrechnung vornehmen und alle damit zusammenhängenden Verwaltungsarbeiten erledigen. Im Gegensatz zu der bisherigen Rechtslage kann ein Wohnungsbauunternehmen aber keine BankDus Sloppschnl an der Snapentreugung Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen geschäfte mehr betreiben, keine Siedlungsverfahren im Sinne des Reichssiedlungsgesetzes mehr durchführen und sich nicht mehr an Baustoffbetrieben beteiligen. Durch diese Bestimmung wird manchem dunklen Geschäft, das in der Systemzeit üppig wuchern konnte, ein Riegel vorgeschoben. Die gemeinnützigen Wohnungsbauunternehmungen dürfen dagegen Instandsetzungswerkstätten unterhalten, die nach Art und Umfang dem Bedarf der vorhandenen Bauwerke entsprechen, soweit allerdings nur Arbeiten für Wohnungen ausgeführt werden, die Eigentum des Unternehmens sind oder von ihm verwaltet werden. Bei den heimischen Baugenossenschaften ist von dieser Einrichtung bisher aber kaum Gebrauch gemacht worden. Man übertrug diese Arveiten vielmehr den selbständigen Handwerksmeistern, die auch einen großen Prozentsatz der Genossenschaftsmitglieder ausmachen. In einem weiteren Abschnitt wird bestimmt, daß den Wohnungsbauunternehmungen ein gehöriges Maß von Unabhängigkeit gegenüber der Bauwirtschaft erhalten bleibt,„Zemnach soll die Satzung des Unternehmens sicherstellen, daß seine Mitglieder nicht überwiegend aus Angehörigen des Baugewerbes bestehen und diese keinen bestimmenden Einfluß auf die Führung der Geschäfte ausüben. Sie dürfen nicht mehr als die Hälfte der Stimmen haben, und im Vorstand und Aufsichtsrat dürfen ihnen höchstens je ein Drittel der Stimmen zustehen. Die Erteilung von Aufträgen seitens des Unternehmens an seine Mitglieder ist verschieden geregelt, je nachdem sie dem Vorstand oder Aussichtsrat angehören oder nicht. Soweit es sich um Mitglieder handelt, ist sie zwar nicht grundsätzlich ausgeschlossen, sie bedarf aber der Zustimmung des Aufsichtsorganes, das den Abschluß des Rechtsgeschäftes mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln aller stimmberechtigten Mitglieder beschließen muß. Ferner dürfen auch Rechtsgeschäftes mit Angebörigen des Vorstandes oder Aufsichtsrates. die sich auf die Ausführung, Verwaltung oder Instandsetzung der genossenschaftseigenen Wohnungsbauten beziehen, nicht abgeschlossen werden. Die Anerkennungsbehörde kann jedoch nach Anhörung des Prüfungsverbandes Abweichungen zulassen, sofern das Die Stoppschilder an den Kreuzungen sind polizeiliche Maßnahmen zur Verkehrsregelung, die jeder Wegebenutzer beachten'muß. Im Dezember v. J. überquerte ein Stlaßenbahnwagen den Ruhrschnellweg bei Wattenscheid. An der Wattenscheider Straße ist rechts ein Stoppschild angebracht. Etwa zwölf Meter davor hielt ein Lastkraftwagen, als die Straßenbahn herankam, den Lastwagen erfaßte und etwa zwanzig Meter vorwärts schob. Es gab einige Scherben. Zum Glück wurde niemand verletzt, obwohl die Stuaßenbahn mit Anhänger voll besetzt war. In erster Instanz war der Fahrer des Straßenbahnwagens mit 50 RM. Geldstrafe belegt worden, weil er das Stoppschild nicht genügend beachtet hatte und somit den Transport gefährdete. Auf seine Berufung hin hatte sich die Strafkammer erneut mit dem Unfall zu beschäftigen und die Verteidigung machte geltend, daß hier doch höchstens ein Verstoß, eine Uebertretung von Vorschriften vorliege, nicht aber eine fahrlässige Transportgefährdung. Das Wetter sei diesig gewesen und den Angeklagten könne kaum ein Verschulden treffen. Er habe auch rechtzeitig gebremst, der Zusammenstoß sei aber leider nicht mehr zu verbindern Die Gefahr für die vielen Inlassen sei erheblich gewesen. Die Straße sei abschüssig und der Angeklaute hätte mit doppelter Aufmerksamkeit handeln müssen. Das erste Urteil hätte daher keinen Rechtsirrtum enthalten. Die Weihnachtsgratifikation des Gekündigten Nach der Rechtsprechung des Reichsarbeitsgerichts ist Voraussetzung für den Anspruch auf Gewährung einer Weihnachtsgratifikation, daß das Arbeitsverhältnis zu Weihnachten, d. h. zu dem Zeitpunkt. an dem sie ausgezahlt zu werden pflegt, noch fortbesteht. Ohne Eifnluß ist es, ob es alsbald nach diesem Zeitpunkt endet. Das gilt grundsätzlich, wie das Reichsarbeitsgericht in einer neueren Entscheidung ausführt; dabei ist es gleich, ob das Arbeitsverhältnis infolge einer Vereinbarung oder einer Kündigung einer der Parteien endet. Ebenso unerheblich ist es, ob die Arbeitskraft des Gefolgschaftsmitgliedes noch in Anspruch genommen wird. Entscheidend ist das Fortbestehen des Arbeitsverhältnisses. vor mindestens 240 Punkte errungen hatten, dekam man hier tatsächlich nur edelstes Material zu hören. Einen schönen Erfolg konnte der Bochumer Wilhelm Freinick verbuchen, dessen bester Sänger 332 Punkte erreichte und seinem Züchter somit den dritten Platz hinter Speckermeyer(Dortmund) mit 886 Punkten und Paul Wilhelm(Iserlohn) sicherte. Von den Bochumer Züchtern konnten auf diesem Wettbewerb ferner noch Emil Goerdel mit 306 Punkten, Emil Timmer(Weitmar) mit 303 Punkten und Christian Habel mit 803 Punkten einen Preis erringen. Personal=Nachrichten Der Kohlenhauer Heinrich Neveling von der Schachtanlage„Ver. Präsident“ konnte in diesen Tagen auf eine 25jährige ununterbrochene Tätigkeit zurückblicken. Neveling trat im Jahre 1915 als Schlepper und Bremser in die Dienste der Zeche: seit 1923 ist er als Kohlenbauer beschäftigt. Seines Arbeitssubiläums wurde in ehrender Weise gedacht. Aus der ASDAp. NS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk Freitag, 20. Dezember " Ortsgruppe Griesenbruch. 16 Ubr: Vorweihnachtsfeier bei Lotz, Königstraße. Die Block= und Zellenfrauenschaftsleiterinnen werden gebeten, eine halbe Stunde vor Beginn zu erscheinen.— Ortsgruppe Hamme. 10 bis 12 Uhr und 14.518 4 Uhr: Ausstellung in der Geschäftsstelle der Frauenschaft, Dorstener Straße 155. Es werden Bastelarbeiten der amesen! Gar Jahrer soi ein alter kamährter Jahrar“" des Arveitsverhaltgisses. Eine Ausnahme macht iuderorzppe und Säuglingswäsche gezeigt,— Ortsgruppe gewesen. Der Fahrer sei ein alter, bewahrter Fahrer, nur die Kündigung des Betriebsführers aus wichtigem Werne. 15 bis 17 Uhr: Mütterschulungskursus„Wie erziehe den die Strecke wohlbekannt sei. Nichtsdestowenzger kam Grunde. Auch, wurde— wie das Reichsarbeitsgericht Beg.esgauuge 10. nein Aind“ in der Verksfürsorze de das Gericht zur Verwerfung der Berufung. Nach den in dieser Entscheidung im weiteren ausführt— dem Zeugenaussagen war es mondhell, wenn auch etwas nichts im Wege stehen, daß der Betriebsführer die in Bodennebel vorhanden gewesen sein mag. Hätte er sich einem gekündigten Arbeitsverhältnis stehenden Gefolgrechtzeitig auf die Wegeverhältnisse eingestellt und in schaftsmitglieder allgemein von der Teilnahme an der be die Bremse bedient so hätte der Unfall ver= Weihnachtsgratifikotion ausschließt Unzulässig weil aller Ruhe pie Bremse begiengso galte der unsau ver Heiyhmpgratifgarion, ausschheßf. unzulaing, weil mieden werden können. Die Bremse sei offenbar nicht dem Geist der Betriebsgeminschaft widersprechend, ist mit der erforderlichen Umsicht und Ruhe bedient wor= ses aber, einen einzelnen Gefolgschaftsangehörigen ohne den, so sei es gekommen, daß sie sich nicht voll habe aus= einen besonderen, in seiner Person liegenden Grund wirken können. Der Angeklagte hätte mit aller Vorsicht davon auszuschließen.„Reichsgerichtsbriefe.“(RAG. an die ihm bekannte Stoppstelle heranfahren müssen. 208/88.— 29. 4. 1939.) sichee Weg: Gedenteen dte Für Kinder im Alter bis z0 1½ Jahren auf die 4 Abschnite.8 der Kinderbrotkarte je eine große Dose in allen Fachgeschälten Broschüre„Ratschläge eines Arzte:“ kostenlos und unverbindlich durch die Deutsche Aktiengesellschaft für Nestle Erzeugnisse Berlin-Tempelhof Aufsichtsorgan dem Abschluß solcher Rechtsgeschäfte einstimmig zustimmt und die Geschäfte zeitlich sowie auch summenmäßig begrenzt sind. So wird auch in dieser Richtung dafür gesorgt, daß der Wohnungsbau der Zukunft tatsächlich dem Wohle der Allgemeinheit dienen wird. Th. S. Wer meldet sich für den Beruf der Mutterschaftshelferin? Um kinderreichen Müttern vor und nach der Geburt eines Kindes die so dringend gebotene Schonung und Pflege zukommen zu lassen, hat die NSV. in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Frauenwerk die Mutterschaftshilfe eingerichtet. Alleinstehende oder im elterlichen bzw. Verwandtenhaushalt lebende gesunde Frauen und Mädchen, deren Leistungskraft nicht voll ausgefüllt ist, können hier einen dem fraulichen Wesen angepaßten Lebensberuf finden. Gründliche hauswirtschaftliche und einige landwirtschaftliche sind Voraussetzung. und pflegerische Kenntnisse nehmerinnen das Erlebnis einer dem gleichen hohen Ziel zustrebenden Gemeinschaft mit hinaus. Sie lernten erkennen, wie ihre tägliche Arbeit ein wichtiges Glied in der Gesamtarbeit des deutschen Volkes darstellt, und fanden in dem Bewußtsein, von nun an als Helferinnen der Mütter Dienst an der Zukunft unseres Volkes zu leisten, tiefe Befriedigung. Deutschland muß wieder Kinderland werden; darum in müssen sich noch viel mehr Frauen finden, die es als wertvollste Lebensaufgabe empfinden, überlasteten Müttern in ihren schwersten Zeiten zur Seite zu stehen. Meldungen nehmen alle Dienststellen des Deutschen Frauenwerkes. Abteilung Hilfsdienst, entgegen sowie alle Block= und Zellenfrauenschaftsleiterinnen. und beschäftige ie mein Kund“ in der Werksfürsorge der Zeche„Robert Müser“.— Ortsgruppe Hunscheldtsfeld. Der Spielnachmittag der Kindergruppe fällt bis Januar aus. Istng Ip##““ bekanntgegeben.— Ortsgruppe WeitmarSetreise Lnschsa## glunde der Abtellungsleiterin unger Straße 364.brmädel in der Geschäftssielle, HaiSportamt„Kraft durch Freude“ Donnerstag, den 19. Dezember Kindergymnastik von 15 bis 16 Uhr, Kinder bis zum 15. Lebensjahr, Rottstraße 29. Für die Oeffentlichkeit frei Besuch der Lehrmittelsammlung der Kriminalpolizeistelle Wie in den vorhergehenden Jahren wird auch anfangs des kommenden Jahres aus Anlaß des Tages der Deutschen Polizei die Lehrmittelsammlung(Museum) der Kriminalpolizeistelle Bochum im Polizeipräsidium Bochum, Uhlandstraße 35 zu Besichtigungen durch Volksgenossen freigegeben. Vertrauenswürdige Volksgenossen 3 cher unserer in nur solche haben, Zutritt— werden schon jetzt auf die die das Deut= Fahrt nach Hortmattn. 4m Wochenenge die in Form von aufklarenden Führunggn. stattfindenden un, um dort in einem Wettbe= Besichtigungen aufmerksam gemacht. Nähere Hinweise Kanarienvogel=Züchter im Wettbewerb Freinick(Bochum) errang in der Westfalenmeisterschaft den dritten Platz * N a c h d e m d i e i n d e n ö r t l i c h e n V e r e i n e n z u s a m m e n Vor der Einweisung in die Arbeit durch die RSV. einem Wettbewerb die erfolgreichsten Züchter werden die Anwärterinnen zu einer vierwöchigen, vor= Stadt ermittelt hatten, traten se zum Woche 92:“ bexeitenden Schulung zusammengefaßt, die dur„Teule Fahrr nach Vorrmund an, um dort in einem Ro sche Frauenwerk durch bewährte Lehrkräfte des Mütter= werb ihre gefiederten Sänger den erfolgreichsten Re dierstes durchführen läßt. Zur Zeit läuft schon der kurrenten aus ganz zweite Kursus mit 30 Teilnehmerinnen. In der Gau= dem Wettstreit waren Züchter aus Dortmund, Bochum, wardan in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften teiligt. Die Veranstaltung galt als Vorprüfung zur Zautschen„Meisterschaft, die demnächst stattfinden wird. Zu zu dem Wettbewerb nur Tiere zugelassen wurden, Bereicherung ihres Lebens nahmen die bisherigen Teil= die auf den Veranstaltungen der Kreisfachgruppen zuFreitag, den 20. Dezemder 115 Fröhliche Gymnastik für Frauen von 19.30 bis 21 Uhr. Uebungsraum: Harmoniestraße 2(Seitenaufgang). Bochumer Veranstaltungen 8 STeie, 2sha slchl9 selnes 7b. Gehürtsages ersatgtelch uud inird“:cch au dem Spielplan ird noch in manchen Aufführungen der kommenden Rocen reges Interene sinden. Die Spiellettung hat Viktor schule werden in versch die vorhandenen Kenntnisse auf allen Gebieten der Haushaltführung sowie der häuslichen Gesundheitsund Krankenpflege erweitert und vertieft. Als schönste 21 „So früh am Morgen schon?" „Komisch, was, so früh am Morgen schon! Seien Sie nicht so neugierig, junger Mann!“ grinste Arthur Goebel.„Ich habe nämlich in meinem Wagen eine Dame, die vergiftet worden ist durch einen Negerpfeil. „Ach ja, ich weiß! Der Begleiter von Herrn Koperski war gestern hier, in der Nacht noch, und holte das Serum...“ „Stimmt! Und nun bin ich hier, mit der jungen Dame selbst, damit wir nicht unnütz Zeit verlieren!“ „Herr Jung ist verunglückt, nicht wahr?" Arthur Goebel starrte, den Pförtner an. „Was ist Herr Jung?" „Auf der Rückfahrt mit dem Wagen verunglückt! Herr Professor Meixner, der vor zehn Minuten kam, sagte mir vorhin so etwas! Er erwartet Herrn Koperski, der noch in der Nacht mit ihm telephonierte...“ Arthur Goebel wurde ein bißchen unheimlich zumute. Jung verunglückt? Alexander auf der Fahrt hierher? Das paßte eigentlich nicht in sein Programm, drohte alles über den Haufen zu rennen. Das wäre so etwas, wenn Alexander plötzlich hier auftauchte! Hm! Anderseits, was konnte ihm schon geschehen! Alerander mußte ja ganz ruhig sein, jetzt besonders, nachdem sich so einiges in den letzten vierundzwanzig Stunden geändert hatte. Es galt nur die Nerven zu behalten! Arthur Goebel lachte. Mit Alexander würde er schon fertig werden! „Schön, dann sagen Sie Professor Meixner, daß ich mit der jungen Dame hier bin. Wenn mein Bruder kommt, sind wir hoffentlich schon fertig!“" " Er machte kehrt, ging zum Wagen zurück, öffnete den Schlag und hob Lux Meyerhof heraus, trug sie ins Haus. Der Pförtner empfing ihn. „Herr Professor Meirner erwartet Sie! Bitte, hier!" Der Türhüter schritt voraus und öffnete eine Tür am Ende des Ganges. Offenbar ein ärztlicher Untersuchungsraum. Instrumente blitzten in einem Glasschrank, Links stand eine Corch, auf die Arthur Goebel Lux Meyerhof niederlegte. Kaum hatte er sich wieder aufgerichtet, als schon die Tür geöffnet wurde. Professor Meixner trat ein. maß den Mann mit einem kurzen prüfenden Blick und nannte seinen Namen. „Sie sind Herrn Koperskis Pruder?" #g. Herr Professor!“ „Ihr Bruder wollte um acht Uhr hier sein!“ „Ich bin mit Fräulein Meyerhof noch in der Nacht losgefahren, weil es mir nicht sicher erschien, ob Herr Jung rechtzeitig genug mit dem Serum zurückkommen würde!" „War das Vernünftigste, was Sie tun konnten. Herr Jung ist verunglückt!“ „Ich hörte es bereits vom Portier!“ „Ihr Bruder sagte mir nichts davon, daß Sie kommen würden!“ meinte Meixner, der inzwischen zu Lux Meverhof herangetreten war und sie aufmerksam betrachtete.##. „Er weiß es ja auch nicht. Als er das Haus verlassen hatte, fuhr ich los.. Meixner wandte sich um. „Vielleicht nehmen Sie vorn im Wartezimmer Platz— ich muß die Dame untersuchen.“ „„Wie lange wird die Geschichte dauern, Herr Professor?“ „Copurignt bg Autwarts-Verlag. Berlin „Wenn ihr noch zu helfen ist, kann sie in einer Stunde das Haus wieder verlassen!" Arthur Goebel ging. Nicht in das Wartezimmer, sondern an dem Pförtner vorbei auf die Straße hinaus. Setzto sich in den Wagen und zündete sich eine Zigarette an. ] Wenn Alexander kam, müßte er ihn hier draußen in Empfang nehmen. Hier konnte er in aller Ruhe mit ihm sprechen, ihm auseinandersetzen, was er vorhatte und Alexander zwingen, damit einverstanden zu sein. Er warf einen Blick auf die Uhr. Halb neun! Ueber eine halbe Stunde war der Giftmischer da drinnen nun schon an der Arbeit. Und von Alexander war weit und breit nichts zu sehen. Professor Meixner hatte seine Untersuchung beendet. Er wändte sich an die beiden Schwestern, die das Zimmer betreten hatten, nachdem Arthur Goebel gegangen war. „Der Organismus reagiert noch! Höchste Zeit allerdings. Die Kleine hätte sich keine achtundvierzig Stunden wehren können Ist alles fertig?“ „Ja, Herr Professor!“ Die Schwestern schoben einen zusammengeklappten Operationsstuhl in die Mitte des Zimmers. Lux Meyerhof, die, ausgestreckt, regungslos auf der Couch lag, nur den Oberkörper entblößt, wurde von den Schwestern auf den Stuhl gelegt. Meixner hatte die Einstichstelle entdeckt. Die Verletzung konnte sich das Mädchen unmöglich selbst beigebracht haben. Hm! Dieser Jung hatte von der Wahrscheinlichkeit eines Verbrechens gesprochen.. Brauchte nicht unbedingt so zu sein. Es konnte sich auch um das Resultat einer Unvorsichtigkeit handeln. Er würde mit Koperski, wenn' er kam, ausführlich darüber sprechen. " Die ältere der beiden Schwestern reichte ihm die Serumspritze. Mit festem Griff faßte Professor Meixner den linken Arm Lux Meyerhofs, spannte die Haut über der Ellenbeuge und setzte mit ruhiger Hand die Spritze an. Drückte das Serum in die Hauptader, deren leichte, zartblaue Schwellung deutlich in der Beuge sichtbar war Meixner trat zurück. „So!“ Nun galt es, abzuwarten. Wenn in spätestens zwanzig Minuten keine Wirkung zu spüren war, mußte die Injektion wiederholt werden. Er sah auf die Uhr. „Alexander Koperski wollte um acht Uhr hier sein. Er ließ auf sich warten. Es war acht Uhr vorbei. Lux Meyerhof lag reglos. Meixner beobachtete sie genau. Legte die Uhr auf die kleine Glasplatte des Tischchens, das die Schwestern herangeschoben hatten. Meixner mußte, während der Sekundenzeiger unablässig vorwärtszuckte, an andere Fälle denken, die er in Afrika erlebte, Fälle waren darunter, die er für absolut aussichtslos gehalten hatte. „Infektionen mit verhältnismäßig frischem Pygmäenaift Da war ein Engländer gekommen, den es aus dem Hinterhalt erwischt hatte. Niemand hatte für sein Leben auch nur einen Pfennig gewettet. Und eine Stunde später war die Wirkung des Giftes niedergekämpft durch eine Infektion des Serums, das er, Professor Meixner, in jahrelangem Forschen und Experimentieren fand. Zehn Minuten waren vergangen... Nicht ein Hauch zurückkehrenden Lebens war an Lux Meyerhof zu erkennen. us Gaidte. äche Pes unge ihcar urdhe. # Es wäre schade um das junge Menschenkind. Sein Blick glitt über ihre Gestalt, streifte die weiße, zartschimmernde Haut ihres Oberkörvers. Tadellos die Formen, weich und anmutig die Linien. Noch immer nichts. Fünfzehn Minuten... Fceirner bemerkte, daß die Blicke der Schwestern an ihm hingen. „Geduld!“ sagte er. „„Baugte sich herab. Setzte das Stethoskop an und Richtete sich nach einer Weile wieder auf. giesschr Ausdruck der Befriedigung lag auf seinem Ge birbtg Zwanzig Minuten.... „Noch eine leichte Spritze, Schwester Selma!" Leicht angesetzt, an den rechten Arm diesmal. Ein leises Zucken spürte Professor Meixner in diesem Arm als er das Serum einführte. Die Starre des Körpers begann sich zu lösen. war, als erwache er aus einer tiefen Ohnmacht. Jetzt sah man deutlich das leise Sichheben und esenken der Brust. Die Lungen arbeiteten wieder sichtbar. Ein kaum wahrnehmbares Zittern bewegte die Lippen. die allmählich eine dunklere Färbung annahmen. Die Schwestern beobachteten mit atemloser Spannung. Ein solches Erwachen vom Tode gewissermaßen hatten sie noch nie gesehen. Wie ein Wunder erschien es ihnen. Da— jetzt bebten die Augenlieder. ###„Reyexhof schlug die Augen auf. Sah in das Gesicht eines Mannes, den sie nicht kannte. Sie hob den Arm. Unfaßbar schwer war er, als hinge eine Zentnerlast an ihm. #.„Liegenbleiben! Tief, ruhig atmen!“ sagte eine Stimme. Der Mann, der sie ansah, hatte gesprochen. Lux Meyerhof wollte etwas sagen und merkte, daß sie kein Wort zu formen vermochte. Es war, als habe die Zunge sich am Gaumen festgesaugt. Sie hatte das Gefühl einer ungeheuren Schwere im ganzen Körper. Jedes Glied schien davon erfaßt zu sein. „Liegenbleiben!“ hatte der Mann gesagt— sie hätte sich ja gar nicht aufrichten können, selbst wenn sie es gewollt hätte! Aber sie spürte deutlich, wie mit jeder Minute, die vorüberglitt, die Last leichter wurde, wie sie allmählich abfiel von ihr und das Gefühl einer wachsenden Leichtigkeit von ihr Besitz nahm. Sie konnte denken Sie erinnerte sich plötzlich einiger Vorgänge. Hatte sie nicht vorhin im Schreibtischsessel Alexander Koperskis gesessen und auf einmal einen leisen Stich im Rücken gespürt? Sie hatte an ein Roßhaar geglaubt, das durch den Polsterbezug gedrungen war Ein leises Brennen war dagewesen. Und dann hatte sie nach einer Weile auf einmal gespürt, wie eine starre Schwere sich auf sie legte. Sie hatte aufstehen wollen und war nicht in der Lage gewesen, es zu tun. * Und war dann nicht Alexander Koperski gekommen? Sie glaubte es zu wissen— aber was dann geschehen war versank in tiefer, abgrunddunkler Schwärze. Wo war sie jetzt? Wer war der Mann, der hier vor ihr stand! Sie senkte die Augen und sah, daß ihre Brust nur mit einem weißen Tuch bedeckt war. Oeffnete den Mund, konnte sprechen. „Was— ist.. „Ein paar Minuten noch ruhig, Fräulein Meyerbof! Dann ist alles wieder in Ordnung. Ein kleiner Unglücksfall. Sie haben sich mit einem Pygmäenpfeil vergiftet und sind nun hier im Tropenforschungsinstitut, wo wir die Sache wieder hinausgetrieben haben!“ „Wo ist Herr Kopersti?“ „Der. Bruder Alexander Koperskis brachte Sie hierher... Der Bruder! Arthur Goebel! Wieso Goebel? Warum nicht Kopersti? „Herr Koperski ist auf dem Wege nach Hamburg, Sie werden ihn bald sehen!" hörte sie den Mann weitersprechen. i Sie Jag still.,„Versuchte Klarheit zu. gewinnen. Mit einem Pygmäenpfeil? Das waren doch die kleinen 1 Pfeile, die zu dem„Buschmannrevolver“ an der Wand in Alexander Koperskis Arbeitszimmer gehörten. zurücklehziee Stich in den Rücken, als sie im Sessel Wie kam der Pfeil dorthin? Sie hatte doch nie einen davon in der Hand... „So, Fräulein Meyerhof— jetzt versuchen Sie mal aufzustehen! Langsam— so, sehen Sie, es geht!" stand. Fühlte nur eine große Müdigkeit in den Gliedern, so, als müßte sie sich nun irgendwo hinsfallen lassen, ganz gleich wo, und schlafen... Sie tat einige Schritte. Es ging besser, als sie geglaubt hatte. Der harte Ring, der sich in den vergangenen Minuten um ihre Stirn gespannt hatte, wich auch. Sie strich mit der Hand über ihr Haar. " Eine Schwester hatte ihre Arme durch die Aermel des Kleides geführt. in einer Viertelstunde merken Sie kaum noch etwas!“ sagte Professor Meixner.„Schwester Selma, Herrn Koperski Bescheid, daß Fräulein Meyerhof von den Toten erwacht ist!" Lux Meverhof hörte den Scherz nicht, den Meixner machte, sie fragte: „Herr Kopersti ist da?“ „Ja, der Bruder...“ „Ach, Herr Goebel!“ kam es enttäuscht von ihren Lippen. „Goebel?“ „Ja, er ist Herrn Koperskis Stiefbruder!" zuch so!“ „Arthur Goebel sprang aus dem Wagen, als der ihm winkte. War mit wenigen Sprüngen im Hause. Verdammt lange hatte das gedauert. Schwester Selma erwartete ihn. „Nun?“ „Es ist alles wieder in Ordnung!“ „Großartig! Vollständig? Sie kann wieder laufen, wieder sprechen?“ „Alles!“ Schwester öffnete die Tür. Arthur Goebel sah Lux Meyerhof vor sich stehen. Sie lächelte ein wenig, als sie ihm die Hand entgegenstreckte. ## Schöne Dummheiten machen Sie, Fräulein Lux!“ Dank, Her Profesors=t 6 da wieder aut WVielen gngieher Bruder ist noch nicht gekommen!“ fragte „Nee! Vielleicht ist in Ludwigslust was nicht in Ordnung und er kann dort nicht weg. Ich möchte mit Fräulein Meyerhof so schnell wie möglich nach Berlin zurück „Vielleicht warten Sie noch etwas...“ Arthur Goebel schien zu überlegen. schen2eshnagnn man machen! Aber ich möchte inzwirühstücken— und ich denke, Ihnen wird as. Tasse schöner Kaffee auch guttun, was, Fräulein „Ich möchte.. der Hexr Professor ist so liebenswürdig und sagt„Alexander„Bescheid, daß wir im„Alsterpavillon“ auf ihn warten!“ Natürlich!“ gieKgoßer.u. schloß sich Lux Meyerhof dem Bruder gewartek Koperstis an. Sie hätte lieber bier auf ihn Sie nahm neben Arthur Goebel im Wagen Platz. Er ließ den Motor anspringen und den Wagen langsam anrollen. Plötzlich fiel Lux Meyerhof etwas ein: „Sie sprachen vorhin von Ludwigslust, Herr Goebel. Was hat, Herr Koverski, dort zu tun?“ „Ach so, das wissen Sie ja noch nicht! Jung sollte aus Hamburg holen— mein Bruder wollte dann die Injektion selbst machen. Na, und da ist der Junge auf der Rückfahrt gegen einen Baum gefahren..“ Sie packte seinen Arm und sah ihn entsetzt an. „Tot?“ „Nee, nee! Verletzt nur!“ Er fuhr am Alsterpavillon vorbei. „Sie wollten doch hier..., „Ich hab mir's überlegt! Wir werden gleich zurückfahren.„Es zt besser, wenn Sie bald zur Ruhe komUnd Alexander kann ja allein nach Berlin zurück. Und vielleicht wollen Sie mal'n Augenblick in zuowigslust haltmachens“— Augenbis Gortsetzung folgt.) Tuenen und Sport Aür Seiden Goamrenterrehrdur in Welttalen-Süd Die Deutsche Arbeitsfront in der „Kraft durch Freude“ führt auch im Winterhalbjahr 1940/41 die Gaumannschaftskämpfe der KdF.=Schachkreisgruppen von Westfalen=Süd durch. Die Kämpfe sollen dazu beitragen, den Gedanken„Schach ins Volk“,„Schach in die Betriebe“ An den Gaumannschaftskämpfen beteiligen sich die R dF.= Kreisgruppen Lüdenscheid, Dortmund, Hellweg, Iserlohn, Herne, Hattingen, Bochum und Witten. Die Termine sind wie folgt festgelegt worden: 1. Runde am 15. Dezember, Lüdenscheid— Witten; Dortmund— Bochum; Hellweg P,#ttingen: Iserlohn— Herne Witten— Heruez, Ogtingen— Iserlohn: Bochum gegen Hellweg; Lubenscheib— Dortmund 3. Runde ag 19. Januar 1941 gadenscheid: VlerDortmunds— Witten: Hellweg— Lubenscheib; Jieklohn— Bochum: Herne— Hattingen 4. Runde am 9. Februar 1941 ug: Ladenscheih ge. Witten— Hattingen: Bochum— Herne, Lubenscheib gegen Iserlohn: Dortmund— Hellweg 5. Runde am 23. Februar 1941 uund: Lattingen 9. Herne— Witten; Iserlohn— Dortmuno; Hatlingen geKünde. Periie.— Bochum Witten— Bochum: Lüdenscheid— Hattingen: Dortmund— Herne: Hellweg— Iserlohn Iserlohn— Witten: Herne— Hellweg: Hattingen gegen Dortmund: Bochum— Lüdenscheid Gastgeber ist immer die erstgenannte Kreisgruppe.—. In (Somit baben sich die Favorten des, Vorsahres wieder bazu beitragen werden, weitere Freunde in den Letrieben für das königliche Schachspiel zu interessieren. Vorschlußrunde zur Welttalenmeilterschaft der Amateurboxer am 29. Dezember in Hagen Nach der großen Sichtung am letzten Sonntag in Witten zemiber in der Hagener Stadtpguegote. Boglernpenpee letzten Teilnebnier für die Endkämpfe, die am 12. Januar 1941 im Bochumer Schützenhof durchgeführt werden, eimittelt. Das Programm für Hagen weist, insgesamt zehn Treffen auf, die in den einzelnen Klassen wie folgt lauten: Bantamgewicht: Neusel(SA.=Standarte 137 Buer) gegen Bedergewicht: Sandhoff(Hüttenv. Dortmund)— Schlüter Strangfeld 2(Herten), Leichtgewicht: Schmedes(Edelst. Dortmund)— Ackermann Weltergewicht: Noreck(Gladbeck Wehrmacht)— LewansMittel geteinper gg serlohn)— Pegahhaggesch Dortm.), Halbschwergewicht: Weyrich(Hütte Dortmund)— Wessoly Schwergewicht: Schmidt(Witten)— Turau(Dortm.=Körne), Koosche(Altena)— Kuhnhenn(Bochum 19). In Hagen sind Meister Rudi Pepper und Altmeister Karl Schmedes(beide Dortmund) mit von der Partie, so daß die Tageskarte schon eine ganz besondere Würze erhält. Auf der ganzen Linie kann mit harten Auseinandersetzungen gerechnet werden. Prodel loll Tiller boxen als Gegner für den Norweger Henry Tiller in ersten Kampf, algpittelgepschiler# er zusammen mit dem Deutschen Weltergewichtsmeister Gustav Eder hart arbeiten will. Eder betreut bekanntlich auch den jungen Aachener Jean Kreit, der es fertigbrachte, durch einen entscheidenden Sieg über Heuser dem Bonner die Meisterwürde im Halbschwergewicht zu nehmen. Eder kennt Heuser also ganz genau, und Neusel wird bei seinem engeren Landsmann in guten Händen sein. Bochumer Eisläufer rülten lich „Nachdem für unsere Rollschuhläufer die Saison unter freiem Himmel beendet ist hat das Stadtamt für Leibesübungen den Bochumer Rollschuh=Kunstbeflissenen die Genehmigung erteilt, ihr Tratning während der Wintermonate in der Städtischen Turnhalle Bismarckschule an der Königsallee durchzuführen. Ein großer Teil aller Rollschuhkunstläuser befaßt sich in der kalten Jahreszeit fast automatisch mit dem Eiskunstlauf. So befinden sich auch einige der bekanntesten Bochumer Rollschuhläufer seit mehreren Wochen im Eislauftraining auf der Kunsteisbahn in Essen. Dort findet in diesen Tagen vom 16. bis„21. Dezember ein Lehrbekannte Paar Hetty Nähle(Dortmund) Kurt Mülker (Bochum) teilnimmt. Die Leitung dieses Kursus liegt in den Händen des Reichssportlehrers Theo Lazz(Berlin). Nähle Müller, die es mit ihrem Eislaustraining sehr ernst nehmen, sind in ihrer Entwicklung bereits so weit fortgeschritten, daß man sie für die Anfang Januar geptante Eiskunstlaufveranstaltung in Essen, deren Mittelpunkt das Auftreten des Ebepaares Baier bildet, verpflichtet hat. Zum ersten Male werden diese beiden hoffnungsvollen Nachwuchsläufer in der Deutschen Paarlaufmeisterschaft, die am 25. und 26. Januar in München stattfindet, zusammen mit der Meisterklasse Ehepaar Bater, Geschwister Pausin, Koch, Noack usw. starten und um die begehrte Krone des Deutschen Meisters kämpfen. Wenn auch für den Titel nur die beiden Erstgenannten in Frage kommen, so ist tor Können und der Mut, sich in einen solchen Kampf zu wagen, doch aller Ehren wert. Warten wir ab und hoffen wir, daß es ihnen gelingt, einen ehrenvollen Platz zu belegen. Auch Hannelore Stepmann vom Bochumer Rollund Schlittschuhklub, die bereits auf den diesjährigen Deutschen Jugendmeisterschaften angenehm überraschte, hat so gute Fortschritte im Eiskunstlauf gemacht, daß man ihr in der kommenden Saison wohl Anerkennung zollen und noch öfter von ihr reden wird. Dr. Terlanda Nachfolger von Rehak An Stelle des im Sommer tödlich verunglückten Vorsitzenden Rehaf, wurde der bisherige Vizepräsident Dr. Terlanda zut Präsidenten des Olympischen Komitees der Slowakei gewählt. Zum Gedächtnis an den Sportführer Rehak wurde ein Wanderpreis geschaffen, der jeweils für die bese Leistung innerhald eines Jahres im sindet in diesen„Tagen vom 16. bis 21. Dezember ein Lehr= weils für die beste Leistung ini gang des RSRL. im Eiskunstlauf statt, an dem auch das slowakischen Sport vergeben wird. Von- Miss auroTro,s-Timnalen! Zur Weltrekordleiltung von Anni Kapell :04,8 Min.: A. Geraghty G Hazelius Mit der München=Gladbacherin Anni Kapell hat sich am Sonntag die dritte deutsche Schwimmerin in die Weltrekordliste des 400=Meter=Brustschwimmens eintragen können, denn an der Anerkennung ihrer hervorragenden Zeit von:13,2 Minuten ist bei der sorgfältigen Beobachtung aller Vorschriften für einen Rekordversuch nicht zu zweiseln. Eine Uebersicht über die seit 1922 gesübrte Liste der Welthöchstleistungen über die 400==Brust=Strecke der Frauen läßt die kaum vorstellbare Verbesserung der Lei=.29,0 min. stungen erkennen Innerhalb von fnapy vier Jahren wurk (USA.) 30. 8. 1925 (Schweden) 13. 8. 1926 :54,8 Min.: M. Baron(Holland) 20. 3. 1927 :46,8 Min.: H. Schrader(Deutschand) 8. 5. 1928 :45,6 Min.: M. Baron(Holland) 24. 11. 1928 :41,4 Min.: C. Wolstenholme(England) 25. 11. 1930 1922 geführte Liste:38,4 Min.: J. Kastein(Holland) 2. 4. 1932 Brust=Strecke der:31,4 Min.: J. Kastein(Holland) 17. 12. 1932 :290'.: J. Kastein(Holland) 29. 4. 1933 Mayehata(Japan) 1. 10. 1933 ih= Genenger(Deutschland) 7. 3. 6:15.8 Min.: J. Sörensen(Dänemaxk), 48.,½1939 ger bekannten Schwevin Hazenus uf.95,5 Minuten,.15.8 Rin.: M. Lenk(Brasttien) 12. J. 1939 Dann ging die Verbesserung Schritt für Schritt weiter. Als:13,7 Min.: I. Waalberg„ougngl. gg.„11. 194210 erste deutsche Schwimmerin trug sich am 8. Mai 1928 die:13,2 Min.: Anni Kapell(Beurschland) 15. 12. 1940 Magdeburgerin Hilde Schrader in die Liste ein indem sie den von den Holländerin Baron gehaltenen Rekord um acht Sekunden verbesserte. Am 7. Mai 1937 folgte dann als zweite Deutsche die Krefelderin Frau Martha EngfeldGenenger. die die Höchstleistung der japanischen Olympiasiegerin Mayehata um.6 Sekunden auf:19,2 Minuten verbesserte. Ueber Inge Sörensen, Maria Lenk und Jovie Waalberg ist nun als dritte deutsche Brustschwimmerin stungen erkennen. Innerhag von inapp vier Fahten wurde.#4,8 Min.: H. Mayehata(Japan) 1. 10. 1933 per erste Weltrekord der Bergierin Van den Bogaert von 16:19,2 Min.: M. Engselo=Genenger(Deutschland) :42,2 unter die„=Minuten=Grenze gedrückt, und zwar von:16,2 Min.: J. Sörensen(Dänemark) 18. 1. 1939 der hekannten Schwedin Hazelius gef:593 Minuten.:15,8 Min: M. Lenk(Brasilien) 12. 10. Der Reichssportführer dankt allen Mitarbeitern Reichssportführer von Tschammer und Osten hat eine Botschaft an alle Mitarbeiter, Kameradinnen und Kameraden im RSRL. gerichtet in der er der bevorstehenden Kriegsweihnacht und der Neujahrsfeter gedenkt und in Verbindung mit einem Ausblick auf die Arbeit des Jahres 1941 allen Helfern für ihre Mitarbeit seinen Dank ausspricht. Der Reichssportführer betont, daß alle Lücken, die durch die Einberufungen entstanden sind, aus den eigenen Kräften wieder geschlossen werden konnten. Die unzählbaren Scharen der älteren Amtsträger sprangen ein, und wenn Rot am Mann war, dann wuchs auch die Jugend in die Aufgabe hinein, die Pflichten der Aelteren zu übernehmen. Der Reichssportführer bezeichnet es als ein Bedürfnis, dem Heer seiner ehrenamtlichen Helfer im weiten Vaterlande, den Männern und Frauen, die bis in das einsame Dors im Gebirge die Flamme der deutschen Leibesübungen lebendig valten, sowie seinen Mitarbettern in den Kreisen und Bezirken, den Bexeichen, Fachämtern und Verbänden gegenüber zum Ausdruck zu bringen, wie sehr er ihre Arbeit und ihren Einsatz anerkennt und wie dankbar er dafür ist. Die stillen und treuen Arbeiter, deren Wirken oft genug von niemand beachtet wird, sind gerade, so heißt es weiter, die Künder der Kraft unseres Ideals Wir wollen und werden nicht müde werden, alles zu tun, dem Werke zu dienen; denn vor allen deutschen Geschlechtern ist es in unsere Hand gegeben, seine Vollendung zu sichern, so fährt der Reichssportführer fort. Nicht im Aeußerlichen wird sich diese Arbeit erschöpfen und der RSRL. will auch nicht nach seinen Veranstaltungen gemessen werden, sondern entscheidend ist und bleibt die Leistung aller in dem Bemuhen, immer mehr deutsche Männer, Frauen und Kinder an den Quell unserer Kraft und unserer Freude zu führen. In der Gewinnung immer mehr deutscher Menschen für den Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen steht der Reichssportführer die große Aufgabe der Zukunft und in diesem Sinne klingt die Botschaft in das Gelöbnis aus: „So soll uns im Dienste unseres Führers auch 1941 keine Arbeit zu schwer, kein Tag zu lang und kein Weg zu weit sein!“ Handelsteil 1937 Toie.. W. WG.—— Internationales Tennisturnier in Barcelona Das alljährliche Weihnachts=Tennisturnier in Barcelona, das vom 22. bis 26. Dezember stattfindet, weist eine gute internationale Besetzung auf. Neben den spanischen Spitzenspielern Blanche und Carles sind aus dem Auslande die Anni Kapell gefolgt. die damit ihren ersten großen Erfolg Jugoslawen Puncec und Pallada sowie aus Italien Romain ihrer vielversprechenden Laufbahn errungen hat. noni, Cucelli und Waky San Donnino gemeldet. Deutsch„„„aie Weltrekordliste hat im einzelnen folgendes Aus= land bleibt unvertreten, nachdem erst vor einigen Wochen Roderich Menzel und Beuthner in Barcelona einen Städte:42.2 Min.: E. Ban den Bogaert(Belgien) 7. 10. 1922 :20,0 Min.: J. Gilbert(England) 22. 10. 1923 kampf austrugen und diese Begegnung:1 gewannen. Uen= Eideneiten in körperlich Trägerin des EhrenStadtteil Hamme Frau Witwe Christiane Neese, Wegescheid 13, begeht am heutigen Tage ihren 79. Geburtstag. Sies und geistig noch sehr rege; auch ist sie Träg kreuzes der deutschen Mutter. Stadtteil Gerthe Kameradschaftsahend. Die Betriebsge Schachtantage„Lotyringen 1/3“ hieu am Sonnabend im Lokale Kalthoff einen Kameradschaftsabend ab, zu dem sich die Gefolgschaftsmitglieder mit ihren Angehörigen recht zahlreich eingefunden hatten. Gefolgschaftsführer Bergwerksgaben der genommen. Weiterhin kommen noch die beiden Dänen Hans Holdt und Henry Nielsen sowie der Finne Sten Suvio in Frage. Joc Louis K..-Sieger Zum zwölften Male verteidigte Joe Louis in jetzt seinen Titel als Schwergewichts=Weltmeister mit Erfolg. Sein junger Herausforderer Al McCoy, der einen meist Ptozaetetiter sos Verlsetzung über dem linken Auge ristische Vorträge und Turndarbietungen der Bergsungleute nietier Vutte, ett, ety pschteu#n der Lothringer Anlernwerkstatt vervollständigten das Programm. vor. Musikaltsche und andere Darbietungen Feierstunde ein würdiges Gepräge. Am Mittwoch wurde Frau Mathilde Domagalla, Linden, Hattinger Straße wohnhaft, 79 Jahre alt. Trotz ihres hohen Alters erfreut sie sich noch einer verhältnismäßig guten geistigen und körperlichen Rüstigkeit. 14 Kindern schenkte sie das Leben. Davon leben noch acht. Mit diesen und den Enkeln konnten zahlreiche Verwandte und Betriebsgemeinschaft, der Bekannte gratzliererz.— 70 Jahrezwurde der Lindener bief:„ Fanmahand im Volksgenosse Karl Fäger, er wonnz, Svtesenstraße, 10. Den beiden hochbetagten Lindenern gilt auch unser Glück=, wunsch. Aus dem Kreis der Theaterfreunde. Die Mitglieder der direktor Dr. Dohmen entbot Gefolgschaft und Gästen den in Linden=Dahlhausen bestens bekannten„Gesellschaft der Willkommsgruß und betonte dann den Sinn dieser Veran= Bühnenkunst“ trafen sich in ihrem Vereinsheim ScheidtMan wolle aus der Freude neue Kraft für die mann=Schmidt zu einer Besprechung. Vereinsführer W. meister, hatte, erchtt, eige Verchhe und trat zur sechsten nunde nicht mehr an. 16 Vereine sind noch ungeschlagen In den Fußball=Meisterschaftsspielen in den Spoxtheret: chen haben sich bis jetzt nur noch 16 Vereine ohne NiederDen beper, sich Fönnen Am letzten Sonntag ist im Elsaß lage beyaupten konnen. Am letzten Sonntag ist im der FC. Mülhausen durch eine:=Niederlage gegen die SVg. Kolmar aus der Liste der ungeschlagenen Vereine ausgeschieden. Die 16 Vereine verteilen sich auf folgende Sportbereiche: aktigen Operette, bei deren Aufführung auch Mitglieder der Bochumer Spielgesellschaft„Harmonie“ mitwirken werden. Tüchtige Stenographen. Im Rahmen einer vorwethnachtlichen Veranstaltung fand am Sonnabend im Lokal Schlagausstellung. Der Brieftaubenzüchterverein„Richt= Oelmann in Linden eine Ehrung der besten Stenographen hofen" führte vergangenen Sonnabend und Sonntag im der Linden=Dablbauser Stenographenschaft statt. In seiner Vereinslokal Hanholz eine Ausstellung durch, auf der 80 Begrüßungsansprache umriß Vereinsführer Bärwaldt Tiere aus zehn Schlägen ausgestellt waren. Preisrichter die rege Tätigkeit der Mitglieder in der Kriegszeit. AnGrewe aus Castrop hatte gutes Tiermaterial zu richten. läßlich des letzten Leistungsschreibens wurden Urkunden Den besten Altvogel stellte Emil Fischer mit 18,5 Punkten, vergeben. Fräulein Scholz konnte sich für die Leistung TomaczewfR mit 18,5 Punkten, von 180 Silben, den Titel der„Vereinsbesten“ zulegen. Als Lohn bekam sie einen schönen Buchpreis. Auch die Stenographen, die den Gruppen unter 180 Silben angehörten, konnten mit Buchpreisen bedacht werden. die beste Alttäubin Egon Tomaczewstk mit 18,5 Punkten, den besten Zugvogel Ignaz Greskowi mit 17 Punkten und die beste Jungtäubin August Schlottmann mit 17 Punkten. Ostpreußen: VfB. Königsberg. Pommern: LSV. Ster= In der Schlagbewertung erreichte Karl Graefingholt 140,5 Germania Stolp. Schlesien: Vorwärts=Rasensport Punkte, Stanislaus Balzerzak 138 Punkte. Egon Tomaleiwitz. Sachsen: Dresdner Eé, Nordmark: Hamburgz czewstt 137,5 und Gebrüder Werner 135.5 Punkte; Orlowsti isen: Hannover 96. Westfalen: Schalke 14.: 155 Fmil Gättig 105 Emil Sischer 124 K tin, SV. Niedersachsen; Hunug#e.50. Mittelrhein: Mülheimer SV. Hessen: Sport Kassel.„Südwest: Offenbacher Kickers. Baden: VfB. Mühlburg. Eljaß: RSC. Straßburg. Württemberg; V/B. Stuttgart. Danzig=Westpreußen: Preußen Danzig. Sudetenland: LSV. Pilsen. Zamora ist Fußballchrer Der berühmte„spanische Subbegtersrag:, Viggrdge, Jamora##urgu hat sein großes Können in von Bient des sportlschen vieu über die aufbaues seines Landes gestellt und ist Fußballehrer geworden. Zamora hat eine Anstellung beim Sportclub der spanischen Luftwasse, Athletie Avacion Madrid, gesunden. Paul Janes spielte bei Wilhelmshaven Der Düsseldorfer Fortune Paul Janes war setzt erstmalig als Gastspieler bei Wilhelmshaven 05 tätig. guten Verteidigungsarbeit des Düsseldorfer Re lers gewann Verteidigungsarbett des Düsseldorfer, Nattonalspieters gewann der Taveuenführer von Niedersauhssen, in dessen Reihen auch der frühere Schalker Barusfka steot, im Freundschaftsspiel gegen Hamborn 07 mit:1(:). Freundschaftsspiel gegen Hamborn Münzenberg— Gauchel in Frankreich Reinhold Münzenberg(Alemannia Aachen) und Jupp Gauchel(Koblenz=Neuendorf), die beiden früheren Spieler der Fußball=Nationalmannschaft, sind in Frankreich zusammengetrofsen. Münzeuberg, von dem es hieß, daß er als Gastspieler in Berlin spielen würde, hat mitgeteilt, daß daraus wohl nichts werde, weil er„momentan in Frankreich" zu tun habe. Neusel arbeitet mit Eder zusammen Die Eröffnung des neuen Berufsvorjahres in der Reichshauptstadt bildet der Kampf zwischen Walter Neusel und Adolf Heuser, der am 26. Januar in der Deutschlandhalle zum Austrag kommt und als eine der offiziellen Ausscheidungen zur Deutschen Schwergewichtsmeisterschaft über zehn Runden und mit Fünf=Unzen=Handschuhen vom Verband anerkannt worden ist. Während Heuser seine Vorbereitungen zusammen mit Jakob Schönrath und Richard Stegemann in Berlin trifft, zieht sich Walter Neufel kurz nach I Weihnachten wieder nach Benneckenstein im Harz zurück, wo!# 135, Emil Göttig 135, Emil Fischer 134.5, Willi Fischer 134, August Schlottmann 133 und Grefkowiak 131,5 Punkte. Stadtteil Weitmar Sturmbannappell des Sturmbanns IV/17. Am Sonntag fand ein Appell des SA.=Sturmbanns IV/17 statt. Nach den Eröffnungsworten von Obersturmbannführer Robert Langer sprach SA.=Obertruppführer Theimann über„Freimaurextum und Logenwesen". Er gab einen Ueberblick über die geschichtliche Entwicklung und schilderte ausführlich die Bräuche in den Logen, ihre Eintetlung und Einrichtungen. Eingebend behandelte er den Einfluß, den sie im polittschen Leben der Völker hatten. Vor allem hat sich England dieser unsichtbaren. geheimnisvollen und gewaltigen Macht bedient. Auch im Deutschland der Vorkriegszeit waren viele bedeutsame Staatsmänner Logenmitglieder, die eine für Deutschland sehr unheilvolle Tätigkeit entfaltet haben. Anschließend sprach Pg. Roß über die Betreuung der verletzten Kriegsteilnehmer und über die Fürsorge für die Hinterbliebenen. Den Beschluß des Appels bildete eine Ansprache des Obersturmbannführers an die Männer, die er ermahnte, weiterhin Kämpfer und Soldaten des Führers zu sein. Silbernes Arbeitsjubiläum. Im Werk Weitmar des Bochumer Vereins konnten in diesen Tagen der Schlosser Emil Klein und der Waschkauenwärter Joseph Czaikowski von hier auf eine ununterbrochene 25jährige Tätigkeit zurückblicken. Beiden Jubilaren, die Weltkriegsteilnehmer sind. wurden an ihrem Ebrentage von Werksverwaltung und Arbeitskameraden verdiente Ehrungen zuteil. Aus dem Nachbalgeviel Ennepe=Ruhrkreis Ein Mann warf sich vor den Zug Am Montag, kurz nach 14 Uhr, wurde am Ausgang des Tunnels zwischen Hattingen und Blankenstein„An der Kost" die Leiche eines Mannes gesunden, der, wie die Ermittlungen ergaben, dadurch Selbstmord beging, daß er sich vor den Zug geworfen hatte. Der Tote, der im 78. Lebensjahr stand, stammt aus Bochum. Stadt Wattenscheid dem Prüfungsausschuß der Handwerkskammer zu ind bestand Frau Dorothea Hilbers, WaterWeg 9, die Meisterprüfung im DamenschneiderhandStadtteil Linden=Dahlhausen Vorweihnachtliche Feierstunde der Im Lokal Rose trafen die Mitglieder der NSDAP., Ortsgruppe Dahlhausen, zu einer festlichen Feierstunde zusammen. In einer Begrüßungsansprache, die dem Lied „Heilig Vaterland“ und einem Vorspruch folgte, ermahnte Ortsgruppenpropagandaletter Kortmann zum Glauben an Deutschland. Er sprach von den Opfern, die im Glauben an Deutschland gebracht seien und die uns Vorbild sein müßten. Insbesondere schälte Pg. Kortmann die Pflichten heraus, die alle Nationalsozialisten heute haben. Im Rahmen der Feierstunde nahm Ortsgruppenleiter Po. Kechel die Verteilung von 70 neuen Mitglievsbuchern 5 Vor Dortmund manns Weg werk. i Röntgen=Untersuchungen in Wattenscheid. Der=Sanitätssturm 30 Frankfurt führt jetzt in den Wattenscheider Schulen und Betrieben die Röntgenuntersuchungen durch. Stadt Wanne=Eickel Unvorsichtigkeit führte zum Tode Am 14. Dezember gerieten die Kleider eines Mannes aus Wanne=Eickel, der sich zum Wärmen an den Osen setzte, in Brand. Obgleich er selbst sofort die brennenden Kleider herunterriß, erlitt er so schwere Brandwunden, daß seine Ueberführung in das Krankenhaus notwendig war. An den erlittenen Verletzungen ist er dann am 16. Dezember gestorben. 71 Jahre alt wurde gestern die Trägerin des goldenen Ehrenkreuzes der deutschen Mutter Frau Lina Allendorf geborene Börs, Horststraße 19.— Den 70. Geburtstag feiert heute Frau Emma Schnull geborene Bender, Minister=Frick=Straße.— Der Unterärzt Dr. med. Herbert Drees wurde zum Assistenzarzt befördert. 40 Jahre Männergesangverein„Sängerbund“.. Der Männergesangverein„Sängerbund“ kann auf ein 40jähriges Bestehen zurückblicken. Der Chor hat in den verflossenen Jahrzehnten viele Konzerte veranstaltet und einen großen Kreis von Freunden erworben. Trotz des Krieges geht der Uebungsbetrieb weiter. Das Jubiläum soll nach dem Kriege in würdiger Form gefeiert werden. Mehr Urlaub für den Dienstverpflichteten Der Reichsarbeitsminister hat zwei Anordnungen zur Urlaubsfrage erlassen. Durch die erste Anordnung wird der Urlaub der Dienstverpflichteten neu geregelt. Bisher hatten die Dienstverpflichteten erst dann Anspruch auf Urlaub, wenn sie in dem Betrieb, in den sie zur Arbeit dienstverpflichtet wurden, die dort. tärtflich vorgesehene Wartezeit zurückgelegt hatten. Sie hatten also in der Regel erst nach sechs Monaten Dienstleistung Urlaubsanspruch. Außerdem erhielten sie dann nur soviel Urlaub, wie dort für das erste Jahr der Betriebszugehörigkeit vorgesehen war, die längere Betriebszugehörigkeit zu dem Betrieb, dem sie vorher angehörten, wurde ihnen also nicht angerechnet. Die neue Anordnung beseitigt nunmehr diese Benachteiligung des Dienstverpflichteten. Der Dienstverpflichtete hat im jetzt laufenden Urlaubsjahr bereits dann Anspruch auf Urlaub, wenn seine Dienstleistung zwei Monate gedauert hat, außerdem wird die Dauer seiner Betriebszugehörigkeit zum alten Betrieb bei der Bemessung der Urlaubsdauer im neuen Betrieb berücksichtigt. Er bekommt also soviel Urlaub, wie er ohne die Dienstverpflichtung bekommen haben würde. Infolge der Kriegsverhältnisse haben viele Arbeiter noch nicht ihren Urlaub nehmen können. Die zweite Anordnung des Reichsarbeitsministers bestimmt daher, daß der rückständige Urlaub für 1940 bis spätestens zum 30. Juni 1941 gewährt werden soll und vor diesem Tage nicht verfällt. Wo der Urlaub ausnahmsweise nicht gewährt werden kann, kann der Reichstreuhänder die ganze oder teilweise Abgeltung des Urlaubs zulassen. Die Anordnung bestimmt weiter, daß Soldaten, die einen Arbeitsurlaub erhalten haben, nach dreimonatiger Beschäftigung im Betrieb ein Urlaub von sechs Tagen zusteht. Sind sie sechs Monate im Betrieb, so gelten für sie die auch für andere Gefolgsleute geltenden Urlaubsbestimmungen, soweit sie danach auf mehr als 6 Tage Urlaub Anspruch haben. Endlich legt die Anordnung fest, daß alle werktätigen Frauen, deren Männer als Soldaten mindestens drei Monate vom Wohnort abwesend waren, dann, wenn der Mann auf Urlaub kommt, bis zur Dauer von 18 Arbeitstagen im Urlaubsjahr von der Arbeit freizustellen sind. Ver normale Urlaub der Ehefrau wird auf diese Freizeittage angerechnet. Kann die Frau nicht solange von der Arbeit freigestellt werden, so kann der Reichstreuhänder die Zeit der Freistellung und des normalen Urlaubs bis auf zusammen zwölf Tage herabsetzen, jedoch nicht unter die Dauer des Urlaubs, auf den die Frau Anspruch hat. Gutes Weihnachtsgeschäft in Pelzen Pelze aus deutschen Pelztieren sind zur Zeit in einem Umfange gefragt wie noch nie. Insbesondere das Kanin wird als Seal=Kanin in den verschiedensten Formen so als Umbang, als Kragen, als Mantel usw. verlangt. Der Hamster liegt neben dem Kanin in vorderster Front: hauptsächlich wird er für Damenmäntel und als Innenbesatz für Herrenmäntel für den Wethnachtstisch gefragt. Sehr beliebt als Geschenkarttkel ist in diesem Jahr der deutsche Rotsuchs. Die Nachfrage kann nicht voll befriedigt werden. Auch Steinund Baummarder sind sehr begehrt. Edelpelzwerk wird auch stark verlangt, aber die Umsätze sind auf die dem Kürschnergewerbe zugeteilten Mengen beschränkt. Edelpelze werden in erster Linie der Ausfuhr vorbehalten. Schuhe vom hausgeschlachteten Schwein Die Erfahrungen, die mit der Enthäutung von Schweinen zur Ledergewinnung auf den Schlachthöfen gemacht worden sind, haben sich so erfolgreich bewährt, daß künftig auch bei hausgeschlachteten Schweinen die Entbäutung und Gerbung der Schweinehaut für die Lederverarbeitung zugelassen worden ist. Da mehr als ein Drittel aller Schweine zu Hause ihr Leben lassen, bedeutet das eine nicht unwesentliche Erweiterung der Lederbasts. Dabei fällt insbesondere ins Gewicht, daß es sich bei den Hausschlachtungen meist um schwere Tiere mit kräftiger Haut handelt, die sich zur Verarbeitung von derbem Leder besonders eignen. Freilich müssen gewisse Maßnahmen berücksichtigt werden; es dürfen im Interesse der Fetterhaltung z. B. nur geübte Enthäuter verwandi werden." Der Bauer darf die Haut seines hausgeschlachteten Schweines im Lohn gerben und sich aus dem Schweineleder Schuhe machen lassen. Hierin liegt ein großer Anreiz für eine Verarbeitung der Haut des hausgeschlachteten Schweines. Abrechnung des Stromverbrauchs in Luftschutzräumen. Der Reichskommissar für die Preisbildung hat den Arbeitspreis für Heizstrom, der in Luftschutzräumen verbraucht wird, die von Angehörigen mehrerer Hausbalte benutzt werden, auf 6 Pfennig herabgesetzt: der gleiche Preis ist für in Luftschutzräumen verbrauchten Lichtstrom, dessen Verbrauch zugleich mit dem des Heizstromes gemessen wird, festgesetzt worden. Börsen schwächer Die Aktienmärkte der Berliner Börse waren am Mittwoch auf einen schwächeren Ton gestimmt. Der an sich nur mäßlgen Verkaufsneigung stand kaum Aufnahmelust gegenüber. Auf allen Marktgebieten kam es daber zu Kurseinbußen.— Gewinnmitnahmen bei mangelnder Kauflust drückten an den Aktienmärkten der Rheinisch=Wenfaltschen Börse zu Düsseldorf auf das Kursniveau. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, dröckelten die Kurse bis 1 v. H. ab.— Amtliche Kursnotierungen an der Berliner Börse vom 18. Dezember 1940: Farbenindustrie 195,20; Harpener Bergbau 163.70.— An der Dusseldorfel Börse wurden notiert: Constantin der Große 7700 G. 8300.; Balcke Maschinen 168.00; SchlegelScharpenseel 172,00; Vereinigte Stahlwerke 139.00. AHAONT wirkt schmerzstillendAIVIO Leittischend- beiebend= Amol Karmelitergeist ab 80 Rpf. in all. Apotheken u. Drogerien Rbreurahhsthhat Gcut Hortghaau! Leis: 200 g Kunsthonig. 106g Jucker, 30 g Butter(Margarine), 1 Ei. etwas Salz, 1/2 gestr. Ceel. gemahlener Anis oder Zimt, 2 Cropfen Dr. Oetter Back=Kroma Bittermandel, 10 Cropfen Dr. Oetter Ruchengewürz=Kroma, 1 Ehl. Wasser, 300 g Weizenmehl, 7 Päckchen Dr. Oetter„Backin“. Sülluns: 250 c geschälte, kleingeschnittene Apfel“), 125 6 gereinigte Rosinen und Korinthen, 65 g in Würfel geschnittenes Zitronat, 50 g gehackte Mandeln oder haselnutkerne, abgeriebene, gelde Schale einer Zitrone, 1 in Stücke geschnittene Zitrone(ohne Schale), 1 Ezl. Wasser, 50 8 Juder. Aut: 100 8 Puderguder,—2 Ej1. Juronensaft. honig, Jucker und Hett werden zerlassen. In die fast erkaltete Masse rührt man das Ei, die Gewürze, das Wasser und 2/3 des mit„Backin“ gemischten und gesiebten Mehls. Den Rest der Mehls vertnetet man mit dem Teigbrei zu einem festen Ceig. 2/3 davon rollt man auf einem gefetteten Backdlech aus(reicht für 3/6 eines Bleches von 32X46 cm) und drückt ihn an den Seiten etwas hoch. Der Abrige Ceig wird passend zu einer Decke ausgerollt. Sür die SAllung werden die Zutaten miteinander vermengt und unter Rühren einmal aufgekocht. Nach dem Erkalten verteilt man sie gleichmäßzig auf dem mit Ceig belegten Backblech, legt die Teigdecke darauf und sticht sie mit einer Gabel mehrmals ein. *) An Stelle der Apfel kann man auch 300 g nicht zu sühe Marmelade verwenden. Der Ehlössel Wasser und die 30 g Jucker sind dann nicht erforderlich. Außerdem wird diese Süllung nicht aufgetacht. Baczeit: Etoe 20 Minuten bei storter Hize. SAr den Gut führt man den gesiebten Puderzucer mit se viel Ittronensaft glatt, daß eine dickflüssige Masse entsteht. Sofort nach dem Backen bestreicht man den Auchen damtt und schneidet hu in gleichmötzige Streisen(stos 389 cn) Piute ausschasiden! Dr. Oetker * Backmullver „Osttenri e bang— Presse-Hoffmann .. Dr. Ley bei den Bergmamannskindern in Saarbrücken, als Weihnachtsgaben an 350 Kinder verun glückter oder gefallener Bergmänner verteilten. Wit machen täglich unser Geseilenstaul Vom„Tempo“ der Zeitung— Ein Wort zur Berufswahl Die Zeitung ist eine so alltägliche und zugleich notwendige Erscheinung, daß man in gewissem Sinne sich ihrer Existenz erst bewußt wird, wenn sie einmal fehlt. Das ist dann genau so“, sagte einmal ein alter Freund oes„Bu“,„wie wenn man keine Uhr im Hause hat.“ . Leser macht sich im allgemeinen keine Gedanken oarüver, wie eigentlich sein tägliches Blatt entsteht, ihn interessiert durchweg nur der Inhalt. Die Einzelheiten seiner Herstellung sind für die große Masse in ein geheimnisvolles Dunkel gehüllt. Von hundert Berufen kennt die Allgemeinheit ziemlich genau den Arbeitsverlauf, von der Zeitung, dem alltäglichsten Produkt, wüßte darüber kaum ein Laie etwas zu sagen. Nur daß es auf„Tempo““ eingestelch ist geben, muß, daß bier alles ge seut is, das spürt auch der Leser. es gelegentlich mit diesem„Tempo“ auf sich hat, dafür ein Beispiel aus der Praxis: Vor gut 15 Jahren gibt ein führender Politiker in däischen Hauptstadt vor dem Parlament eine wichtige Erklärung ab. Unser Vertreter notiert sich der Presstrihung den Wortlaut und stürzt ans sich warten. mit Deutschland läßt auf Der Mann fiebert, rast, jede Sekunde ist koitbgr, deng in einer halven Stunde soll schon mit dem Ttan bei Zeitung in der Heimat begonnen werden, muß begonnen werden, wenn die Leser zur gewohnFöß Zeäg ihr Blatt erhalten sollen und wenn man die ämase erreichen will, die die Zeitungen zu den auswartigen Avonnenten bringen. Anderseits darf diese in der nachsten Ausgabe nicht fehlen. Endlich ist die Fernsprechvervindung hergestellt, ein tüchtiger Pressestenograph nimmt das Diktat des Korrespondenten entgegen. Neben ihm steht der Schriftleiter, den man damals gemeinhin noch Redakteur nannte, und schaut sorgenvoll auf die Uhr und auf das werdende Stenogramm und denkt: Das geht nicht gut, ist zu knapp. Denn das Stenogramm muß noch auf der Schreibmaschine übertragen, vom Schriftleiter redigiert und vom Maschinensetzer gesetzt werden. Damit ist es aber noch lange nicht getan. Hinter dem Setzer lauert schon der drängende„Metteur“(der„Umbrecher"), das ist der Mann, der aus den einzelnen Spalren die Seiten zusammenbaut. Die Schriftleitung hat ihn vorher benachrichtigt: Es kommt noch eine„dicke Sache“, halten Sie auf Seite soundso 50 Zeilen Platz frei. Eigentlich müßte nun von dem„letzten Draht" (dieser zuallerletzt gesetzten Nachricht) auf einer Handpresse noch ein Abzug für den Korrektor gemacht werhuniß imöbreche- reicn dier schon nicht mehr, Korrektor gulg; umbrecher lesen deshalb gemeinsam den Satz vom #auf Druckfehler durch, dann bemächtigt sich der Prager der Seite(der Kolumne), und hinter ihm drängen Stereotypeur und Maschinenmeister.(Wir haben diese Axbeitsvorgänge unlängst im„BA“ einmal gur kurz aufgezählt.) Diese Reihenfolge der„Hantierungen“ zieht mit Gedankenschnelle am Auge des Schriftleiters vorüber. Sie frißt zuviel Zeit. Darum sagt er zu dem Pressestenographen, als der anfangen will, zu übertragen:„Lassen Sie nur, lesen Sie bitte Ihr Stenogramm vor.“ der Schriftleiter andert einiges, fügt eine Ueberschrift hinzu, dann begibt sich der Stenograph eilends zum Maschinensetzer und diktiert ihm aus dem Stenogramm die Meldung. Ergebnis: Eine Zeitersparnis von 5 Minuten! Und auf die kam es gerade an, um den pünktlichen Druckbeginn in diesem Falle zu gewährleisten. Drei viertel Stunden nach der Uebermittlung der Nachricht aus dem Ausland konnte man sie in den Städten des Ruhrgebiets in der Zeitung lesen. Tempo also! Nun, hier wurde ein Ausnahmefall geschildert, so schlimm ist es im allgemeinen nicht. Aber die„Fixigkeit“ ist eines der Grundgesetze, unter dem sich von morgens bis abends Würdeloses Verhalten gegenüber Kriegsgefangenen fand die verdiente Strafe Vom Tinderagrich: Mainz, 18. Dezemher. vom Sonvergericht in Mainz wurde die 37jährige Ehefrau Maria Frey aus Wendelsheim zu 1½ Jahren und die 27jährige Erna Strauch zu 2 Jahren 4 Monaten Zuchthaus verurteilt. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden beiden auf drei Jahre aberkannt. Der Ehemann der Angeklagten Frey erhielt zwei Monate Gefängnis, ihr Vater und ihr Bruder je einen Monat. Gefängnis. Die Angeklagten hatten sich von Mai bis August gegen die über den Verkehr mit Kriegsgefangenen erlassenen Vorschriften und gegen§ 4 der Verordnung zur Ergänzung der Strafvorschriften zum Schutze der Wehrkraft des deutschen Volkes vergangen. Von Anfang Mai bis Ende August war ein Pole dem angeklagten Landwirt und seiner Familie als Hilfsarbeiter zugeteilt. In dieser Zeit wurde der Gefangene von dem Landwirt und seiner Familie grenzenlos verwöhnt. Frey scheute sich u. a. nicht, eine Gruppenaufnahme zu machen, wobei der Pole inmitten seiner Familie und anderer Volksgenossen, die bei Frey arbeiteten und die von ihm zu dem Bild überredet wurden, zu sehen ist. Die beiden Frauen, Maria Frey und Erna Strauch, waren besonders würde= und schamlos. Die Ehefrau Frey ließ sich von den. Polen wiederholt umarmen und küssen und erwiderte diese Zärtlichkeiten. Als der Pole in ein Kriegsgefangenen=Arbeitskommando überwiesen wurde, schrieb sie ihm einen Brief und schickte Photos, die ihr Bruder übermittelte. Sie duldete und begünstigte ferner, daß sich zwischen dem Polen und der Ehefrau Strauch ein ehebrecherisches Verhältnis anbahnte. Großfeuer in einer schwedischen Pulverfabrik Ei##. Stockholm, 18. Dezember. Ein gewaltiges Feuer rast seit Dienstag nachmittag in einer schwedischen Pulverfabrik in Caalkogn. In der Trotylgießerei dieses Werkes explodierte ein Kessel. Darauf folgte ein Brand, der sich mit Windeseile innerhalb des Fabrikkomplexes ausbreitete. Eine Explosion folgte der anderen, und das Feuer verbreitete sich auf die verschiedensten Gebäude. Eine Untersuchung der Ursachen der Explosion kann einstweilen nicht vorgenommen werden. Es kann auch nicht genau festgestellt werden, wieviel Todesopfer zu beklagen sind. Das ist um so schwieriger, als annähernd 2000 Zivilpersonen aus der Umgebung der brennenden Pulverwerke entfernt worden sind oder die Flucht ergriffen haben. Bisher sind 40 Verletzte in verschiedene Krankenhäuser übergeführt worden, die von den durch die Explosion emvorgeschleuderten Splittern getroffen wurden. Nach einer späteren TT=Meldung kamen bei der Katastrophe fünf Personen ums Leben deren Leichen man unter den Trümmern der Pulverfabrik fand. Presse-Hoffmann Stunde, Tag und Woche zeigt diese Uhr an, die in den Straßen von Amsterdam zu sehen ist. Es kommt nicht auf die Menge an das Verhältnis der Hirnmasse zur Intelligenz betrifft, so haben Elefant und Walfisch mehr Hirn als oer Mensch, der Elefant durchschnittlich 4500 Gramm, der Walfisch 2500 Gramm, der Mensch 1360 Gramm durchschnittlich. Im Verhältnis zum Körpergewicht aber hat der so intelligente Elefant nicht mehr Hirn als die Quabbe und der Molch, der Wels und die Schildkröte, dagegen sechzehnmal mehr als der Tunfisch; und der Mensch— weniger als die Singvögel— obwohl sein Gehirn aus über 600000000 Zellen besteht. HTREISNEDIFIOTT Noch schnell eine Randarbeit: Fausthandschuhe PK.— Eschenburg— Weltbild Auf dem Signalstand eines Unterseebootjägers Winkspruch K. an K.(Kommandant an Kommandant). Hand in Hand arbeitet der alte Weltkriegsteilnehmer mit seinem jungen Kameraden Modische ### und nachts die Zeitungsarbeit vollzieht. Für diese eignen sich also vornehmlich intelligente Jungen, die Temperament haben, Freude am raschen Schaffen, waches Interesse für die großen und kleinen Ereignisse der Zeit, die von lebhafter Auffassung, schnell von Begriff, sicher im Deutschen und von echtem Wissensdurst beseelt sind. die zugleich Sinn für Kameradschaft haben, denn eine Zeitung entsteht nur durch das unablässige Ineinerzähsten Feispiel schogu Wir hatten in dem eben Meschitenlscte, Heiaur Ketelchr, Beiger Sietealst. peur, Maschinenmeister. Dazu kommen viele andere Soh5 Zeitung, vor allem auch in den kaufgagnnischen##enungen. Wer z. B. den Anzeigenteil des Lehens vor sichte auschlußreiches Spiegelbild gleich. Was ooben h. und einen fesselnden Lesestoff zugreich. Wus über bazu, gehort, um für diesen Teil der ten, einzuteilen, zu.(6slich otz, beschafen, zu bearbeider Aubanst zu gliedern, herzurichten, davon kann Es ist vienvennehende kein zutreffendes Bild machen. Schriftrv#er nicht anders als in den Abteilungen der Schristleitung und der technischen Betriebe einer ZeiPelfen nuß täglich aufs neue sein Geserkenstua machen, sogenannte„Druckposten für geruhsame Naturen gibt es hier nicht und ebensobeszism reitpur ausgefahrene Gleise, in denen sich lut schierem tze gegebenen Schema jahrelang Zeitungs... dm Gegenteit, jeder Tag stellt den „„ungsmann vor neue Situationen und damit vor neue Aufgaben. Das war schon immer so und nun erst in unserer Zeit der gewaltigsten Umwälzungen und folgenschwersten Entscheidungen! Wer also unter euch Jungen Freude daran hat, sich täglich aufs neue an einer Aufgabe abzumühen, der melde sich zu irgend eianet Peird sich durch Für Eeiden er sich am besteh Enner, wird sich durch eine Eignungsprüfung und mit haaugmader“ Mittel schon herausstellen. Er wird kein #en„Leben finden, aber innere Befriedigung und nach außen bei beharrlichem Fleiß und hellen Sinnen ein weites Feld wirtschaftlicher Möglichkeiten. E. v. M. 51 Tote in einem Bergwerksunglück In den Kohlenbergwerken von Lupeni in Siebenbürgen ereignete sich, wie die Bukarester Zeitungen melden, ein schweres Grubenunglück, das 51 Tote forderte. Weiter konnten drei schwer= und zwölf leichtverletzte Bergleute geborgen werden. Partümerie Es ist nicht mehr lange bis Weihnachten, aber ein Paar Fausthandschuhe aus aufgezogener oder neuer Wolle können wir doch noch arbeiten, zumal diese an kalten Wintertagen so warm sind wie„gefütterte". Also frisch ans Werk! Zuerst strickt man eine nicht zu kurze, gut anliegende Manschette— zwei glatt zwei verwendet, oder eine glatt eine verwendet, oder auch ein hübsches gut anschmiegendes Schmuckmuster, dann geht man zu fünf bis zehn glatten Zwischenrunden über je nach der Größe des Handschuhes. Hierauf strickt man entweder eine Runde glatt, eine verwendet und wechselt ab als einfaches Muster. Oder man wechselt mit einer ungeraden Maschenzahl verwendeter Maschen und einer glatten Masche ab. Für Handschuhe, die für Kinder von drei bis vier Jahren bestimmt sind können es bei 32 Maschen Anschlag drei verwendete sein, bei größeren Handschuhen fünf, bei sehr großen sieben, denen die glatte Masche folgt. Ueber jede Runde wird einmal weggestrickt. Auf der Innenseite erscheint diese Zwischenrunde als dick und verwendet. Nachdem drei Musterreihen sich zu kleinen von glatten Maschen getrennten Blocks gestaltet haben, wird das Muster so verschoben, daß nunmehr die eine glatte Masche aus der Mitte eines verwendeten Blocks hervorwächst. Sobald die neuen Blocks die Höhe der ersten erreicht haben, wird das Muster zur Anfangsform zuruckverschoben, um später wieder mit der zweiten Form abzuwechseln. Einige Runden über dem Handgelenk fangt der Daumen an mit einer aufgeschlagenen Masche am Beginn der ersten Nadel. Der Aufschlag wird in der nächsten Runde verdreht abgestrickt. In der übernächsten Runde wird rechts und links von der neuen Masche eine weitere aufgeschlagen und so fort zugenommen, bis der entstandene Keil Weite und Höhe des Daumenballens hat. Nach der Anprobe nimmt man den Daumen auf zwei Nadeln. Die Maschen der Handfläche vereinigt man auf einer Nadel, die des Handrückens ebenfalls auf einer, und setzt diese vorläufig außer Betrieb. Mittels einer Hilfsnadel schlägt man für die Innenseite des Daumens drei bis sechs Maschen auf, je nachdem es sich um einen Kinder= oder großen Fausthandschuh handelt, und strickt nun mit vier Nadeln den Daumen glatt bis zur Höhe des Nagelbetts. Ein dickes Muster würde den Daumen behindern, deshalb werde in den untersten Runden bei jeder zweiten Runde die Anschlagmaschen der Daumenwurzel wieder abgenommen. Die Spitze nimmt man nicht zu sehr ab, sondern leitet durch die letzten siehen bis zwölf Maschen besser einen sie zusammenziehenden Faden, den man versticht. wird die Handrunde fortgesetzt. Nachdem man sich klar gemacht hat, ob es der rechte oder linke Handschuh werden soll. Je nachdem wird der Daumen um zwei bis fünf Maschen, der Handschuhgröße angemessen, nach der inneren Fläche gerückt, das heißt, man reilt die Runden neu ein, so daß der Daumen an den der Nadel zu stehen kommt, die zur Handfläche gehort. nun geht es im alten Muster weiter, Seas Parmasa Daumens über diesen hinaus oseintin, Von da an wird an der Zeigefingeruno der Rieininaerseite abgenommen: Erste Nadel am fang und vierte Nadel wieder am Ende. Die obersten mittleren Maschen des Handschuhs werden im Maschenstich quer herüber mittels einer Stopfnadel miteinander verbunden, damit keine Naht entsteht. Pelzstosl als kleidsamer Besatz 6 13 Qer Pelzbesatz ist es, der uns den WinterX mantel kleidsamer und reicher erscheinen läßt, gleichzeitig gibt er uns die Möglichkeit, den Mantel vom vergangenen Winter noch einmal hübsch und modisch auferstehen zu lassen. Die verschiedenen Webpelze und imitierten Pelzarten aus Kunstseide werden von 2936 Mantel mit blusigem Rücken und eingesetzter Passe aus Pelzstoff. Ultra=Modell M 2927 Hübscher Wintermantel mit Westenteil aus Webpelz. UltraModell M 2936 Flotter Jungmädchenmantel. Taillenteil und Armel aus Webpelz. Ultra=Modell-F 2868 -F 2868 M 2796 Zeichnung: UltraSchnitt(Poths) unserer Industrie so hübsch und preiswert hergestellt, daß wir die Gelegenheit nicht versäumen wollen, manches Teil unserer Garderobe, falls es die Kleiderkarte gestattet, damit zu beleben. Mit ein wenig Webpeiz lassen sich auch schadhafte Stellen geschickt verdecken, man setzt z. B. ein paar neue Armel oder ein Westenteil aus Pelzstoff ein, Manschetten, große Taschen oder ein Kragenstreifen sind ebenfalls Möglichkeiten, einen älteren Mantel aufzuarbeiten. B. . Min orsté KORTUMS Post, finden Sie Puderdosen. Garn. Kortums gee Rof 6/1g Königsalles am Hptbhf. Qualitäts-O Bestecke S! geschmackvolle" schöner Sehinden Asttonomise ELEGANTE WAST RTUMSTRASSE 84 Ickütze Ichniewind's Weinnacktsgeschenk Eizählung von 90. K. Zeiner Mit hartem Schritt ging Schütze Schniewind auf und ab. Es war eine frostklirrende Winternacht. Sternenklar wölbte sich der Himmel über die weite Einsamkeit des ostpreußischen Landes. Gespensterhaft nahmen sich die Bäume am nahen Flußufer aus und dunkel zeichnete sich das Lagerhaus, vor dem Schniewind Posten stand, in der mit einem Schneemantel überdeckten Landschaft ab. Der Soldat sah nach der Uhr. Die Leuchtziffern glimmten ihm entgegen. Noch eine gute halbe Stunde, dann wurde er abgelöst.„Gott sei Dank“, flüsterte er vor sich hin. Langsam kroch die Zeit in die Nacht. Schniewind dachte an die kommenden Tage. Weihnachten stand vor der Tür. So einsam wie er hier auf Posten war, stand er auch im Leben. Angehörige kannte er nicht mehr. Hätte er noch eine Schwester oder einen Bruder gehabt, dann wäre alles leichter gewesen. Oder gar ein eigenes Heim. Der Schutze sann vor sich hin. Weihnachtsbilder zogen am Auge des Soldaten vorüber. Er dachte an seine Jugend, an Tannengrün und hunt„Sachen. Bald würden seine Kameraden wieder parerchen bekommen. Gewiß wurde auch er nicht ganz leer ausgehen. Irgendeine Gemeinschaft würde ihn scho) erreichen. Aber das war doch etwas anders, als wenn eine liebende Hand ein Paket gesandt hätte. Der Soldat war noch ganz im Banne dieser Gedanken, als die Ablösung nahte. Er gab sich einen Ruck. Was dachte er da für ein dummes Zeug? Er war Soldat und hatte anderes zu tun, als sich sentimentalen Träumereien hinzugeben. Klirrend schlug er die Hacken zusammen und tauschte mit seinen Ablöser den Platz. Die Tage gingen dahin. Hier und da kamen schon die Liebesgaben an. Da fand auch er eines Morgens unerwartet ein' Paket, das an ihn adressiert war. Von wem stammte es? Bei einer näheren Untersuchung fand er auf der Innenseite der Papierhülle den Namen Margret Ruhfus. Ob das Mädel der Absender war. Er hatte naturlich keine Bekannte dieses Namens. Allerdings war ein Heinz Ruhfus in seiner Kompanie. Ein lieber und netter Kamerad. Vielleicht war der mit ihr verwandt. Von Schniewind befragt, verneinte Heinz die Bekanntschaft des Mädchens. Aber huschte nicht ein verräterisches Lacheln über sein Gesicht? Schutze Schniewind zeigte von der Stunde an ein großes Interesse für die Post, die Kamerad Heinz bekam. Es sollte nicht lange dauern, bis er sich Gewißheit verschafft hatte. Der Brief, den Heinz heute bekommen hatte, trug dieselben Schriftzüge wie das Paket, das er bekommen hatte. Schniewind begann zu ahnen. Das erstemal seit langer Zeit bat er um Urlaub. Er bekam ihn. Eigentlich hatte er keinen rechten Anhaltspunkt. Aber ein Entschluß war in ihm gereift, den er zur Ausführung bringen mußte. Mochte es glücken oder schiefgehen.——— „Was ist denn in dich gefahren?" fragte Heinz seinen Kameraden, als der abschiednehmend in Urlaub fuhr.„Wo willst du denn hin, du hast doch noch nie Sehnsucht nach Urlaubstagen gehabt?“ „Aber jetzt", entgegnete Schniewind,„ich habe da eine Sache zu regeln. Nun halt dich munter. Bald bin ich ja wieder hier." Jetzt war es Schniewind, der ein verräterisches Lachen um seine Lippen spielen ließ. Doch Heinz beachtete es nicht. Er war indes nicht wenig erstaunt, als er nach einigen Tagen einen Brief von Schniewind bekann, der ihm unter anderem schrieb, daß er gleich die Ahnung gehabt hätte, von welcher Seite das Paket gekommen sei, und daß er in Heinz den Urheber erblickt hätte. Er habe einmal Urlaub genommen, um sich bei der schönen Absenderin persönlich zu bedanken. Wenn er nichts dagegen hätte, wolle er sein künftiger Schwager werden. Margret sei bereits ganz mit der Sache einverstanden. Heinz war sprachlos.„So ein Fuchs, murmelte er. Dann mußte er sich erst einmal setzen. 99 UmReht“. 8 Uhr abends. Ein Café in einem ruhigen Viertel Berlins. Nicht sonderlich stark besucht, nur hier und dort ein paar Damen und Herren. In einer Nische an einem hübschen kleinen Tisch, dessen herbstliche Astern wie eine letzte Erinnerung an den vergangenen Sommer waren, saß ein junger Mann über seine Zeitung gebeugt. Er schien sehr in dem Inhalt der Zeitung versunken. Besonders der politische Teil fesselte ihn ungemein, davon zeugten seine Augen, überhaupt seine äußerst gespannte Aufmerksamkeit. Nun jedoch— als er mit einer überaus lässigen Gebärde das zweite Blatt der großen Tageszeitung herumlegte, glitten seine Augen ein wenig gelangweilt über das Schwarzweiß des Papiers. Doch— plötzlich stutzte er—. Sah noch einmal hin. Jäh umklammerte seine Hand den Rand der Zeitung. Sein scharfgeschnittenes, frisches Gesicht erstarb in ein lebloses Grau. Die Augen hasteten entgeistert über eine Reihe von Zeilen, schienen sie nicht mehr loszulassen. drohten sich in sie hineinzubohren! Ein nervöses Zucken lief um seine Mundwinkel. Ein jäher Strom Blutes schoß ihm heiß zum Herzen. Ein zweites Mal überflog er jenen Text, fieberhaft, Wort für Wort: „... Erik Togrund, der jüngste Sohn des bekannten Rüstungswerkes in., Leutnant in einem Jagdgeschwader und Inhaber des Eisernen Kreuzes I. und II. Kalsse, starb am 5. September im Alter von 23 Jahren den Heldentod fürs Vaterland. Er fiel im Luftkampf über Calais. Die Rede an seinem Grabe wurde von dem Commodore seines Jagdgeschwaders gehalten. Sie hatte folgenden Wortlaut: „... So nehmen wir Abschied von dem jungen, tapferen Flieger und Parteigenossen Erik Togrund. der sofort bei Ausbruch des Krieges freiwillig in die Luftwaffe eintrat. Niemand weiß wohl mehr die tiefere Bedeutung des Mutes einzuschätzen und die Bereitschaft zu ermessen als wir alten Soldaten. Es ist nicht so, daß die Einsatzbereitschaft im Leben des Fliegers einen einmaligen grundsätzlichen Entschluß bedeutet, zu dem Mut und Charakter gehört. Er muß diesen Entschluß jeden Tag und jede Stunde, ja bei jedem neuen Flug immer wieder finden, und aus der Summe solcher Entschlüsse wächst erst das Bild des schneidigen und tapferen Soldaten unserer Wehrmacht, wie es Erik Togrund war Dem Leser entglitt die Zeitung. Mit einer jähen Gebärde raffte er sie auf, in seltener Zerfahrenheit glitt seine Hand über die hohe Stirn. Er fühlte plötzNach einer wahren Begebenheit Von Theo Kleft— 2. Ti. im Felde lich das irrsinnige Tosen seines Blutes, das wahnwitzige Hämmern seiner Pulse. Nie war, seit er dieses Deutschland verlassen, etwas von Sentimentalität in sein sonst so nüchternes, selbstbewußtes Sein gedrungen. Er war auf dem Wege zu jenem Ziele, das er sich gesteckt hatte, bisher Sieger geblieben. Stets Immer. Und jetzt? Da stiegen sie auf, die Bilder der Vergangenheit, drängten auf ihn ein, plastisch und klar, drängend und mahnend. Wieder sah er es vor sich, das Bild des Jugendfreundes. Jenes Menschen, der ihm so nahe gestanden, ihm vielleicht am nachsten gestanden hatte von allen hier! Eine gemeinsam verlebte Jugend, voller köstlicher Erinnerungen, lag hinter ihnen.—— Klar wuchs das alles wieder vor ihm auf und erschreckend deutlich stand er, Erik, nun vor ihm: Kristall— klar, heldisch— verklärt! Sein schmaler Kopf, mit der hohen prächtigen Stirn, den ruhigen und doch so kühnen blauen Augen, mit dem festen, harten Mund. Ja, seit jenem Tage, da er Deutschland verließ, verblendet und beeinflußt durch marxistische Kreise sich in den Dienst einer ausländischen Hetzzeitung stellte, nach Norwegen emigrierte, seit jenem Tage war auch die Verbindung mit seinem Freunde abgebrochen— ja, er mußte sie abbrechen—— für immer—— Und jetzt, wo er wieder einmal in Deutschland weilte,— jetzt drang das alles wieder auf ihn ein— so urhaft und mächtig und tief!— Er, Erik— war nicht mehr!—— Hatte sich geopfert. Für dieses Deutschland, für dessen Gegner er gearbeitet!... Er sann und sann... Was war es, das Erik bewog zu solchem Heldentum, ihn veranlaßte, sich freiwillig zu opfern? Er, Erik, der doch sonst alles so nüchtern überblickte und uberprüfte! War es jene Idee des Nationalsozialismus, die auch ihn in seinen Bann gezogen hatte? Lange dachte er nach und verharrte in tiefem Sinnen. Und jäh' durchblitzte ihn die Erkenntnis: Diese Idee— neue Menschen hatte sie geformt und geschaffen, die stolz in dem Bewußtsein, Kämpfer zu sein für ein neues Jahrtausend deutscher Geschichte, ihr junges Leben zum Opfer gaben mit dem Hunger nach der großen Gestaltung des deutschen Schicksals. Und er horte plötzlich das unbändige Rufen seiner Seele, das wie ein urhaft Sehnen war——— Zwei Tage später ging in Berlin ein Schreiben ein. Darin gestand jener junge Deutsche— ein früherer Emigrant— den größten Irrtum seines Lebens und bat, unter Absehung einer Ehrenstrafe, dem Vaterland mit der Waffe in der Hand in vorderster Kront dienen zu durfen. Die Bitte wurde gewährt.... lützkendort:„Das Jahr 1000“ Uraufführung im Stadttheater Wuppertal Wir messen diesem Werk eine Bedutung bei, deren Grade sich weniger vom literarischen Typ her bestimmen als von den Gesetzen, die unsere Zeit, ihre Satzung und unsere Haltung besehlen. Dieses„Jahr 1000“ ist kein Geschichtsakt, sondern die Geschichte. Die deutsche Geschichte selbst, der deutsche Atem, das deutsche Erbe, die deutsche Gegenwart, die Zukunft unserer selbst werden hier Ereignts. Tatbestand und Tatort, Protokoll und Urteil sind unser Blut, sein Ursprung und Geström, sein Laut und seine Wahrhett. Das ist die Situation, die Lützkendorf elemantar voraussetzt, ja dekretiert. So geht er zunächst nicht so sehr in die Tiese als in die Breite. Die Bezirke der deutschen Anlage werden ausgeschritten, männlich und offenen Auges, frohgemut und zuversichtlich. Lützkendorf scheut sich keineswegs zum Fündament des Wesens unseres Volkes hinunter zu steigen und er rüttelt kräftig und findet weder Finsternis noch Wohnsinn, sondern das pure Gold des Schatzes unserer sittlichen Welt. Lütztendorf selbst nennt sein Stück Mysterium und Hymnus der Mütter, die uns aus ihrem Blut die Weltangst nehmen". Ueber die Entstehung des Werkes sagt er:„Es wurde geboren aus dem Erlebnis einer neuen dogmenlosen Frommheit, die ich überall um uns erwachen fühle, aus der Sehnsucht nach Religion, nach Bindung an das Schicksal, aus dieser Gewißheit der schlechthinnigen Abhängigkeit von Gott, die ich im Bewußtsein des Sieges unter meinen Kameraden stehend, vor den Gräbern der Gefallenen aus uns hervorbrechen fühlte. Es wurde geboren aus dem Atem des ewigen Mythos, der da heißt:„Das Reich“, seine Mütter und seine Söhne. Es ist das Mysterium einer jungen Mutter, die gegen das Dogma und gegen die Angst von Millionen aufstand und aus der Gewißheit ihres jungen mütterlichen Blutes heilige Beständigkeit und Fülle der Welt den Ungläubigen und Angstvollen predigte.“ Wir haben kein Drama im Sinne der literarischen Regel vor uns, aber ein Spiel, dessen Grundriß in der Intuition der seelischen Urtatsachen unserer Welt verläuft. Die Handlung entwickelt sich in klarer Ordnung und verströmt in weihevollem Klang. Der sprachlikhe Glanz liegt in seinem Schimmer, oft liedhaft, immer in strenger Rühe wie die Patina auf einer alten Glocke. Der leidenschaftlichen Heftigkeit wie dem inwendigen Spiel der seelischen Auseinandersetzung dient die geradezu musikalische Gliederung und der heroische Rhythmus in geschlossener Einheit. So verbindet sich das Linienspiel des äußeren Rahmens und der inneren Dramatik— fast möchte man sagen— zur gotischen Eruption aus Leidenschaft zum Wunder. Dr. Günther Starks Inszenierung fesselte Zuschauer und Zuhörer vom ersten bis zum letzten Takt. Die dramatischen und mimischen Forderungen der inneren wie der außeren Handlung fanden eine Stilhaltung, die der Tiefe des Ausdrucks und der Mannigsaktigkeit der Spannungen in nichts zurückblieb. In diesen atmosphänisch starken Rahmen fanden sich die Darsteller mit vorbildlicher Hingabe ein. Die Musik von Paul Höffer trug die Substanz der Dichtung klar und in sinnvoller Artikulation in die Chöre und Lieder. Der Beifall, in den sich der Autor und die wackeren Schuspieler teilen durften, war stark. Dr. Christian Gehring Der Baden-Badener Mulikpreis Im Rahmen des Festkonzertets der„Gesellschaft der Musikfreunde“, gelangte das mit dem Baden=Badener Musikpreis verbundene Auftrags=Werk des jungen Frankfurter Komponisten Kurt Hessenberg zur Uraufführung. Hessenberg, der in diesem Jahr auch mit dem Nationalpreis für Komposition beliehen wurde, hat für Baden=Baden ein Klavierkonzert geschaffen, das sich als bedeutsame Leistung reisen Gepräges präsentierte und mit dem der Komponist seine bisherigen Werke hinsichtlich stiltstischer Vertiesung und formaler Verdichtung zweifellos überboten hat. Das Konzert umsaßt zwei Sätze, von denen namentlich der zweite, ein Variationensatz, in seiner musikalischen Aussage und in der fesselnden Verbindung variativet und konzertanter Elemente einen überraschenden Gestaltungsreichtum kundtut. Die für Hessenbergs frühere Werke(z. B. das durche Furtwängler in Berlin, Dresden und Hamburg bekanntgewordene Concerto grosso) kennzeichnende„barocke“ Musizierweise hat sich mit gehaltlicher Bedeutung gesättigt und dadurch zu einer charaktervollen versönlichen Sprache gesunden. Die von Gotth. Ephr. Lessing— früher an der Duisburger Oper— geleistete Uraufführung mit dem für moderne Klaviermusik berufenen Frankfurter Pianisten Georg Kuhlmann sicherte mit einer klaren, temperamentvollen Wiedergabe dem Komponisten einen lebhaften Erfolg.— Im Rahmen des Festkonzertes wurde zugleich die Verleihung des Baden=Badener Musikpreises 1941 vorgenommen, der wiederum mit einem Werkauftrag verbunden ist. Zum Träger des Preises wurde der junge Heidelberger Komponist Wolfgang Fortner ausersehen. * Dr. Wolfgang Steinecke. Auflösung des Silbenrätsels aus der vorigen Nummer: 1. Gegenwart, 2. Eichelhäher, 3. Lasso, 4. Düsseldorf, 5. Grönland, 6. Enkelin, 7. Heidelbeere, 8. Tarnowitz, 9 Hinterindien 10. Indiana, 11. Nordlicht, 12. Konrad, 13. Erlangen, 14. Nandu, 15. Dardanellen, 16. Entenei.— Geld geht hinkend ein und tanzend fort. Gelchichtstatel 1594 1741 1790 1909 1914 19. Dezember Gustav(II.) Adolf von Schweden in Stockholm geboren (genorben 1632). Der Nordpolreisende Vitus Bering auf der Beringinsel gestorben(geboren 1680). Der englische Polarforscher Sir William Edward Parry in Bath geboren(gestorben 1855). Die Tragödin Klara Ziegler in München gestorben (geboren 1844). Sieg der Deutschen bei La Bassée. Aus Wesisclen und Rhelnant Ein Reh vor einem Kraftomnibus Münster, 18. Dezember. Die Insassen des täglich von hier nach Bielefeld fahrenden Kraftomnibusses der Reichspost hatten vor einigen Tagen ein Erlebnis mit einem Reh, das beinahe einen schweren Unfall herbeigeführt hatte. Auf der Straße zwischen Glandorf und Laer sprang dem Fahrer des Omnibusses plötzlich ein Reh vor die Räder. Er mußte so scharf bremsen, daß der Anhänger des Autobusses sich quer über die Straße stellte. Zwei der Insassen wurden dabei so stark an die Seite geschleudert, daß der eine einen Unterschenkelbruch, der andere leichtere Verletzungen davontrug. Butter„hintenherum“ kostete 100 Mark Hamm, 18. Dezember. In Hamm wurde eine Jüdin ertappt, als sie ½ Pfund Butter„hintenherum“ einkaufte. Die dummen und einfältigen Ausreden, die die Jüdin vor Gericht machte, blieben ohne Wirkung. Sie wurde nur mit Rücksicht darauf, daß sie offenbar haftunfühig und gebrechlich war, zu einer Geldstrafe von 100 RM. verurteilt. Treue eines Hundes Quer durch Deutschland zur Heimat gelaufen Neviges, 18. Dezember. Oftmals haben Tiere rührende Beweise der Treue geliefert. Alle diese Beweise der Anhänglichkeit dürfte jedoch ein deutscher Schäferhund aus dem Niederbergischen übertroffen haben. In der vergangenen Woche wurde eine Nevigeser Familie nachts durch anhaltendes Bellen aus dem Schlaf geweckt. Als man schließlich nach dem Störenfried Ausschau hielt, stellte sich der schon längst vergessene Hund der Familie vor, der beim Anblick der alten vertrauten Gesichter in ein unbeschreibliches Freudengeheul ausbrach. Vor mehr als sechs Jahren war das Tier durch dritte Hand ins Riesengebirge verkauft worden. Eines Tages machte er sich aber auf und davon und lief die vielen hundert Kilometer weit wieder ins Rheinland zurück nach Neviges zu seinem alten Herrn. Daß auch die Freude des alten Besitzers groß war, ist selbstverständlich, denn sogleich erinnerte sich das Tier auch seiner alten abendlichen Pflicht, dem Hausherrn die Pantoffel zu bringen. Aus Liebeskummer in den Tod Koblenz, 18. Dezember. Das Lokomotivpersonal eines aus Richtung Köln kommenden=Zuges bemerkte kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof Weißenthurm auf den Schienen eine weibliche Leiche. Die Polizei wurde benachrichtigt, und deren Ermittlungen ergaben, daß es sich um ein 20jähriges Mädchen aus Weißenthurm handelte, das seit Sonnabend vermißt wurde. Das Mädchen hatte sich aus Liebeskummer von der elterlichen Wohnung entfernt, war planlos umhergeirrt und hatte dann unterhalb des Ortes den Tod auf den Schienen gesucht und gefunden. Festliches Programm Bunte Bühne Gelsenkirchen Die Leitung der Bunten Bühne Gelsenkirchen hält es mit dem Wort:„Wer vieles bringt, bringt jedem etwas." Es klingt schon wie eine Verheißung, wenn Kurt Stolzensels das Programm ansagt. Er plaudert liebenswürdig über alle liebenswürdigen Dinge des Alltags und des Lebens. Und sein Gefolge besteht aus einer Künstlerschaft, der es ein Fest ist, dem Parkett festliche Stunden zu bereiten. Es erübrigt sich, noch ein Wort des Lobes über die Plastikkunst der„Fünf Pottroffs“ oder die tänzerische Grazie des Jo=Tello=Balletis zu sagen. Ihr Gastspiel mußte verlängert werden. Das besagt alles. Im übrigen zeigen nur Meister ihres Fachs ihre Künste. Erstaunlich, was die 3 Carras in ihrem plastischen Akrobatik=Akt und die Harry=Tagoni=Co. mit ihrem kleinen Kapitän an equilibristischen Feinheiten bieten. Man hält den Atem an. wenn Conty und Conty durch die Luft wirbeln. Jens Schlichtholz, bekannt aus dem Film„Die 3 Codonas“, tanzt und steppt. Etti hat sich dem funkelnden, alles geistvoll belächelnden Humor verschrieben. Hans Henschel und seine Solisten wissen, was sie in der Musik ihren Freunden schuldig sind. Was will man an Unterbaltung und Entspannung mehr? Es muß bei einem solchen ausgesuchten Programm alles nach Wunsch geraten. Josef Ruhmann Statt besonderer Anzeige Kurz nach dem Tode unserer lieben Mutter ent schlief ganz unerwartet unser herzensguter, unvergeßlicher Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Vetter, der Pe. Walter Honmahn nach einer tückischen Krankheit im Alter von 47 jahren. In tiefer Trauer Heinrich Kettler und Frau Irmgard geb. Hoffmann Kurt Hoffmann und Frau Eva geb. Reimer Bochum(Rembrandtstraße 33). Breslau(Zigserstraße 52), Detmold, den 17. Dezember 1940 Die Beisetzung erfolgt am Freitag, dem 20. Dez. um 15 Uhr, von der Trauerhalle des Kommunaltriedhofes In Bochum-Weitmar. Haltestelle: Blankensteiner Straße Linie 8 oder 18. Trauerteier eine Viertelstunde vorher Heute um.15 Uhr entschlief an den Folgen der bermännischen Berufskrankheit mein herzensguter Mann, unser lieber Vater, Bruder. Schwager und Onkel, der wohlachtbare Berginvalide Peterrnalens im Alter von 60 jahren. Um stille Tellnahme bitten Dietrauernden Hinterbliebenen Bochum, den 17. Dezember 1940 An der Maarbrücke 25 Die Beerdigung findet am Preitas, dem 20. Desember 1940. 13.30 Uhr. von der kleinen Trauerhalle des Zentraltriedhofes Bochum. Freitrafendamm, aus statt. Allen, denen aus Verschen keine besondere Nachricht zuging, diene diese ale solche Ein treues Mutterberz hat aufgehört zu schlagen Heute vormittaß 10.30 Uhr verschied meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, meine gute Tochter, unsere Schwester. Schwägerin und Tante Prad Houwig Scholana geb. Smitielekt Im Alter von 34 jahren. Sie starb an den schweren. mit großer Geduld ertragenen Verlerzungen, die sie sich infolge eines tragischen Geschicks zugerogen hatte, und folgte ihrer Mutter und Schwester nach 4 Wochen in die Ewigkeit. In tiefem Schmerz: Huso Scholand Kinder und Angehörige Bochum(Querenburger Str. 14), 18. Dezember 1940 Die Beerdigung findet Sonnabend, den 21. Desember, vormittags 10 30 Uhr, von der kleinen Trauerhalle des Friedhofes am Freigrafendamm aus statt. Das Seelenamt ist um.15 Uhr in der Christ-König-Kirche Heiraten Am 16. Desember 1940 starb der Konrektor a. D. KaftEis Der Verstorbene hat lnst 44 Jahre sein Amt als Lehrer und Braicher in treuer Pflichterfüllung verrehen. Ich werde seiner stets ehrend gedenken. Bochum, den 18. Derember 1940 Der Oberbürgermeister Dr. Piclum Bochumer Junge, 21.,.80 groß. wünscht Bekanntschaft mit einem Bochumer Mädel, nicht über 20., zw. spät.Heirat Zuschriften unter B 2 21738 Anzeig. Sichern Sie Sich Versicherungsschuts der Deutschen Mittelstandskrankenkasse „VSERSWORT“ V. a.., Sitz Dortmund und fordern Sie noch heute Prospekte an von der General-Vertretung Josef Thönnes, Bochum, Bongardstraße 80. Telephon 61829 — 500000 Versicherte— Rusten Versckleimung Astkma. Teatärme,MKönchitls Familien-Nachrichten aus anderen Zeitungen übernommen Geboren: Mädchen: Herne: August Stemmermann(Maria Tappe). Witten: Hans Haß(Maria Ratajzak). Vermählte: Hagen=Haspe: Cornelius Schumacher mit Gerda Krieghoff. Wanne=Eickel: Fritz Holthoff mit Ingeborg Kleemann. Gestorden: Dortmund: Heinr. Feldmann, 65.: Adolf Siebel, 71 J. Dortm.=Brackel: Frau Ernestine Heitland geb. Fleige, 33 J. Dortmund=Derne: Walter Kuhlmann. Gelsenkirchen: Feldw. Heinz Schepers: Frau Wwe. Josefine Merbelbach geb. Schneider, 63 J. Witten=Heven: Emil Reile, 58 J. Hagen: Albert Schulte, 64 Jahre. Vom Kriegsdienst zurück habe ich meine Tätigheit in der Praxis und in der Augusta-Kranken-Anstalt in vollem Umfange wieder aufgenommen Dr. Isbruch Frauenarzt Verloren Goldene DamenArmbanduhr verloren. Wiederbring. erh. Belohn. Lücking Hattinger Str. 65 Rechter, gefütterter, blauer Lederhandschuh von der Fürstenstraße— Stolzestr. am Montag verloren. Abzugeben Petersstraße 24 Hellgrauer Stulpenhandschuh Montag" morgen Näbe Schützenbahn verloren. Abzug. An der Maarbrücke Nr. 75, 2. Etg. Ik. Verleigeraung Am Freitag, dem 20. d.., 11 Uhr. versteigere ich im Versteigerungslokale, Alleestr. 54 hierselbst. 1 Küche, 1 Herd. 1 Schlafzimmer und verschiedene Haushaltungsgeräte öffentlich meistbietend gegen Barzahlung. Die Sachen sind gebraucht u können ½ Stunde vor Beginn der Versteigerung besichtigt werden. Bochum, 19.12.1940 Dörmann, .=Gerichtsvollz. „ sind die gudlenden Zeugen einer geschwächten, reizempfindlichen, ofimals entzündlich veränderten Atmungsschleimhaut; daber ihre Hartnäckigkeit. Tritt man ihnen aber mit „Silphoscalin“ entgegen, so zeigt man das richtige Verständnis für das, was hier nottut, nämlich: nicht allein der jeweiligen Beschwerden Herr zu werden, sondern vor allem auch auf das anfällige Schleimhautgewebe in wirklich heilkräftigem Sinne einzuwirken. Das ist der Vorzug von„Silphoscalin“, das bei Professoren, Aerzten und Kranken entsprechende Anerkennung gefunden hat.— Achten Sie beim Einkauf auf den Namen„Silphoscalin“ und die grüne Dackung.— 80 Tobletten RM..57 in allen Apotheken, wo nicht, dann RosenApotheke, München, Rosenstr. 6.— Verlangen Sie von der Firma Carl Bühler, Konstanz, kostenlos u. unverbindlich die interess. illustr. Aufklärungsschrift St 235 „ „BA“ Dein Heimatblatt Amtto netolga tellt man Freunden und Bekannten durch eine Anzeige im„BA“ mit, der als Bochumer Famillenblatt von Zehntausenden gelesen wird Reparat. an Lederwaren Zimmermann, Kortumstr. 26 Täglich verweist der Ansager im Rundfunk auf die ausführlicheren Berichte in der Tagespresse. Ein Beweis für die große Wichtigkeit des Zeitunglesene Da geht einem der Hut hachs rief der Kalkgehalt des Waschwassers entsetzt, „die Hausfrauen nehmen setzt alle DALLi=Bleichsoda zum Enthärten und vernichten mich dadurch. Wie herzlos die Frauen doch sein können!“ Wos DALLTheilst, ist gutl Im Zeichen Armors Sr. Weihnachtsbäume vorrätig,-6 Meier, am Partplatz, Wiitener Straße wird für viele junge Paare wieder das Weihnachtsfest stehen. Und wen der kleine Liebesgott in diesem Jahre unter seine Fittiche genommen hat, das werden uns die Verlobungs- und Vermählungsanzeigen in der Weihnachtsausgabe des„BR“ sagen. 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Dezember 1940 erfolgt sein. Der Bestellschein III und der Bezugsabschnitt III der Aepfelkarte 1940/41 werden hiermit aufgerufen. Die Aepfelverteiler haben die Bestellscheine III aufgeklebt der Abrechnungsstelle des Ernährungsamtes zur Ausstellung Bezugsscheines einzureichen. Die Bezugsabschnitte sind zu entwerten. Wattenscheid, 16. Dezember 1940. Der Oberbürgermeister Viehseuchenpolizeiliche Anordnung Nachdem unter dem Schweinebestande a) des Bergmanns Reinhold Bühre, Wattenscheid, Aschenbruch 51, b) des Bergmanns Heinrich Selbach, Wattenscheid, Aschenbruch 51, c) des Bergmanns Hermann Buchwald, Wattenscheid, Aschenbruch 51, die Maul= und Klauenseuche amtstierärztlich festgestellt worden ist, wird hiermit zum Schutze gegen diese Seuche auf Grund der§§ 18 ff. des Vieyseuchengesetzes vom 26. Juni 1909(RGBl. S. 519) mit Ermächtigung des Herrn Regierungspräsidenten in Arnsberg folgendes be1. Das Sperrgebiet umfaßt das verseuchte Gehöft und den gesamten Stadtteil Günnigfeld bis zu den Stadtgrenzen Gelsenkirchen, WanneEickel und Bochum=Hordel, serner #5. zur. Eisenhahnlinie GelsenkirchenWaltenscheid=Bochum=Nord. 2. Für den Sperrbezirk finden die Bemimmungen der Vlehseuchenpolizeilichen Anordnung des Herrn Regierungspräsidenten in Arnsberg vom 1. Dezember 1938(Sonderbeilage zu Stück 50 des Reg.=Amtsblattes) Anwendung. Wattenscheid, 16. Dezember 1940. Der Oberbürgermeister als Ortspolizeibehörde * WaruUn. Ein Wegweiser für gediegene u. preiswerte Facharbeit Terrazzo- und Kunststeinwerk N. BATTTET vorm. J. Baseill Spichernstr. 35, Ruf 68437 Gegründet 1900 pner- und llationsarbeiten SEIT T898 installs Adalbert Piltroft Klempnermeister, Dorstener Str. Ruf 6240* Reparaturen bei bilKur Cz: 1 ligster Berechnung Heinrich Poggenpohl Karosserie-Werkstätten Neuantertigung sämil. Autbauten und Reparaturen Oskar-Hoffmann-Str. 127 Ruf 68275 Erhst heiniger, ing. 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Dezember beim Verteiler abzugeben, wobei der Verteiler den Nebenabschnitt zu Bestellschein III mit seinem Firmenstempel versieht. Die Verteiler tauschen die abgetrennte Bestellscheine III sofort beim aährungsamt Herne, Hermann=Göring= Straße 28 in einen Bezugschein um. Bei der Belieferung der Kunden ist der Bezugsabschnitt III abzutrennen. Herne, den 17. Dezember 1940. Der Oberbürgermeister Sinid deie Miobelkaufe! die in Zeiten einer ungehemmten Lagerauffüllung zufriedene Kunden wurden. Wenn meine Möbelschau heute auch nicht mehr so umfangreich sein kann, so lohnt sich doch Ihr Besuch, denn was gestern nicht da war, kann heute schon wieder eingetroffen sein W. BORGMANN Das bekannte Groß-Möbelhaus Am STADTPARK Vielleicht etwas kleiner im Umsange werben— auf alleFälle aber durchgehend werben! Altgold, Silber u. 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