— O g 00 Bezugspreis mit Botenlohn:.15 RM. monatlich oder 1,08 RM. halbmonatlich. Selbstabholer.85 RM. monatlich oder 93 Pf. balbmonatlich. Bezugspreis für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich, Funkzeitschrift„bör mit mir“ 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und 55 Pl. bei fünf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Zeitung durch höhere Gewalt, Verbot oder Betriebssiörung und dgl. verbindert wird, können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschäftsstelle geöffnet von.30—13 und von 14.30—18 Uhr, sonntags von 11 bis 12 Uhr. Sprechstunden der Schriftleitung, außer mittwochs und sonnabends, von 16 bis 17 Uhr.— Postischeckkonio Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Freitag 6. Dezember 1940 47. Rummer 289 Einzelpreis 10 Anzeigenpreise: Grundpreise für 1 mm Höhe in 22 mm Breite 10 Pf. im Anzeigenteil und in 78 mm Breite 55 Pf. im Textteil. Familienanzeigen 8 Pf., Stellengesuche 8 Pf., kleine Anzeigen(nicht geschäftlicher Art) 8 Pf., Auskunst= und Zifsergebühren 25 Pf. Zur Zeit ist Preististe Nr. 12 gültig. Nachlaßstaffel B.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck kernmündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8 Anruf 67551—54 Sonsonschweigr stc aus Bisher keine Silbe über die gewaltigen Erfolge der deutschen=Boote am 2. und 3. 12. veröffentlicht— Neuer Beweis für Englanos„Wahrheitsliebe“ stürzte dieser Mann über die Abenteuer von Gallipoli bootes hat er ohne Rücksicht auf seine Person(Konterund verschwand in der Versenkung. Heute hat derselbe Churchill seine außerordentliche Eignung in der Niederlage von Norwegen, Holland, Belgien, Frankreich und in der fortschreitenden Isolierung der englischen Inseln bewiesen. Auch Churchill wird die Geschichte nicht kovieren können. Gewiß, wir kennen seine Sturheit und die harten Nerven des englischen Volkes, aber wir wissen, daß unsere Nerven und unsere Waffen härter sind. Dazu haben sich die wirtschaftlichen und strategischen Voraussetzungen gegenüber den Jahren, 1914/18 derart zu unseren Gunsten und zum offensichtlichen Nachteil Großbritanniens verschoben, daß wir heute aus unserer klaren Position heraus geradezu die ständig wachsenden Sorgen der britischen Machthaber verstehen. Das Ritterkreuz erhielt Konteradmiral Stohwasser dnb Berlin, 5. Dezember. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Großadmivals Dr. h. c. Raeder, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Konteradmiral Stohwasser. Konteradmiral Stohwasser ist seit Kriegsbeginn mit der Durchführung von Minenaufgaben betraut. Unter persönlichem Einsatz an Bord seines kleinen FührerBerlin, 5. Dezember. Von unserer Berliner Schriftleitung Vor wenigen Tagen stürzte sich die„Times“ in Tinte und Druckerschwärze, um die englische„Pressefreiheit", vor dem Tode des Ertrinkens in Zensuranordnungen zu retten. Der Rettungsversuch ist allerdings fehlgeschlagen= Die„Times“ wird von den eigenen amtlichen Steben Lügen gestraft, die seit Tagen auch die geringsten Nachrichten über die letzten großen deutschen=Boot=Erfolge vom 2. und 3. Dezember unterdrücken. Diese Verschweigetaktik ist nicht neu. Bereits bei den schweren Tonnageverlusten im Oktober wurde sie ebenfalls von der britischen Admiralität angewandt. Selbst im Unterhaus hat es gestern keiner der dort vertretenen demokratischen Freiheitsapostel gewagt, die Regierung um Auskunft anzugehen, im Gegenteil bewegte sich die Aussprache in rein theoretischen Betrachtungen, wie man der immer stärker werdenden Gefahr des=Boot= und Luftkrieges Herr werden kann. Selbst wenn, man in London für dieses Schweigen „militärische“ Gründe vorschieben sollte, so ziehen sie nicht, denn sämtliche amerikanischen Radio= und PreßAgenturen haben bereits die Namen der am 2. und 3. Dezember versenkten Schiffe genannf,. Die britische Admiralität wagt also nicht, der breiten Oeffentlichkeit die Verluste einzugestehen, die den politischen Kreisen längst bekannt sind. Winston Churchill greift damit auf eine Methode zurück, die von seinen Vorgängern im Jahre 1917, also im entscheidenden Augenblick des damaligen Unterseebootkrieges, bereits angewandt wurde. Auch damals wurde von der Admiralität nur ein Bruchteil, meist ein Drittel oder ein Viertel der wirklichen Tonnageverluste zugegeben. Hierfür darf als Kronzeuge Lloyd George persönlich gelten. In seinen Lebenserinnerungen macht er unumwunden von einer Auseinandersetzung zwischen Admiral Sims und Admiral Jellicoe Mitteilung, in der Sims seiner Bestürzung darüber Ausdruck gab.„daß die Verluste an Tonnage das Drei= und Vierfache dessen betrügen, was in der Presse veröffentlicht wurde“. Der Versuch Churchills, diese Verdunkelungsmethode von 1917 zu kopieren, wird ebenso fehlschlagen wie alle seine übrigen Kopierungsversuche, sei es wirtschaftlich die Hungerblockade, sei es militärisch die Einkreisung. Denn während man vor 25 Jahren noch die Nachrichtenübermittlung durch Abschneiden der Kabel blockieren konnte, lassen sich Funkwellen nicht mehr blockieren Jedenfalls wird die politische Welt durch die britische Zensur über den wahren Stand der Dinge nicht getäuscht, sondern höchstens das enalische Volk. Daß man dennoch nicht die ganze Wirklichkeit schamhaft verschweigen kann, davon geben einige englische Pressestimmen und selbst die gestrige Unterhaussitzung Kunde. So kann die„Daily Mail“ nicht umhin, ihre Besorgnisse über die Tonnage=Lage zu äußern.„Unsere Schiffsverluste“, so meint das Blatt,„zeigen in der letzten Woche ein Emporschnellen.“ Weiter:„Es ist nicht notwendig, die tödliche Gefahr hervorzuheben, die das=Boot, das Schnellboot und der Bomber bedeuten. Unsere Seeverbindungen und Zufuhren müssen aufrechterhalten kleiben, wenn wir am Leben bleiben wollen. Wir können unsere See= und Luftstreitkräfte im Atlantik verstärken, aber nur, indem wir unsere Stellung im Mittelmeer schwächen. Wenn wir einmal die italienische Flotte zerschmettert haben, können wir in die Atlantik=Schlacht mit vollen Kräften eintreten.“ Dies Eingeständnis ist um so interessanter, als noch vor nicht langer Zeit sämtliche englischen Zeitungen die „Dezimierung" der itallenischen Flotte bereits gemeldet hatten. Auch die„Daily Mail“, straft also die Nachrichtenpolitik ihrer eigenen Regierung Lügen und bestätigt in geradezu„vorbildlicher Offenherzigkeit, in welchem Maße die italienische Flotte die Tätigkeit der britischen im Mittelmeer bestimmt und daß England sowohl dort als auch im Atlantik in die absolute Defensive gedrängt ist. Auch die Unterhaus=Aussprache über die Thronrede erbrachte das gleiche Bild. Die hochehrenwerten Abgeordneten pendelten zwischen Phrasen und Hoffnungen hin und her. Lord Winterton meinte, die wirkliche Offensive liege in den Werften und Industrien Englands und Nordamerikas. Alles andere Offensiv=Gerede erübrige sich. Mister Vernon Bartlett genügt die britische Provaganda nicht. Er wünscht die„Errschtung eines alliierten Provaganda=Rates“(in dem sicherlich die abgedankten Größen Europas bis zum Neaus herunter Sitz und Stimme haben sollen. Die Schriftleitung). Schon klarer wurde der konservative Abgeordnete Southby, der in der Zusammenarbeit zwischen deutschen Unterseebooten und Bombern die neue Bedrohung Englands sieht. Solche Betrachtungen haben immerhin Hand und Fuß, waren aber nicht geeignet, den Sprecher der Regierung, den Lordpräsidenten des Ministerrats und soeben zum Innenminister ernannten Sir John Anderson, zu positiven Erkläxungen zu bewegen. Auch er teilte die Sorgen des Hauses und ließ durchklingen, welche Sorgen die Regierung um die Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Schiffahrtswege bewegen, die deshalb auch zu den dringendsten Aufgaben des Verteidigungsausschusses gehöre. Ueber diese Bestätigung der gemeinschaftlichen Sorgen kam Sir Anderson nicht hinaus. Daß er schließlich das halbleere Haus(auch das sist besonders wirksam und wiederholt angegr bezeichnend. Die Schriftleitung) damit zu ermuntern verschiedenen Stellen unterbrochen. Die Stützpunkte versuchte, daß Winston Churchill höchstpersönlich auf von Korfu, Zante und Prevesa wurden mit Bomben Grund seiner unvergleichlichen, Erfahrungen dem Pro= belegt,„Bei einem Kampf zwischen, einer unserer Enthülltes Geheimnis Wie die„Siegesmeldungen“ der RAF. entstehen Berlin, 5. Dezember. Dem britischen Luftfahrtminister widerfährt mit seinem Nachrichtendienst eine Panne nach der anderen. admiral Stohwasser ist 56 Jahre alt), diese Aufgaben zum größten Teil an Ort und Stelle selbst geleitet und überwacht. Das durch ihn gegebene Beispiel hat sich auf die ihm unterstellten Verbände übertragen, nur so konnten die ihnen gestellten Aufgaben unter schwierigsten Verhältnissen erfolgreich durchgeführt werden. Während der Norwegen=Aktion hat sich Konteradmiral Stohwasser auf Grund seiner seemännischen Erfahrungen und seines soldatischen Könnens bei schärfster Unterseebootgefahr als Leiter einer Transportstaffel besonders bewährt und seine Dampfer verlustlos zu ihrem Bestimmungsort geleitet„Sein Verdienst sind der vorzügliche Geist der unter seinem Kommando stehenden Minen, suchverbände und damit auch deren erfolgreiche Unternehmungen. Britenflugzeug abgeschossen durch ein deutsches Bewachungsfahrzeug dnb Berlin, 5. Dezember. Im Laufe des Donnerstagvormittags versuchte ein britisches Torpedoflugzeug, ein deutsches Bewachungsfahrzeug in der Nordsee anzugreifen. Trotz schlechter Sicht und starkem Seegang gelang es dem Bewacher, das feindliche Flugzeug abzuschießen, ehe dieses den beabsichtigten Torpedoangriff zur Durchführung bringen konnte. in London und Birmingham— Bombenangriffe auch bei schlechtem Wetter kert:„Die zurückgekehrten Flieger melden, 15 bis 16 blumper Schwindel aufgedeckt wird. e. In der Meinung, der sinkenden Glaubwürdigkeit wieder etwas auf die Beine zu helfen, veranstaltete man eine Pressefahrt neutraler Berichterstatter nach einem Kriegseinsatzhafen, wo sie sich etwas von den britischen Piloten erzählen lassen sollten. Das war, wie sich bald herausstellte, vom Standpunkt der englischen Propaganda aus betrachtet, äußerst leichtsinnig gehandelt, denn die inzwischen erschienenen Veröffentlichungen der Berichterstatter über ihren Besuch des RAF.=Flugplatzes geben erst recht Aufklärung über das Zustandekommen der britischen Schwinoeinggrichten, Der Londoner Korrespondent des schwedischen Blattes„Nya Daglight Allehanda“ stellt zunächst fest, es sei ein englischer Flugplatz besucht worden, von dem aus britische Flugzeuge nach Deutschland starten. Dort erfuhr er u.., daß die englischen Bombenflieger entgegen der früheren Uebung keine an das deutsche Volk gerichteten Flugblätter mitnehmen, weil man inzwischen„die Sinnlosigkeit dieser Maßnahme und den Ernst der Lage" begriffen habe. Es folgt sogleich ein weiteres, sehr wertvolles Eingeständnis der Flieger. Man müsse, so sagten sie, mehr als 8000 Meter hoch über dem Reichsgebiet, fliegen, um mit einiger Aussicht der äußerst wirkungsvollen Abwehr entgehen zu können. Der schwedische Journalist erlebte dann selbst einen bezeichnenden Zwischenfall. Als gegen 4 Uhr früh einige zurückkehrende britische Maschinen sich dem Flugplatz näherten, erschienen gerade deutsche Flieger über dem englischen Rollfeld. Zwei britische Maschinen meldeten, sie hätten nur noch für kurze Zeit Benzin. Darauf wurde den Flugzeugführern anheimgestellt, zu landen oder ihre Maschinen preiszugeben und mit Fallschirmen abzuspringen. Der Korrespondent verrät nicht, welche Wahl getroffen wurde, aber der Vorfall zeugt doch für die große Hochachtung, die die britischen Pilaten vor ihren deutschen Gegnern haben. Der schwedische Berichterstatter fährt dann wörtlich dnb Berlin, 5. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In der Nacht zum 4. Dezember griffen Kampfflugzeuge trotz schlechter Wetterlage London und Birmingham an. In den Londoner Stadtteilen Baddington, Rensing'on, Vattersea wurden starke Brände beobachtet. Auch in Birmingham entstanden nach heftigen Explosionen neun große und zahlreiche kleine Brände. Ferner wurden Southampton und einige andete Städte angegriffen. Am Tage beschränkte sich die Tätigkeit der Luftwaffe auf Auftlärungsflüge.„#e###hm un#. In der Nacht zum 5. Dezember richteten sich Angriffe gegen Süd= und Mittelengland. Brisische Häfen wurden weiterhin vermint. Einige britische Flugzeuge warfen in der Nacht in Westdeutschland Bomben und beschädigten einige Wohnhäuser. Gestern wurden drei feindliche Flugzeuge abgeschossen, davon zwei durch Flakartillerie. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt. „Der Tapfersten einer“ Generalmajor Wolff von Stutterheim seiner Verwundung erlegen— Ein Nachruf Görings dnb Berlin, 5 Dezember. Am 8. d. M. starb Generalmajor Wolff, von Stutterheim an seinen im Luftkampf erlittenen Verletzungen. Reichsmarschall Göring erließ folgenden Nachruf:.....9. a6.m Grenk. „An den Folaen seiner im Feldzug gegen Frankreich erlittenen Verwundung starb am 3. Dezember 1940 für Führer und Volk der Generalmajor Wolff von Stutterheim, Inhaber des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz und Ritter des Ordens pour le mérite. Mit ihm verliert die Luftwaffe eeinen Offizier, der im Weltkrieg für seine hervorragende Tapferkeit mit dem höchsten preußischen Orden und in diesem Kriege mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurde und der im gegenwärtigen Kampf um die Freiheit und die Ehre Großdeutschlands als Kommodore eines Kampfgeschwaders ein einzigartiges Beispiel besten deutschen Soldatentums gegeben hat.— An Einsatzfreudigkeit und Heldenmut wird dieser hochbewährte Offizier allen Fliegern immerdar ein leuchtendes Vorbild bleiben. Die Luftwaffe senkt in stolzer Trauer die Fahne vor diesem Toten, der der Tapfersten einer war. Göring, Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches und Oberbefehlshaber der Luftwaffe.“ Der Verschiedene vollendete eine soldatische Laufbahn, die an Erfolgen besonders reich ist, die aber von ihm auch schwere Blutopfer verlangte. Im Weltkriege, den der Verstorbene beim Kaiser=AlexanderGarde=Grenadier=Regiment 1 mitmachte, erhielt er schon als junger Leutnant die höchste Auszeichnung, den Orden vour le mérite. Das Goldene Verwundetenabzeichen, das dieser lebensvolle, stets einsatzbereite Offizier trug, zeugte von 17 Verwundungen, die er in den Jahren von 1914 bis 1918 im Infanteriekampf erlitten hatte. Nach dem Zusammenbruch ging Stutterheim zum Grenzschutz Ost, wo ex mit seinem Pferde über eine in der Nacht gelegte Straßensperre, stürzte und sich schwerste Schädelverletzungen zuzog. Drei Jahre außergewöhnlich harter Leiden folgten, dann entschloß sich der zähe, von einem unbeugsamen Willen beseelte Mann zum Studium der Forstwirtschaft und schlug nach Ablegung der Examen die höhere Forstlaufbahn ein. Als aber der vorbildliche Menschenerzieher und Menschenführer 1932 mit der Segelfliegerei in enge Berührung kam, gab er seinen Beruf wieder auf, wurde Ortsgruppenleiter beim Deutschen Luftsportverband, lernte noch fliegen und bildete nun nach Anbruch einer neuen Leit junge Deutsche zu Fliegern heran. Es kam dann die Zeit des Neuaufbaues der Luftwaffe. Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe berief Wolff von Stutterheim als Major wieder zum aktiven Dienst. Das Unglück wollte es, daß Stutterheim als Teilnehmer am Olympia=Sternflug 1936 abermals schwer verletzt wurde. Sein Flugzeugführer mußte in schwierigstem„Gelände eine Notlandung vornehmen, wobei sich Stutterheim beide Beine brach. Noch nicht ganz wiederbergestellt, zog dann der Oberst von Stutterheim als Gruppenkommandeur gegen Polen und später, mit einer besonderen Aufgabe betraut, in den Krieg gegen Frankreich. Für seine hervorragende Tapferkeit verlieh ihm der Führer und Oberste Befehlshaber das Ritterkreuz zum Eisernei Kreuz. Als Geschwaderführer wurde General von Stutterheim am 15. Juni im Luftkampf verwundet. Dieser 18. Kriegsverletzung ist der junge General nun erlegen. Griechischer Verstörer versenkt von italienischem=Boot— Wirksame Angriffe der italienischen Luftwaffe dnd Rom, 5. Dezember. 1 Feindliche Einflüge auf Cheren und Ghinda haben Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag weder Opfer noch Schäden verursacht. Has Haustgnarier der Behrmacht güt bekannt: warsen Vomben über Prein ab. Sie verdrsaczten An der grlechischen Front, haben, auch am einen Toten und drei Verwundete in der Nähe eines e be. gag ergite use ue, ie agesog hoandbertasen eine, Risderst ebz, Kes songent Mäiteischr Bihe eshses Gasten Geasie hale Leisiäten eiche. ach Kasile und Proviantkolonnen sowie auf dem Marsche befindpeionbers wirkslar, und wiederhelt angsgeifsen, und, au te stachtluchung der velleitungen in Rumänien Bukarest, 5. Dezember. Im Amtsblatt wurde am Mittwoch ein Dekret ververgleichlichen, Erfahrungen, dem. Problem der Unterseeboot= und Bombenangriffe auf britische Geleitzüge dauernd Beachtung schenke, das dürfte vielleicht einige Konservative hoffnungsvoller stimmen, wird aber die großen und kleinen Sorgen Englands nicht verringern können, auch wenn Sir Anderson zum Vertrauen in die besondere Eignung und Erfahrung Churchills mahnt. Wir kennen Churchills besondere Eignung im vergangenen Krieg und im Krieg von 1940. Im Weltkrieg elegt. Jagdst den fünf, feindliche„Igodllugzeuge abgescho unserer Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. bstaffeln und einer feindlichen Fliegerstaffel wur= öffentlicht, auf, Grund dessen allein nur der Staat dafünf, seindliche„Jgohslugzenge ahgeschossen. Zwei zu berechiat it Kedasteikuengan in erichten und aus„— zubeuten. Gleichzeitig gehen alle schon bestehenden Oelge sind nicht zurückges=hrt Am 29. November hat unser=Boot„Delfino“ einen griechischen Zerstörer im Aegäischen Meer versendt. In Ostatrika hahen feindliche„motorisiexte Ein= über. Diejenige heiten eine unserer Stellungen westlich, von Tessenei Tagen nicht angemeldet werden, fallen ohne jede EntGub abes infart zurückgeschlagen worben schadiqune heu(Stogte acz. angegriffen, sind aber sofort zurückgeschlagen worden. schädigung dem Staate zu. leitungen mitsamt den dazu gehörenden Pompen, Behältern, Einrichtungen, Gebäuden und Werkzeugen, die zum Betriebe notwendig sind, in Staatseigentum über. Diejenigen Oelleitungen, die innerhalb von 15 nicht angemeldet werder tallen olne jede En an Bomben abgeworfen zu haben und mehrfach im Lichtkegel der deutschen Scheinwerfer in Bremen und Holland gewesen zu sein. Noch während des Verhörs gibt schon das Luftfahrtministerium seinen Bericht heraus, der in den allerersten Morgenstunden dem Kollegen vom Informationsministerium in dessen Schutzraum vorgelesen wird und dann über die ganze Welt hinausgeht.“ So ähnlich mußte man sich ein Verfahren vorstellen, bei dem sich der Inhalt der Meldungen grundsätzlich von der Wahrheit fernhält. Nicht einmal der Abschluß des Verhörs der Piloten wird abgewartet, ganz zu schweigen von einer gewissenhaften Ueberprüfung der Angaben,„Wie notwendig eine Kontrolle ist, bewies erst kürzlich der Besuch des englischen Königs auf einem britischen, Nachtflughafen, bei dem er schamlos von einem Piloten angelogen wurde, der ihm das Märchen von dem überhaupt nicht stattgefundenen„Großangriff“ der RAF. auf Berlin neu auftischte, obwohl inzwischen die Lügenhaftigkeit, in diesem Falle vor aller Welt offen zutage lag. Man kann wirklich nicht behaupten, daß die Pressefahrt den damit verbundenen Absichten des britischen Luftfahrtministeriums irgendwie entsprochen hätte, denn die Erlebnisse und Feststellungen der neutralen Journalisten sind für die RAF. mehr als peinlich. Schwere Anwetterschäden in ganz Jugoslawien— Ueber 1000 Häuser in Nordbosnien zerstört Belgrad, 5. Dezember. Aus allen Landesteilen Jugoslawiens kommen neue Unwettermeldungen. Infolge des starken Schneesturmes strandete in der Nähe der Insel Hak der jugoslawische Segler„Speti Juraj“. Die Besatzung konnte gerettet, werden. Der italienische Dampfer„Kopodistrija“, der auf der Fahrt von Albanien nach Triest war, scheiterte in der Nähe der Insel Ugljana. Die Besatzung konnte von einem in der Nähe befindlichen Schlepper übernommen werden. Starke Schneefälle haben zur Einstellung des Autobusverkehrs auf den meisten Strecken in Bosnien, Montenegro und Südserbien geführt. Auf der Landstraße zwischen Monastir und Resan blieben zwei Postomnibusse im Schnee stecken und konnten erst nach 16 Stunden aus den Schneemassen befreit werden. Im nordbosnischen Hochwassergebiet hat der winterliche Kälteeinbruch zu einer katastrophalen Verschlechterung der Verhältnisse geführt. So sind allein im Bezirk Brtschko nach einer Meldung der„Vreme“ über 1000 Häuser böllig zerstört und weitere 2000 Häuser für ein weiteres Bewohnen unverwendbar geworden. Die Brunnen sind durch ertrunkenes Vieh und eingedrungenes Wasser unbrauchbar geworden. Damit wächst auch die Gefahr der Verbreitung epidemischer Krankheiten in diesen Gehieten, und zwar um so mehr, als die Bevölkerung in Notbaracken und Heuschobern, allen Unbilden der Witterung ausgesetzt, übernachtet. Das Staatsbegräbnis für Prinz Saionsi Tokio, 5. Dezember. Aus Anlaß des heutigen Staatsbegräbnisses des großen Staatsmannes Prinz Saionii hat ganz Japan halbmast geflagt. Im Tokoter Hibing=Park fand am Morgen eine feierliche Staatszeremonie in Anwesenheit des gesamten Kabinetts, von Mitgliedern des Kaiserhauses und des Diplomatischen Korps statt. Beim Eintreffen des Trauerzuges wurden 19 Kanonenschüsse abgegeben. Sodann erfolgte die feierliche Totenehrung bei den Klängen der Nationalhymne. Gegen Mittag fand die Beisetzung auf einem Friedhof vor den Toren Tokios statt. Schulen und Behörden haben anläßlich der Beisetzung Rubetag. Sämtliche Vergnügungsstätten sind heute geschlossen. Gold und, Devisen bei Juden in Rumänten beschlagnahmt In Konstanzg entdeckte die rumänische Polizei bei einer Gruppe von Juden, die nach Palästina reisen wollten, Devisen und Gold im Werte von mehr als 2 Millionen Lei. Die Devisen und das Gold wurden beschlagnahmt. Wieeo zun Wassenzrntruns ran Eine interessante Broschüre eines ehemaligen französischen Ministers Stange zu daß der Genf, 5. Dezember. Es gibt immer noch Franzosen, die daran zweifeln, daß Frankreich im Juni dieses Jahres tatsächlich keinen anderen Ausweg mehr vor sich sah, als Deutschland um Waffenstillstand zu bitten. Diesen Illusionen, die natürlich auch von der britischen Propaganda genährt werden, sucht der ehemalige französische Minister und Senator Charles Reibel in einer Broschüre entgegenzuwirken, daß, wenn die Dinge noch einmal zu mach die sich„Warum und wie wurde das Waffenstillstands= snie wieder ganz genau so anfangen wurde. aber diese waren bereits nach Vordeaux abgefahren. Der Senator kam dort am 15. Juni an und hatte mit Präsident Lebrun ein bewegtes Gespräch von anderthalb Stunden.„Stellen Sie sich vor“, sagte ihm Lebrun,„daß General Gamelin mich einige Tage vor meiner Abreise aus Paris besucht und mir seine Konzeption der Kriegführung gelobt hat und hinzufügte, halten. In dieser Hinsicht erzählt Reibel, englische Botschafter am 16. Juni dem französischen Außenminister eine Verbalnote überreichte, in der die britische Regierung schließlich erklärte, daß sie sich nicht einem separaten Waffenstillstandsgesuch widersetze unter der Bedingung, daß die französische Flotte ihr ausgeliefert würde, was natürlich die Bedeutung hatte, daß jede Waffenstillstandsvereinbarung mit Deutschland ausgeschlossen sein würde. Diese Note wurde dann von den Engländern zurückgezogen und durch den bekannten Vorschlag ersetzt, die beiden Reiche zusammenzulegen, wodurch Churchill bekanntlich suchre, das französische Kolonialreich in seine sich Wdoarhmggd wie warhg dar Walg gesuch entschieden? betitelt. In dieser Broschüre er: zählt Reibel die Vorgänge, die sich vom 10. bis 17. Juni in den französischen Regierungs= und Generalstabskreisen abspielten und in die er durch seine Eigenschaft als Mitglied der Kommission für die auswärtigen Angelegenheiten und der Armeekommission des französischen Senats sehr genauen Einblick hatte. Im Vorwort dieser Broschüre hebt er selbst hervor, daß er allen denjenigen antworten werde, die sich heute noch fragen, ob denn winklich der Kampf unmöglich gewesen sei. Aus dieser Broschure seien nach dem„Frankfurter GeneralAnzeiger“ folgende aufschlußreichen Stellen zitiert: Am 11. Juni, so erzählt Reibel, hatte sich die französische Regierung in Tours eingerichtet. Noch am 13. Juni erkannte in der Umgebung des Ministerpräsidenten Paul Reynaud niemand, daß die Lage verzweifelt geworden war. Am 14. suchte Reibel General Weygand auf, der ihn nun laufend über die wahre Lage unterrichtete. Weygand hatte am 21. Mai das Kommando unter dramatischen Bedingungen übernommen. Damals befanden sich die besten Truppen der französischen Armee, die einzigen motorisierten Divisionen, die sich unvorsichtigerweise bis nach Holland vorgewagt hatten, völlig isoliert. Mit ihnen waren acht britische Divisionen und die belgische Armee von der Einkreisung bedroht. General Weygand setzte seine ganze Hoffnung in das Manöver, mit dem er versucht hatte, in der Region von Bapaume die deutschen Panzerdivisionen, die bis zur Kanalküste ungehindert operierten, abzuschneiden. Sechzig Kilometer trennten die Armee von Dünkirchen vom Rest der französischen Streitkrafte. Am 23. Mai blieben nur noch dreißig Kilometer zu überschreiten, um die Verbindung herzustellen. Aber am 24. Mai morgens änderten die fünf britischen Divisionen, die den rechten Flügel bildeten, ihre Richtung auf Befehl ihres Chefs und marschierten in nordwestlicher Richtung ab. Alles war verzweifelt. In der Nacht vom 27. auf den 28. Mai kam die Enttäuschung durch die belgische Armee. Nun überstürzte sich die Entwicklung in dramatischer Weise. Am 29. Mai richtete General Weygand, der schon vor vier Tagen dem Ministerrat die Lage auseinandergesetzt hatte, ein Schreiben an Paul Reynaud. Dieser Brief endete mit den beiden Sätzen:„Die Entwicklung der militärischen Operationen ist so, daß sie innerhalb kurzer Frist zur Unmöglichkeit, die Feindseligkeiten fortzusetzen, führen wird. Es erscheint notwendig, die britische Regierung von dieser Lage zu unterrichten, damit sie imstande ist, innerhalb kurzer Zeit alle Maßnahmen zu treffen, welche sie für opportun hält. In einem weiteren Brief vom 6. oder 7. Juni beharrte General Weygand wiederum darauf, daß die Regierung Waffenstillstand nachsucht. Es wäre wünschenswert gewesen bemerkt Reibel, die Abreise der Regierung aus Paris zu vermeiden wie auch die Kriegserklärung Italiens zu verhindern, die jedermann als bevorstehend fühlte. Am 12. Juni schreibt General Weygand wiederum an den Ministerpräsidenten, aber der Ministerrat blieb unerschütterlich. Indessen hatten die französischen Truppen allen Zusammenhang verloren. Die erschöpften Soldaten fielen vor Müdigkeit fast um, die Divisionen waren auf zwei bis drei Bataillone zusammengeschrumpft.„Es ist noch eine Armee, aber in einigen Tagen, vielleicht in einigen Stunden, haben wir nur noch Banden. Ist es vernünftig, die französische Armee so zu behandeln?" schreibt General Weygand vorwurfsvoll an den Ministerrat. Am 18. Juni tagte der Oberste Kriegsrat. General Weygand und General Georges führten Churchill die absolute und unmittelbare Notwendigkeit vor Augen, britische Verstärkungen zu erhalten. Churchill versprach nur drei Divisionen und 72 Kanonen, während das letzte französische Regiment und der letzte französische Panzerwagen in den Kampf verwickelt waren. Indessen weigerte sich der französische Ministerrat von neuem, hinsichtlich eines Waffenstillstandes einen Schritt zu tun. Statt dessen studierte die französische Regierung nacheinander zwei Pläne und wußte nicht, welchen sie erwählen sollte. Der erste Plan bestand darin, nach der Bretagne zu flüchten und von dort noch einmal an Amerika zu appellieren. Der andere Plan sah vor, nach Bordeaux zu gehen, um von dort mit dem Parlament nach Afrika zu fahren und dort zwei oder drei Jahre zu warten, bis die anglo=amerikanische Luftwaffe instande wäre, Frankreich wiederzuerobern. Vergeblich hatte General Weygand den Wahnsinn eines solchen Planes aufgezeigt. Vergeblich erklärte Marschall Pétain, daß Frankreich noch niemals einer Emigrantenregierung gefolgt sei. Reibel kommt dann auf eine Unterredung mit dem französischen Generalstabschef, General Georges, zurück. Dieser sagte ihm:„Ich konnte Herrn Churchill anläßlich des letzten Kriegsrats zur Kenntnis geben, daß wir noch 35 Divisionen haben. Heute, habe ich versuchte, das französische Kolonialreich in seine Gewalt wenn die Dinge noch einmal zu machen wären, er zu berommen. Damit vieser unmoglichen Situation “ s e i n E n d e g e m a c h t w e r d e n t o n n t e, m u ß t e b e r a n n t l i c h Marschall Pétain die Regierung übernehmen, und sein erster Akt war, Deutschland um die Einstellung der Feindseligkeiten zu bitten. Hierauf folgen dann einige Einzelheiten über die Versuche Churchills, die Franzosen noch lange bei der 50 engiische Ennhenten außer Erfraft gesehl in 22 Tagen— Ausgezeichnete Erfolge der italienischen Kriegsmarine Rom, 5. Dezember. Zwei englische Kreuzer außer Gefecht gesetzt, ein englisches Torpedoboot versenkt, sieben feindliche Dampfer mit zusammen 36000 Tonnen vernichtet. Diese im italienischen und deutschen Wehrmachtbericht gemeldeten Erfolge bilden— wie die römische Morgenpresse feststellt— ein weiteres Glied jener ununterbrochenen Kette schwerer Schläge, mit denen die Achsenmächte Englands Seemacht aufreiben und zertrümmern werden. Gerade die Eintönigkeit der jeden Tag vorliegenden Meldungen über Versenkungen, Torpedierungen oder Beschädigungen britischer Kriegsund Handelsschiffe beweise, wie„Popolo di Roma“ betont, daß man es keineswegs mit Einzelerfolgen zu tun habe, sondern daß es sich um eine planmäßige und unerbittlich durchgeführte Aktion der Achsenmächte handelt, die zum Siege führen werde. Wie schwer die stetigen englischen Verluste sich auf die Dauer auswirken mussen, ergibt sich aus einer vom gleichen Blatt an anderer Stelle veröffentlichten Zusammenstellung, in der allein die den Engländern von der italienischen Kriegsmarine in den letzten Wochen zugefügten Verluste zusammengefaßt werden. Danach haben sich die aktionsfähigen Bestände der englischen von der englischen Propaganda italienische Marine der englischen Flotte in den letzten Tagen zugefügt habe, sei ein weiterer großer Schritt auf das Endziel gemacht worden. Tatsachen gegen englische Lügen Italien der##. im Rovember 46, der Feind verlo; im November 247 Flugzeuge Bege In Widerlegung der vom Londoner Nachrichtendienst verbreiteten Phantasiemeldungen über die italienischen Flugzeugverluste gibt die Agentur Stefani nachstehend die Verluste Italiens und des Feindes im Monat November bekannt:. ge ianischan S Feindliche Verluste an den afritanischen Fronten und„am Rande des Mittelmeers: 92 abgeschossene Flugzeuge, davon 11 wahrscheinlich; 13 Flugzeuge am Boden zerstört, davon drei wahrscheinlich. Italienisch=Ostafrika: 21 abgeschossene feindliche Flugzeuge, davon zwei wahrscheinlich. Griechische Front: 79 feindliche Flugzeuge abgeschossen, davon acht wahrscheinlich. 21 Flugzeuge wurden am Boden zerstört. Das itglienische Geschwader, das seine Stützpunkte Kriegsmarine, seit der von der englischen Propaganda] Das itglienische Geschwader, das seine Stützpunkte so groß aufgemachten und wie üblich entstellten an den Küsten des Aermelkanals hat, schoß 17 feindliche Enisode von Terent vom 12 November d h. in kaum Flugzeuge ab, davon eins wahrscheinlich. Episobe von Tarent vom 12. Rovember, v. h. in kaum 22 Tagen, um 30 Einheiten vermindert, unter denen alle Typen vom Schlachtschiff bis zum=Boot und Zerstörer vertreten sind. Im Durchschnitt also ist mehr als eine englische Einheit im Tage von den Italienern außer Gefecht gesetzt worden.„Ob wohl Churchill"", so fragt das Blatt ironisch,„angesichts dieser Ereignisse s# immer noch der Ansicht ist, daß nach dem Angriff bei Tarent England in der Lage sei, britische Einheiten sei dem Mittelmeer zurückzuziehen, um sie anderweitig einsetzen zu können? Mit den Schlägen, die die Insgesamt verlor der Feind im Laufe des November 247 Flugzeuge, darunter 25 wahrscheinlich. In demselben Zeitraum verlor die italienische Luftwaffe 16 Flugzeuge an der afrikanischen Front am Rande des Mittelmeers, ein Flugzeug in Italienisch= Lstafrika, 21 Maschinen in Griechenland. Das italienische Luftwaffenkorps, vertor am Aexmeltanal acht Maschinen, insgesamt sind 46 italienische Maschinen zerstört und abgeschossen worden. Engiischeeukrn. Küstendampfer angehalten und durchsucht— 22 Deutsche trog des Protestes des Kapitäns von Bord geholt— Empörung in Brasilien Riode Janeiro, 5. Dezember. United Preß meldet einen Ueberfall, dem der brasilianische Dampfer„Itape“ durch einen britischen Kreuzer im Bereich der panamerikanischen Sicherheitszone ausgesetzt war. Dieser Meldung zufolge hat ein britischer Kreuzer vor der brasilianischen Küste den brasilianischen Dampfer„Itape“ angehalten und seine Last sowie seine Schiffspapiere durchsucht. An Bord der „Itape“ befanden sich 22 deutsche Passagiere, die von dem englischen Kreuzer an Bord genommen wurden. Der Kapitän der„Itape“ protestierte gegen das Auftreten des englischen Kapitäns. Er machte dabei geltend, daß das Aufbringen innerhalb der panamerikanischen Sicherheitszone geschehen sei. Der britische Piratenstreich ereignete sich am 1. Deforderliche Genugtuung für die Handlungen, die die Rechte Brasiliens verletzten und nicht nur Brasilien selbst, sondern alle amerikanischen Nationen getroffen hätten. Selbst das führende Engländerblatt„Correio da Manna“ gibt die Ueberraschung und Enttäuschung über die Haltung Englands zu.„Radical“ schreibt:„Mehr noch als Brasilien wurde Amerika in seinem kontinentalen Stolze getroffen. Amerika protestiert heftig gegen die Gewalt, der brasilianische Schiffe zum Opfer fielen.“ „Gazeta de Noticias“ erinnert an die traditionelle Mißachtung der brasilianischen Souveränität durch England. Das Blatt schreibt, mitten im Jahre 1940, mitten in der wildesten Propaganda für die fast göttliche Sendung Englands im Kampf für die Freiheit der schwachen unterdrückten des Schises erfolge durch den englischen Hileslreuter sischene Feränberei. Was, jedoch, zum Einme schreie, sei, daß der brasilianische Dampfer„Itape reine Küstenlinie befuhr, die nur brasilianische Häfen berühre. Das Schiff habe nur dem Transport inländischer Waren gedient und nur der Beförderung von Passagieren, die sich in den Häfen Südbrasiliens unter der brasilianischen Flagge einschifften und deshalb alles Recht hatten, anzunehmen, daß sie weiter auf brasilianischem Gebiet blieben bis zur Ausschiffung in einem Hafen Nordbrasiliens. Man sehe hierin einen Akt der englischen Spionage, die englischen Listen unerwünschter Passagiere an isilianischen Dampfers übermittele. gechen die die Geld mächtiger Firmen Ausgedes Schisses erfolgte durch den englischen Hilfskreuzer „Calvin Castle“, der zehn Kanonen und zwei Luftabwehr=Maschinengewehre an Bord hat. Das englische Schiff schickte ein Boot mit 20 Mann an Bord der „Itape“, die dort sofort die Kommandobrücke, die Radiostation und die wichtigsten Positionen des brasilianischen Dampfers besetzten., I. Enischen Setsentrichte Die Empörung in der brasilianischen Oeffentlichteit über diesen Zwischenfall beherrscht in der brasilianischen Presse durchweg die Schlagzeilen. Die Blätter sprechen von einer Beleidigung, ganz Amerikgs, durch, das von Akt der en Enelgnd gegen Ppozisen algemeinität veruvte Atten= Piratenschiffen tat. nje viatter meisen, gugemein darauf hin, daß die Pargtenschäfer „Itape“ vor Cap Sao Thome gar Kuste als achtzehn Meilen heranzahren, konnte wegen der Mitglieder des britischen Intelligence Gervice. Nur Gefahr, auf ein Riff zu taufen, Außerdem genüg######n sprichwörtliche brasitianische Gedutd have bisher auy", Mario Dinez, äußerte einem Vertreter des Abendblattes„Maiodia“ gegenüver stark den Verdacht, daß die Englander in Rio de Janeiro einen Geheimsender besäßen und erspitzelte Meldungen dieser Art an britische Schiffe auf See funkten. De Gaulle spielt Theater Er zeichnet einen„Märtyrer mit einem VerräterOrden aus Stockholm, 5. Dezember. Der französische Emigrantengeneral de Gaulle, der im Auftrage Churchills eine Söldnertruppe organisiert, mit der er für die Rettung der englischen Plutokratenherrschaft kämpfen will, hat für seine Parteigänger auch einen Orden geschaffen. Nach einer ReuterMeldung ist das erste„Kreuz des Befreiungsordens jetzt verliehen worden, aber bei weitem nicht etwa wegen kriegerischer Verdienste, denn nur einmal sind die „Truppen“ de Gaulles ja in Aktion getreten, als sie sich nämlich bei Dakar an der Seite ihrer britischen Freunde blutige Köpfe holten. Der junge Mann, der die Verräterauszeichnung erhielt, wollte sich den „Streitkräften“ des Englandknechtes erst anschließen. Auf dem Wege dahin wurde sein Schiff von einem der bösen deutschen Flugzeuge in Brand geworfen. Dieses Abenteuer hat er nicht überstanden. Er erlag später seinen Verletzungen. Diesen Fall eines verführten jungen Menschen macht der zum Tode verurteilte de Gaulle nun zu einer Tragikomödie. Einen besseren „Märtyrer“ für die„Sache der Freiheit“ hat er nicht gefunden. Es bleibt bei der„Stadt irgendwo“. Die Engländer erfahren auch fernerhin nicht, ob sie bombardiert worden sind Stockholm, 5. Dezember. Die Engländer werden von ihrem Informationsminister auch künftig nicht darüber ins Bild gesetzt werden, wenn ihr Wohnort von einem deutschen Luftangriff heimgesucht wurde, so daß weiterhin— wie im Fall Bristol— die einheimischen Zeitungen mit der großen Schlagzeile erscheinen müssen:„Luftangriff auf eine Stadt im Westen." Denn im Unterhaus antworteten am Mittwoch sowohl der Informationsminister wie auch der Unterstaatssekretär im Luftfahrtministerium auf Anfragen über die Veröffentlichung der Namen bombardierter Orte, man„könne nicht eine vollständige Versicherung geben, daß stets eine sofortige und ins Einzelne gehende Mitteilung an die Oeffentlichkeit gemacht werde“.., Iuag Ahiafer S.2527. Naturlich ist der einzige Zweak ooieser„Zuruckyaltung", den Deutschen nicht zu sagen, ob sie London, Southampton, Birmingham oder Bristol bombardiert haben. Folglich müssen die Engländer weiterhin ihre Information über das Ziel der deutschen Luftangriffe aus dem OKW.=Bericht beziehen. Dafür nämlich hat man in England das Informationsministerium eingerichtet. Milde Gaben für den englischen König Zur Rettung der Fenster seiner Schloßkapelle Genf. 5. Dezember. Die englische Regierung eröffnete einen Feldzug für die Sammlung von Mitteln zur Rettung der Glasmalereien der Fenster der St.=Georgs=Kapelle im Schloß des englischen Königs. Es handelt sich dabei lediglich um die Kosten der Herausnahme der Fenster. Der sparsame englische König, der erst kürzlich mit der sonderbaren persönlichen Spende von noch nicht 10000 Reichsmark für die Londoner Luftkriegsopfer an die Oeffentlichkeit trat, läßt sich also sogar die Kosten für die Glasarbeiten an den Fenstern seiner Schloßkapelle von seinen Landsleuten vorstrecken, noch dazu durch Sammlung milder Gaben. Volksschädling hingerichtet dnb Berlin, 5. Dezember. Am 5 Dezember 1940 ist der am 30 Oktober 1909 in Nardhausen geborene Hans Herbst hingerichtet worden, den das Sondergericht Erfurt am 15. Oktober 1940 als Volksschädling zum Tode und zu lebenslänglichem Ehrverlust verurteilt hat. Der bereits mehrfach vorbestrafte Herbst hat in der Zeit von Oktober 1939 bis August 1940 in Nordhausen zahlreiche Einbruchsdiebstähle unter Ausnutzung der Verdunkelung begangen. nität bernote Brrg; Piratenschiffen##sten unerwünschter Passagiere an nicht näher an die Vord eines orasstiagischen Zumpferk.übermittele,. Jenicht nuger##= dermann kenne in Rio de Janeiro oie hauptsachlichen en„ genüge allein Mitglieder des britischen Intelligenge Service. nur die die Tatsache, daß es sich um einen Kustendampfer han= Tätigkeit dieser vom dele, um den reinen Inlandscharakter seiner Reise zus haltenen beweisen, auf der alle Passagiere unter dem Schutz der brasilianischen Flagge standen. Der Direktor des Abendblattes„Diario da tben. Heute habe ich Noite“, der bisher unentwegter Parteianhänger Engnur noch 25, morgen werden es vielleicht 10 sein, und lands war, spricht die Hoffnung aus, Brasilien werde was für Divisionen! Sie sind auf einige Bataillone mit aller Energie die Auslieferung der deutschen PassaDer Führer empfing Sven Hedin Der Führer empfing am Donnerstag in der Neuen Reichskanzlei in Berlin den zur Zeit auf einer Vortragsreise in Deutschland weilenden Forscher Sven Hedin. Der Reichspressechef in Paris Der Reichspressechef besucht am Mittwoch und Donnerstag die deutschen Kriegsberichter und Journalisten in Paris, um sich über ihre Arbeit Bericht erstatten zu lassen und ihnen die Richtlinien für ihre weitere Pressetätigkeit zu geben. Reichspressechef Dr. Dietrich sprach bei dieser Gelegenheit auch die führenden Vertreter der französischen Presse in Paris. =Obergruppenführer Lorenz bei General Antoneseu Der rumänische Staatsführer General Antonescu empfing am Mittwoch=Obergruppenführer Lorenz, der ihm für die Hilfe dankte, die die rumänischen Militär= und Zivilbehörden bei der Umsiedlung der Rumänien=Deutschen geEnglischer Geheimsender in Kio de Janeiro: gruppenführer Lorenz eine Spende des Reichsfüdrers ii Himmler für die Erdbe Rio de Janeiro, 5. Dezember. Wie wollen Ist das nicht ziere von der„Itape“ fordern, die sich unter dem Schutz der brasilianischen Gesetze befanden. Auch das englandfreundliche„Journal“ schreibt, das brasilianische nach Tours in der Absicht, den Volk stehe einmütig hinter dem energischen, Voroeben Präsidenten der Republik und die Regierung von der der Regierung zur Verteidigung der Waffenstillstandes zu überzeugen, silianischen Handelsschiffuhlt und hoffe auf eine erSie baß diese noch Widerstand leisten? ein Jammer?" Reibel eilte nun nig Tours, in der Absicht, Die auffällige Tatsache, daß der Leiter des Enter= Geigenvirtuose Jan Kubelik gestorben mandos dos britichen Hilfskreuzers Calyingnn## mittag ftarh in Mraa#d# Notwendigkeit eines kommanoos des orilichen Gutsvtreugets„Calvin Castle", als er an Bord des brasilianischen Dampfers „Itape“ kam, bereits die Liste der Namen aller 22 deutschen Passagiere mit sich führte, die dann mitgenommen wurden, wird in der brasilianischen Presse als ein Skandal bewertet und dementsprechend kommentiert. Der Kapitän des brasilianischen Frachters„Tazimmler für die Erobebengeschädigten. Donnerstag mittag starb in Prag der bekannte Geigenvirtuose Jan Kubelik im Alter von 60 Jahren. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dterichs. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs(im Felde). Stellvertretender Hauptschriftleiter: Dr. Josef Schwermann ein Mo. zur Kriegsberichter im Feuerhagel— Bilder vom Einsatz der Kriegsberichter Schreibmaschine, was ihm der Tag gebracht hatte. fand er einen Melder seines Zuges vor, der die Benteristeni Dunkel der Nacht, verhüllt durch den'cht mitnahm; die Filme des Bildherichters dichte rissen ver es (PK.) Fahl und im grauen Licht hob sich der Morzen aus der Nacht. Die schattenhaften Schemen der Inametingn im Dunkel der Nacht,„verhüllt, durch den dichten Lorhang der Bäume, wuchsen zu, festen. umrissen: die Gesichter wurden, erkennbar. Uehernachtig, verschmutzt warteten ste. Seit mehr, als drei Stunven schoß der Franzose in den Wald. Seine Granaten zerfetzten die Kronen der Bäume, zerrissen die Stämme und wühlten sich tief in den wurzelreichen Boden. Die Infanteristen hatten sich an das Heranheulen, an das Bersten gewöhnt— sie lauerten nur auf das Näberrücken, und sie dankten ihrem Hauptmann, daß er sie nicht an den Rand des Waldes vorgezogen hatte. Eine Wand aus glühendem Eisen richtete sich an dem Waldsaum auf, hinter der die weiten Felder und Wiesen von Stonne lagen, das die Franzosen am Südrande des Brückenkopfes von Sedan nicht waren preiszugeben. Unter den Infant Provagandato piege hörten sie zu hieser Infan berichter und Kameramann hatten sie sich ihr angeschlossen, und solange nun diese Infanteristen eine setzt waren, solange taten sie dort Dienst, als wären nichts als Infanteristen. In den Kämpfen dieser Woche war mehr als ein Drittel dieser Kompanie ausgefallen. Elf Mann waren gefallen, 82 Mann verwundet, sieben vermißt. Der Wortberichter übernahm das Maschinengewehr der vierten Gruppe, der Bildberichter nahm ein Gewehr. Seit einer Woche nicht mehr rasiert, seit einer Woche auf den Hängen des Mont Damion, und seit einer Woche immerwährendes Artilleriefeuer und nächtliches Warten auf den Gegenstoß. Den Tag über das Starren nach drüben, von wo sie mehrmals mit Panzern gekommen waren.„„„ 95 In der Nacht aber kroch der Wortberichter von seinem MG. zurück auf den Kompaniegefechtsstand und schrieb dort, mit muden, dreckigen Fingern auf seiner richte milnahm, die Filme des Bildberichters gingen mit zurück, und dann wieder, wenn der Morgen näherrückte, der Gegner wieder seine Morgenmusik machte, kroch der Kriegsberichter und ehemalige Infanteriegefreite an sein Maschinengewehr, den Tag zu beginnen. Bis der Tag des Sturmes kam. Der Franzose mußte etwas ahnen, denn sein Feuer verstärkte sich, und er schoß mit seinen großen Kalibern auf die deutschen Stellungen. Endlich ging es aus den Löchern heraus. Die Infanterie stürmte, und der Wortberichter nahm sein Maschinengewehr und rannte keuchend den schmalen Weg voran, der an das Waldeck führte. Durch das Feuer der Franzosen hindurch— Süd=(geführt von dem Gluck, das den Tapferen behütet— gewillt, und mehr als hundert Meter in die Wiese, längs der Hecke, die sie besäumte, stürzte er vor, bis er sein MG. Infanteristen lagen zwei Männer einer in Stellung brachte. ipanie. Seit mehr als einer Woche ge Er schoß. Die Kameraden dieser Infanteriekompanie„— als Wort= machte Stellungswechsel— er st kamen heran— er Stellungswechsel—.-; schaß wieder. Auf Höhe 258 kamen sie in einen tosenden Feuerwirvei der Fran##ge zosen.,„Sie verkrampften sich in den Boden, bargen en sie das Gesicht in den Armen— und warteten. Schreie gellten„Sanitäter!“, und doch kamen sie auf die Höhe. die sie nahmen, ausbauten und noch eine Nacht hielten. Im Morgengrauen wurden sie abgelöst, die Kompanie sommelte.„ Msvan 32L-.n Weiters fachgeh. Noch acht Mann waren gefauen— weitere sechzeon verwundet. An einem Dorfrand stand. die Kompanie angetreten, der Wortberichter übergab sein MG. seinem bisherigen Zugführer, Wort= und Bildberichter meldeten sich ab: ihre Aufgabe war erfüllt. Und während die Infanteriekompanie in Ruhe ging, beschrieb der Wortberichter, wenn auch müde und erschöpft, so doch angefüllt von seinem Erleben, diese Tage. Er suchte aus seinem Erinnern die Eindringlichkeit des Geschehens, und während er schrieb, wurde ihm bewußt, daß er all diese Worte allein für die Männer seiner Kompanie setzte, mit der er den Sturm auf Höhe 258 gewagt hatte. Der Kriegsberichter begleitete die Infanterie auf ihren Märschen— er fuhr mit den Panzerjägern in Vorauskommandos— er ritt mit der Artillerie, und er folgte den Pionieren auf ihren beschwerlich=gefährlichen Gangen des Minensuchens. Von den einen lernte er den Gleichmut, von den anderen erntete er die Fixigkeit des Urteils, und von jenen wieder ließ er sich die überlegene Ruhe vermitteln, mit der man einer jeden Gefahr entgegentreten muß. Ueber allem aber war für ihn wichtig, daß er die Beziehung zu den Männern nicht berlor. die den Krieg entscheiden: zu den Mutigen und zu Führenden. * Der Kriegsberichter ist vorerst stolz, Soldat zu sein, und dann ist er leidenschaftlicher Journalist. Er will schnell seinen Bericht zurückbringen, darum wird er Kraftfahrer, er ist Telephonist— alles füllt ihn aus. Wesentlich aber für den Kriegsberichter, der imn Heere seinen Dienst versieht, ist es, über den vielfältigen, umfangreichen Eindrücken seiner Umgebung, der vielen Waffengattungen, der Eindringlichkeit des Kampfes und der Härte der Bedingungen dieses Kampfes die Beteiligung des Herzens nicht zu vergessen. Er soll berichten, wie es„draußen" ist, damit sie in der Heimat wissen, wie es die Jungen vor dem Feind erlebten. Und nichts mag kennzeichnender sein als das Erleben eines Wortberichters, der abermals mit einem Bildberichter einen Infanteriesturm begleitete und dabei mit den Stürmenden vor einem Dorf im gegnerischen Feuer liegenblieb. Die Franzosen feuerten mit 21=Zentimeter=Geschützen, jagten schwere Panzer vor; um dieses Dorf Berlière ging blutreicher Kampf. Brüllend detonierten die schweren Brocken— ein zerstörender Splittersegen raste über die Liegenden. Bleiben wurde sinnlos. Der Befehl zum Zurückgehen wurde gegeben. Einzeln sprangen die Männer zurück, die Feuerpausen nutzend. Die Franzosen schossen gut und risien manchen zu Boden, der in kurzem Sprung rettende Deckung erreichen wollte. Verzweifelt lagen die Infanteristen— konnten nicht vor und zurück. Die Zeit ging drüber hin. Mancher schwieg für immer. In einem Hohlweg lag der Wortberichter, nicht weit von ihm sein Kamerad mit der Leica. Ein paar Infanteristen, gleich ihm in den Brennesseln liegend, warteten auf den besten Augenblick zum Sprung. Der Bildberichter sprang als Erster. Sie warteten, während es in der Nähe dröhnend wieder einschlug, auf die nächste günstige Gelegenheit. Wieder einer und noch einer verschwand. Nur der Wortberichter— es war ein Leutnant— und ein Gefreiter lagen noch. Der Leutnant gab dem Jungen ein Zeichen, der hob verstehend die Hand und setzte an zum Sprung. In dieser Sekunde krachte eine Granate in den Hohlweg. aufheulend rauschten die Splitter der berstenden Eisenmasse über sie hin, und während der Leutnant, sich gegen die Böschung presend, verschont blieb, war ein faustgroßer Brocken dem Jungen in die Brust gerast. Er sank zusammen: der Wortberichter kroch zu ihm, sein Verbandpäckchen aufreißend, er legte es in die große blutende Wunde. Das Gesicht des Jungen wurde grau, er schluckte schwer, und seine Augen, im hellen Blau der Jugend, wurden dunkel. Der Blick weitete sich, und die wenigen Worte, die er noch sprechen konnte, die galten dem fliehenden Leben, das er ungern aufgeben mochte. Der Wortberichter legte den Kopf des Sterbenden in seinen Schoß, und er versuchte, diese wenigen Sekunden dem jungen Kameraden leicht zu machen. Nicht lange widerstand mehr die zerfetzte Brust, das Herz schwieg, und die Augen wurden starr. Der Leutnant ließ den Toten zurück und erreichte die Kompanie in einem Walde wieder. Als er an der Schreibmaschine, einen oder zwei Abende später, zum ersten Male vom Sterben dieses Gefreiten schrieb, wußte er als Soldat, wie vorbildlich tapfer dieser Gefreite gefallen war. Als Kriegsberich= ter aber erkannte er, wie wichtig es war, der Heimat von solchen Soldaten zu berichten. Und das Eindringliche eines solchen Erlebens, zusammen mit den vielen Geschehnissen der Kämpfe vor Sedan, vor Verdun,, an der Maas, vor Dünkirchen oder wo es immer auch gewesen sei, vermag dann einen echten und wahrhaft wirklichen" Bericht vom Kriege zu geben. Denn diese Berichte spiegeln die Soldaten und deren Erlebnis durch den Kriegsberichter wider, dessen Aufgabe es sein muß, echter Mittler zwischen der Front und der Heimat zu sein. Kriegsberichter Dr. Joachim Fischer Seite 3 Nr. 288 Bochumer Anzeiger] Freitag, 6. Dezember 1940 Bochumer Nachrichten Rikokaus Kinder, Kinder, seid nun still, draußen geht der Nikolaus: weiß man nicht, wohin der will, kommt am End’ in unser Haus. Kinder, Flochen wirbein sacht. harter Eiswind geht da drauß' Durch die rabenschwarze Nacht stapit der gute Nikolaus. Kinder, Kinder, singt ein Lied, hell durchtön's den Wintergraus, daß es warm das Herz erglüht unserm guten Nikolaus. Stecht die Nase in das Buch, einen schönen Spruch lernt draus, einen lieben trohen Spruch für den guten Nikolaus. Kinder, stellt die Schühlein hin, morgen gibt es einen Schmaus, wenn die Zuckersachen drin von dem guten Nikolaus. Schaut darum nicht ängstlich drein wie die kleine, scheue Maus. Nein, er soll willkommen sein, unser lieber Nikolaus. Vom Eintopssonntag zum Opfersonntag Der Eintopfsonntag war mit der erste sichtbare Ausdruck der neuen großen deutschen Volksgemeinschaft nach der nationalsozialistischen Machtübernahme. Ein ganzes Volk vereinte sich allmonatlich während des WHW. zu einem gemeinsamen Essen. An diesem Sonntag stand in allen deutschen Familien ein Eintopfgericht auf dem Tisch. Das ersparte der Hausfrau Geld und trug dazu bei, denen durch den Winter zu helfen die noch Hunger und Not litten, weil sie ein verflossenes Regime arbeits= und brotlos gemacht hatte. Als im vergangenen Jahr dann die plutokratischen Kriegshetzer leichtfertig den Krieg entfesselten, da wurde der Eintopfsonntag zu einem echten Opfersonntag in dem Bewußtsein, daß nun die Durchbruchsschlacht zu einem neuen Zeitalter bevorstand, die über Sein und Nichtsein entschied. Die Not im Innern war längst behoben. Erwerbslose gab es nicht mehr. Nun aber galt es, neben dem Schutz für Mutter und Kind unseren befreiten Brüdern und Schwestern nach den Jahren der Knechtschaft helfend zur Seite zu stehen und den Nachwuchs der sozialen Fachkräfte sicherzustellen. So wurde aus innerer Bereitschaft heraus der Eintovfsonntag zu einem echten Opfersonntag und die bisherige Spende zu einem wirklichen Opfer. Denn je größer und entscheidender ein Kampf ist, um so größere Einsatzbereitschaft und Opferwilligkeit erfordert er von jedem einzelnen. Dieser Krieg ist aber der größte Entscheidungskampf aller Zeiten. Daran wollen wir besonders denken, wenn wir beim 4. Opfersonntag am 8. Dezember unser Opfer für das Kriegs=Winterhilfswerk bringen. Kleingartenanlagen an der Hüttenstraße Mit Volldampf ist man an der Hüttenstraße dabei. die bestehende Gartenanlage weiter auszubauen. Es ist eine große Anzahl Kleingärten bis jetzt angelegt worden. Die neue Anlage hat sich entsprechen den Grundsätzen der neueren Zeit eingestellt. Das gesamte Gelände erhält durch den Weiterbau der Anlage ein neues Gesicht. Fast alle Kleingärten sind mit schmucken Häuschen versehen. Beschaffung neuer Uniformstücke für die HJ. Bei der Beschaffung von Uniformstücken für die Hitler=Jugend ist ein=Bezugschein erforderlich. Da hierüber noch Unklarheiten bestehen, sei folgendes festgestellt: Jeder, der eine neue Uniform benötigt, begibt zu seinem Gefolgschaftsführer bzw. bei den Mädeln Ald Grarttschrer=Wenndatterchenn Die älteste Wohlfahrtseinrichtung Bochums Wohnlich, hell und überaus freundlich ist der g räumige Eßsaal In diesem in lichten Farben gehaltenen Waschraum können sich allmorgendlich die Insassen des Heimes waschen Soweit sie noch Arbeit verrichten könmenfonds erhebliche Aenderungen eintraten, die dann schließlich dazu führten, daß die Verwaltung der Armenfonds in die Hände der politischen Gemeinden gelegt wurde. Das geschah in Bochum Mitte des 17. Jahrhunderts. Als die älteste Wohltätigkeitsstiftung muß das Gasthaus angesehen werden, das 1438 von dem Ritter Johann von der Dorneburg genannt Aschebrock und seiner Frau Jutta gestiftet wurde. Ihm wurde das Roddengut in verthe vermacht; das Gasthaus sollte Elende, Arme und Kranke aufnehmen und speisen. Das erste Gasthaus stand dort, wo sich heute das Haus Gerberstraße 7 befindet. Es erhielt alsbald noch Zuweisungen an Ländereien und Wiesen durch die Burgerschaft. Die Gastwiese lag hinter dem Hause, sie reichte von der Gerberstraße bis zur Thomasstraße(Teil der heutigen Wielandstraße). Der Gastgarten befand sich an der Alleestraße, am jetzigen Rathausplatz etwa. Ein Gastmeister verwaltete und bewirtschaftete das als Herberge dienende Gasthaus. Die eigentliche Armenpflege versah die Armen=Provisorei; sie besaß zu Anfang des 17. Jahrhunderts den Fleigenhof in Gerthe, den Brinkhof in Hiltrop, den Honscheidthof in Somborn, den Blankensteinhof bei Stahlhausen, den Gasthof in Wiemelhausen, gegenüber dem jetzigen Betriebsbahnhof der Straßenbahn, den Elliaskotten und den Sonnenscheinkotten an der Hellwegstraße, die Vödeländereien und das Armengehölz in Brenschede. Das Gasthaus in der Gerberstraße wurde 1801 für 410 Taler verkauft. Mitte vorigen Jahrhunderts wurde die Armenverwaltung neu geregelt: Bochum war eine der ersten Städte, die nach dem Deutsch=Französischen Kriege dann das sogenannte „Elberfelder System“ einführten, das in der Einteilung der Stadt in Fürsorgebezirke und in der Bestellung von Bezirksvorstehern und Armenpflegern bestand. In neuerer Zeit hat das Fürsorgewesen eine Umgestaltung nach nationalsozialistischen Grundsätzen erfahren. Das gesamte Fürsorgewesen ist dem Städtischen Wohlfahrtsamt unterstellt. Das Städtische Männerheim wurde als„Kaiser=Wilhelm=Augusta=Hospital“ gegründet aus Anlaß der goldenen Hochzeit des ersten deutschen Kaiserpaares 1879. Der Bau erstand in den Jahren 1881/82 und konnte im September 1882 seiner Bestimmung übergeben werden. Er sollte mittellose, alte, nicht mehr erwerbsfähige Personen ohne Unterschied des Geschlechts und der Konfession und mittellose evangelische Waisenkinder aufnehmen. Im Jahre 1913 wurden Frauen und Kinder anderen Heimen überwiesen, seitdem ist die Anstalt allein den Männern vorbehalten. Das Männerheim liegt unmittelbar hinter dem Stadtpark an der Ludendorffstraße, zwischen der ProvinzialFrauenklinik und dem Josephshospital, es hat die denkbar freundlichste, gesunde Lage. Der helle, lichte Anstrich der Gebäude paßt gut in das Landschaftsbild. Außer dem Hauptgebäude ist noch ein Nebengebäude, in dem sich die Verwaltung und ein Asyl für besondere Zwecke befinden, vorhanden, weiterhin im Hofe sind Wirtschaftsgebäude, Werkstätten und ein Aufseherwohnhaus, Stallungen usw. errichtet. Eine geräumige Sommerlaube dient den Insassen zur schönen Jahreszeit zum Aufenthalt in Mußestunden. Die Anstalt ist in weitem Umfange Selbstversorgerin, besitzt sie doch außer dem anderthalb Morgen großen Nutzgarten 20 Morgen Land und eine kleine Schweinemastanstalt. Sauber und gemütlich ist der Eindruck, den man bei einer Besichtigung dieser vorbildlichen Wohlfahrtseinrichtung empfängt. Die Anstalt weist gegenwärtig 80 bis 90 Insassen auf, alte Männer, die kein eigenes Heim mehr besitzen, Männer, die irgendwie den Kampf ums Dasein allein nicht mehr wacht eine rege mäßige ärztliche Untersuchung, für das leibliche Wohl sorgt die Küche. Alle Räume sind blitzblank. Wir betreten den geräumigen Flur. Ein großer Adventskranz kündet die Weihnachtszeit an. In einer hellen Nische laden Korbmöbel zum Sitzen ein. Ueberrascht ist man von der Schönheit des Eßsaales in seiner gediegenen Ausstattung. Das Bild des Führers und farbige Landschaftsbilder zieren die mit lichter Tapete überzogenen Wände. Die beiden Tagesräume gewähren gemutlichen Aufenthalt. Hier sitzen die Männer und rauchen ihr Pfeifchen, lesen die Tageszeitungen oder machen ein Spielchen, unterhalten sich in trauter Gemeinschaft. Das Arztzimmer ist zweckmäßig eingerichtet. Alle Räume haben Zentralheizung und elektrische Beleuchtung. Das gilt auch für die sauberen, behaglichen Schlafsale, die Räume für das Hauspersonal. Die Wasch= und Toilettenräume sind ganz neuzeitlich ausgestaltet, wie in einem besseren Wohnhaus. Die große Küche im Kellergeschoß besitzt außer einem Gasherd einen großen Kohtenherd. Die riesigen Kochkessel wie alles Geschirr blinken blitzsauber. Ein Blick in die Vorratsräume zeugt von den Vorzügen eigener Schlachtung. Die Waschküche mit dem praktischen Trockenapparat könnte den Neid der Hausfrauen erwecken; der Luftschutzraum ist aufs beste eingerichtet. So ist das Männerheim eine Anstalt, in der die Insassen aufs trefflichste untergebracht sind und ihren Lebensabend unter sorglicher Pflege sorgenfrei verbringen können. Verwalter Behrenbeck und seine Helferinnen und Helfer sind darauf bedacht, das ihnen von der 95 efolgschaftsführer zurü werden, der ihn zur Bannführung weiterleitet. werden, soweit vorhanden, die Bezugscheine ausgegeben. Eine direkte Anfrage bei der Bannführung der HI ist zwecklos, da jeder Antrag, der nicht durch den Einheitsführer(in) eingereicht wird, nicht berücksichtigt werden kann. Schwerer Verkehrsunfall Am 5. Dezember um.05 Uhr wurde in Laer am Bahnübergang an der Wittener Straße ein mit etwa 30 Personen besetzter Omnibus von einer Lokomotive der Reichsbahn erfaßt. Fünf Personen wurden schwer, acht Personen weniger schwer verletzt. Von den Schwerverletzten ist inzwischen eine Frau gestorben. Der Omnibus wurde erheblich beschädigt. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen sind noch im Gange. Aufnahmen: Brüning Bei einem Mühlchenspiel läßt sich die Zeit gut und gern vertreiben. MleihenstattenDis Beamen Eine neue Einrichtung des Beamtenheimstättenwerks des RDB. Südwestfalens Beamte erhalten Rat und Auskunft Genießen Sie bewußt!*) ATIKAN 5 Auch die kleinen Freuden des Lebens sollte man mit Bedacht genießen. Man sollte nur wirklich gute Cigaretten gauchen, die Zug für Zug Freude spenden. Die südwestfälischen Beamten bringen dem Beamtenheimstättenwerk des Reichsbundes der deutschen Beamten das größte Interesse entgegen. Besonders lebhaft begrüßt wird die Schaffung einer„Mietheimstätte" als neue Einrichtung des Beamtenheimstättenwerks. Diese Mietheimstätten sind von großer Wichtigkeit und bieten viele Vorteile. Obwohl für die Beamten durch das Beamtenheimstättenwerk des Reichsbundes der Deutschen Beamten, das von der Reichsregierung mit der Durchführung des Beamtenheimstättengesetzes betraut ist, eine ideale Möglichkeit zur Erwerbung eines Eigenheimes, selbst ohne jedes eigne Kapital, gegeben ist, hat sich mancher Beamte doch durch die Möglichkeit einer Versetzung von der Siedlung abhalten lassen. Jetzt hat aber auch für diesen Fall das Beamtenheimstättenwerk durch ein Abkommen mit dem Reichsverband des deutschen gemeinnützigen Wohnungswesens einen Ausweg in der„Mietheimstätte" gefunden. Nach dieser Vereinbarung kann ein Beamter ein bereits erbautes. ihm zusagendes Einfamilienhaus von einem diesem Verband angehörenden Wohnungsunternehmen mieten oder sich von ihm nach seinen eigenen Wünschen ein solches erbauen lassen. Die neben der hypothekarischen Beleihung zur Finanzierung des Heims erforderlichen Beträge, also das sogenannte Restkapital in Höhe von etwa durchschnittlich 5000— RM. wird auch in diesem Fall durch das Beamtenheimstättenwerk zur Verfügung gestellt. Die zur Amortisation dieses Kapitals erforderlichen monatlichen Zahlungen leistet der Beamte nach dem abgeschlossenen Bausparvertrag an das Beamtenheimstättenwerk, als ob er Besitzer des Hauses wäre. Daneben zahlt er natürlich eine Miete an das gemeinnützige Wohnungsunternehmen, die jedoch entsprechend seiner eigenen Kapitalbeteiligung mit Hilfe des Beamtenheimstattenwerks niedriger ist. Wird nun ein Beamter versetzt, so kündigt er lediglich seinen Mietsvertrag und erhält dann seine eigene Kapitalbeteiligung an dem Hause in voller Höhe ausgezahlt. Damit ist er in der Lage, nun an seinem neuen Wohnorte wieder einen neuen Mietheimstättenvertrag abzuschließen oder ch ein eigenes Heim als Eigenbesitz Stadtverwaltung anvertraute Amt so auszuführen, daß sich alle Insassen in dem freundlichen, hygienisch tadellosen Heim wohl fühlen. A. P. Gesang, Artistik und Tanz Start des neuen KdF.=Gauvarietés Das in diesen Tagen im Parkhaus in einer Sonderveranstaltung gestartete Gauvarieté der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ für den Weihnachtsmonat ist so reichhaltig und vielseitig, daß wieder alle Erwartungen erfüllt werden dürften. Wenn dieser Monat auch viel mehr dazu reizt, abends hinter dem warmen Ofen zu sitzen und ein Buch zu lesen, so hat man doch hin und wieder das Bedürfnis, einmal hinauszugehen, um mit KdF. einen frohen Feierabend zu verleben. Diesem Bedurfnis entspricht das neue Feierabendprogramm in jeder Weise. Komik, Humor, Zaubereien, Gesang, Tanz und Artistik sind es, die auch diesmal den schaffenden Volksgenossen des Gaues Westfalen=Süd den Feierabend in angenehmer Weise gestalten werden. Als Ansager waltet wiederum der Vortragskünstler Walter Mostert seines Amtes. Er hat sich während seiner Tätigkeit im Gau Westfalen=Süd so viele Freunde erworben und sich so beliebt gemacht, daß man ihn immer wieder gern sieht und hört. Er wirkt nie langweilig, und was ihm manchmal an Worten fehlt, ersetzt er durch seine ganz vortreffliche Mimik. Artistische Leistungen, die eisernes Training, Energie und Ausdauer voraussetzen, zeigt zunächst Liesa, das Sportmädel, die mit Anmut gute artistische Uebungen vorführt. Dann sind es die beiden Schenks, deren Darbietungen so vollendet sind, daß man voll Verwunderung den Kopf schüttelt über die ungeheure Kraft dieser beiden starken und gewandten Männer. Staunenswert ist auch der Balanceakt von Adi Carlos auf dem Trapez. Es ist schon sehr schwer, mit dem Körper auf einer dünnen Stange das Gleichgewicht zu halten. Diesem Artisten genügt das aber nicht. Er stellt noch einen Stuhl mit zwei Beinen auf das Trapez. setzt sich selbst darauf und schwingt dann hin und her. Daß man auch Komik mit Akrobatik gut verbinden kann, beweisen die Exzentriker Tribollo und Meiles. Man lacht laut über ihre tollen Späße. Eine originelle Nummer ist der jonglierende Landstreicher Mac Turk. Er hat so viele drollige Einfälle, daß man aus dem Lachen einfach nicht herauskommt. Horst Hauenstein, ein Jongleur auf der rollenden Kugel, hantiert mit Rädern, Keulen, Reifen und Tennisschlägern. Christa und Charlott tanzen einen Marsch und zeigen weiter einen Kautschukakt in vollendeter Form. Hilde Schellenberg(Koloratursopran) singt einen Wiener Walzer von Strauß,„Zimaklänge“ von Franz Lehar und ein italienisches Volkslied. Simonetti, ein italienischer Zauberkünstler, täuscht die Zuhörerschaft auf eine ganz besonders liebenswürdige Art. Wenn man meint, er würde vielleicht, dann hat er schon... Der Konzertpianist Fritz Kieselbach ist der Mann, der durch seine vortreffliche Begleitmusik allen Darbietungen den letzten Schliff verleiht. Gustav A. Sisnaiske Vergebliche Suche Was Soldaten und ihre Angehörigen beachten müssen! Fast alle haben wir einen lieben Angehörigen bei der Wehrmacht. Daß darum jeder von uns bemüht ist, diesen Männern im grauen Rock auf jede erdenkliche Art eine kleine Freude zu machen, sei es durch tägliche Briefe, durch Feldpostpäckchen oder Zeitungssendungen, ist eigentlich selbstverständlich und unsere Pflicht. Auf eines aber muß hingewiesen werden: Oft begegnen wir auf den Wehrmachtdienststellen Volksgenossen, die ihre Angehörigen mit ihrem Besuch überraschen wollen und sie hier nun suchen. Sie kennen zwar nur die Feldpostnummer der Einheit, wollen aber angeblich wissen, daß die Einheit mit der und der Feldpostnummer in der Nähe liegen muß. Aufs Geratewohl kommen diese Leutchen dann oft von weit her und verlangen von den betreffenden Dienststellen dann Auskunft. Die Enttäuschung ist natürlich groß, da ihnen die Wehrmachtdienststellen darüber keinen Bescheid erteilen können. Das sollte sich jeder merken, damit unnötige Reisen und Unkosten erspart bleiben. Anders ist es jedoch, wenn Soldaten glauben, einmal Gelegenheit zu haben, ihre Frauen oder sonstigen Angehörigen in einer Gegend treffen zu können. In diesem Falle müssen sie sich aber rechtzeitig mit ihnen in Verbindung setzen und sich am besten für eine Gaststätte usw. verabreden. Keineswegs aber darf die Verabredung unter Bezugnahme auf eine Feldpostnummer erfolgen. amte, der bei Vertrags auf das Wietheim erhalten hatte, das Haus ohne weitere eigene Zahlungen jederzeit als Eigenheim erwerben, so daß dann unter Fortfall der Miete lediglich die Zinsen für die hypothekarische Belastung zu bestreiten sind. Die neue Einrichtung des Beamtenheimstättenwerkes befreit also den Beamten von örtlichen Bindungen und setzt ihn trotzdem in den Genuß der Vorteile eines Einfamilienhauses. Uebrigens bietet der Vertrag des Beamtenheimstättenwerkes mit dem Reichsverband des deutschen gemeinnützigen Wohnungswesens noch den weiteren Vorteil, daß das zuständige gemeinnützige Wohnungsunternehmen künftig auch für zweckentsprechende Entwürfe und für eine uneigennützige Baudurchführung sorgt, falls dies vom Beamten gewünscht wird. Die Beratungsstelle für Westdeutschland in Essen=Stadtwald, Leveringstraße 9, gibt Auskunft.(ner) Mit dem Rade böse gestürzt Beim Nehmen einer Kurve kam am Dienstag nachmittag auf der Vödestraße ein Radfahrer so schwer zu Fall, daß er mit erheblichen Verletzungen einem Krankenhause zugeführt werden mußt.e Durch Beilhieb schwer verletzt Schwer zu Schaden kam am Montag nachmittag der Angestellte K. von der Wittener Straße. Beim Holzhacken rutschte ihm das Beil aus, das ihm in das Knie drang. Er trug so schwere Verletzungen davon, daß eine Krankenhausbehandlung erforderlich war. MARYLAN ale der MARVLAN-Kosmetib ETS Greße Tabe RM.79 Traditionsecke Der Monatsappell der Kameradschaft der Fußer 7 im Kameradschaftsheim Ludger König stand im Zeichen des Barbaratages. Kameradschaftsführer Funke wies in selner Einleitungsansprache auf die Bedeutung des Barbaratages für die Angeborigen der Artillerie hin und würdigte dann die erfolgreichen Leistungen der Artillerie. im Weltkriege und besonders in diesem Kriege hin. Eine Neuordnung habe in Europa eingesetzt, die allen Völkern, besonders dem Deutschen das Recht wiedergebe auf Beanspruchung eines ergiebigen Lebensraumes. Der deutsche Endsieg in diesem gewaltigen Ringen steyze unzweiselhaft fest. Die Kameradschaft werde im echten Barvara=Opsergeist mit dem ganzen deutschen Volke ausharren bis zum Tage des großen deutschen Freiheitskrieges. Mit großen Hoffnungen könne man in das neue Jahr geben. Kolonialkriegerkameradschaft Bochum, gegr. 1907. Am letzten Sonntag vereinigten sich die alten Schutztruppler mit ihren Frauen zum Kameradschaftsappell im Kriegerheim Philipp Bischoff, der einen ausgezeichneten Besuch auswies. Kameradschaftsführer Hüning begrüßte die Schar der Erschienenen und gab damit zu erkennen, daß der Kolonial= gedanke in der Heimat von vornherein richtig erkannt sel und darum auch vertieft werden müsse. Nach der Befehlsausgabe stand die Ehrung des Kameraden Georg Waller, der am gleichen Tage in bester Rüstigkeit seinen 65. Geburtstag seiern konnte. Der Jubilar ist Mitbegründer der Kameradschaft und hat in alle den Jahren mit musterhafter Pflichtersüllung an den Geschehnissen mitgearbettet. Kamerad Lange berichtete über die Führertagung des Kreiskriegerverbandes am 17. November im Parkhaus. Im Mittelpunkt des Abends stand der Lichtbildervortrag des Kameraden, stellvertretenden Standartenführers der MarineSA. Clausen. Der Vortragende führte seine Zuhörer in die Wirklichkeit der Handelsmarine, zeigte ihnen das Bordleben und den Kampfesmut unserer blauen Jungen und kam dabei zu dem Schluß, daß Seegeltung eine Notwendigkeit und Allgemeingut des deutschen Volkes ist. An der nächsten Straßensammlung zugunsten des Winterhilfswerkes nimmt die Kameradschaft wieder in verstärktem Umfange teil. Mit der Jahreshauptversammmlung soll diesmal eine kleine Feier des Gründungstages der Kameradschaft verbunden sein. Ueber dem Monatsappell der Kriegerkameradschaft der ehemaligen 63er im Kameradschaftsheim Düppe lag schon Zeihnachtsstimmung. Kameradschaftsführer Kaiser berichtete über die gegenwärtige Kriegslage als für Deutschland sehr günstig. Aus dem Felde entlassene Kameraden wurden herzlich begrüßt. Kreispropagandaobmann Kaup richtete anregende Worte im Sinne der Stärtung der Heimatfront an die Kameraden. Das Schießen soll demnächst wiederaufgenommen werden. Dem Appell schloß sich eine echt soldatische Unterhaltung an. KdF. im Weihnachtsmonat Allen KdF.=Freunden frohe und erbauliche Abendstunden im Weihnachtsmonat, das ist der Leitgedanke, auf dem das KdF.=Dezemberheft abgestimmt ist. Die Natur lockt zu Wanderungen mit dem Ski. Und wenn es die Witterungsverhältnisse es nicht zulassen, dann ist ein KdF.=Feierabend mit KdF. der beste Sorgenbrecher, ganz gleich, ob er ernste oder heitere Kunst bringt. Das Programm für den Welhnachtsmonat ist wieder so reichhaltig, daß man nur zu wählen hat. Das Hesichen ist der beste Wegweiser. Daneben bemüht es sich, in Bild und Wort um die Verlebendigung des KdF.=Gedankens, sei es in einer Abhandlung über die Gesundheitsführung in der Arbeitsstätte oder über die Betreuung von Werksangehörigen. Besonders wird die vorbildliche Erholungsstätte in den Blickpunkt des Interesses gestellt. Am Ansang steht ein besinnliches Wort von Gauobmann Stein über„Deutsche Weihnachten". Blondes Haar bedart wegen seiner Empfindlichkeit besonderer Pflege. Man wäscht es nur mit Mitteln, die kein Alkali, keine Kalkseife im Haar zurücklassen und dafür sorgen, daß es nicht nachdunkelt, also mit Schwarzkopf„Extra-Blond“ SUEE SCHAUUOTPUNS Aus den=Eiddnöten Hofstede=Marmelshagen Um den Ehrenpreis der Reisevereinigung Bochum=Nord. Wohl noch nie hat ein Wettbewerb unter den heimischen bindenden Worte, die mit seinem Humor gewürzt waren. Und jedesmal, wenn die Beträge bekanntgegeven und die Namen der Spender genannt wurden setzte ein starker Beifall ein. Natürlich bezog sich der Beisall nicht allein auf Personal=Nachrichten Der Führer und Reichskanzler hat dem Stadtoberamt= mann Spenhoff und dem Stadtbaumeister Bube als Anerkennung für 40jährige treue Dienste das goldene Treudienst=Ehrenzeichen verliehen. Reichsbahnsekretär Lutterbeck wurde von der Reichsbahndirektion Essen zum Inspektor befördert. ben gezeigt wird, ist den Taubenzüchtern„nsexhafgjagreg„Der Zarewitsch“ von Lebar mit 370 Mark, geben, sich nabezu während des ganden#schäftigen, wie„Aus der Jugendzeit“ mit 300 Mark.„Es ist so schön, auf diese Weise mit lhrer, Ltegzesauzsegungen in ersah Soldat zu sein“ mit 290 Mark,„Auf der Heide blsthn die rege das Interesse für ole###, zwggen in. er1% letzten Rosen“ mit 215 Mark und das Westsalenlied mit man auch aus der Reteiligung die der zweiten Veranstal= 1en ungrt. Insgesamt kamen 4843.35 Mark zusammen. Mit vonen Ergebnis„können die Werner ganz zufrieden ine besondere Ueberraschung war das Auftreten man auch aus der Beteiligung,. die der zweilen Veranstaltung dieser Art beschieden war, die am Sonntag im Zentrallokal der Reisevereinigung Bochum=Nord stattfand. Während in der ersten Abteilung die besten Ergebnisse von den Züchtern Konermann(„Zeppelin“ Bochum) und Wilb. Schulte(„Brieftaube“ Hamme) mit 168½ Punkten und Knipping(„Heimkehr“ Bochum) errungen wurden, vermochte in der zweiten Serienschau der Züchter Blanke („Viktoria“, Marmelsbagen) mit 170 Punkten sich die Teilnahme an dem Endwettbewerb, an dem sich nur die auf den einzelnen Ausstellungen die höchsten Wertungen erreicht haben, beteiligen können, zu sichern. Die nächsthöchsten Wertungen wurden von den Züchtern Dr. Primavest(„Heimkehr“ Bochum), Nastagowskl(„Komme wieder“ Bochum) Riepe(„Sturm“ Riemke) Braumann(BlauWeiß" Bochum). Marr(„Columbia“ Hamme) und Hollstein („Froh Wiedersehn“ Hamme) errungen., Von den Ausstellern beteiligte sich jeder Züchter mit 10 Tauben an dem Wettbewerb. Stadtteil Hamme Es kann eingezogen werden Die Wohnhausneubauten der Rheinisch=Westsälischen Wohnstätten=AG. auf dem Eckgrundstück Goldbammer Straße und An der Maarbrücke sind nunmehr soweit fertiggestellt, daß sie bezogen werden können. Ein Teil der neuen Einwohner hat bereits zu Anfang dieses Monats seinen Einzug gehalten, der Rest der Wohnungen wird ebenfalls in Kürze bezogen werden. Für etwa 25 Familien sind hier neue schöne Wohnungen geschaffen worden. Stadtteil Laer Jubilar der Arbeit. Auf eine ununterbrochene 25jährige Tätigkeit im Dienste der Gelsenkirchener Bergwerks=AG., Gruppe Bochum, konnte in diesen Tagen der Schweißer Wilhelm Bandmann, Wittener Straße, zurückblicken. Im Rahmen einer Feierstunde wurden dem Arbeitsjubilar Dank und Anerkennung ausgesprochen sowie herzliche Glückwünsche übermittelt. Stadtteil Werne Kriegs=WHW.=Wunschkonzert der Schutzpolizei Am Mittwoch nachmittag veranstaltete die Kapelle der Bochumer Schutzpolizei auf allgemeinen Wunsch zum zweiten Male im Saale der Gaststätte Eichyorn ein KriegsWHW.=Wunschkonzert, dem ein recht starker Besuch beschieden war. Diese erfreuliche Tatsache ist darauf zurückzuführen, daß sich die Werner Bevölkerung eng mit der Polizei verbunden fühlt und außerdem auch die guten Leistungen der Schutzpoltzeikapelle unter der Stabführung des Masikleiters Leutnant der Schutzpolizei Franz durchaus zu würdigen weiß. Hinzu kommt noch, daß sich die Werner Volksgenossen durchweg alle kennen. Ihnen bereitete es eine aufrichtige Freude, wieder einmal in fröhlicher Runde bei Musik und Gesang einige vergnügte Stunden der Gemeinschaft zu verleben. Bezüglich der Spenden ist zu sagen, daß sie auch diesmal reichlich geflossen sind und somit dem Kriegs=WHW. wieder ein ansehnlicher Betrag zur Verfügung gestellt werden kann. Nachdem Revierleutnant Böker den Erschienenen, darunter den Vertretern der Partei und als Vertreter des Polizeipräsidenten dem Abschnittskommandeur Major der Schutzpolizei Arnold, einen herzlichen Willkommsgruß entboten hatte, wies Polizeioberwachtmeister der Reserve, Rechtsanwalt Abel in einem von ihm eigens zu diesem Tage verfaßten Vorspruch auf die Bedeutung der Feierstunde hin. Bevor die einzelnen Wünsche erfüllt wurden, erfreute die Schutzpolizeikapelle mit ausgewählten Darbietungen. War die Stimmung bis dahin schon ausgezeichnet, so wurde sie noch übertroffen, als die vielen großen und kleinen Wünsche ihre Erfüllung fanden. Denn man wollte doch zu gern wissen, was die einzelnen Werner Volksgenossen gespendet hatten und welche Darbietungen am stärksten gefragt waren. Polizeioberwachtmeister Abel, selbst ein Werner Junge, sprach die ver107 Mark. diesem schönen Ergel sein. Eine besondere Ueberraschung der Sopranistin Emmi Stübe vom Dortmunder theater, die durch ihre tadellos zu Gehör gebrachten. „Heimatland“.„Ich hab' amal a Räuscherl'habt“ „Tausenderlel“ Herz und Gemüt erfreute. Margot und Melitta Franke verstanden es bei ihren Tänzen sehr gut, ihr gymnastisches Können mit Anmut zu verbinden. Stadtteil Weitmar Bei starkem Besuch hielt die Kriegerkameradschaft Weltmar im Kameradschaftsheim„Zum alten Jäger“ ihren Monatsappell ab. Kameradschaftsführer Steiger Frieserichter konnte betonen, daß die Opserwilligkeit der Kameradschaft sich bei der Sammlung für die Kriegerwaisenheime des NS.=Reichskriegerbundes und bei den sonstigen Stadt Wanne=Eickel Wanne=Eickel schmückt sich Die Stadterwaltung hat gestern mit dem Aufstellen von stattlichen Tannenbäumen im Stadtgebiet begonnen, um ein Stadt= vorweihnachtliches Stimmungsbild zu erzielen. Große TanLieder neubäume werden aufgestellt: Adolf=Hitler=Platz, vor der * u n d R e i c h s b a n k, v o r d e r S t a d t h a l l e, a u f d e r H i n d e n b u r g s t r a ß e, a n der Horst=Wessel=Straße, auf dem Glückaufplatz, auf dem Wanner Markt, in Crange, Holsterhausen und Röhlinghausen. Mehrere Bäume werden gegenüber dem Hauptbahnhof aufgestellt. Die brennenden Lichter früherer Jahre werden diesmal durch die Auftragung von Gips, die den Bäumen zum weißen Glanz verhelsen, ersetzt. Röntgen=Reihenuntersuchungen Als nächster Kreis im Gau Westfalen=Süd wird demnächst der Kreis Wanne=Eickel Wattenscheid von den Röntgen=Reihenuntersuchungen nach dem System Holfelder erfaßt. Trotz des Krieges und der zahlenmäßig verringerten Sammlungen wieder stark gezeigt habe. Der Kameradschafts= Arbeitskräfte bei der RSV, sind die Vorbereitungen schon führer ermunterte zu reger Beteiligung an der kommen= soweit abgeschlossen, daß bereits mit Beginn der kommenden Straßensammlung am 18. Januar und am Tage der den Woche die Untersuchungen eröffnet werden können. ZuWehrmacht im März 1941. Die Kameradschaft müsse in:“„ chulon zpfaßt. Im#. Wettmar wieder mit einer Spitzenleistung bei diesen SammMlt lungen auswarten. Für 40jährige####tgliedschaft in der Kameradschaft konnte der Kameradschaftsfuhrer dem Kameraden Czarnetzki ein Hitlerbild mit Widmung und das Jubiläumsabzeichen überreichen. Es wurde dann auf das bevorstehende Schießen der Kameradschaft mit den Schützen zugunsten des Winterhilfswerks bingewiesen. Kreispropagandaobmann Kaup, vom Kreiskriegerverband Bochum, sprach in einem einstündigen Vortrag über das Thema: Schwert, Politik und Heimatfront verbürgen den Endsteg der deutschen Waffen. Stadtteil Stiepel Heute begeht in selten geistiger und körperlicher Frische die Witwe Auguste Ostwinkel, geb. Althaus, wohnhaft Im Mailand 133a, ihren 76. Geburtstag. Sie wurde am 6. Dezember 1864 in Stiepel geboren und ist ein echter Sprößling unserer westfälischen Heimat. Ihre Vorfahren sind mit dem Geschehen des„Königreichs“ Stiepel eng verbunden. Im Jahre 1886 schlost sie mit dem aus Blankenstein stammenden Bergmann Friedrich Ostwinkel den Bund fürs Leben. Aus dieser Ehe gingen sechs Söhne und vier Töchter hervor, von denen bereits zwei Söhne und eine Tochter gestorben sind. Leider mußte auch der Ehegatte schon früh von seiner Familie scheiden. Die Hochbetagte ist im Haushalt ihres jüngsten Sohnes und verrichtet noch alle erforderlichen Hausarbeiten bei bester Gesundheit. Der in unserm Ortsteil sehr beliebten Jubilariin gratulieren zwölf Enkel und ein Urenkel. Sie ist Trägerin des goldenen Ehrenkreuzes der deutschen Mutter. Aus dem Nachbargebiet Stadt Wattenscheid „Die zeitgemäße Säuglingsausstattung“ In der Mütterschule an der Sommerdellenstraße wurde eine Ausstellung der Abteilung„Mütterdienst" des Deutschen Frauenwerks eröffnet. Kreisschulungsleiterin Frau Smits eröffnete die Ausstellung. Den ersten Preis erhielt die Ortsgruppe Eppendorf für ihre Gemeinschaftsarbeit. Die Ausstellung kann jeden Tag von 11 bis 17 Uhr besucht werden. Wattenscheids Kanarienzüchter sahen diesmal von einer öffentlichen Schau ab und stellten durch eine Tischprämiierung ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis. Preisrichter Ridders würden(Nordbögge) konnte im Lokale Tenhaef gutes Zuchtmaterial begutachten. Ludwig Gyzewski von „Kanaria 1921“ wurde mit 318 Punkten Stadtmeister. In der Jungzuchtklasse gab es außerdem folgende Sieger: Langenfeld( Niegedacht“ Günnigfeld), 315 Punkte; Kottenhahn(„Edle Sänger"), 306 Punkte; Buddenbrock („Edle Sänger"), 303 Punkte: Bleicher(„Kananächst werden die Betriebe und Schulen erfaßt. Im Januar folgt dann die Untersuchung der Bevölkerung. Den 70. Geburtstag feierte gestern der Invalide Wilheln Telgeder, Hindenburgstraße 384. Aus der NSDAp. NS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk Sonntag, 8. Dezember Ortsgruppe Altstadt 10 bis 12 Uhr: Jugendaruppe im Heim, Malteserstraße 21.— Hamme. 10 Uhr: Teilnahme der Frauenschaft an der Ortsgruppenkundgebung. Es spricht Pg. Gauobmann Stein.— Steinkuhl. 10 Uhr: Zusammenkunft der Jugendgruppe im Heim. Sportamt„Kraft durch Freude“ Sonntag, 8. Dezember Körperschule für Männer und Frauen von 10—12 Uhr vormittags in der Turnballe des Hildegardislyzeums(früher von 20—22 Uhr in der Goetbeschule). Wer wandert mit? Sonntag. 8. Dezember: 1. Treffpunkt: 9 Uhr am Rathaus Bochum: Wanderung: Hattingen—Sprockhövel—Hackstück; Fahrtkosten.75 RM.: Wanderführer: Dißmann. 2. Treffpunkt: 13 Uhr am Handelshof. Bochum; Halbtagswanderung: Haus Weitmar—Wienkopp—Rauental —Henkenberg—Brenschede; Rückkehr: 19 Uhr: Wanderführer: Zannoth: Fahrtkosten.40 RM. 3. Treffpunkt: 13 Uhr am Handelshof: Halbtagswanderung: Seier—Lottental—Kalwes —Ruhrlandheim—Ovenhain—Frische: Straßenbahnfahrt bis Seier: Fahrtkosten.60 RM.: Wanderführer: Stritzke. 4, Ortswaltung Langendreer Werne. Treffpunkt: 13.30 Uhr, Haus der Deutschen Arbeit. Langendreer: Wanderung: Bommern—Elbschebach—Esborn—Wengern: Fahrtkosten.80 R.: Wanderführer: Frankenberg. Diese Wanderung ist für die Betriebswanderwarte als Pflichtwanderung anzusehen.— 5. Ortswaltung Grumme=Vöde. Treffpunkt: 13 Uhr. Handelshof: Straßenbahnfahrt bis Seier: Wanderung: Lottental —Ruhrlandhöhe—Henkenberg—Weitmarer Holz; Wanderführer: Salewskt. Die Wanderfreunde werden gebeten, geeignete Musikinstrumente, soweit vorbanden, zur Unterhaltung mitzubringen. Bochumer Veranstaltungen Heute abend:„Tiefland.“ Heute abend geht'Alberts beliebte Oper„Tiefland“, die als sein wirkungsvollstes Werk gilt, in Szene. Die musikalische Leitung liegt in Händen von Alfred Eichmann. Den Pedro singt Matthias Steland, Ruth Jost=Arden die Marta, Siegfriev Tappolet den Sebastiano. „Copuright bu Autwärts-Verlag. Berlm 10) Der Portier war fertig mit seiner Erklärung und wandte sich wieder dem jungen Mädchen zu. „Noch etwas, Fräulein Westphahl?“ Westphahl? Das war das Mädchen, um dessentwillen dieser Baumeister Brenz den Angriff gegen den Rittmeister Koperski durchführte? Der Forscher wandte sich halb ab, sah währenddem, wie das junge Mädchen fahrig mit der Hand über ihr Haar strich, hörte, wie sie mit leiser Stimme irgend etwas sagte— und hatte einen Entschluß gefaßt, dessen Durchführung ihm für seine hiesige Aufgabe vielleicht von Nutzen sein konnte.,....u2: Mss „Fräulein Westphahl? fragte er das junge Mädchen, das sich sofort wieder aufrichtete und ihn anstarrte mit einem Ausdruck fiebernder Erwartung. Seltsam, dachte er, wie sich jede noch so kleine Gemütsbewegung auf diesem feinen Gesicht widerspiegelt! Kein Wunder, daß sie im letzten Augenblick doch noch davor zurückschreckte, die Frau eines ungeliebten Mannes zu werden. Obwohl der Mann, der mit ihm den gleichen Namen führte, dieses Zurücktreten irgendwie entscheidend beeinflußt hatte, ohne es zu wissen? Ob sie diesen andern Alexander Koperski liebte? Der Rittmeister hatte keine Andeutung nach dieser Richtung gemacht. Er hatte immer wieder betont, daß sie ein tapferer, prächtiger kleiner Kerl sei, aber das war ohne jene unverkennbare Schwingung gesagt worden, die auf eine andere als eine rein freundschaftliche Verbindung schließen ließ. „Ich mochte Sie einen Augenblick sprechen!" Sie zögerte. Er bemerkte deutlich, daß ein leises Beben ihre schlanke Gestalt überflog. Bitte!" „Wenn es geht, unter vier Augen, Fräulein WestKoperski übersah absichtlich den erstaunten Blick des Portiers...„ Micher uur Tife mi „Bitte!“ sagte sie wieder nur, leise, mit dem deutlichen Unterton einer nicht zu bändigenden Angst. Sie ging voran und öffnete eine Tür, die in einen Büroraum führte. Als sie die Tür hinter sich geschlossen hatte, drehte sie sich mit einem Ruck um. „Sie kennen mich?" stieß sie hastig, drängend hervor. „Sind wir hier ungestört?“ ng Me „Ja! Um diese Stunde kommt niemand mehr ins Büro.. ich bilk hier angestellt!“ fügte sie hinzu. „Wie kommen Sie zu dem Namen Koperski?“ „Ich heiße Alexander Koperski!“ sagte er. Sie wich einen Schritt zurück. 8cho? „Doch, ich heiße genau so wie der Mann, der hier in eine Katastrophe verwickelt wurde, an der er schuldlos ist!“, fuhr der Forscher fort. Und ohne noch ihre Gegenäußerung abzuwarten, unterrichtete er sie mit wenigen Worten, wie sie, die beiden Koperski, zusammengeführt wurden.„Ich betrachte dieses Zusammentreffen als eine Fügung des Schicksals und bin entschlossen, dem Rittmeister Koverski zu helfen!" schloß er.„Ich betrachte es außerdem als ein Glück, daß ich gerade Sie hier treffe! Wollen wir gemeinsam den Kampf um Koverskis Unschuld führen?"„.„ Seine Erzählung hatte ihr Zeit gegeben, sich zu Ihre Befangenheit, ihre Angst, ihre Unruhe waren verflogen. Sie reichte ihm die Hand. „Gern!" „Kennen Sie Max Kluge?“ „Ja... er ist ein... ein... wie soll ich sagen... ich habe ihn bisher immer für einen anständigen Menschen gehalten, der sich manchmal zwar ein bißchen wichtig vorkommt, aber ich hätte ihn nie einer... einer so verbrecherischen Handlung für fähig gehalten!" kam es erregt vor ihren Lippen, und Koperski hatte wieder Gelegenheit, zu beobachten, wie sehr sie von allem, was sie sagte, tat und fühlte, innerlich bewegt wurde, wie sehr sich alles ihrem äußeren Menschen mitteilte und ihr Gesicht zu einem klaren Spiegel der inneren Vorgänge machte.z.242#umi...: 6c:, „Ich bin überzeugr“, erwiderte er,„daß er sich im ersten Augenblick über die verhängnisvolle Bedeutung seines Schrittes gar nicht im klaren war. Der Einfluß dieses Fräulein Marchetti erstickte alle etwa aufkeimenden Bedenken. Und jetzt hat sie ihn natürlich völlig in der Hand durch die Drohung mit dem Staatsanwalt! Ich habe die Absicht, diesem Fräulein Marchetti heute abend einen Besuch abzustatten! Wollen Sie mich bedeter! 2 Nicht eine Setunde lang zogerte sie. „Ich wollte gerade nach Hause gehen. Aber ich komme nun natürlich mit! Ich bin Ihnen ja so dankbar, daß Sie sich Ihres... Ihres Namensvetters angenommen haben!" „Das ist doch selbstverständlich!“ murmelte Alexander Koperski.„Uebrigens— was hat sich hier im Laufe des Tages getan?“. „Ich habe nicht viel erfahren können. Die Stadt durchschwirren natütlich die tollsten Gerüchte. Doktor Bartz, in dessen Familie ich wohne, hat mit Staatsanwalt Naumann gesprochen, aber auch nichts weiter gehört. Naumann ist nur sehr wütend, ist von der Schuld des Rittmeisters überzeugt und setzt alle Hebel in Bewegung, ihn verhaften zu können!" „Vorläufig haben wir da vorher noch eine Kleinigkeit mitzureden, nicht wahr?" lächelte der Forscher. „Wollen wir jetzt gehen..„.8 Er half ihr in den Mantel, offnete die Tür und ließ sie an sich vorbei.... g.2" 8 Seite an Seite schritten sie durch den Vorraum. Sie achteten nicht darauf, daß sich von der Tischbarriere des Portiers zwei untersetzte Gestalten lösten, nachdem der Hüter des Hotels ihnen einen kaum merkbaren Wink gegeben hatte.„„ Die beiden Männer tauchten plötzlich vor ihnen auf und versperrten ihnen den Weg.,.„ guuum E „Herr Koperski?“ fragte der eine in srengem Ton und ließ flüchtig eine Marke sehen, das Erkennungszeichen der Kriminalpolizei.„Kriminalpolizeikommissar Focke! Folgen Sie uns unauffällig!" Alexander Koperski sah den Kriminalkommissar mit einem harmlosen Lächeln an.„ 8## „Liegt da nicht ein kleiner Irrtum vor, Herr nommissar? Wen suchen Sie?" „Siel Alexander Kopersti!“„574 un. „Alexander Koverski?" Der Forscher lachelte unentwegt.„Zufällig heiße ich so, aber trotzdem muß ein Mißverständnis vorliegen...6 „Nicht so viele Worte, Herr Koperski!" unterbrach ihn der Kommissar kurz.„Wenn Sie nicht wollen, daß ich Gewalt anwende...“...,„ 44 „Herr Kommissar...“, woure Renate Westphahl sprechen, Alexander Koperski aber legte ihr mit einer beruhigenden Bewegung die Hand auf den Arm. „Lassen Sie, Fräulein Westphahl, Herr Kriminalkommissar Focke wird sehr schnell erkennen, daß Gewalt nicht die richtige Methode ist, mit mir unter einen Hut zu kommen!" Er wandte sich wieder dem Kommissar zu.„Ich habe Sie doch richtig verstanden, Herr Kommissar, Sie wollen mich verhaften?" Die ruhige, lächelnde Sicherheit des Forschers brachte den Kriminalkommissar etwas aus dem Konzept. „Ja!" erwiderte er grob. „Und weshalb, wenn ich fragen darf?" Focke kam nicht mehr dazu, das zu erklären. Staatsanwaltschaftsrat Naumann=hatte in geräuschvoller Hast das Hotel betreten. Die Drehtür quietschte hinter ihm ob der rücksichtslosen Behandlung, mit der er sie in Bewegung gesetzt hatte. Und schon stand er bei der kleinen Gruppe. „Wo ist Koperski?" wandte er sich an den Kommissar, der den Staatsanwalt entgeistert anstarrte, als habe der sich danach erkundigt, wo sich der vom Mond Gefallene befinde. „Falls Sie mich damit meinen...“, warf der Forscher ein.„„„„. g7I24: i5n mit mit „Sie?" Der Staatsanwalt bliate ihn mit mißtrauischen Augen an.„Wer sind Sie denn?" „Alexander Koperski ist mein Name!“ lächelte der Forscher und überreichte Naumann mit einer höflichen Geste seinen Paß. Naumann formte einen unartikulierten Laut, prüfte den Vaß und reichte ihn zurück....1 „Entschuldigen Sie, es ist ein Irrtum— wir suchen zufällig einen Mann gleichen Namens!“ murmelte er, ein bißchen aus der Fassung gebracht.„Wie kommen Sie nach Dessau?" „Das erzähle ich Ihnen ein andermal— jetzt möchte ich mir nämlich das Nachtleben von Dessau betrachten!" Naumann schien die Unverständlichkeit des gleichen Namens zweier Männer und das Auftauchen des nicht gesuchten Alexander Koperski gerade zu diesem Zeitpunkt in Dessau noch nicht ganz verdaut zu haben. „Kennen Sie einen Mann, der ebenfalls Alexander Koperski heißt?“ fragte er. „Natürlich kenne ich ihn!“ meinte der Forscher heiter.„Ich kam eigentlich nach Dessau, um ihn zu besuchen, hörte aber schon durch Fräulein Westphahl, daß er augenblicklich verreist ist!" „Uns wurde gesagt, daß Sie sich für den„Rosenhof“, interessieren!" meinte Kriminalkommissar Focke. „Hat das einen besonderen Grund?" Koverski lachte harmlos. „Können Sie mir ein netteres Lokal empfehlen, Herr Kommissar?" „Sie wissen nicht, wo sich der— der Rittmeister Koperski augenblicklich befindet?" fragte Staatsanwaltschaftsrat Naumann, einer plötzlichen Eingebung folgend. „Ich bedauere. Ihnen nicht dienen zu können!“ entgegnete der Forscher liebenswürdig. „Entschuldigen Sie die Belästigung!“ „Bitte sehr! Alexander Koperski verließ mit Renate Westphahl das Hotel. Naumann sah dem Paar nachdenklich nach. Wandte sich dann an Focke. „Was meinen Sie dazu, Herr Kommissar?“ Der rieb sich sein=massives Kinn. „Eine verdammt komische Geschichte, Herr Rat! Der Paß war in Ordnung?" „Völlig in Ordnung! Der Mann ist sogar eine kleine Berühmtheit. Haben Sie mal etwas von dem Afrikareisenden Koperski gehört?“ „Nee!“ gestand Focke.„Ich glaube nur eins: Daß uns der Mann tüchtig auf den Arm genommen hat! Schön, soll er zufällig auch Alexander Koperski heißen— so was kommt schon mal vor! Aber daß der Mann ausgerechnet heute nach Dessau kommt, daß er sich mit Fräulein Westphahl anfreundet, obwohl er sie— wie der Portier bekundete— vorher nicht kannte, daß er der Portier bekundete— vorher nicht kannte, daß er in den„Rosenhof geht— ich will einen Besen fressen, wenn er nicht mehr weiß, als er zu wissen vorgibt!“ „Wir können aber nichts gegen ihn tun!" meinte Naumann resigniert. „Doch! Wir können ihn beobachten, und das werde ich auch machen!" erklärte Kriminalkommissar Focke. „Ich werde Bunzler als Gast in den„Rosenhof“ schicken, der Junge ist tuchtig und man sieht ihm nicht sofort den Kriminalbeamten an. Wenn mich nicht alles täuscht, hat dieser Koperski die Absicht, sich etwas mit Kluge und der Marchetti zu beschäftigen und die beiden vielleicht irgendwie zu beeinflussen. Das werden wir ihm natürlich ein bißchen versalzen.. Der Assistent Walter Jung hatte, nachdem er die Kriminalpolizei von den Vorgängen in der Koperskischen Villa verständigt hatte, gerade noch den Hamburger Zug erreicht. Als er dann im Abteil saß und in die vorüberhuschende Landschaft starrte, konnte er ein unbehagliches Gefuhl nicht unterdrücken. Irgendwie hatte er die Empfindung, nicht richtig gehandelt zu haben. : Schon die Auseinandersetzung mit dem Gast des Forschers, der angeblich auch Koperski hieß, war— nüchtern betrachtet— eine Dummheit. Was veranlaßte ihn, ausgerechnet jenem Fremden seine Ansicht über den Forscher Alexander Koverski entgegenzuschleudern? Was ging diesen Auch=Koperski die ganze Geschichte überhaupt an?. Vorerst hatte er doch wahrhaft Wichtigeres zu tun. Lux Meyerhof mußte gerettet werden. Mußte! Der Gedanke, daß sie an den Folgen dieses Anschlags sterben, zugrunde gehen könnte, trieb sein Blut in rasenden Stößen zum Herzen. Mit Koperski abrechnen konnte er später! Abrechnen? Auf einmal kam es wie eine Ernüchterung über Walter Jung. Aus der in manchem Augenblick bis zum Haß gesteigerten Erbitterung rang sich jäh ein ganz klarer Gedanke hervor: Ist Alexander Koperski wirklich so, wie ich ihn sehe? Egoistisch, nur an sich denkend, alle anderen an die Wand drückend, alles für sich beanspruchend? Er war der Leiter der Expeditionen, ich war sein Gefährte. Was wir erlebten, erlebten wir gemeinsam. Der Motor war er. Vielleicht habe ich mich da in den letzten Monaten in eine Vorstellung manövriert, die gar nicht der Wirklichkeit entspricht? Vielleicht fühle ich mich zu Unrecht zurückgesetzt? Ich habe Ehrgeiz, ja, ich will nicht ewig im Hintergrund stehen— will, daß Lux Meyerhof... Lux Meyerhof... Das ist es! Daran liegt es vielleicht überhaupt. Sie ist der eigentliche Grund meiner Einstellung ihm gegenüber. Sie sieht nur ihn, über mich sieht sie hinweg. Ich bin nichts, bin der Assistent, der Begleiter, der eigentlich Entbehrliche— er ist der Held, er hat die ganze Karre geschmissen! Mir gibt sie einen Korb— und ihm... Und wenn ich mich auch da getäuscht habe? Wenn Koperski Lux liebt— warum läßt er dann mich nach Hamburg fahren, warum fährt dann nicht er selbst? Ich werde das Serum bringen, ich werde sie vorm Tode bewahren— vielleicht........hanfen si. Walter Jung verlor sich in hunderr Gedanken, die immer um dasselbe kreisten, um den Forscher Koperski und um Lux Meyerhof. Er kam nicht weiter damit, er ging mit seinen Gedanken gewissermaßen immer auf der Stelle, verirrte sich in Empfindungen, die er im nächsten Augenblick ins Gegenteil umkehrte. Koperski hatte das Haus verlassen, obwohl Lux Meyerhof im Arbeitszimmer lag und in Lebensgefahr schwebte. Ihm, dem Assistenten, überließ er das Feld, während er selbst... Wohin hatte sich Koverski gewandt? Welche Rolle spielte bei der ganzen Sache der andere Koperski, der zurückgeblieben war? Vielleicht war auch die Benachrichtigung der Kriminalpolizei eine Dummheit? Eine riesengroße Dummheit, wenn er die Folgen bedachte? I Kortsetzung folgt.) siten der Tierwelt und den Juden, den Blutsaugern der Menschheit. Der Film„Der ewige Jude“ führt uns diese Aehnlichkeit ihrer Eigenschaften mit drastischer Lebendigkeit vor Augen. Wir erleben die Wanderzüge der Ratte über die ganze Welt, der Ratte als dem Symbol der Hinterlist, der Gier und der Zerstörung, als der Trägerin von tödlichen Krankheiten wie Typhus und Pest. Und ebenso sehen wir die Ausbreitung der Juden, die auf der ganzen Welt nur als Parasiten von Ausbeutung und Zerstörung leben und die Träger von Seuchen sind, die ihre Gastvölker physisch und moralisch früher oder später zugrunde richten. Dr. Taubert weist schließlich noch auf die Schächtszenen hin, die noch kurz vor Inkrafttreten des Schächtverbots im Generalgouvernement ausgenommen wurden. Verständlicherweise sind diese Szenen in der Kurzfassung des Films weggelassen worden, denn sie stellen für empfindsame Gemüter eine harte Nervenprobe dar. Wer einmal eine solche jüdische Schächtung gesehen hat, die dazu noch von Rabbinern als„heilige Handlung" vollzogen wird, wer diesen Anblick gräßlichster Bestialität und grausamer Tierquälerei über sich ergehen ließ, der empfindet vor diesen Juden auf immer einen nur zu berechtigten tiefen inneren Abscheu, einen physischen Ekel und wird sich immer von ihnen fernhalten. „Mit dem Juden gibt es kein Paktieren, sondern nür das harte Entweder=Oder!" Diese klare Erkenntnis, die der Führer bereits vor 15 Jahren in seinem Buch„Mein Kampf“ niederschrieb, hat sich heute im deutschen Volk durchgesetzt und beginnt auch in den meisten anderen Völkern Europas Platz zu greifen. Daß jeder deutsche Volksgenosse diese klare und kompromißlose Kampfstellung gegenüber dem Judentum erkennt und sich aus ganzer Erfassung der Judenfrage zu eigen macht, das ist die wichtigste Aufgabe des Films „Der ewige Jude“. H. Schwaibold Vier Aufhurender=Cerumserschuns Eröffnung der Wissenschaftlichen Arbeitstagung in Marburg Marburg, 5. Dezember. Im Auditorium Maximum der Universität wurde am Donnerstag die große Wissenschaftliche Arbeitstagung eröffnet, die im Rahmen der Erinnerungsfeier für Emil von Behring zahlreiche Wissenschaftler und Aerzte aus Deutschland und allen Teilen der Welt zu gemeinsamer Arbeit vereinigt und die Aufgabe hat, den augenblicklichen Stand jener Forschungsgebiete aufzuzeigen, die sich auf das Lebenswerk Emil von Behrings aufbauen. Der derzeitige Leiter des Hygienischen Instituts der Universität Marburg, Professor Pfannenstiel, eröffnete die Tagung mit dem Hinweis darauf, daß das Marburger Institut immer schon der Träger großer Entdeckungen war und daß auch heute an dieser geschichtlichen Mission weitergearbeitet werde. Die ganze wissenschaftliche Forschung, die sich auf das Lebenswerk Emil von Behrings aufbaue, habe heute vier große Probleme zu behandeln und zu ergründen; es sind dies: 1. Alle Probleme, die mit der Immunität, und zwar sowohl mit der passiven als auch mit der aktiven Immunität zusammenhängen. 2. Das Problem der Tuberkulose, an dem auch Emil von Behring gearbeitet hat, wobei er wohl keine grundlegenden' oder endgültigen Erfolge, aber doch wichtige Erkenntnisse erreichen konnte. 3. Das Problem der Zoonosen, das sind die Infektionskrankheiten, die Menschen und Tieren gemeinsam sind, und 4. Die Chemo=Therapie, die die Einwirkung von chemischen Substanzen erforscht, die den Körper nicht angreifen, aber schädliche Stoffe im Körper isolieren und absondern bzw. die Erreger von Krankheiten stark abschwächen oder abtöten. Die ersten Referate hielten Professor Dr. Otto (Frankfurt) über„Neue Forschungen auf dem Gebiete der Bakterien" und Professor Dr. Bieling(Marburg) über den Stand der Virus=Forschuna. Anschließend erörterten Professor Dr. Schmidt(Marburg) und Dr. Bessen(Berlin) Probleme der passiven Immunität und Dr. Kleinschmidt(Köln) und Dr. Gins(Berlin) die der aktiven Immunität. „Revolution der Rohstoffe“ Professor Bergius sprach in Belgrad Belgrad, 5. Dezember. Der bekannte deutsche Forscher und Chemiker Prof. Friedrich Bergius hielt auf Einladung der Jugosla= wisch=Deutschen Gesellschaft am Mittwoch abend einen Vortrag über die Revolution der Rohstoffe, dem die maßgebenden Männer der jugoslawischen Wirtschaft mit Handels= und Industrieminister Dr. Andres an der Spitze beiwohnten. Der deutsche Gesandte von Heeren sowie Landesgruppenleiter Generalkonsul Neuhausen waren ebenfalls erschienen. Die jugoslawische Presse bringt Bergius und seinem Schaffen ein außerordentliches Interesse entgegen. Die maßgebende Wirtschaftszeitung des Landes„Jugoslawanska Lloyd“(Agram) bemerkt, daß seine Erfindungen mit dazu beigetragen hätten. die Menschheit von den Monopolen privilegierter Kreise zu befreien. Eine solche Revolution sei in internationaler wie in sozialer Hinsicht für die Unabhängigkeit eines Staates und die Lebensrechte seines Volkes von umwalzender Bedeutung. Generalseldmarschall von Mackensen 91 Jahre Generalfeldmarschall von Mackensen, der heute sein 91. Lebensjahr vollendet, trat als Einjährig=Freiwilliger 1870 in die preußische Armee ein und wurde am 3. Dezember des gleichen Jahres Leutnant der Reserve, nachdem er sich durch kühne Patrouillenritte sehr bald das E. K. II erworben hatte. Seine Begeisterung für den Soldatenberuf war dadurch nur noch mehr gewachsen. Er entschloß sich zum Uebertritt in die Armee als aktiver Offizier und wurde am 18. Mai 1873 zum SekondeLeutnant in seinem Kriegsregiment ernannt. Herr von Mackensen konnte also in diesen Tagen auch sein 70jähnges Offiziersjubiläum feiern. Presse-Hoffmann Jüdische Geschäftemacher im Ghetto(Aus dem Film„Der ewige Jude“) Dassollte m eb e u. eu ecechene wescheuber und be“. g ane Gachf, P . H a f e n= u n d D o c k a n l a g e n v o n S o u t h a m p t o n, P r e s s e- H o f f m a n n die in den letzten Tagen die vernichtende Wirkung des totalen Luftkrieges zu spüren bekommen haben. in den Genlsgussen Zesnm=Wuree Wie der Film„Der ewige Jude“ entstand Der große Dokumentarfilm über das Weltjudentum„Der ewige Jude“. dessen Uraufführung kürzlich in Berlin stattfand, wird in den nächsten Wochen alle Volksgenossen die Wahrheit über den Juden, seine Rasse, sein Wesen und sein völkerzersetzendes Dasein erleben lassen. Aus diesem Anlaß hatte ein NSK.=Schriftleiter eine Unterredung mit Oberregierungsrat Dr. Taubert, nach dessen Idee der Film entstanden ist, über die Herstellung dieses einzigartigen Filmwerkes. Wir geben den Bericht über diese Unterredung im Auszug wieder: Ueber die Vorarbeit erzählte Dr. Taubert:„Schon vor einigen Jahren wurde von uns versucht, Aufnahmen in den polnischen Gettos zu drehen. Aber die polnische Regierung sabotierte jede derartige Absicht, sei es, weil sie von jüdischer Seite unter Druck gesetzt war oder auch, weil sie es als schlechte Reklame für Polen betrachtete, wenn die dortigen Zustände allzusehr in das Licht der Juviterlampe gerückt wurden. Daher konnten wir erst nach dem Einmarsch der deutschen Truppen mit den Aufnahmearbeiten beginnen. Wenn wir an dem Anfang des Films typische Aufnahmen aus dem Leben in den Judenvierteln und in den verschmutzten jüdischen Wohnungen zeigen, so geschieht dies aus dem Gedanken heraus, daß, wer einmal ein solches Getto gesehen hat, niemals wieder einen Juden in seiner Nähe sehen will und für immer zum Judengegner wird.“ Es muß dazu gesagt werden, daß bei diesen Gettoaufnahmen das wirkliche Leben in den Judenvierteln zum Beispiel von Krakau und Litzmannstadt eingefangen wurde; die Judenmischpoche, die da zu Hunderten in den dreckigen Gassen herumsteht und handelt und mauschelt, fühlte sich durch den Kameramann nicht im geringsten gestört. Im Gegenteil, sie faßte diesen Besuch wohl noch als Ehre auf, und die Judenfratzen grinsten— wie wir dies im Film sehen— dummfrech in die Kameralinse. Sie betrachtet den Dreck, in dem sie lebt, als etwas so Natürliches, daß ihr unser Abscheu davor ewig unverständlich bleiben wird. In der Synagoge Wir sehen in dem Film auch erstmalige einzigartige Bilder von einem jüdischen„Gottesdienst" in einer Synagoge. Wie diese Aufnahmen zustande kamen? Dr. Taubert erklärt dazu:„Der Rabbi, der diesen„Gottesdienst' leitete, war gern bereit, den Kameramann in die Synagoge zu lassen, betrachtete er die Aufnahmen doch als gute Reklame für die jüdische Sache. Was der deutsche Mensch, der eine etwas andere Vorstellung von Gottesdienst hat, davon und von diesem jahrmarktartigen Treiben in der Synagoge, wobei noch eifrig weiter gemauschelt und geschachert wird, denkt, darauf kann wohl jeder Besucher des Films die richtige Antwort geben. Auch was die Juden betrifft, die zu Hause ihre rituellen Gebete verrichten, so war es gar nicht so schwer, sie bei dieser heiligen Handlung' zu filmen: gegen ein kleines Trinkgeld waren sie gern bereit, dem Kameramann die Tür zu öffnen. Solche Beispiele werfen wiederum ein bezeichnendes Schlaglicht auf jüdische Charaktereigenschaften.“ „.. Ausgerüstet mit allen Begabungen in leiblicher und geistiger Hinsicht, die sie zu Feinden der Menschheit machen können, sind sie unablässig bemüht, diese zu quälen, zu plagen, zu veinigen und fügen ihr ohne Unterbrechung den empfindlichsten Schaden zu... Sobald sie merken, daß der Mensch ihnen gegenüber ohnmachtig ist, nimmt ihre Frechheit in wahrhaft erstaunlicher Weise zu; und wenn man sich halb zu Tode ärgern möchte, könnte man versucht sein, über ihre alles Maß überschreitende Unverschamtheit zu lachen.“ Wahrhaftig eine treffende Kennzeichnung des Judentums! Von wem stammen diese Zeilen? Sie sind —„Brehms Tierleben" entnommen und sind auf die Ratten gemunzt! Dieses Beispiel zeigt, welche verblüffenden Parallelen sich ziehen lassen zwischen den Ratten als den ParaDaß Southampton auch schon bei früheren Vergeltungsangriffen der deutschen Luftwaffe schwere Hiebe einstecken mußte, zeigt diese Aufnahme deutscher Bombenwirkung in Southampton, die uns nach zwei Monaten über USA, erreicht. Weltbild Ei SToSSkampkag aurder Matts Vergleichskampf Niederrhein— Weitfalen in Remscheid Die niederrheinischen Ringer sind in diesem, sich seinem Ende nähernden Jahr trotz aller erschwerenden Umstände nicht müßig gewesen und haben manchen Gang gewagt, der selbst ln weniger bewegten Zeiten den größten Mut ersordert hätte. Als Krönung und Ausklang des ereignisreichen Jahres gibt es nun am Sonntag in der Sporthalle der Glockenstahl=Kampfbahn zu Remscheid noch einen Großkampf auf der Matte, den Vergleichskampf mit den starken Westfalen. Mit diesem Kräftevergleich sollen die sportlichen Bande zwischen den beiden Nachbarbereichen wieder fester geknüpft werden, um im kommenden Jahr noch einen wetteren Ausbau zu erfahren. Für die niederrheinischen Ringer wird das gewiß von Vorteil sein, denn in der westsaltschen Ringerschule kann noch manches gelernt werden. Was die Vergleichskämpfe der Bereichsmannschaften anbelangt, so verfügen die Westfalen hier wohl über die größte Erfahrung, denn weit über 30 derartige Kräftevergleiche stehen in ihrer Kampfliste— auch ein Rekord. Allein gegen Mittelrhein standen die Westsalen schon 23mal auf der Matte, davon vierzehnmal siegreich, während eine Begegnung unentschieden ausging. Gegen Niederrhein erscheinen die Ringer aus dem Land der„Roten Erde“ am Sonntag zum vierten Male auf der Matte. Der erste Kampf in Witten wurde von Westsalen gewonnen, der Rückkampf in Wuppertal sah die Niederrheiner in Front. Im dritten Kampf, der in Münster ausgetragen wurde, gab es dann wieder einen Westfalensieg. Mithln müßte also nach dem Gesetz der Serie die vierte Begegnung, das ist die am Sonntag in Remscheid, mit einem Niederrheinsieg enden. So leicht wird das aber nicht getan sein, und damit kommen wir zum Treffen selbst. Die Westsalen haben nach den Erfahrungen aus ihrem letzten Kampf gegen Mittelrhein vor 14 Tagen, der mit viel Pech:4 für sie verlorenging, ihre Staffel etwas umgestellt und erscheinen in Remscheid mit einem Aufgebot, das schlechthin als erste deutsche Klasse anzusprechen ist. Damit ist auch schon die Schwere der Aufgabe für die Niederrheinvertretung deutlich gekennzeichnet. Am Niederrhein hat man gründliche Vorberettungen für diesen großen Kräftevergleich getrossen. Vor 14 Tagen wurden die verschiedenen Vertreter bei den Essener Einladungskämpfen der WKG. Krupp nochmals überprüft und die sichersten Ringer für die Bereichsmannschaft ausgewählt. Daß es in Remscheid zu prächtigen und wechselvollen Kämpsen kommen wird, steht wohl außer Zweifel, dafür bürgen schon allein die nachfolgenden Namen: Bantamgewicht: Westfalen: Rößler(Hohenlimburg) — Niederrhein: Widera(Duisburg). Feder gewicht: Westsalen: Block(Dortmund)— Niederrhein: Woywod(Essen=Vorbeck). Leichtgewicht: Westfalen: Wortmann(Kirchlinde)— Niederrhein: Staub(Duisburg). Weltergewicht: Westsalen: Reinhardt(Hohenlimburg) — Niederrhein: Schäfer(Remscheid). Mittelgewicht:„Westsalen: Gocke(Dortmund)— Niederrhein: Gies(Wuppertal). Halbschwergewicht:„Westsalen: Funtowitz(Dortmund)— Niederrhein: Bröcker(Remscheid). Schwergewicht: Westfalen: Büngerer(Hörde)— Niederrhein: Krämer(Altenessen). F. Tsicg der dedndien Böker Zweiter Start der Nationalboxitaffel in Italien Die deutsche National=Borstaffel war bei ihrem zweiten Start in Italien glücklicher als am Sonntag im Malländer Länderkampf. In Ferrara. der Heimatstadt Italo Balbos, konnte sie über die nochmals geänderte italienische.=Mannschaft mit 12:4 Punkten einen klaren Sieg erringen. Die Begegnung ging im ausverkauften Verdi=Theater als wahrer Kampf der Freundschaft und Kameradschaft wiederum unter der Leitung des Schweizer Schiedsrichters Hans Ritzi vor sich. Nur ein einziger Kampf ging verloren; im Weltergewicht wurde Raeschke(Hamburg) von dem überaus schnellen Tett nach Punkten geschlagen. Von den beiden Unentschieden war das im Fliegengewicht zwischen dem Deutschen Meister Obermauer(Köln) und Nardecchig durchaus richtig. Baumgarten (Hamburg), der an der linken Augenbraue verletzt wurde, hatte dagegen mit dem Unentschieden gegen Pancani im Halbschwergewicht etwas Glück. Alle übrigen Treffen ergaben klare deutsche Erfolge, wobei wiederum der Schwergewichtler ten Hoff(Oldenbura) mit einem eindrucksvollen.=.=Sieg aufwarten konnte. Er schlug den tapferen Barca so schwer zusammen, daß der Ringrichter in der zweiten Runde den Kampf zugunsten von ten Hoff abbrach. Im Bantamgewicht punktete Jugendmeister Börgershausen(Hannover) den vorjährigen italienischen Meister Poggi sicher aus. Federgewichtsmeister Graaf(Berlin) setzte sich gegen den ziemlich unsauber borenden Ciombolini gleichfalls nach Punkten durch. Europameister Nürnberg (Berlin) war dem Italiener Oreni technisch weit überlegen, so daß sein Punktsieg nie in Frage stand. Ebenso klar war der Erfolg von Mittelgewichtsmeister„Pepper(Dortmund), der gegen Battaglia alle drei Runden mit sichtlichen Vorteilen beendete. Die deutschen Boxer haben auf ihrer Reise einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen. Nicht ganz einwandfreie Schiedsrichterentscheidungen brachten sie im Länderkampf um die zahlenmäßige Anerkennung ihrer Leistungen, dafür machten sie jedoch jetzt die Niederlage von Mailand mit dem 12:=Erfolg in Ferrara wieder wett. Die Ergebnisse: Fliegengewicht: Obermauer(.)— Nardecchia(.) unentschieden: Bantamgewicht: Börgershausen (.) schlägt Poggi(.) u..: Federgewicht: Graaf(.) schlägt Ciombolini(.) n..: Leichtgewicht: Nürnberg(.) schlägt Oreni(.) n..: Weltergewicht: Teti(.) schlägt Raeschke(.) n..; Mittelgewicht: Pepper(.) schlägt Battaglia(.) n..; Halbschwergewicht: Baumgarten(.) gegen Pancani(.) unentschieden; Schwergewicht: ten Hoff (.) Schlägt Barca(.) in der 2. Runde.o.(Abbruch durch den Ringrichter). stehen, im Sturm auch sehr beweglich, aber nicht sehr wurfkräftig sind. Dr. Otto Bochum— Tklb. Gelsenkirchen Der Turnklub Gelsenkirchen kommt nach Bochum, um sich von den Handballern der Firma Dr. Otto zwei Punkte zu hoken. Das wird aber nicht ganz so leicht getan wie gesagt sein. Denn die„Ottonen“ haben von Spiel zu Spiel an Durchschlagskraft zugenommen und letzthin gegen die starke Els von Esckhoff nur mit einem Tor Unterschied verloren. Das will schon etwas heißen. Befinden sich die Bochumer in der gleichen Spiellaune und Verfassung, dann hat der Turnklub Gelsenkirchen noch nicht gewonnen. Diese beiden Punkte werden erst nach einem harten Kampf vergeben, und die Bochumer müssen erst geschlagen sein. Müller AG. Bochum— Gebr. Eickhoff Bochum Die Handballspieler der Firma Müller hatten im letzten Spiel eine erfreulich eifrige, starke und auch befriedigend spielende Elf auf die Beine gebracht, die alle Zuschauer in Erstaunen setzte. Einen solchen Willen zum Sieg hatte man dieser Mannschaft der hohen Niederlagen nicht zugetraut. Treten sie wieder in derselben Form an, dann muß sich die Eickhoff=Elf sehr strecken, um zu gewinnen. Eickhoff hat nur mit Aufbietung aller zur Verfügung stehenden Kraftreserven die Otto=Handhaffer abschütteln können, wird es ihnen auch am Sonntag mit den Bauleuten gelingen! Die Frage breivi offen— bis nach dem Spiel. RV. Gelsenkirchen— Bochumer Verein Dieses an sich recht interessante Treffen kommt nicht zustande, da Reichsbahn Gelsenkirchen die Handballmannschaft — wie wir vom Kreisfachwart erfahren— zurückgezogen hat. Henkel und Gies wieder in Berlin Heinrich Honkel und Kurt Gies sind nach zweimonatiger Abwesenheit am Mittwoch mittag wieder in Berlin eingetroffen. Zu ihrem Empfang hatten sich die näheren Angehörigen der Spieler sowie Gerdes vom Reichsfachamt Pag.1a„. Tennis ein Angesunden. Ungarischer Ringersieg in Agram Nach ihren Kämpfen in Savona und Rom bestritten die ungarischen Ringer in Agram einen Kampf gegen eine Auswahl von Kroatien. die bekanntlich in diesem Monat auch die deutschen Ringer zu einem Treffen empfangen will. Die Ungarn kamen mit:2 Punkten wohl zu einem sicheren Sieg, doch überraschte die Niederlage des zweifachen Europameisters Toth im Federgewicht durch den Kroaten Moguliak. Den zweiten kroatischen Erfolg buchte de Lucca im Mittelgewicht über Kiniszi. In allen übrigen Kämpfen feierten die Ungarn Fallsiege, und zwar im Bantamgewicht durch Bencze in fünf Minuten über Staroveski. im Leichtgewicht durch Ferencz in vier Minuten über Markus, im Weltergewicht durch Sovari in acht Minuten über Haluzan, im Halbschwergewicht durch Kovazs in vier Minuten über Metzner und im Schwergewicht durch Bobis in sieben Minuten über Begac. Als Mattenrichter war der bekannte Italiener Censko tätig. 4. 74.W1Pen ip-+h„ 0 sberöchten 8f4 ds. im Gerafturnen in bochum— Ausrichter lir die Weirkampfgemeinichatt des By. Die fanmaien urdndlagen des-)heins Eine Stellungnahme von Profellor Dr. Otto Nerz Prosessor Dr. Otto Nerz., der frühere langjährige Betreuer der deutschen Fußball=Nationalmannschaft, auf dessen Wirken die Umstellung der Spielweise in den Länderkämpfen zurückgeht, hat dem„12=Uhr=Blatt“ Berlin eine Betrachtung über das Endspiel um den Tschammer=Pokal zwischen dem Dresdner SC. und dem 1. FC. Nürnberg zur Verfügung gestellt, in der auch die taktischen Grundlagen des modernen Sicherheitsspiels herausgesiellt werden. Es ist sehr aufschlußreich, was dieser erfahrene Fachkenner zu sagen weiß. Einleitend führt Dr. Nerz aus. es werde immer behauptet, daß das moderne Spiel nicht so schön sei wie die alte„klassische“ Spielweise. Ich fand das Endspiel, so heißt es weiter, in dem beide Mannschaften„modern“ spielten, nicht nur gut, sondern auch sehr schön. Beide Mannschaften zeigten, daß man nur dann gut spielt, wenn man technisch und taktisch das Spiel sicher beherrscht. Beherrschte Form wirkt immer schön. Beide Gegner hatten Stil. In den Betrachtungen über die taktischen Grundfragen führt Dr. Nerz über das Spiel der Verteidigung und der Läuferreibe folgendes aus: „Die Außendeckung der Verteidiger hat nichts mit der =Formation zu tun. Schon vor fünfzig Jahren wurde sie von den führenden Mannschaften eingeführt und durchgesetzt. Die moderne Spielweise erleichterte aber die Außenstellung der Verteidiger, da sich der„Stopper“ zwischen sie hineinschob und sie zwangsläufig weiter nach außen drängte.. Es ist aber ein Grundsehler, wenn die beiden Verteidiger sich bedenkenlos hinaus zum gegnerischen Flügelstürmer stellen. Je nach Lage des Sviels ist immer der eine der beiden Verteidiger bei diesem Flügel, und der andere stellt sich gestaffelt in der Mitte auf, um für alle Fälle bereit zu sein. Hierbei ist immer der Verteidiger außen, dessen Gegner am Ball ist. Das wird meist vergessen und außer acht gelassen. Und daraus ergeben sich lescht Fehler und Mißerfolge. Das Zurücknehmen des Mittelläufers als Stopper bedingt das Zusammenrücken der Außenläufer mehr nach innen, was natürlich auch die Innendeckung durch die Außenläufer begünstigt. Auch erlaubt das Zurückziehen des Mittelläufers— da ja die Verteidigung verstärkt wird— eine mehr angriffsmäßige Arbeit der Flügelläufer. Aber damit sind die Außenläufer aus ihrer Verteldigungsarbeit keineswegs entlassen; die bleibt ihnen nach wie vor und in erster Linie. Die Beteiligung an der Angriffsarbeit richtet sich natürlich nach der allgemeinen Lage.“ Das Angriffsspiel wird in den Ausführungen dann noch in der nachfolgenden Weise behandelt: „Der„Mittelstürmer hat in der modernen Spielweise fast mehr Möglichkeiten, als in der klassischen. Es ist nicht unbedingt notwendig— wenn auch taktisch vortetlhaft—. daß er sehr weit vorgeschoben operiert. Sind nur drei Mann im Sturm, dann ist es zweckmäßig, daß die Außenstürmer ein wenig von der Linie wegrücken und Kontakt mit dem Mittelstürmer suchen. oder aber der Mittelstürmer rückt zu dem Außenstürmer, der gerade zum Einsatz kommt, hinaus, um für einen Augenblick Halbstürmer zu spielen. Der hintenliegende Verbinder kann dann zur Mittelstürmerposition aufrücken und so den Angriff wieder vollmachen und gleichzeitig die Lücke in der Mitte ausfüllen. Der Mittelstürmer kann auch hinaus an den Flügel laufen und so mit dem Flügelstürmer den Platz tauschen. Ich erinnere hier an die Spielweise unseres Mittelstürmers der Nationalmannschaft Conen.“ Professor Dr. Otto Nerz hat mit seinen Ausführungen die Grundlinien des Sicherheitsspiels so treffend gekennzeichnet, daß diesen jedem ohne weiteres verständlich sein werden. In der Praxis hat es im übrigen schon genügend Beispiele gegeben, daß auch bei einem„Stopperspiel" der Fluß der Spielhandlungen so gestaltet werden kann, wie es bei dem Pokalendspiel der Fall gewesen ist. Am Abschluß seiner Ausführungen betont Dr. Nerz, daß es ein ausgezeichnetes Endspiel war, in dem beide Mannschaften sehr guten und stilreinen Fußball spielten. Dr. Nerz bezeichnet den Dresdner SC. als einen würdigen Pokalsieger, der nach einer großartigen Leistung in den Vorrunden in einem herrlichen Kampf den Sieg und damit den Pokal errang, und schließt damit, daß es eine großartige Leistung des deutschen Fußballsports bedeutet, mitten im Kriege zwei Mannschaften solcher Klasse ins Endspiel zu schicken. Deutsche Wirtschatt Die Ballnauswahlmalmalan im-Kandbah Erltes Spiel gegen Bann 99 am 15. Dezember in Bochum Vorher Auswahllpiel in Witten Es sind erst einige Wochen vergangen, als die Pflichtspiele der Hitler=Jugend im Handball gestartet wurden. Daran nehmen die Jugendmannschaften der RSRL.=Vereine teil mit dem Ziel, Bannmeister und, wenn die Kröfte ausreichen, auch Gebietsmeister zu werden. Abgesehen von den Handballrundenkämpfen der Vereinsmannschaften wird nebenherlaufend die Runde der BannAuswahlmannschaften abgewickeli. Zu diesen Auswahlmannschaften werden die besten Jungen aus den Vereinsmannschaften herangezogen und in Probespielen oder Lehrgängen und Trainingskursen zu einer möglichst wirkungsvollen Einheit zusammengeformt. Schon am 15. Dezember dieses Jahres soll der erste Zweikampf in Bochum angepfiffen werden. Die Gegner sind der Bann 67(als Ausrichter dieses Spiels) und der Bann99 Hattingen. Um eine möglichst schlagkräftige Jugendelf auf die Beine stellen zu können, hat der Bannsachwart für Handball zwei Auswahlmannschaften zu einem Probespiel nach Witten geladen, wo es am Sonntag, 8. Dezember vormittags 11 Uhr, durchgeführt wird. Die Bochumer Mannschaft setzt sich aus nur zwei Vereinsjugendmannschaften zusammen, und zwar bildet das Rückgrat die Jugend des Bochumer Vereins, die mit sieben Spielern vertreten ist, zu denen sich vier Handballer vom VfL. Bochum 48 gesellen. Diese elf Spieler werden in Witten auf dem Platz der Turngemeinde am Sonntag auf eine spielstarke Jugend stoßen, an der beteiligt sind die Vereine TV. Friesen Bommern mit vier Jungen, Reichsbahn Witten ebenfalls mit vier, Turngemeinde Witten und T V. Jahn Annen mit je zwei und der Röbrchener Turnerbund mit einem Jungen, worunter sich zwei Ersatzspieler befinden. Cer Mit OALLl=Sparmarke. P wie in, Eint sagte ein Ilanell=Schlafanzug,„lasse ich mich nur noch in OALLITA einweichen. dann din ich gleichzeitig vorgewaschen und werde noch einmal so schön.“ DALLITA, des blologisch-natörliche Einweich- und'Vorwaschmittel mit der Mehrleistung des Vorwaschens. Kortenfreil Kleinverkaufspreis 30 Pig. 05 Nach diesem Probespiel wird dann vom Bannfachwart sofort die endgültige Zusammensetzung der Auswahlmannschaft des Bannes 67 Bochum=Witten bekanntgegeben. Ihr wird dann die schwere Aufgabe gestellt, die Bannauswahl des Bannes 99 Hattingen am 15. Dezember auf dem Sportplatz des Bochumer Vereins an der Essener Straße zu schlagen, um mit diesem Siege eine Runde weiterzukommen. Denn der Verlierer scheidet sofort aus. Möge die Bannauswahl im Handball an die schönen Leistungen der beiden bisher aufgestellten Mannschaften im vergangenen Jahre und dem davor anknüpfen. Einmal gelangte unsere Elf bis in die Vorschlußrunde, die in Bremen ausgetragen wurde. Sie verlor dort gegen Magdeburg, dem späteren Deutschen Jugendmeister. Beim zweiten Male verkor der Bann 67 zwei wertvolle Punkte unverständlicherweise am grünen Tisch und fiel so, aussichtsreich liegend, aus dem Rennen. Bochumer Handball Der Terminkalender der Handballer im Kreise BochumGelsenkirchen sieht für den kommenden Sonntag wieder sechs Spiele vor, von denen vor allem die Begegnung zwischen dem Tabellenführer VfL. Bochum 48 und der recht spielstarken Westfalia Bochum das ganze Interesse auf sich vereinigt. In Herne kommt es zum Lokaltressen von Turnklub und Westsalia, das dort die Zuschauer anlocken wird. Westfalia Bochum— VfL. Bochum 48 Das Abschneiden in diesem Kampf ist für beide Mannschaften äußerst bedeutungsvoll. Verliert nämlich der BfL. 48, ist es um die Sicherheit seiner Führung geschehen und er hai dann viele Verfolger dicht hinter sich, die ihm den weiteren Weg sehr schwer und sauer machen können. Gewinnt die Westfalta=Elf, kommt sie in eine hoffnungsvolle Situation. die wieder einmal von der Meisterschaft träumen läßt. Es wird, wie immer auf dem Westfalia=Sportplatz, am Sonntag um 11 Uhr ein dramatisches Ringen um zwei Punkte geben. Mit Bestimmtheit kann man dem BfL. 48 keine wesentlich größeren Gewinnaussichten einräumen als sie die Grüncn auf eigenem Platze besitzen. Auf diesem Gelände ist es schwer, zu gewinnen. Wir werden erst nach dem Schlußpfiff wissen, wer wirklich an diesem Tag der Bessere war. Westfalia Herne— Tklb. Herne Die Herner Westfalen empfangen die Kameraden des Turnklubs und werden sich zusammenreißen, um die Punkte zu gewinnen. Wohl sind die Platzleute jung und noch nicht lo erfahren wie die Gäste, aber sie sind schnell und können kämpfen, besonders auf eigenem Platz. Dahlbusch Gelsenkirchen— Schalker Verein Die Junge. Garde des Schalker Vereins fährt nach der Zeche„Dahlbusch“ und wird versuchen, endlich einmal Punkte zu ernten. Die Möglichkeit besteht an diesem Sonntag durchaus, obwohl die Zechen=Handballer verbissen zu kämpfen verPreise und Gewinne der neuen Wären Richtlinien des Reichskommissars für die Preisbildung Der Reichskommissar für die Preisbildung hatte schon vor einigen Wochen einen Erlaß über die Preisbildung bei neuen Waren in Aussicht gestellt. Dieser Erlaß wird nunmehr im Mitteilungsblatt des Reichskommissars veröffentlicht. Einleitend sagt der Reichskommissar, daß die Wirtschaft bei den sogenannten kalkulierten Preisen zum Teil Wege beschritten habe, die er nicht billigen könne. Er erläßt deswegen genaue Richtlinten, an die sich die beteiligten Kreise in Zukunft genau zu halten haben. Soweit im Betrieb selbst oder in gleichen Betrieben der Branche vergleichbare Preiskalkulationen vom Stichtage der Preisstoppverordnung oder der vorangegangenen Zeit vorhanden sind, so müssen diese auch heute zugrunde gelegt werden. Es sind also die Preise so zu errechnen, als ob sie am Stichtag errechnet worden wären. Werkstoffe dürfen nur zum Preis des Stichtages eingesetzt werden. Sind die Werkstoffe inzwischen teurer geworden, so hat der Unternehmer diese Verteuerung selbst zu tragen, es sei denn, daß ihm die Abwälzung im Einzelfall ausdrücklich erlaubt worden ist. Auch wenn der Unternehmer gezwungen ist, einen teueren an Stelle des bisherigen Werkstoffes zu verwenden, berechtigt ihn dies nicht zu einer Preiserhöhung. Kann er mit dem Preis nicht mehr auskommen, dann muß er eine Ausnahmebewilligung beantragen, ist der neue Werkstoff billiger, so muß er dessen niedrigeren Preis einsetzen. An Löhnen dürfen nur die Tartflöhne bzw. die Stopplöhne zugrunde gelegt werden. Die sog. Gemeinkosten, also die Fertigungsgemein=, Verwaltungs= und Vertriebskosten, dürfen ebenfalls nur mit dem Betrag eingesetzt werden, der dafür am Tage des Stoppreises vorgesehen war. Auch darf die Abgrenzung innerhalb der einzelnen Kostenarten nicht grundsätzlich geändert werden. Werden die Fertigungsgemeinkosten in einem Hundertsatz auf die Löhne berechnet, dann darf dieser Hundertsatz nicht beibehalten werden, wenn sich die Grundlage, d. h. in diesem Falle also die Löhne, erhöht haben. Der Hundertsatz muß dann entsprechend gesenkt werden. Sonderkosten dürfen nur dann berechnet werden, wenn sie am Stichtag üblich waren und nur in dieser Höhe. Als Gewinn schließlich darf nur der Satz aufgeschlagen werden, der am Stichtag tatsächlich erzielt wurde. Arbeitete der Unternehmer ohne Gewinn, mit sehr niedrigem Gewinn oder gar Verlust, so muß doch in allen Fällen an der damaligen Kalkulation auch heute festgehalten werden. Gegebenenfalls ist eine Ausnahmebewilligung zu beantragen. Das Festhalten an der Kalkulationsweise will sicherstellen, daß das Gleichgewicht, wie es 1936 bestanden hat, erhalten bleibt. Werden aber durch die Anwendung der alten Kalkulationssätze, z. B. infolge Verbesserung des Herstellungsverfahrens, heute ungerechtfertigt hohe Gewinne erzielt, auf die aus sozialethischen Gründen im Kriege niemand Anspruch hat, so sind sie im Sinne der Kriegswirtschaftsverordnung zu senken. Es kann also immer auch ein an sich vorschriftsmäßig errechneter Preis dennoch zu hoch sein, weil er der Krlegswirtschaftsverordnung widerspricht. Gibt es für die Preisbildung einer Ware keinen Anhalt in einer vergleichbaren Kalkulation aus dem Jahre 1936, so ist der Preis unter Wahrung der Grundsätze der Kriegswirtschaftsverordnung zu errechnen. Der Unternehmer darf nur die bei sparsamer Wirtschaftsführung erforderlichen Kosten und nur solche Gewinne ansetzen, die„unter verantwortlicher Abwägung der kriegswirtschaftlichen Erfordernisse und seiner Pflichten gegenüber der Allgemeinheit“ vertreten werden können. Mit Rücksicht darauf, daß wir im Kriege sind, besteht grundsätzlich kein Anspruch auf den Gewinn, der sonst als normal oder angemessen galt. Ab 1. Januar Preisverzeichnisse im Schaufenster In seinem Bestreben, die Preisbildung durchsichtig und leicht kontrollierbar zu machen, hat der Reichskommissar für die Preisbildung eine Verordnung über Preisauszeichnungen erlassen. Sie bestimmt im wesentlichen, daß die Preise der gängigsten Artikel und Leistungen des täglichen Bedarfs im Laden und im Schaufenster bzw. den ihnen gleichgestellten Stellen gut sichtbar anzuschlagen sind. Einzelhändler, die Nahrungs= oder Genußmittel, Blumen, Papierwaren für den Schulbedarf, Schreibpapier, Bekleidungs= und Haushaltswaren Körperpflegeartikel oder Geräte und Waren für Landund Gartenbearbeitung verkaufen, müssen diese Waren mit den geforderten Preisen auszeichnen und dabei Gütebezeichnung und Verkaufseinheit angeben. Soweit die Waren im Schaufenster, in Schaukästen, Im Laden oder auf Verkaufstischen ausgestellt werden, hat die Auszeichnung durch gut lesbare Preisschilder zu geschehen. soweit die Waren zum Verkauf bereit gehalten werden, sind die Waren oder die Umhüllungen oder die Regale mit Preisschildern zu versehen oder Preisverzeichnisse aufzuhängen oder Preislisten aufzulegen. Werden die Waren nach Musterbüchern angeboten, so müssen die Preise auf den Mustern oder im Preisverzeichnis angegeben werden. Fleischer, Bäcker und Konditoren haben ihre Preisverzeichnisse im Schaufenster und im Verkaufsraum gut lesbar anzubringen. Das gleiche gilt für die Leistungen der Frlseure, Schuhmacher. Wäschereien und Plättereien sowie der chemischen Waschanstalten. Die Gaststätten haben Preisverzeichnisse für Speisen und Getränke in hinreichender Zahl auf den Tischen auszulegen und jedem Gast auf Verlangen vorzulegen. Die Verzeichnisse müssen die jeweils angebotenen Speisen und Getränke, den Tag der Ausstellung sowie die zur Erhebung gelangenden Zuschläge für Bedienung, Steuer usw. enthalten. Gaststätten, in denen warme Speisen verabreicht werden, haben außen neben der Eingangstür ein Verzeichnis mit den Preisen der fertigen Gedecke sowie der Tagesgerichte anzubringen. Betriebe, die wie Hotels Fremde beherbergen, müssen ein Verzeichnis ihrer Zimmer und des Preises für jedes Zimmer gut sichtbar anbringen. Darauf müssen der Preis für ein Bett und mehrere Betten, der Pensionspreis, der Bedienungszuschlag. der Frübstückspreis und der Zuschlag für Nichteinnahme des Frühstücks angegeben werden. Garagen haben ein Preisverzeichnis am Eingang anzubringen, Kleiderablagen sowie Leihbüchereien haben sinngemäß zu verfahren. Die Preisüberwachungsstellen können anordnen, daß die Verzeichnisse abgestempelt werden müssen. Die Verordnung tritt am 1. Januar in Kraft. Förderung der Frühehe Um ihren Gefolgsleuten schon möglichst früh die Möglichkeit zum Heiraten zu geben, haben viele Betriebe in den Betriebsordnungen Bestimmungen etwa der Art getroffen, daß diejenigen, die in verhältnismäßig jungen Jahren eine Ebe eingehen, in eine für ältere Gefolgschaftsmitglieder vorgesehene Lohnstufe eingereiht werden. Eie verbleiben dann im dieser Stufe, bis sie nach ihrem Alter ohnehin Anspruch auf diese Entlohnung erhalten. In der Regel erstrecken sich diese Maßnahmen nur auf Angestellte. Der Reichsarbeitsminister hat nunmehr in einem Erlaß sein Einverständnis erklärt, daß Ausnahmeanträgen der Betriebe an die Reichstreubänder, die Genedmigung zur Aufnahme solcher Bestimmungen in die Betriebsordnungen zu geben, dann nicht widersprochen werden solle, wenn zweifelsfrei eine Begünstigung der Frühehe angestrebt wird und sich die Regelung in angemessenen Grenzen hält. Börsen uneinheitlich Bei kleinen Umsätzen ließ die Kursgestaltung an den Aktienmärkten der Berliner Bötse am Donnerstag bei Festsetzung der ersten Notierungen eine einheitliche Linie vermissen.— Im Gegensatz zu der festen Haltung am Mittwoch war die Tendenz am Donnerstag an der RheinischWestsälischen Börse zu Düsseldorf nicht einheitlich und das Geschäft ruhiger. Teilweise bestand aber noch Kaufneigung der Kundschaft, so daß die Stimmung trotz Kursschwaukungen nach beiden Seiten sich freundlich gestaltete. Nach den ersten Kursen dröckelten die Notierungen vereinzelt ab.— Amtliche Kursnotierungen an der Berliner Börse vom 5. Dezember 1940: Farbenindustrie 200.00; Harpener Bergbau 168.00.— An der Düsseldorfer Börse wurden notierl: Constantin der Große 8100., 8600.: Balcke Maschinen 171,00; Schlegel=Scharpenseel 170.00: Vereinigte Stahlwerte 143.70; Westsalia=Dinnendahl 200.00. Un einen unbekannten Joldaten Eizäklung von Gerthold Thiele ** „Noch einen Schnaps, Wilhelm!" brüllte Gert Reuter und setzte mit schwerer Hand das leere Glas auf den Tisch. „Was hast du denn heute?“ fragte ihn sein Freund. „Du tanzest nicht, du redest nicht, du sitzt da wie ein steifer Bock und trinkst ein Glas nach dem andern.“ „Was soll ich denn haben", brummte Gert,„und jedenfalls kann ich noch immer machen, was ich will.“ „Allerdings“, sagte sein Freund und ging, um sein Mädel zum Tanze zu holen. Mitunter aber sah Gert doch verstohlen über sein Glas hinweg zu den tanzenden Paaren, und wenn man seinem Blick folgte, so konnte man feststellen, daß er nach einem blonden Mädel sah, das lustig am Arm eines Burschen dahintanzte. „Ein Skandal ist es, die wirft sich ja den Männern an den Hals“, brummte er ärgerlich und stand so heftig auf, daß er an den Tisch stieß, so daß die Gläser zu Loden fielen, Kanb: 83 War es Zufau, oder sah sich das vlonde Mädel wirklich nach dem Tisch um, auf dem sich jetzt Gert Reuter schwerfällig stützte. Jetzt lachte sie sogar, als sie in seiner Nähe vorbeitanzte. Oh. er, Gert Reuter, kannte dieses Lachen, ein Lachen, das ihm das Blut in den Adern trieb. Er ging mit schweren Schritten dem Ausgang zu. Ja, er bekam es sogar fertig, ein Liedchen zu pfeifen. Was ging ihm schließlich die Liese an, war sie denn seine Braut? Hatte er jemals ein Wort gesprochen, das als Liebeserklärung gedeutet werden könnte?—— Bei Gott, er hatte nichts von alledem getan.—— Und dann ging er ja nächste Woche zu den Soldaten: andere Städtchen, andere Mädchen. So eine wie die Liese vom Birkenhof, gab es wohl wo anders auch.— Als Gert Reuter mit seinem Koffer zur Bahn ging, mußte er auch bei dem Birkenhof vorbei, wo die Liese war.—— Aber er schaute nicht rechts noch links, sondern sein Blick war starr in die Ferne gerichtet. So sah er auch nicht, daß ein blonder Wuschelkopf hinter den Scheiben war, und ein paar Augen ihm nachschauten. Und wenn er es auch gesehen hätte, was ging ihm jetzt noch die Liese an, mochte sie glücklich werden, mit wem sie wollte.,„„.2 war m Die Kompanie, bei der Gert Reuter war, kam nach dem hohen Norden.— Tausende Kilometer lagen nun zwischen ihm und der Liese, und doch dachte er mitunter an sie, und oft war es ihm, als ob zwischen dem Gemurmel der Wellen, die unaufhörlich gegen den Fels leckten, ein keckes Mädchenlachen aufflackerte. Auch bis hierher, über das weite Meer, über die kahlen, zerklüfteten Felsen, brachte die Feldpost regelmaßia die Grüße der Heimat.. Mar, und mi, Da schrieb die Lotte, die Else, die Marie und wie sie alle heißen mochten. Und wenn sich ein Kamerad mit einem kleinen Briefchen in eine stille Ecke zurückzog, um mit der Schreiberin und sich allein zu sein, dann wußten die anderen Kameraden, wer geschrieben Nur Gert Reuter bekam keinen Brief, bei dem das Herz etwas rascher gegangen wäre. Monate waren ins Land gegangen, als ein Brief zu der Kompanie kam, der die Aufschrift trug: An einen unbekannten Soldaten, und das Feldpostamt hatte mit Blauschrift die Nummer 34 106 daraufgeschrieben, das war die Postnummer der Kompanig...„ 4rte, „Na“, sagte der„Spieß" bei der Postverreilung. „wer von euch hat keine Braut?“ „Reuter!" brüllten einige, und der Brief kam in die Hände von Gert Reuter.— Er steckte ihn in seine Brusttasche und wurde dabei rot wie ein junges Mädchen, das die erste Liebeserklärung erhält. Drei Tage trug Reuter den Brief bei sich, ohne ihn zu öffnen. Am dritten Tage kletterte er in seiner dienstfreien Zeit auf einen nahen Fels.— Hier saß er und schaute versonnen über das Meer. dessen Wellen sich unten am Riff in weißen Schaum auflösten.— Als er nach geraumer Zeit aufstand, knisterte der Brief mahnend in seiner Tasche. Er setzte sich wieder hin, öffnete das kleine Brieflein und las: Also blond war sie, zwanzig Jahre alt, ein frisches. gesundes Madel aus dem schlesischen Bergland.—— Vielleicht hatte sie auch so einen blonden Wuschelkopf wie die Liese, und wenn sie lachte, dann——, dann hatte sie vielleicht auch ein Paar neckische Grübchen in ihren Wangen.—— Verfl...., nun waren seine Gevanken doch wieder bei der Liese angelangt. Er würde dem fremden Mädel wiederschreiben, nun konnte die Liese ihr Lachen schenken, wem sie wollte.—— Und wenn er auf Urlaub kam, dann würde er mit der anderen nach seinem Dorfe fahren, die würden Augen nachen.. La. Antmapt an das Wädchen ging es nicht Aber mit der untwort an das Maochen ging es nicht so schnell.— Oft hatte er schon angefangen, aber immer wieder hatte er den Brief zerrissen.... Doch eines Tages warf er einen Brief in den Kasten, der an der Tür der Schreibstube angebracht Von nun an gingen die Briefe hin und her, und manchmal war es ihm, als kenne er das Mädchen schon lange, lange Zeit.—— Reuter ist auf Urlaub gekommen.— Er ist wieder in seinem Heimatdorf.— Er ist so still und friedlich, daß sich seine Mutter oft über ihn wundert.—— Ob die Liese——! Die Frage schwebte ihm eines Tages beim Mittagessen auf den Lippen, aber dann räusperte er sich nur und aß weiter.— Seiner blonden Inge hatte er nach Hirschberg geschrieben. Er wollte sie am Freitag nachmittag vier Uhr unter den Lauben treffen.— Als Erkennungszeichen sollte Inge einen Brief von ihm in der Hand tragen. Lange, bevor der Zug ging, zog sich Reuter an. Seine Stiefel hatte er auf Hochglanz gebracht und seine Uniform hatte er so lange gebürstet, bis man ihr das halbe Jahr Dienstgebrauch nicht mehr ansehen konnte.—„ 970 Fast eine halbe Stunde vor Abgang des Zuges stand er bereits auf der kleinen Station. Er traf Bekannte aus seinem Dorf, und das Fragen nahm kein Ende. So, das hatte ihm gerade noch gefehlt, er tniff die Augen zusammen. War das nicht die Liese, die die Straße nach der Station kam, was wollte die denn ausgerechnet heute in Hirschberg.— Er stellte sich so, daß er ihr den Rücken zudrehte, trotzdem spürte er deutlich, wie sie hinter ihm durch die Sperre ging. Pünklich um vier Uhr war er unter den Lauben.— Am liebsten wäre er wieder davongelaufen, was sollte er nur sagen, wenn sie jetzt kam.—— Er wartete zehn Minuten, aber die Mädchen, die hier entlang gingen, streiften ihn nur mit flüchtigen Blicken. Und so sehr wie er auch Ausschau hielt, es war keine, die einen Brief in der Hand getragen hatte. Verflixt, jetzt kam auch noch Birkenhofs Liese schräg über den Markt auf die Lauben zu. Er versteckte sich hinter einen Mauervorsprung, um nicht gesehen zu werden und wartete, daß Liese den Platz wieder verlassen würde.— Aber die Liese schien es durchaus nicht eilig zu haben. Gemächlich setzte sie einen Fuß vor den anderen, und sah sich gelegentlich die Auslagen der Geschäfte an. Er beugte sich etwas vor.— Narrten ihn seine Sinne, trug nicht die Liese in ihrer rechten Hand einen Brief?—— Er vergaß alle Vorsicht und trat aus seinem Versteck hervor. Er prallte fast mit Liese zusammen: „Auf wen wartest du eigentlich?“ fragte er karsch. Aber die Liese war auch nicht auf den Mund gefallen:.. „Auf den hier", sagte sie und zeigte aus den Brief in ihrer Hand,„der den Mädels verliebte Briefe schreibt.“ 122324 m52 ach „Ja, sag mal, seit ihr venn aue verruat, was gehn dich denn meine Briefe an.—— Im übrigen erwarte ich meine Braut.". „Deine Braut", lachte Liese,„du meinst, an die du die Briefe hier geschrieben hast?" „Jawohl, auf die warte ich, es gibt ja schließlich noch mehr Mädchen auf der Welt.“ „Aber nicht für dich, du Taps, deine Briefe habe ich bekommen." Gert Reuter steht eine ganze Weile da und kann sich die Sache nicht zusammenreimen, aber soviel merkt er jetzt schon, daß die andere nicht kommen wird.— „Himmeldonnerwetter! Nun möcht ich bloß wissen, wie die Briefe in deine Hände gekommen sind?" Um die beiden haben sich schon einige Neugierige gesammelt, die einen Krach zwischen Liebesleuten verniuten„. „Komm“, sagt Liese,„wenn du jetzt gunz ruhig bist, dann will ich dir alles erklären.“ Sie zog ihn mit sich in eine Nebenstraße.— Und ehe er recht wußte, saßen sie in einem kleinen, stillen Kaffee.— Als das Mädchen den Kaffee gebracht hatte und gegangen war, fragte Gert: „Und der erste Brief, der zu uns an die Kompanie kam „Den hatte ich geschrieben.“ Gert sah sie ungläubig an.—.81. „Ja, weißt du, du warst doch so ohne Abschied von mir gegangen. Die erste Zeit habe ich immer gehofft, du würdest mir schreiben, aber ich kannte ja deinen verflirten Dickschädel.— Und hier in Hirschberg habe ich doch meine Tante, und dieser habe ich bei einem Besuch mein Herz ausgeschüttet.— Da sagte sie zu mir, laß doch den dummen Kerl——“ „Was hat sie gesagt——?“ „Und da habe ich diesen Brief an den Unbekannten geschrieben unter den Namen meiner Tante, und als ich Antwort bekam, da habe ich gewußt, daß das Schicksal uns beide zusammenbringen will.——“ „Ja, sag mal, da bist du wirklich das Mädchen,—— blond stimmt, zwanzig Jahre, das stimmt wohl auch, ja, aber was, was machen wir denn nun——?" „Ja, wenn du denkst, da muß ich eben wieder einmal einen Brief an einen unbekannten Soldaten schreiben, den nächsten wird wohl doch ein anderer bekommen." „Himmeldonnerwetter", volterte Gert los„begreifst du denn nicht, daß ich froh bin, daß du die Briefschreiberin bist?“ Und da es im Lokal ganz still war, und das Fräulein in der Küche hantierte, faßte er seine Liese um die Schultern und küßte sie. Liese war verwirrt, sie machte sich leicht frei: „Ja, weißt du denn überhaupt, ob ich dich noch mag, nachdem du einem anderen Mädel geschrieben hast?" „Ich habe ja immer nur an dich gedacht, wenn ich an die andere schrieb. Ja, weißt du, die andere, das bist du doch, man wird ja überhaupt nicht mehr klug.“ Sie sind dann hübsch zusammen heimgefahren. Im Zuge haben sie eng nebeneinandergesessen und haben sich nichts daraus gemacht, daß die Mutter Schulzen, die ihnen gegenübersaß, vor Staunen vergaß, den Mund zuzumachen.„„„.64 aust.5, Die Verlobung haven sie nichr ern bekannt zu machen brauchen, denn die Mutter Schulzen hat es noch am gleichen Tage der Schrödern gesagt, und diese rief es noch am Abend über den Gartenzaun der Nachbarin zu, und am andern Morgen wußte es das ganze Doxf: Die Liese und der Gert sind nun endlich verlobt. Ain. Sanerldel Bolkennndcnt Von Kugust Teidies Eines Tages fragte der kleine Hermann plötzlich: „Mutter, wann legt der Nikolaus denn eigentlich etwas in unsere Schuhe hinein? Bald— ja?“ „Ach, richtig, Kinder! Daran haben wir ja noch gar nicht gedacht!" erwiderte die Mutter sehr wichtig, als hätte sie das nun ganz und gar vergessen gehabt.„Ich glaube, ihr stellt sie heute abend einmal auf die Fensterbank, vielleicht— legt er dann etwas hinein!" „O ja, Mutter!“ fauchzten da beide, Hermann sowohl als auch der noch jüngere Otto, und klatschten vor Freude in die Hände.„Wenn er die Schuhe nun aber nicht sieht?" fragte Hermann, plötzlich seinen Jubel unterbrechend.„Es ist doch so dunkel in der Nacht!" rroße lief der kleinere Knirps vem großeren nach, der eben zur Tur hinauswischte.„Was wollt ihr denn jetzt machen?" rief die Mutter hinterher.„Unsere Schuhe putzen!“ kam es zuruck.,.1.#i. Mtten zhre Hässtraß, Stillvergnügt beobachtete die Mutter ihre glückstrahlenden Jungen, die mit einem wahren Eifer zu Werke gingen. Sie lagen auf den Knien, die eine Hand im Stiefel, die andere mit der Bürste bewaffnet. Einer wollte die Stiefel noch blänker haben als der andere. Und nicht nur, daß das Leder schwarz wurde, auch die Arme und das Gesicht bekamen Schuhcremestreifen ab! Hermann wollte sich gerade den Schweiß von der Stirn wischen, da rief die Mutter schnell dazwischen:„Mußt doch nicht, kleines Ferkelchen, du! Du reibst dir ja die ganze Schuhcreme im Gesicht herum und wirst schwarz wie ein Neger!" Der kleine Otto rief:„Zu, Hermann, tue es doch!" Aber die Mutter wehrte ab:„Ja, das möchtest du wohl! Du kleiner Schlauberger!" Dann bekamen die blankgeputzten Stiefel einen Ehrenplatz auf der Fensterbank, der eine links, der andere rechts, zwischen all den Blumentöpfen. Als am frühen Morgen noch tiefschwarze Dunkelheit vor den Fenstern lag und eine fast beklemmende Stille in den Zimmern war, schlich Hermann leise aus seinem Bettchen und tastete sich mit trunkenen Augen, von ungeduldiger Erwartung getrieben, durch das finstere Schlaf„Ach, was. denkst du, Junge, Der Nikolaus hat gxoor diger Erwartun..Gkrage geguug hrancnitäge, Schle Augen! Er sieht alles!" beruhigte die Mutter. Flugs zimmer. Hoffnungsfrohe Erregung orannte iym in den “ N., g ens dam größeren nach der ehen Wangen. Toch der kleine Otto war durch das Geräusch der Sprungsedern wachgeworden und rieb sich den Schlaf aus den Augen.„Hermann!" flüsterte er leise.„Wo willst du hin?" Er hörte nur das weiche Auftreten der nackten Fußsohlen auf den Boden und das Tasten der Hände am Bett und an den Wänden.„Sei ruhig, daß Mutter nichts merkt!“ gab Hermann leise zurück. Otto hatte sehr schnell begriffen und war plötzlich ganz klar in seinem Köpfchen. Schnell kugelte er sich an den Bettrand und folgte dem Bruder. Der war eben dabei, mit aller Vorsicht den Türdrücker herunterAomane der Len Werner Oellers:„Die neuen Augen.“ Rainer Wunder= wahren Begebenheit des Lebens entnommen zu haben. lich Verlag, Tübingen. Aus wertvollen, stimmungsreichen Weismantel ist ehrlich genug zu bekennen, daß er und sprachlich gepflegten Kurzgeschichten ist unseren Lesern schöne Geschichte“ einer ausführlichen Meldung in der Name Werner Oellers seit langem bekannt. Freunde Tageszeitungen, mit dichterischer Fr seiner Erzählerkunst werden es begrüßen, aus seiner Feder nacherzählt hat. Und er ist wie er einen Roman vorgelegt zu bekommen, der alle Vorzüge seiner menschlichen Gestaltungsgabe, seiner dichterischen Kraft und seiner vornehmen Menschenschilderung in erhöhtem und konzentriertem Maße in sich birgt. Der mehr als eigenartige Schicksalslauf eines Menschendaseins ist der Vorwurf dieses Romans, der seinen Helden und sein eigenartiges Erlebnis in die Notzeit unseres Vaterlandes, in die Zeit der Besatzungsjahre verlegt und an diesem Menschen und seiner Umgebung uns eine Welt zeigt, der wir uns aus der Stärke des Gefühls, aus der Aufrichtigkeit der Gedanken und der Größe innerlich warmer Zeichnung schon nach wenigen Seiten eng verbunden fühlen. Mit der Schönheit und dichterischen Hoheit der Sprache wie mit der psychologisch überzeugend und geistvoll entwickelnden Menschenschilderung gibt uns dieser junge Autor, der mit Recht unter die berufenen Sänger des Niederrheins gezählt wird, ein neues wertvolles Kapitel aus jener Landschaft, ein gutes und gehaltvolles Buch. William von Simpson:„Die Barrings.“ Rütten& Loening Verlag, Potsdam. Der nicht gerade gewöhnliche Fall ist eingetreten: Vor Monaten empfahlen wir unseren Lesern William von Simpsons Roman„Der Enkel“ und würdigten das Buch als den zweiten Teil des großen Familien= romans, dessen erster den Titel„Die Barrings“ trägt. Es dürfte jedoch niemanden geben, der, von der Größe dieses Fortsetzungsbandes gefangen, nicht mit allen Mitteln versucht hätte, nun auch den ersten Teil kennenzulernen. Man könnte diesen umgekehrten Weg bedauern, wenn nicht einmal beide Teile in gewissem Sinne selbständige und abgeschlossene Romane bildeten und wenn nicht jedes der Bücher auf so hohem literarischen Niveau stünde, daß es nicht gerade leicht ist, Gleichwertiges in der Literatur der letzten Monate und Jahre zu finden. Was wir vom „Enkel“ an rühmenden Eigenschaften erwähnen konnten, die Reinheit und Klarheit der Sprache, die hoch künstlerisch geformte und doch lebenswahre Darstellung, die von großem sittlichen Ernst getragene gedankliche Fülle und aufrechte Charakterzeichnung, vor allem auch die in einer ungewöhnlichen Bildkraft vor uns erstehende Darlegung des geschichtlichen Hintergrundes wie der engeren Heimatverhältnisse und der ganzen Atmosphäre, die man mit„Milien" zu bezeichnen pflegt— alles das finden wir auch in diesem ersten Teil eines Familienromans, wie er in dieser großartigen Ausführlichkeit und fesselnden Breite kaum je geschrieben wurde. Es hat seine verdiente Bewandtnis, daß dieses zweiteilige Werk zum wohl meistgelesenen Buche der neueren Romanliteratur wurde. Simpsons Bücher sind ein außerordentliches literarisches Werk, Bücher, denen man unbedenklich die Bezeichnung herrlich geben möchte. Walter Vollmer:„Die Pöttersleute.“ Hanseatische Verlagsanstalt.=., Hamburg 36. Walter Vollmer, der zeitgenössische Dichter des westsälischen Raumes, bleibi mit seiner Themenstellung zwar für gewöhnlich im Bezirk seiner heimatlichen Landschaft. Die literartsche Qualität aber seiner Romane erwettert eihre Wirtung über die Heimat hinaus auf jeden Freund eines wertvollen, fesselnden und markant gestalteten Romans. Das Lied, das er diesmal dem deutschen Ruhrbergmann singt, begnügt sich nicht mit der Erzählung eines Schicksals, wie es das Leben des Ruhrbergmanns gemeinhin bieten mag. Und was die Gestalten des Romans an landschaftlichem und industriellem Hintergrund umgibt, ist mehr als charakteristische und farbige Kulisse. Walter Vollmer dringt in das wirkliche Leben, in die seelischen Voraussetzungen dieses Menschenschlages ein und läßt auch den Leser, dem Milien und Sonderart dieser Menschen fremd ist, starken Anteil nehmen an dem, was sich hier zu menschlichen Schicksalen und seelischem Erlebnis verdichtet. Wenn man von den qualitätvollen Büchern sprechen will, die sich ihre Motive aus der Welt des Kohlenreviers holen, darf man Walter Vollmers reises, gediegenes und kraftvoll anschaulich erzähltes Buch nicht vergessen. Leo Weismantel:„Die Erben der lockeren Jeanette.“ Gallus=Verlag K.., Wien. Nicht immer gibt der Autor eines Romans zu, den Stoff zu seiner Erzählung einer Leo „die den freiheit ausgeschmückt, Nacherzühlt hat. Und er ist, wie er zugibt, ein wenig betrübt, die etwas pikante, aber reichlich ironische und nicht wenig amüsante Angelegenheit nicht selbst erdichtet zu haben. Des Dichters Sympathien stehen merklich auf der Seite der bedenklichen und lockeren Heldin, und sein Spott gilt den angeblich angesehenen und anständigen Personen, die der boshaften Erzählung besonderen Anreiz und apartes Profil geben. Lina Ritter=Elsaß:„Martin Schongauer." A. Laumann= sche Verlagsbuchhandlung, Dülmen i. W. Gerade in diesen Tagen, da der abgespaltene Teil der oberrheinischen Landschaft wieder zu uns zurückkehrte, legt die Verfasserin einen ausführlichen und künstlerisch fundierten Lebensroman des großen oberrheinischen Malers Martin Schongauer vor. Die Darstellung äußerer Geschehnisse ist nicht viel mehr als das Gerüst für eine ebenso kunstgeschichtlich vertiefte wie psychologisch glaubhaft gestaltete Darlegung eines Zeitbildes, das anschaulich und vergeistigt zugleich sich dem Leser bietet. Mit dem Wort Künstlerroman allein möchte man dieses tiefgründige und bedeutungsvolle Buch nicht abtun. Es ist mehr, ein großartiges Stück=Kulturgeschichte. Werner Mühe:„Das Gebot der Pflicht.“ Adam Kraft, Verlag, Karlsbad.„Das Denkmal des unbekannten Soldaten“ wurde dieser Roman genannt, den ein Mann schrieb, der im politischen Kampf vergangener Jahre mit in den ersten Reihen gestanden hat. Ein knappes, aber gehaltreiches und in der Schilderung unmittelbar wirkendes Stück Zeitgeschichte, dem der Stabschef der SA. Viktor Lutze in Würdigung der Werte, die diesem packenden Kampfbericht innewohnen, nicht ohne Grund ein empfehlendes Geleitwort schrieb. Gustav Schröer:„Die Wiedes.“ Verlag Otto Janke, Leipzig C 1. Es wird nicht wenige Literaturfreunde geben, die gern und mit Begeisterung nach diesem neuen Buch des bekannten Erzählers greisen werden. Ein Stück Familien= geschichte könnte man diesen reisen und glutvollen Band nennen, der das Schicksal eines Geschlechtes, das Sterben einer Generation und den Aufstieg eines neuen jungen Zweiges mit einer psychologischen Feinheit und innerlichen Herzlichkeit berichtet, wie sie nur ünsere großen Erzähler ausweisen. Und mitten in unserer Zeit steht dieses Buch, sein Stoff und seine Gedanken. Franz Schauwecker:„Mann zwischen Heute und Morgen.“ Hesse& Becker Verlag, Leipzig C 1. Seinen 50. Geburtstag beging kürzlich der bekannte Dichter, der auch in diesem Roman nicht nur der bewegten und zeitgemäßen Handlung zuliebe sich an seine Leserschaft wendet, sondern ihr, wie immer, aus dem Reichtum und der reifen Fülle seines dichterischen Herzens in gedanklicher Tiefe und echter Gefühlswärme so vieles zu geben hat. Das Schicksal eines großen Industriewerkes, umkämpft von gierigen Händen ausländischer Finanzmänner, steht im Mittelpunkt dieser im letzten Sinne doch dichterischen Arbeit. Franz K. Frauchy:„Die Mafta.“ Universitas Deutsche Verlags=.=., Berlin. Das Schauspiel„Vroni Mareiter“ und der Film„Das Recht auf Liebe“ haben den Namen des ostmärkischen Dichters auch bei uns bekannt gemacht. Die Erzählung, die er hier vorlegt, spielt in einem rumänischen Dorf und wird zu einem Hohen Lied auf die unermüdlich duldende Liebe einer Frau deren ernstes Leben im Opfern und in der mütterlichen Größe seine Erfüllung findet. Nicht nur des ungewohnten Milieus wegen liest man die packende Novelle mit steigender Anteilnahme. Paul Pietzner=Clausen:„Der Heimaterde entrissen.“ Buchmeister=Verlag GmbH., Berlin. Mit dem Untertitel„Lebensschicksale deutscher Männer“ wird der Charakter und der Inhalt dieses Buches näher gekennzeichnet. Es berichtet in anschaulicher Darstellung und erzählt in lebhafter Schilderung von vielen Deutschen, die in allen Gegenden der Welt deutsches Können und deutschen Fleiß zu erweisen hatten, die der Heimaterde entrissen, doch mit hohem sittlichen Ernst und letztem Einsatz für die Größe des Deutschtums kämpften. Dr. Josef Schwermann. zuziehen, Millimeter um Millimeter, ganz langsam und bedächtig, mit beiden Händen. Wenn nur die Mutter nicht aufwachte! Im Schlafzimmer nebenan hörten sie ein Geräusch, als wenn sich jemand im Bett umdrehte ... sekundenlange Stille. atemloses Aufhorchen... die Händchen hielten krampfhaft den Türdrücker fest... Otto klammerte sich an Hermanns Hemdchen... das Herz klopfte ihnen im Halse... sie waren zu Tode erschrocken... und standen wie ertappte Diebe zu Stein erstarrt. Aber das Geräusch war verstummt. Leise tasteten sie sich weiter, nachdem die Tür so weit geöffnet war, daß sie eben hintereinander hindurchschlüpfen konnten. Unsicher traten die Füßchen auf, denn in der Nähe mußten Tisch und Stühle sein. Nun war schon das Büfett zur Linken erreicht... gleich mußte der Tisch kommen... es glückte. Jetzt— gleich waren sie da! Noch ein paar Schritte an der Tischkante entlang und— dann griffen die erregten Händchen gierig in die pechschwarze Finsternis der Fensternische: da hatten sie den schuhcremeduftenden Stiefel erreicht! Ein Griff in das Innere... da hätten die Kehlchen beinahe laut zu jubeln angefangen! Im letzten Augenblick nur vermochten sie die überschäumende Freude zu dämmen, indem sie die Lippen fest zusammenpreßten und durch die Nase lachten. Ihr heißer Wunsch also war Erfüllung geworden! Der Nikolaus war dagewesen! Jeder hielt in seinen Händen ein lecker duftendes Stück Spekulatius. Welch geheimer Zauber ging davon aus! Nun erst lösten sich ihre Zungen und flüsterten leise miteinander:„Hast du auch eins bekommen?"— „Jaaaa!"—„Was für eins? Zeig mal!"—„Laß deins auch mal anfühlen!“ Und sie befühlten gegenseitig die kleinen Wunderdinge. Wenn es doch nur hell vor den Fenstern werden wollte! Es mußte wohl doch noch sehr früh am Morgen sein. Eigentlich schade. Denn sie waren nun gar nicht mehr müde und wären im liebsten gleich aufgeblieben. Plötzlich blieben ihre Zungen wie gelähmt im Munde stecken, denn es war ihnen, als trüge ein Geist seine Stimme durch das nächtliche Zimmer... Es war die Stimme der Mutter, die aus dem Schlafzimmer herüberdrang:„Kinder— nun geht aber schnell wieder in euer Bettchen! Ihr erkältet euch sonst ja bis auf den Tod!" Oh, nun waren sie doch ertappt! Im ersten Augenblick war es, als wäre der Donner in die Stube gefahren, so unwirklich und unheimlich klang plötzlich die sonst so vertraute Stimme. Nun hatte die Mutter ihren nächtlichen Ausflug doch gemerkt... und sie waren so leise gewesen! Nun, sie gingen wieder in ihr Bettchen. Aber der Schlaf wollte nicht mehr kommen. Das Erlehnis war viel zu schön und übermächtig, als daß es einfach so überschlafen werden konnte. Lange, lange dachten sie daran herum und knabberten die Krümel aus ihren Händen, die vom Spekulatius abgebröckelt waren In ihren Seelen aber war eins der schönsten Weihnachtsmärchen lebendig geworden! Zach-Ecke Auch Theater Eine junge Dame klagte einem Theaterdirektor ihr Leid:„Ich möchte so gern Theater spielen, aber mein Vater erlaubt es nicht. Er will, daß ich heirate.“— „Heiraten Sie!" antwortete der Direktor,„Sie können gar keine bessere Gelegenheit finden, Theater zu spielen.“ Tell und Geßler An einer sächsischen Provinzbühne sammelten nach einer Festaufführung von„Tell“ die Künstler in der Pause für die Winterhilfe. Als auch der Darsteller des Geßler mit der Büchse herumging, sagte eine Frau zu ihm:„Dem Tell hätt' ich was gegäben, aber Ihnen gäb' ich nischt's. Sie sind se'r nämlich zu unsympath'sch.“ Silbenrütsel a— a— ar— de— de— den— di— do— dy ei— ei— en— en— en—en— ge— gel— gelb gen— gen— ger— ger— han— 1— in— la— 11 ling— ma— ma= ma— mit— na— na— na ne— neu— ni— no— n0— re— r1— 10— sche 81— 80— ten— ti— ver— wart— zi. Aus obigen 51 Silben sind 15 Wörter zu bilden, deren Anfangsbuchstaben von oben nach unten und deren Endbuchstaben von unten nach oben gelesen, ein Sprichwort nennen. 1. südamerikanische Republik, 2. Schneidegerät, 3. Zeitbegriff 4. Hausvogelprodukt, 5. Kreisstadt in Niederschlesien, 6. Teil eines Nahrungsmittels, 7. deutsche Stadt, 8. Tropenkrankheit, 9. italienische Insel, 10. Frauenname, 11. Wandervolk, 12. römische Göttin, 13. Sprengmittel, 14. Angehöriger einer Völkergruppe, 15. Insektenlarve. .— .— .— .— .— .— .— .— .— 10.— 11.— 12.— 13.— 14. 15.— Auflösung des Silbenrätsols aus der vorigen Nummer: 1. Benares, 2. Eleonore 3. Sofia, 4. Saurter, 5. Erato, 6. Religion, 7. Unterseeboot, 8. Mohammed, 9: Kuchen, 10. Ebene, 11. Harmontum, 12. Ringelnatter, 13. Ecuador, 14. Näse, 15. Atlas.— Besser umkehren als unrecht laufen. Geschichtstatel 6. Dezember 1849 Generalfeldmarschall August von Mackensen in Hausleipnitz geboren. 1864 Der Schriftsteller Rudolf Stratz in Heidelberg geboren. 1869 Der Schriftsteller Rudolf Herzog in Barmen geboren. 1892 Der Ingenteur Werner von Siemens in Charlotten= burg gestorben(geboren 1816). 1914 Einnahme von Lodz in Polen. 1916 Einahme von Bukaxest durch von Mackensen. 9 * Mondamin gibt es auf die mit einem Xversehenen Abschnitte der Reichsbrotkarte für Kinder bis zu 6 Jahren S — Mg Ruf 64338 Bochum Marienstr. 14— Ein Frauenschicksal— ergreifend. lebenswahr, meisterhaft gestaltet ALEE kommen und, gehen so vergnügt mit, wie Luise Ullrich VIKTOR STAAL JOH. HEESTERS . in die lustigste Schule der Welt, in die amdsante und vor allem einmallge DAU KRERE BER AUNTGRN! MARIA KOPPENHOFER. LOTTE KOCH AXEL VON AMBESSER. FRIEDRICH BENFER. WILL QUADFLIEG WALTER SUSSENGUTH HERBERT HUBNER E. DONTO Drehbuch: Harald Braun. Mitarbeit: lacob Geis u. Rolf Reißmann. Bild: Franz Weihmayr. Bau: Walter Haag. Musik: Theo Mackeben. Herstellungsleitung: Friedrich Pflughaupt SPIELLEITUNG: PROFESSOR CARLFROELICH Schicksal, Triumph und Untergang eines königlichen Herzens, eines unerhörten Lebens NEUESTE DEUTSCHE WOCHENSCHAU AB SONNABEND VORSTELLUNGEN: TAGLICH.15 UND.00 UHR SONNTAG VORMITTAG AUCH 11.00 UHR ZWEITE WOCHE * CFA-TÖTMALEE Nach dem Roman„Die beiden Diersberas von Renate Uhl und der großen Besetzung: Albrecht schoenhals Annelleseuhlig Camilia Horn. Gustau Dießl. Sabine Peters. Oiga Limburg. Dorlt Kreyßler Joseline Dora. Ingeborg v. Kusserou Musik: Werner Bochmann Vom höchsten Liebesglück zum tiefsten Leid führt der Wes einer jungen, schönen Frau. Verlassen von ihrem Mann, steht sie allein mit ihrem Kind, bis ein anderer ihr Halt und Stütze wird. In diesem Augenblick tritt in ihr Leben wiederum der, der sie einst verließ. Besteht sie die Feuerprobe oder ist die Vergangenheit Aüster de die Geteoner! Kulturfilm:„Der Weg des Sieges“ und Wochenschau zeigt u. a. 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Farkas Eine romantische Geschichte aus dem schönen Ungarland! Eine Fülle an- und aufregender Vorgänge wissen zu fesseln. eine Flut humorvoller, komischer und grotesker Situationen halten die Lachmuskeln in Tätigkeit. Romantik der Puszta und Zauber der Weitstadt Budapest nehmen gefangen Schlager des Pllme:„Lieder, die uns der Zi euner spielt“, „Benenk delne Liebe keinem Husaren“ Im Beiprogramm: KULTURFILM— WOCHENSCHAU Für Jugendliche zugelassen Anfangszeiten des Hauptfilms:.30,.30 und.30 Uhr. der Wochenschau: S und.20 Uhr Sonntag. Anfang 11 Uhr. Jugend- und Famillenvo stellung mit HEINZ RUHMANN, HANS MOSER und RUDOLF CARL in: 13 STUHLE # Postkartenphotos sämtl. Filmschauspleler an der Kasse zu haben Der„uA— Dein Stadt Bochum Intendant Pras. Dr. S. Schmitt Freitag. 6. Dez., 17—19.25 Uhr. Weißer Ring 4: Oper von’Albert Sonnabd., 7. Dez., 15.30—19.30 Uhr. Vormiete A 9: „Kaiser Heinrich VI.“ AUHTONG! 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Der Verhauf fällt leichter, wenn die andietende Firma behannt ist. Die Rnzeige im Bochumer Rnzeiger Ihr bester Juhunftobeiter AORSPOASFAR IN SEINER ERSTEN FILMROLLE ALS FRIEDRICH SCHILLER M ZUSAMMENSPIEL MIT: HEINRICH GEORGE, LIL DAGOVER FRIEDR. KAYSSLER. HANS NIELSEN HANNELORE SCHROTH P. DAHLKE SPIELLEITUNG: H. MAISCH DER ÖROSSHRTIDE ERFOLG S. WOUTTE •ACHTEN SIEBITTEAUF DIEANFANGSZEITEN• ** ###geiumph eines ventes Wochenschau .30 Uhr.00 Uhr Friedrich Schiller .00 Uhr.30 Uhr Anfang täglich 2 Uhr. Anfang der Abendvorstellung 5 Uhr. Ende.30 Uhr. T OOS RLANGERT hertolg. gient Ein.ac ang NOTECK OECKEL CHHEIN b 11 Uhr gehe .20.40 durch 11.05 Aus Wesisaten und Rheinlane Den Kopf vom Rumpf getrennt Iserlohn, 5. Dezember. Als der letzte Autobus der Westfälischen Kleinbahn von hier nach Westig abfuhr, geriet er in der Kurve der Bahnhofstraße auf den Bürgersteig und streifte zwei Straßenbäume mit solcher Wucht, daß ein auf dem letzten Sitz mitfahrender Mann, der fünfzigjährige K. aus Westig, durch die offenstehende Tür hinausgeschleudert wurde. Im nächsten Augenblick geriet der Mann mit dem Kopf zwischen Autobus und einem weiteren Straßenbaum, wobei ihm der Kopf buchstäblich vom Rumpfe getrennt wurde. Der Fahrer, der den Unfall nicht bemerkt haben will, wurde noch in der gleichen Nacht festgenommen. Der niesende Mann am Rathaus Münster, 5. Dezember. Wohl in jeder älteren Stadt von architektonischer Bedeutung gibt es Kleinigkeiten, die, ursprünglich keineswegs dazu berufen, besonders beachtet zu werden, doch ob ihrer Originalität oder gar herzhaften Drastik sozusagen zum Allgemeingut geworden sind. Jeder von uns kennt solche Baumeisterkapricen oder Architektenscherze aus der Zeit der Gotik oder der Renaissance, und darum erübrigt es sich, auf einzelne von ihnen hinzuweisen. Aus Münster wären mehrere solche Stücke zu nennen, wenn man auch eigentlich erst in den letzten beiden Jahrzehnten auf sie aufmerksam geworden ist. Unter ihnen das bekannteste ist der„niesende Mann“ am Rathaus. Man nimmt allgemein an, daß die stolze, von fünf Pfeilern getragene Westfront des münsterischen Rathauses, die ja jetzt für würdig befunden wurde, dem höchsten Wert der neuen WHW.=Marken ihren Charakter zu geben, etwa 1385 vollendet worden ist. An dem zweiten Pfeiler der Bogenhalle von rechts(Süden) her, ist das Kapitell geschmuckt mit übereck gelegten stilisierten Akanthusblättern, deren Flächen man zur Mitte hin die Form eines menschlichen Gesichtes gegeben hat. Bei diesen vier Blattgebilden sind die Formen so gestaltet, daß sie das Gesicht eines Mannes zeigen, der vom Niesbedürfnis befallen ist. Das erste Blatt läßt ein leichtes„Kribbeln“ in der Nase erkennen, beim zweiten und dritten steigert sich das Bedürfnis zum Niesen immer mehr in stark ausgeprägter Charakteristik, und auf dem vierten kommt es zur„Explosion“ mit ausgestreckter Zunge. Zwei Tote bei einem Verkehrsunglück Gevelsberg, 5. Dezember. Ein schweres Verkehrsunglück ereignete sich in Gevelsberg auf der Straße der SA. Hier stießen in der Dunkelheit ein mit zwei Personen besetztes Motorrad und ein Kraftwagen der Reichspost zusammen. Der Motorradfahrer wurde über den Kühler des Kraftwagens geschleudert und war sofort tot; sein Mitfahrer erlitt lebensgefährliche Verletzungen, an denen er nach einer Stunde im Krankenhaus starb. Durch eigene Unvorsichtigkeit verbrannt Altlünen, 5. Dezember. In der Küche einer an der Weißenburgstraße gelegenen Wohnung wollte eine Frau den vom brennenden Herd auf den Fußboden gefallenen Herdring mit der Schürze wiederaufheben. Dabei geriet die Schürze in Brand, und im Nu stand die Frau in Flammen. Zwar bemühten sich Nachbarn, der Frau Hilfe zu bringen, die Verbrennungen waren aber so schwer, daß die Frau schon bald starb. Um die Kinder zu schonen, in den Tod Gütersloh, 5. Dezember. Auf dem Wege zur Arbeitsstätte mußte der 82jährige Zimmermann Josef Holtkamp in dem Augenblick, als aus der entgegengesetzten Richtung ein Schlepper herankam, eine Anzahl Schulkinder mit seinem Motorrad überholen, stürzte, da er die Kinder nicht anfahren wollte, kam zu Fall und starb kurz darauf infolge des Sturzes. Frau springt in den Tod Essen, 5. Dezember. In der Dunkelheit sprang die 64 Jahre alte Rentnerin Luise Kuhl an der Straßenbahnhaltestelle„Freiheit" von einem noch in Fahrt befindlichen Straßenbahnwagen und kam zu Fall. Hierbei zog sich die Frau so schwere Verletzungen zu, daß sie dem Krankenhaus zugeführt werden mußte, wo sie wenige Stunden nach der Einlieferung starb. Todessturz eines Jockeis Mülheim, 5. Dezember. Bei einem Jagdrennen auf der Rennbahn Mülheim=Raffelberg stürzte der 32 Jahre alte Jockei Siegfried Robl mit seinem Pferd. Er trug durch den Sturz so schwere„Brustverletzungen davon, daß er bereits kurz nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus starb. Da wild der Ftz alten staunen.... ... wenn sein sehnlichster Wunsch in Erfüllung geht und er die Kleinschreibmaschine unter dem Weihnachtsbaum findet. Machen Sie ihm doch die Freudel Eine„BA“-Kleinanzeige hilft Ihnen diesen Wunsch erfüllen. Geben Sie Ihre Anzeige aber gleich auf, damit sie morgen noch im„BA“-Weihnachtsmarkt erscheint. An Angeboten wird es dann nicht fehlen Prograimm Apollo-Theater Bochum-Weitmar Krambambult Für Jugendliche nicht zugelassen. Ab Dienstag: Morat Für Jugendliche nicht zugelassen. Sonatag, 13 Uhr. Jugendvorstellung Ein Robinson konfilm-Theater Boch.-Wiemeinausen Freitag bis Montag: Zarah Leander, Heinr. George. P. Hörbiger L. Slezak in Feimat Ein Ufa-Film nach dem Schauspiel v. H. Sudermann Dienstag bis Donnerstag Harry Piel in Der unmögliche Nerr Gitt Täglich.15, Sonntag.00 und.15 Uhr, Sonntag 13.15 Uhr Jugendvorstellung Lapitol-Theater bochum-Werne Freitag bis Montag: Friedl Crepa, Paul Richter in Beates Ilitterwoche ugendliche haben keinen Zutritt. Dienstag bis Donnerstag: Der Stammbaum des Dr. 9istorins. mit Käthe Haack, Carsta Löck, Ernst Waldow, Otto Wernicke Für Jugendliche über 14 Jahre zugelassen. Wochent.:.30 u. 5 Uhr nachm. Sonnt. 10.30 vorm. u..30, 5 Uhr nachm. Capitol-Theater Bochum-Langendreer Das Lustsplel der troben Besetzung:„ Rudi Godden, Joh. Heesters, Carola Höhn, Rudolf Platte, Rudolf Carl in Die lustigen Dagabunden Jugendl. keinen Zutritt. Wochent. u. Sonntat ab 3 Uhr. Letste Vorstellg..30 Uhr Sonntag morgen 11 Uhr. Sonntag nachmittag.30 Uhr, Kindervorstellungen: Der Hampf mit dem Drachen KalserStraße 179 Lichtburg bomum-Langenoteet Beginn täglich 3 Uhr..30 Uhr. Schluß.30 Uhr. Freitag bis Donnerstag; Magda Schneider, H. Engelmann, C. Löck, R. Platte in Mädcen im Vorsimmer Ein Film vom Glück des Alltags, vom wahren Glück der Frau und vom Sieg junger, starker Herzen. lugendliche keinen Zutritt. Sonntat morgen 11 Uhr, Sonnt. nachm..30 Uhr. gr. Jugend- u. Familienvorst. m. Mit Jauken und Jrompeten Ein echter, toller Pat-und-Patachon-Film Union-Theater Bochum-Gerthe Freitag bis Montag: Der neue Tobis-Film In letster Minute Erich Ponto, B. v. Möllendorf, H. Richter, G. Lüders.- Jugendliche haben Zutritt Dienstag bis Donnerstag: Das neue Lustspiel Rote Mühle le, Bichstn-Jndung Nach dem gleichnam. Theaterstück, I. Wüst, u. Weiser, 1h. Lingen. Nicht für jugenol. Anfangszeit.: Wo. u. So. 3 Uhr Letzte Vorst. S. 15 Uhr. Sonnt. 1. 30 Uhr. Jugendvorst. In letzter Minute Kammerlichtspiele Bochum-Gerthe Ab Freitag: Kleider machen Leute mit Heinz Rühmann, Hertha Feiler. Ein Film von teinem, köstlichem Humor. Heins Rühmann wie man ihn so in einem Film noch nie enh. Wochenschau Kolturtilm Jugendliche zugelassen. Anfangsseiten: Sonnt. ab 13.45 Uhr, werkt. ab 15.45 Uhr Sonntag 11 Uhr Kindervorstellung Schauburg Wanne-Eickel adolf-Hitler-Platz Die lustigen Dagabunden mit Rudl Godden, Johannes Heestere, Rudolf Platte, Mady Rahl, Carola Höhn, Carsta Löck. Ab Sonnabend neue Wochenschau Jugendliche haben keinen Zutritt. Anfangsseiten: Werktage 3 und 5 Uhr— sonntage.30, 3, 3 Uhr Montag. 9. 12., bleibt unser Theater wegen einer Kdr.-Veranst, geschl. Für müde Füße ist erlosenor Jupbar! Aberanstrengung geschwollene und schmerzende schnell Belebung in einem Saltrat=Fußbad. Sie immer an diese tausendfach bewährte Wirng— fragen Sie in ein paar Tagen noch einmal „, wenn Sie Saltrat nicht gleich erhalten. Ihre Füße werden es Ihnen danken— es gibt Sattrat nach wie vor! 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Küttine wohlvorbereitet durch die Stärkung der Kirche. Im Namen der Trauernden: Josef Wienand s. Z. Oberlt. bei der Flak Bochum(Wittener Str. 144), den S. Dezember 1940 Die Beerdigung findet statt am Montag, dem 9. Dezember. 10.30 Uhr vormittags, von der Haupthalle des Zentralfriedhofes aus. Das Seelenamt findet um 8 Uhr in der Liebtrauenkirche, Altenbochum, statt Am 3. Desember 1940 verschied nach langem, schwerem Leiden unser Arbeitskamerad Herr Adolf Finke Während seiner fast 13 jährigen Zugehörigkeit zu unserer Gefolgschaft hat sich der Verstorbene durch seine Pflichttreue und Arbeitstreudigkeit und nicht zuletzt durch sein freundliches Wesen und die Lauterkeit seines Charakters als ein allseits beliebter Mitarbeiter ausgezeichnet. Sein Andenken werden wir daher stets in Ehren halten. Wir rufen ihm ein letztes„Glückauf“ in die Ewiskeit nach. führung und befolgschalt der Benzol-Verband Geselschaft mit beschränkter Hattung Seridorm) Die Frau die am 5. Dezbr., 15.40 Uhr. im Hauptpostamt aus d. Fernsprechzelle 6 die rote Geldbörse mit Reißverschluß und rund 70 RM. Inhalt mitgeben ließ. ist identisiziert. Wenn die Geldbörse nicht sofort im Fundbüro der Hauptpost abgegeben wird. ersolat Anzeige wegen Fundunterschlagung(20295 Kraftfahrer verlor am Montag von Kortumstraße bis Hauptbahnhof 80.— RM. Gegen Belohnung abzugeb. Dubilzig. Brenscheder Str.58 Dunkelblauer Herr.=Velourhut von Wittener Str. b. Fürstenstr. Mittwoch, 27.11., abds. verloren. Geg. Bel. abzugeb. Fordau, Fürstenstraße 23 Fußpflege Reko! Bochum, Brückstraße 23 Ruf 62177 Schmerziose Entfernung von Hühneraugen, Hornhaut und eingewachsenen Nägein Sonntag geöttnet Schwarz. Lederetui mit Lebensmittel.Kleiderkarte usw. Donnerst. mittag Bäckerei Kaiser. Kortumstr., od. bei Marienplatz verloren. Wiederbringei gute Belohna. Abzugeb. Sander Balcke, Marienpl. 5 Am.Dez., abends gesunden. Ausk. Anz.(20234 Ehering Nähe Marienkirche gefundenl. Ausk. Anz.(20229 Nachruf Nach kurzer Krankheit verschiedam 3. Der. 1940 der Hauptlehrer a. D. Wilhelm Funke im 71. Lebensjahr. In seiner über 41 Jahre währenden Tätigkeit als Lehrer und Leiter einer Schule In Bochum-Laer war er vielen Generationen unserer Jugend ein treuer Freund und Wegbereiter ins Leben. Ein an Arbeit reiches und erfolgreiches Leben ist vollendet. Ich werde seiner sturs ehrend gedenken. Bochum, den S. Desember 1940 Der Oberbürger meister Dr. Piclum — DrahthaarForterier zugelausen. Bochum=Stiepel, Im Mailand 85b Vermischtes Wer bringt einige Möbelstücke von Hülbesseig SNN Ausgabe der Lebensmittelkarten am 8. Dezember 1940 * Für den 18. Versorgungszeitraum vom 16. Dezember 1940 bis 12. Januar 1941 erfolgt die Ausgabe der Lebensmittelkarten am Sonntag, dem 8. Dezember 1940, in der Zeit von.30 bis 13 Uhr, in den neuen bereits bekanntgegebenen Lebensmittelkartenausgabestellen. Wegen der nachträglichen Verlegung einiger Bezirksausgabestellen verweise ich auf meine Bekanntmachung vom 2. Dezember 1940. Für die Juden ist eine besondere Ausgabestelle im Verwaltungsgebäude an der Trankgasse. Eingang C. eingerichtet. Diese Ausgabestelle ist allein zuständig für die Ausgabe der Karten an 1. alle Volljuden, 2. bei Mischehen an den jüdischen Teil(während der deutschstämmige Teil in der zuständigen Ausgabestelle betreut wird), 3. bei Mischehen, aus denen Kinder hervorgegangen sind, die jüdisch erzogen werden, an die ganze Familie. Diejenigen Bezugsberechtigten, die aus wichtigen Gründen verhindert sind, ihre Lebensmittelkarten am 8. Dezember 1940 abzuholen, können die Karten erst am Sonnabend, dem 14. Dezember 1940, in der Zeit von 9 bis 12 Uhr in den zuständigen Außenstellen des Ernährungs= und Wirtschaftsamtes in Empfang nehmen. Die Karten werden nur an Erwachsene(Haushaltungsvorstand) oder sonstige erwachsene Familien= angehörige), die über die Familienverhältnisse Auskunft geben können, verabfolgt. Beim Abholen der Lebensmittelkarten ist der Einkaufsausweis vorzulegen. Außerdem können die Ausgabestellen die Vorlage von Ausweispapieren(Familienbuch, Anmeldebescheinigung usw.) verlangen. Die erhaltenen Karten sind sofort auf ihre Vollständigkeit nachzuprüfen. Spätere Einwendungen können nicht berücksichtigt werden. Unzulässige Kartenabforderungen werden strafrechtlich verfolgt. Die Schwer= und Schwerstarbeiter sowie Lang= und Nachtarbeiter erhalten nur die Normalkarten. Die Zusatz= und Zulagekarten erhalten sie in den Betrieben. Hausgehilfinnen erhalten ihre Karten beim Arbeitgeber, wenn sie dort wohnen und voll verpflegt werden. Die Selbstversorger, Bauern und Landwirte erhalten die Lebensmittelkarten nicht in den Ausgabestellen, sondern am Montag und Dienstag, dem 16. und 17. Dezember 1940, in der Schlachtstelle des Ernährungsamtes, Rathaus, 3. Stock, Zimmer 302 bzw. in den Außenbezirken in den zuständigen Verwaltungsstellen. Teilselbstversorger, die ihre Lebensmittelkarten am Sonntag, dem 8. Dezember 1940, nicht abgeholt haben, können dieselben erst am Sonnabend dem 14. Dezember 1940, in den zuständigen Außenstellen des Ernährungs= und Wirtschaftsamtes in Empfang nehmen. Die Verbraucher haben die Bestellscheine einschließlich der Bestellscheine 18 der Reichseierkarte und der Reichskarte für Marmelade(wahlweise Zucker) in der Woche vom 9. bis 14. Dezember 1940 bei ihrem Händler abzugeben. Bochum, den 6. Dezember 1940. Der Oberbürgermeister EMEEN Ausgabe von Vollmilch an alte Leute An alle über 70 Jahre alten sonen werden vom 9. d M. ab ten über ein Viertelltter Vollmilch täglich abgegeben. Die Ausgabe erfolgt auf Zimmer 6 des Ernährungs= amtes in der Swidbertstraße am: Montag, 9. Dez., 8 bis 12 Uhr: Ausweis=Nr.—200, 15 bis 17 Uhr: 201—400. Dienstag, 10. Dez., 8 bis 12 Uhr: Ausweis=Nr. 401—600, 15 bis 17 Uhr: 601—800. Mittwoch, 11. Dez. 8 bis 12 Uhr: Ausweis=Nr. 801—1000. Donnerstag, 12. Dez., 8 bis 12 Uhr: Ausweis=Nr. 1001—1200. 15 bis 17 Uhr: 1201—1400. Freitag. 13. Dez., 8 bis 12 Uhr und 15 bis 17 Uhr: Ausweis=Nr. über 1400. Bei neuen Anträgen auf Ausstellung von Milchkarten ist als Ausweis das Familienbuch, der Geburtsschein oder die Rentenkarte mitzubringen. Wattenscheid, 7. Dezember 1940. Der Oberbürgermeister Freibank Fletschverkauf Freitag ab 13 Uhr 76—125 rot. danach 451—500 blau. Per=[Sonnabend kein Kar= Verkauf.(20271 Schlachthofverwlt. Lebensmittelkartenausgabe Die Ausgabe der Lebensmittelkarten für die Zuteilungsperiode vom 16. Dezember 1940 bis 12. Januar 1941 erfolgt am Sonnabend, dem 7. Dezember, nachmittags, in sämtlichen Volksschulen der Stadt Wattenscheid nach den Anfangsbuchstaben der Familiennamen wie folgt: 14 Uhr: A bis G, 15 Uhr: H bis L, 16 Uhr: M bis R. 17 Uhr: S bis 8. Die Haushaltungsvorstände haben die ihnen zustehenden Karten persönlich abzuholen oder sie durch eine erwachsene Person ihres Haushaltes abholen zu lassen. An andere Personen oder an Kinder werden grundsätzlich Karten nicht ausgegeben. Bei der Ausgabe hat jeder Empfangsberechtigte selbst darauf zu achten, daß er die ihm zustehenden Karten richtig erhält. Beanstandungen sind nach Nachprüfung der empfangenen Karten sofort anzubringen. Bei nachträglicher Beanstandung kann für angeblich nicht erhaltene Karten grundsätzlich Ersatz nicht geleistet werden. Wenn in besonders gelagerten Fällen ausnahmsweise Karten ersetzt werden, wird für jede neu ausgegebene Karte eine Verwaltungsgebühr von RM..50 erhoben. Verlorengegangene Karten werden in Zukunft nicht mehr ersetzt. Zur Ausgabe sind mitzubringn: 1. der im September 1939 ausgegebene Ausweis mit der Karteinummer; 2. der vollständig ausgefüllte grüne Vordruck; 3. ein Blei= oder Tintenstift. Für die Ausgabe der Karten, die nicht am Ausgabetage in den Volksschulen, sondern an einem der nächsten Tage im Ernährungsamt abgeholt werden, wird eine Verwaltungsgebühr erhoben. Am Montag, dem 9. Dezember, ist das Ernährungsamt nur für die Ausgabe von Urlauber= und Reisekarten geöffnet. Wattenscheid, 5. Dezember 1940. Der Oberbürgermeister Annahmestellen 10 Klein-Anzeigen Bochum Rathausplatz 8 Hauptgeschäftsstelle Hattinder Strabe 20 G. Landenstüch Schreibwarenhandig Hattinder Strabe 14 Karl Regelmann Buchhandlung Essener Strabe 12 Präulein jeche! Schreibwarenhandl. .-Altenbochum Wittener Strabe 170 Druck-Menne Wittener Strabe 241 Geors Lillpopp: Wittener-Straße 226 Bernhard Sure: Wittener Strabe 255 H. Stüchemann .-Dahlhausen Elberger Strabe 4 E. Kipper Dr.=.-Otto-Str. 117 E. 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