—„niin Es Bezugspreis mit Botenlohn:.15 RM. monatlich oder.08 RM. halbmonatlich. Selbstabholer.85 RM. monatlich oder 93 Pf. balbmonatlich. Bezugspreis für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich, Funkzeitschrift„bör mit mir“ 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und 55 Pl. bei fünf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Zeitung durch höbere Gewalt, Verbot oder Betriebsstörung und dgl. vervindert wird. können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschästsstelle geöffnet von.30—13 und von 14.30—18 Uhr. sonntags von 11 bis 12 Uhr. Sprechstunden der Schriftleitung, außer mittwochs und sonnabends, von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckkonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Donnerstag 5. Dezember 1940 47. Jahrgang Nummer 288 Einzelpreis 10 Anzeigenpreise: Grundpreise für 1 mm Höhe in 22 mm Breite 10 Pf. im Anzeigenteil und in 78 mm Breite 55 Pf. im Texttell. Familienanzeigen 8 Pl., Stellengesuche 8 Pl., kleine Anzeigen(nicht geschätticher Art) 8 Pf., Auskunft= und Zissergebühren 25 Pf. Zur Zeit in Preisliste Nr. 12 gültig. Nachlaßstafsel B.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck fernmündlich ausgegebener Anzeigen kann keine Gewähr Abernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8 Anruf 62551—54 SUsrUU SUtSTASTa! Neue=Boot=Erfolge— Schwere Bombenangriffe auf Bristol, Southampton dnb Berlin, 4. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die deutsche Unterseebootwaffe hatte weitere Erfolge im Handelskrieg gegen England zu verzeichnen. Ein Unterseeboot versenkte sechs bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit 31 500 BRT. Damit hat das unter Führung von Korvettenkapitän Biktor Schütze stehende Unterseeboot insgesamt 94.500 BRT.=feindlichen Handelsschiffsraumes versenkt. Wie bereits gemeldet, griffen in der Nacht zum 3. 12, stärkere Kampffliegerverbände die Hafenanlagen von Bristol mit Bomben aller Kaliber an. Bei der allgemein schlechten Wetterlage stießen die Flugzeuge teilweise bis zur tief liegenden unteren Wolbendecke durch, um die befohlenen Ziele mit Erdsicht anzugreifen. Zahlreiche Beobachtungen bestätigten die gute Treffer=Außerdem wurde in dieser Nacht Southampton wiederum mit Vomben belegt. Im Laufe des Tages griffen leichte und schwere Kampfflugzeuge Flugplätze, Truppenlager, Verkehrsanlagen und Rüstungsbetriebe an. So wurden auf London und auf ein Rüstungswerk in Grantham Bomben geworfen. Auf dem Flugplatz in Shoreham gelang es. Hallen zu treffen und mehrere Flugzeuge am BoEin Fernbomber griff 400 Kilometer nordwestlich Frlands einen großen gesicherten Geleitzug an und brachte„dabei ein Handelsschiff von 4900 BRT. durch Volltreffer zum Einken.„. E(an 6en n. In der Nacht zum 4. Dezember fanden trotz der schlechten Wetterlage Angriffe auf verschiedene kriegswichtige Ziele in Mittel= und Südengland statt. Einzelne britische Flugzeuge warfen in dieser Nacht in West= und Südwestdeutschland Bomben, richteten aber nur leichten Gebäudeschaden an, ohne Personen Der Kommodore des Jagdgeschwaders Richthofen, Major Wick, kehrte nach seinem 56. Luftsieg vom Feindflug nicht zurück. Damit hat die deutsche Luftwaffe einen ihrer kühnsten und erfolgreichsten Jagdflieger verloren. Major Wick, der für seinen heldenhaften Einsatz im Kampf für die Zukunft des deutschen Volkes mit dem Eichenlaub zum Ritterkneuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet war, wird im deutschen Volk und vor allem in der deutschen Jugend als Vorbild fortleben. 300 Stunden Luftalarm in London in Novenber Stockholm, 4. Dezember, Der Londoner Korrespondent einer schwedischen Zeitung, der eine Statistik der Luftalarme in der britischen Hauptstadt im November geführt hat, kommt zu dem Ergebnis, daß im November das zentrale London etwa 100 Flugalarme mit zusammen über 300 Stunden, d. h. also 12 bis 13 Volltage, Luftalarm gehabt habe. Die Zahl der Luftalarme im Oktober sei noch größer gewesen, da sich im November die Angriffe der deutschen Luftwaffe über England verzweigt hätten. „Southampton existiert nicht mehr“ Der historische Teil der Stadt völlig verschont Lena. 4. Dueude. Von den schweren Schäden, die die deutsche Luftwaffe in Southampton erzielte, wissen am Mittwoch die Londoner Vertreter der schwedischen Zeitungen zu berichten. So schreibt„Stockholms Tidningen“, man stelle allgemein Vergleiche mit den Angriffen auf Coventry an. Alle Menschen in Southampton fragten sich:„Ist das hier wie in Coventry oder ist es noch schlimmer?“ Southampton, die Stadt mit ihren vielen Geschäftsstraßen, ihren öffentlichen Gebäuden, mit dem ganzen Gebiet, in dem das Leben pulsierte und geschäftige Eile herrschte, existiere nicht mehr. Die Hauptstraßen beständen nach den schweren Feuersbrünsten aus einer langen Reihe leerer Baugrundstücke. Die Geschäftshäuser seien nur noch abgebrannte Mauerreste, die wie wurmstichige Zahnstümpfe in einem Riesenmund gähnten. In Southampton gebe es jetzt lange und breite Geschäftsstraßen, in denen kein eihziges Haus mehr stehe. Die konzentrierten Schäden treffe man in den Hauptstraßen Southamptons an. Dort habe das Feuer eine katastrophale Nahrung gefunden, und Brandbomben seien immer wieauf Coventry dort schwere Plünderungen stattfanden. In dieser Bekanntmachung beklagte der Stadtrat von Coventry die„ausgedehnte Plünderei und das feige Benehmen“ der Einwohner von Nachbarorten, die sich die„Aufhebung der Lebensmittelrationierung in Coventry zunutze gemacht haben, um ihre eigenen Vorratskammern aufzufüllen“. „Demokratie in England am Ende“ Bezeichnendes Eingeständnis eines amerikanischen Journalisten Newyork, 4. Dezember. Zu den Schlagworten, mit denen die plutokratischen Kriegshetzer in London den Krieg vorbereiteten und schließlich vom Zaune brachen, gehört auch der angebliche Kampf für die Demokratie. Daß auch diese Phrase nur ein Deckmantel ist, hinter dem die verantwortliche englische Kapitalistenklasse ihre wirkliche Absicht zu verbergen sucht, haben die diktatorischen Maßnahmen Churchills bewiesen, mit denen er das britische Volk zwingt, den Leidenskelch des von ihm angezettelten Krieges bis zur Neige auszutrinken. In„Washington Daily News“ drückt der amerikanische Journalist Thompson, der lange Zeit Bürochef der Associated Preß in London war, also die Haltung der englischen Kriegstreiber sehr wohl kennen muß, seinen Zweifel darüber aus, ob England wirklich für die Erhaltung der Demokratie kämpfe. Ausländische Diplomaten hätten in London glatt heraus erklärt, die Demokratie in England sei am Ende. Selbst der britische Arbeitsminister Bevin habe eingesehen, daß nach Kriegsende der englische Staat von der soziglen Seite von Grund aus neu aufgebaut werden müsse. Unter diesen Umständen, so heißt es in dem Artikel, frage es sich, ob nicht Amerika von falschen Voraussetzungen ausgehe, wenn es England Hilfe leiste, um„das letzte demokratische Bollwerk in Europa“ zu retten. „Tenwerse schimmer ule in Ssbench Berichte amerikanischer Korrespondenten über den Luftangriff auf Bristol Berlin, 4. Dezember. Die verheerende Wirkung des deutschen Luftangriffs auf die bedeutende westenglische Hafenstadt Bristol, der trotz der allgemein schlechten Wetterlage in der Nacht zum Dienstag durchgeführt wurde, wird jetzt durch amerikanische Schilderungen bestätigt. Weit verbreiteter Schaden sei vor allem in den Industrie= und Hafenvierteln der Stadt entstanden. Das Fabrikviertel habe die Hauptlast des Angriffes zu tragen gehabt. In Abständen von drei Minuten, so heißt es im Bericht des United=Preß=Korrespondenten, seien die deutschen Flugzeuge gekommen. Der Angriff, der vier Stunden gedauert habe, habe schweren Schaden angerichtet und zahlreiche Opfer gefordert. Viele frühere Bewohner Coventrys, die nach Bristol geflüchtet seien, erklärten, der Schaden sei zum Teil noch schlimmer als in Coventry. Jedoch wird darauf hingewiesen, daß Bristol doppekt so groß sei als Coventry. Hunderte von Brand= und Explosivbomben seien auf die durch frühere Angriffe bereits teilweise zerstörte Stadt niedergegangen, die den Eingangshafen für die aus Kanada und den Vereinigten Staaten ankommenden Schiffe bilde. Kurz nach Sonnenuntergang seien die ersten deutschen Bomber eingetroffen. Zunachst sei ein Hagel von Brandbomben gefallen, der in weiten Stadtgebieten riesige Feuer ausgelöst habe. Einige Brandherde hätten am anderen Morgen noch gewütet. Als die zweite Welle gekommen sei, hätten die Brände bereits den Himmel erhellt. Mit hoher Geschwinzigkeit seien dann die weiteren Vomberwellen angeflogen, hätten dem Flakfeuer getrotzt und Hunderte von hochexplosiven Bomben geworfen. Der Korrespondent der Newyorker Zeitung„Sun“ meldet. Flüchtlinge aus Bristol erklärten, die Straßen der Stadt sähen aus wie die verwüsteten Gebiete Flanderns während des Weltkrieges. Das Informationsministerium habe die Wirkung des deutschen Angriffs damit erklärt, daß die englische Flak nicht in der Lage gewesen sei, die Angreifer abzuwehren. Britenflugzeug in Spanien notgelandet Madrid, 4. Dezember. Nach einem amtlichen Bericht aus Tarragona ist ein englisches Flugzeug infolge einer Beschädigung, die es im Luftkampf mit italienischen Fliegern erlitten hatte, auf einer Insel im Ebro=Delta notgelandet. Die Besatzung, die aus einem Hauptmann und zwei Sergeanten bestand, wurde von Gendarmen festgenommen und von den spanischen Behörden interniert. Bezeichnenderweise hatten die englischen Flieger Karten von Spanien, Frankreich und Italien bei sich. Zwei dreuzers ein hersierer kerpeotert durch italienische Torpedoflugzeuge und ein italienisches=Boot Griechische Angriffe abgewiesen— Sechs Feindflugzeuge abgeschossen Rom, 4. Dezember. Der italienische Wehrmachtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: „Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: An der griechischen Front sind wiederholte Angriffe zahlreicher feindlicher Verbände, die durch Artilleriefener vorbereitet und beträchtlich unterstützt wurden, am zähen Widerstand unserer Truppen gescheitert, die auch kräftige Gegenangriffe durchgeführt üinsere Luftverbände haben die Aktionen der Truppen unterstützt, indem sie besonders in der Zone westlich von Erseke heflige Bombardierungen durchführten. Unsere Bomber griffen mit Erfolg die Häfen von Prevesa und S. Maura an. Einer unserer Luftverbände hat bei einer Begegnung mit einer feindlichen aus P32=Flugzeugen bestehenden Formation über Tirana sechs davon brennend zum Absturz gebracht. Drei unserer Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. Feindliche Flugzeuge haben Bomben auf Mirake, Elbassan abgeworfen, die zwei Frauen, ein Kind und einen Arbeiter getötet, aber keinen Schaden verursacht finsere Torpedoflugzeuge haben in der Suda=Bücht zwei feindliche Kreuzer torpediert. In Ostafrika beschoß ein feindlicher Kreuzer am 29. November die Anlagen von Alula, was einigen Schaden, aber keine Opfer zur Folge hatte. e cehesestch Acer S cre. ece ken müssen, kleinere Brände zu isolieren. Die Schäden seien wahrhaftig konzentriert und total. Soldaten arbeiteten in den Ruinen, und immer noch explodierten hier und dort die Bomben. Man habe einen endlosen Zug von Menschen beobachten können, der die Stadt verließ. Auf dem Lande seien die Höfe und Häuser mit Gästen überfüllt, die in Scheunen und Garagen schlafen müßten. 424 „Dagens Nyheter“ kann ebenfalls nicht umhin, in einem Londoner Bericht den Erfolg der deutschen Luftwaffe in Southampton zuzugeben. Kaum ein einziger Bezirk, so, heißt es weiter, sei ohne Bombentrefker geblieben. In gleichmäßigen Zwischenräumen stächen auf den Straßen zwischen den Trümmern die Pfeiler der ehemaligen elektrischen Leitung der Strasenbahn hervor, deren Kabel völlig zerrissen, seien. Abschließend schreibt die Zeitung— und bestätigt hiermit erneut die Treffsicherheit der deutschen Flieger—, daß der historische Teil der Stadt; in normannischem Stil gebaut und von einer Stadtmauer umgeben, von dem Vombardement völlig verschont geblieben sei, obgleich ganze Stadtviertel dicht danehen dem stärksten Vombardement ausgesetzt gewesen seien. Nach Ansicht des Londoner Berichterstatters von „Evenska Morgenbladet“ waren die„drei Schreckens„nächte von Southampton schlimmer als die von Coventry“. Auch hier wird die Schonung der historischen Schätze Southamptons erwähnt. Wie die amerikanische Nachrichtenagentur INS aus London berichtet, hat eine amtliche Bekanntmachung enthüllt, daß nach dem deutschen Vergeltungsangriff Am 1. Dezember torpedierte eines unserer Unterseeboote im Atlantik einen feindlichen Zerstörer.“ Neuer Beweis für Italiens Schlagkraft Rom, 4. Dezember. Der neue schwere Schlag, der der englischen Kriegsmarine durch die im italienischen Wehrmachtbericht vom Mittwoch gemeldete Torpedierung zweier englischer Kreuzer in der Suda=Bucht(Kreta) zugefügt wurde, wird von der gesamten römischen Abendpresse hervorgehoben.„Tribuna“ betont, daß die von den italienischen Torpedoflugzeugen glänzend durchgeführte Aktion — mit der zwei feindliche Kreuzer außer Gefecht gesetzt wurden— erneut beweise, daß sich die Lage im Mittelmeer durch die fertschreitende Schwächung der englischen Flotte von Tag zu Tag mehr zugunsten, Itgliens wandele. Churchill werde jedenfalls in die Verlegenheit geleracht, für diese neuen Schläge, die unmittelbar auf die von Sardinien folgen, eine Rechtfertigung, wenn auch eine lügnerische, zu finden. Durch diese ununterbrochene Serie siegreicher Initiativen beweise die italienische Kriegsmarine vor aller Welt ihren Kampfgeist und ihre ungeschwächte Schlagkraft. Man könne heute feststellen, daß sich von der Nordsee bis zum Mittelmeer der unerbittliche eiserne Ring der Achsenmächte, der die englische Flotte vor immer schwierigere, ja unlösbare Aufgaben stelle, immer enger und enger schließe. 80 9 ham 2 S 3 O5gpphs. Scestache 7 2 Tppelies: 935 -en cherei daech Frisso Sielabet Porimada 8 Veadas. e Sesche Sur Mr. — Tanat — Stanoe S PI e eche Secharsen Die griechische Insel Kreta mit der Guda=Bucht, in der von italienischen Torpedoflugzeugen zwei seindliche Kreuzer torpediert wurden. Weltbild Gliese Richthofen-Geist Berlin, 4. Dezember. Von unserer Berliner Schriftleitung. Schmerzerfüllt vernimmt das deutsche Volk den Heldentod seines großen Fliegermajors Wick. Befürchtungen, die immer wieder der Möglichkeit einer Auffindung des Kommodores wichen, haben sich bestäitigt. Die Suche nach dem vermißten Kommodore des Richthofen=Geschwaders blieb vergeblich. Heute bestätigt der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht, daß Major Wick nach seinem 56. Luftsieg nicht zurückgekehrt ist. Kameraden der Luftwaffe und Kriegsmarine hatten in den letzten Tagen alles darangesetzt, um die See nach dem Vermißten abzusuchen. In stolzer Trauer finden sich heute Luftwaffe und Volk. Deutschland hat einen seiner kühnsten und erfolgreichsten Jagdflieger verloren, aber sein Gedächtnis ist unvergänglich in die Geschichte des Luftkrieges und ebenso in die Erinnerung der deutschen Nation eingegraben. Ein neuer Ansporn für die Männer der deutschen Luftwaffe, insbesondere für das Geschwader, das in Geist und Wesen die Weltkriegstradition eines Richthofen zu unvergänglichem Ruhm wieder emportrug, der deutschen Jugend und= späteren Geschlechtern ein Vorbild an Einsatzbereitschaft bis zum Tode.„Richthofens Geist und sein Name blühen weiter in einem verdienstvollen und siegreichen Geschwader der deutschen Luftwaffe.“ Mit diesen Worten begrüßte der Reichsmarschall die Flieger des Richthofen=Geschwaders zum 501. Feindabschuß. Polnische und französische Flieger hatten den jungen Offizier Wick kennen und fürchten gelernt. Im Kampf gegen England trat Major Wick plötzlich in das Blickfeld der Oeffentlichkeit. Wo dem Leutnant, dem Oberleutnant, dem Hauptmann und schließlich dem Major sich ein Gegner zum Kampf stellte, blieb dieser auf der Strecke. Unter den von Major Wick erzielten Abschüssen fehlt kein Typ der von England eingesetzten Maschinen. Selbst sein letzter Kampf blieb ein voller Sieg des Richthofen=Geschwaders, denn selbst der Feind meldet, daß von den hier eingesetzten Maschinen nicht eine einzige den englischen Boden wieder erreicht hat. So blieb ihm selbst noch im Absturz die männliche Gewißheit von der Ueberlegenheit der deutschen Luftwaffe und vom leuchtenden Endsieg der deutschen Sache. Deutschland trauert um einen der Tapfersten, aber diese Trauer ist soldatisch=stolz. Wir wissen, daß über dem unbekannten Wellengrab des gefallenen Kommodores die See und der Wind die heldischen Worte Friedrich Schillers brausen:„Von des Lebens Gütern allen ist der Ruhm das Höchste doch, ist der Leib in Staub zerfallen, lebt der große Name noch.“ Und Kommodore Wicks Name wird unvergessen sein. Vor Tisch las man's anders Berlin, 4. Dezember. Von unserer Berliner Schriftleitung. Alles ändert sich, selbst die Ueberzeugungen des britischen Luftmarschalls Sir Philip Joubert. Noch im November meinte er in einem glühenden und fanatischen Illusionismus:„Wir haben es satt, nur militarische Ziele in Deutschland anzugreifen.“ Nun, wie diese bln Am Dienstag, also wenige Wochen später, hielt derselbe britische Luftmarschall vor der feudalen Aeronautischen Gesellschaft in London eine Rede und betonte:„Ich hasse den Einsatz von Flugzeugen im Kriege.“ Die Deutschen, so fuhr der Marschall fort, seien es gewesen, die das Flugzeug, das für den friedlichen Verkehr zwischen den Völkern bestimmt gewesen sei, zu militärischen Zwecken mißbraucht hätten. Dem Gedächtnis des britischen Luftmarschalls kann auf die Beine geholfen werden, und dazu genügen folgende Fragen: Wem wurde durch den Versailler Vertrag die Haltung einer militärischen Luftwaffe verboten? DeutschWer unterhielt bis zum Jahre 1934 ausschließlich eine Luftwaffe? Die Weltkriegs=Alliierten! Wer bombardierte in diesem Zeitraum primitive Völkerstämme in Asien und Afrika! England! Wer unterbreitete unmittelbar nach Ausbruch des gegenwärtigen Krieges den Feindmächten den Verzicht auf das Bombardement unbefestigter, offener und nichtmiülitärischer Städte? Deutschland! Wer brach diese Absprache in unzähligen Fällen? Wer suchte von Anfang der nationalsozialistischen Machtübernahme an nur Zeit zur Rüstung und vor allem zur Aufrüstung zu gewinnenk. Wer ging, wie maßgebende englische Publizisten und Politiker selbst eingestanden haben, nur nach München, um diese Rüstungszeit zu vergrößern? Wer redete seinem Volk in den künfzehn Kriegsmonaten immer wieder ein, man sei zur Luft besser gerüstet als der deutsche Gegner, man werde die deutsche Luftwaffe binnen weniger Wochen zerschlagenf England!, 2 Hint Eine merkwürdige und auch bezeichnende Wandlung hat sich also in den Hirnen der englischen Politiker und Strategen vollzogen. Was mon gestern anbetete, verdammt man heute, weil die Trauben den englischen Füchsen doch etwas zu hoch hängen. Trotz der ungeheuren Wirkungen der deutschen Luftangriffe auf die englischen Rüstungsbetriebe wissen wir die Zähigkeit unserer britischen Gegner wohl zu würdigen, die seltsamen Ausführungen des britischen Luftmarschalls jedoch zeigen uns, daß dee breite Masse des englischen Volkes im Augenblick die Nerven noch besser im Zaume hat als die hohen Persönlichkeiten der englischen Wehrmacht. Wir haben ein menschliches Verständnis für die heillosen Zwiespalte, in denen sich der britische Luftmarschall angesichts der Fehlanzeigen britischer Luftsiege befindet. und verstehen auch, daß er jetzt, da die Schläge der deutschen Flieger Tag„für Tag und Nacht für Nacht auf England niedersausen, die Luftwaffe gang abschaffen möchte. Vor Tisch jedenfalls las man es ganz anders. Aber die Suppe, die sich England an diesem Tische selbst einbrockte, wird es auszulöffeln haben. Erklärung der Reichsregierung an die arabischen Länder anb Berlin, 4. Dezember. England, das mit zunehmender Sorge sieht, daß die Sympathien der von ihm unterdrückten arabischen Länder sich immer mehr den Achsenmächten zuwenden, von denen sie die Befreiung von der englischen Gewaltherr= schaft erhoffen, bemüht sich darum, diese Entwicklung aufzuhalten und die Araber auf seine Seite zu ziehen durch die Verbreitung der Behauptung, die Achsenmächte hätten die Absicht, die arabischen Länder zu besetzen und zu. behalten. Um dieser böswilligen Propaganda entgegenzutreten und die arabischen Länder über die deutsche Politik ihnen gegenüber aufzuklären, hat die deutsche Regierung durch den Rundfunk in arabischer Sprache folgende Erklärung verbreiten lassen: „Deutschland, das stets von Gefühlen der Freundschaft für die Araber erfüllt war und den Wunsch hegt, daß sie gedeihen und glücklich werden und den ihrer historischen und natürlichen Bedeutung entsprechenden Platz unter den Völkern der Erde einnehmen, hat den Kampf der arabischen Lander zur Erlangung ihrer Unabhängigkeit mit Interesse verfolgt. Die arabischen Länder konnen auch weiter bei ihrem Bestreben, dieses Ziel zu erreichen, auf die volle Sympathie Deutschlands rechnen. Bei Abgabe dieser Erklärung befindet sich Deutschland in voller Uebereinstimmung mit dem verbündeten Italiep.“ So lebt die Londoner Bevölkerung Bern, 4. Dezember. Ueber die Art, wie der Londoner seinen Tag und seine Nacht verbringt, gibt ein dortiger Berichterstatter der United=Preß folgendes Stimmungsbild: Der Tag beginnt für den Durchschnitts=Londoner mit dem morgendlichen Signal„Endalarm". Er rollt sein Bettzeug und seine Decken zusammen und klettert mit steifen Gliedern aus der Untergrundbahn oder aus dem aus Wellblech gebauten Familienunterstand in seinem Hinterhof heraus. Nach dem Frühstück, dessen Anrichtung oft durch die zerstörten Gasleitungen behindert wird, geht der Londoner ins Büro. Aber je nach der Schwere des Angriffs, der in der vergangenen Nacht stattfand, kann er die doppelte und dreifache Zeit benotigen, um sein Büro zu erreichen, und muß mehrmals umsteigen. Ja, er kann gezwungen sein, eine vollig andere Route einzuschlagen, als er sie auf seinem gestrigen Heimweg verfolgte. Ein paarmal am Tage mag er dann in den Unterstand gescheucht werden, wenn die Beobachter auf den Dächern das Signal „Vomber über den Köpfen“ geben. Frühzeitig beendet der Londoner seine Arbeit wieder und verläßt eilig das Büro, um sein Heim noch vor dem Beginn der Verdunkelung und den kurz danach einsetzenden Luftangriffen zu erreichen. Dies ist, wohlgemerkt, so heißt es in dem Bericht von United=Preß, der Tag des Durchschnitts=Londoners. Im eleganten Viertel kann man in Kellerballsälen bis 1 Uhr morgens tanzen. Hier sind auf den Menüs der Restaurants noch immer„Moules mariniéres“,„Hummer thermidor" und andere Hochgenüsse zu finden. Nur die Weinkeller beginnen sich jetzt allmählich zu leeren. „Für das arme Ostend trifft diese Beschreibung nicht zu, wo die Leute niemals viel Besitz ihr eigen nannten und wo der Krieg Tausende von Familien zwingt, eine Art von Zwielichtexistenz zu führen, die nicht mehr im Heim, sondern im öffentlichen Unterstand wurzelt. Ueberhaupt spielt der Unterstand in verschiedener Form im Leben der Londoner eine große Rolle, und der arme Engländer lebt beinahe ständig darin. Ich kenne einen Unterstand, so schreibt der Korrespondent, ein höhlenartiges, gepflastertes Frachtdepot, in dem allnächtlich bis zu 6000 Menschen Schutz suchen. Es ist praktisch bombensicher, weil es unter mehreren solide gebauten Stockwerken liegt— aber das ist auch sein einziger Vorzug. In den Nischen. in denen früher Frachtsendungen aufgestapelt wurden, stehen jetzt Reihe an Reihe dreifache Bettgestelle, die für ein paar tausend Menschen Platz bieten. Der Rest der Schutzsuchenden breitet das Bettzeug auf dem staubigen Steinboden aus. Herrenlose Hunde und Katzen laufen zwischen den Menschen umher. An der Wand glänzt ein altes Plakat aus der Zeit der Königskrönung mit den Worten: God save our king“—„Gott segne unseren König“. In dem ganzen riesigen Unterstand gibt es keinen Ort, wo sich die Leute waschen können. Dabei haben diejenigen, die diesen Unterstand benutzen, kein anderes Heim. Sie müssen ihn am Morgen verlassen damit er gesäubert und desinfiziert werden kann. Viele der Insassen müssen sich in der Themse waschen und viele sind„chatty" — ein Londoner Ausdruck für verlaust. Die Kinder, die noch in London leben, erhalten keinen Schulunterricht. Die Behörden helfen sich mit der faulen Ausrede daß die Störungen nicht so ernsthaft seien, als sie hätten werden können. Neun Todesurteile gegen polen wegen bestialischer Ermordung deutscher Volksgenossen Posen, 4. Dezember. Nach zweitägiger Verhandlungsdauer fällte das Posener Sondergericht am Dienstag abend das Urteil in einem Prozeß gegen eine Bande von 38 polnischen Gewaltverbrechern, die am 1. September vorigen Jahres in zwei Ortschaften des ehemaligen Grenzkreises Wollstein 52 Deutsche interniert und dabei auf bestialische Weise mißhandelt hatten. Neun der angeklagten Polen wurden wegen schweren bewaffneten Landfriedensbruches zum Tode, vier weitere zu schweren Zuchthausstrafen und 22 zu Gefängnisstrafen verurteilt, während nur in drei Fällen auf Freispruch mangels Beweise erkannt werden konnte. Der Verlauf der Beweisaufnahme, in der 45 Zeugen einwandfrei die Schuld der Angeklagten an den ihnen zur Last gelegten Verbrechen bekundeten, warf noch einmal ein grelles Schlaglicht auf die Mordinstinkte des polnischen Volkes und die von den höchsten Stellen des ehemaligen Polenstaates ausgehende Hetze, der zehntausende deutsche Männer und Frauen in den ersten Kriegstagen zum Opfer fielen. Auch in dem zur Verhandlung stehenden Falle war den Bluttaten in Kampfheide und Theresienau das bewußt verbreitete Gerücht vorausgegangen, daß alle Deutschen Spione seien und in einem benachbarten Ort angeblich volnische Frauen und Kinder erschlagen hätten. Das war das Signal für die Zusammenrottung einer Bande von 60 bis 70 Polen, die bewaffnet in die Gehöfte der Deutschen eindrangen, die Männer herausholten und sie unter unsäglichen Mißhandlungen auf Leiterwagen zu dem nächsten Sammelvunkt der Interniertenzüge schafften. Neun deutsche Männer aus den beiden genannten Ortschaften sind von dieser Verschleppung nicht mehr zurückgekehrt. Einzelne wurden bereits auf den ersten Wegstrecken, auf denen die Angeklagten den Zug begleiteten, in viehischer Weise ermordet. Die anderen besiegelten auf dem weiteren Leidensmarsch bis nach Kutno ihre Treue zum Deutschtum mit dem Tode. Die besondere Gefühlsroheit, die die Angeklagten bei der Ausführung ihrer Verbrechen an den Tag legten, wobei nicht einmal deutsche Frauen und minderjährige Kinder von ihrem bewaffneten Terror verschont blieben, veranlaßte das Sondergericht, ihnen jegliche mildernde Umstande abzusprechen und bei der Strafbemessung die ganze Strenge des Gesetzes zur Anwendung zu bringen. Das Gewerde der Ostslowakei ab 1. Januar judenrein Der slowakische Innenminister und Oberbefehlshaber der Hlinkagarde, Sano Mach teilte mit daß bis zum 1. Januar 1941 alle jüdischen Geschäfte in der Slowakei in arlsche Hände übergeführt sein werden. Dies bedeute die Schaffung eines völlig neuen Gewerbeledens, da sich das Gewerde in der Ostslowakei zu fast 80 Prozent in jüdischen Händen befand. Deutschlans Hirst Genattten bei der Durchführung eines Zehnjahresplanes für den Aufbau der rumänischen Wirtschaft durch Lieferungen, langfristige Kredite, Kapital dnb Berlin, 4. Dezember. In den letzten Wochen wurden in Berlin umfangreiche deutsch=rumänische Wirtschaftsverhandlungen geführt, in denen die Grundlinien der wirtschaftlichen Zusammenarbeit nach der Neugestaltung des politischen Verhältnisses zwischen den beiden Staaten festgelegt wurden. Während seiner Anwesenheit in Berlin hat der rumänische Staatsführer General Antonescu Gelegenheit genommen, sich mit maßgebenden deutschen Persönlichkeiten über die wichtigsten, die enge wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern betreffenden Fragen auszusprechen. Der in Berlin anwesende rumänische Minister für nationale Wirtschaft, Cancikov, nahm an den Verhandlungen teil. Die getroffenen Vereinbarungen wurden gestern von dem Gesandten Clodius für Deutschland und dem rumänischen Gesandten in Berlin, Grecianu, sowie dem Staatssekretär im rumänischen Wirtschaftsministerium, Dimitriuc, für Rumänien unterzeichnet. Die wichtigste dieser Vereinbarungen, ein Protokoll über die deutschrumänische Zusammenarbeit bei der Durchführung eines rumänischen Zehnjahresplanes, wird nachstehend veröffentlicht. über die deutsch=rumänische Zusammenarbeit bei der Durchführung eines Zehnjahresplanes für den Aufbau der rumänischen Wirtschaft. In der Absicht, durch einen umfassenden Zehnjahresplan den wirtschaftlichen Aufbau Rumäniens durchzuführen, ist die königlich rumänische Regierung an die deutsche Regierung wegen ihrer Unterstützung und Mitwirkung bei der Durchfuhrung dieses Planes herangetreten. Die deutsche Regierung erklärt sich bereit, auf allen Gebieten der Wirtschaft ihre technische und finanzielle Untentützung für den Aufbau Rumäniens zu gewähren. Für die praktische Durchführung dieser Uebereinkunft haben die beiden Regierungen zunachst folgendes vereinbart: 1. Deutschland gewährt während der Dauer des Zehnjahresplans laufend die für die Durchführung des Plans erforderlichen umfangreichen langfristigen Kredite zu besonderen Bedingungen. 2. Die bereits bestehende Zusammenarbeit auf landwirtschaftlichem und forstwirtschaftlichem Gebiet zur Intensivierung und Hebung der Erzeugung wird fortgesetzt. Deutschland wird zu diesem Zweck im Rahmen der gewährten Kredite umfangreiche Geräte= und Maschinenlieferungen für die Entwicklung der rumänischen Landwirtschaft vornehmen und die notwendigen Anlagen für die Entsumpfung und Bewässerung landwirtschaftlicher Gebiete zur Verfügung stellen. 3. Um die industrielle Erzeugung Rumäniens im Rahmen der wirtschaftlichen Neuordnung Europas planmäßig zu fördern, wird Deutschland in Zusammenarbeit mit der rumänischen Industrie und in Uebereinstimmung mit dem Zehnjahresplan eine technische und finanzielle Unterstützung stellen. 4. Im Rahmen des Zehnjahresplans wird Rumänien das rumänische Verkehrswesen, und zwar sowohl des Eisenbahn= und Straßennetz wie die Mineral= ölleitungen, den natürlichen Absatzgebieten der rumänischen Wirtschaft im Rahmen der neuen europäischen Ordnung entsprechend ausbauen. Deutschland wird die für die Durchführung dieses Plans erforderlichen umfangreichen Lieferungen, im Rahmen der geplanten Kredite durchführen. 5. Deutschland erklärt sich bereit, über die langfristigen Kredite hinaus nach vorangehender Vereinbarung mit der rumänischen Regierung und unter den in dieser Vereinbarung festgestellten Bedingungen über die Zusammenarbeit des deutschen und des rumänischen Kapitals auch Kapital zum Ausbau der rumänischen Industrie und des Bank= und Kreditwesens auf der Grundlage der privatwirtschaftlichen Zusammenarbeit zur Verfügung zu stellen. 6. Die deutsche Regierung stellt der rumänischen Regierung auf deren Wunsch landwirtschaftliche, industrielle und sonstige Fachleute zur Verfügung. 7. Die beiden Regierungen werden bei der Gestaltung der handelspolitischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern darauf bedacht sein, daß der deutsche Markt für die rumänischen Erzeugnisse als ein sicheres Absatzgebiet mit angemessenen und von wirtschaftlichen Krisen unabhängigen Preisen gesichert bleibt und daß die Bedeutung des rumänischen Marktes für den Handelsverkehr mit Deutschland weiter gesteigert wird. 8. Die beiden Regierungen stellen mit Befriedigung fest, daß die deutsch=rumänische Zusammenarbeit auf allen Gebieten bereits begonnen hat. Sie sind entschlossen, die fruchtbare Weiterführung dieser Zusammenarbeit im Interesse der beiden Völker sicherzustellen. Unterzeichnet in Berlin in deutscher und rumänischer Sprache in je zwei Urschriften am 4. Dezember 1940. (gez.): Carl Clodius.(gez.): Grecianu.(gez.): Dimitriuc * Auch die vorstehende deutsch=rumänische Vereinbarung über die wirtschaftliche Zusammenarbeit in einem Zehnjahresplan zeigt der Umwelt und vor allem den in alten liberalistischen Wirtschaftsauffassungen verhafteten Ländern, wie selbst während des Krieges die deutsche Politik von der konstruktiven Idee eines neuen Europas beherrscht wird. Nachdem die ersten deutsch=rumanischen Wirtschaftsverträge das große Ziel Deutschlands bekundeten, den durch den Versailler Vertrag Mitteleuropa fast verlorenen Wirtschaftsraum in die naturgegebenen Beziehungen zu Mitteleuropa wieder zurückzuführen, beweist der jetzt vorliegende Zehnjahresvertrag das besondere Interesse, das Deutschland am wirtschaftlichen Aufblühen Rumäniens nimmt. Rumänische Staatsmänner selbst haben erst kürzlich zum Ausdruck gebracht, daß das bisherige Wirtschaftssystem ihres Landes an den fundamentalen Voraussetzungen seines Gedeihens vorbeiging, indem dieses System Rumänien fast ausschließlich an die Westdemokratien band. In klarer Erkenntnis der Unrentabilität und sozialen Rückschläge solcher Bindungen hat nun die Regierung Antonescu den einzigen naturlichen und darum für beide vertragschließenden Partner aussichtsreichen Weg gewählt und sich noch mehr als bisher an den mitteleuropäischen Wirtschaftsraum angeschlossen, wodurch der deutsch=rumänische Handelsverkehr und der Warenaustausch sicherlich eine neue zusätzliche Belebung erfahren werden. Langfristige planung in der deutsch=italienischen Zusammenarbeit auf dem Gebiete der Landwirtschaft dnb Berlin, 4. Dezember. Der Austausch landwirtschaftlicher Erzeugnisse zwischen Deutschland und Italien, insbesondere die Einfuhr landwirtschaftlicher Erzeugnisse Italiens nach Deutschland, hat sich in den letzten Jahren erfreulich entwickelt. Trotzdem trägt dieser Warenaustausch weder den Belangen der italienischen Landwirtschaft noch den Bedürfnissen des deutschen Marktes in dem höchstmöglichen Maß Rechnung. Um dieses gewünschte Ziel möglichst kurzer Zeit zu erreichen, haben nunmehr die Landwirtschaftsminister beider Länder, der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft R. Walther Darré und der Königlich Italienische Minister für Landwirtschaft und Forsten Prof. Dr. Tassinari, gemeinsame Richtlinien aufgestellt, nach denen die Fortsetzung der bisherigen Zusammenarbeit auf landwirtschaftlichem Gebiet intensiviert und vertieft werden soll. Nach diesen Richtlinien sollen die italienischen Erzeuger in die Lage versetzt werden, sich auf Grund eines langfristigen Erzeugungsprogramms mehr und besser als bisher auf die Erzeugnisse des deutschen Marktes einzustellen. Zu diesem Zweck halten es die beiden Landwirtschaftsminister für angebracht, daß den italienischen Erzeugnissen die Sicherheit des Absatzes zu angemessenen, für sie auskömmlichen, möglichst stabilen Preisen gegeben„wird. Die Einwirkungen des spekulativen Welthandels auf den deutsch=italienischen Austausch landwirtschaftlicher Erzeugnisse sollen zum Vorteil beider Länder ausgeschlossen werden. In den Richtlinien wird weiter festgestellt, daß Deutschland bei der Frage der Einfuhr aus Italien auch seine Beziebungen zu anderen Ländern berücksichtigen muß, insbesondere auch, um durch geeignete Abreden mit diesen Ländern nach Möglichkeit sicherzustellen, daß auf der einen Seite die deutsche landwirtschaftliche Erzeugung in ihrem Absatz auf dem deutschen Markt keine Schädigungen erleidet und daß auf der anderen Seite die Einfuhr aus Italien nicht durch die Einfuhr aus dritten Ländern in der Weise beeinträchtigt wird, daß die italienischen Erzeuger unzureichende Preise erhalten Neben diesen allgemeinen Grundsätzen für die Zusammenarbeit haben die Minister auch besondere Richtlinien für die Zusammenarbeit auf den verschiedenen Spezialgebieten der Landwirtschaft unter besonderer Berücksichtigung des landwirtschaftlichen Versuchswesens, der Bekämpfung von Pflanzen= und Tierkrankheiten, der Erzeugung von Saatgut, der Viehzucht, der Konservierung von Gartenerzeugnissen und des Landeskulturwesens festgelegt. Anschluß an das von den Achsenmächten neugeordnete Europa Vidkun Quisling, der Führer der norwegischen wortungslose Staatsführung hatte eine Wirtschaftsnationalsozialistischen Bewegung Nasjonal Samling, politik getrieben, die nur auf möglichst großen Gewinn sprach kürzlich in einer Rede davon, daß nunmehr, sah, ohne Rücksicht auf die eigene nationale Produknachdem Nasjonal Samling in Norwegen die einzige tion. Die große Handelsflotte brachte Devisen genug, politische Partei sei, die in Zukunft den norwegischen so, daß man nach Lust und Laune einführen konnte. Staat tragen werde, die Achse Berlin—Rom auch bis Die Forderungen nach einer gesunden WirtschaftspoliOslo verlängert worden sei. In diesem Ausspruch tik, die Vidkun Quisling seit 1933 in seinem Programm möge man nicht eine Ueberheblichkeit sehen, als sei nun vertreten hatte und die darauf hinausliefen, in erster Norwegen etwa eine Achsenmacht geworden, nein, son= Linie die innernorwegische Produktion so auszubauen, dern dieser Ausspruch kennzeichnet nur den Geist, in daß sie dem Lande eine weitestgehende Unabhängigkeit dem heute die Quisling=Bewegung den Anschluß an von der Einfuhr gab, waren verlacht worden. Heute von Deutschland neugeordnete Europa sucht. Die nun, wo man die Fehler der vergangenen Jahre am Achsenmächte sind heute der einzig reale Faktor und eigenen Leibe spurt, hätte man gern manches anders iorum sich Euroyal gemacht. Aber da es niemals zu spät ist, frühere Freute Fattor und der Kristallisationspunkt, um den herum sich Europa gliedert. Und das erkennt man auch in Norwegen immer mehr. Man sieht es ein, daß es für Norwegen gar keine andere Möglichkeit gibt, als sich nach Deutschland zu orientieren; denn alle früheren Handelsbeziehungen zu England und Uebersee sind ja durch den Krieg abgeschnitten worden. Die Frage war also nur: entweder sich aus Halsstarrigkeit gegen jede Neuorientierung zu sträuben und mehr oder weniger schnell zu Grunde zu gehen oder aber mit allen alten Vorstellungen zu brechen und mit einer grundsätzlichen Neuordnung zu beginnen, die größte Perspektiven für die Zukunft öffnet. Wenn diese Neuausrichtung, so schreibt der.=.= Oslo, nur trachtet würde, so könnte man vermuten, daß alles nur unter dem Gesichtspunkt geschehe: Kann ich nichts mehr beim Engländer verdienen, so versuche ich mein Glück beim Deutschen. Aber so ist es nicht, sondern die wirtschaftliche Neuordnung ist tatsächlich eine Konsequenz aus der politischen Neuordnung. Denn Norwegen stand ig nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in hohem Maße in politischer und geistiger Abhängigkeit von England. Wenn nun Nasjonal Samling gegen die geistige Ueberfremdung kämpft, so ist dieser Kampf gegen den englischen Einfluß und damit überhaupt gegen die britischen Ideen gerichtet. Nasjonab Samling verlangt ein Zurückbesinnen auf die eigenen norwegischen Volks= und Geisteskräfte und entwickelt daraus die Gedanken der„neuen Zeit", die in sich die Forderung tragen nach einer Ausrichtung der Außen=] Man kann die ganz geistige und wirtschaftliche Aufpolitik auf die Völker, die Norwegen rassisch, kulturell bauarbeit in Norwegen vielleicht am besten mit dem und interessenverwandt sind. Aus dieser geistigen Neu- Wort charakterisieren, das gleichsam als Motto über orientierung folgert dann aber zwangsläufig die Auf= der augenblicklich in Oslo stattfindenden Warenmesse gabe der alten liberalistischen Wirtschaftsauffassung steht: Selvberging. Uebersetzt man dieses Wort wörtund der aus ihr resultierenden Bindungen an England. lich, so kann man sagen: Selbstbergung, SelbsterretWie also Nasjonal Samling den weltanschaulich=poli= tung. Und um eine Selbsterrettung geht es heute in tischen Anschluß an die Achsenmächte vollzogen hat, so Norwegen, um eine geistige und wirtschaftliche Wiederist es auch die Aufgabe, ebenfalls Norwegens Wirt= aufrichtung auf der Grundlage der„."*“ schaft auf die in diesem Geiste erfolgende politische Neuordnung auszurichten. e gemals, gu svat Fehler einzusehen, sind sich wenigstens jetzt alle darin einig, daß man mit allen Kräften an den Neuaufbau der Wirtschaft gehen muß. Auf allen Gebieten hat nun eine intensive Arbeit eingesetzt, mit zahlreichen Ländern, so.— abgesehen von Deutschland— mit Schweden, Danemark, Finnland, der Schweiz und mit Italien, sind bereits Clearingabkommen getroffen, mit Belgien, Holland und Bulgarien stehen derartige Abrommen bevor. " Der Ausbau dieser Handelsbeziehungen hängt natürlich ganz davon ab, was Norwegen“ an Ausfuhrwaren produzieren kann. In erster Linie kommen hier Fische und Zellulose in Frage. Die Steigerung per Fischausfuhr hängt aber wiederum ab von der Versorgung der Fischerfahrzeuge mit Brennstoft, und was die anderen Produktionsgüter anlangt, so ist ihr Ausbau abhängig vom Ausbau der vorhandenen Reichtümer im Lande selbst. Man darf überzeugt sein, daß hier noch ungeheure Reichtümer ungehoben liegen. Erst kürzlich fand man im Labradorstein einen vollwertigen Ersatz für das Bauxit, das für die Aluminiumindustrie eingeführt werden mußte. Im übrigen hat man bis heute noch nicht einmal einen Ueberblick über Norwegens Bodenschätze, man kennt also noch nicht einmal alle Reichtumer. Man mag so angreifen, welches Gebiet man auch will, überall wird man auf große Entwicklungsmöglichkeiten stoßen, an. die man früher nicht dachte, weil man auf bequemere Weise einführen konnte. Diese wirtschaftliche Umstellung aber ist nicht einfach; denn gerade auf wirtschaftlichem Gebiet zeigen sich die schwersten Uebelstände, die durch die starke England=Orientierung verursacht wurden. Eine verantauflichtung auf der Grundlage der„neuen Zeit", die getragen wird von den Ideen der Nasional Samling, Med Quisling for Norge, d. h. mit Quisling für Norn! Das ist der Kampfrufd von H Lind. wegen!„Das in der Rampftuf, ver von Kap Lindesnes bis Kirkenes erschallt. Und in diesem Rufe wird sich Norwegen zusammenfinden zum Marsche in die Zukunft einer wahren germanischen Völkergemeinschaft. Was bedeuten 160000 BRT.? Am 2. Dezember sind allein durch Unterseeboote mehr als 160000 Brutto=Register: Tgrung degr Zeinde dienstbaren Schiffsraums auf, ven Grund des Meeres. gesunken. Wenn man berücksichtigt, daß diese 160 000 BRT. vielleicht 230000 Tonnen Ladung bedeutetk, dann erkennt man den Umfang dieses Verlustes erst in vollem Maße. Die Brutto=Register=Tonne ist ein veralteter britischer Maßstab aus dem Jahre 1854, eine BruttoRegister=Tonne umfaßt 2,8316 Kubikmeter. Ein modernes Frachtschiff von 5000 BRT. hat, so lesen wir in der„Berliner Morgenpost", eine Tragfähigkeit von rund 8000 Tonnen und eine Ladefähigkeit von 7300 Tonnen(von der Tragfähigkeit muß man, um die Ladefähigkeit zu errechnen, den Raum für Brennstoff, Wasser usw. abziehen). 230000 Tonnen versenkter Ladung bedeuten 11 500 moderne Güterwagen zu je 20 Tonnen oder, wem das noch nicht sinnfällig genug ist, 230 Güterzüge mit je 50 Zwanzig=Tonnen=Wagen(eine Tonne 20 Zentner). Das ist eine stattliche Warenmenge schon in Zeiten des Glücks, das ist aber, wenn es nicht ankommt, in Zeiten des Mangels und der Not ein furchtbarer Schlag. So erfreulich uns die 160000 BRT. in den Ohren klingen, so darf uns dieser Erfolg nicht zu der Annahme verleiten, daß der Blockadekrieg gegen England eine Sache weniger Wochen oder Monate ist. England ist vor dem Kriege mit allem glänzend ausgerüstet gewesen, und es hat daher Möglichkeiten genug, noch aus dem Vorrat zu zehren. Ein solcher Handelskrieg dauert seine Zeit. Angarns Einfügung in das neue Europa Teleki vor dem Abgeordnetenhaus Budapest, 4. Dezember. Bei Abschluß der Ermächtigungsaussprache des Abgeordnetenhauses hielt Ministerpräsident Graf Teleki eine lange Rede. Außenpolitisch unterstrich Teleki Ungarns Freundschaft zur Achse, die tief fundamentiert sei. Ungarns Außenpolitik habe die Umschichtung der europäischen Vorherrschaft nach dem deutschen Schwerpunkt klar erkannt und ziehe daraus in politischer wie in wirtschaftlicher Beziehung die Folgerung. Den Wiener Schiedsspruch habe Ungarn angenommen, weil es von den gerechten Bestrebungen der Achsenmächte felsenfest überzeugt gewesen sei. Die Rücksiedlung der Ungarn aus dem Ausland werde von der Regierung ernstlich betrieben. Weiter befaßte sich der Ministerpräsident mit den psychologischen Voraussetzungen der Einfügung Ungarns in das neue Eurova. Das innere Verhältnis der Magyaren zu Deutschland sei am stärksten ausgeprägt, was auf das jahrhundertelange Zusammenleben zwischen Magyaren und Deutschen zurückzuführen sei sowie auf den Umstand, daß sehr viele Menschen in Unaarn Deutsch sprechen. Die Judenfrage, so meinte Teleki, werde nur im Rahmen einer einheitlichen euroväischen Ordnung gelöst werden können. Bis dahin müsse in Ungarn eine Lösung der Frage für die annähernd eine Million Juden im Interesse der Nation gefunden werden. Zum deutsch=ungarischen Minderheitenvertrag betonte Teleki, daß Ungarn ihn unterschrieben habe und ihn daher einhalten werde. Es gebe Leute, die behaupteten, Ungarn nehme den Vertrag nicht ernst. Diese Leute seien Hetzer, die das enge und naturgegebene Verhältnis zwischen Deutschland und Ungarn zu untergraben trachteten. 944 Dann behandette Teleki ausführlich die verschiedenen Probleme der inneren Regierungsarbeit. Friede, Sicherheit, Unabhängigkeit Die Ziele der bulgarischen Außenpolitik dnh Sofia, 4. Dezember. Außenminister Popoff sprach am Dienstag im Parlament über die bulgarische Außenpolitik. Er kam u. a. auch auf den Besuch König Boris' beim Führer zu sprechen und erklärte, daß diese Begegnung noch einmal die freundschaftlichen Beziehungen Bulgariens zu Deutschland und die Sympathie des bulgarischen Volkes zu seinem großen Führer hervorgehoben habe. Einleitend stellte der Außenminister fest, daß die Regierung ihrer Politik treu bleiben werde, deren Ziele es seien, dem bulgarischen Volke den Frieden zu sichern und die Sicherheit und Unabhängigkeit sowie die Rechte und Lebensinteressen des Landes zu wahren. Der Minister hob dann die Bedeutung der Rückkehr der Süddobrudscha hervor, für die das bulgarische Volk seine tiefe Dankbarkeit den Achsenmächten gegenüber bekunde Dieses für Bulgarien große Ereignis habe die freundschaftlichen Beziehungen zu den beiden Achsenmächten noch verstärkt. Die friedliche Lösung der Dobrudschafrage durch den Vertrag von Krajowa sei beispielhaft, für die Neuordnung Europas, die von den achsenmachten im Geiste der Gerechtigkeit angestrebt werde und an der mitzuarbeiten Bulgarien stets bereit sei. In Krajowa habe Bulgarien alles, was möglich gewesen sei, erreicht. In der Rückgewinnung der Süddobrudscha erblicke Bulgarien nicht nur die Wiederherstellung des Rechtes, sondern auch die Möglichkeit einer. neuen Aera in den Beziehungen zwischen Bulgarien und Rumänien. Nachdem Außenminister Popoff auf die glückliche Entwicklung der Beziehungen zwischen Bulgarien und der Sowjetunion hingewiesen hatte, sprach er die Hoffnung aus, daß sich die Beziehungen zu Jugoslawien weiterhin festigen und zur Annäherung der beiden Brudervölker führen möchten. Die Beziehungen Bulgariens zur Türkei entwickelten sich im Geiste des zwischen beiden Ländern bestehenden Freundschafts= und Neutralitätsvertrages. Geburtstagsglückwünsche des Führers an General Franco Der Führer hat dem spanischen Staatschef General Franco zum Geburtstag drahtlich seine Glückwünsche übermittelt. Wie England neutrale Schiffe in seinen Dienst zwingt Unter Mißachtung aller internationalen Gesetze versucht England mit immer neuen Repressalien die neutrale Schiffahrt in seine Dienste zu zwingen. Nach einer Meldung aus Hongkong machen die dortigen englischen Behörden jetzt die Erlaubnis zum Anlaufen englischer Häfen dikrch die neutrale Schiffahrt von der Verpflichtung der Eigentümer oder Agenten abhängig, diese Dampfer auf Anforderung den englischen Behörden zur Verfügung zu stellen und keinen Handel mit den Feinden zu treiben. Präsident Roosevelt trat Reise ins Karibische Meer an Der Präsident der Vereinigten Staaten von Nordamerika. Roosevelt, der am Mittwoch im Sonderzug aus Washington in Miami(Florida) eintraf, ging an Bord des Kreuzers „Tuscaloosa“, um eine Reise ins Karibische Meer anzutreten. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs. Hauptschriftleiter: Dr. Paul, Dierichs(im Felde). Stellvertretender Hauptschriftleiter: Dr. Josef Schwermann Vermeiden Sie hastige Zuge, die den Rauch zu heiß werden lassen*) ATIKAH 5 e D Es ist für einen Raucher wichtig zu wissen, daß das Aroma einer guten Cigarette nur in langsam=bedächtigen Zügen zur vollen Entwicklung kommt. Hastige Züge dagegen lassen eine zu scharfe Glut entstehen, die das Aroma gerbrennt“. Seite 3 Nr. 289] Bochumer Anzeiger] Donnerstag, 5. Dezember 1940 Nachrichten de in Hofstede gesetzt hat. Die BronzeSE Wir verdunkeln: Gecatstweerr in Wochcttt S O men ihe ie nauere- det mehr Gei von 17.30 Uhr bis 9 Uhr Bis Ende des Monats Dezember ist in der Zeit von 17.30 Uhr abends bis 9 Uhr morgens zu verdunkeln. Verleihung des Grubenwehr=Ehrenzeichens Auf der Zeche Dannenbaum fand die feierliche Ueberreichung des vom Führer gestifteten Grubenwehr=Ehrenzeichens an den Oberführer der Grubenwehr der Zeche Dannenbaum, Steiger Hemberg, statt. Es wurde ihm vom Ersten Bergrat Kunkel des Bergreviers Bochum II übergeben. In seiner Ansprache wies Bergrat Kunkel auf die Bedeutung des Grubenwehrdienstes hin und dankte dem Ausgezeichneten für seine opferbereite fünfzehnjährige Tätigkeit im Dienste der Grubenwehr. An der Feier nahm auch der Ortsgruppenleiter der NSDAP. der Ortsgruppe Bochum=Laer, Pg. Ide, teil. Medaille für Deutsche Volkspflege für Ehrenbeamte der Stadt Der Führer hat den seit über 85 Jahren in der öffentlichen Fürsorge der Stadt Bochum tätigen Ehrenbeamten: Invalide Georg Sauerbrei, Schmechtingstraße 13, Malermeister August Stumpe, Grottenstraße 12, Maurermeister Ferdinand Rasche, Redemptoristenstraße 54, Schmiedemeister Wilh. Knoop, Kronenstraße 39, Schreinermeister Heinrich Träger, Dorstener Straße 98, Metzgermeister Michael Jakobs, Wittener Straße 126, die Medaille für Deutsche Volkspflege verliehen. Die Genannten üben auch heute noch das Ehrenamt eines Bezirksvorstehers oder Fürsorgepflegers in der Bezirksfürsorge der Stadt zum Wohle der Bedürftigen aus..,„Kramssichens erialate“. Die Ueberreichung des Eyrenzeichens erfolgte im Auftrag des Oberbürgermeisters durch den Dezernenten der Wohlfahrtsverwaltung, Städt. Rechtsrat Böming= haus. Rückkehr der Landjahrpflichtigen 1940 Aus verkehrstechnischen Gründen ist es leider nicht möglich, daß sämtliche Landjahrpflichtigen geschlossen eintreffen. Vielmehr kommen die Landjahrpflichtigen in mehreren Transporten an, und zwar: Jungen a) am Freitag, dem 6. Dezember, nachmittags.10 Uhr Bochum Hauptbahnhof und.21 Uhr BochumLangendreer aus dem Landjahrlager Kripp; b) am Freitag, dem 6. Dezember, nachmittags 5 Uhr Bochum Hauptbahnhof aus den Landjahrlagern Rheinbreitbach, Burg Dattenberg und Marienberg; Mädel c) am Sonnabend, dem 7. Dezember, nachmittags .25 Uhr Bochum Hauptbahnhof aus den Landjahrlagern Marienhafe, Loppersum, Weener, Carolinensiel und Hein Bauschen. Zur Beachtung bei der Lebensmittelkartenausgabe am nächsten Sonntag Aus verwaltungstechnischen Gründen sind Aenderungen in der bereits bekanntgegebenen Bezirkseinteilung für die Ausgabe der Lebensmittelkarten notwendig geworden. (Alles Nähere hierzu sowie die Aufführung der neu verlegten Bezirksausgabestellen für die Lebensmittelkartenausgabe sind aus der Anzeige ersichtlich.) Drei geschäftsoffene Sonntage vor dem Fest Der Polizeipräsident in Bochum teilt mit: In den nächsten Tagen erscheint im Regierungsamtsblatt eine Bekanntmachung über die geschäftsoffenen Sonntage vor Weihnachten. Danach wird der., 15. und 22. Dezember in der Zeit von 13 bis 17 Uhr freigegeben. Die Inhaber offener Verkaufsstellen sind verpflichtet, während der festgesetzten Verkaufszeit ihre Geschäfte offenzuhalten. Ausgenommen sind hiervon durch besondere Anordnung des Herrn Regierungspräsidenten in Arnsberg vom 23. November 1940 die Lebens= und tele Bochum war tausend Jahre lang eine kleine Ackerstadt und ist erst in den letzten Jahrhunderten zu einer Großstadt emporgewachsen, der die Industrie ihren Stempel aufdrückt. Man kann daher nicht erwarten, daß sie über Kunstschätze verfügt, wie sie älteren, reicheren Städten zu eigen sind. Auch keine Fürstenhuld ward ihm zutiel wie den Residenzstädten und=städtchen im verflossenen alten Reiche, die nun von vergangenen Zeiten zehren, noch haben sich Mäcen gefunden, die der Stadt Werke der Kunst schenkten, die sie sichtbar verschönten. Was Bochum an Denkmälern besitzt, ist für eine Stadt ihrer Größe und Bedeutung nicht allzu viel. An Standbildern sind zu erwähnen das Kaiser=Wilhelm=Denkmal an der Goethestraße und das in Gerthe, das Bismarckdenkmal an der Bismarckstraße, das Baare=Denkmal vor dem Kosthause Stahlhausen, das Hugo=Schultz=Denkmal vor der Bergschule und das Denkmal für den Grafen Adalbert von der Recke in Hamme; sie zeichnen sich aus durch getreue Wiedergabe der Gestalten. Von den Kriegerdenkmälern sind besonders zu erwähnen das Ehrenmal im Südpark, das Ehrenmäl der 67er im Stadtpark, das wuchtige Schwertmal des Bochumer Vereins, Schöpfungen von bezwingendem Eindruck. Das älteste Kriegerdenkmal, das früher auf dem Wilhelmsplatz stand und nun seinen Platz im neuen Stadtpark hat, verrät keinen besonderen Geschmack; es ist für die Gefallenen der Einigungskriege bestimmt. Die Kriegerdenkmäler in Hamme, Marmelshagen, Riemke, Wiemelhausen, Steinkuhl, Hordel(zwei), Stiepel(zwei), Weitmar(vier), Langendreer(zwei), Linden=Dahlhausen(vier), Altenbochum, Querenburg und Werne überragen nur bei wenigen das Herkömmliche, obschon einzelne guten Formensinn und geschmackvolle Linienführung verraten. Recht ausdrucksvoll ist das Denkmal, das die Gewerkift„Constintin d. Gr.“ ihren Gefallenen vor dem V figur des überlebensgroßen Bergmanns ist wie aus dem Leben modelliert, atmet seelisches Empfinden. Es ist erfreulich, daß in neuerer Zeit bei der Erstellung großer Gebaude auch der Plastik der gebührende Antiel eingeräumt wird. Die Kunstwerke im RathausEhrenhof geben diesem einen würdigen Rahmen. Eine feine Bildhauerarbeit ziert die Eingangsseite zur kleinen Trauerhalle auf dem Hauptfriedhof.„Das Leben überwindet dn Tod“— so steht es im Antlitz des jungen Mannes geschrieben, dessen aufrechte, scharf herausgemeißelte Figur siegesgewiß ins Leben hineinschreitet. „Arbeit ist Leben“ kündet die herrliche Gestalt des jungen Schmiedes, der kraftvoll den Hammer auf der Schulter trägt— eine Bildhauerarbeit, die den Eingang zum Verwaltungsgebäude der Firma Gebr. Eickhoff ziert. An Bochums Vergangenheit erinnert das Kuhhirtendenkmal auf dem Marktplatz der Altstadt; eine Schöpfung, die Beachtung über Bochum hinaus gefunden hat wegn ihrer feinsinnigen Bedeutung altväterlichen Geschebens..... Hachum tekt wird Wer aufmerksamen Sinnes durch Sochum geyr, wird noch manche bemerkenswerte Plastik finden, so am Eckhaus am Markt, am Verwaltungsgehäude, an der Freiligrathstraße usw., noch manchen kunstlerisch ausgeführten Fassadenschmuck, wie z. B. an der Hauptpost, an der Kanonenwerkstatt usw...; zu 23ugf, Auf unseren Friedhöfen findet man eindrucksvolle Denkmäler für die Opfer von Massenunglücken, am charakteristischen darf das für die Toten der Zeche„Präsident“ auf dem Friedhof in Hamme gelten. Grabmäler von besonderer Schönheit des Ausdrucks der Trauer weisen besonders der Friedhof an der Blumenstraße und der alte Friedhof an der Wittener Straße auf. So hat Bochum, wenn es auch keinen Vergleich aushält mit älteren Kunststädten, doch manches aufzuweisen an hervorragenden Schöpfungen der Bildhauerkunst. Daß man ihr in neuerer Hei mehr. Gelegenheit zur Betatigung gibt, ist ein erfreuliches Zeichen erwachenden Kunstsinnes und geläuterten Schaffenswillens. Das Ehrenmal vor dem Verwaltungsgebäude der Zeche Constantin „Der Lebende.“ Fast gotisch wirkt diese Plastik auf dem Hauptfriedhof Genußmittelgeschäfte. Die Tosung aulet Vergbauftagen= Verens gerian Der Leiter des Fachamtes Bergbau der DAF., Gauobmann Pg. Stein sprach in der Bergschule Wir alle haben Anteil am Sieg Im April 1806 sprach Scharnhorst die Worte:„In einem Kriege, wo ein jeder einen großen Anteil an dem Ausgang desselben hat, wo die Nation für ihre Freiheit und ihre Unabhängigkeit sicht, da vertritt der allgemeine Wille das, wozu unter anderen Umständen die größte Weisheit erfordert wird. Ist die Notwendigkeit einmal vom Volke erkannt, so wird nichts weiter zu unsterblichen Taten erfordert, als der Entschluß, zu siegen oder zu sterben!" Das war auch unsere Parole, als die Kriegsverbrecher im vergangenen Jahre den Krieg vom Zaune brachen. Unzählige Ruhmestaten hat inzwischen die deutsche Wehrmacht durch ihren Einsatzwillen in Polen und Norwegen, in Holland, Belgien und Frankreich, und ebenso gegen England vollbracht. Durch die weitere Opferbereitschaft von Front und Heimat werden wir auch das anmaßende Albion endgültig zu Boden zwingen. Beim 4. Opfersonntag stellen wir unsere Opferbereitschaft erneut unter Beweis. Jeder von uns will nach besten Kräften an der Niederwerfung des Erzfeindes unseres Kontinents beteiligt sein. Wir alle haben Anteil an den glücklichen Zeiten nach dem Kriege. Das aber wöllen wir uns nicht schenken lassen. Wir bringen darum jetzt ein erhöhtes Opfer. Diebstähle auf den Bochumer Friedhöfen In letzter Zeit mehren sich die Klagen über Diebstähle von Blumen von den Gräbern auf den städtischen Friedhöfen. Um diesem schändlichen Tun zu steuern und die Diebe ihrer verdienten Strafe zuzuführen, wird in jedem einzelnen Falle demjenigen eine Belohnung von 10.— Reichsmark zugesichert, der einen Dieb so namhaft macht, daß er des Diebstahls überführt und bestraft werden kann. Die an das Garten= und Friedhofsamt zu richtenden Meldungen werden vertraulich behandelt. Kindesmutter gesucht Kindestötung in Essen Am 22. November wurde in der Damentoilette des Hauptbahnhofs in Essen ein Paket gefunden, das die Leiche eines neugeborenen Kindes(Mädchens) enthielt. Die noch frische Leiche war mit Nabelschnut versehen und in einen halben weißen Kopfkissenbezug, einen halben Bogen graubraunen und einen ganzen Bogen gelben Packpapiers eingewickelt. Das Paket war mit starkem Bindfaden verschnürt. Das Kind hat nach der Geburt gelebt. Angaben, die zur Ermittlung der Kindesmutter dienen können, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum oder jede andere Polizeidienststelle. Wie die Zukunft des deutschen Bergbaus aussieht, und wieviel Fragen und Probleme im Interesse des Bergmannsstandes gelöst werden müssen, lehrte der Vortrag des Leiters des Fachamtes Bergbau in der Deutschen Arbeitsfront, Gauobmanns Pg. E. Stein, am Mittwoch vormittag in der Bergschule, in der alle Bergschüler und die Lehrerschaft versammelt waren. Bei der Arbeit im Bergbau müsse man von dem Grundgedanken ausgehen, daß unsere Bodenschätze die einzigen bedeutenden wirtschaftlichen und politischen Faktoren darstellten. Bei einem Blick über Europa sei festzustellen, daß Deutschland Führungsnation in Europa geworden und deshalb mitbestimmend in der Welt sei. Diese Führungsstellung verlange von jedem Deutschen eine besondere Verpflichtung gegenüber dem Volk und zugleich von ganz Europa. England, zum Untergang verdammt und verurteilt, sei nicht mehr in der Lage, sein eigenes Inselreich zu versorgen, geschweige denn die Verpflichtungen zu erfüllen, die es den verschiedenen europäischen Ländern gegenüber übernommen habe. Deutschland sei an die Stelle Englands getreten und versorge nunmehr die früher von England belieferten Länder mit Kohle und deren Erzeugnisse. Wir hätten gelernt, daß wir diesen Kampf nicht allein mit dem Schwert ausfechten könnten, sondern daß er auch in wirtschaftlicher Beziehung eine entscheidende Rolle spiele. England nämlich habe in seinen bisherigen Kämpfen immer die wirtschaftliche Seite herausgestellt und deshalb sein Weltreich ten können. Sollte dieser Krieg noch weitere Kreise ziehen, so müßten wir noch mehr arbeiten, als für den siegreichen Abschluß dieses Krieges notwendig sei; denn es sehe in der Tat so aus, als ob in den letzten Monaten die wirtschaftlichen Faktoren in den Vordergrund getreten seien. Die Stellung Amerikas in diesem Kampf sei eindeutig. Amerika wolle England mit allen Mitteln unterstützen. Es sei auch dort das Judentum, das im Bunde mit England stehe und nach Möglichkeiten suche, die jungen Völker und die Neuordnung Europas zu vernichten. Nach den Worten des Führers aber werde Deutschland noch stärker aus diesem Krieg hervorgehen, als es vor Beginn des Krieges dagestanden habe. Auf die Neuordnung Europas eingehend, erklärte der Redner, daß bereits viele Länder in Europa von uns in vielen Dingen abhängig seien. Wenn diese Völker nun Not litten, so sei Deutschland verpflichtet, sie zu unterstützen. Durch diese Unterstützung wiederum schafften wir uns die Dinge, die wir für den Endkampf benötigten. Von diesen Gesichtspunkten müßten wir den wirtschaftlichen Kampf betrachten und darauf bedacht sein, die Produktion im Bergbau nicht nur mengenmäßig zu halten, sondern nach weiteren Möglichkeiten suchen, sie noch zu steigern. In diesem Zusammenhang befaßte sich Gauobmann Stein mit Fragen, die eine Mehrleistung möglich machen könnten. Nun lägen die Verhältnisse so, daß die besten Bergleute bei der Wehrmacht seien, der Bergbau viele alte Bergmänner beschäftige und die Nachwuchsfrage im argen läge. Trotz des scheinbar ungünstigen Bildes sei die Haltung des Bergmanns eine gute, und er habe während des Krieges seine Pflicht von Maschinen und sonstigen Geräten zur Erleichterung der Arbeit, er sprach von der Beschäftigung ausländischer Arbeiter im Bergbau und wies darauf hin, daß vorerst jedes Mittel angewandt werden müsse, um schneller dem Endsieg entgegengehen zu können. Die Beschäftigung von ausländischen Arbeitern im Bergbau sei nur vorübergehend; denn abgesehen von der wirtschaftlichen Bedeutung sei das völkische Problem für die Zukunft des deutschen Bergbaus viel wichtiger. Nach dem Kriege werde der deutsche Bergbau nur mit deutschen Menschen besetzt, da der Bergbau einen der Grundpfeiler der deutschen Wirtschaft für alle Zeiten darstelle. Auf die iftige Gestaltung der sozialen Prohleme eingehend, machst die Voraussetzungen geschaffen werden müßten, um den Bergmannsberuf zu einem der angesehensten und begehrenswertesten zu machen. Aus diesem Grunde werde man nach dem Kampf Lohnbedingungen, Arbeitszeit und die Nachwuchsfrage so regeln, daß dieser Beruf in jeder Hinsicht an der Spitze aller Berufe stehe. Es werde eine Reichslohnordnung geschaffen, zugleich aber auch eine Altersversorgung, in der der Bergmannsberuf besondere Berücksichtigung finde. Auch in bezug auf die Gesundheitsführung soll der Bergbau an der Spitze stehen, das gleiche gelte auch von der Urlaubsgestaltung und dem Wohnungsbau. Gerade der Wohnungsbau sei bevölkerungspolitisch gesehen, sehr, wichtig, Zum Schluß seiner Darlegungen mahnte er die Bergschüler, in ihren künftigen Fuhrungsstellungen gute Vorbilder zu sein und in den Arbeitsgemeinschaften als echte Kameraden zu wirken. Es gelte jetzt, alle verfügbaren Kräfte zusammenzuraffen und auf das letzte Tor zu richten. Dann werde das deutsche Volk in eine sichere Zukunft der Freiheit marschieren können. Bergassessor Vollmar, der die Versammlung eröffnet hatte, verlieh zum Abschluß der Hoffnung Ausdruck, daß die bereits geplanten Aufgaben bald Wirklichkeit werden mögen. Die Bergschüler, die trotz vieler Schwierigkeiten immer ihren Mann gestanden hätten, würden weiter durch eiserne Energie und harten Willen bekunden, an der Gestaltung der Dinge mithelfen zu wollen. Sie würden überall mit gutem Beispiel vorangehen und bemüht sein, ihre Pflicht und Schuldigkeit zu tun. Aufnahmen: Brüning Wuchtig und kraftvoll wirkt diese Plastik vor dem Verwaltungsgebäude der Firma Gebr. Eickhoff Darum nämlich! „Nun mach noch einmal solchen Witz, Benno! Jetzt schon willst du das Weihnachtspäckchen für deinen Bruder aufgeben? Liegt denn der am Aequator?“ Benno schnitt sich ein Stück Wurst auf die Frühstücksstulle:„Hast du nicht gelesen, daß man Feldpostpäckchen zum Weihnachtsfest möglichst in der ersten Dezemberwoche, spätestens aber bis zum 15. Dezember, auf„Erste Dezemberwoche? Lächerlich! So ein Päckchen schaukelt doch nicht drei Wochen durch die Landschaft! Vier Tage geht die Post bis zu meinem Sohn, das genügt fürs Weihnachtspackchen!". „Dann riskierst du aber, daß es verspatet ankommt!“ „Vorige Weihnachten hat's doch auch geklappt! Warum denn diesmal nicht?"„ „Du hast wohl mit den Ereignissen nicht Schritt gehalten! Zwischen Weihnachten 1939 und 1940 ist ein himmelweiter Unterschied. Damals hatte die Reichspost nur das deutsche Reichsgebiet mit dem Generalgouvernement zu betreuen. Und jetzt? Vom Nordkap bis zur spanischen Grenze geht der Bogen! Ueberall wird bei unseren Soldaten Weihnachten gefeiert. Stell dir mal die Flut von Paketen und Päckchen neben der anderen Weihnachtspost vor! Die Reichspost hat diesmal nicht nur einen extralangen Arm, sondern auch einen extrabepackten! Daran müssen wir denken. Wäre doch schade, wenn dein Sohn zum Fest ins Leere gucken müßte, nur weil der Vater daheim den Anschluß verpaßt hat!" Großes Wunschkonzert des 65 NSKK.=Musiker und ein vielversprechendes Programm Die Motorstandarte 69 des Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps tritt am kommenden Sonntag mit einer Veranstaltung in der Gauhauptstadt Bochum an die Oeffentlichkeit, und zwar einer Großveranstaltung, die im Dienste des Kriegs=Winterhilfswerks steht. Sie wird in Form eines großangelegten Wunschkonzerts mit besonderen Einlagen durchgefuhrt. Die in Bochum beheimatete Motorstandarte 69 hat für die Ausgestaltung dieses Wunschkonzerts den Musik= und Spielmannszug der Motorstand Moldrstandarte Westfalen des RSKK. verpflichtet, der viegetan. Kurz streifte er die Frage des starkeren Einsatzes Arbeitsopfer statt. goldene Minensucherabzeichen erhalten Oberbootsmannsmaat Willi Romba, Johanniterstraße 10, Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse, wurde zum Bootsmann befördert und mit dem goldenen Minensucherabzeichen ausgezeichnet. Arbeitsopferveranstaltung Die Deutsche Arbeitsfront— RSG.„Kraft durch Kreude“— macht alle Arbeitsopfer und Invaliden der DAF. darauf aufmerksam, daß die zweite Veranstaltung dieser Woche am Sonnabend, dem 7. Dezember, 14.80 Uhr, im Parkhaus stattfindet. Als Ausweis ist das Mitgliedsbuch der DAF. vorzuzeigen. Am Freitag, dem 6. Dezember, findet keine Veranstaltung für len Volksgenossen noch aus mancher Veranstaltung in bester Erinnerung ist und diesmal in einer Stärke von 65 Mann den musikalischen Teil der Veranstaltung bestreitet. Seine Bewährungsprobe hat der Musik= und Spielmannszug der Motorgruppe Westfalen alljährlich auf dem Reichsparteitag in Nürnberg abgelegt, wo er bei dem Vorbeimarsch vor dem Führer nach der###Verfügungstruppe jeweils den stärksten Beifall der Massen für seine gute Leistung gefunden hat. Auch an diesem Tag wird er den geäußerten Wünschen gerecht zu werden wissen. Vorschüsse für Kohlenbevorratung Bei der Lohnsteuerberechnung nicht in Ansatz zu bringen NSG. Um ihren Gefolgschaftsmitgliedern eine weitgehende Kohlenbevorratung zu ermöglichen, leisten viele Betriebsführer entsprechende Lohn= oder Gehaltsvorschüsse zum Einkauf der entsprechenden Kohlenmengen. Da Vorschüsse und Abschlagszahlungen auf später fallig werdende Zahlungen lohnsteuerpflichtig sind und zu dem laufenden Lohn zugeschlagen werden, ergeben sich durch die Staffelung des Lohnsteuertarifs höhere Steuersätze. wodurch eine steuerliche Mehrbelastung des ArbeitnehZur Beseitigung dieser Härten hat der Reichsminister der Finanzen einem Antrag stattgegeben, daß derartige Vorschußzahlungen stets als echte Darlehn zu behandeln seien. Ein fur die Kohlenbeschaffung gewährter Vorschuß ist akso bei der Lohnsteuerberechnung außer Ansatz zu lassen. Ven=Eidoneiten Stadtteil Hamme Ganobmann Ernst Stein spricht in Hamme! Nachdem der Gauobmann des Gaues Westfalen=T.9 und Leiter des Fachamtes Bergbau, Pg. Ernst Stein, M. d.., erst kürzlich vor einem kleinen Kreis geladener Gäste in ausführlicher Weise zu den schwebenden sozialen Problemen des nationalsozialistischen Staates Stellung genommen hat, wird er am kommenden Sonntag in einer öffentlichen Kundgebung sprechen. Die Kundgebung, in der der Gauobmann üver „Unser soziales Wollen“ sprechen wird, findet am kommenden Sonntag vormittag im Saale Hucke an der Dorsteuer Straße statt. Hofstede=Marmelshagen Tüchtige Schützen in der Krieger=„und Landwehrkamerad= schaft Hofstede. Die Krieger= und Landwehrkameradschaft im K Hofstede hielt am Sonntag im Kameradschaftsheim von Hören einen Appell ab, in dessen Mittelpuntt die Ehrung der tüchtigen Schützengruppe der Hofsteder Kameradschaft durch den stellvertretenden Kreiskriegerverbandsführer Dr. Schönert stand. Zu Beginn des Appells gedachte der stellvertretende Kameradschaftsfüher Heinen aller für Führer, Volk und Vaterland gefallenen Volksgenossen in ehrender Weise, um dann in einem längeren Vortrag auf die gegenwärtige politische Lage einzugehen. Besonders freudigen Widerhall sand bei allen Anwesenden die Ehrung der Hofsteder Kriegerkameraden, die auch in diesem Jahre wieder hinsichtlich ihrer Webrtüchtigkeit an einer der ersten Stellen im Kreiskriegerverband Bochum liegen, durch den stellv. Kreiskriegerverbandsführer Dr. Schönert, der den erfolgreichen Kameraden als Belobigung eine Urkunde überreichte. Stadtteil Gerthe Ein glänzender Erfolg des KdF.=Abends. Der zweite Abend in der dieswinterlichen Programmfolge des KdF.= Feierabendringes der Ortswaltung Bochum=Gerthe war am Montag abend im Saale Kalthoff wieder einmal bis auf den letzten Platz ausverkauft. Es waren einige helleuchtende Sterne vom deutschen Artistenhimmel, die Heinz Vogel, dieser witzige und spritzige Düsseldorfer Junge, als Ansager den Gerthern vorstellen konnte. Das vielseitige Gebiet der Tanzkunn, vom alten Volkstanz bis zum modernen SteppLandjahrjungen und=mädel kehren heim. Aus den Landjahrlagern Pracht, Kripp und Altenkirchen erwartet man Ende dieser Woche unsere Jungen und Mädel zurück. Die Eltern freuen sich auf das Wiedersehen und auf die im Saale Sonnenschein stattfindende Wiedersehensfeier. Stadt Wanne=Eickel Mit dem E. K. I ausgezeichnet Der Obergefreite Heinrich Hermes, Schlachthofstr. 27, erhielt das Eiserne Kreuz I. Klasse. Frau Pauline Quint, Emscherstraße 192 wohnhaft, vollendet am 5. Dezember ihr 85. Levensjahr. Der Oberbürgermeister übermittelte der Jubilarin zu ihrem Geburtstage namens der Stadt Wanne=Eickel und persönlich herzliche Glückwünsche. 76 Jahre alt wurde der Pensionär Franz Reschnick, Paulstraße 18. Wanne=Eickels Kanarienzüchter sahen in diesem Jahre von einer öffentlichen Ausstellung ab und stellten in einer Tischprämtterung ihre Leistungsfähigkeit auch im Kriege unter Beweis. Im Handelshof wurden folgende Ergebnisse erzielt: Jungzuchtklasse: Meyer(Edelroller) 327 Punkte, Isken(Zufriedenheit) 294, Kulczak(Kanaria 96) 291, Trachternach(Zufriedenheit) 288, Verzischia(Kanaria 96) 279, Bolst(Kanaria 96) 277, Höschen(Zufriedenheit) 261, Müller(Kanaria 96 261, Steinbach(Zufriedenheit) 237. In der Allgemeinen Klasse: Mandel(Edelroller) 315 Punkte, Kevka(Edelroller) 282, Engelmann(Edelroller) 279, Kampa (Kanaria) 276, Horst(Edelroller) 204. Der Sieger errang die Wander=Stadtplakette, die goldene Medaille der Reichssachgruppe und den Vereinspokal. Die zweite Medaille der Reichsfachgruppe errang Isken. Der Gruppenpokal fiel an den Verein„Zufriedenheit". Bochumer Veranstaltungen Erik Then=Bergh spielt heute, Donnerstag, im Stadttheater Der Solist des heute, Donnerstag, 5. Dezember, 17.30 Uhr, im Stadttheater stattfindenden 5. Hauptkonzerts des Städtischen Orchesters Bochum ist der Träger des diessährigen Nationalen Musikpreises, Erik Then=Bergh. Der Künstler, der auch mit dem.=Bachmann=Preis ausgezeichnet ist, wird das Klavierkonzert-dur von Wolfgang Amadeus Mozart und die Ballade in-moll von Frederic Chopin zum Vortrag bringen. Einleitend spielt das Städtische Orchester eine Erstaufführung, und zwar die Arkadische Suite von Wilhelm Kempff. Beschlossen wird das 5. Hauptkonzert mit der 6. Symphonie— in der Urfassung— von Anton Bruckner. Leitung: Klaus Nettstraeter. Das Wiener Gastspiel der Bochumer Bühne rückt näher. Die künstlerischen Vorbereitungen zur Inszenierung von „Bruderzwist in Habsburg“, das die Bochumer Bühne innerhalb der Grillparzer=Woche in Wien am 17. Januar 1941 im Burgtheater geben wird, sind in ein weiteres Stadium getreten. Pros. Dr. S. Schmitt hat die Proben aufgenommen. Die Bühnenbilder schuf der 1. künstlerische Betrat der Bochumer Bühne, Johannes Schröder, der sich auf einer Reise genauestens von den historischen Stätten des Werkes in Prag und Wien unterrichtet hat. Aut beste TritterTgemenschaft deste Venstung Gau=Obmann Stein sprach vor den Werksfürsorgerinnen kunst, vom alten Volkstanz bis zum modernen Stepp„Soltit“ gibt den Schuhsohlen Sfache Haltbarkeit und macht sie wasserdicht! tanz, wurde durch das Tanzpaar Naido und die Tänzerin Mädi Florian offenbar. Alberti und Partnerin verblüfften ebenso sehr durch ihre geschickten Zauberkunststückchen, wie durch ihre Gedankenleserei. Der Akkordionvirtnose Paul Rudolf erwies sich auf seinen Instrumenten bis zur Miniaturausführung als ein wirklicher Könner seines Fachs. Der helleuchtendste Stern in dieser erlesenen Künstlerschar aber war zweisellos Walter Hauenstein, der als Jongleur und Fangmeister wie auch als Fußantipode wirkliche Meisterleistungen darbot. Das volle Haus versagte den Künsthern auch nicht den verdienten Beifall. Aus dem Nachbargevielt Stadt Wattenscheid Folgenschwerer Verkehrsunfall Auf dem Hindenburgdamm(Ruhrschnellweg) in Wattenscheid wurde ein 73jähriger Mann von einem Kraftwagen angefahren. An den erlittenen Verletzungen ist er nunmehr am 2. Dezember im Krankenhaus gestorben.— Die kriegsfreiwilligen Primaner Karl=Heinz Hartke und Dietmar Gesenberg von der Oberschule für Jungen erhielten das Reifezeugnis zuerkannt. Auf eine 25jährige ununterbrochene und treue Diensttätigkeit auf der Zeche„Fröhliche Morgensonne=Centrum“ konnte der Bürobeamte Hans Kadel zurückblicken. Er wurde in der üblichen sinnvollen Weise geehrt. NSG. Unter Leitung der Gau=Frauenwalterin der Deutschen Arbeitsfront Westfalen=Süd, Frau Unger, fand in Bochum eine Arbeitstagung der südwestfälischen Werksfürsorgerinnen statt, an der u. a. Fraulein Eberhard vom Reichsfrauenamt Berlin und Fräulein Wernsing vom Landesarbeitsamt Dortmund teilnahmen. Im Mittelpunkt der Tagung, die der einheitlichen Ausrichtung diente, stand das Referat des Gauobmanns der DAF. Parteigenossen Stein. Gauobmann Stein begrüßte die Tatsache, daß sich im Gau Westfalen=Süd erstmalig die Teilnehmerinnen, die eine so wichtige politische Aufgabe zu erfüllen hätten, zusammengefunden hätten. Die Sozialfrage sei heute wohl die wichtige überhaupt. Es sei selbstverständlich, daß die nationalsozialistische Bewegung und der nationalsozialistische Staat sich voll und ganz dafür einsetzen, diese Frage so zu lösen, daß daraus das beste Ergebnis für das deutsche Volk entstehe. Die Sozialfrage der Vergangenheit habe zum Zusammenbruch Deutschlands geführt— das nationalsozialistische Bestreben dagegen ging dahin, das ewige Deutschland zu gestalten. Die nationalsozialistische Sozialpolitik stelle den deutschen Menschen in den Mittelpunkt allen Geschehens. Der Deutschen Arbeitsfront, die vorwiegend dies Sozialprobleme zu sehen und zu gestalten habe, sei dabei ein Feld anvertraut worden, das mit nationalsozialistischer Zähigkeit bearbeitet werden müsse, nämlich der Betrieb. Nur die beste Betriebsgemeinschaft sei in der Lage, auch die beste wirtschaftliche Leistung zu vollbringen. Die Deutsche Arbeitsfront sei zunächst an die geistige Ausrichtung des deutschen Menschen herangegangen und habe hier einen Erfolg erzielt, der heute unbestritten sei. Gerade der Krieg bilde hierfür den besten Maßstab. Der Gauobmann betonte, daß nach den bisherigen großen politischen und militärischen Erfolgen es nun endgültig gegen den größten Widersacher Deutschlands ginge, gegen England. Es gälte, das wirtschaftliche Schwert Englands zu zerschlagen. Der Führer selbst habe ausgesprochen, daß England vernichtet würde, und so sei er dazu übergegangen, die deutsche Wirtschaft immer stärker auszubauen. Aber auch die Wirtschaft der bereits durch Deutschland besiegten Länder müßte von deutscher Seite ausgerichtet werden. Die deutsche Steinkohle nähme mehr als bisher den Weg in andere Länder. Der größere Verbrauch der Steinkohle stelle an den Bergbau, vor allen Dingen aber an den deutschen Bergmann selbst, die größten Anforderungen. Der deutsche Mensch sei imstande, Großes zu leisten, wenn er weiß, daß für ihn alles getan wird, nicht nur in finanzieller, sondern auch in ideeller Hinsicht. Die Deutsche Arbeitsfront sei daher auch an die Gestaltung der täglichen Dinge herangegangen und am Arbeitsplatz selbst angefangen. Der Begriff, der sich im Systemdeutschland breit gemacht habe: Arbeit ist Fluch! wurde im nationalsozialistischen Deutschland umgewandelt in: Arbeit ist Segen! Die sozialpolitische Krönung liege barin, den deutschen Menschen an die höchsten Kulturgüter der Welt heranzubringen. Es käme der Tag, an dem gesagt werden könnte, daß auf sozialistischem Gebiet in Groß=Deutschland alles Notwendige getan worden sei. Eine wichtige Aufgabe sei auch die berufliche Ertüchtigung. Denn was nütze die beste Maschine, wenn die fachliche Ausbildung des Menschen fehlt. Der beste Mann am besten Arbeitsplatz verbürge den größten Erfolg. Die Gesundheitsführung müsse überall vorbildlich sein. Denn je gesünder der Mensch, desto besser könne er auch für sein Volk arbeiten. Fur die Menschenführung im Betrieb sind gerade die besten Kräfte gut genug. Es käme darauf an, alle Krafte einzusetzen, um hier auch Erfolge zu erzielen.„Ein Ziel, eine Truppe, ein Tritt“ sei unsere Losung. Der Betrieb und die Familie seien die Grundlage für ein großes Volk. Die Kraft, die sich im Betrieb auswirkt, käme aus der Familie! Die Erziehung der Kinder, die Errichtung vorbildlicher Wohnungen, die Schaffung von Kindergärten usw. erzeugten den besten Arbeitseinsatz. Diese Einrichtungen hatten dazu beigetragen, daß der deutsche Arbeiter im Betrieb seine zweite Heimat gefunden habe. Jeder sei heute davon überzeugt, daß hier sein Platz sei, an dem er zu kämpfen habe, nicht nur für sich und die Familie, sondern für das gesamte Volk. Der deutsche Arbeitsmensch sei unerschütterlich im Glauben an den Führer und an Groß=Deutschland. 80 Jahre alt Heute, den 5. Dezember, kann Frau Witwe Wilbelmine Seeger, Hebamme t.., ihren 80. Gevurtstag seiern. 41 Jahre hat sie den schweren und doch schönen Beruf als Hebamme ausgeführt; sie war stolz auf ihren Beruf, und es war ihr immer eine Befriedigung, wenn Mutter und Kind gesund waren. In diesen 41 Jahren hat sie sast 6000 Kinder den Müttern in die Arme legen können. Mit 71 Jahren hat sie ihr Amt niedergelegt. Sie wohnt bei ihrer Tochter und ihrem Schwiegersohn„Paul Langner, Bochum=Wiemelhausen, Akazienweg 3, wo sie einen schönen und guten Lebensabend verlebt. Aber auch heute noch, mit 80 Jahren, hilft sie der Tochter noch in Haus und Garten. Auch liest sie noch gern den„BA“, den sie seit seinem Bestehen gehalten hat. Der Hochbetagten werden an diesem Tage viel Glück= und Segenswünsche zugehen. Am heutigen Donnerstag kann Frau Witwe Franziska Göbel, geb. Berghoff, Arnoldstraße 30. bei gutem Wohlbefinden ihr 86. Lebensjahr vollenden. In Rüthen an der Möhne geboren, kam sie 1881 nach Bochum. Seit annähernd 25 Jahren wohnt sie in der gleichen Wohnung. Sie schenkte acht Kindern das Leben, von denen noch ein Sohn und drei Töchter leben. Ein Sohn starb im Weltkriege den Heldentod. Im jetzigen Kriege stehen von ihren acht Enkelkindern fünf als Soldaten im Felde. 1939 wurde die Altersjubilarin mit dem goldenen Ehrenkreuz der deutschen Mutter ausgezeichnet. Auch ist sie als Kriegermutter langjähriges Mitglied der NSKOV. Die Hochbetagte, die seit 28 Jahren Witwe ist, ist noch so gesund und rüstig, daß sie ihr Hauswesen ohne fremde Hilfe versieht. Auch geistig ist sie noch voll auf der Höhe und sie ist eine eifrige Leserin des„BA“. Zu ihrem Ehrentage können mit ihren Kindern und Enkelkindern noch zwei Urenkel als Gratulanten bei dem betagten Geburtstagskind antreten. der NS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk Freitag, 6. Dezember Ortsgruppe Griesenbruch. 17 Uhr: Sprechstunde der Ortsfrauenschaftsleiterin im Heim, Metzstraße.— Ortsgruppe Hunscheidtsfeld. 15 Uhr: Spielnachmittag der Kindergruppe in der Schillerschule, Königsallee.— Ortsgruppe Dahlhausen. 18 Uhr: Nähkursus.— Ortsgruppe Weitmar=Nord. 15 Uhr: Backkursus in der Beratungsstelle des Deutschen Frauenwerks, Wittener Straße. Es wird um pünktliches Erscheinen gebeten. — Ortsgruppe Werne. 15 bis 17 Uhr: Mütterschulungskursus „Wie erziehe und beschäftige ich mein Kind?“ in der Werksfürsorge der Zeche„Robert Müser“. „Kraft durch Freude“ Hermann=Löns=Abend. Auf den morgen in der Reihe „Volkhafte Dichter im Aufbruch" stattfindenden 4. Abend mit Hermann Löns weisen wir ganz besonders hin, da in dieser Dichterstunde sein Werk und- seine Bedeutung für uns heute in einem ganz neuen Licht gezeigt werden soll. Aus dem überaus reichen Schatz seiner Dichtungen sollen die zu uns sprechen, die den kämpferischen Menschen Hermann Löns offenbaren. Schriftleiter Hans Henses wird aus Werken des Dichters lesen. Die Dichterstunde beginnt pünktlich um 19.30 Uhr im Hörsaal 20 der Verwaltungsakademie, Wittener Straße 61. Sportamt„Kraft durch Freude“ Zusammenkunft der KdF.=Wanderer. Sämtliche KdF.= Wanderfreunde treffen sich am Sonntag, 8. Dezember, um 15 Uhr in der Ortswaltung der DAF., Altenbochum, Wittener Straße 221, zu einer Besprechung. Der Ortswanderwart Pg. Wegmann wird hier zu den Interessenten des Wanderns sprechen und zu den einzelnen Tagesfragen Stellung nehmen. Die Musikfreunde des Wanderns sind hierzu besonders eingeladen, da auch u. a. die Gründung einer Musikgruppe auf dem Tagesprogramm steht. 9) Ein Klopfen an der Tür, die heftig aufgerissen wurde. Ein Mann trat an dem Kriminalassistenten vorbei ins Zimmer und blickte halb erstaunt, halb ärgerlich auf die beiden Männer, denen er unerwartet gegenüberstand. Breit, untersetzt, mit mächtigen Schulterpaketen, die unwahrscheinliche Kraft vermuten ließen, ein breites, rotbraunes Gesicht mit einer plattgedrückten Nase, wie man sie sonst nur bei Boxern findet, die harte Kämpfe hinter sich haben. Die ganze Gestalt des Mannes drückte die Fähigkeit rücksichtslosen Sichdurchsetzens aus. „Was soll denn das heißen?“ volterte er ohne jede Begrüßung los und blickte die beiden Männer an, als wolle er sich im nächsten Augenblick auf sie stürzen. „Man will mir verbieten, hier reinzukommen, will „Eine Sekunde!" unterbrach ihn Kommissar Taucher in bestimmtem Ton.„Wollen Sie mir nicht erst mal verraten, wer Sie sind?" Der Mann lachte. „Ich denke, wir machen es umgekehrt: Sie sagen mir, wer Sie sind! Denn ich genieße hier so gewissermaßen Hausrecht...“ Alexander Koperski ließ den Mann nicht aus den Augen. Daß von diesem Manne Gefahr drohte, wußte er von dem Augenblick an, in der jener durch die Tür trat. 5 „Kriminalpolizei!" erklärte Taucher kurz. „Donnerwetter!" lachte der andere.„Dann allerdings! Und wo ist mein Bruder?" „Wen meinen Sie?" „Sie fragen aber komisch, Herr Kommissar!“ grinste der Besucher.„Wenn ich sage, meinen Bruder, dann meine ich natürlich nicht den Kaiser von China, sondern eben meinen Bruder, Alexander Koperski!" „Alexander Koperski?". Der Blick des Kommissars suchte den des Rittmeisters, der mit festgeschlossenen Lippen stand und mit fiebernden Sinnen einen Ausweg suchte.„Ist das Ihr Bruder, Herr Koperski? Bevor der Rittmeister auch nur den Mund öffnen konnte, antwortete der andere mit einem brüllenden Gelächter: „Nee, Herr Kommissar, meinen Bruder kenne ich ja nun besser, fragen Sie also lieber mich! Behauptet der Herr da vielleicht, es zu sein! Dann muß ich Sie enttäuschen, Herr Kommissar!".„ „Was sagen Sie dazu, Herr— Koperski?" wandte sich Taucher an den Rittmeister. 16... Alexander Koperski hatte einen entschluß aefaßt. Jedes Verbergenwollen, jedes Ableuanen wäre Wahnsinn gewesen. Es galt. Farbe zu bekennen! „Ich heiße Alexander Koperski!“ sagte er, außerlich völlig ruhig. Wieder ein Lachen des andern. „Das finde ich aber ulkig, Herr Kommissar! Wenn der Herr da behauptet, auch Alexander Koperski zu heißen, dann müßte es ja zwei..“ Er unterbrach sich vlötzlich, betrachtete den Rittmeister, dessen auf dem Rücken ruhende Hände sich zu Fäusten ballten, aus zusammengekniffenen Augen. stieß einen leisen Pfiff aus und fuhr dann mit völlig; veränderter Stimme fort:„Sagen Sie. Herr Kommissar, ist meinem Bruder etwa— etwas passiert?" „Coppright bu Autwärts-Verlag. Berlin „Wie kommen Sie darauf?“.... „Nicht schwer zu erraten: Kriminalponizei im Hause, ein fremder Mann, der sich komischerweise auch Koperski nennt, es aber nicht ist...“...—4 Taucher schnitt die Worte des wcannes mit einer harten Handbewegung ab. „Das werden wir schnell klären!" Er wandte sich an den Besucher.„Sie also, Herr Koperski...“ „Ich heiße nicht Koperski!" unterbrach ihn der andere.„Mein Name ist Goebel— Arthur Goebel...“ „Wieso“ „Koperski ist mein Halbbruder, das heißt also, wir haben die gleiche Mutter. Nach dem Tode des Vaters Alexanders heiratete meine Mutter ein zweites Mal— und ihr zweiter Mann, das ist eben mein Vater!" „Aha! Und dieser Herr hier...“. „Hat nischt mit mir zu tun!“ Taucher drehte sich um, sah Koperski an. „Können Sie sich ausweisen?" Alexander Koperskis hatte sich ein fatalistisches Gefühl bemächtigt. Der Gang der Ereignisse war nicht mehr aufzuhalten. Er holte seinen Paß aus der Tasche und gab ihn dem Kommissar. Der warf einen Blick hinein, streifte den Rittmeister mit einem erstaunten Augenaufschlag und prüfte den Paß dann eingehender. Ei,.16. 4 „Eigentümlich!“ meinte er.„Sie heißen alezander Kopersti?“ „Das ist doch Quatsch, Herr Kommissar!“ mischte sich Goebel ein, wurde aber sofort von Taucher mit einer Handbewegung zum Schweigen gebracht. Dem Rittmeister zugewandt. fuhr der Kommissar fort:„Und wie kommen Sie hierher?" „Ich... bin mit meinem Namensvetter befreundet und habe ihn besucht!" erwiderte Koperski, nun ganz ruhig. Alles, was ihn hemmte, war abgefallen von ihm. Es kam jetzt darauf an, jedes Wort haargenau zu überlegen, sich durch nichts aus der Fassung bringen zu lassen.„Unsere Namen sind zwar nicht so häufig, wie.“ „Was veranlaßte Sie aber. mir gegenüber die Rolle — andern Koperski zu spielen?" fragte Taucher scharf. „Er wird schon seine Gründe gehabt haben!" warf Goebel dazwischen, dem Namensvetter seines Stiefbruders einen gehässigen Blick zuwerfend. „Herr Goebel, ich muß Sie bitten, sich vorläufig noch ein wenig zurückzuhalten. Können Sie das nicht, verlassen Sie das Zimmer!" Arthur Goebel lächelte unangenehm. Machte eine wegwerfende Handbewegung und trat ans Fenster. „Beantworten Sie meine Frage, Herr Koperski!" wandte sich Taucher wieder an den Rittmeister. Die Ablenkung durch Goebel hatte Alexander Koperski eine Atempause gegönnt, in der er einen klaren Ueberblick über seine Lage erhielt. Kriminalkommissar Taucher schien keine Ahnung zu haben, daß er von Dessau aus steckbrieflich gesucht wurde. Im Falle einer Verhaftung, die angesichts der Situation durchaus im Bereich der Möglichkeit lag, war damit zu rechnen, daß man auf dem Präsidium sehr schnell feststellen würde, wer er in Wirklichkeit war. Es galt Zeit zu gewinnen.„ 1 Dec Forscher befand sich jetzt schon in Dessau. er selbst aber mußte hierbleiben, durfte diesen Platz nicht verlassen, bevor wenigstens Jung zurückgekehrt war mit dem Serum. „Als wir Fräulein Meyerhof entdeckten und den Pfeil, mit dem die Verletzung erfolgte, nicht fanden, äußerte mein Namensvetter sofort die Vermutung, daß ein Verbrechen geschehen sein müßte. Seine erste Maßnahme war, seinen Assistenten nach Hamburg zu schicken, um den Tod Fräulein Meyerhofs zu verhuten. Er selbst außerte einen bestimmten Verdacht...“ „Gegen wen?" „Das sagte er nicht!“ antwortete Alexander Koperski. „Und Sie meinen, seine plötzliche Reise hängt damit zusammen?" „Wohin ist er gefahren?" Eine Teilsekunde nur des Zögerns. „Das kann ich Ihnen nicht sagen! Morgen will er wieder zurück sein!" „Sie haben mir noch nicht auf meine Frage geantwortet, warum Sie mir gegenüber seine Rolle übernahmen!" „Ich will Ihnen das offen sagen, Herr Kommissar: Um meinem Namensvetter zu helfen. Daß er nichts mit der Angelegenheit zu tun hat, wußte ich vom ersten Augenblick an... es konnte aber immerhin sein, daß er doch in einen gewissen Verdacht geriet.. „Verstehe! Wie kommt nun Herr Jung dazu, seinen Chef des versuchten Mordes zu beschuldigen?" „Das weiß ich nicht!“„ 825 „Aber ich!“ drehte sich artyur Goevei um. „Bitte!" „Jung ist ein verrücktes Huhn!" erklärte Goebel in seiner drastischen Ausdrucksform.„Er war in dieses Fräulein Meyerhof bis über beide Ohren verliebt und holte sich bereits zweimal einen Korb von ihr. So entstand allmählich in ihm ein furchtbarer Haß gegen meinen Bruder. Er meinte, die Körbe wären ihm ausgehändigt worden, weil Fräulein Meyerhof Alexander liebt. Hinzu kommt noch, daß Jung in dem Wahn lebt, von meinem Bruder zurückgesetzt zu werden. Er begleitete ihn auf zwei Afrikaexpeditionen und litt unter gekränktem Ehrgeiz. In der Oeffentlichkeit nahm man nicht genügend Notiz von ihm, überall wurde mein Bruder gefeiert..., er selbst stand immer im Schatten!“ Taucher sah Arthur Goebel aufmerksam an. „Sie wissen, was Sie da sagen, Herr Goebel?“ „Ich weiß immer, was ich sage! Es würde mich gar nicht wundern, wenn herauskäme, daß Jung die ganze Sache getan hat, um für seinen Haß und seine angebliche Zurücksetzung einen Blitzableiter zu finden!" Taucher wandte sich an den Rittmeister:„Sie waren bis zuletzt mit Herrn Koperski zusammen?" „Ja! Er bat mich, während der Zeit seiner Abwesenheit hier zu bleiben und darauf zu achten, daß kein Unberufener irgend etwas hier ändere. Es sei möglich, daß ein Eingreifen der Kriminalpolizei erforderlich werde, meinte er.“ „Hm! Aeußerte er irgendeinen Verdacht gegen seinen Assistenten?" „Nein!" Er schickte ihn ja sogar nach Hamburg zur Beschaffung des Serums. von dessen rechtzeitiger Anwendung für Fräulein Meyerhof Leben und Tod abhängt. Immerhin ein Beweis seines Vertrauens!" „Und Herr Koberski will morgen zurück sein? „Bestimmt!" Taucher schritt einige Male hin und her. Er schien den immerhin eigenartigen Fall zu überdenken. Schien irgendeine Entscheidung zu suchen, die der seltsamen Lage gerecht wurde. Blieb stehen. „Angesichts der besonderen Umstände halte ich es für richtig, wenn wir Fraulein Meyerhof bis zur Rückkehr Herrn Koserskis und zur Ankunft des Serums hier liegen lassen. Ich bin allerdings gezwungen, einen meiner Beamten zur Bewachung hier einzuquartieren. Es ist das kein Mißtrauensvotum Ihnen gegenüber, meine Herren, sondern eine reine Vorsichtsmaßnahme. Sie selbst halten sich mir natürlich bis auf weiteres jederzeit zur Verfügung. Sie, Herr Koperski, benachrichtigen mich sofort, wenn der Herr des Hauses oder sein Assistent eingetroffen ist...“ Der Forscher Alexander Koperski war entschlossen, die Angelegenheit in Dessau moglichst schnell in Ordnung zu bringen. Er hatte nicht viel Zeit zu verlieren. Der Unfall— oder was es sonst sein mochte— Lutz Meyerhofs beunruhigte ihn mehr, als er es sich eingestehen wollte. Er war nicht ganz sicher, ob seine Annahme stimmte. Achtundvierzig Stunden war die äußerste Frist, die zur Injektion, des Serums blieb. Ebensogut aber konnte es möglich sein, daß das im Körper wirkende Gift bei der Konstitution Lux Meyerhofs ein schnelleres Zerstörungswerk anrichtete. Vielleicht auch tauschte er sich über diese die Wirkung herabmindernden Zersetzungserscheinungen des Giftes durch die Einflüsse der Luft. Ae.5 Jung konnte morgen fruh aus Hamvurg zurück sein und die Injektion selbst vornehmen. Er konnte sich auf seinen Assistenten verlassen, wenn der Bengel auch manchmal ein bißchen komische Seiten hervorkehrte. Wenn man wie sie, allein auf sich gestellt, drüben in Afrika gemeinsam durch dick und dünn ging, war man zusammengeschweißt durch eine Schule der Kameradschaft, wie sie nur ein solches Erleben mit sich bringen Gewiß, Jung neigte manchmal zu exaltativen Ausbrüchen, wenn irgend etwas nicht so ging, wie er es sich vorstellte— sicher noch eine Folgeerscheinung schwerer Fiebererkrankungen—, aber Gott, Musterknaben sind wir Menschen ja alle nicht. Auf alle Fälle hatte er sich hundertfach draußen bewährt. Während der Fahrt hatte der Forscher angestrengt eine Lösung des rätselhaften Vorfalls gesucht, ohne allerdings auch nur einen Schritt in das Dunkel vorzudringen, das die Vergiftung Lux Meyerhofs umgab. Jetzt in Dessau hatte er alle ablenkenden Gedanken ausgeschaltet— er verfügte über die Fähigkeit in hohem Maße— und konzentrierte seine ganze Aufmerksamkeit auf die Aufgabe, die er sich gestellt hatte. Daß er bis zum letzten für den Rittmeister Alexander Koperski einstehen mußte, war selbstverständlich. Es war eine Verpflichtung, deren tiefere Ursachen der Rittmeister nicht einmal ahnte! Es würde nicht schwer sein, der geldgierigen Freundin Max Kluges klarzumachen, daß es hier um den Kopf eines Menschen ging. Er war schon mit anderen Menschen fertig geworden. Koverski warf einen Blick auf seine Uhr und perließ das Zimmer, das er im Hotel„Magdeburger Hof" gemietet hatte.. 8 v. 8 Er schritt durch die kleine Vorhaule, der Box zu, hinter der der Portier hockte. Das erste, was er im Näberkommen sah, war ein seltsam weiß schimmerndes Gesicht unter blondem Haar, war die schlanke Gestalt eines jungen Mädchens, das sich jetzt zu dem Portier herabbeugte und ihm ein paar Blätter— Rechnungen vielleicht oder irgend etwas ähnliches— hinschob. Der Forscher stand nun an der schmalen, Tischbarriere und legte den Zimmerschlüssel hin. Sein Blick alitt unwillkürlich über den gebeugten Nacken des Mädchens. dessen zarte anmutige Biegung irgendwie das Gefühl in ihm auslöste, etwas ungemein Schönes zu sehen...... 856 5of.„— „Ich mochte in den„mosenhof— können Sie mir kurz den Weg dorthin beschreiben?“ fraate Koperski den Portier, der aufsah; den Sprecher anblickte und dann eilfertig erwiderte: „Ah, Herr Koperski... natürlich... da gehen Sie...“ Mit der Stimme eines routinierten Fremdenführers beschrieb er den Weg. Koverski achtete kaum darauf. Etwas anderes war geschehen, das ihn förmlich gefangennahm. Als der Portier seinen Namen aussprach, war das junge Mädchen hinter der Box mit einem Ruck aufgefahren. Augen starrten ihn an. in denen Schreck, Entsetzen. Enttäuschung durcheinanderwirbelten. Das Gesicht war jäh noch bleicher geworden als vorher. (Fortsetzung folgt.) Tuenen und Sport Die erne Fahbanmahe Gang durch die einzelnen Stelteln ersten Rtezz-auttasse die erszeine Betrachtung aber Stelem Bupt gust zuS. Dalmen u. Meisterschaft in den einzelnen Stasseln. Gewiß der Weg Alle drei Mannschaften baben je vie endgültigen Ermittlung der Staffelmeister, alio füni bzw. sechs Svielen. Neu, bin bis der weit, bat, Es den Achen bor Aktenbochum, mit vier vor Höntrob und Witten 92 und mit fünf vor Preußen Bochum und dem X B. Eickel an der Spitze. Zu den bisber zehn Vereinen ist die WKG. Engelsburg hinzugekommen, die ihr erstes Spiel gegen Höntrop zwar verlor. trotzdeni aber einen ausgezeichneten Eindruck hinterließ. Engelsburg hat nun jeden Sonntag ein Meisterschaftsspiel, während die übrigen Mannschaften im Monat Dezember Gelegenheit haben, Freundschaftsspiele durchzuführen bzw. Rückspielverpflichtungen einzulösen. Am kommenden Sonntag spielt Engelsburg in Eppendorf gegen Witten 92. Die Aussichten auf einen Sieg sind hier gar nicht so rosig, denn die Wittener stellen eine sehr stabile Mannschaft, die auch etwas kann. Dann folgt am 15. Dezember Linden— Engelsburg, am 22. Dezember Altenbochum:— Engelsburg, am 29. Dezember Engelsburg— 2B. Eickel und am 5. Januar Spog. Welper— Engelsburg. Bis zum Beginn der Zwesten Se Münster 08, der vorjährige Staffelsieger, führt auch lam Cahr; hie Tabese an. Aulerdings muß sich, der und BV. Rheine teilen. vier Verlustpunkte aus also[unf. bzw. sechs, Spielen, Neu, binzugekammen ist dier Handels Nachrichten Glrponruee uns Kolonen Tropen= und kolonialtechnische Arbeitstagung is esc e ceale eil. lischeächeliche eäie eten an Bedeutung im Vergleich mit Südwest= und =Ostafrika zurück. In Kamerun wird außer Gold Zinn gewonnen, außerdem Wolfram. Nahe Duala bei schwache Austritte von Petroleum bekannt. Das Schutzgebiet Togo hat bisber keinen Bergbau. Die Schutzgebiete in der Südsee haben einen ergiebigen Goldpi ja4ce Schlecht, bettent, Is.11g.=Aunst### gräatteen den Ausgaaben wobl vorbereitet haben. Es war für die deut, berabau, außerdem ist Petroleum vorbanden. in sechs Spielen noch keinen einzigen Punkt hat ergattern können 8lssehd d63) ani der. Spike Der Vorprung vor bent i, Ze das Guc hoten, an der Ereolsetzung diser Räume mit darden angeragsen sein. In ganzen geronneg. venz non belenzweiten Spvg. Olve(13.2) Eizerfeldu: Gce Weie wirken zu können, bat sich in Deutschland zusammengesunden dem Erzberabau in unseren Kolonten eine durchaus günstige wfolgende Orupbe mi, Phxx., Eissteietv.,4%, ti und auf dem Erbe, das ibnen die großen deutschen schen Ingenteure nach dem Raub von Versailles nicht leicht, persönliche Erfabrungen in den von anderen Mächten be der Südsee batte bis Ende 1936 schon den Wert von 12 Wilverrschten Troven zu sammeln. Aber der kleine Kreis derer, liarden RM. erreicht, er dürfte aber bis heute auf.5 Milerabau. außerdem ist Petroleum Der Besamtwekt der Bergbauproduktion in Afrika und er Südsee hatte bis Ende 1936 schon den Wert von.2 Milschon mit je nachfolgende„Gruppe mit MSV. denau und den Siegener Sportfreunden ist fünf Verlustpunkten belastet. Zweimal Rapid gegen Ferenevaros Die Teilnahme des Ostmarkmeisters Rapid Wien an dem internationalen Weihnachtsturnier der führenden Fußballgannschaften, von Wien, Budapest und Aaran ist von der vor allem die Gleichmäßiatgit zg#, Reichelvortzu: rwag gezmperter Form'z. Das Frtt rder Graße leuchztalett, dem Euroväer zu schaffen. pioniere binterlassen haben, ausgebaut. Vorsichtige Menschenauswahl Vorbedingung Ueber den„Schutz des Menschen in den Tropen" sprach Professor Dr. C. Sonnenschein(Hamburg). Neben der böheren durchschnittlichen Luftwärme machen in den Tropen vor allem die Gleichmäßigkeit des Klimas und die hohe Luftten Serie also haben die Engelsburger dann sechs Spiele In“, Stasfel Gelsenkirchen jührt reigttrz, also nach Verlustpuntten, ggrechnet die Spegz=ßeftgieglie; P6 873, Gesenkirchen mit jehn Verlustpunkten aus zeon Spielen an vierter Stelle. Der später binzugekommene BV. Bocholt 1900 hat seine beiden ersten Spiele in der neuen Klasse jeweils unentschieden gestalten können. Wirklich schlecht und ziemlich aussichtslos liegt der SC. 07 Gelsenkirchen. Neun Spiele brachten ihm erst zwei Punkte ein. mit:16 bildet er das Schlußlicht der elf Vereine umfasDie Staffel Dortmund hat sich durch das Hinzukommen von Merkur Dortmund und BSG. Hoesch auf neun Teilnehmer erhöht. Hier ist es der SC. Hörde, der sich mit einem Punkt Vorsprung vor dem vorjährigen Staffelsieger VfL. Altenbögge an die Spitze gesetzt hat. Hörde ist die einzige Mannschaft, die zwar zwei Verlustpunkte hat, aber noch ungeschlagen ist. Alemannia Dortmund. Bövinghausen 04 und Brambauer, um nur die bekanntesten Vereine zu nennen, besinden sich zur Zeit im geschlagenen Felde. Interessant ist hier, daß Merkur Dortmund, bekannt aus den Aufstiegsspielen, gegen den Tabellendritten Lindenhorst das erste Meisterschaftsspiel in der Staffel gewinnen konnte, während Hoesch gegen die weniger ersolgreichen,„Böping: hauser mit:1 auf der Strecke blieb. Während also MerReichslvortsu#rung, geszertzarge, Form Hurchgefüher.: leuchtakeit, dem Eutzeggen und daket einigermaßen leistungsallerdings in etwas geänderter Form durchgefuhrt, va Grab= auf längere Zeit ertragen und dabei einigermaßen leistungssanski(Agram) nur zwei Spiele gegen Ferencvaros ab= fähig bleiben, wenn er sich mit dem Bau der Häuser, der 15. und 22. Dezemher„veranstaltet Wohnweise, der Planung und Aulage der Siedlungen u: die ungarische Meisterelf im ersten darüber binaus mit seiner ganzen Leyensweise, Dielen. Beer in Hüttelsdorf und tritt am dingungen anpaßt. Die Trovenkrankbeiten erfordern außer schließen konnte, die am 15 Tressen am 26. Dezember, in Hüttelsporf und fritt am dingungen. anpaßt, Die Trepenkransbelten. 29. Dezember in der ungarischen Haupistadt zum Rückampf einer solchen vernünftigen Lebensweise geeignete Schutmaßin. nahmen, zu denen auch eine geeignete, Wärmestauungen vermeidende Kleidung gehört. Die Zusammenarbeit zwischen Weißen und Farbigen begünstigt die Verbreitung von Insektionskrankheiten. Durch Trennung der Siedlungen. UnterVon den 22 Spielern der Mannschaften des Dresdner SC. künfte usw. kann man hier auf einfache Weise recht wirksame und des 1. FC. Rürnberg, die in Berlin das Endspiel um Gegenmaßnahmen treffen.., wenschen in die Troden Tschammer=Pokal„hesirttzen, izeher, nicht„weniger als„Seyr,Hiceue##t es, gefundheitliche Auslese durch troven17 Soldaten standen im Pokal=Endspiel daß nur körverlich 17 im Militärdienst. Alle Spieler des DSC. mit der einen pen zu schicken. Eine Ausnahme„von Schön sind Soldaten,„Bei Rürnherg tra= fachärztliche Untersuchung muß erreichen. 2 Janien kommen, gen Köhl, Uebelein, Luber, Carolin, Eiberger, Friedel und und auch geistig Troventaugliche in die Kolonien kommen. Gußner das feldgraue Ehrenkleid. Pfänder und Kund und anderseits alle durch Krankheit Vorbelasteten oder auch waren auch bereits eingerückt, erhielten aber einen zeitlich nach ihrer seelischen Veranlagung oder ihren Charakter bearenzten urlaub.(paften. Zunogel penr g en Die bervorragenden Leistungen der beiden Mannsch haben mit Recht die böchste Anerkennung gesunden. Der grenzten Urlaub.. schaften Linggeigneten, dem Travendienst, serpbleihen. Die vervorragenden Leistungen der beiden Mannschaften Frau„fallen in den Kolonien für die Gesunderhal ben mit Recht die böchste Anerkennung gesunden. grggt, Ausgaben zu.““ bi Gold und Diamanten aus unseren Kolonien „Geologie und Bergbau in den deutschen stete das Vortragsthema,von Geh. Bergrat Professor Dr. zeitigen Mandatare, die über riesige Flächen eigenen Kolonialbesitzes verfügen, sind aus Menschenmangel gar nicht in der Lage, diese Länder so zu entwickeln, wie wir es als die rechtmäßigen Besitzer tun würden. Ermäßigung der Bürgersteuer Nachdem durch die Lohnsteuerdurchführungsbestimmungen vom 10. März 1939 die Lohnsteuerrergünstigungen für die Kriegsbeschädigten und=Hinterbliebenen, die nach dem Wehrmachtfürsorge= und=versorgungsgesetz und dem Reichsarbeitsdiensiversorgungsgesetz versorgt werden, geregelt sind, ist auch die Ermäßigung der Bürgersteuer gemäß§ 17 des Bürgersteuergesetzes vom 20. November 1937 für diesen Personentreis su gewäbren 4— Gasaues botan. § 17 des vorerwähnten Gesetzes besagt u. a. folgendes: „Bildet das Einkommen die Besteuerungsgrundlage, so ist die Bürgersteuer auf Antrag zu ermäßigen:.. wenn einem nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes für das Bemessungsjahr nicht zur Einkommensteuer zu veranlagenden kriegsbeschädigten Arbeitnehmer oder einer gleichgestellten Person für das Bemessungsjahr bei der Lohnsteuer ein steuerfreier Betrag gewährt worden ist, auf den Betrag, der sich eraibt, wenn der rohe Arbeitslohn des Bemessungsjahres, gekürzt um 500 RM. und um den steuerfreien Betrag, die Besteuerungsgrundlage gebildet vätte.“ Zu den gleichgestellten Personen zählen auch die Hinterbliebenen. Conen hat noch nicht wieder gespielt Edmund Conen, der Mittelstürmer der Fußball=Nationalmannschaft, der in dem letzten Länderspiel, gegen Dänemark wegen einer Verletzung nicht mitwirken konnte, hat auch noch nicht wieder für die Stuttgarter Kickers antreten Börsen freundlich Am Mittwoch war die Kursbewegung an den Aktien= on Geh. Bergrat, Prosessar.,Or märkten der Berliuer Börse erneut nach oben gerichtet, da nalmannschaft, der in dem letzten Ländersptel. gegen. Da#e; H. Range(Berlin). Der Bergbau hatte vor dem Weltkriege Verkaufsneigung kaum bestand, anderseits aber nach wie vor —:„Pnicht wieder jür Ttuttgarter Kickers antreie in den deutschen, Kolonien, besonders in Deutsch=Sudmeßt: Kapitalien, Anlage, suchen. Die Umsätze bielten sich in einigen Umsang erreicht, ebensg, aucd sr lautete auch in„Deutschgebung absolul kein Lampensieber zu verursachen. entschieden endete, ohne Conen durch. Die ürne Vorrunde inVorlkund Amateur-Boxmeisterschaften des Welttalengaues esd den Aldsehaulch ghesghsches eaislehoscer Ggalige Ktlisd Geiläidb in. Vaskoast= 3z. Scihilclchl Lalse. in harten Sichtungskämpfen die Spreu vom Weizen scheidet. Dabei stellt man bewußt das Lokalkolorit in den Vordergrund, an jedem Kampftag befinden sich in einer Anzahl Paarungen ortsansässige Boxer, die vor heimischem Publikum kämpfen. Man darf auf keinen Fall die wirtschaftliche Seite dieser mit einem lokalen Mann durchgeführten und seitens der Zuschauer— wie es in Hagen der Fall war— Die Umsätze hielten sich in verhältnismäßig engen Grenzen.— Die Erholung machte an in allem betrug der Wert der Bergbau= den Aktienmärkten der Rheinisch=Westfälischen Börse zu Düfproduktion der deutschen Kolonien bis zum Weltkriege etwa seldorf Fortschritte. Von der Kundschaft waren bei den Ban200 Millionen Reichsmark. In der Nachkriegszeit ist durch ken Kaufaufträge eingegangen, die bei dem mangelnden Ma290 Wichatsverwaltungen der Herabau überall weiterent= terial nur zu erhöhten Kursen, Erledigung fanden. Die Befestigungen gingen über 1 Prozent hinaus.— Amtliche Kursnotierungen an der Berliner Börse vom 4. Dezember 1940: Farbenindustrie 199.70: Harvener Bergbau 167.20.— An der Düsseldorfer Börse wurden notiert: Constantin der vestafrika liegt, der Schwerpunkt hei Große 8100., 8600.: Balcke Maschinen 171.00: Schlegelder Diamantgewinnung, zumal es sich durchweg um sehr Scharpenseel 170.00: Vereinigte Stablwerke 144.00: Westbochwertige Steine bandelt. Weiter ist wichtig der Bergbau falia=Dinnendabl 198.00. die Mandatsverwaltungen der Bergbau überall weiterentwickelt worden, meist auf den schon zur deutschen Zeit bekannten Grundlagen aufhauend. Mit Ausnahme von Togo hat der Bergbau in den Schutzgebieten in den letzten Jahren einen Umsang erreicht, der sich im Exportbandel sehr wesentlich ausdrückt. In Südwestafrika liegt der Schwerpunkt bei der Zuschauer— wie es in Hagen der Fall war.— mit einem stellenweise geradezu fanatischen Lokalpatriotismus begleiteten Kämpfe unterschätzen. Daß auch zum Boxsport Geld gehört und nach den Wünschen der Leitung aus den Kassen der Veranstalter ein möglichst hohes finanzielles Plus herausspringen soll, ist nur allzu verständlich. Interessiert stellte man bei Beginn der Kämpfe fest, daß Hagen zahlreiches und damit kapitalkräftiges Hinterland hat. — der Hagener Saalbau war nämlich mehr als brechend voll—, wogegen die Recklinghäuser Veranstaltung nicht über eine solchen Bombenbesuch quittieren konnte. Diese Tatsache mag als Veranlassung gedient haben, einen weiteren Sichtungskampf Hagen zu übertragen. Man sieht daraus, mit welch seinem Fingerspitzengefühl die einzelnen Paarungen zusammengestellt werden müssen, um den Boxsport auch nach der lukrativen Seite hin zu festigen. In der am kommenden Sonntag in Dortmund stattfindenden dritten Vorrunde zur Westfälischen Boxmeisierschaft versprechen wieder sämtliche Paarungen Hochluteresianten Kampsport. Im Bantamgewicht steht der vorjährige Gaumeister Kleinschmidt(Dortmund) dem Hagener Meyet gegenüber, dem er das Nachsehen geben müßte. Eine harte Auseinandersetzung werden sich die beiden Dortmunder Federgewichtler Sandhoff(Hüttenverein) und Schmis(Edelstahl) liefern. Den Sieger wird man erst nach der Verkündung des Urteilsspruchs wissen. Den Leichtgewichtskampf dürfte Kramer(Gütersloh). der Zweite der vorjährigen Gaumeisterschaft, gegen Benisch(Dortmund) für sich entscheiden. Mit einiger Spannung sieht man dem Leichtgewichtstreffen entgegen, das Rosente(Bochum=Linden) und Altmeister Schmedes(Dortmund) bestreiten. Rosenke war in Recklinghausen der einzige, der mit einem..=Sieg über den zähen Hohoff(Recklinghausen) den Ring verlassen konnte, womit er sich als harter Schläger vorstellte. Ob das aber gegen den glänzenden Techniter Schmedes, der überdies noch eine famose Kampftaklik ins Feld führt, ausreicht, um zum Siege zu kommen, möchten wir bezweifeln. Jedenfalls wird Rosenke seine Haut teuer zu verkaufen wissen. Nach dem Weltexgewichtskampf dürfte der Gaumeister von 1939, Pilenz(Iserlohn), der die größere Erfahrung mitbringt, den Sieg über Lewandowsti(Dortmund) für sich beanspruchen. Dank seiner besseren Technik dürfte der Jugendmeister Busch(Lüdenshostergewpichtstreffen gegen Zewanstahl); Leichtgewicht: Kramer(Güterslob)— Benisch(Dortmund, Edelstahl): Rosenke(Bochum=Linden)— Schmedes (Dortmund, Edelstahl); Weltergewicht: Pilenz(Iserlohn) gegen Lewandowski(Dortmund. Edelstahl): Busch(Lüdenscheid)— Lewanskowski(Gladbeck): Mittelgewicht: Steinberg(Soest)— Zinier(Iserlahn)z,„Günther(Herten) gegen Brenner(Kamen): Hundt„Flerlabn).— Beramag# eman; sier): Halbschwergewicht: Feyrich(Hortmund,„Hgg ein)— Maftk(Dortmund. der(H Pawilo Bestsalen und Rhselnand Urteil nach sechs Jahren aufgehoben gestorben.— In Köln=Mülheim wurde eine 17jährige rksmäßiger Hausangestellte in der Badewanne tot aufgefunden. Geldern, 4. Dezember. Wegen gewerbsmaßiger Es wird angenommen, daß der Tod durch Berühren Wildhehlerei war ein hiesiger Wildhändler im Herbst der elektrischen Leitung eingetreten ist. 1934, von der Großen Klever Strafkammer zu acht Mngnaten Gefänapis verertailt marden, gegen — Rosti(Dortmund,„Edelstahlg: Schwergewia, Schra(Herten)— Seeker(BSK. 19 Bochum); Mittelgewicht: wilowfki(Scherlebeck)— Schmidt(Gladbeck). Weltmeister Metze sprach von seinem Rücktritt Weltmeister Erich Metze, der am vergangenen Sonntag bei den Radrennen in der Deutschlandhalle in Berlin schwer stürzte, hat bei dieser Veranstaltung vor dem Sturz mit dem Bahnarzt Dr. Conrad über einen Rücktritt, von seiner aktiven Laufbahn gesprochen. Bei der Unterhaltung wies Weltmeister Metze darauf hin, daß er mehrere schwere Stürze hinter sich habe und zweimal einen Schädelbruch und sechsmal einen Bruch des linken Schlüsselbeins erlitten habe. Er fühle sich doch müde und möchte nicht noch kurz vor dem Abgang von der Rennbahn noch einmal zu Fall Unglücklicherweise wurde Weltmeister Metze dann bald darauf von dem schweren Sturz betroffsen. Monaten Gefängnis verurteilt worden, gegen welches Urteil der Beklagte damals Revision einlegte. Da er aber darauf seinen Wohnsitz nach Holland verlegte, konnte die erneute Verhandlung erst jetzt nach sechs Jahren vor dem Klever Landgericht ausgenommen werden. Die exneute Beweisaufnahme erbrachte trotz dringender Verdachtsmomente keinesfalls die Schuld des Angeklagten. MMit Sicherheit wurde nachgewiesen, daß er jedenfalls stets angemessene. Preise für das aufgekaufte Wild bezahlt hatte. Die Anklage wegen HehDie Straßenbahn als Erzieher Bielefeld, 4. Dezember. Die hiesigen Stadtwerke bedrucken jetzt die Rückseite der Straßenbahn=Fahrscheine mit erzieherischen Worten in Poesie und Prosa. So liest man:„Gemeinschaft— präg dir's ein— heißt hilfsbereit und höflich sein", oder:„Denk auch an andere, bleib nicht steh'n, Pflicht ist's für jeden, lerei konnte nicht aufrechterhalten werden und der An- durchzugeh'.“ Die jungen Fahrgöste werden ermahnt: „Jugend! Höflichkeit und Rücksichtnahme ist eine Tugend, die dir besonders ansteht.“ An die Griesgrämigen wendet sich dieser Vers:„Mit Humor und Höflichkeit, kommt man durch die schwerste Zeit.“ geklagte wurde mangels Beweises freigesprochen. . K i n d t ö d l i c h v e r b r ü h t Köln, 4. Dezember. In der Krefelder Straße hatte eine Frau auf der Toilette einen Kessel mit heißem Wasser abgestellt. Beim Spielen fiel das zweijährige Kind der Eheleute in das heiße Wasser. An den Folgen der erlittenen Verbrennungen ist es im Krankenhaus scheid) ein weiteres Weltergewichtstreffen gegen Lewanskowfki(Gladbeck) siegreich zu gestalten in der Lage sein. Drei Mittelgewichtskämpfe stehen auf dem Plan. Steinberg(Soest) müßte einen Punktsieg über Zinser(Iserlohn) davontragen. Der Gewinner in Günther(Herten) gegen Brenner(Kamen) ist nicht vorherzubestimmen, während man Hundt(Iserlohn) als Sieger über Bergmann(Münster) erwarten dark. Weyrich(Dortmund) wird im Halbschwergewichtskampf gegen Roski(Dortmund) eine harte Nuß zu knacken haben, auf Grund seiner Jugend und größeren Erfahrung aber die Oberhand über seinen Gegner behalten. Im Schwergewichtskampf tritt der Bochumer Seeker(BSK. 19 Bochum) erstmalig in die Schranken. Er sowohl wie sein Gegner, Schrader(Herten), waren im Vorjahre noch unter den Jugendlichen zu suchen: ihr Debüt in der Gaumeisterschaft wird eine interessante Auseinandersetzung werden, Weiß Seeker seine Linke entschlossen und mit Wucht einzusetzen, bann kann ihm der Sieg nicht streitig gemacht werden. Pawilowski (Scherlebeck) befindet sich in aufsteigender Form, sein Sieg über Schneider(Bochum) stellte das unter Beweis. Der Dortmunder Kampf gegen den glänzenden Techniker Schmidt(Gladbeck) wird eine kleine Delikatesse werden, die voraussichtlich den Gladbecker als Besseren sehen dürfte. Im Jugendfliegengewicht wird Becker(Dortmund), der vorjährige Gebletsmeister, Sieger über Arenz(Körne). Schelkam(Dortmund) wird im Bantamgewicht über Katzmarzi!(Herten) slegen, Gert(Dortmund) im Leichtgewicht über Riedel(Körne), Werries(Kamen) im Mittelgewicht über Neubaus(Dortmund), dagegen ist der zweite Mittelgewichtskampf Weynen(Dortmund) geAETTONE Rleinnter zachterk Arbeien un Wezeinder Die jungen Hühner legen, sofern sie rechtzeitig tem Zustande gegessen werden. Bei der Fütterung des erbrütet wurden, zum größten Teil, auch die Althennen Wassergeflügels sollten Silofutter, Grünkohl und gesetzen nach und nach wieder gut mit dem Legensein. Ist schnitzelte„Möhren nicht vergessen„werden. Die ZuchtNeuschnee gefallen, so fegen wir den Schnee in der Um= stämme werden zusammengestellt. Es ist darauf zu achgebung des Stalles fort und legen einen breiten Gang ten, daß den Gantern und Erpeln nicht zu wenig weibzu einem ebenfalls sauber gekehrten Futterplatz an, um den Hühnern etwas Bewegungsfreiheit im Freien zu geben. An besonders kalten Tagen bleiben die Hühner auch einmal ganz im Stall oder kommen erst in der Mittagsstunde heraus, wobei der Stall dann auslüften kann. Das Wasser wird mehrmals täglich leicht angewärmt gereicht oder eine heizbare Tränke aufgestellt, damit das Huhn das Wasser auch gern aufnimmt und dadurch die zur Eierzeugung notwendige Menge Flüssigkeit erhält. An Frosttagen müssen wir die Eier mehrmals am Tage sammeln. Bei zu hohen Stallungen ist eine Stroh= oder Schilfzwischendecke einzuziehen. Soweit es nicht geschehen ist, wird der Stall nochmals gründlich auf zugige Ritzen untersucht, die ebenso wie schlecht schließende Fenster und Türen abzudichten sind. Wenn die Tiere sich jetzt viel im Stall aufhalten, müssen die Kotbretter besonders häufig, am besten täglich abgekratzt werden. Bei der Fütterung sind Kohlabfälle, Grün= oder Krauskohl, kurz angekeimtes Futtergetreide, Klee= oder Brennesselmehl und gestampfte Eierschalen nicht zu vergessen. Fehlende Geräte wie Legenester, Fallennester, Futtertröge, Futter= und Tränktische, Schwebetröge, Rübenfütterer, Kückenfutterkästchen. Mast= und Brutentwöhnungskäfige, Mückenheime usw. können in der Zeit der langen Winterabende gebastelt werden. Die Enten der leichten Rassen sind bereits flott am liche Tiere beigesellt werden. Für die Winterzucht der Kaninchen sind geschützte, zugfreie Ställe notwendig, um Verluste durch Erfrieren der Würfe zu vermeiden. Freistehende Außenställe werden mit Laub oder Nadelstreu eingepackt. Die geschlachteten Tiere läßt man bei kaltem Wetter zweckmäßig einige Tage hängen. Bei Neuanschaffung von Zuchttieren werden die Wirtschaftsrassen in erster Linie berücksichtigt. Die vom Ausputzen der Obstbäume anfallenden Zweige reichen wir den Kaninchen zum Knabbern. Gefrorene Rüben oder Krautblätter und gefrorenes Weichfutter sind Gift für die Tiere, deshalb werden nie zu große Mengen gereicht und die Reste nach einiger Zeit entfernt. Besonders zur Nacht füttern wir, neben der Abendmahlzeit, genügend blätterreiches Heu, damit die Tiere während der langen Nacht nicht hungern müssen. Das Tränken der Kaninchen darf auch im Winter nicht vergessen werden. gen Schötteldrever Kamen) eine offene Angelegenbeit. Legen. Enteneier dürfen bekanntlich nur in hartgekochEin unternehmungslustiger Kiekindiewelt Remscheid, 4. Dezember. In Dhünn blieb, nachdem alle Fahrgäste ausgestiegen waren, als einziger ein kleiner Kerl von zweieinhalb Jahren zurück, der bis dahin dem Personal noch gar nicht aufgefallen war, weil dieses offenbar angenommen hatte, das Kind gehöre zu einem der erwachsenen Mitfahrenden. Man stellte dann fest, daß es sich bei dem Zweieinhalbjährigen um ein aus einem Lenneper Kindergarten entwichenes unternehmungslustiges Bürschlein handelte, das zunächst seine Schritte zum Lenneper Bahnhof gelenkt hatte, dort unbemerkt, durch die Sperre geschlüpft und schließlich mit dem Zug bis Wermelskirchen gefahren war. Hier hatte der Kiekindiewelt wieder Glück, denn abermals gelang es ihm, unbeobachtet von scharfen Augen in den Postautobus zu schlüpfen und eine Fahrt in das im Herbst schöne Bergische Land zu machen. Wenn er auch selbst nur seinen Vornamen Dieter anzugeben in der Lage war, so war der Vermißte doch durch die besorgte Mutter schnell bekannt geworden, die bei der Polizei schon Schritte unternommen hatte. Dieterchen konnte also glücklich den Händen der Mutter zurückgegeben werden. nach Wunsch „Bunte Bühne“. Gelsenkirchen Die„Bunte Bühne“. Gelsenkirchen knüpft an ihre Tradition an, ihren Freunden das Beste vom Besten auf dem Gebiete des Artistischen zu bieten. Beifallsstürme umbranden das Jo=Tello=Ballett, das das Tänzerische mit dem Artistischen verbindet. Uebrigens ist es in Gelsenkirchen„groß“ geworden(man möge ses ganz wörtlich nebmen), also ist schon aus lokalpatriotischen Gründen an ihrem Erfolg nicht zu zweifeln. Horace und Bell, die aus Holland kommen, bringen große Musik auf kleinen Instrumenten. Ein köstliches Intermezzo bedeutet das Auftreten von Ellinor und Partner, denen man bescheintgen muß, daß sie als Akrobaten der Meisterklasse zu zählen sind. Werner Groß als Komiker ist eine Sehenswürdigkeit für sich. Iym kann nur Kurt Stolzensels das Wasser reichen, ein Mann von Geist und Humor und ein Ansager, der bei aller ausgelassenen Fröblichkeit sein Amt sehr ernst nimmt. Aufrichtige Freude bereitet das WiederPoktroffs“, die, nach langex AbwesenDen Ziegen ist ein warmer, gut gelüfteter Stall mit trockenem Lagex zu bieten. An schonen Lagen wer= sehen mit den„5 Pottrofis“, die nach Fenster werden mit geflochtenen Strohseilen gegen ein=teilis“ mußten ihr Gastspiel verlängern. Der Dank bleibt dringende Kälte und Zugluft versehen. Auch die Ziegen dürfen kein gefrorenes Futter erhalten. W. Krebe ihnen nicht vorenthalten. Das Hausorchester Henschel meistert seine Aufgabe, wie immer, in glänzender Weise. Es geht also alles programmäßig„nach Wunsch“. Josef Ruhmann Wer Inl hat, kennt keine Reinigungssorgen; für schmutzige Gerufskleidung gibt es nichts Geeigneteres. in löst jede Aufgabe spielend und macht die Verwendung von Seife und Waschpulver überflüflig! Fauehrad, PryPVerrmmpure Benfe. Ein Ehrentag der deutlchen Willenlchaft „Berselluse fus Ssperutntelitelte By)srapte Anläßlich der Behring=Erinnerungsfeier wurde das größte Immun=Biologische Forschungsinstitut der Welt gegründet Aerzte und Gelehrte aus aller Welt in der Universitätsstadt Marburg— Enthüllung eines Behring=Denkmals Marburg, 4. Dezember. Während des Festaktes anläßlich der Erinnerungsfeier an Emil von Behring in der Aula der Marburger Universität verkündete Professor Dr. Lautenschläger (Frankfurt a..) die Gründung des größten ImmunBiolvgischen Forschungsinstituts der Welt, das in Marburg errichtet wird. Nicht nur deutschen Gelehrten wird das neue„Institut für experimentelle Therapie e. V. Behring“ offenstehen, sondern es wird Forscher aus allen Teilen der Welt als Gäste beherbergen. Auf diese Weise wird der Arbeit in dieser Forschungsstätte eine möglichst breite Basis gegeben und das Zusammenwirken mit anderen Instituten des In= und Auslandes vertieft werden. Als oberster Leitgedanke steht über den Zielen und Aufgaben dieser Stätte weltumspannender wissenschaftlicher Tätigkeit das Lebensprinziv Behrings, durch die Bekämpfung der Infektionskrankheiten der gesamten Merschheit zu dienen. Mit der Erxichtung des großangelegten Bauwerks wird sofort begönnen. In der Gründungsurkunde bekennen sich die Universität Marburg als langjährige Wirkungsstätte Behrings, die Behring=Werke in Marburg als unmittelbarer Hüter des Behringschen Erbes und die I. G. Farben=Industrie AG. als erste Herstellerin des Behringschen Diphtherieserums und als Erbauerin des neuen Instituts feierlich zur Wahrung des Vermächtnisses dieses großen deutschen Arztes und zur Fortsetzung seines wissenschaftlichen Werkes. Der Festakt In der Aula der altehrwürdigen„Philipps=Universität in Marburg versammelten sich Mittwoch vormittag führende Männer der deutschen Wissenschaft, darunter die Rektoren aller deutschen Universitäten mit zahlreichen Wissenschaftlern und Aerzten aus allen Teilen der Welt, um die 50. Wiederkehr des Tages zu feiern, an dem Emil Behring die ersten grundlegenden Ergebnisse seiner Immun=Forschungen der Oeffentlichkeit überaab und damit den Grundstock legte zur erfolgreichen Bekämpfung einer der verheerendsten Krankheiten aller Zeiten. An der Spitze der Ehrengäste sah man Reichsminister Rust, den Reichsgesundheitsführer Staatssekretär Dr. Conti sowie die Vertreter zahlreicher Naß- Kalt ster NIVEA Oenn Nivea-Creme schützt Ihre Haut und erhält sie glatt und geschmeidig. Die von ihm begründete Sero=Therapie kann man geradezu als Musterbeispiel der Anwendung einer naturwissenschaftlichen Methode auf ein akutes ärztliches Problem bezeichnen. Aus dem Studium des Bakteriengiftes und der Auffindung seines spezifischen Antitoxins im Laboratorium schuf er eine Heilmethode, die nicht nur unzählige Menschenleben erhielt, und dem entsetzlichen Leid unzählbarer Eltern ein Ende machte, sondern auch der gesamten Medizin neue therapeutische und prophylaktische Wege wies, die sich nach dem Vorbild der Behringschen Diphtherie=Bekämpfung bei anderen Krankheiten glänzend bewährten. So wurde Bebring zum Wohltäter der Menschheit und fügte sich den Großen der Zeit als einer der Größten ein. Wenn die Reichsregierung heute seinem staatlicher Stellen, der Wehrmacht und der Partei. Zu den Vertretern aus allen Teilen des Großdeutschen Reiches gesellten sich die zahlreich nach Marburg gekommenen Gelehrten und Aerzte aus allen Teilen der Welt, die sich auch durch den Krieg nicht abhalten ließen, mit dem deutschen Volk der der ganzen Menschheit dienenden wissenschaftlichen Großtat Emil von Behrings zu gedenken.#5, Ei. IXar fvs berichtstInsgesamt waren, wie wir schon kurz berichteten, die Vertreter von 23 Nationen zusammengekommen, um in Marburg mit dem deutschen Volke die Kulturtat eines der Größten, Emil von Behrings, zu feiern. Von europäischen Staaten sind vertreten: Italien, Spanien, Portugal, die Schweiz, Rumänien, Bulgarien, Jugoslawien, Ungarn, die Slowakei, Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark, Holland und Belgien. Aus fernen Erdteilen sieht man in der Zahl der Festgäste Vertreter aus Japan und China. aus den Vereinigten Staaten. aus Argentinien, Chile, Peru, Kolumhien und Bolivien. Nach dem feierlichen Einzug des Lehrkörpers der Universität spielte das Collegium Musicum unter der Leitung von Prof. H. Stephani den Eingangssatz der Rheinischen Symphonie in Es=dur von Robert Schumann Der Rektor der Philipps=Universität, Prof. Dr. Th. Mayer, eröffnete dann die Erinnerungsfeier mit Worten der Begrüßung an die Gäste, wobei er auf die Bedeutung dieser wissenschaftlichen Feier gerade während des Krieges hinwies. In seinen weiteren Ausfübrungen umriß der Rektor die Bedeutung Emil von Behrings nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für die Entwicklung der deutschen Forschung. Gedenkrede des Reichsministers Rust Anschließend ergriff der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Rust, das Wort zu seiner Gedenkrede, in der er u. a. ausführte: „Wenn wir uns hier im Gedenken an Emil von Behring zusammenfinden, so gilt unsere uneingen schränkte Bewunderung diesem wirklich großen Menschen, der in wundervollster Harmonie den Arzt und den Forscher in sich einte. Wir wissen es: Aerztliche Kunst und strenge Wissenschaft gehören untrennbar zusammen. Nur wenn beide Hand in Hand gehen, ist das Wohl des Kranken gesichert. Wo immer die eine zugunsten der anderen zu kurz kam, ging es mit der Medizin bergab. Vereint führten sie zu Höhepunkten ihrer historischen Entwicklung. Etwa ein Menschenalter, ehe Behring geboren wurde, schlug die Medizin in enger Verbindung mit den Naturwissenschaften den Weg ein, der sie zu Erfolgen führen sollte, wie sie keine Aerztegeneration porher erlebt hat— den Weg der stillen, selbstlosen Forscherarbeit am Sezier= und Experimentiertisch, im physikalischen, chemischen und biologischen Laboratorium, den Weg. der immer wieder erneuten Vertiesung in das Einzelproblem und des mühevollen Suchens, dem es um nichts anderes zu tun ist als um echte Erkenntnis. Erst jetzt, als die Universitäten neben dem Lehramt ihre Forscheraufgabe erkannt hatten, begann ihre wahre Blüte, und wir dürfen stolz darauf sein, daß deutsche Männer an der Spitze marschieren. Auch Bebring ging diesen Weg echter Wissenschaft. Denn was er erreichte, verdankte er neben der klaren Zielsetzung seines genialen Kopfes der strengen Methodik seines wissenschaftlichen Denkens und Handelns. sieht sie in dem Lebenswerk dieses deutschen Professors und Forschers für die Nachfahren Symbol und Mahnung— das Symbol echten deutschen Gelehrtentums, die Mahnung, in der Medizin nie von der Forderung strenger wissenschaftlicher Forschung zu lassen. Die nationalsozialistische Revolution ist an den Hochschulen nicht vorbeigegangen. Sie hat alle an ihr wirkenden Menschen, die Lehrenden und Lernenden, hineingezogen in die große lebendige Gemeinschaft des deutschen Volkes. Sie hat die organisatorische Form der Hochschule gewandelt in der Richtung auf die Werte vom Führertum und Verantwortlichkeit. Sie hat der Wissenschaft die ihr im Rahmen der Neugestaltung und Sicherung unseres völkischen Lebens zufallenden Aufgaben gestellt. Die Wissenschaft selbst hat sich, ergriffen von den alles zu neuer Besinnung aufrüttelnden und neue Energien wachrufenden nationalsozialistischen Ideen auf ihre eigene Grundlage besonnen. Was in der Wissenschaft und der Hochschule im allgemeinen als Lebensentfremdung empfunden wurde, ist in der Medizin im besonderen als Vernachlässigung der Heilkräfte der Natur empfunden worden, sei es, daß diese Kräfte in der äußeren Natur, sei es, daß sie in der Naturbegabung einzelner Menschen auftreten. Die Arbeit am Krankenbett verlangt gegenüber einer einseitigen theoretischen Ausbildung ihr Recht und stellt den Menschen und das Volk auch hier, wie in der Erziehung und überall, wieder in das vorderste Blickfeld. Die nationalsozialistische Gesundheitsführung wird diesen Weg, der Arzt und Volk enger zusammenführen wird, mutig mit einbeziehen und dabei die Verantwortung für die Erhaltung einer gründlichen methodischen Bildung und die Erkenntnis des Wertes des stillen Forschens nicht verlieren. Als nächster Redner umriß der Reichsgesundheitsführer Dr. Conti die grundlegende Bedeutung der Forschungen und Erfolge Behrings, durch die eine neue Seite der tiefgründigen deutschen Wissenschaft und Forschung aufgeschlossen worden sei.„Mit berechtigtem Stolz blättern wir“, so sagte Dr. Conti,„gerade heute in diesem Buch, da eine untergehende Welt uns so gern noch als Die schsleßt die Htar? Von Oberstleutnant Schaller Die Schwierigkeiten beginnen bereits, bevor die Flakartillerie das Feuer eröffnet. Derjenige, der Zeitschriften der Luftwaffe liest, weiß, daß zahlreiche deutsche und feindliche Flugzeugtypen sich ähneln. Es erfordert eine besonders intensive Ausbildung, die kleinen Unterschiede zu erkennen. Nicht jeder hat hierfür einen Blick, es gehört besonderes Verständnis dazu, ähnlich wie beispielsweise in einer pferdebespannten Batterie zwar jeder die Rappen von den Schimmeln oder Braunen unterscheidet, aber nur Pferdekenner aus der Masse der aufgestellten Pferde gleicher Farbe die einzelnen namentlich bestimmen können. Hiergegen wird behauptet werden, die Flugzeuge führen doch Hoheitszeichen, es ist doch Freund oder Feind leicht zu unterscheiden. Dieser Zweifler mag sich einmal bei Ertönen von Flugzeuggeräuschen die Mühe machen, ein Flugzeug zu suchen und die Abzeichen abzulesen. Ihm wird es selbst mit dem besten Glas nicht gelingen, ein Flugzeug, das in großer Höhe fliegt, im Dunst oder aus dem Dunst der Sönne auf den Beobachter zukommt, zu finden. Der Flakartillerist darf sich mit dem Auffinden jedoch nicht begnügen, er hat sich zu entscheiden, ob er das Feuer eröffnen darf oder nicht. Schon diese kleine Beobachtungsaufgabe zeigt jedem, welche Verantwortung ein Batteriechef oder Schießender der Flakartillerie trägt, sie lehrt weiter, daß der Flugmeldeposten, der dauernd den Himmel abzusuchen hat, einen schweren und anstrengenden Dienst leistet. Wichtig ist ja, ein Flugzeua so zeitig wie irgend möglich zu finden, damit die Schießarundlagen ruhig und'genau ermittelt werden. Der Ausdruck„Ermittelp der Schießgrundlagen„führt uns mitten binein in die Flakschießlehre. Diese unterscheidet sich wesentlich von der bekannteren Schießlehre der Erdartillerie. Begründet ist der Unterschied durch die Eigenart des Ziels. Ein Vergleich der beiden Schießverfahren soll dies erläutern. Im Erdkampf sind unbewegliche oder sich langsam bewegende Ziele zu bekämpfen. Querfeldein sind Geschwindigkeiten von 30 bis 40 Kilometer in der Stunde Höchstleistungen. Das Schießverfahren stützt sich meist auf Beobachtung der Schußlage, Bodenbewachsung und Bodengestaltung ermöglichen es, beim Einschießen die Schüsse in ihrer Lage zum Ziel als kurz oder weit, rechts oder links festzulegen und so lange zu verbessern, bis auf den ermittelten günstigsten Entfernungen das Wirkungsschießen aufgebaut wird. Das Ziel des Flakartilleristen dagegen ist klein und wendig und bewegt sich mit der zehnfachen der oben angegebenen Geschwindigkeit im Raum, also in drei Dimensionen. Im unendlichen Raum aber gibt es keine Anhaltspunkte, die mit der Bodengestaltung zu vergleichen sind. Nur der Volltreffer läßt den Sprengpunkt mit dem Ziel in unmittelbaren Zusammenhang bringen, in allen übrigen Fällen kann die Schußlage zum Ziel nicht bestimmt werden, der Himmel besitzt kein Hilfsmittel, das erkennen läßt, ob ein Sprengpunkt kurz oder weit, seitlich oder der Höhe nach richtig liegt. Der Nichtfachmann, der als seitlicher Beobachter glaubt, urteilen zu können, bedenke stets, daß er keinen Anhaltspunkt für die Schußrichtung, daß er kein Vergleichsmaß über Entfernungen und Ablagen besitzt.“ Weiter verbietet die Beweglichkeit des Ziels, die Lage der ersten Gruppe zu Verbesserungen auszunutzen, ein Flugzeug bleibt nicht am gleichen Punkt schweben, es fliegt weiter, jede Gruppe muß hinsichtlich Seite, Erhöhung und Entfernung neu berechnet werden. Somit entfällt für den Flakartilleristen jedes Einschießen, es gibt bei ihm nur Wirkungsschießen unter Zugrundelegen der durch seine Geräte exmittelten Werte. Nach Plan berechnetes Wirkungsschießen kennt der Erdartillerist auch. Da er jedoch weiß, daß trotz genauester Rechenarbeit vor allem durch Witterungsund ballistische Einflüsse Ermittlungsfehler auftreten, nimmt er die nächstgelegenen kürzeren und weiteren Entfernungen zu Hilfe und streut mit diesen Entfernungen über das Ziel hinweg. Dazu hat der Flakartillerist keine Zeit. Sein Ziel entfernt sich in jeder Sekunde um etwa 100 Meter von dem errechneten Treffpunkt, jede Streugruppe würde um Sekunden und damit um Hunderte von Metern falsch liegen. die unkultivierten Barbaren, als die Feinde der Wissenschaft hinzustellen beliebt.“ In seinen weiteren Ausführungen verwies Dr. Conti auf die ungeheure Bedeutung der Forschungen und Erkenntnisse Behrings für die Organisation des Gesundheitswesens. Heute seien uns die Gedankengänge seiner grundlegenden Arbeiten so geläufig, daß wir uns nur schwer in die Zeiten zurückversetzen können in denen sie eine Revolution und Umwälzung bedeutetenz Im Jahre 1892 seien allein in Deutschland 50.000 Kinder der Diphtherie zum Opfer gefallen. Durch Behrings Großtat sei dieser grausamen Krankheit bald viel von ihrem Schrecken genommen worden, die Sterblichkeitsziffern sanken zusehends, und gerne geben wir heute Behring den Ehrentitel„Retter der Kinder“. Von höchster Bedeutung sei aber auch die Tetanus=Schutzimpfung geworden, die uns im Kriege 1914/18 und im jetzigen Kriege sicher ganze Regimenter von Soldaten gerettet und erhalten habe. Der Der Führer gratuliert Generalfeldmarschall v. Bock zu seinem 60. Geburtstage. Presse-Hoffmann Hanbdarieske“ Biegen. Der Reichsgesundheitsführer betonte, daß ohne die Grundlagen der wissenschaftlichen Forschung eine praktische Gesundheitsführung des deutschen Volkes unmöglich sei. Erst mit diesem Rüstzeug könne an die Bekämpfung der großen Seuchen und Volkskrankheiten erfolgreich herangegangen werden, und zu diesem Rüstzeug gehöre auch die vorbeugende Diphtherie=Schutzimpfung. Es werde möglich und nötig sein, sie von jetzt an und noch mehr in Zukunft im großen zur Anwendung zu bringen. Am Schluß seiner Ausführungen verwies Dr. Conti darauf, daß sich Behring aus den Werken von Paul de Lagarde besonders das Wort vermerkt habe: „Die Ideale der Jugend sind Männer, aus denen eine Idee leuchtet.“ Der Schlußsatz von Schumanns Rheinischer Symphonie leitete über zu den großen Würdigungen des Werkes und der Persönlichkeit Behrings. Der Dekan der Medizinischen Fakultät der Marburger Universität, Professor Dr. Becher, würdigte Emil von Behrings Wirken an seiner Fakultät und die Bedeutung seines Werkes, worauf Professor Dr. Lautenschläger(Frankfurt) im Namen der IG.=Farben AG. dem Rektor der Philipps=Universität die Gründungsurkunde für das neue Immun=Biologische Forschungsinstitut überreichte. Rektor Professor Dr. Th. Mayer übernahm die Urkunde und verwies darauf, daß mit diesem Gründungsakt am deutlichsten zum Ausdruck gebracht werde, wie im neuen Deutschland alle maßgebenden Faktoren, Staat. Wissenschaft und Industrie, zusammenarbeiten am Wohl und an der Sicherung der Zukunft des Volkes und damit der Menschheit. Sodann gab der Präsident des Reichsgesundheitsamtes Professor Dr. Reiter in längeren Ausführungen eine anschauliche Darstellung der wissenschaftlichen Bedeutung Behrings, dessen Forschungen, Kämpfe und Erfolge er ausführlich schilderte. Professor Dr. Brauer(Wiesbaden) sprach über die Persönlichkeit des großen Forschers. Den Abschluß des Festaktes bildete eine Ansprache des Gauleiters Staatsrat Weinrich, der darauf verwies, daß es der Sinn dieser Erinnerungsfeier, sei, die Erkenntnis und die Dankbarkeit im letzten Deutschen für das zu erwecken, was uns Behring geschenkt habe; denn das Leben unseres Volkes heiße Zukunft. Mit einem Sieg=Heil auf den Führer, in dessen Händen wir die Leistungen aller großen Deutschen, aber auch unser Volk und seine Zukunft geborgen wissen, schloß Gauleiter Weinrich seine Ansprache. Die Enthüllung des Denkmals „Nach der Beendigung des Festaktes begaben sich die Teilnehmer in einem feierlichen Zuge durch die reichgeschmückten malerischen Straßen der Altstadt nach der Elisabethkirche zur Enthüllung eines Denkmals für den deutschen Forscher. Der Platz zwischen dem Hygienischen Institut, dessen Vorstand Professor von Behring während seiner Marburger Tätigkeit war, und der Elisabethkirche, diesem kühnsten Zeugnis des deutschen frühgotischen Bauwillens, das über dem kunstvollen Sarkophag der Landgräfin Elisabeth von Thüringen errichtet wurde, ist nach den Entwürfen des Stadtbaurates Dierschke(Marburg) zu einem Ehrenhain umgestaltet worden. Sein Mittelpunkt ist eine Herme mit der Büste Emil von Behrings, die von Professor Georg Müller in München geschaffen wurde. Am Platze hatten Formationen der Bewegung Aufstellung genommen. Neben dem Denkmal Emil von Behrings standen Frauen, die das goldene Ehrenzeichen der deutschen Mutter trugen und damit den Dank aller deutschen Mütter an Emil von Behring, der das große Kindersterben so erfolgreich bekämpft hat, zum Ausdruck brachten. In Gegenwart des Reichsministers Dr Rust und aller anderen Festgäste würdigte der Oberbürgermeister von Marburg noch einmal die großen Verdienste und die überragende Persönlichkeit Emil von Behrings, worauf er das Denkmal enthüllte. Nach einigen kurzen Worten des Kurators der Universität, Dr. von Hülsen, fand die Enthüllungsfeier ihren Abschluß. Telegramm an den Führer „Anläßlich der Gedenkfeier für Emil von Behring richtete der Rektor der Philipps=Universität, Professor Dr. Mayer, ein Begrüßungstelegramm an den Führer, das der Führer mit seinen besten Wünschen für die weitere Arbeit im Dienste der Heilkunde und der Gesundheitspflege erwiderte. Vom Winter am Oberrhein kündet das neue Heft der beim Südwestdruck zu Karlsruhe erscheinenden Zeitschrift „Landam Oberrhein“. Die anziehenden oberrheinischen Landschaften mit vielen schönen Bildern kommen zu Wort. Man erstaunt stets aufs neue über die Fülle der Motive. Und immer auch stellt man wieder fest, wie sehr sich die #iceinuugen guf beiden Seiten des Stromes gleichen! Ge„lexgkältie betreuten Zeitschrift findet die landschaftliche Geschlossenheit des Landes am Oberrhein überzeugenden Ausdruck. Deutsche Monatshefte in Norwegen. Die erste Nummer der„Deutschen Monatshefte in Norwegen“, die in Verbindung mit der Hauptabteilung für Volksaufklärung und Propaganda beim Reichskommissar für die besetzten norwegischen Gebiete von nun an regelmäßig erscheinen, liegt vor, Die Aufgabe der„Deutschen Monatshefte in Norwegen“ hat der Reichskommissar für die besetzten norwegischen Gebiete in seinem Geleitwort klar umrissen: Sie sollen für das Zusammenleben der Völker und für das Wollen des Nationalsozialistischen Reiches Mittler und Sprachrohr zum Norden sein. Die erste Nummer versucht bereits durch die Auswahl der Beiträge ein Programm der neuen Zeitschrift zu vermitteln:„Deutschland— des Nordens Tor zur Welt“ von Gauleiter Hinrich Lohse. und„Wechselbeziehungen seit Jahrhunderten“ von Professor Adolf Hoel(Oslo). — Geeis Seeeressssoser Büßmost-Gelee Kleinkochung: 350 g Apfel= oder Kirschmost, 1 Kleindeutel Dr Getker„Gelier=Hülfe“, 350g Jucker. Srebkochuns: 900 g Apfel= oder Kirschmost, 1 Großbeutel Dr Oetter„Gelier=hülfe“, 900g Zucker. Die herstellung erfolgt nach der auf den Beuteln gegebenen Anweisung. Zronen=Gelee Kleinkochung: Schale von 4 Zitronen, 300 g(3/10 7) Wasser. Gelee: 300 g( 3/10 1) Zitronenschalwasser, 50 /g Zitronensaft, Kleinbeutel De Oetker„Gelier=Hülfe“, 350g Jucker. Sraebkochung: Schale von 10 Jitronen, 750 g(¾ 4) Wasser. Helze: 750 g(3) Zitronenschalwasser, 125 g(1/8 9) Zitronensaft, 1 Großbeutel De Oetker„Gelier=Hülfe“, 8755 Zucker. Die gereinigten Zitronenschalen werden mit dem Wasser zum Kochen gebracht, bei geschlossenem Copf und schwacher hitze etwa 14 Stunde gekocht und danach kalt gestellt. Man gibt die abgekochten Zitronenschalen auf ein Sied zum Abtropfen und ergänzt gegebenenfalls mit Wasser auf die im Rezept angegebene Menge Zitronenschalwasser. Der Zitronensaft wird hinzugefügt; die weitere herstellung erfolgt nach der auf den Beuteln gegebenen Knweisung. Bilchhlos gerderDektinSczeugnis! hier!“ Er schauerte zusammen im dünnen Sommerv. Schan war es Zeit für Hans, von Hänschen VOandernae BreidenVvon Wottgang Senkethat mach Ur Ein hersig In einer kleinen deutschen Stadt ganz nahe an der Grenze hatte die Witwe Mägerle ihr Haus. Es war so sauber und zierlich wie sie selbst, voll freundlichen Behagens und doch ein wenig ängstlich und geduckt, als ob es sich nicht recht zu bestehen getraue neben dem wuchtigen Postamt zur Rechten und dem vierstöckigen Mietshaus zur Linken. Das Haus der Witwe Mägerle freilich bestand nur aus Erdgeschoß und Dachgeschoß. Unten war der kleine Laden, in dessen Fenster bunte Kissen rings um ein weißes Lämmlein lagen— ein Lämmlein aus unzähligen Gebinden weißer Wolle: denn Stick= und Strickbedarf hielt die kleine, zierliche Frau Mägerle feil.., wenig in sich.Tahrt dack Still wie sie selbst, ein wenig in sich gekehrt, doch größer und fester war ihr Sohn, der Hans. Es paßte zu ihm, daß er Theologie studierte, und er war seinem künftigen Beruf von ganzem Herzen zugetan, und daß sie ihm das Studium möglich machte, das war der Stolz der Witwe Mägerle. Mit was für Nöten und Aengsten das freilich für sie verbunden war, das ahnte selbst ihr guter Hans oft nicht. Seit sich um das erneute Deutschland immer dichter ein Ring von Hetze und Lüge zog und immer mehr Geld nach dem Ausland strömte, da litt Handel und Wandel in der kleinen Grenzstadt und auch der Laden der Witwe manche Not. Und lange war es nicht einmal gewiß, ob ihr Hans wohl in der nahen Auslandsuniversität, nur eine Viertelstunde Bahnfahrt entfernt, weiterstudieren könne... aber endlich waren alle Gesuche darum bewilligt, und nun ging es schon eine Zeitlang so: der Hans fuhr mit dem Frühzug über die Grenze, hörte seine Kollegs, arbeitete das Nötigste im theologischen Seminar und kam dann mit dem Nachmittagszug zurück, um in dem Dachstübchen des mütterlichen Hauses weiter zu schreiben und zu„schtudieren", wie seine Mutter im Laden unten mit Stolz erzählte.— Es wurde viel erzählt im kleinen Laden und wenig verkauft. Seit ein paar Tagen hing ein Schild im Fenster, daß ein gutes Zimmer vermietet werde: Frau Mägerle richtete sich die zweite Kammer oben unterm Dache ein: und für das schöne Zimmer im Erdgeschoß hoffte sie auf einen Mieter. Sie konnte es nicht mehr schaffen— was hatte der Hans für Hunger, wenn er von drüben kam! Sie konnte ihm doch nicht mehr als ein paar Schnitten Brot mit ins Ausland geben! Und schließlich mußte er wohl auch einen neuen Anzug, einen besseren Mantel Ein großer Herr mit rotem Gesicht, ölig=schwarzem Haar und einer Hornbrille steuerte schräg über den großen Marktplatz auf die Post zu. Nein— nicht auf die Post: auf Frau Mägerles Laden zu. Der kleinen Frau schlug das Herz, als sie es sah. Sollte das ein Mieter sein? Heftig schepperte die Ladenklingel. Da stand der große Hornbrillenmann schon vor Frau Mägerle. Er fragte nach dem Zimmer! Nein, so ein Glück! Zwar nicht er selhst, nein, seine Tochter sollte einziehen in die gute Stube. Nun, er sollte wissen, mit wem er's zu tun hatte! Was nur ein stolzes Mutterherz ausplaudern kann, das berichtete Frau Mägerle dem Fremden von ihrem Hans. Er versprach in kurzer Zeit mit seiner Tochter wiederzukommen. Im Hinterstübchen des„Goldenen Bären" wartete eine sehr schlanke, dunkelhaarige Dame auf den Herrn mit der Hornbrille. Immer wieder sah sie nach der Tür, klappte den Deckel ihrer Puderdose auf und zu und rauchte aufgeregt. Endlich kam er. Nachdem die Kellnerin ein neues Viertel einheimischen Weines gebracht und wieder gegangen war, flüsterte er:„Also, es klavpt! Du ziehst heute noch ein! Der junge Mägerle fährt täglich unbeargwöhnt über die Grenze. In spätestens einer Woche mußt du es so weit haben, daß er das Geld mitnimmt. w. Eran, Mig Am selben Abend steute Frau Mägerle die weltgewandte junge Dame ihrem Sohne vor: der Vater des Fräuleins habe eine längere Auslandsreise angetreten, inzwischen werde das Fräulein bei ihnen wohnen. Die Dame warf dem jungen Studenten einen anderen wohl verwirrt oder auch beglückt hätte. Hans Mägerle blieb unberührt. Ihm waren Damen, die sich schminkten und kostbare Düfte verströmten, widerlich. Margot merkte es bald, und da sie klug war, schlug sie einen anderen Weg zu ihrem Ziele ein. Wenn nicht aus blinder Ergebenheit und mit Bewußtsein, dann sollte das Studentlein ahnungslos den Dienst leisten, den sie brauchte. Vielleicht war das noch besser. leisten, den lie, braghleichgültigkeit gegen alles Aeußere, sein Insichgekehrtsein sollte ihr dabei zustatten kommen. Sie verständigte sich mit dem Herren mit der Hornbrille, der angeblich längst abgereist war, an einem verabredeten Treffpunkt. Er gab ihr eine Anzahl großer Auslandsgeldscheine— und fuhr selbst, nur mit der erlaubten Geldmenge versehen, über die Grenze, scharf, doch erfolglos von den Zollbeamten untersucht. Am Abend sagte die junge Dame, die sich Margot nannte, voll liebenswürdiger Hilfsbereitschaft zum Sohne ihrer Wirtin, er solle doch am nächsten. Tage gleich früh nach seiner Ankunft einmal zu einer Freundin gehen, die sie in der fremden Stadt besitze: die könne ihm sicher im Bekanntenkreis Sprachschüler verschaffen... Nein, das war nun wirklich nett von der bemalten Puppe. Hans versprach, genau nach ihrer Anweisung sich zu verhalten, und freute sich im voraus schon auf den Verdienst. Und auf die Erleichterung, die er seiner guten Mutter so schaffen könnte. Das duftende Fräulein aber machte sich noch in der Nacht am alten schwarzen Mantel Hans Mägerles zu schaffen— demselben, der nach der Mutter Ansicht endlich durch eine neuen ersetzt werden mußte— und als am Morgen Hans zum Frühstück kam, war sie schon auf und half ihm dann sogar beim Mantelanziehen! Auf dem Bahnsteig, noch auf deutscher Seite, traf Hans unvermutet Hänschen Geyer, einen alten Schulfreund, der Maler geworden war.„Na nu! Woher? Wohin? Wie geht'?" Der junge Maler klapperte vor Kälte auf dem zugigen Bahnsteig: zAus Palien. Die Zeit ist abgelaufen. Fein war's! Nach Munchen, zu anzug. Schon war es sich zu trennen und durch die Sperre hinüberzuwechseln. Ein herzlicher Händedruck, ein Winken— plötzlich kehrte Hans Mägerle noch einmal um: „Du, Hänschen, ich bekomme sowieso einen neuen: nimm meinen Mantel...“—„Aber, Hans!"—„Kein Aber! Mensch, Hänschen, das ist doch herrlich, daß es so klappt! Auf Wiedersehen!“ Schon eilt er winkend durch die Sperre, und Hänschen hüllt sich beglückt in Hansens warmen Ueberzieher.. 8.#, Daß in der Universitätsstadt die fremde Dame, die er aufsuchen sollte, gar so entsetzt war, daß er bei dem kühlen Wetter ohne Mantel komme, erschien Hans als übertriebene Betulichthit. Erstaunlich war, daß die geschminkte Dame Margot verschwunden war und nicht mehr auftauchte. Doch daß Menschen, die so aussehen und so duften, nicht nach den gleichen Gesetzen handeln wie vernünftige Leute, darüber ward sich Hans von neuem klar, als ihm Hänschen Geyer aus München schrieb, seine Tante habe im Futter des schwarzen Mantels mehrere Tausendfranknoten eingenäht geSpäter wurden bei einem anderen Versuch ähnlicher Art der Herr mit der Hornbrille und die Dame Margot, die gar nicht seine Tochter war, gefaßt und in weniger schönen Stuben untergebracht, als die der Witwe Mägerle gewesen war. Für die abgelieferten Devisen gab es übrigens noch eine Belohnung, die sich Hans und Hänschen redlich „Ja“, sagte die Witwe später oftmals im kleinen Laden:„Und die ganze Schlauheit hat ihnen nichts genutzt. Warum? Weil mein Hans ein gutes Herz hat „Ach, Mutter“, lachte ihr großer Bub dazu,„das hab Verwandten, lernen und weitermalen! Aber kalt ist's ich ja von dir!" Das Mädchen im Kine Stigge von Stiek Klaila Ein Mädchen, das Gloria heißt, hat seit vierzehn Tagen keine Nachricht von Basil erhalten, mit dem sie so gut wie verlobt ist.....„ 6 Basil ist im Krieg. Das ist ein Grund, warum er nicht jeden Tag einen langen Brief schreiben kann. Eine Karte aber könnte er schreiben, meint Gloria und macht den Mund rund. Das tut sie immer, wenn sie 2as Mädchen will sich eine solche Behandlung nicht gefallen lassen. Sie kann dem Basil schon eine auswischen! Zum Beispiel, wenn sie heute abend ohne die Mutter ins Kino geht. Denn hat er nicht gesagt, daß sie immer die Mutter mitnehmen soll? Sie wird also allein ins Kino gehen. Geschieht ihm auch ganz recht, dem Basil. Warum schreibt er nicht! Gloria setzt sich neben einem jungen Mann, obwohl alle Stühle in der Reihe noch frei sind. Nun ist sie wenigstens ganz sicher, daß sie den Basil ärgern kann. Ueberhaupt ist sie auf den Basil nicht mehr angewiesen. Durchaus nicht. 73.6, gfarig Giebt k. Die Wochenschau lauft. Gloria ntehr brennende Häuser. Engländer marschieren in die Gefangenschaft. Dann Aufnahmen von einem Infanterieangriff. Gloria paßt gut auf. Basil ist ja auch bei der Infanterie. Plötzlich denkt das Mädchen: das ist doch! Ja, jetzt sieht sie es ganz genau: ein blutjunges Gesicht, aber von einem zweiten, viel härteren wie verdeckt. In diesem harten Gesicht sind die Augen ganz groß und der Mund steht weit offen. Gloria erkennt das Gesicht als das des Basil. Basil! will sie schreien. Etwas Undeutliches wird daraus, ein Geräusch nur, eine kleine Störung, nach der sich ein paar Menschen umsehen. Pst! sagt jemand. Gloria steht auf und rennt hinaus. Der junge Mann läuft ihr nach. Fräulein! ruft er, und sie bleibt wirklich stehen, denn es klang, als hätte er ihr zugerufen: Ihre Handtasche! Ja, Sie haben Ihre Handtasche liegen lassen! Dann steht der Mann ganz dicht vor dem Mädchen. Er sieht sie an. Lächelnd, werbend. Schönes Wetter, heute Abend, sagt er„, Ghatt.; Kanff Die Tasche Die Tasche hatte sie also. Gott sei dank! Die Tasche war von Basil. Sie begreift nicht, was der Mann von ihr will. Sie sieht, daß er eine braune Jacke trägt und ein weißes Sporthemd mit Reißverschluß. Sie sieht das alles ganz deutlich, denn einen Augenblick lang ist sie sehr auf den Mann angewiesen. Ihr ist, als hätte er ihr etwas von Basil zu sagen, als würde er den Basil wenigstens kennen. Erst als er sie fragt, ob er sie begleiten darf merkt sie, daß er nichts weiß, daß er überhaupt nur irgendein junger Mann ist, von dem sie gar nichts wissen will, weil sie ja doch den Basil Sie läuft davon. Sie will nach Hause. Sie hat noch einen sehr langen Brief zu schreiben. Ein Brief soll es sein, an dem er gut merken kann, wie lieb sie ihn hat. Den Basil natürlich. (S Jau Schlagender Beweis Nach der Schlacht bei Roßbach wurde eine Anzahl erbeuteter französischer Kanonen in eine nähe bei dem Schlachtfeld gelegene Ortschaft gebracht. Man stellte sie auf den Marktplatz und einen Wachtvosten daneben. Wan.s Ticht uacht Jauh. Die biederen Bürger wollten es nicht recht glauben, daß es französische Geschütze seien. Sie machten ihre spöttischen Bemerkungen, und ein ganz Schlauer verstieg sich zu der Behauptung:„Mitbürger, das ist ja alles Schwindel. Das sind gar keine französischen Geschütze. Das sind preußische. Man will nur renommieren und Wind machen und behaupten, es seien erbeutete KaDer wackere Posten hörte sich das und ähnliches dummes Geschwätz eine Weile mit an, dann wurde es ihm denn doch zu dumm.„# Voller Zorn sprang er auf einen der nächststehenden Maulhelden und Schmäher seines Königs zu, versetzte ihm eine Ohrfeige, die nicht von schlechten Eltern war und schrie:....2 hart fiud Franzäfisch„Du Rindvieh—— das dort sind französische— und das hier, was ich dir eben gab(und dabei setzte es noch einige mordsmäßige Maulschellen), das sind preußische, verstanden!" Er versteht's besser... Der sechsjährige Mozart sollte vor Kaiser Franz I. spielen. Der Kaiser selbst schickte sich an, dem kleinen Musikanten die Noten umzublättern. Was aber dem Mozart=Jungen gar nicht behagte. Er deutete bestimmt, aber höflich auf den Hofkapellmeister und sagte:„Bitte, Herr Kaiser, laß doch lieber den Herrn Kapellmeister mit hineinsehen, der versteht das besser als du!“ „Rülle Bobbe“ als Operntigur Eberts Oper in Darmstadt Unter dem Namen„Hille Bobbe“ ist jene alte Vettel, Bohémienne und Here berühmt geworden, die Franz Hals in einem seiner unerhört lebensstrotzenden Sittenbilder und Genreporträts gemalt hat(eigentlich heißt sie ja„Malle Babbe“). Aus diesem Bild holte sich Hans Ebert die Hauptfigur zu seiner Oper„Hille Bobbe“, die in Darmstadt und Nürnberg uraufgeführt worden ist. Eberts Textbuch ist eine kühne Kombination von Franz Hals und de Coster; denn Hille Bovbe wird hier zur Mutter des Till Uilenspiegel gemacht. Auch Nele und Lamme, Braut und Freund Tills, spielen mit, und in einer Szene erscheint sogar Wilhelm von Oranien— denn die Oper spielt vor dem Hintergrund der niederländisch=spanischen Befreiungskämpfe. Au diese Figuren werden in einer komplizierten, aber trotzdem dramatisch einleuchtenden und geschickt aufgebauten Handlung zusammengeführt. Der als Schiffsjunge verschollene Till kehrt unerkannt zu seiner Mutter zurück, die im Sumpf einer elenden Hasenkneipe verkommen ist und sich nur das Gefühl ihrer Mutterliebe rein und stark bewahrt hat. Eine Verwechslung fügt es, daß sie ihren eigenen Sohn gegen ein Blutgeld den Spaniern verrät. Doch Till wird durch Oraniens und Neles Eingreisen gerettet. Die Erkennungsszene von Mutter und Sohn durchläuft die seelische Wandlung von Verachtung, menschlicher Läuterung und Versöhnung,— eine schauspielerisch ungemein dankbare Aufgabe für die Mutter, mit deren Gestaltung Ebert eine wirksame und lebendige Opernsigur gelungen ist. Der Komponist Ebert vermag besonders im dritten Akt zu überzeugen, der musikalisch reich und gefüllt ist, und in dem das fast durchweg angewandte Prinzip einer melodramatisch=illustrierenden musikalischen Begleitung der Szene zugunsten einer stärkeren Eigenständigkeit und Geschlossenheit der musikalischen Formung aufgegeben wird. Die gewichtige Substanz des Opernbuchs bringt es jedoch mit sich, daß auch die beiden ersten Akte im Sinne eines„musikaltlischen Schauspiels" tragfähig find. In diesem Sinne hatte das Hessische Landestheater auch das Werk inszeniert(Regie: Reinhard Lehmann) und brachte es dadurch, wie auch durch die sorgfältige musikalische Gestaltung(Fritz Mechlenburg) zu fesselnder Wirkung. Vor allem aber war die Darstellerin der Hille Bobbe, Martha Geister, eine„musikalische Schauspielerin“ von seltener Eindringlichkeit des sängerischen und mimischen Ausdrucks, am Erfolg des Opernabends entscheidend beteiligt. Dr. Wolfgang Steinecke at Silbenrütsel — be— be— boot— chen— cu e— er— 11— gel— gi 8— a dor—.— e—...— er— ham— har— ku— las— le— 11— med 10— m0— na— na— nat— ne— ni— no 0— 01— ra— r6— r0— res— 21— rin sau— 3e— 3ee— 30— ter— ter— to— um— un Aus obigen 49 Silben sind, 15 Wörter zu bilden, deren Anfangsbuchstaben, von oben nach unten und deren 3. Buchstaben, von unten nach oben gelesen, ein Sprichwort nennen. 1 indische Stadt am Ganges, 2. Frauenname, 3. südosteuropäische Hauptstadt, 4. vorweltliches Tier, 5. Muse, 6. Glaubensbekenntnis, 7. Wasserfahrzeug, 8. Religionsstifter, 9. Backwerk, 10. Flachland. 11. Musikinstrument, 12. Schlange, 13. südamerikanische Republik; 14. Gesichtsteil, 15. Gebirge in Afrika. .— .— 4. .— 6. 7. 8. 9. 10.— 11.— 12. 13. 14. 15. Gelchichtstatel s Die glüchliche Heburt unseres zweten hungen zeigen wir in dankbarer Freude an Christine Kollenberg ged. Hortmann Bernhard Kollenberg Bochum 7z. J. Elisabeth-Hospital), den 2. Dezember 1940 Sonntagsmädel Ein prächtiges angekommen In dankbarer Freude Heinrich Menze.: Ga. ls Bochum(z. J. Landesfrauenklinik), den 4. Dezember 1940 Statt Karten Ihre Vermählung geben bekannt Johann Bödefeld eisen Bödeseis geb. Trinkaus Bochum, den 5. Dezember 1940 Vereinsstraße 4 Helenenstraße 2 Dem lieben Gott hat es gefallen, — heute vormittag.50 Uhr meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Bruder. Schwiegersohn, Schwager und Onkel errn Adolf Finke nach langem, mit großer Geduld ertraßenem Leiden, versehen mit den Hellsmitteln der kath. Kirche. Im Alter von 40¾ jahren zu sich in die Ewigkeit zu rufen. Um stille Tellnahme bitten Frau Thea Finke geb. Schifers und Kinder Bochum(Wasserstraße 130), den 3. Desember 1940 Die Beerdigung findet am Sonnabend, dem 7. Des., vorm. 10 Uhr, von der kleinen Trauerhalle des Friedhofes am Freigrafendamm aus statt. Das Seelenamt ist am fleichen Tage um 8 Uhr in der Liebfrauenkirche zu Bochum-Altenbochum. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nach#icht zuging, diene diese als solche Bei der Ausübung seines Berufes verunglückte am 2. Dezember tödlich Herr Walter Klein Hilfsarbeiter in der Räderdreberei im Alter von 27 Jahren. Wir betrauern in dem Heimgegangenen, der seit 2 Jahren zu unserer Gefolgschaft zählte, einen gewissenhaften und treuen Gefolgschaftsangehörigen. Sein Andenken werden wir stets in Ehren halfen. Bochum, den 3. Dezember 1940 Führung und Gefolgschaft des Bochumer Vereins für Gußstahlfabrikation.-G. Vermischtes Nehme noch einige Zimmer zum Tapezieren und Streichen an P. Lenz, Ringstr. 1 Ruf 68283 Nachruf Der Herf über Leben und Tod nahm in der Frühe des. 3. Dezember den Kirchenkassen-Rendanten. Hauptlehrer i. R. Wilhelm Funke nach kurzer, schwerer Krankheit zu sich in sein ewiges Reich. Die Kirchengemeinde Ummingen steht trauernd an der Bahre dieses Mannes. Sie verliert in Uhm ihren treuen, langjährigen Rendanten, der ein gut Tell seiner Arbeitskraft in den Dienst der Kirchengemeinde gestellt hat. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. Bochum-Laer, den 3. Dezember 1940 Im Namen des Presbyteriums: Kuhlmann. Pfarter Vors. des Presb. 5. Dezember 1757 Sieg Friedrichs des Großen über die Oesterreicher bei Leuthen. 1791 Wolfgang Amadeus Mozart in Wien gestorben(geboren 1756). 1835 Der Dichter August Graf v. Platen=Hellermund in Syrokus gestorben(geboren 1796). 1848 Auflösung der Preußischen Nationalversammlung. Aethma ist keilbar Coder ost wenligstens so zu bessern, daß die Anfälle wesentlich seltener und schwächer werden. Dazu gidt es ein von Professoren, Aerzten und Kranten erprobtes und anerkanntes Mittel gegen Ertrankungen der Luftwege(also auch Keblkopf=, Luströhren=, Bronchialkatarrb), das„Silphoscalin“.— Es wirkt nämlich nicht nur schleimlösend, auswurffördernd und entzündungshemmend, sondern vermag das Gewebe der Atmungsschleimbaut widerstandsfähiger und weniger reizempfindlich zu machen, und das ist ausschlaggebend; das hat dem„Silphoscalin“ seinen großen Ruf eingetragen.— Achten Sie beim Einkauf auf den Namen„Silphoscalin“ und kaufen Sie keine Nachahmungen.— Packung mit 80 Tabletten RM..57 in allen Apotbeken, wo nicht, dann RosenApotheke, München, Rosenstraße 6.— Verlangen Sie von der Firma Carl Bühler, Konstanz, kostenlos und unverbindlich die Verloren Für die aufrichtise und inniße Tellnahme. die den troben Schmers um den frühen Heimgang unseres lieben, unvergeblichen Gerd linderte, sngen wir herzlichen Dank Familie Heinrich Ricken Bochum, im Desember 1940 Das 30-tägige Seelenamt ist am Sonnabend, dem 7. Dezember,.45 Uhr in der Christkönigkirche. vosu treundlichst eingeladen wird Familien-Nachrichten aus anderen Zeitungen übernommen Geboren: Knaben: Dortmund: Dr.= Ing. Werner Friedmann(Dorothea Scheibe). Gustav Fischer(Else Wittenberg).— Mädchen: Essen: Erich Kleps(Trude Brüninghaus). Verlobte: Essen=West: Martha Kellenberger mit Aloys Trümper. Vermählte: Hagen:„Hans=Joagzen Martini mit Ingeborg Holz. Gel: senkirchen: Wolfgang Scheppig mit Friedel Bertenburg. Gestorben: Dortmund: Frau Wwe. Martha Droop, geb. Bahrt, 73 Castrop=Rauxel: Frau Berta Dahlboff, ges.,„Fröhlich, 82.., Frau Anna Bökamp, verw. Hiller, geb. Riemenschneider,.62 J. Annen: Unterofsizier„Emil Wille, 23 J. Essen: Willi Thrun, 38., EssenWest: Erich Röfte. Essen=Dellwig: Gustav Nockmann jun., 32 J. Gelsenkirchen: Frau Berta Konrad, geb.„Bruckmann, 55 J. WanneEickel: Frau Witwe Anna Selz, geb. Rick, 76 J. 2 Freundinnen. 36 u. 32 Jahre, eval. (Schneiderinnen). wünsch. Herren in a. Stell. kennenzulern. zw. späterer Heirat Zuschriften unter St 20082 Anzeig. * Reparal. an Leoerwaren gn Zimmermann, Kortumstr. Famillenanzeigen finden im„BA“ welte Verbreitung Schaufensterdekorations. Arilker und-Papiere für die Welhnachtsdekoration in trober und geschmachvoller Auswahl fiaden Sie im Fachgeschäft Schaufensterbedart H. Hollmich, Viktoriastr. 38 Stempel Schilder Heiraten Ja. Mann. 28 sucht mit nettem Mädch., ev., bis 27 Jahren, in Briefwechsel zu treten zw. spät. Heirat Zuschriften unter H N 5851 Anzeig. Kaufmann, von auswärts, evgl.. mittelar., gut aussehend. vermögend. wünscht die Bekanntschaft ein. 1a. Dame. ansehnlich. gut u. häuslich erzog., bis 30 Jahre alt. zwecks Heirat Gefl. Zuschriften, mögl. mit Bild, W M 20171 Anz. Jung. Mann sucht liebes Mädel im Alter von 18—22 Jahren kennenzulern. zw. späterer Heirat. Zuschr. mit Bild K M 5852 Anzeig. Aelt. Witwer, sehr solide, in fest. Arbeit, mit 8jährig. Mädchen, wünscht eine Frau bis 50 Jadr. ohne Anda. kennenzulern. zw. inäterer Heira! Zuschriften unter Sc 20083 Anz. Die vom Beamten erkannte Person, welche am 4. d. M. 11¾ Uhr, in der Sparkasse die entfallene(a5855 Geldbörse an sich genommen hat, wird gebeten. dieselbe gegen Belobnung im Zigarrengeschäft Bremer Ringstraße 1. abzugeben Roter Lederhandschuh Farnstr. verloren. Abz. Gabelsbergerstraße 50, 1. Etg. Enlausen—) Slatthaarig. ohne Halsband und Nummer am 3. Dezember entlausen. Wiederbringer erhält Belohnung. Delsstraße 12, 1. Stage Vermischtes Sonnt. braune, led. .=Handsch. verlor. zw. Bruchstraße u. Glücksburgerstr. Bitte abzug. Pilgrimstr. 4 Jg. Mann, 29 kath., dilbl., wünscht nettes Mädel kennenzulern. zw. sp. Heirat Witwe angenehm. Bildzuschr. erb. u. D E 20079 Anzeig. (Bild zurück.) Blauer Süüigut v. Elisabeth=Hospital bis Baltz verloren. Nachr. erbet. Potthast, Auf dem Dablacker 40 Wieviel Süchiche Eben sind schon durch Heirgisanzeigen zustande gekommen! Versuchen Sie's doch auch einmal mit einer Kleinanzeige im Bochumer Anzeiger Warne hiermit jeden, die unwahr. Gerüchte, die über mich im Umlauf sind, weiter zu verbreiten. andernfalls ich gerichtlich vorgeben werde.(20115 Frau Anna Nöcker, Bochum Hofsteder Str. 328 ab 31“ Dein Helmatblatt Kesselasche aibt kostenlos Dortmunder Matten= u. Läuferfabrik M. Dietrich Aktiengesellschaft. Bochum, Langestr.2 Setmdan) Herrenschuh (Zugstiefel) und Sienstmüte gefunden Robertstr. 28,1. Etg. Harn“ untersuchungen auf Zucker und Eiwelß eic .50 RM. im Ladoratorium der Drogerte Fischer, Kortumstraße Ecke Rottstraße. Werbung dient nicht allein dem heute Werdung soll vor allem Juhunftsarbeit leisten. Das gilt von unserer Werdung i. Besonderen. Jede Erinnerungswerdung ist also ein gutes Stüch Juhunftsarbeit. Denn eines Tages wird wieder „angeboten“. Der Verhauf fällt leichter, wenn die andietende Firma dehannt ist. Die Anzeige im Bochumer Rnzeiger Dhr bester JuAuftobheher Diebstähle auf den Bochumer Friedhösen. In letzter Zeit mehren sich die Klagen über Diebstähle von Blumen von den Gräbern auf den städtischen Friedhösen. Um diesem schändlichen Tun zu steuern und die Diebe ihrer verdienten Strafe zuzuführen, wird in jedem einzelnen Falle demjenigen eine Belohnung von 10.— RM. zugesichert, der einen Dieb so namhaft macht, daß er des Diebstahls überführt und bestraft werden kann. Die an das Garten= und Friedhofsamt zu richtenden Meldungen werden vertraulich behandelt. Bochum, den 30. November 1940. Der Oberbürgermeister Zur Beachtung bei der Lebensmittelkartenausgabe am nächsten Sonntag Aus verwaltungstechnischen Gründen sind Aenderungen in der bereits bekanntgegebenen Bezirkseinteilung für die Ausgabe der Lebensmittelkarten notwendig geworden. Verlegt sind die Bezirksausgabestellen für die Lebensmittelkartenausgabe: Altstadt 4b von der Mädchenmittelschule Abe=Str. 10 nach der Hilfsschule Humboldtstr. 18; Altstadt 5a von der Schule Blücherstr. 16 nach der Knabenmittelschule Blücherstr. 47; Hofstede 2b von der Schule Falkstr. 3 nach der Schule Hiltroper Str. 53; Weitmar 2a von der Schule An der Landwehr 45 nach der Berufsschule. Kohlenstr. 27. Eine andere Straßen zuteilung haben folgende Bezirksausgabestellen erhalten: Altenbochum 2a, Schule Wasserstr 46: Am Ginsterbusch. Am Pappelbusch. Am Spick. Auf der Heide. Im Brauke, Paulstraße, Philippstraße, Püttmannsbeide, Sandetweg, Steinkuhlstr. 1 bis 55 unger. Nummern, Steinkuhlstr. 2 bis 46 ger. Nummern Stoodtstraße, Velsstr. 53 bis Schluß. Wasserstr. 36 bis 147. Altenbochum 2 h, Schule Wittener Str. 246: Am Leisediek, Frielinghausstraße, Goystraße Kettelerstraße, Laerstraße, Leithestraße, Lutherstraße, Tejastraße, Tippelspfad, Totilastraße, Wasserstr. 1 bis 35. Wiemelhausen 4 a, Schule Wiemelhauser Str. 270: Am Knüpp, Am langen Seil, Auf dem alten Kamp, Brinkmannstraße. Eine Leine, Friedr.=Harkort=Straße, Grolmannstraße, Haspelstrick, Kampmannstraße, Königsallee 141 bis Schluß, Kühneplatz, Kurzes Ende, Mulderpaß. Pilgrimstraße, Querenburger Str. 29 bis 89, Wasserstr. 148 bis 229, Wiemelhauser Str. 161 bis 308, Wiesenstraße, Wohlfahrtstraße 1 bis 111. Wiemelhausen 4 b, Bismarck=Oberschule Königsallee: Danziger Straße, Drusenbergstr. 97 bis Schluß, Grenzstraße. Hultschiner Straße, Hunscheidtstr. 102 bis Schluß, Königsallee 123 bis 140. Lehnhartzstraße, Lortzingstraße, Memeler Straße, Ostermannstraße, Pommerellenstraße, Schubertstraße, Schumannstraße, Spohrstraße, Thorner Straße, Wagnerplatz, Waldring, Wasserstraße 254 bis 346. Weberstraße. Wiemelhausen 5 a, Schule Brenscheder Str. 42: Am Bleckmannshof, Auf'm Bleck, Berneckerstraße, Biermannsweg, Brenscheder Straße, Bruchstraße, Eisenstraße, Flözstraße, Förderstraße, Kampstraße, Querenburger Str. 90 bis 112, Querschlag, Schlegelstraße, Stiepeler Str. 1 bis 52, Stollenstraße, Wetterstraße. Wiemelhausen 5 b, Schule Baumhofstr. 5: Akazien= weg, Baumhofstraße, Borgholzstraße, Burgstraße, Charlottenstraße, Eichenweg, Glücksburger Straße, Knappenstraße, Markstr. 267 bis 356 bzw. 369 a, Melschedeweg, Prinz=Regent=Str. 1 bis 47, Wiemelhauser Str. 309 bis Schluß, Wohlfahrtstr. 112 bis Schluß. Bochum, den 2. Dezember 1940. Der Oberbürgermeister. Bochum Für die Angaben in(1 keine Gewähr. Neueintragungen. Am 12. November 1940: HRA. 3654. Albrecht Tiggemann, Bochum[Handel mit Sperrhölzern und Furnieren, Brunsteinstraße). Inh. Kausmann Albrecht Tiggemann in Bochum. Am 29. November 1940: HRA. 3655. Fritz Ostermann, Bochum(Vertretungen und Handel mit Fittings, Armaturen und Röhren, Stolzestraße 22]. Inh. Kaufmann Fritz Ostermann in Bochum. Veränderungen. Am 11. November 1940: HRA. 3426. Best& Bräutigam, Bochum[Kurzwarengroßhandel, Oskar=Hoffmann=Straße 42). Der Kaufmann Wilhelm Best ist aus der Gesellschaft ausgeschieden. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Der Kaufmann Edmund Bräutigam führt das Handelsgeschäft als Alleininhaber unter der bisherigen Firma fort. Am 27. November 1940: HRA. 3619. Maschinenfabrik Mönninghoff. Bochum[Druckluftwerkzeuge und Drucklustmaschinen, Ehrenfeldstraße 45].„Die Vermögenseinlage der Kommanditistin ist erhöht. Am 2. Dezember 1940: HRA. 2925. Gebrüder Straßburger, Märkische Möbel=Handelsgesellschaft, Bochum[Verkauf von Möbeln und Einrichtungsgegenständen, Wielandstraße 22/24]. Die Firma ist geändert in:„Einrichtungshaus H.& E. Straßburger." Löschungen. Am 21. November 1940: Die Firmen: a) HRA. 3008: Bochumer Möbelheim Siegmund Gruß. Bochum. b) HRA. 3394: Möbelhaus Käte Schlösser, Bochum, c) HRA. 3281: Heymann& Co., Bochum, d) HRA. 3172: Laube& Co., Technisches Büro, Bochum, Hugo=Schultzstraße 19. sind erloschen. Von Amts wegen eingetragen auf Grund des § 31 Abs. 2 H6B. Am 23. November 1940: H RA. 3079. Stern& Archenhold, Bochum[Bankgeschäft!. Die Abwicklung ist beendet. Die Firma ist erloschen. Veränderungen. Am 11. November 1940: HRB. 809. Constantin, Handelsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Bochum[Herner Straße 234]. Dem Kaufmann Karl Niederste=Ostholt in Mülbeim=Ruhr ist Prokura erteilt mit der Maßgabe, daß er berechtigt ist, gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen die Firma zu vertreten. Am 16. November 1940: HRB 813. Bochumer Heimstätten Gesellschaft mit beschränkter Hastung. Bochum(Lueghaus, Kortumstr. 161. iie Prokura des Wilhelm Hobinder erloschen. Am 18. November 1940: HRB. 945. Derop Aktiengesellschaft, Bochum(Wittener Str. 45). Die Prokura des Fritz Speckenbach, Wilhelm Jansen und Albert Gerhardt, sämtlich in Bochum, ist erloschen. Dem Erich Heinrichs in Essen und dem Erich Fiedler in Bochum ist unter Beschränkung auf die Hauptniederlassung Bochum Prokura erteilt mit der Maßgabe, daß sie befugt sind, die Gesellschaft in Gemeinschaft mit einem Vorstandsmitglied oder einem stellvertretenden Vorstandsmitglied zu vertreten. Am 20. November 1940: HRB. 853. Hochties Aktiengesellschaft für Hoch= und Tiefbauten, vorm. Gebr. Helfmann, Zweigniederlassung Bochum. Der Umtausch von Aktien, die nicht auf volle hundert Reichsmark lauten, ist teilweise, nämlich hinsichtlich 12600 Stück, im Nennbetrage von 20.— RM. durchgeführt. Durch den im Wege der schriftlichen Abstimmung vom 15., 16., 17., 19 20. und 21. September 1940 herbeigeführten Beschluß des Aufsichtsrats ist die Satzung in§ 4 (Einteilung der Grundkapitals) geändert. Die gleiche Eintragung ist im Handelsregister des Sitzes der Gesellschaft in Essen erfolgt und in Nr. 237 des Deutschen Reichsanzeigers vom 9. Oktober 1940 bekanntgemacht. Am 27. November 1940: HRB 835. Ziegelei Bonnermann, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Bochum=Laer. Direktor Friedrich Frank ist als Geschäftsführer abberufen. Kaufmann Wilhelm Deilmann in Witten=Annen ist zum Geschäftsführer bestellt. Löschungen. Am 25. November 1940: HRB 906.„Ruhrbau“, Aktiengesellschaft für Hoch= und Tiefbauten, Bochum. Die Abwicklung des konkursfreien Vermögens ist beendet. Die Firma ist erloschen. * Terrazzo- und Kunststeinwerk M. BATPPET vorm. J. Baseill Spichernstr. 35, Ruf 68437 Gegründet 1900 CFTT 1 9O8 Klempner- und SEIT 1870 Installationsarbeiten Adalbert Piltrott Klempnermeister, Dorstener Str. Ruf 5240* Reparaturen bei bilKur Cz2 9ligster Berechnung Heinrich Poggenpohl Karosserie-Werkstätten Neuantertigung sämil. 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Die Ausgabe erfolgt wie bisher in der Buchstabenfolge des Alphabets. Als Ausweis sind das Familienbuch oder sonstige amtliche Ausweise mitzubringen und vorzulegen. 2. Die Bestellscheine der neuen Bezugskarten einschl. der Bestellscheine 18 der Reichseierkarte und der Bezugskarte für Marmelade(wahlweise Zucker) sind in der Woche vom 9. bis 14. Dezember 1940 bei den Verteilern(Einzelhandelsgeschäften) abzugeben. Die verspätete Abgabe der Bestellscheine hat nach den gelienden Vorschriften eine entsprechende Kürzung der Warenmengen für den Einzelhändler und auch für den Verbraucher zur Folge. Wanne=Eickel, den 4. Dezbr. 1940. Der Oberbürgermeister: Günnewig. Ein Wegweiser für gediegene u. preiswerte Facharbeit Reiten Seyfert das Fachgeschäft für Autobereitung Reiten-Neugummierung Reifen-Reparatur Nerner Str. 77. Ruf 68475 .5. Bau- u. 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