Wstae guaggenpreise: Grundpeile für 1 um Oöbe mn 22 um Breite 10 Vi. im Anzeigenteil und in 78 mm Breite 55 Pf. im Textteil. FamilienBezugspreis mit Botenlohn: 2 15 RM. monatlich oder 1,08 RM. halbmonatlich. Selbstabholer.85 RM. monatlich oder 93 Pf. halbmonatlich. Bezugspreis für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich. Funkzeitschrift„hör mit mir“ 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und 55 Pf. bei fünf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Zeitung durch höhere Gewalt, Verbot oder Betriebsstörung und dgl. verhindert wird, können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschästsstelle geöffnet von.30—13 und von 14.30—18 Uhr, sonntags von 11 bis 12 Uhr. Sprechstunden der Schriftleitung, außer mittwochs und sonnabends, von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckkonio Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Dienstag 3. Dezember 1940 ul Z 47. Jahrgang Nummer 286 Einzelpreis 10 anzeigen 8 Pf., Stellengesuche 8 Pf., kleine Anzeigen(nicht geschäftlicher Art) 8 Pf., Auskunft= und Zissergebühren 25 Pf. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 11 gültig. Nachlaßstaffel B.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck fernmündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8 Anruf 67551—54 DrP. Nister Orsecfttnigtr.. Die Angriffe in der Nacht zum Montag in gleicher Stärke fortgesetzt Brände systematisch erweitert— Expiosionen bis Norofrantreich sichtbar Randbemerkungen Major Wick dnd Berlin, 2. Dezember. Nach beim OKW. vorliegenden Meldungen setzten deutsche Kampfverbände in der Nacht zum Montag die Angriffe auf Southampton in gleicher Stärke fort und erweiterten die noch anhaltenden Brände systematisch. Explosionen in den Lagerhäusern der Hafenviertel waren weit über den Kanal bis nach Nordfrankreich sichtbar. Die Schwäche der britischen Abweyr erhoyte die Treffsicherheit unserer Flugzeuge. den kärglichen Ueberresten ihrer Habe und nach Schmuck und Wertgegenständen zu suchen. Auf vielen Trümmerhaufen sehe man Schilder, wie ** Iskammer von Coventry arbeitet jetzt in der Was Reuter eingestebt Berlin, L. Dezember. Soxthampton hatte in Fer u schlimmste „Handelsramger von Covengrn, arbeitet jetzt in der =Straße“,„Der Rechtsanwalt 9. arbeitet jetzt in der =Straße". Das Wasser werde aus Tankwagen verteilt. Wie in Birmingham werde die Bevölkerung durch Anschläge aufgefordert, Wasser und Milch abzukochen und gegen Typhus impfen zu lassen. leben den Bürgersteigen wurden provisorische Wasserleitungen gelegt. In kleinen Automobilen und in Karren werde warmer Tee an die Soldaten und Arbeiter verteilt, die bei den Aufräumungsarbeiten beschäftigt seien. zum Sonntag seider sich heißt bemerkenswertem gewohnten VertuschungsmanöGegensatz steht zu den gewohnten,„Vertuschungsngansvern des britischen Informarionzz#mch##ums. Zahlreiche Gebäude seien zerstört worden, gesteht Reuter weiter ein und spricht dann von ausgedehnten, Schäden in verschiedenen Distrikten und einer großen Zahl von Bränden. Die deutschen Bomber hätten die gleiche Taktik eingeschlagen wie bei der Vernichtung von Coventry: Zuerst ein Regen von Brandbomben und dann. wenn die Brände gut in Gang gekommen seien, hochexplosive Bomben. Schilderungen neutraler Berichterstatter Diese Eingeständnisse der amtlichen englischen Agentur, die die ungewöhnliche Wucht dieses deut Schlages gegen den wichtigen Hafen an der englist Südküste klar erkennen lassen, werden durch amerikanische Berichte untermauert. United Preß stellt fest, daß in den Trümmern im großen Hafen von South= ampton die Bergungsarbeiten noch im Gange gewesen seien, als die deutschen Kampfflugzeuge in der Nacht zum 1. Dezember von neuem erschienen. Englischerseits gebe man zu, daß viel Schaden angerichtet worden sei. Es sei der schwerste Angriff seit Ausbruch des Krieges gewesen, ein„langer und konzentrierter Angriff", der erst in den Morgenstunden sein Ende gefunden habe. Zahlreiche brennende Ruinen und viele Verluste seien zu beklagen. Kurz nach Sonnenseien die Angreifer eingetroffen und hätten Zeuchtbomben und dann Brandbomben altige Feuer entstanden, Dann sei ein wahrer In dem Stadtreit, auf untergang Alle Besucher von Coventry, die sich die Unglücksstätte ansehen wollten, fragten nach der Anzahl der zerstörten Fabriken, aber niemand erhalte darüber auch nur die geringste Auskunft. Die amtlich mitgeteilte Zahl der Toten betrage 250. Diese Ziffer sei jedoch am ersten Tage nach dem Bombardement gegeben worden, und heute, drei Wochen später, suche man immer noch zwischen den rauchenden Trümmern nach den sterblichen Ueberresten der Opfer. Die Zensur sei außerordentlich streng. Mit aller Strenge werde besonders in den Orten, wo die deutschen Bombenangriffe die britische Kriegführung am stärksten gefährden, jede Indiskretion verfolgt. Soulhampton em=Framenmkeer Wieder Bomben auf London— Elf feindliche Flugzeuge abgeschossen dnb Berlin, 2. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In der Nacht zum Sonntag griffen, wie bereits gemeldet, starke Kampffliegerverbände in rollenden Anflügen die Hafenstadt Southampton mit Bomben schwersten Kalibers an. Ueber 60 große und zahlreiche kleine Brände, die sich im Laufe der Nacht zu einem großen Flammenmeer zusammenschlossen, konnten beobachtet werden. Ein großes Kraftwerk wurde getroffen. Am Westkai und in anderen Hafenstellen standen ausgedehnte Lagerhallen in Flammen. In der gleichen Nacht und am Tage überflogen schwere und leichte Kampfflugzeuge London und warsen dort Vomben..#4 Li, Säigent#er Sust. Im übrigen beschränkte sich vie Tarigreit der Luftwaffe am Tage auf Aufklärung sowie auf Lagdvorstöße, die zu mehreren erfolgreichen Luftkämpfen führten.„#„" Am P u. 9 u. In der Nacht zum 2. Dezember wurden die Angriffe auf Southampton und andere Städte fortgesetzt, während britische Flugzeuge auch in dieser Nacht wieder nicht in Tätigkeit traten. Erst in der Morgendämmerung warfen einige Flugzeuge, von der Nordsee kommend, im Küstengebiet auf Wohnviertel einer Stadt Bomben, die mehrere Zivilperfonen verletzten. Jagdflieger schossen gestern über Südengland elf feindliche Flugzeuge ab. Zwei eigene Flugzeuge gingen verloren. englisches=Boot verloren dnb Berlin, 2. Dezember. Die britische Admiralität gab in der Nacht zum Montag, wie der englische Rundfunk mitteilt, eine amtliche Verlautbarung heraus, daß das britische=Boot „Triad" als verloren angesehen werden müsse. Das große=Boot„Triad“ gehört zu den modernsten englischen=Booten. Es hat eine Wasserverdrängung von 1090 Tonnen und ist bestückt mit einem 10,2=Zentimeter=Geschütz und sechs Torpedorohren. Gallabat Brumd=der Hersteduly Southampton lodert im Bombengewitter Bombenregen niedergegangen. In dem Stadtteil, auf den sich der Angriff konzentrierte— wohl die Vorrats= und Lagerhallen im Hafen—, seien sämtliche Gebäude vernichtet. In Feuer ausgebrochen, die große Verwüstungen anrichteten. Die Kopenhagener Montagsblätter bringen ausführliche Berichte über die Zerstörung Southamptons durch die deutschen Luftangriffe.„Aftenavis" überschreibt ihre Meldungen, die auf Schilderungen neutraler Korrespondenten beruhen:„Die großen Zerstörungen von Southampton nähern sich der Katastrophe.“— „Ekstra=Bladet" spricht in der Schlagzeile von einer Vernichtung großer Teile Southamptons und von einer hoffnungslosen Arbeit, die entfesselten Brände zu löschen. Als der Morgen nach dem deutschen Angriff graute, lagen— heißt es in der United=Preß=Meldung von„Ekstra=Bladet"— große Teile der Fabrik= und Geschäftsviertel als noch brennende und rauchende Ruinen da. Den ganzen Tag über sei man beschäftigt gewesen, die Bevölkerung in nahe liegende Städte zu schaffen, um die Aufräumungsarbeiten zu erleichtern. Der deutsche Angriff auf Southampton sei einer der schwersten gewesen, dem irgendeine englische Stadt bisher im Kriege ausgesetzt gewesen sei. Von Kriegsberichter Dr. Werner Keller. dnb(PK.) Fünfzehn Minuten nur noch sind es bis zum Ziel. Die Umrisse der Insel Wight tauchen schattenhaft auf. Drüben an der Küste liegt noch alles im tiefsten Dunkel. Friedlich blinken die Sterne am Firmament. Das ist die spannungsvolle, unheimliche Ruhe vor dem Sturm. Wir sind diesmal die ersten, wir werden den Reigen mit unseren Bomben eröffnen. In einer tiefen Kerbe schneidet das Meer vor uns in das Land. Portsmouth zieht auf Steuerbord vorbei. Die Blicke wandern nach der Uhr. Acht Minuten noch, 7, 6, 5 Minuten. Jetzt muß unsere vorderste Maschine über den Stadtgebieten sein. Wir spannen angestrengt in die Finsternis. Kein Wort fällt, nur der Lärm der schweren Motoren dröhnt in den Ohren. Da flammt es schlagartig auf. Kometengleich stehen plötzlich mehrere Leuchtbomben in der Luft und werfen ihr taghelles Licht auf Southampton. Glitzernd spiegeln sie sich in den Wassern des breiten River Itchen. Mit den bloßen Augen können wir die Prince=of=Wales=Docks längs der spitzen Landzunge vor der Stadt erkennen. Magisch beleuchtet, dehnt sich dahinter die lange Reihe der Docks. Lagerhäuser und Kais an den Ufern des River Test und River Itchen. und flimmernde Vorhänge in die Lüfte legt. Weiter unten steigen von allen SeitEnglische Postbeförderung schwierig Stockholm, 2. Dezember. Der britische Generalpostmeister W. S. Morrison mußte in einer Rede, die er am Sonntag mittag über den englischen Nachrichtendienst hielt, offen zugeben, daß die Schwierigkeiten, die der englische Postverkehr zu überwinden habe, geradezu gewaltig seien. allem der innerenglische Postverkehr befinde sich dieses Jahr Weihnachten vor so schwierigen Aufgaben, wie er sie bisher noch nie zu bewältigen gehabt habe. Die Oeffentlichkeit dürfe in England nicht übersehen, daß eines der großen Hindernisse für einen regelmäßigen Postverkehr die deutschen Bombenangriffe seien. Diese Angriffe wirkten nicht nur auf die Eisenbahnlinien, sondern auch auf die Küstenschiffahrt, die gleichfalls Post befördere. In den Ruinen von Coventry Madrid, 2. Dezember. Der Londoner Berichterstatter des„ABC.“ gibt einen Augenzeugenbericht von seinem Besuch in Coventry. Auf der Straße zwischen Coventry und Birmingham, so schreibt er, findet man keine Spur von Fliegerbomben, aber am Eingang von Coventry werde der Autoverkehr von Soldaten geregelt, da ein gewaltiger Bombenkrater die Zufahrtsstraßen zerrissen habe und der Verkehr immer nur in einer Richtung vor sich gehen könne. Zunächst habe man den Eindruck, daß die ersten Arbeiterhäuser und Fabriken an der Peripherie der Stadt heil geblieben seien, aber je mehr man nach Coventry hineinkomme, um so erschütternder werde der Eindruck. Coventry sei noch mehr zerstört als Birmingham, einige Stadtteile sähen so aus, als habe ein furchtbares Erdbeben die Eingeweide der Stadt völlig durcheinandergeschütteltz, Pirgends sehe man mehr Schaufenster oder Fensterscheiben. In vielen Straßen stehe kein einziges Haus mehr, aus den Trümmern steige teilweise noch der Rauch empor, und viele Leute seien damit beschäftigt, zwischen den Trümmern nach Die Angriffswellen beginnen mit alles vernichtender Wirkung über die wichtigen Zentren der Hafenstadt zu rollen. Es scheint, als seien Tausende blaßblauer Sterne auf die Erde gefallen. Die ersten Ladungen Brandbomben liegen im Ziel. Dunkelrote Tupfen schwellen auf: Brandherde: Schuppen, Baracken und Dachstühle haben Feuer gefangen. Mitten in Industriezentren gehen neue, unabsehbare Mengen von Brandbomben nieder. Auch dort flackern Brände auf. Zu gleicher Zeit setzt eine wütende, verzweifelte Abwehr ein. Scheinwerfer blitzen hundertfach im Umkreis auf. In allen Höhen flimmert das Feuerwerk der schweren Flak, die blind Sperre ter unten steigen von allen Seiten rote Perlschnure nach den Leuchtbomben auf. Die leichte Flak versucht, das verräterische Licht auszuschießen. Rings um das Stadtgebiet funken rote Lichter, die den Nachtjägern den Standort weisen. Der ganze Luftraum ist von Lichtmengen und Explosionen erfüllt und durchzittert. Das alles ist ein einziges gigantisches, zuckendes und grell bunt leuchtendes Feuerwerk. Ein Höllentanz ist ausgebrochen. Inzwischen rollt unten die erste schwere Angriffswelle über die Zielgebiete. Sekunde um Sekunde blitzen die Detonationen schwerer und schwerster Bomben auf. Dunkelrot schwelende Rauchwolken qualmen in die Höhe. Brandherd neben Brandherd lodert auf. Es ist, als würde Feuer auf das Land gegossen. Rötlich glitzern die Wasser des River Itchen, auf denen sich die sigen Flammenmeere spiegeln. Eine ungeheure Sprengwolke knallt wie ein Magnesiumblitz auf. Das war ein Treffer in das Gaswerk und die Kesselanlagen. Gleich einem riesigen Rost stehen die glühenden Träger und Pfeiler eines umfangreichen Fabrikkomplexes. Auch auf dem anderen Ufer des Flußarmes hat es jetzt zu lodern begonnen. Dort, wo die großen Werftanlagen und die Vickers=Flugzeugwerke liegen, sind weite Strecken mit feuriger Gluk übergossen. In der Nähe davon steigen dicke, schwarze Rauchfahnen auf. Das müssen die Tankanlagen sein. Ein einziges Drama der Zerstörung und Vernichtung hat seinen Anfang genommen. Was unter unserer Kanzel liegt, ist das packende, unvergeßliche Bild einer Stadt, über die die Vernichtung kommt. Ueber den Umschlagplätzen werfen wir Sekunden später ab. Dann wird abgedreht. Ueber den Kanal jagen hrend hinter uns am den Großangriff dieser Nacht. Als vierter Offizier der deutschen Wehrmacht hatte Major Wick am 6. Oktober aus der Hand des Führers das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes erhalten, nachdem ihm der Reichsmarschall bereits am 1. September nach seinem Luftsieg das Ritterkreuz persönlich überreicht hatte. Nach dem 56. Luftsieg ist jetzt Major. gekehrt. Voller Schmerz vernehmen wir die Meldung, aber dog spätete der Tabseren im deutschen Volte ein Vegriff. Sein Soldatenmut und Fliegerschneid führten ihn an die Spitze des deutschen Geschwaders, das die Tradition des größten deutschen Fliegers des Weltkrieges, des Freiherrn von Richthofen, übernommen hatte. Major Wick hat ihm mit zahlreichen neuen Luftsiegen Ruhm geschaffen. Am 1. September 1938 zum Leutnant der Luftwaffe ernannt, erfocht sich Major Wick Sieg um Sieg. Seine Beförderung innerhalb von zwei Jahren zum Oberleutnant, Hauptmann, Major und schließlich zum Kommodore des Richthofen=Geschwaders war ein militärischer Aufstieg sondergleichen, aber ebenso ein Zeichen, wie in der deutschen Wehrmacht persönlicher Mut und soldatischer Geist gerechte Wertung finden. Der Polen=, Norwegen= und Frankreich=Feldzug hatten ihn in den Reihen der Ersten gesehen. Zu jeder Stunde einsatzbereit, hat er sein Soldatenieben den =Kameraden nicht nur vorgelebt, sondern vorgestrebt. Stets kampfentschlossen, blieb ihm das hehre Los, im Geiste Richthofens die neue deutsche Luftwaffe zu neuem unvergänglichen Ruhm zu führen und ein leuchtendes Vorbild zu sein. Wie auch immer die Kunde über Kommodore Wick lauten wird: sein Leben ist in Großdeutschlands Geschichte mit ehernen Griffeln einverragen. Iu den letzten Wochen ist in den italienischen Wehrmachtberichten(zuletzt in dem vom 1. Dezember) mehrfach berichtet worden, daß englische Truppen Gallabat angegriffen hatten, aber zurückgeschlagen wurden. Damit hat es seine besondere Bewandtnis. An der ganzen, etwa 7000 Kilometer langen Front in Ostafrika gibt es nur wenige Abschnitte, wo kriegerische Handlungen erwartet werden können. Einer dieser Punkte, und vielleicht der empfindlichste, ist Gallabat an der Grenze zwischen Aethiopien und dem Sudan. Das Städtchen selbst ist völlig unbedeutend, aber von den Engländern stark befestigt worden. Und die Engländer wußten genau, warum. Das abessinische Hochland fällt hier steil ab, und vor ihm dehnt sich die Sudansteppe. Von Gondar in Aethiopien führt ein enges Tal nach Gallabat. Gondar aber hat eine gute Straßenverbindung mit Italiens wichtigstem Hafen in Ostafrika, mit Massaua. Es gehört also nicht viel Scharfsinn der Engländer dazu, zu vermuten, daß die Italiener in Gondar(nördlich des Tanasees) Trupven zusammenziehen und durch das enge Tal nach Gallabat führen würden. Die Befestigungen von Gallabat sitzen jedoch auf diesem Talausgang wie die Korken auf der Flasche. Zu Beginn des afrikanischen Krieges haben die Italiener Gallabat durch einen Ueberraschungsangriff eingenommen. Sie sind mit starken Kräften den Engländern zuvorgekommen. Dann aber haben die Engländer alles darangesetzt, diesen wichtigen Punkt wieder in ihre Hand zu bekommen, und wie der italienische Wehrmachtbericht seinerzeit meldete, ist dies den Engländern vorübergehend auch gelungen. Allerdings erfreuten sich die Engländer nur wenige Tage des Besitzes dieser Schlüsselstellung. Die Italiener haben sie wieder herausgeworfen. Gallabat liegt am Atbara, dem großen rechten Nebenfluß des Nils. Es hat keine Eisenbahn= oder Straßenverbindung. Bis zu der Zweiglinie Port Sudan—Kassala— Khartum sind es immerhin noch 200 Kilometer. Aber diese strategisch wichtige Bahn ist von den Italienern schon weiter im Norden, in Kassala, unterbrochen worden Sobald die Steppe gangbar ist—und die Zeit rückt jetzt näher—, sind von Gallabat nur noch 300 Kilometer zu überwinden bis zu den am dichtesten bevölkerten Gebieten des Sudans am Blauen Nil. Weitere 300 Kilometer führen nach Khartum, der Hauptstadt des Sudans. Es ist historischer Kampfboden, der hier vor den Italienern liegt. Denn hier hat sich Kitchener mit den Mahdisten herumgeschlagen. So ist Gallabat zum neuralgischen Punkt der englischen Sudanfront geworden. Jede Schlappe, die sie hier einstecken müssen, schmerzt sie besonders stark, denn es ist nicht übertrieben, zu sagen, daß Gallabat Khartum Blauen Griechtsase Angessse zuracgeschiagen Gegenangriffe der Italiener— Schwere Verluste des Feindes dnb Rom, 2. Dezember. Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut: „Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: An der griechischen Front sind heftige Angriffe des Feindes überall zurückgewiesen worden. Der Feind, der durch unsere Gegenangriffe auf seine Ausgangsstellungen zurückgeworfen wurde, hat schwere Verluste besonders auf dem rechten Flügel der 9. Armee davongetragen, wo der durch intensives Artilleriefeuer vorbereitete Angriff von einem ganzen Armeekorps durchgeführt wurde. An der Front der 11. Armee haben sich vor allem zwei Bataillone der Division Pusteria und die Division Ferrara ausgezeichnet. An der Spitze des 47. Infanterieregiments ist Oberst Trizio als Held gefallen. Kavallerie=Abteilungen, die von unseren Alpenjägern überrascht wurden, sind vernichtet worden. Feindliche Flugzeuge haben ergebnislos Bomben auf unbewohnte Gebiete einiger Inseln des Dodekanes abIn Opateile haben unsere Jagdflieger ein Flugzeug vom Wellesley=Typ auf dem Flugplatz von Ghedaref in Brand geschossen. Feindliche Flugzeuge haben in der Zone von Kassala Bomben abgeworfen; unter der Bevölkerung gab es zwei Tote und vier Verwundete. Ein feindliches Flugzeug wurde von unserer Flak abgeschossen. Weitere Einflüge haben bei Burao, wo zwei Frauen verwundet wurden, bei Assab und bei Metemma, wo es drei Tote und siebzehn Verwundete gab, stattgefunden.“ Neue Biesterei Diesterfelds Stockholm, 2. Dezember. Nachdem vor einigen Wochen Exkönigin Wilhelmine durch das Geschenk von zwei Flugzeugen die bübischen Fliegerüberfälle auf das holländische Volk unterstützte, glaubt jetzt„Prinz Bernhard" durch die Ueberreichung eines Schecks von 35 000 Pfund, die angeblich von der Bevölkerung Javas gestiftet sein sollen, den britischen Kriegsverbrechern wieder auf die lahm gewordenen Beine helfen zu können. Churchill hat dem sauberen „Prinzen“ dafür seinen wärmsten Dank ausgesprochen. Anders wird der Dank sein, den das holländische Volk dem Landesverräter für die Unterstützung der Nachtpiraten entgegenbringt. und den Zusammenfluß des Weißen und des Nils bedroht, wenigstens in den vor uns liegenden Wintermonaten. parade in Bukarest Vorbeimarsch der deutschen Lehrtruppen an König Michael und General Antoneseu Bukarest, 2. Dezember. Montag mittag 12 Uhr fand aus Anlaß Rumäniens der deutschen waffe vor König Michael und dem Staatsführer General Antonescu statt. König Michael fuhr in Begleitung des Staatsführers General Antonescu, des Befehlshabers der Heeresmission und Chefs der Wehrmachtmission, Generals der Kavallerie Hansen, und des Chefs der Luftwaffenkommission, Generalleutnants Speidel, die Paradeaufstellung ab. Im zweiten Wagen folgten der Kommandant der Legionären Bewegung Horia Sima und der deutsche Gesandte Dr. Fabricius. König Michael begab sich nach dem Eintreffen am Paradeort auf die Ehrentribüne, auf der außer den erwähnten Persönlichkeiten noch die Unterstaatssekretäre im Kriegsministerium und einige höhere rumänische Offiziere Aufstellung nahmen. Zur Rechten des Königs stand General Antonescu, zur Linken General Hansen. Die Parade wurde eingeleitet durch ein rumänisches Ehrenbataillon. Angeführt wurde die Parade durch den Generalleutnant von Rothkirch. Während das rumänische Ehrenbakaillon vorbeimarschierte, sah man auch die fliegenden Verbände der Luftwaffe, Jäger, Bomber, Zerstörer und Aufklärer. Es folgten unter den Klängen der deutschen Wehrmachtkapellen die motorisierten Truppenteile, Infanterie auf Krafträdern. leichte und schwere Artillerie. Nachrichtentruppen, Panzerkampfwagen aller Art, Flak. An Truppenteilen zu Fuß marschierten vorbei ein Bataillon der Luftwaffe, ein Infanteriebataillon und die Wachtkompanie der Wehrmachtmission. Die Parade dauerte eine Stunde, worauf der König und der Staatsführer den Paradeort verließen. Die Parade machte auf die dichten Zuschauermassen, die sich am Rande der An= und Abmarschstraßen eingefunden hatten, den allerstärksten Eindruck. Antonescu an das rumänische Volk Bukarest, 2. Dezember. Am Sonntag früh trafen General Antonescu und Horia Sima in Vertretung des Königs im Sonderzug in Alba Julia ein, um den 22. Jahrestag der Vereinigung Transsylvaniens mit dem Mutterlande zu feiern. Umgeben von Vertretern der zivilen und militärischen Behörden, schritten sie die Front der Ehrenkompanie ab...vi, Eim i L. f. u. Nach kurzen Worten Horia Simas, des steuvertretenden Ministerpräsidenten und Kommandanten der legionären Bewegung, nahm General Antonescu vor einer riesigen Menschenmenge das Wort. Ausgehend von der Feststellung, daß Rumänien sich durch Bruderzwist geschwächt habe und daran gescheitert sei, betonte er, die Zukunft sei hart, aber voller Hoffnung. Der General legte schließlich die inneren Maßnahmen dar und erinnerte an die Besuche in Rom und Berlin, wo er für diese Sache der zukünftigen Generationen eingetreten sei. Rumänien sei nicht mehr verachtet und nicht mehr allein. Rumänien werde nicht durch Worte wiederaufgebaut werden, sondern durch seine Geduld und Ausdauer. Und die Gerechtigkeit werde schließlich triumDer General wandte sich dann an die Legionäre, die er aufforderte sich dem Vaterlande zur Verfügung zu stellen. Hierauf forderte er alle Rumänen zur Einigung auf und bat sie, ihm zu vertrauen. Jugoslawien will in Frieden leben Rundfunkansprache des Prinzregenten Paul Belgrad, 2. Dezember. Anläßlich des Jahrestages der nationalen Einigung Jugoslawiens richtete Prinzregent Paul am Sonntag abend an die Bevölkerung Jugoslawiens eine Ansprache, die von sämtlichen zugoslawischen Rundfunkstationen verbreitet wurde. Der Prinzregent erinnerte an die Einigung der Serben, Kroaten und Slowenen am 1. Dezember 1918 und sprach seinen festen Glauben an eine glückliche Zukunft des Königreichs Jugoslawien aus. Angesichts des bewaffneten Konflikts, in dem sich ein großer Teil der Welt befinde, sei es notwendig, Ruhe und Kaltblütigkeit zu bewahren, um dem Lande die Geißel des Als aen Mhealsck lasceia. Keaschet aileler selcs! Nachbarn zusammenzuarbeiten, die seine Unversehrtheit und Unabhängigkeit achteten. Erneut bei Dr. Frick Die Freiheitskämpfer aus Elsaß und Lothringen Berlin, 2. Dezember. Vor ihrer Abreise in die Heimat statteten die Freiheitskämpfer aus Elsaß und Lothringen dem Reichsminister des Innern Dr. Frick noch einmal einen Besuch ab. Sie sprachen dabei ihren Dank für die Einladung des Ministers nach Berlin und ihre Befriedigung über die in der Reichshauptstadt gewonnenen Eindrucke aus. Im Anschluß an den Empfang, an dem auch der Chef der Zivilverwaltung in Lothringen, Reichsstatthalter Gauleiter Bürckel, teilnahm, hatte Reichsminister Dr. Frick seine Gäste zu einer Sondervorführung des Films „Bismarck“ eingeladen, der auf die verdienten Volkstumskämpfer aus dem Westen starke Wirkung ausübte. Anläßlich ihres Besuches in der Reichshauptstadt wurde die Abordnung der Elsaß=Kämpfer auch durch den Reichsjugendführer Axmann empfangen. Der Reichsjugendfuhrer wandte sich in einer Ansprache an die Abordnung und brachte seine Begeisterung über die Jugend des Elsaß zum Ausdruck, die er bei vielen Besichtigungen kennengelernt habe. Für ihre weitere Aufbauarbeit im Elsaß wunschte er der Abordnung besten. Erfolg. unter Führung des Generalreferenten Dr. Robert Ernst hatte am Nachmittag die Abordnung am Ehrenmal Unter den Linden einen Kranz niedergelegt. preisnachweisverordnung Berlin, 2. Dezember. Am 23. November 1940 hat der Reichskommissar für die Preisbildung eine Verordnung über den Nachweis von Preisen erlassen. Die Verordnung sieht vor, daß industrielle Erzeuger und Hersteller und Großhandler die Preise für die von ihnen geführten Waren aufzeichnen und gleichzeitig Unterlagen über das Zustandekommen der Preise anlegen und bereit halten. Die Preisaufzeichnungen und die sonstigen Unterlagen müssen so beschaffen sein, daß die Hohe, die Zuverlässigkeit und das Zustandekommen der Preise ohne Schwierigkeiten jederzeit nachgeprüft werden können. Dabei ist es nicht notwendig, die Preise für jeden einzelnen Verkaufsvorgang aufzuzeichnen, sondern es genügt, wenn für jede Ware einmal Aufzeichnungen und Unterlagen hergestellt werden. Erst wenn sich die Ware in ihrer Beschaffenheit oder wenn sich der Preis ändert, muß wiederum aufgezeichnet werden. Die Aufbewahrungspflicht beginnt mit der erstmaligen Berechnung des Preises und dauert zehn Jahre. Die zehnjährige Aufbewahrungspflicht gilt auch für die heute vorhandenen Preisaufzeichnungen und Unterlagen aus der vorangegangenen Zeit. Die Verordnung findet zur Zeit noch keine Anwendung auf Entgelte für Lieferungen und Leistungen des Handwerks und auf sonstige Leistungen, wie etwa die Verkehrsleistungen. Die Vorschriften der Verordnung sehen jedoch die Möglichkeit vor, die Preisnachweispflicht auch auf derartige Entgelte auszudehnen. Lieferungen der land= und forstwirtschaftlichen Erzeuger, des Einzelhandels und Lieferungen, die ähnlich wie im Einzelhandel erfolgen, werden von der Verordnung nicht betroffen. Die Verordnung trat am 1. Dezember 1940 in Kraft und gilt auch in den eingegliederten Ostgebieten. Sie ist im Reichsgesetzblatt l Nr. 201 vom 80. November 1940 veröffentlicht. Der Reichsarbeitsminister regelte die zusätzliche Alters= und Hinterbliebenenversorgung bei Dienstverpflichtung aus einem Beschäftigungsverhältnis im öffentlichen Dienst dnb Berlin, 2. Dezember. Vernctung Wristerrui. Weitere eindrucksvolle neutrale Augenzeugenberichte Tathunngtent Ernennung professor Frys zum Dekan der nischen Wehrtechnischen Fakultät der Techschen Hochschule Berlin dnb Berlin, 2. Dezember. Berlin, 2. Dezember. Die umfangreichen Berichte neutraler Augenzeugen, die trotz der britischen Zensur in immer größerer Zahl ins Ausland durchdringen, vermitteln ein ungeheuer eindrucksvolles Bild von der gewaltigen Wirkung der verheerenden Großangriffe, denen die wichtigsten Industriezentren und Hafenstadte Englands in den letzten Tagen ausgesetzt waren.. 8 G. M Unter großen Ueberschriften, wie z. B.„Ein Flammenmeer in Southampton“, bringen die schwedischen Blätter vom Montag morgen Einzelheiten über den deutschen Großangriff auf die wichtige füdenglische Hafenstadt in der Nacht zum Sonntag.„Svenska Dagbladet" verzeichnet die schweren Schäden, die die harten Schläge der deutschen Luftwaffe Southampton und Bristol zugefügt haben, und schreibt dazu in einem Londoner Eigenbericht u..:„Der totale deutsche Bombenkrieg gegen England hat erst jetzt ernstlich begonnen. Alles, was seit Beginn der Massenangriffe gegen London am 7. September sich ereignet hat ist ein Kinderspiel gegenuber dem, was eine englische Provinzstadt nach der anderen während der letzten Tage erleben muß.“ Die Schäden in Bristol und Southampton seien ebenso groß wie die Zerstörungen in Coventry. Southampton, das früher schon einmal angegriffen worden sei, habe seinen schwersten Angriff am vergangenen Sonnabend erlebt. Neben alten Branden, die zu löschen es mehr oder minder schnell gelungen sei, seien diesmal zahlreiche äußerst ernsthafte Großbrände entstanden. Noch am Sonntag habe es an zahlreichen Stellen frisch gebrannt und der Rauch habe wie ein dichter Nebel über dem ganzen tiefer gelegenen Teil der Stadt gelegen. Innerhalb eines einzigen Stadtbezirkes sei ein Gebiet von ungefähr 1200 Meter Länge und 600 Meter Breite völlig abgebrannt. Das sei aber nur ein Gebiet unter einer ganzen Reihe anderer. Die Zahl der Opfer sei beträchtlich. Der Angriff habe unmittelbar nach Einbruch der Dunkelheit mit dem Abwurf von Fallschirmfackeln begonnen, die die ganze Stadt hell erleuchtet hatten. Dann sei ein Platzregen von Brand= und Sprengbomben gefolgt, der die Straßen mit Steinmassen angefüllt und die Ruinen in Flammen gesetzt habe. Das sei so weiter gegangen, Stunde auf Stunde, und alle zentralen Teile der Stadt seien ohne Unterschied„verpfeffert“ worden, bis ganze Stadtviertel nur noch ein einziges Flammenmeer gewesen seien. Der schwedische Korrespondent schreibt, es sei beklemmend gewesen, in Straßen auf und ab zu gehen, wo jedes Haus nur noch als verbranntes Skelett stehe und wo die zusammengestürzten Reste von dem, was einst Kontore, Geschäfte oder Lagerhäuser waren, als glutheiße schwelende Masse in den Kellern lägen. Ein weiterer Eigenbericht von„Svenska Dagbladet“ behandelt die schweren Schäden. die der vernichtende Schlag der deutschen Luftwaffe Bristol zugefügt hat. Der Korrespondent schreibt, daß Bristol bereits vor fünf Tagen den schweren Angriff über sich habe ergehen lassen müssen. Die Brandherde hatten trotzdem über den Steinmassen immer noch geraucht. Die Gebäude, die beschädigt seien, seien meist völlig vernichtet. Im Geschäftsviertel von Bristol sei so gut wie alles vom Erdboden verschwunden. Innerhalb eines Gebietes von mehreren Quadratkilometern habe das Feuer so gewütet, daß es kein einziges Gebäude mehr gebe, das nicht abgebrochen werden müsse. Der Korresvondent meldet, daß er ein Gebiet von mehreren Kilometern Länge. und 800 Meter Breite durchwandert habe, das einstmals das Geschäftszentrum von Bristol gewesen sei. Hier habe er ein einziges glühendes Inferno gesehen. Die Hitze sei so unfaßbar und phantastisch gewesen, daß sich selbst die stärksten Eisenträger verbogen hätten auf eine Art und Weise wie man sie je kaum zuvor hätte sehen können. Die Masse zusammengestürzten Mauerwerks hätte in Bristol so ungeheure Formen angenommen, daß es noch immer nicht, d. h. nach fünf Tagen, gelungen sei, aufzuräumen. Viele der Straßen seien noch vollkommen unpassierbar. Außer diesem Geschäftszentrum in Bristol seien noch drei weitere Stadtbezirke total abgebrannt. Auch die Newyorker Presse steht stark unter dem Eindruck der wiederholten deutschen Luftangriffe auf Southampton. Die„Newyork Times“ glaubt feststellen zu können, daß die Deutschen eine neue Strategie anwendeten. Ihre Luftwaffe führe schwere Schläge, mal des Kräftebedarfs für Aufgaben von besonderer staatspolitischer Bedeutung vom 28. November 1940 die Frage geregelt, wie die zusätzliche Alters= und Hinterbliebenenversorgung bei Dienstverpflichtung aus einem Beschäftigungsverhältnis im öffentlichen Dienst oder bei Verpflichtung zu einer solchen Dienstleistung zu be handeln ist. Bei einer zeitlich begrenzten Verpflichtung aus eine Beschäftigungsverhaltnis im öffentlichen Dienst wir eine zusatzliche Versorgung nach den für die bisherige Beschaftigung maßgebenden Grundsätzen aufrechterhalten.(§.) Bei einer zeitlich begrenzten Verpflichtung für den öffentlichen Dienst tritt keine zusätzliche Versorgung bei dem neuen Dienstbeschäftigten ein, wenn der Dienstverpflichtete nicht schon vorher in einem Beschäftigungsverhältnis im öffentlichen Dienst mit zusätzlicher Versorgung gestanden hat.(§.) Bei einer zeitlich unbegrenzten Verpflichtung für den öffentlichen Dienst richtet sich die zusätzliche Versorgung nach der für den neuen Dienstberechtigten bestehenden Dienstordnung. Der Dienstverpflichtete hat aber die Möglichkeit, eine zusätzliche Versorgung aus der bisherigen Beschäftigung aufrechtzuerhalten.(§.). Amtsantritt des mexikanischen Präsidenten Camacho Der neue mexikanische Präsident General Camacho trat am Sonntag mit der Eidesleistung vor dem Kongreß sein Amt an. hier, mal da. Die Verteidigung werde somit noch schwieriger. Viele wichtige Industrie=Anlagen und militärische Ziele würden dadurch bedroht und Tod und Zerstorung auf ganz England ausgedehnt. Aus Southampton berichtet der Vertreter der„Newyork Times“, daß die Stadt ähnlich wie Coventry ausgesehen habe. Die Bevölkerung Liverpools habe in der Nacht zum 29. 11. wohl die schlimmste Nacht ihres Lebens und die Stadt den schlimmsten Angriff des Krieges durchgemacht. Mehr als sieben Stunden sei Welle nach Welle deutscher Bomher über die Stadt geflogen. Ein Vertreter der Agentur United Preß ist gerade von einer dreitägigen Besichtigungsreise nach Coventry, Birmingham, Southampton zurückgekehrt. Er berichtete u.., Coventry sehe wirklich übel aus. Viele Menschen lebten von ungenugenden Speiserationen und schliefen, wo immer sie dem Regen entgehen könnten. Birmingham habe ebenfalls sehr stark gelitten, vor allem die Versorgungsbetriebe. Ueber Southampton schreibt der Berichterstatter, der die Stadt bereits nach dem ersten Angriff verlassen hat und den zweiten Großangriff vom 29. 11. nicht mehr miterlebte, daß viele öffentliche Gebäude und„einige Industrien" zerstört worden seien. Allgemein hebt der amerikanische Angenzeuge die völlig unzureichende soziale Fürsorge hervor durch die die Leiden der Bevölkerung unnötig vergrößert würden. England allgemein unbeliebt in Europa— Das Urteil eines USA.=Berichterstatters Newyork, 2. Dezember. Der kürzlich aus London zurückgekehrte Leiter des dortigen Associated=Preß=Büros, Milo Thompson, erklärt in einem Aufsatz über die Lage in England, kein verantwortlicher englischer Wortführer könne den geringsten Grund für die Hoffnung auf eine baldige Kriegsbeendigung angeben. England bete für den Zusammenbruch des Gegners oder Aufstände in den besetzten Gebieten, doch gebe man zu, es gebe keinerlei Beweise dafür, daß dies jemals eintreffen werde. Die Bombardierung der englischen Städte stoße langsam, aber unaufhaltsam das Messer in die Lebensorgane der britischen Nation, und es sei zwecklos vorzutäuschen, daß keine kriegswichtigen Objekte getroffen seien. Die Bombardierung komme einer schleichenden Strangulierung gleich. Das Durchhalten der britischen Industrie hänge von Schiffen und Flugzeugen ab. Er habe gehört, daß England mindestens 715 Zerstörer zur Sicherung seiner Zufuhren brauche. Eine weitere gewaltige Schwierigkeit sei das Finanzproblem, dessen Lösung durch den totalen Krieg äußerst in Frage gestellt sei. Es handele sich nicht allein um die Finanzierung des Krieges, sondern gleichzeitig auch um die Finanzierung des Wiederaufbaues der Zerstörungen durch Bomben, die„vielseitig“ seien. Vielleicht der Gipfelpunkt der britischen Schwäche liege aber in der Unbeliebtheit der Engländer selbst. England habe zahlreiche Freunde, solange es diesen zweckdienlich erscheine. Doch habe Thompson in ganz Europa kein Volk kennengelernt, das England um seiner selbst willen schätze. De Valera mahnt: „Wir müssen uns für alle Fälle vorbereiten.“ Genf, 2. Dezember. Wie der irische Rundfunk meldet, sagte De Valera in einer Ansprache in Waterford u.., daß Irland in einer gefahrvollen Zeit lebe und daher alles tun müsse, was zur Verteidigung des Landes notwendig sei.„Ich erwarte“, sagte De Valera,„daß alle jungen Männer zwischen 20 und 25 Jahren den örtlichen Verteidigungstruppen beitreten werden.“ Weiter wies De Valera darauf hin, daß Irland nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich vorbereitet sein müsse. Größte Sparsamkeit im Verbrauch von Lebensmitteln sei notwendig. Jedes Stück Land, auch das kleinste, müsse bestellt werden, damit mehr Futter für die Kühe geerntet werden könne.„Wir müssen uns für alle eintretenden Fälle vorbereiten", erklärte De Valera,„wenn wir das tunnsso werden wir die Krise überwinden.“ EithrnntssWirrschuftlch Hesehen Professor Fry tritt damit die Nachfolge des Generals Becker an. Er ist am 13. 8. 1892 in Wülfrath im Bergischen Land geboren, hat an den Technischen Hochschulen Aachen und Breslau studiert, promovierte 1919 und war bis zu seiner Berufung auf den Berliner Lehrstuhl für metallische Werkstoffkunde im Jahre 1935 16 Jahre lang in der Industrie tätig. Britenbemühungen in Südamerika Berlin, 2. Dezember. Von unserer Berliner Schriftleitung. Unter der Führung des ehemaligen Vizekönigs von Indien, Lord Willingdon, bereist zurzeit eine britische Wirtschaftsabordnung die südamerikanischen Staaten. Die harten Schläge der deutschen Luftwaffe und die Verstärkung des Seekrieges gegen England haben es der Londoner Regierung ratsam erscheinen lassen, den durch die deutschen Angriffe einsetzenden Warenschwund durch Vereinbarungen mit den südamerikanischen Staaten aufzuholen, wobei es sich besonders um kriegswirtschaftlich dringend notwendige Produkte handelt. Wie Lord Lothian es in USA. versucht hat, die Stimmung der Vereinigten Staaten für neue große Kredite einzusangen, so scheint auch jetzt das Ziel der in Südamerika weilenden Abordnung zu sein, neue, möglichst weitgehende Kreditverträge zu schließen. Die südamerikanischen Kreise in Politik und Wirtschaft setzen diesen englischen Wünschen immerhin beachtlichen Widerstand entgegen, denn man weiß, wie empfindlich die wirtschaftlichen Verbindungen der südamerikanischen Staaten zum europäischen Kontinent gestört worden sind, als England diesen Krieg entfesselte und damit alle südamerikanische Ausfuhr nach Europa unter die bekannte Kontrolle stellte, ausgenommen natürlich eine gewisse kleine Einfuhr nach England. Ganz offen betonte jüngst eine brasilianische Zeitung in Erwartung der britischen Wirtschaftskommission,„daß die Briten sich nicht zu wundern brauchten, wenn Brasilien sehnsüchtig wünsche, daß es Deutschland gelingen möge, die britische Blockade zu brechen, weil es nur so möglich sei, die brasilianische Außenhandelslage wieder auszugleichen". Aehnliche Widerstände zeigen sich auch, soweit wir gut unterrichtet sind, in anderen südamerikanischen Staaten und werden dort ebenso offen geäußert. Diese Stellungnahmen können nicht wundernehmen, denn in Friedenszeiten kam als Hauptabnehmer südamerikanischer Produkte in erster Linie Europa in Frage, insbesondere in Nahrungsmitteln und Rohstoffen, während die südamerikanischen Staaten ihrerseits nach euroväischen Fertigfabrikaten zur Fortsetzung der begonnenen Industrialisierung verlangten. So bestritt Eucopa im Jahre 1938 in zusammen sieben südamerikanischen Staaten 51,5 Prozent der Einfuhr und 59 Prozent der südamerikanischen Ausfuhr in den gleichen Ländern. Weit geringer als der Warenverkehr mit Europa war der mit den Vereinigten Staaten von Nordamerika, ein übrigens durchaus von der Natur bedingter Zustand, da die IISA. eine weit geringere Aufnahmefähigkeit für Weizen, Mais, Fleisch, Baumwolle und Früchte zeigen können, da sie auf diesen Gebieten selbsterzeuger sind. So waren denn die Vereinigten Staaten im Jahre 1939 nur mit 21,7 Prozent an der südamerikanischen Ausfuhr und mit 25,5 Prozent an der Einfuhr beteiligt. Was die USA. im Frieden nicht ermöglichen konnten, nämlich eine verstärkte Bereitschaft zur Abnahme südamerikanischer Waren, wird dem blockierten und nur auf die dringendsten, kriegsnotwendigsten Waren eingestellten England im Kriege kaum möglich sein, auch wenn die südamerikanischen Staaten auf eine umgehende Steigerung ihrer Ausfuhr drücken müssen. Dazu kommt, daß England Kreditwünsche äußert, die in Anbetracht des seit mehr als einem Jahr stockenden südamerikanischen Außenhandelsgeschäfts kaum bewilligt werden können. Zudem hat sich das Transportrisiko nach Europa auf Grund der Kriegsmaßnahmen und vor allem auf Grund der verschärften deutschen Blokkade beträchtlich erhöht, so daß auch damit jeglicher Anreiz für den südamerikanischen Ervorteur ins Stocken geraten ist. Auch hält man sich vor Augen, daß es selbst dem angeblich seebeherrschenden England“ nicht gelungen ist, seine bisher eigene Einfuhr aus Südamerika aufrecht zuerhalten. So findet die englische Wirtschaftskommission unter Lord Willinadon eine für die eigenen Wünsche wenig aünstige Stimmung in südamerikanischen Kreisen vor. Wir selbst verfolgen die kommenden Verhandlungen mit ruhigem Interesse, denn wir wissen, daß die Entscheidung zwischen dem Kontinent und England nicht mehr mit Wirtschaftsverhandlungen, sondern einzig und allein mit den Waffen herbeigeführt wird, die England herausforderte, sei es die Waffe des Seekrieges und der Blockade oder die des Luftkrieges. Lord Willingdons Geschäftsreise kommt uns vor wie der Bittgang eines Bankrotteurs. Heinz Gödecke erhielt Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse Aus Anlaß des 50 Wunschkonzertes für die Wehrmacht hat der Führer dem Gestalter der Wunschkonzerte, Heinz Gödecke, das Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse verliehen. Reichsminister Dr. Goebbels überreichte Heinz Gödecke diese Auszeichnung zugleich mit seinem Bilde mit herzlichen Worten. Auslandsjournalisten aus Paris in Prag und Pilsen 22 Auslandsjournalisten aus Paris, die sich als Gäste der Reichsregierung auf einer Deutschlandreise befinden, trafen am Sonntag in Prag ein. Nach einer Besichtigung der Sehenswürdigkeiten der Stadt waren sie Gäste des Pressechefs des Reichsprotektorats. Am Montag wurden die Journalisten im Czernin=Palast von Reichsprotektor Freiherr von Neurath empfangen. Anschließend fuhren die ausländischen Gäste zu einer Besichtigung der Skoda=Werke nach Pilsen. Das jüngste Opfer britischer Skrupelkosigkeit Der neuernannte Oberkommissar der französtschen Regierung für Syrien, Chiappe, wurde auf dem Flug nach seinem Amtssitz von englischen Jägern über dem Mittelmeer abgeschossen, obwohl er in einem reinen Verkehrsflugzeug reiste. Die Briten beseitigten in ihm einen Mann, von dem sie ein energisches Einschreiten gegen die Wühlarbeit ihrer Agenten in Syrien befürchteten. Verlag und Druck: Laupenmuhlen& Dierichs. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs(im Felde). Stellvertretender Hauptschriftleiter: Dr. Josef Schwermann Die gute Cigarette— gut in jeder Beziehung*) ATIKAN S Die Qualitäts=Cigarette zeichnet sich nicht nur dadurch aus, daß in ihr besonders edle und ausgereifte Tabake verarbeitet sind. Für den Laien unvorstellbare Anstrengungen sind darüber hinaus nötig, um die Tabake während der Lagerung und Fabrikation so zu behandeln, daß der Raucher seine geliebte Cigarette immer in der gleichen Qualität erhält. Seite 3 Nr. 286/ Bochumer Anzeiger Dienstag, 3. Dezember 1940 Bochumer 10 Schnell noch nach Hause? „Wieder ein Grand!". Nein, so etwas von Glück im Spiel! Es war schon der vierte Grand, den Schulz auf den Tisch legte. Mit strahlendem Gesicht trank er sein Bier aus.„Noch ein Helles, Herr Wirtshaus!“ Grand und Helles fielen ins Wasser,„Zeunz haun hatte Schulz den ersten Buben auf den Tisch geschmeltert, als der Fliegeralarm ertönte. „Verflixt! Schnell bezahlen!" rief Schulz außer sich, werden Sie schön sein lassen!" meinte der Gastwirt,„in unserm Luftschutzkeller ist auch noch für „Ausgeschlossen!" wehrte Schulz heftig ab, indem er hastig seine Zigarre anzündete,„draußen steht mein Fahrrad! Wenn ich tüchtig zutrete, bin ich in zehn „oder dauch nchtft- suchte der, Brt, Seb 1aP pger e sen. Vergehlich! Hut auf, Tür gur, Wen phar er. Draußen faßte er seinen Drahtbock bei den Hörnern. Hinein in den Sattel! Die Technik soulte /1.#7 An der nächsten Ecke... Halt! slück hatte sich verflüchtet. Ein Schupo blockierte das seutzende Fahrrad:„Haben Sie die Sirene nicht ge„Sirene?“ markierte Schulz den Erstaunten. „Etwa Fliegeralarm? Bin gleich zu Hause, nur noch „Bez Alarm hat alles sofort die Straße frei zu machen", blieb der Schupo unerbittlich.„Drüben ist der nächste öffentliche Luftschutzkeller. Wäre ja noch schöner, wenn nach Auslösung der Sirene Kraftwagen und Fahrräder Rennbahn zum Heimatstall spielten: ist streng verboten, mein Herr, einmal zu Ihrem eigenen Schutz und dann im Interesse der Allgemeinheit, damit sich der dienstliche, sehr dringende Fahrzeugverkehr ungehindert abwickeln kann!" Zinn. Luftschutz=Kriegsausstellung verlängert Die Luftschutz=Kriegsausstellung auf dgm, Wihelpie platz in Bochum ist wegen des großen Inter# bis zum 8. Dezember verlangert worden. Rückkehr der Landjahrpflichtigen Die Bochumer Landjahrpflichtigen treffen am 6. oder 7. Dezember hier ein. Fur die zurückkehrenden Landjahrpflichtigen findet am Sonntag, 8. Dezember 1940, vormittags 10 Uhr, in der Lichtburg in Bochum, Königsallee 2, eine Wiedersehensfeier statt. In dieser Veranstaltung werden die Landjahrführer über die Bedeutung des Landjahres sprechen. Man wird Gelegenheit haben, seine ausgezeichneten Wirkungen an der Haltung und dem guten Aussehen der aus dem Landjahr heimkehrenden Jugendlichen unmittelbar wahrzunehmen. Mit dieser Feier ist die feierliche Ueberfüh rung der Landjahrpflichtigen in die Hitler=Jugend bzw. den Bund Deutscher Mädel verDer Musikzug der HI., Fanfarenbläser sowie Ehrenabordnungen der HJ., des IV., des BDM., der IM. werden bei der Feier mitwirken. Zu dieser Veranstaltung werden eingelaven: a) die jetzt heimkehrenden Landjahrpflichtigen, d) die Eltern der heimkehrenden Landjahrpflichtigen und e) sämtliche Mitglieder der Auswahlkommissionen. Wieder einmal Fahrerflucht Radfahrer angefahren und verletzt Am 30. November gegen 18.40 Uhr, befuhr ein fahrer die Hattinger Straße in nördlicher Richtung. In Höhe des Hauses 799, Ecke Nehringskamp, wurde er von einem Personenkraftwagen überholt, wobei der rechte Kotflügel des Fahrzeuges den Radfahrer erfaßte und verletzte. Ohne sich um den Verletzten zu kümmern, setzte der Fahrzeugführer seine Fahrt fort und entkam unerkannt. Es handelt sich um einen grauen Personenkraftwagen mit Anhänger. Der Fahrer wird aufgefordert, sich unverzüglich bei der Kriminalpolizei, stelle Linden=Dahlhausen, oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. Tödlicher Verkehrsunfall Fußgänger, seid vorsichtig! nicht geklärt, da die kriminalpoligetlichen Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind. „Altstoff ist Aufruf des Reichskommissars für Altmaterialverwertung und der Reichsfrauenführung Reichskommissar für Altmaterialverwertung und die Reichsfrauenführung erlassen folgenden Auf„Die weitere Durchführung des Vierjahresplanes erfordert die Mitarbeit des ganzen Volkes. Auch dich, kannst dein Scherflein im besonderen Jedes deutsche Schullind ist verpflichtet, die Altstoffe des Haushaltes, insbesondere Knochen, Altpapier und Lumpen jeder Art(nicht aber Rasierklingen, Glasscherben, Konservendosen und Blechgefäße, die nach wie vor in den Mülleimer gebören), in die Schutzagsgmnge, stelle mitzunehmen. Jedes bsierste, Hezul ziese, Auf. reit, in Erfüllung des Kriegsdienstes der bieser aufAn heutsche Hausfrau, liegt es, den Kindern die in deinem Haushalt anfallenden Altstoffe mitzugeben! Denke daran, daß seit langem viele Williogen Kinder sammeln.„Viele Wenig ergeben ein Big.,### alten Zeitungen, Tuten und Schachtein,„.die#nicgen oder die Stoffreste, die an sich wertlos für oich sino, werden durch die Sammlung zu einem wertvollen BeiDeutsche Hausfraul,. Die,Reistzäkrgauenführung und der Reichskommissar für altmaternaverwerrung rufen dich auf: Gib die Altstoffe deines Haushaltes deinen oder den Nachbarkindern mit zur Schule. So kannst du weiterhin im Kleinen mithelfen am Gelingen eines großen Werkes.“ An alle Arbeitsopfer der Die Deutsche Arbeitsfront, NSG.„Kraft durch Freude", macht hierdurch noch einmal alle Arbeitsopfer und Invaliden der DAF. darauf aufmerksam, daß am Freitag, 6. Dezember, 14.30 Uhr, im Parkhaus eine Varietéveranstaltung durchgeführt wird. Der Eintritt ist frei, jedoch nur gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches der DAF. Das Minensucherabzeichen erhalten Willi Romba, Johanniterstraße 10, wurde zum Bootsmann befördert und erhielt das Minensucherabzeichen. Schutzwallehrenzeichen erhalten Der Führer verlieh dem Baukaufmann Franz Waldheim, Bochum=Laer, Wittener Straße 502, für verdienstvolle Arbeit zum Schutze Deutschlands das Schutzwallehrenzeichen. Din Viensie un dei Hagent Neues HJ.=Heim seiner Bestimmung übergeben 83 — Pr gleich, ob es sich bei den Darstellungen dieser Bücher um Dome wie das Straßburger oder das Freiburger Münster, um Malermonographien über Hans Georg Waldmüller, Hans Holbein d. J. oder auch um Bilder aus einer„Kleinen Stadt“ oder„Schmiedeeisen" handelt, immer ist diesen Büchern eine Ausstattung eigen, die sie besonders zu Geschenkzwecken als geeignet ereinen ob, die Bücher erzählenden Inhalts sind in der Bücherschau in einer sorgfältigen Auswahl und recht zahlreich vertreten. Vor allen Dingen sei hier auf die größten Romane dieses Jahres hingewiesen: H. Fr. Bsuncks„Die Jägerin“, Ina Seidels„Unsei Freunde Peregrin", Emil Strauß„Lebenstanz“ sowie einige andere bekannte Werke, die in der Zwischenzeit bereits eine stattliche Auflageziffer erreicht haben. In das Gebiet der Heimat führen uns die Bücher der beiden Dortmunder Dichter Fritz Nölle und Walter Vollmer, von denen wir hier„Die gläserne Wand" und„Die Pöttersleute" sehen, während Paul Burres Roman„Es reiten die wilden Jäger“ wieder in der Bielefelder Gegend spielt. Daneben finden wir Werke von Kurt Kluge. Gertrud Fussenegger, Wilhelm Ehmer, Gerhard Scholt u. a. Es ist verständlich, daß unter den erzählenden Werken die Bücher über das Zeitgeschehen einen besonders breiten Raum einnehmen. Ihre Zahl ist so groß, daß es zu weit führen würde, falls man sie hier auch nur einzeln aufzählen wollte. Als ein besonders geeignetes Weihnachtsgeschenk sei hier nur noch das vom Winterhilfswerk des deutschen Volkes herausgegebene Buch„Ewiges Deutschland“ genannt, das als ein echtes deutsches Hausbuch Eingang in recht viele Familien Ein knapper Ausschnitt aus der schönsten Lyrik dieses Jahres wird uns in den Büchern von Hans Baumann„Atem einer Flöte". E. G. Kolbenheyer„Vox humana" und in dem Sammelwerk„Die Ernte der Gegenwart, deutsche Lyrik von heute, gesammelt von Will Vesper," dargeboten. Neben diesen Werken findet man noch einige neue Ausgaben unserer alten Klassiker sowie Werke über das klassische Altertum. Es sind zum Teil nur kleine Gaben, die hier, mit Tannenzweigen umkränzt, sich als Geschenke zu den Festen empfehlen— kleine Gaben, die aber wertvoller sind und manchem größere Freude bereiten werden als viele mit größeren Aufwendungen erstandene Weihnachtsgeschenke. Ein Blick in die Heimstätte des BDM. Die Stadtverwaltung der Gauhauptstadt Bochum konnte dem k. Bannführer des Bannes 67, Hauptgefolgschaftsführer Heimann, eine neue HJ.=Unterkunft zur Verfügung stellen. Durch den Umbau eines Teiles der Volksschute an der Hammer Straße wurde den Richtlinien der Reichsjugendführung er Jungen und Mädchen das Gefühl der Heimat zu geben. Hell und licht sind die Räume. Links„wohnt“ die Hitler=Jugend, rechts der BDM. Deftig ist das Gestuhl für die Jungen, fein und zierlich die Heimeinrichtung leuchter, len, tragen die Lichter. Alles blinkt und blitzt vor Sauberkeit. Die hygienischen Einrichtungen entsprealles auf den kürzesten Nenner Wue glgegrgersechts an onnte sich selbst bei der feierlichen in jeder Beziehung seinen Aufgaben gerecht wird. Das lehrte schon die erste Zusammenkunft, die natürlich ganz im Zeichen des freudigen Ereignisses der Besitzergreifung stand.— Demnächst soll ein weiteres Heim im Stadtteil Dahlhausen erstehen. Ohne die tägliche Zahnpflege gibt es keine persönliche Sauberkeit! Durchblick von der Eingangshalle in das Innere des Heims Aufnahmen: Brüning Die Eingangshalle mit den Fahnen der HJ. Solbaten unter sich Kameradschaftsabend der 2. Kompanie des Landesschützen=Battaillons D Im Evangelischen Vereinshaus hatten sich am Sonnabend die Angehörigen der 2. Kompanie des Landesschützen=Bataillons D eingefunden, um nach langer Zeit wieder einmal einen vergnügten Abend zu verleben. Man sah es den Soldaten an, daß sie sich schon lange darauf gefreut hatten, weil damit endlich ein lang gehegter Wunsch Wirklichkeit wurde. Nicht nur Soldaten waren vertreten, sondern auch Bochumer Volksgenossen, die mit ihnen im frohen Kameradenkreise fröhlich und guter Dinge sein wollten. Unter den Gästen bemerkte man den Standortältesten und Kommandeur des Wehrbezirkskommandos, Oberst Blümel, dengeigru 70 kommandeur Major Kunze mit seinen Ofsigieren sowie Vertreter der Partei und der Stadtverwaltung. Im Anschluß an einen von der Kompaniekapelle dargebotenen Marsch begrüßte Oberleutnant Wulfes die Soldaten und Gäste. Dann war es Hermann ling, der als Ansager seines Amtes waltete und in lustiger Weise die Verbindung zwischen Bühne und Zuhorerschaft herstellte. Sein Amt wurde ihm sehr leicht gemacht, weil Künstlerinnen und Künstler mit Eifer bei der Sache waren und es ihnen Freude bereiRusik wechselten in bunter Reihenfolge mit: einander ab. Es ging wie am laufenden Band; immer wieder kam eine schönere Darbietung, und immer wieder war starker Beifall der Ausdruck tiefer. Dankbarkeit. An dem Erfolg des Abends waren Soldaten, Mitglieder der„Volksbühnenspiele“ und die TanzZahn Otty Linden(Sopran), Hauptfeldweber P. Maxeiner(Tenor), Irma Breukmann„(Sopran), Margit Müller, der Komiker Karl Kupper, Schulz und Partner, das drollige Komikerpaar, sowie die Soldaten Bernhard Fröhlich und Hans Großmann, die mit einem Geigensolo und Saxophonsolo aufwarteten. Für die musikalische Unterhaltung sorgte ganz ausgezeichnet die Kompaniekapelle, die unermüdlich spielte. An diesen Abend der Kameradschaft, der vom Anfang bis zum guten Schluß in schönster Harmonie verlief, werden die Soldaten noch lange denken. Gib einen Groschen mehr Ein Groschen— wie leicht gibt man ihn aus! Er rinnt ins Wesenlose, spurlos, kaum beachtet. Er wird als Trinkgeld gegeben, als Botenlohn oder leicht verschnuckert.„Kaufst mir einen Perlenbeutel, Mutti, sieh nur, wie sie schön leuchten“, bittet Klein=Inge. kauft Mutti den Perlenbeutel, er kostet ja nur 10 Pfennig, und was sind schon 10 Pfennig, gemessen an der Freude des Kindes über die glitzernde Perlenpracht? Nur 10 Pfennig— sie spielen keine große Rolle im Reich der Zahlen. Achtlos werden sie oft ausgegeben: weil es eben nur 10 Pfennig sind, trennt man sich leicht Groschen mehr erbittet der Sammler zum Opfersonntag, am 8. Dezember, von dir. Eben jenen Zehner, den wir unbekümmert hier und dort ausgeben, von dem wir uns sonst so leicht trennen. Alle diese Zehner helfen mit, die soziale Aufbauarbeit der NéV. im Kriege zu sichern. Sie helfen mit, unsern Soldaten an der Front durch Liebesgaben der Heimat Freude zu bereiten: sie helfen mit, den Hinterbliebenen unserer Gefallenen ihr schweres Los leichter. zu machen., Einen Groschen mehr— du spurst seinen Verlust nicht, denn er bedeutet ja nicht einmal einen Verlust für dich. In den Händen der NSV. verwandelt sich dieser unbedeutende Groschen zu einem Segen für alle Volksgenossen. Einen Groschen mehr sei darum die Losung zum kommenden Opfersonntag! 2. Kriegs=Winterhilfskonzert des Männergesangvereins Bochum=Wiemelhausen Das am Sonntag im Paul=Gerhardt=Haus durchgeführte Konzert hatte leider nicht den gewünschten Publikumserfolg. Ein gut zusammengestelltes Programm vermittelte im ersten Teil unvergängliche Werke von Franz Schubert. Der stimmlich gut besetzte Chor sang unter Leitung seines langjährigen Leiters Karl Beckmann„Liebe".„Die Nacht“ und„Im Abendrot“ und hatte mit einer gut durchgearbeiteten und untadeligen Wiedergabe verdienten Erfolg. Als Abschluß des ersten Teils erklang das immer wieder gern gehörte„Dörschen“, lebhaft im Tempo und natürlich in der musikalischen Ausdeutung, eine der. besten Leistungen des Abends. Am Klavier begleitete ansprechend Frau Rein hardt. Der zweite Teil brachte Soldaten= und Vaterlandslieder. Packend und bekennend erklang von M. Neumann Soldatenabschied" und„Oesterreichisches Reiterlied". Nach Rudolf Hoffmanns Chor„Kamerad“ stand als eindringlicher Augslang am Schlus des Progrgangpgge## „Ein blankes Work, das noch einmal das nungvode, Material des Vereins erkennen ließ und stärkste Wirkung hatte. Den solistischen Teil des Programms bestritt Hans Wetzker mit seinem Orchester. Mit der Ouvertüre sowie der Zwischenmusik zu„Rosamunde“ und dem Mil von Schubert, dazu mit einem Satz aus der Militärsinfonie von Haydn und dem Krönungsmarsch von Kretschmer paßzte er sich bei sauberer Wiedergabe dem Programm geschmackvoll an. Die Zubörer spendeten den Sängern und ihrem tüchtigen Chormeister wie auch dem Orchester herzlichen Beifall, so daß Zugaben erforderlich waren. Eifer bei der Sache waren ur Echenttaauei zanl!!..„ Monatsausstellung der Stadtbücherei im Lesesaal zum Beihnachtesest Ave hanze“,ogar erst vor wenigen Tagen auf den Markt Geschenkgegenstand gehavr. Die.pracht worden sind, ganz gleich, ob es sich hierbei um en Verdatmise werden iu. L4z, Kunstbucher, um Romane und Erzählungen, Gedichtbände oder um die Werke der Klassiter oder wucher die die Darstellung des klassischen Altertums zum Gegenstand haben. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das farbige zverr uper den„Isenheimer Altar des Matthias Grunewald" des Berliner Kunsthistorikers W. Pinder, der bekanntlich erst vor wenigen Monaten mit der Rückkehr des alten deutschen Landes Elsaß=Lothringen auch wieder ins Reich zurückgekom; men ist. Mannigfache Kunstbücher„umgeben dieser prachtvolle Werk, von denen hier nur Heinrich, Lützelers „Die Kunst der Völker“ und die Bücherreihen„Der eiserne Hammer“,„Junckers Kunstbücher",„Das Meisterwerk" und die„Blauen Bücher“ genannt seien. Ganz Schon immer hat, das Buch zum Weihnachtsfest eine besondere zufgabe, als Calmenze-gru# u g. Sie durch die Zeit bevingten Verhältnisse werden in viesem Jahre aber auch viele, die in der Regel zu den Fest tagen etwas anderes als Bücher zu schenken pflegten, mehr als sonst auf den Büchermarkt hinkenken. Das Buch hat somit in diesem Jahre eine besondere Aufgabe zu erfüllen. In weit größeren, Unzange als in den vorbergehenden Jahrgg, o, ge, denspender werden, es soll den=scherten, ziecht zur erfreuen, sondern ihn auch an den Wbetten, vir in seinem Inhalt schlummern, teilnehmen lassen. Es ist darum um so begrüßenswerter, daß unsere Stadtbücherei die jetzige Zeit zum Anlaß genommen hat, um in ihrer laufenden Monatsausstellung einen Ueberblick über das in diesem Jahre erschienene tum zu geben. Bei den zur Schau gestellten Büchern Jungvolk sammelt In den Einheiten des Deutschen Jungvolks im Bann 67(Bochum) liegt neben dem Dienst das Hauptaugenmerk auf dem Sammeln von Altpapier und Altmaterial, nachdem die herbstlichen Sammelaktionen in der Natur(Heilkräuter, Kastanien) erfolgreich beendet sind. Die Einheiten werden sich sodann besonders der charakterlichen Erziehung zuwenden, die Haltung und Einstellung zu bestimmten Lebensfragen, zur Familie, zur Arbeitsstelle, zu gewissen Genußmitteln festigen und die Gesundheitserziehung nicht vernachlässigen. In der Zeit bis Ostern findet für Jungvolk und Jungmädel in Zusammenarbeit mit der Berufsberatung des Arbeitsamtes eine Berufsaufklärung statt, vor allem im Hinblick auf die Mangelberufe(Landwirtschaft und Veroban). Die Reichsschnlungsburg wird wieder belegt. Nachdem in den Monaten des Krieges die Reichsschulungsburg in Erwitte anderen Zwecken gedient hatte, beginnt in der nächsten Woche wieder ein Lehrgang, zu dem eine Anzahl namhafter Vertreter der Partei berufen sind. peg. Weitere Gründung von KdF.=Schach=Betriebsgemeinecter. am Das Deutsche Volksbildungswer# in der Deutschen Arbeitsfront konnte auch in den letzten Wochen im Gau Westfalen=Süd neue RöF.=Schach=Betriebsgemeinschaften gründen. Ueberall fanden sich Freunde des toneng Spieles zusammen, um im Rahmen der großen Kor.= Schachgemeinschaft das Spiel zu pflegen. fende, die das Schachspiel noch nicht kennen, werden in diese Betriebsgemeinschaft Sie erhalten eine Anlernung durch fachlich geschulte (Kraste. 518. Schrift und Tinte als Verräter Die Geschichir eines Tagenbeuteir... Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Ein sehr bedenklicher Zeitgenosse stand in dem Angeklagten Josef Borowski, der sich fälschlicherweise auch Karl nannte, vor der Strafkammer. Der Mann wohnte im Vest Recklinghausen und hatte es verstanden, lange Zeit ohne rechte ehrliche Arbeit durchs Dasein zu kommen. Er lebte sozusagen„zwischen den Zeiten“ und wußte eine Rolle zu spielen, die ihm durchaus nicht zukam. Daß er das so lange Zeit vermocht hat, ist eine Sache für sich. Der Zufall führte ihn in die Nähe eines versoffenen Grafen mit großem Geldbeutel, was ihm eine Weile lang zustatten kam und ihn zu Ansehn brachte, wenigstens in dessen Umgebung. Es spielten da eine-kostbare Jubiläums=Taschenuhr und ein kostbarer Brillantring eine Rolle, die B. einem Oberingenieur stahl; doch fiel diese üble Sache infolge der Amnestien dem Diebe nicht mehr auf die Weste. Im Weltkriege wollte er sich besonders bewährt haben, ebenso in einigen Freikorps. Er maßte sich aber Chargen, Orden und Ehrenzeichen an, die er nie erreicht hatte. Er spielte auch später noch den tapferen In rein natürlichem Urzustand unter Kontrolle der Staatsregierung in ¼- und 3- Flaschen abgefüllt Erhältlich in Apoth., Drog. usw. Hauptauslieferungsstelle: Karl Linden, Bochum, Kronenstraße 37. Rut 61151 Helden, als man sich seine Leute schon etwas näher auf Charakter und Lebensart anzusehen gewöhnt hatte. Daß der Mann seinen Militärpaß gefälscht hatte und auch seinen Wehrpaß erschwindelte, konnte sich erst ganz langsam herausstellen; denn dieser Mann war glatt wie ein Aal und„frech wie Oskar", um im Volkston zu sprechen. Es würden ihm manche Türen und manche Behörden verschlossen geblieben sein, wenn man früher auf seine„Sprunge“ gekommen wäre. Ohne das Zeug oder die Erlaubnis dazu zu haben, betätigte er sich als Winkeladvokat und versuchte es mit mehr oder weniger Erfolg dank seiner„Beziehungen", so manches„krumme Ding“ wieder gerade zu biegen, wofür ihm reichlich Mittel als Dank dafür in die immer offene Hand flossen. Einer ordentlichen, ehrlichen Arbeit ist er seit Jahren eben nicht mehr nachgegangen. Dafür machte er vor Gericht den Umgang mit jenem verkommenen Grafen verantwortlich, wodurch er völlig aus dem Gleise gekommen sei. Jetzt stand er wegen gewinnsüchtiger Urkundenfälschung, wegen Tragens von Orden und Ehrenzeichen, die er nie erhalten hatte, vor Gericht, und es bedurfte erst einer ausgedehnten Beweisführung, um ihn schließlich zu einem halben Geständnis zu bewegen, daß er sich die Tressen und die Orden selbst verliehen und die Eintragungen im Militärpaß selbst vollzogen hatte. In Wirklichkeit hatte er nie Pulver gerochen. Aber die geradezu zwingenden Ergebnisse einer wissenschaftlichen Untersuchung dieser Paß=Eintragungen durch den Schriftsachverständigen Jansen ließen ihn schließlich doch klein werden, zumal selbst der Verteidiger in diesem Falle die Partie des Bo. als gänzlich verloren ansehen mußte..ische Meif. mi Auf solche betrugerische Weise, mit der Bo. schon allerlei Leute hinters Licht geführt hatte, läßt sich heutzutage nicht mehr weiterarbeiten. Die Stellen, in die er sich fälschlich einzuschleichen wußte, mußten ihn selbst vor die Tür setzen und der Rest ist nun die Strafverhandlung, deren Einzelheiten oftmals in Erstaunen setzen konnten. Es ist aber nur möglich, andeutungsweise darauf einzugehen. Man kann nur mit dem Zitate schließen:„Er ist ein Lump, nehmt alles nur in allem!" Die Sache endete damit, daß der durch und durch verlogene und betrügerische Nutznießer einer neuen Zeit, der auch in der alten Periode noch nie etwas geleistet hatte, zu einem Jahr und sechs Monaten Zuchthaus und zu 200 Reichsmark Geldstrafe verurteilt wurde, sosehr er auch bis zum letzten Augenblick versuchte, den tapferen Helden und die verfolgte Unschuld zu markieren. Aber jetzt isterentlarvt. M. F. Wanderplan für den Winter Kann man der Zeitumstände wegen nicht an weite Reisen denken, so sollte man doch das Wandern in der Heimat auch nicht im Winter aufstecken. Wandern ist ein gesunder Sport, der auch Herz und Gemüt erfreut, die Liebe zur engeren Heimat und damit zum großen Vaterlande stärkt. So ist es selbstverständlich, daß die Deutsche Arbeitsfront durch die RSG.„Kraft durch Freude“ auch dem Wandern ihre Unterstützung leiht. Die Kreisdienststelle, Abteilung Wandern, kann erfreulicherweise feststellen, daß die Lust am Wandern sich im abgelaufenen Jahre erheblich gestärkt hat; die Zahl der Wanderer hat sich fast verdreifacht. In einer Besprechung der Wandergruppenführer, die am Sonntag stattfand, wurden geeignete Vorschläge zur Vertiefung des Wandergedankens bei den schaffenden Volksgenossen gemacht. Der Wanderplan für das erste Vierteljahr 1941 wurde aufgestellt. Heimatkundliche Vorträge sollen besonders der Schulung der Wandergruppenführer dienen, aber auch jedem Wanderfreunde, der mehr von seiner Heimat wissen möchte. Bochumer Veranstaltungen 5. Haupt=Konzert. Das 5. Haupt=Konzert am Donnerstag bringt am Anfang die Erstaufführung der Arkadischen Sutte von Wilhelm Kempff. Dann spielt der Träger des Nationalen Musikpreises 1940. Erik Then=Bergh das Klavier=Konzert in -dur(K. V. 488) von W. A. Mozart, und die Ballade =moll für Klavier von Fr. Chopin. Als Hauptwerk bören wir die 6. Sinfonie in=dur von Anton Bruckner— in der Ursassung. Heute abend:„Madame Buttersly“. Die beliebte Oper Puccinis„Madame Butterfly“ wird heute abend mit Henny Neumann=Knapp in der Titelrolle wieder zahlreiche Freunde moderner Opernkunst anlocken. Die musikalische Leitung des Abends liegt in Händen von Alfred Eichmann. Aus den=Sladtenen Stadtteil Weitmar Verpflichtungsfeier in Weitmar Im Rahmen einer Feierstunde sand am Sonntag morgen im schön geschmückten Saal des Wirtes Lohrmann die Verpflichtung von 250 neuen Parteimitgliedern statt. Die HJ.=Sing= und=Spielschar leitete die Veranstaltung mit den Liedern„Aufhebt unsre Fahne",„Deutschland, heiliges Wort" und„Nichts kann uns rauben“ in feierlicher Weise ein. Führerworte, von Einzelsprechern vorgetragen, folgten, dann sprach der Ortsgruppenleiter der NSDAP. Pg. Bald zu den zahlreich anwesenden Parteigenossen und Parteianwärtern. In markanten Worten schilderte er, wie durch des Führers Tatkraft ein Deutschland geschaffen wurde, das führend in Europa geworden sei. Alte Schuld sei ausgelöscht. Auch die letzten Widersacher würden unseren Endsieg nicht verhindern. An dem Aufbauwerk des Führers mitzuhelfen, sei Pflicht eines jeden ehrlichen Deutschen. Insbesondere wandte sich der Ortsgruppenleiter an die Parteianwärter. Er gab ihnen Richtlinien und appellierte an sie, tatkräftige Streiter des Führers zu werden. Warme Worte richtete der Ortsgruppenleiter an die vielen Jugendlichen, die anwesend waren. Er wies darauf hin, daß sie einmal berufen seien, das Erbe der heutigen Generation anzutreten. Sie sollten sich dieses Erbes allezeit würdig erweisen. In Anschluß an die inhaltsreichen Ausführungen nahm Parteigenosse Bald dann die Verpflichtung der Anwärter vor. Mit einem Gruß an den Führer und den Liedern der Deutschen klang die erbauende Feierstunde aus. Stadtteil Werne Wunschkonzert in Bochum=Werne Es wird hiermit auf das am Mittwoch, 4. Dezember, stattfindende Wunschkonzert der Schutzpolizeikapelle hingewiesen. Anfang 16 Uhr. Stadtteil Laer Der Pg. Alfred Finger und seine Ehefrau Elisabeth geb. Ludolph, Dannenbaumstraße 13, seiern am 3. Dezember das schöne Fest der silbernen Hochzeit. Pg. Finger diente vor dem großen Kriege beim Westf. Ulanen=Regt. 5 in Düsseldorf und machte den Feldzug mit gegen Belgien, Frankreich und Serbien. Im Jahre 1915 ließ sich Finger kriegstrauen. Nach dem Kriege beteiligte er sich als Polizeibeamter gelegentlich der Unruhen in Essen. Seit 1933 versieht Finger in der DAF. der Ortsgruppe Boch.=Laer das Amt als Sozialwalter und Referent für Arbeitsopfer. Es werden ihm von allen Schichten der Bevölkerung die berzlichsten Glückwünsche dargebracht. Stadtteil Langendreer Der Weichenwärter Spitzenberg wurde von der Reichsbahndirektion Essen zum Stellwerksmeister befördert. Stadtteil Stiepel Dem Kriegs=WHW. kommt der Reinertrag zugute Das Konzert der NSDAP., Ortsgruppe Bochum=Stiepel, brachte einen schönen Erfolg In dieser Zeit ist es besonders zu begrüßen, wenn einzelne Organisationen von sich aus dazu übergehen, Veranstaltungen durchzuführen, deren Reinertrag ausschließlich dem Kriegs=Winterhilfswerk des deutschen Volkes zugute kommt, und es ist jedesmal sowohl für die Veranstalter als auch für die Mitwirkenden ein schönes Gefühl, sich in den Dienst einer guten Sache gestellt zu haben. Alle Beteiligten können in derartigen Fällen damit rechnen, daß der Erfolg nicht ausbleiben wird, weil auch die Bevölkerung den guten Willen einzelner. Gesangvereine und Künstler zu würdigen weiß, die in uneigennütziger Weise mit ihrem Können nicht zurückhalten. Diese Tatsache konnte man auch am Sonntag nachmittag im Saale Rumberg bei dem von der NSDAP., Ortsgruppe Bochum=Stiepel, veranstalteten Kriegs=Winterhilfswerks=Konzert feststellen, das sowohl für die Veranstalter als auch für die Mitwirkenden zu einem schönen Erfolg wurde. Für dieses Konzert hatte man den Männergesangverein„Sängervereinigung“ unter der Stabführung des Dirigenten Karl Hollmann, den Barttonisten Wilhelm Aldick, Friedemann Köhler(Violine) und Heinz Meier(Klavier) gewonnen, die sich alle nach besten Kräften bemühten, nicht nur die Kasse für einen guten Zweck zu füllen, sondern auch die in stattlicher Anzahl erschienenen Besucher in jeder Weise zufriedenzustellen. Mit dem„Großdeutschen Sängerspruch“, dargeboten von dem Männergesangverein„Sängervereinigung“.=Stiepel, von Spies nahm das Konzert einen stimmungsvollen Auftakt. Chorleiter Karl Hollmann hatte für dieses Konzert eine Liedfolge ausgewählt, die dieser Zeit durchaus angepaßt war, um damit der Bedeutung dieses Konzertes Ausdruck zu verleihen. Der in allen Stimmlagen gut ausgeglichene Chor meisterte die ihm gestellten Aufgaben ganz tadellos und brachte auch die Feinheiten und die erforderliche Wuchtigkeit der einzelnen Lieder wirkungsvoll zu Gehör. Besonders in dem„Saatgebet“ von Dahlke,„Vaterland“ von Schulz und„Rheinbrief“ von Sonnet spürte ersonal=Nachrichten Seinen 77. Geburtstag konnte am Freitag der Werkmeister i. R. Heinrich Wrede, Königstraße Nr. 10. bei guter Gesundheit begehen. Mit seinem 17. Levensjahre kam er nach Bochum, er ist also seit nunmehr 60 Jayren hier ansässig. 35 Jahre wohnt er mit seiner Famille in seiner jetzigen Wohnung. Im Jahre 1880 trat er in die Dienste des Bochumer Vereins, wo er in den letzten Jahren seiner Tätigkeit im Werksbahnbetrieb als Meister seinen Dienst tat. Im Jahre 1930 konnte er sein fünfzigjähriges Dienstjubiläum seiern, im gleichen Jahre trat er im Alter von 67 Jahren in den„verdienten Ruhestand. Seine Ehe wurde mit zwei Söhnen und zwei Töchtern gesegnet. Die beiden Söhne nahmen als Frontsoldaten am Weltkrieg teil, einer von ihnen siel aus dem Felde der Ehre der zweite starb nach Beendigung des Weltkrieges. Seit Bestehen des„BA“ gehört er mit seiner Familie zu dessen treuen Lesern. Zu seinem Wiegenfeste konnte er manchen Glückwunsch entgegenneomen.. 9„ ume: ven de Minl. Der Bedienstete Sternverger wurde von der Reichsbahndirektion Essen als Lokomotivheizer angestellt. man die sichere Führung des Chorleiters, der das Stimmmaterial gut auszuwerten verstand, während er bei den leichtbeschwingten Liedern„Musketier seins lustige Brüder" und„Kapitän und Leutenant“ seinem Chor gewissermaßen freien Lauf ließ, so daß diese Lieder frisch und frei zum Vortrag kamen. Mit besonderer Aufmerksamkeit lauschte man den von dem Baritonisten Wilhelm Aldick vorgetragenen Balladen von Loewe und einigen Liedern von Franz Schubert, denen dieser Sänger mit seiner kultivierten Stimme die notwendige Klangschönheit und Tonreinheit zu geben vermochte. Friedemann Köhler(Violine) spielte das Finale aus dem Konzert in=moll und das Menuett=dur von Mozart sowie das Caprice von Paganini. Friedemann Köhler und Wilhelm Aldick hatten in Heinz Meier(Klavier) einen Bealeiter, der durch sein großes Einfühlungsvermögen die Lieder und Geigensolt zu einem besonders schönen musikalischen Genuß werden ließ. Mit dem von der„Sängervereinigung“ zu Gehör gebrachten Marschlied„Freiweg“ von Latann=Christ klang das Konzert aus. Alle Darbietungen fanden den ungeteilten Beifall der dankbaren Zuhörerschaft. der NS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk Dienstag, 3. Dezember Ortsgruppe Hamme. 10 Uhr: Sprechstunde der Ortsfrauenschaftsleiterin und Kassenstunden in der Geschäftsstelle.— Ortsgruppe Ehrenfeld..30 Uhr: Probe der Singegruppe im Helm. M 4u rr, 8 Mittwoch, 4. Dezember Ortsgruppe Altstadt. 14.30 Uhr: Kindergruppe im Heim, Malteserstraße.— Ortsgruppe Werne. 15 bis 18 Uhr: Mütterschulungskursus„Nähen“(Neues aus Altem) in der Werksfürsorge der Zeche„Robert Müser“. 15 Uhr: Kindergruppe in der Vollmondschule. 15.30 Uhr: Kindergruppe im Heim. 19.30 Uhr: Heimabend der Jugendgruppe, Werner Hellweg 430. Erscheinen ist Pflicht.— Ortsgruppe WeitmarMitte. 10 bis 12 Uhr: Sprechstunde der Ortsfrauenschaftsleiterin in der Geschäftsstelle an der Hattinger Straße. Nähkursus Neues aus Altem“ in der Geschäftsstelle an der Hattinger Straße.— Ortsgruppe Wettmar=Bärendorf. 15 bis 17 Uhr: Kindergruppe im Heim in der Schule an der Kohlenstraße.— Ortsgruppe Griesenbruch. 15 bis 17 Uhr: Kindergruppe im Heim an der Metzstraße.— Ortsgruppe Dahlhausen. 15 Uhr: Arbeitsstunde.— Ortsgruppe WeitmarNord. Wir besichtigen die Ausstellung des Säuglingswettbewerbs. Die Mitglieder treffen sich um 15 Uhr an der Ecke Kohlen= und Essener Straße.— Ortsgruppe Gerthe. 15 Uhr: Bockkursus der Abteilung„Volkswirtschaft— Hauswirtschaft“, in der Schule an der Gerther Straße.— Ortsgruppe Altenbochum. 15 bis 17 Uhr: Kinderspielkreis im Heim. Sportamt„Kraft durch Freude“ Mittwoch, 4. Dezember Fröhliche Gymnastik und Spiele für Frauen von 19 bis 21 Uhr: Hildegardislyzeum. Fröhliche Gymnastik und Spiele für Frauen von 19.30 bis 20.30 Uhr: Lehrstätte, Rottstraße 29. Körperschule für Männer und Frauen von 20 bis 22 Uhr: Goetheschule. Schwimmen für Männer und Frauen von 17.30 bis 18.45 Uhr: Städtische Badeanstalt, Marienstraße. Schwimmen für Männer und Frauen von 18.45 bis 20 Uhr: Städtische Badeanstalt, Marienstraße. Copuright bu Autwärts-Verlag. Berlin Immer wieder griffen die Ereignisse der letzten vierundzwanzig Stunden wie lange, unerbittliche Fangarme eines Polypen nach ihm, ließen Gebanken aufspringen, deren unentrinnbare Folgerungen ihn umkreisten, ihn zum Mittelpunkt des Geschehens machten, gegen das er sich nicht zu wehren vermochte. Die Untätigkeit, zu der das Eingreifen des andern Koperski ihn verurteilte, legte sich lähmend auf sein Gehirn und nahm ihm die Entschlußkraft, die sonst seine Handlungen zu bestimmen pflegte. Er fühlte sich im Dunkeln tappen, ohne zu wissen, was der nächste Schritt bringen würde..„.. wgg.„(eit gestgrm Ihand Vielleicht war alles falsch, was er seit genern abend tat? Vielleicht hätte er in Dessau bleiben mussen, sich um nichts kümmern dürfen? Die überstürzte Flucht war sicher der größte Fehler, den er beging. Damit hinterließ er in Dessau ein Schuldanerkenntnis, das bei denen, die sein Schicksal in der Hand hielten, kaum wieder verwischt werden konnte. Staatsanwaltschaftsrat Naumann Koperski sprang auf und begann in dem Raum auf Es hatte gar keinen Zweck, darüber nachzugrübeln, wie sich alles anders hätte machen lassen. Die Karre war verfahren— er war in den Wirbel eines Geschehens geraten, in dem er für ein paar Sekunden nur den klaren Kopf verloren hatte und nun kaum noch einen Ausweg sah. it ihm geschehen in Lan Tet. Was war eigentlich mir iym geschehen in den letzten vierundzwanzig Stunden?. guuns War er noch der Rittmeister a. B. alexander Koperski, der Fechtmeister, der blitzschnell Situationen erfaßte und mit sicherer Hand die Angriffe des Gegners durchkreuzte? War er noch der Mann, der im Felde als blutjunger Rittmeister in gefährlice, zugenblicken fast ohne Ueberlegung folgerichtig handeln Der nach dem Kriege mit unbeirrbarer. Zahigkeit ein zertrümmertes Leben neu aufzubauen begann und kaum jemals eine Sekunde des Versagens kannte? Da hatte ihn jäh etwas überfallen, mit dem er innerlich nicht fertig wurde, das aus dem kühl Abwägenden einen haltlos Tastenden machte, aus dem zweckmäßig Handelnden einen Spielball irgendeiner bizarren Laune eines unerkennbaren Schicksals. Er hatte einen Menschen getötet, ohne Absicht, ohne Willen— ach was! Es war ja Unsinn, alle diese Gedanken zum hundertsten Mal denken zu wollen. Es kam ja doch immer wieder der Punkt, über den er nicht hinaus konnte, gegen den er anrannte wie gegen eine unübersteigliche Mauer. Er war stehen geblieben, bewußt, in dem Bestreben, sich abzulenken, begann er Titel von Buchrücken zu lesen, einen nach dem andern— und stockte plötzlich. „v. Kammacher, Geschichte des 14. Husarenregiments, las er und spurte förmlich, wie es ihm einen Ruck gab. Kammacher— das war doch der letzte Kommandeur dieses Regiments— und das 14. Husarenregiment war doch sein Regiment, das Regiment, in dem er noch als Oberleutnant die 8. Schwadron befehligte! Wie kam die Geschichte dieses Regiments in die Bibliothek dieses— dieses anderen Koperski? Sein Blick wanderte fast hastig die Buchreihen entlang. Er suchte die Geschichte anderer Regimenter, als müßte ihr Vorhandensein eine Erklärung bringen.. Nichts war sonst da als die Geschichte des 14. Husarenregiments. In welcher Beziehung stand der Besitzer dieses Hauses zu diesem Regiment? Hatte er in ihm gedient? Unmöglich! Wenn ein zweiter Alexander Koverski dagewesen wäre, hätte ihm das nicht verborgen bleiben konnen.. J5n.2 9 chanf. an 826— Und wieder sprang iyn der Gedante an, daß er den Forscher Alexander Koperski schon irgendwann irgendeinmal gesehen haben mußte, daß dieses Gesicht irgendwie in seiner Erinnerung haftete. Ein Geräusch ließ ihn herumfahren. Aus dem Nebenzimmer war es gekommen, aus dem Zimmer, in dem Lux Meyerhof lag! Sollte sie...„ Nur einen Augenblick zogerte er. Stand dann an der Tür, hielt schon den Schlüssel in der Hand, den ihm der andere Kuperski mit der Bitte anvertraut hatte, niemand in das Zimmer zu lassen— und öffnete mit einem Ruck die Tür. Licht brannte.,„ 4— 5 4— 9 Ein Mann richtete sich jag auf, der ihm den Rücken zukehrte und jetzt herumfuhr. Walter Jung, des andern Koperski Assistent! Der Mann war offensichtlich erschrocken, als hätte man ihn bei einer verbotenen Handlung ertappt. Faßte sich aber sehr schnell und sah den Rittmeister mit einem fast feindseligen Blick an. „Herr Koperski hatte gebeten, das Zimmer bis zu seiner Rückkehr nicht zu betreten!“ sagte der Rittmeister mit ruhiger Stimme.„Warum tun Sie es doch und wie sind Sie hereingekommen?“...g Lum.bab, Jung warf einen Blick auf das auf dem Nuhebett liegende junge Mädchen, dessen starres Gesicht wie aus Marmor gemeißelt herüberleuchtete. „Ich werde meine Gründe dafür haben!" kam dann verkniffen die Antwort von den Lippen des Assistenten. „Sie entschuldigen, Herr Jung— Herr Koperski hat mir die Schlüssel zu diesem Zimmer übergeben— Sie verschaffen sich unter Mißachtung der Bitte Herrn Koperskis Eintritt durch jene andere Tür dort und...“ „Ich sagte Ihnen bereits, daß ich meine Gründe dafür habe!" Der Assistent hatte auf einmal gar nicht mehr das junge, sympathische Gesicht, das dem„Rittmeister bei ihrem ersten Zusammentreffen aufgefauen war. Es war dus Gesicht eines Menschen, der einem Feinde gegenübersteht und entschlossen ist, diesen Feind beiseitezuschieben, wenn er hinderlich sein sollte„An Fräulein Meyerhof ist ein Verbrechen geplant worden, und ich halte es für meine Pflicht, dem Verbrecher das Handwerk zu legen!" Alle Unruhe und Unsicherheit, die den Rittmeister Koperski noch vor Minuten umlastete, war weggeblasen. Der Mann, der den gleichen Namen trug wie er, setzte sich bedenkenlos, ohne Ueberlegung für ihn ein, übertrug ihm eine Art Wächteramt und bewies ihm, dem Fremden, ein Vertrauen, das auf keinen Fall verletzt werden durfte... 6 Hier ging es nicht um ihn, um seine Sache, hier ging es um die Sache eines Menschen, der sich ihm gegenüber wie ein Kamerad benommen hatte! Er trat dem Assistenten einen Schritt entgegen. „Herr Jung, ich ersuche Sie, dies Zimmer sofort Haß glühte in den Augen des Assistenten auf, derselbe Haß. den Alexander Koperski am Abend zuvor in den Augen eines andern Mannes funkeln „Sie ersuchen mich? Sie, Herr— Koperski?“ „Sie sprachen von Pflicht vorhin. Ihre Pflicht ist es, nach Hamburg zu fahren und das Serum für Fräulein Meyerhof zu holen, von dessen rechtzeitiger Anwendung das Leben der jungen Dame abhängt. Sie wissen das besser als ich! In einer halben Stunde fährt Ihr Zug...“ Sie standen einander dicht gegenüber. „Was ich tue oder nicht tue, müssen Sie schon mir überlassen, Herr! Während meiner Abwesenheit ist hier ein Verbrechen an Lux Meyerhof verübt worden. Im Hause besanden sich außer Frau Sander nur Sie beide! Fräulein Meyerhof ist vergiftet worden, der Pfeil, mit dem das Verbrechen ausgeführt wurde, ist nicht zu finden— Sie gestatten, daß ich mir über das Eigenartige der Situation meine eigene Gedanken mache!„„„" 44—5c. „Herr Jung. Sie sind erregr.... versuchte Alexander Koperski den Assistenten zu beruhigen. „Ich bin nicht erregt! Ich werde nur nicht dulden, daß hier ein Verbrechen vertuscht wird!" „Und was wollen Sie tun?"..„„ „Ich werde die Polizei benachrichtigen!“ schrie Walter Jung.„„„A. W, ax 8. Der Rittmeister Koperski spürte, wie sich ein eiserner Ring um seine Stirn spannte, der eisige Kälte in sein Gehirn dringen ließ. „Ich kann Sie nicht daran hindern! Ich ersuche Sie nur, endlich mit mir dieses Zimmer zu verlassen, da ich es— da mir das Verständnis für die Szene fehlt, die Sie hier angesichts des unglücklichen Opfers eines noch unaufgeklärten Vorfalles aufführen!" Ein paar Sekunden lang stand der Assistent wortlos, mit verzerrtem Gesicht, dann legte sich fast so etwas wie Erschlaffung um seinen Körver. Schweigend schritt er an dem Rittmeister vorbei ins Bibliothekzimmer. Koverski folgte ihm und schloß die Tür. „Sie wollen also entgegen den Anordnungen...“ „Mit Ihnen unterhalte ich mich überhaupt nicht mehr!" unterbrach ihn Jung schreiend.„Sie werden nachher Gelegenheit haben, der Polizei Rede und Antwort stehen zu müssen!" Und bevor Alexander Koverfki noch etwas sagen konnte, war Walter Jung hinausgestürzt. * Koperski stand inmitten des Zimmers und starrte auf die Tür, die hinter dem Assistenten ins Schloß gefallen war....... Jung Cein: Grah. Er zweifelte nicht daran, daß Jung seine Drohung wahrmachen würde. Die Polizei also— die Polizei, die ihn suchte, die überrascht sein würde, ihn hier zu finden. Man würde sich sofort mit Dessau in Verbindung setzen, dort würde man auf einen andern Alexander Koperski stoßen— alles würde zusammenbrechen, verloren sein. Befand sich der Mann, der mit ihm den gleichen Namen trug, nicht auch in der gleichen Lage wie er? Hier wie dort wurde anscheinend ein Verbrechen verübt, bei dem man nicht weiter nach dem Täter suchen würde. Koperski zweifelte nicht einen Augenblick an der Unschuld des Forschers, aber sprach nicht auch in diesem Falle für den Außenstehenden der Verdacht gegen ihn? Motive? In Alexander Koperskis Brust meldete sich ein bitteres Gefühl. Motive lassen sich immer konstruieren! Hatte man sie nicht auch bei ihm gefunden? Renate Westphal hieß in Dessau der Angelpunkt des Tatmotivs. Hier in Berlin würde man dasselbe um Lux Meyerhof weben. Der Assistent Walter Jung... Koperski unterbrach seinen Gedankengang. Er mußte irgend etwas tun. Vielleicht war die Polizei schon auf dem Wege hierher! Das tauchte nur schemenhaft in ihm auf, wurde sofort erdrückt. Der eine Alexander Koperski setzte sich für den andern ein— hatte er nun nicht dasselbe zu tun? Blitzschnell war ein Einfall da. Schon hatte er die Tür zur Diele aufgerissen. Sah mit einem Blick, daß Hut und Mantel des Assistenten fehlten, daß Jung also schon das Haus verlassen hatte..„. g, 4 Mall.#lg Er schritt hinüver zu einer Tur, deren matte Glasscheiben ihm verrieten, daß sich dahinter die Küche besinden müsse. Kurz klopfte er an und öffnete. Frau Sander fuhr ein wenig erschrocken auf. Sie hatte am Küchentisch gesessen. „Entschuldigen Sie...“, stammelte sie verlegen. „Ich bitte um Entschuldigung, Frau Sander, daß ich hier in Ihr Reich eindringe!“ unterbrach Alexander Koperski sie und bemühte sich, seiner Stimme einen leichten Klang zu geben.„Sie wissen, was hier geschehen ist?“...„ „Mit Fraulein Meyerhof? Ja— ich war entsetzt, aber Herr Koperski sagte mir, daß dem Fräulein nichts passieren könne und daß...“ „Herr Koperski hat recht! Es handelt sich um eine leichte Vergiftung. Herr Jung fährt jetzt nach Hamburg und holt das Gegengift. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Unglücksfall, dessen Ursachen wir noch nicht kennen Aber es kann möglich sein, daß die Polizei... „Die Polizei?“ fuhr Frau Sander erschrocken hoch. „Um Gottes willen, was hat...“. „Es muß doch geklärt werden, wie das geschehen konnte mit Fräulein Meverhof, verstehen Sie das? Wir dürfen aber Herrn Koverski keine Unannehmlichkeiten bereiten, Frau Sander. Deshalb, wenn die Volizei kommen sollte und fragt nach Herrn Koperski, dann schicken Sie die Herren ins Bibliothekzimmer— sagen Sie ihnen nicht, daß Herr Koperski verreist ist, die verstehen?" „Nee, ich— ich...“ „Daß ich ebenso heiße, wie Ihr— Ihr Herr hier, wissen Sie? Na also!“ lächelte Koperski.„Lassen wir die Herren vorläufig in dem Glauben, ich sei der Alexander Koperski, mit dem sie wegen der Sache sprechen wollen. Sie dürfen mich natürlich nicht verraten— mich und Herrn Koverski nicht— wir müssen ihm doch schließlich helfen, nicht wahr?" Frau Sander schien nicht ganz zu begreifen, was der Rittmeister beabsichtigte. Dieser Mann, der zufällig auch Alexander Koperski hieß, wollte... „Aber warum denn? Was kann die Polizei Herrn Koperski denn tun?“ meinte sie. „Nichts, gar nichts! Es muß nur erst aufgeklärt werden, wie das mit Fräulein Meyerhof geschehen konnte. Bevox es aber aufgeklärt ist, könnte es doch sein, daß...... E. mn„—7 „Ach so, ich verstehen Sie meinen, Herr Koperski könnte Fräulein Meyerhof vergiftet haben? Nee, das ist ganz ausgeschlossen— ich kenne Herrn Koperski...“ „Sie kennen ihn, ja, aber die Polizei kennt ihn „Dann werde ich es ihr sagen!" erklärte Frau Sander, auf einmal resolut.„,.„(einen B. Alexander Kopersti fuhlte es an seinen Nerven reißen. Er bezwang sich. „Sie werden gar nichts sagen, Frau Sander! Ich werde mit den Herren schon fertig werden. Sie dürfen mir nur nicht in den Rücken fallen, verstanden?" Frau Sander nickte ein paarmal, schüttelte dann den „Nee, das verstehe ich nicht, aber wenn Sie meinen: Mi.A im Mibliathefeimmer GKoperski war wieder im Bivliotyerzimmer. Er wußte, daß die nächste Stunde Kampf bringen würde— Kampf für einen andern, der sich zur gleichen Zeit für ihn einsette! Und er war entschlossen, diesen Kampf durchzuführen. Langsam ging er zu der Tür, die ins Nebenzimmer führte, und öffnete sie. Trat ein. Sie hatten vorhin das Licht brennen lassen. Im Türrahmen stand er, zögernd. Wieder war das eigenartige, etwas beklemmende Gefühl da, das ihn beseelte, als er vor wenigen Stunden an der Seite des. Forschers zum erstenmal diesen Raum betrat und den ersten Blick in das Gesicht des im Sessel liegenden jungen Mädchens tat. (Fortsetzung folgt.) Häffen Engarm Mtey 40000 Zuschauer im Marald-Stadion Zu einem großen Publikumserfolg gestaltete sich der 19. Fußball=Länderkampf„zwischen Italien und Ungarn im Marassi=Stadion in Genua. 40000 Zuschauer, unter ihnen CONI=Präsioent Mangantello, Fußball=Präsident General des Italienischen Fußball=V veramenwonen,eiteter“, Iut der 14. Mnute erzielte Italien den ersten, inezlg Dusg Trezeign,„Blola batte Floden mit einer seinen Vortage eingesetzt, die Flanke kam zu dem Halblinken, der unhaltbar einschoß. Es wurde mit großem Einsatz und ungeheurem Tempo gespielt. Italien kam zu:1 Ecken, aber nur eine Prachtleistung von Ferrari im italienischen Tor, der einen Nachschuß im Sprung abwehrte, bewahrte die Mannschaft vor dem Ausgleich. Nach der Pause kam Ungarn groß ins Spiel. Innerhalb einer Minute gab es drei Ecken gegen Italien und in der 62. Minute siel durch Bodola der Ausgleich. Italien zog die Verbinder zurück und spielte sehr vorsichtig, aber beide Mannschaften verstanden es trotzdem immer wieder, über ihre Flügel gefährliche Angrisse aufzuziehen. Glück hatte Ungarn gegen Schluß bei einem Lattenschuß von Ferrarts. In 19 Länderspielen hat es nun zehn italienische Siege, vier ungarische Erfolge und fünf Unentschieden bei 41:34 Toren für Italien gegeben. G brüder Simeth Radballmeister Den Höbepunkt und Abschluß der Kriegsmeisterschaften im Saalsport in der nahezu ausverkauften Stadthalle zu Hannover bildete am Sonntagnachmittag das„Fest der Meister und Reichssieger“ mit der Entscheidung im ZweierRadball sowie der Vorstellung der Reichssieger im Kunstfahren, die sämtlich noch einmal ihre Kür vorführten. In der Endrunde des Radballturniers waren die Gebrüder E. und J. Simeth(Tad. Leipzia=Lindenau) technisch klar überlegen. Sie besiegten zunächst Schulz Oldenschläger (Post=SV. Hamburg) mit:2(:1) und gewannen dann das entscheidende Spiel gegen Schlesiens Meister Scholz Bilfkt (Post=SV. Breslau) mit:4(:). Im Kampf um den zweiten Platz blieb Hamburg mit einem:2(:0) über die nervös spielenden Breslauer siegreich. Das Leipziger Brüderpaar, das schon seit Jahren zur deutschen Spitzenklasse im Radball zählt, holte sich den Titel zum ersten Male. Im Kunstfahren gab es einige Ueberraschungen. Im Sechser=Kunstreigen wurde die erfolgreiche Mannschaft des Blitz Neukölln nur Vierte, während heim endlich einmal seine unermüdliche Arbeit durch einen Reichssiegertitel belohnt sah. Der Sechser=Schulreigen ergab einen weiteren Leipziger Sieg durch Wanderlust Stötteritz, während in dem noch jungen Frauenreigen=Wettbewerb die Titelhalter von Hawa=Göricke Hannover den Mädeln des RV. 83 Bonn den Vortritt lassen mußten. 8 Der Nachwuchs zeigte sich gleichfalls von bester Seite. Im Einer=Kunstfahren führte der Jugendmeister Heinz Prase (Breslau) seine ausgeseilte Kür vor und verabschiedete sich damit aus der Jugendklasse. Die Finalisten der RadballJugendmeisterschaft 1940 Kuppelmever Hörger(Augsburg) und Schröder(Rippel(Gebiet Hessen) lieferten sich ein Freundschaftsspiel. in dem die Schwaben mit einem:0=(:)=Steg bewiesen, daß sie den Titel eines Jugendmeisters zu Recht Ergebnisse. Deutsche Meisterschaft im Zweier=Radhal: 1 Turngemeinde Leipzla=Lindenau(Gebr. SimerPz; z. 20i; SV. Hamburg(Schulz Oldenschläger): 3. Post=St. Breslau (Scholz Billki).— Reichssiegerwettbewerbe: Sechser=Schulreigen: 1. Wanderlust Leipzig=Stötteritz 227.7.: 2. RV. Germania Fürstenwalde 209.6.: 3. Leiyzia 2089 N.— Sechser=Kunstreigen: 1. RV. Mainz= Bischofsheim 366.5 Punkte: 2. Brunswick Braunschweig 369.6: 3. RN. Vorwärts Neuenkirchen 357.8 V.— Frauenreigen: 1. RV. 83 Bonn 274.3.: 2. Hawa=Göricke Hannover 261.4.: 3. RV. Leutersdorf 223,3 Punkte. Die deutschen Fechter gewannen:0 Das Länderturnier der deutschen und dänischen Fechter wurbe am Sonntag in Kopenhagen zum Abschluß gebracht. Auch in den beiden letzten Begegnungen gab es klare de Siege. Im Säbelturnier siegte die deutsche Mannschaft mit 11.5. und mit dem gleichen Ergebnis waren unsere Florettsechterinnen über ihre dänischen Gegnerinnen erfolgreich. Im Gesamtergebnis hat dadurch die deutsche Mannschaft den Lärderkampf mit:0 Siegen gewonnen. „Im Degenkampf war der Ausgang mit 15:1 deutschen Siegen und 19:45 erhaltenen Treffern noch eindeutiger. Der beste Florettsechter war der dänische Meister Aage Leydersdorf, der seine vier Kämpfe sämtlich gewann. Den fünften dänischen Punkt holte Enna gegen Dr. Fraß von Friedenfeldt heraus. Eisenecker, Liebschex und Kurt Wahl gewannen drei, Dr. Fraß von Friedenseldt zwei Gesechte. Auf Degen hatten Schröder, Kroggel und Lerdon je vier, Knöchel drei Einzelsiege zu verzeichnen. Den einzigen Punkt gab der Deutsche Meister Kurt Knöbel(Dresden) ab, der von Leydersdorf mit:0 geschlagen wurde. Die Neuordnung im norwegischen Sport Der neue norwegische Sportverband(Norges Idrettssorderverbände, die jeder eine eigene Geschäftsstelle unterhielten erhält nun jeder Sportzweig nur einen Leiter. und diese 22 Leiter bilden zusammen den Sportrat. führer ernennt diese Männer. Sie erhalten ein gemeinsames Sekretariat im Norwegischen Sportverband mit Verwaltungs=, Wirtschaftsabteilung usw. Der Sportführer ernennt auch die verschiedenen Sportkreisführer. Die ganze Organisation ist zentralisiert. Jsder einzelne Leiter hat arbdere Vollmachten, aber auch größere Verantwortung. Die internationale sportliche Zusammenarbeit wird in vollem Umfange wieder ausgenommen werden. Norwegen wird die Ski=Weltmeisterschaften in Cortina'Ampezzo und die Winterkampfspiele in Garmisch=Partenkirchen beschicken. Ebenso werden wieder die berühmten Holmenkollrennen veranstaltet. Der gesamte norwegische Sport befindet sich an einem Wendepunkt, der als ein neuer Avschnitt für eine ge sunde Weiterentwicklung der Leibesübungen im ganzen Lande anzusehen ist. P ecua Vergeblich bemühte sich Langendreer, einen Gegentreffer zu erzwingen. Seine Stürmer vermochten des Gegners mannschaft r,ch: Zaui der einzige Gegentreiser. Dann AberLohmann— Merkens— Purann Um die Großen Preise der Reichshauptftadt Vor fast ausverkauftem Hause wurden am Sonntagnachmittag in der Berliner Deutschlandhalle die Großen Preise der Reichshauptstadt für Flieger und Steher entschieden. Drei Meisterfahrer erwiesen sich in dem auserlesenen Feld der Bewerber überlegen. Bei den Dauerfahrern gewann Walter Lohmann alle drei Läufe und damit im Gesamtergebnis vor Stach und Wengler, während Weltmeister Metze durch Sturz ausgeschieden war. Im letzten Durchgang über 30 Kilometer verriß Metze in der gleichen Runde mit dem Bochumer liegend seine Maschine, so daß er zu Fall kam und schwer aufschlug. Leiver ergab der ärztliche Besund eine schwere Gehirnerschütterung und vermutlichen Bruch der Schädelbasis, die seine sofortige Ueberführung ins Krankenhaus notwendig machten. Lohmann stellte im ersten Lauf über 10 Kilometer mit genau 9 Minuten einen neuen Bahnrekord auf.— Bei den Berufsfliegern spielte Merkens nicht nur infolge seiner Schnelligkeit, sondern auch der großartigen Taktik, die dazu führte, daß er Ehmer mit in den Endlauf bringen konnte, eine überlegene Rolle Schorn hielt sich recht achtbar, während Falck Hansen(Dänemark) der beste Ausländer war. Die Italiener Bergomi und Astolft enttäuschten. Bahnmeister Gerhard Purann erwies sich bei den Amateuren als stärkster Sprinter. Der Sommerbahnmeister Schertle(Stuttgart), der Purann zuletzt besiegt hatte, mußte jetzt sogar noch dem Berliner Bunzel den Vortritt lassen und sich mit dem dritten Platz begnügen. Das Vorgabefahren der Berufsfahrer sah Bergomi(Italien) exfolgreich, der, mit 100 Meter bedacht, auch von dem taßser fahrenden Falck Hansen(60 Meter Vorgabe) nicht erreicht werden konnte. Ein zusätzliches Verfolgungsrennen zwischen den Straßenfahrern Preiskeit(Chemnitz) und Saager(Berlin) endete mit dem Siege von Preiskeit, der in:24,4 Minuten mit 30 Meter vor Saager gewann. Ergebnisse. Große Preise der Reichshauptstadt: Amateurflieger: 1. G. Purann(Berlin. Wehrmacht); 2. Bunzel(Berlin. Luftwafse); 3. Schertle(Stuttgart): 4. Holzzüter(Berlin, Luftwaffe).— Berufsflieger: 1. Merkens; 2. Schorn: 3. Falck Hansen: 4. Ehmer.— Steher: Endstand(10 20, 30 Kilometer): 1. Lohmann 60: 2. Stach 59.125: 3. Wengler 58.810 Kilometer: Metze gestürzt.— Punktefahren der Amateure: 1. Mirke(Breslau) 13.; 2. Wachtmeister(Berlin) 11.; 3. Kolbe(Berlin) 8.: 4. Saager(Berlin) 7. P. * Fechtprüfunden der 5J.=Fechter und BDM.=Fechterinnen des Gebietes und Obergaues Westfalen knapp nach Punkten: dagegen holte Dänemarks Altmeister Hans Holdt gegen Suvios Landsmann Bruno Ahlberg einen klaren Punkterfolg heraus. zwischen Ungarn und Spagien in Valencia kommtguug doch nicht zum Austrag. Die Ungarn reisen von Genua aus nach Agram, wo sie am kommenden Sonntag einen Kampf gegen Kroatien austragen. Die schaft wird auf Grund der Leistungen beim Stägtekampf Agram—Belgrad aufgestellt. Einen weiteren Fußballkampf bestreiten zwei Nachwuchsmannschaften von Ungarn und Kroatien in Split. Deutsche Fechtererfolge in Kopenhagen Das Länderturnier der deutschen und dänischen Fechter in Kopenhagen gestalteten unsere Vertreter zu einem überlegenen Erfolg. Das Floretturnier wurde von der deutschen Mannschaft mit 11:5 Siegen und 51:64 erhaltenen Treffern: Ungarn nicht in Valencia Der für den 8. Dezember geylanze Concordia Bochum— Westfalia Bochum:3(:0) Auf dem Sportplatz an der Glücksburger Straße trafen auch den dritten, der damit das unenischieden brachte. Herne Süd— Phönix Bochum:0(:0) Es war nicht die beste Mannschaftsvertretung, die Phönix am Sonntag zum Freundschaftsspiel nach Herne Süd en sandte. Und doch wäre es hier gerade angebracht geigesen, daß Phönir scharfes Geschütz aufgefahren hätte. Die schaftskämpfen kein vorübergehendes war. sondern daß Herne esest es buige heis elie de. Sigesier an. gi. Man ei auis den Ergisgg,ie aüßerstande, die Riederlage auch in dieser Höbe abzuwenden. Ein Handelfer, den Hernes Halblinker Seeger verwandelte, brachte Herne alsbald die Führung. Dann war es abermals Seeger, der das zweite Tor herausschoß. Unmittelbar vor der Pause konnte Hernes Halbrechter Lemke im Nachschuß den dritten Erfolg huchen. Auch im zweiten Abschnitt waren Gast der einzige Gegentreiser. Kammando. eichmäßigen In gleichmäßigen durch, die den dritten Erfolg buchen. Auch im zweiten Abschuitt, wareiz die Bochumer Angriffe zu kraftlos, um Hernes Schlußdreicchk zu überwinden. Der Gastgeber dagegen konnte noch durch ein Tor des Mittelstürmers Wagner und ein Tor des Linksaußen Bergmann den Endstand herbeiführen. SC. Werne 19— Langendreer 07:1(:1) In Werne gab es einen interessanten Lokalkampf zwischen dem SC. Werne 19 und Langendreer 07. Der Tabellenführer bestätigte auch in diesem Kampf gegen den in der Spitzengruppe liegenden Verfolger seine derzeitige Bztg das ausgezeichnete Spiel seiner Hintermannschaft schaffte si Werne 19 eine leichte Feldüberlegenheit, und die Hintermannschaft von Langendieer hatte sich eines starken Druckes zu erwehren. Bereits in der zwölften Minute kamen die Gastgeber durch ihren Halbrechten zum Führungstreffer, dem wenige Minuten später durch den Linksaußen ein zweites Tor folgte. glückte dann dem Abständen setzte, sich Wernes Sturm erfolgreich pu##, die durch den Mittelstürmer(2) und Linksaußen das Ergebnis auf:1 schraubten. SV. Bochum West— Langendreer 04:0(:0) Nach einem erbitterten Kampf kam Bochum West zu einem tnappen und glücklichen Sieg. Langendreer#errasante in diesem Kampf durch ausgezeichnete„Zeistungen.„Bescghgen die Hintermannschaft der Gaste erwies sich als sehr entschlossen und alle Angriffe der Platzmannschaft scheiterten. Der wechselvolle Kampf ergab bis zur Pause keinen Treffer für die beiden Mannschaften. Mit größtem Einsatz wurde auch im zweiten Spielabschnitt gekämpft. Bei einer zu harten Abwehr wurde dann nach Seitenwechsel ein Elfmeterball für Bochum West gegeben und hieraus erzielte dann der Gastgeber den das Spiel entscheidenden Treffer. Constantin Bochum— Teutonia Riemke:3(:1) Der mit Spanung erwartete Lokalkampf hatte im Kreise der Hofsieder und Riemter Fußballfreunde überaus großes Interesse gesunden, denn es war eine stattliche menge, die diesem Treffen auf dem Platz an der Vierhausstraße beiwohnte. Sie sollten in ihren Erwartungen auf die kämpferische Auseinandersetzung der beiden ten auch nicht enttäuscht werden. Es gab einen überaus farbigen Kampf, der zunächst ziemlich ausgeglichen war, den die Riemker aber dann in den letzten 15 Minuten auf Grund ihres besseren Stehvermögens dennoch zu ihren Gunsten beenden konnten. Die Constantiner haben ihnen aber den Sieg alles andere als leicht gemacht. Als die Gäste nach 20 Minuten durch den Rechtsaußen Varnholt das erste Tor erzielt hatten, dauerte es nicht allzu lange, bis Constantin durch den Mittelstürmer Schaaf wieder den Ausgleich herbeigeführt„bgttz blieben zunächst auch die beiderseitigen Leistungen in der zweiten Hälfte. Der Gastgeber glaubte schon die Führung zu übernehmen, aber das Tor wurde nicht anerkannt. Die von Riemke vorgenommene Mannschaftsumstellung, sollte sich zum guten Schluß doch noch bewähren. Wer, lich Mittelläuser spielende Brüggentieß dem Halblinken gewechselt und konnfe in der letzten Viertelstunde noch die beiden siegbringenden Tore für Teutonia anbringen. Die fast halbstündige Verspätung des Sp ginnes wurde von der Zuschauermenge gerade nicht gerve mit in Kauf genommen. Niederrhein: TuS. Helene Altenessen Fortuna Düsseldorf— Kattenirats und deuttats Kammernaten Unter den Gästen, die in der Reihe unserer Kammernusiken mit ihrer Kunst die große Gemeinde erfreuen, teht auch das Breronel=Quartett stark in der Gunst des Bochumer Publikums. Daß diese Wertschätzung nicht unbegründet ist, bewies in eindeutiger Weise die festliche Kammermusik am Sonntag morgen, die zwar in ungewöhnlicher Länge fast zwei Stunden währte, aber so gehaltvoll und interessant, so bereichernd und musikalisch hochwertig war, daß wohl keiner die außergewöhnliche Weise des Programmf, zgepderte.„u lag zum Teil auch schon an dem fesselnven„Auftakt, mit dem die Folge begann. Im allgemeinen ist, ogs einigermaßen mißtrauisch gegen neuzeiniche Puhlitum ezzug###n Wa#t mehr sveKammermusik, davon leider manche Arbeit mehr rlisch, mehr Experiment als künstlerische unter Leituns„des k. Gebleitssagpartes, für Fechzan kulativ als musikalisch, mehr Experiment als künstlerische Frisz Heibex.(Bochum) und der Oberganfachwartin rc= Mit um so größerer Zustimmung beFechten Else Glowienka(Bochum) wurden am 1. Dezember in Bochum erstmalig die Anfängerprüfungen der HJ.=Fechter und BDM.=Fechterinnen des Gebietes und Oberqaues Westfalen(9) durchgeführt. Zur Prütung stellten sich 9 Mädel und 5 Jungen aus Bochum, Dortmund und Iserlobn,ung mm.#in 128 um In dieser Prüfung mußten die Jungen und Mädel ihre fechterischen Fähigkeiten theoretisch und praktisch unter Beweis stellen. Alle Prüflinge bestanden mit Erfolg und erhielten somit ihre Wettkampfberechtigung. Die gezeigten Leistungen, vor allem bei den Bochumer Jungen und Mädeln, bewiesen, daß im Jugendfechtsport tüchtig gearbeitet worden ist und daß wir auf dem besten Wege sind. einen Fechternachwuchs aus der HJ. und dem BDM. zu schaffen, der zu guten Hoffnungen berechtigt. Nachstehend die Ergebnisse: BDM.: Florett: 1. Ruth Königsbüscher, Untergau Bochum(67), VfL. Bochum 48; 2. Gretel Schroer, Untergau Bochum(67), VfL. Bochum 48: 3. Ursel Bayer, Untergau Bochum(67), BiL. Bochum 48: 4. Marilene Kruse, Untergau Bochum(6: VfL. Bochum 48; 5. Lilo Korngiebel, Untergau Dortmund (130), TV. Eintracht: 6. Anneliese Goldkamp, Untergau Iserlohn(136); 7. Liesel Zeppenield, Untergau Iserlohn (136): 8. Ursel Splieth, Untergau Iserlohn(136); 9. Rosemarie Koch, Untergau Iserlohn(136). H.: Florett: 1. Günther Hirth, Bann Bochum(67), BfL. Bochum 48: 2. Eduard Littmann, Bann Dortmund(130), TV. Eintracht Dortmund; 3. Waldemar Zürbig, Bann Dortmund(130), WV. Eintracht Dortmund; H.: Säbel: 1. Kurt Neumann, Bann Bochum(67), VfL. Bochum 48; 2. Herbert Alba. Bann Bochum(67), BsL. Bochum 48; 3. Günther Hirth, Bann Bochum(67), VfL. Bochum 48. Jakubowski in Kopenhagen geschlagen Im vollbesetzten Kopenhagener„Sporthaus wurden am Sonntag internationale Berufsboxkämpfe veranstaltet. Im Mittelpunkt stand der Kampf des dänischen Meisters und Anwärters auf den Europatitel unseres Leichtgewichtsmeisters Karl Blaho, Carl Andersen, mit dem Dortmunder Herbert Jakubowski. Das im Weltergewicht durchgeführte Treffen endete mit dem entscheidenden Sieg des Dänen in der neunten Runde. Andersen war zweifellos der überlegene Mann im Rina; dennoch muß der. Abbruch durch den Ringrichter, als Jakubowfki für einen Augenblick erschöpft die Fäuste auf den Boden aufsetzte, als etwas verrüge angese In Siege. — Schwarz=Weiß Essen:0(:0) Duisburg 48/99:0(:0) Offenbarung ist. Mir um so größerer Zustimmung jahte es ein Streich=Quartett des Ildebrando Pizzetti, das in glücklicher Weise zeitlichen Geist und moderne Form mit einer nicht nur erträglichen, sondern auch überzeugend echter Sprache zu verbinden weiß. Nicht einen Augenblick unquartettmäßig geschrieben, hinterläßt das Quartett ein klangliches Bild, das durchaus keine unbedingte Abhängigkeit von der klassischen oder romantischen Haltung zeigt, vielmehr bewußt sich einer neueren Linienführung befleißigt und doch nirgendwo harmonische Härten oder beleidigende Querstände hinterläßt. Es wirkt überhaupt im ganzen die Arbeit außerordentlich persönlich und die gedankliche Mitteilung ist von so konkreter Art und greifbarer Substanz, daß man der Komposition, die sich überraschend originell und eigenstark erweist, mit größter Aufmerksamkeit folgt. Die Musik ist durchweg stark dramatisch und im guten Sinne theatralisch sogar. Aber immer ist der Quartett=Satz in der klanglichen Form gewahrt und auch da, wo seine Themen=Erfindung in einer mehr rhavsodischen Anlage niedergelegt ist, ist das Formgesetz beachtet. Immer wieder überrascht auch jeder der vier Sätze mit motivischen wie instrumentalen feingeistigen Einfällen, die das leidenschaftlich bewegte gedankliche Bild hollfarbig und zuweilen liebenswürdig auflockern. Im ganzen ein Quartett, das sich wirklich verlohnt, den Kammermusikfreunden bekanntgemacht zu werden. Technisch ist diese italienische Musik ungewöhnlich anspruchsvoll und allein schon durch die zahlreichen Unisono=Gänge ungemein schwierig. Die hochragende Qualität des Breronel=Quartetts nach der handwerklichen Seite hin war hier am ersten zu erkennen. Auch die komplizierteren Partien wurden mit einer Sauberkeit und einer Akkuratesse gemeistert, die unbedingt Achtung vor der fleißigen und gründlichen Ensemblearbeit der vier Künstler Vittorio Brero, Otto Schad, Rudolf Nel, Theo Schürgers aufkommen ließ, und selbst in dieser sehr heiklen Aufgabe blieb das klangliche Element keinen Augenblick unberücksichtigt. Auserlesenste Tonkultur und blühend warme Farben, Homogenität des Ausdrucks und intensiv aufeinander eingeGroßer Ertolg des Breronel-Quarteits Vom Spieler noch mehr als vom Hörer verlangte das anschließende Es-dur-Quartett von Dittersdorf eine gewaltsame Umstellung und nichts beweist mehr die bewegliche Musikalität der Gäste als der überraschende tonliche Wandel, der dem gewiß nicht nur liebenswürdigen, sondern in seiner thematischen Gestalt erstaunlich bedeutsamen Werk doch einen so köstlichen Duft erfrischender Leichtigkeit und schwebender Helle mitgab, daß helles Entzücken in der Hörerschaft spürbar wurde. Und am Schluß wieder ein stark bewegtes, leidenschaftlich gesteigertes Werk, das=moll=Quartett von Brahms, das zwar technisch unbedingt reif und diszipliniert, auch musikalisch geistvoll, aber doch nicht immer erschöpfend in seiner abgründigen Tiefe und überzeugend groß im Ausdruck geriet. Auch nach dieser zweistündigen Musik hatte das Publikum nichts an seiner Aufmerksamkeit eingebüßt und feierte die Gäste in einer herzlichen und begeisterten Weise, wie sie die Leistung verlangen durfte.„„ Ja8g: Sechmarmann Dr. Josef Schwermann ler Rausmulikliunde Auch die musikalische Veranstaltung, die durch Schüvon Dela Dierichs und Anneliese Overhoff im Parkhotel am Sonntag nachmittag bestritten wurde, rechnet noch zu den Darbietungen, die aus Anlaß des Tages der Hausmusik stattzufinden pflegen. So war auch dementsprechend der wesentliche Teil des Programms dem Komponisten gewidmet, der in diesem Jahr im Mittelpunkt der musikalischen Pflege stand. In einer Folge, die nur scheinbar ein buntes Gesicht trug, waren die veranstalteten Werke Schuberts zusammengestellt, die im Rahmen des Möglichen das Schaffen dieses früh verstorbenen Meisters nach vielen Seiten. hin beleuchteten. Neben der Sonate standen der Militärmarsch und der Ländler, der Walzer und Polonaise wie Moment musical. Wo es annehmlich war, zog man den vierhändigen Klaviersatz vor, nahm auch die Geige zu Hilfe und vergaß, wie es selbstverständlich war, auch das Lied des großen romantischen Liederkönigs nicht. Sogar die gesprochenen Worte zum Andenken Schuberts waren vertreten. So ergab sich ein abwechslungsreiches Bild, das die gefürchtete Eintönigkeit aus dem Schülerprogramm bannt und das Interesse der vielen Besucher anregte, zumal die Leistungen durchweg auf beachtlicher Stufe soliden und gründlichen Könnens standen. Zur programmäßigen Erweiterung der Hausmusikstunden ergänzte man die Vortragsfolge durch Werke von Haydn und auch hier machte sich das begrüßenswerte Bestreben bemerkbar, durch instrumentale Ausweitungen den Charakter„##es. Konserts TuS. Helene Altenessen 8 Westende Hamborn 9 Rot=Weiß Oberhausen 9 Rot=Weiß Essen 8 Turn Düsseldorf 8 Hamborn 07.„„ 2 Fortuna Düsseldorf 6 Dutsburg 48/92„„ 9 EXB. Schwarz=Weiß Essen 9 BfR. Ohligs 9 Was Frauen fragen Charlotte W. in H. Der Unterhalt, den die Familie des Kriegsteilnehmers erhält, ist nicht pfändbar. Aber auch von den anzurechnenden Bezügen soll dem Wehrmachtangehörigen das zum Unterhalt Erforderliche unter allen Umständen belassen bleiben, gleichviel aus welchen Quellen es stammt. Frau E. B. Der Mieter muß seine Wohnung von Ungeziefer selbst reinigen lassen, wenn er an dem Vorhandensein desselben die Schuld trägt. Frau Kläre, Altenbochum. Werden Sie bei der Baupolizei vorstellig, falls der Schornsteinfegermeister für das Rauchen des Ofens keine Erklärung hat. Die Baupolizei als Wohnungsaufsichtsbehörde kann die notwendige Aenderung feststellen und vom Eigentümer fordern. Hertha., Herne. Ihr Ehemann ist ohne Hinterlassung von Kindern gestorben. Jedoch erwarten Sie ein Kind. Sie fragen, ob das Kind als Erbe gilt. Es wird Erbe, wenn es lebend zur Welt kommt. Sollte es nach der Geburt sterben, also lebend zur Welt gekommen sein, so ist es Erbe geworden und hinterläßt nun seinerseits wieder das ihm zugefallene Erbe der Mut; stimmte geistige Konzentration machten die erstklassige sehen werden.. Wiedergabe zum stärksten Ereignis des Morgens. Die In den beiden Mittelgewichtstreffen gab es dänische hervorragende Leistung wuroigte vas voll besetzre Haus lege. Henrv Nielsen besiegte den Finnen Sten Suvio in entsprechender Weise. hören. von Otto Ses ies e cs sc d. hatten sich außer dem Geiger Hugo Wenzel und dem Cellisten Walter Dablbeck zur Verfügung gestellt. Die hausmusikalische Stunde, der ein Musizieren der jüngsten Schüler vorausging. fand verdienten und herzlichen Beifall eines starken Zuhörerkreises. Dr. Josef Schwermann. ter. Bei einer Totgeburt wird das Kind nicht Erbe. Ist ein Testament des verstorbenen Ehemanns nicht vorhanden so erben Sie als Witwe die Hälfte der HinAn verschiedene. 1. Jeder einzelne Mieter ist verpflichtet, dafür zu sorgen, daß bei Frostwetter Schaden möglichst vermieden wird. Das Abstellen des Wassers kann der Hauswirt in die Hausordnung einbeziehen. 2. Wenn ein Rohrbruch entsteht und Fahrlässigkeit eines Mieters nachgewiesen werden kann(Offenlassen„von Fenstern usw.), so käme unter Umständen Ersatzprlicht in Frage. Durch Rundfunk werden die Gefahren und Mäßnahmen dagegen meist angesagt. 3. Zwischen einer freiwilligen Verpflichtung und einer Uebernahme einer Pflicht aus der Hausordnung wird sich schwerlich ein Unterschied machen lassen. Jeder vorsichtige Hauswirt dürfte sich um die Abstellung des Wassers wohl selbst kümmern, sie wenigstens aber überwachen. 4. Die Handwerker werden nur besenrein den Platz verlassen. Im übrigen haben die Hausbewohner die Pflicht der Reinigung, da ihnen auch die Wohltat der Neuordnung zugute kommt. Handelt es sich um größere(Maurer=) Arbeiten, so müßte der Hauswirt die erste Ordnung herstellen lassen. Fritzi Sch. Da wir die Gründe nicht kennen, aus denen Hinterhausbewohner von der Klosett: sind wir zu einer nicht in der Lage,„Währscheinlich, liegen diesem Mieter besondere andere Pflichten ob, so daß er von den Arbeiten im Vorderhaus entbunden werden konnte. der Hauswirt den piniervaux########er, von de und Frurr,nue nd. Beurzeilung nicht in der Lage, Waorscheinlic TessePerch Tonss Sr guen WersSoponetelr 8124 2* PK.— Eschenburg— Weltbild „RSKK.=Transportstandarte Speer“ aus dem Westen zurück Reichsleiter Korpsführer Hühnlein zeichnet verdiente Führer und Männer der Transportstandarte mit dem Kriegsverdienstkreuz aus Weltbild Flaksoldaten aus Mecklenburg in Norwegen Regen, Wind und Regen, das ist das Herbstklima Norwegens. Hier ist doppelte Aufmerksamkeit in der Waffenpflege erforderlich Siraße der 1000 Gesähren Wie Brooklyns Tarichauffeure geprüft werden— Das merkwürdigste Fahrereramen der Welt ste Newyork, Anfang Dezember. Nicht wenig Jungen in Brooklyn träumen davon, einmal, wenn sie die Schulbank verlassen haben, bei der größten Taxigesellschaft von Brooklyn als Fahrer angestellt zu werden. In dieser Stadt gibt es viele reiche Leute und daher sind die Trinkgelder, die die Chauffeure von ihren Fahrgästen beziehen, nicht zu verachten. Die Chauffeurprüfung der Brooklyner Taxigesellschaft ist die merkwürdigste und schwerste der Welt. Sie stellt an die Geistesgegenwart und Konzentration der Fahrer besondere Ansprüche, verlangt Höchstleistungen auf technischem Gebiet und ein umfassendes theoretisches Wissen. Ein paar Tage wird dem angehenden Fahrer, der sich um eine Stellung bei der Gesellschaft beworben hat, der Wagen„probeweise" zur Verfugung gestellt. Und dann kommt eines Tages irgendein Passant, ruft den Wagen heran und wünscht in eine kleine Gasse in der Brooklyner Vorstadt gefahren zu werden. Der Geprüfte ahnt nicht, daß diese Straße, die alleiniges Eigentum der Taxigesellschaft ist, sein späteres Schicksal entscheiden wird. Er steuert mit üblicher Geschwindigkeit über die breiten Straßen und Brücken, vorbei an Hochhäusern und Riesenbauten, arglos dem Ziele zu. Im Innern des Wagens prangt eine Tafel:„Lieber funf Minuten zu spat zu einer Verabredung, als dreißig Jahre zu früh in den Sarg!" Trotzdem redet der Fahrgast dem Kraftwagenführer zu, ein gesteigertes Tempo anzuschneiden. Jetzt rast der Wagen in die Schicksalsgasse. Ohne Frage, es ist nicht so einfach, sich durch dieses Gewirr der parkenden Wagen zu winden. Es ist eine recht schmale Gasse mit zahlreichen Hydranten, in deren Innern durch besonders konstruierte Kontrollvorrichtungen die genaue Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Autos gemessen wird. Während der Chauffeur sich bemüht, einem um die Ecken flitzenden Lastwagen auszuweichen, stürzt von der andern Seite ein Kind vor das Auto. Schnell werden die Bremsen gezogen, ein Ruck und— der Wagen steht! Erst später erfährt der Chauffeur, daß es sich bei dem Kind nur um eine Gummipuppe gehandelt hat, die durch ein sinnreiches System vor den Wagen geschleudert wird. Ueber 30 Prozent aller Bewerber versagen bereits in diesem Augenblick und beweisen dadurch, daß sie für den hastenden Großstadtverkehr nicht geschult genug sind.. Auch die Wagen, die hier auf der„Straße der Katastrophen" stehen, sind längst ausgediente, motorlose Kästen, die nur als Kulisse ihren Zweck erfüllen sollen. In dieser Prüfungsstunde lauert an jeder Straßenkreuzung, an jedem Meter Fahrbahn das Unglück. Hier kommt ein Privatfahrer von der falschen Seite, dort stürzt eine alte Frau über den Damm, ein anderes Mal kommt ein Rettungswagen im Blitztempo herangebraust und verlangt natürlich freie Durchfahrt. Tatsächlich hat sich diese schwierige Fahrprüfung schon in kurzer Zeit als besonders erfolgreich bewiesen. Die Zahl der Unfälle wurde wesentlich herabgesetzt und besonders die Straßenunglücke, an denen die Fahrer dieser Gesellschaft beteiligt waren, waren verschwindend gering. Allerdings fand bisher über die Hälfte der Anwärter keine Aufnahme in der Gesellschaft, da sie den Anforderungen nicht gewachsen waren. Die Kunft=drs richtigen Räuchens Nicht paffen und inhalieren— Ein Tabakforscher rät Professor Dr. Koenig, Direktor der Reichsanstalt für Tabakforschung im badischen Forchheim, hat sich in einem Vortrag zu der Frage geäußert, wie man richtig raucht, so daß man den exwünschten Genuß erhält, ohne seine Gesundheit zu schädigen. Professor Koenig nennt das„die Kunst des Rauchens". Es kommt, wie er nachweist, beim Rauchen weniger auf den Preis und die Güte der Zigarre an, als auf das Verständnis des Rauchers. Der beste Tabak kann von einem schlechten Raucher„mißbraucht“ werden, so daß er seine Wirkung verfehlt. Jedes Tabakprodukt ist zunächst äußerst empfindlich für dic Luft, in der es aufbewahrt wird, vor allem für den Feuchtigkeitsgehalt der Luft. Darum ist der vorbildliche Frischerhaltungsdienst der deutschen Zigarettenindustrie von großer Bedeutung. Bei den Zigarren liegt es ebenso. Die Zigarre soll nicht ausgetrocknet, sondern mäßig feucht sein, wenn sie gut munden und bekömmlich sein soll. Die Feuchtigkeit bestimmt nämlich die Temperatur der Glutzone— und die ist das Entscheidende für die Bekömmlichkeit des Tabaks. Bei hoher Temperatur der Glutzone entstehen schlechte Rauchgase, man bekommt fast alles Nikotin in den Mund. Bei sanfter Glutzone entwickeln sich angenehme Rauchprodukte. Das Tempo des Rauchens ist, wie der„Tabakprofessor“ ausführte, ebenso entscheidend für den Genuß und die Bekömmlichkeit des Rauchens. Hier gilt das Sprichwort:„Was lange währt, wird gut!" Wenn das Rauchen einer Zigarette zehn Minuten dauert, so bekommt der Raucher 10 v. H. Nikotin in den Mund gegen 20 bis 30 v.., die er verschluckt, wenn er nur fünf Minuten an einer Zigarette raucht. Der„Paffer" aber, der nur zwei Minuten auf eine Zigarette verwendet, nimmt beinahe 50 v. H. Nikotin auf und arbeitet— zumal als„Kettenraucher“— systematisch gegen Am besten raucht man danach mäßig feuchten Tabak, und zwar mit Pausen. So bleibt die Glutzone niedrig, und es gelangt wenig Nikotin in den Mund. Schädlich dagegen wirkt das Rauchen, wenn der Tabak trocken ist und schnell gepafft wird. Das Inhalieren, also das Rauchen mit„Lungenzügen", ist nach Professor Dr. Koenig stets schädlich. Wenn diese Angewohnheit mehr bei Zigarettenrauchern als bei Zigarrenrauchern vorkommt, so liegt das an der Verschiedenheit des Rauchens. Die Zigarette gibt einen sauren Rauch ab der Zigarrenrauch aber ist alkalisch. Der saure Zigarettenrauch bewirkt, daß das Nikotin sich gleichmäßig in der Kehle absetzt. Man braucht nicht zu husten und merkt kaum etwas, während der alkalische Zigarrenrauch das Nikotin in ringförmige Schuppen absetzt und auf diese Weise allerhand Hemmungen verursacht. Der Zigarrenraucher wird dadurch meist vor dem„Lungenrauchen" bewahrt. Das Inhalieren sollte aber auch bei der Zigarette unter allen Umständen unterbleiben. Die Farbe der Zigarre hat, so vernahm man weiter, nicht die Bedeutung, die ihr oft fälschlich zugeschrieben wird. Vor allem ist es ein Irrtum, aus der hellen Farbe des Tabaks auf wenig Nikotin zu schließen und umgekehrt. Eine helle Zigarre braucht darum nicht mild zu sein und kann über 1½ v. H. Nikotin enthalten, während eine dunkle Brasil recht nikotinarm sein kann. Der Ingenieur in den Kolonien Kolonialtechnische Tagung in Stuttgart Stuttgart, 2. Dezember. Der Verein Deutscher Ingenieure im NS.=Bund Deutscher Technik eröffnete am Montag in Stuttgart seine erste Troden= und Kolonialtechnische Arbeitstagung, um im gegenseitigen Gedankenaustausch die Anwendung unserer technischen Erfahrungen in den Trovengebieten zu erörtern. Unter den Ehrengästen konnte der Tagungsleiter Leiter des Kolonialpolitischen Amtes der NSDA Reichsleiter Reichsstatthalter Ritter von Epp, begrußen. Reichsminister Dr. Todt gab der Versicherung Ausdruck, daß die deutsche Technik bereitstehe, ihre Aufgaben in den Kolonien mit der gleichen Energie aufzunehmen, mit der der Nationalsozialismus jede Aufgabe angefaßt habe. Die deutschen Ingenieure seien bereit, ihre in Europa gewonnenen Erfahrungen zur Erschließung der Kolonien anzuwenden. 4 General Ritter von Epp ging ausfuyrlich auf die Probleme ein, die der deutsche Ingenieur in den künftigen Kolonien zu lösen habe. Zu den Schwierigkeiten, die der Technik ganz anders geartete Aufgaben stellten als bei uns, so fuhrte der Reichsstatthalter aus, geselle sich der Kampf der Medizin und Chemie gegen die kolonialen Krankheiten und Schädlinge. Da' aber die deutsche Wissenschaft auf diesen Gebieten führend sei, hätten wir die Zuversicht, diesen Kampf erfolgreich zu bestehen und alle gesteckten Ziele zu erreicherz## Der Oberbürgermeister der Stadt der Auslandsdeutschen Dr. Strölin gab in den Begrüßungsworten seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Technische Hochschule in Stuttgart die Einrichtung eines Institutes für Kolonialtechnik plane. Vonablier pas Oran! PK.— Meyer— Weltbild „Vergeßt Oran nicht!“ Ein französisches Plakat, das an die gemeine Handlungsweise des„englischen Bundesgenossen“ erinnert.(Vor Oran überfielen bekanntlich die Briten französische Kriegsschiffe.) Deutsche Verwundete unter Italiens Sonne Presse-Hoffmann 180 verletzte deutsche Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten erholen sich gegenwärtig an der italienischen Riviera. Bei ihrer Ankunft in Rapallo wurden sie von der Menge jubelnd begrüßt. Hitze in der Stratosphäre? Kopenhagen, 2. Dezember. Bisher wird von allen Forschern die Theorie angenommen, daß die Temperatur sich mit zunehmender Höhe der Luftschichten allmählich verringert und daß in dem Aether des Weltalls der tiefste mogliche Kältegrad von 273,8 unter Null herrscht. Gegen diese Ansicht wenden sich jetzt die Gelehrten des astronomischen und meteorologischen Observatoriums von Kopenhagen. Nachdem mehrere Jahre hintereinander eine lange Reihe von Beobachtungen mit Hilfe von Ballons, die mit selbstregistrierenden Apparaten ausgerüstet waren, sorgfältig aufgezeichnet worden ist, glauben die dänischen Gelehrten in der Lage zu sein, zu versichern, daß im Gegensatz zu der herrschenden Meinung nach den ersten 30 Kilometern des Aufstiegs in der Stratosphäre die Temperatur des Raumes wieder anfängt, stufenweise zu steigen, bis sie in einer Entfernung von 60 bis 70 Kilometer von der Erde etwa 100 Grad Wärme erreicht. Jahre verschollen Lima, Ende November. Der amerikanische Forscher M. C. Spencer ist, wie aus Lima berichtet wird, in diesen Tagen von einer fünf Jahre währenden Studienreise in wenig bekannte Gegenden Iberoamerikas zurückgekehrt. Da jahrelang jede Nachricht über den Verbleib des Forschers gefehlt hatte, war der Forscher als verschollen und verstorben angesehen worden. Peruanischen Journalisten hat Spencer nun erzählt, daß er vier Jahre in den Dschunzeln Brasiliens, Ecuadors und Perus verbracht habe. In den Stromschnellen des Flusses Ahuai ta sei er von Indianern des Stammes der Kaschibo gefangengenommen worden, die ihn zehn Monate hindurch festgehalten hätten. Bei einer Großwildjagd an der Grenze Perus sei ihm endlich die Flucht gelungen. Der Hornissenschwarm im Flugzeugrumpf Newyork, Ende November. Sicherlich wird ein Pilot überall anderswoher eine Gefahr suchen als aus dem Rumpf seines eigenen Flugzuges und— in Gestalt eines Hornissenschwarmes. Aber einem amerikanischen Armeeflieger passierte es, als er sich in 600 Meter Höhe über seinem Flugplatz befand, daß ihn plötzlich ein ganzer Schwarm von Hornissen überfiel. Der überraschte Pilot versuchte, durch einen Sturzflug die gefährlichen Biester loszuwerden, machte sie dadurch aber noch wilder. Mit entsetzlichen Schmerzen zahlreicher Stiche im Gesicht und am Kopf, sowie fast jeder Sicht beraubt, wollte der Flieger sich schon durch Fallschirmabsprung retten. Schließlich gelang es ihm doch noch, unter Aufbietung aller Energie die Maschine glatt zu landen. Sein Gesicht soll jedoch in den nächsten Wochen einem Blumenkohl nicht unähnlich gesehen haben. Westsalen und Liheinland Vom Fernlastzug erfaßt Ein Toter, ein Schwerverletzter Hamm, 2. Dezember. Auf der Heeßener Straße sah der Fahrer eines Fernlastzukges aus Beckum, der in Richtung Dolberg fuhr, plötzlich vor sich im Lichtkegel zwei Personen auftauchen, von denen eine ein Fahrrad an der Hand führte. Obwohl der Kraftfahrer so stark bremste, daß sich der Anhänger quer zum Fahrdamm stellte und er sein Fahrzeug auf wenige Meter zum Halten brachte, wurden die beiden Personen von dem Kraftwagen erfaßt. Einer der Fußgänger wurde auf der Stelle getötet, der andere schwerverletzt dem Krankenhaus zugeführt. Neues Sondergericht Bielefeld, 2. Dezember. Mit Wirkung vom 1. Dezember 1940 wird beim Landgericht Bielefeld ein Sondergericht errichtet, das für die Ländgerichtsbezirke Bielefeld, Münster und Paderborn zuständig ist. Bisher wurden die einschlägigen Sachen aus diesen Bezirken vom Sondergericht Dortmund bearbeitet. Vorsitzender des neuen Sondergerichts Bielefeld ist Landgerichtsdirektor Brötz. der Schwester eingebrochen Minden, 2. Dezember. Das Sondergericht verurteilte den 36jährigen Angeklagten Heinrich Grone als Volksschädling zu zehn Jahren Zuchthaus, zehn Jahren Ehrverlust und Sicherungsverwahrung. Die Straftaten dieses rückfälligen Diebes zeugten von nicht zu überbietender Gemeinheit. So brachte er es fertig, bei seiner Zwillingsschwester, von der er immer nur Gutes erfahren hatte, einzubrechen, als deren Mann zur Wehrmacht einberufen wurde. Die Beute, Wäsche= und Kleidungsstücke, machte der mißratene Bruder dann zu Geld. Schließlich wurde er bei einer Razzia im Industriegebiet festgenommen. Leichtsinniges Hantieren mit einem Revolver Wuppertal, 2. Dezember. In seiner Wohnung in der Straße der SA. beschäftigte sich ein 38jähriger Mann mit einem geladenen Trommelrevolver, wobei ein Schuß losging. Das Geschoß traf den Mann unterhalb des Herzens und blieb dort stecken. Der Verletzte wurde in das städtische Krankenhaus Wuppertal=Elberfeld gebracht, wo er inzwischen seinen Verletzungen erlag. Vor Weihnackten##l e man nickt neugierig sein ze von Ch. R. Franke Gleich riesigen schmutzigen Tüchern hingen graue Wolken am tiefen Himmel, aus denen es regsam tropfte. Die Luft druckte schwer und kalt. So war's kein Wunder, daß Erwin sich herzhaft auf die Gemütlichkeit des Daheims freute. Doch dort erlebte er eine Enttäuschung. Gerda war fort. Das Feuer min glomm nur noch zag und fahl. Es war nichts mit der erhofften Behaglichkeit. in, ampfindkame „Ei, das wirkte gleich auf Erwins empfindsame Stimmung wie Essig aufs Zuckerbrot. Natürlich war sie wieder zu irgendeinem Schwatz. nun, mochte sie in Urians Namen schwatzen; er hatte in seiner jungen Ehe bereits erfahren, daß gegen dies von Eva allen ihren Töchtern vererbte Leiden kein Kraut gewachsen und keine Medizin erfunden sei. Aber ab halb acht beanspruchte er das Recht ihrer Gesellschaft. Und war, dünkte ihm, sein gutes Recht.„ gewesen. Erwin Natürlich, sie war bei Frau Mouer gewesen., Etwin konnte es sich nicht verkneifen, seiner Laune und Mißstimmung deutlichen Ausdruck zu geben. Gerda sagte nichts darauf. Pardauz, was war das? Solche sophische widerspruchslose Schweigsamreit war er gar Am anderen Abend war Gerda daheim. Aber aus der Hast, mit der sie hantierte, sowie aus anderen untrüglichen Umständen schloß Erwin, daß sie wieder fortgewesen. Das verdroß ihn abermals und verschärfte seine gereizt=nervose Stimmung. Gerda war ausnehmend wortkarg und ging sehr früh zu Bett. Teufel nochmal, was hatte sie nur? Die Tage wurden kälter. Es gibt die Wetterpropheten. „Ich werde mir dieser Tage einen fen“, sagte Erwin am Sonntag abend. „Du könntest damit noch etwas warten", war Gerdas Einwand.„Wir haben noch soviel zu kaufen vor Weihnachten, daß wir genau rechnen und einteilen müssen." Solche Rede mißfiel Erwin abermals, und zwar in ungemein verstärktem Maße. Zum Kuckuck, er hatte noch nie gekargt und gezaudert, wenn es galt, etwas für Gerda zu beschaffen; nun sollte das Geld nicht einmal für einen Pullover langen, den er wirklich sehr gut gebrauchen konnte? Unerhört! Was in aller Welt war nur in seine sonst so brave und tüchtige Frau gefahren? Gebrauchte sie etwa Geld für Dinge, von denen er nichts wissen durfte?— Als Erwin am Dienstag mittag Kohlen aufs Feuer legen wollte, entdeckte er obenauf ein zusammengehülltes weißes Papier. Neugierig faltete er es auseinander, las und erblaßte. Denn dort stand, von Gerdas Hand geschrieben:„Lieber Kurt, ich erwarte Sie .....“ Dann folgte ein großer Klecks. Also doch?! Gerda ging verbotene Wege?! Daher ihr seltsames, sonderbares Wesen. Nein, er konnte, er wollte es nicht glauben. Aber mußte er nicht? Hielt er nicht den untrüglichen Beweis in Händen? Erwin sagte vorerst nichts. Desto lebhafter arbeitete sein Geist. Er vermochte das Unfaßbare nicht zu fassen. Gedanken und Ueberleaungen jagten in rastloser Folge durch sein gequältes Hirn und zermarterten und zermurbten ihn. Er wurde blaß wie ein Hering und klapprig wie ein Großvaterschirm. merkte er, daß er fror. „Morgen kaufe ich mir einen Pullover“ am Donnerstag abend. Freitag mittag fand er sein Heim leer. Plötzlich sagte er Auf dem Tische lag ein Zettel:„Entsch= dige mich bitte; ich hole dich heute abend ab.#. Ei, was hatte das wieder zu bedeuten: Erwin fiel zitternd auf den erstbesten Stuhl. Wenn das so weidie Aufreau terging, nein, die aufregung ertrug mehr.„"" 54l Am Avend war Gerda richtig va. er einfach nicht Sie hatte rote Backen, aber trotzdem sah sie seltsam müde und auf" D e r P u l l o v e r i s t b e r e i t s d a— z u H a u s e“, s a g t e s i e. Erwin verstand das nicht, wie er vieles nicht verstand in letzter Zeit. Schweigend und gedankenvoll leaten sie den Heimweg durück. Mann: sagte Gerd „So, da ist er, du garstiger bun!. sagte Geroa daheim.„Ich habe ihn selbst gestrickt. Eigentlich wollte ich ihn dir zu Weihnachten schenken, aber du konntest Zag und langsam gingen Erwin etliche Lichter auf. „Was ist mit Kurt?" fragte er plötzlich unvermit„Kurts“ fragte Gerda zurück.„Meinst du Kurt Ahrens, der mir die Wolle besorgte? Den mußt du doch kennen. Er ist Stift bei Meise& Co.“—— Da riß Erwin sein Frauchen an sich und erzählte ihr lachend und reuend seinen Eifersuchtsroman. „Schadet dir nichts, du böser Mann“, meinte, Gerda, als er geendet,„weshalb bist du so neugierig? Bolstanmckse Erbeitslege. „Bescheidenheit ist eine Zier“ Drum, lieber Freund, das glaube mir, Wo du auch hingehst, wo du bist, Bescheidenheit Empfehlung ist! Seorg Breuter Del Jzeideireler Kaltas Von Wonk Oeteeis Prelich bat er nach immer, etnzz, von., Wähz. ängtlich erschauern Können, Harras hult, gz. er. 16. muß; nicht mehr. Und dieses tu ter Ruhe und der und Viehräuber seine Freude und Zufriedenheit in Frieden und Freundschaft gefunden hat, so muß ich sagen, daß ein solches Schauspiel mich im Innersten ergreift und mich sehr überwältigt. Man kann viel darüber nachdenken. Man kann ein Buch schreiben über das Bild der beiden Schläfer. Frost, meinten Pullover kauFreilich hat er noch immer etwas von der Würde und dem Stolz des Konigs, des Herrschenden und Mächtigen, des Wehrhaften und Angriffsbereiten, so wie ein königlicher Sklave seine königliche Haltung nie verlieren mag. Aber seit ihn, der Mensch in Nuviens in Ketten schlug, hg. er zuviel erzeht, um nicht sehen, daß es mit seiner wayren Macht vorbei oft, als er noch jünger war und unbändig seine Kraft, hat er sich aufgelehnt gegen die Ketten und in ohnmächtiger Wut an den Eisenstäben seines Kerkers gerüttelt. Es ist alles vergebens gewesen. Nun hat er sich damit abgefunden, und es will scheinen, als habe er erkannt, daß alles Tand ist und eitler Kram, daß nichts besser ist als Ruhe und Frieden und Beschaulichkeit., Harras ist ein Weiser geworden. Ich glaube, es gibt#el, was er geringschätzt und verachtet, vor allem den Menschene Wenn er in die Manege geführt wird, kommt er mit ruhigen, gemessenen Schritten, mit stoischem Gleichmut und eisiger Gelassenheit. Auch wenn er nicht der älteste, der größte und mächtigste von allen wäre, so unterschiede ihn das allein aufs deutlichste von seinen immer noch wilden, temperamentvollen, von Blut und Leidenschaft sprühenden Brüdern und Schwestern. Ehe er sich in der Manege auf seinen Platz setzt, blickt er mit langsamen, gemachlichen Bewegungen des Kopfes um sich in den Zuschauerraum, gleich als wolle er sich vergewissern, wie die Besetzung sei. Die kleinen, umbuschten Augen in dem gewaltigen Kopf und die platte Nase geben seinem Gesicht etwas Verschmitztes, Nachdenkliches. Ich weiß nicht, was er venrr. Aber im Gegensatz zu den anderen, deren trotziges Widerstreben und Aufbegehren gegen den gebietenden Dompteur der zuschauenden Masse das stolze Gefühl der menschlichen Kraft und Ueberlegenheit vermitteln, sino seine Ruhe und weise Ergebenheit entwaffnend. Er lehnt es ab, die erregungssuchtigen Nerven seiner menschlichen Zeitgenossen zu kitzeln und zu stacheln, sich an dem Maulaufreißen, dem Zähnefletschen, den echten und unechten Angriffen seiner Kollegen auf den Dompteur zu beteiligen.„. Etimm: Li. in.— Er lehnt es ab, seine gewaltige Stimme, die in der Wüste einmal alles Getier in eine ohnmächtige Angst jagte, es wild flüchten, sich verkriechen, in ängstlichen Herden sich zusammenrotten ließ, in der Manege zu Bücherecke ens Wildnis wissenhaftigkeit. Er beeilt sich nicht, nicht. ,einzu= sich nicht. Aber. weil er gehorsam ist u orbei ist, Zu1— amen emnmag en sicht Pei losopt und weiß, daß er jene Pflicht erfullt, die nun einmal ein riges Geschia iym auferlegt hat, ist er selbstsicher und furchtlos und hat nugt wie die anderen eine nervöse, unruhige Angst vor Peitsche und Gabel. So geht von dieser ruhigen, philosophischen Haltung, die das Gewaltige, Bedrohliche seiner Erscheinung zu leugnen scheint und mit seiner Eigenschaft als Löwe nicht das geringste mehr zu tun hat, etwas unsagbar Rührendes und Erbarmungswürdiges aus, und so weckt sie in den Herzen der Menschen eine geradezu menschliche Zuneigung, etwas von dem Gefühl der Verbundenheit, das alle Kreatur dieser grausamen Erde eint. Indessen bin ich fast sicher: wüßte Harras, daß die Menschen ein wenig Mitleid und Erbarmen mit ihm haben, es wäre wohl geeignet, den Weisen in den Wilden zurückzuverwandeln, das alte Wüstengeblüt wieder aufschaumen und es wild, heiß von Leidenschaft, aufbegehren zu lassen. Denn ein königlicher Sklave will kein Mitleid. Eher den Tod. Man sagt, Harras und der Dompteur seien Freunde, sie liebten einander. So wie ja auch ein Menschenverächter in seiner allgemeinen Regel Ausnahmen zuläßt. Der Dompteur kann dem Wüstenkind die Hand bis an den Rachen ins Maul legen; er läßt sich von ihm die Pranke reichen wie die Hand eines kleinen Kindes; er legt den Riesen um seinen Nacken, daß die vier gewaltigen Beine rechts und links über die Schultern auf die Brust herniederhängen, und trägt ihn wie ein Triumphator durch die Arena. Man erzählt sich, daß Harras von keinem Menschen Futter annehme seinem Freund. Man erzahlt sich auch, oaß die beiden nicht selten des Nachts zusammenschlafen, wobei der Mensch seinen Kopf auf den goldbraunen Hals des Tieres lege und das Tier vor dem Einschkafen die Hand des Menschen liebkosend und zärtlich belecke. Ich weiß nicht, was an dem Gerede wahr ist. Aber ich sehe nicht ein, weshalb es nicht wahr sein konnte. Gesetzt nur, daß es wahr ist, gesetzt, daß der einstige schwere MörGuido Thielscher:„Erinnerungen eines alten Komödian= ten.“ Landsmann=Verlag(Gust. Langenscheidt jun., Berlin). Nur wenige Komödianten haben es verstanden, neben ihrer erfolgreichen Menschendarstellung auch noch Memoiren als geistvolle Könner und humorvolle Künstler zu glänzen. Guido Thielscher, der viel bewunderte, der vor wenigen Jahren als 75jähriger von der Bühne ging, hat uns ein Büchlein geschenkt, das in wundervoll ironischer und herzlich heiterer Form von einem nicht wenig dornenreichen und letzten Endes doch so ruhmvollen Künstlerweg zu berichten weiß. Wenn man ein Stück deutscher Theatergeschichte in lustiger Form lesen will, so greise, man zu diesem köstlich erfrischenden Büchlein. Peter Freppert:„Bauern suchen das Reich.“ A. Laumannsche Verlagsbuchhandlung, Dülmen. Die separatistische Zeit in rheinischen Landen, dieser Kampf eines vaterlandstreuen Grenzvolkes, ersteht in diesem mit stärkster Bildhaftigkeit gestalteten Roman vor unseren Augen. Das Schicksal des Helden ist das Schicksal einer ganzen Landschaft, und wie der Verfasser seine mannhafte, kernige Sprache dem Wesen seiner Gestalten, diesen Bauern, Kindern rheinischer Erde, anzupassen sich bemüht, so entwirft er ein holzschnittartiges, kraftvolles Bild jener schicksalhaften Zeit. Aus der Stimmung unserer Tage lesen wir das packende Buch mit besonderer Anteilnahme. Bruno Wellenkamp: Der König von der„Alten Liebe.“ Brunnen=Verlag(Willy Bischoff, Berlin SW 68. Der Titel dieses zeitnahen Romans läßt gleich erkennen, daß er uns in das Milieu nordischer Schiffahrt führt. Ein widerborftiger Fischdampfer=Kapitän, ist der Held dieser beSeslise se 0 schwer zu nehmenden Desr Geichen eischalf lisd Kalcosf Die Roslals uis die Charaktere der handelnden Personen. Dr. Josef Schwermann. Geschichtstatel 3. Dezember 1902 Brand des Kösterschen Hauses in Bochum, Ecke Alleeund Humboldtstraße; 7 Tote. □ der zweite Sonntagsjunge angekommen Eberhard Schwandt Renne Schwandt-Schneider Dolksdorf bei Hamburg, den I. Dezemder 1940 Foßredder 29. Ingrld. Statt Karten Die glückliche Gedurt eines gesunden Mäbels zeigen hocherfreut an 30. 11. 40 Miza Firner geb. Benner Moritz Kirner Bochum[Oshar=Hoffmann-Straße 153), 30. November 1940 z. J. Landesfrauenklinik Statt forten Bochum Westhofstraße 1 Ihre Vermählung geben bekannt Josef Wiesing Feria Wiesinig ged. Hentze 3. Uezember 1940 Dortmund Kohlenweg 11 finden im „BA“ große Verbreitung Verloren Traurina Freitag nachm. bis Freigrafendamm verloren. Geg. Belohnung abzugeb. Königsallee 36, 1 Von Marien= bis Arnoldstr. Sonnab. abd. ein HerrenLackhalbschuh verloren. Gegen Belohn. abzug. Schuhmacher Hugo Siebald. Arnoldstr. 22 Ihre Verlobung geben bekannt Emmi Stopinski Ernst-August Seeler Obergefr. in einem Inf.-Regiment Bochum„ J. Bezember 1940 J. J. im felde Rovertstraße 29 Zu früh schlug diese Stunde. Die Dich von meiner Seite nahm. Traurig tönt’s aus meinem Munde. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Nach Gottes heiligem Willen verschied am 28. November 1940 nach kurzer, schwerer Krankheit in einem.-Lazarett mein innigstgeliebter Mann. unser guter Sohn. Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Vetter, der Getreite der Luftwaffe Franz Dickneite im blühenden Alter von 23 Jahren. In tiefer Trauer Käthe Dickneite geb.Wolt Angehörige und Anverwandte Bochum(Nixenstr. 10), Köln, Paderborn, Wattenscheid, den 2. Dezember 1940 Die Beerdigung findet Mittwoch, 4. Dezember, um 15 Uhr, von der Friedhofskapelle BochumGrumme aus statt Plötzlich und unerwartet ereilte uns die traurige Nachricht, daß unser lieber Bruder. Schwager und Onkel Dietrich Ridder nach kurzer, schwerer Krankheit, im blühenden Alter von 31 Jahren, am 1. November in Chikago II.(USA.), sanft im Herrn entschlafen ist. In tiefer Trauer: Josef Ridder und Frau Rosa geb Becker August Graupe u. Frau Auguste geb. Ridder Williem Thoene u. Frau Josefine geb. Ridder Heinrich Ridder Ludwig Ridder Wilhelm Ridder und Frau Anna geb. Berse Bochum(losefinenstr. 210, Chikago(/II. burg(USA.). Königstein, den 2. Dezember 1940 Das Seelenamt findet statt am Montag, dem 9. Desember 1940. morgens.15 Uhr, in der Pfarrkirche St. Liborius Vost ut bengrngend berscharde Nerven- und Kopfschmerz Erkältungen Rheuma Ischlas Hexenschußz Unzähligen haben Togal-Tabletten rasche Hilfe gebracht. Die hervorragende Wirkung des Togal ist von Arzten u. Kliniken seit über 25 Jahren bestätigt. Keine unangenehmen Nebenwirkungen. Haben auch Sie Vertrauen und machen Sie noch heute einen Versuch-aber nehmen Sie nur Togal! Mt MI Für die Beweise inniger und mitfühlender Tellnahme sowie für die vielen Krans- und Blumenspenden beim plötslichen Heimgange meines lieben Mannes und unseres guten Vaters sprechen wir hiermit allen, besonders Herrn Pfarrer Büchsel für die trostreichen Worte am Orabe, der Partel. dem Knappenverein und der Führung und Gefolgschaft der Zeche Prinz-Regent, unseren herzlichsten Dank aus. Frau Elfriede Witthüser Hllde und Helmut Bochum, im Desember 1940 Ich hab’ den Bert erstiegen. Der euch noch müde macht. Weinet nicht, ihr, meine Lieben. Ich werde zur Ruhe gebracht. Heute morgen 10.30 Uhr entschlief sanft nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, der gute Vater seiner Kinder, Schwiegervater, Grobvater, Bruder, Schwager und Onkel, Invallde Hermann Springer Im Alter von inst 61 Jahren. Um stille Tellnahme bitten Frau Marie Springer geb. Fliege nebst Kindern u. Angehörigen Bochum-Steinkuhl, den 1. Desember 1940 Steinkuhlstrahe 44 Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem S. Desember 1940. nachmittags 14.30 Uhr. von der kleinen Leichenhalle des Friedhofes am Freitrafendamm aus statt. Trauerfeier daselbst eine halbe Stunde vorher Sonnabend mittag starb nach dreitägiger Krankheit unser lieber Vater. Grobvater. Urgroßvater. Schwiegervater, Bruder und Schwaßer, der Honchel Kugust Katzenski Im Alter von beinabe 82 Jahren. Er starb sanft und gottergeben im festen Glauben an seinen Erlöser. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Familie Eduard Wolf Bochum, den 2. Dezember 1940 Rheialeche Straße 24 Die Beerditung findet am Mittwoch, dem 4. Dezember, 15 Uhr. von der kleinen Halle des Friedhofes Freigrafendamm aus statt. Trauerteier eine Vierteistunde vorher Für die vielen Beweise berslicher Teilnahme und für die Kranzspenden beim Heimgans meiner lieben Frau, unserer guten Mutter aagen wir allen herzlichen Dank Witwe Valentin Schmidt und Kinder Bochum. Im Desember 1940 Statt besonderer Anzeige Heute nacht sing unsere liebe Mutter. Grobmutter und Urgrobmutter Frau Marie Högen geb. Mante Witwe des Berzwerksdirektors. Julius Högen im fast vollendeten 81. Lebensjahre für immer von uns. In tiefer Trauer: Robert Högen u. Frau Grete geb. Horstmeier Wilhelm Runze u. Frau Liesel geb. Högen Jullus Högen Bochum., den 1. Desember 1940 Poststrabe 6 Die Beisetzung findet am Mittwoch, dem 4. Desember 1940. 14.30 Uhr. von der Kapelle des Friedhofes Bochum-Riemke aus sratt. Von Beileidsbesuchen bitten wir abruschen. Familien-Nachrichten aus anderen Zeitungen übernommen Geboren:" Knaben: Dortmund: Heinz Keienburg(Aenne Keienburg, Bonn). Dortmund=Bittermark: Walter Wille(Aenne Bovensmann). Essen: Walter Mühge (Friedel Meine).— Mädchen: Dortmund: Fritz Kupitz(Friedel Kupitz=Hering). Verlobte: Dortmund: Else Stoffer mit Friedrich Rolf. Elisabeth Schlitzer mit Friedrich Köllerwirth. Dortmund=Asseln: Maria Hangebrauk mit Heinz Herber. Gestorben: Dortmund: Matthias Kreutz, 78 J. Karl Lehmann, 26 J. Faru Wilhelmine Frölke, geb. Hohengarten, 65 J. Frau Elisabeth Sager, geb. Michaelis, 76 J. Dortmund=Hombruch: Valentin Berlin, 74 J. Für die Hausschlachtung jetzt Konservendosen und Verschlußapparate dazu im Fechgeschäft. Handwerkerbedart A. Rumberg, Bochum nur Luisenstraße 12, Fernruf 653 46 Heiraten Weihnachtswunsch Witwe. 42 J. alt. eval., sucht die Bekanntsch. ein. soliden. charakterfesten Herrn. Witwer m. einem Kind nicht ausgeschlossen, zw. Heirat. Zuschr.bitte m. Bild erbet. unt. W. N 19646 Anz. Wwe., katb., 50., w. d. Bektsch. ein. solid., katb. Herrn in fester Stellung zwecks Heiral Nur ernstg. Zuschr. W M 19668 Anz. Mädel. 25 Jahre, eval., möchte, da es an pass. Gelegenheit fehlt, sa. Mann kennen lerneu zwecks spät. Heirat Zuschriften unter V M 19725 Anz. Vermsche,) Welcher Anstreicher macht sofort einige Zimmers Zuschr. A K 19667 Anzeig. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme an dem Hinscheiden unserer lieben Mutter. Schwiegermutter und Größmutter Frau Wwe. Diedrich Goeckmann Lins geb. Ebbinghaus sprechen wir unseres tiefempfundenen Dank aus Heinrich Goeckmann und Frau Lore geb. Fresse Kurt Goeckmann Bochum, den. 2. Desember 1940 Annahmestellen tür Klein-Anzeigen Bochum Rathausplatz 8 Hauptgeschäftsstelle Hattinger Strabe 20 G Langenstüch Schreibwarenhandig Hattinger Strabe 14 Karl Regelmann Buchhandlung Essener Straße 12 Fräulein jeckel Schreibwarenhand!. .-Altenbochum Wittener Strabe 170 Druck Menne Wittener Straße 241 Geors Lillpopp: Wittener-Strabe 226 Bernbard Sure Wittener Strabe 233 H Stüchemann .-Dahlhausen Elberger Strabe 4 E. Kipper Dr.=.-Otto-Str. 117 E. 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