0 Gezugspreis mit Botenlohn: 2,15 RM. monatlich oder.08 RM. dalbmonatlich. Selbstabholer.85 RM. monatlich oder 93 Pf. halbmonatlich. Bezugspreis für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich, Funkzeitschrift„hör mit mir“ 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und 55 Pf. bei fünf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Zeitung durch höhere Gewalt, Verbot oder Betriebsstörung und dgl. verbindert wird, können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr, sonntags von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftleitung, außer mittwochs und sonnabends, von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckkonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Lauvenmühlen& Dierichs in Bochum Montag 18. Nov. 1940 Anzeigenpreise: Grundpreise für 1 mm Höhe in 22 mm Breite 10 Pf. im Anzeigenteil und in 78 mm Breite 55 Pf. im Textteil. Familienanzeigen 8 Pf., Stellengesuche 8 Pf., kleine Anzeigen(nicht geschäftlicher Art) 8 Pf., Auskunft= und Zifsergebühren 25 Pf. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 11 gültig. Nachlaßstaffel B.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck fornmündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Einzelpreis 10 2Pf. Hauptgeschäftssielle: Rathausplatz 8. Anruf 675 31 bis 54 47. Jahrgang Nummer 273 Echtrers Srcher auf Soisperrihherpe=Slete. der britischen Hauptstadt— Englischer Geleitzug im Kanal beschossen Weitere feindliche Handelsschiffe versenkt dnb Berlin, 17. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Nacht 15. Jum 16. 11., wurden, wie nachträglich gemeldet wird, Treffer auf der Waterloo=Brücke, auf einem Bahnhof in Paddington, auf ein Gaswerk in Kennington sowie auf ein weiteres in der Nähe der Commercial=Docks erzielt. Bei letzteren konnten Brände beobachtet werden. In verschiedenen Städten Südenglands, wie in Portsmauth,###.„Fouthampton, wurden kriegswichtige Ziele schwer getroffen. wurden die Angriffe auf London fortset und verschiedene Orte an der Spzegaete, Fae, lands mit Vomben belegt. Im Laufe des z 2 SC deutsche Kampfflugzeuge wieder, zahlreich,„ug 800g an. Dabei wurden ein Handezgschiff von etta 8000 BRT., ein Tanker von 3000 BRT. und ein Frachter von 2000 BRT. versenkt. Zwei weitere Frachter wurden Die Verminung britischer Häfen nahm ihren HortIn den Vormittagsstunden des 16. 11. wurde im Kanal ein nur für kurze Zeit sichtbarer englischer Geleitzug mit guter Wirkung durch eine Batterie des Heeres beschossen. Die britischen Flugzeuge, die in 17. 11. in Deutschland einflogen, griffen besonders. Hamburg, Bremen und Kiel an. An kriegswichtigen Zielen wurde nur sehr geringer Schaden angerichtet. Eine Brandbombe fiel in ein Trockendock, die aber sofort gelöscht werden konnte. Ein Lazarett wurde angegriffen, aber die zahlreich abgeworfenen fielen in den Garten, ohne Schaden anzurichten. Weitere Angriffe richteten sich gegen Wohnviertel und Siedlungen. Es entstanden mehrere Dachstuhlbrände, die aber rasch gelöscht wurden. Ein großer Teil der Bomben fiel in die Elbe oder in freies Gelände. 14 Tote und mehrere Verletzte sind zu beklagen. In der Nacht zum 16. 11. wurde an der nordfranzösischen Küste ein feindliches Flugzeug von Marineartillerie, in der Nacht zum 17. 11. Hamburg durch Flakartillerie und ein drittes durch Nachtjäger abgeschossen. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt. Brennende Schiffe erleuchteten die Nacht— Bericht eines Neutralen über die Zerstörung britischer Geleitzüge dnb Lissabon, 17. November. Die großen Erfolge der deutschen=Boote und der Luftwaffe gegen britische Geleitzüge finden in den Aussagen eines in Lissabon eingetroffenen neutralen Reisenden, der England an Bord eines kleinen Frachtdampfers verließ, um nach Lissabon zu kommen, ihre Bestätigung. Das Schiff habe, so erklärte der Kaufmann. gut zwanzig Tage gebraucht, um diese sonst in vier Tagen zu bewältigende Strecke zurückzulegen. Das Schiff habe Cardiff zusammen mit 20 anderen großen Dampfern und begleitet von mehreren Zerstörern verlassen. Schon am zweiten Tage der Reise sei ein Schiff durch ein feindliches=Boot aus dem Geleitzug herausgeschossen worden und sofort gesunken. Die Zerstörer hätten stundenlang Wasserbomben geworfen, ohne daß sich jedoch ein Erfolg gezeiat habe. Am selben Tage in den Abendstunden hätten deutsche Flugzeuge den Geleitzug angegriffen. Trotz des wütenden Feuers der Flakabwehr sei nicht eine einzige deutsche Maschine abgeschossen worden Dagegen seien mehrere Dampfer in Brand geraten. Alle Schiffe hätten versucht, dieser Hölle zu entkommen. Die deutschen Angriffe hätten sich aber mehrmals wiederholt und es sei, weil die Dunkelheit hereingebrochen sei, nicht mehr festzustellen gewesen, wieviel Schiffe gesunken seien. Der Feuerschein der brennenden Schiffe habe die NachtDas Schiff, auf dem sich der Reisende befunden habe, habe mit aller Kraft diesen Platz des Schreckens verlassen. Am anderen Morgen hätten sich nur noch wenige Schiffe zusammengefunden. die ihre Reise hätten fortsetzen können. Wenige Tage darauf sei ein Angriff eines-Bootes erfolgt, bei dem ein weiteres Schiff verlorenging. Die Berliner merkten nichts davon, daß die Engländer alle Bahnhöfe der Reichshauptstadt„pulverisierten“. Berlin, 17. November. Bei ihrem Angriff auf Berlin in der Nacht zum Freitag müssen die englischen Flieger unerhörte Erfolge gehabt haben— wenigstens, wenn man dem Bericht des britischen Luftfahrtministeriums glauben will. Zahlreiche Berliner Bahnhöfe, die bei hellem Mondschein angegriffen worden seien, seien mit schweren Bomben belegt worden, und die Flammen seien emvorgelodert Wieder nennt der englische Bericht auch den Schlesischen, den Lehrter und den Anhalter Bahnhof, die die Engländer— wenigstens mit dem Munde — doch schon längst„pulverisiert“ hatten. Die drei Bahnhöfe müssen demnach in kürzester Zeit wiederaufgebaut worden sein, eine Leistung, die anscheinend nur die„damned Germans“ fertigbringen! Für wie dumm muß das britische Luftfahrtministerium die 4½ Millionen Berliner halten, die Tag für Tag an den Bahnhöfen vorbeigehen und immer noch nicht gemerkt haben, daß dort nur noch Trümmerhaufen liegen! Ueber 15 Millionen RM. Ergebnis der dritten Reichsstraßensammlung Berlin, 17. November, Als im Winter 1938/34 das deutsche Volk zum ersten Winterhilfswerk aufgerufen wurde, da fand dieses Werk in vielen Ländern unseres Kontinents ein spöttisches Echo. Nur wenige verstanden den tiefen Sinn dieser sozialistischen Einrichtung, die heute in mehr als sieben Jahren ihrer Tätigkeit schon Leistungen vollbracht hat, die sie für immer als Helferin der Gemeinschaft kennzeichnen werden. Niemand spöttelt mehr über das WHW. Es hat sogar bei Franzosen, Belgiern, Holländern, Schweizern und anderen Völkern Nachahmer gefunden, die sich ausschließlich an das deutsche Vorbild halten. Der ursprüngliche Zweck des Winterhilfswerks ist infolge der Energie und Tüchtigkeit unserer Staatsführung schon seit mehreren Jahren erfüllt worden. Die gewaltigen Ueberschüsse aus den Winterhilfswerken werden heute für die Gesunderhaltung der Nation, vor allem der Mütter und Kinder, aufgewendet. Kindergärten und Tagesstätten, Mütter= und Kindererholungsheime, Landund Heimverschickung, Schwesternstationen, Beratungsstellen und andere soziale Einrichtungen werden heute mehr denn je benötigt. Das deutsche Volk ovfert freudig im WHW. Monat für Monat, und das Wunderbare daran ist, daß die Leistungen vergangener Jahre durch den Opfergeist der Gegenwart immer wieder übertroffen werden. So ist auch die dritte Reichsstraßensammlung im zweiten Kriegs=WHW. ein totaler Sieg der Heimat. Die Abzeichen„Geschosse und Munition“, die am 2. und 3. November von den Formationen der Partei angeboten wurden, erbrachten als vorläufiges Ergebnis 15 558 789,95 RM. 5 „eebenith= ein neues Rotlereum Schwedische Pressevertreter zu den letzten vernichtenden Luftangriffen Stockholm. 17. November. bei ihrer Arbeit umgekommen. Feuerwehrleute seien „Der schwerste Bombenangriff auf London"—„Seit Beginn der deutschen Luftoffensive hat London solch einen fürchterlichen Lärm seiner Flakartillerie noch nie gehört“—„Deutsche Bomber ununterbrochen über London von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang.“ Das sind die Eindrücke der Korrespondenten der großen schwedischen Blätter, die die gewaltigen, pausenlos auf die britische Hauptstadt niederhämmernden deutschen Luftangpiffe in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend in London miterlebten.„Stockholms Tidningen“ schreibt, nie habe man in London soviel schwere Feuersbrünste zählen können seit der großen Brandnacht vom 8. September. Sprengbomben seien ausnahmslos in sämtlichen Bezirken Londons abgeworfen worden. Ein ständiger, nie abreißender Strom deutscher Flugzeuge sei die ganze Nacht über die britische Hauptstadt dahingebraust. „Svenska Dagbladet" bezeichnet den Angriff auf London als mindestens ebenso schwer wie den vernichtenden Schlag der deutschen Luftwaffe gegen Coventry. Mindestens 200 deutsche Bomber seien in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend über London gewesen.„Dagens Nyheter“ glaubt von einer neuen Taktik der deutschen Flieger berichten zu können. Anstatt wie gewöhnlich in großen, regelmäßigen Wellen ihre Tod und Verderben bringende Fracht über London abzuladen, seien die deutschen Bomber diesmal in einzelnen, unregelmäßigen Gruppen über London erschienen. Unablässig und pausenlos zerhämmert die deutsche Luftwaffe in kühnen Angriffen den britischen Widerstand. Das zeigt am besten ein heutiger Ergänzungsbericht von„Stockholms Tidningen“ zu der Vernichtung der britischen Rüstungszentrale Coventry. Danach schreibt„Daily Herald" in riesigen Ueberschriften zu den deutschen Angriffen auf Coventry:„Die Katastrophe, die über Coventry hereinbrach, ist ein neues Rotterdam, ein neues Guernica und Louvain“. Ganze Straßen sind dem Erdboden gleichgemacht worden. Es ist schlimmer, als wenn ein Erdbeben über Coventry dahingegangen wäre.„Stockholms Tidningen" berichtet dann weiter, daß es im Geschäftszentrum von Coventry oft völlig unmöglich sei, festzustellen, ob die Trümmerreste einer Straße oder einer Häuserreihe seien. Es sei so schlimm, daß die Feuerwehrleute bei den Aufräumungsarbeiten Dynamit gebrauchen mußten, um sich den Weg zu bahnen. Unaufhörlich seien die deutschen Bomber immer und immer wieder über Coventry erschienen. Die Luft sei vom Donnern der Motoren und dem Krachen der Flakgeschosse förmlich zerrissen worden. Die Pausen seien niemals länger als 3 Minuten gewesen. vom Luftdruck explodierender Bomben in die Höhe gehoben und von den Flammen weggeschleudert oder direkt in die Flammen hineingeworfen worden. Am frühen Morgen habe man gesehen, wie Ladeninhaber aus den Trümmern herauszuklauben versucht hätten, was noch herauszuklauben war. Dann hätten sie ihre Waren auf dem Gehsteig zum Verkauf angeboten. Der„Verkehr“ sei von Polizisten in völlig zerrissenen und von Staub grau gefärbten Uniformen geregelt worden. „Coventrys Verteidigung versagte“ Dänische Stimmen zur Vernichtung des englischen Rüstungszentrums Kopenhagen, 17. November. Die Kopenhagener Presse veröffentlichte am Sonnabend eine Reihe von Berichten über den deutschen Luftangriff auf das Zentrum des englischen Flugzeugbaues, Coventry, der als geradezu vernichtend für die englische Flugzeugproduktion bezeichnet wird. So wurde in „Politiken“ von einer Zerstörung eines der wichtigsten englischen Rüstungszentren gesprochen. Unter der großen Schlagzeile„Das Bombardement Coventrys, die bisher größte Katastrophe des Luftkrieges“ bringt„Berlingske Aftenavis“ eine Meldung aus Stockholm, in der es heißt, mit der Plötzlichkeit und Kraft eines Erdbebens sei Coventry durch den deutschen Luftangriff von einer großen Katastrophe betroffen worden, dem vielleicht größten Ereignis, das der Luftkrieg bisher gebracht habe. Diese Schmiede der englischen Kriegsindustrie sei nach einem im voraus bis in alle Einzelheiten ausgearbeiteten Plan der Zerstörung anheimgefallen. Die Verteidigung habe versagt, und die Wirkung des deutschen Luftangriffes sei die gleiche gewesen wie bei einem Erdbeben. Die Rettungsmannschaften seien in den ersten Stunden völlig ohnmächtig gewesen gegenüber den entfesselten Kräften der Angriffe, die nur mit dem Beginn des Luftkrieges verglichen werden könnten, als die Docks von London tagelang brannten. Nur die dunkelsten Farben könnten ein Bild von der vernichteten Stadt geben. Nach Coventry— London! Berlin, 17. November. Von unserer Berliner Schriftleitung In erstaunlicher Offenheit hat die englische Zensur Nachrichten über das Ausmaß der in Coventry angerichteten Zerstörungen zugelassen. Besonders amerikanische Reporter schildern in grellen Bildern die vernichtende Wirkung des deutschen Angriffs auf diese Waffenschmiede Englands. Diese Lockerung der englischen Zensurbestimmungen macht stutzig. Der Grund dieser auffallenden Tatsache wird aber sofort sichtbar, wenn das Reutersche Büro einen Kommentar der amerikanischen Zeitung„Newyork Times“ weiterverbreitet, in dem es heißt, die Vernichtung Coventrys sei eine deutliche Mahnung an die Vereinigten Staaten, umgehend die materielle Hilfe für England zu beschleunigen. Während die amtlichen Stellen Londons wochenlang die Wirkung der deutschen Luftangriffe mit allen Mitteln verkleinerten oder sogar abstritten, hat die englische Nachrichten=Agiration heute das Steuer um 180 Grad herumgeworfen, ein neuer Beweis, daß es um England weit ernster bestellt ist, als alle die zweckoptimistischen Reden Churchills und seiner Genossen es wahrhaben wollen. Noch in der Grabrede für den verstorbenen Chamberlain hatte Churchill den Satz geprägt:„England hat den Wendepunkt dieses Krieges überschritten.“ Heute muß derselbe W. C. feststellen, daß die Entwicklung nach wenigen Tagen schon den umgekehrten Kurs genommen hat, als sich der britische Ministerpräsident vorstellte. Auch Blätter wie der „Daily Herald", die noch soeben von der„englischen Bereitschaft zur Offensive“ sprachen, halten merklich den Atem an. Das von England selbst herausgeforderte Schicksal der Rüstungsstadt Coventry hat weit über England hinaus, auch in der amerikanischen Oeffentlichkeit, einen ungeheuren Eindruck hinterlassen. An dieser Tatsache ändern auch nichts die allzu lauten Jubelrufe englischer Zeitungen über Lufterfolge vor Tarent, die mit voller Berechtigung auch in Rom als „Zufallstreffer" bezeichnet werden, die ein Krieg notwendigerweise einmal mit sich bringe. Und schließlich soll man sich auch in London darüber klar sein, daß es sich um einen gemeinschaftlichen Krieg der Achsenmachte gegen das Empire handelt und daß schließlich nicht ein einzelner Zufallstreffer den Stand der Dinge bestimmt, sondern der Vernichtungskrieg gegen England insgesamt und die methodische Kriegfuhrung, wie sie in der Vernichtung Coventrys zum Beispiel zum Ausdruck kommt. Mit dem Winston Churchill eigenen frivolen Leichtsinn hat England die Warnung des Führers, deutsche Städte zu bombardieren, in den Wind geschlagen. Ja, noch in derselben Nacht, als der Führer in seiner Münchener Rede das Verfahren des englischen Ministerpräsidenten als eine Torheit sondergleichen bezeichnete, ausgerechnet mit seiner schwächsten Waffe Deutschland herauszufordern, setzte die RAF. dieser Torheit noch den Trumpf auf und bombardierte wahl= und ziellos die Stadt München. Mit ungebeurer Wucht ist die Vergeltung niedergesaust. Wie München im schnellen Zuschlagen gerächt wurde, so hat ebenso schnell der englische Angriff auf Hamburg in der Nacht zum Sonnabend die Vergeltung gefunden: in rollenden Angriffen wurden über London Bomben aller Kaliber abgeworfen.„Ausländische Korrespondenten bezeichnen diesen deutschen Angriff als den schwersten der vergangenen zehn Wochen. Wenn demgegenüber der Londoner Rundfunk seine englischen Hörer mit der Feststellung beruhigen will, diese Angriffe hätten die Haßgefühle des englischen Volkes gegen die Nazis geschürt und gesteigert, so wird die Bevölkerung der heimgesuchten englischen Rüstungszentren bald erkennen, daß die10000=Tonnen=Dampfer gesunken Newyork, 17. November. Hiesigen Schiffahrtskreisen zufolge ist es wahrscheinlich, daß der kanadische Frachter„Beaverford" bei einem Angriff auf einen britischen Geleitzug gesunken Viele Männer des britischen zivilen Luftschutzes seien ist. Er hatte 10042 BRT. Der Führer in der japanischen Botschaft Presse-Hoffmann Bei einem Empfang, den der Kaiserlich Japanische Botschafter in Berlin, Exzellenz Kurusu, anläßlich des 2600jährigen Jubiläums des japanischen Kaiserhauses gab, war auch, wie wir berichteten, der Führer zugegen. Unser Bild zeigt den Führer und Exzellenz Kurusu in der japanischen Botschaft. Hinter dem Führer links Reichspressechef Dr. Dietrich, in der Mitte Oberst d. S. Schmundt, rechts Staatsminister Meitner ser Haß am allerwenigsten ein Schutzmittel gegen die deutschen Vergeltungsschläge sein kann. Im übrigen waren es Männer wie Churchill, Eden usw., die die Luftkriegführung bis zu dieser Totalität und Unerbittlichkeit herausforderten. Müssen wir in diesem Zusammenhang abermals an die von Londonet Blättern immer wieder veröffentlichten Forderungen nach „Pulverisierung“ von soundsoviel deutschen Städten erinnern? Oder an den Ausspruch des verstorbenen Neville Chamberlain, daß es sein höchster Wunsch sei, noch das Ende Adolf Hitlers zu erleben? Wenn aber heute, wo sich infolge unserer Seekriegführung und unserer Luftangriffe der verderbenbringende Ring um die englische Insel immer enger zusammenzieht, englische und kanadische Politiker„eine Offensive im Jahre 1942“ anzukündigen belieben und auf die Taktik der Weltkriegsjahre zurückgreifen zu können glauben, so können wir diesen Zukunftsstrategen nur sagen, daß die Kriegslage von heute irgendeinen Vergleich mit den Weltkriegsjahren überhaupt nicht, zuläßt. Von Narvik bis zur Biskaya, ja ideell gesehen darüber weit hinaus, sind die Küsten des Kontinents nicht nur feste Abwehrstellungen, sondern ebenso starke Ausgangspunkte der sich steigernden Angriffe gegen das Inselreich. Das Gesetz des Handelns ist und bleibt in deutscher Hand, und wenn englische Staatsmänner von einer Offensive zu sprechen belieben, so handelt es sich hierbei, wie die klehentlichen Bitten an die Vereinigten Staaten beweisen um nichts weiter als um eine Betteloffensive in höchster Not. Schwere Stürme über Spanien Madrid, 17. November. Starke Stürme und heftige Regengüsse suchten in den letzten Tagen das Gebiet der spanischen Nordküste heim. worunter besonders die Fischerei schwer zu leiden hatte. Die Drahtverbindungen zwischen Vigo, Lissabon und Madrid waren am Sonnabend infolge des Unwetters stundenlang unterbrochen. Man befürchtet große Ueberschwemmungen. Die Ernte, die noch nicht eingeholt wurde, wird als verloren betrachtet. Ueber La Coruna tobte der Sturm zeitweise mit der Stärke eines Zyklons. Viele Dächer wurden abgedeckt, Bäume entwurzelt und die Drahtleitungen zerstört. Zahlreiche Personen wurden verletzt. Im Hafen staute sich das Wasser, so daß die tiefer liegenden Stadtteile überschwemmt wurden. Die Feuerwehren und der freiwillige Hilfsdienst der Falange waren stundenlang bemüht, Sicherungsmaßnahmen durchzuführen. Am Sonnabend abend und in der Nacht zum Sonntag ging über Madrid und Umgebung ein wolkenbruchartiger Regen nieder, begleitet von heftigem Sturm, der besonders unter den Drahtleitungen zahlreiche Schäden verursachte. Die Madrider Feuerwehr mußte viele überschwemmte Keller leerpumpen. Der Straßenbahnund der Untergrundbahnverkehr waren während mehrerer Stunden unterbrochen. Es gab zahlreiche Verlette. 4 zahlreiche Bex de „Aufgaben in großer Zeit“ Führende Männer sprachen zur Presse Tagung der Reichspressestelle der NSDAP. Berlin, 17. November. Im Rahmen einer Kriegsarbeitstagung der Reichspressestelle der NSDAP., zu der die Gaupresseamtsleiter, die Hauptschriftleiter der Parteipresse und zahlreiche weitere führende Publizisten der deutschen Presse in der Reichshauptstadt zusammengerufen waren, wurden durch politische Vorträge führender Persönlichkeiten aus Partei und Staat den versammelten Journalisten große Ausblick auf die geistige und politische Situation unserer Zeit und Anregungen für die Winterarbeit der deutschen Presse vermittelt. Im Verlaufe der dreitägigen Veranstaltung sprach u. a. der Reichskommissar Reichsminister Seyß=Inquart über seine politische Aufgabe in den Niederlanden. Reichsleiter Alfred Rosenberg befaßte sich mit dem gegenwärtigen Stand des Judenproblems. Reichshauptamtsleiter Hilgenfeldt gab einen Ueberblick über die sozialistische Parteiarbeit der NSV. und ihre besonderen Einsätze während der Kriegsereignisse. Ministerialdirigent Dr. Klopfer vom Stab des Stellvertreters des Führers unterrichtete die Journalisten über aktuelle staatspolitische Aufgaben, und Gesandter Schmidt vom Auswärtigen Amt entwarf einen Gesamtüberblick über die Grundzüge der deutschen Außenpolitik.— Referate deutscher Journalisten über eigene politische Auslandserfahrungen ergänzten diese Ueberblicke über aktuelle Zeitfragen. Zu diesen Vorträgen, die der allgemeinen Anregung für die publizistische Arbeit dienten, traten Ausführunzen über praktische Fragen der Pressevolitik, zu denen ser Stabsleiter des Reichspressechefs, Reichshauptamtsleiter Sündermann, der die Kriegsarbeitstagung leitete, ferner der Stabsleiter des Reichsleiters für die Presse, Reichshauptamtsleiter Rienhardt, und die Ministerialdirigenten Fritzsche und Professor Bömer von der Presseabteilung der Reichsregierung das Wort ergriffen. Zum Abschluß der Tagung sprach Reichspressechef, Reichsleiter Dr. Dietrich. Er würdigte die publizistischen Leistungen und den persönlichen soldatischen Einsatz des deutschen Journalismus im Krieg und entwarf ein Bild von den verantwortungsvollen Aufgaben und den stolzen Pflichten, die der deutschen Presse im Rahmen der geistigen Führung der Nation in großer Zeit gestellt sind. Aufruf an die Deutschstämmigen aus Bessarabien, der Bukowina und der Dobrudscha Berlin, 17. November. An die Deutschstämmigen aus Bessarabien, der Bukowina und der Dobrudscha ergeht folgender Aufruf: Die innerhalb und außerhalb des Deutschen Reiches wohnhaften deutschstämmigen rumänischen Staatsangehörigen, die nach Bessarabien, der Nordbukowina, der Südbukowina sowie der Dobrudscha zustandig sind, haben auf Grund des mit Rumänien abgeschlossenen Umsiedlungsvertrages vom 22. 10. 1940 das Recht, sich der Umnedlung anzuschließen. Die im Deutschen Reich wohnhaften deutschstämmigen rumänischen Staatsangehörigen haben zunächst eine Bescheinigung der Volksdeutschen Mittelstelle, Berlin W, Keithstraße 29, darüber beizubringen, daß sie zur Umsiedlung zugelassen werden. Deutschstämmige rumänische Staatsangehörige, die sich außerhalb des Deutschen Reiches aufhalten, haben die Bescheinigung über ihre Zulassung zur Umsiedlung vor der zuständigen deutschen konsularischen oder diplomatischen Behörde zu beantragen. Unter Vorlage der vorgenannten Bescheinigung über die Zulassung zur Umsiedlung kann bis zum 1. 1. 1942 vor der zuständigen rumanischen diplomatischen oder konsularischen Behörde die Erklärung abgegeben werden, daß der zur Umsiedlung zugelassene Antragsteller aus der rumänischen Staatsangehörigkeit wegen Umsiedlung seiner Volksgruppe entlassen werden möchte. Der Antragsteller wird von dieser rumänischen Behörde eine Bescheinigung über die Entlassung erhalten. Rumänische diplomatische und konsularische Behörden befinden sich im Deutschen Reich in folgenden Städten: Berlin, Breslau, Duisburg, Frankfurt a.., Hamburg, Köln, Königsberg(Preußen), Leipzig, München, Bayreuth, Wien. Da die Arbeiten über die Erfassung, Registrierung und Bewertung der den Umsiedlern gehörenden Vermögenswerte bereits im Gange sind, wird anheimgestellt, den Antrag auf Zulassung zur Umsiedlung sobald wie möglich zu stellen. Alle näheren Auskünfte über die Zulassung zur Umsiedlung erteilt die Volksdeutsche Mittelstelle. Berlin W, Keithstraße 29, über vermögensrechtliche Fragen die Deutsche Umsiedlungs=Treuhand=Gesellschaft mbH., W 8, Mohrenstraße 42—44. Berlin W Das englische Volk soll bluten und den Krieg der Plutokraten finanzieren Berlin, 17. November. Der Präsident des nationalen englischen Sparausschusses, Sir Robert Kinderley, richtete am Sonnabend erneut über den englischen Rundfunk einen Notruf an die britische Oeffentlichkeit, mehr Geld zu spenden. Jeder müsse sich mit Geldbeträgen an diesem Krieg beteiligen. Es müsse kurzum gespart werden, und Sparen unter den gegenwärtigen Verhältnissen in England bedeute Opfer bringen. Jeder Engländer müsse entschlossen sein, vieles zu entbehren, was er gern hätte. Das ist wieder echt englisch: Nachdem die Plutokraten sich und ihre Reichtümer in Sicherheit gebracht haben, soll nunmehr das arme Volk den Krieg der Plutokraten finanzieren! „Strategisch unwichtig“ Der Rückzug japanischer Truppen aus Nanning Tokio, 17. November. Das kaiserliche Hauptquartier veröffentlicht eine offizielle Verlautbarung, die besagt, daß seit November des letzten Jahres die japanischen Truppen Damshien, nordwestlich Pakhoi, und die Nanning=Gebiete in der Kwantungprovinz besetzten und somit die Zufuhrstraßen für Tschungking von Französisch=Indochina abschnitten. Da jedoch nach dem Einmarsch der japanischen Truppen in Französisch=Indochina die Blockade von Südchina nahezu vollendet und damit die strategische Wichtigkeit Nannings und Yamshiens aufgehoben sei, hatten die japanischen Truppen die Räumung Nannings am 28. Oktober d. J. begonnen. Der Rückzug sei militärischem Brauch entsprechend erfolgt und die Streitkräfte seien auf andere Gebiete verteilt worden. Trotzdem habe die Tschungking=Regierung behauptet, daß die chinesischen Truppen nach erbitterten Kämpfen die japanischen Truppen besiegt und Nanning zurückerobert hätten. Die feindlichen Truppen hätten aber trotz verschiedener Vorstöße gegen das Nanning=Gebiet kein Hindernis für die japanischen Operationen bedeutet. Die japanische Armee habe nicht einen einzigen Soldaten verloren. Zweifellos sei, daß der Verlust der Zufuhrstraße im Itschang=Bezirk, die Schließung der Französisch=Indochinastraße sowie die japanische Bombardierung der Mekong= und Salweenbrücken unmittelbar nach der Wiedereröffnung der Burmastraße, der Tschungking=Regierung materiell und moralisch einen schweren Schlag versetzten. Die Tschungkinger Auslegung der jüngsten javanischen Rückzüge aus Nanning und Yamshien als ersten Schritt für den allgemeinen Rückzug der Japaner aus Südchina, sei daher eine grundlose Propagandameldung. der keine Beachtung zukomme. Station Helgoland rettete wieder 13 Schiffbrüchige Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger meldet: Die Rettungsmannschaft der Station Helgoland konnte bei schwerem Wetter von einem in Seenot geratenen deutschen Dampfer 13 Mann mit dem Motor=Rettungsboot der Station glücklich retten. Damit wurden im November bisbek 37 Personen aus Seenot geborgen. Die Zahl der Geretteten in diesem Jahr betrug 140. Terschaft des Fuhrers un die japanische Ratten Aus Anlaß des 2600jährigen Bestehens des japanischen Kaiserhauses Berlin, 17. November. Aus Anlaß des 2600jährigen Bestehens des japanischen Kaiserhauses richtete der Führer an die japanische Nation folgende Botschaft: „Ich entbiete der befreundeten japanischen Nation anläßlich des 2600jährigen ununterbrochenen Bestehens ihres Kaiserhauses die Grüße Deutschlands. Ich gedenke mit dem deutschen Volke in Bewunderung der Leistung, die in diesem langen Zeitraum an dem Bau des japanischen Reiches vollbracht worden ist. Mit Stolz darf das japanische Volk sich daran erinnern, daß kein Feind jemals als Herr seine Insel betreten konnte und daß gerade dadurch seine Rasse jahrtausendelang rein erhalten blieb. Mit Befriedigung darf Japan sehen, daß sein Einfluß im ostasiatischen Raum und seine Geltung in der Welt ständig gewachsen sind und daß es heute als führende Macht Ostasiens Anspruch darauf erheben darf, zusammen mit den führenden Mächten anderer Erdteile die Neuordnung einer besseren und gerechteren Welt zu gestalten. Ich spreche daher mit aufrichtiger Freude heute dem verbündeten japanischen Volk meine Glückwünsche aus. Japan, das mit dem deutschen und italienischen Volk in einem harten Kampf für seine Lebensrechte steht, wird— schöpfend aus seiner heldenhaften Tradition— das Ziel erreichen, das ihm das Schicksal gestellt hat: einen erfolgreichen Frieden in einem gesicherten Lebensraum!“ Empfang des Führers der deutschon Volksgruppe durch Rönia Nichgel„. Gum in, Der Führer der deutschen Volksgruppe in Rumänien, Andreas Schmidt, wurde Freitag von König Michael und Königinmutter Helene in Audienz empfangen. Jo0 Eirhe der Nichthe, unter Fuhrung des Majors Wia dnb Berlin, 16. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am 15. 11. und in der Nacht zum 16. 11. setzten unsere Kampfflieger die Vergeltungsangriffe auf London fort und erzielten zahlreiche Treffer, besonders auf Verkehrsanlagen, in den Viktoriadocks und anderen kriegswichtigen Zielen. Auch sonstige Orte in Süd= und Mittelengland wurden mit Bomben belegt. Die Verminung britischer Häfen nahm ihren Fortgang. Ein deutscher Fernbomber griff 700 Kilometer westlich Irland einen großen Geleitzug an und warf trotz heftiger Abwehr durch die begleitenden Zerstörer einen Frachter von 9300 BRV. und ein Handelsschiff von 16 000 BRT. in Brand. Die Schiffe blieben mit Schlagseite liegen. Britische Flugzeuge griffen in der Nacht zum 16. 11. vor allem Hamburg an. Die angerichteten Schäden stehen in keinem Verhältnis zu dem Einsatz und konnten in den meisten Fällen schnell behoben werden. In einer Werft wurde ein Verwaltungsgebäude beschädigt. Ein Getreidesilo geriet in Brand, der aber sofort gelöscht werden konnte. Auch ein Krankenhaus wurde wieder angegriffen. An anderen Stellen, an denen Bomben abgeworfen wurden, ist der angerichtete Sachschaden ebenfalls gering. Einige Tote und Verletzte sind zu beklagen.„„ 9ans 52#. Deutsche Jäger schossen im Laufe des Tages sieben feindliche Flugzeuge im Luftkampf ab. Die Flakartil= lerie brachte in der letzten Nacht fünf, die Marineartillerie in der Nacht zum 15. 11. ein britisches Flugzeug zum Absturz. Sechs eigene Flugzeuge werden vermißt.„ Wr 9 44t Das Jagdgeschwader Freiherr von Richthofen errang unter Führung des Majors Wick seinen 500. Luftsieg. Rekordzahlen einer Kampfepoche Von Kriegsberichter Oskar Lachmann dnb 16. November. (PK.) Als vor wenigen Tagen der Reichsmarschall bei seinen Jagdfliegern an der Westfront weilte, sprach er anerkennend die folgenden Worte:„Richthofens Geist und sein Name blüht weiter in einem verdienstvollen und siegreichen Jagdgeschwader unserer Luftwaffe." Nun hat dieses Jagdgeschwader den Beweis geliefert, daß es die Wünsche und Hoffnungen der deutschen Heimat heldenhaft rechtfertigt. Drei Luftsiege brachte der heutige Einsatz bei freier Jagd“ an der Kanalküste von England, der 499., 500. und 501. Abschuß des Geschwaders ist erreicht. Ein Tag der Ehre und der Freude reiht sich erneut ein in die ruhmvolle Kriegsgeschichte der RichthofenJagdflieger. Der Frontgeist von 1914/18 hat sich im Jahre des Freiheitskampfes 1940 erfüllt, die damaligen Opfer sind nicht umsonst geblieben, und die deutsche Zukunft ist gesichert durch den Führer und die Soldaten der Nation. Gern hören und lesen wir von den Erfolgen unserer Flieger: aber nicht immer ist das zahlenmäßig bestechende Ergebnis ein so leichter Sieg, wie man es hofft. Die akrobatistrgepöhnischerge, pährend eines Luftkampfes sind außergewocntihe Leistungen. Hinzu kommt die militärische Aufgabe, den Gegner zu vernichten und die Pflicht, mit der wertvollen Maschine moglichst unbeschädigt und siegreich zurückzukehren. Solche Aufgaben können nur ausgewählte Menschen erfolgreich vollbringen. Ihr Todesmut ist unvergleichlich, wenn sie zwischen Himmel und Erde mit einer Geschwindigkeit bis zu 700 Stundenkilometer umhersausen und den Aether von Deutschlands Feinden Heute ist Gelegenheit, davon zu berichten, daß von den 501 Luftsiegen der Kommodore Major Wick allein 54 Abschüsse zu verzeichnen hat, und daß sich unter den abgeschossenen seindlichen Flugzeugtygen solche vom Muster Curtiß, Morane, Mureaux. Bloch, Potez 63, Leo 45, Fairey Battle, Hereford. Westland Lysander. Vickers Wellesly, Westland Wapiti, Bristol Blenheim, Hurricane und Spitfire befinden. Selten entgehen die feindlichen Jäger dem deutschen Angriff. Immer reißt der Kommodore seine kampferprobten Staffeln mit. Dann führt er sie zielsicher heran und bringt sie in die günstigste Position. Hierin liegt der Erfolg der Jagdfliegerei und nicht allein im Kurbeln und Schießen. Wie der 500. Abschuß erfolgte Es ist kein richtiges Jagdfliegerwetter. Bereits beim Anflug vor der Küste melden sich über unseren Jägern je ein Pulk Spitfire und Hurricane. Die Briten haben sich diesmal rechtzeitig erhoben und warteten bereits angriffsbereit. Da stoßen sie auch schon direkt auf uns zu. Wir weichen mit einem Abschwung aus, und der Angriff geht ins Leere. Inzwischen ist aber unsere links fliegende Gruppe zum Angriff übergegangen. Eine Dunstschicht liegt zwischen unserer Gruppe und den feindlichen Staffeln. Die Briten konnten nicht mehr entweichen, und jetzt beginnt in großer Höhe bei 7000 Meter eine tolle Kurbelei. Fast jeder Jäger hat sich einen Gegner ausgesucht— der Kampf ist kurz, aber hart. Unerbittlich rasen die deutschen Feuerstöße hinter den kurvenden Briten her. Hier gibt es kein Nachlassen. Gerade heute nicht. Es müssen feindliche Maschinen vernichtet werden. der 500. Abschuß ist fällig, früher gibt es keine Heimkehr. Und sie haben es geschafft! Zwei Hurricanes und eine Spitfire fielen den todbringenden Garben zum Opfer. Brennend stürzen die Trümmer in die Tiefe. Stabsfeldwebel Wilinger war der Glückliche, der den 500. Abschuß des Geschwaders melden konnte. So wird es weiter gehen bis zum endgültigen Sieg über England. Das Richthofen=Geschwader wird dabei sein im bisherigen Frontgeist und nach dem Willen Adolf Hitlers: Jetzt Kampf bis zum letzten! Womden auf Alerandrien und Port Sudan— Erbitterte Kämpfe an der griechischen Front dnb Rom, 17. November. Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front kamen im Laufe des Sonnabends Angriff und Gegenangriff zur Durchführung, die im Abschnitt der 9. Armee besonders erbittert waren. Unsere Luftwaffe hat in enger Zusammenarbeit mit den Truppen Straßen, Eisenbahnen, feindliche Stellungen und Artilleriestellungen bombardiert, wobei Brände und Explosionen hervorgerufen, Verbindungsstraßen unterbrochen und Truppenzusammenziehungen getroffen wurden. Ein eigenes Flugzeug ist nicht zurückgekehrt. Unsere Luftformationen haben die Hafenanlagen von Suda(Kreta) sowie den Hafen von Alexandrien (Aegypten) bombardiert. In Nordafrika hat unsere Luftwaffe die feindlichen Flugzeugstützpunkte von El Daba und Maaten Bagush bombardiert, wo sich ein ausgedehnter Brand entwickelte ferner die Anlagen von Marsa Matruk und die Eisenbahnlinie zwischen Marsa Matruk und Bir Amasin.„ Ein in Fahrt befindlicher Güterzug von etwa dreißig Wagen erhielt mehrere Volltreffer durch Bomben und Brandbomben und wurde außerdem mit Maschinengewehrfeuer bestrichen. Truppenlager sowie etwa dreißig feindliche motorisierte Waffen wurden bei Alam ei Islagniya(40 Kilometer südlich von Sidi Barani) im Tiefflug unter Maschinengewehrfeuer genommen und mit Sprengbomben belegt, wobei schwere Schäden und Brände verursacht wurden. Feindliche Flugzeuge, die sofort von der Flak unter gut gezieltes Feuer genommen wurden, haben wahllos Bomben auf Sollum, Bardia, Derna, Bomba und Bengasi abgeworfen, die insgesamt zwei Verwundete, aber keine Materialschäden zur Folge hatten. Ein feindliches Flugzeug vom Lysander=Typ ist von unseren Jägern brennend abgeschossen worden. In der Hitze der Verfolgung ist eines unserer Jagdflugzeuge im Tiefflug am Boden zerschellt. Von Italienisch=Ostafrika aus hat eine unserer Flugformationen die Anlagen von Port Sudan bombardiert und einen der angreifenden feindlichen Jäger vom Gloster=Typ abgeschossen. Feindliche Angriffe auf Decamere, Asmara und Massaua haben weder Opfer noch Schäden verursacht. Ein feindliches Flugzeug wurde bei Massana abgeschossen. Feindliche Flugzeuge haben Bomben auf Bari abgeworfen und dabei zwei Verwundete und fast unbedeutende Schäden verursacht, ferner auf Monopoli, wo einige Wahnhäuser zerstört wurden und ein Toter zu beklagen ist. Britischer Torpedosäger versenkt Der italienische Bericht vom Sonnabend dnd Rom, 16. November. Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonnabend hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front ereigneten sich gestern Artillerieduelle sowie Aktionen der beiderseitigen Infanterieabteilungen. Unsere Luftwaffe hat in Zusammenarbeit mit den Truppen Straßen sowie feindliche Truppenzusammenziehungen bombardiert. Außerdem wurde der Flughafen von Larissa bombardiert— wo zwei Blenheim=Apparate am Boden zerstört und weitere beschädigt wurden— sowie der griechische Flottenstützpunkt Navarino. Bei Luftkämpfen wurden neun feindliche Flugzeuge verschiedenen Typs brennend abgeschossen. In Nordafrika hat eine unserer Luftformationen die militärischen Stellungen sowie die Anlagen des Flughafens von Marsa Matruk mit Maschinengewehren beschossen. Weitere eigene Flugzeuge haben den Flottenstützpunkt von Alexandrien, den Bahnhof von Marsa Matruk und Maaten Bagush sowie die Eisenbahn neuerdings bombardiert, wobei Brände hervorgerufen wurden. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. Die feindliche Luftwaffe hat Angriffe auf Bir Sofafi, Sidi Barani, Sollum und Bardia unternommen, ohne Schäden oder Opfer zu verursachen. Unsere durch die internationalen Kennzeichen deutlich erkennbaren Roten=Kreuz=Flugzeuge sind in Ausübung ihrer Tätigkeit auf der Höhe von Sidi Barani von feindlichen Jägern angegriffen worden. Eines von ihnen wurde versenkt, seine Besatzung gerettet. Eines unserer im Atlantik operierenden=Boote hat einen feindlichen Torpedojäger versenkt. In Ostafrika hat unsere Luftwaffe die feindlichen Artilleriestellungen westlich von Gallabat bombardiert. Feindliche Flugzeuge warfen Bomben auf Cassala und Assab, ohne Schaden anzurichten, ferner auf Diredaua und Giavello, wobei leichter Sachschaden und keine Opfer verursacht wurden. In der Nacht vom 15. zum 16. unternahm der Feind mit zahlreichen Flugzeugen einen Angriff auf Brindisi. Das sofortige und wirksame Eingreifen der Flak verhinderte, daß Bomben auf die Wohnviertel abgeworfen wurden. Zahlreiche Bomben sind ins Meer gefallen oder auf offenes Feld und verursachten kleine Brände, die sofort gelöscht wurden; ferner wurde ein Haus zerstört. Ein feindliches Flugzeug ist wahrscheinlich abgeschossen worden, während zwei andere von der Luftabwehr getroffen wurden. Opfer sind nicht zu beklagen. Wehrmachtausstellung in Wien in Anwesenheit des Reichsmarschalls Göring „ Wien, 17. November. Wien erlebte großen Ueberrasc offnung der Wehrmachtausstellung sten“ auf dem Heldenplatz versammelten Zehntausenden von Volksgenossen Reichsmarschall Göring in Begleitung des Generalfeldmarschalls List und des Reichsleiters von Schirach erschien. Nach einer Rede des Generalfeldmarschalls List und nachdem die Lieder der Nation verklungen waren, verkündeten brausende Jubelrufe das Hegannahen des Reichsmarschalls. Es war ein Augenblick von unvergleichlich bedeutsamer Symbolik, als der zweite Reichsmarschall auf dem Heldenplatz im Angesicht der Standbilder des ersten Reichsmarschalls, des Prinzen Eugen, und des Erzherzogs Karl, der den ersten Sieg über Napoleon I. errang, den Vorbeimarsch der Ehrenkompanie abnahm. Die Wiener Bevölkerung empfand zutiefst die Weihe des Augenblicks, die noch erhöht wurde durch die Erinnerung an jene Stunde, da am 15. März 1938 auf dem gleichen Platz der Führer die Heimholung der Ostmark und die Schaffung des Großdeutschen Reiches verkündet hatte. Generalfeldmarschall List führte in seiner Rede u. a. aus, die Ausstellung solle dem Ostmärker von neuem seinen Anteil an der endgültigen Gestaltung des Großdeutschen Reiches vor Augen führen. Sie solle seinen berechtigten Stolz auf einen ehrenvollen Platz in der deutschen Geschichte und im deutschen Soldatentum aufs neue erwecken und seine restlose Verbundenheit und Zusammengehörigkeit mit dem deutschen Schicksal kundtun. „Ein vor Freude abersprabeindes Herz Briese an Emil von Behring In diesem Jahr wird, wie wir schon wiederholt mitteilten, die gesamte wissenschaftliche Welt sich der großen Verdienste des deutschen Gelehrten Emil von Behrings erinnern, der mit der Entdeckung des Diphtherie= und Tetanus=Serums die Grundlage für die Immuntherapie schuf. Die Ehrung dieses großen Forschers wird ihren Höhepunkt am 4. Dezember in Marburg finden, wo die Universität Marburg eine Erinnerungsfeier mit anschließender Tagung am 5. und 6. Dezember veranstalten wird. Das Programm sieht u. a. eine Denkmalsenthüllung sowie an den Tagen des wissenschaftlichen Kongresses eine Vortragsfolge von bedeutenden Forschern auf immunbiologischem Gebiet vor. Ferner wird ein großes immunbiologisches Forschungsinstitut gegründet werden, mit dessen Vorarbeiten sofort begonnen wird. * Behringsche Heilserum gegen Diphtherie seinen Weg in die Welt angetreten hatte und die ersten großen Erfolge erzielt worden waren, erhielt der„Retter der Kinder" Briefe von Vätern, Müttern und Kindern aus dem In= und Ausland die ihm mit ergreifender Schlichtheit den schöpferischen Sinn seines harten Ringens offenbarten. Nur einige Beispiele seien hier angeführt. Ein Zivilingenieur aus Berlin schreibt: „Nicht Dankbarkeit allein drängt mich zu nachstehenden Zeilen, sondern auch die tiefe Bewunderung für den großen Forscher und Helfer des ganzen Erdballs, wenn ich Ihnen meinen herzlichsten und innigsten Dank ausspreche für Ihr Werk, welches Sie der leidenden Menschheit in Gestalt des Diphtherie=Heilserums gegeben haben. Wenn sich auch in der Angst und in der vegreiflichen Erregung Zweifel in meine Brust einschlichen, ob bei meinem Kind die Einspritzung auch wohl die schnelle und wohltätige Folge haben würde, so bin ich doch völlig überrascht über das prompte Einsetzen des Serums, das so günstig wirkte, daß innerhalb 24 Stunden das Kind außer jeder Gefahr sich befand. Entschuldigen Sie, hochgeehrter Herr Professor, wenn ich Sie mit diesen Zeilen belästige, aber Sie werden einem dankerfüllten Vater nicht übel nehmen, wenn er in seiner aufiauchzenden Freude dem Spender einer so großen Wohltat seinen tiefgefühltesten Dank ergebenst zu Füßen legt.“ Aus Jena schreibt ein Bankier folgende Zeilen: „Sicherlich werden es Ew. Hochwohlgeboren als ein Vermessen halten, wenn sich ein Unbekannter Ihnen nähert, um Gefühle des unauslöschlichen Dankes zum Ausdruck zu bringen für die Erfindung Ihres Diphtherie=Heilserums, das sich bei unserem 4jährigen kleinen Mädchen Hanny als lebensrettend erwiesen hat. Unser kleiner Liebling bekam am 12. Dezember einen schweren Scharlachanfall, dem sich drei Tage später eine heftige Diphtherie hinzugesellte. Der Zustand war trostlos. Nach der zweiten Einspritzung Ihres Serums trat zunächst eine auffällige Beruhigung ein und nach drei Tagen war der diphtheritische Belag völlig verschwunden. Wäre Ihre hochgeniale Erfindung nicht gewesen— unser Kind wäre heute nicht mehr unter uns. Und so läßt mir ein vor Freude übersprudelndes Herz keine Ruhe, Ihnen, hochverehrter Herr, gleichzeitig im Namen meiner Frau, unser Dankgefühl in der innigsten Weise zum Ausdruck zu bringen. Vor 10 Jahren haben wir einen kleinen einjährigen hübschen Knaben durch den Würgengel der Diphtherie verloren. Wäre damals schon Ihre Erfindung gewesen— der Kleine wäre sicherlich heute noch in unserer Mitte. Seitdem habe ich mit größtem Interesse die Erfindung Ihres Serums verfolgt und oft daran gedacht, welche Geißel der Kinder hierdurch ihren Stachel verloren hat. Unsere kleine Hanny strotzt jetzt wieder vor Gesundheit und die schwere Sorge die sich unser bemächtigt hat, ist wieder einer glückseligen Stimmung gewichen.“ Aus Husum schreibt ein Ehepaar folgende Worte: „Herrn Professor von Behring sendet einen herzlichen Gruß aus der alten grauen Stadt am Meer mit dem Wunsche, daß es Ihnen gelingen möge, der Menschheit mit Ihrem Schutzmittel gegen Tuberkulose einen ebensolchen Dienst zu erweisen, wie es Ihnen in so großem Maße mit dem Diphtherieserum geglückt ist. Dieses wünscht aufrichtigen Herzens ein Elternpaar, dem schon zwei Kinder durch Ihr Diphtheriemittel gerettet sind.“ Tiefste Erschütterung hallt in einem Brief nach, den er aus Wiesbaden erhielt: „Gestatten Sie, daß ein Vater, dessen Kind Sie mit Ihrem Serum dem entsetzlichen Würgengel Diphtherie entrissen haben, Ihnen seinen heißen und innigsten Dank zu Füßen legt. Was an Auszeichnungen vom Staat zu vergeben war, haben Sie ja erhalten— aber die heißen Glückstränen die ich am Bett meines einzigen Töchterchens, als die Reaktion eintrat, geweint, und die innigsten Segenswünsche für Sie, hochverehrter Herr Professor, mögen Ihnen sagen, daß Sie für die Menschheit mehr geleistet haben als sich überhaupt in Worten ausdrücken läßt. Eine Russin aus Moskau schreibt: „Ich kenne nicht, ob viele. Mütter Ihnen ihren Dank ausgedrückt haben. Aber mein Kind ist gerettet, weil sie so weis gedacht und für die Wissenschaft gekämpft hatten. Mein jüngster und liebster Knabe war krank und gerettet von der Diphtherie—— Ihr Name gesegnet von glücklichen Müttern wie ich.“ Aus Pittsburg erhielt er folgende Zeilen: „Ew. Hochwohlgeboren erlaube ich mir, meinen herzlichsten Dank für die Heilung meines Kindes von Kroup auszusprechen. Wenn ich schon bei jedem wegen Diphtherie erfolgreich eingespritzten Kranken des Ihnen schuldigen Dankes nicht vergesse, so möchte ich in meinem Falle, der meine eigene Familie betrifft, nicht unterlassen, diesem Gefühl Ihnen gegenüber Ausdruck zu geben.“ (Entnommen dem Buch:„Behring, Gestalt und Werk“ von H. Zeiß und R. Bieling.(Verlag Bruno Schultz, Berlin.) Kurze Nächrichten Irtscher 1000=Brutto=Registertonnen=Frachter verloren Einer Meldung von Associated Preß zufolge ging der irische Frachter„Ardmore“(1023 Brutto=Registertonnen), der nach Wales unterwegs war. verloren. Bulgarische Zigarettenspende für die deutsche Wehrmacht Nach einer Meldung aus Sosia hat das bulgarische Parlament am 13. November ein Gesetz über die zollfreie und steuerfreie Ausfuhr von 6000 Kilogramm Zigaretten nach Deutschland angenommen. Es handelt sich um eine Spende bulgarischer Regierungsstellen für die deutsche Wehrmacht. Verlag und Druck: Laupenmadien& Dlerichs. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs(im Felde). Stellvertretender Hauptschriftleiter: Dr. Josef Schwermann Seite 3 Nr. 273] Bochumer Anzeiger] Montag, 18. November 1940 Eine Stunde der Kraft Stellv. Gauleiter Vetter in Hamme Die Bevölkerung des Stadtteils Hamme hatte sich am Sonntag vormittag in stattlicher Zahl bei Hucke zusammengefunden, um den Ausführungen des stellvertretenden Gauleiters Vetter zu lauschen, die er im Rahmen einer öffentlichen Kundgebung über das Thema„Politische Zeitgeschehen" machte. Der Redner leitete seine Ausfuhrungen mit einer Betrachtung des schaffenden Menschen des Industriereviers ein, an dem sich auch das Wort des Dichters bewahrheite, daß der ärmste Sohn des Vaterlandes auch sein getreuester sei. Man brauche nur einmal mit wachen Augen durch die Wohngebiete dieser Menschen zu gehen, um Tausende von Beispielen zu erleben, mit welcher Heimatliebe gerade der schaffende Mensch an seinem Vaterlande hänge. Diese Liebe war ihm auch in jenen Zeiten eigen, in denen vaterlandslose Gesellen den Arbeiter für ihre dunklen Pläne zu gewinnen trachteten. Das Volk war zu jener Zeit das gleiche wie heute, es hatte den gleichen guten Kern, aber seine Ideale waren unter dem Wust volksfremder Irrlehren verschüttet. Es ist erklärlich, daß sich gerade dieses Volk mit einer gluhenden Liebe und Verehrung zu seinem Führer bekannte, als er die verloren geglaubten Ideale wieder zu neuem Leben erweckte und dem deutschen Menschen wieder das schenkte, worauf er immer mit Recht stolz gewesen war: Ehre und Vaterland. Mit der gleichen untrüglichen Sicherheit wandte sich der Führer den außenpolitischen Aufgaben zu. Seine Erfolge liegen klar vor aller Augen. Auch der Besuch des russischen Außenkommissars ist nichts weiter als die natürliche Entwicklung des einmal beschrittenen Weges, der dazu führen wird, dem deutschen Volke jenen Platz innerhalb der Weltordnung zu geben, der ihm zusteht. Die politischen Geschehnisse werden mit Unerbittlichkeit über England hinwegbrausen, nachdem sie bereits in vielen Ländern zu einer Neuordnung geführt haben. Damit werde die Welt erst reif fur eine völlige Neubildung auf politische#n, wirtschaftlichem und sozialem Gebiete. Für das deutsche Leben der Gegenwart sei es geradezu symbolhaft, daß jetzt in dieser Zeit, in der das deutsche Volk einen seiner schwersten Schicksalskämpfe zu bestehen habe, der Führer in München zum Jahrestag des Gedenktages der ersten Blutopfer der Bewegung eine Ausstellung eröffnet habe, die unter dem Leitsatz steht und einen übersichtlichen Rechenschaftsbericht über die 2000 Jahre deutscher Politik gibt. Man ersehe in dieser Ausstellung aber nicht nur die ruhmvolle Vergangenheit des deutschen Volkes, sondern auch die schwerwiegenden Fehler, die sich gar oft so verhängnisvoll auswirkten. Der Führer habe dafür gesorgt, daß sich diese Fehler nicht zum zweiten Male wiederholen könnten, indem er seiner Bewegung durch das Fundament der Rassenfrage eine Weltanschauung gab, die den gefährlichen jüdischen Einfluß ein für allemal ausschaltete. Nachdem das Judentum seiner Stellung in vielen europäischen Ländern bereits beraubt sei, versuche es, von England aus seinen Kampf gegen den Nationalsozialismus und damit gegen das deutsche Volk zu führen. Das deutsche Volk sei für diesen Schicksalskampf gerüstet. Es wisse, daß große Zeiten großes Denken erfordern, damit es auch die großen Entscheidungen bewältigen könne. Unter der Führung Adolf Hitlers sehe es beruhigt der Zukunft entgegen, denn es wisse, daß dieser Krieg nur mit einem Siege Deutschlands enden könne. Stürmischer Zuspruch unterstrich die Ausführungen des stellvertretenden Gauleiters. Der Ortsgruppenleiter der Ortsgruppe Hamme der NSDAP., Behr, gelobte dem stellvertretenden Gauleiter, daß die Ortsgruppe Hamme nach wie vor in selbstloser Treue zu ihrem Fuhrer stehe. 891000 keichsmtatt im Emteg Das Ergebnis im Gau Westfalen=Süd NSG. Der am vergangenen Sonntag durchgeführte 8. Opfersonntag für das Kriegs=Winterhilfswerk 1940/41 erbrachte im Gau Westfalen=Süd als vorläufiges Ergebnis den Betrag von 891 052,53 RM. gegenüber 565 188,50 RM. des endgültigen Ergebnisses des November=Opfersonntages im vergangenen Jahr. Auch dieses Ergebnis beweist, daß die sudwestfälischen Volksgenossen sich in ihrer Opferfreudigkeit nicht irre machen lassen. Nur der hat ein Recht, von Kampf und Sieg zu sprechen, der seine Pflicht in der Mitarbeit und im Opfern voll erfüllt. Bochumer Veranstaltungen Klavier=Abend mit Arno Schütze. Im Rahmen der städtischen Konzertveranstaltungen findet am Donnerstag abend im Ernst=Moritz=Arndt=Haus ein Klavier=Abend statt. Der Bochumer Pianist Arno Schütze bestreitet diesen Abend und spielt Beethovens Sonate Opus 90, Variationen über ein Thema von R. Schumann, Opus 9 von Brahms und eigene Walzer und Intermezzi(Neue Folge). Verpflichtungsseler in der Ortsgruppe Ehrenfeld. Morgen Dienstag, veranstaltet die NS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk der Ortsgruppe Ehrenfeld im Ernst=Moritz= Arndt=Haus um 15.30 Uhr einen besonders schönen Gemeinschaftsnachmittag, an dem die feierliche Verpflichtung neuer Mitglieder vorgenommen werden soll. Die Kreisfrauenschaftsleiterin, Pan. Goebbels, spricht. Del den Wehrmamtschäften des Siarmbanner 1• 11 Besichtigung durch den Stellvertretenden Gruppenführer Jaster Die Hebamme kommt auch bei Luftalarm Vom Reichsgesundheitsführer wird mizgeteilt: In der Oeffentlichkeit ist teilweise die meinung verbreitet, daß die Hebamme während des Luftatarms nicht gerufen werden kann. Mehrfach sind deshalb werdende Mutter mit den Krankenwagen in eine Klinit oder in ein Krankenhaus geschafft worden. Das liegt aber weder im Interesse der einzelnen Mutter noch der Volkswirtschaft. Die Krankenwagen und auch die Krankenbetten mussen für die wirtlich Kranken und für schwierige Geburten frei bleiben. Der normalen Geburt als einem naturlichen Vorgang darf die werdende Mutter in ihrer Wohnung unter der Hilfe einer Hebamme mit unbedingtem Vertrauen und ohne jede Furcht entgegensehen. Es sei deshalb noch einmal darauf hingewiesen, daß der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe neben den Aerzten auch den Hebammen ausdrücklich die Genehmigung erteilt hat, ihren verantwortungsvollen Beruf auch während des Fliegeralarms auszuüben. Die Hebammen haben einen Ausweis, der zum Betreten von Straßen und Plätzen bei Fliegeralarm berechtigt. Sie sind äußerlich durch eine weiße Armbinde mit der roten Aufschrift„Hebamme“ gekennzeichnet. Damit ist die Voraussetzung dafür geschaffen, daß die Hebammen zu jeder Zeit der werdenden Mutter zur Seite stehen kann. Spielzeug wird gebastelt Der Bund Deutscher Mädel im Untergau Bochum steckt schon in der großen Vorweihnachtsarbeit, in der Arbeit für das Kriegs=Winterhilfswerk: Spielzeug wird gesamelt und repariert, neues Spielzeug wird hergestellt. aus alten Sachen werden neue gemacht. Zum Abschluß werden in den einzelnen Ringen kleine Ausstellungen zu sehen sein, mit denen die Arbeiten dann in den Besitz der NSV. übergehen. So sehen die einzelnen Stadtteile, was ihre Mädel gearbeitet haben. Aufnahmen: Brüning Ganz links Oberstleutnant Gude(WBK. Bochum) daneben der Stellvertretende Gruppenführer Brigadeführer Jaster Seit einem Fahle stehrn die Wehrmannschaften, in *e mehrfahigen Männer durch die SA auf die einem Jahre stehen die Wohrmannschaften, denen die wegrfauigen, Manner durch die SAl. auf die Wehrdienstzeit vorbereitet werden. Der stellv. Fuhrer der SA.=Gruppe Westfalen, Brigadeführer Jaster, nahm am Sonntag Gelegenheit, den Stand der Ausbildung in den Wehrmannschaften des Sturmbannes I/17 zu überprüfen. In Begleitung von Brigadeführer Bauer und Obersturmbannfuhrer Leye, die beide vor kurzem noch als Offiziere an der Front standen, sowie Oberstleutnant Gude als Vertreter des Wehrbezirkskommandos Bochum besuchte er sechs Wehrmannschaften bei ihrer Ausbildung auf dem Schießstand und im Gelände Trotz der starken Inanspruchnahme aller Männer durch die Kriegswirtschaft konnten alle Einheitsführer ihre Mannschaften in erfreulicher Stärke zur Stelle melden. Mit besonderem Interesse verfolgten Brigadeführer Jaster und seine Begleitung das Verhalten der Männer im Gelände. Es war zu erkennen, daß die Männer, obwohl ein großer Teil von ihnen zum ersten Male sich mit den Fragen der GeWonendeis=Tanztunf! ländebeschreibung, des Entfernungsschätzens und ähnlicher Grundkenntnisse des modernen Soldaten zu befassen hatten, sich unter Führung ihrer Ausbilder sehr schnell zurecht fanden. Auf den Schießständen wurden die Männer mit der Waffe und ihrer Anwendung eingehend vertrautgemacht. An allen Stellen war aber auch zu erkennen, welche mühevolle Kleinarbeit von den Ausbildern zu leisten ist, damit die Wehrmänner bei ihrem Eintritt in die Wehrmacht über eine Grundlage verfügen, auf der erfolgversprechend weiter aufgebaut werden kann. Nach Abschluß der Besichtigung hielt Brigadeführer Jaster mit seiner Anerkennung nicht zurück und gab der Ueberzeugung Ausdruck, daß Obersturmbannführer Leye auch in den anderen Sturmbannen als Wehrinspekteur der gesamten Standarte 17 die Ausbildung der Wehrmannschaften in gleicher Weise vorantreiben werde. Sie fühlen sich wohler, wenn Ihr Biui rein ist, Ihre Nerven widerstandsfähiger sind und die Verdauung angeregt und gefördert wird.— Versuchen Sie das seit 10 Jahren bewährte Mineralsalz=Kräuterpulver Heidekraft. Sie führen damit Ihrem Körper 27 der bekanntesten Kräuter und Mineralsalze zu, die, genau aufeinander abgestimmt, sehr bald ihren wohltuenden Einfluß erkennen lassen. 40 Tage=Packung RM 1,80. Doppel=Packung RM 3,30. Erhältlich in Apotheken Hasseuna Orogerien und Reformhäus.(auch in Tabletten) Noidonl un Zu haben bei: Altmikus, Stadt-Drogerie. Bongardstraße 12 Drogerie Hlucklenbroich, Brückstraße 55 Drog. Stelzer. Brüderstr. u. Weitmar. Hattinger Str. 373 Drogerie Störing. Hellweg 1 Wörishofener Kräuter-Haus. R. Marnach. Kortumstr. 51 Sturz von der Leiter. Die 52jährige Ehefrau F. von der Hattinger Straße kam am Frettag früh beim Fensterputzen mit der Leiter im Hausflur zu Fall; sie erlitte hiervei einen doppelten Bruch des rechten Armes und mußte einem Krankenhaus zugeführt werden. neue Adreßbuch Das Prager Ballett hat auf dem Gebiete der seriösen Tanzkunst einen Namen. Die Bekanntschaft mit ihm am Sonnabendnachmittag im vollbesetzten Parkhaus gab einen umfassenden Einblick in die künstlerisch hochwertige Arbeit dieses Ensembles, das sein Können fast ausschließlich in den Dienst des im böhmisch=mährischen und slowakischen Raum beheimateten Volksund Trachtentanzes stellte und sich damit begeisterte Bewunderer sicherte. Leider mußte das Programm umständehalber etwas gekürzt werden. Aber auch so bereitete es erlesenen Genuß. Die Ballettmeisterin und Primaballerina des Nationaltheaters in Prag, Elisaveta Nikolska, die für die künstlerische Leitung und Choreographie verantwortlich zeichnet, ist mit dem Tänzer J. Berger die tragende Säule der Tanzgemeinschaft. Nikolskas schöpferische Gestaltungskraft machte die Tanzstudie„Armut" zu einem Erlebnis. Ihre Kunst wuchs in dem Heldengedicht„Janoschick“ über das Persönliche hinaus, in der sie das Liebesempfinden eines slowakischen Mädchens in eine bezaubernde tänzerische Gebärde legte. Die stellenweise an Akrobatik grenzenden Rahmentänze, bei denen das gesamte Ballett mitwirkte, mögen uns nicht geläufig sein, aber als tanzgewordene Aussage über das slowakische Volkstum waren sie höchst aufschlußreich. Die in Originaltrachten getanzte„Mährische Brautwerbung", eine Folge von Tänzen aus dem mährischen Raum nach alten Volksliedern, war ein herrliches Spiel der Linien und Bewegungen, das wie ein farbenprächtiges Gemälde anzusehen war. Ganz verhaltene Glut und Leidenschaft und überschäumende Lebenslust strömte das „Capriccio italiano“ von Tschaikowsky aus. Hier war das Vallett ganz in seinem Element. Man bedauerte nur, daß kein Orchester zur Stelle war. Es hätte dem In einer ansprechenden Ausstattung liegt das neue„Bochumer Adreßbuch 1940“ nunmehr vor. Das auskunftsbereite Anschriftenwerk enthält nicht nur alle auf Grund amtlicher Unterlagen festgestellten Adressen, es ist auch so übersichtlich gegliedert, daß man sich in ihm leicht zurechtfinden kann. Die seit langen Jahren bewährte Unterteilung in vier Hauptabschnitte ist auch in dieser Ausgave * F.. N.,.44, beibehalten worden. Im 1. Teil findet man die Anschriften Gastspiel des Prager Bauens der Partei, der Behörden und Vereine, im 2. die der Ein(wohner und Firmen in alphabetischer Folge: der 3. Teil bringt in gleicher Uebersicht das Straßenverzeichnis mit Angabe der Eigentümer, der Gewerbetreibenden und der Mieter, und endlich gibt der 4. Teil Auskunft über die Gewerbebetriebe, und zwar nach Branchen und Berufen ebenfalls alphabetisch geordnet. Auch diesmal hat bei Zustellung und Anordnung des umfangreichen AnRausch der Sinne auch den Rausch der Musik gegeben. Smetanas„Albumblätter" und„Pilsner Mädel", zwei Tanzbilder von bestrickendem Reiz, machten den fröhlichen Auftakt. Auch den Pianisten J. Knotkova und V. Petakova galt die aufrichtige Anerkennung der Besucher, die nach jeder Darbietung in nicht enden wollenden Beifallsstürmen ihrem Dank für die Gaben einer vollendeten Tanzkunst Ausdruck gaben. Josef Ruhmann sammensteuung, und Anbröslung bes Amungietu An schriftenmaterials größtmögliche Sorgfalt gewalter, so daß das neue Adreßbuch daher eine durchaus zuverlässige Auskunftei darstellt. Zum Preise von 20 RM. ist es durch „Märktscher, Adreßbuchverlag G. m. b..“, Bochum„Mühlenstraße 12, zu beziehen. Die Hähreriagung des Kreiniliegerd erranter Die Fahnennägel des Reichskriegerführers— Heldengedenken Munnerchrrr in=Siascstel Hauptkonzent„Schlägel und Eisen" im Schützenhof Will man in der Berichterstattung über dieses Haupt= haupt der Männerchorsatz in der motivischen Gestaltung konzert mit den positiven Faktoren der Veranstaltung und Führung fraglos das Beste und Vertretbare des mit den positiven, Faktoren dorig###staltu beginnen, muß man vorab von den chorischen Qualitäten sprechen, und das ist ja letzten Endes doch das Entscheidende. Man braucht den Mut, ein so gewaltigen Apparat erforderndes, nicht gerade leichtes Werk wie Nicodés„Meer“ in diesek Zeit aufzuführen, nicht einmal so hoch zu bewerten wie die Tatsache, daß in heutigen Tagen ein Männergesangverein noch in so stattlicher Zahl und mit einem solch prachtvollen Stimmaterial auf das Podium treten kann. Man muß die Schwierigkeiten kennen, mit denen die Vereine heute zu kämpfen haben, um zu ermessen, welch organisatorisches Talent, wieviel musikalische Begeisterung und sängerische Treue dazu gehört, einen Chor auch jetzt noch in derartig ausgezeichneter Verfassung zu halten. Bochum ist jedoch als rührige Stadt des Männerchorwesens bekannt, und was „Schlägel und Eisen“ gestern nachmittag an ausgezeichneter, sängerischer Leistung, in der technischen Sicherheit sowohl wie in der klanglichen Vollendung und stimmlichen Kultur zuwege brachte, verdient höchstes Lob. Es war eine Freude zu beobachten, wie sich der Chor siegreich und strahlend über dem großen Orchesterapparat behauptete und in der Chorode sowie der wirkungsvollen Fassung der alten Kämpferweise durch Othegraven sich einen verdienten starken Erfolg unter seinem bewährten und erfahrenen Dirigenten Rudolf Hoffmann erDie älteren Generationen in unseren Männergesangvereinen erinnern sich noch gut des berühmten Namens, den einst Nicodés Ode„Das Meer“ hatte. Wunschtraum einstmals vieler Chöre, dieses gewaltige Werk aufführen zu können. Die Zeiten haben sich geändert. Den Chören, auch den Männerchören, sind andere, neuzeitlichere und ersprießlichere Aufgaben geworden, und man bringt für diese ausführliche Evigonenmusik aus der Nachfolge Wagners nicht viel Verständnis mehr auf. Was Hoffmann dazu bewogen hat, die Komposition einer sanften Vergessenheit zu entreißen, ist auch wohl das Bestrehen gewesen, den Sängern eine farbenreiche, klangschwelgerische und wirksame, dazu auch sanglich dankbare Aufgabe zu stellen. Die ist fraglos vorhanden, wie überWerkes bedeutet. Der riesige Orchesterapparat, aus Wagners Instrumentalspraché übernommen, gibt den Stimmen effektvollen und steigernden Untergrund und kleidet die Chorsätze in ein reich klingendes Gewand. Den sehr anspruchsvollen Titel einer„Sinfonie"=Ode hat der Komponist freilich kaum gerechtfertigt. Ein sinfonischer Charakter ist nicht mit unnötig breiten, an thematischer Substanz und gedanklicher Erfindung nicht gerade originellen Tonbildern erfüllt, und in malerischen, zeitweilig billigen Effekten erschöpft sich nicht die Forderung, die man an ein sinfonisches Musikwerk stellen muß. Daß die Singstimme den Komponisten, immer wieder günstig inspiriert, erkennt man auch an der bei aller Abhängigkeit von Wagner schwungvollen Hymne für die Solostimme, und mit der strahlenden Chorfülle gibt Nicodé auch seinem Werk einen unbedingt wirkungsvollen und glänzenden Abschluß. Hoffmann hatte die Aufgabe mit dem Chor ausgezeichnet vorbereitet und erwies sich auch in der Wiedergabe als ein sicherer Deuter und beherrschter Lenker des großen Apparates. Zwischen den beiden Chorwerken war die Ouvertüre und Ballade aus dem„Fliegenden Holländer“ eingeschaltet. In ausdrucksvoll breitem Zeitmaß erschöpfte der Dirigent vor dem Städtischen Orchester die eindringlichen dramatischen Möglichkeiten der Ouvertüre mit überzeugendem Erfolg und zeichnete ein bewegtes Gemälde starker Farbigkeit. Die Ballade sang Else GerhartVoigt nicht nur auf die musikalische Steigerung hin angelegt, sondern auch mit einer glaubhaften und unmittelbaren Gefühlsintensität für das starke Mitleid einer liebenden Frauenseele. In der erwähnten Hymne des Chorwerks erfreute die Solistin durch die sorgsame Tonführung und edle Leuchtkraft der stimmlichen Mittel. In der„Holländer"=Ballade war der Solostimme der Frauenchor von„Schlägel und Eisen" tonschöner und dezenter Begleiter. So konnten alle Mitwirkenden, Hermann Schneck an der Orgel eingeschlossen, sich einer Leistung rühmen, die den herzlichen und anerkennenden Beifall des sehr stark besetzten Saales vollauf verdiente. Dr. Josef Schwermann. Der stellvertretende Kreiskriegerführer Hauptmann d. R. Schönert bei seiner Ansprache. Neben ihm Ehrenkriegerführer Major d. Res. a. D. Bering und Kriegerführer Hauptmann Pean Die Beiratsmitglieder der 115 Kameradschaften des Kreiskriegerverbandes Bochum traten am Sonntag in Stärke von 600 Mann zu einer Führertagung unter Leitung des stellvertretenden Kreiskriegerführers, Hauptmanns d. R. Dr. Schönert, im großen Parkhaussaal an. Eingeleitet wurde der Appell mit einem sinnvollen Gedenken der Gefallenen des Weltkrieges, der Bewegung und der Freikorpskämpfer. In seiner Ansprache erinnerte darauf der Kreiskriegerführer daran, daß am letzten Reichskriegertag in Kassel zum ersten Male der Führer selbst anwesend war. Den alten Soldaten habe der Führer dabei die Weisung gegeben, den Wehrwillen im deutschen Volke fanatisch zu stärken. Die 45 000 Kameradschaften des RS.=Reichskriegerbundes seien dieser Weisung mit dem Einsatz ihrer Kräfte im Felde wie in der Heimat gefolgt. Sie werden es so halten immerdar. Zur Erinnerung habe der Reichskriegerführer General Reinhard für die Fahnen jener Kameradschaften, die an dem Kasseler Reichstreffen teilgenommen haben, einen kunstvollen Fahnennagel gestiftet mit dem Bild des Führers und mit dem Hinweis auf den Stärkungsgedanken in der Heimat. Der Redner überreichte damit den Fahnenkommandos der einzelnen Kameradschaften den Fahnennagel. Weiter gedachte der Kreiskriegerführer des Heldentodes zweier Kameraden, Hermann Beck aus.=Linden und Hans Pforr aus Bochum. Der Kreiskriegerverband werde das Andenken dieser beiden Kameraden und der übrigen in diesem Kriege gefallenen Kameraden des Kreisverbandes in hohen Ehren halten. Ihr Heldentod verpflichte die lebenden Kameraden, sich mit ganzer Kraft einzusetzen im Dienste des Vaterlandes. Bei der Schneiisammiung für die Kriegerwaisenheime des NS.=Reichskriegerbundes habe sich der Kreiskriegerverband Bochum wieder in vorbildlicher Opferwilligkeit an die Spitze aller Kriegerverbände Westfalens gesetzt. Am 18. Januar 1941 sammelt der Reichskriegerbund mit der NSKOV. und dem Luftschutzbund wieder für das Winterhilfswerk, ebenso im Marz gemeinsam mit der Wehrmacht. Es folgte dann die Ehrung der bei den Kleinkaliberwettkämpfen des Reichskriegerbundes siegreich gewesenen Schutzenmannschaften des Kriegerverbandes Bochum. Als bester Einzelschütze habe sich Kamerad Köhler von der Lindener Krieger= und Landwebrkameradschaft mit 106 Ringen bewahrt. Er erhielt Diplom und Plakette sowie eine Ehrengabe des Kreisverbandes. Sodann wurde der Kreissieger, die Schützenmannschaft der Kameradschaft Hiltrop, bestehend aus den Kameraden Bönnemann, Ahrend, Hieronimus und Völkmann geehrt mit Diplom, Aermelabzeichen und einer Ehrengabe des Verbandes; weiter die an zweiter Stelle liegende Kameradschaft Linden der Krieger und Landwehr, die Schützenmannschaften der Kameradschaft ehemaliger 53er Bochum, der Kameradschaft Ostholz, der Gardekameradschaft Bochum und der Kriegerkamerad= schaft.=Hofstede. Drei Kameraden des Kreiskriegerverbandes Bochum konnte die höchste Auszeich nung im Schießen des Reichskriegerbundes, die Siegerplakette, überreicht werden: den Kameraden Thöne Linden), Kreisschießwart Klüting und dem 85jährigen Kameraden Hubbert von der Krieger= und Landwehrkameradschaft Linden. Dem=Kreisschießwart Klüting überreichte der Kreiskriegerführer als Wertung für seine Verdienste das ihm vom Reichskriegerführer verliehene Bildwerk„Kameraden". Ehrenführer des Kreiskriegerverbandes Major Bering sprach Dr. Schönert die Glückwunsche des Kreisverbandes zur Verleihung des Ehrenzeichens des Reichsfriegerbundes aus. Es folgten Berichte der Dezernenten Buhlmann, Pfeilsticker, Kaup und Klüting über die kommenden Aufgaben und den Stand des Kreiskriegerverbandes auf dem Gebiet des Unterstützungswesens, Propaganda= und Schießwesens. In den letzten Wochen konnten 15 Kameraden zu ihren goldenen Hochzeiten die Ehrengaben des Reichskriegerbundes überbracht werden. Als Wunschkonzertspende des Reichskriegerbundes sind wieder 500 Mark vom Kreiskriegerverband Bochum übergeben worden. Kameradschaftsführer Lehrer Ellerlmanzg, führte hierauf den von ihm gedrehten Großfilm: einer Kriegerkameradschaft des Kreisverbandes Bochum vor, der mit großem Beifall begrüßt wurde. Kreisfriegerführer Hauptmann Dr. Pean dankte den Kameradschaften für die geleistete Kriegsarbeit und die bewiesene enge Verbundenheit mit der Front. Der Führerappell wurde mit einem begeisterten Sieg=Heil auf den Führer und Obersten Befehlshaber geschlossen. As Verhinannischer=Gdlachtel i Hinterineten Eindrücke einer Flugreise— Vortrag in der geologischen Gesellschaft Im Rahmen der Winterveranstaltungen der Geologischen Gesellschaft für den rheinisch=westfälischen Industriebezirk, Ortsgruppe Bochum, sprach Herr Pros. Dr. poil. Dr.=Ing. H. Fritzsche(Aachen) über seine vor Kriegsausbruch durchgeführte bergmannische Gutachtertätigkeit in Hinterindien. Dem Vortragenden lag die Aufgabe ob, Zinnerzlagerstätten in Siam, heute Thailand genannt, und in den malaiischen Staaten zu untersuchen. Zwecks möglichst schneller Erreichung seines Zieles benutzte der Redner die niederländische Fluglinie, die ihn in sechs Tagen nach Bangkok brachte. Diese schnelle Zurücklegung einer Strecke, die fast ein Drittel des Erdumfanges ausmacht, bietet dem Reisenden Bilder von unvergeßlicher Eindrucksstärke. Die erste Etappe von Amsterdam über Frankfurt a. M. bis Neapel führt über reich besiedeltes europäisches Kulturland, worauf bis Alexandrien eine hauptsächlich über See führende Strecke folgt. Daran schließen sich in schroffem Gegensatz zu dem bisher Geschauten weite einsame Wüstenstrecken an, bis über Bagdad und Basra Delhi erreicht wird. Von hier aus führt der Flug teils über Kulturgebiete, teils aber auch über unberührten Urwald und Dschungel bis Bangkok, dem Ziel der Reise. Eines der wichtigsten Landesprodukte Thailands ist das Zinn. Es tritt in Form der sog.„Seifenlagerstatten“ auf, d. h. der Zinnstein ist in zusammengeschwemmten jungen Sandablagerungen angereichert, die von erzhaltigen Granitgebirgszügen abgetragen und in weiten Talflächen und Geländewannen zusammengespült worden sind. Ein Gehalt von 500 Gramm Zinnstein auf =Tonnen=Gestein gilt schon als abbauwürdig. In außerst lebendiger Weise schilderte der Redner die Untersuchung einer solchen Zinnerzlagerstätte nach menge und Güte mitten im unberührten Dschungel. Es galt, mit einer größeren Anzahl von eingeborenen und chinesischen Arbeitern erst ein entsprechendes Lager aufzuschlagen und Pfade durch den Urwald zu bahnen, ehe mit der eigentlichen Untersuchung begonnen werden konnte. Die Hauptarbeit galt dem planmäßigen Abbohren des Geländes, das vermittelst von Hand zu bedienender einfacher, aber zweckmäßiger Bohrvorrichtungen geschah. Der einwandfreien Probeentnahme und Verarbeitung mußte besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, um sichere und unverfälschte Ergebnisse zu erzielen. Der Abbau einer als bauwürdig befundenen Lagerstätte geschieht durch Verwendung von Druckwasserstrahlen und der Aufbereitung in einem sog.„Gerinne“, während größere neuzeitlichere Anlagen mit mächtigen Schwimmbaggern arbeiten. Neben dem Zinn sind Reis und Teakholz die Hauptlandeserzeugnisse Thanands, das bei einem Flachenraum etwa von der Größe Deutschlands nur rund 10 Millionen Einwohner zählt. 96 Jahre Heute, am 18. November, vollendet der Schneidermeister Johann Schulz bei körperlicher und geistiger Gesundheit sein 96. Lebensjahr. Er verbringt seinen Lebensabend bei seiner Tochter A. Jorewitz, Bochum, Schulstraße 17. Vier Kinder, 20 Entel und 15 Urenkel bringen ihm an seinem Ehrentage die herzlichsten Glückwünsche dar. Der Schmiedemeister i. R. Gustav Thiel, Hofsteder Straße 21 a, seiert heute. Montag, seinen 76. Geburtstag. Wie vor 30 Jahren, liest er auch heute noch den„BA“. Aus der Das große Kleinkaliber=Wettkampfschleßen in den Kameradschaften des RS.=Reichstriegerbungieg Zescgs#gg Reichsentscheid beendigt worden. ging aus diesen Kämpfen, an denen 41000 Kameradschaften beteiligt waren, die Mannschaft kameradschaft der Eisenbahnpioniere und Verkehrstruppen amburg im Gau Nordwest hervor, uno zwar mit 470 Ringen bei 480 möglichen: Sie erwarh Titel Meistermannsch#1940 des Aus den=Eldonleten 2 Reichskriegerbundes. An zweiter Steue beim im Kreise ibref. Ingebizurz zu: Ziter greis Hanabrs“ Pasch entscheid lag die westfälische Gausiegermannschaft im 18. November 1860 wurde sie in vi#ter, Kreis Osnabrück, gevoren. Seit 1898 ist sie in Gerthe wohnhaft. Ihren Lebensabend verbringt sie bei ihrem Sohne Georg. Körverlich und geistig ist sie noch sehr frisch, so daß sie auch miit zugreift Kinder Enfel und Ur——— eicsentselg ut Wen„ameradschaft Abaus=Am: 18. eimatgan, West, Die Prtegggantera, gieft die Mannschaft feln mit 448 Ringen. Damit erhiett viese Mannschaft einen Wanderehrenpreis des NS.=Reichskriegerbundes und einen Reinhard=Trostpreis. Es folgen dann die Siegermannschaften aus zwölf Gauen mit Diese Bestleistungen werden aber goch übertxizepft,##### de die Glanzleistung des Kameraden Klauck(Eisenbahnpisniere Hamburg) der als Meisterschütze 120 Ringe erzielte von 120 erreichbaren Ringen. Die Siegermanzzschaft,## Kreiskriegerverbandes Bochum, die der Kriezzzg#g au schaft Bochum=Hiltrop, hat es beim Gausgng### 422 Ringe gebracht. Auch eine Leistung, die der mannschaft ger und eine Ehrung des SA.=Kameraden Wilhelm Stadtteil Gerthe kermann aus Linden, dem anläßlich seines 68. GeHeute, Montag. seier Frau Witwe Karoline Schäfer burtstages für seine Diensttreue im Kreise ihrer Angehörigen ihren 80. Geburtstag. Am Germeroth vom alle Ehre macht. im Haushalt noch mir zugre##t, ninder, Enkel und Urenkel bringen der Hochbetagten die herzlichsten Glückwünsche dar. Stadtteil Linden=Dahlhausen Stalleinbruch. Aus einem Stall in Bochum=Dahlhausen, Sudholzweg, wurden mittels Einbruchs drei graue Hähnchen und eine weiße Ente durch einen unbekannten Täter gestohlen.— Diebstahl in der Flußbadeanstalt. In der letzten Zeit den in der städtischen Flußbadeanstalt in Bochum=Linden= 915 durch den Sturm Germeroth, vom Sturm 36/17 der S.;#ex#ergpalige reicht wurde. Seit dem Jahre 1929 steht Spiekermann als getreuer Kämpfer, des nßregz,n##### Reihen der SA. Der Vortrag über England loste stalt sten Widerstandswillen aus. Der Obersturmbannführer mahnte seine SA.=Männer, nie zu erlahmen, sondern immer marschbereit zu bleiben, denn es gälte noch große Aufgaben zu meistern. Aus dem Nachbargeriel Stadt Wattenscheid Bei gutem Bewurden in der Traditionsecke ven von Bochum, Wattenscheid und Wanne=Eickel abgehalten. Oberst Pleger, der Führer des Tradizionsperhan; des ehemaliger Nachrichtentruppen im RS.=Rergz,##r, bund, wird in nächster Zeit einen Vortrag über den der Nachrichtentruppen in diesem Kxlegg Meie halten. Kamerad Schriftwart Duver(Wanne=Eickel) berichtete in einem spannenden Vortrage über den Einsatz der Nachrichtenwaffe in den Kämpfen zur Eroberung des Forts Douaumont. Kreispropagandaobmann Kaup vom Kreiskriegerverband Bochum gab einen eingehenden Tätigkeitsbericht des Kreiskriegerverbandes Bochum aus dem ersten Kriegsjahr. Eine Sammlung für die Liebesgabentätigkeit der Kameradschaft für die im Felde stehenden Kameraden hatte wieder ein stattliches Ergebnis. gesiodlen: Bod Garderobenummern aus Messing, 4 Sonnen= denen Hochzelt. Wilbelm Kernet und ine Szeggig Sechche elsce hehelichlesece aec eie en. derobehaken in noch nicht festgestellten Mengen. Sachdienliche Mitteilungen, die zur Ermittlung der Täter führen können, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum=Linden. Stadtteil Stiepel Hochbetagt. Am Sonnabend wurde Frau Witwe Vogelsang 77 Jahre alt. Die hochbetagte Volksgenossin wohnt Stiepel, Bockhauser Straße Goldene Hochhelt. 2Jgge heserten Haß=schhone Fesi der aus erssek um sel9e Eehegattin Frau Maria geb. Kämper stammen aus Werther in Westsaten, wo sie 1862 geboren wurden. Neben den Kindern kamen viele Gratulanten, um dem beliebten Jubelpaar ihre Glückwünsche Persönliches. Der Steiger t. R. Heinrich Esser, Hindenburgstraße 226, wird heute 70 Jahre alt. Sieben Kinder und zehn Enkelkinder werden dem über vierzig Jahre im Bergbau tätig gewesenen, allseits beliebten Altersjubilar Glück= und Segenswünsche darbringen.— Das gleiche Wiegenfest kann heute der in der Füsilierstraße 16a in WanneSüd wohnhafte Stellwerksmeister i. R. Heinrich Ho,f gen NS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk Dienstag, 19. November Ortsgruppe Altstadt. 17.30 bis 18 Uhr: Sprechstunde der Kassenwalterin im Heim, Malteserstraße 21.— Griesenbruch. 17 Uhr: Sprechstunde der Ortsfrauenschaftsleiterin. 18 Uhr: Zusammenkunft der Zellenfrauenschaftsleiterinnen. Beides im Heim, Metzstraße.— Hofsiede=Riemke. 14.30 bis 17 Uhr: Handarbeit„Neues aus Altem“. 15 Uhr: Sprechstunde der Ortsfrauenschaftsleiterin und der Abteilungs= letterin V. und H. Beides im Josef=Wagner=Heim, Poststraße.— Kornharpen. 15 Uhr: Backursus. Hamme. 15 Uhr: Jugendgruppe(Singen) in der Geschäftsstelle. Erscheinen ist Pflicht. 16 Uhr: Nähstunde, Sprechstunde der Ortsfrauenschaftsleiterin und Kassenstunde m der Geschäftsstelle, Dorstener Straße 157.— Erbhof. 19.30 Uhr: Basteln der Jugendgruppe in der Mütterschule, Freiligrathstr..— Grumme. 16 Uhr: In der Kaiseraue eine Löns=Feierstunde. Erscheinen ist Pflicht.— Hiltrop=Bergen. 16 Uhr: Heimnachmittag bei Punge.— Gerthe. 15 Uhr: Sprechstunde fällt aus. 16 Uhr: Mütterschulungskursus„Kochen“ in der Schule an der Gerther Straße.— Werne. 15 bis 18 Uhr: Mütterschulungskursus„Neuzeitliche Ernährung“ in der Werksfürsorge der Zeche„Robert Müser".— Ehrenfeld. 15 bis 17 Uhr: Zusammenkunft aller Kinder vom 4. bis 10. Lebensjahr in der Bismarckschule, Königsallee. 15.30 Uhr: Gemeinschaftsnachmittag mit feierlicher Verleihung der Nadeln. Es spricht die Kreisfrauenschaftsleiterin Pan. Goebbels.— Wiemelhausen. 15 bis 17 Uhr: Kindergruppe in der Schule Borgholzstraße.— Dahlhausen. 16 bis 17 Uhr: Sprechstunde der Frauenschaftsleiterin in der Parteigeschäftsstelle.— Felsenburg. 16 Uhr: Gemeinschaftsnachmittag in der Verwaltungsakademie. Es spricht Frau Garskt(Linden). 16 Uhr: Gemeinschaftsnachmittag im Frauenschaftsheim. 19 Uhr: Kursus für Säuglingspflege. Sportamt„Kraft durch Freude“ Montag, 18. November Fröhliche Gymnastik und Spiele von 19.30 bis 20.30 Zindergymnastik für 5e bis 10jährige von 15 bis 16 Uhr: Fröhliche Gymnasik und Spiele von 19.30 bis 20.30 Uhr: früher Turnhalle Bleichstraße, jetzt Turnhalle Hildegardislyzeum, Augustastraße(Rathaus). Dienstag, 19. November Fröhliche Gymnastik und Spiele für Frauen von 15.45 bis 17 Uhr: Harmonlelt- gFauen von 19 20 bis en ilSpezialgymnastik für Frauen von 19.30 bis 20.30 Uyk: Harmoniestraße 2. Roman von Hans „„ Gnüber-- Ganot Er ging in sein Schlafzimmer„aber,— langsam, schweren Schrittes, und zum ersten Male fühlte er, er ein alter Mann war, müde genug, um zu schlafen; müde genug, um zu sterben. * In ihrem Zimmer wartete Lorenza. Auch Roger St. Martin bewohnte ein Appartement, Wohnzimmer, zwei Schlafzimmer, die durch einen Gang und ein in der Mitte liegendes Badezimmer getrennt Lorenza war von einer wunderbaren Ruhe erfüllt. Nur, wenn sie an Olaf dachte, spürte sie den Schmerz wie einen heftigen Stich. Es würden schwere Tage für ihn werden, nun, da sie von ihm gehen mußte, einen Weg, den sie selbst nicht kannte, zu einem Ziel, das für sie in Dunkel und Nebel lag. 5 nur ein Mittel, Ich habe zuerst geglaubt, es gave nur, Ja6 babe um einen Menschen zu vernichten— den Too. Ich habe geglaubt, es gäbe auch kein anderes, um die brennende Schmach auszulöschen, sie auszutilgen aus meinem Blick, aus meinem Bewußtsein, aus meiner nun kam diese Nacht, und zwischen diesem tapferen Deutschen, zwischen ihm und dem Araber mit dem von edler Leidenschaft beseelten Antlitz und Clifford Lean, ihrem großen Feind, stand er. Und so sehr sie sich bekämpften, so scharf die Waffen waren, die sie kreuzten, so erbarmungslos ihr Schlag, so tief ihre Wunde sie kämpften wie Männer, wie Soldaten. Sie führten die Schläge, sie trugen den Hieb. Nur er stand zwischen ihnen, schlotternd vor Angst, und so unverrückbar die Gegensätze, so unversöhnlich die Feindschaft, in einem waren sie sich einig: daß dieser Mann, daß Roger Martin rein Gegner war, den man bekämpfte, Coppright by Carl Duncher Verlag. Berlin W 35 Erasmus Fischer diesem Das ghrzete), her, Heripsehr-„iauel und Jose— einem St. Martin kein Gegner war, den mar sondern einer, den man wegwischte, dem man das Lebenslicht ausblies, wenn man wollte. Und so stand ich dabei, als sie ihn töteten— grausamer als ich es mit der Kugel vermocht hätte. Roger St. Martin ist nichts und niemand mehr. Ihn mag irgendein Zufall wieder hochspülen, aber dann, heute oder morgen, wird wieder eine Sturzwelle kommen und ertränken, ersticken, wegschwemmen. Er will mit mir abrechnen— als ob ich vor ihm Angst hätte! Aber ich selbst will ihn noch einmal treffen, ihm entgegenschleudern, was ich in diesen Jahren an Haß, Zorn, Abscheu und Verachtung unterdrückt habe. Ich will diesen Triumph. Ich will auch nicht, daß er, nicht einmal er glauben könnte, ich ware geflohen— vor ihm, dem feigsten der Feiglinge. Sonst wäre ich schon fort, säße auf einem der Bahnhöfe von Budapest, eine Fahrkarte nach irgendwo in der Hand. Ich habe solche Sehnsucht nach Hause, nach Barcelona. Dort ist nun Friede. Die Erde blutet nicht mehr unter den Einschlägen der Granaten, der Himmel zittert, nicht mehr unter dem Donner der Flieger. Die Menschen lachen wieder. Die Häuser wachsen neu empor. Der Bauer, geht hinter seinem Pflug. Der Verkehr flutet durch die Straßen. Alles ist neu— Geschenk des Lebens, Geschenk des Friedens, Geschenk des Glückes Ich habe solches Heimweh, und ich kann doch nicht zurück. Manche werden sagen, ich wäre dumm, denn ich hätte ein Opfer gebracht. Andere, ich wäre dumm, daß ich mich schäme. Ich muß irgendwo und irgendwie ein neues Leben begen lange Briese schreiben, an Migler und Hose wie sie sich freuen werden! Und ich muß Abschied nehmen von Olaf— das ist das schwerste, aber ein neues Leben darf man nicht mit einer Last beginnen, sondern muß ihm frei und bereit gegenübersziehen. Er wird mich vergessen, er ist so jung, vielgenezig pers seine Jahre— ich werde nie die Nacht in Brzgg##rgessen— drüben fliegt die Tür zu: das ist Rog##### Martin. Ich möchte wissen, ob er nun bettein oder toben wird, mein Herz schlägt nicht einen Schlag in der Minute mehr, nun, da ich ihn kommen höre. Roger St. Martin stand in Lorenzas Zimmer. Er mußte von neuem getrunken haben. Obgleich er nicht torkelte, sondern fest auf den Beinen stand, sah man es in seinem verwüsteten Gesicht. Wenn möglich, bot er jetzt einen noch scheußlicheren Anblia ars zuvor — der Mund stand halb offen, als ringe er nach Luft, die Augen sahen trübe und krank aus, die Haare hingen ihm in die Stirn. In seiner rechten Hand hielt er eine Kognakflasche. in seiner Linken ein Glas. Er stand ein paar Sekunden stumm und haßerfüllt vor Lorenza. Sicher hätte sich fast jede Frau vor diesem Wrack, diesem zerstörten Menschen gefürchtet: Lorenza nicht. Kaum eine Frau aber hätte gewagt, diesen Wenschen, der sich in einem Rausch des Zorns und des Allohols befand, zu reizen, Lorenza tat es: Ihr Haß und ihre Verachtung waren ohne Furcht. Sie segnete diese Stunde. Du siebst verführerisch aus, du Guter! Ich bewundere deine männliche Haltung. Du siehst, ich habe mein Versprechen gehalten und auf dich gewartet. Ich wollte mir doch diesen Anblick zum Abschied noch einmal gönnen, diesen Anblick eines geschlagenen und gedemütigten ocannes. Ja. mein Guter, heute gebietest du nicht mehr über Leben und Tod von Tausenden von Menschen, heute gehört dir nicht einmal mehr ein Leben, meines— oder doch eines: deines! Und das ist nichts wert, gar nichts!:.. ex 19ch unkamealin Roger St. Martin stand immer noch unbeweglich, leicht vornübergebeugt, wie zu einem Sprung bereit. Lorenza stand unter einem hohen Spiegel, der sich über einem Kamin befand. Sie lehnte sich mit dem einen Arm auf dem Sims des Kamins, lässig, leicht, spielerisch. Sie zeigte ihm keine Gemütsbewegung, nicht einmal den Zorn, den Haß— nur den eiskalten, erbarmungslosen Triumph..56, 78 haß 125 dich „So, wie du jetzt vor mir steynt, so habe ich dich immer gesehen— ein fettes, böses, gefährliches Tier. Aber gefährlich bist du wohl nicht mehr, nur noch fett und böse. Du solltest dich dem Trunk ergeben, das paßt zu dir, die feige, gehetzte Klucht in die Betäubung. Hier ist dein Schmuck! Ich habe ihn schon zusammengesucht. Es würde mich reizen, ihn dir vor die Füße zu werfen, aber mir ist diese Geste zu anstrengend und zu dramatisch. Ich laß ihn dir hier liegen!" Roger St. Martin zuckte zusammen unter jedem Wort, unter jedem Satz... G561gem geite Jetzt erst sprach er, mit einer bruchigen, heiseren „Du gehst nicht aus diesem Zimmer, jetzt nicht mehr! Du, die ich gekauft habe— hättest ja stolz sein können wie du immer vorgibst, es zu sein— hättest ja krevieren können mit deinen Herren Brudern— aber dazu war du zu feige—. Leben wolltest du— gut leben sogar üppig, verschwenderisch— als eine in Gold gefaßte Märtyrerin— jetzt bleibst du— oder—!“ „Was— oder? Du glaubst nicht, was Drohungen aus deinem Munde, aus einem so schönen und tapferen Munde, auf mich für einen Eindruck machen! Du solltest einmal in diesen Spiegel sehen, um zu wissen, „Roger Martin schleuderte ganz plötzlich und mit einer ungeheuren Gewalt die fast volle Flasche auf den Spiegel zu— das Glas zersprang, klirrte, ein breiter Riß klaffte in dem Spiegel und die Splitter tanzten Fünf Zentimeter über Lorenzas Kopf war die Flaeie sland in der gleichen Haltung— so wunderbar ihre Ruhe war, so unmenschlich schien sie. Und diese Ruhe, die Roger St. Martin in dieser Nacht schon einmal bis zum Wahnsinn bei Clifford Lean gereizt, verwirrte seinen getrübten Verstand noch mehr— er nahm einen viereckigen Aschenbecher vom Tisch und tat einen, zwei Schritte— hob den Arm. krallte die Hand fest zum Griff..„ Roger St. Martin bemerkte nicht die schnellen, ruhigen, sicheren Bewegungen von Lorenzas rechter Hand, die auf dem Kaminsims lag. Er schrie auf, als er den Browning sah, er schleuderte den Aschenbecher vorwärts — da veitschte der erste Schuß durch das Zimmer der zweite— der Aschenbecher traf Lorenzas linke Schulter, streifte sie, der dritte Schuß, der vierte—. Er fiel zusammen— es war, als würden ihm die Füße unter dem Boden weggerissen— als erstickte sein Schrei—. 4 winsims Lorenza legte den Revolver auf den Kaminsms. Sie merkte nicht, daß sie heftig blutete. Ihre Augen waren groß und starr. Sie hörte, wie das Hotel alarmiert wurde. Sie sah nicht auf Roger St. Martin, sie ging zur Tür und schloß auf. Eine entsetzte Stimme schrie: „Um Gottes willen— was ist geschehen?..., „Ich habe diesen Mann in Notwehr niedergeschossen!" sagte Lorenza Aguirre, und ihre eigene Stimme klang ihr fern und fremd... Ruhelos wie ein Gefangener, lief Olaf Hennings in seinem Zimmer auf und ab. Jede Minute fast sah er auf seine Armbanduhr— Lorenza war immer noch nicht wiedergekommen. Es war drei Uhr vorbei, um ein Uhr hatte sie ihn verlassen. Sie war so merkwürdig ruhig und so wunderbar entschlossen gewesen, als sie ihn verließ, und immer wieder überfiel ihn als dumpfer Schreck und dunkle Ahnung der Gedanke, daß alles, ihre Zärtlichkeit, ihre Güte, ja selbst ihre Ruhe Abschied gewesen waren. Was er sich in diesen Tagen so oft gefragt, fragte er sich auch jetzt: liebte sie ihn so, daß er ihr Leben beherrschte oder waren die Schatten ihres eigenen Lebens stärker als ihre Liebe? Und so sehr er auch die andere Frage haßte, zwang sie sich ihm immer wieder auf: Warum hatte sie es überhaupt so lange ausgehalten? Warum hatte sie nicht früher Schluß gemacht, warum die Qual so lange ertragen? Waren das Gründe, die sie ihm genannt?„Daß sie zuerst, monatelang sich in einem Zustand volliger Passivität befunden, daß sie wie eine Nachtwandlerin durch ihr Leben gegangen und alles Leid nur wie eine Prüfung getragen hatte, um aus ihm die Kraft zu schöpfen, sich endlich desto gewaltsamer zu befreien? War es möglich, daß eine Frau dann zwei Jahre fast von einem so däimonischen Haß und einer so dämonischen Rachsucht erfüllt war und blieb, daß sie Tag und Nacht nichts anderes dachte, als nur das eine: die Stunde zu erleben, da sie den Mann vernichten konnte, der sie vernichtet? Gab es das überhaupt? Und gab es das bei einer Frau? Olaf stand auf einem anderen Ufer am Strom des Lebens. Sein Dasein war still und friedlich gewesen, erfullt von bescheidenem Glück, durchsonnt von einer sanften Heiterkeit, überglänzt von dem milden Schein harmloser Freuden. Und in diesem Leben hatte er sich wohl gefühlt. Er hatte nie mit Neid auf das andere Ufer gesehen, denn er hatte auf seinem alles gefunden, was ihm das Leben lebenswert machte. Und da war diese seltsame und unvergeßliche, diese berauschende, narkotische Nacht von Venedig gekommen und der große Strom mit seinen Schnellen und Strudeln hatte ihn gepackt und in einer weißen brodelnden Gischtwelle hinübergespült auf die andere Seite, das andere, fremde Ufer. Zuerst hatte er dort wie geblendet gestanden und alles, was auf ihn eingestürmt, die Unruhe und Maßlosigkeit des Glücks und des Unglücks mit einem Schauer der Seligkeit empfunden. Er hatte nicht mehr zurückgesehen. Nun aber kamen schon wieder die Stunden, da es ihn lockte und quälte, sich wieder umzudrehen, es kamen Augenblicke, da er vor Lorenza erschrak— vor der Gewalt, mit der sie lebte, vor der Dömonie, mit der sie haßte, vor der Souveränität, mit der sie ihr Dasein lenkte. Das alles war über ihn gekommen und hatte ihn verwirrt, unsicher, unzufrieden und ruhelos gemacht. Heute schon, in dieser Nacht, erschrak er fast vor dem Gedanken, der ihm gestern, vielleicht vor Stunden sogar eine Verheißung gewesen, vor dem Gedanken, sich von allem zu lösen und mit Lorenza irgendwohin zu gehen, ganz gleich wohin, ganz gleich wozu, ganz gleich womit. Olaf war weder ein Spießer noch ein mutloser Mann: er war nur fester verwurzelt in seinem Lebenskreis als er selbst geglaubt. Lorenza war ihm begegnet— wie ein Traum. Wie ein schöner, ein herrlicher Traum. Er war losgelöst von allem— von der Erde, von sich. Doch nun empfand er plötzlich Furcht. Ihn überfiel die Sehnsucht, wieder aufzuwachen, und er erschrak davor und wünschte sich dennoch, daß wieder eine große, weiße Woge kommen und ihn hinübertragen möge an das andere Ufer. Es riß ihn hin und her— die Menschen denken so oft, es gäbe nur immer eine klare Entscheidung, ein entweder— oder. Sie glauben, daß nur der ein rechter Mann wäre, der in ewig=eiserner Entschlossenheit das eine oder das andere wolle. Sie, diese Primitiven und deshalb vielleicht Glücklicheren, wissen nichts von dem entfesselten. wilden Kampf der Gefühle und Gedanken miteinander und gegeneinander, wissen nichts von der Rebellion des Verstandes gegen das Gefühl und wissen auch nicht, daß es kein erschütternderes Siegesgefühl gibt, als das nach einem stummen, verzweifelten Kampf. Olas liebte Lorenza— er war davon überzeugt. Ebenso überzeugt war er in dieser entscheidenden Stunde davon, daß diese Liebe kein Glück für ihn sein würde, diese Liebe ewigen Aufruhrs, ewiger Unruhe. Bis jetzt hatte er sich gescheut, das einfachste und nächstliegende zu denken; ich bin verheiratet, ich habe zwei Kinder, ich habe Pflichten und habe Verantwortung. Er war trunken durch die Tage und Nächke gegangen. Er hatte wohl gespürt, wie stark und intensiv es sein ungarischer Direktor Istvan Gödör gedacht— aber auch er, dieser sicher kluge und zudem gütige und helfenwollende Mann, hatte es erst als letztes Argument aufgeführt. Und nun wußte Olaf. warum.. Weil man einem Berauschten niemals sagen soll, daß er berauscht ist. Vielleicht gibt es Männer, die stark und unbeirrt und gefeit durch das Leben gehen, vielleicht gibt es Männer, die in jeder Stunde und vor jeder Versuchung, auch der schönsten und der verlockendsten sich an ihre Brust schlagen und sagen: Nein, das darf nicht sein! Das erlaubt meine Pflicht nicht, das verbietet mir mein Verantwortungs. gefühl. Vielleicht... Olaf griff in die Tasche seines blauen Anzugs um sich eine neue Zigarette anzuzünden. Seine Hand fühlte etwas Knisterndes, Weiches... den Brief seiner Frau den er immer noch nicht geöffnet und den er nun seit Tagen mit sich herumtrug.(644, 6c5 125. Er zündete sich die Zigarette an, setzte sich, naym den Brief und riß ihn auf. Fortsetzung folgt.) Ein bewährtes Mittel gegen Rheuma und Gicht. Viele Menschen glauben, daß sie für ihre Rheumatismus= und Gicht=Leiden keine gründliche und dauernde Hilfe finden. Das ist aber ein Irrtum. Kein Rheumaleidender, kein Gichtkranker braucht sich heute mehr mit seinen Schmerzen mutlos abzufinden. Es gibt ein Mittel, das schon vielen Tausenden geholfen hat. Immer wieder wird berichtet, daß bei der Behandlung„von Rheumatismus, Gich und Ischias mit Gichtosint sehr gute Erfolge erzielt wurden, und das nicht nur bei akuten Beschwerden, sondern gerade auch bei langjährigen, Eo schreibt beispielsweise Herr Franz Mika, Werkmeister.,., Friedenshütte OfS, Hermann=Göring=Straße 58, am 18. August 1940: Teile Ihnen ergebenst mit, daß Ihrezichtoitzrzgb ezigg, en Dienste geleistet haben. Die Geschwu#### am uinten, pup#eten; habe ich verloren, sowie die Schmerzen und kann auch wieder gut laufen. Ich kann dem Rheumatiker Ihre Gichtosint=Tabletten aufs Beste empsehlen, was ich auch schon getan habe..rischaftigehofran. WemFerner schreibt Frau Rosina Frei, Lanv#########anz#egestau, Memprechtshofen, Kr. Kehl Baden, Hauptstr. 19, am 24. Juli 1940:„Ich war längere Zeit von Rheumatismusbeschwerden befallen und war nicht mehr in der Lage, selbständige Arbeiten auszuführen. Ich bestätigen, daß ich nach 4 Packungen Gichtosint ausgeheilt bin.“ Gichtosin enthält Mineralsalze, wie sie auch in den bekannten Heilquellen zu finden sind in besonders wirksamer Konzentration und erprobter Dosierung. Hierauf beruht hauptsächlich die vorzügliche Wirkung, welche Gichtosint seit 80 Jahren immer aufs Neue bestätigt hat. Hinzu kommt, daß die Behandlung mit Gichtosint keine Berufsstörung oder sonstige Umstände erforderlich macht und daß es absolut unschädlich und preiswert ist. Sie können kostenlos und portofrei eine Prob: Gichtosint mit weiteren Aufklärungen und genauer Gebrauchsanweisung erhalten, wenn Sie Ihre Adresse senden an: Max Dult, Abt. Gichtosint, Berlin Nr. 444, Friedrichstraße 19. Gichtosint ist in allen Apotheken zu haben. „Bochumer Anzeiger“— BAUEIEE Montag, den 18. November 1940 P Wrssischloreg anor BalmSmarN :0 in Hamburg= 50000 Zuschauer Hamburgs weitverzweigte Beziehungen zu den nordischen Staaten fanden mit dem am Sonntag auf dem Sportplatz der alten Victoria ausgetragenen zehnten Länderkampf gegen Dänemark eine neue Vertiefung. Wochenlang vorher waren die Karten zu diesem Treffen ausverkauft; auch die Plätze der 6000 Personen fassenden Hilfstribüne waren im Handumdrehen vergriffen. Hamburg ging mit riesiger Anteilnahme an diesen 179. Fußball=Länderkampf Deutschlands heran, alle wollten auch ihren heimischen Mittelläufer Rohde zum erstenmal in der Nationaltracht sehen. 50000 und mehr Karten wären sicherlich verkauft worden— doch schließlich war eben irgendwo die Grenze.... Vom Start weg zog die deutsche Mannschaft wie eine eingespielte Vereinself los. Der dänische Anstoß wurde sofort abgefangen und schon im ersten Augenblick schoß Kupfer den ersten deutschen Ball über das dänische Tor. Der Schweinfurter glänzte auch in der Folge mit ausgezeichneten Einzelleistungen. Ein raffinierter Lehner=Schuß, der eben zur Ecke gelenkt schickten sich schon an, das Spielfeld zu verlassen; denn die Einheimischen standen ja als die sicheren Sieger fest. Aber die Dortmunder kämpften mit verbissenem Trotz weiter. und was keiner und am wenigsten sie selbst erwartet hatten, traf ein. Engelsburgs rechter Verieidiger wollte mit einem wuchtigen Schuß das Leder aus dem Strafraum ins Mittelfeld befördern. Der Ball prallte an dem linken Verteidiger ab und nahm mit einer Drehung Rev, Das Entsebzen der an Drehung, den Weg ins Nev. Das Entsetzen der Engelsburger, die mit dem lepien zu halten. Reichsbahns Linksaußen, kan, imner, wieder, Einsatz gegen einen spielstarten Gegner„gekämprt batten, fährlich vor und hat auch den großten Anteil am weiteren kann man sich denken. Das war Fußballpech, wie es sich Torsegen. Nach der Pause wurde das Spiel noch härter. ler des Feldes verwiesen wurden, dann spricht das schon für den über normale Grenzen hinaus gesteigerten Kampfeinsatz. Die Wanner waren durch den Einsatz der Urlauber Schwarz und Sander wesentlich verstärkt. Da der Sturm zudem mit dem Torschuß nicht zauderte, mußte der Erfolg fällig sein. Gleich im Ansang schoß der Halblinke Ratalczak das erste Tor. Der Unparteilsche hatte schon im Ansang große Mühe, den Kampf im zulässigen Rahmen eichsbahns Linksaußen kam immer wieder geweiieren Helga Grauthoff geschlagen Beim Treffen der Spitzenklasse der Schwimmer am Sonnabend in Leipzig wurde die Bochumer Rekordhalterin Helga Grauthoff im 200=Meter=Brustschwimmen von Anni Kapell(.=Gladbach) in 2,59,6 geschlagen. Helga Grauthoff benötigte 3,01,0. Auch am zweiten Tag triumphierte Anni Kapell über„Helga“(2,59.2) um eine zehntel Sekunde. in dieser Form nur selten wiederholen dürfte. Das Pech der Engelsburger war überhaupt die Signatur der ganzen 90 Minuten. Sie hätten schon in der ersten Halbzeit, nachdem die Gäste nach zehn Minuten durch zu frühes Herauslausen des Engelsburger Torwarts zu einem billigen Ersolg gekommen waren und so die Führung an sich gerissen zwei Elsmeterbälle ausgelasse hatien, nach dem erzielten Ausgleich einen Vorsprung von Kanipf verdient gewonnen. mindestens zwei Toren herausholen können. Aber die wohlgemeintesten Schüsse verfehlten ihr Ziel. Nach dem Wiederanpfiff gaben die Einheimischen im Feldspiel den Ton an. Der Rechtsaußen schoß einen Flankenball unhaltbar ein. Immer wieder waren die Engelsburger im Angriff. Sie wollten den hart erkämpften Sieg an ihre Fahnen heften. Aver es ist anders gekommen. Nicht weniger als drei Castroper Spieler mußten den Platz verlassen, aber auch Reichsbahns Mittelläuser Göller mußte das Feld räumen. Reichsbahn konnte noch weitere Tore treten, aber nach dem Abgang von Göller war niemand da, der einen Elfmeterball zu verwandeln wußte. So wurden zwei Elsmeterbälle ausgelassen. Die Reichsbahner haben den Hagen vor der neuen Meilterchaft Vorkämpfe zur westsälischen meisterschaft in Bochum Nach längerer Pause wurde am Sonntag wieder einmal in Bochum ein Tischtennisturnier ausgetragen, und zwar war es die Bereichsklasse des Gaues Westsalen=Süd im Deutschen Tischtennisbund, die im Kosthaus Stahlhausen mit der Tischtennisabteilung der BSG. Bochumer Verein als Ausrichter die erste Serie der Kämpfe zur Ermittlung des Westfalenmeisters durchführte. Die Rückkämpfe in der zweiten Serie werden wahrscheinlich Anfang Januar in Hagen ausgetragen. Aus beiden Serien werden die beiden Besten dann mit den bis dahin ebenfalls ermittelten Besten des Gaues Westfalen=Nord den Westfalenmeister Ende Januar in Münster ermitteln. An den sonntäglichen Kämpfen, die von morgens bis zum Nachmittag im, Losthaus andauerten, beteiligten zum Nachmittag im Kosthaus andauexsich der zweifache Westfalenmeister DSC. Hagen, der Postsportverein Bochum, der Tischtennisklub „Westsalen“ Aplerbeck und je zwei Mannschaften des Schalker Vereins Gelsenkirchen und des ausrichtenden Bochumer Vereins. Unter Leitung des Kreiswartes Müller(Bochum) wurden die einzelnen Kämpfe flott und reibungslos abgewickelt. Es waren spannende Kämpfe, die sich an den einzelnen Brettern entfalteten. Jede Mannschaft stellte vier Spieler und hatte gegen jeden Gegner vier Einzelkämpfe und, falls notwendig, auch zwei Doppelspiele auszutragen. Letziere kamen aber in Fortfall, wenn die Mannschaft gegen einen Gegner bereits vier Gewinnpunkte erzielt hatte. Der zweifache Westfalenmeister DSC. Hagen hat auch in dem sonntäglichen Turnier als ungeschlagener Gegner seine Favoritenstellung behauptet. Sämtliche Kämpfe konnten bei der glatten:=Führung für Hagen abgebrochen werden. Die Mannschaft von Post Bochum wurde den Hagenern gefährlich, aber Wiegand vergab eine gute Chance gegen den Hagener Silba, als der Bochumer im entscheidenden Satz bereits mit 20:15 führte und dann doch noch verlor. Er brachte seine Mannschaft damit um die Gelegenheit, im Doppel gegen Hagen den Vorteil auszuspielen. Um den zweiten Platz gab es einen erbitterten Kampf zwischen dem Postsportverein und der 1. Mannschaft des Bochumer Vereins. Hier mußte das Doppel die Entscheidung bringen. Diese siel etwas überraschend und nicht zuletzt wegen einer Handverletzung des Postsportspielers Kleinheid zugunsten des Bochumer Vereins aus, der sich den 2. Platz vor dem Postsportverein Bochum sichern konnte. Der Posisportverein Bochum wird in Hagen alles aufbieten müssen, wenn er sich noch die Teilnahme für den Endkampf sichern will. Auch die Mannschaft des Bochumer Vereins wird aber wissen, daß die Teilnahme in Münster zumindestens den zweiten Platz in Hagen zur Voraussetzung hat. Die Ergebnisse: 1. DSC. Hagen(6 Siege), 2. 1. Mannschaft Bochumer Verein(5 Siege, 1 Niederlage), 3. Postsportverein Bochum(4 Siege, 2 Niederlagen), 4. 1. Mannschaft Schalker Verein Gelsenkirchen(3 Siege, 3 Niederlagen), 5. Westfalen Aplerbeck(2 Siege, 1 Unentschieden, 3 Niederlagen). 6. 2. Mannschaft Schalker Verein(1 Unentschieden, 5 Niederlagen), 7. 2. Mannschaft Bochumer Verein (6 Niederlagen). Roderich Menzel geschlagen Der Tennis=Städtekampf Barcelona— Berlin steht nach den beiden ersten Einzelspielen:1. Nach dem Siege Beuthners über den spanischen Meister Blanc wurde Roderich Menzel von dem einige Jahre jüngeren L. Carles mit:6,:6, :0,:7.:4 geschlagen. Menzel stand den viereinhalb Stunden währenden Kampf infolge mangelnden Trainings nicht durch und ließ schon nach dem zweiten Satz nach. Im vierten Satz schten Menzel, als er:1 führte, der Sieg zu glücken. Reichsbahn Wanne— Erin Castrop:5(:0) Ein Aufstiegspiel. das mit äußerster Härte durchgeführt wurde. Wenn im Spielverlauf nicht weniger als vier SpieBSG. Hoesch Merkur Dortmund Erin Castrop Reichsbahn Wanne WKG. Engelsburg Spiele Die Tabelle: 7 5 0 2 S 3 2 3 7 3 0 4 7 2 2 3 7 2 2 3 am nächsten Sonntag: 29:17 15:21 19:19 26:25 15:22 10:4 :8 •8 :8 :8 BEG. Hoesch— Erin Castrop Reichsbahn Wanne— WKG. Engelsburg 30 000 feierten idlon-Aumas-S1eh ... da schoß Ernft Kuzorra noch den Ausgleich—:1! Die Endspielgggner der Deutschen Meisterschaft 1930 Peter B la dex fungen SFinizegasgen gute Gpgabe eines wurde, ergab in der vierten Minute den ersten großen Vorteil für die deutsche Mannschaft. Die wurden in der ersten Viertelstunde völlig in die Defensive gedrängt. Das deutsche Spiel lief minutenlang ganz ausgezeichnet. Allmählich machte sich doch die konsequente Deckung der Dänen, die nicht zauderten und schnell und entschlossen immer wieder dazwischenfuhren, stark bemerkbar, so daß das Spiel des deutschen Innensturms erheblich an Farbe verlor und sich schließlich ganz in Einzelaktionen auflöste. Mittelstürmer Binder wurde stark gedeckt, und das behagte ihm offensichtlich gar nicht, so daß sein Einsatz viel zu wünschen übrig ließ. Am besten kam allmählich der rechte Flügel Lehner Walter in Schwung und von ihm gingen auch die größten Gefahren für die Dänen aus. Die erste große Gelegenheit der Dänen ergab sich in der 15. Minute, als Janes einen Ball überraschend laufen ließ, den Jahn nur zur Ecke abwehren konnte. Siegtor durch Schön Die zweite Spielhälfte begann mit einem erfolgverheißenden deutschen Angriff, aber zum Schluß verschoß Pesser doch. Als Walter aussichtsreich vor dem Dänentor stand, kam er auch nicht zum Zuge. So verrann wieder die erste Viertelstunde und die Massen hatten immer noch kein Tor gesehen. Die Dänen hielten immer noch dicht. Endlich, in der 17. Minute, fiel dann die deutsche Führung. Bei einem Durchspiel Binders an Lehner gab dieser den Ball an den freistehenden Walter; der uneigennützig an den besser stehenden Schön weiterleitet, und der Sachse setzte dann einen Schuß in die linke Torecke, an dem es einfach nichts mehr zu halten gab. Die Dänen spielten eneraisch auf den Ausgleich, hatten aber bald darauf Glück als Sörensen ausgezeichnet einen Pesser=Freistoß aus 20 Meter hielt. Kritisch wurde es für uns, als der Halblinke allein durchgebrannt war, Jahn zu spät herauflief, der Ball aber von dem Dänen neben das verlassene Tor gesetzt wurde. Die klarste Ausgleichgelegenheit hatten die Dänen in der 23. Minute. Ein Freistoß kam ganz scharf vor das deutsche Tor, Jahn bekam ihn nicht weg, Janes das Leder nur gegen die Latte. aber da tauchte Kupfer auf und rettete in in höchster Not. Deutscher Handballlieg über Dänemark Im 6. Handball=Länderkampf zwischen Deutschland und Dänemark, der am Sonntag vor recht gutem Besuch in Kopenhagen ausgeträgen wurde, kam die deutsche Mannschaft wie in den vorangegangenen Spielen wieder zum Sieg, der mit 15:8(:5) die Ueberlegenheit klar zum Ausdruck bringt. Die Triebfeder der deutschen Elf war der Mannheimer Mittelstürmer Sutter. Bochumer Handball Die Handballspiele im Kreise Bochum Gelsenkirchen wurden bis auf einen Ausfall reibungslos durchgeführt. Im allgemeinen gab es, von zwei Unentschieden abgesehen, die sich der Bochumer Verein und die Gebr. Eickhoff leisteten, keine sonderlichen Ueberraschungen. In Wattenscheid kam ein eigenartiges Handballspiel zustande, bei dem man zwanzig auf ein Haar gleich aussehende Feldspieler einsatzbereit und hart kämpfen sah. Tv. Wattenscheid 01 und BV. trennten sich nach unschönem Kampf, den der Leiter auf dem Gewissen hat,:3. Die Bochumer Werkssportler der Gebr. Eickhoff konnten nach hartem Spiel nur einen Punkt nach Bochum bringen, den andern überließen sie dem Platzverein Tklb. Herne. Dagegen feierten die Handballer von Westfalia Böchum gegen die am Tabellenende stehende Dr.==Otto=Elf einen:=Sieg. Westsalia Herne schickte die junge Mannschaft der Müller AG. Bochum mit dem hoben Ergebnis von 16:0 nach Hause. Das Spiel Dahlbusch Gelsenkirchen gegen Reichsbahn Gelsenkirchen konnte nicht ausgetragen werden, da die Reichsbahner sich nicht stellten. Von dem Treffen Schalker Verein gegen Tklb. Gelsenkirchen konnte kein Ergebnis ermittelt werden. Die Spiele des Sonntags: Tv. Wattenscheid 01— Bochumer Verein:3 Tklb. Herne.— Gebr. Eickhoff Bochum:8, Westfalia Bochum— Dr. C Otto Bochum:1 Westfalla Herne- Müller AG. Bochum 16:0 Dahlbusch Gelsenkirchen— Rb. Gelsenkirchen ausges. Die Spielberichte über den Bochumer Handball werden in unserer Dienstag=Ausgabe veröffentlicht. Die Aufftiegsspiele Noch nie haben die Aufstiegsspiele zur ersten Klasse so viel Rätselraten ausgelöst wie in diesem Jahre. Immer waren die Bochumer Vertreter den Dortmundern um einiges voraus, stiegen auf und auch wieder ab. In der ersten Kriegsmeisterschaft haben die Dortmunder, scheint's, den Spietz umgedrebt. Merkur Dortmund hat nach dem hoben Siege am 10. November über Engelsburg diesmal nur ein Unentschieden geschafft, das aber zum Aufstieg ausreicht, Hoesch ist gesichert. Merkur Dortmund auch. Also schon zwel„Dortmunder von den drei aufgeigggnge.„ Vereizen. Reichsbahn Wanne hat sich Erin Castrop mit einem Male Lehlung. gsbracht. Die Partie, in. Wanne, war recht aufreße und führte zum Platzverweis von nicht weniger als vier Spielern. Drei verlor Castrop und einen Reichsbahn Wanne. Run steht die Frage zur Entscheldung, wer als dritter Verein aufsteigt. Anwärter sind alle drei Mannschaften. Castrop hat zwar gegen Hoesch zu spielen und unter normalen Umständen rein gar nichts zu gewinnen, zumal die Mannschaft durch Platzverweis von drei Spielern stark geschwächt ist. Kommt es also darauf an, wer den Kampf in Wanne gewinnt. Reichsbahn Wanne oder WKG. Engelsburg. Eine nette Schlußattraktion. Engelsburg— Merkur Dortmund:(:1) Die Gäste, die auf eigenem Platz die Engelsburger mit konnten, mudten“Zpinutzen vor“ Echlus hand trafen sich am Sonntag in dem damals versprochenen Rückkampf. Hatte im Olympiastadion vor fast eineinhalb Jahren Schalke 04 einen triumphalen Sieg mit:0 gefeiert, so mußte der Meister diesmal im Freundschaftsspiel in Wien mit einem Unentschieden von:1 zufrieden Feinz,„as,., Lm Lhhalfseiterten# Dieses Treffen löste in der fußballbegeisterten Hauptstadt der Ostmark eine riesige Anteilnahme aus. Rund 50000 Zuschauer mit Reichsstatthalter Baldur von Schirach an der Spitze hatten sich in der PraterKampfbahn eingefunden. Sie erlebten einen Kampf voll dramatischer Svannungen, der besonders die Admira sowohl kämpferisch als auch spielerisch auf voller Höhe sah. Streckenweise beherrschten die Weißhemden völlig die Lage. und ihr Sieg schien schon sicher, als vier Minuten vor Schluß Ernst Kuzorra mit einem Prachtschuß für die Königsblauen noch die Ehre des Tages rettete. In der 21. Minute kam es zu einem Freistoß gegen Schilling ausgezeichnet vor das Tor hastigen Schusses, so daß der Ball den Weg am Pfosten vorbei nahm. So ging es torlos in die Pause. Hanreiters Schuß unhaltbar Nach Wiederbeginn setzten die Wiener noch mehr Dampf auf. Es gab bei ihnen kein Nachlassen, und eine Zeitlang kamen die Westfgleg, nicht, aus ihrer Hälfte heraus. Zuvor mußte allerdings Platzer noch einen Freistoß von Szepan kühn retten. Aber dann kam Klodt gegen Hahnemann in höchste Gefahr und schließ, lich fiel in der 59. Minute der längst fällige Führungstreffer der Admira. Einen von Schilling verlorenen Ball nahm Hanreiter auf. Der Halblinke lief noch einige Schritte und setzte dann mit herrlichem Schrägschuß das Leder flach und unhaltbar in die rechte Ecke. Einen weiteren Erfolg der Admira erkannte der tüchtige Schiedsrichter. Schulz aus Dresden gleichfalls nicht an; denn Klodt wurde in der Abwehr eines Eckballes regelwidrig bebindert, so daß Vogls Kopfballtor keine schwer; Gngde. fand. Die Meisterelf zog zum Schluß,noch einSchuh mal stärker an. Sie kreiselte auch recht geschickt, und in Pssernzete stand minutenlang im Kreugfener der brschte, Gnade fand. Die, Mei thn„Schüßse,„A der andeschm, Sagitg. t Law A#.#tt, schaß Huzorra so wichtig ei er Schug,..u1 Hen einen schweren.eker von Mo= der 86. Winute schoß Kuzorra, so ,wuchtig ein, daß doch bolte der Spanser Jedesmat wieder auf und konnte niche Leder auf und davon, doch selbst Peter Platzer sich vergebens streckte. nur den Ausgleich, sondern auch den Sieg Glatr Gior iahrr er wurde der Vfl., Bochum vom Neuling DSC. Hagen= Gelsenguß bleibt weiter ungeschlagen Köhlinghausen verliert gegen Borussia Dortmund- ferne und Arminia Bielefeid weiter in Front Das war ein netter Reinfall für die Bochumer Bereichsligamannschaft. Nach der langen Pause kommt der Neuling aus Hagen und schlägt eine derart harte Klinge, daß den Bochumern der Atem verschlagen wurde, obwohl sie mit ihrer vermeintlich besten Mannschaft auf dem Plan erschienen. So großartig die Leistung der Hagener auch war, für uns Bochumer ist es schmerzlich, den eigenen Vertreter in der Versenkung verschwinden zu sehen. Die Positionskämpfe in der westfälischen Bereichsliga haben zu nicht geringen Umwälzungen in der Tabelle geführt. Der Spitzenreiter Gelsenguß Gelsenkirchen, hat sich auch von VfB. Bielefeld kein Bein stellen lassen und hat Position durch einen:=Sieg weiter gefestigt. Einen gewaltigen Sprung nach vorne hat Borussia Dortmund gemacht. Nach hartem Kampf blieben die Dortmunder im Endspurt Sieger über die Spog. Röhlinghausen und haben sich dadurch bis auf den dritten Platz vorgeschoben.„Auch Arminia Bielefeld ist durch den klaren Sieg über Union Gelsenkirchen um einige Sprossen höher geklettert, während VfB. Bielefeld vom dritten auf den siebten Platz hinter den DSC. Hagen zurückgefallen ist. Westfalia Herne ist in der Rangfolge zwar nur um eine Stufe höher gestiegen. die Mannschaft wird aber bald weiter kommen, denn der erneute klare Sieg, diesmal über Preußen Münster, läßt diesen Schluß schon zu. Alles in allem genommen, hat der Sonntag gezeigt, daß in dem Kräfteverhältnis der westsälischen Bereichsliga eine nicht unerhebliche Verschiebung eingetreten ist. 9 Die Ergebnisse: P/L. Bochum 48— DSC. Hagen:6(:1) Spog. Röhlinghausen— Vornssia Dortmund:4(:2) Gelsenguß Gelsenkirchen— BfB. Bielefeld:0(:0) Arminia Bielefeld— Union Gelsenkirchen:1(:1) Westsalia Herne— Preußen Münster:1(:0) Die Tabelle: 7 1— 33:13 15:1 —— 35:6 12:0 5 1 2 26:21 11:5 5— S 24:9 10:4 4 2 5 19:18 10:8 4 2 3 22:21 10:8 4 1 S 18:15:7 5 S 4 18:21:10 2 2 4 19:19 6210 — 7 14:27:14 1 1 7 14:27:15 8—— 8:41:16 des die Gelsenguß Gelsenkirchen Schalke 04. Borussia Dortmund Arminia, Bielefeld Spog. Röhlinghausen DSC. Hagen VfB. Bielefeld Westsalla Herne VfL. Bochum 48 Union Gelsenkirchen Preußen Münster Arminia Marten schon aus dem Ergebnis hervor. Die Gefährlichkeit Hagener Mittelstürmers Rodekamp erkannte man zwar bald, jedoch zeigte man sich außerstande, diesen„Tank" zu halten. Als fünffacher Torschütze verließ Rodekamp den Platz, eine bestimmt nicht zu übersehende Stürmerle Wie wett die Bochumer ihm dabei durch Deckungsfehler entgegen kamen, steht auf einem anderen Blatt. Es kann aber auch nicht an der Tatsache vorbeigegangen werden, daß Schiedsrichter Zibien(Herne) im Hagener Strafraum ein klares Handspiel und zwei schwere Fouls an Martzelewski ungestraft ließ. Die erste Halbzeit war Bochum tonangebend. Nach einigen Feblversuchen gelang Bochum dann im Anschluß an die dritte Ecke doch das Führungstor. Den von Sandrühler gut hereingegebenen Eckball Engel zwar fangen, mußte ihn aber bedrängt fallen lassen. Martzelewskis Torschuß ging vor Latte, aber Schneider IlI konnte dann doch die Kugel zum ersten Tore, das auch sein erstes in seiner Fußball=Laufbahn war, eindrücken. Wenn auch die Bochumer Feldüberlegenheit weiter anhielt, so war die Hagener Läuferreihe mit ihrem hervorragenden Mittelläuser Flasnöcker und die schlagsichere Verteidigung immer wieder in der Lage, die Bochumer Angriffe erfolgreich zu stoppen. Hagen wurde nur durch einzelne blitzschnelle Vorstöße gefährlich. Aus einem solchen fiel dann auch in der 35. Minute der Ausgleich durch Mittelstürmer Rodekamp. Nach der Pause waren die Rollen vertauscht. Hagen diktierte jetzt das Spielgeschehen, in dem Rodekamp in kurzen Abständen zwei weitere Tore auf sein Konto brachte. Nachdem Hagens Halblinker das vierte Tor berausgeschossen hatte, Jorgte Rodekamp alsbald für den fünften Treffer. Jetzt erst wurden die Bochumer etwas munterer, der Sturm entlastete die Hintermannschaft. Bochums Mittelstürmer Martzelewski gab eine Flanke zu Schiefer, die dieser nach mehreren Fehlversuchen dann doch endlich zum Tor auswerten konnte. Die Bochumer Drangperiode hielt weiter an, aber Martzelewski wurde verschiedentlich unsanft im Strafraum gelegt, und Sandkühler war oft zu unetgennützig. In dieser Bochumer Schlußüberlegenheit siel dann doch noch der sechste Treffer durch Rodekamp. Für die Bochumer Mannschaft scheint es nach der sonntäglichen Leistung doch höchste Zeit zu werden, daß das Hallentraining ausgenommen wird. Vg. Röhlinghausen— Borussia Dortmund:4 Die junge und angriffsfreudige Elf der Dortmunder Borussen wartete in Röhlinghausen mit einer samosen Leistung auf und kam zu einem verdienten Sieg. Röhlinghau#unte Hagans Hüter sen mußte auf den im Training verletzten Pywoda verzichkonnie Hagens Gutr; zen, hatte aber dafür Kortmann wieder zur Verfügung. wieder Ausschlaggebend für die Röhlinghauser Niederlage aber war die Hintermannschaft, die in beiden Halbzeiten unsicher spielte. Obwohl August Lenz fehlte, barmonierte die Zusammenarbeit tadelsfrei. In der 28. Minute erreichte der Linksaußen Sombetzki das Führungstor im Nachschußz. Drei Minuten vor Halbzeit wurde Dröse unfair gesperrt: der von ihm getretene Elfmeterball zappelte im Retz. Aber im Gegenzug schoß Dortmunds Mittelstürmer Erdmann erneut die Führung heraus. Nach der Pause wechselten Zdero und Schwarzhöfer, aber es klappte nicht besser. Erst nach zehn Minuten konnte Zeidler I einen Flaukenball zum Ausgaleich auswerten. Borussia kam durch einen Masselball drei Minuten später erneut zur Führung, die in der achtzehnten Minute durch Ganski nach einer Vorlage von Dröse gutgemacht wurde. Der Kampf um das Siegtor sah einen ungestümen Einsatz beider Mannschaften. Borussias Mittelstürmer konnte einen Strafstoß aus zwanzig Meter Entfernung zum Siegtor auswerten, während ein Tor von Dröse auf der Gegenselte wegen Hand vom Unparteiischen nicht gegeben wurde. Wie gesagt, der Dortmunder Sieg ist verdient. T hlhgider Veriderl SC. Altenbochum in Wanne geschlagen— Höntrop und Preußen Bochum unentschieden— Linden blieb erneut auf der Strecke Preußen Wanne ist Herbstmeister der Bochumer Staffel der ersten westsälischen Fußballklasse. Die Mannschaft hat die erste Serie mit nur zwei Verlustpunkten aus unentschjedenen„Spielen gegen den MBV. Linden und VfL. Bochum 48—DSC. Hagen:6 Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Als die unentschiedenen Spielen gegen den Bochumer Mannschaft am Sonntag einmal wieder in ziemlich Witten 07 beendet. Zu den 14 Gutpunkten kommen aller stärtster Besetzung den Platz betrat, datte man im Bochunzeg Wahrscheinlichkeit nach die beiden aus dem von Eickel abgeLager bestimmt im stillen schon die Punkte dieses Kampfes brochenen Spiel am letzten Sonntag. Mit drei Punkten auf die Bochumer Gutseite geschrieben, die ja auch eine Ver Vorsprung vor dem SC. Altenbochum, der mit fünf Verlustbesserung durchaus vertragen könnte. Aber man hatte die punkten relativ an zweiter Stelle liegt, hat sich die MannTV. Eickel— Spog. Welper 15:2 besserung durchaus vertragen könnte. Ab Rechnung ohne die Hagener gemacht. Wenn der DSC. auch in den bisberigen Spielen nicht so überzeugen konnte, so lieferte er in Bochum doch den Beweis dafür, daß er wegs in seiner Stärke unterschätzt werden darf. Man muß sich sogar sehr darüber wundern, daß so eine kampffreudige und stabile Mannschaft, die auch fußballerisches Können besitzt. bisder so wenia produktiv in Erscheinung getreten ist. Die Bochumer Mannschaft bat die auf sie sie gesetzten Erwartungen am Sonntag nicht erfüllt. Diese Feststellung ist schon MBV. Linden— Preußen Wanne SV. Höntrov SC. Altenbochum Witten 92 Preußen 97 Bochum TB. Eickel Witten 07 SC. Dahlhausen Witten 07:0. Die Tabelle: drei austelgenden Vereinen, ungen am Sonnzag nist, WAL.„Die S, Fehtscast spis on bopum. Zwei glückliche Tore— ein iu durch einen Bombensieg über darum bedauerlich, weil die Bochumer Mannschaft, wir; und ein aus einem Durchbruch erzielter T als dritter Anwärter in Emp= eingangs erwähnt. in stärkster Besetzung stand. Bis I# Tabellenführer die Punkte eingebracht. I in Wanne war recht aufregend Andreas und Schneider 1 waren es die Spieler, die die Rothosen gegen die Bochumer Preus der Niederlage war, gebt ja man als Bochumer Standartmannschaft„bezeichnen, konnte. Rudzinski, Sandkühler. Schiefer und Wiemann waren mit von der Partie: vier Urlauber auf die man berechtigte Erwartungen gesetzt datte, die nicht erfüllt wurden. Sie konnten nicht erfüllt werden, weil von der wirklichen Kampfkraft der Bochumer nicht viel gezeigt wurde. Rudzinfki und Wiemann litten offensichtlich unter idren nicht ausgebeilten Beinverletungen„Schiefer brauchte längere Zett zum Warmlausen, so daß schließlich nur noch Sandkühler als wirkliche Verstärkung übrig blieb. Indem stellten sich auch die übrigen Bochumer Spieler in einer sehr mäßigen Verfassung vor. Bis auf Schalke ist es nur wenigen Mannschaften gelungen, den Bochumern den Laden so vollzubrummen, wie es Hagen Gründlichkeit besorgte. Daß die am Sonntag mit Bochumer Hinterschaft eine gute Position geschaffen, die es nun in der zweiten Serie zu verteidigen gilt. Daß es dabei voraussichtlich nicht ohne Einbutze abgeben wird, ist anzunehmen, denn die Mei## Linden Wanner haben die Rückspiele gegen die stärksten Rivalen Ttug geiner auswärts auszutragen. So gegen Altenbochum, Höntrop, Preußen Bochum und Lickel. ungrn Aumm wade ala Das letzte Spiel brachte den Wannern einen mehr als glücklichen Sieg über den därtesten Verfolger SC, Altenbochum. Zwei glückliche Tore— ein umstrittener Elfmeter Huerchbruch erzielter Treffer— haben dem In Höntrop kämpften Preußen„recht erbittert. Man trennte sich unentschieden, was den beiderseits gezeigten Leistungen auch entspricht. Damit bat sich Höntrop an die zweite Stelle gesetzt, von der die Rotbosen aber aller Wadrscheinlichkeit nach von den Altenbochumern wieder verdrängt werden. Preußen Bochum befindet sich im Mittelseld, hat aber noch Aussichten, den Platz zu verbessern, denn das am kommenden Sonntag stattfindende Spiel gegen den MBV. Linden dürfte einen klaren Siea bringen. Linden hat auf eigenem Blatz von Witten 07 eine glatte Abfuhr bekommen und steht nun mit Welper an letzter Stelle der Tahelle. Die böseste Niederlage der ersten Serie dolte sich Welper in Eickel, wo es zum Schluß 15:2 für Eickel dieß. Die Ergednisse: Preußen Wanne— SC. Altendochum:0 Sv. Höntrov— Preußen 97 Bochum:1 Spps. Preußen Wanne— SC. Altenbochum:0(:0) Recht kleinlaut haben die Altenbochumer Schlachtenbummler(es waren nicht wenige nach Wanne gepilgert) die Heimreise angetreten. Sie haben ihre Lieblinge spielen und verlieren seben. Ja. die Altenbochumer haben im wahrsten Sinne des Wortes gespielt, aber auch nicht medr. Wohl ist ihr hartnäckiger Einsatz besonders in der zweiten Hälfte noch zu unterstreichen, aber der Sturm, diesmal das Schmerzenskind der Mannschaft dat mit Ausnahme von Menneke glatt versagt. Das gilt in erster Linie von Riese, der nach guten Ansätzen mehr und mehr abstel und von dem man während des ganzen Spieles nicht einen seiner krüberen Kernschüsse sah. Das gilt auch von dem zweiten Urlauber Böhmer, der in der zweiten Hälfte in den Sturm gegangen war und sich dier als viel zu langsam erwies. Schulz trat nur in Erscheinung, als er in der ersten Hälfte von Watermann, der bis zur Pause neden ihm auf dem rechten Verbindungsposten stand. mehr als reichlich bedient wurde, wobei man vergaß, sich der linken Seite zu erinnern. Als dann der Wanner Torwart Fiaura sich als ein Könner ganz großen Formates zeigte, war es mit dem Toremachen ganz aus, obwodl zwei Orittel der Spielzeit den Das Spiel ließ sich recht aut an. Die Altenbochumer waren quicklebendig und attackierten ihren Gegner tatsächlich im besten Sinne. Aber die Angrisse wurden zu einseitig vorgetragen, Watermann bediente den linten Flugel zu wenia. obwohl er genügend Gelegenheit dazu gehabt hätte. Aber vorerst fuhr man sich bei der tadellos arbeitenden Wanner Deckung noch fest, der To.wart bekam wenig Arbeit. weil der Sturm even nur ein laues Lüsichen und nichts anderes war. Dann nahte in der 27. Minute ganz unerwartet das Verhängnis Bei einem der gelegentlichen Durchbrüche kam ein Hochball auf den Elfmeterpunkt und gertet in ein Knauel von Spielern. Wanne reklamiert Hand. nachdem der Ball längst schon wieder den Strafraum verlassen hatte. Ein Pfiff! Was niemand für möglich gehalten hatte, trat ein. Der Schiedsrichter entschied Elfmeter, den Wanne glatt verwandelte. Kam die Entscheidung des Schiedsrichters so reichlich spät und zu Ungunsten der Gäste, so muß man dem Spielleiter entgegenhalten, daß gleiches Recht für alle auch beim Fußball gilt. Zwei ähnliche Fälle ereigneten sich im Wanner Strafraum, die ungeahndet blieben. Altenbochums Mannschaft ließ unverständlicherweise die Köpfe hängen und überließ den Wannern für einige Zeit das Feld. Aber nicht während dieser Zeit stel das zweite Tor für Wanne, sondern zu einem Zeitpunkt, als die Altenbochumer längst schon wieder in Front lagen und nur mit zehn Mann spielten. als der kleine rechte Läufer Schell wegen einer Verletzung ausgeschieden war. Wannes Mittelstürmer Kasparek war einem weit vorgeschlagenen Ball nachgejagt, erreichte ihn vor dem Verteidiger Sarazin und aus kürzester Entfernung knallie er Navrot das Leder unbaltbar in die Maschen. Nach dem Wechsel kam Altenvochum wieder mit Schell auf das Feld. Dieser kleine flinke Läufer verdient auch diesmal wieder ein Sonderlob. Er war trotz haften Verletzung der beste Mann des Feldes. Von den zweiten 45 Minuten sah man die Altenbochumer 42 Minuten lang den Gegner unermüdlich angreifen. Es gab in der zweiten Hälfte wirklich in Katz= und Mausspiel und einen besonderen Helden, den Wanner Torwart, der seiner Mannschaft die Partie ganz allein gewonnen hat. Was dieser wieselflinke Mann im Tor geleistet hat, ist über alles Lob erhaben. Aber es gab noch einen Mann, der erwähnt werden muß. Es war der Schiedsrichter, der manchen alten Fußballhasen mit seinen oft sehr spät kommenden und unverständlichen Entscheidungen ein neues Fußballalp###### aufgegeben hat. Trotz zähem Bemübens kamen die Altenbochumer nicht einmal zum Ehrentor, das ihnen selost die hätesten Wanner Anhänger aern zugestanden hätten. Menneke bemübte sich verzweifelt doch erfolglos darum. Seine Flanken in der zweiten Halbzett waren ebenso sauber wie seine Eckstöße in der ersten Hälfte. Die Wanner haben auch das letzte schwere Spiel gewonnnen, wenn auch mit viel Glück. Die Mannschaft ist sehr eifrig, sie Pflegt zwar kein schönes, dafür aber ein zweckentsprechendes Spiel. Brg. Höntrop— Preußen 07 Bochum:1(:). In Höntrop gab es eine Punkteteilung, die den Kräfteverhältnissen der beiden Mannschaften und ihren in diesem Kampf gezeigten Leistungen entsprach. Wohl hatten beide Mannschaften im Verlauf des aufregenden und harten Kampfes hinreichend Gelegenheit, den für den Sieg benötigten zweiten Tresser zu erzielen, aber es reichte eben nicht für den letzten Einsatz. Oft war es Uebereifer der die in guter Schußposition den Ball über oder neben das Tor schossen, oder sie schossen das Leder zu weich auf das Tor, so daß die Schlußzmänner in letzter Sekunde eingreisen konnten. In erster Linie kam aber das magere Ergebnis auf das Konto des Preußensturms. Der rechte Flügel mit Schmidt als Außen und Glatz als Halbstürmer konnte sich körperlich gegen die robuste Schlagkraft des linken Höntroper Verteidigers nicht durchsetzen. Sie verfügten beide nicht über die geeigneten kämpferischen Eigenschaften, um sich gegen einen so routinierten Spieler wie es Gräwe ist, durchzusetzen. Ausgezeichnet arbeitete wieder die Bochumer Abwehr. der Hintermannschaft überragte Mischnewskt, der immer wieder die gefährlichen Angriffe in gemeinsamer Arbeit mit dem Mittelläufer Kalfelder stoppen konnte. Müller als rechter Verteidiger war sehr schnell, doch vermißte man den reinen und sicheren Abschlag bei ihm, Ein Mißgeschick passierte dann wenige Minuten vor Schluß Mischnewski. Ohne sichtbaren Grund wurde er vom Schiedsrichter des Platzes verwiesen. Sichtbare Ueberraschung bei allen Zuschauern und selbst bei den Höntroper Spielern war die Reaktion dieser unverständlichen Entscheidung im Augenblick des Höhepunktes des Kampfes. Die Höntroper zeigten sich von der besten Seite Sie batten im Sturm sogar gegenüber den Preußen ein Plus, das aber nicht zur Auswertung kam, da eben Preußens Hintermannschaft einschließlich Torwart ein großes Spiel lieferten. Ausgezeichnet arbeitete die Mittelstürmer den Preußen Torwart mit prächtigem Schuß Höntroper Läuserreihe. Höntrops Schlußdreieck mit Tim; vert. Gräwe und Stein stand bei der nicht sonderlich großen Leistung des Preußenangriffes vor keiner allzu Höntrov batte im ersten Spielabschnitt die bessere Angriffsseite und drängte zeitweilig stark. oft in Gefahr aber nur einmal vermochte der Höntroper Mittelstürmer den Preußentorwart mit prächtigem Schuß zu bezwingen. Nach diesem Treffer, der etwa in der 15. Minute erzielt worden war. wurden die Angriffe der Preußen gefährlicher, doch zahlreiche schöne Chancen wurden ausgelassen. bis dann eine Flanke des Rechtsaußen Schmidt zum frei gelaufenen Linksaußen kam, der unhaltbar für Stein den Ausgleich erzwang. Linden—Witten 07:3 Mit einer stark ersatzgeschwächten Mannschaft waren die Aussichten der Lindener von vornherein wenig rosig, im Kampf mit dem alten Rivalen aus Witten einen Erfolg melden zu können. Trotz der Niederlage lieferte die Lindener Elf eine ausgezeichnete Partie: eine Halbzeit lang vermochte sie sogar das Tempo des Kampfes zu diktieren, ohne allerdings diese Ueberlegenheit zablenmäßig zu können. Der Angriff. in dem vor allem Mann und Mertes stark vermißt wurden, war zu unentschlossen, um sich im Kampf mit der wuchtigen Wittener Deckung erfolgreich behaupten zu können. Auf der Gegenseite traten die Wittener mit der im Augenblick stärksten Vertretung an. Im Angriff wirkte erstmalig wieder der blonde Steinfort mit. der zwei von den drei Treffern erzielen konnte. In der ersten Hälfte sah es zunächst nicht nach einem Wittener Siege aus. Mit dem Wind im Rücken, gaben die Platzleute den Ton an, indes die Gäste mit der Verteidigung ihres Strafraumes alle Hände voll zu tun batten. Die Wittener beschränkten sich auf wenige aber äußerst gefährliche Gegenvorstöße, die meistens von Steinfort eingelettet wurden. In der 15. Minute führte ein solcher Vorstoß durch den Halbrechten zum ersten Tor. Trotz größter Anstrengungen gelang es den Platzleuten nicht, den Ausgleich berzustellen. Obwobl die Gäste im zweiten Gang die bessere Hälfte hatten, blieben die Lindener trotz des Gegenwindes weiterhin tonangebend. Sehr bedrohlich sah es verschiedentlich im Wittener Strafraum aus, in dem die Adwehr auch dem därtesten Drucke standyielt. Nachdem Steinfort einen zweiten Tresser erzielt hatte, sanken die Ausgleichschancen der Lindener mehr und mehr. Endaültig war der Platzverein geschlagen, als der Wittener Lintsautzen zehn Minuten vor dem Ende Stea sicherstellte. Turnerbund Eickel— SG. Welper 15:2 Auf dem Eickeler Platz gab es ein regelrechtes Schützenfest, denn die Welperaner kamen mit einer schwachen Mannschaft und einem noch schwächeren Torhüter. Die für den gesperrten Bonner den aus der Jugend stammenden Sell eingesetzt, der sich gut in die Mannschaft einfügte. Die treibende Kraft im Eickeler Sturm war der alte Stratege attev, der an dem Torsegen mit acht Treffern beteiligt war. Nach der Pause raffte sich der Gästesturm einmal auf, und konnte zwei Tore erzielen. Eickel hätte bei Ausnutzung aller Gelegenheiten das Resultat noch leicht höher schrauben können. Die zweite Klaffe In der zweiten Klasse gab es in beiden Gruppen je drei Spiele. In diesem Zusammenhang sei den Vereinen einmal mitgeteilt, daß sie guttun, ihre außerhalb der Terminliste angesetzten Spiele der Sportschriftleitung mitzuteilen, damit sie in der Vorschau erscheinen können. Die Staffel I wartete mit drei Spielen auf. Der Tabellenführer hatte mit Stiepel 04 eine harte Nuß zu knakken. Die Partie schien für Werne hoch ausgehen zu sollen, als die Stiepeler mit einem Male aufdrehten und beinahe noch ein Unentschieden herausholten. Der STV. Werne holte sich Sieg und Punkte vom Tabellenletzten Laer 87/06, während der Bochumer Verein durch einen zwar knappen, dafür aber beachtlichen Sieg über Weitmar 09 sein Konto etwas verbessern konnte. Die Ergebnisse: SC. Werne 19— Stiepel 04:3 Laer 87106— STV. Werne:4 WKG. Bochumer Verein— Weitman 09:0 Die Tabelle: 7 7 7 8 Kommodore Bonte und seine Helden von Narvik Dor-hersischs Numpt underei-Lorstere. Erlebnisbericht des Maschmnenobergetreiten Copyright by Presseverlag Ludwig Wollbrandt, Berlin SC. Werne 19 Langendreer 07 STV. Werne Bochum West Stiepel 04 Concordia Bochum Weitmar 09 Langendreer 04 Bochumer,„Verein Laer 87106 4 4 3 2 3 3 2 2 1 40:14 18:15 22:16 10:9 17:19 19•21 18:30 16:27 13:26 13:28 14•0 10:4 10:6 :5 •9 :9 •9 :9 :11 :14 In der Staffel II ist der Tabellenführer Phönix Bochum entthront worden. Teutonia Riemke hat den Marmelshagenern einmal mehr das Lebenslicht ausgeblasen. Die Niederlage haben die Marmelshagener mit der Tabellenführung bezahlen müssen. Wattenscheid, landete einen klaren:=Sieg über Preußen 11 und har sich nun an die Spitze der Tabelle gesetzt. Es ist kaum anzunehmen, daß die Wattenscheider sich wieder verdrängen lassen werden, die Mannschaft ist gut im Zuge. Glatt fiegte auch SpuSp. Gerthe über den Rangletzten Rasensport Bochum, wodurch die Gerther sich auf den vierten haben. Wattenscheid, Phönix Bochum und Teutonia Riemke sind die Mannschaften, die das Rennen unter sich ausmachen werden.. Trachuig, Die Ergeonisse: Teutonia Riemke— Phönix Bochum Spaem. Wattenscheid— Preußen 11 Bochum:0 SpSp. Gerthe— Rasensport Bochum:0 Die Tabelle: 8 7 0 § 6 1 7 5 1 8 4 1 8•3 2 7 2 2 8 2 1 1 1 0 VI. In großen Hausen kommen die Polen, Tschechen, Legionäre und Emigranten aus verschiedenen Ländern auf der einzigen engen Straße vorgestürmt. Nur wenige MG.=Nester, die Armeepistolen unserer Fallschirmjäger speien ihre todbringenden Garben aus nächster Nähe, zu Hunderten fallen die Soldaten einer undisziplinierIn Narvik und auf der Bahnstrecke herrschen, erbitterte Kämpfe. Der Engländer hat Tanks und Kampfwagen gelandet. Doch ein Tant bleibt gleich am Strand stecken. Auch der Gefechtswert der anderen war gleich Null, da das Gelände auch für die Tanks unbefahrbar ist. Der Gegner versucht alles, um endgültig einen Erfolg zu erringen. Englische Flieger greifen in den Endkampf ein, durchjagen die Fjorde. Einen ungeheuren Aufwand an Menschen und Material hat der Gegner zu diesem Angriff aufgeboten.„Die Gebirgsjäger und die Marine kämpfen wie die Löwen.“ Da die Marine schon seit Tagen in den vordersten Linien eingereiht ist, erbittet Kapitänleutnant Freytag Ersatz. Jedoch ist kein Mann mehr zur Stelle. Alles ist eingesetzt. Gegen Mittag lassen die Angriffe nach. Unsere Stellungen werden ausgebaut. Jeder Kompanie=, ja selbst jeder Zugführer muß den Umständen entsprechend im gegebenen Falle selbständig handeln, die Gefahr erkennen, die Situation meistern und im richtigen Augenblick Wir liegen in einer neuen Stellung in 967 Meter Höhe. Wirkliche Giganten von Bergen umgeben uns. Der unten im Tal verschwundene Schnee bedeckt hier noch ziemlich alles. Nur wenige Bergrücken ragen aus dem ewigen Schnee. Wir haufen Steine zusammen, um wenigstens etwas vor dem eisigen Wind, der hier herrscht, geschützt zu sein. Ein täglicher Gast in unserer Höhe ist der Nebel; nur für kurze Zeit hebt er sich oder geht tiefer, um uns dann wieder für lange Stunden zu umgeben. Plötzlich gibt für wenige Minuten der Nebel die Sicht frei, und wir sehen in 400 bis 500 Meter Entfernung Soldaten in langen Schützenreihen quer durch unsere Stellung ziehen. Trotzdem war durch die schlechte Sicht nicht zu erkennen, ob es eigene oder feindliche Kompanien sind. Ein Unteroffizier und ein Mann gehen bis auf knapp 100 Meter an die Truppe heran. Als die Frage: Wer seid ihr? in französischer Sprache an sein Ohr schlug, da wußte er, daß es keine„Kraxler“, sondern Alpinis und Polacken waren. Nun brach aus unseren drei MGs., die unsere Truppe mit 87 Mann besaß, ein wildes Feuer in die eingeschlosSpgem. Wattenscheid Phönix Bochum Teutonia Riemke SpSp. Gerthe Constantin Bochum Westfalia Bochum Carolinenglück Polizei=SV. Bochum Preußen 11 Bochum Rasensport Bochum 7 7 8 1 27:11 1433 1 15:11 13:3 1 19:11 1133 S 22:13:7 S 13:15:8 S 15:13:8 5:16:11 2 4 10:13:10 3 4:20:10 2 6:15:14 senen Feinde.„Nicht schießen“, riefen die Polacken, und der sich senkende Nebel nahm sie wieder in seinen Schutz. Spähtrupps von uns konnten 15—20 Verluste feststellen. Der Durchbruch war vereitelt und so die Abtrennung vieler unserer Kameraden verhindert. Drei Tage liegen wir nun auf den Bergen, vollkommen durchnaßt, zitternd und frierend am ganzen Körper, kein Feuer, wo man nur für Minuten sich hätte wärmen können. Nirgends in der Umgebung ist Holz. Der Boden ist durchnäßt, die Wolldecke hält den lang anhaltenden Regen nicht ab. Die Wolken fangen sich immer in den Bergspitzen, nur ganz selten weicht der Nebel für ganz kurze Zeit. Schnee= und Hagelstürme lösen sich mit Regen ab. Kein Sonnenstrahl war in den letzten 72 Stunden durch die Wolkendecke gedrungen, wir glaubten, das Schlimmste der Wetterunbill hinter uns zu haben, aber keine Besserung trat ein. Schwer war die Beförderung des Proviants, über 800 Meter mußte er hoch geschafft werden. Zehn Stunden war der Weg, unten im Tal völlig unwegsam und alles aufgeweicht, so daß man in den ersten Minuten schon im Wasser stand, zumal das Schuhzeug, nach fast zwei Monaten, fast völlig zerrissen war. 800 Meter stieg eine Felswand so steil an, daß es wirklich eine alpine Leistung war, hoch zu klettern, und da mußte der Proviant hochgeschafft werden. Döch besser war es noch, als immer oben bei Kälte zu frieren, und deshalb ging schon jeder gern den beschwerlichen Weg. Acht Tage sind vorüber. 192 Stunden sind wir in der Stellung. Galgenhumor hält unsere Stimmung aufrecht. Der Unterschied zwischen Tag und Nacht ist schwerlich festzustellen, alles ist ein ewiges Grau und Weiß. Kopfzerbrechen macht es uns, das Datum zu bestimmen. Groß ist die Freude, wenn die Proviantholer zurückkommen, mit den Nachrichten vom Sieg unserer Truppen im Westen. Die Berichte des OKW. von den Kämpfen in Narvik, die vielen Schiffsverluste der Feinde im Ofotsjord, lassen uns das Schwere ertragen, und manche Witze bringen uns zum Lachen, daß die vom Winde aufgesprungene Gesichtshaut uns schmerzt. Der zehnte Tag bringt die Ablösung. Wir packen unsere wenigen Habseligkeiten und steigen abwärts. Unten scheint die schönste Frühlingssonne, und bis ungefähr 300 Meter Höhe ist alles in helles Grün gekleidet...6 4 (Fortsetzung folgt.) Den Kriegsepsern Hin unfer hochstel Kant Arbeitstagung des Amtes für Kriegsopfer der NSDAP., Gau Westfalen=Süd 9• k“, Theiten des Reichsversorgungs=ten heute hei dem Tnde des Ernährers vollkommen Die dritte Klaffe den beiden Staffeln gab es keine großen Ereignisse und dennoch brachten diese Spiele überraschende Ergebnisse. Staffel 1: Die TG. Ehrenfeld, die in den letzten Spielergggzgte Leistungen zeigte, leistete sich Tiefbau eine Niederlage. Der DSC. 31 und Borussia Bochum lieferten sich in Wiemelhausen einen ausgegligenen Kampf, der unentschieden endete. Langendreer nicht überraschen und blieb mit:0 Treffern klarer und überlegener Sieger. Die Ergebnisse: DSC. 31 Bochum— Borussia Bochum:1 Dahlhauser Tiefbau— Té.„Ehrenfeld:1 Rb. Langendreer— Postsvort Bochum:5 Die Tabelle: Reichsbahn Bochum Postsport Bochum Langendreerholz Edelstahl Bochum Querenburg Bruchstraße D SC. 31 Bochum TG. Ehrenfeld Kaltehardt Bornssia Bochum Dahlhauser„Tiefbau Rb. Langendreer Staffel 2: Hier wurde der Siegeszug des VfB. Gerthe Der Verfolger des Tabellenführers BC. Hordel brachte den Gerthern die erste Niederlage in dieser Saison bei. In Herne blieb BfL. nur recht knapp über VfB. Börnig erfolgreich. Die Ergebnisse: BC Hordel— ViB. Gerthe:1 V/B. Börnig— BfL. Herne:3 Die Tabelle: VfB. Gerthe 8 Fortuna Herne BC. Hordel 7 BV. Hiltrop 8 VfL. Herne 8 Hannibal 7 Schwerin Castrop 8 Rasensport Wanne 6 SuT. Harven.. 6 TuS. 26 Altenbochum 7 B/B. Börnig 8 9 9 8 8 8 8 7 7 7 7 5 6 6 4 4 3 3 2 2 2 1 0 4 1 3 0 2 2 1 1 1 1 1 19:11 31:17 28:11 22:14 19:19 21:21 21:18 15:18 :8 10:14 :17 :30 14•4 13:5 12:4 11:5 •8 :8 :10 :9 •9 :10 :7 :13 Mit dem Fiel, Einzelheiten gesetzes zu besprechen, hatte das Ar der NSDAP. alle Kreisamtsleiter d falen=Süd zu einer Arbeitstagung in Gauhauptstadt Bochum geladen. Die unter der Leitung des Gauamtsleiters SA.=Brigadeführer Schönhoff(Dortmund) stehende Arbeitstagung wurde mit einer Besichtigung des Bergbaumuseums eingeleitet. Nachmittags begannen im Ratskeller die Beratungen. Am Sonntag vormittag wurde die Tagung fortgesetzt. Der stellvertretende Reichshauptstellenleiter Hameyer erörterte anschaulich die Entwicklung des Reichsversorgungsgesetzes, und der Wehrmachtfürsorge= und Versorgungsgesetzgebung und des Personenschädengesetzes an praktischen Beispielen. Der Krieg habe auf allen Gebieten des täglichen Lebens besondere Verhältnisse geschaffen und nicht nur Uniformträger, sondern auch die Zioievölkerung erfaßt. Der RSKOV. falle die Aufgabe zu, innerhalb des Volkes und besonders in der Wehrmacht den Wehrwillen und die Wehrfteudigkeit zu fördern. Die vom Kriege Beschädigten werden durch Reichsgesetz gut versorgt. Vor Beginn dieses Krieges schon sei die Bezeichnung Familienunterstützung in Familienunterhalt umgewandelt worden. Hinter dieser Aenderung stecke gleichzeitig eine wesentliche Verbesserung der Leistungen. Alle kriegsbeschädigten Soldaten haben nach dem Kriege einen 7 5 5 5 4 3 1 1 1 1 0 3 1 0 1 1 1 1 1 Rechtsanspruch auf ihren alten Arbeitsplatz. Bestehe die betreffende Firma nicht mehr, bei der sie in Arbeit standen, werde ihnen ein anderer Arbeitsplatz zugewiesen. Alle sonstigen Verpflichtungen und Versicherungen, welche die Soldaten vor ihrer erworben hätten, blieben bestehen, denn es soll auf keinem Gebiete irgend etwas verloren gehen. Während ihrer Einberufung müßte den Familienangehörigen volle werden. In. Falle des Heilbehandlung gewährt im Falle des Todes müßte das in Frage kommende Krankenkassensterbegeld an die Familienangehörigen ausgezahlt werden. Für diejenigen Soldaten, die vor dem Kriege einberufen wurden und die auf Grund einer Bestimmung aus der Krankenkasse ausgeschieden seien, habe man eine neue Regelung vorgesehen. Kriegereltern, die sich vor der Machtübernahme sehr schlecht standen, gehe es heute besser. Sie erhalten Beihilfen. Eine besondere Angelegenheit stelle die Krankenversicherung für di e Kriegshinterbliebenen dar. Sie erhielren heute bei dem Tooe des Ernahrers, spalhmmen freie Heilbehandlung, die besser sei, als die irgendeiner Krankenkasse. Hier erfolge auch keine Aussteuerung, denn die Heilbehandlung werde so lange gewährt, wie es erforderlich sei. Zur Frage der Kriegsopfersiedlung hob der Redner hervor, daß der Führer in dieser Hinsicht neue Maßnahmen erlassen habe, um den Kriegsbeschädigten ihren Besitz zu erhalten. Bezüglich der hin und wieder auftretenden Mißstände in den Ruhensbestimmungen sprach er die Hoffnung aus, daß solches mit der Zeit ganz verschwinden werde. Nachuntersuchung erfolge nur noch in besonderen Ausnahmefällen. Bei der Schaffung der Frontzulage für alte Frontkämpfer habe sich herausgestellt, daß anfangs dieses Krieges nur die schwerbeschadigten Frontkämpfer berücksichtigt wurden. Später habe der Führer eingegriffen und einen besonderen Betrag für die leichtbeschädigten Kameraden bereitgestellt. Die im Jahre 1934/35 eingeführte Steuerermäßigung für Kriegsopfer sei geschaffen worden, um eine doppelte Vergünstigung zu erreichen. Während früher Sozialrenten auf Kriegsrenten angerechnet und zwischendurch die Bestimmungen etwas gemildert wurden, habe man diese Bestimmung heute vollkommen beseitigt. Es dürfe auch nicht vergessen werden, daß vor der Machtübernahme sehr viele Kriegsopfer ohne Arbeit waren. Diese Kameraden seien auf Grund besonderer Bestimmungen in Zusammenarbeit mit den maßgebenden Behörden, allgemein gesehen, sehr schnell und gut wieder in den Arbeitsprozeß eingereiht worden. Durch die Bestimmungen über das Verwundetenabzeichen und Schaffung des Ehrenkreuzes seien die Kriegsopfer auch nach außen hin geehrt worden. Zum Personenschadengesetz führte der Redner aus, daß die durch einen feindlichen Fliegerangriff zu Schaden gekommenen Volksgenossen nach dem Wehrmachtsfürsorge= und Versorgungsgesetz behandelt wurden. Jetzt sei man bestrebt, das Reichsversorgungsgesetz, das Wehrmachtfursorge= und Versorgungsgesetz zu einem einheitlichen Gesetz zusammenzufassen. In Anschluß an einen Film über die Arbeit der NSOKV., Kreis Bochum, betonte Gauamtsleiter SA.= Brigadeführer Schönhoff zum Schluß der Tagung, daß alle Kameraden stolz und glücklich seien, in dieser großen Zeit den Führer bei seinen gewaltigen Aufgaben unterstützen zu durfen. PK.-Meisinger(Weltbild) =Boot=Dienst nicht ganz einfach! Dieser Seemann arbeitet auf dem ständig überspülten Deck, jeden Augenblick in Gefahr, über Bord gewaschen zu werden Presse-Hoffmann Rüstungsarbeiterinnen beim Führer Der Führer empfing in der Neuen Reichskanzlei 85 mit dem Kriegsvoerdienstkreuz PK.— Meisinger— Weltbild Deutsche Zerstörer auf Ein malerischer Blick von Bord eines Zerstörers auf die im Kielwasser folgenden Schiffe Das Gzirants der Vioni kendel Von kteinz Gusck 069. Er nannte sie Vroni Irgendwann einmal hatte Christoph Reinthaler diesen Namen gehört, der ihm besser zu der einfältigen Schönheit des Mädchens zu passen schien als zum Beispiel Bertha Huber. Wenn sie in dem kleinen süddeutschen Dorfgasthaus hinter dem Schanktisch stand und die schweren Bierkrüge spülte, sicher in den Bewegungen und von einem rührenden Eifer, holte Christoph Reinthaler regelmäßig seinen Zeichenblock aus der Tasche und versuchte, mit wenigen Strichen ihre Gestalt zu Papier zu bringen. Aber eines Tages fragte er sie, ob er sie malen durfe, richtig malen, mit Pinsel, Farbe, Leinwand, nun, sie wüßte ja sicher Bescheid. Vroni sah ihn groß an und stellte den schweren Krug, den sie in der Hand hatte, langsam auf den Tisch.„Malen? Sie wollen mich malen? fragte sie mit einem etwas starren Lächeln, während ihr Gesicht eine matte Röte überflog:„Aber warum denn gerade mich? Ich weiß nicht... Aber da wußte Christoph Reinthaler schon, daß er gewonnenes Spiel hatte. Er sprach mit dem Wirt und verabredete eine Zeit, wann er Vroni entbehren konnte, er ließ sich noch einen Krug Bier geben und sah, wie durch das Fenster das Licht in breiten Streifen über den Schanktisch floß. Vroni stand da und lächelte und er sah durch ihr Lächeln hindurch die Welt in einem goldenen Glanz liegen, in einer seltenen Schönheit, wie ein großes Weizenfeld, über das der Abendwind zog... An einem der nächsten Tage kam Vroni zu ihm. Sie trug ein buntes Kopftuch über dem flachsgelben Haar und einfache Sandalen an den Füßen, die wie eine lustige Musik durch den Flur klapperten. Reinthaler gab ihr die Hand, sie zögerte ein wenig, als sie sein Atelier betrat, sie zeigte eine Unruhe, die nicht zu ihr paßte und die erst schwächer wurde, als Christoph zu malen begann. Sie stand vor einem Kamin mit bunten Kacheln und sah seiner Arbeit zu. Das enge Mieder, das sie trug, und der, weite, farbige goa bilbeten einen reizenden Gegensatz. Alles an iyr war Wirklichkeit. Wenn sie sich bewegte, sah sie Christopy Reinthaler mit lächelnder Strenge an, dann stand sie wieder ruhig, aber doch gelöst in ihrer Haltung. Es war sehr still im Raum. Wenn draußen ein Geräusch war, schrak Vroni jedesmal zusammen, als sei es eine Heimlichkeit, hier zu sein und gemalt zu werden, aber je öfter sie in den nächsten Wochen kam, desto wohler schien sie sich in der fremden Umgebung zu fühlen. Reinthaler empfand es mit wachsender Freude. Noch nie war er so in seine Arbeit vertieft gewesen, und er bedauerte es fast, als das Bild eines Tages vollendet war. Als er es Vronni zeigte, glitt ihr Blick von dem Bild fort in seine Augen.„Gefällt es dir, Vroni? fragte er, als ob von ihrem Urteil alles abhinge.„Es ist sehr schön“, sagte sie, aber es schien, als ob sie den Raum meinte, in dem sie mit dem Maler zusammen war, nicht das Bild. Ein paar Tage später mußte Christoph Reinthaler das Dorf verlassen und wieder in die Stadt zurück. Er hatte Vroni nicht noch einmal gesehen, und wahrend er im Zug saß, war es, als entfernte sich ihr Gesicht immer mehr von ihm, wurde fremd und unwirklich... Vroni lebte die nächste Zeit wie in einem schmerzlichen Traum dahin. Jeden Tag glaubte sie; von stoph Reinthaler Nachricht zu erhalten. Er hatte ihr nichts versprochen, aber konnte es anders sein? Sie sand in den Nächten wenig Schlaf, sie wurde blaß und unfreundlich gegen andere, ohne daß sie eigentlich wußte, warum.. g8 8. Sict Eines Tages kam ein Fremder aus der Stadt in das Wirtshaus, in dem Vroni die Krüge spülte. Er bestellte Bier und holte ein Bündel Zeitungen aus der Tasche; er las darin, und als der Wirt an seinen Tisch trat, ließ er sie wieder sinten.„Komischer Zufall", sagte er und zeigte auf ein Bild in einem der Blätter. die vor ihm lagen:„Man könnte denken, es wäre das Mädchen dort...“ Der Wirt sah auf das Bild.„Ja, das ist die Vroni, so nannte er sie nämlich, der Maler...“„Es hat den ersten Preis in dem großen Kunstwettbewerb erhalten“, hörte Vroni den Fremden sprechen, dann kam schon der Wirt zu ihr und zeigte das Bild.„Sieh mal, Vroni, das bist du!“—„Nein!", sagte sie, ihr Gesicht war starr und sie fühlte, wie sich ihr Herz zusammenkrampfte.„Doch, das bist du!" sagte nun auch der Fremde und lächelte sie an. Aber Vroni sagte wieder nichts als„Nein“ und ging aus dem Zimmer. Ihr Bild stand in den Zeitungen, er hatte den ersten Preis dafür bekommen, und was hatte sie? Hatte sie nicht ein Recht auf ihn? Er hatte sie gemalt und sie hatte ihn doch verloren. Sie lehnte ihren Kopf an den Türrahmen und weinte... Aber plötzlich hörte sie drinnen im Wirtsraum den Fremden sprechen, sie lauschte zwischen Tränen auf seine Stimme, die mit dem Wirt sprach, ernst und teilnahmsvoll, aber doch so laut, daß Vroni sie hören konnte. „Es ist seltsam mit diesem Bilde da“, sagte der Fremde,„es hat dem Maler das Leben gcrettet. Denn er lebte verkannt in Armut, vielleicht weil er sich nie an die Oeffentlichkeit drängte. Seine Freunde haben ihn beschworen, das Bild vor das Preisgericht zu stellen. er hat es immer abgelehnt. Bis ganz zuletzt, als er nichts mehr hatte. Da gab er nach. Und nun hat ihm das Bildnis so viel Geld und Ruhm gebracht, daß er mit einem Schlage alle Sorgen los ist. Sehen Sie, so ist das Leben manchmal... Es ist wie ein Schicksal um dieses Bild.“ Als Vroni wieder ins Zimmer trat, waren die Tränen getrocknet, ihre Augen leuchteten mit einem seltsamen Schein, als sähe sie hinter allen Dingen ein Leben, das ihr gehörte, wenn es auch verloren schien. Dann griffen ihre Hände wieder zu den Krügen auf dem Schanktisch und der Fremde stand auf und ging mit einem lächelnden Gruß zu ihr hin aus dem Zimmer. Ein Suc Zuhr vorbei!... Von S. steting An der Strecke stand das kleine Bahnwärterhaus. Hineingeduckt in die Mulde des Tales, und das kleine Birkenwäldchen blinzelte es mit geranienumrankten Fenstern auf die Schienen, und jedesmal, wenn ein Zug vorüberbrauste, stand Bahnwärter Lorenzer vorschriftsmäßig am Läutewerk und ließ den Zug vorüber. Es hielten nicht viele Züge auf der kleinen Station vor dem Bahnwärterhäuschen, und der alte Lorenzer auf seinem Posten sah selten unten an der Station Leute aussteigen, nur manchmal ein Urlauber kam jetzt, der auf einen der einzeln stehenden Höfe mit schweren Schritten zustavfte. I#umsrt. g. Seit Tagen aber, da sah Bahnwarter Lorenzer jedem nahenden Zuge mit brennenden Augen entgegen, denn in jedem glaubte er das Gesicht des Sohnes herausgrüßen zu sehen. Der Sohn hatte geschrieben, daß Rock hilgs er in Urlaub komme. Jedesmal, wenn das Läutewerk spo: in dem einsamen Bahnwärterheztscheg zu zsingelg be*“.**c gann, wurde er von einer mer#wurdigen, Unruhe erfaßt, die ihn kaum noch die Schalthebel richtig bedienen ließ. Und immer, wenn der Zug vorüber war und aus den vielen fremden Gesichtern, die sich an die Fenster drangten, er nicht das des Sohnes entdeckt hatte, ging er mit schwerem Herzen ins Bahnwärterhaus zuri. Die Frau hatte das kleine Stübchen für den Sohn schon hergerichtet, die Tür war mit Eichenlaub umkränzt, und alles atmete den Willkomm sehnsüchtiger Elternliebe. Das Warten legte sich schwer auf ihre Herzen, und in langsamen Worten beschwören sie das Bild des Sohnes herauf, wie er noch als kleiner Junge um das kleine Bahnwärterhaus gesprungen, wie er dann in die Realschule ging, und wie er sich später freiwillig zum Militär meldete und erstmals in seiner Uniform auf Urlaub kam. Das war dann ihr Trost, mit dem sie das lange Warten bändigten. Der alte Lorenzer stand wieder auf seinem Posten. Ein Militärtransport war angekündigt, der eben passieren sollte. Der Bahnwärter tastete sich mit seinen Augen in die Ferne, wo eine Rauchfahne das Nahen des Zuges anzeigte, das Pusten der Lokomotive kam näher, und der Zug wuchs wie eine große schwarze Schlange beran.„Han hi: ein=gluen Wagen Aus Lorenzer erkannte schon die einzelnen Wagen. Aus den Fenstern drängten sich gebräunte und entschlossene Soldatengesichter. Aus einem Abteil winkten eifrige Hände. Den alten Bahnwärter erfaßte ein jeher Schreck. Das war doch Hannes, der Sohn! Ein breites, lachendes Gesicht wuchs ihm entgegen. Hände streckten sich nach ihm aus, als wollten sie hinübergreifen in das kleine Bahnwärterhaus und zu dem Mann, der davor stand.„astaus Hri..2 Sah. „Vater, wir kommen nach Westen“, schrie der Sohn *Von einem späteren Urlaub hörte der Vater noch, aber die Worte hatte der Wind schon zerstückelt, und ehe sich der Bahnwärter versah, war der Zug schon vorüber. Der Mann hatte kaum Zeit gefunden, sich zu besinnen. Das Wort war ihm in der Kehle stecken geblieben. Erst jetzt, da in weiter Ferne nur mehr ein ganz kleiner, schwarzer Punkt zu sehen war, erwachte der Bahnwärter wie aus einem schweren Traum. Ganz langsam ging er ins Haus zurück. „Grad ist der Hannes vorbeigefahren", sagte er zu seiner Frau. Die beiden sahen sich an und wußten kein Wort mehr zu sagen. Erst langsam löste sich die Starre ihrer Glieder wieder, und der alte Lorenzer umfaßte die zitternde Gestalt seiner Frau. Er fand ein schmales Lächeln. „Gut sieht er aus, der Junge...“ Bei aller Not fand er sich getröstet in der flüchtigen Begegnung, die wie eine Erscheinung gewesen war. Thult Tallleel Nietzsche als Kanonier Als Friedrich Nietzsche bei der Artillerie in Naumira sein Jahr abdiente wurde einmal für eine Einblrg sem Bage appiente, wurde einmat fut eine Einrichtung am Geschutz die nötige Erläuterung gegeben, die Nietzsche zum ersten Male hörte, aber sogleich begriff, wahrend einem Kameraden, der bereits im dritten Jahre diente, die Erleuchtung über das so oft Gehörte immer noch nicht kam. Der Unteroffizier, in der Absicht, gleichzeitig den einen zu tadeln und den anderen zu toben, erklärte daraufhin:„Schulze, Sie sind aber wirklich gar zu dumm, selbst der Freiwillige Nietzsche hat's schon begriffen.“ Nach Wunsch In der“guten, alten Zeit". Bei einem Berliner Theater herrschte wieder einmal Publikumsebbe. Der Direktor saß selber an der Kasse und wartete auf das Erscheinen zahlender Zuschauer. Endlich trat eine alte Dame heran, die zwei teure Karten zu vollem Kassenpreis verlangte. Während sie das Geld hinlegte, erkundigte sie sich, ob in dem Stuck auch geschossen werde. „Jawohl“, antwortete der Direktor diensteifrig,„sogar zweimal!" „Ach, dann ist das Stück doch nichts für mich, denn ich kann die Knallerei nicht vertragen!“ sagte die Dame enttäuscht, nahm das Geld wieder an sich, legte die Karten zurück und wollte sich entfernen. „Da war der Direktor wie der Blitz aus seinem Verschlag heraus, stürzte der Dame nach, ergriff sie am Arm und sprach in beschwörendem Ton zu ihr: „Bleiben Sie, meine Dame, ich bitte Sie darum! Wir kommen unseren Besuchern selbstverständlich in jeder Weise entgegen— also gut: Es wird heute abend nicht geschossen!" Die Noten Von Will Besper In einem großen Schrank in einem alten Hause standen viele Bücher, und mitten unter diesen Büchern stand auch ein Band, ganz angefüllt mit Noten, so wie sie die Musiker schreiben. Die Bücher, die in dem Schrank standen, schöne Geschichten und Dichtungen und Bücher der Weisheit, wurden eins nach dem anderen, bald dies, bald jenes, von den Menschen, die in dem Hause wohnten, herausgenommen und gelesen. Darauf waren die Bücher sehr stolz, daß so schöne Geschichten und soviel Weisheit in ihnen stand und daß sie berufen waren, das alles den Menschen mitzuteilen, immer wieder, viele Jahre lang. Aber die Noten wurden nie aus dem Schrank herausgenommen, niemand sah sie je an, denn es war niemand in dem Haus, der sie zu lesen oder zu spielen verstanden hätte. Darum verachteten die anderen Bücher dieses Notenbuch und sagten:„Du scheinst aber auch zu gar nichts nutz zu sein. Wie viele Jahre stehst du nun schon hier und nimmst uns den Platz fort. Niemand sieht dich an, und wenn einmal eine Hand dich wie aus Versehen herausnimmt, so stellt sie dich schnell wieder hin, weil an dir wirklich auch nicht das geringste dran zu sein scheint.“ Die Noten selber schämten sich zuletzt, daß sie so nutzlos waren. Es war so lange her, daß sie einmal gespielt worden waren, daß sie sich kaum noch daran erinnerten. Darum drückten sie sich ganz bescheiden in eine Ecke und wurden vor Kummer und Verschlafenheit ganz grau und staubig und wären am liebsten gar nicht mehr dagewesen. Da kam eines Tages ein Musiker, der etwas von Noten verstand, in das Haus, kam auch an den Schrank, griff nach den Büchern und stellte sie wieder hin und fand zuletzt auch die Noten, holte sie hervor, blätterte fröhlich darin und pfiff und summte und sang sogleich, als bluhte es ihm aus den alten, vergilbten Papieren entgegen.„Welch ein schönes Werk“, sagte er, und bat eine Dame, die dabei stand, daß sie es ihm leihen möge. Er ging dann ganz schnell nach Hause, setzte sich an sein Instrument, legte die Noten darauf und begann zu spielen. Und seht, da zeigte es sich, welch ein Leben da jahrelang verachtet und verstaubt und doch ganz frisch und lebendig in den alten Noten geschlafen hatte. Das ganze Haus tönte von Musik. Es war so, als höre man die Engel Gottes im Himmel in schönen Chorälen singen. Die Stube und das Ohr und das Herz des Musikers waren angefüllt mit Musik wie ein Garten mit Rosen. Und die schone Frau, die ihm die Noten geliehen hatte, stand hinter ihm und war auch ganz angefüllt mit Rosen. Man sah es an ihren glücklichen Augen und ihren roten Lippen und dem Kuß, den sie dann dem Musiker gab und der gar kein Ende nahm. Dann fuhr sie mit der Hand über die Noten und streichelte sie.„Wie lange haben sie still und stumm dagelegen", sagte sie.„Wir dachten schon, sie wären gar nichts wert. Und nun sind sie so voll Schönheit. So ist es wohl mit vielen Dingen. Man darf nichts für tot und wertlos halten. Vielleicht wohnt doch in allem eine heimliche, herrliche Musik, und wer es versteht, der lockt sie hervor und bringt sie zum Singen.“ „Und erntet einen Kuß dafür", sagte der Musiker und umarmte die schöne Frau,„und einen Schatz für sein ganzes Leben.“ „Wenn du willst!“ sagte die schöne Frau, und dabei war eine solche Musik in ihrer Stimme, daß die Noten nachher, als sie allein waren, meinten, das sei das Schönste vom Ganzen gewesen. Und das war es auch. Geschichtstatel 18. November 1772 Prinz Louis Ferdinand von Preußen in Berlin gevoren(gefallen bei Saalfeld 1806). 1827 Der Dichter Wilhelm Hauff in Stuttgart gestorben (geboren 1802). 1863 Der Dichter Richard Dehmel in Wendisch=Hermsdorf geboren(gestorben 1920). 1922 Die NS DAP. wird in Preußen=verboten. 1936 Anerkennung der spanischen Nationalregierung des Generals Franco durch das Deutsche Reich und Italien. 1— Stelinansetos) Selbst. alleinarbeitender Schaufenstergestalter der Markenartikelbranche sofort gesucht. Juschriften unt. Bl1 5417 Rnzeiger Junge oder Mädchen als Beifahrer ges. Bäckerei Bernhard Menne, Oskar=Hoffmann= Straße 30 Suche für mein. Haush.(3 Pers.) Halsehiln für ¼ Tage, zum 1. Dezember. Frau Funke, Wrangelstraße 23 Tüchtige Friseuse gesucht. Willi Rauch, Wittener Straße 59 Für Stiepel Zeitungsbotin gesucht. Bochumer Anzeiger Tüchtiges Mädchen uhassen und zu Hause schlafen muß, zuheisen und ag Laufe Wmgzun für Großküchenvetrieb sofort gesucht. Karl Klein, Polizeipräsidium. 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Novbr. 1940 Volksblldungsstätte Bochum Flimvortrag: „Die Erlebnisse eines Rennfahrers“ Redner: Rennfahrer Rudolf Hasse Der Vortrag findet am Montag, dem 18. Nov. 1940, um 19.15 Uhr in der Verwaltungsakademie, Wittener Straße 61 statt. Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich Motormarkt Werbemittel gibt's gar viel, Viele führen auch zum Ziel: Doch die schneliste Wirkung hat Zweifellos das Inserat! Motorrad 350 Kbz., steuersr., u. Waschmaschine mit Motor zu vr. Brückstr. 21, 3. Et. Die Abteilung IV des ReioneReiontawbundes veranstaltet in Verbindung mit dem Deutschen Prauenwerk am Montag, dem 18. Nov. 1940, 15.30 Uhr, im Parkhaus(Stadtpark) eine Kobeninntglicderversunrmlung Es spricht Parteigenosein 8. Cramer Gäste willkommen. Eiatritt fret! A AuE gibt es nicht mehr! Die lästigen Schmerzen verschwinden. Sie können wieder leicht und beschwingt gehen, wenn Sie Ihre Füße ptiegen lassen durch Vfnkelep Fubproktiher Zühheiel ainlagen nach Maß. Auch Hühneraugen, Hornhaut, eingew. 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Theater 7 Uhr: Ihr erstes Erlebnis K Kaffee Berning Wittener Str.—8, gegen0l dem Parkplatz. Ruf 67860 Du waret unser Stolz und unsere Freude Den Fließertod erlitt durch einen Unglückstall fern der lleimat mein lieber, berzensguter Sohn, unser einziger, unvergehlicher Bruder Bordtunker Kure Spriliger Im blühenden Alter von 20½ Jahren In tiefem Schmerz: Frau Wwe. Emilie Springer geb. Klimmeck Ursel Springer Edith Springer und Anverwandte Bochum-Weitmar(Markstr. 406). Litzmannstadt und Ostpreuben, den 16. November 1940 Die Beisetzung fand am 13. d. M. statt Heute ist unser lieber Vater, Schwiedervater, Orosvater, Schwager und Onkel, der Gastwirt i. R. PierkiammrRese nach kurser Krankheit im 75. Lebensjahre für immer von uns Gegangen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Familie Albert Berkenberg Bochum, den 16. November 1940 Castroper Str. 195 Die Trauerteier findet am Dienstag, dem 19. November 1940, 15 Uhr, in der Totenkapelle des Grummer Friedhofes statt anschließend 15.30 Uhr Beerdigung. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche Wir erhleiten die traurige Nachricht, daß mein lieber Sohn, unser guter Bruder und Vetter, der Oberschütze Stte Fiam nach kurzer Krankheit, im Alter von 22 jahren, als Soldat für Führer und Reich plötzlich und unerwartet entschlafen ist. In tiefem Schmerz: Frau Wwe. Paul Hahn nebst Kindern und Anverwandten Bochum(Redemptoristenstr. 11), den 16. Nov. 1940 Die Beerdigung des lieben Verstorbenen findet am Dienstag, dem 19. November 1940, nachm. 15.30 Uhr. von der großen Leichenhalle des Friedhofes am Freigrafendamm aus statt. Trauerfeier eine halbe Stunde vorber Am 10. November 1940 starb nach kurzer, schwerer Krankheit in einem Lazarett unser Arbeitskamerad Oberschütze Stte Hiami Wir verlieren in dem Verstorbenen einen treuen Mitarbeiter, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden. Bochum. den 16. November 1940 föhrung und belolgschalt der Leder- und Treibriemenfabriken Theodor Küper& Söhne An den Folgen eines alten Leidens starb nach Tellnahme an dem siegreichen Feldzug im Westen 13. d. M. im Lazarett unser Arbeitskamerad, der Gefreite Gustaf-Biinkmann Der Verstorbene war ein arbeitsfreudiger, pflichttreuer Mitarbeiter, der wegen seines freundlichen Wesens und der Lauterkeit seines Charakters von seinen Arbeitskameraden geschätzt wurde. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten und rufen ihm ein letstes Glückauf in die Ewigkeit nach föhrung und belolgschaft der Bentol-Verband Gosellschaft mit beschränkter Hattung Nur Arbeit war dein Leben, Nie dachtest du an dich: Nur für die Deinen streben. — War deine höchste Pflicht. Heute morgen verschied plötzlich und unerwartet infolge Unglückstalles mein über alles geliebter Mann, unser guter. treusorgenderVater, mein lieber Sohn, unser guter Schwiegersohn, Bruder. Schwager. Onkel und Vetter Wehmattmmaser Im blühenden Alter von 43 jahren, nach dberaus 17jähriger glücklicher Ehe. In tiefem Schmerz: Die trauernden Hinterbliebenen Bochum-Stiepel, den 15. November 1940 Die Beerdigung findet am Dichstag, dem 19. November, um 16.30 Uhr. vom Trauerhause, Kemnader Strabe 311, aus statt. Hausandacht eine halbe Stunde vorher. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zugegangen ist, diene diese als solche Noch in der jahre Schaffenskraft hat dich der Tod hinweggerafft — aus arbeitsreichem Leben und tatenfrohem Streben Nach Gottes hl. Willen verschied Mittwoch abend 19 Uhr infolge Betriebs unfalles mein lieber Mann, unser guter. treusorgender Vater. Schwiegersohn. Bruder. Schwager und Onkel Aug Soonsk Im Alter von 40 Jahren. Dies zeigen mit der Bitte um stille Teilnahme an Frieda Sontowski geb. Poetzel nebst Kindern und Anverwandten Bochum(Buselohstr. 116),.-Harpen. Dortmund. Buchwalde(Ostpr.), den 18. November 1940 Die Beerdigung findet heute, Montag, nachmittag 15.30 Uhr von der Kapelle des Hauptfriedhofes am Freigrafendamm aus statt. Trauerteier eine halbe Stunde vorber Am 13. November 1940 verunglückte auf unserer Schachtanlage 6/7 in treuer Pflichterfüllung bei Ausübung seines Berufs der Hauer AUgusssehnswsk Wir verlieren in dem so plötzlich aus dem Leben Geschiedenen ein tüchtiges Gefolgschaftsmitglied und einen treuen Kameraden, der sich in der fast zehnjährigen Tätigkeit bei uns besonderer Beliebtheit und Wertschätzung erfreut hat. Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten. Bochum, den 16. November 1940 führung und befolgschalt der bewerkschalt Vereinigte Gonstantin der Große Bochum Heute morgen 2 Uhr verschied plötzlich und unerwartet unser lieber Vater. Schwiegervater. Großvater und Schwager, der wohlächtbare LLUpers Piammhes Im Alter von 70½ Jahren Um stille Tellnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen Bochum. Schwelm und Amerika, den 16. Nov. 1940 Die Beerdigung findet Dienstag, den 19. Nov., um 15 Uhr, vom Friedhof am Freigrafendamm aus statt Nach Oottes beiligem Willen verschied heute um 20.45 Uhr nach langem, schwerem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Grobmutter, Tante und Kusine Prad Wie. Maria-Buchhein teb. Rite mehrmals gestärkt mit dem Tröstungen unserer hl. Kirche, Im Alter von 74 Jahren. In stiller Trauer Josef Schulte und Frau Teal geb. BuchholAlbert Rettig und Frau Maris geb. BuchholErnst Buchhoiz und Frau Maris geb. Wurm Gustar Buchhelz und Fran Maris geb. Kihler und 4 Enkelkinder Bochum(Roonstraße 33). Mülbeim(Ruhr), BuerBeckbausen. Hüsten, den 16. November 1940 Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 20. Nov., vormittage 10.30 Uhr, von der kleinen Trauerhalle des Hauptfriedhofes am Freigrafendamm aus statt. Das Seelenhochamt ist vorher um.15 Uhr in der St.-Marien-Kirche Donnerstag mittag 1 Uhr entschlief nach Oottes heiligem Willen unsere liebe, gute Schwester. Schwägerin und Tante Wirne Zaura Hoirneg geb. Kathagen nach einer langen, schweren Krankbeit. Im Alter von 65 Jahren. In tiefer Trauer: Die Hinterbliebenen .-Oerthe(Echsee 38) u. Harpen, d. 18. Nov. 1940. Die Trauerteier findet heute. Montag, nachmittag 14.30 Uhr in der Friedhofshalle des Gertber Friedhofes an der Kirchharpener Strabe statt. Anschließend die Beisetsung. Allen, denen aus Versehen keine Nachricht zuging. diene diese als solche Am 14. November 1940 verschied unerwartet an den Folgen einer Operation unser Gefolgschaftsmitglied Bauführer Gusiav Köpiel Im Alter von 46 Jahren. Wir verlieren in dem Verstorbenen, der seit dem 1. 6. 1929 in unseren Diensten stand, einen äußerst befähigten, pflichttreuen Beamten und allerseite beliebten Arbeitskameraden, dem wir stets ein ehrendes Andenken bewahren werden. Führung und Gefolgschaft der Harpener Bergbau Aktiengesellschaft Gruppe Bochum Nachruf Mitten aus rastlosem Schaffen wurde unser Arbeitskamerad Hauer auf unserer Anlage Lothringen I/II. sur letzten Grubenfahrt abberufen. In den 12 Jahren die der Verstorbene unserer Betriebsgemeinschaft angehörte, hat er sich durch Pflichtbewußtsein und vorbildlichen Arbeitseinsats ausgezeichnet. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Zur letzten Grubenfahrt Glück auf! Fführung und Gefolgschaft der Bergbau-Rktlengesellschaft Lothringen Anlage Lothringen IVII! Am Donnerstag, dem 14. November 1940 verschied infolge Unglückstalles auf der Georg-Marien-Hütte der Klöchner-Werke 40. unser Gefolgschaftsmitglies Priz Krumffac aus Bochum-Dahlhausen. Wir verlieren in ihm einen treuen, einsatzbereiten und tüchtigen Arbeitskameraden, dem wir ein ehrendes Andenken bewahren werden. Führung und Gefolgschaft der „Altwert“ Gmbki, Essen Nachruf Am Donnerstag, dem 14. November 1940, erlag in den besten Mannesjahren einem tückischen Leiden der Lehrer Wilhelm Kramme Mit ihm sinz ein vorbildlicher Erzieber, ein aufrechter Mensch und Kämpfer von uns. ich werde seiner stets ehrend gedenken. Bochum, den 16. November 1940 Der Oberbürgermeister Familien-Nachrichten aus anderen Zeitungen übernommen Geboren: Knaben: Essen=Heisingen: Hermann Schäfer(Ursula Lilge). Essen=Steele: Karl Zobel(Käthi Trüschel. Verlobte: Dortmund: Gertrud Michalowskt mit Bernhard Hammer. Hildegard Kleinschmidt mit Dr. Gerhard Dapprich. Witten=Annen: Ilse Kopler mit August Schrumpf. Witten: Inge Vaupel mit Karl Theo Plate. Essen=Bergeborbeck: Grete Karwelts mit Willi Justen. Vermählte: Dortmund: Hans Brauckmann mit Friedel Holtmeter. Hans Pellmann mit Luise Czyverek. Dortmund=Aplerbeck: Reinbold Becker mit Hedwig Ahrens. Witten=Annen: Kurt Schulte mit Erna Schade. Witten: Werner Ostermann mit Erika Steffen. Essen=Steele: Georg Ruhrbruch mit Geks Trst. torben. Vortmund: Aug. Weyer, 70 J. Frau Paula Atmann, geb. Kraft, 28 J. Frau Emmy Winkens, ged. Teßmer 33 J. Dortmund=Kleinholthausen: Frau Emma Heitmann, ged. Schübbe, 70 J. Heiraten 31jähr. Mädchen, mit gut. Aussteuer u. Ersp., wünscht einen nett. Herra kennenzulern. zw. Fseitat Nur ernstgem. Zuschrift. u. R K 18921 Anzeiger Verloren R. dunkelbl. Hamenschah m. Holzsohle verloren. Geg. Bel. abzug. b. Jeskulke, A. d. Landwehr 42 Wer bringt Bohnenstangen v. Buer=Resse mit n. Bochum? Zuschriften unter K F 18137 Anz. S eele Einider preiswert, sauber, schneit Bockau& Froese 25 Viktoriastr. 25 zwischen Amtegericht u. Rottstraße Hermann Larbig Nugo-Schultz-Str. 50 Rut 63303 versicherungen aller Branchen Bezirksdirektion der Nordstern Lebensversicherungs A. C. und Nordetern Allgemeine Versichevunge# d. Gotlo SAppflegesteko! Brückstraße 23 KNG Viehseuchenpolizeiliche Anorduung. Nachdem unter dem Rinoolehdestande des Bauern Wilhelm SchulteKleinherbede in Bochum=Querenburg, Kleinherbeder Straße 54, die Maul= und Klauenseuche amtstierärztlich festgestellt worden ist, wird zum Schutze gegen diese Seuche auf Grund der§§ 18 ff. des Viehseuchengesetzes vom 26. 6. 1909(RGBI. S. 519) mit Ermächtigung des Regierungspräsidenten in Arnsberg solgendes bestimmt: Sperrgebiet umfaßt das Seuchengehöft. Es wird begrenzt von der Wittener Straße bis Urbanusstraße, Urbanusstraße bis grenze Witten, Stadtgrenze Witten bis Oelbach, Oelbach in nördl. Richtung bis Wittener Straße. Auf das Sperrgebiet finden die Bestimmungen der Viehseuchenpoltzeilichen Anordnung des Herrn Revom 1. 12.°1338 1 Ver. 321 (Amtsbl. Sonderbeil. z. Stück 50) Anwendung,„ Pahamp, Bochum, den 16. November 1940. Der Oberbürgermeister als Ortspolizeibehörde. Unter dem Geflügelbestande des Heinrich Mahn in Bochum, Freiheitstraße 24, ist Geflügelcholera amtstierärztlich festgestellt worden. Bochum, den 16. Novemoer 1940. Der Oberbürgermeister als Ortspolizeibehörde Die Bestellscheine der am 17. 11. 1940 ausgegebenen Aepfelkarten können erst nach vorherigem Aufruf an Händler oder Geschafte abgegeben werden, da zuvor die Zulassung der Verteiler zur Ausgabe der Aepfel geregelt werden muß. Nichtzugelassene Verteiler dürfen diese Bestellscheine nicht entgegennehmen. Bochum, den 16. Novemver 1940. Der Oberbürgermeister Straße Nr. 49, wird die Sperre verhängt. Den Sperrbezirk bildet das von der Bismarckstraße, der la=RocheStraße, der Güterbahnstrecke von der Baukauer bis zur Rottstraße, der Rott=, der Baukauer, der Forell=, der Germanen= und der Kaiserstraße umgrenzte Gebiet. Für diesen Bezirk finden die Bestimmungen der viehseuchenpoltzeilichen Anordnung des Herrn Reichsund Preuß. Ministers des Innern vom 9. 2. 1938(.=Anz. Nr. 36) und des Herrn Regierungspräsidenten vom 1. 12. 1938(Amtsblatt St. 50 SB.) Anwendung. Ein Beobachtungsgebiet wird nicht festgelegt. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Bestimmungen werden nach § 328 des Reichsstrafgesetzbuches und nach§§ 74 bis 76 des Viehseuchengesetzes vom 26. 6. 1909 bestraft. Diese Anordnung tritt sofort in Herne, den 14. November 1940. Der Oberbürgermeister als Ortspolizeibehörde. Der Invalide Aloys Plückthun, geboren am 29. Mai 1869, wohnhaft in Bochum=Linden, Spritzenstraße 6, ist wegen Trunksucht entmündigt. Bochum, den 11. November 1940. Das Amtsgericht. WNEE Eierverteilung Auf den für die Zeit vom 21. 10. bis 17. 11. 1940 gültigen Bestellschein der Reichseierkarte wird als 3. Rate u7 umm auf Aoschnill. 1 Ei für jeden Versorgungsberechtigten ausgegeben, und zwar in der Zeit vom 14. 11. bis 17. 11. 1940. Sollten die Eier nicht sofort greifbar sein, so wollen sich die Versorgungsberechtigten gedulden, da die Auslagerung aus den Kühlhäusern nicht so schnell vorgenommen werden kann. Wattenscheid, 15. November 1940. Der Oberbürgermeister Oeffentliche Mahnung Die im Monat November 1940 fällig gewesenen und bisher noch nicht entrichteten Abgaben werden hiedurch angemahnt, nämlich: fällig am 11. 11. 1940: Bürgersteuer für das Vierteljahr Okt.(Dez. 1940 fällig am 15. 11. 1940:— Abgaben vom Grundeigentum für den Monat November 1940 Kurkosten für den Monat scovemder 1940. Jeuu Unterstützungsveitrage für den Monat November 1940 Schulgelder für den Monat November 1940„ 4— Lohnsummensteuer für den wconat Oktober 1940 Hundesteuer für das Vierteljahr Okt. Dez. 1940 Gewerbesteuer für das Vierteljahr Okt. Dez. 1940„auhm Semta. Beiträge zur tanow. Beruspgenossenschaft für das Halbjahr Okt. 1940 März 1941.„al. I..u. fällig sofort nach terhatt des Zuhlzettels: Berufsschulbeiträge für 1940 Mit dem Ablauf der Fälligkeitstermine wird auf Grund des Gesetzes vom 24. 12. 1934 ein Säumniszuschlag von 2 Prozent erhoben. Die nach dem 22. d. M. noch vorhandenen Rückstände werden im Verwaltungszwangsverfahren beigetrieben...,„0 Petimer 18.10 Wattenscheid, 10. Novemoer 1940. Der Oberbürgermeister(Stadtkasse) als Vollstreckungsbehörde Viehseuchenpolizetliche Anordnung. Zum Schutze gegen die Maul= und Klauenseuche wird auf Grund der 88 18 ff. des Viehseuchengesetzes vom 26. Juni 1909(RGBl. S. 519) mit Ermächtigung des Herrn Regierungspräsidenten in Arnsberg folgendes bestimmt: Ueber das Gehöft der Landwirtin Toni Große=Lahr, Herne, Baukauer Einlagen nach Maß nur vom Fachgeschäft Otto Möller Orthopädie-Mechanikermeister. Bandagist, Bochum, Rottetr. 8R Lieferant sämtl. Krankenkassen und der Ruhrknappschaft S A F Cnmam Wer will als Schriftleiter mitgestalten und mitverantworten? Wer journalistische und schriftstellerische Begebung mit besonderem Verständnis für das Geschehen unserer Zeit vereinigt, wer politischen Verstand und Verantwortungsbewußtsein beeitst, der sollte die Laufbahn des Schriftleitere au seinem Lebenssiel machen. Wichtige Aufgaben im Dienste des deutschen Volkes sind es, deren täg. liche Erfüllung dem Schriftleiter zugewiesen ist. Aber gerade darum wird jeder, der mit Ernst und begeisterter Hingabe an das ihm anvertraute Werk herangeht, in dieser stolzen Verantwortung höchste Erfüllung und Befriedigung finden. Was könnte es auch Schöneres geben, als unmittelbar aus dem täglichen Geschehen heraus am Aufbau Großdeutschlands mitzuschaffen, ihn für Gegenwart und Zukunft mitsugestalten und so mitten in diesem großen und ewigen Werden zu stehen. Die Mäglichkeit, bei einem Verlag für ein Ausbildungsjahr eingestellt zu, werden, muß von dem Bewerher selbst gesucht und gefunden werden. Schreiben Sie darum bitte an den Verlag des„Bochumer Anzeiger“. Auf Wunsch erhalten Sie hostenlos die aufschlußreiche und interessante Broschüre zugesandt:„Zeitungsberufe— reich an Spannung und Erlebnis!“