N. 43. Oipe, Mittwoch den 28. 1890. Erscheint, n Mittwoch und Samstag und kommt bereits Dienstags und Freitags nachmittags zur Ausgabe. Abonnementspreis„vierteljährlich 1 Mk. 20 Pf., per Post bezogen 1 Mk. 25 Pf., mit Illustriertem Sonntagsblatt 25 Pf. mehr. Verantwortlicher Redakteur: Gottfried Ruegenberg. das Sauerland und speziell für den Kreis Olpe. Anzeigegebühr: 10 Pfg. für die einspaltige Petit= Zeile oder deren Raum, unter 4 Zeilen 40 Pfg.; Reklamen 25 Pfg, die Zeile. Die Besorgung von Brisfen und Annahme von Adressen wird mit 25 Pfg, berechnet. Verlag der Ruegenberg'schen Buchhandlung in Olpe. —tt—. Die Arbeiterschutzvorlage. Nach Beendigung der Generaldebatte über die Arbeiterschutzvorlage im Reichstage ist diese wichtige und schwierige Vorlage an eine Kommission zur Spezialberatung der am meisten umstrittenen Paragraphen überwiesen worden. Dieses Verfahren ist parlamentarisch durchaus korrekt und überdies auch im hohen Maße wünschenswert, denn die dreitägige Generaldebatte über diese Vorlage hat schon sehr deutlich nachgewiesen, daß bei allen sozialreformatorischen Gesetzen nur nach dem Prinzipe der äußersten Mäßigung und Schonung sewohl nach der Seite der Albeiter wie auch nach derjenigen der Arbeitgeber veifahren werden muß, wenn man nicht mehr Schaden als Nutzen stiften und schließlich selbst in bedenkliches Fahrwasser geraten will. So muß eben bei der Arbeiterschutzvorlage, wie es auch der preußische Handelsminister und Bundesbevollmächtigte v. Verlepsch gethan hat, streng der ünbestrittene Teil von dem bestrittenen geschieden werden. Ganz unbestritten ist nach der Vorlage, daß man den Arbeitern Sonntagsruhe und möglichst gute Gesundheitsbedingungen bei der Arbeit gönnt, sowie daß die Arbeitszeit der Frauen und Kinder einzuschränken ist. Außerordentlich wichtig ist es auch, daß man mit Ausnahme der Sozialdemokraten den Maximalarbeitstag für völlig undiskutierbar erklärt hat, denn dem erwachsenen männlichen Arbeiter könne keinesfalls gesetzlich vorgeschrieben werden, wie viele Stunden er täglich höchstens arbeiten dürfe. Damit ist also die anmaßende sozialdemokratische Forderung des achtstündigen Normalarbeitstages parlamentarisch unter den Tisch gefallen. Sehr unbestritten ist in der Arbeiterschutzvorlage der Paragraph über die Bestrafung kontraktbrüchiger Arbeiter. Wir wollen in dieser Hinsicht gern zugeben, daß in Zeiten allgemeiner Arbeitseinstellungen mit der angedrohten Bestrafung des Vertragsbruches praktisch nicht viel erzielt und außerdem sehr viel böses Blut gemacht werden kann, denn 80—90 Prozent der strikenden Arbeiter, also circa 300,000 Arbeiter sind im vorigen Jahre kontraktörüchig geworden, man riskiert also mit dem Strafparapraphen bei Contraktbruch, daß er bei Massenstreiks wohl nicht respektiert und dann nicht angewandt wird, daun(Rald, adan Gefängnisstrafen nach beendigtem Streik über 300000 wir kennen nur ein allgemeines gleiches Recht, welches durch Vermögensunterschiede weder aufgehoben noch beeinträchtige wird. C) Politische Plaudereien. tauchte, in Würtemberg, wo der Evangelische Bund die konfessionelle Verhetzung in der tollsten Weise betreibt, ein„schwäbisches Centrum“ zu bilden, da schnitt der nationalliberale Chor Grimassen, wie der Teufel, wenn er Weihwasser wittert. In Probier= und Musterländchen Baden haben wir sonderbare Dinge erlebt; man hat dort sogar eine Hungersnot dem Erscheinen von Kutten vorgezogen, — aber was wir jetzt in Baiern erleben, stellt selbst die badischen Mustermenschen in Schatten. Die Thatsache, daß der deutsche Kadirekte Verwie Was will die General=Versammlung Das hohe Pfingstfest ist vorüber, es ging ein freudiges Erschauern durch unsere Brust, und ausatmend meinten wir, die Last der schmerfällzen Altzglichteit mit all ihren Sorgen und Miuben uge Hgstnt, zpäuchen nicht stattfiaden kann, ist eine direlte schateln zu können. Ist es bloß das Maien= und Frühlingsset, toikeutog i Geises, und sie poßt zum Pfingsteste das nir bezingen; ist es bloß die im Brautgewande leuchtende Na= neinung des christlichen—.— wig, die General, Betsamm tur, die sich mit ihrem frischen Greün und ihren Biunen in unsernu eint Kautschyugzu— Ge tpg gezgenüter den zersetenden Tendenen des runtenen Aage wichdertziegelt;, st es die Poeste der sich verstungen= unggandeng, des falschen Aiberalisnus und der Sozialdensktrate die ichen Pehaget, wecher uie die Aasgschng us beilen ligmachenden Geistes in die Erinnerung ruft. Der Mensch besteht aus Geist und Körper; der Körper ist das Vergängliche, der Stoff, der sich bildet und wieder verweht; aber der Geist ist das Unvergängliche, ewig Seiende, der so hoch über dem Materiellen steht, wie die Sonne über dem Wurm, der sich in einer Pfütze windet. Der göttliche, gute Geist des Pfingstfestes ist der lauteste Protest gegen den unreinen, bösen Weltgeist, der nichts kennt als Genußsucht, der den Bauch zum Altare erhebt, und gerade heutzutage, wo der. Materialismus in breiten Schlammbächen sich über unser Land ergießt, thut es not, den guten, schaffenden, heiligenden Geist als den Engel mit dem gezückten Flammenschwerte gegen den Geist der Verneinung, der Genußsucht und der Zersetzung aufzurufen! Dieser böse Geist hat lange Jahre wie giftiger Mehltau auf unserm politischen, soziahat lange Jahre wie giftiger Mehltau auf unserm politischen, sozia= läßt. Das directe Eingreifen des Prinzregenten Luitpold un len und religiösen Leben gelastet; der Liberalisuus hat mit vor= Drohung mit nicht näher bezeichnete„Maßnaymen ist ein so nehmem Achselzucken den göttlichen Geist verneint, und aus dunkeln wöhnlicher Act, daß er einzig in seiner Art dasteht. Aber in Tiefen stieg seine entartete Tochter, die Megare Sozialdemokratie Lande, wo der Vater des Kanzelparagraphen das Ruder führt, uf welch rücksichtslas die Kolgerungen zog die in der Lehre des salhst die kallolische Glaubenslehre der staatlichen Genehmigung den Jubel und den Beifall der Loze! Als am Pfingstfeste vor einigen Jahren der unglückliche König Ludwig von Baiern zum Selbstmörder wurde, ging ein Schrei des Entsetzens durch die Welt; aber der Irrsinn des Königs galt als Entschuldigung für die unsetige That. Diesmal hat sich kein Monarch ertränkt, aber man hat den Männern den Stuhl vor die Thür gesetzt, welche Grundsätze vertreten, die allein imstande sind, dem Leben Halt und Weihe zu geben. Ist eine„Friedensstörung" zu befürchten, wenn dem Volke gesagt wird, es solle vom göttlichen Geiste nicht ablassen, wenn es zur Uebung christlicher Tugenden ermahnt wird? Den Frieden stören ganz andere Leute, die ungehindert ihr Verhetzungswerk treiben dürfen,— aber man will jenen„Kirchhofsfrieden", der den Geist der Wahrheit und des Rechtes nicht zu Wort kommen Das directe Eingreifen des Prinzregenten Luitpold und die „Maßnahmen“, ist ein so ungein dem führt, woherauf, welche rücksichtslos die Folgerungen zog, die in der Lehre des selbst die kalholische Glaubenslehre der staatlichen Genehmigung unterbe EREm SLEN uber a00 000 Liberalismus enthalten sind. Millionen ist die erhabene Beheutung liegen soll und ein Dogma als staatsgefährlich erklärt wurde, ist schon denn Gelos vorr Erfangmostufen nuch bernrizum Wttrn### des Pfingstfestes abhanden gekommen, denn ihnen ist der Geist nur so manches möglich gewesen, daß man sich eigentlich über nichts meyr Arbeiter v., Petzougengie, sg.ee ne ng den eben ve Muengz. 6 deg Stoffochele, ud wenn Deuschand wierer Psingienszwunern darf, Schon keinahe vierzig. Jahre haben die Kautholiten= (losenen Srieten wrischen det Acbeiten und Arteitgeiben von Veuen,„piak, Laum massan die Bahnen vertassen werden, die wir in Versamutlungen in den veschsebensen Städten Deuschlands getagt, Peschpen, ucdh der auch u., iten, tschahen Scc en ung Zaihen geuamest. Ein drseißzungsvoler Ausang und nie halen se aus den Vethgandtungen ein Gehzeinuis genacht: sben, But Aoetuhge de, Souteeg bezen bte ucd ie geuche worden, und wie wolen hosfen, daßz deau arsten Scheitester Ficke st uitgend duch se gestbt worden, aber sie hahen ux ale Paunteien oegen die Besturtung des Coutratbruches aus, In westere, Schite folgen werden.(Stchtlung des veligissen Bewußzseins und zur Ersehung von Charat.berioen sc e oder, sdr Tltich, doß vue, usctenige, enoy, bess),„Mohiu der Güist der Verselung gesäht hoit, seigt das furche teten und Mianen diel beigetugen. Won das Hern v. Lag so aucd un den Sinen des Siats muidt nict ohne woiters ain Vors Wotiu der Guty de, Vonoitu, giche den gsztlichen Geist vere udsenueng uud nen sein Votgesen anderaäts nachgahant vertden echen oven den Arteiltovertag für krasoz ertitren kaun, Es sthour: Auwuchieng,ver Soztabdeunoktoant, vo. v. L.,— Dise, Tage ar.sole, wicd daun der Kaholtentag nundgeben uassen, um eine Sichue. daeter bingand zun witsichean, doß über ditze beliee Frage eier Ver= luczt und dis Jenleits ue Bungsout, bopguye, Heruacsegug der zu suden, wo er tagen dasf), Anderen Vereiten und VersamulanPeuigung erzet wich, inden naon durch entgrchene Arteiterorgu Känte der Kounier v. Sepeivt iu, Voschgu, be, easin zurch de geu wich sedes Eugegentonunen ggeigt, selst gegen die Naturferieionn und Schiatesgrichte den Steits ihren erveiaiondten, bouz. Dteuhtet dve, Sogzstzsog, und die zerangachende zuchiose Jugndscher, weche Got aus der Weltordung ausrichen, de Rösamnung Sesienz iuer vo, oshodenugn, Wiach eige vernichtende Keit senec Geise, der sch ies Measchen von Assen schzten und dais gauge Cheisentumn über in der liberalen Aera in unsern Schulen breit machen durfte! Jetzt Haufen warfen, hat man sich behördlicherseits liebenswürdig erwiesen, haben wir die greifbaren Früchte, die aus jener traurigen Saat auf=— nur die Katholiken, die das kaiserliche Wort wahr machen, daß geschossen sind. Sind wir aber wirklich so weit gekommen, daß ein„dem Volke die Religon erhalten bleiben soll“, weist man kalt vor besserer Geist sich regen darf, daß die Männer, welche die Hochhal= die Thür. Und da wundert man sich, daß der göttliche Geist, der tung des göttlichen Geistes fordern, unangefochten auf das Volk wir= Pfingsten zur Erde niedergestiegen ist, immer mehr aus den Herzen ken können? Als kürzlich ein liberales Blatt in Straßburg den und Köpfen der Menschen weicht und unheilige Geister einzieyen! Vorschlag machte, man solle mit der ganzen Culturkampfsgesetzgebung Kaiser Wilhelm hat am 16. Mai in Königsberg von nd— um das Centrum„verduften“ zu lassen— sogar„Königtumg von Gottes Gnaden“ gesprochen und erklärt,„die Hohen; Rückehr gestatten, da überzogen sich alle liberal= zollern nehucz ihre traktbrüchigen Charakter möglichst abstreift oder die Strafen fur kontraktbrüchige Arbeiter nur auf die Rädelsführer beschränkt und nicht sehr streng, handhabt. Sehr viel Gutes ist eben in Sachen des Arbeiterschutzes durch entsprechende Vereinigungen und durch die Vermehrung der Fabrikinspektoren zu erreichen, weil auf diese Weise der Eigenart der Menschennatur viel eher Rechnung getragen werden könne, als es durch Normalbestimmungen und Strafparagraphen möglich ist. Keinesfalls darf aber auch im Parteiinteresse der Versuch gemacht werden, die sozialen Gegensätze zu verschärfen und etwa, wie der Abg. Dr. Hirsch, von Herrenrecht für die Arbeitgeber und Sklaaufräumen und— um d. Sasten, Honden frinamrlichen Aeder aut Siasesung, ud ale der Barichlag ause Iutanen Bungan den Hauak openber zu vernsten. 17. Engel und Dämon. (Fortsetzung.) Der Mann des Gerichtes hat mich aus der„Höhle“ des Löwen, der sich Rolf Harnsen nennt, befreit und mich laufen lassen unter der Bedingung, daß ich ihm dafür einen anderen einfangen helfe; dafür hat er mir eine andere, bessere, klingende Rolle in Aussicht gestellt. Der andere aber, den ich fangen soll und der sich Lievin nennt, Sie kennen ihn ja wohl, Herr! und gebe der Himmel, daß er uns hier nicht belausche!— ist mir zwar schon in die Quere gekommen, aber da ich ihn weder wie einen Hasen niederschießen, noch wie einen Vogel einfangen konnte, so mußte ich eben sehen, in seiner Nähe zu bleiben, und für das übrige die hilfreichen Geister der Unterund Oberwelt verantwortlich machen. Nun hat es sich aber gefügt, daß auch er ein Jägersmann ist, auch ein wahrer Nimrod dazu, dem ich nicht Trotz zu bieten wage. Er, der zu Fanzende, hat mich, den Fänger hier hingestellt, daß ich ihm helfe, ein Vözelchen abzufangen, das... doch bester Herr! ich hoffe nicht, daß ich etwas sagte, daß Sie beleidigen und Beine loszulassen. Publikum, wenn es im Begriff steht, einen armen Schausp sein Mögliches thut, seiner Rolle gerecht zu werden, auszupfeifen. Bitte, lieber Herrl pfeisen Sie immerhin, aber gebieten Sie Ihrem Tiere zu schweigen und mein Herz nicht mit so knurrenden Tönen zu beunruhigen.“ „Hören Sie, mein guter Freund,“ sagte Franz, der sich mittlerweile einigermaßen von seiner Bestürzung und seinem Schrecken erholt hatte,„ich hin versucht, Sie für einen harmloseren Menschen zu halten, als der äußere Schein und die Gesellschaft, worin ich Sie getroffen, mich glauben machen sollten. Ich beschwöre. Sie deshalb um des Himmels willen, geben Sie der besseren Stimme, die sich in Ihnen regt, Gehör, und sagen Sie mir: was hat der Schurke Lievin im Sinne, und welche Rolle hat er Ihnen dabei zugeteilt?“ „Bitte, mein Herr! Ich war im besten Zuge, ein Geheimnis auszuschwätzen, das mir den Tod bringen kann. Aber sei es drum, kann ich es doch ohnehin unmöglich länger bewahren, besonders hier in dieser schauerlichen Waldeseinsamkeit, wo das Gewissen, das, wie Hamlet sagt, aus uns allen Feige macht, mehr als sonst sich regt. Ich wollte schon dem gütigen Schicksal danken, das mir eine fühlende Brust zuführte, sie zu Teilnehmerin meiner Schmerzen zu machen, doch da erschreckten Sie mich, um Ihnen die Wahrheit nicht zu verschweigen, durch ihr Auge, das wie im holden Wahnsinn rollend zum Himmel seine Blitze schoß, wie es im Sommernachtstraum heißt, wenn ich mir aber recht träumen lassen, daß ein so schöner Glücksstern mir aus diesem dunkeln Walde aufgehen würde. Wird Ihnen aber, bester Herr!— denn man muß sich gegen alle Schläge des Schicksals bei Zeiten rüsten— wird Ihnen Ihr Versprechen später nicht leid werden, wenn sie sich in meinem malerischen Taleute enttäuscht finden? Und— vor allem— werden Sie mich schützen, wenn Lievin die Pistole, die für seinen Freund Edmund bestimmt ist, auf meine nackte Brust richten wird?" „Ich werde sogar später mich mit Geduld zu wappnen suchen, um Ihren Vorträgen ein aufmerksamer Zuhörer zu werden; falls Sie aber meine Geduld noch länger auf die Probe stellen, so nehme ich mein Wort zurück, und werde hier an Ihrer Seite mit Hektor den Posten beziehen, den Lievin Ihnen angewiesen hat. So wird der Schurke mir nicht entgehen, was immer er im Schilde führen mag!" „Ich würde Ihnen doch raten, bester Herr! sich dieser Gefahr nicht auszusetzen,“ entgegnete Michel oder Michgelek, dem Hund, der durchaus kein Entgegenkommen zeigte, freundlich zuwinkend,„denn er wird nicht allein, sondern in Begleitung seines Freundes Metzig und anderer handfester Kerle, die er zu diesem Zweck gedungen, erscheinen, nit Revolvern oder dergleichen hübschen Spielzeug wogegen weder Ihr Stock noch Verticte und Verrüste lud bede van so beasenden Gestens: Jch„Abder so lassen Sie nich dach nicht ünger im Ualanren, vena ich nicht annehmen soll, daß es Ihnen ein boshaftes Vergnügen bereitet, Ihre Possen an mir uuszulassen,“ rief der Künstler, in hohem lich mich rcht eriunge. 3ch hate iuner eine besondere Voriebe für den unsterblichen Britten, wenn auch seine Rollen mir verteufelt wenig Glück, sondern ein regelmäßiges Fiasco einbrachten, so daß ich schließlich in den Souffleurkasten hinuntersteizen oder mein Brot mit der Dekorationsmalerei verdienen mußte." Franz, der vor innerer Erregung zitterte und seine Ungeduld kaum zu bemeistern vermochte, wurde durch die zunehmende Schwatzhaftigkeit des sich in Sicherheit wissenden Vagabunden auf eine harte Probe gestellt. Es drängte sich ihm immer lebhafter und beängstigender der Gedanke auf, daß dem Wesen, das ihm mehr als alles auf der Welt am Herzen lag, Unheil und Gefahr drohen möchte, und er bat daher den„Schauspieler“ auf das Dringendste, sich kurz zu fassen, ihn mit Lievin's Plänen bekannt zu machen, und ihn nicht mit Andeutungen zu quälen, die ihm zu einer wahren Folter gereichten. „Ha, ich verstehe!“ entzeguete der Schauspieler mit einer verständnisinnigen Zutraulichkeit, die Franz bei jeder anderen Gelegenheit empört hätte,„das Täubchen, dem der Sperber folgt, hat seinen „Gernevie und Verrnate sind beide von so brausendem Gehirn! möchte schon auf den Weg der Tugend zurückkehren, aber ich weiß nicht, wohin er führt. Lievin wird wüten, wenn ich seine Pläne zu Schanden mache und die volle Schale seines Zornes über mich ausgießen, bis mein Gehirn zu Brei geprügelt ist und...“ „O machen Sie sich darum keine Sorge, Freund," drängte ihn der Künster,„wenn Ihr besseres Gefühl sich aus den Banden der schlechten Gewohnheit zu einer guten That aufzuraffen vermag, so seien Sie versichert, an mir keinen Undankbaren zu finden. Sie sagten vorhin, daß Sie auch als Dekorationsmaler thätig waren; nun wohl! ich bin meines Zeichens Maler und Bildhauer, Franz Ostermann ist mein Name, und so wahr ich bisher denselben ehrlich zu erhalten wußte, so wahr verspreche ich Ihnen, in aller Zukunft für Ihre Existenz Sorge tragen zu wollen, wenn Sie nicht länger zögern, mir eine Sache anzuvertrauen, von der das Glück meines Lebens abbüngen kaonn.“ Schr, mit uldemn Gkust „Alle Achtung!“ entgegnete der Andere, mit vielem Respekt seinen abgegriffenen Hut wieder lüftend,„sehr erfreut, vie persönliche Bekanntschaft eines wohl renommierten Künstlers zu machen. Mein Name ist Michel, den ich des besseren Klanges halber in Michaelek veränderte, was mich aber am Durchfallen nicht hinverte. Das hätte Maße aufgebracht, und mit halb verzweifelter Miene den ihm diesem Augenblicke höchst widerwärtigen Menschen musternd. „Nun denn, um kurz zu sein und Ihnen jeden Zweifel an meinei guten Willen zu benehmen, sag' ich's mit einem Wort: Lievin wird heute das junge Mädchen entführen, das seinem Todfeinde angehört, oder zugedacht ist, das ich aber gerne einem besseren Manne zönnen möchte.... und so hab' ich verschworen: des Teufels Dienst zu verlassen, um einem ehrlichen Herrn zu folgen.“ Franz hatte im ersten Augenblick bei dieser zwar nicht unerwatteten, aber doch wie ein Donnerschlag ihn treffenden„Rachrict wie versteinert dagestanden; dann griff er des„Schouspielere.0 den er mit solcher Kraft drückte, daß dieser vor Schmerz und seine völlige Unschuld an diesem Complot, zu dessen Ausführung er in letzter Stunde gedungen sei, beteuerte. Dann wieder kam es dem jungen Manne ganz unglaublich ver, daß Lievin, der sich von der Polizei verfolgt wußte, die Fruchheit se weit treiben würde, sich in der Stadt zu zeigen, und Angelika, die er im Schutz der Mutter wußte und die er dringend gebeten 6 2 levoli order och gar olutit besitt sättli enisch hen kord irfolg sospit röffm ensre laub beschit Staat ahr. ud 2 en 2 unger oäre Bewe, und i ind Nühe ion e den u etzen, beseitt jahm Broß inge Steit S ch in de schaff aber sicht heit Boll uufri Reich und Regi zegen Amar 5 Mai dem kam wagt Reig Car sich erinr einen den 90 an e 40 R #3 50 glaubt die vom Weltgeiste durchseuchte Minschheit noch an Himmel und Hölle? Wo dieser Glaube schwindet, „o“ aeSoschg Gotes Gaadea zur Beidentugslostgkeit herab, und brßhate fbuten gerade die Fürsten die Pflege des religiösen Sinnes fördern und dafür sorgen, daß der Geist des Christentums die Menschen wieder durchdringt und erhebt. iesden Soischgas olen a#is. Ausdruck gezeben, dem Lande den Frieden erhalten zu wonen; Graf v. Moltke, dem die Nation in allen militärischen Fragen ein unbegrenztes Vertrauen entgegenbringt, hat im Reichstag gesagt, der politische Himmel sei frei von drohenden Wolken; überall werden die Friedensschalmeien geblasen; sogar der fürchterliche Bonlauger, der ung var drei Jahren als Schreckgespenst vorgeführt wurde, der Sashchie Vinre ins Korn gemworfen, und der Zar soll zu sein, daß ein Zusammengehen mit Deutschland für Rußland das Zweckdienstlichste sei,— alles Friedenstauben, und doch wachsen die Militärförderungen von Jahr zu Jahr, daß uns Hören und Sehen vergeht. Es ist eigentlich zwecklos, ein Wort darüber, zu verlieren, denn der Reichstag wird auch die neue Militarvortuge mit all ihren Forderungen bewilligen; aber man darf doch Vess. ds, Frage aufwerfen, wo dieser Wettlauf der Staten stehen .. und ob die Steuerschraube nicht einmal ein Ende nimmt? schiue wiei binter dem andern zurückbleiben; jede neue MordMchurt wrd von noch vollkommenern Maschinen überboten,— aber es doch nicht gehen! Ganz Europa trägt einen schweren eisernen Panzer, der den Völkern fast den Atem bemmmr; wer aber das Wort„Abrüstung“ fallen läßt, wird als sonderbarer, Schwärmer verlacht. Man braucht in die polternden Worte des Sozialoemokraten Liebknecht nicht einzustimmen, welcher gegen die SSaut gud, Eisenpoltik“, des Systems Bismarck losdonnerte, und watr wie das Lah, dach waltdn Voltik in deiher Wise überrichen Vermunt sat uug u den Kardorf ihr spendete, aber die prlfade Vernanst juge uns doch, daß es mit dem Militarismus so nicht Gestusiten lanm. Tritt keine Aenderung ein, dann läßt sich der schucht bere d deit unter dieser Last zusammenbricht. ale Feschmgu det halbe den Sturz Bismarcks , gus empfunden und erleichtert aufgeatmet. Das mag in mancher Hinsicht, namentlich was die innere Politik anbelangt, richtig bepägolshe getzischen wost san raadhe. doet du Veilich war der Ton seiner Friedenschalmet ju rut,# er unsern Nachbarn manchmal wie Schlachtgeschrei erklang, und neven den Friedensbündnissen und freundlichen VersicheAkeiten, das sleise Ssbeigergs mit Franfrich sere Friehenspelitet upland selsan genig aus. Deshalb muß unnicht zweiselt ingiheit is auch das Ausland iae it dicsg, Fase eleidet verden, und als Alschlags= mit dem schpeierschen Bundesrate behufs Abschluß eines Pause gesmn eitten Juni eine leine gearbeitet, das dlean u den lebten Wohen mit so vollen Daupfe sondern auch fonh i esen, Die schmierig zu(hun hat, kaum nachfolgen konnte. Die schwierigen und wichtigen Arkeiten auf so ersten Rungzes! Der Kaiser hat einen gu'en Griff gethau, das wird Niemand leugnen wollen, und der grollende Einsiedler von Friedrichs= ruh wird selbst eingestehen müssen, daß sein Nachfolger ihm alle Ehre macht. Inzwischen empfängt Fürst Bismarck französische und russische Journalisten, sogar solche, welche vor zwei Jahren die schlimmsten Verdächtigungen gegen die Kaiserin Friedrich und den jetzigen Kaiser veröffentlichten. Aber das hält die neue Strömung nicht auf, und die Welt ist bereits über den Mißmut des Mannes, ver dessen Stirnrunzeln bislang die Welt zitterte, zur Tagesordnung übergegangen. Mögen die Feiertage Tage der Sammlung und der Einkehr in uns selbst gewesen sein, und möge diese Sammlung dazu beitragen, daß die großen Aufgaben, die der Lösung harren, die best=mögliche Lösung finden. Politische Uebersicht. Deutsches Reich. Berlin. Der Kaiser traf am Freitag Vormittag von seinem Besuche in Ostpreußen im besten Wohlsein wieder in Berlin ein und begab er sich vom Bahnhofe direkt nach dem Tempelhofer Felde, um hier die große Frühjahrsparade über die Berliner Garnison abzunehmen. Der Kaiser begrüßte auf dem Paradefelde zunächst seine erlauchte Gemahlin und die sonstigen anwesenden Fürstlichkeiten und entbot dann den aufgestellten Truppen seinen Gruß. Nachdem der Monarch die beiden Treffen abgeritten, erfolgte der Vorbeimarsch der Truppen vor dem allerhöchsten Kriegsherrn, das erste Mal in Compagniefronten, resp. in Escadronsfronten und Batteriefronten, das zweite Mal in Colonnenform. Beim ersten Vorbeimarsch der Truppen setzte sich der Kaiser an die Spitze des 1. Garde=Feld=Artillerie=Regiments, beim zweiten Vorbeimarsch führte der hohe Herr das 4. Garde=Regiment z. F. der Kaiserin vor. Das imposante militärische Schauspiel nahm einen überaus glänzenden Verlauf und spendete der Kaiser bei der im Kreise der Generäle und Regiments=Commandeure abgehaltene Kritik den Truppen rückhaltlos hohes Lob. Nach der Rückkehr von der Parade konferierte der Kaiser mit dem Reichskanzler v. Caprivi und dem Staatssekretär des Auswärtigen v. Marschall.— Im Auschlusse an die Parade erfolgten im Gardekorps eine Anzahl von Beförderungen und Ernennungen, außerdem wurde Prinz Rupprecht von Baiern, welcher gegenwärtig an der Berliner Universität studiert, ala snite des 4. Garde=Regiments z. F. gestellt. Am Sonnabend Vormittag nahm der Kaiser im Lustgarten zu Potsdam auch die Parade über die Potsdamer Garnison ab; am Nachmittage fand im Weißen Saale des Berliner Residenzschlosses das herkömmliche Paradediner statt. — Die mit den Pfingstferien des Reichstages und des preußischen Abgeordnetenhauses eingetretene Stille auf parlamentarischem Gebiete teilt sich allmählich auch der übrigen inneren Politik mit und dies ist auch ganz erklärlich, da die zur Zeit in unserer inneren Politik vorwiegenden Fragen doch ihren Schwerpunkt in den Parlamenten, vor Allem im Reichstage, haben. Außerdem bringt auch die Feier des schönen Pfingstfestes eine natürliche Pause in die Erörterungen, welche sich bis jetzt an die Verhandlungen des Reichstages und des preußischen Abgeordnetenhauses knüpften, und vorauswird erst der Wiederzusammentritt der Varlamente nach auch errlaruich, oaß gewisse Ereignisse in der Tagespresse umständ=führung des Zwischen=Porto's für Drucksachen, welche am licher und eingehender behandelt werden, als dies vielleicht sonst der 1. Juni in Kraft tritt.— Statt des Frhrn. v. Liebenau führt beTast, Seres a. äre„.5o erfährt namentlich die Eutsernung des Ab= freits seit gestern Graf Eulenburg die Geschäfte des Oberhofmurschalvom Vorsitze im engern geschäftsführenden Amtes; es verlautet bestimmt, Ersterer werde verabschiedet werden. Ausschusse der freisinnigen Partei seitens der Blätter aller Partei= Fulda, 24 Mai. Die diesjährige Konferenz der preußischen immer eine lebhafte Beachtung, was sich schon hin= Bischöfe wird am Mittwoch den 20. August d. J. in Fulda eröffages und des preußischen Abzeordnetenhauses knltpften, und vorausDie somierigen und michta, Prheiten us(.—teigen lozigtge gen die es der Wonberzaanentn der Boraurne nugh Pfng= biesen Ertwirfen shupatzisch ud muit volen Verstaduts für die uch ustzlich, das guus, Greiuste.u uudt ts woht Sogtar guche, de sach mit den ai dei der Arbeiterschutgesetgebung, die sich doch vielfach mit ven alten Forderungen des Centrums deckt, die Freisinnigen, den Siae se von dersellen wissen wollen, sich den Auschein gader wuich ge Autiebe zu verdanten. So sehr hat uber wechaelt uochtage gegenwenm auch ii die Mehrheit der Voltsvertreter nicht ablehnend, die Gründe bei den einzelnen Parteien verschiedene sein mögen. Wir schwärmen nicht für die ostafrikanische Colonialpolitik, aber unsere Ehre erfordert es, daß das bereits Erworbene auch behauptet wird. Später mögen die Colonialgesellschaften die Sache in die Hand nehmen; einstweilen kann, um mit Windthorst zr reden, die Lanitatten noch nicht gemacht werden. Daß die Freisiunnigen und Socialdemotraten von einem durch die Missionen vertretenen idealen Zug, bei der Civilisierung der Schwarzen nichts verstehen, begreift sich boshals kerdgern vie als Grundbedingung die freie Ausübung der Wiltsguststätokeit, welcher auch der Major Liebert ein so hohes Lob desrat durch die beschlossene Einführung der erwähnten im Drucksachen Porto endlich gerecht geworden und wird man diese Ermäßigung in den zunächst hierbei interessierten Kreisen des Publikums gewiß nur mit Genugthuung begrüßen. 26. Mai. Der Kaiser hat gestern einen Unfall erlitten, der leider nicht ganz ohne Folgen geblieben ist. Das Wolff' sche Büreau meldet darüber aus Potsdam:„Als der Kaiser sich mit dem Erbprinzen von Sachsen=Meiningen nachmittags in einem Einspänner von dem Neuen Palais nah der Dampfer=Station begab, scheute das Pferd, dessen Zügel der Kaiser selbst führte, bei der Kreuzung der Marienstraße und der Jäger=Allee. Bei einem starken Anprall des Wagens gegen den Rinnsteinbord sprang der Kuser heraus und fiel auf den rechten Arm, wenige Schritte weiter schlug der Wagen um, wobei auch der Erbprinz von Meiningen heraussiel. Der Kaiser und der Erbprinz traten darauf in eine nahegelegene Villa, wohin auch die Kaiserin, welche in einem zweiten Wagen mit den kaiserlichen Prinzen gefolgt war, sich begab, und warteten daselbst die Ankunft eines neuen Wagens ab. Mit diesem setzten dann das Kaiserpaar und der Erbprinz von Meiningen die Fahrt nach der DampferStation fort, von wo mit der„Alexandra“ eine Spazierfahrt nach der Pfauen=Insel unternommen wurde.“ Weiter meldet dasselbe Bureau: „Der Kaiser erlitt beim gestrigen Wagen=Unfall eine Verstauchung des rechten Fußes. Durch einen etwa handtellergroßen Bluterguß wurde eine Schwellung des Fußes verursacht, welche den Kaiser verhinderte, dem Stifungsfeste des Lehr=Bataillons beizuwohnen." Der Köln. Ztg. wird noch Folgendes berichtet:„Dr. Leuthold hat streuge Schonung des Fußes angeordnet, und der Kaiser wird demzufolge etwa acht bis vierzehn Tage lang den größten Teil des Tages liegend zubringen müssen. Er wird deshalb auch morgen nicht zur Besichtigung der Königin=Cuirassiere nach Pasewalk fahren können: auch die Kaiserin wird nicht nach Pasewalk fahren, sondern bei ihrem mahl bleiben. Im Uebrigen aber ist das körperliche Befinden des Monarchen sehr gut. Er hat im Lause des heutigen Tages eine Anzahl Vorträge, u. a. auch die des Reichskanzlers, entgegengenommen, auch für die nächsten Tage eine Anzahl hoher Beamten und Offiziere zum Vortrage bestellt.“ — Die Angelegenheit des neuen deutsch schweizerischen Niederlassungsvertrages Eird doch zu einer rascheren Erledigung kommen, als hie und da angenommen worden war. Wie aus Bern, wo die betreffenden Verhandlungen geführt wurden, gemeldet wird, ist der Bundesrat Dr. Droz von der schweizerischen Bundesregierung ermächtigt worden, den betreffenden Vertrag, der in der Hauptsache auf einer Revision des bisherigen Niederlassungsvertrages beruht, zu unterzeichnen. In der raschen und befriedigenden Lösung dieser Frage kann man einen Beweis für die völlige Wiederherstellung des guten Einvernehmens zwischen Deutschland und der Schweiz. auf welches die Wohlgemuth=Affaire unverkennbar ihren Schatten geworfen hatte, erblicken. - 24. Mai, 4.10 Nm.(Wolffbureau.) Der Kaiser sandte von Prökelwitz am 20. d. M. dem Grafen Moltke infolge seiner letzten Reichstagsrede ein Telegramm, worin er seinen wärmsten Dank ausspricht für die Art und Weise, wie er für die Armee eingetreten sei, allzeit bereit, im Dienste des Vaterlandes die höchste Ehre zu finden. Der Kaiser beglückwünschte den Grafen auch zu der Anerkennung, welche seine Rede auch außerhalb Deutschlands gefunden habe. 24. Mai. Der Reichs=Anzeiger veröffentlicht die Ernennung Dr. Koch's zum Reichsbank=Präsidenten, sowie die Einlänglich aus der hervorragenden Stellung des Herrn Eugen Richter als der eigentliche Führer einer der stärksten politischen Parteien in Deutschland erklärt. Die äußerlichen Ursachen, welche die Entfernung desselben von dem von ihm durch sechs Jahre hindurch eingenommenen speziellen Ehrenposten veranlaßten, sind bekannt, ob indessen der Vorfall den Ausgangspunkt zu ernsteren Auseinandersetzungen innerhalb der freisinnigen Partei bilden wird, wie man vielfach annimmt, muß jedenfalls noch dahingestellt bleiben. Es wäre zum mindesten net werden. zum D; Ferreich=Ungarn Das Ausgleichswerk in vohmischen Landtage stößt nicht nur auf den Widerstand der Jungczechen, sondern auch eines Teiles der Altczechen, obschon nur eines geringen. Es trat dies deutlich in der Donnerstags=Sitzung der Ausgleichs=Commission hervor, in welcher der Altczeche Trojan gegen die Sanctionierung der Ausgleichsvorlagen protestierte, falls nicht zuvor sämtliche den Ausgleich betreffenden Abmachungen die Genehmigung des Londtages gefunden hätten. Ais de die Vertagungsanträge der verfrüht, weitgehende Schlüsse an das„Ereignis" zu knüpfen, wel= der Ennelages gefunden hutten. uls dann die Vertagungsantage dir ches sich zunächst doch nur als eine häusliche Differenz eharakterisiert, Jungczechen abgelehnt wurden, stimmten außer den Jungezechen wie sie schließlich auch einmal in andern Parteien vorkommen, ohne die Altezechen Troian Knicala, Skirdo und Fisera für die Be wir si schiießtich uuch emmat in andern Harieien vortommen, dabei besondere Folgen nach sich zu ziehen. Der Bundesrat hat beschlossen, vom 1. Juli dss. pespenet gat. We wohslgnuend berahte bei der Zu so bobes Lob— Der Bundegrat hu beschlosen, von 1. Jul. vse. Vorlage das vornchme, schert, taltposle und u ier Ctbeterung dieser Gegsch, eine Zuschenpoteshute von 5 Venuitzen für Druchachen in Kanslers v. Copriboi, wie sehe dach sin Ton gegen den dieser tsen dd i euschlehüch 100 Grann eizesüiben. Bie pohnten Ton ab; Go ist eineihgene Soche mit doer neachischen Ge. ien belauntlich Ouchachen unter Krazkand in Gevicht von ab; i euie Sache uit den greugsgne Gezjsüher 50 Ghruon Ga aznschisdsch 250 G. G, PHarz nerälen; sie, die dem rauhen, kurz angebundenen Kriegshandwerk gegedient, entpuppen sich im Handumdrehen als Staatsmänner und Redner die allezechen Trofan, Konuia, Stardo und Fisern für die Verkagung, es scheint demnach, als ob einige Mitglieder der altczechischen Partei es für gut hielten, im Fahrwasser der radikalen Jungczechen zu segeln. Vorläufig ist demnach in der Prager Landstube eine aus den Deutschen, dem größten Teile der Altczechen und den Vertretern des Großgrundbesitzers zusammengesetzte Mehrheit füe die strikte und . de Stumm Eis emschneßtag 250 Gramm 10 Pfennige Porro loyale Durchführung des Ausgleiches vorhanden. Sollten aber noch und Gieser unberhaumomaßig hohe Satz hni schon tungst in weiten mehr altczechische Abgeordnete zu den Jungczechen abschwenken, dann Kreisen lebhafte Klagen hervorgerufen. Denselben ist jetzt der Bun= stünde allerdings eine unliebsame Verschiebung, wenn nicht gar das jetzt wogieten bekanntlich Drucksachen unter Kreuzband im Gewicht von noer 50 Giamm bis einschneßtah 250 Gramm 10, Pfennige Porto und dieser unverhältnismäßig habe Satz hat schon längst ir weite sich nicht ohne Begleitung in abgelegene Viertel oder vor die Stadt zu begeben, in irgend einer Weise zu belästigen. Dieser Gedanke beruhigte ihn einigermaßen, doch als er sich hinwieder den verzweifelten Menschen vergegenwärtigte, der selbst, wenn der Polizeidirektor sich nicht irrte, mit einem Morde belastet war, bestürmte er den„Schauspieler“ mit hundert Fragen über das Wo und Wie und Wann, worauf dieser keine oder nur ungenligende Auskunft zu geben wußte, wie er mit der Hand auf dem Herzen, mit großem Pathos und unter den lebhaftesten Beteuerungen versicherte, und sich,„obschon es des Eides unter Ehrenmännern nicht bedürfe, zu allen möglichen Schwliren bereit erklärte. un an Franz erfuhr nur so viel, daß Lievin einen Menschen, der einer im Walde sich aufhaltenden Verbrecherbande angehören müsse, gedungen habe, das Fräulein, unter dem Vorwande, daß ein Kranker ihrer bedürfe, aus dem Hause zu locken, einen Wagen bereitzuhalten, und mit ihr dem Walde zuzufahren. Lrf welche Weise dies ins Werk gesetzt werden solle, konnte ihm sei nur die Weisung zugegangen, hier die Schildwache zu spielen, bis die zu zähmende Widerspenstige gern Ser engeen entrefen würde, was wahrscheinlich bei eintretender Wunreiyeit geschehen müsse. leria Toeshend. der„Schauspzieler“ seinen konfasen, durch Selee St#nge in die Länge gezogenen Bericht,„habe ich die veutrate aufgave, die schöne Dame in jenes lauschige Waldversteck,“ — womit er die Schlucht meinte,—„zu führen, was im Falle einer Ohnmacht oder ihres Sträubens mir schwer genug werden dürfte, um endlich, wenn alles in Sicherheit ist, durch einen Piff dem unzeduldigen Romeo das Eintreffen seiner schmachtenden Julia kundzugeben. Gewiß eine romantische Spitzbubenrolle und insofern ganz nach meinem Geschmack, wenn nur das Leben hier nicht tausend Tode bärge und der Bräutigam ein halbwegs ordentlicher Kerl wäre. Run aber zeiht mich das mahnende Gewissen einer schweren Schuld, so daß mir die Einbildung nur das Kommen von Birnam's Wald nach Dunsiaan vorgaukeln will. Glauben Sie mir, verehrter Herr, gerne möchte ich meine Hand aus dem Gewebe der Bosheit zurückziehen und Ihnen behülflich sein, den schnöden Verführer in seinem eigenen Netze abzufangen.“ Der Künstler, der ihm anfangs mit gespannter Aufmerksamkeit gelauscht hatte, dann aber in ein tiefes Nachdenken versunken war, unterbrach ihn hier mit der Bitte, ihn endlich mit seinen verschrobenen Redensarten und mißhandelten Citaten zu verschonen, und ihm fest zu versprechen, das Fräulein, falls die Buben ihren sauberen Plan zur Ausführung bringen möchten, mit seinem eigenen Leben gegen die Absichten Lievin's, den er zu jedem Schurkenstreiche fähig halte, zu verteidigen. „So würden Sie vieles in Ihrem Leben wieder gut machen, und mit dem Bewußsein, eine edle That vollbracht zu haben, in die Reihe der Ehrenmänner wieder eintreten!“ doch der„Schauspieler“ fand an der ihm zugedachten Heldenrolle, ehrlich gestanden, keinen sonderlichen Geschmack. Als Franz ihn jedoch mit warmer Zurede ermunterte, sich einmal als Mann zu zeigen, der keine Gefahr und selbst den Tod nicht scheuen dürfe, wenn es sich darum handele, die Unschuld zu retten und die Pläne der Bosheit zu Schanden zu machen, da raffte der arme Hanswurst alle Fetzen seines Mutes zusammen und gelobte mit tragischer Miene, die Jungfrau zu schützen und sein eigenes Leben keinen Heller wert zu achten. „Am besten wäre es,“ schärfte der Künstler ihm sodann ein, „das verabredete Signal gar nicht zu geben, oder damit zu warten, bis Sie das arme Fräulein— mein Herz zieht sich zusammen, wenn ich an die Gefahr denke, die ihr über dem Haupte schwebt— anderweitig in Sicherheit gebracht haben. Sie ist dem Walde besser anvertraut, als diesem Teufel in Menschengestalt. Er wird im Anfang wüthen, wenn seine Beute ihm entgangen ist; wenn er aber jeden Winkel der Schlucht durchsucht haben wird, locken Sie ihn durch einen neuen Psiff herbei, versteht sich auf falsche Fährte. Dann suchen Sie nach verschiedenen Seiten, bis es Ihnen gelingt, auf Schußweite in den Bereich der Stadt zu kommen, wohin er Ihnen zu folgen schwerlich wagen wird. Ich eile indeß in die Stadt, um Lärm zu schlagen und, wenn möglich, den niederträchtigen Anschlag zu vereiteln! Noch einmal! zeigen Sie sich als Mann, lieber Michaelek und machen Sie auf diese Weise gut, was sie in Gemeinschaft mit diesem Hallunken auch gegen den armen Edmund betrieben haben. Ich werde Sie aus den Händen des Gerichtes zu befreien wissen, und sichere Ihnen eine behagliche und gute Existenz zu, falls Sie sich in dieser Sache, die für mich und für so Viele von höchstem Gewicht ist, treu erzeigen. Leben Sie wohl! Und mögen Gottes Engel die Reine, die von dem entsetzlichsten Schicksal bedroht wird, in ihren Schutz nehmen!“ Er hatte den Hut abgenommen, und als er niederknieend die treuen blauen Augen mit schmerzlich flehendem Anblick zum Himmel erhob, machte auch die frivole Stimmung, worin der Andere durch lange Gewohnheit sich hineingelebt, einer ernsteren Regung Platz; indem er gleichfalls den Hut zog, drückte er dem Künstler die Hand und versprach ihm nochmals feierlich, alles, was in seinen Kräften stehe, thun zu wollen, um das schöne, junge Wesen, dem so übel mitgespielt werden sollte, vor Gewalt und Unehre zu bewahren. Als Franz, dadurch einigermaßen beruhigt, eiligst aufbrach, um, von Hector geleitet, den Weg zur Stadt zurückzufinden, den er am Morgen mit ganz anderen Gefühlen betreten hatte, sah er, als er sich zufällig noch einmal umschaute, wie der Schauspieler den derben Stock, den er bei sich führte, emporhielt und damit in der Luft herumsuchtelte, wie um einen unsichtbaren, aber mächtigen Feind abzuwehren. Jedem Anderen hätte der possierliche Anblick dieses Mannes, der an den tapferen Schneider in Brentano's Märchen erinnerte, unwillkürlich ein Lächeln abgenötigt. Franz aber, von unsäglicher Angst getrieben, schloß daraus, daß es ihm mit seinem Versprechen ernst sei, obschon er von seinem Beistand wenig erwarten konnte, und eilte mit Riesenschritten der Stadt entgegen. (Fortsetzung folgt.) Scheitern des nationalen befürchten. Frankreich. Versöhnungswerkes in Böhmen, zu Präsident Carnot hat auch auf seiner gegenArmen= und zur Hälfte für gemeinnätzige Zwecke verwandt werden. Außerdem hat der genannte Geschenkgeber seiner Zeit dem Realgymnasium ein Geschenk von 30.000 Mk. gemacht. Die Stempelgebühren dieser beiden müshnungen der städischen Ber.00 Mr. Nachdem die Bewärtigen Reise nach Südfrankreich, deren nächstes Ziel die Universi= muhungen der stavigchen Begörden um Niederschlagung dieser Gebühren tätsstadt Montpellier bildete, an verschiedenen Orten politische Reden erfolglos geblieben sind, ist in gestriger geheimer Sitzung der Stadtverordgehalten. Als die bemerkenswerteste dieser Kundgebungen des fran= Echteastensgnanzlu d Uebernahme der Gebühren auf die Stadtkasse bezösischen Staatsoberhauptes ist vielleicht seine in Avignon gehaltene Oberschleedorn bei Medebach, 23. Mai. In einem in der Mitte Rede zu betrachten, in welcher Carnot betonte, Frankreich müsse der des Dorfes gelegenen Hause entstand dieser Tage mittags Feuer und verdem hreitete sich infalge zu jener Zeit dart haurschauden, heftigen Windas Welt zeigen, daß es immer entschlossen sei, den ersten Platz auf dem Wege zum Fortschritt, zur Freiheit und zur sozialen Gerechtigkeit einzunehmen. Um aber dieses Ziel zu erreichen, betonte Carnot weiter, bedürfe Frankreich des Friedens nach außen hin, der Achtung der Welt und der Einigkeit im Innern und diese Friedensworte Carnots werden gewiß weit über die Grenzen Frankreichs hinaus ein sympatisches Echo finden. Von Avignon aus reiste der Präsident am Freitag früh über Nimes nach Montpellier weiter, wo er in den späteren Nachmittagsstunden des genannten Tages eintraf und seitens der Bevölkerung festlich und herzlich empfangen wurde. Die Anwesenheit des Herrn Carnot in Montpellier hängt mit der in diesen Tagen stattfindenden Jubelfeier der dortigen altberühmten Universität zusammen. England. Die deutsch=englischen Beziehungen in Afrika sind im englischen Parlamente in den letzten Wochen wiederholt ziemlich eingehend erörtert worden, ohne daß indessen hierdurch vollkommene Klarheit in das Verhältnis zwischen England und Deutschland im„dunkeln Continent“ gebracht worden wäre. Auch die vom Unterstaatssekretär Fergusson in der Unterhausdebatte über die Credite des Ausgabenetats gemachten Mitteilungen über dieses Verhältnis haben keinen vollständigen Aufschluß hierüber gebracht, dennoch erhellt wenigstens aus den Erklärungen des genannten Regierungsvertreters das Eine, daß die noch schwebenden Verhandlungen zwischen England und Deutschland wegen Afrikas in durchaus freundschaftlicher Weise geführt werden. Auch der Premier Lord Salisbury selbst hat sich in Gestalt seiner jüngsten Londoner Banketrede über die deutschenglischen Beziehungen ausgelassen und seine Ausführungen weisen nichts Beunruhigendes hinsichtlich der Meiterentwickelung des Padergorn, 27. Mai. Am hochbeiligen Pfngstfelte morgens traf ebenfalls nichto Gennruhigenvev hinsichtlich der Weiteremwicelung des das päpstliche Breve hier ein, durch welches der hochwürdige Herr Domdeutschenglischen Versaltuiss in Afrika auf. Uebigens hat Lordskanstoier Anaustia Goats Herzsce zun Prieigechschaf ion. Por.a. Salisbury in seiner Rede die allgemeinen Friedensaussichten als so günstige bezeichnet, wie sie es noch niemals gewesen seien. Schakir Pascha, der bisherige türkische Ober= Erzbischof Dr. befehlshaber auf Kreta, ist wegen seiner Verdienste um die Unterdrük= ist noch nicht bestimmt. kung des jüngsten Ausstandes auf der Insel vom Sultan mit der Verleihung des Imtiarz=Ordens ausgezeichnet worden. Provinzielles. 28.-Mat.= Die Raupe des Eichenwickleis, welche sich schon seit zwei Jahren in unsern Eichenwäldern in unangenehmer, schadhafter Weise bemerkbar gemacht hat, tritt leider auch in diesem Jihre wieder auf. Die Raupe hat schon stellenweise das junge Laub der Eichen ganz durchlöchert und zerfressen und verpuppt sich zwischen zusammengesponnenen BlätDen außerordentlich gefräßigen Tieren, die dem Gedeihen und Wachstum der Eichen nicht geringen Einhalt bereiten, ist kaum ein Hindernis entgegenzusetzen und steht der Mensch den Verheerungen machtlo gegenüber. Uebrigens wird aus anderen Gegenden des westfälischen„Gebirgslgndes von dem starken Vorkommen des Eichenwicklers gemeldet. 8% Die Pisonenpost zwischen Olpe und Crenzthal über Wenden wird vom 1. Juni ab mit folgenden Curszeiten verkehren: ab Olpe 9,45 v., an Wenden 10.50 v., an Crenzthal 12,15 m., ab Crenzthal 4.10 n, an Wenden 5,35 n., an Olpe 6.40 u. Die Personeupost zwischen Olpe und Crenzthal über Crombach ist vom 1. Juni ab aufgehoben.“ Unser hochwürdigster Herr Vischof hat in einer Verfügung vom 25. d. M. den hiesigen armen Schwestern vom hl. Franziskus(Waisenschwestern) gestattet, die Krankenpflege auch in unserer Stadt zu üben, wvo immer sie begehrt werden. — Eine teilweise Sonnenfinsternis steht uns am 17. Juni bevor. Sie beginnt nördlich beim Aequator, an der Sierra Leona=Küste breitete sich infolge zu jener Zeit dort herrschenden heftigen Windes mit furchtbarer Schnelligkeit nach zwei Seiten hin, um so leichter und heftiger, als noch eine Reihe der alten Häuser mit Strohdachung versehen war. Zum Unglück befand sich auch ein Teil der Dorfbewohner im Felde, die andern waren vor Augst und Schrecken völlig bestürzt und so stand schon eine Anzahl Gebände in Flammen, als man ernstlich au's Rettungswerk denken konnte. Erst als die ganze Mitte des Dorfes in Schutt und Asche lag, gelang es den verzweifelten Anstreugungen der von nah und fern herbeigeeitten Feuerwehren, das entfesselte Element einzudämmen und die Gebäulichkeiten an den Enden des Dorfes vor der Vernichtung zu schützen. Einige dreißig Häuser, sowie die Kirche des Dorfes sind total eingeäschert. Die Glocken sind zeischmolzen, alles Altargeräte, Mobilar 2c. verbrannt. Auch die Schule war stark gefährdet; doch gelang es der Feuerwehr, das noch neue Gebäude zu retten. Die Brandstätte hietet einen trostlosen Anblick. Die Bewohner haben bei dem raschen Umsichgreifen des Feuers alles verloren. Auch acht große Scheunen mit allen Maschinen, Geräten und landwirtschaftlichen Vorräten sind eingeäschert, ebenso eine große Anzahl Nebengebäude und Stallungen. Ferner ist viel Vieh in den Flammen umgekommen. Das Feuer entstand in einem ganz neu erbauten Hause, welches nicht versichert war. Kinder, welche mit Schwefelhölzern spielten, haben das Feuer angesteckt. Ein Feuerwehrmann, welcher mit großer Lebensgefahr mehrere Kinder retten wollte, kam zu Fall und erlitt schwere Brandwunden, so daß er ins Krankenhaus nach Medebach gebracht wurde. i Hamm, 27. Mai. Vom 1.—8. Juni findet in Hamm eine große Auestellung für Bäckerei und Conditorei statt, unter Anschluß der Landwirtschaft und Getreide=Industrie. Die Beteiligung ist eine sehr große. doppelt so groß, als die bei der früheren Ausstellung des Verbandes „Westsalen“— und die Ausstellung wird ein höchst interessantes Bild dieser wichtigen Industrie vorführen. Den Ausstellern ist frachtfreier Rücktransport ihrer Güter gewährt.— Die Dekoration der mächtigen Festhalle, welche durch elektrische Beleuchrung unterstützt wird, soll ihres Gleichen suchen.— Das zu gleicher Zeit stattfindende große Wettrennen führt regelmäßig tausende von Gästen nach Hamm. 27. Mai. Am hochheiligen Pfingstfeste morgens traf päpstliche Breve hier ein, durch welches der hochwürdi kapitular Augustin Gockel hierselbst zum Titular=Bischof von Nzotus(in Palästina. 8 Meilen westlich von Jeeusalem), und zum Weihbischof der Diöiese Paderborn ernannt worden ist. Das Breve ist datiert vom 2. Mai d. I. Der Tag der Consekrarion, welche von dem hochwürdigsten Herrn Erzbischof Dr. Philipp Krementz im Dome zu Köln vorgenommen wird, Köln, 26. Mai. Die Bevölkerung der Stadt Köln betrug am 1. Mai 283,291 Seelen, von welchen 190,570 auf Alt=Köln und 92,721 auf die Vororte entfallen. Vermischtes. modern, etwas gesucht elegant gekleidet, von mehr oder minder großen Musterkoffern begleitet, und, wenn zu zweien oder dreien, in lebhifter Unterhaltung oder Skat spielend. Sehr zum Aerger der zweiten Spezies, der reisenden Gouvernanten, die, wegen Ueberfüllung des Frauencoupees gezwungen sind, eine Zeit lang in dieser Umgebung zu reisen. Malerisch in eine Ecke gelehnt, mit etwas männlich scharfen Zügen, einen Kneifer auf der Nase, hat die Gouvernante sich in die Lectüre versenkt. Und während sie die rührenden Verse liest, tönt es an ihr Ohr:„Tourné!"„A tout!" u. s. w. Sie klappt entrüstet ihren Goldschnittband zu, starrt träumerisch durch das Fenster und steigt auf der nächsten Station aus. Wütend schlägt sie die Thüre zu, denn hinter ihr pfeift das malitiöse Trio der Ritter von der Elle„Schier 30 Jahre bist du alt., Der Gouvernante nahe verwandt ist der reisende Professor. Von der Gattin der theuren und einem halben Dutzend langaufgeschossener Töchterlein begleitet, und mit allerlei seltsam geformten Schachteln und Körben belastet, nimmt diese Gattung fast ein Koupee für sich allein in Anspruch.„Männchen, binde das Plaid um, Du wirst Dich erkälten,“ spricht die sorgliche Hausfrau; Männchen, geh vom Fenster fort, es zieht da. Dann werden die Körbe und Schachteln geordnet und gezählt, wobei sich herausstellt, daß man mehrere sehr wichtige Gepäckstücke im Wartesaal vergessen hat. Papachen steigt schnell aus, um sie zu holen, inzwischen pfeift es und der Zug sich in Bewegung. Auf dem Pecron steht der Professor und gestikuliert mit den Armen, während am Koupeefenster Frau und Töchter wehklagend die Hände ringen. Auf der nächsten Station steigt Frau Professor aus, um dem Gatten telegraphisch Nachricht zu geben. Da trifft sie das gleiche Schicksal und hinaus in die weite Welt müssen die Professorstöchter, schutzlos und roher Willkür preisgegeben.— Im Gegensatz hierzu stehen die Jünger des Herrn Gelehrten, Studenten und Schüler. Ihr Gepäck ist das leichteste, so leicht wie ihr Herz und hell wie ihre Augen, aus denen die Ferienfreude blitzt, klingt ihr Gesang:„Gaudeaumus igitur, juvenes dum sumus.“ Mit leichtem Gepäck und frohem Mute reisen auch Soldaten und Jäger und das Latein, das letztere sprechen, wirkt ebenso unterhaltend und belustigend auf die Mitreisenden, wie die Gegenwart mancher anderen abstoßend und langweilend.— Zu den originellsten, wenn auch unerfreulichsten gehört die Familie der reisenden Engländer. Wenig rücksichtsvoll legen sie ihre Füße auf die Polster, wohin sich andere Reisende setzen wollen und ihr ganzes Benehmen ist derart „'shoking“, daß man ihm nur durch gleiche Rücksichtslosigkeit ein Paroli bieten kann. Eine interessante Spezies von Reisenden, der man glücklicherweise nur selten begegnet, ist die der Widerwilligen. Burschen mit Galgen=Physiognomieen, kurzgeschorenem Haar, in Sträflingskleidern, und von einem Gendarmen begleitet. Bisweilen findet sich auch ein Sarg in dem Eisenbahnzuge, mit einem„stillen Mann“ * für Ein schlaues Bäuerleig verkaufte einer Kölner Firua einen darin. Trotzdem er Niemandem beschwerlich fällt, ist er doch e eeueg, ee, gg brenn enen Biele der unheinlichste Reisande.— Wir hoffen, daß unsere. Leer. " wobei er das Gewicht nach den Bündeln berechnete, wenn sie eine Reise in diesen Tagen antreten solten, vor lästigen Genossen, wie wir sie eben gekennzeichnet haben, bewahrt bleiben und wünschen ihnen vielmehr, frei nach dem Katechismus,„gut Wetter, gute Freunde und getreue Nachbarn!" Wagen Heu, wobei er das Gewicht nach den Bündeln berechnete. Die Firma wollte aber nicht auf diese Verlaufsart eingehen, sondern verlangte Feststellung des Gewichtes durch die städtische Wage am Waidmarkt. Auch damit war unser Bäuerlein zufrieden, indeß unter der Bedingung, daß im Falle ein höheres Gewicht als das von ihm angegebene sich herausstellte, dieses berechnet werde. Die kaufende Firma sandte dem Bauern ohne dessen Wissen einen ihrer Bediensteten nach. Dieser bemerkte, wie in der Mathiasstraße ein starkbeleibter Arbeitsmann auf den Wagen kletterte und im Heu verschwand. Auf der städtischen Wage wurde das Gewicht festgestellt, welches stark Kilo mehr, als das zuerst abgegebene betrug. Der Vertreter der FirVersälschte schwarze Man verbrenne ein Müsterchen des Stoffes, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Echte, rein ge!9 färbte Seide kräufelt sofort zusammen, verlöscht bald und hinterläßt wenig zuerst abgegebene betrug. Der Vertreter der Fir- Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. Verfälschte Seide(die leicht speckig ma ersuchte aber das Bäuerlein ganz trocken, den im Heu verborgenen wird und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen die„Schußfäden“ lich beim Aequgtor an der Sierra Leona=Küste, morgens um 7¾ Uhr. Für uns wird die„Finsternis“ erst einige Stunden später setzt zu erwartende Himmelsschauspiel Puird man iu aller Gemstischeit be.—(Zwei Opfer der Eifersucht.) Aus Osnabr Mann abzurechnen. Dieser kroch in Schweiß gebadet aus Versteck und rannte davon. Unter diesen Umständen verzichtete die Firma auf den Ankauf des Heues. Wiesbaden, 23. Mai. Der russische General v. seinem weiter(wenn sehr mit Farbstoff erschwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur echten Seide nicht kräuselt, sondernkrümmt. Zerdrückt man die Asche der echten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Das Seidenfabrik=Depot von G. Henneberg(K. u. K. Hoflief.) Witten Zürich versendet gern Muster, von seinen echten Seidenstoffen an jedermann, und liefert einzelne Roben und ganze Stücke porto= und zollfrei ins Haus. wattrnor Homittpsaupet wito man in auer Gemurtichreir ve..— IHtte Oper ber Eiseisuugzt., uus Osnabrück, 22. Mai, trachten können, denn es dauert mehrere Stunden. wird der„Rh.=W. Z.“ berichtet: Heute nachmittag erschoß die SchwäRübliughausen, 28. Mai. Am Abend des ersten Pfingstfeiertages gerin und laugjährige Haushälterin, von hochgradiger Eifersucht er Ddem Kirchentassentend oge berzz brannte vigrselhst das Wohnhausdes Landpitts Dobbener bisauf den Grund griffe. den Grayeur ud Outiker Syrenaler hierselbst. Martin Kühr zu Pthode st nieder. Das Mobiliar, welches zum Teil gerettet sein soll, sowie auchdas geisen ihren Schwager, den Gravent und Opttter Sprengter hiersetost, mit Genehmigung Wohnhaus sind versichert. Ueber die Entstehung des Brandes hat man Dieser hatte sich vor kurzem verlobt und dadurch die Schwägerin, Regierung bis heute nichts erfahren. welche auf eine Verbindung mit ihm gerechnet hatte, II. Oberkirchen, 19. Mai. Unter außergewöhnlicher Beteiligung erbittert. Es scheint zu lebhaften Auseinandersetzungen gekommen zu wurden heute die steiblichen Ueberreste des hochbetagten und doch wider sein, welche die schwer enttäuschte Frau(Witwe) mit Rachsucht erfüllstischen zur Leiten Rubesthte Stist langer Zeit shat unser t. Sden hatte sich heute nachmitag Sprengler zu einem Mittagsaufs Sofa gelegt, als die Frau ihm aus unmittelbarer lich gelegenen Friedhofe sich hinbewegen sehen. Clerus und Volk von Nah Nähe meuchlings eine Kugel in den Kopf schoß, die sofort den Tod und Fern Karen zahlreich herbeigeeilt, um dem lieben freundlichen origi des Sp. herbeiführte. Die Mörderin bemühte sich, den Meuchelmord nsstes atche#ecerr'chisiet. Ehre zu erweisen; selbst die weltliche Behörde als einen Selbstmord des Sp. bei ihrem Hauswirt darzustellen und ehrenvoll vertreien. Der wehmitige Eindruck batz arztliche Hülfe herbeizuschaffen. Während unn ein Arzt geholt 29 hatzrche nach arhäßt durch d a..½ wurde, mag sie zu der Erkenntnis gekommen sein, daß sie als Mörderin ermittelt werden könnte. In unmittelbarer Nähe des von ihr ermordeten Schwagers schoß sie sich selber eine Kugel in den Kopf. Als ein Arzt und mehrere Nachbarn herbeieilten, fanden sie zwei Leichen vor. Sprengler, im Anfang der 40er Jahre stehend, war ein fleißiger und nüchterner Mann. Seine Schwägerin war etwa ebenso alt. Danzig, 27. Mai. Gestern nachmittag unternahmen 11 Personen auf der Ostsee im Segelboot eine Fahrt nach Heubude. Das Schiff keuterte und sieben Personen, darunter der Schiffer, tranken. der Königlichen zu Arnsberg auch die auf das tiefste Verwaltung der G meindekasse Rhode und der Schulkassen Rhode und Neger übertragen worden. Die Uebergabe der Kassen hat am 29. v. M. stattgefunden. Olpe, 22. Mai 1890. Der Amtmann Liese. Füt ein Kupferwalzwerk wird ein tüchtiger 5. Trauerngs wurde nach erhöst durch den Contralst der in berlichen Suser uud Blütenschmuck prangenden von Lebenekraft strotzenden Frühlingslandschaft, durch welche sich derselbe ernst dahinbewegte. Wehmütig insbesondere ertönten bei Abholung der Leiche in der Pfarrwohnung die vollen Klänge eines Kanarienvogel an mein Ohr, die da erklangen wie ein letzter Abschiedsgruß an den lieben scheidenden Herrn. Ob nicht auch der alte treue Schimmel traurig sein Haupt geseickt hat, von dem der sel. Herr so oft und so gerne wiederholte:„De Schimmel hiät ne gurren Herren und de Herr hiät ne gurren Schimmel"?— Der Verstorbene erfreute sich während der ganzen Zeit seiner Wirksamkeit(6 Jahre als Vikar, 48 Jahre als Pfarrer) allgemeiner Beliebtheit und hinterläßt die Gemeinde Oberkirchen in Bezug auf Gesittung, kirchliche Gesinnung und Wohlstand in denkbar günstigster Verfassung. Trotz guter Haushaltung und langjähriger Wirksamkeit hat er sich Vermögen nicht erworben, sondern bei Lebzeiten alles zum Besten armer Angehöriger oder der Notleidenden verwendet.— Die Reihen des durch seine vielen„alten Herrn" bekannten Dekanates Wormbach haben seit Kurzen(“ Dechant Hundt, Wormbach) angefangen sich zu lichten; doch zählt dasselbe noch viele würdige graue Häupter, welche trotz der Fülle der Jahre noch in Jugendfrische ihres Amtes walten. Seit 2 Jahren habe lch nun 6 Amtsbrüder zu Grabe geleitet; möge der Herr über Leben und Tod den Geschiedenen gnädig ihr Wirken belehnen den Zurückgebliebenen aber in Gesundheit und Kraft noch recht langen Aufschub zu segensreicher Thätigkeit hinieden gewähren! Hagen, 28. Mai. Der Fabrikarbeiter F. Gronemeyer aus Camen, der Schuhmacher A. Ströhmann aus Siegen, der Lampenschmied G. Ramforth aus Herdecke, die Fabrikarbeiter H. Reisloh aus Menden und W. Plankemann aus Plettenberg, sämtlich ganz gefährliche Burschen und zu hohen Gefängnis= resp. Zuchthausstrafen verurteilt, saßen im hiesigen Gerichtsgefängnis. Sie waren aber für fahrelange Freiheitsentziehung nicht Montag den 2. Juni morgens 5t 9 Uhr anfangend lassen die Erben der Ww. Joh. Jos. Sieler in Wenden in ihrer Wohnung gegen Ausstand verkaufen: sämtliche Hausmobilien, 1 frischmelke Kuh, 1 Kalb und 1 Ziege. Wenden, 27. Mai 1890. Wurm, A.=C. Vorwalzer und ein Walzarbeiter„ Ein starkes Kindermädchen gegen hohen Lohn auf sofort gegesucht. Reflektanten, die in Eisen sucht. Von wem, sagt die Exped. oder Kupfer=Walzwerken gearbe' s½5 8418 haben, wollen ihre Offerten unter d. Bits. K. D. 90 abgeben. in der Expedition d. Bl. eingenommen und beschlossen, die ungastlichen Mauern zu verlassen. der Arbeitsstelle nahmen die beiden ersten Leute jeder ein kurzes Stück das sie eben verbergen konnten. Abends, nachdem alles zur Ruhe war, befreiten die ersten Beiden die drei anderen Kumpane und man machte sich an die Arbeit. Trotz der mehr als primitiven Werkzeuge wurden in kurzer Zeit die Steine der Wand durchbrochen und die Betttücher sollten Heragzughenisen ver wendet werden, um sich aus dem driten Stockwerk Steinatlassen, als die Gefängnisbesmten eintraten. Es waren nämlich Suum in den Hof hinabgefallen, die tiefer stationierten Frauen hatten das gehört und Lärm geschlagen. Von der Strafkammer wurden nun Alle ersten Rlteitere zu je neun Monaten Gefängnis verurtellt. Als die beiden al Suzggen, mit den Händen an elnander gefesselt, aus dem Gerichtsgal abgeführt wurden, besaßen sie trotz dieser Fesselung die Frechheit, den srorridor entlang, die Treppen hinab und zum Landgericht hinaus zu entahgessese. Sie kamen nicht weit und wurden bald wieder im Gefängnis Ströhmann nun gefesselt werden sollte, benutzte er einen mußten hanstiff einen Eßkessel und ging auf die Beamten los. Diese ihrer Waffe Gebrauch machen und wurde Ströhmann verwundet, so daß er ins Krankenhaus geschafft wurde. vor amd)“s.*“ 24. Mal. Bekanntlich hat Herr Geheimrat Ebbinghaus P## Jahren der Stadt Iserlohn ein Geschenk von 300,000 Mk. überwiesen mit der Maßgabe, daß die Zinsen dieses Kapitals zur Hälfte für — In Holland giebt es eine Eisenbahnstation mit dem hübschen Namen„Beest“. In der holländischin Sprache bedeutet dieses Wort auch: Bestie, Tier, Vieh, Rind, Kuh, sowie einen häßlichen Schimpfnamen. Wie nun holländische Blätter mitteilen, haben die Eisenbahnschaffner strenge Weisung erhalten, fortan nicht mehr kurzweg bei der genannten Station den Passagieren zuzurufen: „Berst, uitstappen!“(„Beest, aussteigen!“), sondern„Station Beest, uitstappen!“ Das läßt tief blicken! kadom, 19. Mai. Im Dorfe Lukowo des Kozenicer Kreises hat sich eine Bäuerin in einem Anfalle von religiösem Wahnsinn selbst verbrannt. Die Gouvernementszeitung berichtet, daß die Frau nachts, als Mann und Frau schliefen, ihre Wohnung verließ, und sich auf ein unweit vom Dorfe gelegenes Feld begab, woselbst sie schon vorher eine Kartoffelgrube hatte reinigen lassen. In diese Grube nun legte das Weib Stroh und Reisig, zündete den Haufen an und stürzte sich in die Flammen. Am anderen Tage fand man den verkohlten Leichnam. —(Allerlei Reisebilder.) Wieder hat der große Wanderzug begonnen, für welchen Pfingsten das Signal gegeben, um bis zum Herbst zu dauern, wo auch die ausdauerndsten und wanderfreudigsten Reisenden heimkehren. Im Deutschen steckt der Wandertrieb schon von Alters her, und wie im Mittelalter es allerlei fahrendes Volk gab: die Minnesänger, die fahrenden Scholasten, Kriegsleute, Kaufmänner u. s. w., so begegnen wir solchen Typen, allerdings in moderner Umwandlung, auch heute. In nachfolgenden wollen wir einen kleinen Beitrag zur Naturgeschichte dieses Reisevolkes geben. Da ist zunächst die weitverbreitete Familie der Handlungsreisenden. Der gelben Butterblume vergleichbar ist sie überall anzutreffen zu jeder Jahres= und Tageszeit, im Eisenbahn= und Postwagen, auf der Landstraße wie im Gasthof. Die Glieder dieser Familie sind stets Am Freitag den 30. d. M. abends 6 Uhr werde ich den ersten Graschait auf meinen Feldern und Wiesen zum Verkauf ausstellen. Zusammenkunft bei der Ruegenberg'schen Fabrik. Theod. Lütticke. Im Juni erscheint: STANLEV: Im dunkeisten Afrika. Aufsuchung, Rettung u. Rückzug EMIN-PASCHR’S. Ein zuverlässiges Kindermädchen auf sofort gesucht von W. Kramer in Pernze bei Wiedenest. Nordwestdeutsche Gewerbe= u. Industrie= Ausstellung. Große Lotterie in Bremnen. Haupt=Gewinne im Werte von 50,000 20.000, 10,000 Mark oder netto bar 48,000, 19,200, 9,500 M. Insgesamt 5.216 Gewinne. Lose nur 1 Mark sind zu beziehen durch die Ruegenberg'sche Buchhdlg., Olpe. (Ein schwarzes Collier auf dem Wege nach dem Kirchhof oder auf dem Kirchhofe selbst verloren. Finder wird gebeten, dasselbe in der Exped. d. Bl. abzugeben. 2 Bände, 140 Abbildungen 3 grosse Karten. Geheftet 20 M. Gebunden 22 M. Auch in 40 Lieferungen à 50 Pf. Verlag v. F. A. Brookhans in Leiprig. us barichen durch: die Ruegenberg'sche Buchholg in Olpe. Ein Versuch ohne Kistko. Nichtkonvenierendes nehme unter Nachnahme zurück. Holst. Holl. Käse, 4 Ctr. 28 M. Holft. Edamer Käse, à Ctr. 28 M. Holft. Limb. Käse, à Ctr. 26 M. ab hier gegen Nachnahme empfiehlt J. Mohr Ww., Nortorf is. 10 Pfd.=Probepostcolli 3.20 und 3/80 und 8.20 M. franto dort. I otarielle B 30 f fachen Lobes über den de Tabak von B. Beokor in Seesen. 10 Pfd. fro. 8 M., hat die Exped. d. 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Klasse: 1/8 à 26, 1/10 d 13, 1/82 à 6,50, 1/64 3,25 Mk. Hauptgewinn 500,000 Reichsmark bar. Original=Kauflose 4. Klasse: zur Berliner Schloßfreiheit=Lotterie(Ziehung: 9.Juni 1890, kleinster Gewinn 1000 M. bar) versendet gegenbar so lange der Vocrat reicht: 1/1 116, ½ 58, ¼4 29, 1/8 15 M.(Preis für 4. zu. 5.Klasse: ¼1 188, ½ 94, ¼ 47, ⅛8 24 M.); ferner Anteil=Voll=Lose mit meiner Unterschrift an in meinem Besitz befindlichen Originallosen für 4. und 5. Klasse gültig: ½ 90, ¼ 45, 1/8 23, 1/16 12, 1/32 6 M. Gewinn=Auszahlung planmäßig ohne jeden Abzug, sowohl bei Original= wie bei Anteil=Losen. Carl Hahn, Lotterie=Geschäft, Berlin SW., Neuenburger Straße 25(gegr. 1868). ## Mariazeller Hiagen-Tropfen, 4## sc vorireflich wirkend bor allen Krankheiten des Mag 221s. Unübertrossen bei Appetitlosigkeit, Schwäche des Magens, #belriechendem Atbem. Blabung, saurem Aufstoßen. 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Albrecht Kemper, vertreten durch seinen Vater August Kemper zu Oech bei Lennep gehörigen Grundstücke (No. 1 bis 14 Bd. 21 Bl. 33): Fl. 1 No. 993 995 2289/997 2297 997 2302/997 2321/994 2322/994 2323977 2324/977. Fl. 4 No. 587 642 651, 71 Thaler No. 1 bis mit 71 an der Jahnschaft Büchen, Fl. 1 No. 964 Steuergemeinde Hünsborn am 22. August 1890 vormittags 9 Uhr vor dem unterzeichneten Gericht, an Gerichtsstelle— Zimmer No.4— versteigert werden. Die Grundstücke sind mit 2,32Th. Reinertrag und einer Fläche von 3,7011 Hektar zur Grundsteuer, mit 24 Mk. Nutzungswert zur Gebäudesteuer veranlagt. Olpe, den 23. Mai 1890. Königl. Amtsgericht. RedStarlint Rothe Stern Einie König. Beig. Postdampfer von 178— nach schnelle Faheten, gut* Verpfiegung, billigste Montag den 2. Juni halte ich mit 120 Stück schöner Ahweite beim Gastwirt Hundt in Attendorn Kaufliebhaber lade ich freundl. ein. Dissmann Montag den 2. 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Juni 9½—11½ Uhr vorm. Für G.meinde Römershagen, Schulgemeinde Ottfingen, Brüu und Hillmicke 7. Juni 1½—3½ Uhr nachm. Für Gemeinde Helden ausschl. des Ortes Finnentrop 9. Juni 9½2— 11½ Uhr vorm. Für Stadtgemeinde Attendorn 10. Juni 8—12 Uhr vorm. und 2—5 Uhr nachm. Für Schulgemeinde Heggen, Hülschotten und Ort Finnentrop 11. Juni 9—11 Uhr vorm. Für Landgemeinde Attendorn excl. der dem Hebeorte Heggen zugeteilten Bezirke 11. Juni 2—5 Uhr nachm. Für Gemeinde Klausheim 13. Inni 9—11 Uhr vorm. II des Steuetempfangsbezirks Bilstein. a) für Staatssteuern. Für Gemeinde Elspe mit Ausschluß der Ortschaft Meggen 3. Juni 9—11½ Uhr vorm. Für Gemeinde Förde 3. Junl 2—3 Uhr nachm. Für Ortschaft Meggen 4. Juni 9½—11 Uhr vorm. Für Gemeinde Rahrbach 4. Juni 2—3 Uhr nachm. Für Ortschaften Altenhundem, Laugenei und Kickenbach 6. Juni 9—11 Uhr vorm. Für Gemeinden Saalhausen und Leune 6. Juni 2—4 Uhr nachm. Für Gemeinde Krchveischede 7. Juni 8—12 Uhr vorm. Für Geineinde Kirchhundem mit Ausschluß der Ortschaften Altenhundem, Langenei und Kickenbach 9. Juni 8½—11 Uhr vorm. Für Gemeinde Oberhundem 9. Juni 2—4 Uhr nachm. Für Gemeinde Heinsberg 10. Juni 9—11 Uhr vorm. Für Gemeinde Kohlhagen 10. Juni 2—4 Uhr nachm. b) für Communal=Gefälle. Für Gemeinde Eispe mit Ausschluß der Ortschaft Meggen 19. Juni 8—12 Uhr vorm. Für Ortschaft Meggen 20. Juni 2½—4 Uhr nachm. Elle. Gemeinde Förde 21. Juni 2—4 Uhr nachm. Für Gemeinde Kirchveischede 26. Innt 8—12 Uhr vorm. Druck von Th. Mietens in Oipe.